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Timestamp: 2020-07-04 09:13:07+00:00

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Seminarübersicht für Steuerberater | E-WISE | steuern
Seminarübersicht für Steuerberater
Teilwertabschreibung auf den Beteiligungsansatz
Im vorliegenden Fall streiten die Beteiligten über die Rechtmäßigkeit einer Einkünftekorrektur nach § 1 des Gesetzes über die Besteuerung bei Auslandsbeziehungen (Außensteuergesetz).
Der BFH hat entschieden, dass Kosten, die durch die Abwehr der Rückforderung von Eigentum an einem Vermietungsobjekt anfallen, im Zusammenhang mit dem Vermögen und nicht im Zusammenhang mit der Einkunftserzielung stehen.
Die Kosten eines Zivilprozesses, in dem ein Erbe vermeintliche zum Nachlass gehörende Ansprüche des Erblassers geltend gemacht hat, sind als Nachlassregelungskosten vom Erwerb von Todes abzugsfähig (BFH vom 06.11.2019, II R 29/16).
Höchstbetragsberechnung und Günstigerprüfung bei der Einzelveranlagung von Ehegatten
Erst nach beantragter Einzelveranlagung und dem hälftigen Abzug von Sonderausgaben ist, getrennt für jeden Ehegatten, die Höchstbetragsberechnung und Günstigerprüfung durchzuführen. (BFH Urteil vom 28.11.2019, III R 11/18).
Erbschaft- und Schenkungsteuer: Maßgebende Steuerklasse beim Erwerb vom leiblichen aber nicht biologischen Vater
Erbt ein Kind von seinem biologischen Vater, der nicht gleichzeitig auch der rechtliche Vater ist, wird das Erbe mit Steuerklasse III besteuert (BFH Urteil vom 05.12.2019, II R 5/17).
Ruhender Gewerbebetrieb im Gewerbesteuerrecht - Fortbestehen der Unternehmensidentität bei einer Besitzpersonengesellschaft
Die Unternehmensidentität einer Besitzpersonengesellschaft besteht so lang fort, wie sie auch mit der Betriebsgesellschaft verbunden ist. Ein vortragsfähiger Gewerbesteuerverlust geht nicht unter (Urteil vom 30.10.2019, IV R 59/16).
Mit dem Vorlageersuchen des BFH sollen die Richter des EuGH Stellung zu der Frage nehmen, inwieweit eine Ausschlussfrist für die Zuordnung eines Gegenstandes zum Unternehmensvermögen bestehen darf.
Rechnungsangaben beim Vorsteuerabzug – Definition der handelsüblichen Bezeichnung
Der BFH hat wie zu erwarten klargestellt, dass die Finanzverwaltung keine überzogenen Anforderungen an die Leistungsbeschreibung in einer Rechnung im Niedrigpreissegment für den Vorsteuerabzug stellen darf.
Laut einem aktuellen BFH Urteil ist bei von gemeinnützigen Einrichtungen erbrachten Leistungen, nicht ohne Weiteres der ermäßigte Umsatzsteuersatz anzuwenden.
Wenn ein Mitgesellschafter einen weiteren Anteil an derselben Personengesellschaft aufgrund des Ausscheidens eines Mitgesellschafters durch Tod hinzu erwirbt, vereinigt sich in der Regel der hinzu erworbene mit dem bisherigen Mitunternehmeranteil zu einem einheitlichen Mitunternehmeranteil.
Das BMF hat mit Schreiben vom 20.11.2019 zur der Frage Stellung genommen, wann Einkünfte im Rahmen eines Heil- oder Heilhilfsberufs als Einkünfte aus freiberuflicher Tätigkeit oder als Einkünfte aus einem Gewerbebetrieb zu qualifizieren sind.
Innergemeinschaftliche Lieferungen – Nachweispflichten BFH Urteil vom 26.09.2019
In einem aktuellen Urteil geht der BFH auf die Beurteilung des fehlenden Belegnachweises zum Bestimmungsort und die Frage einer Scheinfirma ein.
Das FG Münster hat darüber entschieden, ob Pensionszahlungen an einen beherrschenden Gesellschafter, der daneben als Geschäftsführer tätig ist und ein Gehalt bezieht, eine verdeckte Gewinnausschüttung darstellen.
