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Timestamp: 2018-07-20 06:51:31+00:00

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Bei einer vergleichenden Werbung kann der Vergleich irreführend sein, wenn Geschäfte unterschiedlicher Art und Grösse verglichen werden · Procureur de Hanovre - horak Rechtsanwälte/ Fachanwälte/ Patentanwälte Wirtschaftsrecht, internationales Recht, Droit de la PI, Antitrust, Droit de la concurrence, Droit des sociétés, Droit commercial, M&A, Du droit des, Droit de la technologie, Droit administratif
10. February 2017 administrateur
Art. 4 Pour sûr. a und c der Richtlinie 2006/114/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 12. Décembre 2006 über irreführende und vergleichende Werbung in Verbindung mit Art. 7 Abs. 1 à 3 Directive 2005/29/CE du Parlement européen et du Conseil du 11. Plus 2005 Les pratiques commerciales déloyales des entreprises vers les consommateurs dans le marché intérieur et modifiant la directive 84/450/CEE du Conseil, Les directives 97/7/CE, 98/27/CE et 2002/65/CE du Parlement européen et du Conseil et le règlement (EG) Non.. 2006/2004 du Parlement européen et du Conseil (La directive sur les pratiques commerciales déloyales) doit être interprété, dass eine Werbung wie die im Ausgangsverfahren in Rede stehende, in der die Preise von Waren verglichen werden, die in Geschäften unterschiedlicher Größe oder Art vertrieben werden, unzulässig im Sinne der erstgenannten Vorschrift sein kann, wenn diese Geschäfte zu Handelsgruppen gehören, die jeweils über eine Reihe von Geschäften unterschiedlicher Größe und Art verfügen, und der Werbende die Preise, die in den Geschäften größeren Umfangs oder größerer Art seiner Handelsgruppe verlangt werden, mit den Preisen vergleicht, die in Geschäften kleineren Umfangs oder kleinerer Art konkurrierender Handelsgruppen ermittelt wurden; etwas anderes gilt, wenn die Verbraucher auf klare Weise und in der Werbebotschaft selbst darüber informiert werden, dass der Vergleich zwischen den Preisen, die in den Geschäften größeren Umfangs oder größerer Art der Handelsgruppe des Werbenden verlangt werden, und den Preisen stattgefunden hat, die in Geschäften kleineren Umfangs oder kleinerer Art konkurrierender Handelsgruppen ermittelt wurden.
8. Février 2017(*)
Ayant pour objet une demande de décision préjudicielle en vertu de l'article. 267 TFUE, eingereicht von der Cour d’appel de Paris (Berufungsgericht Paris, Frankreich) par décision du 29. Octobre 2015, parvenue à la Cour le 4. Novembre 2015, dans le procédé
Président de la Chambre, M. Ilešič, der Richterin A. Prechal, des Richters A. Roses, Les juges, C.. Toader und des Richters E. Jarašiūnas (Journaliste),
Avocat général: H. Saugmandsgaard Øe,
Chancelier: En. Tourrès, Conseil d'administration,
S'agissant de la procédure écrite et à la suite de l'audience du 6. Juillet 2016,
considérant les observations:
– der Carrefour Hypermarchés SAS, représenté par B. Moreau-Margotin, M. Karsenty-Ricard, B. L’Homme-Houzai und F. Guerre, avocates,
- La Commission européenne, représenté par C. Valero und D. Roussanov als Bevollmächtigte,
ayant entendu les conclusions de l'avocat général à l'audience du 19. Octobre 2016
1 La demande de décision préjudicielle porte sur l'interprétation de l'article. 4 Pour sûr. a und c der Richtlinie 2006/114/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 12. Décembre 2006 über irreführende und vergleichende Werbung (ABl. 2006, L 376, S. 21) und von Art. 7 Directive 2005/29/CE du Parlement européen et du Conseil du 11. Plus 2005 Les pratiques commerciales déloyales des entreprises vers les consommateurs dans le marché intérieur et modifiant la directive 84/450/CEE du Conseil, Les directives 97/7/CE, 98/27/CE et 2002/65/CE du Parlement européen et du Conseil et le règlement (EG) Non.. 2006/2004 du Parlement européen et du Conseil (La directive sur les pratiques commerciales déloyales) (ABl. 2005, L 149, S. 22, berichtigt in ABl. 2009, L 253, S. 18).
