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Timestamp: 2018-03-23 20:44:10+00:00

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Solarcomplex AG- Inhaber Genussscheine mit dem Risiko eines Totalverlustes - Diebewertung
Solarcomplex AG- Inhaber Genussscheine mit dem Risiko eines Totalverlustes
5. April 2016 Fonds (Blindpool) Keine Kommentare
Grüne Gedlanlage, so wirbt das Unternehmen und hat damit natürlich vollkommen recht. Grüne Gedlanlage ist aber auch ein Begriff der die möglichen Anleger freundlicher stimmen sollen, denn da wird irgendwo mit solch einem Schlagwort immer an das „Gewissen“ der Anleger apelliert. Trotzdem, auch eine grüne Geldanlage bleibt eine Geldanlage mit allen Risiken die es gibt, bis hin zum Totalverlustrisiko für den Anleger, egal ob grün oder nicht. So beschreibt sich das Unternehmen selber auf seiner Internetseite:
Das regenerative Stadtwerk solarcomplex versteht sich als Bürgerunternehmen für erneuerbare Energien in Baden-Württemberg. Wir wollen bis 2030 die Energieversorgung in der Bodenseeregion weitgehend auf regenerative Energie umbauen. Dieses Ziel ist ehrgeizig aber machbar.
Dazu müssen alle (!) regenerativen Energie-Potentiale der Region genutzt werden. Dies ergibt sich aus der Potentialstudie von solarcomplex aus dem Jahr 2002. Zusätzlich muß es gelingen, den Strom- und Wärmebedarf jeweils etwa auf die Hälfte zu reduzieren.
solarcomplex plant, baut und betreibt Anlagen zur Strom- und Wärmebereitstellung aus erneuerbaren Energien und bieten die Kapitalbeteiligung an diesen Anlagen als ökologische Geldanlage an.
solarcomplex strebt die Energiebereitstellung in einem regionalen Kreislauf an. Dies bietet handfeste Vorteile für Umwelt und regionale Wirtschaft:
im Gegensatz zu fossilen Energien bleiben die Energiekosten als Kaufkraft in der Region
durch den Bau zahlreicher Anlagen entstehen Umsatz und Arbeitsplätze in der Region
als Mitbesitzer des regionalen Energiesystems sind die Menschen und Firmen an der Wertschöpfung aus Energie beteilig
Das hört sich natürlich interessant an für einen Anleger, aber auch gehört natütlich „Klappern zum Geschäft“. Was man allerdings im Unternehmensregister findet ist eine aktuelle Bilanz, damit zeigt das Unternehmen zumindest „Transparenz“ nach Außen. Die Bilanz selber ist in Ordnung, wenn auch nur mit einem kleineren Gewinn abschließend.
A. Anlagevermögen 47.516.194,32 41.893.210,40
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 49.639,00 95.903,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 49.638,00 62.542,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 33.361,00
II. Sachanlagen 46.702.337,39 41.149.759,28
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.230.279,86 3.447.729,83
2. technische Anlagen und Maschinen 39.594.065,46 35.374.875,46
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 234.905,00 267.272,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 643.087,07 2.059.881,99
III. Finanzanlagen 764.217,93 647.548,12
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 127.428,63 127.428,63
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 150.000,00 151.437,50
3. Beteiligungen 372.189,00 273.750,00
4. sonstige Ausleihungen 98.900,30 79.231,99
5. Genossenschaftsanteile 15.700,00 15.700,00
B. Umlaufvermögen 7.151.557,85 6.458.703,62
I. Vorräte 547.501,59 1.383.765,21
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 210.281,39 147.458,87
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 142.005,00 1.198.075,02
3. fertige Erzeugnisse und Waren 195.215,20 38.231,32
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.695.049,54 3.511.902,89
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.487.355,97 3.037.902,44
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 203.490,00 0,00
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.571.266,17 24.274,06
4. sonstige Vermögensgegenstände 432.937,40 449.726,39
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.909.006,72 1.563.035,52
C. Rechnungsabgrenzungsposten 253.914,23 405.431,44
Bilanzsumme, Summe Aktiva 54.921.666,40 48.757.345,46
