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Timestamp: 2016-10-28 14:19:09+00:00

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Art. 28a al. 3 CC; remise du gain. Le droit � la remise du gain ne suppose pas une gestion int�ress�e de mauvaise foi (consid. 2.4). Il peut se cumuler avec le droit � des dommages-int�r�ts (consid. 2.5). Doivent �tre prouv�s l'atteinte � la personnalit�, le gain et le lien de causalit�; l� o� une preuve stricte est impossible, une vraisemblance pr�pond�rante suffit (consid. 3.3). Crit�res pour la d�termination du gain en relation avec un article publi� dans la presse �crite (consid. 3.4-3.6). Faits � partir de page 154
A. Willy Schnyder (Kl�ger) ist der Vater der Tennisspielerin Patty Schnyder. Diese unterhielt mit Rainer Harnecker eine Liebesbeziehung, die vom Kl�ger als besorgniserregend eingestuft wurde. Zur Kl�rung seiner Bedenken setzte er auf seine Tochter den Privatdetektiv Rainer Hofmann an, der seinerseits eine Beziehung zu Patty Schnyder aufnahm. Aufgrund der strafrechtlichen Vergangenheit Hofmanns �usserte der Kl�ger wiederum Bedenken gegen den neuen Geliebten seiner Tochter. Das Verh�ltnis zwischen dem Kl�ger und Patty Schnyder verschlechterte sich in der Folge.
Beat Kraushaar (Beklagter Ziff. 2) verfasste im Jahr 2002 f�r den zur Ringier AG (Beklagte Ziff. 1) geh�renden Sonntagsblick verschiedene Artikel, unter anderem auch solche, in denen sich Patty Schnyder �ber die Beziehung zu ihrem Vater �usserte.
B. Mit Klage vom 28. Mai 2003 stellte Willy Schnyder das Begehren, es sei festzustellen, dass die Beklagten mit ihrer Berichterstattung in folgenden Ausgaben des Sonntagsblicks seine Pers�nlichkeit widerrechtlich verletzt h�tten:
- Ausgabe vom 10. Februar 2002: Titelseite : "Blanker Hass! - Patty Schnyder klagt ihre Eltern ein - 'Sie sind wie die Taliban'"; Artikel mit dem Titel: "Veruntreuung, Erpressung, N�tigung - schwere Vorw�rfe Patty Schnyders an ihre Eltern - Pattys h�rtester Kampf";
- Ausgabe vom 17. Februar 2002: Artikel mit dem Titel: "Patty will ihr Geld zur�ck - Vater Schnyder und seine Briefkastenfirmen";
- Ausgabe vom 10. M�rz 2002: Artikel mit dem Titel: "Greenpeace attackiert Pattys Vater";
- Ausgabe vom 3. November 2002: Aushang : "Patty Schnyder gewinnt Mio.-Prozess gegen Vater"; Titelseite : "Patty Schnyder: Sieg vor Gericht - gegen den eigenen Vater"; Artikel mit dem BGE 133 III 153 S. 155Titel: "Patty Schnyder: 'Dann will ich meinen Vater im Gef�ngnis sehen'".
Nebst der Feststellung der Pers�nlichkeitsverletzung verlangte der Kl�ger sodann die Ver�ffentlichung des Urteils, die L�schung der betreffenden Artikel auf dem Internet sowie die Verurteilung der Beklagten zu Schadenersatz von Fr. 7'395.-, zu einer Genugtuung von Fr. 5'000.- und zur Herausgabe des Gewinns.
In teilweiser Gutheissung der Klage stellte das Bezirksgericht Z�rich, 6. Abteilung, mit Urteil vom 28. Oktober 2004 fest, dass der Kl�ger durch den Artikel im Sonntagsblick vom 17. Februar 2002 in seiner Pers�nlichkeit insoweit widerrechtlich verletzt worden sei, als er darin tatsachenwidrig als Gesch�ftsmann, der undurchsichtige Finanzgesch�fte t�tigt, dargestellt worden war, und verpflichtete die Beklagte Ziff. 1 zur entsprechenden Urteilsver�ffentlichung. Die �brigen Begehren wies das Bezirksgericht ab, soweit es darauf eintrat.
Mit Urteil vom 16. Dezember 2005 stellte das Obergericht des Kantons Z�rich in weiterer teilweiser Gutheissung der Klage zus�tzlich fest, dass der Kl�ger durch den Artikel im Sonntagsblick vom 10. Februar 2002 in seiner Pers�nlichkeit insofern widerrechtlich verletzt worden sei, als er in seiner Rolle als Vater als "Taliban" bezeichnet und der Straftatbest�nde der Veruntreuung, Erpressung, N�tigung und des unbefugten Aufnehmens von Gespr�chen verd�chtigt worden war, und verpflichtete die Beklagte Ziff. 1 zur entsprechenden Urteilsver�ffentlichung. Die �brigen Begehren wies das Obergericht ab, soweit es darauf eintrat.
