Source: https://www.azv-pfattertal.de/k_Satzung.html
Timestamp: 2018-12-14 10:11:13+00:00

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KOMMUNALUNTERNEHMENSATZUNG
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Satzung für das Kommunalunternehmen VBA Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft des Zweckverbandes zur Abwasserbeseitigung im Pfattertal
Aufgrund von Art. 22 Abs. 2 und Art. 26 Abs. 1 Satz 1 des Gesetzes über kommunale Zusammenarbeit (KommZG), Art. 89 Abs. 3 Satz 1 der Gemeindeordnung für den Freistaat Bayern (GO) erlässt der Zweckverband zur Abwasserbeseitigung im Pfattertal folgende Satzung:
Name, Sitz, Stammkapital, Gewährträgerschaft
1) Die Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft des Zweckverbandes zur Abwasserbeseitigung im Pfattertal ist ein selbständiges Unternehmen in der Rechtsform einer rechtsfähigen Anstalt des öffentlichen Rechts (Kommunalunternehmen). Das Kommunalunternehmen tritt unter diesem Namen im gesamten Geschäfts- und Rechtsverkehr auf. Die Kurzbezeichnung lautet „VBA“.
2) Das Kommunalunternehmen hat seinen Sitz in der Gemeinde Mintraching.
3) Das Stammkapital beträgt 2.556.459,40 Euro (in Worten: Zweimillionenfünfhundertsechsundfünfzigtausendvierhundertneunundfünfzig 40/100 Euro).
4) Der Zweckverband zur Abwasserbeseitigung im Pfattertal haftet für die Verbindlichkeiten des Kommunalunternehmens unbeschränkt, soweit nicht Befriedigung aus dessen Vermögen zu erlangen ist (Gewährträgerschaft).
Gegenstand des Kommunalunternehmens (Anstaltszwecke)
1) Aufgaben des Kommunalunternehmens sind
1. die Erweiterung, der Betrieb, der Unterhalt, die Betreuung und die Erneuerung der Abwasseranlage sowie die Erweiterung und der Unterhalt des Kanalnetzes.
2. die Klärschlammtrocknung und –verwertung.
3. die Aufsicht über die BSM GmbH und die KSE AG.
4. das Finanzmanagement für die Aufgaben der BSM GmbH und die KSE AG.
Eine Übertragung der Aufgabe unter Ziffer 4 ist nur nach vorheriger Zustimmung der Verbandsversammlung möglich.
2) Soweit das Kommunalunternehmen Aufgaben durchführt, die es von seinem Errichtungsorgan durch Satzung übertragen erhält, richtet sich sein Wirkungskreis grundsätzlich nach dem Wirkungskreis seines Errichtungsorgans.
Das Kommunalunternehmen kann die in Abs. 1 bezeichneten Aufgaben unter den jeweils geltenden gesetzlichen Voraussetzungen (Art. 87 Abs. 2 GO) auch für andere öffentlich-rechtliche Träger und Körperschaften wahrnehmen.
3) Das Kommunalunternehmen und das Errichtungsorgan regeln, soweit erforderlich, die Bereitstellung von Personal des Zweckverbands zur Erfüllung der Aufgaben des Kommunalunternehmens und dessen Beteiligungen.
Weitere Bestimmungen zur Aufgabenerfüllung durch das Kommunalunternehmen
1) Das Kommunalunternehmen ist darüber hinaus zu allen Maßnahmen und Geschäf-ten berechtigt, soweit sie die Anstaltszwecke fördern und wirtschaftlich mit ihnen zusammenhängen. Es kann sich zur Erfüllung seiner Aufgaben anderer Unterneh-men bedienen.
2) Das Kommunalunternehmen kann sich nach Maßgabe der Unternehmenssatzung und in entsprechender Anwendung der für den Zweckverband geltenden Vorschriften an anderen Unternehmen beteiligen, wenn das dem Unternehmenszweck dient. Im Falle der Beteiligung ist sicherzustellen, dass die Haftung des Kommunalunternehmens auf einen bestimmten, seiner Leistungsfähigkeit angemessenen, Betrag begrenzt wird.
