Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerwG&Datum=17.08.1998&Aktenzeichen=2%20B%2061.98
Timestamp: 2019-07-20 02:03:51+00:00

Document:
BVerwG, 17.08.1998 - 2 B 61.98 - dejure.org
https://dejure.org/1998,7384
BVerwG, 17.08.1998 - 2 B 61.98 (https://dejure.org/1998,7384)
BVerwG, Entscheidung vom 17.08.1998 - 2 B 61.98 (https://dejure.org/1998,7384)
BVerwG, Entscheidung vom 17. August 1998 - 2 B 61.98 (https://dejure.org/1998,7384)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1998,7384) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Bedeutung der Änderung einer gesetzlichen Vorschrift während des Widerspruchsverfahrens - Bedeutung der Fürsorgepflicht des Dienstherrn für die Frage der Belehrungspflicht und Hinweispflicht - Personalmaßnahmen bezüglich besonders schutzbedürftiger Beamte
OVG Niedersachsen, 24.03.1998 - 2 L 4703/96
Insoweit hat das Bundesverwaltungsgericht festgestellt, dass die unterbliebene Anhörung gemäß § 25 Abs. 2 SchwbG bereits nicht zur Rechtswidrigkeit einer getroffenen Maßnahme führt (BVerwG, Beschlüsse vom 17.08.1998 - 2 B 61.98 -, Juris Rn. 12 …und vom 25.10.1989 - 2 B 115.89 -, Juris Rn. 4 m.w.N.).
Nach dem Rechtsgedanken des § 46 VwVfG führt die fehlende Anhörung der Schwerbehindertenvertretung bei gebundenen Entscheidungen jedoch nicht zur Rechtswidrigkeit der getroffenen Maßnahme (vgl. für die gleichlautende Vorschrift des § 25 Abs. 2 SchwbG: Beschlüsse vom 17. August 1998 - BVerwG 2 B 61.98 - Juris Rn. 12 und vom 25. Oktober 1989 - BVerwG 2 B 115.89 - m.w.N.).
Urteil vom 24.11.1983 -2 C 27.82-, BVerwGE 68, 197 sowie Beschluss vom 17.08.1998 -2 B 61.98-, zitiert nach juris, m.w.N.
BVerwG, Beschluss vom 17.08.1998 -2 B 61.98-, a.a.O.
BVerwG, Beschlüsse vom 17.08.1998 -2 B 61.98-, a.a.O. und vom 25.10.1989 -2 B 115.89-, zitiert nach juris; vgl. auch Urteil der Kammer vom 27.01.2009 -2 K 205/08-.
Eine Maßnahme, die vom Dienstherrn in Unkenntnis der Schwerbehinderteneigenschaft des Beamten diesem gegenüber getroffen wird, ist daher nicht wegen einer unterbliebenen Beteiligung der Schwerbehindertenvertretung rechtswidrig, wenn der Beamte es unterlassen hat, den Dienstherrn von der Schwerbehinderung in Kenntnis zu setzen (vgl. Urteil vom 17. September 1981 - BVerwG 2 C 4.79 - Buchholz 232 § 32 Nr. 29 S. 5 ff., Beschlüsse vom 22. August 1990 - BVerwG 2 B 15.90 - Buchholz 436.61 § 50 SchwbG Nr. 3. S. 3 f. und vom 17. August 1998 - BVerwG 2 B 61.98 - juris Rn. 12 zu den insoweit im Wesentlichen gleichlautenden Vorschriften des seinerzeit geltenden SchwbG).
Denn selbst in den Fällen, in denen der Beamte bereits als Schwerbehinderter anerkannt oder mit schwerbehinderten Menschen gleichgestellt ist, ist die Beteiligung der Schwerbehindertenvertretung von einer entsprechenden Information des Dienstherrn abhängig (…vgl. Urteil vom 17. September 1981 a.a.O., Beschlüsse vom 22. August 1990 a.a.O. und vom 17. August 1998 a.a.O.).
