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Timestamp: 2018-12-17 03:23:18+00:00

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Pflegegeld-Richtlinien des Kantons St.Gallen - PDF
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1 Pflegegeld-Richtlinien des Kantons St.Gallen zur Bemessung von Pflegegeldern für Kinder und Jugendliche in privaten Pflegefamilien In Anwendung von Art. 3 Abs. 2 Bst. b der eidgenössischen Verordnung über die Aufnahme von Kindern zur Pflege und zur Adoption (PAVO) vom 19. Oktober 1977 (Stand am 1. Januar 2008) und Art. 3 der st.gallischen Pflegekinderverordnung (PKV) vom 28. Februar 1978 erlassen vom Departement des Innern gültig ab 1. Januar 2010
2 Kindeswohl Ein Kind, das nicht bei seinen Eltern lebt, hat Anspruch auf einen besonderen Schutz. Mit Blick auf das Kindeswohl ist eine Platzierung in einer tragfähigen Pflegefamilie anzu stre ben, damit eine gute weitere Entwicklung des Kindes gewährleistet ist. Deshalb ist es wichtig, Pflegeeltern zu finden, die über die nötigen per sön lichen, sozialen und erzieherischen Ressourcen zur Betreuung eines Pflegekindes verfügen.
3 Bewilligung Wer Pflegekinder bei sich aufnimmt, bedarf nach Art.4 PAVO (Dauer- und Wochenpflege) und Art.9 PKV (Tagespflege) einer Bewilligung. Diese Bestimmungen gelten auch für Verwandte. Zustän dig für die Bewilligung zur Aufnahme von Pflege kindern in Dauer- und Wochenpflege, die bereits Wohnsitz in der Schweiz haben, und für die Aufsicht über die Pflegefamilien ist die Vormundschaftsbehörde am Wohnsitz der Pflegefamilie. Wer ein Kind unter zwölf Jahren gegen Entgelt regelmässig in Tagespflege aufnimmt, braucht ebenfalls eine Bewilligung der Vormundschaftsbehörde seiner Wohnsitzgemeinde. Pflegearten Pflegegeld Nach Art. 294 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (SR 210; abgekürzt ZGB) haben Pflegeeltern Anspruch auf ein angemessenes Pflegegeld, sofern nichts Abweichen - des vereinbart ist oder sich eindeutig aus den Umständen ergibt. Die Höhe dieses Anspruchs ist unabhängig von der finanziellen Leistungsfähigkeit der Eltern und richtet sich nach dem Bedarf des Pflegekindes. Pflegekinderaufsichtsperson und platzierende Fachpersonen überprüfen jährlich, ob das Pflegegeld dem aktuellen Betreuungsaufwand und den aktuellen Richtlinien entspricht. Sie infor mieren die Eltern oder andere zahlende Instanzen, wenn das Pflegegeld angepasst werden muss. Im Pflegevertrag ist jeweils festzuhalten, wie hoch das Pflegegeld bemessen worden ist. Tagespflege Das Kind wird tagsüber an einzel nen oder mehreren Tagen der Woche in der Tagesfamilie betreut. Wochenpflege Das Kind lebt, mit Ausnahme der arbeitsfreien Tage der Eltern, in der Pflegefamilie. Dauerpflege Das Kind lebt dauernd in der Pflegefamilie. SOS-Platzierung Das Kind befindet sich in einer Notsituation und muss sofort platziert werden. Notfallplatzierungen sind in der Regel auf drei Monate beschränkt, während derer eine sinnvolle, länger fristige Anschlusslösung in tragfähigen Verhältnissen gesucht wird.
