Source: http://www.buzer.de/gesetz/9545/v211803-2018-05-24.htm
Timestamp: 2019-05-20 07:43:56+00:00

Document:
Änderungen FeV vom 24.05.2018 durch Artikel 1 der Dritte Verordnung zur Änderung der Fahrerlaubnis-Verordnung
Sie sind hier: Start > Inhaltsverzeichnis FeV > alle Fassungen > Gesamtsynopse 24.05.2018
Synopse aller Änderungen der FeV am 24.05.2018
Diese Gegenüberstellung vergleicht die jeweils alte Fassung (linke Spalte) mit der neuen Fassung (rechte Spalte) aller am 24. Mai 2018 durch Artikel 1 der 3. FeVÄndV geänderten Einzelnormen. Synopsen für andere Änderungstermine finden Sie in der Änderungshistorie der FeV.
FeV a.F. (alte Fassung)
in der vor dem 24.05.2018 geltenden Fassung
FeV n.F. (neue Fassung)
in der am 24.05.2018 geltenden Fassung
durch Artikel 1 V. v. 03.05.2018 BGBl. I S. 566
(6) 1 Fahrerlaubnisse, die bis zum Ablauf des 23. August 2017 erteilt worden sind (Fahrerlaubnisse alten Rechts) bleiben im Umfang der bisherigen Berechtigungen, wie er sich aus der Anlage 3 ergibt, bestehen und erstrecken sich vorbehaltlich der Bestimmungen in § 76 auf den Umfang der ab dem 24. August 2017 geltenden Fahrerlaubnisse nach Absatz 1. 2 Satz 1 gilt für Fahrerlaubnisse im Sinne des Absatzes 3a, die ab dem 19. Januar 2013 und bis zum Ablauf des 27. Dezember 2016 erteilt worden sind, entsprechend. 3 Auf Antrag wird Inhabern von Fahrerlaubnissen alten Rechts ein neuer Führerschein mit Umstellung auf die neuen Fahrerlaubnisklassen entsprechend Satz 1 ausgefertigt.
9. einer vollziehbaren Auflage nach § 10 Absatz 1 Nummer 5, 7, 8 und 9, § 23 Absatz 2 Satz 1, § 28 Absatz 1 Satz 2 § 29 Absatz 1 Satz 6, § 46 Absatz 2, § 48a Absatz 2 Satz 1 oder § 74 Absatz 3 zuwiderhandelt,
13. entgegen § 48a Absatz 3 Satz 2 die Prüfungsbescheinigung nicht mitführt oder aushändigt.
1 Die bestehenden Anerkennungen von Begutachtungsstellen für Fahreignung nach § 66 und Kursen zur Wiederherstellung der Kraftfahreignung nach § 70 müssen bis zum Ablauf des 31. Dezember 2018 den geänderten Vorschriften angepasst werden. 2 Bis zu diesem Zeitpunkt ist der Anerkennungsbehörde ein Gutachten der Bundesanstalt vorzulegen, dass die ab dem 1. Mai 2014 geltenden Anforderungen gemäß der Anlage 14 Absatz 2 Nummer 8 und der Anlage 15 Absatz 2 Nummer 7 erfüllt werden.
