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Timestamp: 2017-03-24 05:47:44+00:00

Document:
neue-ideen Ausgabe Nr. 02 | März by HAUS MAGAZIN - issuu
März 2009 | Nr. 2 CHF 4.–
Sparen in der
den Elektroautos?
Die Schuld aufteilen
CHRISTINA SURER UND IHR ROOKY
HAUSTIER-REPORT
neueideen.ch | März 2009
Mit der Gründung des HAUS
CLUB SCHWEIZ haben wir
das Angebot für Hauseigentümer ausgebaut und
unserer Zeitschrift einen
neuen Look verpasst. Nach
wie vor erhalten alle Eigentümer und Mieter von
Einfamilienhäusern in der
Deutschweiz (834 000) «neueideen» jedes zweite Mal
gratis. Nur Mitglieder des HAUS CLUB SCHWEIZ aber
erhalten alle 10 Ausgaben im Jahr persönlich adressiert
zugestellt, profitieren von vielen attraktiven Angeboten
(Seiten 18/19) darunter auch von der kostenlosen Beratung rund ums Eigenheim (Seite 54).
Im Februar-Heft konnten wir mit einer Hypotheken-Hotline
vielen Lesern helfen. Es war ein regelrechter Ansturm.
Dabei ist uns aufgefallen, dass sich viele Hauseigentümer
nicht immer trauen, mit Ihrer Bank Klartext zu reden und
über Angebote zu verhandeln. Es geht im gegenwärtigen
Zinsumfeld jährlich um Tausende von Franken, die man
sparen kann. Wer jetzt von den tiefen Zinsen profitieren
möchte, erhält eine Liborhypothek für rund 1,5% und weniger oder eine 5-jährige Festhypothek für 2,5%! (Seiten
56-60). Selbstverständlich stehen wir unseren Mitgliedern
weiter gerne mit Rat und Tat zur Verfügung.
Die Energie- und Umbaufrage bleibt ein grosses Thema.
Aufgrund dieser aktuellen Problematik macht der HAUS
CLUB SCHWEIZ zusammen mit den Partnern HOVAL, Flumroc und EgoKiefer Ihnen ein einmaliges Angebot: Besuchen Sie unseren kostenlosen Informationsabend am
7. April zum Thema Umbau und Energie (Seite 66).
Armin Braunwalder, Lukas Kramer,
Pascale Marchiori, Christoph
Portmann, Ursina Wenger
twfe, Zürich www.twfe.ch
Filippo Leutenegger, Verleger & Präsident Haus Club Schweiz
Jetzt kostenlos nachbestellen und Mitglied werden: Telefon 043 500 40 40
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DER GROSSE HAUSTIER-REPORT
ZUM WOHL DES HAUSTIERS Das neue Tierschutzrecht 
WELCHES HAUSTIER FÜR WEN Worauf zu achten ist
CHRISTINA SURER So wohnt sie mit ihrem Rooky
INTERVIEW DES MONATS Zoologin Eva Waiblinger
TIER UND RECHT Rechtsberatung
TIER UND TRAUER Wenn das Tier stirbt
KATZENPLAGE Fremde Tiere im Garten: was tun?
REZEPT Sauerrahm Panna Cotta
KÜCHENTIPPS Praktisches für den Alltag
WASCHKÜCHE Mit Tumblern richtig Geld sparen
SPEZIAL ZUM AUTOSALON GENF
ELEKTRO-AUTOS vor dem Durchbruch?
KOMBIS bei Hundebesitzern hoch im Kurs
LESERAKTION Sicher, zügig und sparsam fahren
GARTENPLANUNG Wasser im Garten
KRÄUTERSPIRALE So legt man sie an
GARTENKALENDER für den März
SOLARKOLLEKTOREN in 6 Stunden montiert
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HYPOTHEKEN Splitting ja oder nein
Fotos: Julia Brütsch, Oliver Lang/Archiv, t’nt events gmbh, zVg, PD
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Tiere machen gesund
Haustierhaltern geht es gesundheitlich besser als Nichttierhaltern. Dies belegen Studien.
Dafür, dass es auch den Haustieren selbst gut geht, sorgt das neue Tierschutzrecht.
Foto: Don Mason / Corbis
iere sind nicht nur eine Bereicherung im Leben
eines Menschen, sie tun auch dessen Seele gut.
Das beweisen Studien. Und das erfährt am eigenen Leib, wer einst ein Tier hatte: Es hört einem zu. Es
spürt, wenn es einem nicht gut geht und spendet Trost.
Es ist ein treuer Begleiter im Leben. Ein Tier fördert sogar die Gesundheit. Wie diverse Studien beweisen, gehen Haustierhalter weniger oft zum Arzt. Tägliche Spaziergänge fördern den Kreislauf und stärken das Immunsystem von Hundehaltern. Katzen beugen gemäss einer
US-Studie einem Herzinfarkt vor. Selbst reine Streicheltiere wirken sich positiv auf die Gesundheit aus und lö-
sen Glücksgefühle aus. Hoch im Kurs sind Haustiere*
bei Kindern. Meist sind sie Nummer 1 auf der Wunschliste. Auch ihnen nützt der tierische Gefährte: Das Tier gibt
Kindern nachweislich mehr Selbstvertrauen, Sicherheit
und das Gefühl, ohne Vorbehalte geliebt zu werden. Weil
ein Tier täglich gepflegt werden muss und seine Ansprüche hat, haben Kinder mit Haustieren ein längeres Durchhaltevermögen. Gerade hyperaktive und unkonzentrierte
Kinder können davon profitieren. Ein Haustier bedeutet
aber auch Verantwortung. Daher sollten Kinder erst im
Alter von 10 bis 12 Jahren selbstständig für ein Tier sorgen. Doch, Achtung: Die Verantwortung für das Tier tra-
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gen die Eltern. Älteren Menschen geben Tiere
das Gefühl, gebraucht zu werden und helfen,
Kontakte zu knüpfen, sei es in Vereinen oder
bei Tierarztbesuchen. Auch erhalten Senioren
durch ein Haustier wieder einen Tagesrhythmus: Der Liebling will gefüttert, gestreichelt
und im Falle eines Hundes regelmässig Gassi geführt werden. Was für Dynamik im Alltag
sorgt. Und: Manch Tier ist sogar besser als
die bessere Hälfte. Denn die Gegenwart eines
Hundes oder einer Katze ist für manche beruhigender als die des Ehepartners, erforschte
man an der Universität Buffalo.
Herr Goetschel, welches sind
des neuen Tierschutzrechts?
Der ausdrückliche Schutz der
Tierwürde, das Verbot von sexuellen Handlungen mit Tieren, die
verschärfte Ausbildungspflicht
für viele Tierhalter und das Verbot der isolierten Haltung sozial lebender Tierarten wie Meerschweinchen oder Welllensittichen.
Gut geht es grundsätzlich auch den Tieren
in der Schweiz. «Unsere Gesetzgebung ist bei
den Haustieren fortschrittlich», bestätigt Antoine F. Goetschel, der einzige Anwalt weltweit,
der sich für das Recht der Tiere einsetzt. Er
amtet im Kanton Zürich und ist bei seiner Tätigkeit oft mit den Schattenseiten der Tierhaltung konfrontiert. Katzen, die von einem Halter tagelang in der Küche eingesperrt wurden,
damit sie im Haus keinen Schaden anrichten
konnten und schlussendlich verhungerten, ist
nur einer von vielen Fällen, die er betreut. 224
Verfahren hat er im letzten Jahr eröffnet; 70
Prozent davon betreffen die Haltung von Haustieren. Was Goetschel dabei erlebt, bezeichnet
er «teilweise als erschütternd». Was er beunruhigend und erschreckend findet ist, dass vielen Haustierbesitzern «die Bereitschaft fehlt,
sich in das Familienmitglied der etwas anderen Art hineinzuversetzen» und es an Achtsamkeit dem Tier gegenüber mangle.
wenn Nachbars Katze ständig
den eigenen Garten verwüstet?
Vor einem Katzenhalter kann –
im Gegensatz zum Hundehalter
– nicht erwartet werden, dass
er seine Tiere ständig beaufsichtigt. Daher muss der Gartenbesitzer selber für den Schaden aufkommen. Natürlich darf
er die fremde Katze auch mit
unschädlichen Methoden (Lavendel anpflanzen, Kaffeesatz
streuen, Wasser spritzen) fernhalten oder verscheuchen. Und
er ist berechtigt, die Katze zurück zu behalten, bis ein allfälliger Schaden bezahlt ist.
www.tieranwalt-zh.ch
Foto: Sandro Diener, zVg
Was tut man, wenn man einen Missbrauch bemerkt? Beobachtungen von allfälligen Gesetzesverstössen in den Bereichen Haltung, Zucht und Handel von Tieren sollten dem kantonalen Veterinärdienst gemeldet werden. Direkt an die Polizei wendet man sich, wenn der
Veterinärdienst nicht erreichbar
ist oder sich Tiere in unmittelbarer Lebensgefahr befinden,
dringend vor weiteren Übergriffen geschützt werden müssen
oder ein sofortiges polizeiliches
Einschreiten aus anderen Gründen erforderlich ist.
In knapp 90 Prozent aller Fälle, die Haustiere
betreffen, sind Hunde die geschädigten. Neben der mangelhaften Beaufsichtigung geht es
meist um übertriebene Härte. Wie im Fall von
Fritz W. Weil der Nachbarshund ständig über
die Hecke in den Garten des 72-jährigen Eigenheimbesitzers springt, gibt er ihm eines Tages
einfach einmal einen heftigen Tritt. Was Hundebesitzerin Margrith G. von ihrem Grundstück
aus beobachtet – und Fritz W. schliesslich anzeigt. «Die Hemmschwelle, den Hund eines anderen zu schlagen, ist deutlich gesunken», hat
Goetschel festgestellt. Als Grund dafür sieht er
das allgemeine Image der Hunde, mit dem es
längst nicht mehr zum Besten steht, seit sogenannte Kampfhunde für Schlagzeilen sorgten
und die Gefährlichkeit von Hunden zu hitzigen
Debatten geführt hat. Der Hund ist teilweise zum Feindbild geworden. Dass ein Tier für
Streit zwischen Nachbarn sorgt, ist alles ande-
re als ein Einzelfall. «Rund ums Haus entzünden
sich Probleme mit Tieren am häufigsten im Bereich der Nachbarschaft. Immissionen wie Hundegebell oder aber Störungen durch Nachbars
Katze im eigenen Gemüsegarten sind Dauerbrenner im Nachbarschaftsstreit», weiss Jurist
Lukas Kramer, Leiter Beratungszentrum neueideen und des Haus Club Schweiz.
Studien beweisen: Ein
Hund oder eine Katze
kann beruhigender sein
als der Ehepartner.
Katzen zu halten beugt
Herzinfarkten vor.
Mehr Rechte hat seit 1. September 2008 das
Tier selbst. Seither ist das neue Tierschutzrecht in Kraft. Insbesondere Haustiere werden
damit besser geschützt. So gibt es beispielsweise neu Mindestgrössen für Käfige, Gehege oder Aquarien, müssen Menschen, die sich
erstmals einen Hund anschaffen, einen Theorie- und Praxiskurs besuchen und dürfen soziale Tiere wie Kanarienvögel oder Meerschweinchen nicht mehr alleine gehalten werden. Wer
gegen das Tierschutzgesetz verstösst, muss
Foto: Ted Horowitz / Corbis
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mit Freiheitsstrafen von 6 Monaten
bis zu 3 Jahren und/oder Geldstrafen
oder Bussen rechnen. Der Mittelwert
der Geldbussen lag 2008 bei 476
Franken, «Tendenz steigend», sagt
Goetschel.
Was viele Tierhalter aus Goetschels
Sicht falsch machen ist, dass sie
sich im besten Fall zwar vor der Anschaffung eines Haustieres über
dessen Bedürfnisse informieren,
sich aber nicht mehr weiterbilden,
wenn sie das Tier erst einmal haben.
Wer dies tun möchte, findet alles wissenswerte im neuen Heimtierratgeber (siehe Buchtipp).
* Zum besseren Verständnis ist in al-
len Artikeln in diesem Heft von Haustieren die Rede. Gemeint sind damit
Haus- und sogenannte Heimtiere, die
mit Menschen eng zusammen leben.
Gemeinsam statt einsam: Sozial lebende Tierarten wie Vögel müssen neu
Der neue und komplette Heimtierratgeber, ca. 600 Seiten, broschiert.
ISBN 978-3-7255-5620-5
Offizieller Verkaufspreis: Fr. 49.–
«neue-ideen» Spezialpreis Fr. 44.–
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haustiere und eigenschaften
Vögel werden am besten in Volieren gehalten, ein Hund braucht Zeit, Hamster sind nachtaktiv und darum nicht für Kinder geeignet. Welches Haustier welche Bedürfnisse hat.
Voraussetzungen: Bereitschaft, 15 bis
20 Jahre für das Tier da zu sein. Idealerweise sollten sie Freilauf haben.
Wissen, wie die Ferienabwesenheit
gelöst wird. Hauslage: Nicht an einer
stark befahrenen Strasse.
Haltung: Ein Katzenkistchen (pro Tier)
gehört ins Haus. Kratzgelegenheiten,
Spielsachen, erhöhte Sitzflächen müssen vorhanden sein.
bis zu 15 Jahre (mit Auslauf). Ohne
Auslauf: bis 20 Jahre.
Kosten: Futter ca. Fr. 1.50 bis Fr. 4.–
pro Tag und Katze, je nach Qualität.
Katzensand Fr. 20.– bis Fr. 30.– pro
Monat. Hinzu kommen Anschaffung:
Futternäpfe, Katzenkistchen, Spielzeuge, Transportboxen, Schlafkorb,
Impfungen, allgemeine Tierarztkosten.
Neu gemäss Tierschutzrecht: Täglicher Umgang mit Menschen ist vorgeschrieben.
Empfohlen wird zudem, zwei Tiere zu
halten, sofern sie gut miteinander auskommen. Eine Katze, die keinen Freilauf hat, sollte sich mindestens in 2
Zimmern bewegen können.
Voraussetzungen: Wissen, welche Fische man zusammenhalten kann und
welche Ansprüche die Fischart hat.
Haltung: Im Aquarium (genug gross,
nicht überbesetzt, fischgerecht eingerichtet.
Lebenserwartung: Je nach Art unterschiedlich. Z.B. Goldfische: 20–30 J.
Besonderes: Ein grösseres Aquarium
ist relativ teuer. Ein Aquarium sauber
zu halten ist sehr zeitaufwendig.
Neu gemäss Tierschutzrecht: Mindestmasse für Aquarien. Es darf nicht
von allen Seiten einsehbar sein.
Voraussetzungen: Wissen, welche Vögel welche Ansprüche haben.
Haltung: Eine artgerechte Haltung ist
im Prinzip nur in Volieren (drinnen/
draussen) möglich. Käfig: Je grösser,
desto besser. Er muss möglichst naturgetreu ausgestattet werden.
Lebenserwartung: Kleinere Vögel (wie
Wellensittich) 10–15 Jahre. Grössere Papageienarten, z.B. Ara: 70–100 Jahre.
Neu gemäss Tierschutzrecht: Soziale
(Kanarienvögel/Wellen-/
Nymphensittich, Papagei etc.) dürfen
nicht mehr alleine gehalten werden.
Mindestgrössen für Käfige.
Hobelspänen und Papierstücken für
den Nestbau, Klettermöglichkeiten.
Lebenserwartung: 2–3 Jahre.
Voraussetzungen: Es gibt Gross-, Mittel- u. Zwerghamster. Grosshamster
sind Einzelgänger, Zwerghamster kann
man zusammenhalten.
