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Timestamp: 2016-10-23 16:26:59+00:00

Document:
5C.14/2002 (20.02.2002)
5C.14/2002/min
Bundesrichter Meyer, Bundesrichterin Hohl und
A.________, Kl�ger und Berufungskl�ger, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Arnold Weber, Waisenhausstrasse 14,9000 St. Gallen,
8. K.________, Beklagte und Berufungsbeklagte, alle vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Markus Wick, Bachmattweg 1, 5070 Frick,
A.- Am 8. November 1995 schlossen die Parteien vor dem Pr�sidenten des Bezirksgerichts X.________ in einem Erbteilungsverfahren folgenden Vergleich (im Folgenden: Vergleich):
"II. Erbvorbez�ge
Die Parteien einigen sich auf die nachstehend aufgef�hrten
Erbvorbez�ge und anerkennen deren Ausgleichungspflicht
im Sinne von Art. 626 Abs. 2 ZGB. Stich- tag der Abrechnung bildet der 1. Januar 1992.
Die Witwe des verstorbenen Nachkommen L.________,
M.________, hat von den Erblassern 1972 ein unverzinsliches
Darlehen im Betrag von Fr. 50'000.-- erhalten
1972 (Darlehen) Fr. 50'000.--
F.________ hat im Jahre 1982 Fr. 30'000.-- und im Jahre
1988 Fr. 50'000.-- an Erbvorbez�gen erhalten.
1982 (Erbvorbezug) Fr. 30'000.--
1988 (Erbvorbezug) Fr. 50'000.-- Fr. 80'000.--
N.________ hat im Laufe der Jahre Erbvorbez�ge in H�he
von gesamthaft Fr. 156'800.-- erhalten.
ab 1972 (Erbvorbezug) Fr. 156'800.--
I.________ hat 1965 Fr. 5'000.--, 1980 Fr. 20'000.--,
1981 Fr. 5'000.-- und 1982 Fr. 50'000.-- an Erbvorbez�gen
1965 (Erbvorbezug) Fr. 5'000.--
1980 (Erbvorbezug) Fr. 20'000.--
1981 (Erbvorbezug) Fr. 5'000.--
1982 (Erbvorbezug) Fr. 50'000.-- Fr. 80'000.--
K.________ hat 1964 Fr. 8'000.-- f�r Aussteuer und 1981
Fr. 5'000.--, 1982 Fr. 50'000.-- an Erbvorbez�gen und
1988 Fr. 10'000.-- als Darlehen erhalten. Das per 1970
ausgerichtete Darlehen in H�he von Fr. 30'000.-- ist im
April 1977 zur�ckbezahlt worden, weshalb eine Anrechnung
1964 (Aussteuer) Fr. 8'000.--
1982 (Erbvorbezug) Fr. 50'000.--
1988 (Darlehen) Fr. 10'000.-- Fr. 73'000.--
A.________ t�tigte mit den Erblassern nachstehende
Rechtsgesch�fte. Seine Bez�ge sind wie folgt auszugleichen:
a) Beide Erblasser haben seinerzeit einen Bauernhof
in Y.________ gekauft und diesen direkt auf den
Namen von A.________ im Grundbuch eintragen lassen.
Der Anrechnungswert betr�gt Fr. 157'000.--. Beim
Erwerb hat A.________ bei der Hypothekarkasse
Fr. 29'000.-- an Schulden �bernommen und verzinst.
Am 18. M�rz 1966 hat er �berdies an die Erblasser
Fr. 20'000.-- �berwiesen. A.________ hat zudem
Fr. 20'200.-- an Zinsen bezahlt. Somit sind ihm
aus dieser Transaktion Fr. 87'800.-- anzurechnen.
b)F�r den Neubau der Scheune auf "Z.________" hat der
Erblasser im Jahre 1985 A.________ Rechnungen in
H�he von Fr. 31'430.-- bezahlt, was zur Ausgleichung
c)Im Jahre 1987 hat A.________ ein Darlehen von
Fr. 18'500.-- erhalten; auf die Einforderung des
Zinses wird verzichtet.