4 Pflegegeld-Richtlinien Tagespflege Pauschale pro Tag Alter Ernährung Wohnen, Energie Einrichtung, laufende Haushaltskosten Betreuung Aus- und Weiterbildung Sozialversicherungen 1,426% BU / NBU AHV/ IV/EO 5.05%, ALV 1% Tagesansatz inklusive/exklusive Bildung 0 2 Jahre / Jahre / Jahre / Jahre / Wochenpflege Pauschale für 22 Tage Alter Ernährung Wohnen, Energie Einrichtung, laufende Haushaltskosten Betreuung Aus- und Weiterbildung Sozialversicherungen 1,426% BU / NBU AHV/ IV/EO 5.05%, ALV 1% Total pro Monat Tagesansatz inklusive/exklusive Bildung 0 2 Jahre / Jahre / Jahre / Jahre / Dauerpflege Pauschale für 30 Tage Alter Ernährung Wohnen, Energie Einrichtung, laufende Haushaltskosten Betreuung Aus- und Weiterbildung Sozialversicherungen 1,426% BU / NBU AHV/ IV/EO 5.05%, ALV 1% Total pro Monat Tagesansatz inklusive/exklusive Bildung 0 2 Jahre / Jahre / Jahre / Jahre /
5 Finanzierung Das Pflegegeld muss von den Eltern sichergestellt werden (Unterhaltspflicht nach Art. 276 ZGB). Als weitere Finan - zierungsmöglichkeit kommen Kinderzulagen, Sozial versiche - rungsrenten und ähnliche für den Unterhalt des Kindes bestimmte Leistungen in Frage (vgl. Art.285 Abs.2 ZGB). Wenn diese beiden Finanzierungsmöglichkeiten nicht gegeben sind, wird der Unterhalt eines Kindes ganz oder teilweise über die Sozialhilfe finanziert (vgl. Art. 3 und 9 des Sozialhilfegesetzes [sgs 381.1] und Art.58 des Einführungsgesetzes zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch [sgs 911.1]). Bemessung des Pflegegeldes Damit das Pflegekind am sozialen Leben einer Familie mit mittlerem Lebensstandard teilhaben kann, orientieren sich die Beträge an den Einkommens- und Verbrauchsverhältnissen einer vierköpfigen Ostschweizer Familie in durchschnittlichen materiellen Verhältnissen. Altersstufen der Pflegekinder Da die Unterhaltspflicht der Eltern bis zur Mündigkeit des Kindes dauert (Art.277 ZGB) gelten in diesen Richtlinien Kinder bis 18 Jahre als Pflegekinder. Die Pflegegelder sind für verschiedene Altersstufen fest gesetzt: 0 bis 2 Jahre / 3 bis 6 Jahre / 7 bis 14 Jahre / 15 bis 18 Jahre. Es wird empfohlen, den Wechsel der Altersstufe jeweils auf den Anfang des Monats nach dem dritten, siebten und fünfzehnten Geburtstag vorzunehmen. pauschale In der pauschale inbegriffen sind Aufwendungen der Pflegeeltern für: Spielzeug, Gesellschaftsspiele, Zeitvertreib Sport-, Bastel-, Musik- und andere Kurse Bücher, Schreib- und Zeichenmaterial Unterrichtskosten für Spielgruppen, Kindergarten, Primar- und Sekundarschule Körperpflege, Coiffeur, Toilettenartikel Wegwerfwindeln Separate Verrechnung Separat zu verrechnen, im Voraus (bei Bedarf schriftlich) abzumachen und auf Verlangen zu belegen, sind die Auslagen der Pflegeeltern für: Gesundheitspflege (therapeutische Produkte, medizinische und zahnmedizinische Dienstleistungen) Fahrrad Musikunterricht, Musikinstrument Sportausgaben Ferien mit der Pflegefamilie, Lagerkosten Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel Fahrspesen für Therapien usw. Die Prämien für Krankenkasse und Unfallversicherung werden in der Regel direkt von den Eltern bezahlt.
