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Timestamp: 2016-10-26 21:17:50+00:00

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4A_553/2010 (24.03.2011)
4A_553/2010
vertreten durch Advokaten Dr. Thomas Weibel und Sabina N�geli,
Beschwerde gegen den Zirkulationsbeschluss des Obergerichts des Kantons Zug, Zivilrechtliche Abteilung, vom 30. August 2010.
Mit Urteil vom 2. Juli 2009 wies das Kantonsgericht Zug eine von A.________ (Beschwerdef�hrerin) gegen B.________ (Beschwerdegegner) eingereichte Klage auf Zahlung von EUR 919'922.28 ab. Die von der Beschwerdef�hrerin dagegen erhobene Berufung wies das Obergericht des Kantons Zug mit Urteil vom 11. Juni 2010 ab. Gegen dieses Urteil erhob die Beschwerdef�hrerin mit Eingabe vom 19. August 2010 Beschwerde in Zivilsachen an das Bundesgericht (Verfahren 4A_439/2010).
Mit Gesuch vom 19. August 2010 beantragte die Beschwerdef�hrerin gleichzeitig dem Obergericht des Kantons Zug, es sei das Verfahren vor Obergericht wieder aufzunehmen. Aus prozess�konomischen Gr�nden wurde daher das bundesgerichtliche Beschwerdeverfahren (4A_439/2010) auf Antrag der Beschwerdef�hrerin bis zum Entscheid des Obergerichts �ber das Wiederaufnahmegesuch sistiert. In ihrem Gesuch machte die Beschwerdef�hrerin geltend, sie habe nach Erlass des obergerichtlichen Urteils vom 11. Juni 2010 Kenntnis von einem entscheidrelevanten Beweismittel erhalten. Mit Zirkulationsbeschluss vom 30. August 2010 wies das Obergericht des Kantons Zug das Gesuch ab.
Mit Beschwerde in Zivilsachen und subsidi�rer Verfassungsbeschwerde vom 30. September 2010 beantragt die Beschwerdef�hrerin dem Bundesgericht, es sei der Zirkulationsbeschluss des Obergerichts des Kantons Zug vom 30. August 2010 aufzuheben und es sei das Obergericht anzuweisen, das mit Urteil vom 11. Juni 2010 erledigte Verfahren wieder aufzunehmen. Die Beschwerdef�hrerin beantragt zudem, es sei im bundesgerichtlichen Urteil �ber die �bliche Anonymisierung hinausgehend der Sachverhalt dergestalt wiederzugeben, dass keine R�ckschl�sse auf die Involvierung der Beschwerdef�hrerin in den zu beurteilenden Sachverhalt m�glich seien.
Der Beschwerdegegner beantragt in seiner Vernehmlassung die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Die Vorinstanz beantragt die Abweisung der Beschwerde.
Das Verfahren 4A_439/2010 wurde auf Antrag der Beschwerdef�hrerin mit Verf�gung vom 7. Oktober 2010 bis zum Entscheid im vorliegenden Verfahren wiederum sistiert.
1.1 Die Beschwerde richtet sich gegen einen verfahrensabschliessenden Entscheid einer letzten kantonalen Instanz (Art. 75 Abs. 1 i.V.m. Art. 90 BGG) in einer Zivilsache (Art. 72 Abs. 1 BGG), die Rechtsbegehren der Beschwerdef�hrerin sind im kantonalen Verfahren nicht gesch�tzt worden (Art. 76 Abs. 1 BGG), der massgebende Streitwert betr�gt mehr als Fr. 30'000.-- (Art. 51 i.V.m. Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG) und die Beschwerdefrist ist eingehalten (Art. 100 Abs. 1 BGG). Die Beschwerde in Zivilsachen ist daher zul�ssig. Auf die in der gleichen Rechtsschrift erhobene subsidi�re Verfassungsbeschwerde ist somit nicht einzutreten (Art. 113 BGG; BGE 135 III 397 E. 1.2 S. 400).
1.2 Die Beschwerde hat ein Rechtsbegehren zu enthalten (Art. 42 Abs. 1 BGG). Da die Beschwerde an das Bundesgericht ein reformatorisches Rechtsmittel ist (Art. 117 i.V.m. Art. 107 Abs. 2 BGG), ist grunds�tzlich ein materieller Antrag erforderlich. Ein R�ckweisungsantrag reicht aber ausnahmsweise aus, wenn das Bundesgericht im Falle der Gutheissung die Sache ohnehin zur�ckweisen w�rde, weil die erforderlichen Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz fehlen (BGE 134 III 379 E. 1.3 S. 383; 133 III 489 E. 3.1).
