Source: https://soz-kult.hs-duesseldorf.de/studium/studiengaenge/ma-pb/modulhandbuch
Timestamp: 2020-01-26 23:25:01+00:00

Document:
Modul­hand­buch
HSD - Social Sciences and Cultural Studies > Studium & Lehre > Studiengänge > MA Soz.Arb. mit Schwerp. Psychosoziale Beratung > Modulhandbuch
​Modulhandbuch​ für den Masterstudiengang „Soziale Arbeit und Pädagogik mit Schwerpunkt Psychosoziale Beratung“
Ausgefertigt auf Grundlage des Beschlusses des Fachbereichsrats vom 26.7.2017,
geändert durch den Fachbereichsrat am 17.07.2019
Modul MB1 Interdisziplinäre Grundlagen der Sozialen Arbeit und Pädagogik für die Psychosoziale
Modul MB2 Psychosoziale und Klinische Diagnostik
Modul MB3 Rechtliche Grundlagen spezifischer Beratungskontexte
Modul MB4 Beratungsmethoden und -strategien I
Modul MB5 Beratungsmethoden und -strategien II
Modul MB6 Beratungspraxis
Modul MB7 Selbstreflexion
Modul MB8 Beratungspraxisforschung
Modul MB9 Praxisforschung und Qualitätsmanagement
Modul MB10 Master-Thesis
Modul MB11 Master-Kolloquium
Modul MB1 Interdisziplinäre Grundlagen der Sozialen Arbeit und Pädagogik für die Psychosoziale Beratung
Eine Veranstaltung: Soziologische Grundlagen der Sozialen Arbeit und Pädagogik für die Psychosoziale
Beratung (Testat MB1.1 gem §17 Abs. 4 der RahmenPO)
Eine Veranstaltung: Psychologische Grundlagen der Sozialen Arbeit und Pädagogik für die Psychosoziale
Beratung (Testat MB1.2 gem §17 Abs. 4 der RahmenPO)
Eine Veranstaltung: Rechtliche Grundlagen der Sozialen Arbeit und Pädagogik für die Psychosoziale
Gem. § 10 MaPO PB fließt die Note des gesamten Moduls mit 15 % in die Gesamtnote ein.
Seminaristischer Unterricht mit Vorträgen, Präsentationen, Einzel- und Kleingruppenarbeit, Fallarbeit, Lektüre ausgewählter Texte, Diskussionen, interaktive Übungen, Simulationen, Rollenspielen, Demonstrationen anhand von Filmsequenzen und Videoaufzeichnungen, methodengestützten Reflexionen
30 – Richtgröße
Teil 1: Soziologische Grundlagen der Sozialen Arbeit und Pädagogik für die Psychosoziale Beratung
sind in der Lage grundlegende Funktions- und Stratifizierungsmechanismen moderner Gesellschaften (etwa funktionale Differenzierung, soziale Ungleichheit, Macht- und Herrschaftsverhältnisse) sowie entsprechende Implikationen für das Entstehen von Beratungsangeboten und -bedarfen zu erkennen,
können kollektive Muster im Kontakt mit Ratsuchenden wahrnehmen und ihre Beratungshaltung und -praxis machtsensibel gestalten,
erwerben Habitus-Struktur-Reflexivität als Methode und Haltung, womit es ihnen möglich ist den eigenen Habitus mit verschiedenen Diversity-Dimensionen im Kontext größerer gesellschaftlicher und situativer Zusammenhänge zu reflektieren und somit Habitus-Unterschiede im Beratungskontext sowie Passungsprobleme von Habitus und Umgebungsstrukturen adäquater erkennen bzw. bearbeiten und bei der Ressourcenmobilisierung unterstützen zu können.
Teil 2: Psychologische Grundlagen der Sozialen Arbeit und Pädagogik für die Psychosoziale Beratung
entwickeln Einsicht in die Notwendigkeit eines multiperspektivischen Zugangs und können flexibel problem- und ressourcenfokussierende Analysen und Handlungsoptionen integrieren,
verfügen über Kenntnisse wesentlicher Entwicklungsprozesse in der Lebensspanne sowie normativer und nicht-normativer kritischer Lebensereignisse,
können Diskrepanzen zwischen Einstellungen und Verhalten und die daraus resultierenden motivationalen Ambivalenzen erkennen sowie diese konstruktiv aufgreifen und im Beratungskontext Veränderungsprozesse unterstützen,
sind sensibilisiert für dynamische Prozesse der Interaktion in Gruppen und kennen Moderationstechniken,
sind in der Lage, dysfunktionale Kreisläufe der Konflikteskalation zu identifizieren, die Beteiligten hinsichtlich eigener Deeskalations¬möglichkeiten zu sensibilisieren und Konfliktbewältigungskompetenzen zu vermitteln.
