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BGBl. Teil 1: Nr. 79 (1980) - OffeneGesetze.de – Freier Zugang zu unseren Gesetzen
BGBl. Teil 1: Nr. 79 (1980)
Veröffentlicht am 30.12.1980, PDF downloaden
Dritte Verordnung zur Änderung der Verordnung über die Berufsausbildung in der Bauwirtschaft (Seite 2)
Siebte Verordnung zur Änderung der Postreisegebührenordnung (Seite 3)
Vierte ADNR-Änderungsverordnung (Seite 7)
Dritte Verordnung zur Änderung der RV-Beitragsentrichtungsverordnung (Seite 8)
Vierte Verordnung zur Änderung der Kosmetik-Verordnung (Seite 8)
2302 Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1980, Teil 1 Dritte Verordnung zur Änderung der Verordnung über die Berufsausbildung in der Bauwirtschaft Vom 18. Dezember 1980 Auf Grund des § 25 des Berufsbildungsgesetzes vom 14. August 1969 (BGBI. 1 S. 1112), der zuletzt durch § 24 Nr. 1 des Fernunterrichtsschutzgesetzes vom 24. August 1976 (BGBI. 1S. 2525) geändert worden ist, und des § 25 der Handwerksordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 28. Dezember 1965 (BGBI. 1966 1S. 1 ), der zuletzt durch§ 25 Nr. 1 des Fernunter- richtsschutzgesetzes geändert worden ist, wird im Ein- vernehmen mit dem Bundesminister für Bildung und Wissenschaft verordnet: wigshafen, Südliche Weinstraße oder Stormarn oder in den Regierungsbezirken Koblenz oder Stuttgart oder 2. infolge der Anrechnung des Besuchs einer be- rufsbildenden Schule nach § 2 oder§ 3 der Be- rufsgrundbildungsjahr-Anrechnungs-Verordnung vom 17. Juli 1978 (BGBI. I S. 1061) mit dem zwei- ten Ausbildungsjahr beginnen." 2. Es wird folgender Absatz 5 angefügt: Artikel 1 § 63 der Verordnung über die Berufsausbildung in der Bauwirtschaft vom 8. Mai 197 4 (BGBI. 1S.1073), die zu- letzt durch die Verordnung vom 2. August 1978 (BGBI. 1 S. 1206) geändert worden ist, wird wie folgt geändert: ,,(5) Ferner gilt Absatz 3 für Berufsausbildungsver- hältnisse in dem Ausbildungsberuf Betonstein- und Terrazzohersteller, die vor dem Inkrafttreten einer Verordnung über die Berufsausbildung zum Beton- stein- und Terrazzohersteller nach § 25 der Hand- werksordnung beginnen." 1. Es wird folgender Absatz 4 angefügt: ,,(4) Darüber hinaus gilt Absatz 3 für Berufsausbil- dungsverhältnisse, die in der Zeit vom 1. Januar 1981 bis zum 31. Dezember 1981 1. in den Stadtkreisen Freiburg, Ludwigshafen oder Neustadt an der Weinstraße oder in den Landkrei- sen Bodenseekreis, Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen, Lörrach, Ravensburg, Schwarz- wald-Saar, Bad Dürkheim, Germersheim, Lud- Artikel 2 Diese Verordnung gilt nach § 14 des Dritten Überlei- tungsgesetzes in Verbindung mit § 11 2 des Berufsbil- dungsgesetzes und § 128 der Handwerksordnung auch im Land Berlin. Artikel 3 Diese Verordnung tritt am Tage nach der Verkündung in Kraft. Bonn,den 1aDezember1980 Der Bundesminister für Wirtschaft In Vertretung Schlecht
Nr. 79 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 30. Dezember 1980 Siebte Verordnung zur Änderung der Postreisegebührenordnung Vom 18. Dezember 1980 Auf Grund des § 14 des Postverwaltungsgesetzes in der im Bundesgesetzblatt Teil III, Gliederungsnummer 900-1, veröffentlichten bereinigten Fassung in Verbin- dung mit § 45 Abs. 2 Satz 2 des Personenbeförderungs- gesetzes in der im Bundesgesetzblatt Teil III, Gliede- rungsnummer 9240-1, veröffentlichten bereinigten Fas- sung wird im Einvernehmen mit dem Bundesminister für Wirtschaft und dem Bundesminister für Verkehr verord- net: Artikel 1 Die Postreisegebührenordnung vom 20. März 1973 (BGBI. 1S. 221 ), zuletzt geändert durch die Verordnung vom 14. Februar 1980 (BGBI. I S. 141 ), wird wie folgt ge- ändert: 1. § 1O Abs. 2 erhält folgende Fassung: ,,(2) Schwerbehinderte, die infolge ihrer Behinde- rung in ihrer Bewegungsfähigkeit im Straßenverkehr erheblich beeinträchtigt sind, werden auf Grund des Schwerbehindertengesetzes in der Fassung der Be- kanntmachung vom 8. Oktober 1979 (BGBI. 1 S. 1649), geändert durch Artikel 20 des Gesetzes vom 14. März 1980 (BGBI. I S: 294), gegen Vorzeigen eines entsprechend gekennzeichneten Ausweises im Nahverkehr gebührenfrei befördert. Öffentliche Omnibuslinien des Postreisedienstes, die nicht zum Nahverkehr gehören, werden in den Fahrplänen ge- kennzeichnet. 11 2. Die Anlage (Gebührenübersicht) erhält die Fassung der Anlage zu dieser Verordnung. Artikel 2 Diese Verordnung gilt nach § 14 des Dritten Überlei- tungsgesetzes in Verbindung mit§ 37 des Postverwal- tungsgesetzes auch im Land Berlin. Artikel 3 Diese Verordnung tritt am 15. Januar 1981 in Kraft. Bonn.den 18.Dezember1980 Der Bundesminister für das Post- und Fernmeldewesen K. Gscheidle 2303
2304 Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1980, Teil 1 Anlage (zu Artikel 1) Gebührenübersicht Lfd. Nr. 1 1. Fahrscheine Gebührenentfernung km Regelfahrscheine DM Schülerfahrscheine DM 1- 5 6- 10 11- 15 16- 20 21- 30 31- 40 41- 50 51- 60 61- 70 71- 80 81- 90 91-100 1,40 2,- 2,60 3,- 3,80 5,20 6,60 1,40 2,- 2,60 3,- 3,80 5,20 6,60 9,- 8,- 10,- 12,- 13,- 15,- '• 8,- 10,- 11,- 13,- Für höhere Entfernungen wird der Fahrscheingebühr für 100 km die Gebühr für die um 100 km gekürzte Gebührenentfernung zugeschlagen. Die Gebühren sind auf volle DM aufzurunden.
2305 Nr. 79 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 30. Dezember 1980 Lfd. Nr. 2 II. Zeitkarten Gebühren- entfernung km Monats- karten DM Wochen- karten DM Schüler- monatskarten DM Schüler- wochenkarten DM 1- 4 5- 6 7- 8 9- 10 11- 12 30,- 34,- 42,- 51,- 55,- 8- ' 9,- 12,- 14,50 15,50 22,- 25,- 32,- 39,- 42,- 6,50 7,- 9,- 11,- 12,- 13- 15- 17- 19- 21- 14 16 18 20 23 61,- 65,- 69,- 73,- 79,- 17,50 18,50 19,50 20,50 22,50 46,- 49,- 52,- 56,- 60,- 13,- 14,- 14,50 15,50 17,- 24- 27- 30- 33- 36- 26 29 32 35 38 84,- 91,- 98,- 106,- 112,- 24,- 25,50 28,- 30,- 31,50 63,- 69,- 75,- 81,- 84,- 18,- 19,50 21,- 23,- 24,- 39- 42- 45- 48- 51- 41 44 47 50 54 119,- 125,- 130,- 137,- 152,- 34,- 35,50 37,- 39,- 43,- 91,- 94,- 98,- 104,- 115,- 25,50 26,50 28,- 29,50 32,50 55- 59- 63- 67- 71- 58 62 66 70 74 160,- 168,- 175,- 181,- 186,- 45,50 47,50 50,- 51,50 53,- 122,- 127,- 133,- 137,- 140,- 34,50 36,- 37,50 39,- 40,- 75- 79- 83- 87- 91- 78 82 86 90 95 192,- 199,- 202,- 206,- 212,- 54,50 56,50 57,50 58,50 60,- 145,- 150,- 152,- 156,- 160,- 41,- 42,50 43,- 44,50 45,50 96-100 101-105 106-110 111-115 116-120 215,- 227,- 238,- 248,- 260,- 61,50 64,50 68,- 70,50 74,- 161,- 171,- 179,- 186,- 196,- 46,- 48,50 51,- 53,- 56,- 121-125 126-130 131-135 136-140 141-145 271,- 283,- 292,- 304,- 315,- 77,50 80,50 83,50 86,50 90,- 204,- 214,- 219,- 229,- 237,- 58,- 61,- 62,50 65,- 67,50 146--150 325,- 92,50 245,- 69,50 l Für Entfernungen über 150 km ist für Je angefangene weitere 5 km der nachstehende Betrag dem Preis für 150 km zuzuschlagen: Monatskarten Wochenkarten 11,- DM 3,-DM Schülermonatskarten Schülerwochenkarten 8,-DM 2,50 DM
2306 Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1980, Teil Lfd. Nr. Gegenstand Gebühr DM Pf 1 Höhe der Ermäßigung III. Gebührenermäßigung 50 3 Kinderermäßigung .................. . V. H. bis 50 v. H. 4 Gruppenermäßigung ................ . Mindestfahrgebühr 5 (aufgehoben) IV. Gebühren für die Sachbeförderung 6 Reisegepäck je a) b) c) Stück bis 50 km Gebührenentfernung über 50 km Gebührenentfernung .. Fahrräder ....................... . 1 2 3 50 7 Kraftpostgut je a) b) c) Stück bis 10 kg Gewicht .............. . bis 20 kg Gewicht .............. . bis 50 kg Gewicht ............... . 3 5 8 8 Behandlungsgebühr für durchgehende Beförderung des Reisegepäcks je Stück ........................... . 2 9 Milchkannen als Kraftpostgut zwischen Erzeuger und Molkerei je Kanne .......................... . 3 50 10 Hunde ............................. . von der Gebühr des Regelfahrscheins V. Gebührenerstattung 11 Erstattungsgebühr je Erstattungsantrag 10 v. H. des erstattungsfähigen Betra- ges, mindestens ........................ . höchstens ......................... . 50 3 V. H.
Nr. 79 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 30. Dezember 1980 2307 Vierte ADNR-Änderungsverordnung Vom 19. Dezember 1980 Auf Grund des§ 8 Nr. 1 und 2 der Verordnung zur Ein- führung der Verordnung über die Beförderung gefährli- cher Güter auf dem Rhein (ADNR) und über die Ausdeh- nung dieser Verordnung auf die übrigen Bundeswasser- straßen in der Fassung der Bekanntmachung vom 30. Juni 1977 (BGBI. 1 S. 1119) wird mit Zustimmung des Bundesrates und auf Grund des § 36 Abs. 3 des Gesetzes über Ord- nungswidrigkeiten in der Fassung der Bekanntmachung vom 2. Januar 1975 (BGBI. 1 S. 80, 520) wird verordnet: Artikel 1 Änderung der ADNR-Einführungsverordnung Die ADNR-Einführungsverordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 30. Juni 1977 (BGBI. 1S. 1119); zuletzt geändert durch die Verordnung vom 18. Juli 1979 (BGBI. 1 S. 1119), wird wie folgt geändert: b) Randnummer 21 414 Abs. 1 und die Absatzbe- zeichnung vor Absatz 2 werden gestrichen. c) In die Randnummer 131 200 Abs. 3 Buchstabe a wird zwischen dem zweiten und dritten Anstrich folgender Anstrich eingefügt: ,,- Landstege und Außenbordtreppen;". d) In der Randnummer 131 211 Abs. 1 Buchstabe a Satz 1 werden nach dem Wort „Einhüllenbauwei- se" die Worte ,,(d. h. Tankwand gleich Außenhaut des Schiffes)" eingefügt, der Klammerzusatz nach dem Wort „Doppelhüllenbauweise" durch den Klammerzusatz ,,(d. h. mit Doppelboden und Wallgängen)" und die Überschrift über der letzten Spalte der Tabelle durch die Überschrift „Schiffen ohne Mittellängsschott mit vom Schiffskörper un- abhängigen Tanks bei Nachweis ausreichender Stabilität einschließlich Leckstabilität" ersetzt. e) Der Randnummer 151 211 wird folgender Ab- satz 3 angefügt: ,,(3) Auf Schiffen zur Beförderung von nicht brennbaren ätzenden Stoffen, deren Beförderung im Tankschiff in Randnummer 151 121 ausdrück- lich zugelassen ist, dürfen abweichend von Ab- satz 2 an Stelle der vorgeschriebenen Kofferdäm- me zugängliche Leerräume (Trockenräume) an- geordnet sein. Die Trennung der Tanks von den unter Deck gelegenen Wohn- und Betriebsräu- men - oder wenn solche fehlen, von den Schiffs- enden - kann auch durch sonst nicht weiter ge- nutzte Leerräume (Vorpiek, Achterpiek) erfüllt werden, wenn die nach der Rheinschiffs-Untersu- chungsordnung vorgeschriebene Schottstellung eingehalten wird." 1. Der bisherige Wortlaut des § 7 wird § 7 Abs. 1. 2. Dem § 7 wird folgender Absatz 2 angefügt: ,,(2) Die Zuständigkeit des Bundesministers für Verkehr für die Verfolgung und Ahndung von Ord- nungswidrigkeiten wird auf die Wasser- und Schiff- fahrtsdirektionen übertragen." · 3. In § 9 Nr. 1 wird in der Tabelle zu Nummer 3 in der letzten Spalte nach dem Datum „31. März 1981" fol- gender Wortlaut eingefügt: ,,Für den Einbau des Niveau-Warngeräts nach Rand- nummer 131 221 (1) (c) läuft die Übergangsfrist am 31. Dezember 1981 ab, sofern die Schiffsuntersu- chungskommission dies im Einzelfall zuläßt oder das Zulassungszeugnis noch im Jahre 1981 abläuft." 4. Die Anlage B zur Anlage - Verordnung über die Be- förderung gefährlicher Güter auf dem Rhein - wird wie folgt geändert: Artikel 2 Berlin-Klausel Diese Verordnung gilt nach§ 14 des Dritten Überlei- tungsgesetzes in Verbindung mit § 14 Abs. 2 des Ge- setzes über die Beförderung gefährlicher Güter auch im Land Berlin. a) Der Randnummer 10 375 wird folgender Satz 2 angefügt: ,,Dies gilt nicht für die Verwendung von Stahl- trossen". Artikel 3 Inkrafttreten Diese Verordnung tritt am 1. Januar 1981 in Kraft Bonn, den 19. Dezember 1980 Der Bundesminister für Verkehr Hauff
2308 Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1980, Teil 1 Dritte Verordnung zur Änderung der RV-Beitragsentrichtungsverordnung Vom 19. Dezember 1980 wird mit Zustimmung des Bundesrates verordnet: Auf Grund des § 1387 Abs. 2 der Reichsversicherungsordnung in der im Bundesgesetzblatt Teil III, Gliederungsnummer 820-1, veröffentlichten bereinigten Fassung, der zuletzt durch § 15 Nr. 2 Buchstabe b des Gesetzes vom 28. April 1975 (BGBI. 1 S. 1018) geändert worden ist, § 114 Abs. 2 des Angestelltenversicherungsgesetzes in der im Bundesgesetzblatt Teil III, Gliederungsnummer 821-1, veröffentlichten bereinigten Fassung, der zuletzt durch § 16 Nr. 1 des Gesetzes vom 28. April 1975 (BGBI. 1 S. 1018) geändert worden ist, und § 4 Abs. 1 des Handwerkerversicherungsgesetzes in der im Bundesgesetzblatt Teil III, Gliederungsnummer 8250-1, veröffentlichten bereinigten Fassung, der zu- letzt durch § 22 des Gesetzes vom 3. Juni 1976 (BGBI. 1 S. 1373) geändert worden ist, Artikel 1 In § 11 Abs. 3 der RV-Beitragsentrichtungsverord- nung vom 21. Juni 1976 (BGBI. I S. 1667, 3616), die zu- letzt durch Verordnung vom 13. November 1978 (BGBI. I S. 1761) geändert worden ist, werden die Worte „bis zum 31. Dezember 1978" gestrichen. Artikel 2 Diese Verordnung gilt nach § 14 des Dritten Überlei- tungsgesetzes in Verbindung mit Artikel 5 § 2 des Drit- ten Rentenversicherungs-Änderungsgesetzes auch im Land Berlin. Artikel 3 Diese Verordnung tritt mit Wirkung vom 1. Januar 1977 in Kraft. Bonn,den 19.Dezember1980 Der Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung Ehrenberg Vierte Verordnung zur Änderung der Kosmetik-Verordnung Vom 19. Dezember 1980 Auf Grund des § 25 Abs. 2 in Verbindung mit § 25 vom 18. Juli 1980 (BGBI. 1 S. 1019), wird wie folgt ge- Abs. 1 des Lebensmittel- und Bedarfsgegenständege- ändert: setzes vom 15. August 197 4 (BGBI. 1 S. 1945, 1946), In § 2 Abs. 1 Satz 4 und in § 3 Abs. 6 wird jeweils das der durch Artikel 6 Nr. 3 des Gesetzes vom 24. August Datum „31. Dezember 1980" durch das Datum 1976 (BGBI. 1 S. 2445) geändert worden ist, sowie des ,,31 . Dezember 1981 " ersetzt. § 26 Abs. 1 Nr. 3 in Verbindung mit§ 32 Abs. 1 Nr. 1, 2, 4, 5, 8 und 9 Buchstaben a und b und des § 29 Nr. 1 des Artikel 2 Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetzes wird Diese Verordnung gilt nach § 14 des Dritten Überlei- im Einvernehmen mit dem Bundesminister für Wirtschaft tungsgesetzes in Verbindung mit Artikel 11 des Geset- mit Zustimmung des Bundesrates verordnet: zes zur Gesamtreform des Lebensmittelrechts vom 15. August 197 4 (BGBI. 1S. 1945) auch im Land Berlin. Artikel 1 Artikel 3 Die Kosmetik-Verordnung vom 16. Dezember 1977 Diese Verordnung tritt am 1. Januar 1981 in Kraft. (BGBI. I S. 2589), zuletzt geändert durch die Verordnung Bonn, den 19. Dezember 1980 Der Bundesminister für Jugend, Familie und Gesundheit Antje Huber
Nr. 79 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 30. Dezember 1980 2309 Verordnung zur Änderung der Lohnsteuer-Durchführungsverordnung Vom 19. Dezember 1980 Auf Grund des§ 41 Abs. 1 des Einkommensteuerge- setzes 1979 in der Fassung der Bekanntmachung vom 21. Juni 1979 (BGBI. 1 S. 721) verordnet die Bundes- regierung mit Zustimmung des Bundesrates: Artikel 1 Änderung der Lohnsteuer-Durchführungsverordnung Die Lohnsteuer-Durchführungsverordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 21. Februar 1978 (BGBI. 1 S. 307), geändert durch die Verordnung vom 21. Dezember 1979 (BGBI. 1 S. 2348), wird wie folgt geändert: 1. § 7 wird wie folgt geändert: a) In Absatz 2 Nr. 3 wird die Zahl „600" durch die Zahl „ 1 200'' ersetzt. Artikel 2 Berlin-Klausel Diese Verordnung gilt nach § 14 des Dritten Überlei- tungsgesetzes in Verbindung mit Artikel 10 des Steuer- änderungsgesetzes 1966 vom 23. Dezember 1966 (BGBI. 1 S. 702) auch im Land Berlin. Artikel 3 Inkrafttreten Diese Verordnung tritt am Tage nach der Verkündung in Kraft. Bonn, den 19. Dezember 1980 b) In Absatz 4 wird die Zahl „420" durch die Zahl „540", die Zahl „98" durch die Zahl „126" und die Zahl „ 14" durch die Zahl „18" ersetzt. Der Bundeskanzler Schmidt 2 . In § 8 wird die Jahreszahl „ 1979" jeweils durch die Jahreszahl „ 1980'' ersetzt. Der Bundesminister der F'inanzen Hans Matthöfer Bekanntmachung der Neufassung der Lohnsteuer-Durchführungsverordnung Vom 19. Dezember 1980 Auf Grund des § 51 Abs. 4 Nr. 2 des Einkommen- steuergesetzes 1979 in der Fassung der Bekanntma- chung vom 21. Juni 1979 (BGBI. 1S. 721 ), zuletzt geän- dert durch Artikel 1 des Gesetzes zur Änderung des Ein- kommensteuergesetzes, des Körperschaftsteuerge- setzes und anderer Gesetze vom 20. August 1980 (BGBI. 1 S. 1545), wird nachstehend der Wortlaut der Lohnsteuer-Durchführungsverordnung in der jetzt gel- tenden Fassung bekanntgemacht. Die Neufassung be- rücksichtigt: 1. die Fassung der Bekanntmachung vom 21. Februar 1978 (BGBI. 1 S. 307), 2. die am 29. Dezember 1979 in Kraft getretene Ände- rungsverordnung vom 21. Dezember 1979 (BGBI. 1 s. 2348), 3. die am 31. Dezember 1980 in Kraft tretende Ände- rungsverordnung vom 19. Dezember 1980 (BGBI. 1 S. 2309). Die Rechtsvorschriften wurden erlassen auf Grund zu 1. des§ 51 Abs. 4 Nr. 2 des Einkommensteuergeset- zes 1979 in der Fassung der Bekanntmachung vom 21. Juni 1979 (BGBI. 1 S. 721 ), zu 2. des§ 3 Nr. 52 in Verbindung mit§ 51 Abs. 1 Nr. 3 und auf Grund des§ 51 Abs. 1 Nr. 1 des Einkom- mensteuergesetzes 1979 in der Fassung der Be- kanntmachung vom 21. Juni 1979 (BGBI. I S. 721) und zu 3. des § 41 Abs. 1 des Einkommensteuergesetzes 1979 in der Fassung der Bekanntmachung vom 21. Juni 1979 (BGBI. 1 S. 721 ). Bonn,den 19.Dezember1980 Der Bundesminister der Finanzen Hans Matthöfer
2310 Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1980, Teil 1 Lohnsteuer-Durchführungsverordnung (LStDV 1981) § 1 Arbeitnehmer, Arbeitgeber ( 1) Arbeitnehmer sind Personen, die in öffentlichem oder privatem Dienst angestellt oder beschäftigt sind oder waren und die aus diesem Dienstverhältnis oder ei- nem früheren Dienstverhältnis Arbeitslohn beziehen. Ar- beitnehmer sind auch die Rechtsnachfolger dieser Per- sonen, soweit sie Arbeitslohn aus dem früheren Dienst- verhältnis ihres Rechtsvorgängers beziehen. (2) Ein Dienstverhältnis (Absatz 1) liegt vor, wenn der Angestellte (Beschäftigte) dem Arbeitgeber (öffentliche Körperschaft, Unternehmer, Haushaltsvorstand) seine Arbeitskraft schuldet. Dies ist der Fall, wenn die tätige Person in der Betätigung ihres geschäftlichen Willens unter der Leitung des Arbeitgebers steht oder im ge- schäftlichen Organismus des Arbeitgebers dessen Weisungen zu folgen verpflichtet ist. (3) Arbeitnehmer ist (licht, wer Lieferungen und son- stige Leistungen innerhalb der von ihm selbständig aus- geübten gewerblichen oder beruflichen Tätigkeit im In- land gegen Entgelt ausführt, soweit es sich um die Ent- gelte für diese Lieferungen und sonstigen Leistungen handelt. §2 Arbeitslohn (1) Arbeitslohn sind alle Einnahmen, die dem Arbeit- nehmer aus dem Dienstverhältnis oder einem früheren Dienstverhältnis zufließen. Einnahmen sind alle Güter, die in Geld oder Geldeswert bestehen. Es ist gleichgül- tig, ob es sich um einmalige oder laufende Einnahmen handelt, ob ein Rechtsanspruch auf sie besteht und un- ter welcher Bezeichung oder in welcher Form sie ge- währt werden. (2) Zum Arbeitslohn gehören 1. Gehälter, Löhne, Provisionen, Gratifikationen, Tantie- men und andere Bezüge und Vorteile aus einem Dienstverhältnis; 2. Wartegelder, Ruhegelder, Witwen- und Waisengel- der und andere Bezüge und Vorteile für eine frühere Dienstleistung, gleichgültig, ob sie dem zunächst Be- zugsberechtigten oder seinem Rechtsnachfolger zu- fließen. Bezüge, die ganz oder teilweise auf früheren Beitragsleistungen des Bezugsberechtigten oder seines Rechtsvorgängers beruhen, gehören nicht zum Arbeitslohn. (3) Zum Arbeitslohn gehören auch 1. unbeschadet der Vorschriften des § 3 Nr. 9 und 10 des Einkommensteuergesetzes Entschädigungen, die dem Arbeitnehmer oder seinem Rechtsnachfol- ger als Ersatz für entgangenen oder entgehenden Ar- beitslohn oder für die Aufgabe oder Nichtausübung einer Tätigkeit gewährt werden; 2. Ausgaben, die ein Arbeitgeber leistet, um einen Ar- beitnehmer oder diesem nahestehende Personen für den Fall der Krankheit, des Unfalls, der Invalidität, des Alters oder des Todes sicherzustellen (Zukunft- sicherung}, auch wenn auf die Leistungen aus der Zukunftsicherung kein Rechtsanspruch besteht. Voraussetzung ist, daß der Arbeitnehmer der Zu- kunftsicherung ausdrücklich oder stillschweigend zustimmt. Diese Ausgaben gehören nur insoweit zum Arbeitslohn, als sie im Kalenderjahr insgesamt 312 Deutsche Mark übersteigen. Übernimmt der Arbeit- geber Ausgaben, die der Arbeitnehmer auf Grund einer eigenen gesetzlichen Verpflichtung zu leisten hat, so gehören diese Ausgaben in voller Höhe zum Arbeitslohn. Ist bei Zukunftsicherung für mehrere Ar- beitnehmer oder diesen nahestehende Personen (Sammelversicherung, Pauschalvetsicherung) der für den einzelnen Arbeitnehmer geleistete Teil der Ausgaben nicht in anderer Weise zu ermitteln, so sind die Ausgaben nach der Zahl der gesicherten Ar- beitnehmer auf diese aufzuteilen. Ausgaben für die Zukunftsicherung, die nur dazu dienen, dem Arbeit- geber die Mittel zur Leistung einer dem Arbeitnehmer zugesagten Versorgung zu verschaffen (Rück- deckung des Arbeitgebers}, gehören nicht zum Ar- beitslohn; 3. besondere Zuwendungen, die auf Grund des Dienst- verhältnisses oder eines früheren Dienstverhält~ nisses gewährt werder}, z. 8. Zuschüsse im Krank- heitsfall; 4. besondere Entlohnungen für Dienste, die über die re- gelmäßige Arbeitszeit hinaus geleistet werden, z. B. Entlohnung für Überstunden, Überschichten, Sonn- tagsarbeit. Die Vorschriften des § 3 b des Einkom- mensteuergesetzes bleiben unberührt; 5. Lohnzuschläge, die wegen der Besonderheit der Ar- beit gewährt werden; 6. Entschädigungen für Nebenämter und Nebenbe- schäftigungen im Rahmen eines Dienstverhältnis- ses. §3 Sachbezüge (1) Zu den Gütern, die in Geldeswert bestehen, gehört insbesondere der Bezug von freier Kleidung, freier Woh- nung, Heizung, Beleuchtung, Kost, Deputaten und son- stigen Sachbezügen, die aus einem Dienstverhältnis gewährt werden. Für die Bewertung der Sachbezüge sind die üblichen Mittelpreise des Verbrauchsorts maß- gebend. (2) Die für die Finanzverwaltung zuständigen ober- sten Landesbehörden können den Wert von bestimmten Sachbezügen unter Berücksichtigung von Durch- schnittswerten festsetzen und bekanntgeben, soweit nicht § 8 Abs. 2 Satz 2 des Einkommensteuergesetzes
