Source: https://www.ahpv.de/veranstaltungen/fortbildungen-ahpv/beraterqualifikation-acp-132g-abs-3-sgb-v.html
Timestamp: 2019-01-19 14:58:18+00:00

Document:
Augsburger Hospiz- und Palliativversorgung e.V. - Beraterqualifikation ACP § 132g Abs. 3 SGB V
Beraterqualifikation - Advanced Care Planning § 132g Abs. 3 SGB V
!! Beide Module sind ausgebucht !!
Modul I: 18. - 20. Januar 2019, jeweils 9 - 16.30 Uhr
Modul II: 3. - 5. Mai 2019, jeweils 9 - 16.30 Uhr
Modul III: Termine nach Vereinbarung
InteressentInnen können sich für weitere Schulungen vormerken lassen bei:
Telefon (0821) 455 550-41
Hintergrund gesundheitliche Versorgungsplanung (ACP)
Demographischer Wandel und Stärkung der häuslichen Versorgung ("ambulant vor stationär") führen zu immer kürzeren Verweildauern bei Menschen, die - inzwischen meist hochaltrig und schon fortgeschritten pflegebedürftig - in eine stationäre Einrichtung der Altenhilfe einziehen (müssen).
Das Hospiz- und Palliativstärkungsgesetz 2015 (HPG) hat mit § 132g SGB V einen Beratungsanspruch für Bewohner in Pflegeeinrichtungen zur "gesundheitlichen Versorgungsplanung" geschaffen. Der § 132g SGB V sieht weiterhin Fallbesprechungen vor, damit individuelle Bedürfnisse eines/-r Bewohners/-in für die letzte Lebensphase und Sterbephase besprochen werden. Dabei sollen Notsituationen geklärt werden und auf Maßnahmen der palliativ-medizinischen, palliativ-pflegerischen und psychosozialen Versorgung eingegangen werden.
Der Gesetzgeber möchte also Menschen in Alten- und Pflegeheimen und deren Zugehörigen durch ein frühzeitiges qualifiziertes Beratungsangebot in der Einrichtung befähigen, für ihre letzte Lebensphase eine individuelle und selbstbestimmte gesundheitliche Versorgungsplanung vorzunehmen.
Die Integration einer solchen gesundheitlichen Versorgungsplanung in vollstationären Pflegeeinrichtungen setzt zusätzlich einen Organisationsentwicklungsprozess voraus, d. h. sie muss in alle Strukturen und Prozesse der Einrichtung eingebunden werden. Frühzeitige und regelmäßige Räume zur Verständigung und Umsetzung des Bewohnerwillens sorgen für größtmögliche Sicherheit für alle Beteiligten. In sensiblen Kommunikationsräumen entstehen abgestimmte individuelle und selbstbestimmte Notfallplanungen hinsichtlich ethisch sensibler Entscheidungen sowie medizinscher, pflegerischer, psychosozialer und spiritueller Wünsche, Willensbekundungen, Bedürfnisse sowie Behandlungsmaßnahmen.
Soziale Berufsgruppen, Einrichtungen der Behindertenfürsorge, Pflegefachkräfte, medizinische Fachangestellte, Ärzte, Führungskräfte.
Diese Beraterschulung baut auf dem Konzept des Advance Care Planning (ACP) mit seinen drei Säulen
Beratung(-sprozess),
regionale Implementierung auf.
Anhand des ACP-Programms FÜR | SICH | VOR: SORGEN des AHPV werden alle notwendigen Inhalte vermittelt, die für die gesundheitliche Versorgungsplanung nach § 132g SGB V nachgewiesen werden müssen. Zusammen mit dem optionalen Modul III (Praxisteil 1) kann die Anerkennung als qualifizierter Berater/-in erfolgen.
Im theoretischen Teil werden Sie befähigt, für Ihre Einrichtung die gesundheitliche Versorgungsplanung zu koordinieren, die Organisations- und Durchführungsverantwortung zu übernehmen sowie selbstständig Beratungen und Fallkonferenzen durchzuführen.
Im Rahmen der gesundheitlichen Versorgungsplanung sollen betroffene Menschen, ihre soziales Netz sowie ggf. den Vertretungsberechtigten Vorstellungen über (palliativ-) medizinische-pflegerische Interventionen und deren Grenzen entwickeln und dokumentieren. Maßgeblich hier ist auch das jeweilige Wertebild eines Menschen.
Inhalte TEIL 1 – THEORIE (MODULE I + II)
Kenntnisse zu medizinischen und -pflegerischen Sachverhalten (8 UE)
Vorträge, Diskussionen, Rollenspiele, Intensivtraining in Kleingruppen
Ablauf zum Erwerb der Voraussetzungen nach § 132g SGB V
Download des Ablaufs der Beraterqualifikation
TEIL 1 – THEORIE MODUL I+II
2 Wochenenden a. 24 UE (jeweils Freitag bis Sonntag)
Vorträge, Diskussion, Rollenspiele, Intensivtraining in Kleingruppen etc.
Teilnahmezertifikat (ohne Vergütungsinteresse)
TEIL 2 – PRAXIS (bei Vergütungsinteresse)
MODUL III – PRAXIS 1
min. 2 supervidierte Beratungsprozesse mit 4 begleitenden Gesprächen in eigener Einrichtung, inkl. Reflexion, Coaching derdurchgeführten Beratungsprozesse – ethisch-rechtliche und ethisch medizinische Aspekte, einschl. Vor-, Nachbereitung + Dokumentation
Reflexion + Coaching des vorgelegten ACP-Konzepts für die eigene Organisation zum § 132g SGB V und Weiterentwicklung (im Sinne einer Abschlussarbeit)
Zertifizierung Praxis 1
Nach erfolgreichem Abschluss von theoretischem Teil und Praxis 1 erhalten die TeilnehmerInnen ein Zertifikat des AHPV, als Nachweis ihrer Kompetenzen. Dieses dient zur Anerkennung als qualifizierte/r BeraterIn nach § 132 g SGB V durch die Krankenkasse.
MODUL III – PRAXIS 2
Sammlung weiterer Praxiserfahrung.
Umfang: Durchführungvon min. 7 Beratungsprozessen innerhalb eines Jahres, die alleinverantwortlich geplant, vorbereitet, durchgeführt und dokumentiert werden.
Dieser Praxisteil wird durch den Anbieter der Weiterbildung begleitet (z.B. Coaching-Gespräche, Plenararbeit, Organisation des Austausches zwischen Weiterbildungsteilnehmern).
ABSCHLUSSZERTIFIKAT ZUR ENDGÜLTIGEN ANERKENNUNG NACH § 132 G SGB V DURCH KRANKENKASSE
Der AHPV bietet zweimal pro Jahr Fallkonferenzen sowie im Einzelfall weitere Unterstützung bei der Implementierung von ACP in Einrichtungen an.
Birgit Carl, Sozialpädagogin
Veranstalter und Kursort (Module I + II)
Stadtberger Str. 21,
Pausenverpflegung und Kursunterlagen sind inklusive.
Wir beraten Sie gerne, ob und welche Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten für Sie in Frage kommen. Wir akzeptieren die Bildungsprämie: www.bildungspraemie.info.
Teilnahmebescheinigung des Veranstalters, Fortbildungspunkte der Bayerischen Landesärztekammer, Fortbildungspunkte der Registrierungsstelle beruflich Pflegender (RbP), Zertifizierung der AHPV.

References: § 132
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