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Timestamp: 2016-10-22 17:58:43+00:00

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6B_829/2014 (30.06.2016)
6B_829/2014 � � Urteil vom 30. Juni 2016
vertreten durch Rechtsanwalt Sascha Sch�rch,
1. Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Solothurn, Franziskanerhof, Barf�ssergasse 28, Postfach 157, 4502 Solothurn,
vertreten durch Rechtsanwalt Yves Derendinger,
Mehrfache Vergewaltigung, sexuelle N�tigung, N�tigung; rechtliches Geh�r; Beweisw�rdigung,
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Solothurn, Strafkammer, vom 22. Mai 2014.
X.________ wird vorgeworfen, seine damalige Lebensgef�hrtin A.________ w�hrend der durch Kokainkonsum gepr�gten Beziehung regelm�ssig k�rperlich misshandelt und ab Fr�hjahr 2008 ungef�hr zweimal pro Woche vergewaltigt und/oder sexuell gen�tigt zu haben. Zudem sei er im Februar 2008 mit seinem damaligen Drogenlieferanten �bereingekommen, dass A.________ in dessen Club als Tresenkraft arbeite und neben Getr�nken auch Kokain verkaufe. Es sei ein Lohn von Fr. 1'800.- vereinbart worden, von dem Fr. 1'000.- direkt an X.________ und Fr. 800.- an A.________ ausgezahlt worden seien. Zudem habe sie f�r zehn verkaufte Minigrips Kokain eine Provision von Fr. 200.- oder zwei Minigrips Kokain erhalten. Die an sie ausgezahlten Fr. 800.- habe A.________ in die gemeinsame Haushaltskasse einzahlen m�ssen, �ber deren Verwendung X.________ entschieden habe.
Das Amtsgericht Bucheggberg-Wasseramt verurteilte X.________ am 4. September 2013 wegen mehrfacher K�rperverletzung, N�tigung, mehrfacher sexueller N�tigung, mehrfacher Vergewaltigung und Widerhandlungen gegen das Bet�ubungsmittelgesetz zu 4 Jahren Freiheitsstrafe als Zusatzstrafe zu einem Urteil des Obergerichts des Kantons Solothurn vom 15. Juni 2011 (8 Jahre Freiheitsstrafe und eine Busse von Fr. 500). Von weiteren Vorw�rfen sprach es ihn frei. Es verpflichtete ihn, A.________ eine Genugtuung von Fr. 15'000.- sowie eine Entsch�digung und Schadensersatz von Fr. 3'246.45 zu zahlen.
Die von X.________ erhobene Berufung gegen die Schuldspr�che wegen mehrfacher Vergewaltigung, mehrfacher sexueller N�tigung, N�tigung und die Genugtuung, soweit sie Fr. 2'000.- �bersteigt, wies das Obergericht des Kantons Solothurn am 22. Mai 2014 ab und sprach ebenfalls eine vierj�hrige Zusatzstrafe aus.
X.________ f�hrt Beschwerde in Strafsachen und beantragt, das Urteil des Obergerichts sei aufzuheben und er sei vom Vorwurf der mehrfachen Vergewaltigung, mehrfachen sexuellen N�tigung und N�tigung freizusprechen. Eventualiter sei die Sache zu neuer Beurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. X.________ ersucht um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung.
Die Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn verzichtet auf eine Vernehmlassung. Das Obergericht stellt in seiner Replik keinen Antrag in der Sache.
1.1.�Der Beschwerdef�hrer r�gt eine willk�rliche Sachverhaltsfeststellung und eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Geh�r. Die Vorinstanz setze sich nur ungen�gend mit den Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 auseinander und vertraue blind auf deren Glaubw�rdigkeit. Objektiv best�nden erhebliche und nicht zu unterdr�ckende Zweifel, dass sich der Sachverhalt wie von der Beschwerdegegnerin 2 behauptet und von der Vorinstanz als erwiesen erachtet, zugetragen habe. Die Beschwerdegegnerin 2 habe die dem Beschwerdef�hrer zur Last gelegten Sexualdelikte erst sp�t in der Strafuntersuchung und aus heiterem Himmel angezeigt und die Vorw�rfe der sexuellen N�tigung und Vergewaltigung nie ansatzweise so detailliert schildern k�nnen, wie den Drogenhandel. Auch habe sie gegen�ber ihrem pers�nlichen Umfeld, zu dem auch B.________ geh�re, die angeblich erlittenen Peinigungen nie erw�hnt. Trotz der behaupteten �bergriffe h�tte sie noch einvernehmlichen Sex mit dem Beschwerdef�hrer gehabt und sich nach einer Familie mit ihm gesehnt. Die Vorinstanz habe den form- und fristgerecht gestellten Beweisantrag auf Einvernahme der Zeugin B.________ zu Unrecht in antizipierter Beweisw�rdigung abgelehnt. Zwar sei B.________ keine unmittelbare Zeugin der zu beurteilenden Tatvorw�rfe, jedoch aufgrund ihrer pers�nlichen N�he zur Beschwerdegegnerin 2 eine relevante Zeugin. Dass sie von den angeblich regelm�ssigen sexuellen �bergriffen durch den Beschwerdef�hrer nichts gewusst habe, h�tte von der Vorinstanz bei der Beurteilung der Glaubhaftigkeit der Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 ber�cksichtigt werden und zu un�berwindbaren Zweifeln an deren Glaubw�rdigkeit f�hren k�nnen bzw. m�ssen.
Dies gelte auch hinsichtlich der Aussage, die Eink�nfte der Beschwerdegegnerin 2 seien vollumf�glich dem Beschwerdef�hrer zugeflossen bzw. dieser habe sie zur deren Abgabe gezwungen. Die Behauptung sei vom (hinsichtlich des Drogenhandels) Mitbeschuldigten Y.________ nicht best�tigt worden. Zudem h�tte sich die Beschwerdef�hrerin wohl kaum um einen m�glichst hohen Profit bem�ht und nicht �ber ausreichend Geld verf�gt, um dem Beschwerdef�hrer ein teures Geburtstagsgeschenk zu kaufen oder sich mit Fun-Cards zu am�sieren, wenn sie alle Einnahmen h�tte abgeben m�ssen.
