Source: https://schariagegner.wordpress.com/2012/09/17/fuer-kinderrechte-gegen-kinderbeschneidung/
Timestamp: 2017-11-19 14:24:14+00:00

Document:
Für Kinderrechte – gegen Kinderbeschneidung! | Schariagegner
« Offener Brief von Mina Ahadi an Tom Koenigs
Eltern gegen Kinderbeschneidung Teil I Erziehung und Menschenbild »
Am 7. Mai 2012 hatte das Kölner Landgericht festgestellt, dass die nicht medizinisch begründete Beschneidung eines Jungen eine strafbare Körperverletzung ist, in die Eltern nicht einwilligen können. Seit drei Monaten nun erlebt Deutschland eine heftige Debatte zur rituellen Beschneidung an nicht einwilligungsfähigen männlichen Minderjährigen.
Zwei Kontrahenten stehen sich gegenüber: einerseits die islamischen und jüdischen Organisationen, die das Ritual beibehalten wollen. Diese konservativen bis reaktionären Kreise werden von Spitzenpolitikern wie Angela Merkel („Komikernation“) unterstützt. Auf der anderen Seite und weltweit vernetzt stehen wir und mit uns die Kinderrechtsorganisationen und Menschenrechtsorganisationen gegen Beschneidung.
Am 21. September werden wir eine Menschenkette bilden: Eltern oder Jugendliche, aus dem Iran oder Irak, aus Afghanistan und aus vielen anderen Ländern weltweit. Wir werden unserer Stimme Gehör verschaffen und zeigen: wir sind Eltern aus den so genannten islamischen Ländern, wo man die Beschneidung aus Tradition, seit vielen Jahrhunderten praktiziert, und wir sind kulturell modern und gegen Kinderbeschneidung.
Im Juli hat der Bundestag hastig einen Antrag angenommen, nach der die Regierung noch in diesem Herbst für die Legalisierung der religiösen Beschneidungen sorgen soll. Damit wurde gegen die körperliche Unversehrtheit und das Kindeswohl entschieden. Das ist verfassungswidrig und verstößt gegen die UN-Kinderrechtskonvention.
Bisher konnte die deutsche Öffentlichkeit bei dieser großen Debatte unsere Stimme leider nicht vernehmen.
Informationen zum Thema rituelle Beschneidung finden Sie bei:
http://pro-kinderrechte.de/
http://pro-kinderrechte.de/statement-von-eran-sadeh/
Die «Kinderrechtskampagne gegen Zwangsbeschneidung» ist eine Aktion von:
http://www.giordano-bruno-stiftung.de/meldung/vorhautbeschneidung-ist-keine-bagatelle
http://gbs-berlin.org/auf-messers-schneide-fotos-von-der-kundgebung-auf-dem-bebelplatz/
http://gbs-berlin.org/was-nun-herr-senator-heilmann/
http://gbs-berlin.org/nein-zum-geplanten-beschneidungsgesetz/
http://netzwerkb.org/category/meldungen/%E2%80%93-rituelle-gewalt/
http://www.frei-denken.ch/de/2012/09/gute-argumente/
http://mogis-verein.de/2012/09/14/petition-26078-zur-beschneidung-endlich-online/
Schlagwörter: Beschneidung ist Körperverletzung, Beschneidungen von Jungen, Beschneidungsdebatte, Kein Grundrecht auf Beschneidung, khitan, Religionsbedingte Beschneidung von Jungen, rituelle Beschneidung, Zirkumzisionsdebatte
This entry was posted on September 17, 2012 at 12:35 pm and is filed under Aufklärung, Demokratie erhalten, Herrschaftskritik, Kulturrelativismus, Parallelgesellschaft, Partizipation, Scharia, Theokratie, universelle Menschenrechte.	You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed. You can skip to the end and leave a response. Pinging is currently not allowed.
18 Antworten to “Für Kinderrechte – gegen Kinderbeschneidung!”
September 17, 2012 um 6:32 pm
PRE- AND PERI-NATAL PSYCHOLOGY, Volume 3, Number 4: Pages 297-310,
September 21, 2012 um 12:31 am
Complications from circumcision are as high as 55%, according to Patel’s (1966) circumcised-infant cohort study, which reviewed case histories, examined infants in the home, and questioned parents on outcomes, making it the most thorough circumcision-complication study performed to date. Eight percent of boys in the cohort became infected after being circumcised, and they were 700% more likely to have become infected after hospital release than before. Bacterial sepsis and hemorrhage are both frequent fatal complications of circumcision, and circumcised boys are at a higher risk for streptococcus infection (Cleary & Kohl, 1979). Gairdner reported that one in fifty circumcised boys returned to the hospital for treatment of excessive bleeding, some requiring transfusions.
Infection has become even more of a factor recently with the epidemic of methicillin-resistant Staphylococcus aureus (MRSA) now under way in the United States. The medical literature is replete with reports of MRSA infections occurring first in hospitals and now in the community (Rabin, 2003; Klevens et al., 2007). Circumcised boys are at a higher risk for this “superbug” than intact (not circumcised) boys (Enzenauer et al., 1985), most likely because of the open circumcision wound. A 2003 outbreak of MRSA in a Long Island, New York, hospital maternity ward resulted in three newborns’ being infected: all were boys; all had been circumcised (Rabin). Circumcision is a double whammy when it comes to MRSA: the American Medical Association identified both surgery and young age as risk factors (Zeller, 2007). The mortality rate for neonates once subcutaneous tissue becomes infected is more than 70% (Sawin, Schaller, Tapper, Morgan, & Cahill,1994). The risk from MRSA alone would seem to dictate ceasing the practice of unnecessary surgery such as infant circumcision. …
Bollinger, D. (2010). Lost Boys: An Estimate of U.S. Circumcision-Related Infant Deaths. Thymos: Journal of Boyhood Studies, 4(1), 78-90.
