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Timestamp: 2016-10-21 21:56:50+00:00

Document:
8C_920/2013 (17.07.2014)
8C_920/2013 {T�0/2} � � Urteil vom 17. Juli 2014
(Hilflosenentsch�digung f�r Minderj�hrige),
Kantonsgerichts Wallis vom 21. November 2013.
Die am 10. Mai 2011 geborene A.________ leidet an Mukoviszidose (zystischer Fibrose), einem Geburtsgebrechen im Sinne von Ziff. 459 GgV-Anhang. Am 29. Juni 2011 wurde sie von ihren Eltern bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug angemeldet. Die IV-Stelle Wallis erbrachte diverse Leistungen im Zusammenhang mit medizinischen Massnahmen zur Behandlung der Krankheit und sprach unter anderem Kosten�bernahme f�r das Inhalationsger�t PARI BOY SX und die notwendige ambulante Physiotherapie zu. Zudem f�hrte sie medizinische Abkl�rungen durch und holte den Bericht ihrer Abkl�rungsperson �ber die Hilflosenentsch�digung f�r Minderj�hrige vom 30. Mai 2012 ein. Gest�tzt hierauf und nach Durchf�hrung des Vorbescheidverfahrens lehnte die IV-Stelle mit Verf�gung vom 5. Sep-tember 2012 den Anspruch von A.________ ab, weil sie gegen�ber einem gleichaltrigen nichtbehinderten Kind keiner Dritthilfe oder dauernden, pers�nlichen �berwachung oder durch das Gebrechen bedingten st�ndigen und besonders aufwendigen Pflege bed�rfe.
Die dagegen erhobene Beschwerde hiess das Kantonsgericht Wallis mit Entscheid vom 21. November 2013 gut, hob die angefochtene Verf�gung auf und stellte einen Anspruch von A.________ auf Entsch�digung wegen leichter Hilflosigkeit ab 1. Juli 2011 fest.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beantragt die IV-Stelle Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids und Best�tigung der Verf�gung vom 5. September 2012. Eventualiter sei die Sache unter Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids an das kantonale Gericht zur�ckzuweisen, damit dieses eine Neubeurteilung des zu ber�cksichtigenden quantitativen und qualitativen Pflegeaufwandes vornehme und �ber den Anspruch neu entscheide. Zudem wird um aufschiebende Wirkung der Beschwerde ersucht.
Das kantonale Gericht verzichtet auf eine Vernehmlassung. A.________ l�sst auf Abweisung der Beschwerde schliessen.
1.1.�Mit der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann u.a. die Verletzung von Bundesrecht ger�gt werden (Art. 95 lit. a BGG). Die Feststellung des Sachverhalts kann nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97��� Abs. 1 BGG). Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zu Grunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann deren Sachverhaltsfeststellung von Amtes wegen berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG).
1.2.�Die richtige Auslegung und Anwendung des Rechtsbegriffs der Hilflosigkeit, die Beachtung des Untersuchungsgrundsatzes und der Beweisw�rdigungsregeln nach Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG sowie der Anforderungen an den Beweiswert von Abkl�rungsberichten an Ort und Stelle beschlagen Rechtsfragen, die vom Bundesgericht frei zu pr�fen sind (Art. 95 lit. a BGG). Die auf medizinische Abkl�rungen und auf einen Abkl�rungsbericht vor Ort gest�tzten gerichtlichen Feststellungen �ber Einschr�nkungen der versicherten Person in bestimmten Lebensverrichtungen betreffen demgegen�ber Sachverhaltsfragen (BGE 132 V 393 E. 3.2 S. 398 f.; SVR 2011 IV Nr. 11 S. 29, 9C_410/2009 E. 3). Tats�chlicher Natur ist auch die konkrete Beweisw�rdigung (Urteil 9C_204/2009 vom 6. Juli 2009 E. 4.1, nicht publ. in: BGE 135 V 254, aber in: SVR 2009 IV Nr. 53 S. 164).
Streitig ist der von der Vorinstanz, entgegen der Verwaltung, ab dem 1. Juli 2011 festgestellte Anspruch der Versicherten auf eine Entsch�digung wegen leichter Hilflosigkeit.
