Source: http://jusatpublicum.wordpress.com/2011/11/29/bgh-zur-ruckerstattung-von-zahlungen-bei-zt-bereits-vom-bgh-festgestellter-unwirksamkeit-von-preisanpassungsklauseln-von-gasversorgungsunternehmen/
Timestamp: 2013-05-24 07:47:01+00:00

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BGH: Zur Rückerstattung von Zahlungen bei (zT) bereits vom BGH festgestellter Unwirksamkeit von Preisanpassungsklauseln von Gasversorgungsunternehmen | Jus@Publicum
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BGH: Zur Rückerstattung von Zahlungen bei (zT) bereits vom BGH festgestellter Unwirksamkeit von Preisanpassungsklauseln von Gasversorgungsunternehmen	Veröffentlicht am November 29, 2011	von Liz Neben einem in einem heutigen Post vorweg berichteten Verfahren des BGH um ZAHLUNGSansprüche des Gasversorgungsunternehmes nach Rüge der Unwirksamkeit der Preisanpassungsklauseln stehen weitere Verfahren zum Themenkreis beim BGH zur Verhandlung an: In einer Reihe von Revisionsverfahren verhandelt der BGH am 14. Dezember 2011 Ansprüche im Zusammenhang mit der Preisgestaltung von Gasversorgungsunternehmen mit als unwirksam gerügten Preisanpassungsklauseln. In den zur Verhandlung anstehenden Verfahren verlangen die Kläger von der jeweiligen Beklagten, insgesamt handelt es sich um drei regionale Gasversorgungsunternehmen, aufgrund unwirksamer Gaspreisanpassungen die Rückerstattung geleisteter Zahlungen.
Hierbei sind in den verschiedenen Fällen der einzelnen Kläger Widersprüche zu den Preisanpassungen entweder nie oder zunächst nicht erfolgt, Zahlungen daher vorbehaltlos oder zT unter Vorbehalt der Rückforderung nach Kenntnis der Unwirksamkeit der Preisanpassungsklauseln vorgenommen worden.
Die Klagen haben in der Berufungsinstanz überwiegend Erfolg gehabt. Die Berufungsgerichte haben zur Begründung ihrer Entscheidungen, soweit für die Revisionsverfahren von Interesse, ausgeführt: Den Klägern stehe der geltend gemachte Anspruch aus ungerechtfertigter Bereicherung (§ 812 Abs. 1 Satz 1 Alt. 1 BGB ) zu, denn die Zahlungen auf die Erhöhungen des Arbeitspreises seien mangels Preisanpassungsrechts der Beklagten ohne Rechtsgrund erfolgt. Weder sei es durch die widerspruchslose Hinnahme der Preiserhöhungen und der darauf basierenden Jahresabrechnungen zu einer konkludenten Vereinbarung eines neuen Preises gekommen noch ergebe sich aus einer ergänzenden Vertragsauslegung ein Preisanpassungsrecht der jeweiligen Beklagten. Die Beklagten könnten sich auch nicht auf eine Entreicherung gemäß § 818 Abs. 3 BGB berufen. Der Rückzahlungsanspruch sei zudem nicht verwirkt.
BGH VIII ZR 6/11 ; Vorinstanzen: AG Euskirchen – Urteil vom 09. März 2010 – 17 C 840/09 : LG Bonn – Urteil vom 08. Dezember 2010 – 5 S 89/10
BGH VIII ZR 15/11 ; Vorinstanzen: AG Euskirchen – Urteil vom 09. März 2010 – 17 C 1109/09; LG Bonn- Urteil vom 08. Dezember 2010 – 5 S 116/10
BGH VIII ZR 18/11 ; Vorinstanzen: AG Euskirchen – Urteil vom 09. März 2010 – 17 C 983/09; LG Bonn – Urteil vom 08. Dezember 2010 – 5 S 95/10
BGH VIII ZR 26/11 ; Vorinstanzen: AG Euskirchen – Urteil vom 23. April 2010 – 17 C 1007/09; LG Bonn – Urteil vom 15. Dezember 2010 – 5 S 158/10
BGH VIII ZR 27/11 ; Vorinstanzen: AG Euskirchen – Urteil vom 30. März 2010 – 17 C 1088/09; LG Bonn – Urteil vom 15. Dezember 2010 – 5 S 128/10
BGH VIII ZR 28/11 ; Vorinstanzen: AG Euskirchen – Urteil vom 09. März 2010 – 17 C 851/09; LG Bonn – Urteil vom 15. Dezember 2010 – 5 S 86/10
BGH VIII ZR 60/11 ; Vorinstanzen: AG Gummersbach – Urteil vom 05. Juli 2010 – 16 C 234/09; LG Köln – Urteil vom 05. Januar 2011 – 9 S 187/10
BGH VIII ZR 113/11 ; Vorinstanzen: AG Wipperfürth – Urteil vom 12. Januar 2010 – 1 C 251/09; LG Köln – Urteil vom 16. März 2011 – 10 S 66/10
Quelle: PM BGH 16.11.2011
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