Source: https://www.duesseldorf.de/jugendamt/kinder-schuetzen/autismus.html
Timestamp: 2020-07-05 15:52:09+00:00

Document:
Autismus - Landeshauptstadt Düsseldorf
Aktuelle Seite:Autismus
Autismus (heute spricht man von Autismus-Spektrum-Störungen - ASS) ist eine vielgestaltige neurologische Entwicklungsstörung, die in der Regel vor dem dritten Lebensjahr auftritt. Menschen mit Autismus-Spektrum-Störungen zeigen beispielsweise
eine andere Wahrnehmungsverarbeitung
andere Denk- und Lernstile
eine andere Art der sozialen Interaktion und Kommunikation (insbesondere beim Blickkontakt und bei der Körpersprache)
einige Verhaltensweisen, die nicht-autistischen Menschen nicht unmittelbar verständlich sind (beispielsweise ein Verhalten mit sich wiederholenden, stereotyp ablaufenden Aktionen).
Autismus-Spektrum-Störungen sind ausgesprochen vielfältig und es ist in jedem Fall eine fachärztliche Diagnostik nötig. Wichtig ist zu wissen, dass autistische Menschen sich sehr voneinander unterscheiden können. Keine zwei Menschen im Autismus-Spektrum zeigen die gleichen Symptome oder Verhaltensweisen.
Schätzungen gehen davon aus, dass ein bis zwei Prozent der Menschen autistisch sind – mehr, als man in früheren Jahren annahm; damals wurden unauffällige Formen von Autismus (beispielsweise das Asperger-Syndrom) gar nicht erkannt. Den Anstieg der Autismusfälle führt man auch auf eine solidere Diagnostik zurück. Darüber hinaus wurden die Diagnostikkriterien ausgeweitet. Die Bezeichnung "Autismus-Spektrum-Störungen - ASS" bezieht sich auf den großen Umfang an Symptomen, Fähigkeiten und das Niveau der Beeinträchtigung oder Behinderungen, die Menschen mit einer ASS haben können. Manche sind lediglich leicht von einzelnen Symptomen beeinträchtigt, andere sind schwer- und mehrfachbehindert.
Es wird derzeit unterschieden zwischen:
Frühkindlicher Autismus (Im ICD 10 unter F84.0)
Asperger-Syndrom (Im ICD 10 unter F84.5)
Atypischer Autismus (Im ICD 10 unter F84.1)
Die Merkmale des frühkindlichen Autismus (ICD 10 - F84.0) zeigen sich bereits vor dem dritten Lebensjahr und sind in drei Bereichen besonders deutlich:
im sozialen Umgang mit Mitmenschen
in sich wiederholenden und stereotypen Verhaltensweisen
Das Asperger-Syndrom (ICD 10 - F84.5) unterscheidet sich von anderen Autismus-Spektrum-Störungen in erster Linie dadurch, dass oft keine Entwicklungsverzögerung bzw. kein Entwicklungsrückstand in der Sprache oder der kognitiven Entwicklung vorhanden ist. Die meisten Menschen mit Asperger-Syndrom besitzen eine normale allgemeine, in Teilgebieten besonders hohe Intelligenz. Hingegen sind häufig in der psychomotorischen Entwicklung und der sozialen Interaktion Auffälligkeiten festzustellen1.
1 vgl. Elternratgeber des Bundesverbandes autismus Deutschland e.V.
Kinder mit atypischem Autismus (ICD 10 - F84.1) zeigen erst nach dem dritten Lebensjahr autistische Verhaltensweisen (atypisches Erkrankungsalter) und/oder sie weisen nicht alle Symptome auf (atypische Symptomatik).
"Wenn atypischer Autismus zusammen mit erheblicher Intelligenzminderung auftritt, wird manchmal auch von 'Intelligenzminderung mit autistischen Zügen' gesprochen. Neuere Forschungen deuten jedoch darauf hin, dass die Annahme einer Intelligenzminderung bei Autisten mit dem Wechsler-IQ-Test verfälscht wird, und Autisten beim Ravens-Matrizentest um bis zu 30 Punkte besser abschneiden, was nicht auf weniger, sondern auf eine andere Intelligenz hindeutet."
FAQ - auf dieser Seite geben wir Ihnen Antworten auf folgende Fragen
Sind autistische Menschen geistig behindert?
Können ein Autist oder eine Autistin auch hochbegabt sein?
Wohin kann ich gehen, um eine gesicherte Diagnose für Kinder und Jugendliche zu erhalten?
Mein Kind hat eine Autismus-Diagnose. An wen kann ich mich jetzt wenden?
Warum gibt es verschiedene Kostenträger, das Jugendamt, das Amt für Soziales und den Landschaftsverband Rheinland?
Hat mein Kind automatisch einen Anspruch auf Autismustherapie, wenn es die Diagnose hat?
Was benötige ich, um einen Therapieplatz zu erhalten?
Findet Therapie auch im häuslichen Umfeld statt?
Wie viele Therapiestunden stehen meinem Kind zu?
Wer übernimmt die Kosten für die Therapiesitzungen?
Muss ich anteilig Kosten übernehmen?
Wie lange dauert eine Autismustherapie?
Welche Arten von Unterstützungen und welche Hilfen kann ich mit der Diagnose beantragen?
Wie kann ich lernen, wie ich mit meinem autistischen Kind umgehen sollte? Gibt es dafür Elterntrainings? Wer bezahlt das?
Gibt es auch Hilfe für die Familie und Geschwisterkinder?
Therapie ist beantragt und jetzt? An welchen Träger kann ich mich wenden?
Wie lange muss mein Kind auf einen Platz für die Autismustherapie warten?
Woher bekomme ich Unterstützung, wenn ich lange auf eine Therapie warten muss und Hilfe brauche?
Wer kümmert sich um eine Therapeutin oder einen Therapeuten?
Bleiben wir trotzdem in unseren Entscheidungen frei, auch wenn das Jugendamt oder der Landschaftsverband Rheinland uns unterstützen?
Kann ich auch vor der Diagnose (z.B. bei einer Verdachtsdiagnose) eine Beratung bekommen?
Bekommt jeder Autist bzw. jede Autistin einen Integrationshelfer oder eine Integrationshelferin in der Schule?
Wie kann ich Hilfe für die Schulsituation bekommen?
Gibt es eine Einstufung in einen Pflegegrad für mein Kind? An wen wende ich mich?
Ist ein Behindertenausweis sinnvoll oder entstehen meinem Kind dadurch Nachteile?
Mein autistisches Kind kann den Schulweg nicht alleine bewältigen, was kann ich tun?
Mein autistisches Kind ist eigentlich ein guter Schüler bzw. eine gute Schülerin, fällt aber durch das gezeigte Verhalten und Desorientierung auf. Gibt es hier Hilfe?
Mein autistisches Kind ist aufgrund seiner Hypersensibilität in einer normal großen Schule bzw. Klasse völlig überfordert. Wer berät mich zu schulischen Fragen und zur Schulwahl?
Bekommen wir Unterstützung für eine Unterbringung unseres fast erwachsenen autistischen Kindes?
Wer ist zuständig für die Hilfe in der Lehre/beim Studium?
Eine Autismus-Spektrum-Störung wird im Rahmen der "Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme" unter ICD-10-GM-2019 in F84 gelistet.
Autismus-Spektrum-Störungen werden danach als tiefgreifende Entwicklungsstörungen definiert. Diese Störungen zeichnen sich durch eine andere Wahrnehmung der Umwelt und durch eine andere Art der Beziehungsgestaltung aus. Aufgrund von Einschränkungen in der Wahrnehmung, im Verhalten und im sozialen Umgang benötigen manche Autisten und Autistinnen Hilfe und Unterstützung, um ihren Alltag zu bewältigen – oft ein Leben lang. Andere wiederum bewältigen ihre Lebenssituationen gut und benötigen kaum Unterstützung.
