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Timestamp: 2016-10-22 17:55:41+00:00

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9C_647/2009 (15.04.2010)
9C_647/2009
alle drei vertreten durch Rechtsanwalt Bernhard Stadelmann,
Alters- und Hinterlassenenversicherung (Haftung des Arbeitgebers, Verwirkung, Verschulden, Schaden),
Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern vom 8. Juni 2009.
Die im Mai 1993 gegr�ndete X.________ GmbH bezweckte laut Eintrag im Handelsregister u.a. den Handel und die Herstellung von Personalcomputern und Serversystemen. Die Firma war der Ausgleichskasse Luzern angeschlossen. Im ..... 2000 wurde die X.________ GmbH in die X.________ AG umgewandelt. Die �nderung der Rechtsform wurde am ..... 2000 im Schweizerischen Handelsamtsblatt publiziert. Am .... August 2003 wurde �ber die X.________ AG der Konkurs er�ffnet. Am 4. November 2003 f�hrte der Revisor der Ausgleichskasse die gesetzlich vorgeschriebene Arbeitgeberkontrolle durch. Am .... Februar 2006 wurde die Auflage von Kollokationsplan und Inventar publiziert. Die Ausgleichskasse kam im Konkurs der X.________ AG zu Verlust. Mit Verf�gungen vom 19. Oktober 2006 forderte sie u.a. von H.________, ehemaliger Verwaltungsratspr�sident, sowie I.________ und B.________, ehemalige Mitglieder des Verwaltungsrates der konkursiten Firma, Schadenersatz in der H�he von Fr. 314'881.90 u.a. f�r entgangene Sozialversicherungsbeitr�ge nach Bundes- und kantonalem Recht. Die dagegen erhobenen Einsprachen wies sie mit Entscheiden vom 21. Juni 2007 ab.
In teilweiser Gutheissung der gemeinsamen Beschwerde von H.________, I.________ und B.________ �nderte das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, die Einspracheentscheide vom 21. Juni 2007 dahingehend ab, dass es die Schadenersatzsumme auf Fr. 314'811.90 reduzierte (Entscheid vom 8. Juni 2009).
H.________, I.________ und B.________ lassen gemeinsam Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren und beantragen, der Entscheid vom 8. Juni 2009 sei aufzuheben und zu verf�gen, dass sie keinen Schadenersatz zu leisten haben, sowie f�r das vorangegangene Verfahren eine Parteientsch�digung zuzusprechen.
Die Ausgleichskasse beantragt die Abweisung der Beschwerde. Kantonales Gericht und Bundesamt f�r Sozialversicherungen verzichten auf eine Vernehmlassung.
Mit Verf�gung vom 28. Oktober 2009 ist der Beschwerde aufschiebende Wirkung zuerkannt worden.
Der vorinstanzliche Entscheid verpflichtet die Beschwerdef�hrer zur Bezahlung von Schadenersatz nach Art. 52 AHVG (seit 1. Januar 2003: Art. 52 Abs. 1 AHVG) in der H�he von Fr. 314'811.90 in solidarischer Haftbarkeit.
Die Beschwerdef�hrer bringen vor Bundesgericht erstmals vor, seit der Ablehnung der 11. AHV-Revision in der Volksabstimmung vom 16. Mai 2004 bestehe keine gesetzliche Grundlage f�r eine subsidi�re Haftung der Organe von Arbeitgebern. Dieser Einwand ist schon deshalb nicht stichhaltig, weil sich die streitige Schadenersatzpflicht in zeitlicher Hinsicht maximal bis zur Konkurser�ffnung vom 6. August 2003 erstrecken kann. In diesem Zeitpunkt hatte sich aber der f�r die Rechtsanwendung massgebende, zu Rechtsfolgen f�hrende Sachverhalt l�ngst verwirklicht (BGE 130 V 445 E. 1.2.1 S. 447 mit Hinweisen; Urteil 9C_833/2009 vom 4. Februar 2010 E. 3.1). Abgesehen davon bedeutete der negative Volksentscheid einzig, dass die vorgesehenen �nderungen und Neuerungen nicht Gesetz wurden. Mit Bezug auf die Organhaftung im Rahmen der AHV sollte jedoch gerade nichts ge�ndert werden. Vielmehr sah die - vom Parlament bereits verabschiedete - Vorlage vor, die geltende Rechtsprechung zur Organhaftung im Gesetz zu verankern (vgl. BGE 129 V 11 E. 3.3 S. 13).
