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Timestamp: 2018-01-20 17:12:32+00:00

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Umzugsaufforderung , muss das Jobcenter Umzug zur schulischen Ausbildung zahlen ? - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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26.06.2016, 17:04 #1
Umzugsaufforderung , muss das Jobcenter Umzug zur schulischen Ausbildung zahlen ?
nachdem meine Kinder seit 09.2015 erneut ergänzend ALG2 erhalten haben wir selbstverständlich eine Umzugsaufforoderung erhalten und seit 02.2016 zahle ich jeden Monat selbst einen Anteil dazu. Da feststand, dass ich aus gesundheitlichen Gründen zum September 2016 in ein anderes Bundesland ziehen werde, sind wir vorher nicht mehr umgezogen.
Meine Kinder (Notendurchschnitt 2,36 Real und 3,0 Abi) haben massig Bewerbungen geschrieben und entweder nichts gehört oder nur Absagen erhalten. Beide haben sich sowohl hier als auch in dem neuen Bundesland beworben. Hospitationen und Vorstellungsgespräche blieben erfolglos.
Mein Sohn hat nun dort einen Schulplatz als Informatiker (Berufsfachschule) ergattert und müsste selbst dorthin ziehen. Da ich mein gesamtes Inventar nicht benötige und es meinen Kindern gebe, haben beide schon eine ganze Menge Hausrat. Meine Tochter bleibt vorerst hier.
Mein Umzug wird schon nicht gefördert, weil ich dort ja keine steuerpflichtige Beschäftigung ausübe. Jedoch erhalte ich Rente und bin geringfügig beschäftigt und lasse mich dorthin versetzen. Ich ziehe also nur mit dem Nötigsten um, da ein größerer Transport meine Mittel sprengt.
Muss das Jobcenter meinem Sohn eine (anteilige) Umzugsbeihilfe zahlen oder nicht ?
Müsste das Amt mir evtl auch anteilig Umzugsbeihilfe zahlen?
Es liegt ja eine Umzugsaufforderung vor und ich hatte sicher keine Sparmöglichkeiten mehr.
Meiner Tochter wird der Umzug hier scheinbar (mündliche Aussage) gezahlt. Der Termin mit Ihr beim Amt ist am 28.06.16. Ich hoffe das wenigstens dort die Mündliche Aussage richtig ist.
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AW: Umzugsaufforderung , muss das Jobcenter Umzug zur schulischen Ausbildung zahlen ?
Bin ich hier überhaupt richtig mit der Frage oder sollte der Post verschoben werden ?
26.06.2016, 18:55 #3
Bei allgemeinen Fragen sollte es schon passen.
26.06.2016, 18:57 #4
Du hast eine Kostensenkungsaufforderung bekommen und hier reichst du bitte ein Mietangebot
plus 3 Kostenvoranschläge von einer Umzugsfirma ein, in Kopie und belegbar am besten
persönliche Abgabe gegen Empfangsbestätigung.
Dein Jobcenter muß sich die Übernahme der angemessen Kosten der Unterkunft vom neuen Jobcenter
Lies bitte mal aus diesem Link Post 7
ALG II, Zahlung & Zuständigkeit des neuen Trägers bei Umzug
(4) 1Vor Abschluss eines Vertrages über eine neue Unterkunft soll die erwerbsfähige leistungsberechtigte Person die Zusicherung des für die Leistungserbringung bisher örtlich zuständigen kommunalen Trägers zur Berücksichtigung der Aufwendungen für die neue Unterkunft einholen. 2Der kommunale Träger ist zur Zusicherung verpflichtet, wenn der Umzug erforderlich ist und die Aufwendungen für die neue Unterkunft angemessen sind; der für den Ort der neuen Unterkunft örtlich zuständige kommunale Träger ist zu beteiligen.
Meine Tochter bleibt vorerst hier.
Frage will sie in der Zukunft umziehen, weil du hier schreibst:
Muss das Jobcenter meinem Sohn eine (anteilige) Umzugsbeihilfe zahlen oder nicht
Mein Sohn hat nun dort einen Schulplatz als Informatiker (Berufsfachschule) ergattert und müsste selbst dorthin ziehen.
Also eine Ausbildung zum Informatiker, richtig?
Dein Sohn stellt einen Antrag aus dem Vermittlungsbudget § 44 SGB III
1a Bewerbungskosten pauschal
26.06.2016, 21:37 #5
@ Seepferdchen, ja ich habe eine Aufforderung bekommen, nur war ja klar, dass ich zwischen dem Sommer und Ende des Jahres in ein anderes Bundesland ziehe.
Ich bekomme volle EU Rente und habe einen Minijob, so das mir selbst keine Leistung vom Amt zusteht, jedoch die Pflicht habe die Kosten zu senken.
Lediglich die Kinder bekommen einen ganz geringen Teil ALG2 dazu, da der Vater verstorben ist und die Waisenrente sehr gering ausfällt.
Da seit Jahren feststeht, dass ich umziehe wenn die Kinder aus der Schule sind, haben sie sich in beiden Bundesgebieten nach Ausbildungen umgesehen.
Mündlich wurde mir nun gesagt, dass mir keine Umzugskosten erstattet werden können, da ich keinen sozialversicherungspflichtigen Job aufnehme. Eine Versetzung vom Minijob zählt nicht, da nicht Betriebsbedingt.
