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Timestamp: 2018-03-20 06:59:41+00:00

Document:
Was würdest DU eigentlich machen, wenn es ein BGE gäbe? - Seite 2 - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
25.10.2013, 19:20 #26
...... Frauen aus BGE-only-Familien würden mich zu Kaffee und Kuchen einladen, weil sie es nicht mehr ertragen könnten, ständig ihren Partner von morgens bis abends zu sehen.........
Träume halten aufrecht, gelle?
26.10.2013, 10:19 #27
Ein Problem beim BGE sehe ich auch noch, obwohl ich es definitiv befürworte.
Für Familien müsste es Dann anders berechnet werden. Sonst würde es für Diese ja wieder nicht reichen, meiner Meinung nach. Familien haben nunmal extreme Fixkosten, die beim Single so nicht anfallen.
Das wäre ein Problem, wenn es ein BGE nur für Erwachsene gäbe. Aber ein BGE soll ja jedem ¨von der Wiege bis zur Bare¨ zustehen.
Es gibt nur unterschiedliche Meinungen unter den BGE-Befürwortern was die Höhe eines ¨Kinder-BGE¨ vs. Ërwachsenen-BGE¨ angeht (also gleich hoch oder Kinder weniger hohes BGE?).
26.10.2013, 11:28 #28
Ich würde einfach weiterarbeiten, weil mir mein Beruf Spaß macht.
Da ich einer derjenigen wäre, die das BGE finanzieren, wäre ich so ungefähr der beliebteste Mensch in meiner Strasse. Kinder würden Blumen streuen, wenn ich vorbeifahre. Frauen aus BGE-only-Familien würden mich zu Kaffee und Kuchen einladen, weil sie es nicht mehr ertragen könnten, ständig ihren Partner von morgens bis abends zu sehen und sie keinen Tratsch im Büro mehr haben. Männer würden sich als Handwerker anbieten, weil ihr Leben unbedeutend und fad ist, und sie so ein bisschen Klimpergeld nebenbei verdienen könnten.
In Supermärkten würde es keine langen Schlangen mehr geben, und an jedem Band stünde hinten ein BGE-Bezieher, der für 50 Cent die Klamotten zu meinem Wagen fährt und sie einräumt.
In Kneipen wäre endlich genügend Platz auch ohne Reservierung.
BGE? Finde ich gut!
Nett (be-) geschrieben, ich höre da aber auch etwas Ironie raus, kann dass sein?
26.10.2013, 11:36 #29
Wo liegt das Problem? Wer Erwerbsarbeit nachgeht hat auch mehr als nur »Grundeinkommen« im Portmonee.
Ich hab hier nicht vom Zusatzeinkommen gesprochen, sondern von der Herkunft des BGE selbst.
26.10.2013, 14:22 #30
Sofort alle Jobcenter zu Kindergärten umbauen.
26.10.2013, 15:50 #31
26.10.2013, 16:48 #32
Da ich einer derjenigen wäre, die das BGE finanzieren, wäre ich so ungefähr der beliebteste Mensch in meiner Strasse.
Wir überschätzen oft unsere eigene Wichtigkeit. Wenn jemand heute wegen eines Schlaganfalls an seinem Arbeitsplatz ausfällt, wird er morgen ersetzt. Und nimmt man mal eine größere Einheit, als die Firma oder die Behörde, in der man arbeitet, also die Volkswirtschaft oder gar die Weltwirtschaft, dann ist das noch nicht mal wie ein Nadelstich zu spüren, dass da einer fehlt. Mit anderen Worten, die konkrete Einzelleistung ist unerheblich. Das Leben geht einfach weiter.
Insofern ist es auch nicht so wichtig, was du machst. Du könntest ja aus Protest, weil die reinen Grundeinkommens-Bezieher nicht arbeiten müssen, deine Arbeit niederlegen. Man würde dich auslachen. Weil niemand deine Arbeit braucht. Die Ironie der Geschichte wäre vielleicht sogar, dass jemand sofort deine Arbeit übernimmt, der vorher nur Grundeinkommens-Bezieher war, und jetzt heilfroh ist, noch zusätzlich an einem guten Arbeitsplatz Geld verdienen zu können. - Jeder Arbeitnehmer, der heute seine Arbeit niederlegt, kann sofort ersetzt werden. Er ist also überhaupt nicht wichtig.
