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Timestamp: 2013-05-23 14:31:51+00:00

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Rechtsprechung: NJW 1983, 2496
Rechtsprechung BGH, 21.02.1983 - VIII ZR 4/82 Volltextver�ffentlichungen (2)
Mietrecht - Verfahrensrecht - Verantwortung f�r Prozessbetreibung
Hemmung und Unterbrechung der Verj�hrung im Prozess
Unterbrechung der Verj�hrung durch Klageerhebung; Anforderungen an die F�hrung des Prozesses durch den Kl�ger
Wird zitiert von ... (58) BGH, 27.01.1999 - XII ZR 113/97 Verfahrensrecht - Verj�hrungshemmung durch "Stillhalteabkommen"Dabei bedarf es keiner f�rmlichen Ruhensanordnung, sondern es gen�gt, da� die Parteien vereinbarungsgem�� nicht zum Termin erscheinen und das Gericht das Verfahren stillschweigend ruhen l��t (BGH, Urteil vom 21. Februar 1983 - VIII ZR 4/82 - NJW 1983, 2496, 2497 jeweils m.w.N.;… M�nchKomm/von Feldmann aaO � 211 Rdn. 5 und 6;… ebenso Staudinger/Peters BGB Bearbeitung 1994 � 211 Rdn. 12).Umgekehrt soll � 211 Abs. 2 Satz 1 BGB der Partei aber nicht zum Nachteil gereichen, wenn sie triftige Gr�nde hat, das Verfahren einstweilen nicht weiter zu betreiben (vgl. BGH Urteil vom 7. Dezember 1978 - VII ZR 278/77 - NJW 1979, 810, 811; vom 21. Februar 1983 - VIII ZR 4/82 - NJW 1983, 2496, 2497 = WM 1983, 533; Urteil vom 1. Juli 1986 - VI ZR 120/85 - NJW 1987, 371, 372; vom 24. September 1987 - VII ZR 187/86 - NJW 1988, 128, 129; vom 20. Oktober 1987 - VI ZR 104/87 - VersR 1988, 389, 390; vom 6. Juli 1995 - IX ZR 132/94 - NJW-RR 1995, 1335, 1336; vom 20. Februar 1997 - VII ZR 227/96 - NJW 1997, 1777 jeweils m.w.N.).Im Interesse der Rechtssicherheit und Rechtsklarheit komme es weder auf Motive und Absichten der Parteien noch darauf an, ob ihr Verhalten unter den gegebenen Umst�nden sinnvoll und proze�wirtschaftlich vern�nftig sei; vielmehr seien die nach au�en erkennbaren Umst�nde des Proze�stillstandes ma�gebend (vgl. insbesondere Urteile vom 21. Februar 1983 aaO …und vom 20. Oktober 1987 aaO sowie BGHZ 106, 295, 299).Dagegen hat der Bundesgerichtshof � 211 Abs. 2 Satz 1 BGB durchgreifen lassen, wenn die Parteien lediglich aus proze�wirtschaftlichen Erw�gungen den Ausgang eines Musterprozesses abwarteten, da dadurch allein � 211 Abs. 2 BGB noch nicht unanwendbar werde (Urteil vom 21. Februar 1983 aaO; vom 23. April 1998 - III ZR 7/97 - NJW 1998, 2274, 2276).Denn das widerspr�che � 211 Abs. 2 BGB, der weitgehend gegenstandslos w�re, wenn zugleich mit dem Ende der Verj�hrungsunterbrechung eine Hemmung der Verj�hrung eintr�te (Urteil vom 21. Februar 1983 aaO S. 2497 re.Sp.).
