Source: https://www.easyleaving.com/checkliste-beerdigungs-planung-bremen
Timestamp: 2020-01-27 21:59:09+00:00

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Checkliste Beerdigungs­planung Bremen | Drupal
Ihre Beerdigung können Sie mit eaysyleaving auch selbst planen. Das hilft Ihren Angehörigen in einer emotional besonders schwierigen Zeit. Deshalb haben wir in dieser Checkliste die wichtigsten Details der Grabgestaltung, der Trauertexte und der Trauerfeier zusammengetragen. Die Bestattung ist in den verschiedenen Bundesländern unterschiedlich geregelt, deshalb sind in dieser Checkliste die Regelungen von Bremen berücksichtigt, das einige Besonderheiten aufweist. Auch hier gelten ergänzend die jeweiligen Friedhofsordnungen.
Das Gesetz über das Leichenwesen regelt in Bremen die Beerdigung.
§2 fordert eine nicht näher definierte Ehrfurcht vor den Toten.
§3 bestimmt, dass eine Leichenschau zur Dokumentation des Todes, der Todeszeit, der Todesart und, soweit bekannt, der Todesursache von einem Arzt oder einer Ärztin durchzuführen ist. Bei besonderen, unklaren Todesursachen ist wie in allen anderen Bundesländern auch eine innere Leichenschau (Obduktion) durchzuführen. Die Benachrichtigung des Arztes haben nach §4 in nachstehender Reihenfolge folgende Angehörige zu veranlassen:
In Krankenhäusern, öffentlichen Einrichtungen, Verkehrsmitteln oder öffentlichen Veranstaltungen gelten abweichende Bestimmungen. Auch ist es in besonderen Fällen möglich, die Polizei zu verständigen - etwa bei Verdacht eines unnatürlichen Todes.
§5 deklariert eine Verpflichtung zur Leichenschau nach §4. Auch in Bremen gilt diese für alle niedergelassenen Ärzte, alle während des Ärztlichen Notfallbereitschaftsdienstes tätige Ärzte und Krankenhausärzte nach Weisung der Leitung des jeweiligen Krankenhauses. Ausgenommen werden Ärzte, die sich im Rettungsdiensteinsatz befinden.
§6 regelt die Durchführung der Leichenschau, während §7 den Ort der Leichenschau festlegt (in der Regel der Ort des Todes) und §8 die besonderen Pflichten des Leichenschauarztes definiert. Der Arzt, der die Leichenschau durchgeführt hat, erstellt nach §9 auch die Todesbescheinigung aus. Eine Leichennachschau nach §10 können schließlich die zuständigen Behörden vornehmen lassen, um Blut- und Urinproben entnehmen zu lassen. Der §11 regelt die Umstände der Obduktion, etwa wer diese außer dem Toten in einer Verfügung anordnen kann. Die Staatsanwaltschaft kann nach §12 bei einer unaufgeklärten Todesart auch eine Außergerichtliche Obduktion anordnen.
Nach der Leichenbeschau und einer möglichen Obduktion wird die Leiche innerhalb von 36 Stunden nach dem Eintritt des Todes nach §13 in die Leichenhalle überführt. Leichenhallen im Sinne des Satzes 1 sind Leichenschauhäuser sowie zur Leichenaufbewahrung geeigneten, dem "sittlichen Empfinden entsprechenden" Räumen von Bestattungsinstituten, Friedhöfen sowie medizinischen Einrichtungen. Die Frist kann auf Antrag verlängert werden.
§14 definiert die Beförderung von Leichen und regelt die Überführung von Leichen (Abs. 4) und fordert für die Überführung an einen Ort außerhalb Bremen/Bremerhavens einen Leichenpass.
§17 regelt schließlich die Bestattung/Beerdigung. Diese hat zum frühestmöglichen Zeitpunkt, jedoch frühestens 48 Stunden nach Eintritt des Todes zu erfolgen, Ausnahmen sind auf Antrag möglich. Abs. 1 bestimmt, dass Totgeburten mit einem Geburtsgewicht unter 1.000 Gramm nur beerdigt werden, wenn ein Elternteil dies wünscht und eine ärztliche Bescheinigung vorliegt, dass es sich um eine Totgeburt mit einem Geburtsgewicht von unter 1.000 Gramm handelt. Abs. 2 bestimmt, dass Angehörige (§ 4 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1) oder die Person, die mit der verstorbenen Person in eheähnlicher Gemeinschaft gelebt hat, für die Beerdigung zu sorgen hat. Unterbleibt das, veranlassen nach zehn Tagen die Behörden diese und entscheiden über Ort, Art und Durchführung der Bestattung. Abs. 3 definiert, wann eine Fehlgeburt beerdigt werden darf. Es braucht eine ärztliche Bestätigung, dass es sich um eine Fehlgeburt handelt und diese nicht innerhalb von 12 Wochen nach der Empfängnis erfolgte. Ausnahmen von dieser Frist sind möglich. Auch kann die Leiche der Frühgeburt mit einer anderen Person - etwa einem Familienangehörigen - beerdigt werden.
Abs. 5 erlaubt die Körperspende zu wissenschaftlichen Zwecken nur, wenn eine schriftliche Zustimmung der verstorbenen Person oder eines Angehörigen vorliegt und dies dem mutmaßlichen Willen der verstorbenen Person entsprochen hätte.
§18 regelt den Umgang mit Leichenteilen und verbietet u.A. den kommerziellen Handel mit Körperteilen, Organen und Organteilen.
§19 definiert die erlaubten Bestattungsarten in Bremen. Es gilt der Wille der verstorbenen Person, wenn diese nicht vorliegt entscheiden die Angehörigen/Lebenspartner.
als Erdbestattung bezeichnet man die Bestattung des Körpers in einem Sarg.
bei der Feuerbestattung wird der Körper verbrannt (Kremierung) und die Asche bestattet.
Bestattungsunterlagen: §20 definiert die Zulässigkeit der Erdbestattung und fordert eine Bescheinigung mit dem Vermerk der Eintragung in das Sterbebuch und bei einem nicht natürlichem Tod zusätzlich eine Bescheinigung über die Freigabe durch die Staatsanwaltschaft. §20a legt die Zulässigkeit der Feuerbestattung fest. Diese ist bei dem zuständigen Gerichts- oder Amtsarzt zu beantragen. Vorgelegt werden muss die Sterbeurkunde sowie die Genehmigung zur Feuerbestattung des für den Ort der Einäscherung zuständigen Gerichts- oder Amtsarztes.

References: §2

§3
 §4

§5
 §4

§6
 §7
 §8
 §9
 §10
 §11
 §12
 §13

§14

§17

§18

§19
 §20
 §20