Source: https://hambuch.info/satzung-der-ortsgemeinde-hambuch-2020/
Timestamp: 2020-07-05 04:52:46+00:00

Document:
Satzung der Ortsgemeinde Hambuch – Hambuch
Satzung der Ortsgemeinde Hambuch über die Erhebung von Erschließungsbeiträgen (Erschließungsbeitragssatzung)
Auf Grund von § 132 des Baugesetzbuchs (BauGB) und des § 24 der Gemeindeordnung (GemO) hat der Ortsgemeinderat Hambuch in der Sitzung am 02.06.2020 folgende Satzung beschlossen, die hiermit bekannt gemacht wird:
§ 1 – Erhebung von Erschließungsbeiträgen
§ 2 – Art und Umfang der Erschließungsanlagen
§ 3 – Ermittlung des beitragsfähigen Erschließungsaufwands
§ 4 – Anteil der Gemeinde am beitragsfähigen Erschließungsaufwand
§ 5 – Abrechnungsgebiet, Verteilung des umlagefähigen Erschließungsaufwands
§ 6 – Eckgrundstücksvergünstigung
§ 7 – Kostenspaltung
§ 8 – Merkmale der endgültigen Herstellung der Erschließungsanlagen
§ 9 – Vorausleistungen
§ 10 – Ablösung des Erschließungsbeitrages
Straßen, Wege und Plätze, die der Erschließung von Grundstücken dienen, ausgenommen solche in Kern-, Gewerbe- und Industriegebieten sowie in Sondergebieten mit der Nutzungsart Einkaufszentren, großflächige Handelsbetriebe, Messe-, Ausstellungs-, Kongress- und Hafengebiet, bei einer Bebaubarkeit der Grundstücke
mit einer Geschossflächenzahl bis 0,8 mit einer Breite bis zu 13 m, wenn sie beidseitig und mit einer Breite bis zu 10 m, wenn sie einseitig anbaubar sind,
mit einer Geschossflächenzahl bis 1,6 mit einer Breite bis zu 16 m, wenn sie beidseitig und mit einer Breite bis zu 12 m, wenn sie einseitig anbaubar sind,
mit einer Geschossflächenzahl mehr als 1,6 mit einer Breite bis zu 18 m, wenn sie beidseitig und mit einer Breite bis zu 14 m, wenn sie einseitig anbaubar sind,
Straßen, Wege und Plätze, die der Erschließung von Grundstücken dienen in Kern-, Gewerbe- und Industriegebieten sowie in Sondergebieten mit der Nutzungsart Einkaufszentren, großflächige Handelsbetriebe, Messe-, Ausstellungs-, Kongress- und Hafengebiet, mit einer Breite bis zu 18 m, wenn eine Bebauung oder gewerbliche Nutzung beidseitig zulässig ist, und mit einer Breite bis zu 13 m, wenn eine Bebauung oder gewerbliche Nutzung nur einseitig zulässig ist,
mit Kraftfahrzeugen nicht befahrbare Verkehrsanlagen (z.B. Fußwege, Wohnwege) mit einer Breite von 1 m bis zu einer Breite von 5 m,
Sammelstraßen mit einer Breite bis zu 20 m,
die Bestandteil der Verkehrsanlagen gemäß Nrn. 1, 2 und 4 sind, bis zu einer weiteren Breite von 6 m,
die nicht Bestandteil der Verkehrsanlagen gemäß Nrn. 1, 2 und 4, aber nach städtebaulichen Grundsätzen innerhalb der Baugebiete zu deren Erschließung notwendig sind (selbstständige Parkflächen), bis zu 15 % der Flächen der erschlossenen Grundstücke,
die Bestandteil der Verkehrsanlagen gemäß Nrn. 1 bis 4 sind, bis zu einer weiteren Breite von 6 m,
die nicht Bestandteil von Verkehrsanlagen, aber nach städtebaulichen Grundsätzen innerhalb der Baugebiete zu deren Erschließung notwendig sind (selbstständige Grünanlagen), bis zu 15 % der Flächen der erschlossenen Grundstücke.
(2) Endet eine Verkehrsanlage mit einem Wendeplatz, so vergrößern sich die in Abs. 1 Nrn. 1, 2 und 4 angegebenen Maße für den Bereich des Wendehammers um die Hälfte, mindestens aber um 8 m.
Die Ortsgemeinde trägt 10 v.H. des beitragsfähigen Erschließungsaufwands.
(1) Die von der Erschließungsanlage erschlossenen Grundstücke bilden das Abrechnungsgebiet. Wird ein Abschnitt einer Erschließungsanlage oder eine Erschließungseinheit abgerechnet, so bilden die von dem Abschnitt oder der Erschließungseinheit oder von dem Abschnitt der Erschließungseinheit erschlossenen Grundstücke das Abrechnungsgebiet.