Die Vorinstanz hat die Bestimmungen und Grunds�tze �ber die Hilflosigkeit (Art. 9 ATSG; vgl. BGE 133 V 450 E. 2.2.1 S. 454), den Anspruch auf Hilflosenentsch�digung und die f�r deren H�he wesentliche Unterscheidung dreier Hilflosigkeitsgrade (schwer, mittelschwer und leicht; Art. 42 Abs. 1, 2 und 3 IVG; Art. 37 Abs. 1 bis 3 IVV), die Bemessung der Hilflosigkeit bei Minderj�hrigen (Art. 37 Abs. 4 IVV), die bei der Bestimmung des Hilflosigkeitsgrades massgebenden sechs allt�glichen Lebensverrichtungen (An- und Auskleiden, Aufstehen, Absitzen und Abliegen, Essen, K�rperpflege, Verrichtung der Notdurft, Fortbewegung und Kontaktaufnahme; BGE 133 V 450 E. 7.2 S. 463; 127 V 94 E. 3c S. 97; 125 V 297 E. 4a S. 303) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.
Entsprechendes gilt f�r die Voraussetzungen einer Entsch�digung wegen leichter Hilflosigkeit (Art. 37 Abs. 3 lit. a bis e IVV) und zum Begriff der trotz Abgabe von Hilfsmitteln durch das Gebrechen bedingten, st�ndigen und besonders aufwendigen Pflege im Sinne von Art. 37 Abs. 3 lit. c IVV, welche sich praxisgem�ss begrifflich nicht auf die allt�glichen Lebensverrichtungen bezieht, sondern als eine Art medizinischer oder pflegerischer Hilfeleistung zu verstehen ist, die infolge des physischen oder psychischen Zustandes der versicherten Person notwendig ist (BGE 106 V 153 E. 2a S. 158). Die Pflege kann aus verschiedenen Gr�nden aufwendig sein. Sie ist es nach einem quantitativen Kriterium, wenn sie einen grossen Zeitaufwand erfordert oder besonders hohe Kosten verursacht. In qualitativer Hinsicht kann sie es sein, wenn die pflegerischen Verrichtungen unter erschwerenden Umst�nden zu erfolgen haben, so etwa, weil sich die Pflege besonders m�hsam gestaltet oder die Hilfeleistung zu aussergew�hnlicher Zeit zu erbringen ist (Urteile 8C_310/2009 vom���������24. August 2009 E. 9.1; I 565/04 vom 31. Mai 2005 E. 4.2.1).
3.1.�Das kantonale Gericht verweist zudem auf das vom Bundesamt f�r Sozialversicherungen herausgegebene Kreisschreiben �ber Invalidit�t und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung (KSIH). In der vom 1. Januar 2004 bis 31. Dezember 2007 g�ltig gewesenen Fassung hielt dieses unter der �berschrift "Sonderf�lle von leichter Hilflosigkeit" zu Art. 37 Abs. 3 lit. c IVV in Rz. 8057 fest: Die Voraussetzungen gelten bei Versicherten, die an Mukoviszidose leiden, grunds�tzlich als erf�llt. In der hier massgebenden, ab 1. Januar 2011 geltenden Fassung lautet Rz. 8059 demgegen�ber: Die Voraussetzungen k�nnen bei Versicherten, die an Mukoviszidose leiden, als erf�llt gelten. Soweit die Erf�llung der Voraussetzungen aus den Akten nicht eindeutig hervorgeht, muss eine Abkl�rung vor Ort erfolgen. Gem�ss Rz. 8060 KSIH gelten bei Mukoviszidose als Pflege nur Behandlungsmassnahmen, die nicht von medizinischem Hilfspersonal durchgef�hrt werden. Die Abgabe von Hilfsmitteln zulasten der Invalidenversicherung (z.B. Klopfapparat oder PEP-Maske) schliesst den Anspruch auf eine Hilflosenentsch�digung aus. Besondere Regeln gelten f�r Minderj�hrige. F�r sie gilt diese Einschr�nkung laut��������� Rz. 8063 KSIH bis zum 15. Altersjahr nicht, weil sie f�r die Ben�tzung des Hilfsmittels in der Regel die Hilfe von Drittpersonen ben�tigen (vgl. auch die Richtlinien zur Bemessung der massgebenden Hilflosigkeit bei Minderj�hrigen in Anhang III KSIH).
