Source: https://news.waldorf-frommer.de/waldorf-frommer-ag-charlottenburg-bestaetigt-erneut-schadenersatzhoehe-von-eur-1-00000-fuer-illegales-filesharing-eines-filmwerks-unzureichender-vortrag-geht-zu-lasten-der-beklagten/
Timestamp: 2019-06-25 16:24:12+00:00

Document:
WALDORF FROMMER: AG Charlottenburg bestätigt (erneut) Schadenersatzhöhe von EUR 1.000,00 für illegales Filesharing eines Filmwerks – unzureichender Vortrag geht zu Lasten der Beklagten | NEWS - WALDORF FROMMER
Startseite→Allgemein→WALDORF FROMMER: AG Charlottenburg bestätigt (erneut) Schadenersatzhöhe von EUR 1.000,00 für illegales Filesharing eines Filmwerks – unzureichender Vortrag geht zu Lasten der Beklagten
← Landgericht Köln: Art. 15 DSGVO begründet kein umfassendes Informationsrecht
WALDORF FROMMER: Urteil des AG Frankfurt – bei illegalem Tauschbörsenangebot ist Schadenersatz in Höhe von EUR 1.000,00 angemessen →
WALDORF FROMMER: AG Charlottenburg bestätigt (erneut) Schadenersatzhöhe von EUR 1.000,00 für illegales Filesharing eines Filmwerks – unzureichender Vortrag geht zu Lasten der Beklagten
Veröffentlicht am 29. Mai 2019 von WF
Amtsgericht Charlottenburg vom 15.02.2019, Az. 233 C 326/18
In dem Verfahren hat das Amtsgericht Charlottenburg die beklagte Anschlussinhaberin wegen Nichterfüllung der sekundären Darlegungslast vollumfänglich verurteilt.
Die Beklagte hatte behauptet, für die Rechtsverletzung nicht verantwortlich gewesen zu sein. Zur Zeit der Rechtsverletzung sei sie im Auslandsurlaub gewesen und habe ihre Wohnung an eine – namentlich benannte – Australierin vermietet. Sie komme daher als Täterin der Rechtsverletzung nicht in Betracht.
Vielmehr habe die Australierin der Beklagten gegenüber die Rechtsverletzung zugegeben und auch die Kosten für Beauftragung eines Rechtsanwalts übernommen. Eine aktuelle Anschrift der Australierin sei der Beklagten jedoch nicht bekannt.
Das Amtsgericht Charlottenburg bestätigte, dass ein Anschlussinhaber mit einem solchen Vorbringen seiner sekundären Darlegungslast nicht nachkommen kann: die bloße Angabe eines Namens der angeblichen Täterin ohne eine Anschrift genüge nicht, der Rechteinhaber würde ansonsten nicht in die Lage versetzt, seine Rechte auch durchsetzen zu können.
Angesichts der drohenden Inanspruchnahme hätte auch Anlass bestanden, sich bei Abreise der Australierin deren Kontaktdaten geben zu lassen. Die nachteiligen Folgen ihres unzureichenden Vortrags habe die Anschlussinhaberin zu tragen.
Folgerichtig verurteilte sie das Amtsgericht Charlottenburg antragsgemäß zur Zahlung eines Lizenzschadens in Höhe von EUR 1.000,00 sowie zum Ersatz der außergerichtlichen Rechtsverfolgungskosten. Zudem hat die Beklagte die gesamten Kosten des Verfahrens zu tragen.
Autor: Rechtsanwalt Florian Aigner
Veröffentlicht unter Allgemein,Rechtsprechung,Urheber- und Medienrecht,P2P/Tauschbörse	Verschlagwortet mit Erstattung Rechtsanwaltskosten,Gegenstandswert,Film,Tauschbörse,Sekundäre Darlegungslast,Abmahnung,Waldorf Frommer,Tauschbörse I-III,Filesharing,Tatsächliche Vermutung	permalink
Haftung Anschlussinhaber Schadenersatz Haftung Haftung des Seiteninhabers IFPI Sekundäre Darlegungslast § 97a Abs. 2 UrhG a. F. Keine Honorarvereinbarung BVMI Verschulden Hörbuch Resellerauskünfte abgestufte Beweislast Morpheus Film Elterliche Aufsichtspflicht Lizenzanalogie Amazon DCN-Studie Unlizenzierte Nutzung Urheberrecht Abmahnung Presseratsrüge Glaubhaftmachung § 101 Abs. 9 UrhG Streaming BGH WLAN § 97a Abs. 2 UrhG Musik Gegenstandswert Gemeinsame Internetnutzung Auskunftsverfahren Lizenzgebühr Webdesigner Zuständigkeit § 32 ZPO Template EuGH Fehlerfreie Ermittlung Waldorf Frommer E-Book BearShare Rechteinhaberschaft Wirksame Abmahnung Tauschbörse Erstattung Rechtsanwaltskosten Zeugenbeweis Sicherheitslücke Google Fotografie

References: Art. 15
 § 97
 § 101
 BGH 
 § 97
 § 32
 EuGH