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Timestamp: 2016-10-28 17:58:52+00:00

Document:
X.________, Beklagter und Berufungskl�ger, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Peter Dilger, Kappelergasse 11, Postfach 4278, 8022 Z�rich,
Y.________ AG, Kl�gerin und Berufungsbeklagte, vertreten durch Rechtsanwalt Hugo Waibel-Knaus, Zentrum Frohsinn, Z�rcherstrasse 25, Postfach 431, 8730 Uznach,
A.- Die L.________ AG war Mieterin von Gewerber�umen im Rohzustand an der S.________-strasse in U.________, Grundst�ck Nr. 00, Grundbuch der Gemeinde U.________. Der Mietvertrag gestattete ihr, bauliche �nderungen und Erg�nzungen vorzunehmen, verbunden mit der Pflicht, bei Beendigung des Mietverh�ltnisses den fr�heren Zustand wiederherzustellen.
Mit dem Innenausbau - teils im Akkord, teils in Regie und auf Abruf je nach Ausbausituation - betraute sie die Y.________ AG. Im Dezember 1995 konnte die L.________ AG in den gemieteten R�umlichkeiten ihre K�seproduktion aufnehmen.
Am 12. und 28. M�rz 1996 f�hrte die Y.________ AG letzte Arbeiten aus. Am 3. Juni 1996 fiel die L.________ AG in Konkurs. X.________, der das Grundst�ck Nr. 00 zwischenzeitlich erworben und die Mietvertr�ge �bernommen hatte, fand eine Ersatzmieterin, die die K�seproduktion weiterf�hrte.
B.- Nachdem sie die vorl�ufige Eintragung (Vormerkung) erlangt hatte (Verf�gungen des Kantonsgerichtspr�sidiums V.________ vom 7. Juni 1996 und 17. Februar 1997), klagte die Y.________ AG gegen X.________ auf definitive Eintra- gung des Bauhandwerkerpfandrechts mit einer Pfandsumme von Fr. 79'655. 20 nebst Zins und Kosten. Das Kantonsgericht (1. Abteilung) des Kantons V.________ wies das Grundbuchamt des Kantons V.________ an, zugunsten der Y.________ AG auf dem Grundst�ck Nr. 00 ein Bauhandwerkerpfandrecht mit der Pfandsumme von Fr. 79'655. 20 (inkl. Fr. 105.-- Zahlungsbefehlskosten) nebst Zins zu 5 % seit dem 20. Februar 1996 definitiv im Grundbuch einzutragen (Urteil vom 3. Februar 1999). Die von X.________ dagegen eingereichte Berufung wies das Obergericht (Zivilrechtliche Abteilung) des Kantons V.________ ab (Urteil vom 6. Juni 2000).
C.-Mit Berufung beantragt X.________ dem Bundesgericht, das obergerichtliche Urteil aufzuheben und die Klage abzuweisen unter Kosten- und Entsch�digungsfolgen in allen Instanzen; das Grundbuchamt sei richterlich anzuweisen, das provisorisch vorgemerkte Bauhandwerkerpfandrecht zu l�schen.
Das Obergericht hat auf Abweisung geschlossen, auf Gegenbemerkungen unter Hinweis auf die Erw�gungen im angefochtenen Urteil aber verzichtet. Eine Berufungsantwort ist nicht eingeholt worden.
1.- Das obergerichtliche Urteil, die Berufung abzuweisen und die definitive Eintragung des Bauhandwerkerpfandrechts zu best�tigen, ist Endentscheid (Art. 48 Abs. 1 OG; BGE 101 II 63 E. 1 S. 66) und in einer verm�gensrechtlichen Zivilrechtsstreitigkeit ergangen mit einer den gesetzlichen Mindestbetrag �bersteigenden Berufungssumme, die hier dem - gegen�ber der Pfandsache unstreitig geringeren - Wert der zu sichernden Forderung von Fr. 79'655. 20 entspricht (Art. 46 OG; BGE 106 II 22 E. 1 S. 24 mit Hinweis). Auf die fristgerecht erhobene (Art. 54 Abs. 1 OG) Berufung kann eingetreten werden.