Haltung: Ideal: Terrarium mit Sand,
Kosten: Gehege: Fr. 300.– bis 500.–
Futter/Einstreu: ca. Fr. 20.– pro Tier
und Monat. Exkl. Tierarztkosten.
Besonderes: nachtaktiv, schläft tagsüber. Daher nicht für Kinder geeignet.
Neu gemäss Tierschutzrecht: Mindestgrösse für Gehege.
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Was sollte man vor der Anschaffung eines Tieres beachten? Alle Familienmitglieder
müssen einverstanden sein, es
sollten weitreichende Informationen über die Bedürfnisse des
Tieres gesammelt werden und
es muss gut überlegt sein, ob
man diesen Bedürfnissen umfassend gerecht werden kann
(zeitlich, örtlich, finanziell).
Voraussetzungen: Bereitschaft, 6–18
Jahre für das Tier da zu sein, bei jedem Wetter mit dem Hund Gassi zu
gehen, wissen, was man mit dem
Hund während der Ferien macht. Alle
Familienmitglieder müssen mit der
Anschaffung des Hundes einverstanden sein. Sich fragen, was man mit
dem Tier möchte, denn Hund ist nicht
gleich Hund (s. Kasten unten).
Macht ein Tier als Geschenk
Sinn? Ganz klar
nein. Ein
Tier ist ein sensibles, leidensfähiges Lebewesen und
Diese Tiere landen zu oft im
Haltung: Ein Hund braucht soziale
Kontakte und regelmässig Bewegung
(dabei nicht überfordern. Faustregel
Spaziergang: 1 Min. pro Alter in Wochen. Ein 6 Monate alter Hund sollte
also nur 30 Min. am Stück laufen.)
Der Mensch muss Zeit für ihn haben.
Wie früh sollte man eine Sommerferien-Lösung suchen? Oft
wird dies zu spät getan. Die Tierheime sind in dieser Spitzenzeit
hoffnungslos überfüllt. Es empfiehlt sich, seinen Hund mind. 6
Monate vorher im Tierheim anzumelden. Am schönsten ist es
für den Hund natürlich, wenn er
mitreisen darf. Bei Katzen ist es
besser, wenn jemand bei ihnen
wohnt und die Tiere nicht «verpflanzt» werden müssen. Bei
allen anderen Tieren raten wir,
frühzeitig einen Bekannten für
die Betreuung anzufragen.
Lebenserwartung: 6–18 Jahre. Kleine
Hunde werden älter als grosse.
Kosten: Fr. 1000.– bis Fr. 2500.–/Jahr
und Tier (Futter, reguläre Tierarztkosten);
Hundesteuer Fr. 60.– bis Fr. 150.–
Neu gemäss Tierschutzrecht: Vor der
Übernahme des ersten Hundes müssen Halter einen Theoriekurs absolvieren. Bei jedem weiteren Hund ist ein
praktisches Training vorgeschrieben.
Seit Jahrhunderten werden Hunde für bestimmte Zwecke – zum
Schafehüten, für die Jagd – gezüchtet. Immer noch schlummern in
ihnen die Gene ihrer Vorfahren. Diese können auch Probleme verursachen. So ist z. B. vor vielen kleinen Terriern kein Meerschweinchen
sicher. Wenn man sich einen Hund anschafft, sollte man seine Eigenschaften kennen. Wer Agility machen möchte, nimmt eher keinen
sehr grossrassigen, schweren Hund (z.B. Mastiff, Leonberger). Wer
seinen Hund nicht mind. jeden zweiten Tag durchbürsten will, wählt
keinen Langhaarhund (z.B. Afghane). Pflegeleichter sind kurzhaarige
Rassen (z.B. Dobermann, Russel Terrier.) Aktive wählen leichte,
athletisch gebaute Hunde (z.B. Dalmatiner, Magyar Viszla). (cs)
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Er frisst Christina
Surer aus der Hand
Rennfahrerin und Moderatorin Christina Surer gab dem todgeweihten Rooky ein neues
Zuhause. Seither sind die beiden unzertrennlich. Nur zu den Autorennen darf er nicht mit.
ooky gehört einfach zu meinem Leben», sagt
Christina Surer. Dabei schaut sie ihrem Jack Russell liebevoll in die Augen und gibt ihm einen Leberwurstkeks. Zur Belohnung, versteht sich, denn der
intelligente Hund hat soeben ein kleines Kunststückchen aufgeführt. Eines von vielen, das ihm Christina
Surer‘s Freund Martin mit Hingabe beigebracht hat.
Über fünf Jahre sind Rooky und Christina nun schon
zusammen. «Es war Liebe auf den ersten Blick», be-
merkt sie. Kennengelernt haben sie sich am 4. Dezember 2003, genau an dem Tag, als Christina Surer von
Zürich in diese grossräumige und lichtdurchflutete Eigentumswohnung bei Basel gezogen ist. Ihre Mutter half
ihr damals beim Umzug und brachte Rooky mit. Kaum
hatte Christina die Tür geöffnet, marschierte der kleine Hund hinein, ging schnurstracks in die offene Küche
und schaute sich dort alles genau an. «Was ist denn
das für ein frecher Kerl», dachte sie im ersten Moment.
Um das lebensfrohe Tier vor dem Tod zu bewahren,
nahm es Christinas Schwester mit zu ihrer Mutter. Damals war Rooky gerade ein halbes Jahr alt. Durch einen
unbehandelten Unfall, den er als Welpe erlitten hatte,
hinkt er bis heute leicht am vorderen linken Bein. Doch
das hindert ihn nicht daran, mit Christina im Wald joggen
zu gehen. Danach ist er zwar ziemlich erschöpft, und
nachdem Frauchen ihn unter der Dusche abgespritzt
hat, liegt er meist müde mitten auf dem hellen Sofa
im Wohnzimmer, eines seiner Lieblingsplätze. Nachts
schläft er immer neben Christinas Bett ganz friedlich in
seinem Hundekorb ein. Zu gern würde er sich zwischen
ihr und ihrem Freund Martin betten. Aber das darf er
Doch danach war der Terrier so charmant, dass die attraktive Rennfahrerin noch am selben Abend ihre Mutter fragte, ob sie den herzigen Frechdachs für ein paar
Tage behalten dürfte. Die Mutter willigte ein und so verbrachten die zwei bereits die erste Nacht gemeinsam
in ihrer neuen Wohnung. Vorher lebte Rooky auf einem
Bauernhof im Jura. Christinas Schwester, die dort ihr
Pferd hatte, erfuhr, dass der kleine Hund eingeschläfert werden sollte, weil er einst von einer alten Dame
einfach auf dem Hof ausgesetzt wurde.
nicht. «Auch für Rookylein gibt es Grenzen», sagt Christina. Dafür kann er morgens ab und zu zum Schmusen
und Spielen unter die warme Bettdecke schlüpfen. Rooky mag nicht allein sein. Vielmehr möchte er überall und
immer dabei sein. Selbst, wenn Christina im Büro ar-
beitet, gesellt er sich zu ihr. Dann sitzt er brav auf seinem, mit einem Lammfell bedeckten Kissenturm. «Dabei schaut er mich immer an und wartet sehnsüchtig
darauf, dass ich fertig werde, damit wir Gassi gehen
können», erzählt sie. «Er ist ein sehr kluger und feinfühliger Hund, der sich den Umständen hervorragend anpassen kann.» In diesem Moment kommt Rooky angelaufen, setzt sich auf Christinas Schoss und gibt ihr ein
Küsschen. «Schmützli, Rooky, ja mein Schatz», sagt sie.
Dann kuschelt er sich bei ihr auf dem Schoss ein und
schliesst die Augen. «Mit mir schmust er gerne, mit Martin will er immer toben, Purzelbäume machen und spielen», bemerkt sie. Neben dem Eingang steht ein rosa
Napf mit Trockenfutter, seiner Hauptnahrung. Zwischendurch kocht ihm Christina auch mal Reis mit Gemüse.
Doch wo bleibt Rooky, wenn Frauchen beruflich unterwegs ist? Dann bringt sie ihn entweder zu ihren Eltern
oder ihrem Bruder Daniel. Sie wohnen alle nicht mehr
als zehn Autominuten von ihr entfernt. Auch deren Herzen hat er längst erobert und ist bei ihnen bestens aufgehoben. Schliesslich hat Frauchen einen vollen Terminkalender und verbringt viele Tage im Jahr beruflich
im Ausland: Sie moderiert Events, fährt Rennen, kommt
Sponsorenverpflichtungen nach, macht Testfahrten und
wird für Fotoshootings gebucht. Zu Letzteren begleitet
Rooky sie immer. Beim Schminken sitzt er dann ganz
aufmerksam auf ihrem Schoss und beobachtet neugierig die Make-up-Artistin. Zu Autorennen darf er nur in
Ausnahmefällen mit. «Dort fehlt mir die Zeit, um mich
ausreichend um ihn kümmern zu können. Zudem ist die
Rennstrecke für Hunde gefährlich und den Lärm kann
er nicht aushalten», erklärt sie. Und wenn Christina erst
einmal richtig in Fahrt kommt, dann nützt auch Rooky
sein sonst unwiderstehlicher Charme nichts, um dabei
zu sein. Dann lässt ihn Christina bei ihrer Familie – ganz
nach dem Motto: Wiedersehen macht Freude.
Rooky erhält zur Belohnung einen Leberwurstkeks
Das helle Sofa – eines von Rookys Lieblingsplätzen
Jeder von Christina Surers Helmen hat eine Geschichte
Impressionen von der Rennstrecke im Entrée
Frau Waiblinger, was wird von
Haustierhaltern am häufigsten
falsch gemacht? Es wird ihnen zu
wenig Platz zugeteilt. Soziale Tiere
werden einzeln gehalten, was mit
dem neuen Tierschutzrecht nun verboten ist. Es werden ihnen zu wenige Strukturen und Beschäftigungsmöglichkeiten geboten. Sie werden
falsch gefüttert: Meerschweinchen
und Kaninchen brauchen zum Beispiel Heu als Hauptnahrung, und
zwar raues, faserreiches. Viele Vögel erhalten zu viel energiereiches
Körner- und zu wenig Frischfutter
und Nagemöglichkeiten. Hunde und
Katzen wiederum bekommen oft zu
viel Nahrung und werden zu dick.
Tiere nur lernen, indem eine Korrektur unmittelbar nach dem Verhalten kommt, d.h. innerhalb 1 Sekunde. Bestrafen soll nie in körperliche Gewalt ausarten. Bei Katzen
und Hunden ist der Entzug von Aufmerksamkeit wirkungsvoll. Auch belohnen muss man sofort, stimmlich,
mit Futter (nicht zu viel!) oder einem
Spielzeug. Wenn die Katze regelmässig neben das Kistchen macht, dann
ist das ein Verhaltensproblem, kein
Erziehungsmangel. Am besten klärt
man erst ab, ob keine veterinärmedizinische Ursache vorliegt und geht
dann zu einem Verhaltensmediziner
oder Tierpsychologen. Keinesfalls
die Katze nehmen, zum Kistchen tra-
takte zwischen Menschen. Katzen
können ihre Halter aus leichten depressiven Verstimmungen herausholen, älteren Menschen geben Heimtiere eine Aufgabe und eine Tagesstruktur, dazu Gesprächsstoff.
Was sind die neuesten Erkenntnisse der Forschung? Haustierhalter haben tiefere Cholesterinwerte,
der Herzschlag beruhigt sich beim
Streicheln eines vertrauten Tieres
oder bei der Betrachtung eines Aquariums. Herzinfarktpatienten haben
bessere Überlebenschancen. Hundeund Katzenhalter in der Schweiz haben auch weniger Gesundheitskosten als Nicht-Heimtierhalter.
«Tierhalter haben tiefere
Gesundheitskosten»
Eva Waiblinger, Fachstelle Heimtiere des Schweizer Tierschutz (STS)
und designierte Nachfolgerin von Katzenpapst Dennis C. Turner.
Hauseigentümer halten – aufgrund
des meist vorhandenen Gartens –
oft Hunde. Welche Fehler machen
Hundehalter? Häufig wird die Hunderasse nach ihrem Aussehen gewählt, statt nach deren Verwendungszweck oder charakterlichen
Eignung. Border Collies zum Beispiel, weil sie hübsch aussehen.
Wer keine Schafherde zum Hüten
hat, sollte auf einen Border Collie verzichten. Hunde sollten nicht
über ein Internet-Inserat, sondern
bei einem seriösen Züchter gekauft
werden. Viele Hundehalter machen
auch Fehler in der Erziehung, am
häufigsten sind Leinenziehen und
fehlende Abrufbarkeit. Ein Hund
braucht zudem Beschäftigung.
Und wie geht man mit Fehlern von
Tieren um? Grundsätzlich können
gen und mit Gewalt reinsetzen oder
ihr die Nase in den fehlplatzierten
Kot drücken. Damit gefährdet man
die Beziehung zum Tier.
Apropos Beziehung: Zu welchen Tieren ist eine Beziehung nicht oder
kaum möglich? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der Mensch
bei Kleinnagern (Rennmäusen, Meerschweinchen) vor allem der Versorger
der Tiere ist. Mit Katzen, Hunden, Papageien und – man staune – Ratten
und Kois, lässt sich wirklich eine gegenseitige Beziehung aufbauen.
Ein Tier wirkt sich nachweislich positiv auf den Halter aus. Inwiefern?
Gerade Hunde führen dazu, dass ihre
Halter ihren Lebensstil ändern bzw.
verbessern und mehr Bewegung bekommen. Hunde fördern auch Kon-
Wie wirkt sich ein Haustier auf Kinder aus? Kinder mit Haustieren sind
selbstbewusster, verantwortungsbewusster und rücksichtsvoller, wenn
sie von den Eltern in der artgemässen Pflege und dem schonungsvollen
Umgang mit dem Tier angeleitet wurden. Von selbst kommt das nicht...
Wichtig ist, dass Kinder und Haustiere nie allein zusammen gelassen werden, denn es könnten beide
Sie sind designierte Nachfolgerin
des Katzenpapstes Dennis C. Turner. Haben wir bald eine neue Katzenpäpstin? Da ich meine Doktorarbeit über Rennmäuse gemacht und
lange Nager gehalten habe, bin ich
eher die Rennmauspäpstin. Der Begriff «Miss Maus» trifft also eher auf
mich zu (lacht).
haustier und rechtslage
Haus und Tier: Die
Rechtliche Konflikte rund um das Wohnen entzünden sich nicht
selten an der Haustierhaltung. Die Gründe liegen meistens tiefer.
TEXT lic. iur. Lukas Kramer, Leiter Beratungszentrum Haus Club Schweiz
NICHT ZUFÄLLIG HEISST ES «HAUSTIER» − und nicht
etwa «Mit-Tier» oder «Partner-Tier»: Die Freiheit, Tiere
zu halten, hängt stark davon ab, ob man eben auch
über Raum, Gebäude und Zeit verfügt, sich das zu leisten - und es auch zu verantworten. Ein Haustier gehört
nicht einfach nur zum Lebensalltag, sondern spielt
eine wichtige Rolle bei allen mit dem Haus verbundenen Problemen. Gar nicht selten spitzen sich Konflikte
– unter Nachbarn, in der Familie oder mit Behörden −
gerade bei der Haustierhaltung zu.
BESONDERS UNTER NACHBARN werden Haustiere
gerne zum Streitpunkt. Hundegebell, «anonyme» Hinterlassenschaften von Katzen und bauliche Einrichtungen
für die Tierhaltung stehen ganz oben auf der juristischen «Hitparade». Wie so oft bei Nachbarschafts-
Häufige Probleme und ihre Rechtsgrundlagen
NACHBARSCHAFT/ UMGEBUNG
Immissionen und Störungen: Immissionsschutz/Nachbarrecht nach Art.
684 ZGB, Tierhalterhaftung Art. 56 OR, öffentliche Ruhevorschriften der
Gemeide (Allgemeine Polizeiverordnung). Zuständig: Friedensrichter (Vermittleramt), Ortspolizei.
