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Timestamp: 2018-05-24 16:00:48+00:00

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§ 4 ASVG | Lexis 360®
Aktuelle FassungIn Kraft seit 1.9.2016
bis 22.04.1997 (BGBl. Nr. 189/1955)
1.9.2016 (BGBl. I Nr. 75/2016)
1.1.2014 bis 31.08.2016 (BGBl. I Nr. 187/2013)
1.1.2013 bis 31.12.2013 (BGBl. I Nr. 89/2012)
1.6.2012 bis 31.12.2012 (BGBl. I Nr. 17/2012)
1.8.2010 bis 31.05.2012 (BGBl. I Nr. 62/2010)
1.8.2009 bis 31.07.2010 (BGBl. I Nr. 83/2009)
1.1.2006 bis 31.08.2005 (BGBl. I Nr. 45/2005)
1.9.2005 bis 31.12.2005 (BGBl. I Nr. 132/2005)
​ABSCHNITT II
1. Unterabschnitt — Pflichtversicherung Vollversicherung
​(1) In der Kranken-, Unfall- und Pensionsversicherung sind auf Grund dieses Bundesgesetzes versichert (vollversichert), wenn die betreffende Beschäftigung weder gemäß den ​§§ 5 und ​6 von der Vollversicherung ausgenommen ist, noch nach ​§ 7 nur eine Teilversicherung begründet:
1. ​die bei einem oder mehreren Dienstgebern beschäftigten Dienstnehmer;
2. ​die in einem Lehrverhältnis stehenden Personen (Lehrlinge);
3. ​die im Betrieb der Eltern, Großeltern, Wahl- oder Stiefeltern ohne Entgelt regelmäßig beschäftigten Kinder, Enkel, Wahl- oder Stiefkinder, die das 17. Lebensjahr vollendet haben und keiner anderen Erwerbstätigkeit hauptberuflich nachgehen, alle diese, soweit es sich nicht um eine Beschäftigung in einem land- oder forstwirtschaftlichen oder gleichgestellten Betrieb (​§ 27 Abs. 2) handelt;
4. ​die zum Zwecke der vorgeschriebenen Ausbildung für den künftigen, abgeschlossene Hochschulbildung erfordernden Beruf nach Abschluß dieser Hochschulbildung beschäftigten Personen, wenn die Ausbildung nicht im Rahmen eines Dienst- oder Lehrverhältnisses erfolgt, jedoch mit Ausnahme der Volontäre;
5. ​Schülerinnen/Schüler an Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege und Auszubildende in Lehrgängen nach dem Gesundheits- und Krankenpflegegesetz (GuKG), ​BGBl. I Nr. 108/1997, Schülerinnen/Schüler und Auszubildende in Lehrgängen zu einem medizinischen Assistenzberuf nach dem Medizinische Assistenzberufe-Gesetz (MABG), ​BGBl. I Nr. 89/2012, sowie Studierende an einer medizinisch-technischen Akademie nach dem MTD-Gesetz, ​BGBl. Nr. 460/1992;
6. ​Vorstandsmitglieder (Geschäftsleiter) von Aktiengesellschaften, Sparkassen, Landeshypothekenbanken sowie Versicherungsvereinen auf Gegenseitigkeit und hauptberufliche Vorstandsmitglieder (Geschäftsleiter) von Kreditgenossenschaften, alle diese, soweit sie auf Grund ihrer Tätigkeit als Vorstandsmitglied (GeschäftsleiterIn) nicht schon nach Z 1 in Verbindung mit Abs. 2 pflichtversichert sind;
7. ​die Heimarbeiter und die diesen nach den jeweiligen gesetzlichen Vorschriften über die Heimarbeit arbeitsrechtlich gleichgestellten Personen;
8. ​Personen, denen im Rahmen beruflicher Maßnahmen der Rehabilitation nach den ​§§ 198 oder ​303 berufliche Ausbildung gewährt wird, wenn die Ausbildung nicht auf Grund eines Dienst- oder Lehrverhältnisses erfolgt;
9. ​Fachkräfte der Entwicklungshilfe nach § 2 des Entwicklungshelfergesetzes, ​BGBl. Nr. 574/1983;
1 ​0.Personen, die an einer Eignungsausbildung im Sinne der ​§§ 2b bis ​2d des Vertragsbedienstetengesetzes 1948, BGBl. Nr. 86, teilnehmen;
11. ​die Teilnehmer/innen des Freiwilligen Sozialjahres, des Freiwilligen Umweltschutzjahres, des Gedenkdienstes oder des Friedens- und Sozialdienstes im Ausland nach dem Freiwilligengesetz, ​BGBl. I Nr. 17/2012;
12. ​Personen, die eine Geldleistung gemäß § 4 des Militärberufsförderungsgesetzes, ​BGBl. Nr. 524/1994, beziehen;
13. ​geistliche Amtsträger der Evangelischen Kirchen AB und HB hinsichtlich der Seelsorgetätigkeit und der sonstigen Tätigkeit, die sie in Erfüllung ihrer geistlichen Verpflichtung ausüben, zum Beispiel des Religionsunterrichtes, ferner Lehrvikare, Pfarramtskandidaten, Diakonissen und die Mitglieder der evangelischen Kirchenleitung, letztere soweit sie nicht ehrenamtlich tätig sind;
14. ​die den Dienstnehmern im Sinne des Abs. 4 gleichgestellten Personen.
