Source: https://www.weiterbildung-homoeopathie.de/richtlinien-zum-homoeopathie-diplom-des-dzvhae/
Timestamp: 2019-06-17 02:40:07+00:00

Document:
Richtlinien zum Homöopathie-Diplom des DZVhÄ - Weiterbildung Homöopathie
Die Homöopathie ist eine ärztliche Therapieform mit Einzelarzneien, welche in der Regel am Menschen geprüft sind und – in potenzierter Form – nach dem Ähnlichkeitsgesetz verordnet werden. Mit dieser Qualitätsrichtlinie zum Homöopathie-Diplom beabsichtigt der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte e.V. („DZVhÄ“), der Qualitätssicherung der ärztlichen Homöopathie zu dienen.
PDF: Richtlinien zum Homöopathie-Diplom des DZVhÄ
Bitte beachten Sie! Die Richtlinie zum Homöopathie-Diplom beinhaltet die folgenden Einzel-Richtlinien:
(Hinweis: Durch Anklicken der einzelnen Stichwörter gelangen Sie jeweils zu dem jeweiligen Abschnitt in der Richtlinie)
Ausbildungsanerkennung • Ziel • Voraussetzungen • Antrag • Überprüfung der Antragsunterlagen • Verleihung • Neuausstellung und Fortbildung • Entzug • Ehren-Diplom • Kosten • Homöopathie-Diplom des ECH • Geltung, Änderung
Ausbildungsanerkennungsrichtlinie:
Notwendigkeit der Anerkennung • Voraussetzungen für die Anerkennung • Fachliche Eignung des Ausbildungsbefugten • Inhaltlich-organisatorische Eignung der Ausbildungsmaßnahme • Antrag • Prüfung • Erteilung der Anerkennung, Dokumentation • Kontrollbefugnis, Widerruf der Anerkennung • Geltung, Änderung
Fortbildungsanerkennungsrichtlinie
Geeignete Fortbildungen • Anforderungen an FB-Veranstaltungen • Antrag auf Anerkennung von FB-Veranstaltungen • Erteilung, Ablehnung und Widerruf der Anerkennung • Anerkennung von Falldokumentationen • Anrechnungsmodalitäten für anerkannte Fortbildungen • Übersicht Fortbildungspunkte • Geltung und Änderung
§ 1 Ausbildungsanerkennung des DZVhÄ
§ 2 Ziel des Homöopathie-Diploms
§ 3 Voraussetzungen für die Verleihung des Homöopathie-Diploms
§ 5 Überprüfung der Antragsunterlagen
§ 7 Neuausstellung und Fortbildung
§ 8 Entzug
§ 9 Ehren-Homöopathie-Diplom des DZVhÄ
§ 11 Homöopathie-Diplom des ECH
§ 12 Geltung, Änderung
Im Auftrag des DZVhÄ erkennt der zuständige Landesverband des DZVhÄ mit dem Homöopathie-Diplom die fundierte und praxisorientierte ärztliche Aus-, Weiter- und Fortbildung des Antragstellers in dem Bereich der Homöopathie nach Maßgabe dieser Qualitätsrichtlinie an.
Das Homöopathie-Diplom entspricht nicht der Zusatzbezeichnung „Homöopathie“ nach der (Muster‑)Weiterbildungsordnung (MWBO) der Bundesärztekammer bzw. einer der Weiterbildungsordnungen der Landesärztekammern und stellt auch keine andere Weiterbildungsbezeichnung nach dieser/n dar. Ein Erlöschen des Homöopathie-Diploms führt auch nicht zum Entzug der Zusatzbezeichnung „Homöopathie“ nach der Weiterbildungsordnung der jeweils zuständigen Ärztekammer.
Bei dem Homöopathie-Diplom handelt es sich nicht um einen akademischen Grad. Es kann weder als solcher noch wie ein solcher von seinem Inhaber geführt werden.
Ziel des Homöopathie-Diploms ist es, die Qualität der homöopathischen Aus-, Weiter- und Fortbildung auf hohem Niveau zu sichern. Das Homöopathie-Diplom dokumentiert die fundierten Kenntnisse und Fähigkeiten zur homöopathischen Behandlung auch chronischer Krankheitsfälle.
Für die Verleihung des Homöopathie-Diploms hat der Antragsteller besondere theoretische Kenntnisse und besondere praktische Erfahrungen nach Maßgabe des Absatzes 2 Satz 1 lit. a) oder b) und Satz 2 dieser Bestimmung nachzuweisen (§ 4 Absatz 3).
Die nach Absatz 1 erforderlichen Voraussetzungen für die Verleihung des Homöopathie-Diploms erfüllt, wer über eine ärztliche Approbation verfügt und entweder
die Zusatzbezeichnung „Homöopathie“ gemäß der MWBO der Bundesärztekammer von 1993 bzw. der entsprechenden Weiterbildungsordnung der zuständigen Landesärztekammer erlangt hat undin den letzten fünf Jahren mindestens 100 Unterrichtsstunden (à 45 Minuten) vom DZVhÄ nach der Fortbildungsanerkennungsrichtlinie des DZVhÄ (siehe Anhang 4) anerkannte Fortbildungen in Homöopathie absolviert hat; oder
die gemäß der MWBO der Bundesärztekammer von 2003 bzw. der entsprechenden Weiterbildungsordnung der zuständigen Landesärztekammer für die Zusatz-Weiterbildung „Homöopathie“ erforderlichen Kurse A-D und Fallseminare bzw. anstelle der Fallseminare eine sechsmonatige Praxisassistenz in einer Lehrpraxis absolviert hat, soweit diese vom DZVhÄ gemäß dessen Ausbildungsanerkennungsrichtlinie zum Homöopathie-Diplom des DZVhÄ (siehe Anhang 3) anerkannt worden sind, ohne jedoch die Zusatzbezeichnung „Homöopathie“ erlangt haben zu müssen;sowie ergänzend je einen vom DZVhÄ unter selbigen Bedingungen anerkannten 40‑stündigen Kurs E und F gemäß dem Curriculum des DZVhÄ (abrufbar unter www.weiterbildung-homoeopathie.de) und weitere 200 Unterrichtsstunden (à 45 Minuten) Fallseminare („Zusatz-Fallseminare zur Erlangung des Homöopathie-Diploms“) bzw. entsprechend weitere 12 Monate Praxisassistenz in einer vom DZVhÄ anerkannten Lehrpraxis inklusive Supervision und mit erfolgreich bestandener Abschlussprüfung nach § 3 Absatz 4 absolviert hat, wobei ein zeitgleiches Absolvieren von Fallseminar und Praxisassistenz nicht möglich ist und jeweils mindestens 100 Unterrichtsstunden (à 45 Minuten) Fallseminar bzw. sechs Monate Praxisassistenz in Vollzeit-Tätigkeit zu absolvieren sind; jeweils sechs Monate Praxisassistenz sind ohne zeitliche Unterbrechung zu absolvieren;sowie für den Fall, dass der Antragsteller die erforderlichen Kurse und Fallseminare nach der MWBO von 2003 bzw. der entsprechenden Weiterbildungsordnung der zuständigen Landesärztekammer mehr als fünf Jahre vor Antragstellung gemäß § 4 erlangt hat, zusätzlich in den letzten fünf Jahren mindestens 100 Unterrichtsstunden (à 45 Minuten) vom DZVhÄ nach der Fortbildungsanerkennungsrichtlinie zum Homöopathie-Diplom des DZVhÄ (siehe Anhang 4) absolviert hat.Zudem muss der Antragsteller – unabhängig von der ihn betreffenden Regelung der zustän-digen Landesärztekammer hinsichtlich der Zusatzbezeichnung „Homöopathie“ – für insge-samt 24 Monate eine angestellte Vollzeit-Tätigkeit in der unmittelbaren Patientenversorgung unter ärztlicher Anleitung eines Weiterbildungsbefugten im Sinne der MWBO der Bundesärz-tekammer oder in einer vom DZVhÄ anerkannten Lehrpraxis absolviert haben. Im Falle einer angestellten Teilzeit-Tätigkeit muss dies für eine entsprechend längere Dauer erfolgt sein, die im Ergebnis einer 24-monatigen Vollzeit-Tätigkeit gleichsteht.
