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BGBl. Teil 2: Nr. 6 (2019)
Veröffentlicht am 13.05.2019, PDF downloaden
Vierte Verordnung zur Änderung moselschifffahrtspolizeilicher Vorschriften (Seite 2)
Bekanntmachung der Vereinbarung über Änderungen der deutsch-portugiesischen Vereinbarung über die Beziehungen auf dem Gebiet des Films (Seite 9)
Bekanntmachung des Abkommens zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Ostafrikanischen Gemeinschaft über Finanzielle Zusammenarbeit (Seite 10)
Bekanntmachung des Abkommens zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Ostafrikanischen Gemeinschaft über Technische Zusammenarbeit (Seite 12)
Bekanntmachung über den Geltungsbereich des Fakultativprotokolls zum Übereinkommen über die Rechte des Kindes betreffend den Verkauf von Kindern, die Kinderprostitution und die Kinderpornographie (Seite 14)
282 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil II Nr. 6, ausgegeben zu Bonn am 13. Mai 2019 Vierte Verordnung zur Änderung moselschifffahrtspolizeilicher Vorschriften Vom 30. April 2019 Es verordnen auf Grund – des § 3 Absatz 1 Nummer 1, 2, 4 und 5 in Verbindung mit Absatz 6 Nummer 1 Buchstabe a und b, Nummer 1 und 2 auch in Verbindung mit Absatz 2 Nummer 2, des Binnenschifffahrtsaufgabengesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 5. Juli 2001 (BGBl. I S. 2026), von denen § 3 Absatz 1 im Satzteil vor Nummer 1 zu- letzt durch Artikel 1 Nummer 3 Buchstabe a des Ge- setzes vom 25. April 2017 (BGBl. I S. 962) geändert und § 3 Absatz 1 Nummer 2 und Absatz 2 durch Artikel 1 Nummer 3 des Gesetzes vom 19. Juli 2005 (BGBl. I S. 2186) geändert worden sind, das Bundes- ministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, – des § 3 Absatz 1 Nummer 5 in Verbindung mit Absatz 5 Satz 2 und Absatz 6 Nummer 1 Buchstabe a und b des Binnenschifffahrtsaufgabengesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 5. Juli 2001 (BGBl. I S. 2026), von denen § 3 Absatz 1 im Satzteil vor Nummer 1 und Absatz 5 zuletzt durch Artikel 1 Nummer 3 des Ge- setzes vom 25. April 2017 (BGBl. I S. 962) geändert worden sind, das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur im Einvernehmen mit dem Bundes- ministerium für Arbeit und Soziales, – des § 3 Absatz 1 Nummer 1 und 2 in Verbindung mit Absatz 2 Nummer 2, Absatz 5 Satz 1 und Absatz 6 Nummer 1 Buchstabe a und b des Binnenschifffahrts- aufgabengesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 5. Juli 2001 (BGBl. I S. 2026), von denen § 3 Ab- satz 1 im Satzteil vor Nummer 1 und Absatz 5 zuletzt durch Artikel 1 Nummer 3 des Gesetzes vom 25. April 2017 (BGBl. I S. 962) geändert und § 3 Absatz 1 Num- mer 2 und Absatz 2 durch Artikel 1 Nummer 3 des Gesetzes vom 19. Juli 2005 (BGBl. I S. 2186) geändert worden sind, in Verbindung mit § 1 Absatz 2 des Zu- ständigkeitsanpassungsgesetzes vom 16. August 2002 (BGBl. I S. 3165) und dem Organisationserlass vom 14. März 2018 (BGBl. I S. 374) das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur und das Bundes- ministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gemeinsam: Artikel 1 Inkraftsetzen von Beschlüssen der Moselkommission Folgende von der Moselkommission in ihren Plenar- sitzungen in Trier, Senningen, Metz und Koblenz gefass- ten Beschlüsse zur Änderung der Moselschifffahrts- polizeiverordnung (Anlage zu Artikel 1 der Verordnung zur Einführung der Moselschifffahrtspolizeiverordnung vom 3. September 1997 (BGBl. 1997 II S. 1670, Anlage- band)), die zuletzt durch Beschluss vom 12. Mai 2017 (MK-I-17-5.3) (Anlage zu Artikel 3 der Verordnung vom 1. Mai 2018 (BGBl. 2018 II S. 170, 803)) geändert worden ist, werden hiermit auf der Mosel in Kraft gesetzt: 1. Beschluss vom 12. Mai 2017, MK-I-17-5.4, soweit die Änderung zu § 1.01 der Moselschifffahrtspolizeiverord- nung betroffen ist; 2. Beschluss vom 30. November 2017, MK-II-17-4.3; 3. Beschluss vom 30. November 2017, MK-II-17-4.4; 4. Beschluss vom 29. Mai 2018, MK-I-18-5.4; 5. Beschluss vom 29. Mai 2018, MK-I-18-5.5; 6. Beschluss vom 27. November 2018, MK-II-18-5.2; 7. Beschluss vom 27. November 2018, MK-II-18-5.3. Die Beschlüsse werden nachstehend als Anlagen 1 bis 7 veröffentlicht. Artikel 2 Änderung der Verordnung zur Einführung der Moselschifffahrtspolizeiverordnung Artikel 4 der Verordnung zur Einführung der Mosel- schifffahrtspolizeiverordnung vom 3. September 1997
Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil II Nr. 6, ausgegeben zu Bonn am 13. Mai 2019 283 (BGBl. 1997 II S. 1670), die zuletzt durch Artikel 4 der Verordnung vom 1. Mai 2018 (BGBl. 2018 II S. 170) ge- ändert worden ist, wird wie folgt geändert: 16e. entgegen § 4.07 Nummer 3 Satz 1 ein dort ge- nanntes Inland ECDIS Gerät oder ein Karten- anzeigegerät nicht nutzt,“. 1. In Absatz 3 werden die Nummern 16a bis 16d durch die folgenden Nummern 16a bis 16e ersetzt: 2. In Absatz 4 Nummer 30 Buchstabe c wird die Angabe „§ 7.06“ durch die Wörter „§ 7.06 Nummer 1, 2 oder Nummer 3 Satz 1“ ersetzt. „16a. entgegen § 4.07 Nummer 2 Buchstabe a ein Inland AIS Gerät nicht einschaltet oder nicht eingeschaltet lässt, 16b. entgegen § 4.07 Nummer 2 Buchstabe b erster Halbsatz ein Inland AIS Gerät nutzt, das nicht mit maximaler Leistung sendet, 16c. entgegen § 4.07 Nummer 2 Buchstabe c mehr als ein Inland AIS Gerät im Sendebetrieb nutzt, 16d. entgegen § 4.07 Nummer 2 Buchstabe d oder Nummer 6 Satz 3 ein Inland AIS Gerät nutzt, in dem die eingegebenen Daten nicht den tat- sächlichen Daten des Fahrzeugs oder Verbands entsprechen, Artikel 3 Inkrafttreten (1) Artikel 1 Satz 1 Nummer 2 bis 4 und die in Artikel 1 Satz 1 Nummer 2 bis 4 genannten Beschlüsse treten am 1. Juni 2019 in Kraft. (2) Artikel 1 Satz 1 Nummer 1 und 5, die in Artikel 1 Satz 1 Nummer 1 und 5 genannten Beschlüsse und Arti- kel 2 Nummer 2 treten am 1. Dezember 2019 in Kraft. (3) Artikel 1 Satz 1 Nummer 6 und 7, die in Artikel 1 Satz 1 Nummer 6 und 7 genannten Beschlüsse und Artikel 2 Nummer 1 treten am 1. Januar 2020 in Kraft. Berlin, den 30. April 2019 Der Bundesminister f ü r Ve r k e h r u n d d i g i t a l e I n f ra s t r u k t u r Andreas Scheuer Die Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit Svenja Schulze
284 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil II Nr. 6, ausgegeben zu Bonn am 13. Mai 2019 Anlage 1 (zu Artikel 1 Satz 1 Nummer 1) Änderung der Moselschifffahrtspolizeiverordnung § 1.01 Buchstabe af wird der MoselSchPV wie folgt hinzugefügt: „af) „festverbundener Tank“ ein mit dem Schiff verbundener Tank, wobei die Tankwände durch den Schiffskörper selbst oder durch vom Schiffskörper unabhängige Wandungen gebildet sein können.“ Beschluss vom 12. Mai 2017 (MK-I-17-5.4) Anlage 2 (zu Artikel 1 Satz 1 Nummer 2) Änderung der Moselschifffahrtspolizeiverordnung Der Buchstabe k in § 1.10 der MoselSchPV wird wie folgt gefasst: „k) ein Sprechfunkzeugnis für den Binnenschifffahrtsfunk gemäß Anhang 5 der Regionalen Vereinbarung über den Binnenschiff- fahrtsfunk,“. Beschluss vom 30. November 2017 (MK-II-17-4.3)
Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil II Nr. 6, ausgegeben zu Bonn am 13. Mai 2019 285 Anlage 3 (zu Artikel 1 Satz 1 Nummer 3) Änderungen der Moselschifffahrtspolizeiverordnung 1. § 4.07 Nummer 4 Buchstabe c der MoselSchPV wird wie folgt gefasst: „c) Fahrzeug- oder Verbandstyp gemäß dem Standard Schiffsverfolgung und Aufspürung in der Binnenschifffahrt;“. Beschluss vom 30. November 2017 (MK-II-17-4.4) 2. § 4.07 Nummer 5 Buchstabe c der MoselSchPV wird wie folgt gefasst: „c) Fahrzeug- oder Verbandstyp gemäß dem Standard Schiffsverfolgung und Aufspürung in der Binnenschifffahrt;“. Beschluss vom 30. November 2017 (MK-II-17-4.4) Anlage 4 (zu Artikel 1 Satz 1 Nummer 4) Änderung der Moselschifffahrtspolizeiverordnung § 1.01 Buchstabe ag der MoselSchPV wird wie folgt gefasst: „ag) „Wassermotorrad“ ein Kleinfahrzeug, wie ein Wasserbob, Wasserscooter, Jetbike oder Jetski oder ein anderes ähnliches Klein- fahrzeug mit eigenem mechanischem Antrieb, das eine oder mehrere Personen befördern kann und dafür gebaut und ausgelegt ist, um über das Wasser zu gleiten oder Figuren auszuführen.“ Beschluss vom 29. Mai 2018 (MK-I-18-5.4)
286 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil II Nr. 6, ausgegeben zu Bonn am 13. Mai 2019 Anlage 5 (zu Artikel 1 Satz 1 Nummer 5) Änderungen der Moselschifffahrtspolizeiverordnung 1. Eine Nummer 3 wird wie folgt in § 7.06 der MoselSchPV eingefügt: „3. An Liegestellen, bei denen das Tafelzeichen B.12 (Anlage 7) aufgestellt ist, sind alle Fahrzeuge verpflichtet, sich an einen be- triebsbereiten Landstromanschluss anzuschließen und ihren gesamten Bedarf an elektrischer Energie während des Stillliegens daraus zu decken. Ausnahmen vom Gebot nach Satz 1 können auf einem rechteckigen weißen zusätzlichen Schild angegeben werden, das unterhalb des Tafelzeichens B.12 angebracht ist.“ Beschluss vom 29. Mai 2018 (MK-I-18-5.5) 2. Eine Nummer 4 wird wie folgt in § 7.06 der MoselSchPV eingefügt: „4. Nummer 3 findet keine Anwendung auf Fahrzeuge, die während des Stillliegens ausschließlich eine Energieversorgung nutzen, welche keine Geräusche sowie keine gasförmigen Schadstoffe und luftverunreinigenden Partikel verursacht.“ Beschluss vom 29. Mai 2018 (MK-I-18-5.5) 3. Das Tafelzeichen B.12 wird wie folgt in Anlage 7 Abschnitt I Unterabschnitt B eingefügt: „B.12 Gebot zur Nutzung von Landstromanschlüssen (§ 7.06 Nr. 3) “. Beschluss vom 29. Mai 2018 (MK-I-18-5.5)
Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil II Nr. 6, ausgegeben zu Bonn am 13. Mai 2019 287 Anlage 6 (zu Artikel 1 Satz 1 Nummer 6) Änderungen der Moselschifffahrtspolizeiverordnung 1. § 3.14 Nummer 7 der MoselSchPV wird wie folgt gefasst: „7. Fahrzeuge, die keine Bezeichnung nach Nummer 1, 2 oder 3 führen müssen, jedoch nach ADN Abschnitt 1.16.1 ein Zulas- sungszeugnis besitzen und die Sicherheitsbestimmungen einhalten, die für ein Fahrzeug nach Nummer 1 gelten, können bei der Annäherung an Schleusen die Bezeichnung nach Nummer 1 führen, wenn sie zusammen mit einem Fahrzeug geschleust werden wollen, das die Bezeichnung nach Nummer 1 führen muss.“ Beschluss vom 27. November 2018 (MK-II-18-5.2) 2. § 7.07 Nummer 2 der MoselSchPV wird wie folgt gefasst: „2. Die Verpflichtung nach Nummer 1 Buchstabe a gilt nicht a) für Fahrzeuge, Schubverbände und gekuppelte Fahrzeuge, die die gleiche Bezeichnung führen; b) für Fahrzeuge, die diese Bezeichnung nicht führen, jedoch nach ADN Abschnitt 1.16.1 ein Zulassungszeugnis besitzen und die Sicherheitsbestimmungen einhalten, die für ein Fahrzeug nach § 3.14 Nr. 1 gelten.“ Beschluss vom 27. November 2018 (MK-II-18-5.2)
288 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil II Nr. 6, ausgegeben zu Bonn am 13. Mai 2019 Anlage 7 (zu Artikel 1 Satz 1 Nummer 7) Änderungen der Moselschifffahrtspolizeiverordnung 1. § 4.07 Nummer 2 der MoselSchPV wird wie folgt gefasst: „2. Das Inland AIS Gerät muss folgende Anforderungen erfüllen: a) das Inland AIS Gerät muss ständig eingeschaltet sein; b) das Inland AIS Gerät muss mit maximaler Leistung senden; dies gilt nicht für Tankschiffe mit dem Navigationsstatus „fest- gemacht“; c) es darf immer nur ein Inland AIS Gerät an Bord eines Fahrzeugs oder Verbands im Sendebetrieb sein; d) die eingegebenen Daten des im Sendebetrieb befindlichen Inland AIS Geräts müssen zu jedem Zeitpunkt den tatsächlichen Daten des Fahrzeugs oder Verbands entsprechen.“ Beschluss vom 27. November 2018 (MK-II-18-5.3) 2. Die Nummer 2a wird wie folgt in § 4.07 der MoselSchPV eingefügt: „2a. Nummer 2 Buchstabe a gilt nicht, a) wenn die zuständige Behörde eine Ausnahme für Wasserflächen, die von der Fahrrinne baulich getrennt sind, gewährt hat, b) für Fahrzeuge der Polizei, wenn die Übermittlung von AIS Daten die Erfüllung polizeilicher Aufgaben gefährden würde.“ Beschluss vom 27. November 2018 (MK-II-18-5.3) 3. In § 4.07 Nummer 4 Buchstabe l wird am Ende der Punkt durch ein Semikolon ersetzt. Beschluss vom 27. November 2018 (MK-II-18-5.3) 4. Der Buchstabe m wird wie folgt in § 4.07 Nummer 4 eingefügt: „m) Rufzeichen.“ Beschluss vom 27. November 2018 (MK-II-18-5.3)
Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil II Nr. 6, ausgegeben zu Bonn am 13. Mai 2019 Bekanntmachung der Vereinbarung über Änderungen der deutsch-portugiesischen Vereinbarung über die Beziehungen auf dem Gebiet des Films Vom 11. März 2019 Die Vereinbarung in Form eines Notenwechsels vom 27. Mai 2015 zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung der Portugiesischen Republik über Änderungen der deutsch-portugiesischen Vereinbarung vom 29. April 1988 über die Beziehungen auf dem Gebiet des Films (BGBl. 1989 II S. 1053) ist nach ihrer Inkrafttretensklausel am 31. März 2016 in Kraft getreten; die einleitende deutsche Note wird nachstehend veröffentlicht. Bonn, den 11. März 2019 Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien Im Auftrag Els Hendrix Der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland Lissabon, den 27. Mai 2015 Herr Minister, ich beehre mich, Ihnen im Namen meiner Regierung unter Bezugnahme auf die Verein- barung vom 29. April 1988 zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung der Portugiesischen Republik über die Beziehungen auf dem Gebiet des Films die folgende Änderung der oben genannten Vereinbarung über die Beziehungen auf dem Gebiet des Films vorzuschlagen: 1. Artikel 4 Absatz 2 wird wie folgt neu gefasst: „Die Mindestbeteiligung des Minderheitsproduzenten an den Herstellungskosten des Films beträgt in der Regel nicht weniger als 20 %.“ 2. Artikel 4 Absatz 3 wird wie folgt neu gefasst: „Im Ausnahmefall und im gegenseitigen Einvernehmen der jeweils zuständigen Behör- den kann eine finanzielle Mindestbeteiligung von 10 % zugelassen werden, wenn der Film von besonderer Bedeutung für die beiden Länder ist.“ 3. Artikel 14 wird gestrichen. 4. Diese Vereinbarung wird in deutscher und portugiesischer Sprache geschlossen, wobei jeder Wortlaut gleichermaßen verbindlich ist. Falls sich Ihre Regierung mit den unter den Nummern 1 bis 4 gemachten Vorschlägen einverstanden erklärt, werden diese Note und die das Einverständnis Ihrer Regierung zum Ausdruck bringende Antwortnote Eurer Exzellenz eine Vereinbarung zwischen unseren bei- den Regierungen bilden, die in Kraft tritt, sobald die Regierung der Portugiesischen Repu- blik der Regierung der Bundesrepublik Deutschland mitgeteilt hat, dass die erforderlichen innerstaatlichen Voraussetzungen für das lnkrafttreten erfüllt sind. Maßgebend ist dabei der Tag des Eingangs der Mitteilung. Genehmigen Sie, Herr Minister, die Versicherung meiner ausgezeichnetsten Hochach- tung. Ulrich Brandenburg Seiner Exzellenz dem Minister für Auswärtige Angelegenheiten der Portugiesischen Republik Herrn Rui Machete Lissabon 289
