Source: https://issuu.com/audio2brain/docs/lp_kath
Timestamp: 2018-01-17 12:22:29+00:00

Document:
lp_kath by audio brain - issuu
P. b. b. Verlagspostamt 1040 Wien
BUNDESGESETZBLATT FÜR DIE REPUBLIK ÖSTERREICH Jahrgang 2003
Ausgegeben am 23. Dezember 2003
571. Bekanntmachung: Lehrpläne für den katholischen Religionsunterricht an Hauptschulen, an der Unterstufe allgemein bildender höherer Schulen, an berufsbildenden höheren Schulen sowie an Berufsschulen
571. Bekanntmachung der Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur betreffend die Lehrpläne für den katholischen Religionsunterricht an Hauptschulen, an der Unterstufe allgemein bildender höherer Schulen, an berufsbildenden höheren Schulen sowie an Berufsschulen Auf Grund des § 2 Abs. 2 des Religionsunterrichtsgesetzes, BGBl. Nr. 190/1949, zuletzt geändert durch das Bundesgesetz BGBl. Nr. 256/1993, wird bekannt gemacht: § 1. Die nachstehend genannten Lehrpläne für den katholischen Religionsunterricht wurden von der Katholischen Kirche erlassen und werden hiermit gemäß § 2 Abs. 3 des Religionsunterrichtsgesetzes bekannt gemacht: 1. Lehrplan für den katholischen Religionsunterricht an Hauptschulen und an der Unterstufe allgemein bildender höherer Schulen.................................................................. Anlage 1, 2. Lehrplan für den katholischen Religionsunterricht an berufsbildenden höheren Schulen (ausgenommen den Lehrplan für Sonderformen)............................................... Anlage 2, 3. Lehrplan für den katholischen Religionsunterricht an Sonderformen der berufsbildenden höheren Schulen (ausgenommen den Lehrplan für Kollegs)............................... Anlage 3, 4. Lehrplan für den katholischen Religionsunterricht an Berufsschulen ............................. Anlage 4. § 2. Hinsichtlich des Wirksamwerdens der in § 1 genannten Lehrpläne wurde seitens der Katholischen Kirche folgende Festlegung getroffen: 1. Anlage 1 (Lehrplan für den katholischen Religionsunterricht an Hauptschulen und an der Unterstufe allgemein bildender höherer Schulen) tritt hinsichtlich aller Schulstufen der Hauptschule und der Unterstufe der allgemein bildenden höheren Schule (5. bis 8. Stufe) mit Wirksamkeit vom 1. September 2003 an die Stelle der a) in der Verordnung BGBl. II Nr. 134/2000 im fünften Teil und b) in der Verordnung BGBl. Nr. 88/1985 in der Fassung der Verordnung BGBl. II Nr. 133/2000 im fünften Teil für die 1. bis 4. Klasse bekannt gemachten Lehrpläne für den katholischen Religionsunterricht, 2. Anlage 2 (Lehrplan für den katholischen Religionsunterricht an berufsbildenden höheren Schulen [ausgenommen den Lehrplan für Sonderformen]) tritt hinsichtlich des I. Jahrganges mit Wirksamkeit vom 1. September 2003 und hinsichtlich der weiteren Jahrgänge jeweils mit Wirksamkeit vom 1. September der Folgejahre jahrgangsweise aufsteigend an die Stelle des in der Bekanntmachung BGBl. Nr. 30/1984 in Anlage 1 bekannt gemachten Lehrplanes für den katholischen Religionsunterricht, 3. Anlage 3 (Lehrplan für den katholischen Religionsunterricht an Sonderformen der berufsbildenden höheren Schulen [ausgenommen den Lehrplan für Kollegs]) tritt hinsichtlich des 1. Semesters mit 1. September 2003, hinsichtlich des 2. Semesters mit 1. Februar 2004 und hinsichtlich der weiteren Semester jeweils mit 1. September bzw. mit 1. Februar der Folgejahre semesterweise aufsteigend an die Stelle der in der Bekanntmachung BGBl. Nr. 30/1984 in den Anlagen 2 und 3 bekannt gemachten Lehrpläne für den katholischen Religionsunterricht, 4. Anlage 4 (Lehrplan für den katholischen Religionsunterricht an Berufsschulen) tritt hinsichtlich der 1. Klasse mit Wirksamkeit vom 1. September 2003 und hinsichtlich der weiteren Klassen jeweils mit Wirksamkeit vom 1. September der Folgejahre klassenweise aufsteigend an die Stelle des in der Verordnung BGBl. Nr. 430/1976 in der Fassung der Bekanntmachung BGBl. 32
II 689
BGBl. II – Ausgegeben am 23. Dezember 2003 – Nr. 571
Nr. 181/1987 im Abschnitt II Unterabschnitt B lit. a bekannt gemachten Lehrplanes für den katholischen Religionsunterricht. § 3. Die Bekanntmachung der Verordnung des Bundesministers für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten, mit welcher die Lehrpläne der Volksschulen und der Sonderschulen erlassen werden, BGBl. Nr. 134/1963, zuletzt geändert durch die Verordnung BGBl. II Nr. 283/2003, wird wie folgt geändert: In Anlage A (Lehrplan der Volksschule) fünfter Teil (Lehrpläne für den Religionsunterricht an Volksschulen) lit. a (Katholischer Religionsunterricht) lautet der die Volksschuloberstufe betreffende Abschnitt:
„Volksschuloberstufe Siehe die Bekanntmachung BGBl. II Nr. 134/2000 in der Fassung der Bekanntmachung BGBl. II Nr. 571/2003.“ § 4. Die Bekanntmachung der Verordnung des Bundesministers für Unterricht und Kunst über die Lehrpläne für die Handelsakademie und die Handelsschule, BGBl. Nr. 895/1994, zuletzt geändert durch die Verordnung BGBl. II Nr. 283/2003, wird wie folgt geändert: In Anlage A1 (Lehrplan der Handelsakademie) Abschnitt IV (Lehrpläne für den Religionsunterricht) Z 1 (Katholischer Religionsunterricht) wird die Wendung „Siehe BGBl. Nr. 30/1984“ durch die Wendung „Siehe BGBl. II Nr. 571/2003“ ersetzt. § 5. Die Bekanntmachung der Verordnung des Bundesministers für Unterricht und Kunst über die Lehrpläne der dreijährigen Fachschule und der Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe, BGBl. Nr. 661/1993, zuletzt geändert durch die Verordnung BGBl. II Nr. 283/2003, wird wie folgt geändert: 1. In den Anlagen 2 (Lehrplan der Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe), 3 (Lehrplan der Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe – Ausbildungszweig Kultur- und Kongressmanagement), 4 (Lehrplan der Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe – Ausbildungszweig Umwelt und Wirtschaft) und 5 (Lehrplan der Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe – Aufbaulehrgang) wird jeweils im Abschnitt V (Lehrpläne für den Religionsunterricht) lit. a (Katholischer Religionsunterricht) die Wendung „Siehe die Bekanntmachung BGBl. Nr. 30/1984“ durch die Wendung „Siehe die Bekanntmachung BGBl. II Nr. 571/2003“ ersetzt. 2. In Anlage 6 (Lehrplan des Kollegs für wirtschaftliche Berufe) Abschnitt V (Lehrplan für den Religionsunterricht) lit. a (Katholischer Religionsunterricht) wird die Wendung „Siehe die Bekanntmachung BGBl. Nr. 30/1984“ durch die Wendung „Siehe die Bekanntmachung BGBl. Nr. 416/1989“ ersetzt. § 6. Die Bekanntmachung der Verordnung des Bundesministers für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten über die Lehrpläne für Höhere technische und gewerbliche Lehranstalten, BGBl. II Nr. 302/1997, in der Fassung der Verordnungen BGBl. II Nr. 382/1998 und 283/2003, wird wie folgt geändert: In Anlage 1 (Allgemeines Bildungsziel, Schulautonome Lehrplanbestimmungen, Didaktische Grundsätze und Gemeinsame Unterrichtsgegenstände an den Höheren technischen und gewerblichen Lehranstalten) Abschnitt IV (Lehrpläne für den Religionsunterricht) lit. a (Katholischer Religionsunterricht) wird die Wendung „Siehe die Bekanntmachung BGBl. Nr. 30/1984“ durch die Wendung „Siehe die Bekanntmachung BGBl. II Nr. 571/2003“ ersetzt. § 7. Die Bekanntmachung der Verordnung des Bundesministers für Unterricht, Kunst und Sport über die Lehrpläne für Höhere technische und gewerbliche Lehranstalten, BGBl. Nr. 412/1986, zuletzt geändert durch die Verordnung BGBl. II Nr. 283/2003, wird wie folgt geändert: 1. In den Anlagen 1.7 (Höhere Lehranstalt für Tourismus), 1.8 (Höhere Lehranstalt für Mode und Bekleidungstechnik), 1.9 (Höhere Lehranstalt für künstlerische Gestaltung), 7.7 (Aufbaulehrgang für Tourismus) und 7.8 (Aufbaulehrgang für Mode und Bekleidungstechnik) wird jeweils im Abschnitt V (Lehrpläne für den Religionsunterricht) lit. a (Katholischer Religionsunterricht) die Wendung „Siehe die Bekanntmachung BGBl. Nr. 30/1984“ durch die Wendung „Siehe die Bekanntmachung BGBl. II Nr. 571/2003“ ersetzt. 2. In den Anlagen 3.7 (Lehrplan des Kollegs für Mode und Bekleidungstechnik) und 3.8 (Lehrplan des Kollegs für Tourismus und Freizeitwirtschaft) wird jeweils im Abschnitt V (Lehrplan für den Religionsunterricht) lit. a (Katholischer Religionsunterricht) die Wendung „Siehe die Bekanntmachung BGBl. Nr. 30/1984“ durch die Wendung „Siehe die Bekanntmachung BGBl. Nr. 416/1989“ ersetzt.
