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Timestamp: 2019-03-26 21:38:53+00:00

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Rechtsprechung: VersR 1990, 280 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG Köln, 03.02.1989
Amtshaftung wegen unberechtigter Verfügung durch einen aus dem Amt geschiedenen Notar - Statthaftigkeit einer Beschwerde zum Bundesgerichtshof nach dem Gesetz über die Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FGG) - Anwendbarkeit der Bestimmungen der Zivilprozeßordnung im Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit - Beschwerde zum Bundesgerichtshof in Zusammenhang mit dem Grundgesetz - Stellung eines Notars als Träger eines öffentlichen Amtes nach Ausscheiden aus dem Amt - Anweisung an einen Notar zu einer Verfügung über ein Anderkonto
Anweisung - Notar - Beschwerde - Beschwer
NJW 1990, 1794
MDR 1990, 541
DNotZ 1991, 683
VersR 1990, 280
WM 1990, 782
Die Bestimmungen der Zivilprozeßordnung sind jedoch im Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit - soweit eine entsprechende Anwendung nicht ohnehin ausdrücklich vorgesehen ist - dann entsprechend heranzuziehen, wenn eine Regelungslücke besteht, die eine Anwendung von Normen der Zivilprozeßordnung ungeachtet der Besonderheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit gebietet (vgl. BGH, Beschl. v. 14. Dezember 1989, IX ZB 40/89, NJW 1990, 1794, 1795).
Die Bindungswirkung des von einem Rechtsweg in den anderen verweisenden Beschlusses beschränkt sich allerdings auf die Rechtswegfrage (vgl. § 17 a Abs. 2 S. 3 GVG n.F.; allgemein BGH Urteil vom 9. Januar 1967 - VII ZR 129/64 - NJW 1967, 781; Beschluß vom 14. Dezember 1989 - IX ZB 40/89 - BGHR GVG § 17 Bindungswirkung 1; BVerfGE 27, 170, 174 ff.).
Eine solche Regelungslücke kann im FGG-Verfahren durch Heranziehen von Bestimmungen der ZPO geschlossen werden, wenn deren Anwendung ungeachtet der Besonderheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit geboten ist (BGH Beschluss vom 14. Dezember 1989 - IX ZB 40/89 - NJW 1990, 1794, 1795 m.w.N.;… Keidel/Kuntze/Meyer-Holtz aaO Vorb. §§ 8-18 Rdn. 3).
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes sind die Voraussetzungen der greifbaren Gesetzwidrigkeit nur dann gegeben, wenn die angefochtene Entscheidung mit der geltenden Rechtsordnung schlechthin unvereinbar ist, weil sie jeder gesetzlichen Grundlage entbehrt und inhaltlich dem Gesetz fremd ist (BGHZ 28, 349, 350; BGH, Beschluß vom 14. November 1991 - I ZB 15/91 = NJW 1992, 983, 984; vom 14, Dezember 1989 - IX ZB 40/89 = NJW 1990, 1794, 1795; vom 12. Oktober 1989 - VII ZB 4/89 = BGHZ 109, 41, 43 f [BGH 10.10.1989 - VII ZB 4/89]; vom 10. Mai 1989 - IVa ZB 27/88 = NJW 1989, 2625, jeweils m.w.N.).
Bestimmungen der Zivilprozessordnung sind im Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit - soweit eine entsprechende Anwendung nicht ausdrücklich vorgesehen ist - nur dann entsprechend heranzuziehen, wenn eine Regelungslücke besteht, die eine Anwendung von Normen der Zivilprozessordnung ungeachtet der Besonderheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit gebietet (BGH Beschluss vom 14. Dezember 1989 - IX ZB 40/89 - NJW 1990, 1794, 1795).
