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Timestamp: 2019-09-22 11:23:39+00:00

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BGH, 10.02.2005 - IX ZR 211/02 - dejure.org
https://dejure.org/2005,34
BGH, 10.02.2005 - IX ZR 211/02 (https://dejure.org/2005,34)
BGH, Entscheidung vom 10.02.2005 - IX ZR 211/02 (https://dejure.org/2005,34)
BGH, Entscheidung vom 10. Februar 2005 - IX ZR 211/02 (https://dejure.org/2005,34)
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InsO §§ 129, 133 Abs. 1; BGB §§ 826, 823 Abs. 2; GmbHG § 84 Abs. 1 Nr. 2
InsO §§ 133, 131
Keine Vorsatzanfechtung bei Zwangsvollstreckungshandlungen außerhalb der Krise
Vorsätzliche Benachteiligung gemäß § 133 Abs. 1 der Insolvenzordnung (InsO); Anfechtbarkeit von Zwangsvollstreckungshandlungen (Forderungspfändung); Notwendigkeit einer vorsätzlichen Rechtshandlung des Schuldners; Veranlassung zur verspäteten Stellung eines ...
Keine Vorsatzanfechtung einer Zwangsvollstreckungshandlung des Gläubigers ohne Rechtshandlung des Insolvenzschuldners
InsO §§ 129, 133 Abs. 1; BGB § 823 Abs. 2, § 826; GmbHG § 84 Abs. 1 Nr. 2
Zur Frage, ob und unter welchen Voraussetzungen Zwangsvollstreckungsmaßnahmen des Gläubigers nach § 133 Abs. 1 InsO anfechtbar sind; zur Frage deliktischer Haftung des Gläubigers, der den Schuldner veranlasst, den Insolvenzantrag im Hinblick auf 131 InsO hinauszuschieben
Insolvenz - Anfechtung - Rechtshandlung - Zwangsvollstreckung - Pfandrecht
Bei Zwangsvollstreckung des Gläubigers: keine Erweiterung des Zeitraums für Insolvenzanfechtung über drei Monate hinaus
Anfechtbarkeit von Zwangsvollstreckungshandlungen des Gläubigers
Bundesgerichtshof zur Insolvenzanfechtung
Anfechtung von Zwangsvollstreckungsmaßnahmen
nomos.de , S. 39 (Entscheidungsbesprechung)
§§ 129, 133 InsO; §§ 823, 826 BGB; § 84 GmbHG
Insolvenzanfechtung von Zwangsvollstreckungshandlungen des Gläubigers (RA Dr. Kristof Biehl; Neue Justiz 8/2005, S. 370-371)
InsO § 133 Abs. 1, § 129 Abs. 1, 2; BGB §§ 826, 823 Abs. 2
Keine Vorsatzanfechtung (§ 133 Abs. 1 InsO) für Zwangsvollstreckungen vor der Dreimonatsfrist
Zusammenfassung von "Anfechtungsrisiko und Gläubigertaktik in der Forderungsvollstreckung" von PräsLG Prof. Dr. Michael Huber, original erschienen in: ZInsO 2005, 628 - 632.
BGHZ 162, 143
NJW 2005, 1121
MDR 2005, 832
NZI 2005, 215
NJ 2005, 370
WM 2005, 564
BB 2005, 734
JR 2006, 21
Fördert der Schuldner eine Vollstreckungsmaßnahme, kann dies die Qualifizierung der Vermögensverlagerung als Rechtshandlung des Schuldners rechtfertigen (vgl. BGH, Urteil vom 27. Mai 2003 - IX ZR 169/02, BGHZ 155, 75, 79; vom 10. Februar 2005 - IX ZR 211/02, BGHZ 162, 143, 147 ff;… vom 3. Februar 2011 - IX ZR 213/09, WM 2011, 501 Rn. 5, 12;… vom 19. September 2013 - IX ZR 4/13, WM 2013, 2074, Rn. 9;… vom 21. November 2013 - IX ZR 128/13, WM 2014, 44 Rn. 7;… vom 16. Januar 2014 - IX ZR 31/12, WM 2014, 272 Rn. 7;… vom 1. Juni 2017 - IX ZR 48/15, Rn. 15 zVb).
aa) Im Rahmen der Vorsatzanfechtung nach § 133 Abs. 1 InsO ist zu berücksichtigen, dass diese nicht auf der Gläubigergleichbehandlung beruht, sondern das Interesse der Gläubiger schützt, dass der Schuldner ihre prinzipiell gleichen Befriedigungschancen nicht beeinträchtigt (BGH, Urteil vom 10. Februar 2005 - IX ZR 211/02, BGHZ 162, 143, 150;… vom 16. Januar 2014 - IX ZR 31/12, WM 2014, 272 Rn. 17).
