Source: https://studylibde.com/doc/2063675/rehabilitationssport-und-funktionstraining
Timestamp: 2020-06-03 16:35:19+00:00

Document:
Rahmenvereinbarung über den Rehabilitationssport
und das Funktionstraining vom 01. Oktober 2003
Um sicherzustellen, dass Rehabilitationssport und Funktionstraining als ergänzende Leistungen nach § 44 Abs. 1 Nr. 3 und 4 SGB IX im Rahmen der
für die einzelnen Rehabilitationsträger geltenden Vorschriften nach einheitlichen Grundsätzen erbracht bzw. gefördert werden, treffen die Rehabilitationsträger
die Träger der gesetzlichen Rentenversicherung und der Alterssicherung der Landwirte
die Deutsche Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von HerzKreislauferkrankungen e.V.
des Weibernetzes e.V. und
nach Beratungen auf der Ebene der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) folgende Rahmenvereinbarung1:
Ihren Beitritt als Vertragspartner dieser Rahmenvereinbarung haben außerdem erklärt:
Deutscher Verband für Gesundheitssport und Sporttherapie e.V., Deutsche Vereinigung
Morbus Bechterew e.V., Bundesselbsthilfeverband für Osteoporose e.V., Osteoporose
Selbsthilfegruppen Dachverband e.V., Deutsche Fibromyalgie Vereinigung e.V., Deutsche
Die Rehabilitationsträger erbringen Rehabilitationssport und Funktionstraining als
ergänzende Leistungen nach § 44 Abs. 1 Nr. 3 und 4 SGB IX in Verbindung mit §
43 SGB V, § 28 SGB VI, § 39 SGB VII, § 10 Abs. 1 ALG sowie Leistungen nach §
11 Abs. 5 und § 12 Abs. 1 BVG2, um das Ziel der Rehabilitation zu erreichen oder
zu sichern.3
Die Träger der gesetzlichen Rentenversicherung und der Alterssicherung der
Landwirte übernehmen Rehabilitationssport und Funktionstraining im Anschluss an
eine von ihnen erbrachte Leistung zur medizinischen Rehabilitation, wenn bereits
während dieser Leistung die Notwendigkeit der Durchführung von Rehabilitationssport und Funktionstraining vom Arzt / von der Ärztin der Rehabilitationseinrichtung
festgestellt worden ist und der behinderte oder von Behinderung bedrohte Mensch
den Rehabilitationssport / das Funktionstraining innerhalb von drei Monaten nach
Beendigung der Leistung zur medizinischen Rehabilitation beginnt.
Die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung übernehmen Rehabilitationssport
und Funktionstraining ergänzend zu medizinischen Maßnahmen und im Anschluss
an diese, im Rahmen der Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben sowie auch im
Rahmen der Leistungen zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft.
Rehabilitationssport und Funktionstraining sind nicht als Ersatz für unzureichende
Angebote an Spiel- und Sportmöglichkeiten in Einrichtungen der Behindertenhilfe,
im Kindergarten, im allgemeinen Sportunterricht, in Sondergruppen außerhalb des
Schulbetriebs und an der Hochschule zu verordnen.
Durch diese Rahmenvereinbarung unberührt bleiben die Durchführung von Breiten-,
Freizeit- und Leistungssport behinderter oder von Behinderung bedrohter Menschen sowie die Zuständigkeit für die Ausbildung des bei der Durchführung des Rehabilitationssports und Funktionstrainings notwendigen Personals.
BVG – Bundesversorgungsgesetz,
SGB – Sozialgesetzbuch,
ALG – Gesetz über die Alterssicherung der Landwirte.
Versehrtenleibesübungen sind nicht Gegenstand dieser Rahmenvereinbarung; für die Versehrtenleibesübungen gilt § 10 Abs. 3 BVG.
Rehabilitationssport kommt für behinderte und von Behinderung bedrohte Menschen4 in Betracht, um sie unter Beachtung der spezifischen Aufgaben des jeweiligen Rehabilitationsträgers möglichst auf Dauer in die Gesellschaft und das Arbeitsleben einzugliedern. Ziffer 15.1 ist zu beachten.
Rehabilitationssport wirkt mit den Mitteln des Sports und sportlich ausgerichteter
Spiele ganzheitlich auf die behinderten und von Behinderung bedrohten Menschen,
die über die notwendige Mobilität sowie physische und psychische Belastbarkeit für
Übungen in der Gruppe verfügen, ein.
Ziel ist, ihre Ausdauer und Kraft zu stärken, Koordination und Flexibilität zu verbessern, das Selbstbewusstsein insbesondere auch von behinderten oder von Behinderung bedrohten Frauen und Mädchen zu stärken und Hilfe zur Selbsthilfe zu bieten. Hilfe zur Selbsthilfe hat das Ziel, die eigene Verantwortlichkeit des behinderten
oder von Behinderung bedrohten Menschen für seine Gesundheit zu stärken und
ihn zum langfristigen, selbstständigen und eigenverantwortlichen Bewegungstraining - z.B. durch weiteres Sporttreiben in der bisherigen Gruppe bzw. im Verein auf
eigene Kosten - zu motivieren.
