Source: http://norddeutscher-bulldog-club.de/zuchtbestimmungen.html
Timestamp: 2019-02-22 00:32:19+00:00

Document:
Zuchtbestimmungen - Norddeutscher Bulldog Club
Die neuen Zuchtbuchbestimmungen wurden durch den Eintritt beim Dachverband, Internationaler Hundeverband e.V., kurz IHV e.V. im Juli 2017 aktualisiert und treten mit den aktuellen Änderungen mit Wirkung vom 01.07.2017 in Kraft. Bis dahin gelten für alle Bestandhunde die ZBB mit letzter Änderung aus 2014. Die durch den Verband, bis zum Datum des Inkrafttretens der neuen ZBB, bereits erteilten Zuchttauglichkeitsbestätigungen, Zwingerschutz usw. behalten weiterhin Ihre Gültigkeit.
Die ZBB dienen der Zuchtkontrolle, sowie der Förderung gesunder, rassereiner und wesensfester Hunde aller Rassen, die innerhalb des Norddeutschen Bulldog Club, NBC e.V. (im weiteren Text kurz als NBC benannt) registriert und/oder gezüchtet werden dürfen.
Der NBC richtet die Zuchtzulassungsbestimmungen der einzelnen Rassen nach den Rassevorgaben des IHV e.V. aus. Unabdingbar dafür sind: Eine strenge Zuchtkontrolle, die Führung eines eigenen Zuchtbuches, sowie die fundierte Zuchtberatung durch befugte Verbandsorgane und/oder Zuchtwarte sowie Züchter des Verbandes.
Eine Zucht oder/und Lieferung für Versuchsanstalten, den Zoofachhandel sowie alle anderen illegalen Verwendungen der Hunde (wie etwa Hundekämpfe, illegale Abrichtung etc.) ist strengstens untersagt. Ein Verstoß gegen die vorstehenden Bedingungen bewirkt den sofortigen Verbandsausschluss sowie Einzug und Aberkennung aller Verbandspapiere für den betreffenden Züchter und dessen Hunde. Mit der sofortigen Aberkennung aller Zuchtergebnisse, sowie evtl. anerkannten Titel aller Hunde des betreffenden Züchters, sowie alle durch den Verband persönlich erteilten und anerkannter Auszeichnungen ist eine sofortige Löschung aller dem Verband erteilten Werbeaufträge (im Internet, usw.) des betreffenden Züchters verbunden. Eine Kostenrückerstattung für gesperrte Werbeaufträge erfolgt nicht. Gemäß bestehender Verträge sind auch bei Nichtschaltung/Sperre (der Werbung) aus vorstehend genanntem Grund, die Kosten durch den betreffenden Züchter bis zum Vertragsende zu bezahlen. (Siehe hier Durchführungsbestimmungen der ZBB und deren laufenden Ergänzungen)
§2 Zuchtberatung/Zuchtkontrolle:
Der Züchter hat Anspruch auf Zuchtberatung durch den NBC. Selbiger ist verpflichtet, seine Züchter bei der Zucht und Haltung von Rassehunden zu beraten.
Der Züchter kann jederzeit beim NBC den Antrag auf Kontrolle seiner Rassehundezucht beantragen. Der NBC ist verpflichtet, eine solche Kontrolle schnellstens (spätestens aber innerhalb 4 Wochen) durch einen Zuchtwart durchzuführen. Über das Ergebnis ist dem Züchter ein schriftlicher Bericht samt Urkunde innerhalb von 21 Tagen zuzusenden. Die Kosten für den Kontrollbericht ergeben sich aus der jeweils geltenden Gebührenordnung des NBC und sollten vorher mit dem NBC und/oder mit dem zu beauftragenden Zuchtwart abgestimmt werden.
Spätestens mit der Wurfabnahme des ersten, beim NBC durch den Züchter beantragten, Wurfes erfolgt eine protokollarische Abnahme der Zuchtstätte durch den Zuchtwart. Falls notwendig, mit Hinzuziehung des örtlich zuständigen Amtstierarztes. Bei der Abnahme einer neuen Zuchtstätte sind die Zuchtwarte angewiesen, das Grundwissen des Züchters für eine verantwortungsvolle Zuchtarbeit zu prüfen. Im Bedarfsfall wird durch den zuständigen Zuchtwart die Schulungsteilnahme am Züchtergrundseminar eingefordert. Der Verband hat sicherzustellen, dass die Termine und Örtlichkeiten der angebotenen Züchtergrundseminare im verhältnismäßigen Aufwand für den Züchter stehen.