Hat der Antragsteller die Kurse A und B (vorausgesetzt, diese erfüllen die Anforderungen des Curriculums des DZVhÄ) bereits während des Studiums erbracht, vermindert sich der für die Verleihung des Homöopathie-Diploms nach § 3 Absatz 2 lit. b) nachzuweisende Umfang der Teilnahme an Zusatz-Fallseminaren zur Erlangung des Homöopathie-Diploms pro teilge-nommenem Kurs A und B um jeweils 20 Unterrichtsstunden (à 45 Minuten), maximal also um 40 Unterrichtsstunden (à 45 Minuten).
Die nach § 3 Absatz 2 lit. b) erforderliche Abschlussprüfung muss der Antragsteller am Ende der Ausbildung gemäß dem Curriculum des DZVhÄ, frühestens nach Abschluss der Fallseminare oder der Praxisassistenz, erfolgreich absolvieren. Sie wird vom zuständigen Landesverband des DZVhÄ verantwortet bzw. durchgeführt, der einen Beisitzer ohne Stimmrecht zur Prüfung entsenden kann, der das Prüfgremium beobachtend und beratend unterstützt. Der zuständige Landesverband des DZVhÄ stellt eine Bescheinigung für den Teilnehmer über die erfolgreiche Absolvierung aus. Für im Rahmen der Abschlussprüfung anzufertigende Fallberichte gilt das als Anlage 1 der Ausbildungsanerkennungsrichtlinie zum Homöopathie-Diplom des DZVhÄ (siehe Anhang 3) beigefügte „Schema Fallbericht“ entsprechend. In der Regel ist die Abschlussprüfung für den Absolventen kostenpflichtig. Die Höhe der anfallenden Kosten ergibt sich aus der zum jeweiligen Zeitpunkt der Abschlussprüfung geltenden Kostenübersicht, wie sie von der Delegiertenversammlung beschlossen wurde und unter www.weiterbildung-homoeopathie.de eingesehen werden kann.
Der Antrag auf Verleihung des Homöopathie-Diploms ist durch Einreichung des ausgefüllten und unterzeichneten Antragsformulars (siehe Anhang 2 lit. a) an den Homöopathie-Diplombeauftragten des zuständigen Landesverbandes des DZVhÄ zu stellen, der diesen im Auftrag des DZVhÄ bearbeitet.
Zuständiger Landesverband des DZVhÄ gemäß Absatz 1 ist der Landesverband, in dessen Gebiet der Antragsteller bei der für ihn zuständigen Landesärztekammer gemeldet ist.
Dem Antrag sind geeignete Nachweise über die Erfüllung der unter § 3 Absatz 2 Satz 1 lit. a) oder b) und Satz 2 genannten Voraussetzungen beizufügen.
Der zuständige Landesverband des DZVhÄ überprüft im Auftrag des DZVhÄ anhand der von dem Antragsteller eingereichten Unterlagen die Erfüllung der für die Verleihung des Homöopathie-Diploms nach § 3 Absatz 2 Satz 1 lit. a) oder b) und Satz 2 erforderlichen Voraussetzungen.
Der überprüfende Landesverband des DZVhÄ hält das Ergebnis der Überprüfung einschließlich der Gründe hierfür schriftlich fest.
Kommt der mit der Überprüfung befasste Landesverband des DZVhÄ zu dem Ergebnis, dass der Antragsteller die nach § 3 erforderlichen Voraussetzungen nicht erfüllt, teilt er dies im Auftrag des DZVhÄ dem Antragsteller unter Nennung des jeweiligen Grundes mit.
Hat der überprüfende Landesverband des DZVhÄ die Verleihung des Homöopathie-Diploms gegenüber dem Antragsteller abgelehnt, kann der betroffene Antragsteller nach erfolgter Nachholung der für die Verleihung des Homöopathie-Diploms nach § 3 Absatz 2 Satz 1 lit. a) oder b) und Satz 2 bisher nicht erfüllten, aber erforderlichen Voraussetzungen erneut die Verleihung des Homöopathie-Diploms gemäß § 4 beantragen.
Im Auftrag des DZVhÄ verleiht der zuständige Landesverband des DZVhÄ dem Antragsteller bei einem positiven Ergebnis der Überprüfung nach § 5 das Homöopathie-Diplom.
Die Verleihung des Homöopathie-Diploms erfolgt durch Aushändigung der Homöopathie-Diplom-Urkunde entsprechend dem Muster gemäß Anhang 1.
Dem Homöopathie-Diplom-Inhaber wird das Homöopathie-Diplom für einen Zeitraum von fünf Jahren verliehen. Es kann nach Ablauf dieser fünf Jahre nach § 7 unter den dort genannten Voraussetzungen erneut ausgestellt werden. Es wird auf § 1 Absatz 3 hingewiesen.
Der Zeitraum der Gültigkeit des Homöopathie-Diploms kann sich ausnahmsweise verlängern, wenn die ärztliche Tätigkeit während der grundsätzlich fünfjährigen Gültigkeit des Homöopathie-Diploms aus wichtigem Grund (wie insbesondere Arbeitsunfähigkeit, Elternzeit, Pflege von Angehörigen oder ausschließlich wissenschaftliche Tätigkeit), der benannt und durch entsprechenden Nachweis belegt werden muss, über einen zusammenhängenden Zeitraum von länger als drei Monaten unterbrochen war. In einem solchen benannten und belegten Fall verlängert sich der Zeitraum der Gültigkeit des Homöopathie-Diploms um den Zeitraum der Unterbrechung.
Das Homöopathie-Diplom kann nach Ablauf der grundsätzlich fünfjährigen Gültigkeit auf Antrag erneut ausgestellt werden.
Die für eine Neuausstellung erforderlichen Voraussetzungen erfüllt, wer in den letzten fünf Jahren mindestens 100 Fortbildungspunkte nach der Fortbildungsanerkennungsrichtlinie des DZVhÄ (siehe Anhang 4) gesammelt hat.
Der Teilnahme an vom DZVhÄ nach der Fortbildungsanerkennungsrichtlinie des DZVhÄ (siehe Anhang 4) anerkannten Fortbildungen in Homöopathie gleichgestellt ist der wiederholte Besuch anerkannter Kurse A bis F, die dem Curriculum des DZVhÄ entsprechen. Auch eine nur teilweise Teilnahme an einem solchem Kurs ist möglich. Die Anrechnung auf die nach Absatz 2 erforderlichen Fortbildungspunkte erfolgt nach den Vorgaben von § 6 der Fortbildungsanerkennungsrichtlinie des DZVhÄ (siehe Anhang 4).
Um eine zeitliche Lücke in der Berechtigung zum Führen des Homöopathie-Diploms zu vermeiden, soll der Homöopathie-Diplom-Inhaber den Antrag auf Neuausstellung des Homöopathie-Diploms spätestens acht Wochen vor Ablauf seines nach § 6 für grundsätzlich fünf Jahre verliehenen bzw. nach diesem § 7 für grundsätzlich fünf Jahre neu ausgestellten Homöopathie-Diploms durch Einreichung des ausgefüllten und unterzeichneten Antragsformulars zur Neuausstellung (siehe Anhang 2 lit. b) an den Homöopathie-Diplombeauftragten des zuständigen Landesverbandes des DZVhÄ richten, der diesen im Auftrag des DZVhÄ bearbeitet. Dem ausgefüllten und unterzeichneten Antragsformular sind geeignete Nachweise in Kopie über die gesammelten Fortbildungspunkte im Umfang der erforderlichen Gesamtpunktzahl zur Überprüfung beizufügen.