Teil 3: Rechtliche Grundlagen der Sozialen Arbeit und Pädagogik für die Psychosoziale Beratung
kennen die rechtlichen Rahmenbedingungen von Beratung und können diese in Beratungskontexten berücksichtigen,
verfügen über grundlegende Rechtserfassungs- und Rechtsanwendungskompetenz und können juristische Argumentationen nachvollziehen,
entwickeln ein professionelles Selbstverständnis und erkennen die juristischen Grenzen ihrer Beratungstätigkeit.
Soziologie der Entstehung von Beratung als Bedarf und Angebot
Soziologie und Beratungshaltung (inkl. soziologische Fallanalysen, Habitus-Struktur-Reflexivität)
Soziale Rahmenbedingungen: u.a. Biografie, Habitus, Gender, Diversity
Ressourcenaktivierung und Empowerment
Einstellungen und Verhalten – Änderungsprozesse und -bedingungen
Kommunikationstheoretische Grundlagen: Modelle und Modalitäten der Kommunikation
Konflikttheorien, Konfliktanalyse und Konfliktvermittlung
Entwicklungsaufgaben in der Lebensspanne und kritische Lebensereignisse
Aufklärungs-, Auskunfts- und Beratungspflichten
Konsequenzen fehlerhafter Beratung
Jedes zweite Semester, in der Regel im Wintersemester (1. Studiensemester)
Lars Schmitt, Joachim Kosfelder, Matthias Meißner
Gem. § 10 MaPO PB fließt die Note des gesamten Moduls mit 10 % in die Gesamtnote ein.
Seminareinheiten mit aktivierenden Lehr-Lern-Methoden, Vorträgen, Diskussionen, Übungseinheiten, Fallarbeit in Kleingruppen
kennen Grundprinzipien des diagnostischen Vorgehens,
verfügen über Grundkenntnisse zu Klassifikation, Diagnostik und Ursachen zu den wichtigsten psychischen Störungskategorien in den relevanten Diagnosemanualen,
sind in der Lage, diagnostische Fragestellung zu formulieren und einen angemessenen diagnostischen Prozess zu planen,
können diagnostische Instrumente anhand von Gütekriterien bewerten und durch die eigene Person verursachte Fehlerquellen im diagnostischen Prozess kritisch reflektieren,
kennen ausgewählte diagnostische Verfahren für besonders relevante Fragestellungen,
verfügen über für diagnostische Prozesse relevante, grundlegende kommunikative Kompetenzen (z.B. aktives Zuhören, Exploration),
sind in der Lage, die Ergebnisse diagnostischer Prozesse transparent sowie mit Wertschätzung und Empathie gegenüber Klient*innen zurückzumelden,
sind in der Lage, mit widersprüchlichen Befunden und mehrdeutigen Ergebnissen umzugehen.
Grundprinzipien des diagnostischen Vorgehens
Ressourcen- und Zieldiagnostik: Perspektiven der Positiven Psychologie
Grundlagenwissen und theoretische und empirische Befunde zur Diagnostik von ausgewählten psychischen Störungsbildern und zu multifaktoriellen Bedingungsmodellen
Kategoriale Diagnostik: u.a. DSM / ICD, klinische Interviews (SKID, DIPS)
Dimensionale Psychodiagnostik: u.a. Tests und Testgütekriterien etc.