Die Vorinstanz erachtet die Vorw�rfe der mehrfachen sexuellen N�tigung und Vergewaltigung sowie der N�tigung als erwiesen. Die Beschwerdegegnerin 2 erscheine in ihrem Aussageverhalten glaubw�rdig. Sie habe in Bezug auf den Drogenhandel von Anfang an Aussagen gemacht, mit denen sie sich auch selbst stark belaste. Ihre diesbez�glichen Angaben h�tten sich im weiteren Verfahrensverlauf ebenso als zutreffend erwiesen wie diejenigen hinsichtlich der vom Beschwerdef�hrer anf�nglich bestrittenen und sp�ter aufgrund von belastenden Drittaussagen zugestandenen Gewaltt�tigkeiten. Dass ihre Schilderungen in Bezug auf die einzelnen �bergriffe nicht sehr detailliert seien, verwundere angesichts der Vielzahl der gleich oder �hnlich abgelaufenen Vorf�lle nicht. Es handle sich nicht um die typische Situation einer (einzelnen) Vergewaltigung bzw. sexuellen N�tigung, sondern um f�r die Beschwerdegegnerin 2 "allt�gliche" Geschehnisse. In ihren Schilderungen sei kein Belastungseifer zu erkennen. Die Beschwerdegegnerin 2 habe die belastenden Aussagen nicht von sich aus, sondern erst nach Monaten auf ausdr�ckliche Nachfrage der Strafverfolgungsbeh�rden gemacht. Ihre Angaben seien w�hrend des mehrere Jahre dauernden Strafverfahrens - ebenso wie diejenigen bez�glich des Drogenhandels - identisch und widerspruchsfrei geblieben. Die Beschwerdegegnerin 2 habe immer wieder betont, dass es w�hrend der sexuellen Handlungen nicht zu Gewaltt�tigkeiten gekommen sei und dass es auch nach Beginn der sexuellen �bergriffe im Fr�hling 2008 noch zu einvernehmlichem Sex gekommen sei. Ein Motiv, warum die Beschwerdegegnerin 2 den Beschwerdef�hrer (neben den �brigen, nicht angefochtenen Delikten) ausgerechnet der Sexualdelikte zu Unrecht und in strafbarer Weise beschuldigen sollte, sei nicht erkennbar. An diesem Beweisergebnis k�nne auch eine Befragung von B.________, die als Zeugin vom H�rensagen nicht zum Kernsachverhalt aussagen k�nne, nichts �ndern.
Die Vorinstanz erw�gt in Bezug auf den Schuldspruch wegen N�tigung, die Beschwerdegegnerin 2 habe die Stelle im Billard-Club zwar mehr oder weniger freiwillig angetreten, sei jedoch vom Beschwerdef�hrer unter Androhung k�rperlicher Gewalt dazu gezwungen worden, den ihr ausgerichteten Lohn abzugeben. Die Beschwerdegegnerin 2 habe sich aus Angst nicht getraut, sich gegen den Beschwerdef�hrer zu wehren. Dieser habe immer in Kontakt mit Y.________, dem Chef des Billard-Clubs, gestanden und somit gewusst, wie viel sie verdient habe. Dass die Beschwerdegegnerin 2 mit eigenen Drogengesch�ften teilweise einen Zusatzverdienst f�r sich erzielt habe, �ndere nichts daran, dass sie grunds�tzlich kein Selbstbestimmungsrecht �ber ihren Lohn gehabt habe.
1.3.1.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die Sachverhaltsfeststellung durch die Vorinstanz kann nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig, d.h. willk�rlich im Sinne von Art. 9 BV ist oder wenn sie auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Offensichtlich unrichtig im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG ist die Sachverhaltsfeststellung bzw. die Beweisw�rdigung, wenn das Gericht den Sinn und die Tragweite eines Beweismittels offensichtlich falsch eingesch�tzt, ohne sachlichen Grund ein wichtiges und f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidendes Beweismittel nicht beachtet oder aus den abgenommenen Beweisen unhaltbare Schl�sse gezogen hat (BGE 140 III 246 E. 2.3. S. 266; BGE 139 II 404 E. 10.1 S. 445; je mit Hinweisen). Dass die von den Sachgerichten gezogenen Schl�sse nicht mit der Darstellung der beschwerdef�hrenden Partei �bereinstimmen, belegt keine Willk�r. Auf ungen�gend begr�ndete R�gen oder bloss allgemein gehaltene appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt das Bundesgericht nicht ein (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 141 IV 249 E. 1.3.1; mit Hinweisen).
1.3.2.�Der Anspruch auf rechtliches Geh�r (Art. 3 Abs. 2 lit. c StPO, Art. 29 Abs. 2 BV) umfasst u.a. das Recht des Betroffenen, mit erheblichen Beweisantr�gen geh�rt zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu �ussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 135 II 286 E. 5.1 mit Hinweisen). Das Gericht kann in vorweggenommener Beweisw�rdigung auf die Abnahme von Beweisen verzichten, wenn es aufgrund bereits abgenommener Beweise seine �berzeugung gebildet hat und ohne Willk�r annehmen kann, seine �berzeugung werde durch weitere Beweiserhebungen nicht ge�ndert (BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236 f. mit Hinweisen).
1.4.1.�Die Sachverhaltsr�gen erweisen sich als unbegr�ndet, soweit sie den R�geanforderungen gem�ss Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG gen�gen. Die Vorinstanz durfte ohne in Willk�r zu verfallen, die konstanten Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 als glaubhaft erachten und auf diese abstellen. Der Beschwerdef�hrer setzt sich zwar mit den vorinstanzlichen Erw�gungen auseinander, beschr�nkt sich aber �ber weite Strecken darauf darzulegen, wie nach seiner Ansicht die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 zu w�rdigen sind. Er verkennt, dass das Bundesgericht keine Appellationsinstanz ist, die eine freie W�rdigung in tats�chlicher Hinsicht vornimmt, sondern grunds�tzlich an die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung gebunden ist. Allgemein gehaltene, subjektive Einw�nde gegen die Beweisw�rdigung verm�gen keine Willk�r aufzuzeigen.
