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Timestamp: 2019-08-23 00:02:55+00:00

Document:
Antrag der Partei der Linken im Bundestag
„Stopp der geschlechtszuweisenden Operationen an Kindern“ wird nach Beratung in den Ausschüssen am Donnerstag, den 27.6.2019 ab 23:30h im Bundestag debattiert. Dazu MdB Doris Achelwilm von der Partei "DIE LINKE":
„Obwohl sich in Wissenschaft und Politik mehrheitlich für eine Beendigung der OP-Praxis an intergeschlechtlichen Kindern ausgesprochen wird, hat sich seit Jahren nichts geändert: Die Operation an Genitalien und hormonproduzierenden Keimdrüsen von Kindern, deren körperliche Merkmale nicht in die medizinischen Schubladen von »weiblich« und »männlich« passen, findet statt. Und ein Rückgang dieser geschlechtsnormierenden OPs ist leider nicht festzustellen. Damit das Recht eines jeden Kindes auf körperliche Unversehrtheit und Selbstbestimmung endlich wahr wird, muss die GroKo ihren Absichtserklärungen Taten folgen lassen. DIE LINKE im Bundestag fordert die Bundesregierung deshalb erneut auf, die Operationen jetzt zuverlässig und gesetzlich zu stoppen. Warme Worte reichen uns nicht mehr – und den Betroffenen erst recht nicht.“
Bundesgerichtshof entscheidet zu Grundbucheintragungen nach Vornamensänderungen: Beschluss vom 7. März 2019 – V ZB 53/18
Grundbücher sind in Zukunft so zu ändern, dass ein neues Grundbuchblatt angelegt wird, mit jeweiligen Verweisen auf das alte und neue in der Grundbuchakte. Das alte Grundbuchblatt mit dem alten Vornamen wird umgeschrieben und geschlossen.
An das alte geschlossene Blatt kommt man nur bei berechtigten Interesse. So liegt mit dem neuen Grundbuchblatt tatsächlich ein Dokument vor, das nur den neuen Vornamen kennt.
Stellungnahme zum Referentenentwurf des BMI und BMJV für eine Aufhebung des bestehenden Transsexuellengesetzes (AZ I A 1 3460/11-5-12 136/2019 vom 08.05.2019)
Wir begrüßen die Erkenntnis, dass das völlig veraltete und verfassungswidrige TSG aufgehoben und durch geeignete Regelungen zur Änderung des Personenstands ersetzt werden muss.
Jedoch stellt der vorgeschlagene Entwurf keinerlei Verbesserungen dar, im Gegenteil. Die Behauptung, dieser Entwurf stünde mit der Nachhaltigkeitsstrategie in Einklang, empfinden wir als Augenwischerei.
Es wird nach wie vor auf „qualifizierte Berater“ gesetzt, die mit der bisherigen Gutachtergruppe identisch ist. Die Hoheit liegt weiterhin bei den Ärzten, eine Selbstbestimmung, wie die EU Resolution 2048 es empfiehlt, existiert nach wie vor nicht. Eine selbstbestimmte Praxis ohne Begutachtung/Beratung gibt es aktuell in sechs EU Staaten und man hat gute Erfahrungen damit gemacht. Menschen, die aus Sicht der WHO (Stand 2019) nicht psychisch krank sind, zu einer psychiatrischen Beratung zu zwingen, nur damit sie als das anerkannt werden, was sie von Anfang waren, krankt an Menschlichkeit.
Die kalkulierten Gutachterkosten (Durchschnitt ca. 450€) liegen fernab jeglicher Realität, das zeugt von völliger Unkenntnis der verfassenden Personen. Die unterschiedlichen Verfahren für transgeschlechtliche und intergeschlechtliche Menschen bewerten wir als Versuch, die vereinte Community zu spalten und als Ungleichbehandlung, die dem Sinn der Verfassung entgegensteht. Beides ist inakzeptabel.
Die neue Forderung Ehepartnern ein Mitspracherecht einzuräumen steht der Selbstbestimmung ebenso entgegen, wie eine Fristsetzung von drei Jahren für eine erneute Antragstellung. Es fehlen außerdem eine Strafbewehrung beim Offenbarungsverbot und ein besonderer Diskriminierungsschutz in der belastenden Transitionsphase.
Für intergeschlechtliche Menschen ist es eine Verschärfung, da nun besonders qualifizierte Ärzte für den §45b PStG in Frage kommen sollen. Dies bedeutet eine erneute Re-Traumatisierung, da nicht selten Ärzte auch der Grund dafür sein können, dass Menschen diese Regelung in Anspruch nehmen müssen.
Der Gesetzesentwurf wird von uns in der vorliegenden Form abgelehnt. Wir fordern die Aufhebung des TSG, eine Nachbesserung des bestehenden §45b PStG mit Ergänzung eines strafbewehrten Offenbarungsverbots und einer Sicherung einer angst- und diskriminierungsfreien Transitionsphase. Wir fordern außerdem ein ernstgemeintes Einbeziehen der Interessenvertretungen in die Gesetzgebung.
Wir weisen darauf hin, dass die Ergebnisse der durch BMI und BMFSFJ selbst eingesetzten Arbeitsgruppe ignoriert wurden. Auch im Gesetzgebungsverfahren zur Dritten Option wurden die Verbände unzureichend einbezogen. Die Folge ist ein handwerklich schlechtes Gesetz, das eine unzumutbare Situation für inter- und transgeschlechtliche, für Ärzte und Standesbeamte geschaffen hat. Wir sind empört über die vorherrschende Ignoranz seitens der Ministerien. Der Gesetzesentwurf ist als respektlos anzusehen und bedeutet einen Fußtritt für die Würde des Menschen. Die 48h-Frist zur Stellungnahme lässt jede Wertschätzung vermissen und spiegelt die bisherige Marschroute wieder, den betroffenen Personengruppen keine ernstgemeinte Teilnahme zu ermöglichen.
