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Timestamp: 2016-10-24 12:20:05+00:00

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I 879/05 (27.09.2006)
B.________, 1970, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Herrn lic. iur. Max S. Merkli, Praxis f�r Sozialversicherungsrecht, Schaffhauserstrasse 345, 8050 Z�rich,
Der 1970 geborene B.________ war vom 1. Januar 1994 bis Ende Oktober 2000 als Chauffeur in der Firma M.________ angestellt. Am 8. Mai 2001 meldete er sich wegen einer entz�ndlichen Wirbelerkrankung zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an. Die IV-Stelle des Kantons Z�rich kl�rte die medizinischen sowie die beruflich-erwerblichen Verh�ltnisse ab. Sie holte zu diesem Zwecke insbesondere den Bericht der beruflichen Abkl�rungsstelle Stiftung X.________ (BEFAS), vom 24. Juli 2002, Berichte der Neurologischen Klinik und Poliklinik des Universit�tsspitals Y.________ vom 9. Juli 2002, 7. Mai, 31. Januar und vom 23. Januar 2001 sowie eine Auskunft der Arbeitgeberin vom 8. Juni 2000 ein. Gest�tzt darauf ermittelte die Verwaltung einen Invalidit�tsgrad von 30 % und verneinte den Anspruch auf eine Invalidenrente (Verf�gung vom 25. Juli 2003). Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 5. Mai 2004 fest.
Die hiegegen eingereichte Beschwerde wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich ab, nachdem der Versicherte unter anderem ein Gutachten des PD Dr. med. S.________, Neurologie FMH, Institut f�r Interdisziplin�re Medizinische Begutachtung, vom 14. Mai (mitsamt Zusatzangaben vom 11. August) 2005 eingereicht hatte (Entscheid vom 18. Oktober 2005).
Unter Beilegung von Berichten des Dr. med. S.________ vom 30. November 2005 und der Frau med. pract. W.________, Psychiatrie und Psychotherapie, Dr. phil. I.________, Klinischer Psychologe und Supervisor, Medizinisches Zentrum Z.________, vom 19. Juli 2004 l�sst B.________ Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren und beantragen, es sei ihm in Aufhebung von Einsprache- und vorinstanzlichen Entscheid ab Juli 2002 eine ganze und ab Januar 2004 eine Dreiviertelsrente zuzusprechen; ferner sei die IV-Stelle zu verpflichten, die Kosten f�r das neurologische Gutachten des Dr. med. S.________ (vom 14. Mai/11. August 2005) zu �bernehmen.
Das kantonale Gericht hat zutreffend dargelegt: die Bestimmungen und Grunds�tze �ber die Begriffe der Invalidit�t (Art. 4 Abs. 1 IVG; ab 1. Januar 2003 Art. 8 Abs. 1 ATSG), der Arbeitsunf�higkeit (Art. 4 Abs. 1 IVG; ab 1. Januar 2003 Art. 6 ATSG) und der Erwerbsunf�higkeit (Art. 4 Abs. 1 IVG; ab 1. Januar 2003 Art. 7 ATSG; BGE 130 V 345 ff. Erw. 3.1 - 3.3), den Umfang des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 1 und Abs. 1bis IVG; seit 1. Januar 2004 Art. 28 Abs. 1 IVG in der Fassung vom 21. M�rz 2003), die Invalidit�tsbemessung bei Erwerbst�tigen nach der Einkommensvergleichsmethode (Art. 28 Abs. 2 IVG; ab 1. Januar 2003 Art. 16 ATSG, BGE 130 V 345 ff. Erw. 3.1 - 3.3), die Ermittlung des hypothetischen Invalideneinkommens anhand von Tabellenl�hnen bei Versicherten, die nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine Erwerbst�tigkeit aufgenommen haben (BGE 126 V 76 Erw. 3b/bb), die zul�ssigen Abz�ge von den herangezogenen Tabellenl�hnen (BGE 126 V 79 Erw. 5b), die Entstehung des Rentenanspruchs (Art. 29 Abs. 1 IVG) sowie die Bedeutung �rztlicher Ausk�nfte f�r die Belange der Invalidit�tsbemessung (BGE 115 V 133 Erw. 2). Richtig sind des Weiteren die Erw�gungen �ber den sozialversicherungsrechtlich massgebenden Regelbeweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 125 V 195 Erw. 2 mit Hinweisen). Darauf wird verwiesen.
3.1 Laut Bericht des Universit�tsspitals Y.________ vom 9. Juli 2002 leidet der Beschwerdef�hrer an neurogenen Thoraxschmerzen, einem partiellen senso-motorischen Querschnittssyndrom mit diskreter linksbetonter spastischer Paraparese, dissoziierter Sensibilit�tsst�rung unterhalb Niveau Th6/7 links und Miktionsst�rung bei Status nach transverser Myelitis 10/00. Streitig ist, in welchem Ausmass der Beschwerdef�hrer dadurch in seiner Leistungsf�higkeit eingeschr�nkt ist.
3.2 Das kantonale Gericht geht gest�tzt auf die Berichte des Universit�tsspitals Y.________ von einer 100%igen Arbeitsunf�higkeit im angestammten Beruf als Chauffeur aus; hinsichtlich einer k�rperlich leichten, eher sitzenden T�tigkeit erachtet es den Beschwerdef�hrer als zu 100 % arbeitsf�hig. Ein psychisches Leiden mit Krankheitswert liegt nach Auffassung der Vorinstanz nicht vor.