http://www.davidwilton.com/files/lost-boys—estimate-of-us-circumcision-related-deaths—bollinger-2010.pdf
September 22, 2012 um 10:30 pm
Am vergangenen Wochenende war eine weitere Zuspitzung der Debatte um die religiös motivierte Beschneidung von Jungen zu verzeichnen. Religionskritiker nutzen das Urteil zu einer Generalabrechnung mit den Religionen und begrüßen lautstark das Urteil. Die Gegner wiederum finden immer schärfere Worte der Ablehnung. Es gebe weder einen „Verhandlungsspielraum“, so Dieter Graumann, noch Platz für Kompromisse. Aiman Mazyek möchte einen „Präzedenzfall“ schaffen, um das Bundesverfassungsgericht zu involvieren. Für den Bundesaußenminister Guido Westerwelle ist das „Recht auf Beschneidung eine religiöse Tradition und Ausdruck religiöser Vielfalt“ und er befürchtet „außenpolitische Irritationen“. Politiker wie Volker Beck fordern ein gesetzliches Beschneidungsrecht und Serkan Tören sieht in dem Urteil das Ende jedweder Integration und das Signal, Muslime seien in Deutschland nicht willkommen. …
Die Ankündigung, einen Präzedenzfall zu schaffen, könnte im Sinne des rechtkräftigen Kölner Urteils durchaus als Aufruf zu einer Straftat gesehen werden. Es ist ethisch fragwürdig und nicht vertretbar, ein Kind gezielt nicht nur aus religiösen sondern nun auch aus Lobby-taktischen Gründen öffentlichkeitswirksam beschneiden zu lassen. …
https://www.kinderhilfe.de/blog/artikel/gemeinsam-fuer-kinderschutz-ein-appell-fuer-mehr-verantwortung-und-augenmass-in-der-beschneidungsdebatte/
September 25, 2012 um 6:14 pm
Tel Aviv, 9. Juli 2012
sehr geehrter Herr Rivlin,
… Das jüdische Leben zu fördern ist nicht nur ein klares Bekenntnis der deutschen Politik. Die Ausübung der Religionsfreiheit ist in der Bundesrepublik ein verfassungsrechtlicher Grundsatz. Dieser gilt für das Judentum, den Islam und andere Reglionsgemeinschaften gleichermaßen. …
Das Urteil ist eine Einzelfallentscheidung, die keine bindende Wirkung für andere Gerichte entfaltet. Im Ergebnis wendet sich das Urteil von der in Deutschland herrschenden Rechtsauffassung zur Beschneidung ab. In der Bundesrepublik ist die Zirkumzision seit sechzig Jahren gesellschaftlich und juristisch als einwilligungsfähiger ärztlicher Heileingriff akzeptiert. Diese Entscheidung bedeutet nicht, dass andere Gerichte genauso entscheiden würden. …
Die Bundesregierung wird das Urteil sorgfältig analysieren und mögliche Konsequenzen dieser Einzelfallentscheidung in Ruhe prüfen.
Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Israel
http://www.tel-aviv.diplo.de/Vertretung/telaviv/de/01_20-_20Botschaft/Aktuelle_20Artikel/120709-Brief-an-Rivlin-Beschneidung.html
Oktober 5, 2012 um 1:47 am
(Nu, Kelbl … nur die dummsten aller Kälber wählen sich die Schlächter selber)
Gesetze regnen vom Himmel. Und so treiben die leider wissenschaftsfern gebliebenen Rabbiner das erstarkend revolutionär gegenmoderne jüdische Fußvolk in die Dhimmitude und erbauen die Herren Tariq Ramadan und Dieter Graumann, legalistisch frauen- und kinderfeindlich Hand ind Hand, das europäische Kalifat. Allahs Scharia werde Paragraph:
„Es ist ein klares politisches Signal, dass Juden und Muslime weiterhin in Deutschland willkommen sind. Wir sind froh, dass jüdische Gebote und damit jüdisches Leben nicht in die Illegalität gedrängt werden. Rechtssicherheit bedeutet in diesem Falle zugleich Zukunftssicherung des Judentums in Deutschland.“ Das Recht auf religiöse Beschneidung an Jungen soll als neuer Paragraf (§ 1631d) im Recht der elterlichen Sorge des Bürgerlichen Gesetzbuchs gesichert werden. …
„Die Beschneidungsdebatte hat mitunter sehr feindlich gesinnte Töne hervorgebracht, die rational nicht mehr zu erklären waren. Nirgendwo sonst auf der Welt wurde die Debatte mit solch einer Schärfe, Kälte und zuweilen brutalen Intoleranz geführt. Ich hoffe, dass wir nach der rechtlichen Sicherheit nun auch eine emotionale Sicherheit von den Menschen hierzulande erfahren, denn nur im verständnisvollen Miteinander wird die Vielfalt als Bereicherung erlebt und gewürdigt.“
Zentralrat der Juden in Deutschland 04.10.2012
http://www.zentralratdjuden.de/de/article/3847.html
Auf in die Apartheid von La convivencia.
November 6, 2012 um 4:40 pm
Berlin. (HN) Dass es weiterhin Diskussionsbedarf in Sachen „Knabenbeschneidung“ gibt, trotz der schnellstmöglichen „Abschiebung“ in ein eilig zusammengeschustertes Gesetz, steht wohl außer Frage. Wie verunsichert die Gesellschaft dem Thema gegenübersteht, lässt sich tagtäglich in den verschiedenen Medien und Foren beobachten.
http://www.humanist-news.com/knabenbeschneidung-akzeptiertes-ritual-oder-vorsatzliche-korperverletzung/
November 6, 2012 um 5:00 pm
Das musste wohl so kommen.
Humanismus | Redaktion Wien | 6. November 2012 09:11
http://www.humanist-news.com/professor-fordert-legalisierung-von-genitalverstummelung-fur-madchen/
Ühmmühan Karagözlü
November 25, 2012 um 3:37 am
hier eine Fatwa zur islamischen Rechtfertigung auch der weiblichen Genitalbeschneidung, wobei man zwischen männlicher und weiblicher Beschneidung im ethischen Grundsatz eben nicht unterscheiden darf.
Das doch zu tun, ebnet dem Menschenbild das Kalifats den Weg und nachfolgend dem Kalifat gleich mit und um nichts anderes geht es beim „religionsfreundlichen“ Handeln des Deutschen Bundestags. Der beschneidungsfreundliche sprich schariafreundliche Deutsche Bundestag führt die Bürger zwischen Juli und November 2012 mal wieder herzhaft hinter die Fichte, wie man so sagt; berüchtigt islamrhetorisch.
Mit dem auf (himmlische Verdammnis abwehrende) künftige genitale Jungenbeschädigung zielenden Gesetzentwurf ist die FGM mindestens Typ 1a und 4 der UN-Klassifikation eigentlich auch „gleichbehandelnd mit integriert“ – und wer das Kindeswohl so richtig islamfromm denkt, für den ist auch 1b (Klitoridektomie) ‚familiär-elternsorgend‘ und ‚religionsfreiheitlich-glaubenspraktisch‘, diesbezüglich um Gehorsam werbende Scheiche gibt es weltweit.
Interessant und wichtig: Sami A. Aldeeb Abu-Salieh berichtet, dass die Ehefrau eines Unbeschnitenen sich islamrechtlich begründet trennen darf.
Noch später zu Sufischeich Taha und seiner Mithilfe bei der islamischen Pro-FGM-Revolte im Sudan des Jahres 1945: the Circumcision-Revolution. Taha ist hoch geehrt in der deutschen Islamverharmloserszene bzw. Proislamistenszene, ferner bekanntlich beim Rechtsprofessor Abdullahi an-Na’im in den USA (Emory).
