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Timestamp: 2020-08-09 04:42:34+00:00

Document:
Landesrecht BW § 32 WeinV 1995 | Bundesnorm | Angabe von Weinarten; Reifeangaben (zu § 16 Absatz 2 Satz 1 und § 24 Absatz 2 und 3 Nummer 5 des Weingesetzes) | Weinverordnung | gültig ab: 31.10.2013
Fassung vom: 12.10.2013
Gültig ab: 31.10.2013
§ 32 Angabe von Weinarten; Reifeangaben
(zu § 16 Absatz 2 Satz 1 und § 24 Absatz 2 und 3 Nummer 5 des Weingesetzes)
(1) Bei inländischem Qualitätswein oder Prädikatswein darf die Bezeichnung
Weißwein nur für einen ausschließlich aus Weißweintrauben hergestellten Wein,
Rotwein nur für einen ausschließlich aus Rotweintrauben hergestellten Wein und
Roséwein nur für einen ausschließlich aus Rotweintrauben hergestellten Wein von blass- bis hellroter Farbe
(2) Die Bezeichnung Rotling darf nur verwendet werden für einen inländischen Wein von blass- bis hellroter Farbe, der abweichend von § 18 Absatz 1 durch Verschneiden von Weißweintrauben, auch gemaischt, mit Rotweintrauben, auch gemaischt, hergestellt ist. Ein inländischer Schaumwein, Perlwein oder Perlwein mit zugesetzter Kohlensäure darf als Rotling nur bezeichnet werden, wenn er ausschließlich aus Wein hergestellt worden ist, der nach Satz 1 die Bezeichnung Rotling führen darf.
(4) Bei inländischem Wein müssen die Bezeichnungen Roséwein, Rosé oder Rotling angegeben werden.
(5) Bei inländischem Qualitätswein und Prädikatswein darf die Bezeichnung Weißherbst nur gebraucht werden, wenn er
aus einer einzigen roten Rebsorte und
zu mindestens 95 vom Hundert aus hell gekeltertem Most
hergestellt worden ist. Die Rebsorte muss in Verbindung mit der Bezeichnung Weißherbst in Schriftzeichen gleicher Art, Größe und Farbe angegeben werden. Bei inländischem Sekt b.A. oder Qualitätsperlwein b.A. darf die Bezeichnung "Weißherbst" nur verwendet werden, wenn der Sekt b.A. oder Qualitätsperlwein b.A. nur aus Wein hergestellt worden ist, der nach Satz 1 die Bezeichnung "Weißherbst" führen darf.
"Schillerwein" nur gebraucht werden, wenn die zur Herstellung des Weines verwendeten Weintrauben ausschließlich in dem bestimmten Anbaugebiet Württemberg geerntet worden sind;
"Badisch Rotgold" mit dem Zusatz "Grauburgunder und Spätburgunder" nur gebraucht werden, wenn die zur Herstellung verwendeten Weintrauben ausschließlich in dem bestimmten Anbaugebiet Baden geerntet worden sind;
"Schieler" nur gebraucht werden, wenn die zur Herstellung des Weines verwendeten Weintrauben ausschließlich in dem bestimmten Anbaugebiet Sachsen geerntet worden sind; der Bezeichnung "Schieler" darf zur Angabe der Großlage, aus der die zur Herstellung des Weines verwendeten Trauben stammen, der von der Landesregierung durch Rechtsverordnung nach § 39 Absatz 2 festgelegte Gemeindename vorangestellt werden.
Wird aus einem Qualitätswein oder einem Prädikatswein, der eine der in Satz 1 Nummer 1 bis 3 genannten Bezeichnungen tragen darf, ein Sekt b.A. oder ein Qualitätsperlwein b.A. hergestellt, darf für diesen Sekt b.A. oder Qualitätsperlwein b.A. im Falle der Nummer 1 die Bezeichnung "Schiller", im Falle der Nummer 2 die Bezeichnung "Badisch-Rotgold" und im Falle der Nummer 3 die Bezeichnung "Schieler" verwendet werden.