§ 8. Die Bekanntmachung der Verordnung des Bundesministers für Unterricht, Kunst und Sport über die Lehrpläne für höhere land- und forstwirtschaftliche Lehranstalten, BGBl. Nr. 491/1988, zuletzt geändert durch die Verordnung BGBl. II Nr. 283/2003, wird wie folgt geändert: 1. In den Anlagen 1 (Allgemeines Bildungsziel, Schulautonome Lehrplanbestimmungen, Allgemeine didaktische Grundsätze und Gemeinsame Unterrichtsgegenstände an den Höheren land- und forstwirtschaftlichen Lehranstalten) und 2 (Allgemeines Bildungsziel, Schulautonome Lehrplanbestimmungen, Allgemeine didaktische Grundsätze und Gemeinsame Unterrichtsgegenstände an den vierjährigen Sonderformen der Höheren land- und forstwirtschaftlichen Lehranstalten) wird jeweils im Abschnitt III (Lehrpläne für den Religionsunterricht) lit. a (Katholischer Religionsunterricht) die Wendung „Siehe die Bekanntmachung BGBl. Nr. 30/1984“ durch die Wendung „Siehe die Bekanntmachung BGBl. II Nr. 571/2003“ ersetzt. 2. In Anlage 3 (Allgemeines Bildungsziel, Schulautonome Lehrplanbestimmungen, Allgemeine didaktische Grundsätze und Gemeinsame Unterrichtsgegenstände an den dreijährigen Sonderformen der Höheren land- und forstwirtschaftlichen Lehranstalten) wird die Wendung „Siehe die Bekanntmachung BGBl. Nr. 157/1987“ durch die Wendung „Siehe die Bekanntmachung BGBl. II Nr. 571/2003“ ersetzt. Gehrer
Anlage 1 LEHRPLAN FÜR DEN KATHOLISCHEN RELIGIONSUNTERRICHT AN HAUPTSCHULEN UND AN DER UNTERSTUFE ALLGEMEIN BILDENDER HÖHERER SCHULEN 1. Bildungs- und Lehraufgabe: 1.1 Katholischer Religionsunterricht im Rahmen der schulischen Bildung Im Religionsunterricht verwirklicht die Schule in Form eines eigenen Unterrichtsgegenstandes in besonderer Weise ihre Aufgabe, an der Entwicklung der Anlagen der Jugend nach den sittlichen, religiösen und sozialen Werten mitzuwirken (§ 2 Schulorganisationsgesetz). Der Religionsunterricht versteht sich als Dienst an den Schülerinnen und Schülern und an der Schule. Der Religionsunterricht ist konfessionell geprägt und gewinnt aus seiner Orientierung an der biblischen Offenbarung und der kirchlichen Tradition seinen Standpunkt. Er nimmt das unterschiedliche Ausmaß kirchlicher Sozialisation bzw. religiöser Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler durch Differenzierung und Individualisierung ernst und will alle Schülerinnen und Schüler ansprechen, wie unterschiedlich ihre religiösen Einstellungen auch sein mögen. Im Sinne ganzheitlicher Bildung hat der Religionsunterricht kognitive, affektive und handlungsorientierte Ziele, die, entsprechend dem christlichen Menschenbild, davon ausgehen, dass der Mensch auf Transzendenz ausgerichtet ist. So erhalten die zu behandelnden Grundfragen nach Herkunft, Zukunft und Sinn eine religiöse Dimension. 1.2 Inhalt und Anliegen des Religionsunterrichts In der Mitte des Religionsunterrichts stehen die Schülerinnen und Schüler, ihr Leben und ihr Glaube. Daher sind Inhalt des Religionsunterrichts sowohl das menschliche Leben als auch der christliche Glaube, wie er sich im Laufe der Geschichte entfaltet hat und in den christlichen Gemeinden gelebt wird. Lebens-, Glaubens- und Welterfahrungen der Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer werden dabei aus der Perspektive des christlichen Glaubens reflektiert und gedeutet. Dieser Glaube hat in Jesus Christus seine Mitte. Zugleich werden junge Menschen ermutigt, ihre persönlichen Glaubensentscheidungen zu treffen und dementsprechend ihr Leben und ihren Glauben zu gestalten. Damit leistet der Religionsunterricht einen wesentlichen Beitrag zur Sinnfindung, zu religiöser Sachkompetenz und zur Werteerziehung. So trägt er auch zur Gestaltung des Schullebens bei. 1.3 Bedeutung des Religionsunterrichts für die Gesellschaft Der Religionsunterricht zielt darauf ab, dass die Schülerinnen und Schüler besser mit sich selbst und mit der eigenen Religion und Konfession vertraut werden. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Herkunft und der Zugehörigkeit zur katholischen Glaubensgemeinschaft soll einen Beitrag zur Bildung von Identität leisten, die eine unvoreingenommene und angstfreie Öffnung gegenüber dem Anderen erleichtert. Das erfordert eine ausführliche Beschäftigung mit anderen Kulturen, Religionen, Weltanschauungen und Trends, die heute vielfach konkurrierend unsere pluralistische Welt prägen. Es geht sowohl um eine Befähigung zu Toleranz gegenüber Menschen mit unterschiedlichen Überzeugungen als auch gegebenenfalls um die Kompetenz zu sachlich begründetem Einspruch. Die Thematisierung der gesellschaftlichen Bedeutung von christlichem Glauben soll zum Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung ermutigen und befähigen. Damit verbunden ist die Einladung an die Schülerinnen und Schüler, sich in Kirche und Gesellschaft, sowie in ihrer Berufs- und Arbeitswelt zu engagieren. 1.4 Stellung des Religionsunterrichts an der Sekundarstufe I Der Religionsunterricht ist Teil des Bildungs- und Erziehungsauftrages der Hauptschule bzw. der Unterstufe der Allgemein bildenden höheren Schule. Religiöse Bildung ist Bestandteil von Allgemein-, wie von Persönlichkeitsbildung. Durch seinen spezifischen Beitrag zur religiös-ethisch-philosophischen Bildungsdimension unterstützt der konfessionelle Religionsunterricht grundlegend alle Aufgabenbereiche der Schule. Durch Wissensvermittlung im Bereich der christlichen Religion, anderer Religionen und Weltanschauungen trägt
der Religionsunterricht zum Verstehen unserer Kultur bei, die stark von der jüdisch-christlichen Tradition geprägt ist. Junge Menschen lernen Werte zu entdecken, moralisch zu urteilen und zu handeln. So wird die individuelle und soziale Identität gestärkt und die Sachkompetenz, Selbstkompetenz und Sozialkompetenz gefördert. Der Religionsunterricht soll überdies für religiöse Erfahrungen sensibilisieren, für die Geheimnistiefe der menschlichen Existenz öffnen und in die (Bilder-)Sprache der Religionen einüben. So leistet der Religionsunterricht einen wesentlichen und eigenständigen Beitrag zur Sinnfindung, trägt aber auch zur Gestaltung des Schullebens bei. Schülerinnen und Schüler werden in ihrer religiösen Wahrnehmungs-, Urteils- und Entscheidungsfähigkeit gefördert. 2. Ziele: Das Leben ist der genuine Ort des Heilshandelns Gottes. Die folgenden Zielformulierungen lenken in ihrer Doppelstruktur die Aufmerksamkeit auf wesentliche Aspekte des Lebens. Diese Ziele gelten sowohl für den Kern- als auch für den Erweiterungsbereich. Vielfältige Gottesbilder – der sich in Jesus Christus offenbarende Gott Sehnsüchte und vielfältige Gottesbilder wahrnehmen, sich mit der persönlichen Gottesahnung auseinander setzen und diese in Beziehung zur christlichen Botschaft von Vater, Sohn und Heiliger Geist setzen Toleranz und Wertschätzung angesichts der Vielfalt von Kulturen Unterschiedliche Lebens- und Glaubensformen in Kulturen und Religionen kennen lernen, im Geist Jesu sich kritisch mit ihnen auseinander setzen sowie Toleranz und Wertschätzung üben Leben und Hoffen angesichts von Schuld, Leid und Tod Schuld, Leid und Tod im persönlichen Leben und in der Gesellschaft wahrnehmen, unterschiedliche Bewältigungsversuche und Sinndeutungen kennen lernen und die befreiende Wirkung des Lebens, des Sterbens und der Auferstehung Jesu bedenken Würde des Menschen in Freiheit und Verantwortung Die eigene Würde und die der anderen schätzen, was sie im Zusammenleben fördert und gefährdet kritisch sehen und reflektieren lernen und sich im solidarischen Handeln am Beispiel Jesu orientieren Welt und Mensch – Schöpfung Gottes Sich selbst und die Welt als entwicklungsfähig und gefährdet wahrnehmen, als Geschöpf und Schöpfung in Dankbarkeit und Verantwortung begreifen und die Sehnsucht nach der Vollendung offen halten Symbole – Rituale – Sakramente Symbole und Rituale in Kommunikation, in der Bilder- und Medienwelt wahrnehmen und deuten, religiöse Ausdrucksformen erschließen und mit Sakramenten vertraut werden Christentum in Kultur und Geschichte – Kirche, Ökumene Zeugnisse des Christlichen in der Kultur entdecken, Feste als Unterbrechung des Alltags verstehen, kirchliches Leben in seinen vielfältigen Formen und Traditionen begreifen 3. Beiträge des katholischen Religionsunterrichts zu den Bildungsbereichen: Sprache und Kommunikation: Verstehen religiöser, speziell biblischer Texte Erschließen des biblischen Ursprungs gängiger Sprachmuster Einüben von religiösen Kommunikationsformen: zB schweigen, beten, tanzen Bearbeiten von religiösen Themen in Medien: zB Literatur, Film, Werbung Auseinandersetzen mit anderen Kulturen und Religionen Mensch und Gesellschaft: Fragen nach Gott, Sinn und Ziel des Lebens Beitragen zur Bewältigung von Alltags- und Grenzsituationen Auseinandersetzen mit Werten und Normen als Orientierungshilfe zur Lebensgestaltung Fördern von Solidarität, Toleranz und Gerechtigkeit, insbesondere durch soziales Lernen Verantwortungsbewusstes Umgehen mit der Welt auf der Grundlage biblischen Schöpfungsglaubens Kulturprägende Kraft des Christentums im Laufe der Geschichte erkennen
