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Timestamp: 2019-08-25 19:08:13+00:00

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BAG, 19.11.2014 - 5 AZR 121/13 - dejure.org
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BAG, 19.11.2014 - 5 AZR 121/13 (https://dejure.org/2014,50435)
BAG, Entscheidung vom 19.11.2014 - 5 AZR 121/13 (https://dejure.org/2014,50435)
BAG, Entscheidung vom 19. November 2014 - 5 AZR 121/13 (https://dejure.org/2014,50435)
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§ 615 Satz 1 BGB, §§ ... 293, 294 BGB, § 297 BGB, § 559 Abs. 1 Satz 1 ZPO, § 320 ZPO, § 15 BRTV, § 15 Ziff. 1 BRTV, § 15 Ziff. 2 Satz 1 BRTV, § 5 Abs. 4 TVG, § 15 Ziff. 2 Satz 2 BRTV, § 16 BRTV, § 4 KSchG, Art. 2 Abs. 1 GG, Art. 20 GG, Art. 20 Abs. 3 GG, § 15 Ziff. 2 BRTV, §§ 4, 7 KSchG, § 17 TzBfG, § 322 ZPO, § 15 Ziff. 2 Satz 1 Alt. 2 BRTV, § 5 Ziff. 7.2 BRTV, § 193 BGB, § 187 Abs. 1, § 188 Abs. 2, § 242 BGB, §§ 97, 92 Abs. 1 Satz 1 ZPO
Annahmeverzug; Ausschlussfrist; Beschäftigungsklage
§ 15 Ziff 1 BauRTV, § 15 Ziff 2 S 1 BauRTV, § 15 Ziff 2 S 2 BauRTV, § 611 Abs 1 BGB, § 615 S 1 BGB
Annahmeverzugslohn - und die tarifvertragliche Ausschlussfrist
Zur Wahrung von Annahmeverzugsansprüchen kann Klage auf Bestehen des Zahlungsanspruchs erforderlich sein
Annahmeverzug Leistungsfähigkeit des Arbeitnehmers - Ausschlussfrist - Beschäftigungsklage - gerichtliche Geltendmachung - Grundrecht auf effektiven Rechtsschutz
ArbG Osnabrück, 29.02.2012 - 6 Ca 303/11
BAGE 150, 88
MDR 2015, 717
NZA 2015, 893
NZA-RR 2015, 255
Voraussetzung ist, dass die zum Verfall des Anspruchs führende Untätigkeit durch ein Verhalten der Gegenpartei veranlasst worden ist oder der Schuldner es pflichtwidrig unterlassen hat, dem Gläubiger die Umstände mitzuteilen, die diesen zur Einhaltung der Ausschlussfrist veranlasst hätten (vgl. BAG 19. November 2014 - 5 AZR 121/13 - Rn. 36, BAGE 150, 88;… 18. Februar 2016 - 6 AZR 628/14 - Rn. 25, jeweils mwN) .
Einzelne Begründungselemente nehmen grundsätzlich nicht an der materiellen Rechtskraft teil (vgl. BAG 19. November 2014 - 5 AZR 121/13 - Rn. 27; 25. August 2010 - 10 AZR 275/09 - Rn. 16, BAGE 135, 239; 20. Dezember 2012 - 2 AZR 867/11 - Rn. 23; BGH 26. Juni 2003 - I ZR 269/00 - zu II 1 a der Gründe) .
b) Die streitgegenständlichen Ansprüche auf Vergütung wegen Annahmeverzugs werden als solche aus dem Arbeitsverhältnis (vgl. BAG 19. November 2014 - 5 AZR 121/13 - Rn. 15, BAGE 150, 88; 19. August 2015 - 5 AZR 1000/13 - Rn. 21, BAGE 152, 221) , die nicht § 18 Abs. 2 und Abs. 5 Satz 2 HTV unterfallen, von § 18 Abs. 4 HTV erfasst.