Angehängt finden Sie eine detaillierte Kommentierung des Referentenentwurfes von Julia Steenken
Presseerklärung der dgti (PDF)
ausführliche Stellungnahme der dgti (PDF)
Referentenentwurf für eine neues Personenstandsgesetz, vom 8.5.2019
Was haben Irland, Niederlande, Belgien, Dänemark, Luxemburg, Malta und demnächst Portugal nicht, dass man dort keinen Geschlechts-TÜV, eine "Geschlechtsidentitäts-Beratung", braucht um an eine Personenstandsänderung zu kommen ?
Sie haben kein BMI, bei dem an der Spitze einige ordnungspolitisch gerne übertreiben, um konservative Wähler bei Laune zu halten.
Keine "SELF-ID" war die Parole aus dem BMI und so wurde uns jetzt ein Referentenentwurf für ein neues Personenstandsgesetz mit einigem Beiwerk zum Kommentar vorgelegt, dass eine Zwangsberatung durch speziell geschulte Psychologen und Psychiater als Beauftragte für diese Sonderbehandlung vorsieht. Der Inhalt dieser Schulung ist noch nicht bekannt.
Wozu will und was kann einer aus diesem Personenkreis, der der gleiche wie die bisherigen Gutachter_innen ist, zu unserem Geschlecht beraten ? Außer eine Aussage zu bestätigen und dafür aus einem Fördertopf Geld bekommen ist da nichts zu tun. Der Job dieser Leute ist gesichert, bekommen Sie doch jedes Jahr über 2000 Aufträge. Ein Schelm, wer glaubt das könnte ein Geschäftsmodell sein.
Ganz nebenbei sollen auch intersexuelle Menschen, die den §45b nutzen sollen, einen besonders qualifizierten Arzt für ihr Attest aufsuchen müssen. Das ist eine unzulässige und nicht verfassungsgemäße Verschärfung der aktuellen Lage!
Da war doch was im Beschluss des BVerfG zum dritten Personenstand, dass die geschlechtliche Identität durch das Grundgesetz geschützt sein soll, bei allen. Das BMI soll uns bitte mal erklären, wie man an etwas, dass durch das Grundgesetz geschützt ist, herumberaten kann.
Hier spürt man deutlich den guten Draht, den bestimmte Leute aus bestimmten Fachgesellschaften wie der DGSMTW zu konservativen Politikern haben. Da geht es nicht um Wissenschaft und soziale Gerechtigkeit sondern Zuarbeit zur Befriedigung rechtskonservativer Bedürfnisse.
Amtliche Unterlagen sollen nur dann geändert werden können, wenn es "wenn möglich" ist und wenn kein "öffentliches Interesse" dagegen steht. So gummiweich formuliert, macht da jeder sein eigenes Un-Ding. Eine Strafbewehrung für das Offenbarungsverbot? - Fehlanzeige.
Nicht mit uns. Bis Freitag wird eine Stellungnahme der Verbände erwartet. Die Kurzfassung vorab:
Wer mehrere Bundesratsbeschlüsse und die Ergebnisse der selbst eingesetzten Arbeitsgruppen, wie die IMAG (2013-2017) und mehrere Rechtsgutachten ignoriert, glaubt, mit uns kann man´s machen.
Der IDAHOT ist in ein paar Tagen und wir empfehlen die Gelegenheit zum massiven Protest
Einrichtung Fachkommission zum möglichen Verbot von Konversionsversuchen an transidenten / transsexuellen und homosexuellen Menschen
Die dgti e.V. wurde in die Fachkommission eingeladen. Was bedeutet "Reparatur" oder "Therapie" eigentlich bei transidenten Menschen ?
Mit der geschickten Wahl solcher Begriffe zeigt sich schon, wie schwer ein Verbot zu verfassen ist, wenn die mutmaßlichen Anbieter solcher Versuche wie ein Chamäleon ihre "Angebote" mal Reparatur, mal Konversion oder, mit dem Ziel der Umdeutung, Affirmation nennen. Während die Wissenschaft unter Affirmation eine Bestätigung dessen was jemand selbstbestimmt möchte versteht, wird daraus bei den Anbietern das fremdbestimmte verbiegen einer geschlechtlichen oder sexuellen Identität. Häufige Folgen sind Depressionen und Suizid.
Bei transidenten Menschen bestehen diese Methoden hauptsächlich darin, diese Personen möglichst unauffällig in ihrem "biologischen" Geschlecht zu bestärken. Vor allem Kinder und Jugendliche sind Opfer solcher Ideen. Z.B sind Fußball oder mit Autos bzw. Puppen spielen Dinge, die geschlechtsspezifisch sein sollen. Daher wird den Eltern geraten ihre Kinder entsprechend zu erziehen. Kinder und Jugendliche lassen sich dahingehend nicht täuschen und das Leiden verstärkt sich, sie merken schnell, dass hier etwas faul ist.
In einem 2005 erschienen Fachbuch "Störungen der Geschlechtsidentität" von H. Bosinski, Mitglied der DSGMTW wie auch K.M. Beier und Alexander Korte, finden wir auf Seite 411: Ein Therapeut "gleichen Geschlechts" soll mit dem Kind in Einzeltherapie geschlechtskonform spielen, Konformität durch Zeichen belohnen und nicht konformes Verhalten nicht beachtet und "beiläufig unterbunden" werden. Alternativ soll in Gruppen mit bis zu 5 Kindern gespielt, Spielangebote gemacht und das gleiche Belohnungs- und Unterbindungssystem zur Anwendung kommen. Konsequent verweigern die genannten Behandler eine pubertätshemmende Therapie am Beginn der Pubertät und brandmarken sie als verantwortungslos (A. Korte, Spiegel-Online). Eine Hormontherapieverweigerung ist für Jugendliche und Erwachsene zu mehr als 50% ein Grund für einen Suizidversuch.
Das ist unseres Erachtens keine Therapie sondern der Versuch der "Umpolung". Eine Beeinflussung von außen ist nicht möglich.
