Source: http://jzinsli.ch/1_treff_precision.htm
Timestamp: 2017-07-23 10:34:12+00:00

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Die Eröffnung „1
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- 16+ HP, jegliche Verteilung möglich, also auch eine ausgeglichene Verteilung davon gibt es zwei Ausnahmen:
à „2 ¨“ zeigt in einer seiner Varianten 23-24 HP und ein
ausgeglichen erteiltes Blatte
à Gefährlich sowie generell an viereter Stelle: „1 NT“ = 14-16 HP
- Hat man 7 Kontrollen (also 3 Asse und einen König) und ein offensiv interessantes Blatt, kann auch mal mit bloss 15 HP „1 §“ eröffnet werden. Auch mit sehr guten 15 HP ist „1 §“ möglich; z.B. ª
AKJ1096 / © A / ¨ QJ109 /
§ 65. Der Grund: Viele Stiche, viele 10 und 9. Auch mit 15 HP kann man eröffnen, wenn man mindestens eine 6er-Farbe besitzt, welche vis à vis von einem Singleton spielbar ist, und wenn man weiter daneben einen Singleton oder eine Chicane hat.
- Extreme Zweifärber mit den Punkten in den langen Farben kann man ebenfalls mal „1 §“ öffnen; ist man selber gefährlich und Gegner ungefährlich, ist es oft besser, solche Blätter mit „1 in Farbe“ zu eröffnen und später ein Reversgebot folgen zu lassen. Denn interveniert der Gegner, was er ungefährlich mit Leichtigkeit machen kann, wird es oft schwierig, das Blatt zu zeigen. Weiter besteht die Gefahr, dass der Partner sonst bei einem kompetitiven Lizit in unserem Blatt tendenziell von zu vielen Defensivwerten ausgehen dürfte. Ist man hingegen ungefährlich und der Gegner gefährlich, ist es meist richtig, mit „1 §“ zu beginnen.
- Starke Blätter mit 4-4-4-1 eröffnen wir ebenfalls via „1 §“; mit einer Figur in der Singletonfarbe (As oder König) behandeln wir sie in der Regel als ausgeglichen verteiltes Blatt und lizitieren in der zweiten Lizitrunde „Ohne“.
- Unter Umständen eignet sich ein Blatt aber auch mit 16 HP nur bedingt für eine Eröffnung „1 §“. Z.B. mit ª KQ42 / © QJ / ¨ AQJ62 / § J9 kann man durchaus auch „1 ¨“ eröffnen, zumal der Wert der Figuren in den Kürzen von zweifelhafter Natur ist und man eine problemlose Wiederansage hat. Und nicht vergessen: Bei folgendem Blatt mit 16 oder mehr Figurenpunkten eröffnet man nicht „1 §“:
à 23-24 HP, ausgeglichene Verteilung (à man eröffnet „2 ¨“ Multi)
Vorneweg: Da „1 §“ eine künstliche, unlimitierte Eröffnung ist, ist ein „pass“ des Partners ausgeschlossen. Es gibt grundsätzlich zwei Arten von ersten Antworten: Schwache Ansagen einerseits und „starke“ Ansagen (ab mindestens 8 HP) andererseits, Ansagen also, welche sofort das volle Spiel „garantieren“. Es ist somit möglich, bereits auf Stufe 1 mit der ersten Ansage bis zum Bieten des vollen Spiels zu forcieren. Vielleicht stellen Sie sich die Frage, wieso 16 HP (selten gar sehr schöne 15 HP) beim Eröffner und 8+ HP beim Antwortenden bereits das volle Spiel garantieren. Nun, die Erfahrung lehrt, dass sobald ein 8 Kartenfit gefunden wird, in der Regel genug Verteilungswerte vorhanden sind. Bei „Ohne“ sichern wir uns teilweise ab, indem wir die Eröffnung „1 NT“ gefährlich sowie generell an vierter Stelle mit 14-16 HP spielen, etwas grösser hier das Risiko „èmgefährlich bei Eröffnungen an erster, zweiter oder dritter Stelle, da hier „1 NT“ 10-12 HP zeigt und damit mit 16 HP „1 ♣“ eröffnet wird.
Negativ, 0-7 HP, keine Verteilungshände mit 3 italienischen Kontrollen (denn mit 3 Kontrollen lizitieren wir als hätten wir 8+ HP) (italienische Kontrollen: As = 2, König = 1); mit ausgeglichen verteilten Hände sind nur die Figurenpunkte entscheidend.
5+ Karten (keine Qualitätsanforderung!) in
©, 8+ HP, unlimitiert
ª, 8+ HP, unlimitiert
Ausgeglichene Verteilung, 8-13 HP, keine 5er-Edelfarbe, 5er-Unterfarbe nur bei schlechter Qualität erlaubt (eher vermeiden!)
Mindestens 5er-§ (keine Qualitätsanforderung!), 8+ HP, diverse Verteilungen denkbar, tendenziell eher nicht ausgeglichen verteilt
Mindestens 5er-¨
(keine Qualitätsanforderung!), 8+ HP, diverse Verteilungen denkbar, tendenziell eher nicht ausgeglichen verteilt
4-6(7) HP, 6er-©, Punkte mehrheitlich in dieser Farbe (Disziplin, sonst „1
¨“ lizitieren); Beispiel: ª 6
© KJ10954
¨ 1043
4-6(7) HP, 6er-ª, Punkte mehrheitlich in dieser Farbe (Disziplin, sonst „1
¨“ lizitieren); Beispiel: ª QJ10986
14+ HP, ausgeglichene Verteilung ohne 5er-Edelfarbe und ohne 5er- Unterfarbe, also 4-3-3-3 oder 4-4-3-2 (egal wo die 4er-Farben sind) 3 §:
Schwarzer Singleton, also 1-4-4-4 oder 4-4-4-1, 8-11(12) HP 3 ¨:
Roter Singleton, also 4-1-4-4 oder 4-4-1-4, 8-11(12) HP 3 ©:
Exakt 1-4-4-4, Singleton
ª, (12)13+ HP
Beliebige, solide 7er- oder 8er-Farbe, mit oder ohne Kontrollen in den Nebenfarben. Die Farbe muss so solide sein, dass sie vis à vis von einem Singleton spielbar ist (in der Regel AKQJxxx oder AKQxxxxx). Obwohl die Farbe nicht bekannt ist, wird sie der Eröffner anhand seines Blattes kennen. Entscheidend ist, dass falls „Ohne“ der richtige Kontrakt ist, der Eröffner dies bieten kann.
Exakt 4-4-4-1, Singleton
§, (12)13+ HP
Exakt 4-4-1-4, Singleton
¨, (12)13+ HP
Exakt 4-1-4-4, Singleton
©, (12)13+ HP
4-7 HP, gebrochene 8er-©, Punkte mehrheitlich in dieser Farbe
1.) ª AK9543
© 8 ¨ 1095 § 632 1 § - 1 ª
2.) ª K10943
© 7 ¨ A1087 § 765 1 § - 1 ª
3.) ª 3 © A9875 ¨ K8732 § 87 1 § - 1 ©
4.) ª AK765
© 10763 ¨ 754 § 5 1 § - 1 ª
Eine Ansage in „Ohne“ verneint eine 5er-Edelfarbe, und dies ungeachtet der Qualität! Damit weiss man, dass der „Ohne“ lizitierende Antwortende irgendeine Verteilung 4-3-3-3 oder 4-4-3-2 besitzt, selten hat er eine 5er-Unterfarbe (mit 5-3-3-2), welche aber qualitativ eher schlecht ist (und mindestens 11 HP voraussetzt). Keinesfalls sollte man mit einer Verteilung der Art 5-4-2-2 „Ohne“ bieten; unser System lässt es zu, solche Hände exakt zu beschrieben, und dies auf tiefem Niveau! Die Ansage „1 § - 2 NT“ forciert zudem bis „4 NT“.
Das Lizit nach „1
§ - 1 ¨“
Mit der Ansage „1
¨“ zeigt der Antwortende, dass er zu schwach ist, um eine positive Ansage zu machen. Das Gebot ist konventionell und zeigt 0-7 HP (hat nichts mit der Farbe
¨ zu tun). Grundsätzlich verläuft das Folgelizit nach dieser schwachen Ansage von „1 ¨“ natürlich. Es gibt aber zwei Ausnahmen: Konventionell sind seitens des Eröffners die Ansagen „1 ©“ sowie „2
§“. „1
©“ kann natürlich oder aber Relais sein (danach verwendet der Anwortende meistens den Relais von „1
ª“), „2
§“ zeigt ein sehr starkes Blatt.
à Variante 1: Natürlich, 16-19(20) HP, maximal 7½ Stiche, 5+
à Variante 2: 16-19(20) HP, maximal 7½ Stiche, 5+ Karten in ♣
à Variante 3: 19-20 HP, ausgeglichene Verteilung ohne 5er-Edelfarbe (nach Partners Relais von „1 ª“ sagt man nun „1 NT“)
à Variante 4: 25+ HP, ausgeglichene Verteilung mit oder ohne 5er-Edelfarbe (nach Partners Relais von „1
ª“ sagt man nun „2 NT“)
Natürlich, 16-19(20) HP, maximal 7½ Stiche, 5+
ª, passbar
16-18 HP, „gefährlich“ sowie generell nach Eröffnungen an vierter Stelle 17-18 HP, ausgeglichen verteiltes Blatt ohne 5er-Edelfarbe, 5er-Unterfarbe erlaubt; denkbar auch jegliche Verteilung 4-4-4-1 mit einem As oder einem König in der Singletonfarbe.