Es enthält - sieht man von der Anschlussbeschwerde ab - eine abschließende Regelung (BGH Beschluss vom 14. Dezember 1989 - IX ZB 40/89 - NJW 1990, 1794, 1795); eine Rechtsbeschwerde zum Bundesgerichtshof ist ihm fremd (vgl. aber § 73 FamFG-E).
Allerdings ist in der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs anerkannt, daß ausnahmsweise - entgegen dem Gesetzeswortlaut - eine Beschwerde gegen eine oberlandesgerichtliche Entscheidung in Betracht kommen kann, wenn die angefochtene Entscheidung jeder gesetzlichen Grundlage entbehrt und inhaltlich dem Gesetz fremd bzw. mit der Rechtsordnung schlechthin unvereinbar ist (vgl. etwa BGHZ 28, 349, 350; BGH, Beschl. v. 1.10.1985 - VI ZB 13/85, NJW-RR 1986, 738;… BGH, Urt. v. 24.6.1987 - IVb ZR 5/86, NJW 1988, 49, 51; BGH, Beschl. v. 12.10.1989 - VII ZB 4/89, NJW 1990, 840, 841; BGH, Beschl. v. 14.12.1989 - IX ZB 40/89, NJW 1990, 1794, 1795 m.w.N.; BGH, Beschl. v. 22.3.1990 - I ZB 14/89, NJW-RR 1990, 893;… kritisch zu dieser Rechtsprechung Zöller/ Schneider, ZPO, 17. Aufl., § 567 Rdn. 41; Büttner, FamRZ 1989, 129 ff.).
Jedoch sind die Bestimmungen der Zivilprozessordnung im Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit - soweit ihre Anwendung nicht ausdrücklich vorgesehen ist - entsprechend heranzuziehen, wenn eine Regelungslücke besteht, die eine Anwendung dieser Normen ungeachtet der Besonderheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit zur sachgerechten Verfahrensgestaltung gebietet (BGH Beschluss vom 14. Dezember 1989 ­ IX ZB 40/89 ­ NJW 1990, 1794, 1795; OLG Hamm FamRZ 1991, 844 f.;… Keidel/Meyer-Holz FGG 15. Aufl. Vorb. §§ 8-18 Rdn. 3 ff.).
Ein nach der Zivilprozeßordnung unstatthaftes Rechtsmittel wird nicht dadurch statthaft, daß es auf einen Verfassungsverstoß, also z. B. die Behauptung der Verletzung des rechtlichen Gehörs gestützt wird (im Anschluß an BGH Beschluß vom 14. Dezember 1989 - IX ZB 40/89 -).
Eine außerordentliche sofortige Beschwerde wegen greifbarer Gesetzwidrigkeit der angefochtenen Entscheidung bleibt auf wirkliche Ausnahmefälle krassen Unrechts beschränkt (BGH Beschluß vom 14. Dezember 1989 - IX ZB 40/89 - NJW 1990, 1794, 1795).
Ein nach der Zivilprozeßordnung unstatthaftes Rechtsmittel wird nicht dadurch statthaft, daß es auf einen Verfassungsverstoß, also z.B. die Behauptung der Verletzung des rechtlichen Gehörs gestützt wird (BGH Beschluß vom 14. Dezember 1989 - IX ZB 40/89 - NJW 1990, 1794, 1795, m.w.N.).
