Source: http://www.humanist.de/discus/messages/1/150.html?Freitagden13Dezember20021356
Timestamp: 2017-11-18 11:41:56+00:00

Document:
Der Humanist: Religion: Schon erstaunlich <!-Post: 3060-!>
Von Stefan M. am Mittwoch, den 27. November, 2002 - 13:21:
Dass Ihr der Bibel nicht glaubt - OK. Kenn´ ich mehrere Leute.
Dass Ihr aber (offensichtlich) die BILD-Zeitung als seriöse Quelle anseht...äh, na ja. Was daran auch für den Aussenstehenden glaubwürdiger sein soll, als das dicke Buch des Christentums, erschliesst sich mir nicht.
Sorry, aber mit der Meldung auf der News-Seite vom 20.11.02 macht Ihr Euch nicht gerade Glaubwürdig - bestimmt nicht glaubwürdiger als diejenigen, die auf darauf bestehen, dass bis auf das letzte Semikolon alles, was in der Bibel steht, wahr ist. <!-/Post: 3060-!> <!-Post: 3061-!>
Von Herbert Ferstl am Mittwoch, den 27. November, 2002 - 14:33:
Sorry, aber mit der Meldung auf der News-Seite vom 20.11.02 macht Ihr Euch nicht gerade Glaubwürdig...
Nicht weniger glaubwuerdig, als weitere Pressemitteilungen von dpa & Co. eben auch - oder denkst Du, BLOED hatte einen eigenen Reporter in Indien vor Ort? Dem Autor ging es offensichtlich darum, aufzuzeigen, wie BLOED GLAEUBIGE sind (nicht sein koennen).
... - bestimmt nicht glaubwürdiger als diejenigen, die auf darauf bestehen, dass bis auf das letzte Semikolon alles, was in der Bibel steht, wahr ist.
Ist ja auch voellig irrelevant fuer ein ethisch moeglichst einwandfreies Leben. <!-/Post: 3061-!> <!-Post: 3062-!>
Von Stefan M. am Mittwoch, den 27. November, 2002 - 14:49:
oder denkst Du, BLOED hatte einen eigenen Reporter in Indien vor Ort?
Schön, aber Ihr gebt nur die BILD als Quelle an, und dass die nun auch nicht alles 1:1 weitergeben, sollte sogar bei Dir und Deinesgleichen herumgesprochen haben.
Dem Autor ging es offensichtlich darum, aufzuzeigen, wie BLOED GLAEUBIGE sind (nicht sein koennen).
Wow! Was für eine Aufwertung für jemandem, der bei Deutschlands hintervorletzem Schmierblatt seine Meinung unters Volk streuen will. (Wohlgemerkt: Hier geht es nicht um den Artikel an sich sondern um die BILD und ihre sogenannten Autoren im Allgemeinen.)
Ist ja auch voellig irrelevant fuer ein ethisch moeglichst einwandfreies Leben.
Oh, da ist aber jemand sehr von sich überzeugt.
Sorry, aber spätestens jetzt weiss ich, was Ihr vom Thema Wahrheit haltet - gar nichts nämlich. Eine Sinnhinterfragung findet bei Euch nicht statt, Ihr wollt hier nur Eure eigenes Gedankengut verbreiten.
Daran ist ja prinzipiell nichts auszusetzen. Nur macht Ihr damit genau das, was Ihr den Kirchen immer vorwerft.
Thema damit für mich beendet. <!-/Post: 3062-!> <!-Post: 3063-!>
Von Herbert Ferstl am Mittwoch, den 27. November, 2002 - 22:57:
Schön, aber Ihr gebt nur die BILD als Quelle an,...
1. Nicht "IHR" sondern C.B.
2. Vielleicht hattte C.B. nur diese eine Quelle.
...und dass die nun auch nicht alles 1:1 weitergeben, sollte sogar bei Dir und Deinesgleichen herumgesprochen haben.
Das ist mir vollkommen klar. Doch schaetzungsweise 70-80 Prozent aller in Deutschland verkauften Tageszeitungen stammen aus dem Springer-Verlag oder sind erklaertermassen die BLOED-Zeitung. Gerade das macht einen gewissen Reiz aus, diese unqualifizierten Meldungen entsprechend sarkastich zu kommentieren.
Ich perseonlich halte nichts von Verboten und noch weniger von Zensur.
Im Gegenteil - die liderliche Berichterstattung der BLOED-Zeitung mit Zynismus zu kommentieren halte ich z.T. fuer herausfordernd (zumindest fuer deren Leser).
Sorry, aber spätestens jetzt weiss ich, was Ihr vom Thema Wahrheit haltet...
Ich denke, ich habe hier fuer mich oft genug erklaert: "Wahrheit ist die Erfindung eines Luegners." (Heinz von Foerster).
... - gar nichts nämlich.
Eine Sinnhinterfragung findet bei Euch nicht statt, Ihr wollt hier nur Eure eigenes Gedankengut verbreiten.
Welchen Sinn? Absoluten oder relativen Sinn?
Das denke ich nicht (ich bitte um konkreten Sachnachweis). Wer unsere Texte nicht lesen will, kann den PC abschalten.
Die in kommunalen Kindergaerten zum Gebet gezwungenen Kids, die im RU missionierten Schueler, die zwangsgetauften Saeuglinge, etc. - all die koennen den PC nicht abschalten...
Von mir aus. Doch echte Argumente/Nachweise hast Du m.E. nicht gebracht. <!-/Post: 3063-!> <!-Post: 3068-!>
Von Eugenspiegel am Freitag, den 29. November, 2002 - 20:08:
Bildzeitung ?
Oh - ja, aber stellt doch keine unbedingt fundamentöse Informationsquelle dar. Damit haben religiöse Schriften und dieses Blatt viel gemeinsam. Viel Propaganda - viel ausgeschmückt -
nur nicht alles wörtlich nehmen. Ähnlich wie beim Putenfleisch. Kocht man die ganzen Zutaten raus - bleibt nur sehr wenig Echtes übrig. Nur das Putenfleisch ist essbar - bei den vorhergenannten Herausgebern oft nur heiße Luft. Wahrheit hat viele Gesichter. Weil eine bestimmte Gruppierung oder Ansammlung von Menschen einen spezifische Meinung hat, ist es noch lange nicht die Wahrheit von der sie sprechen. Überdies sind Gläubige nicht deswegen "blöd" aufgrund ihrer Gläubigkeit. Sie wissen es nicht anders. Der Nebel läßt sich eben nicht immer "durchblicken". In der Natur ist Nebel ein physikalischer Vorgang. In der Annahme von Begebenheit bei Menschen assoziiert der Gedanke, daß da einige mit einer Art "Nebelmaschine" die Wahrnehmung der Menschen verklärt. Wer davon profitiert - steht auf einem anderen Blatte. Der Effekt ist bekannt. Fast wie in der Disco.
