Source: http://www.fluglaerm-badhomburg.de/news_aeltere.htm
Timestamp: 2017-12-12 08:19:41+00:00

Document:
News bis 30.6.07
Hier stehen wichtige Neuigkeiten zur Fluglärmsituation in Bad Homburg. Wir halten es nicht für erforderlich, alle Neuigkeiten von regionaler Bedeutung hier zu publizieren, sondern verweisen hierzu auf die Seiten www.fluglaerm-taunus.de und www.fluglaerm-eppstein.de.
Fluglärmschutzgesetz mittlerweile unterzeichnet
Der Bundespräsident hat mit der Unterzeichnung des Fluglärmschutzgesetzes gezögert  ein Signal, dass das Fluglärmschutzgesetz verfassungsrechtlich zumindest fragwürdig ist; die von Fraport gewünschte Planungssicherheit kann es nicht bieten.
Das Gesetz wurde am 6.6. im Bundesgesetzblatt veröffentlicht  eine Leseversion existiert noch nicht.
Anti-Lärm-Pakt: Kaum mehr als Minimalschutz soll untergejubelt werden
Am 16.5. fand in Flörsheim eine Veranstaltung des RDF zum Anti-Lärm-Pakt statt, in dem die Bürger sich sehr kritisch zu diesem Pakt äußerten (Siehe Aktuelles vom 20.5.2007 ). Es verdichtet sich der Eindruck, dass die Landesregierung die neutrale Position des von ihr berufenen RDF-Vorsitzenden Wörner  mittlerweile als DLR-Vorsitzender den Interessen der Luftfahrtwirtschaft verpflichtet - als Hüter der Mediation (Selbstdarstellung von Wörner) nutzen will, um den betroffenen Bürgern ein Lärmschutzkonzept unterzujubeln, das weit hinter dem in der Mediation beschlossenen Nachtflugverbot und Anti-Lärm-Paket zurückbleibt (siehe unten). Und damit will die Landesregierung ihr Versprechen einlösen, beim Flughafenausbau das Mediationsergebnis umzusetzen  bestätigt vom Hüter der Mediation.
Ergänzend zu den Ausführungen unten: Der Anti-Lärm-Pakt soll übrigens ausschließlich die Bürger in den höchst belasteten Gemeinden schützen; mäßig Belastete sollen noch nicht einmal einen Schutz vor vermeidbaren Lärm haben.
Acht weise Wirtschaftswissenschaftler haben die von der Fraport vorgelegten Arbeitsplatzgutachten analysiert und schwere Mängel festgestellt; demnach sind die vorgelegten Gutachten G19.1 und G19.2 nicht geeignet, einen positiven Einfluss des Flughafenausbaus auf die regionale Wirtschaftsentwicklung nachzuweisen. Damit steht jedoch die politische Rechtfertigung des Ausbaus eigentlich auf der Kippe - die Ausbauparteien CDU, FDP und SPD verdrängen jedoch diese Ergebnisse. Die im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung zur Änderung des Landesentwicklungsplans geäußerte Kritik an den auch zur Begründung dieses Plans herangezogenen Gutachten Nähere Informationen erhalten Sie auf der Homepage des Rhein-Main-Instituts
Übrigens hat auch der RP in seinem Anhörungsbericht Mängel erkannt und ausgeführt Die insoweit vorgelegten Gutachten G19.1 und G19.2 weisen einige, von Einwenderseite aufgezeigte, zum Teil auch von der Fraport AG eingeräumte methodische Mängel auf. Unter anderem fehlen Daten zur Grundgesamtheit aller Unternehmen am Flughafen Frankfurt Main, auch bleibt die Behandlung der missing values hinter üblichen Standards zurück, schließlich musste die zugrunde liegende Luftverkehrsprognose nachträglich ergänzt werden. Unter den oben skizzierten, rechtlichen Rahmenbedingungen wiegen diese Mängel meiner Ansicht nach indes nicht so schwer, als dass sie die Einholung neuer Gutachten erforderlich machen würden."
8.5.2007: Genau einen Tag nach Ablauf der Einwendungsfrist hat das Regionale Dialogforum aktualisierte, auf Rechnungen basierende Lärmkarten ins Netz gestellt. Gegenüber dem Istzustand 2005 ergibt sich 2020 sogar ein leichter Rückgang der (rechnerischen) Belastung, der allerdings auf einen unplausible Entwicklung der Flugbewegungszahlen und einen nicht nachvollziehbare Zunahme des Anteils leichter Strahlflugzeuge (Bombardier CRJ) zu Lasten mittelschwerer Strahlflugzeuge (B737; A320) und Propellerflugzeugen (diese sind rechnerisch über Bad Homburg lauter als leichte Strahlflugzeuge; sie sollen 2020 überhaupt nicht mehr fliegen) zurückzuführen ist. Die 2005 durchgeführten Messungen im Kurpark ergaben eine höhere Belastung als jetzt fürs selbe Jahr ausgewiesen.
Nicht berücksichtigt werden hier Abflüge von der langen Route, die im Bereich Niederdorfelden nach Nordwesten drehen und dann zwischen Bad Homburg und dem Usatal die kurze Route kreuzen
Die Darstellung zeigt die Lärmimmission tagsüber bei Ostbetriebsrichtung.
Rechnung 2005 Rechnung 2020
Legende: Hellgrün: 40 dB(A) < Leq3 < 45 dB(A); Dunkelgrün: 45 dB(A) < Leq3 < 50 dB(A)
Antilärmpakt:
Im Regionalen Dialogforum wurde eine Vorvereinbarung eines Anti-Lärm-Pakts besprochen, in der zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen gegen Klageverzicht vorgesehen werden. Diese Vorvereinbarung ist relativ unverbindlich; sie bleibt weit hinter dem zurück, was im Anti-Lärm-Paket der Mediation beschlossen wurde, das durch diesen Pakt zu einem fast nach Belieben der Luftfahrt zu füllenden Anti-Lärm-Päckchen wird und in dem eine massive Subvention des Ausbaus gefordert wird. Nur zur Erinnerung: Schlüsselsatz ist
" Eine Selbstverpflichtung der FAG (Bem.: Jetzt Fraport) zur kontinuierlichen Verminderung der Lärmbelastung der betroffenen Bevölkerung. Die FAG sollte mit Nachdruck das Ziel verfolgen, sich im Vergleich mit anderen internationalen Flughäfen zum Vorbild und Vorreiter bei der Reduzierung von Fluglärm zu entwickeln.".
Daneben enthält das Anti-Lärm-Paket folgende Elemente
Die Mediationsgruppe fordert ein verbindliches Programm zur Lärmminderung und Lärmvermeidung, dessen Bestandteile vor allem sind:
 Kontingentierung von Fluglärm und Festlegung von lokalen Lärmobergrenzen;
 Wirtschaftliche Anreize, die sich am tatsächlich entstandenen Lärm orientieren und die schnellere Modernisierung der alten Flugzeugflotten durch leisere Maschinen fördern;
 Anreize zur Einhaltung der minimum noise routes durch die Piloten und zur häufigeren Anwendung bzw. zur Weiterentwicklung lärmarmer An- und Abflugverfahren;
 Programm zum künftigen passiven Schallschutz an Gebäuden, das nicht nur Fenster, sondern das gesamte Gebäude betrifft und durch eine entsprechende Erhöhung der Landegebühren finanziert wird. Die Mediationsgruppe hält einen Betrag von 5 DM pro Passagier für möglich, so dass eine Gesamtsumme von mindestens 1 Milliarde DM allein in den ersten 10 Jahren zur Verfügung stünde;
 Immobilienmanagement als Hilfestellung für besonders betroffene Bürger;
 Aufbau eines systematischen und transparenten Lärmmonitoring-Systems, das regelmäßig den entstehenden Lärm an besonders belasteten Punkten misst und diese Daten auch der Politik und den betroffenen Bürgern zur Verfügung stellt;
All dies wird jetzt relativiert, auch durch eine zeitliche Begrenzung der Gültigkeit des Anti-Lärm-Pakts; statt das Verursacherprinzip anzuwenden soll der Lärmschutz subventioniert und damit Anreize zu einem verbesserten Lärmschutz sogar abgebaut werden. Lärmschutz soll es nicht nach verbindlichen Regeln und Notwendigkeit, sondern nach Finanzlage und Ermessen eines noch zu gründenden Regionalforums geben. Faktisch aufgehoben würde sogar die vom Hessischen Wirtschaftsministerium leider nicht durchgesetzte Auflage aus dem Planfeststellungsbeschluss von 1971
Der Flughafenunternehmer soll darauf hinwirken, daß bei der Festlegung der An- und Abflugverfahren unter Berücksichtigung der neuesten Erkenntnisse der Technik dem Ruhebedürfnis der Bevölkerung in der Umgebung des Flughafens so weit wie möglich Rechnung getragen wird.
So weit wie möglich  das bedeutet, dass wirtschaftliche Aspekte nur eine nachrangige Bedeutung haben dürfen. Und das überhaupt über Maßnahmen des aktiven Schallschutzes gesprochen wird, zeigt, dass eben nicht alle Möglichkeiten derzeit genutzt werden. Die Luftfahrt ist gesetzlich zum Lärmschutz verpflichtet; dieser Verpflichtung kommt sie aber nur ungenügend nach und erwartet sogar Zugeständnisse der Betroffenen hierfür.
Flugprofile im Internet
Der DFLD bietet jetzt zusätzlich die Ausgabe einzelner Flugprofile einschließlich der bei der Lärmberechnung angesetzten Standardprofile an. Aufruf über www.dfld.de => Messwerte => Region Frankfurt => Flugspuren; Zeiteinstellung +/- 7,5 Min wählen; schwarze Flugspur anklicken (es werden schon vorher Informationen angezeigt). Speziell über Bad Homburg fliegt eine nicht ganz unerhebliche Zahl etwas niedriger als in die Lärmberechnung eingesetzt (das sehr ausgeprägte Tiefhalten hat sich aber anscheinend zumindest etwas gebessert); viel deutlicher und häufiger sind nach unten abweichende Profile im Bereich Niederdorfelden, aber auch bei Ostbetriebsrichtung bei den Abflügen von den Parallelbahnen Richtung Süden.
Neuauslegung der Planfeststellungsunterlagen:
Vom 23. März 2007 bis zum 23. April 2007 (Gelegenheit zur Äußerung besteht dann bis zum 7. Mai 2007) findet eine erneute Auslegung der Planfeststellungsunterlagen für den Ausbau des Frankfurter Flughafens statt (siehe amtliche Bekanntmachung einer beteiligten Kommune) ; obwohl sich eine Betroffenheit Bad Homburgs kaum bestreiten lässt  die Fluglärmbelastung hat bereits jetzt ein Maß erreicht, bei dem ausgehend von der Belästigungsstudie des RDF ca. 30% mäßig und 10% hoch belästigt sind - wird erneut Bad Homburg erneut nicht beteiligt.
Eine Durchsicht der Planfeststellungsunterlagen ergab schon, dass Änderungen entgegen der Bekanntmachung nicht immer erkenntlich sind und auch einzelne Streichungen und Herausnahme von Unterlagen erfolgten. Im Anhörungsbericht zur Erörterung dokumentierte Ergänzungsforderungen des Regierungspräsidenten wurden nicht erfüllt; neueste Erkenntnisse der Lärmwirkungsforschung, wie die Belästigungsstudie des RDF und die vom UBA unterstützte Studie zum Medikamentenverbrauch im Umfeld von Flughäfen wurden nicht berücksichtigt.
Speziell für Bad Homburg ist festzustellen, dass die neuen Unterlagen für 2020 eine geringere Belastung als die alten Unterlagen für 2015 ausweisen. Zurückzuführen ist das auf unplausible Annahmen zum Flugzeugmix  der Anteil der mittelschweren Strahlflugzeuge (B737 und A320-Familie), die über Bad Homburg den Lärm bestimmen, soll stark abnehmen. Dafür sollen erheblich mehr kleinere Flugzeuge (die weniger laut sind) und größere Flugzeuge (die die lange Route über Bergen-Enkheim nutzen) eingesetzt werden. Angesichts eines offenen Auftragsbestands von 2000 Flugzeugen der A320-Familie, 1500 Flugzeugen der B737 sowie des Abgangs des Airbus A300, für den es keinen geeigneten Ersatz (der A350 ist kaum für den Kurzstreckeneinsatz geeignet) gibt, ist jedoch eher damit zu rechnen, dass auch in Bad Homburg die Belastung zunimmt.
Aufgrund der Sondersituation, dass die Unterlagen allerdings nicht schlüssig für Bad Homburg für 2020 eine geringere Belastung als im vorhergegangenen Verfahren ausweisen, ist derzeit schwierig zu beurteilen, inwieweit die Einlassungen von Neueinwendern rechtlich anerkannt werden. Alteinwender sollten möglichst ihre Einwendung ergänzen. Das Vortragen einer Einwendung ist übrigens keineswegs mit Kosten verbunden!
Wir haben eine auf die Situation in Bad Homburg angepasste Mustereinwendung erarbeitet, die Sie nach eigenen Vorstellungen ergänzen können, sowie die Vorlage einer Sammeleinwendung/Unterschriftensammlung. Auch diese können Sie abändern  dann sollten aber auch Sie sich als Listenführer eintragen.
Das Bündnis der Bürgerinitiativen hat aktuell in einem Faltblatt Stoppt diesen Irrsinn die Argumente gegen den Ausbau konzentriert zusammengefasst.
Ein gerade für Bad Homburg wichtiges Detail: Es sollen angeblich viel mehr leichte Strahlflugzeuge (Klasse S5.1; z.B. Bombardier CRJ) eingesetzt werden; der Anteil mittelschwerer Flugzeuge (Klasse S5.2; z.B. B737 und A320) soll sinken. Allerdings weisen die Auftragsbücher der Flugzeughersteller derzeit viele Aufträge für mittelschwere Flugzeuge (knapp 4000), aber nur wenige für leichte strahlgetriebene Verkehrsflugzeuge auf (ca. 300). Die Anteilsverschiebung ist daher nicht plausibel.
Jetzt hat die Lufthansa die Beschaffung von 30 Embraer E-190 bekannt gegeben. Die meist verkaufte Variante hat ein maximales Startgewicht knapp über 50 t und gehört damit eigentlich zur mittelschweren Klasse S5.2. Fraport hat aber diesen Flugzeugtyp in die Klasse S5.1 (leichte Strahlflugzeuge unter 50 t) eingestuft. Damit wird die Lärmimmision beschönigt. Es mag vertretbar sein, ein knapp über der Gewichtsgrenze liegendes Flugzeuge in die niedrigere Klasse einzustufen, falls die Lärmimmission der niedrigeren Klasse entspricht. Tatsächlich liegen aber die Zulassungswerte der Lärmimmission der Embraer E-190 zumindest für den Abflug deutlich über denen typischer Vertreter der Klasse S 5.1(Bombardier CRJ, Avro RJ85) und sogar höher als die der von der LH eingesetzten B737-530  auch von daher ist die Einstufung der Embraer in die Klasse S5.2 zu fordern. Wir regen an, dass Sie in einer Einwendung diesen Fehler zur Sprache bringen, der sich in Bad Homburg aufgrund des Fehlens schwerer Flugzeuge auf der 07N(kurz) stärker als andernorts auswirkt.