Mithin ist der Anfechtungsgegner zugleich regelmäßig über den Benachteiligungsvorsatz im Bilde (BGH, Urteil vom 10. Februar 2005 - IX ZR 211/02, BGHZ 162, 143, 153;… vom 18. März 2010, aaO Rn. 19 ff;… vom 30. Juni 2011, aaO Rn. 21;… vom 29. September 2011, aaO Rn. 15).
Die Masse ist in diesen Fällen durch § 826 BGB geschützt (BGH 10. Februar 2005 - IX ZR 211/02 - zu II 3 c und d der Gründe, BGHZ 162, 143) .
Das Prioritätsprinzip gilt insoweit uneingeschränkt (BGH 10. Februar 2005 - IX ZR 211/02 - zu II 2 b aa der Gründe, BGHZ 162, 143) .
Nur der Leistungsempfänger, der diesen Vorsatz des Schuldners kennt, ist rückgewährpflichtig (BGH 10. Februar 2005 - IX ZR 211/02 - zu II 2 b bb der Gründe, BGHZ 162, 143; 10. Dezember 2009 - IX ZR 128/08 - Rn. 9) .
Eine Auslegung, die dazu führte, dass die Vorsatzanfechtung schon unter den Voraussetzungen des § 130 Abs. 1 InsO durchgreifen würde und damit der letztgenannte Tatbestand im praktischen Ergebnis nicht auf den Drei-Monats-Zeitraum beschränkt, sondern auf zehn Jahre ausgedehnt würde, stünde im unvereinbaren Widerspruch zu dem eindeutig zeitlich begrenzten Anwendungsbereich des § 130 InsO (BGH 10. Februar 2005 - IX ZR 211/02 - zu II 2 d der Gründe, BGHZ 162, 143) .
aa) Der von § 133 Abs. 1 Satz 1 InsO verlangte Benachteiligungsvorsatz des Schuldners knüpft an die von ihm vorgenommene, eine Gläubigerbenachteiligung hervorrufende Rechtshandlung an (BGH, Urteil vom 11. November 1993 - IX ZR 257/92, BGHZ 124, 76, 81 f; vom 23. November 1995 - IX ZR 18/95, BGHZ 131, 189, 195; vom 10. Februar 2005 - IX ZR 211/02, BGHZ 162, 143, 153;… vom 5. März 2009 - IX ZR 85/07, BGHZ 180, 98 Rn. 10).
Ob der Geschäftsführer der Schuldnerin seine Pflicht aus § 64 Abs. 1 Satz 1 GmbHG, bei Zahlungsunfähigkeit unverzüglich Antrag auf Insolvenzeröffnung einzureichen, vorsätzlich verletzt hat, kann in diesem Zusammenhang offen bleiben (vgl. BGH, Urt. v. 10. Februar 2005 - IX ZR 211/02, WM 2005, 564, 565 unter II. 1. b, z.V.b. in BGHZ 162, 143).
Inkongruent waren die Beitragsüberweisungen für die Schuldnerin im Dreimonatszeitraum aber auch dann, wenn die Anweisungen hierzu unter dem Druck der Kontenpfändung erfolgt sind, welche die Beklagte am 28. September 1999 ausgebracht hatte (st. Rspr., vgl. BGHZ 136, 309, 313; 155, 75, 80; 157, 350, 353; BGH, Urt. v. 10. Februar 2005 aaO, S. 565 unter II. 2. b, aa).
Hatte die Schuldnerin allein die Wahl, die Beklagte über gepfändetes Guthaben nach § 836 Abs. 1 ZPO selbst verfügen zu lassen oder an sie die geleisteten Beträge zu überweisen, fehlt es an einer Rechtshandlung im Sinne des § 133 Abs. 1 InsO (vgl. BGH, Urt. v. 10. Februar 2005 - IX ZR 211/02, WM 2005, 564, 566 f, z.V.b. in BGHZ 162, 143).
