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Timestamp: 2019-11-17 13:04:06+00:00

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Gesetz zur Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen im Verkehr mit ausländischen Staaten - Aktuelle Gesamtausgabe
Fundstelle: BGBl I 2011, 898
FNA: FNA 319-114, GESTA C064
Gesetz zur Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen im Verkehr mit ausländischen Staaten 23.05.2011
Inhaltsübersicht 20.11.2015
Kapitel 1 Allgemeiner Teil 23.05.2011
Abschnitt 1 Anwendungsbereich; Begriffsbestimmungen 23.05.2011
§ 1 Anwendungsbereich 31.08.2015
§ 2 Allgemeine gerichtliche Verfahrensvorschriften 23.05.2011
§ 3 Begriffsbestimmungen 23.05.2011
Abschnitt 2 Zentrale Behörde 23.05.2011
§ 4 Zentrale Behörde 31.08.2015
§ 5 Aufgaben und Befugnisse der zentralen Behörde 20.02.2013
§ 6 Unterstützung durch das Jugendamt 23.05.2011
Abschnitt 3 Ersuchen um Unterstützung in Unterhaltssachen 23.05.2011
Unterabschnitt 1 Ausgehende Ersuchen 23.05.2011
§ 7 Vorprüfung durch das Amtsgericht; Zuständigkeitskonzentration 20.11.2015
§ 8 Inhalt und Form des Antrages 20.02.2013
§ 9 Umfang der Vorprüfung 20.11.2015
§ 10 Übersetzung des Antrages 20.11.2015
§ 11 Weiterleitung des Antrages durch die zentrale Behörde 20.11.2015
§ 12 Registrierung eines bestehenden Titels im Ausland 23.05.2011
Unterabschnitt 2 Eingehende Ersuchen 23.05.2011
§ 13 Übersetzung des Antrages 23.05.2011
§ 14 Inhalt und Form des Antrages 20.02.2013
§ 15 Behandlung einer vorläufigen Entscheidung 20.02.2013
Abschnitt 4 Datenerhebung durch die zentrale Behörde 23.05.2011
§ 16 Auskunftsrecht der zentralen Behörde zur Herbeiführung oder Änderung eines Titels 23.05.2011
§ 17 Auskunftsrecht zum Zweck der Anerkennung, Vollstreckbarerklärung und Vollstreckung eines Titels 23.05.2011
§ 18 Benachrichtigung über die Datenerhebung 23.05.2011
§ 19 Übermittlung und Löschung von Daten 23.05.2011
Abschnitt 5 Verfahrenskostenhilfe 23.05.2011
§ 20 Voraussetzungen für die Bewilligung von Verfahrenskostenhilfe 23.05.2011
§ 21 Zuständigkeit für Anträge auf Verfahrenskostenhilfe nach der Richtlinie 2003/8/EG 20.11.2015
§ 22 Verfahrenskostenhilfe nach Artikel 46 der Verordnung (EG) Nr. 4/2009 und den Artikeln 14 bis 17 des Haager Übereinkommens vom 23. November 2007 über die internationale Geltendmachung der Unterhaltsansprüche von Kindern und anderen Familienangehörigen 20.02.2013
§ 23 Verfahrenskostenhilfe für die Anerkennung, Vollstreckbarerklärung und Vollstreckung von unterhaltsrechtlichen Titeln 31.08.2013
§ 24 Verfahrenskostenhilfe für Verfahren mit förmlicher Gegenseitigkeit 31.08.2013
Abschnitt 6 Ergänzende Zuständigkeitsregelungen; Zuständigkeitskonzentration 23.05.2011
§ 25 Internationale Zuständigkeit nach Artikel 3 Buchstabe c der Verordnung (EG) Nr. 4/2009 23.05.2011
§ 26 Örtliche Zuständigkeit 23.05.2011
§ 27 Örtliche Zuständigkeit für die Auffang- und Notzuständigkeit; Verordnungsermächtigung 20.11.2015
§ 28 Zuständigkeitskonzentration; Verordnungsermächtigung 20.11.2015
§ 29 Zuständigkeit im Anwendungsbereich der Verordnung (EG) Nr. 1896/2006 23.05.2011
Kapitel 2 Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen 23.05.2011
Abschnitt 1 Verfahren ohne Exequatur nach der Verordnung (EG) Nr. 4/2009 23.05.2011
§ 30 Verzicht auf Vollstreckungsklausel; Unterlagen 23.05.2011
§ 31 Anträge auf Verweigerung, Beschränkung oder Aussetzung der Vollstreckung nach Artikel 21 der Verordnung (EG) Nr. 4/2009 23.05.2011
§ 32 Einstellung der Zwangsvollstreckung 23.05.2011
§ 33 Einstweilige Einstellung bei Wiedereinsetzung, Rechtsmittel und Einspruch 23.05.2011
§ 34 Bestimmung des vollstreckungsfähigen Inhalts eines ausländischen Titels 23.05.2011
Abschnitt 2 Gerichtliche Zuständigkeit für Verfahren zur Anerkennung und Vollstreckbarerklärung ausländischer Entscheidungen 23.05.2011
§ 35 Gerichtliche Zuständigkeit; Zuständigkeitskonzentration; Verordnungsermächtigung 20.11.2015
Abschnitt 3 Verfahren mit Exequatur nach der Verordnung (EG) Nr. 4/2009 und den Abkommen der Europäischen Union 23.05.2011
Unterabschnitt 1 Zulassung der Zwangsvollstreckung aus ausländischen Titeln 23.05.2011
§ 36 Antragstellung 23.05.2011
§ 37 Zustellungsempfänger 23.05.2011
§ 38 Verfahren 23.05.2011
§ 39 Vollstreckbarkeit ausländischer Titel in Sonderfällen 23.05.2011
§ 40 Entscheidung 23.05.2011
§ 41 Vollstreckungsklausel 23.05.2011
§ 42 Bekanntgabe der Entscheidung 23.05.2011
Unterabschnitt 2 Beschwerde, Rechtsbeschwerde 23.05.2011
§ 43 Beschwerdegericht; Einlegung der Beschwerde; Beschwerdefrist 23.05.2011
§ 44 (weggefallen) 20.02.2013
§ 45 Verfahren und Entscheidung über die Beschwerde 23.05.2011
§ 46 Statthaftigkeit und Frist der Rechtsbeschwerde 23.05.2011
§ 47 Einlegung und Begründung der Rechtsbeschwerde 23.05.2011
§ 48 Verfahren und Entscheidung über die Rechtsbeschwerde 23.05.2011
Unterabschnitt 3 Beschränkung der Zwangsvollstreckung auf Sicherungsmaßregeln und unbeschränkte Fortsetzung der Zwangsvollstreckung 23.05.2011
§ 49 Prüfung der Beschränkung 23.05.2011
§ 50 Sicherheitsleistung durch den Schuldner 23.05.2011
§ 51 Versteigerung beweglicher Sachen 23.05.2011
§ 52 Unbeschränkte Fortsetzung der Zwangsvollstreckung; besondere gerichtliche Anordnungen 23.05.2011
§ 53 Unbeschränkte Fortsetzung der durch das Gericht des ersten Rechtszuges zugelassenen Zwangsvollstreckung 23.05.2011
§ 54 Unbeschränkte Fortsetzung der durch das Beschwerdegericht zugelassenen Zwangsvollstreckung 23.05.2011
Unterabschnitt 4 Feststellung der Anerkennung einer ausländischen Entscheidung 23.05.2011
§ 55 Verfahren 23.05.2011
§ 56 Kostenentscheidung 23.05.2011
Abschnitt 4 Anerkennung und Vollstreckung von Unterhaltstiteln nach völkerrechtlichen Verträgen 23.05.2011
Unterabschnitt 1 Allgemeines 23.05.2011
§ 57 Anwendung von Vorschriften 23.05.2011
§ 58 Anhörung 23.05.2011
§ 59 Beschwerdefrist 23.05.2011
§ 59a Einwendungen gegen den zu vollstreckenden Anspruch im Beschwerdeverfahren 20.02.2013
§ 60 Beschränkung der Zwangsvollstreckung kraft Gesetzes 23.05.2011
Unterabschnitt 2 Anerkennung und Vollstreckung von Unterhaltstiteln nach dem Haager Übereinkommen vom 23. November 2007 über die internationale Geltendmachung der Unterhaltsansprüche von Kindern und anderen Familienangehörigen 20.02.2013
§ 60a Beschwerdeverfahren im Bereich des Haager Übereinkommens 20.02.2013
Unterabschnitt 3 Anerkennung und Vollstreckung von Unterhaltstiteln nach dem Haager Übereinkommen vom 2. Oktober 1973 über die Anerkennung und Vollstreckung von Unterhaltsentscheidungen 20.02.2013