2 Dieses Ersuchen ergeht im Rahmen eines Rechtsstreits zwischen der ITM Alimentaire International SASU (au-dessous: ITM) und der Carrefour Hypermarchés SAS (au-dessous: Carrefour) wegen einer Fernsehwerbekampagne von Carrefour, in der die in den Geschäften der Handelsgruppe Carrefour für Waren der großen Marken verlangten Preise mit denen in Geschäften konkurrierender Handelsgruppen verglichen wurden.
3 Par type de. 2 Pour sûr. b de la directive 2006/114 bedeutet „irreführende Werbung“ im Sinne dieser Richtlinie jede Werbung, die in irgendeiner Weise – einschließlich ihrer Aufmachung – die Personen, an die sie sich richtet oder die von ihr erreicht werden, täuscht oder zu täuschen geeignet ist und die infolge der ihr innewohnenden Täuschung deren wirtschaftliches Verhalten beeinflussen kann oder aus diesen Gründen einen Mitbewerber schädigt oder zu schädigen geeignet ist.
un) Sie ist nicht irreführend im Sinne der Artikel 2 Buchstabe b, Article 3 und Artikel 8 Paragraphe 1 der vorliegenden Richtlinie oder im Sinne der Artikel 6 et 7 Directive 2005/29 ...;
et) bei Waren mit Ursprungsbezeichnung bezieht sie sich in jedem Fall auf Waren mit der gleichen Bezeichnung;
fa) sie nutzt den Ruf einer Marke, eines Handelsnamens oder anderer Unterscheidungszeichen eines Mitbewerbers oder der Ursprungsbezeichnung von Konkurrenzerzeugnissen nicht in unlauterer Weise aus;
5 Art. 6 („Irreführende Handlungen“) Directive 2005/29 offre:
"(1) Une pratique commerciale est réputée trompeuse, wenn sie falsche Angaben enthält und somit unwahr ist oder wenn sie in irgendeiner Weise, einschließlich sämtlicher Umstände ihrer Präsentation, selbst mit sachlich richtigen Angaben den Durchschnittsverbraucher in Bezug auf einen oder mehrere der nachstehend aufgeführten Punkte täuscht oder ihn zu täuschen geeignet ist und ihn in jedem Fall tatsächlich oder voraussichtlich zu einer geschäftlichen Entscheidung veranlasst, die er ansonsten nicht getroffen hätte:
6 Art. 7 ("Omissions trompeuses») Directive 2005/29 est:
"(1) Une pratique commerciale est réputée trompeuse, si elle omet une information substantielle dans un cas particulier, compte tenu de toutes les circonstances et les limites propres au moyen de communication, les besoins du consommateur moyen, selon les circonstances, à prendre une décision commerciale en connaissance de, et provoque ainsi le consommateur moyen à prendre une décision commerciale ou est susceptible de causer, qu'il n'aurait pas prise autrement.
(2) Comme une omission trompeuse, il est également, quand une information essentielle commerçant visé au paragraphe 1 caché sous l'examen des questions qui y sont décrits, ou un peu clair, incompréhensible, façon ambiguë, ou ne pas fournir en temps opportun, ou s'il fait l'objet commercial de la pratique commerciale n'est pas identifié, à moins qu'il ne résulte directement des circonstances, et cela est toujours causé le consommateur moyen à prendre une décision commerciale ou est susceptible de causer, die er ansonsten nicht getroffen hätte.