§3 Zuchtvoraussetzung:
Zur Zucht dürfen nur gesunde und wesensfeste Rassehunde verwendet werden.
Diese müssen eine vom NBC anerkannte Ahnentafel/bestätigte Registerkarte besitzen, die auch von einem anderen anerkannten Verein (z.B.: VDH, FCI, UCI, DRC, DHU, BRV, KUD, EMV usw.) stammen kann.
Zuchthunde mit einer Schulterhöhe ab 45 cm (Widerristhöhe der Rassebestimmung) benötigen zur Zuchtzulassung mindestens einen HD- (Hüftgelenkdysplasie) und ED- (Ellenbogendysplasie) Gutachterbefund. Für Rassehunde der anfälligen Rassen die mit OCD (Schultergelenksdysplasie) auffällig wurden, müssen ebenfalls die Röntgenunterlagen zur OCD-Feststellung für eine beantragte Zuchttauglichkeit vorgelegt werden. OCD anfällige Rassen werden in der Durchführungsbestimmung geregelt.
Rassehunde mit einer Schulterhöhe bis 45 cm (Widerristhöhe der Rassebestimmung) benötigen zur PL- (Patella Luxation) Feststellung für eine beantragte Zuchttauglichkeit die entsprechenden Untersuchungsbefunde. Die Befunde sind ausschließlich auf den durch den NBC vorgegebenen Formularen durch die beauftragten Tierärzte einzureichen. Die Auswertung von HD und ED Röntgenaufnahmen darf nur durch von NBC bevollmächtigte Gutachterstellen oder Mitgliedern der Gesellschaft für Röntgendiagnostik genetisch beeinflusster Skeletterkrankungen bei Kleintieren e.V. (GRSK), (also nicht vom heimischen Tierarzt) erfolgen. Die betreffenden Rassen erfragen Sie entweder beim Zuchtbeirat bzw. sind diese auf unserer Internetseite abrufbar. Wir verweisen auf § 6 der ZBB, der hier verbindlich gilt.
Für einen Großteil der durch den NBC in der Zucht betreuten Rassen sind weitere gesundheitliche Befunde, wie in etwa PRA (Augenuntersuchung), MDR1, Willebrand, Herzuntersuchungen, Untersuchungen der Keilwirbel usw. vorgeschrieben. Die entsprechenden Rassen werden in den Durchführungsbestimmungen dieser ZBB geregelt und sind ggf. Voraussetzung für die Zuchtzulassung des NBC.
Vor jeder Zuchtzulassung muss der Züchter/Deckrüdenbesitzer sich über die aktuell geltenden Durchführungsbestimmungen seiner Rasse informieren und die evtl. dort geregelten zusätzlichen Gesundheitsbefunde vor einer Zuchtverwendungsfreigabe dem beauftragten Zuchtwart vorlegen.
Die entsprechenden Durchführungsbestimmungen können entweder im Internet unter der aktuellen Homepage des Verbandes, bzw. beim Zuchtbeirat oder dem Zuchtbuchamt hinterfragt werden.
Zur Sicherstellung einer ehrlichen und transparenten Zucht, ist das Chipen der Elterntiere (die Chipnummern werden in die Ahnentafeln der Welpen mit übernommen) Pflicht. Mit Wirkung vom 01. Juli 2017 ist für jeden im Verband verwendeten Zuchthund die Hinterlegung des genetischen DNA-Abdrucks Pflicht. In den Ahnentafeln der Welpen wird die Vorlage des genetischen DNA-Abdrucks gekennzeichnet. Die Welpenkäufer erhalten durch die Züchter eine Kopie der DNA-Abdrücke des Deckrüden und der Hündin. Damit bürgt der Züchter für seine Welpen. Zur DNA-Bestimmung zugelassene Labore werden durch das ZBA (Zuchtbuchamt, im weiteren Text nur noch kurz "ZBA" genannt) bestimmt. Die Befundbögen sowie Blutentnahmen sind nur durch den Tierarzt oder den Zuchtwart, der die Identität des eingereichten Hundes mittels Chiperkennung bestätigen muss, zulässig.
