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Timestamp: 2017-09-22 11:33:35+00:00

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Lombardium Hamburg GmbH & Co. KG-die letzte im Unternehmensregister hinterlegte Bilanz mit einer erstaunlichen Anmerkung | Themen und Fälle von und mit Anlegerschutzanwälten
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EUR EUR 31.12.2013
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 29.452,00 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 240.320,00 269.772,00 255.051,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 632.893,00 562.112,00
Anteile an verbundenen Unternehmen 73.747,16 976.412,16 43.747,16
I. Vorräte 0,00
Waren 3.182.812,51 2.331.699,42
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 106.283.553,05 90.517.580,88
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 439.389,07 380.110,02
3. Sonstige Vermögensgegenstände 14.317.298,56 121.040.240,68 1.137.402,45
III Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 146.489,26 124.369.542,45 178.478,28
C. Rechnungsabgrenzungsposten 47.266,17 108.538,74
Summe 125.393.220,78 95.514.719,95
II. Kapitalanteile der Kommanditisten 4.496.433,72 4.027.495,84
1. Steuerrückstellungen 822.631,00 1.038.735,39
2. Sonstige Rückstellungen 225.462,04 1.048.093,04 124.716,80
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 135,33 110,75
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.149.740,53 1.484.094,50
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.984.380,06 211.851,78
4. Sonstige Verbindlichkeiten 114.714.438,10 119.848.694,02 88.627.714,89
– davon aus Steuern: EUR 64.236,42 (31.12.2012: EUR 19.591,19)
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar 2013 bis 31. Dezember 2013
1. Umsatzerlöse 22.767.759,76 20.567.122,04
2. Sonstige betriebliche Erträge 303.699,62 132.408,03
– davon Erträge aus der Währungsumrechnung: EUR 943,12 (31.12.2012: EUR 0,00)
3. Materialaufwand 392,70 253,11
a) Löhne und Gehälter -987.667,41 -918.267,41
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersvorsorge und Unterstützung -194.866,07 -1.182.533,48 -184.255,39
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -79.994,25 -56.401,20
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten -45.540,00 -125.534,25
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -11.419.436,67 -8.923.581,11
– davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: EUR 2,40 (31.12.2012: EUR 656,72)
7. Erträge aus Beteiligungen 133.514,39 379.351,63
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 964.247,21 233.330,03
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -10.900.307,47 -6.720.966,56
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 541.801,81 4.508.993,17
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -70.195,30 -794.801,95
12. Sonstige Steuern -2.593,77 -72.789,07 -2.222,02
13. Jahresüberschuss 469.012,74 3.711.969,20
14. Gutschrift auf Ergebniskonten der Kommanditisten -469.012,74 -3.711.969,20
15. Ergebnis nach Verwendungsrechnung 0,00 0,00
Der Jahresabschluss der Lombardium Hamburg GmbH & Co. KG, Hamburg, zum 31. Dezember 2013 wurde nach den Vorschriften des Dritten Buches des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Für die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.
Die Gesellschaft ist nach dem in § 267 HGB in Verbindung mit § 264a HGB bezeichneten Größenmerkmalen als mittelgroße Gesellschaft einzustufen. Von den Erleichterungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften gemäß § 264a, § 288 Abs. 2 i.V.m. § 267 Abs. 2 HGB wurde Gebrauch gemacht.
Die Bilanzierungsmethoden des Vorjahres wurden unverändert übernommen. Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, angesetzt (Nutzungsdauer – entsprechend den AfA-Tabellen – zwischen 3 und 23 Jahren). Die Nutzungsdauer des Geschäfts- und Firmenwertes wurde auf 15 Jahre geschätzt, weil durch die langfristig bestehende Nutzbarkeit des Markenrechts mit einer entsprechend langen Nutzung zu rechnen ist. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten EUR 410 nicht überschreiten, werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.
Die Bewertung der Waren erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert abzüglich erforderlicher Wertberichtigungen angesetzt.
Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.
Die Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die wirtschaftlich der Zeit nach dem Stichtag zuzuordnen sind, gebildet.
Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages passiviert. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten.
Die Umrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung erfolgt zum Devisenkassamittelkurs.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus der Gewährung von Pfanddarlehen und den entsprechenden Zinsen und Gebühren. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen und nahestehende Personen in Höhe von TEUR 24.093 (Vj: TEUR 20.536) und darin wiederum Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 1.900 (Vj. TEUR 1.592) enthalten. In den Forderungen gegen Gesellschafter sind TEUR 10 (Vj. TEUR 10) aus ausstehenden Einlagen enthalten. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind solche gegen verbundene Unternehmen von TEUR 1.464 (Vj. TEUR 507) und solche gegen Gesellschafter von TEUR 36 (Vj. TEUR 22) enthalten.
Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben TEUR 14.366 (Vj. 1.200), von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 11.990 (Vj. TEUR 1.137) eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens einschließlich der Zusammensetzung der Abschreibungen ist im Anlagespiegel dargestellt.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beinhalten Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 80 (Vj. TEUR 212).
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind solche gegen verbundene Unternehmen von TEUR 113.919 (Vj. TEUR 85.927) enthalten.
Der Gesamtbetrag der bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Sicherheiten gesichert sind beträgt TEUR 112.353 (Vj. TEUR 84.280). Bei den diesbzgl. Sicherheiten handelt es sich ausschließlich um Zessionen der Forderungen aus dem Pfandgeschäft.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die gegenüber verbundenen Unternehmen und die gegenüber Gesellschaftern haben allesamt eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken. Von den Rückstellungen in Höhe von TEUR 225 (Vj. TEUR 125) entfallen TEUR 27 (Vj. TEUR 21) auf Personalkosten, TEUR 7 (Vj. TEUR 1) auf Beiträge zur Berufsgenossenschaft, TEUR 50 (Vj. TEUR 50) auf Rechts- und Beratungskosten, TEUR 30 auf Zinsen zum Gewerbesteuerrisiko aus der Betriebsprüfung, TEUR 1 (Vj. TEUR 30) auf Aufbewahrung von Unterlagen und TEUR 110 (Vj. TEUR 23) auf Abschluss- und Prüfungskosten.
In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind solche im Zusammenhang mit verbundenen Unternehmen von TEUR 10.695 (Vj. 6.466) enthalten.
In den Zinsen und ähnlichen Erträgen sind solche im Zusammenhang mit verbundenen Unternehmen von TEUR 622 (Vj. TEUR 0) enthalten.
Die Erträge aus Beteiligungen stammen vollständig aus verbundenen Unternehmen.
Persönlich haftende Gesellschafterin (Komplementärin) der Lombardium Hamburg GmbH & Co. KG war in 2013 die Lombardium Verwaltungsgesellschaft mbH, Hamburg, die über ein gezeichnetes Kapital von TEUR 25 verfügt.
Die Geschäftsführung erfolgte im Geschäftsjahr 2013 durch die Komplementärgesellschaft Lombardium Verwaltungsgesellschaft mbH. Einzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer dieser Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr Herr Rainer Walter Biehl, Kaufmann, Ahrensburg. Von der Befreiung gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurde Gebrauch gemacht.
Mutterunternehmen ist die BFMC Beteiligungs UG (haftungsbeschränkt), Hamburg. Ein Konzernabschluss wird nicht aufgestellt.
Im Jahresdurchschnitt wurden von der Gesellschaft 18 (Vj. 17) Arbeitnehmer beschäftigt. Es handelt sich ausschließlich um Angestellte.
Die Gesellschaft hält 90% der Anteile an der Erste Oderfelder Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg. Diese Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2013 einen Jahresüberschuss von TEUR 212 (Vj. TEUR 419) und weist zum 31.12.2013 ein Eigenkapital von TEUR 194 (Vj. TEUR 131) aus.
Die Gesellschaft hält 100% der Anteile an der LombardClassic 3 GmbH & Co. KG, Hamburg. Diese Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2013 nach vorläufiger Bewertung einen Jahresüberschuss von TEUR 69 und weist zum 31.12.2013 ein Eigenkapital von TEUR 100 aus.
Die Gesellschaft hält 100% der Anteile an der Lombardium Schweiz GmbH, Zürich, Schweiz. Diese Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2013 einen Verlust von TCHF 1.624 (TEUR 1.464) (Vj. TCHF 171; TEUR 139) und weist zum 31.12.2013 ein negatives Eigenkapital von TCHF 1.775 (TEUR 1.448) (Vj. TCHF 151; TEUR 123) aus.
Der für das Geschäftsjahr 2013 ausgewiesene Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 469 wurde gemäß den im Gesellschaftsvertrag niedergelegten Beteiligungsverhältnissen den jeweiligen Kommanditisten zugewiesen.