C. Gegen das Urteil des Obergerichts hat Willy Schnyder am 14. Februar 2006 beschr�nkt auf die Punkte der Gewinnherausgabe und der Genugtuung Berufung eingereicht mit den Begehren um Verurteilung der Beklagten Ziff. 1 zur Herausgabe eines Gewinns von Fr. 75'000.- nebst Zins, eventualiter um R�ckweisung der Sache an die Vorinstanz zur Ermittlung des Gewinns, sowie um solidarische Verurteilung der Beklagten zu einer Genugtuungszahlung von Fr. 5'000.- zugunsten der gemeinn�tzigen Organisation "Neustart" und zu den Kosten s�mtlicher Instanzen. In ihrer Antwort vom 5. September 2006 haben die Beklagten die Abweisung der Berufung verlangt, soweit darauf einzutreten sei.
2. Der Kl�ger verlangt von der Beklagten Ziff. 1 die Herausgabe eines im Zusammenhang mit der kritisierten Berichterstattung entstandenen Gewinns von Fr. 75'000.-.
2.1 Das Obergericht hat zun�chst das Begehren des Kl�gers um Zuspruch von Fr. 7'395.- als Schadenersatz f�r die Kosten des Verfahrens vor dem Presserat abgewiesen mit der Begr�ndung, dessen Entscheid habe sich lediglich mit den spezifischen berufsethischen Fragen auseinandergesetzt und in diesem Zusammenhang einen Verstoss gegen das berufsethische Fairnessprinzip festgestellt; hingegen sei der Presserat auf die ger�gte Verletzung der Pers�nlichkeit nicht eingetreten. Insofern weise das Verfahren vor dem Presserat mit dem vorliegenden keinen Zusammenhang auf.
Mit Bezug auf die Gewinnherausgabe hat das Obergericht sodann erwogen, Schadenersatz und Gewinnherausgabe schl�ssen sich regelm�ssig aus. Weil der Kl�ger mit seinem Rechtsbegehren Ziff. 4 Schadenersatz verlangt habe, k�nne er nicht mit einem weiteren Begehren (Ziff. 6) Gewinnherausgabe verlangen.
2.2 Der Kl�ger sieht in dieser Begr�ndung Bundesrecht verletzt. Er macht geltend, die Anspr�che k�nnten sich schon deshalb nicht gegenseitig ausschliessen, weil Art. 28a Abs. 3 ZGB die Konjunktionen "und" bzw. "sowie" brauche. Es seien denn auch diverse Konstellationen denkbar, in denen der Schadenersatz nicht in der Gewinnherausgabe aufgehe oder umgekehrt; dies sei auch in der Lehre anerkannt.
Die Beklagten bestreiten diesen Standpunkt und bringen vor, der Verzicht auf Schadenersatz im bundesgerichtlichen Verfahren er�ffne keine M�glichkeit, nunmehr das Begehren um Gewinnherausgabe gutzuheissen.
2.3 Ausgehend von der Pr�misse, Schadenersatz und Gewinnherausgabe seien nur alternativ m�glich, hat das Obergericht erwogen, zufolge des Schadenersatzbegehrens k�nne auf dasjenige um Gewinnherausgabe von vornherein nicht eingetreten werden. Nun ist aber das Letztere nicht als Eventual-, sondern als eigenst�ndiges Begehren formuliert worden; sodann kann es nicht auf die Reihenfolge ankommen, in welcher unabh�ngige Hauptbegehren gestellt werden. W�rde die Pr�misse, die Anspr�che seien im vorliegenden Fall BGE 133 III 153 S. 157nur alternativ m�glich, zutreffen, k�nnten zwar nach dem Gesagten nicht beide Anspr�che gutgeheissen werden; bei Abweisung des einen w�re jedoch der andere materiell zu pr�fen. Schon aus diesem Grund gehen die Ausf�hrungen der Beklagten an der Sache vorbei und ist der Anspruch auf Gewinnherausgabe im Rahmen des Berufungsverfahrens zu pr�fen. Ohnehin ist aber die Pr�misse in ihrer Absolutheit falsch, h�ngt doch die Frage der Kumulation bzw. Alternativit�t von der Art des Schadenersatzes ab (dazu E. 2.5).
2.4 Bei der Gewinnherausgabe im vorliegend interessierenden Kontext geht es um die Absch�pfung geldm�ssiger Vorteile, die der Verletzer aus dem unrechtm�ssigen Eingriff in das Rechtsgut der Pers�nlichkeit, mithin durch widerrechtliche Verletzung einer gesch�tzten fremden Rechtssph�re erlangt hat.
In der Lehre ist kontrovers, ob die Gewinnherausgabe nach den Regeln der ungerechtfertigten Bereicherung zu behandeln sei oder ob sie einen Anwendungsfall der (unechten) Gesch�ftsf�hrung ohne Auftrag darstelle (vgl. aus der reichhaltigen Literatur etwa: WEBER, Gewinnherausgabe - Rechtsfigur zwischen Schadenersatz-, Gesch�ftsf�hrungs- und Bereicherungsrecht, ZSR 111/1992 I S. 333 ff.; B�RGI-WYSS, Der unrechtm�ssig erworbene Vorteil im schweizerischen Privatrecht, Diss. Z�rich 2005, insb. S. 99 ff.; NIETLISPACH, Zur Gewinnherausgabe im schweizerischen Privatrecht, Diss. Bern 1994, insb. S. 93 ff. und 412 ff.; HOLENSTEIN, Wertersatz oder Gewinnherausgabe?, Diss. Z�rich 1983, insb. S. 158 ff.).