6 Betreuung Die durchschnittliche Betreuungstaxe für Dauer-, Wochenund Tagespflege ergibt sich aus 5½ Stunden Betreuungszeit pro Tag und einem Stundenansatz von Fr. 5.. Die Taxe für die Betreuung ist kein Lohn, sondern, obwohl Pflegeeltern grundsätzlich hohe Anforderungen erfüllen müssen, lediglich eine Anerken nung für den Einsatz zu Gunsten der Pflegekinder. Der Zeitaufwand für die Betreuung ist bei Kleinkindern im Alter bis zu zwei Jahren am höchsten. Mit zunehmendem Alter nimmt dieser Aufwand stetig ab. In besonderen Einzelfällen kann der Betrag für die Betreuung höher angesetzt werden, wenn: für die Bedürfnisse des Pflegekindes ein ausgewiesener ausserordentlicher Betreu ungsmehraufwand notwendig ist und durch Personen mit spezifischer Ausbildung und Eignung geleistet werden muss (z.b. bei körperlicher oder geistiger Behinderung, Trau ma tisierung, erheblichen durch eine Fachperson diagnostizierten Verhaltensauffälligkeiten); eine entsprechende Kosten gutsprache eingeholt worden ist. Da in vielen Pflegekindersituationen die Kleider direkt von den Eltern der Kinder bezahlt werden, wird im Total des Pflegegeldes die Kleiderpauschale nicht mitberechnet. Sie wird separat aufgeführt. Es empfiehlt sich, die Ab ma chungen betreffend Kleider schriftlich festzuhalten. Tagespflege Die Taxen der Tagespflege beziehen sich auf die Monatspauschale für die Dauerpflege, in welcher die Pflege kosten für 30 Werktage pro Monat enthalten sind. Für die Kategorien Wohnen, Energie sowie Einrichtung und laufende Haus haltskosten ist der Betrag gekürzt worden, weil die Tages pflegekinder bei ihren eigenen Eltern übernachten. In den Taxen für die Tagesbetreuung sind sämtliche Kosten für einen ganzen Betreuungstag inklusive Babynahrung sowie ein Betrag für Aus- und Weiterbildung mit eingeschlossen. Es sind entsprechende Reduktionen vor zunehmen, wenn zeitlich und inhaltlich nicht das ganze Angebot geleistet wird. SOS-Platzierung Die Aufnahme von Kindern in Notsituationen stellt besondere Anforderungen an die Pflegeeltern. Diese Betreu ungs form setzt eine professionelle oder semiprofes sionel le Privatfamilie voraus. Bei Notfallplatzierungen kommt, mit Aus nahme der Betreuungstaxe und der Kategorie Aus- und Weiterbildung, die Bemessung für die Dauerpflege zur Anwendung. Die Höhe des Betreu ungs betrages richtet sich nach dem effektiven Betreuungsaufwand, der sich aus den Bedürfnissen des Pflege kindes ergibt. Welcher Betrag für Ausund Weiterbildung verrechnet werden kann, muss mit den abgebenden Eltern und der zuständigen Sozialhilfestelle im Voraus vereinbart werden. Mögliche Kriterien, die bei der Festsetzung des Betreu ungsbetrages in Betracht gezogen werden können, sind: die Pflegeplatzabklärung ist durch eine Fachstelle erfolgt; die Pflegefamilie ist einem Verbundsystem mit einer Trägerschaft angeschlossen, das von einer Fachstelle, ebenfalls mit einer Träger schaft, koordiniert und geleitet wird; der SOS-Pflegeplatz ist über eine Fachstelle mit einer Träger schaft vermittelt worden; diese Fachstelle begleitet und berät die Pflegefamilie; die Pflegeeltern verfügen über die nötigen persönlichen, sozialen und fachlichen Ressourcen zur SOS-Betreuung; die Trägerschaften überprüfen die Professionalität ihrer Fach stelle und des Verbundsystems. Sozialversicherungsbeiträge