BAG, 29.03.1990 - 2 AZR 520/89 Anspr�che aus Annahmeverzug - Verj�hrungDas entspricht unter Ber�cksichtigung der Motive zum BGB (Band I S. 333) der in Rechtsprechung und Literatur herrschenden Meinung (so RGZ 145, 240; BGH NJW 1954, 1883; BGH NJW 1983, 2496; BGHZ 106, 295;… Staudinger/Dilcher, BGB, 12. Aufl. � 211 Rz. 5;… Soergel/Walter, BGB, 12. Aufl., � 211 Rz 7;… Palandt/Heinrichs, BGB, 49. Aufl., � 211 Anm. 3).Es kann dahingestellt bleiben, ob die Anfrage des Vorsitzenden des Arbeitsgerichts nicht einmal als Handeln des Gerichts als solches zu werten ist (so BGH, Urteil vom 21. Februar 1983 - VIII ZR 4/82 -, NJW 1983, 2496, zu II 2 a der Gr�nde) und dies demnach nur zu einer Vereinbarung der Parteien im Sinne des � 211 Abs. 2 BGB gef�hrt hat, die schon jetzt die Beendigung der Verj�hrungsunterbrechung herbeif�hrte.Dieser Erfolg soll auch nicht auf dem Umweg erreicht werden, einen Proze� zwar zu beginnen, dann aber nicht mehr zu betreiben (so schon RGZ 136, 193, 195; ferner BGH NJW 1983, 2496, 2497 zu II 2 d der Gr�nde; BGH NJW 1987, 371, 372).Deswegen kann auch ein bewu�tes, aber von keiner besonderen Umgehungsabsicht getragenes Nichtbetreiben des Verfahrens zu der vom Gesetzgeber mi�billigten Folge f�hren, da� sich die in den Proze� gezogenen Anspr�che "verewigen" (so Motive zum BGB, Bd. I, S. 332; BGH Urteil vom 21. Februar 1983 - VIII ZR 4/82 -, NJW 1983, 2496, zu II 2 d der Gr�nde sowie BGH Urteil vom 20. Oktober 1987 - VI ZR 104/87 - MDR 1988, 214 und BGHZ 106, 295, 299).Die blo�e Unt�tigkeit der Beklagten nach Eintritt der Rechtskraft des einvernehmlich wegen des Rechtsstreites 2 Sa 208/83 LAG Baden-W�rttemberg zum Ruhen gebrachten Zahlungsprozesses begr�ndet noch nicht die Einrede des Rechtsmi�brauchs (ebenso BGH Urteil vom 21. Februar 1983 - VIII ZR 4/82 - NJW 1983, 2496, 2498, zu II 4 der Gr�nde).
BAG, 22.04.2004 - 8 AZR 620/02 Verj�hrungDie Anordnung des Ruhens des Verfahrens nach �� 251 aF, 251a ZPO beendet nach � 211 Abs. 2 Satz 1 BGB aF die Unterbrechung der Verj�hrung, da das Ruhen des Verfahrens prim�r auf dem Willen der Parteien beruht, auch wenn eine Entscheidung durch das Gericht und damit dessen Mitwirkung erforderlich ist (BGH 21. Februar 1983 - VIII ZR 4/82 - NJW 1983, 2496; 20. Oktober 1987 - VI ZR 104/87 - NJW-RR 1988, 279; 18. Oktober 2000 - XII ZR 85/98 - NJW 2001, 218;… Staudinger/ Peters BGB � 211 Rn. 10).F�r den Fall des Nichtbetreibens eines Prozesses zum Zwecke des Abwartens des Ausgangs eines Musterprozesses hat der Bundesgerichtshof das Vorliegen eines triftigen Grundes, der ausnahmsweise der Anwendbarkeit des � 211 Abs. 2 BGB aF entgegensteht, allerdings ausdr�cklich verneint (21. Februar 1983 - VIII ZR 4/82 - NJW 1983, 2496; 18. Oktober 2000 - XII ZR 85/98 - NJW 2001, 218; 27. Januar 1999 - XII ZR 113/97 - NJW 1999, 1101).Nach � 225 BGB aF k�nne die Verj�hrung durch Rechtsgesch�ft weder ausgeschlossen noch erschwert werden, dieser Erfolg solle auch nicht auf dem Umweg erreicht werden, dass ein Prozess begonnen, dann aber nicht mehr weiter betrieben werde (21. Februar 1983 - VIII ZR 4/82 - aaO).Ma�geblich f�r die Beurteilung der Voraussetzungen der Vorschrift seien vielmehr objektive Kriterien, insbesondere, ob der Verfahrensstillstand im Verantwortungsbereich der Parteien liege (21. Februar 1983 - VIII ZR 4/82 - aaO).
