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Vorschläge zur Reform des Asylrechts in Deutschland - Optimedien
Ihr Partner für Fachpublikationen Bücher Vorschläge zur Reform des Asylrechts in Deutschland
Titel „Vorschläge zur Reform des Asylrechts in Deutschland”
Autoren Neel Herold, Lennart Franke, Laura Maria Wastlhuber, Hao-Hao Wu, My Hanh Pham, Julian Seidl, Pia Reinhold, Julius Adler, Martin Meier
Reihe Schriftenreihe der Stiftung der Hessischen Rechtsanwaltschaft, Band 10
Gutachter Rechtsanwalt Prof. Dr. Roland Fritz, Dr. Stefan Fuhrmann
Erschienen 1. Aufl. 14.05.2019
Umfang 306 Seiten
ISBN 13 978-386376-212-4
E-Book 978-386376-212-4-ebook
Preis 39,90 Eur[D] / 44,90 Eur[A] / 51,90 CHF / 39,60 GBP / 50,90 USD / 67,20 CAD / 72,90 AUD
Asylvisa; Rückverweisungsstrategie; Dublin-Fälle; Nationales Asylrecht; Staatliches Asylrecht; Integrationsförderung; Migrationsstrafrecht; C-638/16 PPU; Crimmigration Law; OLG München; Kirchenasyl; Europäisches Asylantragsverfahren; Europäisches Asylrecht; Visakodex; Strafverfolgung; 4 OLG 13 Ss 54/18; Migrationslotterie; Rückführungsrichtlinien; Asylrecht; Integration; Integrationskurse; Dublin-III-Verordnung; Europäische Asylsystem; Konventionsflüchtlinge; European Asylum Agency; Migration; Non-Refoulement; Humanitäre Visa; internationaler Schutz; Grundrechtecharta
Vorwort der Juroren
Lennart Franke und Neel Herold
„Asylrecht - Versuch einer Europäisierung“
A. Problematiken des Asylrechts in Deutschland 1
B. Vorüberlegungen 3
I. Grundgedanke 3
II. Vereinbarkeit mit dem Europarecht 4
III. Vereinbarkeit mit dem nationalen Recht 5
C. Europäisches Asylrecht 6
I. EAA 6
1. European Asylum Agency 6
2. Continental offices 7
3. Regional offices 7
4. Local Offices 7
II. Europäisches Asylantragsverfahren 8
2. Antragsverfahren 9
3. Gefährdungsklasse 10
4. Verteilungsschlüssel 12
5. Inhaltliche Bestimmungen 13
6. Besondere Bestimmungen für Familien und Minderjährige 15
III. Widerspruchs- und Rechtsschutzverfahren 17
IV. Finanzierung 18
D. Nationales Asylrecht 19
I. Verfahrensänderung 19
II. Rechtsstellung des Asylanten 20
III. Rechtsschutz 21
E. Anlage 1 22
F. Anlage 2 23
Laura Maria Wastlhuber
„Wir sitzen alle in einem Boot, wenn sie mit ihren Booten kommen“
A. Problemaufriss 27
B. Terminologie und Wurzeln des Asylgedankens 32
I. Asyl 32
II. Subsidiärer Schutz und Konventionsflüchtlinge 33
III. Duldung 34
IV. Geschichtliche Wurzeln 35
C. Reformideen 36
I. Einreise 37
1. Spurwahl 37
2. Migration 39
3. Migrationslotterie 39
II. Phase des Aufenthaltes 41
1. Wirkung auf die Bevölkerung 41
2. Spurwechsel 44
3. Verschiedene Integrationsziele 47
4. Integrationskurse 48
5. Limitierte Integration 50
6. Staatszielbestimmungen 50
III. Phase der Ausreise beziehungsweise des dauerhaften Aufenthaltes 51
D. Fazit 55
Literaturverzeichnis 56
„Grund und Grenzen der Steuerungswirkung des Migrationsstrafrechts – exemplifiziert an den Tatbeständen der unerlaubten Einreise, des unerlaubten Aufenthalts sowie des
(Ein-)Schleusens von Ausländern“
A. Einführung 59
I. Inhaltliche Begrenzung des Beitrages 59
II. „Crimmigration Law“ im Schnittfeld von Migrations- und Strafrecht 61
III. Gang der Darstellung 62
B. Erscheinungsformen des Migrationsstrafrechts 63
I. Das Panorama des Migrationsstrafrechts 63
