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Timestamp: 2016-05-28 11:40:04+00:00

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Carsten Zinn » Zeit zu handeln statt zu tricksen – LK Cuxhaven Oktober 2011
Zeit zu handeln statt zu tricksen – LK Cuxhaven Oktober 2011
01. November 2011 Arbeit & Kapital, Arbeitslosenzahlen für das Cuxland Schlechte Meldungen kann die Bundesregierung nicht gebrauchen. Deshalb bleibt sie dabei, die Arbeitslosenzahlen schön zu rechnen. Arbeitslose, die krank sind, einen Ein-Euro-Job haben oder an Weiterbildungen teilnehmen, werden bereits seit längerem nicht als arbeitslos gezählt. Fast alle Arbeitslosen, die älter als 58 sind, erscheinen nicht in der offiziellen Statistik. Im Mai 2009 kam eine weitere Ausnahme hinzu: Wenn private Arbeitsvermittler tätig werden, zählt der von ihnen betreute Arbeitslose nicht mehr als arbeitslos, obwohl er keine Arbeit hat.
Wer die tatsächliche Arbeitslosigkeit erfassen will, muss ehrlich rechnen. Dazu sagte der damalige Arbeitsminister Olaf Scholz (SPD) am 4. Juni 2009 in der Fernsehsendung Panorama: „Alles, was an Effekten durch arbeitsmarktpolitische Maßnahmen entsteht, wird jedes Mal zusammen mit der Arbeitsmarktstatistik veröffentlicht. … Ich glaube, dass man sich auf die Seriosität dieses Prozesses verlassen kann.“ Wer anders rechnen wolle, könne ja „seine Zahl veröffentlichen – und dazu ein Flugblatt drucken.“ Das tun wir gern. Hier ist die tatsächliche Zahl, die allein auf amtlichen Daten der Statistik der Bundesagentur für Arbeit beruht. Im Oktober 2011 sind immer noch 3.799.096 Millionen Menschen arbeitslos. In der offizielle Statistik wird eine Zahl von 2.736.926 Millionen angegeben, dies ergibt eine Differenz von 1.062.170 Millionen Menschen bundesweit. Zeit zu handeln statt zu tricksen.
Hier ist die Arbeitslosenstatistik für den Landkreises Cuxhaven für Oktober 2011:
Tatsächliche Arbeitslosigkeit im Oktober 2011: 7.714
Offizielle Arbeitslosigkeit (nach § 16 SGB III): 5.388
Nicht gezählte Arbeitslose allein im Landkreis Cuxhaven: 2.326
Menschen, die allein wegen §16 Abs. 2 SGB III und § 53a Abs. 2 SGB II nicht arbeitslos sind: 586 davon Aktivierung und berufliche Eingliederung (§ 46 SGB III): 377
und Vorruhestandsähnliche Regelung (Sonderstatus § 53a SGB II): 209
Menschen, die nah am Arbeitslosenstatus nach § 16 Abs. 1 SGB III sind: 1.512
davon berufliche Weiterbildung: 389
und Arbeitsgelegenheiten: 156
und Fremdförderung: 397
und Bürgerarbeit: 41
und Beschäftigngszuschuss (für schwer vermittelbare Arbeitslose): 5
und § 428 SGB III / 65 Abs.4.SGB II / § 252 Abs. 8 SGB VI: 338
und kurzfristige Arbeitsunfähigkeit (§ 126 SGB III): 186
Menschen in Arbeitsmarktpolitik fern vom Arbeitslosenstatus nach § 16 Abs. 1 SGB III: 228
davon Gründungszuschuss: 214
und Einstiegsgeld – Variante: Selbständigkeit: 14
Quellen: Bundesagentur für Arbeit: Der Arbeits- und Ausbildungsmarkt in Deutschland. Monatsbericht Oktober 2011. Die dort aufgeführte Altersteilzeit sowie Gründungszuschüsse und sonstige geförderte Selbstständigkeit sind in der Tabelle berücksichtigt. Ohne sie ist die Zahl um 214 Menschen geringer. Diese große Gruppe der älteren ALG II-Bezieher, die nicht als arbeitslos gelten, ist in ihrer Gesamtheit nicht im Monatsbericht ausgewiesen, sondern mit Stand Juni 2011 in einer Sonderauswertung der Bundesagentur für Arbeit, diese muss dort angefordert werden.
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References: § 16
 §16
 § 53
 § 53
 § 16
 § 428
 § 252
 § 16