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Timestamp: 2017-11-17 21:32:53+00:00

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35 h Woche, Soll erreicht. Muss ich Samstag auch ran? - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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26.01.2017, 23:46 #1
35 h Woche, Soll erreicht. Muss ich Samstag auch ran?
ich habe letztens von Mo - Fr meine 35 Stunden bzw etwas mehr gearbeitet.
Am Samstag um 10 rief die Disponentin an und heulte rum das in der Firma jemand gebraucht wird.
Da ich mein WE verplant hatte habe ich nat. abgelehnt.
Paar Tage später faselte Sie etwas von Arbeitsverweigerung und ich hätte nicht gewollt bla bla.
Denke mal ich habe meine Pflichten erfüllt, oder was sagt der IGZ bzgl. Mehrarbeit?
27.01.2017, 00:32 #2
AW: 35 h Woche, Soll erreicht. Muss ich Samstag auch ran?
Es steht zwar fast überall drinne im Arbeitsvertrag das man Überstunden leisten muß das bedeutet aber nicht das man sie immer machen muß.Du hast gesagt das du am WE verplahnt ist dann hat die ZAF Tuße das zu respektieren.Das ist dann keine Arbeitsverweigerung.Man sieht es wieder du bist nur ein Sklave.
27.01.2017, 05:53 #3
es gibt sogar Regeln/Gesetze /Verordnungen die sagen 48 Std vor Beginn dieser Sonderschicht/Überstunden hat der AG den Arbeitnehmer dieses mitzuteilen damit er sich darauf Einstellen kann.
Es sei es ist ein Notfall/Wasserschaden/Ausfall oder vergleichbares .
Aber sonst ist das wenn er das nicht gebacken bekommt sein Problem.
Klar wenn es ein Guter Job ist wo man bleiben will dann wird man bestimmt auch mal eine Ausnahme machen weil es ja ein Geben und Nehmen ist .
Aber für diese Sklavenfirmen nicht ein Handschlag mehr als Vereinbart weil es dankt dir keiner dort.
27.01.2017, 07:24 #4
kurze Frage und ein weiterer Gedankengang für dich, hast du in deinem Arbeitsvertrag etwas von "Rufbereitschaft" und dazu entsprechende Erreichbarkeitszeiträume vereinbart? Wenn nicht, dann kannst du Anrufe von AG außerhalb des Arbeitsplatzes und vorallem am WE ignorieren. Es könnte ja sein, dass du am Samstag 10:00 noch geschlafen hast ;)
27.01.2017, 10:07 #5
In Zukunft bist du einfach nicht erreichbar. Das macht es einfacher. Natürlich werden sich solche Firmen dann einen anderen Dummen suchen, der bequemer auszubeuten ist.
Generell ist ja nichts gegen Rufbereitschaft zu sagen. Sie muss aber besonders vergütet werden. Zählt das nicht sogar zur Arbeitszeit?
27.01.2017, 12:50 #6
Grundsätzlich gilt natürlich das, was der Tarifvertrag bezüglich Mehrarbeit regelt.
Sollte sich aus dem Tarifvertrag jedoch nichts ergeben, dann kommen Betriebsvereinbarungen oder der Gleichen in Frage.
Sind derartige Betriebsvereinbarungen nicht vorhanden, verbleibt natürlich noch der Arbeitsvertrag als Grundlage für Mehrarbeit.
Sofern im Arbeitsvertrag auch keine Regelung enthalten ist, die Mehrarbeit betrifft, verbleibt immer noch die "Dispositionsbefugnis" des AG aus dem Arbeitsvertrag, die es ihm ermöglicht, Mehrarbeit anzuordnen.
Die Entscheidung, die Mehrarbeit anzuordnen und die Auswahl derer, die sie zu leisten haben, darf der AG jedoch nicht einfach nach "me gusto" treffen. Vielmehr muss der AG nach "billigem Ermessen" entscheiden (§ 315 I, II, III BGB).
Billiges Ermessen umfasst dabei eine "Verhältnismäßigkeitsprüfung", bei der der AG die entgegenstehenden Interessen des einzelnen AN berücksichtigen muss.