Nr. 79 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 30. Dezember 1980 anzuwenden ist. Sie können die Festsetzung und Be- kanntgabe den Oberfinanzdirektionen übertragen. §4 Jubiläumsgeschenke (1) Zum steuerpflichtigen Ar:beitslohn gehören nicht Jubiläumsgeschenke des Arbeitgebers an Arbeitneh- mer, die bei ihm in einem gegenwärtigen Dienstverhält- nis stehen, anläßlich eines Arbeitnehmerjubiläums, so- weit sie die folgenden Beträge nicht übersteigen: 2311 Als Reisetag ist jeweils der einzelne Kalendertag anzu- sehen. Bei mehreren Dienstreisen an einem Kaiender- tag ist jede Reise für sich zu berechnen, es wird jedoch insgesamt höchstens der volle Höchstbetrag aner- kannt. (3) Bei Auslandsdienstreisen, die keinen vollen Ka- lendertag beanspruchen, gilt der für das Land des Ge- schäftsortes, bei mehreren Geschäftsorten der für das Land des letzten Geschäftsortes maßgebende Höchst- betrag. 2. bei einem 25jährigen Arbeitnehmerjubiläum 1 200 Deutsche Mark, (4) Bei einer mehrtägigen Auslandsdienstreise dürfen die Mehraufwendungen für Verpflegung für den Tag des Antritts und den Tag der Rückkehr höchstens bis zur Höhe folgender Teilbeträge des in Betracht kommenden Höchstbetrages anerkannt werden: . 3. bei einem 40-, 50- oder 60jährigen Arbeitnehmerjubi- läum 2 400 Deutsche Mark. 1. für den Tag des Antritts der Auslandsdienstreise, wenn sie angetreten wird 1. bei einem 10jährigen Arbeitnehmerjubiläum 600 Deutsche Mark, Die Steuerfreiheit tritt auch dann ein, wenn das Jubi- läumsgeschenk innerhalb eines Zeitraums von 5 Jahren vor dem jeweiligen Jubiläum gegeben wird. Voraussetzung für die Steuerfreiheit ist, daß der Arbeit- geber bei der Berechnung der maßgebenden Dienstzei- ten für alle Arbeitnehmer und bei allen Jubiläen eines Ar- beitnehmers nach einheitlichen Grundsätzen verfährt. (2) Zum steuerpflichtigen Arbeitslohn gehören nicht Jubiläumsgeschenke des Arbeitgebers an seine Arbeit- nehmer anläßlich seines Geschäftsjubiläums, soweit sie bei dem einzelnen Arbeitnehmer 1 200 Deutsche Mark nicht übersteigen und gegeben werden, weil das Geschäft 25 Jahre oder ein Mehrfaches von 25 Jahren besteht. Voraussetzung für die Steuerfreiheit ist, daß der Arbeitgeber bei der Berechnung der maßgebenden Zeiträume bei allen Geschäftsjubiläen nach einheitli- chen Grundsätzen verfährt. §5 Höchstbeträge für Verpflegungsmehraufwendungen bei Dienstreisen und Dienstgängen in den Fällen des Einzelnachweises (1) Mehraufwendungen für Verpflegung bei Dienstrei- sen dürfen als Werbungskosten nur bis zu den folgen- den Höchstbeträgen anerkannt werden: 51,o, 3/10; 2. für den Tag der Rückkehr, wenn die Auslandsdienst- reise beendet wird nach nach nach bis 7 12 Uhr 10 Uhr, aber bis 12 Uhr 7 Uhr, aber bis 10 Uhr Uhr 10/10, 8/10, 5/10, 3/10. (5) Die bei einer Auslandsdienstreise für den Tag des Grenzübergangs in Betracht kommenden Höchstbeträ- ge und die Ländergruppeneinteilung richten sich nach den entsprechenden Vorschriften der Auslandsreiseko- stenverordnung des Bundes. (6) Mehraufwendungen für Verpflegung bei einem Dienstgang dürfen als Werbungskosten nur bis zum Höchstbetrag v9n 16 Deutsche Mark anerkannt werden. (7) Mehraufwendungen für Verpflegung sind die tat- sächlichen Aufwendungen für Verpflegung nach Abzug einer Haushaltsersparnis von einem Fünftel dieser Auf- wendungen, höchstens sechs Deutsche Mark täglich. Mehraufwendungen für Verpflegung aus Anlaß einer doppelten Haushaltsführung dürfen als Werbungsko- sten nur bis zu den folgenden Höchstbeträgen aner- kannt werden: (2) Die Höchstbeträge des Absatzes 1 gelten für einen vollen Reisetag bei einer ununterbrochenen Ab- wesenheit von mehr als 12 Stunden. Die Höchstbeträge ermäßigen sich für jeden Reisetag, an dem die Abwe- senheit nicht mehr als 7 Stunden gedauert hat 8/10, Höchstbeträge für Verpflegungsmehraufwendungen bei doppelter Haushaltsführung in den Fällen des Einzelnachweises 2. bei Auslandsdienstreisen in ein Land der Ländergruppe I bis zu 64 Deutsche Mark, der Ländergruppe II, bis zu 84 Deutsche Mark, der Ländergruppe III bis zu 103 Deutsche Mark, der Ländergruppe IV bis zu 1 24 Deutsche Mark. nicht mehr als 10 Stunden, aber mehr als 7 Stunden gedauert hat, 10110, §6 1. bei Dienstreisen im Inland bis zu 54 Deutsche Mark, nicht mehr als 1 2 Stunden, aber mehr als 10 Stunden gedauert hat, vor 12 Uhr ab 12 Uhr, aber vor 14 Uhr ab 1 4 Uhr, aber vor 17 Uhr ab 17, Uhr auf 8/10, auf 5/io, auf 31, o. 1. bei einem Beschäftigungsort im Inland für die ersten zwei Wochen seit Beginn der Tätigkeit am Beschäf- tigungsort bis zu 54 Deutsche Mark und für die Fol- gezeit bis zu 19 Deutsche Mark täglich, 2. bei einem Beschäftigungsort im Ausland für die er- sten zwei Wochen seit Beginn der Tätigkeit am Be- schäftigungsort bis zu den in § 5 Abs. 1 Nr. 2 bezeich- neten Beträgen und für die Folgezeit bis zu 40 vom Hundert dieser Beträge täglich. § 5 Abs. 7 ist anzuwenden.
2312 Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1980, Teil 1 §7 Lohnkonto ( 1 ) Der Arbeitgeber hat in dem Lohnkonto das Folgen- de anzugeben: 1. den Vornamen und Familiennamen, den Geburtstag, den Wohnsitz, die Wohnung, die Steuerklasse sowie die auf der Lohnsteuerkarte oder einer entsprechen- den Bescheinigung eingetragene Zahl der Kinder, das Religionsbekenntnis, die Gemeinde, die die Lohnsteuerkarte ausgestellt hat, und das Finanzamt, in dessen Bezirk die Lohnsteuerkarte ausgestellt worden ist. Ändern sich im laufe des Jahres die Steuerklasse oder die auf der Lohnsteuerkarte oder einer entsprechenden Bescheinigung eingetragene Zahl der Kinder, ist auch der Zeitpunkt, von dem an die Änderung gilt, anzugeben; 2. den steuerfreien Jahresbetrag und den Monatsbe- trag, Wochenbetrag oder Tagesbetrag, der auf der Lohnsteuerkarte oder einer entsprechenden Be- scheinigung eingetragen ist, und den Zeitraum, für den die Eintragung gilt; 3. bei einem Arbeitnehmer, der dem Arbeitgeber eine Bescheinigung nach§ 39 b Abs. 6 des Einkommen- steuergesetzes vorgelegt hat, einen Hinweis darauf, daß eine Bescheinigung vorliegt, den Zeitraum, für den die Lohnsteuerbefreiung gilt, das Finanzamt, das die Bescheinigung ausgestellt hat, und den Tag der Ausstellung. (2) Der Arbeitgeber hat in dem Lohnkonto bei jeder Lohnabrechnung über den laufenden Arbeitslohn und über sonstige Bezüge das Folgende einzutragen: 1. den Tag der Lohnzahlung und den Lohnzahlungszeit- raum; 2. den Arbeitslohn ohne jeden Abzug und ohne Kürzung um den Arbeitnehmer-Freibetrag, den Weihnachts- Freibetrag und um den Altersentlastungsbetrag, ge- trennt nach Barlohn und Sachbezügen, und die da- von einbehaltene Lohnsteuer; Versorgungsbezüge sind als solche kenntlich zu machen und ohne Kür- zung um den nach § 19 Abs. 2 des Einkommen- steuergesetzes steuerfreien Betrag einzutragen. Trägt der Arbeitgeber im Falle der Nettolohnzahlung die auf den Arbeitslohn entfallende Steuer selbst, ist in jedem Fall der Bruttoarbeitslohn einzutragen. Die nach den Nummern 3 bis 7 gesondert einzutragen- den Beträge sind nicht mitzuzählen; 3. die Bezüge, die nicht zum steuerpflichtigen Arbeits- lohn gehören (steuerfreie Bezüge) mit Ausnahme der Trinkgelder, wenn anzunehmen ist, daß die Trinkgel- der 1 200 Deutsche Mark im Kalenderjahr nicht über- steigen. Das Finanzamt der Betriebstätte kann zulas- sen, daß die in § 3 des Einkommensteuergesetzes bezeichneten steuerfreien Bezüge nicht angegeben werden, wenn es sich um Fälle von geringerer Be- deutung handelt oder wenn die Möglichkeit zur Nach- prüfung in anderer Weise sichergestellt ist; 4. sonstige Bezüge für Zeiträume, die zu mehreren Ka- lenderjahren gehören, und die davon einbehaltene Lohnsteuer; 5. die Vergütungen für Arbeitnehmererfindungen und die davon einbehaltene Lohnsteuer nach§ 3 der Ver- ordnung über die steuerliche Behandlung der Vergü- tungen für Arbeitnehmererfindungen; 6. Prämien für Verbesserungsvorschläge, soweit sie steuerfrei sind ( § 3 der Verordnung über die steuer- liche Behandlung von Prämien für Verbesserungs- vorschläge). Das Finanzamt der Betriebstätte kann auf Antrag Ausnahmen von der Eintragung der Prä- mien in die Lohnkonten der Arbeitnehmer zulassen, wenn die Möglichkeit zur Nachprüfung in anderer Weise sichergestellt ist; 7. Bezüge, die nach einem festen Pauschsteuersatz ( § 40 Abs. 2, § 40 a und §AO b des Einkommen- steuergesetzes) oder nach besonderen Pausch- steuersätzen (§ 40 Abs. 1 des Einkommensteuerge- setzes) besteuert worden sind, und die darauf entfal- lende Lohnsteuer. Lassen sich in Fällen des § 40 Abs. 1 Nr. 2 und Abs. 2 des Einkommensteuergeset- zes die auf den einzelnen Arbeitnehmer entfallenden Betrage nicht ohne weiteres ermitteln, so sind sie in einem Sammelkonto anzuschreiben. Das Sammel- konto muß die folgenden Angaben enthalten: Tag der Zahlung, Zahl der bedachten Arbeitnehmer, Summe der insgesamt gezahlten Bezüge, Höhe der Lohn- steuer sowie Hinweise auf die als Belege zum Sam- melkonto aufzubewahrenden Unterlagen (Zahlungs- nachweise, Bestätigung des Finanzamts über die Zu- lassung der Lohnsteuerpauschalierung). In den Fäl- len des § 40 a des Einkom.mensteuergesetzes ge- nügt es, wenn der Arbeitgeber Aufzeichnungen führt, aus denen sich für den einzelnen Arbeitnehmer Name und Anschrift, Dauer der Beschäftigung, Tag der Zah- lung, Höhe des Arbeitslohns und in den Fällen des § 40 a Abs. 2 des Einkommensteuergesetzes auch die Art der Beschäftigung ergeben. (3) Die Oberfinanzdirektionen können auf Antrag bei Arbeitgebern, die für die Lohnabrechnung ein maschi- nelles Verfahren anwenden, Ausnahmen von den Vor- schriften der Absätze 1 und 2 zulassen, wenn die Mög- lichkeit zur Nachprüfung in anderer Weise sichergestellt ist. (4) Ein Lohnkonto braucht nicht geführt zu werden, wenn der Arbeitslohn des Arbeitnehmers während des ganzen Kalenderjahres 540 Deutsche Mark monatlich (126 Deutsche Mark wöchentlich, 18 Deutsche Mark täglich) nicht übersteigt, es sei denn, daß trotzdem Lohnsteuer oder Kirchensteuer einzubehalten ist. §8 Anwendungszeitraum Die Vorschriften dieser Verordnung sind erstmals an- zuwenden auf den laufenden Arbeitslohn, der für einen nach dem 31. Dezember 1980 endenden Lohnzahlungs- zeitraum gezahlt wird und auf sonstige Bezüge, die nach dem 31. Dezember 1980 zufließen. §9 Berlin-Klausel Diese Verordnung gilt nach § 14 des Dritten Überlei- tungsgesetzes in Verbindung mit Artikel 1 0des Steuer- änderungsgesetzes 1 966 vom 23. Dezember 1 966 (BGBI. 1 S. 702) auch im Land Berlin.
Nr. 79 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 30. Dezember 1980 2313 Verordnung über die Zulassung von Nitrit und Nitrat zu Lebensmitteln Vom 19. Dezember 1980 Auf Grund des § 2 Abs. 3 Nr. 1, des § 9 Abs. 1 Nr. 3, 4 Buchstabe b, Nr. 5 und 6 und Abs. 3, des § 1 2 Abs. 1 Nr. 1, Abs. 2 Nr. 1 und Abs. 3, des § 16 Abs. 1 Satz 2 und des § 19 Nr. 1 und 3 des Lebensmittel- und Bedarfsge- genständegesetzes vom 15. August 197 4 (BGBI. 1 S. 1945, 1946) wird im Einvernehmen mit den Bundes- ministern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und für Wirtschaft, auf Grund des § 49 Abs.1 Satz 1 des Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetzes im Einvernehmen mit dem Bundesminister der Finanzen und auf Grund des Artikels 4 Abs. 1 Nr. 4 des Gesetzes zur Gesamtreform des Lebensmittelrechts vom 15. August 1974 (BGBI. 1S. 1945) mit Zustimmung des Bundesrates verordnet: schung gewährleisten, und nur in solchen Räumen hergestellt werden, die ausschließlich diesem Zweck dienen. Das für die Herstellung von Nitritpökelsalz besfimmte Natriumnitrit darf nur in einem besonde- ren, trockenen, verschlossen zu haltenden Raum aufbewahrt oder gelagert werden. (4) Auf den Packungen, Behältnissen oder sonsti- gen Umhüllungen, in denen Nitritpökelsalz in den Verkehr gebracht wird, ist zusätzlich zu den nach § 3 Abs. 2 vorgeschriebenen Angaben in Verbindung mit der nach § 3 Abs. 2 Nr. 2 Buchstabe a vorgeschrie- benen Bezeichnung der Hinweis ,Trocken aufbewah- ren!' anzubringen. Außerdem müssen sie mit zwei umlaufenden bandförmigen Streifen von roter Farbe versehen sein, deren Breite bei Packungen, Behält- nissen oder sonstigen Umhüllungen bis zu 50 cm Hö- he mindestens 2 cm und bei einer darüber hinausge- henden Höhe mindestens 5 cm betragen muß. Artikel" 1 Die Zusatzstoffverkehrsverordnung vom 20. Dezem- ber 1977 (BGBI. 1S. 2653), geändert durch die Verord- nung vom 30. April 1980 (BGBI. 1S. 501 ), wird wie folgt geändert: § 4c ( 1 ) Wer Nitritpökelsalz herstellen will, bedarf hierzu der Genehmigung der zuständigen Behörde. Die Ge- nehmigung darf nur erteilt werden, wenn 1. der Antragsteller zuverlässig ist, 1 . In § 3 Abs. 2 Nr. 2 Buchstabe c werden im letzten Halbsatz die Worte „Natriumnitrat oder" gestrichen. 2. der Antragsteller über die erforderlichen Einrich- tungen verfügt. 2. Folgende§§ 4 a bis 4 d werden eingefügt: (2) Die Erteilung der Genehmigung ist mit der Auf- lage zu verbinden, daß der Antragsteller ,,§ 4a (1) Natriumnitrit wird als Zusatzstoff zur Herstel- lung von Nitritpökelsalz nach Maßgabe der Anlage 2 Liste 8 zugelassen. Natriumnitrit darf nicht in Betrie- be verbracht werden, in denen Lebensmittel, ausge- nommen Speisesalz, hergestellt werden. (2) Auf den Packungen, Behältnissen oder sonsti- gen Umhüllungen, in denen Natriumnitrit in den Ver- kehr gebracht wird, sind zusätzlich zu den nach § 3 Abs. 2 vorgeschriebenen Angaben die Hinweise ,nur zur Herstellung von Nitritpökelsalz' und ,Vorsicht! Trocken aufbewahren!' anzubringen. §4b ( 1) Nitritpökelsalz wird den Zusatzstoffen gleich- gestellt. (2) Nitritpökelsalz darf nur als ein gleichmäßiges Gemisch von Speisesalz und Natriumnitrit nach Maß- gabe der Anlage 2 Liste 8 hergestellt und in den Ver- kehr gebracht werden. Es darf nicht mit anderen Zu- satzstoffen, ausgenommen zulässigen Zusatzstoffen zur Erhaltung der Rieselfähigkeit von Speisesalz, vermischt oder so vermischt in den Verkehr gebracht werden. (3) Nitritpökelsalz darf nur unter Verwendung von Mischmaschinen, die eine gleichmäßige Durchmi- 1 . jede Charge mit einer laufenden Nummer versieht und diese Nummer auf den Packungen, Behältnis- sen oder sonstigen Umhüllungen, in denen Nitrit- pökelsalz in den Verkehr gebracht wird, anbringt, 2. jede Charge daraufhin überprüft oder überprüfen läßt, ob das hergestellte Nitritpökelsalz den Anfor- derungen in § 4 b Abs. 2 Satz 1 entspricht, 3. Aufzeichnungen über die Ergebnisse der Kontroll- untersuchungen nach Nummer 2 macht und diese Aufzeichnungen mindestens zwei Jahre lang auf- bewahrt. §4d Nitritpökelsalz darf in den Geltungsbereich dieser Verordnung nur verbracht werden, wenn die Sen- dung im Zeitpunkt der zollamtlichen Abfertigung zum freien Verkehr, zur Zollgutlagerung in einem offenen Zollager, zum aktiven Veredlungsverkehr, zum Um- wandlungsverkehr oder zur Zollgutverwendung von einer amtlichen Bescheinigung nach Muster der An- lage 3 begleitet wird. Als Sendung gilt die Warenmen- ge, auf die sich die amtliche Bescheinigung bezieht. Die Bescheinigung muß in dreifacher Ausfertigung von der zuständigen Behörde des Herkunftslandes ausgestellt und in deutscher Sprache abgefaßt sein; die Urschrift wie auch die Mehrausfertigungen sind als solche zu kennzeichnen. Eine Mehrausfertigung der Bescheinigung ist von der Zolldienststelle auf
2314 Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1980, Teil 1 Kosten des Verfügungsberechtigten der für den Ort der Zollabfertigung zuständigen Stelle der amtlichen Lebensmittelüberwachung zuzuleiten.'' 2. Anlage 1 Nr. 1 erhält die aus Anlage 3 zu dieser Ver- ordnung ersichtliche Fassung. Artikel 3 3. In § 5 erhalten die Absätze 1 und 2 folgende Fassung: ,,(1) Nach § 51 Abs. 1 Nr. 2, Abs. 2 bis 4 des Le- bensmittel- und Bedarfsgegenständegesetzes wird bestraft, wer vorsätzlich oder fahrlässig 1. entgegen § 4 Essigsäure (Essigessenz) an Letzt- In§ 6 Abs. 4 der Hackfleisch-Verordnung vom 10. Mai 1976 (BGBI. 1S. 1186), geändert durch die Verordnung vom 13. Juni 1977 (BGBI. 1 S. 84 7), werden im zweiten Satz das Wort „gepökeltes'' und das darauf folgende Komma gestrichen. verbraucher abgibt, Artikel 4 2. Nitritpökelsalz a) entgegen § 4 b Abs. 2 herstellt, vermischt oder in den Verkehr bringt oder b) entgegen § 4 b Abs. 3 Satz 1 herstellt oder 3. entgegen § 4 b Abs. 3 Satz 2 Natriumnitrit aufbe- wahrt oder lagert. (2) Nach § 52 Abs. 1 Nr. 2 des Lebensmittel- und Bedarfsgegenständegesetzes wird bestraft, wer 1. a) entgegen § 3 Abs. 2 Nr. 5 Stoffe, entgegen § 4 a Abs. 2 Natriumnitrit oder entgegen § 4 b Abs. 4 Satz 1 Nitritpökelsalz ohne die vorge- schriebenen Warnhinweise oder b) entgegen § 4 b Abs. 4 Satz 2 Nitritpökel- salz ohne die vorgeschriebene warnende Auf- machung gewerbsmäßig in den Verkehr bringt, 2. entgegen § 4 a Abs. 1 Satz 2 Natriumnitrit in einen dort bezeichneten Betrieb verbringt oder 3. Nitritpökelsalz ohne die Genehmigung nach § 4 c Abs. 1 Satz 1 herstellt." 4. In Anlage 2 Liste 8 erhalten die Angaben zu den Stof- fen „Nitrite" die aus der Anlage 1 zu dieser Verord- nung ersichtliche Fassung. In Anlage 1 der Diätverordnung in der Fassung der Be- kanntmachung vom 24. Oktober 1975 (BGBI. I S. 2687), zuletzt geändert durch die Verordnung vom 20. Dezember 1977. (BGBI. 1 S. 2793), wird in Liste A Teil I nach der Nummer 6 eine Nummer 7 mit dem sich aus Anlage 4 zu dieser Verordnung ergebenden Wort- laut angefügt. Artikel 5 Diese Verordnung gilt nach § 14 des Dritten Überlei- tungsgesetzes in Verbindung mit Artikel 11 des Geset- zes zur Gesamtreform des Lebensmittelrechts auch im Land Berlin. Artikel 6 (1) Diese Verordnung tritt am Tage nach der Verkün- dung in Kraft. Gleichzeitig treten das Nitritgesetz in der im Bundesgesetzblatt Teil III, Gliederungsnummer 2125-6, veröffentlichten bereinigten Fassung, zuletzt geändert durch Artikel 3 des Gesetzes vom 10. März 1975 (BGBI. I S. 685), und die auf Grund des Nitritgeset- zes ergangenen Durchführungsvorschriften außer Kraft. (2) Genehmigungen nach § 4 des Nitritgesetzes zur Herstellung von Nitritpökelsalz gelten fort, sofern sie nicht widerrufen werden. Die Fleisch-Verordnung in der Fassung der Bekannt- machung vom 4. Juli 1978 (BGBI. 1 S. 1003), geändert durch Artikel 2 der Verordnung vom 13. Dezember 1979 (BGBI. 1 S. 2328), wird wie folgt geändert: (3) Natriumnitrit und Nitritpökelsalz dürfen noch in- nerhalb von 3 Monaten nach Inkrafttreten dieser Verord- nung nach den bisher geltenden Vorschriften herge- stellt und in den Verkehr gebracht werden. So herge- stelltes Nitritpökelsalz darf noch innerhalb von 6 Mona- ten nach Inkrafttreten dieser Verordnung Fleisch und Fleischerzeugnissen nach den bisher geltenden Vor- schriften zugesetzt werden. Satz 1 und 2 gelten ent- sprechend für Natriumnitrat sowie für Vermischungen von Natriumnitrat oder Kaliumnitrat mit Gewürzen. 1. In § 1 Abs. 3 wird in Satz 1 der Punkt durch ein Semikolon ersetzt und folgender Satz angefügt: ,,dies gilt nicht für Nitritpökelsalz sowie für den Zu- satz von Kaliumnitrat (Salpeter) zu Gewürzen." (4) Lebensmittel, die vor Inkrafttreten dieser Verord- nung oder nach Maßgabe des Absatzes 3 hergestellt worden sind, dürfen nach den bisher geltenden Vor- schriften in den Verkehr gebracht werden. 5. Als neue Anlage 3 wird die Anlage 2 zu dieser Verord- nung angefügt. Artikel 2 Bonn, den 19. Dezember 1980 Der Bundesminister für Jugend, Familie und Gesundheit Antje Huber