| | Eignung oder
bedingte Eignung | Beschränkungen/Auflagen
| Krankheiten, Mängel | Klassen A, A1, A2,
B, BE, AM, L, T | Klassen C, C1,
DE, D1E, FzF | Klassen A, A1, A2,
1. | Mangelndes Sehvermögen
siehe Anlage 6 | | | |
2. | hochgradige Schwerhörig-
ein- oder beidseitig | ja,
vorliegen | ja,
vorliegen | - | Fachärztliche
3. | Bewegungsbehinderungen | ja | ja | ggf. Beschränkung auf bestimmte
4. | Herz- und Gefäßkrank-
heiten *) | | | |
4.1 | Herzrhythmusstörungen mit
keit | nein | nein | - | -
| - nach erfolgreicher Be-
macher | ja | ausnahmsweise
ja | regelmäßige
Kontrollen | regelmäßige
heiten | | | |
4.1.1 | Herzrhythmusstörungen mit
4.1.2 | - nach erfolgreicher Be-
macher | ja,
Untersuchung | ja,
Untersuchung | Kontrollen gemäß
leitlinien | Kontrollen gemäß
4.2 | Hypertonie
(zu hoher Blutdruck) | | | |
4.2.1 | Erhöhter Blutdruck mit
und/oder Sehstörungen | nein | nein | - | -
4.2.2 | Blutdruckwerte
> 110 mmHg diastolisch | In der Regel
ja | Einzelfall-
entscheidung | Nach-
untersuchungen | Nach-
≥ 180 mmHg systolisch
und/oder ≥ 110 mmHg
diastolisch | in der Regel
Untersuchung | Einzelfall-
Untersuchung | regelmäßige
4.3 | Hypotonie
(zu niedriger Blutdruck) | | | |
4.3.1 | In der Regel kein Krank-
heitswert | ja | ja | - | -
4.3.2 | Selteneres Auftreten von
anfallsartigen
Bewusstseinsstörungen | ja
stabilisiert sind | ja
stabilisiert sind | - | -
4.4 | Akutes Koronarsyndrom
- EF > 35 Prozent | ja
Verlauf | Fahreignung
gegeben sein | Kardiologische
Untersuchung | Kardiologische
- EF ≤ 35 Prozent oder
Herzinfarktes | Fahreignung
gegeben sein | In der Regel
nein | Kardiologische
4.5 | Herzleistungsschwäche
sonstige Ursachen | | | regelmäßige
Kontrolle, Nach-
in individuell zu
beschränkungen | jährlich
körperliche Limitation) | ja | ja, wenn
EF > 35 Prozent | jährlich
fähigkeit) | ja | ja, wenn
EF > 35 Prozent |
körperlicher Belastung) | ja
(wenn stabil) | nein |
| NYHA IV
(Beschwerden in Ruhe) | nein | nein | |
4.6 | Periphere arterielle
Verschlusskrankheit | | | | Kardiologische
- bei Ruheschmerz | nein | nein | |
- nach Intervention | Fahreignung
nach 24 Stunden | Fahreignung
Woche | |
- nach Operation | Fahreignung
Woche | Fahreignung
Wochen | |
asymptomatisch | Keine
Einschränkung | Keine Ein-
schränkung bei
> 5,5 cm. | |
(Herzinfarkt) | | | |
4.4.1 | EF > 35% | ja,
losem Verlauf,
Untersuchung | Fahreignung
nach dem Ereig-
nis gegeben sein,
Untersuchung | - | -
4.4.2 | EF ≤ 35% oder akute
insuffizienz im Rahmen
eines akuten Herzinfarktes | Fahreignung
kann vier Wochen
Untersuchung | in der Regel
oder sonstige Ursachen | | | |
4.5.1 | NYHA I (Herzerkrankung
ohne körperliche Limitation) | ja,
wenn EF > 35%,
Untersuchung | - | jährlich
4.5.2 | NYHA II (leichte Einschrän-
kung der körperlichen
Leistungsfähigkeit) | ja,
4.5.3 | NYHA III (Beschwerden
bei geringer körperlicher
Belastung) | ja
Untersuchung | nein | - | -
