Source: https://studylibde.com/doc/2055612/gegenstand-der-bedingungen---gemeindewerke-bobenheim
Timestamp: 2020-05-28 03:48:34+00:00

Document:
Allgemeine Geschäftsbedingungen für den Netzzugang des Lieferanten (kurz: AGB-S)
Umfang des Netzzugangs
Der Netzbetreiber stellt dem Lieferanten das Versorgungsnetz und die Netzinfrastruktur – einschließlich des Zugangs zum
gesamten Elektrizitätsversorgungsnetz; d. h. zu allen vorgelagerten Netzen bis zur Höchstspannungsebene – zum Zwecke
der Durchleitung elektrischer Energie zu Entnahmestellen der Kunden des Lieferanten zur Verfügung und erbringt die
Systemdienstleistungen (Netzzugang).
Stellt ein Lieferant Anforderungen an die Stromqualität, die über die vertraglichen Verpflichtungen des Netzbetreibers
gegenüber dem Lieferanten, dem Anschlussnutzer oder dem Anschlussnehmer hinausgehen, obliegt es diesem selbst, auf
eigene Kosten Vorkehrungen zum störungsfreien Betrieb von Geräten und Anlagen zu treffen oder entsprechende
Vorkehrungen durch seinen Kunden sicherzustellen.
Die Parteien sind sich einig, dass auch das Vertragsverhältnis zwischen Netzbetreiber und Anschlussnutzer bzw.
Anschlussnehmer Auswirkungen auf den diesen Bedingungen zugrunde liegenden Vertrag haben kann.
Eventuelle Fehler oder Störungen des Netzes oder Störungen, die die Entnahme beeinträchtigen können und die dem
Lieferanten bekannt werden, sind dem Netzbetreiber unverzüglich zu melden.
Zulieferbetrieben, Beschädigungen von Übertragungs- oder Verteilungsanlagen, Anordnungen von hoher Hand oder durch
Umstände, die abzuwenden nicht in seiner Macht liegen bzw. deren Abwendung mit einem angemessenen technischen
und wirtschaftlichen Aufwand nicht erreicht werden kann, gehindert sein, eine Entnahme von Elektrizität durch den
Anschlussnutzer zu gewährleisten, so ruhen die vertraglichen Verpflichtungen des Netzbetreibers, bis diese Umstände
und deren Folgen beseitigt sind. In solchen Fällen kann der Lieferant keine Entschädigung beanspruchen. Der
Netzbetreiber wird in solchen Fällen mit allen angemessenen Mitteln dafür sorgen, dass er seinen vertraglichen
Verpflichtungen sobald wie möglich wieder nachkommen kann.
Der Netzbetreiber ist berechtigt, Entnahmestellen vom Netz zu trennen und dadurch den Netzzugang zu unterbrechen
a) soweit dies zur Vornahme betriebsnotwendiger Arbeiten, zur Vermeidung eines drohenden Netzzusammenbruchs
oder zur Abwendung einer unmittelbaren Gefahr für Personen oder Anlagen erforderlich ist,
b) um zu gewährleisten, dass Störungen anderer Netznutzer oder störende Rückwirkungen auf Einrichtungen des
Der Netzbetreiber wird eine beabsichtigte Unterbrechung oder Einschränkung des Netzzugangs rechtzeitig vor der
Unterbrechung oder Einschränkung des Netzzugangs in geeigneter Weise bekannt geben, z. B. durch Veröffentlichung in
regionalen Tageszeitungen, und den Lieferanten hiervon unterrichten. Bei kurzen Unterbrechungen ist er zur vorherigen
Unterrichtung nur gegenüber Anschlussnutzern verpflichtet, die zur Vermeidung von Schäden auf eine ununterbrochene
Stromzufuhr angewiesen sind und dies dem Netzbetreiber unter Angabe von Gründen schriftlich mitgeteilt haben. Bei
kurzen Unterbrechungen ist der Netzbetreiber gegenüber dem Lieferanten zur vorherigen Unterrichtung verpflichtet, sofern
die betroffene Entnahmestelle einen Jahresverbrauch von mind. 5 GWh hat. Eine Benachrichtigung kann entfallen, wenn
die Unterrichtung:
Der Netzbetreiber wird alle Lieferanten – sofern diese es verlangt haben - nachträglich über Unterbrechungen oder
Störungen und deren Dauer sowie die betroffenen Netzgebiete in allgemeiner Form unterrichten, sobald dies dem
Netzbetreiber möglich ist. Unterbleibt die Unterrichtung aus Gründen, die der Netzbetreiber zu vertreten hat, haftet er den
Lieferanten für kausal auf diesen Umstand zurückzuführende Schäden nur, wenn ihm Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit
Der Netzbetreiber ist unter den Voraussetzungen des § 17 Abs. 3 lit. b und c diesen AGB zugrunde liegenden Vertrages
berechtigt, den Netzzugang durch den Lieferanten, gegebenenfalls für die vom Zahlungsverzug betroffenen
Entnahmestellen seiner Kunden, nach Ankündigung mit einer Frist von zwei Wochen einzustellen.
