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Timestamp: 2017-02-21 21:25:52+00:00

Document:
hds magazin 9/13: "MORGEN beginnt HEUTE" by hds unione - issuu
Italienische Post AG – Versand im Postabonnement– G.D. 353/2003 (konv. Ges. Nr. 46, 27.02.2004) Art. 1, Abs. 1, CNS BOZEN · Jahrgang LXI · 9/2013
Eine Gemeinschaftsinitiative des hds zur
wirtschaftlichen Zukunft Südtirols
eine gemeinschaftsinitiative des hds zur wirtschaftlichen Zukunft Südtirols
Liebe hds-MitgLieder!
IhrE MEInung Ist wIchtIg. DIskutIErEn sIE MIt!
Auch Sie können ihren beitrag leisten und mitgestalten.
dAS neue diSKuSSionSforuM „frAge der WoChe“ und die onLine-uMfrAge:
www.morgenbeginntheute.it
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gutscheine im Wert von 50 euro, einzulösen in
einem hds-betrieb Ihrer gemeinde
Am 27. Oktober auf ehrliche und kompetente Menschen setzen. Ich persönlich setze
auf Dieter Steger. Am 27. Oktober finden in Südtirol Landtagswahlen statt. Unser Direk-
tor kandidiert. Wir wissen, dass es immens wichtig ist, direkt in Entscheidungsprozessen eingebunden und nicht nur Zuschauer von außen zu sein. Und auf Landesebene
werden die Entscheidungen im Landtag und vor allem von der Landesregierung getroffen. Daher ist es für die Wirtschaft und in erster Linie für die vielen familiengeführten
Betriebe wichtig, Vertreter im Landtag und noch besser in der Landesregierung zu haben, welche die Anliegen der Betriebe kennen.
Neue hds-Aktion vorgestellt
Alkohol, neue hds-Schilder
Das Arbeitszeitenmodell in Österreich
Dieter Steger hat eine Entscheidung getroffen: Er möchte in seinem Wahlkampf auf jegliche Unterstützung vonseiten des Verbandes als Institution verzichten. Diesen Wunsch
respektieren wir. Als Bürger und Unternehmer aber sollen wir, ja müssen wir, Farbe
bekennen und mithelfen, dass jene Kandidaten das Rennen machen, von denen wir
glauben, dass sie in unserem Sinne handeln.
Kaufleute gegen Projekt Benko
Regiokorn geht neue Wege
Unser Direktor hat mein vollstes Vertrauen. Auch die Kollegen des Exekutivausschusses
stehen engagiert hinter ihm. Er ist erfahren und kompetent. Er kennt die Probleme,
Anliegen, Bedürfnisse und Forderungen unserer Betriebe. Er hat sich immer für diese
stark eingesetzt und es ist unser Interesse, dass er dies in der Landespolitik fortführt.
Ich bitte Euch um aktiven Einsatz. Überzeugt Euer persönliches und berufliches Umfeld von seiner Wahl.
hds präsentiert neue Bildungsbroschüre
Druckerei Weger erhält Umweltzeichen
Alle PEC-Adressen sind online
Neues vom „Energiedekret“
Wir alle, Familien und Betriebe, leben in einer sehr bewegten Zeit mit unsicherem Umfeld. Rahmenbedingungen richtig zu setzen, war lange nicht mehr so wichtig. Neue
Impulse sind notwendig, um den Wohlstand zu sichern. Jetzt brauchen wir mehr denn
je entschlossenes Handeln, klare Entscheidungen der Politik, auf jeder Ebene. Dabei
darf die Politik eines nie vergessen: Im Mittelpunkt des Handelns steht der Mensch.
Und dafür wird sich Dieter Steger einsetzen.
Er steht für ehrliche Worte und klare Taten, konsequent und mit Rückgrat! Wertvoll
gerade heute, in einer Zeit, in der es Erneuerung und Mut braucht, um unser Land in
Neben Steger verdient auch der langjährige hds-Bezirkspräsident im Pustertal, Kaufmann Christian Tschurtschenthaler, mein Vertrauen.
Gruppe Gut – www.gruppegut.it titelbild: Sergio Colombi Grafik: Stefano Hochkofler
Fotos: BMLFUW/Kern Bernhard, Benjamin Profanter, Helmuth Rier, Shutterstock, SXC
11. September 2013 Die Redaktion behält sich das Recht vor, Anzeigen zurückzuweisen. Die in Gastartikeln wiedergebene Meinung muss nicht der Meinung der Redaktion
entsprechen. Herausgeber: Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol Genossenschaft – Bozen, Sped. im P.A. – 45% - Art. 2. Absatz 20/b, Gesetz 662/96, Filiale Bozen,
Eintragung Landesgericht Bozen Nr. 50/51 – Rep. 27256. Angeschlossen der USPI Unione
hdsmagazin #9/13
Zum Auftakt der Initiative
wurden symbolisch bunte
Luftballons steigen gelassen.
Eine Gemeinschaftsinitiative	des hds zur	wirtschaftlichen Zukunft Südtirols
it ia t iv 0 5 1 1,
ds- b z
f er, T
St a m p n t h e u t e @ h
nb e g
Wie lässt sich unsere Welt so ge- „Mit dieser Aktion setzt der hds den Schwerstalten, dass möglichst viele Menschen ein punkt auf Nachhaltigkeit und soziale Vergutes Leben führen können? Was braucht antwortung. Wir beleuchten gemeinsam mit
Südtirols Wirtschaft? Welche Themen sind der breiten Öffentlichkeit die wirtschaftliwichtig? Was können wir jetzt schon tun, che Zukunft Südtirols, aber auch darüber
damit es uns auch morgen gut geht? Durch hinaus,“ sagt hds-Präsident Walter Amort.
die Initiative „Morgen beginnt heute“ lädt Aus diesem Grund lädt der hds auch andere
der hds ein, gemeinsam zu diskutieren und Organisationen und Verbände als Partner
neue Wege für eine nachhaltige Wirtschaft ein, die Initiative mit Ideen und Themen
zu füllen. Sprecher dieser Organisationen
haben die Initiative begrüßt und ihre akNachhaltiges Wirtschaften, lokale Kreisläufe, tive Teilnahme an der neuen Plattform zuNahversorgung, Familienbetriebe, lebendige gesagt. Unterstützt wird „Morgen beginnt
Orte, Arbeitsplätze vor Ort, Lebensqualität heute“ von Handelskammer, LVH, HGV,
und ein harmonisches Miteinander: Diese Südtiroler Bauernbund, Eurac, OEW – OrBegriffe stehen bei der neuen Initiative des ganisation für Eine solidarische Welt, terra
hds „Morgen beginnt heute“ im Vordergrund. institut und Ökoinstitut. Neue Chancen
Sie soll die positiven Seiten des gesellschaftli- in der Wirtschaft sollen dadurch erkannt
chen Wandels in Südtirol durch Veranstaltun- und der Weg dahin gemeinsam vorbereitet	gen und Mitmachaktionen aufzeigen.
Stellten die Initiative vor:
v. l. Andreas Pichler
(Geschäftsführer Ökoinstitut),
Martin Haller (LVH-Vizepräsident),
Leo Tiefenthaler (Obmann des
Südtiroler Bauernbundes),
Walter Amort, Dado Duzzi
(hds-Vizepräsident) und Stephan
Ortner (Direktor der Eurac).
müssen vermehrt auf lokale Kreisläufe setzen
und die heimischen Familienbetriebe stärken.
Denn sie leben seit jeher Nachhaltigkeit und
gesellschaftliche Verantwortung“, so Amort.
„Morgen beginnt heute“ wurde gemeinsam
mit den Partnern der Initiative am hdsHauptsitz in Bozen vorgestellt. Zum Auftakt
der Initiative und Symbol der Zukunft wurden 99 bunte Luftballons steigen gelassen. Die
Öffentlichkeit wird nun zur gemeinsamen
Entwicklung neuer ökosozialer Maßnahmen
aufgerufen und eingeladen, sich aktiv auf
der Plattform www.morgenbeginntheute.it
zu beteiligen. Wie? Durch eine Umfrage, gezielte Fragen und Videobotschaften.
Unter www.morgenbeginntheute.it werden
all jene Themen behandelt, die für die weitere Entwicklung Südtirols von Bedeutung
sind: Wirtschaft, Gesellschaft und Zukunft.
Im Rahmen der Initiative hat der hds eine
groß angelegte Umfrage gestartet.
„Südtirol hat Zukunft, Potenzial und ist entwicklungsfähig. Dies sollten sich Unternehmer und Bürger stets vor Augen halten. Wir
Einzelhandel im Gewerbegebiet:
ein erster wichtiger Erfolg in Rom
Fisch zappelt aber noch und ist noch nicht im Trockenen. In
Rom ist Anfang August, auch durch den konstanten Druck des hds, ein
Durchbruch in einer für uns alle sehr wichtigen Angelegenheit gelungen:
Im Parlament konnte eine Änderung von Art. 31 des bekannten „Salva
Italia“-Dekrets von Monti zur Liberalisierung des Einzelhandels in Gewerbegebieten erwirkt werden – und somit ein konkreter Schritt in Richtung
Wiederherstellung der Kompetenzen Südtirols in diesem Bereich.
Der hds setzt sich seit Jahren unermüdlich für das Einzelhandelsverbot in
Gewerbegebieten ein, das für den Verband die wohl wichtigste Bestimmung des gesamten Handelsrechtes darstellt.
„Wir haben uns an vorderster Front in den vergangenen Wochen besonders dafür geschlagen, dass die radikale Monti-Liberalisierung durch die
Änderung des Staatsgesetzes abgeschwächt und damit ein neuer Spielraum für Südtirol zurückgekämpft wird. Unsere Hartnäckigkeit wurde
belohnt“, erklärt hds-Direktor Dieter Steger.
„Doch der Fisch zappelt noch an der Angel und ist noch nicht im Trockenen: Es fehlen noch zwei wichtige Voraussetzungen, um die Kompetenz voll wiederzuerlangen“, betont Steger. Zum einen muss von seiten
der römischen Regierung der behängende Rekurs vor dem Verfassungsgericht zur Südtiroler Handelsordnung im Punkt Einzelhandel im Gewerbegebiet schnellstens zurückgezogen werden. Zum anderen muss dieser
neue verfassungsrechtliche Spielraum dann durch den Landtag im Rahmen eines neuen Landesgesetzes genutzt werden – mit dem Ziel, unsere
Besonderheiten im Einzelhandel wieder selbst zu regeln, den Handel in
Innenstädten, Stadtvierteln und Dörfern weiterzuentwickeln und den
Handel grundsätzlich im Gewerbegebiet zu unterbinden.
Bildung, Politik, Arbeitsplätze, Lebensqualität und Regionalität sind nur einige Bereiche,
mit denen sich die Umfrage befasst. Um konkret Handeln zu können, sollen die wichtigsten Anliegen der Bevölkerung erkannt werden. Jeder Teilnehmer kann noch bis zum 20.
September bei einem großen Gewinnspiel
mitmachen. Verlost werden attraktive Preise
Die Online-Pla
ttfor m zum
mitdiskutier en
: ww w.mor genb
eginntheu
te.it.
Morgen beginnt heute bietet Platz für Gedanken zur wirtschaftlichen Zukunft. Zu
finden gibt es eine Reihe von Videokurzporträts, bei denen die Frage „Nennen Sie drei
Themen, die Ihnen für Südtirols Zukunft
wichtig sind“ gestellt wird. Personen und
Persönlichkeiten aus Handel, Handwerk,
Landwirtschaft, Tourismus und Politik sagen
ihre Meinung, inspirieren und regen zum
Nachdenken an (siehe dazu auch S. 8 - 9).
Zusätzlich gibt es noch die Frage der Woche,
die verschiedene Themen vom Arbeitsmarkt,
Bildung oder Politik, bis hin zu Fragen aus
verschiedenen Wirtschaftsbranchen, in den
Mittelpunkt stellt. Jeden Montag wird ein
anderes Thema behandelt.
Die Frage der Woche bietet die Möglichkeit,
eigene Gedanken und Meinungen mitzuteilen. Durch ein Ratingsystem können beliebte Antworten bewertet und in den Vordergrund gerückt werden.