Dass die Beschwerdegegnerin 2 die sexuellen �bergriffe nicht aus eigenem Antrieb zur Anzeige gebracht hat, spricht entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers nicht gegen deren Glaubw�rdigkeit. Schon aufgrund ihrer damaligen Verfahrensstellung als beschuldigte Person, ist es nachvollziehbar, dass die Beschwerdegegnerin 2 sich zu Beginn der Untersuchung ausschliesslich zu den im Raum stehenden - und teilweise auch ihr zur Last gelegten - Bet�ubungsmitteldelikten �usserte. Die weiteren Delikte wurden erst auf mehrmaliges Nachfragen der Strafverfolgungsbeh�rden, die aufgrund der im Rahmen zu den Drogendelikten gemachten Einvernahmen den Verdacht auf weitere Straftaten des Beschwerdef�hrers erlangt hatten, thematisiert. Unter Willk�rgesichtspunkten ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz dem Einwand, die Schilderungen der einzelnen �bergriffe seien nicht detailliert, aufgrund der Vielzahl der gleich oder �hnlich abgelaufenen Vorf�lle keine gesteigerte Bedeutung beimisst. Dass die Beschwerdegegnerin 2 neben dem erzwungenen auch noch einvernehmlichen Sex mit dem Beschwerdef�hrer hatte, ist (f�r Aussenstehende) zwar schwer nachvollziehbar, jedoch ungeeignet, die vorinstanzliche Aussagew�rdigung als willk�rlich erscheinen zu lassen. Der Beschwerdef�hrer setzt sich zudem nicht mit der Begr�ndung der Vorinstanz auseinander, warum die Beschwerdegegnerin 2 zwischen einvernehmlichem und erzwungenem Sex differenziert, wenn sie ihn zu Unrecht h�tte belasten wollen. Dass die Beschwerdegegnerin 2 die sexuellen �bergriffe nicht gegen�ber Aussenstehenden aus dem gemeinsamen Umfeld erw�hnte, sondern hier�ber erst nachtr�glich gesprochen hat, schm�lert f�r sich die Glaubhaftigkeit ihrer Aussagen nicht. Es ist keine Seltenheit, dass Opfer von Sexualdelinquenz und h�uslicher Gewalt �ber das Vorgefallene aus Scham, Furcht oder Schuldgef�hlen �ber l�ngere Zeit nicht sprechen (k�nnen) und keine Anzeige erstatten.
Die Vorinstanz durfte ohne Bundesrecht zu verletzen in antizipierter Beweisw�rdigung auf die Einvernahme von B.________ verzichten. Der Beschwerdef�hrer argumentiert widerspr�chlich, wenn er einerseits einr�umt, B.________ sei keine direkte Zeugin und k�nne sich nicht "im Detail" zu den vorgeworfenen Taten �ussern, in ihr aber andererseits eine "unverzichtbare Entlastungszeugin" sieht. Es ist nicht ersichtlich, inwieweit ihre Befragung zur Sachverhaltsaufkl�rung �berhaupt h�tte beitragen sollen. Dass die Beschwerdegegnerin 2 mit B.________ nicht �ber die angeklagten sexuellen �bergriffe gesprochen hat, ist aktenkundig. Die von der Verteidigung eingereichten schriftlichen Ausk�nfte von B.________ wurden zu den Akten erkannt. Welche (weiteren) sachverhaltsrelevanten Erkenntnisse eine pers�nliche Einvernahme h�tte ergeben sollen, zeigt der Beschwerdef�hrer nicht auf und ist auch nicht ersichtlich.
1.4.2.�Was der Beschwerdef�hrer gegen die Sachverhaltsfeststellungen hinsichtlich der erzwungenen Abgabe des Arbeitslohns als Tresenkraft vorbringt, geht an der Sache vorbei, soweit darauf �berhaupt einzutreten ist. Soweit er bestreitet, die Beschwerdegegnerin 2 zur Arbeit im Billard-Club gen�tigt zu haben, verkennt er, dass der Vorwurf aufgrund des rechtskr�ftigen Freispruchs des Amtsgerichts Bucheggberg-Wasseramt nicht mehr Gegenstand des angefochtenen Entscheids ist. Unklar bleibt, was der Beschwerdef�hrer aus dem Vorbringen ableiten will, der Mitbeschuldigte und damalige Arbeitgeber der Beschwerdegegnerin 2, Y.________, habe "nicht best�tigt", dass diese die Eink�nfte vollumf�nglich an den Beschwerdef�hrer hat abgeben m�ssen. Zum einen w�rde es sich bei Y.________ hinsichtlich der Abgabe der Fr. 800.- nur um einen Zeugen vom H�rensagen handeln und zum anderen behauptet der Beschwerdef�hrer nicht, dass Y.________ die Aussagen der Beschwerdegegnerin 2 bestritten hat. Soweit ersichtlich, hat sich Y.________ zu dieser Thematik weder in dem in der Beschwerdeschrift angegebenen Aktenst�ck (kant. Akten pag. 10.2.14.216, betr. Einvernahme der Beschwerdegegnerin 2) noch anl�sslich der Konfrontationseinvernahme mit der Beschwerdegegnerin 2 ge�ussert. Dass diese einmal mit einer "Fun-Card" Fr. 200.- gewonnen und dem Beschwerdef�hrer ein teures Geburtstagsgeschenk gekauft haben soll, steht der Beweisw�rdigung der Vorinstanz nicht entgegen. Mit deren Erw�gung, dass die Beschwerdegegnerin 2 aufgrund der eigenen Drogenverk�ufe gelegentlich �ber einen geringen Zusatzverdienst verf�gte, setzt sich der Beschwerdef�hrer ebenso wenig auseinander wie mit der von ihm selbst zitierten Aussage der Zeugin C.________ (kant. Akten pag. 10.2.13.006).
1.4.3.�Der ger�gten Verletzung des rechtlichen Geh�rs und des Grundsatzes "in dubio pro reo" kommt in der vom Beschwerdef�hrer angerufenen Funktion als Beweisw�rdigungsregel im Verfahren vor Bundesgericht keine �ber das Willk�rverbot von Art. 9 BV hinausgehende selbstst�ndige Bedeutung zu (vgl. BGE 138 V 74 E. 7 S. 82; 6B_904/2015 vom 27. Mai 2016 E. 3.2; je mit Hinweisen). Rechtliche R�gen gegen die Schuldspr�che erhebt der Beschwerdef�hrer nicht.
2.1.�Der Beschwerdef�hrer wendet sich gegen die Strafzumessung. Die Vorinstanz verstosse gegen die Grunds�tze der "reformatio in peius" und der "res iudicata" und verletze Art. 49 StGB. Sie erachte in Abweichung des rechtskr�ftigen Urteils des Obergerichts des Kantons Solothurn vom 15. Juni 2011 eine Grundstrafe von 9 (anstatt 8) Jahren als angemessen und erh�he damit die im vorliegenden Verfahren erstinstanzlich ausgesprochene Zusatzstrafe um 1 Jahr, ohne neue Tatsachen vorzubringen. Zudem habe sie die (erh�hte) hypothetische Grundstrafe mit der "Zusatzstrafe" von 4 Jahren kumuliert.