§ 61 Einschränkung der Anerkennung und Vollstreckung 23.05.2011
§ 62 Beschwerdeverfahren im Anwendungsbereich des Haager Übereinkommens 23.05.2011
Unterabschnitt 4 Übereinkommen über die gerichtliche Zuständigkeit und die Vollstreckung gerichtlicher Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen vom 16. September 1988 20.02.2013
§ 63 Sonderregelungen für das Beschwerdeverfahren 23.05.2011
Abschnitt 5 Verfahren bei förmlicher Gegenseitigkeit 23.05.2011
§ 64 Vollstreckbarkeit ausländischer Titel 23.05.2011
Kapitel 3 Vollstreckung, Vollstreckungsabwehrantrag, besonderes Verfahren; Schadensersatz 23.05.2011
Abschnitt 1 Vollstreckung, Vollstreckungsabwehrantrag, besonderes Verfahren 23.05.2011
§ 65 Vollstreckung 23.05.2011
§ 66 Vollstreckungsabwehrantrag 20.02.2013
§ 67 Verfahren nach Aufhebung oder Änderung eines für vollstreckbar erklärten ausländischen Titels im Ursprungsstaat 23.05.2011
§ 68 Aufhebung oder Änderung ausländischer Entscheidungen, deren Anerkennung festgestellt ist 23.05.2011
Abschnitt 2 Schadensersatz wegen ungerechtfertigter Vollstreckung 23.05.2011
§ 69 Schadensersatz wegen ungerechtfertigter Vollstreckung 23.05.2011
Kapitel 4 Entscheidungen deutscher Gerichte; Mahnverfahren 23.05.2011
§ 70 Antrag des Schuldners nach Artikel 19 der Verordnung (EG) Nr. 4/2009 23.05.2011
§ 71 Bescheinigungen zu inländischen Titeln 23.05.2011
§ 72 Bezifferung dynamisierter Unterhaltstitel zur Zwangsvollstreckung im Ausland 23.05.2011
§ 73 Vervollständigung inländischer Entscheidungen zur Verwendung im Ausland 23.05.2011
§ 74 Vollstreckungsklausel zur Verwendung im Ausland 23.05.2011
§ 75 Mahnverfahren mit Zustellung im Ausland 23.05.2011
Kapitel 5 Kosten; Übergangsvorschriften 23.05.2011
Abschnitt 1 Kosten 23.05.2011
§ 76 Übersetzungen 23.05.2011
Abschnitt 2 Übergangsvorschriften 23.05.2011
§ 77 Übergangsvorschriften 23.05.2011
Inhaltsübersicht: IdF d. Art. 1 Nr. 1 G v. 20.2.2013 I 273 iVm Bek. v. 2.7.2014 I 887 mWv 1.8.2014; idF d. Art. 5 Nr. 1 G v. 20.11.2015 I 2018 mWv 26.11.2015
(1) 1Dieses Gesetz dient
2Die Gegenseitigkeit nach Satz 1 Nummer 3 ist verbürgt, wenn das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz dies festgestellt und im Bundesgesetzblatt bekannt gemacht hat (förmliche Gegenseitigkeit). 3Staaten im Sinne des Satzes 1 Nummer 3 sind auch Teilstaaten und Provinzen eines Bundesstaates.
(2) 1Regelungen in völkerrechtlichen Vereinbarungen gehen, soweit sie unmittelbar anwendbares innerstaatliches Recht geworden sind, den Vorschriften dieses Gesetzes vor. 2Die Regelungen der in Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 genannten Verordnung und Abkommen werden als unmittelbar geltendes Recht der Europäischen Union durch die Durchführungsbestimmungen dieses Gesetzes nicht berührt.
§ 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Buchst. a: Eingef. durch Art. 1 Nr. 2 Buchst. a G v. 20.2.2013 I 273 iVm Bek. v. 2.7.2014 I 887 mWv 1.8.2014
§ 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Buchst. b bis d: Früher Buchst. a bis c gem. Art. 1 Nr. 2 Buchst. b G v. 20.2.2013 I 273 iVm Bek. v. 2.7.2014 I 887 mWv 1.8.2014
§ 1 Abs. 1 Satz 2: IdF d. Art. 169 V v. 31.8.2015 I 1474 mWv 8.9.2015
Abschnitt 2 Zentrale Behörde
(1) 1Zentrale Behörde für die gerichtliche und außergerichtliche Geltendmachung von Ansprüchen in Unterhaltssachen nach diesem Gesetz ist das Bundesamt für Justiz. 2Die zentrale Behörde verkehrt unmittelbar mit allen zuständigen Stellen im In- und Ausland. 3Mitteilungen leitet sie unverzüglich an die zuständigen Stellen weiter.
(3) 1Das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz wird ermächtigt, Aufgaben der zentralen Behörde entsprechend Artikel 51 Absatz 3 der Verordnung (EG) Nr. 4/2009 oder Artikel 6 Absatz 3 des Haager Übereinkommens vom 23. November 2007 über die internationale Geltendmachung der Unterhaltsansprüche von Kindern und anderen Familienangehörigen auf eine andere öffentliche Stelle zu übertragen oder eine juristische Person des Privatrechts mit den entsprechenden Aufgaben zu beleihen. 2Die Beliehene muss grundlegende Erfahrungen bei der Durchsetzung von Unterhaltsansprüchen im Ausland nachweisen können. 3Den Umfang der Aufgabenübertragung legt das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz fest. 4Die Übertragung ist vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz im Bundesanzeiger bekannt zu geben. 5Die Beliehene unterliegt der Fachaufsicht des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz. 6§ 5 Absatz 6 und die §§ 7 und 9 werden auf die Tätigkeit der Beliehenen nicht angewendet.
§ 4 Abs. 3 Satz 1: IdF d. Art. 1 Nr. 3 Buchst. a G v. 20.2.2013 I 273 iVm Bek. v. 2.7.2014 I 887 mWv 1.8.2014; IdF d. Art. 169 V v. 31.8.2015 I 1474 mWv 8.9.2015
§ 4 Abs. 3 Satz 3, 4 u. 5: IdF d. Art. 169 V v. 31.8.2015 I 1474 mWv 8.9.2015
§ 4 Abs 3 Satz 6: IdF d. Art. 1 Nr. 3 Buchst. b G v. 20.2.2013 I 273 iVm Bek. v. 2.7.2014 I 887 mWv 1.8.2014
(2) 1Die zentrale Behörde unternimmt alle geeigneten Schritte, um den Unterhaltsanspruch des Berechtigten durchzusetzen. 2Sie hat hierbei die Interessen und den Willen des Berechtigten zu beachten.
(5) 1Die zentrale Behörde gilt bei eingehenden Ersuchen als bevollmächtigt, im Namen des Antragstellers selbst oder im Wege der Untervollmacht durch Vertreter außergerichtlich oder gerichtlich tätig zu werden. 2Sie ist insbesondere befugt, den Unterhaltsanspruch im Wege eines Vergleichs oder eines Anerkenntnisses zu regeln. 3Falls erforderlich, darf sie auch einen Unterhaltsantrag stellen und die Vollstreckung eines Unterhaltstitels betreiben.
(6) 1Die zentrale Behörde übermittelt die von den Verpflichteten eingezogenen Unterhaltsgelder an die Berechtigten nach den für Haushaltsmittel des Bundes geltenden Regeln. 2Satz 1 gilt für die Rückübermittlung überzahlter Beträge oder für andere bei der Wahrnehmung der Aufgaben der zentralen Behörde erforderlich werdende Zahlungen entsprechend.
§ 5 Abs. 4: Eingef. durch Art. 1 Nr. 4 Buchst. a G v. 20.2.2013 I 273 iVm Bek. v. 2.7.2014 I 887 mWv 1.8.2014
§ 5 Abs. 5 u. 6: Früher Abs. 4 u. 5 gem. Art. 1 Nr. 4 Buchst. b G v. 20.2.2013 I 273 iVm Bek. v. 2.7.2014 I 887 mWv 1.8.2014
(1) 1Die Entgegennahme und Prüfung eines Antrages auf Unterstützung in Unterhaltssachen erfolgt durch das für den Sitz des Oberlandesgerichts, in dessen Bezirk der Antragsteller seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, zuständige Amtsgericht. 2Für den Bezirk des Kammergerichts entscheidet das Amtsgericht Pankow/Weißensee.