Anrechnung Y.________ Fr. 87'800.--
1985 (Erbvorbezug) Fr. 31'400.--
1987 (Darlehen) Fr. 18'500.-- Fr. 137'700.--
Gesamthaft sind Fr. 577'500.-- zur Ausgleichung zu
bringen. �ber die genannten Betr�ge hinaus hat keine
der Parteien Ausgleichungen zu leisten.
III Lidlohnanspr�che und Forderungen der Miterben
A.________ beansprucht als Lidlohn f�r seine T�tigkeit
in den Jahren 1954 - 1965 im Landwirtschaftsbetrieb und
im Pferdehandel der Eltern Fr. 40'000.--. �berdies
steht ihm der Betrag von Fr. 35'000.-- zu f�r seine
w�chentlich zwei bis drei Fahrten von 1965 - 1981 f�r
und mit seinem Vater. Im weiteren stehen ihm pauschal
Fr. 83'000.-- zu f�r R�ckerstattung der in den Betrieb
get�tigten Investitionen, f�r Stroh- und Heulieferungen
an die v�terliche Pferdehandlung samt entsprechender
Arbeiten, f�r weitere Warenlieferungen sowie f�r nachtr�gliche
AHV/IV/EO-Forderungen betreffend seinen Lidlohn.
Seine Forderung bel�uft sich gesamthaft auf
Fr. 158'000.--.
4. Zusammenfassend betragen die Lidlohnanspr�che und
Forderungen der Miterben Fr. 158'000.--.
IV Verm�gensstatus
A. Aktiven
1. Kapitalien (inkl. Zins) per 31.12.1991Fr. xxxxxxx.--
2. Gew�hrte Erbvorbez�ge Fr. 577'500.--
3. Kaufpreisrestanz-Forderung gegen-
�ber B.________ aus dem Kauf- vertrag aus dem Jahre 1981 �ber
Fr. 175'000.-- samt Zins seit
01.01.1988 ca.Fr. 210'000.--
4. Landwerte
- Parz. yyy + xxx (Steuerwert) ca.Fr. 183'500.--
- Chalet (gesch�tzt) ca.Fr. 420'000.--
Total Aktiven Fr............
1. Forderungen der Miterben
- A.________ Fr. 158'000.--
2. Entsch�digung B.________ Fr. 33'000.--
3. Bem�hungen Notar O.________ nach
Zeitaufwand gem�ss Abrechnung ca.Fr. 7'000.--
4. Teilungsliquidation inkl.
Unkosten ca.Fr. 75'000.--
5. Grabunterhalt ca. Fr. 4'000.--
6. R�ckstellung �nderung Grab ca. Fr. 3'000.--
Total Passiven Fr.xxxxxxxxxxx
C. Reinverm�gen
Aktiven ca. Fr.
Passiven ca. Fr.
Reinverm�gen Fr............
V Erbaufteilung
Jeder Stamm beansprucht einen Sechstel des Reinverm�gens
von ca. Fr. , was einen Betrag von
Fr. ergibt.
Die Miterbin G.________ verzichtet auf Fr. 20'000.-- aus ihrem Erbteil; diese Fr. 20'000.-- werden der
Miterbin F.________ gutgeschrieben.
Dadurch erh�ht sich der Erbanteil von F.________
um Fr. 20'000.--, der Anteil von G.________ vermin- dert sich um diesen Betrag.
Unter Ber�cksichtigung der Erbvorbez�ge ergibt eine
erste grobe Sch�tzung die nachstehenden Anspr�che:
Erben des L.________ Fr.
abz�glich Fr. 50'000.-- Fr............
F.________ Fr.
abz�glich Fr. 80'000.-- Fr............
Erben des N.________ Fr.
abz�glich Fr. 156'800.-- Fr............
I.________ Fr.
K.________ Fr.
abz�glich Fr. 73'000.-- Fr............
A.________ Fr.
abz�glich Fr. 137'700.-- Fr............
VI Aufl�sung der Nachl�sse
Die Parteien bestimmen f�r die Liquidierung der beiden
Nachl�sse was folgt:
Der Notar O.________ amtete bis anhin als Verwalter
beider Nachl�sse. Weitere Befugnisse, wie etwa Vorbereitung
von Teilungshandlungen und der Liquidation stehen
ihm nicht zu. Seine T�tigkeit endet sp�testens mit
Rechtskraft des Abschreibungsentscheides. F�r seine bisherige
T�tigkeit wird er aus dem Nachlass nach notwendigem
ausgewiesenen Zeitaufwand mit Fr. 180.-- pro Stunde
entsch�digt.
