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Timestamp: 2019-12-15 13:20:06+00:00

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BFH, 22.09.1987 - IX R 15/84 - dejure.org
BFH, 22.09.1987 - IX R 15/84
https://dejure.org/1987,635
BFH, 22.09.1987 - IX R 15/84 (https://dejure.org/1987,635)
BFH, Entscheidung vom 22.09.1987 - IX R 15/84 (https://dejure.org/1987,635)
BFH, Entscheidung vom 22. September 1987 - IX R 15/84 (https://dejure.org/1987,635)
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EStG § 23 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. a, Abs. 4; BGB §§ 2033, 2042, 752
Spekulationsgeschäft nach Erbauseinandersetzung
Gesamthandsgemeinschaft - Realteilung - Spitzenausgleich - Entgeltliches Rechtsgeschäft - Spekulationsfrist - Spekulationsgewinn
Spekulationsgewinn bei Erbauseinandersetzung (Grundstücksrealteilung) mit Spitzenausgleich
BFHE 151, 143
NJW 1988, 3040
BB 1988, 188
DB 1988, 159
BStBl II 1988, 250
In einer späteren Entscheidung hat der IX. Senat seine Auffassung bestätigt (Urteil vom 22. September 1987 IX R 15/84, BFHE 151, 143, BStBl II 1988, 250).
Mit dieser Maßgabe ist den Entscheidungen des IX. Senats in BFHE 144, 366, BStBl II 1985, 722 und in BFHE 151, 143, BStBl II 1988, 850 zuzustimmen, die sich für eine Fortführung der Wertansätze des Erblassers ausgesprochen haben, weil für die Miterben in Höhe ihres Anteils am Nachlaßwert ein unentgeltlicher Erwerb gegeben sei.
Soweit der Wert des Erlangten den Wert seines Erbanteils übersteigt, muß der begünstigte Erbe Ausgleichszahlungen leisten; sie bilden für ihn Anschaffungskosten (BFHE 144, 366, BStBl II 1985, 722; BFHE 151, 143, BStBl II 1988, 250).
Der IX. Senat hat diesen Erwerbsvorgang in einen entgeltlichen und einen unentgeltlichen Teil aufgeteilt, das gezahlte (Teil-)Entgelt in voller Höhe den Anschaffungskosten des entgeltlich erworbenen Teils zugeordnet und auch nur insoweit den Tatbestand des § 23 EStG als verwirklicht angesehen (ähnlich bereits BFH-Urteile vom 22. September 1987 IX R 15/84, BFHE 151, 143, BStBl II 1988, 250, und vom 20. April 2004 IX R 5/02, BFHE 206, 110, BStBl II 2004, 987).
BFH, 20.04.2004 - IX R 5/02
Die vom Bundesfinanzhof (BFH) im Urteil vom 22. September 1987 IX R 15/84 (BFHE 151, 143, BStBl II 1988, 250) offen gelassene Frage, ob ein Erbanteil und ein Grundstück nämliche Wirtschaftsgüter i.S. des § 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Buchst. a EStG seien, sei zu bejahen.
Eine Anschaffung liegt vor, wenn das Grundstück entgeltlich erworben wird (so bereits BFH-Urteil in BFHE 151, 143, BStBl II 1988, 250).
Bei einer solchen Erbauseinandersetzung durch Realteilung (§ 2042 Abs. 2 i.V.m. § 752 BGB) ist ein entgeltlicher --auch zu einer Anschaffung i.S. des § 23 Abs. 1 EStG führender-- Erwerb eines Erben insoweit gegeben, als der Wert des Erlangten den Wert seines Erbanteils übersteigt und der Erbe deshalb Ausgleichszahlungen leistet (BFH-Beschluss in BFHE 161, 332, BStBl II 1990, 837, und BFH-Urteil in BFHE 151, 143, BStBl II 1988, 250).
Bei einem teilweise entgeltlichen Erwerb führt nur die Veräußerung des entgeltlich erworbenen Teils zu einem Spekulationsgewinn (so BFH-Urteil in BFHE 151, 143, BStBl II 1988, 250, 252).
aa) "Anschaffung" ist der entgeltliche Erwerb eines bereits vorhandenen Wirtschaftsguts von einem Dritten (vgl. BFH-Urteile vom 30. November 1976 VIII R 202/72, BFHE 120, 522, BStBl II 1977, 384; vom 22. September 1987 IX R 15/84, BFHE 151, 143, BStBl II 1988, 250).
Unter Anschaffung ist der entgeltliche Erwerb eines bereits vorhandenen Wirtschaftsguts von einem Dritten zu verstehen (vgl. auch § 255 Abs. 1 HGB; speziell zur Anschaffung i.S. von § 23 EStG vgl. BFH-Urteil vom 30. November 1976 VIII R 202/72, BFHE 120, 522, BStBl II 1977, 384, 386, unter III.; Senatsurteil vom 22. September 1987 IX R 15/84, BFHE 151, 143, BStBl II 1988, 250).
