Source: https://www.elster.de/elsterweb/helpGlobal?themaGlobal=help_euer_ufa_77_2012
Timestamp: 2019-09-16 20:43:09+00:00

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Sollten Sie Steuerprofile angelegt haben, wählen Sie bitte die erste Option aus. Durch Mausklick auf den kleinen Pfeil darunter haben Sie die Möglichkeit, das gewünschte, angelegte Profil aus der Liste auszuwählen. Dadurch wird die im Profil eingetragene Steuernummer in der Einnahmenüberschussrechnung hinterlegt und an das zuständige Finanzamt adressiert. Außerdem werden Informationen aus dem Profil in Felder der Anlage EÜR sichtbar vorbelegt.
Die Eingabe der Steuernummer erfolgt über die Auswahl der zweiten Option und anschließender Auswahl "Land" und "Finanzamt" aus der Liste über den kleinen Pfeil rechts neben dem Listenauswahlfeld.
Wählen Sie das Bundesland aus, in dem das Lage-/Betriebs-/Wohnsitz-Finanzamt belegen ist, welches Ihnen Ihre aktuelle Steuernummer zugeteilt hat
Wählen Sie nun das entsprechende Finanzamt aus
Vervollständigen Sie die Eingabefelder zur Steuernummer, anhand der Ihnen vorliegenden Unterlagen
Mit einem Klick auf [Weiter] wird die Steuernummer geprüft, übernommen und Sie gelangen zur Anlagenübersicht für die Einnahmenüberschussrechnung.
Markieren Sie bitte die dritte Option, wenn Sie keine (Betriebs-)Steuernummer besitzen oder Ihnen von dem aktuell zuständigen Finanzamt (zum Beispiel wegen Wechsel des Wohnortes oder Verlegung des Ortes der Geschäftsleitung) noch keine Steuernummer mitgeteilt wurde.
Nähere Informationen zu Ihrem zuständigen Finanzamt finden Sie auch im Internet unter http://www.bzst.de/DE/Service/Behoerdenwegweiser/Finanzamtsuche/GemFa/finanzamtsuche_node.html.
Wählen Sie das Bundesland aus, in dem das Finanzamt belegen ist, an das Sie Ihre Einnahmenüberschurssrechnung übermitteln wollen
Wählen Sie nun das entsprechende Finanzamt aus, das Ihrem (neuen) Wohnsitz/Ort der Geschäftsleitung/dem wertvollsten Teil Ihres Betriebes aus Land- und Forstwirtschaft, Grundstückes, Betriebsgrundstückes oder Mineralgewinnungsrecht am nächsten liegt
Klicken Sie auf die Schaltfläche [Weiter], um zur Anlagenübersicht für die Einnahmenüberschussrechnung zu gelangen
Damit Ihre Einnahmenüberschussrechnung im Finanzamt zugeordnet werden kann, ist es notwendig die Adressdaten vollständig auszufüllen. Alternativ kann auch die Leitsteuernummer angegeben werden. Beid er Leitsteuernummer handelt es sich um die Steuernummer der Einkommensteuer-, Körperschaftsteuer- oder Feststellungserklärung, der dies Einnahmenüberschussrechnung zuzuordnen ist.
Für die einzelnen Beteiligten sind gegebenenfalls die Ermittlungen der Sonderbetriebseinnahmen und -ausgaben sowie die Ergänzungsrechnungen und Schuldzinsenermittlungen nach §4 Absatz 4a EStG zusätzlich zur für die Gesamthand der Gesellschaft/Gemeinschaft elektronisch übermittelten Anlage EÜR gesondert
Das Formular ist nicht zu verwenden, sofern lediglich Betriebsausgaben festgestellt werden (zum Beispiel bei Kostenträgergemeinschaften). Die Abgabepflicht gilt auch für Körperschaften (§31 KStG), die nicht zur Buchführung verpflichtet sind. Steuerbegünstigte Körperschaften brauchen das Formular nur dann abzugeben, wenn die Einnahmen einschließlich der Umsatzsteuer aus steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben die Besteuerungsgrenze von insgesamt 35.000 Euro im Jahr übersteigen. Einzutragen sind die Daten des einheitlichen steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetriebs (§64 Absatz 2 AO). Die Wahlmöglichkeiten des §64 Absatz 5 AO (Ansatz des Gewinns mit dem branchenüblichen Reingewinn bei der Verwertung unentgeltlich erworbenen Altmaterials) und des §64 Absatz 6 AO (Gewinnpauschalierung bei bestimmten wirtschaftlichen Geschäftsbetrieben, die eng mit der steuerbegünstigten Tätigkeit oder einem Zweckbetrieb verbunden sind) bleiben unberührt. Bei Gewinnpauschalierung nach §64 Absatz 5 oder 6 AO sind die Betriebseinnahmen in voller Höhe zu erfassen. Die Differenz zum pauschal ermittelten Gewinn ist in Zeile 21 einzutragen.
Bitte hierbei auch die Hinzurechnungen und Abrechnungen bei Wechsel der Gewinnermittlungsart beachten. Die Abfrage erfolgt später im Formular auf der 4. Teilseite „Ermittlung des Gewinns“ (Zeile 66).
Betriebseinnahmen (Zeilen 8 bis 20)
Betriebseinnahmen sind grundsätzlich im Zeitpunkt des Zuflusses zu erfassen. Ausnahmen ergeben sich aus § 11 Absatz 1 EStG und § 4 Absatz 3 EStG. Im Fall der Gewinnpauschalierung nach § 64 Absatz 5 oder 6 AO bei steuerbegünstigten Körperschaften sind die Betriebseinnahmen in voller Höhe zu erfassen. Die Differenz zum pauschal ermittelten Gewinn ist auf der 3. Teilseite „Betriebsausgaben“ (Zeile 21) einzutragen.