Brutto-Anlagenspiegel zum 31.12.2013
Anschaffungs- Herstellungskosten 01.01.2013 Zugänge Abgänge- kumulierte Abschreibungen 31.12.2013 Abschreibungen Zuschreibungen- vom 01.01.2013 bis 31.12.2013 Buchwert 31.12.2013 Buchwert 31.12.2012
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 32.725,00 3.273,00 3.273,00 29.452,00 0,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 296.916,47 5.093,20 61.689,67 19.824,20 240.320,00 255.051,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 296.916,47 37.818,20 64.962,67 23.097,20 269.772,00 255.051,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 723.622,59 128.473,05 218.327,64 56.817,05 632.973,00 562.112,00
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
Sachanlagen 723.622,59 128.473,05 218.327,64 56.817,05 632.973,00 562.112,00
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 43.747,16 30.000,00 0,00 73.747,16 43.747,16
Finanzanlagen 43.747,16 30.000,00 73.747,16 43.747,16
1.064.286,22 196.291,25 283.290,31 79.914,25 976.492,16 860.910,16
Das Unternehmen Lombardium Hamburg GmbH & Co. KG ist ein zugelassenes Pfandhaus mit Sitz in Hamburg. Es werden ausschließlich hochwertige Pfandgüter beliehen, speziell Kunstobjekte und andere exklusive Luxusgüter.
Zu den Kunden von Lombardium zählen neben vermögenden Privatkunden Kaufleute und Unternehmen, private Sammler, Galerien und Auktionshäuser. Die Anlässe der Finanzierungsanfragen sind unterschiedlich. Ein Lombardkredit wird häufig zur Überbrückung von finanziellen Engpässen, zur Finanzierung von Handelsware, der Realisierung eines lukrativen Geschäfts oder auch zur Vorfinanzierung z.B. von Sammlungen oder einzelner Kunstwerke bei Auktionshäusern benötigt.
Die finanziellen Mittel für die Vergabe von Lombardkrediten werden Lombardium als Darlehen über Beteiligungsgesellschaften, an denen Anleger stille Beteiligungen eingehen können, gewährt. Lombardium zahlt für die Darlehensinanspruchnahme Zinsen und die darüber hinausgehenden Kosten der Finanzierungsstruktur.
Die zuständige Aufsichtsbehörde ist das Fachamt Verbraucherschutz Gewerbe und Umwelt des Bezirksamts Hamburg-Mitte der Freien und Hansestadt Hamburg. Lombardium ist Mitglied im Zentralverband des Deutschen Pfandkreditgewerbes e.V.
Das Pfand- und Lombardkreditgeschäft ist in Deutschland seit 1961 durch die Pfandleiherverordnung (PfandlV) gesetzlich geregelt. Daneben hat sich die Branche im Wege eines legalen Konditionenkartells auf einheitliche, zuletzt 1999 angepasste Allgemeine Geschäftsbedingungen im Pfandkreditgewerbe verständigt. Beide Grundlagen zusammen ermöglichen den traditionellen und branchenüblichen Abschluss mündlicher Pfandkreditverträge.
Eine Besonderheit des Pfand- bzw. Lombardkredits ist, dass sich das Pfandhaus wegen seiner Forderung auf Rückzahlung des Pfandkredits sowie wegen der Zinsen, Vergütungen und Kosten gegen den Pfandkreditnehmer nur aus dem Pfand befriedigen darf. Für das Pfandhaus bietet die konservative Beleihung der Pfandgegenstände – deutlich unter Marktwert – einen entsprechenden Sicherheitspuffer.
In der PfandlV ist geregelt, dass die Laufzeit für einen Pfandkredit mindestens drei Monate betragen muss; längere Laufzeiten können vereinbart werden. Ein abgelaufener Pfandkredit kann verlängert werden. Dazu muss der Verpfänder die aufgelaufenen Zinsen und Gebühren entrichten, ggf. den Pfandgegenstand neu einschätzen lassen und die Laufzeit mit dem Pfandhaus vereinbaren. Nach Ablauf des Pfandkredites muss ein weiterer Monat verstreichen, bis ein nicht ausgelöster Pfandgegenstand durch das Pfandhaus versteigert werden darf. Spätestens sechs Monate nach Eintritt der Verwertungsberechtigung muss ein Pfandgegenstand verwertet werden. Diese kurzen Laufzeiten von der Beleihung bis zu einer möglichen Versteigerung bieten eine zusätzliche Sicherheit, da Wertschwankungen der Pfandgegenstände in solchen kurzen Zeiträumen regelmäßig überschaubar sind.
Wenn ein Pfandgegenstand versteigert wird, wird aus dem Versteigerungserlös zunächst der Pfandkredit mit aufgelaufenen Zinsen und Gebühren bedient. Ein eventueller Mehrerlös ist an den Pfandgeber auszukehren. Wenn innerhalb von zwei Jahren dieser Mehrerlös nicht im Pfandhaus abgeholt wird, fällt der Mehrerlös den Behörden zu.
