Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F17-10-2013-5A_774-2013
Timestamp: 2016-10-21 16:45:51+00:00

Document:
5A_774/2013 (17.10.2013)
5A_774/2013 � � Urteil vom 17. Oktober 2013
Besuchsregelung, Errichtung einer Besuchsrechtsbeistandschaft,
Mit Urteil des Kantonsgerichts von Appenzell-Ausserrhoden vom 25. April 2012 wurde die Ehe von Y.________ und X.________ geschieden. Die elterliche Sorge �ber den Sohn A.________ (xx.xx.2007) wurde X.________ zugeteilt und Y.________ ein Besuchsrecht einger�umt. Die fr�her angeordnete Besuchsrechtsbeistandschaft blieb aufrechterhalten. Da sich bez�glich des Besuchsrechts von A.________ Schwierigkeiten mit X.________ ergaben, setzte die Vormundschaftskommission der Gemeinde B.________ mit Beschluss vom 17. Dezember 2012 das Besuchsrecht von Y.________ per sofort unter Androhung einer Ungehorsamsstrafe gegen X.________ im Unterlassungsfall auf jede zweite Woche am Mittwochnachmittag von 14-17.00 Uhr fest. Der Beschluss sah im weiteren vor, dass ein anderer Termin nur mit Zustimmung der Beist�ndin vereinbart werden k�nne, die Besuche an den ersten f�nf Nachmittagen begleitet stattzufinden haben und danach w�hrend mindestens 6 Monaten nur noch bei �bergabe des Kindes eine Begleitung durch eine Fachperson vorgesehen sei. Schliesslich wurde einer Beschwerde die aufschiebende Wirkung entzogen. Mit Urteil vom 1. Juli 2013 wies das Obergericht des Kantons Appenzell-Ausserrhoden die von X.________ dagegen erhobene Beschwerde ab. X.________ (Beschwerdef�hrerin) hat mit Eingabe vom 15. Oktober 2013 gegen das Urteil des Obergerichts beim Bundesgericht Beschwerde in Zivilsachen erhoben. Sie beantragt sinngem�ss die Aufhebung des obergerichtlichen Urteils sowie des Beschlusses der durch die zust�ndige Kindes- und Erwachsenenschutzbeh�rde. Es sind keine Vernehmlassungen eingeholt worden.
2.1.�Das Obergericht hat erwogen, mit der Regelung des Besuchsrechts gehe es darum, stabil-kontinuierliche Rahmenbedingungen im Hinblick auf eine harmonische Entwicklung des Kindes zu schaffen. Die Beschwerdef�hrerin habe laut den Akten das Besuchsrecht des Beschwerdegegners gegen�ber seinem Sohn zu hintertreiben versucht. So ergebe sich namentlich aus der Aktennotiz vom 14. Mai 2012, dass sie keinen weiteren Kontakt zwischen dem Beschwerdegegner und dem gemeinsamen Sohn der Parteien w�nsche. Gem�ss einer weiteren Notiz vom 15. Mai 2012 behaupte die Beschwerdef�hrerin, der Sohn wolle seinen Vater nicht sehen, weil er ihn schlage und anschreie. Abgesehen davon, dass sich f�r diese Behauptung keine Anhaltspunkte f�nden, sei die Beschwerdef�hrerin in einem Streit noch einen Schritt weiter gegangen und habe gedroht, sich in die Heimat abzusetzen, sodass es dem beim Beschwerdegegner zur�ckgelassenen Sohn schlecht gehen werde. Ein solches, allenfalls sogar strafrechtlich relevantes Verhalten verdiene keinen Rechtsschutz. In Anbetracht der von der Beschwerdef�hrerin betriebenen Obstruktion, welche die bisherige Durchf�hrung des Besuchsrechts des Beschwerdegegners deutlich erschwere, wenn nicht gar langfristig verunm�gliche, sei die damals zust�ndige Vormundschaftsbeh�rde befugt gewesen, zum Wohle des Kindes die beanstandeten Massnahmen zu erlassen.
2.2.�In der Beschwerde ist in Auseinandersetzung mit den Erw�gungen des angefochtenen Entscheids darzulegen, welche Rechte der beschwerdef�hrenden Partei durch das kantonale Gericht verletzt worden sind (Art. 42 Abs. 2 BGG; BGE 134 II 244 E. 2.1 S. 245), wobei eine allf�llige Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte vom Bundesgericht nicht von Amtes wegen gepr�ft wird, sondern nur dann, wenn solche R�gen in der Beschwerdeschrift ausdr�cklich erhoben und begr�ndet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 135 III 232 E. 1.2 S. 234). Wird eine Sachverhaltsfeststellung beanstandet, muss in der Beschwerdeschrift dargelegt werden, inwiefern diese Feststellung willk�rlich oder durch eine andere Rechtsverletzung im Sinn von Art. 95 BGG (z.B. Art. 29 Abs. 2 BV oder Art. 8 ZGB) zustande gekommen ist (vgl. BGE 133 II 249 E. 1.2.2 und 1.4.3 S. 255) und inwiefern die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 in fine BGG; BGE 135 I 19 E. 2.2.2 S. 22). Auf rein appellatorische Kritik am Sachverhalt tritt das Bundesgericht nicht ein.
2.3.�Die Beschwerdef�hrerin geht auf die entscheidwesentlichen Ausf�hrungen des Obergerichts in E. 3.2 nur pauschal ein, indem sie die darin enthaltenen tats�chlichen Feststellungen bestreitet. Auf diese rein appellatorische Kritik kann von vornherein nicht eingetreten werden. Im �brigen legt sie nicht anhand einer Auseinandersetzung mit der Erw�gung dar, inwiefern die Vorinstanz Bundesrecht verletzt haben k�nnte.
2.4.�Auf die nicht den Anforderungen gem�ss E. 2.2 entsprechend begr�ndete und damit offensichtlich unzul�ssige Beschwerde ist im vereinfachten Verfahren (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG) durch den Pr�sidenten der Abteilung unter Kostenfolge f�r die Beschwerdef�hrerin (Art. 66 Abs. 1 BGG) nicht einzutreten.
Dieses Urteil wird den Parteien, der Kindes- und Erwachsenenschutzbeh�rde KESB und dem Obergericht von Appenzell Ausserrhoden, 1. Abteilung, schriftlich mitgeteilt.

References: BGE 
 BGE 
 Art. 95
 Art. 29
 Art. 8
 BGE 
in fine
 BGE