Umsatzsteuerlicher Kleinunternehmer (Zeile 8)
Hier tragen umsatzsteuerliche Kleinunternehmer ihre Betriebseinnahmen (ohne Beträge aus Zeilen 15 bis 19) mit dem Bruttobetrag ein.
Land- und Forstwirt (Zeile 10)
Diese Zeile ist nur von Land- und Forstwirten auszufüllen, deren Umsätze nicht nach den allgemeinen Vorschriften des UStG zu versteuern sind. Einzutragen sind die Bruttowerte (ohne Beträge aus Zeilen 15 bis 19). Umsätze, die nach den allgemeinen Vorschriften des UStG zu versteuern sind, sind in den Zeilen 11 bis 18 einzutragen.
Umsatzsteuerpflichtige Betriebseinnahmen (Zeile 11)
Tragen Sie hier sämtliche umsatzsteuerpflichtigen Betriebseinnahmen (ohne Beträge aus den Zeilen 16 bis 18) jeweils ohne Umsatzsteuer (netto) ein. Die auf diese Betriebseinnahmen entfallende Umsatzsteuer ist in Zeile 14 zu erfassen.
Umsatzsteuerfreie, nicht umsatzsteuerbare Betriebseinnahmen, sowie Betriebseinnahmen, für die der Leistungempfänger die Umsatzsteuer nach §13b UStG schuldet (Zeile 12)
Hier sind die nach § 4 UStG umsatzsteuerfreien (zum Beispiel Zinsen) und die nicht umsatzsteuerbaren Betriebseinnahmen (zum Beispiel Entschädigungen, öffentliche Zuschüsse wie Forstbeihilfen, Zuschüsse für Flurbereinigung, Zinszuschüsse oder sonstige Subventionen) – ohne Beträge aus Zeilen 16 bis 18 – anzugeben. Außerdem sind in dieser Zeile die Betriebseinnahmen einzutragen, für die der Leistungsempfänger die Umsatzsteuer nach § 13b UStG schuldet.
Vereinnahmte Umsatzsteuer sowie Umsatzsteuer auf unentgeltliche Wertabgaben (Zeile 14)
Die vereinnahmten Umsatzsteuerbeträge auf die Betriebseinnahmen der Zeilen 11 und 16 gehören im Zeitpunkt ihrer Vereinnahmung sowie die Umsatzsteuer auf unentgeltliche Wertabgaben der Zeilen 17 und 18 im Zeitpunkt ihrer Entstehung zu den Betriebseinnahmen und sind in dieser Zeile einzutragen.
Vom Finanzamt erstattete und gegebenenfalls verrechnete Umsatzsteuer (Zeile 15)
Hier sind die vom Finanzamt erstatteten und gegebenenfalls verrechneten Umsatzsteuerbeträge einzutragen. Die entsprechenden erstatteten steuerlichen Nebenleistungen (Verspätungszuschlag, Säumniszuschlag und andere) sind in Zeile 12, bei Kleinunternehmern in den Zeilen 8 und 9 zu erfassen.
Veräußerung oder Entnahme von Anlagevermögen (Zeile 16)
Tragen Sie hier bei Veräußerung von Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens (zum Beispiel Maschinen, Kfz) den Erlös jeweils ohne Umsatzsteuer ein. Pauschalierende Land- und Forstwirte (§ 24 UStG) tragen hier die Bruttowerte ein. Bei Entnahmen ist in der Regel der Teilwert anzusetzen. Teilwert ist der Betrag, den ein Erwerber des ganzen Betriebs im Rahmen des Gesamtkaufpreises für das einzelne Wirtschaftsgut ansetzen würde, dabei ist davon auszugehen, dass der Erwerber den Betrieb fortführt.
Private Kfz-Nutzung (Zeile 17)
Begrenzt wird dieser Betrag durch die sogenannte Kostendeckelung (vergleiche Ausführungen auf der 3. Teilseite „Betriebsausgaben“ (Zeile 55)). Für Umsatzsteuerzwecke kann aus Vereinfachungsgründen von dem Nutzungswert für die nicht mit Vorsteuern belasteten Kosten ein Abschlag von 20 Prozent vorgenommen werden. Die auf den restlichen Betrag entfallende Umsatzsteuer ist in Zeile 14 mit zu berücksichtigen.
Alternativ hierzu können Sie den tatsächlichen privaten Nutzungsanteil an den Gesamtkosten des/der jeweiligen Kfz (vergleiche 3. Teilseite „Betriebsausgaben“ (Zeilen 28, 42 und 54)) durch Führen eines Fahrtenbuches ermitteln. Der private Nutzungswert eines Fahrzeugs, das nicht zu mehr als 50 Prozent betrieblich genutzt wird, ist mit dem auf die nicht betrieblichen Fahrten entfallenden Anteil an den Gesamtaufwendungen für das Kfz zu bewerten.
Weitere Erläuterungen finden Sie in dem BMF-Schreiben vom 18.11.2009, BStBl I Seite 1326.
Sonstige Sach-, Nutzungs- und Leistungsentnahmen (Zeile 18)
In diese Zeile sind die Privatanteile (jeweils ohne Umsatzsteuer) einzutragen, die für Sach-, Nutzungs- oder Leistungsentnahmen anzusetzen sind (zum Beispiel Warenentnahmen, private Nutzung von betrieblichen Maschinen oder die Ausführung von Arbeiten am Privatgrundstück durch Arbeitnehmer des Betriebs). Bei Aufwandsentnahmen sind die entstandenen Selbstkosten (Gesamtaufwendungen) anzusetzen. Die darauf entfallende Umsatzsteuer ist in Zeile 14 zu berücksichtigen.