Weitere geplante Initiativen für die nächsten
Monate sind verschiedene Veranstaltungen
sowie die Ausarbeitung und Umsetzung gesellschaftspolitischer Maßnahmen gemeinsam mit den Partnern.	mreinstadler@hds-bz.it
... bei der großen Umfrage auf www.morgenbeginntheute.it. Zu
gewinnen gibt es: ein personalisiertes E-Bike, ein Wellnesswochenende im Biohotel Theiner, eine Heißluftballonfahrt, ein „Biokistl“Jahresabo, eine exklusive Käseverkostung für sechs Personen sowie
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Zukunft im Dialog. Fritz Lietsch ist Visionär und Unternehmer. Vor über 25 Jahren begann er, sich für nachhaltig orientierte und innovative Ideen sowie für zukunftsweisende Projekte zu
engagieren. Seine Mission: die Förderung eines neuen Wertebewusstseins in der Wirtschaft. Sein Credo: Nur partnerschaftliches, verantwortungsbewusstes und nachhaltiges Wirtschaften
macht Spaß und ist zukunftsfähig.
Wir haben mit dem Chefredakteur des Fachmagazins „forum
Nachhaltig Wirtschaften“ gesprochen.
Sie haben den Begriff „LOHAS - Lifestyle of health and
sustainability“ geprägt. Was bedeutet er?
Es ist ganz einfach ein bewusster und genussvoller Lebensstil.
Denn ein solcher tut nicht nur der Umwelt und der Gesundheit
gut, sondern verschafft einem jede Menge Lebensfreude.
Inwieweit lassen sich die Begriffe Lebensqualität und
nachhaltiges Wirtschaften miteinander verbinden?
Sie lassen sich perfekt miteinander kombinieren. Nachhaltiges
Wirtschaften setzt immer auf Qualität und schafft damit ganz
automatisch Lebensqualität. Einzige Voraussetzung: Wir ersetzen
„all you can eat“ und Konsummaximum durch „enjoy what you
eat und intelligentem Konsum. Dazu gehört auch eine shareconomy (leihen statt kaufen) und die Erkenntnis, dass weniger oft
mehr ist. Viele Menschen haben dies bereits erkannt und sind dabei eine erfolgreiche Wirtschaft und ein genussvolles Leben neu
zu definieren.	Interview: Martina Reinstadler
Nachhaltigkeit, für viele ein abstrakter Begriff.
Ganz einfach: Heute daran denken, welche Folgen mein Handeln für morgen hat.
In was muss die Wirtschaft für eine nachhaltige
Zukunft investieren?
In eine langfristige Profitabilität statt kurzfristiger Gewinnmaximierung. Heute werden viele Investitionen, die aus Sicht
der Nachhaltigkeit sinnvoll sind, nur deswegen nicht gemacht,
weil sie sich nicht schnell genug amortisieren. Der Zwang zu
einem Ertrag innerhalb von vier Jahren ist Schwachsinn. Hier
gilt es langfristiger zu denken und damit ökonomisch verantwortungsbewusster und intelligenter zu handeln.
Wie kann ein Kleinunternehmen nachhaltig wirtschaften
Allem voran einen gesunden Menschenverstand und das Ablegen von
Scheuklappen und eingefahrenen Denkweisen.
Nachhaltigkeit bedeutet Lösungen zu schaffen für die Zukunft.
Braucht es dazu Kreativität?
Unbedingt. Kreativität und Lust. Die Lust auf Veränderung. Die
Lust eingetretene Pfade zu verlassen. Die Lust eine Zukunft für
uns alle auf diesem Planeten aktiv zu gestalten. Es gibt nichts
Schöneres als dafür seine ganze Kreativität zu mobilisieren und
Fritz Lietsch studierte Betriebswirtschaftslehre und Markt- und Werbepsychologie an
der Universität München. 1984 gründete
er die ALTOP Verlags- und Vertriebsgesellschaft für umweltfreundliche Produkte.
1997 baute er das Internetportal ECO-World.
de auf, 2007 gründete er das Nachhaltigkeits­
portal www.forum-csr.net in Kombination
mit der Printausgabe „forum Nachhaltig
Wirtschaften“. Fritz Lietsch ist Autor von
zahlreichen Büchern und Magazinbeiträgen. Er arbeitet außerdem als Referent zu
den Themen Öko-Marketing, LOHAS „Lifestyle of health and sustainability“, Unternehmerische Gesellschaftsverantwortung
und Verantwortung für die Zukunft.
Welche Themen sind für die Wirtschaft Südtirols
wichtig? Morgen beginnt heute sucht Antworten. Einige Lösungsvorschläge gibt es in Form von 20 Videointerviews auf	www.morgenbeginntheute.it zu sehen. Hier einige Aussagen:
„Die Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft, Handwerk,
Handel und Tourismus muss gestärkt werden. Außerdem sollten die Landesförderungen überarbeitet werden. Wenn man
den Unternehmern weniger nimmt, braucht man nachher auch
nichts zu geben.“
Alle Videopor tra
2 hds-Jugend
„Wichtig sind Zusammenhalt, Schutz unserer Kultur und Naturlandschaft sowie mehr Bescheidenheit und Zufriedenheit. Das
Nahversorgungssystem in Südtirol, das auf die vielen Familienbetriebe aufbaut, ist einzigartig und muss bewahrt werden.“
3 Wirtschaftsforscher WIFO
„Das wichtigste Thema für die Zukunft ist die Wettbewerbsfähigkeit Südtirols. Damit diese erhalten bleibt, müssen wir produktiv und innovativ sein.“
4 Nachhaltigkeitsberaterin terra institute
„Kooperation und eine neue Definition von Erfolg in Richtung
Zusammenhalt und Solidarität sind wichtig, sowie ein neues
Verständnis von Qualität, im Sinne von Regionalität. Südtirol
hat die Chance zu einem neuen Modell in Europa zu werden.“
5 Organisation für Eine solidarische Welt (OEW)
„Wir müssen weg vom Wachstumsgedanken der Wirtschaft hin
zur Gemeinwohlökonomie kommen. Das ist ein Paradigmenwechsel, der sehr schwer wird. Die Bevölkerung soll mehr in
politische Entscheidungen miteinbezogen werden. Ganzheitliches Denken und Handeln soll mehr belohnt werden.“
6 Südtiroler Kulturinstitut
„Wir brauchen eine Rückbesinnung der Werte. Weniger Weinerlichkeit und mehr Optimismus, weniger Klamauk und mehr
Seriosität, weniger Frivolität und mehr Tiefgang, weniger Bilder
und mehr Intellekt.“
7 Seelsorgeamt der Diözese
„In einem reichen Land wie Südtirol würde uns Bescheidenheit
gut stehen. Was ich mir für die Zukunft wünsche ist Solidarität
und dass wir unsere Natur bewahren, die Gott uns geschenkt hat.“
8 Vereinigung Naturstein Südtirol
Barbara Graus
„Mein Wunsch für die Zukunft ist, dass die einheimische Wirtschaft nachhaltig durch den bewussten Einsatz von lokalen Ressourcen gestärkt wird. Die Nahversorgung muss gesichert und
Naturschutz großgeschrieben werden.“
Bhati Rajendra Singh
„Die Arbeitslosigkeit muss bekämpft werden, Steuern und Mieten müssen abnehmen. Damit die Menschen wieder mehr konsumieren und die Wirtschaft in Schwung kommen, müssen die
Löhne steigen.“
„Das wichtigste Thema ist für mich die kulturelle und sprachliche
Öffnung. Jeder kann dazu beitragen, indem er sich dafür interessiert, was in seiner unmittelbaren Umgebung passiert.“	hdsmagazin #9/13
M e hr z h e m e n
einzeln Sie unter
e r f a hr d s - b z . i t .
Was der hds zu diesen und anderen
Themen sagt – Einige Beispiele
„Menschlich handeln“
Regionalität und	Nachhaltigkeit
„Menschlich handeln“ bedeutet – auch in der
Wirtschaft – den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Eng damit verbunden sind
Begriffe wie Vertrauen, lokale Produkte und
Dienstleistungen, garantierte Qualität, persönliche Beratung, kurze Transportwege und
Nähe am Kunden – ein unschätzbarer Mehrwert. Dafür gibt es gute Voraussetzungen in
Südtirol: 93 Prozent aller Unternehmen sind
Klein- und Familienbetriebe, d. h. Betriebe
mit weniger als zehn Beschäftigten. Viele
davon im Handel und im Dienstleistungsbereich tätig (18.800 Betriebe – 32,3 Prozent aller
Unternehmen in Südtirol –, rund 82.000 Beschäftigte – 44,3 Prozent der Gesamtbeschäftigung im Privatsektor - und eine erwirtschaftete Wertschöpfung von 38,4 Prozent.)
Immer mehr Gesellschaftsschichten, Gruppierungen, Organisationen und Vereine/Verbände in Südtirol erkennen diesen Mehrwert,
der letztendlich von lokalen Kreisläufen und
den Menschen, den vielen Familienbetrieben,
die dahinterstehen, generiert wird. Lokale
Wirtschaftskreisläufe und Familienbetriebe
sorgen mit ihrer flächendeckenden Präsenz
für einen starken Wirtschaftsstandort, für
Stabilität, für Wohlstand, Lebensqualität in
Dörfern und Stadtvierteln und gesicherte/
qualifizierte Arbeitsplätze vor Ort. Kaufkraft
und Wertschöpfung werden in der Region
Eng mit lokalen Kreisläufen verbunden ist die
Nachhaltigkeit von Produkten, Dienstleistungen – allgemein des Wirtschaftens. Die Einstellung der Konsumenten zu nachhaltigen
und fairen Angeboten steigt. Dazu eine aktuelle Umfrage in Deutschland: 62 Prozent der
Befragten ist der Meinung, dass der Umsatz
mit nachhaltigen Produkten in den nächsten
Jahren wachsen wird, 40 Prozent würden für
entsprechende Güter sogar deutlich mehr bezahlen.
Schon jetzt gibt jeder zweite Konsument in
Deutschland an, sich beim Einkauf bewusst
für Handelsunternehmen zu entscheiden, die
unternehmerisch verantwortungsvoll und
sozial handeln. Die vielen Familienbetriebe
in Südtirol leben bereits seit jeher tagtäglich
die Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung – nicht nur in ihren Betrieben,
sondern auch in ihren Orten, wo sie sich freiwillig für Initiativen engagieren und lokale,
kulturelle oder sportliche Organisationen/
Vereine unterstützen.
„Menschlich handeln“ bedeutet auch Zeit für
die Familie und die Sonntagsruhe. Der hds
hat seit jeher gegen die falsch verstandenen
Liberalisierungstendenzen angekämpft und
ist überzeugt, dass öffentliche Regelungen
im Interesse sei es der Familienbetriebe und
ihrer Mitarbeiter, als auch der Konsumenten
sind. Eine generelle Sonntagsöffnung ist familienbetriebsfeindlich und gefährdet letztlich die Nahversorgung und die Lebensqualität in den Orten. Klein- und familiengeführte
Betriebe sind nicht imstande, rund um die
Uhr offenzuhalten. Das ist diskriminierend,
fördert die Bildung von Konzentrationen und
führt somit zu einer Wettbewerbsverzerrung.
Das Prinzip der Sonntagsschließung sollte –
mit Ausnahmen in den Tourismusorten – auf
jeden Fall beibehalten werden. In Deutschland oder Österreich gibt es streng geregelte
Ladenöffnungszeiten mit entsprechender
Sonntagsruhe (in Bayern z. B. höchstens vier
offene Sonntage im Jahr). Und der Trend geht
in diesen Ländern weiter in Richtung Verschärfung.
daher eine besondere Aufmerksamkeit. Die
Besonderheit bei dieser Initiative: Die lokale
Bevölkerung und alle anderen Akteure vor
Ort werden eingebunden. Entscheidend für
den Erfolg dieses Projekts ist – nach der Analysephase – die Umsetzung. Der hds erwartet
sich und fordert daher ein starkes Engagement der Gemeinden und des Landes, was
die Finanzierung der ausgearbeiteten Verbesserungsmaßnahmen in den Orten anbelangt.
Es muss weiterhin massiv in die Attraktivität
und Lebendigkeit unserer Orte investiert
Zurück in die Orte
Grundsätzlich soll der Handel dort stattfinden, wo die Menschen leben – ganz im Sinne
der Prinzipien der Raumordnung und der
Vermeidung einer Zersiedelung, der Stärkung der Ortskerne und Stadtviertel, der
Entwicklung des ländlichen Raums sowie
der Unterbindung der Handelstätigkeit auf
der grünen Wiese und in den Gewerbegebieten. International geht der Trend genau in
diese Richtung: Der Handel entdeckt immer
mehr die Vorteile der Innenstädte und Ortskerne. Neueröffnungen auch von namhaften,
großen Verteilern erfolgen in vielen europäischen Ländern – ausgehend von den USA –
ausschließlich dort, wo die Menschen leben.
