Source: http://schloss-rio.de/rasse_leonberger/koerordnung.htm
Timestamp: 2018-12-11 05:14:24+00:00

Document:
Aktualisierung der Zuchtordnung mit den Änderungen der JHV 2010
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Die wichtigste und erste Voraussetzung für ordnungsgemäßes Züchten im " Deutschen Club für Leonberger Hunde e.V. " ( nachfolgend DCLH genannt ) ist die Reinzucht des Leonberger Hundes hinsichtlich seines äußeren Erscheinungsbildes und rassetypischen Wesens sowie die Erhaltung und Förderung seiner Leistungseigenschaften nach dem bei der FCI niedergelegten Standard Nr. 145 .
HD A 1/2 ( HD- frei )
HD B 1/2 ( HD-Verdacht )
HD C 1 ( HD - leicht )
HD C 2 ( HD - leicht )
HD-D ( HD - mittel )
HD-E ( HD - schwer )
- uneingeschränkt zur Zucht zugelassen
- Verpaarung mit Partnern HD-A 1/2 und HD B 1 / B2
- nicht zur Zucht zugelassen
Züchter gehaltenen Hunde Die gesetzlichen Mindestbedingungen können für Züchter unseres Clubs nicht ausreichend sein , sie werden von DCLH -Anforderungen ergänzt . Die Zuchtstätte selbst muss für die Aufzucht eines gesunden Leonberger-Nachwuchses geeignet sein, d.h. vor allem sauber und geräumig, der Schlafteil muss trocken und zugfrei sein. Bei heranwachsenden Welpen muss die Hündin die Möglichkeit haben, sich vom Wurf zurückziehen zu können. Strom- und Wasseranschluss müssen in erreichbarer Nähe sein. Genügender Freiraum ist unabdingbare Voraussetzung.
f) Erstzüchter und Deckrüdenbesitzer müssen vor dem ersten Deckakt mindestens 2 Jahre, Deckrüdenbesitzer mindestens 2 Jahre Mitglied im DCLH sein und ein Seminar für Erstzüchter und Deckrüdenbesitzer des DCLH absolviert haben. Weiterhin ist vor dem ersten Deckakt eine Zwingerabnahme vom Zuchtwart durchzuführen. Er hat auf dem entsprechenden Vordruck " Zwingerabnahmeprotokoll " zu bestätigen, dass sehr gute, für Leonberger Hunde angemessene Aufzucht - Bedingungen gewährleistet sind .Vor der Zwingerabnahme muss der nationale / internationale Zwingernamensschutz erteilt worden sein. Die Kosten der Zwingerabnahme und des Zwingernamensschutzes regelt die Gebührenordnung. Bestehende Zuchtstätten müssen ebenso den vorgenannten Anforderungen entsprechen und sind vom Zuchtwart bei der nächsten Wurfabnahme zu bestätigen. Beim Wohnungswechsel des Inhabers der Zuchtstätte wird vom Zuchtwart bei der nächsten Wurfabnahme ein Zwingerabnahmeprotokoll erstellt.
Verbesserungsvorschlägen und Anordnungen des Zuchtwarts im Rahmen der Zuchtordnung sind in jedem Fall Folge zu leisten.
Zur Zucht sind nur Hunde mit gültiger Körung und zuchttauglichem HD-Befund zugelassen, was auch für Auslandseinsätze gilt.
Das Mindestalter für einen Zuchteinsatz ist bei Rüden und Hündinnen die Vollendung des 20. Lebensmonats beim ersten Deckakt. Für Hündinnen endet die Zuchtzulassung mit Vollendung des 8. Lebensjahres ( 1.Decktag ), für Rüden mit Vollendung des 10.Lebensjahres ( 1.Decktag ). Ausnahmen sind in keinem Fall zugelassen.
