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Timestamp: 2016-10-28 19:44:10+00:00

Document:
1C_510/2011 (18.04.2012)
1C_510/2011
2. Erbengemeinschaft B.________,
Beschwerdegegner, alle vier vertreten durch F�rsprecher Daniel K�nzler,
Einwohnergemeinde Gadmen, handelnd durch den Gemeinderat, Postfach 100, 3862 Innertkirchen, und dieser vertreten durch F�rsprecher Franz St�mpfli, Gurtengasse 6, 3001 Bern,
E.________ AG.
Nachtr�gliche Baubewilligung, Wiederherstellung (Umnutzung eines Geb�udes f�r die Haltung von
max. 19 Hunden, Erstellen von Gehegen),
Beschwerde gegen das Urteil vom 5. Oktober 2011
X.________ betreibt auf der in der Landwirtschaftszone gelegenen Parzelle Gbbl. Nr. 957 in der Einwohnergemeinde Gadmen seit 2004 ein Heim f�r vernachl�ssigte Hunde, insbesondere Windhunde ("Windhundhilfe"). Die Hunde h�lt er im Wohnhaus Schwendi 22a, d.h. im �stlichen Teil des Doppelwohnhauses Schwendi 22/22a. Im Freien hat er zus�tzlich einen Hundezwinger und Auslaufgehege errichtet. Auf Aufforderung der Gemeinde reichte er am 29. Oktober 2008 ein nachtr�gliches Baugesuch ein, worin er um eine Bewilligung f�r das Halten von maximal 19 Hunden und f�r die Auslaufgehege ersuchte.
Hiergegen erhoben A.________ (Eigent�mer des Wohnhauses Schwendi 22, d.h. des westlichen Teils des Doppelwohnhauses Schwendi 22/22a; im Folgenden: Beschwerdegegner 1) sowie weitere Eigent�mer benachbarter Liegenschaften Einsprache.
Am 13. August 2009 f�hrte die Fachstelle f�r L�rmakustik und Lasertechnik der Kantonspolizei einen Augenschein durch. In ihrem Fachbericht L�rm vom 10. September 2009 kam sie zum Ergebnis, dass das Halten von maximal 19 Hunden im Wohnhaus und in den Auslaufgehegen in den mindestens 60 m entfernten Liegenschaften h�chstens geringf�gige St�rungen verursache. Dagegen seien die von der Hundehaltung im Freien (Auslauf) ausgehenden L�rmimmissionen mit Blick auf die n�chste Nachbarschaft (Hausteil Schwendi 22) als erheblich st�rend einzustufen; ebenso k�nne die Haltung der Hunde im Innern des Wohnhauses Schwendi 22a erhebliche St�rungen und unter Umst�nden Weckreaktionen im Hausteil Schwendi 22 hervorrufen.
Mit Verf�gung vom 14. Dezember 2009 verweigerte das Amt f�r Gemeinden und Raumordnung des Kantons Bern (AGR) die verlangte Ausnahmebewilligung f�r Bauten und Anlagen ausserhalb der Bauzone gem�ss Art. 24 des Raumplanungsgesetzes (RPG; SR 700). Mit Gesamtentscheid vom 9. Juni 2010 wies das Regierungsstatthalteramt Interlaken-Oberhasli daraufhin das Baugesuch ab und forderte X.________ auf, die bestehende Umz�unung sowie diverse Kleinbauten (Gehege und Hundezwinger) innerhalb von zwei Monaten zu entfernen.
Dagegen f�hrte X.________ am 8. Juli 2010 Beschwerde bei der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE). Diese lud die E._______ AG (Eigent�merin der Parzelle Nr. 957 und Vermieterin des Beschwerdef�hrers) zum Verfahren bei. Mit Entscheid vom 14. Dezember 2010 verl�ngerte sie die Frist f�r die Herstellung des rechtm�ssigen Zustands auf ein Jahr ab Rechtskraft ihres Entscheides; im �brigen wies sie die Beschwerde ab und erg�nzte den Entscheid des Regierungsstatthalter dahin, dass X.________ den Bestand seiner Hunde auf 4 Tiere zu reduzieren habe.