Und die große Fläche ist nicht mehr entscheidend. Kleine Geschäfte feiern ein Comeback:
Auf der Flucht vor anonymen Einzelhandelsketten kehren Stadt- und Dorfbewohner zum
Händler an der Ecke zurück. Es entstehen
mehr kleinere, übersichtlichere Geschäfte,
vor allem im Lebensmittelbereich. Die Leute
schätzen wieder eine fachkundige Beratung.
Südtirols Einzelhandel zählt 6835 Verkaufspunkte, die in einem ausgewogenen Gleichgewicht zwischen klein, mittel und groß für einen attraktiven, vielfältigen und lebendigen
Handel in Südtirol und somit für Wettbewerb
sorgen. Südtirols Konsumenten schätzen
dieses Angebot: Über 60 Prozent der Südtiroler kaufen täglich in der Nähe der eigenen
Wohnung ein, über 50 Prozent tätigen ihre
Einkäufe zu Fuß oder mit dem Fahrrad, 40
Prozent suchen das kleine Fachgeschäft auf
und über 90 Prozent sind der Meinung, der
Einzelhandel trage sehr positiv zur Lebendigkeit der Dörfer bei (Quelle: Wifo).
Dadurch, dass der Einzelhandel in Südtirol
kapillar in allen Gemeinden und Bezirken
ausgeübt wird, schaffen die knapp 7000 Einzelhandelsbetriebe qualifizierte, gesicherte
Arbeitsplätze und Lehrstellenplätze direkt
vor Ort. Die Menschen finden noch in ihrer
Heimatgemeinde oder in der Nähe einen Arbeitsplatz und müssen nicht weite Strecken
auf sich nehmen, um zur Arbeit zu fahren.
Derzeit sind im heimischen Einzelhandel
rund 16.500 Menschen beschäftigt.	Lebendige Orte
Eng mit diesem Trend verbunden, ist das vom
hds lancierte Projekt „Lebendige Orte“, an
dem sich derzeit 19 Südtiroler Gemeinden
beteiligen. Südtirols Innenstädte, Stadtviertel und Dörfer sind mit ihrem vielfältigen
E-Commerce-Riese auf
Amazon: Gehört die Zukunft dem traditionellen Handel? Alles begann 1994 mit den Bü-
chern. Als Online-Buchladen wurde Amazon,
damals noch unter dem Namen Cadabra, in
Seattle gegründet. Das Unternehmen war von
Anfang an erfolgreich, bereits im zweiten Geschäftsjahr wurde die Palette der lieferbaren
Produkte um CDs, DVDs, Software, Videospiele, elektronische Geräte, Kleidung, Möbel,
Lebensmittel, Spielsachen u. v. m. erweitert.
Heute ist Amazon Weltmarktführer im Online-Handel und stellt sich nun die Frage nach
der eigenen Zukunft. Gründer und Präsident
Jeff Bezos, der für seine Fähigkeit bekannt ist,
künftige Trends frühzeitig zu erkennen, prüft
angeblich derzeit aus einer Reihe von möglichen zukunftssicherenden Strategien das Potenzial einer traditionellen Handelskette. Diese Entscheidung, die nur auf den ersten Blick
im Widerspruch zur Vision von Amazon steht,
wird mit dem starken Aufschwung begründet, den der Nahversorgungshandel derzeit
vor allem in den USA erlebt.
Die Entscheidung ist noch nicht gefallen, aber
der Weg scheint bereits vorgezeichnet und
setzt auf eine erfolgreiche Synergie zwischen
dem traditionellen und dem elektronischen
Handel.	hdsmagazin #9/13
mehr Rechte	für Verbraucher im Netz
Verbesserter Verbraucherschutz und
weniger Risiken mit dem einheitlichen Zahlungsverkehrsraum SEPA. Sicherheit im Zahlungs-
verkehr und Datenaustausch zwischen
Händler und Käufer - das sind die wichtigsten Probleme, die den elektronischen Handel erschweren. In der Reihe der geläufigsten Zahlungsformen – Banküberweisung,
Scheck und Kreditkarte – sind Kreditkartenzahlungen zumindest potenziell am meisten manipulations- und betrugsgefährdet.
Neuerdings gibt es aber auch mehr Möglichkeiten, sich gegen Betrug und Missbrauch zu schützen: die Verschlüsselung und
digitale Zertifikate, die in den letzten Jahren
enorme Fortschritte gemacht haben.
Unterstützung in dieser Angelegenheit kam
auch vom italienischen Staat und von der
EU, die nun gesetzlich die Angabe der Firma und der Mehrwertsteuernummer sowie
für die wichtigsten Websites auch obligato-
risch ein digitales Zertifikat vorschreiben,
das die Richtigkeit der angegebenen Daten
Erklärtes Ziel ist es, den Einheitlichen Euro-Zahlungsverkehrsraum (SEPA - Single
European Payment Area), einen virtuellen,
streng kontrollierten Finanzraum, einzurichten, zu dem derzeit 33 Länder gehören
und in dem die Grundrechte der Verbraucher garantiert sind; zu diesen Grundrechten gehören das Widerrufsrecht innerhalb von 14 Tagen ab dem Kaufdatum, die
Geldzurück-Garantie innerhalb von zwei
Wochen bei Nichtgefallen, Recht auf umfassende Informationen zum Verkäufer und zu
seiner Zuverlässigkeit und eine maximale
Lieferfrist von 30 Tagen, wobei die Lieferkosten dem Verkäufer angelastet werden.	Termine
hds vor Ort	07.09. – 26.10.	•	Lange Einkaufssamstage, Kaltern
11.09.	Maria-Hilf-Straße 5.
•	Workshop „Bereit für Innovationen?“	Bozen, TIS Innovation Park, Siemensstraße
18.09.	Passeirerstraße 3.
•	Tagung (in Italienisch): Elektronische Beschaffungsplattform
der öffentlichen Verwaltung, Bozen, hds-Hauptsitz, 09:30 Uhr
20. – 22.09.	Mühlbach dienstags von 08:00 bis 09:30 Uhr im Gasthof „Zur Linde“.
•	Wirtschaftsschau, Eggental
25.09.	Sulden am 11. September sowie am 11. Dezember von 10:00 bis
•	Galakonzert mit Vincent & Fernando, Kaltern
12:00 Uhr in der Raiffeisenkasse.
26. – 28.09.	13
•	Innovation Festival, Bozen
Rentenberatung	04. – 06.10.	Meran jeden Mittwoch von 08:00 bis 12:00 Uhr im hds-Büro.
•	Südtiroler Brot- und Strudelmarkt, Brixen
Sterzing am 19. September sowie am 3. und 17. Oktober von
08:30 bis 09:30 Uhr im hds-Büro.
05.10.	Brixen jeden Donnerstag von 14:30 bis 16:30 Uhr im hds-Büro.
•	Kalterer Weinkulinarium, Kaltern
Bruneck am 19. September sowie am 3. und 17. Oktober von 11:00
bis 12:30 Uhr im hds-Büro.
Schlanders am 11. und 25. September sowie am 9. und 23. Oktober
von 14:00 bis 16:00 Uhr im hds-Büro.
Ständer für Zeitungen und Bücher sowie eine Theke für Zeitungen
mit zwei Schubladen zu verkaufen. Kontakt: H 348 8566 276.
Rechtsbeistand (nach Vereinbarung)	Bozen am Montag von 11:00 bis 12:30 Uhr, am Mittwoch von
Alkohol nur an
das Schild des hds
15:00 bis 16:30 Uhr im Hauptsitz des hds (T 0471 310 458).
Meran jeden 1. und 3. Montag im Monat von 14:30 bis 15:30 Uhr
im hds-Büro (T 0473 272 511).
Verkauf und Verabreichung
Der Verkauf und die Verabreichung von
alkoholischen Getränken an Minderjährige
unter 18 Jahren und an Personen, die
offensichtlich betrunken sind, ist verboten.
È vietata la vendita e la somministrazione
di bevande alcoliche ai minori di 18 anni e
a coloro che si trovano in stato di manifesta
Art. 14ter Gesetz Nr. 125/2001
Art. 14ter legge n° 125/2001
Das Gesetz neu interpretiert. Bisher war der Verkauf von
Alkohol im Einzelhandel an unter 18-Jährige verboten, für die gastgewerbliche Verabreichung galt 16 als Altersgrenze. Durch ein römisches
Ministerium kam es zu einer neuen Interpretation des Gesetzes. Es
gilt nun auch für den gastgewerblichen Ausschank die 18-Jahr-Grenze,
nicht mehr nur für den Verkauf im Einzelhandel. Bei Missachtung des
Verbots ist eine Geldstrafe vorgesehen, die im Falle einer Wiederholung
erhöht wird und schließlich zur Betriebsschließung führen kann. Der
hds rät allen Mitgliedern das neue Limit einzuhalten.
hds-Mitglieder können unter www.hds-bz.it/bestellung das entsprechende Hinweisschild kostenlos anfordern. Schlanders jeden Donnerstag um 14:00 Uhr im hds-Büro
Kartenzahlung/EU:
den Handel senken
In Österreich bringt ab September
ein neues Arbeitszeitenmodell für die Samstagbeschäftigung zusätzliche Gestaltungsmöglichkeiten für Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Die neu geschaffene Möglichkeit
ist kundenorientiert und ermöglicht es, auf
die Wünsche und Bedürfnisse sowohl der
Mitarbeiter als auch der Betriebe besser
als bisher einzugehen, so die Sozialpart-
Zahlungen mit Kredit- und EC-Karten sollen künftig günstiger werden. In einem	ersten Schritt für Einzelhändler, in einem
zweiten auch für Kunden, die mit Karte
zahlen. Die Brüsseler EU-Kommission
präsentiert dazu einen Vorschlag, dessen
Umsetzung für das kommende Jahr geplant
ist, wenn EU-Parlament und Ministerrat zustimmen. Danach dürfen die Gebühren für
Kreditkarten künftig nur noch höchstens 0,3
Prozent jeder Transaktion betragen, für Debit-Cards, zu denen auch EC-Karten zählen,
sinkt die Grenze auf 0,2 Prozent. So würden
die EU-weiten Gebühren-Einnahmen durch
Bank- und EC-Karten um 2,5 Milliarden
Euro faktisch halbiert. In einer ersten Phase
sollen nur grenzüberschreitende Zahlungen
erfasst werden, zwei Jahre später dann auch
inländische Geschäfte. „Wir werden billigere und sicherere Zahlungen bekommen.
Das Paket wirkt sich auf alle Bereiche der
Zahlungsdienstleistungen aus – vom Internet über mobiles Bezahlen via Handy bis
hin zum Geldautomaten“, so die EU-Kommission.	ner Wirtschaftskammer und Gewerkschaft.
Den Handelsunternehmen bringt die neue
Regelung mehr Flexibilität zur Personalplanung an Samstagen sowie noch mehr Betreuungsqualität im österreichischen Einzelhandel am frequenzstarken Samstag. Bis
jetzt ist die ganztägige Beschäftigung von
Handelsangestellten in Österreich grundsätzlich nur jeden zweiten Samstag möglich. Nun können Handelsangestellte jeden
Samstag ganztags tätig sein. Voraussetzung
ist, dass eine Betriebsvereinbarung oder in
Betrieben ohne Betriebsrat ein schriftlicher
Vertrag abgeschlossen wird.
Nach dem neuen Modell hat jeder Angestellte Anspruch auf fünf verlängerte „Super-Wochenenden“ (durchgehende Freizeit
von Freitag bis Sonntag oder von Samstag
bis Montag) im Zeitraum von sechs Mo­
naten. Diese „Super-Wochenenden“ sind
spätestens 13 Wochen im Vorhinein im Einvernehmen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern zu planen. Um individuellen
Bedürfnissen der Mitarbeiter oder der Betriebe besser Rechnung zu tragen, können
die „Super-Wochenenden“ aber auch einvernehmlich verlegt werden.	trends
Tankstellenshops im
Nach dem Tanken im dazugehörigen Shop noch schnell
die Jause einkaufen, kann teuer werden – so zumindest die Arbeiterkammer Wien. Ein Warenkorb bestehend aus 76 identischen
Lebensmitteln bzw. (einigen) Drogeriewaren war bei 14 Wiener
Tankstellen im Schnitt um 48 Prozent teurer als bei Supermärk­
ten. In Supermärkten kostete der Warenkorb durchschnittlich
155,52 Euro, in Tankstellenshops durchschnittlich 230,14 Euro,
also um 48 Prozent mehr. Auffallend große Preisunterschiede
hat man vor allem bei Bier und Mineralwasser festgestellt.
