Source: http://anwalthannover.com/pt/bei-einer-vergleichenden-werbung-kann-der-vergleich-irrefuehrend-sein-wenn-geschaefte-unterschiedlicher-art-und-groesse-verglichen-werden/
Timestamp: 2018-04-26 04:09:53+00:00

Document:
Bei einer vergleichenden Werbung kann der Vergleich irreführend sein, wenn Geschäfte unterschiedlicher Art und Grösse verglichen werden · Anwalt Hannover - horak Rechtsanwälte/ Fachanwälte/ Patentanwälte Wirtschaftsrecht, internationales Recht, Lei IP, Antitrust, Lei da Concorrência, Direito das sociedades, Handelsrecht, M&A, TI-Recht, Technikrecht, Direito administrativo
10. February 2017 administrador
Arte. 4 Com certeza. a und c der Richtlinie 2006/114/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 12. Dezembro 2006 über irreführende und vergleichende Werbung in Verbindung mit Art. 7 Abs. 1 para 3 Directiva 2005/29/CE do Parlamento Europeu e do Conselho, de 11. Mais 2005 Práticas comerciais desleais das empresas para com os consumidores no mercado interno e que altera a Directiva 84/450/CEE do Conselho, 97/7/CE, 98/27/CE e 2002/65/CE do Parlamento Europeu e do Conselho eo Regulamento (EG) Não.. 2006/2004 do Parlamento Europeu e do Conselho, (Directiva relativa às práticas comerciais desleais) deve ser interpretado, dass eine Werbung wie die im Ausgangsverfahren in Rede stehende, in der die Preise von Waren verglichen werden, die in Geschäften unterschiedlicher Größe oder Art vertrieben werden, unzulässig im Sinne der erstgenannten Vorschrift sein kann, wenn diese Geschäfte zu Handelsgruppen gehören, die jeweils über eine Reihe von Geschäften unterschiedlicher Größe und Art verfügen, und der Werbende die Preise, die in den Geschäften größeren Umfangs oder größerer Art seiner Handelsgruppe verlangt werden, mit den Preisen vergleicht, die in Geschäften kleineren Umfangs oder kleinerer Art konkurrierender Handelsgruppen ermittelt wurden; etwas anderes gilt, wenn die Verbraucher auf klare Weise und in der Werbebotschaft selbst darüber informiert werden, dass der Vergleich zwischen den Preisen, die in den Geschäften größeren Umfangs oder größerer Art der Handelsgruppe des Werbenden verlangt werden, und den Preisen stattgefunden hat, die in Geschäften kleineren Umfangs oder kleinerer Art konkurrierender Handelsgruppen ermittelt wurden.
8. Fevereiro 2017(*)
Pedido de decisão prejudicial nos termos do artigo. 267 TFUE, eingereicht von der Cour d’appel de Paris (Berufungsgericht Paris, França) por decisão do 29. Outubro 2015, entrada no Tribunal em 4. Novembro 2015, no método
Presidente da Câmara, M. Ilešič, der Richterin A. Prechal, des Richters A. Rosas, Juízes, C.. Toader und des Richters E. Jarašiūnas (Repórter),
O advogado-geral: H. Saugmandsgaard Øe,
consideram os autos e após a audiência de 6. Julho 2016,
considerando as observações:
- A Comissão Europeia, representado por C. Valero und D. Roussanov als Bevollmächtigte,
ouvidas as conclusões do advogado-geral na audiência de 19. Outubro 2016
1 A decisão prejudicial diz respeito à interpretação do artigo. 4 Com certeza. a und c der Richtlinie 2006/114/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 12. Dezembro 2006 über irreführende und vergleichende Werbung (ABl. 2006, O 376, S. 21) und von Art. 7 Directiva 2005/29/CE do Parlamento Europeu e do Conselho, de 11. Mais 2005 Práticas comerciais desleais das empresas para com os consumidores no mercado interno e que altera a Directiva 84/450/CEE do Conselho, 97/7/CE, 98/27/CE e 2002/65/CE do Parlamento Europeu e do Conselho eo Regulamento (EG) Não.. 2006/2004 do Parlamento Europeu e do Conselho, (Directiva relativa às práticas comerciais desleais) (ABl. 2005, O 149, S. 22, berichtigt in ABl. 2009, O 253, S. 18).
