Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=4%20REg%2041/89
Timestamp: 2018-03-24 14:10:49+00:00

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BSG, 20.12.1990 - 4 REg 41/89 - dejure.org
Es entspricht ständiger Rechtsprechung aller obersten Gerichtshöfe des Bundes, daß bestimmende Schriftsätze grundsätzlich eigenhändig von der postulationsfähigen Person unterschrieben sein müssen (vgl. RGZ 119, 62, 63;… RGZ 151, 82, 84 f.; Senatsbeschluß vom 8. Oktober 1991 - XI ZB 6/91, NJW 1992, 243; BGH, Beschluß vom 4. Mai 1994 - XII ZB 21/94, NJW 1994, 2097; BGH, Urteil vom 10. Juli 1997 - IX ZR 24/97, VersR 1998, 340 m.w.Nachw.; BAG, Urteil vom 27. März 1996 - 5 AZR 576/94, NJW 1996, 3164; BVerwG, Beschluß vom 27. Oktober 1961 - VI B 2, 7/61, NJW 1962, 555; Urteil vom 6. Dezember 1988 - 9 C 40/87, NJW 1989, 1175 f.; BSG…, Beschluß vom 24. Februar 1992 - 7 BAr 86/91, Breithaupt 1992, 787 f.; Urteil vom 20. Dezember 1990 - 4 REg 41/89, SozSich 1991, 222 (Leitsatz); BFH, Urteil vom 7. August 1974 - II R 169/70, DB 1975, 88).
Ebenso wie bereits andere Senate des Bundessozialgerichts [BSG] (…vgl. BSG SozR 1500 § 160a Nr. 53; Urteil vom 20. Dezember 1990 - 4 REg 41/89 - SozSich 1991, 222) schließt sich auch der erkennende Senat dieser Rechtsprechung an.
Ein Telefax mit gefaxter Unterschrift wahrt die Schriftform (BSG Urteil vom 16. Oktober 1991 - 11 RAr 1/91 - Urteil vom 20. Dezember 1990 - 4 REg 41/89 -SozSich 1991, 22), auch die des § 161 Abs. 1 SGG .
Die Übermittlung von ordnungsgemäß unterzeichneten Rechtsmitteleinlegungsschriftsätzen im Wege des Telebriefverfahrens (Telefax, Telekopie) ist zulässig (…vgl BSG SozR 1500 § 160a Nr. 53; BSG Urteil vom 20. Dezember 1990 - 4 REg 41/89 -SozSich 1991, 222).
Im Übrigen verweist der Senat auf den die Übermittlung von Rechtsmitteleinlegungs- und -begründungsschriftsätzen im Wege des Telebriefverfahrens (Telefax, Telekopie) für zulässig erachtenden Beschluss des BSG vom 28. Juni 1985 (…7 BAr 36/85, SozR 1500 § 160a Nr. 53; siehe auch BSG, Urteil vom 20. Dezember 1990 - 4 REg 41/89 - veröffentlicht in juris), wonach gerade das Verfahren der Telekopie im Hinblick auf die Art seiner fernmeldetechnischen Übermittlung die Gewähr für eine einwandfreie und zuverlässige Wiedergabe des Inhalts und der Unterschrift bei Schriftstücken gebe und gegenüber der Übermittlung durch Telegramm oder Fernschreiber eine erhöhte Inhalts- und Unterschriftsgarantie biete.
Deshalb muss ein Telefax grundsätzlich die Unterschrift wiedergeben (Leitherer. AaO, Rdnr 3d), das Fax muss also unterschrieben und die Unterschrift auf dem bei Gericht eingegangenen Ausdruck leserlich wiedergegeben sein (…ua BSG SozR 1500 § 160a Nr. 53; BSG Urt v 20.12.90, 4 REg 41/89; BGH NJW 2001, 1581; LSG RP in Breith 93, 85; Hess. VGH CR 93, 455).
BSG, 22.08.2008 - B 2 U 143/08 B
Ein solches Verfahren macht die erforderliche Unterzeichnung von entsprechenden Schriftsätzen aber nicht entbehrlich (BSG Urteil vom 20.12.1990 - 4 REg 41/89 - BSG SozR 1500 § 160a Nr. 53).

References: § 160
 § 161
 § 160
 § 160
 § 160
 BGH 
 § 160