Religiöses Brauchtum kennen lernen Anderen Konfessionen, Religionen und Weltanschauungen begegnen Natur und Technik: Reflektieren von Wertvorstellungen und ethischen Fragen im Zusammenhang mit Natur und Technik, Mensch und Umwelt Chancen und Grenzen der Machbarkeit auf der Grundlage des biblischen Schöpfungsglaubens erkennen: Mensch als Geschöpf und Gestalter Kreativität und Gestaltung: (Mit-)Gestalten von Festen und Feiern Wahrnehmen religiöser Ausdrucksformen der Kunst Fördern von Ausdrucksformen der eigenen Religiosität Gesundheit und Bewegung: Auf Grundlage des biblisch/christlichen Menschenbildes positive Wege der Lebensgestaltung aufzeigen Reflektieren der ethischen Dimension des Sports Einstellungen zu Gesundsein und Kranksein in unserer Gesellschaft im Blick auf die christliche Ethik kritisch beleuchten 4. Didaktische Grundsätze: Für alle Ziel- und Inhaltsformulierungen des Lehrplans gilt nachstehendes Prinzip. Dieses beschreibt keine zeitliche Abfolge der einzelnen Elemente, sondern fordert deren Verschränkung. In der praktischen Umsetzung soll die Differenziertheit der Unterrichtssituation wahr- und ernst genommen werden, wodurch sich unterschiedliche Schwerpunktsetzungen ergeben. Das Prinzip des Religionsunterrichts: Religionsunterricht zielt Korrelation als wechselseitige Erschließung von Leben und christlicher Tradition an. Zum einen sind die Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrerinnen und Lehrer zur Sprache zu bringen. Diese werden vielfältig zum Ausdruck gebracht, reflektiert, auf ihre religiöse Sinndimension hin erschlossen und mit der biblischen sowie kirchlichen Überlieferung wechselseitig in Beziehung gesetzt. Zum anderen sind jene fachspezifischen Bildungsinhalte zur Sprache zu bringen, die möglicherweise den Schülerinnen und Schülern vorerst neu und fremd sind. Diese können bisher Selbstverständliches im Leben der Schülerinnen und Schüler in Frage stellen und neue Erfahrungs- und Deutungsmöglichkeiten eröffnen. Ein solcher Religionsunterricht intendiert, dass in den Unterrichtsprozessen die christliche Botschaft erfahrbar wird. Religiöse Übungen bieten im Rahmen der Schule einen Raum, der für religiöse Erfahrungen förderlich ist. 5. Lehrstoff: Kernbereich: 1. K l a s s e: Vielfältige Gottesbilder – der sich in Jesus Christus offenbarende Gott Sehnsüchte und vielfältige Gottesbilder wahrnehmen, sich mit der persönlichen Gottesahnung auseinander setzen und diese in Beziehung zur christlichen Botschaft von Vater, Sohn und Heiliger Geist setzen Grundanliegen: Die Zuwendung Gottes erahnen und Gott als einen, der mitgeht, kennen lernen Elementare Inhalte:
Weggeschichten aus dem AT (zB Tobit) und NT (Emmaus) Weg als Bild für menschliches Leben Biblisches Basiswissen: Person und Umwelt Jesu, Entstehung des NT
Toleranz und Wertschätzung angesichts der Vielfalt von Kulturen Unterschiedliche Lebens- und Glaubensformen in Kulturen und Religionen kennen lernen, im Geist Jesu sich kritisch mit ihnen auseinander setzen sowie Toleranz und Wertschätzung üben Grundanliegen: Elementare Inhalte:
Unterschiedliche kulturelle und religiöse Lebensformen in der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler kennen lernen Erfahrungen mit religiöser Praxis Präsenz anderer Religionen in der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler: Schule, Feste, Gottes- und Gebetshäuser, Medien, …
Leben und Hoffen angesichts von Schuld, Leid und Tod Schuld, Leid und Tod im persönlichen Leben und in der Gesellschaft wahrnehmen, unterschiedliche Bewältigungsversuche und Sinndeutungen kennen lernen und die befreiende Wirkung des Lebens, des Sterbens und der Auferstehung Jesu bedenken Grundanliegen: Emotionale Sprachfähigkeit fördern, leidvolle Erfahrungen zum Ausdruck bringen und Lebensmöglichkeiten angesichts von Leid kennen lernen Elementare Inhalte:
Gesprächs- und Konfliktkultur Ausdrucksformen von Leid Kinderleid bei uns und in der Welt Beispielhafte Menschen angesichts von Leid Angstbewältigung im NT
Würde des Menschen in Freiheit und Verantwortung Die eigene Würde und die der anderen schätzen, was sie im Zusammenleben fördert und gefährdet kritisch sehen und reflektieren lernen und sich im solidarischen Handeln am Beispiel Jesu orientieren Grundanliegen: Neubeginn in der Schule als Herausforderung und Chance wahrnehmen Elementare Inhalte: Lebensbereiche: Schulklasse, Familie, Pfarre Symbole für Neubeginn (zB Tür) Grundanliegen: Das Gegen- und Miteinander von Menschen erkennen Elementare Inhalte: Regeln für ein gerechtes Zusammenleben Die Goldene Regel Welt und Mensch – Schöpfung Gottes Sich selbst und die Welt als entwicklungsfähig und gefährdet wahrnehmen, als Geschöpf und Schöpfung in Dankbarkeit und Verantwortung begreifen und die Sehnsucht nach der Vollendung offen halten Grundanliegen: Lebensschätze und Lebensquellen wahrnehmen und persönliche Fähigkeiten als Gabe und Aufgabe erkennen Elementare Inhalte: Lob und Dank, Glaube und Gebet (Psalmen) Gaben, Begabungen, Grenzen Grundanliegen: Sich verdankt wissen: Eucharistie als Dank an Gott verstehen Elementare Inhalte: Die gemeinschaftsstiftende Dimension des Essens Jesu Mahlgemeinschaften – Das Letzte Abendmahl Die Feier der Heiligen Messe (Wortgottesdienst, Danksagung, Opfer und Mahl) Symbole – Rituale – Sakramente Symbole und Rituale in Kommunikation, in der Bilder- und Medienwelt wahrnehmen und deuten, religiöse Ausdrucksformen erschließen und mit Sakramenten vertraut werden Grundanliegen: Elementare Symbole wahrnehmen und deuten Elementare Inhalte: Symbole im Leben der Menschen Grundanliegen: Gesten und Rituale der Zusammengehörigkeit und des Glaubens einüben
3594 Elementare Inhalte:
BGBl. II – Ausgegeben am 23. Dezember 2003 – Nr. 571 Stille, Meditations- und Gebetsformen Kreuzzeichen und Grundgebete
Christentum in Kultur und Geschichte – Kirche, Ökumene Zeugnisse des Christlichen in der Kultur entdecken, Feste als Unterbrechung des Alltags verstehen, kirchliches Leben in seinen vielfältigen Formen und Traditionen begreifen Grundanliegen: Feste und Feiern in Klassen- und Schulgemeinschaft mitgestalten können Elementare Inhalte: Bedeutung von Fest und Feier Anlässe für Feste und Feiern Grundanliegen: Das Kirchenjahr als Rhythmus christlichen Lebens und seine Feste kennen und verstehen Elementare Inhalte:
Struktur des Kirchenjahres Weihnachts-, Osterfestkreis Marienfeste im Kirchenjahr Möglichkeiten schulgemäßer Gestaltung
2. K l a s s e: Vielfältige Gottesbilder – der sich in Jesus Christus offenbarende Gott Sehnsüchte und vielfältige Gottesbilder wahrnehmen, sich mit der persönlichen Gottesahnung auseinander setzen und diese in Beziehung zur christlichen Botschaft von Vater, Sohn und Heiliger Geist setzen Grundanliegen: Gott als Freund des Lebens und als Herausforderung für die persönliche Lebensgestaltung sehen Elementare Inhalte: Berufungserzählungen aus dem AT (Abraham und Sara) und NT ( Paulus) Die Berufung Mariens und ihre Bedeutung im Heilsplan Gottes Gottesbilder im AT (zB Ps 23 ), das Gottesbild Jesu ( zB Lk 15) Biblisches Basiswissen: Wesentliche Aspekte der Entstehung des AT und der Geschichte Israels Toleranz und Wertschätzung angesichts der Vielfalt von Kulturen Unterschiedliche Lebens- und Glaubensformen in Kulturen und Religionen kennen lernen, im Geist Jesu sich kritisch mit ihnen auseinander setzen sowie Toleranz und Wertschätzung üben Grundanliegen: Gott als den sehen, der das Heil aller Menschen will und in diesem Geist Menschen mit ihren unterschiedlichen Lebens- und Glaubensformen ernst nehmen und wertschätzen Elementare Inhalte: Konflikt, Toleranz und Wertschätzung in der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler (vgl. II. Vatikanum, Nostra atetae) Gebete verschiedener Religionen Erzählungen (zB Jona) und Bilder (zB Propheten) vom Heilswillen Gottes Leben und Hoffen angesichts von Schuld, Leid und Tod Schuld, Leid und Tod im persönlichen Leben und in der Gesellschaft wahrnehmen, unterschiedliche Bewältigungsversuche und Sinndeutungen kennen lernen und die befreiende Wirkung des Lebens, des Sterbens und der Auferstehung Jesu bedenken Grundanliegen: Sich im Leid an die Mitmenschen und an Gott wenden können Elementare Inhalte: Hilfseinrichtungen: Caritas, Diakonie, Kindertelefon, … Klagepsalmen (zB Ps 22) Grundanliegen: Sich leidenden Menschen zuwenden können Elementare Inhalte: Die Werke der Barmherzigkeit (Mt 25, 31–40) Das Sakrament der Krankensalbung
Würde des Menschen in Freiheit und Verantwortung Die eigene Würde und die der anderen schätzen, was sie im Zusammenleben fördert und gefährdet kritisch sehen und reflektieren lernen und sich im solidarischen Handeln am Beispiel Jesu orientieren Grundanliegen: Elementare Inhalte: Grundanliegen: Elementare Inhalte: Grundanliegen: Elementare Inhalte:
Die Erfahrung der Freundschaft bedenken Freundschaft: Grundbedürfnis, Gefährdung, Gelingen, … In der Pluralität der Lebensorientierungen sich an der Botschaft Jesu ausrichten Die Menschenfreundlichkeit Gottes in der Lebenspraxis Jesu Jesu Umgang mit Menschen am Rande Sich selbst als Mädchen oder Bub annehmen und andere sich entfalten lassen Meine Persönlichkeit: Stärken und Schwächen Frauenrollen – Männerrollen Biblische Frauen- und Männergestalten
Welt und Mensch – Schöpfung Gottes Sich selbst und die Welt als entwicklungsfähig und gefährdet wahrnehmen, als Geschöpf und Schöpfung in Dankbarkeit und Verantwortung begreifen und die Sehnsucht nach der Vollendung offen halten Die Sehnsucht nach einem Leben in Fülle stärken, wie es in der Reich Gottes Grundanliegen: Botschaft Jesu zugesagt ist Elementare Inhalte:
Lebensträume – Lebensglück Bilder und Gleichnisse vom Reich Gottes
Symbole – Rituale – Sakramente Symbole und Rituale in Kommunikation, in der Bilder- und Medienwelt wahrnehmen und deuten, religiöse Ausdrucksformen erschließen und mit Sakramenten vertraut werden Grundanliegen: Symbole wahrnehmen und deuten Elementare Inhalte: Handlungssymbole im Leben der Menschen Grundanliegen: Sakramente als Zeichen der Liebe und Nähe Gottes im Leben der Menschen verstehen Elementare Inhalte: Die 7 Sakramente – eine Zusammenschau Das Sakrament der Taufe Christentum in Kultur und Geschichte – Kirche, Ökumene Zeugnisse des Christlichen in der Kultur entdecken, Feste als Unterbrechung des Alltags verstehen, kirchliches Leben in seinen vielfältigen Formen und Traditionen begreifen Grundanliegen: Elementare Inhalte:
Grundanliegen: Elementare Inhalte:
Mit christlichem Brauchtum und kirchlichem Leben vertraut werden Christliches Brauchtum in regionaler Ausformung Leben der Pfarrgemeinde, … Aufgaben und Struktur der Diözese Dem Christlichen in Kultur und Gesellschaft nachgehen Kirche in Österreich (Persönlichkeiten, soziale Einrichtungen, Bauten, Geschichte, …)