Hier vorab ein Zitat von Dr. Gérard Zwang zur Untrennbarkeit von MGM und FGM, ich übersetze:
„Weibliche Beschneidung wird nie aufhören, solange es die männliche Beschneidung gibt. Wie erwarten Sie, einen afrikanischen Vater überzeugen zu können, seine Tochter unbeschnitten zu lassen, solange Sie es ihn bei seinem Sohn machen lassen?“
„Female circumcision will never stop as long as male circumcision is going on. How do you expect to convince an African father to leave his daughter uncircumcised as long as you let him do it to his son?“
fatwa No. 45528
Für uns in der muslimischen Welt ist weibliche Genitalbeschneidung zuallererst eine Frage des Gehorsams dem Islam gegenüber, was bedeutet, im Einklang mit der Fitra zu handeln und die Sunna zu befolgen. Wir alle wissen um die [vielen] Bedeutungsebenen des Islam und dass alles in ihm in jeder Hinsicht gut sein muss, einschließlich der Gesundheitsfragen. Sollten uns auch heute die Vorteile noch nicht sichtbar sein, dann werden sie uns [eben] in Zukunft bekannt werden
For us in the Muslim world female circumcision is, above all else, obedience to Islam, which means acting in accordance with the fitrah and following the Sunnah which encourages it. We all know the dimensions of Islam, and that everything in it must be good in all aspects, including health aspects. If the benefits are not apparent now, they will become known in the future
Die weibliche Beschneidung ist [uns Muslimen] nicht ohne Grund vorgeschrieben, vielmehr liegt ihr eine Weisheit zugrunde und sie bringt viele Vorteile mit sich.
Adawi, Abd-al-Rahman: Khitan al-banat. In: Abd-al-Raziq, Abu-Bakr: Al-khitan, ra’y al-din wal-‚ilm fi khitan al-awlad wal-banat, Cairo: Dar al-i’tisam 1989:97-8
Arnus, Mahmud: Khitan al-banat. In: Abd-al-Raziq, Abu-Bakr: Al-khitan, ra’y al-din wal-‚ilm fi khitan al-awlad wal-banat, Cairo: Dar al-i’tisam 1989:93-4
Salim, Muhammad Ibrahim: Khitan al-banat. In: Abd-al-Raziq, Abu-Bakr: Al-khitan, ra’y al-din wal-‚ilm fi khitan al-awlad wal-banat, Cairo: Dar al-i’tisam 1989:81-2
Al-Ghawabi, Hamid: Khitan al-banat bayn al-tib wal-islam. In: Abd-al-Raziq, Abu-Bakr: Al-khitan, ra’y al-din wal-‚ilm fi khitan al-awlad wal-banat, Cairo: Dar al-i’tisam 1989:67-70
(…) Taha, Mahmud Ahmad. Khitan al-inath bay al-tajrim wal-mashru’iyyah. Cairo: Dar-al-nahdah al-‚arabiyyah. 1995:70.
Taha, Mahmud Ahmad. Khitan al-inath bay al-tajrim wal-mashru’iyyah. Cairo: Dar-al-nahdah al-‚arabiyyah. 1995:71.
[ von Seite 168
Seite 169 ]
Shaltut, Mahmud …
Hamrush, Ibrahim …
Al-Labban, Muhammad Muhammad …
Al-Banna, Muhammad …
Khallaf …
Male and Female Circumcision: Medical, Legal and Ethical Considerations in Legal Practice
Al-Sukkari räumt der Frau sogar das Recht ein, eine Ehe mit einem Unbeschnittenen aufzulösen, denn die Vorhaut könnte Krankheiten begünstigen und Abscheu verursachen, was die Ziele der Ehe, Liebe und guten Einvernehmlichkeit des Ehepaars beeinträchtigen würde.
Al-Sukkari grants the woman the right to dissolve a marriage if the husband is not circumcised, because the foreskin could be a vector of disease and cause disgust that would interfere with the goals of the marriage, love and good understanding between the couple.
aus: Sami A. Aldeeb Abu-Salieh
in: Rogaia Mustafa Abusharaf: Female Circumcision: Multicultural Perspectives (p 58)
http://books.google.de/books?id=t2vMxOzujlQC&printsec=frontcover&hl=de#v=onepage&q&f=false
ebendort, p 142-143, wird berichtet, dass der von Abdullahi an-Na’im usw. verehrte sudanesische SufischeichTaha 1945 für die so genannte Beschneidungsrevolution im Sudan mitverantwortlich war, nachdem eine Hebamme und Beschneiderin (aus Rufaa) zu einer sechsmonatigen Gefängnisstrafe (in Hasaheisa) eingesperrt worden war. Die Circumcision Revolution habe patriotisch-antikolonialistische Orientierung gehabt … aber das hat, gegen die USA, den Pharao oder gegen Satan, die Islamische Revolution ja angeblich immer.
The movement gradually developed into a popular uprising in that locality known as „the Circumcision Revolution.“
It could be legitimate to perform either male or female circumcision, as any other surgery, for specific, extremely rare, medical reasons on specific individuals. But to arbitrarily mutilate children, boys or girls, under the pretext that it is for their own good, shows an influence of cynicism and fanaticism.
That is why there is no valid justification of the distinction made between male and female circumcision. Doctor Zwang goes further: „Female circumcision will never stop as long as male circumcision is going on. How do you expect to convince an African father to leave his daughter uncircumcised as long as you let him do it to his son?“ There is no alternative but to condemn the attitude of international and non-governmental organizations which dissociate one type of circumcision from the other, giving legitimacy to male circumcision in the process.
To Mutilate in the Name of Jehovah or Allah:
Anm.: auch hier im Literaturverzeichnis finden sich, ohne vorangestellts al-, die Namen Labban, Ghawabi, Sukkari usw.
Dezember 28, 2013 um 11:10 am
… Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinderchirurgie, Prof. Dr. med. Bernd Tillig …: Auch eine Narkose sei für Neugeborene mit besonderen Risiken behaftet. Selbst ein Mediziner, der eine Narkose vornehmen dürfte, müsste sie also aus seinem Ethos heraus ablehnen. Und Emla-Creme, die bei Beschneidungen zur örtlichen Betäubung mitunter verwendet werde, sei ungeeignet und habe lediglich eine „Alibifunktion“. Tillig kritisierte zudem, dass vor der Verabschiedung des Gesetzes viel zu kurz über dessen Inhalte diskutiert worden sei: „Wir mussten erleben, dass die meisten seriösen Stellungnahmen zu dem Beschneidungsgesetz überhaupt nicht beachtet wurden.“ Rechtssicherheit sei deshalb lediglich für die Beschneider eingeführt worden, nicht aber für die beschnittenen Kinder.