Betriebsausgaben (Zeilen 21 bis 57)
Betriebsausgaben sind grundsätzlich im Zeitpunkt des Abflusses zu erfassen. Ausnahmen ergeben sich insbesondere aus § 11 Absatz 2 EStG und § 4 Absatz 3 Satz 4 EStG.
Bei gemischten Aufwendungen ist ausschließlich der betrieblich/beruflich veranlasste Anteil anzusetzen (zum Beispiel Telekommunikationsaufwendungen). Die nachstehend aufgeführten Betriebsausgaben sind grundsätzlich mit dem Nettobetrag anzusetzen. Die abziehbaren Vorsteuerbeträge sind in Zeile 44 einzutragen. Kleinunternehmer geben den Bruttobetrag an. Gleiches gilt für Steuerpflichtige, die den Vorsteuerabzug nach den §§ 23, 23a und 24 Absatz 1 UStG pauschal vornehmen (vergleiche Ausführungen zu Zeile 44).
Unterhält eine steuerbegünstigte Körperschaft ausschließlich steuerpflichtige wirtschaftliche Geschäftsbetriebe, bei denen der Gewinn mit dem branchenüblichen Reingewinn oder pauschal mit 15 Prozent der Einnahmen angesetzt wird, sind keine Angaben zu den tatsächlichen Betriebsausgaben vorzunehmen. Die pauschal ermittelten Betriebsausgaben sind in Zeile 21 einzutragen.
Betriebsausgabenpauschalen für bestimmte Berufsgruppen (Zeile 21)
Nach H 18.2 (Betriebsausgabenpauschale) EStH können bei hauptberuflicher selbstständiger schriftstellerischer oder journalistischer Tätigkeit pauschal 30 Prozent der Betriebseinnahmen, maximal 2455 Euro jährlich, bei wissenschaftlicher, künstlerischer und schriftstellerischer Nebentätigkeit sowie bei nebenamtlicher Lehr- und Prüfungstätigkeit pauschal 25 Prozent der Betriebseinnahmen, maximal 614 Euro jährlich, statt der tatsächlich angefallenen Betriebsausgaben geltend gemacht werden (weiter mit Zeile 57).
nach § 3 Nummer 26 EStG für bestimmte nebenberufliche Tätigkeiten in Höhe von maximal 2100 Euro (Übungsleiterfreibetrag),
nach § 3 Nummer 26a EStG für andere nebenberufliche Tätigkeiten im gemeinnützigen Bereich in Höhe von maximal 500 Euro (Ehrenamtspauschale) und
nach § 3 Nummer 26b EStG für Aufwandsentschädigungen an ehrenamtliche Betreuer in Höhe von maximal 2100 Euro.
Die Freibeträge nach § 3 Nummer 26 EStG und § 3 Nummer 26b EStG dürfen zusammen den Betrag von 2100 Euro nicht überschreiten. Die Steuerbefreiung nach § 3 Nummer 26a EStG ist ausgeschlossen, wenn für die Einnahmen aus der Tätigkeit – ganz oder teilweise – eine Steuerbefreiung nach § 3 Nummer 12, 26 oder 26b EStG gewährt wird.
Sachliche Bebauungskostenpauschale für Weinbaubetriebe/Betriebsausgabenpauschale für Forstwirte (Zeile 22)
Die sachlichen Bebauungskosten umfassen im Falle der Pauschalierung die mit der Erzeugung landwirtschaftlicher Produkte in Zusammenhang stehenden Kosten wie zum Beispiel Düngung, Pflanzenschutz, Versicherungen, Beiträge, die Umsatzsteuer auf angeschaffte Anlagegüter und die Kosten für den Unterhalt/Betrieb von Wirtschaftsgütern, Maschinen und Geräten. Hierzu gehören auch weitere sachliche Kosten wie zum Beispiel Ausbaukosten bei selbst ausbauenden Weinbaubetrieben oder die Kosten für Flaschenweinausbau.
Die AfA für angeschaffte oder hergestellte Wirtschaftsgüter kann nicht pauschaliert werden und ist in den Zeilen 26 bis 34 einzutragen.
Soweit Betriebsausgaben nicht zu den sachlichen Bebauungskosten gehören und in den Zeilen 23 fortfolgende nicht aufgeführt sind, können diese in Zeile 47 eingetragen werden. Hierunter fallen zum Beispiel Aufwendungen für Flurbereinigung und Wegebau, sonstige Grundbesitzabgaben, Aufwendungen für den Vertrieb der Erzeugnisse oder Hagelversicherungsbeiträge.
Bei forstwirtschaftlichen Betrieben kann in Zeile 22 eine Betriebsausgabenpauschale von 55 Prozent der Einnahmen aus der Verwertung des eingeschlagenen Holzes abgezogen werden (§ 51 EStDV). Die Pauschale beträgt 20 Prozent, soweit das Holz auf dem Stamm verkauft wird. Mit den pauschalen Betriebsausgaben sind sämtliche Betriebsausgaben mit Ausnahme der Wiederaufforstungskosten und der Minderung des Buchwerts für ein Wirtschaftsgut Baumbestand abgegolten. Die Wiederaufforstungskosten sind in Zeile 23 beziehungsweise 24 einzutragen; eine Minderung des Buchwerts ist in Zeile 35 zu erfassen.