Doch spätestens der mit Schriftsatz vom 3. September 2012 im Verfahren beim Arbeitsgericht Chemnitz (- 12 BV 55/12 -) gestellte Auflösungsantrag bedeutete eine Ablehnung der Erfüllung der mit dem Weiterbeschäftigungsverlangen geltend gemachten Ansprüche (vgl. zum Klageabweisungsantrag im Kündigungsschutzprozess BAG 26. April 2006 - 5 AZR 403/05 - Rn. 18, BAGE 118, 60; bei einer Beschäftigungsklage BAG 19. November 2014 - 5 AZR 121/13 - Rn. 29, BAGE 150, 88) .
Die Frist zur gerichtlichen Geltendmachung iSv. § 18 Abs. 6 HTV begann dementsprechend nach der am 12. September 2012 erfolgten Zustellung des Auflösungsantrags an den Kläger für zu diesem Zeitpunkt bereits fällige Ansprüche zu laufen, für die übrigen Ansprüche - so die hier streitgegenständlichen - mit deren Fälligkeit (vgl. BAG 16. April 2013 - 9 AZR 731/11 - Rn. 27, BAGE 145, 8; 19. November 2014 - 5 AZR 121/13 - Rn. 29, aaO) .
Bedienen sich Tarifvertragsparteien eines Rechtsbegriffs, der im juristischen Sprachgebrauch eine bestimmte Bedeutung hat, ist dieser Begriff in seiner allgemeinen juristischen Bedeutung auszulegen, sofern sich nicht aus dem Tarifvertrag etwas anderes ergibt (BAG 19. November 2014 - 5 AZR 121/13 - Rn. 18, BAGE 150, 88; 22. Juli 2010 - 6 AZR 78/09 - Rn. 20, BAGE 135, 179; 17. März 2010 - 5 AZR 317/09 - Rn. 13, BAGE 133, 337) .
Die Klägerin konnte als Rechtsnachfolgerin des Erblassers erst am 23. September 2013 von der Beklagten die Erfüllung des Anspruchs verlangen, denn dessen Fälligkeit hat sich nach § 193 BGB auf den nächsten Werktag verschoben (vgl. BAG 19. November 2014 - 5 AZR 121/13 - Rn. 32 mwN, BAGE 150, 88) .
Eine unzulässige Rechtsausübung liegt etwa vor, wenn die zum Verfall des Anspruchs führende Untätigkeit durch ein Verhalten der Gegenpartei veranlasst worden ist oder wenn der Schuldner es pflichtwidrig unterlassen hat, dem Gläubiger die Umstände mitzuteilen, die diesen zur Einhaltung der Ausschlussfrist veranlasst hätten (BAG 19. November 2014 - 5 AZR 121/13 - Rn. 36 mwN, BAGE 150, 88) .
Zwar kann eine unzulässige Rechtsausübung vorliegen, wenn die Untätigkeit der Anspruch stellenden Partei durch ein Verhalten der Gegenpartei veranlasst worden ist (vgl. BAG 19. November 2014 - 5 AZR 121/13 - Rn. 36; 13. Dezember 2007 - 6 AZR 222/07 - Rn. 32 mwN, BAGE 125, 216) .
Gegen diese Tatsachenfeststellung (§ 559 Abs. 2 ZPO) hat sich der Kläger mit einem allein in Betracht kommenden (dazu BAG 19. November 2014 - 5 AZR 121/13 - Rn. 12, BAGE 150, 88; BGH 16. Dezember 2010 - I ZR 161/08 - Rn. 12) Tatbestandsberichtigungsantrag nach § 320 Abs. 1 ZPO nicht gewandt.
BAG, 13.01.2016 - 10 AZR 42/15
BAG, 19.05.2015 - 3 AZR 892/13
LAG Sachsen-Anhalt, 08.12.2015 - 6 Sa 351/14
LAG Rheinland-Pfalz, 29.01.2019 - 6 Sa 138/18
Angemessener Nachtarbeitszuschlag im Pflegedienst - Dauernachtarbeit

References: § 615
 § 297
 § 559
 § 320
 § 15
 § 15
 § 15
 § 5
 § 15
 § 16
 § 4
 Art. 2
 Art. 20
 Art. 20
 § 15
 § 17
 § 322
 § 15
 § 5
 § 193
 § 187
 § 188
 § 242

§ 15
 § 15
 § 15
 § 611
 § 615
 BGH 
 § 18
 § 18
 § 18
 § 193
 BGH 
 § 320