Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/2/82250000008.htm
Timestamp: 2018-11-20 22:37:35+00:00

Document:
2.25.008 Winterhauch - Katzenbuckel
Verordnung des Landratsamtes Neckar-Odenwald-Kreis über das Landschaftsschutzgebiet "Winterhauch-Katzenbuckel" vom 05. Mai 1992 (Amtsbl. Neckargerach-Waldbrunn vom 07.06.1992).
Auf Grund §§ 22, 58 Abs. 3 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz - NatschG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654), zuletzt geändert durch das Gesetz (Biotopschutzgesetz) vom 19. November 1991 (GBl. S. 701), wird verordnet:
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Gemeinde Waldbrunn werden zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung "Winterhauch-Katzenbuckel".
(1) Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rund 290 ha.
(2) Das Schutzgebiet umfaßt nach dem Stand vom Oktober 1989 auf dem Gebiet der Gemeinde Waldbrunn folgende Gewanne ganz oder teilweise:
· Gemarkung Waldkatzenbach:
Unteres Ebnet, Oberes Ebnet, Im Ebnet, Meisenbrunnen, Winterwies, Gaffstein, Altenäcker, In den Morgen, Steinbruch, Frohnberg, Winterfeld, Gramfeld, Schrotstock sowie Gemeindewald Distrikt I Eichwald, Gemeindewald Distrikt XIX Schrotstock, Gemeindewald Distrikt XX Katzenbuckel;
· Gemarkung Oberdielbach:
Erlenheumatten, Potzmannsklinge sowie Gemeindewald Distrikt XVIII Steckbauernwald.
(3) Die Grenzen des Schutzgebietes sind in einer Karte im Maßstab 1 : 25 000 mit durchgezogener grüner Linie flächig grau und in fünf Detailkarten im Maßstab 1 : 5 000 mit grüner, grau angeschummerter Linie, erstellt durch das Landratsamt Neckar-Odenwald-Kreis vom 15.12.1987 eingetragen. Die Karten sind Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karten ist beim Landratsamt Neckar-Odenwald-Kreis in Mosbach und beim Bürgermeisteramt Waldbrunn zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Dienststunden niedergelegt.
1.die Erhaltung und Sicherung eines charakteristischen Landschaftsbestandteiles des Winterhauchs mit dem Katzenbuckel als höchster Erhebung im Odenwald,
2.die Erhaltung und Entwicklung einer traditionellen Bodennutzung, deren charakteristischer Wechsel von Wald, Feldfluren, Grünland und Sukzessionsflächen die Eigenart, Schönheit und Vielfalt dieser Kulturlandschaft entscheidend mitbestimmt.
Wesensmerkmale dieser Landschaft sind insbesondere:
· die Waldungen der Kuppe und der nördlichen Hangflächen mit z.T. naturnahen buchenreichen Waldgesellschaften
· die Hangbereiche im Westen, Süden und Osten des Schutzgebietes mit ihrer vielfältigen Naturausstattung, geprägt durch das kleinräumig bewegte Relief, Quellhorizonte mit Feuchtbereichen, ausgedehnte Wiesenflächen, Heckenzüge, Gebüschgruppen und markante Einzelbäume
· das ehemalige Steinbruchgelände mit seinem erdgeschichtlich bedeutsamen Aufschluß und einem vielfältigen Standortmosaik von trockenen bis nassen Bereichen, die mit Pflanzengesellschaften unterschiedlicher Entwicklungsstufen bewachsen sind,
· die landschaftliche Eigenart und Vielfalt, die Feld-Wiese-Wald-Verteilung und die herkömmliche Bodennutzung nicht wesentlich verändert werden und somit der hohe Erholungswert des Schutzgebietes erhalten bleibt
· die Lebensräume und Nahrungsstätten der heimischen Tier- und Pflanzenarten nicht beeinträchtigt werden
· die Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes, insbesondere Wasser- und Bodenschutz, nachhaltig gesichert wird
· der für Forschung und Lehre bedeutsame Aufschluß erhalten bleibt.