4.5.4 | NYHA IV (Beschwerden
in Ruhe) | nein | nein | - | -
Verschlusskrankheit | | | |
4.6.1 | - bei Ruheschmerz | nein | nein | - | -
4.6.2 | - nach Intervention | Fahreignung
(internistische/
chirurgische)
4.6.3 | - nach Operation | Fahreignung
nach einer Woche | Fahreignung
4.6.4 | Aortenaneurysma
- asymptomatisch | keine
Untersuchung | keine
Aortendurch-
messer > 5,5 cm,
des Aneurysma-
durchmessers | - | -
4.6.5 | Aortenaneurysma
- nach erfolgreicher
Operation/Intervention | Fahreignung
nach dem Eingriff,
Untersuchung | - | Kontrollen
5. | Diabetes mellitus
(Zuckerkrankheit) | | | |
5.1 | Neigung zu schweren
Stoffwechselentgleisungen | nein | nein | - | -
5.2 | bei erstmaliger Stoff-
neuer Einstellung | ja
nach Einstellung | ja
nach Einstellung | - | -
5.3 | bei ausgeglichener
glykämierisiko | ja | ja,
3 Monate | - | fachärztliche
5.4 | bei medikamentöser
(z. B. Insulin) | ja,
wahrnehmung | ja,
wahrnehmung | - | fachärztliche
5.5 | bei Komplikationen siehe
auch Nummer 1, 4, 6 und 10 | | | |
wechselentgleisung
oder neuer Einstellung | ja,
nach Einstellung | ja,
5.3 | Bei ausgeglichener Stoff-
wechsellage unter Therapie
mit niedrigem Hypoglykämie-
risiko | ja | ja,
über drei Monate | - | regelmäßige
Therapie mit hohem Hypo-
glykämierisiko (z. B. Insulin) | ja,
und ungestörter
5.5 | Wiederholt auftretende
schwere Hypoglykämien im
Wachzustand | für die Dauer
letzten Ereignis
Eine stabile Stoff-
wechsellage und
eine ungestörte
sind sicher-
Begutachtung | Keine wiederholt
schwere Hypo-
bis zur Wieder-
Begutachtung | regelmäßige
5.6 | Bei Komplikationen siehe
auch Nummer 1, 4, 6, 10 | | | |
6. | Krankheiten des
Nervensystems | | | |
6.1 | Erkrankungen und Folgen
Rückenmarks | ja
Symptomatik | nein | bei fort-
untersuchungen | -
6.2 | Erkrankungen der neuro-
muskulären Peripherie | ja
6.3 | Parkinsonsche Krankheit | ja
Therapie | nein | Nachuntersuchungen
vier Jahren | -
6.4 | Kreislaufabhängige
Störungen der Hirntätigkeit | ja
fallgefahr | nein | Nach-
6.5 | Zustände nach Hirnver-
Hirnschäden | | | |
6.5.1 | Schädelhirnverletzungen
Substanzschäden | ja
drei Monaten | ja
drei Monaten | bei Rezidivgefahr
untersuchung | bei Rezidivgefahr
6.5.2 | Substanzschäden durch
tionen | ja
änderungen | ja
änderungen | bei Rezidivgefahr
6.5.3 | Angeborene oder
siehe Nummer 6.5.2 | | | |
6.6 | Epilepsie | ausnahmsweise ja,
z. B. ein Jahr anfallsfrei | ausnahmsweise ja,
frei ohne Therapie | Nach-
7. | Psychische
(geistige) Störungen | | | |
7.1 | Organische Psychosen | | | |
7.1.1 | akut | nein | nein | - | -
7.1.2 | nach Abklingen | ja
tome und kein 7.2 | ja
tome und kein 7.2 | in der Regel
7.2 | chronische hirnorganische
Psychosyndrome | | | |
7.2.1 | leicht | ja
und Schwere | ausnahmsweise ja | Nach-
untersuchung | Nach-
7.2.2 | schwer | nein | nein | - | -
7.3 | schwere Altersdemenz
prozesse | nein | nein | - | -
7.4 | schwere Intelligenz-