2 Dieses Ersuchen ergeht im Rahmen eines Rechtsstreits zwischen der ITM Alimentaire International SASU (abaixo: ITM) und der Carrefour Hypermarchés SAS (abaixo: Carrefour) wegen einer Fernsehwerbekampagne von Carrefour, in der die in den Geschäften der Handelsgruppe Carrefour für Waren der großen Marken verlangten Preise mit denen in Geschäften konkurrierender Handelsgruppen verglichen wurden.
3 Arte. 2 Com certeza. b da Directiva 2006/114 bedeutet „irreführende Werbung“ im Sinne dieser Richtlinie jede Werbung, die in irgendeiner Weise – einschließlich ihrer Aufmachung – die Personen, an die sie sich richtet oder die von ihr erreicht werden, täuscht oder zu täuschen geeignet ist und die infolge der ihr innewohnenden Täuschung deren wirtschaftliches Verhalten beeinflussen kann oder aus diesen Gründen einen Mitbewerber schädigt oder zu schädigen geeignet ist.
um) Sie ist nicht irreführend im Sinne der Artikel 2 Buchstabe b, Artigo 3 und Artikel 8 Parágrafo 1 der vorliegenden Richtlinie oder im Sinne der Artikel 6 e 7 Directiva 2005/29 ...;
5 Arte. 6 („Irreführende Handlungen“) Directiva 2005/29 fornece:
"(1) Uma prática comercial é considerada enganosa, wenn sie falsche Angaben enthält und somit unwahr ist oder wenn sie in irgendeiner Weise, einschließlich sämtlicher Umstände ihrer Präsentation, selbst mit sachlich richtigen Angaben den Durchschnittsverbraucher in Bezug auf einen oder mehrere der nachstehend aufgeführten Punkte täuscht oder ihn zu täuschen geeignet ist und ihn in jedem Fall tatsächlich oder voraussichtlich zu einer geschäftlichen Entscheidung veranlasst, die er ansonsten nicht getroffen hätte:
6 Arte. 7 ("Omissões enganosas") Directiva 2005/29 é:
"(1) Uma prática comercial é considerada enganosa, se omite informações relevantes em um caso particular, levando-se em conta todas as circunstâncias e as limitações do meio de comunicação, as necessidades do consumidor médio, em função das circunstâncias, para tomar uma decisão de negócio informado, e, assim, faz com que o consumidor médio a tomar uma decisão de transacção ou seja susceptível de causar, que ele não teria tomado.
(2) Como uma omissão enganosa, é também, quando uma informação essencial operador referido no parágrafo 1 escondido sob consideração dos assuntos aqui descritos, ou um claro, incompreensível, forma ambígua, ou não fornecer oportuna, ou se ele faz a intenção comercial da prática comercial não é identificado, a menos que resulta directamente das circunstâncias, e isso é sempre causou o consumidor médio a tomar uma decisão de transacção ou seja susceptível de causar, die er ansonsten nicht getroffen hätte.
7 Arte. O. 121-8 des Code de la consommation (Verbrauchergesetzbuch) in der für das Ausgangsverfahren maßgeblichen Fassung bestimmt:
"Publicidade, die Waren oder Dienstleistungen miteinander vergleicht, indem sie unmittelbar oder mittelbar einen Mitbewerber oder von einem Mitbewerber angebotene Waren oder Dienstleistungen erkennbar macht, ist nur zulässig, quando
10 Nachdem ITM, das für Strategie und Geschäftspolitik der Lebensmittelhandelsmarken der „Mousquetaires-Gruppe“, insbesondere Intermarché Hyper sowie Intermarché Super, zuständige Unternehmen Carrefour aufgefordert hatte, die Verbreitung dieser Werbung zu unterlassen, leitete sie am 2. Outubro 2013 gegen Carrefour ein Verfahren beim Tribunal de commerce de Paris (Handelsgericht Paris, França) ein und beantragte deren Verurteilung zur Zahlung von 3 Mio. Euro als Ersatz des ihr entstandenen Schadens, ein Verbot der Verbreitung der beanstandeten Werbung sowie des Schaltens vergleichender Werbung auf der Grundlage ähnlicher Vergleichsmethoden, eine zwangsgeldbewehrte Verpflichtung zur Unterlassung der Verbreitung von acht Werbespots im Internet, ein zwangsgeldbewehrtes Verbot der vergleichenden Darstellung der Durchschnittspreisdifferenz der verschiedenen Handelsgruppen auf der Grundlage einer mit mangelnder Objektivität behafteten Vergleichsmethodik und die Veröffentlichung des zu erlassenden Urteils.