Niederlande vereinfachen Personenstands- und Vornamensänderung
In den Niederlanden wurde die psychiatrische Begutachtung zum Zweck der Namens- und Personenstandsänderung für transsexuelle / transidente Menschen ab 16 Jahren abgeschafft. Ein einfacher Antrag mit 4 Wochen Wartefrist genügt. 6 EU Staaten haben damit diese einfache Möglichkeit eingeführt, die es in Deutschland nach wie vor nicht gibt.
Portugal wird der 7. EU Staat sein, hier hatte das Parlament bereits 2018 einen Beschluss gefasst, jedoch ist mit dem Präsidenten Sousa noch die Altersgrenze strittig.
Auch dies ist in den Niederlanden zu bemängeln.
Wer unter 16 Jahren ist, muss die Änderung über ein Gerichtsverfahren anstrengen, dass nur einmal rückgängig gemacht werden kann, so Minister Dekker.
Eine derartige Regelung ist nicht angemessen, da es hierbei ausschließlich um die rechtliche Zuordnung und nicht um medizinische Maßnahmen geht.
Nicht-Binäre unter den intersexuellen und transidenten Menschen haben das Nachsehen, ein dritter Personenstand ist gesetzlich noch nicht vorgesehen. Leonne Zeegers hatte sich im Oktober 2018 in einem langen Gerichtsprozess
den ersten niederländischen Reisepass mit der Angabe x erstritten.
Für die Gegner eines Selbstbestimmungsgesetzes an der Spitze des Bundesinnenministeriums wird die Luft dünn. Wenn mit Norwegen 7 europäische Staaten eine Personenstandsänderung ohne Begutachtung ermöglichen, hat mensch sich dort dabei etwas gedacht:
Es ist die Konsequenz aus derselben Erkenntnis, die zur Neufassung der Klassifikation der WHO in ICD-11 in 2018 geführt hat. Wenn etwas keine psychische Störung ist, gibt es keine Rechtfertigung für eine psychiatrische Begutachtung. Wir betrachten diese Form der Pathologisierung als einen Eingriff in unsere Persönlichkeitsrechte.
Wir fordern die Bundesregierung und im besonderen die Führung des BMI auf, sich in Fragen der rechtlich-geschlechtlichen Selbstbestimmung an unseren fortschrittlichen europäischen Nachbarn zu orientieren.
Nur ein Staat, in dem möglichst alle Menschen auf ihre Art glücklich leben können ist auf Dauer in ideeller wie materieller Hinsicht erfolgreich. Das sollten gerade konservative Politiker_innen im Auge behalten.
Bundesinnenministerium informiert Standesämter ?
Wir haben Meldungen erhalten, nachdem das BMI die Standesämter angeschrieben habe um seine Auffassung, "Variante der geschlechtlichen Entwicklung" wäre ausschließlich gleichbedeutend mit "intersexuell" zu propagieren und
Ärzte, die ein entsprechendes Attest für transidente Menschen ausstellen, würden sich eventuell strafbar machen.
Damit sich ein Arzt nach §278 StGB durch "ausstellen eines falschen Gesundheitszeugnisses" strafbar macht, müsste es für den im §45b PStG gewählten Begriff "Variante der geschlechtlichen Entwicklung" eine verbindliche Definition in der
Medizin geben, so dass sich ein Arzt 100% eindeutig an dem Stand der Wissenschaft in der Medizin halten kann. So eine Eindeutigkeit gibt es gewöhnlich bei Blutuntersuchungen auf Alkohol, Drogen usw. oder bei der
Feststellung des Gesundheitszustandes, z.B. Behandlungen, die stattgefunden haben oder nicht.
Diese Eindeutigkeit gibt es hier nicht.
Die S2k Leitlinie "Variante der geschlechtlichen Entwicklung" der AWMF ist nur eine diagnostische Empfehlung.
Das BMI sorgt selbst für einen Widerspruch, weil es in seinem Kommentar auf den Begriff DSD (Disorders of Sex Development) verweist, der so nicht im Gesetzestext steht. DSD ist in der S2k Leitlinie wiederum nur als Teilmenge der "Varianten geschlechtlicher Entwicklung" angegeben. Der deutsche Ethikrat und die medizinische Forschung geben Hinweise, dass auch eine nachgeburtliche geschlechtliche Entwicklung eine solche Variante sein könne oder dass bei transidenten Menschen eine mögliche geschlechtliche Ausprägung des Gehirns dazu zähle. Die Bundesärztekammer schließlich schreibt in ihrem Aufsatz zu DSD: "Die Verfasser dieser Stellungnahme sind sich der Komplexität der DSD-Nomenklatur bewusst".
Wir möchten alle diese Quellen nicht bewerten aber feststellen, dass es legitim und keinesfalls strafbar ist, alle namhaften Quellen bei der Erstellung eines Attestes einzubeziehen.
Das BMI ist gegenüber den Standesämtern nicht weisungsbefugt und versucht mit Hilfe dieser "Information" Mitarbeitende bei den Standesämtern zu verunsichern.
Hessen startet Bundesratsinitiative zum Verbot sogenannter "Konversionstherapien".
Entsprechend der Vereinbarung im Koalitionsvertrag wird die Landesregierung einen Antrag zum Verbot von Konversionstherapien in den Bundesrat einbringen. Mit dem gestrigen Kabinettsbeschluss wird der Antrag „Akzeptanz und Wertschätzung statt Pathologisierung und Diskriminierung: Menschen in ihrer sexuellen Orientierung und geschlechtlichen Identität stärken – ‚Konversionstherapien‘ verbieten“ dem Bundesrat zugeleitet werden. Die Länder Berlin, Bremen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein planen, in der kommenden Woche gleichlautende Beschlüsse zu fassen, um die Initiative dann als Mehrländerantrag für den Bundesrat am 12. April einzubringen.
„Sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität sind Wesensmerkmale des Menschen, keine Entscheidung. Entsprechend ist Homosexualität keine Erkrankung und deshalb auch in keiner Weise behandlungsbedürftig. Im Gegenteil: Konversionstherapien sind auch nach Ansicht psychologischer Fachverbände und der Bundesärztekammer gesundheitsgefährdend. Deshalb wurde im Koalitionsvertrag diese Bundesratsinitiative vereinbart“, so der Minister für Soziales und Integration, Kai Klose. Mehr...
Information zur Kritik des parlamentarischen Staatssekretärs Dr. Krings und dem vermeintlichen Missbrauch des §45b PStG
Dr. Günter Krings, parlamentarischer Staatssekretär im BMI äußerte in der FAZ vom 14.03.2019,
»er finde es bedenklich, wenn die von Geburt an schwierige Situation intersexueller Menschen und die für sie richtigerweise personenstandsrechtlichen Regeln nun von einzelnen Vertretern einer anderen Gruppe ausgenutzt werde.«
Ärzte könnten sich strafbar machen, wenn sie die Bescheinigungen für die Änderung von Vornamen und Geschlechtseintrag für trans*Menschen ausstellten, betonte Krings.
Dr. Krings äußert sich in seiner Funktion als parlamentarischer Staatssekretär politisch und verlässt dabei seinen eigenen Kompetenzbereich. Es ist die Fachkompetenz eines jeden Arztes Diagnosen und Entscheidungen nach bestem Wissen und Gewissen gemäß dem hippokratischen Eid zu treffen. Deren Entscheidungen hat auch ein Staatssekretär nicht in Frage zu stellen und schon gar nicht als Straftat zu deklarieren. Wir weisen die Äußerungen Krings‘ aufs Schärfste zurück.
Eine parlamentarische Anfrage hat ergeben, dass das BMI mit „eigenen Experten“ und damit gegen den Rat der Interessenverbände, den Empfehlungen des Deutschen Ethikrates, den Ergebnissen der interministeriellen AG des BMI und BMFSFJ ein Gesetz formuliert hat, welches bereits im Vorfeld massiv kritisiert wurde. Es wurde mehrfach angemahnt, dass der Gesetzesentwurf weder den Bedürfnissen Betroffener noch dem Urteil des BVerfG gerecht wird. Es handelt sich also um einen Versuch mit einer Angstpolitik von eigener Unfähigkeit abzulenken um sich aus der Verantwortung zu ziehen. Zusätzlich wird ein Keil zwischen die sonst vereinte Trans- und Intercommunity getrieben, die seit Jahren gemeinsam ein Recht auf Selbstbestimmung fordert.
Das Bundesverfassungsgericht hat wiederholt, zuletzt in seinem Beschluss 1 BvR 2019/16 klargestellt, dass die geschlechtliche Identität aller Menschen, auch wenn sie nicht männlich oder weiblich ist, durch das Grundgesetz geschützt ist und verdeutlicht, dass weder staatliche Interessen noch jene Dritter dem Recht auf Anerkennung einer nicht-binären Geschlechtsidentität entgegenstehen. Daraus ergibt sich zwangsläufig, dass die einzige Voraussetzung für eine Zuordnung zu einem Geschlecht die selbstbestimmte Erklärung eines jeden Individuums ist, ohne Einschränkungen auf die körperliche Konstitution (s.a 1 BvR 3295/07). Ebenfalls wurde klar formuliert, dass Geschlecht auch von sozialen und psychischen Faktoren mitbestimmt wird, was Transidentität ausdrücklich mit einschließt.
Dr. Krings übersetzt mit seinem Kommentar „Varianten der geschlechtlichen Entwicklung“ in einer Weise, die den §45b PStG verfassungswidrig machen würde, weil er Transpersonen explizit ausschließen möchte. Das BMI hat deswegen offensichtlich bewusst darauf verzichtet in den Gesetzestext eine Definition dieser Varianten einzufügen. Die von Krings erwähnte Chicagoer Konferenz von 2005 wird an keiner Stelle des Beschlusses 1 BvR 2019/6 erwähnt. Aus einer nicht vorhandenen Definition mit einem nicht vorhandenen Bezug auf eine rechtlich nicht bindende Definition einer med. Leitlinie oder einer Ärzt_innenkommission einen Straftatbestand zu konstruieren ist nicht nur paradox, sondern der Gipfel an Diskriminierung.
Sich das für einen bestimmten Personenkreis möglichst negative herauszupicken hat in Deutschland System. Während gesetzliche Krankenkassen medizinische Leitlinien, die für transidente/transsexuelle Menschen günstiger wären bislang nicht akzeptieren, sollen andere Leitlinien, nämlich die zur „Varianten geschlechtlichen Entwicklung“ rechtlich bindend sein? Dieser Versuch trans- und intersexuelle Menschen zu spalten wird scheitern.
Wir möchten Ärzt_innen die Angst nehmen, die Dr. Krings verbreitet und daran erinnern ihren Entscheidungsfreiraum auch zu Gunsten der Selbstbestimmung transidenter/transsexueller Menschen auszuschöpfen um deren Leidensdruck zu mindern. An Standesbeamt_innen appellieren wir, eindeutige Formulierungen im Gesetzestext anzuwenden und keine Diagnosen o.ä. nachzufordern, da diese ausdrücklich vom Gesetz nicht verlangt werden.
Vollständiger Text: Information zum angeblichen Missbrauch des §45b Personenstandsgesetz
Einladung der europäischen Kommission gegen Rassismus und Intoleranz
Die dgti e.V. wurde von der europäischen Kommission gegen Rassismus und Intoleranz zu einem Gespräch eingeladen um einen Ermittlungsreport zur aktuellen Situation für inter- und transgeschlechtliche Menschen zu erstellen. Julia Steenken und Julia Monro von der dgti bemängelten die mangelhafte Umsetzung des neuen Personenstandsgesetzes für die Dritte Option. Standesbeamte sind oft überfordert, haben wenig Kenntnisse und verweisen an nächsthöhere Behörden um sich rückzuversichern. Viele hören von dem Thema zum ersten mal und sind sich unsicher wie vorgegangen werden soll. Weiter wurde ein verfassungswidriges TSG thematisiert, bei dem der Gesetzgeber es nach wie vor versäumt hat nach der EU Resolution 2048 eine Abschaffung/Reform des TSG mit einer stigmatisierenden Begutachtungspflicht voranzutreiben und die Selbstbestimmung zu fördern. Weiter wurden klare Richtlinien gefordert, die es Kindern und Jugendlichen im Schulsystem angst- und diskriminierungsfrei den Schulalltag zu absolvieren, indem ein Handlungsleitfaden von den oberen Ministerien implementiert wird, an dem sich das Schulpersonal, aber auch andere Behörden, wie Jugendämter orientieren können.