Der Einsatz von Auslandsrüden ist rechtzeitig beim Zuchtleiter zu beantragen. Bei Paarungen mit ausländischen Zuchtrüden muss deren Zuchttauglichkeit den Mindestvoraussetzungen des DCLH entsprechen , insbesondere müssen dem Zuchtbuchamt mit dem Wurfeintragungsantrag die FCI-anerkannte Ahnentafel und Bescheinigungen über die Vollzahnigkeit , 3 Ausstellungsbewertungen (mit mindestens den Prädikaten "Sehr Gut" ) und die Zuchtzulassung des Heimatlandes vorgelegt werden. Der HD-Befund des Heimatlandes wird anerkannt, sofern er den FCI-Richtlinien entspricht und auf dem Gutachten ein entsprechender Vermerk gemacht ist. Die Zuchtverwendung hinsichtlich des HD-Grades ist analog den Bestimmungen des DCLH anzuwenden. Alle vorgelegten Dokumente müssen ins Deutsche übersetzt und den Kopien beigelegt sein.
Die Besitzer des Rüden und der Hündin bescheinigen auf dem Formblatt " Deckanzeige und Deckbescheinigung " den Deckakt. Der Deckrüdenbesitzer sendet das Formblatt vollständig ausgefüllt und unterschrieben innerhalb von 8 Tagen nach dem 1. Deckakt an das Zuchtbuchamt. Jeder Deckakt ist dem Zuchtbuchamt zu melden. Der Deckakt wird im offiziellen Vereinsorgan des DCLH veröffentlicht. Die Deckgebühren gemäß Gebührenordnung des DCLH sind vom Rüdenbesitzer sofort nach Rechnungslegung zu zahlen, auch in dem Fall, dass die Hündin leer geblieben ist.
7.1 Alle Würfe müssen dem Zuchtbuchamt des DCLH unverzüglich , spätestens innerhalb von 3 Tagen nach dem Wurftag , mit dem Formblatt " Wurfmeldung " mitgeteilt werden. Ebenfalls ist der zuständige Zuchtwart innerhalb von 3 Tagen zu informieren. Eine Veröffentlichung erfolgt in der nächstmöglichen Ausgabe der offiziellen Vereinsmitteilungen.
Die Welpen müssen zur Wurfabnahme durch einen Chip gekennzeichnet sein. Die Transponder-Imlantation erfolgt an der linken Halsseite und wird vom Tierarzt vorgenommen. Zum jeweiligen Transponder müssen mindestens 5 Klebeetiketten mit der entsprechenden Transponder-Nummer vorliegen, und zwar für den Wurfeintragungsantrag, für den Impfausweis, 2 Exemplare für das Zuchtbuchamt (Ahnentafel, Zahnkarte ) und 1 Etikett für das Haustierzentralregister( TASSO). Der Züchter ist verpflichtet, ein Chip-Lesegerät zu besitzen. Sollte der Transponder nach Abgabe des Welpen nicht mehr lesbar sein, muss vor erneuter Transponder-Implantation und vor der Änderung beim Zuchtbuchamt eine DNA-Untersuchung erfolgen. Der Zuchtwart fertigt über die Wurfabnahme ein Protokoll an, in dem alle wesentlichen Angaben zum Wurf enthalten sein müssen, insbesondere alle bei den Welpen festgestellten Vorzüge und Mängel. Das Original des Wurfabnahmeprotokolls schickt der Zuchtwart an das Zuchtbuchamt. Das Zuchtbuchamt schickt eine Kopie an Zuchtleiter und Hauptzuchtwart. Der Züchter behält Kopien. Erst wenn die Unterlagen vorliegen und die Gebühren bezahlt sind , werden die Ahnentafeln vom Zuchtbuchamt ausgehändigt , dazu die Originalahnentafel der Mutterhündin mit den Wurfdaten. Stellt sich bei der Abnahme heraus , dass die Welpen Mängel haben , die einen tierärztlichen Eingriff notwendig machen könnten (z.B. Nabelbrüche ), muss der Züchter vor Aushändigung der Ahnentafeln tierärztliche Atteste beim Zuchtbuchamt vorlegen , die nachweisen , dass Operationen erfolgt sind oder nicht notwendig waren . Die Zuchtwarte sind verpflichtet, diese Mängel deutlich auf dem Wurfabnahmeprotokoll aufzuführen. Die Gewichte der Welpen sind bis zum 10. Lebenstag täglich festzustellen, danach mindestens wöchentlich. Die Gewichtstabelle ist dem Zuchtwart bei der Wurfabnahme vorzulegen. Dieser nimmt die endgültige Gewichtskontrolle vor. Das Mindestgewicht ist gleich der Anzahl der Lebenswochen in kg. Untergewichtige Welpen werden nicht abgenommen. Diese sind dem Zuchtwart innerhalb von 6 Wochen noch einmal vorzustellen und müssen dann ebenfalls das Gewicht gleich der Lebenswochen in kg haben. Die Kosten trägt der Züchter gemäß Gebührenordnung des DCLH. Wird das Mindestgewicht der einzelnen Welpen bis dahin nicht erreicht, erhält die Ahnentafel den Stempel „Zur Zucht nicht zugelassen“. Eine spätere Übernahme in das ordentliche Zuchtbuch kann auf Empfehlung des Zuchtausschusses vorgenommen werden.