§ 7 Abs. 1 Satz 2: IdF d. Art. 5 Nr. 7 G v. 20.11.2015 I 2018 mWv 26.11.2015
(3) 1In den nicht von den Absätzen 1 und 2 erfassten Fällen soll der Antrag alle Angaben enthalten, die für die Geltendmachung des Anspruchs von Bedeutung sein können, insbesondere
2Ein Antrag eines Berechtigten im Sinne des § 3 Nummer 3 Buchstabe b soll die in den Nummern 1 und 3 Buchstabe c genannten Angaben der Person enthalten, deren Anspruch übergegangen ist.
(4) 1Einem Antrag nach Absatz 3 sollen die zugehörigen Personenstandsurkunden und andere sachdienliche Schriftstücke beigefügt sein. 2Das in § 7 benannte Gericht kann von Amts wegen alle erforderlichen Ermittlungen anstellen.
(5) 1In den Fällen des Absatzes 3 ist der Antrag vom Antragsteller, von dessen gesetzlichem Vertreter oder von einem bevollmächtigten Vertreter unter Beifügung einer Vollmacht zu unterschreiben. 2Soweit dies nach dem Recht des zu ersuchenden Staates erforderlich ist, ist die Richtigkeit der Angaben vom Antragsteller oder von dessen gesetzlichem Vertreter eidesstattlich zu versichern. 3Besonderen Anforderungen des zu ersuchenden Staates an Form und Inhalt des Ersuchens ist zu genügen, soweit dem keine zwingenden Vorschriften des deutschen Rechts entgegenstehen.
§ 8 Abs. 2: Eingef. durch Art. 1 Nr. 5 Buchst. a G v. 20.2.2013 I 273 iVm Bek. v. 2.7.2014 I 887 mWv 1.8.2014
§ 8 Abs. 3: Früher Abs. 2 gem. Art. 1 Nr. 5 Buchst. b G v. 20.2.2013 I 273 iVm Bek. v. 2.7.2014 I 887 mWv 1.8.2014
§ 8 Abs. 3 Satz 1 Eingangssatz: IdF d. Art. 1 Nr. 5 Buchst. b G v. 20.2.2013 I 273 iVm Bek. v. 2.7.2014 I 887 mWv 1.8.2014
§ 8 Abs. 4: Früher Abs. 3 gem. Art. 1 Nr. 5 Buchst. c G v. 20.2.2013 I 273 iVm Bek. v. 2.7.2014 I 887 mWv 1.8.2014
§ 8 Abs. 4 Satz 1: IdF d. Art. 1 Nr. 5 Buchst. c G v. 20.2.2013 I 273 iVm Bek. v. 2.7.2014 I 887 mWv 1.8.2014
§ 8 Abs. 5: Früher Abs. 4 gem. Art. 1 Nr. 5 Buchst. d G v. 20.2.2013 I 273 iVm Bek. v. 2.7.2014 I 887 mWv 1.8.2014
§ 8 Abs. 5 Satz 1: IdF d. Art. 1 Nr. 5 Buchst. d G v. 20.2.2013 I 273 iVm Bek. v. 2.7.2014 I 887 mWv 1.8.2014
§ 8 Abs. 6: Früher Abs. 5 gem. u. idF d. Art. 1 Nr. 5 Buchst. e G v. 20.2.2013 I 273 iVm Bek. v. 2.7.2014 I 887 mWv 1.8.2014
§ 9 Abs. 1a: Eingef. durch Art. 5 Nr. 2 G v. 20.11.2015 I 2018 mWv 26.11.2015
(1) 1Der Antragsteller hat dem Antrag nebst Anlagen von einem beeidigten Übersetzer beglaubigte Übersetzungen in der Sprache des zu ersuchenden Staates beizufügen. 2Dies gilt auch für Schriftstücke, die die ausländische zentrale Behörde im weiteren Verlauf des Verfahrens anfordert. 3Die Artikel 20, 28, 40, 59 und 66 der Verordnung (EG) Nr. 4/2009 bleiben hiervon unberührt. 4Ist im Anwendungsbereich des jeweils auszuführenden völkerrechtlichen Vertrages eine Übersetzung von Schriftstücken in eine Sprache erforderlich, die der zu ersuchende Staat für zulässig erklärt hat, so ist die Übersetzung von einer Person zu erstellen, die zur Anfertigung von Übersetzungen in einem der Vertragsstaaten befugt ist.
§ 10 Abs. 1 Satz 2: Eingef. durch Art. 5 Nr. 3 G v. 20.11.2015 I 2018 mWv 26.11.2015
§ 10 Abs. 1 Satz 3 u. 4: Früher Satz 2 u. 3 gem. Art. 5 Nr. 3 G v. 20.11.2015 I 2018 mWv 26.11.2015
(1) 1Die zentrale Behörde prüft, ob der Antrag den förmlichen Anforderungen des einzuleitenden ausländischen Verfahrens genügt. 2Sind diese erfüllt, so leitet sie den Antrag an die im Ausland zuständige Stelle weiter. 3Soweit erforderlich, fügt sie dem Ersuchen eine Übersetzung dieses Gesetzes bei.
(4) 1Fragen, die die ausländische zentrale Behörde an die deutsche zentrale Behörde übermittelt, leitet diese an das nach § 7 Absatz 1 zur Vorprüfung aufgerufene Gericht weiter. 2Dieses veranlasst die Beantwortung der Fragen und leitet die Antworten an die deutsche zentrale Behörde zurück. 3Das weitere Verfahren bei der deutschen zentralen Behörde richtet sich nach Absatz 1.
§ 11 Abs. 4: Eingef. durch Art. 5 Nr. 4 G v. 20.11.2015 I 2018 mWv 26.11.2015
1Liegt über den Unterhaltsanspruch bereits eine inländische gerichtliche Entscheidung oder ein sonstiger Titel im Sinne des § 3 Nummer 5 vor, so kann der Berechtigte auch ein Ersuchen auf Registrierung der Entscheidung im Ausland stellen, soweit das dort geltende Recht dies vorsieht. 2Die §§ 7 bis 11 sind entsprechend anzuwenden; eine Prüfung der Gesetzmäßigkeit des vorgelegten inländischen Titels findet nicht statt.
(3) 1Die zentrale Behörde kann es ablehnen, tätig zu werden, solange Mitteilungen oder beizufügende Schriftstücke nicht in deutscher Sprache abgefasst oder in die deutsche Sprache übersetzt sind. 2Im Anwendungsbereich der Verordnung (EG) Nr. 4/2009 ist sie hierzu jedoch nur befugt, wenn sie nach dieser Verordnung eine Übersetzung verlangen darf.
2Im Übrigen gilt § 8 Absatz 3 entsprechend.
(4) 1In den Fällen des Absatzes 3 soll der Antrag vom Antragsteller, von dessen gesetzlichem Vertreter oder von einem bevollmächtigten Vertreter unter Beifügung einer Vollmacht unterschrieben und mit einer Stellungnahme der ausländischen Stelle versehen sein, die den Antrag entgegengenommen und geprüft hat. 2Diese Stellungnahme soll auch den am Wohnort des Berechtigten erforderlichen Unterhaltsbetrag nennen. 3Der Antrag und die Anlagen sollen zweifach übermittelt werden. 4Die zugehörigen Personenstandsurkunden und andere sachdienliche Schriftstücke sollen beigefügt und sonstige Beweismittel genau bezeichnet sein.
§ 14 Abs. 2: Eingef. durch Art. 1 Nr. 6 Buchst. a G v. 20.2.2013 I 273 iVm Bek. v. 2.7.2014 I 887 mWv 1.8.2014
§ 14 Abs. 3: Früher Abs. 2 gem. Art. 1 Nr. 6 Buchst. b G v. 20.2.2013 I 273 iVm Bek. v. 2.7.2014 I 887 mWv 1.8.2014
§ 14 Abs. 3 Satz 1 Eingangssatz: IdF d. Art. 1 Nr. 6 Buchst. b G v. 20.2.2013 I 273 iVm Bek. v. 2.7.2014 I 887 mWv 1.8.2014
§ 14 Abs. 3 Satz 2: IdF d. Art. 1 Nr. 6 Buchst. b G v. 20.2.2013 I 273 iVm Bek. v. 2.7.2014 I 887 mWv 1.8.2014
§ 14 Abs. 4: Früher Abs. 3 gem. Art. 1 Nr. 6 Buchst. c G v. 20.2.2013 I 273 iVm Bek. v. 2.7.2014 I 887 mWv 1.8.2014
§ 14 Abs. 4 Satz 1: IdF d. Art. 1 Nr. 6 Buchst. c G v. 20.2.2013 I 273 iVm Bek. v. 2.7.2014 I 887 mWv 1.8.2014
1In Verfahren mit förmlicher Gegenseitigkeit (§ 1 Absatz 1 Satz 1 Nummer 3) gilt eine ausländische Entscheidung, die ohne die Anhörung des Verpflichteten vorläufig und vorbehaltlich der Bestätigung durch das ersuchte Gericht ergangen ist, als eingehendes Ersuchen auf Erwirkung eines Unterhaltstitels. 2§ 8 Absatz 3 und § 14 Absatz 3 Satz 1 gelten entsprechend.
