Source: http://www.jurablogs.com/2016/09/13/parodie-muss-an-ein-bestehendes-werk-erinnern-und-ihm-gegenueber-wahrnehmbare-unterschiede-aufweisen-sowie-einen-ausdruck-von-humor-oder-eine-verspottung-darstellen
Timestamp: 2016-10-25 12:41:07+00:00

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Blogsfachanwalt-hannoverSeptember 2016Parodie muss an ein bestehendes Werk erinnern und ihm gegenüber wahrnehmbare Unterschiede aufweisen, sowie einen Ausdruck von Humor oder eine Verspottung darstellena) Die Bestimmung des § 24 Abs. 1 UrhG ist insoweit im Lichte des Art. 5 Abs. 3 Buchst. k der Richtlinie 2001/29/EG auszulegen, als es um die urheberrechtliche Zulässigkeit von Parodien geht.b) Maßgeblich ist der unionsrechtliche Begriff der Parodie. Die wesentlichen Merkmale der Parodie bestehen danach darin, zum einen an ein bestehendes Werk zu erinnern, gleich-zeitig aber ihm gegenüber wahrnehmbare Unterschiede aufzuweisen, und zum anderen einen Ausdruck von Humor oder eine Verspottung darzustellen. Der Begriff der Parodie hängt nicht von der weiteren Voraussetzung ab, dass die Parodie einen eigenen ursprüng-lichen Charakter hat, der nicht nur darin besteht, gegenüber dem parodierten ursprüngli-chen Werk wahrnehmbare Unterschiede aufzuweisen. Zu den Voraussetzungen einer Pa-rodie gehört es außerdem nicht, dass sie das ursprüngliche Werk selbst betrifft (im An-schluss an EuGH, Urteil vom 3. September 2014 – C-201/13, GRUR 2014, 972 Rn. 33 – Deckmyn und Vrijheidsfonds/Vandersteen u.a.).c) Die Annahme einer freien Benutzung gemäß § 24 Abs. 1 UrhG unter dem Gesichtspunkt der Parodie setzt deshalb nicht voraus, dass durch die Benutzung des fremden Werkes ei-ne persönliche geistige Schöpfung im Sinne von § 2 Abs. 2 UrhG entsteht. Sie setzt ferner keine antithematische Behandlung des parodierten Werkes oder des durch das benutzte Werk dargestellten Gegenstands voraus.d) Bei der Anwendung der Schutzschranke der Parodie in einem konkreten Fall muss ein angemessener Ausgleich zwischen den Interessen und Rechten der in den Art. 2 und 3 der Richtlinie 2001/29/EG genannten Personen auf der einen und der freien Meinungsäuße-rung des Nutzers eines geschützten Werkes, der sich auf die Ausnahme für Parodien be-ruft, auf der anderen Seite gewahrt werden (im Anschluss an EuGH, GRUR 2014, 972 Rn. 34 – Deckmyn und Vrijheidsfonds/Vandersteen u.a.).BGH URTEIL I ZR 9/15 vom 28 ...Zum vollständigen Artikel43 Leserkanzlei.biz:„Promis im Netz auf fett getrimmt“: Unionsrechtlicher Begriff der Parodie ist maßgeblich24 Leserratgeberrecht.eu - Weiß & Partner, Esslingen - ...:Zulässigkeit der Parodie eines urheberrechtlich geschützten Werkes94 LeserCMS Hasche Sigle:Nach dem Deckmyn-Urteil des EuGH: Sind „platte“ Parodien jetzt erlaubt?18 LeserCMS Hasche Sigle:Nach dem Deckmyn-Urteil des EuGH: Sind „platte“ Parodien jetzt erlaubt?48 LeserPETRINGS.DE:Fettes Urheberrecht: Die BGH und das Fat-Model124 LeserRechtslupe:Springender Pudel – oder springendes Puma?56 LeserKurz Pfitzer Wolf & Partner:Auf fett getrimmt – Entstellung eines Promifotos?64 LeserKurz Pfitzer Wolf & Partner:Asterix vs. Alcolix10 verwandte ArtikelBGH: „Auf fett getrimmt“BGH: Zur urheberrechtlichen Zulässigkeit einer Parodie - es gilt der unionsrechtliche Parodie-Begriff - auf fett getrimmtBGH, I ZR 9/15 – auf fett getrimmtEuGH: Zu den urheberrechtlichen Grenzen von (diskriminierenden) ParodienEuGH: Parodien mit diskriminierender Aussage sind unzulässigPorträtkunstNeue Serie der IT-Recht-Kanzlei: Das deutsche Urheberrecht nach seiner Novellierung aus IT-rechtlicher Sicht (Teil 3: Die allgemeinen
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References: § 24
 Art. 5
 § 24
 § 2
 Art. 2
 BGH