Source: https://www.arbeitsinspektion.gv.at/inspektorat/Arbeitszeit_Arbeitsruhe/Arbeitszeit/Besondere_Arbeitszeitgestaltung
Timestamp: 2020-02-26 20:46:00+00:00

Document:
Bei der gleitenden Arbeitszeit werden der Beginn und das Ende der täglichen Normalarbeitszeit durch die ArbeitnehmerInnen innerhalb eines vereinbarten zeitlichen Rahmens selbst bestimmt.
ArbeitgeberInnen müssen sich nach Ende der Gleitzeitperiode die Arbeitszeitaufzeichnungen, sofern sie von den ArbeitnehmerInnen selbst geführt werden, aushändigen lassen und kontrollieren. Wird ein Zeiterfassungssystem verwendet, so ist ArbeitnehmerInnen nach Ende der Gleitzeitperiode auf Verlangen eine Abschrift der Arbeitszeitaufzeichnungen zu übermitteln oder es ist ihnen Einsicht zu gewähren.
§ 4b und § 26 Abs.2 Arbeitszeitgesetz
Unter Arbeitsbereitschaft versteht man Arbeitszeit, in der ArbeitnehmerInnen keine Arbeitsleistung erbringen, sich aber an einem von den ArbeitgeberInnen bestimmten Ort zur jederzeitigen Aufnahme der Arbeit bereithalten müssen.
Fällt in die Arbeitszeit von ArbeitnehmerInnen regelmäßig und in erheblichem Umfang Arbeitsbereitschaft, kann die tägliche Normalarbeitszeit bis auf zwölf Stunden und die wöchentliche Normalarbeitszeit bis auf 60 Stunden ausgedehnt werden.
§ 7 Abs. 3 Arbeitszeitgesetz
Besteht die Arbeitszeit überwiegend aus Arbeitsbereitschaft und bestehen für die ArbeitnehmerInnen während der Arbeitszeit besondere Erholungsmöglichkeiten, kann der Kollektivvertrag für solche Arbeiten die Betriebsvereinbarung ermächtigen, dreimal pro Woche eine Ausdehnung der täglichen Normalarbeitszeit bis auf 24 Stunden zuzulassen. Sämtliche Bedingungen, unter denen diese Verlängerung zulässig ist, sind im Kollektivvertrag und der Betriebsvereinbarung festzulegen. Voraussetzung ist, dass durch ein arbeitsmedizinisches Gutachten festgestellt wurde, dass wegen der besonderen Arbeitsbedingungen der ArbeitnehmerInnen diese im Durchschnitt nicht stärker gesundheitlich belastet werden. (Wenn kein Kollektivvertrag abgeschlossen werden kann, weil auf ArbeitgeberInnenseite keine kollektivvertragsfähige Körperschaft besteht, ist trotzdem eine Zulassung durch Betriebsvereinbarung möglich.)
§ 5a und § 12 Abs. 2d Arbeitszeitgesetz
Regelungen für Dekadenarbeit kann der Kollektivvertrag für ArbeitnehmerInnen, die auf im öffentlichen Interesse betriebenen Großbaustellen oder auf Baustellen der Wildbach- und Lawinenverbauung in Gebirgsregionen beschäftigt sind, zulassen. (Dekadenarbeit kann auch mit Betriebsvereinbarung eingeführt werden, wenn der Kollektivvertrag eine entsprechende Ermächtigung enthält oder wenn kein Kollektivvertrag abgeschlossen werden kann, weil auf ArbeitgeberInnenseite keine kollektivvertragsfähige Körperschaft besteht.)
§ 4c Arbeitszeitgesetz
§ 5 Abs. 5 Arbeitsruhegesetz

References: § 4
 § 26

§ 7

§ 5
 § 12

§ 4

§ 5