Störung Sicherheits- oder Tierschutzempfinden: Vorschriften Tierschutzgesetz, evtl. kantonale Vorschriften (sogenannte Kampfhunde). Zuständig: Polizei- und Verwaltungsbehörden, insbesondere kantonales Veterinäramt, evtl. Tieranwalt (ZH); vgl. auch www.bvet.admin.ch
Bauten und Anlagen (z.B. Hundezwinger, Volieren usw.): Meist baubewilligungspflichtig, bei Grenzbauten auch entsprechende Vorschriften
des kant. Nachbarrechts beachten (siehe unter www.neue-ideen.ch >>>
Nachbarrecht), zuständig primär örtliche Baubehörde.
Nutztiere (Weidebetrieb usw.) und gewerbliche Tierhaltung: Immissionsschutz/Nachbarrecht nach Art. 684 ZGB, in Wohngebieten tendenziell
immer mehr Einschränkungen durch die Gerichte (Kuhglocken, krähender
Hahn), Tierhaltung muss zudem Zonenkonform sein. Zuchtbetriebe Bewilligungspflichtig, zuständig kantonales Veterinäramt. Hinweise zur ldw.
Tierhaltung z.B. unter www.baugesuche.zh.ch
Geschützte Tiere (z.B. Frösche in Biotop): Schutz nach den entsprechenden Gesetzen (Natur- und Heimatschutzgesetz, Jagd- und Vogelschutz, usw.). Kantonale Fachbehörde beiziehen, eigenmächtige Lösung auch durch Grundeigentümer nicht erlaubt. Amphibienprobleme:
Bei Kauf: Tierhaltung eingeschränkt? Parterre-Wohnung: Zaun
erlaubt? Ist dies im Reglement
verankert? Vgl. Merkblatt «Tierhaltung u. Stockwerkeigentum» unter
www.zuercher-tierschutz.ch
Haltung von grösseren Haustieren
darf vertraglich verboten werden
(Bundesgericht, 21.2.1994). Bei
Missachtung ggf. Kündigung nach
Art. 257f OR. Mustervereinbarung
Haustierhaltung kostenlos unter:
Neu: vereinfacht möglich, das
Haustier in die Nachlassplanung
einzubeziehen (Haltung und Pflege). Empfehlenswert: Einsetzung
eines Willensvollstreckers; vgl.
Art. 482 und 517 ZGB.
Problemen, liegt die Ursache meist tiefer. Nicht Hund
Bello oder Katze Shiva sind schuld. Dennoch tragen
sie oft die Folgen und leiden mehr als ihre vielleicht
überforderten Besitzer oder die vielleicht überempfindlichen (bzw. sogenannt sensibilisierten) Anwohner.
RUND UM DAS HAUSTIER hat sich in den letzten zirka
10 Jahren gesellschaftlich und rechtlich viel verändert.
Auf der einen Seite hat das gesetzgeberische Mitgefühl und das allgemeine Interesse am Wohlergehen
des Tieres eine zeitgemässe Verstärkung gefunden.
Auf der anderen Seite scheint der Zwang zu einem bestimmten «Lifestyle» dazu zu führen, dass Haustiere
auch dann angeschafft werden, wenn von vornherein
klar sein sollte, dass es nicht geht: Wenn man zwei Autos hat, muss einfach auch ein Golden Retriever her.
SO KOMMT EINS ZUM ANDEREN: Viele Fragen tauchen auf: Muss ich das ständige Hundegebell akzeptieren? Was ist mit den Katzen, die meinen Garten
verunreinigen? Kann ich meinem Tier mein Haus verer-
ben? Darf der Mieter einen Hund halten? Darf ich bei
meiner Eigentumswohnung einen Zaun um den Sitzplatz anlegen? Ist der einsame Wellensittich des Nachbarn tierschutzkonform gehalten? − Die Grafik auf der
linken Seite gibt eine Übersicht. Den Mitgliedern steht
unsere bewährte Rechtsauskunft zur Verfügung.
Tiere und Hauseigentum?
Die auf Immobilienrecht spezialisierte Hotline von neueideen
und Haus Club Schweiz gibt Auskunft: Tel. 043 500 40 50
Mo bis Fr 10h−12h und 14h−16h. Anfragen per E-Mail, unter
Angabe der Postadresse, möglich an:
Nichtmitglieder, als Probeangebot, kurze Auskünfte kostenlos bis 11.3.09.
neueideen.ch | 17
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✗ Ja, ich will für nur Fr. 35.- im Jahr Mitglied im Haus Club Schweiz werden:
(Inkl. 2,4 % MwSt. Angebot gültig in der Schweiz, Auslandpreise auf Anfrage)
Ich möchte folgende «neueideen» Ausgabe (max. 2 Ex.) kostenlos nachbestellen:
(Titelübersicht siehe Seite 2)
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10 Ausgaben der
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Rechtsauskunft für
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Hypothkenberatung
unter 043 500 40 40
(15 Minuten
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Mitglieder des Haus Club Schweiz. Der Haus-Club ist eine vom HEV-Hauseigentümerverband (oder anderen Verbänden) unabhängige Organisation.
Wenn der treue
Viele Halter möchten ihren einst treuen Gefährten nach seinem Tod nicht einfach in einer
Kadaversammelstelle abgeben. Es gibt würdevollere Lösungen.
Mischlingshund Seppli von Urs und Marlies Mörgeli
ging es 1999 sehr schlecht. Das Ehepaar beschäftigte
fortan die Frage, was mit Seppli passiert, wenn er sterben würde. Eine gewöhnliche Entsorgung in einer Kadaversammelstelle ukam für die Mörgelis damals nicht
in Frage. Schliesslich war das Tier 15 Jahre Mitglied
der Familie und treuer Begleiter auf zahlreichen Wanderungen und Ausflügen. Das Ehepaar beschloss, den
ersten Tierfriedhof in der Schweiz zu gründen. 2001
wurde er in Läufelfingen (BL), zwischen Olten und
Sissach, eröffnet. Ein Kanarienvogel und eine Katze
einer älteren Dame waren die ersten Haustiere, die
dort ihre letzte Ruhestätte fanden. Seppli hatte sich
zwar zwischenzeitlich etwas erholt, nahm aber auch
bald seinen Ehrenplatz dort ein – denn ohne Seppli
gäbe es den Tierfriedhof nicht.
Rund 1000 Haustiere wurden seither auf dem Tierfriedhof würdevoll begraben – einem idyllischen Südhang, eingebettet in eine Natur-, Kunst- und Parkland-
schaft auf 15 000 Quadratmetern. «120 bis 150 Tiere
werden hier jährlich begraben. Platz hat es noch genügend», sagt Urs Mörgeli. 95 Prozent aller Tiere werden erdbestattet. Hierfür wird das tote Tier aufgebahrt
und einzeln in einem vorbereiteten Grab bestattet. Anschliessend wird es mit Erde zugedeckt und das Grab
mit saisonalen Pflanzen geschmückt. Ein Foto vom Tier
und vom Grab kann der Tierbesitzer nach der Beisetzung mitnehmen. Ein Grab besteht 3 Jahre lang. «Etwa
die Hälfte der Tierhalter verlängert dann um weitere 3
Jahre», sagt Mörgeli. Wichtig ist den Mörgelis, die sich
vollumfänglich dem Tierfriedhof widmen, «keine Vermenschlichung des Tieres zu betreiben, sondern ein
würdiges Abschieds-Ritual für Tierbesitzer zu schaffen» sowie die «Trauer und Bedürfnisse des Tierbesitzers ernst zu nehmen».
Stirbt das Tier zu Hause oder wird beim Tierarzt eingeschläfert, hat sich der Besitzer zu entscheiden, ob
es in eine gewöhnliche Kadaverstelle kommt, wo es
zu Tiermehl verarbeitet wird, oder ob er eine andere
Lösung bevorzugt. Andere Lösungen:
Vergraben werden dürfen einzelne kleine Tiere bis zu
einem Gewicht von 10 Kilogramm auf Privatgrund (keine Bewilligung nötig). Das Grundstück darf nicht auf
einem Grundwasser-Schutzgebiet liegen. Vergraben:
In mindestens 1,2 Meter Tiefe, nicht in der Nähe von
Quellen oder Reservoirs mit Trinkwasser.
In Kleintierkrematorien werden die Haustiere ähnlich
wie bei menschlichen Kremationen eingeäschert. Auf
Wunsch kann der Tierbesitzer anwesend sein. Kleintierkrematorien gibt es z.B. in Nürensdorf (ZH), Seon
(AG), Kirchberg (BE), Duggingen (BL). Preise: Kleintiere
ab Fr. 50.–, Katzen Fr. 80.– oder z.B. ca. Fr. 115.– für
ein Tier von ca. 10 kg. (Sammelkremation). Einzelkremationen sind teurer. www.tierkremation.ch. www.tierkrematorium-derrer.ch, www.kleintier-krematorium.ch
Das tote Tier wird abgeholt und bis zur Beisetzung oder
Kremation im friedhofseigenen Kühlraum aufgebahrt.
Jedes Tier wird einzeln beigesetzt. 24-Stunden-Hotline:
Tel. 061 841 13 13. Verschiedene Grabtypen. Preisbeispiele für ein Einfachgrab: Kleintier: Fr. 180.–, Katze Fr.
340.–, mittlerer Hund Fr. 540.–; www.tier-friedhof.ch
Der Tod des geliebten Tieres bedeutet für viele Halter
einen grossen Verlust. Stirbt eines von zwei Tieren,
kann auch ein Tier über den Verlust des Spielgefährten
trauern, gar eine Depression entwickeln. Doch kann
die menschliche Interpretation von Trauer nicht 1:1 auf
das Tier übertragen werden. (s. Interview unten).
Informationen rund um den Tod des Tieres: Merkblatt
«Schnüfi ist tot» des Schweizerischen Tierschutzes.
Auf www.tierschutz.com gratis zum Download in der
Infothek oder zum Bestellen.
möglich hat er ja den Rest der Familie noch. Die Tierrealität ist mit der
unsrigen nicht gleichzusetzen. Daher ist es auch falsch, unsere Interpretation von Trauer 1:1 auf Tiere zu
Herr Schönholzer*, wie trauert ein
Tier? Das ist von Tierart zu Tierart
und von Tier zu Tier unterschiedlich.
Es gibt Tiere, die froh darüber sind,
dass sie endlich alleine sind, wenn
der Spielgefährte stirbt, andere suchen tagelang nach dem verstorbenen Tier und entwickeln Verlustgefühle. Hunde brauchen soziale Kontakte. Stirbt ihr Besitzer, kann es
sein, dass sie sich einfach an eine
andere Bezugsperson binden. Wo-
Wie merkt man, dass ein Tier trauert? Wenn ein Tier sich vom Alltagsleben zurückzieht, nur noch schläft,
ein gestörtes Fressverhalten und/
oder eine Lustlosigkeit entwickelt,
haben wir ein Problem. Auch Tiere
können eine Depression bekommen.
Dann gilt es, eine Fachperson beizuziehen. Solange das tägliche Wohlbefinden nicht beeinträchtigt ist, ist
auch bei Tieren eine Trauer normal.
Eine von zwei Katzen stirbt. Das lebende Tier miaut daraufhin wochenlang herzzerreissend. Auch ein Anzeichen von Trauer? Nein. Die Katze
zeigt ein Verhalten, das wir als Trauer
interpretieren, aber womöglich vielleicht gar keine ist. Vermutlich ruft
dieses Tier nur nach seinem ehemaligen Spielgefährten im Sinne von:
«Wo bist du?». Tiere verstehen das
Prinzip des Sterbens wahrscheinlich
nicht wie wir. Das logische Verhalten
auf den Verlust ist für das Tier das
aktive Rufen nach ihm.
Wie verhält sich der Besitzer in
diesem Fall richtig? Falsch wäre,
sein Tier übertrieben häufig zu trösten oder gar mehr zu füttern. Etwas
mehr Zeit für es aufzuwenden ist
sinnvoller. Zum Beispiel, häufiger mit
ihm spielen oder laufen gehen. Keinesfalls sollte man überstürzt einen
neuen Spielgefährten suchen.
*Wolfgang Schönholzer, Dr. med.
vet., Präsident Schweizerische Tierärztliche Vereinigung für Verhaltensmedizin (STVV) www.stvv.ch
Des einen Freund,
des Nachbarn Leid
Kater «Chili» ziehts zum Versäubern und Jagen gerne in Nachbars Garten, wo er häufig
auch einige seiner Kollegen trifft. Eine menschliche Leidensgeschichte mit Happy-End.
atzenhäufchen brennen gelbe Flecken auf den
Rasen; schon wieder liegt ein zerzauster Vogel
auf dem Sitzplatz. Letzte Woche war es eine
verletzte Maus, die unter dem Gartentisch verblutete.
Es stinkt bisweilen im Garten von Eigenheimbesitzer
Kurt M. zur Sommerzeit. Und vor allem stinkt es nun
Kurt M. selbst. Denn das ungewollte Schauspiel findet regelmässig statt. M. fühlt sich belästigt, möchte
aber die gutnachbarlichen Beziehungen nicht gefährden. Was soll er tun? Er selber besitzt keine Haustiere, in der Nachbarschaft hingegen wimmelt es nur
so von Katzen, die ihn in seinem Garten besuchen,
dort jagen und ihr Geschäft verrichten, immer wieder
und überall. Die Besitzer der fremdgehenden Katzen
wissen wahrscheinlich gar nicht, wo sich ihre Lieblinge
versäubern, vermutet M. Und selbst wenn sie es wüss-
ten, könnten sie es nicht verhindern. Was alles hatten
ihm Bekannte schon empfohlen. Sprays, die Katzen
abhalten sollen, spezielle Pflanzen, die ätherische Öle
verduften, gemahlenen Pfeffer, weil Katzen den nicht
mögen, oder einen Zaun, damit die Katzen physisch
ferngehalten würden.
Das war vor zwei Jahren. Heute scheint für Kurt M. die
Sonne wieder ungetrübt. Mit viel Hingabe stutzt er die
Sträucher, bepflanzt seine Gemüsebeete, mäht seinen grünen Rasen und geniesst den wohlriechenden
Duft seiner vielen Blumen und Pflanzen. Nichts mehr
mit üblen Duftfahnen, die während des sommerlichen
Abendessens von irgendwoher in seine Nase stechen.
Die Gartenschaufel braucht er nur noch zum Umgraben. Katzenkot hat er damit schon lange nicht mehr
Foto: Urs Keller / RDB
wegräumen müssen. Wirklich geholfen hat ein kleines, batteriebetriebenes Gerät.
Von einem Bekannten kam der entscheidende Tipp. Dieser hatte während der Ferien in England solch ein
Gerät entdeckt. Auch M. besorgte
sich eines: «Die Katzen machen
heute instinktiv einen grossen Bogen um meinen Garten. Zu störend
ist der Ultraschallton, den der Apparat immer dann von sich gibt, wenn
jemand in die Nähe kommt.» Und
so funktioniert er: Mit einem Passiv-Infrarot-Sender wird eine TabuZone überwacht; gemeint ist jenes
Gebiet, das von den Katzen nicht
betreten werden soll. Der InfrarotSender registriert die Bewegung
von Körperwärme im geschützten
Bereich. Tappt eine Katze hinein,
ertönt ein Ultraschallton von – je
nach Bestimmung des Gerätes –
20 bis 24 Kilohertz (kHz).
