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Timestamp: 2016-10-25 08:42:18+00:00

Document:
4A_57/2016 (03.08.2016)
4A_57/2016 und 4A_59/2016 � � Urteil vom 3. August 2016
4A_57/2016
vertreten durch Rechtsanwalt A.________.
4A_59/2016
Landwirtschaftliche Pacht, Feststellung des Bestands
des Pachtvertrags,
Freiburg, II. Zivilappellationshof, vom 19. November 2015.
C.________ und D.________ waren Grundeigent�merinnen der Art. xxx, yyy und zzz des Grundbuches der Gemeinde U.________. Am 12. Mai 2015 wurde D.________ infolge Erbteilung als Alleineigent�merin dieser Grundst�cke in das Grundbuch eingetragen.
Mit Bewilligung der Beh�rde f�r Grundst�ckverkehr des Kantons Freiburg wurde das landwirtschaftliche Gewerbe in V.________, bestehend aus Art. xxx, yyy und zzz des Grundbuches der Gemeinde U.________ vor �ber zwanzig Jahren an die zwei P�chter E.________ und F.________ verpachtet. Die Pachtverh�ltnisse liefen bis Februar 2013. Infolge vorzeitiger K�ndigung von E.________ auf Februar 2012 pachtete B.________ mit Bewilligung der Beh�rde f�r Grundst�ckverkehr die bis dahin an E.________ verpachteten knapp 19 Hektaren Land (Art. xxx und zzz Grundbuch U.________) f�r das verbleibende Jahr, das heisst bis am 29. Februar [recte: 28. Februar] 2013. F.________ war an einer Fortf�hrung des Pachtverh�ltnisses nicht interessiert, so dass B.________ auch das von ihm gepachtete Land ab Februar 2013 �bernahm. Demnach bewirtschaftet B.________ das ganze Gewerbe (Art. xxx, yyy und zzz Grundbuch U.________) seit Februar 2013 und bezahlt daf�r den von der Beh�rde f�r Grundst�ckverkehr festgesetzten Pachtzins.
Am 30. April 2013 schloss D.________ mit A.________ einen Pachtvertrag f�r das landwirtschaftliche Gewerbe V.________ unter dem Vorbehalt, dass sie Alleineigent�merin des Pachtobjekts werden sollte.
Mit Klage vom 10. M�rz 2014 beantragte B.________ beim Zivilgericht des Sensebezirks, es sei festzustellen, dass zwischen ihm und der Erbengemeinschaft des G.________, bestehend aus C.________ und D.________, bez�glich deren landwirtschaftlichen Gewerbes in V.________ (Art. xxx, yyy und zzz Grundbuch U.________) ein Pachtvertrag mit Wirkung ab dem 1. M�rz 2013 bestehe.
C.________ erkl�rte Streitabstand. Die Beklagte D.________ und der Streitberufene A.________ beantragten, die Klage sei abzuweisen und es sei der Nichtbestand des besagten Pachtvertrages festzustellen. Sie stehen auf dem Standpunkt, dass mit B.________ kein Pachtvertrag zustande gekommen sei. Vielmehr behaupten sie einen Pachtvertrag mit A.________.
Mit Urteil vom 31. M�rz 2015 kam das Zivilgericht des Sensebezirks zum Schluss, dass zwischen B.________ und den Erben des G.________, n�mlich C.________ und D.________, bez�glich deren landwirtschaftlichen Gewerbes in V.________ (Art. xxx, yyy und zzz Grundbuch U.________) mit Wirkung ab dem 1. M�rz 2013 ein Pachtvertrag abgeschlossen worden sei. Ferner hielt es daf�r, dass D.________ (gem�ss rechtskr�ftigem Vergleich vom 18. M�rz 2014) ab dem 1. April 2014 Alleineigent�merin des Pachtgegenstandes geworden sei. Die Klage gegen C.________ wies es daher mangels Passivlegitimation ab.