Zusatzstoffe Lebens- mittel 1 2 Nummer Chemische Bezeichnung, Synonyme, sonstige Beschreibung Beschaffenheit 3 4 5 EWG- Reinheitsanforderungen Verunreinigungen, Nebenbestandteile z:-" --.J CO 6 1 Salze der Salpetrigen Säure Nitrite -i !l) CC Natriumnitrit E 250 wfr NaNO2, Salpetrigsaures Natrium A: weißes kristallines Pulver oder weiße bis gelbliche Stücke Q. Wasser: max 1% (im Vakuum über Schwefelsäure getrocknet) CD ., )> C Cl) CC !l) 0- ~ G: min 98% NaNO2, i. T., der Rest ist vorwiegend Natriumnitrat CD 0 ::J _::J Q. Nitritpökelsalz H: Homogene Mischung aus Speisesalz und Natrium- nitrit E 250 Mittel zur Erhaltung der Rieselfähigkeit dürfen gemäß Zusatzstoff- zulassungs-VO im Speisesalz enthalten sein A: trockene, gleichmäßige fein kristalline, weiße Mischung (0 Glühverlust max 1% (550° C) ::J (.,J 9 0 CD N G: NaNO2 min 4,0g/kg max 5,0g/kg CD 3 0- ~ CD CO 0 'N C: )> a:,;- ~ J> ..J, ::::, zii' „• caCD ~ .... 1\) w ..... c.n
2316 Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1980, Teil 1 Anlage 2 (zu Artikel 1 Nr. 5) Anlage 3 Amtliche Bescheinigung für das Verbringen von Nitritpökelsalz nach § 4 d der Zusatzstoffverkehrsverordnung Herkunftsland: Ausstellende Behörde: 1. Angaben zur Identifizierung der Ware Anzahl der Packstücke der Sendung: Menge der Ware nach Gewicht: Kennzeichnung der Sendung: II. Herkunft der Ware Name und Anschrift des, Herstellungsbetriebes: Name und Anschrift des Absenders: III. Bestimmung der Ware Name und Anschrift des Empfängers: Die Ware wird versandt von (Versandort) nach (Bestimmungsort) IV. Bescheinigung Die unterzeichnende Behörde bescheinigt, daß das vorstehend bezeichnete Nitritpökelsalz 1. ausschließlich aus einem gleichmäßigen Gemisch von Speisesalz mit höchstens 0,5 und mindestens 0,4 Hundertteilen Natriumnitrit besteht und keine anderen Lebensmittel oder Zusatzstoffe, ausgenommen zulässige Stoffe zur Erhaltung der Rieselfähigkeit von Speisesalz, enthält; 2. durch Untersuchung einer angemessenen Anzahl von Proben jeder Charge auf Einhaltung der in Nummer 1 geforderten Zusammensetzung geprüft ist. Ort und Datum Dienstsiegel zuständige Behörde
2317 Nr. 79 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 30. Dezember 1980 Anlage 3 (zu Artikel 2 Nr. 2) Nr. Stoff 2 EWG- Nummer 3 Nitritpökelsalz Verwendungszweck Verwendungsbedingungen 4 zum Pökeln von Fleisch und Fleischerzeugnissen, ausgenommen - Brühwursterzeugnisse, aus de- ren Bezeichnung hervorgeht, daß es sich um Bratwürste, Rostbratwürste oder Grillwürste handelt - Weißwürste sowie andere Brüh- wursterzeugnisse, aus deren Bezeichnung hervorgeht, daß es sich um weiße Ware handelt - Wollwurst, Geschwollene, Treuchtlinger, Schweinswürst- chen, Stockwurst, Lungenwurst, Gelbwurst, Hirnwurst, Milzwurst und Kalbskäse - Fleischklöße, Fleischklopse, Frikadellen, Bouletten, Fleisch- füllungen und ähnliche Erzeug- nisse aus zerkleinertem Fleisch Kaliumnitrat (Salpeter) E 252 Höchstmengen 5 Gesamtgehalt an Nitrit und Nitrat im Fertigerzeugnis (berechnet als NaN02 ): - Rohschinken, ausgenommen Nußschinken, Lachsschinken und andere nur aus einem Teil- stück bestehende Rohschinken, nicht mehr als 150 Milligramm auf ein Kilogramm Fleisch- und Fettmenge - andere Fleischerzeugnisse nicht mehr als 100 Milligramm auf ein Kilogramm Fleisch- und Fettmenge oder Fleischbrät Diese Höchstmengen gelten nicht für Fleischerzeugnisse, denen ne- ben Nitritpökelsalz Salpeter ge- mäß Buchstabe c zugesetzt wor- den ist a) zum Pökeln von Rohschinken ausgenommen Nußschinken, Lachsschinken und andere nur aus einem Teilstück bestehen- de Rohschinken. Die gleichzei- tige Verwendung von Nitrit- pökelsalz ist nicht zulässig a) Zusatzmenge: nicht mehr als 600 Milligramm auf ein Kilogramm Fleisch- und Fettmenge Gesamtgehalt an Nitrit und Nitrat im Fertigerzeugnis (berechnet als KNO3 ): nicht mehr als 600 Milligramm auf ein Kilogramm Fleisch- und -Fettmenge b) zum Pökeln von Rohwürsten, die vor dem Inverkehrbringen mindestens vier Wochen ge- reift worden sind. Die gleich- zeitige Verwendung von Nitrit- pökelsalz ist nicht zulässig b) Zusatzmenge: nicht mehr als 300 Milligramm auf ein Kilogramm Fleisch- und Fettmenge Gesamtgehalt an Nitrit und Nitrat im Fertigerzeugnis (berechnet als KN03 ): nicht mehr als 100 Milligramm auf ein Kilogramm Fleisch- und Fettmenge c) zur Verwendung neben Nitrit- - pökelsalz beim Pökeln von Rohschinken, ausgenommen Nußschinken, Lachsschinken und andere nur aus einem Teilstück bestehende Roh- schinken c) Zusatzmenge: wie b Gesamtgehalt an Nitrit und Nitrat im Fertigerzeugnis (berechnet als KNO3 ): wie a Kenntlich- machung 6
2318 Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1980, Teil 1 Anlage 4 (zu Artikel 4) Nr. 7 Stoff Kaliumnitrat (Salpeter) EWG- Nummer E 252 Verwendungszweck Anstelle von Nitritpökelsalz für die in Anlage 1 Nr. 1 Spalte 4 der Fleisch-Verordnung zugelasse- nen Verwendungszwecke zum Pökeln von Fleisch und Fleisch- erzeugnissen, sofern diese als natriumarme Lebensmittel herge- stellt werden Höchstmengen Zusatzmenge: nicht mehr als 300 Milligramm auf ein Kilogramm Fleisch- und Fett- menge Gesamtgehalt an Nitrit und Nitrat im Fertigerzeugnis (berechnet als KN0 3 ): nicht mehr als 100 Milligramm auf ein Kilogramm Fleisch- und Fett- menge Kenntlich- machung
Nr. 79 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 30. Dezember 1980 2319 Verordnung über die Gleichstellung von Anerkennungen und Zulassungen. von Saatgut (Gleichstellungsverordnung) Vom 19. Dezember 1980 Auf Grund des § 24 Abs. 1, § 30 Abs. 1 und 2 und § 77 des Saatgutverkehrsgesetzes in der Fassung der Be- kanntmachung vom 23. Juni 1975 (BGBI. I S. 1453) wird mit Zustimmung des Bundesrates verordnet: § 1 Anerkennungen von Saatgut, die durch eine in Anla- ge 1 Spalte 3 aufgeführte Stelle für Basissaatgut, Zerti- fiziertes Saatgut oder Standardpflanzgut von Sorten der in Spalte 4 jeweils genannten Arten erteilt werden, sind Anerkennungen nach den Vorschriften des Saatgutver- kehrsgesetzes gleichgestellt, wenn 1. das Saatgut entsprechend seiner Kategorie in min- destens einer Amtssprache der Europäischen Wirt- schaftsgemeinschaft als Basissaatgut, Basispflanz- gut, Zertifiziertes Saatgut, Zertifiziertes Pflanzgut oder Standardpflanzgut bezeichnet ist, 2. für die jeweilige Art im Erzeugerland Regelungen für eine amtliche Anerkennung bestehen, 3. das Saatgut in einem Mitgliedstaat der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft oder in einem Land aufge- wachsen ist, in dem Prüfungen von Feldbeständen durchgeführt werden, die nach einer Entscheidung des Rates der Europäischen Gemeinschaften bei der betreffenden Art den festgesetzten Voraussetzun- gen entsprechen, und 4. die in Spalte 5 jeweils festgesetzten Anforderungen erfüllt sind und dies aus der Kennzeichnung der Pak- kungen des Saatguts hervorgeht. §2 Anerkennungen von Saatgut, die durch eine in Anla- ge 2 Spalte 3 aufgeführte Stelle für Saatgut von Sorten der in Spalte 4 jeweils genannten Arten erteilt werden, sind Anerkennungen nach den Vorschriften des Saat- gutverkehrsgesetzes gleichgestellt, wenn 1. das Saatgut entsprechend seiner Kategorie in min- destens einer Amtssprache der Europäischen Wirt- schaftsgemeinschaft als eine der in Spalte 5 jeweils genannten Kategorien bezeichnet ist, 2. für die jeweilige Art im Erzeugerland Regelungen für eine amtliche sortenmäßige Zertifizierung bestehen, 3. das Saatgut a) in dem Land aufgewachsen ist, in dem die in Spal- te 3 jeweils i1ufgeführte Stelle ihren Sitz hat, oder b) im Fall von Zertifiziertem Saatgut in einem Mit- gliedstaat der Europäischen Wirtschaftsgemein- schaft oder in einem Land aufgewachsen ist, in dem Prüfungen von Feldbeständen durchgeführt werden, die nach einer Entscheidung des Rates der Europäischen Gemeinschaften bei der betref- fenden Art den festgesetzten Voraussetzungen entsprechen, 4. die in Spalte 6 jeweils festgesetzten Anforderungen erfüllt sind und dies aus der Kennzeichnung der Pak- kungen des Saatguts her✓orgeht und 5. die Anerkennungen bis zum 30. Juni 1983 erteilt wor- den sind. In den Fällen des Satzes 1 Nr. 3 Buchstabe b muß das als Zertifiziertes Saatgut anerkannte Saatgut aus aner- kanntem Saatgut einer dem Zertifizierten Saatgut un- mittelbar vorhergehenden Generation erwachsen sein, das in dem Land aufgewachsen ist, in dem die in Spal- te 3 jeweils aufgeführte Stelle ihren Sitz hat. §3 Anerkennungen von Saatgut, die durch das Amt für Standardisierung, Meßwesen und Warenprüfung, Fachgebiet Saat- und Pflanzgut, Dresden, für Saatgut von Getreide außer Mais; Weißem Straußgras, Knaul- gras, Schafschwingei, Wiesenschwingel, Rotschwingei, Einjährigem Weidelgras, Welschem Weidelgras, Deut- schem Weidelgras, Wiesenlieschgras, Wiesenrispe; Gelber Lupine, Bastardluzerne, Futtererbse, Trocken- speiseerbse, Rotklee, Ackerbohne, Saatwicke, Zottel- wicke; Raps, Rübsen, Lein, Ölrettich, Weißem Senf; Runkelrübe, Zuckerrübe, Futterkohl und Kohlrübe erteilt werden, sind Anerkennungen nach den Vorschriften des Saatgutverkehrsgesetzes gleichgestellt, wenn 1. das Saatgut entsprechend seiner Kategorie in min- destens einer Amtssprache der Europäischen Wirt- schaftsgemeinschaft als Basissaatgut oder Zertifi- ziertes Saatgut bezeichnet ist, 2. für die jeweilige Art im Erzeugungsgebiet Regelungen für e·ine amtliche sortenmäßige Zertifizierung beste- hen, 3. das Saatgut a) in der Deutschen Demokratischen Republik oder in Berlin (Ost) aufgewachsen ist oder b) im Fall von Zertifiziertem Saatgut in einem Land aufgewachsen ist, in dem Prüfungen von Feldbe- ständen durchgeführt werden, deren Verfahren nach einer Bekanntmachung auf Grund von § 15 Abs. 2 des Saatgutverkehrsgesetzes den Anfor- derungen des Saatgutverkehrsgesetzes ent- spricht, 4. a) die Prüfung des Feldbestandes und die Probe- nahme für die Prüfung der Beschaffenheit des Saatguts durch das eingangs genannte Amt oder
2.320 Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1980, Teil 1 unter der Verantwortung dieses Amtes durch juri- stische Personen des öffentlichen oder privaten Rechts unter der Voraussetzung, daß diese Per- sonen an dem Ergebnis der Prüfung kein Gewinn- interesse haben, oder im Fall der Nummer 3 Buch- stabe b die Prüfung des Feldbestandes durch eine in einer Bekanntmachung auf Grund von § 15 Abs. 2 des Saatgutverkehrsgesetzes jeweils ge- nannte andere Stelle oder unter deren Verantwor- tung, b) die Anerkennung des Saatguts und die amtliche Kennzeichnung und Verschließung der Packun- gen des Saatguts nach dem jeweiligen System der Organisation für wirtschaftliche Zusammen- arbeit und Entwicklung für die sortenmäßige Aner- kennung von Saatgut, das für den internationalen Handel bestimmt ist, (OECD-System), vorgenommen worden sind, 5 . das Saatgut den Anforderungen genügt, die in Rechtsverordnungen nach § 8 Abs. 1 Nr. 1 Buchsta- ben a und b des Saatgutverkehrsgesetzes an die Be- schaffenheit des Saatguts festgesetzt sind, 6. auf dem amtlichen Etikett oder auf einem weiteren amtlichen Etikett des eingangs genannten Amtes zu- sätzlich die in Anlage 2 Anforderung C Satz 1 be- zeichneten Angaben gemacht und ferner Anlage 2 Anforderung C Satz 3 bis 7 und bei Zertifiziertem Saatgut Anforderung F, bei Basissaatgut und Zertifi- ziertem Saatgut von Runkelrübe und Zuckerrübe auch Anforderung G erfüllt sind und 7. die Anerkennungen bis zum 30. Juni 1983 erteilt wor- den sind. In den;Fällen des Satzes 1 Nr. 3 Buchstabe b muß das als Zertifiziertes Saatgut anerkannte Saatgut aus aner- kanntem Saatgut einer dem Zertifizierten Saatgut un- mittelbar vorhergehenden Generation erwachsen sein, das in der Deutschen Demokratischen Republik oder in Berlin (Ost) aufgewachsen ist. §4 Anerkennungen von Kartoffelpflanzgut, die durch eine in Anlage 3 Spalte 3 aufgeführte Stelle erteilt werden, sind Anerkennungen nach den Vorschriften des Saat- gutverkehrsgesetzes gleichgestellt, wenn 1. das Pflanzgut entsprechend seiner Kategorie in min- destens einer Amtssprache der Europäischen Wirt- schaftsgemeinschaft als eine der in Spalte 4 jeweils genannten Kategorien bezeichnet ist, 2. das Pflanzgut in dem Land aufgewachsen ist, in dem die in Spalte 3 jeweils aufgeführte Stelle ihren Sitz hat, 3. die in Anlage 3 festgesetzten Anforderungen erfüllt sind und dies aus der Kennzeichnung der Packungen des Pflanzguts hervorgeht und 4. die Anerkennungen bis zum 30. Juni 1981 erteilt wor- den sind. §5 Zulassungen von Saatgut, die durch eine in Anlage 4 Spalte 3 aufgeführte Stelle für Handelssaatgut von in Spalte 4 jeweils genannten Arten erteilt werden, sind Zulassungen nach den Vorschriften des Saatgutver- kehrsgesetzes gleichgestellt, wenn 1. das Saatgut in mindestens einer Amtssprache der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft als Handels- saatgut bezeichnet ist und 2. die in Spalte 5 jeweils festgesetzten Anforderungen erfüllt sind und dies aus der Kennzeichnung der Pak- kungen des Saatguts hervorgeht. Zulassungen, die unter Anlage 4 laufende Nummer 8 fallen, müssen bis zum 30. Juni 1983 erteilt worden sein. §6 Diese Verordnung gilt nach§ 14 des Dritten Überlei- tungsgesetzes in Verbindung mit § 79 des Saatgutver- kehrsgesetzes auch im Land Berlin. §7 (1) Diese Verordnung tritt mit Wirkung vom 1. Juli 1980 in Kraft. Gleichzeitig tritt die Gleichstellungsver- . ordnung vom 23. Juni 1976 (BGBI. 1 S. 1617), zuletzt geändert durch Artikel 3 der Verordnung vom 21. Dezember 1979 (BGBI. 1 S. 2379), außer Kraft. (2) Anerkennungen, die nach den bisher geltenden Vorschriften gleichgestellt sind, gelten noch bis zum 31. Dezember 1980 als gleichgestellt. Anerkennungen und Zulassungen, die nur hinsichtlich der Kennzeich- nung den Anforderungen dieser Verordnung nicht ent- sprechen, gelten noch bis zum 30. Juni 1981 als gleich- gestellt, wenn sie insoweit den bisher geltenden Vor- schriften entsprechen. Bonn, den 19. Dezember 1980 Der Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten In Vertretung Rohr
2321 Nr. 79 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 30. Dezember 1980 Anlage 1 (zu § 1) Lfd. Nr. 2 3 4 5 6 7 8 Land Stelle Arten Anforde- rungen 2 3 4 5 Belgien Office National des Debouches Agricoles et Horticoles (ONDAH), Brüssel Getreide; Gräser, landwirtschaftliche Legu- minosen; Öl- und Faserpflanzen; Kohlrübe, Futterkohl; Kartoffel; Gemüse A Runkelrübe, Zuckerrübe AB Ertragsrebe, Unterlagsrebe C Getreide; Gräser, landwirtschaftliche Legu- minosen; Öl- und Faserpflanzen; Kohlrübe, Futterkohl; Gemüse A Runkelrübe, Zuckerrübe AB b) Statens Plantetilsyn, Hellerup Kartoffel A a) Service Officiel de Contröle et Certifi- cation (SOC), Paris Getreide; Gräser, landwirtschaftliche Legu- minosen; Öl- und Faserpflanzen; Kohlrübe, Futterkohl; Kartoffel; Gemüse A Runkelrübe, Zuckerrübe AB b) Office National lnterprofessionel des Vins de Table (ONIVIT), Paris Ertragsrebe, Unterlagsrebe C Department of Agriculture and Fisheries, Dublin Getreide; Gräser, landwirtschaftliche Legu- minosen; Öl- und Faserpflanzen; Kohlrübe, Futterkohl; Kartoffel; Gemüse A Runkelrübe, Zuckerrübe AB Getreide; Gräser, landwirtschaftliche Legu- minosen; Öl- und Faserpflanzen; Kohlrübe, Futterkohl; Kartoffel; Gemüse A Runkelrübe, Zuckerrübe AB b) lstituto sperimentale per la viticoltura (ISV), Conegliano Ertragsrebe, Unterlagsrebe C a) Administration des Services Techni- ques de l'Agriculture, Luxembourg Getreide; Gräser, landwirtschaftliche Legu- minosen; Öl- und Faserpflanzen; Kohlrübe, Futterkohl; Kartoffel; Gemüse A Runkelrübe, Zuckerrübe AB b) Station viticole de l'Etat, Remich Ertragsrebe, Unterlagsrebe C a) Stichting Nederlandse Algemene Keuringsdienst voor zaaizaad en pootgoed van landbouwgewassen (NAK), Wageningen Getreide; Gräser, landwirtschaftliche Legu- minosen; Öl- und Faserpflanzen; Futterkohl; Kartoffel A Runkelrübe, Zuckerrübe AB b) Nederlandse Algemene Keurings- dienst voor Groente en Bloemzaden (NAK-G), Roelofarendsveen Kohlrübe; Gemüse A Ministry of Agriculture, Fisheries and Food, Cambridge; Department of Agriculture for Scotland, Edinburgh; Department of Agriculture for Northern lreland, Belfast Getreide; Gräser, landwirtschaftliche Legu- minosen; Öl- und Faserpflanzen; Kohlrübe, Futterkohl; Kartoffel; Gemüse A Runkelrübe, Zuckerrübe AB Dänemark Frankreich Irland Italien Luxemburg Niederlande Vereinigtes Königreich a) Statsfr0kontrollen, Lyngby a) Ente Nazionale delle Sementi Elette (ENSE), Milane
2322 Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1980, Teil 1 Anforderungen A. Anerkennung de! Saatguts, amtliche Kennzeichnung und Verschließung der Packungen des Saatguts nach den ein- zelstaatlichen Vorschriften für Saatgut der jeweiligen Ka- tegorie. Bei Kleinpackungen mit Saatgut von Gräsern, landwirtschaftlichen Leguminosen, Ölrettich, Runkelrübe, Zuckerrübe, Kohlrübe, Futterkohl oder Gemüse kann an die Stelle der amtlichen Kennzeichnung und Verschließung der Packungen auch eine nach den Vorschriften des jewei- ligen Landes zulässige nichtamtliche Kennzeichnung und Verschließung treten. Satz 2 gilt entsprechend bei Klein- packungen mit Saatgut anderer Arten, soweit Saatgut nach einer auf Grund des Saatgutverkehrsgesetzes erlas- senen Rechtsverordnung in Kleinpackungen vertrieben werden darf. B. Bei Saatgut von Runkelrübe und Zuckerrübe, das als „Prä- zisionssaatgut", .,Precisiezaad", .,Precision Seed", .,Se- mences de precision", .,Sementi di precisione" oder „Tek- nisk enkimet fr0" bezeichnet ist, ist in amtlicher Prüfung des Saatguts festgestellt worden, daß sich aus mindestens 70 v. H. der gekeimten Knäuel nur ein Keimling entwickelt und der Anteil an Knäueln mit drei und mehr Keimlingen 5 v. H. der gekeimten Knäuel nicht übersteigt. C. Anerkennung des Pflanzguts nach den einzelstaatlichen Vorschriften für Pflanzgut der jeweiligen Kategorie, Kenn- zeichnung und Schließung der Bündel des Pflanzguts durch den nach einzelstaatlichen Vorschriften Verantwort- lichen.