Der Vorgang zeigt übrigens auch, dass neue Flugzeuge keineswegs weniger laut sind als ihre Vorgänger. Vielmehr spielt bei der Flugzeugentwicklung Lärm eine nur untergeordnete Rolle; vieles, was möglich wäre, wird nicht gemacht. Solange es der Luftfahrt ermöglicht wird, viele Menschen völlig entschädigungslos mit Lärm zu belasten und sich Fluglärmschutz auf einen symbolischen Schutz in extrem belasteten Gebieten beschränkt, sind die Anreize zum Einsatz lärmarmer Flugzeuge viel zu gering.
Auch wenn es jetzt längere Zeit vergleichsweise ruhig war (seit August 2006 gab es nur ca. 40 Ostwindtage  im Regelfall ist der Ostwindanteil etwa doppelt so hoch), bleibt Fluglärm ein Thema für Bad Homburg.
Geplantes Krankenhaus:
Ebenfalls ein Fluglärmthema ist der angedachte Bau eines neuen Krankenhauses, das sicherlich auch einen Hubschrauberlandeplatz erhält. Soweit es nur um Notfalleinsätze im Rahmen des bisherigen Umfangs geht (das Kreiskrankenhaus verfügt über einen Hubschrauberlandeplatz), sehen wir hierin kein Problem  allerdings spuckt in manchen Köpfen die Vorstellung herum, dass wohlhabende Privatpatienten, die mit dem Flugzeug auf dem Frankfurter Flughafen landen, mit einem Hubschrauber in umliegende Privatkliniken transportiert werden könnten, auch wenn es medizinisch nicht erforderlich ist. Damit würde jedoch ein Krankenhauslandeplatz zu einem Verkehrslandeplatz entarten  gegen eine solche Entwicklung werden wir uns auf jeden Fall unabhängig vom Standort des Krankenhauses wehren.
Gegen den Standort am Stadtrand von Ober-Eschbach hat sich übrigens eine Bürgerinitiative gebildet.
Das Fluglärmgesetz (Lex Fraport) wurde am 14.12.06 im Bundestag und am 16.2. 07 im Bundesrat beschlossen; rechtskräftig wird es jedoch erst, wenn es der Bundespräsident unterzeichnet hat. Dem Vernehmen nach haben sich Betroffene an ihn gewandt und verfassungsrechtliche Bedenken vorgetragen; es bliebt abzuwarten, ob er die Verfassungsverstöße für so evident hält, dass er seine Unterschrift verweigert.
Die unten beschrieben Petition wurde leider von weniger als 50000 unterstützt; es wird daher wohl keine öffentliche Anhörung geben. Derzeit arbeitet das BMU an einer Stellungnahme.
Ein Mainzer Bürger hat eine öffentliche Petition beim Deutschen Bundestag eingereicht, mit der ein verbesserter aktiver Lärmschutz erreicht werden soll. Von einem verbesserten aktiven Lärmschutz würden auch die Bad Homburger Bürger profitieren; dagegen sind die Grenzwerte für den passiven Schallschutz so hoch, dass Bad Homburg weit außerhalb der geschützten Lärmschutzzone liegt. .
Sie können diese Petition auf der Seite des Bundestages unterstützen (bis zum 4.1.2007) oder sich auch an der Diskussion beteiligen
Ziel sind 50 000 Unterschriften, um damit eine Anhörung nach den Richtlinien des Petitionsausschusses ( Hat eine Sammel- oder Massenpetition das Quorum von 50.000 Unterstützern erreicht (Nr. 8.2.1, 7. Spiegelstrich), so werden ein Petent oder mehrere Petenten in öffentlicher Ausschusssitzung angehört...
Derzeit befindet sich ein Gesetz zum Schutz vor Fluglärm in der parlamentarischen Beratung; nach dem Entwurf soll lediglich bei extremer Fluglärmbelastung im Nahumfeld der Flughäfen passiver Schallschutz gewährt werden. Aktiver Schallschutz ist überhaupt nicht vorgesehen; den Text des Entwurfes kann man auch so interpretieren, dass sich die Berücksichtigung des Lärms bei der Abwägung über Flughafenausbauten auf die höchst Belasteten beschränkt - die Belange der zahlreichen anderen blieben völlig unberücksichtigt - und aktive Schallschutzmaßnahmen überhaupt nicht auferlegt werden dürfen. Der aktuelle Stand der Lärmwirkungsforschung wird bei der Festsetzung der Grenzwerte nicht berücksichtigt. Das Gesetz stellt gegenüber dem von Genehmigungsbehörden und Gerichten geprägten Stand des Lärmschutzes einen Rückschritt dar.
Besonders schlecht ist das Gesetz für das Rhein-Main-Gebiet  bis 2010 sollen schlechtere Grenzwerte angewandt werden als für spätere Projekte. Die Grenzwerte sind höher, als das, was in den letzten Jahren an anderen Flughäfen festgelegt wurde, und um bis zu 14 dB(A) höher als im Mediationsergebnis festgelegt.
Die Grenzwerte sollen verbindlich werden  die Umsetzung des Schallschutzkonzepts der Mediation soll also verboten werden. Dem Vernehmen nach wird dies insbesondere von der Hessischen Landesregierung betrieben  der Anwalt des Landes, Herr Dr. Gronefeld, soll an einer Formulierung mitgewirkt haben, die dem Land Hessen keine Möglichkeit mehr geben würde, die Mediation umzusetzen.
Veranstaltung zur Belästigungsstudie
Fühlen Sie sich durch Fluglärm belästigt? Natürlich werden Sie antworten und stehen damit nicht allein: 64% der Befragten sind durch Fluglärm in der Region mittelmäßig bis äußerst belästigt. Das ist das Ergebnis der Belästigungsstudie des Regionalen Dialogforums, mit über 2.300 Probanden weltweit eine der größten Studien. Sie liefert erstmals ein wissenschaftlich abgesichertes Bild: Zu welchen Tages- und Nachtzeiten ist die Belästigung besonders groß? Welche Faktoren verstärken bzw. mildern sie? Nur so kann man fundiert über eine Maßnahme gegen Fluglärm entscheiden.
Nehmen Sie die Ergebnisse der Studie unter die Lupe...
Das RDF hat den Gutachter Dirk Schreckenberg (Zeus GmbH) eingeladen. Er erläutert Ihnen die Ergebnisse der Studie. Aber stimmen die Ergebnisse mit Ihren persönlichen Erfahrungen überein?
...und stellen Sie Ihre Forderungen!
Was folgt aus den Ergebnissen? Formulieren Sie Ihre Forderungen an das Regionale Dialogforum und die Politik. In der Podiumsdiskussion beziehen Vertreter aus dem RDF Stellung und diskutieren Ihre Anregungen. Denn das Gutachten soll nicht in der Schublade verschwinden.
Sagen Sie Ihre Meinung auf der Veranstaltung des RDF
am Dienstag, den 5. Dezember 2006 von 19.30 bis 22.00 Uhr
in der Stadthalle Flörsheim, Kapellenstraße 1, 65439 Flörsheim
Neuauslegung der Planfeststellungsunterlagen
Nach dem Erörterungstermin müssen die Planfeststellungsunterlagen u.a. wegen der höheren prognostizierten Zahl der Flugbewegungen neu ausgelegt werden. Erneut wird Bad Homburg nicht beteiligt, obwohl eine Betroffenheit nicht zu bestreiten ist (siehe unten stehenden Beitrag zur Belästigungsstudie).
Belästigungsstudie des RDF vorgestellt
Das Regionale Dialogforum hat jetzt eine Belästigungsstudie (Kurzfassung, Langfassung ) mit bemerkenswerten Ergebnissen vorgestellt. So wurde beispielsweise in der Umfrage festgestellt, dass bereits bei einem Dauerschallpegel von ca. 50 dB(A) 25% der Befragten hoch belästigt sind (%HA)  die Autoren der von Fraport bezahlten Lärmsynopse haben dagegen vorgetragen, dass dieser Anteil hoch Belästigter erst bei ca. 62- 65 dB(A) festzustellen wäre (wobei als hoch belästigt gilt, wer eine Antwort auf den oberen 28% einer Skala angibt). Es werden also weitaus mehr Menschen belästigt als es die Luftfahrtunternehmen den Betroffenen und den politischen Entscheidern weismachen will. Es hat hier in den letzten Jahren eine Entwicklung gegeben, dass bei gleichen Dauerschallpegeln mehr Menschen belästigt werden  erklärt werden kann dies u.a. durch eine höhere Zahl von Fluglärmereignissen (mit geringeren Einzelpegeln) sowie auch einer Verschiebung der Tonhöhe des Schalls zu tieferen und damit lästigeren Frequenzen.
Von Bedeutung ist u.a. auch die Aussage, dass Einzelereignisse ab einem Spitzenpegel von 55 dB(A) lästig sind  dieser Wert wird bei Überflügen über Bad Homburg regelmäßig deutlich überschritten.
Zu bedauern ist, dass wesentliche Ergebnisse der Studie zurückgehalten werden. Es gibt renommierte Lärmwirkungsforscher, die empfehlen, die mäßige Belästigung zur Beurteilung der Belästigungssituation heranzuziehen  die Ergebnisse der Anteile der mindestens mäßig Belästigten (%A) werden allerdings nur sehr versteckt publiziert und überhaupt nicht diskutiert. In Bad Homburg liegt der Lden bei Ostwetterlage bei etwa 50 dB(A); bei diesem Wert sind ca. 30% der Bürger belästigt (siehe Langfassung Abb. 10,4, S. 146).
Fluglärmmessungen der Fraport in Bad Homburg zeigen überraschend hohe Belastung auf
Die Fraport hat den neuen Fluglärmreport 1/2006 veröffentlicht, in dem u.a. über die im letzten Sommer in Bad Homburg durchgeführten Fluglärmmessungen berichtet wird. Es werden für den Tag gemittelte Dauerschallpegel (Leq4) von 39 dB(A) für den direkt gemessen Fluglärm und 41 dB(A) bei Berücksichtigung von Ereignissen unterhalb der Ansprechschwelle genannt  insgesamt gab es innerhalb von 3 Monaten ca. 2000 Überflüge mit einem Spitzenpegel über 60 dB(A). Diese Werte wirken zunächst moderat; tatsächlich ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Werte des heute üblicherweise verwendeten Leq3 ca.2-3 dB(A) höher liegen und zudem die Belastung bei Ostbetriebsrichtung für sich betrachtet werden muss (100/100-Regel). Damit ergibt sich eine Belastung bei Ostbetriebsrichtung von ca. 48 dB(A) (Leq3); zwar immer noch moderat, aber deutlich mehr als in den Lärmkarten des RDF ausgewiesen (46 dB(A) für 2001; 44 dB(A) für den Ausbaufall). Die Messung bestätigt damit die These, dass durch das in den Berechnungen nicht berücksichtigte Tiefhalten abfliegender Flugzeuge, bzw. die Anwendung von Startverfahren mit flachen Steigprofilen, eine vermeidbare Fluglärmbelastung entsteht.
Die Werte liegen über den Grenzwerten nach TA Lärm für normalen Lärm in Kurgebieten (45 dB(A))  es wird damit klar, dass die Fluglärmbelastung in Bad Homburg abwägungsrelevant ist und die Bad Homburger Bürger vor einem Ausbau des Flughafens angehört werden müssten.
Landebahn zur WM nicht fertig  das wurde gefeiert
Die Nichtfertigstellung der Landebahn wurde an Pfingsten friedlich auf dem Gelände der geplanten Landebahn gefeiert  in Südbaden hätte man diese Feier den Landebahn-Hock genannt. Bericht siehe beim Bündnis der Bürgerinititativen.
Erörterungstermin beendet  Fraport hat beschönigt
Der Erörterungstermin wurde beendet  das Fazit ist, dass Fraport die Auswirkungen beschönigt hat und deshalb viele Unterlagen erheblich nacharbeiten muss. Über den Verlauf kann man sich unter www.zukunft-rhein-main.de informieren; auch die Situation in Bad Homburg und Friedrichsdorf wurde angesprochen
Herr Ulrich Krebs, bisher Bürgermeister von Flörsheim und in dieser Funktion mit dem Ausbauvorhaben und der Fluglärmproblematik bestens vertraut, wurde zum Landrat des Hochtaunuskreis gewählt. Wir hoffen, dass er sich für eine Minderung der Fluglärmbelastung im Hochtaunuskreis mit mehr Kompetenz und Elan als sein Vorgänger einsetzen wird.
Aktuelle Gesetzgebeungsverfahren
Aktuell wird im Bundestag das Fluglärmschutzgesetz (Entwurf)beraten. Es sieht lediglich passiven Schutz in hoch belasteten Gebieten vor, aktiver Schallschutz wird nicht gefordert. Das angestrebte Schutzniveau bleibt weiter hinter dem zurück, was in der Mediation beschlossen wurde; Hinweise an hessische Bundestagsabgeordnete vor allem von SPD, FDP und CDU, dass damit das Mediationsergebnis, dessen Umsetzung die drei genannten Parteien fordern, unterlaufen wird, stoßen auf taube Ohren. Die Grenzwerte sollen für Planfeststellungsbeschlüsse verbindlich werden; aus dem Schweigen der hessischen Landesverbände zu dem Entwurf kann man durchaus schließen, dass es den hiesigen Politikern recht ist, dass das Mediationsergebnis durch Berliner Beschlüsse unterlaufen wird.
Besonders übel ist im Entwurf, dass LuftVG § 8 Abs. 1 geändert werden soll in (1) Flughäfen sowie Landeplätze mit beschränktem Bauschutzbereich nach § 7 dürfen nur angelegt, bestehende nur geändert werden, wenn der Plan nach § 10 vorher festgestellt ist. Bei der Planfeststellung sind die von dem Vorhaben berührten öffentlichen und privaten Belange einschließlich der Umweltverträglichkeit im Rahmen der Abwägung zu berücksichtigen. Im Rahmen der Abwägung sind im Hinblick auf die Berücksichtigung des Fluglärms die jeweils anwendbaren Werte des § 2 Abs. 2 des Gesetzes zum Schutz gegen Fluglärm zugrunde zu legen. Satz 3 ist auf Genehmigungen nach § 6 entsprechend anzuwenden. Das kann man so interpretieren, dass bei der Abwägung
Nur die Belange derjenigen Betroffenen berücksichtigt werden, die einer Belastung oberhalb der Grenzwerte des Fluglärmschutzgesetzes ausgesetzt sind  also nur im Nahumfeld des Flughafens
Aktiver Schallschutz (Betriebsbeschränkungen, lärmarme Flugzeuge, lärmarme Flugverfahren) überhaupt nicht gefordert werden dürfen, sondern die Bewältigung der Konflikte ausschließlich durch passiven Schallschutz zu erfolgen hat.
