Source: http://ac-einigkeit.de/boxregel.htm
Timestamp: 2017-04-28 08:19:44+00:00

Document:
AC Einigkeit - Die Wettkampfbestimmungen (WB)
[ Liga-Statut ]
Hier finden Sie, mit Ausnahme des Strafkatalogs und der "Rahmen-Richtlinien zur Bekämpfung des Dopings" des Deutschen Sportbunds, den kompletten Inhalt der Wettkampfbestimmungen (WB) des Deutschen Amateur-Box-Verbands (DBV) mit Stand Juli 2003. Der Inhalt dieser umfangreichen Broschüre ist allerdings 126 KB gross. Wenn Sie nicht gerade mit ISDN oder T-DSL im Web surfen, kann es etwas dauern, bis Sie alles geladen haben.
Inhaltsverzeichnis der Wettkampfbestimmungen (WB)
Start und Veranstaltungsgenehmigungen
Georg-Dietrich-Gedächtnis-Pokal
Pokal für den erfolgreichsten Landesverband bei Deutschen Junioren- und Jugendmeisterschaften
Amateureigenschaft
Kämpferziehung
Scheinname und Werbung
Kampfbekleidung-Handschuhe-Bandagen-Mundschutz-Kopfschutz
Schiedsgericht und Delegierter
Ringrichter/in
Punktrichter/in
Protokollführer und Ringsprecher
Handschlag im Ring
Unterbrechung des Kampfes
"Zu Boden"
Verbotene Handlungen und unsportliches Benehmen
Verstöße gegen die WB
Anhang zu den WB
AIBA-Bestimmungen
Gültig ab Juli 2003
Die Satzung und die Ordnungen (Wettkampfbestimmungen) des DBV sind für die Landesverbände sowie deren Vereine und ihre Mitglieder rechtsverbindlich (§ 4 der Satzung des DBV).
Die Auslegung und Änderung der Wettkampfbestimmungen (WB), die der Bestätigung des Kongresses bedürfen, ist Aufgabe der Kampfrichter-Kommission (KK) und des Technischen Ausschusses (TA) des DBV. Vorschläge der KK zur Änderung der WB sind dem Kongreß zur Abstimmung auch dann zuzuleiten, wenn sie vom TA und/oder Hauptausschuß (HA) nicht befürwortet wurden.
4. Bestandteil dieser WB sind die vom Hauptausschuß des DSB verabschiedeten Rahmen-Richtlinien zur Bekämpfung des Dopings, wie sie den Wettkampfbestimmungen beigefügt sind.
Start- und Veranstaltungsgenehmigungen
2. Die Verkehrssicherungspflicht von Veranstaltungen obliegt demjenigen, der die Veranstaltung ausrichtet und durchführt. Verletzungen bezüglich der Verkehrssicherungspflicht einer Veranstaltung können mit einer Strafe von 100,00 € bis 1.000,00 € und/oder einer Sperre bis zu 6 Monaten geahndet werden. Die Geltendmachung von weiteren Schadensersatzansprüchen der Betroffenen bleibt unbenommen.
3. Sämtliche Veranstaltungen bedürfen der Genehmigung des zuständigen Landesverbandes.
Das gleiche gilt für alle Starts außerhalb des Landesverbandsbereiches.
4. Veranstaltungen im Landesverbandsbereich eines Landesverbandes bedürfen dessen Genehmigung. Dies gilt nicht für Heimveranstaltungen von Vereinen, die mit Zustimmung des geographisch zuständigen Landesverbandes offiziell Mitglied eines benachbarten Landesverbandes sind. Die Genehmigung ist für Veranstaltungen im eigenen Landesverbandsbereich spätestens 14 Tage vorher, für Veranstaltungen mit Vereinen fremder Landesverbände und für Starts außerhalb des eigenen Landesverbandes spätestens 21 Tage vor der Veranstaltung oder dem Start zu beantragen. Im letztgenannten Falle ist die Genehmigung dem LV des veranstaltenden Vereins rechtzeitig schriftlich mitzuteilen.
10. Um das Interesse der Öffentlichkeit am Amateurboxsport zu fördern, kann der DBV bei von ihm benannten Großveranstaltungen Profikämpfe unter bestimmten Bedingungen zulassen. Das gleiche gilt für Wettkämpfe von Amateuren im Rahmen von Berufsboxveranstaltungen. Die Profikämpfe müssen von dem zuständigen Manager finanziell abgesichert, vermarktet und dürfen nur von einem eingeteilten Kampfgericht vom BDB geleitet werden. Bei Amateurkämpfe müssen der DBV, der Landesverband und der Verein zustimmen. Der Amateurkampf muß nach den Regeln der DBV-Wettkampfbestimmungen und den internationalen Amateurbestimmungen (Regel 26 IOC) ausgetragen werden. Kämpfe, Schaukämpfe, bei dem Gegner ein Berufsboxer ist, sind verboten. Diese Regelung gilt bis zum Kongreß 2005.
2. Turniere dürfen nur mit Genehmigung des zuständigen LV (national) oder des DBV (international) veranstaltet werden. Mit dem Antrag auf Genehmigung sind die Durchführungsbestimmungen vorzulegen, die mindestens vier Wochen vor dem ersten Kampftag bekanntzugeben sind (Ausschreibung).
d) Art der Kämpfe (§ 2) und die Klasseneinteilung der Teilnehmer
f) Meldeschluß und Meldestelle
4. Bei Turnieren und Meisterschaften können Medaillen, Schärpen und Urkunden vergeben werden.
Wanderpreise bedürfen der Genehmigung des DBV bzw. des LV. Die Austragungsbedingungen sind schriftlich einzureichen.
1. Als Einzelwettbewerbe können jährlich vom DBV Deutsche Kadetten-, Jugend- und Junioren-Meisterschaften, internationale Deutsche Junioren-Meisterschaften, Deutsche Meisterschaften der Männer und Frauen durchgeführt werden. Der Deutsche Meistertitel kann ohne Kampf bei den deutschen Einzelmeisterschaften nicht vergeben werden. Dies gilt auch für den Titel bei internationalen Deutschen Junioren-Meisterschaften.
2. Die Teilnahmeberechtigung an den deutschen Titelkämpfen regelt die Ausschreibung. Die Teilnehmer müssen die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Zu den LV-Meisterschaften können Ausländer zugelassen werden, bei den Regional-(Gruppen) Meisterschaften nur dann, wenn alle in der Gruppe beteiligten LV einverstanden sind.
4. Nach Abschluß eines jeden Meisterschaftsabschnittes darf die Gewichtsklasse gewechselt werden.
5. Bei allen Meisterschaftsveranstaltungen dürfen am gleichen Ort und in der nächsten Umgebung keine weiteren Veranstaltungen stattfinden. Über Veranstaltungen in der näheren und weiteren Umgebung wird von Fall zu Fall durch die zuständigen Organe entschieden.
6. Die Meisterschaften erfolgen in den im § 15 WB festgelegten Altersklassen. Über Sonderzulassungen im Bereich der "Männer" entscheidet der zuständige Landesverband.
a) Viertelfinale einer DM: für jeden Sieg = 1 Punkt
b) Halbfinale der DM: für jeden Sieg = 2 Punkte
c) DM-Finale: für jeden Sieg = 3 Punkte
d) Bei Startern, die zum Zeitpunkt der DM-Wettbewerbe im Jahr zuvor noch für einen anderen Landesverband startberechtigt waren, gehen 50 % der durch einen solchen Kämpfer erreichten Punkte an diesen Landesverband.
3. Bei Punktgleichheit entscheidet die Mehrzahl der errungenen Meistertitel. Ist diese auch gleich, so wird zur Entscheidung die Mehrzahl der erkämpften Zweitplazierungen herangezogen. Ergibt sich hierdurch immer noch kein Vorteil für einen Landesverband, dann entscheidet die Mehrzahl der errungenen dritten Plätze.