2.2.�Die Vorinstanz erw�gt, f�r die am 15. Juni 2011 beurteilten Delikte (versuchte vors�tzliche T�tung, N�tigung, mitt�terschaftliche einfache K�rperverletzung, mehrfache Widerhandlungen gegen das Waffengesetz, Drohung, T�tlichkeiten, geringf�gige Zechprellerei, mehrfache Widerhandlung gegen das SVG, Hehlerei, Nachtruhest�rung und �bertretungen des BetmG) sei aufgrund des Tatverschuldens von einer Freiheitsstrafe von 9 Jahren auszugehen. Im vorliegenden Verfahren wiege das Verschulden hinsichtlich des Bet�ubungsmitteldelikts eher leicht und hinsichtlich der Delikte zum Nachteil der Beschwerdegegnerin 2 mittelschwer. Die hierf�r auszusprechenden Freiheitsstrafen von 2 � und 4 � Jahren seien zufolge Asperation auf 4 Jahre zu reduzieren und erg�ben zusammen mit den 9 Jahren f�r die fr�heren Delikte eine Gesamtfreiheitsstrafe von 13 Jahren zur Abgeltung des Tatverschuldens. Aufgrund der T�terkomponenten und einer leichten Verletzung des Beschleunigungsgebots ergebe sich eine Freiheitsstrafe von 12 Jahren, respektive nach Abzug der rechtskr�ftigen achtj�hrigen Freiheitsstrafe vom 15. Juni 2011 eine Zusatzstrafe von 4 Jahren.
2.3.1.�Hat das Gericht eine Tat zu beurteilen, die der T�ter begangen hat, bevor er wegen einer andern Tat verurteilt worden ist, so bestimmt es die Zusatzstrafe in der Weise, dass der T�ter nicht schwerer bestraft wird, als wenn die strafbaren Handlungen gleichzeitig beurteilt worden w�ren (Art. 49 Abs. 2 StGB). Die Bestimmung will im Wesentlichen das in Art. 49 Abs. 1 StGB verankerte Asperationsprinzip auch bei retrospektiver Konkurrenz gew�hrleisten. Der T�ter, der mehrere gleichartige Strafen verwirkt hat, soll nach einem einheitlichen Prinzip der Strafsch�rfung beurteilt werden, unabh�ngig davon, ob die Verfahren getrennt durchgef�hrt werden oder nicht (BGE 141 IV 61 E. 6.1.2 S. 67; 138 IV 113 E. 3.4.1 S. 115 mit Hinweis).
2.3.2.�Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung greift das Asperationsprinzip nur, wenn mehrere gleichartige Strafen ausgesprochen werden. Ungleichartige Strafen sind kumulativ zu verh�ngen. Das Gericht kann eine Gesamtfreiheitsstrafe nur ausf�llen, wenn es im konkreten Fall f�r jede einzelne Tat die gleiche Strafart w�hlt. Diese Voraussetzungen gelten auch f�r die Bildung der Zusatzstrafe bei der retrospektiven Konkurrenz. Der Zweitrichter ist im Rahmen der Zusatzstrafenbildung nicht befugt, die Strafart des rechtskr�ftigen ersten Entscheides zu �ndern (BGE 138 IV 120 E. 5.2 S. 122 f.; 137 IV 249 E. 3.4.2 S. 253 f., 57 E. 4.3.1 S. 58; anders noch: BGE 133 IV 150 E. 5.2.1; 132 IV 102 E. 8.2; so auch: Sonja KOCH, Asperationsprinzip und retrospektive Konkurrenz, Diss. ZH 2013, S. 190).
2.3.3.�Liegen die Voraussetzungen f�r eine Zusatzstrafe vor, setzt das Gericht zun�chst eine hypothetische Gesamtstrafe fest. Es hat sich zu fragen, welche Strafe es ausgesprochen h�tte, wenn es s�mtliche Delikte gleichzeitig beurteilt h�tte. Dabei hat es nach den Grunds�tzen von Art. 49 Abs. 1 StGB zu verfahren (vgl. BGE 141 IV 61 E. 6.1.2 S. 67; 138 IV 120 E. 5.2; je mit Hinweisen). Bei retrospektiver Konkurrenz hat der Richter ausnahmsweise mittels Zahlenangaben offen zu legen, wie sich die von ihm zugemessene Strafe quotenm�ssig zusammensetzt (BGE 132 IV 102 E. 8.3; Urteil 6B_390/2012 vom 18. Februar 2013 E. 4.3.1).
2.4.�Rechtsprechung und Literatur zu Art. 49 Abs. 2 StGB (respektive Art. 68 Ziff. 2 aStGB) sind im Hinblick auf die (relative) Unabh�ngigkeit von Grund- und Zusatzstrafe und die Bindungswirkung des rechtskr�ftigen Urteils f�r die Zusatzstrafe uneinheitlich, teilweise unklar und widerspr�chlich. Die bundesgerichtliche Rechtsprechung bedarf insoweit der Klarstellung.
2.4.1.�Aus der Entstehungsgeschichte und dem eindeutigen Wortlaut der Vorschrift ergibt sich, dass Art. 49 Abs. 2 StGB keine erneute �berpr�fung der in Rechtskraft erwachsenen Strafe erlaubt. Der Gesetzgeber hat sich in Anlehnung an die zu Art. 68 Ziff. 2 aStGB entwickelte bundesgerichtliche Rechtsprechung im Rahmen von Art. 49 Abs. 2 StGB bewusst gegen eine nachtr�gliche Gesamtstrafenbildung unter Aufhebung des rechtskr�ftigen Ersturteils und f�r eine unabh�ngige Zusatzstrafe der noch nicht abgeurteilten Delikte entschieden (vgl. Botschaft vom 21. September 1998 zur �nderung des Schweizerischen Strafgesetzbuches [Allgemeine Bestimmungen, Einf�hrung und Anwendung des Gesetzes] und des Milit�rstrafgesetzes sowie zu einem Bundesgesetz �ber das Jugendstrafrecht, BBl 1999 2061 f. Ziff. 213.2 und 213.24; SONJA KOCH, a.a.O., S. 190; TRECHSEL/AFFOLTER-EIJSTEN, in: Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 2. Aufl. 2013, N. 19 zu Art. 49 StGB). Das Gesetz bezeichnet die bei retrospektiver Konkurrenz auszusprechende Strafe, die sich der ersten Strafe (Grundstrafe) anf�gt, im Gegensatz zur Gesamtstrafe (peine d'ensemble, pena unica; Art. 49 Abs. 1 StGB) als Zusatzstrafe (peine compl�mentaire ou additionnelle ou suppl�mentaire, pena addizionale; Art. 49 Abs. 2 StGB; BGE 129 IV 113 E. 1.1 mit Hinweisen). Die Zusatzstrafe ist die Strafe, die der sp�ter urteilende Richter f�r die von ihm selbst beurteilte (n) Tat (en) zu bestimmen hat. Sie ber�hrt die rechtskr�ftige Grundstrafe nicht, sondern tritt zu dieser hinzu und erg�nzt sie (statt vieler: SONJA KOCH, a.a.O., S. 190 mit Hinweisen). Art. 49 Abs. 2 StGB betont die Rechtskraft des ersten Urteils und dient damit der Rechtssicherheit. Dem Zweitrichter ist es nicht erlaubt, im Rahmen retrospektiver Konkurrenz die Grundstrafe aufzuheben und eine (nachtr�gliche) Gesamtstrafe f�r alle Taten aussprechen (vgl. J�rg-Beat Ackermann, in: Basler Kommentar, Strafrecht I, 3. Aufl., 2013 N. 129 f. zu Art. 49 StGB; SONJA, KOCH, a.a.O. S. 190, 192; je mit Hinweisen). Anders als bei Art. 46 Abs. 1 Satz 2 und Art. 89 Abs. 6 StGB hat der Gesetzgeber bei der retrospektiven Konkurrenz keine gesetzliche Grundlage geschaffen, um auf das rechtskr�ftige Urteil nachtr�glich zur�ckzukommen (vgl. BGE 80 IV 223 E. 1 S. 224; 69 IV 54 E. 2 S. 58; siehe auch BGE 137 IV 57 E. 4.2.1; 129 IV 113 E. 1.1 S. 115; SONJA KOCH, a.a.O., S. 190 f.; je mit Hinweisen).