Die Parteien beauftragen mit der Durchf�hrung der Erbteilung
als Erbschaftsliquidator Herrn Notar P.________.
Dieses Mandat umfasst unter anderem folgende Aufgaben:
- Sofortige �bernahme der Verwaltung des Nachlasses bis
zur endg�ltigen Teilung;
-Sofortige Liquidierung der Verm�genswerte der beiden
Nachl�sse;
-Gemeinsame Vertretung der Erben im Bankverkehr und
gegen�ber den Beh�rden;
- Ausarbeiten und Abschliessen eines detaillierten Teilungsvertrages
im Sinne der vorstehenden Vereinbarung;
Der ausgestellten Vollmacht an den Erbschaftsliquidator
kommt im Rahmen ihrer Zweckbestimmung genereller
Die Parteikosten bis zur vollst�ndigen Unterzeichnung
der vorliegenden Vereinbarung werden wettgeschlagen;
nachher belasten sie den Nachlass. Das tarifgem�sse
Honorar in H�he von 3 % der Bruttoaktiven des Nachlasses
zuz�glich Barauslagen wie Inserate, Photokopien
etc. Es k�nnen angemessene Vorsch�sse bezogen werden.
VII Besondere Vereinbarungen
Die Teilung der beiden Nachl�sse erfolgt der Einfachheit
halber so, wie wenn nur ein Nachlass bestehen
Die Grundst�cke sind nach folgender Reihenfolge zu ver�ussern:
a) durch interne Steigerung innerhalb der Miterben,
falls erfolglos
b) durch �ffentliche Ausschreibung; falls erfolglos
innert n�tzlicher Frist
c) durch �ffentliche Versteigerung.
A.________ gibt mit vollst�ndiger Unterzeichnung der
vorliegenden Vereinbarung sein Einverst�ndnis zur
K�ndigung der Darlehensforderung des Nachlasses gegen�ber
seiner Frau B.________, aus Kaufvertrag vom 30.6./20. 7.1981, Seite 4, �ber Fr. 175'000.-- samt
B.________ anerkennt die Schuld gem�ss Ziff. 7.3 und
verpflichtet sich zur Zahlung von Fr. 175'000.-- zuz�glich
bis dannzumal angelaufenem Zins drei Monate nach
vollst�ndiger Unterzeichnung dieser Vereinbarung.
Nach vollst�ndiger Unterzeichnung der vorliegenden Vereinbarung
wird im Sinne einer partiellen Teilung der
Betrag von gesamthaft Fr. 600'000.--, je Fr. 100'000.-- an jeden Stamm, ausgesch�ttet.
Die Gerichtskosten werden dem Nachlass belastet.
wird das Verfahren vor Bezirksgericht
X.________ erledigt.. "
Am 14. November 1995 schrieb das Bezirksgericht X.________ das Erbteilungsverfahren gest�tzt auf diesen Vergleich ab. Eine gegen diesen Beschluss erhobene Appellation beim Obergericht des Kantons Aargau und die gegen den Appellationsentscheid erhobene Berufung beim Bundesgericht blieben ohne Erfolg.
Am 28. Juni 1997 liess Notar P.________ die Grundst�cke W.________ Nr. xxx und Nr. yyy unter der Leitung von R.________ versteigern. Der Zuschlag der beiden Grundst�cke erfolgte an die Beklagten des vorliegenden Verfahrens als Gesamteigent�mer.
B.- Mit Klage vom 14. Mai 1999 stellte der Kl�ger folgende Rechtsbegehren:
"1. Es sei festzustellen, dass s�mtliche Erben, bestehend
aus Kl�ger und Beklagten, Eigent�mer der Grundst�cke
Grundbuch W.________ Parz. Nrn. yyy und xxx
2. Der Grundbuchverwalter des Grundbuches W.________,
Grundbuchamt, V.________, sei anzuweisen, s�mtliche
Erben, bestehend aus Kl�ger und Beklagten, als Eigent�mer der Grundst�cke Grundbuch W.________
Parz. Nrn. yyy und xxx in das Grundbuch einzutragen.
