Source: https://www.haem-o-mat.de/de/
Timestamp: 2020-07-14 23:51:08+00:00

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Haem-o-mat EN
Ein Projekt der Interessengemeinschaft Hämophiler e.V.
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Willkommen beim Haem-o-mat
Hämophilie und Sport … aber sicher!
Zwar kann Sport Verletzungsgefahren und damit mögliche erhöhte Faktorgaben bedeuten, aber ohne Sport werden Blutungswahrscheinlichkeiten noch größer - also was tun ? Haem-o-mat starten !
Wir möchten dir mit dem Haem-o-mat eine Hilfestellung geben, um sportlich aktiv zu werden. Du bekommst anhand deiner Vorlieben Sportarten vorgeschlagen und dazu noch Kontakt zu Experten, die dich unterstützen und dir sagen, worauf du oder auch dein neuer Trainer achten solltet.
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Haem-o-Mat: Die Idee
Mit dem Haem-o-mat wollen wir dich oder deinen Sohn einfach, sicher und schnell zum Sport bringen. Als Hämophiler die richtige Sportart zu entdecken ist oft nicht leicht - entweder sind die Sportarten zu körperkontaktfreudig oder zu unterfordernd und am Ende kommt man immer wieder aufs Schwimmen zurück. Aber Schwimmen kann ja nicht die einzige hämophilie-gerechte Sportart sein - das haben wir uns auch gedacht und haben den Haem-o-mat entwickelt.
In nur 5 Minuten bekommst du oder dein Sohn eine auf dich zugeschnittene Sportauswahl und dazu Experten an die Hand, die dir Tipps und Wissen geben, um mit so wenig Verletzungen wie möglich und mit so viel Spaß wie möglich in deiner neuen Sportart durchzustarten!
Informationen zum Haem-o-Mat
Aktiver Sport ist die beste Präventionsmöglichkeit von Verletzungen und Blutungen bei Hämophilen. Aus unserer eigenen Erfahrung und aus langjährigen Gesprächen mit Betroffenen wissen wir jedoch, dass sich viele schwer tun mit der Entscheidung für eine für sie optimal geeignete Sportart - hierbei soll der Haem-O-Mat unterstützen.
Der Haem-O-Mat wurde entwickelt durch die Interessengemeinschaft Hämophiler in enger Zusammenarbeit mit Dr. med. Axel Seuser, der für seine Erfahrungen in der Thematik „Sport und Hämophilie“ durch Bücher, Vorträge und das Fit-for-Life-Programm in der Community weltweit bekannt ist.
Analog zum bei Bundestags- und Landtagswahlen gängigen Wahl-O-Mat möchte der Haem-O-Mat betroffenen Hämophilen und Ihren Angehörigen einen Überblick über geeignete Sportarten mit der Krankheit bieten um die diversen Vorteile eines aktiven Lebens nutzen zu können.
Seit Anfang 2020 freuen wir uns sehr, dass wir mit Prof. Dr. Dr. Thomas Hilberg und der Sportwissenschaftlichen Abteilung der Bergischen Universität Wuppertal einen weiteren Kooperationspartner für den Haem-O-Mat gewinnen konnten. Gemeinsam mit dem Team um Prof. Dr. Dr. Hilberg arbeiten wir an einer weiteren Individualisierung des Haem-O-mat unter Berücksichtigung von Vorverletzungen und vielem mehr.
Christian Schepperle
Sportart mit geringem Verletzungsrisiko. Gefragt ist eher die Feinmotorik im Umgang mit der Angelrute.
2. Verletzungsgefahr
Gefahren ergeben sich aus Unachtsamkeit. So besteht zum Beispiel Verletzungs- und Infektionsgefahr durch den Angelhaken, durch Stolpern über Zeltheringe oder unebene Stellen.
3. Überlastungsgefahr
Keine wesentliche Überlastungsgefahr gegeben.
4. Vorbeugung
Als Vorsichtsmaßnahme empfiehlt sich, immer das Umfeld im Auge zu haben, wenn der Haken ausgeworfen und eingeholt wird. Deswegen gilt es einen Sicherheitsabstand zu anderen, die auswerfen oder einholen wollen, einzuhalten.
Badminton, wie es heute gespielt wird, hat sich zu einer der schnellsten „Kampfsportarten“ entwickelt. Es stellt sehr hohe physische Anforderungen an die Spieler und verlangt von ihnen Ausdauer, Reaktionsfähigkeit und Intelligenz verbunden mit Kraft und Schnelligkeit.
Verletzungsgefahr besteht vor allem beim Sturz oder beim Umknicken in den Fußgelenken mit Bandzerreißungen und Verstauchungen.
Durch die hohen Beschleunigungskräfte beim Badminton ist die Überlastungsgefahr sehr hoch. Die häufig sehr weiten Ausfallschritte führen zu einer extremen Beanspruchung der Unterschenkelmuskulatur, der Kniegelenke und der Achillessehne. Im Kniegelenk sind vor allem die Menisken stark gefährdet. Durch die hohe Druckbelastung kann es zu Erkrankungen der Kniescheibe kommen. Außerdem belastet die ständige Über-Kopf-Arbeit das Schultergelenk und die Schulterdrehmuskulatur. Diese Über-Kopf-Arbeit führt zur verstärkten Hohlkreuzbildung in der Lendenwirbelsäule mit entsprechenden Folgen für die Wirbelgelenke.
Den genannten Überlastungsschäden kann man nur vorbeugen, wenn man Badminton nicht wettkampfmäßig spielt. Im Übrigen sollte darauf geachtet werden, dass der Hallenboden stumpf ist, eher Dopppel als Einzel gespielt wird und man sich vor dem Spiel ordentlich aufwärmt.
Basketball gilt als das schnellste Mannschaftsspiel ohne Hilfsmittel. Gefordert ist das körperlose Spiel, d.h. jede körperliche Berührung des Gegners ist zu vermeiden. Basketball rangiert hinter Fußball an zweiter Stelle hinsichtlich der Verletzungshäufigkeit.
Am häufigsten sind Verletzungen an Finger und Hand, hier insbesondere Verstauchungen der Fingermittelgelenke . Ähnlich häufig betroffen ist das Kniegelenk, wobei Meniskusverletzungen durch Drehbewegungen des belasteten Kniegelenkes vorkommen. Unmittelbar danach folgt das obere Sprunggelenk mit einem 90%-Anteil von Verstauchungen und Bänderrisen. Auf 1000 Sportstunden entfällt eine Verletzung!