Dagegen gelangte X.________ am 14. Januar 2011 mit Beschwerde ans Verwaltungsgericht des Kantons Bern. Dieses wies die Beschwerde am 5. Oktober 2011 ab.
Gegen den verwaltungsgerichtlichen Entscheid hat X.________ am 7. November 2011 Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ans Bundesgericht erhoben. Er beantragt, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und ihm sei die Baubewilligung zu erteilen. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an das Verwaltungsgericht zur�ckzuweisen. Subeventualiter seien ihm die Umz�unungen und Hundezwinger zu belassen mit der Auflage, innert eines Jahres seinen Hundebestand auf maximal 12 Tiere zu reduzieren.
Die privaten Beschwerdegegner, das Verwaltungsgericht und die BVE sowie die Gemeinde Gadmen beantragen die Abweisung der Beschwerde. Die E._______ AG teilt mit, sie sei nicht Partei des Beschwerdeverfahrens.
Das BAFU kommt in seiner Vernehmlassung zum Ergebnis, dass der angefochtene Entscheid mit der L�rmschutzgesetzgebung des Bundes konform sei. Auch aufgrund seiner Erfahrungen f�hre die Haltung von 19 Hunden in der direkten Nachbarschaft zu mehr als nur geringf�gigen St�rungen.
Am 30. M�rz 2012 verzichtete der Beschwerdef�hrer auf eine Replik.
Mit Verf�gung vom 2. Dezember 2011 wurde das Gesuch um aufschiebende Wirkung abgewiesen.
Die Gemeinde Gadmen und die Beschwerdegegner teilen mit, dass der Beschwerdef�hrer mittlerweile �ber 40 Hunde halte und auch die Umz�unung des Auslaufgeheges erweitert habe.
Die Gemeinde erliess deshalb am 19. Mai 2011 einen Baustopp und ordnete bis zum rechtskr�ftigen Entscheid in vorliegender Sache die Reduktion der Anzahl Hunde auf 19 (gem�ss Baugesuch) an. Am 11. Januar 2012 wies die BVE die dagegen erhobene Beschwerde ab, soweit sie darauf eintrat.
Am 17. Juni 2011 reichte der Beschwerdef�hrer ein neues nachtr�gliches Baugesuch f�r die Haltung von maximal 40 Hunden ein.
Mit der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht kann insbesondere die Verletzung von Bundesrecht - einschliesslich �berschreitung oder Missbrauch des Ermessens - ger�gt werden (Art. 95 lit. a BGG). Das Bundesgericht wendet das Bundesrecht (mit Ausnahme der Grundrechte) von Amtes wegen an (Art. 106 BGG). Es ist an den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt gebunden, soweit dieser nicht offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 und Art. 97 Abs. 1 BGG). Neue Tatsachen und Beweismittel k�nnen nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG).
Die Vorinstanzen verweigerten die Erteilung der Baubewilligung, weil der Betrieb des Hundeheims gegen bundesrechtliche L�rmschutzvorschriften verstosse. Dabei gingen sie davon aus, dass die Windhundhilfe l�rmschutzrechtlich als neue ortsfeste Anlage i.S.v. Art. 25 des Umweltschutzgesetzes (USG; SR 814.01) und Art. 7 der L�rmschutz-Verordnung vom 15. Dezember 1986 (LSV; SR 814.41) zu qualifizieren sei. Dies wird vom Beschwerdef�hrer bestritten; seines Erachtens handelt es sich nicht um eine ortsfeste Anlage; zudem sei sie nicht neu. Wenn �berhaupt, so handle es sich um die �nderung einer bestehenden Anlage i.S.v. Art. 8 Abs. 1 LSV. Dies ist im Folgenden zu pr�fen.
2.1 Art. 7 Abs. 7 USG definiert "Anlagen" als "Bauten, Verkehrswege und andere ortsfeste Einrichtungen sowie Terrainver�nderungen", und stellt ihnen Ger�te, Maschinen, Fahrzeuge, Schiffe und Luftfahrzeuge gleich. Die L�rmschutz-Verordnung differenziert ihrerseits zwischen Fahrzeugen (Art. 3 LSV), beweglichen Ger�ten und Maschinen (Art. 4 ff. LSV) und ortsfesten Anlagen (Art. 7 ff. LSV). Als solche gelten "Bauten, Verkehrsanlagen, haustechnische Anlagen und andere nichtbewegliche Einrichtungen, die beim Betrieb Aussenl�rm erzeugen" (Art. 2 Abs. 1 LSV).
