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Timestamp: 2019-07-23 23:46:43+00:00

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BGH, 10.12.1996 - VI ZR 14/96 - dejure.org
https://dejure.org/1996,743
BGH, 10.12.1996 - VI ZR 14/96 (https://dejure.org/1996,743)
BGH, Entscheidung vom 10.12.1996 - VI ZR 14/96 (https://dejure.org/1996,743)
BGH, Entscheidung vom 10. Dezember 1996 - VI ZR 14/96 (https://dejure.org/1996,743)
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§ 823 Abs. 1 BGB, § 7 StVG, Schutzzweckzusammenhang
§§ 823, 249 BGB; § 7 StVG; § 3 PflVG
Kommen nach einem Verkehrsunfall aus dem beschädigten Fahrzeug Gegenstände abhanden, so besteht zwischen der Beschädigung des Fahrzeugs und dem Verlust der Gegenstände Zurechnungszusammenhang
Verkehrsunfall - Abhandenkommen von Gegenständen - Zurechnungszusammenhang
Haftungsbegründende Kausalität bei mittelbarer Verursachung ("Geldtransporter-Fall")
Verkehrsunfall - Abhandengekommene Gegenständen
BGB § 249, § 823; StVG § 7
Zurechnungszusammenhang zwischen der Beschädigung eines Fahrzeugs und dem Abhandenkommen wertvoller Gegenstände
Straßenverkehrsrecht; Zurechnungszusammenhang beim Abhandenkommen wertvoller Gegenstände nach Verkehrsunfall
NJW 1997, 865
NJW-RR 1997, 600 (Ls.)
MDR 1997, 240
VersR 1997, 458
BB 1997, 284
Anders liegt es nur dann, wenn der weitere Schaden durch ein völlig ungewöhnliches und unsachgemäßes Verhalten des Dritten ausgelöst worden ist, da unter solchen Voraussetzungen zwischen den beiden Schadensbeiträgen bei wertender Betrachtung nur ein äußerlicher, gleichsam "zufälliger" Zusammenhang besteht und dem Erstschädiger ein Einstehenmüssen auch für diese Folgen deshalb billigerweise nicht mehr zugemutet werden kann (BGHZ 3, 261, 267 f.; 137, 11, 19; BGH…, Urteil vom 20. September 1988 aaO und vom 10. Dezember 1996 aaO; jeweils m.w.N.).
Das haben das Reichsgericht und der Bundesgerichtshof nicht nur für ärztliche oder anwaltliche Fehler entschieden (vgl. RGZ 102, 230, 231; 140, 1, 9; Senatsurteil vom 13. Mai 1968 - III ZR 207/67, VersR 1968, 773, 774;… BGH, Urt. v. 20. September 1988 aaO; Urteil vom 17. Juni 1993 - IX ZR 206/92, NJW 1993, 2797, 2799), wie das Berufungsgericht meint und weswegen es die Revision zugelassen hat, sondern dieser Grundsatz gilt in der höchstrichterlichen Rechtsprechung allgemein und für das gesamte Schadensrecht (vgl. beispielsweise BGHZ 3, 261, 268 ff. - Schleusenpersonal; BGH, Urteil vom 11. November 1976 - II ZR 182/74, VersR 1977, 325 - Schiffsführer; Urteil vom 14. Februar 1977 - II ZR 21/75, VersR 1977, 519, 520 - Brandschaden; siehe auch Urteil vom 23. Oktober 1984 - VI ZR 30/83, NJW 1985, 791 f. - Vorlesungsstreik; Urteil vom 28. Januar 1992 - VI ZR 129/91, NJW 1992, 1381, 1382 - Straftäter; Urteil vom 10. Dezember 1996 aaO - Diebstahl aus einem verunglückten Fahrzeug).
Bestand nämlich für die Handlung des Geschädigten ein rechtfertigender Anlaß oder wurde sie durch das haftungsbegründende Ereignis herausgefordert, so bleibt der Zurechnungszusammenhang mit dem Verhalten des Schädigers bestehen, weil sich die Reaktion dann nicht als ungewöhnlich oder gänzlich unangemessen erweist (vgl. Senatsurteil vom 10. Dezember 1996 - VI ZR 14/96 - VersR 1997, 458, 459 m.w.N.).
Das Verhalten des Klägers war bei der hier vom Beklagten gezeigten Gewaltbereitschaft nach allem der vom Beklagten geschaffenen Gefahrenlage nicht soweit entrückt und so tief in den Bereich des allgemeinen Lebensrisikos des Klägers hineinverlagert, daß der Beklagte dafür gerechterweise nicht mehr haftbar zu machen wäre (vgl. Senatsurteile BGHZ 57, 25, 29 ff.; vom 17. September 1991 - VI ZR 2/91 - VersR 1991, 1293, 1294; vom 10. Dezember 1996 - VI ZR 14/96 - aaO 459).
