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Timestamp: 2020-01-19 07:52:25+00:00

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Die »Alternative für Deutschland«: für Christen wählbar? - Seite 3 - Kreuzgang
Beitrag von ar26 » Donnerstag 22. September 2016, 10:44
Frau Bellmann, die aus meiner Gegend kommt, redet schon seit langer Zeit so. Hier gilt es zu beachten, daß sie einen Wahlkreis hat, den auch die AfD gewinnen könnte...
Beitrag von DarPius » Donnerstag 22. September 2016, 10:48
Dann soll man der Dame vielleicht das nahelegen
Beitrag von Juergen » Donnerstag 22. September 2016, 10:49
Juergen hat geschrieben: Thomas sagt, daß man immer seinem Gewissen folgen muß.
Das bedeutet aber nicht, daß man dann automatisch immer richtig handelt. Das Gewissen kann auch irren.
St. Thomas v. A. sagt aber nicht, dass es die einzige Pflicht sei, dem Gewissen zu folgen…
Thomas sagt, daß es immer schlecht ist, gegen sein Gewissen zu handeln. (S. th. I-II, q 19 a. 5). Das bedeutet umgekehrt, daß man seinem Gewissen immer folgen muß. Dadurch wird freilich die Handlung nicht automatisch gut.
Ich widerspreche nicht der Aussage "Das bedeutet umgekehrt, daß man seinem Gewissen immer folgen muß." Ich widerspreche bloß der Idee, das Gewissen sei die höchste Instanz, sowie insbesondere die Idee, "für einen Katholiken" sei das Gewissen die höchste Instanz. Selbst ein irrender Katholik kommt wohl kaum auf die Idee, Gott sei nicht die höchste Instanz. Zweifelt er nun selbst an Gott oder den Geboten und sein Gewissen rät ihm, etwa die Reichen zu bestehlen, um den Reichtum an die Armen zu verteilen, dann muss er das zwar tun, wie St. Thomas v. A. erläutert, sein Gewissen wird dadurch aber nicht zur höchsten Instanz. Tatsächlich täuscht ihn sein Gewissen, und Gott ist immer noch die höchste Instanz, obwohl der Getäuschte die höchste Instanz nicht mehr sehen kann.
Damit sind wir uns einig.
DarPius hat geschrieben: Dann soll man der Dame vielleicht das nahelegen
Daß eine Partei erst Schmuddelkind ist und später doch mit ihr zusammengearbeitet wird, obwohl das für immer und ewig ausgeschlossen wurde, haben wird in den 8ern bei den Grünen und seit den 9ern bei der Linkspartei gesehen. … Und ab 22 gibt es dann Koalitionen mit der AfD, weil ein anderes, neues Schmuddelkind sich anschickt, Wählerstimmen zu bekommen.
Beitrag von ar26 » Donnerstag 22. September 2016, 14:57
Die Seite und ihren Initiator dürfte die Abgeordnete sehr gut kennen. Bei uns in Sachsen ist die Welt manchmal recht klein...
Beitrag von Caviteño » Donnerstag 22. September 2016, 15:20
Juergen hat geschrieben: Daß eine Partei erst Schmuddelkind ist und später doch mit ihr zusammengearbeitet wird, obwohl das für immer und ewig ausgeschlossen wurde, haben wird in den 80ern bei den Grünen und seit den 90ern bei der Linkspartei gesehen. … Und ab 2020 gibt es dann Koalitionen mit der AfD, weil ein anderes, neues Schmuddelkind sich anschickt, Wählerstimmen zu bekommen.
Ich tippe auf 2018 und Bayern.
Falls die CSU - wie es im Augenblick aussieht - nicht die absolute Mehrheit halten kann, dürfte sie einer Koalition mit der AfD weniger abgeneigt sein als mit der SPD oder gar den Grünen. Ob die FDP und/oder die Freien Wähler es in den Landtag schaffen, ist auch noch nicht klar.
Außerdem hat die CSU es leichter, weil sie eine kleine eigenständige Partei ist und nur über die Fraktionsgemeinschaft im Bundestag mit der Merkel-CDU verbunden ist. Merkel kann ihr also keine Vorschriften machen. Voraussetzung ist natürlich, daß die CSU auch der nächsten Merkel-Regierung angehört. Sollte sie eine Regierungsbeteiligung ablehnen, werden die Karten neu gemischt.