2.- Im Berufungsverfahren ist das Bundesgericht an die tats�chlichen Feststellungen der letzten kantonalen Instanz gebunden, es sei denn, sie beruhten offensichtlich auf Versehen, w�ren unter Verletzung bundesrechtlicher Beweisvorschriften zustande gekommen oder w�ren zu erg�nzen (Art. 63 Abs. 2 und Art. 64 OG); Ausf�hrungen, die sich gegen die tats�chlichen Feststellungen richten, das Vorbringen neuer Tatsachen, neue Einreden, Bestreitungen und Beweismittel sind in der Berufungsschrift unzul�ssig (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG; BGE 126 III 59 E. 2a S. 65). Tatfragen betreffen im vorliegenden Bereich die Feststellungen, welche Leistungen der Handwerker oder Unternehmer (nachstehend: Bauhandwerker) zu welcher Zeit erbracht hat und ob diese gemessen an den anderen Bauarbeiten, die laut Werkvertrag auszuf�hren gewesen sind, als geringf�gige oder nebens�chliche Arbeiten oder blosse Ausbesserungen erscheinen (BGE 102 II 206 E. 1a S. 208; 106 II 22 E. 2b S. 25). Ohne ausnahmsweise Sachverhaltsr�gen zu erheben und zu begr�nden, legt der Beklagte in seiner Berufungsschrift ausf�hrlich dar, was aktenm�ssig erstellt, pr�zisierend anzuf�hren und in tats�chlicher Hinsicht festzustellen sei. Soweit er damit von den verbindlichen Feststellungen des Obergerichts stillschweigend abweicht, kann auf seine Berufung nicht eingetreten werden.
Dasselbe gilt f�r die Vorbringen zur Frage des guten Glaubens, zumal die Feststellungen dar�ber, was der Beklagte zu einem gewissen Zeitpunkt wusste und was nicht, das Bundesgericht ebenfalls binden (BGE 77 II 138 E. 3 S. 144; 124 III 182 E. 3 S. 184). Auf Einzelheiten wird zur�ckzukommen sein.
3.- Die Eintragung des gesetzlichen Grundpfandes der Bauhandwerker im Grundbuch hat bis sp�testens drei Monate nach der Vollendung ihrer Arbeit zu erfolgen (Art. 839 Abs. 2 ZGB). Das Obergericht hat die am 12. und 28. M�rz 1996 von der Kl�gerin erbrachten Leistungen als Vollendungsarbeiten qualifiziert, so dass die Frist mit der vorl�ufigen Eintragung (Vormerkung) im Grundbuch am 7. Juni 1996 und mit der anschliessend rechtzeitig erhobenen Klage gewahrt worden sei.
28. M�rz 1996 geleisteten Arbeiten zur "Vollendung" geh�rten; die L.________ AG habe ihren K�seproduktionsbetrieb im Dezember 1995 aufgenommen, und die erst danach von der Kl�gerin erledigten Arbeiten h�tten quantitativ einen �usserst geringen Umfang gehabt, h�tten funktional in keinem Zusammenhang mit dem Innenausbau des Mietobjekts als solchem gestanden und seien qualitativ allenfalls als Anpassungs-, Verbesserungs- oder Reparaturarbeiten zu qualifizieren. Die fraglichen Arbeiten seien zudem auf Abruf ausgef�hrt worden und nicht Teil einer einzigen spezifischen Bauleistung gewesen.
Selbst wenn also davon ausgegangen werden wollte, die Arbeiten vom 12. und 28. M�rz 1996 seien geeignet, die Frist gem�ss Art. 839 Abs. 2 ZGB auszul�sen, so bes�sse die Kl�gerin nicht f�r s�mtliche Arbeiten, f�r die sie unbezahlt geblieben ist, sondern nur f�r die am 12. und 28. M�rz 1996 ausgef�hrten Arbeiten einen Pfandrechtsanspruch (unter Verweis auf Schumacher, Das Bauhandwerkerpfandrecht, 2.A.