Im Zeitpunkt der der Klägerin anzulastenden Pflichtverletzungen und Verursachungsbeiträge (Schweißarbeiten) war das latente Schadensrisiko der (zeitlich früheren) Pflichtverletzungen und Verursachungsbeiträge der Beklagten (Verstöße gegen das Bauordnungsrecht im Sinne der Schaffung einer gesteigerten Gefahrenlage) noch nicht abgeklungen, was die Brandübertragung über die unteren Wasserleitbänder und die PVC-Rinne auf die Dämmung und die darauf folgende verheerende flächenmäßige Ausbreitung des Brandes in der Dämmung belegt (vgl. BGH, Urteil vom 20.09.1988, VI ZR 37/88, VersR 1988, 1273; BGH, Urteil vom, 10.12.1996, VI ZR 14/96, RuS 1997, 113(vgl. Münchener Kommentar-Oetker, a.a.O., § 249, Rn 130/136 ff. mwN;… Palandt-Heinrichs, a.a.O., Vorb v § 249, Rn 74/75, 86/87 mwN).
bb) Ein in den Kausalverlauf eingreifendes Fehlverhalten Dritter unterbricht den Zurechnungszusammenhang in dieser Hinsicht regelmäßig nicht (BGH, NJW 2000, 947; BGHZ 3, 261, 268; 58, 162, 165 f.; BGH, Urteil vom 20. September 1988 - VI ZR 37/88, NJW 1989, 767, 768; siehe auch Urteil vom 10. Dezember 1996 - VI ZR 14/96, NJW 1997, 865, 866).
Das haben das Reichsgericht und der Bundesgerichtshof nicht nur für ärztliche oder anwaltliche Fehler entschieden (vgl. RGZ 102, 230, 231; 140, 1, 9; Senatsurteil vom 13. Mai 1968 - III ZR 207/67, VersR 1968, 773, 774;… BGH, Urt. v. 20. September 1988 aaO; Urteil vom 17. Juni 1993 - IX ZR 206/92, NJW 1993, 2797, 2799), sondern dieser Grundsatz gilt in der höchstrichterlichen Rechtsprechung allgemein und für das gesamte Schadensrecht (vgl. beispielsweise BGHZ 3, 261, 268 ff. - Schleusenpersonal; BGH, Urteil vom 11. November 1976 - II ZR 182/74, VersR 1977, 325 - Schiffsführer; Urteil vom 14. Februar 1977 - II ZR 21/75, VersR 1977, 519, 520 - Brandschaden; siehe auch Urteil vom 23. Oktober 1984 - VI ZR 30/83, NJW 1985, 791 f. - Vorlesungsstreik; Urteil vom 28. Januar 1992 - VI ZR 129/91, NJW 1992, 1381, 1382 - Straftäter; Urteil vom 10. Dezember 1996 aaO - Diebstahl aus einem verunglückten Fahrzeug).
Kommen nach einem Verkehrsunfall aus einem beschädigten Fahrzeug wertvolle Gegenstände abhanden, so ist der Zurechnungszusammenhang zwischen der Beschädigung des Fahrzeugs und dem Verlust der Gegenstände im Grundsatz zu bejahen (BGH NZV 1997, 117).
Dieser Geschehensablauf ähnele entgegen der Ansicht des Landgerichts dem vom Bundesgerichtshof (VersR 1997, 458 f.) entschiedenen Fall.
Wenn dann die wertende Betrachtung ergibt, dass im Zweiteingriff nicht mehr das Schadensrisiko des Ersteingriffs verwirklicht und das Risiko schon gänzlich abgeklungen war, wenn also zwischen beiden Eingriffen nur ein rein äußerlicher, zufälliger Zusammenhang besteht, dann kann vom Erstschädiger nicht verlangt werden, dem Geschädigten auch für die Folgen des Zweiteingriffs einstehen zu müssen (BGH VersR 1997, 458, 459; vgl. ferner BGH VersR 1988, 1273, 1274; 1992, 498, 499).
Zwar hatte der Unfall zur Folge, dass der Kläger wegen seines Abtransports in ein Krankenhaus seiner Bewachungsaufgabe nicht mehr nachkommen konnte (vgl. BGH VersR 1997, 458, 459).
AG Herne, 24.11.2010 - 9 C 130/10
Verletzung der Schadensminderungspflicht durch Erteilung eines Reparaturauftrages …

References: § 823
 § 7
 § 7
 § 3
 § 249
 § 823
 § 7
 § 249
 § 249
 BGH 
 BGH