Das Gesetz bedeutet gerade für das Rhein-Main-Gebiet eine erhebliche Schlechterstellung gegenüber den Betroffenen bei anderen Neu- und Ausbauprojekten.
Bereits beschlossen ist das Flugsicherungsgesetz, ohne dass hinreichende Festlegungen zum Lärmschutz getroffen wurden. Vielmehr wird der Flugsicherung weitgehend freie Hand gelassen, ohne Rücksicht auf Lärmschutzbelange für sie ökonomische Flugverfahren zu planen und anzuwenden. Es ist nur zu hoffen, dass Bundesrat oder Bundespräsident dieses Gesetz noch stoppen  der Bundespräsident kann seine Unterschrift verweigern, wenn er verfassungsrechtliche Bedenken hat. Und diese wurden bereits schon von einigen Seiten geäußert.
Wie groß´der Spielraum der Flugsicherung und des LBA ist, zeigt sich auch im Urteil des VGH Kasel zu den Flugorutenänderungen im Taunus; obwohl in Wiesbaden die üblich Grenze zur erheblichen Belästigung (55 dB(A) Dauerschallpegel) überschritten wird, sah das Gericht keine Unzumutbarkeit, die eine sorgfältige Prüfung der Auswirkungen erforderlich gemacht hätte. Leider muss man auch feststellen, dass Richter nahezu alles glauben, was Flugsicherung und LBA vortragen; dass die Flugroutenänderungen im Vorgriff auf den Ausbau erfolgten und durch das Vorziehen der Anspruch der Bürger, dass sie angehört und ihre Belange berücksichtigt werden, unterlaufen wurde, blieb unberücksichtigt.
Die CDU hat für die Nachfolge Herrn Banzers als Landrat Herrn Ulrich Krebs, derzeit Bürgermeister von Flörsheim, nominiert. Als einer der drei Sprecher der Initiative Zukunft Rhein-Main ist er ausgewiesener Flughafenausbaugegner. Es ist zu hoffen, dass er sich auch nach einer Wahl zum Landrat für eine Verminderung des Fluglärms im Hochtaunuskreis einsetzt.
Verlauf des Erörterungstermins
Ergänzend zu den Protokollen der Initiative Zukunft Rhein-Main ist für Bad Homburg folgendes Relevante zu ergänzen
Herr Dr. Fuld trug am 28.11. zusammen mit der Kritik am Lärmberechnungsverfahren AzB auch die besondere Betroffenheit Bad Homburgs aufgrund der sich im Ausbaufall noch verschärfenden Konfliktsituation zwischen An- und Abflügen vor. Die aufgrund der Konfliktsituation reduzierten Flughöhen werden von der AzB nicht erfasst; die AzB rechnet daher um etliche dB(A) zu niedrig. Herr Dr. Fuld forderte die Anwendung eines zeitgemäßen Simulationsverfahrens.
Gesetze im Internet ; ein erweiterter Service der Bundesregierung, in dem jetzt auch peu á peu weitere Rechtsquellen aufgenommen werden. Von besonderer Bedeutung ist hierbei, das auch die Durchführungsverordnungen der LuftVO, in denen Flugverfahren festgelegt worden, enthalten sind (derzeit allerdings nur als Platzhalter).
Der DFLD hat beim Besuch des A380 den Lärm gemessen  mit dem Ergebnis, dass der A380 keineswegs ein leises, sondern vielmehr sogar ein sehr lautes Flugzeug ist.
Der Versammlungsleiter ließ erkennen, dass möglicherweise doch noch eine Auslegung und damit auch eine offizielle Beteligung Bad Homburgs erforderlich werden könnte
Auf hartnäckiges Befragen räumte die DFS ein, dass sie bei der Einführung der neuen Flugrouten den Ausbau im Hinterkopf hatten  ein Eingeständnis, dass sie klammheimlich das Flugroutensystem auf die Anforderungen nach Ausbau angepasst haben. Dazu gehört auch die Verlegung des Gegenanflugs bei Ostbetriebsrichtung nach Norden, was zu den niedrigeren Flughöhen über Bad Homburg führte. Gegenüber Fluglärmschutzkommission und Gerichten wurden allerdings lediglich angebliche europäische Vorgaben angeführt; dass Verschweigen des Ausbauhintergrunds hat die Konsequenz, dass diese Ausbaufolgen nicht in die Umweltverträglichkeitsprüfung eingestellt wurden, der Anspruch der Bürger auf Untersuchung von Alternativen, Anhörung und Berücksichtigung ihrer Belange wurde damit unterlaufen.
Alliance of Residents Concerning O'Hare Inc. ; eine exzellente Seite Chicagoer Fluglärmbetroffener mit zahlreichen englischsprachigen Studien.
Auch wenn man einer Pressenotiz etwas anderes entnehmen konnte: Die Stadt Bad Homburg hat eine keineswegs unkritische Stellungnahme zur Änderung des Landesentwicklungsplans abgegeben.
Zu o.g. Pressenotiz äußerte sich in einem erfrischenden Leserbrief in der Taunuszeitung vom 7.10. ein Ex-Raunheimer:
Ich bin vor gut einem Jahr von Raunheim nach Bad Homburg gezogen. Grund war auch die permanente und steigende Lärmbelastung in Raunheim. Seit gut einem halben Jahr verstärkt sich auch hier in Bad Homburg der Fluglärm. Ein Anruf bei der Stadt hat nichts ergeben, eher wurde sich lustig darüber gemacht. Der Tenor war: Ich sei wohl etwas lärmempfindlich!
Ich habe das Gefühl, dass dies gewollte Politik der Oberbürgermeisterin ist. Als Parteifreund von Herrn Koch, der den Ausbau des Flughafens vorantreibt, funkt man nicht dazwischen. Ich kann aus meiner Erfahrung in Raunheim nur empfehlen, sich bei Fluglärm direkt beim Lärmtelefon des Flughafens zu beschweren  Nummer 08 00-2 34 56 79. Ich tue dies regelmäßig, wenn die Flugzeuge zu laut sind. Dort habe ich auch in Erfahrung gebracht, dass es in Bad Homburg leider noch keine Mess-Station gibt.
Aus meinen «Raunheimer Zeiten» kennen mich die Mitarbeiter der Hotline. Und da hört man nämlich, dass es jetzt vermehrt Anrufe aus Bad Homburg gibt. Ergo ist der Fluglärm gestiegen! Die jetzige Flugroute über Bad Homburg/ Friedrichsdorf nennt sich bei Fraport «Nord kurz» und ist erst seit etwa neun Monaten in Betrieb. Hierüber starten meist kleinere zweistrahlige Flugzeuge nach Norden.
Die Flugroute 07N kurz / Krankenhausroute gibt es übrigens schon seit etwa 1974; vor ca. 9 Monaten wurde allerdings eine von der langen Abflugroute ausgehende neue Flugroute Richtung Westen eingerichtet (siehe Flugrouten Aktuell; Früher ). Auch wenn diese Route an Bad Homburg vorbei führt, so nimmt man die Flüge auf dieser Route doch wahr  dies gilt übrigens verstärkt für Friedrichsdorf.
Gleichzeitig mit der Erörterung hat die Bannwaldrodung für die A380-Halle begonnen! - mittlerweile ist sie abgeschlossen. Bilder siehe unter IG-Oekoflughafen.de.
Unterstützen Sie den Protest im Wald  allein schon Ihre Anwesenheit hilft!
Das BVerwG hat ein sehr fragwürdiges Urteil gefällt  es wurde überhaupt nicht hinterfragt, ob Fraport tatsächlich das gesamte Airbase-Gelände benötigt, um mit Terminal 3 das kommunizierte Verkehrsaufkommen zu bewältigen. Tatsächlich ist Terminal 3 für 660000 Flugbewegungen am Frankfurter Flughafen weit überdimensioniert  eigentlich wäre daher sehr wohl Platz auf dem Airbase-Gelände.
Zur Bundestagswahl ermöglicht es eine Initiative, unter www.kandidatenwatch.de den Bundestagskandidaten Fragen zu stellen. Bis auf Dr. Frank Schmidt haben alle Kandiaten in unserem Wahlkreis auch geantwortet; Herr Dr. Gerhardt hat übrigens auch persönlich geantwortet.
Das Bundeskabinett hat einen zur Gesetzentwurf zur Privatisierung der Flugsicherung verabschiedet. In ihm findet sich Erschreckendes. Soweit es sich uns erschließt, wird die Flugverfahrensplanung, die die DFS auch künftig betreiben darf, weder staatlicher Aufsicht noch Weisung unterliegen (der entsprechende Satz in §27c LuftVG wird ersatzlos gestrichen). Der Schutz vor Lärm soll sich auf unzumutbarem Fluglärm beschränken (Leq3 >65 dB(A)?), wobei sogar eine relativ unverbindliche Formulierung gewählt wurde (2) Die Luftfahrtbehörden, die beliehenen Flugsicherungsorganisationen und die Dienststellen der Streitkräfte haben auf den Schutz der Bevölkerung vor unzumutbarem Fluglärm hinzuwirken. Da es keinerlei Grenzwerte und Verordnungen gibt, wie Lärm zu berücksichtigen ist, stützen sich die Behörden bei der Bestimmung der Unzumutbarkeit erfahrungsgemäß auf von der Luftfahrt bezahlte lärmmedizinische Gefälligkeitsgutachten, in denen sehr hohe Werte der Zumutbarkeit genannt werden. Uns scheint, dass die DFS sogar einen Rechtsanspruch auf die Festsetzung von ihr gewünschter Verfahren bekommen würde; die gesetzlich vorgesehenen Effizienzvorgaben wären für die DFS ein gutes Argument, ihre Vorstellungen durchzudrücken. Somit läuft der Entwurf auf einen Freibrief zur Planung nahezu beliebig lauter Verfahren und großflächiger Verlärmung flughafennaher Regionen hinaus.
Dieser Entwurf verstößt offenkundig gegen das im Einigungsvertrag vereinbarte Vorsorgeprinzip und läuft auf einen Freibrief für eine künftig private Gesellschaft zur fast beliebigen großflächigen Verlärmung flughafennaher Regionen hinaus.
Beginn des Erörterungstermins Flughafenerweiterung
zur Kundgebung des Bündnisses der Bürgerinitiativen
IN DIE STADTHALLE OFFENBACH
am Montag, den 12. September 2005 um 9:30 Uhr
Die betroffenen Menschen hier in der Region haben den menschenverachtenden Ausbauplänen von Lufthansa und Fraport immer wieder eine klare Absage erteilt:
· mit der Sammlung von Unterschriften
· mit Klageandrohungen in Milliardenhöhe
· mit weit über 1oo.ooo Eingaben im sogenannten Planfeststellungsverfahren
· mit großen Demonstrationen in Frankfurt, Wiesbaden und Offenbach
· mit zahlreichen Protest-Aktionen direkt am Flughafen und im bedrohten Wald.
Die Auseinandersetzung um die beabsichtigte Flughafenerweiterung geht nun in eine weitere entscheidende Phase. Am 12. September beginnt der Erörterungstermin im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens.
Der Regierungspräsident will die Bürger in ihrem Protest auseinander dividieren und hat sie deshalb für die ersten drei Tage des Erörterungstermins in drei Gruppen eingeteilt, angeblich damit sie ihre regionale Betroffenheit vortragen können.
Wir wollen den Ausbaubetreibern ein umfassendes Bild über die Auswirkungen ihrer Betonpolitik vermitteln und deshalb gleich am ersten Tag der Anhörung ein deutliches Zeichen gegen den Ausbauwahn setzen.
Protestieren Sie gemeinsam mit Ihren Nachbarn aus der Region Rhein-Main gegen eine weitere Zerstörung unserer Wohn-, Freizeit- und Erholungsräume!
Möglicherweise haben wir am ersten Tag des Erörterungstermins schon die Abholzung des eigentlich vor Rodung geschützten Bannwaldes zu beklagen,
vielleicht wird aber auch gerade an diesem Tag abgeholzt. Dann ist unsere Präsenz an der Rodungsfläche extrem wichtig!
Bitte informieren Sie sich: www.flughafen-bi.de
Wir haben die Stadt Bad Homburg und die Stadtverordnetenfraktionen aufgefordert, zur Änderung des Landesentwicklungsplans Stellung zu beziehen. Die Kritik beruht vor allem auf die unterlassene Umweltvertäglichkeitsprüfung für das Gebiet der Stadt Bad Homburg, obwohl die Lärmimmission ein Maß erreicht hat, das langfristig den Bestand der Kur gefährdet.
Die Bundesregierung bereitet ein Flugsicherungsgesetz vor, mit dem die auch kapitalmäßige Privatisierung der DFS ermöglicht werden soll. Dieses Gesetz soll anscheinend im Hau-Ruck-Verfahren durchgezogen werden; weitgehend offen bleibt die Frage, wie die Bürger vor rücksichtslosem Durchsetzen eigenwirtschaftlicher Interessen der Luftfahrtwirtschaft geschützt werden sollen.
Aktuell möchten wir Sie auf die Beteiligung der Öffentlichkeit bei der Änderung des Landesentwicklungsplans hinweisen. Die Möglichkeit zur Äußerung beim Hessischen Wirtschaftsministerium besteht bis zum 26.9.05; den Entwurf liegt nicht nur bei allen hessischen Gemeindeverwaltungen aus, Sie finden ihn auch unter www.landesplanung-hessen.de. Sofern Sie eine individuelle Einwendung für das Planfeststellungsverfahren abgegeben haben sollten, ist es sinnvoll, diese nochmals (evtl. leicht modifiziert) einzureichen; der Planentwurf ähnelt auch in seiner Begründung dem, was die Fraport eingereicht hat. Dann muss sich nämlich auch das Wirtschaftsministerium mit unseren Einwänden unmittelbar auseinander setzen und wird nicht nur durch den RP filtriert informiert. Zusätzliche Klagerechte ergeben sich durch eine Beteiligung nicht, ebenfalls führt eine Nichtbeteiligung nicht zur Verwirkung von Klagerechten.
Im Zusammenhang mit dieser LEP-Änderung führen der BUND und das Bündnis der Bürgerinitiativen eine Unterschriftensammlung durch. Auch die IG Taunus hat zusätzlich eine Unterschriftensammlung mit einem längeren Text entworfen, in dem sie zusätzlich die Berücksichtigung der Belange der im Taunus lebenden Bürger fordert. Wir bitten Sie, diese Vorlagen auszudrucken, in Ihrem Bekannten- und Freundeskreis zu sammeln und die ausgefüllten Listen bis zum 22.9.05 an eine der ausgewiesenen Adressen zu schicken.
Die DFS hat es tatsächlich geschafft, Radardaten aus der Umgebung des Frankfurter Flughafens ins Internet zu stellen. Es gibt hierbei einerseits eine um 30 Minuten verzögerte Live-Darstellung, andererseits aber auch die Möglichkeit, 2 Wochen zurück bis zum Vortag Radarspuren für einen ausgewählten Zeitraum abzurufen. Höhen werden durch unterschiedliche Farben dargestellt; eine Identifikation eines Fluges ist durch eine Code-Nummer möglich. Nicht angezeigt werden weitere Informationen, wie Flugzeugtyp, Flugnummer und genaue Flughöhe. Eine Ausdruck- oder Speichermöglichkeit besteht leider auch nicht; mit Hilfe eines Screenshot-Programms (z.B. SimpleScreenshot ; Freeware) kann man dies allerdings umgehen.
