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Timestamp: 2018-09-23 17:14:20+00:00

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Wieviel % Sanktion bei Versäumnis eines Vorstellungsgesprächs? - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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08.01.2010, 01:32 #1
Wieviel % Sanktion bei Versäumnis eines Vorstellungsgesprächs?
Hab ein Termin zum Vorstellungsgespräch in einem betrieb versäumt bzw. bin nicht dort erschienen...
Auf wieviel % Abzug kann ich mich gefasst machen?
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08.01.2010, 01:49 #2
AW: Wieviel % Sanktion bei versäumniss eines vorstellungsgesprächs?
damit hast du einer deiner grundpflichten verletzt (wenn kein wichtiger grund vorliegt) und du kannst mit einer 30 % absenkung der für dich maßgebenden regelleistung rechnen...
08.01.2010, 02:36 #3
Zitat von franky21
bist Du in ALG I oder II?
wer und wie ist der Termin für das Vorstellungsgespräch zustande gekommen?
gab es einen Vermittlungsvorschlag mit RFB vom AA/JC/ARGE? oder selbstgesucht?
warum ist der Termin versäumt worden?
08.01.2010, 03:08 #4
Also ich beziehe ALGII, bei der Stelle handelt es sich um einen Telefonischen Stellenvorschlag von meinem SB also ohne RVB.
Die Firma hat mich nach erhalt meiner Berwerbung telefonisch über die einladung zum Vorstellungsgespräch informiert.
Ich bin nicht erschienen da ich den Termin versäumt habe bzw. nicht mehr daran gedacht habe.
08.01.2010, 03:40 #5
Telefonisch - schon erstmal schlecht - weil telefonisch vom SB erreichbar sein zu können/müssen/sollen - no way! - lass Deine Telefonnummer dort löschen - ist nicht notwendig - man kann Dich schriftlich erreichen, besser für die Nachweisbarkeit!!!
Telefonischer Stellenvorschlag - ohne RFB = - keine Nachweisbarkeit!
Wer weiss denn wer Dich da wann wie wo weshalb angerufen hat?
OK - da hättest Du Dir vielleicht einen wichtigen Termin (wenn denn dann die Stelle ok für Dich gewesen ist) in Deinem Kalendar machen sollen - aber man kann sich ja auch mal irren...
Uiii - was soll ich dazu sagen?
Dich ermahnen Deine Termine irgendwie ernst zu nehmen, im Handy einen `remember´ zu speichern?
nene, das musst Du schon selbst wissen, was wer und wann wichtig ist...und was Du in welchem Zustand was erinnerst, Priorität setzt... aber das weisst Du wohl selbst am Besten...
Du könnest jetzt natürlich bei der Stelle anrufen und um einen neuen Termin bitten und Dir einen hinreichend guten Grund ausdenken, menschlich nachvollziehbar, warum wieso weshalb Du den ersten Termin verpasst hast, wenn denn die Stelle für Dich in irgendeiner Form interressant/relevant ist - ansonsten sehe ich keine Probleme Dich für so was zu sanktionieren - telefonisch ohne RFB ist irgendwie so wie 0 hoch 0.
08.01.2010, 03:53 #6
ich habe mal gegoogelt und u.a. die folgende Info gefunden:
Ohne Rechtsfolgenbelehrung, kann keine Sanktion nach § 31 Abs. 1 Nr. 1c SGB II eintreten.
Wenn du das Angebot aber ohne wichtigen Grund ignorierst und das vielleicht öfters, besteht ggf. die Möglichkeit der Sanktionierung nach Nr. 1b
§ 31 Absenkung und Wegfall des Arbeitslosengeldes II nach SGB II
Jemand anderes möge diese Info bitte kritisieren oder bestätigen.
Nebenbei bemerkt: wegen Sanktionen wie diese werde ich keine eGV mehr unterschreiben.
08.01.2010, 10:04 #7
er verstösst schonmal gegen § 2 sgb II
(1) Erwerbsfähige Hilfebedürftige und die mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden Personen müssen alle Möglichkeiten zur Beendigung oder Verringerung ihrer Hilfebedürftigkeit ausschöpfen. Der erwerbsfähige Hilfebedürftige muss aktiv an allen Maßnahmen zu seiner Eingliederung in Arbeit mitwirken
dies stellt eine pflichtverletzung dar...dazu wird gesagt:
Der Hartz IV Leistungsempfänger muss über die Rechtsfolgen seines Pflichtverstoßes belehrt worden sein, damit eine Sanktion daran angeknüpft werden kann. Diese Rechtsfolgebelehrung muss einen engen zeitlichen Zusammenhang zu dem Verhalten des ALG 2 Empfängers haben...