Nach positiver Überprüfung der nach Absatz 4 durch den Homöopathie-Diplom-Inhaber vorzulegenden Fortbildungsnachweise stellt der zuständige Landesverband des DZVhÄ auf Grundlage des ausgefüllten und unterzeichneten Antragsformulars (siehe Anhang 2 lit. b) im Auftrag des DZVhÄ das Homöopathie-Diplom für einen erneuten Zeitraum von fünf Jahren aus. § 6 Absatz 4 gilt entsprechend.
Das Homöopathie-Diplom kann unbeschränkt oft jeweils nach Ablauf der Gültigkeit des bestehenden Homöopathie-Diploms auf Antrag neu ausgestellt werden, vorausgesetzt es sind jeweils die Fortbildungsanforderungen nach diesem § 7 erfüllt.
Kann das Homöopathie-Diplom aufgrund nicht rechtzeitig gesammelter Fortbildungspunkte nicht erneut ausgestellt werden, verliert es nach Ablauf von grundsätzlich fünf Jahren seine Gültigkeit. § 6 Absatz 4 bleibt unberührt. Bei nachträglicher Einreichung der gemäß Absatz 4 erforderlichen Unterlagen kann das Homöopathie-Diplom erneut ausgestellt werden.
Ist das Homöopathie-Diplom durch Entzug nach § 8 erloschen, bedarf es für die erneute Verleihung der erneuten Antragstellung nach § 4 unter den dort genannten Voraussetzungen.
Der zuständige Landesverband des DZVhÄ ist berechtigt, dem Homöopathie-Diplom-Inhaber im Auftrag des DZVhÄ aus wichtigem Grund das Homöopathie-Diplom zu entziehen, wobei der Entzug vier Wochen nach Kenntniserlangung vom Entzugsgrund wirksam wird. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn dem DZVhÄ unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls und unter Abwägung aller Interessen das Fortbestehen des Homöopathie-Diploms bis zum Ende des Verleihungszeitraumes nicht zugemutet werden kann.
Gegen den Entzug des Homöopathie-Diploms gemäß Absatz 1 kann der Betroffene innerhalb einer Frist von vier Wochen nach entsprechender schriftlicher Unterrichtung durch den DZVhÄ gegenüber dem DZVhÄ schriftlich beim zuständigen Landesverband Widerspruch einlegen. Im Falle eines Widerspruchs soll im Rahmen eines Gesprächs zwischen dem Betroffenen und dem zuständigen Landesverband des DZVhÄ eine Einigung erzielt werden. Dieses Gespräch soll spätestens zwei Wochen nach Einlegung des Widerspruchs stattfinden. Sollte eine Einigung im Gespräch nicht möglich sein, kann innerhalb von zwei Wochen nach dem gescheiterten Gespräch der Schlichtungsausschuss des DZVhÄ nach den Regelungen der „Verfahrensordnung Schlichtungsausschuss Homöopathie-Diplom des DZVhÄ“ (siehe Anhang 5) angerufen werden.
Der Widerspruch gegen den Entzug des Homöopathie-Diploms hat aufschiebende Wirkung bis zur Beendigung des Schlichtungsverfahrens, sollte dieses nicht eingeleitet werden, bis zum Ablauf der Frist zur Einleitung.
Der zuständige Landesverband des DZVhÄ kann dem DZVhÄ die Verleihung eines unbefristeten Ehren-Homöopathie-Diploms des DZVhÄ für besondere Verdienste (im Folgenden „Ehren-Homöopathie-Diplom“) vorschlagen und mit dessen Zustimmung und in dessen Auftrag ein solches verleihen.
Inhaber des Ehren-Homöopathie-Diploms können entsprechend der Regelungen der Fortbildungsanerkennungsrichtlinie vom DZVhÄ nach der Fortbildungsanerkennungsrichtlinie des DZVhÄ (siehe Anhang 4) anerkannte Fortbildungen in Homöopathie abhalten.
Das Ehren-Homöopathie-Diplom berechtigt nicht zur Teilnahme an den Selektivverträgen mit der Zugangsvoraussetzung „Homöopathie-Diplom des DZVhÄ“, es sei denn, der Inhaber des Ehren-Homöopathie-Diploms ist zugleich auch Inhaber eines gültigen Homöopathie-Diploms.
Die Verleihung und die erneute Ausstellung des Homöopathie-Diploms sind kostenpflichtig. Die Höhe der anfallenden Kosten ergibt sich aus der zum jeweiligen Zeitpunkt der Antragstellung geltenden Kostenübersicht, wie sie von der Delegiertenversammlung beschlossen wurde und unter www.weiterbildung-homoeopathie.de eingesehen werden kann.
Der zuständige Landesverband des DZVhÄ stellt die jeweiligen Kosten in Rechnung.
(1) Mit der Verleihung des Homöopathie-Diploms wird gemäß der derzeit gültigen Vereinbarung mit dem Europäischen Komitee für Homöopathie (European Committee for Homeopathy, „ECH“) gleichzeitig auch das Diplom des ECH („ECH-Diplom“) verliehen. Der DZVhÄ stellt Homöopathie-Diplome in Verbindung mit dem ECH-Diplom aus. Ein in Verbindung mit dem Homöopathie-Diplom ausgestelltes ECH-Diplom ist an die grundsätzlich fünfjährige Laufzeit des Homöopathie-Diploms gebunden und verliert nach dem Ablauf dieser fünf Jahre seine Gültigkeit.
(2) Das Homöopathie-Diplom und das ECH-Diplom dokumentieren jeweils ein eigenständiges Qualifikationsniveau und sind daher weder identisch noch gleichgestellt.
(3) Inhaber des ECH-Diploms, die dieses nicht in Verbindung mit dem Homöopathie-Diplom verliehen bekommen haben, können das Homöopathie-Diplom unter den nachfolgenden Voraussetzungen beantragen. Dabei erfolgt die Anrechnung eines nicht in Verbindung mit dem Homöopathie-Diplom verliehenen ECH-Diploms auf ein Homöopathie-Diplom in Abhängigkeit des Ausstellungsdatums des ECH-Diploms:
a) Erfolgt die Beantragung des Homöopathie-Diploms innerhalb der ersten drei Jahre nach Ausstellung des ECH-Diploms, hat der Antragsteller die in § 3 Absatz 4 vorgesehene Abschlussprüfung abzulegen; weitere Nachweise sind nicht zu erbringen.
b) Erfolgt die Beantragung des Homöopathie-Diploms mehr als drei Jahre nach Ausstellung des ECH-Diploms, hat der Antragsteller die in § 3 Absatz 4 vorgesehene Abschlussprüfung abzulegen sowie für jedes weitere auf die drei Jahre nach der Ausstellung folgende abgelaufene Jahr Fortbildungsnachweise im Umfang von 20 Unterrichtsstunden (à 45 Minuten), jedoch nicht mehr als 100 Unterrichtsstunden (à 45 Minuten), entsprechend den geltenden Bestimmungen nach dieser Richtlinie vorzulegen. Die Fortbildungsnachweise dürfen zum Zeitpunkt des Antrags nicht älter als fünf Jahre sein. Für abgelaufene Zeiträume von weniger als einem Jahr muss der Fortbildungsnachweis nicht anteilig erbracht werden.