Im ersteren Fall ergeben sich insofern Schwierigkeiten, als die ungerechtfertigte Bereicherung auf die im Zusammenhang mit einer vorausgegangenen Verm�gensverschiebung stehende R�ckerstattung von Sachleistungen (wenn m�glich in natura) hin konzipiert ist (vgl. Gesetzestext von Art. 62 Abs. 1 OR); die Rechtsfolgen der ungerechtfertigten Bereicherung sind mit anderen Worten auf die Wiederherstellung des urspr�nglichen Zustandes gerichtet. Die Gewinnherausgabe zielt indes nicht auf Restitution, sondern auf Absch�pfung; sie hat mit anderen Worten gerade keine restitutio in integrum zum Inhalt.
Bei der unechten Gesch�ftsf�hrung ohne Auftrag steht die Frage im Vordergrund, ob nach dem strikten Wortlaut von Art. 423 Abs. 1 OR eine eigentliche "Gesch�ftsf�hrung" - zwar im Gegensatz zur echten keine altruistische, wohl aber eine usurpierte, d.h. eine Gesch�ftsanmassung - gegeben sein muss, oder ob sich auch BGE 133 III 153 S. 158diejenigen F�lle unter die unechte Gesch�ftsf�hrung subsumieren lassen, in denen der Verletzte selbst entweder gar kein Gesch�ft h�tte f�hren k�nnen oder er jedenfalls keines gef�hrt h�tte. Eine Gesch�ftsanmassung liegt etwa dann vor, wenn mit entwendeten Aufnahmen eines Fotomodels ein Gewinn erwirtschaftet wird, den durch eigene Verwertung das Model h�tte erzielen k�nnen; demgegen�ber ist es nicht denkbar, dass der Kl�ger im vorliegenden Fall selbst eine Pressekampagne gegen sich gef�hrt und damit einen Gewinn erzielt h�tte.
Mit der Verweisung in Art. 28a Abs. 3 ZGB - analoge Bestimmungen finden sich in Art. 9 Abs. 3 UWG (SR 241), Art. 12 Abs. 1 lit. c KG (SR 251), Art. 62 Abs. 2 URG (SR 231.1), Art. 55 Abs. 2 MSchG (SR 232.11) und Art. 35 Abs. 2 DesG (SR 232.12) - d�rfte die beschriebene Kontroverse gegenstandslos sein; der Gesetzgeber geht davon aus, dass bei widerrechtlicher Verletzung von Pers�nlichkeitsrechten grunds�tzlich ein Gewinnherausgabeanspruch entsprechend den Bestimmungen �ber die Gesch�ftsf�hrung ohne Auftrag besteht. Indes stellt sich in diesem Zusammenhang die Frage, ob es sich dabei um eine Rechtsgrund- oder um eine Rechtsfolgeverweisung handelt. Im ersten Fall kommen die Regeln der (unechten) Gesch�ftsf�hrung ohne Auftrag nur zur Anwendung, wenn die entsprechenden Voraussetzungen gegeben sind, w�hrend bei einer Rechtsfolgeverweisung die Tatbestandsmerkmale von Art. 423 OR nicht erf�llt sein m�ssen - eine widerrechtliche Pers�nlichkeitsverletzung gen�gt (vgl. NIETLISPACH, a.a.O., S. 133 und 416).
Zwar lassen die Ausf�hrungen in der Botschaft vom 5. Mai 1982 eher auf eine Rechtsgrundverweisung schliessen (vgl. BBl 1982 II 663 f.), der Gesetzestext selbst ist indes offen. Zudem ergibt sich aus der Verweisung in Art. 28a Abs. 3 ZGB sinngem�ss, dass die Rechtsfolgen der unechten Gesch�ftsf�hrung auch dann zum Tragen kommen m�ssen, wenn der Verletzer sich kein Gesch�ft des Verletzten anmasst; andernfalls w�re sie weitgehend inhaltsleer, ist doch die - namentlich bei Immaterialg�terrechten typische - Usurpation im Bereich des Pers�nlichkeitsschutzes nur im Zusammenhang mit der Verwertung verm�genswerter aus dem Pers�nlichkeitsrecht fliessender Nutzungsrechte m�glich (SCHMID, Z�rcher Kommentar, N. 44 f. zu Art. 423 OR). Bei Pers�nlichkeitsverletzungen durch die Presse trifft dies kaum je zu, ist es doch nur schwer denkbar, dass das Opfer gegen sich selbst eine Kampagne gef�hrt h�tte. BGE 133 III 153 S. 159