Außerdem wurde auf die mangelhafte Beratungsstruktur hingewiesen. Beratung wird überwiegend durch Menschen in Organisationen, aber mit ehrenamtlicher Arbeit durchgeführt, die oftmals mit persönlicher Energie Höchsteinsatz leisten ohne dafür entlohnt zu werden zu können. Der Gesetzgeber, der eigentlich in der Pflicht wäre, eine fachgerechte Beratungsstruktur sicherzustellen und zu fördern lehnt sich oftmals zurück und verlässt sich auf die NGOs.
Zuletzt wurde darauf hingewiesen, dass transgeschlechtliche Personen grundsätzlich eine erhöhte Anzahl an Gewalt- und Leiderfahrungen durchleben und sich oftmals in multiplen Belastungssituationen wiederfinden, die zur existenziellen Bedrohung werden können. Transsexualität / Transidentität sollte als Härtefall anerkannt werden und in einem separaten Schutzgesetz muss der existentielle Fortbestand sichergestellt werden, wenn Menschen sich nach ihrem Coming Out in die Transitionsphase begeben.
Die dgti bedankt sich beim Europarat für die Einbeziehung durch die Ermittlungskommission und wünscht sich einen zeitnahen Bericht auf den die Bundesregierung hoffentlich entsprechend reagiert.
https://www.coe.int/en/web/european-commission-against-racism-and-intolerance/-/council-of-europe-anti-racism-commission-to-prepare-report-on-germany
Transgender Awareness Week(s)- Wochen der Beachtung Rhein-Main 15.11.-25.11.2018
Trans* in Frankfurt 2018 Fachtagung 24.11.-25.11.2018
Veranstaltungen zur Transgender Awareness Week Rhein-Main
15.11.2018 Transkids - Wiesbaden
Eine Veranstaltung im Rahmen der Transgender Awareness Week 2018 - Donnerstag, 15.11.2018 18:30h, Rathaus Wiesbaden
Transsexualität/Transidentität bei Kindern und Jugendlichen ist das Thema der Dokumentation
"Transkids" des Medienprojekts Wuppertal.
Wie fühlt es sich an, im "falschen Körper" zu stecken? Welche Probleme haben diese jungen Menschen und wo fühlen sie sich ausgegrenzt? Auf einem Ausflug zu einem Reiterhof tauschen Léon (13), Liam (14), Ben (14) und Florian (14) sich über ihre persönlichen Erfahrungen mit der eigenen Transition aus.
Wir zeigen den Film und anschließend gibt es die Möglichkeit mit Julia Monro, Moderatorin der Gruppe transkids und einem der Jugendlichen aus der Gruppe zu diskutieren.
20.11.2018 Transgender Day of Remembrance - TDoR - Überall !
Mit dem TRANS* DAY OF REMEMBRANCE (TDOR) gedenken wir den Opfern von transphober Gewalt. Wir ehren jene aus unserer Community, die wir im letzten Jahr verloren haben.
Vor 20 Jahren wurde der TDOR das erste Mal abgehalten. Im November 1998 wurde in den USA die afro-amerikanische trans* Frau Rita Hester ermordet. Am darauf folgenden Freitag versammelten sich über 250 Menschen, um ihrer Trauer und Wut über den Mord Ausdruck zu geben. Seitdem findet der TDOR jährlich am 20. November statt.
Viele trans* Personen werden im Lebensverlauf Opfer von Gewalt. Gewalt auf individueller Ebene, aber Repressionen auf struktureller, staatlicher Ebene. Von 2008 bis Ende 2017 wurden weltweit 2609 trans* Menschen ermordet. Dies sind nur die statistisch erfassten Fälle. Die Dunkelziffer wird deutlich höher geschätzt. Das vergangene Jahr wird die Zahl der Toten noch einmal nach oben treiben. Ein großer Teil der Opfer weltweit sind trans* Frauen of Color.
Der TDOR möchte neben einer gemeinsamen Möglichkeit zu trauern, die öffentliche Aufmerksamkeit von Hassverbrechen gegen trans* Menschen steigern. Aufmerksamkeit, die dringend benötigt wird. Denn medial wird derzeit nicht oder nur ungenügend über die Gewalt gegen trans* Menschen berichtet. Der TDOR gibt auch unseren Verbündeten die Gelegenheit sich mit uns zu solidarisieren. Eine Möglichkeit gemeinsam mit uns in der Mahnwache zu stehen und uns zu unterstützen.
Wir kommen an diesem Tag zusammen, um unsere Wut und Trauer auszudrücken. Wir kommen zusammen um gemeinsam den Verstorbenen aus unserer Community zu gedenken. Wir kommen zusammen um ein Zeichen zu setzen! Kommt und steht mit uns am 20.11.2018!
Treffpunkt 19:00 Uhr Königsplatz mit MUT, LSVD Bayern, B90 Die Grünen, Die Linke, pro familia, dgti e.V. Ak Bayern u.v.a.