9.1 Ahnentafel und Hund gehören zusammen.
Die Ahnentafel ist ein Abstammungs- Nachweis, der von der Zuchtbuchstelle als mit den Zuchtbucheintragungen identisch gewährleistet wird und drei oder mehr Ahnengenerationen aufweist. Ahnentafeln müssen deutlich mit dem Emblem des VDH und der FCI gekennzeichnet sein. Ahnentafeln und eventuelle Auslandsanerkennungen dürfen den Käufern von Hunden nicht gesondert berechnet werden.
Der Eintrag auf der Rückseite der Ahnentafel „Zur Zucht zugelassen“ ist nur gültig in Verbindung mit der Unterschrift des verantwortlichen Körmeisters oder des Zuchtbuchamtes. Das Datum der Prüfung und das Ende der Zuchtzulassung sind mit anzugeben. Vom VDH / FCI oder DCLH anerkannte Siegertitel und Ausbildungskennzeichen der Vorfahren werden vom Zuchtbuchführer bei Ausstellung der Ahnentafeln jeweils zugefügt, sofern der entsprechende Nachweis geführt wurde und entsprechender Platz vorhanden ist. HD-Grade aller aufgeführten Vorfahren werden bei Ausstellung der Ahnentafeln vom Zuchtbuchführer vermerkt.Weitere Eintragungen in das Zuchtbuchamt und dessen Aufbau regelt die VDH-Zuchtordnung bzw. die „Regeln für die einheitlich ausgerichtete Zuchtbuchführung im VDH“ und die Vorgaben des DCLH.
Bei Verstößen gegen tierschutzrechtliche Bestimmungen, Zuchtbestimmungen, Körbestimmungen, Anordnungen und Entscheidungen des Zuchtausschusses kann der Zuchtausschuss eine Verwarnung, einen Verweis, ein befristetes oder dauerndes Zuchtverbot, eine Geldstrafe oder ein Ausschlussverfahren beim Vorstand beantragen. Bei gravierenden , nachgewiesenen Verstößen gegen tierschutzrechtliche Bestimmungen kann der Zuchtausschuss ein vorläufiges Zuchtverbot anordnen, um Gefahren abzuwenden. Gegen Anordnungen und Entscheidungen des Zuchtausschusses in Zuchtbelangen kann binnen 14 Tagen nach Zugang der Vorstand angerufen werden. Neben oder anstelle von Disziplinarmaßnahmen können bei Verstößen gegen Zucht- und Körordnung ein zeitlich befristetes oder dauerndes Zuchtverbot verhängt werden. Ein befristetes oder dauerndes Zuchtverbot erstreckt sich auf alle im Zwinger gehaltenen Rüden und Hündinnen, eventuelle Zukäufe und Zuchtmieten oder auf Einzeltiere. Das Verbot spricht der Vorstand aus. Auch beim Kauf oder Verkauf eines Zuchttieres bleibt das Zuchtverbot beim neuen Besitzer erhalten.Verwarnungen oder Verweise werden bei leichten Verstößen gegen die ordnungsgemäße Abwicklung der Zuchtmaßnahmen verhängt. Ein Zuchtverbot ist zu verhängen , wenn schwerwiegende Aufzucht- und Haltungsfehler nach Tierschutzgesetz und Ordnungen des DCLH vorliegen, wenn grob fahrlässig oder vorsätzlich gegen Zuchtregeln verstoßen wird und / oder Grundsätze zur planmäßigen Zucht erbgesunder, wesensfester Rassehunde verletzt wurden. Deckakte und Würfe, die entgegen dieser Zuchtordnung zustande gekommen sind, müssen im Vereinsorgan deutlich als solche gekennzeichnet sein. Rechtskräftige Zuchtverbote sind auf jeden Fall in den Vereinsmitteilungen zu veröffentlichen.
