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Timestamp: 2016-10-21 09:20:19+00:00

Document:
8C_401/2010 (19.11.2010)
8C_401/2010
G.________, vertreten durch die Rechtsanw�lte Daniel Staffelbach / Saskia Cruchon, Walder Wyss & Partner AG,
Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug vom 11. M�rz 2010.
G.________, geboren 1957, war seit Mai 1984 als Finanzberater f�r die Versicherungs-Gesellschaft "Y.________" (sowie f�r die "X.________") t�tig und in dieser Eigenschaft bei der genannten Versicherungs-Gesellschaft (nachfolgend: "Y.________") obligatorisch gegen die Folgen von Unf�llen versichert. Nach einer Heckauffahrkollision vom 27. September 2000 mit einer kollisionsbedingten Geschwindigkeits�nderung von 5,6 bis 7,9 km/h erbrachte die "Y.________" f�r die Folgen einer Distorsion der Halswirbels�ule (HWS) die gesetzlichen Leistungen gem�ss UVG, bevor sie Heil-behandlung und Taggeld per 31. Juli 2003 einstellte und den Fall folgenlos abschloss (letztinstanzlich best�tigt durch Urteil 8C_131/2010 vom 8. April 2010).
Am 13. April 2004 meldete sich G.________ wegen seit 27. September 2000 geklagten Gesundheitsst�rungen ("mittelschwere neuropsychologische Beeintr�chtigung [und] schwere R�ckenbeschwerden" bei der IV-Stelle Zug zum Leistungsbezug an. Nach erwerblichen und medizinischen Abkl�rungen verneinte die IV-Stelle bei einem ermittelten Invalidit�tsgrad von 30 % einen Anspruch auf eine Invalidenrente (Verf�gung vom 20. Oktober 2008).
Die hiegegen erhobene Beschwerde des G.________ wies das Verwaltungsgericht des Kantons Zug mit Entscheid vom 11. M�rz 2010 ab.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten l�sst G.________ unter Aufhebung des angefochtenen Gerichtsentscheids und der Verf�gung vom 20. Oktober 2008 beantragen, ihm sei ab 1. April 2003 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen. Eventualiter sei die Sache zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
1.2 Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG), und kann deren Sachverhaltsfeststellung von Amtes wegen nur berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG).
Die konkrete Beweisw�rdigung betrifft eine Tatfrage (nicht publ. E. 1 des Urteils BGE 135 V 306; Urteil 8C_310/2009 vom 24. August 2009 E. 4.1). Vom Bundesgericht zu korrigierende Rechtsverletzungen im Sinne von Art. 95 lit. a BGG (SEILER/VON WERDT/G�NGERICH, Kommentar zum Bundesgerichtsgesetz, Bern 2007 N 24 zu Art. 97; Urteil 9C_453/2010 vom 3. September 2010 E. 1.2) sind die unvollst�ndige (gerichtliche) Feststellung der rechtserheblichen Tatsachen, die Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes als einer wesentlichen Verfahrensvorschrift (Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG; BGE 130 V 6 E. 5.2.5 S. 68 f.) sowie die Missachtung der Anforderungen an den Beweiswert �rztlicher Berichte (BGE 134 V 231 E. 5.1 S. 232; Urteil 8C_945/2009 vom 23. September 2010 E. 1.2).
Die Vorinstanz hat die f�r den streitigen Anspruch auf eine Invalidenrente massgeblichen Rechtsgrundlagen - unter Ber�cksichtigung der intertemporalrechtlichen Fragen, die sich aufgrund des am 1. Januar 2003 in Kraft getretenen ATSG sowie der per 1. Januar 2004 mit der 4. IV-Revision und per 1. Januar 2008 mit der 5. IV-Revision in Kraft getretenen �nderungen ergeben (BGE 132 V 215 E. 3.1.1 S. 220, 130 V 445; vgl. auch Urteil 8C_362/2009 vom 14. Dezember 2009 E. 2) - zutreffend dargelegt. Gleiches gilt f�r die Ausf�hrungen zu den im Rahmen der 5. IV-Revision unver�ndert gebliebenen Grundlagen �ber die Erwerbsunf�higkeit (bis 31. Dezember 2007 Art. 7 ATSG, seit 1. Januar 2008 Art. 7 Abs. 1 ATSG; zu Art. 7 Abs. 2 ATSG vgl. BGE 135 V 215), die Invalidit�t (Art. 8 Abs. 1 ATSG; Art. 4 Abs. 1 IVG) sowie die Voraussetzungen und den Umfang des Rentenanspruchs (bis 31. Dezember 2007 Art. 28 Abs. 1 IVG, seit 1. Januar 2008 Art. 28 Abs. 2 IVG; vgl. auch Urteil 8C_362/2009 E. 3.1). Richtig sind zudem die Hinweise zur Bestimmung des Invalidit�tsgrades nach der Einkommensvergleichsmethode (Art. 16 ATSG, Art. 28 Abs. 2 IVG; BGE 130 V 343 E. 3.4 S. 348 f. mit Hinweisen), zur Aufgabe des Arztes oder der �rztin bei der Invalidit�tsbemessung (vgl. auch BGE 132 V 93 E. 4 S. 99 f. mit Hinweisen) sowie zum Beweiswert und zur Beweisw�rdigung von medizinischen Berichten und Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3 S. 352 ff.). Darauf wird verwiesen.