Die letztgenannte Fallgestaltung bietet keine Besonderheiten; denn Zahlungen zur Abwendung der Zwangsvollstreckung sind außerhalb des Dreimonatszeitraums kongruente Deckungen (BGHZ 155, 75, 82 f;… BGH, Urt. v. 13. Mai 2004 - IX ZR 190/03, ZIP 2004, 1512, 1513; v. 10. Februar 2005 - IX ZR 211/02, WM 2005, 564, 565 f, z.V.b. in BGHZ 162, 143).
aa) Der Benachteiligungsvorsatz ist gegeben, wenn der Schuldner bei Vornahme der Rechtshandlung (§ 140 InsO) die Benachteiligung der Gläubiger im Allgemeinen als Erfolg seiner Rechtshandlung gewollt oder als mutmaßliche Folge - sei es auch als unvermeidliche Nebenfolge eines an sich erstrebten anderen Vorteils - erkannt und gebilligt hat (BGHZ 155, 75, 84; 162, 143, 153; zur früheren Rechtsprechung vgl. BGHZ 124, 76, 81 f; 131, 189, 195).
Ein Schuldner, der seine Zahlungsunfähigkeit kennt, handelt in aller Regel mit Benachteiligungsvorsatz (BGHZ 155, 75, 83 f; 162, 143, 153).
Teilzahlungen des Schuldners, die dieser nach fruchtloser Zwangsvollstreckung im Rahmen einer vom Gerichtsvollzieher herbeigeführten Ratenzahlungsvereinbarung erbringt, sind wegen vorsätzlicher Gläubigerbenachteiligung anfechtbar (Ergänzung zu BGHZ 155, 75; 162, 143).
Nach § 133 InsO anfechtbar ist eine im Rahmen oder aus Anlass einer Zwangsvollstreckung erfolgte Vermögensverlagerung nur dann, wenn der Schuldner daran mitgewirkt hat (BGHZ 162, 143, 147 ff;… BGH, Beschl. v. 19. Februar 2009 - IX ZR 22/07, ZIP 2009, 728 Rn. 3;… Beschl. v. 18. Juni 2009 - IX ZR 7/07, ZIP 2009, 1434, 1435 Rn. 8).
Gemäß § 133 Abs. 1 InsO ist der zahlungsunfähige Schuldner nicht berechtigt, den Anfechtungsgegner zum Nachteil anderer Gläubiger vorsätzlich zu bevorzugen, soweit die ihnen gegenüber bestehenden Verpflichtungen gleichrangig sind (vgl. BGHZ 162, 143, 150;… MünchKomm-InsO/Kirchhof, 2. Aufl. § 133 Rn. 1;… Uhlenbruck/Hirte, InsO 12. Aufl. § 133 Rn. 6, 12;… Jaeger/Henckel, InsO § 133 Rn. 2; Schoppmeyer NZI 2005, 185, 187).
Gläubiger, die mit der von § 133 Abs. 1 InsO geforderten Kenntnis den Schuldner zu einer die Gläubigergesamtheit benachteiligenden Rechtshandlung veranlassen, sind deswegen nicht gegen die Anfechtung geschützt (BGHZ 162, 143, 150).
b) Soweit es um Rechtshandlungen im Vorfeld einer erst angedrohten Vollstreckung geht, entspricht diese Auslegung mittlerweile gefestigter Rechtsprechung (vgl. BGHZ 155, 75, 83 f; 162, 143, 151 ff;… BGH, Beschl. v. 19. Februar 2009 aaO), die auch weitgehend die Zustimmung des Schrifttums gefunden hat (…vgl. MünchKomm-InsO/Kirchhof, aaO § 133 Rn. 9 f;… Bork in Kübler/Prütting/Bork, InsO § 133 Rn. 7 ff;… Jaeger/Henckel, aaO § 133 Rn. 5;… Hess, InsO § 133 Rn. 8 ff;… HmbKomm-InsO/Rogge, 3. Aufl. § 133 Rn. 7;… Schoppmeyer, aaO 191 f;… Zeuner, Die Anfechtung in der Insolvenz 2. Aufl. Rn. 177;… Lind, Zur Auslegung von § 133 InsO, Diss. Frankfurt a. M. 2005, S. 68 f; zustimmend jetzt auch Kreft DStR 2005, 1192, 1195;… 1232, 1235 sowie HK-InsO/Kreft, 5. Aufl. § 133 Rn. 6).
Sofern das Pfandrecht dagegen vorher entstanden und auch aus sonstigen Gründen nicht anfechtbar ist, kann die anschließende Befriedigung durch Zahlung nicht mehr angefochten werden, weil sie die Gläubiger nicht benachteiligt (BGHZ 157, 350, 353; 162, 143, 156;… BGH, Urt. v. 21. März 2000 - IX ZR 138/99, ZIP 2000, 898).