Rehabilitationssport umfasst Übungen, die in der Gruppe im Rahmen regelmäßig
abgehaltener Übungsveranstaltungen durchgeführt werden. Auch Maßnahmen, die
einem behinderungsgerechten Verhalten und der Bewältigung psychosozialer
Krankheitsfolgen dienen (z.B. Entspannungsübungen), sowie die Einübung im Gebrauch technischer Hilfen können Bestandteil des Rehabilitationssports sein.
Maßnahmen des Rehabilitationssports beinhalten bei Bedarf auch spezielle Übungen für behinderte und von Behinderung bedrohte Frauen und Mädchen, deren
Selbstbewusstsein als Folge der Behinderung oder drohenden Behinderung eingeschränkt ist und bei denen die Stärkung des Selbstbewusstseins im Rahmen des
Rehabilitationssports erreicht werden kann.5
Zu diesen Personenkreisen gehören i.S.d. Rahmenvereinbarung auch chronisch kranke Menschen, bei
denen eine Beeinträchtigung am Leben in der Gemeinschaft noch nicht eingetreten, aber zu erwarten ist.
Die Vereinbarungspartner werden über entsprechende Konzeptionen beraten, so bald geeignete Vorschläge vorliegen.
Funktionstraining kommt für behinderte und von Behinderung bedrohte Menschen 6
in Betracht, um sie unter Beachtung der spezifischen Aufgaben des jeweiligen Rehabilitationsträgers möglichst auf Dauer in die Gesellschaft und das Arbeitsleben
einzugliedern. Insbesondere kann Funktionstraining bei Erkrankungen oder Funktionseinschränkungen der Stütz- und Bewegungsorgane angezeigt sein. Ziffer 15.1
Funktionstraining wirkt besonders mit den Mitteln der Krankengymnastik und/oder
der Ergotherapie gezielt auf spezielle körperliche Strukturen (Muskeln, Gelenke
usw.) der behinderten oder von Behinderung bedrohten Menschen, die über die
notwendige Mobilität sowie physische und psychische Belastbarkeit für bewegungstherapeutische Übungen in der Gruppe verfügen, ein. Funktionstraining ist organorientiert.
Ziel des Funktionstrainings ist der Erhalt und die Verbesserung von Funktionen sowie das Hinauszögern von Funktionsverlusten einzelner Organsysteme/Körperteile,
die Schmerzlinderung, die Beweglichkeitsverbesserung und die Hilfe zur Selbsthilfe.
Hilfe zur Selbsthilfe hat zum Ziel, die eigene Verantwortlichkeit des behinderten oder von Behinderung bedrohten Menschen für seine Gesundheit zu stärken und ihn
zum langfristigen, selbstständigen und eigenverantwortlichen Bewegungstraining im
Sinne eines angemessenen Übungsprogramms auf eigene Kosten, z.B. durch die
weitere Teilnahme an Bewegungsangeboten, zu motivieren.
Funktionstraining umfasst bewegungstherapeutische Übungen, die in der Gruppe
unter fachkundiger Leitung vor allem durch Physiotherapeuten/-innen / Krankengymnasten/-innen im Rahmen regelmäßig abgehaltener Übungsveranstaltungen
durchgeführt werden. Daneben können Gelenkschutzmaßnahmen und die Einübung im Gebrauch technischer Hilfen und von Gebrauchsgegenständen des täglichen Lebens Bestandteil des Funktionstrainings sein.
denen eine Beeinträchtigung am Leben in der Gesellschaft noch nicht eingetreten, aber zu erwarten ist.
Leistungsumfang / Dauer / Leistungsausschlüsse
Die Erforderlichkeit für Rehabilitationssport und Funktionstraining im Sinne dieser
Vereinbarung ist grundsätzlich so lange gegeben, wie der behinderte oder von Behinderung bedrohte Mensch während der Übungsveranstaltungen auf die fachkundige Leitung des/der Übungsleiter/-in / Therapeuten/-in angewiesen ist, um die in
Ziffer 2.3 und Ziffer 3.3 genannten Ziele zu erreichen.
In der gesetzlichen Rentenversicherung einschließlich der Alterssicherung der
Landwirte werden Rehabilitationssport und Funktionstraining in der Regel bis zu 6
Monaten, längstens bis zu 12 Monaten, übernommen.
Eine längere Leistungsdauer als 6 Monate ist möglich, wenn dieses aus medizinischer Sicht erforderlich ist. Dies kann der Fall sein, wenn
 bei einer schweren chronischen Herzkrankheit weiterhin ärztliche Aufsicht
 eine eigenverantwortliche Durchführung des Rehabilitationssports bzw. des
Funktionstrainings krankheits-/behinderungsbedingt nicht oder noch nicht möglich ist, weil z.B. wegen der Veränderungen des Krankheitsbildes eine ständige
Anpassung der Übungen erforderlich ist, wie beispielsweise bei chronischen
Im Bereich der gesetzlichen Unfallversicherung ist die Dauer des Anspruchs auf
Rehabilitationssport / Funktionstraining grundsätzlich nicht begrenzt. Auch eine
wiederholte Gewährung von Rehabilitationssport / Funktionstraining ist daher möglich. Dies kommt insbesondere in Betracht bei
 schweren Mobilitätsbehinderungen (Cerebralparese, Querschnittlähmung, Amputation, schwere Schädel-Hirnverletzung oder Lähmung von Gliedmaßen, u.a.
Bein oder Arm),
 Erblindung.
