Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=VGH%20Baden-W%C3%BCrttemberg&Datum=07.04.1997&Aktenzeichen=8%20S%202550/96
Timestamp: 2019-09-20 13:03:27+00:00

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VGH Baden-Württemberg, 07.04.1997 - 8 S 2550/96 - dejure.org
https://dejure.org/1997,2181
VGH Baden-Württemberg, 07.04.1997 - 8 S 2550/96 (https://dejure.org/1997,2181)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 07.04.1997 - 8 S 2550/96 (https://dejure.org/1997,2181)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 07. April 1997 - 8 S 2550/96 (https://dejure.org/1997,2181)
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Flughafengenehmigung: Klagebefugnis einer Gemeinde ua wegen Verletzung ihrer Planungshoheit
§ 6 LuftVG, § 42 Abs 2 VwGO, Art 28 Abs 2 GG
GG Art. 28 Abs. 2; LuftVG § 6; VwGO § 42 Abs. 2
Luftverkehrsrecht: Gemeindliche Abwehrrechte gegen eine Flughafengenehmigung wegen Verletzung der Planungshoheit
NVwZ-RR 1998, 219
NZV 1997, 496 (Ls.)
VBlBW 1997, 387
Denn dafür wäre nach ständiger Rechtsprechung Voraussetzung, dass die Schutzgebietsverordnung eine hinreichend bestimmte Planung der Antragstellerin nachhaltig stört oder durch sie wesentliche Teile ihres Gemeindegebiets einer durchsetzbaren kommunalen Planung gänzlich entzogen werden (…BVerwG, Urt. v. 11.04.1986 - 4 C 51.83 -, BVerwGE 74, 124; Beschluss v. 15.03.1989 - 4 NB 10.88 -, BVerwGE 81, 307 = PBauE § 47 Abs. 2 VwGO Nr. 5; Urteil vom 27.03.1992 - 7 C 18.91 -, BVerwGE 90, 96; Urteil vom 30.08.1993 - 7 A 14.93 -, ZfBR 1994, 43; VGH Bad.-Württ., Urteil vom 14.12.1992 - 8 S 1741/92 -, NuR 1994, 84, bestätigt durch: BVerwG, Beschluss v. 22.06.1993 - 4 B 45.93 - Gerichtsbescheid v. 07.04.1997 - 8 S 2550/96 -, VBlBW 1997, 387 = NVwZ-RR 1998, 219; weiter OVG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 08.05.2008 - 1 C 10511/06 -, juris [bestätigt durch BVerwG, Beschluss vom 28.10.2008 - 7 BN 4.08 -, UPR 2009, 236], das einen voraussichtlichen Eingriff in Planungshoheit genügen lässt).
Denn dafür wäre nach ständiger Rechtsprechung Voraussetzung, dass die Schutzgebietsverordnung eine hinreichend bestimmte Planung der Antragstellerin nachhaltig stört oder durch sie wesentliche Teile ihres Gemeindegebiets einer durchsetzbaren kommunalen Planung gänzlich entzogen werden (…BVerwG, Urt. v. 11.4.1986 - 4 C 51.83 - BVerwGE 74, 124; Beschl. v. 15.03.1989 - 4 NB 10.88 - BVerwGE 81, 307;… VGH Bad.-Württ., Urt. v. 14.12.1992 - 8 S 1741/92 - NuR 1994, 84; Gerichtsbescheid v. 7.4.1997 - 8 S 2550/96 - VBlBW 1997, 387).
Fraglich und durch die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts nicht abschließend geklärt ist, ob durch die Änderung der verkehrlichen Infrastruktur das Gemeindegebiet oder doch Teile davon nach wie vor (unmittelbar) n a c h h a l t i g betroffen sein müssen (vgl. BVerwG, Beschl. v. 18.09.1998, Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 141; Beschl. v. 26.02.1996, Buchholz 442.09 § 18 AEG Nr. 12;… Urt. v. 30.09.1993, a.a.O.;… Urt. v. 14.12.1994, BVerwGE 97, 203 ; VGH Bad.-Württ., Urt. v. 07.04.1997, VBlBW 1997, 387), oder ob vor dem Hintergrund einer etwaigen Verletzung des drittschützenden Abwägungsgebots (…vgl. BVerwG, Urt. v. 24.09.1998, a.a.O.) nunmehr jegliche erheblichen, also nicht nur geringfügigen Auswirkungen auf das innerörtliche Verkehrsnetz abwägungserheblich sind.
Ausgehend davon können die entsprechenden Erwägungen im Planfeststellungsbeschluss nicht beanstandet werden, zumal die Planfeststellungsbehörde die ihr mitgeteilten Planungsvorstellungen der Klägerin auch unter Einbeziehung ihres verspäteten und damit präkludierten, freilich noch immer pauschal gehaltenen, kaum einen hinreichend konkreten Bezug zu ihren Selbstverwaltungsrechten enthaltenden (…vgl. BVerwG, Urt. v. 30.09.1993, a.a.O.;… VGH Bad.-Württ., Urt. v. 28.01.2002, BImSchG-Rspr. § 41 Nr. 71; Urt. v. 07.04.1997, VBlBW 1997, 387; Beschl. v. 08.12.1994, VBlBW 1995, 388) Vorbringens in ihrer Entscheidung berücksichtigt hat.
