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Timestamp: 2019-09-22 11:23:30+00:00

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LSG Baden-Württemberg, 16.12.2005 - L 8 AL 4537/04 - dejure.org
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LSG Baden-Württemberg, 16.12.2005 - L 8 AL 4537/04 (https://dejure.org/2005,22046)
LSG Baden-Württemberg, Entscheidung vom 16.12.2005 - L 8 AL 4537/04 (https://dejure.org/2005,22046)
LSG Baden-Württemberg, Entscheidung vom 16. Dezember 2005 - L 8 AL 4537/04 (https://dejure.org/2005,22046)
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Forderungserlass - Unbilligkeit der Einziehung - maßgeblicher Beurteilungszeitpunkt - Änderung der Verwaltungspraxis
Forderungserlass bei der Unbilligkeit der Einziehung
SG Karlsruhe, 02.09.2004 - S 11 AL 1027/04
Entsprechend ist auch im Rahmen des § 76 Abs. 2 S. 1 Nr. 3 SGB IV (nur) eine sich am Begriff der Unbilligkeit orientierende Ermessensentscheidung zu treffen (vgl. BSGE 83, 292; LSG Baden-Württemberg, Urteil vom 16. Dezember 2005, L 8 AL 4537/04; LSG Nordrhein-Westfalen, Urteile vom 27. Oktober 2011, L 16 KR 668/10 KL, und vom 28. Mai 2013, L 18 KN 138/12, alle juris) und nicht zunächst der unbestimmte Rechtsbegriff der Unbilligkeit zu bestimmen und danach in einem zweiten Schritt das Ermessen auszuüben.
Das Vorliegen von sachlichen oder persönlichen Unbilligkeitsgründen ist nach den Verhältnissen im Zeitpunkt der letzten Verwaltungsentscheidung zu beurteilen, da die Entscheidung über einen Forderungserlass eine Ermessensentscheidung ist und die Rechtmäßigkeit einer Ermessensausübung nur von Tatsachen und Verhältnissen abhängen kann, die im Zeitpunkt der Behördenentscheidung vorgelegen haben (vgl. LSG Baden-Württemberg, Urteil vom 16. Dezember 2005, aaO, Rn. 29, mwN).
Dies erfordert enge Maßstäbe (LSG Baden-Württemberg, Urteil vom 16. Dezember 2005, Az.: L 8 AL 4537/04, zitiert nach juris).
Entsprechend dieser finanzgerichtlichen Rechtsprechung ist auch im Rahmen des § 76 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 SGB IV (nur) eine sich am Begriff der Unbilligkeit orientierenden Ermessensentscheidung zu treffen (vgl. BSGE 83, 292; LSG Baden-Württemberg, Urteil vom 16.12.2005 - L 8 AL 4537/04) und nicht zunächst der unbestimmte Rechtsbegriff der Unbilligkeit zu bestimmen und dann in einem zweiten Schritt das Ermessen hinsichtlich des Erlasses auszuüben (…so allerdings wohl von Boetticher in jurisPK - SGB IV, § 76 Rdnr. 31).
Entsprechend dieser finanzgerichtlichen Rechtsprechung ist - entgegen der Annahme des SG - auch im Rahmen des § 76 Abs. 2 S 1 Nr. 3 SGB IV eine sich am Begriff der Unbilligkeit orientierende Ermessensentscheidung zu treffen (BSGE 83, 292; LSG Baden-Württemberg, Urteil vom 16.12.2005, Az L 8 AL 4537/04; LSG NRW, Urteil vom 27.10.2011, Az L 16 KR 668/10 KL, Rdnr 18) und nicht zunächst der unbestimmte Rechtsbegriff der Unbilligkeit zu bestimmen und danach in einem zweiten Schritt das Ermessen auszuüben (so allerdings wohl: von Boetticher in jurisPK, SGB IV, § 76 Rdnr 31).
LSG Hamburg, 16.11.2011 - L 2 AL 6/08
Die Entscheidung über die Stundung sei eine Ermessensentscheidung, deren Rechtmäßigkeit nur von den Tatsachen und Verhältnissen zu dem Zeitpunkt abhängen könne, zu dem die Behörde tatsächlich entschieden habe (Hinweis auf: BSG…, Urteil vom 09.02.1995 - 7 RAr 78/93, SozR 3-4427 § 5 Nr. 1; LSG Baden-Württemberg, Urteil vom 16.12.2005 - L 8 AL 4537/04, UV-Recht Aktuell 2006, 57; SG Hamburg, Beschluss vom 21.04.2006 - S 60 AL 1336/05 PKH).
SG Berlin, 13.10.2006 - S 37 AS 12025/05
Arbeitslosengeld II - abweichende Erbringung von Leistungen - unabweisbarer …
Es bleibt im System des SGB II daher nur der Weg über ein Darlehen nach § 23 Abs. 1 SGB II. Ein im Ermessen des Beklagten stehender Erlass nach § 44 SGB II ist auf entsprechenden Antrag gerichtlich - allerdings nur begrenzt (vgl. zur ähnlichen Vorschrift des § 76 SGB IV LSG Baden-Württemberg, Urteil vom 16.12.2005 - L 8 AL 4537/04, anhängig beim BSG unter B 7a/7 AL 98/04 R) - überprüfbar, derzeit aber nicht Gegenstand der Klage auf Gewährung des Sonderbedarfs.

References: § 76
 § 76
 § 76
 § 76
 § 76
 § 5
 § 23
 § 44
 § 76