Z�rich 1982, N. 661 S. 187, wonach auch bei einem einzigen Werkvertrag die Dreimonatsfrist gestaffelt zu laufen beginnt, wenn damit verschiedenartige Arbeiten vergeben werden).
b) Als in tats�chlicher Hinsicht unangefochten hat zu gelten (E. 2 hiervor), dass die Kl�gerin f�r die L.________ AG auf Grund eines m�ndlichen Werkvertrags die im Zusammenhang mit dem Einbau der Maschinen f�r die K�seproduktion anfallenden Baumeisterarbeiten ausgef�hrt hat, und zwar einerseits im Akkord und andererseits in Regie und auf Abruf der L.________ AG je nach Ausbausituation. Zum Gegenstand der an den beiden Arbeitstagen verrichteten T�tigkeiten hat das Obergericht festgestellt, dass gem�ss der Aussage G.________ am 12. M�rz 1996 die Rohrdurchf�hrungen, die durch die zuvor vorgenommenen Kernbohrungen in der Decke verliefen, mit Silikon abgedichtet worden seien; ohne diese Abdichtungen w�re, wie der Zeuge M.________ dargelegt habe, Wasser ausserhalb des Siphons in die Garage abgeflossen, was mittelfristig zu einem Schaden gef�hrt h�tte. Die Arbeiten im Zusammenhang mit dem Dampfkessel am 28. M�rz 1996, so hat das Obergericht weiter festgestellt, h�tten gem�ss der Aussage G.________ darin bestanden, eine Bohrung in die Decke zu treiben, eine Leitung zu verlegen und diese an die Kanalisation anzuschliessen, damit �bersch�ssiger Dampf gefasst und abgeleitet werden konnte; nach Angaben des Zeugen M.________ h�tte ohne diese Arbeiten mittelfristig mit St�rungen in der Elektronik gerechnet werden m�ssen.
c) Der vorab auf die Aussagen der am Bau Beteiligten gest�tzte Schluss des Obergerichts, die Frist gem�ss Art. 839 Abs. 2 ZGB sei (auch) hinsichtlich der vor dem 12.
bzw. 28. M�rz 1996 erfolgten Arbeiten und Materiallieferungen eingehalten, verletzt kein Bundesrecht. Die Einw�nde des Beklagten sind unbegr�ndet:
Bauarbeiten gelten grunds�tzlich dann als vollendet, wenn alle Verrichtungen, die Gegenstand des Werkvertrags bilden, ausgef�hrt worden sind und das Werk abgeliefert werden kann (BGE 102 II 206 E. 1a S. 208; 125 III 113 E. 2b S. 116). Dass die letzten Arbeiten vereinbarungsgem�ss erst auf Abruf erledigt worden sind, spielt keine Rolle, so lange sie nicht verschiedenartig sind (Schumacher, a.a.O., mit dem Beispiel von Sanit�rinstallationen und Schreinerarbeiten) und trotz ihrer zeitlichen Abtrennung ein zusammengeh�rendes Ganzes bilden bzw. im Vergleich zu den urspr�nglich vereinbarten Arbeiten als Zusatzarbeiten erscheinen (Steinauer, Les droits r�els, t. III, 2.A. Bern 1996, N. 2884e S. 221 mit weiteren Nachweisen). Diese Verbindung der zuletzt mit den fr�her ausgef�hrten Bauarbeiten der Kl�gerin ist gegeben. Die ihr �bertragenen und von ihr erbrachten Leistungen stehen allesamt im Zusammenhang mit dem Innenausbau der Mietr�ume (Einziehen von Massivw�nden sowie Erstellen von B�rotrakten, sanit�ren Einrichtungen und einer �berdachten Rampe), wozu der Einbau der Maschinen f�r die K�seproduktion oder - genauer gesagt - die f�r die Installation der Produktionsanlagen notwendigen Anpassungsarbeiten am Geb�ude (Abdichten zuvor in die Decke eingezogener Rohrleitungen, Verlegen von Leitungen, usw.) geh�rten.