Ein Problem ist die Überlastung der Strecksehnen am Kniegelenk, hinzukommen frühzeitiger Verschleiss in Schulter- und Schultereckgelenk. Zu rechnen ist mit Entzündungen der schulterumgebenden Muskulatur und Bänder.
Ratsam ist eine gute muskuläre Vorbereitung auf das Spielen, sowie möglichst körperloses Spielen, was eine große Spielübersicht voraussetzt. Schutzverbände haben sich nicht bewährt, wohingegen gezieltes Training der sprunggelenksumgebenden Muskulatur die Häufigkeit von Verstauchungen und Bandverletzungen in diesem Bereich senkt.
Bergsteigen, Bergwandern
Als Bergsteigen wird das Wandern bergauf und bergab bis höchstens zum Schwierigkeitsgrad 3 bezeichnet. Das bedeutet, dass keine typische Bergsteigerausrüstung wie Seil, Haken, Pickel o.ä. notwendig ist.
Verletzungsgefahr besteht beim Ausrutschen auf unebenem Untergrund sowie durch das Umknicken der Sprunggelenke. Dies führt zu Verdrehtraumen im Kniegelenk. Zusätzlich besteht die Gefahr von Abschürfungen durch das Abrutschen auf Schotterhalden.
Insbesondere beim Abwärtsgehen werden die Kniegelenke stark belastet. Die Abbremsbelastung der Muskulatur kann das Kniegelenk bis zu dem 1,5-mal höheren Wert beanspruchen als beim Aufwärtsgehen.
Ausschlaggebend ist die richtige Ausrüstung. Es sollte mit Stockeinsatz gegangen werden, die berg-auf und bergab etwa 8 kg Entlastung bringen, was bei einer Stunde Gehzeit eine Entlastung von 34 t ergibt. Ein leichter strapazierfähiger Kunststoffdoppelschuh mit Einschluss des Sprunggelenkes, der ca. 2 kg weniger wiegt als der vergleichbare Lederschuh, kann bei einer 8-stündigen Wanderung und einer Gehstrecke von 30 km weitere 40t Kraftaufwand einsparen. Selbstverständlich gilt es die Witterungsbedingungen zu beachten.
Billard ist ein Sport mit sehr geringen Belastungen. Gefragt sind hohe Konzentrationsfähigkeit und eine gute Auge-Hand-Koordination.
Sehr geringes Verletzungsrisiko; Verletzungen können bei Unachtsamkeiten mit dem Queue auftreten.
Es ist keine wesentliche Überlastungsgefahr gegeben.
Als Vorsichtsmaßnahme empfiehlt es sich konzentriert zu spielen und nicht mit dem Queue herumzualbern. Ein Sicherheitsabstand zum nächsten Spieler sollte beim Stoßen eingehalten werden.
Boccia, Eisstockschießen
Es handelt sich um eine Sportart mit sehr geringen Beschleunigungsbelastungen. Gefragt sind hohe Konzentrationsfähigkeit und feinmotorische Abstimmung zwischen Auge und oberer Extremität.
Bei Boule und Boccia besteht die Gefahr, dass man von einer Kugel getroffen wird, beim Eisstockschießen und Curling die Gefahr auf dem Eis auszurutschen.
Vorsichtsmaßnahmen: Immer hinter dem Werfenden stehen, erst nach dem letzten Wurf das Zielfeld betreten.
Horst Thumm
Beide Sportarten haben eine sehr geringe Beschleunigungsbelastung. Bowling tendenziell mehr als Kegeln. Ähnlich wie beim Boccia ist die Hauptaufgabe die konzentrierte Abstimmung von Arm und Auge sowie die Feinkoordination Auge-Finger-Hand-Arm.
Beim Bowling geht die Hauptgefahr von der versehentlich nach hinten geworfenen Kugel aus. Werden Kugeln mit zu kleinen Löchern benutzt, besteht Verletzungsgefahr für die Finger. Auf dem glatten Bowlingparkett muss die Ausrutschgefahr bedacht werden.
Weil im Abwurf die Knie gebeugt und der Oberkörper nach vorne geneigt sind, sind Knie und unterer von Überlastungsgefahr betroffen, außerdem die Sehnenscheiden der Hand und die Oberarmbeugesehne.
Kugelgröße und Fingerlochgröße sollten gut mit den eigenen körperlichen Voraussetzungen abgestimmt werden. Es ist mit rutschigem Boden zu rechnen.
Tanja Zaiser
Hier handelt es sich um Bewegungsübungen, die unter Berücksichtigung der Anatomie und der Bewegungslehre entwickelt wurden.
Ziel dieser Art von Training ist es, das Bewegungsverhalten so zu verbessern, dass die Leistungsfähigkeit und die Belastungsverträglichkeit des Bewegungsapparats wieder gesteigert oder erhalten werden. Ziel ist darüber hinaus die Verbesserung oder zumindest der Erhalt von Funktionen, das Hinauszögern von Funktionsverlusten, die z.B. durch vorangegangene Blutungen entstanden sind, sowie die Schmerzlinderung. Funktionsgymnastik bieten oftmals Sportvereine, Fitness-Zentren und vor allem die deutsche Rheumaliga an. Mit der Rheumaliga stehen wir in Kontakt und können Ihnen vor Ort bei der Suche nach einem geeigneten Kurs behilflich sein.
Die Verletzungsgefahr ist gering, da die Übungen dem Trainingszustand eines jeden Einzelnen angepasst werden können.
Es ist mit keinen nennenswerten Überlastungsgefahren zu rechnen.
Ein regelmäßiges Training beugt Funktionsverlust vor, erhält die Beweglichkeit und bringt somit Freude an der Bewegung im Alltag. Zweimaliges Training pro Woche empfiehlt sich als realistisches persönliches Ziel.
Sabine Schepperle
Im Unterschied zu den meisten anderen Ballspielen wird der Golfball aus der Ruhelage geschlagen. Beim Golf geht es um eine Kombination aus Konzentration, Selbstbeherrschung und guter Schlagtechnik. Der Sport kann in jedem Alter ausgeübt werden, verlangt ist etwa die Kondition eines rüstigen Spaziergängers.