Autismus-Spektrum-Störungen sind ausgesprochen vielfältig und es ist in jedem Fall eine solide fachärztliche Diagnostik nötig. Wichtig ist zu wissen, dass autistische Menschen sich sehr voneinander unterscheiden können. Keine zwei Menschen im Autismus-Spektrum zeigen die gleichen Symptome oder Verhaltensweisen.
Die Interessensvertretungen von Menschen mit Störungen aus dem autistischen Spektrum definieren ihr „Anderssein“ oftmals – speziell bei Asperger-Autismus-Störungen oder bei hochfunktionalem Autismus – nicht als Krankheit. Sie identifizieren sich eher mit Aussagen wie "Autismus ist kein Systemfehler, sondern ein anderes Betriebssystem" (vgl. www.asperger-autismus.ch) Autismus ist nicht ansteckend.
Menschen mit Autismus zeigen sehr unterschiedliche Haltungen zur eigenen Besonderheit und damit auch zum Thema Heilung. Es gibt betroffene Menschen, die den Autismus als störend empfinden und deren Ziel es ist, sich vom Autismus zu befreien. Wieder andere autistische Menschen erleben diesen als identitätsspendend und definieren ihren Autismus als ein persönliches Merkmal, dem sie einen besonderen Wert zusprechen.
Es besteht bis heute keine medizinische Möglichkeit, Autismus-Spektrum-Störungen zu heilen. Durch therapeutische und pädagogische Förderung und Unterstützung sind jedoch viele positive Veränderungen realisierbar, so dass in einigen Fällen ein selbstbestimmtes Leben für die Betroffenen sehr gut möglich ist.
Für autistische Kinder gibt es verschiedene Therapiemöglichkeiten, um kognitive und sprachliche Fertigkeiten zu bessern, die soziale Interaktion und Kommunikation zu trainieren und den Betroffenen somit ein Leben im sozialen Umfeld zu erleichtern. Wissenschaftlich bisher etablierte effektive Therapieverfahren basieren alle auf verhaltenstherapeutischen und übenden Ansätzen.
Autismus birgt ein großes Spektrum: Es gibt Betroffene mit überdurchschnittlicher Intelligenz und andere mit einer geistigen Behinderung. Nicht alle Betroffenen sind im Hinblick auf ihre Intelligenz "Überflieger" und nicht jeder Autist oder jede Autistin hat eine Lernschwäche oder eine Intelligenzminderung. Viele haben ein differentes Intelligenzprofil und bewegen sich zwischen den beiden Polen, so wie die meisten anderen Menschen auch.
Ja. Die Verbindung von Autismus und Hochbegabung ist zurzeit noch wenig erforscht. Feststeht, dass es diese Verbindung nicht selten gibt. Hans Asperger, österreichischer Kinderarzt und Heilpädagoge, schrieb 1968: "Es scheint uns, als wäre für gewisse wissenschaftliche oder künstlerische Höchstleistungen ein Schuss 'Autismus' geradezu notwendig."
Vor allem das Asperger-Syndrom, eine mildere Form des Autismus, kann zusammen mit Hochbegabung auftreten. Oftmals können die Betroffenen dank ihrer hohen Intelligenz ihre Schwächen erfolgreich kompensieren, sodass das Syndrom häufig unerkannt bleibt.
Der umstrittene Begriff "hochfunktionaler Autismus" wird derzeit nicht eindeutig definiert. Möglich ist jedoch folgende Interpretation: Manche Kinder zeigen in ihrer frühen Kindheit die typischen Merkmale des Autismus, später entwickeln sie weitere Kompetenzen, beispielsweise komplizierte Sätze zu sprechen, und sie bilden grundlegende soziale Fertigkeiten und normale oder besondere intellektuelle Fähigkeiten aus. Man könnte vermuten, sie nutzten ihre besonderen Fähigkeiten, um Defizite in anderen Bereichen zu kompensieren.
Sie finden folgende Möglichkeiten in Düsseldorf:
Alle kinder- und jugendpsychiatrischen Praxen in Düsseldorf.
Hier eine entsprechende Suchmaschine im 'Arztverzeichnis' der Ärztekammer Nordrhein.
Sozialpädiatrisches Zentrum am Evangelischen Krankenhaus Düsseldorf
Ärztlicher Leiter Dr. med. Johannes Buckard
Telefon: 0211 - 9193723 und
Telefax: 0211 - 9193746
Hinweis: Aufgrund des hohen Aufkommens an Telefonaten sind die Leitungen oft belegt. Bitte benutzen Sie bevorzugt E-Mail-Kommunikation oder versuchen Sie es bitte zu einem späteren Zeitpunkt erneut.
Sozialpädiatrisches Zentrum (SPZ) / Neuropädiatrie im Universitätsklinikum Düsseldorf
Wenn Sie Auffälligkeiten in der Entwicklung Ihres Kindes bemerken, wenden Sie sich bitte vertrauensvoll immer zuerst an Ihren Kinderarzt bzw. den behandelnden Facharzt. Er wird das Nötige veranlassen und entscheiden, ob eine Vorstellung bei uns erforderlich ist.
Wurde Ihnen eine Untersuchung im SPZ empfohlen, ist es erforderlich, dass Sie einen Fragebogen ausfüllen, um die Einschätzung der Problematik Ihres Kindes zu erleichtern. Ihr Kinderarzt oder Ihre Kinderärztin wird Ihnen bei Bedarf bestimmt gerne bei der Ausfüllung des Fragebogens behilflich sein. Für Kinder, die noch nicht bei uns in Behandlung waren, kann erst nach Eingang und Auswertung des Fragebogens ein Termin angeboten werden.
Bei der Terminvergabe werden der Schweregrad der Erkrankung Ihres Kindes und die daraus resultierende Dringlichkeit berücksichtigt. Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass zwischen Anmeldung und Untersuchungstermin eine Wartezeit entstehen kann.
Telefon: 0211 - 8116431
Montag bis Freitag von 08:00 – 14:00 Uhr
Mittwoch von 08:00 – 16:00 Uhr
Hinweis: Da es für SPZ-Termine in fast allen Zentren lange Wartelisten gibt und die vorhandenen diagnostischen und therapeutischen Ressourcen knapp sind, bittet das SPZ alle Patienten darum, Termine, die nicht wahrgenommen werden können, rechtzeitig abzusagen, d.h. mindestens eine Woche vor dem Termin. Ein neuer Termin wird bei nicht abgesagten und versäumten Terminen nicht vergeben.
Kinderklinik, Sozialpädiatrisches Zentrum (SPZ)
Je früher Entwicklungs- und Verhaltensstörungen bei Kindern und Jugendlichen erkannt werden, umso erfolgreicher können sie in der Regel behandelt werden. Deswegen bietet das SPZ in unserer Kinderklinik seit 1995 ein umfassendes Leistungsspektrum an Diagnostik, Beratung und Therapie bei körperlich-neurologischen, geistigen und seelischen Entwicklungsauffälligkeiten an. Unser multidisziplinäres Team untersucht Kinder von 0 bis 18 Jahren zielgerichtet, um anschließend entsprechend beraten, behandeln und notwendige Maßnahmen einzuleiten zu können.
Telefon: 0211 - 4092350
Sana Kiniken Düsseldorf GmbH - Krankenhaus Gerresheim Neonatologie und Kinderneurologie
Kinder entwickeln sich unterschiedlich. Manchmal zeigen sie Verhaltensweisen, die Eltern und Erzieher beunruhigen. Nicht immer steckt dahinter eine behandlungsbedürftige Störung, es ist aber wichtig, eine solche frühzeitig zu erkennen. Im Rahmen der Abklärung erfolgt eine kinderärztliche Vorstellung, je nach Fragestellung werden zusätzliche Untersuchungen bei den Psychologinnen und Therapeutinnen des Zentrums oder apparative Diagnostik stattfinden. So entsteht ein Bild des Kindes, das gemeinsam mit den Eltern besprochen wird. Die notwendigen Therapien werden erläutert, die unter Umständen auch in unserem Haus erfolgen. Die Störungen des Kontakts und die häufige Verdachtsdiagnose Autismus werden gemäß den aktuellen wissenschaftlichen Standards abgeklärt.
