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Timestamp: 2020-06-02 05:42:01+00:00

Document:
Auslobung - intranda GmbH
Neubau Verbindungsbauwerk Justizvollzugsanstalt Plötzensee : Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf / Herausgeber Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Nichtoffener Wettbewerb für Bewerbergemeinschaften aus Architekten, Beratenden Ingenieuren und Fachplanern für Technische Ausrüstung (Hubtechnik)
Berlin: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, 2016 - 2016
Berlin baut - Zukunft Wettbewerb
B 818 Recht. Justiz: Strafvollzug. Gefängnisse. Lager
Kws 405,5 Architektur: Entwerfen
1 Online-Ressource (42 Seiten)
Datum des Herunterladens: 27.05.2016
urn:nbn:de:kobv:109-1-8152054
Building industry Senate departments State, Politics, Administration, Law
Neubau Verbindungsbauwerk Justizvollzugsanstalt Plötzensee
Neubau Verbindungsbauwerk
Justizvollzugsanstalt Plötzensee
Nichtoffener Wettbewerb für Bewerbergemeinschaften aus Architekten,
Beratenden Ingenieuren und Fachplanern für Technische Ausrüstung
(Hubtechnik)
Wettbewerbsdurchführung
Julia Feier, II D 14, Dipl.-Ing. Stadt-und Regionalplanung
Referat IID - Architektur, Stadtgestaltung und Wettbewerbe
Lars Krokowski, Dipl.-Ing. Architektur
A&W Digitaldruck, Berlin
Die in der Auslobung gewählte männliche Form bezieht gleichermaßen
weibliche Personen ein. Auf eine Doppelbenennung wurde in der Regel
aufgrund besserer Lesbarkeit verzichtet.
Anlass und Ziel.........................................................................................7
Verfahren.....................................................................................9
Auslober, Bauherr........................................................................9
Art des Verfahrens.......................................................................9
Richtlinien für Wettbewerbe.........................................................9
1.4	Wettbewerbsteilnehmer.............................................................10
Preisgericht und Vorprüfung....................................................... 11
Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen........................................13
Abgabe der Wettbewerbsarbeit..................................................14
Ortsbesichtigung und Rückfragenkolloquium.............................14
Verzeichnis der Wettbewerbsunterlagen....................................15
Geforderte Leistungen...............................................................16
Beurteilungsverfahren und Vorprüfung......................................17
Preise und Anerkennungen........................................................18
Eigentum und Urheberrecht.......................................................19
1.15	Verfassererklärung.....................................................................19
Bekanntgabe des Ergebnisses / Ausstellung der Arbeiten.........19
Haftung und Rückgabe..............................................................19
Zusammenfassung der Termine.................................................20
Situation und Planungsvorgaben...........................................21
Städtebauliche Rahmenbedingungen........................................21
Historische Entwicklung.............................................................24
Der Planungsbereich..................................................................27
Technische Infrastruktur.............................................................29
2.5	Planungsrecht............................................................................29
2.6	Denkmalschutz...........................................................................30
Teil 3 	 Wettbewerbsaufgabe...............................................................31
3.1	Planungsumfang........................................................................31
Städtebaulich-architektonische Zielsetzung...............................31
Funktionale Anforderungen........................................................32
Nachhaltigkeit / Ökologische Zielsetzung..................................36
Baukosten / Wirtschaftlichkeit....................................................36
Baurechtliche Vorschriften, Normen und Richtlinien..................37
Beurteilungskriterien des Preisgerichts......................................38
Anhang......................................................................................39
Digitale Anlagen ........................................................................39
4.2	Quellenangaben.........................................................................42
Neubau Verbindungsbauwerk JVA Plötzensee
Neubau Verbindungsbauwerk JVA Plötzensee | Anlass und Ziel
Gegenstand des Wettbewerbs ist der Entwurf eines Verbindungsbauwerks
über den Friedrich-Olbricht-Damm.
Im Jahr 2013 fusionierte die JVA Charlottenburg mit der JVA Plötzensee.
Diese zwei durch den Friedrich-Olbricht-Damm räumlich getrennten
Liegenschaften des geschlossenen Vollzugs sollen miteinander verbunden werden, um eine weitestgehend ungehinderte Wegeverbindung für
Gefangene und Sicherheitspersonal zu schaffen.
Das Verbindungsbauwerk soll sich vom 1.OG des Verwaltungsbaus am
Friedrich-Olbricht-Damm 17 über den öffentlichen Straßenraum bis zum
nördlich gelegenen Grundstück Friedrich-Olbricht-Damm 18 erstrecken.
Ziel ist es ein Brückenbauwerk mit einer Hubanlage zu entwerfen, das im
Bedarfsfall aufgrund von Schwertransporten eine lichte Durchfahrtshöhe
von 9 m sicherstellt und hinsichtlich seiner Funktion, Formsprache und
Materialwahl den besonderen städtebaulichen und sicherheitstechnischen
Für das Bauvorhaben steht ein Gesamtkostenrahmen (KG 100 – 700)
in Höhe von 3,1 Mio. Euro (brutto) zur Verfügung. Der Kostenrahmen ist
einzuhalten. Die Realisierung soll bis 2019 erfolgt sein, sofern die finanziellen Voraussetzungen vorliegen.
Neubau Verbindungsbauwerk JVA Plötzensee | Teil 1 Verfahren
Teil 1	 Verfahren
Auslober, Bauherr
Auftraggeber, Bauherr
Abteilung V, Hochbau
Abteilung III, Justizvollzug, Gnadenwesen, soziale Dienste der Justiz
Friedrich-Olbricht-Damm 16
Wettbewerbsdurchführung, Auslobung und Koordination
Referat IID - Architektur, Stadtgestaltung, Wettbewerbe
Julia Feier, II D 14
+49 (0)30 9025 2063
+49 (0)30 9025 2535
E-Mail	julia.feier@senstadtum.berlin.de
Die Auslobung erfolgt als nichtoffener Wettbewerb für Bewerbergemein­
schaften aus Architekten, Beratenden Ingenieuren und Fachplanern für
Technische Ausrüstung (Hubtechnik). Das gesamte Verfahren ist bis zum
Abschluss anonym.
Die Wettbewerbssprache ist Deutsch. Die Kommunikation mit den Teilnehmern erfolgt über E-Mail.
Richtlinien für Wettbewerbe
Dem Wettbewerb liegen die Richtlinien für Planungswettbewerbe (RPW
2013) sowie der Leitfaden zur Durchführung von Wettbewerben gemäß
IV 150 der Allgemeinen Anweisung für die Vorbereitung und Durchführung
von Bauaufgaben Berlins (Anweisung Bau – ABau) zugrunde, soweit
nachstehend nichts anderes ausgeführt ist.
Die Architektenkammer Berlin und die Baukammer Berlin sind Beteiligte
des Wettbewerbs. Sie wirken vor, während und nach dem Wettbewerb beratend mit; sie registrieren den Wettbewerb. Mit der Registrierung wird bestätigt, dass die Auslobungsbedingungen der Richtlinie entsprechen. Die
besonderen Bestimmungen für öffentliche Auftraggeber (RPW 2013, § 9)
sind anzuwenden. Der Wettbewerb wird bei der Architektenkammer Berlin
unter der Registrier-Nr. AKB -2016-04 und bei der Baukammer Berlin unter
der Registrier-Nr. BKB -2016-01 geführt.
Jeder Teilnehmer, Preisrichter, Sachverständige, Vorprüfer und Gast erklärt sich durch seine Beteiligung bzw. Mitwirkung am Verfahren mit den
vorliegenden Teilnahmebedingungen und der Anwendung der RPW 2013
einverstanden. Verlautbarungen jeder Art über Inhalt und Ablauf vor und
während der Laufzeit des Wettbewerbsverfahrens, einschließlich der Ver­
öffentlichung der Wettbewerbsergebnisse, dürfen nur über die Senats­
verwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt – II D – abgegeben werden.
Jeder Teilnehmer, Preisrichter, Sachverständige, Vorprüfer, Gast und Auf­
tragnehmer willigt durch seine Beteiligung bzw. Mitwirkung am Ver­fahren
ein, dass seine personenbezogenen Daten im Zusammenhang mit o.g.
Wettbewerb bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
in Form einer automatisierten Datei geführt werden. Diese Einwilligung
gemäß § 6 des novellierten Bundesdatenschutzgesetzes ist auf der Ver­
fasser- bzw. auf der Zustimmungserklärung zu bestätigen. Eingetragen
werden Name, Anschrift, Telefon, Bankverbindung, Beauftragung im Wett­
bewerb, Kammermitgliedschaft, Berufsbezeichnung. Nach Abschluss
des Verfahrens können auf Wunsch diese Daten gelöscht werden (durch
Vermerk auf der Verfassererklärung bzw. durch Mitteilung an den Auslober).