Abschließend kündigte Tillig die Erstellung einer Konsensus-Leitlinie zu diesem Thema an, deren Inhalte zurzeit zusammen mit anderen Fachrichtungen diskutiert würden …
von: Falk Osterloh
aus: Beschneidungsgesetz: Ärzte halten an ihrer Kritik fest
in: Dtsch Arztebl 2013; 110(51-52): A-2460 / B-2171 / C-2091
Dezember 31, 2013 um 12:17 pm
Thema Kinderpenis – vorangestellt sei stets diese Warnung von ICGI:
ACHTUNG: Bleiben Sie während aller medizinischen Untersuchungen bei ihrem Jungen. Einige Beschäftigte im Gesundheitsbereich könnten versuchen, gewaltsam seine Vorhaut zurückzuziehen. Sagen Sie vor jeder Untersuchung: “Bitte ziehen Sie seine Vorhaut nicht zurück.“
CAUTION: Stay with your boy during all medical examinations. Some health-care professionals might forcibly retract his foreskin. Before every examination say, “Please, do not retract his foreskin.”
Forist Sokrates (heute Heute, 04:40 Uhr) von Beschneidungsforum entdeckte im Schweizer Fernsehen und bringt wichtige Anmerkungen.
Sicherlich ein wichtiger Film zum Top-Tabuthema Jungenbeschneidung.
Wir dürfen allerdings fragen: warum dreijährig und nicht dreizehnjährig?
Wann nämlich die Vorhaut eines Jungen ganz zurückziehbar sein sollte, sagt (Quelle s. u.) NOCIRC: This usually happens between early childhood and sometime after puberty.
Aus Puls vom 18.09.2006, 12:00 Uhr
Löst sich nach dem dritten Lebensjahr bei Knaben die Vorhaut nicht altersentsprechend, kann das eine Behandlung erfordern. Die Operation und damit das teilweise oder gänzliche Entfernen der Vorhaut war früher die gängige Behandlungs-Methode. Das ist heutzutage jedoch durch den Einsatz von Hormonsalben meistens unnötig.
http://www.srf.ch/player/video?id=b4348abb-6d07-4910-96a0-936e924c5597
Schweizer Fernsehen (2006): „Vorhautverengung – Cremes helfen oft genauso gut wie das Skalpell“
Ich bin durch Zufall auf einen interessanten und gelungenen Bericht des Gesundheitsmagazins Puls des Schweizer Fernsehens gestoßen:
http://www.srf.ch/player/video?id=b4348a…a0-936e924c5597
In diesem Bericht wird die konservative Therapie der Phimose mittels Corticosteroidhaltiger Salben vorgestellt – am Beispiel des Sohnes im Grundschulalter eines Lichtensteiner Kinderarztes.
Es wird auch – sozusagen als Kontrastprogramm – in deutlichen Bildern eine (teilweise?) Beschneidung bei einem anderen Jungen gezeigt, bei dem die Operation angeblich dringend notwendig gewesen sei.
Leider wird nicht erwähnt, ob der Junge irgendwelche Probleme hatte, die eine Behandlung erforderlich machten, oder ob einfach nur wie so oft an einer symptomfreien, physiologischen Phimose „litt“, wie sie in seinem Alter normal ist.
Indirekt geht der Bericht auch auf die möglichen psychischen Negativfolgen der Beschneidung ein.
http://www.beschneidungsforum.de/index.php?page=Thread&threadID=3689&s=0ccca5c5aee10510fdcf18453889f7a7907293e3
Your first stop in making a circumcision decision
ANSWERS TO YOUR QUESTIONS ABOUT PREMATURE (FORCIBLY) RETRACTION OF YOUR YOUNG SON’S FORESKIN
The foreskin becomes retractable when its inside fold separates from the glans and its opening widens. This usually happens between early childhood and sometime after puberty.
Parents can also file a complaint against the doctor
Please report all incidents of premature retraction to NOCIRC.
USA & Afrika Says:
Januar 7, 2014 um 9:48 pm
Gebändigte Sexualität macht global gehorsam,
Kinder als Rohstofflager,
Diamanten gegen Glasperlen tauschen wie früher,
der Weiße Mann darf die Schwarzen für doof halten,
AAP darf Afrikaner verstümmeln im „Kampf gegen AIDS“:
SOKA UNKOBE
„Beschneiden und Besiegen!“ auf siSwati
„Soka Uncobe“ is a phrase which means „circumcise and conquer“ in siSwati
http://www.k4health.org/sites/default/files/A%20System%20for%20Collection%20of%20MC%20Service%20Data.pdf
http://www.k4health.org/
Mehr Esoterik für
MC = Zirkumzision (male circumcision)
SMC = „sichere Zirkumzision“
http://www.k4health.org/toolkits/uganda-male-circumcision-communication/national-safe-male-circumscion-policy
The Uganda People’s Defense Forces have received Mobile Male circumcision equipment worth 763,000 dollars, about 1.7 billion shillings from the US mission in Uganda.
The equipment which included seven vehicles was handed to General Aronda Nyakairima, Uganda’s Chief of Defense Forces by Ambassador Jerry Lanier the US envoy to Uganda, at the 1st infantry barracks at Kakiri.
Mehr Sexualmagie für
http://www.k4health.org/blog/post/mining-data-exhaust-extracting-behavior-change-evidence-text-messages-male-circumcision
Mehr Hokuspokus für
http://www.k4health.org/toolkits/swaziland-hiv-prevention/costing-male-circumcision-swaziland-and-implications-cost
So ein Schwachsinn mit den sechzig Prozent!!! Schon mal russisch Roulette gespielt … jede Woche bis jeden Tag neu gespielt …
Was K4Health uns verschweigt: die beschnittenen Männer halten sich für immun und boykottieren das Kondom – oder die im Laufe der Jahre nachlassende penile Sensitivität lässt ihnen den Sex mit Kondom fast unerträglich fühllos erscheinen …
It has been proven that male circumcision reduces the probability of transmission from HIV positive females to HIV negative males by 60%
http://www.k4health.org/toolkits/swaziland-hiv-prevention/male-circumcision
July 15, 2011 the Swaziland Ministry of Health and Social welfare in collaboration with the U.S. Embassy in Swaziland and PEPFAR (the President’s Emergency Plan for AIDS Relief), launched the Soka Uncobe male circumcision campaign. Soka Uncobe, which means „circumcise and conquer“ in siSwati, is part of the National Strategic framework on HIV/AIDS.
More than 28 000 Swazi men and boys have been circumcised. According to the Ministry of Health in Swaziland, medical male circumcision has been proven to reduce the risk of acquiring HIV by over 60%.
JOSEPH4GI = science-based information.