Dr. med. Sabine Weise, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin
Schwerpunkt: Neuropädiatrie
E-Mail Ärztin oder E-Mail Praxis
Telefon: 0211 - 28003556 oder
Telefon: 0211 - 280001
Telefax: 0211 - 2800960
Telefon: 0211 - 9220
Telefax: 0211 - 9221010
Dr. med. Petra Walger, Chefärztin der Abteilung für Kinder- und Jugendpsychiatrie
Telefon: 0211 - 9224501
Telefax: 0211 - 9224514
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Mein Kind hat eine Autismus-Diagnose.
Ist das Kind bereits eingeschult, können Sie einen Antrag beim Jugendamt oder beim Amt für Soziales (beispielsweise bei Mehrfachbehinderungen) stellen. Die Zuständigkeit richtet sich nach den Krankheitsbildern der Kinder bzw. der Jugendlichen. Voraussetzung für jegliche Leistungen der Eingliederungshilfe im Jugendamt ist, dass ausschließlich eine seelische Behinderung attestiert wird. Dies geschieht nur, wenn eine entsprechende Diagnose vom Facharzt oder einer Fachärztin vorliegt und eine vorhandene (auch möglicherweise drohende) Teilhabebeeinträchtigung vom Jugendamt festgestellt wird.
Die Eingliederungshilfe des Jugendamtes finden Sie auf der
Willi-Becker-Allee 7, 40213 Düsseldorf
Servicetelefon: 0211 - 8994950
Servicezeiten: montags, dienstags, mittwochs und freitags von 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr und
donnerstags von 13:00 Uhr bis 16:00 Uhr.
Telefax: 0211 - 8934950
Persönliche Vorsprachen erfolgen nach telefonischer Terminvergabe. Am Servicetelefon erhalten Sie eine qualifizierte Erstberatung und Informationen zum Verfahren. Maßnahmen bis zur Einschulung und nach Beendigung der Sekundarstufe II müssen unabhängig von der Art der Behinderung beim
Landschaftsverband Rheinland, Abteilung 41.20
Entweder können Eltern direkt vor Ort vorsprechen oder auch einen formlosen Antrag in der Zentralverwaltung in Köln stellen.
Weitere Informationen erhalten Sie insbesondere auf der BTHG-Seite des LVR.
Die Fallmanagerinnen des LVR für Düsseldorf sind
Mareen Brösterhaus E-Mail
Telefon: 0221 – 8094125
und Nadja Müller E-Mail
Telefon: 0221 - 8094137
Ansprechstellen lesen ...
Der Hintergrund dafür liegt in der gesetzlichen Zuordnung. Die Stadt Düsseldorf arbeitet derzeit an einer Vereinfachung für Eltern oder Betroffene. Geplant ist, dass zukünftig alle Unterstützungen und Informationen an einer zentralen Stelle verfügbar sind, so dass das lästige Suchen nach der richtigen Behördenstelle entfallen würde. Seit dem 1.1.2020 und mit der Aktualisierung des BTHG ist außerdem der Landschaftsverband Rheinland in bestimmten Fragen zuständig.
Nein, einen automatischen Anspruch gibt es nicht. Nach einem Antrag beim Jugendamt auf Autismustherapie muss zuerst die örtliche und sachliche Zuständigkeit geprüft werden. Die Zuständigkeitsprüfung beinhaltet folgende Fragestellungen:
Leben die Erziehungsberechtigten und das anspruchsberechtigte Kind bzw. der Jugendliche in Düsseldorf?
Seit wann sind sie in der Bundesrepublik Deutschland?
Hat das Kind das 6. Lebensjahr vollendet?
Liegen neben der Autismus-Spektrums-Störung eine Intelligenzminderung oder eine geistige Behinderung und/oder eine körperliche Behinderung vor?
Bei festgestellter geistiger und/oder körperlicher Behinderung ist vor und nach der Schulausbildung (vor der Einschulung und nach der Beendigung der Schule) der Landschaftsverband Rheinland zuständig:
Das Jugendamt prüft zwei Anspruchsvoraussetzungen:
Liegt beim Kind eine seelische Störung vor? Das heißt: Weicht die seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand ab und
ist daher die Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt, oder ist eine solche Beeinträchtigung zu erwarten?
Nicht jedes Kind, bei dem eine Autismus-Diagnose gestellt wurde, ist auch im Bereich der Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft beeinträchtigt. Es gibt voll integrierte Autisten oder Autistinnen, die keinen Hilfebedarf haben.
Liegen die beiden Anspruchsvoraussetzungen (oben unter 1. und 2.) vor, gilt das Kind oder der Jugendliche beim Jugendamt gem. SGB VIII als seelisch behindert. Es gehört somit zum Personenkreis gemäß §35a SGB VIII.
Gehört das anspruchsberechtigte Kind oder der Jugendliche jedoch zum Personenkreis gemäß §35a SGB VIII, muss mit den Hilfeempfängern gesprochen und entschieden werden, welche Maßnahmen der Eingliederungshilfe geeignet und notwendig sind.
Kommt es dabei zum Beispiel zur Feststellung, dass eine Therapie sinnvoll ist, findet diese in einem spezialisierten Autismus-Therapie-Zentrum oder einer entsprechenden Praxis statt und wird von der Eingliederungshilfe, entweder im LVR Rheinland oder bei der Stadt Düsseldorf finanziert.
Das Ziel einer Autismustherapie ist gemäß BTHG (Bundesteilhabegesetz) – SGB IX - die Eingliederung in die Gesellschaft, um die Folgen der Behinderung zu mildern, denn die Maßnahmen zur Eingliederung in die Gesellschaft fallen nicht in die Zuständigkeit der gesetzlichen Krankenkasse. Der Hilfebedarf muss in jedem Einzelfall geprüft werden; es gibt also keine schematische Begrenzung der Therapiedauer und -frequenz.
Autismustherapie kann in manchen Fällen auch gewährt werden als Hilfe zur Teilhabe am Arbeitsleben (zuständig ist hierbei ggfs. die Bundesagentur für Arbeit).
Anprechstellen lesen ...
Wenn die oben genannten Prüfungen erfolgreich durchlaufen wurden und das anspruchsberechtigte Kind oder der Jugendliche im Jugendamt zum Personenkreis gemäß §35 a des SGB VIII gehört, dann sollten die Sorgeberechtigten veranlassen, dass das Kind oder der / die Jugendliche auf die Wartelisten der verschiedenen Anbietenden von Autismus spezifischen Therapien gesetzt wird, die Sie im Internet finden können.
Wichtig ist, dass die Einrichtung, die die Diagnostik erstellt hat, nicht gleichzeitig die Therapie durchführen darf.
Das ist sehr unterschiedlich und vom Bedarf des oder der Anspruchsberechtigten und vom jeweiligen Angebot der Therapieanbieter abhängig. Die Sitzungen können grundsätzlich in den Therapieräumen der Anbieter und/oder zuhause oder gegebenenfalls auch in der Schule oder Kindertagesstätte stattfinden.
Ein vorab festgelegtes Stundenkontingent gibt es nicht. Die Anzahl der Therapieeinheiten richtet sich nach dem individuellen Bedarf des/der Anspruchsberechtigten.
Bei Kindern oder Jugendlichen mit
ausschließlich seelischen Gesundheitsproblemen, zum Beispiels einer Autismus-Diagnose,
die eingeschult sind und
die die Anspruchsvoraussetzungen erfüllen (Teilhabebeeinträchtigung wird festgestellt oder droht)
übernimmt das Jugendamt die Kosten:
Persönliche Vorsprachen erfolgen nach telefonischer Terminvergabe. Am Servicetelefon erhalten Sie eine qualifizierte Erstberatung und Informationen zum Verfahren.
