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Timestamp: 2016-10-27 18:43:19+00:00

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I 512/98 (26.07.2000)
I 512/98 Vr
Pr�sident Lustenberger, Bundesrichter Sch�n, Spira, R�edi und Bundesrichterin Widmer; Gerichtsschreiber Kr�henb�hl
G.________, 1972, Beschwerdef�hrer, vertreten durch F�rsprecher Alfred Haldimann, Dufourstrasse 18, Bern,
A.- Der 1972 geborene G.________ erlitt am 24. Juni 1989 eine schwere Wirbels�ulenverletzung, als sich der von einem Kollegen gesteuerte Personenwagen �berschlug und auf dem Dache liegend zum Stillstand kam. Nach initialer Tetraplegie mit indessen nahezu vollst�ndiger Regredienz konnte er am 6. Oktober 1989 aus dem Paraplegiker-Zentrum nach Hause entlassen werden. Im Bericht dieser Institution vom 21. Februar 1990 wurden abgesehen von einer leichten Einschr�nkung der Kopfbeweglichkeit und einer gewissen Stand- und Gangunsicherheit des rechten Beines wesentliche Behinderungen im praktischen Leben verneint.
Am 12. Januar 1990 nahm G.________ seine fr�here T�tigkeit als Hilfsarbeiter in der Firma I.________ AG wieder auf. Anfang 1992 trat er eine neue Stelle in der Firma S.________ an. Gut zwei Jahre sp�ter wechselte er in die Bauunternehmung B.________, wo er w�hrend rund sieben Monaten als Bauhandlanger besch�ftigt war. Anschliessend war G.________ arbeitslos, bis er auf den 1. Oktober 1996 eine neue Anstellung in der M.________ AG fand.
Nachdem ein erstes Rentenbegehren mit unangefochten in Rechtskraft erwachsener Verf�gung vom 30. Mai 1990 mangels anspruchsrelevanter Invalidit�t abgelehnt worden war, meldete sich G.________ am 24. Februar 1995 erneut bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Gem�ss Bericht des Rehabilitationszentrums Y.________ vom 1. Februar 1995 sind eine permanente Teill�hmung und Spastizit�t der rechten Hand mit erschwerter Feinmotorik sowie eine inkomplette spastische L�hmung der Beine mit Beschr�nkung der Gehstrecke und rascher Erm�dbarkeit zu verzeichnen; zudem besteht nebst vermehrtem Harndrang und einer Erschwerung der Darmentleerung ein chronisches Cervikovertebral- Syndrom, welches sich durch belastungsabh�ngige Nackenschmerzen mit Ausstrahlungen in die Lendengegend manifestiert; die neurologische Situation habe sich in den letzten Jahren jedoch nicht grunds�tzlich ge�ndert. Die IV-Stelle Bern ermittelte auf Grund der Ergebnisse ihrer Abkl�rungen medizinischer und erwerblicher Art einen Invalidit�tsgrad von 33,68 % und verneinte deshalb einen Rentenanspruch mit Verf�gung vom 23. Mai 1997 erneut.
Kurz zuvor hatte die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) mit Verf�gung vom 15. Mai 1997 r�ckwirkend ab 1. Januar 1995 eine Invalidenrente auf der Grundlage einer 20 %igen Erwerbsunf�higkeit zugesprochen. Auf Einsprache von G.________ hin setzte sie den Invalidit�tsgrad mit - ebenfalls als Verf�gung bezeichnetem - Einspracheentscheid vom 30. Oktober 1997 auf 40 % fest. Dieser ist unangefochten geblieben.
B.- G.________ hingegen hatte gegen die Verf�gung der SUVA vom 15. Mai 1997 Einsprache und gegen die Rentenverweigerung durch die IV-Stelle vom 23. Mai 1997 Beschwerde erheben lassen. Sein im invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren gestelltes Begehren um Zusprechung einer Invalidenrente auf der Basis einer Erwerbsunf�higkeit von mindestens 40 % wurde vom Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Entscheid vom 18. September 1998 abgewiesen.