3.2.�Verwaltungsweisungen richten sich grunds�tzlich nur an die Durchf�hrungsstellen und sind f�r das Sozialversicherungsgericht nicht verbindlich. Indes ber�cksichtigt das Gericht die Kreisschreiben insbesondere dann und weicht nicht ohne triftigen Grund davon ab, wenn sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen zulassen und eine �berzeugende Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben enthalten. Dadurch tr�gt es dem Bestreben der Verwaltung Rechnung, durch interne Weisungen eine rechtsgleiche Gesetzesanwendung zu gew�hrleisten (BGE 138 V 346 E. 6.2 S. 362; 137 V 1 E. 5.2.3 S. 8; 133 V 257 E. 3.2 S. 258 mit Hinweisen; vgl. 133 II 305 E. 8.1 S. 315).
Auf dem Wege von Verwaltungsweisungen d�rfen keine �ber Gesetz und Verordnung hinausgehenden Einschr�nkungen eines materiellen Rechtsanspruchs eingef�hrt werden (BGE 132 V 121 E. 4.4. S. 125).
4.1.�Das kantonale Gericht hat unter Hinweis auf die Rechtsprechung (vgl. E. 2 hievor) im Wesentlichen erwogen, die Diagnose einer Mukoviszidose verm�ge f�r sich allein noch keinen Anspruch auf Hilflosenentsch�digung zu begr�nden. Auch in diesem Fall m�sse die Voraussetzung einer in quantitativer und qualitativer Hinsicht besonders aufwendigen Pflege im Sinne von Art. 37 Abs. 3 lit. c IVV erf�llt sein. Ein Pflegeaufwand gelte laut Rechtsprechung (Urteil I 633/00 vom 7. November 2001 E. 1 mit Hinweisen) und Rz. 8058 KSIH (in der Fassung vom 1. Januar 2011) sicher dann als besonders aufwendig, wenn er t�glich w�hrend 2 bis 2 1/2 Stunden erforderlich sei und erschwerende qualitative Momente mit zu ber�cksichtigen seien. Da sich die erw�hnte Rechtsprechung indessen ausschliesslich auf den Anspruch auf Hilflosenentsch�digung von Erwachsenen bezog und������Rz. 8060 und 8063 (vgl. Fassung vom 1. Januar 2011) f�r Kinder bis zum vollendeten 15. Altersjahr eine Sonderregelung enth�lt, erachtete es die Vorinstanz als sachgerecht, zwischen vollj�hrigen und minderj�hrigen von Mukoviszidose betroffenen Versicherten dergestalt zu unterscheiden, als eine Abkl�rungspflicht nur bei erwachsenen Versicherten angezeigt sei. Da Minderj�hrige bis zum vollendeten���������15. Altersjahr f�r die Ben�tzung des Hilfsmittels auf Dritthilfe angewiesen seien, bed�rften sie regelm�ssig einer st�ndigen und besonders aufwendigen Pflege. Bei ihnen seien die Voraussetzungen von Art. 37 Abs. 3 lit. c IVV daher grunds�tzlich als erf�llt zu betrachten, wenn sie nebst den notwendigen Behandlungsmassnahmen f�r die Ben�tzung der Hilfsmittel auf Hilfe angewiesen seien. Nach Ansicht der Vorinstanz entspricht dies auch der Rechtsprechung (Urteil 8C_274/2011 vom 22. Juni 2011 E. 4.1). Da die Versicherte unter anderem zwei Mal t�glich eine Inhalation und drei Mal t�glich Physiotherapie ben�tigt, erachtet die Vorinstanz die Anspruchsvoraussetzungen einer Hilflosenentsch�digung leichten Grades im Sinne von Art. 37 Abs. 3 lit. c IVV als erf�llt.
