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Timestamp: 2019-06-25 13:00:47+00:00

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ALG II wann beantragen? Und Unterschiede | Erwerbslosenforum Deutschland
ALG II wann beantragen? Und Unterschiede
Themenstarter Mickey84
Datum Start 12 April 2010
beantragen unterschiede
ich beziehe noch ALG was mir jetzt Ende dieser Woche abläuft.
Das heisst bis zum 17.04.2010.
Soviel ich weiß, muss man ALG II 4 Wochen vor Ende des ALG beantragen. Das würde bedeuten, dass ich erst ALG II ab dem Tag bekomme wann ich hin gehe + 4 Wochen.
Und bis dahin muss ich mich selber versichern.
Die andere Sache ist folgende.
Auf was muss ich mich beim Job Center einstellen? Was ist der große Unterschied?
Läuft das mit den Bewerbungen/Eigenbemühungen wie bisher?
möglichst noch Heute beantragen da erst ab Antragstellung gezahlt wird.(Bearbeitung ca 4-6 Wochen)
Am besten hier Antrag (unter downlaod) runterladen,ausfüllen und ab per Fax(gleichzeitig Sendekopi)
Bewerbungen/Eigenbemühen wie gehabt,evtl.kommen aber Sanktionsandrohungen,Schikanen,unangemessene Wohnung etc. dazu
Tip:Niemals alleine zum Amt
Das heisst, wenn ich morgen das Fax rausschicke mit dem Antrag, dann zahlen die ab dem 18.04.2010 ?
Ok, ich lebe noch bei meinen Eltern.
Aber warum nie alleine zum Amt?
Mickey84 meinte:
Weil du alleine nie beweisen kannst, was dir zugesagt wurde, wie mies man dich behandet hat usw
Ich will dir keine Angst machen, es gibt auch SB, die anders sind... aber : Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste!
Und ich denke, du bist auch noch nicht so fit
das SGB II betreffend,
auf alles die passende Antwort zu haben,
weißt noch nicht, ob du dem Druck standhalten kannst, wenn man dir Leistungsverweigerung androht, falls du die EGV nicht unterschreibst usw...
Ist man ncht alleine geht vieles schneller und man wird besser oft besser behandelt!
Und der Beistand kann mitschreiben, man kann danach ein Gesprächsprotokoll erstellen...und er kann notfalls als Zeuge fungieren.
Du solltest Dir überlegen, den Antrag im April erst nach Zufluss des letzten Arbeitslosengeldes zu stellen. Die "Alg-II-Bedarfszeit" gilt im Monat der Antragstellung nicht für den vollen Monat; erst im darauffolgenden Monat wird Einkommen auf den vollen Monat angerechnet, da man ja den ganzen Monat bedürftig ist. In Deinem Fall könnte zuletzt zufließendes Alg I Vermögen bleiben (also kein anrechenbares Einkommen).
Siehe BSG-Urteile zur Neudefinition der Bedarfszeit im SGB II im Gegensatz zur BSHG-Zeiten 14/7b AS 12/07 R und B14/11 AS 17/07 R:
B 14/7b AS 12/07 R meinte:
Randziffer 20:
Anders als unter Geltung des BSHG ist maßgeblicher Zeitpunkt für die Unterscheidung von Einkommen und Vermögen im SGB II aber die Antragstellung gemäß § 37 SGB II (vgl BSG, Urteile vom 30. Juli 2008 - B 14 AS 26/07 R und B 14/7b AS 17/07 R). Einkommen iS des § 11 Abs 1 SGB II ist grundsätzlich mithin alles, was jemand nach der Antragstellung beim Grundsicherungsträger wertmäßig dazu erhält und Vermögen das, was er vor der Antragstellung beim zuständigen Träger der Grundsicherung bereits hatte. Da die Leistungsgewährung nach § 5 BSHG keinen Antrag voraussetzte, war die Bedarfszeit im Sozialhilferecht nach der Rechtsprechung des BVerwG die Zeit, in der der Bedarf bestand und (grundsätzlich rechtzeitig) zu decken war. Bei der Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem BSHG war in der Regel auf den jeweiligen Kalendermonat als der für die Abgrenzung von Einkommen und Vermögen maßgeblichen Bedarfszeit abzustellen (BVerwG, Urteil vom 22. April 2004 - 5 C 68/03 = BVerwGE 120, 339 ff). An diese Rechtsprechung kann für das SGB II nicht angeknüpft werden, weil § 37 SGB II ein konstitutives Antragserfordernis statuiert, sodass Leistungen den Hilfebedürftigen jeweils erst auch ab Antragstellung zustehen. Auf die Kenntnis des Leistungsträgers von der Hilfebedürftigkeit kommt es anders als im Sozialhilferecht nicht an (vgl BT-Drucks 15/1516, S 62 zu § 37). Die Bedarfszeit im Sinn der Rechtsprechung des BVerwG kann im SGB II damit erst mit der Antragstellung beginnen.