Verletzungen sind relativ selten. Prellungen und Stauchungen besonders an den Gelenken des rechten Armes (beim Rechtshänder) können durch einen Schlag vor den Ball in den harten Boden oder gegen Hindernisse wie Steine oder Wurzeln vorkommen. Denkbar sind Zerrungen der Rücken- und Schultergürtelmuskulatur durch Luftschläge. Verletzungen durch den Golfball sind sehr selten und verursachen meist nur Kopfplatzwunden.
Am häufigsten von Überlastung betroffen sind die Schulter mit Ansatzreizungen der Schulterdrehmuskulatur und der Oberarmbeugesehne sowie der Ellenbogen mit der Unterarmstreck- und –beugemuskulatur. Durch die Drehung in der Wirbelsäule kann es auch zu Überlastungen der kleinen Wirbelgelenke kommen. In der Endphase des Schwunges geht der Spieler stark ins Hohlkreuz woher Überlastungsbeschwerden an der Wirbelsäule erst nach stundenlangem Training auftreten können.
Regelmäßiges Trainieren der Golfschläge, 4-5mal pro Woche ca. ½ Stunde. Die Ermüdungsgrenze sollte nicht überschritten werden.
Lukas Leihberg
Das Inline-Skaten ist eine Trendsportart, die sich hoher Zuwachsraten erfreut. Die Belastung der Gelenke ist günstiger als beim Joggen. Man benötigt nur 30 bis 50% der Energie, die ein Läufer benötigt.
Gefährdet sind insbesondere Jungen im pubertären Alter (12-16 J.). Es kommt hauptsächlich zu Brüchen durch Sturz auf den ausgestreckten Arm. Im Vergleich zu Ballsportarten ist das Verletzungsrisiko jedoch geringer.
Gefährdet sind die Innenbänder der Kniegelenke, der untere Rücken sowie der Fuß durch Blasenbildung.
Das Wichtigste beim Fitness-Skaten ist eine ausreichende Schutzausrüstung mit Helm, Handgelenksschützern, Ellbogenschützern und Knieschützern. Vor Beginn der Sportart sollte eine Technikschulung durchgeführt werden, insbesondere für das Bremsen. Schon eine einmalige Trainerstunde verringert den Bremsweg erheblich. In einer Studie ereigneten sich 58% der Verletzungen von erwachsenen Inline-Skatern innerhalb der ersten 6 Monate. Langsamer Beginn und vorsichtige Steigerung der Skatestrecke sind ratsam.
Im Kanusport werden zwei Disziplinen unterschieden: das Kajak und den Kanadier. Das Kajak gibt es als Einer, Zweier und Vierer, den Kandier als Einer und Zweier. Beim Kajak sitzt der Sportler mit angewinkelten Beinen im Boot, stützt sich am Fußbrett ab und verklemmt den Körper zusätzlich seitlich im Boot. Das Paddel wird auf beiden Seiten symmetrisch ins Wasser getaucht. Das Boot ist sehr labil.
Beim Kanadier kniet der Sportler im Boot, ein Bein wird mit dem stark gebeugten Kniegelenk aufgestellt, auf dem anderen wird gekniet. Mit dem Stechpaddel bewegt man sich weiter. Da das Kanadierfahren zu belastend für den Bewegungsapparat ist, wird im Folgenden nur auf das Kanufahren eingegangen.
Selten sind akute Verletzungen, etwa durch einen Zusammenstoß von Booten.
Hier stehenSchultergelenk, Wirbelsäule sowie das Kniegelenk im Vordergrund. Im Schultergürtel ist am meisten die Schulterdrehmuskulatur betroffen. Ebenso ist eine Verspannung der Nackenmuskulatur und Überlastung der Oberarmbeugesehne möglich. Bei der Wirbelsäule und der Wirbelsäulenmuskulatur können Verspannungen und Hexenschuss vorkommen. Beim Kniegelenk eher Schmerzen und Verschleiß im Bereich der Kniescheibe. Zusätzlich kann es zu Blasen an den Händen und Wundscheuern am Gesäß kommen.
Kraft- und Ausdauertraining ist ratsam, um eine gute Rumpfmuskulatur aufzubauen. Die Trainingsbelastung sollte nur langsam gesteigert werden, wobei auf gute technische Ausführung zu achten ist.
Karate, Quigong, Taekwando, Wing Chung
Beim Kampfsport handelt es sich um Ganzkörpersportarten, die nur dann sicher durchgeführt werden können, wenn sie ohne Körperkontakt betrieben werden.
Es besteht immer die Gefahr, dass ein Schlag oder ein Tritt trifft, wodurch lokal Prellungen, Distorsionen oder Zerrungen entstehen können.
Es kann bei jedem trainierten Muskel zu Überlastungen am Muskelsehnen- oder –sehnenknochenübergang kommen, vor allem beim forcierten Beweglichkeitstraining. Bei unsicherem Stand besteht die Gefahr, dass die sprunggelenksführende Muskulatur durch Umknicken verletzt wird.
Ein langsamer Trainingsbeginn nach Aufwärmphase ist anzuraten. Kampfsportarten können sowohl in Gemeinschaft als auch allein (Schattenboxen) betrieben werden.
Beim Krafttraining reicht das Belastungsspektrum von moderat bis hoch. Gefragt sind Muskelkraft, Mobilität und Ausführungstechnik.
Hohes Verletzungsrisiko besteht durch falsche Bewegungsausführung und starke Überbelastung der Muskulatur. Die Folgen reichen von Muskel- oder Sehnenanrissen bis hin zu Muskelabrissen. Bei unkontrollierbar (zu hohem) Trainingsgewicht wäre auch Brüche denkbar.
Bei zu hoher Belastung kann der gesamte Bewegungsapparat geschädigt und abgenutzt werden. Des Weiteren kann auch das zentrale Nervensystem geschwächt werden, vor allem wenn die Regenerationszeiten unzureichend bemessen sind.
Hilfreich ist gründliches Aufwärmen durch Kardioübungen und leichte Gewichte an den Geräten. Dabei ist stets auf die richtige Bewegungsausführung zu achten! Technik geht vor Trainingsgewicht! Kontinuierlich überhöhte Trainingsintensitäten, -volumen und/oder unzureichenden Regenerationszeiten sollten vermieden werden. Nach dem Training ist es wichtig auszulaufen und die Muskulatur zu dehnen. Vorteilhaft ist es ab und zu mit einer Faszienrolle die Muskeln auszurollen, um mittels Dehnung eine gewisse Mobilität zu erhalten.