Aber es kommt noch ein Weiteres hinzu. Ich las jetzt gerade, dass in Amerika in den 50er Jahren es einen Tag gedauert hat, bis ein Auto komplett montiert war. Heute dauert es 18 Minuten. Wer eine Film von Volkswagen schon mal gesehen hat, wie Roboter rasend schnell schweißen und schrauben, der kann verstehen, warum sie die Menschen bei der Arbeit abgelöst haben. Und so geht es immer weiter. Die Buchhaltungssoftware und die schnelle Datenbank ersetzen 2 Mitarbeiter in der Verwaltung. Jetzt müsste man aber fragen, was passiert denn mit den Buchhaltern, die entlassen wurden? Na, sie bekommen ALG oder müssen sich in einem Billiglohnjob versklaven lassen.
Besser wäre es, wenn die Entlassenen den Gewinn, den der Roboter erwirtschaftet, erhalten. Oder sie bekommen einfach das Arbeitsergebnis des Roboters. Und genau das ist die Idee des Bedingungslosen Grundeinkommens.
Man muss sich auch noch mal etwas anderes vor Augen halten: Arbeit erzeugt zwei Arten von Arbeitsergebnissen. Das wird oft übersehen.
a) Güter und Dienstleistungen
b) Gewinnbeteiligung (Lohn, Gehalt)
Viele Leute tun so, als ob das Arbeitsergebnis b) das Wichtigste sei. Aber das ist falsch. Das Wichtigste ist a): Güter und Dienstleistungen. Denn von denen leben wir wirklich. Sie essen wir, benutzen, und verwenden sie. Zum Beispiel Nahrung, Kleidung, Wohnen und Energie. Geld kann man nicht essen.
Wenn aber immer mehr Roboter die Arbeit der Menschen machen und für uns die Produkte und Dienstleistungen schaffen und erbringen, dann brauchen die Menschen nicht den »Lohn der Roboter«, sondern eigentlich nur das Arbeitsergebnis. Aber für wen produzieren denn die Roboter, für wen arbeitet der Server und das Lastregelungsprogramm im Energiekraftwerk? Zumindest was die Existenzsicherung angeht: für uns alle!
Insofern ist es nichts Unrechtes, wenn wir alle ganz selbstverständlich an der Wertschöpfung teilhaben, über ein Grundeinkommen. Wenn man bedenkt, dass in der Landwirtschaft vor 200 Jahren über 90% der Bevölkerung tätig war, und heute nur noch 2%, und gleichzeitig wird ein Vielfaches von dem produziert, wie damals. - Dann sieht man, wie »relativ« wichtig der heutige einzelne Arbeitnehmer ist.
26.10.2013, 18:41 #33
Ach? Also doch Wettbewerb....Wozu dann das Ganze mit dem BGE? Damit sich reine BGE Bezieher weiterhin ihre modernen Neusprech-Arbeitssklaven halten?
Sorry, diese Art pervertierten Arbeitskampf haben wir jetzt schon.
Dafür braucht es kein BGE.
26.10.2013, 18:53 #34
das nennt sich utopia oder märchenwald und dies hier ist die realität. ein bge kann es nicht geben und wird es nicht geben. es ist zu teuer. die meisten würden aufhören zu arbeiten, weil es ja geld genug gibt. aber das ist unsinn.
mit bge würde ich auswandern und mir das bge im ausland auszahlen lassen. dort würde ich mir wieder einen job suchen und halbtags arbeiten. das geld aus dtl. ist mir ja sicher.
26.10.2013, 19:41 #35
Geht nicht,denn beim BGE müsste man die Deutsche Grenze sichern wie zu Zeiten der DDR um
1.zu verhindern,dass nicht nur Du ins Ausland ziehen würde,sondern einige Hundertausend und mehr,denn warum kalte Winter hier ertragen wenn anderswo die Sonne scheint.Und natürlich würden dann hier die Umsatzsteuern und Verbrauchssteuern dieser "Urlauber"wegfallen.
2.Um zu verhindern,dass die Halbe Welt zu uns kommt um ebenfalls das BGE zu erhalten,wobei sich hier sowieso die Frage ergibt,erhalten dann Ausländer ohne Deutschen Pass aber mit Duldung dann auch das BGE?
3.Um zu verhindern,dass die noch verbliebenen Deutschen zum Einkaufen ins Ausland fahren ,da hier ja die Mehrwertsteuer laut Befürwortern so auf ca.50 % gesetzt wird,um daraus zumindest einen Teil der BGE Kosten zu decken.