Unter Berücksichtigung dieser Grundsätze sind die den Klägern am 25. August 2005 gutgeschriebene Einkommensteuererstattung für das Jahr 2004 sowie die am 13. September 2005 bei ihnen eingegangene Kirchensteuererstattung (evangelisch) 2004 als Vermögen einzuordnen, weil ihnen die Einnahmen hieraus jedenfalls noch vor der Antragstellung auf Leistungen nach dem SGB II am 22. September 2005 zugeflossen sind. Der Bedarfszeitraum nach dem SGB II und zugleich auch der Bewilligungszeitraum iS des § 41 Abs 1 Satz 3 SGB II begann für die Kläger erst mit der Antragstellung. Gemäß § 37 SGB II setzt die Gewährung von Leistungen nach dem SGB II einen Antrag voraus und werden Leistungen für die Zeit vor ...
weiter hier: https://juris.bundessozialgericht.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bsg&Art=en&Datum=2008-7&nr=10725&pos=3&anz=21
Fachliche Hinweise der BA zum SGB II - § 37 Antragserfordernis:
Fassung vom 20.03.2009:
• Rz. 37.7: Regelung zur Rückwirkung der Antragstellung auf den Monatsersten infolge der Neudefinition der Bedarfszeit (vgl. Rz. 9.4) aufgehoben (BSG-Urteile vom 30.7.2008 B14/7b AS 12/07 R und B14/11 AS 17/07 R)
„mit Wirkung zum“ (37.1a):
(1a) Bei der Ermittlung des wirklichen Willens ist auch zu erfragen, ob der Antragsteller Leistungen ab einem bestimmten Zeitpunkt begehrt (Antragstellung mit Wirkung zum …). Von Bedeutung ist dies z. B. bei vorzeitiger Antragstellung im Falle eines auslaufenden Arbeitslosengeld I-Anspruches (Rechtskreiswechsler). Es ist daher zu ermitteln, ob der Antragsteller aufstockende Leistungen nach dem SGB II begehrt oder (nahtlose) Leistungen im Anschluss an Arbeitslosengeld I.
Ein Rechenbeispiel in den FH zum § 9 - Hilfebedürftigkeit:
• Rz. 9.4: Anpassung Definition Bedarfszeitraum an BSG-Rechtsprechung
Bedarfszeit/Monatsprinzip (Randziffer 9.4):
(2) Die Bedarfszeit beginnt mit der Wirksamkeit der Antragstellung. Bei der Berechnung des Leistungsanspruchs wird das Einkommen, das während der Bedarfszeit zufließt, dem in dieser Zeit bestehenden Bedarf gegenüber gestellt. Bei Teilmonaten ist auch das Einkommen nur anteilig zu berücksichtigen. Dies gilt auch für den Zufluss von Sozialleistungen wie z.B. Arbeitslosengeld.
Mit Beginn des auf die Antragstellung folgenden Monats ist der Leistungsanspruch monatsbezogen zu berechnen.
Beschäftigung bis 15.04.08
Einkommen fließt am 20.04.08 zu
Mtl. Bedarf: 1.400 €
Antragstellung am 16.04.08
Einkommen: -800 €
600€ : 30 x 15 = 300 € (Auszahlbetrag Alg II)
Würde das Einkommen in diesem Beispiel vor Alg-II-Antragstellung (und zwar ruhig im Monat der Antragstellung), also z.B. am 10.04. zufließen, würde es nicht als Einkommen angerechnet:
Monatl. Bedarf: 1.400 € bleibt
Einkommen abzuziehen: keines (800 € nicht zu berücksichtigen, obwohl in demselben Monat der Antragstellung, aber eben noch vor Antragsstellung zugeflossen)
1.400 € Monatsbedarf : 30 Tage x 15 Tage = 700 € Alg II für den Monat der Antragsstellung in diesem Beispiel im Gegensatz zu 300 € Alg II mit teilverrechnetem Einkommen.
Zuerst einmal vielen Dank euch für die Tipps.
Ok, das verstehe ich mit der Begleitung. Es wirkt immer anders. Und ich weiß auch aus meiner Erfahrung, wenn ich mit anderen bei Behörden war, dass sie dann immer wissen wollen, wer ich bin...
Das mit der EGV ist ja immer so eine Sache. Bisher habe ich nur darauf geachtet, wie oft ich mich bewerben muss. Und da wird auch vereinbart wann ich die Nachweise vorlegen muss.