Für Zuchthunde und Welpen muss eine sehr gute Haltung und Aufzucht gewährleistet sein. Diese wird vom NBC überprüft. Dazu ist dem Zuchtwart oder einem Beauftragten des NBC jederzeit freier Zutritt in die Zwinger oder sonstige Zuchtstätten zu gewähren. Die Hündin sollte bei der Belegung nicht älter als 8 Jahre sein, wobei eine Hündin soviel Welpen aufziehen kann, wie es Ihre Kondition zulässt. Auf keinen Fall dürfen Welpen ohne zwingenden Grund getötet werden. Das Zuchtalter für Großrassen wird teilweise in den Durchführungsbestimmungen beschränkt, für Kleinrassen evtl. erweitert. Genaue Angaben und Hilfen dazu erhält der Züchter durch den Tierarzt oder den NBC, wobei Weisungen des NBC Vorrang haben. Der NBC ist berechtigt, auf Kosten des Züchters eine gesonderte Begutachtung der Hündin und des Wurfes durch einen von ihm beauftragten Tierarzt bzw. Zuchtwart zu veranlassen. Soweit in den Durchführungsbestimmungen der betroffenen Rassen nicht anders bestimmt, gelten folgende Regelungen: Eine Zuchtzulassung kann bei Hunden bis 45 cm Schulterhöhe frühestens nach 15 Monaten (Rüden ab 12 Monate), bei Hunden ab 45 cm Schulterhöhe frühestens nach 18 Monaten (Rüden ab 15 Monate), erfolgen. Ausnahmeregelungen sind in begründeten Fällen möglich, bedürfen jedoch der Zustimmung des Zuchtbeirates des NBC.
Ziel dieser ZBB ist, jede Hündin mit Zuchtzulassung derart zu schonen, dass nach jeder ausgetragenen Hitze eine Zuchtpause für die folgende Hitze eingelegt wird. Jede Zuchthündin darf in 24 Monaten maximal zweimal gedeckt werden. Regelfall: eine Hitze wird genutzt, darauf folgende Hitze Pause, dritte Hitze Belegung usw.. Maximale Bedeckung wird vorstehend geregelt und gilt auch dann, wenn die Hitzezeiten geringfügiger sind.
Wird im Ausnahmefall (mit einer nachvollziehbaren züchterischen Begründung) die Belegung der Hündin in zwei aufeinanderfolgenden Hitzen beim Zuchtbeirat beantragt, ist bei diesem Antrag dem Zuchtbeirat ein veterinär-medizinisches Gutachten zum derzeitigen Gesundheitszustand und der geplanten Zuchtverwendung der Mutterhündin einzusenden. Die veterinärmedizinische Begutachtung darf keinerlei Bedenken zur nachfolgende geplanten Belegung der Hündin ausweisen.
Die letzte Entscheidung zur Genehmigung des geplanten Deckaktes liegt beim Zuchtbeirat, Der ZBR ist in dieser Sache auch weisungsberechtigt für das Versagen oder die Genehmigung der Ahnentafeln an das Zuchtbuchamt.
Nach einer so evtl. genehmigten Doppelbelegung ist der Hündin mindestens eine Zuchtpause von 12 Monaten zu gewähren. Bei größeren Würfen (in der Regel ab 6 Welpen bei großen Rassen, bei 4 Welpen bei kleinen Rassen im Erstwurf des Beantragungszeitraumes) wird der ZBR in der Regel die Zusage für eine geplante Doppelbelegung zur Zuchtverwendung versagen.
Linienzuchten und Inzucht (Verpaarung höheren Grades) sind zu vermeiden, bzw. nur mit Genehmigung des Zuchtbeirates oder Vorstands zugelassen.
Eine derartige Genehmigung ist schriftlich bei Beantragung der Ahnentafeln von Welpen aus solchen Verpaarungen beim ZBA zu hinterlegen. Alle Versuchszüchtungen von neuen Rassen und/oder Farben und Kreuzungen bedürfen der vorherigen Zustimmung des NBC. Hunde mit zuchtausschließenden Fehlern (insbesondere Wesensschwäche, angeborene Taubheit oder Blindheit, Hasenscharte, erhebliche Zahn- und Kieferfehler, PRA, Epilepsie, oder schwere HD, Skelettdeformationen und andere schwere Rassemängel) sind von der Zucht ausgeschlossen. Im Zweifelsfall soll stets Rücksprache mit dem NBC gehalten werden.
§4 Zwingername und Schutz:
Der Zwingerschutz ist eine Grundvoraussetzung für eine rassenreine und kontrollierte Zucht. Der Schutz des Zwingernamens kann jederzeit, auch vor Beginn der eigentlichen Zucht, dem Aufbau der Zuchtstätte beantragt werden. Der Zwingername ist vom Züchter beim NBC zu beantragen und wird im Rahmen des Verbandes geschützt, solange die Mitgliedschaft im NBC besteht.