Individualisierte Diagnostik: [u.a. Problemanalyse (SORKC), Verhaltensbeobachtung, Familiendiagnostik]
Diagnostische Verfahren für verschiedene Altersstufen
Grundkenntnisse der Interpretation diagnostischer Ergebnisse
Joachim Kosfelder, Antje Hunger, Denis Köhler
Voraussetzungen: Erfolgreicher Abschluss von MB1
Seminaristischer Unterricht mit Wechsel von aktivierenden Lehr-Lern-Methoden, Vortrag, Diskussion, Übungseinheiten, Fallarbeit in Kleingruppen
kennen die rechtlichen Grundlagen in beratungs- und konfliktintensiven Bereichen des Rechts, insbesondere im Sozial-, Familien- sowie Kinder- und Jugendhilferecht,
verfügen über Rechtserfassungs- und Rechtsanwendungskompetenz und können Sachverhalte juristisch analysieren,
können juristisch argumentieren und sind damit in der Lage, in den relevanten juristischen Bereichen zu beraten, Interessen wahrzunehmen und Klienten zu vertreten,
haben ein professionelles Selbstverständnis im Umgang mit den Klienten, Behörden und der Justiz.
der existenzsichernden Fürsorgeleistungen,
der Sozialversicherungen,
des Familienrechts sowie
unter Berücksichtigung der für die psychosoziale Beratung besonders relevanten Personengruppen, wie zum Beispiel Kinder, Jugendliche, Familien, Menschen mit Behinderung und ältere sowie pflegebedürftige Menschen
Jedes zweite Semester, in der Regel im Sommersemester (2. Studiensemester)
Matthias Meißner, Elina Krause
Seminaristischer Unterricht mit Vorträgen, Präsentationen, Einzel- und Kleingruppenarbeit, Lektüre ausgewählter Texte, Diskussionen, interaktive Übungen, Simulationen, Rollenspielen, Demonstrationen anhand von Filmsequenzen und Videoaufzeichnungen, methodengestützten Reflexionen
kennen verschiedene Theorien und Modelle der Einzelberatung und zeigen vertiefte Kenntnisse zu ausgewählten Beratungsmodellen (z.B. Personzentrierte Beratung, kognitiv-verhaltensorientierte Strategien, Motivierende Gesprächsführung),
ordnen ausgewählte Theorien und Modelle im Hinblick auf die ihnen zugrundeliegenden Menschenbilder ein und stellen sie in ihren Grundannahmen sowie ihren zentralen Aspekten dar,
verfügen über die Fähigkeit zur Analyse, Einschätzung und zum Vergleich verschiedener Theorien und Modelle der Beratung,
können angemessen, situationsadäquat und flexibel in typischen professionellen Kontexten verschiedene Stadien des Beratungsprozesses gestalten,
sind in der Lage, die jeweiligen Voraussetzungen für derartige Prozesse zu reflektieren und zu schaffen,
erwerben beratungsmethodische Fertigkeiten für Einzelgespräche und Einzelberatungen mit Ratsuchenden,
können die Ergebnisse aus Analysen und Reflexionen vorangegangener Beratungsprozesse zur Gestaltung und Optimierung zukünftigen Handelns nutzen,
verstehen eigenes Verhalten und das Verhalten anderer auch vor dem Hintergrund der vermittelten Beratungsmodelle,
reflektieren eigene Einstellungen und Haltungen zu Beratungsthemen und -strategien in unterschiedlichen Handlungsfeldern,
reflektieren theoriegeleitet ihr eigenes Verständnis der Berater*innenrolle und ihr diesbezügliches Handeln.
Personzentrierte Beratungsstrategien: Basisvariablen, Standard-Interventionsformen
Zielorientierte und motivierende Beratungsstrategien: u.a. Motivational Interviewing, Epos / ZWK
Kognitiv-verhaltensorientierte Beratungsstrategien: u.a. Verhaltenstrainings, Selbstmanagement-Strategien, kognitive Neubewertung, Selbstinstruktionen, ABC
Antje Hunger, Joachim Kosfelder, Elke Kruse
Voraussetzungen: Erfolgreicher Abschluss von MB4
Eine Veranstaltung: Beratung in Mehr-Personen-Settings (Testat MB5.1 gem §17 Abs. 4 der RahmenPO)
Eine Veranstaltung: Konflikte und Krisen in der Beratung
verfügen über vertiefte Kenntnisse zu ausgewählten Beratungsmodellen (z.B. Systemische Beratung, Lösungsfokussierte Strategien, Krisenintervention),
verfügen über grundlegendes Wissen zur Interaktion in komplexeren Beratungssettings und sind in der Lage, ihr Fachwissen auf bereits erlebte, aktuelle und zukünftige Beratungsprozesse zu beziehen,
können angemessen, situationsadäquat und flexibel in komplexeren Beratungssituationen verschiedene Handlungsoptionen zur Gestaltung des Beratungsprozesses abwägen,
erwerben beratungsmethodische Fertigkeiten für die Gestaltung von Gesprächen mit Paaren, Familien, Teams und Gruppen sowie mit Ratsuchenden in Krisen und Konfliktsituationen,
verfügen über Strategien zur Lösung unproduktiver sowie selbst- und fremdbedrohlicher Interaktionssituationen,
üben erweiterte Fertigkeiten zum Aufbau von Beratungsbeziehungen,
sind in der Lage, schwierige Interaktionssituationen in der Beratung zu analysieren und ihr Interaktionsverhalten adäquat zu gestalten,
erwerben Wissen um eigene Kompetenzen, Stärken, Entwicklungspotenziale und Grenzen in interaktionellen Beratungskontexten.