II. Unerlaubte Einreise und unerlaubter Aufenthalt 64
1. § 95 Abs. 1 Nr. 3 AufenthG 64
2. § 95 Abs. 1 Nr. 2 AufenthG 64
III. Strafbarkeit von (Ein-)Schleusern 65
1. Zur politischen Relevanz der Schleuserkriminalität 65
2. Allgemeine Teilnahmestrafbarkeit 66
3. Zur Struktur der §§ 96 f. AufenthG 67
a) Grundtatbestand des § 96 Abs. 1 AufenthG 67
b) (Erfolgs-)Qualifikationen 68
4. Verleitung zur missbräuchlichen Asylantragstellung 68
C. Straftheoretische Grundsätze 70
I. Zum Grund des Strafens 70
II. Anwendung auf illegal immigrierende Ausländer 72
III. Anwendung auf Schleuser 73
D. Strafdogmatische- und -verfassungsrechtliche Grundsätze 74
I. Strafrecht als ultima ratio 74
II. Rechtsgüterschutz 75
1. Staatliches „Hausrecht“ 77
2. Territoriale Hoheitsgewalt 78
3. Öffentliche Sicherheit und Ordnung 79
4. Durchsetzung aufenthaltsrechtlicher Pflichten 79
5. Gestuftes Schutzkonzept der herrschenden Meinung 79
6. Anwendung auf die Straftaten nach den §§ 96 f. AufenthG 80
III. (Weitere) verfassungsrechtliche Determinanten 81
1. Gesetzlichkeitsprinzip (Art. 103 Abs. 2 GG) 81
a) Bestimmtheitsgebot (Art. 103 Abs. 2 GG) 81
b) Schriftlichkeitsgebot 82
2. Verhältnismäßigkeitsgrundsatz 83
IV. Zwischenfeststellung 84
E. Herausforderungen für die Strafverfolgung 85
I. (Verwaltungs-)Akzessorietät des Migrationsstrafrechts 86
II. Unions- und völkerrechtliche Implikationen der Tatbestände 87
1. Überlagerung durch das Europarecht 87
a) Rückführungsrichtlinie 88
b) Dublin-III-Verordnung 89
c) Zwischenfeststellungen 90
2. Überlagerung durch völkerrechtliche Verpflichtungen 90
3. Zwischenergebnis 93
III. Vorrang des Sicherheitsrechtes 93
IV. Ungleichbehandlung bei der Einleitung von Ermittlungsverfahren 95
1. Problemstellung 96
2. Folgerungen für die Fragestellung 97
V. Durchsetzung und Wirkung der Rechtsfolgen 98
VI. Jugendstrafrecht 100
VII. Zwischenfeststellungen 101
F. Reformvorschläge 101
I. Vorrang des Ordnungswidrigkeitenrechts 101
II. Überdenken der Unrechtskonstruktion der §§ 96 f. AufenthG 102
III. Humanitäres Engagement als Strafausschlussgrund 102
IV. Zusammenfassung in Thesen 103
1. Wegfall der strafrechtlichen Sanktionsbewehrung 103
2. Beibehaltung und Modifikation der Strafbarkeit für Schleuser 104
3. Anpassung des § 84 AsylG 104
G. Ausblick 104
„Humanitäre Visa – Ein Weg zu legalem Zugang zu Schutz?“
A. Einleitung – „Survival of the fittest“ 117
B. Legale Zugangswege in die EU - Humanitäre Visa 119
I. Ausgangsfall: X und X gegen Belgien 119
1. Vertane Chance des EuGH 119
2. Verantwortung der Europäischen Union 120
II. Rechtlicher Rahmen der Europäischen Union 122
1. Der Visakodex 122
2. Anwendbarkeit des Visakodex auf Flüchtlinge 125
a) Notwendigkeit aufgrund nationaler Regelung: § 22 S. 1 AufenthG 125
b) Wortlaut: „Humanitäre Gründe“ 126
c) Systematik: Steht Art. 32 Abs. 1 Buchst. b) entgegen? 128
d) Ergebnis 131
3. Befugnis oder Verpflichtung? 131
a) Wortlaut 131
b) Einfluss der Grundrechtecharta 132
aa) Anwendbarkeit nach Art. 51 Abs. 1 GRCh 132
bb) Dimensionen der europäischen Grundrechte 134
cc) Art. 4 GRCh 135
dd) Art. 18 GRCh 137
c) Einreiseverpflichtung aus dem Gebot des Non-Refoulement 138
aa) Art. 3 EMRK 139
bb) Art. 33 GFK 140
d) Ergebnis 142
III. Bewertung von Humanitären Visa 142
1. Humanitäre Visa im Dienst des Grundrechtsschutzes 142