In der gesetzlichen Krankenversicherung werden Rehabilitationssport und Funktionstraining zur Erreichung der in Ziffer 2.3 und Ziffer 3.3 genannten Ziele längstens
für die in den Ziffern 4.4.2 bis 4.4.4 genannten Zeiträume erbracht.
Leistungen anderer Rehabilitationsträger, die im zeitlichen und ursächlichen Zusammenhang mit der beantragten Leistung stehen, werden auf den Leistungsumfang nach Ziffern 4.4.2 bis 4.4.4 angerechnet.
4.4.1 Eine längere Leistungsdauer ist nur möglich, wenn die Motivation zur langfristigen
Übungsprogramms
/behinderungsbedingt nicht oder noch nicht gegeben ist und eine Bescheinigung
nach Ziffer 15.2 vorliegt. Ein aus anderen Gründen resultierender Motivationsmangel zur eigenverantwortlichen Weiterführung von Rehabilitationssport bzw. Funktionstraining schließt eine Verlängerung der Leistung zu Lasten der gesetzlichen
4.4.2 Rehabilitationssport:
In der gesetzlichen Krankenversicherung beträgt der Leistungsumfang des Rehabilitationssports 50 Übungseinheiten, die in einem Zeitraum von 18 Monaten in Anspruch genommen werden können.
Bei schwerer Beeinträchtigung der Beweglichkeit/Mobilität (Cerebralparese, Querschnittlähmung, Doppelamputation, schwere Lähmung, schwere Schädel-HirnVerletzung), organischer Hirnschädigung, geistiger Behinderung, schwerer chronischer Lungenkrankheit, Morbus Parkinson, Morbus Bechterew, Multiple Sklerose
und in den letzten 12 Monaten vor Antragstellung erworbener Blindheit beträgt der
Leistungsumfang 120 Übungseinheiten, die in einem Zeitraum von 36 Monaten in
4.4.3 Rehabilitationssport in Herzgruppen:
In der gesetzlichen Krankenversicherung beträgt der Leistungsumfang des Rehabilitationssports in Herzgruppen bei chronischen Herzkrankheiten 90 Übungseinheiten, die in einem Zeitraum von 24 Monaten in Anspruch genommen werden können. Bei reduzierter links ventrikulärer Funktion (EF7 < 40 %) und eingeschränkter
Dauerbelastbarkeit (= maximale ergometrische Belastbarkeit abzüglich 30 %) <
0,75 W/kg Körpergewicht als Folge einer Herzkrankheit beträgt der weitere Leistungsumfang des Rehabilitationssports in Herzgruppen 90 Übungseinheiten, die in
Ejektionsfraktion (Herzauswurfsleistung)
einem Zeitraum von 24 Monaten in Anspruch genommen werden können. Folgeverordnungen sind in diesen Fällen möglich. Nach wiederholter abgeschlossener
Akutbehandlung nach akutem Herz-Kreislauf-Stillstand, akutem transmuralen Herzinfarkt, transmuralem Re-Infarkt, instabiler Angina pectoris, Bypass-OP und Herztransplantation kann Rehabilitationssport erneut im Leistungsumfang nach Satz 1 in
Betracht kommen. Näheres ist in den Empfehlungen der Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen und der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen vom 24. Juli 2003 geregelt.
4.4.4 Funktionstraining:
In der gesetzlichen Krankenversicherung beträgt der Leistungsumfang des Funktionstrainings 12 Monate. Bei schwerer Beeinträchtigung der Beweglichkeit/Mobilität
durch chronisch bzw. chronisch progredient verlaufende entzündlich rheumatische
Erkrankungen (rheumatoide Arthritis, Morbus Bechterew, Psoriasis-Arthritis),
schwere Polyarthrosen, Kollagenosen, Fibromyalgie-Syndrome und Osteoporose
beträgt der Leistungsumfang 24 Monate.
Rehabilitationssport und Funktionstraining im Sinne dieser Vereinbarung sind nicht
Übungen ohne medizinische Notwendigkeit, die lediglich der Erzielung oder Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens des behinderten oder von Behinderung
bedrohten Menschen dienen (z.B. freies Schwimmen an so genannten Warmbadetagen).
Rehabilitationssport ist kein Leistungssport. Das schließt Leistungsvergleiche unter
Teilnehmern/-innen an einer Übungsveranstaltung nicht aus.
die vorrangig oder ausschließlich
auf Beratung und Einübung von Hilfsmitteln abzielen (z.B. Rollstuhlkurse),
Übungen an technischen Geräten, z.B. Sequenztrainingsgeräten, beinhalten,
Rehabilitationssportarten sind
 Gymnastik,
 Leichtathletik,
 Schwimmen,
 Bewegungsspiele in Gruppen,
soweit es sich um Übungen handelt, mit denen das Ziel des Rehabilitationssports
Geeignete Übungsinhalte anderer Sportarten können in die Übungsveranstaltungen
eingebunden werden (z.B. Elemente aus Judo, Karate, Taekwan-Do, Jiu-Jitsu, Entspannungsübungen). Dies gilt auch für eigenständige Übungsveranstaltungen z.B.
zur Stärkung des Selbstbewusstseins behinderter oder von Behinderung bedrohter
Die Rehabilitationsträger können weitere Rehabilitationssportarten anerkennen,
wenn das Ziel des Rehabilitationssports durch die in Ziffer 5.1 genannten Rehabilitationssportarten nicht erreicht werden kann (z.B. Bogenschießen für Menschen im
Rollstuhl, Sportkegeln für blinde Menschen).