3. K l a s s e: Vielfältige Gottesbilder – der sich in Jesus Christus offenbarende Gott Sehnsüchte und vielfältige Gottesbilder wahrnehmen, sich mit der persönlichen Gottesahnung auseinander setzen und diese in Beziehung zur christlichen Botschaft von Vater, Sohn und Heiliger Geist setzen Grundanliegen: Die Botschaft vom befreienden Handeln Gottes vernehmen Elementare Inhalte: Befreiungserzählungen, Exoduserzählung II 690
3596 Grundanliegen: Elementare Inhalte:
BGBl. II – Ausgegeben am 23. Dezember 2003 – Nr. 571 Gott als den sehen, der in Jesus Mensch geworden ist Gott wird Mensch für die Menschen: Kindheitsgeschichten Jesu
Toleranz und Wertschätzung angesichts der Vielfalt von Kulturen Unterschiedliche Lebens- und Glaubensformen in Kulturen und Religionen kennen lernen, im Geist Jesu sich kritisch mit ihnen auseinander setzen sowie Toleranz und Wertschätzung üben Grundanliegen: Elementare Inhalte: Grundanliegen: Elementare Inhalte: Grundanliegen: Elementare Inhalte:
Judentum kennen und wertschätzen lernen Judentum: Kultur, religiöse Praxis und Grundüberzeugungen Islam kennen und wertschätzen lernen Islam: Kultur, religiöse Praxis und Grundüberzeugungen Das Verhältnis Christentum – Judentum – Islam kennen lernen Jesus der Jude, der Prophet, der Christus Abraham in den monotheistischen Religionen
Leben und Hoffen angesichts von Schuld, Leid und Tod Schuld, Leid und Tod im persönlichen Leben und in der Gesellschaft wahrnehmen, unterschiedliche Bewältigungsversuche und Sinndeutungen kennen lernen und die befreiende Wirkung des Lebens, des Sterbens und der Auferstehung Jesu bedenken Grundanliegen: Unheilvolle Situationen wahrnehmen, eigene Verstrickungen und Schuld einsehen und sich auf heilsame Veränderungen einlassen Elementare Inhalte: Schuldig werden – sich schuldig fühlen Persönliche und strukturelle Schuld (Erbsünde) Formen der Vergebung und Versöhnung im Alltag, in der Bibel und im Leben der Kirche Das Sakrament der Versöhnung Würde des Menschen in Freiheit und Verantwortung Die eigene Würde und die der anderen schätzen, was sie im Zusammenleben fördert und gefährdet kritisch sehen und reflektieren lernen und sich im solidarischen Handeln am Beispiel Jesu orientieren Grundanliegen: Sensibel werden für die Stimme des Gewissens Elementare Inhalte: Gewissen – entscheiden in Verantwortung Menschen, die nach ihrem Gewissen handeln Gewissenskonflikte Grundanliegen: Christliche Grundregeln des Zusammenlebens kennen und anwenden lernen Elementare Inhalte: Dekalog, Bergpredigt Welt und Mensch – Schöpfung Gottes Sich selbst und die Welt als entwicklungsfähig und gefährdet wahrnehmen, als Geschöpf und Schöpfung in Dankbarkeit und Verantwortung begreifen und die Sehnsucht nach der Vollendung offen halten Grundanliegen: Elementare Inhalte: Grundanliegen: Elementare Inhalte: Grundanliegen: Elementare Inhalte:
Das Leben und die Mitwelt als Geschenk entdecken Staunen über Phänomene des Kosmos und der Natur Kreativität und schöpferisches Gestalten des Menschen Vom Angebot des Lebens verantwortungsvoll Gebrauch machen Lebensfreude, Verschwendung und Maßlosigkeit Die Verantwortung gegenüber sich selbst, den Mitmenschen und der Mitwelt wahrnehmen Geschlechtlichkeit als Geschenk und Aufgabe Das Sakrament der Ehe Arbeit, Beruf, Schule Freizeit
Einsatz für soziale Gerechtigkeit Ökologie und Nachhaltigkeit Symbole – Rituale – Sakramente Symbole und Rituale in Kommunikation, in der Bilder- und Medienwelt wahrnehmen und deuten, religiöse Ausdrucksformen erschließen und mit Sakramenten vertraut werden Grundanliegen: Elementare Inhalte:
Den Einfluss von Kommunikationsmitteln und Medien auf Lebensstil und Gemeinschaft erkennen und kritisch bewerten Formen der Kommunikation, ihre Bedeutung und Wirkung Medien und ihre Wirkung Möglichkeiten der Orientierung Sich mit Kunst auseinander setzen und die Möglichkeit erkennen, sie existenziell und religiös zu deuten Verschiedene Formen und Funktionen von Kunst (Architektur, Bildende Kunst, Literatur, Musik, …) Menschenbild, Christusbild, Gottesbild
Christentum in Kultur und Geschichte – Kirche, Ökumene Zeugnisse des Christlichen in der Kultur entdecken, Feste als Unterbrechung des Alltags verstehen, kirchliches Leben in seinen vielfältigen Formen und Traditionen begreifen Grundanliegen: Elementare Inhalte:
Die Bedeutung des Sonntags für das Leben des Einzelnen und der Gemeinschaft erkennen Geschichte, Dimensionen und Feier des Sonntags Sonntag – Fest der Auferstehung Jesu Arbeitszeit – Freizeit – Zeit des Feierns Sich mit der Geschichte der Kirche und ihren prägenden Gestalten auseinander setzen Anfänge der Kirche (Apostelgeschichte, Paulus, …) Kirchengeschichte in Auswahl
4. K l a s s e: Vielfältige Gottesbilder – der sich in Jesus Christus offenbarende Gott Sehnsüchte und vielfältige Gottesbilder wahrnehmen, sich mit der persönlichen Gottesahnung auseinander setzen und diese in Beziehung zur christlichen Botschaft von Vater, Sohn und Heiliger Geist setzen Grundanliegen: Gottessehnsucht der Menschen wahrnehmen und die Spuren Gottes im Leben entdecken Elementare Inhalte: Vielfalt der Gottesvorstellungen in Kulturen und Religionen Grundanliegen: Elementare Inhalte:
Die Begeisterung für das Leben gegen Resignation wach halten Wirken des Heiligen Geistes (Apg 2; 1 Kor 12) Vielfalt der Geistbegabungen heute Das Sakrament der Firmung Gottessehnsucht und Geistbegabung in exemplarischen Lebensgeschichten
Östliche Glaubenstraditionen kennen und wertschätzen lernen Hinduismus: Kultur, religiöse Praxis und Grundüberzeugungen Buddhismus: Kultur, religiöse Praxis und Grundüberzeugungen Chinesische Traditionen
3598 Grundanliegen: Elementare Inhalte:
BGBl. II – Ausgegeben am 23. Dezember 2003 – Nr. 571 Sich der Ambivalenz religiöser Phänomene bewusst werden Lebensförderliche und lebensfeindliche Formen von Religiosität Kennzeichen von religiösen Sondergruppen
Leben und Hoffen angesichts von Schuld, Leid und Tod Schuld, Leid und Tod im persönlichen Leben und in der Gesellschaft wahrnehmen, unterschiedliche Bewältigungsversuche und Sinndeutungen kennen lernen und die befreiende Wirkung des Lebens, des Sterbens und der Auferstehung Jesu bedenken Grundanliegen: Elementare Inhalte:
Sinnangebote in der Gesellschaft kritisch wahrnehmen und positive Wege der Lebensgestaltung suchen Kultur des Genießens und der Askese Selbstentfaltung und Engagement versus Abhängigkeiten (Drogen und Süchte) Sich mit der befreienden Botschaft der Auferweckung Jesu für unser Leben auseinander setzen Befreiungserzählungen im NT (zB Dämonenaustreibung) Spuren der Auferstehung in unserem Alltag – Symbole von Tod und Auferstehung Passionsgeschichte und Osterevangelium
Würde des Menschen in Freiheit und Verantwortung Die eigene Würde und die der anderen schätzen, was sie im Zusammenleben fördert und gefährdet kritisch sehen und reflektieren lernen und sich im solidarischen Handeln am Beispiel Jesu orientieren Grundanliegen: Elementare Inhalte: Grundanliegen: Elementare Inhalte:
Angesichts der Verletzung von Menschenrechten sich für die Menschenwürde einsetzen Kinderrechte, Menschenrechte, Menschenrechtsorganisationen Die Botschaft der Propheten und ihren Ruf nach Gerechtigkeit kennen Biblische Propheten (zB Amos) Prophetische Menschen heute Zivilcourage Option für die Armen
Welt und Mensch – Schöpfung Gottes Sich selbst und die Welt als entwicklungsfähig und gefährdet wahrnehmen, als Geschöpf und Schöpfung in Dankbarkeit und Verantwortung begreifen und die Sehnsucht nach der Vollendung offen halten Grundanliegen: Die Frage nach Herkunft und Zukunft der Welt stellen und sich mit verschiedenen Antworten aus der Sicht von Naturwissenschaft und Glauben kritisch auseinander setzen Elementare Inhalte: Naturwissenschaftliche Fragestellungen Biblische Schöpfungstexte Grundanliegen: Der christlichen Hoffnung von dem neuen Himmel und der neuen Erde begegnen Elementare Inhalte:
Bilder von Heil und Erlösung Apokalyptische Vorstellungen und Endzeiterwartungen
Symbole – Rituale – Sakramente Symbole und Rituale in Kommunikation, in der Bilder- und Medienwelt wahrnehmen und deuten, religiöse Ausdrucksformen erschließen und mit Sakramenten vertraut werden Grundanliegen: Verbale und nonverbale Sprache erkunden und differenziert wahrnehmen Elementare Inhalte: Sprachformen in Alltag und Lebenspraxis (privates Umfeld, Öffentlichkeit, Werbung, …)
BGBl. II – Ausgegeben am 23. Dezember 2003 – Nr. 571 Grundanliegen: Elementare Inhalte:
Den Reichtum der biblischen Sprach- und Symbolwelt erschließen Die Sprachwelt des Religiösen Biblische Sprachformen
Christentum in Kultur und Geschichte – Kirche, Ökumene Zeugnisse des Christlichen in der Kultur entdecken, Feste als Unterbrechung des Alltags verstehen, kirchliches Leben in seinen vielfältigen Formen und Traditionen begreifen Grundanliegen: In das Leben der Orts- und Weltkirche Einblick gewinnen Elementare Inhalte: Verschiedene Formen gelebten Glaubens (Ordensgemeinschaften, Basisgemeinden, Erneuerungsbewegungen, …) Aufgaben und Struktur der Weltkirche Das Sakrament des Ordo (Bischof, Priester, Diakon) Grundanliegen: Die Entwicklung der Kirchen kennen und anderen Konfessionen begegnen Elementare Inhalte: Ökumenische Bewegung Christliche Kirchen (Besonderheiten, Gemeinsamkeiten, Trennendes) Ziel 1 Vielfältige Gottesbilder – der sich in Jesus Christus offenbarende Gott Sehnsüchte und vielfältige Gottesbilder wahrnehmen, sich mit der persönlichen Gottesahnung auseinander setzen und diese in Beziehung zur christlichen Botschaft von Vater, Sohn und Heiliger Geist setzen Grundanliegen
Elementare Inhalte
Die Zuwendung Gottes erahnen und Gott als Weggeschichten aus dem AT (zB Tobit) einen, der mitgeht, kennen lernen und NT (Emmaus) Weg als Bild für menschliches Leben Biblisches Basiswissen: Person und Umwelt Jesu, Entstehung des NT
Gott als Freund des Lebens und als Heraus- Berufungserzählungen aus dem AT (Abraforderung für die persönliche Lebensgestal- ham und Sara) und NT (Paulus) tung sehen Die Berufung Mariens und ihre Bedeutung im Heilsplan Gottes Gottesbilder im AT (zB Ps 23 ), das Gottesbild Jesu (zB Lk 15) Biblisches Basiswissen: Wesentliche Aspekte der Entstehung des AT und der Geschichte Israels