Im Gegensatz zum Sachverhalt des Urteils des BGH vom 10.02.05 (BGHZ 162, 143) und des Urteils des erkennenden Senats vom 27.02.07 (8 U 201/06; ZIP 2007, 2132) seien im vorliegenden Streitverfahren die Überweisungen der IS an den Gerichtsvollzieher zur Abwendung von Vollstreckungsmaßnahmen ohne Beteiligung der Beklagten erfolgt.
Dem gegenüber sind Handlungen, die der Gläubiger außerhalb der kritischen 3-Monatsfrist nicht nur androht, sondern im Rahmen einer durchgeführten Zwangsvollstreckung vornimmt oder durch den von ihm beauftragten Gerichtsvollzieher vornehmen lässt, durch den Vorrang seiner Befugnis, sich mit Hilfe hoheitlicher Zwangsmittel eine rechtsbeständige Sicherung oder Befriedigung der eigenen - titulierten - Forderung zu verschaffen, gedeckt und unterliegen - außerhalb des Bereichs eines kollusiven Zusammenwirkens zwischen Gläubiger und Schuldner, der vorliegend nicht gegeben ist (…vgl. hierzu MüKo-InsO/Kirchhof a.a.O. § 133 InsO Rdn. 9b) - grundsätzlich nicht der insolvenzrechtlichen Anfechtung (BGHZ 162, 143, 149 f.;… MüKo-InsO/Kirchhof a.a.O. § 133 InsO Rdn. 9).
c) Die Einstufung der Tätigkeit des Gerichtsvollziehers im Bereich des § 806 b ZPO als Handeln in hoheitlicher Funktion hat zugleich erhebliche Auswirkungen auf die Beurteilung, ob Handlungen und Verhaltensweisen des Schuldners im Rahmen dieser Zwangsvollstreckung des Gerichtsvollziehers als zumindest auch zur erfolgten Vermögenslagerung beitragende Rechtshandlungen i. S. des § 133 InsO zu werten sind (vgl. hierzu BGHZ 155, 75, 79; BGHZ 162, 143, 147;… MüKo-InsO/Kirchhof a.a.O. § 133 InsO Rdn. 9a).
aa) Um Rechtshandlungen der IS, durch die diese erfolgversprechende Rechtsbehelfe bewusst unterlassen oder das Vorgehen des Vollstreckungsgläubigers aktiv gefördert hätte (vgl. hierzu die Beispiele bei MüKo-InsO/Kirchhof a.a.O. § 133 InsO Rdn. 9b m.w.N. sowie BGHZ 162, 143, 154) geht es vorliegend zweifelsfrei nicht.
Dieser grundsätzliche Vorrang des einzel vollstreckenden Gläubigers im Bereich des § 133 Abs. 1 InsO ist schon deshalb für die diesbezügliche Bestimmung des Begriffs der Rechtshandlung des Schuldners von Bedeutung, weil der BGH (BGHZ 162, 143, 152;… BGH WM 2008, 168, 169 Rdn. 16, ständige Rechtsprechung) die aus der Einzelzwangsvollstreckung für die Rechtshandlung des Schuldners resultierenden Folgen dahingehend begrenzt, dass nur diejenige Zwangsvollstreckungssituation, in der der Schuldner nur noch die Wahl hat, die geforderte Zahlung sofort zu leisten oder die Vollstreckung durch die bereits anwesende Vollziehungsperson zu dulden, eine mitwirkende Rechtshandlung des Schuldners ausschließt.
Dies ist aber keineswegs das alleinige Gegenstück zu der vom BGH (BGHZ 162, 143, 152) gebildeten Alternative, dass der mit der Vollstreckung nur bedrohte Schuldner noch in der Lage ist, über den angeforderten Betrag nach eigenem Belieben zu verfügen und ihn, statt ihn an den Gläubiger zu zahlen, auch selbst zu verbrauchen, ihn Dritten zuzuwenden oder Insolvenzantrag zu stellen und den Gläubiger hiervon in Kenntnis zu setzen.
cc) Nach Rechtsauffassung des erkennenden Senats kann eine einerseits sach- und interessenorientierte, andererseits aber auch den praktischen Bedürfnissen des Einzelfalls genügende Lösung nur darin liegen, dass der außerhalb der 3-Monatsfrist liegende Zeitraum einer einmal eingeleiteten Zwangsvollstreckung bis zu deren Beendigung als Einheit gesehen wird, in der sämtliche Verhaltensweisen von Gläubigern und Schuldnern diesem Bereich zugeordnet und deshalb grundsätzlich generell als Fragen der Ausübung staatlicher Hoheitsgewalt (vgl. hierzu BGHZ 162, 143, 148) eingeschätzt werden.