§ 15 Satz 2: IdF d. Art. 1 Nr. 7 G v. 20.2.2013 I 273 iVm Bek. v. 2.7.2014 I 887 mWv 1.8.2014
(1) 1Ist die Unterhaltsforderung tituliert und weigert sich der Schuldner, auf Verlangen der zentralen Behörde Auskunft über sein Einkommen und Vermögen zu erteilen, oder ist bei einer Vollstreckung in die vom Schuldner angegebenen Vermögensgegenstände eine vollständige Befriedigung des Gläubigers nicht zu erwarten, stehen der zentralen Behörde zum Zweck der Anerkennung, Vollstreckbarerklärung und Vollstreckung eines Titels die in § 16 geregelten Auskunftsrechte zu. 2Die zentrale Behörde darf nach vorheriger Androhung außerdem
(2) 1Die zentrale Behörde hat den Betroffenen unverzüglich über die Erhebung von Daten nach den §§ 16 und 17 zu benachrichtigen, es sei denn, die Vollstreckung des Titels würde dadurch vereitelt oder wesentlich erschwert werden. 2Ungeachtet des Satzes 1 hat die Benachrichtigung spätestens 90 Tage nach Erhalt der Auskunft zu erfolgen.
(1) 1Die zentrale Behörde darf personenbezogene Daten an andere öffentliche und nichtöffentliche Stellen übermitteln, wenn dies zur Erfüllung der ihr nach § 5 obliegenden Aufgaben erforderlich ist. 2Die Daten dürfen nur für den Zweck verwendet werden, für den sie übermittelt worden sind.
(2) 1Daten, die zum Zweck der Anerkennung, Vollstreckbarerklärung oder Vollstreckung nicht oder nicht mehr erforderlich sind, hat die zentrale Behörde unverzüglich zu löschen. 2Die Löschung ist zu protokollieren. 3§ 35 Absatz 3 des Bundesdatenschutzgesetzes bleibt unberührt.
(1) 1Abweichend von § 1077 Absatz 1 Satz 1 der Zivilprozessordnung erfolgt in Unterhaltssachen die Entgegennahme und Übermittlung von Anträgen natürlicher Personen auf grenzüberschreitende Verfahrenskostenhilfe nach § 1076 der Zivilprozessordnung durch das für den Sitz des Oberlandesgerichts, in dessen Bezirk der Antragsteller seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, zuständige Amtsgericht. 2Für den Bezirk des Kammergerichts entscheidet das Amtsgericht Pankow/Weißensee.
§ 21 Abs. 1 Satz 2: IdF d. Art. 5 Nr. 7 G v. 20.11.2015 I 2018 mWv 26.11.2015
(1) 1Eine Person, die das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, erhält unabhängig von ihren wirtschaftlichen Verhältnissen Verfahrenskostenhilfe für Anträge
2Durch die Bewilligung von Verfahrenskostenhilfe wird sie endgültig von der Zahlung der in § 122 Absatz 1 der Zivilprozessordnung genannten Kosten befreit. 3Absatz 3 bleibt unberührt.
(2) 1Die Bewilligung von Verfahrenskostenhilfe kann nur abgelehnt werden, wenn der Antrag mutwillig oder offensichtlich unbegründet ist. 2In den Fällen des Artikels 56 Absatz 1 Buchstabe a und b der Verordnung (EG) Nr. 4/2009 und des Artikels 10 Absatz 1 Buchstabe a und b des Haager Übereinkommens vom 23. November 2007 über die internationale Geltendmachung der Unterhaltsansprüche von Kindern und anderen Familienangehörigen und in Bezug auf die von Artikel 20 Absatz 4 dieses Übereinkommens erfassten Fälle werden die Erfolgsaussichten nicht geprüft.
§ 22 Überschrift: IdF d. Art. 1 Nr. 8 Buchst. a G v. 20.2.2013 I 273 iVm Bek. v. 2.7.2014 I 887 mWv 1.8.2014
§ 22 Abs. 1 Satz 1: IdF d. Art. 1 Nr. 8 Buchst. b G v. 20.2.2013 I 273 iVm Bek. v. 2.7.2014 I 887 mWv 1.8.2014
§ 22 Abs. 2 Satz 2: IdF d. Art. 1 Nr. 8 Buchst. c G v. 20.2.2013 I 273 iVm Bek. v. 2.7.2014 I 887 mWv 1.8.2014
§ 22 Abs. 3: Idf d. Art. 1 Nr. 8 Buchst. d G v. 20.2.2013 I 273 iVm Bek. v. 2.7.2014 I 887 mWv 1.8.2014
1Hat der Antragsteller im Ursprungsstaat für das Erkenntnisverfahren ganz oder teilweise Verfahrenskostenhilfe erhalten, ist ihm für das Verfahren der Anerkennung, Vollstreckbarerklärung und Vollstreckung der Entscheidung Verfahrenskostenhilfe zu bewilligen. 2Durch die Bewilligung von Verfahrenskostenhilfe wird der Antragsteller endgültig von der Zahlung der in § 122 Absatz 1 der Zivilprozessordnung genannten Kosten befreit. 3Dies gilt nicht, wenn die Bewilligung nach § 124 Absatz 1 Nummer 1 der Zivilprozessordnung aufgehoben wird.
§ 23 Satz 3: IdF d. Art. 10 G v. 31.8.2013 I 3533 mWv 1.1.2014
1Bietet in Verfahren gemäß § 1 Absatz 1 Satz 1 Nummer 3 die beabsichtigte Rechtsverfolgung eingehender Ersuchen hinreichende Aussicht auf Erfolg und erscheint sie nicht mutwillig, so ist dem Berechtigten auch ohne ausdrücklichen Antrag Verfahrenskostenhilfe zu bewilligen. 2In diesem Fall hat er weder Monatsraten noch aus dem Vermögen zu zahlende Beträge zu leisten. 3Durch die Bewilligung von Verfahrenskostenhilfe wird der Berechtigte endgültig von der Zahlung der in § 122 Absatz 1 der Zivilprozessordnung genannten Kosten befreit, sofern die Bewilligung nicht nach § 124 Absatz 1 Nummer 1 der Zivilprozessordnung aufgehoben wird.
§ 24 Satz 3: IdF d. Art. 10 G v. 31.8.2013 I 3533 mWv 1.1.2014
Abschnitt 6 Ergänzende Zuständigkeitsregelungen; Zuständigkeitskonzentration
(1) 1Örtlich zuständig nach Artikel 3 Buchstabe c der Verordnung (EG) Nr. 4/2009 ist das Amtsgericht,
2In den Fällen des Satzes 1 Nummer 2 gilt für den Erlass einer einstweiligen Anordnung § 248 Absatz 2 des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit.
(1) 1Sind die deutschen Gerichte nach Artikel 6 oder Artikel 7 der Verordnung (EG) Nr. 4/2009 international zuständig, so entscheidet das Amtsgericht, das für den Sitz desjenigen Oberlandesgerichts zuständig ist, in dessen Bezirk die Beteiligten ihren letzten inländischen gemeinsamen Wohnsitz hatten oder an den der ausreichende Bezug zur Bundesrepublik Deutschland im Sinne des Artikels 7 der Verordnung (EG) Nr. 4/2009 angeknüpft werden kann. 2§ 28 Absatz 1 Satz 2 ist entsprechend anzuwenden. 3Ergibt sich keine örtliche Zuständigkeit eines inländischen Gerichts nach Satz 1 oder Satz 2, so ist das Amtsgericht Pankow/Weißensee in Berlin örtlich zuständig.
(2) 1Die Landesregierungen werden ermächtigt, die Zuständigkeit nach Absatz 1 durch Rechtsverordnung einem anderen Amtsgericht des Oberlandesgerichtsbezirks oder, wenn in einem Land mehrere Oberlandesgerichte errichtet sind, einem Amtsgericht für die Bezirke aller oder mehrerer Oberlandesgerichte zuzuweisen. 2Die Landesregierungen können diese Ermächtigung durch Rechtsverordnung auf die Landesjustizverwaltungen übertragen.
§ 27: IdF d. Art. 5 Nr. 5 G v. 20.11.2015 I 2018 mWv 26.11.2015
(1) 1Wenn ein Beteiligter seinen gewöhnlichen Aufenthalt nicht im Inland hat, entscheidet über Anträge in Unterhaltssachen in den Fällen des Artikels 3 Buchstabe a und b der Verordnung (EG) Nr. 4/2009 das für den Sitz des Oberlandesgerichts, in dessen Bezirk der Antragsgegner oder der Berechtigte seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, zuständige Amtsgericht. 2Für den Bezirk des Kammergerichts ist das Amtsgericht Pankow/Weißensee zuständig.