Das Kommunalunternehmen hat auf Weisung der Verbandsversammlung die jeweiligen Satzungen für eigene Beteiligungen an kommunalrechtliche Vorschriften oder Anforderungen des Zweckverbands, soweit letzteres rechtlich möglich ist, anzupassen. Entsprechende Regelungen sind im Rahmen der rechtlichen Zulässigkeit in die Unternehmenssatzungen aufzunehmen. Das Kommunalunternehmen hat jährlich einen Bericht über seine Beteiligungen an Unternehmen in einer Rechtsform des Privatrechts zu erstellen. Der Beteiligungsbericht hat insbesondere Angaben über die Erfüllung des öffentlichen Zwecks, die Beteiligungsverhältnisse, die Zusammensetzung der Organe der Gesellschaft, die Bezüge der einzelnen Mitglieder des geschäftsführenden Unternehmensorgans (falls keine rechtsaufsichtliche Ausnahme gem. Art. 94 Abs. 1 Satz 2 GO vorliegt), die Ertragslage und die Kreditaufnahme zu enthalten. Der Bericht ist der Verbandsversammlung des Errichtungsorgans vorzulegen. Der Bericht wird danach vom Errichtungsorgan zur öffentlichen Einsicht bereitgehalten. Soweit bestehende Verträge der Veröffentlichung der vorbezeichneten Bezüge noch entgegenstehen, sind diese dem Vorsitzenden der Verbandsversammlung gesondert schriftlich mitzuteilen. Der Vorsitzende der Verbandsversammlung informiert die Mitglieder der Verbandsversammlung danach mündlich.
Der Verwaltungsratsvorsitzende des Kommunalunternehmens hat die Verbandsversammlung über die Geschäftstätigkeit des Kommunalunternehmens und seiner Beteiligungen laufend und umfassend zu informieren. Der Verwaltungsratsvorsitzende darf sich dabei der Organe der Beteiligungen oder des eigenen Vorstands bedienen. Entsprechende Regelungen sind in den Satzungen der Beteiligungen aufzunehmen.
Der Verwaltungsratsvorsitzende hat dem Zweckverband zudem auf Grundlage eines mehrheitlichen Beschlusses der Verbandsversammlung Auskunft über alle Angelegenheiten des Kommunalunternehmens und seiner Beteiligungen zu geben. Die Verbandsversammlung kann dabei eine schriftliche Auskunft sowie die Einsicht in erklärende Unterlagen einfordern.
3) Das Errichtungsorgan kann Erbbaurechte für das Kommunalunternehmen bestellen und ihm die Nutzung von Dienstbarkeiten überlassen. Die Bestellung eines Untererbbaurechts durch das Kommunalunternehmen für einen Dritten, oder die weitere Überlassung von Dienstbarkeiten an einen Dritten ist grundsätzlich zulässig, es sei denn, im Einzelnen wird zwischen dem Errichtungsorgan und dem Kommunalunternehmen etwas anderes vereinbart.
1) Organe des Kommunalunternehmens sind der Vorstand (§ 5) und der Verwaltungsrat (§ 7).
2) Die Mitglieder aller Organe des Kommunalunternehmens haben über alle vertraulichen Angaben und Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse des Unternehmens Verschwiegenheit zu bewahren. Diese Pflicht besteht auch nach ihrem Ausscheiden fort. Sie gilt nicht gegenüber den Organen des Zweckverbands zur Abwasserbeseitigung im Pfattertal.
3) Der Zweckverband hat die Einhaltung der entsprechenden Verschwiegenheitspflicht der Mitglieder der Verbandsversammlung gesichert.
1) Der Vorstand besteht aus einer Person und wird vom Verwaltungsrat für höchstens fünf Jahre bestellt.
Der Bestellung hat eine öffentliche Ausschreibung vorherzugehen. Eine erneute Bestellung ist wiederkehrend zulässig. In diesem Fall kann jeweils auf eine öffentliche Ausschreibung verzichtet werden.
