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Timestamp: 2016-02-07 03:59:41+00:00

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chapter 51 Raphael Kühner, Friedrich Blass, Ausführliche Grammatik der Griechischen Sprache
[*] 51. B. Sogenannte Krasis.Vgl. Ahrens de crasi et
aphaeresi, Stolbergae 1845.
Krasis nennt man (vgl. indes § 50, 1) die
Mischung (κρᾶσις) oder Verschmelzung zweier Vokale
(bzw. Diphthonge) zu einem langen Vokale oder Diphthongen in zwei auf einander
folgenden Wörtern, indem von den beiden Vokalen der eine das erstere Wort
schliesst, der andere das folgende anfängt, als: τὰ
ἀγαθά = τἆγαθά. Durch die Krasis,
welche Kontraktion ist, wachsen die beiden Worte zu einer Einheit zusammen.
Anmerk. 1. Das Zeichen der Krasis ist dem des Spiritus
lenis gleich und wird Koronis (κορωνίς, Windung,
Schnörkel) genannt. Diese Gleichheit der Zeichen ist natürlich
nicht ursprünglich, sondern erst durch die Abrundung des Leniszeichens
(eig. [lpress]) entstanden. Ursprüngliche Identität aber ist
mit dem Zeichen des Apostrophs: mit diesem wurde die συναλοιφή (§ 50, 1) irgend welcher Art bezeichnet, sofern
dadurch ein Wort unter besonderen Umständen besonders affiziert war. Die
Koronis nimmt ihre Stelle über dem durch die Krasis entstandenen Mischlaute
ein, und zwar, wenn der Mischlaut ein Diphthong ist, über dem zweiten
Vokale desselben; wenn sie aber mit dem Spiritus asper oder Lenis zusammentrifft,
als: ῾ἀνήρ st. ὁ
ἀνήρ, so wird sie von uns weggelassen, als: τὸ
ὄνομα = τοὔνομα, τὸ ἔπος =
τοὖπος, ἅ ἄν = ἅν,
ὦ ἄνθρωπε = ὤνθρωπε. Über
die Betonung bei der Krasis s. § 85, 2; über die Verwandlung der
Tenuis in die Aspirata vor dem Spiritus asper, als: τὸ
ἱμάτιον = θοἰμάτιον, s. §
60, Anm. 4. Der Gebrauch der Krasis gehört
grösstenteils der Dichtersprache an. In den Homerischen Gesängen
wird sie, wie wir sehen werden, nur selten angewendet; bei den nachherigen Dichtern
aber, besonders den attischen in dem Dialoge, namentlich in der Komödie,
wird sie immer häufiger, während die erhabene Sprache der
Tragödie in den lyrischen Stellen sie nur selten zulässt. Unter
den Prosaikern bedienen sich derselben die Redner am häufigsten, d. h., sie
findet sich bei diesen am häufigsten geschrieben,2）
während ihre Anwendung im Vortrage sich nur zum Teil kontrollieren
lässt, jedenfalls aber noch häufiger war. Nicht ganz
wenige Beispiele der geschriebenen Krasis bieten die Inschriften, auch die in Prosa
verfassten, wiewohl die Staatsurkunden sehr viel weniger als die Inschriften von
Privaten.3) Nie aber wird sie
angewendet, wenn der Hiatus durch Elision eines kurzen Vokales beseitigt werden
kann. Auch können durch die Krasis nicht zwei Wörter mit einander
verbunden werden, welche durch Interpunktion oder durch einen metrischen Ruhepunkt
oder im Dialoge durch den Wechsel der Personen von einander getrennt sind; denn
durch die Krasis verschmelzen zwei Silben in Eine, sowie auch die durch die Krasis
verbundenen Wörter im allgemeinen nur mit Einem Accente gesprochen werden,
da sie durch dieselbe zu Einem Worte verschmelzen. S. d. Lehre von dem Accente
§ 85, 2. Die Krasis findet in der Regel nur
bei solchen Wörtern statt, welche nicht nur eng mit einander
zusammenhängen, sondern sich auch mit Leichtigkeit unter Einen Accent
zusammenfassen lassen, indem mindestens eines davon (gewöhnlich das
erstere) wenig Gewicht hat, d. h., es wachsen durch die Krasis mehrenteils nur
einsilbige Formworte mit einem nachfolgenden Formworte oder Begriffsworte zusammen.
Bei diesen aber wendet man auch dann in der Regel Krasis an, wenn nach der Natur des
Auslautes Elision an sich möglich wäre; durch diese
nämlich würde das kurze Formwort ganz oder fast ganz verschwinden,
was es doch nicht soll. Sonst findet Krasis hauptsächlich nur in einzelnen
Fällen sehr häufiger Verbindung statt, als: ὁθούνεκα = ὅτου ἕνεκα oft b. d.
Trag.; ὁσημέραι = ὅσαι
ἡμέραι, täglich, Ar.
Plut. 1006 u. öfter in Prosa; τυχἀγαθῇ (τύχἀγαθῇ) Ar.
Av. 436, 675. Eccl. 131. Ein besonderer Fall ist μἀλλά, oft b. Aristoph. im Wechselgespräche, z.
B. Av. 109.
Ran. 103.
745, Thesm.
646, entst. aus μὰ ἀλλά4), und dieses aus der Formel μὰ Δί᾽ ἀλλά (Ran. 753), die soviel bedeutet als
οὐ μὰ Δἴ, ἀλλά oder οὐκ, ἀλλά, z. B. Ar.
