Source: https://www.dtad.de/details/Planung_des_Erweiterungsanbaus_und_Sanierung_des_Bestandsgebaeudes_Leistungen_der_Technischen_Ausruestung_gem_51_HOAI_in_den_Anlagengruppen_36043_Fulda-5961011_1
Timestamp: 2018-05-28 05:49:39+00:00

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Ausschreibung - Planung des Erweiterungsanbaus und Sanierung des Bestandsgebäudes; Leistungen der Technischen Ausrüstung gem. § 51 HOAI in den Anlagengruppen in Fulda (ID:5961011)
> DTAD-ID: 5961011
Planung des Erweiterungsanbaus und Sanierung des Bestandsgebäudes; Leistungen der Technischen Ausrüstung gem. § 51 HOAI in den Anlagengruppen
Gegenstand des Verfahrens ist die Vergabe von Leistungen der Technischen Ausrüstung in den Leistungsphasen 2 bis 8 für die Anlagengruppen 1 bis 5 sowie 7 und 8 für den geplanten Anbau an das denkmalgeschützte Gebäude der Murhardschen Bibliothek in Kassel sowie die Sanierung des Bestandsgebäudes.
Beschleunigtes Verhandlungsverfahren Dienstleistungsauftrag VOF
HAD-Referenz-Nr.: 55/1257
Offizielle Bezeichnung: Hessisches Baumanagement - Vergabebereich Fulda
Telefon: +49 661/ 6005-0
Das denkmalgeschützte Gebäude der Murhardschen Bibliothek in Kassel stammt aus dem Jahr 1905. Die Bibliothek selber verfügt, insbesondere im Bereich der Handschriften, über sehr wertvolle Bestände. Das Hildebrandlied als das älteste Stück germanischer Dichtung zählt zu einer der wichtigsten hier lagernder Schriften.
Das Bibliotheksgebäude weist heute einen erheblichen Sanierungsstau auf. Durch die derzeitige bauliche Situation sind weder Sicherheitsstandards, noch die Attraktivität der Ausstellungsräume für die Handschriftensammlung zeitgemäß.
Um die bau- und sicherheitstechnischen Mängel zu beheben, sind umfangreiche Sanierungsmaßnahmen notwendig, u. a.:
Die Elektroinstallation ist teilweise aus den Anfängen des Gebäudes (1905 eröffnet) bis hin zur Nachkriegsinstallation vorhanden und stellt somit ein erhebliches Sicherheitsrisiko mit hoher Brandgefahr dar. Die Elektroinstallation im Gebäude ist komplett zu erneuern. Ausgenommen sind einzelne Räume (z. B. Zeitschirftenlesesaal), die erst vor kurzem umgebaut wurden, wenn keine Sicherheitsbedenken bestehen. Die Buchsicherungsanlage im Eingangsbereich entspricht nicht den aktuellen Standards und ist zu erneuern.
1.2 Heizung, Lüftung, Sanitär
Die Leitungsführung Sanitär/Heizung im Keller ist abgängig bzw. stellt durch die Art der Leitungsführung ein erhebliches Sicherheitsrisiko für die dort gelagerten Bibkiotheksbestände dar. Daher ist vorgesehen, die Leitungen im Keller aus funktionalen und technischen Gründen komplett zu erneuern. In den übrigen Bereichen des Gebäudes sollen Leitungsführung und Heizkörper dort erneuert werden, wo Sicherheitsbedenken bzw. Bedenken hinsichtlich der Dauerhaftigkeit bestehen. Leitungsführung und Aggregate sind komplett neu zu errichten.
Die öffentlichen WC Anlagen im Erdgeschoss sind nicht behindertengerecht und entsprechen nicht den heutigen Standards. Die Anlagen sind komplett neu zu organisieren (veränderter Flächenbedarf wegen Barrierefreiheit) einschließlich neue Ver- und Entsorgungsleitungen sind neu zu errichten. Die Sanitärräume im Keller des Eulensaals, die erst vor einigen Jahren umgebaut wurden, sollen erhalten bleiben.
