Source: https://kundenwachstum.de/facebook-like-button-datenschutz/
Timestamp: 2019-12-05 15:03:17+00:00

Document:
Facebook Button, Cookies & Co. – Das EuGh Urteil
Was passiert beim Besuch einer Seite mit Social Media Buttons?
Das Urteil des EuGH in Sachen Like Button Datenschutz
Nicht nur Like Button oder Social Media Buttons
Datenübermittlung durch Social Media Buttons verhindern mit Shariff
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) fällte ein Urteil zum Thema Facebook Like Button Datenschutz. Demnach können Websitebetreiber abgemahnt und zur Verantwortung gezogen werden, wenn sie solche Buttons auf der eigenen Webseite einbinden. Das betrifft aber auch andere Social Media Buttons bzw. Social Share Buttons. Hier haben wir die wichtigsten Infos für Dich. Außerdem gibt es praktische Tipps . Dann bist Du auf der sicheren Seite.
Jeder Betreiber einer eigenen Website kann sog. Social-Plugins, Social Media Buttons, Social Icons, Twitter-Buttons, Share Buttons oder den berühmten Facebook-Like-Button auf seiner Webseite einbinden. Damit können Seitenbesucher die Inhalte dieser Webseite in den sozialen Medien direkt teilen. So wird ein höheres Ranking beim Aufbau einer guten Webseite erreicht und gehören zu den Content Marketing Maßnahmen und Strategien. Zu den bekanntesten gehören da Facebook, Twitter oder Instagram, um nur einige zu nennen.
Die Buttons befinden sich in der Regel an gut zu findenden Stellen der jeweiligen Seite. Dadurch finden die Seitenbesucher sie leicht. Das Teilen oder Like klicken geht dann schnell und einfach. Heutzutage ist das für uns ganz normal. Und viele User wollen oder brauchen es sogar. Denn sie wollen anderen Menschen in ihrem sozialen Netzwerk schnell zeigen, was sie gerade brandaktuell beschäftigt.
Der Social Network stellt für eine einfache Einbindung normalerweise sog. Social Plugins zur Verfügung. Die werden im Backend, z.B. WordPress, installiert und können dann auf den Seiten verwendet werden. Jeder Webseiten-Betreiber denkt sich, damit tue er seinen Seitenbesuchern einen Gefallen. Allerdings ist das nicht unbedingt der Fall.
Share Buttons und Social Media Plugins senden ungefragt Daten
Denn die Social Media Plugins und ihre Share Buttons oder auch der Like Button senden Daten des Seitenbesuchers an den Social Media Anbieter. Und zwar ohne, dass der User eine Chance hat, das zu verhindern. Zu diesen Daten gehören u.a. IP-Adresse und welcher Browser in welcher Version verwendet wird. Das sind nicht unbedingt personenbezogene Daten. Aber der Knackpunkt ist eher, dass die User keine Möglichkeit haben, das zu verhindern. Denn die Buttons übertragen die Daten nicht erst beim Klick, sondern schon beim Aufbau der IP-Adresse.
Das dient den Sozialen Netzwerken in der Regel dazu, ihr Werbegeschäft zu verbessern. Das ist zunächst an sich nichts Gefährliches, aber nicht jeder Deiner Seitenbesucher möchte diese Daten preisgeben. Denn es sind Daten, die das Nutzungsverhalten im Internet nachverfolgen. Und die übermittelte IP-Adresse kann potenzielle personenbezogene Daten versenden, auch wenn Du nirgends eingeloggt bist. Das bedeutet, dass hier das Datenschutzrecht bzw. die DSGVO greift.
Automatisches Daten Tracking ohne einloggen oder klicken
Der Website-Besucher muss nicht einmal ein Social Media Profil haben. Er muss sich auch nicht einloggen. Die eingebetteten Share Buttons bzw. das Social Media Plugin tracken und senden die Nutzerdaten einfach. Hat sich der Nutzer sogar im entsprechenden Netzwerk eingeloggt, kann z.B. Facebook die Daten dem entsprechenden Profil des Nutzers zuordnen. Und wer meldet sich heutzutage noch aus den sozialen Netzwerken ab? Besonders am Smartphone, wo die App eigentlich ständig zumindest im Hintergrund läuft. Da sind wir so gut wie immer angemeldet.
Facebook und Websitebetreiber in der Verantwortung
Die ungefragte Übermittlung der Daten durch Einbindung der Social Media Buttons ist auch der Grund dafür, dass sich der Seitenbetreiber, der diese Buttons einsetzt, sich damit keinen Gefallen tut. Warum?
Share Buttons von Social Media nicht datenschutzkonform
Hierzulande ist eine Einbindung solcher Teilen-Buttons, z.B. für Twitter oder andere Social Media Kanäle, nicht datenschutzkonform möglich. Zumindest wenn keine weiteren Mittel ergriffen werden, um die ungefragte Datenübertragung vorher zu blocken. Die Websites von KUNDENWACHSTUM.de bringen diese Technik mit. Sprich uns an und wir helfen Dir auch Deine Seite datenschutzkonform zu machen ohne auf die Vorteile der Share Buttons verzichten zu müssen.