Die richtige Farbe für abfliegende Flugzeuge wäre über Bad Homburg blau, in vielen Fällen könnten sie sogar über 10000 ft sein (Ausnahme: Jumbolino). Sehr häufig sind sie jedoch grün, z.T. sogar gelb ( = unter 6000 ft). Dies liegt anscheinend nicht immer daran, dass sie von der Flugsicherung tief gehalten werden, sondern z.T. auch an ordnungswidriger Flugweise von Luftfahrzeugführern, die entgegen der Vorschrift nicht so schnell wie möglich steigen (siehe LuftVO §22 Abs. 1 Satz 12).
Am 11.7. fand in Hattersheim eine vom Bündnis der Bürgerinitiativen veranstaltete Informations- und Diskussionsveranstaltung zum Thema Joblüge Flughafenausbau statt. Hierzu gibt es auch eine
Auffällig ist in letzter Zeit die gelegentliche Häufung niedriger Überflüge bei Ostwindlage. Hier besteht immer noch Klärungsbedarf, ob die Flugsicherung nicht womöglich klammheimlich die Verfahren geändert hat. Wir regen an, sich zumindest gelegentlich beim Infofon der Fraport unter der kostenlosen Nummer 08000 2345679 zu beschweren.
In letzter Zeit beobachten wir übrigens wieder vermehrt Flüge von kleineren Luftfahrzeugen (Sichtflieger) in sehr geringer Höhe über Bad Homburg, die mutmaßlich die Sicherheitsmindesthöhe unterschreiten (1000 ft über dem höchsten Hindernis). Wir regen an, sich bei Auffälligkeiten an Herrn Strubel vom RP Darmstadt zu wenden (Tel.: 06151 12 8921; Fax 06151 12 3851).
Die A380-Halle darf gebaut werden (Pressemitteilung des VGH Kassel) ; die Begründung, warum die Halle nicht auf dem Airbase-Gelände gebaut werden kann, überzeugt allerdings nicht. Die Bürger hatten im Anhörungsverfahren keine Möglichkeit, sich zu der Frage zu äußern, ob der Gesamtausbau im Interesse der Allgemeinheit liegt; die hierzu notwendigen Informationen wurden erst im Planfeststellungsverfahren für die Landebahn vorgelegt. Und ob der Ausbau tatsächlich im Allgemeininteresse liegt  daran gibt es berechtigte Zweifel.
Klammheimlich wurde eine über dem nördlichen Taunus verlaufende Flugroute nach Süden (nördlich von Köppern) verlegt. Dies zeigt der Vergleich aktueller Karten mit früheren. Insbesondere führt dies zu einer spürbar höheren Fluglärmbelastung in Friedrichsdorf. Die Karten sind in geringer Auflösung schlecht darstellbar; Sie können Sie hier in guter Auflösung abrufen:
Kurze Route:Aktuell ; Früher
Lange Route: Aktuell; Früher
Mittlerweile wurde bekannt, dass beim RP Darmstadt ca. 127 000 Einwendungen eingegangen sind. Darunter auch eine Einwendung der Lufthansa gegen das sogenannte Nachtflugverbot. Fast alle Auslegungskommunen haben eine Einwendung eingebracht. Auch die Qualität der Einwendungen soll beachtlich sein.
Zum 14.4. soll von 23 bis 5 Uhr das von der DFS bereits im Oktober 2004 angekündigte CDA-Verfahren (kontinuierlicher Sinkflug) eingeführt werden; übrigens wurde vor einem halben Jahr angekündigt, dass es von 23  6 Uhr angewandt werden soll. Da die Flugzeuge damit auch im Gegenanflug höher fliegen werden, könnte es zu einer Entlastung im Raum Bad Homburg  Friedrichsdorf kommen.
Wir haben unter Berufung auf das Umweltinformationsgesetz bei der DFS eine Einsichtnahme in die Ergebnisse der TAAM-Simulation, die die DFS im Zusammenhang mit dem Ausbau durchgeführt hat, beantragt; dieser Antrag wurde mit einer fadenscheinigen Begründung (Simulation ist keine gesetzlich festgelegte Aufgabe der DFS) abgelehnt. Den Ergebnissen dieser Simulation dürfte man entnehmen können, dass u.a. in Bad Homburg die Flugzeuge flacher wie angenommen steigen und somit die Lärmberechnungen falsch sind. Was das angewandte Simulationssystem leistet, kann man übrigens der Homepage des Entwicklers Preston Aviation Solutions entnehmen.
Die Fraktion der Grünen im Europaparlament haben eine Unterschriftenaktien gegen Nachtflug gestartet; Sie können Sie auch im Internet unterschreiben.
Am 2.3.05 wurden in Darmstadt Zehntausende von Einwendungen übergeben; hierzu ein Bericht. Der Regierungspräsident, Herr Dieke, nahm sie persönlich in Empfang. Wie viele Einwendungen eingegangen sind, ist noch nicht bekannt; es dürften weit über 100 000 sein. Darüber hinaus haben Vertreter kommunaler Versammlungen, die ca. 1,5  2 Millionen Bürger repräsentieren, Einwendungen gegen den Ausbau beschlossen; Bad Homburg und Friedrichsdorf waren nicht darunter.
Wir haben übrigens auch den Text unserer Unterschriftensammlung als Einwendung abgegeben; da wir nicht davon ausgehen, dass allen Unterzeichnern bewusst war, dass ihr Name der Fraport genannt wird, haben wir lediglich die Zahl der bisherigen Unterzeichner zusätzlich genannt, nicht aber die Unterschriftenliste mit überreicht. Damit haben wir uns die Option offen gehalten, gegen einen evtl. Planfeststellungsbeschluss ohne ausreichende Auflagen zum Lärmschutz zu klagen.
Recht umfassend informiert die IG Fluglärm Kinzigtal.
Fluglärmbetroffene aus Gau-Algesheim haben eine Präsentation zum Flughafenausbau ins Netz gestellt.
Am 2.3.05 um 23:59 müssen alle Einwendungen beim RP eingegangen sein. Wer sie faxen will: Aufstellung von Fax-Nr. des RP in Darmstadt
Am 21.2.05 informierten wir über die Auswirkungen des Flughafenausbaus auf Bad Homburg; hier die Präsentation (allerdings 7,6 Mbyte groß).
Die Auslegung der Planfeststellungsunterlagen hat begonnen; bis zum 2.3.2004 kann man seine Einwendungen vortragen. In Bad Homburg und Friedrichsdorf werden die Unterlagen zum Planfeststellungsverfahren für die Landebahn nicht ausgelegt werden. Trotzdem kann man Einwendungen vortragen.
Für jedermann sind die Unterlagen im Internet verfügbar dank der Eppsteiner gegen Fluglärm; privater Initiative ist es zu verdanken, dass hier die Öffentlichkeit angemessener informiert werden kann. Mittlerweile hat auch Fraport die Unterlagen ins Netz gestellt; dort sind die Dateien gegen Kopieren von Textblöcken geschützt, die Grafiken sind grober (allerdings sind die Dateien auch kleiner).
Wir haben eine ortsspezifische Schnelleinwendung (rtf-Format) erstellt, die Sie einfach komplettieren und unterzeichnen können oder aber als Teil Ihrer eigenen individuellen Einwendung verwenden können. Mit dieser Schnelleinwendung lehnen Sie den Ausbau nicht ab, sondern fordern lediglich einen adäquaten Lärmschutz  wir denken, Sie sollten hier ihre Einwendung vortragen, auch falls Sie den Ausbau befürworten.
Es wurde hierzu gefragt, warum in der Vorlage der Name des Sprechers als Vertreter genannt wird; hierzu ein Absatz aus der amtlichen Bekanntmachung:
"Bei Einwendungen, die von mehr als 50 Personen auf Unterschriftslisten unterzeichnet oder in Form vervielfältigter gleichlautender Texte (gleichförmige Einwendungen) eingereicht werden, ist auf jeder mit einer Unterschrift versehenen Seite eine Unterzeichnerin oder ein Unterzeichner mit seinem bzw. ihrem Namen und Anschrift als Vertreterin bzw. Vertreter der übrigen Unterzeichnerinnen und Unterzeichner zu benennen. Vertreterin oder Vertreter kann nur eine natürliche Person sein. Gleichförmige Einwendungen, die nicht diesen Erfordernissen entsprechen, können im Verfahren unberücksichtigt bleiben."
Wenn Sie die Einwendungsvorlage ändern, können und sollten Sie den Hinweis auf den Vertreter löschen.
Für rechtliche Fragestellungen im Zusammenhang mit dem Ausbau hat übrigens der renommierte Rechtsanwalt für Verwaltungsrecht Moeller-Meinecke ein spezielles Forum eingerichtet, in dem rechtliche Fragen von allgemeinem Interesse behandelt werden.
Den Unterlagen kann man sowohl eine erheblich höhere Flugbewegungszahl
Istfall
wie auch die Verlegung des nördlichen Gegenanflugs nach Norden (durch Anklicken Darstellung in höherer Auflösung) entnehmen, der zu noch geringeren Flughöhen als jetzt schon führen dürfte.
Wir halten es für wichtig, dass Sie in einer Einwendung Lärmschutz, vor allem aktiven fordern, auch wenn Sie den Ausbau befürworten sollten. Denken Sie daran:
Hinweise zur Formulierung von Einwendungen und Vorlagen finden Sie bei der Initiative Zukunft Rhein-Main einschließlich einer allerdings nicht ortsspezifischen Schnelleinwendung, die Sie allerdings auch ändern können.
Grundsätzliche Hinweise zu Einwendungen
Nach Registrierung bei Profutura erhält man rechtzeitig eine individuelle Einwendungsvorlage aus Textbausteinen, die man selbst noch ergänzen kann; die Textbausteine enthalten auch für Bad Homburg und Friedrichsdorf spezifische Punkte (Kurpark; Tiefhalten bei Abflug)
Man soll seine eigene Betroffenheit darlegen  die großzügige Verwendung von ich, mein usw. ist sinnvoll
Man soll sich über die Nichtauslegung in Bad Homburg und Friedrichsdorf beschweren  die Anwort des RP kann diesbezüglich nicht überzeugen. Insbesondere liegt in Bad Homburg unter Berücksichtigung der rechtsverbindlichen 100/100-Regel bei Ostwind tagsüber eine Fluglärmbelastung über Leq(3) = 50 dB(A) vor  die Grenze der Abwägungserheblichkeit laut RP. Darüber hinaus wird auch im lärmmedizinischen Gutachten häufige Einzelereignisse über 63 dB(A) als erheblich bezeichnet; überhaupt nicht geprüft wurde, ob das Schutzkriterium für Pflegeheime eingehalten wurde.
Die Fraport berechnet alle Auswirkungen auf Basis des geschätzten Verkehrsaufkommens 2015; man sollte hier unter Verweis auf das UVPG die Auswirkungsuntersuchungen auf Basis der Ausnutzung der Kapazität fordern, was u.a. auch gerechtfertigt ist, da man im Gegensatz zu Landebahnen Vorfeldflächen üblicherweise mit der Absicht plant, deren Kapazität auch zu nutzen.
Man sollte zumindest Lärmschutz fordern, sofern man nicht den Antrag auf Ablehnung stellen will.
Bei Familien sollte jeder eine eigene Einwendung verfassen; für Minderjährige können die Erziehungsberechtigten in deren Namen eine Einwendung verfassen, die von allen Erziehungsberechtigten unterschrieben werden muss. Man kann auch mehrere Einwendungen verfassen
Keine Angst, etwas Falsches zu sagen; die Behörden müssen Ihre Fehler erkennen und auch hierzu Stellung beziehen. Das entwertet das Argument, aber nicht Ihre Einwendung
Grundstückseigentum und -nutzungen soll man durch Angabe der Flurbezeichnung (siehe Grundbuch) bezeichnen
Die Einwendung wird an Fraport zur Stellungnahme weitergeleitet; in begründeten Fällen (z.B. als Fraport-Mitarbeiter) kann man die Anonymisierung beantragen
E-Mail Einwendungen sind nicht wirksam; unterschriebene Fax-Einwendungen dagegen sehr wohl.
Weitere Informationen können Sie der Informationsbroschüre der Initiative Zukunft Rhein-Main sowie Hinweisen des IAGL entnehmen.
Den Antragsunterlagen kann man entnehmen, dass die Zahl der Überflüge auf der Krankenhausroute gegenüber dem Prognosenullfall um 87% zunehmen sollen (von 3974 auf 7418 in den 6 verkehrsreichsten Monaten  dies bedeutet ca. 150 Abflüge täglich bei Ostwindlage). Im vorgelagerten Raumordnungsverfahren wurde dagegen sogar ein Rückgang der Zahl der Flugbewegungen prognostiziert (wegen angenommener Konfliktsituation mit von der NW-Bahn durchstartenden Flugzeugen)  bezüglich Bad Homburg und Friedrichsdorf ist damit auch das Ergebnis des Raumordnungsverfahrens in Frage gestellt. Ebenfalls lassen die Antragsunterlagen die vermutete Verschiebung des Gegenanflugs nach Norden erkennen, was mittelbar zu einer weiteren Zunahme der Lärmbelastung bei uns führt.
Daneben ist auch erkennbar, dass wesentliche Maßgaben des Regierungspräsidenten aus seiner landesplanerischen Beurteilung nicht erfüllt werden; dies gilt insbesondere bezüglich aktivem Schallschutz, Lärm- und Bewegungskontigentierung sowie den Bau der Regionaltangente West.
Wir haben in einem offenen Brief den Regierungspräsidenten aufgefordert, auch uns zu beteiligen. Die Nichtauslegung bedeutet allerdings nicht, dass man keine Einwendungen wird vortragen können. Weitere Informationen hier ab 17.1.2005. Vor dem 17.1.2005 kann man keine wirksame Einwendung vortragen!
Die Auslegung ist durch den Regierungspräsidenten Darmstadt amtlich bekannt gemacht worden  dieser Bekanntmachung kann man auch die Nichtauslegung in Bad Homburg und Friedrichsdorf entnehmen.
Der Bau der Nordwestbahn hat begonnen  mit der Verlegung des Umspannwerks des RWE, das sich derzeit auf dem Gelände der geplanten Nordwestbahn befindet. Dies ist verbunden mit einem Eingriff in ein naturschutzrechtlich gesichertes FFH-Gebiet; möglicherweise ist auch Bannwald betroffen. Zwar kann in besonderen Fällen der Schutz von FFH-Gebieten aufgehoben werden  dies aber nur, wenn es keine Alternativen gibt, und nach Anhörung der Naturschutzverbände; Voraussetzungen, die hier offenbar nicht gegeben sind.