2. Kritik: Einfallstor für unbeschränkte Visaanträge? 143
C. Fazit 144
„Öffnung der Integrationskurse und Ermöglichung des Spurwechsels als Reformideen zur Integrationsförderung“
A. Einleitung 153
B. Begriffsverständnis von Integration 155
C. Teilnahme an Integrationskursen 155
I. Bleibeperspektive als Differenzierungskriterium 156
II. Differenzierung nach der Bleibeperspektive bei Integrationskursen 159
III. Lösungsvorschlag 161
D. Ansätze eines Spurwechsels im geltenden Recht 163
I. Ausgangspunkt: Titelerteilungssperre (§ 10 Abs. 1 AufenthG) 163
II. Ausbildungsduldung 164
III. Beschäftigungsduldung (§ 60c AufenthG n.F.) 169
IV. §§ 18a, b und §§ 25a, b AufenthG 171
E. Weitergehende Modelle eines Spurwechsels 172
I. Duldung für ein Studium 172
II. Modelle eines echten Spurwechsels 174
1. Früher Spurwechsel 174
2. Einmaliger Spurwechsel für abgelehnte Asylbewerber und Geduldete 175
III. Lösungsvorschlag 177
1. Spurwechsel bei Aufnahme einer Berufsausbildung 177
2. Spurwechsel bei Aufnahme einer Beschäftigung 179
3. Spurwechsel bei Aufnahme eines Studiums 181
F. Fazit 183
Pia Reinhold und Julius Adler
„Zuständigkeitsallokation im Gemeinsamen Europäischen Asylsystem: Von der „Rückverweisungsstrategie” zur Legalisierung der legitimen Suche nach internationalem Schutz“
A. Einleitung 187
B. Zulässigkeitsprüfung 190
I. Vorschlag der Kommission 190
II. Erster Asylstaat und „ausreichender Schutz“ 192
III. Grenzen in der GRCh und der „mere transit rule“ 193
IV. Prinzipien der Zuständigkeitsallokation 195
V. Zusammenfassung 198
C. Sicherheitsüberprüfung 199
D. Kursorische Prüfung der Begründetheit 200
E. Berücksichtigung familiärer Bindungen 202
F. Asylvisa, freie Wahl und die Rechtssache
C-638/16 PPU 204
I. Asylvisa 205
II. Rechtssache C-638/16 PPU (X, X gegen Belgien) 206
III. Asylvisa als Ausdruck freier Wahl 210
IV. Umsetzung: Antragstellung in Botschaften und Online 213
G. Fazit: Perspektivwechsel 216
„Kirchenasyl - zugleich kritische Auseinandersetzung mit dem Urteil des OLG München 4 OLG 13 Ss 54/18“
A. Einleitung 223
B. Historischer Hintergrund und Begriffsbestimmung 224
C. Kirchenasyl in anderen Staaten 227
D. Kirchenasyl und staatliche Maßnahmen 228
I. Abschiebung 229
1. Abschiebungsvoraussetzungen 229
2. Abschiebungshindernisse 230
II. Überstellung bei sog. „Dublin-Fällen“ 232
III. Strafprozessuale Eingriffsmaßnahmen 234
E. Strafrecht und Kirchenasyl 235
I. Strafbarkeit des Kirchenasylflüchtlings 235
1. Faktische Duldung 237
2. Notwehr 238
3. Rechtfertigender Notstand 238
II. Strafbarkeit des Kirchenasylgewährers 239
1. Sozialadäquanz als Tatbestandsausschluss 239
2. Sonderproblem: Kirchenvorstandsbeschluss 241
3. Rechtfertigender Notstand 242
4. Kirchenasyl als Form zivilen Ungehorsams 242
5. Entschuldigender Notstand 243
III. Zusammenfassung 244
F. Verfassungsrecht und Kirchenasyl 245
I. Staatliches Asylrecht 245
1. Unmittelbare Gewährleistung 245
2. Mittelbare Gewährleistung 247
II. Unverletzlichkeit der Wohnung 248
III. Selbstbestimmungsrecht der Kirchen 250
IV. Glaubens- und Gewissensfreiheit 252
1. Schutzbereich Glaubensfreiheit 252
2. Schutzbereich Gewissensfreiheit 253
3. Verfassungsimmanente Schranken 254
a) Funktionsfähigkeit der Rechtsordnung 254
b) Gleichbehandlungsgebot 255