Gegen dieses Urteil erhoben sowohl D.________ als auch der Streitberufene A.________ Berufung an das Kantonsgericht des Kantons Freiburg. Sie beantragten die Feststellung, dass zwischen B.________ und der ehemaligen Erbengemeinschaft des G.________, bestehend aus C.________ und D.________, bez�glich deren landwirtschaftlichen Gewerbes in V.________ (Art. xxx, yyy und zzz Grundbuch U.________) kein Pachtvertrag f�r das landwirtschaftliche Gewerbe als Ganzes bestehe. S�mtliche Begehren von B.________ seien zu verweigern.
Das Kantonsgericht vereinigte die beiden Berufungsverfahren. Es bejahte den Bestand eines Pachtvertrages mit B.________ ab dem 1. M�rz 2013. Mit Urteil vom 19. November 2015 wies es daher beide Berufungen ab, soweit es darauf eintrat, und best�tigte das erstinstanzliche Urteil.
C.a.�A.________ (Beschwerdef�hrer) beantragt dem Bundesgericht mit Beschwerde in Zivilsachen, das Urteil des Kantonsgerichts Freiburg vom 19. November 2015 sei aufzuheben. Es sei festzustellen, dass zwischen B.________ und der ehemaligen Erbengemeinschaft des G.________, bestehend aus C.________ und D.________, bez�glich deren landwirtschaftlichen Gewerbes in V.________ (Art. xxx, yyy und zzz Grundbuch U.________) kein Pachtvertrag f�r das landwirtschaftliche Gewerbe als Ganzes bestehe. S�mtliche Begehren von B.________ seien zu "verweigern" (Verfahren 4A_57/2016).
Der Beschwerdegegner und C.________ beantragen mit separaten Beschwerdeantworten, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf eingetreten werde. Die Vorinstanz und D.________ liessen sich nicht vernehmen.
C.b.�Mit weitestgehend gleichlautender Beschwerde beantragt auch D.________ (Beschwerdef�hrerin) dem Bundesgericht, das Urteil des Kantonsgerichts Freiburg vom 19. November 2015 sei aufzuheben. Es sei festzustellen, dass zwischen B.________ und der ehemaligen Erbengemeinschaft des G.________, bestehend aus C.________ und D.________, bez�glich deren landwirtschaftlichen Gewerbes in V.________ (Art. xxx, yyy und zzz Grundbuch St. Ursen) kein Pachtvertrag f�r das landwirtschaftliche Gewerbe als Ganzes bestehe. S�mtliche Begehren von B.________ seien zu "verweigern" (Verfahren 4A_59/2016).
Der Beschwerdegegner und C.________ beantragen mit separaten Beschwerdeantworten, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf eingetreten werde. Die Vorinstanz verzichtete auf eine Stellungnahme. A.________ liess sich nicht vernehmen.
Die beiden Beschwerden richten sich gegen das gleiche Urteil des Kantonsgerichts Freiburg vom 19. November 2015, weshalb es sich rechtfertigt, die beiden Beschwerdeverfahren zu vereinigen und in einem einzigen Urteil zu behandeln.
Angefochten ist ein verfahrensabschliessender Entscheid (Art. 90 BGG) einer oberen kantonalen Instanz, die auf ein Rechtsmittel hin kantonal letztinstanzlich in einer Zivilsache entschieden hat (Art. 75 i.V.m. Art. 72 BGG). Die Rechtsbegehren der Beschwerdef�hrer sind im kantonalen Verfahren nicht gesch�tzt worden (Art. 76 Abs. 1 BGG) und die Beschwerdefrist ist eingehalten (Art. 100 Abs. 1 BGG).
Bei der zu beurteilenden Streitsache handelt es sich um eine verm�gensrechtliche Angelegenheit und es gilt - da Streitigkeiten aus Pachtrecht nicht als mietrechtliche F�lle zu qualifizieren sind (BGE 141 III 159 E. 1.2; 136 III 196 E. 1.1 S. 197) - ein Streitwerterfordernis von mindestens Fr. 30'000.-- (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG). Dieser Mindestbetrag ist vorliegend erreicht, nachdem der Streitwert nach den Angaben der Vorinstanz und der Parteien Fr. 306'000.-- betr�gt.
Die erstinstanzliche Klageabweisung gegen C.________ mangels Passivlegitimation wurde nicht angefochten und bildet damit nicht Gegenstand des Beschwerdeverfahrens.