9. Fahren mit Geländefahrrädern mit Grobprofil (z.B. Mountain-Bikes) außerhalb von befestigten Wegen sowie Betreiben von Motorsport, Ultraleichtflugzeugen, motorgetriebenen Schlitten, Modellbooten und -flugzeugen;
11. Verankern von Wohnbooten, Bojen und anderen schwimmenden Anlagen;
14. Kahlschlag von Wald
a) auf einer Fläche von mehr als 1 ha im Bereich oberhalb des Katzenbuckelrundweges;
b) auf einer Fläche von mehr als 4 ha im übrigen Waldbereich;
16. Anpflanzen von nicht standortheimischen Gehölzen, einschließlich Anpflanzen von Christbaumkulturen und Ballenware;
19. Beseitigen oder Ändern von wesentlichen Landschaftsbestandteilen, insbesondere von Bäumen, Hecken, Gebüschen, Feld-. und Ufergehölzen, Schilf- und Rohrbeständen und sonstigen Feuchtgebieten.
1. für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsmäßigen Bewirtschaftung forstwirtschaftlicher Grundstücke mit Ausnahme des Vorbehalts nach § 5 Abs. 2 Nr. 14a;
2. für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsmäßigen Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Grundstücke mit Ausnahme der Vorbehalte nach § 5 Abs. 2 Nrn. 16, 18, 19;
4. für die ordnungsmäßige Unterhaltung der Straßen, Wege und Plätze, ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Nr. 19;
(2) Gleichzeitig treten folgende Verordnungen außer Kraft:
1. Verordnung des Landratsamtes Neckar-Odenwald-Kreis über das Landschaftsschutzgebiet "Katzenbuckel" und zur Einschränkung des Gemeingebrauchs am Katzenbuckelsee vom 01. Juni 1987;
2. Verordnung des Landratsamtes Neckar-Odenwald-Kreis über die einstweilige Sicherstellung des geplanten Landschaftsschutzgebietes "Winterhauch-Katzenbuckel" vom 15. Januar 1990, verlängert durch die Verordnung vom 05. Februar 1992.
Mosbach, den 05. Mai 1992
Verordnung des Landratsamtes Neckar-Odenwald-Kreis zur Änderung der Verordnung vom 5. Mai 1992 über das Landschaftsschutzgebiet "Winterhauch-Katzenbuckel" vom 2. August 1999 (Amtsblatt Neckargerach-Waldbrunn - ohne Datum).
Aufgrund von §§ 22, 58 Abs. 3 und 59 Abs. 6 des Naturschutzgesetzes in der Fassung vom 29. März 1995 (GBl. S. 385) wird verordnet:
(1) Die Verordnung des Landratsamtes Neckar-Odenwald-Kreis über das Landschaftsschutzgebiet "Winterhauch-Katzenbuckel" vom 5. Mai l 992 wird im Bereich der Gemarkung Waldkatzenbach; Gewanne "Winterfeld,", "Frohndberg", "Hoffeld", "Am Buckel" und "Bad" geändert. Die Änderungen im einzelnen ergeben sich aus den dieser Verordnung beiliegenden Katasterplankarten.
(2) Die Gesamtfläche des Landschaftsschutzgebietes verringert sich um 1,546 ha. § 2 Abs. 1 der Verordnung vom 5. Mai 1992 erhält daher folgende Fassung:
"Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rund 288,5 ha."
(1) Dieser Verordnung liegen die neugefassten Katasterplankarten, Nr. 6520.8 (Katzenbuckel, Blatt-Nr. 4) und Nr. 6520.9 (Waldbrunn, Blatt-Nr. 5) im Maßstab 1 : 5 000 mit Änderungsdatum vom 20. Januar 1998 bei. Die Karten sind Bestandteil dieser Verordnung.
(2) Die Verordnung mit Karten wird beim Landratsamt Neckar-Odenwald-Kreis in Mosbach untere Naturschutzbehörde - zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten, niedergelegt., Sie kann auch beim Bürgermeisteramt Waldbrunn eingesehen werden.
Mosbach, 2. August 1999
Detlef Piepenburg, Landrat

References: § 64
 § 2
 § 5
 § 5
 § 5
 § 2