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Timestamp: 2019-12-12 19:01:03+00:00

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Ist nach einer CI-Implantation auf dem anderen Ohr eine vorzeitige HG-Versorgung mit anderem Gerät möglich? - Krankenkassen, Behörden etc. - DCIG-Forum
am 16.12.2019 bekomme ich ein Cochlear-Blechohr implantiert. An dem anderen Ohr trage ich zur Zeit ein HG- Siemens Intuis 2P. Das HG habe ich vor ca. 3 Jahren bekommen und müsste daher eigentlich noch ca. 3 Jahre warten bis ich auf ein anderes Gerät wechseln kann.
Besteht denn die Möglichkeit das man auch vor Ablauf der "Wartezeit" auf ein Resound-HG umsteigen kann, damit das mit dem CI kombiniert werden kann?
Hat jemand von Euch Erfahrungen und kann mir Informationen geben?
SchnitzMichel Nov 22nd 2019
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wenn du mit dem HG gut hörst, wird dir die KK einen Wechsel nach 3 Jahren kaum genehmigen.
das ist ja etwas mein Problem. In einigen Frequenzen im Sprachbereich kann das HG auf dem linken Ohr nicht alles ausgleichen. Daher werde ich vermutlich echt Probleme auf der Arbeit und auch privat bekommen solange ich mit dem CI noch nicht richtig hören kann.
Ich als ich links implantiert wurde, war mein Hörgerät auf der rechten Seite erst gut 2 Jahre alt. Ein knappes Jahr später, hatte ich mit meiner Akustikerin gesprochen, wie groß die Chancen sind ein Hörgerät uz bekommen, welches zu meinen CI kompatibel ist, auch wenn das Hörgerät erst ca. 3 Jahre alt ist. Sie sagte, ich soll einen Hörtest beim HNO machen lassen und mir dann eine Verordnung ausstellen lasse, wo ganz genau drauf steht, dass ich ein kompatibles Hörgerät für mein Implantat benötige. (am besten mit der genauen Bezeichnung des Hörgerätes). Das hat die Akustikerin dann bei der KK eingereicht und es wurde genehmigt. Ich musste dann zwar noch knapp 400,00 Euro dazu bezahlen, aber im Vergleich zu den Hörgeräten die davor bekam, wo ich für beide zusammen ca. 3.000,00 Euro dazu bezahlen musste, war das echt preiswert.
Das ist aber längst keine Garantie, dass es immer klappt.
Vor einem Jahr z.B. hatte ich eine Lichtsignalanlage beantragt, die wurde abgelehnt, auch mein Widerspruch wurde abgelehnt. Vor 2 Wochen etwas hatte ich über die Akustikerin wieder einen Antrag gestellt, und vorige Woche kam die Bestätigung der Kostenübernahme.
Was ich damit sagen will, es hängt sehr viel vom jeweiligen Bearbeiter ab.
Aber versuchen würde ich es auf jeden Fall.
Hallo SchnitzMichel
Ich kann dir nur von mir erzählen. Ich glaube dass vieles auch Einzelfallbezogen entschieden wird. Daher kommt es immer auf die entsprechenden Aegumente an. Mein HG war auch ca 2 Jahre alt als ich mein erstes CI auf der anderen Seite bekam. Für mich also für mich entschied ich dass erst mal alles so bleiben soll mit dem HG wie es ist. Ich konnte mich in aller Ruhe erst mal mit dem CI beschäftigen und mich daran gewöhnen. Ich merkte nach ca 1 Jahr dass die Zeit reif ist für ein neues HG damit ich stereo Telefonieren kann. Also ich besprach mich immer mit meinem Akustiker. Dann wurde des bei der Kasse eingereicht und genehmigt. Von meiner Seite aus war es die richtige Entscheidung gewesen erst mal zu warten bis ich mir sicher war mit dem CI. Es gibt aber keine pauschale Antwort weil jeder einzelne hier anderes empfindet und daher auch anderes benötigt .Oft finden sich Lösungen erst beim gehen eines Weges.
