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Timestamp: 2019-05-25 08:36:41+00:00

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Rechtsprechung: NJW 2001, 3633 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: BGH, 26.07.2001 | BGH, 18.09.2001
BGH, 18.09.2001 - XI ZR 337/00
https://dejure.org/2001,976
BGH, 18.09.2001 - XI ZR 337/00 (https://dejure.org/2001,976)
BGH, Entscheidung vom 18.09.2001 - XI ZR 337/00 (https://dejure.org/2001,976)
BGH, Entscheidung vom 18. September 2001 - XI ZR 337/00 (https://dejure.org/2001,976)
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KAGG § 1 Abs. 1, §§ 12, 12 c
Wertpapier-Sondervermögen - Kontrollaufgabe der Depotbank - Kapitalanlagegesellschaft - Schadensersatzansprüche - Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen - Pflicht zum vorbeugenden Eingreifen - Rechtmäßigkeitskontrolle
Keine Zweckmäßigkeitskontrolle der Depotbank gegenüber der Kapitalanlagegesellschaft hinsichtlich der Verteilung der Anlagen eines Wertpapier-Sondervermögens
Zur Frage der Beschränkung der Überwachungsaufgabe der Depotbank auf eine Rechtmäßigkeitskontrolle der Tätigkeit der Kapitalanlagegesellschaft; zum Grundsatz der Risikostreuung gemäß § 1 Abs. 1 KAGG
KAGG § 1 Abs. 1 §§ 12 12c
Kontrollaufgabe der Depotbank gegenüber Kapitalanlagegesellschaft
KAGG § 1 Abs. 1, §§ 12, 12c
Kapitalanlagerecht; Kontrollaufgaben der Depotbank gegenüber einer Kapitalanlagegesellschaft
KAGG §§ 1, 12, 12c
Keine Zweckmäßigkeitskontrolle der Depotbank gegenüber der Kapitalanlagegesellschaft hinsichtlich der Verteilung der Anlagen eines Werpapier-Sondervermögens
Beschränkung der Überwachungsaufgabe der Depotbank auf eine Rechtmäßigkeits-kontrolle der Tätigkeit der Kapitalanlagegesellschaft; Grundsatz der Risikostreuung gem. § 1 Abs. 1 KAGG
BGHZ 149, 33
NJW-RR 2002, 692 (Ls.)
ZIP 2001, 1952
MDR 2001, 1425
VersR 2002, 1512
VersR 2002, 1513
WM 2001, 2053
BB 2001, 2240
DB 2001, 2442
BGH, 18.09.2001 - VI ZB 26/01
https://dejure.org/2001,1343
BGH, 18.09.2001 - VI ZB 26/01 (https://dejure.org/2001,1343)
BGH, Entscheidung vom 18.09.2001 - VI ZB 26/01 (https://dejure.org/2001,1343)
BGH, Entscheidung vom 18. September 2001 - VI ZB 26/01 (https://dejure.org/2001,1343)
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ZPO §§ 233 F f, 519 Abs. 2 Satz 3
Anwalt - Erwartungshaltung - Verlängerung der Berufungsbegründungsfrist - Antrag
ZPO §§ 233 519 Abs. 2 S. 3
NJW 2001, 3633 (Ls.)
MDR 2001, 1432
VersR 2001, 1579
AnwBl 2001, 689
Der Rechtsanwalt kann jedoch nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs im Allgemeinen erwarten, dass einem ersten Verlängerungsantrag dann entsprochen wird, wenn ein erheblicher Grund (§ 520 Abs. 2 Satz 3 ZPO) vorgetragen wird (vgl. BGH, Beschluss vom 18. September 2001 - VI ZB 26/01, VersR 2001, 1579, 1580; vom 21. Februar 2000 - II ZB 16/99, VersR 2000, 1433, 1434; vom 1. August 2001 - VIII ZB 24/01, VersR 2002, 1576;… vom 13. Dezember 2005 - VI ZB 52/05, VersR 2006, 568 Rn. 6;… vom 16. Oktober 2007 - VI ZB 65/06, NJW-RR 2008, 367 Rn. 9).
Der Anwalt kann danach grundsätzlich erwarten, dass dem Antrag entsprochen wird, wenn einer der im Gesetz genannten Gründe vorgebracht wird (Senatsbeschlüsse vom 13. Oktober 1992 - VI ZB 25/92 - VersR 1993, 771 f.; vom 18. September 2001 - VI ZB 26/01 - VersR 2001, 1579; vom 13. Dezember 2005 - VI ZB 52/05 - VersR 2006, 568).