Für eine Anerkennung als Rehabilitationssport kommen nicht in Betracht:
Kampfsportarten und Sportarten der Selbstverteidigung (z.B. Boxen, Kickboxen,
Ringen, Judo, Karate, Taekwan-Do, Jiu-Jitsu),
Sportarten, die gemessen an den Kosten für den Rehabilitationssport im Sinne
der Ziffer 1 einen unverhältnismäßig hohen finanziellen Aufwand erfordern.
Funktionstrainingsarten
Durchführung des Rehabilitationssports / Funktionstrainings
Die Durchführung des Rehabilitationssports obliegt in der Regel den örtlichen Rehabilitationssportgruppen, die über die Landesbehinderten-Sportverbände dem
Deutschen Behinderten-Sportverband (DBS) angehören. Auch andere Organisationen (z.B. die Mitgliedsvereine der Landessportbünde bzw. deren Fachverbände, die
Mitglieder der Landesorganisationen der Deutschen Gesellschaft für Prävention und
Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen – DGPR) können den Rehabilitationssport durchführen.
Die Durchführung des Funktionstrainings obliegt in der Regel den örtlichen Arbeitsgemeinschaften, die über die Landesverbände der Deutschen Rheuma-Liga angehören. Auch andere Selbsthilfegruppen (z.B. Selbsthilfegruppen des Bundesselbsthilfeverbandes für Osteoporose, Deutsche Vereinigung Morbus Bechterew) können
das Funktionstraining durchführen.
Anerkennung und Überprüfung der Rehabilitationssportgruppen
Rehabilitationssportgruppen bedürfen der Anerkennung. Die Anerkennung erfolgt
nach einheitlichen Kriterien (vgl. Anlage).
Die Anerkennung dieser Gruppen erfolgt grundsätzlich durch die Landesverbände
des DBS. Bei Herzgruppen wird die Anerkennung auch durch die Landesorganisationen der DGPR ausgesprochen.
Die Anerkennung kann auch durch Arbeitsgemeinschaften auf Landesebene aller
am Rehabilitationssport beteiligten Rehabilitationsträger, Verbände und Institutionen erfolgen.
Die Anerkennung von Rehabilitationssportgruppen, die nicht Mitglied in einem/r
Landesverband/-organisation des DBS bzw. der DGPR sind, erfolgt durch die Rehabilitationsträger bzw. Arbeitsgemeinschaften auf Landesebene.
Die Anerkennung kann durch vertragliche Regelungen auf Dritte übertragen werden.
Die Ziffern 8.2 bis 8.4 gelten, sofern nicht ein Rehabilitationsträger sich die Anerkennung vorbehält.
Die fortlaufende Überprüfung der ordnungsgemäßen Durchführung des Rehabilitationssports erfolgt durch die Stellen, die für die Anerkennung der Rehabilitationssportgruppen verantwortlich sind. Ziffer 19.1 ist zu beachten. Darüber hinaus sind
die Rehabilitationsträger berechtigt, die ordnungsgemäße Durchführung des Rehabilitationssports im Einzelfall zu prüfen.
Die anerkannten Gruppen sind den Rehabilitationsträgern regelmäßig, mindestens
einmal jährlich, zu melden.
Anerkennung und Überprüfung von Funktionstrainingsgruppen
Funktionstrainingsgruppen bedürfen der Anerkennung. Die Anerkennung erfolgt
Bei Rheuma-Funktionstrainingsgruppen wird die Anerkennung grundsätzlich durch
die Landesverbände der Deutschen Rheuma-Liga ausgesprochen.
am Funktionstraining beteiligten Rehabilitationsträger, Verbände und Institutionen
Die Anerkennung von Funktionstrainingsgruppen, die nicht einem Mitgliedsverband
der Deutschen Rheuma-Liga angehören, erfolgt durch die Rehabilitationsträger
bzw. durch Arbeitsgemeinschaften auf Landesebene.
Die Ziffern 9.2 bis 9.4 gelten, sofern nicht ein Rehabilitationsträger sich die Anerkennung vorbehält.
Die fortlaufende Überprüfung der ordnungsgemäßen Durchführung des Funktionstrainings erfolgt durch die Stellen, die für die Anerkennung der Funktionstrainingsgruppen verantwortlich sind. Ziffer 19.1 ist zu beachten. Darüber hinaus sind die
Rehabilitationsträger berechtigt, die ordnungsgemäße Durchführung des Funktionstrainings im Einzelfall zu prüfen.
Übungsgruppen für Rehabilitationssport, Dauer der Übungseinheiten
10.1 Beim Rehabilitationssport beträgt die maximale Teilnehmerzahl einer Übungsveranstaltung grundsätzlich 15 Teilnehmer/-innen je Übungsleiter/-in. Geringfügige
Überschreitungen sind in Ausnahmefällen zulässig und gegenüber den Rehabilitationsträgern zu begründen. Sofern Menschen mit Blindheit, Doppelamputation, Hirnverletzung, behinderte Menschen mit schweren Lähmungen oder andere schwerstbehinderte Menschen Rehabilitationssport in spezifischen Übungsgruppen durchführen, sollen diesen nicht mehr als 7 Teilnehmer/-innen angehören.