Auch die Höhe der Zinsen ist in der PfandlV geregelt, sie beträgt 1% pro Monat. Hinzu kommen Gebühren für die Verwaltung des Pfandes. Deren Höhe richtet sich nach der Pfandkredithöhe und beträgt 1,5 % bis 2,5 % pro Monat bzw. ist bei Pfandkreditsummen von mehr als 300,- Euro frei verhandelbar.
Das Pfandhaus ist verpflichtet, die Pfandgegenstände ordnungsgemäß zu lagern und gegen Feuer, Wasser, Einbruchdiebstahl und Raub zu versichern. Die Versicherung muss mindestens den doppelten Pfandkreditbetrag abdecken.
Derzeit gibt es in Deutschland rund 200 (davon 146 verbandlich organisierte) Pfandleihäuser. Die im Zentralverband des Deutschen Pfandkreditgewerbes organisierten Pfandleihhäuser (Lombardium ausgenommen) vergeben pro Jahr Pfandkredite im Volumen von rund 635 Mio. Euro, das entspricht pro organisiertem Pfandhaus durchschnittlich 4,38 Mio. Euro. Das tatsächliche Kapital liegt aufgrund mehrfacher unterjähriger Ausleihe jedoch deutlich darunter. Der durchschnittliche Pfandkredit beläuft sich in der Branche auf rund 380,00 Euro.
Da Lombardium seinen Fokus auf die Kundenzielgruppe Unternehmer und vermögende Privatpersonen sowie auf exklusive Wertgegenstände legt, beträgt der durchschnittliche Lombardkredit hingegen über 100.000,00 Euro und der Bestand an ausgereichten Lombardkrediten mehr als 100 Mio. Euro.
Der hohen Nachfrage nach Lombardkrediten steht noch immer zu wenig Kapital zur Befriedigung der Nachfrage zur Verfügung. Die Bereitschaft, ein bereits im Eigentum befindlichen Wertgegenstand für eine Besicherung aus der Hand zu geben, wächst. Alleine das Marktvolumen für Auktionsvorfinanzierungen beträgt geschätzte 800 Mio. Euro pro Jahr in Anbetracht eines für 2014 erwarteten Gesamtauktionsvolumens der führenden Auktionshäuser in Europa und USA von mindestens 4 Mrd. USD bzw. 3,2 Mrd. EUR allein im Bereich der Nachkriegs- und zeitgenössischen Kunst. Der Bereich der Finanzierung von Immobilien ist allein in Deutschland ein Milliardenmarkt. Die an Lombardium herangetragenen Kreditanfragen mussten im Jahr 2014 im großen zweistelligen Millionenbereich abgelehnt werden, da noch keine ausreichenden Refinanzierungsmittel zur Verfügung standen.
Direkte Wettbewerber zu Lombardium sind am Markt derzeit nicht zu finden.
a. Geschäftsverlauf
Der Geschäftsverlauf im Jahr 2013 verlief insgesamt positiv und war von der Konsolidierung des vorangegangenen Wachstums geprägt. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (469 TEUR) liegt unter dem Ergebnis des Vorjahres (2012: 3.712 TEUR). Dies hat drei Ursachen: Die Konsolidierung des Geschäftes, die eingeschränkte Darlehensvergabe neuer Mittel durch die Beteiligungsgesellschaft sowie in geringerem Umfang die notwendigen Investitionen in Büro- und Geschäftsausstattung. Insbesondere musste Neugeschäft im zweistelligen Millionenbereich abgelehnt werden, da es bei der Beteiligungsgesellschaft mehrere Monate Pause bei der Einwerbung von neuem Kapital gab.
b. Ertragslage
Der Umsatz bestehend aus Zins- und Gebührenerträgen hat sich aufgrund der erhöhten Darlehensmittelzuführung und der längeren als geplanten Laufzeiten der Pfanddarlehen in 2013 um 10,7 % auf 22,8 Mio. Euro erhöht. Wertberichtigungen für Einzelrisiken aus Pfanddarlehen (nicht Zinsen/Gebühren) und das pauschale Ausfallrisiko wurden in Höhe von 2 % auf den Forderungsbestand gebildet.
Die allgemeinen Verwaltungskosten stiegen gegenüber dem Vorjahr um rd. 28%, die Personalkosten inkl. Sozialabgaben erhöhten sich um rd. 7 %. Diese Erhöhung ist in der Reorganisation und der Anpassung des Unternehmens an den gestiegenen Geschäftsumfang der letzten Jahre begründet.
