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Timestamp: 2017-07-22 04:51:34+00:00

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Welchem Teil steht dem Sohn des verstorbenen Erben beim Erbe zu ?Online-Rechtsberatung von RechtsanwÃ¤ltin Silke HelmlingStand: 05.07.2011Frage: Meine Mutter ist im April verstorben.Als Erbmasse stehen ca. 50.000,-- Euro zur VerfügungAls Erben sind wir 3 Söhne1 Sohn ist vor ca: 6 Jahren verstorben und einen Sohn seine Ehe ist vor ca: 25 Jahren geschieden.Als Eigentum der verstorbenen Mutter wurde 1 Eigenheim vor 4 Jahren an die noch lebenden Söhne notariell überschrieben.Dieses Haus wurde von den Söhnen vor ca. 3 Jahren verkauft.Welches Erbteil steht dem Sohn des verstorbenen Bruders zu? E-Mail-Beratung:Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-141,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus MobilfunknetzenAntwort:Sehr geehrter Mandant,Maßgeblich für die Erbansprüche des Sohnes Ihres verstorbenen Bruders ist der Erbvertrag aus dem Jahr 1991.Der ältere Erbvertrag aus dem Jahr 1973 wurde durch den Vertrag aus dem Jahr 1991 widerrufen und ist damit hinfällig.Nach § 3 des Erbvertrages ist der Sohn Ersatzerbe seines verstorbenen Vaters. Im übrigen wäre er dies auch ohne vertragliche Einsetzung kraft Gesetzes.Da ich davon ausgehe, dass Herr Neuhaus vorverstorben ist, ist das Vermächtnis in § 3 des Erbvertrages hinfällig ( was ist eigentlich aus der im Vertrag genannten Eigentumswohnung geworden ? Wenn diese nicht verkauft wurde, fällt sie ja in den Nachlass Ihrer verstorbenen Mutter ).Da gemäß Erbvertrag alle 3 Söhne zu gleichanteiligen Erben bestimmt wurden, ist der Nachlass Ihrer Mutter zu je 1/3 zwischen Ihnen, Ihrem Bruder und dem Sohn zu teilen.Sie befinden sich in einer ungeteilten Erbengemeinschaft mit der Folge, dass Verfügungen über den Nachlass nur gemeinschaftlich getroffen werden können.Sie gaben in unserem Telefonat an, das Ihre Mutter Sie zum Testamentsvollstrecker benannt hat. Sie beziehen sich insoweit auf die Erklärung Ihrer Mutter vom 11.08.2005, die mit „mein letzter Wille “ bezeichnet ist.Ich habe darüber nachgedacht, ob in dieser Erklärung nicht vielleicht eine Einsetzung als alleiniger Erbe zu sehen ist. Maßgeblich ist insoweit neben dem Wortlaut, der hier juristisch nicht ganz klar ist , vor allem der ( durch Auslegung zu ermittelnde ) Wille des Verstorbenen.Der Wortlaut ( „nach bestem Wissen …. zu verfügen “ ) spricht allerdings mehr für eine Einsetzung als Testamentsvollstrecker, es sei denn, Sie hätten Anhaltspunkte dafür, dass Ihre Mutter Sie als alleinigen Erben einsetzen wollte.Als Testamentsvollstrecker haben Sie die Aufgabe, den Nachlass zu verwalten und die letztwilligen Verfügungen Ihrer Mutter auszuführen, dh den Nachlass entsprechend dem Erbvertrag aufzuteilen, § 2203, § 2205 BGB.Bei Barvermögen ist dies relativ einfach, bei Immobilienbesitz ist ein Verkauf nur mit Zustimmung aller Erben möglich.Die Frage, die sich weiter stellt ist die, ob der Sohn Ihres verstorbenen Bruders etwaig Ausgleichansprüche wegen der Übertragung des Eigenheimes an Sie und Ihren Bruder stellen kann, die im Wege der vorweggenommene Erbfolge erfolgte.Insoweit bestimmt § 2050 Abs. 3 BGB, dass Zuwendungen unter Lebenden dann zur Ausgleichung zu bringen sind, wenn der Erblasser dies bei der Zuwendung angeordnet hat.Zwar findet sich in § 3 des Übertragungsvertrages der Passus, dass sich der Erwerber den Wert der Übertragung auf seinen Pflichtteil ( nicht Erbteil ) anrechnen lassen muss.Da insoweit nur vom Pflichtteil gesprochen wird (der nur im Falle einer Enterbung greift), nicht jedoch vom Erbteil, gehe ich davon aus, dass Ihre Mutter eine solche Ausgleichung seinerzeit nicht vorgesehen und auch nicht gewollt hat.Auch dies ist letztlich jedoch eine Frage der Auslegung, bei der zu berücksichtigen ist, dass Ihre Mutter seinerzeit vom Notar über den Inhalt des Vertrages aufgeklärt und beraten wurde, dh von einer Ausgleichungspflicht wohl bewusst Abstand genommen hat.Damit kann der Sohn Ihres verstorbenen Bruders bezüglich der verkauften Immobilie meiner Meinung nach keine Ausgleichsansprüche geltend machen.