C.- Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde l�sst G.________ den vor Vorinstanz gestellten Antrag erneuern. Zudem ersucht er um Gew�hrung der unentgeltlichen Verbeist�ndung.
1.- Das kantonale Gericht hat den Invalidit�tsbegriff (Art. 4 Abs. 1 IVG) sowie die massgebenden gesetzlichen Bestimmungen �ber die f�r einen Rentenanspruch erforderlichen Voraussetzungen und dessen Umfang (Art. 28 Abs. 1 und 1bis IVG) zutreffend dargelegt. Darauf kann verwiesen werden. Richtig sind auch die Ausf�hrungen �ber die Invalidit�tsbemessung bei Erwerbst�tigen nach der Einkommensvergleichsmethode (Art. 28 Abs. 2 IVG) einschliesslich der dazu ergangenen Rechtsprechung (BGE 104 V 136 Erw. 2a und b) sowie �ber die Bedeutung der �rztlichen Arbeitsf�higkeitssch�tzungen (BGE 115 V 134 Erw. 2, 114 V 314 Erw. 3c, 105 V 158 Erw. 1). Dasselbe gilt hinsichtlich der im Falle einer Neuanmeldung nach vorangegangener Leistungsverweigerung zu beachtenden Eintretensvoraussetzungen (Art. 87 Abs. 3 und 4 IVV; BGE 117 V 198 Erw. 3a mit Hinweis). Insoweit ist zu erg�nzen, dass das Gericht die Behandlung der Eintretensfrage durch die Verwaltung nur zu pr�fen hat, wenn das Eintreten streitig ist, wenn also die Verwaltung gest�tzt auf Art. 87 Abs. 4 IVV Nichteintreten beschlossen hat und die versicherte Person deswegen Beschwerde f�hrt; hingegen unterbleibt eine richterliche Beurteilung der Eintretensfrage, wenn die Verwaltung auf die Neuanmeldung eingetreten ist (BGE 109 V 114 Erw. 2b).
2.- a) Wie die Vorinstanz zutreffend dargelegt hat und auch in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde richtig festgehalten wird, stimmt der Invalidit�tsbegriff in der Invalidenversicherung mit demjenigen in der obligatorischen Unfallversicherung (und in der Milit�rversicherung) grunds�tzlich �berein, weshalb die Sch�tzung der Invalidit�t, auch wenn sie f�r jeden Versicherungszweig grunds�tzlich selbstst�ndig vorzunehmen ist, mit Bezug auf den gleichen Gesundheitsschaden im Regelfall zum selben Ergebnis zu f�hren hat (BGE 119 V 470 Erw. 2b mit Hinweisen; vgl. auch BGE 123 V 271 Erw. 2a).
b) Nach der Rechtsprechung des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts sind Abweichungen indessen nicht zum Vornherein ausgeschlossen (vgl. BGE 119 V 471 Erw. 2b mit Hinweisen). Nicht als massgeblich zu betrachten ist die Invalidit�tssch�tzung des einen Sozialversicherungstr�gers etwa dann, wenn ihr ein Rechtsfehler oder eine nicht vertretbare Ermessensaus�bung zu Grunde liegt. Ohne Auswirkungen hat der von einem Unfallversicherer angenommene Invalidit�tsgrad auch zu bleiben, wenn dieser bloss auf einem Vergleich beruht (BGE 112 V 175 f. Erw. 2a). Andererseits ist zu beachten, dass eine pr�zise Bestimmung des Invalidit�tsgrades f�r die Belange der Invalidenversicherung nicht immer n�tig ist, gen�gt es wegen der gr�beren Rentenabstufung (nur ganze, halbe und Viertelsrenten) f�r die Leistungsfestsetzung unter Umst�nden doch auch, dass das Erreichen der f�r die H�he des Anspruches ausschlaggebenden Grenzwerte von 40 %, 50 % oder 66 2/3 % eindeutig feststeht oder aber klar ausgeschlossen werden kann (vgl. BGE 119 V 473 Erw. 3d). In solchen F�llen kommt der von den Organen der Invalidenversicherung vorgenommenen Invalidit�tsbemessung f�r andere Sozialversicherungstr�ger nur in beschr�nktem Masse Bedeutung zu.