Die tatsächlich angefallenen Betriebsausgaben (vergleiche Zeilen 23 bis 56) sind dann um diese (mit der Pauschale abgegoltenen) Betriebsausgaben zu kürzen.
Waren, Rohstoffe und Hilfsstoffe einschließlich der Nebenkosten (Zeile 23)
Bezogene Fremdleistungen (Zeile 24)
Zu erfassen sind die von Dritten erbrachten Dienstleistungen, die in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Betriebszweck stehen (zum Beispiel Fremdleistungen für Erzeugnisse und andere Umsatzleistungen).
Ausgaben für eigenes Personal (Zeile 25)
AfA (Zeilen 26 bis 35)
Die nach dem 05.05.2006 angeschafften, hergestellten oder in das Betriebsvermögen eingelegten Wirtschaftsgüter des Anlage- sowie bestimmte Wirtschaftsgüter des Umlaufvermögens sind mit dem Anschaffungs-/Herstellungsdatum, den Anschaffungs-/Herstellungskosten und den vorgenommenen Abschreibungen in besondere, laufend zu führende Verzeichnisse aufzunehmen (§ 4 Absatz 3 Satz 5 EStG, R 4.5 Absatz 3 EStR). Bei Umlaufvermögen gilt diese Verpflichtung vor allem für Anteile an Kapitalgesellschaften, Wertpapiere, Grund und Boden sowie Gebäude.
AfA auf unbewegliche Wirtschaftsgüter (Zeile 26)
AfA auf immaterielle Wirtschaftsgüter (Zeile 27)
AfA auf bewegliche Wirschaftsgüter (Zeile 28)
Die Sonderabschreibungen können nur in Anspruch genommen werden, wenn im Wirtschaftsjahr vor Anschaffung oder Herstellung der Gewinn ohne Berücksichtigung des Investitionsabzugsbetrags 100000 Euro nicht überschreitet. Land- und Forstwirte können den Investitionsabzugsbetrag auch in Anspruch nehmen, wenn zwar die Gewinngrenze überschritten ist, der Wirtschaftswert bzw. Ersatzwirtschaftswert von 125000 Euro aber nicht. Darüber hinaus muss das Wirtschaftsgut im Jahr der Anschaffung oder Herstellung und im darauf folgenden Wirtschaftsjahr in einer inländischen Betriebsstätte Ihres Betriebs ausschließlich oder fast ausschließlich (mindestens zu 90 Prozent) betrieblich genutzt werden (BMF-Schreiben vom 08.05.2009, BStBl I Seite 633).
Siehe auch Ausführungen zur 4. Teilseite „Ermittlung des Gewinns“ (Zeile 63)
Aufwendungen für geringwertige Wirtschaftsgüter nach § 6 Absatz 2 EStG (Zeile 33)
Nach § 6 Absatz 2 EStG können anstatt einer AfA die Anschaffungs-/Herstellungskosten bzw. der Einlagewert von abnutzbaren, beweglichen und einer selbständigen Nutzung fähigen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens in voller Höhe als Betriebsausgaben abgezogen werden, wenn die um einen enthaltenen Vorsteuerbetrag verminderten Anschaffungs-/Herstellungskosten beziehungsweise deren Einlagewert für das einzelne Wirtschaftsgut 410 Euro nicht übersteigen (Zeile 33). Aufwendungen für GWG von mehr als 150 Euro sind in ein besonderes, laufend zu führendes Verzeichnis aufzunehmen. In der Anlage AVEÜR erfolgt keine Eintragung.
Da auch für solche Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungs-/Herstellungskosten beziehungsweise der Einlagewert 410 Euro, aber nicht 1000 Euro übersteigen, ebenfalls ein Sammelposten nach § 6 Absatz 2a EStG (Zeile 34) gebildet werden kann, ist dieses Wahlrecht für alle im Wirtschaftsjahr angeschafften/hergestellten beziehungsweise eingelegten Wirtschaftsgüter einheitlich auszuüben.
Im Fall der Bildung eines Sammelpostens können daher im selben Kalenderjahr lediglich die Aufwendungen für Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 150 Euro als sofort abzugsfähige Betriebsausgabe berücksichtigt werden; bei Anschaffungs- oder Herstellungskosten von über 1000 Euro sind die Aufwendungen über die voraussichtliche Nutzungsdauer zu verteilen.
Weitere Erläuterungen finden Sie in dem BMF-Schreiben vom 30.09.2010, BStBl I Seite 755.
Auflösung Sammelposten nach § 6 Absatz 2a EStG (Zeile 34)
Nach § 6 Absatz 2a EStG können anstatt einer AfA die Anschaffungs-/Herstellungskosten beziehungsweise der Einlagewert von abnutzbaren, beweglichen und einer selbständigen Nutzung fähigen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens ein Sammelposten gebildet werden, wenn die um einen enthaltenen Vorsteuerbetrag verminderten Anschaffungs-/Herstellungskosten beziehungsweise deren Einlagewert für das einzelne Wirtschaftsgut 150 Euro, aber nicht 1000 Euro übersteigen (GWG). Alternativ können die Anschaffungs-/Herstellungskosten beziehungsweise der Einlagewert für ein einzelnes Wirtschaftsgut bis 410 Euro sofort als Betriebsausgaben (Zeile 33) abgezogen werden.
Das Wahlrecht zur Bildung eines Sammelpostens ist für alle im Wirtschaftsjahr angeschafften/hergestellten beziehungsweise eingelegten Wirtschaftsgüter einheitlich auszuüben.