The Angry Intactivist brings light into darkness:
Though they tried and tried, the much hyped Soka Unkobe program failed in Swaziland, where approximately 34,000 out of the expected 200,000 men (about 17%) were circumcised. Rather than abandon the strategy to mutilate the genitals of the men of Swaziland, American organizers are trying to figure out „what went wrong.“ …
In Botswana, programs are also failing to convince men to cut off part of their genitals. One program circumcised only 685 out of an intended 10,000. In another program, promoters convinced only 360 out of 2560 men (approx. 14%) to get circumcised. Here too, promoters are dumbfounded and can’t find the right people to blame. It couldn’t possibly have anything to do with the fact that they’re trying to convince men to undergo permanently altering surgery on their genitals, could it? …
In Kenya, Homabay district, only 11,000 men have been circumcised out of the estimated 42,000 since September 2008 when the program was initiated. Here too, circumcision uptake has been low, so coordinators are targeting children who are neither at risk for HIV, nor putting others at risk, not to mention the ethical dilemma of forcibly cutting off part of the genitals of healthy, non-consenting individuals. (So much for „Voluntary Medical Male Circumcision.“) …
80% of America’s male population is circumcised from birth, yet AIDS rates in some US Cities rival hotspots in Africa. In some parts of the U.S., they’re actually higher than those in sub-Saharan Africa. …
http://joseph4gi.blogspot.de/2013/06/pepfar-to-blow-millions-on-prepex.html
Studies show that circumcision is next to worthless in the fight against HIV. Actually, it’s proving to be less than worthless, as it’s leading men to believe that they don’t have to wear condoms, making the situation worse. The Soka Uncobe campaign was the biggest blunder for the Swazi Ministry of Health because it sent the message that „Circumcise and Conquer“ meant once you were circumcised you „conquered“ HIV, and you could „conquer“ all the women you want.
Circumcision gives men an excuse to be complacent with condoms, which, even if „studies“ were correct, outperforms circumcision. And now they want to make circumcision for all the men compulsory?
joseph4gi.blogspot
http://joseph4gi.blogspot.de/2011/06/swaziland-compulsory-circumcision-law.html
Januar 26, 2014 um 2:34 pm
Dabei stellt Satz 1 von Art. 6 Abs. 2 GG das Elternrecht ausdrücklich unter den besonderen Schutz der Verfassung. Ausschlaggebend für diese weit reichende Grundsatzentscheidung des Verfassungsgebers ist die Erkenntnis, dass „in aller Regel Eltern das Wohl des Kindes mehr am Herzen liegt als irgendeiner anderen Person oder Institution“ (BVerfGE 59, 360 ; 61, 358 ).
Wesentlichen Einfluss auf die Interpretation des Inhalts von Art. 6 Abs. 2 GG hat jedoch das Kindeswohl. Dies befremdet zunächst, ist doch vom Kindeswohl in der Verfassung nicht ausdrücklich die Rede. Dies bedeutet aber nicht, dass es keine Rolle spielt. Im Gegenteil: Das Kindeswohl steht nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts im Zentrum aller verfassungsrechtlichen Überlegungen im vorliegenden Problembereich. Dies ergibt sich daraus, dass das Elterngrundrecht sich von nahezu allen anderen Grundrechten durch seinen Pflichtgehalt („zuvörderst ihnen obliegende Pflicht“) unterscheidet (Böckenförde 1980, 68). Art. 6 Abs. 2 S. 1 GG enthält damit zwar ein Recht der Eltern, jedoch nicht primär ein eigenes, sondern eines um den Schutz des Kindes willen (Jestaedt 1995, Rn. 5). Es vermittelt daher keinen „ungebundenen Machtanspruch (der Eltern) gegenüber ihren Kindern“ (BVerfGE 72, 155 ), sondern die „verfassungsrechtliche Gewährleistung des Elternrechts gilt in erster Linie dem Schutz des Kindes“ (BVerfGE 61, 358 ).
Es zeigt sich damit, dass das Grundgesetz zwar nicht explizit dem Wohle des Kindes Verfassungsrang einräumt, das Kindeswohl ihn jedoch gleichwohl innehat (Böckenförde 1980, 65). So sieht beispielsweise das Bundesverfassungsgericht das Kindeswohl (unter anderem) in der Formulierung zum staatlichen Wächteramt (Art. 6 Abs. 2 S. 2 GG) verankert (BVerfG, EuGRZ 1998, 612 ). Der verfassungsrechtliche Schutz des Kindeswohls offenbart sich zudem darin, dass das Kind selbst Träger von Grundrechten ist, denn es ist nicht nur Inhaber des Allgemeinen Persönlichkeitsrechts und hat damit „selbst einen Anspruch auf den Schutz des Staates“ (BVerfGE 24, 119 ). Das Kind hat nach Art. 2 Abs. 2 S. 1 GG auch das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Schließlich ist – wie bereits erwähnt – das Verhältnis von Art. 6 Abs. 1 GG zu Art. 6 Abs. 2 GG maßgeblich.
Im Hinblick auf die „Definition“ des Kindeswohls, das auch unter verfassungsrechtlichen Gesichtspunkten vielfach nur die „am wenigsten schädliche Alternative“ (Goldstein/Freud/Solnit, 1978) sein kann, sei – gerade im Hinblick auf die Wahrnehmung des staatlichen Wächteramts – lediglich ein Aspekt hervorgehoben: die Notwendigkeit, dem Faktor Zeit hinreichend Rechnung zu tragen (Heilmann, 1998). Jegliche staatliche Maßnahme im kindschaftsrechtlichen Bereich hat die Besonderheiten des kindlichen Zeitempfindens zu berücksichtigen, sodass auch die für einen Erwachsenen als relativ kurz erscheinenden Zeiträume für ein Kind schon sehr erheblich sein können. Demnach sind die in Ausübung des staatlichen Wächteramts zu treffenden Entscheidungen – sei es im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe, sei es im justiziellen Bereich – in Zeiträumen zu treffen, die diesem Umstand hinreichend Rechnung tragen. Nur so werden unnötige Nachteile für das Kind vermieden.
Im Zusammenhang mit der Wahrnehmung des Elternrechts überträgt die Verfassung der staatlichen Gemeinschaft in Art. 6 Abs. 2 S. 2 GG ein staatliches Wächteramt. Dies geschieht aufgrund des besonderen Schutzbedürfnisses des Kindes (BVerfGE 24, 119 ), mithin zur Wahrung des verfassungsrechtlich verankerten Kindeswohls (Erichsen 1985, 49). Dabei ist „staatliche Gemeinschaft“ in diesem Sinne im jeweiligen Kompetenzbereich Bund, Land oder Stadt/Kreis/Gemeinde einerseits und Legislative, Exekutive (insbesondere das Jugendamt) und Judikative (insbesondere das Familiengericht) andererseits.
