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Timestamp: 2019-08-19 06:06:44+00:00

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7.432-102 N C-Kirchenmusikprüfungsordnung (C-KiMusPO) - Kirchenrecht Online-Nachschlagewerk
7.432-102 N C-Kirchenmusikprüfungsordnung (C-KiMusPO)
§ 2 Prüfungszweck und Prüfungsamt
§ 5 Einberufung der Prüfungsausschüsse
§ 8 Prüfungsleistungen im Bereich Orgel und bzw. oder Chorleitung
§ 9 Prüfungsleistungen im Bereich Popular-Kirchenmusik
§ 10 Prüfungsleistungen im Bereich Bläserchorleitung
§ 12 Zeugnis über die Prüfung
§ 13 Täuschung oder Versäumnis
§ 15 Studienzeit und Prüfungsfrist
§ 16 Unterbrechung der Prüfung
Anlage 1 zur Ordnung für die Kleine (C-) Kirchenmusikprüfung der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche
Anlage 2 zur Ordnung für die Kleine (C-) Kirchenmusikprüfung der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche
Anlage 3 zur Ordnung für die Kleine (C-) Kirchenmusikprüfung der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche
für die Kleine (C-) Kirchenmusikprüfung der
(GVOBl. S. 194)
Die Kirchenleitung hat aufgrund von § 4 Absatz 3 und § 19 des Kirchenmusikgesetzes vom 4. Dezember 2007 (GVOBl. 2008 S. 8), das durch Kirchengesetz vom 14. Oktober 2008 (GVOBl. S. 280) geändert wurde, die folgende Rechtsverordnung erlassen:
( 1 ) 1 Mit der Kleinen Kirchenmusikprüfung (C-Prüfung) erwirbt die Bewerberin bzw. der Bewerber die Anstellungsbefähigung für C-Kirchenmusikstellen. 2 Die Prüfung kann in einem oder mehreren der Bereiche Orgel, Chorleitung, Bläserchorleitung und Popular-Kirchenmusik abgelegt werden
( 2 ) Bewerberinnen und Bewerber, die eine C-Prüfung in einem der Teilbereiche ablegen, erwerben die Anstellungsbefähigung nur für diesen Teilbereich.
Prüfungszweck und Prüfungsamt
( 1 ) Durch die Prüfung soll festgestellt werden, ob die Bewerberin bzw. der Bewerber das für die Anstellung erforderliche fachliche Können und Wissen besitzt.
( 2 ) 1 Die Prüfung wird vor dem Nordelbischen Prüfungsamt für Kirchenmusik abgelegt. 2 Hierzu werden Prüfungsausschüsse gebildet.
( 1 ) Der Prüfungsausschuss für die C-Prüfung besteht aus
der Landeskirchenmusikdirektorin bzw. dem Landeskirchenmusikdirektor,
je nach Prüfungsbereich:
einer Kreiskantorin bzw. einem Kreiskantor, berufen durch die Landeskirchenmusikdirektorin bzw. den Landeskirchenmusikdirektor oder
der bzw. dem Verantwortlichen des Fachbereichs Popular-Kirchenmusik im Hauptbereich 32# oder
einer Landesposaunenwartin bzw. einem Landesposaunenwart aus der Nordelbischen Posaunenmission oder der Nachfolgeorganisation,
der Leiterin bzw. dem Leiter der Ausbildung zur Vorbereitung auf die C-Prüfung und
weiteren Mitgliedern nach Maßgabe des § 4.
( 2 ) 1 Den Vorsitz führt das Mitglied nach Absatz 1 Nummer 1. 2 Im Falle der Verhinderung bei Durchführung der Prüfung benennt die Landeskirchenmusikdirektorin bzw. der Landeskirchenmusikdirektor eines der Mitglieder nach Absatz 1 Nummer 2 oder 3 zur bzw. zum Vorsitzenden.
( 3 ) Der Prüfungsausschuss muss aus mindestens drei Mitgliedern bestehen.
( 4 ) 1 Das Nordelbische Kirchenamt kann eine Vertreterin bzw. einen Vertreter in den Prüfungsausschuss entsenden. 2 Sie bzw. er nimmt mit beratender Stimme an den Prüfungen teil.