11 Mit Urteil vom 31. Dezembro 2014 verurteilte das Tribunal de commerce de Paris (Handelsgericht Paris) Carrefour zur Zahlung von 800 000 Euro als Schadensersatz an ITM, gab den Anträgen auf Untersagung der Verbreitung der Werbung statt und ordnete die Veröffentlichung des Urteils an.
12 Dieses Gericht stellte u. um. apertado, dass Carrefour gegen das sich aus Art. O. 121‑8 des Verbrauchergesetzbuchs ergebende Gebot der Objektivität verstoßen habe, indem sie eine irreführende Methode zur Auswahl der Verkaufsstellen angewandt habe, die die Repräsentativität der Preisvergleiche verfälscht habe, und dass diese Verstöße gegen die Neutralität und die Objektivität einer vergleichenden Werbekampagne unlautere Wettbewerbshandlungen darstellten. Es führte ferner aus, dass die Informationen auf der Website von Carrefour den Verbrauchern keine klare Kenntnis davon ermöglichten, dass der Vergleich zwischen Geschäften unterschiedlicher Größe vorgenommen worden sei.
13 Carrefour legte gegen dieses Urteil bei der Cour d’appel de Paris (Berufungsgericht Paris, França) Berufung ein und beantragte im Rahmen der Vorbereitung der Entscheidungsreife der Rechtssache, ein Vorabentscheidungsersuchen an den Gerichtshof zu richten.
14 Vor der Cour d’Appel (Berufungsgericht) trug Carrefour vor, dass die Entscheidung des Ausgangsrechtsstreits von der Auslegung der mit Art. O. 121‑8 des Verbrauchergesetzbuchs umgesetzten Richtlinie 2006/114 abhänge. Es sei zu klären, ob ein Preisvergleich bei ausgewählten Waren nur zulässig sei, wenn die Waren in Geschäften gleicher Größe oder Art vertrieben würden.
17 Unter diesen Umständen hat die Cour d’appel de Paris (Berufungsgericht Paris) decidido, suspender a instância e submeter as seguintes questões ao Tribunal de decisão prejudicial:
1. Ist Art. 4 Com certeza. a und c der Richtlinie 2006/114, wonach „vergleichende Werbung … als zulässig [aplica-se], sofern … [sie] … nicht irreführend [é] [e] sie … objektiv eine oder mehrere wesentliche, relevante, nachprüfbare und typische Eigenschaften dieser Waren und Dienstleistungen [vergleicht]", ser interpretados, dass ein Preisvergleich von durch Handelsmärkte vertriebenen Produkten nur zulässig ist, wenn die Produkte in Geschäften gleicher Art oder Größe verkauft werden?
3. Falls Frage 2 é afirmativa: In welchem Umfang und/oder auf welchem Träger hat die Verbreitung dieser Information an die Verbraucher zu erfolgen?
18 Mit seinen drei Fragen, die zusammen zu prüfen sind, möchte das vorlegende Gericht wissen, o Art. 4 Com certeza. a und c der Richtlinie 2006/114 deve ser interpretado, dass eine Werbung wie die im Ausgangsverfahren in Rede stehende, in der die Preise von Waren verglichen werden, die in Geschäften unterschiedlicher Größe oder Art vertrieben werden, unzulässig ist. Es möchte weiter wissen, ob der Umstand, dass die Geschäfte, deren Preise dem Vergleich unterliegen, unterschiedlicher Größe oder Art sind, eine wesentliche Information im Sinne von Art. 7 Abs. 1 e 2 Directiva 2005/29, auf den Art. 4 Com certeza. a der Richtlinie 2006/114 verweist, darstellt und gegebenenfalls, in welchem Umfang und auf welchem Träger die Verbreitung dieser Information zu erfolgen hat.
19 Es ist festzustellen, dass mit der Richtlinie 2006/114 die Richtlinie 84/450/EWG des Rates vom 10. Setembro 1984 über irreführende und vergleichende Werbung (ABl. 1984, O 250, S. 17) kodifiziert wurde, die nach mehrmaliger Änderung dann durch die Richtlinie 2006/114 aufgehoben und ersetzt wurde, so dass die Rechtsprechung des Gerichtshofs zur Auslegung der Richtlinie 84/450 auf Sachverhalte, die unter die Richtlinie 2006/114 caído, in vollem Umfang anwendbar ist.