BGH, 10.06.1998 - V ZB 12/98
Statthaftigkeit einer weiteren Beschwerde gegen die Aufhebung einer …
BAG, 27.07.1998 - 9 AZB 5/98
BFH, 08.02.1999 - VII B 202/98
BGH, 16.09.1994 - III ZB 37/94
Rechtsmittel gegen Entscheidungen eines Oberlandesgerichts in Angelegenheiten der …
OLG Koblenz, 07.01.2002 - 13 UF 563/01
Zur Voraussetzung der groben Gesetzeswidrigkeit für die Statthaftigkeit der …
LAG Hessen, 05.08.2002 - 16 Ta 339/02
Einstellung der Zwangsvollstreckung; Prozessvergleich
OLG Karlsruhe, 18.08.2000 - 2 WF 108/00
Beweisbeschluß - Beschwerdemöglichkeit gegen Nichtausführung eines …
OLG Frankfurt, 23.04.1998 - 20 W 139/95
Zurückbehaltungsrecht wegen Gebührenansprüchen
LAG Köln, 12.03.2002 - 5 (6) Ta 46/02
Ablehnung; Befangenheit, außerordentliche Beschwerde
LAG Hessen, 04.03.2002 - 16 Ta 58/02
BGH, 16.11.1998 - II ZB 20/98
Zulässigkeit der isolierten Anfechtung der Kostenentscheidung; Anfechtung des vom …
BayObLG, 25.07.1995 - 1Z BR 168/94
LAG Hessen, 05.08.2002 - 16 Ta 399/02
Erhebung einer Vollstreckungsgegenklage; Anfechtung eines Prozeßvergleiches; …
BGH, 07.04.1993 - XII ZA 2/93
LAG Köln, 12.03.2002 - 5 Ta 45/02
LAG Nürnberg, 18.08.1993 - 7 Ta 136/92
Bewilligung von Prozesskostenhilfe rückbezogen auf Zeitpunkt der Antragstellung ; …
BGH, 27.11.1990 - XI ZB 9/90
Beschwerde wegen Verweigerung von Prozeßkostenhilfe - Handhabung bei "greifbarer …
OVG Schleswig-Holstein, 25.11.1996 - 5 O 66/96
BGH, 30.10.1990 - IX ZR 223/90
OLG Köln, 03.02.1989 - 19 U 169/88
OLG Karlsruhe, 14.10.1988 - 10 U 54/88
Anspruch eines Taxiunternehmers auf Erstattung aufgewendeter, die Höhe des …
Wie das OLG Karlsruhe gehen auch die nachfolgend genannten Gerichte von den Grundsätzen aus, die der BGH im Urteil vom 4.12.1984 - vorstehend ES Kfz-Schaden D-1/32 - für einschlägige Fälle der Anmietung zur gewerblichen Nutzung (Hauptanwendungsfall Taxi) ausführlich dargelegt hat, allerdings mit teilweise unterschiedlichem Ergebnis: OLG Köln (Urteil - 19 U 169/88 - 3.2.1989, in VersR 1990, 280 ): Bezug auf BGH ohne nähere Ausführungen zum Streitfall; OLG Nürnberg (Urteil - 2 U 2815/89 - 21.12.1989, in DRsp I (123) 342 a = NJW-RR 1990, 984 ): trotz fast dreifacher Höhe der Mietwagenkosten gegenüber dem berechneten Gewinn (15.600 DM zu 5.400 DM / 4wöchige Mietzeit) wirtschaftlich vertretbarer Aufwand, allerdings bei diesem Verhältnis zwischen Kosten und Gewinnentgang nur aufgrund besonderer Fall-Umstände (Unternehmen mit nur 2 Fahrzeugen, Stammkunden-Bedienung); LG Frankfurt/M. (Urteil - 2/24 S 39/88 - 9.5.1988, in DRsp I (123) 330 b = DAR 1988, 425 = NJW-RR 1988, 1303 ): Fixierung einer »an den Grundsätzen der Rechtsprechung des BGH orientierten ... Grenze wirtschaftlicher Vertretbarkeit«, und zwar mit Überschreitung des hypothetischen Gewinns um 100 %; LG Hamburg (Urteil - 73 S 9/88 - 1.12.1988, in VersR 1989, 926): mangels besonderer Umstände Überschreitung der Unverhältnismäßigkeitsgrenze im Falle eines Ein-Taxi-Unternehmens, bei dem die Mietwagenkosten den Einnahmeausfall um den Faktor 2, 35 überstiegen.

References: § 17
 BGH 
 § 17
 § 73
 § 567
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 BGH