Source: http://www.bauleiterschulung.de/seminare/vobb-grundlagenseminare/2-modul-baurecht-intensiv/
Timestamp: 2017-09-19 20:31:04+00:00

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2. Modul Baurecht intensiv - VOB/B-Grundlagenseminare - Seminare - bauleiterschulung.de
2. Modul: Vergütung, Nachträge, Preisanpassung und Stundenlohnarbeiten
Unvollständige oder widersprüchliche Ausschreibungen führen regelmäßig zu Streit über Nachtragsansprüche und deren Höhe. Die Verantwortlichen auf beiden Seiten müssen deshalb die Vergütungs- und Preisanpassungsvorschriften der VOB/B und deren Berechnungssystematik kennen.
Im ersten Teil des Seminars werden die Stationen eines technischen Nachtrags behandelt und dargestellt, welche Dokumentationsanforderungen in welcher Reihenfolge beachtet werden müssen, um irreparable Fehler zu vermeiden. Dabei werden die Voraussetzungen der Nachtragsvorschriften der VOB/B erläutert und auf mögliche Änderungen durch den Bauvertrag eingegangen. Danach werden die Vertragstypen (EP-Vertrag, Detail-Pauschal-, und Global-Pauschalvertrag) besprochen und die daraus folgenden Risikozuweisungen behandelt. Im Anschluss wird anhand konkreter Beispiele aus der Rechtsprechung dargelegt, nach welchen Grundsätzen ein Bauvertrag ausgelegt werden muss, wenn Bausollbestimmungen unklar oder widersprüchlich sind. Neben den Nachtragsbestimmungen werden auch die Preisanpassungsvorschriften bei Mengenabweichungen im Einheits- bzw. Detail-Pauschalvertrag nach § 2 Abs. 3 und Abs. 7 VOB/B erörtert.
Der baubetriebliche Teil des Seminars behandelt Fragen der Anspruchsberechnung. Oftmals ist den Vertragspartnern nicht hinreichend bekannt, dass es dabei nicht auf eine “ortsübliche” Vergütung ankommt, sondern die Ansprüche vorkalkulatorisch ermittelt werden müssen. Deshalb kommt der Auftragskalkulation, die analog fortzuschreiben ist, entscheidende Bedeutung zu. Anhand konkreter Beispiele aus der Praxis wird erläutert, welche Voraussetzungen eine plausible Nachtragskalkulation erfüllen muss.
Am Ende des Seminars werden die Voraussetzungen für die Abrechnung von Stundenlohnarbeiten behandelt. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der beweiskräftigen Stundenlohnvereinbarung. Denn häufig werden Arbeiten lediglich “auf Zuruf” durchgeführt, ohne dass eine Vollmacht des Anordnenden besteht. Zentral sind ferner der Inhalt der Rapportzettel und die Prüfungspflichten des Auftraggebers.
Stationen eines technischen Nachtrags/Erkennen der Fallstricke und organisatorische Vorsorge/Dokumentation
Rechtzeitiges Erkennen der Bausollabweichung
Wirksame Anordnung des Auftraggebers und deren Dokumentation
Anordnungen durch Ingenieure/fortgeschriebene Pläne als Anordnung
Umgang mit Anordnungen “dem Grunde nach”
Anzeige der geänderten oder zusätzlichen Leistung/Nachtragsangebote
Schnellstmögliche Abrechnung der Nachtragsleistung wegen des Leistungsverweigerungsrechts nach § 16 Abs. 5 Nr. 4 VOB/B
Die Leistungsbestimmungsrechte des Auftraggebers
Bauinhalts- und Bauumstandsänderungen (§ 1 Abs. 3 VOB/B)
Forderung nach Ausführung zusätzlicher Leistungen (§ 1 Abs. 4) VOB/B/ Abgrenzung zu anderen Leistungen nach § 1 Abs. 4 Satz 2 VOB/B
Vertragstypen und Risikozuweisungen
Grundsätzliche Strukturen des Einheispreisvertrags, Detail-Pauschalvertrags und des Global-Pauschalvertrags mit (teil-)funktionaler Ausschreibung
Wer trägt das Mengenrisiko und das Änderungs- oder Vollständigkeitsrisiko bei den unterschiedlichen Vertragstypen?
Die Prüfungs- und Bedenkenhinweispflichten des Auftragnehmers in der Angebotsphase
Die zentrale Bedeutung der Auslegung des Bauvertrags
Wirksamkeit und Bedeutung von Rangfolgeregelungen im Vertrag
Auslegung des Bauvertrags als sinnvolles Ganzes
Auslegungsgrundsätze bei Widersprüchen zwischen Text und Planung oder den Vorbemerkungen zum LV und dem konkreten Positionstext.
Die Bedeutung der VOB/C
Die Berechnung von Nachtragansprüchen der Höhe nach
Grundsatz: analoge Fortschreibung der Auftragskalkulation
Voraussetzungen einer prüfbaren Nachtragsberechnung anhand von Beispielen/Probleme beim Nachunternehmereinsatz
Nachträge und Bauzeit/Baustellengemeinkosten
Leistungen ohne Anordnung oder unter eigenmächtiger Abweichung vom Auftrag nach § 2 Abs. 8 VOB/B
Grundsatz: keine Vergütung (§ 2 Abs. 8 Nr. 1 VOB/B)
Ausnahmsweise: Vergütungsansprüche nach § 2 Abs. 8 Nr. 2 Satz 2 oder Nr. 3 VOB/B
Die Preisanpassungsvorschriften der VOB/B beim Einheitspreisvertrag
Anpassung der Einheitspreise nach § 2 Abs. 3 VOB/B bei Mengenabweichungen von mehr als 10 % ohne Anordnung
Umgang mit sogenannten „Null-Positionen“
Preisanpassung beim (Detail-)Pauschalvertrag nach § 2 Abs. 7 Nr. 1 Satz 2 VOB/B
Stundenlohnarbeiten (§ 2 Abs. 10 i. V. m. § 15 VOB/B)
Prüfungspflichten des Auftraggebers binnen 6 Werktagen
Seminar bei Ihnen (Inhouse): Termingestaltung nach Ihren Wünschen
Handbuch "VOB für Bauleiter", Schemata und Übersichten, Musterverträge zur Beauftragung von Nachunternehmern

References: § 2
 § 16
 § 1
 § 2
 § 2
 § 2
 § 2
 § 15