4.2.�Nach Auffassung der Beschwerdef�hrerin verletzt die Vorinstanz Bundesrecht, indem sie davon ausgeht, bei Minderj�hrigen mit Mukoviszidose seien die Voraussetzungen leichter Hilflosigkeit im Sinne von Art. 37 Abs. 3 lit. c IVV stets erf�llt. Zur Begr�ndung verweist sie auf das Urteil 9C_384/2013 vom 10. Oktober 2013, in welchem das Bundesgericht mit Bezug auf ein an Mukoviszidose leidendes Kind ausgef�hrt habe, auch bei minderj�hrigen Versicherten sei zwingend eine Abkl�rung vor Ort durchzuf�hren, sofern sich die Erf�llung der Voraussetzungen einer besonders aufwendigen Pflege nicht bereits eindeutig aus den Akten ergebe. Etwas anderes sei laut Bundesgericht auch nicht dem von der Vorinstanz zitierten Urteil 8C_274/2011 zu entnehmen.
4.3.�Im erw�hnten Urteil 9C_384/2013 hat sich das Bundesgericht zu Rz. 8059 KSIH (in der Fassung vom 1. Januar 2011) dahingehend ge�ussert, diese Randziffer sehe nicht nur vor, dass die Voraussetzungen (der besonders aufwendigen Pflege) bei Versicherten, welche an Mukoviszidose leiden, als erf�llt gelten k�nnen, sondern auch, dass eine Abkl�rung vor Ort erfolgen m�sse, soweit die Erf�llung der Voraussetzungen nicht eindeutig aus den Akten hervorgehe. Mithin sei kein Automatismus dergestalt vorgesehen, dass bei der Diagnose Mukoviszidose ohne Weiteres eine leichte Hilflosigkeit anzunehmen w�re. Vielmehr habe grunds�tzlich eine Pr�fung der Voraussetzungen auf der Grundlage der Abkl�rung vor Ort zu erfolgen, ausser die Hilflosigkeit ergebe sich ohne Weiteres aus den Akten (vgl. Rz. 1058 KSIH). Im zu beurteilenden Fall treffe dies jedoch nicht zu. Weiter hat das Bundesgericht ausgef�hrt, dem Urteil 8C_274/2011 k�nne nichts Gegenteiliges entnommen werden. In diesem Entscheid werde lediglich festgehalten, angesichts der in verschiedenen Arztberichten erw�hnten Diagnose Mukoviszidose w�re die IV-Stelle gehalten gewesen, von sich aus allenfalls weitere Abkl�rungen durchzuf�hren und den Anspruch auf Hilflosenentsch�di-gung zu pr�fen.
4.4.�Die beiden angef�hrten Urteile betrafen minderj�hrige Versicherte mit der Diagnose Mukoviszidose. Auch wenn das Bundesgericht dies im Urteil 9C_384/2013 nicht ausdr�cklich gesagt hat, ergibt sich aus E. 2 (mit Hinweis auf Rz. 8063 KSIH) in Verbindung mit E. 4.1.1 (mit Hinweis auf Rz. 8059 KSIH) des Entscheids zumindest sinngem�ss, dass bez�glich des Erfordernisses einer Pr�fung der Voraussetzungen auf der Grundlage der Abkl�rung vor Ort zwischen minderj�hrigen und erwachsenen Versicherten kein Unterschied besteht. Davon geht auch das Bundesamt aus, indem es in Nachachtung dieses Urteils die entsprechenden Randziffern des KSIH in der ab 1. Januar 2014 geltenden Fassung wie folgt pr�zisiert hat. Rz. 8059 KSIH S�tze 2 und 3 lauten neu: Soweit die Erf�llung der Voraussetzungen aus den Akten nicht eindeutig hervorgeht (d.h. ob wirklich mindestens 2 Stunden und erschwerende qualitative Momente oder mindestens 4 Stunden Pflegeaufwand ausgewiesen sind), muss eine Abkl�rung vor Ort erfolgen. Eine leichte Hilflosigkeit ist bei diesen Diagnosen (Mukoviszidose) nicht ohne Weiteres anzunehmen (mit Hinweis auf das Urteil 9C_384/2013). Rz. 8063 KSIH h�lt in der ab 1. Januar 2014 geltenden Fassung in einem zweiten Satz fest, dass auch bei Kindern, welche an Mukoviszidose leiden, bei unklarer Situation eine Abkl�rung durchzuf�hren ist.