4.1 Das kantonale Gericht hat die gesamte Aktenlage pflichtgem�ss gew�rdigt. Mit einl�sslicher und nachvollziehbarer Begr�ndung, worauf verwiesen wird (Art. 109 Abs. 3 BGG), hat es in tats�chlicher Hinsicht f�r das Bundesgericht grunds�tzlich verbindlich festgestellt, dass dem Versicherten nach Massgabe der voll beweiskr�ftigen (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352) polydisziplin�ren Expertise des Zentrums M.________ vom 28. Februar 2006 die Aus�bung der angestammten T�tigkeit als Finanzberater trotz gesundheitlicher Beeintr�chtigungen bei einer Arbeitsf�higkeit von 70 % zumutbar ist.
4.2 Die Beweisw�rdigung ist nicht zu beanstanden. Der Beschwerdef�hrer legt nicht dar und es sind keine Anhaltspunkte daf�r ersichtlich, dass die Vorinstanz den massgebenden Sachverhalt mit Blick auf Art. 97 Abs. 1 BGG offensichtlich unrichtig oder in Verletzung von Bundesrecht im Sinne von Art. 95 lit. a BGG festgestellt h�tte. Es steht aktenkundig fest, dass Versicherte nicht nur vor dem Unfall vom 27. September 2000, sondern auch danach seine Arbeitskraft wirtschaftlich �usserst erfolgreich verwertet hat und beispielsweise bei der K.________ & Partner AG mit einem Pensum von zwanzig Wochenarbeitsstunden ab Januar 2004 trotz der geklagten Gesundheitsst�rungen gem�ss angefochtenem Entscheid ein exorbitantes Einkommen von Fr. 60'000.- pro Monat bzw. Fr. 720'000.- pro Jahr zu erzielen vermochte. Was der Beschwerdef�hrer gegen die festgestellte Restarbeitsf�higkeit von 70 % in seiner angestammten T�tigkeit vorbringt, ist offensichtlich unbegr�ndet und widerspricht auch seinen eigenen Angaben laut neurologischem Gutachten des Dr. med. O.________ vom 4. August 2003. Bei gegebener Aktenlage hat das kantonale Gericht zu Recht - insbesondere ohne Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes oder anderer bundesrechtlicher Vorschriften - in antizipierter Beweisw�rdigung (dazu BGE 131 I 153 E. 3 S. 157, 124 V 90 E. 4b S. 94) auf weitere Beweismassnahmen verzichtet.
Die Vorinstanz hat sodann zutreffend erkannt und basierend auf der anwendbaren Rechtsprechung �berzeugend dargelegt, weshalb - auch unter Ber�cksichtigung des vom Beschwerdef�hrer in Auftrag gegebenen "Gutachtens zu Besch�ftigungs- und Lohnaussichten eines Finanzberaters" der Firma N.________ & Partner AG in vom 6. April 2009 - unter den gegebenen Umst�nden der Invalidit�tsgrad nach dem Prozentvergleich (zu dessen Zul�ssigkeit vgl. BGE 114 V 310 E. 3a S. 312; 104 V 135 E. 2b S. 137; vgl. auch Urteil 9C_100/2010 vom 23. M�rz 2010 E. 2.1) zu ermitteln ist, so dass eine invalidit�tsbedingte Erwerbseinbusse von 30 % resultiert, welche keinen Anspruch auf eine Invalidenrente begr�ndet. Das kantonale Gericht hat festgestellt, dass der Versicherte 2003 - also nach Eintritt des Gesundheitsschadens - ein Einkommen von insgesamt Fr. 677'860.- erzielte, welches um rund Fr. 120'000.- �ber dem unbestrittenen Valideneinkommen lag. Der Beschwerdef�hrer behauptet nicht - und es fehlen entsprechende Anhaltspunkte daf�r -, dass es seither zu einer erheblichen und dauerhaften Verschlechterung seines Gesundheitszustandes gekommen sei. Unter diesen Umst�nden hat die Vorinstanz in Bezug auf das trotz des Gesundheitsschadens zumutbarerweise erzielbare Einkommen (Invalideneinkommen) zu Recht nicht auf den Lohn abgestellt, mit welchem sich der Versicherte aus invalidit�tsfremden Gr�nden seit 1. August 2007 als "Mitarbeiter Hauswartung" im Rahmen eines Pensums von 50 % begn�gt. Soweit das kantonale Gericht schliesslich unter Ber�cksichtigung aller in Betracht fallenden Merkmale (BGE 126 V 75 E. 5b/bb i.f. S. 80) zus�tzlich einen eher grossz�gig bemessenen Abzug von 10 % zuliess und sodann einen Invalidit�tsgrad von 37 % (= [1-0,7 x 0,9] x 100 %) errechnete, ist die Ermittlung der invalidit�tsbedingten Erwerbseinbusse jedenfalls weder als rechtsfehlerhaft noch sonstwie als bundesrechtswidrig zu beanstanden.

References: Art. 95
 BGE 
 Art. 95
 Art. 97
 Art. 61
 BGE 
 Art. 7
 Art. 7
 Art. 7
 BGE 
 Art. 4
 Art. 28
 Art. 28
 Art. 28
 BGE 
 BGE 
 Art. 97
 Art. 95
 BGE 
 BGE