In der Lehre wird im Zusammenhang mit Pers�nlichkeitsverletzungen denn auch mehrheitlich nicht die Auffassung vertreten, dass eine Gewinnherausgabe nur bei der Gesch�ftsanmassung m�glich w�re und die widerrechtliche Verletzung eines absoluten Rechtsgutes nicht gen�gen w�rde (vgl. SCHMID, Z�rcher Kommentar, N. 45 zu Art. 423 OR; ders., Die Gesch�ftsf�hrung ohne Auftrag, in: Die Rechtsentwicklung an der Schwelle zum 21. Jahrhundert, S. 428; TERCIER, Le nouveau droit de la personnalit�, Z�rich 1984, N. 2130; HAUSHEER/AEBI-M�LLER, Pers�nlichkeitsschutz und Massenmedien, recht 22/2004 S. 146 oben; a.M.: NIETLISPACH, a.a.O., S. 136; HOLENSTEIN, a.a.O., S. 162). Dass eine eigentliche Usurpation als ausschlaggebendes Wesensmerkmal der unechten Gesch�ftsf�hrung vorliegen m�sste, ergibt sich im �brigen auch aus dem Obligationenrecht nicht zwingend; der Legaldefinition von Art. 423 Abs. 1 OR l�sst sich einzig das Element der eigenn�tzigen (egoistischen) T�tigkeit im Gegensatz zur altruistischen bei der echten Gesch�ftsf�hrung ohne Auftrag gem�ss Art. 419 Abs. 1 OR entnehmen. Dazu kommt, dass die unechte prim�r aus historischen Gr�nden im Anschluss an die echte Gesch�ftsf�hrung ohne Auftrag geregelt ist (vgl. WEBER, a.a.O., S. 340). In der Lehre wird darauf hingewiesen, dass die unechte Gesch�ftsf�hrung von ihrem Wesen her eigentlich einen allgemeinen Rechtsgrundsatz darstellt und deshalb in den allgemeinen Teil des Obligationenrechts geh�ren w�rde (WEBER, a.a.O., S. 336; SCHMID, Z�rcher Kommentar, N. 6 zu Art. 423 OR). Sie weist denn auch insofern eine N�he zur (Eingriffs-)Kondiktion auf, als ihr der Sache nach ein Eingriffstatbestand zugrunde liegt.
Zusammenfassend ergibt sich, dass jedenfalls nach objektiv-zeitgem�ssem Verst�ndnis allein das Moment des unrechtm�ssigen Eingriffs in das Pers�nlichkeitsrecht eines Dritten massgeblich ist und deshalb insbesondere auch diejenigen Konstellationen nach den Regeln der unechten Gesch�ftsf�hrung zu beurteilen sind, bei denen der Verletzte selbst nicht t�tig geworden w�re und deshalb keine eigentliche Gesch�ftsanmassung vorliegt.
2.5 Ein Unterschied zwischen den soeben beschriebenen Grundtypen der unechten Gesch�ftsf�hrung besteht jedoch insofern, als die Schadensart des entgangenen Gewinns (lucrum cessans) nur bei der Usurpationskonstellation auftreten kann. Hier d�rften sich entgangener Gewinn und Gewinnherausgabe insofern regelm�ssig ausschliessen, als der eine Anspruch im anderen aufgeht (entgangene M�glichkeit, das Gesch�ft selbst zu f�hren, weil der Gesch�ftsanmasser BGE 133 III 153 S. 160es bereits gef�hrt hat). Darauf wird in der Lehre mit eingehender Begr�ndung verwiesen (SCHMID, Z�rcher Kommentar, N. 175 zu Art. 423 OR; TERCIER, a.a.O., N. 2114; ST�CKLI, Anspr�che aus Wettbewerbsbehinderung, Diss. Freiburg 1999, N. 1226), und auf solche Konstellationen bezieht sich auch die vom Obergericht zur Begr�ndung seines Standpunktes angef�hrte Aussage in BGE 97 II 169 E. 3a S. 178 und BGE 98 II 325 E. 5a S. 333, Schadenersatz und Gewinnherausgabe schl�ssen sich aus.
Greift hingegen der Verletzer - wie im vorliegenden Fall - unrechtm�ssig in die gesch�tzte Rechtssph�re des Opfers ein, ohne im eigentlichen Sinn ein Gesch�ft zu besorgen, welches dieses selbst gef�hrt h�tte bzw. h�tte f�hren wollen, so kann dem Verletzten kein Gewinn entgangen und auch kein so gearteter Schaden entstanden sein. Demgegen�ber ist es sehr wohl m�glich, dass ihm - was auch bei der eigentlichen Gesch�ftsanmassung zutreffen kann - ein positiver Schaden (damnum emergens) entsteht. So h�tte der Kl�ger beispielsweise infolge der inkriminierten Berichterstattung seine Stelle verlieren und infolge Arbeitslosigkeit Schaden erleiden k�nnen. Ein solcher positiver Schaden geht nicht im Anspruch auf Gewinnherausgabe auf, und er muss folglich kumulativ geltend gemacht werden k�nnen (SCHMID, Z�rcher Kommentar, N. 176 zu Art. 423 OR; TERCIER, a.a.O., N. 2113; ST�CKLI, a.a.O., N. 1227).
Nichts anderes gilt im vorliegenden Fall mit Bezug auf die Kosten des Presseratverfahrens. Diese stellen keinen entgangenen Gewinn des verletzten Kl�gers dar, und ebenso wenig haben sie etwas mit der Entstehung eines allf�lligen Gewinns bei der verletzenden Beklagten Ziff. 1 zu tun; vielmehr w�ren sie ein (positiver) Verm�gensschaden des Kl�gers. Die Frage ist indes nicht weiter zu er�rtern, weil das entsprechende Schadenersatzbegehren im bundesgerichtlichen Verfahren fallengelassen worden ist.