Bei Bildung eines jahrgangsbezogenen Sammelpostens ist dieser zum Ende des jeweiligen Wirtschaftsjahres gewinnmindernd mit jeweils einem Fünftel aufzulösen, das heißt im Ergebnis wird für alle enthaltenen Wirtschaftsgüter eine Nutzungsdauer von fünf Jahren unterstellt. Eine monatsgenaue Berechnung im Jahr der Anschaffung entfällt. Allerdings müssen Sie den Sammelposten auch dann weiterhin gleichmäßig auflösen, wenn Wirtschaftsgüter vor Ablauf der fünf Jahre veräußert oder entnommen werden.
Scheiden Wirtschaftsgüter zum Beispiel aufgrund Verkauf, Entnahme oder Verschrottung bei Zerstörung aus dem Betriebsvermögen aus, so ist hier der Restbuchwert als Betriebsausgabe zu berücksichtigen. Das gilt nicht für Wirtschaftsgüter des Sammelpostens. Der Restbuchwert ergibt sich regelmäßig aus den Anschaffungs-/Herstellungskosten beziehungsweise dem Einlagewert, gegebenenfalls vermindert um die bis zum Zeitpunkt des Ausscheidens berücksichtigten AfA-Beträge und Sonderabschreibungen.
Für nicht abnutzbare Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens ist der Zeitpunkt der Vereinnahmung des Veräußerungserlöses maßgebend.
Raumkosten und sonstige Grundstücksaufwendungen (Zeilen 36 bis 38)
Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer sind ausschließlich in Zeile 51 zu erfassen.
Miete/Aufwendungen für doppelte Haushaltsführung (Zeile 37)
Hier sind die Miete und sonstige Aufwendungen für eine betrieblich veranlasste doppelte Haushaltsführung einzutragen. Mehraufwendungen für Verpflegung sind nicht hier, sondern in Zeile 50 zu erfassen, Kosten für Familienheimfahrten in den Zeilen 54 bis 56.
Sonstige Aufwendungen für betrieblich genutzte Grundstücke (Zeile 38)
Tragen Sie hier die Aufwendungen für betrieblich genutzte Grundstücke (zum Beispiel Grundsteuer, Instandhaltungsaufwendungen) ein. Die AfA ist in Zeile 26 zu berücksichtigen. Schuldzinsen sind in den Zeilen 42 und folgende einzutragen.
Schuldzinsen zur Finanzierung von Anschaffungs- und Herstellungskosten von Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens (Zeile 42)
Tragen Sie in Zeile 42 die Schuldzinsen für gesondert aufgenommene Darlehen zu Finanzierung von Anschaffungs-/Herstellungskosten von Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens ein (ohne Schuldzinsen im Zusammenhang mit dem häuslichen Arbeitszimmer - diese sind in Zeile 51 einzutragen).
In diesen Fällen unterliegen die Schuldzinsen nicht der Abzugsbeschränkung. Die übrigen Schuldzinsen sind in Zeile 43 einzutragen. Diese sind bis zu einem Betrag von 2050 Euro (§ 4 Absatz 4a EStG) unbeschränkt abzugsfähig.
Bei der Ermittlung der Überentnahmen ist vom Gewinn/Verlust vor Anwendung des § 4 Absatz 4a EStG (4. Teilseite „Ermittlung des Gewinns“ (Zeile 70)) auszugehen. Der Hinzurechnungsbetrag nach § 4 Abs. 4a EStG ist auf der 4. Teilseite „Ermittlung des Gewinns“ (Zeile 71) einzutragen.
Bei Gesellschaften/Gemeinschaften sind die nicht abziehbaren Schuldzinsen gesellschafterbezogen zu ermitteln. Der nicht abziehbare Teil der Schuldzinsen ist deshalb für jeden Beteiligten gesondert zu berechnen. Der Betrag von 2050 Euro ist auf die Mitunternehmer nach ihrer Schuldzinsenquote aufzuteilen. Weitere Erläuterungen dazu finden Sie im BMF-Schreiben vom 07.05.2008, BStBl I Seite 588.
Übrige Schuldzinsen (Zeile 43)
In diesen Fällen unterliegen die Schuldzinsen nicht der Abzugsbeschränkung. Die übrigen Schuldzinsen sind in Zeile 43 einzutragen. Diese sind bis zu einem Betrag von 2050 Euro unbeschränkt abzugsfähig.
Darüber hinaus sind sie nur beschränkt abzugsfähig, wenn sogenannten Überentnahmen getätigt wurden.
Bei der Ermittlung der Überentnahmen ist vom Gewinn/Verlust vor Anwendung des § 4 Absatz 4a EStG (4. Teilseite „Ermittlung des Gewinns“ (Zeile 70)) auszugehen. Der Hinzurechnungsbetrag nach § 4 Absatz 4a EStG ist auf der 4. Teilseite „Ermittlung des Gewinns“ (Zeile 71) einzutragen.
Gezahlte Vorsteuerbeträge (Zeile 44)
An das Finanzamt gezahlte und gegebenenfalls verrechnete Umsatzsteuer (Zeile 45)
Die aufgrund der Umsatzsteuervoranmeldungen oder aufgrund der Umsatzsteuerjahreserklärung an das Finanzamt gezahlte und gegebenenfalls verrechnete Umsatzsteuer ist hier einzutragen. Die Zinsen zur Umsatzsteuer sind in Zeile 43, die übrigen steuerlichen Nebenleistungen (Verspätungszuschlag, Säumniszuschlag und andere) in Zeile 47 zu erfassen. Bei mehreren Betrieben ist eine Aufteilung entsprechend der auf den einzelnen Betrieb entfallenden Zahlungen vorzunehmen.