»Publicité, die Waren oder Dienstleistungen miteinander vergleicht, indem sie unmittelbar oder mittelbar einen Mitbewerber oder von einem Mitbewerber angebotene Waren oder Dienstleistungen erkennbar macht, ist nur zulässig, quand
10 Nachdem ITM, das für Strategie und Geschäftspolitik der Lebensmittelhandelsmarken der „Mousquetaires-Gruppe“, insbesondere Intermarché Hyper sowie Intermarché Super, zuständige Unternehmen Carrefour aufgefordert hatte, die Verbreitung dieser Werbung zu unterlassen, leitete sie am 2. Octobre 2013 gegen Carrefour ein Verfahren beim Tribunal de commerce de Paris (Handelsgericht Paris, Frankreich) ein und beantragte deren Verurteilung zur Zahlung von 3 Mio. Euro als Ersatz des ihr entstandenen Schadens, ein Verbot der Verbreitung der beanstandeten Werbung sowie des Schaltens vergleichender Werbung auf der Grundlage ähnlicher Vergleichsmethoden, eine zwangsgeldbewehrte Verpflichtung zur Unterlassung der Verbreitung von acht Werbespots im Internet, ein zwangsgeldbewehrtes Verbot der vergleichenden Darstellung der Durchschnittspreisdifferenz der verschiedenen Handelsgruppen auf der Grundlage einer mit mangelnder Objektivität behafteten Vergleichsmethodik und die Veröffentlichung des zu erlassenden Urteils.
11 Mit Urteil vom 31. Décembre 2014 verurteilte das Tribunal de commerce de Paris (Handelsgericht Paris) Carrefour zur Zahlung von 800 000 Euro als Schadensersatz an ITM, gab den Anträgen auf Untersagung der Verbreitung der Werbung statt und ordnete die Veröffentlichung des Urteils an.
12 Dieses Gericht stellte u. un. étroit, dass Carrefour gegen das sich aus Art. L. 121‑8 des Verbrauchergesetzbuchs ergebende Gebot der Objektivität verstoßen habe, indem sie eine irreführende Methode zur Auswahl der Verkaufsstellen angewandt habe, die die Repräsentativität der Preisvergleiche verfälscht habe, und dass diese Verstöße gegen die Neutralität und die Objektivität einer vergleichenden Werbekampagne unlautere Wettbewerbshandlungen darstellten. Es führte ferner aus, dass die Informationen auf der Website von Carrefour den Verbrauchern keine klare Kenntnis davon ermöglichten, dass der Vergleich zwischen Geschäften unterschiedlicher Größe vorgenommen worden sei.
17 Unter diesen Umständen hat die Cour d’appel de Paris (Berufungsgericht Paris) décidé, surseoir à statuer et de poser les questions suivantes à la Cour pour une décision préjudicielle:
1. Ist Art. 4 Pour sûr. a und c der Richtlinie 2006/114, wonach „vergleichende Werbung … als zulässig [s'applique], sofern … [sie] … nicht irreführend [est] [et] sie … objektiv eine oder mehrere wesentliche, relevante, nachprüfbare und typische Eigenschaften dieser Waren und Dienstleistungen [vergleicht]", interpréter, dass ein Preisvergleich von durch Handelsmärkte vertriebenen Produkten nur zulässig ist, wenn die Produkte in Geschäften gleicher Art oder Größe verkauft werden?
2. Stellt der Umstand, dass die Geschäfte, deren Preise dem Vergleich unterliegen, unterschiedlicher Größe und Art sind, eine wesentliche Information im Sinne der Richtlinie 2005/29 donner, die notwendigerweise den Verbrauchern zur Kenntnis zu bringen ist?
3. Falls Frage 2 est affirmative: In welchem Umfang und/oder auf welchem Träger hat die Verbreitung dieser Information an die Verbraucher zu erfolgen?