Diese Töne sind für erwachsene
Menschen nicht hörbar. Kinder
sind in der Lage, den einen oder
anderen Ton wahrzunehmen. «Die
Katzen hingegen hören das Signal
intensiv und empfinden die ausgesendete Tonfolge als störend»,
bestätigt Frank Schlecht von der
Firma Variona AG, die sich seit 10
Jahren mit der Tierabwehr im Garten beschäftigt. «Der Erfolg stellt
sich nach 2 bis 6 Wochen ein, denn
dann haben die Tiere gemerkt, dass
sie selbst Auslöser des Störfaktors
sind und sie meiden den Bereich»,
sagt er. Damit das Gerät auch bei
tauben oder schwerhörigen Katzen
wirkt, gibt es Modelle mit zuschaltbarem Leuchtdioden-Blitz. Für ganz
hartnäckige Fälle ist jenes Gerät
gedacht, das an einen Sprinkler gekoppelt wird.
Wo «seine» vielen Katzen heute
ihre Geschäfte verrichten, weiss
Kurt M. nicht. Er hat allerdings kein
schlechtes Gewissen, denn in den
Gärten von Katzenbesitzern stört
sich bestimmt niemand über die
Kothäufchen, solange sie vom eigenen Liebling sind, denkt er sich.
Diamant aus
Vier Pfoten gut
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Semper Fides (lat. für «ewige Treue») bietet Tierbesitzern die Möglichkeit, den treuen Gefährten für immer bei sich zu tragen und das auf edelste Art und
Weise: Nach dem Tod des Tieres stellt Semper Fides
aus dem Kohlenstoff der Asche des Tieres einen Diamanten, dem Symbol für ewige Treue und Liebe, her.
Ca. 300 Gramm Kremationsasche werden dafür benötigt. Diese wird Semper Fides übergeben. Zirka 16
Wochen später ist der Diamant fertig. Gewählt werden
kann zwischen dem Diamanten «Pure Diamond» und
dem «Pure Gem», einem Edelstein, der dem Diamanten ähnlich ist, sowie verschiedenen Schliffen und
Grössen. Wer sein Tier noch zu Lebzeiten in einem
Diamanten verewigen möchte, kann dies ebenfalls
tun. Für den sogenannten «Forever Diamond» oder
«Forever Gem» werden 17 Gramm Haare respektive
Federn benötigt. (cs)
Preise: PureGem ab Fr. 2990.– PureDiamond ab
Fr. 5690.–
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Kontakt: freiraum AG, Beat Frei, Poststrasse 6,
6300 Zug, Tel.: 041 508 18 00
Bei «Wau-Miau» sind Hund und Katze respektive ihre
Tierhalter tierisch gut versichert. Denn nicht nur Krankheiten und Unfälle können die Tierarztkosten rasch in
die Höhe treiben. Auch die Rettung der eigenen Katze
oder der Ausfall des Hundebetreuers kurz vor den Ferien haben meist kostspielige Folgen. «Wau-Miau» bietet
in solchen Fällen schnelle und unkomplizierte Hilfe aus
einer Hand und kompletten Schutz.
Die Kranken- und Unfallversicherung wird durch
vier exklusive Wau-Miau-Leistungen ergänzt: 1. Der
Rechtsschutz (nimmt die rechtlichen Interessen der
Tierhalter wahr). 2. Der Notruf (rund um die Uhr an
365 Tagen/Jahr organisiert er eine sofortige Rettung
und Bergung sowie den Transport mit der Tierambulanz). 3. Der Lost & Found-Service (unterstützt in
Kooperation mit der Schweizerischen Tiermeldezentrale den Tierbesitzer bei der Suche). 4. Die Reiseversicherung (der Hund oder die Katze wird einer dem
Tierbesitzer nahe stehenden Person gleichgestellt).
Erkrankt das Tier oder fällt die Betreuungsperson
aus, leistet diese Versicherung Beiträge an die Unterbringungskosten oder für einen Ersatzbetreuer.
Übrigens: Sind die Tiere gesund, älter als 3 Monate
und jünger als 7 Jahre, werden Hunde und Katzen zu
günstigen Einheitstarifen versichert ( sog. «flat rate»).
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jeweils Mo bis Fr, 8 bis 17 Uhr
Von Tobias Buholzer,
Küchenchef im Sankt
Meinrad (ZH).
Best of Swiss Gastro-Betrieb
2009, Kategorie Gourmet.
mit Mandarinengelee
450 g saurer Halbrahm
2 Blatt Gelatine (Panna Cotta)
2.5 dl Mandarinensaft
2 Blatt Gelatine (Gelee)
Sauerrahm Panna Cotta: 2 Blatt Gelatine in kaltem Wasser
einweichen. Vollrahm mit dem Zucker und dem ausgekratzten
Vanillestängel aufkochen. Gelatine austropfen und dazu mischen,
passieren und mit dem Sauerrahm vermischen.
Mandarinengelee: 2 Blatt Gelatine in kaltem Wasser einweichen.
Mandarinensaft aufkochen. Gelatine beigeben, passieren.
Hohes Förmchen mit 1 cm Mandarinengelee befüllen, kalt
werden lassen. Bis 1 cm unter den Rand mit Sauerrahm Panna
Cotta befüllen, kalt werden lassen. Den letzten 1 cm mit Mandarinengelee befüllen, kalt werden lassen. Stürzen, mit ein paar
frischen Mandarinenfilets garnieren und servieren.
3 Tipps von Tobias Buholzer,
Küchenchef im Sankt Meinrad
• Bei diesem Rezept sollte man sich ge-
nau an die einzelnen Schritte halten und
sich genügend Zeit reservieren, da die
einzelnen Schichten des Desserts rund
30 Minuten im Kühlschrank brauchen,
um fest zu werden.
Das Stürzen des Panna Cotta wird einfacher, wenn die Förmchen vorher kurz
unter heisses Wasser gehalten werden.
Zum Sauerrahm Panna Cotta mit Mandarinengelee empfiehlt das Sankt-Meinrad-Team einen Dessertwein mit einer
leichten Säure, beispielsweise einen
Chardor Chardonnay 2007 Cagi Cantina
– Giubiasco (TI).
Restaurant Sankt Meinrad
Stauffacherstr. 163
Tel. 043 534 82 77
www.sanktmeinrad.ch
Fotos: t’nt events gmbh, Hall/photocuisine/Corbis
TIPP 1 Champagner und Weisswein blitzschnell kühlen
Die Gäste stehen schon vor der Tür und Sie haben vergessen den Champagner oder Weisswein kalt zu stellen? Kein Problem, sofern Sie Eis und
Salz im Haus haben. Die Flasche in einen Sektkühler oder eine Schale
legen. In das Gefäss ein Gemisch aus Wasser, Salz und Eis geben (Verhältnis 1:1:1, also von allem gleich viel). Umrühren und rasch sinkt das
Gemisch unter Null. Innert weniger Minuten ist der Schampus oder der
Weisswein kühl. Grund ist ein physikalische Vorgang. Das Salz ist in Gitterstrukturen angeordnet und möchte sich mit dem Wasser verbinden,
dafür muss es sich auflösen. Für den Lösevorgang braucht es Energie.
Also entzieht es der Umgebung Wärme. Da Eiswasser nicht weiter gekühlt
werden kann, muss die Wärme folglich der Flasche entzogen werden.
TIPP 1 Angebranntes einfach wegkochen
Es passiert dem besten Hobbykoch: Das Essen brennt an. Nur, wie bekommt man die hartnäckige Kruste wieder weg? Wasser in den Topf geben, etwas Spülmittel dazu tun und kurz aufkochen lassen. Meist löst
sich der angebrannte Bodensatz wie von allein.
Die Rubrik «Küchentipps»
wärmepumpen-tumbler
Tumbler mit eingebauter Wärmepumpe halbieren den Stromverbrauch fürs Wäschetrocknen.
Damit lässt sich ganz schön Geld sparen. Wir zeigen Ihnen die besten Geräte.
enn draussen keine Wäscheleinen vorhanden
sind, das Wetter nicht mitspielt oder im Haus
zu wenig Trocknungsraum zur Verfügung steht,
bleibt als Wäschetrockner nur noch der Tumbler. Am
weitesten verbreitet sind sogenannte Kondensationsund Ablufttumbler. Sie brauchen aber viel Strom. Darum gehören diese Geräte gemäss der obligatorischen
Energieetikette bestenfalls zur Klasse B. In einem
Einfamilienhaus läppern sich mit diesen Geräten über
eine Nutzungsdauer von fünfzehn Jahren Stromkosten
von knapp 2000 Franken zusammen.
Viel sparsamer sind Tumbler mit integrierter Wärmepumpe. Das «A» auf der Energieetikette zeigt: Das
sind bezogen auf den Stromverbrauch die besten. Ihr
Prinzip ist einfach: Bei einem herkömmlichen Kondensations- und Ablufttumbler wird der grösste Teil der erzeugten Wärme über einen Schlauch in den Raum oder
ins Freie abgeführt. Bei Wärmepumpentumblern geht
diese Energie nicht verloren: Die warme und feuchte
Luft aus der Trocknungstrommel wird der Wärmepumpe zugeführt, dort entfeuchtet und wieder zum Trocknen genutzt.
Beim Kauf eines Tumblers lohnt es sich, auf die AKlasse zu setzen. Ein Wärmepumpentumbler spart im
Vergleich zu einem herkömmlichen Gerät der Energieklasse B während einer Nutzungsdauer von 15 Jahren
Vergleichstest von Tumblern
alle mit EnergieEffizienzklasse A
durch Kondensation mit
Lavatherm 8050 TW TKF-7350 A/S
TW SL6 100
Adora 599TW
Trockenzeit (min.)
Steuerung n. Feuchte JA
(kWh/kg Wäsche)
(Fr. in 15 Jahren)
Stromkosten zwischen 1000 und 1300 Franken ein.
Noch grösser ist die Einsparung beim Ersatz eines älteren Tumblers. Diese Geräte gehören typischerweise
zur Energieklasse D und brauchen während ihrer gesamten Nutzungsdauer Strom für rund 2500 Franken.
Bei einem Wärmepumpentumbler sind es knapp 700
bis 1000 Franken.
als das maschinelle Schleudern. Topten-Waschmaschinen weisen deshalb Schleuderzahlen von 1400
bis 1800 Umdrehungen pro Minute auf. Und selbstverständlich gilt nach wie vor: Wer Wäsche im Freien
trocknen kann, spart natürlich am meisten Energie.
Die Sonne ist der beste Tumbler.
Strom und Geld sparen beim Wäschetrocknen beginnt
aber nicht erst mit dem Kauf eines A-Klasse-Tumblers.
Wird die nasse Wäsche in der Waschmaschine nämlich schlecht geschleudert, erhöht sich der Stromverbrauch des Tumblers: Er braucht 100-mal mehr Strom,
um dem Gewebe dieselbe Menge Wasser zu entziehen
Noch viel besser schneiden speziell für die intensivere
Nutzung in Mehrfamilienhäusern hergestellte Wärmepumpentumbler ab. Während es ein herkömmliches
Modell (Energieklasse C) im Mehrfamilienhaus über
die gesamte Nutzungsdauer auf Stromkosten von rund
11 000 Franken bringt, liegen diese beim top-ten-Besten bei 4200 Franken.
Infos: www.topten.ch
TRWP 4900
T 86-27 WP
Spirit TWP 7240
WT TSL WP Swiss
KOMBIS BELIEBT
bei Hundebesitzern
Leser fahren besser
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Elektromodelle im Aufwind: Der Automobilsalon 2009 mit Plattform für Alternativantriebe.
Offene Fragen zur Stromversorgung: Kommt die hauseigene Solartankstelle im Garten?
Foto: Dean Siracuse/Transtock/Corbis
ie kommen abends nach Hause, parkieren den
Wagen in der Garage und betreten anschliessend
das Haus. Ihre Gattin ruft: «Hast du dein Auto
ans Netz gehängt? Sonst sitzt du morgen früh wieder zu
Hause fest.» Die Vorstellung ist speziell, aber deswegen
utopisch? Schon heute entlasten Solarpanels auf dem
Dach von manchen Einfamilienhäusern die Heizung und
unterstützen den Boiler bei der Erwärmung des Wassers. Warum nicht auch den Akku des Elektroautos wieder aufladen – mit Strom aus der Steckdose? Im Sog
steigender Erdölpreise und vor dem Hintergrund der CO2 Problematik sind es Hausbesitzer bereits gewöhnt, die
für ihr Eigenheim optimale Energieversorgung zu evaluieren. Gleichzeitig werden sie von allen Seiten angehalten, durch bessere Dämmung der Gebäudehülle den
Gleiche Gedanken macht sich der durch steigende
Benzinpreise aufgerüttelte Autofahrer in Bezug auf die
Energieeffizienz seines Fahrzeugs, vor allem dann, wenn
er auch Hausbesitzer ist. Steigende Erdölpreise lassen
Alternativ-Energien und damit neue Autokonzepte konkurrenzfähig werden. Kommt hinzu: Ein Interesse an neuen Technologien und somit neuen Absatzmärkten haben
auch die arg gebeutelten Autobauer. Klimawandel und
Ressourcenknappheit lassen sowohl gesellschaftliche
als auch ökonomische Einsichten nach einer Ökologisierung des Individualverkehrs wachsen. Standen vor Jahren vor allem die Gefahren einer Entwicklung weg vom
fossilen Verbrennungsmotor und hin zu einem «grünen
Auto» im Vordergrund, werden immer mehr die Chancen
eines Paradigmenwechsels in den Fokus gerückt. Gerade in Zeiten schrumpfender Volkswirtschaften sind neue
Wachstumsmärkte dringend gesucht. Nicht zuletzt im
krisengeschüttelten Automobilsektor.
Fakt ist: Auffällig viele Automobilbauer präsentieren am Autosalon in Genf dieser Tage ein Elektro-Auto oder einen Hybrid an ihren Ständen. Die Entwicklung
von energetisch optimale(re)n Fahrzeugen und neuartigen Antrieben steht im Zentrum der Anstrengungen der
automobilen Forschungsabteilungen. Die Ankündigungen
sind längst artikuliert: Führende Autobauer wollen in den
kommenden Jahren ihre Modellreihen mit Plug-in Hybrid
Electric Vehicles (= Steckdosenhybride, deren Akkus
auch an der hauseigenen Steckdose aufgeladen werden
können) ergänzen oder mit vollelektrischen Fahrzeugen
(BEVs, also solche mit reinem Elektroantrieb) auf den
Steckdosenhybride verbinden die Vorteile von Elektrofahrzeugen und Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor: Auf
kürzeren Strecken und im Stadtverkehr fährt das Auto leise, emissionsfrei und sparsam mit Strom aus dem Akku,
während das Auto mit dem zweiten Antrieb (z.B. dem Benzinmotor) auch dann noch gefahren werden kann, wenn
der Akku leer ist. So sind grössere Reichweiten möglich.
Verschiedene Branchenkenner messen den Hybrid-Fahrzeugen allerdings nur die Bedeutung sogenannter «Transienten» zu, die den Wechsel vom Verbrennungsmotor
zum reinen Elektromotor überleiten. Für Lino Guzilla, Professor am Institut für Mess- und Regeltechnik der ETH
Zürich, sind die kommenden Steckdosenhybride mehr
als nur eine Übergangslösung: «Der reine Elektroantrieb
wird den Verbrennungsmotor nicht vollständig verdrängen», prognostiziert er. In absehbarer Zeit werde es keine erneuerbare Energiequelle geben, die den Beitrag der
fossilen Energiequellen vollständig übernehmen könne.
Die Schwäche des Elektroautos an sich sieht
Guzilla im Handling. «Ein herkömmliches Auto
lässt sich in zwei Minuten betanken. Bei einem
reinen Elektroauto brauchen Sie dafür Stunden.» Auch technisch ortet der ETH-Professor
Hindernisse: «Es braucht heute in einem Auto
25 Kilogramm Batterien, um gleich weit zu gelangen wie ein vergleichbares Auto mit einem
Liter Dieseltreibstoff.» Eine Tankfüllung von 40
Litern Diesel entspricht damit dem Gewicht
von rund einer Tonne Batterien.
