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Timestamp: 2017-03-25 15:34:40+00:00

Document:
Verfahren zur Übertragung von Ämtern im
Schulaufsichtsdienst Gesetze, Verordnungen, Erlasse und Kommentare
zur Übertragung von Ämtern im Schulaufsichtsdienst RdErl. d. MK v. 4.8.2010 - 11-03 043 (SVBl.
9/2010 S.320), geändert durch RdErl. v. 4.10.2011 (SVBl. 12/2011
S.480) - VORIS 20411 - Bezug: RdErl. d. MK v. 24.2.2006 (SVBl.
S.110) - VORIS 20411 - I. Ämter im Schulaufsichtsdienst Ämter im Schulaufsichtsdienst sind das Amt der Regierungsschulrätin oder des Regierungsschulrats
(BesGr. A 14 BBesO) das Amt der Regierungsschuldirektorin oder des
Regierungsschuldirektors (BesGr. A 15 BBesO) das Amt der Leitenden Regierungsschuldirektorin oder des Leitenden
Regierungsschuldirektors (BesGr. A 16 BBesO). Ämter im Schulaufsichtsdienst sind bei der Niedersächsischen
Landesschulbehörde und in der für die Schulinspektion
zuständigen Organisationseinheit des Niedersächsischen
Landesinstituts für schulische Qualitätsentwicklung eingerichtet.
II. Voraussetzungen für die
Übertragung eines Amtes im Schulaufsichtsdienst Die erstmalige Übertragung eines Amtes im Schulaufsichtsdienst
setzt voraus, dass die Bewerberin oder der Bewerber a) ein vom Kultusministerium bestimmtes Auswahlverfahren
erfolgreich durchlaufen hat (§ 13 Abs. 4 Satz 1 Nr. 1 und Satz 3
NLVO-Bildung) und b) nach der Übertragung eines Dienstpostens im
Schulaufsichtsdienst eine vom Kultusministerium bestimmte Qualifizierung (Anlage)
erfolgreich abgeschlossen sowie die Eignung für den Schulaufsichtsdienst
unter Beweis gestellt hat (§ 13 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 und Satz 3
NLVO-Bildung). Das Auswahlverfahren gemäß Nr. 1 Buchstabe a ist nach
Maßgabe von Abschnitt III Nr. 2 auch für Bewerberinnen und Bewerber
verpflichtend, die bereits ein Amt im Schulaufsichtsdienst innehaben und
innerhalb des Schulaufsichtsdienstes ein höheres Amt anstreben. Zur Teilnahme an einer Qualifizierung gemäß Nr. 1
Buchstabe b sind auch Beamtinnen und Beamte verpflichtet, die bereits ein Amt
im Schulaufsichtsdienst innehaben und sich außerhalb ihres derzeitigen
Verwendungsbereiches um einen anderweitigen Dienstposten im
Schulaufsichtsdienst erfolgreich beworben haben. Bewerbungsvoraussetzungen für
die erstmalige Übertragung eines Amtes im Schulaufsichtsdienst Lehrkräfte, die über eine Lehrbefähigung
gemäß NLVO-Bildung verfügen, können sich um eines der
unter Abschnitt I genannten Ämter bewerben. Die Bewerberin oder der Bewerber muss über
mehrjährige Berufserfahrung im Schuldienst verfügen und
mehrjährig eine herausgehobene Funktion im Schuldienst, in der
Schulverwaltung oder vergleichbaren Einrichtungen erfolgreich wahrgenommen
haben. Die Übertragung des Amtes einer Leitenden
Regierungsschuldirektorin oder eines Leitenden Regierungsschuldirektors (BesGr.