Information und aktive Einwilligung sind Pflicht
Laut Gesetz musst Du außerdem den Seitenbesucher vor Übermittlung irgendwelcher Daten informieren. Vielleicht steht das in der Datenschutzerklärung, aber das reicht nicht aus. Du musst den User direkt auf der Seite darauf hinweisen. Und Du musst eine Möglichkeit für den User schaffen, womit er in die Übermittlung der aktiv per Klick einwilligen kann. Normalerweise passiert das aber nicht. Zumindest nicht im Falle der Social Buttons.
Das hat unterschiedliche Gründe. Beispielsweise kann die Unkenntnis der genauen Rechtslage oder der Funktionsweise dieser Buttons sein. Auch bisher fehlende Urteile, die das Gesetz in der Praxis zeigen. Das kann aber auch praktische Gründe haben. Eine Flut von Datenschutz-Bannern oder Pop-Ups können als störend empfunden werden. In der Regel ist es eine Kombination dieser naheliegenden Gründe.
Seitenbetreiber und Facebook in der Verantwortung
Das alles führt dazu, dass ein Seitenbetreiber aktiv, wissentlich oder unbewusst, zur Datenübermittlung einen Beitrag an die Social Media Anbieter beisteuert. Einfach nur durch die Einbindung der Social Buttons bzw. durch andere Social Plugins. Und ohne dass die Nutzer es wissen oder sich dagegen wehren können. Das bedeutet, dass Du mit Facebook in einem Boot sitzt. Genau wie Facebook verstößt Du gegen Datenschutzrecht. Für die Übermittlung der Daten kannst Du zur Verantwortung gezogen werden.
Der EuGH hat am 29.07.2019 ein Urteil im Fall Fashion ID gefällt, das weitreichende Folgen für die Datenschutzerklärung hat. Damit steht fest, dass Seitenbetreiber durch die Verwendung des Like-Buttons gegen Datenschutzbestimmungen verstoßen. Denn dadurch wirken sie an der unbewussten und ungefragten Datenübermittlung mit. Selbst wenn es sich nicht um personenbezogene Daten handelt.
Die europäischen Richter vertreten in dem Urteil die Ansicht, dass Seitenbetreiber bei der ungefragten Datenübertragung aktiv helfen und nicht nur billigend in Kauf zu nehmen. Daher besteht eine Mitverantwortung und die ist abmahnbar und kann sogar zu Schadenersatzklagen führen.
Haftung der Betreiber von Online-Shops
Für Betreiber von Online-Shops hat das Landgericht Düsseldorf diese Mitverantwortung schon im Jahre 2016 festgestellt.
Der EuGH hat diese Verantwortung im Verfahren „Fashion ID“ (Betreiber der Seite: Peek & Cloppenburg) durch das Urteil ausgedehnt und faktisch allgemeingültig gemacht. Zwar ist darin die Verantwortung an der Übertragung der Daten und ihrer Verarbeitung getrennt, d.h. Facebook ist alleine für die Verarbeitung verantwortlich und muss sich die Einwilligung der Nutzer holen.
Aber die Betreiber der Webseite sorgen durch das Einbinden der Buttons eben dafür, dass Daten von ihrer Webseite zu den Social Media Anbietern gelangen. Genau das ist nicht datenschutzkonform und deswegen potenziell abmahnbar.
EuGH Urteil aus 2018 zu Facebook Fanpages
Diesem Urteil zum Gefällt-mir-Button ist bereits 2018 ein Urteil vorausgegangen, das sich um sog. Facebook Fanpages dreht. Das sind keine Einzelprofile, sondern Facebook-Seiten, auf denen Facebook-Mitglieder mit einem bestimmten gemeinsamen Interesse zusammenkommen und dieser Seite folgen.
Auch da sah der EuGH nicht nur Facebook allein verantwortlich für die Erhebung und Verarbeitung von Daten. Das aktuelle Urteil erweitert das also auf den Like-Button. Das können aber nur Behörden und Verbraucherverbände abmahnen, aber keine Privatpersonen.
Hier geht’s zur offiziellen Pressemitteilung des EuGh vom 29.07.2019:
Das komplette EuGh Urteil vom 29.07.2019 findest Du hier:
https://curia.europa.eu/juris/document/document.jsf;jsessionid=3586A2B2259D36D9E91DEF7BEB5CBCF2?text=&docid=216555&pageIndex=0&doclang=DE&mode=req&dir=&occ=first&part=1&cid=5054472
Die Übermittlung von Nutzerdaten findet nicht nur bei der Verwendung von Facebook Social Plugins statt. Es gibt auch andere Mittel, die verschiedenen Anbietern das Tracking von Nutzern erlauben. Allgemein gesagt, alles was von externen Anbietern auf der eigenen Webseite eingebettet wurde. So zum Beispiel auch YouTube-Videos
Auch das Einbetten anderer Angebote, z.B. YouTube-Videos, die dem Anbieter das Tracking von Nutzerdaten ermöglichen, sind potenziell abmahnbar. Im Klartext: Hast Du auf Deiner Seite ein Video von YouTube eingebunden? Dann kann es sein, dass Abmahnungen oder sogar Klagen ins Haus flattern. Denn der Code für die Einbettung bzw. der iframe ermöglicht ebenfalls das Tracking von Nutzerdaten.