Dass die Kl�gerin jeweilen separat (Teil-)Rechnungen gestellt hat, kann ein Indiz f�r die Fertigstellung des Werkes sein, doch schliesst die Rechnungstellung nicht aus, dass auch danach erbrachte Bauarbeiten noch der Vollendung gedient haben k�nnen (Steinauer, a.a.O., N. 2884d S. 221 mit weiteren Nachweisen). Diese Qualifikation der zuletzt ausgef�hrten Bauarbeiten als Vollendungsarbeiten kann nun aber nicht in Frage gestellt werden; die Tatsachenfeststellungen des Obergerichts lassen keinen anderen Schluss zu, als dass die letzten Bauarbeiten - wenn auch geringf�gig - funktionell notwendig, d.h. f�r den bestimmungsgem�ssen Gebrauch der Mietr�ume unerl�sslich gewesen sind (vgl. zum Begriff der Vollendungsarbeit letztmals: BGE 125 III 113 E. 2b S. 116). Dass eine abweichende rechtliche Beurteilung einen anderen Sachverhalt voraussetzte, belegen die heutigen Pr�zisierungen des Beklagten in tats�chlicher Hinsicht, mit denen er zur Hauptsache die Aussagen der im kantonalen Verfahren einvernommenen Personen anders verstanden wissen will und damit in einer Berufung unzul�ssige Kritik an der Beweisw�rdigung des Obergerichts �bt (BGE 125 III 78 E. 3a S. 79). Sein wiederholter Einwand, dass die K�seproduktion bereits vor den letzten Arbeiten der Kl�gerin habe aufgenommen werden k�nnen, ist unbehelflich, da die Kl�gerin nicht eine Produktionsanlage betriebsbereit zu installieren, sondern am Geb�ude die dazu notwendigen Anpassungsarbeiten vorzunehmen hatte. Dem Obergericht kann auch darin beigepflichtet werden, dass diese Anpassungsarbeiten einen Produktionsbetrieb auf Dauer sicherstellen m�ssen, weshalb Arbeiten, die zur Vermeidung von Sch�den am Geb�ude und von St�rungen in der Elektronik ausgef�hrt worden sind, die Anpassung des Geb�udes erst vollenden (z.B. BGE 102 II 206 E. 1b/aa S. 209: Zumauern von �ffnungen aus Sicherheitsgr�nden mit einem Aufwand an Arbeit von einer Stunde und an Zement im Betrag von Fr. 5.--). Es ist aus diesen Gr�nden festzuhalten, dass die Frist gem�ss Art. 839 Abs. 2 ZGB beachtet worden ist.
4.- Die Kl�gerin ist weder mit dem Grundeigent�mer noch mit einem Unternehmer einen Vertrag eingegangen, sondern mit der L.________ AG als Mieterin, die allerdings im Einverst�ndnis mit dem damaligen Grundeigent�mer die Bauarbeiten vergeben hat. Der Beklagte anerkennt, dass der Kl�gerin im Prinzip dennoch ein Pfandrechtsanspruch zustehe, will diesen aber von der einschr�nkenden Voraussetzung abh�ngig machen, dass durch die unbezahlt gebliebenen Bauarbeiten ein erheblicher Mehrwert bewirkt worden sei. Das Obergericht hat diese Betrachtungsweise verworfen und lediglich gepr�ft, ob die in Frage stehenden Arbeiten nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge geeignet seien, den Wert der Liegenschaft zu erh�hen; insgesamt ist es davon ausgegangen, dass die im Auftrag der L.________ AG erbrachten Leistungen der Kl�gerin zu einer dauernden Wertvermehrung des Grundst�cks gef�hrt haben.