Relais, wird mit zum vollen Spiel forcierenden Händen verwendet (bei Unterfarben forcierend bis Stufe 4), verlangt vom Partner mit 0-1 Kontrollen den Relais von „2
¨“, mit 2 Kontrolle „2 ♥“ und mit 3 Kontrollen „2 ♠“ und flachem Blatt
16-19(20) HP, maximal 7½ Stiche, (5)6+
¨, passbar
19-22 HP, 8-8 ½ Stiche, semiforcing, schöne
©-Farbe mit 5+ Karten, Ein- oder Zweifärber, ausgeglichene Verteilung bei 5er-Edelfarbe möglich
ª-Farbe mit 5+ Karten, Ein- oder Zweifärber, ausgeglichene Verteilung bei 5er-Edelfarbe möglich
21-22 HP, ausgeglichen verteiltes Blatt, 5er-Edelfarbe erlaubt
§-Farbe mit 6+ Karten, keine 4er-Edelfarbe
¨-Farbe mit 6+ Karten, keine 4er-Edelfarbe
Sehr stark, setzt die
©-Farbe als Trumpf fest, auch wenn der Partner Chicane
© hat. Der Partner ist aufgefordert, einen Erstrunden-Cue-bid zu machen (mit Chicane nur dann, wenn er mindestens zwei Trümpfe hat). „3 NT“ zeigt, dass man eine Zweitrundenkontrolle hat, welche mit „4
§“ erfragt werden kann. „4
©“ verneint den Besitz einer Erst- oder Zweitrundenkontrolle. In diesem Fall kann der Eröffner einen modfizierten „Control Asking-bid“ machen (1. Stufe = keine Drittrundenkontrolle, 2. Stufe = Doubleton, 3. Stufe = Qxx). Beispiel: ª 65 /
© AKQ107543 /
¨ AKJ /
ª-Farbe als Trumpf fest, auch wenn der Partner Chicane ª hat. Der Partner ist aufgefordert, einen Erstrunden-Cue-bid zu machen (mit Chicane nur dann, wenn er mindestens zwei Trümpfe hat). „3 NT“ zeigt, dass man eine Zweitrundenkontrolle hat, welche mit „4
ª“ verneint den Besitz einer Erst- oder Zweitrundenkontrolle. In diesem Fall kann der Eröffner einen modfizierten „Control Asking-bid“ machen (1. Stufe = keine Drittrundenkontrolle, 2. Stufe = Doubleton, 3. Stufe = Qxx). Beispiel:
ª AKQJ1098 /
© 4 /
¨ KJ3 /
Geschlossene §- oder ¨-Farbe (7-8 Karten) im Stile Namyats (aber mit Zusatzwerten in den Nebenfarben (in der Regel zu passen, für Folgelizit vergleiche man jene bei der Eröffnung „3 NT“)
Zum spielen, stärker als eine Namyats-Eröffnung („4
§“)
Beispiel: ª AKJ10654 / © KQ6 /
¨ A7 /
Bei der zweiten Wiederansage hängt das Lizit natürlich von der ersten Wiederansage des Eröffners, aber auch von der eigenen Stärke ab. Absolut forcierend sind des Eröffners „Relais“ von „1
©“ respektive „2
§“, aber auch seine Gebote „3
©“ respektive „3
ª“. Hat der Eröffner eine natürliche, nicht forcierende Ansage gemacht, passt der Antwortende in der Regel mit 0-4 HP, sofern man tendenziell eine ausgeglichene Verteilung (mit oder ohne Fit) hat. Mit unregelmässigen Händen und Fit ist man etwas aggressiver und gibt zumindest mit 4 HP diesen Fit zu. So lizitiert man beispielsweise mit ª Q76 / © 9 /
¨ Q543 /
§ 109865 nach „1
ª“ à „2 ª“, mit
ª Q963 /
© 9 /
¨ Q54 /
§ 109865 gar
à „3
ª“. Hingegen passt man nach dieser Sequenz mit einem ausgeglichen verteilten Blatt wie ª QJ5 /
© 765 /
¨ J107 /
§ 7632. Ein Blatt mit 4 HP behandelt man aber auch dann wie ein solches der Stärke 5-7 HP, wenn man ein As besitzt.
Die Ansage „1 § - 1 ¨ - 1
ª“ ist natürlich und limitiert. Besitzt der Antwortenden 5-7 HP und einen Fit, so sollte er diesen zugeben; dies gilt auch dann, wenn er daneben eine eigene Farbe besitzt. Eine eigene Farbe führt man mit 5-7 HP nur ohne Fit ein (und mit schwächeren Blättern passt man). Aggressiv bieten (auch mit Sprüngen) darf man mit gutem Fit (4+ Karten) und einem Singleton oder einer Chicane sowie 5-7 HP; mit einem Doppelsprung kann man auch einen Splinter machen (z.B. nach „1 § - 1 ¨ - 1
ª - 4 §“ mit à ª J1098 /
© 93 /
¨ AJ10987 /
§ 5). Etwas speziell ist „1§ - 1 ¨ -1
©“: Die Ansage kann natürlich oder Relais sein; der Antwortende ist grundsätzlich gehalten, nun „1
ª“ anzusagen, abgesehen von folgenden Ausnahmen: 1 §
Zu 99% obligatorischer Relais.
à Davon darf nur mit schwachem Blatt (0-5 HP) und schlechter Länge in
¨, mit einer 6er-Edelfarbe und 0-3 HP oder mit einem schwachen Blatt mit 5-5 in den Edel- respektive Unterfarben abgesehen werden.
0-4 HP, 5-5 in den Edelfarben (der Eröffner kann nun die längere Edelfarbe auf der Stufe seines Beliebens lizitieren)
0-5 HP, schlechtes Blatt, durchlöcherte Länge in
6er-©, 0-3 HP
6er-ª, 0-3 HP
2 NT: 0-4 HP, mindestens 5-5 in den Unterfarben
3 §/¨/©/ª:
Natürlich, schwach, 7er-Farbe, 0-3 HP
Das Folgelizit nach “1 § - 1 ¨ - 1 © - 1 ª: 1 §
19-20 HP, ausgeglichen verteiltes Blatt, keine 5er-Edelfarbe
16-20(21/22) HP (weniger als semiforcierendes Blatt), 5+ §
16-20(21/22) HP (weniger als semiforcierendes Blatt), 5er-©
16-19 HP (weniger als semiforcierendes Blatt), 6+
16-22(23) HP, (4)5+
©, 4+
ª 2 NT:
25+ HP, ausgeglichen verteiltes Blatt
ª QJ75 1 § - 1 ¨ 1 ♣ - 1 ♦
© AKQJ5 1 © - 1 ª 1 ♥ - 1 ♠
¨ J 2 ♦ - 2 © 2 ♠: 6er-♥, 4er-♠
§ K72 2 ª: Das Gebot zeigt genug Werte um aus Stufe 3 zu spielen, 5 Karten in
und 4 Karten in ª
Voraussetzungen der Ansage: - Ausgeglichene Verteilung
- Gute 19-20 HP, keine 5er-Edelfarbe - „4-3-3-3“, „4-4-3-2“, „5-3-3-2“, „6-3-2-2“ mit 6er-Unterfarbe denkbar (dann aber (18)19 HP)
Besonderheiten im Folgelizit
Beachten Sie folgende Spezialität im Folgelizit: Hat man eine Verteilung 5-2 oder 5-3 in den Edelfarben, lizitiert man via Transfer. In Ausnahmefällen ist aber auch mit 5-3 ein Stayman möglich, dann nämlich, wenn man eine Lücke in einer Nebenfarbe hat und auf der Suche nach einem guten Fit 5-3 oder 4-3 ist. Erst bei einer Verteilung 5-4 geht man via Stayman, und zwar dann, wenn man ab (5)6-7 HP besitzt. Bei dieser Variante lizitiert man nach "2 ¨" auf Stufe 3 die 4er-Farbe (Smolen-Konvention) respektive sagt das volle Spiel an, wenn der Partner nach dem Stayman eine 4er-Edelfarbe zeigt. Hat man neben der 5-4-Verteilung in den Edelfarben aber 4-5 HP, so transferiert man zuerst in die 5er-Farbe und lizitiert anschliessend die 4er-Farbe; dieses Lizit ist eine Einladung zum vollen Spiel.
Die ersten Ansagen 1 §
5+ HP, Stayman (mit oder ohne Edelfarbe), ab 0 HP möglich mit 5-4 oder 4-5 in den Edelfarben (oder mit 4-4-5-0, selten 4-4-4-1)
Transfer ©, 5+ ©, 0-7 HP
Transfer ª, 5+
ª, 0-7 HP
Transfer §, 6+
§, 0-7 HP 2 NT:
Transfer ¨, 6+ ¨, 0-7 HP
(6)7 HP, mindestens 5-5 in den Edelfarben, Interesse an mehr (der Partner lizitiert ohne Interesse 4 in der bevorzugten Edelfarbe, mit der Festlegung der Trumpffarbe auf Stufe 3 zeigt er Interesse an Cue-bids)
5-5 ª und
©, 5(-6) HP, einladend zum vollen Spiel, passbar
5-5 § und
¨, forcierend zu vollen Spiel, (5)6-7 HP, der Partner kann „3 NT“ sagen
6-7 HP, ausgeglichen; dabei darf man in den Unterfarben Längenpunkte hinzu zählen, sofern man in der Farbe Figuren besitzt. Die fünfte Karte gibt einen Punkt, die sechste zusätzlich zwei Punkte.
Texas für ©, 5-7 Punkte, 6er-©, Punkte eher ausserhalb der Farbe
Texas für ª, 5-7 Punkte, 6er-ª, Punkte eher ausserhalb der Farbe
5 ª und 5
©, zum spielen, kein Interesse an mehr
0-4 HP, 5-5 in ª/©
Mindestens 5-5 in
© und ª, 6(7) HP, Interesse an mehr
5-5 in
© und
ª, 5(6) HP, bloss einladend
Den Stayman muss man alertieren, da man ihn auch schwachen Blättern oder mit ausgeglichen verteilten Blättern ohne Edelfarbe lizitiert, nämlich bei einer Stärke von 5 HP. Denn die Ansage von „2 NT“ ist ja konventionell (zeigt nämlich Transfer ¨ mit 6+ Karten in der ¨-Farbe). Auch die nachfolgenden Ansagen sollten alertiert werden.
4er-©,
4er-ª noch möglich
Und nun aufpassen: Nach der Antwort von „2
¨“ nach dem Stayman ist die Ansage von zwei in einer Edelfarbe zu passen. „2 NT“ zeigt 5 HP und ladet zu „3 NT“ ein (mit oder ohne Edelfarbe).
5 ©, 4 ª, 0-4 HP, zu passen !
