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BGE-132-V-376 - 2006-07-14 - BGE - Sozialversicherungsrecht (bis 2006: EVG) - Art. 44 ATSG; Art. 59 Abs. 3 IVG; Art. 69 Abs. 2 und Art. 72bis IVV: Mitwirkungsrechte bei...
Art. 44 ATSG; Art. 59 Abs. 3 IVG; Art. 69 Abs. 2 und Art. 72bis IVV: Mitwirkungsrechte bei Begutachtung in Medizinischer Abklärungsstelle (MEDAS). Wird eine Medizinische Abklärungsstelle (MEDAS) mit einer Begutachtung beauftragt, sind die Mitwirkungsrechte von Art. 44 ATSG zu wahren (Erw. 6 und 7). Vorgehen bei der Bekanntgabe der Namen der Gutachter. (Erw. 8 und 9)
Art. 44 LPGA; art. 59 al. 3 LAI; art. 69 al. 2 et art. 72bis RAI: Droits de participation en cas d'expertise auprès d'un Centre d'observation médicale (COMAI). Lorsqu'une expertise est confiée à un Centre d'observation médicale (COMAI), les droits de participation conférés par l'art. 44 LPGA doivent être respectés (consid. 6 et 7). Procédure à suivre pour faire connaître les noms des experts dans ces cas. (consid. 8 et 9)
Art. 44 LPGA; art. 59 cpv. 3 LAI; art. 69 cpv. 2 e art. 72bis OAI: Diritti di partecipazione in caso di perizia presso un centro d'accertamento medico. Se un centro d'accertamento medico è incaricato di rendere una perizia, devono essere osservati i diritti di partecipazione conferiti dall'art. 44 LPGA (consid. 6 e 7). Procedura da seguire per la comunicazione dell'identità dei periti. (consid. 8 e 9)
2.3 Am 1. Januar 2003 sind das Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 und die dazugehörige Verordnung vom 11. September 2002 in Kraft getreten. Dieses Gesetz koordiniert das Sozialversicherungsrecht des Bundes, indem es u.a. ein einheitliches Sozialversicherungsverfahren festlegt und die Rechtspflege regelt (Art. 1 Ingress und lit. b ATSG). Nach Art. 1 Abs. 1 IVG (in der ab 1. Januar 2004 geltenden Fassung) sind die Bestimmungen des ATSG auf die Invalidenversicherung (Art. 1a -26bis und 28 -70 ) anwendbar, soweit das Invalidenversicherungsgesetz nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht.
2.5 In BGE 132
V 93 hat das Eidgenössische Versicherungsgericht erwogen, der Anordnung einer Begutachtung komme kein Verfügungscharakter zu (BGE 132 V 100 ff. Erw. 5). Um eine solche Anordnung handelt es sich beim Verwaltungsakt vom 13. Januar 2005. Mit diesem wurde gegenüber der versicherten Person lediglich formlos mittels Realakt die vorgesehene Beweismassnahme eröffnet. Erhebt diese keine Einwendungen, bleibt es dabei und es ist keine Verfügung zu treffen. Weiter hat das Gericht im erwähnten Urteil ausgeführt, zu unterscheiden sei zwischen der Anordnung einer Expertise und dem Entscheid über die in der Folge geltend gemachten Ausstands- und Ablehnungsgründe gegenüber der Person des Gutachters (BGE 132 V 106 ff. Erw. 6). Erhebt die versicherte Person substanziierte Einwendungen, welche eine Befangenheit der an der Begutachtung mitwirkenden sachverständigen Person im Sinne gesetzlicher Ausstands- und Ablehnungsgründe zu begründen vermögen, hat der Versicherungsträger darüber eine Verfügung zu erlassen. Im vorerwähnten BGE 132 V 93 hat das Eidgenössische Versicherungsgericht daran festgehalten, dass Verfügungen, mit denen substanziiert vorgetragene gesetzliche Ausstands- und Ablehnungsgründe abgelehnt wurden, selbstständig anfechtbar sind, weil sie für die versicherte Person einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken können. Zu Einwendungen anderer Art wie etwa mangelnde Qualität der mitwirkenden Sachverständigen und anderes hat der Versicherungsträger im Rahmen der Beweiswürdigung im Endentscheid Stellung zu nehmen.
4.1 Art. 44 ATSG hat folgenden Wortlaut: "Muss der Versicherungsträger zur Abklärung des Sachverhalts ein Gutachten einer oder eines unabhängigen Sachverständigen einholen, so gibt er der Partei deren oder dessen Namen bekannt. Diese kann den Gutachter aus triftigen Gründen ablehnen und kann Gegenvorschläge machen". [4.2-4.4 Argumentation der Vorinstanz sowie Standpunkte des BSV und des Versicherten]
5. Zu prüfen ist auf dem Wege der Auslegung, ob Medizinische Abklärungsstellen unter den Anwendungsbereich von Art. 44 ATSG fallen. (Auslegung des Gesetzes; vgl. BGE 131 I 396 Erw. 3.2, BGE 131 II 368 Erw. 4.2 und 703 Erw. 4.1, BGE 131 V 93 Erw. 4.1, BGE 131 V 176 Erw. 3.1, 292 Erw. 5.2, 439 Erw. 6.1, BGE 130 II 211 Erw. 5.1, BGE 128 I 292 Erw. 2.4, BGE 124 II 376 f. Erw. 5 und 6a)
Entscheid : 132 V 376
Status : 132 V 376
Regeste : Art. 44 ATSG; Art. 59 Abs. 3 IVG; Art. 69 Abs. 2 und Art. 72bis IVV: Mitwirkungsrechte bei...
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120-V-357 • 123-V-175 • 123-V-331 • 124-II-372 • 125-V-401 • 128-I-288 • 130-II-202 • 130-V-388 • 131-I-394 • 131-II-361 • 131-V-174 • 131-V-42 • 131-V-90 • 132-V-376 • 132-V-93
I_686/05 • I_698/05
ATSG: 1, 1a, 26bis, 28, 36, 44, 49, 51, 52, 55, 56, 70
IVG: 1, 52, 59
IVV: 69, 72bis
1991/II/261 • 1999/4601 • 1999/4602
1989 S.185

References: BGE 
 Art. 44
 Art. 59
 Art. 69
 Art. 72

Art. 44
 Art. 59
 Art. 69
 Art. 72
 Art. 44

Art. 44
 art. 59
 art. 69
 art. 72

Art. 44
 art. 59
 art. 69
 art. 72
 Art. 1
 BGE 
 BGE 
 Art. 44
 Art. 44
 BGE 
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 Art. 72