1.3 Einbruchs- und Sicherungsanlage
Das Gebäude ist derzeit nicht mit einer Einbruchs- und Sicherungsanlage ausgestattet. Zur angemessenen Sicherung des wertvollen historischen Erbes im Haus ist ein Sicherungskonzept zu erarbeiten und eine entsprechende Installation nachzurüsten (Alarmsicherung der Außenhaut).
2. Brandschutz und Alarmierung im Brandfall
Das Gebäude weist brandschutztechnische Mängel auf; die vorhandene automatische Brandmeldeanlage ist in Teilen zu erweitern und zu verbessern. Im Wesentlichen handelt es sich um die Ergänzung der Sicherheitsbeleuchtung sowie Brandschottungen und Nachrüstung von Alarmierungseinrichtungen.
Weiterhin soll durch einen Anbau an das denkmalgeschützte Gebäude eine angemessene Präsentation der wertvollen Handschriftensammlung sowie die Nutzung, Lagerung und Bearbeitung der historischen Sammlung (Handschriftenlesesaal, Magazin) ermöglicht werden. Entsprechend dem hohen Wert der im Anbau unterzubringenden Bestände sind die Anforderungen an die Einbruchsicherheit, beginnend bei der Außenhautsicherung und den Fenstern bis hin zum Brandschutz sehr hoch. Hinzu kommen Anforderungen zur Konservation und Präservation von Papieren und Pergamenten. Es ist eine konstante Temperatur von 18 Grad Celsius im Magazin und Ausstellungsbereich und max. 21 Grad Celsius in Benutzungsbereichen sowie eine konstante rel. Luftfeuchtigkeit 50 % sicherzustellen (maximale Schwankungsbreite im Benutzungsbereich +/- 5 %). Der Brandschutz ist zwingend ohne Wasserlöschanlagen (Sprinkleranlage/ Nebelsprühanlage) auszuführen. Darüber hinaus ist eine Videoüberwachung der Außenhaut und der Publikumsbereiche (Ausstellungsbereich, Handschriftenlesesaal) vorzusehen.
Ziel der Maßnahme ist es, neben den umfangreichen Sanierungsmaßnahmen zur Bereitstellung einer zeitgemäßen Sicherheits- und Bautechnik, einen neuen Anbau als angemessenen architektonischen Rahmen für die Werterhaltung und Präsentation der hochrangigen kulturellen Schätze der Murhardschen Bibliothek zu schaffen und eine wirtschaftliche Nutzung der Bibliothek sowie einen Ressourcen schonenden Betrieb zu ermöglichen.
Die Baukosten (KG 400, netto) betragen ca. 0,4 Mio. Euro für den Neubau und ca. 1,9 Mio. Euro für die Sanierung des Bestandsgebäudes. Als zeitlicher Rahmen für die Maßnahme sind ein Baubeginn für Mitte 2012 und ein Abschluss für Ende 2013 vorgesehen. Die Baumaßnahmen sollen, soweit möglich, bei laufendem Betrieb erfolgen.
Auftrag des Verfahrens sind Leistungen der Technischen Ausrüstung gem. § 51 HOAI für die Anlagengruppen 1 bis 5 sowie 7 und 8, Leistungsphasen 2 bis 8 gem. § 53 HOAI.
Der Bewerber muss Erfahrung in der Planung und Objektüberwachung komplexer technischer Gebäudeausrüstung in Kulturbauten, bevorzugt Museen, Bibliotheken und Ausstellungsgebäude nachweisen. Insbesondere hinsichtlich der Anforderungen an den anlagentechnischen Brandschutz sowie die Sicherheitstechnik werden Erfahrungen in diesen Themenkomplexen zur Ausarbeitung wirtschaftlicher und tragfähiger Lösungen erwartet. Der Brandschutz ist zwingend ohne Wasserlöschanlagen (Sprinkleranlage/ Nebelsprühanlage) zu realisieren. Erfahrungen im Bereich Klimatisierung von Museums- und Bibliotheksräumen sind erforderlich. Weiterhin sind Erfahrungen im Bereich Gebäudeautomationssysteme auf dem BACnet-Standard wünschenswert.