Weitere Informationen (mit Bildern) hier; sowohl ein FR-Artikel Umspannwerk müsste einer Nordwestbahn weichen" wie auch die im Raumordnungsverfahren erstellte Landesplanerische Beurteilung des RP Darmstadt (Seite 15, 77ff) dokumentieren, dass diese Verlegung aufgrund des geplanten, aber bisher ungenehmigten Baus der Nordwestbahn erfolgt. Es handelt sich hierbei um ein Investitionsvolumen in der Größenordnung von 50  100 Mio. Euro  ein Betrag, der eine ergebnisoffene Prüfung des Vorhabens unwahrscheinlicher macht.
Interessante Ergebnisse der LARES-Studie der WHO zum Wohnumfeld sind jetzt veröffentlicht worden. Interessant ist nicht nur der dokumentierte Zusammenhang zwischen Lärm und Erkrankungen, sondern auch der Hinweis auf höhere Unfallraten bei nächtlicher Lärmbelastung  dies ist ein wichtiges Indiz für Beeinträchtigung der Konzentration und damit auch der Arbeitsleistung durch Fluglärm.
Der Planfeststellungsbeschluss für die A380-Halle ist veröffentlicht worden; sie können ihn hier herunter laden oder (sofern Sie eine Einwendung erhoben haben) ihn beim Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, Postfach 3129, 65 021 Wiesbaden, Tel. : (06 11) 815  0, Fax : (06 11) 815 - 22 25 zur Zusendung anfordern.
Der erste Eindruck ist, dass alle Alternativen innerhalb des Flughafenzauns mit großer Chuzpe hinweggefegt werden und der Gemeinnutzen der Bannwaldrodung nicht überzeugend dargestellt wird. Für Hinweise auf Mängel und Spenden ist der BUND Hessen übrigens dankbar, der auf jeden Fall gegen den Beschluss klagen wird.
Vor einigen Tagen traf eine Delegation der französischen Acnusa mit Vertretern der örtlichen Bürgerinitiativen zusammen. Es handelt sich hierbei um eine Art nationale Fluglärmschutzkommission.
Sie nahmen einiges von der Situation hier auf; insbesondere haben wir ihnen deutlich gemacht, dass auf übernationaler Ebene verhindert werden sollte, dass einzelne Nationen sich unredliche Wettbewerbsvorteile durch lasche Lärmschutzvorschriften verschaffen (Lärmdumping). Frankfurt gehört hierbei sicherlich nicht zu den Flughäfen mit vorbildlichem Lärmschutz und -management; vielmehr versucht Fraport bekanntlich, Lärmschutzaufwendungen zu minimieren.
Sie gaben uns auch zwei hochinteressante Kartendarstellungen zur Fluglärmsituation im Raum Paris in die Hand; hieran erkennt man insbesondere, dass das Unterfliegen anfliegender Flugzeuge durch abfliegende nicht vorkommt. Hier sind die abfliegenden Flugzeuge violett dargestellt und die anfliegenden blau; der Farbton kennzeichnet die Flughöhe (von 0 - 3000 m in 1000 m- Abstufungen). Anmerkungen: Durch Anklicken kann man ein hoch aufgelöstes Bild aufrufen (mit 1,5 Mbyte Größe).
Situation bei Westwindlage
Situation bei Ostwindlage
MIT; Department of Civil and Environmental Engineering; Prof. Neufville: Airportplaning; umfangreiche (englischsprachige) Skripte zum Thema Flughafenplanung; u.a. auch Kapazitätsberechnungen.
Planfeststellungsverfahren für die Landebahn
Dem Vernehmen nach sollen Mitte Januar nächsten Jahres die Unterlagen zum Planfeststellungsverfahren ausgelegt werden. Nur wer hier Einwendungen erhebt, wahrt sein Rechte  Ohne Einspruch kein Anspruch. Langsam sollte man mit der Vorbereitung seiner Einwendung beginnen. Wenn man sich nicht selbst die Mühe machen will, eine völlig eigene Einwendung zu entwerfen, kann man sich bei Profutura registrieren und erhält dann während der Auslegungszeit eine auf den persönlichen Angaben basierende zugeschnittene Einwendung (wahlweise als Datei oder Papierausdruck), die man entweder einfach unterschrieben abschicken kann oder auch mit eigenem Text verbinden kann.
Übrigens sollten auch Ausbaubefürworter Einwendungen erheben, um ihre Ansprüche auf Schutz vor Fluglärm zu sichern. Man muss nicht unbedingt in einer Einwendung sich ablehnend äußern; man kann sehr wohl auch den Ausbau begrüßen, aber für sich selbst lärmschützende Maßnahmen fordern.
Daneben wird zeitnah der Landesentwicklungsplan geändert, für dessen Änderung eine Umweltprüfung mit Öffentlichkeitsbeteiligung vorgenommen werden soll; diese ist zur Nachbesserung der ungenügenden Berücksichtigung diverser Unfallgefahren im Raumordnungsverfahren erforderlich. Auch hier sollten Einwendungen erhoben werden.
Nachdem die Regionalversammlung der A380-Halle zugestimmt hat, hat sich die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass tatsächlich noch vor Weihnachten der Bannwald gerodet wird. Strittig ist allerdings, ob der Beschluss, den Sofortvollzug auszusetzen, wirkt.
Nach derzeitigem Kenntnisstand ist möglich, dass am ersten Auslegungstag des Planfeststellungsbeschlusses gerodet wird  damit würden entgegen fundamentaler rechtsstaatlicher Grundsätze irreversible Maßnahmen durchgeführt, ohne dass Bürger vor ihrer Durchführung ein Gericht anrufen können.
Wenn die Regionalversammlung zustimmen sollte, ist zu befürchten, dass noch vor Weihnachten der Bannwald gerodet wird  wenige Tage nach Planfeststellungsbeschluss (der für Anfang Dezember erwartet wird) und bevor ein Gericht über die Aussetzung des Sofortvollzugs entscheiden kann.
Abstimmung zur A380-Halle
Am 5.11.04 wird die Regionalversammlung über einen Abweichungsantrag zum Regionalplan Südhessen abstimmen, durch den der Bau der A380-Halle im Bannwald ermöglicht werden soll.
Gegen die Zustimmung spricht, dass
Hier im Vorfeld die weit reichende Entscheidung gefällt wurde, auch künftig auf das Hubbing zu setzen
Die Fraport zu erkennen gegeben hat, dass ein Bau auch innerhalb des Flughafenzauns möglich wäre, dies aber mit Mehrkosten verbunden wäre (die in Relation zum gesamten Wartungsaufwand der Lufthansa allerdings sehr gering wären)
Es hinreichend Möglichkeiten gibt, den A380 zumindest vorübergehend in den vorhandenen Hallen zu warten
Darüber hinaus würde eine Änderung des Regionalplans ohne vorhergegangene strategische Umweltprüfung mit Anhörung der Bürger, wie sie nach der EU-Richtlinie zur Umweltprüfung 2001/42/EG seit Juli 2004 zwingend notwendig ist, gegen geltendes EU-Recht verstoßen. Diese müsste weitaus grundlegender sein als die Umweltverträglichkeitsprüfung im Raumordnungsverfahren und sollte sich u.a. mit dem Konzept Hubbing vs. Direktverbindungen auseinander setzen.
Man sollte Vertreter in der Regionalversammlung hinsichtlich der Abstimmung ansprechen und sie um Ablehnung des Antrags bitten. Diese sind für die Stadt Bad Homburg und den Hochtaunuskreis folgende Damen und Herren:
Hasselborner Straße 35
Zum Lohwald 47
Fluglärmschutzgesetz wird von Fraport bekämpft
Der Entwurf des BMU für ein neues Fluglärmschutzgesetz wurde im Bundesministerium für Umwelt erörtert. Es wurde deutlich, dass es vor allem die Fraport AG und das Land Hessen sind, die die moderaten Grenzwerte für Neu- und Ausbau von Flughäfen ablehnen, die sich übrigens stark an den Empfehlungen der Mediation (4,4 Mbyte!) orientieren und die zu einer Erhöhung der Flugpreise in der Größenordnung von nur ca. 1 Euro je Flug führen könnten.
Fraport will aus dem Anti-Lärm-Paket der Mediation nur noch das Nachtflugverbot umsetzen  passiver Schallschutz soll nur in weit geringerem Umfang gewährt werden wie von den Mediatoren empfohlen. Selbst Grenzwerte, die Fraport im Verlauf der Mediation noch akzeptiert hat, sollen nicht mehr angewandt werden, Fraport will Zusagen nicht mehr einlösen. Begründet wird dies damit, dass Fraport und die ganze deutsche Luftfahrt dadurch in nicht hinnehmbarer Weise an Wettbewerbsfähigkeit verlieren würde.
Bei den Wettbewerbern des Frankfurter Flughafens denkt man zunächst an andere Hubs; der für den Frankfurter Flughafen aber weitaus bedrohlichere Wettbewerb besteht allerdings in der absehbaren, durch die Entwicklung kleinerer Langstreckenflugzeuge (i.e. Boeing 7E7 und Airbus A350) geförderte Verlagerung zu Direktverbindungen. Eine solche Entwicklung würde nicht nur die Anbindung Deutschlands verbessern, sondern auch, da bei einem Umsteigeflug doppelt Lärm generiert wird, zu einer erheblichen Verminderung der Lärmimmission beitragen. Eigentlich sollte es daher für die Politik geboten sein, diese Entwicklung zu fördern.
Durch verschärfte, kostenträchtige Lärmschutzaufwendungen werden Umsteigeflughäfen weitaus stärker belastet als Flughäfen regionaler Bedeutung  dies erklärt die Vehemenz, mit der Fraport das Fluglärmschutzgesetz bekämpft, um weiterhin Lärmdumping betreiben zu können. Dieser Widerstand zeigt aber auch, wie eng wohl die finanzielle Lage der Fraport geworden ist  ehrbare Kaufleute halten nämlich ihre Zusagen ein, wenn sie es können.
Dem Vernehmen nach sollen Mitte Januar nächsten Jahres die Unterlagen zum Planfeststellungsverfahren ausgelegt werden. Nur wer hier Einwendungen erhebt, wahrt sein Rechte. Langsam sollte man mit der Vorbereitung seiner Einwendung beginnen. Wenn man sich nicht selbst die Mühe machen will, eine völlig eigene Einwendung zu entwerfen, kann man sich bei Profutura registrieren und erhält dann während der Auslegungszeit eine auf den persönlichen Angaben basierende zugeschnittene Einwendung (wahlweise als Datei oder Papierausdruck), die man entweder einfach unterschrieben abschicken kann oder auch mit eigenem Text verbinden kann.
Donnerstag, 9. September 2004, 19:30 Uhr Taunussaal Eddersheim, Bahnhofstraße 91
Dr. Uwe Lahl, Ministerialdirigent im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
Moderation: Hans Franssen (Bürgermeister)
Eine Gemeinschaftsveranstaltung der Stadt Hattersheim am Main und des Vereins Lebenswertes Hattersheim e.V.
Der VCD gibt jetzt einen Newsletter zum Thema Luftverkehr heraus; über www.vcd.org (=> Themen => Flugverkehr) kann man sich in den Verteiler eintragen.
Das Bundesumweltministerium hat einen Referentenentwurf eines novellierten Fluglärmschutzgesetzes veröffentlicht, dessen wesentlichen Inhalte hier beschrieben sind. Der Entwurf wird von den Umweltverbänden in vielen Punkten kritisiert, aber letztlich als gerade noch akzeptabel angesehen. Von der Luftverkehrswirtschaft wird er heftig bekämpft, wobei sie teilweise vom Bundesverkehrsministerium unterstützt wird. Besonders umstritten sind die schärferen Grenzwerte für Ausbau sowie die sogenannte 100/100-Regel.
Bad Homburg dürfte übrigens nach Ausbau weitgehend in die Lärmschutzzone 2 fallen (allerdings nur, sofern man ein Rechenverfahren einsetzt, das tatsächliche Flugverläufe berücksichtigt, nicht dagegen nach der AzB, die von starren Flugprofilen ausgeht), in der Altenheim, Krankenhäuser, Schulen und Kindergärten nur in Ausnahmefällen zulässig sind und Bauherren bei Neubauten auf eigene Kosten Lärmschutzmaßnahmen durchführen müssen. Die für vorhandene Flughäfen vorgesehenen Grenzwerte werden in Bad Homburg dagegen nicht erreicht.
Der VCD hat eine Unterschriftenaktion für die Novellierung gestartet; weitergehende Informationen zur Novellierung sowie Möglichkeiten zum Download einer Unterschriftenliste finden Sie hier unter VCD-Unterschriftenaktion für Fluglärmschutzgesetz.
Um den Verantwortlichen die Dringlichkeit des Handelns aufzuzeigen, wird im Zusammenhang mit der Novellierung von den Bürgern gegen Fluglärm Meerbusch (bei Düsseldorf) eine Rote-Karten-Aktion durchgeführt, d.h., alle Betroffenen sind aufgefordert, rote Karten an die Verantwortlichen in der Bundesregierung und dem Bundestag schicken kann. Download hier, wir haben jedoch auch einige gedruckte Bögen, die man nach Rücksprache unter webmaster@fluglaerm-badhomburg.de beim Webmaster abholen kann.
Aktuell am 18.8.04: Das Bundesverwaltungsgericht hat am 23.6.04 in einem Urteil entschieden, dass der Taunus nicht mit unzumutbarem Fluglärm belastet sei und deshalb die Routenfestlegung trotz der unterlassenen Abwägung rechtmäßig sei. Das Urteil stützt sich auf §29b Abs. 2 LuftVG (2) Die Luftfahrtbehörden und die für die Flugsicherung zuständige Stelle haben auf den Schutz der Bevölkerung vor unzumutbarem Fluglärm hinzuwirken. Unglaublich, aber die Luftfahrtbehörden müssen nicht vor Fluglärm unterhalb der hoch angesetzten Zumutbarkeitsschwelle schützen; nach diesem Urteil kann die DFS fast beliebig Flugverfahren festsetzen, durch die Bürger erheblich belästigt werden. Hier dürfte Handlungsbedarf bei der anstehenden Novellierung des Fluglärm-Schutzgesetzes bestehen.
Radio FFH bietet momentan Eintagesreisen nach New York für 99,-  an, nachdem kürzlich ähnliche Reisen nach Singapur angeboten wurden. Über solche unsinnigen Reiseangebote, mit denen nicht nur völlig unnötig Lärm generiert wird und große Mengen fossiler Brennstoffe verbraucht werden, sondern auch Jugendlichen ein verzerrtes Bild eines modernen Lebensstils vermittelt wird, sollte man sich mit der gebotenen Heftigkeit beschweren. Telefon von FFH: 069 / 19 72 5; E-Mail an den Geschäftsführer: hd.hillmoth@ffh.de.