Strittig ist, ob betreffend das landwirtschaftliche Gewerbe in V.________ (Art. xxx, yyy und zzz des Grundbuches der Gemeinde U.________) ab M�rz 2013 mit dem Beschwerdegegner ein landwirtschaftlicher Pachtvertrag im Sinne des Bundesgesetzes vom 4. Oktober 1985 �ber die landwirtschaftliche Pacht (LPG, SR 221.213.2) zustande gekommen ist. Die Beschwerdef�hrer bestreiten dies und machen geltend, ein Pachtvertrag sei zwischen D.________ und A.________ abgeschlossen worden. Demgegen�ber bejahte die Vorinstanz mit der Erstinstanz, dass durch konkludentes Verhalten der besagte Pachtvertrag mit dem Beschwerdegegner zustande gekommen ist.
4.1.�Durch den landwirtschaftlichen Pachtvertrag verpflichtet sich der Verp�chter, dem P�chter ein Gewerbe oder ein Grundst�ck zur landwirtschaftlichen Nutzung zu �berlassen, und der P�chter, daf�r einen Zins zu bezahlen (Art. 4 Abs. 1 LPG).
Der landwirtschaftliche Pachtvertrag ist im 2. Kapitel des LPG geregelt. Soweit das LPG keine besonderen Vorschriften enth�lt, kommen die einschl�gigen Bestimmungen des OR zur Anwendung.
Ein landwirtschaftlicher Pachtvertrag entsteht durch �bereinstimmende gegenseitige Willens�usserung der Parteien (Art. 1 Abs. 1 OR). Massgebend ist in erster Linie der �bereinstimmende tats�chliche Wille der Parteien im Zeitpunkt des Vertragsschlusses (Art. 18 Abs. 1 OR; BGE 140 III 134 E. 3.2 S. 138; 130 III 66 E. 3.2 S. 71). Nachtr�gliches Parteiverhalten kann ber�cksichtigt werden, wenn es R�ckschl�sse auf den tats�chlichen Willen der Parteien zul�sst (BGE 132 III 626 E. 3.1 S. 632; 129 III 675 E. 2.3 S. 680). Kann ein solcher nicht festgestellt werden, sind die Willens�usserungen nach dem Vertrauensprinzip auszulegen, d.h. der mutmassliche Parteiwille ist so zu ermitteln, wie er vom jeweiligen Erkl�rungsempf�nger nach den gesamten Umst�nden nach Treu und Glauben verstanden werden durfte und musste (BGE 140 III 134 E. 3.2 S. 138 f.; 138 III 659 E. 4.2.1 S. 666; 136 III 186 E. 3.2.1 S. 188).
Die Ermittlung des tats�chlichen Parteiwillens beruht auf Beweisw�rdigung, die der bundesgerichtlichen �berpr�fung nur in den Schranken von Art. 105 BGG zug�nglich ist (BGE 135 III 410 E. 3.2 S. 412 f.; 133 III 675 E. 3.3 S. 681). Die Vertragsauslegung (bzw. Konsensfindung) nach dem Vertrauensgrundsatz ist demgegen�ber Rechtsfrage, die vom Bundesgericht frei �berpr�ft wird (BGE 136 III 186 E. 3.2.1 S. 188; 133 III 675 E. 3.3 S. 681), wobei es an Feststellungen des kantonalen Gerichts �ber die �usseren Umst�nde sowie das Wissen und Wollen der Beteiligten grunds�tzlich gebunden ist (Art. 105 Abs. 1 BGG; BGE 138 III 659 E. 4.2.1 S. 666 f.; 133 III 61 E. 2.2.1).
4.2.�Das Gesetz schreibt f�r die G�ltigkeit eines landwirtschaftlichen Pachtvertrages keine besondere Form vor. Der Abschluss kann mithin formlos erfolgen (Art. 11 OR).