Teil 1: Beratung in Mehr-Personen-Settings
Beratungsstrategien für Mehr-Personen-Settings:
u.a. systemische Strategien für Paar- und Familienberatung, Gruppentrainings, Angehörigenarbeit
Ressourcenorientierte Beratungsstrategien: u.a. lösungsfokussierte Methoden
Teil 2: Konflikte und Krisen in der Beratung
Beratungsstrategien in Krisen: u.a. Krisenintervention, Suizidprävention
Schwierige Situationen in der Beratung
Voraussetzungen: Erfolgreicher Abschluss der Module MB2 und MB4
Prüfungsformen: Protokolle als besondere Prüfungsformen (§ 21 RahmenPO, § 8 Abs. 3 MaPO PB)
Eine Veranstaltung Supervidierte Praxis I incl. 208 Stunden Beratungspraxis (Testat gem. §17 Abs. 4 der RahmenPO)
Eine Veranstaltung: Supervidierte Praxis II incl. 78 Stunden Beratungspraxis (Testat gem. §17 Abs. 4 der RahmenPO)
Die Praxistätigkeit ist im Verlauf von zwei aufeinanderfolgenden Semestern zu erbringen. Die Veranstaltungen zur Begleitung werden ebenfalls über zwei Semester mit 2 bzw. 3 SWS belegt. Ausnahmen regelt die Praxisordnung des Fachbereiches.
Gem. § 10 MaPO PB fließt die Bewertung des gesamten Moduls nicht in die Gesamtnote ein.
7-8 – Richtgröße
können adäquate Beratungsmodelle und -strategien für konkrete Anliegen auswählen und für den Einzelfall konkretisieren
wenden die gelernten beraterischen Methoden und Techniken selbständig unter Supervision fachgerecht und klient*innenorientiert an und passen sie ggf. an sich ergebende Erfordernisse an
reflektieren eigenes beraterisches Handeln vor dem Hintergrund der gelernten Theorien und Beratungsmodelle kritisch und ziehen daraus weiterführende, wissenschaftlich fundierte Rückschlüsse für adäquate Verbesserungsmöglichkeiten in zukünftigen Beratungssituationen
können beobachtetes beraterisches Handeln professionell einordnen und ihre Beobachtung unter Verwendung adäquater Begrifflichkeiten aus den jeweils relevanten theoretischen Kontexten fachgerecht kommunizieren
geben kompetent, motivationsfördernd und konstruktiv fachlich fundiertes Feedback zu beobachteten beraterischem Handeln und personenbezogenen Verhaltensdispositionen, sind sich dabei der Einflüsse ihrer subjektiven Wahrnehmung und Interpretation bewusst und reflektieren diese selbstkritisch
können theoriegeleitet und empirisch fundiert konkrete Empfehlungen für alternative Handlungsmöglichkeiten und Interventionen in zukünftigen Beratungssituationen ableiten und kompetent kommunizieren
Beobachtung und Unterstützung von laufenden Beratungen mit direktem Klient*innenkontakt
Reflektierende Analyse von Beratungssequenzen und -prozessen vor dem Hintergrund ausgewählter Handlungstheorien der Beratung
Vorbereitung, Prozessbegleitung, Supervision und Intervision sowie Nachbereitung und Evaluation von praktischen Beratungstätigkeiten in unterschiedlichen Settings und Praxiskontexten
Thematisieren, Reflexion und Förderung beraterischer Entwicklung
Jedes zweite Semester, Teil 1 in der Regel im Sommersemester (2. Studiensemester) und Teil 2 in der Regel im Wintersemester (3. Studiensemester)