(2) 1Die Landesregierungen werden ermächtigt, diese Zuständigkeit durch Rechtsverordnung einem anderen Amtsgericht des Oberlandesgerichtsbezirks oder, wenn in einem Land mehrere Oberlandesgerichte errichtet sind, einem Amtsgericht für die Bezirke aller oder mehrerer Oberlandesgerichte zuzuweisen. 2Die Landesregierungen können diese Ermächtigung durch Rechtsverordnung auf die Landesjustizverwaltungen übertragen.
§ 28 Abs. 1 Satz 1: IdF d. Art. 5 Nr. 6 Buchst. a G v. 20.11.2015 I 2018 mWv 26.11.2015
§ 28 Abs. 1 Satz 2: IdF d. Art. 5 Nr. 6 Buchst. b G v. 20.11.2015 I 2018 mWv 26.11.2015
(1) 1Für Anträge auf Verweigerung, Beschränkung oder Aussetzung der Vollstreckung nach Artikel 21 der Verordnung (EG) Nr. 4/2009 ist das Amtsgericht als Vollstreckungsgericht zuständig. 2Örtlich zuständig ist das in § 764 Absatz 2 der Zivilprozessordnung benannte Gericht.
(2) 1Die Entscheidung über den Antrag auf Verweigerung der Vollstreckung (Artikel 21 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 4/2009) ergeht durch Beschluss. 2§ 770 der Zivilprozessordnung ist entsprechend anzuwenden. 3Der Beschluss unterliegt der sofortigen Beschwerde nach § 793 der Zivilprozessordnung. 4Bis zur Entscheidung nach Satz 1 kann das Gericht Anordnungen nach § 769 Absatz 1 und 3 der Zivilprozessordnung treffen.
(3) 1Über den Antrag auf Aussetzung oder Beschränkung der Zwangsvollstreckung (Artikel 21 Absatz 3 der Verordnung (EG) Nr. 4/2009) entscheidet das Gericht durch einstweilige Anordnung. 2Die Entscheidung ist unanfechtbar.
1Die Zwangsvollstreckung ist entsprechend § 775 Nummer 1 und 2 und § 776 der Zivilprozessordnung auch dann einzustellen oder zu beschränken, wenn der Schuldner eine Entscheidung eines Gerichts des Ursprungsstaats über die Nichtvollstreckbarkeit oder über die Beschränkung der Vollstreckbarkeit vorlegt. 2Auf Verlangen ist eine Übersetzung der Entscheidung vorzulegen. 3In diesem Fall ist die Entscheidung von einer Person, die in einem Mitgliedstaat hierzu befugt ist, in die deutsche Sprache zu übersetzen.
(1) 1Lehnt das Vollstreckungsorgan die Zwangsvollstreckung aus einem ausländischen Titel, der keiner Vollstreckungsklausel bedarf, mangels hinreichender Bestimmtheit ab, kann der Gläubiger die Bestimmung des vollstreckungsfähigen Inhalts (Konkretisierung) des Titels beantragen. 2Zuständig ist das in § 35 Absatz 1 und 2 bestimmte Gericht.
(2) 1Der Antrag kann bei dem Gericht schriftlich gestellt oder zu Protokoll der Geschäftsstelle erklärt werden. 2Das Gericht kann über den Antrag ohne mündliche Verhandlung entscheiden. 3Vor der Entscheidung, die durch Beschluss ergeht, wird der Schuldner angehört. 4Der Beschluss ist zu begründen.
(3) 1Konkretisiert das Gericht den ausländischen Titel, findet die Vollstreckung aus diesem Beschluss statt, ohne dass es einer Vollstreckungsklausel bedarf. 2Der Beschluss ist untrennbar mit dem ausländischen Titel zu verbinden und dem Schuldner zuzustellen.
(4) 1Gegen die Entscheidung ist die Beschwerde nach dem Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit statthaft. 2§ 61 des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit ist nicht anzuwenden.
(1) 1Über einen Antrag auf Feststellung der Anerkennung oder über einen Antrag auf Vollstreckbarerklärung eines ausländischen Titels nach den Abschnitten 3 bis 5 entscheidet ausschließlich das Amtsgericht, das für den Sitz des Oberlandesgerichts zuständig ist, in dessen Zuständigkeitsbezirk
2Für den Bezirk des Kammergerichts entscheidet das Amtsgericht Pankow/Weißensee.
(3) 1In einem Verfahren, das die Vollstreckbarerklärung einer notariellen Urkunde zum Gegenstand hat, kann diese Urkunde auch von einem Notar für vollstreckbar erklärt werden im Anwendungsbereich
2Die Vorschriften für das Verfahren der Vollstreckbarerklärung durch ein Gericht gelten sinngemäß.
§ 35 Abs. 1 Satz 1 Eingangssatz: IdF d. Art. 1 Nr. 9 G v. 20.2.2013 I 273 mWv 26.2.2013
§ 35 Abs. 1 Satz 2: IdF d. Art. 5 Nr. 7 G v. 20.11.2015 I 2018 mWv 26.11.2015
(1) 1Die Entscheidung ergeht ohne mündliche Verhandlung. 2Jedoch kann eine mündliche Erörterung mit dem Antragsteller oder seinem Bevollmächtigten stattfinden, wenn der Antragsteller oder der Bevollmächtigte hiermit einverstanden ist und die Erörterung der Beschleunigung dient.
(1) 1Hängt die Zwangsvollstreckung nach dem Inhalt des Titels von einer dem Gläubiger obliegenden Sicherheitsleistung, dem Ablauf einer Frist oder dem Eintritt einer anderen Tatsache ab oder wird die Vollstreckungsklausel zugunsten eines anderen als des in dem Titel bezeichneten Gläubigers oder gegen einen anderen als den darin bezeichneten Schuldner beantragt, so ist die Frage, inwieweit die Zulassung der Zwangsvollstreckung von dem Nachweis besonderer Voraussetzungen abhängig oder ob der Titel für oder gegen den anderen vollstreckbar ist, nach dem Recht des Staates zu entscheiden, in dem der Titel errichtet ist. 2Der Nachweis ist durch Urkunden zu führen, es sei denn, dass die Tatsachen bei dem Gericht offenkundig sind.
(2) 1Kann der Nachweis durch Urkunden nicht geführt werden, so ist auf Antrag des Antragstellers der Antragsgegner zu hören. 2In diesem Fall sind alle Beweismittel zulässig. 3Das Gericht kann auch die mündliche Verhandlung anordnen.
(1) 1Ist die Zwangsvollstreckung aus dem Titel zuzulassen, so beschließt das Gericht, dass der Titel mit der Vollstreckungsklausel zu versehen ist. 2In dem Beschluss ist die zu vollstreckende Verpflichtung in deutscher Sprache wiederzugeben. 3Zur Begründung des Beschlusses genügt in der Regel die Bezugnahme auf die Verordnung (EG) Nr. 4/2009 oder auf den jeweils auszuführenden völkerrechtlichen Vertrag sowie auf von dem Antragsteller vorgelegte Urkunden. 4Auf die Kosten des Verfahrens ist § 788 der Zivilprozessordnung entsprechend anzuwenden.
(2) 1Ist der Antrag nicht zulässig oder nicht begründet, so lehnt ihn das Gericht durch mit Gründen versehenen Beschluss ab. 2Die Kosten sind dem Antragsteller aufzuerlegen.
(1) 1Auf Grund des Beschlusses nach § 40 Absatz 1 erteilt der Urkundsbeamte der Geschäftsstelle die Vollstreckungsklausel in folgender Form:
„Vollstreckungsklausel nach § 36 des Auslandsunterhaltsgesetzes vom 23. Mai 2011 (BGBl. I S. 898). 2Gemäß dem Beschluss des … (Bezeichnung des Gerichts und des Beschlusses) ist die Zwangsvollstreckung aus … (Bezeichnung des Titels) zugunsten … (Bezeichnung des Gläubigers) gegen … (Bezeichnung des Schuldners) zulässig.