BGH, 16.03.2009 - II ZR 32/08 Verfahrensrecht - Au�ergerichtliche Vergleichsgespr�che: Verj�hrungshemmmung?Dies ist nach der st�ndigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs nur dann anders zu beurteilen mit der Folge der Unanwendbarkeit von � 204 Abs. 2 Satz 2 BGB, wenn f�r das Unt�tigbleiben des Berechtigten (= Kl�gers) ein triftiger, f�r den anderen Teil erkennbarer Grund vorliegt (st. Rspr. zu der Vorg�ngervorschrift � 211 Abs. 2 BGB a.F. BGH, Urt. v. 21. Februar 1983 - VIII ZR 4/82, WM 1983, 533, 534; v. 23. April 1998 - III ZR 7/97, WM 1998, 1493, 1496; v. 27. Januar 1999 - XII ZR 113/97, NJW 1999, 1101, 1102; v. 12. Oktober 1999 - VI ZR 19/99, ZIP 2000, 294, 295; v. 18. Oktober 2000 - XII ZR 85/98, NJW 2001, 218, 219 f.; v. 27. Januar 2005 - VII ZR 238/03, NJW-RR 2005, 606, 607).Liegt das allein entscheidende Einverst�ndnis des Kl�gers mit dem Stillstand des Verfahrens vor, ist es unerheblich, ob das Nichtweiterbetreiben des Prozesses auf eine Anregung des Gerichts oder eine Anregung des Kl�gers zur�ckgeht (BGH, Urt. v. 21. Februar 1983 aaO), ob das Gericht der Bitte des Beklagten, nicht zu terminieren folgt und der Kl�ger durch Unt�tigkeit nur konkludent zustimmt (…BGH, Urt. v. 27. Januar 2005 aaO), oder ob - wie hier - beide Parteien diesen Wunsch gemeinsam dem Gericht gegen�ber zum Ausdruck bringen.
BGH, 23.04.1998 - III ZR 7/97 Verfahrensrecht - Voraussetzungen "Stillhalteabkommen", Musterprozess abwartenNach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs geht die Verantwortung f�r das Betreiben des Prozesses mit der Wirkung des � 211 Abs. 2 Satz 1 BGB vom Gericht auf den Kl�ger �ber, wenn das Gericht auf dessen Bitte oder mit dessen ausdr�cklichem Einverst�ndnis von einer Terminsbestimmung auf unbestimmte Zeit absieht, und zwar auch dann, wenn dies geschieht, um den Ausgang eines anderen, von den Parteien als Musterverfahren angesehenen Prozesses abzuwarten (BGH, Urteil vom 21. Februar 1983 - VIII ZR 4/82 - NJW 1983, 2496, 2497).Ein solcher befristeter Verzicht auf die Geltendmachung einer Forderung setzt eine rechtsgesch�ftliche Vereinbarung voraus, wonach der Schuldner vor�bergehend zur Verweigerung der Zahlung berechtigt sein soll (vgl. BGH, Urteile vom 23. Januar 1970 aaO, 28. November 1972 - VI ZR 126/71 - NJW 1973, 316, 317, 21. Februar 1983 aaO und 14. November 1991 - IX ZR 31/91 - NJW 1992, 836).b) Eine andere Frage ist, ob das Einverst�ndnis der Beklagten mit der von den Kl�gern vorgeschlagene Verfahrensweise, das vorliegende Verfahren im Hinblick auf den Parallelproze� vorl�ufig nicht weiter zu betreiben, f�r die Kl�ger einen Vertrauenstatbestand dahin begr�ndet hat, die Beklagten w�rden bis zum rechtskr�ftigen Abschlu� des Parallelprozesses Verj�hrung nicht geltend machen, mit der Folge, da� die Erhebung der Verj�hrungseinrede bis dahin gegen Treu und Glauben (� 242 BGB) verstie� (vgl. zu diesem Gesichtspunkt einerseits BGH, Urteil vom 21. Februar 1983 aaO S. 2498 mit den dortigen weiteren Rechtsprechungsnachweisen; andererseits Senatsbeschlu� vom 25. Februar 1982 - III ZR 26/81 - VersR 1982, 444).
BGH, 28.09.1999 - VI ZR 195/98 Verfahrensrecht - Ende der Verj�hrungsunterbrechung durch Nichtbetreiben?Ma�geblich sind vielmehr die nach au�en erkennbaren Umst�nde des Proze�stillstandes, aus denen der erforderliche "triftige Grund" f�r die Unt�tigkeit der betreffenden Partei hervorgehen mu� (vgl. dazu BGHZ 106, 295, 299; BGH, Urteile vom 21. Februar 1983 - VIII ZR 4/82 - NJW 1983, 2496, 2497 …und vom 27. Januar 1999 - XII ZR 113/97 - aaO).