A 16 BBesO) setzt zudem eine mehrjährige erfolgreiche Tätigkeit in
einem Amt der Besoldungsgruppe A 15 oder A 16 in Schule oder Studienseminar
oder in herausgehobener Position in der Schulverwaltung oder vergleichbaren
Einrichtungen voraus. Die konkreten Voraussetzungen ergeben sich aus der
Stellenausschreibung. Bewerbungsvoraussetzungen für
die Übertragung eines Amtes im Schulaufsichtsdienst Beamtinnen und Beamte, die bereits ein Amt im
Schulaufsichtsdienst innehaben, können sich grundsätzlich um ein
gleichwertiges oder höheres Amt im Schulaufsichtsdienst bewerben. Die Übertragung des Amtes einer Leitenden
A 16 BBesO) setzt voraus, dass die Bewerberin oder der Bewerber mehrjährig
erfolgreich ein Amt im Schulaufsichtsdienst ausgeübt hat. Die konkreten Voraussetzungen ergeben sich aus der
Stellenausschreibung. III. Auswahlverfahren zu Ämtern im
Schulaufsichtsdienst 1. Ausschreibungs- und Bewerbungsverfahren
Das Kultusministerium schreibt nach Bedarfslage landesweit die an den
genannten Behörden zu besetzenden Dienstposten aus. Niedersächsische
Landesschulbehörde und Niedersächsisches Landesinstitut für
schulische Qualitätsentwicklung melden dazu dem Kultusministerium
frühzeitig die voraussichtlich zu besetzenden Dienstposten. Bewerbungen sind unter Angabe der angestrebten Funktion und unter
Beifügung eines tabellarischen Lebenslaufs sowie einer
innerhalb von vier Wochen nach Veröffentlichung der Stellenausschreibung
auf dem Dienstweg an das Niedersächsische Kultusministerium zu richten.
2. Auswahlverfahren Unter den Bewerberinnen und Bewerbern, die die genannten Voraussetzungen
erfüllen, wird ein Verfahren zur Prüfung ihrer Eignung für die
angestrebte Tätigkeit durchgeführt. Es ist zulässig, dass
Bewerberinnen und Bewerber verschiedener Bewerbungsverfahren in einem
gemeinsamen Prüfungsdurchgang auf ihre Eignung hin überprüft
werden. a) Auswahlkommission Die Überprüfung erfolgt durch eine
Kommission, der folgende Mitglieder angehören: aa) für Ämter bei der Niedersächsischen
Landesschulbehörde die Leiterin oder der Leiter der für den
jeweiligen schulfachlichen Bereich und für Ämter in der
Schulinspektion beim Niedersächsischen Landesinstitut für schulische
Qualitätsentwicklung die Leiterin oder der Leiter der für die Inhalte
der Schulinspektion zuständigen Abteilung des Kultusministeriums jeweils
als Vorsitzende oder Vorsitzender der Kommission, bb) die Leiterin oder der Leiter der für die Aufsicht über
die nachgeordneten Behörden zuständigen Abteilung des
Kultusministeriums als stellvertretende Vorsitzende oder stellvertretender
Vorsitzender, cc) für Ämter bei der Niedersächsischen
Landesschulbehörde und in der Schulinspektion beim Niedersächsischen
Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung die Leiterin oder
der Leiter des für den jeweiligen schulfachlichen Bereich zuständigen
Referates des Kultusministeriums, dd) die Leiterin oder der Leiter der Niedersächsischen
Landesschulbehörde oder des Niedersächsischen Landesinstituts
für schulische Qualitätsentwicklung oder deren oder dessen Vertreterin oder
Vertreter. Die Vertreterin oder der Vertreter kann sich im Falle der
Verhinderung nur durch fachlich zuständige Mitarbeiterinnen oder
Mitarbeiter vertreten lassen. b) Grundlagen der
Eignungsüberprüfung Grundlagen der Eignungsüberprüfung
durch die Kommission sind für Bewerberinnen und Bewerber gemäß
Abschnitt II Nr. 4: aa) abweichend von den für die Lehrkräfte erlassenen
Beurteilungsrichtlinien ein standardisierter Leistungsbericht der oder des
Vorgesetzten, der die bisherigen Arbeitsergebnisse der Bewerberin oder des
