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Timestamp: 2019-06-26 17:18:17+00:00

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BGH, 05.05.1983 - VII ZR 174/81 - dejure.org
https://dejure.org/1983,621
BGH, 05.05.1983 - VII ZR 174/81 (https://dejure.org/1983,621)
BGH, Entscheidung vom 05.05.1983 - VII ZR 174/81 (https://dejure.org/1983,621)
BGH, Entscheidung vom 05. Mai 1983 - VII ZR 174/81 (https://dejure.org/1983,621)
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Schadensersatz auf Grund eines fehlerhaften Gutachtens - Verjährung bei Mangelfolgeschäden
Zur Verjährung eines Anspruchs auf Ersatz von Mangelfolgeschäden
rainerw.de (Aufsatz mit Bezug zur Entscheidung)
Die Haftung des Tierarztes bei der An- bzw. Verkaufsuntersuchung (RA Frank Richter)
BGHZ 87, 239
NJW 1983, 2078
MDR 1983, 837
Erfüllt er insoweit seine Pflichten nicht, haftet er, weil der Vertrag als Werkvertrag einzuordnen ist (vgl. BGH, Urteil vom 5. Mai 1983 - VII ZR 174/81, BGHZ 87, 239), gemäß § 634 Nr. 4, § 280 Abs. 1 BGB auf Ersatz des Schadens, der bei dem Vertragspartner dadurch entstanden ist, dass er das Pferd aufgrund des fehlerhaften Befundes erworben hat.
In Fällen fehlerhafter Gutachten und Schätzungen (BGHZ 87, 239; 67, 1) hat es der Bundesgerichtshof aber grundsätzlich abgelehnt, den erforderlichen engen Zusammenhang anzunehmen, selbst wenn die gutachterliche Stellungnahme dazu dienen sollte, einen durch unrichtige Wertschätzung bedingten späteren Vermögensschaden zu vermeiden.
Dabei ist im Interesse der Rechtssicherheit zur leichteren Abgrenzung eine gewisse Typenbildung geboten (BGH, Urteile vom 10. Juni 1976 - BGHZ 67, 1 [BGH 10.06.1976 - VII ZR 129/74] - vom 5. Mai 1983 - BGHZ 87, 239; …und vom 13. Mai 1986 - BGHZ 98, 45 - Doerry aaO).
Andererseits hat der Bundesgerichtshof im Sinne sachgerechter Interessenabwägung berücksichtigt, daß in solchen Fällen die durch Werkmängel bedingten Schäden regelmäßig erst nach langer Zeit in Erscheinung treten und daß daher auch der Gutachter billigerweise damit rechnen muß, noch lange Zeit nach Ablauf der für solche Fälle nicht gedachten kurzen Verjährungsfrist des § 638 BGB in Anspruch genommen zu werden (Urteile vom 10. Juni 1976 - BGHZ 67, 1 [BGH 10.06.1976 - VII ZR 129/74] - und vom 5. Mai 1983 - BGHZ 87, 239).
Erfüllt er insoweit seine Pflichten nicht, haftet er, weil der Vertrag als Werkvertrag einzuordnen ist (vgl. BGH, Urteil vom 5. Mai 1983 - VII ZR 174/81, BGHZ 87, 239), gemäß § 634 Nr. 4, § 280 Abs. 1 BGB auf Ersatz des Schadens, der bei seinem Vertragspartner dadurch entstanden ist, dass er das Pferd aufgrund des fehlerhaften Befundes erworben hat.
In beiden Entscheidungen (BGH Urt. v. 5.5.1983 - VII ZR 174/81, NJW 1983, 2078ff und BGH Urt. v. 8.12.1992 - X ZR 85/91, NJW 1993, 923, 924) hat der Bundesgerichtshof klargestellt, dass für die nicht unmittelbar mit dem Mangel zusammenhängenden Folgeschäden eine dreißigjährige Verjährungsfrist gilt.
Die Regeln der positiven Vertragsverletzung (mit der Folge 30-jähriger Verjährung) gelten nur für die "entfernteren" Mangelfolgeschäden (vgl. zuletzt BGH NJW 1982, 2244 und Senatsurteilevom 5. Mai 1983 - VII ZR 174/81 - (zum Abdruck in BGHZ bestimmt) undvom 30. Juni 1983 - VII ZR 371/82 -, jeweils m.w.N.).
Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass eine solche Untersuchung neben dem Kaufvertrag noch eine weitere wirtschaftliche Bedeutung haben kann, sei es im Rahmen eines späteren Weiterverkaufs oder einer abzuschließenden Lebensversicherung (BGH NJW 83, 2078, 2079).

References: § 634
 § 280
 § 638
 § 634
 § 280
 BGH 
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