Die Botschaft vom befreienden Handeln Got- Befreiungserzählungen, Exoduserzählung tes vernehmen Gott als den sehen, der in Jesus Mensch ge- Gott wird Mensch für die Menschen: Kindworden ist heitsgeschichten Jesu
Gottessehnsucht der Menschen wahrnehmen Vielfalt der Gottesvorstellungen in Kultuund die Spuren Gottes im Leben entdecken ren und Religionen Die Begeisterung für das Leben gegen Resig- Wirken des Heiligen Geistes (Apg 2; 1 nation wach halten Kor 12), Vielfalt der Geistbegabungen heute Das Sakrament der Firmung Gottessehnsucht und Geistbegabung in exemplarischen Lebensgeschichten
Ziel 2 Toleranz und Wertschätzung angesichts der Vielfalt von Kulturen und Religionen Unterschiedliche Lebens- und Glaubensformen in Kulturen und Religionen kennen lernen, im Geist Jesu sich mit ihnen auseinander setzen sowie Toleranz und Wertschätzung üben Grundanliegen
Unterschiedliche kulturelle und religiöse Le- Erfahrungen mit religiöser Praxis bensformen in der Lebenswelt der Schülerin- Präsenz anderer Religionen in der Lebensnen und Schüler kennen lernen welt der Schülerinnen und Schüler: Schule, Feste, Gottes- und Gebetshäuser, Medien, …
Gott als den sehen, der das Heil aller Menschen will und in diesem Geist Menschen mit ihren unterschiedlichen Lebens- und Glaubensformen ernst nehmen und wertschätzen
Konflikt, Toleranz und Wertschätzung in der Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler (vgl. II. Vatikanum, Nostra atetae)
Judentum kennen und wertschätzen lernen
Judentum: Kultur, religiöse Praxis und Grundüberzeugungen Islam: Kultur, religiöse Praxis und Grundüberzeugungen
Islam kennen und wertschätzen lernen
Gebete verschiedener Religionen Erzählungen (zB Jona) und Bilder (zB Propheten) vom Heilswillen Gottes
Das Verhältnis Christentum – Judentum – Jesus der Jude, der Prophet, der Christus Islam kennen lernen Abraham in den monotheistischen Religionen 4. Klasse
Östliche Glaubenstraditionen kennen und Hinduismus: Kultur, religiöse Praxis und wertschätzen lernen Grundüberzeugungen Buddhismus: Kultur, religiöse Praxis und Grundüberzeugungen Chinesische Traditionen Sich der Ambivalenz religiöser Phänomene Lebensförderliche und lebensfeindliche bewusst werden Formen von Religiosität Kennzeichen von religiösen Sondergruppen
Ziel 3 Leben und Hoffen angesichts von Schuld, Leid und Tod Schuld, Leid und Tod im persönlichen Leben und in der Gesellschaft wahrnehmen, unterschiedliche Bewältigungsversuche und Sinnangebote kennen lernen und die befreiende Wirkung des Lebens, des Sterbens und der Auferstehung Jesu bedenken Grundanliegen
Emotionale Sprachfähigkeit fördern, leidvolle Gesprächs- und Konfliktkultur Erfahrungen zum Ausdruck bringen und Le- Ausdrucksformen von Leid bensmöglichkeiten angesichts von Leid kenKinderleid bei uns und in der Welt nen lernen Beispielhafte Menschen angesichts von Leid Angstbewältigung im NT
BGBl. II – Ausgegeben am 23. Dezember 2003 – Nr. 571 Grundanliegen
Sich im Leid an die Mitmenschen und an Gott Hilfseinrichtungen: Caritas, Diakonie, Kinwenden können dertelefon, … Klagepsalmen (zB Ps 22) Sich leidenden Menschen zuwenden können Die Werke der Barmherzigkeit (Mt 25, 31– 40) Das Sakrament der Krankensalbung
Unheilvolle Situationen wahrnehmen, eigene Schuldig werden – sich schuldig fühlen Verstrickungen und Schuld einsehen und sich Persönliche und strukturelle Schuld (Erbauf heilsame Veränderungen einlassen sünde) Formen der Vergebung und Versöhnung im Alltag, in der Bibel und im Leben der Kirche Das Sakrament der Versöhnung
Sinnangebote in der Gesellschaft kritisch wahrnehmen und positive Wege der Lebensgestaltung suchen Sich mit der befreienden Botschaft der Auferweckung Jesu für unser Leben auseinander setzen
Kultur des Genießens und der Askese Selbstentfaltung und Engagement versus Abhängigkeiten (Drogen und Süchte) Befreiungserzählungen im NT (zB Dämonenaustreibung) Spuren der Auferstehung in unserem Alltag – Symbole von Tod und Auferstehung Passionsgeschichte und Osterevangelium
Ziel 4 Würde des Menschen in Freiheit und Verantwortung Die eigene Würde und die der anderen schätzen, was sie im Zusammenleben fördert und gefährdet kritisch sehen und reflektieren und sich im solidarischen Handeln am Beispiel Jesu orientieren Grundanliegen
Neubeginn in der Schule als Herausforderung und Chance wahrnehmen Das Gegen- und Miteinander von Menschen erkennen
Lebensbereiche: Schulklasse, Familie, Pfarre Symbole für Neubeginn (zB Tür) Regeln für ein gerechtes Zusammenleben Die Goldene Regel
Die Erfahrung der Freundschaft bedenken
Sensibel werden für die Stimme des Gewis- Gewissen – entscheiden in Verantwortung sens Menschen, die nach ihrem Gewissen handeln Christliche Grundregeln des Zusammenlebens Gewissenskonflikte kennen und anwenden lernen Dekalog, Bergpredigt
Freundschaft: Grundbedürfnis, Gefährdung, Gelingen, … In der Pluralität der Lebensorientierungen sich Die Menschenfreundlichkeit Gottes in der an der Botschaft Jesu ausrichten Lebenspraxis Jesu Sich selbst als Mädchen oder Bub annehmen Jesu Umgang mit Menschen am Rande und andere sich entfalten lassen Meine Persönlichkeit: Stärken und Schwächen Frauenrollen – Männerrollen Biblische Frauen- und Männergestalten
Angesichts der Verletzung von Menschen- Kinderrechte, Menschenrechte, Menschenrechten sich für die Menschenwürde einsetzen rechtsorganisationen Die Botschaft der Propheten und ihren Ruf Biblische Propheten (zB Amos) nach Gerechtigkeit kennen Prophetische Menschen heute Zivilcourage Option für die Armen
Ziel 5 Welt und Mensch – Schöpfung Gottes Sich selbst und die Welt als entwicklungsfähig und gefährdet wahrnehmen, als Geschöpf und Schöpfung in Dankbarkeit und Verantwortlichkeit begreifen und die Sehnsucht nach der Vollendung offen halten Grundanliegen
Lebensschätze und Lebensquellen wahrneh- Lob und Dank, Glaube und Gebet (Psalmen und persönliche Fähigkeiten als Gabe men) und Aufgabe erkennen Gaben, Begabungen, Grenzen Sich verdankt wissen: Eucharistie als Dank an Die gemeinschaftsstiftende Dimension des Gott verstehen Essens Jesu Mahlgemeinschaften – Das Letzte Abendmahl Die Feier der Heiligen Messe (Wortgottesdienst, Danksagung, Opfer und Mahl)
Die Sehnsucht nach einem Leben in Fülle Lebensträume – Lebensglück stärken, wie es in der Reich Gottes Botschaft Bilder und Gleichnisse vom Reich Gottes Jesu zugesagt ist
Das Leben und die Mitwelt als Geschenk ent- Staunen über Phänomene des Kosmos und decken der Natur Kreativität und schöpferisches Gestalten des Menschen Vom Angebot des Lebens verantwortungsvoll Lebensfreude, Verschwendung und MaßloGebrauch machen sigkeit Die Verantwortung gegenüber sich selbst, den Geschlechtlichkeit als Geschenk und AufMitmenschen und der Mitwelt wahrnehmen gabe Das Sakrament der Ehe Arbeit, Beruf, Schule Freizeit Einsatz für soziale Gerechtigkeit Ökologie und Nachhaltigkeit
Die Frage nach Herkunft und Zukunft der Naturwissenschaftliche Fragestellungen Welt stellen und sich mit verschiedenen Ant- Biblische Schöpfungstexte worten aus der Sicht von Naturwissenschaft und Glauben kritisch auseinander setzen Der christlichen Hoffnung von dem neuen Bilder von Heil und Erlösung Himmel und der neuen Erde begegnen Apokalyptische Vorstellungen und Endzeiterwartungen
Ziel 6 Symbole – Rituale – Sakramente Symbole und Rituale in Kommunikation, in der Bilder- und Medienwelt wahrnehmen und deuten, religiöse Ausdrucksformen erschließen und mit den Sakramenten vertraut werden Grundanliegen
Elementare Symbole wahrnehmen und deuten Symbole im Leben der Menschen Gesten und Rituale der Zusammengehörigkeit Stille, Meditations- und Gebetsformen und des Glaubens einüben Kreuzzeichen und Grundgebete
Symbole wahrnehmen und deuten
Handlungssymbole im Leben der Menschen
Sakramente als Zeichen der Liebe und Nähe Die 7 Sakramente – eine Zusammenschau Gottes im Leben der Menschen verstehen Das Sakrament der Taufe 3. Klasse
Den Einfluss von Kommunikationsmitteln Formen der Kommunikation, ihre Bedeuund Medien auf Lebensstil und Gemeinschaft tung und Wirkung erkennen und kritisch bewerten Medien und ihre Wirkung Sich mit Kunst auseinander setzen und die Möglichkeiten der Orientierung Möglichkeit erkennen, sie existenziell und Verschiedene Formen und Funktionen von religiös zu deuten Kunst (Architektur, Bildende Kunst, Literatur, Musik, …) Menschenbild, Christusbild, Gottesbild
Verbale und nonverbale Sprache erkunden Sprachformen in Alltag und Lebenspraxis und differenziert wahrnehmen (privates Umfeld, Öffentlichkeit, Werbung, …) Den Reichtum der biblischen Sprach- und Die Sprachwelt des Religiösen Symbolwelt erschließen Biblische Sprachformen
Ziel 7 Christentum in Kultur und Geschichte – Kirche, Ökumene Zeugnisse des Christlichen in der Kultur entdecken, Feste als Unterbrechung des Alltags verstehen, kirchliches Leben in seinen vielfältigen Formen und Traditionen begreifen Grundanliegen
Feste und Feiern in Klassen- und Schulge- Bedeutung von Fest und Feier meinschaft mitgestalten können Anlässe für Feste und Feiern Das Kirchenjahr als Rhythmus christlichen Struktur des Kirchenjahres Lebens und seine Feste kennen und verstehen Weihnachts-, Osterfestkreis Marienfeste im Kirchenjahr Möglichkeiten schulgemäßer Gestaltung
Mit christlichem Brauchtum und kirchlichem Christliches Brauchtum in regionaler AusLeben vertraut werden formung Leben der Pfarrgemeinde, … Dem Christlichen in Kultur und Gesellschaft Aufgaben und Struktur der Diözese nachgehen Kirche in Österreich (Persönlichkeiten, soziale Einrichtungen, Bauten, Geschichte, …)
Die Bedeutung des Sonntags für das Leben Geschichte, Dimensionen und Feier des des Einzelnen und der Gemeinschaft erkennen Sonntags Sonntag – Fest der Auferstehung Jesu Sich mit der Geschichte der Kirche und ihren Arbeitszeit – Freizeit – Zeit des Feierns prägenden Gestalten auseinander setzen Anfänge der Kirche (Apostelgeschichte, Paulus, …) Kirchengeschichte in Auswahl
