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Timestamp: 2019-09-19 04:41:18+00:00

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Gürsching/Stenger, Bewertungsrecht, BewG § 200 Vereinfac ... / I. Entstehung und Bedeutung der Vorschrift | Steuer Office Gold | Steuern | Haufe
Die Bewertung des betrieblichen Vermögens sollte zunächst zur Sicherstellung einer einheitlichen Rechtsanwendung bei gleichen Sachverhalten und zur Erleichterung der Bewertung in einer Rechtsverordnung geregelt werden. Das vereinfachte Ertragswertverfahren ist jedoch letztlich im Bewertungsgesetz geregelt worden.
Vgl. § 199 BewG Anm. 1.
§ 200 Abs. 1 BewG regelt zunächst allgemein, dass zur Ermittlung des Ertragswerts der zukünftig nachhaltig erzielbare Jahresertrag mit dem Kapitalisierungsfaktor zu multiplizieren ist. Dabei wird zur Ermittlung des Jahresertrags auf §§ 201 und 202 BewG verwiesen. Hinsichtlich des Kapitalisierungsfaktors wird auf § 203 BewG verwiesen. Darüber hinaus müssen die Abs. 2 bis 4 des § 200 BewG berücksichtigt werden, mit denen der gesonderte Wertansatz bestimmter Wirtschaftsgüter und Schulden angeordnet wird.
Neben dem Produkt aus Jahresertrag und Kapitalisierungsfaktor müssen nach § 200 Abs. 2 BewG Wirtschaftsgüter des sog. nicht betriebsnotwendigen Vermögens mit dem eigenständig zu ermittelnden gemeinen Wert oder Anteil am gemeinen Wert angesetzt werden. Das gilt auch für die mit diesen in wirtschaftlichem Zusammenhang stehenden Schulden.
Nach § 200 Abs. 3 BewG sind auch Beteiligungen an anderen Gesellschaften, die ein zu bewertendes Unternehmen erhält, neben dem Ertragswert mit dem eigenständig zu ermittelnden gemeinen Wert anzusetzen. Dies gilt nicht für Schulden, die mit den Beteiligungen in wirtschaftlichem Zusammenhang stehen. Der gesonderte Wertansatz ist nur erforderlich, wenn die Beteiligungen nicht bereits als nicht betriebsnotwendiges Vermögen (§ 200 Abs. 2 BewG) zu erfassen sind.
Ebenfalls mit dem eigenständig zu ermittelnden gemeinen Wert sind nach § 200 Abs. 4 BewG solche Wirtschaftsgüter neben dem Ertragswert anzusetzen, die innerhalb von zwei Jahren vor dem Bewertungsstichtag in das Betriebsvermögen eingelegt worden sind. Dies gilt auch für die mit diesen Wirtschaftsgütern in wirtschaftlichem Zusammenhang stehenden Schulden. Der gesonderte Wertansatz ist nur erforderlich, wenn diese Wirtschaftsgüter und Schulden nicht bereits als nicht betriebsnotwendiges Vermögen (§ 200 Abs. 2 BewG) oder Beteiligung (§ 200 Abs. 3 BewG) zu erfassen sind.
Die Finanzverwaltung hat die Regelungen zu § 200 BewG zunächst mit Abschn. 20 BV-Erlass vom 25.6.2009 erläutert. Die gleich lautenden Erlasse wurden 2011 überarbeitet, um die Anwendung des vereinfachten Ertragswertverfahrens auch für Zwecke der Ertragsteuer zu ermöglichen. Seitdem enthält Abschn. 20 ...

References: § 200
 § 199

§ 200
 § 203
 § 200
 § 200
 § 200
 § 200
 § 200