Leichtathletik Laufdisziplinen
Sprintstrecken und Hürdenlauf sind wegen ihrer hohen Beschleunigungswerte nicht zu empfehlen. Es kann zu nicht kontrollierten Bewegungen und Belastungen des Kniegelenkes und des Sprunggelenkes kommen.
Zu rechnen ist mit Bandverletzungen durch Umknicken im Sprunggelenk, seltener sind Muskelverletzungen durch Überanstrengung. Häufiger kommt es hingegen zu Muskelkrämpfen.
Bereits vorhandene Fehlbelastungen durch Achsabweichungen der Beine (X- oder O-Bein, Senk-, Spreiz-, Platt- und Knickfuß oder O- und X-Hüfte) können zu vermehrten Beschwerden im Bereich der unteren Extremitäten führen. Relativ häufig treten knieumgebende Reizungen im Bereich des Innenbandes und Außenbandes auf. Besteht eine Beckenkippung nach vorne mit hohlrunder Lendenwirbelsäule, kann dies zu starken Beschwerden in der Lendenwirbelsäule führen. Knochenhautreizungen finden sich an der Schienbeinvorderseite. Blasenbildung am Fuß ist eine bekannte Beschwerde. Ganz selten und nur bei hohen Trainingsleistungen kann es zu Ermüdungsbrüchen im Sprunggelenk und Fuß kommen.
Ein langsamer Aufbau der Laufleistung wird empfohlen. Nach ersten Trainingseinheiten (5 Minuten Laufen, 5 Minuten Gehen) sollte stets die körperliche Reaktion abgewartet werden bevor die Trainingsintensität erhöht wird. Es sollte auf passendes Schuhwerk, ggfs. benötigte Einlagen und adäquate Kleidung geachten werden.
Leichtathletik Sprungdisziplinen
Es kommen nur Weitsprung und Hochsprung in Betracht. Einschränkungen gelten für den Weitsprung aufgrund der notwendigen Sprintstrecke und dem härteren Absprung.
Mehr als sechs Prozent aller Athleten im Hochleistungssport leiden unter Verletzungen. Betroffen sind vornehmlich das Kniegelenk und das Sprunggelenk mit Verdrehverletzungen. Verstauchungen können beim Sturz auf die Stange beim Hochsprung vorkommen.
Im Vordergrund steht das Kniegelenk mit Sehnenansatzproblemen, vor allem an der Kniescheibenspitze. Beim Hochsprung kommt das Risiko einer Überlastung der sprunggelenksnahen Muskeln und Bänder hinzu, die durch Verdrehung des Sprunggelenkes beim Absprung auftreten können. Zusätzlich kann es zu Reizungen an der Schienbeinvorderseite kommen.
Die Anlaufbahn sollte keine Unebenheiten aufweisen, der Absprungbalken rutschfest sein. Wichtig ist dass Sprunggruben und Sprunghügel ausreichend tief mit landungsdämpfendem Material gefüllt sind. Das Sprunghügelmaterial sollte seitlich über die Lattenbreite hinaus ragen, um bei missglückten Sprüngen eine sichere Landung zu gewährleisten. Eine ausreichende Vorbereitung mit Training auf der Gegenseite ist bei einseitig belastenden Sportarten unabdingbar.
Im Unterschied zu den meisten anderen Ballspielen wird der Golfball aus der Ruhelage geschlagen. Beim Minigolf geht es um eine Kombination aus Konzentration, Selbstbeherrschung und guter Schlagtechnik. Der Sport kann in jedem Alter ausgeübt werden, verlangt ist etwa die Kondition eines rüstigen Spaziergängers.
Verletzungen sind relativ selten. Prellungen und Stauchungen besonders an den Gelenken des rechten Armes (beim Rechtshänder) können durch einen Schlag vor den Ball in den harten Boden vorkommen. Denkbar sind Zerrungen der Rücken- und Schultergürtelmuskulatur durch Luftschläge. Verletzungen durch den Golfball sind sehr selten und verursachen meist nur Kopfplatzwunden.
Am häufigsten von Überlastung betroffen sind die Schulter mit Ansatzreizungen der Schulterdrehmuskulatur und der Oberarmbeugesehne sowie der Ellenbogen mit der Unterarmstreck- und –beugemuskulatur.
Der Radsport ist uralt. Seitdem Radfahren als Rennsport betrieben wird, hat die Verletzungsrate enorm zugenommen. Es gibt kaum einen aktiven Radrennfahrer, Amateur oder Berufsfahrer, der nicht schon schwer gestürzt wäre.
Verletzungsrisiken bestehen besonders in Zeiten, in denen viele Kilometer gefahren werden und in Situationen, in denen Kraft und Konzentration nachlassen (meist am Ende einer Tour). Bei 16 bis 19% handelt es sich um Kopfverletzungen, 40% aller Verletzungen betreffen Schultergürtel und Arme. Zudem sind das Schlüsselbein und Schultereckgelenk betroffen.
Muskuläre Verspannungen in Rücken-, Oberschenkel- oder Wadenmuskulatur sind denkbar. Sehnenreizung der Oberschenkelstrecksehne und Reizung der Achillessehne können vorkommen. Der Satteldruck am Damm, verbunden mit Schwitzen oder Hautreibung, kann zu Furunkeln führen. Dazu kommt eine vorübergehendes Taubheitsgefühl in den Geschlechtsorganen. Typische Radfahrererkrankung ist auch eine Entzündung der Prostata und der Harnröhre.
Das Tragen eines Sturzhelmes verhindert das Risiko von Kopfverletzungen. Vorausschauende Fahrweise, Anpassung des Tempos an die Reaktionsfähigkeit und die Umweltbedingungen sind wichtige Aspekte zur Vermeidung von Unfällen. Außerdem sollte die Wegstrecke und das Tempo an die äußeren Bedingungen (Hitze, Kälte) angepasst werden. Am ungefährlichsten lässt sich der Radsport auf dem Heimtrainer ausüben.
Das Reiten unterscheidet sich insofern von jeder anderen Sportart, als es sich beim verwendeten Sportgerät um ein lebendiges Wesen handelt. Hieraus erklärt sich sowohl die große Faszination auf den Menschen als auch seine Unfallträchtigkeit. Reiten wird bei bestimmten Erkrankungen (auch bei Behinderten) als Therapieform (Hippotherapie) eingesetzt.
