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Timestamp: 2019-11-17 02:07:13+00:00

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BGH, 03.04.2003 - IX ZR 287/99 - dejure.org
https://dejure.org/2003,265
BGH, 03.04.2003 - IX ZR 287/99 (https://dejure.org/2003,265)
BGH, Entscheidung vom 03.04.2003 - IX ZR 287/99 (https://dejure.org/2003,265)
BGH, Entscheidung vom 03. April 2003 - IX ZR 287/99 (https://dejure.org/2003,265)
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BGB §§ 765, 401, 328, 157 F; ZPO § 51 Abs. 1
Akzessorietät einer Bürgschaft - Bürgschaft als Vertrag zugunsten Dritter
Parteifähigkeit einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) trotz der Eintragung ihrer Auflösung im Handelsregister ; Voraussetzungen der Geltendmachung eines fremden Rechts in eigenem Namen durch eine vermögenslose Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH); ...
Erfordernis der Gläubigeridentität auch bei Bürgschaft auf erstes Anfordern
Zur Frage der Berechtigung einer vermögenslosen GmbH, eine abgetretene, durch Bürgschaft gesicherte Forderung im eigenen Namen geltend zu machen; Voraussetzungen einer Bürgschaft auf erstes Anfordern zugunsten eines Dritten
BGB §§ 765 401 328 157; ZPO § 51 Abs. 1
BGB §§ 765, 401, 328, 157; ZPO § 51
Berechtigung einer vermögenslosen GmbH, eine abgetretene, durch Bürgschaft gesicherte Forderung im eigenen Namen geltend zu machen; Voraussetzungen einer Bürgschaft auf erstes Anfordern zugunsten eines Dritten
Bürgschaft: Gläubiger der Bürgschaft muss auch Gläubiger der Hauptforderung sein! (IBR 2003, 356)
NJW 2003, 2231
MDR 2003, 883
NZBau 2003, 436
NZI 2004, 110
BB 2003, 1401
DB 2003, 2005
BauR 2003, 1036
NZG 2003, 688
NZG 2003, 813
ZfBR 2003, 755
(2) Es kann dahinstehen, ob die streitige Klausel eine unangemessene Benachteiligung bereits deshalb enthält, weil sie keine Ausnahmeregelung für den Fall vorsieht, daß "offensichtliche" Fehler vorliegen, wie sie in § 30 der AVB der Elektrizitäts-, Fernwärme-, Gas- und Wasserversorgungsunternehmen enthalten ist (so Beuermann, GE 2003, 1192, 1196), oder ob die Klausel insoweit nach ihrem Sinn und Zweck und nach Treu und Glauben entsprechend einschränkend auszulegen ist (…vgl. dazu BGH, Urt. v. 31.10.1984 - VIII ZR 226/83, NJW 1985, 320; Urt. v. 03.04.2003 - IX ZR 287/99, NJW 2003, 2231 für die Bürgschaft auf erstes Anfordern;… Urt. v. 24.03.1988, aaO, 759;… Ludwig/Odenthal/Hempel/Franke, aaO Rdn. 11;… Ulmer/Brandner/Hensen, AGBG, 9. Aufl., § 5 Rdn. 41, § 6 Rdn. 15).
Ein eigenes rechtsschutzwürdiges Interesse liegt vor, wenn die Entscheidung des Prozesses die eigene Rechtslage des Prozessführenden günstig beeinflusst (BGH 3. April 2003 - IX ZR 287/99 - WM 2003, 969, 970).
Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs darf jemand ein fremdes Recht im eigenen Namen im Prozess geltend machen, wenn ihm der Berechtigte eine entsprechende Ermächtigung erteilt hat und wenn er an der Durchsetzung des Rechts ein eigenes schutzwürdiges Interesse hat (sog. gewillkürte Prozessstandschaft, vgl. BGH, Urteil vom 3. April 2003 - IX ZR 287/99, BauR 2003, 1036 = NZBau 2003, 436 = ZfBR 2003, 755; Urteil vom 24. Oktober 1985 - VII ZR 337/84, BGHZ 96, 151, 152).
Eine solche Ausnahme ist z.B. dann gegeben, wenn die Vermögenslosigkeit der klagenden Partei erst während des Prozesses eingetreten ist und kein unmittelbarer Zusammenhang zwischen der Überschuldung, der Offenlegung der Abtretung und der Ermächtigung zur Prozessführung besteht (BGH, Urteil vom 22. Dezember 1988 - VII ZR 129/88, BauR 1989, 359 = ZfBR 1989, 112; Urteil vom 19. September 1995 - VI ZR 166/94, NJW 1995, 3186; Urteil vom 3. April 2003 - IX ZR 287/99, aaO).
Das gilt auch bei einer Bürgschaft auf erstes Anfordern (BGH, Urteil vom 3. März 2003 - IX ZR 287/99, NJW 2003, 2231, unter II 1 a, b).
Die Annahme einer zulässigen gewillkürten Prozessstandschaft setzt nach gefestigter Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ein schutzwürdiges Interesse des Prozessstandschafters an der Rechtsverfolgung voraus (vgl. BGHZ 119, 237, 242; 125, 197, 199; BGH, Urt. v. 3. April 2003 - IX ZR 287/99, NJW 2003, 2231, 2232).
Dem in Anspruch genommenen Schuldner ist es deshalb regelmäßig nicht zuzumuten, sich auf einen Rechtsstreit einzulassen, wenn er Gefahr läuft, im Falle einer Klageabweisung seinen Kostenerstattungsanspruch gegen die die illiquide GmbH nicht durchsetzen zu können (BGHZ 96, 151 [153 f.]; BGH NJW 2003, 2231 [2232]; BAG NJW 2003, 80 [81]; OLG Rostock NJW-RR 2004, 1109 [1110]).
Das einmal festgestellte berechtigte Interesse an der Prozessstandschaft entfällt daher nicht, wenn sich das Risiko eines Vermögensverfalls später erhöht oder verwirklicht (BGH NJW 2003, 2231 [2232]; BGH NJW 1995, 3186 [3187]; OLG München…, Urteil vom 16.01.2006, 9 U 2009/05, Rn. 20).
Krankenversicherung - kein Versorgungsvertrag mit Krankenhaus, dessen …

References: § 51
 § 51
 § 51
 § 30
 § 5
 § 6
 BGH 
 BGH