Die Finanzierung des Unternehmens basiert weiterhin im Wesentlichen auf Darlehen von geschlossenen Fonds. Zurückgeführte Pfandkredite wurden zur Tilgung der Darlehensverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (Beteiligungsgesellschaften) verwendet.
a. Vermögenslage
Die Bilanzsumme der Gesellschaft hat sich gegenüber dem Vorjahr um 29,9 Mio. Euro auf 125,3 Mio. Euro erhöht, was einer Steigerung um rd. 31% entspricht. Die Erhöhung der Aktiva resultierte insbesondere aus deutlichen Anstiegen der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 15,8 Mio. Euro und der sonstigen Vermögensgegenstände um 13,1 Mio. Euro. Das wiederum ist zurückzuführen auf eine weitere Ausweitung der Vergabe von Lombardkrediten sowie den längeren als geplanten Laufzeiten der Pfandkredite im Jahr 2013 und ein dadurch erhöhten Forderungsbestand aus Zinsen und Gebühren aus ausstehenden Lombardkrediten. Darüber hinaus wurden in 2013 Forderungsansprüche aus anderen geschäftlichen Aktivitäten, wie die kurzfristigen Darlehen, unter sonstige Vermögensgegenstände ausgewiesen.
Die Eigenkapitalrendite ist aufgrund des geringen Jahresüberschusses deutlich auf 10,43 % gegenüber 92,17 % im Vorjahr gesunken.
Die Erhöhung der Aktiva wurde im Wesentlichen durch die Zunahme der Darlehensverbindlichkeiten und der Zinsverbindlichkeiten gegenüber der Erste Oderfelder Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG finanziert. Ebenso ergaben sich erstmals Verbindlichkeiten gegenüber der Beteiligungsgesellschaft LombardClassic 3 GmbH & Co. KG im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber den Beteiligungsgesellschaften betreffen die Fondsangebote SchroederLombard, LombardPlus, LombardClassic, LombardClassic 2 und LombardClassic 3. Von den in Anspruch genommen Darlehen wurden 14,1 Mio. Euro im Geschäftsjahr zurückgeführt.
Für die Darlehensfinanzierungen entstanden Zinsaufwendungen in Abhängigkeit des Beteiligungsfonds zwischen 7,00 und 8,75 Prozent p.a. Hinzu kamen Provisionsaufwendungen für die Kapitaleinwerbung, Vergütungen an die Beteiligungsgesellschaften sowie an den Mittelverwendungsprüfer und Sicherheitentreuhänder.
Die Finanzlage war geprägt durch den weiteren Darlehensmittelzufluss in 2013 in Höhe von 42,2 Mio. Euro und ist dadurch als sehr stabil zu bezeichnen. Die Kapitalanteile der Kommanditisten haben sich leicht auf 5,0 Mio. Euro erhöht.
Die Verbindlichkeiten aus Darlehen gegenüber Beteiligungsgesellschaften machen insgesamt 92,81 % der Bilanzsumme aus.
Die Liquiditätslage hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr als stabil dargestellt. Die Zinszahlungen für die Kredite wurden von Lombardium in voller Höhe geleistet. Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war in 2013 jederzeit gegeben.
Der Umsatz bestehend aus Zins- und Gebührenerträgen hat sich aufgrund der erhöhten Darlehensmittelzuführung und der längeren als geplanten Laufzeiten der Pfandkredite in 2013 um 10,70 % auf 22,8 Mio. Euro erhöht.
Die unter der Position „Sonstige betriebliche Aufwendungen“ ausgewiesenen Vertriebsprovisionen erhöhten sich um 1,0 Mio. Euro wie auch die Zinsaufwendungen für die aufgenommenen Darlehen um 4,2 Mio. Euro.
Die allgemeinen Verwaltungskosten stiegen gegenüber dem Vorjahr um 27,97 %, ebenso die Personalkosten inkl. Sozialabgaben um 7,26 %. Diese Erhöhungen sind insbesondere in der Reorganisation und der Anpassung des Unternehmens an den gestiegenen Geschäftsumfang des letzten Jahres begründet.
Wertberichtigungen für Einzelrisiken wurden gebildet. Das pauschale Ausfallrisiko wurde mit 2,0 % auf den Forderungsbestand an Pfanddarlehen berücksichtigt.