Öffentliche Aufträge, die gemäß den Vergabevorschriften der EU vergeben werden müssen, unterliegen einem Rechtsschutzverfahren. Für die
öffentlichen Auftraggeber des Landes Berlin wird dieses Verfahren vor der
Vergabekammer des Landes Berlin geführt.
Tel. +49(030) 9013 8316
Fax +49(030) 9013 7613
1.4	Wettbewerbsteilnehmer
Zur Teilnahme am Wettbewerb wurden entsprechend der Ankündigung
im EU-Amtsblatt vom 16.01.2016 in einem vorgeschalteten Bewerbungsverfahren (Teilnahmewettbewerb gemäß RPW und VOF) durch ein vom
Preisgericht unabhängiges Auswahlgremium acht Bewerbergemeinschaf­
ten aus Architekten, Beratenden Ingenieuren und Fachplanern für
Technische Ausrüstung (Hubtechnik) ausgewählt.
Nicole Zahner
Beratende Ingenieurin für Tragwerksplanung,
Karl Hufnagel
Joachim Swillus
Architekt, Werder/Havel
Hermann-Josef Pohlmann
Abteilungsleiter Abt. V, Hochbau
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und
Umwelt, Berlin
Hans-Arduin Pohl
Abt. III, Justizvollzug, Gnadenwesen, soziale
Dienste der Justiz, stellvertretender Referats				leiter Justizvollzug
Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucher				schutz, Berlin
Rainer Latour
Leiter Stadtentwicklungsamt
Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf, Berlin
Hartmut Pfeiffer
Abteilung V, Hochbau, Referat Projektmanage				ment Inneres und Justiz
Thorsten Luxa
Jugendstrafanstalt Berlin, gleichzeitig kommis				sarischer Vollzugsleiter Justizvollzugsanstalt
Siegfried Rudolph
Martina Exner
Dienste der Justiz, Baureferent, Referat Justiz				vollzug
Helge Nast
Berliner Immobilienmanagement GmbH; Berlin
Robert Savickas
Vollzugsleiter
Justizvollzugsanstalt Plötzensee, Berlin
Mietermanagement für Justizvollzugsanstalten
Petra Kulczak
Stadtentwicklungs- und Ordnungsangelegen				heiten
Siegfried Maerker
Ingrid Lohse
Fachbereich Stadtplanung – Denkmalschutz
Knut Kardacki
Dr. Julius Menge
Abteilung VII, Grundsatzangelegenheiten der
Verkehrspolitik, Verkehrsentwicklungsplanung
Dr. Matthias Dunger
Peter Ostendorff
Abteilung II, Städtebau und Projekte
Referatsleiter Architektur, Stadtgestaltung,
Inge Schmidt-Rathert
Gruppenleiterin Referat Architektur,
Stadtgestaltung, Wettbewerbe
Julia Feier
Referat Architektur,Stadtgestaltung,Wettbewerbe
Vorprüfung			Ulrike Poeverlein
Architektur / Ingenieurbauwerk
Otmar Gerono
WohnWertPlan GmbH, Berlin
Kammervertretung
Peter Kever
Referent für Wettbewerb und Vergabe
Gäste				Mitglieder der Bezirksverordnetenversammlung
Der Auslobungstext und die digitalen Anlagen stehen zum Download bereit. Den Teilnehmern wird das Passwort per Email am 23. Februar 2016
Die gedruckte Auslobungsbroschüre wird am 25. Februar 2016 an die
Wettbewerbsteilnehmer versendet.
Abgabe der Wettbewerbsarbeit
Die Arbeiten müssen bis zum 14. April 2016 um 16 Uhr in der
Referat Wettbewerbe und Auswahlverfahren
Raum 4.026
eingegangen sein. Es gilt nicht das Datum des Poststempels. Die Wett­
bewerbspläne sind gerollt in einer eckigen Versandbox abzuliefern.
Der Verfasser trägt die Verantwortung, dass die geforderten Leistun­
gen am 14. April 2016 vorliegen.
Die Wettbewerbsarbeiten sind zur Wahrung der Anonymität in verschlos­
senem Zustand ohne Absender oder sonstigen Hinweis auf den Verfasser,
aber mit der Kennzahl und dem Vermerk „Wettbewerb Neubau Verbin­
dungsbauwerk JVA Plötzensee“ im angegebenen Raum einzureichen.
Bei Zustellung durch Post- oder Kurierdienst ist der Empfänger als Absen­
der anzugeben.
Kennzeichnung der Arbeiten
Die Wettbewerbsarbeiten sind in allen Stücken nur durch eine gleichlautende Kennzahl zu bezeichnen. Sie ist aus sechs arabischen Ziffern zu
bilden und in einer Größe von 1 cm Höhe und 4 cm Breite auf jedem Blatt
und Schriftstück in der rechten oberen Ecke anzubringen.
Der Wettbewerbsverfasser hat die Verfassererklärung mit seiner Anschrift
in einem verschlossenen und undurchsichtigen Umschlag mit der gleichen
Kennzahl abzugeben, mit der er seine Wettbewerbsarbeit gekennzeichnet
hat. Dieser Umschlag ist gleichzeitig mit der Wettbewerbsarbeit abzugeben. Die Verfassererklärung ist nicht in digitaler Form einzureichen.
Ortsbesichtigung und Rückfragenkolloquium
Rückfragen zur Auslobung können schriftlich gestellt werden. Sie müssen
bis zum 26. Februar 2016 bis 16 Uhr bei folgender E-Mail-Adresse eingegangen sein:
julia.feier@SenStadtUm.Berlin.de
Bei den Rückfragen ist auf die entsprechenden Teilziffern der Auslobung,
auf die sie sich beziehen, Bezug zu nehmen. Im Rahmen eines Rück­
fragenkolloquiums am 1. März 2016 werden die bis zum 26. Februar 2016
schriftlich eingegangenen Rückfragen beantwortet.
Ortsbesichtigung / Rückfragenkolloquium
Am 1. März 2016 findet ab 14 Uhr eine Ortsbesichtigung für die Wettbe­
werbs­
teilnehmer statt. Die Teilnehmeranzahl je Bewerbergemein­
ist auf maximal drei Personen beschränkt. Ein hierfür vorgesehenes
Anmeldungsformular (s. digitale Anlagen – 4.1.5 Formblätter) ist auszufüllen und bis zum 26.02.2016, 16 Uhr, an folgende Adresse zu senden:
julia.feier@SenStadtUm.Berlin.de.
Eine Fotoerlaubnis für die angemeldeten Teilnehmer der Ortsbesichtigung
liegt für diesen Tag vor. Es wird dringend empfohlen, an diesem Termin
Pforte I
Im Anschluss an die Ortsbesichtigung findet eine Einführung in die Auf­
gabenstellung sowie zu Abläufen der Justizvollzugsanstalt mit anschließendem Rückfragenkolloquium im großen Konferenzsaal auf dem An­
staltsgelände statt.
Die schriftlich gestellten Rückfragen und die während des Rückfragen­
kolloquiums sich ergebenden Fragen werden in Abstimmung mit dem
Preisgericht beantwortet und die Zusammenstellung aller eingereichten
/ schriftlich gestellten Fragen und deren Beantwortung bis zum 8. März
2016 per E-Mail an die Beteiligten versandt. Das Rückfragenprotokoll ist
Bestandteil der Auslobung.
Es wird dringend empfohlen, am Termin der Ortsbesichtigung / des
Rückfragenkolloquiums teilzunehmen.
Unterlagen des Wettbewerbs sind:
die vorliegende Auslobung
die Zusammenstellung der Rückfragen und deren Beantwortung
digitale Daten zum Download (vollständiges Verzeichnis siehe Teil
4 Anhang), u.a. die im Folgenden aufgeführten Planunterlagen und
– Arbeits- und Lageplan, u.a. als .dxf-Datei
– Informationspläne (Schichtenverzeichnis, Leitungsplan, Bestands
pläne, Lageplan Vermesser), u.a. als .pdf- u. .dwg-/.dxf-Datei
– Formblätter als .pdf- und .xls- Datei
– Fotodokumentation
– Luftbild 2015
Jeder Teilnehmer des Verfahrens verpflichtet sich, die vorliegenden digitalisierten Daten und Pläne nur für die Beteiligung am Verfahren zu nutzen. Daten, die im Rahmen der Bearbeitung als Zwischenprodukte anfallen und nicht an den Auslober abgegeben werden, sind nach Abschluss
des Wettbewerbes zu löschen.
Geforderte Leistungen in Papierform
Von den Teilnehmern werden folgende Leistungen erwartet:
1.	 Lageplan mit Darstellung der Gesamtsituation und Einbindung in
den stadträumlichen Kontext gemäß den Sicherheitsanforderungen
im M 1:200, genordet.
2.	 Längsschnitt der Brücke mit Darstellung der Anschlüsse an
das bestehende Gebäude und Darstellung der Aufzug- und
Treppenanlagen sowie der Anlagen zur Außensicherung im M 1:100.
3.	 Regelquerschnitt und ggf. weitere Schnitte der Brücke mit Materialund Farbangaben zur Darstellung der Konstruktion und der
Hubanlage im M 1:50.