Letzteres ist der Fall, wenn die Voraussetzungen des § 520 Abs. 2 Satz 3 ZPO vorliegen (vgl. BGH, Beschluss vom 18. September 2001 - VI ZB 26/01 - VersR 2001, 1579, 1580 m.w.N.).
aa) Zwar kann der Klägerin kein Verschulden ihrer Prozessvertreter insoweit angelastet werden, als diese auf die Verlängerung der Berufungsbegründungsfrist in der beantragten Weise vertrauten, nachdem sie einen ersten Verlängerungsantrag unter Darlegung eines erheblichen Grundes im Sinne des § 520 Abs. 2 Satz 3 ZPO gestellt hatten (vgl. Senatsbeschlüsse vom 18. September 2001 - VI ZB 26/01 - VersR 2001, 1579, 1580; vom 13. Dezember 2005 - VI ZB 52/05 - VersR 2006, 568;… vom 20. Juni 2006 - VI ZB 14/06 - juris Rn. 6, jeweils m.w.N.).
Liegt ein erheblicher Grund für eine Fristverlängerung vor, braucht sich der Anwalt nicht auf eine Rechtspraxis einzustellen, die sich nicht mehr im Rahmen der zulässigen Ermessensausübung des Vorsitzenden bewegt (BGH 18. September 2001 - VI ZB 26/01 - MDR 2001, 1432).
Denn ein Anwalt kann bei einem ersten Verlängerungsantrag regelmäßig darauf vertrauen, dass die beantragte Fristverlängerung um drei Wochen erfolgt, wenn - wie hier - einer der Gründe des § 520 Abs. 2 Satz 3 ZPO dargelegt wird (…Senatsbeschluss vom 11. September 2007, aaO, Tz. 7 f.; BGH, Beschluss vom 18. September 2001 - VI ZB 26/01, VersR 2001, 1579, unter 1).
Ihnen kann nicht vorgeworfen werden, auf die Verlängerung der Berufungsbegründungsfrist vertraut zu haben, nachdem sie einen ersten Verlängerungsantrag unter Darlegung eines erheblichen Grundes im Sinne des § 520 Abs. 2 Satz 3 ZPO gestellt hatten (vgl. Senatsbeschlüsse vom 18. September 2001 - VI ZB 26/01, VersR 2001, 1579, 1580;… vom 13. Dezember 2005 - VI ZB 52/05, VersR 2006, 568 Rn. 6;… vom 20. Juni 2006 - VI ZB 14/06, juris Rn. 6 …und vom 16. Oktober 2007 - VI ZB 65/06, VersR 2008, 234 Rn. 9).
Der Rechtsanwalt kann jedoch nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs im allgemeinen erwarten, dass einem ersten Verlängerungsantrag dann entsprochen wird, wenn ein erheblicher Grund vorgetragen wird (vgl. Senatsbeschluss vom 18. September 2001 - VI ZB 26/01 - VersR 2001, 1579; BGH, Beschluss vom 21. Februar 2000 - II ZB 16/99 - VersR 2000, 1433 und vom 1. August 2001 - VIII ZB 24/01 - VersR 2002, 1576; v. Pentz, NJW 2003, 858, 865; Born, NJW 2005, 2042, 2047).
Denn ein Anwalt kann bei einem ersten Verlängerungsantrag regelmäßig darauf vertrauen, dass die beantragte Fristverlängerung von einem Monat erfolgt, wenn einer der Gründe des § 520 Abs. 2 Satz 3 ZPO dargelegt wird (BGH, Beschluss vom 18. September 2001 - VI ZB 26/01, MDR 2001, 1432, unter II 1).
Schließlich durfte die Beklagte auch darauf vertrauen, dass die erstmalig beantragte Verlängerung der Berufungsbegründungsfrist gemäß § 520 Abs. 2 Satz 3 ZPO gewährt werden würde (BGH, Beschluss vom 18. September 2001 - VI ZB 26/01, MDR 2001, 1432, unter II 1; vgl. auch Senatsbeschluss vom 11. September 2007 - VIII ZB 73/05, nicht veröffentlicht).

References: § 1
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 § 520
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