A. Eigenkapital 13.271.920,23 13.218.422,87
I. gezeichnetes Kapital 7.173.000,00 7.165.000,00
II. Kapitalrücklage 5.643.450,00 5.636.250,00
III. Gewinnrücklagen/Ergebnisrücklagen 1.500,00 1.500,00
1. gesetzliche Rücklage 1.500,00 1.500,00
IV. Bilanzgewinn 453.970,23 415.672,87
B. Sonstige Sonderposten 4.114.154,04 4.030.106,52
I. steuerlicher Ausgleichsposten 1.854.572,80 15.200,00
C. Rückstellungen 388.611,90 179.301,13
1. Steuerrückstellungen 69.428,67 13.799,40
2. sonstige Rückstellungen 319.183,23 165.501,73
D. Verbindlichkeiten 34.832.276,30 30.899.118,91
1. Anleihen 8.820.000,00 7.492.000,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 23.220.585,82 22.019.934,65
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.985.059,54 902.021,86
4. sonstige Verbindlichkeiten 806.630,94 485.162,40
davon aus Steuern 149.808,83 123.565,51
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 309.282,05 72.286,43
E. Rechnungsabgrenzungsposten 22.142,66 33.654,06
F. Passive latente Steuern 437.988,47 381.541,97
Bilanzsumme, Summe Passiva 54.921.666,40 48.757.345,46
Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für kleine Kapitalgesellschaften sowie unter Beachtung des Gesetzes betreffend die Aktiengesellschaften aufgestellt worden.
Soweit ein Wahlrecht hinsichtlich der Angaben in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung einerseits oder dem Anhang andererseits besteht, wurde dieses Wahlrecht aus Gründen der Übersichtlichkeit grundsätzlich zu Gunsten der Angaben im Anhang ausgeübt.
Die Bilanzierungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich unverändert geblieben.
Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Transaktionstag erfasst. Am Bilanzstichtag ausgewiesene, auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit Laufzeiten von einem Jahr oder weniger werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet (§ 256a HGB). Bei Vermögensgegenständen mit Laufzeiten von mehr als einem Jahr nach dem Abschlussstichtag erfolgt die Bewertung mit dem niedrigeren Kurs am Abschlussstichtag sowie bei den Verbindlichkeiten mit dem höheren Kurs am Abschlussstichtag.
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Als Nutzungsdauer wird bei Software drei Jahre zugrunde gelegt. Erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden über 5 Jahre abgeschrieben.
Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- oder Herstellungs-kosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Abschreibungen erfolgen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Soweit in Vorjahren Abschreibungen auf steuerrechtlich niedrigere Werte vorgenommen wurden, werden diese gemäß Art. 67 Abs. 4 EGHGB beibehalten.
Die Anteile an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind zu Anschaffungskosten bewertet. Die Beteiligung an der solarcomplex GmbH & Co. KG Wasserkraft sowie an der solarcomplex GmbH & Co. KG Rickelshausen werden mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.
Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen werden zum Nennwert angesetzt.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.
Fertige und unfertige Erzeugnisse werden zu durchschnittlichen Herstellungskosten angesetzt. Diese umfassen neben dem Fertigungsmaterial, den Fertigungslöhnen und den Abschreibungen die aktivierungspflichtigen Material- und Fertigungsgemeinkosten.
Für Bestandsrisiken werden ausreichende Abschläge gebildet. Die Bewertung der Vorräte erfolgt verlustfrei.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken mit dem Nennbetrag oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
Flüssige Mittel werden zum Nominalbetrag bewertet.
Der Posten enthält Disagien aus aufgenommenen Bankdarlehen von EUR 125.841,98.
IV. SONDERPOSTEN FÜR ZUWENDUNGEN
Soweit die Gesellschaft Zuwendungen zur Investitionsförderung erhält, werden diese in einen gesonderten Passivposten nach § 265 Abs. 5 Satz 2 HGB eingestellt und über die Laufzeit der geförderten Maßnahme erfolgswirksam aufgelöst. Investitionszuschüsse werden dabei nach der Nutzungsdauer der geförderten Anlage, Tilgungszuschüsse über die Kreditlaufzeit planmäßig aufgelöst.