10.2 Für Kinder vom 6. bis zum vollendeten 14. Lebensjahr und für Jugendliche sind
möglichst altersgerechte Übungsgruppen zu bilden. Die Zahl der Teilnehmer/-innen
einer Übungsgruppe für Kinder soll 10, bei schwerstbehinderten Kindern 5 nicht
übersteigen. Für Jugendliche gilt hinsichtlich der Gruppengröße Ziffer 10.1 entsprechend. Von den Rehabilitationssportgruppen ist die für die Sicherheit der Kinder
und Jugendlichen während ihres Aufenthaltes in der Übungsstätte notwendige zusätzliche Vorsorge zu treffen.
10.3 Die Dauer einer Übungsveranstaltung soll grundsätzlich mindestens 45 Minuten,
beim Rehabilitationssport in Herzgruppen mindestens 60 Minuten betragen. Die
Anzahl der Übungsveranstaltungen beträgt bis zu zwei, mit besonderer Begründung
höchstens drei Übungsveranstaltungen je Woche.
Übungsgruppen für Funktionstraining, Dauer der Übungseinheiten
Beim Funktionstraining beträgt die maximale Teilnehmerzahl einer Übungsveranstaltung grundsätzlich 15 Teilnehmer/-innen je Therapeut/-in/Übungsleiter/-in. Geringfügige Überschreitungen sind in Ausnahmefällen zulässig und gegenüber den
Rehabilitationsträgern zu begründen. In Abhängigkeit von Erkrankung und Therapieziel sollen erforderlichenfalls spezielle Übungsgruppen gebildet werden.
Ziffer 10.2 gilt entsprechend.
11.3 Trocken- und Wassergymnastik können sich ergänzen; sofern beide Formen medizinisch erforderlich sind, sollen sie an jeweils verschiedenen Wochentagen stattfinden.
11.4 Die Dauer einer Übungsveranstaltung soll grundsätzlich mindestens 30 Minuten bei
Trockengymnastik bzw. grundsätzlich mindestens 15 Minuten bei Wassergymnastik
betragen. Die Anzahl der Übungsveranstaltungen beträgt bis zu zwei, mit besonderer Begründung höchstens drei Übungsveranstaltungen je Woche.
Ärztliche Betreuung / Überwachung des Rehabilitationssports
12.1 Grundsätzlich erfolgen die ärztliche Betreuung und Überwachung des einzelnen
behinderten oder von Behinderung bedrohten Menschen auch im Hinblick auf den
Rehabilitationssport durch den behandelnden/verordnenden Arzt/die behandelnde/verordnende Ärztin.
Die Betreuung der Rehabilitationssportgruppen erfolgt durch einen Arzt/eine Ärztin,
der/die die Teilnehmer/-innen und die/den Übungsleiter/-in bei Bedarf während der
Übungsveranstaltung berät. Dieser Arzt/diese Ärztin informiert die/den behandelnde/n / verordnende/n Arzt/Ärztin über wichtige Aspekte der Durchführung des Rehabilitationssports, sofern dies für die Verordnung / Behandlung von Bedeutung ist.
12.2 Beim Rehabilitationssport in Herzgruppen ist die ständige, persönliche Anwesenheit
eines/einer betreuenden Arztes/ Ärztin während der Übungsveranstaltungen erforderlich.
Mit der ärztlichen Betreuung und Überwachung des Rehabilitationssports in Herzgruppen sind auf dem Gebiet des Rehabilitationssports erfahrene Ärzte/Ärztinnen
Ihre Aufgabe ist es, die ärztliche Betreuung und Überwachung sicher zu stellen,
durch Erst- und Kontrolluntersuchungen die auf die Einschränkungen sowie auf den
Allgemeinzustand des behinderten oder von Behinderung bedrohten Menschen abgestimmten Übungen festzulegen, seine jeweilige Belastbarkeit festzustellen und zu
berücksichtigen, dem/der Übungsleiter/-in entsprechende Anweisungen zu erteilen
und den behinderten oder von Behinderung bedrohten Menschen zu beraten; die
Untersuchungsbefunde und Belastungsvorgaben sowie besondere Hinweise wie
Einschränkungen usw. sind schriftlich zu dokumentieren.
Beim Rehabilitationssport in Herzgruppen gelten zusätzlich die mit den Spitzenverbänden der Rehabilitationsträger abgestimmten Richtlinien der DGPR.
Leitung des Rehabilitationssports
13.1 Beim Rehabilitationssport müssen die Übungen von Übungsleitern/-innen geleitet
werden, die aufgrund eines besonderen Qualifikationsnachweises - z.B.
Fachübungsleiter/-in „Rehabilitationssport“ nach den Ausbildungsrichtlinien des
DBS bzw. nach den Rahmen-Richtlinien für die Ausbildung im Bereich des Deutschen Sportbundes - die Gewähr für eine fachkundige Anleitung und Überwachung
der Gruppen bieten.
Die für den Rehabilitationssport mit Kindern und Jugendlichen eingesetzten
Übungsleiter/-innen müssen darüber hinaus die dafür erforderlichen psychologischpädagogischen Fähigkeiten besitzen.
