Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/1/81190000049.htm
Timestamp: 2018-11-19 22:48:07+00:00

Document:
1.19.049 Warthof
Verordnung des Landratsamtes Rems-Murr-Kreis über das Landschaftsschutzgebiet "Warthof", Gemarkung Warthof, Gemeinde Aspach, Rems-Murr-Kreis vom 15. November 1979 (Waiblinger Zeitung vom 28. November 1979).
Auf Grund von §§ 22, 58 Abs. 3 und Abs. 4 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Naturschutzgesetzes (NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654), geändert durch das Landeswaldgesetz vom 10. Februar 1976 (GBl. S. 99), wird mit Zustimmung des Regierungspräsidiums Stuttgart verordnet:
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf Gemarkung Warthof, Gemeinde Aspach, werden zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung "Warthof".
(1) Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von ca. 3,6 ha.
(2) Das Schutzgebiet umfaßt das Flurstück Nr. 12/10 sowie einen Teil des V.W. 2.
(3) Die Grenzen des Landschaftsschutzgebietes sind in einer Übersichtskarte im Maßstab 1 : 25 000 und in einem Flurkartenausschnitt im Maßstab 1 : 2 500 jeweils schwarz eingetragen. Die Verordnung mit Karten wird beim Landratsamt Rems-Murr-Kreis in Waiblingen verwahrt. Die Verordnung mit Karten kann während der üblichen Dienststunden eingesehen werden.
Schutzzweck ist die Erhaltung der Rodungsinsel in ihrem charakteristischen, vorwiegend durch Grünland bestimmten Landschaftsbild.
(1) Handlungen, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen können, bedürfen der schriftlichen Genehmigung der unteren Naturschutzbehörde.
(2) Der Genehmigung bedürfen insbesondere folgende Handlungen:
13. Rodung (Ausstockung) von Hecken, Gebüschen, Feld- und Ufergehölzen.
(3) Die Genehmigung ist zu erteilen, wenn die Handlung Wirkungen der in § 4 genannten Art nicht zur Folge hat oder solche Wirkungen durch Auflagen oder Bedingungen abgewendet werden können. Sie kann mit Auflagen, unter Bedingungen, befristet oder widerruflich erteilt werden, wenn dadurch erreicht werden kann, daß die Wirkungen der Handlungen dem Schutzzweck nur unwesentlich zuwiderlaufen.
(4) Die Genehmigung wird durch eine nach anderen Vorschriften notwendige Gestattung ersetzt, wenn diese mit Zustimmung der Naturschutzbehörde ergangen ist.
(5) Bei Handlungen des Bundes und des Landes, die nach anderen Vorschriften keiner Gestattung bedürfen, wird die Genehmigung durch das Einvernehmen mit der Naturschutzbehörde ersetzt. Das gleiche gilt für Handlungen, die unter Leitung oder Betreuung staatlicher Behörden durchgeführt werden.
(6) Eine nach Abs. 3 erteilte Genehmigung erlischt, wenn nicht innerhalb von zwei Jahren nach Bekanntgabe ihrer Erteilung mit dem Vorhaben begonnen oder die Durchführung länger als zwei Jahre unterbrochen wird. Die Frist kann auf Antrag verlängert werden.
3. für die ordnungsmäßige Unterhaltung der Straßen, Wege, Plätze und Gewässer, ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Nr. 13;
6. für die ordnungsgemäße Unterhaltung und Nutzung des Feuerlöschteiches.
Liegen die Voraussetzungen für die Erteilung einer Genehmigung nicht vor, so kann die untere Naturschutzbehörde von den Vorschriften dieser Verordnung nach § 63 NatSchG Befreiung erteilen.
2. entgegen § 5 dieser Verordnung ohne vorherige schriftliche Genehmigung Handlungen vornimmt, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem Schutzzweck zuwiderlaufen können.
Waiblingen, den 15. November 1979

References: § 64
 § 2
 § 4
 § 5
 § 63
 § 5