ee) Nach der Rechtsprechung des BGH (z. B. BGHZ 155, 75, 79; BGHZ 162, 143, 147) wird - soweit der Bereich des § 133 InsO betroffen ist - eine im Rahmen der Zwangsvollstreckung auch zur Vermögensverfügung beitragende Rechtshandlung des Schuldners nicht allein durch äußerlich erkennbare Handlungen des Schuldners geprägt, sondern von sehr subjektiven und im Einzelfall schwierig zu erforschenden Voraussetzungen in der Person des Schuldners abhängig gemacht.
Der BGH (BGHZ 162, 143, 147 ff.) hat in besonderer Deutlichkeit die Bedeutung und Tragweite der Anfechtungen gemäß den §§ 130 - 132 InsO von denen des § 133 InsO abgegrenzt und herausgearbeitet, dass § 133 Abs. 1 InsO gerade bestimmte gläubigerschädliche Verhaltensweisen des Schuldners missbilligt (…BGH a.a.O. S.150 m.w.N.).
Die dadurch unübersehbare Gefahr, dass über die sich auch auf § 133 InsO auswirkende Rechtsprechung des BGH zum Benachteiligungsvorsatz die Reichweite der Anfechtung von Gläubigerhandlungen auf die 10-Jahresfrist des § 133 InsO ausgedehnt wird, wird vom BGH erkannt (vgl. BGHZ 162, 143, 151, 153) und soll durch Einschränkungen (…z.B. a.a.O. S. 159, 154 f.) sowie durch eine abnehmende Bedeutung der Vermutungen - je weiter die angefochtene Handlung zeitlich vom Tag der Einreichung des Insolvenzantrages entfernt liegt - verhindert werden.
d) Bei einer solchermaßen vorgenommenen Eingrenzung "willensgeleiteter Rechtshandlungen des Schuldners" (BGHZ 162, 143, 152) i. S. des § 133 Abs. 1 InsO kann es nach Rechtsüberzeugung des Senats dann auch keinen Unterschied machen, ob die Vermögensverfügung des Schuldners in laufender Zwangsvollstreckung aus einer Barzahlung, der Übergabe oder Übersendung eines - nicht gesperrten und eingelösten - Schecks als Mittel des bargeldlosen Geschäftsverkehrs (hierfür bereits Senat, Urteil vom 27.02.07, - 8 U 201/06 -, ZIP 2007, 2132 ff. = OLGR Karlsruhe 2007, 536 ff.) oder auch einer tatsächlich durchgeführten Bar- oder Banküberweisung (z. B. auf das Dienstkonto des Gerichtsvollziehers i. S. des § 73 GVO) besteht (…ebenso OLG Frankfurt (16. Zivilsenat) ZInsO 2005, 1110 f. JA Rdn. 30 und Cranshaw juris PR-InsR 15/2007 Anm. 5).
