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Timestamp: 2019-07-21 08:43:43+00:00

Document:
2030-69
für Technische Lehrer (Lehrer für Fachpraxis)
im beruflichen Schulwesen des Saarlandes
Vom 15. November 1974
zuletzt geändert durch das Gesetz vom 26. Januar 1994 (Amtsbl. S. 509)
Fundstelle: Amtsblatt 1974, S. 955
geändert durch Verordnung vom 17. März 1978 (Amtsbl. S. 274)
geändert durch Verordnung vom 06. Januar 1983 (Amtsbl. S. 36)
geändert durch Anlage Nr. 457 zum Gesetz Nr. 1327 vom 26. Januar 1994 (Amtsbl. S. 509)
Auf Grund des § 19 Abs. 2 [1] des Saarländischen Beamtengesetzes in der Fassung vom 1. September 1971 (Amtsbl. S. 613), zuletzt geändert durch Gesetz vom 29. November 1972 (Amtsbl. S. 677), und des § 14 der Verordnung über die Laufbahnen der Beamten im Saarland (Saarländische Laufbahnverordnung - SLVO) in der Fassung vom 8. Mai 1967 (Amtsbl. S. 435), zuletzt geändert durch Verordnung vom 12. Dezember 1973 (Amtsbl. 1974 S. 45), wird im Einvernehmen mit dem Minister für Inneres und Sport verordnet:
Jetzt: § 20 SBG.
Diese Verordnung regelt die Ausbildung und Prüfung der Bewerber für die Laufbahn des gehobenen Dienstes des Technischen Lehrers (Lehrer für Fachpraxis) im beruflichen Schulwesen des Saarlandes in mindestens einer der folgenden Fachrichtungen:
Die Zusammenfassung von mehreren Fachrichtungen ist möglich.
Die Ausbildung soll den Bewerber in den Aufgabenbereich [2] eines Technischen Lehrers (Lehrer für Fachpraxis) im beruflichen Schulwesen einführen und ihm die für die spätere Ausübung dieses Lehramtes erforderlichen pädagogischen, psychologischen und soziologischen sowie die didaktischen und methodischen Grundlagen vermitteln.
Der Aufgabenbereich eines Lehrers für Fachpraxis umfasst:
selbstständigen Unterricht zur Vermittlung von Fertigkeiten für die praktische Grund- und Fachbildung;
Vorbereitung und Durchführung von Versuchen und Übungen im Rahmen oder als Ergänzung des fachpraktischen Unterrichts;
Mitwirkung bei der Vorbereitung und Durchführung von Übungen im Rahmen oder als Ergänzung des theoretischen Unterrichts;
Planung und Fertigung von Unterrichtsmitteln;
Verwaltung und Betreuung von Werkstätten, Versuchs- und Übungsräumen.
Vgl. auch ADALF vom 27. Januar 1978 (GMBl. S. 203) und ADALM vom 27. Januar 1978 (GMBl. S. 205), geändert durch Bekanntmachung vom 16. März 1981 (GMBl. S. 139).
Zur Laufbahn des Technischen Lehrers (Lehrer für Fachpraxis) kann zugelassen werden, wer
für das gewählte Lehramt geeignet erscheint,
das Abschlusszeugnis einer Realschule [3] oder einen entsprechenden Bildungsstand [4] nachweist,
eine abgeschlossene Berufsausbildung in einer Fachrichtung gemäß § 1 und einen mindestens dreisemestrigen Fachschulbesuch mit staatlicher oder staatlich anerkannter Abschlussprüfung oder
eine abgeschlossene Berufsausbildung mit Meisterprüfung in einer Fachrichtung gemäß § 1 oder
eine vom Minister für Bildung, Kultur und Wissenschaft als gleichwertig anerkannte Ausbildung absolviert hat,
nach Abschluss der Ausbildung gemäß Nummer 5 mindestens zwei Jahre in seinem Beruf tätig gewesen ist.