FG Münster verneint Nachweis fast ausschließlich betrieblicher Pkw-Nutzung durch nachträglich erstellte Auflistungen
Die für die Bildung eines Investitionsabzugsbetrages erforderliche, fast ausschließlich betriebliche Nutzung eines PKW, kann nicht durch nachträglich erstellte Unterlagen nachgewiesen werden.
Gesetzentwurf zur Umsetzung des Klimaschutzprogramms 2030 im Steuerrecht
Die Bundesregierung hat zur Umsetzung des Klimaschutzprogramms nun auch steuerliche Maßnahmen, sowie Änderungen im Luftverkehrssteuergesetzes beschlossen, die in den Bereichen Verkehr, Wohnen und Energieerzeugung den Klimaschutz stärken sollen.
Der Bundestag hat am 18.10.2019 Gesetze zur Grundsteuerreform verabschiedet. Dafür wurden sowohl Änderungen des Grundsteuergesetzes als auch des Grundgesetzes auf den Weg gebracht.
Abzinsung von Verbindlichkeiten im Jahr 2010
Der BFH hat entschieden, dass die Abzinsung von unverzinslichen Betriebsschulden mit 5,5 % im Jahr 2010 noch verfassungsgemäß ist.
BFH Urteil - Grundstücksenteignung ist kein steuerpflichtiges privates Veräußerungsgeschäft
Der BFH hat mit dem Urteil vom 23.07.2019 klargestellt, dass im Falle einer Grundstücksenteignung kein privates Veräußerungsgeschäft vorliegt, da die Eigentumsübertragung ohne den Willen des Steuerpflichtigen stattgefunden hat.
Immobilieninvestoren sollen die Grunderwerbsteuer künftig nicht mehr so leicht umgehen können. Denn bislang nutzen einige von ihnen ein Schlupfloch: Statt einer Immobilie kaufen sie Anteile an der Firma, die Eigentümerin der Immobilie ist.
Diese sogenannten Share-Deals blieben bislang grunderwerbsteuerfrei, solange Investoren weniger als 95 Prozent der Unternehmensanteile kaufen.
Umsatzsteuerpflicht für Gutachtertätigkeit
Es ist zweifelhaft, ob die nach nationalem Recht bestehende Umsatzsteuerpflicht für Gutachten, die eine Krankenschwester zur Feststellung der Pflegebedürftigkeit im Auftrag des Medizinischen Diensts der Krankenversicherung (MDK) erbringt, mit dem Unionsrecht vereinbar ist.
Für die Kosten einer Aufbewahrung von Mandantendaten und Handakten im DATEV-Rechenzentrum, sind bei einer Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft keine Rückstellungen zu bilden.
Der BFH hatte über die Abzugsfähigkeit von Renovierungskosten für ein Badezimmer zu entscheiden, das sich im selben Haus befindet wie das häusliche Arbeitszimmer.
Strukturelles Vollzugsdefizit bei der Besteuerung von Einnahmen in bargeldintensiven Betrieben – ist die Besteuerung verfassungswidrig?
Die Finanzämter sind laut Kläger nicht mehr in der Lage, die Vollständigkeit der Barerlöse adäquat zu überprüfen. Nun soll der BFH darüber entscheiden, ob die Besteuerung der Einnahmen in der Bargeldbranche überhaupt noch verfassungsgemäß ist.
Bundesregierung verabschiedet Jahressteuergesetz 2019
Am 31.07.2019 wurde der Gesetzentwurf für ein Jahressteuergesetz 2019 unter dem amtlichen Titel „Gesetz zur weiteren steuerlichen Förderung der Elektromobilität und zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften“ beschlossen. Die wesentlichen Änderungen finden Sie in diesem Artikel.
Kindergeld: BFH entscheidet zur Abgrenzung zwischen Erst- und Zweitausbildung bei einem bereits erwerbstätigen Kind
Unter welchen Voraussetzungen ein Kindergeldanspruch für ein volljähriges Kind mit einer bereits abgeschlossenen Ausbildung besteht, hat der BFH mit Urteil vom 20.02.2019 entschieden. Demnach besteht der Kindergeldanspruch dann, wenn die weitere Ausbildung Teil einer einheitlichen Erstausbildung ist.