4.	 Grundriss, Untersicht, Ansichten im M 1:100.
5.	 1 räumliche Darstellung der Gesamtanlage der Brücke im Stadtraum
(Blickrichtung von Südosten, siehe hierzu digitale Anlagen 4.1.6
Bilddokumentation, F01) sowie jeweils eine räumliche Darstellung
der beiden Anschlusspunkte.
6.	 Prüfpläne (gefaltet) ein Satz der verlangten Aufsicht und Untersicht,
Ansichten und Schnitte mit Eintragung der für die Berechnung notwendigen Maße.
7.	 Kostenübersicht (s. digitale Anlagen, 4.1.5 Formblätter)
8.	 Erläuterungsbericht (max. 4 DIN A4 Seiten, getrennt von den
Plänen) mit Aussagen zu folgenden Aspekten:
– Erläuterung und Begründung des vorgeschlagenen Konstruktionsund Entwurfskonzepts
– Beschreibung von Konstruktion, Materialien und Hubanlage
– Aussagen zur Wirtschaftlichkeit
– Aussagen zur Nachhaltigkeit
– Aussagen zur Wartung und Instandhaltung
9.	 Baubeschreibung in Anlehnung an die RAB-ING.
10.	 Verfassererklärung (s. Teil 4 Anhang, 4.1.6 Formblätter)
11.	 Verzeichnis der eingereichten Unterlagen
Zusätzlich geforderte Leistungen in digitaler Form
Zusätzlich sind folgende Leistungen in digitaler Form auf CD-ROM zu erbringen (für Vorprüfung, Ergebnisprotokoll und Veröffentlichung):
–	 die Präsentationspläne als Windows-kompatible .tif-Datei(en) in einer Auflösung von bevorzugt 300dpi (ggf. LZW-komprimiert)
–	 die Präsentationspläne als .pdf-Datei(en) mit eingebundenen Pixel­
darstellungen in einer Auflösung von bevorzugt 300dpi.
–	 die geforderten Leistungen nach Nr. 6 (Prüfpläne) als CAD-Datei im
Format .dwg oder .dxf;
–	 die unter Nr. 7 bis 9 und 11 aufgeführten geforderten Leistungen
Hinweise zu den zusätzlich geforderten digitalen Leistungen
Die CD-ROM selbst trägt als Titel nur die sechsstellige Kennzahl, mit der
auch die schriftlichen Pläne gekennzeichnet werden (z.B. 123456). Die
darauf gespeicherten Dateien dürfen ebenfalls nur mit der sechsstelligen
Kennzahl gekennzeichnet werden und dürfen keine Hinweise auf die Ver­
fasser enthalten. Die einzelnen Dateien auf der CD-ROM müssen wie folgt
benannt werden:
Der erste Teil des Dateinamens ist die sechsstellige Kennzahl, danach
folgt ein Unterstrich und anschließend der eigentliche Dateititel, gefolgt
von der Formatangabe, z.B. „tif“.
–	 Lageplan:	123456_lageplan.tif
–	 Grundriss:	123456_grundriss_01.pdf
–	Schnitt:	123456_schnitt_01.pdf
–	 Prüfplan:	123456_pruefplan_01.dwg
In den Dateinamen dürfen keine Leer- und Sonderzeichen vorkommen.
Die CD-ROM ist für Windows-kompatiblen PC zu erstellen.
Als verbindliche Form der Arbeit gilt der Papierausdruck.
Jeder Teilnehmer darf nur eine Arbeit ohne Variante einreichen. Gemäß
RPW 2013 § 5 Absatz 2 werden Darstellungen, die über die in der Aus­
lobung geforderten Leistungen hinausgehen oder gegen bindende Vorga­
ben des Auslobers verstoßen, von der Vorprüfung ausgesondert.
Für die Präsentation der Wettbewerbsarbeiten steht pro Wettbewerbs­
teilnehmer max. zwei 2 m hohe Rolltafeln mit einer Hängefläche von 1,96
m (Breite) x 1,46 m (Höhe) zur Verfügung.
Ausschlusskriterien / Verstoß gegen bindende Vorgaben
Die für die Wettbewerbsaufgabe verbindlichen Vorgaben werden im Sinne
der Innovation und des Wettbewerbsgedankens auf folgende grundsätzliche Anforderungen begrenzt:
Es werden keine bindenden Vorgaben im Sinne der RPW 2013 § 5 Abs. 1
und § 6 Abs. 2 formuliert.
Wettbewerbe, die während der Laufzeit des Wettbewerbs veröffentlicht
werden, verstoßen gegen die im § 1 Absatz 4 und § 6 Absatz 2 RPW 2013
geforderte Anonymität und sind von der Beurteilung auszuschließen.
Das Beurteilungsverfahren ist unter § 6 Absatz 2 der RPW 2013 dargestellt. Ergänzend gilt Folgendes: Die eingereichten Arbeiten werden mit
Hilfe eines Kriterienkataloges vorgeprüft. Bei der Erfüllung dieser Aufgabe
können die Sachverständigen zur Unterstützung der Vorprüfer hinzugezogen werden. Dem Preisgericht werden die Ergebnisse der Vorprüfung
als Entscheidungshilfe zur Verfügung gestellt, die Beurteilung der Arbeiten
bleibt dem Preisgericht vorbehalten (siehe unter Punkt 3.7 / Beurteilungs­
kriterien des Preisgerichts).
Die Auslobungssumme (RPW 2013 § 7 Absatz 2) ist auf der Basis der HOAI
§34 und §43 ermittelt. Je Planungsteam wird ein Bearbeitungshonorar von
4.000,- Euro (netto) ausgezahlt.
Für Preise stehen insgesamt 13.000 Euro (netto) zur Verfügung. Es ist folgende Aufteilung vorgesehen:
5.500,– Euro
4.500,– Euro
3.000,– Euro
Die Preise werden nach Entscheidung des Preisgerichts unter Ausschluss
des Rechtsweges zugeteilt. Das Preisgericht kann einstimmig eine andere
Verteilung beschließen oder Preisgruppen bilden. Die Mehrwertsteuer von
derzeit 19% ist in den genannten Beträgen nicht enthalten und wird den
inländischen Teilnehmern zusätzlich ausgezahlt.
Das Preisgericht gibt eine schriftliche Empfehlung für die weitere Bearbei­
tung der Wettbewerbsaufgabe.
Bei der Umsetzung des Projekts wird unter Würdigung der Empfehlungen
des Preisgerichts einer der Preisträger mit den Leistungsphasen 2-9 gemäß § 34, § 43, § 55 und die Leistungsphasen 2-6 gemäß § 51 HOAI 2013
zu vergeben, sofern kein wichtiger Grund einer Beauftragung entgegensteht, insbesondere soweit und sobald die dem Wettbewerb zugrunde liegende Aufgabe realisiert werden soll (RPW 2013 § 8 Absatz 2).
Die Beauftragung erfolgt stufenweise. Die Beauftragung der jeweils nächsten Stufe kann nur beim Vorliegen der haushaltsrechtlichen Voraus­
setzungen gem. ABau Teil III, Punkt 130 erfolgen. Ein Rechtsanspruch auf
Beauftragung dieser Leistungen besteht nicht.
Im Falle einer weiteren Bearbeitung werden durch den Wettbewerb bereits
erbrachte Leistungen des Wettbewerbsteilnehmers bis zur Höhe des zuerkannten Preises nicht erneut vergütet, wenn der Wettbewerbsentwurf in
seinen wesentlichen Teilen unverändert der weiteren Bearbeitung zugrunde gelegt wird (RPW 2013 § 8 Absatz 2).
Ein Verhandlungsverfahren im Anschluss an den Wettbewerb mit allen
Preisträgern wird nur durchgeführt, wenn der Auftraggeber vom Votum des
Preisgerichts abweicht. Im Regelfall wird der Auftraggeber nur mit dem ersten Preisträger über die Auftragsvergabe verhandeln.
Für Architekten, die nicht Mitglieder der Berliner Architektenkammer sind,
gilt § 6 Bau- und Architektenkammergesetz in der neuesten Fassung
(http://www.akberlin.de/publicity/ak/internet.nsf/tindex/de_berufsrecht.
htm). Bei ausländischen Wettbewerbsteilnehmern wird die Hinzuziehung
eines Kontaktbüros für die weitere Bearbeitung empfohlen.
Die eingereichten Unterlagen aller Wettbewerbsarbeiten werden Eigentum
des Auslobers. Das Urheberrecht und das Recht der Veröffentlichung der
Entwürfe bleiben dem Verfasser erhalten (RPW 2013 § 8 Absatz 3).
Der Auslober ist berechtigt, alle zur Beurteilung zugelassenen Arbeiten
nach Abschluss des Wettbewerbs ohne weitere Vergütung zu dokumentieren, auszustellen und (auch über Dritte) zu veröffentlichen. Die Namen der
Verfasser werden dabei genannt.