3Die zu vollstreckende Verpflichtung lautet:
4Die Zwangsvollstreckung darf über Maßregeln zur Sicherung nicht hinausgehen, bis der Gläubiger eine gerichtliche Anordnung oder ein Zeugnis vorlegt, dass die Zwangsvollstreckung unbeschränkt stattfinden darf. 5“
„Solange die Zwangsvollstreckung über Maßregeln zur Sicherung nicht hinausgehen darf, kann der Schuldner die Zwangsvollstreckung durch Leistung einer Sicherheit in Höhe von … (Angabe des Betrages, wegen dessen der Gläubiger vollstrecken darf) abwenden. 6“
(1) 1Lässt das Gericht die Zwangsvollstreckung zu (§ 40 Absatz 1), sind dem Antragsgegner eine beglaubigte Abschrift des Beschlusses, eine beglaubigte Abschrift des mit der Vollstreckungsklausel versehenen Titels und gegebenenfalls seiner Übersetzung sowie der gemäß § 40 Absatz 1 Satz 3 in Bezug genommenen Urkunden von Amts wegen zuzustellen. 2Dem Antragsteller sind eine beglaubigte Abschrift des Beschlusses, die mit der Vollstreckungsklausel versehene Ausfertigung des Titels sowie eine Bescheinigung über die bewirkte Zustellung zu übersenden.
(2) 1Die Beschwerde gegen die im ersten Rechtszug ergangene Entscheidung über den Antrag auf Erteilung der Vollstreckungsklausel wird bei dem Gericht, dessen Beschluss angefochten wird, durch Einreichen einer Beschwerdeschrift oder durch Erklärung zu Protokoll der Geschäftsstelle eingelegt. 2Der Beschwerdeschrift soll die für ihre Zustellung erforderliche Zahl von Abschriften beigefügt werden.
(4) 1Die Beschwerde des Antragsgegners gegen die Zulassung der Zwangsvollstreckung ist einzulegen
2Die Frist beginnt mit dem Tag, an dem die Vollstreckbarerklärung dem Antragsgegner entweder persönlich oder in seiner Wohnung zugestellt worden ist. 3Eine Verlängerung dieser Frist wegen weiter Entfernung ist ausgeschlossen.
§ 44: Aufgeh. durch Art. 1 Nr. 10 G v. 20.2.2013 I 273 mWv 26.2.2013
(1) 1Das Beschwerdegericht entscheidet durch Beschluss, der mit Gründen zu versehen ist und ohne mündliche Verhandlung ergehen kann. 2Der Beschwerdegegner ist vor der Entscheidung zu hören.
(2) 1Solange eine mündliche Verhandlung nicht angeordnet ist, können zu Protokoll der Geschäftsstelle Anträge gestellt und Erklärungen abgegeben werden. 2Wird die mündliche Verhandlung angeordnet, so gilt für die Ladung § 215 der Zivilprozessordnung.
(4) 1Soweit nach dem Beschluss des Beschwerdegerichts die Zwangsvollstreckung aus dem Titel erstmals zuzulassen ist, erteilt der Urkundsbeamte der Geschäftsstelle des Beschwerdegerichts die Vollstreckungsklausel. 2§ 40 Absatz 1 Satz 2 und 4, §§ 41 und 42 Absatz 1 sind entsprechend anzuwenden. 3Ein Zusatz, dass die Zwangsvollstreckung über Maßregeln zur Sicherung nicht hinausgehen darf, ist nur aufzunehmen, wenn das Beschwerdegericht eine Anordnung nach § 52 Absatz 2 erlassen hat. 4Der Inhalt des Zusatzes bestimmt sich nach dem Inhalt der Anordnung.
(2) 1Die Rechtsbeschwerde ist zu begründen. 2§ 71 Absatz 1 Satz 1 des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit ist nicht anzuwenden. 3Soweit die Rechtsbeschwerde darauf gestützt wird, dass das Beschwerdegericht von einer Entscheidung des Gerichtshofs der Europäischen Union abgewichen sei, muss die Entscheidung, von der der angefochtene Beschluss abweicht, bezeichnet werden.
(2) 1Der Bundesgerichtshof kann über die Rechtsbeschwerde ohne mündliche Verhandlung entscheiden. 2Auf das Verfahren über die Rechtsbeschwerde sind die §§ 73 und 74 des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit entsprechend anzuwenden.
(3) 1Soweit die Zwangsvollstreckung aus dem Titel erstmals durch den Bundesgerichtshof zugelassen wird, erteilt der Urkundsbeamte der Geschäftsstelle dieses Gerichts die Vollstreckungsklausel. 2§ 40 Absatz 1 Satz 2 und 4, §§ 41 und 42 Absatz 1 gelten entsprechend. 3Ein Zusatz über die Beschränkung der Zwangsvollstreckung entfällt.
(2) 1Auf Antrag des Schuldners kann das Beschwerdegericht anordnen, dass bis zum Ablauf der Frist zur Einlegung der Rechtsbeschwerde oder bis zur Entscheidung über diese Beschwerde die Zwangsvollstreckung nicht oder nur gegen Sicherheitsleistung über Maßregeln zur Sicherung hinausgehen darf. 2Die Anordnung darf nur erlassen werden, wenn glaubhaft gemacht wird, dass die weiter gehende Vollstreckung dem Schuldner einen nicht zu ersetzenden Nachteil bringen würde. 3§ 713 der Zivilprozessordnung ist entsprechend anzuwenden.
(3) 1Wird Rechtsbeschwerde eingelegt, so kann der Bundesgerichtshof auf Antrag des Schuldners eine Anordnung nach Absatz 2 erlassen. 2Der Bundesgerichtshof kann auf Antrag des Gläubigers eine nach Absatz 2 erlassene Anordnung des Beschwerdegerichts abändern oder aufheben.
1In den Fällen des § 55 Absatz 2 sind die Kosten dem Antragsgegner aufzuerlegen. 2Dieser kann die Beschwerde (§ 43) auf die Entscheidung über den Kostenpunkt beschränken. 3In diesem Fall sind die Kosten dem Antragsteller aufzuerlegen, wenn der Antragsgegner durch sein Verhalten keine Veranlassung zu dem Antrag auf Feststellung gegeben hat.
(2) 1Muss die Zustellung an den Antragsgegner im Ausland oder durch öffentliche Bekanntmachung erfolgen und hält das Gericht die Beschwerdefrist nach Absatz 1 nicht für ausreichend, so bestimmt es in dem Beschluss nach § 40 oder nachträglich durch besonderen Beschluss, der ohne mündliche Verhandlung ergeht, eine längere Beschwerdefrist. 2Die nach Satz 1 festgesetzte Frist für die Einlegung der Beschwerde ist auf der Bescheinigung über die bewirkte Zustellung (§ 42 Absatz 1 Satz 2) zu vermerken. 3Die Bestimmungen über den Beginn der Beschwerdefrist bleiben auch im Fall der nachträglichen Festsetzung unberührt.
§ 59a: Eingef. durch Art. 1 Nr. 11 Buchst. a G v. 20.2.2013 I 273 iVm Bek. v. 2.7.2014 I 887 mWv 1.8.2014
Unterabschn. 2 (§ 60a): Eingef. durch Art. 1 Nr. 11 Buchst. b G v. 20.2.2013 I 273 iVm Bek. v. 2.7.2014 I 887 mWv 1.8.2014
Unterabschn. 3 (vor § 61): Früher Unterabschn. 2 (vor § 61) gem. Art. 1 Nr. 11 Buchst. c G v. 20.2.2013 I 273 iVm Bek. v. 2.7.2014 I 887 mWv 1.8.2014
(2) 1Das Oberlandesgericht kann seine Entscheidung über die Beschwerde gegen die Zulassung der Zwangsvollstreckung auf Antrag des Schuldners aussetzen, wenn gegen die Entscheidung im Ursprungsstaat ein ordentliches Rechtsmittel eingelegt wurde oder die Frist hierfür noch nicht verstrichen ist. 2Im letzteren Fall kann das Oberlandesgericht eine Frist bestimmen, innerhalb der das Rechtsmittel einzulegen ist. 3Das Gericht kann die Zwangsvollstreckung auch von einer Sicherheitsleistung abhängig machen.