OVG Nordrhein-Westfalen, 19.06.2007 - 6 B 383/07
Auswahlentscheidung im Beförderungsverfahren - Keine Beteiligung der …
BVerwG, Beschlüsse vom 25.10.1989 - 2 B 115.89 -, ZBR 1990, 180, und vom 17.8.1998 - 2 B 61.98 - (juris).
vgl. Bundesverwaltungsgericht (BVerwG), Beschluss vom 22. August 1990 - 2 B 15/90 - und Beschluss vom 17. August 1998 - 2 B 61/98 - (zur unterbliebenen Anhörung der Schwerbehindertenvertretung im Zwangspensionierungsverfahren nach dem Schwerbehindertengesetz - SchwbG -).
vgl. BVerwG, Beschluss vom 17. August 1998 - 2 B 61/98 - zu § 25 Abs. 2 SchwbG, der insofern § 95 Abs. 2 SGB IX entspricht.
BVerwG, Beschluss vom 20.12.2010 - 2 B 39/10 -, Juris, Rdnr. 6; sowie für die gleichlautende Vorschrift des § 25 Abs. 2 SchwbG: Beschlüsse vom 17.8.1998 - 2 B 61/98 -, Juris, Rdnr. 12, und vom 25.10.1989 - 2 B 115.89 -, Juris, Rdnr. 4.
vgl. die Rechtsprechung des BVerwG zum Schwerbehindertengesetz: Urteile vom 17. September 1981 - 2 C 4.79 -, ZBR 1982, 116, vom 15. Dezember 1988 - 5 C 67.85 -, BVerwGE 81, 84, und vom 17. August 1998 - 2 B 61.98 -, juris.
Diese Verpflichtung besteht jedoch nur, wenn der Betroffene die für die Entscheidung über die Zurruhesetzung zuständige Personalstelle grundsätzlich vor Erlass des Ausgangsbescheides von der Anerkennung als Schwerbehinderter in Kenntnis gesetzt hat (vgl. BVerwG Beschluss vom 17. August 1998- 2 B 61.98 - in juris; VG Berlin Beschluss vom 3. Mai 2004 - 28 A 394.03 -, S. 6;… VGH BaWü Beschluss vom 22. Februar 1995- 4 S 2359.94 -, in juris Rn. 6).
Denn die Beteiligungsrechte der Schwerbehindertenvertretung sind nicht als echte Mitbestimmungsrechte, sondern als Anhörungsrechte ausgestaltet, welche dem Beamten nicht gegen bzw. ohne seinen Willen aufgedrängt werden dürfen (vgl. BVerwG Beschluss vom 17. August 1998 - 2 B 61.98 - in juris Rn. 12 zum insoweit nahezu gleichlautenden § 25 Abs. 2 SchwbG i.d.bis zum 30. Juni 2001 gültigen Fassung; VG Gelsenkirchen…, Beschluss vom 14. Februar 2007 - 1 L 1397.06 - in juris Rn. 10 f.; ArbG Oldenburg, Urteil vom 14. Februar 2007 - 2 Ca 140/06 - in juris;… Kossens in: Kossens, von der Heide, Maaß, SGB IX, 2. Aufl. 2006, § 95 Rn. 22;… Trenk-Hinterberger, HK-SGB IX, 2. Auflage 2006, § 95 Rn. 20, jeweils m.w.N.).
BVerwG, Beschluss vom 25. Oktober 1989 - 2 B 115.89 -, ZBR 1990, S. 180; BVerwG, Beschluss vom 17. August 1998 - 2 B 61.98 -, zit. nach juris, OVG Münster, Urteil vom 08. Juni 1993 - 6 A 2076.91 -, zit. nach juris).
VGH Bayern, 28.10.2008 - 16b D 07.1213
Beseitigung von wesentlichen Mängeln im behördlichen Disziplinarverfahren

References: § 25
 § 46
 § 25
 § 32
 § 50
 § 25
 § 95
 § 25
 § 25
 § 95
 § 95