Selbst wenn in Zukunft genügend Energie in
einem kompakten Akku gespeichert werden
könnte, gibt es laut Jörg Beckmann von der Mobilitätsakademie einen weiteren Knackpunkt:
die Bereitstellung des Stroms, um den Akku
zu füllen. Die Experten des Bundesamtes für
Energie (BfE) rechnen vor: Nehmen wir an, ein
Personenwagen fährt im Schnitt rund 12 500
km pro Jahr und verbraucht auf 100 km 30 Kilowattstunden (kWh) Strom. Würden alle Perso-
Z.E. Concept («zéro émission»): Projekt der automobilen
Zukunft. Die Renault-NissanAllianz möchte − wie bereits in
anderen Ländern − auch mit
den Schweizer Stromproduzenten ein landesweites Netz
von Batterieladestationen einrichten. Reine Elektro-Autos
wie der Renault Z.E. Concept
Car sollen so flächendeckend
betankt werden können.
nenwagen, die heute in der Schweiz eingelöst
sind, durch solche Elektrofahrzeuge ersetzt,
zöge das einen Strombedarf von 1,9 zusätzlichen Atomkraftwerken der Grösse von Gösgen nach sich. Würde man den Strom allein
mit Windkraftanlagen (2 Megawatt) produzieren wollen, bräuchte es knapp 3400 Anlagen.
Wollte man die Autos mit Solarstrom betreiben,
müsste man eine 83 km2 grosse Solarzellenfläche schaffen, um den Bedarf zu decken.
Fotos: zVg. PD
langfristig. Ebenso müsste am Arbeitsplatz
diese Möglichkeit bestehen. Um Elektrizität
in genügender Menge und wenn möglich ohne
weitere Atomkraftwerk und ohne thermische
Kraftwerke bereitzustellen, müssen Solarund Windenergie einen grossen Anteil leisten.
Beide Möglichkeiten stecken heute noch tief
in den Kinderschuhen.» Ein anderes Thema
sind die bereits sehr sparsamen Verbrennungsmotoren, die immer besser werden. Vor
allem Dieselfahrzeuge bringen Leistung, Sparsamkeit und Komfort unter einen Hut. Verzögert oder verhindert dieser Umstand nicht den
Markteintritt von neuen Antrieben? Burgener:
«Der Verbrennungsmotor − ob Diesel- oder
Benzinmotor als Alleinantrieb oder als Hybrid
− wird uns noch lange erhalten bleiben. Er hat
noch viel Potenzial zur Effizienzsteigerung.»
Sparmöglichkeiten bestünden allerdings auch
im Energiemanagement bei den Nebenaggregaten wie Lenkungsunterstützung und Klimaanlage. «Der Markt entscheidet schlussendlich, wo die Schwerpunkte gesetzt werden»,
sagt Burgener.
Müssten Hausbesitzer in dieser Situation
ihre eigene Solartankstelle im Garten bauen,
um ihr Auto betanken zu können? Andreas
Burgener von auto-schweiz, der Vereinigung
Schweizer Automobil-Importeure, sagt: «Es
ist durchaus eine Alternative − allerdings eher
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8lkfdfY`cjXcfe>\e]
Herr Studer, warum präsentiert
der 79. internationale Automobilsalon, der vom 5. bis 15.
März 2009 in Genf stattfindet,
erstmals einen «Pavillon vert»?
Den Alternativ-Antrieben wurden bis jetzt vor allem auf den
Ständen der grossen AutomobilHersteller viel Platz eingeräumt.
Dieses Jahr wollen wir technisch hochqualifizierten Unternehmungen, Institutionen und
Start-Ups die Gelegenheit bieten, in einem speziell dafür geschaffenen Rahmen die Früchte ihrer Forschung einem breiten Publikum vorzustellen, und
gleichzeitig Kontakte mit den
Herstellern zu knüpfen.
Welche Neuerungen bekommt
das Publikum dort zu sehen?
Es werden vor allem Fahrzeuge
und Systeme zu sehen sein, die
über alternative, umweltschonende Antriebe verfügen, wie
z.B. Elektrofahrzeuge.
Warum erst jetzt? Weil dieses
ganze Umfeld sich in den letzten Jahren sehr rasch entwickelt hat.
Kann der Markt auf Produktionsseite die
Nachfrage nach Elektroautos befriedigen?
Burgener: «Dies sollte eigentlich möglich sein,
die Produktionskapazitäten müssten aber
sicher angepasst werden. Zudem werden ja
nicht alle Neuwagenkäufer auf einmal umsteigen. Und bis die letzten das tun, dürften die
ersten Batterien schon wieder im RecyclingKreislauf angelangt sein.»
Welchen Ratschlag geben Sie einem Automobilisten, der heute ein neues Auto braucht?
«Er sollte sich vorher gut überlegen, für welchen Einsatzzweck er sein Fahrzeug benötigt.
Und danach die geschickteste Version aus
dem sehr reichhaltigen Angebot auswählen.
Noch nie war die Vielfalt so gross. Noch nie
war Autokaufen so spannend.»
Auf welche Neuerung am Salon
sind Sie am meisten stolz? Ich
bin stolz, dass die Automobilhersteller in den allernächsten
Jahren alternativ angetriebene
Fahrzeuge auf den Markt bringen werden.
Warum werden wir am Autosalon 2020 immer noch benzin- und diesel-betriebene Autos sehen? Ich denke, dass wir
dann einen überwiegenden Anteil Fahrzeuge sehen werden,
die über komplett vom Erdöl
unabhängige oder über kombinierte, alternative Antriebe verfügen.
Auf Kombis fahren
Hundebesitzer ab
Trotz starker Modell-Konkurrenz ist er nach wie vor ein Renner: der gute alte Kombi.
Auch bei vielen Hundebesitzern steht diese Art von Auto sehr hoch im Kurs.
auf den Trainingsplätzen tummeln sich Golden
Retriever, Mittelschnauzer, Yorkshire Terrier, Cocker Spaniel oder deutsche Schäferhunde. Auf
den Parkplätzen dahinter heissen sie anders: Variant,
Turnier, Avant, Break, Caravan, Touring, Station Wagon
oder Clubman. Gemeint sind die Kombis, oder fachlich
korrekt: die Kombinationskraftwagen, mit denen die
Hunde von ihren Haltern transportiert werden. Der Begriff ist eine Mischung aus Personenwagen und Lastkraftwagen. Er liegt in der Bauart begründet. Vorne ist
der Kombi eine normale Limousine, hinten wird die geräumige Ladefläche von einer meist senkrechten Heckklappe begrenzt. Technisch gesehen unterscheidet sich
der Kombi vom normalen Personenwagen durch ein längeres Dach und zusätzliche D-Säulen im hinteren Bereich des Wagens.
Damit ist der Kombi für den Transport von Hunden prädestiniert. Denn er bietet eine klare Raumaufteilung:
Für den Menschen die Autositze, für den Hund die Ladefläche. Aber warum halten die Hundebesitzer trotz starker Konkurrenz durch Van, Mini-Van, Offroader, SUV oder
ganz neu durch den sogenannten Crossover ausgerechnet dem meist kleineren Kombi seit Jahren die Treue?
Stephan Müller vom Touring-Club Schweiz (TCS) zuckt mit
den Schultern: «Das habe ich mir noch gar nicht überlegt.» Ebenfalls überfragt zeigt sich Koni Bienz, seit 23
Jahren Autohundeboxen-Hersteller aus Unterägeri (ZG):
«Das ist eine gute Frage. Der Kombi ist einfach ein praktisches Auto.» Ein grösseres Auto sei für einen Hund
nicht nötig. Und wenn man trotzdem einen grösseren
Wagen fahre, brauche es immer noch keine grössere
Hundebox, denn «Es macht ja keinen Sinn, eine grössere Hundebox ins Auto einzubauen, nur weil das Auto grösser ist.» Hundehalterin Rosmarie Mehlin aus Baldingen meint: «Das Auto wird wahrscheinlich einfach der
Grösse des Hundes angepasst. Und aus dieser Sicht genügt ein Kombi doch vollkommen.» Andreas Burgener, Di-
Hubraum, Verbrauch
47 220 Franken
1968 cm3, 5,3 l/100 km
42 800 Franken
1599 cm3, 6,1 l/100 km
Octavia Classic 1,9 TDI
28 900 Franken
1900 cm3, 5,1 l/100 km
Hundebox vom Hersteller
Eine weitergehende Erklärung liefert Martin Eberle,
Hundezüchter und Agility-Trainer aus Seon (AG): «Der
Kombi ist ein gesellschaftsfähiges Auto, mit dem man
abends auch mal in den Ausgang fahren kann. Gleichzeitig bietet er genügend Platz für den Hund, wenn man ihn
irgendwo hin mitnehmen möchte.» Auch seien die fest
installierbaren Hundetransportboxen ganz speziell auf
die Grösse und Form der Kombis angepasst. «Der Kombi bietet zudem den grösseren Fahrkomfort als der Van»,
was ein entscheidender Vorteil sei. «Und schliesslich
möchte man ja auch lieber einen Wagen fahren, der gut
aussieht. Es gibt heutzutage sehr schnittige Kombis.»
Der Agility-Trainer wirft dann noch ein: «Wenn mehr als
zwei Hunde zu transportieren sind, wirds allerdings auch
mit dem Kombi schwierig. Das betrifft aber nur einen kleinen Teil der Hundebesitzer.»
Karin Povolo vom Tierschutzbund Zürich erklärt: «Kombis sind für Hunde insofern geeignet, weil die Ladefläche in der Regel tiefer liegt als bei Offroadern. Dadurch
müssen Hunde beim Aussteigen nicht so weit hinunter
springen, was ihre Gelenke schont. Speziell nach längeren Fahrten, in denen sie sich nicht ausreichend bewegen konnten, sind die Gelenke kalt und somit steif.
Das Herunterspringen aus einer gewissen Höhe schadet den Gelenken gerade dann.» Und auch hier folgt das
bereits gehörte Argument: «Zudem sind Kombis einfach
sportlicher.»
Auch bei Nicht-Hundebesitzern erfreut sich der Kombi in
der Schweiz grosser Beliebtheit. Und dies, obwohl Kombis zumeist teurer sind als vergleichbare Limousinen.
rektor von auto-schweiz, der Vereinigung Schweizer Automobil-Importeure: «Der Kombi ist einfach ein vernünftiges
Auto. Er ist das Nutzfahrzeug schlechthin.»
Grund für den Aufpreis ist der Mehraufwand in der Produktion durch die grosse Heckklappe, zwei weitere Seitenscheiben, die klappbare und teilbare Rückbank und
häufig eine Dachreling sowie technische Ergänzungen
gegenüber der Limousine, wie eine verstärkte Hinterachse oder eine Niveauregulierung. Bauartbedingt muss die
Karosserie an manchen Stellen zusätzlich versteift werden. Der Wiederverkaufswert eines Kombis liegt deshalb
in aller Regel höher als der des Limousinenmodells, auf
jeden Fall höher als die Neupreis-Differenz.
Bis Mitte der 1980er-Jahre standen Kombis mehrheitlich bei Handwerkern im Einsatz. Heute hat sich der Kombi längst als Familienfahrzeug oder Firmenwagen etabliert. Viele Fahrzeugmodelle werden sogar überwiegend
als Kombi verkauft. Beim VW Passat liegt der Kombianteil beispielsweise bei 70 % und die Marken Volvo und
Subaru verkaufen in Europa seit Ende der 80er-Jahre
kontinuierlich mehr Kombis als Limousinen.
Legacy 2.0D AWD Swiss
36 800 Franken
1998 cm3, 5,7 l/100 km
38 300 Franken
1998 cm3, 5,4 l/100 km
38 400 Franken
1984 cm3, 4,9 l/100 km
V 50 1,6D
36 300 Franken
1560 cm3, 4,0 l/100 km
459/1649 l
ja (Metall), 935 Franken
603/1731 l
417/1307 l
neueideen.ch | 38
Im Jahr 1909 gründete Michio Suzuki in Hamamatsu
(Japan) eine Firma zum Verkauf von Webstühlen. Nach
der Lancierung des Elektro-Bikes «Power Free» im Jahr
1952 folgte 1955 der Kompaktwagen «Suzulight» und
damit das erste richtige Auto. Schiffsaussenbordmotoren ergänzten die Palette in den 60er-Jahren. Seit
1981 hat sich Suzuki zum Allrad-Pionier entwickelt.
1988 bringt Suzuki mit dem «Vitara» den ersten SUV
auf den Markt. Heute ist die Suzuki Motor Corporation
der zwölftgrösste Automobilhersteller der Welt und
verkauft jährlich mehr als 2,6 Millionen Autos in 120
Ländern. Zum Geburtstag werden verschiedene «Anniversary-Modelle» lanciert.
VW Fascination Days
Auf den sechs Trainingsgeländen des Touring Club
Schweiz (TCS) finden ab April 2009 erstmals die Fascination Days von Volkswagen statt. Unter Anleitung
professioneller Instruktoren stehen der neue «Golf»
und der neue «Scirocco» zum Probefahren bereit.
Die Anmeldung erfolgt per Internet. Folgende Daten
stehen zur Verfügung: 21.–30.4. in Betzholz, 5.–9.5.
in Stockental, 18.–20.5. in Plantin, 25.–27.5. in Lignières, 29.–31.5. in Cazis, 3.–5.6. im Tessin.
So fahren Hunde sicher mit
Hunde können im Auto nicht als normale Gepäckstücke mitgeführt werden. Der TCS hat deshalb die
marktüblichen Rückhalte- und Transportsysteme
bewertet. Resultat: Fest installierte Boxen oder gut
zu befestigende Transportboxen sind die besten
Lösungen. Die anderen Systeme können immerhin als
befriedigend beurteilt werden. Mit Trenngittern und
-netzen bleibt der Laderaum voll nutzbar. Der Sicherheitsgurt ist eine Alternative für Personen, die keinen
Kombi besitzen. Lassen Sie sich auf jeden Fall von
einem Fachmann beraten. Detaillierte Test-Resultate
auf www.tcs.ch.
Zügig fahren und sparen
Leserangebot von Test & Training tcs AG und «neue-ideen»: Zwei Kurse in einem.
n einem einzigen Tag absolvieren die Leserinnen und Leser
von «neue-ideen» gleich zwei
Kurse. Der erste (Dauer: ½ Tag) betrifft das Thema «Eco Drive», also
das ökonomische Fahren. Wer die
richtige Fahrtechnik anwendet, kann
mit seinem Fahrzeug problemlos
etwa 10 Prozent Treibstoff sparen.
Über die Monate und Jahre gesehen
kommt da einiges zusammen. Entspannt und umweltgerecht fahren
bedeutet denn auch nicht, dass man
nicht rassig unterwegs sein kann. Bei
der «Eco-Drive»-Fahrtechnik wird auf
zügiges Beschleunigen, frühes Herunterschalten, im höchstmöglichen
Gang fahren und vorausschauendes
Fahren Wert gelegt.