Eigenständige Übungsveranstaltungen zur Stärkung des Selbstbewusstseins behinderter oder von Behinderung bedrohter Frauen und Mädchen müssen von
Übungsleiterinnen geleitet werden.
Leitung des Funktionstrainings
14.1 Beim Funktionstraining kommen für die Leitung der Trainingsgruppen vor allem
Physiotherapeuten/-innen / Krankengymnasten/-innen mit speziellen Erfahrungen
und spezieller Fortbildung für den Bereich der rheumatischen Erkrankungen einschließlich Wassergymnastik und Atemgymnastik und mit Kenntnissen und Erfahrungen in der psychischen und pädagogischen Führung in Betracht. Sie müssen in
der Lage sein, die Leistungsfähigkeit und die darauf abzustimmenden Übungen für
den/die einzelnen Patienten/-in einzuschätzen.
14.2 Die Leitung der Funktionstrainingsgruppen kann auch von anderen qualifizierten
Therapeuten/-innen (z.B. Diplomsportlehrer/-innen, Masseur/-innen und Medizinische Bademeister/-innen) mit einer von den Rehabilitationsträgern anerkannten
Fort-/Zusatzausbildung für das Funktionstraining wahrgenommen werden.
14.3 Die erforderliche ergotherapeutische Betreuung soll, insbesondere auch im Hinblick
auf die Beratung über Ausstattung und Einübung im Gebrauch von Gebrauchsgegenständen des täglichen Lebens, gewährleistet sein. Zu beachten ist Ziffer 3.4.
14.4 Die für Funktionstraining mit Kindern und Jugendlichen eingesetzten Therapeuten/-
innen müssen darüber hinaus die
pädagogischen Fähigkeiten besitzen.
15.1 Rehabilitationssport und Funktionstraining werden bei Bedarf von dem Arzt/der Ärztin verordnet, der/die die der Behinderung zugrunde liegende Schädigung oder deren Krankheitsfolgen behandelt. Für die gesetzliche Rentenversicherung und die Alterssicherung der Landwirte kann Rehabilitationssport und Funktionstraining auch
durch den Arzt/die Ärztin der Rehabilitationseinrichtung verordnet werden. Ziffer 1.2
15.2 Ist eine langfristige Durchführung des Übungsprogramms in Eigenverantwortung
auf Grund krankheits-/behinderungsbedingt fehlender Motivation nicht oder noch
nicht möglich, ist für Leistungen, die über die in den Ziffern 4.4.2 bis 4.4.4 genannte
Dauer hinausgehen, eine Bescheinigung von einem Arzt/einer Ärztin mit Zusatzausbildung in psychosomatischer Grundversorgung, einem Arzt/einer Ärztin mit der
Gebietsbezeichnung Physikalische und Rehabilitative Medizin oder von einem
Arzt/einer Ärztin aus dem neurologisch/psychiatrisch/psychotherapeutischen Fachgebiet erforderlich.
Die Verordnung muss enthalten:
1. die Diagnose nach ICD 10, ggf. die Nebendiagnosen, soweit sie Berücksichtigung finden müssen oder Einfluss auf die Verordnungsnotwendigkeit haben,
2. die Gründe und Ziele, weshalb Rehabilitationssport / Funktionstraining erforderlich ist; dazu sind auch Angaben über die vorliegenden Funktionseinschränkungen und die Belastbarkeit zu machen,
3. die Dauer des Rehabilitationssports bzw. des Funktionstrainings,
4. eine Empfehlung für die Auswahl der für die Behinderung geeigneten Rehabilitationssportart bzw. Funktionstrainingsart, bei Herzgruppen die Empfehlung zur
Übungs- oder Trainingsgruppe sowie Empfehlungen für besondere Inhalte des
Rehabilitationssports, z.B. Übungen zur Stärkung des Selbstbewusstseins behinderter oder von Behinderung bedrohter Frauen und Mädchen.
5. Bei krankheits-/behinderungsbedingt fehlender Motivation ist der Verordnung eine Bescheinigung nach Ziffer 15.2 mit Aussagen zur Prognose/Dauer der Motivationsstörung, zur Gruppenfähigkeit und zur psychischen und physischen Belastbarkeit beizufügen.
Die einzelne Verordnung erstreckt sich im Allgemeinen auf bis zu zwei, mit besonderer Begründung höchstens drei Übungsveranstaltungen je Woche; sie gilt nur für
den vom verordnenden Arzt/von der verordnenden Ärztin für notwendig erachteten
Zeitraum, für die gesetzliche Krankenversicherung längstens für den in Ziffer 4.4.2
bis 4.4.4 genannten Zeitraum, für die gesetzliche Rentenversicherung und die Altersicherung der Landwirte längstens für den in Ziffer 4.2 genannten Zeitraum.
15.5 Im Bereich der gesetzlichen Unfallversicherung ist die Verordnung von Rehabilitationssport und Funktionstraining jeweils für ein halbes Jahr auszustellen. In Ausnahmefällen kann dieser Zeitraum bis zu einem Jahr betragen.
15.6 Die Ziffern 15.2 bis 15.5 gelten auch für eine Folgeverordnung.
15.7 Die Verordnung von Rehabilitationssport ausschließlich wegen mangelnden Selbstbewusstseins behinderter oder von Behinderung bedrohter Frauen und Mädchen ist
Bewilligung, Übertragung, Auswahl der Rehabilitationssportgruppe / Funktionstrainingsgruppe
16.1 Rehabilitationssport und Funktionstraining sind vor dem Beginn durch den Rehabilitationsträger zu bewilligen. Dies gilt auch für Folgeverordnungen.
