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Timestamp: 2016-10-25 10:24:55+00:00

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5A_71/2014 � � Urteil vom 30. April 2014
Ung�ltigkeit / Erbteilung,
A.a.�G.________ starb am 14. August 2007. Als gesetzliche Erben hinterliess er seine Schwester C.________, seinen Bruder D.________ sowie seine Nichten E.________ und F.________.
A.b.�Mit �ffentlich beurkundeter letztwilliger Verf�gung vom 23. Februar 2005 setzte der Erblasser A.________ zu seinem Alleinerben ein. F�r den Fall, dass dieser vor ihm sterben sollte, bestimmte der Erblasser dessen Lebenspartnerin B.________ als Alleinerbin. Am 10. April 2007 verfasste der Erblasser eine eigenh�ndige letztwillige Verf�gung, in der er alle vorherigen letztwilligen Verf�gungen aufhob und seinen Nachlass zu einem Drittel A.________ und B.________ und zu je einem Drittel A.H.________ und B.H.________ vermachte. Am 11. April 2007 best�tigte der Erblasser bei der Gemeindeverwaltung Risch die R�cknahme der deponierten letztwilligen Verf�gung vom 23. Februar 2005. Am 6. Juni 2007 wurde �ber den Erblasser eine Vormundschaft auf eigenes Begehren errichtet; zum Vormund wurde I.________ ernannt. Vom 6. bis 19. Juni 2007 hielt sich der Erblasser im Zuger Kantonsspital auf. Mit eigenh�ndig verfasster letztwilliger Verf�gung vom 14. Juni 2007 widerrief er alle vor diesem Datum errichteten Testamente.
�Am 8. Oktober 2008 reichten A.________ und B.________ eine Ung�ltigkeits- und Erbteilungsklage ein. Sie machten im Wesentlichen geltend, dass der Erblasser am 14. Juni 2007 nicht mehr urteils- und verf�gungsf�hig gewesen sei, weshalb die an diesem Tag errichtete letztwillige Verf�gung f�r ung�ltig zu erkl�ren sei. Mit Urteil vom 9. Mai 2012 wies das Kantonsgericht Zug die Klage vollumf�nglich ab. Die dagegen erhobene Berufung hiess das Obergericht des Kantons Zug mit Urteil vom 3. Dezember 2013 im Kostenpunkt teilweise gut. In der Sache wies es die Berufung hingegen ab.
�Mit Beschwerde in Zivilsachen vom 27. Januar 2014 wenden sich A.________ und B.________ (Beschwerdef�hrer) an das Bundesgericht. Sie stellen das Begehren, das Urteil des Obergerichts aufzuheben und G.________s Testament vom 14. Juni 2007 f�r ung�ltig zu erkl�ren. Weiter sei ihnen zu Lasten des Nachlasses f�r ihre Aufwendungen ein Betrag von Fr. 84'200.-- zuz�glich Zins seit 8. Oktober 2008 zuzusprechen. Eventuell sei die Streitsache zur Abkl�rung des Sachverhalts und Neubeurteilung an das Obergericht des Kantons Zug zur�ckzuweisen.
�Das Bundesgericht hat die vorinstanzlichen Akten, aber keine Vernehmlassungen eingeholt.
1.1.�Die Beschwerde richtet sich gegen den Endentscheid einer letzten kantonalen Instanz in einer verm�gensrechtlichen Zivilsache, deren Streitwert Fr. 30'000.-- �bersteigt. Auf die rechtzeitig eingereichte Beschwerde ist einzutreten (Art. 72 Abs. 1, Art. 74 Abs. 1 lit. b, Art. 75 Abs. 1, Art. 90 und 100 BGG).
1.2.�Die Beschwerdef�hrer reichten ihre Klage am 8. Oktober 2008 ein. Auf das Verfahren vor dem Kantonsgericht war damit noch das kantonale Zivilprozessrecht anwendbar (Art. 404 Abs. 1 ZPO). Demgegen�ber hatte die Vorinstanz die am 1. Januar 2011 in Kraft getretene Schweizerische Zivilprozessordnung (ZPO) anzuwenden, denn das erstinstanzliche Urteil wurde nach dem 1. Januar 2011 er�ffnet (Art. 405 Abs. 1 ZPO).