Reiten ist die Sportart mit den häufigsten Todesfällen mit 26% aller Todesfälle im Sport. Ein Drittel der Unfälle geschehen in der Halle, zwei Drittel im Gelände, davon die meisten beim Geländeritt, beim Dressurreiten und beim Putzen und Satteln. 60% der Unfälle werden durch eigenes Verschulden verursacht. Über die Hälfte der Verletzungen sind Brüche, von denen sich über 50% am Schultergürtel und an den Armen ereignen.
Bekannt ist die Reizung der Schenkelanzieher, ansonsten ist Reiten sehr belastungsarm. Bezüglich der Wirbelsäule und Rückenschmerzen besteht Uneinigkeit: ca. 44% klagen über Rückenschmerzen, die Hälfte der Betroffenen empfindet aber während des Reitvorganges keine Beschwerden. Ein Großteil der Reiter mit nachweisbaren Bandscheibenschäden empfindet das Reiten als angenehm und schmerzlindernd.
Eine risikobewusste und kompetente Schulung mit Fallübungen ist dringend anzuraten. Man sollte lernen, Gefahrensituationen zu vermeiden. Das Tragen eines Helmes ist selbstverständlich. Intaktes Zaumzeug, bruchsichere Kappen und ausklinkbare Steigbügel sind wichtige technische Vorraussetzungen zur Unfallvorbeugung.
Hier ist mit "Rodeln" das Wintersportvergnügen, nicht die rasante Fahrt im Eiskanal gemeint!
Bei unebener Strecke, steilem Rodelrevier und vereisten Flächen kann es zu Stürzen mit kaum kalkulierbaren Verletzungsfolgen kommen. Am häufigsten sind Quetschungen, Prellungen und Verstauchungen.
Überlastungsgefahr ist kaum gegeben, da im Hobbybereich selten stundenlanges gerodelt wird. Am gefährdetsten ist das Steißbein, hier kann es zu Reizungen desselben und der umliegenden Bänder kommen. Es besteht die Gefahr von Unterkühlung und Erfrierung.
Wichtig ist ein realistische Einschätztung des Reviers, sowie vernünftige Kleidung. Bei Kindern ist ein Helm anzuraten. Ein technisch einwandfreies Sportgerät ist ebenso vorauszusetzen wie ein gesundes Maß an Vernunft!
Rudern ist eine rhythmisch-zyklische Ausdauersportart. Das Ruderblatt wird durch Armzug, Beinstoß und Rumpfschwingung bei beweglichem Rollsitz durchs Wasser gezogen.
Prellungen sind zu befürchten, wenn versteuerte Boote Ineinanderfahren oder gegen Pfeiler, Steg oder Wehre geraten. Risswunden können durch unsachgemäßen Kontakt mit Riemen, Ausleger oder Bootspitze vorkommen. Durch Einklemmen beim doppelseitigen Rudern besteht die Gefahr von Daumenquetschungen. Fingerverletzungen sind ebenso nicht auszuschließen.
Mit der Zeit können sich an der Innenhand Blasen bilden. Es kann überdies zu Sehnenscheidenreizungen kommen. Einer Überlastungsgefahr sind auch die Lendenwirbelsäule und der Bereich hinter der Kniescheibe ausgesetzt.
Die Bootsspitze lässt sich mit einem Gummiball schützen. Insgesamt ist auf gute Technikausführung zu achten. Zum Schutz der Innenhandfläche bietet sich ein Lederband an. Um Scheuerstellen in der Leiste und am Gesäß zu vermeiden empfiehlt sich gute sitzende Trainingskleidung. Das muskuläre Training sollte langsam gesteigert werden, die Beugung der Kniegelenke zusätzlich nicht über 90° gehen.
Die Beanspruchung ist in erster Linie konzentrativer Art und daher mehr psychischer als physischer Natur. Es handelt sich um eine vornehmlich statische Sportart.
Bei unsauberer Technik kann es zur Prellung der rechten Schulter durch Rückschlag bzw. durch unsachgemäße Behandlung des Bogens kommen. Verletzungen am Unterarm ergeben sich bisweilen durch die gespannte Sehne. Beim Schießen ist auch das Trommelfell gefährdet.
Eine Reizung der Schleimbeutel am linken Ellenbogen ist beim Liegendschießen und Rechtsanlage möglich, beim Kniendschießen kann es speziell beim Jugendlichen zu Kniebeschwerden kommen. Beim Bogenschießen sind eher Überlastungen der Oberarmdrehmuskulatur und der Oberarmbeugemuskulatur der den Bogen spannenden Schulter zu beobachten.
Durch Knie- und Ellbogenschützer können Überlastungen vermieden werden, beim Bogenschießen braucht es einen Unterarmschutz und einen Fingerschutz für die Finger, welche die Sehne spannen. Für den stehenden Anschlag beim Schießen bzw. beim Bogenschießen muss für die Rumpfmuskulatur statisch trainiert werden, um Überlastungen vorzubeugen.
Beim Schießen werden Gewehrschutzstöpsel aus Wachs, Gummi oder Plastik bzw. Kapselgehörschützer empfohlen.
Eislaufen ist ein schöner und kommunikativer Sport. Er stärkt das Herz-Kreislauf-System, verbessert koordinative Fähigkeiten und kräftigt die Beinmuskulatur.
Erhöhte Verletzungsgefahr ergibt sich aus unterschiedlichen Faktoren:
Verlangt ist hohe Koordinierungsfähigkeit bei zum Teil beträchtlicher Geschwindigkeit, wobei eventuelles Fehlverhalten anderer Läufer stets mitzubedenken ist. Die Härte des Eises und mögliche Unebenheiten auf Natureis bringen weitere Risiken mit sich.
Es besteht die Gefahr einer Überlastung der Fuß, Knie- und Hüftgelenke. Wenn die Beinachse auf dem Schlittschuh nicht stimmt, kommt es auf einer Seite zu starken Zug- und auf der anderen Seite zu Druckbelastungen auf Gelenkstrukturen. (Eine Verletzung kann auch ohne Sturz z.B. dadurch ausgelöst werden, dass die Kniee zu sehr in „X-Stellung“ gehen, wodurch der Fuß nach innen einknickt.)