c) W�hrend nach fr�herer Rechtsprechung der Invalidit�tssch�tzung der SUVA gegen�ber derjenigen der Invalidenversicherung der Vorrang einger�umt wurde, weil die SUVA im Gegensatz zur Invalidenversicherung �ber einen eigenen, gut ausgebauten Apparat zur Abkl�rung und Beurteilung der sich stellenden Fragen verf�ge (BGE 106 V 88 Erw. 2b mit Hinweisen), erkannte das Eidgen�ssische Versicherungsgericht in BGE 109 V 23, dass es sich dabei nur um eine Koordinationsregel zuhanden der Durchf�hrungsorgane der Invalidenversicherung handle, eine unterschiedliche gesetzliche Regelung oder Rechtspraxis jedoch ungeachtet des �bereinstimmenden Invalidit�tsbegriffes zu einer abweichenden Invalidit�tsbemessung f�hren k�nne (BGE 109 V 24 Erw. 2a; vgl. auch BGE 112 V 175 f. Erw. 2a). Schliesslich hielt das Gericht in BGE 119 V 468 an seiner Praxis bez�glich des Vorranges der Invalidit�tsbemessung durch die SUVA insoweit nicht weiter fest, als der Vorrang der SUVA damit begr�ndet werde, dass die Anstalt �ber bessere Abkl�rungsm�glichkeiten verf�ge; dies treffe lediglich f�r die medizinisch-theoretische Beurteilung von Gesundheitssch�den zu, nicht aber in gleicher Weise hinsichtlich der f�r die Invalidit�tsbemessung massgebenden erwerblichen Auswirkungen von Gesundheitssch�digungen, wo die Invalidenversicherung �ber besondere Einrichtungen verf�ge. Weil die Invalidit�tsbemessung der Invalidenversicherung im konkreten Fall nicht als vertretbar erschien, konnte das Gericht indessen offen lassen, ob die Koordinationsregel unter Umst�nden auch so zu verstehen ist, dass die Unfallversicherung den von der Invalidenversicherung ermittelten Invalidit�tsgrad als massgeblich zu betrachten hat (BGE 119 V 471 ff. Erw. 3). Seither hat das Gericht in Einzelf�llen auch der Invalidit�tsbemessung der Invalidenversicherung den Vorrang gegen�ber derjenigen der Unfallversicherung einger�umt (RKUV 1995 Nr. U 220 S. 107 f.; Pl�doyer 1997/5 S. 61; nicht publizierte Erw. II./1b und c des Urteils BGE 122 V 157).
Dennoch ist danach zu trachten, unterschiedliche Invalidit�tsannahmen verschiedener mit demselben Fall befasster Versicherer zu vermeiden. Die Einheitlichkeit des Invalidit�tsbegriffes entbindet die verschiedenen Sozialversicherungstr�ger zwar nicht davon, die Invalidit�tsbemessung in jedem einzelnen Fall selbstst�ndig durchzuf�hren. Keinesfalls d�rfen sie sich ohne weitere eigene Pr�fung mit der blossen �bernahme des von einem andern Versicherer festgelegten Invalidit�tsgrades begn�gen. Eine derart weitgehende Bindungswirkung w�re nicht zu rechtfertigen. Es geht indessen auch nicht an, dass die Invalidit�t in den einzelnen Sozialversicherungszweigen v�llig unabh�ngig von allenfalls schon getroffenen Entscheiden anderer Versicherer festgelegt wird. Zumindest rechtskr�ftig abgeschlossene Invalidit�tssch�tzungen d�rfen nicht einfach unbeachtet bleiben.