Die Windhundhilfe wird in der vom Beschwerdef�hrer bewohnten Haush�lfte (d.h. einer Baute) und den dazugeh�rigen Aussengehegen betrieben. Es ist unstreitig, dass die Hundehaltung L�rm verursacht (insbesondere Bellen), der im Freien wahrgenommen werden kann. F�r den Anlagenbegriff spielt es - entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers - keine Rolle, ob der L�rm �berm�ssig ist. Insofern handelt es sich offensichtlich um eine ortsfeste Anlage (so schon Urteile 1A.276/2000 vom 13. August 2001 E. 3a, in: URP 2001 S. 1101; RDAF 2002 I S. 377 betr. Hundeasyl; Urteil vom 1. Dezember 1994 E. 1c, URP 1995 S. 31, betr. gewerblichen Hundezucht).
2.2 Als neu gelten alle Anlagen, deren Baubewilligung erst nach Inkrafttreten des USG erteilt bzw. rechtskr�ftig geworden ist (Art. 47 LSV) sowie bestehende Anlagen, deren Zweck vollst�ndig ge�ndert wird (Art. 2 Abs. 2 LSV). Gleichgestellt werden die F�lle der sogenannten �bergewichtigen Erweiterung, in denen eine bestehende Anlage baulich oder betrieblich soweit ver�ndert wird, dass das Bestehende im Vergleich zum Neuen nur noch von untergeordneter Bedeutung ist (vgl. BGE 133 II 181 E. 7.2 S. 201 mit Hinweis). F�r die Abgrenzung sind vor allem �kologische Kriterien, im Speziellen des L�rmschutzes, und generell die dem Gesetz zu Grunde liegende Zielsetzung der Vorsorge massgeblich (BGE 123 II 325 E. 4c/aa S. 329 mit Hinweis).
Das Verwaltungsgericht ging davon aus, dass unter L�rmschutz-Gesichtspunkten die Unterbringung von ca. 20 Hunden so dominiere, dass die Wohnnutzung durch den Beschwerdef�hrer v�llig in den Hintergrund trete. Dem ist zuzustimmen.
Unbehelflich ist auch der Einwand des Beschwerdef�hrers, das Geb�ude habe schon fr�her der Landwirtschaft bzw. dem Gewerbe gedient. Er bringt nicht vor, dass mit dieser Nutzung L�rm verbunden gewesen w�re, der mit dem vorliegend streitigen Hundel�rm (insbesondere Bellen) vergleichbar gewesen w�re, insbesondere von Charakter, Intensit�t, Zeitpunkt und H�ufigkeit seines Auftretens. Dies ist auch nicht ersichtlich. Im �brigen wurde die landwirtschaftliche bzw. gewerbliche Nutzung der Baute schon seit geraumer Zeit aufgegeben.
Die vom Beschwerdef�hrer erstellten Aussenanlagen (Zwinger, Auslaufgehege) wurden noch nie bewilligt und sind somit unstreitig neu.
Nach dem Gesagten ist daher die Anwendung von Art. 25 USG und Art. 7 LSV nicht zu beanstanden.
Nach diesen Bestimmungen d�rfen die (Aussen-)L�rmemissionen, die von einer neuen ortsfesten Anlage allein erzeugt werden, die Planungswerte nicht �berschreiten. Sofern (wie f�r Hundel�rm) keine spezifischen Planungswerte vorliegen, sind die L�rmimmissionen im Einzelfall nach Massgabe von Art. 15, 19 und 23 USG zu beurteilen (Art. 40 Abs. 3 LSV). Dabei d�rfen neue ortsfeste Anlagen h�chstens geringf�gige St�rungen verursachen (BGE 130 II 32 E. 2.2 S. 36; 123 II 325 E. 4d/bb S. 335; speziell zu Hundegebell: Urteil 1A.276/2000 vom 13. August 2001 E. 3b, in: URP 2001 S. 1101).