5 ª, 4
©, 0-4 HP, zu passen
5 HP, Einladung zu „3 NT“
5+ §, (5)6-7 HP, Mancheforcing
¨, (5)6-7 HP, Mancheforcing
5er-ª, (3)4er-©, Smolen-Konvention, forcing zum vollen Spiel, 5-7 HP
5er-©, (3)4er-ª, Smolen-Konvention, forcing zum vollen Spiel, 5-7 HP
6-7 HP, ausgeglichen, mindestens eine 4er-Edelfarbe
Zum spielen, 5-7 HP, wohl 6+ © und 4 ª
Zum spielen, 5-7 HP, wohl 6+ ª und 4 ©
1 NT 2 §
4+ ª, 5 HP, mit absolutem Minimum und Fit passbar
Bsp: ª K10xx © xxx ¨ Q10xx § xx
5 HP, einladend zum vollen Spiel ohne 4er-Edelfarbe
5+ §, Mancheforcing, 5-7 HP
5+ ¨, Mancheforcing, 5-7 HP
5 Punkte, 4er-©, einladend
©-Fit, 7 HP, Splinter
Ausgeglichene Verteilung, 6-7 HP,
4er-Pik
©-Fit, Splinter, 7 HP
©-Fit, Abschluss, 6-7 Punkte
5 HP, einladend, ausgeglichen
4-5 HP, Fit in ª, ladet zu „4 ª“ ein, wenn der Partner etwas in © hat („positiver Trial-bid“, man hat selbst etwas in ©)
5 Punkte, 4er-ª, einladend
6-7, ausgeglichen mit 4er-©
Pik-Fit, Splinter, 7 HP
Und nun einige Details zu den Transfer-Ansagen
Der Transfer ist auszuführen. Sprünge in die Transferfarbe sollten nur in ganz seltenen Ausnahmefällen gemacht werden (zeigt Maximum und schönen 4er-Fit), da der Partner ja sehr schwach sein kann. Eine neue Farbe zeigt ebenfalls Maximum, einen schönen 4er-Fit und verneint Werte in der angesagten Farbe. „2 NT“ zeigt 20½ HP (dank einer schönen 5er-Farbe) und einen Dreikartenfit mit zwei der drei Topfiguren; im Paarturnier ist diese Ansage nur in Ausnahmefällen anzuwenden, im Teamwettkampf hingegen immer. Nach all diesen Abweichungen von der Ausführung des Transfers ist eine Wiederholung der Transferfarbe ein Retransfer, der zwingend zu befolgen ist. Kontriert der Gegner den Transfer, führt ihn der Partner nur mit Fit aus (sonst passt man).
Ein Beispiel: 1 §
Zum spielen (also
ª-Fit und nicht Maximum)
0-4 HP, 5+
5+ ©, 4 ª, einladend, 5 HP
5er-©, ausgeglichen verteilt, 5 HP, einladend
6+ ©, Einladung zum vollen Spiel, Punkte eher ausserhalb der ©-Farbe (sonst hätte man nach „1 §“ schon „2 ©“ lizitiert)
Splinter, 7 HP, 6+ ©
Ausgeglichene Verteilung mit 5er-Herz, 6-7 HP
6er-©,
leichtes Schlemminteresse, in der Regel zu passen, 7 HP, keine Kürze im Blatt (sonst hätte man Splinter gemacht), Mittelkarten, Problem bei Topkarten, Punkte eher ausserhalb der ©-Farbe (sonst hätte man nach „1 §“ schon „2 ©“ lizitiert)
Natürlich, gute Farbe (in der Regel 5er-Farbe und Maximum, 6er-Farbe mit 18-19 HP denkbar)
0-4 HP, 5+ ª
5er-ª, ausgeglichen verteilt, 5 HP, einladend
4+ §, forcing zum vollen Spiel, 5-7 HP
4+ ¨, forcing zum vollen Spiel, 5-7 HP
4+ ©, Einladung zum vollen Spiel, 5 HP
6+ Karten in ª, Einladung zu „4 ª“, 5 HP, Punkte eher ausserhalb der ª-Farbe (sonst hätte man nach „1 §“ schon „2 ª“ lizitiert)
Ausgeglichen mit 5er-ª, 6-7 HP
7 HP, Splinter, 6+ ª
5 ª, 5
©, zum passen oder korrigieren, (5)6(7) HP, kein Schlemminteresse !
6er-ª,
leichtes Schlemminteresse, in der Regel zu passen, 7 HP, keine Kürze (sonst verwendet man Splinter), Mittelkarten, Problem bei Topkarten, Punkte eher ausserhalb der ª-Farbe (sonst hätte man nach „1 §“ schon „2 ª“ lizitiert)
Mit „2 ª“ respektive „2 NT“ transferiert man auf die Unterfarben § respektive
In der Regel führt man den Transfer einfach aus. Sagt man nach „2 ª“
à „2 NT“ respektive nach „2 NT“ à „3
§“, so zeigt dies Maximum und mindestens einen 4-Kartenfit oder aber mindestens Axx oder KJx (in der Unterfarbe des Partners); dies erlaubt es dem Partner, allenfalls „3 NT“ anzusagen. 1 §
ª:
Natürlich, 4er-Farbe, 6+ §, 5-7 HP, forcierend
Splinter ¨, schöne 6er-§, (6)7 HP, leichtes Schleminteresse (4 NT ist nun zum spielen!)
Splinter ©, schöne 6er-§, (6)7 HP, leichtes Schleminteresse (4 NT ist nun zum spielen!)
Splinter ª, schöne 6er-§, (6)7 HP, leichtes Schleminteresse (4 NT ist nun zum spielen!)
Splinter, schöne 6er-¨, (6)7 HP, leichtes Schleminteresse (4 NT ist nun zum spielen!)
6 §, 4 ©, forcing, 5-7 HP
6 §, 4 ª, forcing, 5-7 HP
Splinter in angesagter Edelfarbe, schöne 6er-§, (6)7 HP, leichtes Schlemminteresse (4 NT ist nun zum spielen!)
Danach ist "4
à “5-As-Blackwood”.
¨, 4
ª, forcing, 5-7 HP
6 ¨, 4 © (danach ist „4 NT“ zum spielen), 5-7 HP
Aufpassen muss man hier also bei der speziellen „4
§ - Ansage“, welche daher nochmals dargestellt wird:
4 HP in
à „5-As-Blackwood“.
Führt der Eröffner den Transfer in eine Unterfarbe normal aus und lizitierte der Antwortende nun eine Edelfarbe auf der Stufe 3, so ist dies natürlich und zeigt ein 6-4-Blatt mit 4er-Edelfarbe und forciert zum vollen Spiel. Hat man als Antwortender eine solche Verteilung und zu wenig Punkte für ein volles Spiel, so transferiert man in die Unterfarbe und passt in der Folge (hierfür hat man in der Regel 0-4 HP und eine valable Unterfarbe, sonst hätte man nach „1 § - 1
©“ sofort „2
§“ gesagt).
Der Gegner interveniert nach "1 Sans Atout"
Wenn der Gegner nach der Eröffnung "1
§ -1
ª - 1 NT" in natürlicher oder künstlicher Weise interveniert, so verhalten wir uns - soweit hinten nichts anderes beschrieben ist - wie folgt:
Negatives Kontra, man will Teilkontrakt spielen, zeigt andere Farben, (0)1-4 HP
4-7 HP, optionell
5-7 HP, Stayman ohne Stopper in Gegnerfarbe
5-7 HP, 5+ Karten, natürlich, forcing
5-7 HP, 5+ Karten, natürlich, forcing, kein Stopper in der Gegnerfarbe (sonst via „2 NT“ und dann z.B. „3 ª“)
Lebensohl, Partner muss "3 §" sagen; danach ist die Ansage einer Farbe unterhalb der Interventionsfarbe zu passen, der Überruf der Gegnerfarbe ist Stayman mit Stopper in der Farbe des Gegners und „3 NT“ ist zum spielen (mit Stopper in des Gegners Farbe), eine ranghöhere Farbe als die Interventionsfarbe ist natürlich, zeigt weiter Stopper und 5-7 HP
(5)6-7 HP, ausgeglichen, kein Stopper in der gegnerischen Farbe
Interveniert der Gegner nun im Transfer, so zeigt Kontra 4-7 HP und die für die Transferansage verwendete Farbe, das Gebot der Transferfarbe zeigt (0)1-4 HP und ist wie ein negatives Kontra (also Take-out gegen die angesagte Farbe des Gegners), alle übrigen Ansagen sind identisch wie oben bei der Verteidigung gegen die natürliche Intervention (also Lebensohl etc.). Das direkte Lizit der gegnerischen Farbe auf Stufe 3 ist also Stayman ohne Stopper, nach "2 NT" hingegen mit Stopper, beide Male mit (4)5-7 HP. Wenn der Gegner uns in den nun erreichten „1 NT“ kontriert, so ist "Rekontra" Transfer für § (5+ Treff), "2 §" zeigt 5+ Karo, "2 ¨" zeigt 5+ Herz, "2 ©" schliesslich zeigt 5+ Pik. Über die Stärke sagen diese Transferansagen nichts aus. Passt man, muss der Eröffner rekontrieren. Dieses Rekontra wird gepasst, wenn man glaubt, der Partner erfülle "1 NT" (so ab (2)3 HP), ansonsten lizitiert man ökonomisch 4er-Farben von unten, bis man einen Fit gefunden hat. Bitte beachten: Wir schenken dabei der Bedeutung des gegnerischen Kontras keine Beachtung, spielen also immer gleich.
Es gibt unzählige Konventionen mit Zweifärbern gegen „1 NT“. Wir verhalten uns gegen diese immer gleich, egal, ob wir „1 NT“ eröffnet haben, oder aber ob wir „1 NT“ lizitiert haben nach „1
¨ - 1 NT“ oder nach „1 § - 1 ¨ - 1 © - 1 ª - 1 NT“: Der einzige Unterschied liegt in der Stärke, welche es für diese Ansagen braucht – logisch, dass man nach der Eröffnung „1 NT“ mit 13-15 HP vorsichtiger sein muss als bei den anderen beiden Varianten. Details auf unser Gegenlizit gegen konventionelle Ansagen nach „1 NT“ sei auf das Kapitel „Eröffnung 1 NT“ verwiesen. (Exkurs: Nach „1 NT“ superschwach (10-12 HP) ist zu beachten, dass ein „Kontra“ gegen Farbinterventionen strafend ist.) Kontriert der Gegner unsere Stayman-Ansage, so passen wir ohne Stopper in §. Alle anderen Ansagen sind wie nach dem ungestörten "Stayman", allerdings zeigen die Ansagen einen
§-Stopper. Hat man gepasst, muss der Partner rekontrieren. Nun passt der Eröffner, wenn er 5+ schöne Karten in Treff hat, ansonsten lizitiert er wiederum wie nach ungestörtem Stayman; als Zusatzinformation weiss der Partner aber, dass der Eröffner keinen
§-Stopper hat. Das direkte Rekontra des Eröffners verneint eine 4er-Edelfarbe und zeigt 4
§-Karten. Der Partner kann nun allenfalls bei §-Support passen.