Bereits der Wortlaut von Art. 6 Abs. 2 S. 2 GG spricht gegen eine (vollständige) Übertragbarkeit von Aufgaben, da die Norm sich ausschließlich an den Staat wendet. Danach können Private begrifflich nicht Träger des staatlichen Wächteramts sein. Art. 6 Abs. 2 S. 2 GG befindet sich zudem im so genannten Grundrechtskatalog. Damit ist grundsätzlich nur jegliche staatliche Gewalt an diese Regelung gebunden (vgl. Art. 1 Abs. 3 GG). Festzuhalten bleibt damit, dass letztlich die staatliche Gemeinschaft – und nicht Private – für die Wahrnehmung des staatlichen Wächteramts verantwortlich ist und bleibt. Der Staat kann sich mithin keineswegs seiner Pflicht zur Ausübung des staatlichen Wächteramts durch Übertragung von Aufgaben auf freie Träger gänzlich entledigen.
Die Gesamtverantwortung zur Wahrnehmung des staatlichen Wächteramts – und damit auch für die Jugendhilfe – bleibt beim Staat (BVerfGE 22, 180 ). Er muss folglich aufgrund seiner verfassungsrechtlichen Verpflichtung in allen Fällen einer Aufgabenwahrnehmung durch Private (beispielsweise freie Träger) sicherstellen, dass er in der Lage ist, gegenüber diesen die Pflichten durchzusetzen, denen er selbst in Ausübung des Wächteramts von Verfassungs wegen genügen muss (Jestaedt 1995, Rn. 182). Aus diesem Grunde hat er eine Überwachungs- und Kontrollfunktion (Heilmann 2000). Hierzu gehört es auch, dass die freien Träger dem Staat die Wahrnehmung seiner Überwachungspflicht durch das Zur-Verfügung-Stellen von Informationen ermöglichen. Es ist in diesem Zusammenhang aber auch zu berücksichtigen, dass sich die Pflicht des Staats zum Einschreiten jedenfalls so lange nicht aktualisiert, wie das Notwendige von anderer Seite getan wird. Der Umfang von Überwachung und Kontrolle hängt damit vom Einzelfall ab, doch ist ein Mindestmaß unabdingbar, um auch über den Umfang und die Art eigener (staatlicher) Aufgabenwahrnehmung befinden zu können (Heilmann 2000).
Das staatliche Wächteramt dient der Verhütung von Verletzungen des Kindeswohls (vgl. BVerfGE 10, 59 ). Das Kindeswohl ist damit die Richtschnur für den Auftrag des Staats aus Art. 6 Abs. 2 S. 2 GG (vgl. BVerfGE 24, 119 ). Können Beeinträchtigungen des Kindeswohls jedoch nur gegen den Willen der Eltern abgewehrt werden, stellte sich die Frage, inwieweit das Elternrecht aus Art. 6 Abs. 2 S. 1 GG staatlichen Eingriffen in das Eltern-Kind-Verhältnis Grenzen setzt.
Zum anderen findet sich die Antwort auf die Frage nach den Grenzen für Eingriffe in das Elternrecht im „Grundsatz der Verhältnismäßigkeit“. Dieser wird in der jugendhilferechtlichen Diskussion häufig fehlinterpretiert und ausschließlich in dem Sinne verstanden, der Staat müsse immer das mildeste Mittel anwenden, d. h. die Hilfe sei immer vorrangig vor dem Eingriff in das Elternrecht, beispielsweise der Herausnahme des Kindes. Der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit besagt jedoch, dass jeder staatliche Eingriff in Grundrechte – hier das Elterngrundrecht aus Art. 6 Abs. 2 S. 1 GG – geeignet (zur Verfolgung des intendierten Zwecks), erforderlich (d. h. nicht mit milderem Mittel gleichermaßen effektiv) und verhältnismäßig im engeren Sinn (d. h. zumutbar) sein muss (Jarass/Pieroth 1995, Art. 20 Rn. 58 ff.). Ihm ist damit zunächst der grundsätzliche – nicht generelle! (Heilmann 2000) – Vorrang der Hilfe vor dem Eingriff zu entnehmen. Dieser lässt sich im Übrigen auch daraus herleiten, dass die Verfassung die Familie unter den besonderen Schutz der staatlichen Ordnung stellt (Art. 6 Abs. 1 GG). Entsprechend ist ein vorrangiges Ziel auch der Erhalt der Funktionsfähigkeit der Familie, was auf der Erwägung beruht, dass ein Kind in der Familie grundsätzlich am besten aufgehoben ist und ihm dort in der Regel alles zuteil wird, was es für sein Wohl benötigt (BVerfGE 52, 214 ).
aus: BLJA Mitteilungsblatt 1/2002
http://www.blja.bayern.de/textoffice/fachbeitraege/Waechteramt0102.html
Together We Can Stop EIMC Says:
Juni 29, 2014 um 9:40 pm
Der Mythos Beschneidung gegen AIDS geht auch 2014 weiter. Wissenschaftlich gebotene Redlichkeit war gestern, jetzt darf der Weiße Mann den Schwarzen Mann wieder mit allerlei Zaubertricks betrügen. MMC ist die Medizinische Beschneidung (medical male circumcision) sprich Sinnlos-Verstümmelung, EIMC ist Säuglingsbeschneidung (early infant male circumcision) oder vielmehr Neugeborenenverstümmelung. Wie aber die gutmütigen Mütter in Swasiland noch besser über den Tisch ziehen?
EIMC provides an opportunity to dramatically reduce the incidence of HIV in a safe and cost-effective way (WHO 2010). … Therefore, detailed information and culturally sensitive education materials on early infant circumcision should be distributed.
aus: Early infant male circumcision for human immunodeficiency virus prevention: knowledge and attitudes of women attending a rural hospital in Swaziland, Southern Africa
von: Prudence Jarretta, Merav Klinerb & John Walley
http://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/17290376.2014.929530#.U7B2FNJ_vgI
http://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/17290376.2014.929530#.U7B36tJ_vgJ
Oktober 31, 2014 um 10:35 am
MOGiS. MOGiS schon wieder.
Der zur Grundrechtswidrigkeit und Menschenrechtswidrigkeit des Islamischen Rechts (Scharia; Fiqh) schweigende Facharbeitskreis Beschneidungsbetroffener im MOGiS äußerte sich gestern zu Jungenbeschneidungsfreundin und überhaupt Schariafreundin Aydan Özoguz:
„Die Beauftragte begrüßt den Gesetzestext ausdrücklich. Sie sieht einen wesentlichen Mehrwert der gesetzlichen Regelung in der Beendigung der Verunsicherung durch die Herbeiführung der notwendigen Rechtssicherheit.