Meinem Sohn würde der Umzug aus dem gleichen Grund nicht gezahlt, da er eine Schulische Ausbildung (unvergütet) zum Informatiker anfangen wird. Er erhält dort Schüler BAföG, Kindergeld und Waisenrente. Den Schulvertrag habe ich vorgezeigt und gesagt bekommen, dass er das Unterschreiben kann aber der Umzug würde nicht gezahlt. Einen Mietvertrag wollten die beim Jobcenter gar nicht erst sehen, er könne Unterschreiben was er wolle, evtl. würde noch ein Mietzuschuss bewilligt werden. Er hat Gott sei Dank eine kleine Wohnung gefunden, die 350 € warm kostet und ich hoffe im Rahmen dessen ist, was das Jobcenter bezuschussen würde.
Meine Tochter bleibt vorerst in ihrer Heimat und sucht weiter nach Ausbildungsplätzen. Notfalls auch zum nächsten Jahr, Bewerbungen laufen nun auch schon für Jobs im Einzelhandel, Wochenmarkt, Discos etc. zur Überbrückung bis zur Lehre.
Bei ihr wurde mir mündlich gesagt, dass ihr Umzug innerhalb ihrer alten Heimat gezahlt werden würde, da die Wohnung zu teuer und diese bereits gekündigt sei. Sie solle erstmal zum Umzugsgespräch kommen und wenn sie hat, Mietangebote gleich mitbringen. Dieses Gespräch findet nun am 28.06. statt.
Mir geht es im Groben darum, dass das Jobcenter uns auferlegt die Kosten zu senken uns dann aber den Umzug nicht zahlen will, weil es in einem anderen Bundesgebiet ist. Dieser Umzug würde dann nur gezahlt, wenn man einen sozialversicherungspflichtigen Job/Ausbildung aufnimmt.
Ich bin mal davon ausgegangen, dass die sich daran wenigstens beteiligen würden, da wir den Umzug hier ja auch hätten angehen müssen. Sehe ich das so falsch?
§ 22 SGB II + § 36 SGB II und § 44 SGB III treffen hier nicht zu oder ? Zumindest lese ich das so raus.
§ 22 und 36 weil er keine Leistung dort erhält
§ 44 weil er keine sozialversicherungspflichtige Ausbildung aufnimmt sondern eine Einkomensfreie schulische Ausbildung
Mir raucht der Kopf. Kann es wirklich sein, dass unseren Kindern der Weg in die Zukunft so schwer gemacht wird? Mein Sohn wäre lieber hier geblieben, meine Tochter mitgegangen....
Zitat von Nirvarna
Im SGB II gilt eine Sonderregelung. Hier können auch schulische Ausbildungen über das Vermittlungsbudget gefördert werden.
Allerdings weiß ich nicht wie das aussieht wenn er nach dem Umzug wegen Bezugs von Schüler-Bafög nicht mehr leistungsberechtigt ist. Ich meine, dass er dann zwar keine Kaution bekommen kann, sonst aber alle Umzugskosten übernommen werden müssen, könnte mich aber da irren.
26.06.2016, 21:46 #7
da stöber ich jetzt mal rum und hoffe etwas zu finden
26.06.2016, 23:17 #8
Ich habe nun den entsprechenden Text gefunden und hoffe das Amt damit überzeugen zu können.
Ich bedanke mich noch einmal herzlich und werde selbstverständlich Rückmeldung geben :)
http://www.enkreis.de/fileadmin/user...udget_1112.pdf
28.06.2016, 15:24 #9
Heute hatten wir dann nun den Termin. Ich bin echt baff, so freundlich habe ich einen Sachbearbeiter noch nie gesehen.
Meine Tochter hat die sofortige Umzugsgenehmigung erhalten, auch mit ihrem Freund zusammen, wenn sie keine Wohnung für sich alleine finden sollte. Außerdem bekäme sie eine Pauschale für Erstausstattung und Möbel evtl Kühlschrank und Waschmaschine, je nachdem was dort vorhanden ist.
Ich habe ihr dann noch den formlosen Antrag auf Umzugsbeihilfe und Schulmittel für meinen Sohn nach
§ 16 (3) SGB II i.V.m. § 44 SGB III in die Hand gegeben. Ihre Aussage dazu war auch verblüffend. Also der Umzugsbeihilfe stünde ja nicht unbedingt was im Wege, wir sollen mal 3 Angebote bringen. Lediglich den Schulmitteln könne sie nicht zusagen, da er dort ja Schüler-BAföG erhalten würde. Ich sagte ihr daraufhin, dass es ja in Anbahnung ist und die Schulmittel vor Antritt ( also ende Juli) bekannt sind und bis zum 01.09.16 vorhanden sein müssen. Ihre Antwort war daraufhin, dass es Ermessenssache sei. Sie würde meinem Sohn zum Ende Juli einen Termin schicken und dann prüfen, ob und was davon bewilligt werden wird.
Bis jetzt bin ich jedenfalls sprachlos. Sollte das wirklich gehen ? Ich hatte mich schon auf einen Anwaltstermin eingestellt. Der Umzug allein nimmt schon eine riesen Sorge von meinen Schultern, wenn dann evtl noch ein wenig von den Schulmitteln übernommen werden würde, wäre ich überglücklich.
Ich bedanke mich noch einmal bei Allen für die tolle Hilfe.
Selbstverständlich gebe ich noch weiter Rückmeldung, ob es auch bei allen Aussagen geblieben ist oder ich doch noch Hilfe bei einem Anwalt suchen muss ;)
ausbildung, jobcenter, schulischen, umzug, umzugsaufforderung, zahlen
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References: § 44

§ 22
 § 36
 § 44

§ 22

§ 44

§ 16
 § 44