Bei Bewerbern für die Fachrichtung „Wirtschaft und Verwaltung“ kann von dem Erfordernis einer mindestens zweijährigen Berufstätigkeit ganz oder teilweise abgesehen werden.
Nach der Schulreform: Erweiterte Realschule.
Mittlerer Bildungsabschluss.
(1) Anträge auf Zulassung zur Laufbahn des Technischen Lehrers (Lehrer für Fachpraxis) im beruflichen Schulwesen sind an den Minister für Bildung, Kultur und Wissenschaft zu richten.
die Nachweise gemäß § 3 Nr. 4 bis 6 in Urschrift oder amtlich beglaubigter Abschrift;
ein amtsärztliches Gesundheitszeugnis aus neuester Zeit mit Röntgenbefund der Atmungsorgane, das die gesundheitliche Tauglichkeit des Bewerbers für den Lehrerberuf bescheinigt;
ein Führungszeugnis aus neuester Zeit;
Nachweis der deutschen Staatsangehörigkeit;
Geburtsurkunde, gegebenenfalls Heiratsurkunde und Geburtsurkunden der Kinder;
zwei Lichtbilder aus neuester Zeit mit Namensangabe.
Über die Zulassung des Bewerbers entscheidet der Minister für Bildung, Kultur und Wissenschaft. Die Entscheidung wird dem Bewerber schriftlich mitgeteilt.
(1) Der zur Ausbildung zugelassene Bewerber wird unter Berufung in das Beamtenverhältnis auf Widerruf zum Technischen Lehramtsanwärter ernannt.
(2) Die Dienstaufsicht über die Ausbildung der Anwärter führt der Minister für Bildung, Kultur und Wissenschaft.
(3) Vorgesetzter der Anwärter für die unter § 1 Nr. 1 genannte Fachrichtung ist der Leiter des Landesseminars für Handelsstudienreferendare [5], Vorgesetzter der Anwärter für die unter § 1 Nr. 2 bis 17 genannten Fachrichtungen der Leiter des Landesseminars für Studienreferendare an beruflichen Schulen (gewerblich-technischer und hauswirtschaftlich-sozialpflegerischer Bereich) [5], soweit § 11 Abs. 1 Satz 2
nichts anderes bestimmt.
(4) Die Anwärter werden bei ihrem Dienstantritt vom Leiter des zuständigen Landesseminars vereidigt. Über die Vereidigung ist eine Niederschrift zu den Personalakten zu nehmen.
Vgl. Erlass betr. die Neubezeichnung vom 19. März 2003 (GMBl. S. 74).
Der Vorbereitungsdienst dauert 18 Monate. Er umfasst eine schulpraktische sowie eine theoretische Ausbildung.
Die theoretische Ausbildung der Anwärter erfolgt in den in § 6 Abs. 3 genannten Landesseminaren, die schulpraktische Ausbildung an beruflichen Schulen (Ausbildungsschulen). Die Anwärter werden Fachleitern an den Landesseminaren und Fachbetreuern an den Ausbildungsschulen zugeteilt.
Bewährungsberichte
(1) Vor Ende der Ausbildung erstellt der Leiter der Ausbildungsschule im Einvernehmen mit dem Fachbetreuer über jeden Anwärter einen Bewährungsbericht, in dem die Tätigkeiten des Anwärters sowie seine Fähigkeiten und Leistungen während der schulpraktischen Ausbildung mit einer Leistungsnote gemäß § 24 beurteilt werden. Der Bewährungsbericht ist dem Leiter des zuständigen Landesseminars zwei Monate vor Beendigung der Ausbildung des betreffenden Anwärters zuzuleiten.
(2) Der Leiter des zuständigen Landesseminars erstellt am Ende der Ausbildung im Einvernehmen mit dem zuständigen Fachleiter ebenfalls einen Bewährungsbericht über die Leistungen des Anwärters während der theoretischen Ausbildung und über seine Eignung für den Lehrerberuf. Der Bewährungsbericht schließt mit einer Leistungsnote gemäß § 24 .