Bewerbers insbesondere in der unterrichtlichen Tätigkeit und bei der
Leitung von Konferenzen oder Dienstbesprechungen und besondere Initiativen,
Vorhaben oder Arbeitsschwerpunkte berücksichtigt. Der Leistungsbericht
dient dem zusätzlichen Erkenntnisgewinn über die Person der
Bewerberin oder des Bewerbers. Er kann im Rahmen der Gesamtschau der
während der Eignungsüberprüfung gezeigten Leistungen
berücksichtigt werden. bb) zwei Beratungsgespräche, die sich auf je eine
Unterrichtsstunde anderer Lehrkräfte grundsätzlich in Schulen
verschiedener Schulformen beziehen. Die Auswahl dieser Schulen trifft die
Kommission, wobei die Schule der Bewerberin oder des Bewerbers nicht in
Betracht kommt. Dabei soll im Bereich des allgemein bildenden Schulwesens eine
Schule dem Sekundarbereich I angehören. Außerdem soll eine der
ausgewählten Schulen einer Schulform angehören, an der die Bewerberin
oder der Bewerber bisher nicht oder nicht überwiegend unterrichtet hat.
Ein Beratungsgespräch bezieht sich auf für die Bewerberin oder den
Bewerber fachfremden Unterricht. Im Gymnasial- und Gesamtschulbereich sind die
Beratungsgespräche in den Sekundarbereichen I und II dieser Schulformen,
im Bereich des berufsbildenden Schulwesens an einer Teilzeit- und einer
Vollzeitschulform durchzuführen. cc) eine sich auf die Besprechung und Beurteilung der beiden
Unterrichtsstunden beziehende Reflexion. dd) ein Assessmentverfahren, in dem insbesondere die Kenntnisse
über Strukturen und Bildungsgänge im niedersächsischen
Schulsystem, die Rechtsgrundlagen und die Kompetenzen in der Entwicklung von
Schulqualität sowie der internen und externen Evaluation
überprüft werden. Die Aufgabenstellungen sind grundsätzlich
einzeln sowie in der Gruppe mündlich zu bearbeiten (standardisiertes
Interview, Bearbeitung eines Fallbeispiels, Gruppenübung). Das dabei zu
überprüfende Anforderungs- und Befähigungsprofil umfasst die
Kompetenzbereiche Fachkompetenz, Management- /
Methodenkompetenz, Beratungs- / Sozialkompetenz und
Leitungs- und Führungskompetenz. c) Verfahren aa) Zu Beginn des Verfahrens werden gemäß Buchstabe a die
Kommissionsmitglieder bestimmt. Die Zusammensetzung der Kommission ist für
das gesamte Verfahren verbindlich. Für die Bestandteile der
Eignungsüberprüfung gemäß Buchstabe b Doppelbuchstaben bb
und cc wird aus der Kommission eine Teilkommission von zwei Mitgliedern
gebildet, die der Gesamtkommission Bericht erstattet. Dabei muss mindestens ein
Mitglied der Teilkommission aus dem zuständigen schulfachlichen Bereich
kommen. Das Assessmentverfahren gemäß Buchstabe b Doppelbuchstabe dd
wird von der gesamten Kommission durchgeführt. bb) Eine Vertreterin oder ein Vertreter des Hauptpersonalrats beim
Niedersächsischen Kultusministerium nimmt am Auswahlverfahren ab Buchstabe
b Doppelbuchstabe dd ohne Stimmrecht teil. Das Recht, in gleicher Weise
teilzunehmen, hat die Gleichstellungsbeauftragte im Niedersächsischen
Kultusministerium. Dies gilt beim Vorliegen von Bewerbungen schwerbehinderter
Menschen auch für die Hauptvertrauensperson der schwerbehinderten Menschen
beim Niedersächsischen Kultusministerium. Die nicht stimmberechtigten
Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden über die vorausgegangenen
Feststellungen der Kommission rechtzeitig informiert. Sofern es sich um eine schwerbehinderte Bewerberin oder einen
schwerbehinderten Bewerber handelt, ist mit deren oder dessen Zustimmung vor
Beginn der Eignungsüberprüfung ein Gespräch mit der
Schwerbehindertenvertretung über den Umfang der Schwerbehinderung und die
Auswirkungen auf die Arbeits- und Verwendungsfähigkeit zu führen.