18 Mit seinen drei Fragen, die zusammen zu prüfen sind, , La juridiction de renvoi, ob Art. 4 Pour sûr. a und c der Richtlinie 2006/114 doit être interprété, dass eine Werbung wie die im Ausgangsverfahren in Rede stehende, in der die Preise von Waren verglichen werden, die in Geschäften unterschiedlicher Größe oder Art vertrieben werden, unzulässig ist. Es möchte weiter wissen, ob der Umstand, dass die Geschäfte, deren Preise dem Vergleich unterliegen, unterschiedlicher Größe oder Art sind, eine wesentliche Information im Sinne von Art. 7 Abs. 1 et 2 Directive 2005/29, auf den Art. 4 Pour sûr. une directive 2006/114 verweist, darstellt und gegebenenfalls, in welchem Umfang und auf welchem Träger die Verbreitung dieser Information zu erfolgen hat.
19 Es ist festzustellen, dass mit der Richtlinie 2006/114 die Richtlinie 84/450/EWG des Rates vom 10. Septembre 1984 über irreführende und vergleichende Werbung (ABl. 1984, L 250, S. 17) kodifiziert wurde, die nach mehrmaliger Änderung dann durch die Richtlinie 2006/114 aufgehoben und ersetzt wurde, so dass die Rechtsprechung des Gerichtshofs zur Auslegung der Richtlinie 84/450 auf Sachverhalte, die unter die Richtlinie 2006/114 tombé, in vollem Umfang anwendbar ist.
20 Daher ist zu beachten, dass mit der Richtlinie 2006/114 die Bedingungen, unter denen vergleichende Werbung in den Mitgliedstaaten zulässig ist, abschließend harmonisiert werden und eine solche Harmonisierung naturgemäß mit sich bringt, dass allein anhand der vom Unionsgesetzgeber aufgestellten Kriterien zu beurteilen ist, wann vergleichende Werbung zulässig ist (Arrêts 8. Avril 2003, Pippig Augenoptik, C‑44/01, UE:C:2003:205, Rn. 44, et de 18. Novembre 2010, Lidl, C‑159/09, UE:C:2010:696, Rn. 22).
21 Nach ständiger Rechtsprechung des Gerichtshofs sind zudem, da vergleichende Werbung dazu beiträgt, die Vorteile der verschiedenen vergleichbaren Waren objektiv herauszustellen und damit den Wettbewerb zwischen den Anbietern von Waren und Dienstleistungen im Interesse der Verbraucher zu fördern, die Anforderungen an eine solche Werbung im für sie günstigsten Sinne auszulegen, wobei sicherzustellen ist, dass die vergleichende Werbung nicht in einer wettbewerbswidrigen und unlauteren oder die Verbraucherinteressen beeinträchtigenden Weise betrieben wird (vgl. à cet effet de l' 25. Octobre 2001, Toshiba Europe, C‑112/99, UE:C:2001:566, Rn. 36 et 37, à partir de 19. Septembre 2006, Lidl Belgium, C‑356/04, UE:C:2006:585, Rn. 22, et de 18. Novembre 2010, Lidl, C‑159/09, UE:C:2010:696, Rn. 20 et 21 et jurisprudence citée).
22 Art. 4 Directive 2006/114 verlangt jedoch nicht, dass die Geschäfte, in denen die dem Preisvergleich unterliegenden Waren vertrieben werden, gleicher Art oder Größe sind. Auch ist ein Preisvergleich zwischen vergleichbaren Waren, die in Geschäften unterschiedlicher Art oder Größe vertrieben werden, für sich genommen geeignet, zur Verwirklichung der in der vorstehenden Randnummer des vorliegenden Urteils angeführten Ziele vergleichender Werbung beizutragen, und verstößt weder gegen das Gebot eines fairen Wettbewerbs noch gegen Verbraucherinteressen.
23 Allerdings kann eine Werbung, in der die Preise von Waren verglichen werden, die in Geschäften unterschiedlicher Größe oder Art vertrieben werden, nur dann als zulässig im Sinne von Art. 4 Directive 2006/114 considérer, wenn alle in dieser Bestimmung genannten Voraussetzungen erfüllt sind.