Das Stadtparlament hat einen Antrag von SPD und FHW abgelehnt, Fluglärmmessungen auf Kosten der Stadt durchzuführen. Hintergrund ist angeblich, dass Fraport die mobilen Messstellen benötigt, um die Untersuchungen des Steilstartverfahrens messtechnisch zu begleiten. Es liegt allerdings auch der Verdacht nahe, dass Fraport nicht messen will, da sie dabei erwartet, dass erhebliche Differenzen zur Berechnung (siehe Betriebsrichtung Ost, 2001) deutlich würden. Entsprechende Vorträge im anstehenden Planfeststellungsverfahren wären sicher für das Ausbauvorhaben nicht dienlich.
Ungeachtet der Tatsache, dass nach derzeitigem Kenntnisstand eine Klage gegen die Flugverfahren über Bad Homburg nicht sehr viel Aussicht auf Erfolg verspricht, könnten Fluglärmmessungen einerseits aufzeigen, dass die Belastung weitaus höher als berechnet ist, andererseits aber auch zur Klärung der Frage beitragen, inwieweit Bad Homburg künftig möglicherweise von Baubeschränkungen betroffen sein könnte.
Der Entwurf eines neuen Fluglärmschutzgesetzes ist jetzt veröffentlicht worden; er sieht zumindest für Neu- und Ausbau deutlich verschärfte Werte vor, oberhalb derer Baurestriktionen eingeführt werden sollen und Lärmschutzmaßnahmen vom Flughafenbetreiber finanziert werden müssen. Für die Bewertung soll eine 100/100-Regelung angewandt werden, das heißt, dass auch bei nur bei bestimmten Wetterlagen auftretenden Fluglärm dieser so gewertet wird, als ob er immer auftreten würde. Die Umweltschutzverbände haben den Entwurf bereits bewertet.
Pro-Information, ein Aktionsbündnis, initiiert von Medienkreisen und unterstützt u.a. vom BUND, das sich für ein Informationsfreiheitsgesetz einsetzt, das grundsätzlich den Zugang zu bei öffentlichen Stellen vorhandenen Informationen ermöglichen soll.
Nach einer längeren Unterbrechung wegen eines Defekts und Problemen mit der Ersatzteilbeschaffung ist die DFLD-Lärmmessstation wieder am Netz und hier abrufbar. Die Messungen zeigen bei Westwindsituation häufige Überflüge nachts mit mehr als 60 dB(A); bei Ostwindsituation, die allerdings in den letzten Tagen kaum auftrat, muss man mit regelmäßigen Spitzen über 70 dB(A) und einzelnen Ereignissen über 80 dB(A) rechnen.
Wir haben einige Überlegungen zur Fraport Aktie angestellt, die Sie links anwählen können. Fazit ist, dass die Fraport-Aktie derzeit keineswegs zum Kauf empfohlen werden kann.
13.6.04: Europawahl!
Das Eingreifen der EU-Kommision in der Ticona-Diskussion zeigt deutlich die zunehmende Bedeutung der Europapolitik und des Europarechts. Erfreulich, dass hier Brüssel sich hier nicht als Hort der Bürokratie erweist, sondern sich für die Einhaltung geltenden Rechts einsetzt, das von der hessischen Landesregierung unterlaufen werden soll.
Bei der Europawahl hat in Hessen und vor allem in Südhessen die CDU überdurchschnittlich verloren, während die Grünen überdurchschnittlich zugenommen haben. Ob dies auch mit Ausbaudiskussion zusammen hängt?
Am 28.5.04 war das Infomobil der Fraport AG auf dem Bad Homburger Kurhausvorplatz zu Gast. Eine kleine Gruppe protestierte am Rande gegen den Ausbau und verteilte dieses Flugblatt. In der Taunuszeitung wurde hierüber berichtet; die genannten Zahlen von 1441 Flugbewegungen über Bad Homburg tagsüber und zwei nachts sind beide falsch:
1441 Flugbewegungen täglich ist die Zahl der Flugbewegungen des Frankfurter Flughafens; über Bad Homburg beträgt die Zahl der lärmrelevanten Überflüge bei Ostwind ca. 80-100; die Zahl von 1441 würde bei einem kontinuierlichen Wachstum des Flugverkehrs mit 5% p.a. in ca. 50-60 Jahren erreicht werden
Zwei nächtliche Flugbewegungen beziehen sich auf die Krankenhausroute, die nachts überhaupt nicht beflogen werden darf; tatsächlich ist Bad Homburg jedoch auch betroffen von Anflügen in geringer Höhe bei Westwindlage und bei Ostwindlage von Directs von der langen Route über Bergen-Enkheim.
Aufgenommen haben wir einen Link zu Dr. Fehn, der u.a. einen sehr interessanten Beitrag zur Frage des Demonstrationsrechtes auf Privatgrundstücken, die der öffentlichen Nutzung gewidmet sind (z.B. Bahnhöfe, Flughäfen, Kurhausvorplätze...), veröffentlicht hat. Tenor: Man darf sich hier versammeln und demonstrieren.
Weiterhin haben wir aufgenommen einen Link zum Institut zur Abwehr von Gesundheitsgefahren durch Lärm (IAGL), das auf rechtlichem Weg versucht, eine Verbesserung der Situation zu erreichen.
Darüber hinaus haben wir eine Liste von Anwälten aufgenommen, die sich professionell mit Fragen des Flughafenausbaus und der Flugroutenplanung befassen.
Neben Links zu den Gesetzessammlungen von Bund und EU sowie zu Gerichten wurde ein Link zu Myclimate aufgenommen  eine seriös erscheinende schweizerische Organisation, die Flugreisende bitte, zusätzlich zu ihrem Flugticket ein Klimaschutzticket zu erwerben, aus dessen Erlösen CO2-reduzierende Investitionen in Entwicklungsländern gefördert werden.
In einem Artikel der Frankfurter Rundschau vom 14.4.04 "Nachts weniger Fluglärm in Oberrad ? " wird erwähnt, dass nach Bau der Nordwestbahn weniger Flugzeuge die auch über Bad Homburg führende Krankenhausroute nutzen würden. Die Angabe, dass wegen Freihalten des Raums für durchstartende Flugzeuge die Nutzung dieser Route nur noch eingeschränkt möglich sei, ist kritisch zu hinterfragen; es sollte schon möglich sein, dass in der Lücke zwischen zwei Landungen ein Flugzeug diese Route nutzt. Hintergrund für diese Annahme dürfte sein, dass unter der Krankenhausroute besonders viele Menschen belastet werden; durch die rechnerische Verlagerung der Flugzeuge auf andere Routen reduziert man die Zahl der Lärmbetroffenen. In die gleiche Richtung geht der Ansatz, für die großen Flugzeuge überwiegend Starts auf der Startbahn West und keine Landungen von A380 und B747 auf der Landebahn Nordwest anzunehmen . Da Fraport die Lärmberechnungen als unverbindlich ansieht, besteht keinerlei Gewähr, dass tatsächlich so geflogen wird wie in den Berechnungen vorausgesetzt. Man sollte daher in seiner Einwendung explizit als Auflage die Einhaltung der berechneten Lärmwerte und Begrenzung der Zahl der Überflüge auf die in der Berechnung eingesetzten Werte fordern.
Initiative Zukunft Luftverkehr in Deutschland; Arbeitsgemeinschaft von Fraport, Flughafen München, Lufthansa und DFS vor allem zur koordinierten Durchsetzung ihrer Vorstellungen von Luftfahrt ohne Rücksicht und Abbau von Bürgerrechten bei Flughafenprojekten.
Die DLR hat interessante Ergebnisse ihres Projekts Leiser Flugverkehr veröffentlicht. Auch die Zusammenfassung (1 MB pdf-Datei) des Endberichts der Studie Nachtfluglärmwirkungen ist herausgegeben worden.
Für Bad Homburger dürfte von erheblichem Interesse sein, dass in der Studie Nachtfluglärmwirkungen ein Schwellwert von 35 dB(A) am Ohr ermittelt worden ist, oberhalb dem mit Aufwachreaktionen zu rechnen sei. Zusammen mit der gleichfalls ermittelten durchschnittlichen Dämpfung eines gekippten Fensters von 18 dB(A) bedeutet dies, dass oberhalb eines Spitzenwerts von 53 dB(A) außen mit Aufwachreaktionen zu rechnen ist. Dieser Wert wird in Bad Homburg regelmäßig überschritten.
Im Vortrag 5 (Flugverfahren) (pdf, 2,1 MB) wird übrigens das unten Dargelegte bestätigt, dass das Steilstartverfahren nach ICAO-A nur bis 15 km Entfernung zu einer Lärmminderung führt; es wird aber generell ausgesagt, dass schnelles Steigen statt Beschleunigen lärmmindernd wirkt. Nicht berücksichtigt in den Lärmdarstellungen beim Anflug sind hier übrigens die langen Flüge in geringer Höhe im Gegenanflug (Das Frankfurter Tiefflugverfahren).
Es hat zwar nicht mit Fluglärm zu tun, aber es ist genauso ein Ärgernis in Bad Homburg wie der Fluglärm: Die regelmäßigen langen Warteschlangen in der Hauptpost. Vielleicht kann man hier etwas erreichen, wenn man sich geeigneter Stelle beschwert; dies ist nicht irgendeine regionale Beschwerdestelle der Deutschen Post, sondern könnte die Investor-Relations-Abteilung für institutionelle Anleger sein, die sehr nah am Vorstand sitzt. E-Mail: ir@deutschepost.de.
Am 10.3.04 gab die Fluglärmkommission ihre Vorschläge zur Veränderung der Abflugverfahren im Bereich des Taunus bekannt (siehe http://www.fluglaerm-eppstein.de/Presse/HK/040311a.htm). Neben der marginalen Verlegung wurde auch ein Steilstartverfahren vorgeschlagen.
Hierzu ist anzumerken, dass derzeit in Frankfurt ein Schnellstartverfahren angewandt wird, bei dem in 1500 ft in die Beschleunigung übergegangen wird. Beim in Amsterdam praktizierten Steilstartverfahren wird dagegen bis 3000 ft der Schub ausschließlich in Steigen umgesetzt und erst ab dieser Höhe beschleunigt (Beschreibung siehe hier).
Ganz wesentliches Element des Amsterdamer Abflugverfahrens ist die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 250 KIAS unter 10 000 ft. Im Umfeld des Frankfurter Flughafens ist es dagegen zulässig, bis zur technisch zulässigen Maximalgeschwindigkeit des Flugzeuges zu beschleunigen, was von den Fluggesellschaften auch gerne praktiziert wird. Dies führt zu reduzierten Flughöhen im weiteren Umfeld des Flughafens, egal, ob Steil- oder Schnellstartverfahren.
Unten stehende Grafik verdeutlicht sowohl den Effekt der Startverfahren ICAO A und ICAO B wie auch den Effekt einer Geschwindigkeitsbegrenzung, die die Piloten veranlasst, zügiger zu steigen. Dargestellt sind hier in Rot das Steigprofil bei einem Steigverfahren nach ICAO B, in Orange das Steigprofil bei einem Steigverfahren nach ICAO A und in Grün bei ICAO A und einer Begrenzung der Geschwindigkeit.
Es ist erkennbar, dass über Bad Homburg die Unterschiede in der Flughöhe zwischen ICAO A und ICAO B gering sind, dagegen eine Geschwindigkeitsbegrenzung (auf hier angenommen 230 kn) mittelbar dazu führe, dass die Flugzeuge über Bad Homburg ca. 600 m/ 2000 ft höher als bei ICAO B ohne Geschwindigkeitsbegrenzung sein könnten  wenn es nicht die Konfliktsituation mit der in typisch 8000 ft beflogenen Gegenanflugroute gäbe. Diese führt dazu, dass bis etwa zum Bad Homburger Kreuz eine Flughöhe von 7000 ft über NN = 6650 ft über Flughafenniveau von abfliegenden Flugzeugen nicht überschritten werden darf (in der Grafik schwarz gekennzeichnet).
eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf höchstens 250 kt oder die minimale clean speed, bei der die Klappen einfahren sind, eingeführt werden sollte. Bei der über Bad Homburg verlaufenden Krankenhausroute, die nur von kleineren Flugzeugen beflogen werden darf, könnte man eine Begrenzung auf eine geringere Geschwindigkeit vorsehen, da die minimale clean speed bei diesen niedriger liegt
die Abflugroute hinsichtlich Höhe und Verlauf so gelegt werden sollte, dass ein optimaler Steigflug aller Flugzeuge möglich ist
im Hinblick auf die mögliche Entlastung flughafennäher wohnender Bürger das Steilstartverfahren ICAO A verbindlich vorgeschrieben werden sollte
Die Steigprofile basieren grundsätzlich auf dem in der AzB 99 publizierten Profil für die Klasse S5.2 (u.a. B737, A320-Familie); sie sind für die Beschleunigung auf höhere Geschwindigkeit sowie für das ICAO A Startverfahren sinnvoll modifiziert worden (gleiche Steiggradienten in Beschleunigungsphasen). Grundsätzlich sind gerade auf den nach Norden führenden Routen viele Flugzeuge in der Lage, schneller zu steigen, da Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge hier so gut wie nie voll betankt sind.
Vom 15. Januar 2004  5. März 2004 lief der Erörterungstermin für den Bau der A380-Halle in Mörfelden-Walldorf. Näheres siehe http://www.planfeststellung-a380.de/
Der Verlauf lässt eine gewisse Hoffnung aufkommen, dass der Regierungspräsident wegen unzureichender Unterlagen die Ablehnung des Planfeststellungsantrags empfehlen wird. Ob das entscheidende Wirtschaftsministerium einer solchen Empfehlung nachkommen wird, ist allerdings völlig offen.
Einzelne Mitstreiter haben inoffizielle Protokolle erstellt; hierfür einen riesigen Dank.
Das BVerwG hat hinsichtlich der Flugroutenplanung im Südwesten Deutschlands ein für die Betroffenen negatives Urteil gefällt. Der Frage, welche Lärmbelastung abwägungsrelevant ist, hat das Gericht allerdings nicht geklärt; diese Klärung erfolgt möglicherweise beim TABUM-Urteil.
Nach Ansicht der Störfallkommission ist der Betrieb der Chemiefabrik nicht vereinbar mit der Landebahn Nordwest. Was allerdings weitgehend verkannt wird, ist, dass das Risiko Ticona nur eines unter etlichen der Landebahn Nordwest ist; eher noch gravierender sind die Absturzrisiken auf den Fernbahnhof, die ICE-Strecke und die von zahlreichen Menschen bevölkerten Gebäude im Bereich der Terminals. Der DFLD hat hierzu eine Pressemitteilung herausgegeben und auf einer Pressekonferenz seine Ansicht über die Risikosituation des Frankfurter Flughafens nach Ausbau präsentiert.
Alle veröffentlichten Sicherheitsgutachten sind abrufbar, zu dem Votum der Störfallkommission gibt es einen Presseüberblick. Die Fraport greift die Störfallkommission heftig an (Stellungnahme der Fraport).
Frühere Informationen zur A380-Halle
Die A380- Halle wird nicht nur für den A380 benötigt, sondern ist Teil einer Vergrößerung des Wartungszentrums der Lufthansa auf dem Frankfurter Flughafen; diese macht jedoch nur Sinn, wenn auch die Bahnkapazitäten erweitert werden. Ihre Realisierung dürfte zu einer spürbaren Erhöhung der Zahl der nächtlichen Überflüge durch Überführungsflüge führen.