In das Leben der Orts- und Weltkirche Ein- Verschiedene Formen gelebten Glaubens blick gewinnen (Ordensgemeinschaften, Basisgemeinden, Erneuerungsbewegungen, …) Aufgaben und Struktur der Weltkirche Das Sakrament des Ordo (Bischof, Priester, Diakon) Die Entwicklung der Kirchen kennen und Ökumenische Bewegung anderen Konfessionen begegnen Christliche Kirchen (Besonderheiten, Gemeinsamkeiten, Trennendes)
Anlage 2 LEHRPLAN FÜR DEN KATHOLISCHEN RELIGIONSUNTERRICHT AN BERUFSBILDENDEN HÖHEREN SCHULEN (AUSGENOMMEN DEN LEHRPLAN FÜR SONDERFORMEN) 1. Bildungs- und Lehraufgabe: 1.1 Katholischer Religionsunterricht im Rahmen der schulischen Bildung Im Religionsunterricht verwirklicht die Schule in Form eines eigenen Unterrichtsgegenstandes in besonderer Weise ihre Aufgabe, an der Entwicklung der Anlagen der Jugend nach den sittlichen, religiösen und sozialen Werten mitzuwirken (§ 2 Schulorganisationsgesetz, § 2 Land- und forstwirtschaftliches Bundesschulgesetz). Der Religionsunterricht versteht sich als Dienst an den Schülerinnen und Schülern und an der Schule. Der Religionsunterricht ist konfessionell geprägt und gewinnt aus seiner Orientierung an der biblischen Offenbarung und der kirchlichen Tradition seinen Standpunkt. Er nimmt das unterschiedliche Ausmaß kirchlicher Sozialisation bzw. religiöser Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler durch Differenzierung und Individualisierung ernst und will alle Schülerinnen und Schüler ansprechen, wie unterschiedlich ihre religiösen Einstellungen auch sein mögen. Im Sinne ganzheitlicher Bildung hat der Religionsunterricht kognitive, affektive und handlungsorientierte Ziele, die, entsprechend dem christlichen Menschenbild, davon ausgehen, dass der Mensch auf Transzendenz ausgerichtet ist. So erhalten die zu behandelnden Grundfragen nach Herkunft, Zukunft und Sinn eine religiöse Dimension. 1.2 Inhalt und Anliegen des Religionsunterrichts In der Mitte des Religionsunterrichts stehen die Schülerinnen und Schüler, ihr Leben und ihr Glaube. Daher sind Inhalt des Religionsunterrichts sowohl das menschliche Leben als auch der christliche Glaube, wie er sich im Laufe der Geschichte entfaltet hat und in den christlichen Gemeinden gelebt wird. Lebens-, Glaubens- und Welterfahrungen der Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer werden dabei aus der Perspektive des christlichen Glaubens reflektiert und gedeutet. Dieser Glaube hat in Jesus Christus seine Mitte. Zugleich werden junge Menschen ermutigt, ihre persönlichen Glaubensentscheidungen zu treffen und dementsprechend ihr Leben und ihren Glauben zu gestalten. Damit leistet der Religionsunterricht einen wesentlichen Beitrag zur Sinnfindung, zu religiöser Sachkompetenz und zur Werteerziehung. So trägt er auch zur Gestaltung des Schullebens bei. 1.3 Bedeutung des Religionsunterrichts für die Gesellschaft Der Religionsunterricht zielt darauf ab, dass die Schülerinnen und Schüler besser mit sich selbst und mit der eigenen Religion und Konfession vertraut werden. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Herkunft und der Zugehörigkeit zur katholischen Glaubensgemeinschaft soll einen Beitrag zur Bildung von Identität leisten, die eine unvoreingenommene und angstfreie Öffnung gegenüber dem Anderen erleichtert. Das erfordert eine ausführliche Beschäftigung mit anderen Kulturen, Religionen, Weltanschauungen und Trends, die heute vielfach konkurrierend unsere pluralistische Welt prägen. Es geht sowohl um eine Befähigung zu Toleranz gegenüber Menschen mit unterschiedlichen Überzeugungen als auch gegebenenfalls um die Kompetenz zu sachlich begründetem Einspruch. Die Thematisierung der gesellschaftlichen Bedeutung von christlichem Glauben soll zum Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung ermutigen und befähigen. Damit verbunden ist die Einladung an die Schülerinnen und Schüler, sich in Kirche und Gesellschaft, sowie in ihrer Berufs- und Arbeitswelt zu engagieren. 1.4 Stellung des Religionsunterrichts in der berufsbildenden höheren Schule Der Religionsunterricht ist Teil des Bildungs- und Erziehungsauftrages der betreffenden Schulart. Religiöse Bildung ist unverzichtbarer Bestandteil der Allgemeinbildung sowie der beruflichen Bildung. Im Kontext des integrativen Ansatzes beider Aspekte, wie er das berufsbildende höhere Schulwesen kennzeichnet, versteht sich der Religionsunterricht mit seinen Beiträgen zu Sach-, Selbst- und Sozialkompetenz als wesentlich vernetzender und vertiefender Teil im Bildungsgang der Schülerinnen und
Schüler. Damit bietet sich der Religionsunterricht für eine Zusammenarbeit mit anderen Unterrichtsgegenständen, insbesondere bei Projekten, an. Im Bereich der Allgemeinbildung ist es wichtig, unsere Kultur mit ihren jüdisch-christlichen Wurzeln zu verstehen. Religiöse Erfahrungen in Vergangenheit und Gegenwart sollen für die Deutung heutiger Suchbewegungen fruchtbar werden. Dazu soll die Sprache der Religion, welche die Tiefendimension menschlicher Existenz erhellt, eingeübt werden. Im Bereich der Berufsbildung erfahren die vielfältigen Schlüsselqualifikationen eine religiösethische Verankerung bzw. Vertiefung. Es werden individuelle berufsbezogene Werthaltungen gefördert und Aspekte des Gemeinwohls und des menschlichen Maßes systematisch eingebracht. So werden Selbstverständlichkeiten in Wirtschaft und Technik auf ihre Ambivalenzen hin reflektiert. 2. Didaktische Grundsätze: Der Lehrplan ist ein Rahmenlehrplan. Dieser ermöglicht den Religionslehrerinnen und Religionslehrern, Veränderungen und Neues in Kultur, Gesellschaft, Wirtschaft und Religion zu berücksichtigen sowie die einzelnen Lehrplaninhalte den schulspezifischen Zielsetzungen gemäß zu gewichten. Seine THEMENBEREICHE (unter dem Jahrgang fett gedruckt) sind verbindliche Unterrichtsinhalte. Die Einzelthemen (unter den Themenbereichen) sind in Hinblick auf die zugeordneten ZIELE (siehe Punkt 3.) zu verstehen. Aus den EINZELTHEMEN kann ausgewählt werden. Dabei ist darauf zu achten, dass der Themenbereich so repräsentativ und elementar wie möglich dargestellt wird. Auf Grund von aktuellen Ereignissen, schulspezifischen Gegebenheiten, Projekten uä. kann von der Jahrgangszuordnung abgewichen werden. 2.1 Allgemeindidaktische Prinzipien Diese umfassen ua. die Berücksichtigung bzw. Förderung – der Selbsttätigkeit – der geschichtlichen Dimension der Themen – des Gender-Aspekts – der Sensibilität für künstlerische und ästhetische Ausdrucksformen – des Erfahrungsbezugs – der Wahrnehmungs- und Urteilsfähigkeit – der Berufsbezogenheit 2.2 Religionsdidaktische Prinzipien Diese umfassen insbesondere die Berücksichtigung bzw. Förderung – der Korrelationsdidaktik – des Verstehens der Bilder- und Symbolsprache – der Ökumene – des interreligiösen Dialogs – der Spiritualität – der religiösen Entwicklung – des Lernens an Hand von Lebens- und Glaubensgeschichten – des biblischen Lernens – des Lernens durch religiöse Übungen 3. Ziele: Der Religionsunterricht soll dazu beitragen, dass die Schülerinnen und Schüler – sich in Alltags-, Grund- und Grenzerfahrungen der Sinnfrage stellen und mit der erlösenden Verheißung im Christentum vertraut werden (Ziel 1) – sich selbst und Gott in ihrem Leben finden und annehmen lernen und dabei Sakramente als Zeichen der Nähe Gottes erfahren (Ziel 2) – ihre Sozialität unter dem Anspruch der Liebe entfalten (Ziel 3) – zu ethisch begründetem Urteilen, Argumentieren und Handeln aus christlichem Verständnis fähig werden (Ziel 4) – das Humanum als Maß für Wirtschaft, Arbeitswelt und den Einsatz von Technik erkennen und diese Bereiche aus der Kraft eines prophetischen Christentums mitgestalten können (Ziel 5)
– den Kosmos als von Gott anvertraut sowie sich selbst als Geschöpf Gottes erfahren und für die Schöpfung Sorge tragen (Ziel 6) – Gott, der in Jesus Christus Mensch geworden ist, im biblischen Offenbarungswort begegnen (Ziel 7) – mit der Wirkungsgeschichte des Christusereignisses in Kirche und Welt sowie seiner vielfältigen kulturprägenden Kraft vertraut werden und sich in unterschiedliche Formen von Spiritualität einüben (Ziel 8) – die wichtigsten Welt- und Lebensdeutungen der Religionen und Weltanschauungen kennen lernen und sich respektvoll und kritisch mit ihnen auseinander setzen (Ziel 9) 4. Themenbereiche und an den Zielen orientierte Einzelthemen (Lehrstoff): I. J a h r g a n g RINGEN UM IDENTITÄT Was mir Halt gibt Ziel 2, Ziel 6 Lebensbedeutsame Werte Ziel 1, Ziel 2 Veränderungen an Leib und Psyche Ziel 2 Woher komme ich? Wer bin ich? Wohin gehe ich? Ziel 1, Ziel 2 ALLTAGS-, GRUND- UND GRENZERFAHRUNGEN Erfolgs-, Gemeinschafts-, Friedens- und Zufriedenheitserfahrungen Ziel 1 Lieben und geliebt werden Ziel 3 Trennungs-, Verlusterfahrungen Ziel 1 Umgang mit Leid und Tod Ziel 1 MITEINANDER LEBEN – VERANTWORTUNG ÜBERNEHMEN Leben in sozialen Bezügen Ziel 3 Erfahrungen in der Herkunftsfamilie Ziel 3 Verantwortung für mich und die Mitmenschen Ziel 2, Ziel 4 Koinonia – Gemeinschaft leben Ziel 8 Gewalterfahrungen, Konflikte und Konfliktbewältigung Ziel 3 PHÄNOMEN RELIGION Das Leben stellt Fragen Ziel 9 Glaube Ziel 9 Erscheinungsformen des Religiösen (Heilige Zeichen, Orte, Zeiten, …) Ziel 9 Okkulte Phänomene und Praktiken Ziel 9 Natur als religiöses Phänomen Ziel 6, Ziel 9 GOTT – GOTTESBILDER – GOTTSUCHE Monotheismus Ziel 7, Ziel 9 Vielfalt der biblischen Gottesbilder Ziel 7 Das Befreiende der Gottesbeziehung Ziel 2 Glaubenszeugnisse, Glaubensvorbilder, Glaubensgeschichten Ziel 2, Ziel 7 Gott und das Leid Ziel 2 LEBEN FEIERN – ALLTAG UNTERBRECHEN Festkultur innerhalb und/oder außerhalb der Kirche Ziel 8, Ziel 9 Freizeit gestalten Ziel 2 Sonntag – Tag des Herrn, Tag des Menschen Ziel 8 Kirchenjahr – Liturgie der zentralen Feste Ziel 2, Ziel 8 Wallfahrten Ziel 8 VIELFALT CHRISTLICHER SPIRITUALITÄT Gebet Ziel 8 Hl. Schrift: Erfahrungen und Zugänge Ziel 7, Ziel 8
