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Timestamp: 2018-04-24 06:58:52+00:00

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vom 11. November 2009 (Stand 01. Januar 2018)
II.Anstellungsverhältnis
3 Soweit das Recht der Evangelisch-Reformierten Landeskirche des Kantons Aargau und das kantonale öffentliche Recht keine Bestimmung enthalten, gelten sinngemäss die Regelungen des Schweizerischen Obligationenrechts über das Arbeitsverhältnis.
III.Inhalt, Auftrag und Aufsicht
2 Katechetinnen und Katecheten sind Mitglieder einer evangelischen Landeskirche. Angehörige einer anderen Landeskirche können bei Gleichwertigkeit der Ausbil-dung für ökumenisch verantworteten Unterricht angestellt werden.
Die Aufgaben der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ergeben sich aus dem Funktionsbeschrieb, wie er von der Kirchenpflege nach Massgabe der kirchlichen Erlasse festgelegt wird.
2.Katechese
1.Kontakte mit den schulischen Lehrpersonen
2.Kontakte mit den Eltern und den einzelnen Schülerinnen und Schülern
3.Mitgestaltung von Kinder-, Jugend- und Familiengottesdiensten
4.Kontakte mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Vorschulbereich
5.Kontakte mit den Verantwortlichen von Gruppen der Kinder- und Jugendarbeit
6.ökumenische Kontakte.
1 Ziel der Katechese ist die Einübung in den reformierten Glauben. Katechetin und Katechet sind den Kindern und Jugendlichen ein Beispiel engagierten christlichen Glaubens und Handelns..
3 Die Inhalte der Katechese richten sich für jeden Teil nach den Vorgaben des PH-Modells (siehe Reglement über das pädagogische Handeln8) und nach dem PH-Konzept der Kirchgemeinde. Katechetin und Katechet sprechen sich ab mit den Lehrpersonen und den Personen, die für die Katechese in der Kirchgemeinde verantwortlich sind.
3.Kirchenmusik
1 Zur Pflege der instrumentalen und vokalen Musik im Gottesdienst dienen der Kirchgemeinde Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker.
2 Der Dienst der Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker besteht vor allem in der Mitgestaltung von Gottesdiensten und Kirchgemeindeanlässen.
3 Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker tragen Verantwortung in der kirchenmusikalischen Beratung von Pfarrpersonen, Unterrichtenden, in der Förderung des Gemeindegesangs und in der Gestaltung des kirchenmusikalischen Lebens in der Kirchgemeinde.
Das Sekretariat führt gemäss Funktionsbeschrieb der Kirchenpflege die Sekretariatsarbeiten aus.
5.Kirchengutsverwaltung
1 Die Kirchengutsverwaltung ist gemäss Funktionsbeschrieb der Kirchenpflege für die Finanzverwaltung der Kirchgemeinde zuständig.
1.Anstellung einer Kirchengutsverwalterin oder eines Kirchengutsverwalters durch die Kirchenpflege
2.Übertragung des Mandats durch die Kirchenpflege an ein Treuhandbüro
3.Übergabe des Mandats durch die Kirchenpflege an die Finanzverwaltung einer Einwohnergemeinde.
6.Sigristin und Sigrist
IV.Begründung, Dauer und Beendigung des Anstellungsverhältnisses
1.Begründung des Anstellungsverhältnisses
1 Für Katechetinnen und Katecheten ist grundsätzlich der entsprechende landeskirchliche Fachausweis oder ein gleichwertiger Abschluss Anstellungsvoraussetzung. Die katechetischen Ausbildungen der Landeskirchen, die in der deutsch-schweizerischen Kirchenkonferenz zusammengeschlossen sind, werden anerkannt.
2 Für Personen mit einer gleichwertigen Ausbildung stellt der Kirchenrat auf Antrag hin den Fachausweis Katechet/Katechetin aus. Katechetinnen und Katecheten, die der römisch-katholischen oder der christkatholischen Landeskirche angehören, weisen eine anerkannte Aus- oder Weiterbildung in reformierten Glaubenstraditionen vor. Über Gleichwertigkeit und Anerkennung entscheidet der Kirchenrat.
Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker sind Berufsmusikerinnen und Berufsmusiker, Absolventinnen und Absolventen der von der Evangelisch-Reformierten Landeskirche des Kantons Aargau getragenen oder unterstützten Institution zur Ausbildung von Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusikern sowie qualifizierte Personen ohne Berufsausweis.