Ran. 103: Herc. σὲ δὲ ταῦτ᾽
ἀρέσκει; Bacch. μἀλλὰ πλεῖν ἢ
μαίνομαι, d. i. keineswegs (bloss), sondern. — Sowie bei der
Kontraktion, ebenso ist auch bei der Krasis ein zweifaches Prinzip — das
grammatische und logische einerseits, das lautliche andererseits — zu
beachten. Jenes ist besonders in der attischen Mundart vorherrschend, welche bei der
Mischung der Vokale gern dem Hauptworte das Übergewicht erteilt und das
vorhergehende minder wichtige Wort jenem unterordnet, als: ὁ
ἀνήρ = ἁνήρ, οἱ
ἄνδρες = ἅνδρες, ὁ
ἄνθρωπος = ἅνθρωπος; andere
Mundarten hingegen berücksichtigen mehr das lautliche Verhältnis,
als: ὁ αὐτός = dor. ion. ωὑτός, τοὶ ἄνδρες = dor. τὦνδρες, ὁ
ἄριστος = ep. ὤριστος. S. Nr. 7.
Hat das erstere Wort einen auf ι ausgehenden Diphthongen am Ende, so fällt bei der Krasis das
ι ab, als: οἱ
ἐπιχώριοι = οὑπιχώριοι, οἱ ἐμοί =
οὑμοί, τῇ ἡμέρᾳ = θἠμέρᾳ, μοι ἐδόκει = μοὐδόκει, καὶ
ἐνταῦθα = κἀνταῦθα, αἱ ἀγαθαί =
ἁγαθαί, τῷ ὄχλῳ = τὤχλῳ. Daher wird das ι subscriptum
nur dann gesetzt, wenn das ι dem letzteren der
beiden vermischten Laute, also dem Hauptworte, angehört, als: καὶ εἶτα = κᾆτα, ἐγὼ
οἶδα = ἐγᾦδα.5) Ausserdem
ist zu bemerken, dass Krasen mit anlautendem langen Vokal nicht häufig
sind. Die Krasis tritt ein: a)
am häufigsten bei dem Artikel; wenn ein α
darauf folgt, so verschmelzen die Vokale und Diphthonge des Artikels mit dem
α nach der Regel in ein langes α, und wenn der Artikel aspiriert ist, so geht der Spiritus
asper auf das lange α über. Beispiele:
ὁ ἀνήρ = ἁνήρ, τοῦ
ἀνδρός = τἀνδρός, τῷ ἀνδρί =
τἀνδρί, οἱ ἄνδρες = ἅνδρες (sollte ἇνδρες geschr.
werden, nach § 85, 2); οὑδυσσεύς Soph.
Ph. 572 st. ὁ Ὀδ., οὗνος
Ar. R. 27 st. ὁ
ὄνος; aber ᾧνος st. ὁ οἶνος
Cycl. 560, wofür οἷνος richtiger scheint, da aus zwei geschlossenen o (ο) nicht ein offenes (ω）
werden kann,6) ᾡκότριψ
Thesm. 426 (desgl.); Fem. ἡ: ἁλήθεια Eur. Ph. 922, Hdschr.
ἡ ἀλ. oder ἠ̔λήθ.;
ἁρετή S. Ai. 1357, Hdschr. ebenso ἡ
ἀρ. oder ἡ ᾿ρετή, s. Lobeck z. St.;
ἡ + ἀ = ἇ fordern Porson, Reisig, Dindorf, s. Krüger,
Gr., I, 2, § 14 A. 4; vgl. unten die Bsp. von τῇ
ἀ- = τἀ-; ἡτέρα u. θἠτέρᾳ s. Anm. 2; ἡὐσέβεια Iph. T. 1202, [ἡξαμαρτία
Ant. 558 st. ἡ ἐξ.,
ἡξειργασμένη 384 st. ἡ ἐξ., ἡπίνοια
389 st. ἡ ἐπ., ἡπίκτησις Ph. 1344 lässt
sich als Aphäresis fassen, ἡ ᾿ξαμαρτία u.
s. w.]; τοὖπος st. τὸ
ἔπ., θἠρῷον
Vesp. 819 st. τὸ ἡρ., τᾠκίδιον
Nub. 92 = τὸ
οἰκ. (sollte τοἰκίδιον sein,7) vgl. oben
über ᾧνος), θὔ̂δωρ Crates ap. Ath. 6, 268 a = τὸ ὕδ.,
θοἰμάτιον auch pros. = τὸ ἱμ., θοὔρμαιον
Ant. 397 st. τὸ ἕρμ.,
τοὔσχατον Demosth. 9, 34 st. τὸ ἔσχ.,
τοὔνομα das. 8 st. τὸ ὄν., θἄτερον
= τὸ ἕτ. (vgl. unten Anm. 2); τἀγαθοῦ = τοῦ ἀγ., τοὐλατῆρος
Ach. 246 = τοῦ ἐλ., τοὐπιόντος
Soph. OC. 752 = τοῦ ἐπ., τἀπόλλωνος
Av. 982 = τοῦ Ἀπ., θοὔδατος
Ar. Lys. 370 = τοῦ
ὕδ.,8) τοὐμοῦ Xen. Comm. 1. 6, 4 = τοῦ ἐμοῦ,
τοὐλυμπίου
Av. 130 = τοῦ Ὀλ.;
τἀγαθῷ = τῷ ἀγ., τὠπιόντι
OC. 1532 = τῷ ἐπ.,
τᾠκήματι Eupolis b. Schol. Hepha est. p. 120 Westph. = τῷ οἰκήματι, τἀγαθῇ
Nub. 61 = τῇ ἀγ., τἀρετῇ
Andr. 226 = τῇ ἀρ. (so
oder τῇ ᾿ρετῇ Hdschr.); τἀγορᾶ = τῇ ἀγορᾷ
Ach. 838. 848, τἀθηναίᾳ =
τῇ Ἀθ. oft att. Inschr.; τἠκκλησίᾳ
Eccl. 135 = τῇ ἐκ.,
θἠκάτῃ = τῇ Εκάτῃ att. Inschr.,
θἠμέρᾳ
Aj. 756. OR. 1283. Ar. Av.