Die Beschwerdef�hrer machen wie schon im vorinstanzlichen Verfahren geltend, der Schadenersatzanspruch sei verj�hrt. Der Verwaltungsrat und die f�r die Buchhaltung zust�ndige Person h�tte die Ausgleichskasse direkt laufend �ber den finanziellen Zustand der Gesellschaft orientiert. Diese habe somit im Zeitpunkt der Konkurser�ffnung gewusst, dass ihre Forderung ungedeckt bleibe. Sie habe daher sp�testens bei Erlass der Nachzahlungsverf�gung vom 13. November 2003 gest�tzt auf die Arbeitgeberkontrolle vom 4. November 2003 Kenntnis vom Schaden gehabt.
3.1 Der Schadenersatzanspruch verj�hrt zwei Jahre, nachdem die zust�ndige Ausgleichskasse vom Schaden Kenntnis erhalten hat, jedenfalls f�nf Jahre nach Eintritt des Schadens (Art. 52 Abs. 3 Satz 1 AHVG). Nach der Rechtsprechung besteht im Falle eines Konkurses in der Regel erst mit der Auflage von Kollokationsplan und Inventar ausreichende Schadenskenntnis (Urteil 9C_704/2007 vom 17. M�rz 2008 E. 5.1, nicht publiziert in BGE 134 I 179, aber in SVR 2008 FL Nr. 1 S. 1; BGE 129 V 193 E. 2.3 S. 195). Ausnahmsweise kann u.a. die im Konkurs von Gesetzes wegen durchzuf�hrende Arbeitgeberkontrolle (vgl. Art. 162 Abs. 1 AHVV in der bis 31. Dezember 2007 g�ltig gewesenen Fassung in Verbindung mit Art. 68 Abs. 4 AHVG) eine Schadenskenntnis begr�nden und die relative einj�hrige Verj�hrungsfrist nach Art. 52 Abs. 3 AHVG in Gang setzen. Ausschlaggebend ist, dass nach den konkreten Umst�nden vom Verwertungsverfahren offensichtlich keine (weitere) Befriedigung erwartet werden kann (vgl. BGE 126 V 443 E. 4c S. 449; Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts H 211/04 vom 17. M�rz 2005 E. 4.2.2 mit Hinweisen).
3.2 Die Vorinstanz hat eine Schadenskenntnis vor Auflage des Kollokationsplans verneint. Das Liquidationsergebnis habe bei Anordnung des summarischen Verfahrens noch keineswegs definitiv festgestanden. Es habe f�r einen Teil der Aktiven (Waren, Ger�te, Einrichtungen) ein Kaufsangebot zum Preis von Fr. 200'000.- vorgelegen. Ein anderer Teil der vorhandenen Aktiven sollte gem�ss Darstellung in der Beschwerde freih�ndig ver�ussert werden. Die Beschwerdef�hrer legen nicht dar, inwiefern diese Feststellungen offensichtlich unrichtig sein sollen. Der daraus gezogene Schluss, die Ausgleichskasse habe im Zeitpunkt der Publikation des summarischen Konkurses am .... 2003 noch nicht hinreichende Kenntnis vom Schaden gehabt, verletzt kein Bundesrecht. Im �brigen vermochte auch die angebliche �usserung eines verantwortlichen Organs der konkursiten Firma gegen�ber der Ausgleichskasse, dass allf�llige offene Beitragsforderungen keine Aussicht auf Befriedigung h�tten, keine vorzeitige Schadenskenntnis zu begr�nden (vgl. Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts H 328/03 vom 21. September 2004).