2) Der Vorstand wird im Falle seiner Verhinderung von einem Abwesenheitsvertreter vertreten. Dieser wird vom Verwaltungsrat in stets widerruflicher Weise bestellt.
3) Der Vorstand leitet das Kommunalunternehmen eigenverantwortlich, soweit nicht gesetzlich oder durch diese Satzung etwas anderes bestimmt ist.
4) Der Vorstand vertritt das Kommunalunternehmen nach außen.
5) Der Vorstand ist nach vorheriger schriftlicher Zustimmung des Verwaltungsratsvorsitzenden von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit, soweit es sich um Rechtsgeschäfte handelt, die er in Ausübung seiner Aufgaben mit sich als Organ der zum jeweiligen Zeitpunkt bereits bestehenden Beteiligung des Kommunalunternehmens vornimmt. Die Zustimmung hat im Einzelfall zu erfolgen. Bestehende Entscheidungsvorbehalte des Verwaltungsrats oder Zustimmungsvorbehalte bzw. Weisungsrechte des Zweckverbands bleiben unberührt. Der Verwaltungsrat und das Errichtungsorgan sind umgehend schriftlich über die entsprechenden Rechtsgeschäfte zu unterrichten.
6) Der Vorstand hat den Verwaltungsrat vierteljährlich über die Abwicklung des Vermögens- und Erfolgsplans schriftlich zu unterrichten. Sind bei der Ausführung des Erfolgsplans erfolgsgefährdende Mindererträge oder Mehraufwendungen zu erwarten, hat der Vorstand den Verwaltungsrat unverzüglich unter Angabe von Gründen über diese schriftlich zu unterrichten. Der Vorstand hat den Verwaltungsrat zudem über alle wichtigen Vorgänge rechtzeitig, d.h. soweit tatsächlich möglich im Voraus, zu unterrichten. Sind darüber hinaus Verluste zu erwarten, die Auswirkungen auf den Haushalt des Zweckverbands haben können, ist dieser schriftlich über den Verwaltungsrat zu unterrichten.
Dienstverhältnis des Vorstands; Prokuren
Der Vorstand ist bei Regelung des Dienstverhältnisses vertraglich zu verpflichten, die ihm im Geschäftsjahr jeweils gewährten Bezüge im Sinn von § 285 Nr. 9 Buchst. a des Handelsgesetzbuchs (HGB) dem Zweckverband jährlich zur Veröffentlichung mitzuteilen. Bestehende Verträge sind zu achten, jedoch bei einer wiederkehrenden Bestellung im Sinne der vorstehenden Verpflichtung zu ändern. Vertragsänderungen oder -anpassungen sollen entsprechend genutzt werden.
Bei Bestellung von Prokuren gilt diese Pflicht entsprechend.
1) Der Verwaltungsrat des Kommunalunternehmens besteht aus dem Vorsitzenden und neun übrigen Mitgliedern.
2) Der Vorsitzende des Verwaltungsrats ist der Vorsitzende des Zweckverbandes zur Abwasserbeseitigung im Pfattertal. Der Vorsitzende des Verwaltungsrats wird durch den stellvertretenden Vorsitzenden des Zweckverbands und nachrangig aus einem von der Verbandsversammlung bestimmten weiteren Mitglied des Verwaltungsrats vertreten.
3) Fünf übrige Mitglieder bilden die jeweils amtierenden 1. Bürgermeister der Mitgliedsgemeinden des Errichtungsorgans. Vier weitere Mitglieder werden aus der Mitte der Verbandsversammlung, je Mitgliedsgemeinde mit Ausnahme der Gemeinde Obertraubling ein Mitglied, heraus vorgeschlagen und gewählt. Für den Fall, dass ein übriges Verwaltungsratsmitglied die Vertretung des Verwaltungsratsvorsitzenden übernimmt, erfolgt keine Vertretung des übrigen Verwaltungsratsmitglieds.