Der landwirtschaftliche Pachtvertrag kann wie jeder andere nicht formbed�rftige Vertrag nicht nur durch ausdr�ckliche Willens�usserungen der Parteien, sondern auch stillschweigend durch schl�ssiges Verhalten geschlossen werden (BGE 118 II 441 E. 1 S. 443; Urteil 5A.31/2005 vom 29. M�rz 2006 E. 2.1.3; STUDER/HOFER, Das landwirtschaftliche Pachtrecht, Kommentar zum LPG, 2. Aufl. 2014, N. 150a zu Art. 4 LPG). Der Schluss auf einen gegenseitigen �bereinstimmenden Willen zum Abschluss eines landwirtschaftlichen Pachtvertrages ist namentlich zul�ssig, wenn der Verp�chter davon Kenntnis nimmt, dass ein neuer P�chter den Pachtgegenstand bewirtschaftet und keine Anstalten trifft, den P�chter auszuweisen. Vom neuen P�chter Kenntnis genommen hat der Verp�chter sp�testens dann, wenn er von ihm einen Pachtzins entgegengenommen hat (STUDER/HOFER, A.A.O., N. 150a zu Art. 4 LPG).
4.3.�Ein solches Verhalten ist hier, wie die Vorinstanz zutreffend erkannte, darin zu erblicken, dass der Beschwerdegegner die Grundst�cke ungehindert und in Kenntnis der Verp�chterinnen bewirtschaftet und den �konomieteil des Betriebes durch Einstellen seiner landwirtschaftlichen Maschinen genutzt hat, und beide Verp�chterinnen den in Raten bezahlten und ausdr�cklich als solchen bezeichneten Pachtzins vorbehaltlos als Entgelt entgegengenommen haben. Damit waren die wesentlichen Elemente der landwirtschaftlichen Pacht grunds�tzlich erf�llt und das Vertragsverh�ltnis begr�ndet.
Was die Beschwerdef�hrer dagegen vorbringen vermag gegen die Beurteilung der Vorinstanz nicht aufzukommen:
5.1.�Zun�chst ist festzuhalten, dass ausschliesslich auf den Sachverhalt abzustellen ist, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Denn die Beschwerdef�hrer begr�nden keine zul�ssigen Sachverhaltsr�gen. Solche setzen voraus, dass die Partei, welche die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz anfechten will, klar und substanziiert aufzeigt, inwiefern die ger�gten Feststellungen bzw. die Unterlassung von Feststellungen offensichtlich unrichtig sind oder auf einer Rechtsverletzung im Sinn von Art. 95 BGG beruhen und erheblich sind (BGE 140 III 16 E. 1.3.1 S. 18 mit Hinweisen). Soweit sie den Sachverhalt erg�nzen will, hat sie zudem mit Aktenhinweisen darzulegen, dass sie entsprechende rechtsrelevante Tatsachen und taugliche Beweismittel bereits bei den Vorinstanzen prozesskonform eingebracht hat (BGE 140 III 86 E. 2 S. 90 mit Hinweisen). Die Beschwerdef�hrer erweitern verschiedentlich den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt oder weichen davon ab, ohne dass die dargelegten Voraussetzungen erf�llt w�ren. Darauf kann nicht abgestellt werden.
5.2.�Die Beschwerdef�hrer r�gen eine Verletzung von Art. 1 ff. OR, zeigen jedoch mit ihren Ausf�hrungen keine solche auf: Sie wenden gegen das Zustandekommen eines landwirtschaftlichen Pachtvertrages mit dem Beschwerdegegner ab M�rz 2013 durch schl�ssiges Verhalten ein, die Entgegennahme der letzten Pachtzinsrate, welche die Vorinstanz als schl�ssiges Verhalten ber�cksichtigt habe, sei erst am 31. August 2013 erfolgt. "Folglich ist das konkludierende Verhalten erst bei der letzten kommentarlosen Annahme vom 31. August 2013 vollendet" gewesen. Indem D.________ aber am 30. April 2013 einen schriftlichen Pachtvertrag f�r neun Jahre mit A.________ unterzeichnet habe, habe sie bewiesen, nicht konkludent im Sinne eines Abschlusses eines Pachtvertrages mit dem Beschwerdegegner gehandelt zu haben.