An der Erörterung kann jeder Einwender teilnehmen; wer selbst nicht teilnehmen kann, kann einen Vertreter beauftragen, der kein Anwalt sein muss. Man kann auch Beistände mitnehmen (beliebig viele).
Gerade am ersten Tag ist es wichtig, dass möglichst viele Bürger anwesend sind, um vor den Medien deutlich zu machen, wie sehr die Bürger in dieser Region vom Fluglärm und den Flughafenausbauplänen betroffen sind. Deshalb sollte möglichst jeder zumindest am 15.1.2004 versuchen, am Erörterungstermin teilzunehmen. Auch wer keine Einwendung abgegeben hat, hat noch zwei Möglichkeiten, zur Erörterung zugelassen zu werden
Es werden sicher etliche Einwender noch Beistände benötigen
Da in vielen Orten, u.a. im gesamten Hochtaunuskreis, das Verfahren für die Halle weder bekannt gemacht wurde noch eine Auslegung erfolgte, können Bürger aus diesen Orten nach Ansicht von Rechtsanwalt Matthias Möller-Meinecke (siehe www.moeller-meinecke.de ) weiterhin Einwendungen vortragen (an Regierungspräsident Darmstadt, 64278 Darmstadt, Fax 06151 12 3614 oder 06151 12 5031) und erhalten damit ein Teilnahmerecht an der Erörterung. Es genügt hierzu, vorzutragen, dass man nicht informiert und gehört wurde.
Auszugsweise aus älteren News:
16.9.03: Das Regionale Dialogforum hat jetzt die Gutachten zum Fluglärmmonitoring hier veröffentlicht . Besonders interessant: Beilage 7 ist zu entnehmen, dass bereits im Jahr 2000 viele Flugzeuge unterhalb der nach AzB (Anleitung zur Berechnung von Lärmschutzbereichen an Flughäfen) anzusetzenden Steigprofile geflogen sind, aber schneller als die üblichen 125 m/s unterhalb 10 000 ft (3000m). Dass damit Flula2, ein Programm, dass im Gegensatz zur AzB den Lärm nicht auf Basis vorgegebener Steigprofile, sondern mit tatsächlichen Flugverläufen berechnet, eine erheblich größere lärmbelastete Fläche ermittelt (siehe Karte 8), erstaunt daher nicht. Dabei wurde hier bei der Berechnung nach AzB bereits eine modifizierte Version verwendet, die zu einer größeren lärmbelasteten Fläche führt (Siehe Bericht der EMPA ,in dem auch ausführlich auf die Gründe systematischen Unterschätzens der Lärmbelastung bei einer Berechnung nach der AzB eingegangen wird). Fazit: Der Fraport ist bekannt, dass das von ihr angewandte Verfahren nach AzB die Lärmbelastung unterschätzt, die daraus sich ergebenden Konsequenzen werden aber nicht gezogen.
16.6.03: Das Regionale Dialogforum hat Lärmkarten ins Netz gestellt; dargestellt werden berechnete Werte jeweils für West- und Ostbetriebsrichtung sowohl für das Jahr 2001 wie auch für die Situation nach Ausbau. Für Bad Homburg ergibt sich ein aktuell bei Ostbetriebsrichtung ein Wert von bis zu 47 dB(A); da die Gegenanflüge überhaupt nicht berechnet wurden, sind Werte für Westwindlage nicht verfügbar. Die Berechnung erfolgte unter Annahme flugzeugtypischer Steigprofile; die Konfliktsituation zwischen an- und abfliegendem Verkehr wurde nicht berücksichtigt. Die berechneten Werte dürften daher zu niedrig sein
Nach Ausbau soll die Lärmbelastung geringfügig sinken; eine plausible Begründung hierfür gibt es nicht.
Ausschnitt aus Lärmkarte für 2001 Ostbetrieb; dunkelgrün entspricht 45-50 dB(A) Belastung, hellgrün 40-45 dB(A)
Ebenfalls jetzt verfügbar sind Karten der Flugrouten nach dem Ausbau
(Durch Anklicken erhalten Sie eine vergrößerte Darstellung)
Für Bad Homburg ist besonders von Bedeutung, dass der nördliche Gegenanflug um ca. 2 km nach Norden verlegt werden soll; unter der Annahme, dass sich an den Flughöhen nichts ändert, würde dies nochmals um ca. 500 -1000 ft reduzierte Flughöhen zur Folge haben.
Der Flughafen Chicago O´Hare hat eine gute Internet-Präsenz über seine Lärmschutzmaßnahmen zugänglich gemacht; bemerkenswert ist vor allem, dass hier die Lärmsünder des Monats auch mit Namen genannt werden. Wie aus der Messwertdarstellung einer Messstelle ersichtlich, sind Lufthansa und Condor als Lärmsünder sehr gut vertreten; bemerkenswert ist vor allem der Fall der Condor-Maschine, bei der (bei äquivalenter Messanordnung) der in den Lärmlisten aufgeführte Wert um sage und schreibe 12 dB(A) überschritten wurde (während bei der B747 der Messwert dem gelisteten Wert entspricht).
Von Piloten wird in diversen Foren berichtet, dass sie angehalten sind, mit deutlich reduziertem Schub zu starten, wodurch sie nicht so schnell wie möglich (wie von der LuftVO gefordert) steigen können. Dies führt jedoch zu einer erheblichen vermeidbaren Verlärmung der Umgebung.
Dass dies ein übliches Startverfahren ist, ist in einem Dokument Study of Key Elements acting on Noise Impact of Aircraft in Operation aus dem Sourdine-Projekt beschrieben. Wie groß der Einfluss der Schubreduzierung ist, zeigt diese Grafik aus dem Sourdine-Projekt (Dokument Establishment of Noise Abatement Solutions (Annexes) S.83)
Obwohl die Reduzierung des Startgewichts nur 13% gegenüber dem maximalen Startgewicht beträgt, ist in einer Entfernung von 20 km die Immission 3 dB(A) geringer, also halbiert. Beim A340 kann man den Schub weit weniger reduzieren als bei einer zweistrahligen Maschine, die mit einer kürzeren Startbahn auskommt; auch beträgt das Startgewicht oft deutlich weniger als 83% des maximalen Startgewichts. Der Effekt des Starts mit reduziertem Schub dürfte daher insgesamt sich noch weit gravierender auf die Immission auswirken, als aus obiger Grafik ersichtlich.
Heutzutage ist es üblich, den Schub bis auf das gerade noch sicherheitsmäßig Vertretbare zu reduzieren; auf Flughäfen mit kürzeren Startbahnen als in Frankfurt (4000 m sind extrem viel) starten die kleineren Flugzeuge (B737, A320) mit mehr Schub. Dies führt im Ergebnis zu einer Lärmbelastung durch einzelne Überflüge, die im Frankfurter Raum erheblich höher ist als an anderen Flughäfen mit kürzeren Startbahnen.
17.11.03: Der DFLD hat jetzt auch Bad Homburg eine Fluglärmmessstelle eingerichtet; man erreicht sie hier, im Fenster der Messstionen ist Bad Homburg auszuwählen.
Erste Ergebnisse zeigen, dass zumindest manchmal die Lärmbelastung hoch ist; so wurde am Sonntag, den 16.11., Zweistundenwerte von 57 dB(A) zwischen 8:00 und 10:00 Uhr und sogar 59 dB(A) zwischen 10:00 und 12:00 Uhr gemessen. Dies ist weit mehr als der rechnerische Wert von 46 dB(A). Die hohen Pegel am Nachmittag sind allerdings kein Fluglärm, sondern auf den einsetzenden Regen zurückzuführen.
Messung am 16.11.03 in Bad Homburg
Die Messung bestätigt, dass es bei Ostwind in Bad Homburg vergleichbar laut wie in Glashütten ist.
8.11.03: Bad Homburg ist mit Herrn Dr. Berthold Fuld im Vorstand der Bundesvereinigung gegen Fluglärm vertreten (siehe http://www.fluglaerm.de/bvf/orga.htm)
29.10.03: Endlich geht es mit den Fluglärmmessungen voran (Siehe FR). Allerdings soll die Fraport mit den Messungen beauftragt werden ; dies ist nicht ganz unproblematisch, da
- Die Fraport die Ansprechschwelle meist hoch einstellt; es werden dadurch leisere Fluglärmereignisse nicht registriert. Bei Messungen durch Fraport ist daher besonderen Wert auf einen niedrigen Schwellwert zu legen (max 55 dB). Dagegen arbeiten qualifizierte Messunternehmen, wie z.B. Debakom, nicht mit Schwellwerten, sondern mit einer Frequenzanalyse; es werden daher auch Fluglärmereignisse mit geringen Pegeln noch als solche erkannt (siehe http://www.debakom.de/geraeusch.htm). Als zuverlässigstes Mittel zur Erkennung von Fluglärmereignissen gilt die Verknüpfung von Radardaten und Messwerten; derzeit stellt allerdings die DFS die Radardaten hierfür noch nicht einmal der Fraport zur Verfügung. Nach unserer Kenntnis erfolgt die Zuordnung von Lärmereignissen zu Flugzeugen rein manuelle; hierfür beschäftigt die Fraport mehrere Mitarbeiter.
- Die die Auswertemethodik der Fraport fragwürdig ist; die Fraport wertet grundsätzlich nach FLG aus, d.h., Leq4 mit realer Betriebsrichtungsaufteilung. Die Ergebnisse sind nicht dazu geeignet, mit den im Zusammenhang mit dem anstehenden Flughafenausbau berechneten Werten verglichen zu werden, da hier einerseits mit Leq3 berechnet wurde, andererseits aber auch nach rechtsgültigen Urteilen die 100%-Regel angewandt werden muss. Die von Fraport ermittelten Werte sind typischerweise niedrig; so maß Fraport in Königstein lediglich 28 dB(A), während der TÜV ca. 40 dB(A) ermittelt hat.
Wir hoffen, dass für eine ergänzende Auswertung auch die Rohdaten zur Verfügung gestellt werden.
8.10.03: Die Zeit berichtet in einem Artikel in ihrer Ausgabe 41 über Herrn Bruckmaier Für einen, der viel anstoßen, der Sponsoren werben und die Strukturen geschmeidig halten will, gehört Geschaftlhuberei offenbar zur diplomatischen Grundausstattung, und wenn sich die Bürger bei ihm über den Fluglärm beschweren, den die neuen Routen des Frankfurter Airports über sie bringen, dann spricht Herr Bruckmaier im Golfclub mit dem Vorsitzenden der Flugsicherung, und plötzlich scheint Bad Homburg etwas weniger vom Krach betroffen. Kommentar: Es ist reiner Schein, dass Bad Homburg aufgrund Gesprächen Herrn Bruckmaiers mit Herrn Kaden weniger von Fluglärm betroffen sein soll; wenn überhaupt, liegt dies an weniger langandauernden Ostwindperioden und dem allmählichen Ersatz von sehr lauten DC9, Tu154 und MD8x durch laute A320 und B737. Die maßgeblichen Verordnungen wurden bisher nicht geändert, und auch das Phänomen der niedrigen Flughöhen besteht weiterhin.
Die Fraport AG hat mittlerweile den Antrag zur Planfeststellung eingereicht (siehe z:B. FR) .Im Frühjahr kommenden Jahres wird voraussichtlich die Auslegung erfolgen
23.7.03: Wir haben den Kandidaten, die sich für die Oberbürgermeisterwahl beworben haben, einen Brief mit der Bitte geschrieben, sich zum Themenkomplex Flugrouten und Flughafenausbau zu äußern. Nach Frau Fleige hat jetzt auch Herr Schäfer geantwortet.
11.7.03: Wir haben den Kandidaten, die sich für die Oberbürgermeisterwahl beworben haben, einen Brief mit der Bitte geschrieben, sich zum Themenkomplex Flugrouten und Flughafenausbau zu äußern. Bisher hat lediglich Frau Fleige geantwortet.
9.7.03: Die Taunuszeitung berichtet über die Podiumsdiskussion mit den OB-Kandidaten am 7.7.03, darunter auch zum Thema Fluglärm.
8.7.03: Für das Planfeststellungsverfahren für den Bau der A380-Halle können Einwendungen erhoben werden  man sichert sich damit eine Rechtsposition ab. Ein einfacher Weg ist die Verwendung dieser Standardeinwendung (DOC-File), die ggf. entsprechend der persönlichen Situation modifiziert werden kann. Eine umfassendere, individuellere Vorlage für eine Stellungnahme erhalten Sie nach einer Registrierung bei Profutura.
8.7.03: Am gestrigen Abend fand eine Podiumsdiskussion mit den Kandidaten zur Oberbürgermeisterwahl statt. Sie wurden aus dem Publikum heraus auch zum Thema Erhöhte Lärmbelastung zum Fluglärm befragt. Im Tenor antworteten Sie wie folgt
Frau Fleige: Der Ausbau ist nicht vernünftig; die vom Stadtparlament beschlossenen Fluglärmmessungen müssen endlich durchgeführt werden
Herr Schäfer: Die Reduzierung von Verkehrslärm gehört zu den wesentlichen Zielen meiner Politik
Frau Dr. Jungherr: Anderswo ist es doch viel lauter. Die Fluglärmmessungen sollen erst einmal durchgeführt werden, dann sehen wir weiter. Man sollte nicht immer gleich klagen
Herr Schlicksupp: Ich bin für den Ausbau; Fluglärm muss aber gerecht verteilt werden (Anmerkung: Sein Parteifreund Grandke fordert dies explizit zu Lasten des Vordertaunus)
Herr Vollrath-Kühne: Es gibt in Bad Homburg keinen Fluglärm
24.6.03: Das Planfeststellungsverfahren für die A380-Halle hat begonnen. Siehe hierzu die Information des RP Darmstadt und das Merkblatt für das Planfeststellungsverfahren. In Bad Homburg werden die Unterlagen nicht ausgelegt, obwohl eine Betroffenheit durch zusätzliche Überführungsflüge vor allem auch nachts und am Wochenende zu vermuten ist. Bei Profutura kann man ein persönliches Einwendungsschreiben anfordern.
24.6.: Zukunft-Rhein-Main-Young - eine Seite speziell für junge Leute (sprachlich angepasst) über Flughafenausbau und seinen negativen Folgen.
Voraussichtlich ab 23.6. bis zum 22.7. werden die Unterlagen zum Planfeststellungsverfahren zum Bau der A380-Halle ausgelegt werden; nach derzeitigem Kenntnisstand erfolgt dies in Bad Homburg nicht. Die Einwendungsfrist läuft dann bis zum 8.8.03. Es handelt sich hierbei nicht um eine Halle ausschließlich für die Wartung des A380, sondern um ein großes Wartungszentrum, in dem gleichzeitig an bis zu 40 Flugzeugen gearbeitet werden kann.