Interessante FÃ¤lle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu ErbteilBerechnung des Ausgleichs in Erbschaftsangelegenheit | Stand: 23.04.2014FRAGE: Die Erblasserin setzt Sohn und Tochter zu gleichen Teilen als Erben ein. Sie verfügt im Testament, dass eine 1984/85 erbrachte Schenkung über DM 40000,00 an den Sohn durch diesen auszugleiche...ANTWORT: Im Ergebnis wird der Inflationsausgleich auf die Summe der Zuwendung aufgeschlagen. Der Inflationsausgleich wird durch Multiplikation bzw. Division mit den entsprechenden Koeffizienten aus dem Lebenshaltungsinde ...weiter lesenAnteil fÃ¼r Wohnung und Geld nach Erbe | Stand: 05.12.2013FRAGE: Meine Mutter starb im Januar 2013 im Alter von 90 Jahren.H. ist der eheliche Sohn, ich R. der uneheliche Sohn geboren 1942Testament unserer Mutter vom Jahre 2006 - Die Wohnung und das Bargeld bekommt HTestamen...ANTWORT: Ich möchte vorab drauf hinweisen, dass die nachfolgenden Ausführungen bzw. Schlussfolgerungen natürlich nur Vermutungen darstellen können, wie die Testamente Ihrer Mutter zu bewerte ...weiter lesenWann steht der Pflichtteil bei Erbe zu? | Stand: 23.09.2012FRAGE: Meine Frau und ich leben im ges. Güterstand und haben keine Kinder. Wir haben uns im Testament als gegenseitige Erben eingesetzt. Die Eltern meinerseits sind schon tot, bei meiner Frau lebt nur noc...ANTWORT: Der Text des § 2303 BGB ist ebenso klar wie erschöpfend: Pflichtteilsberechtigt sind ausschließlich eigene Abkömmlinge, der Ehegatte und (lebende) Eltern. Andere Personen sind grundsätzlic ...weiter lesenWas passiert wenn der Erbe vor dem Erblasser verstirbt ? | Stand: 21.01.2011FRAGE: Eine Tante ( Ehemann vor 30 Jahren verstorben, keine Kinder, 90 Jahre alt )setzte meinen Ehemann mit handschriftlich verfasstem Testament vor ca. 20 Jahren als Erben ein. Er ist der Neffe der Tante.Wa...ANTWORT: Sehr geehrte Mandantin,ihre Frage beantworte ich wie folgt:Aus Ihrer Fragestellung schließe ich, dass die Tante Ihres Ehemanns in ihrem Testament für den Wegfall Ihres Ehemanns keinen Ersatzerbe ...weiter lesenErbrechtliche AnsprÃ¼che der Kinder aus einer Schenkung | Stand: 08.01.2011FRAGE: Meine Frau und ich haben gemeinsam ein Haus gekauft (1986) und ich habe meinen Anteil meiner Frau geschenkt. Notariell beglaubigt.
Frage: Ich habe 2 unterhaltsberechtigte Kinder in der Zeit gehabt. Kan...ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,Ihre Frage beantworte ich wie folgt:Da Sie berichten, dass die schenkweise Übertragung Ihres Anteils an der Immobilie durch notarielle Vereinbarung erfolgte, ist davon auszugehen ...weiter lesenEintritt der gesetzlichen Erbfolge - Kann man sich gegen eine Erbengemeinschaft wehren? | Stand: 06.12.2010FRAGE: Am 3.7.2010 ist mein Vater gestorben.Am 4.12.2010 erhielt ich vom Amtsgericht/Nachlassgericht die Mitteilung, dass meine Mutter die Erteilung eines gemeinschaftlichen Erbschein beantragt hat:Meine Mutte...ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,aufgrund Ihrer Fragestellung gehe davon aus, dass hier von Ihrem Vater kein Testament errichtet worden ist, sondern die gesetzliche Erbfolge eingetreten ist. Einwendungen gegen de ...weiter lesen

References: § 3
 § 3
 § 2203
 § 2205
 § 2050
 § 3
 § 2303