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Timestamp: 2020-02-27 07:05:55+00:00

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Ihre Beerdigungs­planung in Schleswig-Holstein | Drupal
eaysyleaving unterstützt Sie bei der Planung Ihrer Beerdigung. Das ist sinnvoll, weil Sie so Ihren Angehörigen in einer schweren Zeit zur Seite stehen können und dafür sorgen können, dass Ihre Beerdigung in Ihrem Sinn durchgeführt wird. Wir haben Ihnen im Folgenden die wichtigsten Details zu Bestattung, Grabgestaltung, Trauertexte und Trauerfeier zusammengetragen. Beerdigungen werden in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich gesetzlich geregelt. Dieser Text samt Checkliste berücksichtigt die Regelungen von Schleswig-Holstein.
Das Gesetz über das Leichen-, Bestattungs- und Friedhofwesens (Bestattungsgesetz - BestattG) fast seit 2005 mehrere frühere Gesetze zum Thema zusammen. Es verlangt im ersten Paragraf den würdigen Umgang mit Leichen und der Asche Verstorbener, die Berücksichtigung von sittlichen, weltanschaulichen und religiösen Vorstellungen der Verstorbenen und der Allgemeinheit sowie die Beachtung von Gesundheits- und Umweltschutz. §2 definiert auch Totgeborene oder bei der Geburt verstorbene Kinder sowie Feten aus Schwangerschaftsabbrüchen mit einem Gewicht von mindestens 500 Gramm als Leichen.
Das Bundesland kennt folgende Friedhöfe:
Simultanfriedhöfe
Unter privaten Friedhöfen fasst das Gesetz einzelne, außerhalb von Friedhöfen gelegene Grabstätten auf solchen Grundstücken oder Grundstücksteilen, in Anlagen oder Gebäuden, die nicht für die allgemeine Bestattung gewidmet sind. Grabstätten in Kirchen und anderen Gotteshäusern gelten ebenfalls als private Bestattungsplätze.
Hinterbliebene und damit Verantwortlich für Leichenschau und Beerdigung ihrer Liebsten sind Verwandte in folgender Reihenfolge:
Ehegattin oder der Ehegatte
Auch Schleswig-Holstein verlangt in §3 zur Feststellung des Todes, des Todeszeitpunktes, der Todesart und der Todesursache eine Leichenschau durch einen Arzt. Als Besonderheit erlaubt das Küstenland auf schwer erreichbaren Inseln und Halligen, diese Aufgabe an eine andere geeignete Person zu übergeben. Skurril ist Abs. 4, der besagt, dass auf Wunsch des Verstorbenen die Leichenschau von einem Arzt gleichen Geschlechts durchgeführt werden soll.
Jeder, der eine Leiche auffindet oder in dessen Beisein jemand verstirbt, hat nach §4 die Leichenschau zu veranlassen. Ist die Person in einem Krankenhaus, einem Heim und einer anderen Gemeinschaftseinrichtung, in einem Betrieb oder einer öffentlichen Einrichtung verstorben, ist auch die Leitung der Einrichtung, in Verkehrsmitteln die Fahrzeugführerin oder der Fahrzeugführer verpflichtet, die Leichenschau zu veranlassen.
Bei Totgeborenen liegt diese Pflicht bei folgenden Personen in der Reihenfolge:
jede andere Person, die zugegen war oder über das Totgeborene aus eigenem Wissen unterrichtet ist
Zusätzlich haben die oben genannten Personen sowie der Arzt, der die Leichenschau durchführt bei Verdacht auf einen nichtnatürlichen Tod oder dem Auffinden der Leiche einer unbekannten Person die Polizei zu benachrichtigen.
§5 bestimmt unter Anderem, dass die Leichenschau am Ort vorgenommen werden soll, an dem der Tod eingetreten ist oder die Leiche aufgefunden wurde. Ergeben sich hierbei Anhaltspunkte für einen nichtnatürlichen Tod, muss nach §6 die Polizei verständigt werden. Die Leichenschau wird durch die Ausstellung der Todesbescheinigung nach §7 abgeschlossen.
Eine Leichenöffnung (innere Leichenschau, Obduktion) kann nach §9 zur Aufklärung der Todesart, der den Tod bedingenden Grundleiden oder Zusammenhänge und der Todesursache (Obduktion) oder zu Zwecken der Forschung und Lehre über den Aufbau des menschlichen Körpers (anatomische Leichenöffnung) durchgeführt werden.
In Schleswig-Holstein gilt die Bestattungspflicht (§13). Ausgenommen sind Totgeborene, die auf Wunsch der Eltern aber auch beerdigt werden dürfen. Dazu bedarf es einer formlosen ärztlichen Bestätigung. Voraussetzung einer Bestattung ist nach §14 die Vorlage der Sterbeurkunde.
§15 gestattet die Erdbestattung und die Einäscherung mit Urnenbeisetzung (Feuerbestattung). Urnen können auf einem Friedhof oder von einem Schiff aus auf See (mindestens drei Seemeilen vor der Küste) bestattet werden. §16 verlangt die Beisetzung frühestens 48 Stunden und spätestens neun Tagen nach Todeseintritt. Die Frist gilt nicht, wenn eine Obduktion angeordnet wurde. Urnen sind innerhalb eines Monats nach der Einäscherung beizusetzen. Die Mindest-Ruhezeiten legen in Schleswig-Holstein nach §23 nach Anhörung des Kreises oder der kreisfreien Stadt die Friedhöfe selbst fest.

References: §2
 §3
 §4

§5
 §6
 §7
 §9
 §14

§15
 §16
 §23