Es können auch Cookie Banner hochgradig riskant sein, die sinngemäß sagen: „Diese Seite setzt Cookies ein. Wenn Du weiter surfst, willigst Du in die Nutzung dieser Cookies ein.“ Es gibt also auf vielen Seiten im Netz Handlungsbedarf. Zumindest, wenn Du wirklich sicher gehen willst. Denn potenziell kann alles ein Risiko sein, was Du einbindest.
Wir von KUNDENWACHSTUM.de bauen dafür spezielle Plugins und DSGVO-konforme Cookie-Banner in die Seiten unserer Kunden ein, die genau diese Lücke schließen und die Seite damit datenschutzkonform machen. Gerne zeigen wir Dir dieses einmal völlig gratis und unverbindlich in der Praxis, sende uns dazu einfach eine E-Mail an support@kundenwachstum.de
Cookies und Facebook Like Button Abmahnung verhindern – Praxistipp
Wie schützt Du Dich als Seitenbetreiber aber jetzt vor Abmahnungen oder sogar Klagen? Indem Du einerseits dem User ein Cookie-Banner präsentierst, wo er ausdrücklich in das Tracking irgendwelcher Daten einwilligen muss. Und zwar direkt beim Aufrufen Deiner Webseite. Sonst ist keinerlei Datenerhebung erlaubt.
Die ausdrückliche Einwilligung ist unbedingt notwendig. Sonst gilt Deine Webseite nicht mehr als datenschutzkonform. Das EuGH-Urteil macht ein solches sog. Cookie-Opt-In-Banner faktisch zur Pflicht. Das sorgt schonmal für Sicherheit in Sachen Abmahnung bei Cookies.
Lupenreines Cookie-Banner-Tool
Es gibt verschiedene Anbieter solcher Cookie-Banner. Da musst Du vergleichen und abwägen, kostenlose Lösungen, die bestmöglich alles sicher abdecken haben wir bisher noch nicht gefunden. Gerne zeigen wir Dir anhand Deiner Website einmal komplett gratis und unverbindlich, welche Möglichkeiten es gibt diese bestmöglich datenschutzkonform zu gestalten. Sende uns dazu einfach eine E-Mail an support@kundenwachstum.de
Außerdem muss Deine Datenschutzerklärung natürlich auf dem neuesten Stand der Dinge sein.
Um die Übermittlung von personenbezogener Daten und aller anderen Daten durch Sharing Buttons, den Gefällt-mir-Facebook-Button oder ähnliches zu verhindern, reicht keine simple Datenschutzerklärung mehr. Es gibt die sog. Zwei-Klick-Lösung aus dem Hause Heise. Dabei muss beispielsweise die Teilen-Funktion durch einen ersten klick aktiviert werden und dann kann man erst den Button klicken. Das gilt aber mittlerweile als unpraktisch.
Praktisches Tool für sichere Social Buttons
Die Entwickler bei Heise bzw. c’t haben sich daher eine weitere Lösung ausgedacht: Shariff. Dieses Tool ist praktischer, weil nur ein Klick notwendig ist. Im Prinzip unterbindet Shariff die Übertragung solange, bis der User den Button klickt. Ab dem Zeitpunkt ist auch eigentlich klar, dass man sich aktiv in den sozialen Netzwerken bewegt. Vorher besteht keine Verbindung zwischen dem Nutzer und Social Media. Es findet also auch keine Übertragung, irgendwelcher personenbezogene Daten statt. Denn dazu wäre es nach dem EuGH-Urteil zwingend erforderlich, dass die Nutzer ausdrücklich zustimmen.
Außerdem ist der sog. Shariff Wrapper auch eine optisch ansprechende Lösung. Die Social Buttons erscheinen nämlich als Grafiken, die genauso aussehen, als seien echte Buttons integriert. Aber tatsächlich sind es nur Links, die bei einem Klick auf ein Pop-Up-Fenster verweisen. Dort erscheinen dann die verschiedenen Social Sharing Buttons zu den sozialen Netzwerken. Aufgrund der Tatsache, dass es sich beim Shariff Wrapper um einen HTML-Code handelt, ergeben sich auch Gestaltungsmöglichkeiten. Damit kannst Du das Ganze an Deine Webseite anpassen um ein besseres Website Design zu gewinnen.
Auf der sicheren Seite beim Thema Datenschutz
Mit dieser Lösung bist Du in Sachen Like Button Datenschutz auf der sicheren Seite und verstößt gegen keine Datenschutzerklärung. Und Deine Seitenbesucher können weiterhin einfach einen Like setzen oder die Inhalte Deines Blogs oder Ähnliches teilen. Ihre Daten sind sicher. Gleichzeitig musst Du keine Abmahnungen deines Blogs fürchten.

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