Bei Kindern oder Jugendlichen
die noch nicht eingeschult sind oder die Schule wieder verlassen haben
ist der Landschaftsverband Rheinland, Abteilung 41.20
Bei Kinder oder Jugendlichen, die eine Schule besuchen, und
mehrfach behindert oder beeinträchtig sind (seelisch, geistig oder körperlich)
sowie bei Jugendlichen, die mehrfach behindert oder beeinträchtig sind (seelisch, geistig oder körperlich) und bei denen eine Teilhabebeeinträchtigung festgestellt wird oder droht
übernimmt der Träger der Eingliederungshilfe im Amt für Soziales der Stadt Düsseldorf die Kosten:
Eingliederungshilfe für Kinder und Jugendliche bei Behinderung
Amt für Soziales 50/3/3
Zentrale Antragsannahme: Telefon 0211 - 8995418
Öffnungszeiten Montag und Mittwoch von 8 bis 12 Uhr und nach Vereinbarung.
Bei ambulanten Leistungen (das heißt, das Kind wird nicht (teil-)stationär aufgenommen) werden die Sorgeberechtigten vom Jugendamt nicht zu den Kosten herangezogen.
Beim Amt für Soziales ist im Einzelfall zu prüfen, ob eine Anrechnung von Einkommen und/oder Vermögen erfolgen könnte. Weitere Auskünfte sind beim Amt für Soziales zu erfragen:
Öffnungszeiten Montag und Mittwoch von 08:00 bis 12:00 Uhr und nach Vereinbarung.
Die Dauer der Autismustherapie ist stark abhängig von der Ausprägung und der damit verbundenen Lernerfolge. Die Therapie sollte sich immer an den Fähigkeiten des autistischen Kindes oder Jugendlichen orientieren; von daher ist es schwierig, einen konkreten Zeitraum anzugeben.
Die Erfahrung zeigt jedoch, dass eine Autismustherapie häufig mehrere Jahre dauern kann. Wenn die Ergebnisse stimmen, rechtfertigen die gewonnenen Verbesserungen im Leben des Kindes oder des Jugendlichen die lange Behandlungsdauer. Autismus ist zwar nicht heilbar, aber die Symptome können durch eine frühe und intensive Therapie in vielen Fällen deutlich reduziert werden. Auch hier gilt: Je früher die Therapie einsetzen kann, desto besser ist dies für die weitere (früh-)kindliche Entwicklung.
Die verschiedenen Hilfearten oder Maßnahmen der Eingliederungshilfe im Jugendamt sind abhängig von den Teilhabebeeinträchtigungen, die beim Kind oder Jugendlichen (Hilfeempfänger/in) festgestellt werden. Der §35 a des SGB VIII sieht ambulante, teilstationäre und vollstationäre Leistungen vor. Im Rahmen einer Teilhabeplanung sind aber auch Leistungen anderer Rehabilitationsträger (z.B. der Agentur für Arbeit) sowie der Pflegeversicherung denkbar und möglich.
Im Rahmen der Eingliederungshilfe können im Bereich Medizinische Rehabilitation oder Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft oder Teilhabe an Bildung finanzielle Übernahmen oder Unterstützungen beantragt werden in folgenden Bereichen:
Kostenübernahme für Einzel- oder Gruppenintegration in der Kindertageseinrichtung unter Berücksichtigung vorrangiger Leistungen
Betreuung in der Schule durch Integrationshelfer bzw. Schulassistenz oder -begleitung
Kostenübernahmen von Therapien (hier: Autismustherapie)
Assistenz für die Freizeit
Pflegegrad (Verhinderungspflege – beispielsweise wenn die Eltern verhindert sind – ab Pflegegrad 2).
Je nach Bedarf ist die Elternarbeit Bestandteil der autismusspezifischen Therapie des Kindes oder des Jugendlichen. Die Elternarbeit ist natürlich nur ein kleiner Teil der Therapiemaßnahme. Spezielle Elterntrainings sind anerkannte Maßnahmen der Hilfen zur Erziehung. Eltern autistischer Kinder oder Jugendlicher haben unter Umständen darauf Anspruch. Anträge können in den Außenstellen des Bezirkssozialdienstes des Jugendamtes Düsseldorf gestellt werden. Die Eltern können aber auch eine der Düsseldorfer Erziehungsberatungsstellen aufsuchen, um hier ihre Erziehungsfragen zu erörtern. Für Eltern, Familienangehörige oder auch Freunde und Freundinnen von Kindern oder Jugendlichen mit einer Autismus-Spektrum-Störung gibt es diverse Angebote an Selbsthilfegruppen, Beratungen und Informationsveranstaltungen.
Angebote finden Eltern auch bei diversen (Interessens-)Verbänden wie zum Beispiel
Homepage des Projektes Selbsthilfenetz NRW, Der Paritätische Wohlfahrtsverband NRW e.V. oder
Homepage autismus Deutschland e.V., Bundesverband zur Förderung von Menschen mit Autismus
Die Beratungen der öffentlichen Stellen sind in der Regel kostenlos.
Manchmal sind auch professionelle Unterstützungen der Eltern nötig, um mit den speziellen Belastungen fertig zu werden. Dann könnte eine Psychotherapie hilfreich sein. Um eine solche Therapie verordnet zu bekommen, müssen Belastungsreaktionen vorhanden sein, die bei den betroffenen Eltern häufig auftreten. Eine solche Leistung wird über die Krankenkasse abgerechnet.
Es gibt mittlerweile flächendeckend Autismusverbände und Therapiezentren, die nach dem multimodalen Modell arbeiten. Hier wird versucht, alle Akteure, die mit dem Kind Kontakt haben, Therapeuten und Therapeutinnen, Lehrer und Lehrerinnen und beispielsweise Erzieherinnen regelmäßig zu Gesprächen zusammenzubringen, damit diese sich über die Maßnahmen und Strategien absprechen können.
Wenn eine Belastungssituation für die Familie (inkl. Geschwisterkinder) festgestellt wird, bei der klar ist, dass nur eine professionelle Intervention helfen kann, käme beispielsweise eine familientherapeutische Maßnahme zum Einsatz. Immer dann, wenn das Wohl oder die Entwicklung eines Kindes oder Jugendlichen gefährdet ist, können die Kosten für eine Familientherapie durch die Jugendämter oder den Sozialhilfeträger übernommen werden. Weiterhin bieten viele soziale und kirchliche Träger Paar- und Familienberatungen zum Teil auch kostenlos oder relativ günstig an.
Wenn das Kind oder der Jugendliche anspruchsberechtigt ist und zum Personenkreis gemäß §35a SGB VIII (Jugendamt) gehören, dann sollten die Sorgeberechtigten veranlassen, dass das Kind oder der/die Jugendliche auf die Wartelisten der verschiedenen Anbieter von autismusspezifischen Therapien gesetzt werden.
Folgende Institute und Träger bieten in Düsseldorf Autismustherapie an:
Diakonie in Düsseldorf: Autismus-Kompetenzzentrum, Förderung und Therapie
autismus-Treffpunkt Düssseldorf, in Trägerschaft des Vereins autismus Rhein-Wupper e.V.
Darüber hinaus gibt es viele freie Therapiepraxen, die Autismustherapien anbieten. Bevor Sie ihr Kind einer Praxis anvertrauen, sollten Sie von der Professionalität dort überzeugt sein.
Das kann nicht pauschal beantwortet werden. Die Wartezeiten richten sich nach dem gesamten Angebot, dem Bedarf und den zu einem bestimmten Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Plätzen. In manchen Praxen findet nach vier bis acht Wochen nach der telefonischen Anmeldung das Erstgespräch statt, an dem das Kind oder der/die Jugendliche, die Eltern oder andere Sorgeberechtigte teilnehmen. Bis die Therapie beginnen kann, können zwischen einem und sechs bis sieben Monate vergehen.