Beitrag von CIC_Fan » Donnerstag 22. September 2016, 18:20
Schon ein Problem in dem rechten Sammelsurium AFD
https://philosophia-perennis.com/216/ ... schneider/
Beitrag von Raphael » Donnerstag 22. September 2016, 18:57
CIC_Fan hat geschrieben: Schon ein Problem in dem rechten Sammelsurium AFD
Dieser Hinweis ist dann besonders witzig, wenn er von einem FSSPX'ler kommt; mithin aus einem Umfeld, in dem jahrelang Richard Williamson sein Unwesen getrieben hat!
Beitrag von CIC_Fan » Donnerstag 22. September 2016, 19:07
Setzen themverfehlung nicht genügend
1.) den hinweis gubt der der ihn findet
2.) Das hat weder mit der FSSPX zutun, noch mit Mgr Williamsom
3.) Was Du hier versuchst ist Sippenhaftung so gesehen bist du im selben Eck wie Mgr Williamson
4.) Wenn wir diesen Maßstab anlegen dürfte jemand der sich im nachkonziliarem Irrenhaus herumtreibt auch nicht zur FSSPX äussern
Beitrag von Niels » Donnerstag 22. September 2016, 19:14
Herr Dr. Berger ist eine lupenreiner Gewährsmann.
PS. Heist der jetzt "Nerstheimer" oder "Nersheimer"?
Beitrag von Raphael » Donnerstag 22. September 2016, 20:29
CIC_Fan hat geschrieben: Setzen themverfehlung nicht genügend
Es wird lediglich versucht, Dir klarzumachen, daß Du mit dem gleichen Dreck um Dich wirfst, mit dem damals die FSSPX beworfen worden ist!
Deine politischen Überzeugungen erscheinen daher wichtiger für Dich zu sein, als der katholische Glaube, dem Du vorgeblich anhängst.
Beitrag von Christian » Donnerstag 22. September 2016, 21:12
ausser homophobie, welche Vorwürfe gibt es noch ? Homophob ist doch fast jeder in der heutigen Zeit.
Beitrag von umusungu » Donnerstag 22. September 2016, 21:25
Christian hat geschrieben: ausser homophobie, welche Vorwürfe gibt es noch ? Homophob ist doch fast jeder in der heutigen Zeit.
Homophobie ist verfassungsfeindlich.
Beitrag von Christian » Donnerstag 22. September 2016, 21:32
Es ist aber auch ein Wort das viel zu oft verwendet wird um jemanden mundtot zu machen. Damit wäre jeder verfassungsfeindlich der gewisse sexuelle Praktiken nicht mag, ablehnt oder ekelig findet und damit meine ich nicht nur homosexuelle Praktiken.
Beitrag von Sempre » Donnerstag 22. September 2016, 22:15
Ja, die Äußerung gesunden Ekels vor der Sodomie ist im Reich des Antichristen ein Verbrechen mit Verfassungsrang. Dennoch lassen sich – Gott sei Dank – viele Mitbürger davon nicht beeindrucken, denn sie suchen nicht dem Antichristen zu gefallen.
Beitrag von umusungu » Donnerstag 22. September 2016, 22:26
Sempre hat geschrieben: Ja, die Äußerung gesunden Ekels vor der Sodomie ist im Reich des Antichristen ein Verbrechen mit Verfassungsrang. Dennoch lassen sich – Gott sei Dank – viele Mitbürger davon nicht beeindrucken, denn sie suchen nicht dem Antichristen zu gefallen.
Ich empfehle Dir ein intensives Studium der lehramtlichen Aussagen, in denen ich keinerlei Ekel entdecken kann.
Beitrag von Edi » Donnerstag 22. September 2016, 23:12
Die lehramtlichen Aussagen befassen sich doch gar nicht mit solchen praktischen Details. Die heben nur darauf ab, daß jeder Mensch, egal ob er auf dem Gebiet sündigt oder nicht, eine gewisse Würde hat, die man ihm nicht absprechen darf und das sicher auch in Bezug auf unsere Nazi-Vergangenheit und den damaligen Umgang mit den betreffenden Personen. Wenn man geschmackliche Fragen hier einbeziehen würde, würde sicher so mancher sagen, er sehe das auch als widernatürlich an. Das ist der Begriff, den übrigens auch Paulus gebraucht.
