Source: https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Bundesnormen/NOR40039403/NOR40039403.html
Timestamp: 2019-10-17 07:07:22+00:00

Document:
Die Teil 2-Liste umfasst Altstoffe und auch neue Stoffe, die in Anwendung des § 3 Abs. 4 der Giftliste-Meldeverordnung, BGBl. II Nr. 129/1999, oder des § 3 Abs. 1 der ChemG-Meldeverordnung 1991, BGBl. Nr. 309/1991, als “Laborchemikalien” gemeldet wurden. Diese Stoffe wurden auf Grund von Vorschlägen der Meldepflichtigen in Anlehnung an die Einstufungskriterien des Anhangs VI der Richtlinie 67/548/EWG - aber ohne toxikologische Prüfnachweise - als sehr giftig oder giftig eingestuft.
Die Einstufung von Stoffen im Sinne des § 2 Abs. 1 letzter Satz ChemG 1996 findet sich in der Giftliste unter den Bezeichnungen “Reaktionsgemisch bestehend aus ... und ...” bzw. “Reaktionsprodukt bestehend aus ... und ...”. Unter den chemischen Bezeichnungen der Bestandteile derartiger Stoffe sind lediglich Hinweise auf die Eintragung “Reaktionsgemisch ...” angegeben.
Ist in den Listen neben der Angabe eines Stoffes ein Zusatz angefügt, wie “Verbindungen des ...” oder “Salze der ...”, oder “... und ihrer Ester und Salze”, so hat der für die Kennzeichnung dieses Stoffes Verantwortliche in der Kennzeichnung die entsprechende korrekte chemische Bezeichnung anzugeben.
Bei organischen Kohlenstoffverbindungen können einige Stoffe entweder in einer genau definierten isomeren Form oder als Gemisch mehrerer Isomeren in Verkehr gesetzt werden. Wird in der Liste eine allgemeine Bezeichnung, wie zB “Xylol”, verwendet, so hat der für die Kennzeichnung Verantwortliche auf dem Kennzeichnungsschild anzugeben, um welches der Isomeren es sich handelt (a) oder ob ein Isomeren-Gemisch (b) vorliegt.
Bei der Einstufung einiger Stoffe wird in der Liste zwischen atembarer Form (Hinweis “in atembarer Form”) und nicht atembarer Form (Hinweis “in nicht atembarer Form”) unterschieden. In der Kennzeichnung auf der Verpackung ist der Hinweis “in atembarer Form” erforderlich,
Der Hinweis “Ann. I” (und die Angabe einer Index-Nummer in der Spalte 3) bedeutet, dass der Stoff zusätzlich den gefährlichen Eigenschaften “sehr giftig” oder “giftig” noch weitere gefährliche Eigenschaften gemäß § 3 Abs. 1 ChemG 1996 aufweist und im Anhang I der Richtlinie des Rates 67/548/EWG einschließlich dieser Eigenschaften enthalten ist.
Die gemäß § 36 Abs. 2 letzter Satz ChemG erforderliche besondere Kenntlichmachung neuer sehr giftiger oder giftiger Stoffe erfolgt durch den Hinweis “N”.
Stoffe, die seit der letzten Novellierung der Giftliste-Verordnung (BGBl. II Nr. 317/1998) neu
Die EG-Nummer kann entweder eine EINECS-Nummer (angeführt im “Europäischen Verzeichnis der auf dem Markt vorhandenen chemischen Stoffe”, siebenstellig, beginnend bei 2000018) oder eine ELINCS-Nummer sein (angeführt in der “Europäischen Liste der angemeldeten Stoffe”, siebenstellig, beginnend bei 4000109).
Für Stoffe, die in Spalte 1 einen Zusatz wie zB “Verbindungen des ...” oder “Salze der ...” oder “... und ihrer Salze und Ester” aufweisen (Sammeleintragungen), kann grundsätzlich keine CAS-Nummer angegeben werden. Diese Stoffe werden in einem eigenen Verzeichnis von Sammeleintragungen und Stoffen im Sinne des § 2 Abs. 1 letzter Satz ChemG 1996 zusammengefasst.
Bei Stoffen, die zusätzlich zur gefährlichen Eigenschaft “krebserzeugend” (Kategorie 1) oder “erbgutverändernd” (Kategorie 1) auch die gefährliche Eigenschaft “sehr giftig”, “giftig” oder “gesundheitsschädlich (mindergiftig)” aufweisen, muss in der Kennzeichnung vor den
und ebenso vor allen Kombinationen dieser R-Sätze das Wort “auch” stehen.
Es werden grundsätzlich nur die Konzentrationsgrenzwerte für die Einstufung und Kennzeichnung einer Zubereitung als “gesundheitsschädlich (mindergiftig)” bzw. als “giftig” angegeben.
Eine Zubereitung, die einen sehr giftigen Stoff als Bestandteil enthält, ist als “sehr giftig” einzustufen, wenn der obere Konzentrationsgrenzwert für seine Einstufung als “giftig” überschritten wird. Sofern für den Stoff kein oberer Konzentrationsgrenzwert angegeben ist, gilt der in Anhang I der Richtlinie 88/379/EWG diesbezüglich festgelegte Konzentrationsgrenzwert als oberer Konzentrationsgrenzwert.
Eine Eintragung in der Unterspalte “Grenzen in % Xn” in der Form
“> x-y” bedeutet x < c < y, wobei x für den unteren, y für den oberen Konzentrationsgrenzwert und c für die Konzentration des Stoffes in der Zubereitung steht.
Eintragung in der Unterspalte “Xn ≥ 0,1 - 0,2”
Eintragung in der Unterspalte “T ≥ 0,2”
“Trifluoressigsäure ...................... %”,
Mit “M” sind jene Stoffeintragungen (Schwermetallverbindungen) gekennzeichnet, die im Anhang I der Richtlinie des Rates 67/548 in der Fassung der Richtlinie der Kommission 94/69 (21. Anpassungsrichtlinie) mit der Anmerkung 1 versehen sind: “Die angegebenen Konzentrationen oder in Ermangelung einer Wertangabe, die in der Richtlinie 88/379/EWG festgelegten allgemeinen Konzentrationen sind als Gewichtsprozent des Metalls, bezogen auf das Gesamtgewicht der Zubereitung, zu verstehen.”

References: § 3
 § 3
 § 2
 § 3
 § 36
 § 2