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Timestamp: 2020-02-19 04:30:31+00:00

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4. SO GEHT´S (LOS) ­ DER WERKZEUGKASTEN
4.1 Verträge, Satzungen und Formulare
Klassische Vertragsformen Im einzelnen kann zwischen folgenden klassischen Vertragsformen unterschieden werden (Bruhn 1990, 85):
A) Der WERBEVERTRAG legt die LeistunE) Der SCHENKUNGSVERTRAG sieht eine
gen des Sponsors und werbliche Gegenleistungen fest. Dabei können Regelungen für den Fall der Nichteinhaltung bestimmter Vertragsbestandteile im Vertrag enthalten sein. B) Einen ARBEITSVERTRAG wird ein Sponsor dann abschließen, wenn er Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von sozialen Organisationen einstellt, um sie finanziell abzusichern. C) In Form eines WERKVERTRAGES kann die selbständige Erledigung von bestimmten Aufgaben durch die Gesponserten geregelt sein, beispielsweise die Durchführung von Veranstaltungen im oder für Unternehmen. D) Bei GESCHÄFTSBESORGUNGSVERTRÄGEN kooperiert der Sponsor mit einer gemeinnützigen Organisation, indem er ihr die Aufgabe überträgt, einen Wettbewerb zu einem bestimmten Gebiet auszuschreiben und durchzuführen. Grundsätze bei Vereinbarungen und Verträgen 1. Schulen sind keine juristischen Personen, weder Schulleiter noch Lehrer/innen können Verträge für ihre Schulen abschließen. 2. Schulleiter und Lehrer, Eltern, volljährige Schüler können jedoch als Privatpersonen bzw. als Gruppen gemeinsam Verträge abschließen. 3. Vereinbarungen und Verträge für Schulen können nur mit dem Träger bzw. im Auftrag des Trägers geschlossen werden, der dann auch haftet. 4. Auch Fördervereine müssen mit dem Träger verhandeln, um Folgekosten oder Folgeverpflichtungen abzuklären, die aus Zuwendungen entstehen können.
Schenkung durch das Unternehmen vor. Es kann vorgesehen werden, dass diese Schenkung mit Auflagen verbunden ist (z.B. Nennung des Sponsorennamens) oder auch schenkungsfremde Elemente enthält (z.B. Vereinbarung zusätzlicher Dienstleistungen, die gesondert honoriert werden). F) Der STIFUNGSVERTRAG bezieht sich auf die Gründung von Stiftungen, die als besonders förderungswürdig anerkannt sind und gemeinnützige Zwecke verfolgen. Sollen Sponsorships durch die Einrichtung von Unternehmensstiftungen erfolgen, muss die Stiftung von der jeweiligen Landesbehörde genehmigt werden. G) Ein MITGLIEDSCHAFTSVERTRAG kennzeichnet die gesellschaftliche Bindung eines Unternehmens an eine Partnerinstitution. Durch Förderbeiträge kann der Gesponserte (einmalig oder kontinuierlich) institutionell oder projektbezogen unterstützt werden. H) Ein MIETVERTRAG kann die Überlassung von Sachmitteln oder Dienstleistungen für eine bestimmte Zeit regeln.
5. Alle Zuwendungen gehen in den Besitz des Trägers über. 6. Schulen, Schulleiter, Kollegien, Elternvertreter können mit dem Träger Vereinbarungen treffen, an die sich beide Seiten halten, ohne dass diese justitiabel sind. 7. Verträge mit Sponsoren werden nach Verhandlungen mit dem Träger am besten mit allen Partnern geschlossen,also Sponsor mit dem Träger und dem Förderverein. Wenn Sponsor und Förderverein einen Vertrag abschließen, sollten anschließend Förderverein und Träger eine Vereinbarung eingehen. 8. Jede Schule sollte einen Förderverein haben. Es bleibt unbenommen für jede
Schule, mehrere Fördervereine für spezielle Vorhaben zu nutzen, so hat z. B. das Gymnasium XY einen
­ Förderverein ­ Schulverein ­ Umweltförderverein in Zusammenhang mit der Agenda 21
­ Partnerschaftsverein. ­ Außerdem könnte noch eine Mitgliedschaft im
9. Bei Vereinsgründungen sollte man Mustersatzungen genau daraufhin prüfen, ob sie einfach und klar sind und ob sie dazu beitragen, die Vorteile der steuerbegünstigten Gemeinnützigkeit in Anspruch nehmen zu können. Beratende Fachleute des Vereins- und Steuerrechts sollten miteinbezogen werden. Eltern, Altenheime und Ehemalige sind ein natürliches »Reservoir« von Fachleuten! Jede Schule sollte sich ein Beratergremium leisten, in folgender Zusammensetzung:
­ Bundesverband der Fördervereine
e.V. und im
­ Finanzexperte (Steuerberater) ­ Marketingexperte ­ Rechtsexperte (vor allem Verwaltungsrecht, Finanzrecht, Vertragsrecht)
­ Förderverbund Umwelt und Schule
­ bestehen bzw. wichtig sein.
Die Vorteile dieser Mitgliedschaft liegen vor allem im Haftungsbereich bzw. bei hohen Einnahmen werden finanztechnische Vorteile durch mehrfache Nutzung der Freibeträge interessant. Stiftungen Lediglich einen Brief an eine Stiftung zu schreiben mit der Bitte um Mittel, ist wenig erfolgversprechend. Hier sind Anträge gefragt, die ausführlich die Projektziele, die geplante Vorgehensweise und die finanziellen und personellen Voraussetzungen darstellen. Die gängigen großen Stiftungen wie die Volkswagen - Stiftung, die Deutsche Bank Stiftung Alfred Herrhausen »Hilfe zur Selbsthilfe«, die Robert-Bosch-Stiftung etc. haben Schwerpunkte ihrer Förderung festgelegt bzw. verändern diese im ein/zwei/drei- Jahresrhythmus. Je größer die Stiftung, desto genauere Informationen sollte man über die Stiftung einholen. Man lasse sich Satzung, Jahresbericht, Infoblatt über die Stiftung schicken und erkunde per Telefon, welche Schwerpunkte im nächsten Vergabezeitraum anstehen.
­ Werbeexperte (Gebrauchsgrafik) ­ PR-Experte
(Werbeagentur, dienmanagement, etc.) Me-
Nach der Klärung der Förderbedingungen sollte man eine ausführliche Beschreibung des durchzuführenden Projekts entwickeln - mit Personal- und Kostenplan - und diese zusammen mit dem Antrag der Stiftung zuleiten. Es gibt in Deutschland über 7.000 Stiftungen, von denen ca. 2.000 Mittel für Bildungsvorhaben zur Verfügung stellen. Wichtige Grundinformationen, Anschriften, Übersichten, Stiftungszwecke und Voraussetzungen erfährt man aus der Literatur und durch das Deutsche Stiftungshandbuch. Dieses teure Stiftungshandbuch kann man in allen größeren Stadtbibliotheken einsehen. Es gibt keine Stiftung, die auf Anruf Mittel zur Verfügung stellt. Ein Jahr Vorlauf ist sogar manchmal das Minimum. Ohne ausführliche, detaillierte Projektbeschreibung darf man keinen Erfolg erwarten. Auch
wende man sich nicht wegen einer kleinen Summe an große Stiftungen. Gefördert werden meist publicityträchtige Vorhaben, die neu bzw. interessant, folgenreich, passend sind und größeren Aufwand erfordern. Es kann nützlich sein, gute Beziehungen zu der Stiftung zu haben bzw. sich durch persönliche Besuche bekanntgemacht zu haben. Dies schafft eine Basis persönlichen Vertrauens und die nötigen Informationen über die Struktur und Eigenarten der Stiftung, sowie Beratung und Know - how der Projektantragstellung. Kleine Stiftungen fördern dagegen auch kleine Projekte, was oft nützlich ist. Die vier wichtigsten Merkpunkte sind (1) Anwerbung aktiver und passiver Vereinsmitglieder aus dem Umfeld, die an Checkliste Sponsoringvereinbarung 1. Die Schule darf durch Sponsoring nicht wirtschaftlich abhängig und in der Erfüllung ihres Bildungs- und Erziehungsauftrags beeinträchtigt werden. Die Abhängigkeit von Sponsoren kann dazu verleiten, dass diese versuchen, bei der inhaltlichen Ausgestaltung des Unterrichts, bei schulorganisatorischen Strukturen oder sogar in Personalangelegenheiten mitzubestimmen. 2. Regelmäßige finanzielle Beiträge Dritter dürfen nicht zum unverzichtbaren Bestandteil bei der Erfüllung unterrichtlicher Aufgaben werden. Sponsormittel müssen immer so eingesetzt werden, dass der plötzliche Wegfall keine Beeinträchtigung für die Bildungs- und Erziehungsarbeit bedeutet und dadurch bedingt rechtliche Verpflichtungen möglicherweise nicht mehr eingehalten werden können. 3. Aus Artikel 7 Abs. 1 Grundgesetz folgt die Pflicht des Schulträgers, eine »schulische Grundversorgung« zu gewährleisten. Es ist ein Mindeststandard zu sichern, den der Schulträger nicht unterschreiten darf. Die Schulträger dürfen Sponsoring nicht als substantiellen Teil des Ausstattungsvolumens ihrer Schulen betrachten. Die Ver114
angemessenen Zielen mitarbeiten bzw. sie fördern. (2) Einwerbung von Mitteln für das eigentliche Projekt, wobei die Mittel sowohl in der Schule (Vorbereitung) als auch außerhalb (Projekt) beliebig nutzbar sind. (3) Freiheit der Schule, das von ihr ausgehende Projekt schulintern curricular zu planen, bzw. in das Schulprogramm einzubauen und zu verfestigen. (4) Der Verein mit sinnvollem Ziel ermöglicht es Schule, zu Experten und den Mitteln zu gelangen, die notwendig sind, um außergewöhnliche Projekte zu realisieren, ohne inhaltlich auf die curriculare Umsetzung in der Schule Einfluß zu nehmen.