Der Jahresüberschuss fiel im Geschäftsjahr deutlich geringer aus, was auf eine fehlende Darlehensmittelgewährung an Lombardium über einen Zeitraum von etwa viereinhalb Monaten sowie von Lombardium zu leistenden Darlehensrückflüsse im Geschäftsjahr zurückzuführen ist. Dadurch ging die Umsatzrentabilität auf 2,06 % gegenüber 18,05 % im Vorjahr zurück.
Als Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wurden 10,4 Mio. Euro (Vorjahr: 11,0 Mio. Euro) erzielt. Entsprechend rückläufig war die EBIT-Marge von 45,61 % in 2012 auf 53,47 % in 2013.
Nach der Konsolidierungsphase wird Lombardium die Umsetzung von Neugeschäft gezielt in Angriff nehmen. Die Ausweitung des Engagements in bestimmten Geschäftsfeldern wird weiter geprüft. Dazu gehören neben dem großen Markt der Immobilienfinanzierung auch insbesondere die Auktionsvorfinanzierung, welche durch die Kooperation mit Auktionshäusern einen neuen Antrieb erhalten kann. Gerade durch die hohe bestehende Nachfrage nach Lombardkrediten beurteilt die Geschäftsleitung die zukünftige Entwicklung positiv. Für das Geschäftsjahr 2014 wird mit leicht höheren Umsätzen und einem verbesserten Ergebnissen auf dem Niveau des Vorjahres gerechnet. Voraussetzung dafür ist der weiterhin positive Verlauf der Refinanzierung. Da diese jedoch nicht planbar ist, erfolgt der Ausblick zunächst vorsichtig. Sollten die Darlehensmittel abnehmen, so ist auch ein Rückgang des Umsatzes zu erwarten. Es werden jedoch neben der Finanzierung über geschlossene Fonds weitere alternative Refinanzierungsmaßnahmen geprüft, welche aber voraussichtlich erst in 2015 umgesetzt werden können.
Die Aussagen, welche die zukünftige Entwicklung der Lombardium Hamburg betreffen, stellen eine Einschätzung dar, welche auf den derzeit zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurde. Sollten die zugrunde liegenden Annahmen nicht eintreffen oder weitere Risiken eintreten, besteht die Möglichkeit, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den derzeit erwarteten Ergebnissen abweichen.
V. Risiko- und Chancenbericht
Das Pfandgeschäft ist ein verhältnismäßig risikoarmes Geschäft. Nichtsdestotrotz bestehen einige wenige Risiken. Folgende Einzelrisiken sind nach unserer Einschätzung vorhanden und wesentlich:
a. Bewertungsrisiko
Der wesentliche Faktor des Pfandgeschäftes ist die Bewertung der als Sicherheit angebotenen Pfandgegenstände. Wenn die Bewertung nicht stimmt und somit der Pfandgegenstand falsch (zu hoch) eingeschätzt wird, besteht folgendes Risiko: Es besteht die Gefahr, dass die Sicherheit nicht ausreichend ist, um Darlehen, Zinsen und Gebühren abzudecken.
Wenn der Wert des Pfandes Darlehen, Zinsen und Gebühren nur teilweise deckt, kann es sein, dass der Kunde das Geschäft als eine gute Veräußerung seines Pfandes ansieht und dem Unternehmen nur der Verwertungsweg bleibt. Bei einer Fehleinschätzung des Wertes besteht dann die Gefahr, dass der zu erzielende Erlös nicht ausreicht und ggf. nicht mal die komplette Pfanddarlehenssumme erzielt werden kann. Dies bedeutete nicht nur den Verlust des Umsatzes sondern auch einen Teilverlust des eingesetzten Geldes (des Pfanddarlehens).
Lombardium begegnet diesem Risiko wie folgt. Es besteht ein – sich ständig erweiternder – Pool aus Experten und Sachverständigen, welche die Einschätzung der Pfandgegenstände übernehmen. Sofern diese Experten bei Lombardium arbeiten, ist deren Zuverlässigkeit gegeben und bei einer sorgfältigen Mitarbeiterauswahl ist auch die Expertise für das jeweilige Fachgebiet vorhanden. Externe Sachverständige werden sorgfältig ausgewählt und müssen auch für die getroffene Aussage zum Wert haften. Auf diese Weise wird das Risiko minimiert oder von Lombardium ferngehalten.
b. Fälschungsrisiko
Insbesondere im Bereich Kunst sowie Uhren und Schmuck besteht das Risiko, dass ein Kunde versucht, der Lombardium gefälschte Gegenstände als Pfand anzubieten. Sollte das Unternehmen dies nicht feststellen, dann besteht das Risiko des Totalausfalles, da eine Verwertung eines gefälschten Gegenstandes nicht möglich ist.