Ein in Verbindung mit einem Homöopathie-Diplom ausgestelltes ECH-Diplom kann nicht nach diesem Absatz auf ein Homöopathie-Diplom angerechnet werden.
(4) Das ECH-Diplom berechtigt zum Abhalten von vom DZVhÄ anerkannten Weiter- und Fortbildungsveranstaltungen, wenn die Voraussetzungen von § 3 Absatz 5 der Ausbildungsanerkennungsrichtlinie zum Homöopathie-Diplom des DZVhÄ (siehe Anhang 3) erfüllt sind.
(5) Das ECH-Diplom berechtigt nicht zur Teilnahme an den Selektivverträgen mit der Zugangsvoraussetzung „Homöopathie-Diplom des DZVhÄ“.
Diese Richtlinie gilt für jedes ab dem 01.07.2016 (erneut) beantragte Homöopathie-Diplom sowie für alle vor diesem Zeitpunkt beantragten Homöopathie-Diplome, soweit die geänder-ten Regelungen dieser Richtlinie für den Antragsteller bzw. Homöopathie-Diplom-Inhaber günstiger sind.
Die Delegiertenversammlung des DZVhÄ als Beschluss fassendes Organ ist zu Änderungen der Bestimmungen dieser Richtlinien jeweils mit Wirkung für den Antragsteller bzw. Homöo-pathie-Diplom-Inhaber ab der auf die Änderung folgenden Neuausstellung seines Homöopa-thie-Diploms berechtigt. Entsprechendes gilt für Inhaber bereits ausgestellter Homöopathie-Diplome, soweit die Änderungen der Bestimmungen dieser Richtlinien für den Homöopathie-Diplom-Inhaber günstiger sind.
Ausbildungsanerkennungsrichtlinie zum Homöopathie-Diplom des DZVhÄ
Die Ausbildungsanerkennungsrichtlinie zum Homöopathie-Diplom des DZVhÄ regelt, unter welchen Voraussetzungen der zuständige Landesverband des DZVhÄ im Auftrag des DZVhÄ Ausbildungsmaßnahmen für die Homöopathie-Diplomausbildung anerkennt. Sie ergänzt damit die Qualitätsrichtlinie zum Homöopathie-Diplom des DZVhÄ samt deren sämtlicher weiterer Anhänge und kann nur mit dieser und ihren weiteren Anhängen im Zusammenhang gesehen werden.
§ 1 Notwendigkeit der Anerkennung von Ausbildungsmaßnahmen
§ 2 Voraussetzungen für die Anerkennung einer Ausbildungsmaßnahme
§ 3 Fachliche Eignung des Ausbildungsbefugten
§ 4 Inhaltlich-organisatorische Eignung der Ausbildungsmaßnahme
§ 6 Prüfung der Ausbildungsmaßnahme
§ 7 Erteilung der Anerkennung, Dokumentation
§ 8 Kontrollbefugnis, Widerruf der Anerkennung
§ 9 Geltung, Änderung
§ 3 Absatz 2 der Qualitätsrichtlinie zum Homöopathie-Diplom des DZVhÄ verlangt innerhalb der besonderen Voraussetzungen für die Verleihung des Homöopathie-Diploms, dass der Antragsteller vom DZVhÄ anerkannte Fortbildungen, Kurse und Fallseminare oder statt der Fallseminare die Assistenz in einer von dem DZVhÄ anerkannten Lehrpraxis absolviert hat.
Mit Anerkennung einer Ausbildungsmaßnahme für die Homöopathie-Diplomausbildung bestä-tigt der DZVhÄ dem Antragsteller, dass diese nach Maßgabe der folgenden die Qualitäts-richtlinie zum Homöopathie-Diplom des DZVhÄ ergänzenden Bestimmungen zur Erfüllung der jeweiligen besonderen Voraussetzung für die Verleihung des Homöopathie-Diploms ge-eignet ist.
Die gemäß der MWBO der Bundesärztekammer von 2003 bzw. im Rahmen der Weiterbil-dung zur Zusatzbezeichnung „Homöopathie“ der Landesärztekammern zu absolvierenden Kurse (A-D) und Fallseminare (100 Unterrichtsstunden à 45 Minuten) werden für die Homöo-pathie-Diplomausbildung des DZVhÄ nur dann ohne weitere Prüfung anerkannt, wenn sie sowohl von der zuständigen Landesärztekammer anerkannt worden sind als auch inhaltlich den Empfehlungen des Musterkursbuches Homöopathie der Bundesärztekammer entspre-chen.
Zwecks Anerkennung einer Ausbildungsmaßnahme für die Homöopathie-Diplomausbildung hat der die Ausbildungsmaßnahme leitende Ausbildungsbefugte seine fachliche Eignung nach § 3 sowie die inhaltlich-organisatorische Eignung der Maßnahme nach § 4 nachzuwei-sen. Der Nachweis ist durch Vorlage geeigneter Unterlagen vorzunehmen.
Die Anerkennung für die Homöopathie-Diplomausbildung kann sich auf folgende Ausbil-dungsmaßnahmen unter Leitung eines Ausbildungsbefugten nach Maßgabe des Curriculums des DZVhÄ beziehen:
Wochenkurse (A-F), wobei die Anerkennung durch den DZVhÄ für diejenigen Kurse A-D entfällt, für die eine Anerkennung durch die zuständige Landesärztekammer vorliegt und die inhaltlich den Empfehlungen des Musterkursbuches Homöopathie der Bundesärztekammer entsprechen, sofern sie die Anforderungen des Curriculums des DZVhÄ erfüllen;
praktische Ausbildung in Fallseminaren inklusive Supervision;
praktische Ausbildung als Assistent in einer Lehrpraxis.
In Ausbildungsmaßnahmen kann über neue Methoden der Arzneifindung informiert werden, sie sind aber kein Lernziel und kein Prüfungsinhalt.
Im Ausland stattfindende Ausbildungsmaßnahmen ausländischer Veranstalter, die nicht bei einer der deutschen Landesärztekammern angemeldet und nicht im Register anerkannter Ausbildungsmaßnahmen des DZVhÄ gemäß § 7 Absatz 2 aufgeführt sind, können vom DZVhÄ im Wege der Einzelfallentscheidung für die Homöopathie-Diplomausbildung anerkannt werden, wenn sie vom DZVhÄ als äquivalent mit den nach den Regelungen dieser Richtlinie anerkannten Ausbildungsmaßnahmen angesehen werden. Dies ist jedenfalls dann der Fall, wenn ein entsprechendes Kooperationsabkommen zwischen dem DZVhÄ und dem die ausländische Ausbildungsveranstaltung veranstaltenden ausländischen Verband/der ausländischen Vereinigung homöopathischer Ärzte besteht.Soweit ein derartiges Kooperationsabkommen nicht besteht, kann der für das jeweilige Ausland zuständige Landesverband des DZVhÄ nach Prüfung der Äquivalenz im Einzelfall die Anerkennung der jeweiligen Ausbildungsmaßnahme aussprechen und diese in das Register anerkannter Ausbildungsmaßnahmen gemäß § 7 Absatz 2 aufnehmen. Der jeweils zuständige Landesverband des DZVhÄ ist auf der Webseite des DZVhÄ unter www.weiterbildung-homoeopathie.de einzusehen.
