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Timestamp: 2020-04-05 01:28:13+00:00

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BGH, 09.03.1981 - VIII ZR 38/80 - dejure.org
BGH, 09.03.1981 - VIII ZR 38/80
https://dejure.org/1981,1281
BGH, 09.03.1981 - VIII ZR 38/80 (https://dejure.org/1981,1281)
BGH, Entscheidung vom 09.03.1981 - VIII ZR 38/80 (https://dejure.org/1981,1281)
BGH, Entscheidung vom 09. März 1981 - VIII ZR 38/80 (https://dejure.org/1981,1281)
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Gem. § 296 Abs. 1 ZPO zu Unrecht zurückgewiesenes Vorbringen kann nicht auf § 296 Abs. 2 gestützt bestätigt werden
Berufung - Zurückweisung - Verspätetes Vorbringen
NJW 1981, 2255
Das im Rechtszug übergeordnete Gericht darf weder eine von der Vorinstanz unterlassene Zurückweisung nachholen noch die Zurückweisung auf eine andere als die von der Vorinstanz angewandte Vorschrift stützen (st.Rspr., BGH Urteile vom 9. März 1981 - VIII ZR 38/80 - NJW 1981, 2255 ff.; vom 13. Dezember 1989 - VIII ZR 204/82 - NJW 1990, 1302 ff.; vom 27. Juni 1991 - IX ZR 222/90 - NJW 1991, 2774).
In dieser finde sich nur für den Fall eines Wechsels von § 296 Abs. 1 ZPO zu der von der ersten Instanz unterlassenen Ermessensentscheidung nach § 296 Abs. 2 ZPO, die das Berufungsgericht nicht nachholen könne, eine Begründung (Urteil vom 9. März 1981 - VIII ZR 38/80 - NJW 1981, 2255 unter 2 b), nicht aber für die hier gegebene umgekehrte Fallkonstellation (…Urteil vom 1. April 1992 aaO unter 2).
Ein Wechsel der Präklusionsbegründung durch das Rechtsmittelgericht kommt grundsätzlich nicht in Betracht (…BGH, Urteile vom 4. Mai 2005 aaO unter 2 b bb; vom 4. Mai 1999 - XI ZR 137/98 - NJW 1999, 2269 unter II 2 c;… vom 1. April 1992 aaO; vom 13. Dezember 1989 - VIII ZR 204/82 - NJW 1990, 1302 unter II 2 b bb; vom 9. März 1981 aaO; vom 12. Februar 1981 - VII ZR 112/80 - NJW 1981, 1217 unter II 3 und vom 17. Oktober 1979 - VIII ZR 221/78 - NJW 1980, 343 unter 1 b).
Der Bundesgerichtshof hat vielmehr ausdrücklich betont, es gelte "auch" in Fällen, in denen eine auf § 296 Abs. 1 ZPO gestützte Zurückweisung nicht rechtmäßig gewesen war und eine Zurückweisung nach § 296 Abs. 2 ZPO nicht stattgefunden hatte (Urteil vom 9. März 1981 aaO).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs darf das im Rechtszug übergeordnete Gericht weder eine von der Vorinstanz unterlassene Zurückweisung nachholen (Senatsurteil vom 17. Oktober 1979 - VIII ZR 221/78 = LM ZPO § 528 Nr. 13 = NJW 1980, 343 unter 1 b) noch die Zurückweisung auf eine andere als die von der Vorinstanz angewandte Vorschrift stützen (Senatsurteil vom 9. März 1981 - VIII ZR 38/80 = NJW 1981, 2255 unter 2 b; BGHZ 83, 371, 378).
Aus ähnlichen Erwägungen hat bereits der BGH entschieden, daß eine gerichtliche Verfügung, die Fristen für das Parteivorbringen gemäß den §§ 273 Abs. 2 Nr. 1, 275 Abs. 1, 296 ZPO setzt, vom zuständigen Richter unterschrieben sein muß (Urteil vom 13. März 1980 VII ZR 147/79, BGHZ 76, 236) und in beglaubigter Abschrift zuzustellen ist (ständige Rechtsprechung, vgl. Urteile in BGHZ 76, 236 und vom 9. März 1981 VIII ZR 38/80, Neue Juristische Wochenschrift - NJW - 1981, 2255).

References: § 296
 § 296
 BGH 
 § 296
 § 296
 § 296
 § 296
 § 528
 BGH