2323 Nr. 79 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 30. Dezember 1980 Anlage 2 (zu§ 2) Lfd. Nr. 2 Land Stelle Arten Kategorie Anfor- derungen 2 3 4 5 6 Australien Department of Primary lndustry, Canberra Basissaatgut Knaulgras, Rohrschwingei, Ba- stardweidelgras, Einjähriges Wei- Zertifiziertes Saatgut delgras, Welsches Weidelgras, Deutsches Weidelgras, Wie- senlieschgras; Hornschotenklee, Weißlupine, Blaue Lupine, Gelbe Lupine, Blaue Luzerne, Esparset- te, Futtererbse, Trockenspei- seerbse, Alexandriner Klee, Schwedenklee, Inkarnatklee, Rot- klee, Weißklee, Ackerbohne, Zot- telwicke; Raps, Rübsen, Soja- bohne, Sonnenblume, Lein, Öl- rettich, Weißer Senf; Kohlrübe, Futterkohl AC Servicio Agricola y Gana- dero, Unidad Tecnica de Semillas, Santiago de Chile Basissaatgut Getreide außer Mais; Knaulgras, Zertifiziertes Saatgut Rohrschwingei, Schafschwingei, Wiesenschwingel, Rotschwin- gel, Bastardweidelgras, Einjähri- ges Weidelgras, Welsches Weidel- gras, Deutsches Weidelgras; Rotklee; AC Chile Runkelrübe, Zuckerrübe 3 Finnland Basissaatgut Zertifiziertes Saatgut Valtion Siementarkastus- laitos, Helsinki Basissaatgut Rotes Straußgras, Knaulgras, Zertifiziertes Saatgut Wiesenschwingel, Rotschwingei, Deutsches Weidelgras, Wiesen- lieschgras, Wiesenrispe; Blaue Luzerne, Futtererbse, Trocken- speiseerbse, Schwedenklee, Rot- klee, Ackerbohne ACF ACG ACFG AC ACF ACE 4 Griechenland lnstitouton Ktinotrofikon Fyton, Larissa Blaue Luzerne, Futtererbse, Trockenspeiseerbse, Alexandri- ner Klee, Saatwicke 5 Israel Ministry of Agriculture, Seed and Nursery Stock lnspection Service, Yafo Getreide außer Roggen; Blaue Lu- Basissaatgut zerne, Alexandriner Klee, Weiß- Zertifiziertes Saatgut klee, Persischer Klee AC Poljoprivredni fakultet, Novi Sad; Institut za ratarstvo i povrtarstvo, Novi Sad; Institut za oplemenjivanje i proizvodnju bilja pol- joprivrednog fakulteta, Zagreb Mais; Blaue Luzerne, Rotklee; Raps, Rübsen, Sojabohne, Öl- rettich; Futterkohl; Basissaatgut Zertifiziertes Saatgut AC ACF Runkelrübe, Zuckerrübe Basissaatgut Zertifiziertes Saatgut ACG ACFG Getreide; Gräser außer Ba- stardweidelgras und Goldhafer; Hornschotenklee, Weißlupine, Blaue Lupine, Gelbe Lupine, Gelbklee, Blaue Luzerne, Es- parsette, Futtererbse, Trocken- speiseerbse, Schwedenklee, In- karnatklee, Rotklee, Weißklee, Ackerbohne, Pannonische Wik- ke, Saatwicke, Zottelwicke; Sa- reptasenf, Raps, Schwarzer Senf, Rübsen, Sojabohne, Sonnenblu- Basissaatgut Zertifiziertes Saatgut AC ACF 6 7 Jugoslawien Kanada Agriculture Canada, Ottawa Zertifiziertes Saatgut ACF ACF
2324 Lfd. Nr. Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1980, Teil 1 Land Stelle Arten Kategorie Anfor- derungen 2 3 4 5 6 Basissaatgut Zertifiziertes Saatgut ACG ACFG me, Lein außer Faserlein, Ölret- tich, Weißer Senf; Kohlrübe, Fut- terkohl; Runkelrübe, Zuckerrübe 8 Neuseeland Ministry of Agriculture and Fisheries, Wellington Hafer, Gerste, Weichweizen, Du- Basissaatgut rumweizen; Knaulgras, Rohr- Zertifiziertes Saatgut schwinge!, Bastardweidelgras, Einjähriges Weidelgras, Welsches Weidelgras, Deutsches Weidel- gras, Wiesenlieschgras; Rot- klee, Weißklee; Lein außer Fa- serlein; Kohlrübe, Futterkohl; AC ACF Zuckerrübe Zertifiziertes Saatgut ACEG 9 Norwegen Statens Planteavlsräd, As Rotes Straußgras, Knaulgras, Schafschwingei, Wiesenschwin- gel, Rotschwingei, Einjähriges Weidelgras, Welsches Weidel- gras, Deutsches Weidelgras, Wiesenlieschgras, Wiesenrispe; Blaue Luzerne, Schwedenklee, Rotklee Basissaatgut Zertifiziertes Saatgut AC ACF 10 Österreich Bundesanstalt für Pflan- zenbau und Samenprü- fung, Wien Getreide; Weißes Straußgras, Basissaatgut Rotes Straußgras, Wiesenfuchs- Zertifiziertes Saatgut schwanz, Glatthafer, Knaulgras, Wiesenschwingel, Rotschwin- gel, Bastardweidelgras, Einjähri- ges Weidelgras, Welsches Weidel- gras, Deutsches Weidelgras, Wiesenlieschgras, Wiesenris- pe, Goldhafer; landwirtschaftli- ehe Leguminosen außer Alexan- driner Klee und Persischer Klee; Öl- und Faserpflanzen außer Hanf, Lein und Ölrettich; Kohlrü- be, Futterkohl; AC ACF Runkelrübe, Zuckerrübe ACG ACFG 11 Polen Ministerstwo Rolnictwa Departament Produkcji Roslinnej i Ochrony R6s- lin, Warszawa; lnspekcja Nasienna, Ok- regowy lnspektorat Bydgoszcz Gdansk (Danzig) Krakow Poznan Warszawa Wroclaw (Breslau) Basissaatgut Zertifiziertes Saatgut Weißes Straußgras, Fiecht- Basissaatgut straußgras, Rotes Straußgras, Zertifiziertes Saatgut Wiesenfuchsschwanz, Glattha- fer, Knaulgras, Rohrschwingei, Schafschwingei, Wiesenschwin- gel, Rotschwingei, Bastardweidel- gras, Einjähriges Weidelgras, Welsches Weidelgras, Deut- sches Weidelgras, Wiesen- lieschgras, Sumpfrispe, Wiesen- rispe; Hornschotenklee, Weißlu- pine, Blaue Lupine, Gelbe Lupi- ne, Gelbklee, Bastardluzerne, Esparsette, Futtererbse, Trocken- speiseerbse, Schwedenklee, In- karnatklee, Rotklee, Weißklee, Ackerbohne, Saatwicke, Zottel- wicke; Ölrettich; Kohlrübe, Futter- AC ACF kohl; 12 Portugal Direcc;äo-Geral de Protec- c;äo da Produc;äo Agricola, Lisboa Runkelrübe, Zuckerrübe Basissaatgut Zertifiziertes Saatgut ACG ACFG Mais; Basissaatgut Zertifiziertes Saatgut AC ACF
2325 Nr. 79 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 30. Dezember 1980 Lfd. Nr. 13 14 Land Stelle Arten Kategorie Anfor- derungen 2 3 4 5 6 Rumänien Schweden Ministerul Agriculturii si lndustriei Alimentare, In- spectia de Stat pentru Cali- tatea Semintelor si Mate- rialului Saditor, Bucure- sti Statens utsädeskontroll, Solna Zertifiziertes Saatgut Weißlupine, Blaue Lupine, Gelbe Lupine, Persischer Klee, Saatwik- ke, Zottelwicke ACE Mais; Wiesenfuchsschwanz, Knaulgras, Wiesenschwingel, Rotschwingei, Einjähriges Wei- delgras, Welsches Weidelgras, Deutsches Weidelgras, Wiesen- lieschgras, Wiesenrispe; Horn- schotenklee, Weißlupine, Blaue Luzerne, Esparsette, Futtererb- se, Trockenspeiseerbse, Rotklee, Weißklee, Ackerbohne, Saatwik- ke, Zottelwicke; Öl- und Faser- pflanzen außer Sareptasenf; Kohlrübe; Basissaatgut Zertifiziertes Saatgut AC ACF Runkelrübe, Zuckerrübe Basissaatgut Zertifiziertes Saatgut ACG ACFG Basissaatgut Getreide außer Mais; Hunds- Zertifiziertes Saatgut straußgras, Weißes Strauß- gras, Flechtstraußgras, Rotes Straußgras, Wiesenfuchs- schwanz, Knaulgras, Rohr- schwingel, Schafschwingei, Wiesenschwingel, Rotschwingei, Einjähriges Weidelgras, Welsches Weidelgras, Deutsches Weide!- gras, Zwiebellieschgras, Wie- senlieschgras, Hainrispe, Sumpf- rispe, Wiesenrispe, Gemeine Ris- pe; Blaue Lupine, Gelbe Lupine, Gelbklee, Blaue Luzerne, Fut- tererbse, Trockenspeiseerbse, Rotklee, Weißklee, Ackerbohne, Saatwicke, Zottelwicke; Raps, Rübsen, Hanf, Lein, Mohn, Wei- ßer Senf; Kohlrübe, Futterkohl; AC ACF Runkelrübe, Zuckerrübe Basissaatgut Zertifiziertes Saatgut ACG ACFG 15 Schweiz Eidgenössische For- schungsanstalt für land- wirtschaftlichen Pflan- zenbau, Anerkennungs- stelle, Zürich; Station federale de recher- ches agronomiques de Changins, Service de certification des Semen- ces, Nyon Getreide; Knaulgras, Rohr- schwinge!, Schafschwingei, Wiesenschwi ngel, Rotschwi ngel, Bastardweidelgras, Einjähriges Weidelgras, Welsches Weide!- gras, Deutsches Weidelgras; Rotklee, Ackerbohne Basissaatgut Zertifiziertes Saatgut AC ACF 16 Spanien Institute Nacional de Semillas y Plantas de Vi- vero, Madrid Hafer, Gerste, Weichweizen, Du- rumweizen, Spelz, Mais (Hybridsorten); landwirtschaftli- ehe Leguminosen; Raps, Rübsen, Sojabohne, Sonnenblume, Ölret- tich; Kohlrübe, Futterkohl; Basissaatgut Zertifiziertes Saatgut AC ACF Runkelrübe, Zuckerrübe Basissaatgut Zertifiziertes Saatgut ACG ACFG Mais; Basissaatgut Zertifiziertes Saatgut BD BDF 17 Südafrika Department of Agricultu- ral Technical Services, Division of Plant and Seed Control,
2326 Lfd. Nr. Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1980, Teil 1 Land Stelle Arten Kategorie Anfor- derungen 2 3 4 5 6 Department van Landbou - Tegniese Dienste, Af- deling Plant- en Saadbe- heer, Pretoria Rotes Straußgras, Knaulgras, Basissaatgut Rohrschwingei, Bastardweidel- Zertifiziertes Saatgut gras, Einjähriges Weidelgras, Welsches Weidelgras, Deutsches Weidelgras; Weißlupine, Blaue Lupine, Gelbe Lupine, Gelbklee, Blaue Luzerne, Futtererbse, Trockenspeiseerbse, Rotklee, Weißklee; Sareptasenf, Schwar- zer Senf, Sojabohne, Sonnen- blume, Lein außer Faserlein, Öl- rettich, Weißer Senf; Futterkohl 18 19 20 21 Tschecho- slowakei Türkei Ungarn Vereinigte Staaten von Amerika AC ACF Mais; Hundsstraußgras, Fiecht- straußgras, Rotes Straußgras, Wiesenfuchsschwanz, Glattha- fer, Knaulgras, Rohrschwingei, Schafschwingei, Wiesenschwin- gel, Rotschwingei, Einjähriges Weidelgras, Welsches Weide!- gras, Deutsches Weidelgras, Wiesenlieschgras, Hainrispe, Sumpfrispe, Wiesenrispe, Gemei- ne Rispe, Goldhafer; landwirt- schaftliche Leguminosen außer Bastardluzerne; Sojabohne, Sonnenblume; Basissaatgut Zertifiziertes Saatgut AC Runkelrübe, Zuckerrübe Basissaatgut Zertifiziertes Saatgut ACG ACFG Tarim Ve Hayvancilik Ba- kanligi, Ankara Zuckerrübe Zertifiziertes Saatgut ACEG Orszagos Vetömagfe- lügyelöseg, Budapest Roggen, Mais; Flechtstraußgras, Knaulgras, Wiesenschwingel, Rotschwingei, Deutsches Wei- delgras, Wiesenlieschgras; Hornschotenklee, Weißlupine, Blaue Luzerne, Bastardluzerne, Esparsette, Futtererbse, Trok- kenspeiseerbse, Inkarnatklee, Rotklee, Weißklee, Ackerbohne, Pannonische Wicke, Saatwicke, Zottelwicke; Öl- und Faser- pflanzen außer Sareptasenf; Basissaatgut Zertifiziertes Saatgut AC ACF Runkelrübe, Zuckerrübe Basissaatgut Zertifiziertes Saatgut ACG ACFG Ustredni kontrolni a zku- sebni ustav zemedelsky, Praha Alabama Crop lmprove- ment Association, lnc., Auburn; Basissaatgut Getreide; Gräser; landwirtschaft- liehe Leguminosen; Öl- und Faser- Zertifiziertes Saatgut pflanzen; Kohlrübe, Futterkohl; Alaska Crop lmprovement Association, Palmer; Arizona Crop lmprove- ment Association, Tue- son; Arkansas State Plant Bo- ard, Division of Seed Cer- tification, Little Rock; California Crop lmprove- ment Association, Davis; Zuckerrübe Basissaatgut Zertifiziertes Saatgut ACF AC ACF ACG ACFG
2327 Nr. 79 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 30. Dezember 1980 Lfd. Nr. Land Stelle Arten Kategorie Anfor- derungen 2 3 4 5 6 Colorado Seed Growers' Association, Fort Collins; Delaware Crop lmprove- ment Association, Dover; Florida Department of Agri- culture, Tallahassee; Georgia Crop lmprove- ment Association, lnc., Athens; ldaho Crop lmprovement Association, lnc., Boise; lllinois Crop lmprovement Association, lnc., Urbana; Indiana Crop lmprove- ment Association, lnc., Lafayette; lowa Crop lmprovement Association, Ames; Kansas Crop lmprove- ment Association, Manhat- tan; Kentucky Seed lmpro- vement Association, Le- xington; Louisiana Department of Agriculture, Division of Entomology, Baten Rou- ge; Maine Department of Agriculture, Division of Plant lndustry, Augusta; Maryland State Board of Agriculture, Department of Agronomy, College Park; Michigan Crop lmprove- ment Association, East Lansing; Minnesota Crop lmprove- ment Association, St. Paul; Mississippi Seed lmpro- vement Association, Mississippi State; Missouri Seed lmprove- ment Association, Colum- bia; Montana Seed Growers' Association, Bozeman; Nebraska Crop lmprove- ment Association, Lin- coln; Nevada Department of Agriculture, Division of Plant lndustry, Reno; New Jersey Department of Agriculture, Division of Plant lndustry, Trenton; New Mexico Crop lmpro- vement Association, Las Cruces; New York Seed lmpro- vement Coop., lnc., lthaca;
2328 Lfd. Nr. Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1980, Teil 1 Land Stelle Arten Kategorie Anfor- derungen 2 3 4 5 6 Basissaatgut Zertifiziertes Saatgut AC t, 1 AC EI North Carolina Crop lmpro- vement Association, lnc., Raleigh; North Dakota State Seed Department, Fargo; Ohio Seed lmprovement Association, Dublin; Oklahoma Crop lmprove- ment Association, Stillwa- ter; Oregon State Univer- sity, Extension Service, Corvallis; Pennsylvania State De- partment of Agriculture, Bureau of Plant lndustry, Harrisburg; South Carolina Crop Im- provement Association, Clemson; South Dakota Crop lmpro- vement Association, Brookings; Tennessee Crop lmprove- ment Association, Nash- ville; Texas Department of Agriculture, Austin; Utah Agricultural Experi- ment Station, Logan; Utah Crop lmprovement Association, Logan; Vermont Department of Agriculture, Montpelier; Virginia Crop lmprove- ment Asso9iation, Blaks- burg; Washington State Crop lmprovement Association, lnc., Yakima; Washington State De- partment of Agriculture, Seed Branch, Yakima; West Virginia Associated Crop Growers' Associ- ation, Morgantown; Wisconsin Crop lmprove- ment Association, Madi- son; Wyoming Seed Certifica- tion Service, Laramie 22 Zypern Ministry of Agriculture and Natural Resources, Department of Agriculture, Nicosia Futterkohl
Nr. 79 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 30. Dezember 1980 2329 Anforderungen A. Prüfung des Feldbestandes und Probenahme für die Prü- fung der Beschaffenheit des Saatguts durch die in Spalte 3 genannte Stelle oder unter der Verantwortung dieser Stelle durch juristische Personen des öffentlichen oder pri- vaten Rechts unter der Voraussetzung, daß diese Perso- nen an dem Ergebnis der Prüfung kein Gewinninteresse ha- ben, oder im Fall von § 2 Satz 1 Nr. 3 Buchstabe b Prüfung des Feldbestandes durch eine in einer Entscheidung des Rates der Europäischen Gemeinschaften über die Gleich- stellung von Feldbesichtigungen jeweils genannte andere Stelle oder unter deren Verantwortung. Anerkennung des Saatguts, amtliche Kennzeichnung und Verschließung der Packungen des Saatguts nach dem jeweiligen System der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Ent- wicklung für die sortenmäßige Anerkennung von Saatgut, das für den internationalen Handel bestimmt ist, (OECD- System). Das Saatgut genügt den in Rechtsverordnungen nach § 8 Abs. 1 Nr. 1 Buchstaben a und b des Saatgutver- kehrsgesetzes an die Beschaffenheit des Saatguts festge- setzten Anforderungen. Die Beschaffenheitsprüfung wird nach amtlich anerkannten Methoden durchgeführt. B. Prüfung des Feldbestandes und Probenahme für die Be- schaffenheitsprüfung durch die in Spalte 3 oder unter der Verantwortung dieser Stelle durch juristische Personen des öffentlichen oder privaten Rechts unter der Vorausset- zung, daß diese Personen an dem Ergebnis der Prüfung kein Gewinninteresse haben. Anerkennung des Saatguts, amtliche Kennzeichnung in mindestens einer Amtssprache der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und Verschlie- ßung der Packungen des Saatguts nach den Vorschriften des Erzeugerlandes für Saatgut der in Spalte 5 jeweils ge- nannten Kategorie. Das Saatgut genügt den in Rechtsver- ordnungen nach § 8 Abs. 1 Nr. 1 Buchstaben a und b des Saatgutverkehrsgesetzes an die Beschaffenheit des Saat- guts festgesetzten Anforderungen. Die Beschaffenheits- prüfung wird nach amtlich anerkannten Methoden durchge- führt. zenschutzmittel mit chemischen Wirkstoffen angewen- det wurden, die chemischen Wirkstoffe. Die zusätzlichen Angaben können auf einem amtlichen weiteren Etikett gemacht werden, das ebenfalls den Namen des in Spalte 2 genannten Landes und der in Spalte 3 ge- nannten Stelle enthält. Die zusätzlichen Angaben nach Satz 1 Buchstabe h können auch auf einem nichtamtlichen weiteren Etikett gemacht werden. Die Farbe des Etiketts ist a) weiß bei Basissaatgut und b) blau bei Zertifiziertem Saatgut und Zertifiziertem Saat- gut der ersten Vermehrung. In der Packung befindet sich ein amtlicher Einleger in der Farbe des Etiketts, der mindestens die Bezugsnummer der Partie, die Art, die Sortenbezeichnung und gegebenenfalls die Angaben nach Satz 1 Buchstabe h sowie bei Saatgut von Runkelrübe und Zuckerrübe außerdem gegebenenfalls einen Hinweis enthält, daß es sich um Monogermsaatgut oder um Präzisionssaatgut handelt. Die Angaben nach Satz 1 Buchstabe h können auch auf einem nichtamtlichen wei- teren Einleger gemacht werden. Auf die Einleger kann ver- zichtet werden, wenn die für sie vorgeschriebenen Anga- ben auf der Verpackung, einem Klebeetikett oder einem Etikett aus reißfestem Material unverwischbar angegeben sind. D. Auf dem amtlichen Etikett sind mindestens angegeben a) Anerkennungsstelle und Land, b) Hinweis, daß das Saatgut der EWG-Norm entspricht, c) Anerkennungsnummer der Partie, d) die bei der Beschaffenheitsprüfung angewandte Me- thode, e) Art, f) Sortenbezeichnung, g) bei Hybridsorten C. Auf dem amtlichen Etikett sind zusätzlich angegeben: aa) bei Basissaatgut die Bezeichnung „lnzuchtlinie" oder „Hybride", a) das Datum der amtlichen Verschließung, bb) bei Zertifiziertem Saatgut: Typ der Hybride und eine Bestätigung, daß das Basissaatgut, das zur Erzeu- gung des Zertifizierten Saatguts verwendet wurde, einer amtlichen Prüfung unterlegen hat, es sei denn, das Basissaatgut ist in einem Mitgliedstaat der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft aner- kannt worden, b) der Hinweis - außer bei Runkelrübe und Zuckerrübe-, daß das Saatgut der EWG-Norm entspricht, c) bei Zertifiziertem Saatgut von Hybridsorten von Mais der Typ der Hybride, d) die bei der Beschaffenheitsprüfung angewandte Me- thode, e) das Erzeugerland, h) Kategorie, f) i) Erzeugerland, j) angegebenes Nettogewicht oder Bruttogewicht oder angegebene Zahl der reinen Körner, das angegebene Netto- oder Bruttogewicht oder die angegebene Zahl der reinen Körner, g) bei nach Gewicht abgepacktem pilliertem, granuliertem oder inkrustiertem Saatgut oder bei Saatgut mit Zusatz von granulierten Schädlingsbekämpfungsmitteln oder mit sonstigen festen Zusätzen die Art der vorgenomme- nen Behandlung, bei Zusätzen deren Art, und das unge- fähre Verhältnis zwischen dem Gewicht der reinen Kör- ner oder Knäuel und dem Gesamtgewicht und h) die etwaige Behandlung des Saatguts gegen Schad- organismen oder Krankheiten und, soweit dabei Pflan- k) Datum der amtlichen Verschließung, 1) bei nach Gewicht abgepacktem pilliertem, granuliertem oder inkrustiertem Saatgut oder bei Saatgut mit Zusatz von granulierten Schädlingsbekämpfungsmitteln oder mit sonstigen festen Zusätzen die Art der vorgenomme- nen Behandlung, bei Zusätzen deren Art, und das unge- fähre Verhältnis zwischen dem Gewicht der reinen Kör- ner oder Knäuel und dem Gesamtgewicht und
2330 Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1980, Teil in einem Mitgliedstaat der Europäischen Wirtschaftsge- meinschaft anerkannt worden ist. Ein Hinweis auf diese Tatsache ist auf dem amtlichen Etikett enthalten. m) die etwaige Behandlung des Saatguts gegen Schad- organismen oder Krankheiten und, soweit dabei Pflan- zenschutzmittel mit chemischen Wirkstoffen angewen- det wurden, die chemischen Wirkstoffe. Die Angaben nach Buchstabe m können auch auf einem amtlichen weiteren Etikett, das ebenfalls den Namen des in Spalte 2 genannten Landes und der in Spalte 3 genannten Stelle enthält, oder auf einem nichtamtlichen weiteren Eti- kett g'3macht werden. F. Das Saatgut ist unmittelbar aus Saatgut erwachs1;3n, das als a) Basissaatgut oder b) Saatgut einer dem Basissaatgut vor~ergehenden Ge- neration Die Farbe des Etiketts ist in einem Mitgliedstaat der Europäischen Wirtschaftsge- meinschaft oder in einem Land anerkannt worden ist, in dem die Anerkennung von Basissaatgut der jeweiligen Art nach dieser Verordnung gleichgestellt ist. a) weiß bei Basissaatgut und b) blau bei Zertifiziertem Saatgut und Zertifiziertem Saat- gut der ersten Vermehrung. In der Packung befindet sich ein amtlicher Einleger in der Farbe des Etiketts, der mindestens die Anerkennungsnum- mer der Partie, die Art, die Sortenbezeichnung und gegebe- nenfalls die Angaben nach Satz 1 Buchstabe m enthält. Die Angaben nach Satz 1 Buchstabe m können auch auf einem nichtamtlichen weiteren Einleger gemacht werden. Auf die Einleger kann verzichtet werden, wenn die für sie vorge- schriebenen Angaben auf der Verpackung, einem Klebe- etikett oder einem Etikett aus reißfestem Material unver- wischbar angegeben sind. E. Das Saatgut ist unmittelbar aus Saatgut erwachsen, das als 1 G. Bei Saatgut von Runkelrübe und Zuckerrübe, das als „Prä- zisionssaatgut", ,,Precisiezaad", ,,Precision Seed", ,,Se- mences de precision", ,,Sementi di precisione" oder „Tek- nisk enkimet fr0" bezeichnet ist, ist in amtlicher Prüfung des Saatguts festgestellt worden, daß sich aus mindestens 70 v. H. der gekeimten Knäuel nur ein Keimling entwickelt und der Anteil an Knäuel mit drei und mehr Keimlingen 5 v. H. der gekeimten Knäuel nicht übersteigt. H. Das Basissaatgut ist aus Saatgut erwachsen, das als Saat- gut einer dem Basi~aatgut vorhergehenden Generation in einem Mitgliedstaat der Europäischen Wirtschaftsgemein- schaft anerkannt worden ist. a) Basissaatgut oder b) Saatgut einer dem Basissaatgut vorhergehenden Ge- neration · 1. Das Saatgut ist in einem staatlich unmittelbar überwachten Betrieb erzeugt worden.