16.2 Nimmt ein behinderter oder von Behinderung bedrohter Mensch an den ihm für einen bestimmten Zeitraum bewilligten Übungsveranstaltungen nicht teil, ist eine
Übertragung auf einen späteren Zeitraum nicht zulässig.
16.3 Rehabilitationssport und Funktionstraining sind in der Regel in der Rehabilitationssportgruppe / Funktionstrainingsgruppe durchzuführen, die dem Wohn- oder Arbeitsort des behinderten oder von Behinderung bedrohten Menschen am nächsten
gelegen ist, es sei denn, dass bei dieser Rehabilitationssportgruppe / Funktionstrainingsgruppe die ärztlich verordneten Übungen nicht durchgeführt werden oder der
behinderte oder von Behinderung bedrohte Mensch aus sonstigen Gründen diese
Rehabilitationssportgruppe / Funktionstrainingsgruppe nicht in Anspruch nehmen
kann. Seinen berechtigten Wünschen ist zu entsprechen. Hierbei sind die Grundsätze der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit zu beachten.
17.1 Die Vergütung für die Teilnahme am Rehabilitationssport bzw. Funktionstraining
wird in der Regel zwischen den Bundes-/Landesorganisationen der Träger von Rehabilitationssportgruppen / Funktionstrainingsgruppen und den Rehabilitationsträgern vertraglich geregelt. Die Vergütungen können pauschaliert werden.
17.2 Die Träger der Rehabilitationssportgruppen bzw. Funktionstrainingsgruppen haben
eine pauschale Unfallversicherung für die Teilnehmer/-innen an den Übungsveranstaltungen abzuschließen, sofern nicht bereits eine Sportversicherung besteht.
17.3 Fahrkosten und etwaige weitere im Zusammenhang mit der Durchführung des Rehabilitationssports bzw. des Funktionstrainings stehende Leistungen werden nach
den geltenden gesetzlichen Bestimmungen erbracht.
17.4 Die Rehabilitationsträger übernehmen für die persönliche Sportbekleidung und
-ausrüstung (z.B. Trainingsanzug, Sporthemd, Sporthose, Sportschuhe, Badebekleidung, Schläger) keine Kosten. Die für die Durchführung im Einzelfall erforderlichen Hilfsmittel sowie deren für die Ausübung des Rehabilitationssports/des Funktionstrainings notwendige Anpassung werden nach den geltenden gesetzlichen Bestimmungen erbracht. Die für den Rehabilitationssport und das Funktionstraining
notwendigen Sport-/Trainingsgeräte sind von der Rehabilitationssportgruppe / der
Funktionstrainingsgruppe zu stellen. Die Kosten ihrer Anschaffung oder Benutzung
werden durch die für die Übungsveranstaltungen zu zahlende Vergütung nach Ziffer
17.1 abgegolten.
18.1 Die Abrechnung für die Teilnahme an den Übungsveranstaltungen erfolgt grundsätzlich zwischen dem Rehabilitationsträger und dem Träger der Rehabilitationssportgruppe / Funktionstrainingsgruppe. Die Abrechnung durch von den Leistungserbringern beauftragte Dritte ist möglich (z.B. im Rahmen des maschinellen Abrechnungsverfahrens nach § 302 SGB V).
18.2 Der Teilnahmenachweis hat durch Unterschrift des/der Teilnehmers/-in für jede
Übungsveranstaltung zu erfolgen. Abweichungen hiervon können vertraglich geregelt oder im Einzelfall mit dem Rehabilitationsträger abgesprochen werden.
19.1 Die Rehabilitationssportgruppen / Funktionstrainingsgruppen sind zur Sicherung
und Weiterentwicklung der Qualität der von ihnen erbrachten Leistung verpflichtet.
Die Leistungen müssen dem jeweiligen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse
entsprechen und in der fachlich gebotenen Qualität erbracht werden.
19.2 Für die Rehabilitationssportgruppen / Funktionstrainingsgruppen besteht die Verpflichtung, an einem Qualitätssicherungsprogramm der Rehabilitationsträger teilzunehmen. Näheres wird in den Verträgen nach Ziffer 17.1 zwischen den Beteiligten
20.1 Diese Rahmenvereinbarung tritt am 01. Oktober 2003 in Kraft. Mit In-Kraft-Treten
wird die „Gesamtvereinbarung über den Rehabilitationssport und das Funktionstraining vom 1. Januar 1994“ außer Kraft gesetzt.
20.2 Für die vor dem 01. Oktober 2003 ausgestellten ärztlichen Verordnungen für Rehabilitationssport und Funktionstraining gilt die „Gesamtvereinbarung über den Rehabilitationssport und das Funktionstraining vom 1. Januar 1994“ weiter, längstens für
20.3 Für alle ab 01. Oktober 2003 ausgestellten ärztlichen Verordnungen für Rehabilitationssport und Funktionstraining gilt die vorliegende Rahmenvereinbarung.