Eulenspiegel <!-/Post: 3068-!> <!-Post: 3098-!>
Von Stefan M. am Donnerstag, den 12. Dezember, 2002 - 14:59:
Herbert, wider besseren Wissens äussere ich mich jetzt doch nochmal. Denn was Du da am 27.11. geschrieben hast, ist derart hanebüchender Unfug, dass man das nicht unkommentiert stehen lassen kann.
zu 1: Wenn ein deartiger Text auf einer Startseite erscheint, kann man ja wohl davon ausgehen, dass C.B. zur Redaktion gehört bzw. das Ding von der Redaktion abgesegnet wurde. Also: "IHR"!!!
2. Wenn es nur die Quelle BILD gab, sollte man sich vielleicht zweimal überlegen, etwas deartiges auf die Startseite zu setzen.
Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals eine deartige Heuchelei gelesen zu haben, wie in dem, was Du da von Dir gegeben hast.
Das einzige Ziel, was IHR damit verfolgt, ist, mal wieder die Gläübigen zu diffamieren. Von Sarkasmus gegenüber der BILD ist hier überhaupt keine Spur.
Warum gibst Du nicht zu, dass IHR nichts anderes tut, als bei den Kirchen das schlechte zu suchen (fällt, ich weiss es selbst, nicht sonderlich schwer) und damit gegen das Christentum zu hetzen (obwohl beide schon lange nicht mehr viel gemeinsam haben)?
Sorry, Herbert, aber das war mehr als schwach.
Was hat es denn mit Zensur zu tun, wenn ich EURE Quelle als unseriös betrachte? Und Du auch noch selbst zugibst, dass die BILD unseriös ist?
Hier geht´s darum, dass etwas als wahr verkauft wird, was von der BILD veröffentlich wurde - mit dem Ziel, Gläubige zu diffamieren. Die Frage sei also an Dich zurückgegeben.
Zum drittenmal: Was ist der Sinn, sowas auf diese Startseite zu setzen? Wahrheitsfindung? Diffamierung von Glaubensgruppen?
Das denke ich nicht (ich bitte um konkreten Sachnachweis).
Ein Blick auf die diversen Berichter dieser Page dürfte mehr als ausreichen. Komisch, das ausgerechnet Du sowas sagst, der im Impressum als "Fester Mitarbeiter" genannt wird.
Gezwungen? Jederzeit bleibt Dir die Möglichkeit, Dein Kind vom Kindergarten (ich selbst wurde im Kindergarten übrigens nie zum Gebet gezwungen - und das war ein katholischer Kindergarten) und vom RU abzumelden. Zur Säuglingstaufe wurd niemand gezwungen, das ist Entscheidung der Eltern. Viele Gläubige sind übrigens gegen Säuglingstufe.
Ich denke, ich habe jetzt genug Argumente geliefert. <!-/Post: 3098-!> <!-Post: 3099-!>
Von Herbert Ferstl am Donnerstag, den 12. Dezember, 2002 - 23:21:
Herbert, wider besseren Wissens äussere ich mich jetzt doch nochmal.
Ist doch o.k. - ist ja nicht das erste come back eines Lesers hier im GB :-))
Denn was Du da am 27.11. geschrieben hast, ist derart hanebüchender Unfug, dass man das nicht unkommentiert stehen lassen kann.
Bei uns "segnet" keiner den Text des anderen ab. Inhaltliche Debatten finden intern erst nach der jeweiligen Veroeffentlichung statt. In diesem Fall gab es keine. Gegebenenfalls wird der Artikel wieder aus dem Netz genommen. Also "C.B.".
Ich persoenlich haette den Text so nicht geschrieben. Andersherum aber C.B. so manchen Text von mir auch nicht. Der Text wirkt provokativ und sarkastisch, aber das war wohl die Intention des Verfassers. Mit dieser Intention kann ich leben.
Damit schlaegst Du Dich auf die Seite der Zensur, indem Du mehr oder weniger forderst, die Redaktion (oder Mitarbeiter) des HUMANIST sollen keine Nachrichten von scheinbar (oder angeblich) unserioesen Quellen hier kommentieren.
Wieso ist das Heuchelei? Von 100 verkauften Tageszeitungen sind etwa 80 Stueck die BILD. Einen Meinungs-, Nachrichten oder Stimmungsmacher dieser Groessenordnung - ob nun m.E. serioes oder nicht - kann oder sollte man keinesfalls nicht stetig unkommentiert lassen. Ich kenne Menschen, die finden die "Nationalzeitung" fuer unserioes und andererseits kenne ich Leute, fuer die ist der "Spiegel" ein unlauteres linkes Hetzblatt, das nur Unwahrheiten verbreitet.
Das einzige Ziel, was IHR damit verfolgt, ist, mal wieder die Gläübigen zu diffamieren.
Sorry - da diskutierst Du wohl mit dem Falschen. Schreib doch mal `ne eMail an C.B. (siehe Mitarbeiter).
So nebenbei erwaehnt eine andere "Heuchelei". Die von uns gezeugten Kinder werden taeglich von GLAEUBIGEN im Kindergarten "diffamiert", indem sie ihr Recht auf ReligionsFREIHEIT nicht ausueben duerfen.
Die Kinder lernen im Kindergarten beispielsweise Adventskerzen anzuenden (nichts gegen bunte Kerzen), schoene Weihnachtsliedchen singen (nichts gegen heimelige Winterlieder), sich beschenken (nichts gegen Geschenke; aber das kann man uebers Jahr auch tun), Krippe aufstellen/basteln (die Kreativitaet des Bastelns ist unabdingbar), etc., ohne dass ein konkreter Bezug zum Inhalt des Johannesevangeliums bestuende (hier konkret Weihnachtsgeschichte -> Faelschung. So wurde z.B. die Anzahl der Heiligen "Drei Koenige" und auch deren Namen erst im 8. Jahrhundert kanonisch festgelegt). Das Handeln der Kinder und (einstige?) Wirklichkeit - besser Theologie - klaffen hier evident auseinander. Natuerlich, die Kinder sind ja auch viel zu klein, um ueber Metaphysik philosophieren zu koennen (siehe Bericht der BLOED dazu weiter unten), doch - so frage ich mich - was hat das Ganze dann fuer einen paedagogischen Hintergrund? Ausser, dass es einfach SCHOEN ist? (das ist Schlittenfahrten auch...). Wird da die Vision einer heilen Welt "gehaetschelt" (waehrend anderswo tausende Kinder den Hungertod sterben)? Wird dies so gemacht, weil es ALLE so machen? Ein St.-Martinszug und keine paedagogischen Konsequenzen daraus? Gar nur der Erlebniskick, einmal auf einem Gaul zu reiten und im Dunkeln eine Laterne zu schwenken? Was ist mit der Intention der Trennung von Staat und Kirche? Religiositaet und religioese Feste sind scheinbar eben doch keine Privatsache - die Mehrheit entscheidet darueber und somit ueber die Artikel 4 unserer Verfassung und Art. 18 der UN-Charta (Individualrechte). Oder ist Weihnachten, die Adventszeit, etc. sozusagen ein weltlicher Brauch? Fehlt blos noch, dass sie im KiGa zum Beten anfangen. Mit welcher Begruendung koennte das dann ein Elternteil ablehnen, wenn er doch bei den anderen pseudoreligioesen Handlungen - deren metaphysisches Verstaendnis den Kindern verschlossen bleibt - nicht reklamiert hatte? Sollte man als nichtglaeubige Minderheit dann lieber den Kindern bei Weihnachtsfeier, Wichtelgeschenke, Krippenbasteln, etc. einen Austag "goennen"? Nee. Das waere bewusste Ausgrenzung, und davon halte ich nichts. Also, dann lieber mit den Woelfen heulen!?