3.1 wird der Netzbetreiber den Lieferanten letztmalig auf die bevorstehende Einstellung hinweisen. Der Netzbetreiber
Ein Vorgehen des Netzbetreibers nach Ziff. 3.1 dieser AGB ist ausgeschlossen, wenn der Lieferant, der Anschlussnutzer
bzw. der Anschlussnehmer darlegt, dass die Folgen – gegebenenfalls unter Berücksichtigung geleisteter Vorauszahlungen
oder Sicherheiten - außer Verhältnis zur Schwere der Zuwiderhandlung stehen und hinreichende Aussicht besteht, dass
der Lieferant seinen Verpflichtungen nachkommen wird.
Darüber hinaus wird der Netzbetreiber entgeltlich den Netzzugang einstellen und die Entnahmestelle vom Netz trennen,
wenn der Lieferant ein solches Vorgehen vom Netzbetreiber schriftlich verlangt und diese Rechtsfolge zwischen Lieferant
und dem Kunden (Anschlussnutzer) vertraglich vereinbart ist. Der Lieferant hat dem Netzbetreiber gegenüber schriftlich
glaubhaft zu versichern, dass im Verhältnis zwischen dem Lieferanten und dessen Kunden die vertraglichen
Voraussetzungen zur Einstellung der Belieferung erfüllt sind, insbesondere dem Kunden keine Einwände oder Einreden
zustehen, die die Voraussetzungen der Unterbrechung der Anschlussnutzung entgegenstehen und die Folgen nicht außer
Verhältnis zur Schwere der Zuwiderhandlung stehen sowie keine hinreichende Aussicht besteht, dass der Kunde des
Lieferanten seinen Verpflichtungen nachkommen wird. Der Lieferant hat den Netzbetreiber darüber hinaus von sämtlichen
Schadensersatzansprüchen freizustellen, die sich aus einer unberechtigten Unterbrechung der Anschlussnutzung ergeben
könnten. Der Netzbetreiber wird im Namen des Lieferanten dem Anschlussnutzer den Beginn der Unterbrechung drei
Werktage im Voraus ankündigen. Einzelheiten und Voraussetzungen ergeben sich aus Anlage 4.
Der Lieferant ist in den Fällen der Ziff. 3.4 Schuldner der Entgelte gemäß Preisblatt für die Einstellung und
Wiederaufnahme der Anschlussnutzung und des Netzzugangs.
Sofern der Anschlussnutzer eine vom Lieferanten erbetene Sperrung nach Ziff. 3.4 durch Zahlung auf die gegen ihn
bestehenden Forderung des Lieferanten sowie der durch die Sperrung und das Inkasso abwenden will, wird der
Netzbetreiber von der Sperrung absehen, soweit die Voraussetzungen eines entgeltlichen Inkassos zwischen
Netzbetreiber und Lieferant vorab geregelt sind. Einzelheiten und Voraussetzungen des Inkassos regelt Anlage 4 des
diesen AGB zugrunde liegenden Vertrages.
Der Netzbetreiber hat den Netzzugang unverzüglich wieder zu ermöglichen, sobald die Gründe für die Einstellung entfallen
sind und der Anschlussnehmer oder Anschlussnutzer oder im Falle der Ziff. 3.3 der Lieferant oder der Anschlussnutzer,
die Kosten der Unterbrechung und Wiederherstellung des Anschlusses und der Anschlussnutzung ersetzt hat. Die Kosten
können pauschal berechnet werden. Der Nachweis geringerer Kosten bleibt dem Lieferanten vorbehalten.