Die Rückstellungen (Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen) werden mit den Erfüllungsbeträgen so bemessen, dass sie nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen Rechnung tragen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB).
Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB) passiviert.
VII. Latente Steuern
Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gem. § 274 HGB. Die sich ergebenden Steuerbe- und Steuerentlastungen werden verrechnet angesetzt.
C.Angaben zu den Posten der Bilanz
I.Angaben zur Aktivseite
Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen belaufen sich auf T€ 150. Ferner bestehen Forderungen in Höhe von T€ 203 sowie Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von T€ 1.500.
II. Angaben zur Passivseite
Die Verbindlichkeiten über 5 Jahre betragen MIO EURO 13.
I. Angaben zu den Organen der Gesellschaft
Zu Vorständen waren während des gesamten Geschäftsjahres bestellt:
Achim Achatz, Architekt, 78224 Singen
Bebe Müller, Kaufmann, 78239 Rielasingen
Gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterbleibt die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer.
Der Aufsichtsrat wurde von der Hauptversammlung am 28.Juli 2010 wiedergewählt. Seine Amtszeit endet mit Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2014 beschließt. Der Aufsichtsrat besteht aus den drei Mitgliedern:
1.Aufsichtsrats-Vorsitzender:
Florian Armbruster, Werbeschaffender, 78464 Konstanz
2.stellvertretender Aufsichtsrats-Vorsitzender:
Ben Nägele, Architekt, 78224 Singen
3.Dr.Hansjörg Reichert, Steuerberater-Rechtsanwalt, 78224 Singen
II. Angaben über Beteiligungen an anderen Unternehmen
Die Gesellschaft ist als Kommanditistin an den nachfolgenden Kommanditgesellschaften sowie als Gesellschafterin an nachfolgender GmbH beteiligt. Unternehmensgegenstand ist jeweils die Erzeugung von Strom und / oder Wärme :
Name und Sitz Anteil am Kapital Eigenkapital Ergebnis 2014 (EUR)
solarcomplex GmbH & Co. KG Biogas Hof Schönbuch, Singen 13,56% 294.549,74 6.090,48
solarcomplex GmbH & Co. KG Wasserkraft Musikinsel, Singen 13,57% 144.319,72 6.099,34
solarcomplex GmbH & Co. KG Solarpark Rickelshausen, Singen 26,27% 492.059,43 7.392,82
Bioenergie Grosselfingen GmbH, Radolfzell
487.604,28
23.599,63
Solarcomplex gmbH & Co. KG Solar + Windkraft I, Singen
631.674,51
2.819,31
III. Sonstige Pflichtangaben
Die Gesellschaft tätigt ausschließlich Geschäfte zu marktüblichen Konditionen.
Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 38 Arbeitnehmer beschäftigt. Es handelt sich ausschließlich um Angestellte. Die Auszubildenden und Praktikanten wurden nicht berücksichtigt ( § 285 Nr.7 HGB ).
Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 14.04.2015.
Gezeichnet der Vorstand:
Achim Achatz, Bene Müller
Der nachfolgend wiedergegebene Bestätigungsvermerk wurde zu dem vollständigen Jahresabschluss erteilt und bezieht sich deshalb nicht auf den vorstehend verkürzt offen gelegten Jahresabschluss.
Wir haben den Jahresabschluss -bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang -unter Einbeziehung der Buchführung der solarcomplex AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung des Jahresabschlusses nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung und Jahresabschluss überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft.
Den vorstehenden Prüfungsbericht erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen ( IDW PS 450 ).
Bad Homburg v.d. Höhe, den 22. April 2015
Petra Fischbeck-Lohr Dr. Christian Gans
Wirtschaftsprüferin Wirtschaftsprüfer
Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am 14.4.2015.

References: Art. 67
 § 265
 § 274
 § 286
 § 285
 § 317