Source: http://www.bankkonditionen.at/produkte/sparbuch.cfm?sparform=taeglich-faellig
Timestamp: 2017-08-21 21:44:31+00:00

Document:
Sparbuch Vergleich August 2017
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Das Ergebnis des Sparbuch Vergleichs vom 21.08.2017
0,300 % 15,00 € Mindesteinlage: 0,00 €
0,125 % 6,25 € Mindesteinlage: 0,00 €
0,125 % 6,25 € Mindesteinlage: 1,00 €
0,100 % 5,00 € Mindesteinlage: 2500,00 €
0,100 % 5,00 € Mindesteinlage: 0,00 €
0,050 % 2,50 € Mindesteinlage: 0,00 €
0,020 % 1,00 € Mindesteinlage: 0,00 €
0,010 % 0,50 € Mindesteinlage: 0,00 €
0,010 % 0,50 € Mindesteinlage: 1,00 €
0,010 % 0,50 € Mindesteinlage: 1000,00 €
Stand des Sparbuch Vergleichs: 21.08.2017
Es ist der Klassiker für fleißige Sparer schlechthin: Die Rede ist von dem Sparbuch. Mit Fug und Recht lässt sich die Behauptung aufstellen, dass das Sparbuch nach wie vor eine der meist geschätzten Anlageformen darstellt. Aber Sparbuch ist nicht gleich Sparbuch.
Der Begriff des Sparbuchs
Es gibt natürlich verschiedene Arten des Sparbuchs. Zunächst interessiert einmal, was unter einem Sparbuch eigentlich verstanden wird. Eine Antwort gibt hier § 31 Abs.1 des Bankwesensgesetzes (BWG).Einer Spareinlage ist im Prinzip eine Geldeinlage bei einem Kreditinstitut, die primär der Geldanlage und nicht dem Zahlungsverkehr dient und nur gegen die Aushändigung einer bestimmten Urkunde, im Regelfall dem Sparbuch, erfolgt. Das Sparbuch kann somit als eine Art von Sparurkunde bezeichnet werden.
Kapitalsparbuch und Prämiensparbuch
Es gibt natürlich verschiedenen Arten von Sparbüchern. Im Regelfall wird auf einem Sparbuch eine Geldeinlage über einen längeren Zeitraum fest angelegt und verzinst. In diesem Fall liegt ein sog. Kapitalsparbuch vor. Hier wird ein bestimmter Einmalbetrag über einen Zeitraum von regelmäßig 12,36 oder bis zu 60 Monaten festverzinslich angelegt. Die Zinsen werden dann im Regelfall einmal jährlich ausgeschüttet. Im Gegensatz hierzu steht das sog. Prämiensparbuch. Der wesentliche Unterschied zu dem Kapitalsparbuch besteht darin, dass das Prämiensparbuch ein laufendes Ansparen - im Regelfall monatlich oder vierteljährlich - durch Geldeinzahlungen erlaubt. Zudem sind bei einem Prämiensparbuch die Zinssätze nicht von vorneherein festgeschrieben; sie können also variabel gestaltet werden. Nicht zu verwechseln sind die oben genannten Sparbücher mit der sog. Sparcard. Im Unterschied zu den auf den Sparbüchern vorhandenen Einlagen werden die Einklagen auf den Sparcards täglich fällig. Hier scheidet das längerfristige Anlegen von Geld aus, sodass der Zinssatz insgesamt geringer ausfällt.
Losungswortsparbuch und Namenssparbuch
Die Vorschrift des § 31 Abs. 3 BWG differenziert noch zwischen einem Losungswortsparbuch und Namenssparbuch. § 31 Abs. 3 BWG regelt hier, dass bei Spareinlagen bis zu einem Guthaben in Höhe von 15.000 Euro, die nicht auf den Namen des Inhabers lauten, über die Einlagen nur gegen Nennung eines vorher bestimmtem Losungswortes verfügt werden darf. Der Verfügungsberechtigte muss sich darüber hinaus noch mit Hilfe eines gültigen Ausweises legitimieren. Eine anonyme Geldabhebung, wie sie noch bis zum 31.10.2010 statthaft war, ist seit dem 01.11.2010 nicht mehr möglich. Bei einem Sparguthaben von über 15.000 Euro kommt ausschließlich das Namenssparbuch in Betracht. Mit anderen Worten: Das Sparbuch muss in diesem Fall auf den Namen des jeweiligen Kunden lauten. Will dieser über die Einlagen verfügen, muss er sich mittels eines Ausweises als Inhaber des Sparbuchs legitimieren und vor jeder Verfügung eine Unterschrift leisten.
Die Modalitäten bei der Eröffnung eines Sparbuchs
Die Modalitäten der Eröffnung eines Sparbuchs sind im Prinzip simpel. Der Kunde hat sich auch hier mittels seines Ausweises zu legitimieren. Alles Weitere wird von der jeweiligen Bank erledigt. Hieraus ergibt sich aber, dass im Gegensatz zu der vor dem 01.11.2010 herrschenden Gesetzeslage ein Sparbuch nicht mehr anonym eröffnet werden kann. Auch insoweit hat das österreichische Bankgeheimnis eine wesentliche Lockerung erfahren, zumal ja auch keine anonymen Abhebungen, wie oben bereits erwähnt, mehr möglich sind.