c) Strafrecht 256
V. Widerstandsrecht 257
VI. Zusammenfassung 258
G. Fazit 259
H. Lösungsvorschlag 259
Autorenverzeichnis 263
Weitere Bände aus der „Schriftenreihe der Hessischen Rechtsanwaltschaft“ 265
Der vorliegende Band 10 der Schriftenreihe der Stiftung der Hessischen Rechtsanwaltschaft beruht auf einem von der Stiftung im Jahr 2018 ausgeschriebenen studentischen Aufsatzwettbewerb zum Thema „Vorschläge zur Reform des Asylrechts in Deutschland“. Rechtsanwalt Prof. Dr. Roland Fritz, M.A., Präsident a.D. des Verwaltungsgerichts Frankfurt am Main sowie Dr. Stefan Fuhrmann, Leitender Magistratsdirektor und Leiter des Rechtsamtes der Stadt Frankfurt am Main, haben die sieben hier vorgestellten Arbeiten der neun Preisträger aus den vielfältigen Einsendungen aus ganz Deutschland im Aufsatzwettbewerb ausgewählt; die Stiftung der Hessischen Rechtsanwaltschaft hat sie mit einem Geldpreis ausgezeichnet und freut sich, diese mit dem vorliegenden Band einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Lennart Franke, geboren am 12.12.1996, studiert seit April 2016 Rechtswissenschaft an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, mit dem Schwerpunkt deutsches und europäisches Wirtschaftsrecht.
Neel Herold, geboren am 05.08.1997, studiert seit April 2016 Rechtswissenschaft an der Friedrich-Schiller-Universität Jena mit dem Schwerpunkt deutsches und europäisches Wirtschaftsrecht.
Laura Maria Wastlhuber (geb. am 28.10.1990) studierte von 2010-2015 Rechtswissenschaften mit dem Schwerpunkt Rechtsgeschichte und Rechtsphilosophie, sowie von 2015-2018 Werteorientiertes Management (Abschluss: Master of Arts) an der Universität Passau. Die Autorin promoviert derzeit im Fachbereich Strafrecht an der Ludwig-Maximilians-Universität zu München und ist seit 2018 Rechtsreferendarin am OLG München.
Hao-Hao Wu studiert seit Oktober 2014 Rechtswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
My Hanh Pham hat Rechtswissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München studiert. Sie arbeitet derzeit als Wissenschaftliche Mitarbeiterin in einer deutschen Großkanzlei und ist ehrenamtlich bei der Refugee Law Clinic Munich tätig.
Julian Seidl studiert Rechtswissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Im Rahmen des universitären Schwerpunktbereichsstudiums hat er sich auf Sozialrecht und Migrationsrecht spezialisiert. Als Mitglied der Goethe Uni Law Clinic berät er ehrenamtlich Ratsuchende auf den Gebieten des Aufenthalts-, Asyl- und Sozialrechts.
Pia Reinhold, geboren 1996 in Hamburg, studiert seit April 2015 Rechtswissenschaft an der Universität Hamburg. Davon ein Jahr an der Alma Mater Studiodorum Università di Bologna, Italien. Seit Oktober 2018 macht sie ihren Schwerpunkt in Völker- und Europarecht.
Julius Adler, geboren 1996 in Hamburg, studiert seit dem Herbst 2015 Rechtswissenschaft an der Universität Hamburg, mit dem derzeitigen Schwerpunkt Europa- und Völkerrecht.
Martin Meier, studiert seit Frühjahr 2016 Rechtswissenschaft an der Universität Jena, mit dem Schwerpunkt Kriminalwissenschaften. Sein Interesse gilt dem internationalem Strafrecht und der Kriminologie.
Jubiläumsausgabe - 10 Jahre Schriftenreihe

References: § 95
 § 95
 § 96
 § 84
 EuGH 
 § 22
 Art. 32
 Art. 51
 Art. 4
 Art. 18
 Art. 3
 Art. 33