Beitrag von DarPius » Donnerstag 22. September 2016, 23:42
Edi hat geschrieben: Die lehramtlichen Aussagen befassen sich doch gar nicht mit solchen praktischen Details.
Nicht so ganz. Wenn das Lehramt verbietet, "homosexuelle Praktiken" zu billigen, dann muss man sich doch etwas darunter vorstellen, oder? Ich _MUSS_ doch wissen und verstehen, was ich abzulehnen habe.
Beitrag von ar26 » Donnerstag 22. September 2016, 23:44
Es wäre besser vor einer Auslegung der Verfassung diese zunächst zu studieren. Vielleicht solltest Du Dich nach Deiner Pensionierung in Ius inskribieren. Seinerzeit hat beispielsweise niemand den § 175 StGB für verfassungsfeindlich erachtet. Überdies ist die sexuelle Orientierung gerade nicht vom Gleichheitsgebot nach Art. 3 GG geschützt. Geschützt nach Art. 4 und Art. 6 GG sind hingegen Kinder vor der Belästigung mit homosexuellen Themen im Schulunterricht. Hier allerdings wird die Verfassung permanent verletzt.
Überdies ist das Schlagwort Homophobie irreführend. Jedermann in der Bundesrepublik ist durch das Strafgesetz geschützt. Art. 2 GG gewährt zudem jedermann das Recht in seinem Kämmerlein zu tun und zu lassen, was er will. Das genügt aber manchen offensichtlich nicht.
Beitrag von Hubertus » Freitag 23. September 2016, 06:08
"ARD-Deutschlandtrend": AfD legt weiter zu, Union und SPD verlieren an Zustimmung.
http://www.handelsblatt.com/politik/deu ... 9118.html
Beitrag von Niels » Freitag 23. September 2016, 06:24
ar26 hat geschrieben: Art. 2 GG gewährt zudem jedermann das Recht in seinem Kämmerlein zu tun und zu lassen, was er will.
Gilt das auch für die Hängematte Deines Kartellbruders?
Beitrag von Niels » Freitag 23. September 2016, 06:29
Hubertus hat geschrieben: "ARD-Deutschlandtrend": AfD legt weiter zu, Union und SPD verlieren an Zustimmung.
Trotz dieser Frau Petri.
Um mit Ovi zu sprechen: 217 wird nicht nur für Lutheraner spannend.
Beitrag von Raphael » Freitag 23. September 2016, 09:35
Beim Hl. Augustinus kann jedermann jedoch einen sehr venünftigen Haß auf die Sünde entdecken.
Und sein Wort ist wesentlich für die katholische Lehre!
Beitrag von Niels » Freitag 23. September 2016, 10:13
Ist der hl. Augustinus Mitglied bei der AfD?
Beitrag von Raphael » Freitag 23. September 2016, 10:29
Niels hat geschrieben: Ist der hl. Augustinus Mitglied bei der AfD?
AfD steht doch für Augustinus für Deutschland!
Beitrag von CIC_Fan » Freitag 23. September 2016, 11:06
es erübrigt sich jede weitere Diskussion
Beitrag von CIC_Fan » Freitag 23. September 2016, 11:08
ich stelle fest was zu lesen ist nicht mehr und nicht weniger
diese bunte Truppe hat die ersten Probleme mit dem Sammelsurium aus dem sie besteht die zersplitterung ist nur eine Frage der Zeit
Beitrag von Caviteño » Freitag 23. September 2016, 11:27
CIC_Fan hat geschrieben: ich stelle fest was zu lesen ist nicht mehr und nicht weniger
Der Platz an den Futtertrögen schweißt zusammen, da werden unterschiedliche Meinungen schon mal "glattgebügelt" - man will schließlich erneut gewählt werden.
Die immer wieder beschworene Zersplitterung dürfte sich mehr als "Pfeifen im Wald" herausstellen, mit dem man die Angst vor den Wahlverlusten vertreiben will. Bisher haben die innerparteilichen Grabenkämpfe der AfD nicht geschadet - ganz im Gegenteil. So etwas kann man von den Altparteien nicht sagen. Diese haben den Weg mit ihrem Drang, die "gesellschaftliche Mitte" (was immer das sein mag) zu gewinnen, ganze Bevölkerungsgruppen politisch vernachlässigt und eine Partei rechts von der CDU ermöglicht.