Am häufigsten verletzt man sich beim Eislaufen an den Fingern und den Handgelenken. Daher ist es ratsam, Handgelenkbandagen zu tragen, die den Sturz etwas abfangen. Aus demselben Grund empfehlen sich Knie- und Ellenbogenschützer, wie man sie vom Inlineskaten kennt.
Stößt man mit einem anderen Läufer zusammen oder stürzt man so, dass der Kopf auf dem Eis aufschlägt, können Prellungen, aber auch eine Gehirnerschütterung die Folge sein. Um den Kopf zu schützen, ist es also wichtig, einen Helm zu tragen.
Passendes Schuhwerk ist wichtig. Der Schaft muss das Sprunggelenk gut stützen und der Schuh ist fest zu schnüren, damit ein Umknicken verhindert wird.
Zusätzlich helfen leichte Aufwärmübungen und das Tragen von warmer Kleidung, damit der Körper nicht auskühlt und so die Verletzungsgefahr der Muskulatur minimiert wird.
Wir unterscheiden Delphin-, Rücken-, Brust- und Kraulschwimmen bzw. die Kombination aller Schwimmlagen, das Lagenschwimmen. Der größte Vorteil des Schwimmsports ist die erschütterungsfreie Bewegung ohne Wirkung der Erdanziehungskraft.
Die meisten Gefahren ergeben sich durch das Ausrutschen auf nassen Schwimmbadflächen bzw. die Kollision mit anderen Schwimmern im Becken. Durch Auskühlen bei längerem Training besteht Erkältungsgefahr.
Beim Brustschwimmen ist das Innenband der Kniegelenke gefährdet. Eine weites Öffnen der Beine bei der Brustgrätsche hilft die Belastung zu verkleinern. Beim intensivem Schwimmtraining können der untere Rücken durch starke Hohlkreuzbildung sowie die Schulterdrehmuskulatur und die Oberarmbeugesehne durch falsche Technik und zu geringe Beweglichkeit überlastet werden.
Ein langsamer Aufbau der Schwimmstrecke, gutes Stiltraining, das Vermeiden von Brustschwimmen sowie die Verbesserung der Beweglichkeit im Schultergürtel können Verletzungen oder Überlastungen vorbeugen. Gutes Abtrocknen des Körpers, insbesondere der Haare, wird nach dem Training angeraten zur Vermeidung von Ohrinfektionen und Erkältungskrankheiten.
Segeln ist ein Wassersport, der aber im Gegensatz zum Surfen und Windsurfen bei guter Ausführung selten mit Wasserberühung einhergeht.
Gefährungen bestehen vorwiegend dann, wenn bei bestimmten Manövern der Mastbaum von einer Seite auf die andere wechselt und man sich nicht rechtzeitig duckt. Bei stärkeren Winden ergibt sich die Gefahr des Kenterns und des Koordinationsverlustes im Boot mit Ausrutschen und Anpralltraumen.
Diese ist eigentlich nur gegeben, wenn bei stärkeren Winden im Trapez gefahren wird, was für Hämophile sicherlich nicht zu empfehlen ist.
Windstärken, die das seglerische Können überschreiten (bzw. mit höherer Verletzungsgefahr und Kentergefahr einhergehen), sollten gemieden werden. Windstärke 4/5 ist bei einer guten Ausbildung unproblematisch. Wendemanöver sind immer mit den Mitfahrenden abzusprechen um plötzliche Richtungswechsel und Verletzungsgefahren zu vermeiden.
Skateboarden ist eine boomende Trendsportart. Beim Skaten geht es nicht nur um das Fahren mit Board, sondern auch um die Ausführung von Tricks. Dies erfordert Kraft, Koordination und Gleichgewicht, vor allem in den unteren Extremitäten.
Die Verletzungsgefahr ist hoch! Verletzungen können von Schürfwunden über Prellungen bis zu Frakturen reichen. Kleine Steinchen reichen aus, um die Rollen zu blockieren und den Sportler vom Board zu werfen.
Überlastungen können bei häufigem und langem Fahren einseitig beim Pushen entstehen (dies meint das Abstoßen mit einem Bein vom Boden, um Geschwindigkeit aufzubauen). Das betroffene Bein steht unter erheblichen Belastungen.
Schutz geht vor - Helm und Protektoren tragen! Leichtes Aufwärmen schützt Muskeln und Sehnen; Mobilitäts- und Krafttraining stärkt die Muskeln - die Gelenke werden weniger belastet.
Skilaufen ist eine vorgeschichtliche Sportart, was Ausgrabungen und schriftliche Überlieferungen beweisen. Mit Blick auf die Technik ist Skilaufen als schwierige Sportart einzustufen.
Auf 1000 Skifahren entfallen 1,5 bis 4 Unfälle. Die meisten Verletzungen sind sturzbedingt. Dehnungen, Zerrungen und Zerreißungen im Kniegelenk sowie der isolierte Bruch des Unterschenkels machen zwei Drittel der Skiverletzungen aus.
Am meisten gefährdet sind der untere Rücken und das Kniegelenk. Hier kommt es insbesondere am Kniegelenk zu Überlastungen der Sehnen und Bänder sowie der Kniescheibe durch die dauernde Kniebeugung während der Fahrt. Die Lendenwirbelsäule ist durch das leichte Vorneigen und durch die Stoßbelastung fortwährend muskulär belastet, sodass es zu Verspannungszuständen kommen kann.
Wichtig ist gutes Aufwärmen vor dem Skifahren. Beim Fahren selbst ist auf Übersichtlichkeit auf der Piste zu achten. Fünfzig Prozent aller Skiunfälle sind durch den Fahrer bedingt. Alkoholisiertes Fahren ist tabu. Die Fahrweise muss an die Wetterverhältnisse und an die Pistenbeschaffenheit sowie an das "Personenaufkommen" auf der Piste angepasst werden. Zur Vermeidung von Unterkühlung sollte warme Ausrüstung benutzt werden.
Skilanglauf wird als Fitnesssportart empfohlen. Die Verletzungsrate liegt mit ca. 4,5% der Gesamtverletzungen bei Skisportlern deutlich unter dem Anteil der alpinen Skiläufer. Über 90 % der Verletzungen im Langlauf geschehen jenseits des 30. Lebensjahres. Am häufigsten betroffen sind die 40-50jährigen, besonders Frauen.