Diese Argumentation verf�ngt nicht. Der Zeitablauf spricht nicht gegen den Schluss der Vorinstanz. Vielmehr geht aus den Feststellungen im angefochtenen Urteil hervor, dass das konkludente Verhalten bereits im 2012 begann, als der Beschwerdegegner 19 Hektaren Land pachtete und schliesslich ab Februar 2013 die Bewirtschaftung des ganzen Betriebs �bernahm. Im Dezember 2012 erfolgte die Bezahlung der ersten Rate des Pachtzinses f�r 2013 bzw. die vorbehaltlose Entgegennahme derselben durch die beiden Grundeigent�merinnen. Die Vorinstanz stellte den Beginn des landwirtschaftlichen Pachtvertrages f�r den streitbetroffenen Betrieb (wie beantragt) auf den 1. M�rz 2013 fest, mithin auf den orts�blichen Pachtantritt. Der Umstand, dass auch danach die Bewirtschaftung weiter ging und weitere Pachtzinsraten vorbehaltlos entgegengenommen wurden, schiebt den Zeitpunkt des Vertragsabschlusses nicht hinaus. Jedoch verst�rkt dieses nachtr�gliche Parteiverhalten den Schluss auf einen tats�chlich �bereinstimmenden Parteiwillen zum Abschluss des Pachtvertrages. Insofern war die Ber�cksichtigung nachtr�glichen Parteiverhaltens durch die Vorinstanz zul�ssig (oben Erw�gung 4.1). Aus dem zeitlich nach Pachtvertragsabschluss mit dem Beschwerdegegner gelegenen Umstand, dass D.________ am 30. April 2013 mit A.________ einen Pachtvertrag f�r das landwirtschaftliche Gewerbe V.________ schloss unter dem Vorbehalt, dass sie Alleineigent�merin des Pachtobjekts werden sollte, k�nnen die Beschwerdef�hrer demnach nichts f�r ihren Standpunkt ableiten.
5.3.�Aus dem gleichen Grund geht auch die Berufung auf Art. 152 OR ins Leere. Da die Vorinstanz zutreffend erkannte, dass der Pachtvertrag mit dem Beschwerdegegner bereits am 1. M�rz 2013 zustande kam, f�llt dieser Vertragsabschluss nicht in eine "Schwebezeit" infolge des suspensiv bedingten Pachtvertrags zwischen D.________ und A.________ vom 30. April 2013, w�hrend dessen D.________ nicht habe �ber den Pachtgegenstand verf�gen d�rfen.
5.4.�Unter dem Titel "B.________ hat nie das ganze Heimwesen i.S. von Art. 5 und 7 BGBB und Art. 1 LPG gepachtet, weder faktisch bewirtschaftet" erneuern die Beschwerdef�hrer ihr Argument, der Beschwerdegegner habe nicht ein ganzes "landwirtschaftliches Gewerbe" im Sinne des Gesetzes gepachtet.
Die Vorinstanz hat sich mit diesem Argument auseinandergesetzt. Sie hielt fest, Wirtschafts- und Wohngeb�ude seien grunds�tzlich wesentliche Bestandteile eines landwirtschaftlichen Gewerbes. Ohne die notwendigen �konomiegeb�ude k�nne die landwirtschaftliche T�tigkeit nicht ausge�bt werden. Ein landwirtschaftliches Gewerbe k�nne aber auch vorliegen, wenn keine dazugeh�rende Wohnung vorhanden sei, wenn eine solche f�r die Bewirtschaftung nicht n�tig sei.
Damit ging die Vorinstanz von einem zutreffenden Begriffsverst�ndnis hinsichtlich der Bestandteile eines landwirtschaftlichen Gewerbes aus, namentlich auch was die differenzierende Betrachtungsweise betreffend die Wohnung anbelangt. Diesbez�glich ist entscheidend, ob eine dazugeh�rende Wohnung f�r die Bewirtschaftung notwendig ist. Die betriebliche Notwendigkeit einer dazugeh�renden Wohnung ist in der Regel zu bejahen bei Tierhaltung und wenn kein Wohnraum in zumutbarer N�he zum Zentrum der bewirtschafteten Fl�chen zur Verf�gung steht (STUDER/HOFER, a.a.O., N. 35 zu Art. 1 LPG).