Eine mündliche Belehrung genügt (BSG, Urteil vom 16.12.2008 - B 4 AS 60/07 R ).
08.01.2010, 12:00 #8
Die Frage, die sich grundsätzlich erstmal stellt ist: Wer kann was beweisen?
bzw.: Was hat wer nachweislich wann gesagt?
09.01.2010, 09:29 #9
Sanktion wird es nicht geben, da Du nicht über die Rechtsfolgen belehrt wurdest.
Trotzdem solltest Du dem Vermittler im Falle einer Anhörung hierzu Dein Verhalten erklären. Sonst bekommst Du künftig womöglich nur noch Vermittlungsvorschläge mit RFB, die darauf optimiert sind, die versäumte Sanktion nachzuholen.
09.01.2010, 11:08 #10
und das nächste mal würde ich mir einen ganz dicken knoten ins taschenbuch machen...
da ist man hartz4 empfänger, bemüht sich nen job zu finden, unternimmt alles um seine arbeitslosigkeit zu beenden und vergisst dann das wichtigste *das vorstellungsgespräch*....ich würde doch tag und nacht an nichts anderes denken als an diesen termin...
jeder kann ja mal was vergessen, aber das dürfte bei solchen wichtigen terminen eigentlich nicht passieren...ans pünktliche geld abholen denkt man ja auch
09.01.2010, 19:53 #11
Vieleicht ist der Zettel mit dem Termin verloren gegangen, oder er hat eine falsche Adresse aufgeschrieben und hat diese FA. dort nicht angetroffen, oder das Datum war falsch, z.b. einen Monat später. .......warum telefoniert man überhaupt mit der Arge
11.01.2010, 00:20 #12
Das Stichwort lautet: NACHWEISLICH.
Also, erstmal das Gehirn einschalten, bevor man mit dem Arbeitsamt Kontakt aufnimt und sich verblödredet.
11.01.2010, 09:12 #13
Also, erstmal das Gehirn einschalten,
...Denn die Firma hat den TE angerufen und diese Tel. Nummer wird im EVN der Firma mit Datum und Uhrzeit festgehalten. Sollte also die Firma ihre Glaubwürdigkeit nachweisen müssen, hat sie doch handfeste Beweise..
11.01.2010, 12:44 #14
Na und, dann haben sie eben mit Hans-Wurst gesprochen und nicht mit einer bestimmten Person.
Oder steht in Deinem lächerlichen Rufnummernprotokoll wer am anderen Ende nachweislich den Hörer abgenommen hat. Vielleicht gibt es ja schon eine Kamera die durch die Leitung kriechen kann.
Solange das Gespräch nicht erlaubt aufgezeichnet wurde können die gar nichts beweisen.
11.01.2010, 13:50 #15
Oder steht in Deinem lächerlichen Rufnummernprotokoll wer am anderen Ende nachweislich den Hörer abgenommen hat.
So mancher "lächerlicher Rufnummernprotokoll" hat schon Leute ins Gefängnis gesteckt oder freigesprochen- lass mal gut sein...
Mit deinen forensichen Begabungen kannst du vielleicht mal ein Buch schreiben, aber kein Prozeß im Sozialrecht gewinnen. Aber wer's braucht, der soll mit Handschuhen den Hörer abnehmen, damit er keine "nachweisliche" Spuren hinterläßt...
11.01.2010, 21:25 #16
Ich würde hier keine Spierenzchen machen, denn die Sache ist eindeutig: Da die Rechtsfolgen für diese konkrete Angebot nicht vermittelt wurden, wäre eine Sanktion rechtlich nicht haltbar.
11.01.2010, 21:58 #17
Ich bin mir nicht so sicher, ob dies so eindeutig ist, denn
Er hat ein Bewerbungsgespräch nicht zustande kommen lassen.
Bleibt also abzuwarten, ob die Firma dies der ARGE/dem JobCenter so mitteilt.
11.01.2010, 22:37 #18
und genau das hab ich schon zig beiträge weiter oben so ähnlich geschrieben...
hab hier fast den eindruck als wenn man als neuling ignoriert wird, weil man selbst zu sehr mit sich selbst beschäftigt ist...
die sehr geehrten herren rechtsanwälte
anstatt miteinander arbeitet ihr hier oft gegeneinander...ob das dem fragenden nützlich ist?