(8) Bei inländischen Qualitätsweinen oder Prädikatsweinen, die in Holzbehältnissen gegoren, ausgebaut oder gereift wurden, ist die Verwendung einer Angabe nach Anhang XVI in Verbindung mit Artikel 66 Absatz 2 Unterabsatz 1 Satz 1, Unterabsatz 2 Satz 1 und Unterabsatz 3 der Verordnung (EG) Nr. 607/2009 nur zulässig, wenn
mindestens 75 vom Hundert des Weines oder der zu seiner Herstellung verwendeten Erzeugnisse in dem Holzbehältnis der angegebenen Art gegoren, ausgebaut oder gereift worden sind,
die Dauer der Gärung, des Ausbaus oder der Reifung in dem Holzbehältnis
mindestens sechs Monate bei Rotwein,
mindestens vier Monate bei anderem als Rotwein
betragen hat und
sofern die Angabe „im Barrique gegoren“, „im Barrique ausgebaut“ oder „im Barrique gereift“ verwendet wird, das Barrique-Fass ein Fassungsvermögen von nicht mehr als 350 Litern hat.
Eine Kennzeichnung mit mehreren Angaben nach Anhang XVI der genannten Verordnung ist nicht zulässig.
§ 32: Neugefasst durch Bek. v. 21.4.2009 I 827
§ 32 Abs. 1: IdF d. Art. 1 Nr. 16 Buchst. a V v. 12.10.2013 I 3862 mWv 31.10.2013
§ 32 Abs. 3: Aufgeh. durch Art. 1 Nr. 23 Buchst. a V v. 15.6.2010 I 800 mWv 26.6.2010
§ 32 Abs. 4: IdF d. Art. 1 Nr. 3 Buchst. a u. b G v. 22.7.2011 I 1509 mWv 30.7.2011
§ 32 Abs. 5 Satz 3 u. Abs. 7 Satz 2: IdF d. Art. 1 Nr. 23 Buchst. b V v. 15.6.2010 I 800 mWv 26.6.2010
§ 32 Abs. 7 Satz 2: IdF d. Art. 1 Nr. 16 Buchst. b V v. 12.10.2013 I 3862 mWv 31.10.2013
§ 32 Abs. 8 Satz 1 Eingangssatz: IdF d. Art. 1 Nr. 23 Buchst. c Buchst. aa V v. 15.6.2010 I 800 mWv 26.6.2010 u. d. Art. 1 Nr. 16 Buchst. c V v. 12.10.2013 I 3862 mWv 31.10.2013
§ 32 Abs. 8 Satz 2: IdF d. Art. 1 Nr. 23 Buchst. c Buchst. bb V v. 15.6.2010 I 800 mWv 26.6.2010
§ 32 WeinV 1995, vom 19.07.2011, gültig ab 30.07.2011 bis 30.10.2013
§ 32 WeinV 1995, vom 15.06.2010, gültig ab 26.06.2010 bis 29.07.2011
§ 32 WeinV 1995, vom 21.04.2009, gültig ab 14.11.2008 bis 25.06.2010
§ 32 WeinV 1995, vom 27.09.2007, gültig ab 13.10.2007 bis 13.11.2008
§ 32 WeinV 1995, vom 30.11.2005, gültig ab 10.12.2005 bis 12.10.2007
§ 32 WeinV 1995, vom 22.12.2004, gültig ab 29.12.2004 bis 09.12.2005
§ 32 WeinV 1995, vom 09.12.2002, gültig ab 01.08.2003 bis 28.12.2004
§ 32 WeinV 1995, vom 14.05.2002, gültig ab 27.02.2002 bis 31.07.2003
§ 32 WeinV 1995, vom 20.06.2000, gültig ab 01.08.2000 bis 26.02.2002
§ 32 WeinV 1995, vom 28.08.1998, gültig ab 01.08.1998 bis 31.07.2000
§ 32 WeinV 1995, vom 16.07.1996, gültig ab 24.07.1996 bis 31.07.1998
§ 32 WeinV 1995, vom 09.05.1995, gültig ab 01.09.1995 bis 23.07.1996
§ 32 WeinV 1995 wird von folgenden Dokumenten zitiert
WeinR/SpiritVÄndV 2, gültig ab 31.10.2013
WeinRÄndV 9, gültig ab 30.07.2011
WeinR/AromVÄndV, gültig ab 13.10.2007
WeinRÄndV 7, gültig ab 10.12.2005
http://www.landesrecht-bw.de/jportal/?quelle=jlink&docid=BJNR063010995BJNE003512116&psml=bsbawueprod.psml&max=true
http://www.landesrecht-bw.de/jportal/?quelle=jlink&query=WeinV+%C2%A7+32&psml=bsbawueprod.psml&max=true

References: § 32
 § 16
 § 24

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 § 18
 § 39

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 Art. 1

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