Vielmehr m�ssen sie als Indiz f�r eine zuverl�ssige Beurteilung gewertet und als solches in den Entscheidungsprozess erst sp�ter verf�gender Versicherungstr�ger miteinbezogen werden. Dies verlangt auch nach gewissen Mitwirkungsrechten des durch eine verf�gungsm�ssige Festlegung der Invalidit�t in einem Sozialversicherungsbereich tangierten andern Versicherers. Im Unfallversicherungsrecht wird diesem Schutzbed�rfnis ausdr�cklich entsprochen, indem Art. 129 Abs. 1 UVV vorsieht, dass die Verf�gung eines Versicherers oder einer andern Sozialversicherung, welche die Leistungspflicht des andern Versicherers ber�hrt, auch diesem andern Versicherer zu er�ffnen ist (Satz 1), und dieser die gleichen Rechtsmittel ergreifen kann wie die versicherte Person (Satz 2). Macht er von der M�glichkeit, den Entscheid der andern Versicherung anzufechten, obschon ihm dieser ordnungsgem�ss er�ffnet worden ist, nicht Gebrauch, hat er diesen grunds�tzlich gegen sich gelten zu lassen (RKUV 1998 Nr. U 305 S. 432). Zumindest wird er sich die Vermutung der Richtigkeit der bereits vorhandenen Invalidit�tsbemessung entgegenhalten lassen m�ssen. Eine abweichende Festlegung der Invalidit�t kann in solchen F�llen nur noch ganz ausnahmsweise in Frage kommen, wobei gegebenenfalls an deren Begr�ndung strenge Anforderungen zu stellen sind. Nicht zul�ssig ist es, eine an sich vertretbare Ermessensaus�bung durch den zuerst verf�genden Versicherer ohne Vorliegen triftiger Argumente durch einen andern - unter Umst�nden ebenfalls vertretbar erscheinenden - Ermessensentscheid zu ersetzen. Anlass f�r ein Abweichen von einer bereits rechtskr�ftigen Invalidit�tssch�tzung eines andern Versicherers k�nnten hingegen, nebst den bereits in Erw. 2b aufgef�hrten, von der bisherigen Rechtsprechung anerkannten Gr�nden, �usserst knappe und ungenaue Abkl�rungen sowie kaum �berzeugende oder nicht sachgerechte Schlussfolgerungen bieten.
3.- a) Im Zeitpunkt, in welchem die IV-Stelle die angefochtene Rentenverf�gung vom 23. Mai 1997 erliess und damit den Invalidit�tsgrad auf gut 33 % veranschlagte, lag noch keine rechtskr�ftige Invalidit�tssch�tzung der SUVA vor. Die mit deren Verf�gung vom 15. Mai 1997 ausgel�ste Rechtsmittelfrist war noch nicht abgelaufen und tats�chlich hat der Versicherte am 12. Juni 1997 dagegen auch rechtzeitig Einsprache erhoben. Unter diesen Umst�nden konnte der von der SUVA ermittelte Invalidit�tsgrad von 20 % f�r die IV-Stelle im Rahmen ihrer eigenen Invalidit�tsbemessung keine verbindliche Wirkung entfalten. Auch bestand f�r die IV-Stelle kein Interesse an einer Anfechtung der Verf�gung der SUVA vom 15. Mai 1997, da sie selbst von einer h�heren Invalidit�t ausging, sodass die abweichende Einsch�tzung der SUVA ohnehin nicht geeignet gewesen w�re, ihre Leistungspflicht zu beeinflussen. Die IV-Stelle war demnach im Zeitpunkt, als sie die streitige Rentenverf�gung vom 23. Mai 1997 erliess, nicht an einen von einem andern Sozialversicherungstr�ger bereits rechtskr�ftig bestimmten Invalidit�tsgrad gebunden oder sonst wie eingeschr�nkt. Vielmehr stand es ihr zu, die Invalidit�t unabh�ngig von den Erkenntnissen der SUVA festzusetzen. Insbesondere konnte von ihr angesichts ihrer damals bereits weit fortgeschrittenen Erhebungen auch nicht erwartet werden, mit ihrem Entscheid bis zum rechtskr�ftigen Abschluss des unfallversicherungsrechtlichen Verfahrens zuzuwarten.