26.10.2013, 19:53 #36
Mir kommen da noch schlimmere Szenarien in den Sinn. 1200€ für ein BGE, 600€ Miete für ein klein Zimmer, 100€ für 100KW Ökostrom, streng rationiert, 100€ für hochpotentielle Heizenergie pro Monat. Dazu noch 200€ Solidarkassen für eine angemessene Gesundheitsversorgung. Für die verbliebenen 200€ gibt's dann täglich eine Hand voll Nudeln und Wasser.....somit dürfen sich dann Alle, ob jung, alt oder todkrank um die weiterhin knappen Arbeitsplätze balgen zu 1,50€ die Stunde. Ein BGE ist Hardcore Kapitalismus, schlimmer als das jetzige neoliberale System.
Wer macht den Reibach? Dieselben Seilschaften aus Kapital und Wirtschaft wie heute
26.10.2013, 22:47 #37
Da Du aus "dem Wald" kommst, habe ich zumindest ein bißchen Verständnis für Deinen Beitrag. So "hinter den Bergen, bei den 7 Zwergen..." hat man wohl wenig Zugang zu Informationen. Und die Flüsterpost... war Deinem Beitrag nach offensichtlich auch nicht wirklich zuverlässig. Von daher..... gehe ich auch nicht inhaltlich auf Deinen Post ein, das wäre vernichtete Lebenszeit.
Aber das kann ja noch kommen, wenn die Informationen über das BGE auch in die deutschen Wälder vordringen... dann freue ich mich auf eine konstuktive Diskussion. Gerne auch in ein paar Jahren....
26.10.2013, 22:58 #38
Mein Wald ist wenigstens Öko....Lieber 7 Zwerge als die sebtime BGE Sekte. Die Realität scheint für einige wohl von geringer Bedeutung zu sein.
26.10.2013, 23:13 #39
Ob Du dann da am 25. wenn das Geld alle ist was bekommst.
Denn es gibt 100% welche die mit dem BGE nicht auskommen,was machen Die dann???
27.10.2013, 08:52 #40
Aber bitte nicht mit den faschistoiden Jobcenter-Mitarbeitern.
Oder die vorher enthartzifizieren..
27.10.2013, 09:02 #41
Ich bin wirklich für das BGE und würde mich auf jeden Fall Dafür entscheiden, wenn ich die Wahl hätte.
Aber Das darf wirklich nur für das Wohnen, Körperpflege, Nichtverhungern, Nichtverdursten reichen, denke ich.
Wer Dann ein Auto unterhalten will, oder Sonstwas, muss halt arbeiten.
Na ja, das verfehlt dann aber den Sinn eines BGEs. Sinn eines BGEs ist ja, die Menschen aus der Lohnabhängigkeit zu befreien.
Damit meine ich nicht, dass man sich mit BGE unbedingt ein Auto leisten können muss; aber ein BGE ist ein Grundeinkommen, das so hoch ist, dass man davon auch am sozialen Leben teilhaben kann.
Das was du vorschlägst ist kein BGE sondern ¨Hartz IV light¨ - es reicht zum nackten Überleben, aber mehr auch nicht.
Also herrscht mehr oder weniger weiterhin Arbeitszwang für alle - was ja ein BGE eig abschaffen soll, damit man die Wahl hat, welche Tätigkeit man annehmen will und welche nicht -; bei ¨deinem BGE¨ hat man eben nicht wirklich die Wahl, sich die Tätigkeit zu suchen, in der man einen Sinn sieht, sondern ist darauf angewiesen, irgendwas zu arbeiten, damit es zu einem würdevollen Leben reicht.
27.10.2013, 09:34 #42
27.10.2013, 09:46 #43
Na ja, kein Arbeitszwang an sich, aber ein Anreiz.
Hach, es ist eben schwierig. Wie will man es richtig abgrenzen?
Ein BGE soll so hoch sein, dass man davon bescheiden aber menschenwürdig leben kann.
Das heißt, dass zu einem menschenwürdigen Leben mehr gehört, als nur existieren zu können; man muss auch am sozialen Leben teilhaben können.
Am sozialen Leben teilnehmen heißt, man muss es sich auch mal leisten können, ins Theater oder Kino zu gehen, mit Freunden was unternehmen zu können.
Dann hat er sein Urlaubsgeld, und ansonsten hat er ja das BGE mit dem er gut auskommen kann.
27.10.2013, 10:32 #44
Jetzt mal Butter bei die Fische,was heißt das in Zahlen???
27.10.2013, 10:55 #45
Arbeitszeitverkürzungen halte ich für dringend notwendig.
Man möge sich erinnern. Schröder und Blair waren es Ende der 90er Jahre, die erklärten, die Arbeitsbedingungen müssten »verschlechtert« werden, weil sonst die Firmen ins Ausland abwandern würden! (Stichwort: Globalisierung)
Die Arbeitszeit wurde verlängert.
Der Lohn wurde gekürzt.