Hinsichtlich des Assessmentverfahrens wird ausdrücklich auf Nr. 4
(Prüfungserleichterungen und bewertungen) der
Richtlinien zur gleichberechtigten und selbstbestimmten Teilhabe
schwerbehinderter und ihnen gleichgestellter Menschen am Berufsleben im
öffentlichen Dienst - Beschluss d. LReg v. 9.11.2004 - MI-15.3-03031/2.1 -
(Nds.MBl. 2004, S.783) hingewiesen. cc) Die Kommission erstellt für alle Bewerberinnen und Bewerber,
die an der Eignungsüberprüfung teilgenommen haben, einen
Eignungsbericht. Im Rahmen der Eignungsüberprüfung bewertet jedes
Mitglied der Teilkommission die von der Bewerberin oder dem Bewerber in den
unter Buchstabe b Doppelbuchstaben bb und cc genannten Bereichen insgesamt
gezeigten Leistungen mit einer Note der Notenstufen 1 bis 5, die wie folgt
definiert sind: 1  hervorragend geeignet 2  gut geeignet
3  geeignet 4  noch geeignet 5  nicht geeignet
Durch die Teilkommission wird auf der Grundlage der Einzelnoten
die Durchschnittsnote für jede Bewerberin und jeden Bewerber ermittelt und
in den Eignungsbericht aufgenommen. Die Gründe, die zu der Benotung
geführt haben, sind darzulegen. Am Assessmentverfahren gemäß Buchstabe b
Doppelbuchstabe dd nehmen ausschließlich Bewerberinnen und Bewerber teil,
deren Eignung mindestens mit gut bewertet wurde, deren
Durchschnittsnote also besser als 2,5 ist. Die Bewerberin oder der Bewerber,
die oder der nicht am Assessmentverfahren teilnimmt, erhält eine Fassung
des Eignungsberichts, eine weitere wird zur Personalakte genommen. Buchstabe b Doppelbuchstaben aa bis cc gilt nicht für
Bewerberinnen und Bewerber, die bereits ein Amt im Schulaufsichtsdienst
innehaben. Diese Bewerberinnen und Bewerber erhalten eine dienstliche
Beurteilung gemäß Beschluss d. LReg. v. 12.12.2006 - MI - 15.31 -
03002/2.3.2 - Dienstliche Beurteilung der Beschäftigten im
unmittelbaren Landesdienst. Am Assessmentverfahren nehmen
ausschließlich Bewerberinnen und Bewerber teil, deren dienstliche
Beurteilung mindestens mit der Rangstufe C oder besser
abschließt. Im Rahmen des Assessmentverfahrens bewertet jedes
Kommissionsmitglied die von der Bewerberin oder dem Bewerber bei jeder Aufgabe
gezeigten Leistungen mit einer Note der Notenstufen 1 bis 5. Die oder der
Vorsitzende der Kommission ermittelt hieraus für jede Bewerberin und jeden
Bewerber die Durchschnittsnote des Assessmentverfahrens. Für die
Übertragung eines Amtes im Schulaufsichtsdienst kommen
ausschließlich Bewerberinnen und Bewerber in Betracht, deren
Durchschnittsnote im Assessmentverfahren besser als 2,5 ist. d) Gesamtergebnis Aus den beiden im Verfahren nach Buchstabe c Doppelbuchstabe cc
ermittelten Durchschnittsnoten wird mit gleicher Gewichtung die jeweilige
Gesamtnote ermittelt. Den Bewerberinnen und Bewerbern wird das Gesamtergebnis