3. Steht nach dem Gesagten fest, dass dem Kl�ger im Grundsatz ein Anspruch auf Gewinnherausgabe zukommt, sind dessen Voraussetzungen im Einzelnen zu pr�fen.
3.1 Im Sinn einer Eventualbegr�ndung hat das Obergericht hierzu erwogen, der Kl�ger habe nicht substanziiert nachgewiesen, inwiefern jeder einzelne der vier kritisierten Artikel zu einer Auflagesteigerung gef�hrt habe bzw. keine anderen Artikel absatzf�rdernd gewirkt h�tten; vielmehr begn�ge er sich mit entsprechenden Behauptungen. BGE 133 III 153 S. 161
3.2 Diesbez�glich macht der Kl�ger eine Verletzung von Art. 8 und Art. 28a Abs. 3 ZGB sowie Art. 42 Abs. 2 OR geltend. Er f�hrt aus, vor beiden kantonalen Instanzen zahlreiche Indizien und Beweisofferten daf�r geliefert zu haben, dass die pers�nlichkeitsverletzenden Artikel f�r die Beklagte Ziff. 1 gewinnsteigernd gewirkt h�tten; damit habe er alles ihm Zumutbare und M�gliche f�r die Ermittlung des Gewinns getan. Naturgem�ss w�ren die aufschlussreichsten Indizien nur durch die Beklagte Ziff. 1 zu liefern gewesen, die �ber detaillierte Verkaufsstatistiken verf�ge; die betreffenden Editionsbegehren seien indes abgewiesen worden. Selbst bei Abnahme all dieser Beweise w�re aber eine exakte Gewinnermittlung im Zusammenhang mit der Berichterstattung nicht m�glich gewesen, weshalb die Vorinstanz die Anforderungen an den Beweis �berspannt habe. Vielmehr h�tte sie gest�tzt auf Art. 42 Abs. 2 OR den Gewinn nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge und Kriterien wie Schwere der Pers�nlichkeitsverletzung, subjektive Motivation des Medienunternehmens sowie Gr�sse und Aufmachung des Beitrages absch�tzen m�ssen. Es sei davon auszugehen, dass von der Ausgabe des Sonntagsblicks vom 10. Februar 2002 dank der reisserisch aufgemachten Titelgeschichte mindestens 20'000 zus�tzliche Exemplare und von der Ausgabe vom 17. Februar 2002 rund 5'000 zus�tzliche Exemplare verkauft worden seien. Da nicht verkaufte Exemplare keiner anderweitigen Verwendung zugef�hrt werden k�nnten, seien vom Bruttogewinn kaum Gestehungskosten abzuziehen; bei einem Verkaufspreis von Fr. 3.- betrage der herauszugebende Gewinn somit Fr. 75'000.-.
Die Beklagten machen geltend, angebliche Rekordquoten seien nicht im Ansatz bewiesen; nur eine effektiv erfolgte Auflagesteigerung k�nnte zu einem Gewinn f�hren, blosse Erwartungen seien unzureichend.
3.3 Beweisthemen bei der Gewinnherausgabe im Zusammenhang mit Pers�nlichkeitsverletzungen sind demnach die widerrechtliche Verletzung des Pers�nlichkeitsrechts, die Entstehung eines Gewinns sowie der Kausalzusammenhang zwischen der unrechtm�ssigen Verletzung und dem erzielten Gewinn.
Die widerrechtliche Pers�nlichkeitsverletzung durch die beiden Artikel vom 10. und 17. Februar 2002 ist mangels Anfechtung des obergerichtlichen Urteils durch die Beklagten verbindlich festgestellt. Zu pr�fen bleibt somit die kausal darauf zur�ckzuf�hrende Entstehung BGE 133 III 153 S. 162eines Gewinns bei der Beklagten Ziff. 1. Zum Beweismass ist vorweg zu bemerken, dass an sich sowohl f�r den Gewinn als auch f�r die Kausalit�t voller Beweis zu erbringen ist. Dieser gilt als erbracht, wenn das Sachgericht nach objektiven Gesichtspunkten vom Vorliegen einer Tatsache �berzeugt ist und ihm allf�llige Zweifel als unerheblich erscheinen (BGE 128 III 271 E. 2b/aa S. 275). Was den Kausalverlauf anbelangt, gen�gt indes eine �berwiegende Wahrscheinlichkeit, soweit sich ein direkter Beweis aufgrund der Natur der Sache nicht f�hren l�sst (BGE 107 II 269 E. 1b S. 273, BGE 107 II 427 E. 3b S. 430; BGE 113 Ib 420 E. 3 S. 424; BGE 132 III 715 E. 3.1 S. 720). Mit Bezug auf den Gewinn besteht dort eine Beweiserleichterung, wo sich dieser ziffernm�ssig nicht strikt nachweisen l�sst und der Richter ihn deshalb gest�tzt auf Art. 42 Abs. 2 OR aufgrund einer Sch�tzung als ausgewiesen erachten darf (BGE 122 III 219 E. 3a S. 221; BGE 128 III 271 E. 2b/aa S. 276); diese Beweiserleichterung bezieht sich sowohl auf das Vorhandensein als auch auf die H�he des Gewinns (BGE 132 III 379 E. 3.1 S. 381).