Die Arbeitsbedingungen wurden verschlechtert.
Was war geschehen? Zum Maßstab für unsere bis dahin noch passable Arbeits- und Lebenswelt wurden die Ausbeuterverhältnisse in Staaten gewählt, die den Ansprüchen einer modernen, wohlhabenden Gesellschaft überhaupt nicht entsprachen. Also nicht die mussten sich uns anpassen, dass heißt die Lebensqualität der Menschen dort verbessern, sondern wir bekamen die Empfehlung von unseren Staatsoberhäuptern, unsere Lebensqualität zu verschlechtern. Dafür durften wir den dann »miesen« Arbeitsplatz behalten. Nach dem Motto »Besser als gar nichts«.- Und man glaubt es kaum, wir haben es einfach geschluckt und haben nicht aufgemuckt.
Heute, im jetzigen System, gibt es keine Arbeitszeitverkürzung, weil Arbeitsplätze wie Besitztümer behandelt (und unter der Hand an Familienangehörige und Freunde weitervermittelt) werden. Ein Arbeitsplatz ist heute ein »bedingtes Grundeinkommen«. Da kann man nichts mehr »verkürzen«, weil dann dem Einzelnen schon wieder zu viel Geld fehlt. Erst wenn ein Bedingungsloses Grundeinkommen da ist, funktioniert die Arbeitszeitverkürzung. Denn dann ist niemand mehr auf Vollzeitstellen angewiesen, um seine Existenz zu gewährleisten.
27.10.2013, 11:01 #46
Wer mehr Bedarf hat, kann ihn weiterhin anmelden. Oder Arbeitsangebote annehmen.
Du müsstest das schon genauer konkretisieren, was du mit »welche mit dem bGE nicht auskommen« meinst. - Also Beispiele bringen.
27.10.2013, 11:19 #47
Ach? Also doch Wettbewerb....
Da wäre es doch wichtig zu wissen, über welche Quellen du dich über das Bedingungslose Grundeinkommen informierst. Jedenfalls in den Büchern von Götz Werner wird dies durchaus klar, dass bGE und Markt kein Widerspruch sind.
Das bGE kann man auch als »Versöhnung« zwischen Kapitalismus und Kommunismus deuten. Zumindest die Marktwirtschaft soll selbstverständlich erhalten bleiben. Dass bGE ist im Gegensatz zu allen sozialistischen Versuchen ein freiheitlicher Ansatz. Die Freiheit ist bei der bGE-Idee von großer Bedeutung und auch die Rolle des einzelnen Individuums. Ganz anders im Sozialismus, wo der Einzelne im »Einheitsbrei« der Arbeiterklasse verschwindet. Aber auch in der sozialistischen Idee ist etwas Wertvolles enthalten, nämlich die Absicht »sich um alle« zu sorgen und kümmern zu wollen. Das ist schon etwas Wichtiges.
Und so verbindet das bGE beide Anliegen, die Sorge um das Wohl aller Menschen (was sich in der Sicherung der Existenz aller ausdrückt) und die Freiheit des Einzelnen, sich im Wettbewerb entfalten zu können. - Wer will, kann sich aber auch in einer bGE-Gesellschaft »ohne Wettbewerb« weiter entwickeln.
27.10.2013, 11:25 #48
Mit dem Kram von Götz Werner bestimmt nicht, genauso wenig wie mit Boes`chen Ergüssen oder sonstigen Aussenseiterpapierchen. Ich orientiere mich an den Seminarvorlagen von Roth/Thome, der Position der Linken - mit der Einschränkung das ich den BGE Sandkasten von K. K. hier bewusst ausklammere, weil es sich lediglich um ein "Steckenpferd" handelt, und nicht die politische Position wiederspiegelt.
27.10.2013, 14:17 #49
Wer mehr Bedarf hat, kann ihn weiterhin anmelden.
Und trotz BGE am Tropf hängen?
Kuckst Du Beitrag #38
Ich z.B. bekomme ca. 390 € vom Amt verdiene ca. 450 € dazu und habe am Monatsende noch was übrig,mit 1200 € könnte ich mich auf die faule Haut legen.
27.10.2013, 15:30 #50
Denn sonst würden ja die Menschen aus Ländern ohne BGE oder mit einem an das jeweilige Land angepassten BGE(50 € im Tschad z.B.) einfach ihren Wohnsitz dorthin verlagern,wo es ein höheres BGE gäbe.Innerhalb der EU z.B.von Litauen nach Deutschland sogar recht problemlos.
Wer soll das bezahlen? - Jupp Schmitz (1949) - YouTube

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