(3) Die Bewährungsberichte sind dem Anwärter zu eröffnen und mit der etwaigen Äußerung des Beamten der Meldung zur Prüfung beizufügen.
Die theoretische Ausbildung im Landesseminar findet an zwei Tagen in der Woche statt (insgesamt 12 Wochenstunden) und umfasst folgende Bereiche:
ausgewählte Themen der Berufspädagogik sowie pädagogisch relevante Inhalte der Psychologie und der Soziologie,
Didaktik und Methodik des fachpraktischen Unterrichts,
Schulorganisation sowie ausgewählte Themen des Schul- und Berufsbildungsrechts,
Hinführung und Vorbereitung der Anwärter auf die Unterrichtspraxis und den selbstständigen Einsatz im fachpraktischen Unterricht der einzelnen Schulformen und Schulstufen des beruflichen Schulwesens,
Ausbildung an audiovisuellen Unterrichtsmitteln,
Ausbildung in erster Hilfe und Unfallverhütung.
(1) Der Leiter des zuständigen Landesseminars weist den Anwärter nach Übernahme in die Ausbildung einer beruflichen Schule zu, die für die schulpraktische Ausbildung geeignet ist. Der Anwärter ist den Weisungen des Leiters der Ausbildungsschule unterstellt, soweit sie Haus-, Schul- und Unterrichtsordnung betreffen. Gleichzeitig wird der Anwärter einem Fachbetreuer zugeteilt.
(2) Auf Antrag oder aus dienstlichen Gründen kann die Zuweisung nach Absatz 1 aufgehoben und die Ausbildung an einer anderen Schule fortgesetzt werden.
(3) Der Leiter der Ausbildungsschule überwacht die Ausbildung der seiner Schule zugewiesenen Anwärter. Er regelt insbesondere die Hospitationen, die Erteilung des selbstständigen fachpraktischen Unterrichts, den Einsatz des Anwärters bei der Planung und Fertigung der Unterrichtsmittel, der Verwaltung und Instandhaltung der Werkstattausstattung und der Versuchs-, Übungs- und Demonstrationsanlagen und die Beteiligung an den sonstigen Veranstaltungen der Ausbildungsschule.
(4) Die Fachbetreuer werden vom Minister für Bildung, Kultur und Wissenschaft bestellt. Der Fachbetreuer macht den Anwärter mit der Ausstattung der Schule an Unterrichtsmitteln, Versuchs-, Übungs- und Demonstrationsanlagen vertraut. Er führt den Anwärter in die Unterrichtsarbeit ein und berät und überwacht ihn bei der Vorbereitung und Durchführung von Lehrübungen und von selbstständigem Unterricht.
Unterrichtspraktische Ausbildung
(1) Die unterrichtspraktische Ausbildung erfolgt durch Hospitationen, Lehrübungen, selbstständigen Unterricht und durch Lehrproben mit anschließender Beurteilung.
(2) Der Anwärter soll im ersten Ausbildungsmonat 8 Stunden, im zweiten Monat 6 Stunden, vom dritten bis einschließlich neunten Monat 4 Stunden und danach 2 Stunden wöchentlich hospitieren. Die Hospitationen erfolgen durch Teilnahme am Unterricht des Fachbetreuers und anderer Lehrer, Mitwirkung bei der fachpraktischen Unterweisung und bei der Vorbereitung und Durchführung von Demonstrationen, Versuchen und Übungen im Rahmen oder als Ergänzung des theoretischen Unterrichts.