Der Ausgleichskasse ist als Folge der Missachtung der Vorschriften betreffend die Pflicht zur Abrechnung und Bezahlung der parit�tischen Beitr�ge (Art. 14 Abs. 1 AHVG und Art. 34 ff. AHVV) durch die konkursite Firma ein Schaden entstanden. Das ist unbestritten. Dieses Verhalten ist den verantwortlichen Organen grunds�tzlich als qualifiziertes Verschulden zuzurechnen (BGE 121 V 243 E. 4b S. 244), was die volle Schadenersatzpflicht nach sich zieht (Urteil 9C_152/2009 vom 18. November 2009 E. 5.2), sofern der Schaden in einem ad�quaten Kausalzusammenhang damit steht und keine Rechtfertigungs- und Exkulpationsgr�nde gegeben sind (BGE 119 V 401 E. 4a S. 406; 108 V 199 E. 1 S. 201).
Ob die Beschwerdef�hrer als verantwortliche Organe ihres in Konkurs gefallenen Arbeitgebers ihren Sorgfaltspflichten in Bezug auf die Bezahlung der Sozialversicherungsbeitr�ge hinreichend nachgekommen sind, ist in W�rdigung der gesamten Umst�nde zu beurteilen (Urteile des Eidg. Versicherungsgerichts und H 211/04 vom 17. M�rz 2005 E. 6.1 und H 263/02 vom 6. Februar 2003 E. 4.3).
4.1 Die Vorinstanz hat die Akten sowie die Vorbringen in den Rechtsschriften der Parteien einer einl�sslichen W�rdigung unterzogen. Aufgrund des Beweisergebnisses hat sie ein grobfahrl�ssiges, f�r den Eintritt des Schadens ad�quat kausales Verhalten der ins Recht gefassten ehemaligen Verwaltungsr�te der konkursiten Firma bejaht und das Vorliegen von Rechtfertigungs- und Exkulpationsgr�nden insbesondere im Sinne der Nichtbezahlung von Beitr�gen zur Rettung eines Unternehmens, welches sich in einer schwierigen finanziellen Lage befindet (BGE 108 V 184 E. 2 S. 187 ff.; ZAK 1992 S. 246, H 97/90, E. 4b), verneint.
4.2 Was in der Beschwerde dagegen vorgebracht wird, stellt weitgehend eine lediglich andere Gewichtung der Umst�nde dar, ohne dass dargelegt wird, inwiefern die Vorinstanz Beweisw�rdigungsregeln verletzt, die Beweise willk�rlich gew�rdigt oder die Subsumtion des festgestellten Sachverhalts unter die einschl�gigen Rechtsnormen nicht korrekt vorgenommen hat, insbesondere dabei von einem unrichtigen Verst�ndnis der Rechtsbegriffe ausgegangen ist (Urteil 8C_9/2009 vom 10. November 2009 E. 1).
Die Beschwerdef�hrer haben nicht nur w�hrend einer kurzen Dauer oder eines vor�bergehenden Liquidit�tsengpasses die Beitr�ge nicht bezahlt, was allenfalls zur Verneinung einer Grobfahrl�ssigkeit f�hren k�nnte (BGE 124 V 253, 121 V 243), sondern w�hrend mehreren Jahren betr�chtliche Beitragsausst�nde akkumulieren lassen.