1071 (mit Unrecht von Lobeck ad Aj. l. d. früher bezweifelt) =
τῇ ἡμ.; ἁγαθοί = οἱ
ἀγ., οὑπιχώριοι
OR. 939 = οἱ ἐπ., οὑν μέσῳ λόγοι
Med. 819 = οἱ ἐν μ.,
οὑμοί Hec. 334 = οἱ ἐμ., ἁρχαί
Ar. Nub. 1197 = αἱ ἀρχ.,
θὦπλα
Av. 448 = τὰ ὅπ.,
ταἰσχρά Eur. Troad. 384 = τὰ αἰς., s.
Note 1) S. 220, τἆθλα Eur. Ph. 1262 = τὰ ἆθλα, τἆλλα auch pros. = τὰ
ἄλλα, θαἰμάτια
Vesp. 408 = τὰ ἱμ.,
τἀναγκαῖα Isokr. Paneg. § 40, θἄτερα = τὰ ἕτ. (unten Anm. 2),
τὠφθαλμώ
Ar. Nub. 362 = τὼ
ὀφθ. Sehr häufig ist die Krasis bei ὁ
αὐτός: αὑτός, αὑτή, ταὐτό
(ταὐτόν), ταὐτοῦ,
ταὐτῷ, αὑτοί, αὑταί, ταὐτά; b)
häufig bei καί:9) καὶ + α = κα, κἀγαθός (regelm. in καλὸς
κἀγαθός, Schanz, Proleg. Theaet. § 1), κἄ̂ν = καὶ ἄν, (aber καὶ ἀεί macht nach Porson ad Eur. Ph. 1422 nie eine
Krasis); καὶ + αυ =
καυ, καὐτός
OR. 927; καί + αι = και, καἰσχύνῃ; καί
+ ε = κᾶ, κἀμάτευες
OR. 1052 = καὶ ἐμ., κἀκεῖνος,
κἀνταῦθα, κἀγώ, κἀν = καὶ ἐν,
(κἀς
Av. 949. Ach. 184
= καὶ εἰς, worin das ει nur gedehntes ε ist), καί + ει = κᾳ, κᾆτα Xen. Hell. 7. 3, 10, Demosth. 16, 2 nach der
richtigen Lesart, 22, 70; aber καὶ εἰ u.
καὶ εἰς werden b. d. Trag. κεἰ, κεἰς; καί + η =
κη, χη᾽ ναῦς Soph. Ph. 527; καί + ι = κῖ, χἰκετεύετε
Hel. 1024 = καὶ ἱκ.; καί
+ ο = κω, κὠδύρεται
Aj. 327, χὤτε = καὶ ὅτε, χὤταν = καὶ ὅταν,
χὤπως = καὶ ὅπως; καί + ὑ = χῦ, χὐπό
I. A. 1118, χὐποχείριον
Andr. 736 u. s. w.; καί + ευ = κευ, κεὐτυχοῦσα
Andr. 888, κεὐσταλής Soph.
Ph. 780, Laur. καὶ εὐστ. (aber καὶ εὖ lässt nach Porson ad Eur. Ph. 1422 keine
Krasis zu); καί + οι = κοι, χοἱ Soph. Ph. 565 = καὶ οἱ; aber korrekter χᾡ nach Etym. M. 816, 34; XOI att. Inschr. des 6. oder 5. Jahrh.;
καί + ου =
κου, κοὐ, κοὔτε, κουποτε (so κοὐκ Demosth. Mid. § 191 nach dem Citate Plut.
Mor. 6 d; ebenso nach d. Hdschr. or. 27, 67); c)
häufig bei der Interjektion ὦ, meist vor
α, bei att. Dichtern wie in der ion. Prosa, als:
ὤνθρωπε
Nub. 644, ὠγαθέ, ὦναξ, ὦνερ,
ᾠζυρά
Lys. 948 = ὦ οἰζ., ᾠζυρέ
Nub. 655, auch Theokr. 10, 1, ωὐριπίδη
Thesm. 4 = ὦ
Εὐρ.; d) ziemlich oft auch in Prosa ἐγᾦδα, ἐγᾦμαι = ἐγὼ οἶδα, οἶμαι;
ἐγᾠχόμην
Eccl. 550; e) seltener bei ὅ u. ἅ, οὑφόρει
El. 420 = ὃ ἐφ., οὑξερῶ
OR. 936 = ο ἐξ., οὑμοί
H. F. 286 = ὃ ἐμοί,
οὑγώ Dem. 22 § 67 = ὃ ἐγώ,
ἇκράτησας
OR. 1523 = ἃ ἐκ., ἇπόνησα
H. F. 259 = ἃ ἐπ., ἅμ᾽ ἐχρῆν
λέγειν Hipp. 345 = ἃ ἐμέ, ἅν
Aj. 1085 sq. = ἃ ἄν,
auch in Prosa, ἁγώ Isokr. Nicocl. § 62,
Dem. or. 39, § 39 = ἃ ἐγώ; bei ὥ: ὡφυτεύσαμεν
OR. 1504 = ὣ ἐφ. (man
kann auch ὣ ᾿φυτ. schreiben); bei οὗ: οὑκράτησα (οὗ ᾿κρ.) Aj. 1337 = οὗ
ἐκ.; oft οὕνεκα poet. u. ion. Pros. =
οὗ ἕνεκα, ὁθοὔνεκα oft b. d. Trag. =
ὅτου ἕνεκα; f) bei
τοί, μέντοι, ἤτοι, οὔτοι, besonders in
Verbindung mit ἄν, ἄρα, sehr selten καίτοι, als: τἄν, Xen.