(3) Durch Lehrübungen unter Anleitung und Aufsicht des Fachbetreuers soll der Anwärter Erfahrungen im Erteilen selbstständigen Unterrichts sammeln. Deshalb sind vom zweiten bis einschließlich vierten Ausbildungsmonat wöchentlich 2 Stunden für Lehrübungen vorzusehen. Die Lehrübungen sollen sich auf die Vermittlung von Fertigkeiten (Unterweisung) in praktischer Berufsgrund- und Fachbildung sowie auf die Vorbereitung und die Durchführung von Demonstrationen innerhalb oder als Ergänzung des theoretischen Unterrichts erstrecken.
(4) Der Anwärter hat im dritten und vierten Ausbildungsmonat 4 Stunden, vom fünften bis einschließlich neunten Monat 6 Stunden und danach 8 Stunden wöchentlich selbstständigen Unterricht zu erteilen. Der Anwärter kann von dem Leiter der Ausbildungsschule zu gelegentlichen Vertretungen (nicht mehr als 2 Stunden pro Woche, aber nicht mehr als 3 Stunden pro Monat) herangezogen werden. Regelmäßige Vertretungen dürfen dem Anwärter nicht übertragen werden. Eine besondere Vergütung für den Unterricht gemäß Satz 1 und 2 wird nicht gewährt.
(5) Nach sechs Monaten der unterrichtspraktischen Ausbildung hält der Anwärter seine erste Lehrprobe. Während der Ausbildung sind insgesamt vier Lehrproben zu halten, und zwar je zwei aus dem Bereich der Demonstration und der fachpraktischen Unterweisung. Zu jeder Lehrprobe ist ein schriftlicher Entwurf auszuarbeiten und in je einer Ausfertigung dem Leiter des Landesseminars, dem Leiter der Ausbildungsschule, dem zuständigen Fachleiter und dem Fachbetreuer einen Tag vor der Lehrprobe auszuhändigen. Nach Möglichkeit sollen der Leiter des Landesseminars, der Leiter der Ausbildungsschule, der zuständige Fachleiter und der Fachbetreuer des Anwärters an der Lehrprobe teilnehmen. Andere Anwärter können ebenfalls teilnehmen. An die Lehrprobe schließt sich eine Besprechung mit dem Anwärter an, bei der der Leiter des Landesseminars oder bei dessen Abwesenheit der von ihm beauftragte Fachleiter den Vorsitz führt und an der sich alle Teilnehmer der Lehrprobe beteiligen können. Am Ende der Besprechung wird die Beurteilung der Lehrprobe vom Vorsitzenden im Einvernehmen mit dem Leiter der Ausbildungsschule, dem Fachleiter und dem Fachbetreuer in einer Leistungsnote zusammengefasst und dem Anwärter mitgeteilt. Der Entwurf der Lehrprobe sowie die Niederschrift über die Durchführung und Beurteilung verbleiben beim Landesseminar.
(6) Der Anwärter kann durch den Leiter der Ausbildungsschule während der gesamten Ausbildungszeit bis zu 4 Stunden wöchentlich mit der Wahrnehmung sonstiger Aufgaben beauftragt werden (z.B. Mithilfe bei der Verwaltung und Betreuung der Lehrmittelsammlung, der Werkzeuge und Maschinen, des Materiallagers, der Versuchs-, Übungs- und Demonstrationsanlagen).
(7) Der Anwärter nimmt an den Veranstaltungen der Ausbildungsschule teil. Veranstaltungen des Landesseminars haben Vorrang vor denen der Ausbildungsschule.
Nach dem neunten Ausbildungsmonat und mit der Meldung zur Laufbahnprüfung hat der Anwärter einen Bericht über seine Tätigkeit während der Ausbildung nach Gegenzeichnung durch den Fachbetreuer und den Leiter der Ausbildungsschule dem Leiter des zuständigen Landesseminars einzureichen.