1.15	Verfassererklärung
Durch ihre Unterschrift in der Verfassererklärung versichern die Wettbe­
werbsteilnehmer, dass sie die geistigen Urheber der Wettbewerbsarbei­
ten, gemäß den Wettbewerbsbedingungen teilnahmeberechtigt, mit einer
Beauftragung zur weiteren Bearbeitung einverstanden und zur fach- und
termingerechten Durchführung in der Lage sind.
Die Verfassererklärung befindet sich als Formblatt in den digitalen Anlagen
unter 4.1.5 Formblätter.
Bekanntgabe des Ergebnisses / Ausstellung
Das Ergebnis des Wettbewerbs wird (unter Vorbehalt der Prüfung der
Teilnahmeberechtigung) den Teilnehmern, deren Arbeit mit einem Preis
ausgezeichnet wird, unmittelbar nach der Entscheidung des Preisgerichts,
allen anderen durch Übersendung des Preisgerichtsprotokolls mitgeteilt
und der Öffentlichkeit über die Presse bekanntgegeben sowie angekündigt unter:
www.stadtentwicklung.berlin.de/städtebau/baukultur/wettbewerbe
Die zugelassenen Wettbewerbsarbeiten werden mit den Namen der
Verfasser, der Mitarbeiter und Sonderfachleute, den Preisen, der
Aufnahme in die engere Wahl und dem Preisgerichtsprotokoll öffentlich ausgestellt. Eröffnung, Ort und Dauer der Ausstellung werden den
Wettbewerbsteilnehmern und der Presse bekannt gegeben (RPW 2013 §
8 Absatz 1).
Für die Beschädigung oder den Verlust der eingereichten Arbeiten haftet
der Auslober nur im Fall nachweisbar schuldhaften Verhaltens.
Ausgabe der Auslobung per E-Mail/
Planunterlagen zum Download
Versand der gedruckten
Rückfragen per E-Mail bis
Ortsbesichtigung/ Rückfragenkolloquium
Versand des Rückfragenprotokolls bis zum
26. Februar 2016, 16 Uhr
1. März 2016, ab 14 Uhr
14. April 2016, bis 16 Uhr
Neubau Verbindungsbauwerk JVA Plötzensee | Teil 2 Situation und Planungsvorgaben
Teil 2	 Situation und Planungsvorgaben
Der Standort der zu planenden Brücke liegt im Bezirk CharlottenburgWilmersdorf von Berlin zwischen zwei Teilbereichen der Justizvollzugs­
anstalt Plötzensee und wird den Friedrich-Olbricht-Damm (FOD) aus südwestlicher in nordöstliche Richtung überspannen.
Schwarzplan mit Markierung des Planungsbereiches, M 1:10.0000
Baustruktur der Umgebung
Die Umgebung des Planungsgebiets ist geprägt durch ein heterogenes
Stadtbild mit unterschiedlichen Bebauungen des 20. Jahrhunderts und
verschiedenartige Nutzungen. So befinden sich südlich der JVA, getrennt
durch den Autobahnring A100 und den Westhafenkanal, Gewerbebauten
und der Berliner Großmarkt. In nördlicher und westlicher Richtung öffnet
sich der Landschaftsraum vorwiegend zu Kleingartenanlagen.
Die beiden Teilanstalten am FOD werden jeweils von einer Außensiche­
rungsanlage (Mauer) umgeben. Während der von seiner Baustruktur eher
heterogene nördliche Anstaltsteil aus ein- bis fünfgeschossigen Baukör­
pern besteht, weist der südliche Anstaltsteil hauptsächlich dreigeschossige Baukörper aus, die längs des FOD ausgerichtet sind.
Ferner befinden sich zwischen FOD und der Außensicherungsanlage des
nördlichen Teils der Haftanstalt zweigeschossige Wohngebäude, die ehemaligen Beamtenwohnhäuser.
Abb. 2 	 Luftbild 2015 mit Darstellung des Planungsbereiches, M 1:2.000
Abb. 3 	 Lageplan mit Darstellung des Planungsbereiches, M 1:2.000
Das Wettbewerbsgebiet liegt auf der Fläche des früheren Gutsbezirks
Plötzensee, der im ausgehenden 19. Jahrhundert die Gebiete südlich der
Seestraße und dem heutigen Westhafen umfasste.
Bis 1800 war das Wald- und Heidegebiet kurfürstliches und königliches
Jagdrevier, aus dem 1823 die Gutsbezirke Tegeler Forst und Jungfernheide
gebildet wurden. Ab den 1820er Jahren wurde die Jungfernheide zudem
als Exerzier- und Schießplatz vom Militär genutzt. Ende des Jahrhunderts
folgten Kasernenbauten. Ab 1868 wurde der Gefängniskomplex am
Friedrich-Olbricht-Damm errichtet.
Übersichtsplan von 1893, Ausschnitt
Zwischen diesem Areal und einer 200 Hektar umfassenden Fläche im
Westen, die 1904 durch die Stadt Charlottenburg erworben wurde, entstanden zu Beginn des 20. Jahrhunderts Kleingartenkolonien, u.a. die erste
Arbeitergartenkolonie auf dem Dienstacker der Försterei Jungfernheide.
1920 erfolgt die vollständige Eingemeindung der Flächen nach Groß-Berlin
in den Bezirk Charlottenburg. Aufgrund der durch die umliegenden Kanäle
geprägten Insellage und die damit einhergehende schlechte Erreichbarkeit
des Areals, erfolgt die Entwicklung als Siedlungsgebiet erst nach dem
Zweiten Weltkrieg mit dem Bau der Hauptverkehrsstraßen Siemensdamm,
Kurt-Schumacher-Damm und Goerdelerdamm für den Aufbau des kriegszerstörten Berlins.
Das historische Areal Strafgefängnis Plötzensee
In der Zeit von 1868 bis 1879 wurde das Strafgefängnis Plötzensee auf
Beschluss des königlichen Justizministeriums auf einer damals 25 Hektar
großen Fläche für rund 1.400 Gefangene errichtet.
Strafgefängnis Plötzensee, Zeichnung Vogelperspektive 1865
Der erste Entwurf für den Gefängniskomplex stammte vom Bauinspektor
Hesse, die endgültigen Pläne wurden vom Geheimen Oberbaurat Herr­
mann (Oberleitung der Bauten) aufgestellt und vom kgl. Bauinspektor
Spieker im Detail ausgearbeitet.
Die Anlage besteht aus einzelnen Gefängniskomplexen mit sieben umschließenden Höfen. Die errichteten Gebäude lassen sich in drei Gruppen
unterscheiden - in Gefängnishäuser, Gebäude für die Bewachung, Verwal­
tung, Bewirtschaftung und den technischen Betrieb - innerhalb einer
1.000 m langen und 5 m hohen Umfassungsmauer. Zur Anlage gehören
auch Beamtenwohnhäuser außerhalb der Außensicherung am FriedrichOlbricht-Damm.
Sämtliche Gebäude sind im Ziegelrohbau unter Verwendung von Form­
steinen für einzelne Gliederungen errichtet worden. Eine architektoni­sche
Besonderheit der Gefängnisanstalt bildet das Hauptgebäude mit Verwal­
tungsräumen im Erdgeschoss und einer dreischiffige Kirche im oberen
Geschoss mit massivem Kreuzrippengewölbe auf schlanken Eisensäulen.
In der Zeit des Nationalsozialismus diente das Gefängnis als zentrale
Hinrichtungsstätte aller vom Volksgerichtshof und vom Kammergericht
zum Tode Verurteilten, insgesamt rund 3.000 Menschen. An diese Opfer
des Nationalsozialismus erinnert die 1952 eingeweihte Gedenkstätte
Plötzensee am Hüttigpfad, die, abgetrennt durch eine Mauer, Teil des
Gefängnisgeländes ist.
Im Zweiten Weltkrieg wurden mehrere Gebäude der Haftanstalt beschädigt
bzw. zerstört. Während nach dem Kriegsende beschädigte Gebäudeteile
restauriert und umgestaltet wurden, wurde das zerstörte Gefängnis III nicht
wieder aufgebaut. Hier befindet sich heute eine Werkstatt.
Nach dem Weltkrieg wurde die Gefängnisanlage von der Jugendstrafanstalt
bis in das Jahr 1987 genutzt. Seitdem dient die Einrichtung dem offenen
und geschlossenen Männervollzug mit etwa 490 Plätzen.
Das Areal der ehemaligen JVA Charlottenburg
Westlich des Friedrich-Olbricht-Dammes wurde 1983 auf einem zwei
Hektar umfassenden, ehemaligen Postgelände die JVA Charlottenburg
als Justizvollzugsanstalt für Frauen nach einem Entwurf der Architekten­
gemeinschaft H. Philipp, W. Gurski, H. Grünberg errichtet.
Die acht ein- bis dreigeschossigen Baukörper sowie eine Gärtnerei mit
Gewächshaus liegen in einem von Erschließungswegen, Grünflächen und
Außensportanlagen gegliederten Freiraum, der von einer 5,3 m hohen
Umfassungsmauer umgeben wird.