3. Es sei betreffend die Grundst�cke Grundbuch
W.________ Parz. Nrn. yyy und xxx eine interne
Steigerung innerhalb der Miterben gem�ss Ziff.
VII/7. 2 lit. a) des Vergleichs vom 8.11.1995
4. Es sei betreffend des Nachlassaktivums "Chalet"
Grundst�ck Grundbuch W.________ Parz. Nr. zzz eine
interne Steigerung innerhalb der Miterben gem�ss
Ziff. VII/7. 2 lit. a) des Vergleichs vom 8.11.1995
5. Es sei der Stand des Nachlasses (Aktiven und Passiven)
per 31.12.1998 festzustellen.
6. Alles unter Kosten- und Entsch�digungsfolgen zu
Nach Durchf�hrung eines doppelten Schriftenwechsels und Einvernahme verschiedener Personen wies das Bezirksgericht X.________ die Klage ab, soweit es darauf eintrat. Die Appellation wies das Obergericht des Kantons Aargau am 2. November 2001 ab.
C.- Mit Eingabe vom 14. Januar 2002 hat A.________ Berufung eingelegt mit dem Antrag, die Berufung sei gutzuheissen und das angefochtene Urteil aufzuheben. Im Weiteren sei die Klage gutzuheissen, eventuell die Streitsache zur weiteren Abkl�rung des Sachverhalts zur�ckzuweisen. Es sind keine Antworten eingeholt worden.
D.- Das Bundesgericht hat die staatsrechtliche Beschwerde mit Urteil vom heutigen Tag abgewiesen, soweit darauf einzutreten war.
1.- Der Kl�ger macht geltend, das Nichteintreten auf Klagebegehren 5 verletze Bundesrecht. In seinem Klagebegehren 5 hat der Kl�ger verlangt, es sei der Stand des Nachlasses (Aktiven und Passiven) per 31. Dezember 1998 festzustellen.
a) Das Obergericht hat im angefochtenen Urteil dazu ausgef�hrt, wie ein Urteil erwachse auch ein Abschreibungsbeschluss, der auf Grund eines gerichtlichen Vergleichs ergangen sei, in materielle Rechtskraft. Dem Abschreibungsbeschluss komme dabei die gleiche Rechtskraftwirkung zu wie dem Urteil, welches er ersetze. Das Klagebegehren 5 erweise sich damit als abgeurteilte Sache, wenn es vom gerichtlichen Vergleich erfasst sei. Der Vergleich stelle inhaltlich einen Erbteilungsvertrag dar. Es w�rden darin der Nachlass von S.________ und L.________ insbesondere bez�glich der Anspr�che einzelner Erben gegen den Nachlass und die Quoten der Erben festgestellt sowie die Modalit�ten der Aufl�sung und Verteilung des Nachlasses festgelegt. Soweit der Kl�ger in Klagebegehren 5 verlange, dass der Stand des Nachlassverm�gens festzustellen sei, sei die Vorinstanz zu Recht nicht auf die Klage eingetreten, weil der Nachlass bereits im Vergleich rechtskr�ftig festgestellt worden sei und der Kl�ger kein sch�tzenswertes Interesse daran habe, das Nachlassverm�gen erneut per 31. Dezember 1998 feststellen zu lassen.
b) Der Kl�ger vertritt demgegen�ber die Meinung, es handle sich beim Vergleich lediglich um eine partielle oder beschr�nkte Erbteilung. Vieles sei noch offen geblieben und Notar P.________ habe im Vergleich einen rein privatrechtlichen Auftrag zur Durchf�hrung der Erbteilung erhalten. Da weder die Erbmasse, noch die Teilungsmasse im Vergleich festgestellt worden sei, verletze die Auffassung der Vorinstanz, der Nachlass sei bereits im Vergleich rechtskr�ftig festgestellt worden und der Kl�ger habe kein schutzw�rdiges Interesse daran, das Nachlassverm�gen erneut feststellen zu lassen, Bundesrecht.
