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Timestamp: 2019-12-07 17:18:54+00:00

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§ 688 ZPO: Zulässigkeit
1.für Ansprüche eines Unternehmers aus einem Vertrag gemäß den §§ 491 bis 508 des Bürgerlichen Gesetzbuchs, wenn der gemäß § 492 Abs. 2 des Bürgerlichen Gesetzbuchs anzugebende effektive Jahreszins den bei Vertragsschluss geltenden Basiszinssatz nach § 247 des Bürgerlichen Gesetzbuchs um mehr als zwölf Prozentpunkte übersteigt;
2.wenn die Geltendmachung des Anspruchs von einer noch nicht erbrachten Gegenleistung abhängig ist;
3.wenn die Zustellung des Mahnbescheids durch öffentliche Bekanntmachung erfolgen müsste.
§§ 615 bis 687 ZPO
BGH, BESCHLUSS vom 4.7.2015, Az. III ZR 65/15 Die demnach § 688 Abs. 2 Nr. 2 ZPO widerstreitende Geltendmachung des 'großen' Schadensersatzes stellt, wenn der Antragsteller entgegen § 690 Abs. 1 Nr. 4 ZPO bewusst falsche Angaben macht, einen Missbrauch des Mahnverfahrens dar, der es dem Antragsteller nach § 242 BGB grundsätzlich verwehrt, sich auf die Hemmung der Verjährung durch Zustellung des Mahnbescheids zu berufen (BGH, Urteil vom 23. Juni 2015, aaO Rn. 24 ff und Senatsurteil vom 16. Juli 2015, aaO S. 1562 Rn. 23, jeweils mwN).
BGH, URTEIL vom 4.6.2015, Az. III ZR 238/14 b)	Die § 688 Abs. 2 Nr. 2 ZPO widerstreitende Geltendmachung des 'großen' Schadensersatzes, der nur Zug um Zug gegen Herausgabe eines erlangten Vorteils zu gewähren ist, stellt, wenn der Antragsteller entgegen § 690 Abs. 1 Nr. 4 ZPO bewusst falsche Angaben macht, einen Missbrauch des Mahnverfahrens dar, der es dem Antragsteller nach § 242 BGB grundsätzlich verwehrt, sich auf die Hemmung der Verjährung durch Zustellung des Mahnbescheids zu berufen (Anschluss an BGH, Urteil vom 23. Juni 2015 - XI ZR 536/14).
BGH, URTEIL vom 4.6.2015, Az. III ZR 239/14 23	bb) Die demnach § 688 Abs. 2 Nr. 2 ZPO widerstreitende Geltendmachung des 'großen' Schadensersatzes, der nur Zug um Zug gegen Herausgabe eines erlangten Vorteils zu gewähren ist, stellt, wenn der Antragsteller entgegen § 690 Abs. 1 Nr. 4 ZPO bewusst falsche Angaben macht, einen Missbrauch des Mahnverfahrens dar, der es dem Antragsteller nach § 242 BGB grundsätzlich verwehrt, sich auf die Hemmung der Verjährung durch Zustellung des Mahnbescheids zu berufen (BGH, Urteile vom 5. August 2014 aaO und vom 23. Juni 2015 Rn. 24 mwN; OLG München, Urteil vom 4. Dezember 2007 - 5 U 3479/07, BeckRS 2010, 00584 und BKR 2015, 260, 262 Rn. 18 ff; OLG Bamberg aaO S. 337 Rn. 53 ff; OLG Stuttgart aaO S. 1998 ff; OLG Hamm aaO Rn. 14 ff; aA Reinthaler aaO S. 149 ff und Schultz, NJW 2014, 827, 828 f).
BGH, URTEIL vom 2.7.2014, Az. XI ZR 536/14 aa) Richtig hat das Berufungsgericht dabei zu dem Ausgangspunkt genommen, die Zustellung des Mahnbescheids hemme trotz eines Verstoßes gegen § 688 Abs. 2 Nr. 2 ZPO (dazu sogleich unter bb 2) nach § 204 Abs. 1 Nr. 3 BGB die Verjährung (vgl. nur BGH, Urteil vom 21. Dezember 2011 -VIII ZR 157/11, WM 2012, 560 Rn. 8; OLG Koblenz, OLGR2005, 349, 350; OLG München,
BGH, URTEIL vom 2.7.2014, Az. XI ZR 536/14 -8- 24	(c) Die § 688 Abs. 2 Nr. 2 ZPO widerstreitende Geltendmachung des 'großen' Schadensersatzes, der nur Zug um Zug gegen Herausgabe eines erlangten Vorteils zu gewähren ist, stellt, wenn der Antragsteller entgegen § 690 Abs. 1 Nr. 4 ZPO bewusst falsche Angaben macht, einen Missbrauch des Mahnverfahrens dar, der es dem Antragsteller nach § 242 BGB grundsätzlich verwehrt, sich auf die Hemmung der Verjährung durch Zustellung des Mahnbescheids zu berufen (vgl. Senatsurteil vom 5. August 2014 -XI ZR 172/13, WM 2014, 1763 Rn. 11; BGH, Urteile vom 6. Juli 1993 -VI ZR 306/92, BGHZ 123, 337, 345, vom 28. September 2004 - IX ZR 155/03, BGHZ 160, 259, 266 und vom 21. Dezember 2011 -VIII ZR 157/11, WM2012, 560 Rn. 9 ff.; OLG Bamberg, BKR2014, 334 Rn. 53 ff.; OLG Hamm, BKR2015, 125 Rn. 14 ff.; OLG Stuttgart, ZIP 2014, 2447, 2448 f.; Aurich, GWR2014, 352; Geisler, jurisPR-BGHZivilR 20/2014 An. 2; Guski, EWiR2014, 779, 780; Harnos, ZBB 2015, 176, 188; Klose, NJ 2012, 384, 385; Lechner, NJW-aktuell 19/2014, S. 10; Mahler, AG 2014, R 335 f.; MünchKommZPO/Schüler, 4.Aufl., §688 Rn. 12 aE; Sujecki, NJW2014, 3436; aACorzelius, EWiR2014, 763, 764; Maier, VuR 2014, 358, 359; Reinthaler, Die Hemmung der Verjährung durch Mahnbescheid bei Ansprüchen aus der Rückabwicklung des Erwerbs von Anteilen an geschlossenen Immobilienfonds, 2010, S. 149 ff.; Schultz, NJW2014, 827, 828 f.).

References: § 492
 § 247
 § 688
 § 690
 § 242
 § 688
 § 690
 § 242
 § 688
 § 690
 § 242
 § 688
 § 204
 § 688
 § 690
 § 242
 §688