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Timestamp: 2016-10-25 08:35:32+00:00

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130 II 51446. Auszug aus dem Urteil der II. �ffentlichrechtlichen Abteilung i.S. X. gegen SRG SSR id�e suisse Schweizerische Radio- und Fernseh-gesellschaft sowie Unabh�ngige Beschwerdeinstanz f�r Radio und Fernsehen (Verwaltungsgerichtsbeschwerde)
Art. 103 let. a OJ; art. 63 al. 1 let. a et b LRTV; qualit� pour recourir dans la proc�dure devant l'autorit� ind�pendante d'examen des plaintes en mati�re de radio-t�l�vision et devant le Tribunal f�d�ral (conf�rence de presse de personnes masqu�es concernant le Forum �conomique mondial de Davos). La qualit� pour recourir contre les d�cisions de l'autorit� ind�pendante d'examen des plaintes en mati�re de radio-t�l�vision est r�gie par l'art. 103 let. a OJ et ne r�sulte pas du fait d'avoir particip�, dans le cadre d'une plainte populaire, � la proc�dure devant l'autorit� inf�rieure (consid. 1-2.2). Confirmation de la jurisprudence selon laquelle les associations de t�l�spectateurs ou leurs organes peuvent saisir l'autorit� ind�pendante d'examen des plaintes en mati�re de radio-t�l�vision par la voie de la plainte populaire, mais n'ont en principe pas qualit� pour former un recours de droit administratif au Tribunal f�d�ral (consid. 2.3). Faits � partir de page 515
X. und zwanzig Mitunterzeichner gelangten hiergegen am 16. M�rz 2004 an die Unabh�ngige Beschwerdeinstanz f�r Radio und Fernsehen (im Weiteren: Beschwerdeinstanz oder UBI). Diese wies ihre Beschwerde am 14. Mai 2004 ab, da ein Interesse des Publikums daran bestanden habe, "etwas in direkter Weise �ber die vermummten WEF-Gegner zu erfahren". Zwar w�re es aufschlussreich gewesen, so die Beschwerdeinstanz, vertiefte Informationen �ber das "Revolution�re B�ndnis" und das Selbstverst�ndnis von militanten WEF-Gegnern zu erhalten, doch habe sich die Nachrichtensendung "10 vor 10" durch "ihre etwas unkritische und wenig vertiefende bzw. erhellende Berichterstattung und die damit verbundene Beschr�nkung auf die Wiedergabe der wesentlichen Fakten im Zusammenhang mit der Pressekonferenz [...] weder auf die Seite der militanten WEF-Gegner geschlagen" noch habe "sie sich als Sprachrohr f�r diese missbrauchen" lassen.
1. Der Entscheid der Unabh�ngigen Beschwerdeinstanz f�r Radio und Fernsehen �ber die rundfunkrechtliche Konformit�t einer Sendung kann mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde angefochten werden (Art. 65 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 21. Juni 1991 �ber BGE 130 II 514 S. 516Radio und Fernsehen [RTVG; SR 784.40]). Die Beschwerdebefugnis richtet sich dabei ausschliesslich nach Art. 103 OG und ergibt sich nicht bereits aus der Beteiligung am vorinstanzlichen Verfahren (BGE 123 II 115 E. 2a S. 117; BGE 121 II 359 E. 1a S. 361, BGE 121 II 454 E. 1a S. 455). Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen Entscheide der Unabh�ngigen Beschwerdeinstanz kann demnach nur f�hren, wer durch den angefochtenen Entscheid ber�hrt ist und ein schutzw�rdiges Interesse an dessen Aufhebung oder �nderung hat. Der Beschwerdef�hrer muss am Verfahren vor der Unabh�ngigen Beschwerdeinstanz beteiligt gewesen sein (formelle Beschwer; vgl. BGE 123 II 115 E. 2a S. 117) und zur Streitsache in einer besonderen, beachtenswert nahen Beziehung stehen (vgl. BGE 121 II 176 E. 2a S. 177 f.; DENIS BARRELET, Droit de la communication, Bern 1998, Rz. 767; MARTIN DUMERMUTH, Rundfunkrecht, in: Koller/M�ller/Rhinow/Zimmerli, Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht, Basel/Frankfurt a.M. 1996, Rz. 483; GABRIEL BOINAY, La contestation des �missions de