Die Beschwerdef�hrerin ist der Ansicht, die Vorinstanz h�tte ihr Gesuch gutheissen und das Verfahren unter Ber�cksichtigung der neuen Beweisurkunde wieder aufnehmen sollen. Sollte sich diese Ansicht als zutreffend erweisen, so w�re die Sache zur Erg�nzung sowie gegebenenfalls neuer Feststellung des Sachverhalts und zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Der Antrag auf Aufhebung des vorinstanzlichen Zirkulationsbeschlusses und auf Anweisung der Vorinstanz, das mit Urteil vom 11. Juni 2010 erledigte Verfahren wieder aufzunehmen, ist daher zul�ssig. Auf die Beschwerde ist somit unter Vorbehalt einer rechtsgen�glichen Begr�ndung (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG) einzutreten.
1.3 Die Beschwerdef�hrerin hat den Verfahrensantrag gestellt, im bundesgerichtlichen Urteil sei �ber die �bliche Anonymisierung hinausgehend der Sachverhalt dergestalt wiederzugeben, dass keine R�ckschl�sse auf die Involvierung der Beschwerdef�hrerin in den zu beurteilenden Sachverhalt m�glich seien. Die Anonymisierung der Parteien ist bei der Ver�ffentlichung der Urteile die Regel, soweit wie hier die Kenntnis der Namen f�r die Verst�ndlichkeit der Tragweite des Urteils nicht erforderlich ist (Art. 27 Abs. 2 BGG). Eine weitergehende Anonymisierung kommt etwa im Interesse des Jugendschutzes oder bei Sexualdelikten aus Gr�nden des Opferschutzes in Frage (BGE 133 I 106 E. 8.4). Ist ein solches Interesse hingegen wie vorliegend nicht ersichtlich, so rechtfertigt der Umstand, dass allenfalls aus entscheidwesentlichen Umst�nden R�ckschl�sse auf die Identit�t der Parteien m�glich sind, keinen grunds�tzlichen Verzicht auf derartige Angaben (BGE 133 I 106 E. 8.3 S. 109). Soweit der Verfahrensantrag nicht ohnehin gegenstandslos ist, ist er somit abzuweisen.
1.4.1 Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Beschwerdeschrift in gedr�ngter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt. Soweit das Bundesgericht das Recht von Amtes wegen anwendet (Art. 106 BGG), ist zwar eine ausdr�ckliche Nennung bestimmter Gesetzesartikel nicht erforderlich, falls aus den Vorbringen hervorgeht, gegen welche Regeln des Bundesrechts die Vorinstanz verstossen haben soll. Unerl�sslich ist aber, dass auf die Begr�ndung des angefochtenen Urteils eingegangen und im Einzelnen dargetan wird, worin eine Verletzung von Bundesrecht liegen soll (BGE 134 V 53 E. 3.3 S. 60; 133 IV 286 E. 1.4; vgl. BGE 121 III 397 E. 2a S. 400). Eine qualifizierte R�gepflicht gilt hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten und von kantonalem und interkantonalem Recht. Das Bundesgericht pr�ft eine solche R�ge nur insofern, als sie in der Beschwerde pr�zise vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG). Auf rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt es nicht ein (BGE 133 II 396 E. 3.1 S. 399).
1.4.2 Diese Grunds�tze verkennt die Beschwerdef�hrerin, wenn sie r�gt, die Vorinstanz habe �berspitzt formalistisch gehandelt, die Verwirklichung des materiellen Rechts in unhaltbarer Weise verhindert sowie das aus Art. 9 und Art. 29 Abs. 1 BV abgeleitete Rechtsverweigerungsverbot verletzt, indem diese die Voraussetzungen der "erforderlichen Sorgfalt" gem�ss � 215 Ziff. 3 der Zivilprozessordnung f�r den Kanton Zug vom 3. Oktober 1940 (ZPO/ZG) mit einer rigorosen Strenge handhabe. Abgesehen von der Aneinanderreihung der behaupteten Rechtsverletzungen l�sst sich der Beschwerde nichts weiter dar�ber entnehmen, inwiefern eine rigorose Strenge der Vorinstanz vorliege und inwiefern eine solche die einzelnen Rechtsverletzungen zu begr�nden verm�ge. Eine diesbez�gliche Auseinandersetzung mit der Begr�ndung im angefochtenen Urteil erfolgt nicht. Damit gen�gt die Beschwerdef�hrerin den Begr�ndungsanforderungen nicht, womit auf die Beschwerde in diesen Punkten nicht einzutreten ist.