Für jedes übrige Mitglied des Verwaltungsrats ist von der Verbandsversammlung des Errichtungsorgans ein Vertreter zu bestellen.
4) Für den Fall, dass der Vorsitzende des Errichtungsorgans gleichzeitig 1. Bürgermeister einer Mitgliedsgemeinde des Errichtungsorgans ist oder wird, nimmt dessen Bürgermeisterstellvertreter die Stellung als übriges Verwaltungsratsmitglied ein. Gleiches gilt für den Fall einer Abberufung gem. § 7 Abs. 6 dieser Satzung.
5) Das Vorsitzende Mitglied und die übrigen Mitglieder des Verwaltungsrats werden von der Verbandsversammlung für sechs Jahre bestellt. Die Amtszeit der Mitglieder des Verwaltungsrats endet mit dem Ende der Wahlzeit oder dem vorzeitigen Ausscheiden aus dem Amt als Zweckverbandsvorsitzender bezüglich des Vorsitzenden des Verwaltungsrats und im Übrigen als 1. Bürgermeister bzw. Verbandsrat der jeweiligen Mitgliedsgemeinde. Die Mitglieder des Verwaltungsrats üben ihr Amt bis zum Amtsantritt der neuen Mitglieder weiter aus, es sei denn, sie scheiden aufgrund des folgenden Abs. 6 aus.
6) Die Verbandsversammlung kann Mitglieder des Verwaltungsrats abberufen, wenn diese ihre Pflichten verletzt oder sich als unwürdig erwiesen haben.
7) Die Mitglieder des Verwaltungsrats erhalten eine Entschädigung in Höhe von 20.- €. Sie ist nach Ablauf jeden Monats zahlbar. Die Tätigkeit für angebrochene Monate wird nach Ablauf eines jeden Monats anteilig entschädigt.
Unter entsprechender Anrechnung auf die Entschädigungszahlung an Mitglieder des Verwaltungsrats erhalten deren Vertreter für die Teilnahme an Sitzungen eine Entschädigung in Höhe der Hälfte der sich aus Satz 1 ergebenden Entschädigung als Sitzungsgeld.
Der Verwaltungsratsvorsitzende erhält eine monatliche Entschädigung in Höhe von 1.500.- €. Sie ist nach Ablauf jeden Monats zahlbar. Die Tätigkeit für angebrochene Monate wird nach Ablauf eines jeden Monats anteilig entschädigt. Die Entschädigung des Stellvertreters erfolgt anteilig (pro Tag 1/30 der Entschädigung des Vorsitzenden) nach Anfall.
Zuständigkeit des Verwaltungsrats
1) Der Verwaltungsrat überwacht die Geschäftsführung des Vorstands.
2) Jedes Verwaltungsratsmitglied kann jederzeit vom Vorstand über alle Angelegenheiten des Kommunalunternehmens mündlich Auskunft verlangen. Der Verwaltungsrat kann jederzeit schriftliche Berichterstattung sowie die Vorlage und Erläuterung begründender Unterlagen verlangen. Der Verwaltungsrat kann sich bei Wahrnehmung seiner Kontrollrechte jeweils mehrheitlich eines Mitgliedes des Verbandsrats bedienen.
3) Der Verwaltungsrat entscheidet über
1. die Beteiligung des Kommunalunternehmens an anderen Unternehmen sowie über deren Auflösung oder Veräußerung.
2. die Bestellung und Abberufung des Vorstands einschließlich seines Stellvertreters sowie Regelungen über das Dienstverhältnis des Vorstandes einschließlich eines Anstellungsvertrags (siehe § 6 dieser Satzung).
3. die Bestellung des Abschlussprüfers.
4. die Feststellung und Änderung des Wirtschaftsplans sowie die Feststellung des geprüften Jahresabschlusses.
5. die Entlastung des Vorstands.
7. die Festsetzung allgemein geltender Tarife und Entgelte für die Leistungsnehmer des Kommunalunternehmens.
8. wesentliche Änderungen des Betriebsumfangs des Kommunalunternehmens im Rahmen der nach § 2 Abs. 1 dieser Satzung übertragenen Aufgaben.