Hast Du Dich nie gefragt, wie Du zu Deinem GLAUBEN gekommen bist? Dass Dein GLAUBE auch nur abhaengig war von Ort und Datum Deiner Kindheit?
Von Sarkasmus gegenüber der BILD ist hier überhaupt keine Spur.
Aber natuerlich. Nicht umsonst verwendete C.B. u.a. den Begriff "BLOED"-Zeitung.
Warum gibst Du nicht zu, dass IHR nichts anderes tut, als bei den Kirchen das schlechte zu suchen (fällt, ich weiss es selbst, nicht sonderlich schwer)...
Fast richtig: Man muss gar nicht suchen.
...und damit gegen das Christentum zu hetzen (obwohl beide schon lange nicht mehr viel gemeinsam haben)?
Das Christentum ist wohl vom Himmel gefallen? Nee, das Eine gerneriert das Andere (und teils umgekehrt). Das Christentum ist nicht besser oder schlechter als andere Religionsgemeinschaften. Mir geht es nicht darum, aufzuzeigen, wie geisteskrank GLAEUBIGE sind oder wie krass der Unterschied zwischen fundamentalen GLAEUBIGEN und scheinbar liberalen GLAEUBIGEN ist oder der Unterschied zwischen den verschiedenen Religionsgemeinschaften. Alles egal. Fuer mich ist vielmehr der GLAUBE an IRGEDWAS das Uebel der Menschheit. Ein Leben ohne zu GLAUBEN ist m.E. ein befreites, autarkes Leben. Man benoetigt keine geistig-religioesen Kruecken, um ein ethisch moeglichst einwandfreies Leben zu fuehren. Ich will auch niemandem seinen GLAUBEN nehmen. Ich engagiere mich lediglich fuer die konsequente Trennung von Staat und Kirche.
Das sehe ich genau umgekehrt. Denn nicht Du, sondern ich stehe taeglich hinter einer Ladentheke und schaue in die Gesichter der BLOED-Leser. Und was GLAUBST Du, was ich da sehe? Ich kann Dir zu 99 Prozent sagen, wenn ein mir unbekannter Kunde in den Laden kommt, ob er die BLOED-Zeitung will oder eine andere Tageszeitung. Da schliesse ich mit Mitarbeitern seit Jahren Wetten ab. Von dieser Seite her bin ich vielleicht eindeutig vorbelastet und deswegen lese ich C.B.`s "Pamhlet" mit Genuss.
Ich persoenlich halte nichts von Verboten und noch weniger von Zensur.
Wir zwei gehoeren halt zu den 20 Prozent, die diese Zeitung (subjektiv?) fuer unserioes halten. Das mag aber nicht zwingend fuer die anderen 80 Prozent zutreffen, die dieses Blatt taeglich konsumieren. Denen kann/darf/sollte man einige Kommentare zu ihrem "Lesestoff" nicht vorenthalten. Ist ja nicht so, dass wir hier im HUMANIST taeglich die BLOED zitieren.
Auch ich blaettere dieses Blatt ab und an durch und siehe da - ich wurde ebenso fuendig:
...zur Thematik der "Bild" als christlicher Lebensberater steuere ich - als einen Archivbeitrag - folgendes "Interview" von Nanny Oehmichen mit Prof. Dr. Stefan Schmidtchen bei. Titel: "Wie soll ich mit meinem Kind über Gott reden?". Bild, Ausgabe: Nürnberg vom 18.05.1998:
Auch in Familien, die nichts mit der Kirche im Sinn haben, stellen Kinder irgendwann die Frage nach Leben und Tod, wollen wissen, woher wir kommen und wohin wir gehen.
Viele Eltern fragen sich: Wie soll ich mit meinem Kind über Gott reden? Bild sprach mit dem Hamburger Kinder-Psychologen Prof. Dr. Stefan Schmidtchen.
"Wenn es normal entwickelt ist und die Sprache versteht, kann man beginnen, einer/m Dreijährigen kleine Geschichten zu erzählen und abends vor dem Schlafengehen mit dem Kind gemeinsam zu beten. Zum Beispiel: Ich bin klein, mein Herz ist rein, soll niemand drin wohnen als Jesus allein.
Man kann mit dem Kind auch bei Tisch beten. Aber immer eingebettet in kleine Geschichten oder Erklärungen."
"Das erschwert die Sache sehr! Kinder spüren genau, ob die Eltern überzeugt von etwas sind oder nicht. Das Vorbild und die innere Überzeugung sind wichtig! Sonst soll man es lieber lassen und warten, ob das Kind durch Kindergarten oder Religionsunterricht später herangeführt wird. Sie sollten nur einen Fehler nicht machen: Niemals behaupten (auch wenn Sie es denken): "Es gibt keinen Gott" Damit zerstören Sie das Wichtigste im Menschen: Glaube, Liebe, Hoffnung. Das sind Stützpfeiler unseres Lebens. Was ist ein Leben ohne Liebe und ohne Hoffnung. Nicht umsonst sind viele Kinder seelisch kaputt, flüchten sich in Drogen, werden zu "Null-Bock-Kids". Seelischer Halt durch Gott gibt jedem Menschen zusätzliche Kraft, die ihn vor vielem Bösen bewahrt."
"Auf gar keinem Fall! Das macht Kinder ängstlich und unsicher. Wir wollen doch das Gegenteil errei-chen. Wenn die Kleinen mal etwas "Unrechtes" getan haben, kann man es ins Gebet einschließen. Oder dieses Gebet beten:
"Müde bin ich, geh` zur Ruh` schließe beide Äuglein zu. Vater, laß die Augen Dein über meinem Bette sein. Hab ich Unrecht heut` getan, sieh es lieber Gott nicht an. Eine Gnad` und Jesu Blut macht ja allen Schaden gut." Wenn Sie die richtigen Weichen stellen, kann sich ihr Kind am besten zu einem ehrlichen, selbstbewußten, positiven Menschen entwickeln."