Die zur Anerkennung für die Homöopathie-Diplomausbildung erforderliche fachliche Eignung weist als Leiter einer Homöopathie-Diplom- Ausbildungsmaßnahme auf, wer
die Weiterbildungsbefugnis für Homöopathie nach den Regelungen der gültigen Weiterbildungsordnung der zuständigen Landesärztekammer besitzt; und
das gültige Homöopathie-Diplom des DZVhÄ besitzt; und
homöopathisch-fachliche und didaktische Fortbildungen von mindestens 150 Unterrichtsstunden (à 45 Minuten) in den letzten fünf Jahren vor Antragstellung absolviert hat (z.B. in Form von Fortbildungen in Einzelmittelhomöopathie, entsprechenden Arbeitskreisen, Qualitätszirkeln, Intervisionen, Supervisionen und Fortbildungen zur Erwachsenenpädagogik); und
mind. fünf chronische Krankheitsfälle über mindestens zwei Jahre mit wahlanzeigenden Symptomen, Repertorisation, Verlauf und Begründung der Mittelwechsel dokumentiert hat; und
mind. 50 homöopathische Erst- oder Folgeanamnesen pro Jahr in den letzten drei Jahren vor Antragstellung erhoben hat.
Für Ausbildungsbefugte, deren Tätigkeit sich auf die praktische Ausbildung in einer Praxis oder Klinik beschränkt, reduzieren sich die Anforderungen an die fachliche Eignung auf den Nachweis einer gültigen Weiterbildungsbefugnis Homöopathie nach den Regelungen der gültigen Weiterbildungsordnung der zuständigen Landesärztekammer gemäß Satz 1 lit. a) sowie eines gültigen Homöopathie-Diploms gemäß Satz 1 lit. b).
Zum Nachweis der Voraussetzungen nach Absatz 1 ist geeignet:
bzgl. lit. a) eine Kopie der Weiterbildungsbefugnis;
bzgl. lit. b) eine Kopie des Homöopathie-Diploms ;
bzgl. lit. c) Teilnahmebescheinigungen über entsprechende Kurse;
bzgl. lit. d) eigene Fallberichte gemäß dem in Anlage 1 vorgegebenen Schema, soweit der betroffene Patient hierfür eine Einwilligungserklärung abgegeben hat;
bezüglich lit. e) eine Selbstauskunft.
Sollten nach Durchsicht der unter Absatz 2 als Nachweis vorgelegten Dokumente Zweifel an der fachlichen Eignung des Antragstellers als Ausbildungsbefugter bestehen, kann der zu-ständige Landesverband des DZVhÄ folgende Daten zwecks abschließender Beurteilung heranziehen:
eine Liste des Antragstellers mit Veröffentlichungen im Bereich der Homöopathie; und/oder
eine Dokumentation des Antragstellers bezüglich der bisherigen Lehrtätigkeit; und/oder
eine Dokumentation des Antragstellers bezüglich sonstiger für den Nachweis einer Ausbildungsqualifikation relevanter Erfahrungen.
Der zuständige Landesverband kann die Anerkennung der erforderlichen fachlichen Eignung als Leiter einer Homöopathie-Ausbildungsmaßnahme für die Homöopathie-Diplomausbildung in Ausnahmefällen auch dann aussprechen, wenn
die Voraussetzungen von § 3, Abs. 1 (a), (b) und (e) erfüllt sind; und
der Antragsteller bereits vor dem 1.1.2014 zehn Jahre kontinuierlich als Leiter oder Dozent in einer vom DZVhÄ anerkannten Ausbildungsmaßnahme tätig war mit mindestens 30 Unterrichtseinheiten/Jahr im Durchschnitt.
Der zuständige Landesverband kann die Anerkennung der erforderlichen fachlichen Eignung als Leiter einer Homöopathie-Ausbildungsmaßnahme für die Homöopathie-Diplomausbildung auch dann aussprechen, wenn der Antragsteller, der nicht Inhaber eines Homöopathie-Diploms ist, Inhaber des ECH-Diploms (vgl. § 11 der Qualitätsrichtlinie zum Homöopathie-Diplom des DZVhÄ) ist und keine Gründe der Qualitätssicherung entgegenstehen. Gründe der Qualitätssicherung stehen jedenfalls dann entgegen, wenn der Antragsteller nicht die für die Ausbildung erforderlichen Sprachkenntnisse aufweist.
Die zur Anerkennung erforderliche inhaltlich-organisatorische Eignung weist ein im Rahmen der Homöopathie-Diplomausbildung zu absolvierender Wochenkurs bei Vorliegen der folgenden Voraussetzungen auf:
Lehrplanmäßige Lehrinhalte gemäß dem Curriculum des DZVhÄ (Kurse A – F); und
Leitung durch einen Ausbildungsbefugten mit fachlicher Eignung nach § 3; und
Unterrichtung durch Dozenten, die seit mindestens drei Jahren das Homöopathie-Diplom besitzen, sofern sie im Kurs insgesamt für mehr als zwei Stunden (à 45 Minuten) tätig sind; und
Unterrichtszeit von maximal neun Stunden (à 45 Minuten) und 1 Punkt/45 Minuten täglich; und
Beschränkung des Teilnehmerkreises auf Ärzte, Zahnärzte, Tierärzte, Apotheker und Studenten dieser Fachrichtungen; und
Beschränkung der Teilnehmerzahl auf ca. 30, im Falle des A-Kurses auf 50; und
Evaluierung des Kurses; und
Möglichkeit des Wechsels von Teilnehmern an andere Kursorte oder zu anderen Kursveranstaltern.
Die zur Anerkennung erforderliche inhaltlich-organisatorische Eignung weist ein im Rahmen der Homöopathie-Diplomausbildung zu absolvierendes Fallseminar bei Vorliegen der folgenden Voraussetzungen auf:
Lehrplanmäßige Lehrinhalte gemäß dem Curriculum des DZVhÄ; und
Verpflichtung der Teilnehmer zur selbständigen Ausarbeitung von 50 Krankheitsfällen, davon mindestens zehn ausführlich, und zehn Krankheitsfällen aus der eigenen praktischen Tätigkeit, wobei es sich bei mindestens fünf um chronische Fälle mit mindestens einjähriger Beobachtung nach der ersten Mittelgabe handeln muss; und
Ausrichtung des Fallseminars auf die selbständige Fallbearbeitung durch die Teilnehmer, einschließlich Begründung der Symptomwahl und -gewichtung, Analyse, Repertorisation und Arzneimitteldifferenzierung im Vergleich mit der Materia medica sowie Verlaufsbeobachtung; und
Erfüllung der Mindestanforderungen bezüglich der Qualitätssicherung in Präsentation und Dokumentation von Fällen in Anlehnung an das im Anlage 1 enthaltenen Schema für die Anfertigung von Fallberichten; und
Leitung durch einen Ausbildungsbefugten mit fachlicher Eignung nach § 3, und
Evaluierung der Fallseminare; und
Genehmigung der zuständigen Landesärztekammer für die nach Landesrecht für die Zusatzbezeichnung Homöopathie erforderlichen Fallseminare.
Die zur Anerkennung erforderliche inhaltlich-organisatorische Eignung weist die im Rahmen der Homöopathie-Diplomausbildung zu absolvierende Assistenz in einer Lehrpraxis bei Vorliegen der folgenden Voraussetzungen auf: Der in der Praxis für die Ausbildung des Assistenten Zuständige
ist Inhaber des Homöopathie-Diploms sowie einer gültigen Weiterbildungsermächtigung für Homöopathie nach den Regelungen der gültigen Weiterbildungsordnung der zustän-digen Landesärztekammer; und
verpflichtet sich zur Vermittlung des Curriculums des DZVhÄ; und
verpflichtet sich den Praxisassistenten zur selbständigen Bearbeitung von mindestens 50 Krankheitsfällen und zur selbständigen Aufnahme, Bearbeitung und Dokumentation von mindestens zehn eigenen Fällen, davon fünf chronischen mit mindestens einjähri-ger Beobachtung nach der ersten Mittelgabe anzuhalten; und
beachtet dabei die Erfüllung der Mindestanforderungen bezüglich der Dokumentation von Fällen mittels der Verwendung des in der Anlage 1 enthaltenen Schemas für die Anfertigung von Fallberichten; und
verpflichtet sich zur Supervision der vom Praxisassistenten bearbeiteten Fälle.