BFH bestätigt Neuregelungen beim Reisekostenrecht
Die seit 2014 bestehende Neuregelung des steuerlichen Reisekostenrechts für Arbeitnehmer und Beamte, welche den Werbekostenabzug einschränkt, ist laut BFH Urteil verfassungsgemäß.
Aufstockungsbeträge zum Transferkurzarbeitergeld gelten als laufender Arbeitslohn und sind somit nicht als Entschädigung ermäßigt zu besteuern, wie der BFH mit seinem Urteil zu Zahlungen einer Transfergesellschaft im Rahmen eines bestehenden Arbeitsverhältnisses entschieden hat.
Für die Berechtigung des Vorsteuerabzugs muss die Identität des Leistungserbringers und des Rechnungsaustellers gegeben sein.
Berücksichtigung übernommener Gewerbesteuer als Veräußerungskosten
In dem Urteil vom 07.03.2019 äußert sich der Bundesfinanzhof zur Frage, inwieweit die vertragliche Vereinbarung zur Übernahme von Gewerbesteuer beim Übernehmenden als Betriebsausgaben und Veräußerungskosten abzugsfähig sind.
Eine Steuerermäßigung nach § 35 a EStG kann nur für die eigene Unterbringung in einem Heim oder für die eigene Pflege in Anspruch genommen werden, wie der BFH mit einer aktuellen Entscheidung klarstellt.
Margenbesteuerung bei Vermietung von Ferienwohnungen mit Regelsteuersatz - BFH Urteil vom 27.03.2019 (veröffentlicht am 08.05.2019)
Für Dienstleistungen an Kunden können Reisebüros nach § 25 UStG und dem Unionsrecht die Margenbesteuerung anwenden.
In insgesamt bisher drei Entscheidungen hat der BFH seine Rechtsprechung zur Berücksichtigung eigenkapitalersetzender Finanzierungshilfen als nachträgliche Anschaffungskosten im Sinne des § 17 EStG geändert.
Neues BMF Schreiben zur steuerlichen Beurteilung bei Überlassung eines Arbeitszimmers vom Arbeitnehmer an den Arbeitgeber
Die Leistung der zweckentfremdeten Vermietung eines Arbeitszimmers im Haus oder der Wohnung des Arbeitnehmers an den Arbeitgeber ist entweder nach Arbeitslohn oder nach Vermietungseinnahmen zu beurteilen.
Der EUGH hat in einer aktuellen Entscheidung vom 14.03.2019 in der Rechtssache „A&G Fahrschul-Akademie“ klargestellt, dass keine Steuerbefreiung für Fahrunterricht im Rahmen des Begriffs „Schul- und Hochschulunterrichts" zum Tragen kommt.
Nach einer aktuellen Entscheidung des BFH sind Aufwendungen, die einer Organgesellschaft aus der Haftungsinanspruchnahme für Körperschaftsteuerschulden des Organträgers nach § 73 AO entstehen, als verdeckte Gewinnausschüttung zu qualifizieren.
Finanzgerichtsurteil zur Anerkennung eines elektronischen Fahrtenbuches
Das niedersächsische Finanzgericht hat mit seinem Urteil von 23.01.2019 die hohen Anforderungen an ein Fahrtenbuch, auch in elektronischer Form, verdeutlicht.
Der BGH musste sich einmal mehr mit der Frage der Steuerberaterhaftung im Zusammenhang mit der Empfehlung von Geld- oder Investmentanlagen beschäftigen.
Wechsel der Steuerschuldnerschaft nach § 13 b UStG bei Bauleistungen
Der BFH hat entschieden, dass ein Bauträger einen Antrag auf Erstattung der zu Unrecht einbehaltenen Umsatzsteuer stellen kann, ohne dass es darauf ankommt, dass er einen gegen ihn gerichteten Nachforderungsanspruch des leistenden Unternehmers erfüllt oder die Möglichkeit für eine Aufrechnung durch das Finanzamt besteht.
Politische Betätigung kann Gemeinnützigkeit in Frage stellen
Vereinen ist die Gemeinnützigkeit zu versagen, wenn diese politische Zwecke und Betätigungen verfolgen, wie der BFH mit seinem Urteil zu der globalisierungskritischen "attac"-Bewegung entschied.