4.2.1 Insbesondere bestreiten die Beschwerdef�hrer nicht, dass es m�glich gewesen w�re, das �berwiegend f�r die R�ckf�hrung von Beitragsausst�nden bestimmte Darlehen von Fr. 365'000.-, welches die Hausbank entgegen anders lautender Vereinbarung zur Senkung der Kreditlimite von Fr. 2,5 Mio. auf Fr. 2,3 Mio. verwendet habe, direkt der Ausgleichskasse �berweisen zu lassen, wie die Vorinstanz festgestellt hat. In Anbetracht der Tatsache, dass sich die Firma durch Globalzession aller Forderungen und Anspr�che in totale Abh�ngigkeit von der Bank begeben musste, w�re eine schriftliche Vereinbarung zwingend erforderlich gewesen. Eine solche wurde offenbar nicht abgeschlossen. Mit Bezug auf die dringend notwendige Neuausrichtung der Gesch�ftst�tigkeit in den Telefoniebereich und der hiezu ben�tigten finanziellen Mittel sodann musste den Verantwortlichen der Firma bekannt und bewusst sein, dass die kreditgebende Bank mit ihrem finanziellen Engagement in erster Linie ihre eigenen Interessen verfolgte (vgl. Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts H 294/93 vom 7. Juli 1994 E. 4b/aa). Ihre Einsch�tzung brauchte auch nicht mit derjenigen der Kreditnehmerin �bereinzustimmen, was einen zus�tzlichen Unsicherheitsfaktor darstellte. Nicht zur Diskussion steht, ob allenfalls die Hausbank als faktisches Organ (vgl. zu diesem Begriff BGE 132 III 523 E. 4.5 S. 528; 114 V 213; Urteil 9C_535/2008 vom 3. Dezember 2008 E. 2) zu gelten hat, was etwa dann der Fall w�re, wenn sie im Rahmen eigentlicher Unternehmensverwaltung den verantwortlichen (formellen) Organen vorbehaltene Entscheidungen im Einzelfall traf (Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts H 131/93 vom 17. Februar 1994 E. 2b). Schliesslich verm�chte die Beurteilung der �berlebensf�higkeit der Firma durch eine spezialisierte Treuhandfirma die Beschwerdef�hrer nur zu entlasten, wenn in diesen sogenannten Audits der Bezahlung der hohen Beitragsausst�nde innert n�tzlicher Frist priorit�re Bedeutung beigemessen worden w�re, was jedoch nicht geltend gemacht wird.
Ebenfalls hat die Vorinstanz zu Recht das Einschiessen privater Mittel f�r sich allein nicht als schuldausschliessend betrachtet (Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts H 30/06 vom 19. Juli 2006 E. 5.3.2). Dies gilt auch, soweit die Gelder gezielt f�r die Begleichung ausstehender Beitr�ge verwendet werden. Dadurch wird im Schadensfalle das Haftungssubstrat verringert, was ein Verschulden in Bezug auf die verbleibenden Ausst�nde aber nicht ausschliesst.