Dementsprechend muss sich jeder Zwingername von anderen bereits vorhandenen Zwingernamen deutlich unterscheiden. Der Züchter ist für die Prüfung der Nutzbarkeit des beantragten Zwingernamens selbst verantwortlich. Es wird angeraten, die Nutzbarkeit des Zwingernamens sorgfältig durch den Züchter zu prüfen! Der Züchter versichert mit Beantragung des Zwingernamens gegenüber dem NBC verbindlich, dass dieser Zwingername oder auch einzelne Bestandteile des Zwingernamens nicht gegen irgendwelche Urheber-/Copyright- oder sonstige Besitzrechte verstößt und/oder Rechte Dritter verletzt. Er stellt den NBC von allen diesbezüglichen Forderungen von Dritten frei und erklärt volle Haftungsübernahme. Gleichzeitig wird der NBC von seiner Verschwiegenheitsverpflichtung bei der Verfolgung evtl. in diesem Zusammenhang stehenden Rechtsverfolgungen vom Beantragenden befreit.
Die Ausfertigung der Zwingerschutzurkunde erfolgt auf Antrag des Züchters gegen Gebührenerstattung. Der vorzeitige Zwingerschutz ermöglicht dem Züchter vor seinem ersten Wurf die Gestaltung von Werbemitteln, Homepage usw.. Die Zwingerschutzurkunde kann daher zeitnah durch das Zuchtbuchamt übersendet werden.
Die Zwingerschutzurkunde und der Schutz des Zwingernamens für den Züchter gelten jedoch nur bis zum ersten Wurf des Züchters als bedenkenlos erteilt.
Der Zwingerschutz erlischt mit dem Tod des Züchters (sofern die Erben des Züchters nicht den Übergang des Zwingernamens auf sich beantragen) oder durch das Ausscheiden des Vereinsmitgliedes aus dem NBC.
Der Schutz des Zwingernamens gilt für alle Hunde des Züchters. Aus Gründen der Zuchtüberwachung und Kontrollmöglichkeit ist die Hundezucht nur im NBC erlaubt.
§5 Deckakt:
Für die gegenüber dem NBC gemachten Deck- und Wurfangaben sind die Besitzer der beteiligten Hunde allein verantwortlich. Falschangaben sind strafbar und werden auf Antrag des Vereines strafrechtlich verfolgt.
Über die Höhe der Deckentschädigung ist vor dem Decken eine Einigung (schriftlicher Vertrag wird empfohlen) zu erzielen, ebenso über das Vorgehen beim Leerbleiben einer Hündin.
Der Besitzer der Hündin ist verpflichtet, spätestens 10 Wochen nach dem Decktag dem Deckrüdenbesitzer Mitteilung über Erfolg oder Misserfolg der Bedeckung zu machen.
§6 Zuchttauglichkeit und Kontrolle:
Jeder Rüde und jede Hündin, die zur Zucht eingesetzt werden, müssen vor der Verwendung zur Zucht, entsprechend diesen ZBB zuchttauglich sein, sowie der Zwingerschutz für die Zuchtstätte des Züchter genehmigt sein.
Die Zuchttauglichkeit kann von einem Verbandszuchtwart oder auf einer Ausstellung auch von einem Zuchtschaurichter bestätigt werden.
HD- und ED-Röntgen ist bei Hunden ab 45 cm Schulterhöhe zwingend vorgeschrieben. Das Untersuchungsprotokoll und die Röntgenbilder werden über den Vereinsvorstand an eine anerkannte Auswertungsstelle geschickt. Das Ergebnis wird ins Zuchtbuch und in die Ahnentafel des Hundes sowie dessen Welpen eingetragen. HD- (Hüftgelenkdysplasie) und ED- (Ellenbogendysplasie) Untersuchungen sind für alle Rassehunde mit über 45 cm Widerristhöhe Pflicht.
