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Timestamp: 2018-01-21 18:48:46+00:00

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Chatten ohne Risiko: Cybermobbing-Gesetze?
Cybermobbing-Gesetze?
In Deutschland gibt es seit 2014 ein eigenes Gesetz gegen Cybermobbing.
Im Internet können nur Texte als Beleidigung gelten, nicht aber Bilder oder Videos.
Cybermobbing kann unter Umständen als Körperverletzung gelten.
Für die Androhung von Gewalt in privaten Nachrichten kann man nicht bestraft werden.
Wer Bilder anderer Personen veröffentlichen will, braucht eine Erlaubnis.
Verbreitet man bewusst unwahre Behauptungen über einen anderen, nennt man das Verleumdung.
Prügelvideos in privaten Nachrichten zu verschicken, ist erlaubt.
Cybermobbing kann auch nach dem "Stalking-Paragraf" bestraft werden.
Jemanden unter der Dusche zu fotografieren ist erlaubt, solange man das Bild für sich behält.
Bei Gesetzen rund um Cybermobbing hast du ziemlichen Durchblick! Etwas doch nur geraten? Erklärungen zu den Antworten gibt es weiter unten.
Mit Gesetzen rund um Cybermobbing kennst du dich schon gut aus. Was es sonst noch zu wissen gibt, erfährst du unten in den Fragen und Antworten.
Einiges zu Gesetzen rund um Cybermobbing weißt du schon. Was es sonst noch zu wissen gibt, erfährst du unten in den Fragen und Antworten.
Ein eigenes Cybermobbing-Gesetz gibt es in Deutschland nicht. Andere Gesetze greifen aber auch im Internet – vieles von dem, was unter Cybermobbing fällt, kann strafbar sein. In solchen Fällen ist die Polizei der richtige Ansprechpartner!
Bilder oder Videos können genauso als Beleidigung zählen wie Kommentare, Posts oder Nachrichten (also Texte).
Personen, die sich der Beleidigung (§ 185 StGB) strafbar machen, droht eine Geldstrafe oder bis zu einem Jahr Freiheitsstrafe.
Cybermobbing kann Körperverletzung sein. Dies ist der Fall, wenn die Gesundheit der gemobbten Person geschädigt wird, sie also z.B. als Folge des Mobbings unter schweren Angst- und Panikattacken leidet.
Personen, die sich der Körperverletzung (StGB § 223) strafbar machen, droht eine Geldstrafe oder bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe.
Androhungen von Gewalt sind verboten. Egal ob in privaten Nachrichten oder öffentlichen Posts: Wird mit Prügel oder sogar dem Tod gedroht, ist das strafbar.
Personen, die sich der Nötigung (StGB § 240) oder Bedrohung (StGB § 241) strafbar machen, droht eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr (Bedrohung) oder bis zu drei Jahren (Nötigung).
Jeder hat das Recht, selbst zu entscheiden, welche Bilder oder Videoaufnahmen von ihr oder ihm im Internet zu sehen sein sollen. Wer Bilder oder Videos von anderen veröffentlichen will, braucht deren Erlaubnis.
Personen, die gegen das "Recht am eigenen Bild" (§§ 22, 23, 33 Kunsturhebergesetz) verstoßen, müssen mit einer Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr rechnen.
Verbreitet jemand bewusst die Unwahrheit über andere Personen, nennt man das Verleumdung. Juristen bezeichnen das auch als "verächtlich machen" oder "herabwürdigen".
Wer andere Personen verleumdet (StGB § 187), muss mit einer mit Geldstrafe oder Freiheitstrafe von bis zu fünf Jahren rechnen.
Das Hochladen, Teilen oder Weiterverschicken bestimmter gewalthaltiger Inhalte kann als Straftat gelten. Vor allem wenn die gezeigte Gewalt verharmlost oder verherrlicht wird oder die Darstellung gegen die Würde der gezeigten Person verstößt. Lädt jemand ein Video hoch, in dem eine Person verprügelt oder gequält wird, kann das außerdem Cybermobbing sein.
Wer sich der Gewaltdarstellung (StGB § 131) strafbar macht, wird mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr bestraft.
Stalking wird in Deutschland auch als Nachstellung bezeichnet. Darunter versteht man das dauerhafte und wiederholte Verfolgen oder Belästigen einer Person, auch online. Verbreitet jemand die Handynummer eines anderen im Internet und fordert dazu auf, diese Person zu kontaktieren, macht er sich der Nachstellung schuldig, wenn andere dies tatsächlich tun.
Wer zur Nachstellung (StGB § 238) anstiftet oder selbst stalkt, wird mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren bestraft.
Es ist verboten, heimlich Aufnahmen von anderen Personen zu machen, die sich in einer Wohnung oder in einem gegen Einblick geschützten Raum (z.B. Duschkabine) befinden. Auch das Erstellen und Weiterleiten von Videos oder Tonaufnahmen, die dem Ansehen der abgebildeten Person schaden, ist verboten.
Straftaten, bei denen die Vertraulichkeit des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildauf-nahmen verletzt wird, werden mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren bestraft.

References: § 223
 § 240
 § 241
 § 187
 § 131
 § 238