pflichtung des Schulträgers zur Tragung der sächlichen Kosten darf nicht durch Zuwendungen Dritter ersetzt werden. 4. Für den Schulträger besteht die Gefahr, dass sich die Schulen durch eine unterschiedliche im Rahmen von Sponsoring erlangte Ausstattung auseinanderentwickeln. Es ist absehbar, dass sich Wirtschaftsbetriebe nur bei Schulen engagieren, die das Image des Betriebs fördern. Die Folge wären »reiche« und »arme« Schulen eines Schulträgers. Dies würde dem Grundsatz der Chancengleichheit für alle Schülerinnen und Schüler widersprechen. Unter Umständen muss der Schulträger deshalb zumindest teilweise eine Umverteilung der Sponsorengelder als Ausgleich für nicht gesponserte Schulen vornehmen. Ein solches Verteilungsverfahren muss sorgfältig geplant werden und für alle Beteiligten transparent sein. 5. In Verträgen müssen möglichst kurze Laufzeiten vereinbart werden, da sich sonst eventuelle Bindungen an einen Sponsor ergeben könnten, die sich nur schwer lösen lassen. Die Schule wäre von dem »guten Ruf« des Sponsors abhängig. Andererseits zeigen die Erfah-
rungen im Sozialbereich, dass Sponsoren Interesse an längerfristigen Vereinbarungen haben, um ihre Kommunikationsziele zu erreichen. Daher sind Kooperationen über drei Jahre keine Seltenheit. Es kommt also im Einzelfall darauf an, einen Interessenausgleich beider Partner auf dem Verhandlungsweg zu erreichen. 6. Bei der Zuwendung von Sachwerten durch einen Sponsor ist zu beachten, dass der Schulträger Eigentümer der Sachwerte wird und die eventuellen Folgekosten zu tragen hat. Das Eigentum an Sachen geht in den Vermögenshaushalt des Schulträgers über. Bei der Bereitstellung von Sachmitteln muss deshalb mit Blick auf die Inventarisierung, mögliche Folgekosten, die Nachrüstung wegen möglicher Sicherheitsmängel oder sonstiger Installationen und Reparaturen und mögliche Ersatzbeschaffungen vorher eine Absprache mit dem Schulträger erfolgt sein. 7. Bei der Auswahl der Sponsoren ist jedem interessierten Unternehmen grundsätzlich die gleiche Chance einzuräumen, sich in einem konkreten Sachzusammenhang zu engagieren. Die Auswahlentscheidung für ein Unternehmen sollte nachvollziehbar dokumentiert werden und darf andere Unternehmen nicht auf Dauer ausschließen. 8. Erfolgt die Zuwendung des Sponsors durch Dienstleistungen, so ist zu gewährleisten, dass bei allen unterrichtliÜbersicht
chen oder sonstigen Schulveranstaltungen die Aufsichtspflicht durch eine Lehrkraft der Schule erfüllt wird. 9. Vertragsgestaltung: Es sei der Rat wiederholt, sich vor Vertragsunterzeichnung von versierten Fachleuten beraten zu lassen. Besonderheiten des jeweiligen Projekts machen eine exakte Formulierung der folgenden Punkte im Einzelfall erforderlich. Ein Sponsoringvertrag sollte jedoch mindestens folgende Punkte enthalten:
­ Präambel ­ Leistungen des Sponsors ­ Gegenleistungen des Gesponserten
­ Weitere Beteiligte, gesonderte Absprachen (z.B. Branchenexklusivität)
Wohlverhalten Vertraulichkeit Zuständigkeit Haftung Laufzeit Kündigung Sonstiges
Nachfolgend werden neben zwei Spendenformularen einige Beispiele von Verträgen und Satzungen dargestellt. Diese wurden von Schulen, Trägern, Institutionen bzw. Vereinen entwickelt und zum größten Teil in gleicher bzw. abgewandelter Form realisiert.
1. Mustervertrag zwischen einer sozialen Einrichtung und einem Sponsor 2. Mustervertrag zwischen Schule/Schulträger/Förderverein und einem Sponsor 3. Sponsoring-Vertrag zwischen einem Industriewerk und einem Vertragspartner (Schule) zur zeitweisen Überlassung bzw. Abordnung eines Mitarbeiters 4. Vereinbarung zwischen einer Schule und einer Wohnungsgesellschaft (DBS ­LEG Wohnen GmbH) 5. Satzungsentwurf HEROLS Förderverbund 6. Satzung des Vereins der Freunde der ...Schule ...e.V. 7. Mustersatzung für einen Verein 8. a + b Bestätigung über Zuwendungen an juristische Personen des öffentlichen Rechts 9. a + b Bestätigung über Zuwendungen an eine Körperschaft
1. Mustervertrag
zwischen ________________ (im folgenden: soziale Einrichtung) und ________________ vertreten durch ________________ über die finanzielle Förderung des Projekts ________________ 1. Die soziale Einrichtung entwickelt z.Z. das Projekt mit der Kurzbezeichnung &quot;________________&quot;. Der Gesamtkostenaufwand für die Realisierung dieses Vorhabens wird ca. DM ________ für ________ betragen. 2. _______________ sichert die Finanzierung des Projekts durch eine Zuwendung über DM __________. Die Zuwendung soll bis zum ________________ auf das folgende Konto der sozialen Einrichtung erfolgen. Die Spendenquittung wird erteilt. Die Zuwendung ist zweckgebunden für das o.g. Projekt zu verwenden. Bei Nichtdurchführung des Projekts wird die Summe zurückgezahlt. 3. ________________ darf die Tatsache der Zuwendung in angemessener Weise der Öffentlichkeit zur Kenntnis bringen. Soll in Druckwerken darauf hingewiesen werden, so ist die geplante Veröffentlichung vorab der sozialen Einrichtung zur Genehmigung vorzulegen. Diese Vereinbarung berechtigt nicht die Verwendung bestehender Schutzrechte.
________________ soziale Einrichtung
(Aus: Seminarunterlagen der Bank für Sozialwirtschaft, Sozialsponsoring, Köln o.J.)
Vereinbarung zwischen ________________ (im folgenden: Schule/Schulträger/Förderverein) und ________________ vertreten durch ________________ 1. Zielsetzungen Die Zielsetzungen des Vertrages entsprechen dem Schulprogramm der Schule: Sie werden hier noch einmal verkürzt dargestellt: a) Die Förderung von schulischen Aktivitäten in Unterricht und AG-Bereich, in denen sich der Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule realisiert. b) Die Förderung von Aktivitäten, die aus den Schulen heraus oder in die Schulen hinein im Zusammenwirken mit verschiedenen außerschulischen Partnern zur Öffnung von Schule und zur Belebung der Schulkultur beitragen. 2. Zuwendung ________________ stellt der Stadtkasse ________________ (dem Förderverein, dem Schulkonto) jährlich eine Summe in Höhe von DM ________________ für die bildungsbezogene und pädagogische Arbeit der Schule zur Verfügung. Die Zuwendung ist für die unter 1. genannte Zielsetzung zu verwenden. Die Summe wird jeweils zum 01.01. des Jahres fällig. Der Vertrag wird zunächst über einen Zeitraum von 5 Jahren abgeschlossen. Die Abrechnung erfolgt am Ende des Geschäftsjahres. Die Buchführung erfolgt durch die Schulleitung oder eine von der Schulleitung eingesetzte Lehrperson bzw. ein Mitglied der Schulkonferenz. Die Stadt bescheinigt dem Sponsor die Förderung eines bestimmten als gemeinnützig anerkannten Zwecks im Sinne des § 10 b Einkommens-Steuergesetz, Anlage 7 zu den Steuerrichtlinien, dort Nr. 2,3 und 4. 3. Leistungen der Schule ________________ darf die Tatsache der Zuwendung in folgender Weise zu Öffentlichkeitsarbeit werbewirksam sowie zur Imagepflege nutzen: ________________________________________________________________________ Soll in Druckwerken darauf hingewiesen werden, so ist die geplante Veröffentlichung vorab dem Schulleiter zur Genehmigung vorzulegen. 4. Gerichtsstand ist der Ort des Schulträgers. ________________ Ort, Datum ________________ Sponsor ________________ Schule/Schulträger/Förderverein
Sponsoring-Vertrag ­ Beispiel &quot;IBM&quot;
zwischen - im folgenden ,,Vertragspartner&quot; genannt und IBM Deutschland GmbH Pascalstraße 100 70569 Stuttgart 80 - im folgenden ,,IBM&quot; genannt wird folgender Vertrag geschlossen. Präambel Der Vertragspartner und IBM haben Übereinkunft erzielt, dass ein IBM Mitarbeiter von IBM abgeordnet und in der Organisation des Vertragspartners ausschließlich tätig wird. Dabei stützen sich die Vertragsparteien auf ein bei IBM seit langer Zeit bestehendes Programm, das die tätige Mithilfe des Unternehmens und seiner Mitarbeiter an sozialen, karitativen und anderen gemeinnützigen Projekten zum Inhalt hat. Die Vertragsparteien vereinbaren daher, im Hinblick auf die Tätigkeit von Herrn ________________ - im folgenden ,,IBM Mitarbeiter&quot; genannt -, folgendes: 1. Aufgaben des IBM Mitarbeiters a)________________ b)________________ c)________________ 2. Ausgeschlossene Tätigkeiten Alle Tätigkeiten, die mit dem Unternehmensziel der IBM teilweise oder ganz deckungsgleich sind, sowie Tätigkeiten, bei denen eine Interessenkollision in diesem Zusammenhang entstehen oder gesehen oder gesehen werden könnte, sind ausgeschlossen. 3. Sitz des Mitarbeiters ________________ 4. Status des IBM Mitarbeiters Für die Dauer seiner Abordnung zum Vertragspartner bleibt das Arbeitsverhältnis mit der IBM bestehen. Anstelle seiner bisherigen Tätigkeit wird der IBM Mitarbeiter alle im Rahmen dieses Vertrages anfallenden Tätigkeiten ordnungsgemäß und den jeweiligen Anforderungen entsprechend durchführen. Der IBM Mitarbeiter erledigt seine Aufgaben im Rahmen dieses Vertrages nach vorheriger Abstimmung seiner Pläne mit dem Vertragspartner selbständig und in eigener Verantwortung. 5. Bezahlung des IBM Mitarbeiters Die Bezahlung des IBM Mitarbeiters erfolgt ausschließlich durch IBM (einschl. Reisekosten und sonstiger zusätzlicher Vergütungen entsprechend den jeweils gültigen Richtlinien der IBM für Abordnungen Inland).