Die Beschwerdef�hrerin r�gt, die Vorinstanz habe � 215 Ziff. 3 ZPO/ZG willk�rlich ausgelegt und das in Art. 8 ZGB statuierte Recht auf Beweis vereitelt, indem sie zum Schluss gekommen sei, die Beschwerdef�hrerin sei ihrer prozessualen Sorgfaltspflicht nicht nachgekommen, womit die Voraussetzungen f�r eine Wiederaufnahme des Verfahrens nicht erf�llt seien.
2.1 Mit der Beschwerde in Zivilsachen kann eine Verletzung von Bundesrecht ger�gt werden (Art. 95 lit. a BGG), zu dem laut der Begriffsbestimmung des BGG auch das Verfassungsrecht geh�rt. Nicht ger�gt werden kann hingegen die Verletzung von kantonalem Recht, abgesehen von hier nicht einschl�gigen Ausnahmen (Art. 95 lit. c und d BGG). Die Anwendung und Auslegung des kantonalen Zivilprozessrechts kann vom Bundesgericht daher einzig unter dem Blickwinkel eines Verstosses gegen Bundesrecht bzw. gegen Bundesverfassungsrecht �berpr�ft werden (Art. 95 BGG; BGE 136 I 241 E. 2.4; 134 III 379 E. 1.2 S. 382 f.). Es kann namentlich ger�gt werden, das kantonale Recht sei willk�rlich angewendet worden (Art. 9 BV).
Willk�r im Sinne von Art. 9 BV liegt nach st�ndiger Rechtsprechung nicht schon dann vor, wenn eine andere L�sung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen w�re. Das Bundesgericht hebt einen kantonalen Entscheid wegen Willk�r nur auf, wenn er offensichtlich unhaltbar ist, zur tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgrundsatz zuwiderl�uft. Willk�r liegt zudem nur vor, wenn nicht bloss die Begr�ndung eines Entscheids, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist (BGE 136 I 316 E. 2.2.2 S. 319 mit Hinweisen).
2.2 Nach � 215 ZPO/ZG kann u.a. gegen�ber im ordentlichen Verfahren erlassenen und in Rechtskraft erwachsenen Urteilen unter bestimmten Umst�nden durch die Wiederaufnahme des Verfahrens die �nderung durch neue Beurteilung des Streitfalles nachgesucht werden. Dies ist gem�ss Ziff. 3 dieser Bestimmung namentlich dann m�glich, wenn der Gesuchsteller erhebliche Tatsachen oder Beweismittel entdeckt, deren Geltendmachung vor Eintritt der Rechtskraft des angefochtenen Entscheides trotz Aufwendung der erforderlichen Sorgfalt nicht m�glich gewesen w�re.
2.3 Im urspr�nglichen Verfahren hatte die Beschwerdef�hrerin mit ihrer Klage beantragt, der Beschwerdegegner sei zur R�ckzahlung eines ihm �berwiesenen Betrags von insgesamt EUR 919'922.28 zu verurteilen. Sie machte geltend, sie habe diesen Betrag dem Beschwerdegegner einzig aufgrund einer Drohung �berwiesen, welche dieser gegen�ber ihrem ehemaligen Mitarbeiter C.________ anl�sslich eines Telefongespr�chs vom 25. Oktober 2005 ausgesprochen habe. C.________ sagte als Zeuge vor dem Kantonsgericht Zug aus, er habe von diesem Gespr�ch eine Aktennotiz angefertigt. Eine solche Aktennotiz wurde jedoch weder im erst- noch im zweitinstanzlichen Verfahren ins Recht gelegt. Dieser Umstand veranlasste die Vorinstanz in ihrem urspr�nglichen Urteil vom 11. Juni 2010 zur Annahme, ein solches Dokument existiere nicht, was sie im Rahmen einer Eventualbegr�ndung in die Beurteilung der Glaubw�rdigkeit des Zeugen C.________ einbezog.