Anfertigung eines Unterrichtsmittels bzw. einer schriftlichen pädagogischen Arbeit
(1) Während der Ausbildungszeit haben Anwärter der in § 1 Nr. 2 bis 17 genannten Fachrichtungen ein Unterrichtsmittel anzufertigen, das den Anforderungen an eine Meisterarbeit entsprechen soll. Zu dem Unterrichtsmittel fertigt der Anwärter eine schriftliche Ausarbeitung an, in der Aufbau und Wirkungsweise sowie Vorschläge für den unterrichtlichen Einsatz des Unterrichtsmittels darzulegen sind.
Auf die Anfertigung des Unterrichtsmittels und die schriftliche Ausarbeitung kann bei Bewerbern mit Meisterprüfung verzichtet werden, wenn nach bestandener Meisterprüfung im Rahmen einer anderen Lehramtsprüfung bereits ein Unterrichtsmittel erstellt worden ist, das den Anforderungen entspricht. Die Entscheidung trifft der Minister für Bildung, Kultur und Wissenschaft.
Für Anwärter der Fachrichtung „Wirtschaft und Verwaltung“ tritt an die Stelle des Unterrichtsmittels eine schriftliche didaktisch-methodische Arbeit, die auf die Unterrichtspraxis bezogen ist.
(2) Die Wahl des Unterrichtsmittels bzw. des Themas der Arbeit trifft der Anwärter mit Zustimmung des zuständigen Fachleiters und Fachbetreuers.
(3) Die Genehmigung des Unterrichtsmittels bzw. der Arbeit hat spätestens acht Monate vor Ende der Ausbildung zu erfolgen.
(4) Das Unterrichtsmittel bzw. die Arbeit ist spätestens drei Monate vor dem Ende der Ausbildung fertig zu stellen. Die Ausarbeitung gemäß Absatz 1 bzw. die Arbeit ist in vierfacher Ausfertigung dem Leiter des zuständigen Landesseminars abzugeben. In besonderen Fällen kann der Leiter des Landesseminars eine Fristverlängerung von 4 Wochen gewähren.
(5) Das Unterrichtsmittel mit der Ausarbeitung gemäß Absatz 1 bzw. die Arbeit wird von dem zuständigen Fachleiter und dem Fachbetreuer oder von einem anderen fachkundigen Lehrer, den der Leiter des zuständigen Landesseminars bestimmt, begutachtet und mit Leistungsnoten gemäß § 24 bewertet. Beide Leistungsnoten werden zu einer Note gemäß § 24 zusammengefasst. Weichen die Leistungsnoten der beiden Begutachter voneinander ab, so bestimmt der Leiter des zuständigen Landesseminars die endgültige Note nach eigener Begutachtung. Wird die Note „ausreichend“ nicht erreicht, kann der Minister für Bildung, Kultur und Wissenschaft eine einmalige Anfertigung eines neuen Unterrichtsmittels bzw. einer neuen schriftlichen Arbeit bei entsprechender Verlängerung des Vorbereitungsdienstes gestatten.
Nach erfolgreichem Vorbereitungsdienst ist die Laufbahnprüfung abzulegen. Den Zeitpunkt der Prüfung bestimmt der Minister für Bildung, Kultur und Wissenschaft auf Vorschlag des Leiters des zuständigen Landesseminars.
Durch die Prüfung soll festgestellt werden, ob der Anwärter das Ziel der Ausbildung erreicht hat und ihm die Befähigung für die Laufbahn des Technischen Lehrers (Lehrer für Fachpraxis) im beruflichen Schulwesen des Saarlandes zuerkannt werden kann.
(1) Für die Abnahme der unterrichtspraktischen und der mündlichen Prüfung wird vom Minister für Bildung, Kultur und Wissenschaft jeweils ein Prüfungsausschuss gebildet.
der Leiter des zuständigen Landesseminars,
der Leiter der letzten Ausbildungsschule des Anwärters,
der zuständige Fachleiter,
der zuständige Fachbetreuer.
(3) Alle Mitglieder des Prüfungsausschusses haben gleiches Stimmrecht.