9. die Übernahme von Aufgaben für andere Gemeinden nach § 2 Abs. 2 Satz 2 dieser Satzung.
10. Verfügungen über das Anlagevermögen, insbesondere Erwerb, Veräußerung oder Belastung von Grundstücken sowie den Verzicht auf Ansprüche des Kommunalunternehmens und den Abschluss von Vergleichen, sofern im Einzelfall ein Gegenstandswert von 20.000 Euro überschritten wird (dies gilt auch für den Gesamtbetrag von Verpflichtungserklärungen i.S.d. § 10 Abs. 1 dieser Satzung aus demselben Rechtsgeschäft) sowie über die Veräußerung von Vermögensgegenständen unter ihrem Wert und die Verpflichtung hierzu.
11. die Aufnahme von Krediten, soweit sie den im jeweils geltenden Wirtschaftsplan festgesetzten Betrag übersteigen.
12. den Abschluss von Verträgen in sonstigen Fällen (dies gilt auch für den Gesamtbetrag von Verpflichtungserklärungen i.S.d. § 10 Abs. 1 dieser Satzung aus demselben Rechtsgeschäft) sowie die Einleitung und Durchführung von Rechtsstreitigkeiten, sofern im Einzelfall ein Gegenstandswert von 50.000 Euro überschritten wird. Im Falle erforderlicher sicherheitsrechtlicher Maßnahmen ist eine Beschränkung des Vorstands auf Höchstbetragsgrenzen nicht gegeben.
13. die Bestellung und den Widerruf von Prokuren (siehe § 6 Abs. 3 dieser Satzung).
die Regelung(en) des Auslagenersatzes des Vorstands.
die Gewährung von Darlehen und Gehaltsvorschüssen.
4) Dem Vorstand gegenüber vertritt der Vorsitzende des Verwaltungsrats das Kommunalunternehmen gerichtlich und außergerichtlich.
5) Im Fall der Nummern 1, 2, 8, 9 und 15 unterliegt der Verwaltungsrat den Weisungen der Verbandsversammlung des Errichtungsorgans. Vor entsprechenden Entscheidungen des Verwaltungsrats ist die Verbandsversammlung daher zunächst umfassend schriftlich und mündlich zu informieren. Der Verwaltungsrat hat den Zugang des entsprechenden Beschlusses der Verbandsversammlung abzuwarten. Die Abstimmung des Verwaltungsrats entgegen einer oder ohne eine Weisung der Verbandsversammlung berührt die Gültigkeit des Beschlusses des Verwaltungsrats gemäß Art. 90 Abs. 2 Satz 6 GO nicht, kann jedoch zu Schadensersatzansprüchen des Zweckverbands gegenüber verantwortlichen Verwaltungsratsmitgliedern führen.
Einberufung und Beschlüsse des Verwaltungsrats
1) Der Verwaltungsrat tritt auf schriftliche Einladung des Verwaltungsratsvorsitzenden zusammen. Die Einladung muss Tagungszeit, Tagungsort und die Tagesordnung angeben. Sie muss den Mitgliedern des Verwaltungsrats spätestens am 10. Tag vor der Sitzung zugehen. In dringenden Fällen kann die Frist bis auf 24 Stunden verkürzt werden.
2) Der Verwaltungsrat ist jährlich mindestens viermal einzuberufen. Er muss außerdem einberufen werden, wenn dies ein Viertel der Mitglieder des Verwaltungsrats unter Angabe des Beratungsgegenstandes beantragt.
3) Die Sitzungen des Verwaltungsrats werden vom Verwaltungsratsvorsitzenden geleitet. Die Sitzungen sind nicht öffentlich.