Die häufigste Verletzungssituation ist der Sturz nach rückwärts beim Abfahren. Hier kann es zu Brüchen, Bandverletzungen und Weichteilverletzungen kommen.
Durch den Stockeinsatz sind hier in erster Linie die Schultern und durch das leichte Vorbeugen der untere Rücken betroffen, gelegentlich auch die Kniegelenke.
Gutes Anpassen des Materials an die körperlichen Voraussetzungen. Sehr gute Vorbereitung auf den Langlaufsport mit Stiltraining. Meiden von steilen Abfahrten (lieber Langlaufski abschnallen). Durch vernünftige Kleidung und Schuhwerk kann die Unterkühlung vermieden werden.
Das Wellenreiten oder Surfen wurde das erste Mal 1777 von den Polynesiern beschrieben. Der Surfer vollführt eigenständige Gleitbewegungen auf dem mobilen Element der Welle. Der Sport kann mit oder ohne Surfbrett ausgeführt werden. Wichtige Voraussetzung ist, ein sehr guter Schwimmer zu sein.
Beim Bodysurfen besteht die Hauptgefahr darin von einer Welle im flachen Wasser auf den Sand geschleudert zu werden. Auf diesen Umstand sind zwei Drittel aller Verletzungen zurückzuführen. Hiervon ist vor allem die Halswirbelsäule als Gefährdungsbereich betroffen. In zweiter Linie kommen Verletzungen der Schulter vor. Der Surfer läuft Gefahr vom eigenen oder vom Brett eines Mitsurfers getroffen zu werden (4/5 aller Verletzungen). Normalerweise wird der Surfer beim Sturz in der Welle herumgewirbelt, während sein Surfbrett meterhoch aus der Welle herausgeschleudert wird. Relativ selten sind Kapselbandverletzungen des Kniegelenkes. Beim Ausrutschen auf dem Brett kann es zu Zerrungen im Schenkelanzieher und in der Schamgegend kommen.
Da der Surfer nur wenige Zeit stehend auf dem Brett verbringt, sind Überlastungsschäden als Folge einer spezifischen Körperhaltung eher selten. Dem Schwimmen ähnliche Überlastungserscheinungen ergeben sich, wenn auf dem Surfbrett gepaddelt wird. Reizungen der Oberarmbeugesehne sowie des Kniegelenkes komme vor, wenn im Knien gepadelt wird. Reizungen der Oberarmstreckmuskulatur und der Ellbogenstreckmuskulatur sind ebenfalls typische Erscheinungen.
Gute psychische und physische Fitness sind Grunnvoraussetzungen. Dringend geraten ist vor dem Surfen die Beobachtung des Wellenreviers vom Strand aus. Nie allein surfen! Nach einem Sturz sollte längere Zeit getaucht werden, um eine Kollision mit dem eigenen Brett zu vermeiden. Beim Auftauchen ist der Kopf mit den Armen zu schützen. Eine gute technische Schulung wird angeraten, genau wie regelmäßiges Schwimmtraining.
Es gibt fast genauso viele Tanzstile, wie die Musik Subgenre hat. Beim Tanzen geht es um körperliche Koordination in Abstimmung mit dem Timing bzw. Rhythmusgefühl. Bei bestimmten Tanzstilen, zum Beispiel Cheerleading oder Showtanz, wird auch Kraft benötigt.
Die Verletzungsgefahr variiert stark je nach Tanzstil: Standardtänze, wie zum Beispiel Foxtrott sind weniger gefährdend als Showtänze mit Stunts. Die Bandbreite der Verletzungen reicht von Umknicken der Fußgelenke bis hin Brüchen und Muskelabrissen. Bei unglücklichen Stürzen sind auch erhebliche Kopfverletzungen nicht auszuschließen.
Überlastungen sind vor allem bei aktiveren Tanzstilen möglich. Dabei sind die unteren Extremitäten tendenziell eher betroffen. Möglich sind Muskel- und Sehnenreizungen.
Richtiges Aufwärmen ist ebenso wichtig wie das Beachten der eigenen körperlichen Grenzen. Krafttraining und Dehnen wirkt bei beanspruchenderen Tanzstilen sehr unterstützend.
Man unterscheidet das Freitauchen, also einfaches Abtauchen ohne Hilfsmittel, vom Gerätetauchen mit Pressluftflasche. Beim Tauchen liegen die Probleme weniger im Bereich des Bewegungsapparates als vielmehr darin, sich durch Verletzungen und Überlastungen bei nicht sachgemäß durchgeführtem Druckausgleich zu schädigen.
Jährlich werden zwei bis vier tödliche Tauchunfälle gemeldet. Besonders im Falle von Erkältungen kann es beim schnellen Auftauchen zu Drucktraumata im Mittelohrbereich kommen. Grundsätzlich besteht die Gefahr von Dekompressionsunfällen. Vorsicht ist auch vor Kälteschäden geboten. Vorbestehende Wunden heilen in Salzwasser schlecht. Verletzungen können ebenfalls durch Kontakt mir Korallen und giftigen Tieren zustande kommen.
Bleibende Schädeninfolge von Dekompressionsunfällen sind am zentralen Nervensystem und an den Gelenken (Caisson-Krankheit) denkbar. Hiervon sind werden vor allem Hüfte, Knie und Schulter betroffen. Knocheninfarkte bis zur Hüftnekrose (Absterben des Hüftkopfes, oft erst nach vielen Jahren), sind durchaus häufiger zu beobachten.
Wichtigste Vorbeugung ist eine gute Schulung. Eine ausführliche Tauglichkeitsuntersuchung empfiehlt sich alle zwei Jahre. Tauchen sollte man nicht, wenn Trommelfelldefekte und chronische Schleimhautschwellungen vorliegen, erhebliche Störungen der Sehfähigkeit, Gleichgewichtsstörungen, chronische Lungenerkrankungen, Herzrhythmusstörungen, entzündliche Magen-Darm-Erkrankungen oder starke Einschränkung der Beweglichkeit und Leistungsfähigkeit von Bewegungsapparat.
Der Sport ist technisch sehr anspruchsvoll. Gerade in der Lernphase ist diese Übereinstimmung zwischen Mensch und Schläger, Platz und Ball nur durch ein hohes Maß an Harmonie im Bewegungsablauf und gutes technisches Können möglich.