Nr. 79 Tag der Ausgabe: Bonn, den 30. Dezember 1980 2331 Anlage 3 (zu § 4) Lfd. Land Stelle Kategorie 2 3 4 Österreich Burgenländische Landwirtschaftskammer, Eisenstadt; Kammer für Land- und Forstwirtschaft in Salzburg, Salzburg; Landeskammer für Land- und Forstwirtschaft Steiermark, Graz; Landes-Landwirtschaftskammer für Tirol, Innsbruck; Landwirtschaftskammer für Kärnten, Klagenfurt; Landwirtschaftskammer für Oberösterreich, Linz; Landwirtschaftskammer für Vorarlberg, Bregenz; Niederösterreichische Landes-Landwirtschaftskammer, Wien; Wiener Landwirtschaftskammer, Wien Basispflanzgut, Elite, Zertifiziertes Pflanzgut, Original Klasse A, Origi- nal Klasse B 2 Polen lnspekcja Nasienna, Okregowy lnspektorat Bialystok Bydgoszcz Gdansk (Danzig) Katowice Kielce Koszalin (Köslin) Krakow Lublin L6dz Olsztyn (Allenstein) Op61e (Oppeln) Poznan Rzesz6w Szczecin (Stettin) Warszawa Wroclaw (Breslau) Zielona G6ra (Grünberg) Basispflanzgut, Superelite, Elite, Zertifiziertes Pflanzgut, Original Klasse A, Original Klasse B 3 Schweiz Eidgenössische landwirtschaftliche Forschungsanstalt, Zürich; Station federale de recherches agronomiques, Nyon Zertifiziertes Pflanzgut, Anerkann- tes Pflanzgut Klasse A, Anerkann- tes PflanzgutKlasse B Nr.
2332 Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1980, Teil 1 Anforderungen A. Prüfung des Feldbestandes sowie Probenahme für die Prü- fung auf Viruskrankheiten und gegebenenfalls auf Knollen- krankheiten und äußere Mängel des Pflanzguts durch die in Spalte 3 genannte Stelle oder unter der Verantwortung die- ser Stelle durch juristische Personen des öffentlichen oder privaten Rechts unter der Voraussetzung, daß diese Perso- nen an dem Ergebnis der Prüfung kein Gewinninteresse ha- ben. Anerkennung des Pflanzguts, amtliche Kennzeich- nung in mindestens einer Amtssprache der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft und Verschließung der Packun- gen des Pflanzguts nach den Vorschriften des Erzeugerlan- des für Pflanzgut der in Spalte 4 jeweils genannten Kate- gorie. Das Pflanzgut genügt den in Rechtsverordnungen nach § 8 Abs. 1 Nr. 1 Buchstaben a und b und Nr. 3 des Saatgutverkehrsgesetzes an die Beschaffenheit des Pflanzguts festgesetzten Anforderungen. 8. Auf dem amtlichen Etikett sind mindestens angegeben: a) Anerkennungsstelle und Land, b) Hinweis, daß das Pflanzgut der EWG-Norm entspricht, Die Angaben nach Buchstabe k können auch auf einem amtlichen weiteren Etikett, das ebenfalls den Namen des in Spalte 2 genannten Landes und der in Spalte 3 genannten Stelle enthält, oder auf einem nichtamtlichen weiteren Eti- kett gemacht werden. Die Farbe des Etiketts ist a) weiß bei Basispflanzgut und b) blau bei Zertifiziertem Pflanzgut. In der Packung befindet sich ein amtlicher Einleger in der Farbe des Etiketts, der mindestens die Anerkennungsnum- mer der Partie, die Art, die Sortenbezeichnung und gegebe- nenfalls die Angaben nach Satz 1 Buchstabe k enthält. Die Angaben nach Satz 1 Buchstabe k können auch auf einem nichtamtlichen weiteren Einleger gemacht werden. Auf die Einleger kann verzichtet werden, wenn die für sie vorge- schriebenen Angaben auf der Verpackung, einem Klebe- etikett oder einem Etikett aus reißfestem Material unver- wischbar angegeben sind. c) Anerkennungsnummer der Partie, d) Art, e) Sortenbezeichnung, f) Kategorie, g) Erzeugerland, h) angegebenes Nettogewicht oder Bruttogewicht, i) Datum der amtlichen Verschließung, j) angegebene Sortierung und k) die etwaige Behandlung des Pflanzgutes gegen Schad- organismen oder Krankheiten und, soweit dabei Pflan- zenschutzmittel mit chemischen Wirkstoffen angewen- det wurden, die chemischen Wirkstoffe. C. Zertifiziertes Pflanzgut, das nicht unmittelbar. aus Basis- pflanzgut oder aus anerkanntem Pflanzgut einer dem Ba- sispflanzgut entsprechenden Kategorie erwachsen ist, ist unmittelbar aus Zertifiziertem Pflanzgut erwachsen, das unmittelbar aus a) Basispflanzgut, b) anerkanntem Pflanzgut einer dem Basispflanzgut ent- sprechenden Kategorie oder c) anerkanntem Pflanzgut einer dem Basispflanzgut vor- hergehenden Generation erwachsen ist.
2333 Nr. 79 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 30. Dezember 1980 Anlage 4 (zu § 5) Lfd. Nr. Land Stelle Arten Anforde- rungen 2 3 4 5 Belgien Office National des Debouches Agricoles et Horticoles (ONDAH), Brüssel Straußgräser außer Weißem Straußgras; Schafschwingei, Hainrispe, Gemeine Rispe, Weißlupine, Gelbe Lupine außer bitterstoffar- men Sorten; Gelbklee, Esparsette, Alexan- driner Klee, Persischer Klee, Saatwicke, Mohn A 2 Dänemark Statsfr0kontrollen, Lyngby wie lfd. Nr. 1 A 3 Frankreich Service Officiel de Contröle et de Certifi- cation (SOG), Paris wie lfd. Nr. 1 A 4 Irland Department of Agriculture and Fisheries, Dublin wie lfd. Nr. 1 A 5 Italien Ente Nazionale delle Sementi Elette (EN- SE), Milano wie lfd. Nr. 1 A 6 Luxemburg Administration des Services Techniques de I' Agriculture, Luxembourg wie lfd. Nr. 1 A 7 Niederlande Stichting Nederlandse Algemene Keu- ringsdienst voor zaaizaad en pootgoed van landbouwgewassen (NAK), Wage- ningen wie lfd. Nr. 1 A 8 Südafrika Department of Agricultural Technical Ser- vices, Division of Plant and Seed Control, Department van Landbou-Tegniese Dien- ste, Afdeling Plant-en Saadbeheer, Pre- toria Weißlupine, Gelbe Lupine außer bitterstoffar- men Sorten BC 9 Vereinigtes Königreich National Institute of Agricultural Botany (NIAB), Cambridge; Department of Agriculture for Scotland, Edinburgh; Ministry of Agriculture for Northern Ire- land, Belfast wie lfd. Nr. 1 A
2334 Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1980, Teil 1 Anforderungen A. Zulassung des Saatguts, amtliche Kennzeichnung und Verschließung der Packungen des Saatguts nach den ein- zelstaatlichen Vorschriften für Handelssaatgut. B. Probenahme für die Beschaffenheitsprüfung durch die in Spalte 3 genannte Stelle oder unter der Verantwortung die- ser Stelle durch juristische Personen des öffentlichen oder privaten Rechts unter der Voraussetzung, daß diese Perso- nen an dem Ergebnis der Prüfung kein Gewinninteresse ha- ben. Zulassung des Saatguts, amtliche Kennzeichnung in mindestens einer Amtssprache der Europäischen Wirt- schaftsgemeinschaft und Verschließung der Packungen des Saatguts nach den Vorschriften des Erzeugerlandes für Handelssaatgut. Das Saatgut genügt den in Rechtsver- ordnungen nach § 16 Abs. 1 des Saatgutverkehrsgesetzes an die Beschaffenheit des Saatguts festgesetzten Anfor- derungen. Die Beschaffenheitsprüfung wird nach amtlich anerkannten Methoden durchgeführt. C. Auf dem amtlichen Etikett sind mindestens angegeben: a) Zulassungsstelle und Land, b) Hinweis, daß das Saatgut der EWG-Norm entspricht, c) Zulassungsnummer der Partie, d) die bei der Beschaffenheitsprüfung angewandte Me- thode, e) als Kategorieangabe: Handelssaatgut (nicht der Sorte nach anerkannt), f) Art; falls bei einer Art Beschränkungen für den Vertrieb als Handelssaatgut festgesetzt sind, eine Angabe, aus der die Einhaltung der Beschränkung ersichtlich ist, g) Aufwuchsgebiet, h) angegebenes Nettogewicht oder Bruttogewicht oder angegebene Zahl der reinen Körner, i) Datum der amtlichen Verschließung, j) bei nach Gewicht abgepacktem pilliertem, granuliertem oder inkrustiertem Saatgut oder bei Saatgut mit Zusatz von granulierten Schädlingsbekämpfungsmitteln oder sonstigen festen Zusätzen die Art der vorgenommenen Behandlung, bei Zusätzen deren Art, und das ungefähre Verhältnis zwischen dem Gewicht der reinen Körner oder Knäuel und dem Gesamtgewicht und k) die etwaige Behandlung des Saatguts gegen Schad- organismen oder Krankheiten und, soweit dabei Pflan- zenschutzmittel mit chemischen Wirkstoffen angewen- det wurden, die chemischen Wirkstoffe. Die Angaben nach Buchstabe k können auch auf einem amtlichen weiteren Etikett, das ebenfalls den Namen des in Spalte 2 genannten Landes und der in Spalte 3 genannten Stelle enthält, oder auf einem nichtamtlichen weiteren Eti- kett gemacht werden. Die Farbe des Etiketts ist braun. In der Packung befindet sich ein amtlicher Einleger in der Farbe des Etiketts, der mindestens die Angaben nach Satz 1 Buchstaben c, e und f sowie gegebenenfalls die Angaben nach Satz 1 Buchstabe k enthält. Die Angaben können auch auf einem nichtamtlichen weiteren Einleger gemacht werden. Auf die Einleger kann verzichtet werden, wenn die für sie vorgeschriebenen Angaben auf der Verpackung, ei- nem Klebeetikett oder einem Etikett aus reißfestem Mate- rial unverwischbar angegeben sind.
Nr. 79 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 30. Dezember 1980 2335 Verordnung über Anwendungsverbote und -beschränkungen für Pflanzenbehandlungsmittel (Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung) Vom 19. Dezember 1980 Auf Grund des § 3 Abs. 1 Nr. 12 des Pflanzenschutz- gesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 2. Oktober 1975 (BGBI. 1 S. 2591; 1976 1 S. 1059) wird vom Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (Bundesminister), auf Grund des§ 6 des Pflan- zenschutzgesetzes, der durch das Gesetz vom 16. Juni 1978 (BGBI. I S. 7 49) geändert worden ist, und des§ 18 Abs. 2 Satz 2 des Pflanzenschutzgesetzes vom Bun- desminister im Einvernehmen mit den Bundesministern für Jugend, Familie und Gesundheit und für Wirtschaft sowie auf Grund des § 26 des Pflanzenschutzgesetzes vom Bundesminister im Einvernehmen mit dem Bundes- minister für Jugend, Familie und Gesundheit mit Zustim- mung des Bundesrates verordnet: § 1 Pflanzenbehandlungsmittel, die aus einem in Anlage 1 aufgeführten Stoff bestehen oder einen solchen Stoff enthalten, dürfen nicht angewandt werden. aufgeführten Stoff besteht oder einen solchen Stoff ent- hält, darf nicht eingeführt werden. §5 Im Rahmen der §§ 1 bis 4 bleiben produktionstech- nisch bedingte, geringfügige Verunreinigungen mit in den Anlagen aufgeführten Stoffen unberücksichtigt, so- weit dadurch nicht der Schutz der menschlichen Ge- sundheit oder die Abwehr von Schäden, insbesondere für die Gesundheit von Tieren und Pflanzen, beeinträch- tigt wird. §6 Die Biologische Bundesanstalt für Land- und Forst- wirtschaft kann die Anwendung von Pflanzenbehand- lungsmitteln sowie die Einfuhr von Saatgut, Pflanzgut und Erde in Einzelfällen abweichend von den §§ 1 bis 4 für Forschungszwecke genehmigen. § 2 §7 (1) Pflanzenbehandlungsmittel, die aus einem in An- lage 2 aufgeführten Stoff bestehen oder einen solchen Stoff enthalten, dürfen nur angewandt werden, soweit dies nach Anlage 2 Spalte 3 zulässig ist. Ordnungswidrig im Sinne des § 25 Abs. 1 Nr. 1 des Pflanzenschutzgesetzes handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig (2) Nach Anwendung der in Absatz 1 bezeichneten Pflanzenbehandlungsmittel sind für die behandelten Flächen die Beschränkungen der Anlage 2 Spalte 4 ein- zuhalten. 1. entgegen der§§ 1, 2 Abs. 1 oder§ 3 ein Pflanzenbe- handlungsmittel anwendet, 2. entgegen§ 2 Abs. 2 eine Beschränkung nicht einhält, 3. entgegen § 4 Abs. 1 Saat- oder Pflanzgut oder ent- gegen § 4 Abs. 2 Erde einführt. §3 Pflanzenbehandlungsmittel, die aus einem in Anlage 3 aufgeführten Stoff bestehen oder einen solchen Stoff enthalten, dürfen nicht angewandt werden, soweit dies nach Anlage 3 Spalte 3 verboten ist. §4 ( 1) Saat- oder Pflanzgut, das mit einem Pflanzenbe- handlungsmittel behandelt worden ist, das aus einem in Anlage 1 oder 2 aufgeführten Stoff besteht oder einen solchen Stoff enthält, darf nicht eingeführt werden. Dies gilt nicht, soweit nach Anlage 2 Spalte 3 die Anwendung des Stoffes zur Behandlung des Saat- oder Pflanzgutes ausdrücklich zulässig ist und nicht der Zustimmung der zuständigen Behörde bedarf. (2) Erde. die mit einem Pflanzenbehandlungsmittel behandelt worden ist, das aus einem in Anlage 1 oder 2 §8 Diese Verordnung gilt nach§ 14 des Dritten Überlei- tungsgesetzes in Verbindung mit § 29 des Pflanzen- schutzgesetzes auch im Land Berlin. §9 (1) Diese Verordnung tritt am ersten Tage des auf die Verkündung folgenden zweiten Kalendermonats in Kraft. (2) Gleichzeitig treten außer Kraft: 1. die Verordnung über Anwendungsverbote und -be- schränkungen für Pflanzenschutzmittel in der Fas- sung der Verordnung vom 31 . Mai 197 4 (BGBI. 1 S. 1204), geändert durch die Verordnung vom 7. April 1977 (BGBI. 1 S. 564);
2336 Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1980, Teil 1 2. soweit sie als Bundesrecht fortgelten, a) die Verordnung über den Gebrauch von Äthylen- oxyd zur Schädlingsbekämpfung in der im Bun- desgesetzblatt Teil 111, Gliederungsnummer 2121- 7-6, veröffentlichten bereinigten Fassung; b) die Verordnung über den Gebrauch von Tritox (Trichloracetonitril) zur Schädlingsbekämpfung in der im Bundesgesetzblatt Teil 111, Gliederungs- nummer 2121-7-7, veröffentlichten bereinigten Fassung. (3) Abweichend von § 1 in Verbindung mit Anlage 1 Nr. 14 ist die Verwendung von Pflanzenbehandlungs- mitteln, die aus Heptachlor bestehen oder Heptachlor enthalten, bis zum 31. Dezember 1980 zur Behandlung von Rübensaatgut gegen Bodeninsekten und vom 1. Januar bis 31. Oktober 1981 zur Behandlung von Zuckerrübensaatgut gegen Drahtwürmer (Agriotes-Ar- ten), Moosknopfkäfer (Atomaria linearis Steph.), Springschwänze (Collembola) und Tausendfüßler (Myriapoda) zulässig. (4) Abweichend von § 1 in Verbindung mit Anlage 1 · Nr. 20 dürfen Pflanzenbehandlungsmittel, die aus orga- nischen Quecksilberverbindungen bestehen oder orga- nische Quecksilberverbindungen enthalten, zur Be- handlung von Getreidesaatgut außer Mais bis zum 30. April 1982 angewandt werden. Bonn.den 19. Dezember1980 Der Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten J. Ertl
2337 Nr. 79 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 30. Dezember 1980 Anlage 1 (zu§§ 1, 4, 5) Anwendungsverbote Nr. Stoff Chemische Bezeichnung 2 Acrylnitril Acrylnitril 2 Aldrin 1,2,3,4, 10, 10-Hexachlor-1,4,4a,5,8,8a-hexahyd- ro[exo-1,4-endo-5,8]dimethano-naphthalin 3 Aramit 0-[2-( 4-tert-Butyl-phenoxy)-1-methyl- ethyl]-0-(2-chlorethyl)-sulfit 4 Arsenverbindungen 5 Äthylenoxid 6 Bleiverbindungen 7 Cadmiumverbindungen 8 Camphechlor (Toxaphen) Chlorier:tes Camphen mit 67 bis 69 % Chlor 9 Chlordan 1,2,4,5,6, 7,8,8-Octachlor-3a,4, 7, 7a-tetrahydro-4, 7-endo-me- thano-indan 10 Chloroform Trichlormethan 11 Chlorpikrin Trichlornitromethan 12 Dieldrin 1,2,3,4, 10, 10-Hexachlor-6,7-epoxy-1,4,4a,5,6,7,8,8a-octa- hydro[exo-1,4-endo-5,8]dimethano-naphthalin 13 Fluoressigsäure und ihre Verbindungen und Derivate 14 Heptachlor 1,4,5,6, 7,8,8-Heptachlor-3a,4, 7, 7a-tetrahydro-4, 7-endo-me- thano-inden 15 Technisches HCH Hexachlorcyclohexan-lsomerengemisch 16 Hexachlorbenzol Hexachlorbenzol 17 lsobenzan 1,3,4,5,6, 7,8,8-Octachlor-1,3,3a,4, 7, 7a-hexahydro-4, 7-endo- methano-isobenzofuran 118 lsodrin 1,2,3,4, 10, 10-Hexachlor-1,4,4a,5,8,8a-hexahydro-1,4-endo- 5,8-endo-dimethano-naphthalin 19 Morfamquat 1, 1-bis(3,5-Dimethylmorpholino-carbonylmethyl)-4,4'-bipy- ridylium-Salze 20 Quecksilberverbindungen 21 Selenverbindungen 22 Stroban chlorierte Terpene (66 % Chlor) 23 Tetrachlorkohlenstoff Tetrachlormethan Ethylenoxid
2338 Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1980, Teil 1 Anlage 2 (zu §§ 2, 4, 5) Anwendungsbeschränkungen Vorbemerkung Soweit bei einzelnen Stoffen auf diese Vorbemerkung verwiesen wird, gilt folgendes: Die Anwendung des Stoffes in Wasserschutzgebieten ist verboten. Jedoch ist bei Wasserschutzgebieten, die von der zuständigen Behörde nach den vom Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches e. V., Eschborn, aufgestell- ten Richtlinien für Trinkwasserschutzgebiete in Schutzzonen unterteilt sind, die Anwendung in Zone III mit Zustim- mung der zuständigen Behörde zulässig. Ist die Zone III in die Zonen III A und III B aufgeteilt, so ist die Anwendung in Zone III A mit Zustimmung der zuständigen Behörde, in Zone III B ohne eine solche Zustimmung zulässig. Nr. Stoff Chemische Bezeichnung Anwendung nur zulässig Beschränkungen für behandelte Flächen 2 3 4 Aldicarb 2-Methyl-2-(methyl- thio)-propionaldehyd-0- (methyl-carbamoyl)-oxim zur Bodenbehandlung im Zier- pflanzen- und Zuckerrübenbau, in Baumschulen, Rebschulen und Erdbeervermehrungsanlagen; in Wasserschutzgebieten nur nach Maßgabe der Vorberner- kung Im Behandlungsjahr anfal- lendes Obst darf nicht verwertet werden 2 Blausäure und Blau- säure entwickeln- de Verbindungen Cyanwasserstoff zur Begasung 1. in Mühlen, in Lagerräumen, Vorratsräumen, anderen Räumen in Lebensmittelbe- trieben und in Transportmitteln und -behältern gegen Vor- ratsschädlinge; 2. von Pflanzen in Vegeta- tionsruhe; 3. in Gewächshäusern; nur mit Zustimmung der zustän- digen Behörde 3 Carbaryl N-Methyl-1-naphthyl- carbamat an Reben bis zum Fünfblattstadi- um und nach Ende der Blüte; nur mit Zustimmung der zustän- digen Behörde 4 Crimidin 2-Chlor-4-dimethylamino- 6-methylpyrimidin als Köder mit höchstens 0, 1 % Wirkstoff zum verdeckten Aus- bringen gegen die Hausmaus (Mus musculus l.) und die Feldmaus (Microtus arvalis Pali.); 5 Endrin 1,2,3,4, 10,10-Hexa- chlor-6, 7 -epoxy- 1,4,4a,5,6, 7,8,8a-octahyd- ro-1,4-endo-5,8-exo-di- methano-naphthalin zur Flächenbehandlung im Obst- bau ohne Unterkulturen, die der Erzeugung von Lebensmitteln oder Futtermitteln dienen, ge- gen die Wühl- oder Schermaus (Arvicola terrestris L.) Anfallendes Mähgut darf nicht verfüttert werden; Tierauftrieb ist frühestens sechs Monate, der Anbau von Wurzelgemüse frühe- stens drei Jahre, von anderem Gemüse frühe- stens zwei Jahre nach der Behandlung zulässig 6 Kelevan 5-Ethyl- (1, 1a,3,3a,4,5,5a,5b,6- decachlor-octahydro-2- hydroxy-1 ,3,4-methano- 1H-cyclobuta-[cd]-penta- len-2-yl)-laevulinat im Kartoffelbau Wurzelgemüse darf frühe- stens im Jahre nach der Behandlung angebaut werden