Behinderung | | | |
7.4.1 | leicht | ja
störung | ja
störung | - | -
7.4.2 | schwer | ausnahmsweise
vermögens) | ausnahmsweise
vermögens) | - | -
7.5 | Affektive Psychosen | | | |
7.5.1 | bei allen Manien und sehr
schweren Depressionen | nein | nein | - | -
7.5.2 | nach Abklingen der
sehr schweren Depression | ja
Behandlung | ja
freiheit | regelmäßige
7.5.3 | bei mehreren manischen
kurzen Intervallen | nein | nein | - | -
7.5.4 | nach Abklingen der Phasen | ja
werden muss | nein | regelmäßige
Kontrollen | -
7.6 | Schizophrene Psychosen | | | |
7.6.1 | akut | nein | nein | - | -
7.6.2 | nach Ablauf | ja
trächtigen | ausnahmsweise
gen Umständen | - | -
7.6.3 | bei mehreren psychotischen
Episoden | ja | ausnahmsweise
gen Umständen | regelmäßige
8. | Alkohol | | | |
8.1 | Missbrauch
werden.) | nein | nein | - | -
8.2 | nach Beendigung des
Missbrauchs | ja
gefestigt ist | ja
gefestigt ist | - | -
8.3 | Abhängigkeit | nein | nein | - | -
8.4 | nach Abhängigkeit
(Entwöhnungsbehandlung) | ja
nachgewiesen ist | ja
nachgewiesen ist | - | -
9. | Betäubungsmittel, andere
Stoffe und Arzneimittel | | | |
9.1 | Einnahme von Betäubungs-
(ausgenommen Cannabis) | nein | nein | - | -
9.2 | Einnahme von Cannabis | | | |
9.2.1 | Regelmäßige Einnahme
von Cannabis | nein | nein | - | -
9.2.2 | Gelegentliche Einnahme
von Cannabis | ja
verlust | ja
verlust | - | -
9.3 | Abhängigkeit von Betäu-
aktiv wirkenden Stoffen | nein | nein | - | -
9.4 | missbräuchliche Einnahme
wirkenden Stoffen | nein | nein | - | -
9.5 | nach Entgiftung und
Entwöhnung | ja
Abstinenz | ja
Abstinenz | regelmäßige
9.6 | Dauerbehandlung
mit Arzneimitteln | | | |
9.6.1 | Vergiftung | nein | nein | - | -
9.6.2 | Beeinträchtigung der
unter das erforderliche Maß | nein | nein | - | -
10. | Nierenerkrankungen | | | |
10.1 | schwere Niereninsuffizienz
trächtigung | nein | nein | - | -
10.2 | Niereninsuffizienz
in Dialysebehandlung | ja
krankungen | ausnahmsweise ja | ständige ärztliche
suchung | ständige ärztliche
10.3 | erfolgreiche Nierentrans-
Nierenfunktion | ja | ja | ärztliche Betreu-
untersuchung | ärztliche Betreu-
10.4 | bei Komplikationen oder
auch Nummer 1, 4 und 5 | | | |
11. | Verschiedenes | | | |
11.1 | Organtransplantation
betroffenen Organen | | | |
11.2 | Tagesschläfrigkeit | | | |
11.2.1 | Messbare auffällige
Tagesschläfrigkeit | nein | nein | |
11.2.2 | Nach Behandlung | ja
mehr vorliegt | ja
mehr vorliegt | ärztliche
Kontrollen | ärztliche
11.2.3 | obstruktives Schlafapnoe
mind. 30 pro Stunde) | ja
drei Jahren | ärztliche
11.3 | Schwere Lungen- und
Dynamik | nein | nein | |
11.4 | Störung des Gleich-
gewichtssinnes | in der Regel
nein | in der Regel
nein | im Einzelfall
eignung | im Einzelfall
*) Anm. d. Red.: Abweichend von Artikel 1 Nr. 23 Buchstabe a V. v. 21. Dezember 2016 (BGBl. I S. 3083) wurde die Titelzeile zu Nummer 4 hier beibehalten.