Auf Deutsch: Hat man z.B eine Reise / Urlaub gebucht oder der Gleichen, dann hat der AG gefälligst erst nach anderen AN zu suchen, die für die Mehrarbeit in Frage kommen.
Und genau an dieser Stelle wird es problematisch - weil wenn die anderen zur Auswahl stehenden AN gleichwertige Interessen haben, die der Mehrarbeit entgegenstehen, dann obliegt die freie Auswahl wieder dem AG.
Naja, im Endeffekt heißt das: Mehrarbeit = Stress.
27.01.2017, 16:13 #7
---> § 12 TzBfG Arbeit auf Abruf
Also nix mit von jetzt auf gleich.
Und Rufbereitschaft ist vorher zu vereinbaren und entsprechend zu bezahlen.
In Zukunft bist du einfach nicht erreichbar. Das macht es einfacher.
Würde ich auch vorschlagen, erspart nervige Diskussionen.
27.01.2017, 17:00 #8
Rufbereitschaft zählt nicht zur Arbeitszeit.Rufbereitschaft bedeutet du tust dich zu Hause aufhalten und kannst zum Beichspiel bei einem Einsatz mit einer halben Stunden vorlauf die Arbeit aufnehmen.Rufbereitschaft wird nicht zu 100 % bezahlt.Die Rufbereitschaft ist verhandlungssache ist schriftlich im Arbeitsvertrag festzuhalten.Mal irgendwo gelesen 50 % max. sind noch angemessenoder es gibt ein Tarifvertrag oder eine Betriebsvereinbarung.Wenn man natürlich gerufen wird um die Arbeit aufzunehmen ist die Fahrt zum Einsatz und dann die Tätigkeit zu 100% zu bezahlen.Und Fahrgeld für jeden km muß auch bezahlt werden.Besser ein Einsatzfahrzeug.
Unterschied ist Bereitschaftsdienst dieser ist zu 100 % zu bezahlen da man sich in der Regel in den Räumlichkeiten des Arbeitgebers aufhält um ganz schnell die Arbeit aufnehmen zu können zum Beichspiel ein Arzt in einem Krankenhaus.
27.01.2017, 17:32 #9
Ähm, es geht nicht um "Arbeit auf Abruf", sondern um "Mehrarbeit" am Samstag - der im übrigen ein ganz normaler Werktag ist. ^^
Was tatsächlich unter "Arbeit auf Abruf" zu verstehen ist, ist in § 12 I S. 1 TzBfG legal definiert.
§ 12 I S. 1 TzBfG:
Und da im vorliegenden Fall keine derartige "Vereinbarung" ersichtlich ist, kommt "Arbeit auf Abruf" auch nicht in Frage.
Darum ist auch auf den AV und § 315 BGB abzustellen, sofern TV oder BV keine Regelungen zum Thema "Mehrarbeit" enthalten. ;)
27.01.2017, 19:36 #10
Rufbereitschaft zählt nicht zur Arbeitszeit.
Falsch; der EuGH sieht das nämlich anders -> Bereitschaftszeit ist Arbeitszeit, weil innerhalb von Bereitschaftszeit der Arbeitnehmer nicht frei planen kann. Das EuGH-Urteil erging zur Bereitschaftszeit von Ärzten bzw. Krankenhausmitarbeitern und wurde vor Jahren hier im Forum auch schon eingestellt; nochmals aber der Direktlink zur Entscheidung, Rechtssache C-151/02: CURIA - Documents
dass der Bereitschaftsdienst, den ein Arzt in Form persönlicher Anwesenheit im Krankenhaus leistet, in vollem Umfang Arbeitszeit im Sinne dieser Richtlinie darstellt
27.01.2017, 20:51 #11
Danke pinguin! Genau diese Entscheidung hatte ich im Hinterkopf.
Die Leihbuden werden wohl selbst wissen, dass sie so etwas nicht verlangen können.
27.01.2017, 23:07 #12
So, gerad nach Haus gekommen ... Ihr versteht da was falsch.
Ich habe einen IGZ TV und bekomme auch bei Nichteinsatz mein Geld solange ich mich melde bzw keine Arbeit beim Kunden ansteht.
