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Timestamp: 2017-06-23 12:01:21+00:00

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innogy - Stromkennzeichnung
SuchenStromkennzeichnungParagrafen verständlich erklärt
innogy informiert Sie detailliert über die Richtlinien und Gesetze, die bei der Energiebeschaffung Ihres Unternehmens von Belang sind. Stromkennzeichnung gemäß §42 EnWG auf Basis der Daten von 2015Kennzeichnung der Stromlieferung 2015: innogy SE Nachstehend finden Sie die Stromkennzeichnungen der vormaligen RWE Gesellschaften, aus denen die innogy SE zum 01.09.2016 hervorgegangen ist.Kennzeichnung der Stromlieferung 2015: RWE International SEKennzeichnung der Stromlieferung 2015: RWE Energiedienstleistungen GmbHKennzeichnung der Stromlieferung 2014: RWE Innogy GmbHKennzeichnung der Stromlieferung 2014: RWE Effizienz GmbHKennzeichnung der Stromlieferung 2015: RWE Vertrieb AGFragen zur Stromkennzeichnung
Was ist und wozu dient die Stromkennzeichnung?Die Stromkennzeichnung soll dazu beitragen, die Herkunft des Stroms zu deklarieren. Gemäß den Anforderungen des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) müssen alle Stromlieferanten ihren Kunden Informationen zu den zur Stromerzeugung eingesetzten Energieträgern sowie zu den dabei entstandenen CO2-Emissionen und nuklearen Abfällen mitteilen.Wann wurde die Stromkennzeichnungspflicht eingeführt?Die Stromkennzeichnung wurde durch die EU-Kommission in der zweiten Strombinnenmarktrichtlinie 2003/54/EG eingeführt. In Artikel 3 Absatz 6 dieser Richtlinie werden die Mitgliedsstaaten verpflichtet, entsprechende Regelungen auf nationaler Ebene vorzugeben. Die Bunderegierung hat diese Vorgaben erstmals bei der Novellierung des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) im Jahr 2005 umgesetzt.Wo ist die Stromkennzeichnungspflicht rechtlich verankert?Die Stromkennzeichnungspflicht ist seit 2005 Bestandteil des Energiewirtschaftsgesetzes und dort im § 42 EnWG verankert. Bei der Novellierung des Energiewirtschaftsgesetzes im Jahr 2011 wurden die gesetzlichen Vorgaben zur Stromkennzeichnung in § 42 EnWG angepasst und zeitgleich ergänzende Regelungen zur Stromkennzeichnung in das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) aufgenommen (vgl. § 54 EEG).Die aktuelle Fassung des EnWG trat am 4. August 2011 in Kraft – der mit § 42 EnWG korrespondierende § 54 EEG kurz danach: am 1. September 2011.Wie finde ich die entsprechenden Gesetzestexte?Das Bundesministerium der Justiz stellt in einem gemeinsamen Projekt mit der juris GmbH nahezu das gesamte aktuelle Bundesrecht kostenlos im Internet bereit. Die Gesetze und Rechtsverordnungen können dort in ihrer jeweils geltenden Fassung abgerufen werden. Sie werden durch die Dokumentationsstelle im Bundesamt für Justiz fortlaufend aktualisiert.§ 42 EnWG§ 54 EEGFür wen gilt die gesetzliche Stromkennzeichnungspflicht?Der Pflicht zur Veröffentlichung eines Stromkennzeichens (Kennzeichnungspflicht) unterliegen alle Elektrizitätsversorgungsunternehmen (EltVU), die in Deutschland Endverbraucher (der Gesetzgeber spricht von „Letztverbrauchern“) mit Elektrizität aus Netzen, die der allgemeinen Versorgung dienen, beliefern. Als Endverbraucher gelten unter anderem Privat- und Gewerbekunden sowie Geschäfts- und Industriekunden, die den vom EltVU bezogenen Strom selbst verbrauchen.Wann wurde erstmalig ein Stromkennzeichen ausgewiesen?Die Stromkennzeichnung erfolgte erstmalig zum 15. Dezember 2005 für das Kalenderjahr 2004.Wie oft werden die Werte des Stromkennzeichens aktualisiert?Eine Aktualisierung des Stromkennzeichens erfolgt einmal jährlich. Entsprechend der ursprünglichen gesetzlichen Regelung in § 42 EnWG mussten die Werte des Stromkennzeichens in den Jahren 2005 bis 2010 von den EltVU jeweils bis zum 15. Dezember aktualisiert und durch die Werte des Vorjahres ersetzt werden. Mit Inkrafttreten der EnWG-Novelle 2011 am 5. August 2011 wurde