( 1 ) Bei Bewerberinnen oder Bewerbern, die an einem von der Nordelbischen Kirche anerkannten Lehrgang zur Vorbereitung auf die C-Prüfung teilgenommen haben, gehören dem Prüfungsausschuss die Lehrkräfte des Lehrgangs nach Maßgabe des vom vorsitzenden Mitglied vor Beginn der Prüfung aufgestellten Prüfungsplans je für ihr Fach als weitere Mitglieder an.
( 2 ) Bei Bewerberinnen bzw. Bewerbern, die an Hochschulen im Bereich der Nordelbischen Kirche an einem von der Nordelbischen Kirche anerkannten Lehrgang zur Vorbereitung auf die C-Prüfung teilgenommen haben, gehören dem Prüfungsausschuss als weitere Mitglieder an:
die von der Nordelbischen Kirche eingesetzte Studienleiterin bzw. der Studienleiter sowie
weitere Prüferinnen bzw. Prüfer, vorwiegend Lehrkräfte des Lehrgangs, nach Maßgabe des vom vorsitzenden Mitglied vor Beginn der Prüfungen aufgestellten Prüfungsplans je für ihr Fach.
( 3 ) Bei anderen Bewerberinnen und Bewerbern bestimmt das Nordelbische Kirchenamt mit der Zulassung, ob sie sich der Prüfung bei einem der bestehenden Prüfungsausschüsse zu unterziehen haben oder ob ein besonderer Prüfungsausschuss unter Vorsitz der Landeskirchenmusikdirektorin bzw. des Landeskirchenmusikdirektors gebildet wird.
Einberufung der Prüfungsausschüsse
Die Einberufung der Prüfungsausschüsse erfolgt durch die Vorsitzende bzw. den Vorsitzenden des Nordelbischen Prüfungsamtes für Kirchenmusik.
( 1 ) Die Prüfungen finden nach Bedarf statt.
( 2 ) Zeit und Ort der Prüfungen werden den Bewerberinnen und Bewerbern durch die Vorsitzende bzw. den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses rechtzeitig mitgeteilt.
( 3 ) Der Zulassungsantrag zur Prüfung ist bis zu Beginn der Ausbildung bei der Leiterin bzw. dem Leiter des Kurses zur Vorbereitung auf die C-Prüfung einzureichen.
( 4 ) Dem Zulassungsantrag sind folgende Unterlagen beizufügen:
Lebenslauf unter besonderer Berücksichtigung des Ausbildungsweges
Nachweis der Kirchenmitgliedschaft
ggf. Ausbildungsnachweis nach Absatz 5.
( 5 ) Zur C-Prüfung können Kirchenmitglieder von Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland, in besonderen Fällen auch Mitglieder einer anderen christlichen Kirche, unter folgenden Voraussetzungen zugelassen werden:
Bewerberinnen und Bewerber, die eine entsprechende kirchenmusikalische Vorbildung an einer Hochschule oder die Teilnahme an einem von der Nordelbischen Kirche anerkannten Lehrgang oder eine vom Nordelbischen Kirchenamt anerkannte entsprechende Ausbildung nachweisen.
Bewerberinnen und Bewerber, die eine andere den Anforderungen dieser Prüfungsordnung entsprechende Ausbildung nachweisen können und deren Zulassung die bzw. der Vorsitzende des Prüfungsausschusses aufgrund einer Vorprüfung befürwortet.
( 6 ) Die Bewerberinnen und Bewerber sollen das 16. Lebensjahr vollendet haben; über Ausnahmen entscheidet das Nordelbische Kirchenamt im Einvernehmen mit der bzw. dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses auf Antrag.
( 1 ) 1 Der Zulassungsantrag ist verbindlich. 2 Er kann in schriftlich begründeten Ausnahmefällen bis zu drei Wochen vor dem Prüfungstermin zurückgezogen werden.
( 2 ) 1 Über die Zulassung entscheidet das Nordelbische Prüfungsamt für Kirchenmusik im Einvernehmen mit der bzw. dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses. 2 Die Entscheidung ist der Bewerberin bzw. dem Bewerber schriftlich mitzuteilen und bei einer Ablehnung schriftlich zu begründen.
( 3 ) Die Zulassung darf nur abgelehnt werden, wenn die Bewerberin bzw. der Bewerber die Voraussetzungen nach § 6 Absatz 3 bis 6 nicht erfüllt.