Habe heute für Samstag zugesagt weil ich im Feb. etwas vor habe und diesen Tag nicht arbeiten möchte.
Das ist vorgemerkt und ich bin gespannt was dabei rauskommt.
Entweder miteinander oder gegeneinander ... die Leihbude entscheidet.
zum Thema Mehrarbeit in meinem Vertrag gibt es in kürze mehr hier ... erstmal Feierabendbier ;)
28.01.2017, 01:28 #13
Ich glaube du verwechselt hier was ein wenig zwischen Rufbereitschaft und Bereitschaftsdienst.Bei Rufbereitschaft hälst du dich zu Hause auf oder in einem begrenzten Gebiet per Telefon auf Abruf daher kannst du für die Rufbereitschaft nicht 100% Lohn verlangen das wirst bei Gericht nicht bekommen.Wenn du natürlich gerufen wirst kriegst du 100 %.
Der Bereitschaftsdienst hast du im Betrieb du hälst dich also im Betrieb auf und dann hast du natürlich Anspruch auf 100 % für die gesamte Zeit.
Das Urteil auf das du dich beziehst da geht es um den Bereitschaftsdienst den du im Unternehmen hast da bekommst du für die gesamte Zeit 100%
Arbeitszeit:*Was ist Rufbereitschaft, was Bereitschaftsdienst?*-*Arbeitsrecht im Betrieb
28.01.2017, 06:52 #14
in diesen Fall ist es weder Bereitschaft oder eine Rufbereitschaft.
Es ist nur eine Normaler Mehrbedarf an Arbeit (Überstunden) und diese können wenn es für die Firma Wichtig ist angeordnet werden (Klar Gesetzliche Regeln) wie Länge der Arbeitszeit usw sind zu beachten .Dann muss der Betriebsrat damit einverstanden sein . Und es muss auf die Belange des Mitarbeiters eingegangen werden wie Wichtige Termine (Dr usw) oder Kinder.
Und als letztes müssen diese frühzeitig angekündigt werden (ca 48 Std. zuvor)
Und alles andere ist Verhandlungssache oder per Tarifvertrag geregelt/Arbeitsvertrag .
Aber es geht nicht so (ich Chef du arbeitest wie ich es will)
29.01.2017, 16:40 #15
Manchmal frage ich mich echt ob die Leute tatsächlich mal Ihren Arbeitsvertrag lesen oder einfach immer nur Blind unterschreiben . Beide Tarifverträge BAP/ IGZ werden schon seit Jahren in der leiharbeit angewandt. So mit sollte sich doch alle die bereits als Leiharbeiter tätig waren oder sind diesen doch schon mal gelesen hab.
In beiden Tarifverträgen ist klar und deutlich geregelt was Mehrarbeit ist. Ebenso wann es für eben diese Mehrarbeit Zuschläge gibt.
Aus beiden TV´s geht eindeutig hervor wie dieMonatliche Arbeitzeit auf die einzelenen Wochentage zu verteilen ist. Dies gilt natürlich nur wenn der Leiharbeiter bei einem Kunden im Einsatz ist. Hat die Zeitarbeitsfirma einmal keinen Kunden für den Leiharbeiter, so sollte man vor Vertragsunterzeichnung zumindest Schriftlich festhalten wie sich dann in dem falle die Vereinbarte Arbeitszeit auf die einzelnen Wochentage tatsächlich verteilt. In den Standard Arbeitsverträgen fehlt nämlich solche Regelung. Daher sollte sie auf jedenfall extra im Arbeitsvertrag festgehalten werden.
29.01.2017, 17:02 #16
Hast du gelesen, was @dagobert1 in Beitrag #7 dazu aus dem § 12 Abs. 2 TzBfG zitiert hat?
Es ist nur eine Normaler Mehrbedarf an Arbeit (Überstunden) und diese können wenn es für die Firma Wichtig ist angeordnet werden (Klar Gesetzliche Regeln) wie Länge der Arbeitszeit usw sind zu beachten .
Dreh mal den Spieß um und verlange von einer ZAF, dass sie dir - wegen einem einsatzfreien Freitag - diesen mit 7h zu bezahlen hat, obwohl du bis Donnerstag schon (z. B.) 38h gearbeitet hast.