Wenn Du Dich über die AfD beschwerst, wende Dich an Frau Merkel. Ohne ihre unverantwortliche Öffnung der Grenze hätte die AfD nicht ihre letzten Erfolge erzielt und zweistellige Ergebnisse erreicht. Die AfD sollte überlegen, ob sie Frau Merkel nicht die Ehrenmitgliedschaft für die besondere Förderung der Partei anträgt.
Beitrag von CIC_Fan » Freitag 23. September 2016, 12:10
nicht wenn es sich wie in der AfD um "Überzeugungstäter" handelt die NPD die Republikaner die DVU die haben alle gezeigt was mit solchen Gruppen von missionarischen Selbstdarstellern passiert
Beitrag von Raphael » Sonntag 25. September 2016, 07:45
Ein "Schmuddelkind", das früher 'mal 26 Jahre SPD-Mitglied war, berichtet aus seinem Leben als Ratsherr in Essen:
Guido Reil bei Markus Lanz!
Beitrag von Caviteño » Sonntag 25. September 2016, 08:32
CIC_Fan hat geschrieben: nicht wenn es sich wie in der AfD um "Überzeugungstäter" handelt die NPD die Republikaner die DVU die haben alle gezeigt was mit solchen Gruppen von missionarischen Selbstdarstellern passiert
Keine von den von Dir erwähnten Parteien hatte einen solchen Erfolg wie die AfD. Selbst die Republikaner haben bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg keine 10% erreicht. Sie wurden erst nach zwei Legislaturperioden nicht mehr gewählt, weil sich die Politik damals zu der Änderung des Asylrechts durchgerungen hat.
Diesmal ist die Lage aber anders. Zwar versucht man auch - halbherzig - dem Zustrom Herr zu werden; allerdings sind die heutigen Zahlen nicht mit der damaligen Zuwanderung vergleichbar. Die sog. "Flüchtlinge" werden noch auf lange Zeit das Stadtbild bestimmen. Damals gab es auch noch keinen islamischen Terror in dem Umfang, wie er heute leider üblich ist. Last but not least: Wie sollen denn über eine Million Menschen ohne oder nur mit kaum verwertbarer Berufsausbildung in den Arbeitsmarkt "integriert" werden? Wie sollen die Sozialkosten ohne Steuererhöhung bezahlt werden? Selbst die Kanzlerin räumt inzwischen ein, daß ihre desaströse Entscheidung eine Generationenaufgabe sei.
Die Themen werden also der AfD nicht ausgehen und "missionarische Selbstdarsteller" wirst Du auch in der CDU finden, wenn Merkel ist einmal abgetreten ist. Dann wird sich doch jeder profilieren wollen, der meint, er könne den Vorsitz des Kanzlerwahlvereins übernehmen.
Die Vergangenheit zeigt: Kohl war auch nicht unumstritten, mußte sich nicht nur gegen die CSU unter Strauß, sondern auch z.B. gegen Biedenkopf und Geissler wehren. Die berühmte Troika der SPD (Scharping, Schröder, Lafontaine) bestand nur aus Selbstdarstellern. Profilierte Einzelpersonen sind wahrlich kein Grund den Zerfall einer Partei anzunehmen, die es bis zu den Futtertrögen geschafft hat.
Beitrag von CIC_Fan » Sonntag 25. September 2016, 10:40
Richtig keine dieser Splitter Parteien hatte diesen Erfolg daher kracht es bei der AfD wahrscheinlich erst nach der Bundestagswahl man will doch ein Mandat und dann bricht man alle >Rekorde als Selbstdarsteller
Beitrag von Fridericus » Sonntag 25. September 2016, 11:36
CIC_Fan hat geschrieben: Richtig keine dieser Splitter Parteien hatte diesen Erfolg daher kracht es bei der AfD wahrscheinlich erst nach der Bundestagswahl man will doch ein Mandat und dann bricht man alle >Rekorde als Selbstdarsteller
Aha. Wie schön, dass Du jetzt die von Dir prognostizierte "Zersplitterung" und "Selbstzerlegung" der AfD bis zu den nächsten Bundestagswahlen verschoben hast...
Du hast noch nicht richtig erklären können, wieso ein "Sammelsurium" in einer Partei zwangsläufig schlecht sein soll (Stichwort Sammelpartei, von denen es nun ja genug gibt, die seit Jahrzehnten existieren).

References: § 175
 Art. 3
 Art. 4
 Art. 6
 Art. 2
 Art. 2