Source: http://www.nationalpark-berchtesgaden.bayern.de/nationalpark/foerderverein/
Timestamp: 2018-03-19 12:46:59+00:00

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» Foerderverein
des Nationalparks Berchtesgaden e.V.
Ein Freundeskreis für viele kleine Notwendigkeiten des Nationalparks
Die Freunde des Nationalparks Berchtesgaden stehen dem Schutzgebiet natürlich auch für seine großen Anliegen zur Seite. In deren Mittelpunkt steht die Kernidee seines Schutzkonzeptes: „Natur sich selbst überlassen“.
Soweit es um finanzielle Fragen geht, ist vorweg der Freistaat Bayern in der Verantwortung. Seine politische Führung – Parlament und Staatsregierung – hat den Nationalpark Berchtesgaden mit überzeugender Mehrheit am 1. August 1978 ins Leben gerufen.
Im Alltag warten viele kleine Aufgaben, die erst dann sich bemerkbar machen, wenn sie nicht erledigt werden. Der staatliche Haushalt widmet diesen wichtigen Kleinigkeiten meist eine begrenzte Aufmerksamkeit. Der Verein der Freunde sieht sie aus seiner unmittelbaren Nachbarschaft oder bekommt sie von den Verantwortlichen des Nationalparks vorgetragen.
Mitglieder und Förderer des Vereins der Freunde finden so insbesondere bei Jugendprogrammen und bei der Betreuung von Gästen ein dauerhaftes und gerne in Anspruch genommenes Betätigungsfeld.
Jedoch auch große Projekte konnte der Förderverein dank großzügiger Spender schon voranbringen. Dafür wollen wir auch in Zukunft offen bleiben und sind voller Erwartung.
Dr. Hubert Zierl, Vorsitzender
Freunde seit einem Jahrhundert
Das Berchtesgadener Schutzgebiet hatte immer Freunde
Als das Berchtesgadener Schutzgebiet im Jahr 1910 errichtet wurde, waren bereits 10 Jahre Freunde dieser einzigartigen Hochgebirgs-landschaft darum bemüht, dessen ursprünglichen Reiz für die Zukunft zu erhalten. Der Reiseschriftsteller Heinrich Noe hatte in seiner 1898 posthum veröffentlichten Schrift „Aus dem Berchtesgadener Land“ geschwärmt: „Berchtesgaden ist der Yellowstone-Park der deutschen Alpen. Die großartigsten Schaustücke derselben liegen nirgendwo so vor deiner Tür wie hier“. Noe`s Zitat stellt die früheste Verbindung des künftigen Schutzgebietes in Berchtesgaden mit dem ersten Nationalpark der Erde, dem 1872 errichteten Yelowstone Nationalpark im Westen der Vereinigten Staaten von Nordamerika dar.
Der Gründungsvorsitzende des 1900 errichteten Vereins zum Schutze und zur Pflege der Alpenpflanzen (heute Verein zum Schutz der Bergwelt), der Bamberger Apotheker Karl Schmolz griff die Verbindung zum Yellowstone Nationalpark erneut auf. Er gilt als Initiator des schließlich 1910 errichteten „Pflanzenschonbezirk Berchtesgadener Alpen“. In der Planungsphase zu dieser ersten Variante des Berchtesgadener Schutzgebietes und auf der Suche nach einem Schutzkonzept bezieht er sich auf das Vorbild des Yellowstone, in dem „…kein Schuss fallen, kein Stein vom anderen genommen, kein Zweig umgeknickt werden, keine Pflanze ausgerissen werden, kein Tier getötet werden darf…“. Karl Schmolz aus Bamberg suchte Freunde in Berchtesgaden. Er fand sie nach eigenen Worten in dem damaligen Vorsitzenden der Sektion des Deutschen Alpenvereins, dem Leiter des Rentamtes (Finanzamt) Berchtesgaden, Kajetan Kärlinger und dem Leiter des Forstamtes Georg Hauber, der Schmolz auf einer Exkursion in das ausersehene Schutzgebiet begleitete.
Der zu Ende des 19. Jahrhunderts aufkommende Alpentourismus und die damit verbundene Begeisterung für die attraktiven Blumen der Berge blieben nicht ohne Gefahr für die Pflanzen und auch für einige Wildtiere. Streiflichter aus der Literatur jener Jahre belegen das: „… einige derselben nur der strengsten Geheimhaltung der Standorte eine höchst gefährdete Existenz verdanken…(Eduard Sacher)“ oder „… wo sind sie hin … die Bären, Luchse, Wildkatzen…und so viele andere, wo sind die Steinadler geblieben und die Bartgeier, an deren herrlichem Fluge sich … jeder Besucher der Alpen erfreuen konnte“(Kurt Floerike).
Eine aus heutiger Sicht amüsante Äußerung des Oberforstrat Georg Hauber in seinen 1928 verfassten Erinnerungen zeichnet drastisch die damalige Situation: „Aber die gewerbsmäßigen Sammler sind schwer zu ergreifen. … Die einzelnen Massenfrevler sammeln nur bei Nebel. … Wieder andere nehmen Frauenspersonen mit, die die gefrevelten Edelweiß unter den Kleidern tragen. Wer wird es wagen, im Gelände eine Leibesvisitation vorzunehmen“.
Professor Dr. Karl Freiherr von Tubeuf, Gründungsvorsitzender des 1913 errichteten Bund Naturschutz in Bayern und Leiter des Instituts für Forstbotanik an der Ludwig-Maximilian-Universität in München meldete sich 1916 – mitten im ersten Weltkrieg - mit einem heftigen Protest gegen den Plan zu Wort, in die Falkensteiner Wand am Königssee als Kriegerdenkmal einen assyrischen Löwen einzumeißeln. Nach Kriegsende erreichte er die Erweiterung des Pflanzenschonbezirks von 8300 ha auf etwa 20000 ha, jetzt unter Einschluss von Watzmann, Wimbachtal, Hochkalter, Klausbachtal und Teilen der Reiteralm. Die nun zweite Variante des Schutzgebietes erhielt den Namen „Naturschutzgebiet Königssee“. Tubeuf`s Weitsicht kommt in seinem Aufruf zum Ausdruck: „Dieses einzigartige Gebiet soll vor dem Menschen geschützt werden für den Menschen, nicht nur den heutigen sondern auch den künftigen, es soll erhalten bleiben in seiner Ursprünglichkeit und Kraft, in seiner Unberührtheit und majestätischen Schönheit auch für spätere Geschlechter“.
Professor Dr. Dr. Hans Krieg, Präsident des Deutschen Naturschutzringes forderte 1953 in seinem Aufruf „Helfet mit“: „Diese Bergwelt am Königssee wollen wir besonders in unser Herz schließen. Wir wollen es unter den vielen Naturschutzgebieten zu einem Mustergebiet machen, das für alle anderen wirbt und als Bayerischen Nationalpark eifersüchtig hüten“.
In den 1960-er Jahren tauchte der Plan auf, auf den Watzmann eine Seilbahn zu bauen. Erfolgreich organisierten Naturschützer den Widerstand dagegen. Er erreichte seinen Höhepunkt im ersten Europäischen Naturschutzjahr. Der Präsident des Deutschen Naturschutzringes, Professor Dr. Wolfgang Engelhardt stellte den „Kampf um den Watzmann“ in den Mittelpunkt seiner Festrede zum Europäischen Naturschutzjahr: „Es soll sich aber keiner täuschen. Im Falle Watzmanbahn sind Vorder- und Hintertür fest verriegelt. Da hilft auch keine Lockung mit gewissen wirtschaftlichen Vorteilen, deren Annahme der des Judaslohn gleichkäme“.