JVA Plötzensee, Blick auf die Umfassungsmauer vom Haupteingang FOD 17
Der Haupteingang als einzige Pforte für Fahrzeuge, Personal und Besu­
cher, liegt in dem zweigeschossigen Verwaltungsgebäude längs des Frie­
drich-Olbricht-Dammes und ist in einer Achse mit dem gegenüberliegenden Pfortenbereich und der Kirche der Strafanstalt angeordnet.
JVA Plötzensee, Haupteingang Friedrich-Olbricht-Damm 17 mit Pforte II
Die Gebäude sind Stahlbetonbauten mit außen vorgesetzten geschossho­
hen Kieselwaschbetonplatten, deren Brüstungselemente und Fensterpfeiler
in glattem Sichtbeton ausgeführt wurden.
Seit 1998 ist die JVA Charlottenburg eine Anstalt des geschlossenen
Männervollzugs mit 279 Haftplätzen und verfügt über vier Arbeitsbetriebe,
Gärtnerei, Lehrküche, Schlosserei und Wäscherei.
Das Justizvollzugskrankenhaus JVK Berlin
Das Justizvollzugskrankenhaus JVK Berlin liegt östlich des FriedrichOlbricht-Damms und ist das zentrale Haftkrankenhaus für alle Berliner
Vollzugsanstalten. Es wurde als Ergebnis eines 2001 durchgeführten
Realisierungswettbewerb bis Ende 2006 nach einem Entwurf des Büros
Höhne Architekten BDA errichtet.
2013 fusionierten die drei Anstaltsteile JVA Charlottenburg, das Justiz­
vollzugskrankenhaus und die JVA Plötzensee zur JVA Plötzensee.
Ein Wechsel zwischen den Anstaltsteilen nördlich und südlich des FriedrichOlbricht-Dammes ist nur über die Schleusen des jeweiligen Anstaltsteils
mit entsprechenden Sicherheitskontrollen möglich.
Das Vollzugspersonal nutzt fußläufig die jeweilige Schleuse der An­
staltsteile am Friedrich-Olbricht-Damm.
Die ehemalige JVA Charlotten­
burg (südlicher Anstaltsteil) ist für Straf­
gefangene in Begleitung von Vollzugspersonal nur motorisiert über die
Schleuse an der Schwanen­feldstraße zu erreichen.
Der Planungsbereich
Der Planungsbereich liegt auf den Grundstücken am Friedrich-OlbrichtDamm 17 und 18 und überspannt den öffentlichen Straßenraum.
Lageplan mit gekennzeichneten Planungsbereich
Das Grundstück Friedrich-Olbricht-Damm 18, Teil des Flurstücks 475, sowie das Grundstück Friedrich-Olbricht-Damm 17, Teil des Flurstücks 231,
befinden sich im Eigentum des Landes Berlin und werden als Sonder­
vermögen Immobilien Land Berlin (SILB) durch die BIM GmbH verwaltet.
Im Planungsbereich liegen die Höhenordinaten zwischen ca. 34,40 m
NHN (Bereich Eingang Pforte Friedrich-Olbricht-Damm 17) und ca. 33,60
m NHN (Bereich Eingang Pforte Friedrich-Olbricht-Damm 16). Die exakte Höhenlage der Geländepunkte ist dem in den digitalen Anlagen unter
Punkt 4.1.2 / Informationspläne zu findenden Lageplan des Vermessers
Das Grundstück liegt im Talsandbereich des jungpleistozänen WarschauBerliner-Urstromtals. Der oberflächennahe Schichtenaufbau besteht im
Allgemeinen aus mehreren Metern mächtigen glazifluviatilen Sanden
(Abla­gerungen von eiszeitlichen Gletscherschmelzwässern). Es handelt
sich hierbei meist um Fein- bis Mittelsande mit gelegentlichen grobsandigen bis kiesigen EinIagerungen.
Als Anhaltspunkt über die Schichtenfolge des Untergrundes finden sich im
Anhang Schichtenverzeichnisse verschiedener Bohrungen im Bereich des
Wettbewerbsgrundstückes. In den Schichtverzeichnissen wird die Schicht­
folge ab Geländeoberkante bis zur Endteufe detailliert beschrieben.
Örtliche Abweichungen der Sedimentausbildung, Schichtenabfolge und
–mächtigkeit sind möglich; Die Darstellung des Untergrundes in den
Schichtenverzeichnissen entbinden deshalb nicht von projektbezogenen
geologischen Untersuchungsarbeiten.
Das Grundwasser des Hauptgrundwasserleiters steht im Grundstücks­
bereich in freiem (ungespanntem) Zustand an. Die Grundwasserdruckhöhe
ent­spricht der Grundwasseroberfläche. Der zu erwartende höchste Grund­
wasserstand (zeHGW) beträgt im Planungsbereich etwa 31,5 m ü. NHN.
Die Ermittlung des aktuellen Grundwasserstandes beruht auf der flächenhaften Interpolation von Grundwasserstandswerten, die an Messstellen in
der Umgebung des Baubereiches festgestellt wurden.
Der zurzeit aktuelle Grundwasserstand lag im April 2014 im Baubereich
bei etwa 30,9 m ü. NHN.
Vegetation / Baumbestand
Im Planungsbereich stehen mehrere Straßenbäume unterschiedlicher
Größe und Alters und auf dem Grundstück Friedrich-Olbricht-Damm 18
befinden sich ein Nadel- sowie ein Laubbaum.
Im Planungsbereich befinden sich zahlreiche Versorgungsleitungen verschiedener Eigentümer. Der genaue Verlauf der Leitungen sowie die Lage
der Schächte und Anschlussmöglichkeiten sind dem Leitungsplan in den
digitalen Anlagen zu entnehmen. Die jeweiligen Kabelschutzanweisungen
Anpassungen und Umverlegungen sollten aus Kostengründen vermieden
Entlang des Friedrich-Olbricht-Dammes verläuft im nördlichen Gehweg­
bereich eine Leitung zur Stromversorgung aus dem Netz der Vattenfall AG.
Entlang des Friedrich-Olbricht-Dammes verlaufen im nördlichen und südlichen Gehwegbereich Gasleitungen (DN 100) der GASAG.
Fernwärme-Heizung
Eine Leitung zur Wärmeversorgung führt ausgehend vom nördlichen
Anstaltsgelände zwischen dem Pfortengebäude Friedrich-Olbricht-Damm
16 und dem Wohngebäude Friedrich-Olbricht-Damm 18 nach Süden zum
Verwaltungsgebäude Friedrich-Olbricht-Damm 17 und quert hierbei den
Friedrich-Olbricht-Damm im Planungsbereich.
Im Bereich des Friedrich-Olbricht-Dammes befinden sich Anlagebestände
des Trinkwassernetzes der Berliner Wasserbetriebe.
Entlang des Friedrich-Olbricht-Dammes verlaufen im nördlichen und südlichen Gehwegbereich TK-Linien der Telekom Deutschland GmbH/ Kabel
Deutschland sowie im nördlichen Gehwegbereich TK-Linien von Versatel.
Ebenso befinden sich im nördlichen Gehwegbereich fernmeldetechnische
Sicherheitsanlagen (Kabelführungssysteme) des ITDZ.
Wasser- / Abwasserversorgung
Entlang des Friedrich-Olbricht-Dammes verläuft die Trinkwasserver- und
die Abwasserentsorgung des Trinkwasser- bzw. Mischwassernetzes der
Berliner Wasserbetriebe.
2.5	Planungsrecht
Die Grundstücke liegen in einem Gebiet, für das hinsichtlich der Art und
des Maßes der baulichen Nutzung der Baunutzungsplan vom 28.12.1960
(ABl. 1961, S. 742) in Verbindung mit den planungsrechtlichen Vorschriften
der Bauordnung für Berlin 1958 (BO 58, GVBl. S. 1087) als übergeleiteter
einfacher Bebauungsplan weiter gilt.
Danach handelt es sich bei beiden Grundstücken Friedrich-Olbricht-Damm
17 und Friedrich-Olbricht-Damm 18 um ein beschränktes Arbeitsgebiet
und es gilt die geschlossene Bauweise. Da förmlich festgestellte Straßenund Baufluchtlinien fehlen, gibt es keine Bestimmungen zu den örtlichen
Verkehrsflächen und den überbaubaren Grundstücksflächen. Somit ist das
Einfügungsgebot nach § 34 BauGB maßgeblich.
Aufgrund der Weitläufigkeit des Anstaltsgeländes und der Prägnanz der
Anstaltsbauten steht der vorhandene Gebietscharakter ersichtlich nicht
mehr im Einklang mit der Bestimmung des beschränkten Arbeitsgebiets.
Nach Lage der Dinge wird sich der durch die JVA gekennzeichnete
Gebietscharakter verfestigen, sodass die Art der baulichen Nutzung ebenfalls nach § 34 BauGB zu beurteilen ist.
