Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F18-12-2015-8C_721-2015
Timestamp: 2016-10-25 06:41:16+00:00

Document:
8C_721/2015 � � Urteil vom 18. Dezember 2015
A.________ (Jg. 1974) versp�rte am 26. Juni 2014 w�hrend seiner Arbeit als Plattenleger beim Manipulieren mit einer Plattenschneidemaschine einen pl�tzlichen Schmerz im R�cken, was sein Arbeitgeber der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) am 8. Juli 2014 meldete. Diese lehnte die Erbringung von Leistungen mit Verf�gung vom 6. August 2014 mangels Vorliegens eines Unfallereignisses oder einer unfall�hnlichen K�rpersch�digung ab, was sie mit Einspracheentscheid vom 11. Dezember 2014 resp. 5. Januar 2015 best�tigte.
A.________ l�sst Beschwerde ans Bundesgericht erheben mit dem Begehren, unter Aufhebung des angefochtenen Entscheides sei die SUVA zu verpflichten, ihm f�r das Ereignis vom 26. Juni 2014 die gesetzlichen Leistungen gem�ss UVG auszurichten; eventuell sei die Sache an das kantonale Gericht zur�ckzuweisen, damit dieses nach Vornahme einer �ffentlichen Parteiverhandlung erneut �ber seine Anspr�che entscheide. Zudem ersucht er um unentgeltliche Rechtspflege mit Beiordnung seiner Advokatin als unentgeltlicher Verbeist�ndung.
1.2.�Die f�r die Beurteilung der streitigen Leistungsanspr�che massgebenden gesetzlichen Bestimmungen und die dazu von der Rechtsprechung weiter konkretisierten Grundlagen sind im angefochtenen Entscheid zutreffend dargelegt worden. Es betrifft dies namentlich die Ausf�hrungen zum Unfallbegriff (Art. 4 ATSG in Verbindung mit Art. 6 Abs. 1 UVG und Art. 9 UVV; BGE 134 V 72 E. 2.3 S. 75), zum von Verwaltungsbeh�rden und von gerichtlichen Rechtsmittelinstanzen zu beachtenden Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG; BGE 133 V 196 E. 1.4 S. 200 mit Hinweisen) sowie zur Massgeblichkeit der "Aussagen der ersten Stunde" (BGE 121 V 45 E. 2a S. 47). Darauf wird verwiesen.
2.1.�Nach eingehender Pr�fung der - entgegen der Argumentation in der Beschwerdeschrift durchaus als "Aussagen der ersten Stunde" zu sehenden - Angaben des Beschwerdef�hrers gegen�ber seinem Arbeitgeber, der SUVA und seinen verschiedenen �rzten hat das kantonale Gericht nicht auf dessen nachtr�gliche Schilderung des Geschehensablaufes in der eingereichten Beschwerde abgestellt. Nach dieser Version, welche von Frau Dr. med. B.________ von der Klinik C.________ in deren zuhanden der Advokatin des Beschwerdef�hrers erstattetem Bericht vom 28. Januar 2015 �bernommen worden ist, soll ein Arbeitskollege beim Verladen einer schweren Plattenschneidemaschine im Lieferwagen gestolpert sein, worauf das etwa 100 kg schwere Ger�t (resp. ein Teil davon) gegen den Beschwerdef�hrer gerutscht sei und er mit seinem Kopf habe ausweichen m�ssen, die Maschine aber weiterhin auf Kopfh�he gehalten habe. Die Vorinstanz ist daher - wie zuvor im Einspracheentscheid vom 5. Januar 2015 schon die SUVA - davon ausgegangen, dass die pl�tzlichen R�ckenbeschwerden mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit beim blossen Hochheben einer Plattenschneidemaschine aufgetreten seien - wie dies der Beschwerdef�hrer von Anfang an und wiederholt erkl�rt hatte. Das Gericht befand, mangels Ungew�hnlichkeit einer �usseren Einwirkung k�nne dieses Ereignis nicht als Unfall im Sinne von Art. 6 Abs. 1 UVG in Verbindung mit Art. 4 ATSG betrachtet werden, was in rechtlicher Hinsicht unbestritten geblieben sei.
