Source: https://meiner.de/prolegomena-zu-einer-jeden-kunftigen-metaphysik-die-als-wissenschaft-wird-auftreten-konnen-10578.html
Timestamp: 2017-08-20 15:28:38+00:00

Document:
Herausgegeben von Konstantin Pollok
Philosophische Bibliothek 540. 2001. Eingeleitet und mit Anmerkungen herausgegeben von Konstantin Pollok. LXXIII, 223 Seiten.
978-3-7873-2114-8. E-Book
Die Prolegomena von 1783 sind eine Kurzfassung der "Kritik der reinen Vernunft", deren Plan und Ergebnisse sie übersichtlich darstellen sollen. In Umkehrung der Methode der Kritik – statt der synthetischen Lehrart wird nun die analytische befolgt – nimmt Kant unter der Leitfrage "Wie sind synthetische Urteile a priori möglich?" eine Inhalts-, Umfangs- und Grenzbestimmung reiner Erkenntnis vor. Orientiert am Ideal der Mathematik und der Naturwissenschaft soll der Metaphysik hinsichtlich der Gewißheit ihrer Prinzipien die Nobilitierung einer Wissenschaft zuteil werden, die ihr vor der Kritik versagt war.
Damit sind die Prolegomena nicht nur eine Einführung in den Transzendentalen Idealismus Kants, sondern dokumentieren bereits die Weiterführung dieser Kritischen Philosophie, welche sich über die "Grundlegung zur Metaphysik der Sitten" (1785) sowie die "Metaphysischen Anfangsgründe der Naturwissenschaft" (1786) bis zur zweiten Auflage der Kritik (1787) und über diese hinaus fortsetzt.
Neben einer umfangreichen Einleitung, einer aktuellen Bibliographie sowie einem Anmerkungsapparat ist dieser Neuedition auch die von den beiden Philosophen Ch. Garve und J. G. H. Feder stammende sogenannte Göttinger Rezension der Kritik der reinen Vernunft beigegeben, wodurch der Entstehungshintergrund der Schrift erkennbar wird.
In der Forschung ist mittlerweile nahezu unumstritten, daß der originale Textbestand der Prolegomena korrumpiert ist. Die vorliegende Neuedition schließt sich der sogenannten "Blattversetzungs-Hypothese" zu den §§ 2 und 4 an und folgt darüber hinaus einem weiteren Umstellungsvorschlag von Georg Kullmann. Die Abweichungen vom Original sind in einem Lesartenapparat unter dem Haupttext verzeichnet.
| Kapitel kaufen ContentsV
| Kapitel kaufen A. Entstehungsgeschichte der ProlegomenaXVI
| Kapitel kaufen 1. Der Plan eines Auszugs aus der Kritik der reinenVernunftXVI
| Kapitel kaufen 2. Die Göttinger RezensionXXIII
| Kapitel kaufen B. Kurze Rezeptionsgeschichte der ProlegomenaXL
| Kapitel kaufen C. Editorische HinweiseIL
| Kapitel kaufen BibliographieLXIII
| Kapitel kaufen Immanuel Kant: Prolegomena...1
| Kapitel kaufen §§ 1-3 Vorerinnerung von dem Eigentümlichen aller metaphysischen Erkenntnis16
| Kapitel kaufen §1 Von den Quellen der Metaphysik16
| Kapitel kaufen §2 Von der Erkenntnisart, die allein metaphysisch heißen kann17
| Kapitel kaufen a) Von dem Unterschiede synthetischer und analytischer Urteile überhaupt17
| Kapitel kaufen b) Das gemeinschaftliche Prinzip aller analytischen Urteile ist der Satz des Widerspruchs18
| Kapitel kaufen c) Synthetische Urteile bedürfen ein anderes Prinzip als den Satz des Widerspruchs18
| Kapitel kaufen §3 Anmerkung zur allgemeinen Einteilung der Urteile in analytische und synthetische25
| Kapitel kaufen § 4 Der Prolegomenen allgemeine Frage: Ist überall Metaphysik möglich?26
| Kapitel kaufen § 5 Prolegomena. Allgemeine Frage: Wie ist Erkenntnis aus reiner Vernunft möglich?29
| Kapitel kaufen §§ 6-13 Der transzendentalen Hauptfrage erster Teil: Wie ist reine Mathematik möglich?37
| Kapitel kaufen Anmerkung I46
| Kapitel kaufen Anmerkung II48
| Kapitel kaufen Anmerkung III50
| Kapitel kaufen §§ 14-38 Der transzendentalen Hauptfrage zweiter Teil: Wie ist reine Naturwissenschaft möglich?57
| Kapitel kaufen Logische Tafel der Urteile68
| Kapitel kaufen Transzendentale Tafel der Verstandesbegriffe69
| Kapitel kaufen Reine physiologische Tafel allgemeiner Grundsätze der Naturwissenschaft70
| Kapitel kaufen § 36 Wie ist Natur selbst möglich?90
| Kapitel kaufen § 39 Anhang zur reinen Naturwissenschaft: Von dem System des Kategorien96
| Kapitel kaufen §§ 40-56 Der transzendentalen Hauptfrage dritter Teil: Wie ist Metaphysik überhaupt möglich?103
| Kapitel kaufen § 45 Vorläufige Bemerkung zur Dialektik der reinen Vernunft110
| Kapitel kaufen §§ 46-49 I. Psychologische Ideen111
| Kapitel kaufen §§ 50-54 II. Kosmologische Ideen118
| Kapitel kaufen § 55 III. Theologische Idee132
| Kapitel kaufen § 56 Allgemeine Anmerkungen zu den transzendentalen Ideen133
| Kapitel kaufen §§ 57-60 Beschluß. Von der Grenzbestimmung der reinen Vernunft135
| Kapitel kaufen Auflösung der allgemeinen Frage der Prolegomenen: Wie ist Metaphysik als Wissenschaft möglich?156
| Kapitel kaufen Anhang. Von dem, was geschehen kann, um Metaphysik als Wissenschaft wirklich zu machen165
| Kapitel kaufen Probe eines Urteils über die Kritik, das vor der Untersuchung vorhergeht167
| Kapitel kaufen Vorschlag zu einer Untersuchung der Kritik, auf welche das Urteil folgen kann177
| Kapitel kaufen Beilage. Die Göttinger Rezensionen183
| Kapitel kaufen Anmerkungen des Herausgebers191
| Kapitel kaufen Register205
| Kapitel kaufen Personenregister205
| Kapitel kaufen Sachregister206
Kein Geringerer als Arthur Schopenhauer beurteilte Kants Prolegomena als die schönste und faßlichste aller Kantischen Hauptschriften, welche viel zu wenig gelesen wird, da sie doch das Studium seiner Philosophie außerordentlich erleichtert.

References: §1
 §2
 §3
 § 4
 § 5
 § 36
 § 39
 § 45
 § 55
 § 56