← frühere Fassung von Anlage 4a
aktuelle Fassung Anlage 4a zeigen
Grundlage für die Beurteilung der Eignung zum Führen von Kraftfahrzeugen sind die Begutachtungs-Leitlinien für Kraftfahreignung vom 27. Januar 2014 (VkBl. S. 110) in der Fassung vom 31. März 2017 (VkBl. S. 226).
b) Gegenstand der Untersuchung sind nicht die gesamte Persönlichkeit des Betroffenen, sondern nur solche Eigenschaften, Fähigkeiten und Verhaltensweisen, die für die Kraftfahreignung von Bedeutung sind (Relevanz zur Kraftfahreignung).
c) Die Untersuchung darf nur nach anerkannten wissenschaftlichen Grundsätzen vorgenommen werden.
d) Vor der Untersuchung hat der Gutachter den Betroffenen über Gegenstand und Zweck der Untersuchung aufzuklären.
e) Über die Untersuchung sind Aufzeichnungen anzufertigen.
f) In den Fällen der §§ 13 und 14 ist Gegenstand der Untersuchung auch das voraussichtliche künftige Verhalten des Betroffenen, insbesondere ob zu erwarten ist, dass er nicht oder nicht mehr ein Kraftfahrzeug unter Einfluss von Alkohol oder Betäubungsmitteln oder Arzneimitteln führen wird. Hat Abhängigkeit von Alkohol oder Betäubungsmitteln oder Arzneimitteln vorgelegen, muss sich die Untersuchung darauf erstrecken, dass eine stabile Abstinenz besteht. Bei Alkoholmissbrauch, ohne dass Abhängigkeit vorhanden war oder ist, muss sich die Untersuchung darauf erstrecken, ob der Betroffene den Konsum von Alkohol einerseits und das Führen von Kraftfahrzeugen im Straßenverkehr andererseits zuverlässig voneinander trennen kann. Dem Betroffenen kann die Fahrerlaubnis nur dann erteilt werden, wenn sich bei ihm ein grundlegender Wandel in seiner Einstellung zum Führen von Kraftfahrzeugen unter Einfluss von Alkohol oder Betäubungsmitteln oder Arzneimitteln vollzogen hat. Es müssen zum Zeitpunkt der Erteilung der Fahrerlaubnis Bedingungen vorhanden sein, die einen Rückfall als unwahrscheinlich erscheinen lassen. Das Gutachten kann auch geeignete Kurse zur Wiederherstellung der Kraftfahreignung empfehlen. Die Empfehlung darf nur gegenüber Personen erfolgen, die zum Zeitpunkt der Begutachtung nicht Inhaber einer Fahrerlaubnis sind.
g) In den Fällen des § 2a Absatz 4 Satz 1 und Absatz 5 Satz 5 oder des § 4 Absatz 10 Satz 4 des Straßenverkehrsgesetzes oder des § 11 Absatz 3 Nummer 4 bis 9 dieser Verordnung ist Gegenstand der Untersuchung auch die Erwartung an das voraussichtliche künftige Verhalten des Betroffenen, dass er nicht mehr erheblich oder wiederholt gegen verkehrsrechtliche Bestimmungen oder gegen Strafgesetze verstoßen wird. Es sind die Bestimmungen von Buchstabe f Satz 4 bis 6 entsprechend anzuwenden.
a) Das Gutachten muss in allgemeinverständlicher Sprache abgefasst sowie nachvollziehbar und nachprüfbar sein. Die Nachvollziehbarkeit betrifft die logische Ordnung (Schlüssigkeit) des Gutachtens. Sie erfordert die Wiedergabe aller wesentlichen Befunde und die Darstellung der zur Beurteilung führenden Schlussfolgerungen. Die Nachprüfbarkeit betrifft die Wissenschaftlichkeit der Begutachtung. Sie erfordert, dass die Untersuchungsverfahren, die zu den Befunden geführt haben, angegeben und, soweit die Schlussfolgerungen auf Forschungsergebnisse gestützt sind, die Quellen genannt werden. Das Gutachten braucht aber nicht im Einzelnen die wissenschaftlichen Grundlagen für die Erhebung und Interpretation der Befunde wiederzugeben.
b) Das Gutachten muss in allen wesentlichen Punkten insbesondere im Hinblick auf die gestellten Fragen (§ 11 Absatz 6) vollständig sein. Der Umfang eines Gutachtens richtet sich nach der Befundlage. Bei eindeutiger Befundlage wird das Gutachten knapper, bei komplizierter Befundlage ausführlicher erstattet.
c) Im Gutachten muss dargestellt und unterschieden werden zwischen der Vorgeschichte und dem gegenwärtigen Befund.
