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Timestamp: 2019-08-18 22:26:01+00:00

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FG Münster, 13.07.2005 - 10 K 6837/03 E - dejure.org
FG Münster, 13.07.2005 - 10 K 6837/03 E
https://dejure.org/2005,2647
FG Münster, 13.07.2005 - 10 K 6837/03 E (https://dejure.org/2005,2647)
FG Münster, Entscheidung vom 13.07.2005 - 10 K 6837/03 E (https://dejure.org/2005,2647)
FG Münster, Entscheidung vom 13. Juli 2005 - 10 K 6837/03 E (https://dejure.org/2005,2647)
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Vorlage an das BVerfG zur Verfassungswidrigkeit der Besteuerung von Spekulationsgewinnen in den Jahren 1994 bis 1996
Zweck der Besteuerung von Einkünften aus Spekulationsgeschäften; Optionen als Gegenstand eines Spekulationsgeschäfts; Möglichkeit einer Veräußerung von an der Deutsche Terminbörse (DTB) gehandelten Optionen und der Glattstellung des Geschäfts durch Verkauf einer Option der selben Serie an die DTB; Verfassungswidrigkeit von § 23 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 Buchst. b Einkommensteuergesetz (EStG) in der in den Veranlagungszeiträumen 1994 bis 1996 geltenden Fassung betreffend Veräußerungsgeschäfte bei Wertpapieren; Steuerpflichtigkeit des Differenzbetrags zwischen Eröffnungsgeschäft und Glattstellungsgeschäft ist als Spekulationsgeschäft
Spekulationsgeschäfte - Spekulationsbesteuerung 1994 bis 1996 verfassungswidrig?
Besteuerung von privaten Spekulationsgeschäften mit Wertpapieren auch für 1994 bis 1996 verfassungswidrig
123recht.net (Pressemeldung, 15.8.2005)
Spekulationssteuer auch für 1994 bis 1996 verfassungswidrig // Münster legt Fall dem Bundesverfassungsgericht vor
Verfassungsmäßigkeit des § 23 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 Buchst. b EStG in der für die VZ 1994 bis 1996 geltenden Fassung; Glattstellungsgeschäfte als Spekulationsgeschäfte (Vorlage an das BVerfG) - 1. Dem Bundesverfassungsgericht wird gemäß Art. 100 Abs. 1 GG, § 80 Abs. 1 BVerfGG folgende Frage zur Entscheidung vorgelegt: Ist § 23 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 Buchst. b EStG und § 22 Nr. 3 S. 1 EStG in der für die Veranlagungszeiträume 1994 bis 1996 maßgeblichen Fassung des EStG vom 07.09.1990 mit Art. 3 Abs 1 GG unvereinbar und nichtig, weil die Durchsetzung des Steueranspruchs bei der Veräußerung von Wertpapieren wegen struktureller Vollzugshindernisse weitgehend vereitelt wird?
ZIP 2005, 1831
EFG 2005, 1542
In dem Verfahren zur verfassungsrechtlichen Prüfung, ob die Vorschrift des § 23 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 Buchstabe b Einkommensteuergesetz in der für die Veranlagungszeiträume 1994 bis 1996 maßgeblichen Fassung des Einkommensteuergesetzes vom 7. September 1990 mit Artikel 3 Grundgesetz vereinbar ist, soweit sie bestimmt, dass Veräußerungen von Wertpapieren als Spekulationsgeschäfte steuerlich zu erfassen sind, - Aussetzungs- und Vorlagebeschluss des Finanzgerichts Münster vom 13. Juli 2005 - 10 K 6837/03 E - hat die 3. Kammer des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts durch den Richter Broß, die Richterin Osterloh und den Richter Mellinghoff gemäß § 81a BVerfGG in der Fassung der Bekanntmachung vom 11. August 1993 (BGBl I S. 1473) am 18. April 2006 einstimmig beschlossen:.
Nachdem die Beteiligten des Ausgangsverfahrens übereinstimmend auf mündliche Verhandlung verzichtet haben, hat der 10. Senat des Finanzgerichts Münster mit Beschluss vom 13. Juli 2005 - 10 K 6837/03 E - (EFG 2005, S. 1542) das Verfahren ausgesetzt und dem Bundesverfassungsgericht die Frage vorgelegt, ob die Vorschrift des § 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Buchstabe b EStG in der für die Veranlagungszeiträume 1994 bis 1996 maßgeblichen Fassung des EStG vom 7. September 1990 mit Art. 3 GG vereinbar sei, soweit sie bestimme, dass Veräußerungen von Wertpapieren als Spekulationsgeschäfte steuerlich zu erfassen seien.
Zwar hat das FG Münster in mehreren Entscheidungen die Auffassung vertreten, dass § 22 Nr. 3 EStG verfassungswidrig sei, soweit die Vorschrift die Besteuerung von Optionsgeschäften betreffe, weil insoweit ein verfassungswidriges Vollzugsdefizit vorliege (Vorlagebeschluss des FG Münster vom 5. April 2005 8 K 4710/01 E, EFG 2005, 1117; Beschluss des FG Münster vom 10. Oktober 2005 13 V 1792/05 E, EFG 2006, 49; vgl. auch Vorlagebeschluss des FG Münster vom 13. Juli 2005 10 K 6837/03 E, EFG 2005, 1542).
FG Niedersachsen, 08.05.2007 - 15 K 96/07
Verfassungsmäßigkeit der Versteuerung privater Wertpapierveräußerungsgeschäfte in …
Die dem Gesetzgeber insoweit zuzubilligende Übergangszeit umfasst nach Auffassung des Senates auch noch das Streitjahr (im Ergebnis ebenso: FG Münster Urteil vom 14. September 2006 8 K 4710, EFG 2007, 1333; andere Auffassung: FG Münster Vorlagebeschlüsse vom 5. April 2005 8 K 4710 E, EFG 2005, 1117, und vom 13. Juli 2005 10 K 6837/03 E, EFG 2005, 1542), weil die Frage des gleichheitswidrigen Vollzugsdefizits in der Fachwelt für die Vorschrift des § 20 EStG (vgl. die Nachweise im Urteil des BVerfG vom 27. Juni 1991 2 BvR 1493/89 BVerfGE 84, 239, BStBl II 1991, 654) deutlich früher aufgeworfen worden ist als für § 23 EStG.
Daher hat das Finanzgericht Münster auch seine Auffassung der Verfassungswidrigkeit des § 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 EStG (vgl. Beschluss vom 13. Juli 2005, 10 K 6837/03 E, EFG 2005, 1542 ) im Anschluss an die Beschlüsse des BVerfG vom 18. April 2005 (…2 BvL 8/05 a.a.O. und 2 BvL 12/05, Höchstrichterliche Finanzrundschau - HFR - 2006, 1144) in seinem Urteil vom 14. September 2006 8 K 4710/01, EFG 2007, 133 aufgegeben.

References: § 23
 § 23
 Art. 100
 § 80
 § 23
 § 22
 Art. 3
 § 23
 § 81
 § 23
 Art. 3
 § 22
 § 20
 § 23
 § 23