b) Anl�sslich der �berpr�fung der Rentenverf�gung der IV-Stelle vom 23. Mai 1997 durch das kantonale Gericht war der als Abschluss des Einspracheverfahrens neu gef�llte Entscheid der SUVA vom 30. Oktober 1997, in welchem diese einen Invalidit�tsgrad von 40 % angenommen hatte, indessen bereits in Rechtskraft erwachsen. Die Vorinstanz, welche davon Kenntnis hatte, durfte diesen Entscheid nicht einfach ausser Acht lassen, sondern war verpflichtet, dessen allf�llige Auswirkungen auf die Invalidit�tsbemessung im Invalidenversicherungsbereich zu kl�ren. Diesbez�glich stellte sie zun�chst zwar zutreffend fest, dass die SUVA die erwerblichen Verh�ltnisse eingehend gepr�ft und es, entgegen der in der Duplik der IV-Stelle vertretenen Auffassung, nicht bei einer rein medizinisch-theoretischen Beurteilung der Unfallfolgen habe bewenden lassen. Dennoch befand sie unmittelbar darauf, die grosse Streubreite der von den beiden Sozialversicherungen ermittelten Werte des Validen- und Invalideneinkommens rechtfertige es, die sich stellende Rentenfrage einzig und allein danach zu pr�fen, ob der im Invalidenversicherungsbereich rentenbegr�ndende Invalidit�tsgrad von mindestens 40 % eindeutig nicht erreicht wird. Indem sie in der Folge die f�r die Invalidit�tsbemessung wesentlichen Faktoren des Validen- und Invalideneinkommens unabh�ngig von den Erkenntnissen der SUVA und zumindest teilweise auch abweichend von den Annahmen der IV-Stelle selbstst�ndig neu bestimmte, wurde der Bedeutung des im Unfallversicherungsbereich bereits rechtskr�ftig festgelegten Invalidit�tsgrades nicht Rechnung getragen. Von der Sch�tzung der Invalidit�t durch die SUVA h�tte sich das kantonale Gericht nur l�sen d�rfen, wenn es daf�r gewichtige Gr�nde h�tte anf�hren k�nnen.
4.- Zu pr�fen bleibt deshalb, ob triftige Argumente gegen eine �bernahme des von der SUVA ermittelten Invalidit�tsgrades sprechen.
a) Nachdem die IV-Stelle nach der ersten Leistungsverweigerung vom 30. Mai 1990 auf das knapp f�nf Jahre sp�ter neu gestellte Rentengesuch eingetreten ist, bedarf die Frage nach der Glaubhaftmachung einer in der Zwischenzeit eingetretenen Ver�nderung der tats�chlichen Verh�ltnisse an sich keiner weiteren Er�rterung (vgl. BGE 109 V 114 Erw. 2b). Immerhin kann festgehalten werden, dass sich die �berzeugend wirkende Darstellung des Beschwerdef�hrers nicht ohne weiteres von der Hand weisen l�sst. Vielmehr erscheint es nachvollziehbar, dass sich angesichts der erfreulichen Entwicklung in den ersten Monaten nach dem schweren Unfall zun�chst eine gewisse positive Erwartungs- haltung eingestellt hatte, deren Rechtfertigung durch den weiteren Genesungsverlauf und die effektiv feststellbare Steigerung der beruflich geforderten F�higkeiten nur teilweise best�tigt worden ist. Der Beurteilung des den Beschwerdef�hrer betreuenden Dr. med. W.________ vom 25. M�rz 1995, welche mit den Angaben des Kreisarztes der SUVA im Wesentlichen �bereinstimmt, ist zu entnehmen, dass alle k�rperlich schweren T�tigkeiten sowie Arbeiten mit eint�niger Haltung nicht mehr zumutbar sind; behinderungs- bedingt ist der Beschwerdef�hrer auf eine leichtere bis mittelschwere Besch�ftigung angewiesen, bei welcher er m�glichst abwechselnd in sitzender und stehender Position eingesetzt wird, nur kurze Strecken gehen und keine schweren Lasten tragen muss; Schwierigkeiten k�nnten sich bei feineren Arbeiten wegen der Funktionseinschr�nkung der rechten Hand ergeben.