Ok und Dankeschön für Eure Infos. Ich werde mal mit der Klinik, dem HNO und dem Hörgeräteakustiker sprechen. Mal gucken was machbar ist.
mein HG ist inzwischen 7 Jahre alt und für ein neues soll ich 1500,- zuzahlen. Mein Ohr funktioniert aber noch, trotzdem, soviel geld gebe ich dafür nicht mehr aus.
Und alle schreien, das lohnt sich auch nicht mehr, sehe ich nicht so. Die KK gibt lieber 20.000 Euro aus statt 1500 .
Ich hatte ca. 2 Jahre vor der Implantation neue HGs bekommen inkl. Zuzahlung und wollte auch ein kompatibles HG zum CI haben. Da meine KK sich in fast allen Belangen quer stellt (lehnt ca. 7 Monate nach der OP zu Kostenübernahme ab) hab ich erst garnicht bei der KK nach gefragt. Bei mir kam dann das Angebot von AB zum Zug. 300 Euro selbst zahlen fand ich ok und hatte das Geld schon beiseite gelegt gehabt.
Aber in deinem Fall, würde ich einfach mal mit Rückendeckung deiner Klinik, HNO-Arzt und deinem Akustiker, bei der KK nachfragen - Fragen kostet nichts (noch!!)
Habe sehr gute Tips von meinem zukünftigen CI-Techniker bekommen.
Ich nenne Sie hier mal. Könnte ja sein das jemand sie auch für andere Zwecke gebrauchen kann:
- Integration und barrierefreies Kommunizieren am Arbeitsplatz (Grundbedürfnisse)
- Verweis auf Hilfsmittelrichtlinie § 25 (1) Zentraler Aspekt „Grundbedürfnisse“:
- bei Erwachsenen: barrierefreies Hören im Beruf
- das Ziel : Chancengleichheit, am Arbeitsplatz und Arbeitsleistung.
- Verweis auf Zuständigkeiten, Paragraphen § 102 SGB IX / § 109 SGB II (für Integrationsämter/-dienste) und § 33 Abs.1 SGB IX (für Arbeitsagentur, Deutsche Rentenversicherung). Ferner gilt allgemein ein Verbot der Benachteiligung und barrierefreies Hören/barrierefreier Zugang (z.B. §33 SGB V bzw. das Behindertengleichstellungsgesetz
Man kann natürlich auch das alte Gerät verlieren..... man muss nur nachweisen das man nicht fahrlässig war.
.... das alte Gerät "verlieren" und nachweisen, dass es nicht durch Fahrlässigkeit verloren gegangen ist, würde ich nicht empfehlen.
Erstens wäre es unfair der Allgemeinheit gegenüber, und zum anderen, kann es ja sein, dass es irgendwann doch mal real passiert und dann ist es besser, es nicht schon ein- oder mehrmals zu vor in Anspruch genommen zu haben, denn dann wird es schwerer nachzuweisen, dass es eben nicht fahrlässig war.
Da hast Du vollkommen Recht Der-Grauhaarige . Es ist überhaupt nicht gut es zu "verlieren". Habe ich der Person auch gesagt. Denn wie Du es schon gesagt hast ist es dann enorm schwierig dann noch einmal ein verloren gegangenes ersetzt zu bekommen.
tele-nobbi hat denn nicht nach 6 Jahren wieder Anspruch auf ein neues HG. Habe ich da was verpasst? Ist die "Wartezeit" irgendwo anders verlängert worden?
Denn in der Hilfsmittelrichtlinie § 31 Wiederverordnung steht, das Du Anspruch nach 6 Jahren hast:
Die Wiederverordnung von Hörgeräten vor Ablauf von fünf Jahren bei Kindern und Jugendlichen bis zur Vollendung des 18. Lebensjahrs sowie vor Ablauf von sechs Jahren bei Erwachsenen bedarf einer besonderen Begründung. Ein medizinischer Grund kann z. B. die fortschreitende Hörverschlechterung sein. Technische Gründe ergeben sich aus dem Gerätezustandsbericht
Richtig, nach 6 Jahren. Aber wenn es gut sein soll, nur mit ordentlcher Zuzahlung. Darum geht es mir.

References: § 25
 § 102
 § 109
 § 33
 §33
 § 31