unter Beifügung des Eignungsberichts schriftlich bekannt gegeben; eine
Fassung des Eignungsberichts wird zur Personalakte genommen. Bei Bewerberinnen und Bewerbern, die bereits ein Amt im
Schulaufsichtsdienst innehaben, nimmt die Kommission ihre Bewertung auf der
Grundlage der dienstlichen Beurteilung und der im Assessmentverfahren erzielten
Durchschnittsnote vor. Das Ergebnis ist zu begründen. Sofern die Eignung nicht festgestellt werden konnte, behält diese
Feststellung bei weiteren Bewerbungen ein Jahr lang ihre Gültigkeit. Bei
einer Bewerbung nach Ablauf eines Jahrs ist jeweils das vollständige
Eignungsüberprüfungsverfahren zu durchlaufen, es sei denn, die
Bewerberin oder der Bewerber befindet sich bereits in einem Amt des
Schulaufsichtsdienstes. 3. Auswahlentscheidung, Qualifizierung,
Feststellung der Eignung, Beförderung a) Auf der Grundlage der Gesamtnoten nach Nr. 2 Buchstabe d wird
vom Kultusministerium jeweils die am besten geeignete Bewerberin oder der am
besten geeignete Bewerber für den konkret zu besetzenden Dienstposten
ausgewählt. Die nicht berücksichtigten Bewerberinnen und Bewerber
werden durch das Kultusministerium benachrichtigt. Nach einer vierzehntägigen Wartefrist wird der
ausgewählten Bewerberin oder dem ausgewählten Bewerber durch das
Kultusministerium nach ggf. zuvor erfolgter Abordnung der Dienstposten einer
Regierungsschuldirektorin oder eines Regierungsschuldirektors bzw. einer
Leitenden Regierungsschuldirektorin oder eines Leitenden
Regierungsschuldirektors übertragen. Mit Übertragung des
Dienstpostens beginnt die sechsmonatige Erprobungszeit gemäß §
20 Abs. 2 NBG i.V.m. § 10 Abs. 1 Satz 2 NLVO. Anstelle der Erprobungszeit
ist für Bewerberinnen und Bewerber, die bereits ein Amt innehaben, das von
der Wertigkeit her dem angestrebten Amt entspricht, eine Einweisungszeit von
ebenfalls sechs Monaten abzuleisten (§ 13 Abs. 4 Satz 3 NLVO-Bildung).
b) Eine gemäß Abschnitt II Nr. 1 Buchstabe b oder Nr. 3
erforderliche Qualifizierung ist im Rahmen der Erprobungs- oder Einweisungszeit
abzuleisten. c) Rechtzeitig vor Ablauf der Erprobungs- oder Einweisungszeit
trifft die jeweils zuständige Dezernatsleitung der Niedersächsischen
Landesschulbehörde oder die zuständige Abteilungsleitung des
Niedersächsischen Landesinstituts für schulische
Qualitätsentwicklung auf der Grundlage der Tätigkeit während der
Erprobungs- oder Einweisungszeit und unter Berücksichtigung des
Qualifizierungserfolges eine Aussage darüber, ob die Beamtin oder der
Beamte die Eignung für den Schulaufsichtsdienst unter Beweis gestellt hat.
Die Ernennungsbehörde prüft unter Berücksichtigung dieser
Aussage, ob die Erprobungs- oder Einweisungszeit erfolgreich abgeschlossen ist.
