Source: https://tinaland-blog.de/sprache-des-nationalsozialismus/
Timestamp: 2020-07-11 02:13:01+00:00

Document:
Rechte Sprache der Corona-Zeit – Tinaland
Christina Schieferdecker 26. Juni 2020
“Heimatfront”
“Schmarotzer”
“Sonderbehandlung”
“Rasse” und Rassengedanken
Damals und Heute: Grundrechte
Sprache verrät, wie Menschen denken. Auffällig ist dabei, wer die Sprache des Nationalsozialismus verwendet.
Die Menschen des Dritten Reiches liebten Amerika. Sie hörten Jazz und tanzten. Adolf Hitler und seine Konsorten wurden unter anderem von den USA, England und Frankreich finanziell unterstützt. Adolf Hitler versprach allen: Gemeinsam schaffen wir das! Natürlich mussten alle Opfer bringen. Manche verloren ihre Jobs, weil sie regierungskritisch waren – wie Herr Wodarg zum, Beispiel – oder ist das heute? Verwechsle ich da irgendetwas?
“Die Fremdbezeichnung ‘Asoziale’ (Kompositum aus α privativum und lat. socius ‘gemeinsam, verbunden, verbündet’, s. a. Asozialität) im NS-Sprachgebrauch disqualifiziert Individuen oder soziale Gruppen – in der Regel aus den Unterschichten – als unfähig oder unwillig zur geforderten Einordnung in eine imaginär als ‘Kollektiv’ konstruierte soziale Gemeinschaft. In der Zeit des Nationalsozialismus war der Begriff ‘Asoziale’ eine übliche Sammelbezeichnung für als ‘minderwertig’ bezeichnete Menschen aus den sozialen Unterschichten (‘Ballastexistenzen’), die nach NS-Auffassung sozialen Randgruppen zugehörten oder schwere Leistungs- und Anpassungsdefizite aufzuweisen hätten”
Fritz Kuhn, Oberbürgermeister von Stuttgart am 01.04.2020:
“Manch einer findet es vielleicht witzig, die Corona-Verordnung zu umgehen oder heimlich auszutricksen, aber das ist asozial und unanständig all denjenigen gegenüber, die sich an die Verbote zum Schutz der Gemeinschaft halten.”
Sebastian Leber, Reporter des Tagesspiegels am 26.06.2020:
“Maskenverweigerer, Ihr seid asozial”
“Verbreitung fand der Begriff in Deutschland aber vor allem während des Zweiten Weltkriegs. Hier war die deutsche Zivilbevölkerung durch militärische Produktion und Logistik stark beansprucht und wurde über Luftangriffe in Kampfhandlungen einbezogen, lange bevor die eigentliche Front ihre Wohngebiete erreichte. Der Begriff wurde in dieser Zeit propagandistisch genutzt, um dem deutschen Volk zu suggerieren, dass die Kooperation auch von Zivilisten für den Kriegserfolg entscheidend wäre, und um die Anstrengungen der Bevölkerung als militärisch bedeutsam darzustellen.”
Matthias Schiermeyer, Politikredakteur, Stuttgarter Zeitung am 17.03.2020
“Die Truppe wird jetzt an der Heimatfront gebraucht”
Hamburger Abendblatt, 13.04.2020:
“Auch Betrüger und Schmarotzer wollen Coronahilfen”
tz München am 12.05.2020:
“Keine ärztliche Hilfe nach Infektion? Superstar für ‘Sonderbehandlung’ der Corona-Demonstranten.”
Quelle: https://www.uni-bremen.de/chancengleichheit/profil/geschlechtergerechte-sprache.html (27.06.2020)
Ich wies ja schon einmal darauf hin, was hinter dem “Gender-Star*” steckt: Rassismus. Menschen, die in Rassen denken, haben auch den Eindruck, alle “Rassen” nennen zu müssen, weil man sonst die andren “Rassen” ja ausschließt.
Im Infektionsschutzgesetz vom Juni 2020 heißt es:
„Die Grundrechte der Freiheit der Person (Artikel 2 Abs. 2 Satz 2 Grundgesetz), der Freizügigkeit (Artikel 11 Abs. 1 Grundgesetz), der Versammlungsfreiheit (Artikel 8 Grundgesetz) und der Unverletzlichkeit der Wohnung (Artikel 13 Abs. 1 Grundgesetz) werden […] eingeschränkt. […] Das Grundrecht der körperlichen Unversehrtheit (Artikel 2 Abs. 2 Satz 1 Grundgesetz) wird insoweit eingeschränkt. […] Die Grundrechte der körperlichen Unversehrtheit (Artikel 2 Abs. 2 Satz 1 Grundgesetz), der Freiheit der Person (Artikel 2 Abs. 2 Satz 2 Grundgesetz) und das Grundrecht des Brief- und Postgeheimnisses (Artikel 10 Grundgesetz) werden insoweit eingeschränkt.“1
Fassen wir nochmals zusammen. Eingeschränkt, bzw. ungültig (ums auf deutsch zu sagen) sind folgende Grundrechte:
Art. 1 (2): Menschenrechte
Art. 2 (1): Körperliche Unversehrtheit
Art. 2 (2): Freiheit der Person
Art. 5 (1): Pressefreiheit
Art. 5 (3): Freiheit von Forschung und Lehre
Art. 8: Versammlungsfreiheit (von Verfassungsgericht teilweise gekippt)
Art. 10: Post- und Briefgeheimnis
Art. 11 (1): Freizügigkeit
Art. 12 (2): “(2) Niemand darf zu einer bestimmten Arbeit gezwungen werden, außer im Rahmen einer herkömmlichen allgemeinen, für alle gleichen öffentlichen Dienstleistungspflicht.” – ist schon lange außer Kraft
Art. 19 (2): “In keinem Falle darf ein Grundrecht in seinem Wesensgehalt angetastet werden.”
Und nun vergleichen wir das mal mit den Grundrechten im Dritten Reich …
Für die Nachwelt, weil niemand eine Mauer bauen will
Hormone, Marktwirtschaft und tote Frauen
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References: Art. 1

Art. 2

Art. 2

Art. 5

Art. 5

Art. 8

Art. 10

Art. 11

Art. 12

Art. 19