Dies gilt - zumindest sinngem�ss - auch f�r den Innenl�rm, d.h. den L�rm, der sich �ber die Geb�udestrukturen fortpflanzt und in den l�rmempfindlichen R�umen des Beschwerdegegners 1 (Haush�lfte Schwendi 22) wahrnehmbar ist (vgl. ROBERT WOLF, USG-Kommentar, N. 60 f. zu Art. 25 USG; Urteil 1A.111/1998 vom 20. November 1998 E. 3b, in: URP 1999 S. 264; RDAF 2000 I S. 792). Wie das Verwaltungsgericht zutreffend dargelegt hat (E. 2.2.4 des angefochtenen Entscheids), sind f�r die Beurteilung der Innenl�rm-Belastung die Kriterien f�r den Schallschutz gem�ss Art. 21 USG i.V.m. Art. 32 ff. LSV heranzuziehen. Nach Art. 32 Abs. 1 LSV muss der Bauherr daf�r sorgen, dass der Schallschutz bei Aussenbauteilen und Trennbauteilen l�rmempfindlicher R�ume sowie bei Treppen und haustechnischen Anlagen den anerkannten Regeln der Baukunde entspricht. Als solche gelten insbesondere die Mindestanforderungen nach der SIA-Norm 181 ("Schallschutz im Hochbau"; aktuell: Ausgabe 2006).
Das Verwaltungsgericht ging gest�tzt auf den Fachbericht L�rm vom 10. September 2009 davon aus, dass die vom Beschwerdef�hrer beantragte Haltung von 19 Hunden beim Beschwerdegegner 1, d.h. in den l�rmempfindlichen R�umen des Hausteils Schwendi 22, erheblichen Aussen- und Innenl�rm verursache. Dies wird vom Beschwerdef�hrer bestritten.
3.1 Er macht zun�chst geltend, der Sachverhalt sei hinsichtlich des Innenl�rms unvollst�ndig festgestellt worden. Eine L�rmmessung sei im Geb�udeteil des Beschwerdegegners 1 nicht vorgenommen worden. Sein Antrag auf Einholung einer Expertise sei vom Verwaltungsgericht willk�rlich abgewiesen worden.
Das Verwaltungsgericht r�umte zwar ein, dass der Fachbericht nicht speziell auf die gem�ss SIA-Norm 181 einzuhaltenden Schallpegeldifferenzen abgestellt habe. Dieser habe jedoch nach einer eingehenden W�rdigung der baulichen und geografischen Verh�ltnisse vor Ort (Verhalten der 24 anwesenden Hunde anl�sslich des Augenscheins, Art der Baute, Sekund�rl�rm, Betriebskonzept, massgebliche Empfindlichkeitsstufe ES III) den Aussen- und Innenl�rm beim Beschwerdegegner 1 als erheblich eingestuft. Bei diesem Befund k�nne auch mit Blick auf die f�r den Innenl�rm massgebenden SIA-Norm 181 gefolgert werden, dass die Mindestanforderungen nicht erf�llt seien, denn die Einhaltung der Mindestnormen f�hre definitionsgem�ss dazu, dass erhebliche St�rungen gerade verhindert werden (SIA-Norm 181, Ziff. 2.2.2). Zudem sei schon aufgrund des Alters des Hauses davon auszugehen, dass die Anforderungen der SIA-Norm 181 nicht eingehalten seien. Es k�nne daher darauf verzichtet werden, von einer Fachperson einen Bericht �ber den Schallschutz innerhalb des Geb�udes einzuholen.
Diese Erw�gungen lassen keinerlei Willk�r erkennen. Es erscheint offensichtlich, dass die bestehende Baute aus dem 18. Jahrhundert, die - soweit aus den Akten ersichtlich - nie grundlegend saniert worden ist, den aktuellen Schallschutzanforderungen nicht entspricht; dies wird auch vom Beschwerdef�hrer nicht substantiiert bestritten.
3.2 Der Beschwerdef�hrer r�gt weiter die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz zum Hundel�rm zwischen 22 und 7 Uhr.