Die planungsrechtliche Beurteilung für das Verbindungsbauwerk erfolgt
auf Grundlage des § 34 BauGB.
Die Genehmigung des Bauvorhabens erfolgt durch die Senatsverwaltung
für Stadtentwicklung und Umwelt. Der Planung ist die Bauordnung des
Landes Berlin BauOBln, www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/bauen.shtml in der aktuellen Fassung zugrunde zu legen.
2.6	Denkmalschutz
Die von 1868-1872 errichtete Gesamtanlage mit einer Kirche, den Ge­
fängnis-, Wohn- und Verwaltungsbauten sowie dem Maschinen-, Kesselund Torhaus zwischen Friedrich-Olbricht-Damm, Saatwinkler Damm und
Hüttigpfad ist unter der Inventar-Nr. 09040486 als Gesamtanlage „Straf­
gefängnis Plötzensee (ehem.) & Jugendstrafanstalt & Gedenkstätte
Plötzensee“ in der Denkmalliste von Berlin verzeichnet.
Baudenkmale und Denkmalbereiche in der Umgebung
Neubau Verbindungsbauwerk JVA Plötzensee | Teil 3 Wettbewerbsaufgabe
Teil 3 	 Wettbewerbsaufgabe
3.1	Planungsumfang
Ziel des Wettbewerbs ist die Errichtung eines Verbindungsbauwerks,
welches die beiden räumlich getrennten Liegenschaften des geschlossenen Vollzugs der JVA Plötzensee nördlich und südlich des FriedrichOlbricht-Dammes barrierefrei miteinander verbindet, um das Wechseln des
Vollzugspersonals und der Strafgefangenen zwischen den Anstaltsteilen
zu vereinfachen. Dieser Wechsel besteht derzeit aus etwa 500 täglichen
Gängen, die sowohl den fußläufigen Verkehr des Vollzugspersonals als
auch den motorisierten Transport von Strafgefangenen in Begleitung von
Vollzugspersonal beinhalten. Jeder dieser Wechsel ist mit Sicherheits­
kontrollen an der jeweilgen Schleuse des Anstaltsteils verbunden.
Das zu planende Verbindungsbauwerk soll sich vom ersten Obergeschoss
des Verwaltungsgebäudes der ehemaligen JVA Charlottenburg am Frie­
drich-Olbricht-Damm 17 über den öffentlichen Straßenraum bis zum nördlich gelegenen Grundstück Friedrich-Olbricht-Damm 18 erstrecken und
über ein Treppen- und Aufzugsbauwerk im Vorbereich der Außensicherung
enden. Die Nutzer gelangen dann durch einen Zugang in der historischen
Außenmauer auf das Anstaltsgelände. Dabei sind die sicherheitstechnischen Anfordeungen gemäß Abb. 11 und 12 zu beachten.
Für den Brückenteil über dem öffentlichen Straßenraum des FriedrichOlbricht-Dammes ist ein Lichtraumprofil von mindestens 5,36 m und zur
Sicherstellung von Schwertransporten (z.B. Turbinen mit Höhen von 6-8
m und Breiten von 6-7 m) ein Lichtraumprofil von 9,00 m mittels einer
Hubbrücke einzuhalten.
Das Verbindungsbauwerk soll es dem Vollzugspersonal und den Strafge­
fangenen ermöglichen, zwischen den Anstaltsteilen zu wechseln. Zur Zeit
ist es vorgesehen, die Strafgefangenen in Gruppen von bis zu maximal 20
Personen unter Beaufsichtigung des Vollzugs­personals über die Brücke
zu führen. Da es sich um eine Einrichtung des geschlossenen Vollzugs
handelt, müssen sicherheitsrelevante Anforderungen zwingend bei der
Planung berücksichtigt werden.
Eine im Zusammenhang mit dem Verbindungsbauwerk notwendige Fällung
der Bäume ist grundsätzlich zulässig. Es gilt die Baumschutzverordnung
Für das Bauvorhaben steht ein Gesamtkostenrahmen (KG 100 – 700) in
Höhe von 3,1 Mio. Euro (brutto) zur Verfügung. Die Realisierung soll bis
2019 erfolgt sein. Der Kostenrahmen ist einzuhalten.
Von den Wettbewerbsteilnehmern wird ein gestalterisch anspruchsvoller
Entwurf eines Brückenbauwerks erwartet, der hinsichtlich seiner Form­
gebung, der Konstruktion und der Materialwahl den städtebaulichen, funktionalen und sicherheitstechnischen Anforderungen entspricht.
Die Lage der Bauwerksachse ergibt sich aus dem Bestand. An seinem
südlichen Ende soll das Verbindungsbauwerk im Bereich der westlichen
Gebäudekante des Verwaltungsgebäudes im ersten Obergeschoss angeschlossen werden. Für die Höhe des Verbin­dungsbauwerks ist die lichte
Druchfahrtshöhe maßgebend, wobei die Anschlusshöhe an das Verwal­
tungsgebäude zu berücksichtigen ist (s. Abb. 10).
Bei der Planung ist zudem zu berücksichtigen, dass das öffentliche Stra­
ßenland in voller Breite für den öffentlichen Verkehr benötigt wird, so
dass Gründungen des Brückenbauwerks auf öffentlichen Verkehrsflächen
(Gehwege und Fahrbahnen) nicht möglich sind.
Der nördliche Teil des Verbindungsbauwerks soll barrierefrei mit einer
Treppen- und Aufzugsanlage bis auf das Grundstück Friedrich-OlbrichtDamm 18 geführt werden. Hierbei ist ein Abstand zur Außenmauer von
mindestens 5 m (äußere Sicherungslinie) einzuhalten (s. hierzu Abb. 11).
Je nach Entwurfskonzept ist der heute noch öffentlich zugängliche Bereich
des Grundstücks Friedrich-Olbricht-Damm 18 entsprechend der in 3.3 beschriebenen Sicherheitsanforderungen umzuplanen.
Aufgrund der Sicherstellung eines Lichtraumprofils von 9 m ist das Ver­
bindungsbauwerk in Form einer Hubbrücke auszuführen, welche im
Bedarfsfall für Schwertransporte das Verbindungsbauwerk in waagerechter Lage auf die geforderte Durchfahrtshöhe anhebt. Das Bauwerk sollte
so geplant werden, dass der Antrieb für die Hubbrücke (z.B. Hydraulik-,
Spindelhub-, Zahnstangen- oder Ketten­antrieb) integriert ist.
Das Verbindungsbauwerk ist durchgängig mit einer lichten Breite von 2,50
m zu planen.
Die Höhe des Lichtraumprofils über der Straße muss mindestens 5,36 m
und zur Sicherstellung der Schwertransporte maximal 9,00 m betragen.
Aus sicherheitstechnischen Gründen ist eine Einhausung der Verbindung
zwingend erforderlich. Die Einhausung sollte wenn möglich in das Tragwerk
integriert und als tragendes Bauteil genutzt werden.
Die Brücken- und Stützenkonstruktion ist unter Berücksichtigung der
Windlasten (insbesondere auch beim Hub) zu wählen. Die erforderlichen
Stüt­zen sind so auszubilden, dass sie den Verkehrsraum des FriedrichOlbricht-Dammes nicht einschränken. Zudem ist bei der Planung zu berücksichtigen, dass die Stützenkonstruktion nicht als Aufstiegshilfe benutzt werden kann und dass eine problemlose handnahe Wartung erfolgen kann.
Bei der Planung ist darauf zu achten, dass der Lastabtrag unabhängig
vom statischen System des Bestandsgebäudes Friedrich-Olbricht-Damm
17 erfolgen soll. Die Höhen und die Konstruktion des Wand-, Deckenund Dachaufbaus des Bestandsgebäudes beim Anschluss an das
Brückenbauwerk sind zu berücksichtigen (s. nachstehenden Abb. / digitaler Anhang 4.1.2 Informationspläne).
Abb. 10	 Gebäude Friedrich-Olbricht-Damm 17, Konstruktionsdetails zum Wand-, Deckenund Dachaufbau
Das Verbindungsbauwerk ist barrierefrei zu planen.
Die Konstruktion ist schwingungsfrei auszuführen.
Positionierung des nördlichen Anschlusspunktes
Die historische Mauer ist die Außensicherung des Gefängnisbereiches
am Friedrich-Olbricht-Damm 16. Der Bereich der äußeren und inneren
Sicherungslinie als letzte Barriere vor der Außensicherung hat auf beiden
Seiten der historischen Mauer eine Mindesttiefe von 5,00 m. In diesem
Bereich sind jegliche Art von baulichen Einrichtungen, feste oder mobile
Gegenstände unzulässig.