25 Zum einen ergibt sich nämlich aus Art. 4 Pour sûr. c de la directive 2006/114, dass die Preise objektiv zu vergleichen sind (vgl. à cet effet de l' 19. Septembre 2006, Lidl Belgium, C‑356/04, UE:C:2006:585, Rn. 45).
26 Unter bestimmten Umständen kann aber die Objektivität des Vergleichs durch die unterschiedliche Größe oder Art der Geschäfte, in denen die vom Werbenden verglichenen Preise ermittelt wurden, être affectés. Das kann dann der Fall sein, wenn sowohl der Werbende als auch die Mitbewerber, deren Preise ermittelt wurden, zu Handelsgruppen gehören, die jeweils über eine Reihe von Geschäften unterschiedlicher Größe und Art verfügen, und der Werbende die Preise, die in den Geschäften größeren Umfangs oder größerer Art seiner Handelsgruppe verlangt werden, mit den Preisen vergleicht, die in Geschäften kleineren Umfangs oder kleinerer Art konkurrierender Handelsgruppen ermittelt wurden, ohne dass sich dies aus der Werbung ergibt.
27 Wie der Generalanwalt in den Nrn. 43 et 57 seiner Schlussanträge ausgeführt hat, können nämlich die Preise gängiger Verbrauchsgüter je nach der Art und Größe des Geschäfts variieren, so dass ein asymmetrischer Vergleich bewirken könnte, dass der Preisunterschied zwischen dem Werbenden und den Mitbewerbern künstlich erzeugt oder vergrößert wird, je nachdem, welche Geschäfte für den Vergleich herangezogen werden.
28 Zum anderen verlangt Art. 4 Pour sûr. une directive 2006/114, dass die vergleichende Werbung nicht irreführend im Sinne von Art. 2 Pour sûr. b dieser Richtlinie oder im Sinne der Art. 6 et 7 Directive 2005/29 est.
29 Diesen Bestimmungen lässt sich entnehmen, dass eine vergleichende Werbung irreführend ist, die in der einen oder anderen Weise durch Tun oder Unterlassen die Verbraucher, an die sie sich richtet, täuschen und deren wirtschaftliches Verhalten beeinflussen kann oder, aus diesen Gründen, einem Mitbewerber schaden kann. Somit ist nach Art. 4 Pour sûr. une directive 2006/114 combiné avec l'article. 7 Abs. 1 et 2 Directive 2005/29 et. un. eine Werbung irreführend, die wesentliche Informationen vorenthält, les besoins du consommateur moyen, selon les circonstances, à prendre une décision commerciale en connaissance de, oder die solche Informationen verheimlicht oder auf unklare, incompréhensible, zweideutige Weise oder nicht rechtzeitig bereitstellt und daher den Durchschnittsverbraucher zu einer geschäftlichen Entscheidung veranlassen kann, die er ansonsten nicht getroffen hätte.
30 Der Begriff der wesentlichen Information ist zwar in der Richtlinie 2005/29 nicht definiert, doch folgt aus deren Art. 7 Abs. 1 et 2, dass eine Information diesen Charakter hat, les besoins du consommateur moyen, selon les circonstances, à prendre une décision commerciale en connaissance de, und deren Vorenthaltung diesen daher zu einer geschäftlichen Entscheidung veranlassen kann, qu'il n'aurait pas prise autrement.
31 Es ist Sache der nationalen Gerichte, anhand der Umstände des Einzelfalls zu prüfen, ob eine Werbung unter Berücksichtigung der Verbraucher, an die sie sich richtet, möglicherweise irreführend ist (vgl. à cet effet de l' 18. Novembre 2010, Lidl, C‑159/09, UE:C:2010:696, Rn. 46 et jurisprudence citée, et de 12. Plus 2011, Ving Sverige, C‑122/10, UE:C:2011:299, Rn. 51). Dabei müssen sie zum einen berücksichtigen, wie der normal informierte und angemessen aufmerksame und verständige Durchschnittsverbraucher die beworbenen Waren oder Dienstleistungen wahrnimmt, und zum anderen alle maßgeblichen Gesichtspunkte der Rechtssache berücksichtigen und dabei, wie sich aus Art. 3 Directive 2006/114 résultats, die in der Werbung enthaltenen Angaben und allgemein alle ihre Bestandteile einbeziehen (vgl. à cet effet de l' 18. Novembre 2010, Lidl, C‑159/09, UE:C:2010:696, Rn. 47 et 48 et jurisprudence citée).