Im zweiten Kurs geht es um eine
allgemeine Fahrschulung mit vielen
Tipps und Tricks. «Premium PW-Kompakttraining» (Dauer: ½ Tag) ist ein
vollwertiger Basislehrgang in konzentrierter Form. Dieser Kurs beginnt
Coupon ausschneiden und einsenden/faxen an: Test & Training tcs AG, Daniela Schaffner, Affeltrangerstr. 10, 8340 Hinwil
Fax-Nr. 043/843 01 19, oder via Internet www.test-und-trainingtcs.ch
So, 29.3., Betzholz
Mo, 6.4., Stockental
Fotos: Eco Drive, zVg. Bildmontage: tnt graphics
mit einem Theorieteil (rund 45 Minuten), in dem die wichtigsten fahrphysikalischen Zusammenhänge erläutert und besprochen werden. Es folgen vier Trainingseinheiten zu je 45
Minuten, wobei folgende Themen im
Vordergrund stehen: optimale Sitzposition, Lenktechnik, Slalom, Bremsen, Bremsen und Ausweichen sowie Kurvenfahren. Profitieren Sie von
unseren Vorzugskonditionen und zögern Sie nicht: Jeder kann noch dazulernen! (kn)
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Preise Montag/Mittwoch/Donnerstag
«neue-ideen» Mitglied: CHF 380.–
«neue-ideen» Mitglied: CHF 340.–
TCS-Mitglied: CHF 390.–
TCS-Mitglied: CHF 350.–
Nicht-Mitglied: CHF 410.–
Nicht-Mitglied: CHF 390.–
Gültigkeit für die beiden ausgeschriebenen Kurse. Personen, die sowohl beim TCS als auch bei «neuei-deen»
Mitglied sind, bezahlen den «neue-ideen»-Preis.
Wasser belebt nicht nur den Körper, sondern auch den Garten. In vielfältigen Formen, als
sprudelnder Bachlauf, geschmackvoller Brunnen, Reflecting-Pool oder Schwimmteich.
asser ist Leben. Vielleicht erklärt das die Vorliebe des Menschen für alle Spielarten des nassen Elements. Auch im eigenen Garten können
Sie in den Genuss von Teichen und Wasserspielen kommen. Hier sind der Verwendung von Wasser kaum Grenzen gesetzt. In unterschiedlichen Formen, fliessend oder
stehend, bereichert das feuchte Element das Gartenerleben. Seine Lebendigkeit und die grosse Bandbreite an
Einsatzmöglichkeiten bieten für jeden Gartentyp etwas.
Wasser verbindet: Ideen für jeden Gartentyp: Als formal
gestalteter Pool, grosszügiger Schwimmteich, prächtiger
Brunnen oder Whirlpool – Wasser steht für Genuss und
Lebensfreude. In den Gärten für Geniesser zeigt sich das
Element Wasser in seiner ganzen Vielfalt und Üppigkeit.
Hier wird dem Wunsch nach einer repräsentativen Gestaltung ebenso Rechnung getragen wie dem nach sportlicher Betätigung oder sinnlichem Genuss.
Der Garten für Naturmenschen ist Kraft- und Inspirationsquelle. Eine naturnahe Gestaltung von Teichen oder
lädt ein, Pflanzen und Tiere in ihrem natürlichen Umfeld zu beobachten und zu entdecken.
In Gärten für Designfreunde unterstreichen Gestaltungselemente wie schlichte Edelstahl-Wasserrinnen oder Reflecting-Pools die gradlinige und moderne Gestaltung des
Gartens. Im Garten für Ästheten verbinden sich sinnliches Erleben und die Liebe zu schönen Detaillösungen mit einer gradlinigen Formensprache. Elegante Wasserbecken finden sich hier ebenso wie formal gestaltete Schwimmteichanlagen. Die Spielarten von Wasser
im Garten sind so vielfältig wie die Gärten und die Menschen, die in ihnen leben. Entdecken Sie Ihre Vorlieben,
Ihre Wünsche und Ideen.
Nicht immer muss es gleich der Schwimmteich im eigenen Garten sein. Ein Wasserspiel auf dem Balkon oder
eine fest installierte Gartendusche können ebenso zur
Erweiterung der Erlebniswelt Garten beitragen wie ein
Quellstein oder ein vitalisierender Whirlpool. Der Gartenfachmann berät und begleitet den Gartenbesitzer
von der Planung bis zur Umsetzung, kompetent und individuell. Er kennt die neuesten technischen Entwicklungen und weiss um die natürlichen Zusammenhänge. Seine Erfahrungen im Bereich Prozesssteuerung in künstlichen Gewässern und die Nutzung der Naturkräfte erleichtern den Unterhalt und die Pflege der Anlage und
spart damit Kosten. Wasserideen in Hülle und Fülle: Gut
geplant und umgesetzt bleibt Ihnen viel Zeit, den Sommer zu geniessen.
D`k^c`\[[\i>ike\imfe<[\eJZ_n\`q!
Wassergärten sind im Trend.
Um die Hektik des Alltags abstreifen zu können, schafft man
sich daheim im Garten oder
auf der Terrasse sein eigenes,
kleines Paradies. Wasser als
Lebensgrundlage fasziniert, bewegt und gehört als Gestaltungselement einfach dazu.
Ihr Tipp für die Planung?
Wassergärten sollte man nicht
zu klein planen. Als Wassergarten versteht sich nicht nur der
Weiher oder die Wasserinstallation selber, auch die Umgebung
muss entsprechend gestaltet
sein. Eine ruhige Wasserfläche
erweitert den Garten optisch
oder ergibt mit einer gekonnt
inszenierten Beleuchtung eine
spannende nächtliche Kulisse.
Eignet sich jeder Garten?
Ja. Ist der Garten noch so klein,
findet sich ein Platz für Wasser.
Je nach Lage, ob sonnig oder
schattig, ist der Wassergarten
etwas anders zu konzipieren.
Ein Wassertisch, in
dem das Wasser sanft
 Ein Schwimmteich,
direkt vom Saunahaus zugänglich
• Naturteich: Organisch wachsendes Biotop,
Wasserlauf über Granitstufen, im Hintergrund
eine Edelstahl-Wasserwand
Schwimmteich: Ein Badevergnügen und Naturerleben
Natur-Pool: Swimming-Pool mit naturnaher Wassertechnik ohne Chemie.
Swimming-Pool: Exklusiv für Sportbegeisterte und
Designfreunde.
Koi-Teiche: Für Liebhaber der anspruchsvollen KoiKarpfen.
Bachläufe und Wasserfälle: Fliessend, sprudelnd und
Wasserspiele: Fontänen, Quellsteine und mehr, der
Fachmann kennt die Neuheiten.
Wasserwände: Zur Raumgestaltung und -trennung, für
akustische Untermalung und Lichteffekte.
 Wasserkunst: Eine
moderne Plastik aus
zweiteiligem Brunnen
* Inhaber Forster Gartenbau AG,
Reflecting-Pool: Die flachen Wassertische spiegeln
und reflektieren das Licht in Ihren Garten.
Brunnen: Wasserquelle und Gestaltungselement in
Wasser-Architektur: Individuelle Gestaltungen passend zu Ihrem Traumhaus.
Ob Naturteich oder Swimming-Pool, formal gestaltetes
Wasserbecken, Bachlauf oder Schwimmteich, das Element Wasser, naturnah oder designorientiert gestaltet,
bringt Lebendigkeit und Licht in jeden Garten.
Die Gärtner von Eden gestalten Privatgärten für anspruchsvolle Kunden. Von den
rund 70 Gartenbaubetrieben im deutschsprachigen Raum stammen 10 aus der
Schweiz. www.gaertner-von-eden.ch
Oregano oben,
Liebstöckel unten
Eine Kräuterspirale ist schön anzusehen, spart Platz und sorgt dafür, dass jedes Kraut
den idealen Standort erhält. Wie man sie richtig bepflanzt und pflegt.
räuter sind für ihre positive Wirkung bekannt. In
den Klostergärten werden bis heute Kräuter gezüchtet und deren Wirkung erforscht. Das Sammeln von Wildkräutern war im Mittelalter ein lebenswichtiger Bestandteil in der Heilkunde sowie bei der Nahrungsmittelbeschaffung. Über lange Zeit verloren die
Kräuter in der modernen Gesellschaft an Bedeutung.
Glücklicherweise hat sich dies geändert: Kräuter haben
ihren Weg zurück in unsere Gärten gefunden.
Insbesondere Kräuterspiralen erleben einen regelrechten Boom – nicht zuletzt, weil sich hier dekorative
Gestaltung und praktischer Nutzen vereinen. Küchenkräuter sind in verschiedenen Teilen der Welt beheimatet, deshalb sind auch die Ansprüche an Boden und Nah-
rung recht unterschiedlich. Die Erde im oberen Teil der
Spirale ist eher trocken und eignet sich daher gut für die
Pflanzung von südländischen Kräutern wie Lavendel oder
Rosmarin. Waldmeister oder Brunnenkresse bevorzugen
die Schattenseite am Fusse der Spirale. Staunässe mag
kein Kräutchen, also unbedingt eine Drainageschicht mit
Steinen und Kies anlegen. Stark wuchernde Pflanzen wie
einige Minzenarten oder Zitronenmelisse pflanzt man
besser einzeln in Töpfe; in der Spirale würden sie die anderen Kräuter schnell verdrängen. Um Krankheiten nicht
zu begünstigen ist es wichtig, genug Abstand zwischen
den Pflanzen zu lassen. Platzmangel im Garten ist wiederum kein Hindernis: in den Garten-Centern sind Spiralen erhältlich, die überall platziert werden können. Verwenden Sie bei diesen Spiralen eine Kräutererde, die den
Ansprüchen der Pflanzen gerecht wird. Auch hier muss
eine Drainageschicht angelegt werden.
Wer sich zu jeder Jahreszeit an seiner Kräuterspirale erfreuen will, kombiniert wintergrüne Pflanzen wie Salbei
oder Rosmarin mit blühenden Pflanzen wie Lavendel oder
Majoran. Erstere lassen sich zudem im Winter, an frostfreien Tagen, ernten. Besondere Akzente kann man durch
die Wahl von unterschiedlichen Blattfarben und -formen
setzen. Beim Bepflanzen im Jahresverlauf müssen Kräuter genauso gepflegt werden wie andere Pflanzen. Gelegentliches Auslichten, Rückschnitt oder Teilung sind unabdingbar und fördern das gesunde Wachstum. Für die
Anwendung in der Küche werden meist die jungen Triebe
und Blätter geerntet. Bei einigen Pflanzen finden auch die
Blüten, Samen oder Wurzeln Verwendung in der Küche.
Dies erfordert jedoch gute Pflanzenkenntnisse. Kräuter
können durch Einfrieren, Trocknen oder Einlegen auf einfache Art und Weise haltbar gemacht werden.
Eine Videoanleitung zur Pflanzung von Kräutern unter:
Schönes Gewürzset bestehend aus 4 Pflanzen:
Verschiedene Kräuterspiralen und Pflanzgefässe sind im
Fachgartencenter erhältlich. Z.B. im Gartencenter der Zulauf AG
www.zulaufquelle.ch oder Tel. 056 463 62 62.
Welche Kräuter wohin in der Spirale
Standort: sonnig-windgeschützt; Mitte bis oben
Standort: sonnig – windgeschützt; oben
Standort: Halbschatten; unten
Standort: Sonne–Halbschatten; Mitte bis unten
Standort: Sonne; Mitte bis oben
Standort: sonnig; oben
Standort: Mitte bis oben
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1 extra grosser Rosmarin
Verwendung: Für Garten, Balkon,
Pflanzgefässe, Gewürzspirale
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Für Kräuter, Beeren oder Blumen
Mit dem Pflanzenständer kann auf wenig Raum
Optimales erreicht werden. Geeignet für Kräuter,
Blumen oder Beeren. Er erleichtert das Aufstellen
von Töpfen erheblich. 6 bis 7 Töpfe finden darauf
problemlos ihren Platz und für Untersätze
braucht man sich keine Sorgen mehr zu machen.
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den Aussen- und Innenbereich.
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Vermerk: neue-ideen
neueideen.ch | 44
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RASENPFLEGE: Im März/April ist je nach Witterungsverhältnissen
ein guter Zeitpunkt, um mit der Rasenpflege zu beginnen. Wenn Sie
Ihren Rasen zum ersten Mal im Frühjahr mähen, schneiden Sie Ihren
Rasen möglichst kurz. Dazu stellen Sie Ihren Rasenmäher bei der
Höheneinstellung auf die unterste Stufe.
ZIERGRÄSER UND EINIGE BAMBUSARTEN bis auf eine Handbreit
über dem Boden zurückschneiden, bevor sie anfangen auszutreiben.
LAVENDEL (Bild) kann grosszügig bis in das alte Holz zurückgeschnitten werden. Dies fördert ein kräftiges Wachstum.
STAUDEN können jetzt noch geteilt werden.
WURZELNACKTE KLETTER- UND RAMBLERROSEN bei frostfreiem
Wetter pflanzen.
SCHÄDLINGE werden aktiv, sobald es wieder wärmer wird.
Wenn Sie befallene Triebe frühzeitig abschneiden, hält sich die
Ausbreitung in Grenzen.
ZIERGEHÖLZE IN KÜBELN düngen und gegebenenfalls umtopfen,
sofern sie noch nicht austreiben.
BEERENSTRÄUCHER, ERDBEEREN UND RHABARBER düngen.
FROSTEMPFINDLICHE KRÄUTER auf der Fensterbank vorziehen.
Fotowettbewerb Herbst-Sujets: Die Gewinner
Im Oktober-Heft haben wir zusammen mit gartenfreunde.ch,
homegate.ch und der RICOTER Erdaufbereitungs AG Ihre schönsten
Herbstmotive vor der Haustür gesucht. Nun stehen die 3 Gewinner
fest. Das Rennen gemacht hat der Apfelbaum mit Reben in bunten
Herbstfarben (Bild links), fotografiert von Regula Lüthi.
1. Platz: Regula Lüthi, 9553 Bettwiesen
Preis: Gutschein im Wert von Fr. 600.– für einen Einkauf im GartenCenter Ernst Meier AG, Tann
2. Platz: André Egli André, 6218 Ettiswil
Preis: Gutschein im Wert von Fr. 400.– für einen Einkauf im GartenCenter Schwitter AG, Inwil
3. Platz: Bernadette Oberholzer, 8374 Dussnang
Preis: Ein Gutschein im Wert von Fr. 200.– für einen Einkauf im Garten-Center Dietrich, Gampelen
Allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein herzliches Dankeschön
Fotos: 123RF, zVg
Splitting: ja oder nein?
                                
In 6 Stunden sonnenklar
Wer sein Warmwasser mit Sonnenenergie aufheizt, tut etwas für die Umwelt und langfristig
auch für sein Portemonnaie. So einfach und schnell wird eine Anlage heute montiert.
Foto: Hoval AG
er Elektroboiler hat soeben seinen Geist aufgegeben. Das Wasser strömt im ganzen Haus nur
noch eiskalt aus den Hahnen. Keine schöne Vorstellung, wenn man seine Morgentoilette vor dem Wasserkocher statt unter der Dusche durchführen muss.
Gut beraten ist, wer sich frühzeitig Gedanken über den
Ersatz seiner Warmwasseraufbereitung macht. Speziell
dann, wenn das bestehende System schon in die Jahre
gekommen und allenfalls mit der alten Ölheizung kombiniert ist. In der kalten Jahreszeit ist es ganz besonders
unangenehm, wenn Hals über Kopf sowohl Heizung als
auch Boiler ersetzt werden müssen. Mit einer guten Pla-
nung hat Familie Niederer aus Homburg (TG) diesem Szenario vorgebeugt. Schon vor einiger Zeit hatte man sich
mit dem Ersatz der in die Jahre gekommenen Ölheizung
befasst und befunden, dass auf einen anderen Energieträger umgestellt werden soll. Letzten Sommer dann
machte der Ölbrenner einer Pelletsheizung Platz und der
Kombi-Boiler Elektro/Öl wurde durch die neue Variante
Solar/Pellets/Elektro ersetzt.