c) Da der Feststellungsanspruch dem Bundesrecht unterliegt, ist die Frage, ob die Einrede der beurteilten Sache einem Eintreten entgegensteht, bundesrechtlicher Natur, so dass sie im Berufungsverfahren gepr�ft werden kann (BGE 101 II 375 E. 1 S. 377; 119 II 89 E. 2a mit Hinweisen).
d) Bereits mit Klage vom 9. November 1992, welche schliesslich zum Vergleich vom 8. November 1995 und zum rechtskr�ftigen Abschreibungsbeschluss f�hrte, verlangten die damaligen Kl�ger unter anderem die Feststellung der H�he des Nachlasses (Ziffer 3.1). Dieses Rechtsbegehren wurde deshalb vom umfassenden Vergleich und vom Abschreibungsbeschluss erfasst (zu dessen materiellen Rechtskraft: BGE 105 II 149 E. 1). Der Vergleich beinhaltet eine Einigung bez�glich der wichtigsten Fragen im Zusammenhang mit der Feststellung der Gr�sse des Nachlasses, insbesondere bez�glich der Erbvorbez�ge, der Lidlohn- und anderen Anspr�che einzelner Erben gegen den Nachlass, der Erbquoten sowie der Modalit�ten der Aufl�sung und Verteilung des Nachlasses. Es trifft daher, wie der Kl�ger an sich mit Recht festh�lt, zu, dass auf Grund der Dispositionsmaxime eine partielle Vereinbarung abgeschlossen wurde. Ebenso trifft zu, dass einzelne Posten, wie etwa die genaue H�he der Aktiven, nicht beziffert werden konnten und somit die effektiven Erbteile noch nicht feststanden. Im Vergleich wurde aber im Einzelnen das weitere Vorgehen geregelt.
So beauftragten die Parteien in Ziffer 6.2 Notar P.________ mit der Durchf�hrung der Erbteilung als Erbschaftsliquidator.
Er hat gem�ss dieser Ziffer den Nachlass zu verwalten, die Verm�genswerte zu liquidieren und den detaillierten Teilungsvertrag im Sinne der Vereinbarung auszuarbeiten. Was insbesondere die Liegenschaften anbelangt, sollten diese gem�ss Ziffer 7.2 prim�r durch interne Steigerung innerhalb der Miterben, falls erfolglos durch �ffentliche Ausschreibung und schliesslich innert n�tzlicher Frist durch �ffentliche Versteigerung ver�ussert werden. Es trifft deshalb zu, dass im Zeitpunkt des Vergleichs die einzelnen Werte frankenm�ssig noch nicht bestimmt waren. Das Vorgehen zur Bestimmung der Werte im Einzelnen war jedoch festgelegt worden, weshalb f�r eine vom Vergleich unabh�ngige Feststellung der Erbmasse per
31. Dezember 1998, wie dies mit der Klage vom 14. Mai 1999 verlangt wurde, kein Raum mehr blieb (BGE 116 II 738 E. 2a S. 743). Es ist aus diesem Grund nicht zu beanstanden, dass die kantonalen Beh�rden auf dieses Feststellungsbegehren nicht eintraten, bzw. die Appellation gegen den Nichteintretensentscheid abwiesen.
2.- Der Kl�ger vertritt die Auffassung, das Obergericht habe mit der Abweisung des Klagebegehrens 4 Bundesrecht verletzt.
In seinem Klagebegehren 4 hat der Kl�ger verlangt, es sei betreffend das Nachlassaktivum "Chalet" Grundst�ck Grundbuch W.________ Parz. Nr. zzz eine interne Steigerung innerhalb der Miterben durchzuf�hren.
a) Das Obergericht hat dazu festgehalten, es handle sich dabei um ein Vollzugsbegehren, welches sich auf den Vergleich st�tze. Es werde damit der Vollzug des Erbteilungsvertrages verlangt, weshalb auf das Begehren einzutreten sei.
Allerdings sei im Vergleich keine Frist f�r die Versteigerung vorgesehen. Bevor der Vollzug eingeklagt werden k�nne, m�sse der zust�ndige Erbschaftsliquidator aufgefordert werden, zur Versteigerung zu schreiten. Da eine solche Aufforderung bisher nicht erfolgt sei, m�sse das Begehren abgewiesen werden.