Das Verwaltungsgericht ging davon aus, dass Hunde weder in der Nacht durchg�ngig schlafen noch tags�ber durchg�ngig wach seien, weshalb es plausibel erschiene, auch f�r die Zeit zwischen 22 bis 7 Uhr von der Einsch�tzung des Fachberichts auszugehen, obschon dieser auf tags�ber gemachten Beobachtungen basiere. Dies sei umso mehr gerechtfertigt, als der L�rm aufgrund des insgesamt tieferen L�rmniveaus in der Nacht grunds�tzlich st�render wahrgenommen werde. Zudem sei zu ber�cksichtigen, dass sich - wegen der unterschiedlichen Charakter der Hunde und der sich ver�ndernden Gruppendynamik - eine gewisse Typisierung bei der Beurteilung von Hundel�rm als unumg�nglich erweise. Die Einholung eines Fachberichts �ber das Verhalten der Hunde zwischen 22 Uhr bis 7 Uhr erweise sich demnach als entbehrlich.
Der Beschwerdef�hrer r�gt dies als willk�rlich. Er macht geltend, Windhunde seien ruhige Charaktere; ihr Verhalten in der Nacht unterscheide sich - auch im Rudel - nicht von demjenigen von Nutztieren.
Wie im Urteil 1A.276/2000 vom 13. August 2001 E. 4d (in: URP 2001 S. 1101) ausgef�hrt wurde, bedarf die Baubewilligung einer gewissen Typisierung und kann nicht je nach gehaltener Hunderasse differenziert werden, zumal sich diese im Laufe der Zeit �ndern kann. Zudem ergibt sich aus den in den Akten liegenden Zeitungsberichten und der Homepage des Beschwerdef�hrers, dass dieser nicht ausschliesslich Windhunde aufnimmt. Schon aus diesem Grund erweist sich seine R�ge als unbegr�ndet.
Im �brigen bestreitet er nicht, dass die Hundehaltung im Freien zumindest tags�ber beim Beschwerdef�hrer 1 zu erheblichem Aussenl�rm f�hrt. Bereits dies steht der Erteilung der Baubewilligung entgegen. Auch aus diesem Grund durfte das Verwaltungsgericht willk�rfrei auf die Einholung einer Expertise zum Verhalten der Hunde w�hrend der Nachtzeit verzichten.
3.3 Ist die Sachverhaltsfeststellung des Verwaltungsgerichts nach dem Gesagten nicht zu beanstanden, ist sie f�r das Bundesgericht massgeblich (Art. 105 BGG). Der Antrag auf Einholung von Expertisen im bundesgerichtlichen Verfahren ist abzuweisen.
Schliesslich macht der Beschwerdef�hrer geltend, die Baubewilligung sei einzig aufgrund des Beschwerdegegners 1 nicht erteilt worden, da f�r die �brigen Beschwerdegegner allenfalls geringf�gige L�rmimmissionen zu erwarten seien. Dieser verhalte sich rechtsmissbr�uchlich: Ihm gehe es nicht darum, den Marktwert seines Eigentums zu erhalten, sondern nur darum, der Windhundhilfe im Wege zu stehen. Die Wohnung Schwendi 22a stehe mittlerweile seit 10 Jahren leer. Der Beschwerdef�hrer und die E._______ AG h�tten vor Verwaltungsgericht bestritten, dass der Beschwerdegegner 1 ernsthafte Absichten habe, seine Haush�lfte zu vermieten oder zu verkaufen. Das Verwaltungsgericht habe die dazu erhobenen Beweisantr�ge des Beschwerdef�hrers in willk�rlicher Weise abgewiesen. Die Vorinstanzen h�tten das rechtsmissbr�uchliche Verhalten des Beschwerdegegners 1 gesch�tzt und seien damit in Willk�r verfallen.
4.1 Die Beschwerdegegner bestreiten die Vorw�rfe des Beschwerdef�hrers. Sie machen geltend, die Liegenschaftsh�lfte des Beschwerdegegners 1 sei aufgrund der enormen L�rmimmissionen der Hundehaltung nicht mehr bewohnbar. Ein Verkauf sei bis dato unm�glich gewesen, obwohl die Haush�lfte schon seit langer Zeit (und weiterhin) zum Verkauf stehe. Die Vermutung, der Beschwerdegegner 1 lasse seinen Liegenschaftsanteil "brach" liegen und trage die damit verbundenen Kosten, nur um den Beschwerdef�hrer zu sch�digen, entbehre jeglicher Vernunft.