Die Beauftragte bewertet das Gesetz darüber hinaus als deutliches Bekenntnis der Bundesregierung zur Zugehörigkeit von Menschen jüdischen und muslimischen Glaubens zu Deutschland sowie zu dem Recht auf freie Religionsausübung. Die positiven Reaktionen der Juden und Muslime auf die nun geschaffene Rechtssicherheit versteht sie insoweit als ein wichtiges Signal.“
(…) Interessant ist hierbei, dass das Gesetz bei den dafür relevanten Kriterien keine Verbesserung, sondern gar Verschlechterungen mit sich bringt: so war die Einhaltung der Regeln der ärztlichen Kunst bei Operationen schon immer bindend, Ausnahmen davon gab es nicht.
(…) Es bleibt unverständlich, wie die Bundesbeauftragte das Gesetz begrüßen kann, wenn keine Maßnahmen erkennbar sind, die die von Fachärzten [warum fehlen Namen?] genannten Bedenken [bitte? nur Bedenken, kein klares Nein?] und das dokumentierte Leid von Jungen [falsch, das wächst sich nicht aus, das lebenlange Leid] ausräumen könnten. Es dürfte Frau Özoguz bekannt sein, dass der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte bereits mehrfach in Pressemitteilungen auf die unverändert hohen Komplikationsraten hinwies.
[Leider verfehlt der auf Komplikationen hinweisende Facharbeitskreis Beschneidungsbetroffener im MOGiS das Thema männliche Genitalverstümmelung und sagt an dieser Stelle nicht, dass die Zirkumzision mit der Klitorisamputation FGM Typ Ib zu vergleichen ist und dem männlichen Menschen 10.000 bis 20.000 Nervenendigungen bzw. Tastkörperchen der Typen Meissner, Pacini, Vater-Pacini und Merkel amputiert, die Klitoris hat davon 8.000]
(…) [MOGiS dünn zur lebenslangen Zerstörung sensitiver Empfindungsfähigkeit, die man lateinkundig fremdwortfein nicht Kaputtmachen oder Zerstörung, sondern „Limitierung“ zu nennen beliebt]
Ein eklatantes [Wie bitte? Hundertprozentiges Kaputtmachen von Gefurchtem Band und meistens auch Frenularem Delta sowie Frenulum ist für MOGiS nur irgendwie sehr hoch, „eklatant“?] Risiko [Thema verfehlt] hingegen besteht für den betroffenen Jungen: auf Schmerzen, schwere Loyalitätskonflikte, Störungen in der psychosozialen Entwicklung, auf noch über die Amputation der Vorhaut hinaus gehende Schädigungen und Verletzungen, Traumata und lebenslange Limitierung sexuellen Erlebens.
[Ndiyindoda, jetzt wird es genitalautonom, Deutschlands Jungen sollen ganz offensichtlich in ihr Verstümmeltwerden einwilligen dürfen und dem Aushandeln von Altersgrenzen steht aus Sicht von MOGiS offensichtlich immer noch nichts nichts im Weg, was mit Karl-Peter Ringel und Tatjana Hörnle freilich bedeuten muss, dass auch Deutschlands Mädchen allesamt sagen dürfen: ‚Ngaitana. Ich will beschnitten werden‘. Warum fordert MOGiS denn nicht für Mädchen und Jungen die Null-Toleranz-Grenze mit einem unzweideutigen ‚Keine Beschneidung unter achtzehn!‘?]
(…) nicht hingegen die betroffenen Kinder. Laut Gesetzestext muss deren Wille nicht beachtet, sondern sich nur mit ihm auseinandergesetzt werden – und das auch nur, wenn das Kind bereits in der Lage ist, diesen überhaupt hinreichend zu äußern [Schwachsinn, ein Minderjähriger kann die lebenslangen negativen sexuellen Beschneidungsfolgen nicht überblicken und ist daher in seine FGM oder MGM nicht einwilligungsfähig]. In der Praxis bedeutet dies, dass auch ein klares Veto des Kindes der Operation nicht zwingend im Wege steht, solange die Eltern dieses zur Kenntnis nehmen und das Kind daraufhin „überstimmen“. All dies lässt den betroffenen Jungen völlig schutz- und rechtlos zurück.
(…) Da es sich um einen irreversiblen Eingriff in die Intimspäre des Menschen mit lebenslangen erheblichen Auswirkungen auf seine Sexualität handelt, verletzt er den Kern der Menschenwürde und die UN-Kinderrechtskonvention.
[Aha, die „Auswirkungen“ bleiben „lebenslang“ bestehen. Aber wie sind sie denn bitte? Mit positiven oder negativen „erheblichen Auswirkungen“? MOGiS weicht ausgechnet hier, kinderrechtlich unakzeptabel, einfach aus.]
Önder Özgeday meint es sicherlich jedenfalls hoffentlich gut und klagt:
„Grundrechte, Menschenrechte beschließen, aber sie einfach für einige Kinder nicht gewähren!“
[Schon recht Herr Özgeday, aber dann lassen wir mit Karl-Peter Ringel und Tatjana Hörnle doch einfach auch die Mädchen beschneiden, dann sind alle Kinder gleichbehandelt und ist keine Kindergruppe benachteiligt???]
[Önder Özgeday stellt die richtige, wichtige Frage, lässt sie aber leider unbeantwortet: ]
(…) Es heißt oft, Moslems und Juden sollten die Frage von männlicher Genitalverstümmelung unter sich klären. Ist meine körperliche Unversehrtheit in diesem Land also weniger wert, weil ich türkischer Herkunft bin?
Dann sind meine Grundrechte also Privatsache des Kulturkreises, aus dem ich stamme, bestenfalls ein Zufallsprodukt – und ihre mögliche Verletzung ein Kollateralschaden „gelungener Integration?“
[Auch Önder Özgeday fordert am gestrigen 30.10.2014 leider nicht: ‚Keine Beschneidung unter 18‘. Eine weitere Chance wurde verpasst.]
Vor zwei Jahren war Önder Özgeday durchaus eindeutiger, auch wenn man, um nicht erst über genitale Mündigkeit zu diskutieren, die explizite Nennung von achtzehn Jahren bestehen muss, zumal wenn man auf einer Homepage (Erol Özkara. Für Neukölln im Abgeordnetenhaus) kommentiert, deren Besitzer gerade das Jungenbeschneidungsalter von 14 Jahren gefordert hat:
Jeder, der sich im Erwachsenenalter beschneiden lassen möchte, darf dies gerne tun.
http://www.erol-oezkaraca.de/2012/10/beschneidung-teil-3/
Ganz schlimm dort, enttäuschenderweise, ausgerechnet der gut informierte Stefan Schritt (Zirkumpendium), der ohne Not nach etwas Einzelfallbetrachtung und Beratungsgequatsche auch vierzehnjährige oder sechzehnjährige (männliche) Minderjährige in ihre Genitalverstümmelung einwilligen lassen wollte:
„Ob das mit 14 schon der Fall sein kann, hängt stark vom Druck der Familie auf den Jugendlichen ab, ist aber in Anbetracht der Religions- und Strafmündigkeit mit ebenfalls 14 Jahren als Mindestalter vertretbar, auch wenn 16/18 analog zu Schönheitsoperationen etc. sicherlich besser wäre.“
Stefan Schritt hätte, ein vergleichbares sensitives Zerstören am weiblichen Körper verteidigend, damals eigentlich auch für das vierzehnjährige oder sechzehnjährige Mädchen das Recht auf eine FGM Typ Ib (Klitorisamputation) fordern müssen. Gut dass er das nicht getan hat, aber jetzt muss die Null-Toleranz-Grenze klar werden: Keine Genitalbeschneidung (FGM oder MGM) unter achtzehn Jahren.