Firmenwagennutzung bei „Minijob“ im Betrieb des Ehegatten
Die Überlassung eines Firmen-PKW zur uneingeschränkten Privatnutzung bei einem „Minijob“ im Betrieb des Ehegatten ist laut eines aktuellen Urteils des BFH nicht fremdüblich.
BFH ändert seine Rechtsprechung: eine Bruchteilsgemeinschaft kann nicht Unternehmer sein
Der BFH ändert seine bisherige Rechtsprechung zu Bruchteilgemeinschaften als Unternehmer und entscheidet, dass diese keine Unternehmer sein können.
Kein Abzug von tatsächlichen Kfz-Aufwendungen eines Schwerbehinderten als außergewöhnliche Belastung
Der Abzug von Kosten für Privatfahrten bei gehbehinderten Personen ist auf die Pauschale begrenzt. Der Abzug von darüberliegenden tatsächlichen Fahrtkosten ist ausgeschlossen.
Der BFH hat ein Urteil zu festen Dynamisierungen von Pensionsanwartschaften mit Blick auf die betriebliche Altersversorgung als Betriebsausgabe gefällt.
Die wichtigsten steuerlichen Änderungen im Jahr 2019
Mit dem Jahressteuergesetz stellt der Gesetzgeber die Weichen für die steuerrechtliche Entwicklung und reagiert auf erforderliche Anpassungen, die durch Rechtsprechung oder gesellschaftliche Veränderungen angestoßen wurden.
Urteilsbesprechung: Tarifbegünstigte Veräußerung einer freiberuflichen Einzelpraxis
Der BFH sieht als Voraussetzung für die Veräußerung vor, dass die wesentlichen vermögensmäßigen Grundlagen definitiv auf die erwerbende Gesellschaft übertragen werden.
Der BFH entschied mit Beschluss vom 22.11.2018 – II B 8/18:1. Den Formwechsel eines Einzelunternehmens in eine Ein-Mann-GmbH sieht § 191 Abs. 1 UmwG nicht vor. Durch die Beurkundung eines solchen Formwechsels eines grundbesitzenden Einzelunternehmens kann die Entstehung von Grunderwerbsteuer nicht vermieden werden. Auf nach § 1 Abs. 1 Nr. 1 GrEStG steuerbare Erwerbsvorgänge findet die Steuervergünstigung des § 6a Satz 1 GrEStG keine Anwendung.
Korrektur des Bauträgers bei einer unzutreffend angenommenen Steuerschuldnerschaft nach §13b UStG
Ein Bauträger darf sich rechtsirrtümlich abgeführte Umsatzsteuer aus Bauleistungen erstatten lassen. Im Urteil vom 27.09.2018 (Az. V R19/17), welches am 14.11.2018 veröffetnlicht wurde, äußert sich der nunmehr zu der Problematik.
Ein Verzicht des Gesellschafters auf ein Gesellschafterdarlehen gegen Besserungsschein kann für Schuldzinsen, die auf ein Refinanzierungsdarlehen gezahlt werden, bis zum Eintritt des Besserungsfalls zu einem Wechsel des Veranlassungszusammenhangs der Aufwendungen hin zu den Beteiligungserträgen gemäß § 20 Abs. 1 Nr. 1 EStG führen. Ein Wechsel des Veranlassungszusammenhangs tritt insbesondere ein, wenn der Gesellschafter durch den Verzicht auf Zins- und Tilgungsansprüche aus dem Gesellschafterdarlehen die Eigenkapitalbildung und Ertragskraft der Gesellschaft stärken will.
Vereinnahmung von Forderungen bei Insolvenz in Eigenverwaltung
Der BFH hat mit seinem Urteil vom 27.09.2018 (Az. V R 45/16) entschieden, dass bei Eigenverwaltung im Insolvenzverfahren auch eine Abgrenzung der Vermögensbereiche in Masseverbindlichkeit und Insolvenzforderung zu erfolgen hat und eine doppelte Berichtigung der Besteuerungsgrundlagen nach §17 UStG unionsrechtlich nicht zweifelhaft erscheint.
Knackpunkt Liebhaberei - Einstufung der Tätigkeit bei Verlusterzielung
Immer wieder wird seitens der Finanzämter bei Neugründung von Betrieben mit anfänglichen Verlusten das Thema der tatsächlichen Gewinnerzielungsabsicht bei Veranlagung der eingereichten Jahressteuererklärung aufgegriffen. Doch unter welchen Umständen kann von der sogenannten Liebhaberei ausgegangen werden und welche Argumente und Konsequenzen folgen?