20.4 Sofern die Verordnung zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen im Zeitraum ab
01. Oktober 2003 bis einschließlich 31. März 2005 ausgestellt wird, sind bei der
Genehmigung der Leistungen die seit 01. April 2003 in Anspruch genommenen und
zu Lasten der gesetzlichen Krankenkasse abgerechneten Übungsveranstaltungen
auf den Leistungsumfang nach den Ziffern 4.4.2 bis 4.4.4 anzurechnen.
20.5 Die Partner der Rahmenvereinbarung werden auf der Ebene der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation in angemessenen Zeitabständen prüfen, ob die Rahmenvereinbarung aufgrund zwischenzeitlich gewonnener Erfahrungen verbessert
oder wesentlich veränderten Verhältnissen angepasst werden muss.
20.6 Die Rahmenvereinbarung kann von jedem Vereinbarungspartner zum Schluss eines Kalenderjahres mit einer Frist von einem Jahr, frühestens zum 31.12.2005,
schriftlich gegenüber den Vereinbarungspartnern gekündigt werden.
20.7 Bei Kündigung eines Vereinbarungspartners bleibt die Rahmenvereinbarung für die
anderen Vereinbarungspartner unverändert bestehen.
Anlage zur Rahmenvereinbarung Rehabilitationssport/Funktionstraining
Anerkennung von Rehabilitationssportgruppen/Funktionstrainingsgruppen
Name, Anschrift des Trägers der Gruppe
Ansprechpartner/-in der Gruppe (Name, Anschrift, Telefon)
In welchem übergeordneten Verband/Organisation ist der Träger der Gruppe Mitglied?
Anerkennung der Gruppe beantragt am .............. ab .................
Angabe der Rehabilitationssportart/Funktionstrainingsart - anerkannt? Ab wann?
Ort, Zeit und Dauer der Übungsveranstaltung
Werden Übungen zur Stärkung des Selbstbewusstseins behinderter oder von Behinderung bedrohter Frauen und Mädchen angeboten/durchgeführt? Wenn ja, in welcher
Form? (Vorlage eines Konzeptes)
Angaben zu personellen Voraussetzungen
Name, Anschrift der/s Übungsleiters/-in / Therapeuten/-in
Nachweis der Qualifikation, Fort- bzw. Zusatzausbildung, gültige Übungsleiterlizenz
Gültig bis ............; ausgestellt am ......./ durch ..........
Ist Zusatzausbildung anerkannt? (Curriculum?) Durch wen?
Angaben zu räumlichen Voraussetzungen/Ausstattung der Übungsstätten
Größe der Übungsstätte
Bei Warmwassertraining: Größe des Therapiebeckens und Wasserwärme
Geräteausstattung, ggf. Sonderausstattung, spezielle Geräte oder Hilfsmittel
Gruppengröße/Zusammensetzung der Gruppen
Gruppengröße? (maximal 15 Teilnehmer/-innen je Übungsleiter/-in / Therapeut/-in)
Gruppengröße bei Kindergruppen? (maximal 10 Kinder, bei schwerstbehinderten Kindern maximal 5 Kinder je Übungsleiter/-in)
Gruppengröße bei schwerstbehinderten Menschen? (maximal 7 Personen je Übungsleiter/-in)
ggf. besondere Voraussetzungen
Angaben zum Unfallversicherungsschutz
Ist eine Unfallversicherung abgeschlossen? (Die Vorlage des Versicherungsscheins
bzw. der Nachweis einer Sportversicherung ist notwendig)
Angaben zur ärztlichen Betreuung/Überwachung in Herzgruppen
Welche/r Arzt/Ärztin hat sich verpflichtet, während der Übungsveranstaltungen ständig
anwesend zu sein (Name, Anschrift - schriftliche Erklärung vorlegen)? Vertretung bei
Wird zu Beginn der Übungsveranstaltung eine Kurzanamnese (Medikamentenveränderung, Befindlichkeitsveränderung, ungewöhnliche Belastungen in Familie oder Beruf,
Erkrankungen, insbesondere Infektionen) durchgeführt und dokumentiert?
Werden regelmäßige Kontrolluntersuchungen durchgeführt?
Ist ein netzunabhängiger, tragbarer Defibrilator vorhanden? Letzte Kontrolle?
Ist ein Notfallkoffer vorhanden?
Angaben zur ärztlichen Betreuung/Überwachung in Rehabilitationssportgruppen
Welche/r Arzt/Ärztin hat sich verpflichtet, während der Übungsveranstaltungen bei Bedarf für Beratungen der Teilnehmer/-innen und der Übungsleiter/-innen zur Verfügung
zu stehen (Name, Anschrift - schriftliche Erklärung vorlegen)? Vertretung bei Urlaub/Krankheit?
Angaben zur Notfallversorgung
Bestehen bei Notfällen Möglichkeiten, den vertragsärztlichen Notdienst bzw. den notärztlichen Rettungsdienst (Notarzt/Notärztin) telefonisch zu erreichen (Telefon, Handy)?
Nächst erreichbare/r Arzt/Ärztin?
Nächstes Krankenhaus?
Wird eine Teilnehmerliste geführt? Wo kann diese eingesehen werden?
Dokumentation der Übungsveranstaltungen (z.B. besondere Vorkommnisse)
Datum - BVS Bayern

References: § 44
 § 44
 §
43
 § 28
 § 39
 § 10
 §
11
 § 12
 § 10
 § 302