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Timestamp: 2020-07-02 18:14:36+00:00

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Strafbarkeit heimlicher Filmaufnahmen – die Norm der verbotenen Sexfilme | strafrechtsblogger
von Rechtsanwalt Dietrich, Fachanwalt für Strafrecht - Berlin-Kreuzberg · 31. Oktober 2016
In der Revision des Angeklagten bestätigte der BGH mit seinem Beschluss vom 26.02.2015 – 4 StR 328/14 das Urteil des Landgerichts und wies vor allem darauf hin, dass die Möglichkeit einer konkreten Individualisierung der betroffenen Personen auf den Bildaufnahmen für die Verwirklichung des Tatbestandes nicht erforderlich ist. Vielmehr erfasst § 201a StGB auch solche Bildaufnahmen, die aufgrund hinreichend vorhandener Identifizierungsmerkmale von den jeweiligen Tatopfern der eigenen Person zugeordnet werden können. Der BGH sah keinen Grund, den Eintritt des Taterfolgs davon abhängig zu machen, dass die Identifizierung der abgebildeten Person von Dritten anhand auch anderer bekannter Merkmale oder Besonderheiten vorgenommen werden kann.
Heimliche Sexfilme eines Lehrers von seinen Schülerinnen
Ein Vertrauenslehrer an einem Gymnasium wurde vom Landgericht Bremen unter anderem wegen Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch die Herstellung von Bildaufnahmen in 17 Fällen zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten verurteilt. Der Lehrer hatte mit einer 15- jährigen und einer 16-jährigen Schülerin eine Beziehung, in der er jeweils ohne Kenntnis der Mädchen einige sexuelle, einvernehmliche Handlungen in seiner Wohnung filmte.
Auch diese Revision wurde vom BGH mit Beschluss vom 22.06.2016 – 5 StR 198/16 verworfen. Der BGH wies das Argument, der Angeklagte habe sich nicht nach § 201a StGB strafbar gemacht, weil er sich in seiner Wohnung befand und daher keinen Sichtschutz habe überwinden müssen, entschieden zurück. Denn für die Erfüllung des Tatbestandes komme es nicht darauf an, ob der Aufnehmende und sein Opfer sich im selben Raum befänden oder nicht. Vielmehr spielt es nach Ansicht des BGH keine Rolle, wo sich der Aufnehmende zum Zeitpunkt der Bildaufnahme befindet.
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References: BGH 
 § 201
 BGH 
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 § 201
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