4.5.�Rz. 8063 KSIH ist nicht f�r sich allein, sondern im Kontext mit��� Rz. 8057 ff. KSIH zu interpretieren. Daraus folgt, dass bei Kindern, denen Hilfsmittel zugesprochen wurden, die sie bis zum Erreichen eines gewissen Alters in der Regel nicht selbst ben�tzen k�nnen, die Hilfestellungen Dritter bei der �berpr�fung der Frage nach dem Vorliegen einer besonders aufwendigen Pflege mitzuber�cksichtigen sind. Dies kann zu einem Anspruch auf Hilflosenentsch�digung leichten Grades im Sonderfall f�hren, wenn die Pflege wegen dieser Hilfestellung besonders aufwendig im Sinne von Art. 37 Abs. 3 lit. c IVV ist, bedeutet aber nicht, dass dies ohne Weiteres der Fall ist.
4.6.�Ein Blick auf Gesetz und Verordnung f�hrt zu keinem anderen Ergebnis. Das Gesetz unterscheidet bei der Hilflosenentsch�digung weder in Bezug auf den Anspruch als solchen (Art. 42 IVG), noch hinsichtlich der Bemessung der Hilflosigkeit (Art. 37 IVV) grunds�tzlich danach, ob die versicherte Person (mit Wohnsitz und gew�hnlichem Aufenthalt [Art. 13 ATSG] in der Schweiz; Art. 42 Abs. 1 IVG) minderj�hrig oder vollj�hrig ist. Art. 37 Abs. 4 IVV bestimmt Folgendes: Bei Minderj�hrigen ist nur der Mehrbedarf an Hilfeleistung und pers�nlicher �berwachung im Vergleich zu nicht behinderten Minderj�hrigen gleichen Alters zu ber�cksichtigen. Diese Sonderregelung tr�gt dem Umstand Rechnung, dass bei Kleinkindern eine gewisse Hilfs- und �berwachungsbed�rftigkeit auch bei voller Gesundheit besteht. Massgebend f�r die Bemessung der Hilflosigkeit bei diesen Versicherten ist daher der Mehraufwand an Hilfeleistung und pers�nlicher �berwachung im Vergleich zu einem nicht invaliden Minderj�hrigen gleichen Alters. Art. 37 Abs. 4 IVV entspricht der bis zum Inkrafttreten der 4. IV-Revision am 1. Januar 2004 g�ltig gewesenen Rechtsprechung. Danach war der Begriff der Hilflosigkeit bei Minderj�hrigen im Sinne von aArt. 20 Abs. 1 Satz 1 IVG grunds�tzlich der gleiche wie bei Erwachsenen gem�ss aArt. 42 Abs. 2 IVG. Dies schloss indessen die Ber�cksichtigung besonderer Umst�nde, wie sie speziell bei Kindern und Jugendlichen vorliegen k�nnen, nicht aus (BGE 137 V 424 E. 3.3.3.2 S. 431 f.). Weil die Bemessung der Hilflosigkeit von einer Reihe von Gesichtspunkten abh�ngt (vgl. E. 2 hievor), ist es - auch bei Minderj�hrigen - grunds�tzlich nicht m�glich, in abstrakter Weise zu sagen, einem gegebenen Leiden entspreche notwendigerweise ein bestimmter Grad der Hilflosigkeit (BGE 113 V 17 f. E. a S. 19; ZAK 1988 S. 392 ff. E. 1a; Urteil I 231/02 vom��������� 23. Januar 2003 E. 2.2.2; vgl. dazu�ROBERT ETTLIN, Die Hilflosigkeit als versichertes Risiko in der Sozialversicherung, 1998, S. 229 ff.).
4.7.�Eine unterschiedliche Behandlung von vollj�hrigen und minderj�hrigen Versicherten hinsichtlich der Abkl�rungspflicht findet demgem�ss weder eine St�tze in Gesetz und Verordnung, noch im KSIH. Im Gegenteil ist in jedem Fall zu pr�fen, ob die Voraussetzung der besonders aufwendigen Pflege im Sinne von Art. 37 Abs. 3 lit. c IVV erf�llt ist. Dazu sind - auch bei Versicherten mit Mukoviszidose - erg�nzende Abkl�rungen durchzuf�hren, wenn sich die Hilflosigkeit nicht ohne Weiteres aus den Akten ergibt.