4.2.2 Mit Bezug auf die Haftbarkeit von Beschwerdef�hrer 3 im Besonderen trifft zwar zu, dass im Rahmen von Art. 52 AHVG keine Pflicht der Organe eines Arbeitgebers besteht, sich bei der Ausgleichskasse nach allf�lligen Beitragsausst�nden zu erkundigen (Urteile 9C_152/2009 vom 18. November 2009 E. 6.4 und 9C_817/2008 vom 15. Januar 2009 E. 3.4 mit Hinweisen). Anderseits �ndert dies nichts an der Pflicht zu �berwachen und zu kontrollieren, dass die Sozialversicherungsbeitr�ge rechtzeitig und vollst�ndig bezahlt werden. Dieser Obliegenheit war der Beschwerdef�hrer 3 bei seinem Eintritt in den Verwaltungsrat am 18. Mai 2001 denn auch nachgekommen, indem er sich �ber s�mtliche Aktivit�ten der Gesellschaft habe informieren lassen und dabei festgestellt habe, dass gegen�ber der Ausgleichskasse noch offene Beitragsforderungen bestanden. Soweit in diesem Zusammenhang wiederum vorgebracht wird, die �berpr�fung der Ausst�nde sei verunm�glicht gewesen, weil die Ausgleichskasse zwei Buchhaltungen f�r dieselbe Gesellschaft gef�hrt habe, wird appellatorische Kritik am vorinstanzlichen Entscheid ge�bt. Die Vorinstanz hat Bezug nehmend auf die Ausf�hrungen der Ausgleichskasse in der Replik festgestellt, die Beitragsforderung sei regelm�ssig der aktuell richtigen juristischen Person zugestellt und die Buchhaltung korrekt auf die jeweilige juristische Person bezogen gef�hrt worden. Abgesehen davon wird in der Beschwerde richtig darauf hingewiesen, dass die Umwandlung der X.________ GmbH in die X.________ AG im .... 2000 lediglich eine �nderung der Rechtsform darstellte und die Rechtsverh�ltnisse davon nicht ber�hrt wurden (Art. 53 FusG). Beitragsausst�nde der GmbH im Zeitpunkt der Umwandlung wurden somit ohne weiteres zu solchen der AG. Bestanden damals diesbez�glich Unklarheiten, h�tten die verantwortlichen Organe bei der Ausgleichskasse nachfragen m�ssen. Wenn die AG die Forderungen der Beschwerdegegnerin nicht bilanziert hat, so haben das die Beschwerdef�hrer selber zu vertreten. Dass der die Ausst�nde der X.________ GmbH f�r 2001 betreffende Kontoauszug der X.________ AG erst 2002 zugestellt worden war, stellt somit keinen Grund f�r eine Herabsetzung der Schadenersatzforderung analog Art. 44 Abs. 1 OR dar.
Im Weitern trifft nicht zu, dass die Firma bereits bei Eintritt von Beschwerdef�hrer 3 in den Verwaltungsrat im Mai 2001 nicht mehr in der Lage war, die aufgelaufenen Beitragsschulden zu bezahlen, weshalb dessen Verhalten nicht kausal f�r den Schaden sein k�nne, wie geltend gemacht wird. Es bestanden zwar grosse finanzielle Schwierigkeiten, jedoch konnte im Oktober 2002 ein Darlehen in der H�he von Fr. 365'000.- erh�ltlich gemacht werden, welches �berwiegend zur Begleichung der Beitragsausst�nde bestimmt war. Dass diese Summe schliesslich anders verwendet wurde, vermag auch ihn nicht zu entlasten (vorne E. 4.2.1). Sodann erstreckt sich die Haftung von Beschwerdef�hrer 3 auch auf die bei seinem Eintritt in den Verwaltungsrat bereits bestandenen Beitragsschulden f�r das ganze Jahr 2001 (BGE 119 V 401 E. 4c S. 407; ZAK 1992 S. 246, H 97/90 E. 5). Inwiefern dies dem Grundsatz der differenzierten Solidarit�t (individuelle Beurteilung des Verschuldens; BGE 108 V 199 E. 3a S. 202; Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts H 273/03 vom 4. Oktober 2004 E. 3.2.2) widerspricht und dadurch die Ausgleichskasse den Schaden f�r jeden Verwaltungsrat willk�rlich festlegen kann, wie in der Beschwerde ger�gt wird, ist nicht ersichtlich.
Mit Bezug auf die Schadenersatzpflicht im Grundsatz ist die Beschwerde somit unbegr�ndet.
Die Beschwerdef�hrer bestreiten die H�he des Schadens.