Cyr. 4. 2, 46, μεντἄν, οὐτἆρα; καιτοὖστιν
Vesp. 599;10) g) zweifelhaft
bei δή mit ἄρα, τί δἆρ᾽
ἐγώ σε
I. A. 1228. Ar. Pac.
1240 (Andere δ̓ ἆρα); mit ἄν, ἦ δἂν ἐγὼ . . ἱκοίμην
El. 314 (a. Lesart κἂν);
auch gehört hierher ἐπειδάν aus ἐπειδὴ ἄν, aber merkwürdiger Weise ist die
letzte Silbe kurz, Eur. Rhes. 469 ἐπειδα?̀ν
ἐχθρῶν; Aesch.
S. 734; wozu stimmt, dass auch Herod. ἐπειδάν hat, 1, 193. 8, 144; sicher ist δηὖτε aus δὴ αὖτε b. d. Lyrikern,
wie Sapph. 1, 15. 16. 18, Anakr. fr. 14. 15 u. ö., auch δεῦτε geschrieben;11) h) häufig
bei πρό, meist vor ε, bes. in Kompos., was also auch Kontraktion genannt werden kann, auch
in Prosa, als: προὔργου = πρὸ ἔργου, προὔχων Thuk. 1, 18, 2, προὐθυμήθη 7, 86, 3 = προέχων, προεθυμήθη,
προὔδωκα = προέδ., προὔπεμψα, προὔστην,
προὔθετο, προὔλεγον, προυκρίθησαν, προυτίμησεν u. s. w., also
meist m. d. Augment, aber προέρχομαι, προελθεῖν,
προεθίζω und viele andere immer ohne Krasis, so auch die mit dem Spir.
asper anlautenden, als: προεορτάζω, πρόεδρος, προορῶ,
προέξω (aber προὐσχόμην); vor
ο: προὐμόσας
Ag. 1196 = προομ., προῦπτος
= πρόοπτος; vor αυ:
πρωὐδᾶν
Av. 556 = προαυδ.; vor
ω: πρώσας =
προώσας Hippokr. VII, 314, Anth. P. XII, 206; vor
η mit Elision des ο: πρηγορεών
Av. 1113, Kropf der Vögel, v. πρό u. ἀγείρω (wo niemand die
Koronis setzt, die auch in den Verbalformen überflüssig ist); so
auch πληροσία f. προηροσία § 67, 4; Elision ist auch in den Formen des Verbums
[φρῶ] aus προΐημι (Nauck), als εἴσφρες (vgl.
πρόες), εἰσεφρίεμεν (vgl. προΐεμεν) u. s. w.,
s. § 343; i) bei den Encliticis μοί u. σοί, meistens mit
ἐστί u. ἐδόκει
(sonst selten), häufig b. Aristoph., seltener b. Anderen: δῆλος δέ μοὐστὶ Soph. Aj. 1225. ὅτῳ τῷ τρόπῳ σοὐστὶ φίλον
Ach. 339. τοιαῦτα σοὖστι
Eum. 913. τοῖς προβάτοισι μοὐδόκει
Vesp. 34; μαντευομένῳ μοὔχρησεν
159 = μοι ἔχ.;
σοὔδωκεν
Eq. 1177 = σοι ἔδ.,
ᾀστέον μοὐγκώμιον
Nub. 1205 = μοι ἐγκ.; k) εἰ + ἄν wird zunächst zu ἐάν, was die Form der attischen Inschriften ist, mit langem α (wie βασιλέᾶ aus
-ῆα), s. Dindorf zu Arist. Vesp. 228 (ed. Oxon. p. 466); daraus ἤν ionisch u. (mit Ionismus) bei den älteren
Attikern (Trag., Thukyd., Antiph.
6.5), ἄ̂ν bei den jüngeren;
ἐπεί + ἄν
(ἐπεάν ion.) ἐπήν Homer und Attiker (Aristoph., Xenoph.), letztere später
auch ἐπάν, Xenoph. Anab. 4, 6, 3, wie Hippokr.,
Littré I, 483; gewöhnlicher aber ist bei den Attikern ἐπειδα?́ν, s. oben g. Offenbar ist bei dieser Kontraktion
zu α_ das Streben gewesen, das ἄν kenntlich zu erhalten, § 50, II. Anmerk. 2. Mit dem Worte ἕτερος verschmelzen bei
den Attikern die auf ein α, ο, ου, ῳ, οι, αι
ausgehenden Formen des Artikels in ein langes α;
diese Krasis rührt daher, dass die Attiker hier das alte (im Dor.
gebliebene) ἅτερος st. ἕτερος beibehielten: τὰ ἕτερα =
θἄτερα, ὁ ἕτερος = ἅτερος, τὸ ἕτερον = θἄτερον, τοῦ
ἑτέρου = θἀτέρου, τῷ ἑτέρῳ =
θἀτέρῳ, οἱ ἕτεροι = ἅτεροι, αἱ ἕτεραι = ἅτεραι. Doch
ἡ ἑτέρα = ἡτέρα, τῇ
ἑτέρᾳ = θἠτέρᾳ, Pausanias Attic.
b. Eustath. Od. p. 1573, und so θἠτέρᾳ Laur.
Soph. Tr. 272 (θἀτέρᾳ m. zwei Hdschr. Dindorf),
ἡτέρα
OC. 497 (ἁτέρα
Elmsl. Dind.), Ar.
Lys. 85, 90; s.