Antje Hunger, Joachim Kosfelder, Elke Kruse & Stefan Roggenkamp
Eine Veranstaltung: Studieneinführung & Selbstreflexion (Testat MB.7.1 gem. §17 Abs. 4 der RahmenPO)
Eine Veranstaltung: Selbsterfahrung (Testat MB7.2 gem §17 Abs. 4 der RahmenPO)
Eine Veranstaltung: Persönlichkeitsbildung und Ethik
Seminaristischer Unterricht mit Vorträgen, Präsentationen, Einzel- und Kleingruppenarbeit, Fallarbeit, Lektüre ausgewählter Texte, Diskussionen, interaktiven Übungen, Ethischen Analysen und Diskussion von Fallvignetten, Simulationen, Rollenspielen, methodengestützten Reflexionen
30 in Teilen 1 und 3; 15 in Teil 2 – Richtgrößen
Teil 1: Studieneinführung & Selbstreflexion
verfügen über eine Orientierung über die Studienstruktur, Anforderungen und Ressourcen des Studienganges,
verstehen die forschungsorientierte Ausrichtung des Studiengangs sowie die darin enthaltene Verzahnung von Forschung und Beratungspraxis sowohl als leitendes Prinzip als auch hinsichtlich ihrer Implikationen für die Abschlussarbeit (Master-Thesis),
reflektieren ihr Selbstverständnis von Beratung und den selbst- und fremdzugeschriebenen Rollenerwartungen an Berater*innen vor dem Hintergrund eigener biografischer Erfahrungen sowie sozialer Normen und Werte.
Teil 2: Selbsterfahrung
sind sich persönlicher und interaktioneller Einflussfaktoren in kommunikativen, insbesondere in Beratungskontexten bewusst,
kennen eigene subjektive Wahrnehmungs-, Interpretations- und Verhaltensdispositionen in Interaktionen,
Erkennen den Einfluss der eigenen Persönlichkeit für die psychosoziale Beratungsarbeit und können Zusammenhänge zwischen eigenen Einstellungen, Erfahrungen, Normen und Werten und beraterischem Handeln herstellen,
können persönliche Motive und deren Einfluss auf soziale Interaktionen reflektieren und verfügen über funktionale Strategien, persönliche Stärken gewinnbringend für die Gestaltung professioneller Beziehungen einzusetzen und mit identifizierten individuellen Vulnerabilitäten konstruktiv umzugehen
Teil 3: Persönlichkeitsbildung und Ethik
können Beratungsanliegen phänomenologisch beschreiben und ethisch reflektieren,
entwickeln ein Verständnis für moralische Konflikte und moralische Dilemmata und kennen ethische Kategorien wie Vulnerabilität, Gerechtigkeit, Verantwortung, Care und Anerkennung, welche sie auf den Beratungskontext beziehen können,
kennen die unterschiedlichen Quellen ethischer Entscheidungsfindung, wissen um deren unterschiedlichen Geltungsanspruch und beziehen sie aktiv und selbstreflexiv in ihr Beratungshandeln ein,
sind sich der Macht-, Positions- und Statusasymmetrien im Beratungshandeln bewusst und können Moralfähigkeit der Ratsuchenden als gleichberechtigt berücksichtigen,
kennen die Diskurse um Diversität und Intersektionalität und wissen um die Konstruiertheit, Verwobenheit und wechselseitige Bezogenheit von Diversitätskategorien und können dieses Wissen kritisch auf ihr Beratungshandeln beziehen.