VG Düsseldorf, 20.06.2018 - 15 L 1007/18
Namentlich bedarf die Frage keiner Entscheidung, ob das in § 58 Abs. 4 S. 1 LNatSchG NRW normierte Gebot, vor Erlass einer Reitregelung in Gestalt einer Allgemeinverfügung unter anderem die betroffenen Reiterverbände anzuhören, ein formelles Beteiligungsrecht, vgl. zur Berufung auf die Verletzung solcher Rechtspositionen zur Begründung einer Klagebefugnis etwa: BVerwG, Urteil vom 7. Juli 1978, IV C 79.76, juris Rdnr. 110 ff.; Sodan / Ziekow, a. a. O., Rdnr. 430, statuiert, das dem Antragsteller zu 1. als Bundesverband zusteht, obwohl seine Landesverbände zwingend und weiter nachgeordnete Verbände fakultativ (vgl. § 1 Abs. 1 S. 2 und S. 3 der Satzung) jeweils als eingetragene Vereine und damit eigenständige juristische Person organisiert sind, und zudem geeignet ist, im Fall einer Missachtung der Verfahrensvorschrift eine Verletzung eigener subjektiver Rechte oder rechtlichen Interessen, vgl. zu diesem Erfordernis etwa: BVerwG, Urteil vom 17. Dezember 1986, 7 C 29/85, juris Rdnr. 14 und Urteil vom 7. Juli 1978, IV C 79.76, juris Rdnr. 110 ff.; VGH Baden-Württemberg, Gerichtsbescheid vom 7. April 1997, 8 S 2550/96, juris Rdnr. 47 ff.; Sodan / Ziekow, a. a. O., Rdnr. 430, zu bewirken, deren Schutz § 58 Abs. 4 S. 1 LNatSchG NRW zumindest auch bezweckt.
Soweit es um Fernwirkungen des Vorhabens geht, müsste von der jeweils betroffenen Gemeinde dargelegt werden, dass und in welcher Weise eine bereits hinreichend konkretisierte Planung durch die angegriffene Entscheidung rechtswidrig beeinträchtigt wird (VGH Mannheim, Gerichtsbescheid vom 7. April 1997, VBlBW 1997 S. 387, 388).
Denn dafür wäre nach ständiger Rechtsprechung (…BVerwG, Urt. v. 11.4.1986 - 4 C 51.83 -, BVerwGE 74, 124; Beschluß v. 15.3.1989 - 4 NB 10.88 -, BVerwGE 81, 307 = PBauE § 47 Abs. 2 VwGO Nr. 5;… Urt. v. 27.3.1992 - 7 C 18.91 -, BVerwGE 90, 96;… Urt. v. 30.8.1993 - 7 A 14.93 -, ZfBR 1994, 43; Urt. des Senats v. 14.12.1992 - 8 S 1741/92 -, NuR 1994, 84, bestätigt durch: BVerwG, Beschluß v. 22.6.1993 - 4 B 45.93; Gerichtsbescheid des Senats v. 7.4.1997 - 8 S 2550/96 -, VBlBW 1997, 387 = NVwZ-RR 1998, 219) Voraussetzung, daß die Schutzgebietsverordnung eine hinreichend bestimmte Planung der Antragstellerin nachhaltig stört oder durch sie wesentliche Teile ihres Gemeindegebiets einer durchsetzbaren kommunalen Planung gänzlich entzogen werden.
Allerdings kann der Planungsträger der bereits weiter gediehenen Planung, die noch nicht Verbindlichkeit erlangt haben muss, nur dann die spätere Planung abwenden, wenn die durch diese eintretende Störung nachhaltig ist, d.h. unmittelbare Auswirkungen gewichtiger Art auf ihre Planung hat, oder - was hier von vornherein nicht in Betracht kommt - wenn ein großräumiges Vorhaben der Fachplanung wesentliche Teile des Gemeindegebietes einer durchsetzbaren Planung der Gemeinde entzieht (BVerwG, Gerichtsbescheid vom 27.7.1998 - 11 A 10.98 - UPR 1998, 459; Urteil vom 27.3.1992 - 7 C 18.91 - BVerwGE 90, 96, 100; Gerichtsbescheid des Senats vom 7.4.1997 - 8 S 2550/96 - VBlBW 1997, 387, 388 jeweils m.w.N.).
Die Klagebefugnis kann jedoch mit dieser Begründung nur bejaht werden, wenn es darum geht, grundlegende Veränderungen des örtlichen Gepräges oder der örtlichen Strukturen abzuwehren (VGH Bad.-Württ., Gerichtsbescheid v. 7.4.1997 - 8 S 2550/96 -, VBlBW 1997, 387, 389).

References: § 6
 § 42
 Art. 28
 § 6
 § 42
 § 47
 § 17
 § 18
 § 41
 § 58
 § 1
 § 58
 § 47