Die Preiserhebung der 76 Lebensmittel bzw. Drogeriewaren
wurde Ende Mai/Anfang Juni 2013 in 14 Tankstellenshops, fünf
Supermärkten sowie in vier Drogeriemärkten in Wien durchgeführt. Die Produkte wurden nur dann verglichen, wenn sie identisch waren und in jeweils mindestens zwei Tankstellenshops
und Super- bzw. Drogeriemärkten vorhanden waren.	15
Eingereicht werden können Verbesserungsvorschläge, Ideen, Projekte
sowie allgemein bisherige Umweltaktivitäten und –maßnahmen.
Einreichtermin ist Freitag 1. November 2013
Informationen: www.transkom.it - Tel: 0471 28 90 87
Ein Gemeinschaftsprojekt der Abteilung Umweltschutz/Tirol, der Landesagentur für
Umwelt/Südtirol, Agenzia provinciale per la protezione dell‘ambiente/Trentino und
der Transkom KG.
Ressort für Umwelt, Energie, Bauten, Vermögen, ladinische Schule und Kultur
Stadt bringen
Schönste Schaufenster
Treffen zwischen Gemeindeverwaltung und hds. Urbanistische Entwicklung, Stadtmarketing, Neugestaltung am Priel und Verkehrsberuhigung: Dies waren die Hauptthemen eines jüngsten Treffens zwischen dem hds-Ortsausschuss und Brixens Bürgermeister
Albert Pürgstaller sowie Wirtschaftsreferent Peter Brunner.
Die Belebung der Bischofsstadt sei entscheidend, um die Besucherfrequenz zu steigern bzw. zu halten, ansonsten verliere Brixen seine Lebendigkeit und Attraktivität. Die Gemeindevertreter sicherten diesbezüglich ihren Einsatz zu, damit z. B. derzeit ausgesiedelte Staatsämter
wieder in die Innenstadt zurückgeführt werden.
Bezüglich der Realisierung des Mittelanschlusses informierte der
Bürgermeister, dass die Ausschreibung innerhalb 2014 erfolgen werde. Er bestätigte, dass der Brixner Teil auch bei einer Verzögerung des
Vahrner Teils realisiert werde. Zur Neugestaltung der Zone Priel mit
den entsprechenden neuen Handelsflächen wird sich der hds gemeinsam mit der Gemeinde um ein Zusatzangebot zur Innenstadt bemühen. Das neue Handelsangebot solle auf jeden Fall das Bestehende
ergänzen und nicht verdrängen.	Wein war vorgegebenes Thema. Fünf Bozner Kaufleute durften sich kürzlich über eine Führung sowie Weinverkostung in der
Kellerei St. Michael im Überetsch freuen. Gottfried Vikoler (Mode
Monna Lisa), Egon Messner (Pianta Design), Andreas Eccel (Eccel
Decorona), Johann Grandi (Bäckerei Grandi) und Elke Dollinger (Optik Dollinger) haben während der diesjährigen Bozner Weinkost ihre
Schaufenster dem Thema Wein gewidmet. Nicht nur ihre Schaufenster wurden dabei weingemäß dekoriert, sondern auch Weinverkostungen organisiert und Eintrittskarten für einzelne Veranstaltungen im
Rahmen der Weinkost verschenkt.	Vertreten gemeinsame Interessen: v. l. Helmuth Kerer, Peter Brunner,
Albert Pürgstaller, Annelies Janek Tschaffert, Franz Jöchler,
Paolo Poli, Brigitte Plunger, Hans Peter Federer, Andreas von Mörl,
Elda Letrari und Walter Amort.
Ließen sich den guten Tropfen schmecken und freuten sich über die
Auszeichnung: v. l. Andreas Eccel, Vicky Klivo (Bäckerei Grandi), Gottfried Vikoler,
Elke Dollinger, Egon Messner und der Präsident des Konsortium Südtiroler Wein,
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w w w. r k e t i n g .
or t sm
Mit Projekt Benko nicht
Die Vertreter des hds und des Verbandes der Selbständigen bei einer Pressekonferenz zum Projekt Benko.
Verplant werden 40.000 Quadratmeter
Bedenken und Sorgen um das geplante „Grundsätzlich begrüßen und unterstützen
Einkaufszentrum in unmittelbarer Nähe wir Maßnahmen mit dem Ziel, den Einzeldes Bahnhofareals haben kürzlich die handel in den Innenstädten, Stadtvierteln
Bozner Kaufleute gesprochen. Sie wollen und Ortskernen zu stärken und weiterzusich an diesem für die gesamte Stadt wich- entwickeln,“ sagen die hds-Ortsobmänner
tigen Entscheidungsprozess beteiligen Thomas Rizzolli und Luciano Giovanelli.
und an der künftigen Gestaltung des Han- Die geplante Handelsfläche von 35.000 bis
40.000 Quadratmetern für das neue Kaufdels mitwirken.
haus sei aber bei Weitem überproportional
für Bozner Verhältnisse, denn diese Fläche
Kaufleute melden sich zu Wort. Über
ist vergleichbar mit jener der bereits bestehenden Handelsfläche der Bozner Innenstadt. Der hds fordert hier eine verträgliche Größe der Handelsstruktur, denn
nicht nur die vielen familiengeführten
Betriebe der Bozner Innenstadt, sondern
aller umliegenden Gemeinden würden diese Megastruktur nicht verkraften – zum
Nachteil der Attraktivität und Lebendigkeit der Orte.
Die vorgeschlagene Investition lässt das
Areal, vor allem in Krisenzeiten attraktiv
wirken. Die Idee, einem einzigen Investor das Monopol für ein Großprojekt und
damit das Eigentum an allen Verkaufsflächen zu übertragen, findet eine strikte
Ablehnung der Kaufleute. Das Projekt soll
unter Beteiligung der einheimischen Unternehmer realisiert werden. Außerdem
muss, zumal für das Projekt öffentliche
Flächen genutzt werden sollen, die Bevölkerung vor Ort einbezogen werden.
Land und Gemeinde Bozen haben bei diesem Projekt die einmalige Möglichkeit,
die Entwicklung dieses Gebiets für die
Landeshauptstadt und darüber hinaus zu
steuern und in diesem Zuge auch die gesamte Neugestaltung des Bahnhofareals
miteinzubeziehen bzw. zu berücksichtigen. Diese Chance gilt es zu nutzen, um
die Entwicklung der Stadt optimal zu planen. Schnellschüsse sind daher hier fehl
am Platz, so der hds. 17
www.hds-bz.it •
Der hds - Ihr kompetenter Dienstleistungspartner. Vergleichen Sie Leistung und
Preise. Lassen Sie sich unverbindlich ein Angebot erstellen.
Monat August im Zeichen
der langen Freitage
Neue Bildungsmöglichkeiten im Handel
Gemütlich Flanieren, Einkaufen, aber sich auch von
der Musik und heißen Tangotänzen verzaubern lassen
– so das magische Zauberwort der erfolgreichen
vier Sommernachtstraum-Abende im August. Das
Stadtmarketing Bruneck hatte für die Stadt an der
Rienz ein vielfältiges Rahmenprogramm auf die Beine
gestellt, auch die kleinen Besucher kamen dabei nicht
zu kurz. Und wer an diesen Abenden seine Einkäufe
in den Geschäften Brunecks getätigt hat, konnte bei
einem Gewinnspiel tolle Preise erhaschen. Unterstützt
wurden die Sommernachtsträume von den Geschäften, den Gastbetrieben und der Volksbank.
Jüngstes Treffen im Berufsbildungs­
zentrum. Die Ausbildung im Handel weiter
aufwerten und entsprechende Maßnahmen
umsetzen: Dieses Ziel setzen sich das Berufsbildungszentrum Bruneck BBZ und der hds.
Bei einem Treffen zwischen hds-Bezirkspräsidenten Philipp Moser und BBZ-Verantwortlichen wurde vor allem über die erstmalige
Einführung der 4. Klasse der Fachschule für
Handel und Verwaltung im Schuljahr 2013/14
sowie über das große Interesse für die Ausbildung zum „Meister des Handels“ gesprochen.
„Die berufsbegleitende Ausbildung stellt die
höchste Ausbildung im Handel dar und wird
seit 1998 im zweijährigen Rhythmus in Bozen
angeboten. Wir peilen Bruneck als zweiten
Standort für die Durchführung der Meisterausbildung an“, so der erreichte Konsens
bei der jüngsten Aussprache in Bruneck. Im
Bild v. l. die Fachlehrer Christina Amhof und
Karl Kirchler mit Philipp Moser und BBZDirektor Sigfried Steinmair. Mehr Infos zu
den verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten im Handel unter www.hds-bz.it/bildung
oder www.myjobmylife.it.	berufsgruppen
www.hds-bz.it/handelsagenten
Mutterschaftsleistung	für Berufstätige
Wie ist die Mutterschaftsleistung geregelt? Wer hat Anspruch
darauf? Die Mutterschaftsleistung versteht sich als finanzielle
Unterstützung für Agentinnen, die nach einer Schwangerschaft
Einkommenseinbußen und gleichzeitig auch höhere Ausgaben verzeichnen. Für jedes nach dem 1. Jänner 2013 geborene Kind haben
Agentinnen Anspruch auf eine Zulage in Höhe von:
- 1000 Euro für das erste Kind,
- 1250 Euro für das zweite Kind,
- 1500 Euro für das dritte bzw. jedes weitere Kind.
Für die 2012 geborenen Kinder müssen die eingeschriebenen Agentinnen sich auf die Bestimmungen des Programms der Zusatzleistungen für das Jahr 2012 berufen. Wenn hingegen seit der Geburt
des Kindes noch kein Jahr vergangen ist, können die Agentinnen
ihre Anträge auch noch 2013 einreichen.
Bei Zwillingen haben die bei der Stiftung Enasarco eingeschriebenen Agentinnen Anspruch auf den Beitrag in einfacher Höhe. Ein
entsprechender Antrag muss gestellt werden.
Anforderungen und Unterlagen. Für den Anspruch auf die Mutterschaftsleistung müssen Agentinnen folgende Anforderungen
- Die Agentin muss erwerbstätig sein, sie muss ein Pensionskonto
besitzen, auf das ausschließlich obligatorische Beiträge eingehen.
Zum 31. Dezember des Jahres vor Antragstellung muss dieses
Konto einen aktiven Saldo von mindestens 2833 Euro und eine
Beitragsdauer von insgesamt mindestens fünf Jahren aufweisen,
davon müssen drei Jahre auf die fünf vergangenen Jahre entfallen.
- Die Agentinnen müssen Anspruch auf eine direkte Enasarco-Rente haben.
Für den Antrag braucht es folgende Dokumente:
1. Eigenerklärung im Sinne des Art. 46 des DPR Nr. 445 vom
28.12.2000, aus der die Zusammensetzung der Familie mit Angabe des zuletzt geborenen Kindes hervorgeht.
2. Kopie eines gültigen Ausweises der Antragstellerin.
Die Anträge stehen auf www.enasarco.it zum Download bereit oder
liegen in den FNAARC-Büros in Bozen auf.
Alle Anforderungen für den
Fristen für die Antragstellung, Verlust des Leistungsanspruchs.
Die Anträge samt allen Unterlagen müssen innerhalb eines Jahres
ab der Geburt des Kindes eingereicht werden. Nach dieser Frist eingereichte Anträge oder Anträge ohne die geforderten Unterlagen
werden nicht bearbeitet (es gilt das Datum des Poststempels auf
dem Antragschreiben).	lsala@hds-bz.it
Name: Günther Grossmann
Seit 1979 Mitglied des Landesverbandes der Handels­
agenten und -vertreter, Vorstandsmitglied seit 1992.
Branche: Wurstwaren und andere Lebensmittelspezialitäten
Fnaarc-Mitglied zu sein bedeutet für mich: In der
Interessenvertretung der Berufsgruppe Mitglied zu sein.