Der Kl�ger wendet dagegen ein, er habe das Mandat von Notar P.________ mit Schreiben vom 16. Juli 1998 widerrufen, so dass die verlangte Aufforderung abwegig sei.
b) Der Kl�ger verkennt bei seiner Argumentation, dass er dem Vergleich zugestimmt hat und daher das Mandat von Notar P.________ nicht mehr einseitig widerrufen konnte.
Setzen die Erben n�mlich einen Erbschaftsliquidator ein (Ziffer 6.2 des Vergleichs), steht ihnen diesem gegen�ber in der Regel das Weisungs- und Widerrufsrecht ausschliesslich zu gesamter Hand zu (vgl. Fellmann, Berner Kommentar, N. 112 und 118 zu Art. 403 OR sowie N. 41 ff. zu Art. 404 OR; vgl. BGE 101 II 117 S. 120 mit Hinweisen). Es trifft zwar zu, dass der Kl�ger bez�glich Ziffer 7.2 des gerichtlichen Vergleichs einen Vollzugsanspruch hat. Der zust�ndige Notar P.________ wird daher zur Versteigerung im Sinne dieser Bestimmung schreiten. Ebenso trifft indessen zu, dass dieser Anspruch nicht ohne weiteres eingeklagt werden kann, sondern die Partei, welche den Vollzug anstrebt, diesen zun�chst verlangen muss, zumal in der Vereinbarung keine Frist vorgesehen ist (vgl. Art. 102 OR). Dass der Kl�ger solches getan h�tte, macht er auch vor Bundesgericht nicht geltend.
3.- a) Der Kl�ger vertritt die Auffassung, das Obergericht habe mit der Abweisung des Klagebegehrens 3 Bundesrecht verletzt. Er hat darin verlangt, es seien die Grundst�cke Grundbuch W.________ Parz. Nrn. yyy und xxx gem�ss Ziff. 7.2 des Vergleichs vom 8. November 1995 innerhalb der Miterben zu versteigern. Er macht geltend, er habe als Gesamteigent�mer der Liegenschaften der Ver�usserung anl�sslich der Versteigerung nicht zugestimmt. Ohne seine Unterschrift sei das Gesch�ft nicht zu Stande gekommen. Im �brigen habe das Mandat von Notar P.________ nicht auch die Ver�usserung der Liegenschaften umfasst. Das Obergericht hat dieses Begehren abgewiesen mit der Begr�ndung, diese Grundst�cke seien unter Leitung des daf�r zust�ndigen Notar P.________ bereits g�ltig versteigert worden. Die Unterschrift des Kl�gers sei dabei nicht erforderlich gewesen, weil die im gerichtlichen Vergleich bzw. Abschreibungsbeschluss festgelegte Versteigerung als richterlich angeordnet zu gelten habe.
b) Der Erbschaftsliquidator und Notar P.________ ist im Vergleich von s�mtlichen Erben, also insbesondere auch vom Kl�ger, beauftragt worden, die Erbteilung im Allgemeinen durchzuf�hren (Ziffer 6.2 und 6.3 der Vereinbarung) und die Grundst�cke im Besonderen zu ver�ussern und zwar in erster Linie durch interne Steigerung innerhalb der Miterben (Ziffer 7.2 der Vereinbarung). Die Ziffern 6.2, 6.3 und 7.2 des Vergleichs k�nnen im Zusammenhang gelesen nicht anders verstanden werden, als dass das Mandat des Erbschaftsliquidators auch die Ver�usserung der Liegenschaften umfasst. Das Obergericht hat im angefochtenen Entscheid verbindlich festgestellt (Art. 63 Abs. 2 OG), dass Notar P.________ gem�ss Protokollen vom 28. Juni 1997, welche durch Notar T.________ beurkundet wurden, die beiden Grundst�cke unter der Leitung von R.________ am gleichen Tag versteigern liess. Der Zuschlag erfolgte an die Beklagten als Gesamteigent�mer infolge einfacher Gesellschaft. Die Anmeldung der Hand�nderung beim Grundbuchamt datiert vom 31. Juli 1997. Es handelte sich dabei um eine private Versteigerung, welche durch die Regelung in Art. 229-236 OR nicht erfasst ist, sondern f�r welche die allgemeinen Regeln �ber das Vertrags- und insbesondere das Kaufsrecht anwendbar sind (Ruoss, Basler Kommentar, N. 15 Vorbemerkungen zu Art. 229-236 OR; Giger, Berner Kommentar, N. 38 und 39 Vorbemerkungen zu Art. 229-236 OR). Bei der privaten Versteigerung muss der Kauf eines Grundst�cks deshalb grunds�tzlich �ffentlich beurkundet werden (Ruoss, a.a.O., N. 16 Vorbemerkungen zu Art. 229-236 OR). Anders verh�lt es sich bei privaten Versteigerungen durch Erbengemeinschaften.