Den Antrag auf Anerkennung einer Ausbildungsmaßnahme durch den DZVhÄ für die Ho-möopathie-Diplomausbildung kann jeder Weiterbildungsbefugte für die Zusatzbezeichnung Homöopathie im deutschen Ärztekammerbereich für die unter seiner Leitung erfolgende Ausbildungsmaßnahme stellen.
Der Antrag ist schriftlich an den Landesverband des DZVhÄ zu richten, in dessen Zuständigkeitsbereich die Ausbildungsmaßnahme erstmals stattfindet.
Dem Antrag sind Unterlagen zum Nachweis der Erfüllung der fachlichen Voraussetzungen des Ausbildungsbefugten nach § 3 und der inhaltlich organisatorischen Eignung der betref-fenden Ausbildungsmaßnahme nach § 4 beizufügen. Ist eine Ausbildungsmaßnahme eines Weiterbildungsbefugten im Sinne der MWBO der Bundesärztekammer mit gleicher Ausrich-tung schon von einem anderen Landesverband des DZVhÄ anerkannt worden, reicht der Hinweis auf die Anerkennung des ersten Landesverbandes an den jeweiligen Landesverband aus, in dessen Zuständigkeitsgebiet die Veranstaltung stattfinden soll.
Der zuständige Landesverband prüft im Auftrag des DZVhÄ anhand der vom Antragssteller eingereichten Unterlagen die Eignung für die Anerkennung der Ausbildungsmaßnahme für die Homöopathie-Diplomausbildung nach § 3 und § 4.
Ist die Ausbildungsmaßnahme eines Weiterbildungsbefugten im Sinne der MWBO der Bun-desärztekammer mit gleicher Ausrichtung schon von einem anderen Landesverband des DZVhÄ anerkannt worden, bedarf es keiner erneuten Prüfung.
Der prüfende Landesverband des DZVhÄ hält das Ergebnis der Prüfung einschließlich der Gründe hierfür schriftlich fest.
Kommt der mit der Prüfung befasste Landesverband des DZVhÄ zu dem Ergebnis, dass der Antragsteller die nach § 3 und/oder § 4 erforderlichen Voraussetzungen nicht erfüllt, teilt er dies dem Antragsteller unter Nennung des jeweiligen Grundes mit.
Gegen die Entscheidung, dass eine Ausbildungsmaßnahme nicht anerkannt wird, kann der Betroffene innerhalb von vier Wochen ab Kenntnis der negativen Entscheidung gegenüber dem DZVhÄ schriftlich Widerspruch beim zuständigen Landesverband des DZVhÄ einlegen. Im Falle eines Widerspruchs soll im Rahmen eines Gesprächs zwischen dem Betroffenen und dem zuständigen Landesverband des DZVhÄ eine Einigung erzielt werden. Dieses Ge-spräch soll spätestens zwei Wochen nach Einlegung des Widerspruchs stattfinden. Sollte ei-ne Einigung im Gespräch nicht möglich sein, kann innerhalb von zwei Wochen nach dem ge-scheiterten Gespräch der Schlichtungsausschuss des DZVhÄ nach den Regelungen der „Verfahrensordnung Schlichtungsausschuss Homöopathie-Diplom des DZVhÄ“ (siehe An-hang 5 der Qualitätsrichtlinie zum Homöopathie-Diplom des DZVhÄ) angerufen werden.
Der Widerspruch gegen die Entscheidung, dass eine Ausbildungsmaßnahme nicht anerkannt wird, hat aufschiebende Wirkung bis zur Beendigung des Schlichtungsverfahrens; sollte die-ses nicht eingeleitet werden, bis zum Ablauf der Frist zu dessen Einleitung.
Gelangt der zuständige Landesverband des DZVhÄ zu einem positiven Prüfungsergebnis oder hat zuvor bereits ein anderer Landesverband des DZVhÄ die Ausbildungsmaßnahme nach Maßgabe dieser Richtlinie anerkannt, bestätigt der zuständige Landesverband inner-halb von acht Wochen nach Antragstellung dem Antragsteller schriftlich die Anerkennung der von ihm geleiteten Ausbildungsmaßnahme.
Der DZVhÄ nimmt die anerkannte Ausbildungsmaßnahme in ein von ihm geführtes Register auf, welches er öffentlich zugänglich macht (abrufbar unter www.weiterbildung-homöopathie.de).
Der eine Anerkennung nach § 7 erteilende Landesverband ist berechtigt, die Einhaltung der Anerkennungsvoraussetzungen nach § 4 durch von ihm auszuwählende persönliche Beob-achter überprüfen zu lassen; für den Beobachter dürfen keine Teilnahmegebühren erhoben werden. Er kann insbesondere prüfen, ob bei einem Wochenkurs die Inhalte des Curriculums des DZVhÄ gewährleistet sind, indem er das Curriculum des jeweiligen Anbieters einsehen und sich von der Umsetzung des Curriculums vor Ort überzeugen darf.
Sollte die Prüfung nach Absatz 1 ergeben, dass eine Ausbildungsmaßnahme, der die Aner-kennung nach § 7 erteilt worden ist, nicht die nach § 4 erforderlichen Voraussetzungen er-füllt, kann der zuständige Landesverband die Anerkennung der Maßnahme mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Es gelten § 6 Absatz 5 und Absatz 6 entsprechend.
Diese Richtlinie gilt für jede ab dem 01.07.2016 beantragte Anerkennung einer Ausbildungs-maßnahme für die Ausbildung zum Homöopathie-Diplom.
Die Delegiertenversammlung des DZVhÄ als Beschluss fassendes Organ ist zu Änderungen der Bestimmungen dieser Richtlinie berechtigt. Diese Änderungen bleiben ohne Auswirkun-gen auf vom Homöopathie-Diplom-Inhaber bereits absolvierte Fort- oder Weiterbildungen.
Die Anlagen zu dieser Richtlinie können ggf. vom Vorstand des DZVhÄ aktualisiert werden, in der Regel nach Absprache mit den Landesverbänden.
Die Fortbildungsanerkennungsrichtlinie zum Homöopathie-Diplom des DZVhÄ regelt, unter welchen Voraussetzungen der zuständige Landesverband des DZVhÄ im Auftrag des DZVhÄ Fortbildungen anerkennt. Sie ergänzt damit die Qualitätsrichtlinie zum Homöopathie-Diplom des DZVhÄ samt deren sämtlichen weiteren Anhängen und kann nur mit dieser und ihren weiteren Anhängen im Zusammenhang gesehen werden.
Fortbildungen zur Verleihung und Neuausstellung des Homöopathie-Diploms des DZVhÄ sollen von den Teilnehmern in möglichst breiter inhaltlicher Vielfalt ausgewählt werden.
§ 1 Geeignete Fortbildungen
§ 2 Anforderungen an Fortbildungsveranstaltungen
§ 3 Anerkennung von Fortbildungsveranstaltungen
§ 4 Erteilung, Ablehnung und Widerruf der Anerkennung von Fortbildungsveranstaltungen
§ 5 Anerkennung von Falldokumentationen
§ 6 Anrechnungsmodalitäten für anerkannte Fortbildungen
§ 8 Geltung und Änderung
Fortbildungen, die als Nachweis zur Verleihung (§ 3 Absatz 2 der Qualitätsrichtlinie zum Homöopathie-Diplom des DZVhÄ) bzw. Neuausstellung (§ 7 der Qualitätsrichtlinie zum Homöopathie-Diplom des DZVhÄ) des Homöopathie-Diploms dienen sollen, müssen durch den zuständigen Landesverband im Auftrag des DZVhÄ anerkannt worden sein. Mit Anerkennung einer Fortbildung bestätigt der DZVhÄ, dass diese für die Homöopathie-Diplom-Ausbildung bzw. -fortbildung geeignet ist.