Gegner Wir
Durch die Intervention hat der Gegner unsere Ansage verunmöglicht
Vorschlag zu Strafkontra, 4 Karten in
4 Karten in ª, forcierend
Nach einer gegnerischen Farbansage lizitieren wir nur dann, wenn die vorgesehene Ansage noch möglich ist (sonst passen oder kontrieren, was Strafvorschlag ist).
Nach Eröffners "pass" ist Partners "Kontra" ein Strafvorschlag. Wir
Verwenden wir eine Transfer-Ansage und wird diese vom Gegner kontriert, führen wir den Transfer nur aus, wenn wir einen Fit haben. Rekontriert der Partner nach unserem "pass", so fordert er uns nun auf, den Transfer auszuführen. Rekontriert der Eröffner, so zeigt dies 5 schöne Karten in der lizitierten und kontrierten Farbe, in der Regel verneint es einen Fit in Partners Farbe.
Das Folgelizit nach “1 § - 1 ¨ - 1 © - 1 ª - 2 NT:
Diese Ansage zeigt ein ausgeglichenes Blatt mit 25+ HP. Die weiteren Lizitfolgen sind absolut identisch wie nach der Eröffnung
à „2
¨“, gefolgt von „2 NT“ à ausser dass die weiteren Ansagen weniger Punkte voraussetzen. Logischerweise wird ab 0 Punkten gesprochen, bei Schlemmgelüsten orientiert man sich an den Erfahrungswerten, dass „6 NT“ ab 33 HP Sinn macht, „7 NT“ ab 37 HP. Es sei daher auf die dort dargestellten Folgen verwiesen. Dies gilt auch für den Schutz gegen Interventionen, sollten sie plötzlich auf dieser Stufe erfolgen.
Das weitere Lizit nach „1 § - 1 ¨ - 1 ª“:
0-3(4) HP, mit oder ohne Fit in
1 NT: 5-7 HP, ausgeglichene Verteilung; Hinweis: Diese Ansage sollte man nur machen, wenn man keine andere Wahl hat, denn es spielt die falsche Seite.
(4)5-7 HP, natürlich, 5+ Karten in
§, nicht forcierend, je länger die Farbe, desto weniger Punkte nötig
¨, nicht forcierend, je länger die Farbe, desto weniger Punkte nötig
©, nicht forcierend, je länger die Farbe, desto weniger Punkte nötig
Fit in ª, (4)5 HP
7 HP, natürlich, lange Farbe, kein Fit
Fit in ª, 6-7 Punkte, allenfalls unregelmässig verteiltes Blatt wie z.B. ª Q764
¨ Q54
§ 109865
Fit in ª, Splinter §, für die Ansage von “1
¨” eine gute Hand, z.B.
ª J1098
¨ AJ10987
§ 5 4 ¨:
Fit in ª, Splinter ¨, für die Ansage von “1
¨” eine gute Hand
Fit in ª, Splinter ©, für die Ansage von “1
Generell gilt bei der zweiten Ansage des Antwortenden, dass er einen Fit zugeben sollte, wenn er einen hat (statt vorneweg eine eigene Farbe einzuführen).
Das Folgelizit nach “1 § - 1 ¨ - 1 NT“:
Mit „1 § - 1
¨ - 1 NT“ zeigt der Eröffner ein ausgeglichen verteiltes Blatt ohne 5er-Edelfarbe mit 16-18 HP respektive 17-18 HP bei roter Gefahrenlage respektive generell nach Eröffnungen an vierter Stelle. Wegen der Limitierung der Hand übernimmt der Antwortende das Kommando. Einladungen zu einem vollen Spiel sollten nur mit (6)7 HP gemacht werden, es sei denn, man besitze die notwendige Verteilung (sprich eine lange Farbe).
Beachten Sie folgende Spezialität im Folgelizit: Hat man eine Verteilung 5-2 oder 5-3 in den Edelfarben, lizitiert man via Transfer (der Eröffner hat ja keine 5er-Edelfarbe). Erst bei einer Verteilung 5-4 geht man via Stayman, wobei man auch ganz schwach sein kann. Mit 0-6 HP sollte man in der Regel passen, ausser man besitzt 5-4 oder 4-5 in den Edelfarben oder hat eine Verteilung, mit der man jede Antwort des Eröffners nach dem Stayman passen kann. Mit 7 HP hingegen sollte man einladen – man hat genügend Punkte für jeden Kontrakt der Stufe 2; bei 6 HP muss man sich bewusst sein, dass man gegen den Saal spielt, wenn man nun „Stayman“ bietet, da die meisten Spieler in natürlichen Systemen passen.
pass: 0-7 HP, ausgeglichen verteilt, keine Länge, insbesondere keine 5er-Edelfarbe
Stayman, 0-7 HP, mindestens 5-4 oder 4-5 in den Edelfarben, 0-7 HP und eine Verteilung, mit der man jede Wiederansage des Eröffners passen kann, oder 7 HP mit mindestens einer Edelfarbe
0-7 HP, Transfer ©, 5+ ©
0-7 HP, Transfer ª, 5+
0-7 HP, Transfer §, 6+
0-7 HP, Transfer ¨, 6+ ¨
Schwach, mindestens 5-5 in den Unterfarben, zum passen oder korrigieren
Mindestens 5-5 in den Edelfarben, 7 HP, der Partner sagt auf Stufe 3 oder 4 den Endkontrakt an.
Mindestens 5-5 in den Edelfarben, maximal 6 HP, zum passen oder korrigieren, der Partner sagt auf Stufe 3 den Endkontrakt an.
7 HP, mindestens 5-5 in den Unterfarben, Einladung zu „3 NT“ oder „5 in einer Unterfarbe (mit Minimum und einem Problem in einer oder beiden Edelfarbe(n) kann der Eröffner eine Unterfarbe auf Stufe 4 ansagen).
Bei den Antworten nach dem Stayman verwenden wir immer das gleiche Konstrukt: 1 §
Keine 5er- oder 4er-Edelfarbe
4er-©, 4+ Karten in ª möglich 2 ª:
Und nun aufpassen:
Nach der Antwort von „2 ¨“ nach dem Stayman ist die Ansage von zwei in einer Edelfarbe nicht forcierend.
Schwach, in der Regel 5er-¨ und 4-4, 3-4 oder 4-3 in den Edelfarben
5 ©, 4 ª, 0-7 HP, zu passen !
©, 0-7 HP, zu passen !
7 HP, Einladung zu „3 NT“
4er-ª, (6-)7 HP (z.B. ª Kxxx
¨ QJxxxx
§ xxx)
Einladung zu „3 NT“, (6-)7 HP, natürlich, kein Fit in ª
Einladung zu „4 ª“, 4er-ª, (6)7 HP
ª-Fit, Abschluss, mit was auch immer
Ein Transfer ist immer auszuführen. Sprünge in die Transferfarbe sind verboten. 1 §
0-6 HP, 5+
5+ ©, 4 ª, einladend, 7 HP
5er-©, ausgeglichen verteilt, 7 HP, einladend
5+ §, zum passen oder korrigieren, nicht Minimum
5+ ¨, zum passen oder korrigieren, nicht Minimum
6+ ©, Einladung zum vollen Spiel, 7 HP, Punkte eher ausserhalb der ©-Farbe (sonst hätte man auf „1 §“
à „2 ©“ lizitiert)
3er-©, Minimum, 16-17 HP
4er-ª, Minimum, 16-17 HP
0-6 HP, 5+ ª
5er-ª, ausgeglichen verteilt, 7 HP, einladend
5+ ©, Einladung zum vollen Spiel, (6)7 HP
6+ ª, Einladung zu 4 ª, 7 HP, Punkte eher ausserhalb der ª-Farbe (sonst hätte man auf „1 §“
à „2 ª“ lizitiert)
Schlemminteresse mit extremer Verteilung, Frage nach Qualität der Trumpffarbe (Achtung: Spezieller „Trumpf Asking-bid“)
6 §, 4 ©, 7 HP
6 §, 4 ª, 7 HP
Der „Trumpf Asking-bid“ hat folgende Antworten:
ª, forcing, 7 HP
6 ¨, 4 © (danach ist „4 NT“ zum spielen), 7 HP
Hat der Antwortende nach einer positiven Ansage des Eröffners wie soeben dargestellt eine 6er-Unterfarbe und eine 4er-Edelfarbe gezeigt, ist "3 NT" respektive die Hebung der Edelfarbe auf Stufe 4 zum spielen; andere Gebote wären Cue-bids (ist aber eher unwahrscheinlich).
Das Lizit nach „1 § - 1 ¨ - 2 §“:
Die Sequenz „1 § - 1 ¨ - 2§“ spielen wir künstlich. „2 §“ ist nun ein forcierender Relais (hat nichts mit § zu tun). Wird nach einem Relais von „2
¨“, „2
♥“ oder „2 ♠“ nun eine Edelfarbe lizitiert, ist diese Ansage forcierend bis zum vollen Spiel, die Ansage einer Unterfarbe ist forcierend bis „3 NT“ oder „4 in dieser Unterfarbe“. 1 §
Bedetung der Ansagen
„2 §“ ist Relais, in der Regel ab etwa 23 HP (entspricht in einem natürlichen System der zum vollen Spiel forcierenden Eröffnung) !
Relais, 0-1 italienische Kontrollen, 0-7 HP
Relais, 2 italienische Kontrollen, 0-7 HP
Relais, 3 italienische Kontrollen, 0-7 HP, flaches Blatt (sonst hätte man mit 3 Kontrollen nicht „1 ♦“ lizitiert)
Interveniert der Gegner nach „2 ♣“, zeigt „pass“ 0-1 Kontrollen, „Kontra“ 2 Kontrollen und die Ansage der nächsten Stufe 3 Kontrollen.