4.2 Das Verwaltungsgericht ging davon aus, dass sich der Beschwerdegegner 1 seit 2006 aktiv um den Verkauf oder die Vermietung seiner Liegenschaft bem�he; dies ergebe sich aus der Best�tigung der mit dem Verkauf beauftragten Immobilientreuhand AG. Es sei deshalb nicht ausgeschlossen, dass der gegenw�rtig leerstehende Geb�udeteil Schwendi 22 in absehbarer Zeit wieder einer l�rmempfindlichen Nutzung zugef�hrt werde. Dass die Hundehaltung des Beschwerdef�hrers die Verkaufs- und Vermietungschancen mindere, k�nne kaum bezweifelt werden. Nicht zu �berzeugen verm�ge auch der Einwand des Beschwerdef�hrers, wonach erhebliche Investitionen im Geb�udeteil des Beschwerdegegners 1 erforderlich w�ren, um diesen wieder bewohnbar zu machen, weshalb dieser kein Interesse an der Einhaltung der L�rmschutzbestimmungen habe. Es sei Sache des Eigent�mers zu entscheiden, ob er allenfalls erforderliche Investitionen an einem Geb�ude im Voraus oder erst mit Blick auf eine konkrete - und ihm genehme - K�ufer- oder Mieterschaft und in Kenntnis von deren spezifischen Bed�rfnissen vornehme. Denkbar sei auch, dass solche Investitionen durch die K�uferschaft selbst get�tigt w�rden. Aus den dargelegten Gr�nden wies es die Beweisantr�ge des Beschwerdef�hrers betreffend Durchf�hrung eines Augenscheins sowie �ber ausgeschlagene Verkaufsangebote ab.
4.3 Aus der in den Akten liegenden Best�tigung der beauftragten Immobilientreuhand AG vom 14. M�rz 2011 ergibt sich, dass das Objekt seit 2006 zum Verkauf angeboten wird. Hierf�r seien insgesamt 19 Zeitungsinserate (Gesamtkosten Fr. 2'800.--) erschienen; zudem sei das Objekt auf diversen Internetseiten publiziert. Grunds�tzlich sei die Nachfrage gut gewesen und es seien �ber 70 Dokumentationen versendet worden. Sehr oft habe man danach nichts mehr geh�rt. Auf Nachfrage habe sich ergeben, dass niemand bereit sei, die Liegenschaft zu kaufen, solange sich die Nachbarshunde in dieser Anzahl "Wand an Wand" bef�nden. Bei den seltenen Besichtigungen sei man mit ohrenbet�ubendem Gebell empfangen worden, welches selbst im Haus h�rbar gewesen sei. Bisher habe man kein ernsthaftes oder realistisches Angebot f�r den Kauf oder die Miete des Objekts erhalten.
Es sind keine Gr�nde ersichtlich, weshalb dieser Best�tigung kein Glauben geschenkt werden sollte. Das Verwaltungsgericht durfte daher willk�rfrei davon ausgehen, dass der Beschwerdegegner 1 sich ernsthaft um die Vermietung oder den Verkauf seines Hausteils bem�ht hat und weiterhin bem�ht. Es war nicht verpflichtet, weitere Ausk�nfte einzuholen oder einen Augenschein durchzuf�hren.
Auch vor Bundesgericht sind keine Beweise einzuholen; vielmehr ist auf den vom Verwaltungsgericht festgestellten Sachverhalt abzustellen (Art. 105 BGG).
4.4 Grunds�tzlich m�ssen die zust�ndigen Beh�rden von Amtes wegen pr�fen, ob die bundesrechtlichen L�rmschutzbestimmungen an allen l�rmempfindlichen R�ume, eingehalten werden. Dazu z�hlen auch vor�bergehend unbewohnte R�ume in Wohnungen (Art. 2 Abs. 6 lit. a LSV; vgl. Urteil 1C_211/2011 vom 20. Februar 2012 E. 5.3.1). Insofern erscheint fraglich, ob anders zu entscheiden gewesen w�re, wenn der Beschwerdegegner 1 keine Einsprache gegen das Bauvorhaben erhoben h�tte. Jedenfalls aber kann diesem kein rechtsmissbr�uchliches Verhalten vorgeworfen werden.