Musik und weitere künstlerische Ausdrucksformen Ziel 8 Christusdarstellungen Ziel 7, Ziel 8 Stille Ziel 8 Meditation Ziel 8 WELT UND SCHÖPFUNG Staunen über den Kosmos – Furcht und Ehrfurcht Ziel 6 Der Mensch als Geschöpf und Mitschöpfer Ziel 6 Die Verletzlichkeit der Schöpfung Ziel 6 Tiere als Mitgeschöpfe Ziel 6 Genussfähigkeit und Suchtverhalten Ziel 6 LEBEN NACH DEM TOD Jenseitsvorstellungen Ziel 1, Ziel 9 Himmel, Hölle und ihre Bilder Ziel 1 II. J a h r g a n g SYMBOLE UND RITUALE Symbole der Lebenssituation Jugendlicher Ziel 2 Christliche Symbole in unserer Lebenswelt Ziel 8 Verwendung religiöser Symbole in einer säkularisierten Welt (Sport, Werbung, Medien, Technik, Wirtschaft, …) Ziel 8 Rituale und ihre Funktionen Ziel 8 Initiationsriten, Sakramente der Initiation: Taufe, Firmung, Eucharistie Ziel 2 LEBEN IN ENTSCHEIDUNGEN Werte und Normen vor dem Hintergrund der Freiheit Ziel 4 Klärung der Begriffe: gut und böse, Ethik und Moral, Gewissen und Verantwortung Ziel 3 ZUGÄNGE DES MENSCHEN ZU GOTT Offenbarung und Wirken Gottes in der Geschichte Ziel 7 Das Volk Israel als Empfänger des Ersten Testaments Ziel 7, Ziel 9 Das Judentum als erste abrahamitische Religion Ziel 7, Ziel 9 BIBLISCHE BOTSCHAFT – JESUS CHRISTUS Basiswissen Bibel: Evangelien Ziel 7 Jesus der Christus Ziel 7, Ziel 8 Grundzüge biblischer Ethik (alt- und neutestamentliche Spezifika) Ziel 4, Ziel 7 Von Jesus zur zweiten abrahamitischen Religion Ziel 7, Ziel 8 GELINGENDES LEBEN Glückserfahrungen, Glücksvorstellungen Ziel 2 Be- und Entschleunigung, Leistungsdruck Ziel 2 Leben mit Behinderungen Ziel 1, Ziel 2, Ziel 3, Ziel 6 Sinnfrage – Sinnverlust – Sinnlosigkeit (Krisen, Suizid) Ziel 1 Vorbild Jesu Ziel 7 VIELFALT VON BEZIEHUNGEN Wesen, Wert, Chancen, Gefahren, Entwicklungen von Beziehungen Ziel 3 Peer group, Freundschaft, Partnerschaft Ziel 2 Auf dem Weg zur Intimität (Geschlechtlichkeit) Ziel 6 LEBENSSITUATION JUGENDLICHER Trends, Szenen, Jugendkulturen Ziel 2 Verwirklichung eigener Vorstellungen – Möglichkeiten und Grenzen Ziel 2, Ziel 6 Zwischen Konformismus und Nonkonformismus Ziel 2, Ziel 3
WELT- UND LEBENSDEUTUNGEN IN DEN RELIGIÖSEN SONDERGEMEINSCHAFTEN Anspruch, Menschenbild, Strukturen, Gefahren Ziel 9 FREIHEIT – BINDUNG – ABHÄNGIGKEIT Freiheit zum Ja und Nein Ziel 2 Freiheit von anderen und durch andere Ziel 3 Meine Freiheit, die anderer und die gemeinsame Freiheit Ziel 3 Missachtung, Missbrauch und Verlust der Freiheit Ziel 2, Ziel 3 III. J a h r g a n g GNADENERFAHRUNGEN IN EINER „GNADENLOSEN“ WELT Sich beschenken lassen können Ziel 6 Verzeihung Ziel 1 Versöhnung Ziel 3 Sakrament der Krankensalbung Ziel 1, Ziel 2 Auferstehung im Leben Ziel 1 Feste Ziel 6 MENSCHENWÜRDE – MENSCHENRECHTE – MENSCHENPFLICHTEN Historische Entwicklung Ziel 4 Biblische Bezüge Ziel 4 Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit Ziel 4, Ziel 9 Universalitätsanspruch Ziel 4 Weltethos Ziel 4, Ziel 9 Menschenrechtsverletzungen – Einsatz für die Menschenrechte Ziel 4 ANFANG UND ENDE MENSCHLICHEN LEBENS Verantwortung für das ungeborene Leben Ziel 4, Ziel 6 Humangenetik Ziel 6 Einstellung zu Krankheit, Alter, Tod Ziel 1 Menschenwürdiges Sterben Ziel 1 ANGESPROCHEN VON GOTTES LIEBE Zuspruchs-Erfahrungen in der Bibel, in der Geschichte und im eigenen Leben Ziel 3 Gottes- und Nächstenliebe als Antwort Ziel 3, Ziel 4 Dekalog Ziel 3, Ziel 4 Bergpredigt Ziel 3, Ziel 4, Ziel 7 Die Abba-Beziehung Jesu Ziel 2, Ziel 7 ZUGÄNGE DES MENSCHEN ZU GOTT Islam als dritte abrahamitische Religion Ziel 9 BASISWISSEN BIBEL Orientierung in der biblischen Bibliothek Ziel 7 Eckdaten biblischer Geschichte Ziel 7 Literarische Gattungen Ziel 7 Neutestamentliche Briefliteratur Ziel 7 UMGANG MIT (KIRCHEN-)GESCHICHTE Meilensteine der Kirchengeschichte Ziel 8 Gegenwart braucht Vergangenheit und Zukunft Ziel 8 Zwischen Sünde und Heiligkeit Ziel 8 Kirche hat Geschichte – Kirche macht Geschichte Ziel 8
TECHNIK UND MACHBARKEIT Prägung des Bewusstseins und der Gesellschaft durch Technik Ziel 5 Souveränität und Abhängigkeit Ziel 5 Problemfelder: Informationstechnologie, Gentechnik Ziel 5 AKTUELLE FRAGEN ANGEWANDTER ETHIK Sehen – Urteilen – Handeln Ziel 4 Ethische Argumentationsweisen (deontologisch, teleologisch, utilitaristisch, …) Ziel 4 Biotechnik, Medien, Datenschutz Ziel 6 IV. J a h r g a n g PROPHETISCHES REDEN – PROPHETISCHE ZEICHEN – PROPHETISCHES HANDELN Zivilcourage in Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Kirche Ziel 7 Basiswissen Bibel: Prophetenbücher Ziel 7 Aktualität biblischer Sozialkritik, kirchliche Selbstanwendung Ziel 7 Religiös motivierter Widerstand Ziel 7 GRUNDPRINZIPIEN DER SOZIALETHIK Unterschied zwischen Individual- und Sozialethik Ziel 5 Personprinzip versus Kapitalismus Ziel 5 Solidaritäts- und Gemeinwohlprinzip versus Liberalismus Ziel 5 Subsidiaritätsprinzip versus Zentralismus Ziel 5 ALS MANN UND FRAU GESCHAFFEN Frau sein, Mann sein Ziel 2, Ziel 6 Zueinander, Miteinander, Gegeneinander (Frauenfeindlichkeit, Marginalisierung, Diskriminierung) Ziel 6, Ziel 8 Sexualität, Vielfalt sexueller Orientierungen Ziel 2, Ziel 6 Ehe und Familie (pro und contra, einst und heute, Sakrament, Eherecht, verantwortete Elternschaft) Ziel 2, Ziel 3 KULTUR ALS SCHÖPFERISCHE LEBENSÄUSSERUNG Kunst und Religion Ziel 8 Lebensförderliche und lebenshinderliche Weltgestaltung Ziel 6 Kulturprägende Wirkungen des Christusereignisses Ziel 8 Jesus in verschiedenen Kunstgattungen Ziel 8 WIRTSCHAFT IM DIENST DES LEBENS Lebensökonomie versus Geldökonomie – Mensch als Mittel und/oder Zweck der Wirtschaft Ziel 9 Wirtschaftsmodelle, Globalisierung und (alternative) Wirtschaftsformen Ziel 9 Konsum/Konsumismus Ziel 9 Rolle des Geldes (Tauschmittel, Fetisch, Mammon, …) Ziel 9 Kirche als Wirtschaftsfaktor und/oder Kommerzialisierung von Religion Ziel 5 SOZIALE GERECHTIGKEIT Gerechtigkeitsaspekte (ausgleichend, zuteilend, Tausch-, Beteiligungs-, Verfahrensgerechtigkeit) Ziel 5 Institutionen und Gruppierungen im Einsatz für Gerechtigkeit Ziel 5 Armuts- und Reichtumsvermehrung Ziel 5 Katholische Soziallehre Ziel 5, Ziel 8 Option für die Armen Ziel 5 ERFAHRUNGEN UND UMGANG MIT SCHEITERN, SCHULD UND DEM BÖSEN Erfahrungen des Scheiterns, des Schuldigwerdens, der Sünde Ziel 1 Formen und Fehlformen des Umgangs mit Scheitern und Schuld Ziel 1
Das Phänomen des Bösen Ziel 2, Ziel 9 Verheißene Erlösung im Glauben, Sakrament der Versöhnung Ziel 1, Ziel 2 LEBENSFORMEN UND GOTTSUCHE Glaubenszeugnisse, Glaubensvorbilder, Glaubensgeschichten Ziel 2 Reich Gottes (Barmherzigkeit, Vergebung und Versöhnung als Zeichen des Gottesreiches) Ziel 2, Ziel 4 Radikale Lebens- und Gottsuche Ziel 2 Geschäft mit existenziellen Sehnsüchten Ziel 8 SHALOM GOTTES Impulse für den Frieden – Beiträge der Religionen Ziel 3, Ziel 9 Konstruktive und destruktive Formen der Aggression Ziel 3 Der/die/das Fremde Ziel 3 Gewalt und Krieg Ziel 3 Friede und Friedenserziehung Ziel 3 V. J a h r g a n g ENTWICKLUNG UND ENTFALTUNG DER PERSÖNLICHKEIT Selbstannahme, Selbstverwirklichung und Beziehungsfähigkeit Ziel 2, Ziel 3 Herz – Über-Ich – Gewissen: Normen, Bildung, Konflikte Ziel 4 Stufen des religiösen Urteils Ziel 4 Religiöse Erziehung – Kindertaufe Ziel 2, Ziel 3 Werden und Wandel des persönlichen Gottesbildes Ziel 2 Das Befreiende der Gottesbeziehung Ziel 1, Ziel 2 WELT- UND LEBENSDEUTUNGEN Biblische Schöpfungstexte und außerbiblische Ursprungsmythen Ziel 6, Ziel 9 Adamah – adam, als Frau und Mann Ebenbild Gottes Ziel 6 Naturwissenschaft und Schöpfungsglaube Ziel 6 Weltanschauungen und Ideologien Ziel 9 Ethische Systeme und Entwürfe Ziel 4, Ziel 9 RELIGION – RELIGIONEN Hinduismus, Buddhismus, Konfuzianismus, Daoismus, Ziel 9 Religionen im Dialog Ziel 9 Erscheinungsformen des Atheismus Ziel 9 Religionskritik Ziel 9 KIRCHE Erfahrungen mit Kirche Ziel 5, Ziel 8 Vielfalt an Kirchenbildern Ziel 5, Ziel 8 Christliche Kirchen – Ökumene Ziel 8 Weltkirche und Pluralismus Ziel 8 Ecclesia semper reformanda – Heiliger Geist als Lebensprinzip Ziel 2, Ziel 8 Martyria, Diakonia, Leiturgia – bekennen, dienen, feiern Ziel 8 RELIGION – STAAT – GESELLSCHAFT Politische Dimensionen von Religion Ziel 5, Ziel 9 Verhältnis von Religion und Staat in verschiedenen Religionen Ziel 9 Christentum und Politik – Grundsätzliche Modelle Ziel 5, Ziel 9 Privatisierung von Religion versus prophetische Religion Ziel 5, Ziel 9 FRAU – MACHT – KIRCHE Biblische Texte und ihre Rezeptionsgeschichte Ziel 7
Feminismus, feministische Theologie Ziel 8 Kirchliche Ämter für Männer und Frauen, Weihesakrament Ziel 2, Ziel 8 Maria und Formen der Marienverehrung Ziel 7, Ziel 8 ARBEIT UND BERUF Sinn menschlicher Arbeit Ziel 1, Ziel 5, Ziel 6 Beruf und Berufung Ziel 5 Arbeitslosigkeit Ziel 1, Ziel 5 Berufsethik Ziel 5 GOTTES GEGENWART IM LEBEN Verständnisebenen der Wirklichkeit (Mythos, Wahrheit, Symbole, Realität – Virtualität) Ziel 2 Wirkungsgeschichte der Bibel Ziel 7 Sakramente Ziel 2 Theodizee Ziel 1, Ziel 9 Tod und Auferstehung Ziel 1 Persönliches Gebet, Meditation und Psalmen Ziel 1, Ziel 6, Ziel 7, Ziel 8
Anlage 3 LEHRPLAN FÜR DEN KATHOLISCHEN RELIGIONSUNTERRICHT AN SONDERFORMEN DER BERUFSBILDENDEN HÖHEREN SCHULEN (AUSGENOMMEN DEN LEHRPLAN FÜR KOLLEGS) 1. Bildungs- und Lehraufgabe: Es gilt die im ersten Abschnitt dieses Lehrplans angeführte Bildungs- und Lehraufgabe. 2. Didaktische Grundsätze: Es gelten sinngemäß und in analoger Interpretation die im zweiten Abschnitt dieses Lehrplans angeführten didaktischen Grundsätze. Diese sind auf die Situation von SchülerInnen, gegebenenfalls Studierenden, unter Einbeziehung der verschiedenen Arbeitweisen der Erwachsenenbildung anzuwenden. An berufsbildenden höheren Schulen für Berufstätige soll auch die Familiensituation der Schülerinnen und Schüler/Studierenden, die zum Teil selbst schon Eltern sind, Beachtung finden. 3. Ziele, Themenbereiche und an den Zielen orientierte Einzelthemen (Lehrstoff): Es gelten die im dritten und vierten Abschnitt dieses Lehrplans angeführten Ziele, Themenbereiche und an den Zielen orientierte Einzelthemen. Die Themenbereiche sind in Schulen für Berufstätige sowie in Sonderformen, in denen Religion nicht im Ausmaß von fünf Jahren unterrichtet wird, in einer der Schulart und der Schuldauer entsprechenden Lehrstoffverteilung auszuwählen und aufzuteilen.