a) Gem�ss Art. 837 Abs. 1 Ziffer 3 ZGB besteht der Anspruch auf Errichtung eines gesetzlichen Grundpfandes f�r die Forderungen der Handwerker oder Unternehmer, die zu Bauten oder andern Werken auf einem Grundst�cke Material und Arbeit oder Arbeit allein geliefert haben, an diesem Grundst�cke, sei es, dass sie den Grundeigent�mer oder einen Unternehmer zum Schuldner haben. Nach dieser Regelung ist Vertragspartner des Bauhandwerkers entweder der Grundeigent�mer oder ein Unternehmer. Mit Urteil i.S. Baugenossenschaft IRIEB hat das Bundesgericht dem Bauhandwerker einen Anspruch auf Einr�umung des gesetzlichen Pfandrechts gegen�ber dem Grundeigent�mer auch dort zuerkannt, wo die Bauarbeiten durch den Mieter des Grundst�cks bestellt worden sind. Vorausgesetzt ist kumulativ, dass der Vermieter und Grundeigent�mer seine Zustimmung erteilt hat, dass die Bauarbeiten mit dem Grundst�ck dauerhaft verbunden sind und dass dadurch eine objektive Wertvermehrung eingetreten ist (BGE 116 II 677 Nr. 118). Was Letztere im Besonderen angeht, ist erforderlich, dass die Bauarbeiten infolge Akzession zu einer dauernden Vermehrung des Grundst�ckwerts gef�hrt haben (BGE 116 II 677 E. 4c S. 683). Ob im einzelnen Fall eine Wertvermehrung eingetreten ist, wird nach einem objektiven Massstab beurteilt; es ist zu pr�fen, ob die in Frage stehenden Arbeiten nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge geeignet sind, den Wert der betreffenden Liegenschaft zu erh�hen (BGE 116 II 677 E. 4d S. 683).
b) Das Obergericht hat in rechtlicher Hinsicht daf�rgehalten, der Eintritt einer Wertvermehrung sei nach einem objektiven Massstab zu beurteilen; aus BGE 116 II 677 Nr. 118 k�nne nicht gefolgert werden, das Bundesgericht habe Bauhandwerkerpfandrechte beim Mieterbau quantitativ auf den vom Unternehmer objektiv geschaffenen - mittels Sch�tzung oder Expertise festzustellenden - Mehrwert beschr�nken wollen. Der Beklagte wendet dagegen ein, der Bauhandwerker im Mieterbau besitze einen Anspruch auf Errichtung des gesetzlichen Grundpfandes nur, sofern und soweit seine Bauarbeiten den Wert des Grundst�cks tats�chlich vermehrt h�tten; nur die tats�chliche Wertvermehrung ergebe die Pfandsumme, und zwar auch nur der durch den unbezahlten Teil der Bauarbeiten geschaffene Mehrwert. Sodann sei nur die Forderung des Bauhandwerkers pfandrechtsgesch�tzt, die - in Analogie zu Art. 260a Abs. 3 OR - einen erheblichen Mehrwert bewirkt habe. F�r seine Ansicht beruft sich der Beklagte vorab auf die Urteilsbesprechung von Schumacher (in: Baurecht, BR 1992 S. 105 f. Nr. 185; ausf�hrlicher dessen Urteilsanalyse an der Baurechtstagung 1993 in Freiburg, Bd. 2: "Der Mieter und das Bauen", S. 43 ff., S. 63 ff.).
bb) Mit dem Beurteilungsmassstab zusammen h�ngt die Frage, welche Bauarbeiten den Mehrwert geschaffen haben m�ssen.
