Source: https://www.ris.bka.gv.at/Dokument.wxe?ResultFunctionToken=67d8dfe0-3a4c-4417-910a-f1b40d357130&Position=1&Abfrage=Landesnormen&Kundmachungsorgan=&Bundesland=Ober%C3%B6sterreich&BundeslandDefault=Ober%C3%B6sterreich&Index=&Titel=&Gesetzesnummer=&VonArtikel=&BisArtikel=&VonParagraf=&BisParagraf=&VonAnlage=&BisAnlage=&Typ=&Kundmachungsnummer=&Unterzeichnungsdatum=&FassungVom=04.05.2015&VonInkrafttretedatum=&BisInkrafttretedatum=&VonAusserkrafttretedatum=&BisAusserkrafttretedatum=&NormabschnittnummerKombination=Und&ImRisSeitVonDatum=&ImRisSeitBisDatum=&ImRisSeit=Undefined&ResultPageSize=100&Suchworte=Gas&Dokumentnummer=LOO40014267
Timestamp: 2019-10-16 18:23:42+00:00

Document:
RIS - Oö. Landarbeitsordnung 1989 § 98 - Landesrecht konsolidiert Oberösterreich
Oö. Landarbeitsordnung 1989 § 98
§ 97 am 04.05.2015
§ 98a am 04.05.2015
§ 98 gültig ab 01.01.2014 zuletzt geändert durch LGBl.Nr. 90/2013
§ 98 gültig von 01.01.2008 bis 31.12.2013 zuletzt geändert durch LGBl.Nr. 136/2007
§ 98 gültig von 28.03.2002 bis 31.12.2007 zuletzt geändert durch LGBl. Nr. 17/2002
§ 98 gültig von 01.01.2000 bis 28.03.2002 zuletzt geändert durch LGBl. Nr. 101/1999
§ 98 gültig von 08.04.1989 bis 31.12.1999
Oö. Landarbeitsordnung 1989
LGBl.Nr. 25/1989 zuletzt geändert durch LGBl.Nr. 90/2013
77 Land- und Forstarbeitsrecht
Verbotene Arbeiten für werdende Mütter
(1) Werdende Mütter dürfen keinesfalls mit schweren körperlichen Arbeiten oder mit Arbeiten oder in Arbeitsverfahren beschäftigt werden, die nach Art des Arbeitsvorgangs oder der verwendeten Arbeitsstoffe oder -geräte für ihren Organismus oder für das werdende Kind schädlich sind.
(2) Als Arbeiten im Sinn des Abs. 1 sind insbesondere anzusehen:
Arbeiten, bei denen die Gefahr einer Berufserkrankung im Sinn der einschlägigen Vorschriften des Allgemeinen Sozialversicherungsgesetzes gegeben ist;
Arbeiten, bei denen werdende Mütter Einwirkungen von gesundheitsgefährdenden Stoffen, gleich ob in festem, flüssigem, staub-, gas- oder dampfförmigem Zustand, gesundheitsgefährdenden Strahlen oder schädlichen Einwirkungen von Hitze, Kälte oder Nässe ausgesetzt sind, bei denen eine Schädigung nicht ausgeschlossen werden kann; gesundheitsgefährdende Stoffe sind insbesondere auch Toxoplasma und Rötelvirus, außer in Fällen, in denen nachgewiesen wird, dass die werdende Mutter durch Immunisierung ausreichend gegen diese Agenzien geschützt ist, sowie Blei und Bleiderivate, soweit die Gefahr besteht, dass diese Agenzien vom menschlichen Organismus absorbiert werden;
Akkordarbeiten, akkordähnliche Arbeiten, Fließarbeiten mit vorgeschriebenem Arbeitstempo, leistungsbezogene Prämienarbeiten und sonstige Arbeiten, bei denen durch gesteigertes Arbeitstempo ein höheres Entgelt erzielt werden kann, wie beispielsweise Arbeiten, für die Entgelt gebührt, das auf Arbeits(Persönlichkeits) bewertungsverfahren, statistischen Verfahren, Datenerfassungsverfahren, Kleinstzeitverfahren oder ähnlichen Entgeltfindungsmethoden beruht, wenn die damit verbundene durchschnittliche Arbeitsleistung die Kräfte der werdenden Mutter übersteigt. Nach Ablauf der 20. Schwangerschaftswoche sind Akkordarbeiten, akkordähnliche Arbeiten, leistungsbezogene Prämienarbeiten sowie Fließarbeiten mit vorgeschriebenem Arbeitstempo jedenfalls untersagt; Arbeiten, für die Entgelt gebührt, das auf Arbeits(Persönlichkeits)bewertungsverfahren, statistischen Verfahren, Datenerfassungsverfahren, Kleinstzeitverfahren oder ähnlichen Entgeltfindungsmethoden beruht, können im Einzelfall von der Land- und Forstwirtschaftsinspektion untersagt werden;
Arbeiten mit biologischen Arbeitsstoffen im Sinn des § 90 Abs. 5 Z 2 bis 4, soweit bekannt ist, dass diese Stoffe oder die im Fall einer durch sie hervorgerufenen Schädigung anzuwendenden therapeutischen Maßnahmen die Gesundheit der werdenden Mutter oder des werdenden Kindes gefährden. (Anm: LGBl. Nr. 136/2007)
(4) Im Zweifelsfall entscheidet die Land- und Forstwirtschaftsinspektion, ob eine Arbeit unter ein Verbot gemäß den Abs. 1 bis 3 fällt.
nicht beschäftigt werden, wenn die Land- und Forstwirtschaftsinspektion auf Antrag der Dienstnehmerin oder von Amts wegen entscheidet, dass diese Arbeiten für den Organismus der werdenden Mutter oder für das werdende Kind schädlich sind und im Fall der Z 3 dies auch von einem Gutachten eines Amtsarztes bestätigt wird.
(6) Werdende Mütter, die selbst nicht rauchen, dürfen, soweit es die Art des Betriebs gestattet, nicht an Arbeitsplätzen beschäftigt werden, bei denen sie der Einwirkung von Tabakrauch ausgesetzt werden. Wenn eine räumliche Trennung nicht möglich ist, hat der Dienstgeber durch geeignete Maßnahmen dafür Sorge zu tragen, dass andere Dienstnehmer, die im selben Raum wie die werdende Mutter beschäftigt sind, diese nicht der Einwirkung von Tabakrauch aussetzen. (Anm: LGBl.Nr. 90/2013)
(Anm: LGBl.Nr. 101/1999)
LOO40014267
https://www.ris.bka.gv.at/eli/lgbl/OB/1989/25/P98/LOO40014267

References: § 98
 § 98

§ 97

§ 98

§ 98

§ 98

§ 98

§ 98

§ 98
 § 90