Die Gegenmaßnahmen gegen dieses Risiko entsprechen denen des Bewertungsrisikos. Hier ist der jeweilige Experte oder Sachverständige derjenige, der im Zuge seiner Werteinschätzung auch die Echtheit des Gegenstandes prüfen und auch für dieses Ergebnis haften muss. Dies ist auch ein Grund dafür, dass Lombardium vielfach mit externen Experten zusammenarbeitet, da dadurch stets der jeweilige Spezialist für den speziellen Pfandgegenstand ausgewählt werden kann. Auf diese Weise wird auch dieses Risiko minimiert oder sogar vollständig von der Lombardium ferngehalten.
c. Wertbeständigkeitsrisiko
Ein weiteres Risiko ist die Wertbeständigkeit eines Pfandgegenstandes. Selbst wenn zum Zeitpunkt der Beleihung der Wert durch ein Sachverständigengutachten festgestellt wurde, besteht die Möglichkeit, dass über die Dauer der Beleihung – insbesondere dann, wenn der Kunde das Pfanddarlehen verlängert – eine Änderung des Wertes eintritt (abhängig von dem jeweiligen Pfandgegenstand).
Diesem Risiko kann zum einen durch regelmäßige Neubewertungen des Pfandgegenstandes begegnet werden. Insbesondere wenn ein Pfanddarlehen mehrfach verlängert wird, kann auf diese Weise sichergestellt werden, ob der Pfandgegenstand weiterhin die für das Darlehen notwendige Werthaltigkeit hat. Zum anderen ist die vorsichtige Festsetzung der Beleihungshöhe eine geeignete Maßnahme, um diesem Risiko entgegenzuwirken. Eine maximale Beleihung von 50 % des Zeitwertes stellt sicher, dass selbst bei einem Preisverfall von 30 – 40 % des ursprünglichen Wertes immer noch eine ausreichende Sicherheit für das Darlehen besteht.
d. Verwertungsrisiko
Ein weiteres Risiko ist im Falle einer notwendigen Verwertung des Pfandgegenstandes aufgrund Nichteinlösung durch den Pfandgeber angesiedelt. Selbst wenn die Bewertung richtig und die Echtheit gegeben ist, besteht die Möglichkeit, dass es für den fraglichen Pfandgegenstand keinen geeigneten Absatzmarkt gibt und die Sicherheit des Pfanddarlehens nicht, oder nur zu einem schlechten Preis oder mit zeitlicher Verzögerung verwertet werden kann.
Diesem Risiko kann entgegengewirkt werden, indem bereits vor Annahme des Pfandes als Sicherheit für ein Pfanddarlehen die Marktsituation geklärt und eine Exit-Strategie für das jeweilige Pfand geplant wird. Gegebenenfalls muss in Anbetracht der Marktlage ein Abschlag im Wert gemacht werden.
e. Refinanzierungsrisiko
Das Refinanzierungsrisiko bezeichnet das Risiko, dass das Unternehmen seinen gegenwärtigen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht oder nicht fristgerecht nachkommen kann (Liquiditätsrisiko). Insbesondere zählt hierzu die Möglichkeit, dass Anschlussfinanzierungen von Aktivgeschäften aufgrund inkongruenter Kapitalbindungsfrist auf der Passivseite nicht, oder nur zu ungünstigeren Konditionen, sichergestellt werden können.
Im Rahmen der regelmäßig revidierten Liquiditätsplanung der Geschäftsleitung wird die verfügbare Nettoliquidität für die nächsten 12 Monate auf Basis von vertraglichen und ökonomischen Cash Flows ermittelt und den liquidierbaren Vermögenswerten gegenübergestellt. Auf dieser Basis werden Prognosen für die Entwicklung der Liquidität erstellt. Dem Risiko wird außerdem grundlegend dadurch begegnet, dass die derzeitige Hauptrefinanzierungsbasis Laufzeiten von planmäßig drei Jahren, die Kapitalbindung im Pfandkreditgeschäft hingegen planmäßig weniger als ein Jahr aufweist. Die Laufzeit der einzelnen Pfandkredite gestaltete sich jedoch in den Geschäftsjahren 2013 und 2014 im Mittel länger als ursprünglich geplant. Die Geschäftsleitung hat daher seit dem 3. Quartal 2013 vielfältige organisatorische Veränderungen eingeleitet und in 2014 verstärkt, die zu einem signifikant früheren Rückfluss der Pfandkredite führen sollen. Die Refinanzierung durch Darlehen geschlossener Fonds wird in einer dem Markt- und Regulationsumfeld angepassten Form stetig fortgeführt. Zur zusätzlichen Stabilisierung der Liquiditätsplanung wird der Ausbau der Refinanzierungsbasis um Darlehen aus alternativen Quellen mit Laufzeiten von mindestens fünf Jahren aktiv vorangetrieben.