20 Daher ist zu beachten, dass mit der Richtlinie 2006/114 die Bedingungen, unter denen vergleichende Werbung in den Mitgliedstaaten zulässig ist, abschließend harmonisiert werden und eine solche Harmonisierung naturgemäß mit sich bringt, dass allein anhand der vom Unionsgesetzgeber aufgestellten Kriterien zu beurteilen ist, wann vergleichende Werbung zulässig ist (Acórdãos 8. Abril 2003, Pippig Augenoptik, C‑44/01, UE:C:2003:205, Rn. 44, e a partir de 18. Novembro 2010, Lidl, C‑159/09, UE:C:2010:696, Rn. 22).
21 Nach ständiger Rechtsprechung des Gerichtshofs sind zudem, da vergleichende Werbung dazu beiträgt, die Vorteile der verschiedenen vergleichbaren Waren objektiv herauszustellen und damit den Wettbewerb zwischen den Anbietern von Waren und Dienstleistungen im Interesse der Verbraucher zu fördern, die Anforderungen an eine solche Werbung im für sie günstigsten Sinne auszulegen, wobei sicherzustellen ist, dass die vergleichende Werbung nicht in einer wettbewerbswidrigen und unlauteren oder die Verbraucherinteressen beeinträchtigenden Weise betrieben wird (vgl. para o efeito do 25. Outubro 2001, Toshiba Europe, C‑112/99, UE:C:2001:566, Rn. 36 e 37, de 19. Setembro 2006, Lidl Belgium, C‑356/04, UE:C:2006:585, Rn. 22, e a partir de 18. Novembro 2010, Lidl, C‑159/09, UE:C:2010:696, Rn. 20 e 21 und die dort angeführte Rechtsprechung).
23 Allerdings kann eine Werbung, in der die Preise von Waren verglichen werden, die in Geschäften unterschiedlicher Größe oder Art vertrieben werden, nur dann als zulässig im Sinne von Art. 4 Directiva 2006/114 ser considerado, wenn alle in dieser Bestimmung genannten Voraussetzungen erfüllt sind.
25 Zum einen ergibt sich nämlich aus Art. 4 Com certeza. c da directiva 2006/114, dass die Preise objektiv zu vergleichen sind (vgl. para o efeito do 19. Setembro 2006, Lidl Belgium, C‑356/04, UE:C:2006:585, Rn. 45).
26 Unter bestimmten Umständen kann aber die Objektivität des Vergleichs durch die unterschiedliche Größe oder Art der Geschäfte, in denen die vom Werbenden verglichenen Preise ermittelt wurden, ser afectada. Das kann dann der Fall sein, wenn sowohl der Werbende als auch die Mitbewerber, deren Preise ermittelt wurden, zu Handelsgruppen gehören, die jeweils über eine Reihe von Geschäften unterschiedlicher Größe und Art verfügen, und der Werbende die Preise, die in den Geschäften größeren Umfangs oder größerer Art seiner Handelsgruppe verlangt werden, mit den Preisen vergleicht, die in Geschäften kleineren Umfangs oder kleinerer Art konkurrierender Handelsgruppen ermittelt wurden, ohne dass sich dies aus der Werbung ergibt.
28 Zum anderen verlangt Art. 4 Com certeza. a der Richtlinie 2006/114, dass die vergleichende Werbung nicht irreführend im Sinne von Art. 2 Com certeza. b dieser Richtlinie oder im Sinne der Art. 6 e 7 Directiva 2005/29 é.
29 Diesen Bestimmungen lässt sich entnehmen, dass eine vergleichende Werbung irreführend ist, die in der einen oder anderen Weise durch Tun oder Unterlassen die Verbraucher, an die sie sich richtet, täuschen und deren wirtschaftliches Verhalten beeinflussen kann oder, aus diesen Gründen, einem Mitbewerber schaden kann. Somit ist nach Art. 4 Com certeza. a der Richtlinie 2006/114 em conjunto com o artigo. 7 Abs. 1 e 2 Directiva 2005/29 e. um. eine Werbung irreführend, die wesentliche Informationen vorenthält, as necessidades do consumidor médio, em função das circunstâncias, para tomar uma decisão de negócio informado, oder die solche Informationen verheimlicht oder auf unklare, incompreensível, zweideutige Weise oder nicht rechtzeitig bereitstellt und daher den Durchschnittsverbraucher zu einer geschäftlichen Entscheidung veranlassen kann, die er ansonsten nicht getroffen hätte.
