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Timestamp: 2016-10-24 14:23:48+00:00

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9C_853/2014 (23.06.2015)
9C_853/2014 � � Urteil vom 23. Juni 2015
Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Z�rich vom 13. Oktober 2014.
Der 1980 geborene A.________, zuletzt tempor�r arbeitst�tig gewesen, meldete sich am 10. Dezember 2010 bei der Invalidenversicherung (IV) zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle des Kantons Z�rich (fortan: IV-Stelle) f�hrte erwerbliche und medizinische Abkl�rungen durch, namentlich veranlasste sie eine polydisziplin�re Begutachtung durch das Zentrum B.________ (Expertise vom 2. April 2012; Erg�nzung vom 3. Juli 2012). Nach durchgef�hrtem Vorbescheidverfahren sprach die IV-Stelle A.________ mit Verf�gung vom 27. M�rz 2013 eine Viertelsrente mit Wirkung ab 1. Juni 2011 zu (Invalidit�tsgrad von 41 %).
Die hiegegen erhobene Beschwerde wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich mit Entscheid vom 13. Oktober 2014 ab, soweit es darauf eintrat.
A.________ f�hrt Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten und beantragt, in Aufhebung des angefochtenen Entscheids sei ihm ab 1. Juni 2011 eine volle (recte: ganze) Invalidenrente zuzusprechen. Zudem ersucht er um unentgeltliche Rechtspflege (im Sinne der Kostenbefreiung und der unentgeltlichen Verbeist�ndung).
Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Seinem Urteil legt es den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann deren Sachverhaltsfeststellung auf R�ge hin oder von Amtes wegen berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht, und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 i.V.m. Art. 105 Abs. 2 BGG). Eine Sachverhaltsfeststellung ist nicht schon dann offensichtlich unrichtig, wenn sich Zweifel anmelden, sondern erst, wenn sie eindeutig und augenf�llig unzutreffend ist (BGE 132 I 42 E. 3.1 S. 44). Es liegt noch keine offensichtliche Unrichtigkeit vor, nur weil eine andere L�sung ebenfalls in Betracht f�llt, selbst wenn diese als die plausiblere erschiene (vgl. BGE 129 I 8 E. 2.1 S. 9; Urteil 9C_967/2008 vom 5. Januar 2009 E. 5.1).
Diese Grunds�tze gelten auch in Bezug auf die konkrete Beweisw�rdigung (Urteil 9C_535/2014 vom 15. Januar 2015 E. 1.1 mit Hinwei-sen, nicht publ. in: BGE 141 V 25, aber in: SVR 2015 KV Nr. 8 S. 29). Dem kantonalen Versicherungsgericht steht als Sachgericht im Be-reich der Beweisw�rdigung ein erheblicher Ermessensspielraum zu (vgl. BGE 120 Ia 31 E. 4b S. 40). Das Bundesgericht greift auf Beschwerde hin nur ein, wenn das Sachgericht diesen missbraucht, insbesondere offensichtlich unhaltbare Schl�sse zieht, erhebliche Beweise �bersieht oder solche willk�rlich ausser Acht l�sst (BGE 132 III 209 E. 2.1 S. 211; zum Begriff der Willk�r: BGE 140 III 16 E. 2.1 S. 18 f. mit Hinweisen). Inwiefern das kantonale Gericht sein Ermessen miss-braucht haben soll, ist in der Beschwerde klar und detailliert aufzuzeigen (BGE 130 I 258 E. 1.3 S. 261). Auf ungen�gend begr�ndete R�gen oder bloss allgemein gehaltene appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246 mit Hinweis).