Übrige unbeschränkt abziehbare Betriebsausgaben (Zeile 47)
Tragen Sie hier die übrigen unbeschränkt abziehbaren Betriebsausgaben ein, soweit diese nicht in den Zeilen 21 bis 46 berücksichtigt worden sind.
Beschränkt abziehbare Betriebsausgaben und Gewerbesteuer (Zeilen 48 bis 53)
Geschenke (Zeile 48)
Bewirtungsaufwendungen (Zeile 49)
Aufwendungen für die Bewirtung von Personen aus geschäftlichen Anlass sind zu 70 Prozent abziehbar und zu 30 Prozent nicht abziehbar. Die in Zeile 44 zu berücksichtigende hierauf entfallende Vorsteuer ist allerdings voll abziehbar.
Verpflegungsmehraufwendungen (Zeile 50)
Verpflegungsmehraufwendungen anlässlich einer Geschäftsreise oder einer betrieblich veranlassten doppelten Haushaltsführung sind hier zu erfassen. Die Fahrtkosten sind in den Zeilen 54 bis 56 zu berücksichtigen. Sonstige Reise- und Reisenebenkosten tragen sie bitte in Zeile 47 ein. Aufwendungen für die Verpflegung sind unabhängig vom tatsächlichen Aufwand nur in Höhe der Pauschbeträge abziehbar.
Pauschbeträge (für Reisen im Inland)
bei mindestens 14 Stunden Abwesenheit 12 Euro
bei mindestens 8 Stunden Abwesenheit 6 Euro
Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer (Zeile 51)
Falls Sie als Anlageverzeichnis die Anlage AVEÜR nutzen, ist die Absetzung für Abnutzung für das häusliche Arbeitszimmer dort zusätzlich zu erfassen.
Sonstige beschränkt abziehbare Betriebsausgaben (Zeile 52)
Aufwendungen für Wege zwischen Wohnung und Betriebsstätte sowie für Familienheimfahrten sind nicht hier, sondern in den Zeilen 54 bis 56 zu erklären.
Gewerbesteuer (Zeile 53)
Tatsächliche Kraftfahrzeugkosten und andere Fahrtkosten (Zeile 54)
Hierzu gehören alle festen und laufenden Kosten für zum Betriebsvermögen gehörende Kfz (zum Beispiel Versicherungsbeiträge, Kraftstoff- und Reparaturkosten – ohne AfA und Zinsen). Ebenso sind hier die Aufwendungen für alle weiteren betrieblich veranlassten Fahrten (zum Beispiel Fahrten mit dem privaten Kfz und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln) einzutragen.
Kraftfahrzeugkosten für Wege zwischen Wohnung und Betriebsstätte, Familienheimfahrten (Zeile 55)
Aufwendungen für Wege zwischen Wohnung und Betriebsstätte können nur eingeschränkt als Betriebsausgabe abgezogen werden.
Grundsätzlich darf nur die Entfernungspauschale als Betriebsausgabe berücksichtigt werden (vergleiche Zeile 56).
Deshalb werden hier zunächst die tatsächlichen Aufwendungen, die auf Wege zwischen Wohnung und Betriebsstätte entfallen, eingetragen. Sie mindern damit Ihre tatsächlich ermittelten Gesamtaufwendungen (Betrag aus Zeile 54 zuzüglich AfA und Zinsen). Nutzen Sie ein Fahrzeug für Fahrten zwischen Wohnung und Betriebsstätte, für das die Privatnutzung nach der 1 Prozent-Regelung ermittelt wird (vergleiche 2. Teilseite „Betriebseinnahmen“ (Zeile 17) sowie BMF-Schreiben vom 18.11.2009, BStBl I Seite 1326), ist der Kürzungsbetrag wie folgt zu berechnen:
Es ist höchstens der Wert einzutragen, der sich aus der Differenz der tatsächlich ermittelten Gesamtaufwendungen (Betrag aus Zeile 54 zuzüglich AfA und Zinsen) und der Privatentnahme (Betrag aus Zeile 17, 2. Teilseite „Betriebseinnahmen“) ergibt (sogenannte Kostendeckelung).
Mindestens abziehbare Kraftfahrzeugkosten für Wege zwischen Wohnung und Betriebsstätte, Familienheimfahrten (Zeile 56)
Bei Familienheimfahrten beträgt die Entfernungspauschale ebenfalls 0,30 Euro je Entfernungskilometer.
Tragen Sie den so ermittelten Betrag hier ein.
Hinzurechnung der Investitionsabzugsbeträge nach § 7g Absatz 2 EStG (Zeile 63)
Wurde für ein Wirtschaftsgut der Investitionsabzugsbetrag nach § 7g Absatz 1 EStG in Anspruch genommen, so ist im Wirtschaftsjahr der Anschaffung oder Herstellung der Investitionsabzugsbetrag (maximal 40 Prozent der Anschaffungs-/Herstellungskosten) gewinnerhöhend hinzuzurechnen. Nach § 7g Absatz 2 Satz 2 EStG können die Anschaffungs-/Herstellungskosten des Wirtschaftsguts um bis zu 40 Prozent höchstens jedoch um die Hinzurechnung, gewinnmindernd herabgesetzt werden. Diese Herabsetzungsbeträge sind auf der 3. Teilseite „Betriebsausgaben“ (Zeile 32) einzutragen. Die Bemessungsgrundlage für weitere Absetzungen und Abschreibungen verringert sich entsprechend.