Einbau, Betrieb und Wartung der Messeinrichtungen sowie die Messung der gelieferten Energie sind gemäß § 21b Abs. 1
EnWG Aufgabe des Netzbetreibers; etwaige Rechte des Anschlussnehmers gemäß § 21b Abs. 2 EnWG bzw. des
Anschlussnutzers gemäß § 21b Abs. 3 EnWG bleiben unberührt. Soweit und solange der Einbau, der Betrieb und die
Wartung der Messeinrichtungen oder die Messung berechtigterweise durch einen Dritten vorgenommen werden, bleibt der
NB zum Einbau, zum Betrieb und zur Wartung zusätzlicher, eigener Messeinrichtungen sowie zu einer eigenen Messung
berechtigt, es sei denn, dass dies dem Dritten oder dem Anschlussnehmer bzw. -nutzer unzumutbar ist. Im Falle des
Satzes 2 sind die Messwerte des Dritten abrechnungsrelevant; der Einbau, der Betrieb und die Wartung der
Messeinrichtungen des NB sowie die durch ihn vorgenommene Messung erfolgt dann auf Kosten des Netzbetreibers.
Der Netzbetreiber stellt die vom Anschlussnutzer abgenommene Wirkarbeit/Wirkleistung und – sofern mit der
vorhandenen technischen Einrichtung möglich - Blindarbeit/Blindleistung durch Messeinrichtungen fest, die den
eichrechtlichen Vorschriften entsprechen müssen.
anschlussnutzerseitig vorgenommenen Umspannung unterspannungsseitig gemessen, kann auf den Arbeitspreis ein
Kompensationsaufschlag gemäß Preisblatt addiert werden. Die Pflicht des Netzbetreibers, dem Lieferanten die
tatsächlichen Messwerte (Ist-Werte) mitzuteilen, bleibt unberührt. Der Netzbetreiber teilt dem Lieferanten im Rahmen der
Zählwertübermittlung die tatsächlichen Messwerte (IST-Werte) mit.
Der Lieferant kann auf eigene Kosten in Abstimmung mit dem Netzbetreiber zusätzliche Messgeräte zur Überwachung der
Entnahme anbringen. Die Parteien werden sich hinsichtlich der technischen Vorgaben für das Messgerät abstimmen, insbesondere um sicherzustellen, dass andere technische Geräte oder Einrichtungen des NB oder Dritter nicht gestört
werden. Die Rechte des Anschlussnehmers bzw. Anschlussnutzers aus § 21 b Abs. 2 und 3 EnWG bleiben unberührt.
Bei einer jährlichen durch den Anschlussnutzer von bis zu 100.000 kWh findet gemäß § 12 StromNZV ein standardisiertes
Lastprofilverfahren Anwendung. Auf Wunsch des Lieferanten oder des Anschlussnutzers, sofern er Gläubiger des
Anspruchs auf Netzzugang ist wird der Netzbetreiber (z.B zur Feststellung der Voraussetzungen des § 2 Abs. 3 KAV in
Verbindung mit § 2 Abs. 7 KAV) auch bei einer jährlichen Entnahme durch den Anschlussnutzer von bis zu 100.000 kWh
Anschlussnutzer schriftlich zur Zahlung des damit verbundenen Mess- und Zählerentgelts nach dem jeweils gültigen, auf
den Internetseiten des Netzbetreibers veröffentlichten Preisblatt bereit erklärt.
Netzzugang ist, eine solche Messung wünscht und daraufhin mit dem Netzbetreiber eine niedrigere Grenze vereinbart
wird. Die Kosten für die Installation bzw. Deinstallation einer registrierenden ¼-h-Leistungsmessung trägt im letztgenannten Fall der Lieferant bzw. der Anschlussnutzer, sofern es sich nicht um die erstmalige Installation einer solchen
Messeinrichtung handelt. Im Einzelfall werden sich Lieferant und Netzbetreiber über die Abwicklung verständigen.
