Source: https://www.frag-einen-anwalt.de/Wohnanlage-mit-34-Eigentuemern-WEG-Gesetz-Anwendung--f27541.html
Timestamp: 2017-12-18 11:06:30+00:00

Document:
www.frag-einen-anwalt.de Mietrecht, Wohnungseigentum Wohnanlage mit 34 Eigentümern...
| 30.06.2007 20:21 |
Wir haben eine EGTW in einer Wohnanlage mit 34 Eigetümern
mit einem Hausverwalter der auch eine EGTW dort hat und 4 Beiräten.
Seit 3o Jahren wird folgendes praktiziert:
1.Einladung zur Haupversammlung erfolgt durch Verwalter ohne Mitwirkung der Beiräte
2.Jahresabrechnun erfolgt ohne Kommentar der Beiräte, wie WEG vorschreibt
3. Bei Wahlen Beiräte und Verwalter wird gewählt mit den Stimmen
der Vollmachten die meist der Verwalter hat, der nicht anwesenden EGT, das ist oft etwa die Hälfte.
Das WEG Gesetz schreibt vor nur 1 Stimme je EGTW und nur Anwesende können wählen
4.Wie lange werden Beiräte gewählt?
5. Der Verwalter entscheidet alleine ohne Beiräte z. B. eine
nicht sofort notwendige Anschaffung ohne Haushaltplan
Wir wollen erreichen, dass diese Handhabung nach dem WEG Gesetz ab sofort gehandhabt wird. Gibt es da ein Gewohnheitsrecht oder reicht die Einforderung der Hanhabung
Die Verwaltung wird laienhaft duchgeführt mit wirtschaftlichem Schaden Wie kann man durchsetzen, dass ein Profi gewählt wird als ein guter Bekannter des Verwalters?
Für die Beantwortung wären wir dankbar
-- Einsatz geändert am 30.06.2007 20:25:26
soweit von den Vorschriften des WEG abgewichen werden kann (teilweise sind diese nämlich zwingend), muss dies durch Vereinbarung oder durch Beschluss der Wohnungseigentümer oder durch gerichtliche Entscheidung geschehen. Eine langjährige innerhalb der Gemeinschaft akzeptierte Übung im Sinne eines Gewohnheitsrechts ist hierfür nicht ausreichend.
Sie können daher insbesondere verlangen, dass die Verwaltung auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten ordnungsgemäß im Sinne des § § 21 Abs. 3, Abs. 4, Abs. 5 WEG durchgeführt wird.
In Betracht kommt auch die Abberufung des jetzigen und die Bestellung eines neuen Verwalters, hierfür ist einfache Stimmenmehrheit ausreichend, siehe § 26 Abs. 1 Satz 1 WEG.
Dagegen besteht kein Anspruch darauf, dass der Verwaltungsbeirat in einer bestimmten Weise den ihm übertragenen Aufgabenkreis wahrnimmt. Zwar SOLL der Verwaltungsbeirat den Verwalter gemäß § 29 Abs. 2, Abs. 3 WEG bei der Durchführung seiner Aufgaben unterstützen und auch die sachliche Richtigkeit aller wirtschaftlich bedeutsamen Vorgänge samt Belegen prüfen und kommentieren, die Aufgabenerfüllung ist aber gegenüber dem Beirat nicht erzwingbar und von dem Verwalter nicht zwingend zu beachten. Entsprechende Beschlüsse werden deshalb nicht ungültig.
Der Verwaltungsbeirat wird nicht unbedingt auf eine bestimmte Zeit, sondern gemäß § 29 Abs. 4 WEG nach Bedarf einberufen.
Eine Beteiligung des Beirats an den Ladungen ist nach § 24 WEG nur dann vorgesehen, wenn der Verwalter sich pflichtwidrig weigert, die Wohnungseigentümerversammlung einzuberufen.
Die Eigentümerversammlung ist auch bereits dann beschlussfähig, wenn die nicht persönlich erschienenen, aber in der Versammlung vertretenen Stimmberechtigten mehr als die Hälfte der Mireigentumsanteile repräsentieren. Dies ergibt sich zwar nicht aus dem Wortlaut des § 25 WEG, ist aber aufgrund der Zulässigkeit von Bevollmächtigungen so auszulegen.
Bewertung des Fragestellers 08.05.2009 | 09:59
"geht wohl nicht anders trotz Gesetz kann wohl jeder machen was er will"
FRAGESTELLER 08.05.2009 4,6/5.0
Feststellung Eigentümer in Wohnanlage - Wer ist zuständig?
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References: § 21
 § 26
 § 29
 § 29
 § 24
 § 25