Studienübersicht und -organisation
Forschungsorientierte Ausrichtung des Studiengangs (Scientist-Practitioner-Modell)
Diskussion möglicher Fragestellungen der Beratungsforschung und erste Überlegungen zu eigener Forschungstätigkeit (Master-Thesis)
Gemeinsame Reflexion zentraler Aspekte der eigenen Biographie, insbes. im Hinblick auf eigene Bildungs- und Beratungserfahrungen, eigene Ressourcen und wichtige Lebensthemen
Reflexion eines tragfähigen Verständnisses von Beratung und der Berater*innenrolle vor dem Hintergrund eines ressourcenorientierten Menschenbildes
Erkennen und Achten eigener Grenzen im Sinne persönlicher und beraterischer Selbstfürsorge
Erschließen und Erfahren eigener internaler Handlungsdeterminanten mit Relevanz für beraterisches Handeln
Erkennen von individuellen beratungsrelevanten Ressourcen und Vulnerabilitäten und Entwickeln von Nutzungs- bzw. Bewältigungspotenzialen
Kenntnis der Bedeutung der eigenen Persönlichkeit als bedeutsamer Einflussfaktor für die psychosoziale Beratungsarbeit und Herstellung der Zusammenhänge zwischen eigenen Einstellungen, Erfahrungen, Normen und Werten und beraterischem Handeln
Erarbeitung der Diskurse zu Diversität und Intersektionalität mit Bezug zum Beratungskontext
Einführung in die philosophisch-ethischen Grundbegriffe des Beratungshandelns: Personalität, Vulnerabilität, Anerkennung, Gerechtigkeit, Care, Verantwortung
Jedes zweite Semester, Studieneinführung & Selbstreflexion sowie Selbsterfahrung in der Regel im Wintersemester (1. Studiensemester), Persönlichkeitsbildung und Ethik in der Regel im Sommersemester (2. Studiensemester)
Antje Hunger, Joachim Kosfelder, Elke Kruse, Katja Neuhoff
Eine Veranstaltung Beratungspraxisforschung I
(Testat MB8.1 gem. §17 Abs. 4 der RahmenPO)
Eine Veranstaltung: Beratungspraxisforschung II
Seminaristischer Unterricht mit Methodologischen und methodischen Einführungen in Form von Vorlesungen oder Referaten der/des Dozentin/en, Arbeit in Projektgruppen der Studierenden, Referaten zu vorliegenden empirischen Arbeiten, Textarbeit, Gruppen- und Plenumsdiskussionen, projektorientierten Arbeiten, kontinuierlicher Dokumentation des Forschungsprozesses in Form von Forschungsportfolios; Methodenreflexion im Plenum, Präsentationen von Arbeitsergebnissen der Studierenden in Form von Referaten und Postern
kennen methodische Herangehensweisen der Beratungspraxisforschung,
verstehen die Ergebnisse ausgewählter klassischer und aktueller empirischer Studien im Bereich der Beratung, können (fremde und eigene) Forschungsdesigns, -methodenwahl und -ergebnisse kritisch einschätzen und Schlussfolgerungen aus den dargestellten / präsentierten Ergebnissen ableiten,
sie können deren Qualität einschätzen, die Ergebnisse zu (erlebten/r und umgesetzten/r) Beratungsmethoden / -praxis in Beziehung setzen,
kennen forschungspraktische Abläufe zur Planung und Umsetzung von Forschungsprojekten mit allen Arbeitsschritten,
sind in der Lage, ein eigenes Forschungsprojekt zu konzipieren: eine Forschungsfrage aus dem Bereich der Beratung für (und mit) Kinder(n), Jugendliche(n) und Erwachsene(n) zu entwickeln, eine begründete Forschungsmethodenauswahl /ggf. -triangulation zu treffen, diese eigenständig umzusetzen, zu methodisch abgesicherten Erkenntnissen zu gelangen und ihre Forschungsergebnisse in angemessener Weise mündlich und schriftlich zu präsentieren,
können sich einen Feldzugang erarbeiten und sichern, der auf der Kooperation mit den Forschungssubjekten beruht und alle zentralen Akteure angemessen einbezieht
übernehmen Verantwortung für die Gestaltung des Forschungsprozesses als soziale Interaktion, kooperieren bei der Planung, Durchführung und Auswertung ihres Projektes mit allen Akteuren des Forschungsprojekts,
sind forschungsmethodisch beratungs- und austauschinteressiert,
sind im Rahmen des methodisch kontrollierten Fremdverstehens in der Lage, die Relevanzsysteme der Erforschten, deren (z.B. milieu-, geschlechts-, altersspezifischen) Erfahrungsgrundlagen, ihre Perspektiven, Orientierungen und Werthaltungen zu erfassen und dem Kenntnisspektrum des Themenkomplexes Psychosoziale Beratung zuzuordnen,
argumentieren im Rahmen ihres professionellen Handelns evidenzbasiert und theoriegeleitet.
