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BGBl. I 1959 S. 814 - Atomgesetz - dejure.org
BGBl. I 1959 S. 814
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Bundesgesetzblatt Jahrgang 1959 Teil I Nr. 56, ausgegeben am 31.12.1959, Seite 814
vom 23.12.1959
Atomgesetz (Deutschland)
b) DasGesetz über die friedliche Verwendung der Kernenergie und den Schutz gegen ihre Gefahren vom 23. Dezember 1959 (BGBl I S. 814; im Folgenden: AtG 1959) verfolgte nach seinem § 1 ursprünglich vor allem das Ziel, die Erforschung, Entwicklung und Nutzung der Kernenergie zu friedlichen Zwecken zu fördern sowie Leben, Gesundheit und Sachgüter vor den mit ihr verbundenen Gefahren zu schützen.
Der VII. Senat des Oberverwaltungsgerichts für das Land Nordrhein-Westfalen hat mit Beschluß vom 18. August 1977 das Berufungsverfahren ausgesetzt und gemäß Art. 100 Abs. 1 GG dem Bundesverfassungsgericht die Frage vorgelegt, ob § 7 des Gesetzes über die friedliche Verwendung der Kernenergie und den Schutz gegen ihre Gefahren vom 23. Dezember 1959 (BGBl I S 814) - AtomG - idF der Bekanntmachung vom 31. Oktober 1976 (BGBl I S 3053), soweit er die Genehmigung von Kernkraftwerken des Typs des sogenannten Schnellen Brüters ermöglicht, mit dem Grundgesetz vereinbar ist.
Die Atomanlagen-Verordnung beruhte unter anderem auf der gesetzlichen Ermächtigung in § 7 Abs. 3 Satz 3 des Gesetzes über die friedliche Verwendung der Kernenergie und den Schutz gegen ihre Gefahren (Atomgesetz - AtomG -) vom 23. Dezember 1959 (BGBl. I S. 814).
(1) Das Bundesverfassungsgericht hat in seinem grundlegenden Beschluss vom 8. August 1978 entschieden, dass § 7 Abs. 1 und Abs. 2 des Atomgesetzes vom 23. Dezember 1959 (BGBl. I S. 814) in der Fassung der Bekanntmachung vom 31. Oktober 1976 (BGBl. I S. 3053), soweit er die Genehmigung von Kernkraftwerken des Typs des so genannten Schnellen Brüters zuließ, mit dem Grundgesetz vereinbar war.
Die Regelungen betreffend die Haftung für Eisenbahnen beziehungsweise Kraftfahrzeuge sowie die entsprechende Regelung in § 20 des Luftverkehrsgesetzes vom 1. August 1922 (RGBl. I S. 681, 684), dem heutigen § 34 LuftVG, hat der Gesetzgeber bei der Schaffung weiterer spezialgesetzlicher Haftpflichttatbestände inhaltsgleich in § 27 des Atomgesetzes vom 23. Dezember 1959 (BGBl. I S. 814, 821), § 118 des Bundesberggesetzes vom 13. August 1980 (BGBl. I S. 1310, 1343), § 6 Abs. 1 des Produkthaftungsgesetzes vom 15. Dezember 1989 (BGBl. I S. 2198, 2199), § 32 Abs. 3 Satz 1 des Gentechnikgesetzes vom 20. Juni 1990 (BGBl. I S. 1080, 1092) und § 11 des Umwelthaftungsgesetzes vom 10. Dezember 1990 (BGBl. I S. 2634, 2636) übernommen.
BVerwG, 17.07.1980 - 7 C 101.78
Hierfür spreche neben dem auf einen "Ausschluß" und damit auf einen endgültigen Rechtsverlust abstellenden Wortlaut der Vorschrift auch die Verweisung auf die Regelung in § 17 Abs. 2 der Gewerbeordnung a.F., welche in § 7 Abs. 3 Satz 3. des Atomgesetzes i.d. Fassung vom 23. Dezember 1959 (BGBl. I S. 814) - AtG a.F. -, der Ermächtigungsgrundlage für die Atomanlagen-Verordnung, enthalten sei; die erwähnte Vorschrift der Gewerbeordnung sei immer im Sinne einer auch das verwaltungsgerichtliche Verfahren erfassenden Präklusionsbestimmung verstanden worden.
Dieser Anspruch ergibt sich beim Drittbetroffenen aus dem drittschützenden Charakter des § 7 Abs. 2 Nr. 2 des Atomgesetzes in der hier noch anzuwendenden Fassung vom 23. Dezember 1959 (BGBl. I S. 814) - AtG a.F. - der Drittschutz leitet sich aus der staatlichen Schutzpflicht für die Grundrechte des Art. 2 Abs. 2 und des Art. 14 GG her (vgl. unten zu 3), so daß es sich bei der Einwendung eines Drittbetroffenen letztlich um das Geltendmachen eines Genehmigungsabwehranspruchs zum Schutz einer grundrechtlich abgesicherten Rechtsstellung handelt.
BVerwG, 19.12.1985 - 7 C 65.82
Das Berufungsgericht ist zu diesem Schluß offenbar deshalb gekommen, weil dieses Erfordernis nicht in § 7 AtG, sondern nur in § 1 Abs. 2 Satz 2 AtAnlV, also einer Rechtsverordnung genannt wird, die aufgrund der nur die Regelung des Verfahrens betreffenden Ermächtigung in § 7 Abs. 3 AtG in der ursprünglichen Fassung (BGBl. I 1959 S. 814) ergangen ist.
1. Zutreffend geht das Berufungsgericht im Anschluß an das aufhebende Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 9. September 1988 (BVerwGE 80, 207) davon aus, daß die Erteilung der 1. TG (alt) vom 9. Januar 1975 rechtswidrig, nämlich mit dem Atomgesetz - AtG - in der hier maßgeblichen Fassung vom 23. Dezember 1959 (BGBl. I S. 814, geändert durch Gesetz vom 28. August 1969, BGBl. I S. 1429, und § 69 des Bundes-Immissionsschutzgesetzes vom 15. März 1974, BGBl. I S. 721) und der Verordnung über das Verfahren bei der Genehmigung von Anlagen nach § 7 des Atomgesetzes (Atomanlagen-Verordnung) AtAnlV - i.d.F. der Bekanntmachung vom 29. Oktober 1970 (BGBl. I S. 1518) nicht vereinbar war.
Das Gesetz über die friedliche Verwendung der Kernenergie und den Schutz gegen ihre Gefahren ( Atomgesetz - AtG ) vom 23. Dezember 1959 (BGBl. I S. 814) enthielt zunächst überhaupt keine nähere Regelung der Entsorgung.
aa) Das Bundesverfassungsgericht hat in seinem grundlegenden Beschluss vom 8. August 1978 (BVerfGE 49, 89) entschieden, dass § 7 Abs. 1 und Abs. 2 des Gesetzes über die friedliche Verwendung der Kernenergie und den Schutz gegen ihre Gefahren vom 23. Dezember 1959 (BGBl I S. 814) in der Fassung der Bekanntmachung vom 31. Oktober 1976 (BGBl I S. 3053), soweit er die Genehmigung von Kernkraftwerken des Typs des so genannten Schnellen Brüters zuließ, mit dem Grundgesetz vereinbar war.
BVerwG, 22.12.1980 - 7 C 84.78
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References: § 1
 Art. 100
 § 7
 § 7
 § 7
 § 20
 § 34
 § 27
 § 118
 § 6
 § 32
 § 11
 § 17
 § 7
 § 7
 Art. 2
 Art. 14
 § 7
 § 1
 § 7
 § 69
 § 7
 § 7