Nach W�rdigung der medizinischen Akten ist die Vorinstanz zum Schluss gelangt, das polydisziplin�re Gutachten des Zentrums B.________ vom 2. April 2012 samt erg�nzender Stellungnahme vom 3. Juli 2012, wonach der Beschwerdef�hrer in der bisherigen und in einer adaptierten T�tigkeit 50 % arbeitsf�hig sei, sei voll beweiskr�ftig, weshalb darauf abgestellt werden k�nne. Was den Bericht des lic. phil. C.________ und des Dr. med. D.________ vom 22. April 2013 betreffe, so schildere dieser zwar eindr�cklich die von Gewalt gepr�gte Kindheit des Beschwerdef�hrers. Davon h�tten aber auch die Gutachter des Zentrums B.________ Kenntnis gehabt, welche diesen Umstand bei ihrer Beurteilung bzw. Diagnosestellung ber�cksichtigt h�tten. Zu beachten sei ferner, dass Dr. med. D.________ als behandelnder Psychiater eher zu Gunsten des Beschwerdef�hrers aussagen d�rfte.
3.1.�Der Beschwerdef�hrer r�gt im Wesentlichen, die Gutachter des Zentrums B.________ und die Vorinstanz h�tten die Berichte des Psychiaters Dr. med. E.________ vom 31. Januar 2011 und des lic. phil. C.________ sowie des Dr. med. D.________ vom 22. April 2013 zu Unrecht nicht ber�cksichtigt.
3.1.1.�Ob sich die Expertise mit ersterem Bericht, welcher Bestandteil der Vorakten war, in hinreichender Weise auseinandergesetzt hat, beschl�gt die Frage nach der Beachtung der bundesrechtlichen Anforderungen an den Beweiswert �rztlicher Berichte und Gutachten, die als Rechtsfrage frei zu pr�fen ist (vgl. BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232; Urteil I 974/06 vom 20. Juli 2007 E. 4.1). Was die von den verschiedenen Fachpersonen gestellten, zum Te il divergierenden psychiatrischen Diagnosen betrifft, hat der Psychiater des Zentrums B.________ nachvollziehbar und einleuchtend aufgezeigt, trotz weitgehender �bereinstimmung der aktenm�ssig erw�hnten und den im Rahmen der Begutachtung - mittelseingehenden Gespr�chen an verschiedenen Tagen - erhobenen Befunden gestalte sich eine eindeutige Diagnosestellung sehr schwierig. Der Beschwerdef�hrer zeige ein vielf�ltiges Bild, dessen Symptome mit verschiedenen psychischen Diagnosen vereinbar w�ren, letztlich aber diagnostisch nicht ganz klar erschienen. Deshalb k�nne er sich nicht auf eine einzige psychiatrische Diagnose festlegen. Mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit liege aber eine seit Jahren andauernde psychische St�rung vor, wobei es sich am ehesten um eine kombinierte Pers�nlichkeitsst�rung und um einen Zustand nach posttraumatischer Belastungsst�rung mit residuellen dissoziativen Zust�nden handle. Angesichts dieser transparent kommunizierten diagnostischen Unsicherheiten bzw. Grenzen der Diagnosestellung, welche f�r den Beweiswert dieser Expertise spricht ( SUSANNE BOLLINGER, Der Beweiswert psychiatrischer Gutachten in der Invalidenversicherung, Jusletter vom 31. Januar 2011, Rz. 24 mit Hinweisen), er�brigte sich eine weitergehende Auseinandersetzung mit den von Dr. med. E.________ gestellten Diagnosen. Einzig was die Frage der IV-Stelle zur kritischen W�rdigung vor allem von Diskrepanzen in der Beurteilung der Arbeitsf�higkeit anbelangt, ist die Ausf�hrung des Gutachters angesichts der von Dr. med. E.________ attestierten vollst�ndigen Arbeitsunf�higkeit f�r jegliche T�tigkeiten unzureichend ausgefallen. Dieser Mangel wird in conreto aber dadurch geheilt, dass sich die Diskrepanz mit Blick auf das psychiatrische Teilgutachten und den Bericht des behandelnden Psychiaters ohne Weiteres aufl�st: Diese gr�ndet n�mlich darin, dass der Gutachter - anders als Dr. med. E.________ - auf den ausgeglichenen Arbeitsmarkt Bezug genommen hat, welcher auch Stellen offenh�lt, die den Defiziten des Beschwerdef�hrers (u.a. mangelnde Stressresistenz) Rechnung tragen. Folglich zu Recht hat das kantonale Gericht dem polydisziplin�ren Gutachten vom 2. April 2012 vollen Beweiswert zuerkannt.