In diesen Fällen raten wir, sich an die einschlägigen Autismus-Zentren oder -Vereine, -Verbände oder Selbsthilfegruppen in Düsseldorf zu wenden.
Da die Sorgeberechtigten (in der Regel die Eltern) frei sind in der Wahl der Therapeutin oder des Therapeuten, übernehmen sie auch die Suche. Hilfreich ist das Angebot des bundesweiten Verzeichnisses psychologischer Psychotherapeuten mit staatlicher Prüfung (Approbation) sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten. Dort können Sie in den Suchfunktionen die Therapieausrichtung, Zielgruppe (zum Beispiel Kinder oder Jugendliche) sowie den Umkreis, also auch Orte außerhalb von Düsseldorf, eingeben. Die möglichen Therapeutinnen oder Therapeuten werden Ihnen dann angezeigt.
Ja, sofern die Therapie oder andere eingesetzte Maßnahmen den Zielen des Bewilligungsbescheids entsprechen. Dabei steht im Vordergrund, dass alle Maßnahmen zwingend geeignet sein müssen, die gesellschaftliche Teilhabe des betroffenen Kindes oder des Jugendlichen sicherzustellen. Seit 2008 gibt es einen Anspruch auf ein persönliches Budget. Auf Antrag können Sie in Höhe der Leistungen, auf die Sie Anspruch haben, einen Geldbetrag ausbezahlt bekommen und selbst entscheiden, bei welchem Anbieter Sie die Leistungen nutzen wollen.
Es ist grundsätzlich möglich, bei den fachkompetenten Stellen in Düsseldorf zu diesem Thema eine Beratung zu erhalten. Es wäre allerdings einfacher, wenn Sie zunächst mit dem Kinderarzt oder der Kinderärztin sprechen. Sollte der Verdacht auch von dieser Seite bestätigt werden, wäre es sinnvoll, direkt nach einer Diagnostik zu fragen. Nutzen Sie dafür die Angaben unter "Wohin kann ich gehen, um eine gesicherte Diagnose zu erhalten?"
Nicht alle Kinder im Autismus-Spektrum brauchen spezielle Leistungen. Ein Integrationshelfer oder eine Intergrationshelferin werden eingesetzt, wenn ansonsten eine Teilhabebeeinträchtigung des Kindes beispielsweise im Bereich der Bildung wahrscheinlich wäre oder bereits besteht. Die Beratung dazu erhalten Sie entweder im Jugendamt oder im Sozialamt:
Ist das Kind bereits eingeschult, können Sie einen Antrag beim Jugendamt oder beim LVR Rheinland stellen. Die Zuständigkeit richtet sich nach den Krankheitsbildern der Kinder bzw. der Jugendlichen.
Voraussetzung für jegliche Leistungen der Eingliederungshilfe im Jugendamt ist, dass eine seelische Behinderung attestiert wird. Dies geschieht nur, wenn eine entsprechende Diagnose vom Facharzt oder einer Fachärztin vorliegt und eine vom Jugendamt (auch möglicherweise drohende) Teilhabebeeinträchtigung festgestellt wird.
Bei mehrfachbehinderten Kindern übernimmt der jeweilige Träger der Eingliederungshilfe die Kosten:
Während der Schulausbildung wenden Sie sich bitte an:
Amt für Soziales, 50/3/3
Zentrale Antragsannahme, Telefon 0211 - 8995418
Während der Zeit vor oder nach der Schulausbildung wenden Sie sich bitte an den
Wo muss ich einen Integrationshelfer bzw. eine Integrationshelferin beantragen?
Für Kinder, die ausschließlich seelisch behindert (Autismus) und bereits eingeschult sind, ist das Jugendamt zuständig:
Schülerinnen und Schüler mit Störungen aus dem autistischen Spektrum werden in Düsseldorf an allen Schulformen unterrichtet. Viele davon lernen zielgleich nach den Lehrplänen der Grundschule oder der weiterführenden Schulen, andere wiederum werden zieldifferent unterrichtet, d.h. sie benötigen individuell angepasste Ziele, denen sie in eigenem Lerntempo folgen können.
Hilfe in der Schulsituation kann durch sonderpädagogische Unterstützung und/oder durch die Gewährung eines Nachteilsausgleichs erfolgen.
Sonderpädagogische Unterstützung ist dabei nicht notwendig an letztgenannte zieldifferente Förderung gebunden, sondern sie kann - unabhängig von der Schulform - auch Bestandteil zielgleicher Unterrichtung sein. Voraussetzung ist die individuelle Feststellung des sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfs (AO-SF). Diesen Antrag müssen die Eltern bei der Schulleitung stellen.
Für einen eventuellen Nachteilsausgleich (zum Beispiel zeitliche Verlängerungen bei Klassenarbeiten, Herstellung anderer Raum- und Lärmsituationen etc.) sprechen Eltern bitte die Schulleitung an.
Eltern sollten, wenn sie entsprechende Probleme vermuten oder wenn sie ihnen bekannt sind, diese auch bei der Einschulungsuntersuchung im Sachgebiet Kinder- und Jugendgesundheit im Gesundheitsamt ansprechen.
Wie in anderen Schulamtsbezirken sind auch in Düsseldorf mehrere Autismusberaterinnen und -berater von der Bezirksregierung eingesetzt, die von den Schulen, aber auch von den betroffenen Schülerinnen und Schülern und deren Familien in Anspruch genommen werden können. Die Beratung ist unabhängig von einem festgestellten sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf.
Den Schwerpunkt bilden individuelle Beratungsgespräche im Rahmen von Hospitation, Hausbesuchen, Team- oder Fachkonferenzen, im Einzelfall ist aber auch Aufklärungsarbeit im Unterrichtskontext oder Unterstützung bei der Vernetzung mit wichtigen Institutionen und außerschulischen Partnern möglich. Oft erfolgt Beratung nicht nur einmalig, sondern über einen langen Zeitraum als Prozessbegleitung.
Ansprechpartnerinnen und –partner zu diesem Thema.
Zu Fragen der Inklusion stehen Ihnen im Schulamt der Stadt Düsseldorf folgende Ansprechpartnerinnen zur Verfügung:
Schulamt für die Landeshauptstadt Düsseldorf / Inklusionskoordination
Meike Eggert
Telefon: 0211 - 8996323
Silke Winkelsträter
Telefon: 0211 - 8998829
Der Aufwand in einer Familie für ein autistisches Kind ist abhängig von der Schwere der Störung und den damit verbundenen Unterstützungsmaßnahmen. Es besteht hierbei die Herausforderung, die Pflegebedürftigkeit bei Personen mit seelischen Erkrankungen festzustellen. Viele Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die von Autismus betroffen sind, wirken auf den ersten Blick nicht unbedingt hilfebedürftig. Sie benötigen oft keine Unterstützung bei der Körperpflege, bei der Ernährung oder bei der Mobilität.
Andere autistische Kinder oder Jugendliche müssen den gesamten Tag betreut werden. Ihre Möglichkeiten, am alltäglichen Leben teilzunehmen, sind stark eingeschränkt. Oft erkennen sie ihre eigenen Bedürfnisse nicht und müssen bei den einfachsten Tätigkeiten unterstützt werden. Es ist durchaus möglich, dass die Nahrungsaufnahme schlicht vergessen wird und dass diese Kinder oder Jugendlichen sich in ihre eigene Welt zurückziehen.
2011 trat eine Änderung der "Versorgungsmedizin-Verordnung2 in Kraft. Darin wird unter anderem festgelegt, welchen Grad der Schwerbehinderung Personen im Autismus-Spektrum zugesprochen bekommen. Es kann ein Grad der Schwerbehinderung von 10 bis 100% festgestellt werden. Als Kriterien dienen die Definitionen des ICD-10-GM-2019 in F84.