Für den Fall, dass die Qualifizierung gemäß Anlage 1 oder 2
nicht erfolgreich abgeschlossen wird, kann sie einmal wiederholt werden. Hierzu
wird die Erprobungszeit gemäß § 10 Abs. 1 Satz 3 NLVO
entsprechend verlängert; dies gilt auch in Bezug auf die Einweisungszeit
(§ 13 Abs. 4 Satz 4 NLVO-Bildung). d) Ist die Eignung der Beamtin oder des Beamten festgestellt
worden, wird ihr oder ihm nach Ablauf der Erprobungs- oder Einweisungszeit von
der Ernennungsbehörde das entsprechende Amt im Schulaufsichtsdienst
übertragen. e) Geeignete Bewerberinnen und Bewerber, die im Auswahlverfahren
nicht berücksichtigt werden konnten und weiterhin an einem Einsatz im
Schulaufsichtsdienst interessiert sind, können sich innerhalb eines Jahres
nach erfolgter Auswahlentscheidung auf weitere Ausschreibungen hin bewerben,
ohne erneut an der Eignungsüberprüfung gemäß Nr. 2
Buchstabe b Doppelbuchstaben aa bis cc teilzunehmen. IV. Schlussbestimmungen Dieser RdErl. tritt am 1.9.2010 in Kraft. Der Bezugserlass tritt mit
Ablauf des 31.8.2010 außer Kraft. [ alter
Erlass (Bezugserlass) ] Anlage
1 Qualifizierung der vom
Kultusministerium für den Schulaufsichtsdienst in der
Niedersächsischen Landesschulbehörde ausgewählten Beamtinnen und
Beamten gemäß § 12 NLVO i.V.m. § 13 NLVO-Bildung. Beamtinnen und Beamte, denen erstmalig ein Amt im Schulaufsichtsdienst
bei der Niedersächsischen Landesschulbehörde (NLSchB) übertragen
werden soll, durchlaufen während der mindestens sechsmonatigen Erprobungs-
bzw. Einweisungszeit eine Qualifizierung. Während der Erprobungs- bzw. Einweisungszeit werden die Beamtinnen
und Beamten durch ihre Dienstvorgesetzte bzw. ihren Dienstvorgesetzten und
durch eine Mentorin bzw. einen Mentor aus dem Amtsbereich begleitet. Im Rahmen der Qualifizierung werden spezifische Kompetenzen
gefördert, um den Perspektivwechsel von der Schule, dem Studienseminar
oder der Schulinspektion beim Niedersächsischen Landesinstitut für
schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) zur NNLSchB zu ermöglichen und
die Beamtinnen und Beamten in die spezifischen Anforderungen der Tätigkeit
des Schulaufsichtsdienstes einzuführen. Grundlagen der Qualifizierung sind
die im Niedersächsischen Schulgesetz bestimmten Aufgaben der
Schulbehörden, die Regelungen für die Eigenverantwortliche Schule und
für die Regionalen Kompetenzzentren im berufsbildenden Bereich. Neben fach- und schulformspezifischen
Kenntnissen benötigen die für den Schulaufsichtsdienst
ausgewählten Beamtinnen und Beamten für ihre Tätigkeit
Kompetenzen in den nachfolgenden Bereichen: - Ziele und Aufgaben der Schulaufsicht sowie ihre Funktion und
Stellung zwischen Schule und Kultusministerium (MK) und gegenüber dem
Schulträger - Aufbau und Organisation, Arbeitsabläufe und
Geschäftsprozesse in der NLSchB - Grundlagen des Dienst-, Verwaltungs- und Schulrechts - Personalführung - Qualitätsmanagement- und Evaluationsverfahren als Instrumente
der Schulentwicklung - Arbeitsstrukturen und Aufgabenwahrnehmung im MK und seinen
nachgeordneten Bereichen Die Qualifizierung der Beamtinnen und Beamten beinhaltet
unterschiedliche Module, aufgeteilt auf zwei Abschnitte. Sie ist bis zum Ende
der Erprobungs- bzw. Einweisungszeit abzuschließen. Abschnitt I besteht aus einer Einführungsphase mit Informationen
über Grundlagen und Arbeitsweisen der Schulaufsicht und wird durch
eigenverantwortliche Tätigkeit am Arbeitsplatz ergänzt. Abschnitt II besteht aus Hospitationen, Erledigung dienstlicher
Tätigkeiten unter Begleitung und Anleitung, Vermittlung von Informationen
über die Zusammenarbeit mit anderen Behörden sowie über die
Qualitätsentwicklung von Schulen. Die Planung von Ablauf und Anlage der Qualifizierung obliegt dem bzw.
