Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW-RR%201987,%2095
Timestamp: 2020-08-14 05:33:33+00:00

Document:
Rechtsprechung: NJW-RR 1987, 95 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: OLG Köln, 01.10.1986 | BayObLG, 12.06.1986 | OLG Koblenz, 24.07.1986
Daher steht auch die von der Nebenintervenientin im Schriftsatz vom 06.08.2014 angeführte Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 25.09.1986, II ZR 262/85, NJW 1987, 189 (190), der Annahme einer Treuepflichtverletzung nicht entgegen.
https://dejure.org/1986,1127
OLG Köln, 01.10.1986 - 2 Wx 53/86 (https://dejure.org/1986,1127)
OLG Köln, Entscheidung vom 01.10.1986 - 2 Wx 53/86 (https://dejure.org/1986,1127)
OLG Köln, Entscheidung vom 01. Januar 1986 - 2 Wx 53/86 (https://dejure.org/1986,1127)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1986,1127) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Handelsregister; Eintragung; Stammkapital; Stammeinlage; Erhöhung; Vollmacht; Vertretungsmacht; Gesellschaft; Geschäftsführer
Zulässigkeit der Bevollmächtigung zur Anmeldung einer Kapitalerhöhung
GmbHG §§ 7, 57, 58, 78
LG Bonn, 18.07.1986 - 11 T 12/86
NJW 1987, 135
ZIP 1987, 34
MDR 1987, 145
DNotZ 1987, 244
WM 1986, 1412
BB 1986, 2088
DB 1986, 2376
Rpfleger 1987, 70
Es kann, weil es darum im vorliegenden Fall nicht geht, dahinstehen, ob aus solchen Mengenangaben ("alle", "sämtliche") auf eine bestimmte Abgabeform ("höchstpersönlich") geschlossen werden kann (dagegen OLG Köln NJW 1987, 135 [OLG Köln 01.10.1986 - 2 Wx 53/86]) und ob dieser Ansicht deshalb gegebenenfalls gefolgt werden könnte.
OLG München, 23.07.2010 - 31 Wx 128/10
Anmeldung einer GmbH zum Handelsregister: Beglaubigung der nachträglichen …
Die Erklärung ist höchstpersönlich abzugeben (…h.M., vgl. Baumbach/Hueck/Fastrich GmbHG 19. Aufl. § 8 Rn. 11;… Krafka/ Willer/Kühn Registerrecht 8. Aufl. Rn. 935; offen gelassen in BGH NJW 1987, 135).
Auf die entgegenstehende Ansicht des OLG Köln (NJW 1987, 135 ) braucht hier nicht eingegangen zu werden, weil die am 10.3.1977 ausgestellte Vollmacht die Anmeldung einer Kapitalerhöhung nicht deckt.
(4) Bei dieser Sach- und Rechtslage kommt es nicht mehr auf die von der Rechtsbeschwerde angesprochene strittige Frage an, ob bei der Anmeldung einer Kapitalerhöhung die Vertretung des Geschäftsführers überhaupt rechtlich möglich ist (verneinend: BayObLGZ 1986, 203; Fischer/Lutter/Hommelhoff GmbHG 12.Aufl. § 78 RdNr. 1; Meyer-Landrut/Miller/Niehus GmbHG RdNr.4, Scholz/Priester GmbHG 6.Aufl. RdNr.24, Rowedder/Zimmermann GmbHG RdNr.8, je zu § 57 ; bejahend: OLG Köln NJW 1987, 135 ; Roth GmbHG 2.Aufl. § 7 Anm.2.2 und § 78 Anm. 2).
An einen auf die Widerlegung der Beweisregel des § 418 Abs. 1 ZPO abzielenden Gegenbeweis sind allerdings strenge Anforderungen zu stellen (BGH, U.v. 29.10.1986 - NJW 1987, 135).
Dazu kann genügen, daß die innerhalb der hierfür vorgeschriebenen Frist eingereichten Schriftsätze der Berufungsklägerin ihrem Inhalt nach auch ohne einen besonderen Antrag eindeutig erkennen lassen, in welchem Umfang das Urteil angefochten werden soll (BGH Urteil vom 29.01.1987 - IX ZR 36/86 - NJW 1987, 135, 136 m. w. N.).