1. Bei Deutschen Junioren-Meisterschaften, Deutschen Kadetten-Meisterschaften, Deutschen Jugend-Meisterschaften und internationalen Deutschen Junioren-Meisterschaften erhält der erfolgreichste Landesverband einen Pokal.
3. Gewinner ist derjenige Landesverband, der die Höchstzahl an Meistern erringt. Ist diese Zahl für zwei LV gleich, so entscheidet die Zahl der Zweit-plazierten bzw. Drittplazierten.
3. Bei Vergleichskämpfen von Vereins- und Verbandsstaffeln auf nationaler Ebene wird die Mannschaftswertung aus den Einzelergebnissen von mindestens acht und höchstens zwölf Kämpfen ermittelt. Einzelergebnisse von Kämpfen der Kadetten- und Juniorenklasse werden erst dann in die Wertung aufgenommen, wenn weniger als neun Männerkämpfe ausgetragen werden. Das Auffüllen der Mannschaft für die Wertungsermittlung erfolgt zuerst durch Kämpfer der Junioren- und dann durch solche der Kadettenklasse.
a) durch eine regelmäßige sechsmonatige Grundausbildung mit mindestens 50 Trainingseinheiten. Besonders befähigte Kämpfer können nach einer Grundausbildung von mindestens drei Monaten (mit mindestens 25 Trainingseinheiten) die Startberechtigung erhalten, wenn sie ihre Qualifikation nachgewiesen haben. Die vorzeitig erteilte Startberechtigung ist im Startausweis am Beginn des Kampfverzeichnisses durch ein Sportausschußmitglied des LV mit Unterschrift zu bestätigen.
Für die Teilnahme an internationalen Wettbewerben ist der kombinierte nationale und internationale DBV-Startausweis erforderlich. Dabei ist zu beachten, daß die Seiten 2-6 vom Arzt ausgefüllt und unterschrieben sind.
c) Für Anfänger können Startkarten nach dem vorgegebenen Muster des DBV durch die Landesverbände ausgestellt werden. Nach maximal 10 Wettkämpfen ist ein DBV-Startpaß auszustellen. Die bisherige Kampfbilanz ist zu übertragen. Des weiteren gelten die Festlegungen von § 12, Ziff. 1 b).
4. Bei Nichtantreten eines Kämpfers oder der Verweigerung der Abstellung eines Kämpfers durch Verein oder Landesverband erfolgt eine Bestrafung gemäß dem Buß- und Strafkatalog des DBV.
3. Bei Nichtfreigabe durch den Verein ist der LV berechtigt, nach Prüfung des Falles die Starterlaubnis zu erteilen. Ein Vereinswechsel von einem Landesverband in einen anderen Landesverband kann nur mit Zustimmung des abgebenden Landesverbandes erfolgen. Fehlende Zustimmung verhindert eine Freigabe. Einsprüche gegen die Stellungnahme des abgebenden Landesverbandes werden vom DBV-Sportausschuß behandelt. Erfolgt von seiten eines abgebenden Landesverbandes innerhalb von vier Wochen auf die Anforderung eines Startausweises keine Stellungnahme, so ist der aufnehmende LV berechtigt, einen neuen Startausweis auszustellen.
4. Die Freigabeerklärung muß im Startausweis von dem Zeichnungsberechtigten des abgebenden Vereins unterschrieben sein. Eine Freigabeverweigerung ist zu begründen. Die Begründung ist dem Kämpfer auf Verlangen bekanntzugeben.
5. Die Sperrfrist beginnt mit der schriftlichen Anforderung des Startausweises beim zuständigen LV durch den neuen Verein. Dieser hat gleichzeitig die Mitgliedschaft des Athleten nachzuweisen. 6. Hat der Kämpfer seinen Vereinsbeitrag für die letzten drei Monate vor dem Austritt noch nicht bezahlt, so kann die Freigabe verweigert werden. Das gleiche gilt, wenn er von seinem bisherigen Verein vor seinem Austritt gesperrt wurde und die Sperre noch nicht abgelaufen ist (gem. RO § 30).
9. Schließen sich mehrere Vereine oder Boxabteilungen zusammen, so unterliegt ein austretendes Mitglied nur dann nicht den allgemeinen Sperrfristen der Ziffer 1 und 2 dieser Vorschrift, wenn sein Austritt spätestens innerhalb von 4 Wochen nach der Veröffentlichung des Zusammenschlusses durch den zuständigen LV erfolgt. Bei der Auflösung von Vereinen oder Boxabteilungen treten keine Sperren ein. 10. Der DBV und die LV sind berechtigt, die durch Vereinswechsel gesperrten Kämpfer zu Länder- bzw. Repräsentativkämpfen heranzuziehen. Für die LV gilt diese Regelung nur bei einem Vereinswechsel innerhalb ihres LV-Bereiches.
11. Zum Wechsel eines Kämpfers für die Zeitdauer einer Ligasaison ist der Vollzug eines offiziellen Vereinswechsels gemäß diesem Paragraphen nicht erforderlich, sofern die Zustimmung des Vereins und des Landesverbandes, für den der Kämpfer startberechtigt ist, dem Ligaobmann vorgelegt werden können. Der Kämpfer wird vereinsmäßig nicht umgeschrieben, sondern erhält für die jeweilige Ligasaison den Startberechtigungsvermerk des Ligaobmannes für den Verein, für den er starten will. Eine Sperre ist damit nicht verbunden.
3. Angehörige der alliierten Streitkräfte, die nicht in der boxsporttreibenden Organisation ihres jeweiligen Heimatlandes registriert sind, benötigen die schriftliche Bestätigung des zuständigen Dienstvorgesetzten, daß sie noch keine Professionalkämpfe ausgetragen haben und dem Status eines Amateursportlers entsprechen. Diese Bestätigung ist vom Kämpfer gegenzuzeichnen.
1. Die Kämpfer werden in folgende Altersklassen eingeteilt: Schüler, Jugend, Kadetten (Jugendklassen), Junioren und Männer.
3. a) Schüler sind Kämpfer, die das 10. Lebensjahr überschritten, aber am Stichtag das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.
b) In der Schülerklasse dürfen Boxer benachbarter Jahrgänge gegeneinander kämpfen.
4. Jugend sind Kämpfer, die am Stichtag das 12. Lebensjahr überschritten, aber das 14. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.
5. Kadetten sind Kämpfer, die am Stichtag das 14. Lebensjahr überschritten, aber das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.
7. Männer sind Kämpfer, die am Stichtag das 18. Lebensjahr überschritten haben.
8. Die Altersklasse ist im Startausweis zu vermerken. Diese Altersklassenregelung gilt nur für die Durchführung von Einzelmeisterschaften. Der DBV kann in Abweichung zu Ziffer 2 bis 7 und Ziffer 9 die Durchführung von Einzelmeisterschaften durch Ausschreibung, analog der internationalen Vorgaben durch die AIBA/EABA, regeln.
9. Bei allen anderen Kämpfen der Jugendklassen gilt, daß benachbarte Jahrgänge gegeneinander boxen dürfen. Darüber hinaus dürfen Junioren, die dem letzten Jahrgang ihrer Altersklasse angehören, gegen Männer starten, die dem ersten Jahrgang dieser Altersklasse angehören, ohne dabei die Junioreneigenschaft zu verlieren. Die Rundendauer richtet sich nach den Bestimmungen der jüngeren Altersklasse.
10. a) Junioren dürfen nur dann in der Männerklasse starten, wenn sie das 17. Lebensjahr (Stichtag) vollendet haben und ihnen eine Sondergenehmigung des zuständigen LV-Jugendausschusses erteilt worden ist. Die Genehmigung ist durch den Verein zu beantragen. Dem Antrag ist die schriftliche Zustimmungserklärung des Erziehungsberechtigten und ein ärztliches Zeugnis darüber beizufügen, daß der Junior körperlich geeignet ist, in der Männerklasse zu kämpfen. Die Zustimmungserklärung entfällt bei Junioren, die das 18. Lebensjahr vollendet haben. Diese Sondergenehmigung wird unter "Altersklasseneinteilung" im Startausweis vermerkt. Die Junioreneigenschaft verliert der Kämpfer, der an den Deutschen Meisterschaften der Männer teilnimmt oder in einer Mannschaft der 1. Bundesliga an den Start geht.