4.8.�Entgegen der Auffassung der Vorinstanz kann daher allein gest�tzt auf die Angaben im Austrittsbericht des Spitals B.________ vom 15. Juli 2011, wonach das Leiden der Versicherten unter anderem zwei Mal t�glich eine Inhalation und drei Mal t�glich eine Physiotherapie erfordere, nicht schon gesagt werden, es ergebe sich aus den Akten eine besonders aufwendige t�gliche Pflege, welche das Kriterium von Art. 37 Abs. 3 lit. c IVV ohne Weiteres als erf�llt erscheinen lasse.
5.1.�Obwohl die Vorinstanz die Notwendigkeit einer Abkl�rung vor Ort durch die IV-Stelle im zu beurteilenden Fall bei der von ihr vertretenen Auslegung des Kreisschreibens als zumindest fraglich bezeichnete, nahm sie eine �berpr�fung des von der Abkl�rungsperson im Bericht vom 30. Mai 2012 festgehaltenen Mehraufwandes f�r die Pflege vor. Dabei kam sie zur Auffassung, der Bericht trage mit einem zeitlichen Mehraufwand von t�glich 1 Stunde 16 Minuten f�r die gesamte Betreuung den tats�chlichen Verh�ltnissen und dem effektiven Aufwand insbesondere deshalb nicht gen�gend Rechnung, weil f�r die Arztbesuche zu wenig Zeit eingesetzt und mehrere Hilfeleistungen nicht angemessen ber�cksichtigt worden seien. Das kantonale Gericht ging daher von einem zus�tzlichen w�chentlichen Pflegeaufwand von 9 bis 10 Stunden aus und qualifizierte diesen als wesentlich im Sinne von Art. 37 Abs. 3 lit. c IVV.
5.2.�Die Beschwerdef�hrerin r�gt, das kantonale Gericht habe dem auf Angaben der Mutter der Versicherten beruhenden Abkl�rungsbericht jeglichen Beweiswert abgesprochen, obwohl keine klar feststellbaren Fehleinsch�tzungen der Abkl�rungsperson auszumachen seien. Indem das kantonale Gericht die von der Abkl�rungsperson der IV-Stelle festgehaltenen Zeitangaben als relativ knapp, bisweilen rigide und teilweise kleinlich bemessen qualifiziert und stattdessen eine eigene Einsch�tzung vorgenommen habe, habe dieses unzul�ssigerweise sein eigenes Ermessen an die Stelle jenes der Abkl�rungsperson gesetzt. Weiter r�gt die Beschwerdef�hrerin eine Verletzung der Begr�ndungspflicht bez�glich der Annahmen eines zus�tzlichen Pflegeaufwandes von 9 bis 10 Stunden pro Woche und eine willk�rliche Sachverhaltsfeststellung.
5.3.�Bei hilflosen Minderj�hrigen f�hrt eine von der IV-Stelle bezeichnete Person die Abkl�rung der konkreten Verh�ltnisse durch. Diese werden mit Hilfe des Fragebogens "Abkl�rung Hilflosen-entsch�digung Minderj�hrige" erhoben. Steht der Sachverhalt fest, hat die IV-Stelle aufgrund der Angaben der Abkl�rungsperson �ber die Erheblichkeit der Hilfsbed�rftigkeit im konkreten Fall zu entscheiden (Robert Ettlin, a.a.O., S. 295 f.; vgl. auch den Hinweis in Ziff. 2 Abs. 3 des Fragebogens).
F�r den Beweiswert eines Abkl�rungsberichts sind verschiedene Faktoren zu ber�cksichtigen: Als Berichterstatterin muss eine qualifizierte Person wirken, die Kenntnis der �rtlichen und r�umlichen Verh�ltnisse sowie der aus den seitens der Mediziner gestellten Diagnosen sich ergebenden Beeintr�chtigungen und Hilfsbed�rftigkeiten hat. Weiter sind die Angaben der die Hilfe leistenden Person, regelm�ssig der Eltern, zu ber�cksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begr�ndet und detailliert bez�glich der einzelnen allt�glichen Lebensverrichtungen sowie den tatbestandsm�ssigen Erfordernissen der dauernden pers�nlichen �berwachung und der Pflege gem�ss Art. 37 IVV sein. Schliesslich hat er in �bereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben zu stehen.