30 Der Begriff der wesentlichen Information ist zwar in der Richtlinie 2005/29 nicht definiert, doch folgt aus deren Art. 7 Abs. 1 e 2, dass eine Information diesen Charakter hat, as necessidades do consumidor médio, em função das circunstâncias, para tomar uma decisão de negócio informado, und deren Vorenthaltung diesen daher zu einer geschäftlichen Entscheidung veranlassen kann, que ele não teria tomado.
31 Es ist Sache der nationalen Gerichte, anhand der Umstände des Einzelfalls zu prüfen, ob eine Werbung unter Berücksichtigung der Verbraucher, an die sie sich richtet, möglicherweise irreführend ist (vgl. para o efeito do 18. Novembro 2010, Lidl, C‑159/09, UE:C:2010:696, Rn. 46 und die dort angeführte Rechtsprechung, e a partir de 12. Mais 2011, Ving Sverige, C‑122/10, UE:C:2011:299, Rn. 51). Dabei müssen sie zum einen berücksichtigen, wie der normal informierte und angemessen aufmerksame und verständige Durchschnittsverbraucher die beworbenen Waren oder Dienstleistungen wahrnimmt, und zum anderen alle maßgeblichen Gesichtspunkte der Rechtssache berücksichtigen und dabei, wie sich aus Art. 3 Directiva 2006/114 resultados, die in der Werbung enthaltenen Angaben und allgemein alle ihre Bestandteile einbeziehen (vgl. para o efeito do 18. Novembro 2010, Lidl, C‑159/09, UE:C:2010:696, Rn. 47 e 48 und die dort angeführte Rechtsprechung).
34 Folglich kann eine solche Werbung irreführend im Sinne von Art. 4 Com certeza. a der Richtlinie 2006/114 ser.
35 Anders ist es jedoch, wenn der Verbraucher darüber informiert wird, dass in der betreffenden Werbung die Preise, die in den Geschäften größeren Umfangs oder größerer Art der Handelsgruppe des Werbenden verlangt werden, mit den Preisen verglichen werden, die in Geschäften kleineren Umfangs oder kleinerer Art konkurrierender Handelsgruppen ermittelt wurden, da er dann weiß, dass er nur in den Genuss der in der Werbung hervorgehobenen Preisersparnis kommt, wenn er die jeweiligen Waren ausschließlich in den Geschäften größeren Umfangs oder größerer Art der Handelsgruppe des Werbenden erwirbt. Folglich benötigt der Verbraucher bei einer solchen Werbung, in der die Preise von Geschäften verglichen werden, die zu Handelsgruppen gehören, die jeweils über eine Reihe von Geschäften unterschiedlicher Größe und Art verfügen, die genannte Information, um die Entscheidung, die betreffenden Waren in den Geschäften des Werbenden statt in den Konkurrenzgeschäften zu erwerben, informiert zu treffen und sich nicht veranlasst zu sehen, eine Kaufentscheidung zu treffen, die er ansonsten nicht getroffen hätte. Somit handelt es sich unter diesen Umständen um eine wesentliche Information im Sinne von Art. 7 Abs. 1 e 2 Directiva 2005/29.
36 Aus den vorstehenden Erwägungen ergibt sich, dass eine Werbung wie die im Ausgangsverfahren in Rede stehende, in der die Preise von Waren verglichen werden, die in Geschäften unterschiedlicher Größe oder Art vertrieben werden, dann gegen das in Art. 4 Com certeza. c da directiva 2006/114 vorgesehene Gebot der Objektivität des Vergleichs verstoßen und im Sinne von Art. 4 Com certeza. a dieser Richtlinie irreführend sein kann, wenn diese Geschäfte zu Handelsgruppen gehören, die jeweils über eine Reihe von Geschäften unterschiedlicher Größe und Art verfügen, und der Werbende die Preise, die in den Geschäften größeren Umfangs oder größerer Art seiner Handelsgruppe verlangt werden, mit den Preisen vergleicht, die in Geschäften kleineren Umfangs oder kleinerer Art konkurrierender Handelsgruppen ermittelt wurden; etwas anderes gilt, wenn die Verbraucher darüber informiert werden, dass der Vergleich zwischen den Preisen, die in den Geschäften größeren Umfangs oder größerer Art der Handelsgruppe des Werbenden verlangt werden, und den Preisen stattgefunden hat, die in Geschäften kleineren Umfangs oder kleinerer Art konkurrierender Handelsgruppen ermittelt wurden.