Der Kampf um den Watzmann gipfelte schließlich in der Forderung, den Bau der Seilbahn mit der Errichtung eines Nationalparks im bisherigen Naturschutzgebiet Königssee zu Fall zu bringen. Hubert Weinzierl, Vorsitzender des Bund Naturschutz in Bayern wandte sich in einem Schreiben von 1970 an den Bayerischen Ministerpräsidenten, Dr. h.c. Alfons Goppel und an die Bayerische Staatsregierung. Er griff darin den bereits früher unterbreiteten Vorschlag zur Errichtung eines Nationalparks im „Königssee-Watzmann-Gebiet“ erneut auf und schreibt: „ Wir erlauben uns deshalb, nochmals auf den unseres Erachtens sehr markanten Beitrag Zum Europäischen Naturschutzjahr hinzuweisen und bitten Sie um Unterstützung unseres Plans“.
Von Ministerpräsident Dr. h.c. Alfons Goppel ist eine Kernaussage zum Nationalpark überliefert: „ Dem in der Verfassung niedergelegten Auftrag entsprechend muss der Naturschutz darauf bestehen, dass ein letzter Rest von Urnatur kommenden Geschlechtern erhalten bleibt“.
Das war eine mächtige Rückendeckung für den Nationalpark Berchtesgaden, der am 1. August 1978 die Nachfolge des Naturschutzgebietes Königssee antrat.
Die Tradition der vielen Freunde des Berchtesgadener Schutzgebietes war Anregung, 1989 den Verein der Freunde des Nationalparks Berchtesgaden als gemeinnützigen Verein zu initiieren. Die Gründung des Vereins erfolgte mit notarieller Beurkundung der Vereinssatzung am 27. April 1990 und mit Eintrag in das Vereinsregister des Amtsgerichts Laufen am 22.August 1990. Erster Vorsitzender war von 1990 bis 2002 Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit Dr. h.c. Siegfried Lengl.
Seit 2002 ist Dr. Hubert Zierl, ehemals Leiter der Nationalparkverwaltung (1978 bis 2001), Vorsitzender des Vereins der Freunde des Nationalparks Berchtesgaden e.V.
25 Jahre - Verein der Freunde des Nationalparks Berchtesgaden e.V.
Zwölf Jahre nach Errichtung des Nationalparks Berchtesgaden am 1. August 1978 trafen sich am 28. April 1990 zwölf Gründungsmitglieder im Sitzungssaal der Nationalparkverwaltung am Doktorberg 6 in Berchtesgaden. Nach einem Jahr Vorbereitung waren sie zusammengekommen und gründeten in Anwesenheit des damaligen Notars Dr. Josef Maidl den Verein der Freunde des Nationalparks Berchtesgaden als eingetragenen und gemeinnützigen Verein. Dr. Maidl stieß später als Förderer nach § 6 der Satzung selbst zum Verein der Freunde hinzu.
25 Jahre FdN
Verehrte Mitglieder und Förderer unseres Nationalparks Berchtesgaden
Der 24. Mai 2013 brachte für den Nationalpark und unseren Förderverein ein glanzvolles Fest. In Anwesenheit des Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer und des Bayerischen Staatsministers für Umwelt und Gesundheit Dr. Marcel Huber wurde in Berchtesgaden das Haus der Berge eröffnet.
Es tritt nach 25 Jahren die Nachfolge des Nationalpark-Hauses an, das bisher in Räumen des Franziskanerklosters als zentrale Anlaufstelle für Gäste und Besucher offen stand.
Die Anwesenheit zahlreicher Gäste haben wir genutzt, unser Werbefaltblatt in einer 5. Auflage mit geringfügigen Änderungen neu herauszugeben und einen Kreisel mit Emblem und E-Mail Adresse des Fördervereins als Werbegeschenk anfertigen zu lassen. Das Werbefaltblatt liegt diesem Rundbrief bei.
Es enthält die für den künftigen Zahlungsverkehr gültigen Bankdaten des Vereins der Freunde des Nationalparks Berchtesgaden e.V. bei der
IBAN: DE96 7105 0000 0000 430074 und
In die IBAN sind die bisherigen Bankdaten unseres Fördervereins (KontoNr.43 00 74 und Bankleitzahl der Sparkasse Berchtesgadener Land 710 500 00) eingearbeitet. Sie bleiben bis zum 31.1. 2016 für den normalen Bankverkehr in Deutschland gültig.
Im Verein der Freunde des Nationalparks Berchtesgaden sind aktuell 17 ordentliche Mitglieder nach § 3 der Satzung und 50 Förderer nach § 6 der Satzung vertreten.
Wir freuen uns über Neueintritte anlässlich der Mitgliederversammlung 2013 in die Gruppe der Mitglieder. Es ist die Ehefrau des 2012 verstorbenen Mitglieds, Herrn Regierungspräsident i. R. Hans Angerer, Frau Landgerichtspräsidentin i.R. Constanze Angerer. Wir sind stolz darauf, dass Frau Angerer Mitglied im Ethikrat der deutschen Bundesregierung ist. Neu in unseren Reihen sind auch der Erste Bürgermeister der Marktgemeinde Berchtesgaden, Herr Dipl. Ing. Franz Rasp und zwei Studentinnen, die bereits während ihrer Gymnasialzeit als Jung-Rangerinnen im Nationalpark tätig waren, Frau Katharina Bochter und Frau Stefanie Schlosser.
Mit Wirkung vom 1.8.2013 wird Frau Anita Bacher als Schrift-führerin des Vereins im Rahmen eines Minijobs beschäftigt. Frau Bacher ist seit 1987 als Mitarbeiterin in der Nationalpark-verwaltung tätig. Dem Vorstand war es wichtig, eine Schriftführerin einzustellen, die mit der Situation des Nationalparks und der Nationalparkverwaltung vertraut ist. Frau Bacher ist in der Nationalparkverwaltung zu erreichen unter der Telefon-Nummer: 08652/9686-147 und unter der E-Mail Adresse: anita.bacher@npv-bgd.bayern.de Anita Bacher
Wie bereits in den beiden vergangenen Jahren 2011 (Grundschule Bischofswiesen) und 2012 (Grundschule Ramsau) veranstalteten wir 2013 einen Fotowettbewerb, diesmal an der Grundschule in Schönau am Königssee. Thema war „Königssee und Obersee und drum herum“. Ausgeschrieben waren je 5 Preise für die beiden Bewertungsgruppen 1. und 2. Klasse sowie 3. und 4. Klasse. Teilgenommen haben etwa 60 Schülerinnen und Schüler. Die preiswürdigen Motive wurden von einer 6-köpfigen Jury ausgesucht. Die Preisverleihung fand noch Ende des Schuljahres 2012/13 im Juli 2013 statt. Preise waren Ferngläser (gestiftet von Vorstandsmitglied Herrn Dr. Kayser-Eichberg), Mikroskope, Saisonkarten für das Schornbad in Schönau (gestiftet von unserem Mitglied Herrn Stefan Kurz, Erster Bürgermeister von Schönau am Königssee), Jahreskarten im Bergsteigerhaus Ganz der AV-Sektion Berchtesgaden, Familienfreikarten der Schifffahrts-verwaltung Königssee (gestiftet von der Schifffahrtsverwaltung). Als Beispiel eines prämierten Bildes soll ein attraktiver Schnappschuss der Schülerin Anna Horn dienen. Ihr kam eine Ringelnatter vor die Kamera, wie diese gerade einen Frosch verschlang. Die prämierten Fotos sind in einer Ausstellung im Lesesaal der Gemeinde Schönau am Königssee vom 15. November bis 12. Dezember 2013 zu sehen.