In diesem Zusammenhang ist festzuhalten, dass die von mehreren Autoren vertretene Ansicht (vgl. etwa MEILI, Basler Kommentar, N. 19 zu Art. 28a ZGB; NOBEL/SCH�RMANN, Medienrecht, 2. Aufl., Bern 1993, S. 251; SCHWAIBOLD, Hohle H�nde - grosse Zahlen, Medialex 2006 S. 91 f.), eine Gewinnherausgabe sei nur m�glich, wenn in direktem Zusammenhang mit einer pers�nlichkeitsverletzenden Berichterstattung die Auflage erh�ht worden sei, an der Realit�t vorbeigeht. Wie nachfolgend auszuf�hren sein wird, kann der Begriff des Gewinns nicht so verstanden werden, dass die Tagesauflage erh�ht und gewissermassen Tagesmehreinnahmen erzielt worden sein m�ssten. Sodann ist zu ber�cksichtigen, dass sich der unmittelbare Zusammenhang zwischen einer bestimmten Berichterstattung und der Gewinnerzielung aufgrund verschiedener Faktoren (dazu ebenfalls nachfolgend) naturgem�ss nicht strikt nachweisen l�sst. Es d�rfen deshalb an den Beweis nicht Anforderungen gestellt werden, welche die Durchsetzung der dem widerrechtlich Verletzten grunds�tzlich zustehenden Anspr�che bzw. die Verweisung in Art. 28a Abs. 3 ZGB von vornherein illusorisch machen, zumal so die Bestrebungen des Gesetzgebers zur St�rkung des Pers�nlichkeitsschutzes bei der seinerzeitigen Revision des Pers�nlichkeitsrechts (vgl. BBl 1982 II 637) geradezu vereitelt w�rden. Dem Obergericht kann deshalb nicht gefolgt werden, wenn es die Ausf�hrungen des Kl�gers als nicht substanziiert qualifiziert hat (was eine Frage des Bundesrechts ist: vgl. BGE 108 II 337 E. 2b S. 339; BGE 123 III 183 E. 3e S. 188).
3.4 Beim Sonntagsblick handelt es sich um eine typische Kioskzeitung, deren Verkaufszahlen im Gegensatz zu einer fast ausschliesslich abonnierten Zeitung a priori st�rkeren Schwankungen unterworfen sind. Dies ist umso mehr der Fall, als der "Sonntagsblick" in starker Konkurrenz zu den anderen grossen Sonntagszeitungen wie der "Sonntags-Zeitung" und der "NZZ am Sonntag" steht, und sich erfahrungsgem�ss viele Leser erst aufgrund der Aush�nge am Kiosk und der Frontseiten bzw. Titelgeschichten entscheiden, welche der Sonntagszeitungen sie kaufen wollen. Die Zahl der verkauften Exemplare einer bestimmten Ausgabe des Sonntagsblicks h�ngt deshalb nicht nur vom eigenen Produkt ab, sondern auch von der Themenwahl und Aufmachung der Konkurrenzangebote. �konomisch von weitaus gr�sserer Bedeutung d�rfte aber der Umstand sein, dass auf l�ngere Sicht die Verkaufszahlen des Sonntagsblicks ganz massgeblich von den grunds�tzlichen Erwartungen seiner Leserschaft und der regelm�ssigen Erf�llung dieser Erwartungen abh�ngig sind.
Der Sonntagsblick grenzt sich von den anderen Sonntagszeitungen dadurch ab, dass er nach seinen eigenen Angaben im Internet "hautnah dabei ist" (Sachverhaltsvervollst�ndigung gem�ss Art. 64 Abs. 2 OG). Wer hautnah dabei sein will, muss die nat�rliche Neugier des Publikums auf vermeintliche und echte Skandale, auf Berichte von Katastrophen und Ereignissen verschiedenster Art, insbesondere aber auch auf (Home-)Storys aus dem Privatleben oder gar der Intimsph�re bekannter Zeitgenossen aus Sport, Politik und Unterhaltung gleichzeitig sch�ren und befriedigen. Der Sonntagsblick betont denn in seinem Internet-Auftritt auch, "�ber die Themen, welche die Menschen bewegen", zu berichten: "Die grosse Kontroverse, der heisse Scoop, das ber�hrende Portr�t, das harte Interview und die pr�gnante Analyse." Es ist gerichtsnotorisch und bedarf daher keiner Beweiserhebung, dass der Sonntagsblick sich hierzu auf permanenter pers�nlichkeitsrechtlicher Gratwanderung befindet und es dabei auch zu Pers�nlichkeitsverletzungen kommen kann.