(1) Der Anwärter hat die Meldung zur Prüfung spätestens zwei Monate vor Beendigung seiner Ausbildung über den Leiter des zuständigen Landesseminars beim Minister für Bildung, Kultur und Wissenschaft einzureichen. Der Meldung ist vom Anwärter der Tätigkeitsbericht gemäß § 13 beizufügen.
(2) Der Leiter des zuständigen Landesseminars fügt der Meldung die Bewährungsberichte gemäß § 9 und den weiteren Tätigkeitsbericht des Anwärters bei.
(1) Über die Zulassung zur Prüfung entscheidet der Minister für Bildung, Kultur und Wissenschaft. Die Entscheidung wird dem Anwärter durch den Leiter des zuständigen Landesseminars mitgeteilt.
wenn das Unterrichtsmittel mit Ausarbeitung bzw. die schriftliche Arbeit nicht rechtzeitig abgegeben wurde oder
die Leistungsnote für das Unterrichtsmittel mit Ausarbeitung bzw. die schriftliche Arbeit nicht mindestens „ausreichend“ beträgt oder
der Durchschnitt der Leistungsnoten gemäß § 9 Abs. 1 und 2 und § 14 Abs. 5 nicht mindestens „ausreichend“ beträgt.
(3) In den Fällen gemäß Absatz 2 gilt das Ziel der Ausbildung als nicht erreicht. Der Minister für Bildung, Kultur und Wissenschaft entscheidet, ob der Anwärter für das angestrebte Lehramt ungeeignet erscheint oder ob § 14 Abs. 5 Anwendung findet.
Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen, einem unterrichtspraktischen und einem mündlichen Teil.
(1) Die schriftliche Prüfung besteht aus drei Klausuren, deren Themen den Bereichen gemäß § 10 Nr. 1 bis 3 entnommen sind. Die Erstellung der Aufgabenvorschläge und die Beurteilung der Klausurarbeiten erfolgen durch die zuständigen Fachleiter. Der Leiter des Landesseminars wählt aus den Aufgabenvorschlägen für jede Klausur mindestens zwei Themen aus, von denen der Prüfling eines zu bearbeiten hat.
(2) Für Themen aus dem Bereich gemäß § 10 Nr. 1 ist eine Bearbeitungszeit von 3 Zeitstunden, für Themen aus den Bereichen gemäß § 10 Nr. 2 und 3 eine Bearbeitungszeit von je zwei Zeitstunden vorzusehen.
(3) Die Leistungsnoten der drei Klausuren werden durch Ermittlung des Durchschnitts zu einer Endnote der schriftlichen Prüfung gemäß § 24 zusammengefasst.
(1) Der Anwärter hat vor der mündlichen Prüfung zwei Lehrproben zu halten, und zwar eine als Demonstration, die andere als fachpraktische Unterweisung.
(2) Die Themen der Lehrproben stellen die zuständigen Fachleiter auf Vorschlag des Fachbetreuers des Anwärters im Einvernehmen mit dem Leiter des zuständigen Landesseminars. Die Themen werden dem Anwärter durch den Leiter des Landesseminars schriftlich mitgeteilt. Dem Anwärter stehen sechs Werktage für die Bearbeitung zur Verfügung. Während dieser Zeit ist er von der Pflicht zur Teilnahme an Ausbildungsveranstaltungen befreit.
(3) Am Tag vor der Prüfung hat der Anwärter dem Leiter des zuständigen Landesseminars die schriftlichen Entwürfe seiner Lehrproben (je 1 Exemplar für jedes Mitglied des Prüfungsausschusses) vorzulegen.
(4) Jede Lehrprobe ist in der Regel auf die Dauer einer Unterrichtsstunde abzustellen. Über die Durchführung und die Beurteilung der Lehrproben wird eine Niederschrift angefertigt.