6. Haftung Die IBM übernimmt im Zusammenhang mit diesem Vertrag keine Haftung, insbesondere nicht für Schäden aus Ansprüchen Dritter und für mittelbare und Folgeschäden. Der abgeordnete Mitarbeiter wird von den Vertragspartnern von jeder Haftung freigestellt, soweit der Mitarbeiter nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig gehandelt hat. Für die Haftung des Vertragspartners gelten die gesetzlichen Bestimmungen. 7. Leistung des Vertragspartners Während der Einarbeitungsphase wird bei den geplanten Aufgaben mindestens ein Mitarbeiter des Vertragspartners zusammen mit dem IBM Mitarbeiter tätig sein. Der Vertragspartner ist bereit, nach Beendigung des Vertragsverhältnisses das Projekt selbständig und eigenverantwortlich weiterzuführen, sofern ihm dies im Rahmen seiner finanziellen Möglichkeiten zumutbar ist. 8. Ansprechbar Ansprechpartner für allgemeine Fragen beim Vertragspartner ist Verhandlungspartner für Fragen der Vertragserfüllung ist 9. Veröffentlichungen Die Ergebnisse der durch diesen Vertrag vereinbarten Mitarbeit des IBM Mitarbeiters können veröffentlicht werde, so dass sie auch von anderen interessierten Institutionen benutzt werden können. An entstehenden Rechten erhalten beide Vertragspartner ein nicht ausschließliches Nutzungsrecht. Die Partner werden solche Veröffentlichungen, in denen der Name des anderen Partners erwähnt oder auf ihn hingewiesen wird, gegenseitig abstimmen. Der Vertragspartner stimmt zu, das Warenzeichen oder die Firmenbezeichnung der IBM nur nach vorheriger Zustimmung durch IBM zu verwenden. 10. Vertragsdauer Der Vertrag tritt mit Unterzeichnung durch beide Vertragspartner in Kraft und dauert vom ________________ bis ________________. Sollten wichtige Gründe vorliegen, so kann dieser Vertrag von beiden Seiten gekündigt werden. Die Vertragspartner werden sich in diesem Fall bemühen, sich in gutem Einvernehmen über den Zeitpunkt der vorzeitigen Beendigung zu verständigen. ________________ Ort / Datum ________________ Unterschrift Vertragspartner Stuttgart, den ________________ ________________ IBM Deutschland GmbH _________________________ _________________________
Quelle: Famosa (1992,55)Quelle: Famosa (1992,55)
zwischen der Dietrich-Bonhoeffer-Schule, Städtisches Gymnasium Ratingen-West (nachstehend DBS genannt) und LEG Wohnen GmbH, Düsseldorf I. Zielsetzung: Die DBS führt die Arbeit des Vorhabens der Stadt Ratingen und des Landes NRW fort, das am 30.09.1994 ausläuft, und setzt ab 01.10.1994 die Arbeitsgemeinschaft lnfra West ein. Die Zielsetzungen entsprechen denen im lnfra West Konzept festgelegten und seien hier noch einmal verkürzt dargestellt: a) Die Förderungen von schulischen Aktivitäten im Unterrichts und AG-Bereich, in denen Schüler sich mit dem unmittelbaren Umfeld auseinandersetzen. b) Die Förderung von Aktivitäten, die aus den Schulen heraus oder in die Schulen hinein im Zusammenwirken mit verschiedenen Partnern zur Belebung des Stadtteils beitragen. Arbeitsschwerpunkte sind wie bisher 1. 2. 3. 4. Kommunikation im Stadtteil Kulturelle Stadtteilbelebung Initiativen im Sport-/Gesundheits-/Freizeitbereich Initiativen zur Wohnumfeldverbesserung.
lnfra West wird weiterhin als Multiplikator für das Thema Schulöffnung auf städtischer und Landesebene in Erscheinung treten. II. Spende: Die LEG Wohnen stellt der Sparkasse Ratingen jährlich eine Spende in Höhe von DM 60.000,-- zweckgebunden für das Infra West Projekt mit den unter 1. genannten Zielsetzungen zur Verfügung. Diese ist in drei Raten auf ein Sonderkonto zu zahlen, und zwar jeweils zum 1.1., 1.5. und 1.9. über einen Zeitraum von 5 Jahren vom 1.10.1994 bis 30.9.1999. Die Arbeitsgemeinschaft Infra West gibt das Sonderkonto rechtzeitig bekannt. Die Abrechnung erfolgt am Ende des Geschäftsjahres. Die Buchführung erfolgt durch das lnfra West Büro und die Sparkasse. Die Prüfung der Ausgaben übernimmt die Arbeitsgemeinschaft lnfra West. Die Stadt bescheinigt dem Sponsor die Förderung eines bestimmten als gemeinnützig anerkannten Zwecks im Sinne des § lOb Einkommensteuergesetz Anlage 7 zu den Steuerrichtlinien, dort Nr. 2, 3, 4. III. Arbeitsgemeinschaft Der Arbeitsgemeinschaft Infra West gehören in ehrenamtlicher Tätigkeit Herr _______, Dietrich Bonhoeffer-Schule, Herr ________, Schulverwaltungs/Sportamt der Stadt Ratingen, und Herr ________von der LEG Wohnen an. Die Arbeitsgemeinschaft trifft ihre Entscheidungen einstimmig. Sie kann sich eine Geschäftsordnung geben. Am Ende des Geschäftsjahres erstellt der Arbeitskreis eine Auflistung der im Jahr erfolgten Aktivitäten. IV. Etat: Der jeweils kommende Jahresetat wird von der Arbeitsgemeinschaft in einem vorläufigen lnvestitionsrahmen gestaffelt nach Ausgabenschwerpunkten erarbeitet. Sie greift Vorschläge auf, die von den Koordinatoren der beteiligten Schulen vorgebracht werden.
V. Förderungsgrundsätze: Projekte von Schulen, Klassen, Arbeitsgemeinschaften, Jugendgruppen oder auch Bürgern aus dem Stadtteil können grundsätzlich bis zu einer Höhe von 50%-100% gefördert werden; Einnahmen aus Eintrittsgeldern werden angerechnet. VI. Büro: Die DBS unterhält das in einem Nutzungsvertrag von der Stadt Ratingen überlassene Büro samt des dazugehörigen lnventars ab 1. Oktober 1994 zur Abwicklung der anstehenden Koordinierungsaufgaben. Die laufenden Bürokosten werden durch den Beitrag der LEG Wohnen gedeckt. Die Bürobezeichnung lautet von nun an Infra West Kulturbüro. Die Arbeitsgemeinschaft Infra West beauftragt Frau _________________ mit den notwendigen Büroarbeiten auf Honorarbasis. VII. Werbung: Die LEG Wohnen darf als Hauptsponsor ihre Unterstützung des Projekts Infra West in der Öffentlichkeit werbewirksam und zur Imagepflege nutzen. Arbeitskonzept für die nächsten 5 Jahre: In den kommenden 5 Jahren sollen folgende bereits etablierte Veranstaltungen und bewährte Aktivitäten fortgeführt oder ausgebaut werden. 1. Kommunikation: Das Büro als Schaltstelle des Projekts mit wöchentlichen aktuellen Veranstaltungshinweisen für Ratingen West in der Infra West Vitrine, Stadtteilzeitung ,,Vor:Ort&quot;, Begegnungen Ausländer und Deutsche, Begegnung jung und alt, Begegnungen Ost und West, Ausbau der Kontakte mit Beelitz und Weißwasser, Berufsorientierungsbörse, ,,runde Tische&quot; für Ratingen-West zur Planung von Teilprojekten oder größeren Veranstaltungen. 2. Kultur: Kammermusikabende, experimentelle Musik, Rockfestivals im Schulzentrum, Rock am See, in Zusammenarbeit mit Partnern, Kabarettabende, Bücher/Schallplatten im Eigenverlag, Talentwettbewerb für Nachwuchskünstler, ,,Von West aus&quot;, Kulturwochen Ratingen-West. 3. Sport/Freizeit/Gesundheit: Turniere und Wettkämpfe in verschiedenen Sportarten, die der Kommunikation im Stadtteil dienen, Förderung alternativer Sportarten. 4. Wohnumfeldverbesserung: Begrünungsaktionen, Brunnen und Skulpturenobjekte, Ausbau der Spielmöglichkeiten auf Schulhöfen, Beach- und Volleyballanlage am Grünen See, Unterstützung von Klassen oder Schülern, die sich wissenschaftlich im weiteren Sinne mit dem Thema auseinandersetzen (z.B. Jugend forscht), Arbeiten und Veranstaltungen zum Thema Verbesserung der Wohnsituation in Ratingen-West.
Düsseldorf, den 15.12.1994 Dietrich-Bonhoeffer-Schule LEG Wohnen GmbH
5. Satzungsentwurf HEROLS Förderverbund
§ 1 Namen, Sitz, Geschäftsjahr 1.Der Verein führt den Namen ,,HEROLS Förderverbund&quot; und soll in das Vereinsregister beim Amtsgericht Lübbecke eingetragen werden. 2. Er hat seinen Sitz in Lübbecke. 3. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. § 2 Zweck 1. Der ,,HEROLS Förderverbund&quot; hat die Aufgabe allgemeinbildende und berufliche Schulen in den Kommunen Hüllhorst, Espelkamp, Rahden, Preußisch Oldendorf und Lübbecke ideell und materiell zu unterstützen. Die Fördervereine dieser Schulen sollen bei der Wahrung ihrer Aufgaben beraten, Kooperation untereinander und mit anderen Institutionen gefördert werden. Zur Erreichung dieser Ziele sammelt der Förderverbund u.a. Spendengelder und sucht für den Förderverbund im ganzen sowie die einzelnen im Verbund organisierten Schulen Kooperationspartner. 2. Der Förderverbund verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts ,,Steuerbegünstigte Zwecke der Abgabenordnung&quot; . Der Verein ist selbstlos tätig, er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. 3. Mittel des Vereins dürfen nur für satzungsmäßige Zwecke verwendet werden. Über ihre Verwendung entscheidet die Mitgliederversammlung. Die Organe des Vereins sind ehrenamtlich und unentgeltlich tätig. Keine Person darf durch Zuwendungen außer dem Ersatz seiner Auslagen aus den Mitteln des Vereins oder durch verhältnismäßig hohe Vergütung begünstigt werden. § 3 Mitgliedschaft 1. Ordentliches Mitglied des Vereins können nur schulische Fördervereine allgemeinbildender Schulen in den Kommunen Hüllhorst, Espelkamp, Rahden, Preußisch Oldendorf und Lübbecke sowie die berufliche Schule in Espelkamp-Lübbecke werden. 2. Förderndes Mitglied kann jede natürliche oder juristische Person werden, die die Vereinszwecke unterstützen will. 3. Über die Aufhahme von Mitgliedern entscheidet der Vorstand aufgrund eines schriftlichen Antrages. 4. Die Mitgliedschaft endet a) bei ordentlichen Mitgliedern durch Austritt, Auflösung oder Ausschluß. b) bei fördernden Mitgliedern durch Austritt, Tod oder Ausschluß. 5. Der Austritt eines Mitgliedes ist schriftlich gegenüber dem Vorstand zu erklären. 6. Über den Ausschluß eines Mitgliedes entscheidet der Vorstand. Gründe für den Ausschluß sind insbesondere Schädigung des Ansehens des Vereins in der Öffentlichkeit oder Verhalten, durch das bewußt den Zielen des Vereins entgegengewirkt wird. Darüber hinaus, falls der Beitrag über den Schluß des Geschäftsjahres hinaus trotz Mahnung nicht entrichtet wurde. Der Ausschluß ist dem Mitglied schriftlich mitzuteilen. Über eine Beschwerde gegen den Beschluß entscheidet endgültig die nächste ordentliche Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit der anwesenden Mitglieder. Bis dahin ruht die Mitgliedschaft des Betroffenen. § 4 Beiträge 1. Der Mitgliedsbeitrag wird von der Mitgliederversammlung in einer Beitragsordnung festgesetzt. 2. Jedem Mitglied ist es überlassen, die Beiträge freiwillig zu erhöhen. 3. Der Vorstand hat das Recht, in besonders begründeten Einzelfällen Mitgliedern von der Beitragspflicht zu befreien.
