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Timestamp: 2016-10-22 16:16:08+00:00

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9C_422/2015 � � Urteil vom 7. Dezember 2015
Der 1966 geborene A.________ war zuletzt vom 1. April 2006 bis 30. April 2009 (letzter Arbeitstag: 14. September 2008) bei der B.________ AG angestellt. Unter Hinweis auf ein seit Geburt bestehendes ADS (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom) und eine sich seit Juni 2008 stark manifestierende soziale Phobie meldete er sich am 19. August 2009 bei der IV-Stelle Luzern zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle pr�fte die medizinischen und erwerblichen Verh�ltnisse. Mit Vorbescheid vom 26. August 2013 stellte sie die Verneinung eines Rentenanspruches in Aussicht. Daran hielt sie mit Verf�gung vom 21. November 2013 fest.
Beschwerdeweise liess A.________ die Aufhebung der Verf�gung beantragen. Es sei festzustellen, dass er aufgrund eines Invalidit�tsgrades von mindestens 76.75 % Anspruch auf eine ganze Invalidenrente habe. Eventualiter sei ihm eine halbe Rente zuzusprechen. Es sei ein aktueller Bericht bei der C.________ Psychiatrie & Psychotherapie einzuholen und ein neues Sachverst�ndigengutachten zu veranlassen. Mit Entscheid vom 15. Mai 2015 hiess das Kantonsgericht Luzern die Verwaltungsgerichtsbeschwerde teilweise gut. Es hob die Verf�gung vom 21. November 2013 auf und sprach dem Versicherten ab 1. Februar 2010 eine halbe Rente zu.
A.________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren und das Rechtsbegehren stellen, der kantonale Entscheid vom 15. Mai 2015 und die Verwaltungsverf�gung vom 21. November 2013 seien aufzuheben. Es sei festzustellen, dass er aufgrund eines Invalidit�tsgrades von mindestens 60.75 % Anspruch auf eine Dreiviertelsrente habe.
Streitig und zu pr�fen ist der Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung (Art. 28 IVG; Art. 16 ATSG). W�hrend die Vorinstanz dem Versicherten aufgrund eines ermittelten Invalidit�tsgrades von (gerundet) 59 % eine halbe Rente zusprach, stellt sich der Beschwerdef�hrer auf den Standpunkt, er habe aufgrund eines Invalidit�tsgrades von mindestens 60.75 % Anspruch auf eine Dreiviertelsrente. Uneinigkeit besteht dabei einzig hinsichtlich der H�he des Valideneinkommens; das Invalideneinkommen von Fr. 36'872.16 ist demgegen�ber unbestritten.
3.1.�Das Valideneinkommen ist dasjenige Einkommen, das die versicherte Person erzielen k�nnte, wenn sie nicht invalid geworden w�re (Art. 16 ATSG; Art. 28a Abs. 1 IVG). F�r seine Ermittlung ist rechtsprechungsgem�ss entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des fr�hestm�glichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tats�chlich verdienen w�rde, und nicht, was sie bestenfalls verdienen k�nnte (BGE 135 V 58 E. 3.1 S. 59). Dabei ist in der Regel am zuletzt erzielten, n�tigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Lohn anzukn�pfen, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass erfahrungsgem�ss die bisherige T�tigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden w�re; Ausnahmen m�ssen mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30; 134 V 322 E. 4.1 S. 325 f.). Auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte darf nur unter Mitber�cksichtigung der f�r die Entl�hnung im Einzelfall relevanten pers�nlichen und beruflichen Faktoren abgestellt werden (BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30; Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts I 97/00 vom 29. August 2002 E. 1.2; MEYER/REICHMUTH, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. Aufl. 2014, S. 326 f. Rz. 48 und S. 329 Rz. 55 zu Art. 28a IVG).
3.2.�F�r die Ermittlung des Valideneinkommens ging die Vorinstanz von dem Verdienst aus, den der Beschwerdef�hrer zuletzt bei der Schindler AG bei einer durchschnittlichen w�chentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden erzielt hatte (Fr. 90'350.- im Jahr 2009). Nach Anpassung an die seither eingetretene Nominallohnentwicklung gelangte sie zu einem Valideneinkommen f�r das Jahr 2010 von Fr. 90'773.38. Der Beschwerdef�hrer wendet dagegen ein, die Vorinstanz h�tte das Einkommen zus�tzlich - parallel zu dem auf der Grundlage der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) ermittelten Invalideneinkommen - auf eine durchschnittliche w�chentliche Arbeitszeit von 41.6 Stunden hochrechnen m�ssen. Des Weitern habe das kantonale Gericht seiner Berechnung eine zu tiefe Nominallohnentwicklung (2009: 106.7 statt 106.9; 2010: 107.2 statt 107.5) zugrunde gelegt.