(5) Der Prüfungsausschuss legt im Anschluss an jede Lehrprobe deren Benotung gemäß § 24 fest. Aus dem Durchschnitt der Bewertungen für die beiden Lehrproben setzt der Prüfungsausschuss eine Endnote gemäß § 24 fest. Wird die Endnote „ausreichend“ nicht erreicht, gilt die Prüfung als nicht bestanden.
(1) In der mündlichen Prüfung soll der Anwärter im Rahmen eines Prüfungsgesprächs nachweisen, dass er die im Rahmen der theoretischen Ausbildung erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten au seine unterrichtspraktische Arbeit anwenden kann. Die Prüfungsfragen können sich auf alle im Rahmen der Ausbildung wichtigen Bereiche erstrecken.
(2) Die mündliche Prüfung soll die Dauer von 30 Minuten nicht überschreiten.
(3) Die Leistungen in der mündlichen Prüfung werden mit einer Endnote gemäß § 24 bewertet.
(4) Über den Verlauf und die Beurteilung der mündlichen Prüfung ist eine Niederschrift anzufertigen.
Die Leistungen des Anwärters werden wie folgt bewertet:
= eine den Anforderungen in besonderem Maße entsprechende Leistung;
10 bis12 Punkte = gut (2)
= eine den Anforderungen voll entsprechende Leistung;
7 bis 9 Punkte = befriedigend (3)
= eine den Anforderungen im Allgemeinen entsprechende Leistung;
= eine den Anforderungen nicht entsprechende Leistung, die jedoch erkennen lässt, dass die notwendigen Grundkenntnisse vorhanden sind und die Mängel in absehbarer Zeit behoben werden könnten;
= eine den Anforderungen nicht entsprechende Leistung, bei der selbst die Grundkenntnisse so lückenhaft sind, dass die Mängel in absehbarer Zeit nicht behoben werden könnten.
(1) Der Prüfungsausschuss stellt im Anschluss an die mündliche Prüfung das Gesamtergebnis der Prüfung fest.
(2) Die Ermittlung des Gesamtergebnisses erfolgt durch Errechnung der Durchschnittsnote bis auf zwei Dezimalstellen aus den Endnoten nach § 21 Abs. 3 und § 22 Abs. 5 sowie nach § 23 Abs. 3 .
Das Gesamtergebnis lautet:
12,50 bis 15 Punkte,
9,50 bis 12,49 Punkte,
6,50 bis 9,49 Punkte,
3,50 bis 6,49 Punkte,
0,50 bis 3,49 Punkte,
0 bis 0,49 Punkte,
Erkrankung, Säumnis, ordnungswidriges Verhalten
(1) Ist ein Anwärter aus einem von ihm nicht zu vertretenden Grund verhindert, Prüfungsleistungen zu erbringen, so hat er dies unverzüglich nachzuweisen. Die Prüfung bzw. der Prüfungsteil findet dann an einem von dem Vorsitzenden des Prüfungsamtes zu bestimmenden späteren Termin statt.
(2) Bricht ein Anwärter aus den in Absatz 1 genannten Gründen einen Prüfungsteil ab, so wird die Prüfung an einem vom Minister für Bildung, Kultur und Wissenschaft zu bestimmenden Termin fortgesetzt.
(3) Versäumt ein Anwärter einen Prüfungstermin ohne ausreichende Entschuldigung oder tritt er ohne Erlaubnis zurück, so gilt die Prüfung als nicht bestanden. Ob eine Entschuldigung als ausreichend anzusehen ist, entscheidet der Minister für Bildung, Kultur und Wissenschaft.
(4) Über die Folgen einer Täuschung, eines Täuschungsversuchs oder eines sonstigen ordnungswidrigen Verhaltens entscheidet der Vorsitzende des Prüfungsausschusses. Er kann die Wiederholung einzelner oder mehrerer Prüfungsleistungen anordnen. In schweren Fällen kann er die Prüfung für nicht bestanden erklären.