Eventualiter beantragt der Beschwerdef�hrer, ihm seien die Umz�unungen und Hundezwinger zu belassen mit der Auflage, innert eines Jahres seinen Hundebestand auf maximal 12 Tiere zu reduzieren. Er beruft sich auf die Rechtsprechung, wonach in der Landwirtschaftszone 8 Hunde erlaubt seien. In Anbetracht der geografischen Lage und der Tatsache, dass er eine - im �ffentlichen Interesse liegende - Windhundauffangstation betreibe, m�sse eine noch h�here Zahl zul�ssig sein.
5.1 Das Verwaltungsgericht f�hrte aus, nach der Berner Praxis seien in einer reinen Wohnzone mit ES II maximal 3 Hunde zonenkonform. Das Bundesgericht habe diese Praxis auch f�r die l�rmschutzrechtliche Beurteilung �bernommen und mit Blick auf ein Tierasyl in der Landwirtschaftszone, d.h. einer Zone verminderter L�rmempfindlichkeit (ES III), entschieden, dass das Halten vom maximal 8 Hunden aus umweltschutzrechtlicher Sicht als noch vertretbar (wenn auch eher grossz�gig) zu werten sei (Urteil 1A.276/2000 vom 13. August 2001 E. 4c, in: URP 2001 1101). Vorliegend sei es jedoch aufgrund des ungen�genden Schallschutzes innerhalb des Geb�udes Schwendi 22/22a nicht zu beanstanden, wenn die BVE einen strengeren Massstab angelegt und die Reduktion auf 4 Hunde angeordnet habe.
Dem ist zuzustimmen: Im zitierten bundesgerichtlichen Entscheid ging es um ein Tierasyl, das sich in 60 m Entfernung von den n�chsten Nachbarn befand, w�hrend sich das vorliegend streitige Hundeasyl "Wand zu Wand" zur Wohnbaute des Beschwerdegegners 1 befindet. Unter diesen Umst�nden durften die Vorinstanzen davon ausgehen, dass die Reduktion auf 4 Hunde f�r den L�rmschutz des unmittelbaren Nachbarn geboten sei.
5.2 Hinsichtlich der angeordneten Beseitigung von Hundezwinger und Auslaufgehege hat das Verwaltungsgericht auf die Erw�gungen der BVE (E. 6, insbes. lit. d und e) verwiesen. Diese entschied, dass die bestehenden Aussenanlagen nicht f�r eine tiergerechte Haltung von 4 Hunden notwendig seien und deshalb auch nach Art. 24d Abs. 1bis RPG nicht bewilligt werden k�nnten. Die Wiederherstellung des rechtm�ssigen Zustands liege im �ffentlichen Interesse zum Schutz der Rechtsgleichheit und der Durchsetzung des Raumplanungsrechts. Die Abweichung vom Gesetz k�nne auch nicht als geringf�gig bezeichnet werden, werde doch eine Fl�che von ca. 1'500 m� eingez�unt, mit 2 m hohen, gut einsehbaren Gitterz�unen. Die Z�une liessen sich ohne grossen Aufwand f�r den Beschwerdef�hrer entfernen.
Diese Erw�gungen lassen keine Verletzung von Bundesrecht erkennen.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdef�hrer kosten- und entsch�digungspflichtig. Die Gemeinde Gadmen hat keinen Anspruch auf eine Parteientsch�digung, da sie in ihrem amtlichen Wirkungskreis unterliegt (Art. 68 Abs. 3 BGG).
Der Beschwerdef�hrer hat die privaten Beschwerdegegner f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 2'000.-- zu entsch�digen.
Dieses Urteil wird den Parteien, der Einwohnergemeinde Gadmen, der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern, der E._______ AG, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern und dem Bundesamt f�r Umwelt schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 24
 Art. 95
 Art. 97
 Art. 25
 Art. 7
 Art. 8
 Art. 7
 BGE 
 Art. 25
 Art. 7
 Art. 15
 Art. 25
 Art. 21
 Art. 32
 Art. 32
 Art. 24