Gemäß Beschluss der Mitgliederversammlung des VDH am 27.02.2000 und nach Eintrag in das Vereinsregister am 17.07.2000 wurden alle Ordnungen Bestandteil der Satzung und sind von den Mitgliedsvereinen, soweit sie einschlägig, sind als Mindest- oder Rahmenbedingungen zu übernehmen.
im Folgenden unter Punkt C. aufgeführte Haltungsformen von Zuchthunden;
c. Jedem Hund müssen mindestens 15 qm zur Verfügung stehen. Für jeden weiteren, in der gleichen Box gehaltenen Hund werden 5 qm mehr gefordert.
d. Jede Box sollte direkten Zugang zu einem Auslauf haben, der, selbst wenn nur ein Hund gehalten wird, mindestens 100 qm groß sein muss.
h. Die Räumlichkeiten, in denen die Hunde untergebracht sind, müssen des Weiteren gut zu belüften sein. In allen wie vorne beschriebenen Anlagen muss fließendes Wasser vorhanden sein.
3. Die Umzäunung des Auslaufes muss so beschaffen sein, dass sich die Hunde daran nicht verletzen können und sie nicht von ihnen überwunden werden kann.
4. Da ständiger Kontakt mit den Hunden und regelmäßige Kontrolle der Zwingeranlage nicht nur während der Aufzucht eines Wurfes erforderlich ist, kann es nicht genehmigt werden, dass entsprechende Anlagen weit vom Wohnhaus des Züchters entfernt sind und er den Zwinger nur 1 oder 2 x täglich aufsucht.
5. Jedem Hund muss täglich mind. 2 Stunden die Möglichkeit zu freiem Auslauf geboten werden. Das Bewegungsbedürfnis der Hunde kann während eines Spaziergangs oder in großen Freiausläufen befriedigt werden, wobei sich in letzterem Fall der Züchter zusätzlich mit seinen Hunden beschäftigen muss. Die Freiausläufe dürfen nicht blickdicht von der Außenwelt abgeschottet sein.
6. Allen erwachsenen Hunden, sowie den Welpen, müssen mindestens täglich 3 Stunden menschliche Gesellschaft, Kontakt, Ansprache und Zuwendung geboten werden, wobei hier rassespezifische Bedürfnisse beachtet werden müssen. Diese Zuwendung muss vom Züchter oder mit ihm in enger Verbindung stehenden Bezugsperson ausgehen. Welpen ab der 6. Lebenswoche benötigen außerdem ausreichenden Kontakt mit zwingerfremden Personen. Körperliche Kontakte, auch in Form von Bürsten, sind unerlässlich und dürfen sich nicht auf flüchtiges Streicheln beschränken.
7. Die Forderung des § 2,2. TierSchG hat zur Folge, dass eine ständige Haltung von Hunden in kleinen Käfigen (auch Transportboxen) verboten sein muss, da hier dem Hund jede Möglichkeit zu artgemäßer Bewegung genommen wird.
b. Der Schutzraum muss so bemessen sein, dass der Hund sich darin verhaltensgerecht bewegen und den Raum durch seine Körperwärme warm halten kann. Das Innere des Schutzraumes muss jederzeit sauber, trocken und ungezieferfrei gehalten werden. Als Einstreu empfiehlt sich Stroh, das in regelmäßigen Abständen erneuert werden muss.
d. Der Boden des Zwingers muss so beschaffen oder angelegt sein, dass Flüssigkeit umweltunschädlich versickern oder abfließen kann. Er muss regelmäßig von Kot gereinigt werden.
5. Auch bei dieser Haltungsform gelten die Punkte l.5.+ 6. uneingeschränkt (Auslauf und menschliche Zuwendung) und müssen strikt eingehalten werden
d. Die Räume sollten beheizbar sein, wobei eine Temperatur von 18°-20°C erreicht werden muss. Die Anbringung von Extra-Heizquellen in jeder Box ist eine andere mögliche Lösung.
f. Die Räumlichkeiten, in denen die Hunde untergebracht sind, müssen ausreichend von Tageslicht erhellt sein. Die Flache der Öffnungen für das Tageslicht muss mindestens 1/8 der Bodenfläche betragen. Die Räume müssen des Weiteren gut zu belüften sein.
