Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=26.02.2003&Aktenzeichen=5%20StR%20423/02
Timestamp: 2019-05-21 06:05:54+00:00

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BGH, 26.02.2003 - 5 StR 423/02 - dejure.org
https://dejure.org/2003,693
BGH, 26.02.2003 - 5 StR 423/02 (https://dejure.org/2003,693)
BGH, Entscheidung vom 26.02.2003 - 5 StR 423/02 (https://dejure.org/2003,693)
BGH, Entscheidung vom 26. Februar 2003 - 5 StR 423/02 (https://dejure.org/2003,693)
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Art. 10 GG; § 129 StGB; § 373 AO; § 344 Abs. 2 Satz 2 StPO; § 100a StPO; § 261 StGB; § 100b Abs. 5 StPO
Unzulässige Erhebung von Verfahrensrügen (pauschale Beanstandung der Verwertung der Ergebnisse der Telefonüberwachung; Darlegung der ermittlungsrichterlichen Beschlüsse); Telefonüberwachungen (ausreichender Tatverdacht bezüglich der Tatbestandsmäßigkeit; Beurteilungsspielraum; Verdacht der Geldwäsche; Vorrangklausel; gewerbs- und bandenmäßiger Schmuggel; Heilung eines fehlenden Verdachts durch nachträgliche Beurteilung des Tatgerichts / des Revisionsgerichts); Zufallsfunde; Bildung einer kriminellen Vereinigung; Fernmeldegeheimnis (Eingriff in den Kernbereich; Verhältnismäßigkeit; verfassungskonforme Auslegung)
Verwertung der Ergebnisse aus Telefonüberwachung; Mitteilung der ermittlungsrichterlichen Beschlüsse in Revision; Untrennbarer Zusammenhang zwischen Telefonüberwachungsmaßnahmen; Mitteilung der staatsanwaltlichen Antragsschrift; Beurteilungsgrundlage für die Überprüfung der Rechtmäßigkeit; Verdacht der Geldwäsche
StPO § 100 a
Ermittlungsverfahren - Geldwäsche und Telefonüberwachung
StGB § 261 Abs. 9 Satz 2; StPO § 100a
Telefonüberwachung bei Geldwäscheverdacht - Vorrang einer Nicht-Katalogtat
Strafprozessrecht, Heilung unzulässiger Telefonüberwachung durch Auswechselung der Anlasstat
Zusammenfassung von "Telekommunikationsüberwachung wegen Geldwäsche" von Ltd. OSta Thomas Janovsky, original erschienen in: Kriminalistik 2003, 453 - 454.
Zusammenfassung von "Telefonüberwachung bei Geldwäscheverdacht" von RA Christian Roßmüller u. Jörg Scheinfeld, original erschienen in: wistra 2004, 52 - 55.
Zusammenfassung von "Umsatzsteuerkarussellbetrug - Organisierte Kriminalität und ihre wirtschaftlichen Zusammenhänge -" von Dr. Martin Kemper, original erschienen in: UR 2005, 1 - 4.
Zusammenfassung von "Geldwäscheverdacht und Überwachung der Telekommunikation" von Prof. Dr. Hans Kudlich, original erschienen in: JR 2003, 453 - 458.
BGHSt 48, 240
NJW 2003, 1880
NStZ 2003, 444 (Ls.)
NStZ 2003, 499
NStZ 2003, 609 (Ls.)
StV 2003, 425
StV 2004, 113
JR 2003, 474
§ 100d Abs. 5 Nr. 3 StPO setzt grundsätzlich voraus, dass die zu verwendenden Daten polizeirechtlich rechtmäßig erhoben wurden (…Nack aaO § 100d Rdn. 19;… Wolter aaO § 100c Rdn. 32;… Eisenberg, Beweisrecht der StPO 6. Aufl. Rdn. 358;… s. auch Singelnstein aaO S. 887 f.;… Griesbaum in KK § 161 Rdn. 40 - jeweils zur parallelen Problematik bei § 161 Abs. 2 StPO; BGHSt 48, 240, 249;… BGHR StPO § 100 a Verwertungsverbot 10;… Schäfer in Löwe/Rosenberg, 25. Aufl. § 100 a Rdn. 87 - jeweils zur Verwendungsregelung des § 100b Abs. 5 StPO aF).
Diese Grundsätze gelten auch für die in neuerer Zeit vermehrt in die Strafprozessordnung eingeführten Verwendungsregelungen (der Sache nach auch BGHSt 48, 240, 249 zu § 100b Abs. 5 StPO aF), zu denen auch § 100d Abs. 5 Nr. 3 StPO zählt.
Solches hätte die Erhebung einer Verfahrensrüge mit weitergehendem Sachvortrag (§ 344 Abs. 2 Satz 2 StPO) vorausgesetzt, die indes nicht vorliegt (vgl. BGHSt 19, 273, 275, 279; 48, 240, 250;… Kuckein in KK 5. Aufl. § 337 Rdn. 30).