In einer Wegleitung des Bundesamtes für Sozialversicherungen sind Bestimmungen betreffend massgebendes Einkommen von Pflegeeltern enthalten. Folgende Regelungen sind für die Sozialversicherungsbeiträge zu beachten: Selbständiges Erwerbseinkommen liegt vor, wenn die leiblichen Eltern mit den Pflegeeltern direkt einen Pflege vertrag eingehen und das Pflegegeld selbst bezahlen. Unselbständiges Erwerbseinkommen ist gegeben, wenn der Pflegevertrag zwischen der Vormundschaftsbehörde und den Pflegeeltern eingegangen wird. Unselbständiges Erwerbseinkommen ist ebenfalls gegeben, wenn der Pflegevertrag wohl zwischen den leiblichen Eltern und den Pflegeeltern abgeschlossen wurde, die Vormundschaftsbehörde das vereinbarte Pflegeverhältnis jedoch in einer Weise begleitet, das über die gesetzliche Aufsichtspflicht hinausgeht oder aber die Vormundschafts behörde die Pflegegelder direkt an die Pflegeeltern auszahlt. Pflegeeltern, die im Auftrag einer Organisation (z.b. Tageseltern verein) tätig sind, gelten als Arbeitnehmende der Orga ni sation. Bei den Unselbständigerwerbenden rechnet die Vormundschaftsbehörde oder die Vermittlungsorganisation die Sozialversicherungsbeiträge direkt mit den entsprechenden Sozialversicherungen ab.
7 Departement des Innern des Kantons St.Gallen Amt für Soziales Spisergasse St.Gallen Tel Fax
Empfohlene Ansätze zur Bemessung des Pflegegeldes für Pflegefamilien. Betreuung sind die gesetzlichen Sozialversicherungsbeiträge
Departement für Justiz und Sicherheit Generalsekretariat Richtlinien des Departementes für Justiz und Sicherheit zur Bemessung des Pflegegeldes für Kinder und Jugendliche in privaten Pflege- und Tagesfamilien
(Name, Vorname, Adresse, Telefon) (Funktion, Name, Vorname, Adresse, Telefon) (Bezeichnung der Behörde, Adresse, Telefon)
Pflegevertrag V1.5.2016 Zwischen den Eltern (als Inhaber der elterlichen Sorge mit Aufenthaltsbestimmungsrecht) oder der gesetzlichen Vertretung des Kindes (nach Aufhebung der elterlichen Sorge oder Aufenthaltsbestimmungsrecht)
Anleitung Betreuungsvertrag 1. 1 Vertragsparteien. Kanton St.Gallen Departement des Innern. Amt für Soziales
Kanton St.Gallen Departement des Innern Amt für Soziales Anleitung Betreuungsvertrag 1 Das Amt für Soziales fördert in Zusammenarbeit mit den politischen Gemeinden sowie den Kindes- und Erwachsenenschutzbehörden
Kanton St.Gallen Departement des Innern Amt für Soziales Jahreserhebung Pflegefamilien 2016 Das Amt für Soziales hat die Aufgabe, die Eignung von Pflegeeltern abzuklären und die Pflegefamilien zu beaufsichtigen.
Verordnung über Beiträge an die Betreuung von Kindern und Jugendlichen in Heimen und Pflegefamilien (Kinderbetreuungsverordnung, VKB)
Verordnung über Beiträge an die Betreuung von Kindern und Jugendlichen in Heimen und Pflegefamilien (Kinderbetreuungsverordnung, VKB) Vom 5. November 008 Der Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt, gestützt
Pflegevertrag. Name des Kindes: Geburtsdatum: Konfession: Wohnsitz: zwischen
Pflegevertrag Name des Kindes: Geburtsdatum: Konfession: Wohnsitz: zwischen Eltern mit Sorge- und Obhutrecht Vormundschaftsbehörde Vormundin / Vormund Eltern bzw. InhaberIn elterliche Sorge Name / Vorname

References: Art. 3
 Art. 3
 Art.4
 Art.9
 Art. 294
 Art. 276
 Art.285
 Art. 3
 Art.58