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Timestamp: 2020-08-14 05:29:06+00:00

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Mit wie viel Vergütung darf ich für meine PV-Anlage rechnen? | mein-pv-anwalt.de
7. Juni 2020 29. August 2019 • Sebastian Lange
Bei der Marktprämie lässt der Anlagenbetreiber den von ihm erzeugten Strom in der Regel durch einen sogenannten Direktvermarkter ver­markten. Vom zuständigen Netz­betreiber kann der Anlagenbetreiber dann gemäß § 20 EEG (nur) noch die sogenannte Marktprämie verlangen. Die Marktprämieist im Wesentlichen die Differenz zwischen den Markterlösen, die der Anlagenbetreiber von seinem Direktvermarkter erhält, und der gesetzlich vorgesehenen Förderhöhe (die sogenannte Erlösobergrenze).
Dabei müssen allerdings zwei grundlegend verschiedene Formen der Marktprämie unterschieden werden:
die Marktprämie für ausschreibungs­pflichtige Anlagen (vgl. § 22 Abs. 3 EEG) und
die Marktprämie in gesetzlich bestimmter Höhe (vgl. §§ 48 und 49 EEG).
Für Anlagen mit einer installierten Leistung von bis zu 750 kWp ergibt sich die Höhe des Zahlungsanspruchs also in erster Linie aus dem Gesetz. Das EEG spricht insoweit von dem „anzulegenden Wert“, der mit der Strommenge zu multiplizieren ist. Bei den im Gesetz genannten „anzulegenden Werte“ handelt es sich jeweils um Netto-Beträge, sie beinhalten also noch nicht die Umsatzsteuer (vgl. § 23 Abs. 2 EEG).
Für PV-Anlagen ist vor allem § 48 EEG einschlägig. Demnach hängt der „anzulegende Wert“ im Wesentlichen von der Art, der Größe und der Lage der betreffenden PV-Anlage ab.
In § 48 Abs. 1 EEG ist die sogenannte Grundvergütung geregelt. Diese Grundvergütung kann grundsätzlich für alle vergütungsfähigen PV-Anlagen geltend gemacht werden.
Für Solaranlagen auf oder an einem Gebäude und für Solaranlagen an einer Lärmschutzwand kann unter bestimmten Voraussetzungen gemäß § 48 Abs. 2 EEG eine höhere Vergütung verlangt werden.
Die in § 48 EEG genannten anzulegenden Werte für PV-Anlagen mit einer installierten Leistung bis 750 kWp unterliegen allerdings der sogenannten Degression: Gemäß § 49 EEG ändert sich der tatsächliche anzulegende Wert regelmäßig in Abhängig davon, inwieweit der tatsächliche Zubau von PV-Anlagen im maßgeblichen Betrachtungszeitraum den gesetzlichen Zielkorridor überschritten oder unterschritten hat. Die in den einzelnen Monaten geltenden Fördersätze werden von der Bundes­netzagentur allgemein bestimmt und im regelmäßigen Turnus – alle drei Monate – veröffentlicht (abzurufen unter www.bundesnetzagentur.de).
Somit kommt es für die Förderhöhe einer bestimmten PV-Anlage auch auf eine zeitliche Komponente an. Maßgeblich ist der Zeitpunkt der Inbetrieb­nahme der betreffenden PV-Anlage. Der Förderanspruch des Anlagen­betreibers berechnet sich also auf der Grundlage der von der Bundes­netzagentur für den betreffenden Monat der Inbetriebnahme veröffent­lichten Werte. Daher sind aus der Perspektive der Anlagen­betreiber somit die von der Bundesnetzagentur veröffentlichten Werte (und nicht die in § 48 EEG genannten „anzulegenden Werte“) entscheidend.
Die gesetzliche Förderung wird grundsätzlich 20 Kalenderjahren ab Inbetriebnahmeder Anlage gewährt. Bei Anlagen, die nicht der Aus­schreibungs­pflicht unterfallen, verlängert sich die Förderdauer bis zum 31. Dezember des letzten Förderjahres (vgl. § 25 EEG). Für alle PV-Anlagen mit einer installierten Leistung von bis zu 750 kW, die in 2019 in Betrieb genommen werden, endet die Förderung somit am 31.12.2039.

References: § 20
 § 22
 § 23
 § 48
 § 48
 § 48
 § 48
 § 49
 § 48
 § 25