Die Vorinstanz hielt daf�r, vorliegend sei die Notwendigkeit eines Wohnraums zur Bewirtschaftung des Gewerbes nicht erforderlich wegen der �rtlichen N�he des �ber einen Wohnteil verf�genden landwirtschaftlichen Gewerbes des Beschwerdegegners sowie mangels Tierhaltung. Die Verpachtung des Wohnteils sei nie zur Diskussion gestanden, denn es sei von Anfang an klar gewesen, dass D.________ weiterhin dort wohnen werde. Die Vorinstanz hat damit den Pachtgegenstand als landwirtschaftliches Gewerbe ohne Wohnteil in �bereinstimmung mit dem Parteiwillen definiert. Die hier gegebenen tats�chlichen Verh�ltnisse zeigen auf, dass eine dazugeh�rende Wohnung f�r die Bewirtschaftung durch den Beschwerdegegner nicht notwendig ist. Demnach steht der Bejahung eines Pachtvertrages bez�glich des landwirtschaftlichen Gewerbes in V.________ als Ganzes nicht entgegen, dass der gesetzliche Begriff des landwirtschaftlichen Gewerbes grunds�tzlich ein Wohngeb�ude einschliesst. Die Vorinstanz hat kein Bundesrecht verletzt.
5.5.�Schliesslich behaupten die Beschwerdef�hrer, die objektiv wesentlichen Vertragspunkte w�rden fehlen. Die Vorinstanz habe Art. 2 OR und Art. 317 ZPO verletzt.
Zu den objektiv wesentlichen Elementen des landwirtschaftlichen Pachtvertrags geh�ren die �berlassung eines Gewerbes oder Grundst�cks zur landwirtschaftlichen Nutzung und die Leistung eines Pachtzinses (Art. 4 Abs. 1 LPG; STUDER/HOFER, a.a.O., N. 149 zu Art. 4 LPG). Gem�ss Vorinstanz bestand hier bez�glich beider Elemente Konsens.
Die Entgegnungen der Beschwerdef�hrer sind nicht nachvollziehbar. Sie beziehen sich auf die beiden neuen Beweismittel (zwei Schreiben des beschwerdegegnerischen Vertreters an die Beh�rde f�r Grundst�ckverkehr betreffend Festsetzung des Pachtzinses), die sie am 15. Juli 2015 im Berufungsverfahren eingereicht hatten und die angeblich aufzeigten, dass die Entgeltlichkeit nie vereinbart worden sei. Die Vorinstanz hat in antizipierter Beweisw�rdigung auf die Abnahme dieser Beweismittel verzichtet, weil sie die kommentarlose Entgegennahme des Pachtzinses auch als Einigung �ber die H�he des Pachtzinses auffasste, zumal die Verp�chterinnen nie behauptet hatten, es sei ein tieferer als der durch die Beh�rde f�r Grundst�ckverkehr festgesetzte Pachtzins vereinbart worden. An dieser Schlussfolgerung verm�chten diese neu eingereichten Beweismittel nichts zu �ndern. Die Vorinstanz hat mithin von der Abnahme der neu eingereichten Beweismittel nicht deshalb abgesehen, weil sie diese als unzul�ssige Noven betrachtete. Die R�ge der Verletzung von Art. 317 ZPO entbehrt daher der Grundlage. Die Beschwerdef�hrer zeigen aber auch nicht auf, inwiefern die antizipierte Beweisw�rdigung der Vorinstanz geradezu willk�rlich w�re (vgl. BGE 138 III 374 E. 4.3.2 S. 376), indem sie unter frei gehaltener Sachverhaltserg�nzung in appellatorischer Weise ihren eigenen Standpunkt darlegen. Selbst aus diesen Darlegungen ergibt sich nicht, dass ein Konsens �ber die Entgeltlichkeit an sich gefehlt h�tte.