(2) Der nach §§ 2 und 3 ermittelte und gemäß § 4 reduzierte beitragsfähige Erschließungsaufwand wird auf die erschlossenen Grundstücke (Abrechnungsgebiet) nach deren Flächen verteilt. Dabei wird die unterschiedliche Nutzung der erschlossenen Grundstücke nach Art und Maß berücksichtigt.
(3) Als Grundstücksfläche i.S. des Abs. 2 gilt bei baulich, gewerblich oder in vergleichbarer Weise nutzbaren Grundstücken innerhalb des Geltungsbereiches eines Bebauungsplanes die überplante Fläche. Ist das Grundstück nur teilweise überplant und ist der nicht überplante Grundstücksteil dem Innenbereich (§ 34 BauGB) zuzuordnen, so gilt die Fläche des Buchgrundstücks. Abs. 4 ist insoweit ggf. entsprechend anzuwenden.
(4) Als Grundstücksfläche i. S. des Abs. 2 gilt bei baulich, gewerblich oder in vergleichbarer Weise nutzbaren Grundstücken außerhalb des Geltungsbereiches eines Bebauungsplanes oder bei Grundstücken, für die ein Bebauungsplan eine bauliche, gewerbliche oder vergleichbare Nutzung nicht festsetzt,
soweit sie an die Erschließungsanlage angrenzen, die Fläche zwischen der gemeinsamen Grenze der Grundstücke mit der Erschließungsanlage und einer im Abstand von 30 m dazu verlaufenden Linie,
soweit sie nicht angrenzen, die Fläche zwischen der Grundstücksgrenze, die der Erschließungsanlage zugewandt ist, und einer im Abstand von 30 m dazu verlaufenden Linie.
Grundstücksteile, die lediglich eine wegmäßige Verbindung darstellen, bleiben bei der Bestimmung der Grundstückstiefe unberücksichtigt.
(5) Zur Berücksichtigung des unterschiedlichen Maßes der Nutzung dient die Geschossfläche als Maßstab.
(6) Für die Berechnung der Geschossfläche nach Abs. 5 gilt:
In beplanten Gebieten ist die zulässige Geschossfläche aus den Festsetzungen des Bebauungsplanes abzuleiten. Die Berechnung der Geschoßfläche erfolgt durch Vervielfachung der Grundstücksfläche (Abs. 3 oder 4) mit der festgesetzten Geschoßflächenzahl.
Ist statt einer Geschossflächenzahl nur eine Baumassenzahl festgesetzt, ist diese zur Ermittlung der Geschossflächenzahl durch 3,5 zu teilen. Ist keine Geschossflächenzahl und keine Baumassenzahl, aber eine Grundflächenzahl und die Höhe der baulichen Anlagen in Form von Trauf- oder Firsthöhe festgesetzt, gilt das Vielfache aus der Grundflächenzahl und dem Quotienten aus der Trauf- oder Firsthöhe und der Zahl 2,6. Sind beide Höhen festgesetzt, so gilt die höchstzulässige Traufhöhe. Soweit der Bebauungsplan keine Festsetzungen trifft, gilt als Traufhöhe der Schnittpunkt der Außenseite der Dachhaut mit der seitlichen Außenwand. Die Höhe ist in der Gebäudemitte zu messen. Bruchzahlen werden auf eine Stelle hinter dem Komma kaufmännisch auf- oder abgerundet.
Hat ein Bebauungsplan den Verfahrensstand des § 33 BauGB erreicht, gelten Nr. 1 und 2 entsprechend.
Für Grundstücke außerhalb des Geltungsbereiches eines Bebauungsplanes oder für Grundstücke, für die ein Bebauungsplan oder eine Satzung nach § 34 Abs. 4 BauGB nicht die nach Nr. 1 und 2 erforderlichen Festsetzungen enthält, ergibt sich die Geschossfläche wie folgt:
In den nachgenannten Baugebietstypen gelten für die Berechnung der Geschossfläche folgende Geschossflächenzahlen:
einem zulässigen Vollgeschoss die Geschoßflächenzahl — 0,5
zwei zulässigen Vollgeschossen die Geschoßflächenzahl — 0,8
drei zulässigen Vollgeschossen die Geschoßflächenzahl — 1,0
vier und fünf zulässigen Vollgeschossen die Geschoßflächenzahl — 1,1
sechs und mehr zulässigen Vollgeschossen die Geschoßflächenzahl — 1,2
einem zulässigen Vollgeschoss die Geschoßflächenzahl — 1,0
zwei zulässigen Vollgeschossen die Geschoßflächenzahl — 1,6
drei zulässigen Vollgeschossen die Geschoßflächenzahl — 2,0