Schlimm war Erol Özkara 2012, „Zustimmung des Betroffenen (eventuell ab 14 Jahren orientiert an der Religionsmündigkeit).“, bei dem Özgeday und Schritt kommentierten, allerdings blieb Özkara ja ganz im Rahmen des grundgesetzwidrigen Alternativentwurfs des Bundestags.
Juni 1, 2015 um 8:59 am
For two days, on May 8th and 9th, professionals, survivors and activists of different genders and from 11 countries met in Frankfurt am Main for the first “Genital Autonomy” conference in Germany to discuss in depth various aspects of genital surgery and the genital integrity and autonomy of boys, girls and intersex people, and to establish new networks.
Speakers and participants from Germany, Austria, Switzerland, Denmark, France, Great Britain, Finland, Turkey, the USA, Canada and Iran exchanged their views on “Genital Autonomy: Myths and Multiple Standards” on May 8th and 9th at the Haus der Jugend in Frankfurt. …
The undisputed highlight of the conference was the presentation of Mina Ahadi (Central Council of Ex-Muslims), though. Her dedicated advocacy for the genital integrity of boys and girls in cultural groups influenced by Islam and her courageous work in general were celebrated with standing ovations.
(see: Press release about “Genital Autonomy 2015″)
https://intaktiv.de/wp-content/uploads/2015/05/PM-intaktiv_GA-Konferenz_eng-12-05-2015.pdf
intaktiv: „Unumstrittener Höhepunkt der Konferenz war jedoch der Vortrag von Mina Ahadi (Zentralrat der Ex-Muslime), die für ihr engagiertes Auftreten für die genitale Unversehrtheit von Mädchen und Jungen im muslimisch geprägten Kulturkreis und ihre mutige Arbeit im Allgemeinen mit stehenden Ovationen gefeiert wurde.“
https://schariagegner.wordpress.com/2015/05/12/genital-autonomy-keine-medizinisch-nicht-unbedingt-erforderliche-genitaloperation-unter-achtzehn-jahren/
Januar 4, 2016 um 11:49 am
Islam ist Schariagesetz, Beschneidung ist Scharia
Weguer als einer von den Islambeschönigern von Beschneidungsforum schon wieder! Sie lechzen danach, auf den angeblich islamreformerisch bzw. islamliberal denkenden AHmad ManSour (18.07.2012, man beachte das Datum) hereinzufallen und leugnen die absolute religiöse Pflicht (wadschib, farD) zur Jungenbeschneidung des hanbalitischen und des schafiitischen MaDHhab.
Auch bei Zwölferschiiten kann die CHatna (CHitân) nicht diskutiert werden. Als religionsrechtlich definierte sogenannte Sunna muakkada kommt den anderen beiden sunnitischen Rechtsschulen die männliche Beschneidung (MGM) einer (wie alles menschliche Handeln prekär heilssichernden) Religionspflicht gleich.
„Die Pflicht zur Beschneidung wird im Koran nicht erwähnt. Und selbst die muslimischen Gelehrten sind sich über die Notwendigkeit des Eingriffs nicht einig.“
Bemerkenswerterweise wirft, ausnahmsweise und warum auch immer, noch nicht einmal Userin MaGHrebprincessa Nebel, sondern kennt die betonharte Mauer der von Allah geschaffenen Scharia und der menschlichen Schariapraxis Fiqh, deren Infragestellen lebensgefährlich ist. Die schariatreue MaGHrebprincessa über die tausendjährige Macht der Ulamâ (Sg. Âlim) bzw. Ayatollahs, der sunnitischen bzw. schiitischen Schariagelehrten:
„Ich möchte dir [Weguer] ungern die Freude / Hoffnung nehmen, aber ein paar Aussagen [wie die von AHmad ManSour am 18.07.2012] werden da nicht ausreichen. Da müssten deutlich mehr Stimmen erhoben werden, um wirklich etwas zu erreichen. So manchem Muslim droht die Todesstrafe wegen Glaubensabfall. Solange die Gelehrten nicht hinter solchen Aussagen stehen, ist jegliche Aussage dieser Art äußerst lebensgefährlich. Es müssen mehrere Gelehrte diese Aussage als gültig erklären, damit überhaupt ein Umdenken der Anhänger anfängt und damit einen Dialog möglich macht. In Europa kannst du als Muslim sagen was du willst, solange deine Familie auch hier lebt, ansonsten gefährdet man mit solchen Äußerungen das Leben der Familie.“
Vom Totalitarismus des dîn (Lebensführung und Gesellschaftsgestaltung) nach Koran und Sunna distanziert sich auch MaGHrebprincessa nicht.
https://www.beschneidungsforum.de/index.php/Thread/6414-Ahmad-Mansour-zur-Beschneidung-im-Islam/?postID=46209#post46209
Februar 4, 2016 um 9:04 pm
[Endlich, ein Einziger blickt durch. Götz am 02.02.2016 um 19:00 Uhr]
Noch was zu MaGHrebPrincessa: Dein Logo „terrorism has no religion“ gefällt mir nicht. Terroristen haben sehr wohl eine Religion. Es gibt aber sicher auch Terroristen ohne Religion. Mit dem argumentativen Trick, wenn er Terrorist ist, kann er kein „wahrer“ Muslim, Christ etc. sein, lügst Du Dir und anderen in die Tasche.
[Götz kenntnisreich am 04.02.2016, Hickhack hatte geschrieben: das Kopftuch dient schließlich dazu die Frauen vor den unkontrollierbaren Trieben der Männer zu schützen]
Der Islam geht nicht von den Interessen der Frau aus. Das Kopftuch soll auch nicht die Frau schützen, sondern den Mann. Dieser soll nicht durch den Anblick von Frauenhaaren in Versuchung geführt werden.
https://www.beschneidungsforum.de/index.php/Thread/5578-Das-Kopftuch-im-Klassenzimmer/?postID=46941#post46941
[Na, ob sich das Kartell der Meinungsmacher von Beschneidungsforum nun endlich dazu durchringen kann, die stets totalitäre und insbesondere frauenfeindliche Scharia doof zu finden?]
März 18, 2016 um 10:27 pm

References: Art. 6
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 Art. 2
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