Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BGHSt%2028,%20346
Timestamp: 2018-10-19 05:57:56+00:00

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BGH, 13.03.1979 - 1 StR 739/78 - dejure.org
§ 24 Abs. 2 StGB, 'Rücktritt' eines im Vorbereitungsstadium Beteiligten ist nicht möglich bei Fortwirken des Tatbeitrags
Verurteilung wegen eines gemeinschaftlich begangenen Versuchs der räuberischen Erpressung und wegen Verabredung eines schweren Raubes - Beurteilung der Schwelle zum unmittelbaren Anssetzen - Abstandnehmen von einer Tat - Abgrenzung Täterschaft und Teilnahme
StGB § 24 Abs. 2, § 25 Abs. 2, § 27 Abs. 1
BGHSt 28, 346
NJW 1979, 1721
MDR 1979, 592
a) Mittäterschaft kann selbst durch die bloße Beteiligung an Vorbereitungshandlungen begründet werden, sofern der Betreffende auf der Grundlage gemeinsamen Wollens einen die Tatbestandsverwirklichung fördernden Beitrag leistet, welcher sich nach seiner Willensrichtung nicht als bloße Förderung fremden Tuns, sondern als Teil der Tätigkeit aller darstellt, und der dementsprechend die Handlungen der anderen als Ergänzung seines eigenen Tatanteils erscheinen lässt (BGHSt 16, 12, 14; 28, 346, 347 f.; BGH…, Urt. vom 30. Oktober 1986 - 4 StR 499/86 (insofern nicht abgedruckt in BGHSt 34, 209)).
Nur dann wäre es geeignet gewesen, einen Einfluß auf das weitere Handeln des D. zu nehmen (vgl. BGHSt 28, 346,347 [BGH 13.03.1979 - 1 StR 739/78];… BGHR § 25 Abs. 2 Tatherrschaft 1).
Die Hilfeleistung muß nicht zur Ausführung der Tat selbst geleistet werden, es genügt schon die Unterstützung bei einer vorbereitenden Handlung (BGHSt 16, 12, 14; 28, 346, 348; BGH StV 2000, 492, 493 m.w.N.).
Dies muss jedenfalls dann gelten, wenn ein Beteiligter seine Mitwirkungshandlung als Teil der Menschenmenge zu einem Zeitpunkt vornimmt, indem die Gewalttätigkeiten bereits unmittelbar bevorstehen (vgl. zum Abstandnehmen von einer Beteiligung an einem Erfolgsdelikt vor Versuchsbeginn BGH, Urteil vom 13. März 1979 - 1 StR 739/78, BGHSt 28, 346, 347 f.).
Bankpraktikant - § 249 StGB aF, Absichtswegfall, Abgrenzung Beihilfe - Anstiftung
mehr beseitigen (BGHSt 28, 346, 348); entfällt mit dieser Willensänderung jedoch ein subjektives Tatbestandsmerkmal, so kann der fortwirkende Tatbeitrag selbst dann nur noch als Beihilfe bewertet werden, wenn das Verhalten des Beteiligten auch vor der Willensänderung als Mittäterschaft zu bewerten.
Zwar kann grundsätzlich dann, wenn ein Mittäter nach der Erbringung seines Tatbeitrages eine Willensänderung vornimmt, dies eine Mittäterschaft nicht mehr beseitigen (BGHSt 28, 346, 348).
Wesentliche Anhaltspunkte für diese Wertung sind insbesondere der Grad des eigenen Interesses am Erfolg der Tat, der Umfang der Tatbeteiligung und die Teilhabe an der Tatherrschaft oder wenigstens der Wille dazu, so dass Durchführung und Ausgang der Tat vom Einfluss des Mitwirkenden abhängen (vgl. u.a. BGHSt 28, 346, 348 f.;… BGHR StGB § 25 Abs. 2 Mittäter 2, 8 bis 10, 12, 18, 29; Tatbeitrag 1, 3, 4 und Tatherrschaft 4;… vgl. auch BGHR StGB § 27 Abs. 1 Tatherrschaft 2).
Auf der Grundlage des erweiterten Tatvorwurfs wird in wertender Betrachtung (vgl. BGHSt 28, 346, 348 f.) erneut darüber zu befinden sein, ob die Mitwirkung der Angeklagten Z. und F. als Täterschaft oder Beihilfe zu werten ist.
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References: § 24
 § 24
 § 25
 § 27
 § 25
 BGH 
 § 249
 § 25
 § 27