34 Folglich kann eine solche Werbung irreführend im Sinne von Art. 4 Pour sûr. une directive 2006/114 être.
35 Anders ist es jedoch, wenn der Verbraucher darüber informiert wird, dass in der betreffenden Werbung die Preise, die in den Geschäften größeren Umfangs oder größerer Art der Handelsgruppe des Werbenden verlangt werden, mit den Preisen verglichen werden, die in Geschäften kleineren Umfangs oder kleinerer Art konkurrierender Handelsgruppen ermittelt wurden, da er dann weiß, dass er nur in den Genuss der in der Werbung hervorgehobenen Preisersparnis kommt, wenn er die jeweiligen Waren ausschließlich in den Geschäften größeren Umfangs oder größerer Art der Handelsgruppe des Werbenden erwirbt. Folglich benötigt der Verbraucher bei einer solchen Werbung, in der die Preise von Geschäften verglichen werden, die zu Handelsgruppen gehören, die jeweils über eine Reihe von Geschäften unterschiedlicher Größe und Art verfügen, die genannte Information, um die Entscheidung, die betreffenden Waren in den Geschäften des Werbenden statt in den Konkurrenzgeschäften zu erwerben, informiert zu treffen und sich nicht veranlasst zu sehen, eine Kaufentscheidung zu treffen, die er ansonsten nicht getroffen hätte. Somit handelt es sich unter diesen Umständen um eine wesentliche Information im Sinne von Art. 7 Abs. 1 et 2 Directive 2005/29.
36 Aus den vorstehenden Erwägungen ergibt sich, dass eine Werbung wie die im Ausgangsverfahren in Rede stehende, in der die Preise von Waren verglichen werden, die in Geschäften unterschiedlicher Größe oder Art vertrieben werden, dann gegen das in Art. 4 Pour sûr. c de la directive 2006/114 vorgesehene Gebot der Objektivität des Vergleichs verstoßen und im Sinne von Art. 4 Pour sûr. a dieser Richtlinie irreführend sein kann, wenn diese Geschäfte zu Handelsgruppen gehören, die jeweils über eine Reihe von Geschäften unterschiedlicher Größe und Art verfügen, und der Werbende die Preise, die in den Geschäften größeren Umfangs oder größerer Art seiner Handelsgruppe verlangt werden, mit den Preisen vergleicht, die in Geschäften kleineren Umfangs oder kleinerer Art konkurrierender Handelsgruppen ermittelt wurden; etwas anderes gilt, wenn die Verbraucher darüber informiert werden, dass der Vergleich zwischen den Preisen, die in den Geschäften größeren Umfangs oder größerer Art der Handelsgruppe des Werbenden verlangt werden, und den Preisen stattgefunden hat, die in Geschäften kleineren Umfangs oder kleinerer Art konkurrierender Handelsgruppen ermittelt wurden.
37 Hinsichtlich des Umfangs und des Trägers einer solchen wesentlichen Information ist darauf hinzuweisen, que la directive 2005/29 dafür keine konkrete Vorgabe enthält. Es ergibt sich jedoch aus Art. 7 Abs. 2 cette directive, dass wesentliche Informationen nicht verheimlicht oder auf unklare, incompréhensible, zweideutige Weise oder nicht rechtzeitig bereitgestellt werden dürfen, und aus Art. 7 Abs. 1 et 3 Directive, dass bei der Entscheidung darüber, ob Informationen vorenthalten wurden, Beschränkungen des verwendeten Kommunikationsmediums und, wenn durch das verwendete Kommunikationsmedium räumliche oder zeitliche Beschränkungen auferlegt werden, alle Maßnahmen zu berücksichtigen sind, die der Gewerbetreibende getroffen hat, um dem Verbraucher die Informationen anderweitig zur Verfügung zu stellen.