Hier geht´s darum, dass etwas als wahr verkauft wird,...
Wann im Leben geht es nicht darum?
Vieles im Leben sind nur geistige Konstrukte, die wir fuer WAHR halten.
...was von der BILD veröffentlich wurde.
Das betrifft auch andere Zeitungen/Magazine. Man duerfte dann z.B. nie irgendwelchen Kaese aus pseudo-esoterischen Zeitungen aufarbeiten und einen Artikel daraus machen, weil irgendjemand (gar ein GLAEUBIGER) daherkommt und meint, dieses Blatt sei unserioes (auch wenn ich selbst das Blatt als solches empfinde).
...- mit dem Ziel, Gläubige zu diffamieren.
Das kann nur aus dem Mund eines GLAEUBIGEN stammen. Sarkasmus, Satire, Witz, etc. ueber GLAUBENSdinge geht eben gegen den Strich der GLAEUBIGEN. Da kann man eben nichts machen. Und da spielt es auch keine Rolle, unter welcher Domain die Web-Seite firmiert (siehe z.B. http://www.zyn.de)
Zum drittenmal: Was ist der Sinn, sowas auf diese Startseite zu setzen?
Nochmal: Sarkasmus, Satire, Witz, Zynismus, Aufruetteln, sich Aergern... bei Dir hat ja eben scheinbar auch was gegriffen.
*Wahrheitsfindung?*
Fuer mich personlich gibt es keine Wahrheit oder so genannte Wahrheiten.
*Diffamierung von Glaubensgruppen?*
Wenn Du es so nennen moechtest? Ich bevorzuge die Begriffe BLOSSSTELLUNG oder AUFKLAERUNG!
Der "Blick" reicht eben nicht aus, um zu erkennen, dass wir mit den gleichen Mitteln arbeiten (Dein Vorwurf) wie die Kirchen. Wir betreiben hier evident keine Mission oder fruehkindliche Indoktrination, welcher die Kinder unausweichlich ausgesetzt sind. Wie schon gesagt: Wem die Texte hier nicht gefallen, der kann den PC abschalten. Die Kinder im Kindergarten koennen sich bei Bedarf und im Falle religioeser Konditionierung nicht abschalten - das ist ein evidenter Unterschied.
Gezwungen? Jederzeit bleibt Dir die Möglichkeit, Dein Kind vom Kindergarten (ich selbst wurde im Kindergarten übrigens nie zum Gebet gezwungen - und das war ein katholischer Kindergarten) und vom RU abzumelden.
Das loest erstens nicht die Thematik der fehlenden Trennung von Staat (kommunaler Kindergarten) und Kirche (Subsidiaritaetsprinzip) und zweitens gibt es noch andere faktoren. Wer dringend einen Kindergarten benoetigt, weil beide Elternteil aus finanziellen Gruenden arbeiten muessen? Was ist mit Alleinerziehenden? Es gaebe noch genug andere Beispiele. Gerade aber in staatlichen, also kommunalen Kindergaerten ist es immer noch Usus, christlich-religioese "Werte" zu vermitteln. Bei uns in Bayern wurden vom RU abgemeldete Kinder bis vor kurzem gezwungen, diese Entscheidung jaehrlich zu erneuern. Oftmals unterrichten im RU Religionsleherer, weil es das Stuedienfach Ethik nicht gab.
Zur Säuglingstaufe wurd niemand gezwungen,...
Ich lach mich tot - was ist mit dem Saeugling? Hat der keine Menschenrechte?
...das ist Entscheidung der Eltern.
Seit wann stehen Entscheidungen der Eltern (z.B. Pruegelstrafe) ueber den Menschenrechten (hier GG, Art. 4 und UN-Charta, Art. 18)?
Viele Gläubige sind übrigens gegen Säuglingstufe.
Aaaah... deshalb gehoeren in Deutschland "nur" 65 Prozent der Buerger einer der beiden christlichen Grosskirchen an?
Ich denke, ich habe jetzt genug Argumente geliefert.
Sorry - Fuer mich nicht. Fuer einen GLAEUBIGEN vielleicht schon. <!-/Post: 3099-!> <!-Post: 3100-!>
Von Stefan M. am Freitag, den 13. Dezember, 2002 - 06:47:
Da verwechselt einer mal wieder "Kirche" mit "Christentum".
Mehr dazu vielleicht später, wenn ich mehr Zeit habe. <!-/Post: 3100-!> <!-Post: 3101-!>
Von Herbert Ferstl am Freitag, den 13. Dezember, 2002 - 07:28:
Ne, dass nicht - aber die "guten Christen", die werden stets fuer das Christentum gehalten!
Wie Du vielleicht mitbekommen hast, war ich nicht immer Atheist. Ueber 30 Jahre meines Lebens war ich tief GLAEUBIGER und praktizierender Christ. Ich kenne somit einige der Mechanismen, die bei GLAEUBIGEN Menschen wirken.
Setz Dich doch auch einfach fuer die Trennung von Staat und Kirche ein, wenn Du meinst, Christentum sei so fundamental different von den Vereinigungen der Kirchen. Wuerde das die Mehrheit der ueber 45 Mio. der - angemeldeten - ChristenGLAEUBIGEN in Deutschland tun, dann waere doch das Kruzifix im Klassenzimmer wohl das erste Relikt, das in staatl. Einrichtungen verschwinden wuerde (siehe 2. Gebot des Christentums).
Als naechstes waere der "freiwillige" Religionsunterricht dran und dessen Zwangs-Ersatzfach Ethik. Und drittens wuerde sich die Mehrheit des Christentums vehement dafuer einsetzen, dass das vom Vatikan mit einem Schlaechter geschlossene Reichskonkordat umgehend aufgekuendigt wird. Diese Liste liesse sich beliebig fortsetzen...
Die prinzipielle Frage fuer mich persoenlich ist lediglich jene: Wuerden die hilfreichen Menschen, die sich als GLAEUBIGE ausserhalb der Kirchen sehen auch dann noch ihren Naechsten lieben, GLAUBTEN sie nicht an einen Gott/Jesus? Ist der Missionar in Indien nicht deswegen Missionar, weil er seinen GLAUBEN als den einzig wahren ansieht und ihn deshalb - im Namen der Entwicklungshilfe/Naechstenliebe - anderen "aufschwaetzen" will? Handelte er genauso (angeblich) altruistisch, GLAUBTE er nicht an (s)einen Gott? Ist die Basis ihrer Naechstenliebe Ihr GLAUBE oder wie bei vielen religions, GLAUBENS- und gottfreien Menschen eine ethische Ueberzeugung?