2.2.�An dieser - nicht gegen Bundesrecht verstossenden - Beurteilung verm�gen s�mtliche Ausf�hrungen in der Beschwerdeschrift nichts zu �ndern. Insbesondere �berzeugt die Darstellung nicht, wonach das urspr�nglich geschilderte Heben eines schweren Gegenstandes auch das Auffangen oder -halten einer von einem Lieferwagen rutschenden schweren Maschine mitumfasse. Insoweit muss vielmehr von einer von fr�heren Schilderungen erheblich abweichenden und nicht bloss - wie in der Beschwerde dargestellt - von einer genaueren oder detaillierteren Umschreibung des Vorfalles vom 26. Juni 2014 gesprochen werden. Nachdem der Beschwerdef�hrer gegen�ber der SUVA, seinem Arbeitgeber und den behandelnden �rzten nach dem Ereignis vom 26. Juni 2014 w�hrend Monaten nie von einem Geschehensablauf, wie er nunmehr neu pr�sentiert wurde, berichtet hatte, kann ihm der Vorwurf nicht erspart werden, es vers�umt zu haben, die SUVA rechtzeitig �ber deren seiner Ansicht nach unrichtige Sachverhaltsannahme - von welcher er von Anfang an Kenntnis hatte (Schreiben der SUVA vom 24. Juli 2014) - aufzukl�ren und den ihm als Leistungsansprecher diesbez�glich obliegenden Nachweis anzutreten. Mit seiner erst nachtr�glich gelieferten Darstellung des Vorfalles vom 26. Juni 2014 kann diesem Erfordernis nicht mehr Gen�ge getan werden, auch wenn die neuen Ausk�nfte von Frau Dr. med. B.________ unterst�tzt werden. Dass die Vorinstanz darauf abzustellen nicht mehr bereit war, ist jedenfalls nicht als bundesrechtswidrig zu bezeichnen (vgl. E. 1.1 hievor).
2.3.�Auf die Durchf�hrung der urspr�nglich noch beantragten �ffentlichen Verhandlung im Sinne von Art. 6 Ziff. 1 EMRK hat der Beschwerdef�hrer im kantonalen Verfahren mit Eingabe vom 19. August 2015 ausdr�cklich verzichtet. Es l�sst sich deshalb nicht beanstanden, dass seinerzeit davon abgesehen und - in antizipierter Beweisw�rdigung - auch auf weitere Abkl�rungen verzichtet wurde. Von einer Verletzung des rechtlichen Geh�rs kann deswegen keine Rede sein. Erst im Rechtsmittelverfahren vor Bundesgericht kann darauf auch nicht zur�ckgekommen werden. Die vorgeschlagene R�ckweisung durch das Bundesgericht zur Anordnung einer solchen Verhandlung f�llt ausser Betracht, will der Beschwerdef�hrer damit doch lediglich in die Lage versetzt werden, einen Sachverhalt aufzeigen zu k�nnen, um dessen Nachweis er schon im ersten kantonalen Beschwerdeverfahren h�tte besorgt sein k�nnen und auch m�ssen. Dass es ihm somit nicht gelungen ist, den Nachweis f�r den nachtr�glich behaupteten Sachverhalt zu erbringen, wirkt sich zu seinem Nachteil aus, wollte doch er aus dem unbewiesen gebliebenen leistungsbegr�ndenden Ablauf des Vorfalles vom 26. Juni 2014 Rechte zu seinen Gunsten ableiten (vgl. BGE 138 V 218 E. 6 S. 221 f.). Die geltend gemachten Verst�ndigungsschwierigkeiten sprachlicher Art �ndern daran nichts, war der Beschwerdef�hrer doch anwaltlich vertreten. Schliesslich erscheint fraglich, ob sich - k�nnte man der nunmehrigen Sachverhaltsdarstellung des Beschwerdef�hrers folgen - �berhaupt von der Einwirkung eines ungew�hnlichen �usseren Faktors auf den menschlichen K�rper sprechen liesse.
Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend hat der Beschwerdef�hrer die Gerichtskosten zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Seinem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege im bundesgerichtlichen Verfahren kann nicht entsprochen werden (Art. 64 Abs. 1 und 2 BGG), da seine Beschwerde als von vornherein aussichtslos gewesen zu qualifizieren ist.

References: Art. 6
 Art. 9
 BGE 
 Art. 61
 BGE 
 Art. 6
 Art. 4
 Art. 6
 BGE