2.1.�Mit Beschwerde in Zivilsachen k�nnen Rechtsverletzungen gem�ss Art. 95 f. BGG geltend gemacht werden. F�r Vorbringen betreffend die Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte gilt das R�geprinzip (Art. 106 Abs. 2 BGG). Die rechtsuchende Partei muss pr�zise angeben, welches verfassungsm�ssige Recht durch den angefochtenen kantonalen Entscheid verletzt wurde, und im Einzelnen darlegen, worin die Verletzung besteht (BGE 133 III 439 E. 3.2 S. 444). Das Bundesgericht pr�ft nur klar und detailliert erhobene und, soweit m�glich, belegte R�gen; auf ungen�gend begr�ndete R�gen und appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt es nicht ein (BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246; 133 II 396 E. 3.1 S. 399 f.).
2.2.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die Beschwerdef�hrer k�nnen die Feststellung des Sachverhalts r�gen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG; BGE 133 II 249 E. 1.2.2 S. 252). Auf eine Kritik an den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz, die diesen Anforderungen nicht gen�gt, tritt das Bundesgericht nicht ein (vgl. BGE 133 III 350 E. 1.3 S. 351, 398 E. 7.1, 466 E. 2.4).
Umstritten ist die Frage, wie es zur Zeit der Errichtung der eigenh�ndigen letztwilligen Verf�gung vom 14. Juni 2007 um die Verf�gungsf�higkeit von G.________ bestellt war.
�Eine Verf�gung von Todes wegen wird auf Klage f�r ung�ltig erkl�rt, wenn sie vom Erblasser zu einer Zeit errichtet worden ist, da er nicht verf�gungsf�hig war (Art. 519 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB). Letztwillig �ber sein Verm�gen verf�gen kann gem�ss Art. 467 ZGB nur, wer urteilsf�hig ist. Urteilsf�hig im Sinne dieses Gesetzes ist ein jeder, dem nicht wegen seines Kindesalters, infolge geistiger Behinderung, psychischer St�rung, Rausch oder �hnlicher Zust�nde die F�higkeit mangelt, vernunftgem�ss zu handeln (Art. 16 ZGB). Der Begriff der Urteilsf�higkeit enth�lt zwei Elemente: Die intellektuelle Komponente ist die F�higkeit, Sinn, Zweckm�ssigkeit und Wirkungen einer bestimmten Handlung zu erkennen. Das Willens- bzw. Charakterelement besteht im Verm�gen, gem�ss der vern�nftigen Erkenntnis nach freiem Willen zu handeln und allf�lliger fremder Willensbeeinflussung in normaler Weise Widerstand zu leisten (BGE 124 III 5 E. 1a S. 7 f. mit Hinweisen; Urteil 5A_439/2012 vom 13. September 2012 E. 2). Die Urteilsf�higkeit ist die Regel. Sie wird vermutet. Folglich hat derjenige, der ihr Nichtvorhandensein behauptet, die Tatsachen zu beweisen, aus denen auf Urteilsunf�higkeit zu schliessen ist. Die Vermutung der Urteilsf�higkeit ist dann umgestossen, wenn die betreffende Person ihrer allgemeinen Verfassung nach aufgrund der Lebenserfahrung im Normalfall und mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit als urteilsunf�hig gelten muss, wie dies bei bestimmten Geisteskrankheiten oder auch dann der Fall sein kann, wenn sich der Erblasser in einem dauernden Zustand alters- und krankheitsbedingten geistigen Abbaus befindet. Der Gegenpartei steht in diesem Fall der Gegenbeweis offen, dass die betreffende Person trotz ihrer grunds�tzlichen Urteilsunf�higkeit im massgeblichen Zeitpunkt in einem luziden Intervall gehandelt hat (vgl. BGE 124 III 5 E. 1b S. 8 f.). Gelangt das Sachgericht auf der Basis von willk�rfrei festgestellten Tatsachen zur Erkenntnis, dass der Erblasser im Zeitpunkt der Testamentserrichtung urteilsf�hig war, werden die hiervor dargelegten Vermutungen jedoch allesamt hinf�llig.