Unterabschn. 4 (vor § 63): Früher Unterabschn. 3 (vor § 63) gem. Art. 1 Nr. 11 Buchst. c G v. 20.2.2013 I 273 iVm Bek. v. 2.7.2014 I 887 mWv 1.8.2014
(1) 1Die Frist für die Beschwerde des Antragsgegners gegen die Entscheidung über die Zulassung der Zwangsvollstreckung beträgt zwei Monate und beginnt von dem Tage an zu laufen, an dem die Entscheidung dem Antragsgegner entweder in Person oder in seiner Wohnung zugestellt worden ist, wenn der Antragsgegner seinen Wohnsitz oder seinen Sitz in einem anderen Vertragsstaat dieses Übereinkommens hat. 2Eine Verlängerung dieser Frist wegen weiter Entfernung ist ausgeschlossen. 3§ 59 Absatz 2 ist nicht anzuwenden.
(1) 1Die Vollstreckbarkeit ausländischer Titel in Verfahren mit förmlicher Gegenseitigkeit nach § 1 Absatz 1 Satz 1 Nummer 3 richtet sich nach § 110 Absatz 1 und 2 des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit. 2Die Rechtskraft der Entscheidung ist für die Vollstreckbarerklärung nicht erforderlich.
(2) 1Ist der ausländische Titel für vollstreckbar zu erklären, so kann das Gericht auf Antrag einer Partei in seinem Vollstreckungsbeschluss den in dem ausländischen Titel festgesetzten Unterhaltsbetrag hinsichtlich Höhe und Dauer der zu leistenden Zahlungen abändern. 2Ist die ausländische Entscheidung rechtskräftig, so ist eine Abänderung nur nach Maßgabe des § 238 des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit zulässig.
(1) 1Ist ein ausländischer Titel nach der Verordnung (EG) Nr. 4/2009 ohne Exequaturverfahren vollstreckbar oder nach dieser Verordnung oder einem der in § 1 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 genannten Abkommen für vollstreckbar erklärt, so kann der Schuldner Einwendungen, die sich gegen den Anspruch selbst richten, in einem Verfahren nach § 120 Absatz 1 des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit in Verbindung mit § 767 der Zivilprozessordnung geltend machen. 2Handelt es sich bei dem Titel um eine gerichtliche Entscheidung, so gilt dies nur, soweit die Gründe, auf denen die Einwendungen beruhen, erst nach dem Erlass der Entscheidung entstanden sind.
(3) 1Der Antrag nach § 120 Absatz 1 des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit in Verbindung mit § 767 der Zivilprozessordnung ist bei dem Gericht zu stellen, das über den Antrag auf Erteilung der Vollstreckungsklausel entschieden hat. 2In den Fällen des Absatzes 1 richtet sich die Zuständigkeit nach § 35 Absatz 1 und 2.
§ 66 Abs. 1: IdF d. Art. 1 Nr. 12 Buchst. a G v. 20.2.2013 I 273 mWv 26.2.2013
§ 66 Abs. 2 Eingangssatz: IdF d. Art. 1 Nr. 12 Buchst. b G v. 20.2.2013 I 273 mWv 26.2.2013
§ 66 Abs. 3 Satz 1: IdF d. Art. 1 Nr. 12 Buchst. c G v. 20.2.2013 I 273 mWv 26.2.2013
(3) 1Der Antrag kann bei dem Gericht schriftlich oder zu Protokoll der Geschäftsstelle gestellt werden. 2Über den Antrag kann ohne mündliche Verhandlung entschieden werden. 3Vor der Entscheidung, die durch Beschluss ergeht, ist der Gläubiger zu hören. 4§ 45 Absatz 2 und 3 gilt entsprechend.
(4) 1Der Beschluss unterliegt der Beschwerde. 2Die Frist für die Einlegung der Beschwerde beträgt einen Monat. 3Im Übrigen sind die §§ 58 bis 60, 62, 63 Absatz 3 und die §§ 65 bis 74 des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit entsprechend anzuwenden.
(3) 1Für die Geltendmachung des Anspruchs ist das Gericht ausschließlich zuständig, das im ersten Rechtszug über den Antrag, den Titel mit der Vollstreckungsklausel zu versehen, entschieden hat. 2In den Fällen des Absatzes 2 Nummer 2 richtet sich die Zuständigkeit nach § 35 Absatz 1 und 2.
(1) 1Der Antrag des Schuldners auf Nachprüfung der Entscheidung gemäß Artikel 19 der Verordnung (EG) Nr. 4/2009 ist bei dem Gericht zu stellen, das die Entscheidung erlassen hat. 2§ 719 Absatz 1 der Zivilprozessordnung ist entsprechend anwendbar.
(2) 1Hat der Schuldner den Antrag nicht innerhalb der Frist des Artikels 19 Absatz 2 der Verordnung (EG) Nr. 4/2009 eingereicht oder liegen die Voraussetzungen des Artikels 19 Absatz 1 der Verordnung (EG) Nr. 4/2009 nicht vor, weist das Gericht den Antrag durch Beschluss zurück. 2Der Beschluss kann ohne mündliche Verhandlung ergehen.
(3) 1Liegen die Voraussetzungen des Artikels 19 der Verordnung (EG) Nr. 4/2009 vor, so wird das Verfahren fortgeführt. 2Es wird in die Lage zurückversetzt, in der es sich vor Eintritt der Versäumnis befand. 3Die §§ 343 bis 346 der Zivilprozessordnung werden entsprechend angewendet. 4Auf Antrag des Schuldners ist die Zwangsvollstreckung auch ohne Sicherheitsleistung einzustellen.
(2) 1Soweit nach Absatz 1 die Gerichte für die Ausstellung des Formblatts oder der Bescheinigungen zuständig sind, werden diese Unterlagen von dem Gericht des ersten Rechtszuges ausgestellt oder, wenn das Verfahren bei einem höheren Gericht anhängig ist, von diesem. 2Funktionell zuständig ist die Stelle, der die Erteilung einer vollstreckbaren Ausfertigung obliegt. 3Für die Anfechtbarkeit der Entscheidung über die Ausstellung des Formblatts oder der Bescheinigung gelten die Vorschriften über die Anfechtbarkeit der Entscheidung über die Erteilung der Vollstreckungsklausel entsprechend.
(1) 1Will ein Beteiligter einen Versäumnis- oder Anerkenntnisbeschluss, der nach § 38 Absatz 4 des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit in verkürzter Form abgefasst worden ist, in einem anderen Vertrags- oder Mitgliedstaat geltend machen, so ist der Beschluss auf Antrag dieses Beteiligten zu vervollständigen. 2Der Antrag kann bei dem Gericht, das den Beschluss erlassen hat, schriftlich gestellt oder zu Protokoll der Geschäftsstelle erklärt werden. 3Über den Antrag wird ohne mündliche Verhandlung entschieden.
(3) 1Für die Berichtigung der Sachverhaltsdarstellung in den nachträglich abgefassten Gründen gelten § 113 Absatz 1 Satz 2 des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit und § 320 der Zivilprozessordnung. 2Jedoch können bei der Entscheidung über einen Antrag auf Berichtigung auch solche Richter mitwirken, die bei dem Beschluss oder der nachträglichen Abfassung der Gründe nicht mitgewirkt haben.
(1) 1Das Mahnverfahren findet auch statt, wenn die Zustellung des Mahnbescheids in einem anderen Vertrags- oder Mitgliedstaat erfolgen muss. 2In diesem Fall kann der Anspruch auch die Zahlung einer bestimmten Geldsumme in ausländischer Währung zum Gegenstand haben.