Für die Zählerfernauslesung muss bei der jeweiligen Entnahmestelle ein hierfür geeigneter Telekommunikationsanschluss
vom Kunden gestellt werden. Steht der für eine Zählerfernauslesung benötigte Kommunikationsanschluss nicht rechtzeitig
vor Lieferbeginn zur Verfügung oder kann auf Grund örtlicher Gegebenheiten kein geeigneter Telekommunikationsanschluss beim Kunden eingerichtet werden, erfolgt die Zählerdatenauslesung bis zur Bereitstellung des Telekommunikationsanschlusses – sofern technisch möglich und aus dem Netzanschluss- oder Anschlussnutzungsverhältnis keine
Hinderungsgründe bestehen – mittels GSM-Modem oder durch Ablesung vor Ort. Der Lieferant trägt die hiermit
verbundenen zusätzlichen Kosten. Verzögerungen, die der NB zu vertreten hat, gehen nicht zu Lasten des Lieferanten
oder Kunden. Verzögerungen des Kunden gehen zu Lasten des Lieferanten. Beide Vertragsparteien werden sich vor der
manuellen Auslesung oder vor Einbau eines GSM-Modem verständigen. Ein Umbau der Entnahmestelle des Kunden vor
Aufnahme der Belieferung durch den neuen Lieferanten darf nur aus sachlich gerechtfertigten Gründen erfolgen, die der
NB vor Umbau dem Lieferanten mitzuteilen hat.
Im Anschlussnutzungsvertrag wird geregelt, dass sofern eine Veränderung des Abnahmeverhaltens des Anschlussnutzers
die Installation oder Deinstallation einer registrierenden ¼-h-Leistungsmessung erforderlich macht, der Anschlussnutzer
die Kosten der Installation bzw. der Deinstallation trägt, es sei denn die Installation ist gemäß § 12 StromNZV erstmalig
zwingend. Im Einzelfall werden sich Lieferant, Anschlussnutzer und NB über die Abwicklung verständigen.
Für die Installation bzw. Deinstallation einer registrierenden ¼-h-Leistungsmessung wird der Netzbetreiber dem
Anschlussnutzer eine angemessene Frist setzen, innerhalb derer der Anschlussnutzer den Einbau durch den
Netzbetreiber zu ermöglichen hat.
Der Lieferant kann jederzeit die Nachprüfung der Messeinrichtungen durch eine Eichbehörde oder eine staatlich
anerkannte Prüfstelle im Sinne des § 2 Abs. 4 des Eichgesetzes verlangen. Stellt der Lieferant den Antrag auf
Nachprüfung nicht bei dem Netzbetreiber, so hat er diesen, falls er der Messstellenbetreiber ist, zugleich mit der
Ist der Netzbetreiber der Messstellenbetreiber gilt Folgendes: Die Kosten der Prüfung fallen dem Netzbetreiber zur Last,
falls die Abweichung die gesetzlichen Verkehrsfehlergrenzen überschreitet, andernfalls dem Lieferanten.
Die Ablesetermine werden vom Netzbetreiber unter Berücksichtigung der Vorgaben der GPKE festgelegt. Fordert der
Lieferant weitere Ablesungen, so sind diese dem Netzbetreiber nach den im jeweiligen „Preisblatt Netzzugang“
aufgeführten Konditionen gesondert zu vergüten.
Solange der Beauftragte des Netzbetreibers die Räume des Anschlussnutzers bzw. Anschlussnehmers nicht zum Zwecke
der Ablesung betreten kann oder der Anschlussnutzer einer Aufforderung zur Selbstablesung nicht Folge leistet, darf der
Netzbetreiber die Entnahme im Wege der rechnerischen Abgrenzung ermitteln oder diese auf der Grundlage der letzten
Ablesung schätzen. Hierbei sind die tatsächlichen Verhältnisse angemessen zu berücksichtigen. Gleiches gilt bei Ausfall
oder Manipulation der Messeinrichtung. Falls beim Lieferanten entsprechende Ablesungsdaten vorliegen, soll der
Netzbetreiber diese bei der Abrechnung angemessen berücksichtigen.