der jeweiligen Dienstvorgesetzten. Bei der Durchführung der Qualifizierung
kann das NLQ die NNLSchB unterstützen. Die Beurteilung der Bewährung enthält eine Aussage über
die erfolgreiche Ableistung der Qualifizierungsmaßnahmen und die Eignung
der Beamtin bzw. des Beamten. - Inhalte der Qualifizierung - Abschnitt
I(Einführungsphase, zehn Tage) Niedersächsische Landesschulbehörde - Aufgaben und Organisation der Behörde und des jeweiligen
schulfachlichen Dezernats - Grundlagen von Verwaltungsarbeit - Arbeitsabläufe und Geschäftsprozesse der NLSchB
Ziele und Aufgaben der Schulaufsicht in Niedersachsen - Dienst-, Rechts- und Fachaufsicht - Unterrichtsversorgung; Ressourcensteuerung - Schulaufsichtliche Begleitung und ggf. Initiierung von
schulischen Qualitätsprozessen - Beschwerde- und Konfliktmanagement - Personalgewinnung, -entwicklung und -auswahl schulischer
Führungskräfte Abschnitt II Arbeitsstrukturen, Aufgabenwahrnehmung und Zusammenwirken des MK und
seiner nachgeordneten Behörden - MK (Hospitation im MK, grundsätzlich mit Teilnahme an
einer Dienstbesprechung) - NLQ (Teilnahme an einer Schulinspektion; Hospitation und
Informationen über Qualifizierung und Fort- und Weiterbildung, 1 Tag)
Schulaufsicht und Schulträger - Zuständigkeiten und Aufgaben des Schulträgers - Verhandlungen mit dem Schulträger Schulqualität und Evaluation - Einführung(Informationsveranstaltung im NiLS, zwei
Tage) - Schulqualität  Unterrichtsqualität - Qualitätsmanagement: Ziele und Verfahren - Evaluationsverfahren und -instrumente - Daten- und Dokumentenanalyse - Statistische Daten zur Unterrichtsversorgung - Steuerung mit Hilfe von Kennzahlen - Schulische Dokumente (Schulprogramm;
pädagogische Konzepte; Vereinbarungen) - Vergleichs- und Abschlussarbeiten - Inspektionsberichte - Vorbereiten und Führen eines Zielvereinbarungs- bzw.
Auswertungsgespräches mit einer Schule Personalführung - Dienstliche Beurteilung (anlassbezogen) - Vorbereitung, Leitung und Nachbereitung einer Dienstbesprechung
2 Qualifizierung der vom
Kultusministerium für den Schulaufsichtsdienst in der Schulinspektion beim
Niedersächsischen Landesinstitut für schulische
Qualitätsentwicklung ausgewählten Beamtinnen und Beamten
gemäß § 12 NLVO i.V.m. § 13 NLVO-Bildung. Beamtinnen und Beamte, denen erstmalig ein Amt im Schulaufsichtsdienst
in der Schulinspektion beim Niedersächsischen Landesinstitut für
schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) übertragen werden soll,
durchlaufen während der mindestens sechsmonatigen Erprobungs- bzw.