„2 §“ ist Relais, in der Regel ab etwa 23 HP
2 ¨/♥/♠
Relais mit Kontrollen
2/3 ©:
Natürlich, 5+ Karten in
©, forcierend zum vollen Spiel
2/3 ª:
ª, forcierend zum vollen Spiel
(5)6er-Unterfarbe, eine oder beide Edelfarben mindestens zu dritt, rundenforcing, forcing bis „3 NT“ oder „4
§“ oder „4
(5)6+ Karten in §,
forcing bis „3 NT“ oder „4 §“
(5)6+ Karten in
¨, forcing bis „3 NT“ oder „4 ¨“
Schwach, mit 23-24 HP zum passen oder korrigieren (auf "3 ¨"), mit 25 + HP sucht man eine natürliche Ansage
Frage nach der Edelfarbe
Einfärber Herz, 0-3 HP
Einfärber Pik, 0-3 HP
Verteilungsanfrage ohne Interesse an der Edelfarbe
Einfärber Herz, 4-7 HP, Punkte eher ausserhalb der ©-Farbe (sonst hätte man die Farbe direkt mit einem Sprung nach der Eröffnung gezeigt)
Einfärber Pik, 4-7 HP, Punkte eher ausserhalb der ª-Farbe (sonst hätte man die Farbe direkt mit einem Sprung nach der Eröffnung gezeigt)
3er-Herz
3er-Pik
Beide Edelfarben mindestens zu dritt
Cue-bid, Fit
Frage nach langer Unterfarbe
6er-Karo
6er-Treff, Cue-bid Herz
6er-Treff, Cue-bid Pik
6er-Treff, Cue-bid in Karo
Zeigt man statt einer 6er-Treff mit "4
¨" eine 6er-Karo, so werden anschliessend allenfalls Cue-bids gezeigt.
Cue-bid mit Fit in ¨
Transfer Pik
Zum spielen (wenn man meint, es sei besser, mit dem schwachen Blatt zu spielen)
„4 §“ fragt nach der Unterfarbe
4 © / ª (Cue-bid)
5 / 6 ¨:
Zu beachten ist weiter:
Hat der Gegner nach „1 § - 1 ¨“ interveniert, ist des Eröffners Gebot „2 §“ natürlich; mit einem sehr starken Blatt lizitiert er stattdessen einen Cue-bid, indem er die gegnerische Farbe überruft.
Das Lizit nach „1 § - 1 ¨ - 2 ¨“:
0-3(4) HP, mit oder ohne Fit
©, (3)4-7 HP
ª, (3)4-7 HP
Ausgeglichene Verteilung, 5-7 HP
§, (3)4-7 HP
¨, (4)5+ HP, oft 2 Kontrollen
Singleton ©, 7 HP, schöner Fit in ¨
Singleton ª, 7 HP, schöner Fit in ¨
§, 7 HP, sehr schöner Fit in
Das Lizit nach „1 § - 1 ¨ - 2 ©“:
0-3 HP, mit oder ohne Fit
4-7 HP, natürlich, 4+ Karten in
Maximal Doubleton in ©, 4-7 HP
4-7 HP, 5+ Karten in
2 Kontrollen, Fit in
©, fast arrival
Singleton ª, 7 HP, schöner Fit in ©
Singleton §, 7 HP, schöner Fit in ©
Singleton ¨, 7 HP, schöner Fit in ©
©, keine 2 Kontrollen, 4-7 HP, fast arrival
Das Lizit nach „1 § - 1 ¨ - 2 ª“:
Maximal Doubleton in ª, 4-7 HP
ª, fast arrival
Singleton §, 7 HP, schöner Fit in ª
Singleton ¨, 7 HP, schöner Fit in ª
Singleton ©, 7 HP, schöner Fit in ª
ª, keine 2 Kontrollen, 4-7- HP, fast arrival
Das Folgelizit nach “1 § - 1 ¨ - 2 NT“:
Mit diese Lizitfolge zeigt der Eröffner ein Blatt folgender Art:
à Ausgeglichen verteiltes Blatt (4-3-3-3, 4-4-3-2, 5-3-3-2. selten 6-3-2-2)
à 21-22 HP
à Eine 5er-Edelfarbe ist möglich, schöne 6er-Unterfarbe möglich (eher vermeiden)
à In der Regel sind alle Farben gedeckt, sinnvollerweise hat man 8-9 Figuren
0-2 (3) HP, keine Hoffnung auf das volle Spiel
(3)4+ HP, spezieller „Stayman“ (Romex), auch mit 3er-Edelfarbe sinnvoll, da man eine 5er-Edelfarbe des Partners herausfinden kann
0-7 HP, Transfer ©, 5+ Karten in ©, daneben 4er-Farbe möglich
0-7 HP, Transfer ª, 5+ Karten in ª, daneben 4er-Farbe möglich
a.) Ausgeglichene Verteilung, man will "3 NT" spielen, (3)4-7 HP
b.) 6-7 HP, 5-5 Zweifärber, nebeneinander liegende Farben, Schlemminteresse
Transfer (automatisch) für à „4 §“, unbestimmter Einfärber, Schlemminteresse, 6-7 HP
¨"; 5-5 Zweifärber, auseineinander liegende Farben, Schlemminteresse
a.) 6er-© mit Werten in den Nebenfarben (sonst hätte man nach „1 §“ direkt „2 ©“ lizitiert)
b.) 6-7 HP, Schlemmträchtiger Einfärber ©, es folgt 5-As-Blackwood
a.) 6er-ª mit Werten in den Nebenfarben (sonst hätte man nach „1 §“ direkt „2 ª“ lizitiert)
b.) 6-7 HP, Schlemmträchtiger Einfärber ª, es folgt 5-As-Blackwood
As-Frage (Frage nach den 4 Originalassen, eigentlich ausgeschlossen)
Interveniert der Gegner erst jetzt, so spielen wir das Kontra informativ. Die übrigen Ansagen sind natürlich und forcieren zum vollen Spiel. Da das Kontra informativ (à zeigt also die anderen Farben und 3+ HP) ist, muss der Eröffner - ähnlich wie beim „Sputnik-Kontra“ - nach Partners "pass" kontrieren, wenn er in der Gegnerfarbe maximal 2-3 Karten hat. Der Partner kann dies strafend abpassen, mit schwachen Händen lizitiert er seine Länge (und damit den Endkontrakt).
Die weiteren Lizitfolgen sind – abgesehen von der verlangten Punktezahl - absolut identisch wie jene nach „2
©/ª - 2 NT“ – es sei für die Details daher auf die dort (in Kapitel „Eröffnung 2
¨“ behandelten Lizitfolgen verwiesen.
Das Lizit nach „1 § - 1 ¨ - 3 §“:
0-2(3) HP, mit oder ohne Fit
3-7 HP, 5+ Karten in
3-7 HP, kein §-Fit, keine 5er-Edelfarbe, tendeziell ausgeglichen verteilt
§, 2 Kontrollen
7 HP, Singleton
¨, sehr guter Fit in §
©, sehr guter Fit in §
7 HP, Singleton ª, sehr guter Fit in §
Das Lizit nach „1 § - 1 ¨ - 3 ¨“:
3-7 HP, kein
¨-Fit, keine 5er-Edelfarbe, tendeziell ausgeglichen verteilt
¨, 4+
©, sehr guter Fit in ¨
7 HP, Singleton ª, sehr guter Fit in ¨
Nicht definiert, wohl 5 As-Blackwood (eher unwahrscheinlich)
7 HP, Singleton §, sehr guter Fit in ¨
Das Folgelizit nach positiven Antworten auf „1 §“ - Grundsätze:
Es gibt grundsätzlich drei Typen von positiven Ansagen (also allen direkten Ansagen des Antwortenden, mit denen 8 oder mehr HP gezeigt werden): Solche mit langen Farben (mindestens eine Farbe mit 5+ Karten), solche mit ausgeglichen verteilten - für „Ohne“ geeigneten - Blättern sowie Dreifärber (4-4-4-1). Bitte beachten Sie, dass man ein positives Blatt der Verteilung 5-4-2-2 als Antwortender nach „1 §“ nie als „Ohne-Blatt“ behandeln sollte, viel wichtiger ist es, die korrekte Verteilung zu zeigen und den Vorteil des Systems zu nutzen, dass man dies in Ruhe tun kann, da der Vorteil eines starken Treff-Systems ist, dass man in diesen Fällen schon mit der ersten Ansage zum vollen Spiel forciert hat.
Nach positiven Ansagen, übernimmt der Eröffner umgehend die Kontrolle über das weitere Lizit. Er bestimmt, in welcher Reihe er was erfragen will. Davon wird nur abgewichen, wenn der Eröffner mit einem „Support Asking-bid“ (SAB) beginnt und eine absolut negative Antwort erhält (also der Partner die erste Stufe verwendet, mit der er einerseits einen Fit verneint und andererseits maximal 3 Kontrollen zeigt). In diesem Fall wird das weitere Lizit natürlich. Aber auch hier gibt es zwei Ausnahmen: Hat der Eröffner eben diese negative Antwort
erhalten, kann er (was Fit voraussetzt) mit dem sofort folgenden Gebot der
Partnerfarbe einen „Trumpf Asking-bid“ (TAB) machen – in diesem Fall bleibt er
ungeachtet von Partners Antwort im „Lead“ und kann nach wie vor Control-Asking-
bids (CAB, auch in seiner Hauptfarbe!) folgen lassen. Die zweite Ausnahme ist die folgende: Lizitiert der Eröffner in der Folge natürlich
eine zweite Farbe und gibt der Partner nun einen Fit zu (sei es, dass er in die SAB-Farbe geht und damit drei kleine Karten zeigt oder er die zweite Farbe hebt), so
hat der Eröffner wieder alle Werkzeuge zur Verfügung (TAB, CAB und so weiter). Hat der Eröffner aber auf seinen SAB eine zumindest in irgendeiner Form positive Antwort erhalten (wenn also entweder ein Fit oder zumindest 4+ Kontrollen gezeigt wurden), bleibt er für das Lizit verantwortlich und kann seinem Partner die Fragen stellen, die er zur Bestimmung des richtigen Kontraktes benötigt. Lizitiert er die Partnerfarbe, ist dies TAB (egal ob der Partner Fit gezeigt hat oder nicht). Hat der Partner einen Fit in SAB-Farbe gezeigt, ist eine neue Farbe Control Asking-bid (CAB), lizitiert er später die Partnerfarbe, ist dies Asking-bid (man beachte also: Ein TAB muss sofort gemacht werden). Hat der Antwortende zwar auf einen SAB positiov geantwortet, aber einen Fit verneint, ist eine neue Farbe wieder SAB. Wiederholt der Eröffner im Verlaufe des Lizits seine Farbe unterhalb der Stufe des vollen Spiels, hat er keine vernünftige Anfrage (aber sicherlich zusätzliche Länge in dieser Farbe); der Antwortende wird dadurch in die Entscheidungsfindung mit einbezogen. Hat er nicht mehr als bereits gezeigt, schliesst ar ab, ansonsten zeigt er in natürlicher Art und Weise seine Zusatzwerte.
Beginnt der Eröffner aber mit einer reinen „Kontrollanfrage“, einem „Trumpf-Asking-bid“ oder einer „Verteilungsanfrage“, bleibt er ungeachtet der Antwort des Partners im „Lead“ und hat alle konventionellen „Abfragemöglichkeiten“ zur Verfügung.