Ich kann dir verraten, wie es - zumindest in einem Fall - ausgeht ~> das ArbG hat der ZAF Recht gegeben, weil diese ihrer Pflicht (35h/Woche Arbeit zur Verfügung zu stellen) nachgekommen ist.
~> Gleiches Recht für alle!
D. h., wenn ich bis freitags schon 35h gearbeitet habe, entscheide ich, ob ich am Samstag Überstunden mache.
Diese Schiene haben Abteilungsleiter in meinem tarifgebundenen Ex-Betrieb auch mehrfach versucht zu fahren:
Es sind Überstunden angeordnet, du stehst auf der Liste = jetzt bist du verpflichtet diese angeordnete Anzahl zu machen.
Da haben die Abteilungsleiter - aus mehreren Gründen - vom BR auf die Finger bekommen:
Überstunden sind grundsätzlich freiwillig.
Das hast du auch deinem Untergebenen so zu sagen ... verpflichtend is‘ nicht!
Und schon gleich gar nicht, dass die gesamte Anzahl der angeordneten Überstunden erbracht werden müssen.
Die Geschäftsleitung hat deshalb diese aushängenden Überstundenlisten umformuliert, indem sie auf die Freiwilligkeit hingewiesen hat.
Im Tarifvertrag kann es keine individuelle Vereinbarung geben,
und im Arbeitsvertrag? Generell 5h/Woche Mehrarbeit als vereinbarte Überstunden? ~> Dann kann die Firma gleich einen 40h-Vertrag anbieten ... da würde eine normale Firma(!) die Überstundenzuschläge sparen. Eine ZAF macht es grundsätzlich, weil - tariflich bzw. im Arbeitsvertrag geregelt - Überstundenzuschläge erst ab der 8ten Stunde pro Tag bezahlt werden.
Das Folgende gilt nur für mich:
Wenn ich auf zusätzliches Geld angewiesen bin, hole ich es mir durch die - von der ZAF zu zahlende - Dienstfahrtzeit und von mir ausgelegten -kosten, bevor ich Überstunden mache.
29.01.2017, 17:52 #17
Wenn du Leiharbeiter wärst und auf dein Arbeitsvertrag BAP/IGZ angewendet wird, entscheidest du mit sicherheit nicht selbst darüber ob du am Samstag arbeitest oder nicht. Das entscheidet der Kunde.
In beiden Tarifverträgen steht nämlcih wie sich deine Monatsarbeitszeit verteilt.
War dein EX-Betrieb eine Zeitarbeitsfirma ?
Ist auch klar das der BR da nen riegel vorgeschoben hat.
Bei Überstunden ist generell der BR vorab zu Informiren und seine zustimmung einzuholen.
29.01.2017, 18:02 #18
Lies Dir das Urteil des EuGH durch; es hat ein klares, eindeutiges europäisches Arbeitszeitrecht, an das sich alle zu halten haben!
Wenn der Arbeitgeber Zeit seines Arbeitnehmers beansprucht, ist es Arbeitszeit; Punkt.
Der einzige Unterschied zwischen Bereitschaftszeit und konkreter Arbeitszeit besteht darin, daß Lohnzuschläge, wie sie bspw. für Nachtarbeit gesetzlich vorgesehen sind, bei bloßer Bereitschaftszeit nicht zu leisten sind.
Es wird im europäischen Arbeitszeitrecht nur zwischen Freizeit und Arbeitszeit unterschieden.
Wir hatten diese Diskussion hier schon im Forum.
Es darf nur zugunsten des Arbeitnehmers von den europäischen Arbeiszeitvorgaben abgewichen werden.