Um eine Doppelbestrafung zu vermeiden, wurde in § 261 Abs. 9 Satz 2 StGB ein persönlicher Strafausschließungsgrund bzw. eine Konkurrenzregel (vgl. BGH, Urteil vom 20. September 2000 - 5 StR 252/00, NJW 2000, 3725; Beschluss vom 26. Februar 2003 - 5 StR 423/02, BGHSt 48, 240, 245) eingeführt, wonach bei einer Strafbarkeit wegen der Beteiligung an der Katalogvortat die zugleich verwirklichte Geldwäsche - vorbehaltlich des später eingefügten § 261 Abs. 9 Satz 3 StGB - straflos gestellt wird.
Nach diesem Regelungsgefüge bleibt im Blick auf die dann mögliche Postpendenzfeststellung (vgl. BGH…, Urteil vom 21. Juni 1995 - 2 StR 157/95, BGHR StGB § 1 Postpendenz 5; Beschluss vom 26. Februar 2003 - 5 StR 423/02, aaO;… Urteil vom 20. September 2000 - 5 StR 252/00, aaO) bei nicht nachweisbarer Vortatbeteiligung, aber sicherer Verwirklichung des Geldwäschetatbestandes kein Raum für eine ungleichartige Wahlfeststellung zwischen Vortat und Geldwäsche.
Nach der Rechtsprechung ist ein Angeklagter aufgrund einer Postpendenzfeststellung wegen Geldwäsche (hier bei gewerbsmäßigem Handeln der Vortäter gemäß § 261 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 Buchst. a, Abs. 2 Nr. 1 StGB) zu verurteilen, wenn ungewiss bleibt, ob er an einer Katalogtat des Geldwäschetatbestands beteiligt war, jedoch feststeht, dass er in Kenntnis der Vortat die Verfügungsgewalt über einen daraus herrührenden Gegenstand erlangt hat (BGH, Urteil vom 21. Juni 1995 - 2 StR 157/95, NStZ 1995, 500; Beschluss vom 26. Februar 2003 - 5 StR 423/02, BGHSt 47, 240, 245; Urteil vom 20. September 2000 - 5 StR 52/00, NJW 2000, 3725).
Dies gilt auch für die Verwertbarkeit von Zufallserkenntnissen i.S.v. § 100b Abs. 5 StGB (vgl. BGHSt 48, 240, 249;… BGHR StPO § 100a Verwertungsverbot 10).
Es sei - in Anlehnung an die Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 26. Februar 2003 (NJW 2003, S. 1880 ff.) - zulässig, die Anordnungsgründe für die Telefonüberwachung auszutauschen.
Auch unter Berücksichtigung des Beschlusses des Bundesgerichtshofs vom 26. Februar 2003 (NJW 2003, S. 1880 ff.) ist eine Heilung des Beschlusses nicht möglich.
In diesem Sinne hat der Bundesgerichtshof § 261 StGB auch als "Auffangtatbestand" bezeichnet (vgl. BGHSt 48, 240, 247; BGH NStZ-RR 1998, 25, 26).
Um eine Doppelbestrafung zu vermeiden, wurde in § 261 Abs. 9 Satz 2 StGB ein persönlicher Strafausschließungsgrund bzw. eine Konkurrenzregel (vgl. BGH, Urteil vom 20. September 2000 - 5 StR 252/00, NJW 2000, 3725; Beschluss vom 26. Februar 2003 - 5 StR 423/02, BGHSt 48, 240, 245) eingeführt, wonach bei einer Strafbarkeit wegen der Beteiligung an der Katalogvortat die zugleich verwirklichte Geldwäsche straflos gestellt wird.
Nach diesem Regelungsgefüge bleibt im Blick auf die dann mögliche Postpendenzfeststellung (vgl. BGH…, Urteil vom 21. Juni 1995 - 2 StR 157/95, BGHR StGB vor § 1 Wahlfeststellung Postpendenz 5; Beschluss vom 26. Februar 2003 - 5 StR 423/02, aaO;… Urteil vom 20. September 2000 - 5 StR 252/00, aaO) bei nicht nachweisbarer Vortatbeteiligung, aber sicherer Verwirklichung des Geldwäschetatbestandes von vornherein kein Raum für eine ungleichartige Wahlfeststellung zwischen Vortat und Geldwäsche.
Unterstützung einer ausländischen terroristischen Vereinigung; Unmittelbare …
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Vorschriftswidriges Verbringen von Zigaretten ohne deutsche Steuerzeichen und …

References: Art. 10
 § 129
 § 373
 § 344
 § 100
 § 261
 § 100
 § 100
 § 261
 § 100

§ 100
 § 100
 § 100
 § 161
 § 161
 § 100
 § 100
 § 100
 § 100
 § 100
 § 337
 § 261
 § 261
 § 1
 § 261
 § 100
 § 100
 § 261
 BGH 
 § 261
 § 1