5.1 Die Kosten der Arbeitgeberkontrolle vom 3. November 2003 von Fr. 348.- stellten nicht Schaden im Sinne von Art. 52 Abs. 1 AHVG dar. Dieser Einwand ist begr�ndet. Gem�ss Art. 170 Abs. 2 AHVV gelten die Kosten f�r die Kassenrevisionen und Arbeitgeberkontrollen als Verwaltungskosten der Ausgleichskassen. Dies gilt auch im Falle eines Konkurses, ohne dass es darauf ank�me, ob offene Beitragforderungen bestehen, welche allenfalls zu einer Schadenersatzforderung f�hren (Marco Reichmuth, Die Haftung des Arbeitgebers und seiner Organe nach Art. 52 AHVG, 2008, N. 412). Die in Art. 170 Abs. 3 AHVV geregelten Tatbest�nde, welche die ausnahmsweise Auferlegung eines Teils der Kosten der Arbeitgeberkontrolle auf den Arbeitgeber rechtfertigten k�nnten (vgl. Urteile des Eidg. Versicherungsgerichts H 331/01 vom 5. September 2002 E. 3 und H 300/00 vom 4. September 2001 E. 5b), sind nach Lage der Akten nicht gegeben.
5.2 Die Berechnung des Schadens f�r 2003 sei unrichtig. Im beitragspflichtigen Einkommen von Fr. 496'150.90 gem�ss "AHV-Lohnabrechnung 01.01-06.08.2003" seien Insolvenzentsch�digungen in der H�he von Fr. 139'319.60 (recte: Fr. 139'310.60; die Differenz r�hrt daher, dass in der Beschwerde beim Arbeitnehmer A.________ Fr. 15'921.- statt Fr. 15'912 gem�ss Aufstellung der Ausgleichskasse vom 29. August 2003 �ber die von der Arbeitslosenversicherung ausgerichteten Leistungen) enthalten. Diese Summe sei ausser Acht zu lassen. Der massgebende Lohn insgesamt reduziere sich somit auf Fr. 356'831.30 (recte: Fr. 356'840.30), was zu tieferen Beitr�gen f�hre.
5.2.1 Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin handelt es sich bei diesen Vorbringen nicht um ein unzul�ssiges Novum (Art. 99 Abs. 1 BGG), da sie sich auf die vorhandenen Akten st�tzen und nur die rechtliche W�rdigung betreffen, was auch vor Bundesgericht zul�ssig ist.
5.2.2 Von der Insolvenzentsch�digung m�ssen die gesetzlichen Sozialversicherungsbeitr�ge bezahlt werden. Die Kasse hat die vorgeschriebenen Beitr�ge mit den zust�ndigen Organen abzurechnen und den Arbeitnehmern die von ihnen geschuldeten Beitragsanteile abzuziehen (Art. 52 Abs. 2 AVIG). Mit der Ausrichtung der Entsch�digung gehen die Lohnanspr�che des Versicherten im Ausmasse der bezahlten Entsch�digung und der von der Kasse entrichteten Sozialversicherungsbeitr�ge samt dem gesetzlichen Konkursprivileg auf die Kasse �ber (Art. 154 Abs. 1 Satz 1 AVIG; Reichmuth, a.a.O., N. 435).
Die Insolvenzentsch�digung wird gem�ss Art. 51 AVIG f�r Lohnforderungen ausbezahlt, die dem Arbeitnehmer im Zeitpunkt des Konkurses �ber seinen Arbeitgeber zustehen. Betrifft die Entsch�digung L�hne, die vom Arbeitgeber gegen�ber der Ausgleichskasse bereits bescheinigt und damit in der Schadenersatzforderung ber�cksichtigt wurden, sind die von der Arbeitslosenkasse �berwiesenen Beitr�ge davon in Abzug zu bringen. Die Ausgleichskasse hat daf�r besorgt zu sein, dass die Beitr�ge f�r die gleichen L�hne nicht doppelt erhoben werden (Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts H 394/01 vom 19. November 2003 E. 5.2).