Die gute Planung hat sich gelohnt: im Juli konnten die
Arbeiten bei bestem Wetter ausgeführt werden. Nichts
wurde dem Zufall überlassen und alles lief wie am Schnür-
chen. Die Niederers heizen seit diesem Winter mit Holzschnitzeln und die Sonne erwärmt das Wasser. Nur an
düsteren Tagen hilft im Winter die Pelletsheizung beim
Erwärmen des Brauchwassers. Im Sommer ist es dann
der im Boiler eingebaute Elektroheizeinsatz, welcher die
Sonnenkollektoren bei Bedarf unterstützt. Das sind aber
Ausnahmen, denn: Im Durchschnitt schaffen die Solarzellen bis zu 90 Prozent der Warmwasseraufbereitung ohne externe Hilfe. Ein gutes Gefühl für den Eigenheimbesitzer: «Wir sind total zufrieden mit dem neuen System»,
sagen Vivi und Kurt Niederer.
Wir haben die Montage der Warmwasseraufbereitungsanlage über Sonnenkollektoren bei Familie Niederer
begleitet. Innerhalb von 6 Stunden wurde das ganze
System (hier: «SolKit» von Hoval) montiert. «Ein eingespieltes Team von zwei Spenglern/Dachdeckern braucht
es dazu schon», sagt Solar-Experte Walter Sonderegger. Doch dank aufeinander abgestimmter Einzel-Komponenten funktioniert der schnelle Einbau tadellos.
erwärmen das
durchfliessende
Glykol-Gemisch.
Hoch selektiv beschichtete
Flexibleisolierte
isolierte Solarleitung
Kompletter WassererKompletter
Waswärmer
ist mit Solarsererwärmer
mit Solarflüssigkeit umgeben
die Nacherwärmung
Heizregister für die
Schichtspeicher komplett
aus hochwertigem Edelkomplett
Schichtlanzen
optimale Energieeinfür
KaltwasserKaltwassereintritt
❮ Kosten und Einsparungen
Die von Familie Niederer installierte Anlage (Pelletsheizung inkl. Solkit für Warmwasser) kostet samt
Einbau rund 43 000 Franken (15 000 Franken davon
gehen zu Lasten der Solaranlage mit Speicher). Im
Jahresdurchschnitt liefert die Sonne bei diesem
System rund 65% der Energie zur Warmwasser-Aufbereitung (Schwankungen zwischen 20% im Dezember
und 94% im Juli), was 2682 Kilowattstunden (kWh)
entspricht. Durch die Sonne können umgerechnet
847 Kilogramm Pellets oder aber 410 Liter Heizöl
eingespart werden. Die Solarzellen verhindern so
(im Vergleich zur alten Öl-Heizung) den Ausstoss
von etwa 1100 Kilogramm CO2. Die Einspeisung
der Solarenergie erfolgt temperaturabhängig an der
richtigen Stelle im Speicher. Durch das Low-Flow-Prinzip mit drucklosem Solarkreislauf und der hocheffizienten Schichtladung ist ein extrem hoher solarer
Deckungsgrad gewährleistet.
Fotos & Grafik: Hoval AG
7.55 Uhr Ein erfahrenes Team
von zwei Spenglern/Dachdeckern
richtet die Baustelle ein und
sichert sie. Erst danach kann mit
den Arbeiten begonnen werden:
Das Dach wird an der Stelle, wo
später die Sonnenkollektoren
eingesetzt werden, abgedeckt.
Die überzähligen Ziegel werden
9.05 Uhr (Bild) Der erste von zwei
Sonnenkollektoren wird aufs Dach
transportiert. Er hat eine Fläche
von rund 2,3 Quadratmetern.
 10.07 Uhr Bevor die Arbeiter den
zweiten Kollektor aufs Dach hieven, wird der erste genau an die
richtige Position gesetzt, perfekt
eingepasst und auf den Ziegellatten fixiert.
 10.24 Uhr Beide Kollektoren
werden miteinander verbunden
und an den Speicher (Boiler), der
im Keller montiert wird (siehe Bild
7), angeschlossen. Unter den
Ziegeln wird die isolierte Verbindungsleitung verlegt. Durch sie
transportiert das sonnenerwärmte Glykol-Gemisch die Wärme in
 11.15 Uhr Es folgt die Druck-
probe. Dichtigkeit des Kollektorfeldes und Dichtigkeit der Verbindungsleitung werden geprüft. Erst
danach kann die Solarleitung definitiv in den Dachstock eingelegt
und mit Ziegeln bedeckt werden.
 11.25 Uhr Montage der Blechver-
kleidung. In der Werkstatt wurden
die Verkleidungen bereits auf
den Millimeter genau gefalzt und
geschnitten, sodass sie auf dem
Dach perfekt eingepasst werden
 11.40 Uhr Seitlich und oberhalb
des Kollektorfeldes wird die letzte
Zeile von Ziegeln verlegt. Damit
sind die beiden Sonnenkollektoren nun bündig ins Dach eingepasst. Das offene Arbeitsfeld auf
dem Dach wird mit diesem Schritt
 13.35 Uhr Nach der einstündigen
Mittagspause wird die Baustelle abgeräumt und gereinigt. Im
Keller programmiert der Techniker
den Speicher, kontrolliert alle Anschlüsse und nimmt die Anlage in
Betrieb. Keine sechs Stunden hat
der ganze Einbau gedauert.
vom 20. bis 27. März 09
Wir verschenken 10 Staubsauger «UltraOne»
von Electrolux im Wert von je Fr. 621.−
10 «neueideen»-Leserinnen und –Leser haben die einmalige
Möglichkeit, den neuen, innovativen Staubsauger «UltraOne»
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Einsendeschluss ist der 15. März 2009.
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werden bis zum 17. März 2009 persönlich
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Teilnahme per E-Mail: testwoche@neue-ideen.ch (vergessen Sie Ihre Adresse und die Zusatzinformationen nicht)
do it yourself-anleitung
Rot regt an,
Gelb hilft denken
Farbige Wände steigern das Wohlbefinden im Eigenheim. Welche Farbe sich wo eignet, wie
man mit Farben optisch Raumgrössen verändert und welche Streichtechniken es gibt.
ei der Gestaltung von Wohnräumen gehen die
Wände oft vergessen. Dabei lässt sich gerade
hier viel herausholen – zum Beispiel, indem man
ihnen Farbe verleiht. Farbe zu bekennen bedeutet Mut.
Wer den Schritt wagt, wird jedoch belohnt: Nicht zuletzt
durch mehr Lebensqualität, Wohlbefinden und Lebendigkeit in den eigenen – farbigen – vier Wänden. Von Apricot bis Zypernbeige: Die Auswahl an Farben ist immens.
Wer die richtige Wahl treffen und später die richtige Wirkung im Raum damit erzielen möchte, sollte die Farben
und ihre Wirkung kennen.
Foto: Outline/Corbis
Nur schon ein cremiges Weiss steigert das Wärmeempfinden. So können sogar Heizkosten gespart werden. Hellblaue Decken erweitern die Raumhöhe um etwa 10 Zentimeter, warme Gelb- und Orangetöne fördern
die Geselligkeit. Dunkles Violett wirkt passiv. Ebenso
Dunkelblau. Es kann zur Entspannung im Schlafzimmer
dienen. In der Küche fördert das kalte Blau das Abnehmen, warme Töne wie Orange wiederum unterstützen die
Nahrungsaufnahme. Gelb und Grün sind ideal fürs Büro:
Sie fördern die Kreativität und das Denken. Im Bad sollte die Frische den Ton angeben: Farben wie helles Grün
und Blau (Element Wasser) sind ideal. Für aktive Räume
eignet sich Rot: Es regt psychisch und physisch an und
fördert die Bewegung. In Räumen, in denen man zur Ruhe
kommen möchte, sollte es daher nicht dominieren. Kombiniert mit Gelb fördert es aber auch die Geselligkeit und,
z.B. im Essbereich, die Tischgespräche. Nichts falsch
machen kann man mit Erdtönen wie Ocker: Sie stehen
für Gemütlichkeit und Natürlichkeit, wärmen und dämpfen zugleich, wirken beruhigend, ausgleichend.
Alles Weitere ist ein Klacks: Die Farbe auswählen und
gemäss unserer Do-it-Anleitung die Wände streichen.
Wer seiner Wand noch mehr Ausdruck verleihen möchte,
wählt eine der verschiedenen Streichtechniken.
Putztechnik: mediterranes Ambiente, rustikal. Spachtel oder Streichputz auftragen, je nach Geschmack grob
oder fein strukturieren, nach dem Trocknen eine EffektLasur auftragen und kreuz und quer verwischen.
Wischtechnik: mediterranes Ambiente, wolkige Effekte.
Die Wandlasur mit einem Wischhandschuh verwischt.
Tupftechnik: Mit einem Schwamm werden Akzente auf
der Wand gesetzt. Mehrfarbige Effekte sind möglich.
Wickeltechnik: Auf den Dispersions-Grundton werden in
einem dunkleren Effektton Akzente gesetzt. Ein Leder in
den Effektton tauchen, auswringen, zu einem Knäuel formen und an der Wand mit wenig Druck abrollen.
Es in den eigenen vier Wänden einmal bunt zu treiben
Was ist beim Farbaufbau zu
beachten? Bei bereits behandelten Wänden ist die Prüfung
eines Dispersionsanstrichs einfach: Durch Reiben mit einem
möglichst dunklen Lappen (evtl.
anfeuchten) feststellen, ob der
Untergrund tragfähig ist. Kommt
es dabei zu einem weissen (farbigen) Abrieb, ist dieser Untergrund nur bedingt für den Dispersionsfarbenanstrich zulässig.
Was ist der häufigste Fehler,
der gemacht wird? Die Beurteilung des Untergrundes. Da
Streichen mit den heutigen Produkten einfach geworden ist,
besteht die Gefahr von «Deckel
auf und los». Wenn aber der Untergrund nicht tragfähig ist, wird
die beste Qualität nicht den gewünschten Erfolg bringen. Zudem die Werkzeugwahl. Mit dem
falschen Werkzeug bringt auch
das beste Produkt nur ein unbefriedigendes Resultat.
Haben Sie noch einen besonderen Kniff? Wenn die Wand farbig
von der Decke abgesetzt werden
soll, hilft ein Klebeband. Das
Klebeband an der zu beschichtenden Seite mit etwas Acryldichtmasse versiegeln und sofort nach dem Malen entfernen.
Das gibt eine gestochen scharfe
Farbkante. (cs)
 Mit einem dunklen, feuchten Tuch Unter-
 Unebenheiten (z.B. Dübellöcher, Risse
 Farbe auftragen: Zum gleichmässigen
 Zuerst die Ecken streichen, immer vom
grund abwischen. Zeigt sich sandiger
oder kreidiger Abrieb, muss grundiert werden. Untergründe müssen sauber, trocken
und staubfrei sein.
Farbauftrag den Farbroller über dem
Abstreifgitter abstreifen. Zum Deckenstreichen und für die Wände evtl. einen
Teleskopstiel benutzen.
ausgleichen. Flächen, die man nicht
mitstreichen möchte, gründlich abkleben.
Den Boden mit Folie auslegen und am
Rand festkleben.
Fenster aus anfangen. Für die kleinen
Flächen in den Ecken, Fussleisten und
Heizkörpern einen Pinsel nehmen.
Wände streichen. Grosse Flächen mit der
Rolle bearbeiten. Die Rolle nie am Rand,
sondern mittig ansetzen.
 Streichrichtung: Die Wände zuerst in
der Längsrichtung, dann quer und noch
einmal in Längsrichtung mit gerader
Überlappung streichen. So wird die Farbe
gleichmässig verteilt.
 Zuerst bei Bedarf die Decke, dann die
Wie verbindlich sind «Allgemeine Geschäftsbedingungen»?
ihre Versicherung einen Leitungsschaden übernehme.
Diese berief sich jedoch auf eine spezielle Klausel in
den AGB und verweigerte zunächst die Übernahme der
Reparaturkosten von immerhin ca. Fr. 5000.-
«Haus Club Schweiz»
WER HEUTE MIT EINER UNTERNEHMUNG einen
schriftlichen Vertrag abschliesst, kommt fast nicht
mehr um das berühmt-berüchtigte «Kleingedruckte»
herum. Oft ist es mehrere Seiten lang, in kleinstmöglicher Schrift und inhaltlich nicht verhandelbar, weil
von der stärkeren Partei vorgegeben.
UNSERE MITGLIEDER KONTAKTIEREN den Rechtsdienst gar nicht selten wegen Problemen mit dem Kleingedruckten bzw. den sog. Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Familie M. zum Beispiel wollte, dass
EIN EIGENTLICHES AGB-GESETZ bzw. eine detaillierte Regelung gibt es in der Schweiz nicht. Jedoch wird
immerhin die missbräuchliche Verwendung von AGB im
Bundesgesetz über den unlauteren Wettbewerb sanktioniert.1) Ausserdem hat das Bundesgericht wichtige
Kriterien etabliert, die einen gewissen Schutz für die
schwächere Vertragspartei bieten.
DIE UNGEWÖHNLICHKEITSREGEL schränkt gemäss
Bundesgericht die Geltung von AGB ein: Die schwächere, geschäftsunerfahrenere Partei muss ungewöhnliche Klauseln nicht gegen sich gelten lassen,
wenn auf diese nicht besonders darauf aufmerksam
gemacht wurde. Die meist globale Zustimmung zu den
AGB umfasst also nur «gewöhnliche», zu erwartende
Vertragsbestimmungen. Allerdings sollte dies nicht
dazu verleiten, den AGB-Inhalt auf die leichte Schulter
zu nehmen und auf das Durchlesen zu verzichten. 2)
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DIE UNKLARHEITENREGEL kann weiterne Schutz bieten: Wer unklare Vertragsbestimmungen formuliert,
kann diese nicht zu seinem Vorteil interpretieren. Nicht
alle AGB sind juristische Meisterwerke. Oft fristen auch für Fachleute- völlig unverständliche Sätze ihr
Dasein in den kleinen Spalten, die wohl auch auf Seite
der Unternehmung niemand mehr liest. Solche Klauseln dürfen nicht gegen jene Partei ausgelegt werden,
die sie nicht formuliert hat. Bei Versicherungsverträgen wird dieser Grundsatz sogar ausdrücklich im Gesetz festgehalten.3)
EIN BESONDERES PROBLEM können nachträgliche Änderungen von AGB sein. Bei Mitteilungen der Unternehmung, diese hätten geändert, sollte man genau prüfen,
was neu ist. Gegebenenfalls muss in beweisbarer Form
kundgetan werden, dass man mit der Anpassung der
AGB nicht einverstanden ist.
FAMILIE M. HATTE GLÜCK: Zweimal kontaktierte sie
unseren Rechtsdienst, wo ihr geraten wurde, die Begründung der Versicherung nicht zu akzeptieren. Die
Formulierung in den AGB war unklar und sollte nun der
Versicherung dazu dienen, die Forderung abzulehnen.
Immerhin, nach zwei eingeschriebenen Briefen, lenkte
die Versicherung ein und übernahm den Schaden.
vgl. Art. 8 UWG
BGE 119 II 443, ferner online am 16.1.09
publiziertes Urteil 4A_299/2008
Art. 33 Versicherungsvertragsgesetz (VVG)
und «Haus Club Schweiz» gibt Auskunft:
Mo bis Fr 10−12 und 14−16 Uhr
Anfragen per E-Mail, unter Angabe der Postadresse, möglich an:
Mo bis Fr 10−12 Uhr und 14−16 Uhr oder rechtsdienst@neue-ideen.ch(AlleRechts-
Rechtsberatung (vertieft):Besprechungstermine, Vertragsprüfungen
Immobilien-Schätzungen:Augenschein, Schätzungsgutachten 2-fach
BZ neueideen
neueideen.ch | 56
Löst Splitting das
Hypo-Dilemma?