Der VI Senat hat sich in 2 Urteilen mit der Frage auseinandergesetzt, wann Zahlungen des Arbeitgebers für zusätzlichen (Kranken-) Versicherungsschutz beim Arbeitnehmer Sachlohn darstellen und wann nicht. Die Antwort darauf ist deshalb relevant, weil ein Sachbezug im Sinne des § 8 Abs. 2 S. 11 EStG bis zu einer Freigrenze von 44 € im Monat steuerfrei bleibt – Barlohn hingegen nicht. Die differenzierende Betrachtung des BFH verdeutlicht die für die Arbeitgeber bestehende Gestaltungsfreiheit.
Der BFH hat im Urteil vom 14.03.2018 (Az. X R 17/16) im Zusammenhang mit der Begrenzung des Betriebsausgabenabzuges für Schuldzinsen gem. § 4 Abs. 4a EStG entschieden, dass Verluste für sich genommen nicht zu Überentnahmen im Sinne der Vorschrift führen können. Er nimmt daher eine differenzierte Berechnung vor als sie im BMF-Schreiben vom 17.11.2005 bisher dargestellt ist.
Voraussetzungen für den Abzug von Unterhaltsleistungen als außergewöhnliche Belastungen
Der BFH hat mit Urteil vom 25.04.2018 (Az. VI 35/16) über die Abzugsfähigkeit von Unterhaltsaufwendungen als außergewöhnliche Belastung entschieden, die im einen Kalenderjahr für zukünftige Bedürfnisse des Folgejahres geleistet worden sind.
BFH erleichtert den Vorsteuerabzug aus Rechnungen für Unternehmen
BFH erleichtert für Unternehmen den Vorsteuerabzug aus Rechnungen und entscheidet eine Änderung der Rechtssprechung zu den Rechnungsanforderungen. Für den Vorsteuerabzug muss eine Rechnung eine Anschrift des leistenden Unternehmers enthalten, unter der er postalisch erreichbar ist. Wie der BFH nun entschieden hat, ist es nicht mehr erforderlich, dass die Rechnung weitergehend den Ort angbit, an der der leistende Unternehmer seine Tätigkeit ausübt.
Seit dem BFH-Urteil vom 29.05.2018, IX R 33/16 ist ein Wechsel von der in Anspruch genommenen degressiven AfA gemäß § 7 Abs. 5 EStG zur AfA nach der tatsächlichen Nutzungsdauer gem. § 7 Abs. 4 S. 2 EStG ist nicht möglich.
Pauschalierung der Einkommensteuer nach § 37b EStG: Neues BMF Schreiben vom 28.06.2018
Mit Schreiben vom 28.06.2018 hat das BMF die nunmehr alte Fassung vom 19.05.2015 aufgrund neuer Rechtsprechungen durch den BFH überarbeitet und klargestellt, dass die Pauschalierung der Einkommensteuer nach §37b Abs.1 EStG nur für Zuwendungen gilt, die beim Zuwendungsempfänger zu (einkommen-)steuerpflichtigen Einkünften führt. Aufgrund dessen wurden die Rz. 9c, 9e und 38 des BMF-Schreibens geändert.
Einkünfte eines national und international tätigen Fußballschiedsrichters
Mit dem Urteil des BFH vom 20.12.2017, I R 98/15 macht der BFH deutlich, dass die Schiedsrichtertätigkeit steuerrechtlich einen Gewerbebetrieb begründet, weil eine selbständige nachhaltige Betätigung vorliegt, die in Gewinnerzielungsabsicht und unter Teilnahme am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr unternommen wird. Damit hob der BFH im Rahmen der Revision das Urteil des Finanzgerichts jedoch zum Nachteil des Klägers auf. Lesen Sie mehr zum Sachverhalt und den Entscheidungsgründen.