NichtGLAEUBIGE wurden ebenso von humanistischen Idealen und moralischen Werten inspiriert. Unter Gebrauch ihres Wissens um "gut und schlecht" haben sie eine tiefgehende Wertschaetzung fuer ein anstaendiges Leben kultiviert, einschliesslich eines Gefuehls von Gemeinschaft mit anderen Menschen.
Soziale Verantwortung und altruistisches Handeln sind unabhaengig von Religiositaet. Der religioese Mensch ist nicht hilfsbereiter, als der atheistische oder andersglaeubige.
Die zahllos Dahingemetzelten - auf Basis der christlichen Moral gefuehrten Kriege - setze ich hier nicht ins Verhaeltnis zu den Toten des staatlich verordneten Zwangsatheistismus`, respektive deren (Religions-)Kriege. Von den etwa 8 Milliarden Menschen, die - historisch verifizierbar - in den vergangenen 8.000 Jahren starben, verlor etwa die Haelfte ihr Leben gewaltsam; zuhauf meist durch Glaubens-/Religionskriege. Was also sollte mich bewegen, (wieder) GLAEUBIG zu sein? Die Angst vor dem Tod, der egoistische Wunsch, ewiglich existenz sein zu wollen? Oder gaebe es sonst noch GLAUBENSgruende? <!-/Post: 3101-!> <!-Post: 3102-!>
Von C.B. am Freitag, den 13. Dezember, 2002 - 09:36:
Mal ganz ehrlich: Daß ich den Artikel der BLOED-Zeitung nicht ernst genommen habe und dann daraus einen nicht ganz ernst gemeinten Text gebastelt habe, das müßte selbst der viertelgebildete BLOED-Leser kapieren. Aber selbst mit solchen Abstechern in die seichten Gefilde der Unterhaltung scheinen einige überfordert zu sein. Für die Denkdefizite unserer Leser lasse ich mich nicht verantwortlich machen.
C.B. <!-/Post: 3102-!> <!-Post: 3103-!>
Von Stefan M. am Freitag, den 13. Dezember, 2002 - 12:26:
„Ist doch o.k. - ist ja nicht das erste come back eines Lesers hier im GB :-)) „
Immer diese leeren Versprechungen derjenigen, die nie mehr schreiben wollen :-)
Vorab: Ich habe in einem anderen Thread mal ein paar Dinge aus meiner Sicht als Gläubiger geschrieben und habe dies auch immer betont. Als Gläubiger sehe zwangsläufig einige Dinge anders, als Atheisten. (Das ist übrigens Wahrheit *g*) Trotzdem wurde versucht, mir das mit Argumenten zu widerlegen, die aus der Sicht von Atheisten zwar stimmig waren, aber für mich halt nicht. Wollte aber viele nicht so richtig einsehen.
Was ich jetzt hier schreibe, hätte ich auch als 17-jähriger schreiben können – als mir jegliche Form von (Nicht-)Gottesglaube am Allerwertesten vorbeiging.
„Bei uns "segnet" keiner den Text des anderen ab. Inhaltliche Debatten finden intern erst nach der jeweiligen Veroeffentlichung statt. In diesem Fall gab es keine. Gegebenenfalls wird der Artikel wieder aus dem Netz genommen. Also "C.B.".
"Ich persoenlich haette den Text so nicht geschrieben. Andersherum aber C.B. so manchen Text von mir auch nicht. Der Text wirkt provokativ und sarkastisch, aber das war wohl die Intention des Verfassers. Mit dieser Intention kann ich leben.„
Sorry, das finde ich aber etwas seltsam. Ende November war diese Geschichte das erste, was man auf dieser Seite lesen konnte. Da muss ich doch schon davon ausgehen, dass man da zumindest mal drüber gesprochen hat. Was ist denn, wenn einer von Euch *g* doch mal zu einer Religion überläuft (ist ja jetzt egal, welche)? Darf der dann auch noch Texte aus seiner Sicht als Gläubiger schreiben?
Das ganze lässt auch noch eine andere Interpretation zu. Wenn ich das richtig verstehe, ist C.B. sowas wie der Chefredakteur. Darf der also schreiben was er will? Ohne das mit den Mitarbeitern abzusprechen?
„Damit schlaegst Du Dich auf die Seite der Zensur, indem Du mehr oder weniger forderst, die Redaktion (oder Mitarbeiter) des HUMANIST sollen keine Nachrichten von scheinbar (oder angeblich) unserioesen Quellen hier kommentieren. „
Sorry, das ist doch absoluter Quatsch. Erstens kann ich Euch das nicht vorschreiben, und Zweitens: „Zweimal überlgen“ heisst nicht es gar nicht mehr machen.
Im übrigen: Sehe ich selbst eine Quelle als unseriös an, würde ich mich hüten, auf meiner eigenen Seite die entsprechende Meldung wiederzugeben.
Was das mit Zensur zu tun haben soll, ist mir absolut nicht klar.
"Das ist mir vollkommen klar. Doch schaetzungsweise 70-80 Prozent aller in Deutschland verkauften Tageszeitungen stammen aus dem Springer-Verlag oder sind erklaertermassen die BLOED-Zeitung. Gerade das macht einen gewissen Reiz aus, diese unqualifizierten Meldungen entsprechend sarkastich zu kommentieren. "
"Wieso ist das Heuchelei? Von 100 verkauften Tageszeitungen sind etwa 80 Stueck die BILD. Einen Meinungs-, Nachrichten oder Stimmungsmacher dieser Groessenordnung - ob nun m.E. serioes oder nicht - kann oder sollte man keinesfalls nicht stetig unkommentiert lassen. Ich kenne Menschen, die finden die "Nationalzeitung" fuer unserioes und andererseits kenne ich Leute, fuer die ist der "Spiegel" ein unlauteres linkes Hetzblatt, das nur Unwahrheiten verbreitet. "
„Sorry - da diskutierst Du wohl mit dem Falschen. Schreib doch mal `ne eMail an C.B. (siehe Mitarbeiter). „
Wenn Du das so siehst, hättest Du Diskussion doch gar nicht erst anfangen brauchen, oder?
„So nebenbei erwaehnt eine andere "Heuchelei". Die von uns gezeugten Kinder werden taeglich von GLAEUBIGEN im Kindergarten "diffamiert", indem sie ihr Recht auf ReligionsFREIHEIT nicht ausueben duerfen. „
Habe ich andere Erfahrungen, sorry. Wenn dem so sein sollte, warum meldest Du Deine Kinder nicht dort ab?