14.07.2011, 21:56 #19
Entschuldigt dass ich dieses alte Thema aus dem Archiv grabe, aber ich hab diesbezüglich ein paar Fragen, die hier gut reinpassen.
Wenn man im Bewerbungsschreiben ausdrücklich auf den Datenschutz hinweist, darf eine ZAF/Arbeitsvermittler trotzdem dem JC Informationen darüber erteilen, ob ich bei einem Bewerbungsgespräch teilgenommen habe oder nicht?
Was hat die Firma davon, eine solche Information dem JC mitzuteilen?
Gibt es (rechtlich betrachtet) Unterschiede zwischen Vorstellungsgespräch und Bewerbungsgespräch?
15.07.2011, 00:17 #20
Ich denke mal logisch nach: Die ZAF kann ja nur dann wissen, dass ein Bewerber arger Kunde ist, wenn a) er das selbst sagt (schön blöd), oder b) die Geschichte über einen argen Stellenvorschlag lief. Im letzteren Fall kann man kaum verhindern, dass eine Rückmeldung erfolgt.
Das arge Gesindel schiebt HE mit Begeisterung zu diesen Sklavenbuden ab. Die ZAF bekommen liebend gerne rechtlose Arbeitsviecher zugetrieben. Eine perfekte Zusammenarbeit. Die schwebende Drohung "Das gebe ich an die Arge weiter" ist doch ein wunderbares Terrorinstrument, um Menschen Angst und sie gefügig zu machen.
Weder rechtlich noch anderweitig.
15.07.2011, 14:28 #21
AW: Wieviel % Sanktion bei Versäumnis eines Vorstellungsgesprächs?
15.07.2011, 15:07 #22
Hattest du die Einladung schritflich erhalten? Wohl per normalem 0,55€ Brief oder?
Bist du dir sicher dass du diese auch wirklich erhalten hast? So ein Brief kann schnell mal verloren gehen auf dem Postweg
15.07.2011, 19:18 #23
@Ron Taboga: Der Thread ist schon 100 Jahre alt Habe meine Frage aber hier zugeordnet, weil es hier gut reinpasst und ich diesen Thread zufällig über die SuFu gefunden habe
Okay, angenommen der Brief ist urplötzlich verschwunden und nie angekommen. Sieht das nicht ein bischen doof aus, wenn das jeden Monat 3 mal passiert? Wenn es nur 3 ZAF geben würde, würde ich mir sagen "Okay, die geben jetzt auf, weil die meinetwegen viel Brief- und Portokosten verschwendet haben", aber es gibt ja tagtäglich mehr solcher Sklaventreiber... *Hust*... ZAF
16.07.2011, 17:56 #24
Ich vermute mal, dass § 57 SGB II hierfür die Rechtsgrundlage bildet:
Arbeitgeber haben der Agentur für Arbeit auf deren Verlangen Auskunft über solche Tatsachen zu geben, die für die Entscheidung über einen Anspruch auf Leistungen nach diesem Buch erheblich sein können; die Agentur für Arbeit kann hierfür die Benutzung eines Vordrucks verlangen.
Tipps zur Abwehr von ZAF gibt es auch hier noch: Leiharbeit, Zeitarbeitsfirmen & PSA
16.07.2011, 18:22 #25
Ich vermute mal, dass § 57 SGB II hierfür die Rechtsgrundlage bildet...
Du vermutest Nonsenns - dieser Paragraph ist nur für Beendigungen oder von laufenden Arbeitsverhältnissen (Minijobbern und Aufstockern) zulässig. Lies ihn Dir komplett durch:
Quelle: § 57 SGB II - Sozialgesetzbuch Zweites Buch - Grundsicherung für Arbeitsuchende
Hier geht es aber um Bewerbungsgespräche und da gibt es kein Arbeitsverhältnis. Und um es mal auf den Punkt zu bringen, es gibt auch keine Auskunftspflicht von Arbeitgebern irgendjemand irgendwas darüber zu erzählen.
Ja, es gibt die Stellenvorschläge und die BA wie auch die Jobcenter verschicken parallel ein sChreiben auch an die AGs, beides auch mit Rückantwortvordruck - aber nur der HE ist verpflichtet diese auch zurückzuschicken. Für die AGs ist das eher sowas wie ein Umfragebogen. So schaut die Rechtslage nunmal damit aus (soweit mir bekannt - sollte sich da was geändert haben berichtigt mich).
sanktion, versaeumniss, versäumnis, vorstellungsgesprächs, wieviel
Sanktion wegen Ignorieren eines Vermittlungsvorschlages Dayna ALG II 15 29.01.2011 01:16

References: § 31

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