Etwa eine halbe Geh-Stunde vom Parkplatz in Hintersee entfernt liegt im Hirschbichltal eine Rotwild-Schaufütterung. Im Herbst 2011 wurde dort ein Beobachtungsturm für die Besucher der Hirschfütterung erbaut. Er bietet vorzugsweise während der Fütterungszeit im Winter den Besuchern eine gute Möglichkeit, die Tiere zu beobachten. Um ihn auch in den übrigen Jahreszeiten sinnvoll zu nutzen, wurde vom Förderverein eine Projektstudie zur Darstellung der Geologie der Berchtesgadener Alpen in Auftrag gegeben.
Das Ergebnis der Studie wird in ein Gesamtkonzeptes der Nationalparkverwaltung für Einrichtungen der Umweltbildung im Gelände eingebracht.
Anlässlich des 10-jährigen Bestehens der Kinder- und Jugendgruppen des Nationalparks Berchtesgaden fand am Samstag, dem 16. November 2013 ein Fest im Haus der Berge und im angeschlossenen Umweltbildungszentrum statt. Das Programm bot Vorführungen der Jugend- und Kindergruppen und abschließend einem kleinen Buffet im Bildungszentrum.
Der Förderverein hat die Veranstaltung mit einem Zuschuss von etwa 3.000 € aus dem 2012 gewonnenen, zweckgebundenen Preis der Bruno H. Schubert Stiftung unterstützt.
Mit der Eröffnung des Haus der Berge - dem neuen Informationszentrum des Nationalpark Berchtesgaden - im Mai 2013 erhalten die bisher im Nationalpark-Haus im Franziskanerkloster durchgeführten Literaturabende einen neuen Veranstaltungsort. Ein erster Abend fand am 8. November 2013 eingebunden in die traditionelle winterliche Vortragsreihe der Nationalparkverwaltung statt.
Unser Mitglied, Dr. Walter Flemmer las aus seinem Buch „In Bayern daheim – Begegnungen mit Orten und Landschaften“.
Er hatte einige Erzählungen aus dem Chiemgau und den Berchtesgadener Land ausgewählt und noch eine Dreingabe aus seiner Münchner Heimat dazugegeben. Die Hammerauer Musikanten umrahmten musikalisch nicht zum ersten Mal die Autorenlesung in bewährter Form.
Bank-Einzugsermächtigungen
Soweit Sie uns Bankeinzugsermächtigungen bereits erteilt haben, werden wir Ihre Jahresbeiträge für 2013 demnächst noch nach dem bisherigen Verfahren abbuchen. Sollten sich Änderungen in Ihren Bankverbindungen ergeben haben, bitten wir, uns diese mitzuteilen.
Ab 1.2.2014 werden die nationalen Zahlungsverfahren im einheitlichen europäischen Zahlungsraum auf die standardisierten, grenzüberschreitenden SEPA-Zahlungsverfahren (Single Euro Payments Area) umgestellt. Wir kümmern uns um die SEPA-Umstellung in Abstimmung mit unserer Bank, der Sparkasse Berchtesgadener Land. Sie müssen selbst nichts unternehmen.
Ihre uns bei Eintritt in unseren Förderverein erteilten Einzugsermächtigungen behalten ihre Gültigkeit. Die bisherigen Bankdaten werden in einem bankinternen Konvertierungsprogramm auf Ihre neuen Daten IBAN und BIC umgestellt. Diese finden Sie bereits seit einiger Zeit auf Ihren Kontoauszügen.
Zum neuen Bank-Einzugsverfahren müssen wir Ihnen folgende Daten mitteilen:
Die unserem Förderverein von der Deutschen Bundesbank zugeteilte Gläubiger-Identifikationsnummer ist: DE41ZZZ00000259773.
Wir vergeben für Sie eine individuelle, für das SEPA-Verfahren erforderliche „Mandatsrefernz“. Zu diesem Zweck erhalten Sie neu eine Mitgliedernummer, die wir bisher noch nicht vergeben haben. Sie setzt sich zusammen aus:
Der Ihnen bekannten Kurzbezeichnung für unseren Förderverein: „fdn“
Die Eingruppierung in M (ordentliche Mitglieder nach § 3 der Satzung) oder F (Förderer nach § 6 der Satzung)
Jahr Ihres Eintritts + individuelle Ordnungsnummer innerhalb des Eintrittsjahres.
Ihre neue Mitgliedsnummer verwenden wir zugleich als Ihre individuelle Mandatsreferenz-Kennung im Rahmen des Bank-Einzugsverfahrens.
Das SEPA-Verfahren erfordert, dass wir Ihnen für das Jahr 2014 und alle Folgejahre den Termin des Bankeinzugs mitteilen. Nach § 4, Abs. 4 unserer Satzung wird der Jahresbeitrag jeweils am 1. Februar des Geschäftsjahres fällig. Wir werden Ihren Jahresbeitrag ab 2014 jeweils zum 10. Februar abbuchen.
Anita Bacher, Schriftführerin
Anlässlich der Mitgliederversammlung am 27. Juni 2014 wurden Satzungsänderungen beschlossen, die den § 4 (Rechte und Pflichten der Mitglieder) im Absatz 4 und den § 10 (Geschäfts- und Kassenführung) mit einem neuen Absatz 4 betreffen.
Gestrichen wurde in der Satzung die Festlegung des Fälligkeitszeitpunktes der Jahresbeiträge (bisher 1. Februar). Der Zeitpunkt wird künftig von der Mitgliederversammlung festgelegt.
Für Ermäßigungen der Jahresbeiträge bis zu einem Drittel des Regelbeitrages (zurzeit 150 €) der ordentlichen Mitglieder nach § 4 der Satzung ist künftig der Vorstand zuständig,
Eine Vergütung des/der Geschäftsführers/führerin ist im Rahmen des Ehrenamtsstärkungsgesetzes bis zur Höhe des dort jeweils festgelegten Höchstbetrages (zurzeit 720 € jährlich) möglich.
Sie finden den genauen Wortlaut der neuen Regelungen in dem beiliegenden Neudruck der Satzung. Um die jeweils aktuelle Fassung der Satzung leichter greifbar zu machen, wählen wir für jede Neuauflage ein eigenes Titelbild. Das aktuelle Faltblatt zeigt als Titelbild den Schwarzspecht.
In der o.g. Mitgliederversammlung wurde des Weiteren angeregt, den Termin für die Bankeinzüge der Mitgliedsbeiträge später ins Jahr zu verlegen, da im Falle mehrerer Mitgliedschaften die Abbuchungen häufig forciert zu Jahresbeginn anfallen. Es wurde entschieden, den Einzugstermin ab 2015 auf jeweils den 1. Juni festzulegen. Die Regeln des SEPA-Verfahrens fordern, dies rechtzeitig den Mitgliedern und Förderern mitzuteilen.