2.4.2.�Das Bundesgericht hat in seiner j�ngeren Rechtsprechung die Unab�nderlichkeit des rechtskr�ftigen Ersturteils verst�rkt betont. Eine Zusatzstrafe kann nur ausgesprochen werden, soweit die Strafen der neu zu beurteilenden Delikte und die Grundstrafe gleichartig sind (BGE 141 IV 61 E. 6.1.2 S. 67; 138 IV 120 E. 5.2; je mit Hinweisen; ebenso: J�RG-BEAT ACKERMANN, a.a.O., N. 174 zu Art. 49 StGB; HANS MATHYS, Leitfaden Strafzumessung, 2016, N. 386; a.A.: SONJA KOCH, a.a.O., S. 182). Dem Zweitgericht ist es nicht mehr m�glich, im Rahmen der gedanklich zu bildenden hypothetischen Gesamtstrafe eine andere Strafart zu w�hlen als das Erstgericht (so noch: BGE 133 IV 150 E. 5.2.1; 132 IV 102 E. 8.2 S. 104).
Die neuerliche Rechtsprechung ist fortzuf�hren und zu pr�zisieren. Die Rechtskraft und Unab�nderlichkeit der Grundstrafe kann nicht beschr�nkt werden, sondern umfasst deren Art, Dauer und Vollzugsform. Dass das Zweitgericht die Zusatzstrafe nach den zu Art. 49 Abs. 1 StGB entwickelten Grunds�tzen zu bilden hat, erlaubt es ihm nicht, im Rahmen der retrospektiven Konkurrenz auf die rechtskr�ftige Grundstrafe zur�ckzukommen. Zwar hat es sich in die Lage zu versetzen, in der es sich bef�nde, wenn es alle der Grund- und Zusatzstrafe zugrunde liegenden Delikte in einem einzigen Entscheid zu beurteilen h�tte. Die gedanklich zu bildende hypothetische Gesamtstrafe hat es jedoch aus der rechtskr�ftigen Grundstrafe (f�r die abgeurteilten Taten) und der nach seinem freien Ermessen festzusetzenden Einzelstrafen f�r die neuen Taten zu bilden. Sein Ermessen beschr�nkt sich auf die von ihm gem�ss Art. 49 Abs. 2 StGB vorzunehmende Asperation zwischen rechtskr�ftiger Grundstrafe und der f�r die noch nicht beurteilten Taten auszusprechenden Strafe.
Ist der T�ter nach Ansicht des Zweitgerichts durch ein rechtskr�ftiges Urteil zu milde oder zu hart bestraft worden, so kann es die seines Erachtens "falsche" Grundstrafe nicht �ber die Zusatzstrafe korrigieren. K�nnte das die Zusatzstrafe aussprechende Gericht selber bestimmen, welche Strafe es anstelle des Erstgerichts ausgesprochen h�tte, wenn ihm alle Delikte bekannt gewesen w�ren (so noch BGE 133 IV 150 E. 5.2.1; 6B_460/2010 vom E. 3.3.1, nicht publ. in BGE 137 IV 57; vgl. auch: J�RG-BEAT ACKERMANN, a.a.O., N. 173 ff. zu Art. 49 StGB; HANS MATHYS, a.a.O., N. 386; SONJA KOCH, a.a.O., S. 193 f.), w�rde es faktisch - und nicht nur hypothetisch - in die Rechtskraft des Ersturteils eingreifen und statt einer Zusatzstrafe eine nachtr�gliche Gesamtstrafe ausf�llen. Der hypothetischen Gesamtstrafe l�ge eine mit der tats�chlich ausgef�llten, nicht �bereinstimmende (h�here oder niedrigere) Grundstrafe zu Grunde, deren Differenz sich eins zu eins in der Zusatzstrafe niederschlagen w�rde. Der T�ter w�rde �ber die Zusatzstrafe nachtr�glich f�r die bereits rechtskr�ftig beurteilten Taten schwerer bestraft oder privilegiert (unzutreffend insoweit: 6B_368/2010 vom 23. August 2010 E. 5.4). Dass das Dispositiv des rechtskr�ftigen Urteils unver�ndert bleibt, schliesst den faktischen Eingriff in die Grundstrafe und somit in die Rechtskraft des Ersturteils nicht aus. Beides will Art. 49 Abs. 2 StGB aber gerade ausschliessen. Zudem d�rfte es dem Zweitgericht aufgrund einer nachtr�glichen Beurteilung anhand der Akten h�ufig kaum m�glich sein, hinsichtlich der abgeurteilten Delikte eine den gesetzlichen Anforderungen von Art. 47, Art. 49 und Art. 50 StGB gen�gende Strafzumessung vorzunehmen (vgl. zur Begr�ndungspflicht: Urteile 6B_45/2014 vom 24. April 2015 E. 1.4.1; 6B_417/2012 vom 14. Januar 2013 E. 4.3 mit Hinweisen; siehe auch BGE 135 IV 146 E. 2.4.1 S. 149 f. [zu Art. 89 Abs. 6 StGB]).