2339 Nr. 79 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 30. Dezember 1980 Nr. Stoff Chemische Bezeichnung Anwendung nur zulässig Beschränkungen für behandelte Flächen 2 3 4 7 Methylbromid Monobrommethan 1. zur Begasung in Mühlen, Lagerräumen, Vorratsräu- men, anderen Räumen in Le- bensmittelbetrieben, Vaku- umkammern, gasdichten Kleinsilos, Transportmitteln und -behältern und unter gas- dichten Planen gegen Vor- ratsschädlinge; 2. zur Bodenbehandlung im Zierpflanzenbau, in Baum- schulen, in Rebschulen und bei der Erzeugung von Pflanzkar- toffeln in Zuchtgärten; nur mit Zustimmung der zustän- digen Behörde 8 Pentachlorphenol Pentachlorphenol 1. im Forst a) gegen Bläuepilze an frisch geschlagenem Nadel- rundholz; b) gegen Einlauf und Ver- stocken von Laubhölzern: in Wasserschutzgebieten nur nach Maßgabe der Vorberner- kung; 2. in Schneckenködern bis 0,5% 9 Phosphorwasser- stoff entwickelnde Verbindungen, ausgenommen ro- dentizide Ködermit- tel (Zinkphosphid) Metallphosphide zur Begasung 1. in Lagerräumen, Vorratsräu- men, Silozellen, Transport- mitteln, und -behältern und unter gasdichten Planen ge- gen Vorratsschädlinge; nur mit Zustimmung der zuständigen Behörde; 2. gegen Mäuse im Boden, ge- gen den Hamster (Cricetus cricetus L.) und den Maulwurf (Talpa europaea L.) 10 Quintozen Pentachlornitrobenzol zur Beh~ndlung von Getreide- saatgut, außer Mais, und Pflanzgut von Kartoffeln 11 Schwefelkohlen- stoff Kohlenstoffdisulfid zur Bodenbehandlung im Wein- bau gegen die Reblaus (Viteus vitifolii Fitch); nur mit Zustim- mung der zuständigen Behörde
2340 Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1980, Teil 1 Anlage 3 (zu§§ 3, 5) Beschränkte Anwendungsverbote Vorbemerkung Soweit bei einzelnen Stoffen auf diese Vorbemerkung verwiesen wird, gilt folgendes: Die Anwendung des Stoffes in Wasserschutzgebieten ist verboten. Jedoch ist bei Wasserschutzgebieten, die von der zuständigen Behörde nach den vom Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches e. V., Eschborn, aufgestell- ten Richtlinien für Trinkwasserschutzgebiete in Schutzzonen unterteilt sind, die Anwendung in Zone III mit Zustim- mung der zuständigen Behörde zulässig. Ist die Zone III in die Zonen III A und III B aufgeteilt, so ist die Anwendung in Zone III A mit Zustimmung der zuständigen Behörde, in Zone III B öhne eine solche Zustimmung zulässig. Die An- wendung von Dichlorpropan und Dichlorpropen ist auch in Zone III B nur mit Zustimmung der zuständigen Behörde zulässig, wenn in dieser Zone Rebflächen liegen. Nr. Stoff Chemische Bezeichnung Anwendung verboten 2 3 Amitrol 3-Amino-1,2,4-triazol 1. in und an Gewässern sowie in Wasser- schutzgebieten nach Maßgabe der Vor- bemerkung; 2. durch Luftfahrzeuge 2 Bromacil 5-Brom-3 sec. -butyl-6-methyl uraci 1 in Wasserschutzgebieten nach Maßgabe der Vorbemerkung 3 Chloramben 3-Amino-2,5-dichlorbenzoesäure und deren Salze in Wasserschutzgebieten nach Maßgabe der Vorbemerkung 4 Dalapon 2,2-Dichlorpropionsäure und deren Salze in Gewässern in Wasserschutzgebieten 5 Dazomet 3,5-Dimethyl-perhydro-1,3,5-thiadi- azin-2-thion in Wasserschutzgebieten nach Maßgabe der Vorbemerkung 6 Deiquat 1, 1'-Ethylen-2,2'-bipyridylium und sei- ne Salze in Getreide nach der Blüte 7 Dichlobenil 2,6-Dichlorbenzonitril in Gewässern in Wasserschutzgebieten 8 Dichlorpicolinsäure 3,6-Dichlorpicolinsäure in Wasserschutzgebieten nach Maßgabe der Vorbemerkung 9 Dichlorpropan 1,2-Dichlorpropan 1. zur Bodenbehandlung im Weinbau, außer mit Zustimmung der zuständigen Behör- de; 2. in Wasserschutzgebieten nach Maßgabe der Vorbemerkung 10 Dichlorpropen 1,3-Dichlorpropen 1. zur Bodenbehandlung im Weinbau, außer mit Zustimmung der zuständigen Behör- de; 2. in Wasserschutzgebieten nach Maßgabe der Vorbemerkung 11 Dienochlor Perchlorbi-(cyclopenta-2,4-dien-1-yl) in Wasserschutzgebieten nach Maßgabe der Vorbemerkung 12 Dikegulac 2,3:4,6-Di-0-isopropyliden-(l(-L-xylo- 2-hexulofuranosonsäure und deren Salze in Wasserschutzgebieten nach Maßgabe der Vorbemerkung 13 Dimefuron 1-[4-(5-tert-Butyl-2-oxo-1,3,4-oxadi- azol-3yl)-3-chlor- phenyl]-3,3-dimethylharnstoff in Wasserschutzgebieten nach Maßgabe der Vorbemerkung · 14 Glyphosat N-Phosphonomethylglycin in Gewässern in Wasserschutzgebieten 15 Lindan Gamma-1,2,3,4,5,6-Hexachlorcyclo- hexan in Betriebsräumen und Mahlsystemen von Mühlen, in Mehlsilos, in Vorräten von Getrei- de und Getreideerzeugnissen 16 Maleinsäurehydrazid 1,2-Dihydro-3,6-pyridazinon auf Gewässerböschungen in Wasserschutz- gebieten nach Maßgabe der Vorbemerkung
Nr. 79 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 30. Dezember 1980 Nr. Stoff Chemische Bezeichnung Anwendung verboten 2 3 2341 17 Methylisothiocyanat Methylisothiocyanat in Wasserschutzgebieten nach Maßgabe der Vorbemerkung 18 Oxamyl 2-Dimethylamino-1-(methylthio)glyo- xal-0-methyl-carbamoyl-oxim in Wasserschutzgebieten nach Maßgabe der Vorbemerkung 19 Paraquat 1,1 '-Dimethyl-4,4'-bipyridylium und seine Salze 1. in Getreide nach der Blüte; 2. in Gewässern in Wasserschutzgebieten 20 Parathion 0,O-Diethyl-0-(4-nitro-phenyl)- thiophosphat im Getreidebau mit einer Aufwandmenge von mehr als 250 ml oder g Wirkstoff je ha und Vegetationsperiode 21 Parathionmethyl 0,O-Dimethyl-0-(4-nitro-phenyl)- thiophosphat 22 Picloram 4-Amino-3,5,6-trichlorpicglinsäure in Wasserschutzgebieten nach Maßgabe der Vorbemerkung 23 Prothoat 0,0-Diethyl-S-(N-isopropylcarba- moylmethyl)-dithiophosphat in Wasserschutzgebieten nach Maßgabe der Vorbemerkung 24 Quarzmehl Siliziumdioxid in Vorräten von Getreide und in Räumen, die der Lagerung von Getreide dienen 25 Simazin 6-Chlor-2,4-bis-ethylamino-1,3,5-tri- azin in Gewässern in Wasserschutzgebieten 26 2,4,5-T 2,4,5-Trichlorphenoxyessigsäure und deren Salze und Ester durch Luftfahrzeuge, außer mit Zustimmung der zuständigen Behörde 27 TBA 2,3,6-Trichlorbenzoesäure und ihre Salze in Wasserschutzgebieten nach Maßgabe der Vorbemerkung 28 Tebuthiuron 1-( 5-tert.-Butyl-1,3,4-thiadiazol-2- yl)-1,3-dimethylharnstoff in Wasserschutzgebieten nach Maßgabe der Vorbemerkung 29 Terbutryn 4-Ethylamino-2-tert.-butylamino-6- methyl-thio-1,3,5-triazin in Gewässern in Wasserschutzgebieten 30 Thalliumsulfat Thallium-(I)::-sulfat als Getreideköder in der Form des offenen Ausbringens 31 Thiofanox 3,3-Dimethyl-1-methylthio-2-buta- non-0-methylcarbamoyl-oxim in Wasserschutzgebieten nach Maßgabe der Vorbemerkung 32 Vapam Natrium-monomethyl-dithiocarbamat in Wasserschutzgebieten nach Maßgabe der Vorbemerkung 33 Zinkphosphid 1 als Getreideköder in der Form des offenen Ausbringens
2342 Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1980, Teil 1 Neunte Verordnung zur Änderung der Verordnung über die von den Krankenkassen den freiberuflich tätigen Hebammen für Hebammenhilfe zu zahlenden Gebühren Vom 19. Dezember 1980 Auf Grund des § 376 a Abs. 1 der Reichsversiche- rungsordnung in der im Bundesgesetzblatt Teil III, Glie- derungsnummer 820-1, veröffentlichten bereinigten Fassung, der zuletzt gemäß § 1 der Verordnung vom 27. September 1977 (BGBI. I S. 1869) geändert worden ist, wird nach Mitwirkung der Verbände der Kranken- kassen, der Ersatzkassen und der Hebammen mit Zu- stimmung des Bundesrates verordnet: Die Verordnung über die von den Krankenkassen den freiberuflich tätigen Hebammen für Hebammenhilfe zu zahlenden Gebühren in der im Bundesgesetzblatt Teil 111, Gliederungsnummer 2124-2-2, veröffentlichten berei- nigten Fassung, zuletzt geändert durch die Verordnung vom 23. Mai 1979 (BGBI. 1S. 601 ), wird wie folgt geän- dert: 1. § 1 erhält folgende Fassung: ,,§ 1 Die Krankenkassen (Ersatzkassen) haben für die zu gewährende Hebammenhilfe folgende Gebühren zu zahlen: bei einer Zwillings- entbindung . . . . . . . . 2. § 3 wird wie folgt geändert: a) In Absatz 2 Buchstabe b werden die Worte „we- gen Verzögerung des Abfalls des Nabelschnur- restes" durch die Worte „wegen Verzögerung der Abheilung des Nabels" ersetzt. b) In Absatz 3 Satz 1 wird die Zahl „12,-" durch die Zahl „ 15,-" ersetzt. Artikel 1 a) für die Hilfe bei der vollendeten Entbin- dung ohne Rücksicht auf die Dauer des Beistandes und die Schwierigkeit der Entbindung . . . . . . . . me zusätzlich zu der Gebühr nach Buchstabe a 5,40 DM pro Kind." A Haus- entbindung 8 Anstalts- entbindung DM DM c) In Absatz 4 werden die Worte,,(§ 196 Abs. 1 Nr. 1 der Reichsversicherungsordnung)'' ersetzt durch die Worte,,(§ 199 Abs. 1 Satz 1 der Reichsversi- cherungsordnung)''. 3. § 4 wird wie folgt geändert: a) Absatz 1 Satz 1 wird durch folgenden Satz er- setzt: ,,Hilfeleistungen bei Schwangerschaftsbe- schwerden und bei Wehen, die vor der Geburt oder Fehlgeburt und nicht in zeitlichem Zusam- menhang mit ihr auftreten, sowie alle damit ver- bundenen Verrichtungen sind der Hebamme wie folgt zu vergüten: a) in der Wohnung oder Praxis der Hebamme 10,60 DM b) außerhalb der Wohnung oder Praxis der Hebamme aa) je Stunde 10,60 DM bb) an Sonn- und Feiertagen und bei Nacht je Stunde 21,- DM." 315,- 245,- b) Absatz 4 erhält folgende Fassung: ,,(4) Ärztlich angeordnete Tagwachen nach der 353,- 275,- bei einer Entbindung von Drillingen und mehr Kindern . . . . . . 392,- 296,- b) für die Hilfe bei einer Fehlgeburt (einschließlich Blasenmole) . . . . . . . 139,- 119,- Für die Untersuchung des Neugeborenen und die Eintragung der Befunde im Untersuchungsheft für Kinder (U 1) nach den Kinderrichtlinien in der Neu- fassung vom 31. Oktober 1979 (Beilage Nr. 4/80 zum BAnz. Nr. 22 vom 14. Januar 1980) erhält die Hebam- Entbindung sind je angefangene Stunde mit 10,- DM zu vergüten. Bei Wachen an Sonn- und Feiertagen und zur Nachtzeit erhöht sich die Ge- bühr um 25 vom Hundert." 4. § 4 a wird wie folgt geändert: a) In Absatz 1 Satz 1 wird die Zahl „5,50" durch die Zahl „7,50" ersetzt. b) In Absatz 2 Satz 1 wird die Zahl „8,40" durch die Zahl „9,-" ersetzt. c) In Absatz 4 Satz 1 und 5 wird jeweils die Zahl ,,6,70" durch die Zahl „7 ,20" ersetzt.
Nr. 79 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 30. Dezember 1980 2343 meter länger ist als zur Wohnung oder Praxis der nächstwohnenden Hebamme. 5. § 5 erhält folgende Fassung: ,,§ 5 ( 1) Die Hebamme erhält für jeden Besuch a) bei Benutzung planmäßig verkehrender öffentli- cher Verkehrsmittel Erstattung der Fahrtkosten, b) in den übrigen Fällen Wegegeld. Wege zwischen der Wohnung oder Praxis der Heb- amme und einem Krankenhaus zur Ableistung eines Schichtdienstes sind nicht berechnungsfähig. Das Wegegeld beträgt aa) bei einer Entfernung von nicht mehr als zwei Ki- lometern zwischen der Wohnung oder Praxis der Hebamme und der Stelle der Leistung 1,50 DM, bei Nacht (zwischen 20 und 8 Uhr) 2,25 DM; bb) bei einer Entfernung von mehr als zwei Kilo- metern zwischen der Wohnung oder Praxis der Hebamme und der Stelle der Leistung für jeden Doppelkilometer 1 ,- DM, bei Nacht (zwischen 20 und 8 Uhr) 1,50 DM. Bruchteile unter 0,5 Doppelkilometer bleiben unbe- rücksichtigt, Bruchteile von 0,5 und darüber werden als volle Doppelkilometer berechnet. (2) Hat eine andere als die nächstwohnende Heb- amme Hilfe geleistet, so kann die Krankenkasse die Zahlung des dadurch entstehenden Mehrbetrages an Fahrtkosten oder Wegegebühren ablehnen, wenn der Weg von der Stelle der Leistung zur Wohnung oder Praxis der anderen Hebamme mehr als 10 Kilo- Dies gilt nicht, a) wenn die Wegegebühren aus Anlaß eines festen, planmäßigen Schichtdienstes mehrerer Heb- ammen in einem Krankenhaus anfallen, b) wenn die Zuziehung der anderen Hebamme nach der besonderen Lage des Falles gerechtfertigt war oder c) wenn die Stelle der Leistung in dem der Hebamme nach den Vorschriften des Hebammengesetzes zugewiesenen Bezirk liegt. (3) Für Besuche bei mehreren Frauen auf einem Weg sind das Wegegeld oder die Fahrtkosten antei- lig zu berechnen." Artikel 2 Diese Verordnung gilt nach § 14 des Dritten Überlei- tungsgesetzes in Verbindung mit Artike,I 5 § 2 des Dritten Rentenversicherungs-Änderungsgesetzes vom 28. Juli 1969 (BGBI. 1 S. 956) auch im Land Berlin. Artikel 3 Diese Verordnung tritt vorbehaltlich der Regelung des Satzes 3 mit Wirkung vom 1 . Oktober 1980 in Kraft. Sie findet Anwendung für die Vergütung der Hilfeleistungen bei allen nach dem 30. September 1980 erfolgten Ge- burten und Fehlgeburten. Artikel 1 Nr. 5 tritt am Tage nach der Verkündung in Kraft. Bonn, den 19. Dezember 1980 Der Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung Ehrenberg
2344 Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1980, Teil 1 Dritte Verordnung zum Waffengesetz (3. WaffV) *) Vom 20. Dezember 1980 Auf Grund des § 15 Abs. 1 Nr. 3 Buchstabe c, des § 20 Abs. 1 Nr. 1 bis 3, des § 25 Abs. 3 und der §§ 26 und 49 Abs. 2 des Waffengesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 8. März 1976 (BGBI. 1 S. 432), von denen § 15 Abs. 1 Nr. 3 Buchstabe c, § 20 Abs. 1 Nr. 1 bis 3, .. § 25 Abs. 3 und § 26 durch das zweite Gesetz zur Anderung des Waffengesetzes vom 14. Juli 1980 (BGBI. 1 S. 956) geändert worden sind wird - soweit § 26 des Waffengesetzes Schußa pparate betrifft, im Einvernehmen mit dem Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung - mit Zustimmung des Bundesrates verordnet: 1 §4 Bei der Prüfung von Handfeuerwaffen und nicht der Beschußpflicht unterliegenden Gegenständen nach § 1 Abs. 1 kann auf Antrag eine Abweichung von den Maßen der Anlage III zugelassen werden, wenn die Waffen oder sonstigen Gegenstände zu Versuchs- oder Erpro- bungszwecken bestimmt sind. In diesen Fällen wird ein Beschußzeichen nicht angebracht. Abschnitt II Verfahren bei der Beschußprüfung Abschnitt 1 Beschußprüfung § 1 ( 1) Handfeuerwaffen, Böller, Einsteckläufe und Aus- tauschläufe, die nach§ 16 Abs. 1 und 2 des Waffenge- setzes (Gesetz) der Beschußpflicht unterliegen, sind nach den Vorschriften der Anlage I zu prüfen. (2) Für die Prüfung der Maßhaltigkeit von Handfeuer- waffen, Einsteckläufen und Austauschläufen sind die Werte der Anlage III maßgebend. (3) Auf Antrag können auch Gegenstände der in Ab- satz 1 bezeichneten Art geprüft werden, wenn sie der Beschußpflicht nicht unterliegen. § 2 ( 1) Handfeuerwaffen, Böller, Einsteckläufe und Aus- tauschläufe sind dem Antragsteller ohne Prüfung zu~ rückzugeben, wenn sie nicht weißfertig sind. Sie sind weißfertig, wenn alle materialschwächenden und -ver- ändernden Arbeiten, ausgenommen die üblichen Gra- vurarbeiten, beendet sind. (2) Handfeuerwaffen, Einsteckläufe und Austausch- läufe, aus denen Munition verschossen wird, sind dem Antragsteller auch dann ohne Prüfung zurückzugeben, wenn die Munition nicht in der Anlage III aufgeführt ist. Dies gilt nicht, wenn die Munition auf Grund einer Aus- nahmebewilligung nach § 25 Abs. 5 des Gesetzes ver- trieben oder anderen überlassen worden ist oder wenn eine Prüfung nach § 4 durchgeführt wird. §3 (1) Handfeuerwaffen und Böller müssen gebrauchs- fertig zusammengesetzt sein. (2) Bei Handfeuerwaffen genügt an Stelle des Schaf- tes eine Aufnahmevorrichtung, die gestattet, die Waffe zu prüfen. *) Die Anlagen I bis IV werden als Anlagenband zu dieser Ausgabe des Bundes- gesetzblattes ausgegeben. Abonnenten des Bundesgesetzblattes Teil I wird der Anlagenband auf Anforderung kostenlos übersandt. §5 (1) Die Beschußprüfung ist schriftlich zu beantragen. Der Antrag kann die Prüfung mehrerer Gegenstände umfassen. Er ist in zweifacher Ausfertigung einzurei- chen und soll folgende Angaben enthalten 1. den Namen und die Anschrift des Antragstellers, 2. die Bezeichnung des Prüfgegenstandes sowie die laufende Nummer, soweit diese nach den §§ 13 und 14 des Gesetzes auf dem Gegenstand anzubringen ist, 3. die Bezeichnung der zugehörigen Munition oder die Angabe der Masse und der Art des Pulvers der stärk- sten Gebrauchsladung oder die Zusammensetzung des entzündbaren flüssigen oder gasförmigen Gemi- sches sowie Art und Masse der Vorlage, 4. die Angabe, ob ein wesentlicher Teil ausgetauscht, instandgesetzt oder verändert worden ist und 5. bei Handfeuerwaffen mit glatten Läufen die Angabe, ob die Prüfung für die Verwendung von Munition mit überhöhtem Gasdruck beantragt wird. (2) Der Antragsteller hat, wenn er für Dritte tätig wird, in dem Antrag den Namen und die Anschrift seines Auf- traggebers anzugeben, 1. wenn er seinen eigenen Namen, seine Firma oder sein eingetragenes Warenzeichen nach § 20 Abs. 3 der Ersten Verordnung zum Waffengesetz in der Fas- sung der Bekanntmachung vom 15. Februar 1979 ,(BGBI. I S. 184) auf dem Prüfgegenstand angebracht hat, 2. wenn der Prüfgegenstand nicht die vorgeschriebene Kennzeichnung nach § 13 Abs. 1 Nr. 1 des Gesetzes trägt, 3. wenn er die Beschußprüfung im Auftrag einer Person vornehmen läßt, die den Prüfgegenstand eingeführt oder sonst in den Geltungsbereich des Gesetzes verbracht hat. (3) Ist eine Waffe nach§ 19 Abs. 1 Satz 2 des Geset- zes mit dem Rückgabezeichen versehen worden, so ist sie bei einer erneuten Prüfung der Behörde vorzulegen, die das Rückgabezeichen angebracht hat.