Anmeldung	von Forderungen im	Konkursverfahren
Nur zertifizierte E-Mails als Kommunikationsinstrument zugelassen. Bei einem
Konkursverfahren müssen Handelsagenten
und -vertreter, die vor dem 20. Oktober 2010
im Firmenregister eingetragen waren, eine
zertifizierte E-Mail-Adresse (PEC) vorweisen
(Gesetz Nr. 221 vom 17.12.2012, in Kraft seit
19. Dezember 2012). Letzter Termin ist der
31. Dezember 2013. Für die Anmeldung von
Reform hat zur finanziellen Festigung beigetragen. Vor Kurzem wurde der
Jahresabschluss 2012 der Stiftung Enasarco
genehmigt, die für die Altersvorsorge und
andere Sozialleistungen zugunsten der
Handelsagenten und -vertreter zuständig
ist. Das Geschäftsjahr wurde mit einem Gewinn von 102 Millionen Euro abgeschlossen. Das hervorragende Ergebnis, das trotz
der anhaltenden Finanzkrise erzielt wurde,
kann auch auf die Reform der Geschäftsordnung zurückgeführt werden, die von
der Stiftung bereits Ende 2010 eingeleitet
wurde. Diese Reform war zur Sicherung
des finanzwirtschaftlichen Gleichgewichts
und der langfristigen Nachhaltigkeit und
zur Unterstützung der jungen Generation
Forderungen müssen seit 19. Dezember 2012
alle Mitteilungen sowie die Hinterlegung der
Unterlagen über die PEC-Adresse erfolgen.
Ab diesem Zeitpunkt sind für die Kommunikation mit dem Konkursverwalter nämlich
ausschließlich zertifizierte E-Mails zugelassen. Die Folge: Rekurse, die bei der Konkurs­
kanzlei des Landesgerichts eingereicht wurden, gelten als nicht zugestellt.
Auf Papier eingereichte Rekurse werden
nicht berücksichtigt. Wer rechtzeitig seine Forderungen anmelden und sich dem
Verfahren laut Art. 93 des Konkursgesetzes
anschließen will, muss seinen Anspruch
direkt oder über einen Rechtsanwalt zusammen mit dem Forderungsnachweis mittels zertifizierter E-Mail an den Konkursverwalter senden. Nicht auf diesem Wege
angemeldete Forderungen werden nicht
berücksichtigt. Dies gilt auch für die auf
Papier bei der zuständigen Gerichtskanzlei
oder bei der Kanzlei des Konkursverwalters eingereichte Rekurse.
Mit dem neuen Gesetz wird die obligatorische Einrichtung einer PEC-Adresse
vorweggenommen. Diese Pflicht gilt für
als Einzelfirma tätige Handelsagenten, die
noch keine zertifzierte E-Mail-Adresse besitzen und deren Auftraggeberfirma Konkurs anmelden muss.	lsala@hds-bz.it
Stiftung Enasarco schreibt
Beiträge steigen, Defizit sinkt. Gegenüber
dem Vorjahr haben die Beitragszahlungen
2012 um 44 Millionen Euro zugenommen,
aber auch bei den Sozialbeiträgen wurde
eine Steigerung erzielt: ca. neun Millionen
Euro mehr als im Vorjahr. Ein Plus wurde
auch bei den Rentenbeiträgen festgestellt,
gleichzeitig sank das Defizit in der Altersvorsorge um ca. 14 Millionen Euro. Im Jahresabschluss wird ein positives Ergebnis
von 13 Millionen Euro ausgewiesen, während 2011 noch ein Defizit von 12 Millionen
Euro verbucht werden musste. Erfreulich
sind auch die Zahlen für das Nettovermö-
gen und das Finanzgebaren sowie die Immobilienverwaltung – trotz Einführung der
kommunalen Immobiliensteuer IMU.
Die Ergebnisse des Jahresabschlusses 2012
beweisen, dass die von den Mitgliedern geforderten Anstrengungen – so etwa die ab
2013 geltende Beitragspflicht für Immobilien- und Finanzagenten – die erhofften Erfolge gebracht haben. Ein entscheidendes
Ergebnis zur Zukunftssicherung für die
gesamte Berufsgruppe.	lsala@hds-bz.it
www.hds-bz.it/werbefachleute
Angeregter Informationsaustausch: v. l. Marco Buraschi, hds-Direktor Dieter Steger,
Wolfram Gapp, Christoph Oberhollenzer und Katrin Trafoier.
Sicherheit und	Gewaltprävention
und gemeinsame Ziele definiert
Die Gewaltprävention im Alltag, aber vornehmlich der
Übergang der Lizenzverantwortlichkeit vom Land an die Gemeinden und die Sicherheit bei Veranstaltungen standen vor Kurzem
im Mittelpunkt eines Gesprächs zwischen den Event-Dienstleistern und der Spitze der Landesverbandes der Feuerwehren. Die
neue Regelung der Lizenz- und damit Kontrollverantwortlichkeit
dürfe auf keinen Fall zu zusätzlichen Belastungen von Vereinen
führen, so die Event-Dienstleister, Katrin Trafoier und Marco Buraschi. Und hier seien standardisierte Richtlinien gefragt, die in
allen Gemeinden homogen angewandt werden sollen.
Mehr Durchblick bei den Sicherheitsstandards, forderten der
Präsident der Feuerwehren, Wolfram Gapp und Direktor Christoph Oberhollenzer. Beratung und Hilfe durch Fachleute für die
Veranstalter vor Ort sollten zu höherer Sicherheit und auch zum
gewünschten Bürokratieabbau führen.
Auftakt Sicherheitsgipfel
Beim Sicherheitsgipfel in Bozen, der Mitte Juli stattgefunden hat
und alle betroffenen Berufsgruppen und politisch Verantwortlichen an einen Tisch brachte, konnten die Event-Dienstleister
ihre Vorstellungen dem Präsidenten des Gemeindeverbandes,
Arno Kompatscher, nahebringen. „Die Sicherheit bei Veranstaltungen fängt schon bei der Vorbereitung an. Der Einsatz von
geprüftem technischem Equipment und die Planung der Menschenströme gehören zum Schutz der Menschen dazu. Und diese
Vorbereitungsphase, die auch das gesamte Versicherungswesen
miteinschließt, wird oft unterschätzt“, so der Präsident der EventDienstleister, Alex Ploner. Vor allem jene Veranstaltungen bereiten Kopfzerbrechen, wo nicht einmal die Minimalstandards für
ein sicheres und qualitativ gutes Event eingehalten werden. In
Zukunft sind hier die Bürgermeister der Gemeinden als Verantwortliche für die Sicherheit gefordert.	21
t a k td a
Die Kon ienstleister
aller Ev s finden Sie
Target begrüßt Digitalisierung öffentlicher Aufträge. Die
Angaben werden nur einmal eingegeben und können für weitere
Aufträge genutzt werden, die Sprache und die Beschreibung müssen noch verbessert werden: So die Kernaussagen des Präsidenten der Werbefachleute im hds, Mario Viganò, bei der jüngsten
Informationsveranstaltung in Bozen mit Vertretern der Landeseinkaufszentrale, Thomas Mathà und Gianluca Nettis. Gemeinsam werden nun Verbesserungsvorschläge ausgearbeitet, um das
Verständnis der Ausschreibungen zu erhöhen. Die Vergabe von
Aufträgen von Seiten der öffentlichen Verwaltungen erfolgt ausschließlich über die Onlineplattform des Landes bzw. über die
gesamtstaatliche Plattform.	hneuhauser@hds-bz.it
www.hds-bz.it/baecker
www.hds-bz.it/lebensmittelgewerbe
Bald Weizen im Angebot?
Das Pro d online
korn“
„Regio llt. Antworten
vorges ms Thema
rund u FAQ.
Eurac organisiert
Marketinglehrgang
Steckbrief Regiokorn
Heute werden auf circa 85 Hektar im Raum
Pustertal, Vinschgau und Eisacktal gut 240
Tonnen einheimisches Getreide, laut Regiokorn-Vorgaben, angebaut: Davon 84 Prozent
Roggen und 16 Prozent Dinkel (Stand 2011).
67 Prozent des Getreides stammen aus konventionellem und 33 Prozent aus kontrolliert
biologischem Anbau. Das angebaute Korn
wird in einer Südtiroler Mühle auf seine
Qualität kontrolliert und zu feinem Mehl
verarbeitet. Südtirols Bäcker verarbeiten den
regionalen Rohstoff „Regiokorn“ zu typischen Südtiroler Backspezialitäten. Das Projekt Regiokorn wird unter der Leitung des
TIS - Innovation Park, zusammen mit dem
Südtiroler Bauernbund und dem Versuchszentrum Laimburg durchgeführt und vom
Europäischen Sozialfonds ESF gefördert.
Regiokorn-Projekt ist offen für Neu-
Informieren, anmelden, lernen. Durch
es. Das Projekt Regiokorn wird ausgebaut.
Der lokale Wirtschaftskreislauf soll dadurch noch mehr gefestigt werden, aber
vor allem sollen die Getreide-Anbauflächen
erweitert werden. „Die Vielfalt und Menge
an Brot aus Südtiroler Getreide auszubauen, das ist unser erklärtes Ziel. Und aus
diesem Grund wurde nun erstmals auch
ein Anbauversuch von Weizen in Zusammenarbeit mit dem landwirtschaftlichen
Versuchszentrum Laimburg lanciert“, so
der Landesinnungsmeister der Bäcker, Benjamin Profanter (im Bild).
„Südtirol hat im Getreideanbau eine lange Tradition. Um 1900 baute noch jeder
Bauernhof sein eigenes Getreide an, und
Getreidefelder waren mit fast 30.000 Hektar integrativer Bestandteil des Südtiroler
Landschaftsbildes“, erklärt Profanter. Das
2011 ins Leben gerufene Projekt Regiokorn verfolgt die Absicht, das Netzwerk
zwischen bäuerlichen Betrieben, Mühlen
und Bäckereien aufzubauen sowie die regionale Wertschöpfung zu steigern.	eine marketingspezifische Ausbildung kann	die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden.
Der Lehrgang „Marketing für den Lebensmittelsektor“ wurde speziell für den Lebensmittelbereich in Südtirol entwickelt
und auf dessen Bedürfnisse abgestimmt.
Inhaber, Geschäftsführer oder Marketingverantwortliche in Betrieben des Lebensmittelsektors erhalten aktuelles Wissen,
das zur Preisgestaltung, Vertrieb, Produkt,
Kommunikation und Kundenbedürfnisse
Der Lehrgang wird von Oktober 2013 bis
Februar 2014 in fünf Modulen abgehalten.
Infos und Anmeldung: Europäische Akademie in Bozen (Marco Cecchellero, T 0471
055 444, education@eurac.edu).	skuhn@hds-bz.it
www.hds-bz.it/konditoren
Die hds-Aktion wurde auf einer Pressekonferenz vorgestellt:
v. l. Alexa Giovanelli Dürfeld, sentres Kundenbetreuung, die Konditoren
Stefan Brunner, Heinrich Unterhofer, Georg Stofner
und Franz Obkircher. Im Hintergrund Hannes Riegler, sentres.
sentres.com entdecken
Südtirols Konditoren begeistert von neuen Möglichkeiten im Netz. Mit dem Ziel ihre Präsenz im Internet zu verstärken, haben die Konditoren im hds gemeinsam mit dem Verband
ein Projekt lanciert. Zur Zeit nehmen 14 Konditoreibetriebe daran teilt und präsentieren sich auf der Internetplattform sentres.com
einem breiten Online-Publikum. „Es ist wichtig, die neuen Medien zu nutzen. Wir versprechen uns dadurch eine erhöhte Aufmerksamkeit und Wahrnehmbarkeit sowohl bei der lokalen Bevölkerung als auch bei den ausländischen Gästen, die mit einer
digitalen Landkarte unser Land besuchen“, so der Vizepräsident
der Konditoren, Franz Obkircher.
Gütezeichen für Süßwaren aus
eigener Herstellung. Seit Kurzem tragen
Südtirols Konditoreien ein Qualitätssiegel,
das Zeichen setzen soll. Als Wertschätzung
ihrer hohen handwerklichen Fertigkeiten
und Fähigkeiten bei der Herstellung von
Torten, Kuchen, Pralinen, Keksen und vielem mehr hat der hds diese Plakette ausarbeiten lassen.
Liebe zum Detail, Kreativität, Geduld und
ein Sinn für das Schöne sind die wichtigsten Voraussetzungen für diesen vielseitigen
Beruf. Die Qualitätsplakette soll das Berufsbild der Konditoren in Südtirol stärken.
Es wurde in Zusammenarbeit mit dem Land
Südtirol erstellt und auch der LVH wirkt am
Projekt mit.	23
Was ist sentres.com?