Körordnung des Deutschen Clubs für Leonberger Hunde e.V.
Zur Erlangung der Zuchttauglichkeit muss der Leonberger eine Prüfung ablegen. Grundlage dieser Prüfung ist der Standard. Die Zuchtzulassung kann in Körstufe 1 und Körstufe 2 erfolgen.
Nur gesunde und gepflegte Tiere dürfen die Körung bestehen.
§ 1: Voraussetzungen für die Zulassung zu Körstufe 1
1. Der vorgestellte Hund muss zweimal von verschiedenen Spezialzuchtrichtern mit der Formwertnote „Sehr Gut“ oder“ Vorzüglich“ bewertet worden sein ( Jüngstenklasse einer Spezialzuchtschau, Jugend-, Erwachsenenklasse). Zumindest ein Ausstellungsergebnis muss aus einer Erwachsenenklasse sein. Außerdem ist eine Junghundebeurteilung zu absolvieren, ersatzweise kann auch eine Bewertung einer anderen Klasse herangezogen werden („Sehr Gut“ oder „Vorzüglich“).
2. Es werden nur die Ergebnisse einer VDH anerkannten deutschen Zuchtschau (mit angeschlossener Sonderschau) sowie clubinternen Schauen anerkannt.
3. Mit Vollendung des 18. Lebensmonats kann der Leonberger die Prüfung zur Körstufe 1 ablegen.
§ 2: Körveranstaltungen
1. Körveranstaltungen werden von den LGs oder BGs ( nach Genehmigung durch den DCLH Vorstand ) ausgerichtet.
2. Der DCLH bietet wenigstens 5 Körveranstaltungen pro Jahr an. Die Landesgruppen können sich beim Vorstand des DCLH um Austragung der Körveranstaltungen bewerben.
3. Die Anmeldung der an der Körung teilnehmenden Leonberger darf nur vom Eigentümer des Hundes, der Mitglieder im DCLH sein muss, getätigt werden. Dies erfolgt bis spätestens 4 Wochen vor dem geplanten Termin beim Veranstalter, dieser schickt bis spätestens 2 Wochen vor der Veranstaltung die Teilnehmerliste an den Zuchtleiter. Nachmeldungen sind nicht zulässig.
4. Bei der Anmeldung müssen für jeden Hund folgende Unterlagen vorgelegt werden:
a. DCLH- Ahnentafel (am Tage der Veranstaltung zusätzlich das Original), Ausnahme: ausländische Teilnehmer
b. Nachweis der Ausstellungsbewertungen (am Tage der Veranstaltung zusätzlich die Originale)
c. HD-Befund im Original, kann nachgereicht werden.
1. Die erste bestandene Prüfung gilt für 3 Jahre. Die zweite Prüfung kann frühestens nach 2 Jahren durchgeführt werden und gilt bis zum Ende des Zuchtzulassungsalters ( Rüden vollendetes 10. Lebensjahr, Hündinnen vollendetes 8. Lebensjahr ).
§ 6: Beurteilungskriterien
a. Verhalten des Hundes auf sich allein gestellt
Der Hund bleibt angeleint wie unter a., HF bleibt außer Sicht. Ein zweiter Hund wird von seinem Besitzer in ca. 10 m Abstand vorbeigeführt. Der angeleinte Hund soll sich unbeeindruckt, unbeteiligt oder aufmerksam zeigen. Er darf in keinem Fall aggressiv auftreten. Anschließend erfolgt ein Wechsel ( der vorbeigeführte Hund wird angeleint, der vorher angeleinte Hund vorbeigeführt. Wechsel des Vorführers ).
( Waage wenigstens 0,80 x 0,50 m )
( Widerristhöhe, Brusttiefe, Brustumfang usw. )
Verschiedene Personen ( 8 —10 ) bilden eine Gruppe und gehen durcheinander. Der Hund wird angeleint mehrmals durch die sich bewegende Gruppe geführt. Unnatürliche Bewegungen in der Gruppe sind dabei zu unterlassen. Bei dieser Übung soll sich der Hund natürlich und unbefangen, keinesfalls ängstlich zeigen. Anschließend wird der Hund nach dem Hörzeichen „Sitz“ abgeleint. Der Hund soll in der Gruppe bei seinem Besitzer bleiben, er darf keineswegs in Panik verfallen und die Gruppe fluchtartig verlassen.