vier und fünf zulässigen Vollgeschossen die Geschoßflächenzahl — 2,2
sechs und mehr zulässigen Vollgeschossen die Geschoßflächenzahl — 2,4
C) Industrie- und sonstige Sondergebiete die Geschoßflächenzahl — 2,4
D) Wochenendhaus- und Kleingartengebiete die Geschoßflächenzahl — 0,2
E) Kleinsiedlungsgebiete die Geschoßflächenzahl — 0,4
F) Campingplatzgebiete die Geschoßflächenzahl — 0,4
Baugebietstypen im Sinne dieser Regelung sind solche nach der Baunutzungsverordnung. Als zulässig im Sinne von A) und B) gilt die auf den Grundstücken in der näheren Umgebung überwiegend vorhandene Zahl der Vollgeschosse oder, soweit Bebauungsplanfestsetzungen für diese Grundstücke erfolgt sind, die dort festgesetzten Vollgeschosse. Vollgeschosse im Sinne dieser Regelung sind Vollgeschosse im Sinne der Landesbauordnung.
Kann eine Zuordnung zu einem der in Buchstaben A) bis F) genannten Baugebietstypen nicht vorgenommen werden (diffuse Nutzung), wird bei bebauten Grundstücken auf die vorhandene Geschossfläche, bei unbebauten aber bebaubaren Grundstücken auf das in der näheren Umgebung des Grundstücks überwiegend vorhandene Nutzungsmaß (Geschoßfläche) abgestellt.
Bei Grundstücken, auf denen keine Bebauung zulässig ist, die aber gewerblich oder in vergleichbarer Weise genutzt werden können, gilt 0,5 als Geschossflächenzahl.
Bei Grundstücken, auf denen nur Garagen oder Stellplätze zulässig oder vorhanden sind, gilt 0,5 als Geschossflächenzahl.
Bei Grundstücken, für die der Bebauungsplan Gemeinbedarfsflächen ohne Festsetzung einer Geschossflächenzahl oder anderer Werte, anhand derer die Geschossfläche nach den vorstehenden Regelungen festgestellt werden könnte, vorsieht, gilt 0,5 als Geschossflächenzahl.
Bei Grundstücken mit zulässigen oder vorhandenen Friedhöfen, Freibädern, Sport-, Fest- und Campingplätzen sowie sonstigen Anlagen, die nach ihrer Zweckbestimmung im Wesentlichen nur in einer Ebene genutzt werden können, gilt 0,5 als Geschossflächenzahl.
Die Berechnung der Geschoßfläche erfolgt durch Vervielfachung der Grundstücksfläche (Abs. 3 oder 4) mit der sich aus den vorstehenden Regelungen a) bis g) ergebenden Geschoßflächenzahl.
Ist die tatsächliche Geschossfläche größer als die nach den vorstehenden Regelungen des Abs. 6 berechnete, so ist diese zugrunde zu legen.
(7) Zur Berücksichtigung der unterschiedlichen Art der Nutzung wird die nach den vorstehenden Regelungen ermittelte und gewichtete Grundstücksfläche um 10 v. H. erhöht
bei Grundstücken in Kern-, Gewerbe- und Industriegebieten sowie Sondergebieten mit der Nutzungsart Einkaufszentren, großflächige Handelsbetriebe, Messe-, Ausstellungs-, Kongress- und Hafengebiet;
bei Grundstücken in anderen als der unter a) bezeichneten Gebiete, wenn sie überwiegend gewerblich, industriell oder in vergleichbarer Weise (z.B. Grundstücke mit Büro-, Verwaltungs-, Post-, Bahn-, Krankenhaus- oder Schulgebäuden) genutzt werden. Ob ein Grundstück, das sowohl gewerblichen als auch nicht gewerblichen (z.B. Wohnzwecken) Zwecken dient, „überwiegend“ im Sinne dieser Regelung genutzt wird, bestimmt sich nach dem Verhältnis, in dem die verwirklichte Nutzung der tatsächlich vorhandenen Geschossflächen zueinander steht. Liegt eine gewerbliche oder vergleichbare Nutzung ohne Bebauung oder zusätzlich zur Bebauung vor, so sind die tatsächlich entsprechend genutzten Grundstücksflächen jeweils der Geschossfläche hinzuzuzählen. Freiflächen, die sowohl für gewerbliche oder vergleichbare als auch für andere Zwecke genutzt werden (z.B. Kfz-Abstellplätze) als auch gärtnerisch oder ähnlich gestaltete Freiflächen und brachliegende Flächen, bleiben bei dem Flächenvergleich außer Ansatz.