Pflegebedürftige Menschen haben in Deutschland einen Anspruch auf die Feststellung eines Pflegegrades. Voraussetzung ist, dass Betroffene aufgrund einer körperlichen, geistigen oder psychischen Beeinträchtigung auf Pflege und/oder Hilfen im Alltag angewiesen sind.
Mit dem "Zweiten Pflegestärkungsgesetz" (PSG II) und der dortigen Einführung neuer Pflegegrade fällt die Unterscheidung zwischen Pflegebedürftigen mit körperlichen oder kognitiven/psychischen Einschränkungen weg. Betrachtet wird der oder die Einzelne mit individuellem Pflege- und Hilfebedarf, egal ob er im körperlichen, geistigen oder psychischen Bereich liegt oder eine Kombination verschiedener Bereiche berücksichtigt werden muss.
Autistische Menschen können einen Schwerbehindertenausweis beantragen. Schwerbehindert ist man ab einem Grad der Behinderung (GdB) von mindestens 50%.
In Düsseldorf kann der Antrag auf einen Schwerbehindertenausweis beim Amt für Soziales gestellt werden.
Für die Bearbeitung des Antrages werden Unterlagen benötigt, die die gesundheitlichen Beeinträchtigungen medizinisch nachweisen. Das sind zum Beispiel Berichte von Ärzten, Krankenhausaufenthalten oder vom Rentenversicherungsträger. Wenn diese als Fotokopie zusammen mit dem Antrag eingereicht werden, kann dies das Antragsverfahren beschleunigen. Die Unterlagen dürfen nicht älter als zwei Jahre sein.
Sie können das Amt für Soziales entweder persönlich besuchen oder eine andere Person damit beauftragen. Antragsvordrucke gibt es im Dienstleistungszentrum oder in jedem Bürgerbüro. Auf Wunsch wird der Antrag auch per Post zugesandt. Die Beantragung kann aber nicht telefonisch erfolgen.
Der "Grad der Behinderung" (GdB), entspricht dem Grad der Schädigungsfolgen (GdS). In der aktuellen Fassung der Versorgungsmedizinverordnung heißt es in Bezug auf die Autismus-Spektrum-Störungen: Eine Behinderung liegt erst ab Beginn der Teilhabebeeinträchtigung vor. Eine pauschale Festsetzung des GdS nach einem bestimmten Lebensalter ist nicht möglich.
Bei tiefgreifenden Entwicklungsstörungen
ohne soziale Anpassungsschwierigkeiten beträgt der GdS 10–20%
mit leichten sozialen Anpassungsschwierigkeiten beträgt der GdS 30–40%
mit mittleren sozialen Anpassungsschwierigkeiten beträgt der GdS 50–70%
mit schweren sozialen Anpassungsschwierigkeiten beträgt der GdS 80–100%
Die Kriterien der Definitionen der ICD10-GM Version 2010 müssen erfüllt sein.
Soziale Anpassungsschwierigkeiten liegen insbesondere vor, wenn die Integrationsfähigkeit in Lebensbereiche (wie zum Beispiel Regel-Kindergarten, Regel-Schule, allgemeiner Arbeitsmarkt, öffentliches Leben, häusliches Leben) nicht ohne besondere Förderung oder Unterstützung (zum Beispiel durch Eingliederungshilfe) möglich ist oder wenn die Betroffenen eine Beaufsichtigung brauchen, die über eine für das jeweilige Alter übliche Beaufsichtigung hinausgeht.
Mittlere soziale Anpassungsschwierigkeiten liegen insbesondere vor, wenn die Integration in Lebensbereiche nicht ohne umfassende Unterstützung (zum Beispiel eines Integrationshelfers oder –helferin als Eingliederungshilfe) möglich ist.
Schwere soziale Anpassungsschwierigkeiten liegen insbesondere vor, wenn die Integration in Lebensbereiche auch mit umfassender Unterstützung nicht möglich ist.4
Rückwirkende Anerkennung des GdB
Ein Antrag auf rückwirkende Anerkennung des GdB sollte beim Amt für Soziales immer gestellt werden, wenn hinreichende Anhaltspunkte dafür vorliegen. Die rückwirkende Anerkennung des GdB wird aber nicht pauschal ab Geburt festgestellt. Auf der Basis eines Grundlagenbescheides des Versorgungsamtes kann die Rückerstattung zu viel gezahlter Steuern beim Finanzamt beantragt werden.
Behinderungsbedingte Nachteilsausgleiche ("Merkzeichen")
Für Menschen mit Autismus kommen insbesondere in Frage:
Merkzeichen «H»: Hilflosigkeit
Unentgeltliche Beförderung des Berechtigten im öffentlichen Personennahverkehr
Befreiung von der Kraftfahrzeugsteuer, solange ein Kraftfahrzeug auf den behinderten Menschen zugelassen ist
Geltendmachung eines Pauschbetrages und außergewöhnliche Belastungen nach § 33b Einkommenssteuergesetz.
Merkzeichen «G»: Einschränkung des Gehvermögens
Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel im Nahbereich ohne Fahrausweis(Voraussetzung ist der Erwerb einer speziellen Wertmarke, § 145 SGB Abs.1 Satz 3 IX)
Merkzeichen «aG»: außergewöhnliche Gehbehinderung
Das Merkzeichen «aG» erhalten Menschen, die außergewöhnlich gehbehindert sind, d. h. die sich wegen der Schwere ihres Leidens dauernd nur mit fremder Hilfe oder nur mit großer Anstrengung außerhalb ihres Kraftfahrzeugs bewegen können. In manchen Fällen kann auch bei Menschen mit Autismus das Merkzeichen aG zuerkannt werden. Das hängt von einer fundierten medizinischen Begutachtung ab, eventuell auch von zugleich auftretenden weiteren Behinderungen.
"Schwerbehinderte Menschen mit außergewöhnlicher Gehbehinderung sind Personen mit einer erheblichen mobilitätsbezogenen Teilhabebeeinträchtigung, die einem Grad der Behinderung von mindestens 80 entspricht. Eine erhebliche mobilitätsbezogene Teilhabebeeinträchtigung liegt vor, wenn sich die schwerbehinderten Menschen wegen der Schwere ihrer Beeinträchtigung dauernd nur mit fremder Hilfe oder mit großer Anstrengung außerhalb ihres Kraftfahrzeuges bewegen können. Hierzu zählen insbesondere schwerbehinderte Menschen, die auf Grund der Beeinträchtigung der Gehfähigkeit und Fortbewegung - dauerhaft auch für sehr kurze Entfernungen – aus medizinischer Notwendigkeit auf die Verwendung eines Rollstuhls angewiesen sind. Verschiedene Gesundheitsstörungen (insbesondere Störungen bewegungsbezogener, neuromuskulärer oder mentaler Funktionen, Störungen des kardiovaskulären oder Atmungssystems) können die Gehfähigkeit erheblich beeinträchtigen…" 5
Menschen mit einer außergewöhnlichen Gehbehinderung können einen EU-einheitlichen Parkausweis beantragen. Außerdem können ihnen Parkflächen in der Nähe der Wohnung oder des Arbeitsplatzes reserviert werden. Sie sind von der Kraftfahrzeugsteuer befreit, solange ein Kraftfahrzeug auf sie zugelassen ist. Sie können die Aufwendungen sowohl für die durch sie veranlassten unvermeidbaren Fahrten als auch für Freizeit-, Erholungs- und Besuchsfahrten bis zu 15.000 km jährlich steuerlich geltend machen. Außerdem können sie auf Antrag den öffentlichen Personennahverkehr mit einer Eigenbeteiligung von 60 Euro pro Jahr unentgeltlich nutzen, unabhängig von der Zahl der Fahrten.