Prüfungsleistungen im Bereich Orgel und bzw. oder Chorleitung
( 1 ) 1 Die C-Prüfung besteht aus schriftlichen und praktisch-mündlichen Prüfungen. 2 Die zu erbringenden Prüfungsleistungen können auf Antrag der Bewerberin bzw. des Bewerbers auf die zum Nachweis der Befähigung zum Kantorinnen- bzw. Kantorenamt oder zum Organistinnen- bzw. Organistenamt erforderlichen Prüfungsteile (Anlage 1 Abschnitt C und D) beschränkt werden.
( 2 ) Die schriftlichen Prüfungen werden in den Fächern
Gehörbildung (Musikdiktat) und
Musiktheorie (Tonsatz) abgelegt.
( 3 ) 1 Die schriftlichen Prüfungen werden unter Aufsicht durchgeführt. 2 Jede Bewerberin und jeder Bewerber hat die Prüfungsleistungen allein und selbstständig zu erbringen. 3 Jede schriftliche Prüfung ist von der bzw. dem jeweiligen Prüfenden und anschließend von einer zweiten Gutachterin bzw. einem zweiten Gutachter, die bzw. der von der bzw. dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses bestellt wird, zu beurteilen. 4 Die Note ergibt sich aus dem Durchschnitt der Einzelbewertungen.
( 4 ) 1 Die praktisch-mündlichen Prüfungen werden in folgenden Fächern abgelegt:
Orgelimprovisation/Gemeindebegleitung
Liturgik und Choralkunde
2 Die Fächer nach den Nummern 1, 2 und 5 bilden die Hauptfächer, die Fächer nach den Nummern 3, 4 sowie 6 bis 15 sind weitere Pflichtfächer, die Fächer nach den Num- mern 16 bis 18 sind fakultative Zusatzfächer.
( 5 ) Die Dauer der einzelnen Prüfungen und die Prüfungsanforderungen ergeben sich aus der Anlage 1 zu dieser Rechtsverordnung.
Prüfungsleistungen im Bereich Popular-Kirchenmusik
( 1 ) 1 Die C-Prüfung besteht aus folgenden drei Prüfungsarten: schriftlich, praktisch-mündlich und schriftlich-mündlich kombiniert. 2 Die C-Prüfung im Bereich Popular-Kirchenmusik ist nicht teilbar.
Gehörbildung (Musikdiktat)
Musiktheorie (Tonsatz)
Hymnologie (schriftliche Teilprüfung)
Musikgeschichte (schriftliche Teilprüfung)
Musikgeschichte/Stilkunde (mündliche Teilprüfung)
Hymnologie (mündliche Teilprüfung)
2 Hauptinstrument ist nach eigener Wahl entweder Gitarre oder Klavier; Nebeninstrument ist das jeweils andere Instrument. 3 Das Fach nach Absatz 2 Nummer 2 sowie die Fächer nach Absatz 4 Nummer 1 und 3 bilden die Hauptfächer. 4 Die Fächer nach Absatz 2 Nummer 1, 3, 4 und 5 und Absatz 4 Nummer 2 und Nummer 4 bis 10 sind weitere Pflichtfächer. 5 Die Fächer nach Absatz 4 Nummer 11 bis 14 sind fakultative Zusatzfächer.
( 5 ) Die Dauer der einzelnen Prüfungen und die Prüfungsanforderungen ergeben sich aus der Anlage 2 zu dieser Rechtsverordnung.
Prüfungsleistungen im Bereich Bläserchorleitung
( 1 ) 1 Die C-Prüfung besteht aus schriftlichen und praktisch-mündlichen Prüfungen. 2 Die C-Prüfung im Bereich Bläserchorleitung ist nicht teilbar.
2 Die Fächer nach den Nummern 1 und 2 bilden die Hauptfächer, die Fächer nach den Nummern 3 bis 12 sind weitere Pflichtfächer, die Fächer nach den Nummern 13 und 15 sind fakultative Zusatzfächer.
( 5 ) Die Dauer der einzelnen Prüfungen und die Prüfungsanforderungen ergeben sich aus der Anlage 3 zu dieser Rechtsverordnung.