3. Kämpfer, die auch Kickboxen oder artverwandte Kampfsportarten betreiben, werden als Fortgeschrittene eingestuft.
Außer im medizinisch/wissenschaftlichen Bereich kann auch der im Berufsboxsport tätige Funktionär/Offizielle des DBV von jeder weiteren Tätigkeit im Amateurbereich ausgeschlossen werden. Bei nicht erfolgten Ausschluß kann für Funktionäre/Offizielle des DBV eine Strafe im Rahmen der Rechtsordnung ausgesprochen werden.
3. Wer sich als Rummelboxer betätigt, wird mit einer Sperre von mindestens 1 Jahr belegt. 4. Jedes öffentliche Training mit Berufsboxern ist verboten und strafbar. Ein Training mit Berufsboxern ist nur gestattet, wenn es in der Halle unter Aufsicht und mit Genehmigung des Vereins erfolgt, dem der Amateur angehört.
5. Die Aberkennung der Amateureigenschaft erfolgt durch den zuständigen LV. Sie ist in den "Amtlichen Nachrichten" bekanntzugeben.
1. Wer einen Kämpfer durch Versprechen oder Gewähren materieller Vorteile zu einem Vereinswechsel veranlaßt oder zu veranlassen sucht, wird bestraft.
3. Fehler in der Ankündigung und Änderungen in den Kampfpaarungen sind sofort, spätestens aber mit Beginn der Veranstaltung bekanntzugeben.
4. Für die Zulassung der Werbung im Amateurboxsport gelten die Bestimmungen des NOK, DSB und der AIBA mit Ausführungsbestimmungen und Zulassungsregeln des IOC (Regel 26) (siehe Anhang).
1. Alle Wettkämpfe sind in einem Ring auszutragen, dessen Seilviereck mindestens 4,90 m und höchstens 6,10 m im Quadrat sein muß. Hochringe dürfen höchstens 1,22 m hoch sein.
2. Der Ringboden muß eben, sicher befestigt und ohne behindernde Federung sein. Der Ringboden muß vollständig mit einem elastischen Belag von mindestens 1,5 cm, höchstens 2,0 cm Stärke bedeckt und darüber mit einer Zeltplane belegt sein, die nicht mit Kolophonium bestreut sein darf. Der Rand des Ringbodens muß mindestens 50 cm auf jeder Seite über die Seile hinausragen.
5. Es ist verboten, in Ringen zu kämpfen, die den vorstehenden, dem Schutz der Kämpfer dienenden Bestimmungen nicht entsprechen. Das Schiedsgericht (Delegierter, RR) hat daher vor jeder Veranstaltung den Ring und alle erforderlichen Geräte eingehend zu prüfen. Kommt es dieser Verpflichtung nicht nach, so kann es für Unfälle verantwortlich gemacht werden, die durch die unvorschriftsmäßige Beschaffenheit des Ringes verursacht werden. Beanstandungen sind unverzüglich dem zuständigen LV mitzuteilen. Erst wenn der Nachweis erbracht ist, daß die Mängel behoben wurden oder ein anderer vorschriftsmäßiger Ring zur Verfügung steht, dürfen dem betreffenden Verein weitere Veranstaltungen genehmigt werden.
1. Die Kämpfer müssen mit leichten Sportschuhen (ohne Haken und Nägel), mit einer Sporthose und einem ärmellosen Trikot bekleidet sein. Hose und Trikot müssen sich nicht nur von der Kampfbekleidung des Gegners, sondern auch untereinander in ihrer Farbe so unterscheiden, daß die Gürtellinie deutlich sichtbar ist. Im übrigen hat der Veranstalter für diesen Zweck zwei verschiedenfarbige (rot und blau), mindestens 8 cm breite und 150 cm lange Bänder bereitzuhalten. Vereins- oder Verbandsabzeichen an der Kampfkleidung sind erlaubt.
3. Kämpfer dürfen nichts tragen, was Verletzungen verursachen könnte (Ringe, Halsketten, Ohrstecker u.ä.). Piercings jeglicher Art sind zu entfernen. Es darf weder Kinn- noch Vollbart getragen werden. Ebenso ist es untersagt, mit Bandagen bzw. Verbänden am den Armen sowie Pflastern am Kopf zu kämpfen.
4. Die Verwendung eines Mundschutzes beim Wettkampf ist Pflicht. Festsitzende Zahnspangen dürfen getragen werden. Bei einer doppelten Zahnspange ist ein doppelter Mundschutz zu empfehlen. 5. Jeder Athlet muß beim Wettkampf einen von der AIBA zugelassenen und vom DBV mit einem Prüfstempel versehenen Kopfschutz tragen. Das Tragen eines Schweißbandes unter dem Kopfschutz ist erlaubt. Die Haare dürfen nicht im Trefferbereich sein, lange Haare sind unter dem Kopfschutz zu verstauen.
7. Die benötigten Handschuhe sind vom Veranstalter (Ausrichter) zu stellen. Dabei sind bei Ligakämpfen und Meisterschaften in der roten Ecke rote Handschuhe und in der blauen Ecke blaue Handschuhe zu verwenden.
8. Die Handschuhe werden vor dem Kampf vom Ringrichter überprüft. Sie müssen auf dem Handrücken durch Schleifen oder Knoten gebunden werden. Schnallen, Lederriemen oder Klammern sind verboten.
Zur Befestigung der Verschnürung ist ein Klebestreifen von 2,5 cm Breite oder ein elastisches Band über die Schleifen oder Knoten zu kleben oder zu stülpen. Die Länge des Klebestreifens darf nicht länger als der Umfang des Handschuhbundes sein. Bei Handschuhen mit eingearbeitetem Verschnürungsschutz muß dieser über die Verknotung gezogen werden.
9. Die Kämpfer haben weiche, saubere Bandagen (Kambrik, Mull, Trikotschlauch oder Flanell) zu tragen, die höchstens je 2,50 m lang und 5 cm breit sein dürfen. Sie dürfen nicht über die Handschuhe hinausreichen. Die Benutzung anderer Bandagen (Gummiband, Hartbandagen, Isolierband, Leukoplast oder Pflaster) ist verboten. Ein einzelner Heftpflasterstreifen von 7,5 cm Länge und 2,5 cm Breite darf jedoch zum Festhalten der Bandagen auf dem Handrücken verwendet werden.
10. Die RR haben Stichproben vorzunehmen, ob die von den Kämpfern getragenen Bandagen den Vorschriften entsprechen, wobei zu berücksichtigen ist, daß sie sich durch die Benutzung gedehnt haben können. Nimmt der Ringrichter eine Bandagenkontrolle vor, muss dieses bei beiden Kämpfern geschehen. Die Bandagenkontrolle findet nach Beendigung des Kampfes statt. Unvorschriftsmäßige Bandagen führen zur Disqualifikation.
1. Die Boxtauglichkeit der Kämpfer ist alljährlich, beginnend mit dem 01. Dezember des Vorjahres, bis zum 01. Februar des laufenden Jahres ärztlich zu überprüfen und durch Unterschrift und Stempel des untersuchenden Arztes im Startausweis zu dokumentieren. Der Vermerk, daß die Untersuchungsbescheinigung beim Landesverband vorliegt, ist nicht ausreichend. Die Jahresuntersuchung darf nicht am Veranstaltungstag erfolgen.