Internationales EX Tempore für Bildkunst
Unser Förderverein nahm 2014 zum zweiten Male am Internationalen EX TEMPORE für Bildkunst vom 29.5. bis 1.6.2014 in Hintersee, Gemeinde Ramsau teil. Themen waren „Ramsauer Landschaft“ und „Bergsteiger-Dorf“. Zum Sonderthema „Wilde Natur im Nationalpark Berchtesgaden“ stellte der Förderverein einen Sonderpreis in Höhe von 750 € zur Verfügung. Gewinner war Daniel Janzarik, ein Schüler der „Schnitzschule“ in Berchtesgaden. Sein Motiv waren vier aufeinander zustoßende Steinböcke. Vier weitere Arbeiten zum Sonderthema des Fördervereins wurden abgegeben.
Um die Aufmerksamkeit der Besucher im Haus der Berge stärker auf unseren Verein aufmerksam zu machen, wurde eine Akademiestaffelei besorgt, auf der das preisgekrönte Bild des diesjährigen EX TEMPORE für Bildkunst sowie weitere Arbeiten aus diesem Wettbewerb unter unserem Logo vorgestellt werden können. Schirmherr der Veranstaltung war unser Mitglied, der ehemalige Intendant des Bayerischen Rundfunks Professor Dr. h.c. Albert Scharf. Als Vorsitzender der Jury fungierte unser Mitglied Dr. Hermann Amann. Unser Vorstands-mitglied, Herbert Gschoßmann war als Bürgermeister der Ramsau Mitveranstalter des Wettbewerbs. Die Nationalparkverwaltung hatte unter Leitung seines Chefs, unseres Mitglieds Dr. Michael Vogel das Informations-gebäude Klausbachhaus in Hintersee zur Verfügung gestellt.
Fotowettbewerb an der Grundschule Marktschellenberg
Mit unseren Fotowettbewerben an den Grundschulen des inneren Landkreises sind wir 2014 bei der Grundschule Marktschellenberg angelangt. Wir haben uns wieder über die engagierte Mitwirkung der Leiterin der Schule, Frau Irmela Leubner und ihres Lehrerkollegiums sehr gefreut. Zum Thema „Pflanzen im Wimbachtal“ hatte die
Schule eine Wanderung in das Wimbachtal mit Unterstützung der Nationalpark-verwaltung angeboten. Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler hatten eine reiche Bildausbeute mitgebracht und der Jury zur Beurteilung präsentiert.
Im Rahmen einer reizvollen Veranstaltung wurden die prämierten Bilder vorgestellt und die Preise übergeben. Das Haus der Berge bot schließlich eine repräsentative Gelegenheit, die ausgezeichneten Fotos einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.
Der Vorsitzende des Fördervereins, Dr. Hubert Zierl konnte bei der Ausstellungs-eröffnung die verspätet eingetroffenen zweiten Preise, zwei Mikroskope den Gewinnern übergeben. Die Mitarbeiterinnen der Abteilung Umweltbildung hatten zur Eröffnung ein kleines Büfett angerichtet.
Im Jahr 2014 wurde die dritte Waldinventur seit Bestehen des Nationalparks abgeschlossen. Möglich wir damit, Trends in der Waldentwicklung zu erkennen und zu dokumentieren.
Aus der Vielzahl der Ergebnisse soll ein erfreulicher Aspekt herausgehoben werden. Die Bergmischwälder mit ihrem vollständigen Artenspektrum insbesondere mit Fichte, Tanne, Buche und Bergahorn kehren allmählich wieder auf ihre angestammten Standorte zurück. Lange wurde die Fichte als der „Brotbaum“ der Forstwirtschaft bevorzugt. Tanne, Bergahorn und Buche hatten als schmackhafte Äsungspflanzen kaum Chancen, dem Verbiss von Schalenwild und Weidevieh zu entgehen. Die von der Nationalparkverordnung geforderte Regulierung der übernommenen und überhöhten Bestände an Rotwild-, Gams- und Rehwild wie auch die Bereinigung der Waldweiderechte zeigen ihre Erfolge. Die Laubbäume wie Buche und zurzeit insbesondere der Bergahorn verjüngen sich reichlich bis massenhaft, die Tanne zieht vorzugsweise in Einzelexemplaren mit - auch außerhalb von Schutzzäunen.
Professor Dr. Dusan Mlinsek, ehemals Waldbaulehrer an der Universität Ljubljana, hat die Verjüngungsstrategie der drei Baumarten einmal passend so charakterisiert: Buche und Bergahorn greifen großflächig wie in einer Division an, die Tanne erobert sich ihre Standorte als Einzelkämpfer, vergleichbar einem Partisan.
Literaturabend am 12.11.2014
Die Auftaktveranstaltung zu den Wintervorträgen der Nationalparkverwaltung übernahm wie bereits im vergangenen Jahr der Verein der Freunde des Nationalparks. Unser Mitglied Dr. Hermann Amann übernahm die Lesung. Er hatte zwei Bergsteiger aus der Frühzeit des Alpinismus ausgewählt: Hermann von Barth (1845 – 1876), der kurzzeitig als Rechtspraktikant in Berchtesgaden tätig war, und Edward Whymper (1840 -1911), dem die Erstbesteigung des Matterhorns im Jahr 1865 gelang. Beide stellte Dr. Amann unter das Thema „Zwei Pioniere des Bergsteigens – zeitgleich und grundverschieden“. Musikalisch umrahmte die Konzertharfenistin Angelika von Hoesslin den Abend.
Dr. Hermann Amman charakterisiert die beiden Bergsteiger mit folgenden Worten:
„Die beiden Bergsteiger verbindet keine persönliche Bekanntschaft, wohl aber ihr unstillbarer Ehrgeiz, Forscherdrang und Unternehmergeist. Ansonsten offenbaren ihre Bücher zwei durchaus verschiedene Charaktere.
Whymper unterhält den Leser mit englischem Understatement und nicht selten mit humorvollen Geschichten am Rande…
Anders Hermann von Barth: Großes Pathos spricht aus seiner Entschlossenheit, in das „Allerheiligste des Tempels der Natur“ einzudringen und – allein auf eigenes Können gestützt – über den starren Widerstand der Materie zu sie siegen…“
Neuer Termin der Bankeinzüge
Wie oben bereits unter dem Thema Satzungsänderungen, erwähnt legte die Mitgliederversammlung fest, dass der Termin für Bankeinzüge der Jahresbeiträge ab 2015 auf den 1. Juni verlegt wird.
Das SEPA-Verfahren erfordert, dass dieser Termin allen Betroffenen rechtzeitig mitgeteilt wird. Wir bitten, die Terminänderung zu beachten.
Im kommenden Jahr wird der Verein der Freunde des Nationalparks Berchtesgaden sein 25-jähriges Bestehen begehen können. Wir werden hierzu voraussichtlich zusammen mit dem Gymnasium Berchtesgaden ein kleines Fest veranstalten.
Mit der Grundschule in Berchtesgaden ist ein Fotowettbewerb bereits fest vereinbart. Damit wird die Reihe gleicher Projekte an den übrigen Grundschulen des „Inneren Landkreises“ abgeschlossen.
In die Neugestaltung der Homepage der Nationalparkverwaltung wollen wir den Internetauftritt unseres Fördervereins einbringen.
Theoretisch könnte Vincent van Gogh (1853 – 1890) bereits der Idee der Nationalparke begegnet sein. Der erste Nationalpark wurde 1872 im Yellowstone-Gebiet Nordamerikas errichtet. Ob er mit seinem Spruch
„Wir dürfen Gott nicht nach unserer Welt beurteilen. Die ist nur eine Studie, die nicht gelungen ist. Aber es muss ein Meister sein, wer solche Schnitzer macht“
an einen Nationalpark gedacht hat, wissen wir nicht. Er würde aber gut zu seinem Schutzkonzept passen.