Krüger, Gr. II, 1, § 14, A. 5. Durch den häufigen
Gebrauch der Formen θἄτερον, θἀτέρου u. s. w.
geschah es, dass man in späteren Zeiten die Formen als unzusammengesetzt
ansah und den Artikel vorsetzte. Menand. fr. inc. 200 Mein. (846 Kock) ὁ θάτερος μὲν τοῖν δυοῖν Διοσκόροιν, wo Meineke
anführt Eustath. ad Hom. Od. p. 1573, 62 Χρύσιππος (Irrtum?) δὲ λέγων τὸν θάτερον
τοῖν Διοσκόροιν ἐσχάτως βαρβαρίζει, Valcken. ad Hippol. 349, p.
182 (Lips.), Pierson. ad Herod. p. 432 sq. Auch Hippokr. IX, 30 θάτερα θατέρων. Eur.
Ion 849 scheint zu stehen θάτερον st. τὸν ἕτερον; gew. (Nauck)
wird die ganze Stelle für eingeschoben erklärt; doch wenn man die
vorhergehenden Worte θυοῖν ἐχθροῖν für
Neutra hält = zwei feindliche Wesen, so steht θἄτερον hier für τὸ
ἕτερον. Anmerk. 3. Krasen mit nachfolgenden
Formwörtern sind sehr selten. Bei Aristophanes finden sich einzeln solche
mit ἄν oder ἄρα
nach einer Verbalform: δοῦνἂ̂ν (δοῦναι ἂν) ἐμαυτῆς
Lys. 45, κλαύσἆρα = κλαύσῃ ἄρα Pax 532, οἰμώξἆρα
(Variante οἴμωζ̓) Plut. 876; für οἰμώξετἆρα Thesm. 248 u. δήξομἆρα Ach. 325 lässt sich οἰμώξετ᾽ ἆρα, δήξομ᾽ ἆρα schreiben, vgl. κλαύσετ᾽ ἄρα Thesmoph. 916. — Ferner gehören
hierher die Formen des anscheinenden Verbums χρή:
Kjkt. χρῇ aus χρὴ
ᾖ, Opt. χρείη a. χρὴ εἴη, Inf. χρῆναι aus χρὴ εἶναι (mit unechtem ει), Ptc. χρῆν od. üblicher
χρεών a. χρὴ
ὄν, vgl. βασιλέως a. -ῆος, Imperf. χρῆν, Fut.
χρῆσται.12) Anmerk. 4. Die in Prosa
häufigsten Krasen sind: der Artikel τό,
τά mit einem Neutrum, das mit α oder
ε anlautet, als: τοὖργον,
τἆλλα, τἀγαθά u. s. w., τἀμά, τἀπιτήδεια,
τἆργα u. s. w; seltener τό mit
folgendem α oder ε,
als: τἀτύχημα, τοὐκεῖ, auch τοῦ + ε, als: τοὐμοῦ X. C. 1. 6, 4 u. dgl., zuweilen θοἰμάτιον; sehr oft ταὐτό（ν), oft auch ἁνήρ, ἅνθρωπος, oft κἄν,
κἀνταῦθα, κἀκεῖ, κἀκεῖθεν, κἀκεῖνος, κἀμοί, κἀμέ, κἀγώ,
κἀγαθός, besonders bei den Rednern, s. Benseler de hiatu, p. 61;
ziemlich oft ἐγᾦδα, ἐγᾦμαι, häufig
προὐ in Kompos., s. Nr. 5, h), ὠγαθέ oft bei Herod.; zuweilen auch τἄν st. τοι ἄν (X. Cyr. 4. 2, 46),
μεντἄν st. μέντοι
ἄν. Über den Gebrauch der Krasis b. Thukydides s. Poppo I, 1,
214 sq., b. Platon s. C. E. Chr. Schneider ad Pl. Civit. Vol. I, p. LVI sqq.,
Schanz, Proleg. Sympos. VI, der mit Recht die völlige
Unzuverlässigkeit der Hdschr. in diesem Stücke hervorhebt. In dem böotischen Aeolismus13) kommen folgende Krasen vor: καταὐτά
f. κατταὐτά (κατὰ τὰ
αὐτά), τἆλλα, κἠ st. κὴ ἠ d. i. καὶ αἰ,
κἀριστοκράτει = καὶ Ἀρ. auf
Inschr., χεἰρωιάδων Cor. 10 st. κὴ εἱρωιάδων; b. Aristoph. Ach. 869 τἄνθεια = τὰ ἄνθη,
κἠπιχάριτται 884 = καὶ ἐπιχάρισαι;
in dem asiatischen Aeolismus:14) ὤνηρ S. 2. Alc. 25 st. ὁ ἀνήρ, wegen des Sp. len. s. § 22, τὦμον S. 14 st. τὸ ἐμόν,
ὠξ Theokr. 28, 17 st. ὁ ἐξ; ὠνίαυτος
= ὁ ἐνιαυτός Inschr.; καὶ + ε = κη?: κἠν Ἀΐδα δόμοις S. 68, 3? (v.
l. κεἰν), κἤγω, κἦμε,
κἠπί Theokr., richtiger = κᾶ:
κἀπιλείψω S. 8, κἀπιπλεύην A. 79; κἄσλων = καὶ ἔσλων Papyrusfragment; καὶ + ο = κω: κὤττι S. 1, 15. 17 st. καὶ ὅττι (v. l. κὄττι), κωὐκ das. 24 st. καὶ οὐκ; Alc. 1 ὦναξ
st. ὦ ἄναξ, 9 ὦνασς᾿; δηὖτε S. (s. 5, g) st.