Dies zeigt aber auch, welche Verantwortung der Eröffner trägt: Er sammelt alle Informationen, die er benötigt, um den richtigen Kontrakt zu bestimmen. Der Partner kann in den meisten Fällen nicht mehr mitentscheiden, er liefert nur Informationen. Weiss der Eröffner nicht weiter, hat aber zu viel, um einfach ein volles Spiel anzusagen, lizitiert er die via SAB oder TAB bereits definierte Trumpffarbe und überlässt so dem Partner das weitere Lizit.
Der Eröffner muss sich sehr gut überlegen, in welcher Reihenfolge er seine Fragen stellt, so dass er möglichst ökonomisch alle Informationen erhält, die er benötigt. Dies bedingt, dass er sich vor der ersten Frage überlegt, in welcher Reihenfolge er seine Informationen sammeln will.
Noch ein Wort zu den positiven Dreifärbern: Sie kommen zwar relativ selten vor – wenn aber, dann gehören sie zu den dynamischten und effektivsten Werkzeugen des Systems überhaupt. Eröffnet nämlich ein Spieler „1
§“ und zeigt der Partner sein 4-4-4-1-Blatt, weiss der Eröffner einerseits oft sofort, wo er seinen Fit hat, andererseits kennt er sofort das enorme Potential des Antwortenden, der ja einen guten Fit und ein Siglenton besitzt. Andererseits erkennt man sofort fragliche Werte im eigenen Blatt, z.B. wenn man KJ52 in der Singletonfarbe des Antwortenden besitzt. Wir können zwei unterschiedliche Stärken mit diesen 4-4-4-1-Blättern zeigen: Solche mit weniger als 4 italienischen Kontrollen (8+ HP, in der Regel weniger als 12 HP), und jene mit 4+ italienischen Kontrollen und (12)13+ HP.
Welche Möglichkeiten hat der Eröffner? Sehen wir uns dies vorneweg rein theoretisch an – weiter hinten finden Sie alles in Details dargestellt. Sie sollten die Konventionen aber nicht bei den detaillierten Darstellungen lernen, sondern sich die abstrakten Werkzeuge merken und sie dann richtig einsetzen. In der Praxis können Sie so immer herleiten, was eine Antwort des Partners bedeutet.
Der Eröffner hat folgende Konventionen zur Verfügung:
Anfrage nach der Zahl der italienischen Kontrollen
Diese Frage stellt man mit einem Ohne-Gebot ohne Sprung. Die Antworten sind:
1. Stufe: 0-2 Kontrollen
2. Stufe: 3 Kontrollen
3. Stufe: 4 Kontrollen, alle in den roten oder den schwarzen Farben
4. Stufe: 4 Kontrollen, verteilt in den schwarzen und den roten Farben
5. Stufe: 5+ Kontrollen
Nach dieser Kontrollenanfrage ist eine neue Farbe „Support Asking bid“ (SAB, vergleiche unten), wobei es wegen der bereits erfragten Kontrollen aber modifizierte Antworten zu berücksichtigen gilt: Die 1. Stufe verneint Fit, die zweite Stufe bejaht Fit (mind. eine der drei Topfiguren zu dritt), die 3. Stufe zeigt vier kleine Karten in der erfragten Farbe. Danach können ein „Trumpf-Asking-bid“ (TAB) oder „Control Asking-bids“ (CAB) folgen.
„2 NT“ fragt nach wie vor nach der Verteilung (vergleiche unten). Auch ein „Trumpf-Asking-bid“ (TAB) ist nun nach wie vor möglich, danach können „Control Asking-bids“ (CAB) folgen.
Hat der Antwortende aber mit der Ansage von „2 NT“ 5 oder mehr italienische Kontrollen gezeigt, ist das Gebot von „3
§“ nun Relais und fragt die Verteilung ab. Die Antworten sind genau gleich wie nach „2 NT“, nur das die Antwort „3 NT“ nun auch mit einer 4er-§ gegeben werden kann/muss.
Kontriert der Gegner die Kontrollanfrage „1 NT“, so zeigt „pass“ die erste Stufe, Rekontra die zweite Stufe, „2
§“ ist die dritte Stufe und so weiter. Lizitiert der Gegner nach „1 NT“ eine Farbe, so zeigt pass die erste Stufe (oder den Wunsch, dem Gegner ein Strafkontra zu verpassen, der Partner sollte nun also mit Kürze ein negatives „Kontra“ in Erwägnung ziehen), „Kontra“ zeigt die zweite Stufe, die nächste Lizistufe zeigt die dritte Stufe und so weiter.
Support Asking-bid
Die Antworten des „Support Asking-bids“ (SAB):
à 1. Stufe: Keine Unterstützung (also keine 3 Karten mit einer der drei
Topfiguren) und Minimum, maximal Jxx, 0-3 Kontrollen
à 2. Stufe: Keine Unterstützung (als keine 3 Karten mit einer der drei
Topfiguren), maximal Jxx, aber 4+ Kontrollen
à 3. Stufe: Gute Unterstützung, also 3+ Karten in der Partnerfarbe mit mindestens
einer der drei Topfiguren, aber Minimum (also 0-3 Kontrollen)
à 4. Stufe: Gute Unterstützung, also 3+ Karten in der Partnerfarbe mit mindestens
einer der drei Topfiguren, 4+ Kontrollen
à 5. Stufe: 4 kleine (xxxx oder Jxxx) Karten in der Partnerfarbe, 4+ Kontrollen
Nach einer trotz fehlendem Fit positiven Antwort auf den SAB (2. Stufe, also bei 4+ Kontrollen ohne Fit) ist eine neue Farbe „Support Asking bid“, wobei es wegen der bereits erfragten Kontrollen aber modifizierte Antworten zu berücksichtigen gilt: à Die 1. Stufe verneint Fit,
à die zweite Stufe bejaht Fit (mind. eine der drei Topfiguren zu dritt), à die 3. Stufe zeigt mindestens eine Figur zu viert, à die 4. Stufe zeigt vier kleine Karten (xxxx oder Jxxx) in der erfragten Farbe. Wird ein Fit auf den ersten SAB verneint, ist die sofort folgende Ansage der Partnerfarbe nach wie vor TAB und definiert diese Farbe als Trumpffarbe; damit sind später wieder „Control Asking-bids“ möglich.
Hat der Antwortende nach „1
§“ mit „2 NT“ geantwortet, werden die Antworten nach einem nun allenfalls folgenden „Support Asking-bid“ ebenfalls modifiziert:
à 1. Stufe: Keine Unterstützung (als keine der 3 Karten mit einer der drei
Topfiguren) und 14-15 HP (Minimum)
à 2. Stufe: Keine Unterstützung (als keine der 3 Karten mit einer der drei
Topfiguren), aber 16+ HP
à 3. Stufe: Gute Unterstützung, also 3+ Karten in der Partnerfarbe mit einer
der drei Topfiguren, 14-15 HP (Minimum)
à 4. Stufe: Gute Unterstützung, also 3+ Karten in der Partnerfarbe mit einer
der drei Topfiguren, 16+ HP
à 5. Stufe: 4 kleine Karten in der Partnerfarbe, 14-15 HP
à 5. Stufe: 4 kleine Karten in der Partnerfarbe, 16+ HP
Kontriert der Gegner unseren „Support Asking-bid“, so zeigt „pass“ die erste Stufe, Rekontra die zweite Stufe, die nächste Lizistufe zeigt die dritte Stufe unserer Antworten und so weiter. Lizitiert der Gegner nach „Support Asking-bid“ eine Farbe, so zeigt pass die erste Stufe (oder den Wunsch, dem Gegner ein Strafkontra zu verpassen, der Partner sollte nun also mit Kürze ein negatives „Kontra“ in Erwägnung ziehen), „Kontra“ zeigt die zweite Stufe, die nächste Lizistufe zeigt die dritte Stufe und so weiter.
Nach „1 § - 1 NT“ sind die Antworten auf den SAB modifiziert: Ein „Ohne-Gebot“ ohne Sprung verneint Fit und zeigt 0-3 Kontrollen, mit Sprung dasselbe, aber 4+ Kontrollen; die restlichen Ansagen zeigen Fit (mindestens eine der drei Topfiguren zu dritt), die Stufe eins zeigt weiter 0-2 Kontrollen, die Stufe zwei 3 Kontrollen, die Stufe drei 4+ Kontrollen, die Stufe vier zeigt ebenfalls 4+ Kontrollen, aber einen Fit mit 4 kleinen Karten.
In klar definierten Situationen verwenden wir den „Trumpf Asking bid“ (TAB). In der Regel wird ein TAB erst verwendet, wenn zuvor ein Support Asking-bid (SAB) gemacht wurde. Direkt einen TAB macht der Eröffner nur, wenn er Fit und keine eigene Farbe hat, mit anderen Worten also die Trumpffarbe bereits klar ist. Denn nach einem TAB kann er keinen SAB mehr machen, neue Farben sind immer CAB. Hilfreich bei der Entscheidung, ob man sofort einen TAB machen sollte oder nicht, ist folgendes: Besitzt man zwei Farben ausserhalb der Turmpffarbe, bei welchen man eine Erstrundenkontrolle beim Partner für den Schlemm benötigt, sollte man den TAB nicht dirket (allenfalls aber später) verwenden.
Beim TAB gelangen folgende Antworten zur Anwendung:
à 1. Stufe: 5+ Karten in der Trumpffarbe ohne eine der drei Topfiguren (5/0)
à 2. Stufe: 5er-Farbe mit einer der drei Topfiguren (5/1)
à 3. Stufe: 5er-Farbe mit zwei der drei Topfiguren (5/2)
à 4. Stufe: 6+ Karten in der Trumpffarbe mit einer der drei Topfiguren (6/1)
à 5. Stufe: 6+ Karten in der Trumpffarbe mit zwei der drei Topfiguren (6/2)
à 6. Stufe: 5+ Karten in der Trumpffarbe mit allen drei Topfiguren (5/3)
Lizitiert der Eröffner nach der Antwort auf den TAB eine neue Farbe, ist dies immer ein „Control Asking bid“. „2 NT“ ist hingegen nach wie noch „Verteilungsfrage“. Die sofortige Wiederholung des TAB fragt nach weiteren Details in der Trumpffarbe. Die verzögerte Ansage der TAB-Farbe unterhalb des vollen Spiels hingegen zeigt, dass man Interesse an mehr hat, einem aber keine gute Frage mehr einfällt.
