Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=VGH%20Bayern&Datum=20.11.2018&Aktenzeichen=19%20ZB%2017.1602
Timestamp: 2019-07-23 02:00:17+00:00

Document:
VGH Bayern, 20.11.2018 - 19 ZB 17.1602 - dejure.org
https://dejure.org/2018,44864
VGH Bayern, 20.11.2018 - 19 ZB 17.1602 (https://dejure.org/2018,44864)
VGH Bayern, Entscheidung vom 20.11.2018 - 19 ZB 17.1602 (https://dejure.org/2018,44864)
VGH Bayern, Entscheidung vom 20. November 2018 - 19 ZB 17.1602 (https://dejure.org/2018,44864)
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BJagdG § 21; BayJG Art. 1 Abs. 2 Nr. 3, Art. 32 Abs. 1 S. 3; BayWaldG Art. 1 Abs. 2 Nr. 2, Art. 14 Abs. 1 S. 2 Nr. 1; AVBayJG § 15; GG Art. 34; BGB § 839; RL 92/43/EWG Art. 7
Festsetzung des Abschussplans für Gamswild, Voraussetzungen und Überprüfungsmaßstab; "Wald vor Wild" als gesetzlicher Grundsatz (im Sinne einer Vermeidung von Wildbestandshöhen, bei denen die standortgemäßen Baumarten nicht mehr im Wesentlichen ohne Schutzmaßnahmen aufkommen); Abschussplan im Natura-2000-Gebiet; Gebietserhaltungsmaßnahme; Störungsverbot
Klage gegen die Festsetzung des Abschussplans Gamswild für das Jagdjahr 2016/2017 in einem Eigenjagdrevier; Anwendung des gesetzlichen Grundsatzes "Wald vor Wild"
VG München, 29.03.2017 - M 7 K 16.3639
Im ersten Jahr nach der Einführung (Jagdjahr 2015/2016) hat die Anordnung hegegemeinschaftsweit zu einem Einbruch der gemeldeten Abschusserfüllung bei den Alt- und Schmaltieren auf nur mehr 49% geführt, woraus die Behörde nachvollziehbar auf die Begründetheit ihrer Zweifel an den früheren Abschussmeldungen geschlossen hat (vgl. den Bescheid vom 12.3.2018, BA Bl. 49 , durch den die Anordnung des körperlichen Nachweises bis zum 31.3.2021 verlängert worden ist; zur mangelnden Verlässlichkeit von Wildzählungen vgl. die Ausführungen in den beiden Senatsbeschlüssen vom 20.11.2018 - 19 ZB 17.1601 und 19 ZB 17.1602 - jeweils juris Rn. 32).
In den Zulassungsantragsverfahren betreffend Abschusspläne für sein Eigenjagdrevier 19 ZB 17.1601 (S. 77 der Zulassungsantragsbegründung) und 19 ZB 17.1602 (S. 78 der Zulassungsantragsbegründung) hat er ausführen lassen: "Im streitgegenständlichen Fall wird der vorhandene Verbiss vom Grundstückseigentümer gar nicht als Schaden bewertet".
Indem er den Verbiss in seinem Eigenjagdrevier der vom Antragsgegner und von der Beigeladenen ausgehenden Bejagung zuschreibt, dient ihm die Behauptung einer Verbissbeeinträchtigung - wie aus den beim Senat anhängigen Verfahren 19 ZB 17.1601 und 19 ZB 17.1602 ersichtlich - gleichzeitig als Begründung für seine Klagen gegen behördlich festgesetzte Abschusspläne.
Der Abschussplan-Bescheid ist Gegenstand des Verfahrens 19 ZB 17.1602.

References: § 21
 Art. 1
 Art. 32
 Art. 1
 Art. 14
 § 15
 Art. 34
 § 839
 Art. 7