Mit drei Urteilen zur steuerlichen Einordnung von erhöhtem Entgelt, das eine GmbH einer nahestehenden Person des Gesellschafters zahlt, hat der Bundesfinanzhof festgestellt, dass diese Zahlungen keine Schenkungen der GmbH sind, sondern der Gesellschafter selbst Schenker im Sinne von § 7 Abs. 1 Nr. 1 Erbschaftsteuergesetz (ErbStG) ist. Dies ist dann der Fall, wenn der Gesellschafter an der Vereinbarung zwischen der GmbH und der nahestehenden Person selbst mitgewirkt hat.
Notwendige Beweiserhebung hinsichtlich der Dokumentationsunterlagen zu einem PC Kassensystem
Behauptet ein Steuerpflichtiger, dass das von ihm genutzte PC-Kassensystem die gemäß § 147 Abs. 1 Nr. 1 AO aufzubewahrenden Organisationsunterlagen zur Kassenprogrammierung vollständig speichert und beantragt er, über diese Behauptung u.a. durch Vorlage der entsprechenden Datenbank, durch Einholung eines Sachverständigengutachtens sowie durch die Zeugenaussage eines Vertreters des Kassenherstellers Beweis zu erheben, handelt es sich nicht um einen unzulässigen Ausforschungsbeweis, sondern um einen erheblichen Beweisantrag. Die gemäß § 147 Abs. 1 Nr. 1 AO aufzubewahrenden Organisationsunterlagen zur Kassenprogrammierung können gemäß § 147 Abs. 2 AO auch auf Datenträgern aufbewahrt werden.
Am 26.06.2018 trat das neue neue Geldwäschegesetz (GwG) in Kraft. Verpflichtete nach dem GWG sind gem. § 2 Abs. 1 Nr. 12 GWG auch Wirtschaftsprüfer, vereidigte Buchprüfer, Steuerberater und Steuerbevollmächtigte, die von den erweiterten Anforderungen betroffen sind. Im Wesentlichen geht es darum, Geldwäschepotential in der eigenen Kanzlei aufzuspüren und das konkrete Risiko zu bewerten.
„Kennen Sie Ihren Kunden?“ – Pflichten nach dem Geldwäschegesetz für Güterhändler
Geldwäsche definiert einen Straftatbestand. Das neue Geldwäschegesetz (GwG) trat am 23.06.2017 in Kraft und soll verhindern, dass Unternehen für Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung missbraucht werden. Der Anwendungsbereich wurde erweitet: Der Kreis der geldwäscherechtlich Verpflichteten ist weitläufiger gefasst. Außerdem wird von den Verpflichteten ein angemessenes Risikomanagement verlangt, der Busgeldrahmen erhöht und ein elektronisches Transparenzregister verlangt. Daraus ergeben sich Pflichten für den Steuerberater.
Entschädigung und Schadensersatz – Einheitsbetrachtung- indizielle Beurteilung
Mit dem BFH-Urteil vom 09. Januar 2018, Az. IX R 34/16, veröffentlicht am 25. April 2018, entschied das Gericht, dass jeder Steuertatbestand für jede Abfindungszahlung getrennt voneinander zu überprüfen ist und wiedersprach somit dem Urteil des Finanzgerichts.
Im BFH-Urteil vom 21.02.2018 (Az. VI R 25/16) beschäftigte sich dieser mit der Anwendbarkeit der Steuerpauschalierung für betrieblich veranlasste Zuwendungen (§ 37b EStG). In diesem Verfahren wurde über die Frage entscheiden, ob die Steuerpauschalierung des § 37b EStG nur für Zuwendungen anzuwenden ist, die beim Leistungsempfänger auch zu steuerpflichtigen Einkünften führen. Ausschlaggebend für den Erfolg der Revision war allerdings noch ein anderer Punkt – das Zusätzlichkeitserfordernis.
Die zumutbare Belastung und ihre stufenweise Ermittlung
BFH-Urteil vom 19.1.2017 zur stufenweisen Ermittlung von zumutbaren Belastungen: Fast jeder hat immer wiederkehrende, tägliche Ausgaben - sei es die Miete für die Wohnung, Versicherungen oder den Einkauf für den Lebensbedarf. Doch gibt es auch Kosten, die nicht gewöhnlich sind, sondern aufgrund von außerordentlichen Gründen wie beispielsweise Krankheit oder Trennung (Unterhaltszahlungen) entstehen. Der Gesetzgeber begünstigt mit der Steuerermäßigung nach §33 EStG diejenigen, denen solch außergewöhnliche Belastungen entstanden sind.