Ergibt eine Prüfung der Messeinrichtungen eine Überschreitung der eichrechtlichen Verkehrsfehlergrenzen und ist die
Größe des Fehlers nicht einwandfrei festzustellen oder zeigt eine Messeinrichtung nicht an, so ermittelt der Netzbetreiber
die Daten für die Zeit seit der letzten fehlerfreien Ablesung aus dem Durchschnittsverbrauch des ihr vorhergehenden und
des der Beseitigung des Fehlers nachfolgenden Ablesezeitraums oder aufgrund des Vorjahreswertes durch rechnerische
Abgrenzung oder Schätzung, soweit aus Parallelmessungen vorhandene Messwerte keine ausreichende Verlässlichkeit
vorhergehenden Ablesezeitraum beschränkt, es sein denn, die Auswirkung des Fehlers kann über einen größeren
Zeitraum festgestellt werden; in diesem Fall ist der Anspruch auf den Zeitraum seit Vertragsbeginn, längstens auf drei
Jahre beschränkt.
Der NB haftet gegenüber dem Lieferanten für Schäden, die ihm oder den von ihm belieferten Kunden durch eine Unterbrechung oder durch Unregelmäßigkeiten der Anschlussnutzung oder des Netzzugangs entstehen, entsprechend § 18 der
Die Haftungsbegrenzung der Ziffer 8.1 kann gegenüber Lieferanten nur für jeden Kunden gesondert geltend gemacht
Vorgenannte Haftungsbegrenzungen und -ausschlüsse gelten auch für Erfüllungsgehilfen des Netzbetreibers und für die
Haftung des Lieferanten und seiner Erfüllungsgehilfen gegenüber dem Netzbetreiber.
verursachte Schäden ausgeschlossen, soweit der Schaden nicht durch Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit herbeigeführt
wurde; dies gilt nicht bei
der schuldhaften Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (sog. Kardinalpflichten).
Im Falle einer Verletzung wesentlicher Vertragspflichten, welche auf anderen Umständen als Vorsatz oder grober
Fahrlässigkeit beruht, beschränkt sich die Haftung auf den Schaden, den die haftende Partei bei Abschluss des jeweiligen
Vertrages als mögliche Folge der Vertragsverletzung vorausgesehen hat oder unter Berücksichtigung der Umstände, die
er kannte oder kennen musste, hätte voraussehen müssen. Gleiches gilt bei grob fahrlässigem Verhalten einfacher
Erfüllungsgehilfen (nicht leitende Angestellte) außerhalb des Bereichs der wesentlichen Vertragspflichten sowie der
Lebens-, Körper- oder Gesundheitsschäden.
Die Ersatzpflicht nach dem Haftpflichtgesetz wegen Sachschäden ist gegenüber einer juristischen Person des öffentlichen
Rechts, einem öffentlich-rechtlichen Sondervermögen oder einem Kaufmann ausgeschlossen.
10.1 Die Parteien sind berechtigt, in dem für die Vertragsabwicklung notwendigen Umfang Abrechnungs- und Vertragsdaten an
10.2 Die für die Abrechnung oder sonstige Abwicklung nach dem Lieferantenrahmenvertrag einschließlich dieser AGB sowie
der weiteren Anlagen nötigen Daten werden entsprechend den Bestimmungen des Bundesdatenschutzgesetzes sowie
des § 9 EnWG verarbeitet und genutzt.
11. Anpassung des Vertrages oder dieser Bedingungen
11.1 Die Regelungen des Lieferantenrahmenvertrages einschließlich dieser AGB sowie der weiteren Anlagen beruhen auf den
derzeitigen rechtlichen und energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen, wie z.B. dem Energiewirtschaftsgesetz (EnWG)
in der Fassung vom 13.Juli 2005 (BGBl. I 2005 Nr. 42), weiterhin der Verordnung über Allgemeine Bedingungen für den
(Niederspannungsanschlussverordnung – NAV) vom 01.11.2006 (BGBl. I 2006, 2477). Sollten sich diese, vergleichbare
Regelwerke, einschlägige Rechtsvorschriften oder die einschlägige Rechtsprechung ändern oder vollziehbare
Festlegungen der Regulierungsbehörde unmittelbaren Einfluss auf dieses Vertragsverhältnis haben, ist der Netzbetreiber
berechtigt, die entsprechenden Regelungen des Lieferantenrahmenvertrags oder dieser AGB sowie der weiteren Anlagen
entsprechend anzupassen, soweit eine Neuregelung nicht ohnehin zwingend und abschließend gilt und die Anpassung
dem Lieferanten zumutbar ist. Anpassungen des Lieferantenrahmenvertrages einschließlich der AGB sowie der weiteren
Anlagen wird der Netzbetreiber dem Lieferanten mindestens 6 Wochen vor deren Inkrafttreten schriftlich unter
ausdrücklichem Hinweis auf die Anpassungen mitteilen. Ist der Lieferant mit der mitgeteilten Anpassung nicht
einverstanden, hat er das Recht, dem Anpassungsverlangen mit einer Frist von 4 Wochen ab dem Zugang der
Benachrichtigung schriftlich zu widersprechen. Macht er von diesem Recht keinen Gebrauch, gilt die Anpassung als
genehmigt. Auf diese Folgen wird der Lieferant in der Mitteilung gesondert hingewiesen. Widerspricht der Lieferant der
angekündigten Anpassung, werden sich die Parteien unverzüglich über eine einvernehmliche Lösung verständigen.