Anlage 4 LEHRPLAN FÜR DEN KATHOLISCHEN RELIGIONSUNTERRICHT AN BERUFSSCHULEN 1. Bildungs- und Lehraufgabe: 1.1 Katholischer Religionsunterricht im Rahmen der schulischen Bildung „Die österreichische Schule hat die Aufgabe, an der Entwicklung der Anlagen der Jugend nach den sittlichen, religiösen und sozialen Werten sowie nach den Werten des Wahren, Guten und Schönen durch einen ihrer Entwicklungsstufe und ihrem Bildungsweg entsprechenden Unterricht mitzuwirken. Sie hat die Jugend mit dem für das Leben und den künftigen Beruf erforderlichen Wissen und Können auszustatten und zum selbsttätigen Bildungserwerb zu erziehen. Die jungen Menschen sollen zu gesunden, arbeitstüchtigen, pflichttreuen und verantwortungsbewussten Gliedern der Gesellschaft und Bürgern der demokratischen und bundesstaatlichen Republik Österreich herangebildet werden. Sie sollen zu selbständigem Urteil und sozialem Verständnis geführt, dem politischen und weltanschaulichen Denken anderer aufgeschlossen sowie befähigt werden, am Wirtschafts- und Kulturleben Österreichs, Europas und der Welt Anteil zu nehmen und in Freiheits- und Friedensliebe an den gemeinsamen Aufgaben der Menschheit mitzuwirken.“ (§ 2 Schulorganisationsgesetz) Im Religionsunterricht verwirklicht die Schule in Form eines eigenen Unterrichtsgegenstandes in besonderer Weise ihre Aufgabe, an der Entwicklung der Anlagen der Jugend nach den sittlichen, religiösen und sozialen Werten mitzuwirken (§ 2 Schulorganisationsgesetz). Der Religionsunterricht versteht sich als Dienst an den Schülerinnen und Schülern und an der Schule. Der Religionsunterricht ist konfessionell geprägt und gewinnt aus seiner Orientierung an der biblischen Offenbarung und der kirchlichen Tradition seinen Standpunkt. Er nimmt das unterschiedliche Ausmaß kirchlicher Sozialisation bzw. religiöser Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler durch Differenzierung und Individualisierung ernst und will alle Schülerinnen und Schüler ansprechen, wie unterschiedlich ihre religiösen Einstellungen auch sein mögen. Im Sinne ganzheitlicher Bildung hat der Religionsunterricht kognitive, affektive und handlungsorientierte Ziele, die entsprechend dem christlichen Menschenbild davon ausgehen, dass der Mensch auf Transzendenz ausgerichtet ist. So erhalten die zu behandelnden Grundfragen des Menschen nach Herkunft, Zukunft und Sinn eine religiöse Dimension. 1.2 Inhalt und Anliegen des Religionsunterrichtes In der Mitte des Religionsunterrichts stehen die Schülerinnen und Schüler, ihr Leben und ihr Glaube. Daher sind Inhalt des Religionsunterrichts sowohl das menschliche Leben als auch der christliche Glaube, wie er sich im Laufe der Geschichte entfaltet hat und in den christlichen Gemeinden gelebt wird. Lebens-, Glaubens- und Welterfahrungen der Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer werden dabei aus der Perspektive des christlichen Glaubens reflektiert und gedeutet. Dieser Glaube hat in Jesus Christus seine Mitte. Der Religionsunterricht will dazu beitragen, dass die Schülerinnen und Schüler – sich selbst besser verstehen, – die Beziehungen, in denen sie leben, deutlicher wahrnehmen, – sich in der Kultur und Gesellschaft zurechtfinden, – sich auf die Wurzeln des christlichen Glaubens besinnen, – Toleranz gegenüber Neuem und Fremdem entwickeln, – ihren Glauben gemeinsam mit anderen leben und feiern. Zugleich werden junge Menschen ermutigt, ihre persönlichen Glaubensentscheidungen zu treffen und dementsprechend ihr Leben und ihren Glauben zu gestalten. Damit leistet der Religionsunterricht einen wesentlichen Beitrag zur Sinnfindung, zu religiöser Sachkompetenz und zur Werteerziehung. So trägt er auch zur Gestaltung des Schullebens bei. 1.3 Bedeutung des Religionsunterrichtes für die Gesellschaft Der Religionsunterricht zielt darauf ab, dass die Schülerinnen und Schüler besser mit sich selbst und mit der eigenen Religion und Konfession vertraut werden. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Herkunft und der Zugehörigkeit zur katholischen Glaubensgemeinschaft soll einen Beitrag zur Bildung von
Identität leisten, die eine unvoreingenommene und angstfreie Öffnung gegenüber dem Anderen erleichtert. Das erfordert eine ausführliche Beschäftigung mit anderen Kulturen, Religionen, Weltanschauungen und Trends, die heute vielfach konkurrierend unsere pluralistische Welt prägen. Es geht sowohl um eine Befähigung zu Toleranz gegenüber Menschen mit unterschiedlichen Überzeugungen als auch gegebenenfalls um die Kompetenz zu sachlich begründetem Einspruch. Die Thematisierung der gesellschaftlichen Bedeutung von christlichem Glauben soll zum Einsatz für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung ermutigen und befähigen. Damit verbunden ist die Einladung an die Schülerinnen und Schüler, sich in Kirche und Gesellschaft, sowie in ihrer Berufs- und Arbeitswelt zu engagieren. 1.4 Stellung des Religionsunterrichtes an Berufsschulen Der Religionsunterricht ist Teil des Bildungs- und Erziehungsauftrages der Berufsschule. Religiöse Bildung ist Bestandteil der Allgemein- sowie der Persönlichkeitsbildung. Der Religionsunterricht an Berufsschulen steht im Schnittpunkt verschiedener Interessen von Kirche, Gesellschaft und Wirtschaft. Voraussetzung für einen lebensnahen Religionsunterricht ist die angemessene Berücksichtigung der genannten Interessen. Das erfordert die verantwortungsvolle Zusammenarbeit aller Beteiligten. Die Rahmenbedingungen, unter denen der Religionsunterricht an Berufsschulen stattfindet, sind sehr unterschiedlich: Es gibt ihn als Frei- oder Pflichtgegenstand, in Lehrgangs- oder Jahresklassen und mit verschiedenem Ausmaß an Jahresstunden. Religionslehrerinnen und Religionslehrer können schulpastorale Aufgaben im Rahmen der schulischen und persönlichen Möglichkeiten wahrnehmen. Religiöse Übungen bieten im Rahmen der Schule einen Raum, der religiöse Erfahrungen ermöglicht, sowie Gemeinschaft und Solidarität fördert. In Zusammenarbeit mit den anderen Fächern leistet der Religionsunterricht über die religiöse Bildung hinaus seinen Beitrag – zur Persönlichkeitsbildung, – zur Gemeinschaftsbildung, – zur beruflichen Bildung, – zur Allgemeinbildung. Damit will er zu einem gelungenen und sinnvollen Leben hinführen. 2. Didaktische Grundsätze: Da die Rahmenbedingungen für den Religionsunterricht an Berufsschulen sehr unterschiedlich sind, versteht sich dieser Lehrplan als Minimallehrplan. Er schreibt pro Lehrgang beziehungsweise Schuljahr zwei Richtziele verbindlich vor. Die Auswahl der Themen muss den jeweiligen Richtzielen entsprechen. Für diese Auswahl sind Themen vorgeschlagen. Interessen der Schülerinnen und Schüler sowie besondere Fähigkeiten der Lehrerinnen und Lehrer sind bei der Unterrichtsplanung zu berücksichtigen. Der Lehrplan ist für vier Jahrgänge beziehungsweise Schuljahre konzipiert. In Schulformen, in denen Religion nicht in diesem Ausmaß unterrichtet wird, sind die Richtziele in einer der Schuldauer entsprechenden Lehrstoffverteilung auszuwählen und aufzuteilen. Aufbauend auf den bereits besuchten Religionsunterricht und bedingt durch das mitunter sehr geringe Stundenausmaß wird das Prinzip des exemplarischen Lernens ausdrücklich betont. 2.1 Allgemeindidaktische Prinzipien Als Unterrichtsgegenstand der Berufsschule hat der Religionsunterricht seine spezifischen Beiträge zu den Erziehungs- und Bildungsaufgaben der österreichischen Schule zu leisten. Vor allem trifft dies für folgende Bereiche zu: – Erziehung zur Gleichstellung von Frauen und Männern – Gesundheitserziehung – Lese- und Sprecherziehung – Medienerziehung – Sexualerziehung
BGBl. II – Ausgegeben am 23. Dezember 2003 – Nr. 571 – Erziehung zu Konfliktfähigkeit – Friedenserziehung – Umwelterziehung – Politische Bildung – Verkehrserziehung – Lernerziehung und Lernmotivation
2.2 Religionsdidaktische Prinzipien Darüber hinaus hat der Religionsunterricht spezifische religionsdidaktische Prinzipien zu beachten: – die Lebens- und Berufserfahrung berücksichtigen – wirtschaftsethische Fragen mitbedenken – Glaubenserfahrungen reflektieren – durch die Bibel lernen – zu einem Leben aus dem Glauben in der kirchlichen Gemeinschaft hinführen – die Feste des Kirchenjahres einbeziehen – den ökumenischen, interreligiösen und interkulturellen Dialog fördern – die Bilder- und Symbolsprache erschließen – musisch-kreativen Ausdrucksformen Raum bieten Diese Prinzipien sollen in Zusammenarbeit mit anderen Unterrichtsgegenständen umgesetzt werden, wobei inhaltliche Querverbindungen und gemeinsame Ziele genutzt werden können. Darüber hinaus kann es sinnvoll sein, außerschulische Fachleute heranzuziehen. Für die Umsetzung bieten sich auch projektorientierter Unterricht und Projekte an. 3. Ziele und Themen (Lehrstoff): 1. K l a s s e: Der Religionsunterricht soll dazu beitragen, dass die Schülerinnen und Schüler – sich mit der Veränderung ihres Lebens durch den Eintritt in die Berufswelt auseinander setzen, Verantwortung übernehmen und dabei Interesse an einer christlichen Lebensorientierung entwickeln. Themen: Neue private und berufliche Beziehungen und Rollenerwartungen Verantwortung in neuer Lebensumgebung Beruf und Freizeit Konsumverhalten Wert des Sonntags und der Feiertage –
sich selbst als wertvoll erkennen, als Mitglied der Gemeinschaft erleben und das Angenommensein durch Gott entdecken. Themen: Jüdisch-christliches Menschenbild Interreligiöser Dialog, Ökumene Ringen um Identität Freundschaft, Liebe, Sexualität Ängste und die befreienden Antworten der Bibel
2. K l a s s e: Der Religionsunterricht soll dazu beitragen, dass die Schülerinnen und Schüler – sich der Sinnfrage stellen und sich mit den Antworten des christlichen Glaubens auseinander setzen. Themen:
Krankheit, Leid, Tod und Auferstehung Sucht – Sehnsucht – Glück Schuld und Versöhnung
Verzweiflung, Suizid – christliche Hoffnungsperspektiven Okkulte Phänomene –
die Chancen und Gefahren der modernen Medien- und Kommunikationswelt vor dem Hintergrund christlicher Werte einschätzen lernen. Themen: Orientierung im weltanschaulichen Pluralismus Religion in der Werbung Faszination Gewalt Manipulation Religion in Film und Musik
3. K l a s s e: Der Religionsunterricht soll dazu beitragen, dass die Schülerinnen und Schüler – Gott zur Sprache bringen und sensibel werden für Gotteserfahrungen im eigenen Leben. Themen: Wege der Gotteserfahrungen Person Jesu Sakramente – Symbole – Rituale Gebet und Liturgie Erfahrungen der Nähe Gottes in biblischer Zeit und in der Geschichte der Kirche –
erkennen, welche Werte und Haltungen ihr Leben und unsere Gesellschaft bestimmen, und auf der Grundlage christlicher Werte urteilen und handeln lernen. Themen: Dekalog, Bergpredigt Menschenwürde – Menschenrechte Gewissen Friedenserziehung Lebensmodelle – Heilige als Vorbilder
4. K l a s s e: Der Religionsunterricht soll dazu beitragen, dass die Schülerinnen und Schüler – Verantwortung für ihre Mit- und Umwelt wahrnehmen und sich für Friede, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung engagieren. Themen:
Schwerpunkte der Katholischen Soziallehre Soziale Gerechtigkeit und Umweltschutz Arbeit – Arbeitslosigkeit Caritatives Engagement der Kirche Entwicklungspolitik
im christlichen Glauben eine tragfähige Basis für ihre private und berufliche Lebensgestaltung erkennen. Themen: Berufliche und familiäre Zukunftsvorstellungen Partnerschaft – Sakrament der Ehe Mann sein – Frau sein Kirche, ihre Aufgaben und Ämter Kirchenbeitrag
lp_kath
Jahrgang 2003 Ausgegeben am 23. Dezember 2003 Teil II 571. Bekanntmachung der Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur betreffe...

References: § 2
 § 1
 § 2
 § 2
 § 1
 § 3
 § 4
 § 5
 § 6
 § 7

§ 8
 § 2