„Die Kinder lernen im Kindergarten beispielsweise Adventskerzen anzuenden (nichts gegen bunte Kerzen), schoene Weihnachtsliedchen singen (nichts gegen heimelige Winterlieder), sich beschenken (nichts gegen Geschenke; aber das kann man uebers Jahr auch tun), Krippe aufstellen/basteln (die Kreativitaet des Bastelns ist unabdingbar), etc., ohne dass ein konkreter Bezug zum Inhalt des Johannesevangeliums bestuende (hier konkret Weihnachtsgeschichte -> Faelschung. So wurde z.B. die Anzahl der Heiligen "Drei Koenige" und auch deren Namen erst im 8. Jahrhundert kanonisch festgelegt). Das Handeln der Kinder und (einstige?) Wirklichkeit - besser Theologie - klaffen hier evident auseinander. „
Ach das meinst Du. Ich dachte schon, Deine Kinder würden so richtig knallhart missioniert werden. Herrschaftszeiten, meinst Du nicht, man kann alles übertreiben? Wenn Du das so siehst, dürftest Du ab Mitte Oktober durch keine Fussgängerzone mehr gehen.
"Natuerlich, die Kinder sind ja auch viel zu klein, um ueber Metaphysik philosophieren zu koennen (siehe Bericht der BLOED dazu weiter unten), doch - so frage ich mich - was hat das Ganze dann fuer einen paedagogischen Hintergrund? Ausser, dass es einfach SCHOEN ist? (das ist Schlittenfahrten auch...). Wird da die Vision einer heilen Welt "gehaetschelt" (waehrend anderswo tausende Kinder den Hungertod sterben)? Wird dies so gemacht, weil es ALLE so machen?"
Ja, meine Güte, genau deshalb wird das gemacht, und wenn´s Dir nicht passt, dann lass Deine Kinder doch zu Hause, wenn´s auch Weihnachten zugeht. Oder wandere am Besten aus. Muss denn alles immer einen pädagogischen Sinn haben? Soll man denn 4jährige Kinder ständig mit einem der grössten Probleme dieser Welt konfrontieren?
" Ein St.-Martinszug und keine paedagogischen Konsequenzen daraus? Gar nur der Erlebniskick, einmal auf einem Gaul zu reiten und im Dunkeln eine Laterne zu schwenken? Was ist mit der Intention der Trennung von Staat und Kirche? Religiositaet und religioese Feste sind scheinbar eben doch keine Privatsache - die Mehrheit entscheidet darueber und somit ueber die Artikel 4 unserer Verfassung und Art. 18 der UN-Charta (Individualrechte). Oder ist Weihnachten, die Adventszeit, etc. sozusagen ein weltlicher Brauch? Fehlt blos noch, dass sie im KiGa zum Beten anfangen. Mit welcher Begruendung koennte das dann ein Elternteil ablehnen, wenn er doch bei den anderen pseudoreligioesen Handlungen - deren metaphysisches Verstaendnis den Kindern verschlossen bleibt - nicht reklamiert hatte? Sollte man als nichtglaeubige Minderheit dann lieber den Kindern bei Weihnachtsfeier, Wichtelgeschenke, Krippenbasteln, etc. einen Austag "goennen"? Nee. Das waere bewusste Ausgrenzung, und davon halte ich nichts. Also, dann lieber mit den Woelfen heulen!? "
Dann bleibt Dir wohl n ur eine Alternative: Auswandern.
Sorry, aber das klingt doch arg nach Verwolgungswahn. Diese Weihnachtsfeierei ist nunmal Tradition in Deutschland, ob einem das nun passt oder nicht. Mit dem biblischen Weihnachten hat das alles ohnehin nichts mehr zu tun, da kann die Kindergärtnerin (der das ganze übrigens in der Regl auch sonstwo vorbeigeht) das Lukasevangelium 20 mal vorwärts und rückwärts vorlesen.
Jetzt komm´ mir nicht mit Trennung von Kirche und Staat, denn vom Staat geht das schon lange nicht mehr aus, das ist eine reine Geschäftemacherei, die von fast jedem mitgespielt wird.
Es gibt in diesem Land genug Dinge, die mir auch nicht passen, aber die würde es in jedem Land geben. Gegen manches kann man was tun, anderes muss man auch mal in Kauf nehmen. Es kann nunmal nicht alles so sein, wie ich es gerne hätte.
Und wenn Du meinst, Kirche und Staat wären in diesem Punkt zu eng mit einander verbunden (was ich persönlich im Fall „Weihnachten“ aber ganz anders sehe), dann kannst Du Dich diesbezüglich mal in den arabischen Staaten umschauen. Dann würdest Du Dich nach dem Kruzifix in den Klassenzimmern zurücksehnen – weil das das weitaus geringere Übel ist.
"Hast Du Dich nie gefragt, wie Du zu Deinem GLAUBEN gekommen bist? Dass Dein GLAUBE auch nur abhaengig war von Ort und Datum Deiner Kindheit? "
Das brauch ich mich nicht zu fragen, das weiss ich ganz genau. Und dazu war keine Schule und kein Kindergarten nötig. Meine Eltern haben mit Glauben überhaupt nichts am Hut. Für den Glauben habe ich mich ganz bewusst und nach langer Überlegung entschieden, als ich 18 war.
„Aber natuerlich. Nicht umsonst verwendete C.B. u.a. den Begriff "BLOED"-Zeitung. „
Stand das schon von Anfang an da?
Aber davon abgesehen. Wenn man sich die News auf dieser Homepage anschaut, merkt man schnell, dass hier nur verbreitet werden soll: Kirch ist im Zusammenhang mit Staat korrupt, die Rädelsführer der Kirche sind alle Kinderficker und diejenigen, die dem hinterherrennen, sind alle bescheuert.
OK, ist Eure Meinung, akzeptiere ich. Aber akzeptiere bitte auch, dass es meiner Meinung nach nicht sehr glaubwürdig wirkt, wenn man eine Story aus der BILD in diese Reihe bringt. Der Text auf dieser Seite passte nämlich sehr gut in das, was sonst hier verbreitet wird. Wieso willst Du mir dann verkaufen, dass sich das als Sarkasmus gegen die BILD richten sollte? Entschuldige bitte, Herbert, aber das ist doch absoluter Humbug.
"Fast richtig: Man muss gar nicht suchen. "
„Das Christentum ist wohl vom Himmel gefallen? Nee, das Eine gerneriert das Andere (und teils umgekehrt). Das Christentum ist nicht besser oder schlechter als andere Religionsgemeinschaften. Mir geht es nicht darum, aufzuzeigen, wie geisteskrank GLAEUBIGE sind oder wie krass der Unterschied zwischen fundamentalen GLAEUBIGEN und scheinbar liberalen GLAEUBIGEN ist oder der Unterschied zwischen den verschiedenen Religionsgemeinschaften. Alles egal. Fuer mich ist vielmehr der GLAUBE an IRGEDWAS das Uebel der Menschheit. Ein Leben ohne zu GLAUBEN ist m.E. ein befreites, autarkes Leben. Man benoetigt keine geistig-religioesen Kruecken, um ein ethisch moeglichst einwandfreies Leben zu fuehren. Ich will auch niemandem seinen GLAUBEN nehmen. Ich engagiere mich lediglich fuer die konsequente Trennung von Staat und Kirche. „
Schön für Dich. Ich hätte übrigens nichts gegen Trennung von Kirche und Staat einzuwenden. Was dabei rauskommt, sieht man ja in diversen arabischen Staaten. Da sieht es bei uns noch ganz gutn – um nicht zusagen „human“ aus.