Außerdem gibt es Parkerleichterungen nach § 46 Abs. 1 Nr. 11 StVO. Nach einem Urteil des VG Aachen vom 20.12.2011, Az.2 K 2270/10 wurde einem Kind mit frühkindlichen Autismus eine Ausnahmegenehmigung mit orangefarbenem Parkausweis zur Gewährung von Parkerleichterungen für besondere Personengruppen schwerbehinderter Menschen nach § 46 Abs. 1 Nr. 11 StVO erteilt. "Der o. g. Patient leidet an einem schweren frühkindlichen Autismus. Er kann nur kurze Strecken an der Hand (ca. 15 bis max. 20 m) gehen und verweigert plötzlich das Laufen und muss von der Mutter getragen werden. Er erkennt äußere Gefahren nicht und kann auch nicht selbständig am Straßenverkehr teilnehmen. Aus diesem Grunde ist aus medizinischer Sicht eine Parkerleichterung zu befürworten, damit der Funktionsstörung des Kindes Rechnung getragen wird." 6
Merkzeichen B: Notwendigkeit einer ständigen Begleitung
Die Begleitperson kann die öffentlichen Verkehrsmittel des Nah- und Fernverkehrs kostenfrei nutzen, § 145 Abs.2 Nr.1 SGB IX
Bezüglich steuerrechtlicher Nachteilsausgleiche verweisen wir auf die Broschüre des Bundesverbandes für körper- und mehrfachbehinderte Menschen (Homepage).
Natürlich wird durch den Schwerbehindertenausweis die Behinderung amtlich und damit zur nicht mehr zu leugnenden Tatsache. Das könnte Auswirkungen auf die psychische Verfassung des Kindes oder Jugendlichen haben und im Umgang mit anderen Kindern zu Problemen, Diskriminierung oder Ausgrenzung führen. Die tatsächlichen Auswirkungen auf das Kind lassen sich im Vorhinein allerdings nur schwer einschätzen.
Vorteile gibt es (ab einem gewissen Behinderungsgrad) bei der Steuer und am Arbeitsplatz, wie Steuervergünstigungen für das Kfz, eine Pauschale für den Mehraufwand durch die Behinderung, das weitestgehend kostenfreie Benutzen öffentlicher Verkehrsmittel (nach zusätzlichem Kauf einer Wertmarke für ein halbes oder ganzes Jahr, s.o.) oder die Kostenübernahme für eine Assistenzperson.
Mit dem Schwerbehindertenausweis (ab einem gewissen Behinderungsgrad) können die Vergünstigungen unter den genannten Voraussetzungen auch von minderjährigen Kindern in Anspruch genommen werden. In diesem Fall muss das Fahrzeug auf den Namen des behinderten Kindes zugelassen werden und darf von den Eltern nur für Fahrten benutzt werden, die im Zusammenhang mit der Fortbewegung des Kindes oder mit der Haushaltsführung für das Kind stehen.
Eine kostenlose Beförderung von Begleitpersonen im Flugverkehr ist nicht gesetzlich gesichert. Dennoch gestehen einige Fluggesellschaften eine kostenlose Mitreise der Begleitperson nach ihren Konditionen zu. 7
4 vgl. Elternratgeber des Bundesverbandes autismus Deutschland e.V.
5 Sozialgesetzbuch Neuntes Buch – Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen – (Neuntes Buch Sozialgesetzbuch - SGB IX) § 229 Persönliche Voraussetzungen
6 PDF-Datei: Rechte von Menschen mit Autismus (autismus Deutschland e.V.)
7 vgl. Elternratgeber des Bundesverbandes autismus Deutschland e.V.
Für ein über 18 Jahre altes Kind wird Kindergeld ohne Altersbegrenzung gezahlt, wenn es wegen einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung außerstande ist, sich selbst finanziell zu unterhalten und die Behinderung vor dem 25. Lebensjahr eingetreten ist. Wenn die Behinderung vor dem 01.01.2007 eingetreten ist, liegt die Altersgrenze für das Eintreten der Behinderung beim vollendeten 27. Lebensjahr.
Informationen zum steuerlichen Nachteilsausgleich erhalten Sie zum Beispiel durch das "Steuermerkblatt für Familien mit behinderten Kindern"
Da Menschen mit Behinderung zwangsläufig Mehraufwendungen in der privaten Lebensführung haben, werden ihnen steuerliche Erleichterungen eingeräumt. Wegen der außergewöhnlichen Belastungen, die Menschen mit Behinderung unmittelbar durch die Behinderung erwachsen, wird ein Pauschbetrag vom Einkommen abgezogen. Die Höhe richtet sich nach dem Grad der dauernden Behinderung.
Eltern können bei einer auswärtigen Unterbringung des Kindes mit Behinderung außerdem einen Freibetrag geltend machen.
Der Pauschbetrag, der einem Kind mit Behinderung zusteht, für das die Eltern Kindergeld oder einen Freibetrag zur Steuerfreistellung des Kinder-Existenzminimums (Kinderfreibetrag, Freibetrag für den Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf) erhalten, wird durch einen Antrag auf die Eltern übertragen.
Lebt ein Kind mit Behinderung im Haushalt und ist auf Hilfe angewiesen, erhalten Versicherte der gesetzlichen Krankenversicherung eine Haushaltshilfe. Voraussetzung ist, dass eine im Haushalt lebende Person den Haushalt nicht weiter führen kann.
Neben dem Pauschbetrag können auch zusätzliche tatsächliche Kosten unter bestimmten Voraussetzungen als Mehraufwendungen angerechnet werden. Auf Antrag werden die Aufwendungen (mit bestimmten jährlichen Höchstsätzen) vom Gesamtbetrag der Einkünfte abgezogen: Außerordentliche Krankheitskosten, Aufwendungen für eine Heilkur, Kosten für den Privatschulbesuch eines Kindes mit Behinderung (diese können nur dann angesetzt werden, wenn nachweislich keine geeignete öffentliche Schule beziehungsweise eine Schule ohne Schulgeld vorhanden oder erreichbar ist). Nähere Auskünfte erteilt Ihr Finanzamt.
Mit der Pflegeversicherung werden Geld- und/oder Sachleistungen zur Pflege, Pflegehilfsmittel, Kurzzeitpflege, Tagespflege und vollstationäre Pflege erbracht. Der Medizinische Dienst der Krankenkasse prüft, ob die Voraussetzungen der Pflegebedürftigkeit erfüllt sind und welcher Pflegegrad (I-V) vorliegt.
Weitere Informationen finden Sie z.B. in der Broschüre "Begutachtung von Menschen mit frühkindlichem Autismus zur Ermittlung der Pflegebedürftigkeit" vom Bundesverband Autismus Deutschland Bebelallee 141, 22297 Hamburg, Telefon 040 - 5115604, Homepage.
Aus den Informationen des Bundesgesundheitsministeriums:
Pflegebedürftige in häuslicher Pflege haben Anspruch auf einen Entlastungsbetrag in Höhe von bis zu 125 Euro monatlich (also insgesamt bis zu 1.500 Euro im Jahr). Das gilt auch für Pflegebedürftige des Pflegegrades 1. Der Betrag ist zweckgebunden einzusetzen für qualitätsgesicherte Leistungen zur Entlastung pflegender Angehöriger und vergleichbar Nahestehender in ihrer Eigenschaft als Pflegende sowie zur Förderung der Selbstständigkeit und Selbstbestimmtheit der Pflegebedürftigen bei der Gestaltung ihres Alltags. 8
Für Menschen mit erheblicher eingeschränkter Alltagskompetenz kann also auf Antrag ein monatlicher Entlastungsbetrag in Anspruch genommen werden. Der Entlastungsbetrag ist der einzige monatliche Zuschuss der sozialen Pflegeversicherung, auf den alle Pflegebedürftigen einen Anspruch haben, die zu Hause versorgt werden. Die einzige Voraussetzung ist ein Pflegegrad.