Die Vorteile des Sparbuchs
Fakt ist, dass das Sparbuch eine sehr sichere Anlageform ist. Der Kunde ist gegen einen etwaigen Konkurs des Bankhauses prinzipiell umfänglich geschützt. Das Stichwort lautet hier: Einlagensicherung gem. § 5 Einlagensicherungsfond. Dieser sorgt dafür, dass die individuellen Spareinlagen bis zu einer Höhe von maximal 100.000 Euro Guthaben gesichert sind. Insgesamt stellt eine Geldanlage über ein Sparbuch folglich eine risikoarme Anlage dar; diese ist zudem recht renditestark. Allerdings sollte der Kunde noch die Kapitalertragssteuer in Höhe von 25 % für die angesparten Zinsen aus den Spareinlagen mit berücksichtigen.
Vorgehen bei Verlust des Sparbuchs
Leider kommt es immer wieder vor, dass ein Sparbuch abhandenkommt; sei es durch Diebstahl oder indem es anderweitig verloren geht. Der Verlust ist sofort der Bank zu melden. Wichtig ist in diesem Fall, dass das Losungswort und die Sparbuchnummer bekannt sind. Nur so kann seitens der Bank das verloren gegangene Sparbuch identifiziert werden. Dieses wird dann automatisch über einen Zeitraum von vier Wochen gesperrt. Es kann also kein Geld mehr abgehoben werden. Wird innerhalb dieser Frist das Sparbuch wieder gefunden, so bedarf es keiner weiteren Schritte mehr. Im Regelfall bleibt das Sparbuch leider verloren. Jetzt bedarf es zwingend einer sog. "Schad- und Klagloshaltungserklärung". Diese stellt die Bang vor etwaigen haftungsrechtlichen Ansprüchen frei. In den meisten Fällen wird dann nach einem Zeitraum von knapp 5 Wochen nach der Verlustmeldung ein neues Sparbuch ausgestellt. Problematischer ist die Angelegenheit jedoch, wenn das Guthaben auf dem Sparbuch die Grenze von 2.000 Euro überschreitet. Eine außergerichtliche "Schad- und Klagloshaltungserklärung" ist in diesem Fall nicht mehr ausreichend. Hier greift dann das Kraftloserklärungsgesetz, welches einen Antrag auf "Kraftloserklärung" des Sparbuchs vorschreibt. Der Antrag auf "Kraftloserklärung" hat in diesem gegenüber dem jeweils zuständigen Landesgericht zu erfolgen. Dann wird durch das Gericht ein sog. Aufgebotsverfahren eingeleitet. Dieses dauert 6 Monate und geschieht durch einen förmlichen Anschlag bzw. eine förmliche Anzeige in der Wiener Zeitung als auch im Internet. Über das Guthaben auf dem Sparbuch darf während der Dauer dieses Aufgebotsverfahrens auch nicht mehr verfügt werden. Hierfür steht die verantwortliche Bank juristisch ein. Nach dem ergebnislosen Ablauf dieser Frist darf dann die endgültige "Kraftloserklärung" erfolgen. Dem Inhaber wird dann letztendlich ein neues Sparbuch ausgestellt. Dieser kann erst dann wieder über das Guthaben verfügen. Der Verlust des Sparbuchs bedeutet somit nicht zwangsläufig, dass die auf dem Sparbuch eingezahlten Einlagen verloren sind. Bedarf es jedoch eines gerichtlichen Antrags auf "Kraftloserklärung", dann kann sich dieser Vorgang mitunter aber bis zu 9 Monaten hinziehen.
Fazit zum Sparbuch:
Insgesamt verbleibt zu resümieren, dass das Sparbuch nach wie vor eine häufige und solide Anlageform darstellt, wobei die Gewinne natürlich zum einen abgängig sind von der Höhe der Spareinlagen und zum anderen von den Zinssätzen und den jeweiligen Laufzeiten. An dieser Stelle empfiehlt sich stets ein Vergleich der einzelnen Konditionen bei den jeweiligen Banken.
Sie bekommen hier die Sparbuch-Zinsen im Vergleich zum Banken Mitbewerb. Hier finden Sie klassische Sparbücher, aber auch moderne Sparangebote wie das Online-Sparen, Sparkonto, Sparcard, etc. Ein Sparbuch (=Urkunde) ist von der rechtlichen Stellung nicht das Gleiche wie ein Sparkonto, jedoch wird aus Gründen der Einfachheit bei der Darstellung des Sparangebots hierüber nicht unterschieden. Jedoch finden Sie keine Angebote von DirektBanken oder Unternehmen die ebenfalls Sparprodukte anbieten. Wenn Sie diese ebenfalls vergleichen möchten (meistens bezahlen diese höhere Zinsen), so versuchen Sie Ihr Glück mit der Sicht aller Sparzinsen in Österreich.
Sparurkunden:
Unter einer Sparurkunde versteht man eine Geldeinlage bei einem Kreditinstitut die der Anlage dient und nicht dem Zahlungsverkehr. Weiters ist bei Sparurkunden charakteristisch, dass diese nur gegen die Ausfolgung von besonderen Urkunden, in Form einer Sparurkunde bzw. Sparbuch, entgegengenommen werden dürfen.
Spareinlagenvertrag:
Der Spareinlagenvertrag regelt zwischen dem Sparer und der Bank, welche Summe zu welchen Konditionen veranlagt wird. Der Sparer gibt die Einlage der Bank und diese übergibt dem Sparer eine Sparurkunde. In dieser Sparurkunde ist es dem Sparer möglich die gesparte Summe, den Jahreszinssatz sowie die Entgelte im Zusammenhang mit der Sparurkunde abzulesen.
Die Regeln für Sparbücher sind in §31 und § 32 des BWG geregelt.
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