( 1 ) Für die Bewertung der Prüfungsleistungen sind folgende Noten zu verwenden:
( 2 ) Die C-Prüfung ist nicht bestanden, wenn ein Haupt- oder Pflichtfach mit „nicht ausreichend" bewertet worden ist.
( 3 ) Leistungen, die über die Prüfungsanforderungen hinausgehen, können im Zeugnis ausdrücklich vermerkt werden.
( 4 ) 1 Als Prüfungsnote wird jeweils eine Gesamtnote gebildet. 2 Für die Festsetzung der Gesamtnote wird aus den Punktzahlen sämtlicher Teilleistungen der Mittelwert gebildet.
( 5 ) Die Gesamtnote der bestandenen Prüfung lautet:
15,00 bis 12,50 Punkte
12,49 bis 9,50 Punkte
9,49 bis 6,50 Punkte
6,49 bis 3,50 Punkte
( 6 ) 1 Prüfungsleistungen aus anderen Ausbildungen können anerkannt werden. 2 Hierüber entscheidet das Nordelbische Prüfungsamt.
Zeugnis über die Prüfung
( 1 ) 1 Über die bestandene C-Prüfung wird ein Zeugnis ausgestellt, das die in den Einzelfächern erteilten Noten und die Gesamtnote enthält. 2 Das Zeugnis ist von der bzw. dem Vorsitzenden des Prüfungsamtes sowie vom Nordelbischen Kirchenamt zu unterzeichnen und zu siegeln.
( 2 ) Das Zeugnis wird jeweils nur für den Prüfungsbereich bzw. die Prüfungsbereiche erteilt, in dem bzw. in denen die Bewerberin bzw. der Bewerber geprüft worden ist.
( 3 ) 1 Hat die Bewerberin bzw. der Bewerber die C-Prüfung nicht bestanden, wird ihr oder ihm hierüber durch das Nordelbische Prüfungsamt ein schriftlicher Bescheid erteilt. 2 Der Mitteilung ist eine Bescheinigung über die erbrachten Prüfungsleistungen und deren Noten sowie über die fehlenden Prüfungsleistungen beizufügen. 3 Die Bescheinigung muss erkennen lassen, dass die C-Prüfung nicht bestanden ist. 4 Eine Rechtsbehelfsbelehrung nach § 17 Absatz 3 ist beizufügen.
Täuschung oder Versäumnis
( 1 ) Wenn Bewerberinnen oder Bewerber in der Prüfung zu täuschen versuchen, wird die betreffende Prüfungsleistung mit der Note „nicht ausreichend" (0 Punkte) bewertet.
( 2 ) 1 Die Note „nicht ausreichend" (0 Punkte) wird ebenfalls erteilt, wenn die Bewerberin oder der Bewerber der Prüfung unentschuldigt fernbleibt. 2 Bei entschuldigtem Fernbleiben gilt § 16 Absatz 1 entsprechend.
( 1 ) Wer die Prüfung nicht besteht, kann sich innerhalb eines halben Jahres zu einer erneuten Prüfung melden.
( 2 ) Jede einzelne Prüfung kann im Falle ihres Nichtbestehens nur einmal wiederholt werden.
( 3 ) Eine nochmalige (zweite) Wiederholung der Prüfung ist nicht zulässig.
Studienzeit und Prüfungsfrist
( 1 ) Die Prüfungen sind unbeschadet der Vorschrift des § 16 binnen einer Frist von drei Jahren, nachdem die Prüfung im ersten Fach abgelegt worden ist, zu beenden.
( 2 ) Werden die in Absatz 1 oder § 16 Absatz 1 genannten Fristen überschritten, gilt die C-Prüfung als nicht bestanden.
( 3 ) Über Ausnahmen entscheidet das Nordelbische Kirchenamt auf besonderen Antrag, wenn kirchliches Interesse besteht.
( 1 ) 1 Die C-Prüfung kann aus wichtigem Grund unterbrochen werden. 2 Der für einen Antrag auf Unterbrechung geltend gemachte Grund ist der bzw. dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses unverzüglich anzuzeigen. 3 Das Nordelbische Prüfungsamt entscheidet über die Anerkennung des wichtigen Grundes und kann eine Frist festsetzen, innerhalb der die C-Prüfung abzuschließen ist. 4 Die zuvor vollständig erbrachten Prüfungsleistungen werden durch die Unterbrechung nicht berührt.