Je 7-Tageszeitraum beträgt die höchstzulässige Arbeitszeit inklusive aller Überstunden 48 Stunden;
Überstunden müssen vom Arbeitgeber angeordnet werden, nur dann sind sie entgeltpflichtig; eine Überstunde ist nicht der Regelarbeitszeit zuzuordnen, weswegen regelmäßige Überstunden unzulässig sind, wären sie doch Regelarbeitszeit;
Je 7-Tageszeitraum hat ein Arbeitnehmer Anspruch auf 1x 24 Stunden am Stück, die nicht vom Arbeitgeber beansprucht werden dürfen;
je Werktag hat jeder Arbeitnehmer einen weiteren Anspruch auf 11 Stunden am Stück, die nicht vom Arbeitgeber belegt werden dürfen;
Können seitens des Arbeitgebers diese je 7-Tageszeitraum vorgesehenen 24 Stunden Ruhezeit 1x nicht eingehalten werden, ist in der Folgewoche ein Ersatzruhetag zu gewähren; zusätzlich zu jenem Ruhetag, der wegen des neuen 7-Tage-Zeitraumes eh zu gewähren ist.
Die regelmäßige Arbeitswoche umfasst die Tage von Montag bis Samstag; der Sonntag ist regelmäßig kein Arbeitstag.
Reine Sonntagsarbeit ist damit verboten, weil es einem Arbeitgeber unmöglich ist, in der Folgewoche einen Ersatzruhetage zu gewähren.
29.01.2017, 18:03 #19
Hast du gelesen, was @dagobert1 in Beitrag #7 dazu aus dem § 12 Abs. 2 TzBfG zitiert hat?[...]
Es geht immer noch nicht um "Arbeit auf Abruf", sondern um "Mehrarbeit".
Und bevor man § 12 Abs. 2 TzBfG ließt, sollte man schon § 12 Abs. 1 TzBfG lesen.
vgl: https://www.elo-forum.org/zeitarbeit...ml#post2166038
29.01.2017, 19:23 #20
entsprechend dem Arbeitsanfall zu erbringen hat (Arbeit auf Abruf).
Das steht sinngemäß in jedem ZAF-Arbeitsvertrag.
Die tatsächliche Arbeitszeit des LAN richtet sich nach den Anforderungen des Kundenbetriebs, dieser kann auch jederzeit wechseln, womit sich dann in aller Regel auch die Arbeitszeitzen ändern.
Weshalb eine ZAF im AV keine festen Arbeitszeiten zusichern kann.
29.01.2017, 19:36 #21
Das steht sinngemäß in jedem ZAF-Arbeitsvertrag.[...]
Die Frage ist doch, was steht im Arbeitsvertrag vom TE. ;)
Und von einer derartigen Vereinbarung hat der TE jedenfalls nichts erwähnt.
Was er uns mitgeteilt hat war lediglich, dass er eine 35 h Woche zu leisten hat und das er die 35 h für die entsprechende Woche bereits erbracht hat. Daher liegt auch die Annahme nahe, dass es um "Mehrarbeit" bzw. Überstunden geht / ging.
Ich lasse mich natürlich gerne eines besseren Belehren - doch ohne ein Mehr an Informationen von Seiten des TE wird das schwierig werden.
29.01.2017, 19:59 #22
Nö, der Kunde entscheidet höchstens, dass er am Samstag einen LAN von der ZAF braucht. Demgegenüber stehen ... siehe meine nachfolgenden Argumente.
Ich kann mich nur daran erinnern, dass es durchschnittlich 151,67h sind und in den Arbeitsverträgen eine 35h-Woche geregelt ist.
Gut möglich, dass sich die 35h auf Werktage beziehen ... nur was wäre die Konsequenz daraus?
35h / 6 Werktage = 5,83h/Werktag
Dem gegenüber steht aber die Regelung, dass ich bei einsatzfreien Tagen einen Anspruch auf Lohn für 7h habe ... passt nicht so ganz zusammen, oder?
Diese nicht! War Metall- und Elektro-Industrie ... vor und nach der ERA-Einführung.
Und, gehört es auch zu den BR-Aufgaben, die Geschäftsleitung darauf hinzuweisen, dass Überstunden freiwillig sind ... und die Überstundenliste demensprechen geändert werden muss?
Wie schon gesagt; Ich habe noch nirgends eine durchsetzungsfähige Verpflichtung zu Überstunden gesehen.
Das was ich gesehen habe waren Absichtserklärungen.