Es steht n�mlich nichts entgegen, dass zur L�ckenausf�llung eines Vertrags die Sonderregelung in den genannten Artikeln als dispositives Recht Geltung beanspruchen darf (Giger, a.a.O., N. 39 Vorbemerkungen zu Art. 229-236 OR).
Zwar sind diese Vorschriften in der Regel dort nicht anwendbar, wo das Verfahren bei �ffentlicher Versteigerung besondere Vereinfachungen zul�sst, wie etwa die Ersetzung der �ffentlichen Beurkundung beim Grundst�ckkauf durch den Zuschlag.
Liegt aber eine Vereinbarung vor, mit der s�mtliche Mitglieder einer Erbengemeinschaft die interne private Versteigerung beschliessen, dann darf diese derart ausgelegt werden, dass es bei Uneinigkeit innerhalb einer Erbengemeinschaft gen�gt, lediglich den Steigerungsvorgang zu beurkunden und nicht auch die ausdr�ckliche Zustimmung des in der Steigerung Unterlegenen zu verlangen (vgl. Schmid, Die Grundst�ckversteigerung, in: Der Grundst�ckkauf [Hrsg. Alfred Koller], 2. Aufl. 2001, S. 471; Giger, a.a.O., N. 40 Vorbemerkungen zu Art. 229-236 OR; vgl. BGE 83 II 363 E. 3 S. 372). Die Unterschrift des Kl�gers war daher nicht erforderlich und die Versteigerung kam g�ltig zu Stande.
c) An diesem Ergebnis vermag auch die vom Kl�ger aufgestellte, aber nicht belegte Verschw�rungstheorie und die daraus abgeleitete Rechtsmissbr�uchlichkeit und Sittenwidrigkeit nichts zu �ndern. Er wurde unbestrittenermassen ordnungsgem�ss zur Versteigerung eingeladen. Es w�re an ihm gelegen, an der Versteigerung teilzunehmen und seinerseits ein h�heres Gebot zu machen, wenn er den Ver�usserungspreis als zu g�nstig erachtet h�tte. Er hatte keinen Anspruch darauf, dass mit der Versteigerung zugewartet werde, bis ihm sein Lidlohn gem�ss Ziffer 3.1 und sein Anspruch von Fr. 100'000.-- gem�ss Ziffer 7.5, deren verz�gerte Leistung teilweise auf sein Verhalten zur�ckzuf�hren war, ausbezahlt worden waren. Die Versteigerung war daher weder sittenwidrig, noch rechtsmissbr�uchlich.
4.- Aus diesen Gr�nden muss die Berufung abgewiesen und der angefochtene Entscheid best�tigt werden. Bei diesem Ausgang des Verfahrens tr�gt der Kl�ger die Verfahrenskosten (Art. 156 Abs. 1 OG). Parteikosten sind nicht zu sprechen, weil keine Antworten eingeholt wurden.
1.-Die Berufung wird abgewiesen, und das Urteil des Obergerichts, 1. Zivilkammer, des Kantons Aargau vom 2. November 2001 wird best�tigt.
2.-Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 9'000.-- wird dem Kl�ger auferlegt.
3.-Dieses Urteil wird den Parteien sowie dem Obergericht,
1. Zivilkammer, des Kantons Aargau schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 626
 BGE 
 Art. 403
 Art. 404
 BGE 
 Art. 102
 Art. 229
 Art. 229
 Art. 229
 Art. 229
 Art. 229
 Art. 229
 BGE