Unsere Züchter der betreffenden Rassen unterwerfen sich aber diesen strengen Richtlinien und garantieren so ein Höchstmaß an verantwortungsvoller Zucht. Grundsätzlich wird empfohlen, nur mit Hunden zu züchten, die bei vorgelegten Gutachten HD-frei bzw. maximal auf einer Seite HD-Übergangsform haben. Nur der Zuchtbeirat kann entscheiden, ob z.B. „Probewürfe“ mit einer leicht HD-Hündin mit einem HD-freien Hund zugelassen werden. In diesem Fall muss der Hündinnenbesitzer mit seinen Kaufverträgen der Welpen sicherstellen, dass 100 % der in dem Probewurf gefallenen Welpen HD-geröntgt werden und die HD-Befunde der entsprechenden Welpen an den Züchter/das ZBA senden, um über eine weitere Zuchtzulassung entscheiden zu können.
Weitergehende Untersuchungsbefunde werden in den entsprechenden Durchführungsbestimmungen für die jeweilige Rasse geregelt. Aktuell geltende, weitergehende Befunde, die für eine Zuchtzulassung notwendig sind, lesen Sie bitte immer tagesaktuell auf der Homepage des Verbandes im entsprechenden Gesundheitsbereich nach. In den jeweiligen Durchführungsbestimmungen, die für jede Rasse über den Zuchtbeirat abrufbar sind, werden alle weitergehenden Befundanforderungen geregelt, die im Interesse einer gesunden Hundezucht der jeweiligen Rasse stehen. In einigen Rassen kann das z.B. der zusätzliche Keilwirbelbefund, der Herzultraschall oder auch Willebrandtest u.v.m. sein. Genaue Einzelregelung fragen Sie bitte immer vor Zuchtverwendung ab.
Sollte im Umkreis von 250 km zum Züchter kein Zuchtwart durch den Verband benannt werden können, kann die Wurfabnahme evtl. durch einen Tierarzt (nur in Absprache mit dem ZBR) erfolgen. Mit Unterstützung des ZBA werden auf Antrag des Züchters auch Zuchtwarte von befreundeten Vereinen mit der Abnahme von Würfen beauftragt/genehmigt.
Der Züchter hat jeden Wurf unverzüglich dem NBC oder dem zuständigen Zuchtwart mitzuteilen. Die Kontrolle des Wurfes, der Hündin und der Aufzucht ist dem NBC oder dessen Beauftragten uneingeschränkt zu ermöglichen.
Es besteht generelle Meldepflicht für Kaiserschnitt aller Hündinnen der Vereinsmitglieder des NBC. Sofern eine Hündin ein zweites Mal gemeldet, also mit Kaiserschnitt entbunden werden muss, erlischt mit dem Tag der Meldung die Zuchttauglichkeitsbestätigung für diese Hündin. Diese Hündin darf in keinem Fall weiter zur Zucht verwendet werden.
§7 Ahnentafel:
Die Ahnentafeln sind Abstammungsnachweise und beurkunden die Rasse und alle anderen Angaben der Welpen. Der Inhalt der Ahnentafel muss mit den Eintragungen in das Zuchtbuch des NBC übereinstimmen.
Ab 01.07.2017 gelten uneingeschränkt die Garantien der Abstammungsnachweise aus § 3 Absatz 6 dieser ZBB.
Die Ahnentafeln für die Welpen haben nur im Original Gültigkeit und müssen die Unterschrift des NBC–Zuchtbuchamtes im Original, sowie den Siegeleindruck bei der Züchteradresse, dieser Ahnentafel tragen.
Die ausgegebenen Ahnentafeln des NBC bleiben immer im Eigentum des NBC. Der NBC übersendet diese Ahnentafeln nach Zahlung der Ausstellungsgebühr der Ahnentafeln zwar an den Züchter, der Züchter begleicht mit der Rechnung jedoch lediglich die Gebühr für die Ausstellung der Ahnentafeln. Er erwirbt kein Eigentumsrecht an der Ahnentafel seiner Welpen! Das Besitzrecht an der Ahnentafel hat immer der jeweilige Besitzer des Hundes.
Eine Umschreibung der Ahnentafeln des NBC auf einen anderen Verein, Verband oder Club ist ausdrücklich untersagt.
eine Kopie der Ahnentafel des Deckrüden,
DNA-Befunde/Nachweise des Deckrüden und der Hündin in Kopie
Zuchttauglichkeitsbestätigung (in Kopie od. Ahnentafel) des Rüden und der Hündin,
der vom Züchter unterzeichnete Wurfmeldeschein
§8 Zuchtbuch:
Für die Eintragungen in das Zuchtbuch (im weiteren Text kurz als ZB benannt) des NBC müssen vom Züchter mindestens drei Generationen bei den Vorfahren mittels vom NBC anerkannten Ahnentafeln oder vollständigen Registerkarten nachgewiesen werden.