2. Vor jedem Kampf muß der Kämpfer auf seine Boxfähigkeit hin ärztlich untersucht werden. Boxuntauglichkeit muß umgehend in das Kampfprotokoll eingetragen werden. Stellt der Arzt fest, daß der Kämpfer nicht boxtauglich ist, so ist der Kämpfer für die Veranstaltung gesperrt. Gegen diese Entscheidung ist ein Rechtsmittel nicht zulässig. Der Ringarzt muß vom Veranstalter (Ausrichter) gestellt werden. Haben beide Kämpfer oder Mannschaften einen Ringarzt mitgebracht, so ist für die ärztliche Untersuchung sowie auch für die Tätigkeit am Ring jeder Arzt für seine eigenen Boxer verantwortlich.
4. Stellt der Delegierte (RR) fest, daß beim Wiegebeginn der Ringarzt fehlt, ist er verpflichtet, vom Veranstalter auf dessen Kosten zu verlangen, daß sofort ein Arzt herbeigerufen wird.
6. Alle Veranstalter sind verpflichtet, für den Ringarzt die Broschüre "Der Ringarzt im Amateurboxsport" bereitzuhalten.
1. Die 11 Gewichtsklassen für Junioren und Männer:
Superschwergewicht üb. 91 kg
2. Die Altersklassen Schüler und Jugend sind in folgende 20 Gewichtsklassen eingeteilt:
Superschwergewicht üb. 80 kg
3. Die 16 Gewichtsklassen der Altersklasse Kadetten:
Papiergewicht´ bis 42 kg
Superschwerplus üb. 86 kg
1. Zum Wiegen sind nur gültig geeichte Waagen zu verwenden. Der Eichstempel muß mindestens das laufende Jahr angeben.
2. Bei Freundschaftskämpfen kann von der genauen Gewichtsklasseneinteilung nach § 23 Ziff. 1, 2 und 3 abgesehen werden. Bei Kämpfen mit Athleten aus zwei verschiedenen Gewichtsklassen gilt als erlaubte Gewichtsdifferenz die der jeweiligen Gewichtsklasse des leichteren Kämpfers. Bei Mannschaftsmeisterschaften sind die Kämpfer bei Unter- oder Übergewicht des Gegners zu einem Einlagekampf verpflichtet, soweit die festgelegten Gewichtsdifferenzen eingehalten werden. Dies gilt auch, wenn der Kämpfer die angesetzte Wiegezeit überschreitet.
3. Das Wiegen muß innerhalb von 30 Minuten und spätestens eine halbe Stunde vor Veranstaltungsbeginn beendet sein, sofern in begründeten Fällen die Ausschreibung keine anderen Wiegezeiten vorsieht. Wenn bei einem Kämpfer innerhalb der festgesetzten Wiegezeit das entsprechende Gewicht nicht festgestellt werden kann, hat er den Kampf verloren.
4. Jeder Kämpfer hat das Recht, sich innerhalb der Wiegezeit auf der offiziellen Waage vorzuwiegen. Er muß sich aber innerhalb der festgesetzten Wiegezeit offiziell wiegen lassen.
5. Bei mehrtägigen Turnieren und Meisterschaften, bei denen mehrere Kämpfe an aufeinander folgenden Tagen notwendig sind (Landes-, Gruppen- und Deutsche Meisterschaften), wird jeweils nur am ersten Kampftag die obere bzw. untere Grenze in der Gewichtsklasse festgestellt. An den weiteren Tagen ist nur die obere Grenze maßgebend.
1. Bei einem Wettbewerb in Turnierform werden die Kämpfer ausgelost. Die Auslosung erfolgt nach der ersten offiziellen Gewichtskontrolle und nach der ärztlichen Untersuchung der Wettkämpfer. In begründeten Ausnahmefällen kann die Auslosung vor Abschluß des ersten offiziellen Wiegens durchgeführt werden. Das amtliche Wiegeprotokoll, verbunden mit der ärztlichen Entscheidung, bildet die Grundlage für das Auslosen, das für jede Gewichtsklasse getrennt durchgeführt wird.
2. Sind drei Teilnehmer in einer Gewichtsklasse am Start, muß der Athlet ausgelost werden, der in der ersten Serie nicht zu boxen braucht. Weitere Regelungen (Kämpfe) ergeben sich aus der Ausschreibung. Bei Turnierwettbewerben mit mehr als vier Startern muß eine ausreichende Anzahl an Freilosen für den ersten Wettkampfabschnitt gezogen werden, um die Anzahl für die zweite Serie auf vier, acht oder sechzehn Boxer zu reduzieren. Die erforderliche Zahl der Kämpfer für die jeweils erste Serie ergibt sich aus der Differenz aller startberechtigten Athleten einer Gewichtsklasse und der für die zweite Serie erforderlichen Zahl an Kämpfern.
- hier nicht dargestellt! -
Erforderliche Kämpfe in der ersten Serie (siehe Ziff. 2): 6 – 4 = 2 Kämpfe, d.h. zwei Athleten haben Freilos (Nr. 5 und Nr. 6, siehe Ziff. 4).
5. Die Kampffolge kann gegenüber der Reihenfolge, die sich durch die Auslosung ergibt, geändert werden. Wie in Ziffer 4 aufgezeigt, bestreiten die Freilosinhaber in der zweiten Serie den 1. Kampf.
1. Die Kämpfe der Junioren- und Männerklasse werden über vier Runden zu je zwei Minuten ausgetragen mit je einer Minute Pause zwischen den Runden.
2. Nach vorheriger Vereinbarung können die in Ziff. 1 genannten Kämpfe über eine Distanz von drei, vier, fünf oder sechs Runden zu je zwei Minuten und über 3 Runden zu je 3 Minuten ausgetragen werden. 3. a) Kämpfe der Altersklasse Jugend und Kadetten gehen über eine Distanz von drei Runden zu je 2 Minuten mit je einer Minute Pause zwischen den Runden.
b) Kämpfe der Altersklasse Schüler gehen über eine Distanz von drei Runden zu je 1 Minute mit je einer Minute Pause zwischen den Runden.
c) Bei den Internat. Deutschen Junioren-Meisterschaften des DBV kann in den letzten beiden Monaten des Jahres die Rundendauer des ältesten Kadettenjahrganges der Rundendauer der Junioren angepaßt werden.
4. Die Rundendauer kann bei Wettkämpfen der Altersklassen der Kadetten, Jugend und Schüler unterschritten werden.
5. Die Rundendauer für weibliche Boxer wird auf 3 Runden zu je 2 Minuten festgelegt, mit je einer Minute Pause zwischen den Runden. Kämpfe der Kadetten-, Jugend- und Schülerklassen richten sich nach § 26, Ziffer 3, Buchstabe a) bis c).
1. Jeder Kämpfer hat Anspruch auf einen Sekundanten und einen Helfer. Der Sekundant muß mindestens im Besitz einer vom zuständigen LV erteilten gültigen Übungsleiterlizenz sein. Bei allen Veranstaltungen des DBV müssen die amtierenden Sekundanten mindestens im Besitz der "B-Trainerlizenz" sein. Die Lizenzen sind dem Delegierten vor Veranstaltungsbeginn vorzulegen.
2. Während der Rundenpausen darf der Sekundant den Ring und der Helfer das Ringpodium betreten. Für den Helfer gilt dies nur, wenn er mindestens im Besitz der "C"-Lizenz bzw. einer vom zuständigen LV erteilten gültigen Übungsleiterlizenz ist.
4. Es ist den Sekundanten, den Helfern oder beauftragten Zuschauern nicht gestattet, den Kämpfer während des Kampfes auf irgendeine Art, wie durch Zurufe und Weisungen, zu unterstützen.
2. Die Benennung des Kampfgerichtes – mit Ausnahme des Schiedsgerichtes – erfolgt durch den zuständigen Kampfrichterobmann (KO). Der KO bestimmt auch die Zahl der Punktrichter.
5. Ringrichter dürfen zur Ausübung ihrer Tätigkeit nicht älter als 63 Jahre, Punktrichter nicht älter als 68 Jahre sein. Die Kampfrichtertätigkeit ist mit Ablauf des Kalenderjahres beendet, in dem der Kampfrichter das 63. bzw. 68. Lebensjahr vollendet.