290 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil II Nr. 6, ausgegeben zu Bonn am 13. Mai 2019 Bekanntmachung des Abkommens zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Ostafrikanischen Gemeinschaft über Finanzielle Zusammenarbeit Vom 11. März 2019 Das in Arusha am 19. Februar 2019 unterzeichnete Abkommen zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Ostafrikanischen Gemein- schaft über Finanzielle Zusammenarbeit 2018 Teil 2 ist nach seinem Artikel 5 Absatz 1 am 19. Februar 2019 in Kraft getreten; es wird nachstehend veröffentlicht. Bonn, den 11. März 2019 Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Im Auftrag Niels Breyer
Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil II Nr. 6, ausgegeben zu Bonn am 13. Mai 2019 291 Abkommen zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Ostafrikanischen Gemeinschaft über Finanzielle Zusammenarbeit 2018 Teil 2 Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland und die Ostafrikanische Gemeinschaft – im Geiste der bestehenden freundschaftlichen Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Ostafrikani- schen Gemeinschaft, in dem Wunsch, diese freundschaftlichen Beziehungen durch partnerschaftliche Finanzielle Zusammenarbeit zu festigen und zu vertiefen, in dem Bewusstsein, dass die Aufrechterhaltung dieser Bezie- hungen die Grundlage dieses Abkommens ist, in der Absicht, zur sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung in der Ostafrikanischen Gemeinschaft beizutragen, unter Bezugnahme auf das Protokoll der Regierungsverhand- lung vom 5. Oktober 2018 – sind wie folgt übereingekommen: zwischen der KfW und den Empfängern der Finanzierungsbei- träge zu schließenden Verträge, die den in der Bundesrepublik Deutschland geltenden Rechtsvorschriften unterliegen. (2) Die Zusage der in Artikel 1 Absatz 1 genannten Beträge entfällt, soweit nicht innerhalb einer Frist von vier Jahren nach dem Zusagejahr die entsprechenden Finanzierungsverträge ge- schlossen wurden. Für diese Beträge endet die Frist mit Ablauf des 31. Dezember 2022. (3) Die Ostafrikanische Gemeinschaft, soweit sie nicht selbst Empfänger der Finanzierungsbeiträge ist, wird etwaige Rückzah- lungsansprüche, die aufgrund der nach Absatz 1 zu schließen- den Finanzierungsverträge entstehen können, gegenüber der KfW garantieren. Artikel 3 Die Ostafrikanische Gemeinschaft setzt sich bei den Regie- rungen ihrer Partnerstaaten dafür ein, dass die KfW von sämt- lichen Steuern und sonstigen öffentlichen Abgaben freigestellt wird, die im Zusammenhang mit dem Abschluss und der Durch- führung der in Artikel 2 Absatz 1 genannten Verträge erhoben werden. Artikel 1 (1) Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland ermöglicht es der Ostafrikanischen Gemeinschaft von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) Finanzierungsbeiträge in Höhe von bis zu 18 000 000 Euro (in Worten: achtzehn Millionen Euro) für folgen- de Vorhaben zu erhalten: 1. „Regionales Referenzlabor und Labor-Netzwerk in der EAC zur Bekämpfung von übertragbaren Erkrankungen II“, bis zu 13 000 000 Euro (in Worten: dreizehn Millionen Euro), 2. „EAC-Stipendienprogramm II“, bis zu 5 000 000 Euro (in Wor- ten: fünf Millionen Euro), wenn nach Prüfung die Förderungswürdigkeit dieser Vorhaben festgestellt worden ist. (2) Falls die Regierung der Bundesrepublik Deutschland es der Ostafrikanischen Gemeinschaft zu einem späteren Zeitpunkt ermöglicht, weitere Finanzierungsbeiträge zur Vorbereitung der in Absatz 1 genannten Vorhaben oder für notwendige Begleit- maßnahmen zur Durchführung und Betreuung der in Absatz 1 genannten Vorhaben von der KfW zu erhalten, findet dieses Ab- kommen Anwendung. Artikel 2 (1) Die Verwendung der in Artikel 1 Absatz 1 genannten Beträge, die Bedingungen, zu denen sie zur Verfügung gestellt werden, sowie das Verfahren der Auftragsvergabe bestimmen die Artikel 4 Die Ostafrikanische Gemeinschaft setzt sich bei den Regie- rungen ihrer Partnerstaaten dafür ein, dass diese bei den sich aus der Gewährung der Finanzierungsbeiträge ergebenden Transporten von Personen und Gütern im See-, Land- und Luft- verkehr den Passagieren und Lieferanten die freie Wahl der Verkehrsunternehmen überlassen, und keine Maßnahmen ge- troffen werden, welche die gleichberechtigte Beteiligung der Verkehrsunternehmen mit Sitz in der Bundesrepublik Deutsch- land ausschließen oder erschweren, und dass gegebenenfalls die für eine Beteiligung dieser Verkehrsunternehmen erforder- lichen Genehmigungen erteilt werden. Artikel 5 (1) Dieses Abkommen tritt am Tage seiner Unterzeichnung in Kraft. (2) Dieses Abkommen wird auf unbestimmte Zeit geschlos- sen. Jede Vertragspartei kann es jederzeit schriftlich auf diplo- matischem Wege kündigen; die Kündigung wird 30 Tage nach Eingang bei der anderen Vertragspartei wirksam. (3) Die Vertragsparteien können Änderungen dieses Abkom- mens vereinbaren. (4) Streitigkeiten über die Auslegung oder Anwendung dieses Abkommens werden durch die Vertragsparteien gütlich im Rah-
292 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil II Nr. 6, ausgegeben zu Bonn am 13. Mai 2019 men von Gesprächen beziehungsweise Verhandlungen beige- legt. (5) Die Registrierung dieses Abkommens beim Sekretariat der Vereinten Nationen nach Artikel 102 der Charta der Vereinten Nationen wird unverzüglich nach seinem Inkrafttreten von der Ostafrikanischen Gemeinschaft veranlasst. Die andere Vertrags- partei wird unter Angabe der VN-Registrierungsnummer von der erfolgten Registrierung unterrichtet, sobald diese vom Sekretariat der Vereinten Nationen bestätigt worden ist. Geschehen zu Arusha am 19. Februar 2019 in zwei Urschrif- ten, jede in deutscher und englischer Sprache, wobei jeder Wort- laut gleichermaßen verbindlich ist. Für die Regierung der Bundesrepublik Deutschland Dr. D e t l e f W ä c h t e r Für die Ostafrikanische Gemeinschaft Liberat Mfumukeko Bekanntmachung des Abkommens zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Ostafrikanischen Gemeinschaft über Technische Zusammenarbeit Vom 11. März 2019 Das in Arusha am 19. Februar 2019 unterzeichnete Abkommen zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Ostafrikanischen Gemein- schaft über Technische Zusammenarbeit 2018 ist nach seinem Artikel 4 Absatz 1 am 19. Februar 2019 in Kraft getreten; es wird nachstehend veröffentlicht. Bonn, den 11. März 2019 Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Im Auftrag Niels Breyer
Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil II Nr. 6, ausgegeben zu Bonn am 13. Mai 2019 293 Abkommen zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Ostafrikanischen Gemeinschaft über Technische Zusammenarbeit 2018 Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland und die Ostafrikanische Gemeinschaft – im Geiste der bestehenden freundschaftlichen Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Ostafrikani- schen Gemeinschaft, in dem Wunsch, diese freundschaftlichen Beziehungen durch partnerschaftliche Technische Zusammenarbeit zu festigen und zu vertiefen, den. Für diesen Betrag endet die Frist mit Ablauf des 31. De- zember 2022. Sollten nur für einen Teil der Zusagen in dem vorgesehenen Zeitraum Durchführungs- sowie gegebenenfalls Finanzierungsverträge geschlossen werden, so gilt diese Verfalls- klausel nur für die noch nicht durch diese Verträge gebundenen Teilbeträge. Artikel 2 in der Absicht, zur sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung in der Ostafrikanischen Gemeinschaft beizutragen, Einzelheiten der in Artikel 1 Absatz 1 genannten Vorhaben und der zu erbringenden Leistungen und Verpflichtungen werden in einzelnen Durchführungs- sowie gegebenenfalls Finanzierungs- verträgen festgelegt, die zwischen den nach Artikel 1 Absatz 2 und 3 mit der Durchführung der Vorhaben beauftragten oder noch zu beauftragenden Institutionen geschlossen werden. Die Durchführungs- sowie gegebenenfalls die Finanzierungsverträge unterliegen den in der Bundesrepublik Deutschland geltenden Rechtsvorschriften. unter Bezugnahme auf das Protokoll der Regierungsverhand- lungen vom 5. Oktober 2018 – Artikel 3 in dem Bewusstsein, dass die Aufrechterhaltung dieser Bezie- hungen die Grundlage dieses Abkommens ist, sind wie folgt übereingekommen: Artikel 1 (1) Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland und die Ostafrikanische Gemeinschaft arbeiten im Rahmen der Techni- schen Zusammenarbeit bei folgenden Vorhaben zusammen: 1. Unterstützung des EAC-Integrationsprozesses, 2. Stärkung der regionalen Qualitätsinfrastruktur für ausgewähl- te Sektoren, 3. Unterstützung der Pandemievorsorge in der Ostafrikanischen Gemeinschaft, wenn nach Prüfung die Förderungswürdigkeit dieser Vorhaben festgestellt worden ist. (2) Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland stellt für die in Absatz 1 genannten Vorhaben auf ihre Kosten Personal- und Sachleistungen sowie gegebenenfalls Finanzierungsbeiträge im Gesamtwert von 13 500 000 Euro (in Worten: dreizehn Millio- nen fünfhunderttausend Euro) zur Verfügung. Sie beauftragt mit der Durchführung der in Absatz 1 Nummer 1 und 3 genannten Vorhaben die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusam- menarbeit (GIZ) GmbH und des in Absatz 1 Nummer 2 genann- ten Vorhabens die Physikalisch – Technische Bundesanstalt (PTB). (3) Die Ostafrikanische Gemeinschaft gewährleistet eine eige- ne aufgeschlüsselte Haushaltsplanung zur Sicherung einer ste- tigen Durchführung der in Absatz 1 genannten Vorhaben und stellt sicher, dass die von ihr mit der Durchführung zu beauftra- genden Institutionen die für die in Absatz 1 genannten Vorhaben notwendigen Leistungen erbringen. (4) Die Zusagen für die in Absatz 1 genannten Vorhaben und den in Absatz 2 genannten Betrag der Technischen Zusammen- arbeit entfallen ersatzlos, soweit nicht innerhalb von vier Jahren nach dem Zusagejahr die in Artikel 2 genannten Durchführungs- sowie gegebenenfalls Finanzierungsverträge geschlossen wer- (1) Die Ostafrikanische Gemeinschaft setzt sich bei den Re- gierungen ihrer Partnerstaaten dafür ein, dass die im Auftrag und auf Kosten der Regierung der Bundesrepublik Deutschland ein- geführten Materialien, Fahrzeuge, Güter und Ausrüstungsgegen- stände sowie Ersatzteile, die für die in Artikel 1 Absatz 1 genann- ten Vorhaben verwendet werden, von sämtlichen Ein- und Ausfuhrabgaben sowie von Lizenzen, Hafen- und Lagergebühren sowie von sonstigen öffentlichen Abgaben ausgenommen wer- den und die unverzügliche Freigabe sichergestellt wird. (2) Die Ostafrikanische Gemeinschaft setzt sich bei den Re- gierungen ihrer Partnerstaaten dafür ein, dass die Durchfüh- rungsorganisationen von sämtlichen direkten Steuern, die im Zusammenhang mit dem Abschluss und der Erfüllung der in Artikel 2 genannten Durchführungs- sowie gegebenenfalls Finan- zierungsverträge in den Partnerstaaten der Ostafrikanischen Ge- meinschaft entstehen, befreit werden. (3) Die Ostafrikanische Gemeinschaft setzt sich bei den Re- gierungen ihrer Partnerstaaten dafür ein, dass auf Antrag der deutschen Durchführungsorganisationen die Umsatzsteuer oder ähnliche indirekte Steuern, die in den Partnerstaaten auf be- schaffte Gegenstände und in Anspruch genommene Dienstleis- tungen im Zusammenhang mit dem Abschluss und der Erfüllung der in Artikel 2 genannten Durchführungs- sowie gegebenenfalls Finanzierungsverträge in der Ostafrikanischen Gemeinschaft er- hoben wurden, erstattet werden. Die Ostafrikanische Gemein- schaft setzt sich weiterhin dafür ein, dass die in diesem Zusam- menhang erhobenen Verbrauchssteuern auf Antrag von den Regierungen der Partnerstaaten der Ostafrikansichen Gemein- schaft übernommen werden. (4) Dieses Abkommen gilt sowohl für die in Artikel 1 Absatz 1 genannten Vorhaben als auch für künftige Folgemaßnahmen mit demselben Titel, sofern die Regierung der Bundesrepublik Deutschland und die Ostafrikanische Gemeinschaft die Förde- rung eines oder mehrerer Vorhaben weiterführen wollen. Förder- zusagen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland für Fol- gemaßnahmen für eines oder mehrere der in Artikel 1 Absatz 1 genannten Vorhaben erfolgen durch offizielle Mitteilung der Re-