Wir werden zeitnah zum Beginn der Auslegung eine Mustereinwendung ins Netz stellen; Vorschläge für Argumente bitte an webmaster@fluglaerm-badhomburg.de. Sie können sich aber auch bei www.profutura.net mit einer Reihe persönlicher Angaben registrieren lassen und erhalten dann nach Beginn der Auslegung einen auf Ihre persönliche Situation zugeschnittenen Einwendungsentwurf, den Sie wahlweise auch modifiziert der Anhörungsbehörde (dem Regierungspräsidenten in Darmstadt) übermitteln können. Sie können auch mehrere Einwendungen abgeben; durch eine Einwendung entstehen Ihnen keinerlei Kosten!
Der Ablauf eines Planfeststellungsverfahrens ist hier grafisch dargestellt. Wer im Planfeststellungsverfahren keine Einwendung erhebt, kann auch später keine Schadenersatzansprüche z.B. wegen übermäßiger Lärmbelastung geltend machen.
Unabhängig vom Planfeststellungsverfahren für den Bau der Wartungshalle erfolgt im Herbst die Auslegung der Unterlagen im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens für den Bau einer neuen Landebahn!
Es wurden in den Downloadbereich einige Beiträge aufgenommen (Umweltgutachten 2002 (4,4 MB); Sondergutachten "Umwelt und Gesundheit - Risiken richtig einschätzen" (6,3 MB); Nächtliches Erwachen durch Fluglärm: Beginnen Aufwachreaktionen bei Maximalpegeln von 60 Dezibel(A)? ), in denen wissenschaftliche Untersuchungen dokumentiert sind, die eine Beeinträchtigung des nächtlichen Schlafes auch bei Schallpegelwerten von Einzelereignissen von 45-50 dB(A) innen, bzw. 60-65 dB(A) außen, aufzeigen. Solche Werte werden in Bad Homburg regelmäßig erreicht.
Grandke ist Ausbaubefürworter
Am 7.5.03 fand in Offenbach eine öffentliche Diskussionsveranstaltung des Regionalen Dialogforums zum Thema Lärmmanagement in der Region statt. Vom OB der Stadt Offenbach, Grandke, wurde eine stärkere Verteilung des Fluglärms gefordert und dabei explizit eine stärkere Belastung des Nordens angeregt. Gekrönt wurde dies durch den Vorschlag, eine Landebahn West zu bauen, die von Norden angeflogen werden würde.
Kommentar: Grandke hat sich damit als Ausbaubefürworter nach dem St.-Floriansprinzip erwiesen; aber auch unsere Volksvertreter insbesondere auf Kreisebene handeln danach, wenn sie den Ausbau in der Annahme befürworten, dass wir davon kaum betroffen sein werden.
Angesichts der in den letzten Tagen bekannt gewordenen Ticona-Problematik (siehe FR-Spezial Flughafen), wodurch möglicherweise die Nordwestbahn nicht mehr realisierbar ist, wird sicherlich eine Diskussion über Alternativen entstehen; es ist evident, dass Frankfurt und Offenbach die Nordostbahn ablehnen werden und womöglich eine Landebahn West fordern werden. Da diese bei allen Windrichtungen betreibbar sein sollte, ist zu befürchten, dass Forderungen aufkommen werden, die Startbahn West auch für Starts nach Norden zu öffnen.
Am Rande dieser Veranstaltung wurden neue, gerechnete Lärmkarten gezeigt, die erstmalig eine signifikante Fluglärmbelastung zwischen 45-50 dB(A) in Bad Homburg dokumentieren. Diese tritt bei Ostwind über einem etwa 4 km breiten Streifen mit Mittelpunkt über dem Kurpark auf. Der Wert liegt höher, als tagsüber nach TA Lärm für Gewerbelärm in Kurgebieten zulässig ist. Die Lärmkarten basieren allerdings auf der AzB; in dieser wird von flugzeugtypischen Steigwinkeln ausgegangen. Da allerdings viele Flugzeuge flacher steigen als möglich, ist die Lärmbelastung tatsächlich deutlich höher.
Die IHKs im Rhein-Main-Gebiet haben eine Standortumfrage durchgeführt, demnach sind 90% der Unternehmen mit der Flughafensituation zufrieden. Schwächen hat die Rhein-Main-Region u.a. bei der (landseitigen) Verkehrsinfrastruktur und beim Wohnungsbau  diese Standortfaktoren würden sich jedoch bei einem Flughafenausbau weiter verschlechtern.
Es gibt also kaum Druck von Unternehmensseite, den Flughafen auszubauen. Dies ist nachvollziehbar: Viele Unternehmen brauchen zwar den Flughafen, aber der Nutzen weiterer Flugverbindungen ist denkbar gering.
Radarspuren von New York JFK , um 8:00 und um 9:00 Ortszeit startet (noch) die Concorde.
Erfolg für Fluglärmbetroffene
Am 11.2.03 fällte der VGH Kasse ein wegweisenden Urteil, in dem die Routenplanung über den Hochtaunus als ungenügend bezeichnet wurde und LBA und DFS zur Neuplanung verpflichtet wurden. Jetzt liegt auch die Urteilsbegründung vor. Es werden einige Punkte aufgeführt, die auch für Bad Homburg von Bedeutung sind
Es wurde die Belastung der Betroffenen nicht ermittelt und nicht ordnungsgemäß abgewogen
Ein Lärmpegel von 44 dB(A) tagsüber und 36 dB(A) nachts wird als abwägungsrelevant bezeichnet  Werte, die auch in Bad Homburg erreicht werden dürften
Alternativen wurden nicht hinreichend untersucht
Allerdings haben die Kläger offenbar nicht dezidiert die Problematik vorgetragen, dass abfliegende Flugzeuge aufgrund anfliegender tief gehalten werden  das Gericht hat sich jedenfalls nicht intensiv mit dieser Problematik auseinander gesetzt. Unsere Forderung, den nördlichen Gegenanflug zu ändern, wird durch das Urteil weder gestützt noch abgelehnt.
Weiteres finden Sie in den Presseerklärungen der Beteiligten:
Pressemitteilung der Hessischen Verwaltungsgerichthofs.
Presseerklärung der Taunusschiene
Stellungnahme von W.U.T. e.V.
Wir haben zu diesem Urteil eine Presseerklärung herausgegeben, in der wir die fehlende Abwägung der Flugrouten über Bad Homburg und Friedrichsdorf kritisieren und eine Überprüfung fordern.
Hier sollen künftig wichtige Neuigkeiten zur Fluglärmsituation in Bad Homburg stehen. Wir halten es nicht für erforderlich, alle Neuigkeiten von regionaler Bedeutung hier zu publizieren, sondern verweisen hierzu auf die Seiten www.fluglaerm-taunus.de und www.fluglaerm-eppstein.de.
Neue Links und Downloads
30.4.03: Metars von airport.de, das Wetter auf dem Frankfurter Flughafen einschließlich Wolkenhöhe (kann zur Bestimmung der Flughöhe beitragen) wird in deutschem Klartext ausgegeben. Alter Link zu englischsprachiger Seite wurde dafür entfernt.
24.4.03: Hochinteressant: Nahezu-Echzeit-Radarspurenaufzeichnungen (auf denen man einzelne Flüge verfolgen kann) von verschiedenen US-amerikanischen Flughäfen; aus diesen kann man u.a. erkennen, dass in den USA
soweit es geht, über Wasser gestartet wird und die Flugzeuge erst über Wasser oder unbewohntem Gebiet größere Bögen (also Umwege) fliegen, bevor sie in einer Höhe von 10000 ft und mehr wieder Land erreichen.
Das Unterfliegen von Gegenanflügen beim Abflug weitgehend vermieden wird; um Höhe zu gewinnen, erfolgen z.B. Abflüge von Los Angeles bei Start nach Westen und Flugrichtung Nordost nicht mit einer Rechtskurve kurz nach dem Start, sondern es wird mit einer 225°-Linkskurve eine halbe Acht geflogen und der nördliche Gegenanflug beim Abflug überquert (in einer Höhe >10000 ft).
Es selbst beim großen Flughafen Los Angeles (900 Tsd. Flugbewegungen p.a.) nur einen Gegenanflug im Norden gibt, der auch weitaus näher an der Anfluggrundlinie liegt wie z.B. in Frankfurt.
Flugzeuge oft mit 2000-3000 ft /min steigen und sinken.
Fallweise Gegenverkehr aus Lärmschutzgründen eingerichtet wird (z,.B. nachts in Los Angeles; hier wird grundsätzlich von Westen gelandet)
In New York  La Guardia Flugzeuge beim Start nach Südosten einen Vollkreis fliegen
Ebenfalls in New York  La Guardia direkt aus einer 180°-Kehre heraus bei Landung aus Südosten gelandet wird
Für Hinweise auf weitere bemerkenswerte Flugverfahren wären wir dankbar (webmaster@fluglaerm-badhomburg.de)
31.3.03: Eingestellt wurde eine Dokumentation von Steigprofilen vom Flughafen Portland, die sowohl aufgezeichnete wie auch für Lärmberechnungen angewandte Steigprofile für einige verbreitete Flugzeugtypen enthält; aus dem Vergleich dieser Dokumentation mit im hiesigen Raum aufgezeichneten Radarspuren (4,8 MB!) , die mit unterschiedlichen Höhenfiltern aufgenommen wurden, zeigt sich, dass auf der Krankenhausroute, die nur von eigentlich schnell steigenden Flugzeugen beflogen wird, die Flugzeuge langsamer steigen.
24.3.03: Forum www.flughafen.unser-forum.de aufgenommen; Schwerpunkt Ausbau des Frankfurter Flughafens, u.a. Bausteine für Planfeststellungsverfahren abrufbar (von RA Möller-Meinecke). Mit Netscape Funktionsprobleme.
24.3.03: Aktueller Wetterbericht vom Frankfurter Flughafen in Klartext (Englisch)
18.3.03: Neue Gruppe Foren, in denen über Luftfahrtfragen diskutiert wird; aufgenommen wurden hier Airliners.de (ein allgemeines Luftfahrtforum mit reger Beteiligung und auch Nachrichten), Atcnet.de (Forum von Fluglotsen) und das Taunus-Forum gegen Fluglärm.
17.2.03: Die Bundesvereinigung gegen Fluglärm hat auf Ihrer Homepage eine Checkliste für die Änderung oder Neufestlegung von Flugstrecken sowie Änderungen von deren Belegung und Änderungen vorgeschriebener Flugverfahren (PDF, 1,3 MB) sowie ein Merkblatt zur Festlegung von Flugrouten (PDF, 1,3 MB) entwickelt und im Internet zur Verfügung gestellt.
10.12.02: Aniprop, ein kleines Hobbyunternehmen u.a. eines hauptberuflich bei der DLR beschäftigen Physikers, das u.a. Schwingenflugmodelle baut. Auf der Homepage sind auch zahlreiche Beiträge zur Physik des Fliegens abrufbar (Abi auf der HUS oder des KFG ist zum Verständnis hilfreich).
Besonders hinweisen möchte ich hierbei auf
17.11.02: Am 16.11. flogen die Flugzeuge in Bad Homburg unterhalb der Wolkendecke. Man kann daraus auf die Flughöhe schließen, wenn die Höhe der Wolkendecke bekannt ist. Informationen hierzu erhält man über den METAR für EDDF. METARs werden hier erläutert. Flughöhen bis 7000 ft bei Jets sind hier übrigens ungewöhnlich niedrig und könnten Anlass für eine Beschwerde sein.
14.11.02: Bürger gegen Fluglärm (Bereich nördliches Rheinhessen); u.a. diese BI hat gegen die nördliche Gegenanflugroute, durch die mittelbar auch Bad Homburg betroffen ist, geklagt, die Klagebegründung ist stichwortartig auf der Homepage abrufbar
8.11.02: International Civil Aviation Organization (ICAO)
8.11.02: Hinweis auf Beschwerdetelefon der hess. Landesregierung
7.11.02: Umweltrat:Der Rat von Sachverständigen für Umweltfragen; auch Herausgeber des Umweltgutachtens 2002 (Bundestagsdrucksache, pdf-Datei, 4,3 MB)
6.11.02: Airail: Ein hochinteressantes und durchaus realistisches Projekt für den Bau eines großen Umsteigeflughafens in einer sehr dünn besiedelten Gegend bei Stendal
6.11.02: FreePDF: Kostenlose Software zur Erstellung von pdf-Dateien durch Ausdrucken. Das Pdf-Format (zu öffnen mit dem kostenlosen Acrobat-Reader) ist das für die Verbreitung von Dokumenten jeglicher Art geeigneteste Format.
6.11.02: OpenOffice: Etwas abgespeckte kostenlose Version von Staroffice; bietet Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Zeichenprogramm, Präsentationsprogramm u.v.m.
6.11.02: Neue Linkkategorie Software; hier sollen Links zu Software eingefügt werden, die für unsere Tätigkeit nützlich sein könnte.
Die IG Taunus gegen Fluglärm führte. eine Befragungsaktion der Landtagskandidaten durch (Brief). Nun ist von allen Kandidaten für den Hochtaunuskreis Ost eine Antwort eingegangen; sie finden hier die Antworten vom Kandidaten der CDU, Holger Bellino, vom Kandidaten der FDP, Herr Dr. Frank Blechschmidt, der Kandidatin von Bündnis 90/Die Grünen, Frau Ellen Enslin, und von der Kandidatin der SPD, Frau Petra Fuhrmann, die ihrer Antwort auch einen Auszug aus dem Landtagswahlprogramm und einen Beschluss des SPD-Landesparteitags 2000 beifügte.
Das Fazit aus den Schreiben
CDU, SPD und Bündnis90/Die Grünen halten die Vorgehensweise bei der Flugroutenplanung im Taunus für falsch und wünschen eine verstärkte Beteiligung der Bürger (SPD und Grüne) bzw. zumindest der Kommunen (CDU).
CDU, FDP und SPD sind für den Ausbau des Flughafens, Bündnis 90/Die Grünen sind dagegen. Es fällt auf, wie ausweichend die Antworten zu Alternativen ausfallen.
Hinsichtlich verbesserten Lärmschutzes trägt die FDP die Frage der Finanzierbarkeit vor, die CDU vertritt die Meinung, dass die aktuellen Grenzwerte überprüft werden müssen, SPD und Grüne treten für erheblich verbesserten Lärmschutz ein. Wesentliche, aber teure Elemente des Anti-Lärm-Pakets der Flughafenmediation (insbesondere die Erweiterung der Lärmschutzzone und Finanzierung der sich daraus ergebenden Schallschutzaufwendungen in Milliardenhöhe durch einen Lärmtaler) werden von CDU und FDP nicht erwähnt.
Am 22.11.02 fand um 16:30 im Bürgerhaus Kirdorf ein Gespräch mit dem Fraktionsvorsitzenden von Bündnis90/Die Grünen im Landtag, Tarek-Al-Wazir, statt. Vor ca. 10 Zuhörern stellte er nicht nur die bekannte ablehnende Position der Grünen zum Flughafenausbau dar, sondern nahm auch die Schilderung unserer Situation mit nach Hause.

References: § 8
 § 7
 § 10
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 § 6
 §27
 §22
 §29