Nr. 79 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 30. Dezember 1980 (4) Die zuständige Behörde kann in begründeten Fäl- len Ausnahmen von Absatz 1 Satz 1 zulassen. §6 ( 1) Wird in Handfeuerwaffen und sonstigen Prüfge- genständen Munition oder eine Ladung verwendet, die von der zuständigen Behörde nicht beschafft werden kann, so kann diese die Überlassung von Gebrauchs- munition, Hülsen, Pulver und Zündmitteln verlangen. (2) Zur Prüfung der Einsteckläufe oder der Aus- tauschläufe kann die zuständige Behörde die Überlas- sung einer entsprechenden Handfeuerwaffe oder eines geeigneten Verschlusses verlangen. (3) Liegt ein Antrag nach § 1 Abs. 3 vor, so kann die zuständige Behörde die Überlassung der für die Prüfung erforderlichen Hilfsmittel verlangen. 2345 (2) Bei Schußwaffen, die der Beschußpflicht unter- liegen oder die historische Sammlerwaffen sind, kann die zuständige Behörde auf Antrag eine Bescheinigung darüber ausstellen, daß eine Prüfung nicht oder nur unter Beschädigung oder Zerstörung der Waffe durch- geführt werden kann. (3) In den Fällen des§ 4 hat die zuständige Behörde auf Antrag eine Bescheinigung daiüber auszustellen, daß die Waffen und sonstigen Gegenstände haltbar und handhabungssicher sind, daß deren Maße von den Ma- ßen der Anlage III abweichen und daß diese Waffen und Gegenstände zu Versuchs- oder Erprobungszwecken bestimmt sind. Aus der Bescheinigung müssen die Maß- abweichungen hervorgehen. Abschnitt III Bauartzulassung §7 ( 1) Das Beschußzeichen (§ 19 Abs. 1 Satz 1 des Ge- setzes) besteht aus 1. dem Bundesadler nach Anlage II Abbildung 1 mit dem jeweiligen Kennbuchstaben, 2. dem Ortszeichen nach Anlage II Abbildung 2, 3. dem Jahreszeichen. Das Jahreszeichen besteht aus den beiden letzten Ziffern der Jahreszahl, denen die Monatszahl angefügt werden kann. Auf Antrag kön- nen die beiden Ziffern der Jahreszahl durch Buchsta- ben verschlüsselt werden. Die Buchstaben A bis K sind den Ziffern O bis 9 zuzuordnen. Beim lnstandsetzungsbeschuß gehört zum Beschuß- zeichen neben dem Kennbuchstaben J der die jeweilige Beschußart bezeichnende Kennbuchstabe N, V, L oder die Kennbuchstaben SP. (2) Das Rückgabezeichen enthält das Ortszeichen und das Jahreszeichen; vorhandene Prüfzeichen sind mit einem Andreaskreuz zu überstempeln. Sind wesent- liche Teile unbrauchbar, so sind sie mit dem Wort „unbrauchbar" zu kennzeichnen. Bei historischen Waffen kann das Andreaskreuz auch neben oder unter dem vorhandenen Prüfzeichen angebracht werden und das Wort „unbrauchbar'' entfallen. (3) Bei Handfeuerwaffen und Söllern sind die Prüfzei- chen auf einem wesentlichen Teil deutlich sichtbar an- zubringen. Auf den übrigen wesentlichen Teilen ist ein Zeichen nach Absatz 1 Nr. 1 anzubringen. (4) Bei mehrläufigen Handfeuerwaffen sind die Zei- chen nach Absatz 1 Nr. 1 und 2 auf jedem Lauf anzubrin- gen. Bei Revolvern sind diese Zeichen auf der Trommel nur einmal anzubringen. Das Beschußzeichen für den Beschuß nach § 16 Abs. 2 des Gesetzes ist auf dem ausgetauschten, veränderten oder instandgesetzten Teil anzubringen. §9 ( 1 ) Handfeuerwaffen, Schußapparate und Einsteck- läufe nach§ 21 des Gesetzes, Schußwaffen nach§ 22 des Gesetzes sowie pyrotechnische Munition nach § 23 des Gesetzes sind nach den Vorschriften der Anlage 1 zu prüfen und müssen den in dieser Anlage bezeichne- ten Anforderungen entsprechen. Für die Prüfung der Maßhaltigkeit gilt § 1 Abs. 2 entsprechend. (2) Die Zulassungsbehörde kann im Einzelfall von ein- zelnen Anforderungen der Anlage I Ausnahmen zulas- sen, wenn 1. im Falle der Zulassung nach§ 21 oder§ 23 des Ge- setzes der Schutz des Benutzers oder Dritter in an- derer Weise gewährleistet ist, 2. im Falle der Zulassung nach § 22 des Gesetzes die Schußwaffen keine größere Gefahr hervorrufen als diejenigen, die die Anforderungen der Anlage I Nr. 3 erfüllen. (3) Die Zulassungsbehörde kann im Einzelfall über die Anlage I hinausgehende Anforderungen stellen, wenn der Schutz von Leben und Gesundheit des Benutzers oder Dritter dies erfordert. (4) Nach den Anforderungen der Anlage I Nr. 4.2 wird pyrotechnische Munition entsprechend ihrer Gefähr- lichkeit in die Klassen PM I und PM II eingeteilt. §10 Die der Zulassung unterliegenden Gegenstände dür- fen keine Modellbezeichnung haben, die zur Irreführung geeignet ist oder eine Verwechslung mit Waffen oder Munition anderer Beschaffenheit hervorrufen kann. Abschnitt IV (5) Als Prüfzeichen des Bundesamtes für Wehrtech- nik und Beschaffung und der Beschaffungsstelle für den Bundesgrenzschutz und die Bereitschaftspolizeien der Länder sind die Zeichen nach Anlage II Abbildung 7 an- zubringen. §8 (1) Der Antragsteller hat in dem Antrag anzugeben ( 1) Auf Antrag hat die zuständige Behörde eine beschußtechnische Bescheinigung auszustellen. 1. seinen Namen oder seine Firma und seine Anschrift, bei der Einfuhr oder dem sonstigen Verbringen den Verfahren bei der Bauartzulassung § 11
2346 Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1980, Teil 1 Namen oder die Firma und die Anschrift dessen, der die Gegenstände einführt oder sonst in den Geltungsbereich des Gesetzes verbringt, 2. das eingetragene Warenzeichen, das auf dem Gegenstand angebracht werden soll, 3. die Modellbezeichnung der Schußwaffe oder des Einstecklaufes oder die Bezeichnung der pyrotechni- schen Munition, 4. im Falle der Zulassung nach § 23 des Gesetzes auch die Herstellungsstätte. (2) Der Antragsteller hat dem Antrag beizufügen 1. bei der Zulassung nach a) den §§ 21 und 22 des Gesetzes ein Baumuster des Gegenstandes und der dazugehörigen Muni- tion oder Geschosse, b) § 23 des Gesetzes eine ausreichende Stückzahl der pyrotechnischen Munition, 2. eine nach den Regeln der Technik gefertigte Schnitt- zeichnung, die alle für die Zulassung wichtigen Angaben über die Maße und Werkstoffe enthält, in dreifacher Ausfertigung und eine Gebrauchsanwei- sung in deutscher Sprache, soweit sie den Gegen- ständen beim Vertrieb beigegeben wird, 3. bei Schußwaffen, Schußapparaten oder Einsteck- läufen, die zum Verschießen von nach § 25 Abs. 5 des Gesetzes zugelassener Munition bestimmt sind, die für die Prüfung erforderliche Munition und 4. bei Schußapparaten außerdem eine Erklärung, aus der hervorgeht, an welchem Ort oder an welchen Orten er die für die Durchführung von Wiederho- lungsprüfungen erforderlichen Einrichtungen unter- hält oder wen er mit der Durchführung dieser Prüfung beauftragt hat. (3) Der Antragsteller hat der Zulassungsbehörde auf Verlangen 1. das in Absatz 2 Nr. 1 bezeichnete Baumuster oder an dessen Stelle einen serienmäßig gefertigten Gegen- ·stand des zugelassenen Modells und, im Falle der Zulassung pyrotechnischer Munition auch eine se- rienmäßig gefertigte Schußwaffe zum Verschießen dieser Munition zu überlassen und 2. Teilzeichnungen des Modells einzureichen. (4) Bei Anträgen auf Zulassung von Schußapparaten und Geräten nach § 5 Abs. 3 Nr. 2 der Ersten Verord- nung zum Waffengesetz soll die Physikalisch-Techni- sche Bundesanstalt die Zentralstelle für Unfallverhü- tung und Arbeitsmedizin des Hauptverbandes der ge- werblichen Berufsgenossenschaften anhören; beste- hen Zweifel, ob der Prüfgegenstand den Anforderungen an den Werkstoff und die Festigkeit entspricht, ist die Bundesanstalt für Materialprüfung zu beteiligen. (5) Bei nicht tragbaren Geräten nach§ 5 Abs. 3 Nr. 2 der Ersten Verordnung zum Waffengesetz, die ortsfest eingebaut werden, entfällt die Vorlage eines Baumu- sters nach Absatz 2 Nr. 1. Die Zulassungsbehörde kann im Benehmen mit der Zentralstelle für Unfallverhütung und Arbeitsmedizin des Hauptverbandes der gewerbli- chen Berufsgenossenschaften Prüfungen am Betriebs- ort vornehmen. § 12 (1) Über Anträge nach den§§ 21 und 22 des Geset- zes entscheidet die Physikalisch-Technische Bundes- anstalt, über Anträge nach § 23 des Gesetzes die Bun- desanstalt für Materialprüfung durch schriftlichen Be- scheid. (2) Der Zulassungsbescheid hat Angaben zu enthal- ten über 1. den Namen und die Anschrift des Antragstellers, 2. die Art und Modellbezeichnung der Handfeuerwaffe, des Schußapparates, des Einstecklaufes, der Schreckschuß-, Reizstoff- oder Signalwaffe und bei pyrotechnischer Munition deren Bezeichnung, 3. die wesentlichen Merkmale der Bauart a) der zugelassenen Handfeuerwaffe, des Schußap- parates, des Einstecklaufes, der Schreckschuß-, Reizstoff- oder Signalwaffe sowie die wesentli- chen Merkmale und die Bezeichnung der aus ihr zu verschießenden Gebrauchsmunition, b) der zugelassenen pyrotechnischen Munition, 4. Art und Form des Zulassungszeichens. (3) Der Zulassungsbescheid kann mit der Auflage verbunden werden, den zugelassenen Gegenständen die sicherheitstechnisch erforderlichen Hinweise und eine von der Zulassungsbehörde gebilligte Gebrauchs- anweisung beizugeben und Geräte nach § 5 Abs. 3 Nr. 2 der Ersten Verordnung zum Waffengesetz einer Einzel- beschußprüfung nach § 16 des Gesetzes zu unterzie- hen. § 13 (1) Die Zulassungsbehörde hat dem Zulassungsinha- ber die Verwendung eines Zulassungszeichens vorzu- schreiben. (2) Das Zulassungszeichen setzt sich aus dem in der Anlage II Abbildung 3, 4 oder 5 vorgesehenen Zeichen und einer Kennummer zusammen. Die Kennummer besteht aus einer fortlaufenden Nummer. Bei pyrotech- nischer Munition gehöre~ zum Zulassungszeichen außerdem die in § 9 Abs. 4 festgelegten Klassenbe- zeichnungen. (3) Der Zulassungsinhaber hat dauerhaft und deutlich sichtbar auf jedem nachgebauten Stück das vorge- schriebene Zulassungszeichen anzubringen. Das Zu- lassungszeichen darf nicht auf einem Teil angebracht werden, der üblicherweise zum Austausch bestimmt ist. Soweit sich das Zulassungszeichen auf der pyrotechni- schen Munition wegen deren geringer Größe nicht an- bringen läßt, genügt die Anbringung auf der kleinsten Verpackungseinheit. § 14 (1) Die Zulassung der Bauart der in den §§ 21 bis 23 des Gesetzes bezeichneten Gegenstände, ihre Ände- rung, Berichtigung, Rücknahme und ihr Widerruf werden im Bundesanzeiger bekanntgemacht. Bei Zulassungen nach § 21 oder § 22 des Gesetzes sollen sie auch im Amts- und Mitteilungsblatt der Physikalisch-Techni- schen Bundesanstalt, bei Zulassungen nach § 23 des
Nr. 79 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 30. Dezember 1980 Gesetzes auch im Mitteilungsblatt der Bundesanstalt für Materialprüfung bekanntgemacht werden. Die Bekanntmachung soll die in § 12 Abs. 2 Nr. 1, 2 und 4 bezeichneten Angaben und die Bezeichnung der zuge- hörigen Gebrauchsmunition enthalten. (2) Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt hat dem Ständigen Büro der Ständigen Internationalen Kommission zur Prüfung der Handfeuerwaffen Mittei- lung zu machen über 1. die Erteilung, die Rücknahme oder den Widerruf einer Zulassung, 2. Anordnungen nach § 14 b Abs. 2. Abschnitt V Wiederholungsprüfungen für Schußapparate, Einsteckläufe und Böller 2347 1. bei Bolzensetzwerkzeugen, Preß- und Kerbgeräten mit der Auslieferung des Gerätes an den Betreiber oder Händler, 2. bei anderen Schußapparaten mit der Auslieferung des Gerätes an den Betreiber. Der Fristbeginn ist nachzuweisen im Falle der Nummer 1 durch eine vom Hersteller auf dem Gerät anzubringende Plakette, im Falle der Nummer 2 durch eine Bescheini- gung, die der Hersteller oder Händler dem Schußappa- rat beim Überlassen an den Betreiber beizufügen hat. (3) Der .Hersteller oder sein Beauftragter hat zu prü- fen, ob ein Gerät nach Absatz 1 handhabungssicher (Anlage 1) ist und ob es dem Baumuster entspricht. (4) Absatz 1 Satz 1 und Absatz 3 sind auf Böller mit der Maßgabe anzuwenden, daß an die Stelle des Her- stellers die zuständige Behörde tritt. Die Behörde kann eine von Absatz 1 Satz 1 abweichende Frist bestimmen, soweit öffentliche Interessen nicht entgegenstehen. §14a Schußapparate und Einsteckläufe, deren Bauart von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt zuge- lassen ist, sind in Abständen von höchstens zwei· Jahren an fünf Gegenständen jeder Bauart durch die zuständige Behörde zu prüfen. Für die Prüfung sind die Vorschriften der Anlage I Abschnitt 2 Nr. 2.1 bis 2.5, ausgenommen Nummer 2.5.6, maßgebend. §14b ( 1) Rechtfertigen Tatsachen die Annahme, daß Hand- feuerwaffen, Einsteckläufe oder Schußapparate, deren Bauart von der Physikalisch-Technischen Bundesan- stalt zugelassen worden ist, in ihren wesentlichen Merk- malen nicht den Vorschriften der Anlage I Abschnitt 2 oder der Zulassung entsprechen, nimmt die zuständige Behörde eine Prüfung vor. Können dabei festgestellte Mängel nicht unmittelbar behoben werden, kann diese dem Zulassungsinhaber untersagen, weitere Gegen- stände dieser Bauart zu vertreiben und anderen zu über- lassen. (2) Werden der Physikalisch-Technischen Bundes- anstalt Mängel nach Absatz 1 bei Handfeuerwaffen, Einsteckläufen oder Schußapparaten bekannt, deren Bauart von der Behörde eines Staates zugelassen worden ist, mit dem die gegenseitige Anerkennung der Zulassungszeichen vereinbart ist, unterrichtet sie diese Behörde. Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt kann den weiteren Vertrieb untersagen, wenn diese Gegenstände Gefahren für Leben und Gesundheit des Benutzers oder Dritter hervorrufen. §16 (1) Hat die Prüfung eines Gerätes nach § 15 Abs. 1 oder eines Böllers(§ 15 Abs. 3 und 4) keine Beanstan- dungen ergeben, so hat die prüfende Stelle 1. bei Geräten nach § 15 Abs. 1 das Prüfzeichen nach Absatz 2, 2. bei Söllern das Jahreszeichen ( § 7 Abs. 1 Nr. 3) auf dem Gerät anzubringen. (2) Das Prüfzeichen für Geräte nach§ 15 Abs. 1 muß dem Muster der Anlage II Abbildung 6 entsprechen. Es ist auf dem Lauf oder dem Gehäuse dauerhaft so anzu- bringen, daß die Zahl des Quartals, in dem das Gerät ge- prüft wurde, in Richtung der Laufmündung zeigt. Wird das Prüfzeichen in Form einer Plakette angebracht, so muß diese in Schwarzdruck auf silbrigem Grund ausge- führt sein. (3) Über die Prüfung des Gerätes nach§ 15 Abs. 1 hat der Hersteller oder sein Beauftragter, über die Prüfung eines Böllers die zuständige Behörde dem Betreiber eine Prüfbescheinigung auszustellen, aus der das Er- gebnis und das Datum der Prüfung, die prüfende Stelle, der Name des mit der Prüfung Beauftragten und im Falle des § 15 Abs. 4 Satz 2 etwaige Fristabweichungen her- vorgehen. Abschnitt Vi Festlegung der Werte für Handfeuerwaffen, Einsteckläufe und Austauschläufe sowie für Munition § 15 ( 1) Der Betreiber eines Schußapparates oder eines nicht tragbaren Gerätes nach § 5 Abs. 3 Nr. 2 der Ersten Verordnung zum Waffengesetz hat das Gerät dem Her- steller oder dessen Beauftragten jeweils nach zwei Jah- ren, bei wesentlichen Funktionsmängeln unverzüglich vorzulegen. Satz 1 gilt nicht für Leinenwurfgeräte, die auf Seeschiffen verwendet werden, und nicht für Indu- striekanonen. (2) Die Frist bis zur ersten Wiederholungsprüfung nach Absatz 1 beginnt § 17 ( 1 ) In Anlage III werden festgelegt 1. die Maße für die Patronen- oder Kartuschenlager und für die Übergänge, bei glatten Läufen die Innendurch- messer und bei gezogenen Läufen die Feld- und Zugdurchmesser, erforderlichenfalls auch die Lauf- querschnitte von Handfeuerwaffen, Einsteckläufen und Austauschläufen sowie die Verschlußabstände von Handfeuerwaffen (Maßtafeln - § 20 Abs. 1 Nr. 1 des Gesetzes), ""
Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1980, Teil 1 2348 2. die zulässigen Höchst- und Mindestmaße, die zuläs- sigen höchsten Gebrauchsgasdrücke oder/und Höchst- und Mindestenergien und die Bezeichnung der Munition und der Treibladungen nach § 2 Abs. 2 des Gesetzes (§ 25 Abs. 3 des Gesetzes), 3. die zulässigen Höchstmaße, die Höchst- und Min- destgasdrücke oder -energien und die Bezeichnung der pyrotechnischen Munition ( § 26 Abs. 1 Nr. 1 des Gesetzes). (2) Nicht zulässig sind 1. Revolver- und Pistolenpatronen mit Geschossen, die überwiegend oder vollständig aus hartem Material (Brinellhärte größer als 25 HB 5/62, 5/30) bestehen oder die mit einem Spreng- oder Brandsatz versehen sind, Felder in der Kreisringfläche zwischen Feld- und Zugdurchmesser nach Anlage III. Abschnitt VII Zulassung und Prüfung von Patronen- und Kartuschenmunition §19 (1 ) Die Zulassungsprüfung nach § 25 des Gesetzes umfaßt die Prüfung 1. der vorgeschriebenen Kennzeichnung auf der klein- sten Verpackungseinheit, 2. der vorgeschriebenen Kennzeichnung auf jeder Pa- trone oder Kartusche, 2. Platzpatronen, Reiz- und sonstige Wirkstoffpatronen, bei deren Verschießen in Entfernungen von mehr als 1 m vor der Mündung Verletzungen durch Teile der Abdeckung hervorgerufen werden können. Das gilt jedoch nicht für Platzpatronen der Kaliber 16 und 12 (Tabelle 7 der Anlage 111). 4. des Gasdrucks oder an dessen Stelle im Falle von Spezialmunition der entsprechenden Vergleichs- werte, 5. der Funktionssicherheit. (3) Die nach Anlage III zulässigen Gebrauchsgas- drücke gelten als eingehalten, wenn sie im Mittelwert und in den Toleranzgrenzen den in Anlage IV festgeleg- ten Anforderungen entsprechen. (2) Dem Antragsteller kann gestattet werden, die Prüfung nach Absatz 1 unter Aufsicht der zuständigen Behörde ganz oder teilweise selbst durchzuführen oder einem Fachinstitut zu übertragen. (4) Ist die Hülse einer Munition ummantelt, so gelten die in Anlage III festgelegten Maße nur für die Hülse. § 20 §18 (1) Anstelle der in der Anlage III für Munition festge- legten Bezeichnung darf eine andere handelsübliche Bezeichnung verwendet werden, wenn die Physika- lisch-Technische Bundesanstalt sie in ihrem Amts- und . Mitteilungsblatt veröffentlicht hat. Die Bezeichnung ist zu veröffentlichen, wenn sie eindeutig ist und sich von Bezeichnungen zugelassener Munition hinreichend un- terscheidet. (2) Läßt sich die Bezeichnung auf der Munition wegen deren geringer Größe nicht anbringen, so genügt die An- gabe des Kalibers mit einer Kurzbezeichnung, die die Munition eindeutig charakterisiert. Ist die Angabe der Hülsenlänge vorgeschrieben, muß auch diese ange- bracht werden.§ 23 Abs. 2 der Ersten Verordnung zum Waffengesetz gilt entsprechend. (3) Die zuständige Behörde kann in Ausnahmefällen zulassen, daß 1. für Waffen zur Erreichung von Höchstleistungen im Schießsport die in Anlage III angegebenen Feld- und Zugdurchmesser bis zu 1 vom Hundert unter- schritten werden, soweit die Nennquerschnittsfläche um nicht mehr als 0,7 vom Hundert unterschritten wird, 2. von den normalen Feld- und Zugprofilen abgewichen wird, wenn sichergestellt ist, daß die Abweichung zu keiner Überschreitung des Gebrauchsgasdruckes führt und daß beim Beschuß mit Beschußmunition ein Überdruck von 30 vom Hundert in jedem Fall erreicht wird. Die Nennquerschnittsfläche errechnet sich unter Zugrunde- legung eines Flächenanteils von 30 vom Hundert für die 3. der Maßhaltigkeit, (1) Außer der Kennzeichnung nach § 13 Abs. 3 des Gesetzes und nach § 22 der Ersten Verordnung zum Waffengesetz müssen auf der kleinsten Verpackungs- einheit angebracht werden 1. die Anzahl der Patronen oder Kartuschen, 2. das Prüfzeichen nach Anlage II Abbildung 8 in einwandfrei erkennbarer Ausführung. (2) Außer der Kennzeichnung nach § 13 Abs. 3 des Gesetzes und nach § 22 der Ersten Verordnung zum Waffengesetz ist auf Sehrotmunition der Durchmesser oder die Nummer der Schrote sowie die Länge der Hülse anzubringen, sofern sie länger ist als 65 mm bei den Kalibern 20 und größer, 63,5 mm bei den Kalibern 24 und kleiner.. (3) Die Kennzeichnungs- und Verpackungsvor- schriften über die Beförderung gefährlicher Güter bleiben unberührt. § 21 (1) Die Maßhaltigkeit der Munition wird nach den anerkannten Methoden der M-eßtechnik unter Anwen- dung der Vorschriften der Anlage IV ermittelt. (2) Die Messung des Gasdrucks wird mittels Kupfer- stauchkörperverfahren vorgenommen. Die Verwendung anderer Meßverfahren ist zulässig, sofern sie sich zur Messung schnell veränderlicher Drücke eignen und Vergleiche mit dem Standard- oder Normalverfahren vorliegen, die eine Umrechnung gestatten. Der Gasdruck und die statistischen Grenzwerte sind im übrigen nach den Vorschriften der Anlage IV zu ermit- teln. (3) Die Funktionssicherheit der Munition ist nach den Vorschriften der Anlage IV zu prüfen.
Nr. 79 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 30. Dezember 1980 § 22 2349 automatischen Datenverarbeitung (ADV) im Betrieb oder in dem Betriebsteil, in dem die Munition hergestellt oder vertrieben wird, zu führen. (1) Der Antrag hat Angaben zu enthalten über 1. Name, Firma oder Warenzeichen und Anschrift des Herstellers oder desjenigen, dessen Name, Firma oder Warenzeichen auf der Munition angebracht ist und der die Verantwortung für die Munition über- nimmt; im Falle der Einfuhr aus Staaten, mit denen die gegenseitige Anerkennung der Prüfzeichen nicht vereinbart ist, sind Name, Firma oder Warenzeichen und Anschrift des Einführers anzugeben, 2. Art des Pulvers, Art und Masse der Geschosse, Zündungstyp, 2. Typenbezeichnung der Munition, 3. die ermittelten Gasdrücke, 3. Herstellungs- und Prüfstätte mit dem Standort der Prüfgeräte, es sei denn, der Antragsteller ist ein Einführer nach Nummer 1. 4. Art und Zahl der festgestellten Mängel (2) Dem Antrag sind beizufügen 1. Zeichnungen mit Maßangaben für Patrone, Patronen- lager und Lauf, 2. Angaben über den zulässigen Höchstwert des Gebrauchsgasdruckes, 3. ein der Anlage IV entsprechender Meßlauf für den Patronentyp, 4. Patronenprüflehren. Satz 1 gilt nicht für die Zulassung eines Munitionstyps, der bereits in Anlage III aufgeführt ist. (3) Die Zulassungsbehörde kann vom Antragsteller die Vorlage von 3 000 Stück Patronen oder Kartusche'n zur wahllosen Probenahme verlangen. § 23 ( 1) Die Zulassung ist dem Hersteller oder demjenigen, dessen Name, Firma oder Warenzeichen auf der Muni- tion angegeben ist, schriftlich zu erteilen. Für Munition, die aus Staaten eingeführt wird, mit denen die gegensei- tige Anerkennung der Prüfzeichen nicht vereinbart ist, kann die Zulassung auf Antrag einem Einführer erteilt werden, der im Geltungsbereich des Gesetzes eine gewerbliche Niederlassung hat. (2) Der Zulassungsbescheid enthalten über hat Angaben zu 1. den Namen und die Anschrift des Antragstellers, 2. Typ und Bezeichnung der Munition und Name oder Warenzeichen, die auf der Munition angebracht sind, 3. die zulässigen Maße und den zulässigen höchsten Gebrauchsgasdruck der Patrone oder Kartusche, 4. das in Anlage II Abbildung 8 vorgeschriebene Prüfzei- chen. § 24 (1) Der Inhaber einer Zulassung ist verpflichtet, in angemessenen Zeitabständen Fabrikationskontrollen nach Anlage IV durchzuführen, sofern der Zulassungs- inhaber diese Kontrollen nicht einer zuständigen Behörde oder einem Fachinstitut übertragen hat, dessen Meßeinrichtungen in angemessenen Abständen nach Anlage IV Nr. 1 .1 überprüft werden. (2) Über die durchgeführten Fabrikationskontrollen sind Aufzeichnungen zu machen. Die Aufzeichnungen sind in gebundener Form, in Karteiform oder mit Hilfe der (3) Aus den Aufzeichnungen müssen folgende Angaben hervorgehen 1. Munitionstyp, Losgröße und Fertigungszeichen des Loses, a) bei der Maß- und Sichtprüfung, b) bei der Funktionsprüfung. (4) Der Zulassungsinhaber hat der zuständigen Behörde die Aufzeichnungen nach Absatz 2 auf Verlangen vorzulegen. (5) Die Aufzeichnungen sind bis zur übernächsten behördlichen Kontrolle, mindestens jedoch fünf Jahre . aufzubewahren. § 25 (1) Der Zulassungsinhaber hat mindestens alle drei Jahre die Durchführung einer behördlichen Kontrolle bei einer zuständigen Behörde zu beantragen. Einführer aus Staaten, mit denen eine gegenseitige Anerkennung der Prüfzeichen nicht vereinbart ist, haben die Durchführung dieser Kontrollen mindestens einmal jährlich zu bean- tragen, wenn sie keine Fabrikationskontrolle durchfüh- ren oder durchführen lassen. Die Frist nach den Sät- zen 1 und 2 beginnt mit dem auf die Zulassung folgen- den Kalenderjahr. (2) Wird Munition aus Staaten eingeführt, mit denen eine gegenseitige Anerkennung der Prüfzeichen nicht vereinbart ist, hat der Einführer eine Bescheinigung des Herstellers vorzulegen, aus der hervorgeht, daß dieser Fabrikationskontrollen durchführt, die den in Anlage IV vorgeschriebenen gleichwertig sind. Diese Bescheini- gung muß jedes Jahr erneuert werden. Der Einführer hat ferner auf Verlangen der Behörde das Protokoll über das Los, das Gegenstand der behördlichen Kontrolle ist, vorzulegen. Die Sätze 1 bis 3 gelten nicht, wenn vom Hersteller eine Fabrikationskontrolle durchgeführt und diese durch eine Zulassungsbehörde überwacht wird. (3) Bei der behördlichen Kontrolle sind die in An- lage IV festgelegten Prüfungen vorzunehmen. (4) Wird bei der behördlichen Kontrolle festgestellt, daß die Munition oder die Meßgeräte den Vorschriften der Anlagen 111, IV oder der Zulassung nicht entsprechen, setzt die zuständige Behörde eine angemessene Frist zur Beseitigung der Mängel. § 26 (1) Rechtfertigen Tatsachen die Annahme, daß Muni- tion, deren Typ von der zuständigen Behörde zuge- lassen ist oder Munition nach§ 29 Abs. 1 Nr. 3 und 4 den Vorschriften der Anlagen 111, IV oder der Zulassung nicht entspricht, nimmt diese eine Kontrolle vor. Können dabei festgestellte Fehler nicht unmittelbar behoben werden, kann die zuständige Behörde den weiteren Vertrieb der beanstandeten Munition untersagen.