Es ist eine stufenweise Beauftragung der einzelnen Leistungsphasen gemäß RBBau-Vertagsmuster, Leistungsphasen 2-8 vorgesehen.
32 Monate (ab Auftragsvergabe)
512.290,00 € für Personen- sowie 153.390,00 € für sonstige Schäden einschließlich Vermögensschäden.
Die Vergütung erfolgt unter Zugrundelegung der Honorarvorschriften der HOAI. Die Zahlungsbedingungen richten sich nach den Allgemeinen Vertragsbedingungen zu den Verträgen für freiberuflich Tätige (AVB) aus Anhang 19 der Richtlinie für die Durchführung von Bauaufgaben des Bundes (RBBau).
- Verbindliche Erklärung gem. VOF § 4 Abs. 2
Vorbehalten wird die Anforderung von Originalen sowie Ausschluss nach § 4 Abs. 9 e
- Nachweis nach VOF § 5 Abs. 4 a
Mit dem Teilnahmeantrag ist der Nachweis der bestehenden Versicherung einzureichen. Im Falle von geringeren Versicherungssummen als in Punkt III.1.1 genannt, ist zusätzlich eine Bestätigung der Versicherungsgesellschaft notwendig, aus der hervorgeht, dass im Auftragsfall die Summen mindestens bis zur geforderten Höhe angehoben werden können.
Alle geforderten Nachweise sind auch für alle Mitglieder einer Bewerbergemeinschaft/Nachunternehmer gemäß VOF § 5 Abs. 5 h oder § 5 Abs. 6 einzureichen.
Mindestumsatz für entsprechende Leistungen: größer/gleich 240.000,00 €/Jahr im Durchschnitt
Folgende Bewerbungsunterlagen und Erklärungen sind zwingend in der unter VI. 3 genannten Form mittels den anzufordernden Bewerbungsunterlagen einzureichen:
- Nachweise nach VOF § 5 Abs. 5 a für die berufliche Befähigung und Qualifikation der Führungskrägte des Unternehmens, insbesondere der für die Dienstleistungen verantwortlichen Person oder Personen
- Angaben nach VOF § 5 Abs. 5 c für die berufliche Befähigung und Qualifikation des vorgesehenen Projektleiters und Stellvertreters.
- Nachweis nach § 5 Abs. 5 f für die Gewährleistung der Qualität
- Erklärung nach VOF § 5 Abs. 5 h (ob und welche Unteraufträge erteilt werden sollen) bzw. Erklärung und Nachweis VOF § 5 Abs. 6, ob sich der Kapazitäten anderer Unternehmen bedient werden soll mit Darstellung von Art und Umfang
- Liste nach VOF § 5 Abs. 5 b der in den letzten fünf Jahren (Abschluss Leistungsphase 8 gem. § 53 HOAI zwischen 02/2006 und 02/2011) erbrachten Leistungen für vergleichbare Referenzprojekte (5 Referenzprojekte) mit jeweils Kurzbeschreibung des Projektes und Angabe zu:
- Art der Maßnahme (Neubau; Neuanlage; Wiederaufbau; Erweiterungsbau; Umbau; Modernisierung; Instandsetzung; Instandhaltung entsprechend § 2 HOAI);
- Gebäudetypologie (Ausstellungsgebäude, Bibliotheksgebäude, Veranstaltungsgebäude, Museumsgebäude);
- Projektgröße (Nutzfläche; Baukosten (KG 400 brutto));
- Projektzeit (Leistungszeitraum des Bewerbers; Abschluss Leistungsphase 8 gem. HOAI § 53);
- Leistungsumfang (Angaben zu erbrachten Anlagengruppen; erbrachten Leistungsphasen und anrechenbare Kosten);
- Angaben zur Maßnahme (Bauen im Bestand; Denkmalschutz; Bauen bei laufendem Betrieb; Bauen in mehreren Bauabschnitten; Öffentlicher Auftraggeber, Versammlungsstätten);
- Projektspezifische Angaben (Kunstlichtplanung für Ausstellungsräume; Sicherheitstechnik für Ausstellungsräume; Erstinstallation bzw. Erweiterung einer Einbruchmeldeanlage; Erstinstallation bzw. Erweiterung einer Brandmeldeanlage; Erstinstallation bzw. Erweiterung einer Löschanlage ohne wasserführendes System; Erstinstallation bzw. Erweiterung von Klimaanlagen in Museums- und/ oder Bibliotheksräumen; Erstinstallation bzw. Erweiterung von Gebäudeautomationssystemen auf dem BACnet-Standard);
Eine Bescheinigung bzw. eine Erklärung gem. VOF § 5 Abs. 5 b zum erbrachten Leistungsumfang ist für jedes der eingereichten Referenzprojekte zwingend erforderlich.