Gewinnzuschlag nach § 6b Absatz 7 und 10 EStG (Zeile 64)
Investitionsabzugsbeträge nach § 7g Absatz 1 EStG (Zeile 65)
Steuerpflichtige können nach § 7g EStG für die künftige Anschaffung oder Herstellung von abnutzbaren beweglichen Wirtschaftsgütern des Anlagevermögens bis zu 40 Prozent der voraussichtlichen Anschaffungs-/ Herstellungskosten gewinnmindernd berücksichtigen (Investitionsabzugsbeträge).
Bei Einnahmeüberschussrechnung ist Voraussetzung, dass
der Gewinn (vor Berücksichtigung von Investitionsabzugsbeträgen) nicht mehr als 100000 Euro oder der Wirtschaftswert bzw. der Ersatzwirtschaftswert bei Land- und Forstwirten nicht mehr als 125000 Euro beträgt und
der Steuerpflichtige beabsichtigt, das Wirtschaftsgut in den folgenden drei Wirtschaftsjahren anzuschaffen/herzustellen und
das Wirtschaftsgut im Wirtschaftsjahr der Anschaffung/Herstellung und im darauf folgenden Jahr in einer inländischen Betriebsstätte dieses Betriebs ausschließlich oder fast ausschließlich (mindestens zu 90 Prozent) betrieblich genutzt wird und
der Steuerpflichtige das Wirtschaftsgut seiner Funktion nach benennt sowie die voraussichtlichen Anschaffungs-/Herstellungskosten angibt.
Die Summe der berücksichtigten Investitionsabzugsbeträge darf im Wirtschaftsjahr des Abzugs und in den drei vorangegangenen Wirtschaftsjahren insgesamt nicht mehr als 200000 Euro betragen.
Die Höhe der Beträge ist für jedes einzelne Wirtschaftsgut zu erläutern (vergleiche BMF-Schreiben vom 08.05.2009; BStBl I Seite 633).
Hinzu-/und Abrechnungen bei Wechsel der Gewinnermittlungsart (Zeile 66)
Ergebnisanteile aus Beteiligungen an Personengesellschaften (Zeile 67)
Hier sind die gesondert und einheitlich festgestellten Ergebnisanteile aus Beteiligungen an Personengesellschaften (Mitunternehmerschaften, vermögensverwaltende Personengesellschaften und Kostenträgergemeinschaften wie zum Beispiel Bürogemeinschaften) einzutragen. Die in der gesonderten und einheitlichen Feststellung berücksichtigten Betriebseinnahmen und –ausgaben dürfen nicht zusätzlich auf der 2. Teilseite „Betriebseinnahmen“ (Zeilen 8 bis 20) und auf der 3. Teilseite „Betriebsausgaben“ (Zeilen 21 bis 66) angesetzt werden.
Soweit Ergebnisanteile dem Teileinkünfteverfahren beziehungsweise § 8b KStG unterliegen, sind sie hier in voller Höhe (einschl. steuerfreier Anteile) einzutragen. Die entsprechende Korrektur erfolgt in Zeile 69.
Bereits berücksichtigte Beträge, für die das Teileinkünfteverfahren beziehungsweise § 8b KStG gilt (Zeile 69)
Nach § 3 Nummer 40 EStG und § 8b KStG werden die dort aufgeführten Erträge (teilweise) steuerfrei gestellt. Damit in Zusammenhang stehende Aufwendungen sind nach § 3c Absatz 2 EStG und § 8b KStG (teilweise) nicht zum Abzug zugelassen. Der Saldo aus den Erträgen und den Aufwendungen ist als Gesamtbetrag zu erklären. Der steuerlich nicht zu berücksichtigende Teil ist mit entsprechenden Vorzeichen als Korrekturbetrag anzugeben.
Rücklagen nach § 6c in Verbindung mit §6b EStG (Zeile 73)
Bei der Veräußerung von Anlagevermögen ist der Erlös auf der 2. Teilseite „Betriebseinnahmen“ (Zeile 16) als Einnahme zu erfassen. Sie haben dann die Möglichkeit, bei bestimmten Wirtschaftsgütern (zum Beispiel Grund und Boden, Gebäude, Aufwuchs) den entstehenden Veräußerungsgewinn (sogenannte Stille Reserven) von den Anschaffungs-/Herstellungskosten angeschaffter oder hergestellter Wirtschaftsgüter abzuziehen (vergleiche Zeile 74). Soweit Sie diesen Abzug nicht im Wirtschaftsjahr der Veräußerung vorgenommen haben, können Sie den Veräußerungsgewinn in eine steuerfreie Rücklage einstellen, die als Betriebsausgabe behandelt wird. Die Anschaffung/Herstellung muss innerhalb von vier (bei Gebäuden sechs) Wirtschaftsjahren nach Veräußerung erfolgen. Anderenfalls ist eine Verzinsung der Rücklage vorzunehmen (vergleiche 4. Teilseite „Ermittlung des Gewinns“ (Zeile 64)). Die Rücklage ist in diesen Fällen gewinnerhöhend aufzulösen.
Erhalten Sie Entschädigungszahlungen für Wirtschaftsgüter, die auf Grund höherer Gewalt (zum Beispiel Brand, Sturm, Überschwemmung, Diebstahl, unverschuldeter Unfall) oder zur Vermeidung eines behördlichen Eingriffs (zum Beispiel Enteignung) aus dem Betriebsvermögen ausgeschieden sind, können Sie den entstehenden Gewinn in eine Rücklage für Ersatzbeschaffung nach R 6.6 EStR gewinnmindernd einstellen.
Rücklagen, die steuerbegünstigte Körperschaften im ideellen Bereich gebildet haben (§ 58 Nummer 6 und Nummer 7 AO), mindern nicht den Gewinn und sind deshalb hier nicht einzutragen.