Abb. 11	 beidseitiger 5m-Sicherheitsabstand im Bereich der historischen Außenmauer/ der
Außensicherung
Abb. 12	 beidseitiger 5m-Sicherheitsabstand im Bereich der historischen Außenmauer/ der
Außensicherung sowie Höhe des Aufsatzes als kompensierende Maßnahme bei
eventuell baulichen Anschluss an die Mauer der Außensicherung
Das Verbindungsbauwerk kann bis an die äußere Sicherungslinie herangeführt werden (5 m vor der historischen Außenmauer). Dabei ist der
Zugangsbereich zwischen Außensicherung und Verbindungsbauwerk
zu umwehren. Das kann ein Zaun oder eine Mauer in Höhe der vorhandenen Mauer sein mit oberseitiger Sicherung aus zwei S-Drahtrollen.
Anschlüsse von Zäunen / Mauern an andere Zäune / Mauern (sogenannter T-Anschluss) sollten rechtwinklig ausgebildet werden. Anschlüsse im
spitzen Winkel sind unbedingt zu vermeiden. Die Lage der Umwehrung ist
entwurfsabhängig. Der Zugangsbereich ist zu befestigen.
Einhausung der Brücke
Die Einhausung kann in geschlossener oder offener Bauart errichtet werden. Sie ist so auszubilden, dass Fluchtmöglichkeiten und das Ein- bzw.
Ausbringen von Gegenständen ausgeschlossen ist.
Es sind nur nicht brennbare, durchbruchsichere Materialien zu verwenden; Versteckmöglichkeiten sind grundsätzlich zu vermeiden, notwendige
Fugen sind auf ein Minimum zu beschränken und mit geeigneten, manipulationsresistenten Fugenmaterialien und/oder Abdeckungen zu schließen.
Als Gittermaterial kommt Stahl (WSt.-Nr. 1.0037 / WSt.-Nr. 1.0570),
Edelstahl (WSt.-Nr. 1.4301) und/oder Hartmanganstahl (WSt.-Nr. 1.3401)
- ggf. in Kombination miteinander - zum Einsatz.
Der lichte Abstand der Vertikalstäbe des Gittermaterials darf nicht größer
als 120 mm sein, der lichte Abstand der Horizontalstäbe nicht größer als
300 mm. Gitterkonstruktionen sind kraftschlüssig zu verankern. Eine zusätzliche Feinvergitterung, die das Durchstecken von Gegenständen verhindern soll, ist in einer maximalen Maschenweite von 30x30 mm auszuführen. Eine alternative Ausführung in Streckmetall o. Ä. ist denkbar.
Eine Verglasung ist durchbruchhemmend P6B auszubilden.
Die Außenwände des Verbindungsbauwerks sollen schattenfrei ausgeleuchtet sein. Aufstiegshilfen dürfen nicht möglich sein. Sämtliche
Leitungen (Fallrohre, Blitzschutz, usw.) sind aufstiegssicher zu verkleiden.
Fassadenöffnungen
Fassadenöffnungen bei einer Einhausung geschlossener Bauart sind entweder durch Sicherheitsglas (P6B) oder durch Metallgitter zu sichern.
Öffenbare Fenster sind nicht zugelassen.
Die Zugangstüren sind geschlossene Stahltüren mit Sichtfenster und der
Widerstandsklasse RC 3. Sie sind mit einer Alarmsicherung auszustatten.
Türen für Personenschleusen sollen mit elektrischen Türöffnern und automatischen Schließvorrichtungen versehen werden. Zu beachten sind die
Anforderungen entsprechend der jeweiligen Sicherheitskonzeption, u.a. zu
Beschussklassen, Widerstandsklassen für Ein- u. Ausbruch, Türsteuerung.
Die Verglasung ist durchbruchhemmend P6B auszubilden.
Das Verbindungsbauwerk ist ausreichend mit LED mit selbstaustauschbaren Leuchtmitteln zu beleuchten, um eine sichere Nutzung zu jeder
Tageszeit zu erlauben.
Das Verbindungsbauwerk muss ausreichend belüftet und frostfrei sein.
Brandschutzmaßnahmen sind nicht erforderlich.
Der Fahrkorb muss eine lichte Abmessung von BxT: 1,10 m x 2,10 m aufweisen. Fahrkorbwände sind stabil in Stahlblech auszuführen. Türen für
Fahrschacht und Fahrkorb sind mit Schauöffnungen auszustatten. Die
Fahrkorbbeleuchtung ist deckenbündig und frei von Versteckmöglichkeiten
vorzusehen. Die Öffnung zum Wechseln des Leuchtmittels ist vandalensicher und abschließbar zu gestalten.
Das Verbindungsbauwerk ist mit einer Kameraüberwachung auszustatten, die sowohl den eigentlichen Verbindungsgang als auch die Auf- bzw.
Eingänge innenseitig erfasst. Die vorhandene Kameraüberwachung der
Außenlinie ist mit einzubeziehen.
Das Regenwasser ist unter Berücksichtigung der Sicherheitsanforderungen
in die Straßenentwässerung einzuleiten.
Das Verbindungsbauwerk ist so zu planen, konstruieren und auszustatten, dass es jederzeit einfach, vollständig und handnah überwacht und geprüft werden kann. Die Stützen sollten zudem so ausgestaltet sein, dass
Wartungen problemlos vorgenommen werden können.
Nachhaltigkeit / Ökologische Zielsetzung
Bei der Entwurfsbearbeitung sind die Planungsprinzipien der Nachhaltigkeit
anzuwenden, die eine ausgewogene Beachtung ökologischer, ökonomischer und sozialer Aspekte erfordern. Folgende Ziele hinsichtlich der
Nachhaltigkeit sind zu berücksichtigen:
Langfristige und nachhaltige Nutzungsqualität
Kosteneffizienz bei Baukosten
Minimierung der Wartungsaufwandes
Ökologische Planungskriterien
Prinzipien des ökologischen Bauens sind in „Bausteine der Nachhaltigkeit“
beschrieben (siehe Digitale Anlagen unter 4.1.3).
Für die Konstruktion und Bauausführung sollen danach nur Materialien und
Bauteile zur Anwendung kommen, die hinsichtlich Gewinnung, Transport,
Verarbeitung, Funktion und Beseitigung eine hohe Gesundheits- und
Umweltverträglichkeit sowie eine hohe Lebensdauer aufweisen.
Nach der Landeshaushaltsordnung ist der Bauherr verpflichtet, seine
Mittel sparsam und wirtschaftlich zu verwenden. Die Wirtschaftlichkeit
des Gebäudeentwurfes sowie die Realisierung des Entwurfes innerhalb
des vorgegebenen Kostenrahmens sind entscheidende Kriterien bei der
Beurteilung des Entwurfskonzepts. Dies bezieht sich auf:
Dimensionierung und Materialeinsatz der Brückenkonstruktion
–	Wartungsfreundlichkeit
Zugänglichkeit aller tragenden Bauteile
Einhaltung des Kostenrahmens
Bei der Planung sollten umweltfreundliche Baustoffe verwendet und technische Systeme auf ein Minimum reduziert werden (die Verwendungsverbote
und -beschränkungen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und
Umwelt sind zu beachten, siehe Anhang).
Zur Beurteilung der architektonischen und konstruktiven Konzeption unter Berücksichtigung der genannten Kosten- und Qualitätsanforderungen
werden konkrete Aussagen zur Konstruktion und zum Ausbau erwartet.
Um die Vergleichbarkeit der Entwürfe zu gewährleisten, ist dabei – neben der Darstellung des Entwurfsansatzes in Skizzen und Textform –
eine Beschreibung der Konstruktion und Materialien (Baubeschreibung in
Anlehnung an RAB-ING, siehe auch 1.10 Geforderte Leistungen) gefordert.
einzuhalten. Darin enthalten sind:
KG 200 Herrichten und Erschließen
KG 300 Bauwerk – Baukonstruktion
KG 400 Bauwerk – Technische Anlagen
KG 500 Außenanlagen
ca. 100.000,– Euro
ca. 1.730.000,– Euro
ca. 400.000,– Euro
ca. 70.000,– Euro
Baurechtliche Vorschriften, Normen und
DIN 18040-1 Barrierefreies Bauen – Öffentlich zugängliche Gebäude
DIN 18040-3 Barrierefreies Bauen – Öffentlicher Verkehrs- und
–	Freiraum
Eurocodes und Nationale Anhänge gem. ARS 22/2012
Richtlinie für das Anbringen von Leitungen an Brücken (RiLeiBrü)
Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für
Ingenieurbauten – ZTV-ING
Richtzeichnungen für Ingenieurbauten – RIZ-ING
Technische Richtlinien, Merkblätter, Rundschreiben, Erlasse und
Verfügungen für den Brücken- und Ingenieurbau des BMVBS
Richtlinie für die Anlage von Stadtstraßen, RASt 06
Gesetz zum Schutz von Denkmalen in Berlin
(Denkmalschutzgesetz Berlin – DSchG Bln)
Des Weiteren sind die im Anhang aufgeführten Vorschriften und Richtlinien
Städtebau und architektonische Gestaltung
–	 Einbindung in das Umfeld
–	 Erscheinungsbild der Brücke und des Tragwerks
–	 Gestalterische Qualität
–	 Material, Konstruktion
–	Beleuchtungskonzept
–	Ausstattungsdetails
–	Benutzbarkeit
–	 Zu- und Aufgänge
–	Sicherheitsanforderungen
–	Barrierefreiheit
–	 Konstruktion / Statisches System
–	 Konstruktive Details
–	 Wartungs- und Instandhaltungsaufwand
–	 Zugänglichkeit zur Konstruktion und Hubtechnik
–	Korrosionsschutz
–	 Montage / Bautechnologie
–	 Einhaltung der technischen Vorgaben
–	 Einhaltung des Kostenrahmens
–	Genehmigungsfähigkeit
–	 Berücksichtigung denkmalpflegerischer Belange
Die Reihenfolge der Kriterien stellt keine Gewichtung dar.