δὴ αὖτε, jetzt wieder, doch fr. 40 δ̓αὖτε überl., δαὖτε Bergk. In der dorischen
Mundart:15) a) der Artikel: ὁ + ε = ὡ u. τὸ + ε od. ο = τω im strengeren
Dorism., = οὑ bzw. του im milderen D., als: ὡξ Theokr. 1,
65 st. ὁ ἐξ, ὥλαφος 135, ὥριφος 5. 24, 30,
ὡγώ 2, 54 st. ὃ ἐγώ, τοὐναντίον;
τὰ od. ται + α = τα, als: τἆλλα, τἀγαθά, ταὐτά, θατέραι Epich. 23 aus ταὶ ἁτέραι; τὰ + ε =
η: τὰ ἐμά =
τἠμά, τὰ + ο
=τω: τὤστεα
Theokr. 4, 16; ὁ + α = ὡ u. τὸ + α = τω: ὡλιεύς Sophr. 4, ὥτερος Theokr. 7, 36 = ὁ ἅτερος,
τὤβυσσον
Ar. Lys. 174 st. τὸ
ἄβυσσον, τῶ od. τοῦ + α = τω: τὠγαθοῦ Epich. 95; τὤλγεος Theokr. 20, 16 st. τῶ ἄλγεος;
ὁ + αυ = ωυ u. τὸ u. τῶ (τοῦ) + αυ = τωυ: ὡυτός Theokr. 11, 34, τωὔλιον Theokr.
11, 12, τωὐτοῦ
Ach. 790 (τῶ + ευ ebenf. ωυ: τωὐβούλοιο Theokr. 2, 66 = τῶ
Εὐβ.); τοὶ + α = τω: τὦνδρες,
ὁ + αι = ᾡ: ᾡπόλος Theokr. 1, 87; b. Pindar:
ὡλιροθίου, τὠργείου, τωὐτοῦ, τωὔτ̓ st.
ὁ Ἁλιρ. u. s. w.; (auf Inschr. indes ist
einzeln auch in α_ nach att. Weise zusammengezogen:
ἁγελᾴδα τἀργείου = ὁ
Ἀγ. τοῦ Ἀ. Röhl, Inscr. antiqu. 42); ἁ + ο = ἁ Dial.-I. 3045 ἁλυμπιάς = ἁ Ὀλυμπιάς;16) b) καὶ + α = κα: κἀσόφοις Pind. st. καὶ ἀς., κἀπό
Epich. 19, κἀείσω
Lys. 1243; καὶ + αἰ = καἰ auf Inschr.,
als: καἴκα tab. Heracl. 1, 101. Epich. 19, Theokr.
3, 27; καὶ + ε =
κα in κἀγώ st.
καὶ ἐγώ, κἀν st. καὶ
ἐν Pind., aber richtig dorisch = κη:
κἤπειτα Epich. 19, κἠγώ Sophr. 6, κἠρυθράν
Ach. 787, κἠκ 790, κἠπί Alkm. 70, κἠν 74 b u. s. w.; καὶ +
ει = κῃ: κᾖπε Theokr. 1, 97, κᾐπέ 2, 101, κᾔτε 150 st. καὶ εἴτε;
καὶ + ευ = κηυ: κηϋγονοι verdorben Epich. 23,
κηὐώνοι Ahrens, κἦυ Theokr. 4, 31; καὶ + η = κη, χἠσεῖτε
Ach. 747 (= καὶ ἥσετε);
καὶ + ο =
κω: χὤταν, χὠπόταν,
χὤτι, χὠπόθεν Pind. st. καὶ ὅταν
u. s. w.; χὠ Epich. 45. 60 st. καὶ ὁ, κὠλίγου 31, κὠξυρύγχοι 40, χὠκ δρυμοῖο λέων
Theokr. 1, 72 mit doppelter Krasis st. καὶ ὁ ἐκ,
χὠς 2, 30 = καὶ ὡς; καὶ + οι = κῳ: κᾤχετο Theokr. 4, 10; καὶ + ου = κωυ: κωὐδὲν Epich. 19, aber b. Theokr.
κοὐ, κοὐδέ, κοὔπω u. s. w.; auf kret. Inschr.
auch mit ι, υ: κὐιέες (Gort. Taf.), χἰλέοι, Baunack,
Inschr. v. Gort. 21 f.; c) b. Pind. J. 4, 6 ὤνασσα
(Andere ὤ ᾿νασσα) st. ὦ
ἄν., 1, 6 ὠπολλωνιάς (ὦ ᾿πολλ.)
st. ὦ Ἀπ., P. 4, 250 ὠρκεσίλα st. ὦ Ἀρκ. (ein cod.
ἀρκες. ohne ὦ,
was Boeckh u. A. aufnehmen; Bergk ὦ ᾿ρκες.).
In der ionischen Mundart, und zwar in der alten bei
Homer:17) a) bei dem Artikel: τἆλλα oft, οὑμός Il. θ, 360 st. ὁ ἐμός, (st.
καὶ τοὔνομα Il. γ, 235 wird jetzt gelesen καί τ᾽
οὔνομα, d. i. καί τε οὔνομα, s.
Spitzner ad h. l.,) Hes. Op. 559 τὤμισυ auf
äol. u. ion. Weise st. θὤμ., τὸ ἥμισυ,
s. Goettl. ad h. l.; so τοὔνεκα b. Hom., Hesiod.