( 2 ) 1 Liegt kein wichtiger Grund vor, gilt die C-Prüfung als nicht bestanden. 2 § 14 Ab- satz 1 gilt entsprechend.
( 1 ) Bei Verstößen gegen diese Prüfungsordnung hat die Bewerberin bzw. der Bewerber jederzeit während der Prüfung das Recht auf Gegenvorstellung und Beanstandung.
( 2 ) 1 Über Gegenvorstellung und Beanstandung entscheidet die bzw. der Vorsitzende des Prüfungsausschusses oder, falls diese bzw. dieser an dem beanstandeten Prüfungsvorgang beteiligt war, ihre bzw. seine Stellvertretung noch vor Ende der Gesamtprüfung. 2 Die Bewerberin bzw. der Bewerber und die betroffenen Mitglieder des Prüfungsausschusses sind vorher zu hören.
( 3 ) 1 Gegen die Entscheidung nach Absatz 2 Satz 1 und gegen den Bescheid nach § 12 Absatz 3 kann Widerspruch eingelegt werden. 2 Der Widerspruch ist schriftlich zu begründen und innerhalb eines Monats nach Zugang der Entscheidung oder des Bescheids beim Nordelbischen Kirchenamt einzulegen.
1 Diese Rechtsverordnung tritt am Tage nach der Verkündung in Kraft. 2 Gleichzeitig tritt die Ordnung für die Kleine (C-) Kirchenmusikprüfung der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche vom 4. Februar 2003 (GVOBl. S. 52) außer Kraft.
Bewerberinnen und Bewerber, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Rechtsverordnung innerhalb der Nordelbischen Kirche an Lehrgängen zur Vorbereitung auf die C-Prüfung teilnehmen, legen die Prüfung nach den Vorschriften der gemäß § 18 Satz 2 außer Kraft tretenden Prüfungsordnung ab.
zur Ordnung für die Kleine (C-) Kirchenmusikprüfung der
Zeugnisfächer für das Kantorinnen- oder Kantorenamt und für das Organistinnen- oder Organistenamt und ihre Bewertung
a) mündlich-praktisch
Fakultative Zusatzfächer
dreifach = dreifache Wertung
zweifach = zweifache Wertung
einfach = einfache Wertung
Prüfungsanforderungen und Prüfungsdauer für die vorstehend unter A genannten Fächer:
Zwei Choralbearbeitungen und ein cantus-firmus-freies Werk aus verschiedenen Stilepochen (Schwierigkeitsgrad: Orgelbüchlein von J. S. Bach), Vorlage einer Repertoire-Liste.
mit mindestens drei einfachen Intonationen. Drei Begleitsätze zu je einem modalen, tonalen und neuen geistlichen Lied in jeweils folgenden Ausführungsarten: manualiter, auf einem Manual und Pedal, mit c.-f.-Hervorhebung und Pedal, davon mindestens einer nach dem Choralbuch.