4) Der Verwaltungsrat ist beschlussfähig, wenn sämtliche Mitglieder ordnungsgemäß geladen sind und die Mehrheit der stimmberechtigten Mitglieder bzw. deren Stell-vertreter anwesend ist. Er gilt als beschlussfähig, solange seine Beschlussunfähig-keit nicht festgestellt ist. Über andere als in der Einladung angegebene Beratungs-gegenstände darf nur dann Beschluss gefasst werden, wenn
1. die Angelegenheit dringlich ist und der Verwaltungsrat der Behandlung mehr-heitlich zustimmt oder
2. sämtliche Mitglieder des Verwaltungsrats (bzw. deren Stellvertreter) anwesend sind und kein Mitglied der Behandlung widerspricht.
5) Wird der Verwaltungsrat zum zweiten Mal zur Verhandlung über denselben Ge-genstand zusammengerufen, so ist er ohne Rücksicht auf die Zahl der erschiene-nen Mitglieder beschlussfähig. Bei der zweiten Ladung muss auf diese Folge ausdrücklich hingewiesen werden.
6) Die Beschlüsse des Verwaltungsrats werden mit einfacher Mehrheit der abgegebe-nen Stimmen gefasst. Stimmenthaltungen sind unzulässig. Für den Ausschluss wegen persönlicher Beteiligung gilt Art. 49 GO entsprechend.
7) Über die vom Verwaltungsrat gefassten Beschlüsse ist eine Niederschrift zu fertigen. Diese wird vom Vorsitzenden unterzeichnet und dem Verwaltungsrat in der nächsten Sitzung zur Genehmigung vorgelegt. Die so genehmigten Niederschriften sind unverzüglich dem Errichtungsorgan zur Einsicht für die Mitglieder der Verbandsversammlung zur Verfügung zu stellen.
1) Alle Verpflichtungserklärungen bedürfen der Schriftform; die Unterzeichnung erfolgt unter dem Namen des Kommunalunternehmens durch den Vorstand bzw. dessen Vertretungsberechtigte.
2) Der Vorstand unterzeichnet ohne Beifügung eines Vertretungszusatzes, seine Stell-vertreter mit dem Zusatz „In Vertretung“, Prokuristen mit dem Zusatz „ppa“.
Wirtschaftsführung, Rechnungswesen und Bekanntmachungen
1) Das Kommunalunternehmen ist sparsam und wirtschaftlich unter Beachtung des öffentlichen Zwecks und des jeweils für ein Geschäftsjahr zu erstellenden Wirtschaftsplans zu führen. Im Übrigen gelten die Vorschriften der Verordnung über Kommunalunternehmen (KUV) über Wirtschaftsführung, Vermögensverwaltung und Rechnungslegung sowie die einschlägigen Vorschriften der GO.
2) Der Vorstand hat den Jahresabschluss, den Lagebericht und die Erfolgsübersicht innerhalb von sechs Monaten nach Ende des Wirtschaftsjahres aufzustellen und dem Verwaltungsrat nach Durchführung der Abschlussprüfung vorzulegen. Der Jahresabschluss und der Lagebericht sind vom Vorstand unter Angabe des Datums zu unterzeichnen. Bei der Feststellung des Jahresabschlusses hat der Verwaltungsrat
über die Entlastung des Vorstands zu entscheiden. Der Jahresabschluss, der Lagebericht, die Erfolgsübersicht und der Bericht über die Abschlussprüfung sind dem Errichtungsorgan zur Einsicht vorzulegen.
3) Der Jahresabschluss und der Lagebericht sollen spätestens innerhalb von neun Monaten nach Abschluss des Wirtschaftsjahres durch einen sachverständigen Prüfer (Abschlussprüfer) geprüft sein. Über Verzögerungen sind der Verwaltungsrat und das Errichtungsorgan unter Angabe der Gründe unverzüglich durch den Vorstand schriftlich zu informieren.
4) Der Beschluss über die Feststellung des Jahresabschlusses ist in den Mitgliedsgemeinden des Errichtungsorgans ortsüblich bekannt zu geben. In der ortsüblichen Bekanntgabe sind der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers oder der Vermerk über dessen Versagung und die beschlossene Verwendung des Jahresgewinns oder Behandlung des Jahresverlusts anzugeben. Gleichzeitig sind der Jahresabschluss und der Lagebericht an sieben Tagen öffentlich auszulegen. In der Bekanntmachung ist auf die Auslegung hinzuweisen.