Geeignete Fortbildungen im Sinne der Qualitätsrichtlinie zur Verleihung des Homöopathie-Diploms (gemäß § 3 Absatz 2 der Qualitätsrichtlinie zum Homöopathie-Diplom des DZVhÄ) bzw. zum Sammeln von Fortbildungspunkten im Sinne der Qualitätsrichtlinie zur Neuausstellung des Homöopathie-Diploms (§ 7 der Qualitätsrichtlinie zum Homöopathie-Diplom des DZVhÄ) sind:
Fortbildungsveranstaltungen in Form von
Kursen, Seminaren, Kongressen und/oder Vorträgen,
Supervisionsveranstaltungen als Einzel- und Gruppensupervision,
homöopathische Qualitätszirkel,
Falldokumentationen nach Maßgabe des § 5,
wiederholte Teilnahme an den Kursen A-F oder Teilen davon.
Ärztliche Fortbildungsveranstaltungen sind für die Homöopathie-Diplom-Ausbildung bzw. Fortbildung geeignet, wenn sie
inhaltlich auf die ärztliche Fortbildung über Homöopathie ausgerichtet sind, wobei Homöopathie im Sinne dieser Richtlinie als eine ärztliche Therapieform mit Einzelarzneien, welche in der Regel am Menschen geprüft sind und nach dem Ähnlichkeitsgesetz verordnet werden, zu verstehen ist; zum Zweck der Weiterentwicklung und Forschung in der Homöopathie können auch Fortbildungen anerkannt werden, die sich auf noch ungeprüfte Arzneimittel beziehen, und
der Vertiefung und praktischen Anwendung der Erkenntnisse im Bereich der Homöopathie in Praxis, Lehre und Forschung dienen und nur bis zu einem Anteil von 25 % der Gesamtstundenzahl humanmedizinisches Grundlagenwissen enthalten, das sich nicht auf den Bereich der Erkenntnisse der Homöopathie bezieht.
Nicht geeignet und daher nicht anerkennungsfähig sind reine Einführungsveranstaltungen zur Homöopathie, die sich inhaltlich an Homöopathie-Anfänger vor Beginn ihrer homöopathischen Ausbildung richten.
Die in § 1 Absatz 2 lit. a), lit. b), lit. d) und lit. e) genannten Fortbildungsveranstaltungen (Kurse, Seminare, Kongresse, Vorträge, Supervisionsveranstaltungen, Qualitätszirkel, Fall-seminare, Kurse A-F) sollen folgende Voraussetzungen erfüllen:
Die Veranstaltungen sind öffentlich anzukündigen.
Die Veranstaltungen sollen als Präsenzveranstaltungen ausgestaltet werden. Ausnahmsweise können auch interaktive internetbasierte Veranstaltungen anerkannt werden.
Die in § 1 Absatz 2 lit. a), lit. b), lit. d) und lit. e) genannten Fortbildungsveranstaltungen (Kurse, Seminare, Kongresse, Vorträge, Supervisionsveranstaltungen, Qualitätszirkel, Fall-seminare, Kurse A-F) sollen über die in Absatz 2 genannten Voraussetzungen hinaus die Voraussetzung erfüllen, dass die Dozierenden bzw. die Referierenden der Veranstaltung die gemäß § 3 Absatz 1 der Ausbildungsanerkennungsrichtlinie des DZVhÄ zur Anerkennung einer Ausbildungsmaßnahme erforderliche fachliche Eignung als Leiter einer solchen Maßnahme aufweisen oder über das Homöopathie-Diplom und eine von dem zuständigen Landesverband anerkannte langjährige Erfahrung in Einzelmittel-Homöopathie verfügen. Soweit keine dieser Voraussetzungen erfüllt ist, muss der/die ärztliche Leiter/in der Veranstaltung eine dieser Voraussetzungen erfüllen.
Qualitätszirkel i.S.d. § 1 Absatz 2 lit. b) sollen darüber hinaus eine Teilnehmerzahl von mindestens drei und maximal fünfzehn vorsehen sowie an mindestens vier Terminen im Jahr stattfinden. Die einzelnen Termine sind inhaltlich zu protokollieren. Der/die Leiter/in muss die Absolvierung eines (16-stündigen) Moderatoren-Trainings oder einer entsprechenden didaktischen Fortbildung nachweisen.
Der/die ärztliche Leiter/in einer Supervisionsveranstaltung muss zwingend die nach § 3 Absatz 1 lit. b) bis e) der Ausbildungsanerkennungsrichtlinie zum Homöopathie-Diplom des DZVhÄ zur Anerkennung einer Ausbildungsmaßnahme erforderliche fachliche Eignung als Leiter einer solchen Maßnahme aufweisen.
Im Ausland stattfindende Fortbildungsveranstaltungen ausländischer Veranstalter, die nicht bei einer der deutschen Landesärztekammern angemeldet und nicht im Register anerkannter Fortbildungsveranstaltungen des DZVhÄ gemäß § 4 Absatz 4 aufgeführt sind, können vom DZVhÄ im Wege der Einzelfallentscheidung für die Homöopathie-Diplomaus- und -fortbildung anerkannt werden, wenn sie vom DZVhÄ als äquivalent mit den nach den Regelungen dieser Richtlinie anerkannten Fortbildungsveranstaltungen angesehen werden. Der für das jeweilige Ausland zuständige Landesverband des DZVhÄ kann durch Prüfung der Äquivalenz im Einzelfall die Anerkennung der jeweiligen im Ausland stattfindenden Fortbildungsveranstaltung eines ausländischen Veranstalters aussprechen und diese in das Register anerkannter Fortbildungsveranstaltungen gemäß § 4 Absatz 4 aufnehmen. Der jeweils zuständige Landesverband des DZVhÄ ist auf der Webseite des DZVhÄ unter www.weiterbildung-homoeopathie.de einzusehen.
Zur Anerkennung einer Fortbildungsveranstaltung gemäß dieser Richtlinie gibt deren Veranstalter mindestens acht Wochen vor Veranstaltungsbeginn alle hierfür erforderlichen Angaben im für die Veranstaltungsanmeldung zur Verfügung stehenden Bereich der Internetseite www.weiterbildung-homoepathie.de an. Über die Anerkennung des auf diese Weise übermittelten Antrages entscheidet der Landesverband des DZVhÄ, in dessen Zuständigkeitsbereich die Fortbildungsveranstaltung stattfindet.
Über eine Anerkennung kann nur dann positiv entschieden werden, wenn alle geforderten Angaben gemacht und durch geeignete Nachweise belegt werden. Insbesondere müssen die Voraussetzungen von § 2 erfüllt sein.
Mit der Antragsstellung räumt der Veranstalter dem zuständigen Landesverband des DZVhÄ das Recht ein, die Fortbildungsveranstaltung, insbesondere die Einhaltung der Anerkennungsvoraussetzungen, kostenfrei durch einen von dem Landesverband auszuwählenden Beauftragten in Augenschein zu nehmen und – im Fall von Qualitätszirkeln auch anhand der Durchsicht der angefertigten Protokolle – zu überprüfen.