Spiel von Begleitsätzen (mindestens vier Stichproben) aus einer von der Bewerberin oder dem Bewerber vorgelegten Liste von 50 Liedern aus dem EG (25 vorgegeben, 25 frei wählbar) sowie von liturgischen Weisen
(Zeit: Orgelliteraturspiel und Orgelimprovisation/Gemeindebegleitung zusammen 45 Minuten)
Vortrag von zwei leichteren bis mittelschweren Klavierstücken aus verschiedenen Stilepochen (Schwierigkeitsgrad: zweistimmige Invention von J. S. Bach oder Schumann „Kinderszenen“); leichte Liedbegleitung vorbereitet
Grundzüge der Orgelbaugeschichte
Erarbeiten und Dirigieren eines dem Bewerber oder der Bewerberin gegebenen, selbstständig vorbereiteten leichteren Chorsatzes (Schwierigkeitsgrad: „Du sollst Gott, deinen Herrn" von Melchior Franck oder Mendelssohn „Auf Gott allein will hoffen ich“/Mittelsatz der Motette „Aus tiefer Not“)
Fragen zur chorischen Stimmbildung
Chorliteraturkunde: Kenntnis geeigneter Chorliteratur für den gottesdienstlichen Gebrauch
Vorbereitungszeit: eine Woche
(Zeit: 5 + 20 + 5 + 10 Minuten)
Vortrag zweier verschiedenartiger Lieder
(eines Kirchenliedes und eines leichten Kunstliedes);
Grundbegriffe der Stimmbildung
Musikalische und textliche Vermittlung eines Liedes mit einer Gruppe
(Zeit: 10 Minuten)
schriftlich (zwei Stunden Klausur)
Von den folgenden drei Aufgaben müssen zwei gelöst werden:
Cantionalsatz zu einer gegebenen Kirchenliedweise
Aussetzen eines leichteren Generalbasses
Ausführung einer Gegenstimme zu einer gegebenen Kirchenliedweise
mündlich-praktisch (Zeit: 10 Minuten)
Spielen einfacher Kadenzen und einfacher Modulationen im Ganzton- und Quintbereich
Kenntnis der Kirchentonarten
Kenntnis der allgemeinen Musiklehre/Musiktheorie
schriftlich (Klausur: 45 Minuten)
Leichte melodisch-rhythmische Musikdiktate, ein- und zweistimmig
mündlich-praktisch (Zeit: 10 bis 15 Minuten)
Erkennen von Intervallen, Akkorden und einfachen tonalen Akkordverbindungen
Wiedergeben eines einfachen Rhythmus
Spielen eines leichteren Chorsatzes aus der Partitur, z. B. des als Chorleitungsaufgabe vorbereiteten Satzes sowie eines unvorbereiteten Cantionalsatzes
(Vorbereitungszeit eine Woche)
Fragen zur Partiturkunde: Kenntnis der Anordnung der Instrumente, ihrer Transposition und der verschiedenen Schlüssel
Spiel nach einfachen bezifferten Vorlagen, vorbereitet (Vorbereitungszeit eine Woche) und unvorbereitet.
Überblick über die Geschichte der Musik (Epochen, Stile, Gattungen, Aufführungspraxis) mit Schwerpunkt Kirchenmusik Kenntnis der wichtigsten Chor- und Orgelliteratur für den gottesdienstlichen Gebrauch.
Überblick über den Inhalt der wichtigsten biblischen Bücher
Grundfragen des Glaubens und der Verkündigung bis zur Gegenwart. Kenntnis aktueller ev.-luth. theologischer Positionen.
Marksteine der Kirchengeschichte
Kirchenkunde: Kirchliches Leben, Konfessionen, Rechtsbestimmungen
(Zeit: 10 bis 15 Minuten)
Geschichte des geistlichen Liedes bis zur Gegenwart; Aufbau und Inhalt des Evangelischen Gesangbuches (EG); liturgische Weisen; Liedauswahl für Gottesdienste; Ergänzende Liedsammlungen
Singen von geistlichen Liedern und liturgischen Gesängen
Die Formen des Gottesdienstes und die Ordnung des Kirchenjahres
Grundbegriffe der Psalmodie
Vortrag eines selbstgewählten Stückes; Vomblattspiel leichter Literatur
(Zeit: bis zu 15 Minuten)
Probenarbeit mit einem Bläserchor; Kenntnis des Instrumentariums, der technischen und musikalischen Bedingungen, der Literatur und der Einsatzmöglichkeiten
(Zeit: bis zu 30 Minuten)
Singen und Musizieren mit einer Kindergruppe
Zeugnisfächer nur für das Kantorinnen- oder Kantorenamt nach § 8 Ab- satz 1 der Ordnung für die Kleine (C-) Kirchenmusikprüfung der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche
Zeugnisfächer nur für das Organistinnen- oder Organistenamt nach § 8 Absatz 1 der Ordnung für die Kleine (C-) Kirchenmusikprüfung der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche
Zeugnisfächer für die C-Prüfung für Popular-Kirchenmusik und ihre Bewertung
Musikgeschichte/Stilkunde
Hauptinstrument Gitarre
Beherrschung und Anwendung mehrerer Spieltechniken in unterschiedlichen Stilarten der Popularmusik
Fließendes Akkordspiel nach Akkordsymbolen; Beherrschung der Barré-Technik
Eine vorbereitete Liedbegleitung aus einer Stilart der Popularmusik
(Intro, Ending, Bassübergänge, Vorhaltakkorde, Zusatztöne, Slash-chords, Umdeutungen)
Liedbegleitungen aus einer selbst aufgestellten Liste von zehn Liedern des Evangelischen Gesangbuchs in unterschiedlichen Stilarten im eigenen Begleitsatz oder nach Vorlage
Solospiel: Vortrag eines mittelschweren Stückes aus einer Stilart der Popularmusik
Hauptinstrument Klavier
Beherrschung und Anwendung verschiedener Stilarten der Popularmusik
Fließendes Akkordspiel nach Akkordsymbolen
Liedbegleitungen aus einer selbst aufgestellten Liste von zehn Liedern aus dem Bereich christlicher Popularmusik
Nebeninstrument Gitarre
Beherrschung und Anwendung von mehreren unterschiedlichen Strumming- und Picking-Patterns
Beherrschung und Anwendung von Griffbildern folgender Akkorde (jeweils auch mit Sept): C, D, E, G, A, Em, Am, Dm sowie B7 (= H7)
Anwenden des Barré-Spiels auf Basis der Griffbilder E, Em, A und Am
Vorbereitete Begleitung von drei Liedern aus unterschiedlichen Stilbereichen der Popularmusik
Auffinden von Akkorden nach Akkordsymbolen in allen Tonarten
Beherrschung und Anwendung von Harmonien in Dur und Moll im Bereich der Kadenzen bis zu zwei Vorzeichen mit drei stilistisch verschiedenen Begleitpatterns
Vorbereitete Begleitung eines Liedes aus einem Stilbereich der Popularmusik
Spiel eines leichten Solostückes aus Klassik oder Popularmusik
Probenarbeit an einem Chorstück aus einem Stilbereich der Popularmusik: Die Bewerberin oder der Bewerber wählt aus einer von der Prüfungskommission eine Woche vor der Prüfung zur Verfügung gestellten Auswahl ein Stück für die Prüfung aus
Vermittlung eines selbst gewählten thematischen Bereiches der Chorischen Stimmbildung durch eine bis zwei Übungen
Musikalische und textliche Vermittlung eines gemeindetauglichen Liedes aus einem Stilbereich der Popularmusik mit Instrumentalbegleitung auf dem Haupt- oder Nebeninstrument
Überblick über die Geschichte der Kirchenmusik
Kenntnis der Geschichte von Blues, Gospel, Folk, Jazz, Rock, Latin und Pop und deren Hauptvertreter
Überblick über die Stilentwicklungen innerhalb der Popularmusik
Erkennen von Hörbeispielen und stilistische Zuordnung
Referat mit Niederschrift über ein spezifisches Thema der Geschichte der Popularmusik
Instrumentenkunde der Popularmusik
Kenntnis der gebräuchlichsten Instrumente: Schlagzeug, Percussion, Gitarren, Key- boards, Blasinstrumente und deren Notation
Kenntnis der tontechnischen Grundlagen: Equipment einer klassischen Popformation und Mikrofonierung
Kenntnis der MIDI- und Computertechnik für Musikanwendungen
Bearbeitung eines von zwei in Melodie und Text vorgegebenen Liedern als
Bandpattern
vierstimmiger Vokalsatz
Das Lied kann von Aufgabe zu Aufgabe gewechselt werden.
(Zeit: 2,5 Stunden)
Tonsatz mündlich
Aufgaben aus den Bereichen
Akkordumdeutung
Musikdiktate aus den Bereichen Melodik, Rhythmik und Harmonik
(Zeit: 45 Minuten)
Erkennen von Intervallen, Akkorden und einfachen tonalen Akkordverbindungen, Vomblattsingen, Ansingen von Akkorden nach Stimmgabel
Grundfragen des Glaubens und der Verkündung bis zur Gegenwart
Kirchliches Leben, Konfessionen, Rechtsbestimmungen
Vertrautheit mit dem Evangelischen Gesangbuch, insbesondere mit dem Neuen Geistlichen Lied
Vertrautheit mit weiteren Liedveröffentlichungen zur Christlichen Popularmusik (Gospel, Neues Geistliches Lied, etc.)