la radio et de la t�l�vision, Porrentruy 1996, Rz. 570). Es ist indessen nicht erforderlich, dass er bereits vor der UBI als Betroffener aufgetreten ist, d.h. als Zuschauer, der in einer "enge[n] Beziehung zum Gegenstand einer oder mehrerer Sendungen" steht (vgl. Art. 63 Abs. 1 lit. b RTVG; BGE 123 II 115 E. 2a S. 117; BGE 115 Ib 387 E. 1b S. 389 letzter Satz). Auch der Popularbeschwerdef�hrer (Art. 63 Abs. 1 lit. a RTVG), der die Voraussetzungen von Art. 103 lit. a OG erf�llt, kann zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde legitimiert sein (vgl. BGE 121 II 359 E. 1 S. 361 f.). Zwar wird ihm in der Regel die erforderliche Beziehungsn�he zur Sendung und zur Streitsache fehlen (vgl. BGE 121 II 359 E. 1b/cc S. 362; BGE 114 Ib 200 E. 1b S. 202), doch ist die Frage jeweils im Einzelfall zu pr�fen (BGE 123 II 115 E. 2a S. 117).
2. 2.1 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, er sei als Gesch�ftsf�hrer und Sprecher des "Medien-Forums" durch den beanstandeten Beitrag ber�hrt: Dieses bezwecke im Namen seiner Mitglieder, sich "mit Nachdruck f�r eine ausgewogene und faire Berichterstattung einzusetzen und Missbr�uche zu bek�mpfen". Bei der Pr�fung der Legitimationsvoraussetzungen m�ssten f�r Popularbeschwerden andere Massst�be gelten als f�r Betroffenenbeschwerden, da das Bundesgericht von Popularbeschwerdef�hrern sonst praktisch nicht angerufen werden k�nne. Aufgrund seiner Funktionen beim "Medien-Forum" sei er, der Beschwerdef�hrer, verantwortlich BGE 130 II 514 S. 517daf�r, dass dessen statutarischen Zwecke eingehalten w�rden, was f�r seine Beschwerdelegitimation gen�ge. Dem ist nicht so:
2.2 2.2.1 Der Beschwerdef�hrer ist im Rahmen einer Popularbeschwerde im Sinne von Art. 63 Abs. 1 lit. a RTVG an die Unabh�ngige Beschwerdeinstanz gelangt. Danach ist bei dieser - und nur bei dieser - beschwerdebefugt, wer im Beanstandungsverfahren vor der Ombudsstelle beteiligt war, mindestens 18 Jahre alt ist, �ber das Schweizerb�rgerrecht oder als Ausl�nder �ber eine Niederlassungs- oder Aufenthaltsbewilligung verf�gt und eine Beschwerde einreicht, die von mindestens 20 weiteren Personen unterst�tzt wird, die ihrerseits beschwerdebefugt w�ren, h�tten sie sich an die Ombudsstelle gewandt. Nach der bundesgerichtlichen Praxis fehlt dem Stimmb�rger die Legitimation, allein gest�tzt auf seine politischen Rechte einen Entscheid der Unabh�ngigen Beschwerdeinstanz �ber die Einhaltung rundfunkrechtlicher Vorschriften mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde anzufechten (BGE 123 II 115 E. 2b/cc S. 119; BGE 115 Ib 387 ff.). Auch wer sich engagiert zu einer politischen Frage �ussert, ist nicht bereits wegen seiner Eigenschaft als Stimmb�rger befugt, deren Darstellung durch das Fernsehen - ausserhalb einer Popularbeschwerde vor der Unabh�ngigen Beschwerdeinstanz - zu beanstanden (vgl. BGE 114 Ib 200 E. 2c S. 203; Urteil 2A.486/1996 vom 2. Dezember 1996 ["Autofreier Gallusplatz"], E. 2b/aa; BOINAY, a.a.O., Rz. 575). Ein besonderes pers�nliches Interesse an einem bestimmten Thema verschafft f�r sich allein ebenfalls noch keine legitimationsbegr�ndende enge Beziehung zum Inhalt eines entsprechenden Beitrags (BGE 123 II 115 E. 2b/cc S. 119; Urteil 2A.47/1998 vom 29. September 1998 ["Nazigold und Judengeld"]; E. 2b, publ. in: Pra 88/1999 Nr. 6 S. 36 ff.; Urteil 2A.348/1997 vom 6. Februar 1998 ["Kassensturz", Schweizerische Gesellschaft f�r Chirurgie], E. 1b; vgl. auch BOINAY, a.a.O., Rz. 435, und BARRELET, a.a.O., Rz. 752). In all diesen F�llen steht grunds�tzlich ausschliesslich die Popularbeschwerde an die Unabh�ngige Beschwerdeinstanz offen (BGE 123 II 115 E. 2b/cc S. 119; BGE 114 Ib 200 E. 2c S. 203).