Die beschriebene Art der Berichterstattung geschieht vor dem Hintergrund des harten Konkurrenzkampfes, dem alle Medien, im kleinen und �bers�ttigten Schweizer Pressemarkt aber insbesondere die Printmedien ausgesetzt sind. Nebst der Steigerung ist deshalb immer mehr auch das Halten der Auflage bzw. der periodisch eruierten Leserzahl, die u.a. f�r die Werbeeinnahmen wichtig ist, das wesentliche Ziel der Marktteilnehmer. L�ngerfristig l�sst sich die Auflage in dem vom Sonntagsblick abgedeckten Marktsegment nur halten, BGE 133 III 153 S. 164wenn die spezifischen Erwartungen der Leserschaft regelm�ssig erf�llt werden, was nach dem Gesagten unter anderem durch gross aufgemachte Berichte �ber das private Ungemach bekannter Zeitgenossen geschieht.
H�ngt aber das wirtschaftliche Fortkommen bzw. die Gewinnerzielung eines �konomisch auf die betreffende Sparte ausgerichteten Mediums nicht in erster Linie mit der einzelnen Berichterstattung, sondern mit der l�ngerfristig angelegten Befriedigung der spezifischen Erwartungen seiner Leserschaft zusammen, und werden diese dergestalt erf�llt, dass eine scharf an der Pers�nlichkeitsverletzung entlangf�hrende Linie gefahren wird, bei der es zur �berschreitung der Grenze des Zul�ssigen kommen kann, muss die Kausalit�t zwischen unrechtm�ssiger Pers�nlichkeitsverletzung und Gewinnerzielung bejaht werden, wenn und soweit die entsprechende Berichterstattung von der Ausrichtung und Aufmachung her geeignet ist, zur Erhaltung der Auflage und damit zur Gewinnerzielung beizutragen.
3.5 Aus dem Gesagten ergibt sich, dass die H�he des im Zusammenhang mit der unrechtm�ssigen Pers�nlichkeitsverletzung generierten Gewinns ziffernm�ssig nicht strikt bewiesen werden kann. In der Lehre ist unbestritten, dass er deshalb in analoger Anwendung von Art. 42 Abs. 2 OR nach Ermessen des Richters zu sch�tzen ist (TERCIER, a.a.O., N. 2133; HAUSHEER/AEBI-M�LLER, a.a.O., S. 147; WERRO, La tentation des dommages-int�r�ts punitifs en droit des m�dias, Medialex 2002 S. 90; DESCHENAUX/STEINAUER, Personnes physiques et tutelle, 4. Aufl., Bern 2001, N. 633).
Im Rahmen dieser Sch�tzung k�nnen Eckdaten wie Umsatz-, Auflage- und Leserzahlen eine Rolle spielen, insbesondere aber auch Gr�sse, Aufmachung und Positionierung der Berichterstattung. Massgeblich ist sodann, ob es sich um einen einzelnen Artikel, um eine ganze Serie oder gar um eine eigentliche Kampagne handelt, in welchem Fall die Berichterstattung besonders geeignet ist, �ber eine l�ngere Zeit dem angestrebten Zweck der Absatzf�rderung zu dienen. Bei der Kampagne und der Serie ist, ankn�pfend an die �berlegungen in E. 3.4, auch nicht zwingend erforderlich, dass Folgeartikel erneut bzw. eigenst�ndig die Pers�nlichkeit verletzen, umso weniger als je nach Art der Berichterstattung der geschaffene Unrechtszustand insofern nachwirken kann, als der Eindruck fr�herer verletzender Aussagen durch (f�r sich genommen nicht verletzende) Folgeartikel am Leben erhalten und weiter ausgebeutet wird. BGE 133 III 153 S. 165
Nicht erforderlich ist sodann, dass das verletzende Medium schwarze Zahlen schreibt, geht es doch um die Absch�pfung des im Zusammenhang mit einer unrechtm�ssigen Pers�nlichkeitsverletzung erlangten wirtschaftlichen Vorteils, der auch in einer Verlustminimierung bestehen kann. So wie der Begriff des Schadens definiert wird als Differenz zwischen dem gegenw�rtigen Verm�gensstand des Verletzten und dem Stand, den sein Verm�gen ohne das sch�digende Ereignis h�tte (BGE 129 III 331 E. 2.1 S. 332; BGE 132 III 321 E. 2.2.1 S. 324), ist der "Gewinn" als Differenz zwischen dem tats�chlichen und hypothetischen Verm�gensstand des Verletzers mit und ohne die inkriminierte Berichterstattung zu verstehen.
Nach dem Gesagten ist f�r die Gewinnbestimmung massgeblich, inwieweit die verletzende Berichterstattung zur Absatzf�rderung, d.h. zum Generieren und Halten der Auflage bzw. der Leserzahl geeignet war. Eine solche Absatzf�rderung ist durchaus keine zwingende Folge einer jeden widerrechtlichen Pers�nlichkeitsverletzung: Es ist sehr wohl denkbar, dass beispielsweise bei einer Kampagne gegen eine bekannte Pers�nlichkeit mit Argumenten, die sich im Nachhinein als haltlos erweisen, sogar ein vor�bergehender Leserschwund zu verzeichnen ist (Mitleidseffekt bzw. Distanzierung vom betreffenden Medium). Sodann wird sich ein Artikel, in welchem das Pers�nlichkeitsrecht einer unbekannten (und auch unbekannt bleibenden) Person widerrechtlich verletzt wird, kaum auf den Gesch�ftserfolg eines Mediums auswirken.