Kontriert der Gegner unseren TAB, so zeigt „pass“ die erste Stufe, Rekontra die zweite Stufe, die nächste Lizistufe zeigt die dritte Stufe unserer Antworten und so weiter. Lizitiert der Gegner nach „Trumpf Asking-bid“ eine Farbe, so zeigt pass die erste Stufe (oder den Wunsch, dem Gegner ein Strafkontra zu verpassen, der Partner sollte nun also mit Kürze ein negatives „Kontra“ in Erwägnung ziehen), „Kontra“ zeigt die zweite Stufe, die nächste Lizistufe zeigt die dritte Stufe und so weiter.
Lizitiert man nach einem TAB umgehend wieder die Trumpffarbe, fragt dies die weiteren Details ab. Die Antworten folgen dem Schema „je stärker die Ansage desto platzsparender die Antwort“:
a.) Der Antwortende hat 5+ Karten ohne Topfigur gezeigt:
- Stufe 1: 7+ Karten
- Stufe 2: 6er-Farbe
- Stufe 3: 5er-Farbe
b.) Der Antwortende zeigte 5 Karten und eine Topfigur oder 6+ Karten mit einer Topfigur gezeigt:
- Stufe 1: As
- Stufe 2: König
- Stufe 3: Dame
c.) Der Antwortende hat 5 Karten und zwei Topfiguren oder 6+ Karten und zwei Topfiguren gezeigt:
- Stufe 1: As und König
- Stufe 2: As und Dame
- Stufe 3: König und Dame
d.) Der Antwortende hat 5+ Karten mit allen drei Topfiguren gezeigt
Kennt man nach der Anwtort auf „1 ♣ - 2 ♣ - 2
♦“ oder „1 ♣ - 2 ♦ - 2 ♥“ eine 6er-Farbe bereits mit Bestimmtheit und wird nun ein TAB gemacht, sind die Anwtorten wie folgt: Stufe 1 zeigt 0 Topfiguren, Stufe 2 eine Topfigur, Stufe 3 zwei Topfiguren und Stufe 3 vier Topfiguren
Der Eröffner muss vorsichtig bei der Anwendung dieser Konvention sein. Wendet er sie an und bietet anschliessend er sofort das volle Spiel, ist der Antwortende verpflichtet, zu passen (egal was er daneben hat), denn offensichtlich (dies indiziert die Bietfolge) scheitert ein Schlemm schon an der Qualität der Trumpffarbe.
Support Asking-bid+ (= Trumpf Asking-bid mit bekannter 4er-Farbe)
Weiss man bereits, dass es sich nur um eine 4er-Farbe handelt, lauten die Ansagen wie folgt:
à 1. Stufe: Keine der drei Topfiguren
à 2. Stufe: Eine der drei Topfiguren ohne den Buben
à 3. Stufe: Eine der drei Topfiguren mit dem Buben
à 4. Stufe: Zwei der drei Topfiguren
à 5. Stufe: Alle drei Topfiguren
Achtung: Nach „1 NT“ und einem Transfer in eine Unterfarbe sind die Antworten auf den Trumpf-Asking-bid speziell (für Details beachte man die entsprechenden Stellen im System).
Kontriert der Gegner unseren „Asking-bid+“, so zeigt „pass“ die erste Stufe, Rekontra die zweite Stufe, die nächste Lizistufe zeigt die dritte Stufe unserer Antworten und so weiter. Lizitiert der Gegner nach „Asking-bid+“ eine Farbe, so zeigt pass die erste Stufe (oder den Wunsch, dem Gegner ein Strafkontra zu verpassen, der Partner sollte nun also mit Kürze ein negatives „Kontra“ in Erwägnung ziehen), „Kontra“ zeigt die zweite Stufe, die nächste Lizitstufe zeigt die dritte Stufe und so weiter.
Verteilungsanfragen
Mit dem direkten Sprung in “2 NT”, einer späteren Anfrage “2 NT” nach der Abfrage der Kontrollen mit „1 NT“, mit „3
§“ wenn der Antwortende nach der Kontrollanfrage („1 NT“) mit „2 NT“ 5+ Kontrollen gezeigt hat oder mit dem Relais nach „1 § - 2
§“ respektive „1
¨“ kann die Verteilung abgfragt werden. Danach können wieder „Trump Asking-bids“ oder „Control Asking-bids“ eingesetzt werden. Ähnlich verhält es sich auch nach anderen Verteilungsanfragen.
Achtung: Hat der Eröffner mit „2 NT“ die Kontrollen abgefragt und als Antwort „3 NT“ gehört, ist „4
§“ nicht Verteilungsanfrage! „4 §“ ist TAB, falls der Antwortende die §-Farbe gezeigt hat, hingegen SAB wenn die Farbe neu ist. Hat der Eröffner im Verlaufe des Lizits mit „2 NT“ die Verteilung abgefragt und ist noch kein Fit bekannt, ist eine neue Farbe auf der Stufe 3 SAB, auf der Stufe 4 aber CAB.
Interveniert der Gegner, bleiben unsere Ansagen unverändert. „Pass“ zeigt, dass man wegen der gegnerischen Ansage seine Antwort nicht mehr geben kann, „Kontra“ zeigt, das man genau die Ansage machen wollte, die der Gegner jetzt gemacht hat (egal, ob die Farbe echt oder die Ansage künstlich ist).
Kennt der Eröffner nach der Verteilungsfrage zwei Farben beim Partner, kann er in beiden Farben TAB respektive SAB+ machen (auch hintereinander oder mit einem Asking-bid zwischendurch).
Control Asking-bid (CAB)
Control-Asking-bids (CAB) können erst verwendet werden, wenn eine Trumpffarbe vereinbart worden ist. à 1. Stufe: Drei kleine Karten, Jxx oder schlechter
à 2. Stufe: Drittrundenkontrolle, also Dame zu dritt oder Doubleton (auch Qx)
à 3. Stufe: Zweitrundenkontrolle, also König oder Singleton
à 4. Stufe: Erstrundenkontrolle, As oder Chicane
à 5. Stufe: Erst- und Zweitrundenkontrolle, also As und König (AQ wenn man
Handspieler ist)
Wiederholt man den CAB in einer Farbe, nachdem der Partner eine beliebige Antwort gegeben hat, fragt dies nach der Art dieser Kontrolle. Dabei gilt das Prinzip „Länge vor Stärke“,
a.) Der Partner hat den Besitz einer Drittrundenkontrolle gezeigt:
- Stufe 1: Doubleton
- Stufe 2: Qx, Qxx, Qxxx etc. (Dame Doubleton wird als Stärke gezeigt)
b.) Der Partner hat den Besitz einer Zweitrundenkontrolle gezeigt:
- Stufe 1: Singleton
- Stufe 2: K, Kx, Kxx, Kxxx etc. (König Singleton wird als Stärke gezeigt)
c.) Der Partner hat den Besitz einer Erstrundenkontrolle gezeigt
- Stufe 1: Chicane
- Stufe 2: As
d.) Der Partner hat AK oder AQ gezeigt:
Der Antwortende ist verpflichtet auf jeden CAB zu antworten. Wenn der Eröffner nicht mehr weitergehen will, bietet er das volle Spiel in Trumpf.
Kontriert der Gegner unseren „Control-Asking-bid“, so zeigt „pass“ die erste Stufe, Rekontra die zweite Stufe, die nächste Lizistufe zeigt die dritte Stufe unserer Antworten und so weiter. Lizitiert der Gegner nach „Asking-bid“ eine Farbe, so zeigt pass die erste Stufe (oder den Wunsch, dem Gegner ein Strafkontra zu verpassen, der Partner sollte nun also mit Kürze ein negatives „Kontra“ in Erwägung ziehen), „Kontra“ zeigt die zweite Stufe, die nächste Lizistufe zeigt die dritte Stufe und so weiter.
Hat man erst auf der Stufe fünf (oder höher) die Möglichkeit, erstmals einen CAB zu machen, fehlt der Platz für die normalen Antworten. Der Partner des fragenden Eröffners verhält sich daher wie folgt:
- 1. Stufe: Keine Kontrolle
- 2. Stufe: Zweitrundenkontrolle
- 3. Stufe: Erstrundenkontrolle
Das Folgelizit nach “1 § - 1 ©“:
5+ ª, natürlich, Support Asking-bid
Frage nach der Anzahl italienischer Kontrollen
5+ §, natürlich, Support Asking-bid
5+ ¨, natürlich, Support Asking-bid
Trumpf Asking-bid in
©, definiert © als Trumpffarbe
Sehr schöner Fit in
©, weiter 4er-ª mit zwei der drei Topfiguren, ein Blatt, welches man zeigen will (es folgen Cue-bids!)
Frage nach der Verteilung
3 in Farbe:
Natürlich, geschlossene Farbe, definiert diese Farbe als Trumpf, Schlemminteresse
16-18 HP, 4er-©, tendenziell langweilige Verteilung 3-4-3-3
Splinter mit Fit
Zum spielen, uninteressantes Blatt
4 §/¨:
16 HP, Minimum, 4+
©, schlechte Eröffnung, verhältnismässig wenig Kontrollen, uninteressantes, eher ausgeglichen verteiltes Blatt Blatt
Nach positiven Farbansagen des Antwortenden ist eine neue Farbe des Partners natürlich, zugleich aber auch Support Asking-bid. Der Eröffner erfragt beim Partner nun also dessen Unterstützung.
Keine Unterstützung in
ª (also keine 3
ª-Karten mit einer der drei
Topfiguren) und Minimum
Keine Unterstützung (also keine 3
Topfiguren), aber 4+ Kontrollen
Gute Unterstützung, also 3+ Karten in der Partnerfarbe mit einer der drei Topfiguren, aber Minimum
Gute Unterstützung, also 3+ Karten in der Partnerfarbe mit einer der drei Topfiguren, 4+ Kontrollen
Jxxx oder vier kleine Karten in der Partnerfarbe, 4+ Kontrollen
Schliesst der Eröffner nach der negativen Antwort (im Beispiel oben: nach „1 NT“) mit „3 NT“ ab, kann der Antwortende mit drei kleinen
ª-Karten nun noch in „4
ª“ korrigieren.
Generell gilt immer: Ein SAB wird einem TAB vorgezogen, ein TAB ist später aber immer noch möglich. Beginnt man mit dem TAB, ist die anschliessend folgende Ansage einer Farbe ungeachtet der Antwort des Partners „Control Asking-bid“ (und nicht SAB)!