b) Der angefochtenen Rentenverf�gung vom 23. Mai 1997 lag die Annahme zu Grunde, der Beschwerdef�hrer h�tte auch ohne den 1989 erlittenen Unfall seine damalige Stelle in der Firma I.________ AG behalten. Gest�tzt auf Arbeitgeberausk�nfte legte die IV-Stelle deshalb den ohne gesundheitliche Beeintr�chtigung mutmasslich erzielten Verdienst (Valideneinkommen) auf Fr. 45'237. - fest. Die Vorinstanz stellte sich demgegen�ber auf den Standpunkt, da der Versicherte im Unfallzeitpunkt erst 17 Jahre alt war, h�tte er seine T�tigkeit auch ohne den Unfall gewechselt. Sie erachtete es als nachvollziehbar, dass er angesichts seiner k�rperlichen Konstitution eine Schwerarbeit etwa als Gleisbauer in der Firma Z.________ angenommen h�tte, wo er sich auch tats�chlich beworben hatte, wegen seiner gesundheitlichen Situation aber nicht angestellt worden war. Von dieser Betrachtungsweise ist auch die SUVA ausgegangen, sodass insoweit eine �bereinstimmende Beurteilung vorliegt, welche nicht zu beanstanden ist. Gem�ss Auskunft der Gleisbaufirma vom 8. Juni 1994 h�tte der Beschwerdef�hrer als Gleisarbeiter im Jahre 1994 ein Jahreseinkommen von Fr. 51'094. - verdient und f�r unregelm�ssige Arbeiten noch mit Zulagen von 1,5 % rechnen k�nnen. Der von der SUVA ermessensweise festgelegte Betrag von Fr. 51'000. - kann unter diesen Umst�nden als realistisch betrachtet und f�r die Belange der Invalidit�tsbemessung als Valideneinkommen eingesetzt werden. Zu Recht sah sich die Vorinstanz denn auch nicht veranlasst, davon abzuweichen.
Entgegen der Argumentation in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde h�tte es sich demgegen�ber nicht rechtfertigen lassen, auf das in der Gleisbaufirma erreichbare Einkommen als Vorarbeiter von Fr. 68'386. - oder gar als Gruppenleiter von Fr. 73'505. - abzustellen, w�re eine Besch�ftigung auf dieser Stufe laut Mitteilung des Betriebes vom 8. Juni 1994 doch - vorhandene Vakanz, Eignung und Weiterbildung des Beschwerdef�hrers vorausgesetzt - fr�hestens ab dem 35. bis 40. Lebensjahr in Frage gekommen. Abgesehen davon h�tten, wie die Vorinstanz zu Recht erkannte, f�r die Annahme der Realisierung einer solchen lediglich hypothetisch in Betracht gezogenen beruflichen Laufbahn konkrete Anhaltspunkte vorliegen m�ssen.
c) Bei der Bestimmung des unter zumutbarem Einsatz trotz Gesundheitssch�digung zu erwartenden Lohnes (Invalideneinkommen) ging die IV-Stelle urspr�nglich von einem Jahresgehalt von Fr. 30'000. - aus. Dieser Betrag entspricht dem ab 1. Oktober 1996 in der M.________ AG unter Ber�cksichtigung eines auf 70 % reduzierten Leistungsverm�gens tats�chlich erzielten Verdienst und ist im unfallversicherungsrechtlichen Einspracheverfahren auch von der SUVA als f�r den Einkommensvergleich massgebender Invalidenlohn angenommen worden.