�Die Feststellungen �ber den geistigen Zustand einer Person, �ber die Art und Tragweite m�glicher St�rungen und betreffend die Frage, ob und inwieweit die betroffene Person zur Beurteilung der Folgen ihres Handelns und zur Leistung von Widerstand gegen�ber Versuchen der Willensbeeinflussung bef�higt war, sind tats�chlicher Natur (BGE 124 III 5 E. 4 S. 13).
4.1.�Als Ergebnis seiner Beweisw�rdigung h�lt das Obergericht fest, dass der Erblasser im Testierzeitpunkt am 14. Juni 2007 urteilsf�hig war. Es setzt sich zun�chst mit dem Inhalt des Testaments auseinander und kommt zum Schluss, beim fraglichen Widerruf sei von einer Verf�gung mit leichtem bis mittelschwerem Schwierigkeitsgrad auszugehen. Weiter besch�ftigt sich das Obergericht mit den �rztlichen Befunden und Akten, die sich zum gesundheitlichen Status des Erblassers �ussern. Es konstatiert, dass sich in diesen medizinischen Unterlagen keine Hinweise auf eine Urteilsunf�higkeit des Erblassers f�r den Zeitraum um den 14. Juni 2007 finden. Dieser Umstand stelle ein sehr starkes Indiz f�r die Urteilsf�higkeit des Erblassers dar. Was den Zustand des Erblassers beim konkreten Akt der Testamentserrichtung angeht, w�rdigt das Obergericht die Beobachtungen und Ausf�hrungen der anwesenden Personen, n�mlich der Assistenz�rztin Dr. med. J.________ und des Vormunds I.________. Es h�lt daf�r, in Anbetracht der unmissverst�ndlichen schriftlichen Best�tigung der �rztin zugunsten der Urteilsf�higkeit habe sich ihre Einvernahme als Zeugin er�brigt. Auch die Zeugenaussagen des Vormunds, wonach es keine Anhaltspunkte f�r eine Urteilsunf�higkeit gegeben habe, seien glaubhaft. Dass der Vormund dem Erblasser das Testament vom 14. Juni 2007 vorformuliert habe, sei nicht zu beanstanden; entscheidend sei, dass der Vormund mit dieser Verf�gung nicht beg�nstigt worden ist. Weiter pr�ft das Obergericht das Memorandum von Rechtsanwalt L.________ vom 7. Mai 2007. Aus dessen Beobachtungen sei zu folgern, dass der Erblasser zu jenem Zeitpunkt nicht in der Lage gewesen sei, nach seinem freien Willen zu handeln. Dabei habe es sich aber um eine tempor�re geistige Schw�che gehandelt. Auch dem Umstand, dass der Erblasser unter Vormundschaft gestellt worden sei, kommt nach der Meinung des Obergerichts keine wesentliche Bedeutung zu, da die Vormundschaft auf eigenes Begehren und zum Schutz vor dem massiven Druck von Seiten des Beschwerdef�hrers 1 und der Familie H.________ errichtet worden sei. Ebenso wenig belege der Inhalt des Testaments vom 14. Juni 2007 eine grundlose Kehrtwende in der Nachlassplanung, die auf eine fehlende Urteilsf�higkeit hindeuten k�nnte. Schliesslich geht das Obergericht mit der ersten Instanz darin einig, dass auf die Abnahme diverser offerierter Beweismittel in antizipierter Beweisw�rdigung verzichtet werden k�nne.
4.2.�Was die Beschwerdef�hrer vor Bundesgericht vortragen, vermag das geschilderte vorinstanzliche Beweisergebnis nicht als offensichtlich unrichtig (s. E. 2.2) auszuweisen.