Das Gericht greift, sofern der Bericht eine zuverl�ssige Entscheidungsgrundlage im eben umschriebenen Sinne darstellt, in das Ermessen der die Abkl�rung t�tigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehleinsch�tzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die fachlich kompetente Abkl�rungsperson n�her am konkreten Sachverhalt ist als das im Beschwerdefall zust�ndige Gericht (BGE 133 V 450 E. 11.1.1 S. 468; 130 V 61 ff. E. 6.1.2 und 6.2; SVR 2012 IV Nr. 54 S. 195, 8C_756/2011 E. 3.2).
5.4.�Das kantonale Gericht nennt keinen Grund, welcher Anlass g�be, an der Kompetenz der mit der Versicherten befassten Abkl�rungsperson zu zweifeln. Es legt auch nicht dar, inwiefern der Abkl�rungsbericht vom 30. Mai 2012 den in E. 5.3 hievor umschriebenen Erfordernissen bez�glich Plausibilit�t, Begr�ndetheit und Detailliertheit nicht zu gen�gen verm�chte. Solches ergibt sich auch nicht aufgrund der Akten. Dem Bericht kommt daher grunds�tzlich voller Beweiswert zu. Der Vorinstanz schienen jedoch die Zeitangaben gesamtheitlich betrachtet "relativ knapp, bisweilen rigide und teilweise kleinlich" bemessen worden zu sein. Sie nahm daher eine eigene Beurteilung des quantitativen Kriteriums einer besonders aufwendigen Pflege (vgl. dazu E. 2 hievor sowie Rz. 8057 KSIH) vor, welche im Ergebnis zu einem zus�tzlichen Pflegeaufwand von 9 bis 10 Stunden pro Woche f�hrte.
5.5.�Das Bundesgericht hat bezogen auf einen Abkl�rungsbericht im Hinblick auf die Gew�hrung eines Intensivpflegezuschlages festgehalten, dieser m�sse nicht einzelne Bereiche unterscheiden und gewichten. Es finde daher keine Ermessensbet�tigung statt wie etwa beim Haushaltsabkl�rungsbericht. Vielmehr beschr�nke sich dieser Bericht auf die Feststellung des tats�chlichen Mehraufwands, mithin eine Tatfrage (bereits erw�hntes Urteil 8C_756/2011 E. 4.3; vgl. auch SVR 2014 IV Nr. 14 S. 55, 9C_666/2013 E. 8.2). Indem die Vorinstanz die besonders aufwendige Pflege unter dem Aspekt des quantitativen Kriteriums beurteilt hat und aufgrund des ihrer Ansicht nach sehr hohen Zeitaufwandes f�r die Pflege nicht auch noch pr�fte, ob ein erschwerendes qualitatives Moment die Pflege besonders m�hsam gestalte (vgl. dazu Urteil 9C_666/2013 E. 8.1), beruht ihre Feststellung auf einer Tatfrage.
5.6.�Der Ermessensbegriff dient dazu, die Kognition der Verwaltungsgerichtsinstanz zu bestimmen und damit die Entscheidungsbefugnis des Gerichts gegen�ber der Zust�ndigkeit der Verwaltung abzugrenzen. Bei der Ermessenskontrolle geht es um die Frage, ob der zu �berpr�fende Entscheid, den die Beh�rde nach dem ihr zustehenden Ermessen im Einklang mit den allgemeinen Rechtsprinzipien in einem konkreten Fall getroffen hat, nicht zweckm�ssigerweise anders h�tte ausfallen m�ssen. Bei Ermessensentscheiden im eigentlichen Sinn geht es also um reine Zweckm�ssigkeitsfragen. Davon zu unterscheiden ist die Sachverhaltsfeststellung. Gutachten und Sachverst�ndigenberichte dienen der Feststellung des Sachverhalts und nicht der Ermessensaus�bung im Rechtssinn. Wenn von "Ermessen der die Abkl�rung t�tigenden Person" gesprochen wird (vgl. E. 5.3 hievor), geht es nicht um Ermessen im Sinn der verwaltungsrechtlichen Terminologie, sondern um eine Frage der Beweisw�rdigung (bereits erw�hntes Urteil 8C_756/2011 E. 4.4).