2.4.3.�Um feststellen zu k�nnen, ob die Voraussetzungen f�r eine Zusatzstrafe gem�ss Art. 49 Abs. 2 StGB vorliegen, hat das Zweitgericht (zumindest bei Realkonkurrenz/Tatmehrheit, concours r�el, concorso reale) zun�chst s�mtliche Einzelstrafen f�r die von ihm neu zu beurteilenden Taten festzusetzen und zu benennen. Aus dem Urteil muss hervorgehen, welche Einzelstrafen f�r die verschiedenen Straftaten festgesetzt werden und welche Strafzumessungsgr�nde f�r jede Einzelstrafe massgebend waren. Nur so l�sst sich �berpr�fen, ob die einzelnen Strafen als auch deren Gewichtung bei der Strafsch�rfung bundesrechtskonform sind (vgl. BGE 118 IV 119 E. 2b S. 120 f.; Urteil 6B_323/2010 vom 23. Juni 2010 E. 3.2; HANS MATHYS, a.a.O., N. 362; je mit Hinweisen). Die Nennung der Einzelstrafen stellt auch keinen Mehraufwand bei der Urteilsbegr�ndung dar, denn das Gericht muss ohnehin gedanklich f�r jede Einzeltat eine selbstst�ndige Strafe festsetzen und die entscheidrelevanten �berlegungen in Grundz�gen wiedergeben (vgl. Art. 50 StGB; BGE 134 IV 17 E. 2.1 S. 20; Urteil 6B_493/2015 vom 15. April 2016 E. 3.2). Das Gericht ist jedoch nach wie vor nicht gehalten, in Zahlen oder Prozenten anzugeben, wie es die einzelnen Strafzumessungsgr�nde innerhalb der Einzelstrafen gewichtet (BGE 136 IV 55 E. 5.6 S. 61; Urteil 6B_1110/2014 vom 19. August 2015 E. 4.3).
Die Einzelstrafen sind unter Einbezug aller straferh�henden und strafmindernden Tatumst�nde (grunds�tzlich) innerhalb des ordentlichen Strafrahmens des jeweiligen Straftatbestandes (und nicht desjenigen mit der abstrakt h�chsten Strafandrohung) festzusetzen. Der T�ter kann auch bei gleichzeitiger Beurteilung mehrerer Taten f�r das einzelne Delikte nicht st�rker bestraft werden als gesetzlich durch den erf�llten Straftatbestand vorgesehen (vgl. BGE 136 IV 55 E. 5.8; Urteil 6B_510/2015 vom 25. August 2015). Die Anwendung des Strafrahmens eines anderen Tatbestandes ist ausgeschlossen. Dass ausnahmsweise eine Strafrahmenerweiterung zur Anwendung gelangen kann, wenn das Gericht mehrere zeitlich und sachlich eng miteinander verkn�pfte Taten im Gesamtzusammenhang w�rdigt und hierf�r eine "Einzelstrafe" ausspricht, (vgl. Urteil 6B_492/2015 vom 2. Dezember 2015 E. 4.2.1, nicht publ. in BGE 141 IV 437, mit Hinweisen), erscheint nicht ausgeschlossen. Jedoch ist dies nur in den engen Grenzen denkbar, die f�r die Strafrahmenerweiterung bei der Gesamtstrafenbildung gelten (vgl. nachstehend E. 2.4.5).
2.4.4.�Die Zusatzstrafe ist die infolge Asperation mit der Grundstrafe reduzierte Strafe f�r die neu zu beurteilenden Taten. Um bei der Zusatzstrafenbildung dem Prinzip der Strafsch�rfung gem�ss Art. 49 Abs. 2 StGB Rechnung zu tragen, hat das Zweitgericht die rechtskr�ftige Grundstrafe und die von ihm f�r die neu zu beurteilenden Taten auszusprechenden Strafen nach den Grunds�tzen von Art. 49 Abs. 1 StGB zu sch�rfen. Die Einsatzstrafe bildet die Strafe der (abstrakt) schwersten Straftat s�mtlicher Delikte. Gem�ss bundesgerichtlicher Rechtsprechung und herrschender Lehre ist die schwerste Tat im Sinne von Art. 49 Abs. 1 StGB die mit der schwersten Strafe bedrohte und nicht die nach den Umst�nden des konkreten Falles verschuldensm�ssig am schwersten wiegende Tat. W�rde auf die h�chste ausgef�llte Einzelstrafe abgestellt, k�nnte dies zu einer sinnwidrigen Herabsetzung des Strafrahmens infolge von Konkurrenz f�hren (BGE 136 IV 55 E. 5.8; 127 IV 101 E. 2b S. 104; Urteil 6B_157/2014 vom 26. Januar 2015 E. 2.2; J�RG-BEAT ACKERMANN, a.a.O., N. 116 zu Art. 49; G�NTHER STRATENWERTH, Schweizerisches Strafrecht, Allgemeiner Teil I, Die Straftat, 4. Aufl. 2011; DERS., Erneut zur Gesamtstrafenbildung, forumpoenale 2011, S. 349; je mit Hinweisen; anders noch: BGE 69 IV 145 S. 149).
Es ist zu unterscheiden, ob die Grundstrafe oder die neu zu beurteilenden Delikte die schwerste Straftat enthalten. Im ersten Fall ist die Grundstrafe aufgrund der Einzelstrafen der neu zu beurteilenden Delikte angemessen zu erh�hen. Anschliessend ist von der (gedanklich) gebildeten Gesamtstrafe die Grundstrafe abzuziehen, was die Zusatzstrafe ergibt. Liegt umgekehrt der Einzel- oder Gesamtstrafe der neu zu beurteilenden Taten die schwerste Straftat zugrunde, ist diese um die Grundstrafe angemessen zu erh�hen. Die infolge Asperation eintretende Reduzierung der rechtskr�ftigen Grundstrafe ist von der Strafe f�r die neu zu beurteilenden Delikte abzuziehen und ergibt die Zusatzstrafe. Bilden die Grundstrafe und die Strafe f�r die neu zu beurteilenden Delikte ihrerseits Gesamtstrafen, kann das Zweitgericht der bereits im Rahmen der jeweiligen Gesamtstrafenbildung erfolgten Asperation durch eine gem�ssigte Ber�cksichtigung bei der Zusatzstrafenbildung Rechnung tragen.