Im vorinstanzlichen Verfahren betreffend die Wiederaufnahme des Verfahrens st�tzte sich die Beschwerdef�hrerin auf � 215 Ziff. 3 ZPO/ZG und machte geltend, sie sei �berraschend in den Besitz der erw�hnten Aktennotiz gekommen. Die Vorinstanz erachtete die Voraussetzungen f�r eine Wiederaufnahme des Verfahrens jedoch als nicht erf�llt, da die Beschwerdef�hrerin nicht die erforderliche Sorgfalt aufgewendet habe. Die Vorinstanz f�hrte aus, die Beschwerdef�hrerin habe an der Hauptverhandlung vor dem Kantonsgericht Zug aufgrund der Aussage des Zeugen C.________ gewusst, dass dieser eine Aktennotiz �ber das mit dem Beschwerdegegner gef�hrte Telefongespr�ch angefertigt hatte. Die Beschwerdef�hrerin h�tte daher noch an dieser Hauptverhandlung die M�glichkeit gehabt, die gerichtliche Verpflichtung des Zeugen C.________ zur Edition des Beweismittels zu beantragen. Da sie dies nicht getan habe, m�sse ihr zur Last gelegt werden, sie habe nicht die erforderliche Sorgfalt zur Beibringung dieses Beweismittels aufgewendet. H�tte sie n�mlich rechtzeitig einen diesbez�glichen Editionsantrag gestellt, so h�tte der Zeuge C.________ mit den zur Verf�gung stehenden prozessrechtlichen Zwangsmitteln nach �� 161 ff. ZPO/ZG zur Herausgabe des Dokumentes verpflichtet werden k�nnen.
2.4 Die Beschwerdef�hrerin erachtet diese vorinstanzlichen Ausf�hrungen aus mehreren Gr�nden als willk�rlich. Erstens habe der Zeuge C.________ ihr gegen�ber mehrfach darauf beharrt, er k�nne die Aktennotiz nicht mehr auffinden. Daran h�tte nach Ansicht der Beschwerdef�hrerin auch eine gerichtliche Editionsverf�gung nichts ge�ndert, womit es an der Kausalit�t zwischen der Nichtstellung des Editionsantrags und der unterbliebenen Produktion des Beweismittels fehle. Zweitens habe die Beschwerdef�hrerin in guten Treuen davon ausgehen m�ssen, dass die Aktennotiz nicht oder nicht mehr existiere, da der Zeuge C.________ sich vor seiner Zeugenaussage nie klar habe festlegen wollen, ob er eine Aktennotiz angefertigt habe und er nach seiner Zeugenaussage darauf beharrt habe, er k�nne die Aktennotiz nicht mehr auffinden. In dieser Situation habe sich die Beschwerdef�hrerin gezwungen gef�hlt, auf einen Editionsantrag zu verzichten. Ansonsten h�tte sie eine Schw�chung der Beweiskraft der Zeugenaussage von C.________ dadurch riskiert, dass dieser allenfalls h�tte einr�umen m�ssen, die Aktennotiz existiere doch nicht oder sei nicht mehr vorhanden. Drittens sei der Beschwerdef�hrerin im Zeitpunkt der erstinstanzlichen Hauptverhandlung nicht im Traum in den Sinn gekommen, dass das Kantonsgericht der fehlenden Aktennotiz trotz ansonsten klaren Nachweises der Drohung eine derartige Bedeutung zumessen w�rde. Schliesslich habe die Vorinstanz verkannt, dass sich die von � 215 Ziff. 3 ZPO/ZG geforderte Sorgfalt am Verhalten einer durchschnittlich sorgf�ltigen Prozesspartei zu messen habe. Entgegen der Ansicht der Vorinstanz habe die Beschwerdef�hrerin mehr als nur ein durchschnittlich sorgf�ltiges Prozessverhalten an den Tag gelegt, indem sie ausserhalb des Gerichtsverfahrens zahlreiche Versuche unternommen habe, die Aktennotiz von C.________ erh�ltlich zu machen.
2.5 Mit diesen Ausf�hrungen begn�gt sich die Beschwerdef�hrerin gr�sstenteils mit der Darstellung ihrer eigenen Sichtweise, ohne dass eine eingehende Auseinandersetzung mit der vorinstanzlichen Argumentation erfolgt, wonach die Beschwerdef�hrerin nach der Einvernahme des Zeugen C.________ noch an der Hauptverhandlung vor dem Kantonsgericht Zug ein Begehren auf Edition der Aktennotiz h�tte stellen k�nnen. Insofern ist zweifelhaft, wie weit die Beschwerdef�hrerin damit den Begr�ndungsanforderungen zu gen�gen vermag (E. 1.4.1).