Es handelt sich hier um Südtirols Plattform für Freizeitgestaltung,
Tourismus, Radfahren und Wandern. Sie präsentiert Land und
Leute auf attraktive Weise und mit beeindruckendem Bildmaterial
und bietet über 5000 digitale Tourenvorschläge mit GPS-Daten und
Karten, über 90 Einstiegsseiten zu allen Regionen Südtirols, zu Ortschaften und Freizeitaktivitäten und eigene Infoseiten zu über 500
Natur- und Kulturdenkmälern.
sentres.com zählt durchschnittlich 12.500 Zugriffe pro Tag. Das entspricht etwa 88.000 aufgerufenen Seiten täglich. Für die Homepage
wurden auch App-Adaptionen angelegt, die es ermöglichen, auf die
Informationen durch alle üblichen Smartphones zuzugreifen.	skuhn@hds-bz.it
Die O-T nter
zur Akt -bz.it/
www.h io.
www.hds-bz.it/baustoffhaendler
www.hds-bz.it/frauen
-Verord
Nr. 305 ormen
un r N .
Die Bauprodukte-	Verordnung
Neue Regelung seit 1. Juli in Kraft. Auf dem EU-Binnenmarkt
dürfen nur mehr Bauprodukte mit CE-Markierung in Verkehr gebracht werden. An die neue EU-Verordnung Nr. 305/2011 müssen
sich seit dem 1. Juli 2013 alle Hersteller, Importeure und Händler von
Bauprodukten halten. Als „Bauprodukt“ gilt jedes Produkt oder jeder
Bausatz, der hergestellt und in Verkehr gebracht wird, um dauerhaft
in Bauwerke oder Teile davon eingebaut zu werden. Alle betroffenen
Produktgruppen sind auf www.handelskammer.bz.it unter dem
Punkt „Marktregelung“ aufgelistet.
Der hds unterstützt Sie gerne bei der Umsetzung der neuen CE-Markierung von Bauprodukten. Wenden Sie sich an die hds-Fachgruppenleiterin Christine Walzl: T 0471 310 514, cwalzl@hds-bz.it.	Branchenspezifische Weiterbildung
In Zusammenarbeit mit der Landesberufs­
schule Schlanders werden 2014 zwei Fachausbildungskurse organisiert. Die Eigenschaften und Anwendungsbereiche der
verschiedenen Baustoffe, Bauphysik und
Bautechnik, Verkaufstraining, Kundenumgang, Preismanagement und Marketing
sind die Kursinhalte. Eingegangen wird
aber auch auf die neue EU-Verordnung
305/2011, die seit dem 1. Juli 2013 in Kraft
ist und die die CE-Markierung von Bauprodukten festlegt.
Meeting in Bozen mit Kammerabgeordneter Luisa Gnecchi. Die
aktuelle wirtschaftliche Lage, Rentenreform, Bürokratieabbau und
Jugendarbeitslosigkeit waren zentrale Themen eines Treffen Anfang
Juni mit der Kammerabgeordneten Luisa Gnecchi. Die anwesenden
Unternehmerinnen konnten die Möglichkeit eines Gedankenaustauschs mit der Vertreterin aus Rom ausgiebig nutzen.
2012 wurden in der Provinz Bozen 115 Altersrenten zu 687,14 Euro
an Unternehmerinnen aus dem Handelssektor ausbezahlt. „Dabei
handelt es sich um niedrige Beträge, die das Risiko der Altersarmut
erhöhen,“ so Gnecchi. Die hds-Unternehmerinnen haben Gnecchi gebeten, Änderungsvorschläge zur Pensionsreform in Rom vorzubringen, da die Frauen durch die jetzige Situation benachteiligt werden.
Auch die Jugendarbeitslosigkeit wurde ausgiebig besprochen. „Ohne
Arbeitschancen für die Jugendlichen, die auch unsere Kinder sind,
gibt es keine Zukunft,“ sagte Gnecchi. „Die Jugend braucht unsere
Unterstützung, denn dadurch geben wir der gesamten Gesellschaft
neue Perspektiven. Es ist unsere Verantwortung die Weichen für die
nächste Generation zu stellen.“	www.hds-bz.it/wanderhaendler
www.hds-bz.it/50plus
Exklusiv, edel,
e Märk
Weiter l unter
Südtiro bz.it/
ds www.h
2 Ganz Kollmann feiert den RosariMarkt. Mehrere Gemeinden in Südtirol feiern
im Oktober den Rosari-Markt. Der originellste ist wohl ohne Zweifel jener von Kollmann
im unteren Eisacktal. Bereits im Mittelalter,
begünstigt durch die geografische Lage, wurden in Kollmann vier Jahrmärkte, hauptsächlich Viehmärkte abgehalten.
Krämer- und Viehmarkt
Früher wurde das Vieh bei verschiedenen
Bauern vor Ort eingestellt, um es am darauffolgenden Tag auf den Markt zu treiben. In den 60er-Jahren wurden die Märkte nach und nach aufgelassen. 2008 ist der
Rosari-Markt wieder eingeführt worden
und erfreut sich Jahr für Jahr wachsender
Beliebtheit. Die Organisatoren legen in
Kollmann besonderen Wert auf ein regionales Angebot. Den Vorzug erhalten somit
Marktbetreiber, die traditionelle Südtiroler Waren feilbieten. Geboten werden
zudem allerlei Köstlichkeiten und Kastanienbraterei sowie musikalische Unterhaltung. Fester Austragungstermin des
Marktes ist der erste Samstag im Oktober,
250 Jahre Glasmanufaktur Riedel.
Gibt es ein Glas für alle meine Weine, die richtige Pflege der Gläser, warum sollte ich eine
Dekantier-Flasche benützen? All diesen Fragen ging im Hochsommer eine Gruppe interessierter 50+ im hds in Österreich in der Glasmanufaktor Riedel nach. Früh ging es bereits
los, mit Abfahrt um 06:30 Uhr in Schlanders
und Ankunft um 11:00 Uhr in Kufstein. Die
geführte Besichtigung bei Riedel informierte
über 250 Jahre Geschichte hoher Glasproduktion. Und gar einige Teilnehmer traten ihre
Heimfahrt, nach einem schmackhaften Mittagessen und der Besichtigung der Altstadt,
mit exklusiven Riedel-Gläsern im Gepäck an.
Tolle Aufnahmen des Ausflugs nach Österreich finden Sie online.	25
das Rosenkranzfest und der Kollmanner Kirchtag finden am darauffolgenden
Sonntag statt.	Wanderhändler
cwalzl@hds-bz.it
Beim Rosari-Markt in Kollmann, der Montag, 7. Oktober stattfand (Anm. der Redaktion: der Markt fand in früheren Zeiten
am Montag, nach dem Rosenkranzfest
statt), waren aufgetrieben 450 Stück Großvieh, 60 Pferde, 60 Schweine und 200
Schafe. Ziegen waren nur ganz wenige.
Der diesmalige Rosari-Markt, der sonst
zu den besseren Kollmanner Märkten gehört, war, was den Handel angeht, direkt
schlecht. Das Vieh erzielte durchwegs
nur bescheidene Preise. Der Krämermarkt war auch nicht besonders; manche
„Marktfieranten“ zahlten (nach ihrer Aussage wenigstens) überhaupt drauf.
Brixener Chronik (10. Oktober 1912)
für historischen
Bozen und sein „Traditionsmarkt“. Der
Obstmarkt von Bozen wurde vor Kurzem per
Gesetz als „Traditionsmarkt“ definiert. Für
den wohl bekanntesten Markt im Herzen der
Landeshauptstadt gilt es nun, klare Regeln
zu erlassen. „Die Basis ist gelegt, um wieder
auf heimische Produkte und ein einheitliches
Auftreten der Verkaufsstände zu setzen“,
zeigt sich hds-Direktor Dieter Steger erfreut.
Nun liegt es an der Gemeindeverwaltung die
Marktregelung zu erlassen. Der hds wird an
den allgemeinen Kriterien der Marktstände
wie Beleuchtung, Warenangebot und Öffnungszeiten mitwirken. Das neue Reglement
soll bereits im Herbst stehen. hdsmagazin #9/13
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hds-Kursbroschüre
Als Druckversion erhältlich in allen hds-Büros, Onlineversion
frei verfügbar. Arbeitssicherheit – auch im Herbst/Winter im Fokus der Weiterbildungstätigkeit. Viele Fälligkeiten, erneute Änderungen und Neuerungen erwarten uns. Für unsere Mitglieder
werden die Pflichtschulungen „Arbeitssicherheit für Arbeitnehmer“ wieder zu Vorteilspreisen angeboten – erstmals auch als
Abendveranstaltungen. Heuer ganz neu, die EbK übernimmt
nicht nur einen großen Teil der Kurskosten, sondern auch die
Personalkosten bei Kursbesuchen. Nutzen Sie als EbK-Mitglied
diese interessante Dienstleistung (siehe Box).
Das Reportoire
Das hds-Weiterbildungsangebot ist sehr breit gefächert, neben Infotagungen, Verkaufsworkshops, unserem WEB-Paket, Visual Merchandising erstmals auch unsere Kooperation mit Martha Erlacher
im Bereich Persönlichkeitsbildung und Farb- und Stilberatung. Neben zahlreichen WIFI-Veranstaltungen konnten wir das WIFI mit 10
Prozent Rabatt als EDV-Partner für unsere Mitglieder gewinnen.
Lassen Sie sich unser umfangreiches Weiterbildungsangebot nicht
entgehen! Besuchen Sie uns im Netz, gerne können Sie sich auch
online zu unseren Veranstaltungen anmelden.
Ihr hds-Weiterbildungsteam in Bozen: Margit Mock, Patrizia Anhof und Verena Kasal (T 0741 310 323/324, bildung@hds-bz.it).	hdsmagazin #9/13
www.hds-bz.it/kursbroschuere
www.hds-bz.it/bilaterale-körperschaft
Geld für berufliche
EbK-Dienstleistung für Mitgliedsfirmen. Für den Besuch eines hds-Kurses
vergütet die EbK seinen Mitgliedsfirmen
100 Prozent des Stundentarifs ihrer Angestellten. Die berufliche Weiterbildung muss
während der normalen Arbeitszeit erfolgen,
ausgeschlossen von der EbK-Dienstleistung
sind alle hds-Kooperationsveranstaltungen
(Kodex „KOOP ...“). Das Angebot gilt für maximal 32 Kursstunden pro Angestellten, für
maximal 10 Angestellte pro Firma im Jahr.
Das Ansuchen kann innerhalb 6 Monate
nach Kursende eingereicht werden.
Um von allen Dienstleistungen der Bilateralen Körperschaft Südtirols EbK Gebrauch
machen zu können, ist die ordnungsgemäße
Einzahlung des Mitgliedsbeitrages an die
EbK sowie Ascom/Covelco seit 6 Monaten
Voraussetzung. Die Ebk wird paritätisch
vom hds und den Gewerkschaften des Handels- und Dienstleistungssektors verwaltet.
Die Dokumentenliste für Ihr Ansuchen sowie das gesamte EbK-Serviceangebot unter
www.ebk.bz.it.	betriebe informieren
ITAS fördert
Innovationspreis für Südtiroler Betriebe. Im Rahmen des
Innovation Festival in Bozen, vom 26. bis 28. September, werden
der ITAS-Innovationspreis sowie die ITAS-Sonderpreise für Innovation an Jungunternehmer und an weibliches Unternehmertum
vergeben. Projekte von Südtiroler Betrieben aller Branchen, die
wirtschaftlich erfolgreich und zugleich ökologisch nachhaltig
sind, werden mit einer Versicherungsleistung von 5000 bzw. 2500
Euro je nach Kategorie prämiert. Infos und Teilnahmebedingungen unter www.itasinnovation.it.	Kerzen, Duftstäbchen, besondere Geschenkideen für jeden Anlass. Merans Innenstadt ist um ein weiteres Geschäft reicher.