Vorsteuerabzug bei Auflösung eines Pachtvertrages gegen Entgelt mit folgender steuerfreier Grundstücksveräußerung
BFH-Urteil vom 13.12.2017, XI R 3/16: Der BFH hat sich in diesem Urteil mit der Frage beschäftigt, ob der Vorsteuerabzug aus Leistungen, die von einem Unternehmer mit der Absicht bezogen werden, die laufende unternehmerische Tätigkeit zu beenden und gleichzeitig die Gegenstände des Unternehmensvermögens (hier Grundstück) bestmöglich zu verwerten, direkt den Umsätzen aus der Verwertung des Unternehmensvermögens zuzuordnen sind oder gegebenenfalls doch eine Vorsteueraufteilung vorzunehmen ist.
Zur Umsatzsteuerpflicht von Spielgewinnen eines Berufspokerspielers
BFH-Urteil vom 30.8.2017, XI R 37/14: In dem am 25.10.2017 in der Pressemitteilung Nr. 66/17 veröffentlichten Urteil wird die umsatzsteuerliche Einordnung und Abgrenzung von Spielgewinnen bzw. Preisgeldern eingeordnet. Entgegen der Annahme des Finanzgerichts liegt in dem Sachverhalt keine unternehmerische Tätigkeit vor. Danach hat der Kläger keine steuerbaren Umsätze als Unternehmer ausgeführt, da zwischen seiner Teilnahme an den Pokerturnieren, Cash-Games und Internet-Pokerveranstaltungen und den erhaltenen Zahlungen (Preisgeldern und Spielgewinnen) kein unmittelbarer Zusammenhang bestand.
BFH-Urteil vom 26.7.2017, II R 33/15: In dem am 8.11.2017 veröffentlichen Urteil beschäftigte sich der BFH mit der Abzugsfähigkeit von Mängelbeseitgungskosten als Nachlassverbindlichkeiten und der Frage, unter welchen Voraussetzungen eine solche gegeben ist. Erfahren Sie, warum der BFH mit seiner Entscheidung der Ansicht des Finanzgerichts folgt und insoweit seiner Rechtsprechung treu bleibt, was die Behebung von Schäden an Nachlassgegenständen betrifft.
Werbungskostenabzug bei Arbeitszimmer in hälftigem Miteigentum beider Ehegatten
In dem am 18.01.2018 besprochenen hat der EuGH entschieden, dass eine einheitliche Leistung nur einem einheitlichen Steuersatz unterliegen kann.
Grenzen der privaten Vermögensverwaltung - Entscheidungsbesprechung zum BFH-Urteil vom 27.6.2017, IX R 3/17
BFH-Veröffentlichung vom 15.11.2017, BFH-Urteil vom 30.08.2017 zur Einordnung des Handels mit Vorratsgesellschaften in die private Vermögensverwaltung: Die wiederholte Gründung und Veräußerung von sog. Vorratsgesellschaften - hier: Gründung und Veräußerung von insgesamt 40 GmbHs- überschreitet die Grenzen der privaten Vermögensverwaltung. In seiner Entscheidung setzt sich der BFH mit der Grenze der privaten Vermögensverwaltung zum Gewerbebetrieb auseinander und zeigt Abgrenzungsmerkmale im Zusammenhang mit dem Gesamtbild der Verhältnisse und der Verkehrsanschauung auf.
Mit Spannung erwartet: Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 10.04.2018 zur Einheitsbewertung als Bemessungsgrundlage für die Grundsteuer
Das Bundesverfassungsgericht hat mit Datum vom 10.04.2018 das mit Spannung erwartete Urteil zur Verfassungsmäßigkeit der Ermittlung der Grundsteuer verkündet – und die Richter entschieden: Die Bemessungsgrundlage für die Berechnung der Grundsteuer ist verfassungswidrig.

References: § 1
 EuGH 
 § 35
 § 25
 § 17
 EUGH 
 § 73
 BGH 
 § 13
 § 191
 § 1
 § 6
 §13
 § 20
 §17
 § 8
 § 4
 § 7
 § 7
 § 37
 §37
 § 7
 § 147
 § 147
 § 147
 § 2
 § 37
 §33
 EuGH