Sigristinnen und Sigriste verfügen über handwerkliche Fähigkeiten und technisches Verständnis. Ihre Arbeitszeiten richten sich nach den Bedürfnissen des Kirchgemeindelebens.
Kirchengutsverwalterinnen und Kirchengutsverwalter
3.Probezeit
4.Beendigung des Anstellungsverhältnisses
1.ungenügende Leistungen oder unbefriedigendes Verhalten, das sich trotz Abmahnung/Verweis nicht verbessert
2.Verletzung gesetzlicher oder vereinbarter Pflichten
3.fehlende Eignung sowie Wegfall oder Nichterfüllung gesetzlicher oder vereinbarter Anstellungsvoraussetzungen
4.Aufhebung einer Stelle aus betrieblichen oder wirtschaftlichen Gründen.
4 Kündigungen, die im Sinne von Art. 336 OR missbräuchlich sind oder im Sinne von Art. 336c OR zur Unzeit erfolgen, gelten als nicht ausgesprochen.
2 Die Kündigung durch die Kirchenpflege ist mit einer Rechtsmittelbelehrung zu versehen.
2 Bei einer ordentlichen Kündigung, die das Anstellungsverhältnis einer Katechetin oder eines Katecheten betrifft, beträgt die Kündigungsfrist im ersten Dienstjahr mindestens einen Monat auf Ende eines Semesters oder Schuljahres, danach mindestens drei Monate auf Ende eines Semesters oder Schuljahres. Kündigungstermine sind der 31. Januar (Semesterende) und der 31. Juli (Schuljahresende).
V.Pflichten
1 Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben die ihnen nach der Kirchenordnung und den nachgeordneten Erlassen sowie dem Funktionsbeschrieb auferlegten Pflichten zu erfüllen.
1 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Teilzeitpensum können einer Zweitbeschäftigung nachgehen. Die Kirchenpflege ist über die Zweitbeschäftigung zu informieren. Zusammen dürfen die verschiedenen Teilzeitbeschäftigungen ein Pensum von 100% nicht übersteigen.
3 Wer ein öffentliches Amt ausüben möchte, das die normale Arbeitszeit gemäss Anstellungsverfügung berührt, braucht das Einverständnis der Kirchenpflege. Vormundschaften im Sinne von Art. 382 – 384 ZGB sollen nur im Einvernehmen mit der Kirchenpflege übernommen werden.
1 Die Arbeitszeit richtet sich nach der durchschnittlichen Arbeitszeit für kantonale Angestellte. Bei einem Teilzeitpensum reduzieren sich die Sollarbeitszeiten entsprechend dem Beschäftigungsgrad.
3 Der Funktionsbeschrieb berücksichtigt das Stellenpensum.
4 Für Katechetinnen und Katecheten beträgt die Anzahl der zu erteilenden Unterrichtslektionen pro Schulwoche bei einem Beschäftigungsgrad von hundert Prozent 29 Lektionen. Bei einem Teilzeitpensum reduzieren sich die Sollarbeitszeiten entsprechend dem Beschäftigungsgrad.
5 Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker, insbesondere Organistinnen und Organisten, erreichen mit einer Anstellung zu dreissig Stellenprozenten ein volles Pensum. Sie haben Anspruch auf den Mindestlohn wie er im Anhang dieses Reglements vorgesehen ist.
VI.Rechte
2.nach den sechs Monaten ist die Lohnfortzahlung mit Abschluss der Unfallversicherung gemäss § 56 und der Krankentaggeldversicherung gemäss § 57 sichergestellt.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben Anspruch auf Ersatz ihrer belegten und begründeten Spesen.
vom 21. bis zum vollendeten 49. Altersjahr 4 Wochen
3 Katechetinnen und Katecheten haben die Ferien im Laufe des Schuljahrs jeweils während der offiziellen Schulferien zu beziehen.
8.Plötzliche Erkrankung in der Familie (zur
Organisation einer Hilfe) maximal 2 Tage
VII.Versicherungen
1 Die Kirchgemeinde versichert ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gegen die Folgen von Unfall mindestens im Rahmen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung, UVG.