Th. 88, auch Pind. O. 1, 65; desgl. mit Spir. len. st. asper18) ὤριστος Il. λ, 288 und sonst st. ὁ ἄρ., ὤριστοι
Il. κ, 529 nach Aristarch, ωὐτός Il. ε, 396 st. ὁ αὐτός (Il. b, 1 ὦλλοι nach Zenodot st. οἱ ἄλλοι, s. jedoch Spitzner ad h. l.); nach den
Alten19) auch τὠμῷ, τἠμῇ (λ, 608,
ι, 654), wofür man jetzt τῷ ἐμῷ, τῇ
ἐμῇ schreibt; — b) καί
erleidet bei Homer nur selten Krasis20): καὐτός Il. ζ, 260, aber Andere κ̓ (d.
i. κε) αὐτός mit
Aristarch, was ebenfalls möglich; sicherer ist καὐτή Od. z,
282, καὐτός γ, 255; dazu χἡμεῖς (besser als χ̓ἡμεῖς) Il.
β, 238; aber Il. f, 108 οἷος κἀγώ ist καὶ ἐγώ, was an sehr vielen Stellen vorkommt, zu lesen;
doch Hymn. in Merc. 173 κἀγώ im I. Fusse; in Cer.
227 κοὔ st. καὶ
οὐ zweif. Lesart; — c) bei πρό
oft, als: προὔθηκεν, προὔπεμψα, προὔτυψαν, προὔφαινε,
προὔχουσι (es kann indes überall die Krasis
aufgelöst werden, u. so Nauck); — d) οὔνεκα st. οὗ ἕνεκα; —
[e) παλίωξις Il. m, 71. ο, 69 aus πάλι^ u. ι?̓́ωξις; aber Hes. Th. 678
περίαχε ist auf äolische Weise aus
περ (d. i. περί）
u. ῎ῖαχε, s. Göttling ad h. l., wie 733
περοίχεται;] — f) besonderer Art und
bezweifelt υἱεῖ ἐμὠκυμόρῳ d. i. ἐμῷ ὠκυμ. nach Herodian, Il. ς, 458. Neuion. b. Herod.21) τἆλλα,
τἀγάλματα 2, 51; ταὐτά st. τὰ
αὐτά, fast immer; [τἀνθρώπου neben
τοῦ ἀ. v. l. 2. 121, 6, gegen den Dial.,
Kühners ausführl. Griech. Grammatik. I.
T. s. u.]; τἀν st. τὰ ἐν Inschr. Chios; τοὔνομα Hdt. oft; ο + ε = ου: οὕτερος 1, 34. 134. 3, 78, τοὔτερον 1. 32, 186.
(Auffallend 4, 157 θἄτερα in allen codd., da sonst
der Sp. asper b. Her. die Tenuis nicht verwandelt.) Inschr. (Chios) τοἰκόπεδον st. τὸ οἰκ.,
mit der regelrechten Zusammenziehung, die wir auch für das Attische fordern
mussten (oben 5a). — ο + α = ω: τὠρχαῖον Her. 1, 173. 9, 45 st. τὸ
ἀρχ., τὠποβαῖνον 2, 82, τὤγαλμα 2, 42 u. sonst, τὠληθές 6, 68 u. sonst, ὡνήρ 2, 51 u. sonst sehr oft, ὥνθρωπος 3, 68 (oft Hippokr.); ebenso ου + α = ω: τὠγῶνος, τὠπόλλωνος Inschr.
— ο, οι, ου, ῳ + αυ = ωυ: ὡυτός st. ὁ αὐτός, τὠυτό st.
τὸ αὐτὸ Herod. 1, 1 u. so fast immer, doch 8,
43 τὸ αὐτό; ὡυτοί st. οἱ
αὐτοί 2, 168 u. sonst; τὠυτοῦ 3, 72,
aber τοῦ αὐτοῦ 9, 101, τὠυτῷ 1, 5, neben
τῷ αὐτῷ v. l. 6, 58, sonst τῷ αὐτῷ, u. so auch immer ἡ
αὐτή, τῇ αὐτῇ, αἱ αὐταί; ferner d. Reflexivpr. ἐμεωυτοῦ, σεωυτοῦ, ἑωυτοῦ aus ἐμέο, σέο, ἕο u. αὐτοῦ; diese
Krasis ist alsdann auf alle Kasus übertragen, als: ἑωυτόν, ἑωυτοῖσι, ἑωυτούς, σεωυτόν u. s. w.; s. § 168
(schon Hesiod. Th. 126 ἑωυτῇ, s. das.).
— οι + α =
ω: ὧλλοι 1, 48
u. sonst (b. Hom. ὦλλοι, s. Nr. 8; bei Her. sollte
man überhaupt keinen Spir. asper schreiben); ὧνδρες st. οἱ ἄνδρες 4, 134;
ὥνθρωποι st. οἱ ἄνθρ. 7, 11;
— ω + α =
ω: ὤνθρωπε st.
ὦ ἄνθρ. 1, 35 u. sonst; ὦναξ st. ὦ ἄναξ 4, 150. 155. 7,
141; ebenso ῳ + α =
ω: τὠκινάκῃ st.
τῷ ἀκινάκῃ Anakreon in Et. M. 514, 29;
τὠπόλλωνι und τῷ
Ἀπ. Inschr. Milet; — ῃ +
ε = η: τἠπαρῇ st. τῇ ἐπ.
Inschr. Teos; — ῃ + η = η: τἤρῃ = τῇ Ἥρῃ Inschr. Samos;
— b) καί in κἀμοί st. καὶ ἐμοί Her. 3, 81,
κἀκεῖνον 9, 37, κἄπειτα 2, 85; κὠμφαλός
Hippokr. VII, 326 nach θ für καὶ ὁ ὀμφ.; auf Inschr. κἄτιμος,
κἀγδικασάντων = καὶ ἐγδ., κἄν =
καὶ ἤν, κοἰνοπίδης = καὶ Οἰν., wo das αι ausgestossen
scheint, da sonst κᾠν. entstehen müsste.