§ 5 Organe des Vereins Organe des Vereins sind die Mitgliederversammlung und der Vorstand. § 6 Vorstand 1. Der Verein wird durch einen Vorstand geführt. Dieser besteht aus: a) dem / der Vorsitzenden, b) dem / der stellvertretenden Vorsitzenden, c) dem / der Schatzmeister/in, d) dem / der Schriftführer/in, e) einem / einer Beisitzer/in. Diese Mitglieder müssen das 18. Lebensjahr vollendet haben. Vorstand und Mitgliederversammlung können weitere Personen mit beratender Funktion (wie z.B SV-Mitglieder) berufen. 2. Der Vorstand wird für die Dauer von zwei Jahren von der Mitgliederversammlung gewählt. Er bleibt bis zur Neuwahl im Amt. Wiederwahl ist zulässig. Die Mitgliederversammlung ist spätestens innerhalb eines Vierteljahres nach Ablauf der Amtszeit einzuberufen. 3. Der Verein wird jeweils durch 2 Mitglieder des Vorstandes nach § 26 BGB vertreten. 4. Dem Vorstand obliegt neben der Vertretung des Vereins die Wahrung der Vereinsgeschäfte nach Maßgaben der Satzung und der Beschlüsse der Mitgliederversammlung. Er kann zur Erfüllung seiner Aufgaben eine/n Geschäftsführer/in bestellen. 5. Der Vorstand hat insbesondere die Aufgaben: ­ ­ ­ ­ ­ ­ Vorbereitung, Einberufung und Durchführung der Mitgliederversammlung Erstellung eines Haushaltsplanes und Jahresberichtes Gewährleistung und Nachweis der ordnungsgemäßen Verwendung der finanziellen Mittel Beschlußfassung über die Aufnahme von Mitgliedern Suche nach Kooperationspartnern in Wirtschaft und Gesellschaft Vermittlung von Fördergeldern an Einzelschulen bzw. Fördervereine
6. Der Vorstand gibt sich eine Geschäftsordnung. Er ist beschlußfähig, wenn drei Mitglieder anwesend sind. Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit gefasst und in einem Protokoll festgehalten. § 7 Mitgliederversammlung 1. Die Mitgliederversammlung ist mindestens einmal im Jahr durch den Vorstand einzuberufen. Sie ist ferner einzuberufen, wenn es der Vorstand für erforderlich hält oder 1/3 der ordentlichen Mitglieder die Einberufung verlangen. 2. Die Einladung hat schriftlich mit Einhaltung einer Frist von vier Wochen unter Bekanntgabe der Tagesordnung zu erfolgen. 3. Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig und wird vom Vorsitzenden bzw. einem/einer Vertreter/in geleitet. 4. Die Mitgliederversammlung hat insbesondere folgende Aufgaben: ­ ­ ­ ­ ­ ­ Festlegung des Arbeitsprogrammes und Haushaltsplanes für das Geschäftsjahr Bestellung, Entlastung und Abberufung des Vorstandes Beschlussfassung über die Beitragsordnung Beschlussfassung über allgemeine Richtlinien der Vereinsarbeit Bestellung, Entlastung und Abberufung zweier Kassenprüfer/innen (jährlich) Ausschluss von Mitgliedern Ernennung von Ehrenmitgliedern
Berufung von Fachausschüssen, Arbeitsgruppen und Sachverständigen Beschlussfassung über Satzungsänderungen, Auflösung des Vereins sowie die Verwendung des Vermögens.
5. Die Beschlüsse der Mitgliederversammlung sind in einem Protokoll festzuhalten. § 8 Wahlen und Beschlussfassungen 1. Jedes ordentliche Mitglied hat Sitz und Stimme in der Mitgliederversammlung und wird durch einen Delegierten vertreten. Delegierte sowie mögliche Vertreter müssen dem Förderverbund vor der Versammlung von den einzelnen Fördervereinen namentlich genannt werden. Fördernde Mitglieder können mit beratender Stimme an der Mitgliederversammlung teilnehmen. 2. Sofern durch Gesetz oder Satzung nichts anderes bestimmt ist, beschließt die Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit der Anwesenden. Bei Stimmengleichheit gilt der Antrag als abgelehnt. 3. Bei Wahlen ist im 1. Wahlgang gewählt, der mehr als die Hälfte der abgegebenen gültigen Stimmen erhalten hat. Sofern niemand diese erforderliche Mehrheit erhalten hat, ist im 2. Wahlgang gewählt, wer die meisten gültigen Stimmen erhalten hat. Zur Abwahl ist eine 2/3-Mehrheit erforderlich. Auf Verlangen auch nur eines Mitgliedes erfolgt eine geheime Wahl. 4. Satzungsänderungen bedürfen der Zustimmung von 2/3 der anwesenden Mitglieder. Anträge sind mit der Tagesordnung zu versenden. § 9 Auflösung 1. Die Auflösung des Vereins erfolgt durch Beschluss der Mitgliederversammlung mit 3/4 Mehrheit der anwesenden Mitglieder. 2. Bei Auflösung oder bei Wegfall seines bisherigen Zwecks fällt das Vermögen des Vereins der Kollegschule Lübbecke mit der Auflage zu, es ausschließlich im Sinne des Satzungszweckes zu verwenden. § 10 Inkrafttreten Vorstehende Satzung wurde auf der Mitgliederversammlung am ........... beschlossen und tritt am selben Tag in Kraft.
des Vereins der Freunde der ________________- Schule ________________ e.V. I. Name, Sitz und Zweck des Vereins § 1. Der Verein führt den Namen ,,Verein der Freunde der ________________-Schule ________________ e.V.&quot;. Er hat seinen Sitz in ________________. § 2. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. § 3. Der Verein hat den Zweck, die Schule in ihren Bildungs- und Erziehungsaufgaben auf der Basis der Gemeinnützigkeit im Sinne der Gemeinnützigkeitsverordnung zu unterstützen. Er ermöglicht durch Geld- und Sachspenden die Ergänzung der Ausstattung der Schule über die verfügbaren öffentlichen Mittel hinaus und die Durchführung von Maßnahmen - auch solche kultureller Art -, die im Aufgabenbereich einer modernen ________________ Schule förderungswürdig sind. § 4. Alle Leistungen des Vereins erfolgen freiwillig. Ein Rechtsanspruch auf sie besteht nicht. Die Mitglieder erhalten keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.
II. Mitgliedschaft und Einkünfte § 5. Dem Verein können als Mitglieder angehören: Einzelpersonen, Firmen, Organisationen und Körperschaften. Die Mitgliedschaft wird erworben durch schriftliche Beitrittserklärung und deren Annahme durch den Vorstand. § 6. Die Mitgliedschaft erlischt außer durch Tod durch schriftliche Austrittserklärung zum Ende eines Kalenderjahres. § 7. Die Einkünfte des Vereins bestehen aus a) den Beiträgen der Mitglieder, b) den freiwilligen Zuwendungen der Mitglieder und c) den Erträgnissen des Vereinsvermögens. Die ordentliche Mitgliederversammlung setzt jährlich Mindestbeitragssätze für Einzelpersonen sowie für Firmen, Organisationen und Körperschaften fest.
III. Organe des Vereins § 8. Der Vorstand besteht aus dem ersten Vorsitzenden und seinem Stellvertreter. Der Vorstand verwaltet das Vermögen des Vereins. Jedes Vorstandsmitglied ist allein zur Vertretung berechtigt. § 9. Zur Unterstützung des Vorstandes wird ein Ausschuss bestellt, der aus dem Schatzmeister, dem Schriftführer und fünf Beisitzern besteht. Vorstand und Ausschuss bestimmen Art und Höhe der Zuwendungen an die Schule. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden. § 10. Vorstand und Ausschuss sind bei Anwesenheit von mindestens fünf Mitgliedern beschlußfähig. Die Amtszeit von Vorstand, Ausschuss und Rechnungsprüfern beträgt 2 Jahre. § 11. Die ordentliche Mitgliederversammlung ist vom Vorstand mindestens einmal jährlich schriftlich einzuberufen. Die Einladung ist mindestens zwei Wochen vorher unter Bekanntgabe der Tagesordnung zu versenden. Der ordentlichen Mitgliederversammlung obliegt a) die Entgegennahme der Jahresberichte des Vorsitzenden, des Schatzmeisters und der Rechnungsprüfer, b) die Entlastung des Vorstandes und des Ausschusses, c) die Wahl des Vorstandes und des Ausschusses und
d) die Wahl von zwei Rechnungsprüfern, die nicht dem Vorstand angehören dürfen Solange die Neuwahl des Vorstandes, des Ausschusses und der Rechnungsprüfer nicht stattgefunden hat, werden die Geschäfte von dem bisherigen Vorstand und Ausschuss sowie den bisherigen Rechnungsprüfern weitergeführt. § 12. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung muss vom Vorsitzenden unter Angabe der Tagesordnung einberufen werden, wenn dies von mindestens fünf Mitgliedern des Vorstandes und des Ausschusses oder einem Drittel der Mitglieder unter Angabe des Grundes beantragt wird. § 13. Die Stimmenübertragung ist bei ordentlicher und außerordentlicher Mitgliederversammlung durch schriftliche Vollmacht möglich. § 14. Für den Beschluss von Satzungsänderungen ist eine Zweidrittelmehrheit der bei der Versammlung anwesenden Mitglieder notwendig. Sitzungsprotokolle und gefaßte Beschlüsse werden vom 1. Vorsitzenden bzw. dem 2. Vorsitzenden und dem Schriftführer beurkundet.
Auflösung des Vereins § 15. Im Fall der Auflösung des Vereins, die von einer Mitgliederversammlung mit Dreiviertelmehrheit der anwesenden Mitglieder zu beschließen ist, fällt das Vermögen der _______________-Schule zu mit der Bestimmung, dass es nur für gemeinnützige Zwecke gemäß § 3 dieser Satzung zu verwenden ist.