(5) Wird eine schwerwiegende Täuschungshandlung oder ein sonstiges ordnungswidriges Verhalten erst nach der Prüfung bekannt, so kann der Vorsitzende des Prüfungsausschusses die Prüfung für ungültig erklären. Die Prüfung gilt in diesem Fall als nicht bestanden. Die Entscheidung kann noch binnen fünf Jahren nach Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses, längstens jedoch bis zur Ernennung zum planmäßigen Beamten getroffen werden. In diesem Fall ist das Prüfungsergebnis entsprechend abzuändern und das Prüfungszeugnis zu berichtigen oder einzuziehen.
(1) Hat der Anwärter die Prüfung nicht bestanden, so entscheidet der Minister für Bildung, Kultur und Wissenschaft, wann sie frühestens wiederholt werden kann, ob das Unterrichtsmittel bzw. die schriftliche Arbeit für die Wiederholungsprüfung angerechnet wird oder ob der Anwärter für das angestrebte Lehramt ungeeignet erscheint.
(2) Die Prüfung kann nur einmal wiederholt werden.
(1) Ein Kandidat, der die Prüfung bestanden hat, erhält ein Zeugnis nach dem Muster der Anlage 1 [6] .
(2) Über die nicht bestandene Prüfung wird eine Bescheinigung nach dem Muster der Anlage 2 [6] ausgestellt.
Vom Abdruck der Anlage wurde abgesehen.
(1) Das Beamtenverhältnis des Anwärters, der die Prüfung bestanden hat, endet mit der Ablegung der Prüfung.
(2) Wer die Prüfung bestanden hat, kann als Technischer Lehrer z.A. in das Beamtenverhältnis auf Probe übernommen werden, wenn die sonstigen beamtenrechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind.
(3) Das Beamtenverhältnis des Anwärters endet auch, wenn er die Prüfung endgültig nicht bestanden hat.
(Lehramt für Kurzschrift und Maschinenschreiben)
Technische Lehrer, die ihre Laufbahnbefähigung nach der Ausbildungs- und Prüfungsordnung für das Technische Lehramt (Lehramt der Fächer Kurzschrift und Maschinenschreiben) vom 13. Mai 1964 (Amtsbl. S. 438) erworben haben oder im Beamtenverhältnis als Technische Lehrer oder Technische Oberlehrer zu einem Dienstherrn im Geltungsbereich des Saarländischen Beamtengesetzes stehen, besitzen auch die Laufbahnbefähigung nach Maßgabe dieser Verordnung.
(2) Zum gleichen Zeitpunkt treten außer Kraft:
die Ausbildungs- und Prüfungsordnung für das Technische Lehramt (Lehramt der Fächer Kurzschrift und Maschinenschreiben) vom 13. Mai 1964 (Amtsbl. S. 438);
die Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die Laufbahn des Werkstattlehrers an gewerblichen, hauswirtschaftlichen und bergmännischen Berufs-, Berufsfach- und Fachschulen im Saarland vom 21. Dezember 1964 (Amtsbl. 1965 S. 16) in der Fassung der Änderungsverordnung vom 19. Januar 1970 (Amtsbl. S. 342);
die Ausbildungs- und Prüfungsordnung für die Laufbahn des Fachlehrers an gewerblichen, hauswirtschaftlichen und bergmännischen Berufs-, Berufsfach- und Fachschulen im Saarland vom 21. Dezember 1964 (Amtsbl. 1965 S. 13),
Der Minister für Bildung, Kultur und Wissenschaft

References: § 19
 § 14
 § 20
 § 1
 § 1
 § 3
 § 1
 § 1
 § 11
 § 6
 § 24
 § 24
 § 1
 § 24
 § 24
 § 13
 § 9
 § 9
 § 14
 § 14
 § 10
 § 10
 § 10
 § 24
 § 24
 § 24
 § 24
 § 21
 § 22
 § 23