2.4.5.�Da im Rahmen der Gesamtstrafenbildung die Tat mit der abstrakt h�chsten Strafandrohung die Einsatzstrafe bildet, muss die Gesamtstrafe als erh�hte Einsatzstrafe einerseits die gesetzlich vorgeschriebene Mindeststrafe f�r das schwerste Delikt (um mindestens eine Strafeinheit) �berschreiten und darf andererseits nicht niedriger ausfallen als die h�chste verwirkte Einzelstrafe. Der T�ter w�rde ansonsten aufgrund mehrfacher Tatbegehung eine vom Gesetzgeber nicht gewollte Strafminderung erfahren. Umgekehrt ist zu beachten, dass die fakultative Strafsch�rfung, d.h. die M�glichkeit das H�chstmass der angedrohten schwersten Strafe um maximal die H�lfte im Rahmen des gesetzliches H�chstmasses zu erh�hen, dem Umstand Rechnung tr�gt, dass mehrere Delikte gleichzeitig beurteilt werden. Sie kommt - aufgrund der einheitlichen Regelung von Ideal- und Realkonkurrenz - auch bei Tatmehrheit nur zur Anwendung, wenn aufgrund der Anzahl und H�he der Einzelstrafen innerhalb des ordentlichen Strafrahmens der schwersten Tat keine schuldangemessene Strafe mehr ausgesprochen werden kann.
2.4.6.�Zwar sind die Grundstrafe und die Strafe f�r die neu zu beurteilenden Delikte unabh�ngige Strafen und das Zweitgericht ist hinsichtlich Art, Dauer und Vollzugsform der Strafe f�r die von ihm zu beurteilenden Straftaten frei und durch die Grundstrafe (im Voraus) nicht eingeschr�nkt. Liegen jedoch die Voraussetzungen f�r eine Zusatzstrafe vor, entfaltet die rechtskr�ftige Grundstrafe f�r das Zweitgericht insoweit Bindungswirkung, als im Rahmen der gedanklich zu bildenden hypothetischen Gesamtstrafe die Ober- und Untergrenze der verschiedenen Strafarten einzuhalten sind und die hypothetische Gesamtstrafe die Vollzugsform der Zusatzstrafe bestimmt (SONJA KOCH, a.a.O., S. 198 f. mit Hinweisen; J�RG-BEAT ACKERMANN, a.a.O, N. 177 zu Art. 49 StGB).
2.4.7.�Ob Art. 49 Abs. 1 StGB im Falle teilweiser retrospektiver Konkurrenz wie bisher auch auf Delikte Anwendung findet, die der T�ter begeht, nachdem er wegen anderer Straftaten verurteilt worden ist (vgl. BGE 116 IV 14 E. 2b; Urteile 6B_390/2012 vom 18. Februar 2013 E. 4.3.1; 6B_685/2010 vom 4. April 2011 E. 4.1), braucht vorliegend nicht entschieden zu werden. Von Wortlaut und Sinn der Norm ist es ebenso gut denkbar, die neuen, erst nach dem rechtskr�ftigen Ersturteil begangenen Taten mit einer selbstst�ndigen Strafe zu ahnden (vgl. BGE 129 IV 113 E. 1.3 S. 117; 80 IV 223 E. 1 S. 233; Sonja Koch, a.a.O., S. 297; Gilbert Kolly, Freiheitsstrafen f�r Delikte, die teils vor und teils nach einer fr�heren Verurteilung begangen wurden, ZStR 1981 S. 327 ff.).
2.5.�Die Strafzumessung erweist sich in mehrfacher Hinsicht als bundesrechtswidrig. Die Vorinstanz verkennt bei der Festsetzung der Zusatzstrafe Sinn und Zweck von Art. 49 Abs. 2 StGB und geht zudem methodisch nicht korrekt vor. Insgesamt lassen die vorinstanzlichen Strafzumessungserw�gungen nicht erkennen, ob und inwieweit die "Zusatzstrafe" von vier Jahren dem Verschulden des Beschwerdef�hrers entspricht.
2.5.1.�Die Vorinstanz beurteilt das Tatverschulden s�mtlicher mit Urteil vom 15. Juni 2011 abgeurteilter Taten (von der versuchten vors�tzlichen T�tung �ber T�tlichkeiten bis zur geringf�gigen Zechprellerei) pauschal als schwer und f�llt f�r diese eine gesetzlich nicht vorgesehene "Einheitsstrafe" von 9 Jahren aus. Indem sie im Rahmen der Zusatzstrafenbildung um 1 Jahr �ber die im ersten Verfahren 2011 ausgesprochene rechtskr�ftige (und vom Amtsgericht Bucheggberg-Wasseramt erstinstanzlich im vorliegenden Verfahren "best�tigte") Grundstrafe von 8 Jahren hinaus geht, verst�sst sie gegen Bundesrecht. Eine Erh�hung dieser Freiheitsstrafe war ihr im ersten Berufungsverfahren 2011 aufgrund des Verschlechterungsverbots bereits verwehrt. Die Vorinstanz ist an die rechtskr�ftige Grundstrafe gebunden und kann diese im vorliegenden "zweiten" Berufungsverfahren nicht mittels retrospektiver Konkurrenz �ber die Zusatzstrafe nachtr�glich erh�hen (vgl. vorstehend E. 2.4.2).
2.5.2.�Neben der bundesrechtswidrigen Erh�hung der rechtskr�ftigen Grundstrafe verst�sst die Vorinstanz gegen die (bei vollst�ndiger) retrospektiver Konkurrenz anzuwendenden Grunds�tze der Gesamtstrafenbildung im Sinne von Art. 49 Abs. 1 StGB. Dass sie s�mtliche Delikte zum Nachteil der Beschwerdegegnerin 2 (mehrfache N�tigung, mehrfache K�rperverletzung, mehrfache sexuelle N�tigung, mehrfache Vergewaltigung) im Gesamtzusammenhang betrachtet, ist vorliegend nicht zu beanstanden. Die Delikte gegen die sexuelle Integrit�t sind zeitlich und sachlich derart eng miteinander verkn�pft, dass sie sich nicht sinnvoll trennen und isoliert beurteilen lassen. Auch unterscheiden sie sich in Art und Intensit�t nicht wesentlich voneinander (vgl. vorstehend E. 2.4.3). Die N�tigungen und K�rperverletzungen gegen�ber der Beschwerdegegnerin 2 bilden im Hinblick auf die Sexualdelikte - zumindest teilweise - einen wesentlichen Bestandteil der durch den Beschwerdef�hrer aufgebauten Drohkulisse, aufgrund derer die Beschwerdegegnerin 2 sich mehr oder weniger widerstandslos ergab. Ob und inwieweit die �brigen N�tigungen und K�rperverletzungen, die mit den Sexualdelikten nicht in unmittelbarem Zusammenhang standen (z.B. die erzwungene Herausgabe des Barlohnes), auch isoliert h�tten gew�rdigt werden k�nnen, kann vorliegend offen bleiben. Dass die Gesamtbetrachtungsweise der Vorinstanz sich vorliegend als bundesrechtskonform erweist, bedeutet nicht, dass das Sachgericht zu einer derartigen Vorgehensweise bundesrechtlich verpflichtet ist (vgl. Urteil 6B_157/2014 vom 26. Januar 2015 E. 3.1).