Der Beschwerdef�hrer behauptet eine somatisch bedingte Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit im Umfang von 50 %. Dabei st�tzt er sich im Wesentlichen auf das im kantonalen Beschwerdeverfahren eingereichte Gutachten des Dr. med. S.________ vom 14. Mai/11. August 2005. Weiter r�gt er, dass die Berichte des Universit�tsspitals Y.________ nicht schl�ssig seien und ihnen deshalb kein Beweiswert zukomme. Ferner l�sst er auch eine psychisch bedingte Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit geltend machen.
3.3 Die �rzte des Universit�tsspitals Y.________ hatten im Bericht vom 7. Mai 2001 eine Arbeitsf�higkeit noch verneint, hingegen im Bericht vom 9. Juli 2002 zwar eine 100%ige Arbeitsunf�higkeit in einem k�rperlich anstrengenden Beruf, ansonsten jedoch f�r eine angepasste T�tigkeit, eher sitzend, nunmehr eine 100%ige Arbeitsf�higkeit attestiert, w�hrend der Bericht vom 2. Mai 2002 eine Umschulung empfahl.
In Anbetracht dieser nicht n�her begr�ndeten medizinischen Angaben zur Arbeitsf�higkeit in den Verlaufsberichten der Klinik kann der Auffassung der Vorinstanz, es bestehe eine hinreichende Grundlage zur Bestimmung des Invalideneinkommens, nicht beigepflichtet werden. Die Annahme, dem Beschwerdef�hrer sei eine angepasste T�tigkeit gesundheitlich voll zumutbar, findet in den medizinischen Akten bisher keine gen�gende St�tze. Entgegen der Auffassung der Vorinstanz sind die Berichte des Universit�tsspitals Y.________, da es sich hierbei nicht um Administrativgutachten handelt, sondern lediglich um Verlaufsberichte der behandelnden �rzte, nicht voll beweiskr�ftig (BGE 125 V 352 f. Erw. 3b/aa-ee; zur Verschiedenheit von Behandlungs- und Begutachtungsauftrag vgl. etwa Urteile P. vom 2. August 2006 [U 58/06] und G. vom 13. M�rz 2006 [I 676/05]). Die durch das beigebrachte Parteigutachten substanziiert vertretene Auffassung einer 50%igen Arbeitsunf�higkeit auch in zumutbaren Verweisungst�tigkeiten steht unwiderlegt im Raum. Andererseits kann auch auf das Privatgutachten nicht abschliessend abgestellt werden, namentlich nicht im Hinblick auf das, was PD Dr. med. S.________ zur Relevanz der Schmerzangaben f�r die Arbeitsunf�higkeit ausf�hrt; er verkennt, dass Schmerz als solcher das funktionelle Leistungsverm�gen und die psychischen Ressourcen als Voraussetzungen f�r die Aus�bung einer angepassten T�tigkeit nicht aufhebt, wie die Rechtsprechung zu den Schmerzst�rungen zeigt (BGE 132 V 65, 131 V 49, 130 V 352 und 396; vgl. Oliveri Michael, Grunds�tze der �rztlichen Beurteilung der Zumutbarkeit und Arbeitsf�higkeit, in: Schweiz. med. Forum 2006 S. 420 ff., zitiert in Urteil D. vom 9. August 2006, I 391/06, Erw. 3.2.3 in fine). Es bleibt - in Anbetracht der erhobenen Befunde und durchgef�hrten Behandlung gem�ss eingereichtem Bericht vom 19. Juli 2004 - die psychische Komponente des Beschwerdebildes zu beachten, welche im Abkl�rungsverfahren ebenfalls nicht gen�gend untersucht worden ist.
Deshalb sind erg�nzende medizinische Abkl�rungen n�tig. Die Beschwerdegegnerin wird eine Expertise neurologischer und psychiatrischer Fachrichtung anordnen. Die Gutachter werden den Gesundheitszustand zu beurteilen, zur Arbeitsunf�higkeit Stellung zu nehmen und sich dazu zu �ussern haben, welche Erwerbst�tigkeiten dem Beschwerdef�hrer unter Ber�cksichtigung aller seiner gesundheitlichen Beeintr�chtigungen voll- oder teilzeitlich zumutbar sind.
Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens steht dem obsiegenden Beschwerdef�hrer eine Parteientsch�digung zu (Art. 159 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 135 OG).
Das kantonale Gericht wird �ber die Parteientsch�digung im vorinstanzlichen Verfahren, entsprechend dem Ausgang des letztinstanzlichen Prozesses, neu zu befinden haben, dies auch unter Ber�cksichtigung des bei ihm eingereichten Privatgutachtens vom 14. Mai/ 11. August 2005.
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Z�rich vom 18. Oktober 2005 und der Einspracheentscheid vom 5. Mai 2004 aufgehoben werden und die Sache an die IV-Stelle des Kantons Z�rich zur�ckgewiesen wird, damit sie, nach erfolgter Abkl�rung im Sinne der Erw�gungen, �ber den Rentenanspruch neu verf�ge.
Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdef�hrer f�r das Verfahren vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht eine Parteientsch�digung von insgesamt Fr. 1500.- (einschliesslich Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

References: Art. 8
 Art. 6
 Art. 7
 BGE 
 Art. 28
 Art. 16
 BGE 
in fine
 Art. 135