294 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil II Nr. 6, ausgegeben zu Bonn am 13. Mai 2019 gierung der Bundesrepublik Deutschland, die auf dieses Abkom- men ausdrücklich Bezug nimmt. matischem Weg kündigen; die Kündigung wird 30 Tage nach Ein- gang bei der anderen Vertragspartei wirksam. Artikel 4 (3) Die Vertragsparteien können Änderungen dieses Abkom- mens vereinbaren. (1) Dieses Abkommen tritt am Tage seiner Unterzeichnung in Kraft. (2) Dieses Abkommen wird auf unbestimmte Zeit geschlos- sen. Jede Vertragspartei kann es jederzeit schriftlich auf diplo- (4) Streitigkeiten über die Auslegung oder Anwendung dieses Abkommens werden durch die Vertragsparteien gütlich im Rah- men von Gesprächen beziehungsweise Verhandlungen beige- legt. Geschehen zu Arusha am 19. Februar 2019 in zwei Urschrif- ten, jede in deutscher und englischer Sprache, wobei jeder Wort- laut gleichermaßen verbindlich ist. Für die Regierung der Bundesrepublik Deutschland Dr. D e t l e f W ä c h t e r Für die Ostafrikanische Gemeinschaft Liberat Mfumukeko Bekanntmachung über den Geltungsbereich des Fakultativprotokolls zum Übereinkommen über die Rechte des Kindes betreffend den Verkauf von Kindern, die Kinderprostitution und die Kinderpornographie Vom 13. März 2019 Das Fakultativprotokoll vom 25. Mai 2000 zum Übereinkommen vom 20. No- vember 1989 über die Rechte des Kindes betreffend den Verkauf von Kindern, die Kinderprostitution und die Kinderpornographie (BGBl. 2008 II S. 1222, 1223) ist nach seinem Artikel 14 Absatz 2 für die Marshallinseln am 28. Februar 2019 in Kraft getreten. Diese Bekanntmachung ergeht im Anschluss an die Bekanntmachung vom 4. Oktober 2018 (BGBl. II S. 448). Berlin, den 13. März 2019 Auswärtiges Amt Im Auftrag Dr. C h r i s t o p h e E i c k
Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil II Nr. 6, ausgegeben zu Bonn am 13. Mai 2019 Bekanntmachung über den Geltungsbereich des Protokolls über die strategische Umweltprüfung zum Übereinkommen über die Umweltverträglichkeitsprüfung im grenzüberschreitenden Rahmen Vom 15. März 2019 Das Protokoll vom 21. Mai 2003 über die strategische Umweltprüfung zum Übereinkommen vom 25. Februar 1991 über die Umweltverträglichkeitsprüfung im grenzüberschreitenden Rahmen (BGBl. 2006 II S. 497, 498) wird nach seinem Artikel 24 Absatz 3 für Moldau, Republik am 13. Mai 2019 in Kraft treten. Diese Bekanntmachung ergeht im Anschluss an die Bekanntmachung vom 19. Oktober 2017 (BGBl. II S. 1355). Berlin, den 15. März 2019 Auswärtiges Amt Im Auftrag Dr. C h r i s t o p h e E i c k Bekanntmachung über den Geltungsbereich des Übereinkommens des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt Vom 15. März 2019 Das Übereinkommen des Europarats vom 11. Mai 2011 zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt (BGBl. 2017 II S. 1026, 1027; 2018 II S. 119) wird nach seinem Artikel 75 Absatz 4 für Irland* am 1. Juli 2019 nach Maßgabe eines bei Hinterlegung der Ratifikationsurkunde abgegebenen Vorbehalts nach Artikel 78 Absatz 2 zu Artikel 30 Absatz 2 und Artikel 44 Absatz 3 in Kraft treten. Diese Bekanntmachung ergeht im Anschluss an die Bekanntmachung vom 29. August 2018 (BGBl. II S. 410). * Vorbehalte und Erklärungen: Vorbehalte und Erklärungen zu diesem Übereinkommen, mit Ausnahme derer Deutschlands, werden im Bundesgesetzblatt Teil II nicht veröffentlicht. Sie sind in englischer und französischer Sprache auf der Webseite des Europarats unter www.conventions.coe.int einsehbar. Gleiches gilt für die ggf. gemäß Übereinkommen zu benennenden Zentralen Behörden oder Kontaktstellen. Berlin, den 15. März 2019 Auswärtiges Amt Im Auftrag Dr. C h r i s t o p h e E i c k 295
296 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil II Nr. 6, ausgegeben zu Bonn am 13. Mai 2019 Bekanntmachung über den Geltungsbereich des Übereinkommens über den Straßenverkehr Vom 18. März 2019 Zum Übereinkommen vom 8. November 1968 über den Straßenverkehr (BGBl. 1977 II S. 809, 811; 2016 II S. 1306, 1307) hat das V e r e i n i g t e K ö n i g r e i c h * am 26. Februar 2019 die Erstreckung der Anwendung des Übereinkommens auf G i b r a l t a r , G u e r n s e y und J e r s e y , nach Maßgabe der notifizierten V o r - b e h a l t e zu Artikel 20 Absatz 6, Artikel 23 Absatz 2, Artikel 25, Artikel 30 Ab- satz 4, Artikel 32 und Artikel 41 sowie eines Vorbehalts zur Kategorisierung von einsitzigen zweirädrigen Kleinkrafträdern mit elektrischem Antrieb und nach Maß- gabe der notifizierten E r k l ä r u n g e n nach Artikel 46 Absatz 3 und Artikel 54 Absatz 2 sowie einer Erklärung zur innerstaatlichen Umsetzung, mit Wirkung vom 28. März 2019 erklärt. Diese Bekanntmachung ergeht im Anschluss an die Bekanntmachung vom 5. Dezember 2018 (BGBl. 2019 II S. 28). * Vorbehalte und Erklärungen: Vorbehalte und Erklärungen zu diesem Übereinkommen, mit Ausnahme derer Deutschlands, werden im Bundesgesetzblatt Teil II nicht veröffentlicht. Sie sind in englischer und französischer Sprache auf der Webseite der Vereinten Nationen unter http://treaties.un.org einsehbar. Gleiches gilt für die ggf. gemäß Übereinkommen zu benennenden Zentralen Behörden oder Kontaktstellen. Berlin, den 18. März 2019 Auswärtiges Amt Im Auftrag Dr. C h r i s t o p h e E i c k Bekanntmachung über den Geltungsbereich des Zusatzprotokolls zum Übereinkommen des Europarats über Computerkriminalität betreffend die Kriminalisierung mittels Computersystemen begangener Handlungen rassistischer und fremdenfeindlicher Art Vom 18. März 2019 Das Zusatzprotokoll vom 28. Januar 2003 zum Übereinkommen des Europa- rats vom 23. November 2001 über Computerkriminalität betreffend die Krimina- lisierung mittels Computersystemen begangener Handlungen rassistischer und fremdenfeindlicher Art (BGBl. 2011 II S. 290, 291) wird nach seinem Artikel 10 Absatz 2 für San Marino am 1. Juli 2019 in Kraft treten. Diese Bekanntmachung ergeht im Anschluss an die Bekanntmachung vom 7. August 2018 (BGBl. II S. 364). Berlin, den 18. März 2019 Auswärtiges Amt Im Auftrag Dr. C h r i s t o p h e E i c k
Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil II Nr. 6, ausgegeben zu Bonn am 13. Mai 2019 Bekanntmachung über den Geltungsbereich des Protokolls zur Unterbindung des unerlaubten Handels mit Tabakerzeugnissen Vom 22. März 2019 Das Protokoll vom 12. November 2012 zur Unterbindung des unerlaubten Handels mit Tabakerzeugnissen (BGBl. 2017 II S. 977, 978) wird nach seinem Artikel 45 Absatz 2 für Nigeria am 6. Juni 2019 in Kraft treten. Diese Bekanntmachung ergeht im Anschluss an die Bekanntmachung vom 27. Februar 2019 (BGBl. II S. 199). Berlin, den 22. März 2019 Auswärtiges Amt Im Auftrag Dr. G u i d o H i l d n e r Bekanntmachung über den Geltungsbereich des Übereinkommens des Europarats über Computerkriminalität Vom 22. März 2019 Das Übereinkommen des Europarats vom 23. November 2001 über Compu- terkriminalität (BGBl. 2008 II S. 1242, 1243) wird nach seinem Artikel 36 Absatz 4 für San Marino* am 1. Juli 2019 nach Maßgabe von bei Hinterlegung der Beitrittsurkunde abgegebenen Erklärungen zu Artikel 24 Absatz 7, Artikel 27 Absatz 2 und Artikel 35 Ab- satz 1 in Kraft treten. Diese Bekanntmachung ergeht im Anschluss an die Bekanntmachung vom 13. Dezember 2018 (BGBl. 2019 II S. 64). * Vorbehalte und Erklärungen: Vorbehalte und Erklärungen zu diesem Übereinkommen, mit Ausnahme derer Deutschlands, werden im Bundesgesetzblatt Teil II nicht veröffentlicht. Sie sind in englischer und französischer Sprache auf der Webseite des Europarats unter www.conventions.coe.int einsehbar. Gleiches gilt für die ggf. gemäß Übereinkommen zu benennenden Zentralen Behörden oder Kontaktstellen. Berlin, den 22. März 2019 Auswärtiges Amt Im Auftrag Dr. G u i d o H i l d n e r 297