2.2.2 Weder der Beschwerdef�hrer noch das durch ihn vertretene "Medien-Forum" werden durch die beanstandete Sequenz in eigenen schutzw�rdigen Interessen betroffen: Sie bildeten nicht Gegenstand der angefochtenen Sequenz und standen auch nicht anderweitig zum Thema des umstrittenen Beitrags - die von den WEF-Gegnern ausgehende Bedrohung - in einer engeren Beziehung. BGE 130 II 514 S. 518Der Beschwerdef�hrer und die Vereinigung, die er vertritt, setzen sich ganz allgemein f�r eine faire und ausgewogene Berichterstattung in allen m�glichen (Sach-)Bereichen ein (Art. 3 Abs. 2 lit. c der Statuten des Medien-Forums vom 20. November 1999); ihr Interesse deckt sich mit jenem aller anderen Fernsehzuschauer daran, dass die rundfunkrechtlichen Programmvorschriften beachtet werden; sie sind durch den Gegenstand des umstrittenen Beitrags nicht anders ber�hrt als das Publikum im Allgemeinen und zur vorliegenden Verwaltungsgerichtsbeschwerde deshalb nicht legitimiert. Das Bundesgericht hat im �brigen bereits 1986 bei einem Zuschauerverband mit �hnlicher Zielsetzung in gleichem Sinn entschieden (Urteil A 243/85 vom 14. Februar 1986 [Association vaudoise des t�l�spectateurs et auditeurs], E. 1a u. b; vgl. auch BGE 114 Ib 200 E. 2c S. 203; BOINAY, a.a.O., Rz. 421 u. 424).
2.3.1 Wie sich aus der Entstehungsgeschichte von Art. 25 des Bundesbeschlusses vom 7. Oktober 1983 �ber die Unabh�ngige Beschwerdeinstanz f�r Radio und Fernsehen (BB/UBI, AS 1984 S. 153) ergibt, besteht vor Bundesgericht auch im Radio- und Fernsehbereich kein Popularbeschwerderecht. Zwar hatte der Nationalrat �ber l�ngere Zeit vorgesehen, allen "am Beschwerdeverfahren beteiligten Parteien" generell ein Weiterzugsrecht an das Bundesgericht einzur�umen und damit eine Art "Popular-Verwaltungsgerichtsbeschwerde" zu schaffen (AB 1983 N 496 ff., 499 [Bundesrat Schlumpf]). Zur Entlastung des Bundesgerichtes wurde hiervon jedoch abgesehen und nur den im Sinne von Art. 103 lit. a OG Betroffenen der Weg an das Gericht ge�ffnet (Urteil 2A.245/1991 vom 30. Januar 1992 [Verband Schweizerischer Elektrizit�tswerke], E. 2d; vgl. AB 1983 N 1094 [Kommissionssprecher Koller], 1335 f.; BGE 114 Ib 200 E. 2c S. 203; BGE 115 Ib 387 E. 1b; FRANZ RIKLIN, Rechtsfragen der [externen] Programmaufsicht �ber Radio und Fernsehen in der Schweiz, in: Aspects du droit des m�dias II, Fribourg 1984, S. 33 ff., dort S. 59).