3.3.�Die vorinstanzliche Vorgehensweise entspricht dem Prinzip, dass die Ermittlung des Valideneinkommens so konkret wie m�glich zu erfolgen hat und deshalb grunds�tzlich prim�r an den zuletzt erzielten, n�tigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Lohn anzukn�pfen ist (vgl. E. 3.1 hievor). Es ist deshalb nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz beim hypothetisch ohne Gesundheitsschaden erzielbaren Einkommen von der tats�chlich zu leistenden Arbeitszeit von 40 Stunden ausgegangen ist (vgl. auch Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts I 446/01 vom 4. April 2002 E. 2b). Die standardisierten Bruttol�hne der LSE werden demgegen�ber zwecks Vergleichbarkeit auf eine�
fiktiveeinheitliche Arbeitszeit von (ebenfalls) 40 Stunden umgerechnet; um den in Wirklichkeit existierenden Wert zu erhalten, ist der tats�chlichen betriebs�blichen Arbeitszeit (durchschnittlich 41.6 Stunden im Jahr 2010) Rechnung zu tragen (vgl. LSE 1994 S. 42). Im Rahmen der Invalidit�tsbemessung sind die Tabellenl�hne deshalb rechtsprechungsgem�ss auf die durchschnittliche betriebs�bliche Arbeitszeit umzurechnen (BGE 124 V 321 E. 3b/aa in fine und 3b/bb S. 323). Dies gilt auch f�r den Fall, dass der Versicherte als Valider in einem Betrieb mit einer 40-Stunden-Woche arbeitete (Urteil 8C_965/2010 vom 24. Januar 2011 E. 4.2). Dass der Beschwerdef�hrer nach Eintritt des Gesundheitsschadens nur in Branchen mit einer 40-Stunden-Woche arbeiten k�nnte, wird zu Recht nicht geltend gemacht.
Eine Parallelisierung der Vergleichseinkommen (vgl. dazu BGE 141 V 1 E. 5.4 S. 3 mit Hinweisen) in dem Sinne, dass bei beiden Einkommen von derselben Wochenarbeitszeit - 40 oder 41.6 Stunden - auszugehen w�re, w�rde sich nur rechtfertigen, wenn dargetan w�re, dass der Beschwerdef�hrer wegen der Wochenarbeitszeit von 40 Stunden ohne Behinderung einen wesentlich unter dem branchen�blichen Verdienst liegenden Lohn erzielt h�tte (vgl. Urteil 8C_965/2010 vom 24. Januar 2011 E. 4.2; Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts I 262/06 vom 16. Oktober 2006). Derartige Verh�ltnisse sind weder dargetan noch sonst wie ersichtlich.
3.4.�Die vom Beschwerdef�hrer geltend gemachte Differenz hinsichtlich der Nominallohnentwicklung resultiert aus dem Umstand, dass die Vorinstanz auf die f�r M�nner geltenden Werte gem�ss Tabelle T1.1.05 (Abschnitt D [Verarbeitendes Gewerbe; Industrie]: 106.7 [2009]; 107.2 [2010]) abstellte und der Beschwerdef�hrer die h�heren, in Tabelle T1.05 als Total ausgewiesenen Werte (Abschnitt D: 106.9 [2009]; 107.5 [2010]) f�r massgebend h�lt. Selbst wenn indessen mit dem Beschwerdef�hrer von einer Nominallohnentwicklung von 106.9 (statt 106.7) f�r das Jahr 2009 und von 107.5 (statt 107.2) f�r das Jahr 2010 ausgegangen w�rde, erg�be sich daraus nichts zu Gunsten des Beschwerdef�hrers. Denn auch diesfalls resultierte bei einem Valideneinkommen von Fr. 90'857.11 (statt Fr. 90'773.38) und einem (unbestrittenen) Invalideneinkommen von Fr. 36'872.16 ein Invalidit�tsgrad von 59.42 % (statt 59.38 %) bzw. gerundet (dazu BGE 130 V 121) - unver�ndert - 59 %, welcher Anspruch auf eine halbe Rente verleiht (Art. 28 Abs. 2 IVG).
Zufolge Unterliegens hat der Beschwerdef�hrer die Gerichtskosten zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

References: Art. 16
 Art. 28
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in fine
 BGE 
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