1. Für Meisterschaften und Turniere beruft der DBV oder der zuständige LV ein dreiköpfiges Schiedsgericht aus den Mitgliedern des TA oder JA des DBV bzw. aus dem Sportausschuß des LV. Die Zusammensetzung des Schiedsgerichts soll eine objektive Tätigkeit gewährleisten. Die Mitglieder müssen die Kampfrichterlizenz besitzen.
a) Bei Meisterschaftsturnieren des DBV oder der LV obliegt dieses Amt dem zuständigen Sport- bzw. Jugendwart.
4. Proteste gemäß § 41 dieser Bestimmungen werden vom Schiedsgericht (Delegierten) entschieden. Gegen seine Entscheidung ist die Berufung an den zuständigen LV zulässig. Bei Verbandsveranstaltungen des DBV ist gegen die Entscheidung des Schiedsgerichts die Berufung an den DBV-Sportausschuß zu richten, der in diesen Fällen entscheidet.
2. Ringrichter/in bedürfen jährlich einer ärztlichen Bescheinigung, daß gegen ihre Verwendung keine Bedenken bestehen. Die Bescheinigung muß auch darüber Auskunft geben, ob die Sehkraft ausreichend ist. Zusätzlich werden die Ringrichter/in vor Meisterschaften und Turnieren ärztlich untersucht.
3. Der Ringrichter/in hat vor dem Kampf Sportkleidung und Handschuhe der Kämpfer zu prüfen. Er hat sich vor, während und nach den Kämpfen, insbesondere im Umgang mit den Kämpfern, so zu verhalten, daß er zu keinem Zweifel an seiner Unparteilichkeit Anlaß gibt.
5. Vor Weitergabe an den Delegierten überprüft der Ringrichter/in die von den Punktrichtern übernommenen Punkttabellen, ob sie vollständig ausgefüllt sind. Bei der Urteilsverkündung hebt er die Hand des Siegers.
a) Bei Unterbrechung des Kampfes "stop" b) bei Fortsetzung des Kampfes "box",
2. Während des Kampfes ist den Punktrichtern jede Unterhaltung untersagt. Sie haben darauf zu dringen, daß niemand an ihren Tischen Platz nimmt. Weiterhin ist es ihnen verboten, mit anderen als den Mitgliedern des Schiedsgerichts oder dem Delegierten über die Kampfurteile zu sprechen. Bei Belästigungen durch Zuschauer und andere haben sie den Delegierten aufmerksam zu machen.
3. Die Entscheidungen der einzelnen Punktrichter können öffentlich angezeigt werden.
5. Die Punkttabellen dürfen nur von den zuständigen Verbandsorganen (Kampfrichterobmann, Sportwart, Jugendwart, auf DBV-Ebene zusätzlich Ligaobmann und Vizepräsident Leistungssport) eingesehen werden.
8. Die Punktrichterbekleidung richtet sich nach der Bekleidung der Ringrichter gemäß § 30 Abs. 1, Satz 1, der WB.
1. Der Zeitnehmer, der bei Meisterschaften grundsätzlich eine Kampfrichterlizenz besitzen muß, gibt durch deutlich vernehmbare Zeichen den Beginn und Schluß einer jeden Runde an. Ferner gibt er fünf Sekunden vor Ablauf der Pause das Kommando "Ring frei", nach welchem der Sekundant den Ring sofort zu verlassen hat. Desgleichen ruft er kurz vor Beginn die Nummer der Runde aus.
2. Seine Kommandos lauten: Ring frei - Runde 1
Ring frei - Runde 2 Ring frei - Runde 3 Ring frei - Runde 4
4. Wird ein Kämpfer angezählt, läuft die Uhr weiter. Der Zeitnehmer zeigt dem Ringrichter mit der Hand solange den Ablauf der Sekunden an, wie der Ringrichter zählt. Der Zeitnehmer darf nicht laut zählen oder den Ablauf der Sekunden durch Klopfzeichen anzeigen. Die Stoppuhren dürfen erst bei der Vorstellung des nächsten Kampfpaares zurückgestellt werden. Dem Zeitnehmer sind vom Veranstalter zwei einwandfreie Stoppuhren zur Verfügung zu stellen.
5. Ein zweiter Zeitnehmer kann zur Kontrolle eingesetzt werden.
2. Der Protokollführer ist vom Veranstalter zu stellen. Er muß schreibgewandt und mit Fragen des Boxsports vertraut sein. Neben den Startausweisen hat er das Protokoll vollständig auszufüllen. Hierzu gehört auch die Eintragung der Uhrzeit am Ende der einzelnen Kämpfe. Seine Eintragungen in die Startausweise sind von dem Delegierten gegenzuzeichnen.
Ebenso ist das Kampfprotokoll nach Schluß der Veranstaltung vom Delegierten zu prüfen, zu unterschreiben und sofort dem Landesverband (bei Ligawettbewerben dem DBV) mit den Punkttabellen zu übersenden.
4. Der Ringsprecher wird ebenfalls von dem Veranstalter gestellt. Er gibt nur im Auftrag der Veranstaltungsaufsicht die erforderlichen Mitteilungen an die Zuschauer bekannt (z.B. Vorstellen der Kämpfer, Bekanntgabe der Urteile, Verwarnung der Kämpfer in der jeweils folgenden Pause).
a) Sieg durch Niederschlag (K.o.) b) Sieg durch Aufgabe des Kampfes c) Sieg durch Abbruch des Kampfes wegen Kampf- oder Verteidigungsunfähigkeit
d) RSC - Verletzung
e) Sieg durch Punktwertung
g) Sieg durch Disqualifikation des Gegners h) Sieg durch Nichtantreten
i ) Abbruch ohne Entscheidung
Zu a): Sieg durch Niederschlag wird verkündet, wenn einer der Kämpfer mindestens 10 Sekunden kampfunfähig mit einem anderen Körperteil als den Füßen den Boden berührt, in den Seilen hängt, sich außerhalb des Ringes befindet oder verteidigungsunfähig durch Schlageinwirkung ist. Diese Entscheidung erfolgt auch bei einem schweren Niederschlag, wenn das "AUS" des Ringrichters bereits nach der Zahl "1" erfolgt.
Zu b): Der Kampf kann nur durch den Kämpfer oder seinen Sekundanten aufgegeben werden. Sein Gegner wird Sieger durch Aufgabe.
Zu c): Sieg durch Abbruch wegen Kampf- oder Verteidigungsunfähigkeit oder wegen sportlicher Unterlegenheit wird durch den Ringrichter bestimmt. Der Ringarzt ist berechtigt, dem Ringrichter den Abbruch des Kampfes durch Zeichen zu empfehlen, wenn er die Weiterführung ärztlicherseits nicht für vertretbar hält. Er hat außerdem das Recht, den Kampf bis zu einer Minute durch den Ringrichter unterbrechen zu lassen, um die Kampffähigkeit festzustellen. Während der Untersuchung dürfen außer den Kämpfern, dem Arzt und dem Ringrichter keine weiteren Personen im Ring sein. Der Empfehlung des Arztes hat der Ringrichter Folge zu leisten.
Zu d): Entsteht die Kampfunfähigkeit durch einen Unfall eines Kämpfers, so lautet die Entscheidung "Sieg durch Abbruch wegen Verletzung". In dem Protokoll, in den Punkttabellen und im Startausweis ist in diesem Fall zu vermerken "RSC-Verletzung".
Zu e): Als Sieger wird der Kämpfer verkündet, für den sich die Mehrheit der Punktrichter entscheidet. Eine Punktwertung erfolgt auch dann, wenn der Arzt einen Kampf wegen Verletzung beider Kämpfer abbrechen muß. Dies gilt auch für den Verletzungsstopp eines Einzelkämpfers, wenn dieser Stopp in der letzten Runde erfolgt. Bei Einzelmeisterschaften und Turnieren wird die Punktwertung bei einem Verletzungsstopp auf Anraten des Arztes in der letzten Runde nur bei den Finalkämpfen angewandt.