Mit diesen Gedanken von Vinzenz van Gogh, die dem Grundsatz eines Nationalparks „Natur Natur seinlassen“ sehr nahe kommen, wünschen wir allen unseren Mitgliedern und Förderern ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein erfolgreiches neues Jahr 2015.
Berchtesgaden, den 9.12.2014
Der Verein der Freunde des Nationalparks Berchtesgaden kann 2015 auf 25 Jahre seines Bestehens zurückblicken. Nach einem Jahr Vorbereitung eines Vereinssatzungsentwurfs und Vorgesprächen insbesondere auf der Suche nach einem Vorsitzenden fand am 27. April 1990 die Gründungsversammlung mit notarieller Beurkundung als gemeinnütziger Verein im Sitzungssaal der Nationalparkverwaltung statt. Die Eintragung in das Vereinsregister erfolgte am 28. August 1990.
Das Jahr 2016 hat dem Förderverein erweiterte Möglichkeiten verschafft, den Nationalpark Berchtesgaden zu unterstützen. Mehr dazu im Jahresrückblick
Im kommenden Jahr 2018 wird der Nationalpark Berchtesgaden 40 Jahre alt. Die Nationalparkverwaltung plant aus diesem Anlass mehrere Veranstaltungen. Wir gehen davon aus, dass das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz gebührend mitfeiern und hierfür auch zusätzliche Haushaltsmittel beisteuern wird. Unser eigener Vereinshaushalt versetzt uns in die Lage, als Freunde des Nationalparks auch finanziell beizutragen, das Jubiläumsjahr bei Einheimischen und Gästen in guter Erinnerung zu behalten. ...
Der Nationalpark Berchtesgaden wird getragen von der politischen Entscheidung des Bayerischen Landtags und der Bayerischen Staatsregierung. Er wird vor Ort betreut von der Nationalparkverwaltung. Gibt es hier noch eine Aufgabe für einen Verein der Freunde? Die Antwort ist ein klares Ja!
Bereits die Vorgänger des Nationalparks – der Pflanzenschonbezirk und das Naturschutzgebiet – verdankten viel dem Einsatz und der Hilfe von Persönlichkeiten, die beruflich und privat tatkräftig für das Schutzgebiet eintraten. Zu ihnen gehörten der Gründungsvorsitzende des Vereins zum Schutze und zur Pflege der Alpenpflanzen, der Apotheker Carl Schmolz, der damalige Vorsitzende der Alpenvereinssektion Berchtesgaden, Kajetan Kärlinger, der königliche Forstrat und Leiter des Forstamts Berchtesgaden Georg Hauber und der Gründungsvorsitzende des Bund Naturschutz in Bayern, der Professor für Forstbotanik an der Münchner Universität Karl Freiherr von Tubeuf.
In gleicher Weise ist der Nationalpark Berchtesgaden darauf angewiesen, dass er und seine Idee mitgetragen werden von Persönlichkeiten aus der Politik, der Wirtschaft, der Kunst und Kultur, der Publizistik und anderen Disziplinen. Sie können wohl am überzeugendsten für das Berchtesgadener Schutzgebiet sprechen.
Die Hilfe wird in erster Linie in einer ideellen Unterstützung erbeten. Sie darf ergänzt werden durch finanzielle Hilfe, insbesondere dort, wo staatlichen Haushalten Grenzen gesetzt sind. Hierzu gehören Kinder- und Jugendprogramme, Personalaustausch mit vergleichbaren Institutionen, Veröffentlichungen und Veranstaltungen des Nationalparks und Finanzierung von Pilotprojekten.
Satzung des Vereins der Freunde des Nationalparks Berchtesgaden e.V.
1. Abschnitt: Zweck, Name und Sitz
§ 10 Geschäfts- und Kassenführung
4. Abschnitt: Verfahrensordnung
§ 12 Einberufung der Organe
§ 13 Teilnahmerecht, Sitzungsablauf, Niederschrift
§ 15 Beschlüsse, Wahlen
5. Abschnitt: Schlussvorschriften
Zitate zur Geschichte der Schutzgebiete in den Alpen
insbesondere des Berchtesgadener Schutzgebietes mit seinen drei Entwicklungsstufen:
Pflanzenschonbezirk (1910), Naturschutzgebiet (1921) und Nationalpark (1978)
1. Zitate aus Dokumenten der Zeit vor Errichtung des ersten Berchtesgadener Schutzgebietes 1910
- Alexander von Humboldt 1797/98
Schriftlich dokumentiert ist die angebliche Aussage des Alexander von Humboldt „die Gegend um Salzburg und Berchtesgaden gehöre zu den schönsten Gebieten der Erde“ nicht aufzufinden.
Dokumentiert ist jedoch sein Besuch in Begleitung von Leopold von Buch am 28. November 1797 in St. Bartholomä am Königssee und die gemeinsame Wanderung zur Eiskapelle am Fuß der Watzmann-Ostwand. In dem 1802 verfassten Reisebericht darüber ist angedeutet, dass von Humboldt sich bereits damals in seinen jungen Jahren anlässlich Besuch an der Eiskapelle mit dem Thema der Höhenzonierung im Gebirge befasste: „… um so merkwürdiger daher die Erhaltung jenes Eises auf nicht mehr als 2000 Fuss Meereshöhe“. Einige Jahre später bestieg er den in Ekuador liegenden 6000 m hohen Chimborazo und brachte 1807 als Ergebnis seiner Expedition seine „Ideen zu einer Geographie der Pflanzen“ in Bild und Text zu Papier.
-	Georg Anton Weizenbeck 1784/85
Von einer Alpenreise nach Berchtesgaden.