Ansonsten ist es ja für mich an Ort und Stelle schwer zu entscheiden, ob die EGV ok ist bzw. rechtens.
Also mein letztes ALG ist Anfang April zugeflossen. Das Einzige was ich noch erwarte ist eine Entscheidung über die Aufhebung einer Sperrzeit die mir vor einigen Wochen verhängt wurde. Da könnten noch ca. 200 Euro nachkommen.
Aber daran kann ich jetzt ja nicht denken.
Und wenn ich richtig verstehe, kann ich den Antrag noch heute per Fax an das Job-Center senden, weil mein ALG Anfang April gezahlt wurde bis zum 17.04.2010 ?
Mir geht es eigentlich in allererster Linie um die Kranken- und Rentenversicherung, also wie das nun ablaufen wird.
Ich habe gedacht ich muss die aus eigener Tasche zahlen bis der Antrag genehmigt wurde.
Denn bis zum 17.04.2010 bin ich ja versichert.
Ich habe eine Frage zum Antrag.
Ich lebe noch bei meinen Eltern im Haushalt. Mein Vater ist beschäftigt und meine Mutter hat einen Mini-Job.
Wo beim Antrag muss ich das erwähnen?
Auf Seite 3 im Punkt III. Persönliche Verhältnisse der mit dem Antragsteller in einem Haushalt lebenden weiteren Personen?
Da müsste ich dann quasi meine Eltern und Bruder eintragen?
Wenn ja, verstehe ich nicht warum bei denen gefragt wird, ob sie mindestens 3 Stunden am Tag arbeiten könnten. Denn sie sind ja beschäftigt bzw. beziehen kein ALG II.
Vielen Dank für´s Lesen.[FONT=Arial,Bold][FONT=Arial,Bold]
Das muß man denen nicht sagen, wer der Beistand ist!
Wichtig zu wissen ist, was der beistand sagt, gilt als wenn du es gesagt hättest. Gib mal Beistand in die Suche ein...
Lad dir mal das Muster aus dem Downloadbereich rnter und paß es für dich an, dann hasteine Verhandlungsgrundlage.
Und unterschreib nie was in der ARGE (außer bei Barauszahlung), immer mitnehmen, eine EGV z.B., da sollte man dir 14 Tage zur Prüfung geben
Und wenn ich richtig verstehe, kann ich den Antrag noch heute per Fax an das Job-Center senden
Wenn du den ALG II Antrag stellst und Anspruch hast brauchst nichts selbst zahlen...
Zuerst mal ne Frage: Wie alt bist du und hast du eine abgeschlossene Berufsausbildung?
Das ist wichtig denn...
... man wird euch versuchen in eine BG zu packen und dann ist deine Familie mitgefangen, man wird wie bei dir Bewerbungen verlangen, damit sie mehr verdienen und dich mitunterhalten können.
Also, schick den Antrag nch nicht raus, bevor wir das hier nicht geklärt aben, wie du den Antrag nur für dich stellst!
Soweit ich weiss, bist Du noch 4 Wochen weiter versichert, wenn das ALG I ausläuft. Wenn Du Dich selbeber weiterversicherst und das ALG II wird dann rückwirkend bewilligt, solltest Du dei Beiträge zurückerhalten.
Warum Die die Angaben zu DEinen Eltern und Deinem Bruder gaben wollen? Weil man Euch in eine Bedarfsgemeinschaft stecken will. Dann würde der Verdienst Deiner Eltern in den Gesamtbedarf von Euch allen eingerechnet und nur, wenn das den Gesamtbedarf der BG nicht deckt, würdest Du noch Geld bekommen. Deine Eltern und Dein Bruder wüden dann aber auch den Bestimmungen der ARGE unterliegen.
Bost Du über 25? Dann solltest Du zum Einkommen Deiner Verwandten keine Angaben machen. Dann müsstet Ihr als Haushaltsgemeinschaft eingestuft werden nd Du wirst Deine eigene BG.
Ich bin 25 und fange kommendes Wintersemester an zu studieren. Habe keine abgeschlossene Berufsausbildung.
Wäre ich unter 25, würde man z.B. im Fall meiner Mutter wollen, dass sie sich auch einen Job sucht ?
Auch wenn ich jetzt 25 bin, wollen die dann wissen, was mein Vater verdient?
Die können ja eigentlich froh sein, dass ich nicht ausziehe und mir eine Wohnung zahlen lassen will...
Wegen der Krankenversicherung. Also wäre ich ab dem 17.04.2010 noch 4 weitere Wochen automatisch versichert. Und wer zahlt das? Die Arbeitsagentur automatisch?

References: § 37
 § 11
 § 5
 § 37
 § 37
 § 41
 § 37
 § 37
 § 9