Neubau Verbindungsbauwerk JVA Plötzensee | Teil 4 Anhang
Teil 4	 Anhang
4.1.0	Auslobung
–	 Vorliegende Auslobung als .pdf-Datei mit farbigen Abbildungen in
300dpi Auflösung
00_Auslobung_Verbindungsbauwerk_JVA.pdf
4.1.1	Arbeitspläne
–	 Übersichts-/ Lageplan, Arbeitsplan
01_Uebers_lage_Verbindungsbauwerk_JVA.pdf
02_Arbeitsplan_Verbindungsbauwerk_JVA.pdf
–	 Lageplan auf Grundlage der Automatisierten Liegenschaftskarte
(ALK) und des Lageplans des öffentlich bestellten Vermessungsbüros R&S Ingenieursozietät Rek • Wieck • Dr. Schwenk in verschiedenen Dateiformaten (maßstabunabhängig)
03_Verbindungsbauwerk_JVA.dwg/dxf
4.1.2	Informationspläne
–	 Grundrisse/ Schnitte Bestandsgebäude Friedrich-Olbricht-Damm 17
01_grundriss_ug.pdf
unmaßstäblich, vermasst
02_grundriss_eg.pdf
03_grundriss_1.og.pdf
04_Schnitt-Fassade.pdf
05_Schnitt-Fassade-Detail.pdf
als PDF-Datei (Scan)
01_schalplan-grundriss_eg.pdf
(M 1:50)
02_schalplan-rohbaudecke-ueber-eg.pdf
03_schalplan-grundriss_1.og.pdf
04_schalplan-schnitte_eg-og.pdf
05_schalplan-treppenhaus-schnitt a-a.pdf
(M 1:20)
06_schalplan-deatils.pdf
(M 1:10, 1:25)
–	 Lageplan des Büros RSP-Vermessung
01_lageplan_vermesser.pdf
(M 1:250)
02_lageplan_vermesser.dxf
(vAuto-CAD 2000)
–	 Lagepläne Außenflächen Berliner Immobilienmanagement GmbH
01_FOD16_Außenflächenplan.dwg
02_FOD17_Außenflächenplan.dwg
03_FOD40_Außenflächenplan.dwg
04_SWD1A_Außenflächenplan.dwg
–	 Lageplan von bestehenden Ver- und Entsorgungsleitungen
01_ltg_JVA.pdf
02_ltg_JVA.dwg
–	Schichtenverzeichnisse
01_Schichtenverzeichnisse.pdf
–	Denkmalkarte
01a_denkmalkarte.pdf
01b_denkmalkarte_legende.tif
–	 Skizze der zur Präsentation zur Verfügung stehenden Rolltafeln
01_skizze-rolltafel.tif
4.1.3	 Funktionale Anforderungen - Raumprogramm
–	 Handbuch „Berlin - Design for all - Öffentlich zugängliche Gebäude“,
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, 2012
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/bauen/barrierefreies_bauen/download/handbuch/BarrierefreiesBauen2012.pdf
–	 Konzept barrierefrei, Anleitung
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/bauen/barrierefreies_bauen/de/handbuch.
shtml#konzept
–	 Bausteine der Nachhaltigkeit, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, 2009
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/bauen/oekologisches_bauen/
–	 Leitfaden Nachhaltiges Bauen, Bundesministerium für Umwelt und
Naturschutz, 2013
–	 Leitfaden „Vogelfreundliches Bauen mit Glas und Licht“
http://www.vogelglas.info
4.1.4	 Rechtliche Grundlagen und Verordnungen
–	 Bauordnung für Berlin und ergänzende Vorschriften (BauOBln), in
der aktuellen Fassung
–	 Allgemeine Anweisung für die Vorbereitung und Durchführung von
Bauaufgaben Berlins (ABau), in der aktuellen Fassung
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/abau/
–	 Rundschreiben im Bereich Bauen, Projektvorbereitung und –Prüfung
Bereich Hochbau, Richtwerte und Standards, Senatsverwaltung für
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/rundschreiben/de/projekte_hochbau.shtml
–	 Baugesetzbuch (BauGB), in der aktuellen Fassung
http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/bbaug/gesamt.pdf
–	 Leitfaden zum Baunebenrecht zur Anwendung in den bauaufsichtlichen Verfahren entsprechend der Bauordnung für Berlin, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, 2014
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/download/bauen/leitfaden_baunebenrecht.pdf
–	 Verordnung über Bauvorlagen, bautechnische Nachweise und das
Verfahren im Einzelnen (BauVerfVO), Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt , 2013
–	 Verordnung über den Betrieb von baulichen Anlagen (BetrVO), Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, 2010
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/download/bauen/BetrV.pdf
–	 Gesetz zum Schutz von Denkmalen in Berlin (DSchG Bln), in der
–	 Musterrichtlinien über Flächen für die Feuerwehr (MRFIFw), 2009
http://www.is-argebau.de/verzeichnis.aspx?id=991&o=759O986O991
–	 Ausführungsvorschriften zu § 7 des Berliner Straßengesetzes über
Geh- und Radwege (AV Geh- und Radwege), 2014
–	 Richtlinie für die Anlage von Stadtstraßen, RASt 06, Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswege e.V., Köln 2007
http://www.fgsv-verlag.de/catalog/product_info.php?cPath=21_40&products_id=2325
–	 Verordnung zum Schutz des Baumbestandes in Berlin (BaumSchVO), Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, 2007
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/natur_gruen/naturschutz/downloads/rechtsgrundlagen/landesvo/andere/baumschvo.pdf
–	 Verwaltungsvorschrift Beschaffenheit und Umwelt (VwVB), Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/beschaffung/
–	 Rundschreiben zu den Grundsätzen für die Betriebswassernutzung,
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, 2003
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/download/bauen/RS_
VI_C_01-2003.pdf
–	 Verwaltungsvorschrift für die Anwendung von Umweltschutzanforderungen bei der Beschaffung von Liefer-, Bau- und Dienstleistungen
(Verwaltungsvorschrift Beschaffung und Umwelt – VwVBU)
http://www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/beschaffung
4.1.5	Formblätter
–	 Verfassererklärung (PDF-Formular, d.h. Text kann direkt in das
Formblatt eingegeben und danach ausgedruckt werden, kann mit
dem Acrobat-Reader aber nicht gespeichert werden.)
01_Verfassererklaerung_Verbindungsbauwerk_JVA.pdf
–	 Gliederung der Kostengruppen nach Kennzahlen
000000_Formblatt_Kosten_Verbindungsbauwerk_JVA.pdf
–	 Formular Zutrittskontrolle zur Anmeldung für die Ortsbesichtigung/
das Rückfragenkolloquium
Anmeldung Fremdfirmen JVA Plötzensee.xlsx
4.1.6	Bilddokumentation
–	Fotodokumentation
01_Fotodokumentation_2014
–	Luftbild
02_Luftbild_2015.pdf
4.2	Quellenangaben
–	 Geschichtslandschaft Berlin – Orte und Ereignisse – Charlottenburg,
Die historische Stadt, Publikation der historischen Kommission zu
Berlin aus Anlass der 750-Jahr-Feier der Stadt Berlin 1987, Nicolaische Verlagsbuchhandlung 1986
–	 Berlin und seine Bauten – Teil 1/2, Berlin 1877, Architektenverein zu
–	 Wettbewerbsauslobung Frauenvollzugsanstalt Berlin-Plötzensee Engerer Wettbewerb Kunst am Bau, Senatsverwaltung für Bau- und
Wohnungswesen, 1984
–	 Internetseite der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
http://www.stadtentwicklung.berlin.de
–	 FIS-Broker (GIS) der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und
http://www.berlin.de/sen/justiz/justizvollzug/ploetzensee/
Abb. Umschlag: Lars Krokowski
Abb. 1–4, 8–11: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Berlin
Abb. 5: Berlin und seine Bauten – Teil 1/2, Berlin 1877, Architektenverein zu
Abb. 6– 7, Fotodokumentation: Lars Krokowski

References: § 9
 § 6
 § 5
 § 5
 § 6
 § 1
 § 6
 § 6
 § 7

§34
 §43
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 § 55
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 § 8
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 § 6
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