Anwendungserlaß zur Abgabenordnung 1977 (AEAO) Unter Bezugnahme auf das Ergebnis der Erörterungen mit den obersten Finanzbehörden der Länder gilt für die Anwendung der Abgabenordnung folgendes: Anlage 1 zu § 60 AO
7. Mustersatzung für einen Verein
(nur aus steuerlichen Gründen notwendige Bestimmungen ohne Berücksichtigung der vereinsrechtlichen Vorschriften des BGB) § 1. Der ______________ (e.V.) mit Sitz in ____________ verfolgt ausschließlich und unmittelbar - gemeinnützige - mildtätige - kirchliche - Zwecke (nicht verfolgte Zwecke streichen) im Sinne des Abschnitts &quot;Steuerbegünstigte Zweck &quot; der Abgabenordnung. Zwecke des Vereins ist _________________________________________ (z.B. die Förderung von Wissenschaft und Forschung, Bildung und Erziehung, Kunst und Kultur, des Umwelt-, Landschafts- und Denkmalschutzes, der Jugend- und Altenhilfe, des öffentlichen Gesundheitswesens, des Sports, Unterstützung hilfsbedürftiger Personen). Der Satzungsweck wird verwirklicht insbesondere durch _________________________________ (z.B. Durchführung wissenschaftlicher Veranstaltungen und Forschungsvorhaben, Vergabe von Forschungsaufträgen, Unterhaltung einer Schule, einer Erziehungsberatungsstelle, Pflege von Kunstsammlungen, Pflege des Liedgutes und des Chorgesanges, Errichtung von Naturschutzgebieten, Unterhaltung eines Kindergartens, Kinder-, Jugendheimes, Unterhaltung eines Altenheimes, eines Erholungsheimes, Bekämpfung des Drogenmißbrauchs, des Lärms, Errichtung von Sportanlagen, Förderung sportlicher Übungen und Leistungen). § 2. Der Verein ist selbstlos tätig, er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. § 3. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. § 4. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden. § 5. Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins a) an - den - die - das (Bezeichnung einer juristischen Person des öffentlichen Rechts oder einer anderen steuerbegünstigten Körperschaft) - der - die - das - es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke zu verwenden hat. oder b) an eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder eine andere steuerbegünstigte Körperschaft zwecks Verwendung für ____________________________________________________________________________ (Angabe eines bestimmten, gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Zwecks, z.B. Förderung von Wissenschaft und Forschung, Bildung und Erziehung, der Unterstützung von Personen, die im Sinne von § 53 AO wegen _____________________ bedürftig sind, Unterhaltung des Gotteshauses in _________ ) Alternative zu § 5 Kann aus zwingenden Gründen der künftige Verwendungszweck jetzt noch nicht angegeben werden (§ 61 Abs. 2 AO), so kommt folgende Bestimmung über die Vermögensbindung in Betracht: &quot;Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke ist das Vermögen zu steuerbegünstigten Zwecken zu verwenden. Beschlüsse über die künftige Verwendung des Vermögens dürfen erst nach Einwilligung des Finanzamts ausgeführt werden.&quot;
Aussteller (Bezeichnung der inländischen juristischen Person oder inländischen öffentlichen Dienststelle)
8a. Bestätigung über Zuwendungen im Sinne des § 10 b des Einkommensteuergesetzes an inländische juristische Personen des öffentlichen Rechts oder inländische öffentliche Dienststellen Art der Zuwendung: Geldzuwendung Name und Anschrift des Zuwendenden: XXX ....................................................XXX Betrag der Zuwendung in Ziffern / in Buchstaben / Tag der Zuwendung: XXX ............/................../.......................XXX
Es wird bestätigt, dass die Zuwendung nur zur Förderung (begünstigter Zweck) (im Sinne der Anlage 1 - zu § 48 Abs. 2 Einkommensteuer-Durchführungsverordnung - Abschnitt A / B Nr. ....) (im Ausland) verwendet wird.
von uns unmittelbar für den angegebenen Zweck verwendet. entsprechend den Angaben des Zuwendenden an .................. weitergeleitet, die/der vom Finanzamt .................., StNr. ........................, mit Bescheid vom ........................... / vorläufiger Bescheinigung vom ................... als begünstigte/r Empfänger/in anerkannt ist.
Hinweis: Wer vorsätzlich oder grob fahrlässig eine unrichtige Zuwendungsbestätigung erstellt oder wer veranlasst, dass Zuwendungen nicht zu den in der Zuwendungsbestätigung angegebenen steuerbegünstigten Zwecken verwendet werden, haftet für die Steuer, die dem Fiskus durch einen etwaigen Abzug der Zuwendungen beim Zuwendenden entgeht (§ 10 b Abs. 4 EStG, § 9 Abs. 3 KStG, § 9 Nr. 5 GewStG). Diese Bestätigung wird nicht als Nachweis für die steuerliche Berücksichtigung der Zuwendung anerkannt, wenn das Datum des Freistellungsbescheides länger als 5 Jahre bzw. das Datum der vorläufigen Bescheinigung länger als 3 Jahre seit Ausstellung der Bestätigung zurückliegt (BMF vom 15.12.1994 ­ BStBl I S. 884).
8b. Bestätigung über Zuwendungen im Sinne des § 10 b des Einkommensteuergesetzes an inländische juristische Personen des öffentlichen Rechts oder inländische öffentliche Dienststellen Art der Zuwendung: Sachzuwendung Name und Anschrift des Zuwendenden: XXX .....................................................XXX Wert der Zuwendung in Ziffern / in Buchstaben / Tag der Zuwendung: XXX ............/..................../.....................XXX Genaue Bezeichnung der Sachzuwendung mit Alter, Zustand, Kaufpreis usw. Die Sachzuwendung stammt nach den Angaben des Zuwendenden aus dem Betriebsvermögen und ist mit dem Entnahmewert (ggf. mit dem niedrigeren gemeinen Wert) bewertet. Die Sachzuwendung stammt nach den Angaben des Zuwendenden aus dem Privatvermögen. Der Zuwendende hat trotz Aufforderung keine Angaben zur Herkunft der Sachzuwendung gemacht. Geeignete Unterlagen, die zur Wertermittlung gedient haben, z.B. Rechnung, Gutachten. Es wird bestätigt, dass die Zuwendung nur zur Förderung (begünstigter Zweck) (im Sinne der Anlage 1 - zu § 48 Abs. 2 Einkommensteuer-Durchführungsverordnung - Abschnitt A / B Nr. ...) (im Ausland) verwendet wird. Die Zuwendung wird
von uns unmittelbar für den angegebenen Zweck verwendet. entsprechend den Angaben des Zuwendenden an ............... weitergeleitet, die/der vom Finanzamt ........................., StNr. ......................, mit Bescheid vom ....................... / vorläufiger Bescheinigung vom ..........................als begünstigte/r Empfänger/in anerkannt ist. ................................................................................................................
Aussteller (Bezeichnung und Anschrift der Körperschaft o.ä.)
9a. Bestätigung über Zuwendungen im Sinne des § 10 b des Einkommensteuergesetzes an eine der in § 5 Abs. 1 Nr. 9 des Körperschaftsteuergesetzes bezeichneten Körperschaften, Personenvereinigungen oder Vermögensmassen
Name und Anschrift des Zuwendenden: XXX .....................................................XXX
Betrag der Zuwendung in Ziffern / in Buchstaben / Tag der Zuwendung: XXX .............../..................../..................XXX Es handelt sich (nicht) um den Verzicht auf Erstattung von Aufwendungen.
Wir sind wegen Förderung (begünstigter Zweck) durch Bescheinigung des Finanzamtes ...................., StNr. ........................, vom ................ vorläufig ab ......................... als gemeinnützig anerkannt / nach dem letzten uns zugegangenen Freistellungsbescheid des Finanzamts ..........................., StNr. ..........................., vom ...................... für die Jahre .......................... nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 des Körperschaftsteuergesetzes von der Körperschaftsteuer befreit.
Es wird bestätigt, dass (es sich nicht um Mitgliedsbeiträge, sonstige Mitgliedsumlagen oder Aufnahmegebühren handelt und) die Zuwendung nur zur Förderung (begünstigter Zweck) (im Sinne der Anlage 1 - zu § 48 Abs. 2 Einkommensteuer-Durchführungsverordnung - Abschnitt A / B Nr. ...) (im Ausland) verwendet wird. ........................................................................................... Ort, Datum und Unterschrift des Zuwendungsempfängers
9b. Bestätigung über Zuwendungen im Sinne des § 10 b des Einkommensteuergesetzes an eine der in § 5 Abs. 1 Nr. 9 des Körperschaftsteuergesetzes bezeichneten Körperschaften, Personenvereinigungen oder Vermögensmassen Art der Zuwendung: Sachzuwendung Name und Anschrift des Zuwendenden: XXX .....................................................XXX Wert der Zuwendung in Ziffern / in Buchstaben / Tag der Zuwendung: XXX ............./..................../..................XXX Genaue Bezeichnung der Sachzuwendung mit Alter, Zustand, Kaufpreis usw. Die Sachzuwendung stammt nach den Angaben des Zuwendenden aus dem Betriebsvermögen und ist mit dem Entnahmewert (ggf. mit dem niedrigeren gemeinen Wert) bewertet. Die Sachzuwendung stammt nach den Angaben des Zuwendenden aus dem Privatvermögen. Der Zuwendende hat trotz Aufforderung keine Angaben zur Herkunft der Sachzuwendung gemacht. Geeignete Unterlagen, die zur Wertermittlung gedient haben, z.B. Rechnung, Gutachten.
Wir sind wegen Förderung (begünstigter Zweck) durch Bescheinigung des Finanzamtes ............., StNr. ............................., vom ............. vorläufig ab .................... als gemeinnützig anerkannt / nach dem letzten uns zugegangenen Freistellungsbescheid des Finanzamts ........................................, StNr. ...................., vom ............................. für die Jahre ............................ nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 des Körperschaftsteuergesetzes von der Körperschaftsteuer befreit.