5.2.3 Die Ausgleichskasse ging bei der vorinstanzlich best�tigten Berechnung des Schadens von beitragspflichtigen Einkommen von Fr. 496'150.- f�r 2003 aus, umfassend die L�hne bis Konkurser�ffnung. Gem�ss Akten wurden im Zusammenhang mit dem Konkurs der Firma im Zeitraum April bis August 2003 zugunsten von 13 Personen Insolvenzentsch�digung in der H�he von Fr. 197'889.90 ausgerichtet. Darauf waren parit�tische Beitr�ge von Fr. 25'534.10 geschuldet, welche Summe die Arbeitslosenkasse des Kantons Luzern am 1. Oktober 2003 der Ausgleichskasse �berwies. Von diesen 13 Personen fallen drei ausser Betracht, n�mlich N.________ und F.________, welche in der "AHV-Lohnabrechnung 01.01-06.08.2003" nicht aufgef�hrt sind, sowie O.________, bei welchem der bis 30. April 2003 bezogene Lohn angegeben ist. Bei den �brigen Personen werden sowohl der von der Firma bezahlte "AHV-Lohn", als auch der von der Arbeitslosenkasse ausgerichtete "ALV-Lohn" aufgef�hrt. Die auf die hier interessierenden Personen entfallende Insolvenzentsch�digung belief sich auf insgesamt Fr. 139'310.60. Der f�r die Berechnung des Schadens massgebende Lohn f�r 2003 betr�gt somit lediglich Fr. 356'840.-. Die auf Fr. 139'310.60 entfallenden Beitr�ge einschliesslich Verwaltungskosten sind daher von der Schadenersatzsumme von Fr. 314'811.90 resp. Fr. 314'463.90 (vorne E. 1 und 5.1) in Abzug zu bringen. Nicht abzuziehen sind die Beitr�ge an die kantonale Familienausgleichskasse. Es ergibt sich ein Betrag von Fr. 17'492.45 (Fr. 14'070.30 [AHV/ IV/EO-Beitrag] + Fr. 281.40 [Verwaltungskosten] + Fr. 3'140.75 [ALV-Beitrag]).
5.2.4 Im �brigen werden letztinstanzlich keine substantiierten R�gen gegen die vorinstanzliche Schadensberechnung vorgebracht. Diese ist damit, soweit Tatfrage, f�r das Bundesgericht verbindlich festgestellt (Art. 105 Abs. 1 BGG). In rechtlicher Hinsicht ist es entgegen der Darstellung in der Beschwerde korrekt, dass die Beschwerdegegnerin auch die von der X.________ GmbH resultierenden Ausst�nde erfasste, welche in die X.________ AG umgewandelt wurde (Art. 53 FusG; s. vorne E. 4.2.2).
Die Schadensh�he betr�gt somit Fr. 296'971.45 (Fr. 314'811.90 - [Fr. 348.- + Fr. 17'492.45]).
Bei diesem Ausgang des Verfahrens haben die Parteien die Gerichtskosten nach Massgabe ihres Unterliegens zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Die Beschwerdef�hrer haben im Umfang ihres Obsiegens Anspruch auf eine Parteientsch�digung (Art. 68 Abs. 2 BGG).
In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird Dispositiv Ziff. 1 des Entscheids des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern vom 8. Juni 2009 dahingehend abge�ndert, dass die Schadenersatzsumme auf Fr. 296'971.45 festgesetzt wird.
Von den Gerichtskosten von Fr. 8'000.- werden Fr. 800.- der Ausgleichskasse Luzern und Fr. 7'200.- den Beschwerdef�hrern unter solidarischer Haftbarkeit auferlegt.
Die Ausgleichskasse Luzern hat die Beschwerdef�hrer f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 500.- zu entsch�digen.
Das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern hat die Parteientsch�digung f�r das vorangegangene Verfahren neu festzusetzen.

References: Art. 52
 Art. 52
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 162
 Art. 68
 Art. 52
 BGE 
 Art. 34
 BGE 
 Art. 52
 Art. 44
 BGE 
 Art. 52
 Art. 170
 Art. 52
 Art. 170
 Art. 51