38 Für eine Werbung wie die im Ausgangsverfahren in Rede stehende folgt aus den vorstehenden Erwägungen, dass die Information darüber, dass der Vergleich zwischen den Preisen, die in den Geschäften größeren Umfangs oder größerer Art der Handelsgruppe des Werbenden verlangt werden, und den Preisen stattgefunden hat, die in Geschäften kleineren Umfangs oder kleinerer Art konkurrierender Handelsgruppen ermittelt wurden, eine Angabe ist, durch deren Fehlen die Werbung sehr wahrscheinlich gegen das Gebot der Objektivität des Vergleichs verstößt und irreführend ist. Diese Information muss daher nicht nur auf klare Weise bereitgestellt werden, mais aussi, wie der Generalanwalt in den Nrn. 75 à 79 seiner Schlussanträge ausgeführt hat, in der Werbebotschaft selbst enthalten sein.
39 Es ist Sache des vorlegenden Gerichts, à considérer, ob im Ausgangsverfahren die in Rede stehende Werbung unter Berücksichtigung der Umstände des Einzelfalls gegen das Gebot der Objektivität des Vergleichs verstößt und irreführend ist; es hat dabei die in Rn. 31 des vorliegenden Urteils angeführten Gesichtspunkte einzubeziehen, insbesondere die in der Werbung selbst enthaltenen Angaben zu den Geschäften der Handelsgruppe des Werbenden und zu denen der konkurrierenden Handelsgruppen, deren Preise dem Vergleich unterlagen, da diese Gesichtspunkte sowohl für die Beurteilung, ob der Vergleich objektiv ist, als auch für die Beurteilung, ob die Werbung irreführend ist, maßgeblich sind.
– Art. 4 Pour sûr. a und c der Richtlinie 2006/114 combiné avec l'article. 7 Abs. 1 à 3 Directive 2005/29 doit être interprété, dass eine Werbung wie die im Ausgangsverfahren in Rede stehende, in der die Preise von Waren verglichen werden, die in Geschäften unterschiedlicher Größe oder Art vertrieben werden, unzulässig im Sinne der erstgenannten Vorschrift sein kann, wenn diese Geschäfte zu Handelsgruppen gehören, die jeweils über eine Reihe von Geschäften unterschiedlicher Größe und Art verfügen, und der Werbende die Preise, die in den Geschäften größeren Umfangs oder größerer Art seiner Handelsgruppe verlangt werden, mit den Preisen vergleicht, die in Geschäften kleineren Umfangs oder kleinerer Art konkurrierender Handelsgruppen ermittelt wurden; etwas anderes gilt, wenn die Verbraucher auf klare Weise und in der Werbebotschaft selbst darüber informiert werden, dass der Vergleich zwischen den Preisen, die in den Geschäften größeren Umfangs oder größerer Art der Handelsgruppe des Werbenden verlangt werden, und den Preisen stattgefunden hat, die in Geschäften kleineren Umfangs oder kleinerer Art konkurrierender Handelsgruppen ermittelt wurden.
41 Pour les parties au litige au principal, une étape dans le litige pendant devant la juridiction nationale,; la décision sur les frais est une affaire à cette juridiction. Outre les coûts de ces parties qui ont présenté des observations à la Cour, ne sont pas recouvrables.
Avertissement, Droit européen, Mandataire, trompeuse, Tromper, Risque d'induire en erreur, UWG, vergleichende Werbung, Publicité, Concurrents, Droit de la concurrence, Blessure compétitif, Rapport sur la concurrence, anticoncurrentielArt, CJCE, Grösse, trompeuse, vergleichende Werbung, Werbevergleich, wettbewerbswidirg

References: Art. 4
 Art. 7
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 Art. 6
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