Es wird bestätigt, dass die Zuwendung nur zur Förderung (begünstigter Zweck) (im Sinne der Anlage 1 - zu § 48 Abs. 2 Einkommensteuer-Durchführungsverordnung - Abschnitt A / B Nr. ...) (im Ausland) verwendet wird. ........................................................................................... Ort, Datum und Unterschrift des Zuwendungsempfängers
4.2 Abrufhilfen für Drittmittel
Um Schule bzw. den Förderverein mit zusätzlichen Mitteln zu versorgen, bietet sich ein einfaches Infosystem an. Zugeschnitten auf die Bedürfnisse der Schule in der Region geht man von einer Datenerhebung aus. Diese kann entweder arbeits- und zeitaufwenig per Brief und Post oder schneller und zukunftsträchtig per FAX, e-mail bzw. Internet abgewickelt werden. Vier Karteien/ Dateien sollten aufgebaut werden. Diese Sammlungen von Anschriften, Telefon- / FAX-Nummern, den Namen der zuständigen Personen, sowie Stichwörtern, die Auskunft über Bedeutung und Möglichkeiten für die Schule geben, sind allgemeine Grundlagen des Aufbaus. Diese vier Dateien werden wie folgt bezeichnet: I. Förderprogramme der Landes- und Bundesministerien und deren Institute. II. Nichtstaatliche Institutionen, Vereine, Verbände, Organisationen III.Örtliches Umfeld der Schule IV. Betriebe, Ämter, Institutionen, Verbünde
I. Die Landesministerien Umwelt-, Schul-, Kultus-, Innen-, Wirtschafts-, Wissenschafts- oder Finanzministerien und die ihnen beigeordneten Institute legen alljährlich Programme und Projekte auf, an denen sich alle oder spezielle Zielgruppen bzw. Organisationen beteiligen können. Mit einigem interpretativen Geschick kann Schule hier in Zusammenarbeit mit dem Träger grössere finanzielle Mittel für die Schule anfordern. Nicht nur das Schul- bzw. Kultusministerium, auch die anderen Ministerien fördern vieles. Dabei ist der kreative Pädagoge gefragt, der z.B. einen Zusammenhang zwischen angekündigten Fördermitteln für »Brauch-wasserregulierungsmassnahmen« und anstehenden Umbau- und Umgestaltungsmassnahmen im Bereich des betonierten Schulhofs sofort erkennt. Ähnliches gilt für die vielen Programme der Bundesministerien und die ihnen angeschlossenen Institute/Zentralen, wie z.B. Bundeszentrale für politische Bildung oder Bundesforschungsanstalt für Naturschutz und Landschaftsökologie. Alle notwendigen Anschriften findet man bundesweit im jeweils neuesten Taschenbuch des Öffentlichen Lebens, Festland Verlag, Bonn. Diese ca. 30 Anschriften von Ministerien und Instituten nutzt man, indem alljährlich die für das nächste Jahr anstehenden Projekte bzw. Förderanlässe abgerufen wer132
den. Infomaterial bzw. die Ausschreibung erhält man in der Regel durch die zuständige Presse bzw. Öffentlichkeitsabteilung. Viele Institutionen haben heute ihren festen Platz im Internet. Bei der Antragstellung muss die besondere rechtliche Beschränkung der Schule bedacht werden: Darf sie selbst beantragen wie bei vielen Ausschreibungen der Landesministerien und Institute? Übernimmt dies besser der Förderverein bei halbstaatlichen oder nichtstaatlichen Institutionen, gemeinsam mit dem Träger? Ist allein der Träger dazu berechtigt? Diese Fragen sind vorab zu klären. Vorraussetzung eines Erfolgs ist immer die Abfassung des Projektantrags, der ausführlich, klar und glaubhaft das Projekt in allen Phasen beschreibt. Die kurz-, mittelund langfristigen Ziele sollten verdeutlicht und ein detaillierter Kostenplan erstellt werden. Grundsätzlich ist etwa ein Jahr von der Antragstellung bis zur Verwirklichung anzusetzen. Für das Gelingen eines gemeinsamen Projekts ist die gute Zusammenarbeit mit dem Träger genauso wichtig wie hilfreiche persönliche Kontakte zu den Fraktionen im Rat, sowie zur Presse.
II. Nichtstaatliche Vereine, Verbände, Organisationen Durch eine zweite zu erstellende Anschriftensammlung/Datei können alljährlich neben Fördermitteln vor allem Hilfen wie Besichtigungen, Experten, Broschüren, Filme, Materialien und sonstige Arbeitsmittel abgerufen werden. Das Spektrum ist riesengroß und reicht, um nur einige wenige zu nennen, von den Verbraucherzentralen, dem VDI, über WWF, Naturschutzzentren, Bundesverband der Industrie, Energieerzeuger, Ökoinstitute, Kommunalverbände, Gewerkschaften, Landkreistag, BUND, Gesellschaft für Umwelterziehung und tausend III. Datei des örtlichen Umfeldes Diese Sammlung verspricht den schnellsten Erfolg, weil man hier auf bekanntem Terrain agiert. Diese Anschriftensammlung sollte folgende Zielgruppen umfassen. Ehemalige Schülerinnen und Schüler, die sehr bald in fast allen beruflichen Sparten vertreten sind und für ihre »alte Schule«, wenn diese sich um sie kümmert, auch ein offenes Herz haben. Die Ladengeschäfte und Betriebe des direkten Umfelds, die zum Teil auch von der Schule bzw. den Angehörigen der Lehrer- und Schülerschaft abhängen. Die Vereine vor Ort, vom Sportverein über Bienenzüchter, Heimat-, Kultur-, Briefmarken-, Taubenzüchter-, Umweltschutz-, Gesangs-, Schützenvereine, etc. Die großen und kleinen Verbände, wie z.B. der Kommunalverband Ruhrgebiet. Abteilung Forstwesen oder der Landschaftsverband Abt. Museen etc. Alle kommunalen Einrichtungen, alle Ämter und Stellen, die meist gerne für Unterricht Experten und Anschauungsmöglichkeiten vor Ort anbieten. Die Nachbarschulen aller Schulformen, die Kindergärten, Jugendheime, Privatschulen, mit denen man zusammenarbeiten könnte. Die Krankenhäuser, Sozialstationen, Beratungsstellen, das Rote Kreuz. Die Altenheime, Seniorenclubs, an denen Experten für alle Bildungsanlässe zu finden sind. Die Sparkassen und Banken des Einzugsgebietes, die gerne bereit sind etwas für die Schule zu tun. Handel, Handwerk und Industrie in der Nachbarschaft, deren künftige Arbeitskräfte auch aus unserer Schule kommen werden. Die Medien des Umfeldes: Regionalstudio, Bürgerfunk, Heimatzeitung, Inseratenblätter und sonstige Werbeträger. Die Nachbarn und Förderer der Schule, mit denen man vierteljährlich gemeinsam bei Kaffee und Kuchen die Zukunftsplanung der Schule diskutiert. Der Aufbau dieser Datei dient vor allem dem Knüpfen interessanter Beziehungsnetze, die Schule im Umfeld verankert und soziale Kontakte schafft, die vielfältigen gegenseitigen Nutzen bringen. weitere Institutionen aller Art. Auch hier ist eine jährliche Abfrage ausreichend bzw. der formlose schriftliche oder mündliche Antrag, die Schule in den Verteiler aufzunehmen, um die Publikationen bzw. die jährlich erscheinende Liste mit den angebotenen Publikationen, Hilfen und Arbeitsmaterialien zu erhalten. Man nutze dieses Riesenangebot aktuellster Materialien, Video-Kassetten, Disketten, Filme, Printmedien, Modelle, Probepakete und sonstiger Angebote, die meist unentgeltlich für Schulen und Bildungseinrichtungen zur Verfügung stehen.
IV. Datei der Institutionen, Firmen und Betriebe Ausgehend von dem Anschriftenmaterial, das Schule durch Betriebspraktika, etc. meist schon hat, nutzt man die Gelben Seiten der Telecom, wie auch die Heimatzeitung und die Kontakte aller mit der Schule beteiligten Personen nach außen. Die Datengliederung könnte nach vier Kriterien geschehen: Institutionen mit direktem und indirektem Kontakt zur Schule: wie Ver- und Entsorgungsunternehmen, Energieversorger, Buchhandel, Schreibwarengeschäfte, Eislokale, Banken, Sportgeschäfte, etc. Institutionen im Umfeld, die für Praktika und als Lernorte interessant sind: Handwerksbetriebe, Ladengeschäfte, Klein- und Großhandel, Dienstleister, Sozialstationen, Post, Bahn, Stadtwerke, etc. Institutionen im weiteren Umfeld: Hier wäre der Verbund mit den anderen Schulen in der Nachbarschaft, im Viertel, im Ort günstig, um gemeinsam bzw. arbeitsteilig die Datei zu erstellen und gemeinsam vom hohen Werbewert z.B. eines ganzen Ortes, einer Stadt zu profitieren. Unsere Kommune: Vom Gesundheits-, Sozial-, Umwelt-, Bau-, Finanz-, Ausländer-, Grünflächen- und Friedhofsamt zu Kfz.- Zulassungsstelle und Bürgerbüro, den Parteibüros und Fraktionen, alle haben die Pflicht, unserer Schule zu helfen und die meisten tun dies auch gerne. Der Aufbau dieser Dateien ist zwar zeitaufwendig, aber mit Hilfe der Stadtverwaltung, dem Kreisamt, den gelben Seiten, dem Taschenbuch des öffentlichen Lebens und einem Telefon lässt sich der Grundstock in zwei Arbeitstagen anlegen. Natürlich werden sie ständig zu erweitern und zu ergänzen sein. Auch hier wäre diese Aktion ein Unterrichtsanlass, ein Thema für eine AG bzw. das Thema für einen Projekttag: »Unsere Schule vernetzt sich - wir machen den Anfang«
DIE DATEIEN STEHEN BEREIT - WIE GEHT ES WEITER?
Der Aufbau einer ständigen Arbeitsgemeinschaft »Öffentlichkeitsarbeit« an der Schule, bestehend aus Lehrerinnen, Lehrern und SV-Mitgliedern und evt. Eltern als Rechts- und Finanzexperten wird notwendig. Viele Aufgaben warten auf das Team, denn um ein Beziehungsgefüge nutzen zu können, muss es erst einmal entstehen. Nachfolgend nur einige Anregungen als Beispiele: Einladungen zu Ausstellungen, Vorträgen, Festen, Konzerten, etc. durch den Förderverein, SV, Schulleitung. Nutzung der Fachkompetenz der verschiedensten Institutionen, Vereine, Senioren, Ehemaligen für Unterricht und Projekte wäre eine Möglichkeit, diesen Personenkreis ständig an die Schule zu binden. Beispiele: Foren, Talk im Foyer, Podiumsgespräche, Befragungen etc. Die Pressekontakte einer Schule sind von allergrößter Bedeutung. Nicht eine einzelne Pressekonferenz ist sinnvoll, sondern der Aufbau eines guten, langandauernden, freundschaftlichen Verhältnisses zu den Lokalredakteuren der Regionalblätter und des Regionalradios. Die schulische Infrastruktur muss stimmen, d.h. es sollte neben der AG Öffentlichkeitsarbeit die Funktion eines Pressereferenten, eines Finanzmanagers oder gar ein Resourcenteam geben, das paritätisch aus Lehrern, Schülern und Eltern bestehen könnte. Dazu muss ein Etat vorhanden sein, um Porto, Druckkosten, Kaffeeeinladungen und kleinere Events zu finanzieren. All dies dient zur Knüpfung von Netzwerken unterschiedlichster Zielrichtung. Die Prozesse entwickeln sich langsam. Das Ziel ist und bleibt ein Beziehungsgefüge der Schule als sozialer Mittelpunkt und als Kontaktzentrum. Die dazu gehörende mitmenschliche Atmosphäre gegenseitiger Stützung und Hilfe wird auch zum Stützpfeiler für größere Wünsche der Schule.
