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Timestamp: 2019-08-24 12:04:05+00:00

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Rote Ampel überfahren: Bußgeld, Strafe & Punkte
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Das Überfahren einer roten Ampel ist kein Kavaliersdelikt. Eventuell drohen neben einem Bußgeld und Punkten in Flensburg weitere Sanktionen. Welche das sind, erfahren Sie in diesem Ratgeber.
Ein Autofahrer der bei Rot über eine Ampel fährt muss bereits dann mit Konsequenzen rechnen, wenn die Ampel gerade eben erst auf Rot gesprungen ist. Dabei ist der Zeitpunkt maßgeblich, zu dem er die Haltelinie überschritten hat. Hierbei handelt es sich um einen Rotlichtverstoß, den der Gesetzgeber in § 37 Abs. 2 StVO geregelt hat. Womit er konkret rechnen muss hängt davon ab, ob es sich hierbei um einen einfachen oder qualifizieren Rotlichtverstoß gehandelt hat.
Ein einfacher Rotlichtverstoß zeichnet sich dadurch aus, dass die Ampel erst vor maximal einer Sekunde auf Rot gewechselt hat. Sofern dieser Zeitraum schon länger her ist, als 1 Sekunde spricht man von einem qualifizierten Rotlichtverstoß.
Der Gesetzgeber sieht einen qualifizierten Rotlichtverstoß als gravierender an. Von daher müssen hier Autofahrer vor allem immer mit der Verhängung eines Fahrverbotes und mit höheren Bußgeldern rechnen. Demgegenüber gibt es bei einem einfachen Rotlichtverstoß normalerweise nur dann ein Fahrverbot, wenn eine konkrete Gefährdung oder eine Sachbeschädigung vorliegt.
Bußgeld wegen Rotlichtverstoß
Die Verhängung eines Bußgeldes erfolgt auf der Rechtsgrundlage der § 37 Abs. 2 StVO, § 49 Abs. 3 Ziffer 2 StVO; § 24 StVG; 132 BKat. Bei einem einfachen Rotlichtverstoß reichen die Bußgelder von einem Betrag von 90 Euro bis 240 Euro. Sofern der Fahrer einen qualifizierten Rotlichtverstoß begangen hat, liegt das Bußgeld zwischen 200 Euro und 360 Euro.
Des Weiteren muss der Autofahrer auf jeden Fall mit dem Eintrag von einem Punkt im das Fahreignungsregister beim Kraftfahrt - Bundesamt Flensburg auf Grundlage von § 4 StVG in Verbindung mit Anlage 13 zu § 40 der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) rechnen. Wenn er andere gefährdet oder eine Sachbeschädigung begeht, bekommt er 2 Punkte in Flensburg. Bei einem qualifizierten Rotlichtverstoß gibt es immer 2 Punkte in Flensburg.
Die Verhängung eines Fahrverbotes erfolgt vor allem aufgrund der Vorschriften der § 37 Abs. 2 StVO, § 49 Abs. 3 Ziffer 2 StVO; § 24 StVG; 132 BKat. Hier kommt der Autofahrer wie erwähnt nur glimpflich davon, wenn es sich um einen einfachen Rotlichtverstoß handelt und ansonsten nicht passiert ist. Ansonsten droht ihm jedenfalls ein Fahrverbot von einem Monat.
Womit Autofahrer bei einem Rotlichtverstoß auf jeden Fall rechnen müssen, können Sie der folgenden Tabelle entnehmen:
Übrigens: Auch als Radfahrer sollten Sie nicht bei Rot über eine Ampel fahren, weil der Gesetzgeber dies in § 37 Abs. 2 StVO untersagt hat. Hier müssen Sie ebenfalls mit einem Bußgeld, einem Punkt in Flensburg sowie einem Fahrverbot als Autofahrer rechnen.
Strafe wegen überfahren einer roten Ampel
Das Überfahren einer roten Ampel kann unter Umständen sogar dazu führen, dass Sie sich strafrechtlich zu verantworten haben. Sie können Sie zunächst einmal sich wegen Gefährdung des Straßenverkehrs nach § 315c StGB strafbar gemacht haben. Das gilt übrigens auch z.B. für Radfahrer. Denn diese Vorschrift setzt lediglich voraus, dass Sie ein „Fahrzeug“ geführt haben. Auch das Fahrrad gilt als Fahrzeug.
Darüber hinaus müssen Sie Leib oder Leben eines anderen Menschen oder fremde Sachen von bedeutendem Wert gefährdet haben. Des Weiteren müssen Sie sich grob verkehrswidrig und rücksichtslos verhalten haben. Das bedeutet: Wenn Sie die rote Ampel lediglich übersehen haben, scheidet der Tatbestand des § 315c StGB aus.
Wenn Sie durch das Überfahren der roten Ampel einen Verkehrsunfall verursacht haben, können Sie sich auch etwa wegen fahrlässiger Körperverletzung gem. § 229 StGB oder sogar fahrlässiger Tötung gem. § 222 StGB strafbar gemacht haben. Vor allem im letzten Fall müssen Sie eventuell auch mit einer Freiheitsstrafe rechnen.
Am besten sind Sie als Autofahrer bereits vorsichtig, wenn eine Ampel auf Gelb geschaltet hat. Normalerweise dauert die Gelbphase drei Sekunden, wenn eine zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h vorgeschrieben ist. Bei einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 60 km beträgt die Zeitspanne vier Sekunden und bei einer Höchstgeschwindigkeit von 70 km/h fünf Sekunden. Dies ergibt sich aus § 37 Rdn. 17, Punkt IX der allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung (VwV-StVO)
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References: § 37
 § 37
 § 49
 § 24
 § 4
 § 40
 § 37
 § 49
 § 24
 § 37
 § 315
 § 315
 § 229
 § 222
 § 37