3.1.2.�Betreffend den Bericht des lic. phil. C.________ und des Dr. med. D.________ vom 22. April 2013, welcher erst nach Erlass der angefochtenen Verf�gung erstellt wurde und gem�ss kantonalem Gericht den Beweiswert der Expertise nicht mindert, vermag der Beschwerdef�hrer keine offensichtlich unrichtige oder gar willk�rliche Beweisw�rdigung der Vorinstanz darzutun: Wie das kantonale Gericht zutreffend darlegte, worauf verwiesen werden kann, hatten die Gutachter des Zentrums B.________ von der (im besagten Bericht geschilderten) schwierigen Kindheit des Beschwerdef�hrers Kenntnis und ber�cksichtigten sie entsprechend. Mit anderen Worten wurden im Bericht vom 22. April 2013 keine objektiv feststellbaren Gesichtspunkte vorgebracht, welche im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungew�rdigt geblieben waren und die geeignet sind, zu einer anderen Beurteilung zu f�hren. Allein die in masslicher Hinsicht abweichende Einsch�tzung der Arbeitsunf�higkeit vermag ein Administrativgutachten nicht in Zweifel zu ziehen (Urteil 9C_830/2007 vom 29. Juli 2008 E. 4.3 mit Hinweisen, publ. in: SVR 2008 IV Nr. 62 S. 203).
3.2.�Bei den �brigen Einw�nden beschr�nkt sich der Beschwerdef�hrer in rein appellatorischer Weise darauf, den Erw�gungen des kantonalen Gerichts seine eigene Sicht der Dinge entgegenzusetzen, was nicht gen�gt (BGE 140 V 405 E. 4.1 S. 414; Urteil 9C_688/2007 vom 22. Januar 2008 E. 2.3 i.f.). Mithin ist darauf nicht einzutreten (E. 1 hievor).
3.3.�Eingliederungsmassnahmen waren weder im vorinstanzlichen noch im bundesgerichtlichen Verfahren Streitgegenstand. Dennoch sei an dieser Stelle Folgendes angemerkt: Auffallend ist das Unterlassen von beruflichen Eingliederungsbem�hungen bei diesem jungen Versicherten, der schon bei der Anmeldung den klaren Wunsch �usserte, wieder in der Berufswelt Fuss fassen zu k�nnen. Es steht dem Beschwerdef�hrer jederzeit zu, sich erneut bei der Invalidenversicherung zwecks Integrations- bzw. beruflichen Massnahmen zu melden.
Die Invalidit�tsbemessung wird nicht bestritten. Es besteht kein Anlass zu einer n�heren Pr�fung. Damit muss es mit der verf�gten, vorinstanzlich best�tigten Viertelsrente sein Bewenden haben.
Nach Art. 64 Abs. 1 BGG wird einer Partei die unentgeltliche Rechtspflege nur gew�hrt, wenn sie bed�rftig ist und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint. Prozessbegehren sind als aussichtslos anzusehen, wenn die Gewinnaussichten betr�chtlich geringer sind als die Verlustgefahren, so dass eine Partei, die �ber die n�tigen finanziellen Mittel verf�gt, bei vern�nftiger �berlegung von einem Prozess absehen w�rde (BGE 129 I 129 E. 2.3.1 S. 135, 128 I 225 E. 2.5.3 S. 236 mit Hinweis). Vorliegend sind die Gewinnaussichten eingedenk dessen, dass der Beschwerdef�hrer im Wesentlichen auf Berichte behandelnder �rzte mit teilweise abweichenden Einsch�tzungen der Arbeits (un) f�higkeit verweist und im �brigen weitgehend appellatorische Kritik �bt, betr�chtlich geringer als die Verlustgefahren anzusehen. Folglich ist das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege im letztinstanzlichen Verfahren bereits infolge Aussichtslosigkeit abzuweisen.

References: Art. 95
 Art. 105
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 64