Meine Überzeugung unterstützen zwei Argumente:
Zum Einen das Urteil bzgl. der einsatzfreien Zeit ... wie im vorigen Beitrag schon genannt, und,
zum Anderen die Sequenz in der Doku über DHL-Paketsklaven, wo eine DGB-Anwältin eine ähnliche Passage im Arbeitsvertrag (~> im Zusammenhang mit; geleistete Überstunden sind durch den (Niedrigst-)Lohn abgegolten) als unwirksam tituliert hat.
Ist "Mehrarbeit" etwa nicht auch eine verkürzte Formulierung von: "[Mehr-]Arbeit auf Abruf"?
Oder verwechselst du die "Arbeit auf Abruf" mit "Rufbereitschaft"? ... und es soll ja niemand wagen, jetzt auch noch den "Bereitschaftsdienst" in dieses Spiel zu bringen!
Mit dem Hinweis von @dagobert1 und von mir wurde ausschließlich auf den Sachverhalt gem. ...
Zitat von § 12 TzBfG
... hingewiesen um die falsche Vorankündigungsfrist von @krohne444 zu korrigieren.
Zusätzlich ist mir nicht bekannt, dass in den ZAF-TV eine Abweichungsklausel für den Abs. 3 enthalten ist. Sollte ich mich irren ... bitte die entsprechende Passage (inkl. Quellenangabe und ggf. Link) hier zitieren.
Ich bin ehrlich gesagt zu faul die TV zu wälzen.
29.01.2017, 20:27 #23
[...]Wie schon gesagt; Ich habe noch nirgends eine durchsetzungsfähige Verpflichtung zu Überstunden gesehen.[...]
Grundsätzlich stimmt das. Doch wo es einen "Grundsatz" gibt, gibt es auch die Ausnahme.
Die Frage ist halt wieder, was steht dazu im TV, einer BV oder dem AV. Doch ohne nähre Informationen kann man diesbezüglich auch nur raten.
[...]Ist "Mehrarbeit" etwa nicht auch eine verkürzte Formulierung von: "[Mehr-]Arbeit auf Abruf"?[...]
"Arbeit auf Abruf" kommt dann in Frage, wenn zwischen AG und AN vereinbart wurde, dass sich der AN auf Abruf des AG bereit zu halten und anfallende Arbeit zu verrichten hat (§ 12 I S. 1 TzBfG).
Es muss also gesondert vereinbart werden, dass dem so sein soll. Und das dem so ist, hat der TE nicht durchblicken lassen.
"Mehrarbeit" meint die Arbeitszeit, die über die im TV vereinbarte wöchentliche Arbeitszeit hinaus geleistet wird; also ein "Mehr" als die geschuldete Arbeit - die "Mehrarbeit".
Im vorliegenden Fall schuldet der TE dem Anschein nach 35 Arbeitsstunden in der Woche, was wohl der einschlägige TV vorgibt. Alles was darüber hinaus geht wäre "Mehrarbeit".
29.01.2017, 21:12 #24
Was macht dich da so sicher ? kennst du den Überlassungsvertrag zwischen der ZAF und dem Kundenbetrieb ?
Hier ist aber zu beachten das diese im Jahresdurchschnitt zu erreichen ist
Wie der durschnitt zu erreichen ist , ist im TV genau geregelt.
Und hier solltest du mal eine Quelle für angeben das man Anspruch auf Lohn für 7 Studen pro Einsatzfreien Tag hat.
Zum Einen das Urteil bzgl. der einsatzfreien Zeit ...
29.01.2017, 21:20 #25
...."Mehrarbeit" meint die Arbeitszeit, die über die im TV vereinbarte wöchentliche Arbeitszeit hinaus geleistet wird; also ein "Mehr" als die geschuldete Arbeit - die "Mehrarbeit".
Guckt man sich im IGZ Tarif §4.1.1 genau an so steht dort " Mehrarbeit ist die über die regelmäßige monatliche Arbeitszeit hinausgehende Arbeitszeit.
Der BAP Tarif sagt folgendes zur Mehrarbeit unter §6 BAP Tarif " Mehrarbeitsstunden sind die Arbeitsstunden, die zusätzlich geleistet werden und die nicht an der tatsächlichen Arbeitszeit im Kundenbetrieb orientiert über die nach §§ 2 bis 4 festgelegte individuelle regelmäßige Arbeitszeit hinaus angeordnet werden.
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