4.2.1.�Im Sinne einer "Hauptkritik" werfen die Beschwerdef�hrer dem Obergericht vor, alle Beweise, die dessen antizipierte Beweisw�rdigung h�tten in Frage stellen k�nnen, "grundlos negiert und in den Wind geschlagen" zu haben. Sinngem�ss r�gen die Beschwerdef�hrer eine Verletzung ihres Rechts auf Beweis. Dieses Recht ist in Art. 152 ZPO gesetzlich vorgesehen und wurde bisher aus Art. 8 ZGB abgeleitet (Urteil 5A_641/2013 vom 25. Februar 2014 E. 1). Danach hat die beweispflichtige Partei einen bundesrechtlichen Anspruch darauf, f�r rechtserhebliche Vorbringen zum Beweis zugelassen zu werden, wenn ihr Beweisantrag nach Form und Inhalt den Vorschriften des anwendbaren Prozessrechts entspricht (vgl. BGE 133 III 295 E. 7.1 S. 299; 114 II 289 E. 2a S. 290; Urteil 5A_330/2013 vom 24. September 2013 E. 3.5.2). Dieser Anspruch schliesst eine vorweggenommene (antizipierte) W�rdigung von Beweisen nicht aus. Es bleibt dem Sachgericht unbenommen, von beantragten Beweiserhebungen abzusehen, weil es sie von vornherein nicht f�r geeignet h�lt, die behaupteten Tatsachen zu beweisen, oder weil es seine �berzeugung bereits aus anderen Beweisen gewonnen hat und davon ausgeht, dass weitere Abkl�rungen am massgeblichen Beweisergebnis nichts mehr zu �ndern verm�chten (zum Ganzen: BGE 122 III 219 E. 3c S. 223 f. mit weiteren Hinweisen). Um durchzudringen, m�ssten die Beschwerdef�hrer deshalb in einem ersten Schritt dartun, inwiefern die Vorinstanz den Sachverhalt unvollst�ndig und damit offensichtlich falsch festgestellt hat (vgl. Urteil 5A_574/2012 vom 17. Dezember 2012 E. 2.1). Das tun sie aber nicht.
�Vergeblich beharren die Beschwerdef�hrer darauf, dass Rechtsanwalt L.________ und Assistenz�rztin Dr. med. J.________ pers�nlich h�tten angeh�rt werden m�ssen. Die Vorinstanz hat es in nachvollziehbarer Art und Weise abgelehnt, diese Personen als Zeugen einzuvernehmen. L.________ hatte am 14. Juni 2007 keinen Kontakt mit dem Erblasser. Er schied damit zum vorneherein aus, eine Aussage zur Urteilsf�higkeit des Erblassers an diesem Tag zu machen. Dr. med. J.________ hatte sich bereits schriftlich zur Urteilsf�higkeit des Erblassers am 14. Juni 2007 ge�ussert und diese vorbehaltlos bejaht. Weshalb sie als Zeugin mehr oder anderes zum Sachverhalt h�tte beitragen k�nnen, verm�gen die Beschwerdef�hrer nicht zu erkl�ren. Insbesondere bedurfte es auch keiner weiteren Abkl�rung der Frage, ob die Medizinerin wusste, was der Begriff "urteilsf�hig" bedeutet. Denn bei der Urteilsf�higkeit handelt es sich um einen Rechtsbegriff, �ber dessen Auslegung und korrekte Handhabung ohnehin nicht die �rztin, sondern das Gericht zu befinden hat (vgl. Urteil 5A_574/2012 vom 17. Dezember 2012, E. 3 und 4, je am Anfang). Insofern kommt es nicht darauf an, welcher Ausdrucksweise sich die �rztin bediente, um ihre Beobachtungen zu beschreiben. Im �brigen k�nnte Dr. med. J.________ als �rztin f�r ein allf�llig falsches Zeugnis strafrechtlich zur Verantwortung gezogen werden (Art. 318 StGB). Daf�r brauchte es ihre Einvernahme als Zeugin nicht. Schliesslich ist es auch nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz darauf verzichtet hat, weitere Teile der Krankengeschichte zu den Akten zu nehmen. Zus�tzliche Erkenntnisse �ber die Urteilsf�higkeit des Beschwerdef�hrers am 14. Juni 2007 waren davon nicht zu erwarten.