BGH, 27.01.2005 - VII ZR 238/03 Bauvertrag - Verj�hrung: Kl�ger verantwortlich f�r das Betreiben des ProzessesDie Verantwortung f�r das Betreiben des Prozesses kann auch dann mit der Wirkung des � 211 Abs. 2 Satz 1 BGB vom Gericht auf den Kl�ger �bergehen, wenn dieser im Hinblick auf einen Vergleichsvorschlag und die Bitte des Gegners, nicht zu terminieren, zwar nicht ausdr�cklich dem Absehen von einer Terminsbestimmung zustimmt, sich aber aus den gesamten Umst�nden ergibt, da� eine weitere F�rderung des Verfahrens von einer dahingehenden Erkl�rung des Kl�gers abh�ngig sein soll (im Anschlu� an BGH, Urteil vom 21. Februar 1983 - VIII ZR 4/82, NJW 1983 2496 = MDR 1983, 747).*).a) Zutreffend ist, da� der Stillstand des Verfahrens i. S. des � 211 Abs. 2 Satz 1 BGB dann nicht auf einer Unt�tigkeit der Parteien beruht, wenn die Verfahrensleitung ausschlie�lich beim Gericht liegt, das f�r den Fortgang des Prozesses Sorge zu tragen hatte (BGH, Urteile vom 21. Februar 1983 - VIII ZR 4/82, NJW 1983 2496 = MDR 1983, 747 und vom 12. Oktober 1999 - VI ZR 19/99, NJW 2000, 132 = MDR 2000, 104 jeweils m.w.N.).Soweit es um die Voraussetzungen des � 211 Abs. 2 Satz 1 BGB geht, ist anerkannt, da� die Verantwortung f�r das Betreiben des Prozesses vom Gericht wieder auf den Kl�ger �bergeht, wenn das Gericht mit dessen ausdr�cklichem Einverst�ndnis von einer Terminsbestimmung auf unbestimmte Zeit absieht (BGH, Urteil vom 21. Februar 1983 - VIII ZR 4/82, aaO).
BGH, 18.10.2000 - XII ZR 85/98 Verfahrensrecht - Beendigung der Verj�hrungsunterbrechungSo reicht es f�r den Ausschlu� des � 211 Abs. 2 BGB noch nicht aus, wenn eine Partei lediglich aus proze�wirtschaftlichen Erw�gungen den Ausgang eines Musterprozesses abwartet (BGH, Urteile vom 21. Februar 1983 - VIII ZR 4/82 - NJW 1983, S. 2496 ff.; vom 23. April 1998 - III ZR 7/97 - NJW 1998, 2274, 2276) oder wenn sie ohne Vorliegen weiterer besonderer Umst�nde lediglich wegen au�ergerichtlicher Verhandlungen das Verfahren nicht weiterbetreibt (…Senatsurteil vom 27. Januar 1999 aaO).F�r diesen aber kommt eine Ausnahme von der Regelung des � 211 Abs. 2 BGB nicht in Betracht (BGH, Urteil vom 21. Februar 1983 aaO S. 2497;… vom 23. April 1998 aaO S. 2276).
OLG Karlsruhe, 04.09.2007 - 17 U 351/05 Umdeutung einer unwirksamen Anfechtungserkl�rungDaf�r bedarf es keiner f�rmlichen Anordnung des Ruhens des Verfahrens, auch ein faktischer Verfahrensstillstand gen�gt (BGH, NJW 1983, 2496, 2497).Die Verantwortung f�r den Betrieb des Prozesses geht dann mit der Wirkung des � 211 Abs. 2 S. 1 BGB a. F. auf die Parteien �ber (BGH, NJW 1983, 2496, 2497; BGH, NJW 1998, 2274 ff.).Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs gen�gt es hierf�r nicht, wenn es sinnvoll und prozesswirtschaftlich vern�nftig erscheint, den Ausgang des anderen Verfahrens abzuwarten (BGH, NJW 1983, 2496, 2497; BGH, NJW 1998, 2374 ff.).
BGH, 14.11.1991 - IX ZR 31/91 Hinweispflicht des Rechtsanwalts auf kurze Verj�hrungEin solcher befristeter Verzicht auf die Geltendmachung einer Forderung setzt eine rechtsgesch�ftliche Vereinbarung voraus, wonach der Schuldner vor�bergehend zur Verweigerung der Zahlung berechtigt sein soll (BGH, NJW 1973, 316 (317) = LM � 202 BGB Nr. 13; NJW 1983, 2496 (2497) = LM � 211 BGB Nr. 18).
OLG Koblenz, 28.11.2002 - 5 U 1327/01 BGH, 16.12.1998 - VIII ZR 197/97 Anforderungen an Stillhalteabkommen; Hemmung der Verj�hrung von …
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