​(2) Dienstnehmer im Sinne dieses Bundesgesetzes ist, wer in einem Verhältnis persönlicher und wirtschaftlicher Abhängigkeit gegen Entgelt beschäftigt wird; hiezu gehören auch Personen, bei deren Beschäftigung die Merkmale persönlicher und wirtschaftlicher Abhängigkeit gegenüber den Merkmalen selbständiger Ausübung der Erwerbstätigkeit überwiegen. Als Dienstnehmer gelten jedenfalls Personen, die mit Dienstleistungsscheck nach dem Dienstleistungsscheckgesetz (DLSG), ​BGBl. I Nr. 45/2005, entlohnt werden. Als Dienstnehmer gilt jedenfalls auch, wer nach § 47 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 2 EStG 1988 lohnsteuerpflichtig ist, es sei denn, es handelt sich um
1. ​Bezieher von Einkünften nach § 25 Abs. 1 Z 4 lit. a oder b EStG 1988 oder
2. ​Bezieher von Einkünften nach ​§ 25 Abs. 1 Z 4 lit. c EStG 1988, die in einem öffentlich-rechtlichen Verhältnis zu einer Gebietskörperschaft stehen oder
3. ​Bezieher/innen von Geld- oder Sachleistungen nach dem Freiwilligengesetz.
​(Anm.: Abs. 3 aufgehoben durch ​BGBl. I Nr. 139/1997)
​(4) Den Dienstnehmern stehen im Sinne dieses Bundesgesetzes Personen gleich, die sich auf Grund freier Dienstverträge auf bestimmte oder unbestimmte Zeit zur Erbringung von Dienstleistungen verpflichten, und zwar für
1. ​einen Dienstgeber im Rahmen seines Geschäftsbetriebes, seiner Gewerbeberechtigung, seiner berufsrechtlichen Befugnis (Unternehmen, Betrieb usw.) oder seines statutenmäßigen Wirkungsbereiches (Vereinsziel usw.), mit Ausnahme der bäuerlichen Nachbarschaftshilfe,
2. ​eine Gebietskörperschaft oder eine sonstige juristische Person des öffentlichen Rechts bzw. die von ihnen verwalteten Betriebe, Anstalten, Stiftungen oder Fonds (im Rahmen einer Teilrechtsfähigkeit),
wenn ​sie aus dieser Tätigkeit ein Entgelt beziehen, die Dienstleistungen im wesentlichen persönlich erbringen und über keine wesentlichen eigenen Betriebsmittel verfügen; es sei denn,
a) ​dass sie auf Grund dieser Tätigkeit bereits nach ​§ 2 Abs. 1 Z 1 bis ​3 GSVG oder § 2 Abs. 1 BSVG oder nach ​§ 2 Abs. 1 und ​2 FSVG versichert sind oder
b) ​dass es sich bei dieser Tätigkeit um eine (Neben)Tätigkeit nach ​§ 19 Abs. 1 Z 1 lit. f B-KUVG handelt oder
c) ​dass eine selbständige Tätigkeit, die die Zugehörigkeit zu einer der Kammern der freien Berufe begründet, ausgeübt wird oder
d) ​dass es sich um eine Tätigkeit als Kunstschaffender, insbesondere als Künstler im Sinne des § 2 Abs. 1 des Künstler-Sozialversicherungsfondsgesetzes, handelt.
​(Anm.: Abs. 5 aufgehoben durch ​BGBl. I Nr. 39/1997)
​(6) Eine Pflichtversicherung gemäß Abs. 1 schließt für dieselbe Tätigkeit (Leistung) eine Pflichtversicherung gemäß Abs. 4 aus.
​(Anm.: Abs. 7 aufgehoben durch ​BGBl. I Nr. 39/1997)
​NOR40185111

References: § 2
 § 4
 § 47
 § 25
 § 2
 § 2