Die Referenzprojekte müssen in Form von aussagefähigen Bildern und Beschreibungen belegt werden. Hierfür sind je Referenz max. 1 frei gestaltbares DIN A4 Blatt als Anlage einzureichen.
Nachweis über mindestens drei festangestellte Ingenieure, die mit vergleichbaren Leistungen betraut sind.
- min. 1 Projekt aus dem Bereich Neubau oder Erweiterung gem. HOAI § 2;
- min. 1 Projekt aus dem Bereich Umbau, Modernisierung, Instandsetzung oder Instandhaltung gem. HOAI § 2;
- min. 1 Projekt in denkmalgeschützter Substanz;
- min. 1 Projekt mit Erstinstallation bzw. Erweiterung einer Löschanlage ohne wasserführendes System;
- mind. 1 Projekt mit Erstinstallation bzw. Erweiterung von Klimaanlagen in Museums- und/oder Bibliotheksräumen;
- durch die Summe der Referenzprojekte müssen die Leistungsphasen 2 bis 8 (ohne LPH 4) des § 53 in den Anlagengruppen 1 bis 5 und 8 mindestens einmal vollständig abgedeckt sein.
- Abschluss Leistungsphase 8 gem. HOAI § 53 zwischen 02/2006 und 02/2011;
- Bescheinigung bzw. Erklärung gem. VOF § 5 Abs. 5 b zum erbrachten Leistungsumfang für jedes der eingereichten Referenzprojekte
- Weiterführende Darstellung der Referenzprojekte auf max. 1 frei gestaltbaren DIN A4 Blatt je Referenzprojekt
VOF § 19 Abs. 2 und Abs. 3; Hessisches Ingenieurgesetz
Verfahren im Rahmen des Sonderinvestitionsprogramms des Landes Hessen
Prüfen der eingereichten Nachweise und Erklärungen auf Eignung hinsichtlich der Mindestanforderungen
Prüfen und Bewerten der eingereichten Referenzen
Prüfen und Bewerten der Leistungsfähigkeit und der Kapazitäten
0423.086613
Tag : 25.03.2011 Uhrzeit: 11:00
30.03.2011 Uhrzeit 11:00
Sämtliche unter III.2.1 bis III.2.3 genannten Angaben und Nachweise sind zwingend mittels der anzufordernden Formblätter "Bewerbungsbogen" und "Referenzbogen" zu erbringen. Formlose Anträge können nicht gewertet werden und werden von der Teilnahme ausgeschlossen. Die Unterlagen sind in digitaler Form bei der in Punkt I.1 genannten Kontakadresse erhältlich. Eine Anforderung per E-Mail mit Angabe der Verfahrensnummer (sh. Punkt I.1) ist ausreichend. Sofern nichts anderes vermerkt, sind Kopien als Nachweise ausreichend. Die ggf. geforderte Form der Nachweise sowie die detaillierten Mindestanforderungen sind den anzufordernden Bewerbungsunterlagen zu entnehmen.
nachr. HAD-Ref. : 55/1257
nachr. V-Nr/AKZ : 0423.086613

References: § 51
 § 51
 § 51
 § 53
 § 4
 § 4
 § 5
 § 5
 § 5
 § 5
 § 5
 § 5
 § 5
 § 5
 § 5
 § 53
 § 2
 § 53
 § 5
 § 2
 § 2
 § 53
 § 53
 § 5
 § 19