Source: https://carport-check.de/baugenehmigung-carport/
Timestamp: 2018-02-24 05:39:09+00:00

Document:
Baugenehmigung Carport - Das muss beachtet werden - Carport-Check
Was muss beim Bau beachtet werden
Durch die richtige Baugenehmigung, steht Ihrem Carport nichts mehr im Weg
Sie möchten einen Carport für sich bauen, aber wissen nicht, wie Sie es am besten angehen sollen? Dann nehmen Sie sich zuerst die Baugenehmigung vor, denn beim Bau eines Carports handelt es sich um eine bauliche Maßnahme. Nicht immer muss aber eine Baugenehmigung vorliegen.
Es ist ein komplexes Thema, da die Baugenehmigung eines Carports mehrere Berührungspunkte hat: Städte, Kommunen und Landesrecht. Hinzu kommen Sonderfallregelungen, die je nach Fall einzeln bewertet werden müssen.
Genehmigungspflicht/ -freiheit
Der Bau eines Carports stellt regelmäßig eine bauliche Maßnahme dar und ist daher immer genehmigungspflichtig. Bauen Sie einen Carport ohne eine Genehmigung, kann dies später zu deutlichen Problemen führen. Ihr Vorhaben kann durch Beschwerden von der Nachbarschaft beispielsweise zum Bauamt durchdringen. Dann könnten Ihnen Strafen aufgebürdet werden und der Abbau des Carports könnte Ihnen auferlegt werden. Dies alles können Sie mit einer vorher eingeholten Genehmigung leicht vermeiden.
Für jede Regel gelten aber auch Ausnahmen: Diese sind verankert in den einzelnen Bundesländern. Es kann teilweise auch vorkommen, dass Städte und Kommunen ihre eigenen Auflagen haben. Informationen sollten Sie sich vorher beim Bauamt einholen.
Hier stellt sich die Frage, auf welche Kriterien es nun ankommt, die eine Ausnahme einleiten. Eine große Rolle spielen hier die Größe der Bodenfläche, die Art und die Lage des Carports. Beispielsweise können kleine Carports unter bestimmten Umständen ohne eine Baugenehmigung problemlos gebaut werden, allerdings dann aber nur mit einem flachen Dach und nicht mit einem spitz zulaufendem Dach. Für das Spitzdach gelten wieder andere Voraussetzungen.
Unter bestimmten Voraussetzungen kann der Bau eines Carports im privaten Bereich genehmigungsfrei sein. Dies gilt allerdings nicht für NRW, wo es stets genehmigungspflichtig ist (§ 65 ff BauO NRW). Die genauen Bestimmungen finden Sie in den jeweiligen Bundesländern unter:
Bundesland Gesetzesangaben
Baden-Württemberg § 50 Abs. 1 LBO
Bayern Art. 57 Abs. 1 Nr. 1b BayBO
Berlin § 62 BauOBIn
Brandenburg § 55 der BbgBO
Bremen § 61 BremLBO
Hamburg § 60 HBauO
Hessen § 55 HBO
Mecklenburg-Vorpommern § 61 LBauO M-V
Niedersachsen § 60 Abs. 1 NBauO
Rheinland-Pfalz § 62 LBauO
Saarland § 61 LBO
Sachsen § 61 LBO
Sachsen-Anhalt § 60 BauO LSA
Schleswig-Holstein § 60 BauO S-H
Thüringen § 60 ThürBO
Formulare für einen Bauantrag variieren von Bundesland zu Bundesland. Für eine genaue Aufstellung der benötigen Dokumente müssen Sie sich an Ihr zuständiges Bauamt wenden. Alternativ bieten viele Carport-Hersteller alle nötigen Unterlagen an.
Generell werden folgende Dokumente verlangt:
Bauzeichnung über Ansicht, Grundriss, Schnitt
Auszug aus der Flurkarte mit Lageplan, welches nicht älter als 2 Jahre alt sein sollte (zu erhalten beim Vermessungsamt)
Haben Sie diese Informationen beschafft und an Ihr Bauamt weitergeleitet, können diese Ihnen sagen, ob Sie für Ihr Vorhaben eine Baugenehmigung benötigen oder nicht.
Liegt Ihnen eine Baugenehmigung vor, dann haben Sie das Gröbste hinter sich. Bevor Sie nun schlussendlich mit dem baulichen Vorhaben beginnen, sollten Sie prüfen, ob Sie folgendes beachtet haben:
Haben Sie die Brandschutzvorschriften beachtet? Dies gilt vor allem bei einem Carport, das als Erweiterung an Ihr Wohneigentum gebaut wird
Einhaltung der Abstandsflächen
Einhaltung der Abstände zwischen Ihrem Grundstück und dem des Nachbarn. Es ist empfehlenswert sich eine schriftliche Genehmigung vom Nachbarn geben zu lassen, um etwaige spätere Rechtsstreitigkeiten zu vermeiden. Dies gilt vor allem, wenn der Carport die maximale Länge von 9 Meter und die maximal Höhe von 3 Meter überschreitet. Bei Unterschreitung dieser Maximalwerte kann man ohne eine Genehmigung des Nachbarn sein Bauvorhaben durchführen. Um aber auf der sicheren Seite zu sein und eventuell künftige Streitigkeiten aus dem Weg zu gehen, ist eine Einholung einer schriftlichen Zusage des Nachbarn stets empfehlenswert
Einhaltung der Grenzwerte von Wandhöhen (variiert je nach Bundesland)
Einhaltung der Denkmalschutz- und Umweltschutzregelung

References: § 50
 Art. 57
 § 62
 § 55
 § 61
 § 60
 § 55
 § 61
 § 60
 § 62
 § 61
 § 61
 § 60
 § 60
 § 60