Im Wartezimmer des Stiftspropstes auf den Gastgeber wartend: „… doch galt mir die Versicherung, dass all diese Möbel Produkte der fleißigen Berchtesgadener Künstler wären, noch mehr. Wie sehr müssten ihn (den Stiftspropst) seine Untertanen dafür lieben, dachte ich, da er sich ganz von ihnen bedienen lässt, ihnen dadurch Arbeit, Nahrung und Aufmunterung verschafft, unterdessen dass andere mit dem Gelde ihrer Getreuen ausländisches Gezeug erhandeln und nichts so sehr verachten und verspotten, als was ihnen ihr Land oder der Fleiß einheimischer Künstler schafft, sollte es auch zehnmal besser sein.“
Später bei abendlicher Einkehr vermutlich auf der Schapbachalm: „ Wir legten nun beim Licht des Feuers unsere Pflanzen in Papiere und während die freundlichen Sennerinnen die Nachtsuppe kochten, beteten wir einen Rosenkranz. Freilich bin ich eben kein Liebhaber, die nämliche Gebetsformel etlich fünfzigmal ohne Aufhören gefühllos herzuplaudern; aber eben so ungern reiße ich auch jemanden, der mir eben Gutes zu tun beschäftigt ist, das aus seiner Seele weg, was seine Ruhe ausmacht. Und am Ende muss doch unserem Gott immer so ein Gebet aus dem ungekünsteltem, gutmeinendem Herzen einer Sennerin weit angenehmer sein, als so leere Worte unserer stolzen Geister.“
-	Valentin Stanic (Priester und Assistent bei Prof. Schiegg, Institut für Vermessungskunde an der Universität Salzburg)
1800 Erstbesteigung Watzmann-Mittelspitze im Rahmen von Vermessungsarbeiten „Beladen mit meinen Messinstrumenten begann ich diesen nie begangenen Weg. Schon der Anfang war böse; denn ich musste über eine große steile Platte hinabglitschen, an deren Ende mich nur ein sehr kleiner Vorsprung vom Sturze in die unermessliche Tiefe errettete. Dann musste ich über ähnliche Platten wieder in die Höhe steigen, wo nur ein kleiner Fehltritt die vorige Folge nach sich gezogen hätte. …“
-	Joseph August Schultes 1804 Aus „Reise nach Salzburg und Berchtesgaden“
Am Ufer des Königssees in St. Bartholomä: „Wie viel Zeit aber dazu gehört, dass die Erde dem Wasser einen Quadratklafter abgewinne, das getraue ich mir nicht zu bestimmen und dies lässt sich auch so wie manches andere Phänomen nur dann erst bestimmen, wenn man Jahrhunderte lang ein und dasselbe Ding nach einem fest stehenden Grundsatze beobachtet haben wird.“
Aus seiner Wanderung zur Eiskapelle: „Ich würde es auch dem kühnsten Reisenden nicht raten, bei einem nahenden Ungewitter oder Regen die Exkursion zur Eiskapelle zu wagen. Er würde nicht bloß in Gefahr schweben, von den aus allen Wänden herabstürzenden Steinen und Felsblöcken erschlagen zu werden: es würde ihm bald unmöglich werden durch die Schluchten und Gräben, die dann die Bette ebenso vieler Gießbäche und Wasserfälle sind, seinen Rückweg nach Hause finden. Die Gewalt dieser Bäche, die dann ganze Trümmer von bergen mit sich fortwälzen, ist außerordentlich.“
-	Die Malerchronik vom Hintersee des 19. Jahrhunderts
Carl Rottmann 1822: an seine Braut Friederike…“und sitze noch immer in der verdammt schönen Ramsau…“. Bekanntes Ölgemälde „Der Hohe Göll im Alpenglühen“ 1846, im Bestand der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen in München.
-	Häuptling Seattle 1856
Aus dem Brief an Präsident Pierce „Der Hunger der Weißen wird die Erde verschlingen“
„Wenn wir Euch unser Land verkaufen, liebt es, so wie wir es geliebt, kümmert Euch, so wie wir uns kümmerten, behaltet die Erinnerung an das Land so, wie es ist, wenn Ihr es nehmt. Und mit Eurer Stärke, Eurem Geist, Eurem Herzen erhaltet es für Eure Kinder und liebt es – so wie Gott uns alle liebt.
Denn eines wissen wir – unser Gott ist derselbe Gott. Diese Erde ist ihm heilig. Selbst der weiße Mann kann der gemeinsamen Bestimmung nicht entgehen. Vielleicht sind wir doch Brüder. Wir werden sehen.“
-	Franz von Kobell aus Wildanger 1859
Bärenjagden Seite 204
„1822 wurde von dem damaligen Forstamtaktuar Reisberger zu Ruhpolding ein Bär geschossen, 1826 und 1828 je einer zu Traustein, und 1835 wieder einer zu Ruhpolding. Dieser letztere wurde in einer Treibjagd erlegt, welches der Forstmeister Dillis, der mit einigen Jägern den Bären frisch gespürt hatte, am 24. Oktober veranstaltete.“
Luchsjagden Seite 246
„1820 – 1821 sind im Ettaler-Gebirg 17 Luchse geschossen und gefangen worden, in den 30-ger Jahren mehrere in Berchtesgaden, vorzüglich im Wimbachtal, dann in Reichenhall, Ruhpolding und Marquartstein.“ „Der Luchs liefert einen sehr guten Braten, feiner als Rehwild, und beim Congreß zu Wien 1814 kamen öfters Luchsbraten auf die Fürstentafel.“
Hirschjagden Seite 60
„Der Urtypus des edlen Hirsches scheint sich aber in seiner ganzen Herrlichkeit nur in den sogenannten Rocky Mountains des nördlichen Amerikas erhalten zu haben. … Der Graf Arco-Zinneberg macht den Versuch, dergleichen bei uns anzusiedeln. Von drei Hirschen und zwei Stück Wild in seinem Besitz sind bereits Kälber vorhanden. … Die Urhirsche des Grafen Arco, welche ich in Berchtesgaden zu beobachten Gelegenheit hatte, schreien wohl teilweise wie die unsrigen, der Schluss des Schreiens ist aber verschieden. Während die unsrigen meistens mit einigen rauen, kurz ausgestoßenen Tönen schließen, endet bei jenen das Schreien mit einem überschlagenden gezogenen Sägen.“
-	Der Yellowstone Nationalpark errichtet 1872
Errichtet zur „Freude und Erbauung“ der Menschen
-	Eduard Sacher 1897
Aus „Ein alpiner Pflanzenhort“ in Mitteilungen des österreichischen und deutschen Alpenverein
Ausgehend von der Gefahr des Aussterbens z. B. von Auerhuhn und Steinbock zieht er den Schluss: „Die gleiche Gefahr, welche diesen Tierarten droht, besteht aber auch für mehrere Pflanzenarten. Von diesen spricht bis jetzt Niemand, obwohl einige derselben nur der strengen Geheimhaltung der Standorte eine höchst gefährdete Existenz verdanken. … Die Aufgabe lässt sich durch Gründung eines Planzenhortes lösen, dessen erste und oberste Aufgabe es wäre, die Gefährdeten Pflanzenarten zu erhalten“.
-	Heinrich Noe 1898
„Aus dem Berchtesgadener Land“, posthum veröffentlicht
„Berchtesgaden ist der Yellowstone-Park der deutschen Alpen. Die großartigsten Schaustücke derselben liegen nirgendwo so vor deiner Türe wie hier.“
-	K. k. Ministerium für Kultus und Unterricht in Wien
Erlass vom 2. Mai 1903
„Von besonderer Bedeutung wäre ferner die Schaffung einzelner nicht zu kleiner Gebiete, in denen die Pflanzenwelt sich selbst überlassen würde und die Entwicklung, welche die Vegetation bei Fehlen jeglichen menschlichen Eingreifens nimmt, beobachtet werden könnte“
-	Verein zum Schutz der Bergwelt
(Verein zum Schutze und zur Pflege der Alpenpflanzen) Aus Jahresbericht 1908
Vom Vorbild Yellowstone Nationalpark schwärmt der Jahresbericht 1908: „ Dieses Riesenterritorium, erheblich größer als das Königreich Belgien, ist unantastbares Nationalheiligtum. … Es ist ausgeschlossen, auch nur annähernd derartige Riesen-Reservationen, die alljährlich eine Riesensumme an Anlage- und Unterhaltungskosten in dem kein Schuss fallen, kein Stein vom anderen genommen, kein Zweig umgeknickt werden, keine Pflanze ausgerissen werden, kein Tier getötet werden darf, verschlingen würden, im Alpengebiet zu errichten. Ferner ist es in den Ostalpen ausgeschlossen, Freizonen zu bilden, in denen der Boden nebst Tier- und Pflanzenwelt zugleich geschützt wird. Die Jagdverhältnisse würden allein schon unüberwindliche Hindernisse bieten. Wohl aber wäre es ohne allzu große Opfer möglich, Pflanzen-Reservationen zu errichten und zwar gerade in jenen Gebieten, die in Händen von Jagdbesitzern oder Jagdherrensind, in denen der Verkehr im Interesse des Wildbestandes gehemmt ist. hierzu würde sich z. B. das botanisch hochinteressante Karwendelgebirge, ferner einzelne Objekte in den Berchtesgadener Alpen ganz vorzüglich eignen“.