References: § 1

§ 2

§ 3

§ 4

§ 5

§ 6

§ 7

§ 8

§ 9

§ 10

§ 11

§ 12

§ 13

§ 14

§ 15

§ 16

§ 17

§ 18

§ 19

§ 20

§ 21

§ 22

§ 23

§ 24

§ 25

§ 26

§ 27

§ 28

§ 29

§ 30

§ 31

§ 32

§ 33

§ 34

§ 35

§ 36

§ 37

§ 38

§ 39

§ 40

§ 41

§ 42

§ 43

§ 44

§ 45

§ 46

§ 47

§ 48

§ 49

§ 50

§ 51

§ 52

§ 53

§ 54

§ 55

§ 56

§ 57

§ 58

§ 59

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§ 60

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§ 61

§ 62

§ 63

§ 64

§ 65

§ 66

§ 67

§ 68

§ 69

§ 70

§ 71

§ 72

§ 73

§ 74

§ 75

§ 76

§ 77
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 Art. 5

§ 1
 Art. 1

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§ 1
 Art. 169

§ 4
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 Art. 169

§ 4
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§ 4
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§ 5
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§ 7
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 § 3
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§ 8
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§ 8
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§ 8
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§ 9
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§ 10
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 Art. 5
 § 7

§ 11
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 § 3
 § 8

§ 14
 Art. 1

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 Art. 1

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 Art. 1

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 Art. 1

§ 14
 Art. 1

§ 14
 Art. 1
 § 14

§ 15
 Art. 1
 § 16
 § 5
 § 1077
 § 1076

§ 21
 Art. 5
 § 122

§ 22
 Art. 1

§ 22
 Art. 1

§ 22
 Art. 1

§ 22
 Art. 1
 § 122
 § 124

§ 23
 Art. 10
 § 1
 § 122
 § 124

§ 24
 Art. 10
 § 248

§ 27
 Art. 5

§ 28
 Art. 5

§ 28
 Art. 5
 § 764
 § 793
 § 769
 § 775
 § 776
 § 35

§ 35
 Art. 1

§ 35
 Art. 5
 § 788
 § 40
 § 36
 § 40

§ 44
 Art. 1
 § 215
 § 52
 § 55
 § 40

§ 59
 Art. 1
 Art. 1
 § 61
 § 61
 Art. 1
 § 63
 § 63
 Art. 1
 § 1
 § 110
 § 238
 § 1
 § 120
 § 767
 § 120
 § 767
 § 35

§ 66
 Art. 1

§ 66
 Art. 1

§ 66
 Art. 1
 § 35
 § 38
 § 113
 § 320