Treffpunkt 17:00 Uhr an der U-Bahn Haltestelle Augsburger Straße (Demo) und ab 19:00 Uhr Kundgebung am Rathaus Schöneberg in Berlin mit dgti e.V. Ak Berlin-Brandenburg
Treffpunkt 14:00 - 19:00 Uhr Constantiaplatz 4, Hochschule Emden mit Fielappers und dgti e.V. Ak Nord
Treffpunkt 17:00 - 18:15 Uhr am Brockhausbrunnen /Höhe Zeil 87,Frankfurt und ab ca. 18:15h Demozug zum LSKH, Klingerstr.6 mit dgti e.V. Ak Hessen
Treffpunkt 16:00 - 19:00 Uhr Große Freiheit Ecke Schmuckstraße (Infostand) mit Ragazza e.V. ;Therapiehilfe e.V.; ATME e.V., dgti e.V. Ak Nord
Vortrag zum TDoR 17:00 - 18:30 Uhr Universität, Universitätsstr. 10, mit Christin Löhner, dgti e.V. Ak BaWü
Treffpunkt 17:00 - 19:00 Uhr Hallstr., mit Transident e.V., Queer Franken, MUT Mittelfranken, LSVD Bayern, dgti e.V. Ak Bayern
Treffpunkt 18:00 Uhr Schlossplatz mit Queerdenker Stutgart, 100%Mensch; dgti e.V. Ak Baden-Württemberg
21.11.2018 Osteuropa Express Lesung mit Marianne Zückler - Mainz
Lesung über Freiheit, Liebe, Sexualität und Ausgrenzung
mit anschließender Podiumsdiskussion. Bar jeder Sicht, Hintere Bleiche 29. Moderation: Petra Weitzel
Marianne Zücklers Erzählungen basieren auf Interview mit Menschen aus Ost- und Mitteleuropa, die wg. ihrer geschlechtlichen oder sexuellen
Identität verfolgt werden. Zum TDoR hören wir die Erzählungen zu André/Andrea aus Lettland und Krisztina aus Ungarn.
24.11.-25.11.2018 Trans* in Frankfurt 2018
Presseerklärung der dgti zum Artikel in der "Ärztezeitung Online" zur Littmann-Studie vom 16.10.2018
Stellungnahme zu „Im falschen Körper geboren: Ist es jetzt Mode transgender zu sein?“ (Ärzte Zeitung online, 16.10.2018)
Ärzte haben den Auftrag ein Leiden zu heilen, zu lindern und nicht zu verschlimmern.
Dr. Alexander Korte ist verantwortlich für zahlreiche Artikel, die der „Frühsexualisierung“ das Wort reden ohne sie beim Namen zu nennen (s.a. Ärzteblatt 2008, Deutschlandfunk: Rezension des Kinderbuchs Teddy Tilly). Die von Nicola Zink einseitig zusammengestellten Zitate von Kortes Statements sind eine Sammlung von Einschätzungen zum Thema, die man von den Autoren Bradley/Zucker kennt. Letzteren hat man 2017 fristlos aus seiner Klinik wg. ungeeigneter Methoden entlassen. Korte zitiert Zucker in seinen Schriften gerne und häufig.
„Wichtig ist die Exploration der sexuellen Präferenzstruktur unter nativem Hormonstatus. Es schließt auch Gespräche mit Jugendlichen über ihre präorgastischen Masturbationsfantasien ein.“ Mit dieser Aussage sind gefährliche Entwicklungen verbunden: Transidente/transsexuelle Kinder sollen den Einfluss der körpereigenen Hormone zuerst durchleben und Hr. Korte über ihre sexuellen Phantasien berichten. Die Körper dieser Jugendlichen entwickeln sich dabei zu ihrem Nachteil in die falsche Richtung und sie müssen tatenlos zusehen, bis sie einen anderen Therapeuten gefunden haben. Der psychische Leidensdruck erhöht sich enorm. Stigmatisierender kann eine Behandlung nicht sein. Eine unumkehrbare negative Prägung für das restliche Leben, welche mühsam mit Therapien aufgearbeitet werden muss. Aus unserer Sicht ist das nicht nur unterlassene Hilfeleistung, sondern es grenzt an aktive seelische Körperverletzung und fällt unter die Gefährdung des Kindeswohls. Die Methoden erinnern geradezu an Dr. Money und den Fall Reimer. Unsere Erfahrung zeigt, dass eine selbstbestimmte, frühe gegengeschlechtliche Hormontherapie schnell zur eigenen Sicherheit über den weiteren Weg führt und die Lebensqualität der Jugendlichen drastisch verbessert. Jahre des Abwartens führen auf jeden Fall zu unnötigen seelischen Belastungen. Nicht abwarten hat innerhalb von weniger als drei Monaten Hormontherapie keine bleibende Auswirkung. Dies ist daher der einzige gute Weg.
weiterlesen... (Presseerklärung der dgti zum Artikel in der Ärztezeitung Online zur Littmann-Studie vom 16.10.2018 - PDF)
Neue Leitlinien für die in Diagnostik, Beratung, Behandlung tätigen Fachkräfte:
Die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e.V. (AWMF) e.V. hat die S3 Leitlinie: Geschlechtsinkongruenz, Geschlechtsdysphorie und Trans-Gesundheit: Diagnostik, Beratung, Behandlung veröffentlicht: S3 Leitlinie Langfassung
Die neue Leitlinie für Erwachsene bringt einen Paradigmenwechsel was Reihenfolge und Umfang geschlechtsangleichender Maßnahmen angeht. Es gibt keine starren Vorgaben an den Umfang und Dauer der Alltagserprobung mehr, die bisher als Voraussetzung für eine medizinische Indikation galten. Das letzte Wort hat jedoch weiterhin das medizinische Fachpersonal.
Die drei Personen in der Leitlinienkommission, die für transidente/transsexuelle Menschen aus eigener Biographie sprechen können, konnten sich hier mangels Mehrheit nicht durchsetzen. Dieser Umstand ist mit "Sondervotum" der Bundesvereinigung Trans* gekennzeichnet.
Der Umfang der als in Frage kommenden zu erwägenden geschlechtsangleichenden Maßnahmen hat sich erhöht, so werden bestimmte Methoden für einen Penoidaufbau oder Gesichtsfeminisierung ausdrücklich genannt.