Zu f): "Unentschieden" wird verkündet, wenn sich die Mehrheit der Punktrichter für "Unentschieden" entscheidet oder drei verschiedene Urteile abgegeben werden.
Amtieren bei einem Mannschaftswettbewerb 5 Punktrichter, wird ein "Unentschieden" verkündet: a) wenn mindestens 3 Punktrichter ein Unentschieden ermittelt haben,
b) wenn 2 Punktrichter den Kämpfer A und 2 Punktrichter den Kämpfer B als Sieger errechnen und der fünfte Punktrichter eine unentschiedene Wertung ermittelt.
Zu g): Nach dreimaliger Verwarnung eines Kämpfers ist der Kampf sofort abzubrechen. Der Gegner wird Sieger durch Disqualifikation. Die Disqualifikation kann in schwerwiegenden Fällen auch ausgesprochen werden, ohne daß eine Verwarnung vorausgeht. Auch ein außerhalb des Ringes befindlicher Boxer wird disqualifiziert, wenn er diesen durch eigene Fahrlässigkeit verlassen hat und innerhalb von zehn Sekunden nicht zurückkehrt. Es liegt im Ermessen des Ringrichters, die Disqualifikation auszusprechen (siehe auch § 37). Fällt der Mundschutz zum 3. Mal aus dem Mund des Athleten, gleich aus welchem Grund, muß der Kämpfer verwarnt werden und, wenn es wiederum passiert, erhält er die zweite Verwarnung. Fällt der Mundschutz zum 5. Mal aus dem Mund, erfolgt die dritte Verwarnung.
Zu h): Ein Sieg durch Nichtantreten wird verkündet, wenn der Gegner wegen Verletzung, Übergewicht oder aus anderen Gründen nicht zu einem Kampf in einer Meisterschaftsrunde antritt. Das Ergebnis wird nur im Protokoll vermerkt und zur Ermittlung des Mannschaftsergebnisses herangezogen (kein Eintrag im Startausweis).
Zu i): Ein Kampf ist abzubrechen (ohne Entscheidung), wenn er nicht mehr den Regeln ent-sprechend weitergeführt werden kann. Der Ringrichter kann sich zu dieser Entscheidung auch infolge höherer Gewalt (z.B. Schadhaftigkeit des Ringes usw.) oder durch störendes Verhalten der Zuschauer genötigt sehen. Weitere Aufschlüsse gibt der § 37 Ziff. 5.
c) Jeder Nahkampf ist ohne Berücksichtigung der Einzeltreffer nach seinem Gesamteindruck zu bewerten. Der hierbei bessere Kämpfer erhält je nach dem Grad seiner Überlegenheit einen oder zwei Hilfspunkte. Um den besseren Nahkämpfer nicht zu benachteiligen, hat der Ringrichter einen sich entwickelnden Nahkampf nicht durch "break"-Kommandos zu behindern. Im Gegensatz zum Nahkampf ist der Halbdistanzkampf nach den vorangegangenen Bestimmungen zu bewerten.
2. Gewertet wird jede Runde mit 20 Wertungspunkten. Bruchteile von Punkten können nicht gegeben werden. Drei Hilfspunkte ergeben einen Wertungspunkt. Nach Beendigung der Runde werden die Hilfspunkte des Unterlegenen von der Summe der Hilfspunkte des Besseren abgezogen. Für je drei verbleibende Hilfspunkte wird dem schlechteren Kämpfer von 20 Wertungspunkten (Höchstzahl) ein Verlustpunkt abgezogen. Zwei übriggebliebene Hilfspunkte werden zu einem Wertungspunkt erhöht, ein übrigbleibender Hilfspunkt wird nicht berücksichtigt. Jede Runde ist in sich abgeschlossen zu bewerten. Um Fehlentscheidungen zu vermeiden, ist bereits die erste und auch die zweite Runde mit der gebotenen Sorgfalt und Strenge zu beurteilen. Der Sieg wird dem Kämpfer zugesprochen, der am Schluß des Kampfes die höhere Zahl an Wertungspunkten hat. Haben beide Kämpfer die gleiche Zahl von Wertungspunkten, so lautet das Urteil "Unentschieden". Bei Meisterschaften (Turnieren) – mit Ausnahme der Bestimmungen des § 11 Ziff. 4 – sowie in internationalen Kämpfen, soweit keine andere Abmachung erfolgt ist, muß ein Sieger ermittelt werden. Bei Punktgleichheit am Schluß des Kampfes ist der Sieg dem Kämpfer zu geben, der
a) die bessere Technik und Taktik oder b) die bessere Verteidigung
b) Auf der Grundlage der anerkannten Treffer und allen anderen verzeichneten Informationen wird das Endergebnis automatisch ausgerechnet; hierbei ist das zugrundeliegende Prinzip, daß nur solche Treffer für das Endergebnis verzeichnet werden, die von der Mehrheit der Punktrichter gleichzeitig eingegeben wurden.
d) Der Sieger nach Punkten muß auf der Grundlage der Gesamtzahl der korrekten Treffer, die während der Wettkampfzeit gepunktet wurden, bestimmt werden. Sie werden nicht in Hilfspunkte umgewandelt. Der Boxer, der die meisten korrekten Treffer gelandet hat, muß zum Sieger erklärt werden.
e) Neben dem kombinierten Endergebnis (Gesamtzahl aller Treffer, die gleichzeitig von der Mehrzahl der Punktrichtern verzeichnet wurden) muß die individuelle Punktwertung aller Punktrichter behalten werden. Wenn am Ende des Kampfes beide Wettkämpfer die gleiche Anzahl von Treffern in der kombinierten Punktwertung gelandet haben, muß der Boxer zum Sieger erklärt werden, der in den individuellen Punktwertungen der Mehrzahl der Punktrichter, die nach Streichung der höchsten und der niedrigsten Punktwertung übrigbleiben, die meisten Treffer gelandet hat. Falls diese beiden Werte auch gleich sind, müssen die Punktrichter die Entscheidung gemäß Regel XVII, Paragraph 3.c) , herbeiführen, indem sie den jeweiligen Knopf drücken.
7. Bei einem Defekt des Boxpointers oder Stromausfall für den Computer ist die Bewertung sofort mit dem Punktzettel fortzusetzen. Das protokollarisch festgehaltene Ergebnis der kombinierten Trefferwertung aus den abgeschlossenen Runden muß bei der Ermittlung der Kampfbewertung berücksichtigt werden. Wenn der Schaden behoben ist, kann der darauffolgende Kampf wieder mit dem Boxpointer bewertet werden.
a) Abbruch "ohne Entscheidung", wenn der Ring schadhaft wird.
b) Wiederholung des Kampfes bei Ringbeschädigung während der Einzelmeisterschaften in der Junioren- und Männerklasse. Bei der Jugendklasse entscheidet die Punktwertung, sofern eine Runde geboxt ist.
7. Will ein Kämpfer während eines Kampfes einen ihn behindernden Kleiderschaden bzw. Verlust des Zahnschutzes dem Ringrichter anzeigen, so geht er auf ein Knie nieder und meldet durch Heben eines Armes den Vorfall. Der Ringrichter hat darauf zu achten, daß es sich um einen sachgemäßen Hinweis handelt.
1. Als "Zu Boden" gilt ein Kämpfer, wenn er durch Schlagwirkung
3. Das Anzählen erfolgt im Sekundenrhythmus mit den Zahlen "1" bis "10". Der Ringrichter ist verpflichtet, mindestens bis "8" oder aber auch bis "9" zu zählen und muß dann bei Kampffähigkeit die Begegnung fortführen lassen. Stellt er fest, daß der Athlet noch nicht fähig ist, den Kampf fortzusetzen, zählt er bis "10" und beendet somit den Kampf.
