Source: https://www.anwalt24.de/urteile/bgh/2013-06-04/1-str-32_13
Timestamp: 2017-09-21 05:22:58+00:00

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BGH, 04.06.2013 - 1 StR 32/13 - Vorliegen nicht allgemein zugänglicher personenbezogener Daten bei der Erstellung von sog. Bewegungsprofilen bei der Überwachung von Zielpersonen durch Anbringung von GPS-Empfängern an den von diesen genutzten Pkw durch eine Detektei | anwalt24.de
Urt. v. 04.06.2013, Az.: 1 StR 32/13
Referenz: JurionRS 2013, 40975
LG Mannheim - 18.10.2012
§ 90 Abs. 1 S. 1 TKG
§ 3 Abs. 4 S. 2 Nr. 1, 2 BDSG
§ 27 Abs. 1 S. 1, 2 BDSG
§ 38 Abs. 6 BDSG
§ 43 Abs. 2 Nr. 1 BDSG
§ 44 Abs. 1 BDSG
§ 44 Abs. 2 S. 1 BDSG
CR 2013, 69-70
DSB 2013, 207-209
DuD 2013, 666-673
GRUR-Prax 2013, 452
JR 2014, 76-87
JZ 2013, 550
K&R 2013, 669-673
Kriminalistik 2013, 744
NJ 2013, 482-483
NJW 2013, 2530-2537
NJW-Spezial 2013, 536
NStZ-RR 2014, 187-189
RDV 2013, 297-303
StraFo 2013, 369-375
StRR 2014, 26-28
StV 2014, 221-225
in den Fällen 13 bis 17, 19, 23 bis 27 und 29 der Urteilsgründe
in den Fällen 13 bis 17, 23, 24, 26 und 27 der Urteilsgründe
Diese Aufsichtsbehörde war in Baden-Württemberg zu dem Zeitpunkt der Antragstellung bei dem Innenministerium angesiedelt (vgl. Ambs in Erbs-Kohlhaas, 183. Lfg., § 38 BDSG Rn. 1). Erst aufgrund Gesetzes zur Änderung des Landesdatenschutzgesetzes und anderer Rechtsvorschriften vom 7. Februar 2011, das am 1. April 2011 in Kraft trat (GBl. BW Nr. 2, S. 43), wurde die Aufsicht über die nicht-öffentlichen Stellen dem Landesbeauftragten für den Datenschutz übertragen (vgl. § 31 Abs. 1 DSG BW nF; Bergmann/Möhrle/Herb, LDSG BW, 43. Lfg., § 31 Anm. 3.1).
c) Als spezifische datenschutzrechtliche Erlaubnisse kommen der vom Tatgericht herangezogene § 28 BDSG oder aber § 29 BDSG in Betracht. Das Datenschutzrecht grenzt die Anwendungsbereiche der beiden Vorschriften im rechtlichen Ausgangspunkt danach ab, ob der in Rede stehende Datenumgang zu eigenen Geschäftszwecken (§ 28 BDSG) erfolgt oder es sich um eine geschäftsmäßige Datenverarbeitung zur Übermittlung an Dritte (§ 29 BDSG) handelt. Maßgebend für die Abgrenzung ist dementsprechend die jeweilige Zweckbestimmung. Erweist sich die Datenverarbeitung für Dritte als Selbstzweck, kann sich eine Erlaubnis zum Umgang mit "fremden" personenbezogenen Daten aus § 29 BDSG ergeben. Ist die Datenverarbeitung bloßes Hilfsmittel zur Erfüllung anderer Zwecke, greift dagegen regelmäßig § 28 BDSG als möglicherweise zugunsten der datenverarbeitenden nicht-öffentlichen Stelle wirkende Befugnisnorm. Diese Grundsätze über das Verhältnis der Anwendungsbereiche von § 28 BDSG einerseits und § 29 BDSG andererseits erlauben allerdings im konkreten Einzelfall nicht ohne weiteres, die als Erlaubnissatz in Frage kommende datenschutzrechtliche Vorschrift zu bestimmen. Demensprechend wird die Anwendbarkeit der beiden in Betracht kommenden Vorschriften auf die mit der Erhebung bzw. Verarbeitung personenbezogener Daten verbundene überwachende Tätigkeit von Detektiven in der datenschutzrechtlichen Literatur auch nicht einheitlich beurteilt.
RiBGH Zeng ist urlaubsabwesend und daher an der Unterschrift gehindert. Wahl

References: § 90

§ 3

§ 27

§ 38

§ 43

§ 44

§ 44
 § 38
 § 31
 § 31
 § 28
 § 29
 § 29
 § 28
 § 28
 § 29