„Das sehe ich genau umgekehrt. Denn nicht Du, sondern ich stehe taeglich hinter einer Ladentheke und schaue in die Gesichter der BLOED-Leser. Und was GLAUBST Du, was ich da sehe? Ich kann Dir zu 99 Prozent sagen, wenn ein mir unbekannter Kunde in den Laden kommt, ob er die BLOED-Zeitung will oder eine andere Tageszeitung. Da schliesse ich mit Mitarbeitern seit Jahren Wetten ab. Von dieser Seite her bin ich vielleicht eindeutig vorbelastet und deswegen lese ich C.B.`s "Pamhlet" mit Genuss. „
Im Gegenteil - die liderliche Berichterstattung der BLOED-Zeitung mit Zynismus zu kommentieren halte ich z.T. fuer herausfordernd (zumindest fuer deren Leser). "
"Wir zwei gehoeren halt zu den 20 Prozent, die diese Zeitung (subjektiv?) fuer unserioes halten. Das mag aber nicht zwingend fuer die anderen 80 Prozent zutreffen, die dieses Blatt taeglich konsumieren. Denen kann/darf/sollte man einige Kommentare zu ihrem "Lesestoff" nicht vorenthalten. Ist ja nicht so, dass wir hier im HUMANIST taeglich die BLOED zitieren. "
Nochmal: Der Text auf der News-Seite hat nichts mit Sarkasmus zur BILD zu tun.
"Auch ich blaettere dieses Blatt ab und an durch und siehe da - ich wurde ebenso fuendig:
N O C O M M E N T ! "
Okay, den Text musste ich jetzt nicht nochmal hier reinstellen :-)
Warum regst Du Dich darüber auf? Du kannst Deinem Kind doch einfach sagen: „Darüber brauchen wir nicht zu reden, weil es keinen Gott gibt.“
Und was die betrifft, die das lesen – die lesen noch ganz andere Sachen in diesem Schmierblatt, da ist das noch das geringste, über das ich mich aufregen würde.
"Was ist Wahrheit?
Was ist Deine Wahrheit? "
"Wann im Leben geht es nicht darum?
Vieles im Leben sind nur geistige Konstrukte, die wir fuer WAHR halten. "
„Das betrifft auch andere Zeitungen/Magazine. Man duerfte dann z.B. nie irgendwelchen Kaese aus pseudo-esoterischen Zeitungen aufarbeiten und einen Artikel daraus machen, weil irgendjemand (gar ein GLAEUBIGER) daherkommt und meint, dieses Blatt sei unserioes (auch wenn ich selbst das Blatt als solches empfinde). „
Herbert, wir drehen uns im Kreis. Du gibst doch im Prinzip zu, dass auf dieser Seite ein Artikel aus der BILD dazu benutzt wurde, um die sog. Gläubigen schlecht aussehen zu lassen. Warum streitest Du das eigentlich dauernd ab?
„Das kann nur aus dem Mund eines GLAEUBIGEN stammen. Sarkasmus, Satire, Witz, etc. ueber GLAUBENSdinge geht eben gegen den Strich der GLAEUBIGEN. Da kann man eben nichts machen. Und da spielt es auch keine Rolle, unter welcher Domain die Web-Seite firmiert (siehe z.B. http://www.zyn.de) „
"Nochmal: Sarkasmus, Satire, Witz, Zynismus, Aufruetteln, sich Aergern... bei Dir hat ja eben scheinbar auch was gegriffen. "
Ja ich bin Gläubig, aber es spielt in dem Fall keine Rolle (siehe Anfang dieses Postings). Hier sollen doch Gläubige schlecht gemacht werden (ich benutze jetzt mal nicht „diffamieren“, ist auch zu hart.). Ist OK, damit kann ich leben. Aber dann gib es doch auch zu und rede nicht dauernd von Sarkasmus in Richtung BILD.
Das meine ich übrigens mit Heuchelei.
"Das denke ich nicht (ich bitte um konkreten Sachnachweis). Wer unsere Texte nicht lesen will, kann den PC abschalten.
Die in kommunalen Kindergaerten zum Gebet gezwungenen Kids, die im RU missionierten Schueler, die zwangsgetauften Saeuglinge, etc. - all die koennen den PC nicht abschalten... "
"Der "Blick" reicht eben nicht aus, um zu erkennen, dass wir mit den gleichen Mitteln arbeiten (Dein Vorwurf) wie die Kirchen. Wir betreiben hier evident keine Mission oder fruehkindliche Indoktrination, welcher die Kinder unausweichlich ausgesetzt sind. "
Ach – und wie nennst Du das denn dann? OK, Ihr habt hier nicht die Bühne wie die angeblich ach so missionierenden Kindergärten. Aber wenn Du die Möglichkeit hättest, würdest Du das doch sofort nutzen, um Deine Blossstellung voranzutreiben. Aus Deiner Sicht verständlich, aber – ist das etwa keine Missionierung?
"Wie schon gesagt: Wem die Texte hier nicht gefallen, der kann den PC abschalten. Die Kinder im Kindergarten koennen sich bei Bedarf und im Falle religioeser Konditionierung nicht abschalten - das ist ein evidenter Unterschied. "
Sorry, aber mit Missionierung hat das, was in den Kindergärten und Schulen passiert, wenig zu tun. Es gibt Einrichtungen dieser Art, wo das passiert, aber das weiss man normalerweise und schickt seine Kinder nicht dorthin, wenn man das nicht will.