4.2.2.�Auch die weiteren Vorbringen, mit denen die Beschwerdef�hrer die Beweisw�rdigung der Vorinstanz zu ersch�ttern versuchen, ersch�pfen sich in appellatorischer Kritik (vgl. E. 2). Dies gilt namentlich f�r den Vorwurf, das Obergericht habe das Zeugnis von K.________, der den Erblasser am 14. Juni 2007 besucht hatte, nicht geb�hrend gew�rdigt. Es liegt im Wesen jeder Beweisw�rdigung, dass das Gericht bei einer unterschiedlichen Sachdarstellung die Glaubw�rdigkeit der Aussagen zu bewerten hat (vgl. Urteil 5A_127/2013 vom 1. Juli 2013 E. 3.2). Es ist nicht willk�rlich, dass das Gericht schliesslich auf die Aussage der bei der Testamentserrichtung unmittelbar anwesenden Assistenz�rztin Dr. med. J.________ und nicht auf die Einsch�tzung von K.________ abgestellt hat. �berdies stellt das Obergericht auch die Glaubw�rdigkeit von K.________s Zeugenaussage in Frage, weist es doch darauf hin, dieser Zeuge habe seine Best�tigung auf telefonische Anfrage des Anwalts des Beschwerdef�hrer 1 hin geschrieben; �berdies habe der Zeuge ein Interesse daran, dem Beschwerdef�hrer 1 als seinem Freund zu helfen. All das stellen die Beschwerdef�hrer vor Bundesgericht nicht in Abrede.
�Was schliesslich den Vorwurf der unterlassenen Zeugeneinvernahme von Rechtsanwalt L.________ angeht, trifft es zwar zu, dass dieser sich anfangs Mai 2007 weigerte, weitere rechtsgesch�ftliche Erkl�rungen des Erblassers zu beurkunden, weil er diesen zu jenem Zeitpunkt f�r "verwirrt, eingesch�chtert und zu stark beeinflusst" hielt. Wie schon die Vorinstanz festh�lt (s. E. 4.1), folgt daraus nicht zwingend, dass die gleiche Einsch�tzung auch noch f�r den hier einzig relevanten Zeitpunkt des 14. Juni 2007 gelten m�sste. Vorbei am Beweisthema - dem geistigen Gesundheitszustand des Erblassers am Morgen des 14. Juni 2007 - geht auch der Einwand, der Vormund habe L.________ als langj�hrigen Rechtsberater des Erblassers bei der Erstellung des Testaments nicht dabeihaben wollen, weil er wusste, dass das Testament vom 14. Juni 2007 mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht zustande gekommen w�re, wenn Rechtswanwalt L.________ dabei gewesen w�re. Schliesslich blenden die Beschwerdef�hrer aus, dass der Erblasser am 10. April 2007, und damit kurz bevor sich Rechtsanwalt L.________ negativ zu dessen Urteilsf�higkeit �usserte, ein zweites Testament verfasst hatte, das ihn offensichtlich stark aufw�hlte. Zudem wurde der Erblasser am 6. Juni 2007 auf eigenes Begehren bevormundet, nicht zuletzt, um Ruhe vor den Begehrlichkeiten potentieller Erben zu bekommen. Ausgehend davon konnte die Vorinstanz, ohne in Willk�r zu verfallen, zur Auffassung gelangen, dass der Erblasser am 14. Juni 2007 (wieder) in der Lage war, ein Testament zu verfassen, mit dem er alle fr�heren Verf�gungen von Todes wegen widerrief.