5.1 Anschriften der Kultusministerien der Länder und der Landesinstitute
BadenWürttemberg Bayern Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus Senatsverwaltung für Schule, Jugend und Sport Ministerium für Bildung, Jugend und Sport Senator für Bildung und Wissenschaft, Kunst und Sport Freie und Hansestadt Hamburg Behörde für Schule, Jugend und Berufsbildung Hessisches Kultusministerium Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern Niedersächsisches Kultusministerium Ministerium für Schule, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Weiterbildung des Landes RheinlandPfalz Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft Sächsisches Staatsministerium für Kultus Schloßplatz 4 D-70173 Stuttgart Salvatorstraße 2 D-80333 München Postfach 10 34 42 D-70029 Stuttgart Postfach D-80327 München Tel. 0711/ 279-0 Fax 0711/ 279-2550 Tel. 089/ 2186-0 Fax 089/ 2186-2800
Beuthstraße 6-8 D-10117 Berlin
Tel. 030/ 90267 Fax 030/ 90265001
Steinstraße 104-106 D-14480 Potsdam
Postfach 900161 D-14437 Potsdam
Tel. 0331/ 866-0 Fax 0331/ 866-3595
Rembertiring 8-12 D-28195 Bremen
Tel. 0421/ 361-0 Fax 0421/ 361-4176
Hamburger Straße 31 D-22083 Hamburg
Postfach 76 10 48 D-22060 Hamburg
Tel. 0 40/ 428630 Fax 0 40/ 2988-2883
Luisenplatz 10 D-65185 Wiesbaden Werderstraße 124 D-19055 Schwerin
Postfach 31 60 D-65021 Wiesbaden D-19048 Schwerin
Tel. 06 11/ 3 68-0 Fax 06 11/ 3 68-20 99 Tel. 03 85/ 5 88-0 Fax 03 85/ 5 88-70 82
Schiffgraben 12 D-30159 Hannover Völklinger Straße 49 D-40221 Düsseldorf
Postfach 1 61 D-30001 Hannover D-40190 Düsseldorf
Tel. 05 11/ 1 20-0 Fax 05 11/ 1 20-7450 Tel. 02 11/ 8 96-03 Fax 02 11/ 8 96-32 20
Mittlere Bleiche 61 D-55116 Mainz
Postfach 32 30 D-55022 Mainz
Tel. 0 61 31/ 16-0 Fax 0 61 31/ 16-29 97
Hohenzollernstraße 60 D-66117 Saarbrücken
Postfach 10 24 52 D-66024 Saarbrücken
Tel. 06 81/ 5 03-1 Fax 06 81/ 5 03-291
Carolaplatz 1 D-01097 Dresden
Postfach 10 09 10 D-01076 Dresden
Tel. 03 51/ 5 64-0 Fax 03 51/ 5 64-28 87
Kultusministerium des Landes SachsenAnhalt Ministerium Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur Thüringer Kultusministerium
Turmschanzenstraße 32 D-39114 Magdeburg
Postfach 37 80 D-39012 Magdeburg
Tel. 03 91/ 5 67-0 Fax 03 91/ 5 67-76 27
Gartenstraße 6 D-24103 Kiel
Postfach 11 09 D-24100 Kiel
Tel. 04 31/ 988-0 Fax 04 31/ 988-2596
Werner-SeelenbinderStraße 1 D-99096 Erfurt
Postfach 1 90 D-99004 Erfurt
Tel. 03 61/ 379-00 Fax 03 61/ 379-4690
BadenWürttemberg Landesinstitut für Erziehung und Unterricht (LEU) Landesinstitut für Erziehung und Unterricht (LEU) Referat II/3 (Naturwissenschaften) Staatliche Akademie für Lehrerfortbildung Calw GmbH Staatliche Akademie für Lehrerfortbildung Comburg Staatliche Akademie für Lehrerfortbildung Donaueschingen Staatliche Sportakademie für Lehrerfortbildung Ludwigsburg Staatliche Akademie für Lehrerfortbildung (Wirtschaft und Technik) Esslingen Bayern Rotebühlstraße 133 D-70197 Stuttgart Tel. 0711/ 6642-0 Fax 0711/ 6642-102
Wiederholdstraße 13 Azenbergstraße 14 D-70174 Stuttgart
Tel. 0711/ 1849-0 Fax 0711/ 1849-565
Schillerstraße 8 D-75365 Calw
Postfach 1152 D-75351 Calw
Tel. 07051/ 9229-0 Fax 07051/ 9229-10
D-74523 Schwäbisch Hall-Comburg
Tel. 0791/ 93020-0 Fax 0791/ 93020-30
Villinger Straße 33 D-78166 Donaueschingen Reuteallee 42 D-71634 Ludwigsburg
Postfach 1580 D-78156 Donaueschingen
Tel. 0771/ 8092-14 Fax 0771/ 8092-55
Tel. 07141/ 140-623 Fax 07141/ 140-639
Steinbeisstraße 1 D-73730 Esslingen
Tel. 0711/ 930701-0 Fax 0711/ 930701-10
Staatsinstitut für Schul- Arabellastraße 1 pädagogik und BilD-81925 München dungsforschung (ISB) Akademie für Lehrerfortbildung Kardinal-von-WaldburgStraße 6 D-89407 Dillingen Schertlingstraße 7 D-86159 Augsburg
Tel. 0 89/ 92 14-23 59 Fax 0 89/ 92 14-36 00
Tel. 0 90 71/ 5 30 Fax 0 90 71/ 5 32 00
Tel. 08 21/ 57 30 11 Fax 08 21/ 58 30 89
Landeshauptstadt München Pädagogisches Institut FWE Bayerische Landesstelle für den Schulsport Berlin Berliner Landesinstitut für Schule und Medien Pädagogisches Landesinstitut Brandenburg (PLIB) Landesinstitut für Schule (LIS) Institut für Lehrerfortbildung (IfL) Hessisches Landesinstitut für Pädagogik (HeLP) Hauptstelle Reinhardswaldschule Landesinstitut Mecklenburg-Vorpommern für Schule und Ausbildung (L.I.S.A.)
Herrnstraße 19 D-80539 München
Tel. 089/ 233 266 79 Fax 089/ 233 287 49
Wiedenmayerstraße 46 a D-80538 München
Tel. 0 89/ 22 15 34
Alte Jakobstraße 12 D-10969 Berlin D-14974 LudwigsfeldeStruveshof Postfach D-14961 Ludwigsfelde
Tel. 030/ 90171-0
Tel. 0 3378/ 8 21-0 Fax 0 3378/ 8 21-1 99
Am Weidendamm 20 D-28215 Bremen Felix-Dahn-Straße 3 D-20357 Hamburg Rothwestener Straße 2 D-34233 Fuldatal
Tel. 04 21/ 35 06-1 15 Fax 04 21/ 35 06-1 08 Tel. 0 40/ 42 12-23 60 Fax 0 40/ 42 12-27 99 Tel. 05 61/ 8 10 10 Fax 05 61/ 8 10 11 00
Von-Flotow-Straße 20 D-19059 Schwerin
Tel. 03 85/ 7 60 17-0 Fax 03 85/ 71 11 88
Niedersächsisches Keßlerstraße 52 Landesinstitut für Fort- D-31134 Hildesheim bildung und Weiterbildung im Schulwesen und Medienpädagogik (NLI) Computer-Centrum des Richthofenstraße 29 NLI D-31137 Hildesheim
Tel. 0 51 21/ 16 95-0 Fax 0 51 21/ 16 95-96
Tel. 0 51 21/ 76 03 47 Fax 0 51 21/ 5 98 12 Postfach 17 54 D-59491 Soest Tel. 0 29 21/ 6 83-1 Fax 0 29 21/ 6 83-2 28
Landesinstitut für Schule und Weiterbildung (LSW) Pädagogisches Zentrum des Landes Rheinland-Pfalz (PZ) Institut für schulische Fortbildung und schulpsychologische Beratung (IFB) Landesmedienzentrum Rheinland-Pfalz
Paradieser Weg 64 D-59494 Soest
Europaplatz 7 Postfach 21 52 D-55543 Bad Kreuznach D-55511 Bad Kreuznach
Tel. 06 71/ 8 40 88-0 Fax 06 71/ 8 40 88-10
Butenschönstraße 2 D-67346 Speyer
Postfach 16 80 D-67326 Speyer
Tel. 0 62 32/ 6 59-0 Fax 0 62 32/ 6 59-110
Hofstraße 257 D-56077 Koblenz
Tel. 02 61/ 97 02-0 Fax 02 61/ 97 02-2 00
Beethovenstraße 26 D-66125 Saarbrücken
Tel. 0 68 97/ 79 08-0 Fax 0 68 97/ 79 08-22
Institut für Bildung und Dresdener Straße 78 Schulentwicklung (ID-01445 Radebeul BIS) Comeniusinstitut Sächsische Akademie für Lehrerfortbildung (SALF) Siebeneichener Schloßberg 2 D-01662 Meißen
Tel. 03 51/ 83 24 30 Fax 03 51/ 8 32 44 14
Tel. 03 521/ 4 12 70 Fax 03 521/ 4 12 76 0
Landesinstitut für Leh- Riebeckplatz 9 rerfortbildung, Lehrer- D-06108 Halle (Saale) weiterbildung und Unterrichtsforschung von Sachsen-Anhalt (LISA) Landesinstitut Schles- Schreberweg 5 wig-Holstein für Praxis D-24119 Kronshagen und Theorie der Schule (IPTS) Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM) Heinrich Heine Allee 2-4 D-99438 Bad Berka
Tel. 03 45/ 8 34-0 Fax 03 45/ 8 34-3 19
Tel. 04 31/ 54 03-0 Fax 04 31/ 54 03-2 00
Tel. 036458/ 560 Fax 036458/ 56300
5.2 Der »Sponsoring-Erlass« des Bundesministeriums der Finanzen
Bundesministerium der Finanzen IV B 2--S 2144--40/98 IV B 7-- S 0183-- 62/98 Oberste Finanzbehörden der Länder Ertragsteuerliche Behandlung des Sponsoring; Erörterung mit den obersten Finanzbehörden der Länder in der Sitzung KSt/GewSt 1/98 vom 9. bis 11. Februar 1998 - TOP 1/16 -- Für die ertragsteuerliche Behandlung des Sponsoring gelten -- unabhängig von dem gesponserten Bereich (z. B. Sport-, Kultur, Sozio-, Öko- und Wissenschaftssponsoring) -- im Einvernehmen mit den obersten Finanzbehörden der Länder folgende Grundsätze: l. Begriff des Sponsoring 1 Unter Sponsoring wird üblicherweise die Gewährung von Geld oder geldwerten Vorteilen durch Unternehmen zur Förderung von Personen, Gruppen und/oder Organisationen in sportlichen, kulturellen, kirchlichen, wissenschaftlichen, sozialen, ökologischen oder ähnlich bedeutsamen gesellschaftspolitischen Bereichen verstanden, mit der regelmäßig auch eigene unternehmensbezogene Ziele der Werbung oder Öffentlichkeitsarbeit- verfolgt werden. Leistungen eines Sponsors beruhen häufig auf einer vertraglichen Vereinbarung zwischen dem Sponsor und dem Empfänger der Leistungen (SponsoringVertrag), in dem Art und Umfang der Leistungen des Sponsors und des