Hingegen verletzt die Vorinstanz Bundesrecht, indem sie f�r die Delikte zum Nachteil der Beschwerdegegnerin 2 von einem erweiterten Strafrahmen von 15 Jahren ausgeht. Ob eine Strafrahmenerweiterung im Rahmen einer Gesamtbeurteilung mehrerer nicht eindeutig von einander zu trennender Straftaten (vgl. E. 2.4.3) wie vorliegend der zum Nachteil der Beschwerdegegnerin 2 begangenen Delikte m�glich ist, kann vorliegend offen bleiben. Die Vorinstanz zeigt keine besonderen Umst�nde auf, die es rechtfertigen, den ordentlichen Strafrahmen von 10 Jahren (f�r Vergewaltigung und sexuelle N�tigung) zu �berschreiten. Derartige Umst�nde sind insbesondere aufgrund der im mittleren Bereich des ordentlichen Strafrahmens liegenden Freiheitsstrafe von 4 � Jahren auch nicht ersichtlich. Die falsche Strafrahmenberechnung wirkt sich zu Ungunsten des Beschwerdef�hrers aus, da die Strafe bei identischem Tatverschulden innerhalb des ordentlichen, um f�nf Jahre niedrigeren Strafrahmens (10 statt 15 Jahren), zu einer geringeren Strafe f�hrt (vgl. Urteil 6B_417/2012 vom 14. Januar 2013 E. 4.1). Unzul�ssig ist, dass die Vorinstanz die Einzelstrafen von 2 � Jahren f�r die Bet�ubungsmitteldelikte und von 4 � Jahren f�r die Delikte zum Nachteil der Beschwerdegegnerin 2 zu einer Gesamtstrafe von 4 Jahren asperiert. Die Gesamtstrafe kann nicht niedriger ausfallen als die konkret h�chste Einzelstrafe (vgl. vorstehend E. 2.4.5), da der Beschwerdef�hrer ansonsten aufgrund mehrfacher Tatbegehung besser gestellt w�rde, als wenn er nur eine Straftat begangen h�tte. Als bundesrechtswidrig erweist sich letztlich, dass die Vorinstanz die Grundstrafe des rechtskr�ftigen Urteils mit der von ihr f�r die neu beurteilten Taten gebildeten Gesamtstrafe kumuliert anstatt die Strafen zu asperieren.
2.6.�Die Vorinstanz hat die Zusatzstrafe neu zu bestimmen. Die vom Erstgericht ausgesprochene Strafe f�r die versuchte vors�tzliche T�tung als abstrakt schwerstes Delikt (Einsatzstrafe der Grundstrafe) ist um die Strafe f�r die neu zu beurteilenden Taten asperierend zu sch�rfen. Die Vorinstanz ist hierbei an die rechtskr�ftige Grundstrafe von 8 Jahren gebunden und darf diese im Rahmen der Zusatzstrafenbildung nicht erh�hen. Bei der Bestimmung der neuen Einzelstrafen hat die Vorinstanz das Verschulden innerhalb des ordentlichen Strafrahmens des jeweiligen Tatbestandes einzuordnen und zu beachten, dass Grund- und Zusatzstrafe selbstst�ndige Strafen sind. Das Verbot der "reformatio in peius" gilt auch bei der Zusatzstrafenbildung. Die Vorinstanz kann demnach f�r die neu zu beurteilenden Taten nicht auf eine h�here Gesamtstrafe als 4 Jahre Freiheitsstrafe erkennen, auch wenn sich diese aufgrund des Unterschreitens der h�chsten Einzelstrafe im angefochtenen Entscheid als bundesrechtswidrig erweist.
Die Beschwerde ist teilweise gutzuheissen, das angefochtene Urteil aufzuheben und die Sache zu neuer Strafzumessung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Im �brigen ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.
Der Kanton Solothurn hat den Beschwerdef�hrer f�r das bundesgerichtliche Verfahren im Umfang seines Obsiegens angemessen zu entsch�digen (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG). Die Entsch�digung ist praxisgem�ss seinem Rechtsvertreter auszurichten. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung wird in diesem Umfang gegenstandslos. Soweit der Beschwerdef�hrer unterliegt, ist es zufolge Aussichtslosigkeit der Begehren abzuweisen (Art. 64 Abs. 1 BGG). Seiner finanziellen Lage ist bei der Festsetzung der Gerichtskosten Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG).
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen, das Urteil des Obergerichts des Kantons Solothurn vom 22. Mai 2014aufgehoben und die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckgewiesen. Im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung wird gutgeheissen, soweit es nicht gegenstandslos geworden ist. F�r das bundesgerichtliche Verfahren wird dem Beschwerdef�hrer Rechtsanwalt Sascha Sch�rch als unentgeltlicher Anwalt beigegeben.
Dem Beschwerdef�hrer werden Gerichtskosten von Fr. 800.- auferlegt.
Der Kanton Solothurn hat den Rechtsvertreter des Beschwerdef�hrers f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 1'500.- zu entsch�digen.

References: Art. 9
 Art. 95
 Art. 97
 BGE 
 BGE 
 Art. 29
 Art. 42
 Art. 106
in dubio
 Art. 9
 BGE 
 Art. 49
 Art. 49
 BGE 
 Art. 49
 BGE 
 Art. 49
 Art. 68
 Art. 49
 Art. 68
 Art. 49
 Art. 49
 Art. 49
 Art. 49
 BGE 
 Art. 49
 Art. 49
 Art. 46
 Art. 89
 BGE 
 BGE 
 Art. 49
 BGE 
 Art. 49
 Art. 49
 BGE 
 BGE 
 Art. 49
 Art. 49
 Art. 47
 Art. 49
 Art. 50
 BGE 
 Art. 89
 Art. 49
 BGE 
 Art. 50
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 49
 Art. 49
 Art. 49
 Art. 49
 BGE 
 Art. 49
 Art. 49
 BGE 
 BGE 
 Art. 49
 Art. 49