4.2.3.�Auch vor Bundesgericht beharren die Beschwerdef�hrer darauf, dass der Erblasser das vom Vormund vorgelegte Testament "in Tat und Wahrheit" habe abschreiben m�ssen, um Ruhe vor dem Vormund zu haben, das Testament vom 14. Juni 2007 also das Werk des Vormunds gewesen sei. Diesbez�glich �bersehen die Beschwerdef�hrer, was schon das Obergericht festh�lt: Wenn der Erblasser von �rztlicher Seite in dieser Zeit als antriebslos, m�de etc. beschrieben wird, so beziehen sich diese Einsch�tzungen offenkundig auf die physische Verfassung des an Krebs erkrankten Erblassers. Allein daraus l�sst sich keine verbindliche Aussage dar�ber herleiten, ob der Erblasser im Zeitpunkt der Testamentserrichtung in der Lage war, eine letztwillige Verf�gung zu verfassen. Die einzige diesbez�gliche Aussage machte Dr. med. J.________ (s. E. 4.2.1). Soweit die Beschwerdef�hrer in ihrer Beschwerde an das Bundesgericht der Vormundschaftsbeh�rde und dem Vormund zus�tzlich unlautere Motive unterstellen, sind diese Vorw�rfe neu. Damit sind die Beschwerdef�hrer nicht zu h�ren (Art. 99 Abs. 1 BGG). Die Urteilsf�higkeit des Erblassers wird schliesslich auch nicht dadurch in Frage gestellt, dass der Erblasser m�glicherweise die Absicht hatte, die Beschwerdef�hrer zu einem sp�teren Zeitpunkt erneut zu beg�nstigen.
�Von den tats�chlichen Feststellungen �ber den Geisteszustand des Erblassers ist die Rechtsfrage zu unterscheiden, ob von diesem geistigen Gesundheitszustand auf die Urteilsf�higkeit zu schliessen ist, soweit dieser Schluss vom Begriff der Urteilsf�higkeit selbst bzw. von der allgemeinen Lebenserfahrung oder vom hohen Grad der Wahrscheinlichkeit abh�ngt, der f�r den Ausschluss der Urteilsf�higkeit erforderlich ist (BGE 124 III 5 E. 4 S. 13; 117 II 231 E. 2c S. 235 mit Hinweisen). Wie die vorigen Ausf�hrungen zeigen (E. 4), verm�gen die Beschwerdef�hrer das Beweisergebnis des Obergerichts nicht zu ersch�ttern. Dass das Obergericht angesichts dieses Beweisergebnisses die Rechtsfrage der Urteilsf�higkeit des Erblassers im streitigen Zeitpunkt anders h�tte beantworten m�ssen, die Vorinstanz also das Bundeszivilrecht falsch angewendet h�tte, machen die Beschwerdef�hrer - zu Recht - nicht geltend. Soweit sie sich auf die Ung�ltigkeit der eigenh�ndigen letztwilligen Verf�gung vom 14. Juni 2007 berufen, erweist sich ihre Beschwerde deshalb als unbegr�ndet.
�Zu pr�fen bleibt die Forderung von Fr. 84'200.-- plus Zins seit 8. Oktober 2008, welche die Beschwerdef�hrer gegen�ber dem Nachlass f�r ihre Aufwendungen erheben, die sie zu Gunsten des Erblassers erbracht haben wollen.
6.1.�Das Obergericht verwirft diese Forderung. Was die Arbeitsleistungen angeht, kommt es zum Schluss, der Erblasser habe nach Treu und Glauben davon ausgehen d�rfen, dass es sich um unentgeltliche, aus Gr�nden der Freundschaft geleistete Verrichtungen handelte und kein rechtlich durchsetzbarer Anspruch der Beschwerdef�hrer entstanden ist. Soweit es die Dienste der Beschwerdef�hrer als werkvertragliche Leistungen qualifizierte, sieht die Vorinstanz den Beweis f�r ein vereinbartes Entgelt als nicht erbracht. Die Beschwerdef�hrer werfen dem Obergericht vor, die offerierten Beweise willk�rlich nicht abgenommen zu haben. Die von ihnen genannten Zeugen k�nnten best�tigen, dass sie "all diese Leistungen erbracht haben". Dass die Beschwerdef�hrer "dem Erblasser gewisse Dienstleistungen erbracht haben", h�lt das Obergericht jedoch f�r unbestritten. Inwiefern die fraglichen Zeugen aber dar�ber Auskunft h�tten geben k�nnen, dass die Beschwerdef�hrer nicht aus blosser Gef�lligkeit, sondern mit einem rechtsgesch�ftlichen Bindungswillen f�r den Erblasser t�tig wurden bzw. mit ihm f�r ihre Dienste ein Entgelt vereinbart hatten, tun die Beschwerdef�hrer in keiner Weise dar. In dieser Hinsicht erweist sich ihre Sachverhaltsr�ge somit von vornherein als unbehelflich.