Im Rahmen der Verhinderungspflege nach § 39 SGB XI kann eine Ersatzpflegekraft für längstens 4 Wochen im Jahr finanziert werden, damit pflegende Angehörige die Möglichkeit haben, sich zu erholen. Antragstelle ist die Kranken- bzw. Pflegekasse.
Nach § 42 SGB XI besteht für längstens 4 Wochen im Jahre ein Anspruch auf Kurzzeitpflege in einer vollstationären Einrichtung, wenn die häusliche Pflege nicht im erforderlichen Umfang erbracht werden kann und eine teilstationäre Versorgung nicht möglich oder nicht ausreichend ist. Antragstelle ist die Kranken- oder Pflegekasse.
Krankengeld für Eltern behinderter Kinder
Besteht kein Anspruch auf eine bezahlte Freistellung durch den Arbeitgeber, können Eltern behinderter Kinder, die wegen der Pflege ihres erkrankten Kindes nicht zur Arbeit können, das sogenannte Kinderkrankengeld nach § 45 SGB V bei der Krankenkasse beantragen. Pro Jahr besteht für jedes erwerbstätige und versicherte Elternteil ein Krankengeldanspruch von max. 10 Tagen pro Kind, ab drei Kinder höchstens 25 Tage pro Elternteil. Bei Alleinerziehenden sind es max. 20 Tage pro Jahr und Kind, ab 3 Kinder höchstens 50 Tage.
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Übernahme von Kosten für eine Begleitperson
Die Übernahme von Fahrkosten für eine Begleitperson ist nur möglich, wenn die Schülerin oder der Schüler den Schulweg mit Bus und Bahn aus gesundheitlichen Gründen nicht alleine zurücklegen kann.
Bitte fordern Sie in diesen Fällen das Antragsformular beim Schulverwaltungsamt Düsseldorf an, füllen dies aus und legen Sie eine ärztliche Bescheinigung bei, aus der hervorgeht, dass Ihr Kind den Schulweg mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur in Begleitung zurücklegen kann.
Dabei können die Kosten für ein Sozialticket/Ticket 1000 zunächst für sechs Monate, jedoch längstens bis zum Schuljahresende, erstattet werden.
Kinder mit einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung haben im Rahmen der Eingliederungshilfe gegebenenfalls einen Anspruch auf eine Schulbegleitung. Die Schulbegleitung unterstützt die Kinder während der Unterrichtszeit - sofern dies erforderlich ist - um die angemessene Beschulung zu sichern. Sie nimmt keinen Lehrauftrag wahr. Anträge können die Personensorgeberechtigten/Erziehungsberechtigten bei dem zuständigen Rehabilitationsträger stellen.
Die Integrationshilfen beim Jugendamt werden immer als Einzelfallhilfen gewährt.
Bei Interesse oder Bedarf wenden Sie sich bitte an die Eingliederungshilfe des Jugendamtes Düsseldorf:
Bei Kindern mit rein seelischer Behinderung wählt das Jugendamt in Zusammenarbeit mit den Eltern einen passenden Anbieter beispielsweise für eine Schulbegleitung aus.
Auskunft zum Antragsverfahren sowie Kontaktdaten.
Das Formular für die Stellungnahme der Schule zum Antrag auf Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche nach § 35a Sozialgesetzbuch (SGB) VIII (Schulbegleitung).
Zu diesen Fragen berät das Beratungsteam "Gemeinsames Lernen" und unterstützt alle Erziehungsberechtigten bei individuellen Fragen und vermittelt an die entsprechenden Stellen. Sie können hier in allen Fragen zum Thema "Gemeinsames Lernen" anrufen.
Das Beratungsteam ist mittwochs telefonisch unter 0211 - 8924539 zu erreichen. Ansonsten schreiben Sie bitte eine E-Mail.
Merowinger Platz 1, 40225 Düsseldorf
Beratung Primarstufe
Silke Winkelsträter E-Mail
Inklusionskoordinatorin Primarstufe
(montags, mittwochs, freitags)
Beratung Sekundarstufe
Meike Eggert E-Mail
Inklusionskoordinatorin Sekundarstufe I
Auf der Webseite des Bundesverbandes Autismus Deutschland e.V. finden Sie Wohn- und Arbeitsangebote für Ihr fast erwachsenes autistisches Kind in der Nähe, aber auch in ganz Deutschland. Der Bundesverband veröffentlicht an dieser Stelle aktuelle Angebote und Gesuche aus dem Bereich Wohnen sowie ambulant betreute Wohngemeinschaften für junge Erwachsene. Wer ist zuständig für die Hilfe in der Lehre/beim Studium?
Spezialisierte Berufsberatungen für junge Menschen mit einer Autismus-Spektrum-Störung gibt es wenige; die Interessenverbände/ Fachstellen bieten allerdings Hilfestellungen an.
Die Industrie- und Handelskammer Düsseldorf bietet eine Beratung für junge Menschen mit Behinderung an, wenn es um den Wunsch nach einer fachpraktischen Ausbildung geht.
Telefon: 0211 - 35570
Herr Woehlke E-Mail
Telefon: 0211 - 3557284
Telefax: 0211 - 3557249
Die Handwerkskammer Düsseldorf bietet ebenfalls eine spezielle Beratung für junge Menschen mit Behinderung an:
Dipl.-Ing. Volker Boeckenbrink E-Mail
Telefon: 0211 - 8795356
Telefax: 0211 - 8795363
Auch die Jobcenter sind ansprechbar:
Telefon: 0800 - 4555500(Arbeitnehmer)
Mo-Mi 07:30 - 12:30 Uhr
Luisenstr. 105, 40215 Düsseldorf
Telefon: 0211 - 917470
Mo. - Fr.: 07:30 Uhr - 11:30 Uhr oder nach Vereinbarung
Berufsinformationszentrum (BiZ) Düsseldorf
Mo.: 07:30-16:30 Uhr
Di.: 07:30-16:30 Uhr
Mi.: 07:30-16:30 Uhr
Weitere Informationen der Bundesagentur für Arbeit.
Wegen eines Studiums finden Sie hier Informationen und Unterstützung:
An der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) finden Sie einen Ansprechpartner oder eine Anprechpartnerin.
Philosophische Fakultät der Heinrich Heine Universität Düsseldorf.
Eine Broschüre zum Thema an der HHU (PDF-Datei).
An der Hochschule Düsseldorf - University of Applied Sciences – finden Sie Hilfestellungen:
Hochschule Düsseldorf - Arbeits­stelle Barriere­freies Stu­dium
AStA Hochschule Düsseldorf - Behinderte und chronisch kranke Studierende
Auch die Fliedner-Fachhochschule Düsseldorf bietet eine Beratung für behinderte Studierende an.
Kompetenzzentrum kombabb NRW, Informations- und Beratungsstelle zum Thema Studieren mit nicht-)sichtbarer Behinderung und / oder chronischer Erkrankung - Links
Kompetenzzentrum kombabb NRW, Informations- und Beratungsstelle zum Thema Studieren mit nicht-)sichtbarer Behinderung und / oder chronischer Erkrankung - Kooperation und Vernetzung
Beratung für Studierende mit Behinderung und/oder chronischer Erkrankung Über die allgemeine Beratung für alle Studierenden hinaus finden Sie hier kompetente Ansprechpartnerinnen oder -partner zu folgenden Themen:
Studienplanung und Einschätzung des persönlichen Hilfebedarfs
Finanzierung des behinderungs- und/ oder erkrankungsbedingten Mehrbedarfs
Beantragung von Stipendien
Information über Möglichkeiten eines Nachteilsausgleichs und Vermittlung an die zuständigen Hochschulverantwortlichen
Initiierung von Kontakten (Behindertenbeauftragte, Studienberatung, Dozentinnen und Dozenten)
Weitere Informationen des Deutschen Studentenwerkes
Studierendenwerk Düsseldorf Info-Point E-Mail
Telefon: 0211 - 8115777
Montag bis Donnerstag von 08:00 - 16:30 Uhr
Seiten-Id=700026929

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