https://dejure.org/1986,1291
BayObLG, 12.06.1986 - BReg. 3 Z 29/86 (https://dejure.org/1986,1291)
BayObLG, Entscheidung vom 12.06.1986 - BReg. 3 Z 29/86 (https://dejure.org/1986,1291)
BayObLG, Entscheidung vom 12. Juni 1986 - BReg. 3 Z 29/86 (https://dejure.org/1986,1291)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1986,1291) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Postulationsfähigkeit eines Notars für die Einlegung einer weiteren Beschwerde; Stellvertretung bei der Anmeldung einer GmbH; Vertretungsverbot bei Kapitalerhöhung einer GmbH; Wirksamkeit von Verfahrenshandlungen eines vollmachtlosen Vertreters im FGG-Verfahren
GmbHG § 57 Abs. 2, § 78
LG Nürnberg-Fürth, 22.01.1986 - 4 HKT 6725/85
NJW 1987, 136
DNotZ 1986, 692
BB 1986, 1532
Rpfleger 1987, 154
BayObLGZ 1986, 203
Da zudem der vorliegende, zur Eintragung angemeldete Sachverhalt nicht zu denjenigen Fällen gehört, in denen kraft sondergesetzlicher Bestimmungen mit der Anmeldung zusätzliche Erklärungen oder Versicherungen abzugeben sind, deren Wahrheitswidrigkeit besondere zivil- oder strafrechtliche Verantwortlichkeiten nach sich zieht (vgl. insbesondere §§ 37, 184 Abs. 2, 188 Abs. 2, 203 AktG, 82 GmbHG), was nach überwiegender aber nicht unbestrittener Ansicht eine "höchstpersönliche", Stellvertretung ausschließende Anmeldung erforderlich machen soll (vgl. BayObLGZ 1986, 203 - BB 1986, 1532; NJW 1987, 1361;… Hachenburg/Ulmer, GmbHG 8. Aufl. § 7 Rdn. 11 f. m.w.N. auch zu abweichenden Ansichten;… Baumbach/Duden/Hopt aaO § 12 Anm. 2) A.; Würdinger aaO § 12 Anm. 5), sind die Bedenken, die das Amts- und das Landgericht dagegen erhoben haben, daß die Kommanditistin die Änderung der Firma der beschwerdeführenden Kommanditgesellschaft durch zwei Prokuristen angemeldet hat, sachlich nicht begründet.
Nach der Rechtsprechung des Senats (BayObLGZ 1986, 203) ist die Anmeldung einer Kapitalerhöhung durch einen Bevollmächtigten unzulässig.
Damit fehlt eine wirksame Anmeldeerklärung dieses Geschäftsführers (BayObLGZ 1986, 203/207), da eine ohne Vollmacht vorgenommene Verfahrenshandlung (Eintragungsantrag) unzulässig und damit wirkungslos ist (vgl. für den Zivilprozeß: GmS-OGB BGHZ 91, 1,11/114).
Gegen ihre Zurückweisung ist nur der Anmelder beschwerdeberechtigt, nicht aber die Gesellschaft ( § 20 Abs. 2 FGG ; vgl. BayObLGZ 1985, 189 /190 [= MittBayNot 1985, 139, 266 mit Anm. Uhlig = DNotZ 1986, 170]; 1986, 203/204 [= MittBayNot 1986, 205 = DNotZ 1986, 692 mit Anm. Winkler] und 454 [= MittBayNot 1987, 47 ]; Beschluß des Senats vom 21.5.1987).
Damit hat der Notar beim Amtsgericht einen das Verfahren betreffenden Antrag gestellt (BayObLGZ 1975, 1/4; 1986, 203/207; Jansen FGG 2.Aufl. RdNr.15, Bassenge/ Herbst FGG/ RPflG 4.Aufl. Anm.2b bb, je zu § 29 FGG ) und nicht nur Rechtsausführungen vorgetragen (vgl. Beschluß des Senats vom 23.7.1987 - BReg. 3 Z 108/87).
Eine Vertretung des Anmelders ist allerdings nicht zulässig, wenn dieser als Geschäftsführer Versicherungen abzugeben hat ( BayObLGZ 1986, 203 [= MittBayNot 1986, 205 = DNotZ 1986, 692 ]).
Die Geschäftsführer haben sodann unter Ausschluß einer Stellvertretung (BayObLGZ 1986, 203/205 und 253/257) eigenverantwortlich die Anmeldeerklärung abzugeben.
Sie unterliegen grundsätzlich auch nicht der Beschwerde gemäß § 19 FGG , weil es sich nicht um Verfügungen im Sinne dieser Vorschrift handelt (allgemeine Meinung; vgl. BayObLG NJW 1987, 136/137 m.w.N.;… Keidel/Kuntze FGG 13. Aufl. § 27 Rn. 3 und 5;… Bassenge/Herbst FGG/ RPflG § 27 FGG Rn. 2).
Die Klage ist dann durch ein gegen die Partei gerichtetes Prozessurteil als unzulässig abzuweisen (GmS-OGB NJW 1984, 2149; BayObLG, NJW 1987, 136, 137;… BeckOK ZPO/Piekenbrock, 30. Ed. 15.9.2018, ZPO § 88 Rn. 14).