Auf Anweisung des Körmeisters begeht der HF mit seinem angeleinten Hund einen angewiesenen Straßenabschnitt auf dem Gehweg. Der Körmeister folgt dem HF in angemessener Entfernung. Der Hund soll an der linken Seite des HF an lose hängender Leine mit der Schulter in Kniehöhe des HF bleiben - willig folgen.
Dem Fußgänger- und Fahr -Verkehr gegenüber soll sich der Hund gleichgültig verhalten. Auf seinem Weg wird der HF von einem vorbeilaufenden Passanten (Auftragsperson) geschnitten. Kurze Zeit später überholt den HF ein dicht von hinten vorbeifahren - der Radfahrer (Auftragsperson) auf dem Radweg oder der Fahrbahn. Das Vorbeifahren hat so zu erfolgen, dass sich der Hund zwischen HF und vorbeifahrendem Radfahrer befindet. Im Vorbeifahren wird Klingelzeichen gegeben. Danach macht der HF kehrt, geht auf den Körmeister zu, bleibt bei diesem stehen, begrüßt ihn mit Handschlag und unterhält sich mit ihm. Der Hund darf hierbei stehen, liegen oder sitzen, hat sich aber ruhig zu verhalten.
Der am Halsband angeleinte Leonberger hat sich bei jeder Gangart dicht an der linken Seite des Führers zu bewegen. Die rechte Brustseite soll mit dem Knie des Führers abschneiden. Die Übung ist im normalen, langsamen und Laufschritt vorzuführen, hierbei sind Rechts-, Links- und Kehrtwendungen einzuschlagen. Es ist mindestens eine Gerade von 20 bis 30 Schritten einzufügen. Das Hörzeichen „Fuß“ ist nur beim Angehen und Wechseln der Gangart gestattet. Nach dem Beenden der Übung hat der HF die Grundstellung ( Hund sitzt an der linken Seite des Führers ) einzunehmen. Die Führerleine muss lose durchhängen. Aus der Grundstellung geht der HF mit Hund durch eine stillstehende Gruppe von 4 bis 5 Personen, hierbei hat der Leonberger sich zweimal hinzusetzen. Die Leinenführigkeit muss mindestens befriedigend ausgeführt werden ( Beispiel eines Laufschemas ).
2. Formwertbeurteilung ( Exterieur, Anatomie )
Einzelbeurteilung der Körperteile (ZTP- Formular)
Gebäudebeurteilung in Stand, Schritt und Trab. Abschließende Einschätzung und Beurteilung des Gesamtbildes. Vergabe einer Gesamtnote (mindestens SG).
§ 8: Eintragung und Veröffentlichung
1. Eine erfolgreiche Teilnahme an einer Körung wird in die Ahnentafel eingetragen, eine nicht bestandene Körung wird in der Ahnentafel vermerkt (Text: an Körung teilgenommen, Ort und Datum).
§ 9: Prüfungsgebühren und Sonstiges
Der Clubvorstand setzt die Gebühren für die Teilnahme an der Körveranstaltung fest. Das gleiche gilt für die Anzahl der Prüfungen im Laufe eines Jahres und deren räumliche Aufteilung.
Der Prüfungsleiter rechnet innerhalb von drei Wochen die Veranstaltung mit dem Schatzmeister ab.
3. Der vorgestellte Hund muss mindestens zweimal von verschiedenen Spezialzuchtrichtern in einer Erwachsenenklasse mit der Formwertnote „Vorzüglich“ bewertet worden sein.
4. Es werden nur die Ergebnisse einer vom VDH anerkannten deutschen Zuchtschau ( mit angeschlossener Sonderschau ) sowie von clubinternen Schauen anerkannt.
6. Rüden und Hündinnen erreichen die Körstufe 2 nur, wenn sie ihre Zuchtbefähigung durch Nachkommen belegen können. Der Besitzer muss nachweisen, dass bei allen Nachkommen eines/r Rüden/Hündin auf allen Wurfabnahmeprotokollen keine zuchtausschließenden Fehler verzeichnet sind.