Gerda Schönthaler hat sich neben ihrem Schokoladengeschäft am
Theaterplatz auf der Passerpromenade 50 ein zweites Standbein geschaffen. Auf rund 35 Quadratmetern werden einige hundert Dekorationsartikel angeboten, von der schönen Wanduhr bis zur duftenden
Kerze. „Ich habe mich in Meran umgeschaut und festgestellt, dass
diese Artikel gänzlich fehlen. Ich bin überzeugt, dass sowohl Einheimische als auch Gäste mein vielfältiges Angebot an preiswerten
und dekorativen Gegenständen gerne annehmen werden“, gibt sich
Schönthaler zuversichtlich. Der hds wünscht alles Gute und überreicht zur feierlichen Geschäftseröffnung die hds-Wanduhr: im Bild
Ortsobmann Gundolf Wegleiter mit der Geschäftsfrau.	GRÜNE ENERGIE FÜR KAUFLEUTE
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HDS.indd 1
12/03/2013 12:14:59
Gold für Bar Mario
Druckerei A. Weger in Brixen
Traditionsunternehmen mit Österreichischem Umweltzeichen ausgezeichnet. Anfang Juli wurde in Wien der Druckerei A. Weger aus
Brixen das Österreichische Umweltzeichen für Druckerzeugnisse
verliehen. Die Druckerei wurde 1550 gegründet und wird heute von
Firmeninhaber Andreas von Mörl geführt. Der Betrieb setzt sich aktiv für den Umweltschutz ein und setzt auf nachhaltige und ressourcenschonende Produktion. Nach den beiden Zertifikaten für nachhaltige Holz- und Papierwirtschaft FSC und PEFC und klimaneutrale
Produktion (CO2-neutral) ist dies die wichtigste und größte Auszeichnung für die Druckerei A. Weger. Die Verleihung erfolgte durch den
Österreichischen Umweltminister Nikolaus Berlakovich, hier im
Bild mit Andreas Mörl und seinen Söhnen.	PR – Die Bank für Trient
und Bozen informiert
Seit 67 Jahren beliebter Treffpunkt in Bozen. Die
Bar Mario in der Brennerstraße 22 gehört zweifelsohne
zu den historischen Betrieben in der Landeshauptstadt.
Sie wurde 1945 unter dem Namen Bar Maria eröffnet,
benannt nach der Großmutter der Inhaberin Marina
Fronza. Mit den Jahren wurde daraus Bar Mario. Der
Betrieb hat das Wachstum der Wirtschaft, die Veränderungen des sozialen Lebens und der Kultur für mehr als
vier Generationen begleitet, und war stets Treffpunkt
des Stadtviertels Zentrum – Bozner Boden – Rentsch
und darüber hinaus. Als Anerkennung wurde kürzlich
Marina Fronza mit der Goldmedaille der Handelskammer Bozen ausgezeichnet: hier im Bild mit Präsident
Michl Ebner (l.) und Landeshauptmann Luis
Durnwalder. Der hds gratuliert und wünscht
Der neue Service verwandelt das POS-Terminal in ein mobiles Gerät, das seine Aufgaben
auch außerhalb der Verkaufsstelle erfüllen
kann, und das mit dem gleichen Sicherheitsstandard und neuen Funktionen. Einfach in
der Anwendung, eine geringe monatliche
Gebühr und keine Anfangskosten – all das
macht diesen Dienst zu einer innovativen
Lösung, die alle nützen können, und ist auch
eine Antwort auf die Erfordernisse, die sich
aus den neuesten Regeln im Zahlungsverkehr ergeben können.
Das Kartenlesegerät verbindet sich über
„Bluetooth“ einfach und rasch mit dem
Smartphone und dem Tablet. Die entsprechende App lässt sich innerhalb weniger
Sekunden installieren, verfügt über eine
intuitive Schnittstelle und ermöglicht die
Lösung, die sich besonders für Geschäfte im Abwicklung von Transaktionen in wenigen
Freien eignet, wie etwa Messen, Märkte, Ver- Schritten. Die Details der Transaktionen lasanstaltungen. Ab Ende September bietet die sen sich online verfolgen.
Bank für Trient und Bozen den Geschäfts­ Die Berater der Südtiroler Filialen der Bank
treibenden diesen Dienst über SETEFI an, für Trient und Bozen stehen den hds-Mitder Gesellschaft der Unternehmensgruppe gliedern ab Ende September für alle Fragen
Intesa Sanpaolo, die auf Zahlungssysteme bezüglich der Neuerungen der Dienstleistungen gerne zur Verfügung.	spezialisiert ist.
Ein neues SETEFI-Gerät verwandelt
Ihr Smartphone und Ihren Tablet in
ein mobiles POS-Terminal
Mit einem kleinen Lesegerät, das an
das Smartphone und den Tablet angeschlossen wird, kann jeder mithilfe einer gratis
downloadbaren App, mit einer Debit- oder
einer Kreditkarte getätigte Zahlungen empfangen. „Move and Pay Business“ heißt diese
4. Öffentliche Aufträge und Ausschreibungen
• Projekt CONSIP - „Sportelli in rete“: Unterstützung der
Unternehmen im Umgang mit der neuen elektronischen
Vergabeplattform MEPA.
• Unterstützung bei der Nutzung der lokalen elektronischen
Plattform des AOV.
• Rechtshilfe bei öffentlichen Ausschreibungen.
• Weiterbildungskurse und Seminare zum Thema in Bozen
und in den hds-Bezirksbüros.
zu Gesetzen?
RA Sabine Mayr,
T 0471 310 559, smayr@hds-bz.it
• Individuelle Beratung rund um das Thema Arbeitssicherheit.
• Hilfestellung bei der Ausarbeitung der Risikobewertung
• Betriebscheck vor Ort für Betriebe mit mittlerem oder
-• Informationen zu den Pflichtschulungen und Auffrischungskursen.
• Handbuch für die Arbeitssicherheit im Betrieb.
• L aufend Informationen zu Gesetzesänderungen im Bereich Arbeitssicherheit.
• Informationen und Beratung für Auslandsgeschäfte (Zoll,
Verträge, Transport, Finanzierungen, Exportinformationen
zu den einzelnen Ländern, nützliche Adressen, Links usw.).
• Weiterbildung und Seminare.
rennemoser@hds-bz.it
2. Agenturverträge – Beratung für Auftraggeberfirmen
• Ausarbeitung von Agenturverträgen.
• Außergerichtliche Rechtshilfe.
• Vertragsrechtliche Beratung, Informationen zur Altersvorsorge (Enasarco).
• Berechnung der Entschädigung bei Vertragsbeendigung.
Auftraggeberfirmen müssen ihre
Agenten über die im Betrieb
bestehenden Gefahren unterrichten
• Ausarbeitung der allgemeinen Geschäftsbedingungen.
RA Chiara Pezzi,
Bereichsleiterin Rechtsberatung,
T 0471 310 558, cpezzi@hds-bz.it
Auftraggeberunternehmen, die in ihren Betriebsräumen die Leistungen von Selbstständigen in Anspruch nehmen, müssen diese
detailliert über die im betrieblichen Arbeitsumfeld bestehenden Sicherheitsrisiken und
über die Unfallverhütungs- und Notfallmaßnahmen unterrichten, die im Rahmen der betrieblichen Tätigkeit vorgesehen werden.
inar a en.
MEPA mber in B ng:
und A -bz.it/
www urse.
www.hds-bz.it/arbeitssicherheit
Transparenz und Effizienz in der
hds unterstützt Mitglieder. Mit dem
Haushaltsrahmengesetz 2000 hat das Wirtschafts- und Finanzministerium im Rahmen des Programms zur Rationalisierung	des öffentlichen Beschaffungswesens die
Gesellschaft Consip Ag beauftragt, die
technologischen Voraussetzungen für ein
elektronisches Beschaffungssystem (E-Procurement) zu schaffen, um die Vergabe von
öffentlichen Aufträgen effizienter und transparenter zu gestalten. Die elektronische Vergabeplattform MEPA (Mercato Elettronico
della Pubblica Amministrazione) ist eines
der Instrumente, deren Einsatz bei Ausschreibungen der öffentlichen Verwaltung
verpflichtend vorgeschrieben ist. Auf diesem
virtuellen Markt können die registrierten
Verwaltungen und die ermächtigten Unternehmen zusammenkommen, um bis zum
EU-Schwellenwert rasch und transparent
die Beschaffung bzw. Lieferung von Gütern
und Dienstleistungen zu vereinbaren.
Der hds und das Projekt „Sportelli in rete“
Um auch den einheimischen kleinen und
mittleren Unternehmen (KMU) die Teilnahme an diesen Ausschreibungen zu ermöglichen, hat die Gesellschaft Consip das
Projekt „Sportelli in rete“ gestartet, an
dem sich auch der hds beteiligt. So wurden
Pflicht für Auftragnehmerbetriebe
und Subunternehmen
Sowohl der Auftragnehmerbetrieb
als auch der Subunternehmer müssen einen
eigenen Einsatzsicherheitsplan (ESP) erstellen: Dies hat das Kassationsgericht im Urteil
Nr. 31304 vom 22. Juli 2013 festgelegt.
ein Beschäftigter des Subunternehmens, das
vom Auftragnehmerunternehmen mit der
Ausführung von Arbeiten beauftragt war,
verlor bei der Erfüllung seiner beruflichen
Aufgaben sein Leben.
Vor der Ausführung von Arbeiten an einer
Immobilie hatte ein Betrieb, der mit der Entsorgung von Eternitplatten und dem Verlegen neuer Aluminiumplatten beauftragt war,
es versäumt, die nötigen Vorkehrungen zu
treffen, um die Sicherheit der Beschäftigten
zu gewährleisten. Infolge dieser Unterlassung kam es zu einem Sturz mit Todesfolge;
Das Auftragnehmerunternehmen wurde in
erster und zweiter Instanz verurteilt. Das
Kassationsgericht stellte hingegen fest, dass
über den Unternehmer-Werkvertrag „die gesetzlichen Pflichten in Zusammenhang mit
der Arbeitssicherheit sowohl vom Auftragnehmerbetrieb als auch vom Arbeitgeber des
ausführenden Unternehmens erfüllt werden
bei den Unternehmerverbänden Informationsstellen eingerichtet, die über diese Rationalisierungsprogramme informieren und
die Unternehmen im Umgang mit den Instrumenten des E-Procurement unterstützen.
Alessandra Mezzanato (T 0471 310 408,
amezzanato@hds-bz.it) und Sabine Mayr	(T 0471 310 559, smayr@hds-bz.it)	31
müssen. Die Verstöße eines Betriebs haben
nicht eine Befreiung des Anderen zur Folge ...“.
Das Kassationsgericht hebt des Weiteren hervor: „… dass die Zusammenarbeit mehrerer
ausführender Unternehmen nicht bedeutet,
dass die genannten Pflichten nur einem dieser Unternehmen übertragen und zugewiesen werden. Alle beteiligten Betriebe sind
verpflichtet, ihren eigenen Einsatzsicherheitsplan (ESP) auszuarbeiten. Daher darf
der Arbeitgeber des Subunternehmens auf
keinen Fall davon ausgehen, dass er von der
Pflicht zur Ausarbeitung des Einsatzsicherheitsplans (ESP) befreit ist, in dessen Rahmen Maßnahmen gegen Stürze aus großer
Höhe getroffen hätten werden müssen.“
Die Haftung des Auftragnehmerbetriebs
bleibt auf jeden Fall aufrecht, denn er hat
gegen das Gesetz verstoßen, das die Ausarbeitung eines Einsatzsicherheitsplans (ESP)
Renate Ennemoser, T 0471 310 422,
rennemoser@hds-bz.it	hdsmagazin #9/13
Mit	Lebensmitteln	handeln
Welche sind die beruflichen, welche die
moralischen Voraussetzungen?
Lebensmittel werden sowohl im Groß- als auch im Einzelhandel vertrieben. Großhandel betreibt derjenige, der Güter
in seinem Namen einkauft und an andere Groß- oder Einzelhändler weiterverkauft. Um die Tätigkeit ausüben zu dürfen,
muss die zertifizierte Meldung des Tätigkeitsbeginns an das
Handelsregister der Handelskammer gemacht werden. In dieser Meldung wird u. a. erklärt, dass die moralischen Voraussetzungen gegeben sind. Berufliche Voraussetzungen sind keine
notwendig. Auch bedarf es keiner Meldung an die Gemeinde, da
die Kompetenz bei der Handelskammer liegt.
Einzelhandel betreibt hingegen derjenige, der berufsmäßig in
seinem Namen und auf eigene Rechnung Güter einkauft und
diese an einem festen Standort oder auf irgendeiner Weise
dem Endverbraucher weiterverkauft. Die Kompetenzen liegen
in diesem Fall bei der jeweiligen Gemeinde. Bei der Meldung
an die Gemeinde müssen sowohl die Daten des Verkaufslokals
angeführt, als auch ein Lageplan der Räumlichkeiten beigelegt
werden. Die Gemeinde überprüft dann, ob die Voraussetzungen
für die Ausübung der Einzelhandelstätigkeit gegeben sind. Neben den moralischen Voraussetzungen müssen auch berufliche
erfüllt werden. Für mindestens eine dieser beruflichen Voraussetzungen muss ein Nachweis erbracht werden.