Die Verletzungshäufigkeit pro Spieler und Jahr liegt bei 0,03 (geübte Tennisspieler). Häufige Ursache ist der schnelle Start mit einer plötzlichen Muskelkontraktion. Jeder 5. Unfall kommt durch Ausrutschen, jeder 6. durch Einwirkung des Schlägers und jeder 7. und 8. durch Treten auf einen Ball zustande.
Tennis ist eine einseitig beansprucheennd Sportart. Vor allem das rechte Ellbogengelenk und das rechte Schultergelenk sowie die Lendenwirbelsäule können geschädigt werden (bei Rechtshändern). Hauptmuskelverletzung ist ein Riss in der Wadenmuskulatur oder der Abriss der Achillessehne.
Man sollte nicht auf zu feuchten und rutschigen Plätzen spielen. Aufwärmen ist wichtig, ebenso die langsame Belastungssteigerung beim Einspielen. Herumliegende Bälle sind aus dem Spielfeld zu entfernen. Eine gute Technik hilft präventiv vor Verletzungen durch den geringeren notwendigen Krafteinsatz. Tiefe Bälle sollten nicht mit gebeugtem Oberkörper, sondern durch Beugung der Knie erreicht werden. Die Bälle sollten nicht zu hart sein; dasselbe gilt für die Bespannung des Schlägers. Auch die richtige Griffstärke gilt es zu beachten.
Tischtennis gehört zu den schnellsten Ballsportarten. Eine hohe Koordinationsfähigkeit zwischen Arm und Auge mit einer guten Positionierung des Körpers zum Ball wird in relativ kurzer Zeit verlangt.
Verletzungsgefahr besteht nur bei zu glatten Hallenböden. Beim Ausrutschen können Prellungen und Verstauchungen auftreten; im Übrigen besteht Umknickgefahr für die Sprunggelenke.
Der Schlagarm ist wegen der schnellen Bewegungen von muskulären Überlastungen betroffen, speziell die Unterarmstreckmuskulatur und die Oberarmbeugemuskulatur. Obwohl der Ball wenig Gewicht hat, kann es zu muskulären Dysbalancen der gesamten rechten Körperhälfte kommen (bei Rechtshändern).
Ein entsprechendes Ausgleichstraining hilft leicht, Überlastungen zu vermeiden.
Berührungsloses Ballspiel wird in der Halle und neuerdings auch im Freien, gerne auch auf Sand gespielt. Das Spielen im Sand ist zwar anstrengender, doch mit weniger Verletzungsgefahr verbunden.
Fast vier Prozent aller Sportverletzungen werden durch den Volleyballsport verursacht. Das entspricht einer Verletzungsquote von 0,9 Verletzungen / 1000 Stunden. 40% der Verletzungen betreffen die obere Extremität, 60% die untere Extremität. Oft kommt es zu Verstauchungen von Hand- und Fingergelenken sowie zum Umknicken im Sprunggelenk. Verletzungsträchtig sind vor allem die Blocksituation sowie das Hechtbaggern, wenn der Spieler bei Ballabwehrversuchen zu Boden fällt oder sich zu Boden fallen lässt.
Aufgrund der Wiederholung gleicher Bewegungsabläufe, insbesondere beim Schmettern des Balles, kommt es zu Überlastungen im Bereich der Hand, der Schulter, hier vor allem der Armbeugesehne und der Schulterdrehmuskulatur. Auch die Bauchmuskulatur und die Oberschenkelstreckmuskulatur um die Kniescheibe herum, können betroffen sein.
Knieverletzungen lassen sich in erster Linie durch richtige Spieltechnik vermeiden. Beim Leistungssportler kann der Ball bis zu 120 km schnell werden. Um dem sich hieraus ergebenen Verletzungsrisiko etwas entgegenzusetzen, werden funktionelle Schutzverbände, insbesondere an den Fingerendgelenken angelegt. Knie- und Ellbogenschützern sowie hohe Sportschuhe sind ebenfalls zu tragen. Sandböden sind harten Böden vorzuziehen.
Man unterscheidet Springen vom Turm und Springen vom Brett. Wasserspringen erfordert eine hohe Körperbeherrschung und ein großes Talent.
Fehltritte beim Absprung vom Brett können Verstauchungen des Sprunggelenkes nach sich ziehen. Seltener sind Anprallverletzungen auch des Kopfes bei Sprüngen gegen das Brett.
Das Hauptproblem ist der Absprung vom federnden Brett aufgrund von Überlastung der oberen Sprunggelenke, des Mittelfußbereichs und im Kniegelenk. Beim Eintauchen ins Wasser kann es zu einer Überlastung der Hand- und Fingergelenke kommen, wenn diese nicht in der Körperachse geführt werden. Viele Drehbewegungen können die Wirbelsäule überlasten.
Muskuläres Training sowie intensive Trainerarbeit bei nur langsamer Steigerung des Schwierigkeitsgrades sind anzuraten. Bei einfachen Sprüngen gibt es kaum Probleme.
Schnellste nicht motorgetriebene Sportart (bis 45 km/h) erfreut sich zunehmender Beliebtheit.
Schürfungen und Quetschungen stehen mit 70% aller Verletzungen an der ersten Stelle, vor allen Dingen an der unteren Extremität. Vorsicht bei ersten Versuchen mit dem Trapez. Das kann zu Schleuderstürzen gegen den Mast kommen. Problematisch auch die Kollision mit den Konkurenten.
Vorwiegend statische Körperhaltung für die Wirbelsäule und für die Arme, die in erster Linie von der Windstärke abhängt. Bei 1 bis 3 Beaufort kann die Haltung auch häufig geändert werden, ansonsten muss sie bei höheren Windstärken bis zur nächsten Richtungsänderung beibehalten werden. Dadurch wird die Wirbelsäule, vor allen Dingen Übergang vom Lenden- zum Kreuzbeinbereich stark belastet. Weiterhin betroffen sind Ellbogen, Hand- und Fingergelenke sowie das Kniegelenk (Kniescheibe) bei dauernd gebeugter Kniehaltung auf dem Surfbrett. Vorsicht auch durch das Absinken der Körpertemperatur bei schlechten Wetterverhältnissen oder kalten Wasserverhältnissen.
Tragen eines Neoprenanzuges, dauernde Verbesserung der Technik, vernünftige Einschätzung der eigenen Möglichkeiten, vorausschauendes Fahren, langsamer Beginn und vorsichtige Steigerung der Zeit auf dem Wasser, Schulung.
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