-	Dr. Kurt Floerike
in Zeitschrift Kosmos 1909
„Niemals aber hat der Mensch unsinniger, unerbittlicher, grausamer und rücksichtloser unter der Tier- und Pflanzenwelt gehaust, als während der letzten 5 Jahrzehnte. Klingt es nicht wie schneidender Hohn, ist es nicht eine grausame Ironie des Schicksals, dass gerade das vielgerühmte Zeitalter der Naturwissenschaften unsere Natur so verhunzt hat, wie kein anderes? … Zuerst traf die Ausrottung diejenigen Tierarten, die von Natur aus infolge ihrer Nahrung als Mitbewerber für den egoistischen und engherzigen Menschen in Betracht kamen, also vor allem die Raubtiere und Fischfresser. Wo sind sie hin, die Reiher- und Kormorankolonien, die Bären, Luchse, Wildkatzen, Nörze und so viele andere, wo sind die Steinadler geblieben und die Bartgeier, an deren herrlichem Fluge sich noch vor ein paar Jahrzehnten jeder Besucher der Alpen erfreuen konnte?“
2. Zitate nach Errichtung des Pflanzenschonbezirks Berchtesgadener Alpen im Jahr 1910
Rechtsgrundlage: Bayerisches Polizeistrafgesetzbuch vom 6.Juli 1908, Art 22; darauf aufbauend Oberpolizeiliche Vorschriften der k. Regierung von Oberbayern zum Schutze einheimischer Pflanzenarten gegen Ausrottung vom 19.Oktober 1909; darauf aufbauend Distriktpolizeiliche Vorschriften zum Schutze einheimischer Pflanzenarten des k. Bezirksamtes Berchtesgaden vom 15. April 1910, in Kraft getreten am 1.Juli 1910.
-	Karl Schmolz, Gründungsvorsitzender des Vereins zum Schutz der Bergwelt (ursprünglich: Verein zum Schutz und zur Pflege der Alpenpflanzen)
Aus Jahresbericht des Vereins 1910 über seinen Besuch in Berchtesgaden 1909:
„Durch Vermittlung des 1. Vorstandes der Alpenvereinssektion Berchtesgaden, Herrn k. Regierungsrat Kärlinger, dem an dieser Stelle nochmals der verbindliche Dank für seine Bemühungen ausgesprochen sein möge, äußerten sich zunächst die einschlägigen Forstämter Berchtesgaden, Ramsau, Bischofsweisen, Reichenhall- Süd und Reichenhall –Nord übereinstimmend dahin, dass in Anbetracht des Rückgangs der dortigen Alpenflora, nämlich des Edelweiß, der Alpenrose und des Alpenveilchens die Errichtung von Pflanzenschonbezirken dringend notwendig und erwünscht sei.“
„Durch besondere Liebenswürdigkeit des Herrn k. Forstrat Hauber in Berchtesgaden war es dem Verfasser möglich, fraglichen Bezirk einer genauen Besichtigung zu unter zeihen, wobei er sich vom Reichtum und der Mannigfaltigkeit der Flora zu überzeugen Gelegenheit hatte.“
Zumindest „Teilbereiche im Urzustand erhalten“ oder „natürliche Lebensgemeinschaften“ und „alpine Urnatur“ wieder herzustellen.
„Die Schaffung einer vollkommenen Alpenreservation, … in welcher Tiere und Pflanzen, ja das ganze Landschaftsbild unantastbar geschützt Alpenveilchen sind, … ideal und wünschenswert.“
Das Schutzgebiet kann nicht nur „irgend eine sterile Fels- oder Gletscherlandschaft, die vielleicht billig zu haben wäre“ sein, es „muss auch alle Eigenarten der Alpen aufweisen: Firn, Fels, Matten, Hoch- und Niederwald, ungebändigte Wasserläufe und Seen, reiche Flora und Fauna“
-	Novellierung der Distriktspolizeilichen Vorschriften vom 6. März 1914
Schutz nicht mehr aller Pflanzen sondern nur mehr bestimmter Pflanzenarten. Hierzu Kommentar des Vereins zum Schutz der Alpenpflanzen ( neue Bezeichnung seit 1912):
„Zweck eines Pflanzenschonbezirks ist doch, den gesamten Pflanzenbestand zu schützen … Um nun gewisse Pflanzen vor Ausrottung zu schützen, bedarf es keines Schonbezirks.“
-	Dr. Karl Freiherr von Tubeuf Forstbotaniker und Gründungsvorsitzender des Bund für Naturschutz in Bayern (1913 gegründet)
Aus „Der Anschlag auf den Königssee“ in Münchner Neueste Nachrichten vom 4. 10. 1916
„Ein Anschlag auf den Königssee – hier mitten im tiefsten Frieden, im innersten Winkel der friedlichsten Berge – nicht von Russen, Serben und Rumänen - … nein der Meißel der Kunst wagt sich an dieses Heiligtum. … Norddeutsches Kapital hat den Anschlag fundiert. … und es schauerte in mir der Gedanke, wenn auch hier statt eines wechselnden Gemsbockes ewig ein steinerner Löwe läge, ein stilisierter, ein assyrischer Löwe im unnahbaren Fels Tag für Tag lauere, …“
Aus der Denkschrift für die Errichtung eines Naturschutzgebietes am Königssee 1921:
„Wiederum sind es Anschläge auf den Königssee, die alle wahren Naturfreunde zu erhöhter Wachsamkeit aufwecken, zu einmütigem Eintreten für die Wahrung bedrohter Natur auf den Plan rufen. … Es gibt keinen Teil der Bayerischen Berge, wo die Natur dank ihrer Unzugänglichkeit noch so rein und jungfräulich, so ernst und gewaltig vor den Eingriffen und Verunstaltungen des Menschen bewahrt geblieben ist wie gerade der Königssee. … lässt erhoffen, dass auch die Krongutsverwaltung des bayerischen Staates nicht die Absicht hat, hier etwa einem größeren Hotelbetrieb Eingang zu gewähren.“
„ Dieses einzigartige Gebiet soll vor dem Menschen geschützt werden für den Menschen, nicht nur den heutigen sondern auch den künftigen, es soll erhalten bleiben in seiner Ursprünglichkeit und Kraft, in seiner Unberührtheit und majestätischen Schönheit auch für spätere Geschlechter…“
„… diese Aufnahmen … sollen periodisch erneuert werden, um jede Veränderung der sich selbst überlassenen Natur zu erkennen.“
-	Bezirkspolizeiliche Vorschriften für das Naturschutzgebiet
am Königssee vom 18. März 1921, in Kraft gesetzt mit 16. April 1921, 20 400 ha (Karte)
§ 2 „Das Abpflücken, Abreißen, Abschneiden, Ausgraben, Ausreißen mit Wurzeln, Zwiebeln oder Knollen und jedes Sammeln von Pflanzen aller Art ist im Schutzgebiet erboten“
$ 3 „ Jeder Handel, das Feilbieten, das öffentliche Erbieten und die öffentliche Aufforderung zur Lieferung von Pflanzen aus dem Schutzgebiet ist verboten“
§ 4 „Das Sammeln, Fangen, Töten von wildlebenden, nicht jagdbaren Tieren aller Art ist im Schutzgebiet verboten“
§ 6 „Die Ausübung des land- (weide-) und forstwirtschaftlichen Betriebes, der Jagd-, der Forst- und sonstiger dinglicher Berechtigungen werden durch die vorstehenden Verbote nicht berührt.“
-	Bezirksbaumeister Georg Wenig,
Vertrauensmann des Landesausschusses für Naturpflege
1927 zur geplanten Watzmann-Seilbahn: „Es wäre durchaus unverständlich, wenn die Regierung, welche das Naturschutzgebiet auf Staatsgrund errichtet hat … es dann zuließe, Bergbahnen innerhalb des Schutzgebietes zu errichten …“
-	Oberforstrat Georg Hauber
(Leiter des Forstamtes Berchtesgaden 1896 bis 1922)
Aus „Naturschutz im Berchtesgadener Schutzgebiet“ 1928
„Aber die gewerbsmäßigen Sammler sind schwer zu ergreifen … Die einzelnen Massenfrevler sammeln nur bei Nebel. … Wieder andere nehmen Frauenspersonen mit, die die gefrevelten Edelweiß unter den Kleidern bergen. Wer wird es wagen, im Gelände eine Leibesvisitation vorzunehmen?“
-	Bezirkspolizeiliche Vorschriften
über das Naturschutzgebiet besonderer Ordnung in der Röth vom 30. August 1934 (Karte)
§ 1 „Auf Anordnung des Reichsforstmeisters wird das Gebiet der Röth zum Naturschutzgebiet besonderer Ordnung erklärt“§ 3: „In diesem Naturschutzgebiet dürfen nur folgende Steige als Durchgangswege begangen werden: …
Ab 1936 Auswilderung von Steinwild in der Röth und Muffelwild in Ramsau auf Betreiben Hermann Görings.