Mehr Informationen zum Thema: Liane Cittadini, T 0471 310
561, lcittadini@hds-bz.it.	hdsmagazin #9/13
PEC-Adressen online abrufbar
www.inipec.gov.it, das nationale Register
für zertifizierte E-Mail-Adressen von Unternehmen und Freiberuflern (INI-PEC) ist seit
Kurzem online. Im Portal sind alle registrierten PEC-Adressen Italiens aufgelistet. Mehr
zum Thema PEC unter www.hds-bz.it/
• Erfolgreich abgeschlossener Besuch eines
von der Landesregierung Bozen-Südtirol
oder von anderen Regionen sowie eines
von der Autonomen Provinz Trient eingerichteten oder anerkannten Berufslehrgangs für Handel, Zubereitung oder Verabreichung von Lebensmitteln.
• Mindestens zwei Jahre lang in den letzten
fünf Jahren (auch nicht durchgehend) bei
Unternehmen gearbeitet zu haben, die
im Lebensmittelbereich oder im Sektor
der Verabreichung von Speisen und Getränken tätig sind - als qualifizierter Angestellter, zuständig für den Verkauf oder die
Verwaltung bzw. die Zubereitung der Lebensmittel, oder als mitarbeitender/s
Gesellschafter/Familienmitglied, wenn
es sich um Ehepartner, Verwandte oder
Verschwägerte des Unternehmers bis zum
dritten Grad handelt, nachgewiesen durch
die Eintragung beim Nationalen Institut
für die Sozialvorsorge (Nisf/Inps).
• Besitz eines Diploms einer Oberschule
zweiten Grades oder eines Laureatsdiploms (auch dreijährig) oder einer anderen mindestens dreijährigen Schule mit
berufsbildender Ausrichtung, sofern der
jeweilige Bildungsweg Ausbildungsfächer
wie Handel, Zubereitung oder Verabreichung von Lebensmitteln enthält.
Energiedekret
Die Neuerungen nach der Gesetzesumwandlung. Die wichtigsten im „Energiedekret“ (GD Nr. 63/2013) enthaltenen
Neuerungen, das vor Kurzem in Gesetz
umgewandelt wurde, wurden bereits im
hdsmagazin 7-8/13 dargelegt. Nachfolgend
die im Zuge der Umwandlung eingefügten Änderungen:
Steuerbonus auf energetische Sanierungen
Der Steuerabsetzbetrag für die Einkommensteuer Irpef/Ires auf energetische
Sanierungsarbeiten wurde auf 65 Prozent
erhöht und nun auch auf folgende bauliche Maßnahmen ausgedehnt:
- Austausch von traditionellen Warmwasserboilern durch Modelle, die mit Wärmepumpen funktionieren.
Die Steuervergünstigung ist auf die vom
6. Juni bis 31. Dezember 2013 getätigten
Ausgaben anwendbar und auf zehn Jahresraten aufzuteilen. Beim Bezahlen der
Rechnungen sind die bekannten Formalitäten einzuhalten.
Steuerbonus auf den Ankauf
von Möbeln, Einrichtungsgegenständen
und elektrischen Haushaltsgeräten
In der ursprünglichen Fassung des Dekrets wurde auch ein Absetzbetrag in
Höhe von 50 Prozent auf den Ankauf von
Einrichtungsgegenständen und Möbeln
vorgesehen. Um den Steuerbonus in Anspruch nehmen zu können, müssen diese
im Zuge von Umbauarbeiten angeschafft
werden. Im Zuge der Umwandlung wurde
der genannte Steuerabsetzbetrag auch auf
große Elektrohaushaltsgeräte der Energieklasse A+ und höher ausgedehnt, für Backöfen ist die Energieklasse A ausreichend.
Die Höchstgrenze der zulässigen Ausgaben
beträgt 10.000 Euro und wird zur für Umbauarbeiten vorgesehenen Höchstsumme
von 96.000 Euro hinzugerechnet. Beim Bezahlen der Rechnungen sind die bekannten
Formalitäten einzuhalten.
Veräußerung von Immobilien, der
Besteuerungszeitpunkt von Mehrerlösen
Das Kassationsgericht hat kürzlich den
aus dem Verkauf von Immobilien durch
Privatpersonen behandelt. Dessen korrekte Bestimmung betrifft alle Arten von
Mehrerlösen, die sonstige Einkünfte zur
Folge haben. Diese können sich sowohl
durch den Verkauf von Immobilien als
auch Finanzvermögen ergeben.
Grundsätzlich werden diese Einkünfte
im Steuerjahr ihres Zuflusses besteuert.
Die Artikel 67 und 68 des Einheitstexts
TUIR regeln den Fall von Teil- oder Ratenzahlung nach dem Übertragungszeitpunkt. Die anteiligen Mehrerlöse, als
Unterschiedsbetrag aus Zahlung und an-
teiligen Kosten, sind im jeweiligen Steuerjahr ihrer Erzielung zu versteuern.
Im vorliegenden Streitfall galt es jedoch
die Frage zu klären, wie Teilzahlungen,
welche in Steuerjahren vor dem Übertragungszeitpunkt erfolgen, steuerlich zu
behandeln sind; es handelte sich somit
um den umgekehrten Fall wie jener, der
im Einheitstext geregelt wird.
Im Urteil 17960 vom 24. Juli 2013 stellt das
Kassationsgericht fest, dass der Mehrerlös erst dann der Einkommensteuer Irpef
unterworfen werden kann, wenn die
Eigentumsübertragung erfolgt ist. Erst
dann greift das im Einheitstext vorgesehene Kassa- bzw. Zufluss-Prinzip.
Das vorliegende Urteil erfordert eine aufmerksame Überprüfung, wie die genannten Einkünfte in den vergangenen Jahren
erklärt wurden.	Moritz Schorn,
Beendigung des Arbeitsverhältnisses, Konkursverfahren
Keine Zahlungspflicht besteht für Betriebe, die zur Zahlung des
in Art. 5, Abs. 4 des Gesetzes Nr. 223/1991 vorgesehenen Beitrags
verpflichtet sind. Ab 1. Jänner 2016 muss die Zusatzzahlung bei
Entlassung auch von den Organen von Konkursverfahren gegen
Unternehmen geleistet werden, für die das Gesetz Nr. 223/1991 gilt.
Bei nach dem 1. Jänner 2013 beendeten Arbeitsverhältnissen besteht diese Zahlungspflicht auch für die Organe von Konkursverfahren gegen Unternehmen, für die das genannte Gesetz Nr.
223/1991 nicht gilt.
Nisf/Inps klärt über Anwendungskriterien auf. Das Nisf/
Inps hat Ende Juni neue Erklärungen zu den Zusatzzahlungen an
das Fürsorgeinstitut bei Entlassungen veröffentlicht (Gesetz Nr.
92/2012). Diese Zusatzzahlungen müssen für die nach dem 1. Jänner 2013 erfolgte Beendigung von unbefristeten Arbeitsverhältnissen geleistet werden.
Die Zusatzzahlung muss innerhalb des zweiten Monats nach der
Auflösung des Arbeitsverhältnisses erfolgen.
Wenn die Zusatzzahlung im Folgemonat nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses erfolgt, müssen die Arbeitgeber eine individuelle
Meldung für den entlassenen Arbeitnehmer übermitteln, wie sie
auch für die verspätete Nachzahlung von Beträgen vorgesehen ist.
Für die Einzahlung der Zusatzzahlung von geschlossenen Unternehmen müssen die Arbeitgeber für jeden betroffenen Arbeitnehmer eine Aufstellung für den letzten Monat übermitteln, in dem
der Betrieb seine Tätigkeit ausgeübt hat.	Gegenstand der Zusatzzahlung und Betriebszugehörigkeitszeiten
Diese Zahlungspflicht gilt für Arbeitgeber in all den Fällen, in denen der Arbeitnehmer nach der Beendigung des Arbeitsverhältnisses theoretisch Anspruch auf das neue Arbeitslosengeld (Assicurazione sociale per l’impiego – AspI) hat, unabhängig davon, ob er es
tatsächlich bezieht.
In der Berechnung der Betriebszugehörigkeitszeiten wird die Laufzeit des unbefristeten Arbeitsverhältnisses bis zur Entlassung berücksichtigt.
Die genannte Zusatzzahlung muss auch dann geleistet werden,
wenn der Arbeitgeber vom Arbeitsverhältnis zurücktritt und wenn
der Arbeitnehmer aufgrund der Beendigung des Arbeitsverhältnisses theoretisch Anspruch auf das Arbeitslosengeld (ASpI) hat.
Betriebszugehörigkeitszeiten, Berechnungskriterien bei Zeitarbeit
Das Gesetz gilt für alle Formen von unselbstständiger Beschäftigung mit unbefristetem Arbeitsvertrag, auch für Teilzeitverträge
und Zeitarbeit. Bei Zeitarbeitnehmern mit oder ohne Bereitschaft
werden die Zeiträume, in denen keine Arbeitsleistung erbracht
wurde, nicht den Betriebszugehörigkeitszeiten angerechnet.
Juni und Juli 2012 – 2013 ist gleich
1,7 % (75 % = 1,275).
Betriebszugehörigkeitszeiten und Arbeitsverhältnis
Für die Berechnung der Betriebszugehörigkeitszeiten werden die
Zeiten von unbezahlten Warteständen und außerordentlichen Urlauben (Art. 42, Abs. 5 des GvD Nr. 151/2001) nicht angerechnet.
Bei Abtretung des Betriebes muss die Gesamtzeit des Arbeitsverhältnisses einschließlich der beim übertragenden Betrieb geleisteten Arbeitszeiten berücksichtigt werden.
beträgt im Juni 1,172535 und im Juli
1,367958.
Plan- ratung be
se Be üdtirol.
hds in 0471 978
Rubrik in Zusammenarbeit mit Pensplan
Bieten Sie Ihren Kindern eine
Die Altersabsicherung für den Nachwuchs. Zusatzrentenformen bieten die
Möglichkeit, den eigenen Kindern eine sichere Zukunft zu garantieren: durch Beiträge zugunsten der zu Lasten lebenden
Die Zukunft unserer Sprösslinge wird durch
viele Faktoren wie die Rentenreform, die
steigende Arbeitslosigkeit, das unregelmäßige Einkommen für diejenigen, die
gerade ihre ersten Schritte in der Arbeitswelt machen und die dadurch entstehende
wirtschaftliche Instabilität beeinflusst und
beeinträchtigt. Daher heißt es heute schon:
Schnell handeln und die Unsicherheiten
von morgen bereits jetzt in Angriff nehmen.
Die Eltern können eine Vorsorgeposition für die eigenen Kinder errichten, die
noch nicht erwerbstätig oder noch klein
sind. Und nicht nur die Kinder, sondern
auch der zu Lasten lebende Ehepartner
wird durch den Beitritt in einen Rentenfonds begünstigt. Die Auswahl einer
Zusatzrentenform und die regelmäßige
Beitragszahlung zugunsten der zu Lasten
lebenden Familienangehörigen hat noch
einen weiteren Vorteil: die Beiträge sind
bis zu einem Höchstbetrag von 5164,57
Euro steuerlich absetzbar. Weitere Infos
beim Infopoint in Ihrer Nähe.	Pflichtmediation
Die Pflichtmediation, die im Oktober 2012 für verfassungswidrig erklärt
wurde, wurde mit dem „Decreto del fare“
Folgende Bereiche unterliegen der vorherigen Ausübung eines Pflichtmediationsversuchs: die dinglichen Rechte, Teilungen,
Erbschaften, Familienverträge, Mieten,
Leihgaben, Pachten, Schadenersatzforderungen aufgrund von ärztlichem Verschulden und Verleumdung über die Presse oder
durch andere öffentliche Bekanntmachungen, Bank- und Versicherungsverträge
sowie Eigentumsgemeinschaften.
Interessierte hds-Mitglieder können sich
an die Mediationsstelle der Handelskammer Bozen wenden, mit welcher der hds
eng zusammenarbeitet.
Weitere Infos erteilt RA Chiara Pezzi im
hds, T 0471 310 558, cpezzi@hds-bz.it.	Die hds-Mitgliedervorteile
unter www.hds-bz.it/mitgliedervorteile. Mehr Informationen: T 0471 310 311, mitgliedervorteile@hds-bz.it.
hds magazin 9/13: "MORGEN beginnt HEUTE"

References: Art. 1
 Art. 2
 Art. 31

Art. 14

Art. 14
 Art. 46
 Art. 93
 Art. 5