Die Vorbringen der Beschwerdef�hrerin verm�gen aber ohnehin nicht zu �berzeugen. Die Beschwerdef�hrerin st�tzt sich bei ihrer Behauptung, sie habe die erforderliche Sorgfalt aufgewendet, haupts�chlich auf das Verhalten des Zeugen C.________. Einerseits bringt die Beschwerdef�hrerin vor, dieser habe darauf beharrt, die Aktennotiz nicht mehr auffinden zu k�nnen, womit eine gerichtliche Editionsverf�gung keinen Erfolg gehabt h�tte. Andererseits f�hrt sie aus, der Zeuge C.________ habe sich vor seiner Einvernahme nie klar festlegen wollen, ob er eine Aktennotiz angefertigt habe. Abgesehen davon, dass diese Vorbringen widerspr�chlich sind, geht die Beschwerdef�hrerin mit keinem Wort auf die Argumentation der Vorinstanz ein, wonach die Beschwerdef�hrerin an der erstinstanzlichen Hauptverhandlung aufgrund der Aussage des Zeugen C.________ gewusst habe, dass dieser eine Aktennotiz �ber das mit dem Beschwerdegegner gef�hrte Telefongespr�ch angefertigt hatte. Die Beschwerdef�hrerin erkl�rt auch nicht, wieso der Zeuge C.________ anl�sslich einer gerichtlichen Einvernahme f�lschlicherweise h�tte angeben sollen, er habe eine Aktennotiz verfasst, wenn dem nicht so w�re. Die Vorbringen der Beschwerdef�hrerin, sie sei �ber die Existenz oder Auffindbarkeit der Aktennotiz im Ungewissen gewesen, sind damit in Bezug auf den Zeitpunkt der erstinstanzlichen Hauptverhandlung nicht stichhaltig. Damit bestand an der erstinstanzlichen Hauptverhandlung auch kein Anlass f�r prozesstaktische �berlegungen wegen diesbez�glichem Zweifel, zumal die Beschwerdef�hrerin auch selber ausf�hrt, dass der Zeuge C.________ in diesem Zeitpunkt noch nie behauptet habe, er k�nne die Aktennotiz nicht auffinden. Die Beschwerdef�hrerin vermag somit keine Gr�nde vorzubringen, welche sie bei Aufwendung der erforderlichen Sorgfalt gehindert h�tten, noch an der Hauptverhandlung vor dem Kantonsgericht Zug die gerichtliche Edition der Aktennotiz zu beantragen. Wenn die Beschwerdef�hrerin bewusst auf einen solchen Antrag verzichtet hat, sei es aus taktischen �berlegungen oder weil sie den Eindruck hatte, ein solcher Antrag sei f�r die Beweisf�hrung nicht erforderlich, so muss sie sich ihre Prozessf�hrung anrechnen lassen. Die Beschwerdef�hrerin vermag somit nicht darzutun, inwiefern die Vorinstanz in Willk�r verfallen sein soll, wenn sie die Aufwendung der erforderlichen Sorgfalt verneint hat. Die R�ge erweist sich als unbegr�ndet.
2.6 Was die ebenfalls ger�gte Verletzung von Art. 8 ZGB wegen Vereitelung des Rechts auf Beweis angeht, so kann offen bleiben, ob die Beschwerdef�hrerin mit diesem Vorbringen den Anforderungen an die Begr�ndungspflicht gen�gt, da die R�ge ohnehin fehl geht. Der aus Art. 8 ZGB fliessende Anspruch der beweisbelasteten Partei, zum ihr obliegenden Beweis zugelassen zu werden, besteht nur, soweit entsprechende Antr�ge im kantonalen Verfahren form- und fristgerecht gestellt worden sind (BGE 129 III 18 E. 2.6 S. 25; 126 III 315 E. 4a; 122 III 219 E. 3c). Die Beschwerdef�hrerin hat im urspr�nglichen kantonalen Verfahren unbestrittenermassen nie einen Beweisantrag betreffend die Aktennotiz gestellt. Wenn sie die Abnahme dieses Beweismittels im Rahmen eines wieder aufgenommenen Verfahrens beantragen will, so hat sie zuerst darzutun, dass die Voraussetzungen f�r die Wiederaufnahme des Verfahrens erf�llt sind. Von diesem Nachweis entbindet Art. 8 ZGB nicht, da sich aus dieser Bestimmung mithin kein allgemeiner Anspruch auf Wiederaufnahme des Verfahrens ableiten l�sst. Das Recht auf Beweis ist somit nicht verletzt.