Eine Papyrusurkunde ionischen Dialekts hat κοὐκ und
sogar κἐν = καὶ
ἐν;22) so
auch eine dorische Inschrift von Epidauros κἐνκαύσιος d. i. καὶ ἐγκ., D.-I. 3325
Z. 265; — [Komposita: δημιουργούς
Hdt. 4.194, κακοῦργοι 1, 41, ὑπουργέειν, ξυλουργέειν, κρεουργηδόν 3, 13, κατεκρεουργήθη
7, 181, ἱρουργίαι, doch auch ohne Zusammenziehung ἀγαθοεργοί 1, 67, ἀγαθοεργίην 3, 160, δημιοεργοί 7, 31,
λυκοεργέας 7, 76, wofür Stein nach Athenäus Λυκιοεργέας, von Lykiern gearbeitet. Vgl. oben §
50, 6. Die Präposition πρό macht bei
Herodot keine Krasis, also: προεχώρεε, προετίθεε, προέφερε,
προεθυμέετο, wohl aber bei ion. Dichtern: προὔθηκε Archil. 38, προὔπινε
Hipponax 39].(Smyth 62)
1 Vgl. Ahrens de crasi et
aphaeresi, Stolbergae 1845.2 Über Demosthenes s. Voemel, Dem. cont., p. 14 ff.3 Über die Krasis auf attischen
Inschriften Wecklein, Curae epigraphicae, p. 49; Cauer, Curtius Stud. VIII, 266;
Meisterhans, Gramm. d. att. Inschr., S. 55^{2} ff.4 S. Ahrens l. d., p. 13 sq.; gewöhnlich
erklärt man dieses μἀλλά aus μὴ ἀλλά; doch dieses wird immer mit dem Imperative
verbunden und nicht als Krasis, sondern als Synizese μὴ
ἀλλά geschrieben.5 Diese Schreibweise wird durch Inschriften bestätigt, so auf
attischen: κἀγώ, κἀκεῖ, ἁδελφοί. —
Seidler, Excurs. ad Eurip. Troad., schreibt, τἀσχρά,
τᾁτια, κᾀσχύνῃ nach Analogie von ᾡπόλος Etym. M. 822 und nach der Regel, dass das lange α das ι nicht neben,
sondern unter sich hat (§ 6, 2). Allein einmal beobachtete der dorische
Dialekt vielfach ein anderes Prinzip als der attische, und dann ist bei den Krasen
mit nachfolgendem Diphthonge auch sonst öfters eher Elision, z. B.
κεἰ, χοἱ, κοὐ, und so auch mit αι χαἱ, θαἶμα; vgl. Mehlhorn, Gr., S. 101. S. indes
über χοἱ unten b), wonach die Alten
dafür χᾡ bezeugen.6 Das. ᾡνοχόος für ὁ οἰνοχόος;
die Hdschr. haben ὦ οἰνοχόος.7 Rav. τωκίδιον m.
übergeschr. οι.8 ὕδατος Rav.; es könnte θὔδατος geschrieben werden, wie bei Krates (oben) θὔδωρ, Ameipsias b. Athen. 15, 667 f. θὔδατος.9 S. Just. Flor. Lobeck, de synaloephe pars I, Kgsb. 1839.10 Die Betonung dieser
Verbindungen ist sehr zweifelhaft.11 Hartung,
Partikel d. gr. Spr. I, 322 f.12 Ahrens de
crasi, p. 6; Btr. 58 ff.13 S. Ahrens, Dial. I, p. 202; Meister, gr. Dial. I,
249.14 Ahrens, p. 104; Meister, S.
99.15 S. Ahrens l. d. II, p. 220 sqq. Über
Pindar s. Hermann Opusc. I, p. 254; Boeckh, de metris P. III, c. 18, p.
290.16 Ganz
eigentümlich ist die Behandlung der Formen des Artikels vor Vokal im
Eleischen (Baunack, Stud. 239, Meister, Dial. II, 43 f.): es wird nicht Krasis,
sondern Elision, sogar des langen Vokals oder Diphthongen angewandt, als τ᾽ ἰαρῶ = τῶ ἰαρῶ, τ᾽
ἐπιάροι = τοῖ ἐπιάροι (Dat.),
doch τοῖ ᾿νταῦτ᾽ ἐγραμένοι (τῷ ἐνταῦθα γεγραμμένῳ); man schreibt sogar τὼρ ἰαρομάωρ τ̓ (für τὼρ) Ὀλυμπίαι, τ᾽ αὐτῶ
für τὼς αὐτῶ. Indes zeigt sich alles
dies nur auf den alten Bronzen, während z. B. die grosse
Damokratesinschrift τὸ ἰαρόν u. s. w.
hat.17 S. Thiersch, Hom. Gr., § 165; La Roche,
Hom. Unters. 202 ff., 283 ff.18 S. Giese, Aeol. Dial., S. 391 ff., der auch bei Herodot mit Recht schreiben
will: ὠνήρ, ὤνθρωπος u. s. w.; die
Handschriften haben meistens den Sp. asper, s. Bredov, Dial. Herod., p. 197 sqq.
Bei Homer soll sich der Spiritus nach dem zweiten Worte richten, La Roche, S.
203.19 La Roche, S. 202, 287.20 Spitzner, Exc. XIII.
ad Il. p. 34 sqq.21 S. Bredov. Dial. Herod. l. d.; über d. ion. Dichter
Renner, Curt. Stud. I, 1, 197 ff.22 Blass, Ausspr.^{3}, S. 43, 54.

References: § 50
 § 85
 §
60

§ 85
 § 85
 § 14
 § 40
 § 1
 § 191
 § 67
 § 62
 § 39
 § 67
 § 343
 § 50
 § 14
 § 22
 § 168
 §
50
 § 165