OLG Koblenz, 24.07.1986 - 6 U 604/86
https://dejure.org/1986,2694
OLG Koblenz, 24.07.1986 - 6 U 604/86 (https://dejure.org/1986,2694)
OLG Koblenz, Entscheidung vom 24.07.1986 - 6 U 604/86 (https://dejure.org/1986,2694)
OLG Koblenz, Entscheidung vom 24. Juli 1986 - 6 U 604/86 (https://dejure.org/1986,2694)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1986,2694) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Geschäftsgeheimnis; Betriebsgeheimnis; Kunden; Anschrift; Kaufmann; Verbindung
BGB § 1004; HGB § 90
Betriebsgeheimnis, Geschäftsgeheimnis, Kundenadressen, Kundenkartei, Kundenliste, nachvertragliche Verwertung von Kundenanschriften, Kundenlisten, einstweiliger Rechtsschutz, einstweilige Verfügung, Verfügungsgrund
LG Bad Kreuznach, 04.04.1986 - 5 O 11/86
NJW-RR 1987, 95
Nach anderer Ansicht ist nur die branchenfremde Verwertung der Namen und Anschriften selbst geworbener Kunden frei; die branchengleiche Verwertung soll dagegen nur erlaubt sein, wenn die Kunden ohne Zutun des Handelsvertreters entschlossen sind, die Geschäftsbeziehungen zu dem Unternehmer nicht mehr fortzusetzen (…vgl. Hopt in Baumbach/Hopt, HGB, 33. Aufl., § 90 Rdn. 7;… MünchKomm. HGB/v. Hoyningen-Huene, 2. Aufl., § 90 Rdn. 24 f.; ähnlich OLG Koblenz NJW-RR 1987, 95, 98).
Nach anderer Ansicht ist nur die branchenfremde Verwertung der Namen und Anschriften selbst geworbener Kunden frei; die branchengleiche Verwertung soll dagegen nur erlaubt sein, wenn die Kunden ohne Zutun des Handelsvertreters entschlossen sind, die Geschäftsbeziehungen zu dem Unternehmer nicht mehr fortzusetzen (…vgl. Hopt in Baumbach/Hopt, HGB, 33. Aufl., § 90 Rdn. 7;… MünchKomm.HGB/ v. Hoyningen-Huene, 2. Aufl., § 90 Rdn. 24 f.; ähnlich OLG Koblenz NJW-RR 1987, 95, 98).
des Handelsvertrages inhaltlich von dem dispositiven Recht ab und benachteiligt den Beklagten zu 1.) unangemessen ( vergl. BGH NJW 1993, 1786 [ 1787 ]; OLG Koblenz NJW-RR 1987, 95 [ 96f ] ).
Die Klausel verstößt gegen § 9 AGBG iVm Art. 229 § 5 Satz 1 EGBGB, weil danach auch eine nach dem dispositiven Recht zulässige Verwertung von präsentem Wissen zur Verpflichtung der Zahlung einer Lizenzgebühr führt ( vergl. BGH NJW 1993, 1786 [ 1787 ]; OLG Koblenz NJW-RR 1987, 95 [ 96f ] ).
Eine "Vielzahl" ist nämlich bereits anzunehmen, wenn die Vertragsbestimmungen für eine unbestimmte Zahl von Verträgen gedacht sind, wobei genügt, dass der Inhalt der verwendeten Klauseln im Wesentlichen gleich ist (BGH, NJW, 1979, 2387, 2388; OLG Koblenz, NJW-RR 1987, 95, 96).
des Handelsvertrages inhaltlich von dem dispositiven Recht ab und benachteiligt den Beklagten zu 1.) unangemessen ( vergl. BGH NJW 1993, 1786 [1787]; OLG Koblenz NJW-RR 1987, 95 [96f] ).
Die Klausel verstößt gegen § 9 AGBG iVm Art. 229 § 5 Satz 1 EGBGB , weil danach auch eine nach dem dispositiven Recht zulässige Verwertung von präsentem Wissen zur Verpflichtung der Zahlung einer Lizenzgebühr führt ( vergl. BGH NJW 1993, 1786 [1787]; OLG Koblenz NJW-RR 1987, 95 [96f] ).
Eine entgegenstehende vertragliche Vereinbarung kann den Vorwurf einer nach § 9 Abs. 2 Nr. 1 AGBG zu beanstandenden unangemessenen, den Geboten von Treu und Glauben zuwiderlaufenden Benachteiligung (OLG Koblenz NJW-RR 1987, 95, 97) begründen.
Beim Antrag auf eine Unterlassungsverfügung - wie vorliegend - muss allerdings das erstrebte Verbot genau bezeichnet sein (…vgl. Vollkommer, in: Zöller, a.a.O., § 938 Rn. 2; OLG Koblenz, NJW-RR 1987, 95, 96).

References: § 8
 BGH 
 § 78
 § 57
 § 7
 § 78
 § 418
 § 57
 § 78
 § 7
 § 12
 § 12
 § 20
 § 29
 § 19
 § 27
 § 27
 § 88
 § 1004
 § 90
 § 90
 § 90
 § 90
 § 90
 BGH 
 § 9
 Art. 229
 § 5
 BGH 
 BGH 
 § 9
 Art. 229
 § 5
 BGH 
 § 9
 § 938