Mehr Freiheit in der Gestaltung bedeutet für die Fachkräfte aber auch mehr Möglichkeiten eine therapeutische Begleitung kurz zu halten aber leider auch zu verlängern. Daher haben Behandlungssuchende jetzt das Recht, auch über Verweigerungsgründe detailliert informiert zu werden.
Völlig offen ist, wie die gesetzlichen Krankenkassen mit dieser Leitlinie umgehen. Nach wie vor gelten dort die MDS Richtlinien Transsexualität aus dem Jahre 2009. Wir als dgti e.V. werden darauf drängen, dass diese Richtlinien zeitnah an die Leitlinie der AWMF angepasst wird.
Für Kinder und Jugendliche liegt eine neue Leitlinie noch in weiter Ferne.
Aktionswoche Montag, 08. Oktober bis Freitag, 12. Oktober 2018 Aktionswoche in ganz Deutschland!
Mehr Informationen gibt es hier: https://aktionstandesamt2018.de/termine/
Ihr könnt mit uns gemeinsam eure Anträge beim Standesamt abgeben !
Der Gesetzgeber ist durch jenen Beschluss verpflichtet worden, bis zum 31.12.2018 einen positiven dritten Geschlechtseintrag einzurichten. Alternativ könne er aber auch den staatlich erfassten Geschlechtseintrag komplett abschaffen. Die Aktion Standesamt 2018 fordert, dass das zukünftige Gesetz das Recht auf eine selbstbestimmte Geschlechtsidentität achten wird.
Inklusionsarbeit bei Allianz Global Investors setzt auch auf transsexuelle/transidente Menschen
Am 7.8.2018 fand bei der Allianz Global Investors in Frankfurt im Rahmen der Inclusion & Diversity Arbeit des Unternehmens eine Informationsveranstaltung zum Thema Transidentität statt. Gast des Abends war Julia Monro, Referentin der Deutschen Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität e.V. (www.dgti.org), die bundesweit zu Transidentität/Transsexualität und Intersexualität informiert. Nach einem kleinen interaktiven Einführungsworkshop „Typisch Mann – Typisch Frau“ wurden fachliche Informationen zu Transidentität und Intersexualität vermittelt. Anschließend gab es reale Beispiele zu aktuellen Mobbing- und Diskriminierungsfällen und einen Bericht über persönliche Diskriminierungserfahrungen aus Julia Monros alltäglichem Leben.
Der Managing Director Arne T. freut sich: „Ich bin sehr stolz auf unsere LGBT+ Abteilung, aber das T haben wir bisher leider noch nie bedienen können. Umso mehr danke ich für diese tiefen Einblicke und die damit verbundenen Schwierigkeiten nicht nur im Alltag, sondern auch im Berufsleben. Wir werden versuchen das T auch künftig öfter zu berücksichtigen und intern bei unseren Schwesterfirmen darauf hinweisen.“
„Wir haben lediglich die Oberfläche angekratzt. Wenn wir weiter ins Detail gehen könnten wir ein ganzes Studienfach damit füllen.“ Sagt Julia Monro, die sich insbesondere über die Stellenanzeigen des Unternehmens freut, die bei der Geschlechtsangabe bereits (m / f / d ) angeben. „da können sich andere Konzerne eine Scheibe abschneiden und ich hoffe, dass man diesem Beispiel folgt. Jetzt wird es Zeit, dass auch die Bundesregierung ihrer Pflicht nachkommt“ ergänzt Julia Monro.
Männlich, weiblich, divers. Die Bundesregierung hat heute einen Gesetzesentwurf zur 3. Option beschlossen. Die dgti begrüßt es sehr, dass die Bundesregierung der Verpflichtung durch das Bundesverfassungsgericht nachkommt. Wir müssen jedoch feststellen, dass die Bedürfnisse transidenter/transsexueller Menschen und speziell nicht binärer Personen mit diesem Gesetzentwurf nicht berücksichtigt wurden. Letzteren hatte das OLG Celle bereits im Vorfeld die dritte Option zugesprochen. Alle Personengruppen unabhängig von ihren körperlichen Zuständen müssen in einem neuen Gesetz zur geschlechtlichen Selbstbestimmung berücksichtigt werden. Zugangsvoraussetzung darf nur die Selbsterklärung ohne medizinische Begutachtung sein. Mehr dazu hier.
https://www.bmi.bund.de/…/…/DE/2018/08/geburtenregister.html
Mehr Informationen gibt es hier: https://aktionstandesamt2018.de/
Telefon: 0151 75049494
Jnuar 2012 Be Bothered!
Dezember 2011 Verlegung der Bundesgeschäftsstelle der dgti, neue Bankverbindung, Weihnachtsgruß, ...
September 2011 Neue Vorstandschaft - Der Papst kommt!
April 2011 Eckpunktepapier der dgti
Januar 2011 Neue dgti Forenleitung
November 2010 Änderung durch Nachwahl
September 2010 Das dgti-Forum ist umgezogen
Kampagne gegen Mehrfachdiskriminierung von LesMigras
Juni 2010 Das dgti-Forum feiert seinen ersten Geburtstag
Mai 2010 Unsere Webpräsenz steht vor größeren Veränderungen
Januar 2010 Das TSG wackelt
September 2009 Verfassungsgericht kippt Scheidungsgebot für Personenstandsänderung
Januar 2008 Nachruf auf Karin Bellwinkel
Dezember 2007 Kinder und Jugendliche
September 2006 Stellungnahme zum Scheidungsgebot an BVerfG
Offener Brief wegen Problemen der Kostenübernahmen
BVerfG kippt Heiratsverbot (§7 TSG)
Urteil des BVerfG zur Behandlung seltener Krankheiten
Mai 2005 Sozialwahl 2005 - OpenOhr
Februar 2005 Jugendliche Transgender
Juli 2004 Bundesverfassungsgericht
Mai 2004 Nachruf David Reimer
November 2003 Identitätsdebatte
September 2003 Das Recht auf Identität - ein Menschenrecht?
