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Timestamp: 2019-12-09 05:07:07+00:00

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BSG, 29.10.2002 - B 4 RA 22/02 R - dejure.org
https://dejure.org/2002,3619
BSG, 29.10.2002 - B 4 RA 22/02 R (https://dejure.org/2002,3619)
BSG, Entscheidung vom 29.10.2002 - B 4 RA 22/02 R (https://dejure.org/2002,3619)
BSG, Entscheidung vom 29. Januar 2002 - B 4 RA 22/02 R (https://dejure.org/2002,3619)
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Zusatzversorgung für freiberuflich tätige Mitglieder des Schriftstellerverbandes der DDR - Rentenanpassung zum 1. 7. 2000
Zur Klage auf Feststellung eines höheren monatlichen Rentenwertes unter Zugrundelegung eines höheren bestandsgeschützten Zahlbetrages bzw. einer günstigeren Dynamisierung - Unzulässigkeit einer abschließenden Entscheidung des Rentenversicherungsträgers über den ...
AAÜG § 5 § 8 § 6 § 7; SGG § 54 Abs. 1 S. 2
SG Neuruppin, 21.11.1996 - S 5 R 14/95
Diesbezügliche Ausführungen waren jedoch schon deswegen erforderlich, weil nach ständiger Rechtsprechung des Bundessozialgerichts (stellvertretend BSG…, Urteil vom 18. Juli 1996 - 4 RA 7/95, SozR 3-8570 § 8 Nr. 2;… Urteil vom 25. Januar 2001 - B 4 RA 10/99 R, SozR 3-8570 § 14 Nr. 1; BSG, Urteil vom 29. Oktober 2002 - B 4 RA 22/02 R;… BVerfG, Beschluss der 1. Kammer des 1. Senats vom 9. März 2000 - 1 BvR 2216/96, SozR 3-8570 § 8 Nr. 5) es ausschließlich dem jeweils zuständigen Versorgungsträger vorbehalten ist, über das Vorliegen der nach den §§ 1, 5 bis 8 AAÜG für die SGB VI-Rente möglicherweise erheblichen Tatsachen zu entscheiden, also die Anwendbarkeit des AAÜG und ggf die Zeiten der Zugehörigkeit zu einem Versorgungssystem und die als versichert geltenden Arbeitsverdienste aus diesen Zeiten festzustellen.
Ausreichend ist dabei, dass zumindest die Möglichkeit besteht, die Behörde könnte hinsichtlich des Begehrens des Klägers dessen Rechte verletzt haben bzw. dem Kläger könnte eine Rechtsgrundlage tatsächlich zur Seite stehen (BSG, Urteil vom 29. Oktober 2002, B 4 RA 22/02 R, S. 6; BSG, Urteil vom 20. Dezember 2001, B 4 RA 6/01 R; LSG Niedersachsen-Bremen, Urteil vom 22. Mai 2003, L 1 RA 77/03, S. 6, jeweils m.w.N.).
Diese Zuordnung der materiell-rechtlichen Aufgaben auf die beiden unterschiedlichen Behörden ergibt sich aus dem Gesetz und ist auch von der Rechtsprechung des BSG bereits mehrfach bestätigt worden (gleichgelagerter Fall: BSG, Urteil vom 20. Dezember 2001, B 4 RA 6/01 R - rechtskräftig; fortgeführt in: BSG, Urteil vom 29. Oktober 2002, B 4 RA 22/02 R; ebenso schon: BSG…, Urteil vom 18. Juli 1996, SozR 3-8570, § 8 Nr. 2; BSG, Urteil vom 24. Oktober 1996, 4 RA 80/95; BSG, Urteile vom 5. Dezember 1996, 4 RA 84/95 und 94/95; BSG, Urteil vom 12. Juni 2001, B 4 RA 107/00 R; desgleichen der erkennende Senat: LSG Niedersachsen-Bremen, Urteil vom 20. Februar 2003, L 1 RA 276/01; Urteil vom 20. Februar 2003, L 1 RA 32/01).
Diese hat der Rentenversicherungsträger selbst festzustellen und anzuwenden (zum Ganzen siehe nochmals den gleichgelagerter Fall: BSG, Urteil vom 20. Dezember 2001, B 4 RA 6/01 R - rechtskräftig; fortgeführt in: BSG, Urteil vom 29. Oktober 2002, B 4 RA 22/02 R; ebenso schon: BSG…, Urteil vom 18. Juli 1996, SozR 3-8570, § 8 Nr. 2; BSG, Urteil vom 24. Oktober 1996, 4 RA 80/95; BSG, Urteile vom 5. Dezember 1996, 4 RA 84/95 und 94/95; BSG, Urteil vom 12. Juni 2001, B 4 RA 107/00 R; desgleichen der erkennende Senat: LSG Niedersachsen-Bremen, Urteil vom 20. Februar 2003, L 1 RA 276/01; Urteil vom 20. Februar 2003, L 1 RA 32/01).