298 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil II Nr. 6, ausgegeben zu Bonn am 13. Mai 2019 Bekanntmachung des deutsch-ukrainischen Abkommens über die Erwerbstätigkeit von Familienangehörigen von Mitarbeitern diplomatischer und konsularischer Vertretungen Vom 22. März 2019 Das in Kiew am 3. Januar 2018 unterzeichnete Ab- kommen zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und dem Ministerkabinett der Ukraine über die Erwerbstätigkeit von Familienangehörigen von Mitar- beitern diplomatischer und konsularischer Vertretungen ist nach seinem Artikel 9 am 19. Oktober 2018 in Kraft getreten; es wird nachstehend veröffentlicht. Berlin, den 22. März 2019 Auswärtiges Amt Im Auftrag Dr. G u i d o H i l d n e r
Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil II Nr. 6, ausgegeben zu Bonn am 13. Mai 2019 299 Abkommen zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und dem Ministerkabinett der Ukraine über die Erwerbstätigkeit von Familienangehörigen von Mitarbeitern diplomatischer und konsularischer Vertretungen Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland Artikel 3 und (1) Die diplomatische Vertretung des Entsendestaates wendet sich mit einer offiziellen Anfrage, in der die künftige Erwerbs- tätigkeit des Familienangehörigen im Empfangsstaat mitgeteilt wird und die den Namen und die Anschrift des Arbeitgebers ent- hält, an das Außenministerium des Empfangsstaats. Das Außen- ministerium des Empfangsstaats unterrichtet die diplomatische Vertretung schnellstmöglich über das Ergebnis der Prüfung. das Ministerkabinett der Ukraine (im Folgenden die „Vertragsparteien“) – von dem Wunsch geleitet, nach dem Prinzip der Gegenseitig- keit günstigere Bedingungen für die Ausübung einer Erwerbstä- tigkeit durch Familienangehörige von Mitarbeitern diplomatischer und konsularischer Vertretungen, die im Hoheitsgebiet der Ver- tragsparteien offiziell angemeldet sind, zu schaffen, sind wie folgt übereingekommen: (2) Die Genehmigung für die Erwerbstätigkeit des Familienan- gehörigen erlischt mit der Beendigung der dienstlichen Tätigkeit des Mitarbeiters einer diplomatischen oder konsularischen Ver- tretung im Empfangsstaat. Artikel 1 Artikel 4 Den Familienangehörigen von Mitarbeitern diplomatischer und konsularischer Vertretungen, die im Hoheitsgebiet der Vertrags- parteien offiziell angemeldet sind, wird auf der Grundlage der Ge- genseitigkeit gestattet, eine Erwerbstätigkeit im Empfangsstaat auszuüben. Die betreffenden Personen sind auch bei Aufnahme einer Erwerbstätigkeit vom Erfordernis einer Aufenthaltserlaubnis befreit. Ungeachtet der Genehmigung für die Erwerbstätigkeit nach Maßgabe dieses Abkommens ist für Tätigkeiten, die nach den Rechtsvorschriften des Empfangsstaats eine berufsspezifische Qualifikation voraussetzen, diese nachzuweisen. Artikel 2 Im Sinne dieses Abkommens werden folgende Begriffe ge- braucht: 1. „Mitarbeiter einer diplomatischen oder konsularischen Ver- tretung“ ist ein an die diplomatische oder konsularische Ver- tretung oder eine Vertretung bei einer internationalen Orga- nisation im Empfangsstaat entsandter Beschäftigter des Entsendestaats; 2. „Familienangehörige“ sind folgende Personen, die im Emp- fangsstaat in ständiger häuslicher Gemeinschaft mit dem Mit- glied der diplomatischen oder konsularischen Vertretung leben: a) der Ehepartner/die Ehepartnerin, b) ledige, wirtschaftlich abhängige Kinder – einschließlich lediger, wirtschaftlich abhängiger Kinder des Ehepart- ners/der Ehepartnerin –, die das 16. Lebensjahr vollendet haben, bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres, c) andere Personen, die vom Entsendestaat als Familien- angehörige notifiziert und vom Empfangsstaat als solche akzeptiert wurden; 3. „Erwerbstätigkeit“ ist jede selbständige oder unselbständige entgeltliche Berufstätigkeit. Artikel 5 Im Fall von Familienangehörigen, die im Einklang mit dem Wiener Übereinkommen vom 18. April 1961 über diplomatische Beziehungen oder aufgrund anderer anwendbarer völkerrecht- licher Übereinkünfte Immunität von der Zivil- und Verwaltungs- gerichtsbarkeit des Empfangsstaats genießen, gilt diese Immu- nität nicht für Handlungen oder die Nichterfüllung von Verpflichtungen im Zusammenhang mit der Ausübung der nach diesem Abkommen genehmigten Erwerbstätigkeit. Artikel 6 (1) Im Fall von Familienangehörigen, die im Einklang mit dem Wiener Übereinkommen vom 18. April 1961 über diplomatische Beziehungen oder aufgrund anderer anwendbarer völkerrecht- licher Übereinkünfte Immunität von der Strafgerichtsbarkeit des Empfangsstaats genießen, finden die Bestimmungen über die Immunität von der Strafgerichtsbarkeit des Empfangsstaats auch in Bezug auf Handlungen Anwendung, die in Zusammenhang mit der Ausübung der nach diesem Abkommen genehmigten Erwerbstätigkeit stehen. Der Entsendestaat prüft beim Vorliegen einer Straftat jedoch eingehend, ob er auf die Immunität des betroffenen Familienangehörigen von der Strafgerichtsbarkeit des Empfangsstaats verzichten soll. (2) Verzichtet der Entsendestaat nicht auf die Immunität des betroffenen Familienangehörigen von der Strafgerichtsbarkeit des Empfangsstaats, so wird er eine von diesem im Hoheits-
300 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil II Nr. 6, ausgegeben zu Bonn am 13. Mai 2019 gebiet des Empfangsstaats begangene Straftat seinen Straf- verfolgungsbehörden unterbreiten. Der Empfangsstaat ist in einem solchen Fall über den Ausgang des Strafverfahrens zu unterrichten. (3) Der Familienangehörige kann im Zusammenhang mit der Ausübung der nach diesem Abkommen genehmigten Erwerbs- tätigkeit als Zeuge vernommen werden, es sei denn, der Ent- sendestaat ist der Auffassung, dass dieses seinen Interessen zuwiderliefe. Artikel 7 Familienangehörige unterliegen im Hinblick auf ihre Erwerbs- tätigkeit im Empfangsstaat dem Steuer- und Sozialversiche- rungssystem dieses Staates, sofern nicht andere völkerrechtliche Übereinkünfte zwischen den Vertragsparteien dem entgegen- stehen. Artikel 8 Streitigkeiten bei unterschiedlicher Auslegung oder Anwen- dung der Bestimmungen dieses Abkommens werden auf dem Verhandlungsweg oder durch Konsultationen zwischen den Vertragsparteien geregelt. Artikel 9 Dieses Abkommen tritt an dem Tag in Kraft, an dem das Ministerkabinett der Ukraine der Regierung der Bundesrepublik Deutschland auf diplomatischem Weg mitgeteilt hat, dass die innerstaatlichen Voraussetzungen für sein Inkrafttreten erfüllt sind. Maßgebend ist der Tag des Eingangs dieser Mitteilung. Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland bestätigt dem Ministerkabinett der Ukraine auf diplomatischem Weg den Tag des Eingangs der Mitteilung der ukrainischen Vertragspartei. Artikel 10 Dieses Abkommen wird auf unbestimmte Zeit geschlossen. Es kann von jeder Vertragspartei auf diplomatischem Weg schriftlich gekündigt werden. Die Kündigung wird sechs Monate nach dem Tag wirksam, an dem sie der anderen Vertragspartei zugegangen ist. Geschehen zu Kiew am 3. Januar 2018 in zwei Urschriften, jede in deutscher und ukrainischer Sprache, wobei jeder Wortlaut gleichermaßen verbindlich ist. Für die Regierung der Bundesrepublik Deutschland Sigmar Gabriel Für das Ministerkabinett der Ukraine Pawlo Klimkin Bekanntmachung des deutsch-paraguayischen Abkommens über die Ausübung einer Erwerbstätigkeit von Familienangehörigen von Mitgliedern der diplomatischen Missionen Vom 22. März 2019 Das in Berlin am 14. Juli 2015 unterzeichnete Abkom- men zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung der Republik Paraguay über die Ausübung einer Erwerbstätigkeit von Familien- angehörigen von Mitgliedern der diplomatischen Missio- nen ist nach seinem Artikel 8 Absatz 1 am 12. Juli 2018 in Kraft getreten; es wird nachstehend veröffentlicht. Berlin, den 22. März 2019 Auswärtiges Amt Im Auftrag Dr. G u i d o H i l d n e r
Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil II Nr. 6, ausgegeben zu Bonn am 13. Mai 2019 301 Abkommen zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung der Republik Paraguay über die Ausübung einer Erwerbstätigkeit von Familienangehörigen von Mitgliedern der diplomatischen Missionen Die Regierung der Bundesrepublik Deutschland und die Regierung der Republik Paraguay, im Folgenden als „die Vertragsparteien“ bezeichnet – von dem Wunsch geleitet, auf der Grundlage der Gegenseitig- keit die freie Ausübung einer Erwerbstätigkeit von wirtschaftlich abhängigen Familienangehörigen von Mitgliedern des diploma- tischen und des Verwaltungs- und technischen Personals der diplomatischen Missionen, die im offiziellen Auftrag in das Hoheitsgebiet der anderen Vertragspartei entsandt werden, zu erlauben – sind wie folgt übereingekommen: Artikel 1 Begriffsbestimmungen Im Sinne dieses Abkommens 1. bezeichnet der Ausdruck „Mitglied einer diplomatischen Mis- sion“ jedes Mitglied des diplomatischen Personals oder des Verwaltungs- und technischen Personals des Entsende- staats, das offiziell zur Wahrnehmung dieser Aufgaben an diplomatischen Missionen ernannt wurde und nicht die Staatsangehörigkeit des Empfangsstaats besitzt; 2. bezeichnet der Ausdruck „Familienangehöriger“ Personen, die mit einem Mitglied der diplomatischen Mission in ständi- ger häuslicher Gemeinschaft leben, von diesem wirtschaftlich abhängig sind und vom Entsendestaat als Familienangehöri- ge notifiziert und vom Empfangsstaat als solche akzeptiert sind, das heißt: (3) In Ausnahmefällen ist den Familienangehörigen nach Be- endigung der dienstlichen Tätigkeit des Mitglieds der diplomati- schen Mission im Empfangsstaat die Fortführung der Erwerbs- tätigkeit für einen Zeitraum von sechzig (60) Tagen ohne den Besitz eines Aufenthaltstitels oder einer Arbeitserlaubnis erlaubt. Artikel 3 Verfahren (1) Die diplomatische Mission des Entsendestaats notifiziert dem Außenministerium des Empfangsstaats Aufnahme und Ende der Erwerbstätigkeit des Familienangehörigen. (2) Der Antrag auf Genehmigung zur Ausübung einer Erwerbs- tätigkeit erfolgt über die jeweilige diplomatische Mission durch vom Missionschef unterzeichnete Verbalnote an die Protokollab- teilung des Außenministeriums des Empfangsstaats. Aus diesem Antrag muss hervorgehen, welche familiäre Beziehung zu dem Mitglied der Mission besteht und welche Erwerbstätigkeit aus- geübt werden soll. Die Vertragsparteien informieren einander über die weiteren Unterlagen, die gemäß nationalem Verfahren notwendig sind. (3) Das Außenministerium des Empfangsstaats leitet das für die Genehmigung der Erwerbstätigkeit erforderliche nationale Verfahren ein und teilt der diplomatischen Mission des Entsen- destaats schnellstmöglich dessen Ergebnis mit. Artikel 4 Immunität von der Zivil- und Verwaltungsgerichtsbarkeit c) unverheiratete Kinder unter fünfundzwanzig (25) Jahren, Genießen Familienangehörige nach dem Wiener Übereinkom- men vom 18. April 1961 über diplomatische Beziehungen oder anderen anwendbaren völkerrechtlichen Übereinkünften Immu- nität von der Zivil- und Verwaltungsgerichtsbarkeit des Emp- fangsstaats, so gilt diese Immunität nicht für Handlungen oder Unterlassungen im Zusammenhang mit der Ausübung einer Er- werbstätigkeit. d) unverheiratete Kinder, die eine körperliche oder geistige Behinderung haben; Artikel 5 a) Ehepartner/Ehepartnerin, b) Partner/Partnerin, 3. bezeichnet der Ausdruck „Erwerbstätigkeit“ jede selbständi- ge oder unselbständige Berufstätigkeit einschließlich der Berufsausbildung. Artikel 2 Genehmigung zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit (1) Auf der Grundlage dieses Abkommens wird den Familien- angehörigen gestattet, im Empfangsstaat eine Erwerbstätigkeit auszuüben. Ungeachtet der Genehmigung der Erwerbstätigkeit nach diesem Abkommen finden die im Empfangsstaat geltenden berufsspezifischen Rechtsvorschriften Anwendung. Die betref- fenden Personen sind in der Bundesrepublik Deutschland auch bei Aufnahme einer Erwerbstätigkeit vom Erfordernis eines Auf- enthaltstitels befreit. In der Republik Paraguay gegebenenfalls erforderliche Aufenthaltsgenehmigungen werden erteilt. (2) Die Art der ausgeübten Erwerbstätigkeit unterliegt grund- sätzlich keiner Beschränkung. Bei Berufen oder Tätigkeiten, für deren Ausübung spezielle Qualifikationen erforderlich sind, sind die für eine solche Berufsausübung oder Tätigkeit im Empfangs- staat geltenden Vorschriften durch den Familienangehörigen zu erfüllen. Die Genehmigung kann versagt werden, wenn nach den innerstaatlichen Rechtsvorschriften nur Staatsangehörige des Empfangsstaats die Tätigkeiten ausüben dürfen. Immunität von der Strafgerichtsbarkeit (1) Im Fall von Familienangehörigen, die im Einklang mit dem Wiener Übereinkommen vom 18. April 1961 über diplomatische Beziehungen oder anderen anwendbaren völkerrechtlichen Über- einkünften Immunität von der Strafgerichtsbarkeit des Empfangs- staats genießen, finden die Bestimmungen über die Immunität von der Strafgerichtsbarkeit des Empfangsstaats auch in Bezug auf Handlungen Anwendung, die in Zusammenhang mit der Aus- übung der Erwerbstätigkeit stehen. Der Entsendestaat prüft beim Vorliegen einer Straftat jedoch eingehend, ob er auf die Immuni- tät des betroffenen Familienangehörigen von der Strafgerichts- barkeit des Empfangsstaats verzichten soll. (2) Verzichtet der Entsendestaat nicht auf die Immunität des betroffenen Familienangehörigen, der im Zusammenhang mit der Ausübung der Erwerbstätigkeit eines Begehungs- oder Unterlas- sungsdelikts beschuldigt wird, so wird er den Sachverhalt seinen Strafverfolgungsbehörden zur Erwägung unterbreiten. Der Emp- fangsstaat ist über den Ausgang dieses Verfahrens zu unterrich- ten. (3) Der Familienangehörige kann im Zusammenhang mit der Ausübung der Erwerbstätigkeit als Zeuge vernommen werden, es sei denn, der Entsendestaat ist der Auffassung, dass dieses seinen Interessen zuwiderliefe.