BGH, 06.07.2017 - IX ZR 178/16
Insolvenzanfechtung: Schluss des Gläubigers auf eine drohende Zahlungsunfähigkeit …
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BGH, 16.01.2014 - IX ZR 31/12
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BGH, 30.04.2015 - IX ZR 301/13
Insolvenzverfahren über das Vermögen eines Grundstückseigentümers: Pflicht des …
BGH, 22.11.2012 - IX ZR 142/11
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BGH, 09.06.2011 - IX ZR 179/08
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BGH, 25.10.2007 - IX ZR 157/06
Gläubigerbenachteiligung nach Zustellung einer Pfändungsverfügung
LG Dessau, 21.10.2005 - 6 O 1902/04
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OLG Stuttgart, 27.09.2012 - 2 U 160/11
Insolvenzanfechtung: Grundschuldbestellung zur Sicherung einer künftig fällig …
BGH, 02.04.2009 - IX ZR 236/07
Anfechtbarkeit einer stehengelassenen Gesellschafterleistung in der Insolvenz
BGH, 01.06.2017 - IX ZR 114/16
Insolvenzanfechtung: Anfechtbare Rechtshandlung bei Vermögensverlagerung aus …
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OLG Köln, 04.09.2006 - 2 U 22/06
Begriff der Rechtshandlung; Anfechtbarkeit von Zahlungen zur Abwendung der …
OLG Celle, 02.04.2009 - 8 U 206/08
Pfändung einer Kapitallebensversicherung bei anschließender Insolvenz des …
BGH, 17.07.2008 - IX ZR 203/07
Anfechtbarkeit einer Lohnpfändung
BGH, 09.11.2017 - IX ZR 319/16
OLG Düsseldorf, 12.01.2012 - 12 U 149/10
Anfechtung der Zahlungen durch Rechtshandlung des Schuldners bei …
Einzelne Voraussetzungen der Insolvenzanfechtung
OLG Rostock, 19.09.2008 - 5 U 96/08
Insolvenzanfechtung: Zahlungen aus einem Kontokorrentkredit auf Grund einer …
OLG Karlsruhe, 18.01.2007 - 12 U 185/06
Insolvenzverfahren: Anfechtbarkeit der Abbuchung von Versicherungsprämien für …
LG Aachen, 11.01.2007 - 12 O 336/06
LG Düsseldorf, 30.07.2010 - 6 O 196/09
Insolvenzrechtliche Anfechtung von auf Grund einer Forderungspfändung gezahlten …
OLG Düsseldorf, 18.06.2009 - 12 U 77/08
Zahlungen von Beiträgen außerhalb der "kritischen Zeit" der letzten drei Monate …
BGH, 26.01.2012 - IX ZR 33/09
Privatentnahme eines Schuldners aus seinem Unternehmen zur Abwendung der …
OLG Frankfurt, 13.06.2008 - 10 U 297/07
Gläubigerbenachteiligung durch Insolvenzverwalter
BFH, 16.03.2015 - XI B 1/15
Insolvenzanfechtung der (angeblichen) Nichteinlegung einer …
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OLG Brandenburg, 09.07.2008 - 7 U 193/07
Insolvenzanfechtung einer Zahlung wegen inkongruenter Deckung; Vorliegen eines …
OLG Stuttgart, 12.07.2006 - 3 U 14/06
Insolvenzanfechtung: Anfechtbarkeit von Überweisungen unter dem Eindruck einer …
OLG Dresden, 20.10.2005 - 13 U 796/05
OLG Düsseldorf, 01.12.2016 - 12 U 5/16
Vorsatzanfechtung von Zahlungen in der Zwangsvollstreckung
Insolvenzanfechtung: Voraussetzungen der Vorsatzanfechtung
BGH, 25.09.2008 - IX ZR 181/06
OLG Hamburg, 27.07.2007 - 1 U 66/06
Annahme einer Zahlungseinstellung bei halbjähriger Nichtabführung von …
LG Ravensburg, 15.12.2005 - 3 O 361/05
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LG Neuruppin, 09.01.2009 - 3 O 374/07
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FG Berlin-Brandenburg, 14.03.2017 - 6 K 6229/15
Abrechnungsbescheids gem. § 218 Abs. 2 AO vom 14.01.2015 für Gewerbesteuer 2013
OLG Frankfurt, 13.01.2012 - 4 U 113/11
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LG Berlin, 08.03.2006 - 86 O 33/05
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KG, 21.02.2006 - 14 U 41/04
OLG Naumburg, 01.02.2006 - 5 U 146/05
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BPatG, 01.04.2015 - 7 W (pat) 39/14
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LG Hamburg, 05.02.2009 - 332 S 26/07
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LAG Sachsen-Anhalt, 14.10.2010 - 3 Sa 420/09
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LG Landshut, 14.07.2006 - 54 O 482/06
Voraussetzungen des Vorliegens eines Anspruchs auf Rückgewährung eines von der …
LG Dresden, 02.06.2006 - 10 O 4068/05
LG Kleve, 07.02.2006 - 3 O 280/05
Voraussetzungen für Geltendmachung einer Insolvenzanfechtung gegen …

References: § 84
 § 133
 § 823
 § 826
 § 84
 § 133
 § 84
 § 133
 § 129
 § 133
 § 826
 § 130
 § 130
 § 133
 § 64
 § 836
 § 133
 § 133
 § 133
 § 133
 § 133
 § 133
 § 133
 § 133
 § 133
 § 133
 § 133
 § 133
 § 133
 § 133
 BGH 
 § 133
 § 133
 § 806
 § 133
 § 133
 § 133
 § 133
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 § 133
 BGH 
 § 133
 § 133
 § 133
 BGH 
 § 133
 BGH 
 § 133
 § 73
 § 218
 § 131