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Timestamp: 2019-09-23 18:05:56+00:00

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§ 52 UrhG: Öffentliche Wiedergabe
§§ 52a und 52b UrhG
BGH, URTEIL vom 4.5.1994, Az. I ZR 23/92 Dies gilt bereits deshalb, weil in § 52 Abs.3 UrhG bestimmt ist, daß diese Vorschrift auf Funksendungen - zu denen auch die zeitgleiche Weiterübertragung von Hörfunksendungen an eine Öffentlichkeit durch eine Verteileranlage gehört - nicht anwendbar ist (vgl. BGH GRUR 1994, 45, 47 - Verteileranlagen).
BGH, URTEIL vom 4.5.1994, Az. I ZR 23/92 Wie der Bundesgerichtshof bereits in seiner - nach der letzten mündlichen Verhandlung des Berufungsgerichts verkündeten - Entscheidung 'Altenwohnheim II” (BGHZ 116, 305, 307) ausgeführt hat, werden durch §52 Abs. 1 UrhG nur Einzelveranstaltungen aus besonderem Anlaß von der Vergütungspflicht freigestellt, nicht aber regelmäßige Werkwiedergaben, insbesondere tägliche Dauernutzungen.
BGH, URTEIL vom 4.11.1991, Az. I ZR 210/89 Das Bundesverfassungsgericht hat in seinem die Verfassungsmäßigkeit des § 52 Abs. 1 Satz 3 UrhG hinsichtlich der Vergütungsfreiheit für die Sendung von Musikwerken in Vollzugsanstalten bejahenden Beschluß vom 11. Oktober 1988 zwar angeführt, daß sich diese Norm selbst bei weiter Auslegung des Veranstaltungsbegriffs mit dem Grundgesetz in Einklang befinde (BVerfGE 79, 29, 39 f. = GRUR 1989, 193, 196 -Vollzugsanstalten).
BGH, URTEIL vom 4.5.1986, Az. I ZR 5/84 8 Wie der Senat mehrfach ausgesprochen hat (BGHZ 87, 126, 129 ff.- Zoll- und Finanzschulen; Urt. v. 7.6.1984 - I ZR 57/82 = GRUR 1984, 734, 735 - Vollzugsanstalten) kann die Werkwiedergabe in derartigen Fällen, auch wenn sie keinem Erwerbszweck dient und daher dem Wortlaut nach unter die Ausnahme fallen könnte, grundsätzlich nicht als zulässig im Sinne des § 52 Abs. 1 Nr. 1 UrhG (a.F.) angesehen werden.
BVerfG, vom 1.5.1985, Az. 1 BvR 743/86 Im Falle der gemeinsamen Musikdarbietungen in Justizvollzugsanstalten (BGH, GRUR 1984, S. 734) wurde § 52 Abs. 1 Nr. 1 UrhG a.F. sogar teleologisch reduziert ('paßt nicht').
BVerfG, vom 1.5.1985, Az. 1 BvR 743/86 Die Neuregelung rechtfertigt sich außerdem daraus, daß § 52 Abs. 1 Nr. 1 UrhG a.F. verfassungsrechtlichen Bedenken begegnete (vgl. BVerfGE 49, 382 (403 ff.) - Kirchenmusik).
BGH, URTEIL vom 5.6.1974, Az. I ZR 67/75 Wie der Senat dargelegt hat (BGHZ 58, 266), können Einrichtungen und Unternehmungen des Staates, die ihrer Art und ihrem nächsten Ziel nach nicht im Zusammenhang mit den eigentlichen Aufgaben des Staates stehen, einem Erwerbszweck im Sinne des § 52 Abs. 1 Nr. 1 UrhG dienen, obwohl aus ihnen kein Gewinn erzielt werden soll.
BGH, URTEIL vom 5.6.1974, Az. I ZR 67/75 11 des § 52 Abs. 1 Nr. 1 UrhG läßt außer acht, daß der erkennende Senat sich zu ihrer Begründung auch auf den Beschluß des Bundesverfassungsgerichts vom 7. Juli 1971 (- 1 BvR 765/66 BVerfGE 51, 229 = GRUR 1972, 481) bezogen hat.
BGH, URTEIL vom 5.6.1974, Az. I ZR 68/73 Zu der Frage, wie der Begriff des ErwerbsZweckes im Sinne des § 52 Abs. 1 Nr. 1 UrhG zu verstehen ist, ist eine höchstrichterliche Entscheidung erst mit dem Urteil 'Landesversicherungsanstalt' des erkennenden Senats vom 10. März 1972 ergangen (BGHZ 58, 262).

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 BGH 
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