Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=04.06.1955&Aktenzeichen=IV%20ZR%20183/54
Timestamp: 2019-04-21 21:10:28+00:00

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BGH, 04.06.1955 - IV ZR 183/54 - dejure.org
BGH, 04.06.1955 - IV ZR 183/54
BGHZ 17, 336
NJW 1955, 1185
Er hat - wie in den Fällen einer auf den Nachlass beschränkten Erbenhaftung nach §§ 1973, 1990 BGB - die Zwangsvollstreckung in den geschenkten Vermögensgegenstand, um den er bereichert ist, wegen des dem Pflichtteilsberechtigten zustehenden Geldbetrags zu dulden (BGH, Urteile vom 4. Juni 1955 - IV ZR 183/54, BGHZ 17, 336, 339 und vom 10. November 1982 - IVa ZR 29/81, BGHZ 85, 274, 282).
Das gilt jedoch nicht, wenn der Gesellschafter an der Geltendmachung ein berechtigtes Interesse hat, wenn die anderen Gesellschafter die Einziehung der Forderung aus gesellschaftswidrigen Gründen verweigern und der Gesellschaftsschuldner an dem gesellschaftswidrigen Verhalten der anderen Gesellschafter beteiligt ist (Ergänzung zu BGHZ 12, 308; 17, 340) [BGH 04.06.1955 - IV ZR 183/54].
Der erkennende Senat hat dies bereits in früheren Entscheidungen ausgesprochen (BGHZ 12, 308; 17, 340) [BGH 04.06.1955 - IV ZR 183/54].
Allerdings geht ein derartiger Anspruch im allgemeinen nicht auf Zahlung, wie sie nach dem Wortlaut hier beantragt ist, sondern auf Duldung der Zwangsvollstreckung in bestimmte Gegenstände wegen eines bestimmten Geldbetrages (BGHZ 17, 336, 339; BGH LM BGB § 2325 Nr. 2; RG LZ 1928, 53, 56; 1932, 392, 393).
Der auf die Möglichkeit einer Streitverkündung (gleichzeitig mit der Klage gegen die zuletzt Beschenkten) gestützte Einwand der Beklagten gegen die mit der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (NJW 1955, 1185) im Einklang stehenden Ausführungen des Landgerichts zu einer Feststellungsklage gegen die früher Beschenkten ist hier insofern unbegründet, als die Klagen bei Mandatsübernahme durch den Kläger bereits erhoben waren.
BGH, 12.03.1956 - II ZR 91/55
Unzulässige Mitwirkung von Hilfsrichtern
Der Bundesgerichtshof hat sich schon wiederholt mit der Frage befaßt, in welchem Umfang und unter welchen Voraussetzungen bei der Rechtsprechung der Oberlandesgerichte Hilfsrichter mitwirken dürfen (BGHZ 12, 1; Urteile vom 5. Januar 1955, VI ZR 227/53; und vom 4. Juni 1955, IV ZR 183/54 [in BGHZ 17, 336, insoweit nicht abgedruckt]; LM GVG § 70 Nr. 2; BGHZ 20, 209; 20, 250; 22, 142) LM ZPO § 551 Ziff. 1 Nr. 10; Urteil vom 25. Januar 1957, IV ZR 222/56; LM ZPO § 373 Nr. 3; Urteile vom 27. Mai 1957, VII ZR 286/56; vom 29. Mai 1957, V ZR 140/55; vom 12. Juli 1957, I ZR 52/55 [auszugsweise, abgedruckt NJW 1957, 1762]; vom 12. November 1957, VI ZR 314/55 [in BGHZ 26, 42 und NJW 1958, 177 nicht mit abgedruckt]; vom 6. Dezember 1957, VI ZR 191/57; vom 29. Januar 1958, IV ZR.236/57; und vom 13. Februar 1958, VII ZR 108/57 [in NJW 1958, 705 insoweit nicht abgedruckt]).
BGH, 15.03.1956 - II ZR 91/55
Der erkennende Senat hat in seinem Urteil vom 16. Dezember 1953 (BGHZ 12, 1 [BGH 16.12.1953 - II ZR 41/53]), das im April 1954 in NJW 54, 505 veröffentlicht worden ist und dem der 6. Zivilsenat in seinem Urteil vom 5. Januar 1955 - VI ZR 227/53 - und der IV. Zivilsenat in seinen Entscheidungen vom 4. Juni 1954 - IV ZR 183/54 - und vom 13. Juli 1955 - IV ZR 131/55 - grundsätzlich beigetreten sind, ausgeführt, daß die Zuteilung eines Hilfsrichters zu einem Oberlandesgericht zulässig ist, wenn eine notwendige Vertretung nicht durch den Einsatz von Mitgliedern desselben Gerichts geregelt werden kann (§ 70 GVG) und darüber hinaus auch in anderen Fällen, soweit dies mit den Leitgedanken des Gerichtsverfassungsgesetzes vereinbar ist.
Das trifft insbesondere für das das Oberlandesgericht Frankfurt betreffende Urteil IV ZR 183/54 vom 4. Juni 1955 zu, das freilich auch eine nur vorübergehend erfolgte Beiordnung eines Hilfsrichters für unzureichend erklärte, wenn das Land seine Pflicht, die für die Bewältigung der dauernd anfallenden Geschäfte notwendigen Richterplanstellen zu schaffen und zu besetzen, willkürlich oder ersichtlich ohne triftigen Grund nicht erfüllt habe.
BGH, 18.04.1956 - IV ZR 198/55
Der II. und der erkennende Senat des Bundesgerichtshofs haben wiederholt entschieden, daß die Beiordnung von Hilfsrichtern sich nicht auf den in § 70 Abs. 1 GVG ausdrücklich bezeichneten Fall der Vertretung beschränkt, sondern daß sie auch aus anderen Gründen, insbesondere aus Gründen allgemeiner Geschäftsüberlastung, vorgenommen werden kann (BGHZ 12, 1 [BGH 16.12.1953 - II ZR 41/53] und das insoweit nicht veröffentlichte Urteil vom 4. Juni 1955 IV ZR 183/54).

References: BGH 
 § 2325
 § 70
 § 551
 § 373
 § 70