11.2 Über den vorstehenden Absatz hinausgehende einvernehmliche Änderungen und Ergänzungen des
Lieferantenrahmenvertrages, dieser AGB – einschließlich dieser Klausel – oder der weiteren Anlagen bedürfen der
11.3 Eine Kündigung des Vertrages insbesondere nach § 17 des diesen AGB zugrunde liegenden Vertrages bleibt den Parteien
11.4 Ziffer 11.1 gilt nicht für eine Anpassung der Preise. Für diese gelten ausschließlich die diesbezüglichen Regelungen des
12.1 Jede Vertragspartei ist berechtigt, die Rechte und Pflichten aus dem Vertrag als Gesamtheit auf einen Dritten zu
übertragen. Die Übertragung wird erst wirksam, wenn die andere Vertragspartei zustimmt. Die Zustimmung darf nur
verweigert werden, wenn begründete Zweifel an der technischen oder wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Dritten
bestehen. Die Zustimmung gilt als erteilt, wenn die andere Vertragspartei nicht innerhalb von acht Wochen nach der
schriftlichen Mitteilung über die Übertragung der Rechte und Pflichten schriftlich widerspricht. Auf diese Folge wird sie in
der Mitteilung über die Übertragung der Rechte und Pflichten gesondert hingewiesen.
12.2 Der Zustimmung des Lieferanten bedarf es nicht, soweit es sich um eine Übertragung der Rechte und Pflichten auf einen
Dritten im Rahmen einer rechtlichen Entflechtung des Netzbetreibers nach § 7 EnWG handelt.
13.1 Der Gerichtsstand für Kaufleute i. S. des Handelsgesetzbuches, juristische Personen des öffentlichen Rechts und
öffentlich-rechtliche Sondervermögen ist Frankenthal (Pfalz).
13.2 Das Gleiche gilt, wenn der Lieferant keinen allgemeinen Gerichtsstand im Inland hat, nach dem Abschluss des Vertrages
seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthaltsort ins Ausland verlegt oder sein Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt
14.1 Die Geltung abweichender Bedingungen ist ausgeschlossen, selbst wenn der Netzbetreiber derartigen Bedingungen nicht
ausdrücklich widerspricht. Abweichende Vereinbarungen und Änderungen sowie Nebenabreden sind nur dann wirksam,
wenn sich der Netzbetreiber mit diesen ausdrücklich und schriftlich einverstanden erklärt.
14.2 Sollten einzelne Bestimmungen des Lieferantenrahmenvertrages einschließlich dieser AGB oder der weiteren Anlagen
unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, so bleibt der Vertrag im Übrigen davon unberührt. Die Vertragspartner
werden die unwirksame bzw. undurchführbare Bestimmung durch eine wirksame oder durchführbare, in ihrem
wirtschaftlichen Ergebnis möglichst gleichkommende Bestimmung ersetzen. Entsprechendes gilt für eine Lücke im
Frankenthal 4/2010
\\SWFT-FS1\home$\arbeiter\Eigene Dateien\Verträge\NETZVERTRÄGE\STROM\Lieferantenrahmenverträge\BoRo - 30\Überarbeitung - Allgemeine Geschäftsbedingungen für den Strom
Netzzugang des Lieferanten BoRo - AGB-S.doc 14.05.16

References: § 17
 § 21
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 § 12
 § 2
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 § 18
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