7. Nur gesunde und gepflegte Tiere dürfen die Körung bestehen.
1. Prüfungen nach Körstufe 1 und 2 werden auf gemeinsamen Veranstaltungen durchgeführt. Körstufe 2 folgt auf Körstufe 1.
2. Körveranstaltungen werden von den LGs oder BGs ( nach Genehmigung durch den DCLH Vorstand ) ausgerichtet.
a. DCLH- Ahnentafel ( am Tage der Veranstaltung zusätzlich das Original ), Ausnahme: ausländische Teilnehmer
c. HD-Befund (am Tage der Veranstaltung zusätzlich das Original)
d. Nachweis über bestandene Körstufe1 (am Tage der Veranstaltung zusätzlich das Original)
e. Wurfabnahmeprotokolle aller Würfe.
f. Nachweis über Junghundebeurteilungen bzw. Ausstellungsergebnisse ohne zuchtausschließende Fehler von 10% der Nachkommen.
1. Die erste bestandene Prüfung gilt für 3 Jahre, die zweite bis zum Ende des Zuchtzulassungsalters ( Rüden vollendetes 10. Lebensjahr, Hündinnen vollendetes 8. Lebensjahr ).
2. Vererbt ein Tier nachgewiesenermaßen und wiederholt Wesens - und Formfehler sowie Gesundheitsmängel, kann ihm die Zuchttauglichkeit jederzeit durch den Zuchtausschuss entzogen werden.
§ 4: Nicht bestandene Körungen
Eine nicht bestandene Körung kann nur einmal wiederholt werden. Das Urteil der
Körmeister ist unanfechtbar. Eine Wiederholung der Prüfung ist erst nach 6 Monaten möglich.
Die Körung wird von einer Körkommission von 3 gleichberechtigten Körmeistern abgenommen. Die Zusammensetzung der Körkommission bestimmt der Zuchtleiter. Bei der Körung kann der Teil II auf die Körmeister aufgeteilt werden, Teil I wird durch alle Körmeister gemeinsam und gleichberechtigt durchgeführt.
Nach jeder Körung sind vom Veranstalter die Prüfungsprotokolle an das Zuchtbuchamt, den Zuchtrichterobmann, den amtierenden Körmeister und den Zuchtleiter zu senden.
Der Hundeführer (HF) bindet seinen Hund frei im Gelände an einen Pfahl und entfernt sich. Nachdem der Besitzer außer Sichtweite des Hundes ist, nähert sich der Richter demselben auf etwa 2 m. Der wesensfeste Hund wird erwartungsvoll nach seinem Herrn schauen und bellen oder dem Fremden gegenüber gleichgültig, missmutig, keinesfalls aggressiv reagieren; der ängstliche und scheue Hund dagegen wird sich verkriechen und vor Angst zittern.
b. Verhalten des Hundes gegenüber einem anderen Hund gleichen Geschlechts
Der Hund bleibt angeleint wie unter a., der HF bleibt außer Sicht. Ein zweiter Hund wird von seinem Besitzer in ca. 10 m Abstand vorbeigeführt. Der angeleinte Hund soll sich unbeeindruckt, unbeteiligt oder aufmerksam zeigen. Er darf in keinem Fall aggressiv auftreten. Anschließend erfolgt ein Wechsel (der Vorbeigeführte Hund wird angeleint, der vorher angeleinte Hund wird vorbeigeführt, Wechsel des Vorführers).
d. Anhänglichkeit
Der Leonberger Hund wird angeleint und einer zweiten Person übergeben. Der HF geht zu einem etwa 60 Schritt entfernten Versteck. Bis zu einer Entfernung von 40 Schritten darf der Hund den Weggang beobachten. Dann muss dem Tier die Sicht genommen werden. Nach kurzem Zeitabstand wird die Leine abgelöst und der Hund hat seinen Führer zu suchen. Der HF darf sich bei dieser Übung nicht bemerkbar machen.