Überblick über Formen popularmusikalischer Gemeindelieder
Kenntnis der Geschichte Christlicher Popularmusik
Liedbetrachtung eines popularmusikalischen Gemeindeliedes in Form einer Hausarbeit
Formen des Gottesdienstes und Ordnung des Kirchenjahres
Auf Antrag der Bewerberin oder des Bewerbers kann ein zum Sachgebiet der Popularmusik gehörendes Zusatzfach geprüft werden. Über die Zulassung entscheidet die Prüfungskommission.
(Zeit: jeweils 20 Minuten)
Zeugnisfächer für die C-Prüfung Bläserchorleitung und ihre Bewertung
Erarbeiten einer Chorbearbeitung oder eines freien Bläsermusik
(Vorbereitungszeit: eine Woche)
Dirigieren eines dem Chor bekannten, vierstimmigen, polyphonen Satzes (Vorbereitungszeit: eine Woche)
Vorlage einer vom Fachlehrer bestätigten Liste von drei Werken, die während der Ausbildung erarbeitet und in Anwesenheit der Lehrkraft mit einem Bläserchor einstudiert wurden
Vorlage eines schriftlichen Probenplans für das Prüfungsstück
Kenntnis der methodischen Wege zur Einstudierung eines Satzes und für die Schulung, Ziele und Inhalte des Einblasens
Instrumentalspiel/Blechblasinstrument
Vortrag zweier verschiedenartiger für das Instrument geeigneten Solowerke eigener Wahl in mittlerer Schwierigkeit
Spiel einer Etüde oder technischer Übungen
einer Choralmelodie und einer Begleitstimme aus der Posaunenchorliteratur im Violin- und Bassschlüssel
Tonleiterblasen (Dur und Moll drei Kreuze bis fünf b-Zeichen auf gegebenen Rhythmus)
Kenntnis von Bau, Funktion und Notation von Blechblasinstrumenten,
Kenntnis der Geschichte der Posaunenchöre
Kenntnis der wichtigsten Bläserliteratur und -sammlungen
Musikalische und textliche Vermittlung eines Liedes mit einer Gruppe, der das Lied unbekannt ist
(Zeit: bis zu 10 Minuten)
Überblick über die Geschichte der Musik (Epochen, Stile, Gattungen, Aufführungspraxis) mit Schwerpunkt Kirchenmusik; Kenntnis der wichtigsten Posaunenchorliteratur für den gottesdienstlichen Gebrauch.
(Zeit: zwei Stunden Klausur)
Kenntnisse der Harmonielehre
Analyse von Kadenzverläufen und Modulationen
schriftlich (Zeit: 45 Minuten Klausur )
Erkennen von Intervallen, Akkorden und einfachen tonalen Akkordverbindungen; Vomblattsingen
Partiturspiel (vorbereitet):
Spiel eines zwei- bis dreistimmigen polyphonen und eines homophonen vierstimmigen Satzes; Nichtklavierspieler sollen gleichzeitig zwei Stimmen aus einem einfachen vierstimmigen Satz auf einem Tasteninstrument spielen.
Grundfragen des Glaubens und der Verkündigung bis zur Gegenwart; Kenntnis aktueller ev.-luth. theologischer Positionen
Geschichte des geistlichen Liedes bis zur Gegenwart; Aufbau und Inhalt des EG; liturgische Weisen; Liedauswahl für Gottesdienste; Ergänzende Liedsammlungen; Singen von geistlichen Liedern und liturgischen Gesängen
Auf Antrag der Bewerberin bzw. des Bewerbers kann ein zum Sachgebiet der Popular- Kirchenmusik gehörendes Zusatzfach geprüft werden. Über die Zulassung entscheidet die Prüfungskommission.
1 ↑ Red. Anm.: Die Rechtsverordnung gilt in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland neben dem Gebiet der ehemaligen Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche auch für die landeskirchliche Ebene als Anstellungsträger, vgl. Teil 1 § 59 des Einführungsgesetzes vom 7. Januar 2012 (KABl. S. 30, 127, 234) in der jeweils geltenden Fassung.

References: § 2

§ 5

§ 8

§ 9

§ 10

§ 12

§ 13

§ 15

§ 16
 § 4
 § 19
 § 4
 § 6
 § 17
 § 16
 § 16
 § 16
 § 14
 § 12
 § 18
 § 8
 § 8
 § 59