3. Bei Abgabe einer Urinabgabe können als Alternative zur Sichtkontrolle auch dem Stand der Wissenschaft und Technik entsprechende Verfahren zur eindeutigen Zuordnung des Urins zu der zu untersuchenden Person verwendet werden.
4. Die medizinisch-psychologische Untersuchung kann unter Hinzuziehung eines beeidigten oder öffentlich bestellten und vereidigten Dolmetschers oder Übersetzers, der von der Begutachtungsstelle für Fahreignung bestellt wird, durchgeführt werden. Die Kosten trägt die zu untersuchende Person.
a) mit Unternehmen oder sonstigen Institutionen vertraglich verbunden ist, die
aa) Personen hinsichtlich der typischen Fragestellungen in der Begutachtung von Begutachtungsstellen für Fahreignung im Sinne des § 66 zur Klärung von Zweifeln an der Kraftfahreignung in Gruppen oder einzeln beraten, behandeln, betreuen oder auf die Begutachtung vorbereiten oder
bb) Kurse zur Wiederherstellung der Kraftfahreignung anbieten, oder
b) solche Maßnahmen in eigener Person anbietet,
6. Befunde, die bei der Fahreignungsbegutachtung berücksichtigt werden, müssen folgende Anforderungen erfüllen:
a) beigestellte Befunde müssen im Original vorliegen und vom Aussteller unterzeichnet sein;
b) soweit für die Feststellung der Eignung die Vorlage von Abstinenzbelegen erforderlich ist, dürfen hierfür ausschließlich Belege von Stellen anerkannt werden, in denen die nach Stand der Wissenschaft und Technik erforderlichen Rahmenbedingungen der Abstinenzkontrolle wie Terminvergabe, Identitätskontrolle und Probenentnahme gewährleistet sind; dies kann angenommen werden, wenn die Befunderhebung und Befundauswertung verantwortlich von
aa) einem Facharzt mit verkehrsmedizinischer Qualifikation, der nicht zugleich der den Betroffenen behandelnde Arzt sein darf,
bb) einem Arzt des Gesundheitsamtes oder anderen Arzt der öffentlichen Verwaltung,
cc) einem Arzt mit der Gebietsbezeichnung „Facharzt für Rechtsmedizin",
dd) einem Arzt mit der Gebietsbezeichnung „Arbeitsmedizin" oder der Zusatzbezeichnung „Betriebsmedizin",
ee) einem Arzt in einer Begutachtungsstelle für Fahreignung,
ff) einem Arzt/Toxikologen in einem für forensisch-toxikologische Zwecke akkreditierten Labor
e) Reaktionsfähigkeit
Die Eignung der zur Untersuchung dieser Merkmale eingesetzten psychologischen Testverfahren muss bis zum Ablauf des 31.12.2018 von einer unabhängigen Stelle für die Bestätigung der Eignung der eingesetzten psychologischen Testverfahren und -geräten nach § 71a bestätigt worden sein; die eingesetzten psychologischen Testverfahren sind im Gutachten zu benennen. Der Nachweis über die Erfüllung der Anforderungen nach Satz 1 ist unter Beachtung der Grundsätze nach Anlage 4a durch Beibringung eines betriebs- oder arbeitsmedizinischen Gutachtens nach § 11 Absatz 2 Satz 3 Nummer 3 oder eines Gutachtens einer amtlich anerkannten Begutachtungsstelle für Fahreignung zu führen
- von Bewerbern um die Erteilung einer Fahrerlaubnis der Klassen D, D1, DE, D1E und der Fahrerlaubnis zur Fahrgastbeförderung,
Link zu dieser Seite: https://www.buzer.de/gesetz/9545/v211803-2018-05-24.htm

References: § 76
 § 10
 § 23
 § 28
 § 29
 § 46
 § 48
 § 74
 § 48
 § 66
 § 70
 § 2
 § 4
 § 11
 § 66
 § 71
 § 11