Wer seine bestehende Hypothek jetzt ablösen muss, hat gut lachen: der Markt meint es
derzeit gut mit den Hausbesitzern. Doch die Strategie der Ablösung muss vorher klar sein.
auseigentümer sind in Schnäppchenlaune. Immer
noch ein bisschen scheinen die Hypothekarzinsen
nachzugeben. Ist der Tiefpunkt bald erreicht? Die
Frage quält und stürzt die Schuldner in ein Dilemma. Sollen sie ihre Schuld auf mehrere Jahre mit den günstigen
Zinsen von Festhypotheken (die 5-jährige liegt derzeit bei
2,5 Prozent) absichern oder die Gunst der Stunde voll
ausnutzen und kurzfristig dem noch billigeren Geldmarkt
mittels Libor-Hypothek (einen 3-Monatslibor bekommt
man für 1,5 Prozent inklusive 1 Prozent Bankaufschlag)
folgen? Oder als Alternative das eine tun und das andere nicht lassen und seine Hypothek in verschiedene Tranchen teilen (= splitten)? Rund 700 Milliarden Franken an
Hypothekarschulden lasten auf den Schweizer Banken.
DIE KARIKATUR.
Das Splitting erfreut sich dabei einer nicht geringen Beliebtheit. Offizielle Zahlen aus dem Bankensektor gibt es
nicht. Bei der Migros Bank sagt Finanzexperte Roland
Wernli: «Mehr als die Hälfte unserer Kunden splitten ihre Hypothekarschuld. Ab einem Betrag von 250000 Franken ist ein Splitting sicher sinnvoll.» Splitten kann kann
man in mehreren Varianten, so als Kombination von variabler und fester Hypothek, von Festhypotheken verschiedener Laufzeiten oder von einer Festhypothek und
einer Libor-Hypothek. Warum aber ist ein Splitting sinn Wernli: «Man kann damit die verschiedenen Zinsnivoll?
veaus je nach Zinskurve ausnutzen. Bei optimaler Laufzeitenabsicherung erzielt man so einen Durchschnittszinseffekt. Auch hat man die Sicherheit, dass bei Fällig-
ie Schweizer Wirtschaft
kriegt die weltwirtschaftliche Abschwächung über einbrechende Exportumsätze und
weitverbreitete Investitionsunlust immer stärker direkt zu
spüren. Eine Rezession ist für
2009 unausweichlich geworden. Die Talsohle ist dabei noch
nicht erreicht. Eine rasche Erholung ist zudem angesichts der
weltweit synchronen Abschwächung und zusätzlichen Problemen auf ausländischen Immobilienmärkten nicht zu erwarten.
ach den massiven Zinssatzsenkungen seitens der
(SNB) befinden sich die Zinsen
nahe ihrer historischen Tiefstwerten. Der starke Inflationsrückgang räumt der SNB den
Spielraum ein, sich mittels einer
expansiven Geldpolitik auf die
Ankurbelung der Wirtschaft zu
konzentrieren. Sie dürfte daher
den Leitzins für 2009 auf dem
jetzigen tiefen Niveau belassen.
n den kommenden Monaten ist daher mit einer Seitwärtsbewegung
der 3Mt-Libor-Hypothek zu rechnen.
Das Zinsniveau von Fix-Hypotheken
dürfte sich dagegen, angesichts des
jüngst erfolgten drastischen Rückgangs, eher wieder erhöhen, sollte die schwerwiegende Verunsicherung etwas nachlassen. Das Ausmass des Anstiegs hängt massgeblich von der konjunkturellen Entwicklung 2009 ab und dürfte durch
eine hohe Volatilität geprägt sein.
Schweiz» Tel. 043 500 40 50
variabler Z
für März 09
Festhypot
Reto Dora, unabhängiger Finanzexperte von D&F Consult in Luzern, findet, dass ein Splitting ab einer Summe von 500 000 Franken sinnvoll
sein kann. «Früher war man dadurch
quasi an die finanzierende Bank ‹gekettet› bis die länger laufende Tranche auslief. Heute ist das nicht mehr
so und man kann mittels Schuldbriefsplitting oder Zahlungsversprechen der neu finanzierenden Bank
problemlos wechseln.» Wie soll denn
eine Hypothek heute gesplittet werden? Dora: «Wenn Sie budgetieren
müssen, würde ich jetzt zu einer längeren Laufzeit zwischen 5 und 10 Jah-
Hyotheken-Kommentar von Thomas Rieder, Senior Economist,
Credit Suisse, Real Estate Analysis Switzerland
Gegen ein Splitting ist Martin Scherrer, Hypotheken-Experte von comparis.ch: «Hat der Kunde mehrere Laufzeiten, so ist er gezwungen die jeweils auslaufende Tranche beim gleichen Anbieter zu erneuern. In der
Theorie könnte man zwar eine Tranche bei einem anderen Anbieter abschliessen und die zweite beim bisherigen Anbieter belassen.» Doch
das tue niemand, weil es administrativ viel zu kompliziert sei (Thema: Aufteilung des Schuldscheins; Problem,
dass jede Bank im ersten Rang sein
will ). «Und bei dieser Erneuerung hat
er denkbar schlechte Karten für die
Verhandlung des Zinssatzes in der
Hand», sagt Scherrer. Er vermutet,
dass der Bankberater dem so gebundenen Kunden kaum das beste
Angebot unterbreiten wird, wenn er
weiss, dass der Kunde gar keine andere Wahl hat.
BODENBILDUNG BEI DEN HYPOZINSEN
keit nicht der ganze Hypothekenbetrag auf einmal durch einen allfällig
teuren Zins abgelöst werden muss.»
Franz Würth von Raiffeisen Schweiz
sagt: «Die Wahl des richtigen Hypothekarmodells hängt im wesentlichen von den Kundenbedürfnissen
und den zukünftig erwarteten finanziellen Veränderungen ab. Eine Aufteilung des Kreditbetrags auf mehrere Hypothekarmodelle kann durchaus Sinn machen. Eine generelle
Empfehlung ist jedoch nicht möglich
und auch nicht sinnvoll.»
Libor-Hypothek 3 Monate
(Angaben ohne Gewähr)
ren raten, da die Zinsen historisch tief sind. Haben Sie
etwas mehr finanziellen Spielraum, würde ich eine ganz
kurze Laufzeit im Libor-Bereich, z.B. 1 Monat oder 3 Monate, empfehlen oder ich würde dazu raten, den Betrag
je hälftig aufzuteilen. Ich gehe davon aus, dass die Zinsen mittelfristig (bis 12 Monate) auf sehr tiefem Niveau
bleiben werden.» Kleiner Haken: Nicht alle Banken bieten
so kurzfristige Libor-Hypotheken an, warum? Dora: «Generell versuchen die Banken Libor-Hypotheken nur mit Laufzeiten von 3, 6 oder sogar 12 Monaten anzubieten. Dies, obschon die 1-Monats-Libor-Hypothek für den Kunden
sehr oft die beste Lösung im kurzfristigen Finanzierungsbereich wäre. Ebenso versuchen viele Banken, diese Libor-Hypotheken in Rahmenverträge mit einer Laufzeit von
3 bis 5 Jahren zu verpacken. Auf der einen Seite wollen
die Banken damit den eigenen Aufwand möglichst klein
behalten, auf der andern Seite wird versucht, den Kunden
längerfristig an sich zu binden.» Wie reagieren die Hauseigentümer darauf? Dora: «Ich stelle einen Trend hin zu einer bankenunabhängigen Hypothekarberatung fest.» Werden danach die Banken häufiger gewechselt? Dora: «Ein
Bankenwechsel macht nicht in jedem Fall Sinn. Sinnvoll
wäre es, mit einer Bank eine langjährige faire Beziehung
aufzubauen. Da müssen viele Banken noch dazulernen.
Oft kann auch hier ein bankenunabhängiger Finanzberater oder auch ein Hypothekarbroker helfen.»
Familie Villa aus dem Kanton Basel-Landschaft hat vor
fünf Jahren ein Eigenheim gekauft. Das Haus kostete
750 000 Franken. 600 000 Franken wurden bei der Bank
aufgenommen. Heute besteht ein Splitting von drei Mal
200 000 Franken. 400 000 Franken kann Familie Villa
nun neu platzieren. Wir vergleichen die beiden Varianten
«A: Sicherheit» und «B: Profit».
Variante A: Sicherheit
laufende Hypothek
Zins (3,5%) pro Mt.
CHF 200 000.- (bis 2011)
Zins (2,5%) pro Mt.
CHF 200 000.- (5 J. fix)
ZIns (3,1%) pro Mt.
CHF 200 000.- (10 J. fix)
Total Schuldzins
CHF 1820.-/Mt.
Variante B: Profit
 Abschluss
Zins (1,5%) pro Mt.
CHF 400 000.- (3-Mt-Libor)
CHF 1300.-/Mt.
Vorteil von B
CHF 520.-/Mt.
Martin Balsiger,
Leiter Kreditmanagement, Postfinance,
zum Thema Hypotheken-Splitting
Herr Balsiger, gibt es «das» richtige
Produkt für Hypothekarschuldner?
Martin Balsiger: Das «richtige» Produkt gibt es nicht. Die Hypothekenwahl ist vergleichbar mit dem Anlagegeschäft; auch dort kommt es auf
die Risikobereitschaft des Kunden
an. So ist nicht für jeden Kunden eine Geldmarkthypothek ideal, da diese sehr schnell gegen oben oder unten auf aktuelle Zinssituationen reagiert. Gerade junge Familien gehen gerne auf Nummer sicher und
schliessen langfristige Hypotheken
ab, um das Budget im Griff zu haben.
Auf der anderen Seite sind finanziell
unabhängige Personen eher in der
Lage, mit kurzfristigen Zinsschwankungen umzugehen.
Welche Splitting-Varianten würden
Sie heute wählen? Ich persönlich
würde die Hälfte als Geldmarkhypothek (3-Mt-Libor) und die andere Hälfte als Festhypothek mit einer Laufzeit von 7 Jahren abschliessen. Das
erlaubt mir, mittels Geldmarkthypothek von allenfalls noch sinkenden
Zinsen zu profitieren und mich mit
der aktuell sehr günstigen Festhypothek langfristig abzusichern.
In jedem Fall? Ich würde erst ab einer Hypothek von ca. 300 000 Franken splitten und nicht mehr als zwei
Tranchen wählen.
Die Interessen von Bank und Kunden sind nicht gleich. Wie offen reden Sie darüber? Wir wollen unsere
Kunden besser begleiten und spielen daher mit offenen Karten. Wenn
wir den Kunden mit Tricks an uns binden, ist das eine schlechte Basis für
eine langfristige Kundenbeziehung.
Für uns steht ganz klar das Kundenbedürfnis im Vordergrund. Da wir uns
bewusst sind, dass viele Kunden bei
Tranchen mit unterschiedlichen Laufzeiten Schwierigkeiten haben von der
Bank loszukommen, bieten wir mit
der gestaffelten Ablösungsmöglichkeit Hand. Konkret: der Kunde kann
seine bei der bestehenden Bank fällige Tranche als Nachgang zu uns
transferieren. Natürlich haben wir
dann die Erwartung, dass bei Fälligkeit der zweiten Tranche diese auch
zu uns transferiert wird. Dieses Angebot entspricht einem klaren Kundenbedürfnis. Bisher fühlten sich viele
Kunden in dieser Situation etwas hilflos ihrer Bank ausgeliefert.
Welche Parameter spielen beim
Splitting eine Rolle? Bei der Tranchenwahl spielt vor allem die Zins-
Was passiert, wenn ich mein Haus
mitten in der Hypotheken-Laufzeit
verkaufe? Falls heute in einer absoluten Tiefzinsphase eine 10-jährige
Hypothek abgeschlossen wird und
der Kunde diese in 2 Jahren wieder
auflösen muss, ist unter Umständen
eine Vorfälligkeitsentschädigung zu
bezahlen. Wenn das Zinsniveau zum
Zeitpunkt des Ausstiegs höher ist als
zum Zeitpunkt des Abschlusses, wird
diese Vorfälligkeit nicht ins Gewicht
fallen. Die Banken machen dann
höchstens ihre entgangene Marge
für die Restlaufzeit geltend.
Und wenn der Fall umgekehrt ist,
die Zinssituation auf dem Markt also besser ist als beim Abschluss
der Hypothek? Falls jemand eine
Hypothek vorzeitig auflösen muss,
werden wir die Kosten oder die Erträge, welche sich aus der Refinanzierungsauflösung ergeben, vollumfänglich auf den Kunden übertra-
«Es kommt auf
die Risikobereitschaft an»
risikodiversifikation eine Rolle. Es
soll vermieden werden, dass der
ganze Betrag in einer Hochzinsphase fällig wird und zu einem ungünstigen Zins neu refinanziert werden
muss. Zudem geht es auch darum,
die Zinsbewegungen während der
Laufzeit für sich auszunützen. Bei
einer Geldmarkthypothek kann von
sinkenden Zinsen profitiert werden
und bei einer Festhypothek ist man
abgesichert vor steigenden Zinsen.
Bei der Geldmarkthypothek besteht
zudem die Möglichkeit, sich gegen
steigende Zinsen mittels eines sogenannten Caps (Maximalzinssatz)
gen. Auf die entgangene Marge verzichten wir, sofern es sich um Härtefälle handelt (z.B. Hausverkauf aufgrund Scheidung oder Tod). Grundsätzlich: Der Kunde geht einen bindenden Vertrag ein. Beim Abschluss
einer langfristigen Hypothek muss
sich der Kunde bewusst sein, dass
in dieser Zeit viel passieren kann (Arbeitsplatzwechsel, Scheidung, Nachbarschaftsstreit usw.), was zu einem
Liegenschaftsverkauf und zu einer
vorzeitigen Auflösung der Hypothek
führen kann. Genau in solchen Fällen ist es oft besser, wenn eine Tranche mit einer kürzeren Laufzeit abgeschlossen wurde.
Hypotheken: Verhandeln
Zwei von drei Wohneigentümern bezahlen zu hohe Hypothekarzinsen. Zu diesem Ergebnis
kommt eine repräsentative Umfrage des Internet-Vergleichsdiensts comparis.ch unter
Schweizer Wohneigentümern.
Die Umfrage zeigt auch, dass sich die Wohneigentümer bei der Suche nach einer günstigen Finanzierung zu schnell
zufrieden geben. Rund die Hälfte aller Befragten hat im Vorfeld des Vertragsabschlusses nämlich nur eine einzige
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Gutenberg gewidmeten Weltmuseum der Druckkunst. Weiterfahrt.
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18:10 Uhr: «Richtige Sanierung der Gebäudehülle»
(u.a. Informationen zu wärmetechnischen Verbesserungen von Dach/Wand, optimaler Dämmung von Estrich/Kellerdecke, Erneuerungskonzepten und Kosten)
18:25 Uhr: «Voller Durchblick für Energiesparer»
(u.a. Informationen zu Konstruktion und Materialien
von Fenstern und Türen, Energiesparpotential)
18:40 Uhr: «Erfolgreiche Heizungssanierung»
(u.a. Informationen zu vorhandenen Öl-/Gasheizungen,
modernen Heizsystemen, Kombination verschiedener Technologien, Kosteneinspar-Potentialen)
18:55 Uhr: «Förderprogamme im Gebäudebereich»
(u.a. Informationen zu Energiegesetzgebung und
Förderprogrammen: Wie beim Umbau profitieren?)
19:15 Uhr: Diskussionen und Fragen
19:45 Uhr: Apéro Riche
JA, ich möchte an der Informationsveranstaltung am 7. April 2009 im GDI in Rüschlikon zum
Thema «Umbauen und Energie sparen: Praktische Anleitungen für Hauseigentümer» teilnehmen.
erfasst und schriftlich bestätigt (Platzzahl beschränkt).
neue-ideen Ausgabe Nr. 02 | März
neue-ideen die Zeitschrift für den Hauseigentümer, Ausgabe März 09

References: Art.
684
 Art. 56
 Art. 684

Art. 257

Art. 482
 Art. 8

BGE 

Art. 33