Empfängers geregelt sind. II. Steuerliche Behandlung beim Sponsor 2 Die im Zusammenhang mit dem Sponsoring gemachten Aufwendungen können Betriebsausgaben i. S. des § 4 Abs. 4 EStG, Spenden, die unter den Voraussetzungen der §§ 10 b EStG, 9 Abs. 1 Nr. 2 KStG, 9 Nr. 5 GewStG abgezogen werden dürfen, oder steuerlich nicht abziehbare Kosten der Lebensführung (§ 12 Nr. 1 EStG), bei Kapitalgesellschaften verdeckte Gewinnausschüttungen (§ 8 Abs. 3 Satz 2 KStG) sein. 1. Berücksichtigung als Betriebsausgaben 3 Aufwendungen des Sponsors sind Betriebsausgaben, wenn der Sponsor wirtschaftliche Vorteile, die insbesondere in der Sicherung oder Erhöhung seines unternehmerischen Ansehens liegen können (vgl. BFH vom 3. Februar 1993, BStBI II S. 441, 445), für sein Unternehmen erstrebt oder für Produkte seines Unternehmens werben will. Das ist insbesondere der Fall, wenn der Empfänger der Leistungen auf Plakaten, Veranstaltungshinweisen, in Ausstellungskatalogen, auf den von ihm benutzten Fahrzeugen oder anderen Gegenständen auf das Unternehmen oder auf die Produkte des Sponsors werbewirksam hinweist. Die Berichterstattung in Zeitungen, Rundfunk oder Fernsehen kann einen wirtschaftlichen Vorteil, den der Sponsor für sich anstrebt, begründen, insbesondere wenn sie in seine Öffentlichkeitsarbeit eingebunden ist oder der Sponsor an Pressekonferenzen oder anderen öffentlichen Veranstaltungen des Empfängers mitwirken und eigene Erklärungen über sein Unternehmen oder seine Produkte abgeben kann. Wirtschaftliche Vorteile für das Unternehmen des Sponsors können auch dadurch erreicht werden, dass der Sponsor durch Verwendung des Namens, von Emblemen oder Logos des Empfängers oder in anderer Weise öffentlichkeitswirksam auf seine Leistungen aufmerksam macht. Für die Berücksichtigung der Aufwendungen als Betriebsausgaben kommt es nicht darauf an, ob die Leistungen notwendig, üblich oder zweckmäßig sind; die Aufwendungen dürfen auch dann als Betriebsausgaben abgezogen werden, wenn die Geld- oder Sachleistungen des Sponsors und die erstrebten Werbeziele für das Unternehmen nicht gleichwertig sind. Bei
einem krassen Mißverhältnis zwischen den Leistungen des Sponsors und dem erstrebten wirtschaftlichen Vorteil ist der Betriebsausgabenabzug allerdings zu versagen (§ 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 7 EStG). Leistungen des Sponsors im Rahmen des Sponsoring-Vertrags, die die Voraussetzungen der RdNrn. 3, 4 und 5 für den Betriebsausgabenabzug erfüllen, sind keine Geschenke i. S. des § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 1 EStG. 2. Berücksichtigung als Spende Zuwendungen des Sponsors, die keine Betriebsausgaben sind, sind als Spenden (§ 10 b EStG) zu behandeln, wenn sie zur Förderung steuerbegünstigter Zwecke freiwillig oder aufgrund einer freiwillig eingegangenen Rechtspflicht erbracht werden, kein Entgelt für eine bestimmte Leistung des Empfängers sind und nicht in einem tatsächlichen wirtschaftlichen Zusammenhang mit dessen Leistungen stehen (BFH vom 25. November 1987, BStBI II 1988 S. 220;-vom 12. September 1990, BStBI III 1991 S. 258). 3. Nichtabziehbare Kosten der privaten Lebensführung oder verdeckte Gewinnausschüttungen Als Sponsoringaufwendungen bezeichnete Aufwendungen, die keine Betriebsausgaben und keine Spenden sind, sind nicht abziehbare Kosten der privaten Lebensführung (§ 12 Nr. 1 Satz 2 EStG). Bei entsprechenden Zuwendungen einer Kapitalgesellschaft können verdeckte Gewinnausschüttungen vorliegen, wenn der Gesellschafter durch die Zuwendungen begünstigt wird, z. B. eigene Aufwendungen als Mäzen erspart (vgl. Abschnitt 31 Abs. 2 Satz 4 KStR 1995).
III. Steuerliche Behandlung bei steuerbegünstigten Empfängern Die im Zusammenhang mit dem Sponsoring erhaltenen Leistungen können, wenn der Empfänger eine steuerbegünstigte Körperschaft ist, steuerfreie Einnahmen im ideellen Bereich, steuerfreie Einnahmen aus der Vermögensverwaltung oder steuerpflichtige Einnahmen eines wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs sein. Die steuerliche Behandlung der Leistungen beim Empfänger hängt grundsätzlich nicht davon ab, wie die entsprechenden Aufwendungen beim leistenden Unternehmen behandelt werden. Für die Abgrenzung gelten die allgemeinen Grundsätze (vgl. insbesondere Anwendungserlaß zur Abgabenordnung, zu § 67 a, Tz. 1/9). Danach liegt kein wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb vor, wenn die steuerbegünstigte Körperschaft dem Sponsor nur die Nutzung ihres Namens zu Werbezwecken in der Weise gestattet, dass der Sponsor selbst zu Werbezwecken oder zur Imagepflege auf seine Leistungen an die Körperschaft hinweist. Ein wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb liegt auch dann nicht vor, wenn der Empfänger der Leistungen z.B. auf Plakaten, Veranstaltungshinweisen, in Ausstellungskatalogen oder in anderer Weise auf die Unterstützung' durch einen Sponsor lediglich hinweist. Dieser Hinweis kann unter Verwendung des Namens, Emblems oder Logos des Sponsors, jedoch ohne besondere Hervorhebung, erfolgen. Ein wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb liegt dagegen vor, wenn die Körperschaft an den Werbemaßnahmen mitwirkt. Der wirtschaftliche Geschäftsbetrieb kann kein Zweckbetrieb (§§ 65 bis 68 AO) sein. Dieses Schreiben ersetzt das BMFSchreiben vom 9.Juli1997(BStBI IS.726). Im Auftrag Sarrazin
Biller, Reinhold (Herausgeber): Schule selbst gestalten, Beltz-Verlag, Weinheim 1996 Bruhn, Manfred: Sozio- und Umweltsponsoring, München 1990 Doppler, Klaus: Change Management Frankfurt 1994 Greenfield, James M. (Herausgeber): Nonprofit Handbook, Second Edition. Fundraising, New York 1997 Haibach, Marita: Handbuch Fundraising. Spenden, Sponsoring, Stiftung in der Praxis. Frankfurt/Main, New York 1998 Knopff, Hans, Pro Schulsponsoring In: Pädagogik Nr. 1/1999, Beltz Verlag Weinheim 1999 Knopff, Hans, Social Sponsoring und Schule, In: SocialSponsoring und Schule, Druck Verlag Kettler, Bönen 1996 Knopff, Hans, Social Sponsoring und Schulleben In: Pädagogik Nr. 2/1996, Pädagogische Beiträge. Knopff, Hans: Sponsoring - Mehr Möglichkeiten für Schulen, In: Schule in Aktion, Raabe Verlag, Berlin 9/1997 Kroeber-Riel, Werner. Konsumentenverhalten. München 1987 Lang, Reinhard/Haunert, Friedrich: Handbuch Sozial-Sponsoring, Grundlagen, Praxisbeispiele Handlungsempfehlungen, Weinheim und Basel 1995 Luthe, Detlef: Fundraising als beziehungsorientiertes Marketing ­ Entwicklungsaufgaben für Nonprofit-Organisationen. Augsburg 1997 Maroldt, Lorenz: Soll es Werbung in den Berliner Schulen geben? In: Der Tagesspiegel, 9. November 1997 Philipp, Peter: Das jüngste Kind der Sponsoring-Familie. Die Entwicklung des SocialSponsoring In: Jahrbuch Sponsoring 94/95 HRSG.: Peter Strahlendorf, Econ Verlag 1994 Schiewe, Kirstin: Sozial Sponsoring, Lambertus Verlag, Freiburg i.B. 1994 Schorlemmer, Helmut, Social Sponsoring in der Schule. In: Schulleitung und Schulentwicklung, Raabe-Verlag, Berlin 1997 Schorlemmer, Helmut, Sponsoring - neue Möglichkeit der Schulentwicklung? Die Schulverwaltung, Ausgabe Nordrhein-Westfalen, Nr. 4/99, Carl Link Verlag Kronach Stiftung Verbraucherinstitut Social-Sponsoring im Kinder- und Jugendbereich, 1996 Finanzministerium des Landes Nordrhein-Westfalen Vereine und Steuern, 1997 Handreichung Verein für Konsumenteninformation Werbung und Sponsoring an Schulen, Wien 1998 Weiand, Neil George: Der Sponsoring Vertrag, Verlag C. H. Beck, München 1995 Whitworth, Diana: Developing good practice on commercial sponsorship of activities and materials in UK-Schools In: Marketing and Consumer Education, Stiftung Verbraucherinstitut Berlin 1997 Zum Egen, Mechtild; Manzey, Dietrich: Eine Idee setzt sich durch. Schulsponsoring und was dahintersteckt In: Jahrbuch Sponsoring 94/95 s.o.
Microsoft Word - Schulsponsoring Seite 112-139.doc

References: § 10

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