In der dem kantonalen Gericht eingereichten Vernehmlassung vertrat die IV-Stelle neu den Standpunkt, da der Beschwerdef�hrer die Firma I.________ AG aus invalidit�tsfremden Gr�nden freiwillig verlassen habe, obschon ihm die Aufrechterhaltung des Arbeitsverh�ltnisses zumutbar gewesen w�re, sei auf das dort trotz Behinderung m�gliche Einkommen von j�hrlich Fr. 37'700. - abzustellen. Dieser �berlegung schloss sich die Vorinstanz grunds�tzlich an, indem auch sie befand, der Beschwerdef�hrer sch�pfe die ihm verbliebene Restarbeitsf�higkeit nicht voll aus. Ausgehend von den ihr zur Verf�gung stehenden Einkommensangaben der Firma I.________ AG f�r 1996 bezifferte sie den mutmasslichen Verdienst anders als noch die Verwaltung mit Fr. 41'600. -.
Mit diesem Vorgehen entfernte sich das kantonale Gericht von den im Einspracheverfahren der SUVA geschaffenen Vorgaben, ohne dies n�her zu begr�nden. Die Argumente f�r die Veranschlagung des trotz Invalidit�t erzielbaren Einkommens auf Fr. 41'600. - m�gen zwar einleuchtend und im Rahmen eines Ermessensentscheids vertretbar sein. Dies allein gen�gt indessen nicht, um von den der rechtskr�ftigen Invalidit�tssch�tzung der SUVA zu Grunde liegenden Annahmen abzuweichen. Tats�chlich lassen sich kaum plausible Umst�nde anf�hren, welche gegen ein Abstellen auf das vom Beschwerdef�hrer in der M.________ AG tats�chlich erzielte Gehalt sprechen w�rden. Immerhin ging die IV-Stelle in der angefochtenen Rentenverf�gung vom 23. Mai 1997 selbst noch von diesem Lohn aus. Abgesehen davon erscheint es zumindest auch fragw�rdig, ob der noch junge, flexible und als arbeitswillig geschilderte Beschwerdef�hrer an seiner jetzigen Stelle bleiben w�rde, wenn er bei optimaler Ausnutzung seiner M�glichkeiten anderweitig tats�chlich erheblich mehr verdienen k�nnte.
5.- Da sich der Beginn des Rentenanspruchs in der Invalidenversicherung nach andern Regeln als in der Unfallversicherung richtet, wird die IV-Stelle, an welche die Sache zu diesem Zweck zur�ckzuweisen ist, den Zeitpunkt, ab welchem dem Beschwerdef�hrer eine Viertelsrente - oder gest�tzt auf Art. 28 Abs. 1bis IVG allenfalls gar eine halbe Rente - zusteht, noch festzulegen haben.
6.- Im vorliegenden Verfahren geht es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen, weshalb von der Auferlegung von Gerichtskosten abzusehen ist (Art. 134 OG). Dem Prozessausgang entsprechend ist dem Beschwerdef�hrer eine Parteientsch�digung zuzusprechen (Art. 135 in Verbindung mit Art. 159 OG). Das Gesuch um unentgeltliche Verbeist�ndung erweist sich damit als gegenstandslos.
I.In Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde werden der Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 18. September 1998 und die angefochtene Verf�gung der IV-Stelle Bern vom 23. Mai 1997 aufgehoben, und es wird festgestellt, dass der Beschwerdef�hrer auf Grund einer Invalidit�t von 40 % Anspruch auf eine Invalidenrente hat.
II.Die Sache wird an die IV-Stelle Bern zur�ckgewiesen, damit diese, nach Pr�fung des H�rtefalles, �ber den Beginn des Rentenanspruchs befinde.
IV.Die IV-Stelle Bern hat dem Beschwerdef�hrer f�r das Verfahren vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht eine Parteientsch�digung von Fr. 2500. - zu bezahlen.
V.Das Verwaltungsgericht des Kantons Bern wird �ber eine Parteientsch�digung f�r das kantonale Verfahren entsprechend dem Ausgang des letztinstanzlichen Prozesses zu befinden haben.
VI.Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, und dem Bundesamt f�r Sozialversicherung zugestellt.
Luzern, 26. Juli 2000

References: BGE 
 Art. 87
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 129
 BGE 
 Art. 28
 Art. 159