2.3.2 Der Gesetzgeber hat diese Regelung unver�ndert in das Radio- und Fernsehgesetz �bernommen (BGE 123 II 115 E. 2a S. 117; BGE 121 II 359 E. 1a S. 361). Der Popularbeschwerdef�hrer hat bloss einen Anspruch darauf, dass die Unabh�ngige Beschwerdeinstanz das von ihm ausgel�ste und ausschliesslich im �ffentlichen Interesse liegende Verfahren (vgl. BGE 123 II 69 E. 3b S. 72) BGE 130 II 514 S. 519bundesrechtskonform durchf�hrt; nur hierzu kann er losgel�st von der nach Art. 103 lit. a OG erforderlichen Legitimation in der Sache selber an das Bundesgericht gelangen; dabei pr�ft dieses gegebenenfalls auch, ob die UBI ihrerseits die Eingabe zu Recht als Popular- statt als Betroffenenbeschwerde (Art. 63 Abs. 1 lit. b RTVG) behandelt hat (vgl. BGE 123 II 115 E. 2b/aa u. E. 2c; Urteil 2A.47/1998 vom 29. September 1998 ["Nazigold und Judengeld"], E. 3, publ. in: Pra 88/1999 Nr. 6 S. 36 ff.; Urteil 2A.11/1996 vom 23. August 1996 ["Meuterei auf dem Hauenstein"], E. 1b).
2.3.3 Der Gesetzgeber hat in Art. 63 RTVG die Betroffenenbeschwerde f�r Vereinigungen ausgeschlossen; diese m�ssen sich gegebenenfalls im Rahmen einer Popularbeschwerde an die Unabh�ngige Beschwerdeinstanz wenden (BGE 123 II 69 E. 3c u. 4a S. 73). Zwar kann ein als juristische Person konstituierter Verband die Interessen der Mehrheit oder einer Grosszahl seiner Mitglieder im Verfahren vor Bundesgericht vertreten, soweit deren Wahrung zu seinen statutarischen Aufgaben geh�rt und die einzelnen Mitglieder ihrerseits beschwerdebefugt w�ren (sog. "egoistische Verbandsbeschwerde": BGE 130 I 26 E. 1.2.1 S. 30; BGE 125 I 71 E. 1b/aa S. 75 mit Hinweisen). Der Beschwerdef�hrer und die einzelnen Mitglieder des ?Medien-Forums werden durch den beanstandeten Beitrag indessen - wie bereits dargelegt - nicht anders betroffen als die Mehrheit der Fernsehzuschauer, weshalb auch kein entsprechendes Verbandsbeschwerderecht bestehen kann. Anders zu entscheiden hiesse im Radio- und Fernsehbereich eine allgemeine Beschwerdebefugnis f�r Zuschauerorganisationen zu schaffen, obwohl der Gesetzgeber eine solche bei den Beratungen zum Bundesbeschluss vom 7. Oktober 1983 gerade ausdr�cklich verworfen hat (Urteil A 243/85 vom 14. Februar 1986 [Association vaudoise des t�l�spectateurs et auditeurs], E. 2b; BBl 1981 III 125 [Art. 14 Abs. 1 lit. c des bundesr�tlichen Entwurfs]; AB 1982 S 465, AB 1983 N 492; BOINAY, a.a.O., Rz. 424). Im Rahmen der anstehenden Totalrevision des Radio- und Fernsehgesetzes ist zwar beabsichtigt, die Betroffenen beschwerde f�r juristische Personen wieder einzuf�hren; im �brigen soll jedoch an der bisherigen Legitimationsregelung - insbesondere auch dem fehlenden ideellen Verbandsbeschwerderecht - festgehalten werden (vgl. die Botschaft vom 18. Dezember 2002 zur Totalrevision des Bundesgesetzes �ber Radio und Fernsehen, RTVG; in: BBl 2003 S. 1569 ff., dort insbesondere S. 1657 f., 1742 f., 1746).

References: Art. 103
 art. 63
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 Art. 103
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 Art. 63
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 Art. 103
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 Art. 63
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 Art. 25
 Art. 103
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 Art. 103
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 Art. 63
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