Damit ist das angefochtene Urteil des SG, das die Klage gegen den Bescheid vom 8. Oktober 2013 in der Gestalt des Widerspruchsbescheides vom 7. Januar 2014 abgewiesen hatte, gegenstandslos geworden (vgl hierzu BSG, Urteil vom 29. Oktober 2002 - B 4 RA 22/02 R - juris).
Denn der von dem Kläger geltend gemachte Aufhebungs- bzw. Änderungsanspruch gegen die Beklagte kann ihm frühestens dann zustehen, wenn der für versorgungsrechtliche Vorfragen allein zuständige Sonderversorgungsträger bindend entschieden hat, ob dem Kläger im Zeitpunkt der Überführung des Versorgungsrechts in das Rentenversicherungsrecht des Beitrittsgebiets zum 31. Dezember 1991 ein Recht oder eine Anwartschaft auf Versorgung nach dem bis dahin maßgeblichen und zu Bundesrecht gewordenen Sonderversorgungsrecht des Beitrittsgebiets zustand, und wenn er außerdem in einem so genannten Entgeltbescheid gemäß § 8 AAÜG die nach § 5 AAÜG gleichgestellten Pflichtbeitragszeiten, die darin erzielten Entgelte und gegebenenfalls die tatsächlichen Voraussetzungen einer besonderen Beitragsbemessungsgrenze unanfechtbar festgestellt hat (…vgl. BSG SozR 3-8570 § 14 Nr. 1;… BSG SozR 3-8570 § 10 Nr. 4; BSG, Urteil vom 29. Oktober 2002 - B 4 RA 22/02 R - veröffentlicht in juris).
Derartige vorläufige und ausschließlich begünstigende einstweilige Verwaltungsakte können aber unter keinem denkbaren rechtlichen Aspekt in Rechte des Klägers eingreifen; die Anfechtungsklage ist somit mangels Klagebefugnis unzulässig (vgl. BSG, Urteil vom 29. Oktober 2002 - B 4 RA 22/02 R -).
Damit ist der angefochtene Gerichtsbescheid des SG, das die Klage gegen den Bescheid vom 6. November 2014 in der Gestalt des Widerspruchsbescheides vom 10. März 2015 abgewiesen hat, gegenstandslos geworden (vgl. hierzu BSG, Urteil vom 29. Oktober 2002 - B 4 RA 22/02 R - juris).
LSG Niedersachsen-Bremen, 22.05.2003 - L 1 RA 77/03
Höhe der Hinzuverdienstgrenze bei der Altersrente; Beurteilung der materiellen …
Aufgrund einschlägiger Rechtsprechung des Bundessozialgerichts (BSG, Urteil vom 29. Oktober 2002, B 4 RA 22/02 R; Urteil vom 17. Dezember 2002, B 4 RA 23/02 R, Letzteres zu § 43 Abs. 5 SGB VI a.F.) vermag sich der Senat nicht der Einschätzung des SG anzuschließen, wonach die Klage zulässig, aber unbegründet sei.
Für das Vorliegen der Klagbefugnis muss die Möglichkeit gegeben sein, dass der Kläger in eigenen Rechten verletzt ist (vgl. nur: BSG, Urteil vom 29. Oktober 2002, B 4 RA 22/02 R, S. 6; BSG, Urteil vom 17. Dezember 2002, B 4 RA 23/02 R, S. 5).
Danach darf ein die Rente endgültig bewilligender Bescheid erst ergehen, wenn die Sach- und Rechtslage abschließend geklärt ist und die Rentenhöhe endgültig feststeht (vgl. BSG, Urteil vom 14 Mai 1996 - 4 RA 95/94 - juris; BSG, Urteil vom 29. Oktober 2002 - B 4 RA 22/02 R - juris).
Diese war gerade nicht aus prozessökonomischen Gründe geboten, denn der RVS-Träger hatte bereits in dem Rentenbescheid vom 5. Oktober 1993 seine Bereitschaft zur Neuberechnung der RAR bei Änderung des Feststellungsbescheides nach § 8 AAÜG erklärt und hat sich dementsprechend auch während der gesamten Prozessdauer verhalten (vgl. RAR-Neufeststellungsbescheid vom 17. Juni 2003), so dass dem Verbot des vorzeitigen Verfahrensabschlusses Rechnung getragen worden ist (vgl. hierzu BSG, Urteil vom 29. Oktober 2002 -B 4 RA 22/02 R-).
Soweit sich der Kläger auch im vorliegenden Verfahren gegen die zuvor erlassenen Rentenbescheide wenden sollte, ist seine Anfechtungsklage mangels Beschwer unzulässig, da diese Bescheide durch den letzten Bescheid über die Rentenwertfeststellung vom 29. Mai 2002 in vollem Umfang erledigt sind (vgl BSG, Urteil vom 29. Oktober 2002 - B 4 RA 22/02 -, juris).

References: § 5
 § 8
 § 6
 § 7
 § 54
 § 8
 § 14
 § 8
 § 8
 § 8
 § 8
 § 5
 § 14
 § 10
 § 43
 § 8