Die Ansicht des Beklagten, nur der Mehrwert, der dem unbezahlten Teil der Forderung des betreffenden Bauhandwerkers entspreche, bestimme die Pfandsumme, kann nicht geteilt werden. Dass eine derartige Aufsplittung von Mehrwertanteilen zum einen praktisch nicht durchf�hrbar ist und zum anderen unannehmbare Ergebnisse zeitigte, leuchtet am Beispiel der Herstellung von Frischbeton und dessen Lieferung auf die Baustelle durch denselben Bauhandwerker ohne weiteres ein:
Beide Leistungen sind pfandrechtsgesch�tzt (BGE 97 II 212 E. 1 und 2 S. 214 ff.), doch tr�gt die Herstellung von Frischbeton, der nicht auf die Baustelle transportiert wird, genauso wenig zum Mehrwert bei wie Transportfahrten ohne Frischbeton. Mehrwertbildend - wie pfandrechtsgesch�tzt - ist nicht der einzelne Arbeitsgang, sondern die spezifische Bauleistung.
cc) Schliesslich ist das geltend gemachte Koordinationsbed�rfnis mit dem Mietrecht nicht erkennbar. Art. 260a OR regelt das Verh�ltnis zwischen Vermieter und Mieter: Dieser soll von jenem eine Entsch�digung verlangen k�nnen, wenn die Sache bei Beendigung des Mietverh�ltnisses dank der von ihm vorgenommenen Erneuerung oder �nderung, welcher der Vermieter zugestimmt hat, einen erheblichen Mehrwert aufweist (Abs. 3 Satz 1). Weshalb nun auch der Bauhandwerker, dessen Leistungen von einem Mieter bestellt worden sind, einen Anspruch auf Errichtung des gesetzlichen Grundpfandes nur dann haben soll, wenn die von ihm ausgef�hrten Arbeiten einen erheblichen Mehrwert geschaffen haben, ist nicht ersichtlich.
Art. 837 Abs. 1 Ziffer 3 ZGB, der dem Bauhandwerker einen Anspruch f�r die Forderung insgesamt gibt, hat mit Art. 260a Abs. 3 OR nichts zu tun; die verschiedene Berechnung ergibt sich - nebst der unterschiedlichen Zwecksetzung - aus dem Gesetz (Higi, Z�rcher Kommentar, N. 78 zu Art. 260a OR; vgl. zum Verh�ltnis zwischen beiden Bestimmungen auch das nicht ver�ffentlichte Urteil des Bundesgerichts vom 21. Juli 1999 i.S. A. und B. gegen C. und D., E. 1c, 5C.118/1999). Der Vermieter als Grundeigent�mer ist gegen den bauenden Mieter denn auch ausreichend gesch�tzt, sei es, dass er seine Zustimmung zu einem Mieterbau ausschliesst (Art. 260a Abs. 1 OR), sei es, dass er mit dem Mieter den Ausschluss jeglicher Entsch�digung vereinbart, sollten Bauhandwerker unbezahlt bleiben (zur Rechtsnatur von Art. 260a Abs. 3 OR: BGE 124 III 149 Nr. 27); wirkungslos gegen�ber dem Bauhandwerker w�re die Abrede, der Mieter habe allf�llige Bauhandwerkerpfandrechte abzul�sen (zu den Wirkungen gegen�ber dem Mieter: BGE 123 III 124 Nr. 21). Aus dem im �bernommenen Mietvertrag mit der L.________ AG enthaltenen Vorbehalt der Wiederherstellung des fr�heren Zustandes leitet der Beklagte heute nichts mehr ab, nachdem er auf die R�ckf�hrung des Mieterbaues ausdr�cklich verzichtet und den Vorbehalt in den Vertrag mit der Ersatzmieterin nicht mehr aufgenommen hat; es kann damit offen bleiben, ob ein solcher Vorbehalt dem gutgl�ubigen Bauhandwerker �berhaupt entgegengehalten werden kann (Higi, N. 79 zu Art. 260a OR; Schumacher, a.a.O., N. 457 S. 122 f.).