"Das loest erstens nicht die Thematik der fehlenden Trennung von Staat (kommunaler Kindergarten) und Kirche (Subsidiaritaetsprinzip) und zweitens gibt es noch andere faktoren. Wer dringend einen Kindergarten benoetigt, weil beide Elternteil aus finanziellen Gruenden arbeiten muessen? Was ist mit Alleinerziehenden? Es gaebe noch genug andere Beispiele. Gerade aber in staatlichen, also kommunalen Kindergaerten ist es immer noch Usus, christlich-religioese "Werte" zu vermitteln. Bei uns in Bayern wurden vom RU abgemeldete Kinder bis vor kurzem gezwungen, diese Entscheidung jaehrlich zu erneuern. Oftmals unterrichten im RU Religionsleherer, weil es das Stuedienfach Ethik nicht gab. "
OK, ich sehe ein, dass es in Bayern anders läuft, als in Rheinland-Pfalz, Hessen oder NRW. Find´ ich auch nicht besonders toll. Aber es ist nunmal so, dass die sogenannte christliche Kultur allgemein anerkannt oder sagen wir besser Mehrheitsfähig ist. Das schränkt die Religionsfreiheit hier und da sicher ein, aber Du tust ja gerade so, als würde sie völlig aufgehoben, das scheint mir arg übertrieben. (Ich rege mich doch auch nicht auf, weil ich finde, dass es für mich als Gläubigen nicht genug Angebote gibt.)
Und wenn´s Dir derart stinkt, dann geh´ doch in die Politik und tu´ was dagegen.
"Ich lach mich tot - was ist mit dem Saeugling? Hat der keine Menschenrechte? "
"Seit wann stehen Entscheidungen der Eltern (z.B. Pruegelstrafe) ueber den Menschenrechten (hier GG, Art. 4 und UN-Charta, Art. 18)? "
Man kann sich auch alles so zurechtbiegen, wie man es haben möchte. Darauf lohnt es sich nun wirklich nicht, einzugehen.
"Aaaah... deshalb gehoeren in Deutschland "nur" 65 Prozent der Buerger einer der beiden christlichen Grosskirchen an? "
Mein Vater gehört auch der ev. Kirche an und glaubt trotzdem nicht an Gott. Dieses Argument ist völliger Schwachsinn, weil er an der Realität vorbeigeht. Die meisten gehören nur der Kirche an, weil es Tradition hat. Viele „wirklich“ Gläubige treten aus und gehen in Freikirchen.
"Sorry - Fuer mich nicht. Fuer einen GLAEUBIGEN vielleicht schon. "
Dass ich anders argumentiere, liegt doch wohl auf der Hand, oder? Aber nochmal: Das meiste hätte ich auch aus der Sicht von jemandem schreiben können, dem das alles egal ist.
So, blickt jetzt noch jemand durch? :-)
Ist klar. Hab´ Dich auch lieb. <!-/Post: 3103-!> <!-Post: 3104-!>
Von Stefan M. am Freitag, den 13. Dezember, 2002 - 13:56:
Noch´n Posting – Du bist anstrengend :-)
Was sind denn „gute Christen“?
Mechanismen? Meinst Du ernsthaft, alle GLÄUBIGEN wären gleichgeschaltet?
Setz Dich doch auch einfach fuer die Trennung von Staat und Kirche ein, wenn Du meinst, Christentum sei so fundamental different von den Vereinigungen der Kirchen.
Wieso bringst Du denn jetzt Fundamentalismus ins Spiel? Dass Kirche mit dem, was Christentum ausmachen soll, nicht mehr viel gemeinsam hat, sieht doch ein Blinder mit ´nem Krückstock. Ihr deckt es doch tattäglich auf. Wo ist also Dein Problem?
Wuerde das die Mehrheit der ueber 45 Mio. der - angemeldeten - ChristenGLAEUBIGEN in Deutschland tun, dann waere doch das Kruzifix im Klassenzimmer wohl das erste Relikt, das in staatl. Einrichtungen verschwinden wuerde (siehe 2. Gebot des Christentums)
Es gibt keine 45 Mio Gläubigen in Deutschland., bestenfalls Kirchenmitglieder.
Also, ich hätte als 14 jähriger jede Woche 2 Freistunden gehabt, wenn ich mich dem RU entzogen hätte. Ach ja, Du setzt schon wieder „Kirche“ und „Christentum“ gleich. Das ist einfach ein Fehler.
Die prinzipielle Frage fuer mich persoenlich ist lediglich jene: Wuerden die hilfreichen Menschen, die sich als GLAEUBIGE ausserhalb der Kirchen sehen auch dann noch ihren Naechsten lieben, GLAUBTEN sie nicht an einen Gott/Jesus?
Anders gefragt: Sind sie vielleicht erst dadurch zu Nächstenliebenden geworden? Wäre das so negativ?
Ist der Missionar in Indien nicht deswegen Missionar, weil er seinen GLAUBEN als den einzig wahren ansieht und ihn deshalb - im Namen der Entwicklungshilfe/Naechstenliebe - anderen "aufschwaetzen" will? Handelte er genauso (angeblich) altruistisch, GLAUBTE er nicht an (s)einen Gott? Ist die Basis ihrer Naechstenliebe Ihr GLAUBE oder wie bei vielen religions, GLAUBENS- und gottfreien Menschen eine ethische Ueberzeugung?
Schreibt IHR nicht auch diesen ganzen Kram hierein, weil IHR davon überzeugt seid, dass es stimmt
Übrigens hat der Gläubige den Auftrag bekommen, seinen Glauben zu verbreiten. Der Missionar in Indien handelt also nur nach seinem Glauben. Und wen´s nicht interessiert, der kann ja weghören
(Ja, ich weiss, die Realität sieht da auch anders aus. Aber der Machtmissbrauch ist nunmal eine allgemeine Krankheit des Menschen. Wen das im Namen des Christentums passiert – um so schlimmer.)
Christen haben also keine Wertschätzung für ein anständiges Leben, oder wie muss ich das verstehen? Na schönen Dank auch.
Die zahllos Dahingemetzelten - auf Basis der christlichen Moral gefuehrten Kriege - setze ich hier nicht ins Verhaeltnis zu den Toten des staatlich verordneten Zwangsatheistismus`, respektive deren (Religions-)Kriege. Von den etwa 8 Milliarden Menschen, die - historisch verifizierbar - in den vergangenen 8.000 Jahren starben, verlor etwa die Haelfte ihr Leben gewaltsam; zuhauf meist durch Glaubens-/Religionskriege. Was also sollte mich bewegen, (wieder) GLAEUBIG zu sein?
Vielleicht, weil das GLÄUBIGSEIN nichts mit dem Gemetzel zu tun hat? Du bestätigst mir doch, dass Du genau den Fehler machst, den ich Dir heute morgen vorgeworfen habe.
Die Angst vor dem Tod, der egoistische Wunsch, ewiglich existenz sein zu wollen? Oder gaebe es sonst noch GLAUBENSgruende?
Angst vor dem Tod empfinden auch Menschen, die in ein Flugzeug steigen. Meinst Du, die ziehen deshalb so über diejenigen her, die oft das Flugzeug benutzen?
Was ist am Wunsch des ewigen Lebens egoistisch?
Meine Glaubensgründe habe ich im Thread „Erfahrungen“ erläutert. <!-/Post: 3104-!> <!-End-!>

References: Art. 18
 Art. 4
 Art. 18
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