Einweisungszeit eine Qualifizierung. Im Rahmen der Qualifizierung werden spezifische Kompetenzen
oder der Tätigkeit als schulfachliche Dezernentin oder schulfachlicher
Dezernent bei der Niedersächsischen Landesschulbehörde (NLSchB) zur
Schulinspektion beim NLQ zu ermöglichen und die Beamtinnen und Beamten in
die spezifischen Anforderungen der Tätigkeit der Schulinspektion
einzuführen. Grundlagen der Qualifizierung sind die im
Niedersächsischen Schulgesetz bestimmten Aufgaben der Schulbehörden,
die Regelungen für die Eigenverantwortliche Schule und für die
Regionalen Kompetenzzentren im berufsbildenden Bereich. Die Inspektorinnen und Inspektoren der
Schulinspektion benötigen dazu Kompetenzen in nachfolgenden Bereichen:
- Qualitätsmanagement- und Evaluationsverfahren als Instrumente
der Schulentwicklung - Aufgabenverteilung zwischen MK und seinem nachgeordneten Bereich
- Aufgabe der Schulinspektion - Verfahren und Instrumente der Schulinspektion - Analyse von schulischen Daten und Dokumenten - Kriterien für Schul- und Unterrichtsbeurteilungen - Gesprächsführung - Dokumentations- und Präsentationstechniken - Rolle der Schulträger - Arbeitsweise der Inspektionsteams Die Qualifizierung wird über die Dauer der Erprobungs- bzw.
Einweisungszeit verteilt und von einem Qualifizierungsteam begleitet. Sie ist
bis zum Ende der Erprobungs- bzw. Einweisungszeit abzuschließen. Die
Planung des Ablaufs der Qualifizierung obliegt der Leitung des NLQ. Die Qualifizierung besteht aus Schulungsmaßnahmen im Umfang von
mindestens zwölf Tagen zu den nachfolgend dargestellten Inhalten sowie
daran anschließender Teilnahme an Inspektionen mit sukzessiver
Übernahme von Inspektionsaufgaben. Abschließend ist eine
qualifizierende Ausbildungsinspektion erfolgreich abzuleisten. Ausbildungs- und Qualifizierungsinhalte: Schulinspektion in Niedersachsen -  Aufgaben, Arbeitsstrukturen und
Qualitätsmanagement der Schulinspektion beim NLQ -  Die Rolle der Schulinspektorin und des Schulinspektors
- Rollenverständnis - Arbeit im Inspektionsteam - - Arbeitsteilung - Organisation der Zusammenarbeit - Konfliktmanagement - Selbstreflexion, Rechenschaftslegung - Ablauf der Schulinspektion (Drehbuch) und
Verfahrensgrundsätze; rechtlicher Rahmen - Leitbild Eigenverantwortliche Schule - Aufgaben und Arbeitsstrukturen des MK und seiner
nachgeordneten Bereiche - Aufgaben der Schulträger Schulqualität und Evaluation - Orientierungsrahmen Schulqualität in Niedersachsen - Kriterien und Indikatoren der Schulinspektion - Verfahren schulischer Selbstevaluation (SEIS, PQM, EFQM u.a.)
- Systemmonitoring Unterrichtsbeobachtung und -bewertung Daten- und Dokumentenanalyse - Auswertung statistischer Daten (Schulstatistik) - Analyse schulischer Dokumente - Schulprogramm - Pädagogische Konzepte - Schulische Vereinbarungen - Bewertung schulischer Selbstevaluation - Auswertung von Vergleichsuntersuchungen und Tests Arbeitstechniken -  Gesprächsführung - Moderation von Gesprächsgruppen - Arbeit mit Leitfragen - Interviewtechniken - Präsentation und Dokumentation von Inspektionsergebnissen
- Rückmeldung des Inspektionsergebnisses - Erstellung des Inspektionsberichts - Dokumentation - Technische Hilfsmittel - Telearbeit - Standardprogramme und ihre spezifische Verwendung in der
Inspektion Schule und Recht in Niedersachsen (www.schure.de)

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