6.2.�Weiter h�lt das Obergericht fest, selbst wenn eine Verg�tungspflicht angenommen w�rde, m�sste die Forderung abgewiesen werden, weil die Beschwerdef�hrer sie nicht gen�gend substanziiert h�tten. Das Obergericht h�lt den Beschwerdef�hrern entgegen, ihre Behauptungen blieben "sehr pauschal und wenig detailliert". Begleitumst�nde wie Ort und Zeit der Vorg�nge w�rden nicht dargelegt. Auch wenn die angerufenen Zeugen aus der Nachbarschaft die fast t�gliche Pr�senz des Beschwerdef�hrers 1 best�tigen k�nnten, w�re damit noch nicht erwiesen, dass der Beschwerdef�hrer 1 durchschnittlich t�glich 1.5 Stunden f�r den Erblasser arbeitete. Auch zur Best�tigung der Personentransporte w�ren diese Zeugen ungeeignet, k�nnten sie vom Richter doch nicht einmal nach den konkreten Daten dieser Transporte befragt werden. Das F�llen der B�ume sei zeitlich und �rtlich undefiniert geblieben, weshalb dar�ber ebenfalls kein Beweis abgenommen werden k�nne. Dasselbe gelte f�r den Abbruch des Schweinestalls, bei dem zus�tzlich die Parameter f�r die geforderte Entsch�digung im Dunkeln blieben. Gegen all diese Erkenntnisse verm�gen die Beschwerdef�hrer nicht aufzukommen, wenn sie sich vor Bundesgericht mit der wiederum pauschalen Behauptung begn�gen, die genannten Zeugen k�nnten best�tigen, dass sie "all diese Leistungen erbracht haben". Durfte das Obergericht die erw�hnte Forderung aber schon mit der Begr�ndung abweisen, die Beschwerdef�hrer h�tten ihre Forderung nicht substanziiert, so kann offenbleiben, inwiefern die geforderte Summe Geldes den Beschwerdef�hrern allein aus Billigkeit zusteht, weil sie - wie sie beteuern - in ihrem Vertrauen auf den Bestand des sie beg�nstigenden Testaments entt�uscht wurden. Denn soweit der angefochtene Entscheid - wie hier - auf einer doppelten Begr�ndung beruht, muss sich die Beschwerdeschrift auch mit beiden Begr�ndungen auseinandersetzen (BGE 139 II 233 E. 3.2 S. 235 f.). Erweist sich n�mlich auch nur eine der Begr�ndungen als bundesrechtskonform, ist es der Entscheid selbst (BGE 130 III 321 E. 6 S. 328; 133 III 221 E. 7 S. 228). Im �brigen sind die Beschwerdef�hrer daran zu erinnern, dass nur Kinder und Grosskinder so genannte Lidlohnanspr�che geltend machen k�nnen (Art. 334 f. und 603 Abs. 2 ZGB). Es besteht kein Anlass, den gesetzlich festgelegten Kreis der lidlohnberechtigten Personen richterrechtlich zu erweitern (vgl. BRUNO MARCEL IMHOF, Die neuen Bestimmungen zum Lidlohn, 1975, S. 41 ff.).
�Im Ergebnis erweist sich die Beschwerde als unbegr�ndet. Sie ist abzuweisen. Als unterliegende Partei haben die Beschwerdef�hrer f�r die Gerichtskosten aufzukommen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Den Beschwerdegegnern ist kein entsch�digungspflichtiger Aufwand entstanden.
�Die Gerichtskosten von Fr. 4'000.-- werden den Beschwerdef�hrern je zur H�lfte und unter solidarischer Haftung auferlegt.
�Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zug, I. Zivilabteilung, schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 74
 Art. 75
 Art. 90
 Art. 95
 Art. 95
 BGE 
 BGE 
 Art. 467
 BGE 
 Art. 152
 Art. 8
 BGE 
 BGE