Sofern die vorhandenen finanziellen Mittel und die geplante kurzfristige Erholung der Zahlungseingänge nicht ausreichen, um die Rückzahlungsverpflichtungen gegenüber den finanzierenden Beteiligungsgesellschaften vollständig zu erfüllen und den laufenden finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft nachzukommen, ist die Gesellschaft abhängig von der Zuführung weiterer liquider Mittel.
f. Aufsichtsrechtliches Risiko
Es besteht, ohne dass es derzeit hierfür Hinweise gäbe, grundsätzlich das Risiko, dass der Gesetzgeber die aufsichtsrechtlichen Bestimmungen für das Pfandleihgewerbe oder Teilbereiche der Geschäfte dieses Gewerbes ändern könnte, was zu zusätzlichen Auflagen für das Unternehmen führen könnte.
Diesem Risiko wird durch freiwillige Antizipation von Maßnahmen zur Erfüllung derartiger Auflagen in den Strukturen und Prozessen des Unternehmens bereits heute umfänglich Rechnung getragen, so dass etwaige gesetzliche Änderungen in diesem Bereich die Fortsetzung des Geschäftsbetriebes nicht negativ beeinflussen sollten.
g. Gesamtrisikobeurteilung
Eine bestandsgefährdende Verwirklichung der vorgenannten Risiken ist bis zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 nicht eingetreten und wird auch für die folgenden Geschäftsjahre 2014 und 2015 nicht erwartet, sofern der Rückfluss aus den Pfanddarlehen und den bisher aufgelaufenen Zinsen und Gebühren kurzfristig erhöht werden kann oder zusätzliche liquide Mittel zur Verfügung gestellt werden können.
Daneben würde das kumulative Eintreten des oben beschriebenen Wertbeständigkeitsrisikos und des Verwertungsrisikos zu ggf. wesentlichen außerordentlichen Wertberichtigungsbedarf der Pfandforderungen führen
Chancen ergeben sich aus der weiter hohen Nachfrage nach Lombardkrediten in allen Bereichen. Da sich die Kriterien der Kreditvergabe durch Banken im Euro-Raum absehbar nicht ändern werden und die weitere wirtschaftliche Entwicklung im Euro-Raum ungewiss ist, wird die Nachfrage nach alternativen Finanzierungslösungen für anstehende geschäftliche oder private Investitionen auch weiterhin bestehen bleiben. Darüber hinaus sehen wir ein deutliches Potential in der Ausweitung der Auktionsvorfinanzierung, welche Kunden von Auktionshäusern die lange Kapitalbindung bis zur Auktion in Teilen erspart und den Verkauf ihrer Kunstwerke stark erleichtert.
Lombardium Verwaltungsgesellschaft mbH
Rainer W. Biehl, Geschäftsführer
Die Feststellung und Billigung des Jahresabschlusses erfolgte in der Gesellschafterversammlung am 21. November 2014.
Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Lombardium Hamburg GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Feststellung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat mit Ausnahme der folgenden Einschränkung zu keinen Einwendungen geführt: Das Vorhandensein der ausgewiesenen Vorräte in Höhe von EUR 3.182.812,51 ist nicht hinreichend nachgewiesen, weil wir nicht an der Inventur teilgenommen und durch alternative Prüfungshandlungen keine hinreichende Sicherheit über den Bestand der Vorräte gewinnen konnten. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass der Jahresabschluss insoweit fehlerhaft ist.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss mit der genannten Einschränkung den gesetzlichen Vorschriften. Der Jahresabschluss vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.
Der Lagebericht steht im Einklang mit einem den gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen zu den bestandsgefährdenden Risiken im Abschnitt V. des Lageberichts hin. Hier wird insbesondere ausgeführt, dass die weitere Entwicklung der Gesellschaft von der Zuführung weiterer liquider Mittel abhängig ist, sofern die geplante kurzfristige Erhöhung der Zahlungseingänge nicht eintreten sollte.“
Hamburg, den 21. November 2014
Roger Hönig, Wirtschaftsprüfer
Dennis Oehler, Wirtschaftsprüfer
2. Mai 2016 Pressedienst

References: § 267
 § 264
 § 264
 § 288
 § 267
 § 286
 § 317