Zu pr�fen bleibt demnach, ob die Vorinstanz zu Recht vom Abkl�rungsbericht der IV-Stelle abgewichen ist, weil klare Fehleinsch�tzungen vorlagen (E. 5.3).
6.1.�Die Vorinstanz ist beim Fahrtweg vom Wohnort der Versicherten zu den Behandlungsorten C.________ (40 Minuten je Weg gem�ss Abkl�rungsbericht) und D.________ (1.5 Stunden je Weg gem�ss Abkl�rungsbericht) abgewichen. Zur Begr�ndung f�hrt sie an, diese Angaben entspr�chen in etwa der reinen Fahrzeit bei fl�ssigem Verkehr. Zus�tzlich m�ssten jedoch Zeitpuffer f�r Beschwerlichkeiten wie Verkehrs�berlastungen, Parkplatzsuche, Fussweg zur Arztpraxis ber�cksichtigt werden. Auch die von der Abkl�rungsperson auf 30 Minuten festgesetzte Dauer der �rztlichen Kontrolle erscheint der Vorinstanz als knapp bemessen, da sie die Zeit im Wartezimmer nicht ber�cksichtige. Ebenso erscheine die Zeit, welche die Mutter ben�tige, um die Badewanne zu reinigen, mit f�nf Minuten sehr kurz. Dasselbe gelte mit Bezug auf die Angaben f�r das Reinigen des Inhalationsger�tes mit siedendem Wasser und f�r das Wickeln des Kindes. Nicht ber�cksichtigt worden sei sodann bei der Berechnung des zeitlichen Aufwandes f�r die Durchf�hrung der Inhalations- und Physiotherapie mit insgesamt 25 Minuten, dass die Versicherte sich gegen die Behandlung gegebenenfalls wehren k�nne. Als Beispiele f�r eine zu knappe oder fehlende Ber�cksichtigung des Mehraufwandes der Mutter f�hrt das kantonale Gericht weiter das Wechseln der Kleider und die zus�tzliche Pflege bei infekti�sen Erkrankungen an. Ohne den zeitlichen Aufwand in den einzelnen Bereichen im Detail zu berechnen hat die Vorinstanz gest�tzt auf die allgemeine Lebenserfahrung alsdann einen zus�tzlichen Zeitbedarf f�r die Pflege von 9 bis 10 Stunden pro Woche angenommen.
6.2.�Abweichungen vom Abkl�rungsbericht w�ren von der Vorinstanz aufgrund der Akten oder mittels zus�tzlicher Abkl�rungen zu begr�nden gewesen. Es geht insbesondere nicht an, f�r die Bemessung der einzelnen Zeitaufw�nde einfach pauschal einen Gesamtwert zu ermitteln, welcher zudem erheblich h�her liegt, als von der Abkl�rungsperson der IV-Stelle angegeben. Die Sache ist demnach an die Vorinstanz zur�ckzuweisen, damit sie den Mehraufwand feststelle und allf�llige Abweichungen von den Ergebnissen des Abkl�rungsberichtes substanziiert darlege.
Auf die Erhebung von Gerichtskosten f�r das letztinstanzliche Verfahren wird umst�ndehalber verzichtet (Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG; vgl. bereits erw�hntes Urteil 8C_756/2011 E. 6).
Die Beschwerde wird gutgeheissen und der Entscheid des Kantonsgerichts Wallis vom 21. November 2013 aufgehoben. Die Sache wird zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckgewiesen.

References: Art. 95
 Art. 95
 Art. 43
 Art. 61
 BGE 
 BGE 
 Art. 42
 Art. 37
 BGE 
 Art. 37
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 Art. 37
 Art. 37
 Art. 37
 Art. 37
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