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Timestamp: 2016-10-24 14:08:10+00:00

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112 Ib 32051. Auszug aus dem Urteil der I. �ffentlichrechtlichen Abteilung vom 21. Mai 1986 i.S. M�ller gegen Bischof AG, Gemeinde Speicher und Regierungsrat des Kantons Appenzell A.Rh. (Verwaltungsgerichtsbeschwerde)
Art. 29 al. 1 et 2 de l'ordonnance d'ex�cution de la loi f�d�rale concernant la haute surveillance de la Conf�d�ration sur la police des for�ts du 1er octobre 1965 (OFor); recours de droit administratif et recours de droit public. D�limitation du principe de droit f�d�ral de la conservation de l'aire foresti�re (art. 29 al. 1 OFor) et des dispositions de droit cantonal r�glant la distance aux for�ts (art. 29 al. 2 OFor) (compl�ment � l'ATF 107 Ia 337) (consid. 3a, b). Qualit� pour agir dans la proc�dure cantonale - art. 103 let. a OJ. Lorsqu'il s'agit d'examiner dans une proc�dure d'autorisation de construire la conformit� d'une construction au droit forestier f�d�ral, le droit cantonal doit garantir la qualit� pour former opposition et pour recourir au moins dans la m�me mesure que le droit f�d�ral (consid. 3c). Faits � partir de page 321
Die Firma E. Bischof AG plant im Rahmen einer Sanierung ihrer Tankanlagen, auf dem Grundst�ck Nr. 294 ein Tanklager zu erstellen. Gegen dieses Vorhaben erhob Hans R. M�ller erfolglos Einsprache u.a. mit der Begr�ndung, die geplante Baute sei nicht zonenkonform und unterschreite den zul�ssigen Wald- und Gew�sserabstand. Gegen den Einsprachentscheid rekurrierte Hans R. M�ller beim Regierungsrat des Kantons Appenzell A.Rh., der indessen mangels Legitimation des Rekurrenten auf die Beschwerde nicht eintrat. Eine dagegen erhobene Verwaltungsgerichtsbeschwerde weist das Bundesgericht ab.
3. a) Der Beschwerdef�hrer macht geltend, Art. 29 Abs. 1 der Vollziehungsverordnung zum Bundesgesetz betreffend die eidgen�ssische Oberaufsicht �ber die Forstpolizei vom 1. Oktober 1965 (FPolV) sei verletzt. Art. 29 Abs. 1 FPolV schreibt als Gebot des Bundesrechts vor, dass Bauten in Waldesn�he, welche die Erhaltung des Waldes beeintr�chtigen, unzul�ssig seien. Dieses Gebot werde verletzt, weil der beanstandete Bau unmittelbar an die Waldgrenze zu stehen k�me (Abstand null); es seien sogar widerrechtlich bereits B�ume gef�llt worden.
b) Die Kantone erlassen gem�ss Art. 29 Abs. 2 FPolV "Vorschriften �ber einen angemessenen Abstand der Bauten vom Waldrand (Art. 686 ZGB)". Diese Vorschriften haben als kantonales Recht selbst�ndige Bedeutung, auch wenn sie sich auf das eidgen�ssische Forstpolizeirecht st�tzen; ihre Verletzung w�re mit staatsrechtlicher Beschwerde zu r�gen (BGE 107 Ia 337 ff.). Der Kanton Appenzell A.Rh. besitzt solche Abstandsvorschriften. Offenbar hat die kantonale Forstdirektion f�r die Unterschreitung des Waldabstandes eine Ausnahmebewilligung erteilt (vgl. Umzonungsbeschluss des Regierungsrates vom 25. Februar 1986, Abschnitt "Formelles"). Auch wenn das kantonale Recht solche Ausnahmebewilligungen vorsieht, d�rfen diese nicht zur Verletzung des bundesrechtlichen Gebots gem�ss Art. 29 Abs. 1 FPolV f�hren. Wenn - wie im vorliegenden Fall - die Baute direkt am Waldrand, d.h. mit einem Waldabstand null, erstellt werden soll und daf�r sogar einige B�ume gef�llt werden m�ssen, wird auf die Einhaltung eines Waldabstandes �berhaupt verzichtet; damit ist BGE 112 Ib 320 S. 322das bundesrechtliche Walderhaltungsgebot gem�ss Art. 29 Abs. 1 FPolV gef�hrdet. Eine Verletzung dieses Gebotes ist - wie der Beschwerdef�hrer richtigerweise geltend macht - mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu r�gen.
c) Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts hat das kantonale Recht die Einsprache- und Beschwerdebefugnis f�r die im Baubewilligungsverfahren aufgeworfene Frage der Vereinbarkeit des Bauvorhabens mit dem eidgen�ssischen Forstpolizeirecht mindestens im gleichen Umfang zu gew�hren wie nach Bundesrecht (BGE 109 Ib 216 E. 2b mit Hinweisen). Es bleibt demnach zu pr�fen, ob der Beschwerdef�hrer zur R�ge der Verletzung von Art. 29 Abs. 1 FPolV gem�ss Art. 103 lit. a OG legitimiert ist.
107 IA 337,
109 IB 216
art. 29 al. 1 OFor,
Art. 686 ZGB

References: Art. 29
 art. 103
 Art. 29
 Art. 29
 Art. 29
 Art. 29
 BGE 
 Art. 29
 Art. 29
 Art. 103

art. 29

Art. 686