Eine Weitergabe von Daten an Dritte, auch Welpenkäufer, erfolgt nur, wenn der Züchter dieser - im Einzelfall auf Nachfrage - zustimmt. Bei Verdacht auf strafbare Handlungen befreit der Züchter bereits jetzt das ZBA von der Verschwiegenheitspflicht.
Das Anrecht auf Eintragung in das ZB des NBC haben nur Mitglieder des NBC. Für Registerkarten wurden entsprechende Durchführungsbestimmungen erlassen.
In der Regel soll die Einreichung für die Ahnentafeln der Welpen (Wurfmeldeschein) und die Eintragung in das Zuchtbuch des NBC zwischen der 6. und 8. Lebenswoche erfolgen.
Ab 01.07.2017 müssen beim ZBA durch den Züchter die Kopien der DNA Testbefunde eingereicht werden. Tätowierungen werden seit diesem Zeitpunkt nicht mehr anerkannt und toleriert.
Die Chipkennzeichnung ist in den Wurfmeldeschein einzutragen. Die Chipnummern sind dem Zuchtbuchamt mitzuteilen und werden in das ZB und in die Ahnentafel eingetragen.
§9 Verfahren:
Diese ZBB können bei Bedarf vom Verbandsvorstand ergänzt oder geändert werden. Jede Änderung wird den Züchtern kostenfrei zugeschickt und hat erst danach Gültigkeit. Auf Anforderung werden jedem Verbands-/Vereinsmitglied die gültigen ZBB zugeschickt.
Verstöße gegen die ZBB, insbesondere Verstöße gegen den Tierschutz, schlechte Haltung und Behandlung der Rassehunde, Behinderung oder gar Verweigerung der Kontrollen der Hundezucht und/oder des Zwingers durch Verbandsfunktionäre oder Zuchtwarte, können von der Verbandsleitung des IHV mit einer Verwarnung, einer Geldstrafe, dem befristeten oder dem totalen Zuchtverbot und dem Ausschluss aus dem NBC geahndet werden. Eine eventuelle Verbandsstrafe richtet sich nach der Art des Vergehens.
Wird die Zahlung (in Ausnahmefällen auf Antrag) bei Rechnungserhalt per Überweisung oder Lastschrifteinzug vereinbart und durch den Züchter eine verspätete Zahlung geleistet, werden Zinsen mit 2 % per Monat ab Fälligkeit berechnet. Für die 1. und 2. Mahnung werden je 5,00 Euro und für die 3. Mahnung zuzüglich 15,00 Euro Mahngebühren berechnet (unabhängig von der Rechnungshöhe).
Steht der Züchter beim Verband oder den Mitgliedsvereinen des Verbandes mit Zahlungen im Rückstand, werden Ahnentafeln des NBC erst nach vollständigem Ausgleich der offenen Forderungen an den Züchter (per Nachnahme) versendet.
Alle Angaben in den entsprechenden Papieren und Kopien haben wahrheitsgemäß zu erfolgen. Falschangaben und unerlaubte Korrekturen sind strafbar und werden durch den NBC zur Anzeige gebracht und strafrechtlich verfolgt.
Bei erwiesenen Falschangaben werden entsprechende Papiere ersatzlos eingezogen und die betroffenen Tiere erhalten ein durch den NBC in geeigneter Form zu veröffentlichendes Zuchtverbot innerhalb des NBC auferlegt.
Das Eigentumsrecht und damit auch das Einzugsrecht jeder durch den NBC ausgestellten Ahnentafel, Ahnennachweis, Nachweisheftes des NBC bleibt (ohne jede weitere gerichtliche Feststellung bei Verstößen gegen die Vereinssatzung, die ZBB und deren Durchführungsbestimmungen) beim NBC. Entsprechende Kosten für erforderliche Beitreibung sind vom verantwortlichen Züchter zu übernehmen.
Diese ZBB treten mit Wirkung vom 01.07.2017 in Kraft. Die Veröffentlichung im Internet erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, eine Haftung wird ausgeschlossen. Druckfehler bitten wir zu entschuldigen. Die aktuelle Zuchtbuchbestimmung vom 01.07.2017 erhalten Sie auf Anforderung.
Vorstand des NBC e.V. Norddeutscher Bulldog Club e.V.

References: §2

§3
 § 6

§4

§5

§6

§7
 § 3

§8

§9