c) Das Obergericht hat den Mehrwert anhand der gesamten von der Kl�gerin ausgef�hrten Arbeiten als ihrer spezifischen Bauleistung (E. 3 hiervor) bestimmt und die Pfandsumme in der H�he des unbezahlt gebliebenen Forderungsbetrags festgesetzt. Gegen diese Vorgehensweise l�sst sich nach dem soeben Gesagten nichts einwenden. Die Vorbringen des Beklagten stehen allesamt vor dem - unzutreffenden - Hintergrund, nur gerade die unbezahlten Vollendungsarbeiten seien zu ber�cksichtigen und diese h�tten keinen Mehrwert geschaffen. Die Tatsachenfeststellung, dass ohne diese Vollendungsarbeiten mittelfristig Schaden am Geb�ude entstanden und die Elektronik gest�rt worden w�re, machen deutlich, dass der ganze Innenausbau, zu dem diese Anpassungsarbeiten funktionell geh�ren, keinen dauernden Mehrwert geschaffen h�tte, wenn sie unterblieben w�ren.
5.- Bereits im kantonalen Verfahren hatte der Beklagte geltend gemacht, der Anspruch der Bauhandwerker auf Errichtung des gesetzlichen Grundpfandes (Art. 837 Abs. 1 Ziffer 3 ZGB) k�nne ihm als gutgl�ubigem Erwerber der Liegenschaft nicht entgegengehalten werden. Er hat das fragliche Grundst�ck nach seinen Angaben erst am 22. M�rz 1996 erworben und von Zahlungsr�ckst�nden der L.________ AG gegen�ber der Kl�gerin nichts geahnt. Das Obergericht hat den Einwand verworfen, weil auf den guten Glauben sich ohnehin nur berufen k�nne, wer nach den Umst�nden auch gutgl�ubig habe sein d�rfen; die Eintragungsfrist gem�ss Art. 839 Abs. 2 ZGB diene vor allem dem Schutze des K�ufers, von dem daher erwartet werden k�nne, dass er sich bei einem eben erst vollendeten Neubau vergewissere, ob alle Bauhandwerker bezahlt seien.
Das Obergericht ist davon ausgegangen, der Beklagte k�nne auf Grund der Umst�nde nicht als gutgl�ubig gelten.
In tats�chlicher Hinsicht steht fest, dass der Beklagte anfangs 1995 in die Gewerbebaute eingezogen war, in die sich sp�ter auch die L.________ AG einmietete, und dass bei ihm von der Vermieterin auf seine besonderen W�nsche und Bed�rfnisse f�r die Einrichtung eines Druckereibetriebes R�cksicht zu nehmen war, wie das sp�ter auch f�r den Innenausbau der L.________ AG so gehandhabt wurde. Der Beklagte gewahrte, dass die Kl�gerin bis ca. Mitte Januar 1996 fast t�glich auf der Baustelle arbeitete. Mit dem Kauf der Liegenschaft trat der Beklagte in den bestehenden Mietvertrag mit der L.________ AG ein, in dem die Zustimmung des Grundeigent�mers zu baulichen �nderungen durch die Mieterin enthalten war. Auf Grund dieser Tatsachenfeststellungen kann die Rechtsauffassung des Obergerichts nicht beanstandet werden: Das Wissen um die Zustimmung der Verk�uferin/Vermieterin zu baulichen Ver�nderungen durch die Mieterin und um die diesbez�glichen Bauhandwerkerarbeiten noch weniger als drei Monate vor dem Erwerb und damit die noch offene Frist waren Umst�nde, die eine Erkundigungsobliegenheit begr�ndeten, bei deren Unterlassung kein Gutglaubensschutz besteht (Art. 3 Abs. 2 ZGB). Sich �ber die Zahlungsf�higkeit der L.________ AG zu vergewissern, w�re zumutbar gewesen, zumal die Kl�gerin gem�ss Angaben des Beklagten auch f�r ihn gearbeitet hat. Was der Beklagte weiter dagegenh�lt, ist unbegr�ndet.