-	Verordnung über die Schaffung von Wildschutzgebieten
im Bereich des Landkreises Berchtesgaden vom 9. Januar 1939
… „In den vorgenannten Wildschutzgebieten ist es verboten:
1. Sich außerhalb der in §§ 3und 4 besonders freigegebenen Wegen und Plätzen sich aufzuhalten; …“.
-	Professor Dr. Dr. Hans Krieg,
Präsident des Deutschen Naturschutzringes
Aus „Helfet mit!“ 1953: „ Diese Bergwelt am Königssee wollen wir besonders in unser Herz schließen. Wir wollen es unter den Vielen Naturschutzgebieten zu einem Mustergebiet machen, das für alle anderen wirbt und als Bayerischen Nationalpark besonders eifersüchtig hüten.“
-	Landesverordnung über das Naturschutzgebiet „Königssee“
im Landkreis Berchtesgaden vom 11. Dezember 1959
Verbote u. a.
d, eine andere als die nach § 4 zugelassene wirtschaftliche Nutzung auszuüben
e, Abfälle wegzuwerfen
i, Wege und Straßen anzulegen
l, vorhandene Gebäude, auch Unterkunftshütten jeder Art zu anderen als den
bisherigen Zwecken zu verwenden
m, Seilbahnen jeder Art und Drahtleitungen zu errichten
n, Verkaufsbuden oder Stände aufzustellen
-	Bayerischer Ministerpräsident Dr. h.c. Alfons Goppel
„Dem in der Verfassung niedergelegten Auftrag entsprechend muss der Naturschutz darauf bestehen, dass ein letzter Rest von Urnatur kommenden Geschlechtern erhalten bleibt“ (1962)
-	Professor Dr. Wolfgang Engelhardt,
Aus: Der Kampf um den Watzmann anlässlich des Europäischen Naturschutzjahres 1970
„Es soll sich aber keiner täuschen: Im Falle Watzmannbahn sind Vorder- und Hintertür fest verriegelt. Da hilft auch keine Lockung mit gewissen wirtschaftlichen Vorteilen, deren Annahme der des Judaslohn gleichkäme.“
-	Briefe an den Bayerischen Ministerpräsidenten
und an den Bayerischen Landtag 1970
Von Alfred Töpfer, Deutscher Naturschutzring, Bund Naturschutz in Bayern und Deutscher Rat für Landespflege. Aus dem Brief des deutschen Rates für Landespflege:
„… Der Watzmann ist Kernstück des Nationalparks, er muß als Naturschutzgebiet voll erhalten und darf nicht durch eine Seilbahn entwertet werden. …“
Der Sprecher des Rates für Landespflege, Graf Lennart Bernadotte
-	Bayerischer Landtag Beschluss vom 13. Juli 1972
„Die Staatsregierung wird ersucht, einen „Bayerischen Alpenpark“ im Naturschutzgebiet Königssee zu planen, der dem Naturschutz dient sowie gleichzeitig der Fremdenverkehrsförderung“.
-	Regierung von Oberbayern
leitet am 18. 12.1972 ein Raumordnungsverfahren ein. Beteiligt werden 42 staatliche und kommunale Dienststellen sowie private Verbände. Ergebnis: Die vom Gesetzgeber für den „Bayerischen Alpenpark“ festgelegten Aufgaben Naturschutz, Naherholung und Fremdenverkehrsförderung können nicht auf das Naturschutzgebiet Königssee beschränkt werden. Eine Ausdehnung über das Naturschutzgebiet hinaus wird für erforderlich gehalten.
Es folgt ein ergänzendes Raumordnungsverfahren, das am 14. 10. 1976 eingeleitet und am 5. 4. 1977 abgeschlossen wird. Mit ihm wird die endgültige Grenze des Nationalparks (damals noch Kernzone genannt) festgelegt.
-	Professor Dr. Dr. h.c. Josef Nikolaus Köstler (Hauptwohnsitz Ramsau)
Aus „Gutachten (gemeinsam mit Prof. Dr. Hannes Mayer, Wien) über die künftige Behandlung des Waldes im Alpenpark Berchtesgadener Land“ 1974:
„Einstellung der Forstwirtschaft würde also bedeuten, dass im Laufe eines längeren Zeitabschnittes diese Holzmenge (genannt sind weiter oben 100 000 cbm) vermehrt um einen mäßigen Zuwachs, sozusagen vor den Augen der Ramsauer zusammenbrechen und allmählich verfaulen soll … aber diese Gesamtlösung dürfte wohl auf das völlige Unverständnis bei allen Einheimischen und bei vielen Kurgästen stoßen.“
-	Bayerisches Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen
Vorbereitung der Rechtsverordnung mit Ausarbeitung eines Entwurfs einer Rechtsverordnung. Entwurf wird am 23. 4.1974 den beteiligten Staatsministerien zugeleitet.
Beteiligt werden 64 staatliche, kommunale und private Institutionen.
-	Bayerische Staatsregierung
Erlass der „Verordnung über den Alpen- und den Nationalpark Berchtesgaden“ am 18. Juli 1978. Verordnung tritt am 1. August 1978 in Kraft.
Gesamte Natur zu schützen:
Natürliche und naturnahe Lebensgemeinschaften und einen möglichst artenreichen heimischen Tier- und Pflanzenbestand erhalten -	Wissenschaftliche Beobachtung
Zierl, H. Nationalpark Berchtesgaden – Vom Pflanzenschonbezirk zum Nationalpark
Jahrbuch des Vereins zum Schutz der Bergwelt 2002, 67. Jahrgang, S. 69 - 86
Ausschnitt "Man kann sich sehen lassen" von Botschafter a.D. Günther Schödel
Ausschnitt "Man kann sich sehen lassen"

References: § 6
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