2350 Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1980, Teil (2) Ist lediglich der vorgeschriebene Gasdruck oder der Vergleichswert überschritten worden, kann dem Zulassungsinhaber gestattet werden, die beanstandete Munition wieder in Verkehr zu bringen. In diesem Fall ist die Munition mit dem Kennzeichen zu versehen, das für Munition mit erhöhtem Gasdruck vorgeschrieben ist. (3) Werden der zuständigen Behörde Mängel nach Absatz 1 bei Munition bekannt, deren Typ von der Behörde eines Staates zugelassen worden ist, mit dem die gegenseitige Anerkennung der Prüfzeichen verein- bart ist, unterrichtet sie diese Behörde. Die zuständige Behörde kann den weiteren Vertrieb untersagen, wenn die Munition Gefahren für Leben und Gesundheit des Benutzers oder Dritter hervorruft. Sie trifft die erforder- lichen Sicherheitsmaßnahmen. § 27 (1) Die Zulassung nach § 25 des Gesetzes, ihre Änderung, Rücknahme und ihr Widerruf werden im Bundesanzeiger und im Amts- und Mitteilungsblatt der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt bekanntge- macht. Die Bekanntmachung soll die in § 23 Abs. 2 Nr. 1 bis 3 bezeichneten Angaben enthalten. Bei Zulassung eines Munitionstyps, der bereits in Anlage III aufgeführt ist, braucht die Bekanntmachung die Angaben nach § 23 Abs. 2 Nr. 3 nicht zu enthalten. (2) Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt hat dem Ständigen Büro der Ständigen Internationalen Kommission zur Prüfung der Handfeuerwaffen Mittei- lung zu machen über 1. andere handelsübliche Bezeichnungen nach § 18 Abs. 1, 1 1. Treibladungen nach § 2 Abs. 2 des Gesetzes, 2. nicht gewerbsmäßig wiedergeladene Munition, 3. Beschußmunition, 4. Munitionstypen, die in einer Menge von nicht mehr als tausend Stück innerhalb eines Jahres gefertigt, vertrieben, eingeführt oder sonst in den Geltungsbe- reich des Gesetzes verbracht werden, 5. Munition, die nicht mehr serienmäßig hergestellt wird und ausschließlich in kleinen Mengen zum Sammeln bestimmt ist. Beschußmunition nach Satz 1 Nr. 3 ist jedoch der Fabri- kationskontrolle zu unterziehen. Munition nach Satz 1 darf nicht das Prüfzeichen nach Anlage II Abbildung 8 tragen. (2) Patronen- und Kartuschenmunition nach Absatz 1 Nr. 3 und 4 muß den Anforderungen nach § 19 entspre- chen. (3) Hersteller und Einführer von Patronen- und Kartu- schenmunition nach Absatz 1 Nr. 4 haben die im laufe eines Jahres hergestellte oder eingeführte Menge der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in doppelter Ausfertigung anzuzeigen. Die Anzeige muß den Namen oder die Firma, die Anschrift sowie die Typenbezeich- nung und die Menge der Munition enthalten. Die Physi- kalisch-Technische Bundesanstalt bestätigt dem Anzeigenden den Eingang auf dem Doppel der Anzeige. Abschnitt VIII Beschußrat 2. die Erteilung, die Rücknahme oder den Widerruf einer Zulassung, 3. Anordnungen nach § 26 Abs. 3. § 28 (1) Der Typ einer Patronen- oder Kartuschenmunition wird bestimmt durch die in der Anlage III festgelegte handelsübliche Bezeichnung oder durch die von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt zugelassene handelsübliche Bezeichnung. (2) Das Los einer Patronen- oder Kartuschenmunition ist 1. die Gesamtheit einer Munition desselben Typs, die von demselben Hersteller unter Verwendung derselben Pulversorte, von Geschossen der gleichen Art und Masse und desselben Zündertyps in einer Serie geladen wird, 2. bei Munition aus Staaten, mit denen die gegenseitige Anerkennung der Prüfzeichen nicht vereinbart ist, die Gesamtheit der Munition, die von demselben Einführer in einer Lieferung in den Geltungsbereich des Gesetzes verbracht werden soll, wenn sie die Merkmale nach Nummer 1 aufweist. § 29 ( 1) Der Zulassung nach § 25 des Gesetzes sowie der Fabrikationskontrolle und der periodischen behördli- chen Kontrolle unterliegen nicht § 30 (1) Beim Bundesminister des Innern wird ein Beschußrat gebildet. (2) Den Vorsitz im Beschußrat führt ein Vertreter des Bundesministers des Innern. (3) Der Beschußrat setzt sich aus dem Vorsitzenden und aus folgenden Mitgliedern zusammen 1. je einem Vertreter der für die Prüfung von Handfeuer- waffen und Munition nach Landesrecht zuständigen Behörden, 2. je einem Vertreter der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt, der Bundesanstalt für Materialprü- fung und des Bundeskriminalamtes, 3. je einem Vertreter der Deutschen Versuchs- und Prüf-Anstalt für Jagd- und Sportwaffen e. V., des Deutschen Institutes für Normung und des Hauptver- bandes der gewerblichen Berufsgenossenschaften, 4. je drei Vertretern der Hersteller von Schußwaffen und der Hersteller von Munition, 5. je einem Vertreter der Hersteller von Schußappa- raten, des Büchsenmacherhandwerks und der Importeure von Schußwaffen und Munition. (4) Die Mitglieder des Beschußrates müssen auf waffen- oder munitionstechnischem Gebiet sachver- ständig und erfahren sein. Der Bundesminister des Innern kann zu den Sitzungen des Beschußrates
2351 Nr. 79 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 30. Dezember 1980 Vertreter von Bundes- und Landesministerien sowie weitere Sachverständige hinzuziehen. (5) Der Bundesminister des Innern beruft 1 . die Vertreter der zuständigen Landesbehörden auf Vorschlag der obersten Landesbehörde, 2'. die Vertreter der Physikalisch-Technischen Bundes- anstalt, der Bundesanstalt für Materialprüfung auf Vorschlag des Bundesministers für Wirtschaft, 3 . die Vertreter der in Absatz 3 Nr. 3 bezeichneten Stellen nach Anhörung der Vorstände dieser Stellen, 4. die Vertreter der in Absatz 3 Nr. 4 und 5 bezeichneten Wirtschaftszweige nach Anhörung der jeweiligen Spitzenorganisationen. Stoßboden gemessen, mit einer Genauigkeit von 0, 1 Millimeter und die Lagerlänge mit einer Genauigkeit von 1 Millimeter anzubringen." (2) Die Vierte Verordnung zum Waffengesetz vom 19. Juli 1976 (BGB!. 1 S. 1810), zuletzt geändert durch Verordnung vom 12. Dezember 1979 (BGBI. 1 S. 2152), wird wie folgt geändert: 1. In § 2 Abs. 1 wird a) in Nummer 2 die Verweisung ,,§ 25 Abs. 3" durch die Verweisung ,,§ 25 Abs. 5" ersetzt, b) am Ende der Nummer 4 der Punkt durch einen Beistrich ersetzt und folgende Nummer 5 ange- fügt: ,,5. für die Prüfung von Schußapparaten und Ein- (6) Die Mitglieder des Beschußrates üben ihre Tätig- keit ehrenamtlich aus. steckläufen nach § 14 a und § 14 b Abs. 1 der Dritten Verordnung zum Waffengesetz vom 20. Dezember 1980 (BGBI. I S. 2344) und für die behördliche Kontrolle von Munition nach § 25 Abs. 3 und § 26 Abs. 1 der Dritten Verordnung zum Waffengesetz." Abschnitt IX Bußgeld-, Übergangs-, Änderungs- und Schlußvorschriften 2. Abschnitt I des Gebührenverzeichnisses wird wie folgt geändert: § 31 Ordnungswidrig im Sinne des § 55 Abs. 1 Nr. 28 Buchstabe b des Gesetzes handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig a) Nummer 4 erhält folgende Fassung: von ,,4. 1. § 13 Abs. 3 über die Anbringung des vorgeschrie- benen Zulassungszeichens auf nachgebauten Stücken zuwiderhandelt, 2. entgegen § 15 Abs. 1 Satz 1 ein dort bezeichnetes Gerät oder entgegen § 15 Abs. 4 in Verbindung mit § 15 Abs . 1 Satz 1 den Böller nicht rechtzeitig zur Prüfung vorlegt, „d) von dem Erfordernis der Typenprüfung für Patronen- und Kartu- schenmunition oder für Treibladungen für Hand- feuerwaffen nach § 25 Abs. 5 WaffG „ 18. Untersagung nach § 41 der 1. WaffV oder§ 14 b Abs. 1 Satz 2 der 3. WaffV und Anordnungen nach § 26 Abs. 1 Satz 2 oder Abs. 3 Satz 2 der 3. WaffV § 32 (1) Die Erste Verordnung zum Waffengesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom 15. Februar 1979 (BGBI. 1 S . 184) wird wie folgt geändert: „Bei Schußwaffen mit glatten Läufen sind auf jedem glatten Lauf der Laufdurchmesser, 23 cm ± 1 cm vom 50,- 500,-''. 10,- 500,-". 10,- 50,-". c) Nummer 18 erhält folgende Fassung: 5. entgegen § 25 Abs. 1 die Durchführung einer behörd- lichen Kontrolle nicht beantragt. In § 20 Abs. 2 werden die bisherigen Sätze 1, 2 und 3 die Sätze 2, 3 und 4; folgender Satz 1 wird vorangestellt: bis b) Nummer 8 Buchstabe d erhält folgende Fassung: 3 . entgegen § 20 Abs. 1 die Verpackungseinheit oder entgegen § 20 Abs. 2 die Sehrotmunition nicht oder nicht in der vorgeschriebenen Form kennzeichnet, 4. Aufzeichnungen entgegen § 24 Abs. 2 oder 3 nicht, nicht vollständig, nicht in der vorgeschriebenen Form oder nicht am vorgeschriebenen Ort führt, entgegen § 24 Abs. 4 auf Verlangen der zuständigen Behörde nicht vorlegt oder entgegen § 24 Abs. 5 nicht aufbe- wahrt, Zulassung von Schuß- waffen, Einsteckläufen und Munition (§§ 21 bis 23 und § 25 WaffG) DM § 33 Diese Verordnung tritt am 1. Januar 1981 in Kraft. Gleichzeitig tritt die Dritte Verordnung zum Waffenge- setz vom 22. Dezember 1976 (BGBI. 1 S. 3770) außer Kraft. Bonn, den 20. Dezember 1980 Der Bundesminister des Innern Baum
2352 Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1980, Teil 1 Bekanntmachung zu§ 4 des Warenzeichengesetzes Vom 19. Dezember 1980 Auf Grund des § 4 Abs. 2 Nr. 3 a des Warenzeichen- gesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 2. Januar 1965 (BGBI. 1S. 1, 29) wird in Ergänzung der Bekanntmachungen vom 12. September 1963 (BGBI. 1 S. 781) und vom 16. Juni 1966 (BGBI. I S. 390) bekannt- gemacht, daß die in den Anlagen 1 bis 3 wiedergegebe- nen Bezeichnungen, Abkürzungen und Kennzeichen - der Internationalen Bank für Wiederaufbau und Ent- wicklung, - der Internationalen Entwicklungsorganisation und - der Internationalen Finanz-Corporation von der Eintragung als Warenzeichen ausgeschlossen sind. Diese Bekanntmachung ergeht im Anschluß an die Bekanntmachung vom 1. August 1980 (BGBI. 1S. 1152). Bonn, den 19. Dezember 1980 Der Bundesminister der Justiz Dr. Vogel Anlage 1 Ergänzung der Bezeichnungen, Abkürzungen und Kennzeichen der Internationalen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (Ergänzung von Abschnitt II Nr. 10 der Anlage zu der Bekanntmachung vom 12. September 1963, BGBI. 1 S. 781, und von Anlage 2 der Bekanntmachung vom 16. Juni 1966, BGBI. 1 S. 390): Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung Banco lnternacional de Reconstrucci6n y Fomento 1. 8. R. D. B. 1. R. D. B. 1. R. F. f.l- ~ ffl: ~ ifi 1,- ~ i{: ~ gq. \'li
Nr. 79 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 30. Dezember 1980 2353 Anlage 2 · Ergänzung der Bezeichnungen, Abkürzungen und Kennzeichen der Internationalen Ent- wicklungsorganisation (Ergänzung von Abschnitt II Nr. 12 der Anlage zu der Bekanntmachung vom 12. September 1963, BGBI. 1 S. 781 ): Asociaci6n lnternacional de Fomento 1. D. A. A. 1. F. IDA Anlage 3 Ergänzung der Bezeichnungen, Abkürzungen und Kennzeichen der Internationalen Fi nanz-Corporation (Ergänzung von Abschnitt II Nr. 13 der Anlage zu der Bekanntmachung vom 12. September 1963, BGBI. 1 S. 781 ): Corporaci6n Financiera lnternacional 1. F. C. S. F. 1. C. F. 1. IFC
2354 Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1980, Teil 1 Bekanntmachung über das Inkrafttreten des Gesetzes zur Ausführung des Vertrages vom 20. Juli 1977 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Staat Israel über die gegenseitige Anerkennung und Vollstreckung gerichtlicher Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen Vom 19. Dezember 1980 Der Vertrag vom 20. Juli 1977 zwischen der Bundes- republik Deutschland und dem Staat Israel über die ge- genseitige Anerkennung und Vollstreckung gericht- licher Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen (BGBI. 1980 II S. 926) tritt am 1. Januar 1981 in Kraft. , Auf Grund des § 39 Abs. 2 des Gesetzes vom 13; August 1980 zur Ausführung des Vertrages vom 20. Juli 1977 zwischen der Bundesrepublik Deutsch- land und dem Staat Israel über die gegenseitige Aner- kennung und Vollstreckung gerichtlicher Entscheidun- gen in Zivil- und Handelssachen (BGBI. 1980 1S. 1301) wird hiermit bekanntgemacht, daß das Gesetz nach sei- nem § 39 Abs. 1 ebenfalls am 1. Januar 1981 in Kraft tritt. Bonn, den 19. Dezember 1980 Der Bundesminister der Justiz Dr. Vogel Bundesgesetzblatt Teil II Nr. 53, ausgegeben am 24. Dezember 1980 Tag Inhalt Seite 17. 12. 80 Verordnung zur Änderung des Deutschen Teil-Zolltarifs (Nr. 11 /80 - Beitritt Griechenlands) . . 1506 613-2-1 23. 12. 80 Verordnung zur Änderung des Deutschen Teil-Zolltarifs (Nr. 10/80 - Allgemeine Vorschriften) , 1524 613-2-1 23. 12. 80 Verordnung zur Änderung des Deutschen Teil-Zolltarifs (Nr. 13/80 - Zweite Erhöhung des Zollkontingents 1980 für Bananen) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1525 613-2-1 23. 12. 80 Verordnung zur Änderung des Deutschen Teil-Zolltarifs (Nr. 14/80 - Zollkontingent 1981 für Bananen) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1526 613-2-1 2. 12. 80 3. 12. 80 8. 12. 80 Bekanntmachung über den Geltungsbereich des Internationalen Übereinkommens über sichere Container . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1527 Bekanntmachung über den Geltungsbereich des Übereinkommens zur Eingliederung der Interna- tionalen Pappelkommission in die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1527 Bekanntmachung über den Geltungsbereich des Internationalen Kaffee-Übereinkommens von 1976 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1528
2355 Nr. 79 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 30. Dezember 1980 Tag in halt Seite 10. 12. 80 Bekanntmachung des Abkommens zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung des Nationalen Wiederaufbaus der Republik Nicaragua über Finanzielle Zusammenarbeit .................................................................. • • • • • • 1528 10. 12. 80 Bekanntmachung über den Geltungsbereich des Übereinkommens zur Erleichterung des Inter- nationalen Seeverkehrs ............................................................. • • • • • 1530 10. 12. 80 Bekanntmachung über den Geltungsbereich des Übereinkommens zur einheitlichen Feststellung von Regeln über die Hilfsleistung und Bergung in Seenot .................................. . 1530 11. 12. 80 Bekanntmachung über das Inkrafttreten des Budapester Vertrags über die internationale Anerkennung der Hinterlegung von Mikroorganismen für die Zwecke von Patentverfahren .... 1531 12. 12. 80 Bekanntmachung über das Inkrafttreten des deutsch-israelischen Vertrags über die gegen- seitige Anerkennung und Vollstreckung gerichtlicher Entscheidungen in Zivil- und Handels- sachen ................................................................. ; .............. . 1531 12. 12. 80 Bekanntmachung zu dem Artikel 25 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten ......................................................................... . 1532 15. 12. 80 Bekanntmachung des Abkommens zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung der Demokratischen Republik Sudan über Finanzielle Zusammenarbeit ....... . 1532 15. 12. 80 Bekanntmachung des Abkommens zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und dem Präsidenten der Islamischen Republik Pakistan über Finanzielle Zusammenarbeit ...... . 1534 Preis dieser Ausgabe: 3,- DM (2,40 DM zuzüglich 0,60 DM Versandkosten), bei Lieferung gegen Vorausrechnung 3,50 DM. Im Bezugspreis ist die Mehrwertsteuer enthalten; der angewandte Steuersatz beträgt 6,5 % . . Lieferung gegen Voreinsendung des Betrages auf das Postscheckkonto Bundesgesetzblatt Köln 3 99 - 509 oder gegen Vorausrechnung. Verkündungen im Bundesanzeiger Gemäß § 1 Abs. 2 des Gesetzes über die Verkündung von Rechtsverordnungen vom 30. Januar 1950 (BGBI. S. 23) wird auf folgende im Bundesanzeiger verkündete Rechtsverordnungen nachrichtlich hingewiesen: Datum und Bezeichnung der Verordnung 5. 12. 80 Siebente Verordnung zur Änderung der Verordnung über die Festsetzung von Preisen für Zündwaren Verkündet im Bundesanzeiger Nr. vom Tag des lnkraft- tretens 1. 1. 81 235 17. 12.80 237 19. 12.80 237 19. 12. 80 1. 237 19. 12.80 1. 1. 81 237 19. 12.80 1. 1. 81 612-10-3 12. 12. 80 Verordnung zur Änderung des Deutschen Teil-Zollta- rifs (Nr. 12/80 - Effektivpreise ab 1. November 1980 für Antidumpingzölle auf bestimmte EGKS-Waren) 20. 12. 80 613-2-1 8. 12. 80 Verordnung über die Verlängerung der Frist für den Bezug des Kurzarbeitergeldes 1. 81 neu: 810-1-29 . 12. 12. 80 Verordnung Nr. 21 /80 über die Festsetzung von Ent- gelten für Verkehrsleistungen der Binnenschiffahrt 9500-4-6-4 15. 12. 80 Verordnung Nr. 22/80 über die Festsetzung von Ent- gelten für Verkehrsleistungen der Binnenschiffahrt 9500-4-6-4
2356 Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1980, Teil 1 Herausgeber: Der Bundesminister der Justiz - Verlag: Bundesanzeiger Verlagsges.m.b.H. - Druck: Bundesdruckerei Bonn. Im Bundesgesetzblatt Teil I werden Gesetze, Verordnungen, Anordnun- gen und damit im Zusammenhang stehende Bekanntmachungen ver- öffentlicht. Im Bundesgesetzblatt Teil II werden völkerrechtliche Verein- barungen, Verträge mit der DDR und die dazu gehörenden Rechtsvor- schriften und Bekanntmachungen sowie Zolltarifverordnungen vergttent- licht. Bezugsbedingungen: laufender Bezug nur im Verlagsabonnement. Ab- bestellungen müssen bis spätestens 30. 4. bzw. 31. 10. jeden Jahres beim Verlag vorliegen. Postanschrift für Abonnementsbestellungen sowie Bestellungen bereits erschienener Ausgaben: Bundesgesetzblatt Postfach 13 20, 5300 Bonn 1, Tel. (02 28) 23 80 67 bis 69. Bezugspreis: Für Teil I und Teil II halbjährlich je 48,- DM. Einzelstücke je angefangene 16 Seiten 1,20 DM zuzüglich Versandkosten. Dieser Preis gilt auch für Bundesgesetzblätter, die vor dem 1. Juli 1978 ausgegeben worden sind. Lieferung gegen Voreinsendung des Betrages auf das Post- scheckkonto Bundesgesetzblatt Köln 3 99-509 oder gegen Vorausrech- nung. Preis dieser Ausgabe ohne Anlagenband: 5,60 DM (4,80 DM zuzüglich -,80 DM Versandkosten), bei Lieferung gegen Vorausrechnung 6, 10 DM. Bundesanzeiger Verlagsges.m.b.H. · Postfach 13 20 · 5300 Bonn 1 Im Bezugspreis ist die Mehrwertsteuer enthalten; der angewandte Steu- e~satz beträgt 6,5 %. Postvertriebsstück · Z 5702 AX · Gebühr bezahlt Hinweis Der Jahrgang 1980 des Bundesgesetzblattes Teil 1 umfaßt die Ausgaben 1 bis 79 und endet mit der Seite 2356. Als Anlagenbände*) zum Bundesgesetzblatt Teil 1 wurden ausgegeben: zu Nr. 25: die Anlage zur Zweiten Verordnung zur Än- derung der Verordnung über Analysemetho- den für die amtliche Untersuchung von Fut- termitteln und Vormischungen, zu Nr. 42: die Anhänge I und II der Verordnung über ge- fährliche Arbeitsstoffe, zu Nr. 47: die Anlagen 1 bis 15 zur Achtundvierzigsten Verordnung zur Änderung der Außenwirt- schaftsverordnung, zu Nr. 58: die Anlage zur Verordnung über die Bezeich- nung der Art der wirksamen Bestandteile von Fertigarzneimitteln (Bezeichnungsver- ordnung), zu Nr. 79: die Anlagen I bis IV zur Dritten Verordnung zum Waffengesetz. Beigelegt wurden dem Bundesgesetzblatt Teil 1 topographische ~arten*). zu Verordnungen über die Festsetzung des Lärmschutzbereichs folgender Mili- tärflugplätze: zu Nr. 4: Wildenrath, zu Nr. 39: Hopsten, zu Nr. 75: Husum. Ferner wurde beigefügt: zu Nr. 55: die Anlage zum 2. Gesetz zur Änderung des Gesetzes über den Ausbau der Bundesfern- straßen in den Jahren 1971 bis 1985. *) Innerhalb des Abonnements werden die Anlagenbände und die Karten im Maß- stab 1 : 50 000 auf Anforderung kostenlos geliefert. Außerhalb des Abonne- ments erfolgt die Lieferung gegen Kostenerstattung. Hinweis Der Jahrgang 1980 des Bundesgesetzblattes Teil II umfaßt die Ausgaben Nr. 1 bis 53 und endet mit der Seite 1536. Als Anlagebände wurden ausgegeben: zur Ausgabe Nr. 25 vom 21. Juni 1980 Anhänge 1 bis 9 zu der Verordnung über die In- kraftsetzung der Änderungen zu den Regelungen Nr. 2, 4, 15, 19, 20, 23 und 24 nach dem Übereinkom- men vom 20. März 1958 über die Annahme einheitli- cher Bedingungen für die Genehmigung der Ausrü- stungsgegenstände und Teile von Kraftfahrzeugen und über die gegenseitige Anerkennung der Geneh- migung vom 18. Juni 1980; - zur Ausgabe Nr. 51 vom 12. Dezember 1980 Regelung Nr. 13 - Einheitliche Vorschriften für die Genehmigung der Fahrzeuge hinsichtlich der Brem- sen.

References: § 25
 § 24
 § 25
 § 2
 § 63
 § 25
 § 14
 § 11
 § 128
 § 14
 § 45
 § 1
 § 14
 § 36
 § 7
 § 7
 § 7
 § 9
 § 14
 § 1387
 § 15
 § 114
 § 16
 § 4
 § 22
 § 11
 § 14
 § 2
 § 25
 § 25
 § 2
 § 3
 § 26
 § 29
 § 14
 § 7
 § 14
 § 8
 § 51
 § 41
 § 1
 §2
 § 3
 § 3
 §3
 § 8
 §4
 §5
 §6
 § 5
 § 5
 §7
 § 19
 § 3
 § 3
 § 40
 § 40
 § 40
 § 40
 § 40
 §8
 §9
 § 14
 § 2
 § 9
 § 1
 § 16
 § 19
 § 49
 § 3
 § 3
 § 4
 § 3
 § 3
 §4
 § 4
 §4
 § 5
 § 51
 § 4
 § 4
 § 4
 § 4
 § 52
 § 3
 § 4
 § 4
 § 4
 § 4
 § 4
 § 14
 § 4
 § 1
 § 4
 § 24
 § 30
 § 77
 § 1
 §2
 §3
 § 15
 § 15
 § 8
 §4
 §5
 §6
 § 79
 §7
 § 1
 § 2
 § 8
 § 8
 § 4
 § 8
 § 5
 § 16
 § 3
 § 26
 § 1
 §5
 §6
 § 2
 §7
 § 25
 § 4
 § 4
 §3
 §4
 §8
 § 29
 §9
 § 1
 § 1
 § 376
 § 1
 § 1
 § 3
 § 4
 § 4
 § 5
 § 14
 § 2
 § 15
 § 20
 § 25
 § 15
 § 20
 § 25
 § 26
 § 26
 §4
 § 1
 § 1
 § 2
 § 25
 § 4
 §3
 §5
 § 20
 § 13
 §6
 § 1
 §7
 § 16
 §9
 § 23
 § 1
 § 22
 §10
 §8
 § 11
 § 23
 § 23
 § 25
 § 5
 § 12
 § 23
 § 5
 § 16
 § 13
 § 9
 § 14
 § 21
 § 22
 § 23
 § 12
 § 14
 §14
 §14
 §16
 § 15
 § 15
 § 7
 § 15
 § 15
 § 5
 § 17
 § 20
 § 2
 § 26
 §19
 § 25
 § 20
 §18
 § 13
 § 22
 § 13
 § 22
 § 21
 § 22
 § 23
 § 24
 § 25
 § 26
 § 27
 § 25
 § 23
 § 23
 § 18
 § 2
 § 19
 § 26
 § 28
 § 29
 § 25
 § 30
 § 2
 § 14
 § 14
 § 25
 § 26
 § 31
 § 55
 § 13
 § 15
 § 15
 § 15
 § 25
 § 41
 § 26
 § 32
 § 25
 § 20
 § 20
 § 20
 § 24
 § 24
 § 24
 § 25
 § 33
 § 4
 § 39
 § 39
 § 1