Der Veranstalter ist verpflichtet, auf Wunsch jedem Teilnehmer eine Teilnahmebescheinigung auszuhändigen. Ein entsprechendes Muster einer solchen Bescheinigung stellt der DZVhÄ auf Nachfrage zur Verfügung. Das Muster stellt ein Beispiel dar; die Teilnahmebescheinigung des Veranstalters kann von dem Muster abweichen. Die Teilnahmebescheinigung kann nur entweder die Teilnahme an einer Ausbildungsmaßnahme oder die Teilnahme an einer Fortbildungsveranstaltung bescheinigen.
Im Auftrag des DZVhÄ prüft der zuständige Landesverband die Frage der Anerkennung einer Fortbildungsveranstaltung gemäß dieser Richtlinie und hält das Ergebnis, im Falle einer negativen Entscheidung einschließlich der Gründe für diese, schriftlich fest.
Die Anrechnung einer anerkannten Fortbildungsveranstaltung erfolgt nach Maßgabe des § 6.
Die Anerkennung bzw. Ablehnung der Fortbildungsveranstaltung wird dem Antragsteller spätestens acht Wochen nach Einreichung schriftlich und, im Falle einer Ablehnung, begründet mitgeteilt.
Der DZVhÄ nimmt die anerkannte Fortbildungsveranstaltung in ein von ihm geführtes Register auf, das er öffentlich zugänglich macht (abrufbar unter www.weiterbildung-homöopathie.de).
Der zuständige Landesverband kann die Anerkennung einer Fortbildungsveranstaltung mit Wirkung für die Zukunft und mit einer Begründung versehen widerrufen, wenn er die Erfüllung der Anerkennungsvoraussetzungen und die Durchführung der Veranstaltung durch Augenschein und/oder Durchsicht der Protokolle geprüft und die Veranstaltung für nicht richtlinienkonform befunden hat.
Im Falle einer Ablehnung oder eines Widerrufs der Anerkennung bleibt es dem Antragsteller unbenommen, einen erneuten Anerkennungsantrag unter Berücksichtigung der Ablehnungsgründe zu stellen.
Gegen die Entscheidung, dass eine Fortbildungsveranstaltung nicht anerkannt oder widerrufen wird, kann der Betroffene innerhalb von vier Wochen ab Kenntnis der negativen Entscheidung gegenüber dem DZVhÄ schriftlich Widerspruch beim zuständigen Landesverband des DZVhÄ einlegen. Im Falle eines Widerspruchs soll im Rahmen eines Gesprächs zwischen dem Betroffenen und dem zuständigen Landesverband des DZVhÄ eine Einigung erzielt werden. Dieses Gespräch soll spätestens zwei Wochen nach Einlegung des Widerspruchs stattfinden. Sollte eine Einigung im Gespräch nicht möglich sein, kann innerhalb von zwei Wochen nach dem gescheiterten Gespräch der Schlichtungsausschuss des DZVhÄ nach den Regelungen der „Verfahrensordnung Schlichtungsausschuss Homöopathie-Diplom des DZVhÄ“ (siehe Anhang 5 der Qualitätsrichtlinie zum Homöopathie-Diplom des DZVhÄ) angerufen werden.
Der Widerspruch gegen die Entscheidung, dass eine Fortbildungsveranstaltung nicht anerkannt bzw. deren Anerkennung widerrufen wird, hat aufschiebende Wirkung bis zur Beendigung des Schlichtungsverfahrens; sollte dieses nicht eingeleitet werden, bis zum Ablauf der Frist zu dessen Einleitung.
Der DZVhÄ unterstützt die Wissenschaftliche Gesellschaft für Homöopathie e.V. (WissHom) beim Aufbau einer homöopathischen Falldatenbank zu Forschungszwecken.
Für die für die Neuausstellung des Homöopathie-Diploms insgesamt erforderlichen 100 Fortbildungspunkte in fünf Jahren erkennt der DZVhÄ die Einreichung von mindestens drei oder mehr Falldokumentationen pro Quartal an WissHom als Fortbildung im Umfang von einmalig drei Fortbildungspunkten pro Quartal an, sofern eine von WissHom ausgestellte Bescheinigung bestätigt, dass die Fälle elektronisch in der vorgesehen Form übermittelt wurden und auch die übrigen von WissHom festgelegten Anforderungen erfüllt sind.
Eine Unterrichtstunde à 45 Minuten entspricht einem Fortbildungspunkt, wobei der DZVhÄ pro Fortbildungstag maximal acht, pro Qualitätszirkel-Termin maximal vier Fortbildungspunk-te anrechnet. Für im Ausland stattfindende Kongresse werden maximal 6 Fortbildungspunkte pro Fortbildungstag verliehen, wenn eine Anerkennung gemäß § 3 erfolgt ist.
Dozenten, die selbst in anerkannten Fortbildungsveranstaltungen unterrichten, erhalten auf-grund ihrer intensiveren Beschäftigung mit dem jeweiligen Thema die doppelte Punktzahl an-gerechnet. Davon werden aber nur maximal fünfzig Fortbildungspunkte auf die für die Neu-ausstellung des Homöopathie-Diploms insgesamt erforderlichen 100 Fortbildungspunkte in fünf Jahren angerechnet. Für Leiter von Qualitätszirkeln gilt diese Regelung nicht.
Für Qualitätszirkel werden maximal sechzig Fortbildungspunkte auf die für die Neuausstel-lung des Homöopathie-Diploms insgesamt erforderlichen 100 Fortbildungspunkte in fünf Jah-ren angerechnet.
Die Anerkennung von Falldokumentationen gemäß § 5 erfolgt mit einmalig drei Fortbildungs-punkten pro Quartal, insofern jeweils mindestens drei Fälle eingereicht wurden.
Die für die Neuausstellung des Homöopathie-Diploms insgesamt erforderlichen 100 Fortbil-dungspunkte in fünf Jahren liegen nur dann vor, wenn davon mindestens vierzig Fortbil-dungspunkte durch die Teilnahme an klassischen Fortbildungsveranstaltungen oder Kon-gressen erbracht wurden. Klassische Fortbildungsveranstaltungen beinhalten keine Quali-tätszirkel und keine Falldokumentationen.
Anlage 1 enthält eine Übersicht über die in diesem § 6 aufgeführten Anerkennungsmodali-täten.
Die Zuerkennung von Fortbildungspunkten für eine Veranstaltung durch den DZVhÄ bzw. ei-nen seiner Landesverbände kann kostenpflichtig sein. Die Höhe der anfallenden Kosten ergibt sich aus der zum Zeitpunkt der jeweiligen Prüfung durch den DZVhÄ bzw. des zustän-digen Landesverbandes geltenden Kostenübersicht, wie sie unter www.weiterbildung-homoeopathie.de eingesehen werden kann. Die einzelnen Landesverbände können hiervon abweichende niedrigere Kosten festlegen.
Der DZVhÄ bzw. sein zuständiger Landesverband stellt die jeweiligen Kosten in Rechnung.
Diese Richtlinie gilt für jede ab dem 01.07.2016 beantragte Anerkennung einer Fortbildung für die Homöopathie-Diplomfortbildung.
Die Delegiertenversammlung des DZVhÄ als Beschluss fassendes Organ ist zu Änderungen der Bestimmungen dieser Richtlinie berechtigt. Diese Änderungen bleiben ohne Auswirkun-gen auf vom Teilnehmer bereits absolvierte Fortbildungen.
Die Anlagen zu dieser Richtlinie können ggf. vom Vorstand des DZVhÄ aktualisiert werden.
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References: § 1

§ 2

§ 3

§ 5

§ 7

§ 8

§ 9

§ 11

§ 12
 § 3
 § 4
 § 3
 § 3
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 § 4
 § 5
 § 7
 § 1
 § 6
 § 6
 § 7
 § 6
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