Source: http://faktuell.de/editorial/1308-editorial-piraten-bge-oder-von-wegen-links
Timestamp: 2020-01-24 06:06:58+00:00

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Was passiert bei Nachfrage?
Ganz klar, Arbeitsplätze entstehen und werden sicherer. Wobei die mehr als 100.000 Arbeitsplätze bei der Agentur für Arbeit ersatzlos wegfallen. Von den Sozialgerichten und anderen systembedingten Verwaltungsplätzen wollen wir erst gar nicht reden. Von den Milliarden Kosten, die dafür aktuell anfallen, auch nicht.
Obwohl Wohnen, Essen, Kleidung und Bildung gesichert sind, wird der persönliche Anspruch nicht sinken. Die Menschen werden folglich weiter Erwerbsarbeit annehmen, um sich Dinge zu kaufen, die sie wollen, nachdem sie nun haben, was sie brauchen.
Das BGE lässt uns auf Mindestlohn und Kündigungsschutz pfeifen, weil Lohnarbeit aus reinen Existenzgründen nicht mehr notwendig ist. Jeder Arbeitnehmer bestimmt den Preis für seine Lebenszeit selbst. Ehrenamtlich oder Höchstlohn wird eine Entscheidung, die wir immer nach persönlichem Bedarf treffen werden. Täglich.
Gewerkschaftsfunktionäre verabscheuen den Gedanken an das BGE nicht ohne Grund. Und auch die Funktionäre der Linken konnten sich bisher nicht wirklich mit dem Gedanken an ein BGE anfreunden. Nur ein Teil vertritt bisher das Konzept. Im jüngsten Beschluss auf dem Parteitag in Erfurt heißt es dazu, man wolle es weiterhin diskutieren. Das Signal ist deutlich: Angst um Positionen, Angst um Pfründe, Angst um Themen.
Das BGE ist ein Basis-Liberales Konzept!
Es gibt uns die Freiheit, ein sinnvolles Leben zu führen. Wobei jeder für sich entscheidet, was für ihn Sinn ergibt. Es befreit Arbeitnehmer und Arbeitgeber von jeglichen Zwängen. Es sorgt dafür, dass Arbeitgeber genau die kompetenten Mitarbeiter erhalten, die sie suchen. Denn wer den Job annimmt, tut es nicht, weil er sich irgendwie sein Einkommen verdienen muss, sondern weil ihm die Aufgabe gefällt, Spaß macht und ihm Berufung ist. Partnerschaft ist Programm.
Nichts ist liberaler, als es diese Befreiung von Kontrolle, Zwang, Beobachtung, Unter-Druck-setzen und Gängelei sein könnte. Auf beiden Seiten. Es ist christlich, weil es auf dem Gedanken der Nächstenliebe aufbaut. Es ist sozial, weil es ein menschenwürdiges Leben ermöglicht. Es ist wirtschaftlich klug, weil es den Konsum ankurbelt.
PS. Und hier unsere Bücher zum Thema:
BGE * Jobs on Demand
Zeitgerecht! Bürgergehalt!
-1 #3 Horst 2011-12-25 16:07
Woher kommt das Geld für BGE ? Dr Staat erhöht Steuern und Abgaben, d.h. er entzieht Kaufkraft, um das Geld als BGE zu verteilen und Kaufkraft bei anderen zu ermöglichen. Es geschieht also eine Umverteilung vom Handwerker bzw Gewerbetreibend en und Steuer zahlenden Arbeitnehmer zum Nichtberufstäti gen. Leistungen ohne Gegenleistungen anzunehmen ist keineswegs christlich, andere für sich arbeiten zu lassen ist keineswegs sozial, im Gegenteil: es ist Ausbeutung der Arbeitenden durch fähige aber unwillige Nichtarbeitende , die sich gemütlich im Sozialstaat zu lasten anderer einrichten.
+4 #2 Ulla 2011-12-04 16:05
Jetzt hat Frau wenigstens einen Grund wieder zur Wahl zu gehen.
+3 #1 Frank 2011-12-04 13:43
Basisliberal. Genau. Nur wer die FDP für liberal hält der kann das BGE für links halten.

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