der Stichtag für die jährliche Aktualisierung auf den 1. November vorverlegt, sodass die Werte für das Jahr 2010 bereits seit 1. November 2011 auszuweisen sind.Wo wird das jeweils aktuelle Stromkennzeichen ausgewiesen?Die Ausweisung des Stromkennzeichens erfolgt mindestens einmal jährlich in der (oder als Anlage zur) Stromrechnung an den Endverbraucher, in allen an die Endverbraucher gerichteten Werbematerialien für den Verkauf von Strom sowie auf der Internetseite des Elektrizitätsversorgungsunternehmens.Welche Angaben muss das Stromkennzeichen enthalten?Bei der Ausweisung des Stromkennzeichens sind mindestens folgende Angaben erforderlich:Grafische Darstellung des Gesamtenergieträgermixes, den der Stromlieferant im jeweiligen Bezugsjahr verwendet hat, mit Angabe der prozentualen Anteile folgender Kategorien von Energieträgern:KernenergieKohleErdgasSonstige fossile EnergieträgerErneuerbare Energien, gefördert nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)Sonstige Erneuerbare EnergienInformationen über die Umweltauswirkungen zumindest in Bezug auf Kohlendioxidemissionen (CO2-Emissionen) und radioaktiven Abfall, die auf den zur Stromerzeugung verwendeten Gesamtenergieträgermix zurückzuführen sind.Die Angaben zu Gesamtenergieträgermix und Umweltauswirkungen sind zum Vergleich mit den entsprechenden Werten der Stromerzeugung in Deutschland zu ergänzen.Was ist der Gesamtenergieträgermix?Der Strommix bildet die prozentualen Anteile der eingesetzten Energieträger, die an alle Endverbraucher geliefert werden.Gibt es unterschiedliche Stromkennzeichen für ein Bezugsjahr?Da praktisch jeder Stromlieferant seinen Strom aus unterschiedlichen Beschaffungsquellen (z. B. Erzeugung in eigenen Kraftwerken, Bezug von Vorlieferanten, Beschaffung an der Strombörse) zusammenstellt, unterscheiden sich zunächst einmal die Stromkennzeichen der einzelnen Stromlieferanten.Sofern ein Stromlieferant eine Produktdifferenzierung vornimmt und seinen Endverbrauchern „Stromprodukte“ mit unterschiedlichem Energieträgermix anbietet (z. B. Standardmixprodukt, Ökostromprodukt usw.), muss er darüber hinaus für jedes Produkt unter Angabe des verbleibenden Energieträgermixes ein separates Stromkennzeichen ausweisen.Wie sind Umweltauswirkungen im Stromkennzeichen nachzuweisen?Die im Stromkennzeichen auszuweisenden Umweltauswirkungen betreffen CO2-Emissionen (insbesondere bei Kraftwerken, die fossile Energieträger einsetzen) und radioaktiven Abfall (insbesondere bei Kernkraftwerken).CO2-Emissionen werden bei der Stromerzeugung im Kraftwerk anlagenspezifisch erhoben und anteilig auf die gesamte Erzeugungsmenge des Kraftwerks verteilt. Bei der Ermittlung des Stromkennzeichens durch ein EltVU werden dann die einzelnen kraftwerksspezifischen Werte zusammengeführt und entsprechend des Anteils der einzelnen Kraftwerksmengen im unternehmensspezifischen Strommix berücksichtigt.Radioaktiver Abfall entsteht bei der Stromerzeugung aus Kernenergie. Durch die Kernspaltung des Urans bilden sich unter anderem radioaktive Spaltprodukte. Als Bewertungsmaßstab für die radioaktiven Abfälle werden die abgebrannten, entladenen Brennelemente in der Berichtsperiode herangezogen. Zwar haben die einzelnen Kernkraftwerke eine etwas unterschiedliche Brennstoffausnutzung („Abbrand“), allerdings liegt diese in einer nicht allzu großen Bandbreite, sodass sich die Betreiber von Kernkraftwerken in Deutschland auf einen höchstmöglichen Wert von 0,0027 g/kWh als radioaktiven Abfall geeinigt haben. Bei der Ermittlung des Stromkennzeichens durch ein EltVU ist der vorstehend genannte Wert dann aber nur mit dem Anteil der Kernenergie im unternehmensspezifischen Strommix zu gewichten.Beispiel: Beträgt der Anteil der Kernenergie in einem unternehmensspezifischen Strommix 33 Prozent, ist als „radioaktiver Abfall“ im Stromkennzeichen ein Wert von 0,0009 g/kWh auszuweisen.
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