Stadt der 1000 Fragen
Dezember 2002 Seminare 2003 in Matrei
Neue Gruppe im Raum Füssen
Oktober 2002 Fachtagung Intersexualität/Transsexualität
September 2002 - 2 Transgender in den USA verhaftet
Aktion "Transgender in den Koalitionsvertrag"
Seminare in Matrei
Rückblick und Vorschau auf 2003
8. Rheinische Allgemeine PSYCHOtherapietage am 13./14. Sept. 2002
September 2002 - 1 Seminare in Matrei
Juli 2002 Unterschriftenaktion zur Verschreibung von Hormonen
Beratungsstelle Niedersachen wieder tätig
Mai 2002 Arbeitsgruppe Selbstständige in der dgti
April 2002 Noch freie Plätze im Seminar
Neues von der dgti
Entwicklungen beim MDK-Nordrhein
März 2002 - 2 Seminare der dgti in Matrei/Osttirol
Einführung: Wer kontrolliert eigentlich den MDK?
März 2002 - 1 Institutionalisierte Gewalt - Probleme im Spannungsfeld zwischen formaljuristisch richtigem Handeln und Verhinderung von Hilfe durch Krankenkasse, Arbeitsamt, Sozialamt und sonstige Träger sozialer und gesundheitlicher Maßnahmen
Januar 2002 Fachgespräch "Jenseits der zwei Geschlechter bei B90/Grüne am 27.02.2002 in Berlin, Einladung und unser Vortrag dazu
Ein Grundsatzurteil zum Umgang mit dem TSG, hier §8 i.V. mit §9 TSG
Neu: Notfall-Telefon: 0179 - 3748 990 (aber bitte nur im Notfall!!!)
Dezember 2001 Tag der Menschenrechte
IS - Das verordnete Geschlecht
November 2001 Entwicklungen zum vorläufigen Reisepass
Erste-Hilfe, neu überarbeitet
Befragung des Bundesinnenministeriums zum TSG unter Punkt D
Ausstellung in "Deutsches Hygiene-Museum Dresden" - Sex - vom Wissen und Wünschen
September 2001 Konflikte - Dogmen - Sprachlosigkeit - Terror, ein Leitartikel dazu
Miteinander reden - der MDK Nordrhein und Westfalen-Lippe, sowie die Expertenrunde TS-Behandler haben die dgti und Transmann zum Gespräch geladen
Juli 2001 Heirat eines lesbischen Paares, Konsequenz aus der eingetragenen Lebenspartnerschaft
Nachruf - Doris Mädig verstorben
Arbeitsgruppe der "Selbständigen, Beamten und Angestellten in leitender Funktion" in der dgti jetzt online (seit Mai 2002 wieder direkt bei uns)
April 2001 Leistungspflicht der Kassen
Anfrage der PDS an die Bundesregierung wegen "Geschlechtszuweisung"
Februar 2001 Anfrage wegen Intersexuellen in den Medien
Fragebogenaktion zur geschlechtsangleichenden Operation
Ergänzungsausweis und vorläufiger Reisepass
Transgendergesetz - TrGG
Januar 2001 IS aus Hessen sucht Kontakt zu anderen IS
Therapeuten für TS in Hessen gesucht
Ergänzungsausweis - Konto in Trier gelöscht
Transgendergesetz und Hinweis auf Diskussion darüber
November 2000 - 2 Der Entwurf eines Transgendergesetzes wurde übergeben und veröffentlicht
November 2000 - 1 Neuer Vorstand der dgti
TSG in der Kritik/Umfrage des BMI
Oktober 2000 Transgender - Publikationen und Aktivitäten der Ministerien
TSG im Kreuzfeuer - Fragen des BMI an die Verbände
Nachlese 6. PSYCHOtherapietage - Vortrag "TS/IS und Zwänge"
September 2000 Entwurf einer Betriebsvereinbarung
6. Psychotherapietage und Vortrag zum Thema "Transgender und Zwänge" (mit Tabellen und Grafiken)
August 2000 Gleichgeschlechtliche Partnerschaften
Aktuelles von der dgti
Juni 2000 Betrachtungen zu 20 Jahren TSG
Juristisches: Aufbau der Seite Familienrecht
Mai 2000 Fraktion Bündnis90/Die Grünen interessiert Transgendergesetz TrGG
AsF - Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen hat Transgenderresolution an Bundesvorstand verwiesen
PDS plant Anfrage im Bundestag zum TSG
Transgender in der Republik Irland stützen sich auf den TrGG-Entwurf
April 2000 LSVD und SCHWUSOS nehmen Transgenderresolution an
Sexuelle Nötigung durch gerichtlich bestellte Gutachter in Niedersachsen
März 2000 - 2 Progynon nicht mehr im Handel
Aufruf zu Rückmeldungen an die dgti
März 2000 - 1 20 Jahre TSG
Das Sachbuch "Gleiche Chancen für alle - Transidentität in Deutschland 1998/1999 ist erschienen (Autorin: Helma Katrin Alter)
September 1999 Wieder im Internet
Rheinische Psychiatrietage in Bonn
Mai 1999 Problem mit den Gerichten - der Kostenübernahme - Verschwendung öffentlicher Gelder durch versteckte Kosten
März 1999 Köln - eine "offene" Stadt? - "Morgens Karin - abends Klaus", das Plakat der KVB
Allgemeine Hinweise zur dgti
Überarbeitete SHG-Liste
Zurückweisung des Versuchs die "Standards der Behandlung ..." mit dem TSG zu verknüpfen um den Eindruck zu erwecken, die seien eine rechtliche Vorschrift
November 1998 Einführung des Ergänzungsausweises und der Notfallkarte
Oktober 1998 Gründung der dgti - (siehe Ziele der dgti)
Mai 1998 "Neues Denken" - Transidentität und/oder Intersexualität?!?!
Wir hatten aufgerufen zu einer These Stellung zu nehmen:
"Ist Transsexualität eine Form der hirnorganisch bedingten Intersexualität?"
also auch gleich die Reaktionen darauf

References: §45
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 §278
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 §8
 §9