Das Wirtschaftsjahr des Kommunalunternehmens ist das Kalenderjahr.
Diese Satzung tritt am 01.01.2010 in Kraft. Gleichzeitig tritt die Satzung für das Kommunalunternehmen VBA Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft des Zweckverbandes zur Abwasserbeseitigung im Pfattertal vom 15.09.1998 außer Kraft.
Mintraching, den 15. Dezember 2009
Achhammer Zweckverbandsvorsitzender
1. Satzung zur Änderung der Satzung für das Kommunalunternehmen VBA
Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft des Zweckverbandes zur
Abwasserbeseitigung im Pfattertal
Aufgrund von Art. 22 Abs. 2 und Art. 26 Abs. 1 Satz 1 des Gesetzes über die
kommunale Zusammenarbeit ( KommZG ), Art.89 Abs. 3 Satz 1 der
Gemeindeordnung für den Freistaat Bayern erlässt der Zweckverband zur
Abwasserbeseitigung im Pfattertal folgende 1. Satzung zur Änderung der Satzung für
das Kommunalunternehmen VBA Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft des
Zweckverbandes zur Abwasserbeseitigung im Pfattertal vom 15.12.2009.
§ 2 Abs. 1 Nr. 3 erhält folgende Fassung:
- Die Aufsicht über die BSM GmbH
§ 2 Abs. 1 Nr. 4 erhält folgende Fassung:
- Das Finanzmanagement für die Aufgaben der BSM GmbH
- Der räumliche Wirkungskreis für die Aufgaben nach § 2 Abs. 1 richtet sich
nach dem Wirkungskreis des Zweckverbandes zur Abwasserbeseitigung
§ 7 Abs. 1 erhält folgende Fassung:
- Der Verwaltungsrat des Kommunalunternehmens besteht aus dem
Vorsitzenden und 16 übrigen Mitgliedern
§ 7 Abs. 3 Sätze 1 und 2 erhalten folgende Fassung:
- Fünf übrige Mitglieder bilden die jeweils amtierenden 1. Bürgermeister der
Mitgliedsgemeinden des Errichtungsorgans. 11 weitere Mitglieder werden
von der Verbandsversammlung vorgeschlagen und bestellt.
§ 7 Abs. 3 Satz 4 wird ersatzlos gestrichen
§ 7 Abs. 7 erhält folgende Fassung:
Die Mitglieder des Verwaltungsrats erhalten eine Entschädigung in Höhe von 20.- €. Sie ist nach Ablauf jeden Monats zahlbar. Die Tätigkeit für angebrochene Monate wird nach Ablauf eines jeden Monats anteilig entschädigt. Unter entsprechender Anrechnung auf die Entschädigungszahlung an Mitglieder des Verwaltungsrats erhalten deren Vertreter für die Teilnahme an Sitzungen eine Entschädigung in Höhe der Hälfte der sich aus Satz 1
ergebenden Entschädigung als Sitzungsgeld. Der Verwaltungsratsvorsitzende erhält eine monatliche Entschädigung in Höhe von 818.- €. Sie ist nach Ablauf jeden Monats zahlbar. Die Tätigkeit für angebrochene Monate wird nach Ablauf eines jeden Monats anteilig
entschädigt. Die Entschädigung des Stellvertreters erfolgt anteilig (pro Tag 1/30 der Entschädigung des Vorsitzenden) nach Anfall. § 8 Abs. 2 Satz 3 wird ersatzlos gestrichen.
Mintraching, den 25.05.2011

References: Art. 22
 Art. 26
 Art. 89
 Art. 94
 § 181
 § 285
 § 7
 § 6
 § 2
 § 2
 § 10
 § 10
 § 6
 Art. 90
 Art. 49
 Art. 22
 Art. 26
 Art.89

§ 2

§ 2
 § 2

§ 7

§ 7

§ 7

§ 7
 § 8