Lizitiert der Eröffner nach einer negativen Antwort (im Beispiel „1 NT“) nun eine neue Farbe, ist dies natürlich. Das Lizit der Partnerfarbe bestätigt nun dort einen Fit und ist „Trumpf Asking bid“ (TAB). Nach einer positiven Ansage auf den SAB (im Beispiel oben also „2
§“ oder besser) ist das Lizit einer neuen Farbe immer Control Asking bid, wenn ein Fit bekannt ist. Wenn zwar die Stärke positiv ist, der Fit aber nicht besteht (im Beispiel oben nach „2
§“), ist die Ansage ein erneuter SAB, wobei nun aber die Stärke nicht mehr gezeigt wird (die ist ja schon bekannt); die 1. Stufe verneint also Fit, die zweite Stufe bejaht Fit (mindestens eine der drei Topfiguren zu dritt), die 3. Stufe zeigt vier kleine Karten in der erfragten Farbe.
Generell gilt: Auch jetzt kann mit „2 NT“ noch die Verteilung abgefragt werden.
1 NT: Anfrage nach italienischen Kontrollen
0-2 Kontrollen
3 Kontrollen
4 Kontrollen in den roten oder in den schwarzen Farben
4 Kontrollen in irgendwelchen Farben
5+ Kontrollen
Entscheidend ist, dass „1 NT“ nicht einen Fit verneint. Es ist oft wichtig, dass nach einer positiven Ansage der Eröffner den Weg über „1 NT“ wählt, damit er zum Handspieler wird, sollte die Lizitfolge irgendwann in „Ohne“ enden. Nach dieser Kontrollenanfrage („Ohne-Gebot“ ohne Sprung) ist eine neue Farbe „Support Asking bid“, wobei es wegen der bereits erfragten Kontrollen aber modifizierte Antworten zu berücksichtigen gilt: Die 1. Stufe verneint Fit, die zweite Stufe bejaht Fit (mindestens eine der drei Topfiguren zu dritt), die 3. Stufe zeigt vier kleine Karten in der erfragten Farbe. Allerdings ist „3
§“ nach „1
© - 1 NT – 2 NT“ Verteilungsanfrage.
Nach der Kontrollenanfrage ist „3 NT“ Abschluss, „2 NT“ erfragt demgegenüber die genaue Verteilung:
„2 NT“ = Anfrage nach der Verteilung
5 © und 4 §
5 © und 4 ¨
6er-©
5 © und 4 ª
3-5-3-2 oder 2-5-3-3 oder 3-5-2-3
5 © und 5 §
5 © und 5 ¨
7er-©
5 © und 5 ª
Hat der Antwortende auf die Kontrollanfrage „1 NT“
à „2 NT“ (5+ Kontrollen) geantwortet, ist nur der Relais von „3 §“ Verteilungsfrage:
„3 §“ = Anfrage nach der Verteilung
3-5-3-2 oder 2-5-3-3 oder 3-5-2-3 oder 5
© und 4
§ 4 §:
§ (also keine 3
§-Karten mit einer der drei
Gute Unterstützung in
§, also 3+ Karten in der Partnerfarbe mit einer der drei Topfiguren, aber Minimum
§, also 3+ Karten in der Partnerfarbe mit einer der drei Topfiguren, 4+ Kontrollen
Lizitiert der Eröffner nach der negativen Antwort (im Beispiel oben „2 ¨“) nun eine neue Farbe, ist dies natürlich. Das Lizit der Partnerfarbe bestätigt nun dort einen Fit und ist Trumpf Asking bid (TAB). Nach einer positiven Ansage auf den SAB (im Beispiel oben also „2 ©“ oder besser) ist das Lizit einer neuen Farbe immer Control Asking bid (CAB), wenn ein Fit bekannt ist. Wenn zwar die Stärke positiv ist, der Fit aber nicht besteht (im Beispiel oben nach „2
©“), ist die Ansage einer neuen Farbe ein erneuter SAB, wobei nun aber die Stärke nicht mehr gezeigt wird (die ist ja schon bekannt); die 1. Stufe verneint also Fit, die zweite Stufe bejaht Fit (mindestens eine der drei Topfiguren zu dritt), die 3. Stufe zeigt vier kleine Karten in der erfragten Farbe.
¨ (also keine 3
¨-Karten mit einer der drei
¨, also 3+ Karten in der Partnerfarbe mit einer der drei Topfiguren, aber Minimum
¨, also 3+ Karten in der Partnerfarbe mit einer der drei Topfiguren, 4+ Kontrollen
Jxx oder vier kleine Karten in der Partnerfarbe, 4+ Kontrollen
Lizitiert der Eröffner nach der negativen Antwort (im Beispiel oben „2 ©“) nun eine neue Farbe, ist dies natürlich. Das Lizit der Partnerfarbe bestätigt nun dort einen Fit und ist Trumpf Asking bid (TAB). Nach einer positiven Ansage auf den SAB (im Beispiel oben also „2 ª“ oder besser) ist das Lizit einer neuen Farbe immer Control Asking bid (CAB), wenn ein Fit bekannt ist. Wenn zwar die Stärke positiv ist, der Fit aber nicht besteht (im Beispiel oben nach „2 ª“), ist die Ansage einer neuen Farbe ein erneuter SAB, wobei nun aber die Stärke nicht mehr gezeigt wird (die ist ja schon bekannt); die 1. Stufe verneint also Fit, die zweite Stufe bejaht Fit (mindestens eine der drei Topfiguren zu dritt), die 3. Stufe zeigt vier kleine Karten in der erfragten Farbe. Generell gilt: Auch jetzt kann mit „2 NT“ noch die Verteilung abgefragt werden.
© ohne eine der drei Topfiguren
5er-Farbe (©) mit einer der drei Topfiguren
5er-Farbe (©) mit zwei der drei Topfiguren
Mindestens 6er-Farbe (©) mit einer der drei Topfiguren
Mindestens 6er-Farbe (©) mit zwei der drei Topfiguren
5+ Karten in der Trumpffarbe (©) mit allen drei Topfiguren
Lizitiert der Eröffner nach Partners Ansage eine neue Farbe, so ist dies immer ein CAB.
„2 NT“ ist immer noch „Verteilungsfrage“. Die sofortige Wiederholung des TAB fragt die Details ab (vgl. Seite 49), verzögert zeigt dies Interesse an mehr, aber der Eröffner weiss keine sinnvolle Frage mehr, die er stellen könnte.
2 NT: Anfrage nach der Verteilung
Das Folgelizit nach “1 § - 1 ª“:
1 ª Bedeutung der Ansagen
Frage nach der Anzahl Kontrollen
5+ ©, natürlich, Support Asking-bid
Trumpf Asking-bid in ª
16-18 HP, 4er-ª, uninteressantes Blatt, meist Verteilung 4-3-3-3
Natürlich, geschlossene Farbe, bestimmt die Farbe als Trumpf, Schlemminteresse
Fit, Schlemminteresse, Splinter
16 HP, Minimum, 4er-ª, langweiliges Blatt, verhältnismässig wenig Kontrollen, uninteressantes, eher ausgeglichen verteiltes Blatt Blatt
Der Eröffner kann sich nach positiven Antworten des Partners mit einer „Ohne-Ansage“ immer nach Kontrollen erkundigen.
Entscheidend ist, dass „1 NT“ nicht einen Fit verneint. Es ist oft wichtig, dass nach einer positiven Ansage der Eröffner den Weg über „1 NT“ wählt, damit er zum Handspieler wird, sollte die Lizitfolge irgendwann in „Ohne“ enden. Nach dieser Kontrollenanfrage („Ohne-Gebot“ ohne Sprung) ist eine neue Farbe „Support Asking bid“, wobei es wegen der bereits erfragten Kontrollen aber modifizierte Antworten zu berücksichtigen gilt: Die 1. Stufe verneint Fit, die zweite Stufe bejaht Fit (mind. eine der drei Topfiguren zu dritt), die 3. Stufe zeigt vier kleine Karten in der erfragten Farbe. Allerdings ist „3
§ - 1 ª - 1 NT – 2 NT“ Verteilungsanfrage.
Weiter ist nach dieser Kontrollenanfrage „3 NT“ Abschluss, „2 NT“ erfragt demgegenüber die genaue Verteilung:
5 ª und 4
6er-ª
5-3-3-2 oder 5-2-3-3 oder 5-3-2-3
7er-ª
5-3-3-2 oder 5-2-3-3 oder 5-3-2-3 oder 5
ª und 4
Nun sind nach wie vor „Trumpf Asking bids“ oder „SAB“ möglich. Beim SAB gibt es nach einer Kontrollenanfrage aber modifizierte Antworten: Die 1. Stufe verneint Fit, die zweite Stufe bejaht Fit (mindestens eine der drei Topfiguren zu dritt), die 3. Stufe zeigt vier kleine Karten in der erfragten Farbe.
Nach positiven Farbansagen des Antwortenden ist eine neue Farbe des Partners natürlich, zugleich aber auch Support Asking-bid. Der Eröffner erfragt beim Partner nun also dessen Unterstützung; ein Beispiel:
Generell gilt immer: Ein SAB wird einem TAB vorgezogen, ein TAB ist später aber immer noch möglich.
Lizitiert der Eröffner nach der negativen Antwort (in unserem Beispiel oben „2 ¨“) nun eine neue Farbe, ist dies natürlich. Das Lizit der Partnerfarbe bestätigt nun dort einen Fit und ist Trumpf Asking bid (TAB). Nach einer positiven Ansage auf den SAB (im Beispiel oben also „2
©“ oder besser) ist das Lizit einer neuen Farbe immer Control Asking bid (CAB), wenn ein Fit bekannt ist. Wenn zwar die Stärke positiv ist, der Fit aber nicht besteht (im Beispiel oben nach „2 ©“), ist die Ansage ein erneuter SAB, wobei nun aber die Stärke nicht mehr gezeigt wird (die ist ja schon bekannt); die 1. Stufe verneint also Fit, die zweite Stufe bejaht Fit (mindestens eine der drei Topfiguren zu dritt), die 3. Stufe zeigt vier kleine Karten in der erfragten Farbe.
Generell gilt: Auch jetzt kann mit „2 NT“ noch die Verteilung abgefragt werden. Die Antworten entsprechen dem bereits früher aufgezeigten Schema.

References: § 65
 § 632
 § 765
 § 87
 § 5

§ 109865

§ 109865

§ 7632

§ 5
 §
19
 §
16
 §
5
 §
4

§ 109865

§ 5
 §
0
 §
7
 §
5
 §
5

§ 4