5. Wenn ein Kämpfer in einer Runde dreimal oder im gesamten Kampfverlauf viermal bei "zu Boden" angezählt wird, hat der Ringrichter den Kampf abzubrechen. Bei den Schüler-, Jugend-, Kadetten und der Juniorenklasse gilt, daß der Kampf abgebrochen wird, wenn im gesamten Kampfverlauf dreimal bei "zu Boden" angezählt wird.
Der Punktrichter hat jeden Niederschlag mit dem Vermerk KD (knock down) in der Punkttabellenrubrik des niedergeschlagenen Kämpfers festzuhalten. Erfolgt der Niederschlag durch einen Kopftreffer, ist dem Vermerk KD ein h (head) hinzuzufügen (KDh).
7. Der "Gong" darf als Zeichen zur Beendigung einer Runde nicht geschlagen werden, wenn ein Boxer angezählt wird. Ausgenommen davon ist das Zeichen zur Kampfbeendigung eines Finalkampfes der Deutschen Einzelmeisterschaften oder eines Turnierwettbewerbes.
Verboten sind: a) Jeder Angriff unterhalb der Gürtellinie, jede Umklammerung, Beinstellen, Treten und Stoßen mit Fuß oder Knie;
b) Stoßen oder Schlagen mit Kopf, Schulter, Unterarm, Ellbogen, Würgen des Gegners, Drücken mit Arm oder Ellbogen, Zurückdrücken des Kopfes über die Seile;
c) jeder Schlag mit offenem Handschuh, innerer Handfläche, Handgelenk, Handkante und Rückhandschläge;
d) jeder Schlag, der auf dem Rücken des Gegners landet, insbesondere Schläge auf den Hinterkopf, Genickschläge und Schläge in die Nierenpartie;
e) Zurechtstellen des Gegners für eine Schlagfolge;
f) Festhalten am Seil zum Angriff oder Verteidigung oder Ausnutzung der Seile zum Angriff;
g) Ringen und Schleudern in der Umklammerung sowie das Aufstützen auf den Gegner;
h) Angreifen des "zu Boden" gegangenen Gegners;
i) Festhalten oder Einklemmen des gegnerischen Kopfes oder Armes, Durchstecken der Arme unter die des Gegners;
k) Halten und gleichzeitiges Schlagen oder Hineinreißen in den Schlag;
I) Niederdrücken des Gegners und Abducken unterhalb der gegnerischen Gürtellinie;
m) vollständig passive Abwehr in Doppeldeckung oder Zubodengehen, ohne einen Schlag erhalten zu haben;
n) Sprechen während des Kampfes;
o) alle Schläge nach den Kommandoworten "break" oder "stop" durch den Ringrichter;
p) Abstoßen des Gegners nach dem "break"-Kommando des Ringrichters;
q) Gebrauch von Kaugummi usw. während des Kampfes;
r) absichtliches Herbeiführen eines verbotenen Schlages (Nieren-, Genick- und Tiefschlag usw.) durch Hineindrehen oder Abwärtsschlagen des gegnerischen Schlages; s) schlechte Handschuhverschnürung oder deren Lockerung; t) das Zuwenden der vorderen Hälfte von Kopf und Körper zum eigenen Eckpolster während der Rundenpausen; u) Bedrohung oder aggressives Verhalten; v) Handschlag während des Kampfes; w) Vortäuschen einer Kampfunfähigkeit; x) Nichtaufnahme eines Kampfes bei Zubodengehen ohne Schlagwirkung;
y) Ausspucken des Mundschutzes (s. § 21 Ziff. 4).
a) Hat der Ringrichter den verbotenen Treffer gesehen und zählt den getroffenen Kämpfer aus, muß er den Gegner disqualifizieren. Kann der getroffene Kämpfer den Kampf fortsetzen, muß der Ringrichter seinen Gegner verwarnen. Der Punktrichter ist verpflichtet, diese Entscheidung anzuerkennen. Die Verwarnungspflicht (J) gilt auch für den Punktrichter (PR), sofern der Ringrichter (RR) von einer Verwarnung absieht, aber der Punktrichter deutlich den Regelverstoß feststellen kann.
b) Geht ein Boxer auf einen Wirkungstreffer "zu Boden" und wird ausgezählt, ohne daß der Ringrichter den Schlag genau beobachten konnte, muß dieser bei Vermutung einer Unkorrektheit die Punktrichter nach einem Regelverstoß befragen. Die Entscheidung erfolgt dann durch Mehrheitsbeschluß der Punktrichter. Kann ein solcher nicht ermittelt werden, wird auf alle Fälle der Kämpfer zum Sieger erklärt, der den Schlag ausgeführt hat. Kommt es zu einem verbotenen Treffer aufgrund einer groben Fahrlässigkeit durch den Getroffenen, hat der Ringrichter bei einem so herbeigeführten Kampfende den kampfunfähigen Boxer zu disqualifizieren.
2. Doping ist nachgewiesen durch die Feststellung verbotener Substanzen in Urin oder Blut des Kämpfers oder bei Verweigerung, bei Vereitelung oder sonstiger Manipulation einer Dopingkontrolle innerhalb oder außerhalb des Wettkampfes.
5. Die Anerkennung darüber hinausgehender Sanktionen, die ein zuständiger internationaler Verband aus demselben Anlaß gegen den Athleten verhängt, ist zulässig.
Unberührt bleiben darüber hinaus Vereinsstrafen, die der Verein, dessen unmittelbares Mitglied der Kämpfer ist, im Rahmen seiner Vereinsstrafgewalt gegen ihn aus demselben Anlaß beschließt.
1. Wenn ein Kämpfer ausgezählt ist, muß er vom Ringarzt untersucht werden. Dieser hat über weitere ärztliche Folgemaßnahmen zu entscheiden. Die ärztliche Betreuung hat den Zweck, Schädigungsfolgen abzuwenden und nicht die Kampffähigkeit nachzuweisen.
c) bei Abbruch (RSC) in den Schüler-, Jugend- Kadetten- und Juniorenklassen, bedingt durch dreimaliges "Zubodengehen",
a) Bei Anordnung einer Schutzsperre nach KO- und RSC-Niederlagen (gem. § 40 Ziff. 2 und Ziff. 3a) – c) vier Wochen;
8. Während der Schutzsperre ist eine rein boxsportliche Betätigung (Sparring u.ä.) nicht gestattet.
9. Schutzsperren im Sinne dieser Bestimmung werden im Startausweis und im Protokoll vermerkt. Der Startausweis ist einzuziehen. Er wird zusammen mit einer offiziellen KO-Meldung (DBV-Formulare sind zu verwenden) an den zuständigen LV-Offiziellen übersandt.
12. Ein Kämpfer darf nur bei Meisterschaften und Turnieren mehr als einmal am selben Tag starten. Boxer der Schüler-, Jugend- und Kadettenklassen dürfen am selben Tag nur einen Kampf bestreiten.
13. Die Zahl der Kämpfe, die ein Athlet der Schüler-, Jugend- und Kadettenklassen sowie der Juniorenklasse in einem Jahr bestreiten darf, ist begrenzt. Die Pause zwischen den einzelnen Kämpfen der Kadetten, Jugend und Schüler muß mindestens fünf Tage betragen, die der Junioren mindestens vier Tage. Es gelten dafür folgende Bestimmungen: a) Boxer der Altersklasse Schüler und Jugend dürfen innerhalb eines Jahres höchstens 20 Kämpfe austragen;
b) Boxer der Altersklasse Kadetten dürfen innerhalb eines Jahres höchstens 25 Kämpfe austragen; c) Junioren dürfen höchstens 35 Kämpfe innerhalb eines Jahres austragen.
14. Bei Einzelmeisterschaften und Turnieren des DBV der Schüler-, Jugend- und Kadettenklassen und der Juniorenklasse darf innerhalb von 5 Tagen mehr als ein Kampf ausgetragen werden. Diese Regelung gilt auch für Kämpfer der Schüler-, Jugend- und Kadettenklassen und Juniorenklasse, die an Kämpfen bei LV-Turnieren und an Vergleichskämpfen von Verbands- und Nationalmannschaften teilnehmen.