Ausgleichsposten nach § 4g EStG (Zeile 75)
Entnahmen und Einlagen (Zeilen 77 und 78)
Hier sind die Entnahmen und Einlagen einzutragen, die nach § 4 Absatz 4a EStG gesondert aufzuzeichnen sind. Dazu zählen nicht nur die durch die private Nutzung betrieblicher Wirtschaftsgüter oder Leistungen entstandenen Entnahmen, sondern auch die Geldentnahmen und –einlagen (zum Beispiel privat veranlasste Geldabhebung vom betrieblichen Bankkonto oder Auszahlung aus der Kasse). Entnahmen und Einlagen, die nicht in Geld bestehen, sind grundsätzlich mit dem Teilwert – gegebenenfalls zuzüglich Umsatzsteuer - anzusetzen (vergleiche Ausführungen auf der 2. Teilseite „Betriebseinnahmen“ (Zeile 16))
Im Feld „Anschaffungs-/Herstellungskosten/Einlagewert“ sind die historischen Anschaffungs-/Herstellungskosten beziehungsweise Einlagewerte, der zu Beginn des Gewinnermittlungszeitraums vorhandenen Wirtschaftsgüter, gegebenenfalls vermindert um übertragene Rücklagen, Zuschüsse oder Herabsetzungsbeträge nach § 7g Absatz 2 EStG, einzutragen.
Im Feld „Zugänge“ sind die Wirtschaftsgüter mit den Anschaffungs-/Herstellungskosten oder dem Einlagewert, gegebenenfalls vermindert um übertragene Rücklagen, Zuschüsse oder Herabsetzungsbeträge nach § 7g Absatz 2 EStG, einzutragen.
Die Minderung durch einen Zuschuss ist nicht im Wirtschaftsjahr der Vereinnahmung, sondern im Wirtschaftsjahr der Bewilligung zu berücksichtigen.
Die Einzelbeträge der Abgänge sind insgesamt (ohne Betrag aus Zeile 22 der Anlage AVEÜR) in die Zeile 35 der Anlage EÜR zu übertragen.
Es ist nur Umlaufvermögen im Sinne des § 4 Absatz 3 Satz 4 EStG einzutragen.
Darunter fallen zum Beispiel Wertpapiere, Grund und Boden sowie Gebäude.
Anteile an Unternehmen et cetera, für deren Erträge das Teileinkünfteverfahren beziehungsweise § 8b KStG gilt.
Die Eintragungen in den Zeilen 4 bis 8 dienen der Ermittlung des maßgeblichen Gewinns für Zwecke des § 4 Absatz 4a EStG (vergleiche Randnummer 8 des BMF-Schreibens vom 17.11.2005, BStBl I Seite 1019).
Ergebnisanteile aus Mitunternehmerschaften (Zeile 6)
Hier ist ein in Zeile 67 der Anlage EÜR (vergleiche 4. Teilseite „Ermittlung des Gewinns“) enthaltener
Gewinn aus der Beteiligung an einer Mitunternehmerschaft abzuziehen beziehungsweise
Verlust aus der Beteiligung an einer Mitunternehmerschaft hinzuzurechnen
Veräußerungs-/Aufgabegewinn beziehungsweise Verlust (Zeile 7)
Hier ist ein nicht im Gewinn/Verlust laut Zeile 70 der Anlage EÜR (vergleiche 4. Teilseite „Ermittlung des Gewinns“) enthaltener
Veräußerungs-/Aufgabegewinn hinzuzurechnen beziehungsweise
Veräußerungs-/Aufgabeverlust abzuziehen.
Tatsächlich angefallene Schuldzinsen des laufenden Wirtschaftsjahres (Zeile 22)
Hier sind die Schuldzinsen zur Finanzierung des Anlagevermögens laut Zeile 42 der Anlage EÜR (vergleiche 3. Teilseite „Betriebsausgaben“), die übrigen Schuldzinsen laut Zeile 43 der Anlage EÜR (vergleiche 3. Teilseite „Betriebsausgaben“) und solche Schuldzinsen, die in anderen Beträgen (zum Beispiel Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer) enthalten sind, einzutragen, soweit sie keinen steuerlichen Abzugsbeschränkungen (mit Ausnahme der Vorschrift des § 4 Absatz 4a EStG) unterliegen.
Schuldzinsen im Sinne des § 4 Absatz 4a Satz 5 EStG (Zeile 23)
Hier ist grundsätzlich der Betrag der Schuldzinsen laut Zeile 42 der Anlage EÜR (vergleiche 3. Teilseite „Betriebsausgaben“) einzutragen. Sofern in anderen Zeilen (zum Beispiel in Zeile 51 der Anlage EÜR, vergleiche 3. Teilseite „Betriebsausgaben“ zum häuslichen Arbeitszimmer) weitere Schuldzinsen für Investitionsdarlehen enthalten sind, sind diese ebenfalls zu berücksichtigen. Korrekturen können sich auch hier auf Grund steuerlicher Abzugsbeschränkungen ergeben (vergleiche Erläuterungen zu Zeile 22).

References: §4
 §64
 §64
 §64
 § 11
 § 4
 § 64
 §13
 § 4
 § 13
 § 11
 § 4
 § 3
 § 3
 § 3
 § 3
 § 3
 § 3
 § 3
 § 6
 § 6
 § 6
 § 6
 § 6
 § 4
 § 4
 § 4
 § 4
 § 7
 § 7
 § 7
 § 6
 § 7
 § 7
 § 8
 § 8
 § 3
 § 8
 § 3
 § 8
 § 6
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 § 4
 § 4
 § 7
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 § 4
 § 8
 § 4
 § 4
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