1 Die Kirchgemeinde ist verpflichtet, für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Krankentaggeldversicherung mit mindestens folgenden Leistungen abzuschliessen:
Solange der Mitarbeiterin oder dem Mitarbeiter trotz Dienstverhinderung der Lohn ausgerichtet wird, gehen Lohnausfallentschädigungen aus Versicherungsleistungen oder aus anderen Leistungen Dritter an die Stelle, die für die Lohnkosten aufkommt.
IX.Übergangs- und Schlussbestimmungen
Der nominelle Besitzstand ist bezüglich Lohn- und Ferienanspruch gewahrt.
1.Reglement über die Besoldungs- und Entschädigungsansprüche der am Dienst verhinderten hauptamtlichen nicht ordinierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kirchgemeinden und die Regelung der Stellvertretungskosten (SRLA 371.710)
2.Richtlinien zur Anstellung von Katechetinnen und Katecheten der Evangelisch-Reformierten Kirchgemeinden des Kantons Aargau (RLK) (SRLA 376.300)
3.Reglement über die Minimalbesoldungen für Katechetinnen und Katecheten der Evangelisch-Reformierten Kirchgemeinden des Kantons Aargau (Minimalbesoldungsreglement Katecheten) (MinB K) (SRLA 376.500)
4.Minimalbesoldungen für haupt- und nebenamtliche Mitarbeiter (ausgenommen Pfarrer/Pfarrerinnen, Diakonische Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen und Katechetinnen/Katecheten, Organistinnen/Organisten) der Evangelisch-Reformierten Kirchgemeinden des Kantons Aargau (SRLA 378.500)
5.Reglement über die Minimalbesoldungen für Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker der Evangelisch-Reformierten Kirchgemeinden des Kantons Aargau (MinB KM) (SRLA 378.501)
6.Richtlinien für die Anstellung der Sekretärin/des Sekretärs in der Verwaltung der Kirchgemeinde (SRLA 378.713).
Lohntabelle für Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker
Die Pauschalbesoldung pro Jahr der Organistinnen und Organisten beträgt brutto mindestens:
Besoldungsindex 2018 = 110.5 Punkte
(Indexstand Mai 2000)
5. – 9. Jahr
10. – 14. Jahr
mit Abschluss Kirchenmusikschule
mit Lehrdiplom für Orgelunterricht
Die Besoldung ist inklusive Ferienentschädigung. Eine volle Anstellung beinhaltet 58 Dienste pro Jahr abzüglich der Freisonntage gemäss § 52 und der Feriensonntage. Für Anwärterinnen und Anwärter auf den Abschluss der Kirchenmusikschule oder eines Lehrdiploms gelten 80% der entsprechenden Ansätze.
Die Orgeldienste für Kasualien ausserhalb der Sonntags- und Festtags-Gottesdienste und zusätzliche Gottesdienste werden einzeln entschädigt. Für zwei unmittelbar aufeinander folgende Gottesdienste beträgt die zusätzliche Entschädigung 50% der entsprechenden Einzelentschädigung.
Für Chorleiterinnen und Chorleiter gelten bei einem Aufwand von 10 Stunden pro Woche 2/3 der Ansätze für Organistinnen und Organisten.
Die Einzelentschädigung für Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker beträgt brutto mindestens:
Mit dem Jahresendausgleich für Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker, die mit Einzelentschädigungen entlöhnt werden, wird die Differenz zur Pauschalbesoldung entsprechend dem Beschäftigungsumfang stufenweise ausgeglichen. Der Jahresendausgleich beträgt brutto bei:
Höhe des zusätzlich zu den Einzelent­schädigungen auszurichtenden Jahresendausgleiches
14 – 27 Einsätzen im Jahr
15% der Summe der
Brutto-Einzelentschädigungen
28 – 41 Einsätzen im Jahr
30% der Summe der
42 und mehr Einsätzen im Jahr
45% der Summe der
Lohntabelle für Katechetinnen und Katecheten
Die Ansätze pro Stunde in Fr. betragen brutto mindestens:
2’184.0 Std.
Netto-Jahresarbeitsstunden 100%
1’940 Std.
1’898 Std.
1’856 Std.
1’164 Std.
1’139 Std.
1’114 Std.
1’552 Std.
1’519 Std.
1’485 Std.

References: Art. 336
 Art. 336
 Art. 382
 § 56
 § 57
 § 52