Kenntnisse klassischer und aktueller empirischer Studien der Beratungspraxisforschung, Einschätzung der Qualität von empirischen Studien, Entwicklung eines forschenden Habitus als Grundhaltung angemessener Beratungspraxis,
Aneignung vertiefter theoretisch-methodologischer und praktisch-methodischer Kenntnisse der empirischen Beratungspraxisforschung, dazu gehören empirisch-qualitative Methoden und empirisch-quantitative Verfahren zur Datenanalyse,
Umsetzung eines eigenen Forschungsprojekts mit wissenschaftlicher Fragestellung und Anwendung empirischer Forschungsmethode(n),
Dokumentation von Forschungserfahrungen und Präsentation von Forschungsergebnissen jeweils in der Form, die der Forschungsmethode angepasst ist, Reflexion des Forschungsverlaufs.
Jedes zweite Semester, Teil 1 in der Regel im Wintersemester (1. Studiensemester), Teil 2 in der Regel im Sommersemester (2. Studiensemester)
Joachim Kosfelder & Denis Köhler
Voraussetzungen: Erfolgreicher Abschluss von MB8
MB9.1
Gem. § 10 MaPO PB fließt die Note des gesamten Moduls mit 5 % in die Gesamtnote ein.
Seminaristischer Unterricht mit Methodologischen und methodischen Einführungen in Form von Vorlesungen oder Referaten der/des Dozentin/en, Arbeit in Projektgruppen der Studierenden, Referaten zu vorliegenden empirischen Arbeiten, Textarbeit, Gruppen- und Plenumsdiskussionen, projektorientierten Arbeiten, Präsentationen von Erprobungsergebnissen der Studierenden in Form von Referaten und Postern
kennen grundlegende Ziele, Begrifflichkeiten und Verfahren des Qualitätsmanagements in der Beratungspraxis,
kennen methodische Herangehensweisen für Bedarfsanalysen, Wirksamkeits- und Evaluationsstudien,
verstehen die Ergebnisse ausgewählter Effekt- und Evaluationsforschung,
sind in der Lage, Qualitätskriterien der Beratungspraxis mit den Instrumenten interner und externer Evaluation so zu verknüpfen, dass sie in eine positive Entwicklung der Beratungspraxis münden,
können fachliche Diskurse über verschiedene Qualitätsmanagement- und Qualitätsentwicklungs-Systeme in die jeweilige Fachdiskussion einordnen,
erproben exemplarisch Methoden der Evaluation in der Beratungspraxis,
Methodische Grundlagen zur Evaluation von Aufgaben und Anforderungen der Beratungspraxis, insbesondere für die Wirksamkeitsanalyse von Beratungsstrategien und -methoden sowie deren Auswirkungen auf die jeweilige Zielgruppe.
Grundlagen des Qualitätsmanagements und der Qualitätsentwicklung in der Beratungspraxis, Zielfindung und Zielformulierung, einschl. der Nutzung allgemeinverbindlicher Qualitätskriterien für die Beratungspraxis (z.B. der Deutschen Gesellschaft für Beratung e.V.).
Jedes zweite Semester, in der Regel im Wintersemester (3. Studiensemester)
Joachim Kosfelder & Manuela Hopf
Voraussetzungen: gem. § 9 Abs. 1 MaPO PB
Gem. § 10 MaPO PB fließt die Note des gesamten Moduls mit 20 % in die Gesamtnote ein.
Abschlussarbeit. Gemäß § 25 (3) RahmenPO ist die Arbeit in 12 Wochen zu bearbeiten; auf begründeten Antrag kann der Prüfungsausschuss die Bearbeitungszeit einmal um bis zu zwei Wochen verlängern.
Hinweise zum Umfang und zur Bearbeitungszeit stehen den Studierenden in einer separaten ‚Handreichung zur Verfassung einer Masterthesis im Studiengang Soziale Arbeit und Pädagogik mit Schwerpunkt Psychosoziale Beratung‘ zur Verfügung.
Je nach Aufgabenstellung der Master-Thesis, welche sich mit empirischer Beratungspraxisforschung befassen soll. In Absprache mit den Betreuer*innen kann die Master-Thesis in Form eines - prinzipiell publikationsfähigen - Fachartikels aufgebaut sein, der von einer theoretischen Einordnung sowie einer kritischen Reflexion der Ergebnisse gerahmt sein sollte.
Jedes Semester, in der Regel im Wintersemester (3. Studiensemester)
MB11.1
Mod​ulhandbuch MAPB .pdf
Last modified on 12.09.2019 13:12

References: §17
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 § 8
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