(1) Für überwiegend Wohnzwecken dienende Grundstücke, die von zwei gleichartigen und vollständig in der Baulast der Ortsgemeinde stehenden Erschließungsanlagen i.S. des § 2 Abs. 1 erschlossen werden, ist die Grundstücksfläche nach § 5 Abs. 3 oder Abs. 4 bei der Verteilung des umlagefähigen Aufwandes für jede Erschließungsanlage nur mit der Hälfte anzusetzen. Steht eine Erschließungsanlage nicht voll in der Baulast der Ortsgemeinde, wird die Vergünstigung nur hinsichtlich der Teileinrichtung gewährt, für die in beiden Fällen die Ortsgemeinde die Baulast trägt. Für Grundstücke, die durch mehr als zwei solcher gleichartigen und vollständig in der Baulast der Ortsgemeinde stehenden Erschließungsanlagen erschlossen werden, wird die Grundstücksfläche nach § 5 Abs. 3 oder Abs. 4 durch die Anzahl der Erschließungsanlagen geteilt; Satz 2 gilt entsprechend.
wenn die Ermäßigung dazu führen würde, dass sich der Beitrag für die anderen Grundstücke im Abrechnungsgebiet um mehr als 50 % erhöht,
für die Flächen der Grundstücke zwischen zwei Erschließungsanlagen, für die nach Maßgabe des § 5 Abs. 4 Erschließungsbeiträge nicht mehrfach erhoben werden.
Entwässerungseinrichtungen sowie
ihre Flächen im Eigentum der Ortsgemeinde stehen und
sie über betriebsfertige Entwässerungs- und Beleuchtungseinrichtungen verfügen. In Einzelfällen kann die Ortsgemeinde bei mit Kraftfahrzeugen nicht befahrbaren Verkehrsanlagen und selbstständigen Parkflächen auf die Herstellung von Entwässerungs- und/oder Beleuchtungseinrichtungen verzichten.
Fahrbahnen, Gehwege, Radwege, selbstständige und unselbstständige Parkflächen eine Befestigung aus tragfähigem Unterbau mit einer Decke aus Asphalt, Beton, Platten, Pflaster oder Rasengittersteinen aufweisen, wobei die Decke auch aus einem ähnlichen Material neuzeitlicher Bauweise bestehen kann,
unselbstständige Grünanlagen gärtnerisch vollständig gestaltet sind,
Mischflächen in den befestigten Teilen entsprechend a) hergestellt und die unbefestigten Teile gemäß b) gestaltet sind.
(3) Selbstständige Grünanlagen sind endgültig hergestellt, wenn ihre Flächen im Eigentum der Ortsgemeinde stehen und gärtnerisch vollständig gestaltet sind.
Der Erschließungsbeitrag kann abgelöst werden. Der Ablösungsbetrag bemisst sich nach der voraussichtlichen Höhe des nach Maßgabe dieser Satzung zu ermittelnden Erschließungsbeitrages. Ein Rechtsanspruch auf Ablösung besteht nicht.
(2) Gleichzeitig tritt die Satzung der Ortsgemeinde Hambuch über die Erhebung von Beiträgen für die erstmalige Herstellung von Erschließungsanlagen (Erschließungsbeiträge) vom 31.01.1994 und vom 30.11.1987 in der Fassung der I. Änderung vom 05.09.1991 außer Kraft.
(3) Soweit Beitragsansprüche nach den auf Grund von Absatz 2 aufgehobenen Satzungen entstanden sind, gelten die bisherigen Regelungen weiter.
Hambuch, den 08.06.2020
Matthias Hetger, Ortsbürgermeister
Wir weisen darauf hin, dass Satzungen, die unter Verletzung von Verfahrens- und Formvorschriften der Gemeindeordnung oder aufgrund der Gemeindeordnung zustande gekommen sind, ein Jahr nach Bekanntmachung als von Anfang an gültig zustande gekommen gelten. Dies gilt nicht, wenn
vor Ablauf der in Satz 1 genannten Frist die Aufsichtsbehörde den Beschluss beanstandet oder jemand die Verletzung der Verfahrens- und Formvorschriften gegenüber der Gemeindeverwaltung unter Bezeichnung des Sachverhaltes, der die Verletzung begründen soll, schriftlich geltend gemacht hat.
Kaisersesch, den 12.06.2020
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References: § 132
 § 24

§ 1

§ 2

§ 3

§ 4

§ 5

§ 6

§ 7

§ 8

§ 9

§ 10
 § 4
 § 33
 § 34
 § 2
 § 5
 § 5
 § 5