5.6.�Die Beschwerdef�hrer beanstanden die Erw�gung der Vorinstanz, wonach die Behauptung von D.________, ihr Einverst�ndnis zur Weiterbewirtschaftung durch den Beschwerdegegner habe sich ausschliesslich auf den E.________ Teil und nicht auf die gesamte landwirtschaftliche Fl�che bezogen, unglaubhaft sei. Damit habe die Vorinstanz Art. 8 ZGB verletzt, da es dem Beschwerdegegner und nicht D.________ oblegen sei, das Einverst�ndnis f�r andere Teile als den E.________ Teil zu beweisen.
Die Berufung auf die Beweislastverteilung nach Art. 8 ZGB ist gegenstandslos, nachdem die Vorinstanz zum Beweisergebnis gelangt ist, dass durch schl�ssiges Verhalten ein Konsens �ber die Bewirtschaftung des ganzen Landes zustande gekommen ist (vgl. BGE 138 III 193 E. 6.1 S. 202; 137 III 268 E. 3 S. 282). Im �brigen folgt die beanstandete, jedoch aus dem Kontext gerissene Erw�gung ohne weiteres aus der �berzeugenden Auffassung der Vorinstanz, dass es D.________, deren Wohnhaus sich auf der landwirtschaftlichen Parzelle Art. xxx befindet und an die �brigen verpachteten Parzellen angrenzt, nicht entgangen sein kann, dass der Beschwerdegegner die Parzellen bewirtschaftet hat.
5.7.�Auf die "vorsichtshalber" erfolgten Ausf�hrungen zu einem Vertragsabschluss nach Vertrauensprinzip braucht nicht eingegangen zu werden. Die Beschwerdef�hrer gestehen selber zu, dass die Vorinstanz nicht gest�tzt auf das Vertrauensprinzip einen Vertragsabschluss annahm. Vielmehr hielt sie einen tats�chlichen Konsens f�r erwiesen. In der Folge brachte sie richtigerweise das Vertrauensprinzip nicht zur Anwendung (vgl. Erw�gung 4.1).
Demnach sind beide Beschwerden abzuweisen.
Dem Verfahrensausgang entsprechend haben der Beschwerdef�hrer A.________ bzw. die Beschwerdef�hrerin D.________ die Gerichtskosten des von ihnen angestrengten Verfahrens zu bezahlen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Dem geringeren Aufwand wegen der weitestgehend �bereinstimmenden Beschwerdeschriften wird durch eine Reduktion der Gerichtsgeb�hr Rechnung getragen.
Der Beschwerdef�hrer A.________ und die Beschwerdef�hrerin D.________ haben ihre jeweiligen Beschwerden ausdr�cklich neben dem Beschwerdegegner auch gegen C.________ gerichtet und angef�hrt, die Beschwerde betreffe auch sie. So wurde C.________ durch das Bundesgericht auch zur Beantwortung der Beschwerde nach Art. 102 BGG aufgefordert, wodurch ihr entsch�digungspflichtiger Aufwand entstand. Nachdem der Beschwerdegegner und C.________ in beiden Verfahren je eine gleichlautende Beschwerdeantwort eingereicht haben, ist ihnen zulasten der Beschwerdef�hrer je nur
eine�Parteientsch�digung f�r beide Verfahren von Fr. 6'000.-- zuzusprechen, in solidarischer Haftbarkeit, intern zu gleichen Teilen (Art. 68 Abs. 2 und 4 BGG).
Die Verfahren 4A_57/2016 und 4A_59/2016 werden vereinigt.
Die Gerichtskosten von Fr. 3'000.-- im Verfahren 4A_57/2016 werden A.________, diejenigen von Fr. 3'000.-- im Verfahren 4A_59/2016 werden D.________ auferlegt.
A.________ und D.________ haben dem Beschwerdegegner und C.________ je eine Parteientsch�digung von Fr. 6'000.-- zu bezahlen, in solidarischer Haftbarkeit.
Dieses Urteil wird den Parteien, C.________ und dem Kantonsgericht Freiburg, II. Zivilappellationshof, schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 72
 BGE 
 Art. 105
 BGE 
 Art. 4
 Art. 4
 Art. 95
 Art. 1
 Art. 152
 Art. 5
 Art. 1
 Art. 1
 Art. 2
 Art. 317
 Art. 4
 Art. 317
 BGE 
 Art. 8
 Art. 8
 BGE 
 Art. 102