15. Bei Kämpfen der Altersklassen Kadetten-, Jugend- und Schüler wird beim Auszählen eines Gegners zur Ermittlung des Siegers die Punktwertung herangezogen, wobei die Runde, in der der "Ko" erfolgte, ausgewertet werden muß. Dies gilt nicht bei Meisterschaften.
16. Mit Ausnahme der Augenbrauenpartien ist das Einfetten des Gesichts verboten. Dies gilt auch für Oberkörper und Arme. 17. Der Genuß von Alkohol unmittelbar vor den Kämpfen ist nicht gestattet.
19. Bevor einem Kämpfer, einer Kämpferin, das Startrecht erteilt wird, muß vom zuständigen Landesverband jährlich zur Überprüfung der Einhaltung der Schutzbestimmungen ein Kontrollvermerk in den gültigen Startunterlagen vorgenommen werden. Dieser Eintrag sollte in der Regel bis zum 01.02. des laufenden Jahres vorgenommen werden.
21. Kämpfer und Kämpferinnen, die auch Kickboxen oder artverwandte Kampfsportarten betreiben, haben bei Eintritt in den boxsporttreibenden Verein eine ehrenwörtliche Erklärung abzugeben, daß sie einen beim Kickboxen oder artverwandter Kampfsportart erlittenen KO unaufgefordert dem Delegierten und dem verantwortlichen Mannschaftsleiter mitteilen.
c) gegen Vorkommnisse während einer Veranstaltung, worunter auch Einsprüche gegen Urteile des Kampfgerichts zu verstehen sind, bis spätestens 15 Minuten nach Bekanntwerden (z.B. Urteilsverkündung).
Ergeben sich zweifelhafte Fälle, die nicht in den Wettkampfbestimmungen geregelt sind, sollen diese Bestimmungen sinngemäß angewendet oder ausgelegt werden. Andernfalls soll eine Entscheidung nach freiem Ermessen und in sportlicher Fairneß getroffen werden. Bei der Entscheidung soll nicht nach dem Buchstaben der Vorschrift, sondern nach sportlichem Empfinden geurteilt werden. Ergeben sich Auslegungsschwierigkeiten in unmittelbarem Zusammenhang mit einem Kampf oder während eines Kampfes, wird die Entscheidung durch den Delegierten getroffen.
zu den DBV-Wettkampfbestimmungen
für Frauenboxen
Für das Frauenboxen sind die Satzung und Ordnungen sowie die Wettkampfbestimmungen des DBV rechtsverbindlich einschließlich den Zusätzen und Ergänzungen in den folgenden Paragraphen: § 5 Deutsche Einzelmeisterschaften
§ 21 Wettkampfkleidung – Handschuhe - Bandagen - Mundschutz - Kopfschutz
§ 38 "Zu Boden" § 40 Schutzbestimmungen
Wettkampfkleidung – Handschuhe - Bandagen - Mundschutz - Kopfschutz
Bei Veranstaltungen, bei denen Frauen und Männer boxen, sind das Wiegen und die ärztliche Untersuchung getrennt vorzunehmen.
Beim Eintritt in einen Verein, der nach der Satzung und den Ordnungen des DBV rechtsverbindlich geführt wird, hat die Boxerin eine ehrenwörtliche Erklärung zu unterschreiben, daß sie zur Kenntnis genommen hat, daß ihr bei einer Schwangerschaft Wettkämpfe und wettkampfnahes Training untersagt sind.
Bei Minderjährigen muß diese Erklärung zusätzlich von einem Erziehungsberechtigen unterschrieben werden.
Werden in dieser Erklärung unrichtige Angaben gemacht, ist die Kämpferin bzw. der Erziehungsberechtigte allein verantwortlich für die Folgen, die aus diesen unrichtigen Angaben resultieren.
1. Die 16 Gewichtsklassen für Juniorinnen und Frauen:
2. Die 15 Gewichtsklassen für Kämpferinnen der Altersklasse Kadetten:
3. Die 20 Gewichtsklassen für Kämpferinnen der Altersklasse Schüler und Jugend:
zu den Wettkampfbestimmungen
muß ein Wettkämpfer die Regeln des IOC und auch die Regeln seines internationalen Fachverbandes, wie sie vom IOC angenommen wurden, beachten und einhalten, selbst wenn die Regeln des Verbandes strenger als die des IOC sind;
darf ein Wettkämpfer keinerlei finanzielle Zuwendungen oder materiellen Nutzen aus seiner sportlichen Teilnahme erhalten haben, soweit sie nicht in den Ausführungsbestimmungen zu dieser Regel zugelassen sind.
A) Jeder internationale Verband ist verantwortlich für den Wortlaut der Zulassungsregel für seine eigene Sportart, der vom Exekutivkomitee im Namen des IOC genehmigt werden muß.
C) Alle Verstöße gegen Regel 26 des IOC und gegen die Zulassungsbestimmungen der inter-nationalen Verbände sind von dem entsprechenden internationalen Verband oder NOK der Zulassungskommission des IOC mitzuteilen. Entsprechend Regel 23 und ihrer Ausführungsbestimmungen kann der beschuldigte Wettkämpfer eine Anhörung vor dem Exekutivkomitee verlangen, dessen Entscheidung endgültig ist.
A) Die folgenden Bestimmungen beruhen auf dem Prinzip, daß die Gesundheit eines Sportlers nicht leiden und daß er keinen sozialen oder materiellen Nachteil durch seine Vorbereitung auf und die Teilnahme an den Olympischen Spielen und internationalen Sportwettkämpfen erleiden darf. In Übereinstimmung mit Regel 26 werden das IOC, die internationalen Verbände und die NOK und die nationalen Verbände die Verantwortung für den Schutz und die Unterstützung der Sportler übernehmen.
4. gestattet haben, daß ihre Person, ihr Name, ihr Bild oder ihre sportlichen Leistungen für Reklamezwecke benutzt wurden, außer wenn ihr NOK, ihr internationaler oder nationaler Verband einen Förderer- oder Ausrüstungsvertrag geschlossen haben. Alle Zahlungen dürfen nur an das NOK, den internationalen oder nationalen Verband geleistet werden und nicht an den Sportler.
In Anlehnung an die IOC-Richtlinien wird in den neuen AlBA-Ausführungsbestimmungen in Übereinstimmung mit der lOC-Regel 26 und anderen lOC-Richtlinien folgendes festgelegt:
1. Zulassung für Olympische Spiele und internationale AlBA-Wettbewerbe
- finanzielle Hilfe für schulische oder berufliche Weiterbildung;
- Erstattung von Kosten für Unterkunft und Verpflegung;
- Taschengeld in Übereinstimmung mit den AlBA-Regeln oder wie vom Nationalverband festgelegt;
- Auslagenerstattung für medizinische und physiotherapeutische Betreuung
- Erstattung von Lohnausfall.
b) Ein Boxer kann erlauben, daß sein Name, seine Wettkampfergebnisse und seine Person für Reklamezwecke benutzt werden, allerdings nur, wenn dies von der AIBA oder seinem Nationalverband genehmigt wurde.
c) Ein Boxer darf sich nicht weigern, fotografiert zu werden durch offizielle IOC-, AIBA- oder Fotografen seines Nationalverbandes, wenn diese Aufnahme in Filmen, im Fernsehen oder anderen Sportveröffentlichungen gezeigt werden, damit Einnahmen durch Sportsponsorenschaften für diese offiziellen Organisationen erzielt werden.
d) Ein Boxer kann auf seiner Kleidung oder Sportausrüstung nur Markennamen oder Markenzeichen tragen, wenn dies speziell durch seinen Nationalverband, die AIBA oder das IOC geregelt ist.

References: § 15
 § 12
 § 30
 § 23
 § 26
 § 41
 § 30
 § 37
 § 37
 § 11
 § 21
 § 40
 § 5

§ 21

§ 38
 § 40