37 Hinsichtlich des Umfangs und des Trägers einer solchen wesentlichen Information ist darauf hinzuweisen, que a directiva 2005/29 dafür keine konkrete Vorgabe enthält. Es ergibt sich jedoch aus Art. 7 Abs. 2 presente directiva, dass wesentliche Informationen nicht verheimlicht oder auf unklare, incompreensível, zweideutige Weise oder nicht rechtzeitig bereitgestellt werden dürfen, und aus Art. 7 Abs. 1 e 3 Directiva, dass bei der Entscheidung darüber, ob Informationen vorenthalten wurden, Beschränkungen des verwendeten Kommunikationsmediums und, wenn durch das verwendete Kommunikationsmedium räumliche oder zeitliche Beschränkungen auferlegt werden, alle Maßnahmen zu berücksichtigen sind, die der Gewerbetreibende getroffen hat, um dem Verbraucher die Informationen anderweitig zur Verfügung zu stellen.
38 Für eine Werbung wie die im Ausgangsverfahren in Rede stehende folgt aus den vorstehenden Erwägungen, dass die Information darüber, dass der Vergleich zwischen den Preisen, die in den Geschäften größeren Umfangs oder größerer Art der Handelsgruppe des Werbenden verlangt werden, und den Preisen stattgefunden hat, die in Geschäften kleineren Umfangs oder kleinerer Art konkurrierender Handelsgruppen ermittelt wurden, eine Angabe ist, durch deren Fehlen die Werbung sehr wahrscheinlich gegen das Gebot der Objektivität des Vergleichs verstößt und irreführend ist. Diese Information muss daher nicht nur auf klare Weise bereitgestellt werden, mas também, wie der Generalanwalt in den Nrn. 75 para 79 seiner Schlussanträge ausgeführt hat, in der Werbebotschaft selbst enthalten sein.
– Art. 4 Com certeza. a und c der Richtlinie 2006/114 em conjunto com o artigo. 7 Abs. 1 para 3 Directiva 2005/29 deve ser interpretado, dass eine Werbung wie die im Ausgangsverfahren in Rede stehende, in der die Preise von Waren verglichen werden, die in Geschäften unterschiedlicher Größe oder Art vertrieben werden, unzulässig im Sinne der erstgenannten Vorschrift sein kann, wenn diese Geschäfte zu Handelsgruppen gehören, die jeweils über eine Reihe von Geschäften unterschiedlicher Größe und Art verfügen, und der Werbende die Preise, die in den Geschäften größeren Umfangs oder größerer Art seiner Handelsgruppe verlangt werden, mit den Preisen vergleicht, die in Geschäften kleineren Umfangs oder kleinerer Art konkurrierender Handelsgruppen ermittelt wurden; etwas anderes gilt, wenn die Verbraucher auf klare Weise und in der Werbebotschaft selbst darüber informiert werden, dass der Vergleich zwischen den Preisen, die in den Geschäften größeren Umfangs oder größerer Art der Handelsgruppe des Werbenden verlangt werden, und den Preisen stattgefunden hat, die in Geschäften kleineren Umfangs oder kleinerer Art konkurrierender Handelsgruppen ermittelt wurden.
41 Para as partes no processo principal, um passo na acção pendente no tribunal nacional,; a decisão sobre os custos é uma questão para o tribunal. Outros que os custos dessas partes que apresentaram observações ao Tribunal, não são reembolsáveis.
Pelos fundamentos expostos, o Tribunal (Segunda Secção) por este meio:
Abmahnung, Direito europeu, Advogado, enganosa, Enganosa, Risco de enganar, UWG, vergleichende Werbung, Publicidade, Concorrentes, Lei da Concorrência, Lesão competitivo, Relatório da Concorrência, anticompetitivaArte, TJCE, Grösse, enganosa, vergleichende Werbung, Werbevergleich, wettbewerbswidirg

References: Art. 7
 Art. 7
 Art. 4
 Art. 4
 Art. 7
 Art. 4
 Art. 4
 Art. 4
 Art. 4
 Art. 2
 Art. 6
 Art. 4
 Art. 7
 Art. 3
 Art. 4
 Art. 7
 Art. 4
 Art. 4
 Art. 7
 Art. 7
 Art. 4