e. Ablegen unter Ablenkung
Vor Beginn der Unterordnungsleistungen eines anderen Hundes legt der HF seinen Hund in etwa 40 Schritten Entfernung ab, und zwar ohne Führerleine oder sonst einen Gegenstand bei ihm zu hinterlassen. Der HF entfernt sich etwa 40 Schritte, ohne sich umzusehen, und bleibt mit dem Rücken zum Hund gewendet ruhig stehen. Der Hund hat ohne jegliche Einwirkung des HF so lange Liegenzubleiben, bis der andere vorzuführende Hund die Übungen erfüllt hat. Nach der letzten Übung wird der Hund abgeholt.
f. Schirmtest
Von der Grundstellung ausgeht der HF nach dem Hörzeichen "Fuß" mit seinem angeleinten Hund ca. 30 Schritte geradeaus. Auf der Mitte des Weges öffnet ein seitlich stehender Helfer einen Schirm. Der Hund soll sich davon unbeeindruckt zeigen.
g. Verhalten in einer Gruppe von Personen
Verschiedene Personen (8 10), davon 2 3 mit Hunden anderen Geschlechts, bilden eine Gruppe und gehen durcheinander. Der Hund wird angeleint mehrmals durch die sich bewegende Gruppe geführt. Unnatürliche Bewegungen in der Gruppe sind dabei zu unterlassen. Bei dieser Übung soll sich der Hund natürlich und unbefangen, keineswegs ängstlich zeigen. Anschließend wird der Hund nach dem Hörzeichen "Sitz" abgeleint. Der Hund soll in der Gruppe bei seinem Besitzer bleiben, er darf keinesfalls in Panik verfallen und die Gruppe fluchtartig verlassen.
h. Verhalten in einer von Personen gebildeten Gasse
Der HF geht mit dem angeleinten Hund durch eine von ca. 10 12 Personen gebildete Gasse, die ca. 3 Meter breit ist. Nach dem Wenden verengt sich die Gasse auf ca. 1,5 Meter.
i. Leinenführigkeit
Nach dem Hörzeichen "Fuß" geht der HF mit seinem angeleinten Hund ca. 40 Schritte gerade und wieder zurück, dabei soll sich der Hund dicht an der linken Seite des HF bewegen. Diese Übung ist im normalen, langsamen und Laufschritt vorzuführen, hierbei sind Rechts-, Links- und Kehrtwendungen einzubauen. Das Hörzeichen "Fuß" ist nur beim Angehen und Wechseln der Gangart gestattet. Während der Übung muss die Führerleine lose durchhängen. Nach dem Beenden der Übung hat der HF die Grundstellung einzunehmen, der Hund setzt sich unaufgefordert an die linke Seite des HF.
j. Unbefangenheit
Der Hund wird auf Anordnung des Körmeisters aus der Bewegung abgeleint. Der HF begibt sich mit seinem Freifolgenden Hund in eine Gruppe von mindestens vier Personen, um dort mindestens einmal anzuhalten. Bleibt der HF stehen, hat der Hund sich schnell und ohne Einwirken des HF zu setzen. Die Gruppe hat sich durcheinander zu bewegen. Nach Verlassen der Gruppe und kurzer Grundstellung beginnt dann die Freifolge analog der Festlegung zu Übung i. (Leinenführigkeit). Während dieser Übung, nicht aber in der Gruppe, sind zwei Schüsse aus einer kleinkalibrigen Pistole in einer Entfernung von 20 Schritten abzugeben. Der Hund hat sich schussgleichgültig zu verhalten. Zeigt sich der Hund schussscheu, beendet dies sofort die Ankörung. Die Prüfung auf Schussgleichgültigkeit ist nur bei "Freifolgen" und "Ablegen unter Ablenkung" vorzunehmen.
2.Formwertbeurteilung (Exterieur, Anatomie)
Gebäudebeurteilung in Stand, Schritt und Trab Einzelbeurteilung der Körperteile (Kör-Formular) Abschließende Einschätzung und Beurteilung des Gesamtbildes Vergabe einer Gesamtnote (V).
1. Eine erfolgreiche Teilnahme an einer Körung wird in die Ahnentafel eingetragen, eine nicht bestandene Körung wird in der Ahnentafel vermerkt (Text: an Körung teilgenommen, Ort und Datum)
Der Clubvorstand setzt die Gebühren für die Teilnahme an der Körung fest.

References: § 2

§ 1

§ 2

§ 6

§ 8

§ 9

§ 4