Der von ihm angef�hrte Autor wehrt sich gegen den Schluss von der realobligatorischen Natur des Eintragungsanspruchs der Bauhandwerker auf die Unerheblichkeit des guten oder b�sen Glaubens beim Dritterwerber; er verneint den Anspruch des Bauhandwerkers aber auch nur, wenn der Dritte das Grundst�ck gutgl�ubig (in Unkenntnis des Anspruchs) erworben hat und nach den Umst�nden auch gutgl�ubig sein durfte (Gauch, Der Werkvertrag, 4.A. Z�rich 1996, N. 1305-07 S. 363 f.). Sind die Voraussetzungen der Gutgl�ubigkeit im konkreten Fall nicht gegeben, braucht das Bundesgericht sich zur Kontroverse in diesem Punkt allgemein nicht zu �ussern (vgl. die Nachweise bei Hofstetter, Basler Kommentar, N. 22 f.
Im Gegenzug wirft der Beklagte heute der Kl�gerin B�sgl�ubigkeit vor, weil sie trotz nicht vollst�ndig bezahlter Rechnungen von der L.________ AG laufend neue Auftr�ge entgegengenommen habe, ohne je �berhaupt Rechnungsausst�nde anzumahnen oder von der Auftr�ge erteilenden Mieterin eine Sicherstellung zu verlangen. Sie habe darauf spekuliert, dass die ausstehenden Honorare dann gegebenenfalls mittels Bauhandwerkerpfandrechts beim Vermieter bzw.
Eigent�mer eingefordert werden k�nnten. Es rechtfertige sich aus diesem Grunde nicht, der Kl�gerin den Sozialschutz, Zweckgedanke des Bauhandwerkerpfandrechts, angedeihen zu lassen. Gewiss hat der b�sgl�ubige Bauhandwerker keinen Anspruch (vgl. die Beispiele bei Schumacher, a.a.O., N. 289 S. 67/68 und N. 458-463 S. 123 ff.). Zur angeblichen B�sgl�ubigkeit der Kl�gerin bestehen indessen keinerlei Tatsachenfeststellungen des Obergerichts, was der Beklagte nicht bem�ngelt (E. 2 hiervor); namentlich fehlen jegliche Feststellungen f�r die der Kl�gerin unterstellte Absicht (Art. 63 Abs. 2 OG; BGE 109 II 338 E. 2c S. 343; 115 II 484 E. 2c S. 487). Eine Schutzpflicht der Kl�gerin zugunsten des Beklagten - gewissermassen wie diejenige des Bestellers gegen�ber den Subunternehmern (BGE 108 II 305 E. 2b S. 311; 116 Ib 367 E. 6c S. 376) - k�nnte h�chstens dort in Erw�gung gezogen werden, wo sie mit Zahlungsschwierigkeiten der L.________ AG auf Grund konkreter Anhaltspunkte von Anfang an h�tte rechnen m�ssen. Das l�sst sich anhand der beiden nicht vollst�ndig bezahlten Rechnungen vom 26. September und vom 10. November 1995, die der Beklagte anf�hrt, nicht sagen. Restforderungen von Fr. 2'329. 55 bzw. Fr. 2'932. 50 stehen in Rechnung gestellten Summen von Fr. 77'329. 55 bzw.
Fr. 62'932. 30 gegen�ber (KB act. 6 und 7). Der Beklagte kann sich daher auch nicht auf seinen guten Glauben berufen.
1.- Die Berufung wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist, und das Urteil des Obergerichts (Zivilrechtliche Abteilung) des Kantons V.________ vom 6. Juni 2000 wird best�tigt.
2.- Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 4'000.-- wird dem Beklagten auferlegt.

References: BGE 
 BGE 
 Art. 64
 BGE 
 Art. 839
 Art. 839
 BGE 
 BGE 
 Art. 839
 Art. 837
 BGE 
 Art. 260
 Art. 260

Art. 837
 Art. 260
 Art. 260
 Art. 260
 BGE 
 BGE 
 Art. 260
 Art. 839
 BGE