3.6 Vorliegend l�sst sich nicht von einer eigentlichen, systematisch aufgebauten Kampagne sprechen, wie das Obergericht zu Recht festgehalten hat. Indes handelt es sich auch nicht um eine lose Folge in sich geschlossener, voneinander unabh�ngiger Artikel; vielmehr besteht in objektiver Hinsicht und nach dem Empfinden des Durchschnittslesers jeweils eine Ankn�pfung an der vorangegangenen Berichterstattung: Der Artikel vom 17. Februar 2002, welcher die angeblichen Firmenkonstrukte und Gesch�ftspraktiken des Kl�gers zum Gegenstand hatte, tut dies offensichtlich schon von der zeitlichen Abfolge her, wurde er doch im Anschluss an die ausf�hrliche Titelgeschichte des vorangehenden Sonntags publiziert. Sodann nimmt der mit "Greenpeace attackiert Pattys Vater" betitelte Artikel vom 10. M�rz 2002, demzufolge der Kl�ger ein Hauptakteur beim Import von Tropenh�lzern sei und seine Gesch�fte �ber die Basler Firma TT Timber International AG abwickle, die zur deutschen Feldmeyer GmbH geh�re, unausgesprochen Bezug auf den Artikel vom BGE 133 III 153 S. 16617. Februar 2002, in welchem dem Kl�ger unter dem Titel "Vater Schnyder und seine Briefkasten-Firmen" undurchsichtige Finanzgesch�fte vorgehalten worden waren. Sodann bezieht sich die Ausgabe vom 3. November 2002 mit der Schlagzeile auf der Titelseite "Patty Schnyder: Sieg vor Gericht - gegen den eigenen Vater" sowie dem diesbez�glichen Aushang mit der Ank�ndigung "Patty Schnyder gewinnt Mio.-Prozess gegen Vater" offensichtlich auf die erw�hnte erste Berichterstattung vom 10. Februar 2002 mit der gross aufgemachten Titelgeschichte "Blanker Hass! Patty Schnyder klagt ihre Eltern ein" und der weiteren Schlagzeile auf der Titelseite "Ich will wissen, was mit meinem Geld passiert ist".
Aus Abfolge und Aufmachung der gesamten Berichterstattung ergibt sich, dass die Gesch�ftst�tigkeit des Kl�gers, insbesondere aber dessen angespanntes Verh�ltnis zur ber�hmten Tochter �ber mehrere Ausgaben hinweg "warm gehalten" und im November wiederum breit aufgezogen wurde. Der Sonntagsblick ist mit anderen Worten gross eingestiegen in eine Geschichte mit den Ingredienzen Liebe, Hass, grosse Gesch�fte und Verbrechen. Es entspricht allgemeiner Lebenserfahrung, dass eine solche Berichterstattung an die Neugier des Publikums appelliert bzw. auf die Bindung einer spezifischen Leserschaft zugeschnitten ist und sie sich insofern mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Gesch�ftserfolg der Beklagten Ziff. 1 ausgewirkt hat. Die in E. 3.3 genannten Anspruchsvoraussetzungen sind somit erf�llt und die Beklagte Ziff. 1 ist im Zusammenhang mit der pers�nlichkeitsverletzenden Berichterstattung in Anwendung von Art. 28a Abs. 3 ZGB i.V.m. Art. 423 Abs. 1 OR zur Gewinnherausgabe zu verpflichten.
3.7 Was die H�he des Gewinns anbelangt, ist es aus mehreren Gr�nden nicht opportun, wenn das Bundesgericht selbst eine Sch�tzung vornimmt: Abgesehen davon, dass in einem ersten Schritt m�glicherweise noch Beweismassnahmen zu treffen und verschiedene Kenngr�ssen bzw. Eckdaten zu erheben sind, w�rde den Parteien eine Instanz verloren gehen, wenn nicht zuerst das Obergericht den Umfang des herauszugebenden Gewinns bestimmt. Umso mehr ist im vorliegenden Fall eine R�ckweisung angezeigt, als es sich bei der Bestimmung des Ausmasses des Gewinns analog zur Schadensbemessung (dazu BGE 119 II 249 E. 3a S. 251; BGE 123 III 241 E. 3a S. 243) vom Grundsatz her um eine Tatsachenfrage handelt und die Kognition des Bundesgerichts auf die �berpr�fung von Rechtsfragen beschr�nkt ist BGE 133 III 153 S. 167(Art. 43 Abs. 1 OG), w�hrend dem Obergericht im kantonalen Berufungsverfahren volle Kognition zukommt.

References: BGE 
 Art. 28
 BGE 
 Art. 62
 Art. 423
 BGE 
 Art. 28
 Art. 9
 Art. 12
 Art. 62
 Art. 55
 Art. 35
 Art. 423
 Art. 28
 Art. 423
 BGE 
 Art. 423
 Art. 423
 Art. 419
 Art. 423
 BGE 
 Art. 423
 BGE 
 BGE 
 Art. 423
 BGE 
 Art. 8
 Art. 28
 Art. 42
 Art. 42
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 42
 BGE 
 Art. 28
 Art. 28
 BGE 
 BGE 
 Art. 64
 BGE 
 Art. 42
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 28
 Art. 423
 BGE 
 BGE 
 BGE