Die Beschwerdef�hrerin r�gt weiter eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs nach Art. 29 Abs. 2 BV, da sich die Vorinstanz in keiner Weise mit der ausf�hrlichen Begr�ndung ihres Gesuchs auseinandergesetzt habe. Die Beschwerdef�hrerin habe sowohl die zahlreichen Versuche, die Aktennotiz bei C.________ erh�ltlich zu machen, dargelegt als auch ausf�hrlich begr�ndet, weshalb sie auf einen Editionsantrag habe verzichten m�ssen.
3.1 Der Anspruch auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV) verlangt, dass die Gerichte die rechtserheblichen Vorbringen der Parteien anh�ren und bei der Entscheidfindung ber�cksichtigen (BGE 124 I 241 E. 2 S. 242). Aus Art. 29 Abs. 2 BV wird zudem die Pflicht der Beh�rden abgeleitet, ihre Entscheide zu begr�nden. Die Begr�ndung muss kurz die �berlegungen nennen, von denen sich das Gericht hat leiten lassen und auf die sich sein Entscheid st�tzt. Nicht erforderlich ist hingegen, dass sich der Entscheid mit allen Parteistandpunkten einl�sslich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdr�cklich widerlegt (BGE 134 I 83 E. 4.1 S. 88; 133 III 439 E. 3.3 S. 445; 129 I 232 E. 3.2; je mit Hinweisen). Es gen�gt, wenn der Entscheid gegebenenfalls sachgerecht angefochten werden kann (BGE 136 I 184 E. 2.2.1 S. 188; 133 III 439 E. 3.3 S. 445; 129 I 232 E. 3.2 S. 236).
3.2 Diesen Anforderungen gen�gt der vorinstanzliche Entscheid. Die Vorinstanz hat dargelegt, dass die Beschwerdef�hrerin nicht die erforderliche Sorgfalt zur Beibringung der Aktennotiz als Beweismittel aufgewendet habe, da sie noch an der Hauptverhandlung vor Kantonsgericht Zug die gerichtliche Edition h�tte beantragen k�nnen. Daraus ergibt sich, dass die Vorinstanz die aussergerichtlichen Bem�hungen der Beschwerdef�hrerin, an die Aktennotiz zu gelangen, als nicht gen�gend erachtete. Die Vorinstanz hat sich auch mit der Argumentation der Beschwerdef�hrerin auseinandergesetzt, wonach diese aus prozesstaktischen Gr�nden auf einen Editionsantrag habe verzichten m�ssen, da sie die Beweiskraft der Aussage des Zeugen C.________ nicht dadurch habe gef�hrden wollen, dass sich bei einer Edition herausstellen w�rde, die Aktennotiz existiere nicht oder nicht mehr. Diese Argumentation hat die Vorinstanz implizit verworfen, indem sie feststellte, die Beschwerdef�hrerin habe aufgrund der Aussage des Zeugen C.________ gewusst, dass dieser eine Aktennotiz angefertigt habe. Eine weitergehende Auseinandersetzung mit dem Standpunkt der Beschwerdef�hrerin ist unter dem Gesichtspunkt des Anspruchs auf rechtliches Geh�r nicht erforderlich. Die R�ge erweist sich damit als unbegr�ndet.
Nach dem Gesagten erweisen sich s�mtliche R�gen betreffend die vorinstanzliche Verneinung der Aufwendung der erforderlichen Sorgfalt als unbegr�ndet, soweit auf sie einzutreten ist. Damit brauchen die R�gen betreffend die Eventualbegr�ndung der Vorinstanz, es sei ohnehin auch die nach � 215 Ziff. 3 ZPO/ZG erforderliche Erheblichkeit eines neu entdeckten Beweismittels zu verneinen, nicht mehr gepr�ft werden.
Auf die subsidi�re Verfassungsbeschwerde ist nicht einzutreten. Die Beschwerde in Zivilsachen ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Bei diesem Verfahrensausgang wird die Beschwerdef�hrerin kosten- und entsch�digungspflichtig (Art. 66 Abs. 1 sowie Art. 68 Abs. 2 BGG).
Die Beschwerdef�hrerin hat den Beschwerdegegner f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 12'000.-- zu entsch�digen.

References: Art. 90
 Art. 74
 BGE 
 Art. 107
 Art. 106
 Art. 42
 BGE 
 Art. 9
 Art. 29
 Art. 8
 BGE 
 Art. 9
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 29
 Art. 29
 Art. 68