302 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil II Nr. 6, ausgegeben zu Bonn am 13. Mai 2019 Artikel 6 Artikel 8 Steuer- und Sozialversicherungssystem Inkrafttreten, Geltungsdauer und Kündigung Familienangehörige unterliegen im Hinblick auf ihre Erwerbs- tätigkeit im Empfangsstaat dem Steuer- und Sozialversiche- rungssystem dieses Staates, sofern nicht andere völkerrechtliche Übereinkünfte dem entgegenstehen. (1) Dieses Abkommen tritt fünfzehn Tage nach dem Datum der letzten Notifikation in Kraft, mit der die Vertragsparteien einander auf diplomatischem Weg schriftlich die Erfüllung der erforder- lichen innerstaatlichen rechtlichen Voraussetzungen mitteilen. Maßgebend ist der Tag des Eingangs der letzten Notifikation. Artikel 7 (2) Dieses Abkommen wird auf unbestimmte Zeit geschlos- sen. Anerkennung von Abschlüssen Die Bestimmungen dieses Abkommens können im Hinblick auf eine Berufsausübung nicht als Anerkennung von Schul- oder Hochschulabschlüssen, akademischen Graden oder Studienzei- ten zwischen den Vertragsparteien ausgelegt werden. (3) Dieses Abkommen kann von jeder Vertragspartei frühes- tens nach Ablauf von fünf (5) Jahren ab Inkrafttreten unter Ein- haltung einer Frist von sechs (6) Monaten schriftlich auf diploma- tischem Weg gekündigt werden. Maßgebend für die Berechnung der Frist ist der Tag des Empfangs der Kündigung. Geschehen zu Berlin am 14. Juli 2015 in zwei Urschriften, jede in deutscher und spanischer Sprache, wobei jeder Wortlaut glei- chermaßen verbindlich ist. Für die Regierung der Bundesrepublik Deutschland Wolfgang Dold Für die Regierung der Republik Paraguay Fe r n a n d o D a n i e l O j e d a C á c e re s Bekanntmachung über den Geltungsbereich des Fakultativprotokolls zum Übereinkommen über die Rechte des Kindes betreffend ein Mitteilungsverfahren Vom 27. März 2019 Das Fakultativprotokoll vom 19. Dezember 2011 zum Übereinkommen vom 20. November 1989 über die Rechte des Kindes betreffend ein Mitteilungsver- fahren (BGBl. 2012 II S. 1546, 1547) wird nach seinem Artikel 19 Absatz 2 für die Marshallinseln am 29. April 2019 in Kraft treten. Diese Bekanntmachung ergeht im Anschluss an die Bekanntmachung vom 11. Februar 2019 (BGBl. II S. 134). Berlin, den 27. März 2019 Auswärtiges Amt Im Auftrag Dr. C h r i s t o p h e E i c k
Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil II Nr. 6, ausgegeben zu Bonn am 13. Mai 2019 Bekanntmachung über den Geltungsbereich des Haager Übereinkommens über die Zuständigkeit, das anzuwendende Recht, die Anerkennung, Vollstreckung und Zusammenarbeit auf dem Gebiet der elterlichen Verantwortung und der Maßnahmen zum Schutz von Kindern Vom 27. März 2019 Das Haager Übereinkommen vom 19. Oktober 1996 über die Zuständigkeit, das anzuwendende Recht, die Anerkennung, Vollstreckung und Zusammenarbeit auf dem Gebiet der elterlichen Verantwortung und der Maßnahmen zum Schutz von Kindern (BGBl. 2009 II S. 602, 603) wird nach seinem Artikel 61 Absatz 2 für Paraguay am 1. Juli 2019 in Kraft treten. Diese Bekanntmachung ergeht im Anschluss an die Bekanntmachung vom 10. Januar 2019 (BGBl. II S. 85). Berlin, den 27. März 2019 Auswärtiges Amt Im Auftrag Dr. C h r i s t o p h e E i c k Bekanntmachung über den Geltungsbereich des Übereinkommens über die Überstellung verurteilter Personen Vom 28. März 2019 Das Übereinkommen vom 21. März 1983 über die Überstellung verurteilter Personen (BGBl. 1991 II S. 1006, 1007) wird nach seinem Artikel 19 Absatz 2 für Ghana am 1. Juli 2019 in Kraft treten. Diese Bekanntmachung ergeht im Anschluss an die Bekanntmachung vom 25. Januar 2019 (BGBl. II S. 123). Berlin, den 28. März 2019 Auswärtiges Amt Im Auftrag Dr. C h r i s t o p h e E i c k 303
304 Bundesgesetzblatt Jahrgang 2019 Teil II Nr. 6, ausgegeben zu Bonn am 13. Mai 2019 Herausgeber: Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz Postanschrift: 11015 Berlin Hausanschrift: Mohrenstraße 37, 10117 Berlin Telefon: (0 30) 18 580-0 Redaktion: Bundesamt für Justiz Schriftleitungen des Bundesgesetzblatts Teil I und Teil II Postanschrift: 53094 Bonn Hausanschrift: Adenauerallee 99 – 103, 53113 Bonn Telefon: (02 28) 99 410-40 Verlag: Bundesanzeiger Verlag GmbH Postanschrift: Postfach 10 05 34, 50445 Köln Hausanschrift: Amsterdamer Str. 192, 50735 Köln Telefon: (02 21) 9 76 68-0 Satz, Druck und buchbinderische Verarbeitung: M. DuMont Schauberg, Köln Bundesgesetzblatt Teil I enthält Gesetze sowie Verordnungen und sonstige Bekanntmachungen von wesentlicher Bedeutung, soweit sie nicht im Bundes- gesetzblatt Teil II zu veröffentlichen sind. Bundesgesetzblatt Teil II enthält a) völkerrechtliche Übereinkünfte und die zu ihrer Inkraftsetzung oder Durch- setzung erlassenen Rechtsvorschriften sowie damit zusammenhängende Bekanntmachungen, b) Zolltarifvorschriften. Laufender Bezug nur im Verlagsabonnement. Postanschrift für Abonnement- bestellungen sowie Bestellungen bereits erschienener Ausgaben: Bundesanzeiger Verlag GmbH, Postfach 10 05 34, 50445 Köln Telefon: (02 21) 9 76 68-2 82, Telefax: (02 21) 9 76 68-1 40 E-Mail: bgbl@bundesanzeiger.de Internet: www.bundesgesetzblatt.de bzw. www.bgbl.de Bundesanzeiger Verlag GmbH · Postfach 10 05 34 · 50445 Köln Bezugspreis für Teil I und Teil II halbjährlich im Abonnement je 85,00 €. Bezugspreis dieser Ausgabe: 6,05 € (5,00 € zuzüglich 1,05 € Versandkosten). Im Bezugspreis ist die Mehrwertsteuer enthalten; der angewandte Steuersatz beträgt 7 %. Postvertriebsstück · Deutsche Post AG · G 1998 · Entgelt bezahlt ISSN 0341-1109 Bekanntmachung über den Geltungsbereich des Internationalen Übereinkommens von Nairobi von 2007 über die Beseitigung von Wracks Vom 3. April 2019 Das Internationale Übereinkommen von Nairobi vom 18. Mai 2007 über die Beseitigung von Wracks (BGBl. 2013 II S. 530, 531; 2018 II S. 314) wird nach seinem Artikel 18 Absatz 2 für Guyana am 20. Mai 2019 in Kraft treten. Diese Bekanntmachung ergeht im Anschluss an die Bekanntmachung vom 9. Mai 2018 (BGBl. II S. 208). Berlin, den 3. April 2019 Auswärtiges Amt Im Auftrag Dr. C h r i s t o p h e E i c k

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