BFH, 13.12.1989 - X R 208/87
Eine außerhalb der Außenprüfung gegebene Auskunft des FA ist nach Treu und …
Es kommt nur darauf an, ob die Klägerin selbst das Grundstück entgeltlich erworben hat (vgl. Urteile des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 3. August 1976 VIII R 192/74, BFHE 120, 42, BStBl II 1977, 382; vom 22. September 1987 IX R 15/84, BFHE 151, 143, BStBl II 1988, 250).
Vor diesem Hintergrund setzt die "Anschaffung" eines Erbbaurechts tatbestandlich nicht nur voraus, dass das Recht im Zeitpunkt der Übertragung bereits vorhanden --d.h. "bestellt"-- war und der Inhaber des bestehenden Rechts dieses auf den Erwerber überträgt, sondern auch, dass der Erwerber --der spätere Erbbauberechtigte-- hierfür --ggf. neben einem laufenden oder in einem Einmalbetrag vorausbezahlten Erbbauzins-- ein zusätzliches Entgelt leistet (s. BFH-Urteil vom 30. November 1976 VIII R 202/72, BFHE 120, 522, BStBl II 1977, 384; vgl. auch allg. BFH-Urteile vom 30. November 2010 VIII R 58/07, BFHE 232, 337, BStBl II 2011, 491; vom 22. September 1987 IX R 15/84, BFHE 151, 143, BStBl II 1988, 250;… Drüen, in: Kirchhof/Söhn/Mellinghoff --KSM--, EStG, § 21 Rz B 71, B 78;… Wernsmann, in: KSM, a.a.O, § 23 Rz B 201 "Erbbaurecht"; Musil in Herrmann/Heuer/Raupach, § 23 EStG Rz 89; Blümich/Ratschow, § 23 EStG Rz 49, 60; Hoheisel in Littmann/Bitz/Pust, Das Einkommensteuerrecht, Kommentar, § 23 Rz 113; s.a. BMF-Schreiben in BStBl I 2000, 1383 Tz. 14).
Er erhält dadurch nämlich nicht mehr, als seiner Beteiligung entsprach (vgl. dazu BFH-Urteil vom 22. September 1987 IX R 15/84, BFHE 151, 143, BStBl II 1988, 250, unter 1.).
Der Kläger hat das Grundstück, um das es hier geht, von seinen Eltern im Wege der vorweggenommenen Erbfolge unentgeltlich erworben und deshalb nicht angeschafft (vgl. BFH-Urteil vom 22. September 1987 IX R 15/84, BFHE 151, 143, BStBl II 1988, 250; vgl. dazu auch Jansen in Herrmann/Heuer/Raupach, § 23 EStG Anm. 231).
Das FG muss nunmehr ermitteln, welche konkrete(n) Gegenleistung(en) der Kläger und seine damalige Ehefrau für die Übertragung des Grundstücksanteils vereinbart haben: Ob --wie das FA geltend macht-- nur der im notariellen Vertrag vom 4. März 1994 vereinbarte Kaufpreis Gegenleistung war und damit angesichts des höheren Verkehrswerts ggf. ein teilentgeltlicher Erwerb vorlag (zur Anwendung des § 23 Abs. 4 EStG bei vorangegangenem teilentgeltlichen Erwerb, s. BFH-Urteil vom 22. September 1987 IX R 15/84, BFHE 151, 143, BStBl II 1988, 250) oder ob der Kläger --wie er im Einspruchs- und Klageverfahren geltend gemacht hat-- noch zusätzlich zu dem im notariellen Vertrag vom 4. März 1994 genannten Kaufpreis als Gegenleistung weitere Aufwendungen (z.B. durch die Übernahme von Verbindlichkeiten seiner damaligen Ehefrau) getätigt hat, die als Anschaffungskosten zu berücksichtigen sind (…s. dazu Blümich/Ehmcke, Einkommensteuergesetz, Körperschaftsteuergesetz, Gewerbesteuergesetz, § 6 EStG Rz. 304).
BFH, 14.12.2004 - IX R 23/02
BFH, 28.11.1991 - XI R 2/87
Einräumung eines Wohnrechts im Rahmen einer Erbauseinandersetzung und spätere …
BFH, 30.07.1998 - X B 92/98
FG Düsseldorf, 27.08.2008 - 11 K 3323/07
Qualifikation der Erfüllung des erbrechtlichen Auseinandersetzungsanspruchs als …

References: § 23
 § 23
 § 23
 § 752
 § 23
 § 255
 § 23
 § 21
 § 23
 § 23
 § 23
 § 23
 § 23
 § 23
 § 6