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Timestamp: 2019-03-20 10:38:18+00:00

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BVerfG, 04.05.2009 - 1 BvR 2251/08 - dejure.org
Art. 12 Abs. 1 GG; § 141 StPO; § 49 Abs. 1 BRAO; § 52 RVG; § 43 RVG
Verweigerung der Festsetzung und Auszahlung der Pflichtverteidigervergütung (vorherige Aufrechnung nach Antrag auf Festsetzung der Wahlverteidigergebühren); Berufsfreiheit
Verletzung der Berufsfreiheit (Art 12 Abs 1 GG) eines Rechtsanwalts durch Verweigerung der Festsetzung und Auszahlung von Pflichtverteidigervergütung
Verfassungsrechtliche Rechtmäßigkeit der Auszahlungsverweigerung einer Pflichtverteidigervergütung; Bedeutung und Tragweite der Berufsfreiheit eines Pflichtverteidigers; Doppelbelastung der Staatskasse als Rechtfertigungsgrund für eine Kürzung des Pflichtverteidigerhonorars; Entschädigung für die zur Erfüllung der öffentlichen Aufgabe der Pflichtverteidigung erbrachten Leistungen; Erlöschen eines Pflichtverteidigerhonorars durch Aufrechnung mit der Staatskasse
Unzulässige Verweigerung der Festsetzung der Vergütung eines Pflichtverteidigers
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Honoror des Wahl- und Pflichtverteidigers
Pflichtverteidigervergütung bei Freispruch
Stellungnahme der Bundesrechtsanwaltskammer zu den Verfassungsbeschwerde-Verfahren 1. RA M. D. wegen Versagung der Pflichtverteidigervergütung 1 BvR 2251/08 2. RA A. M. wegen Versagung der Pflichtverteidigervergütung 1 BvR 2252/08
AG Hainichen, 20.05.2008 - 16 Ds 640 Js 18000/06
AG Hainichen, 12.06.2008 - 16 Ds 640 Js 18000/06
AG Hainichen, 17.06.2008 - 16 Ds 640 Js 18000/06
LG Chemnitz, 14.07.2008 - 1 Qs 250/08
LG Chemnitz, 14.07.2008 - 1 Qs 266/08
BVerfG, 08.07.2009 - 1 BvR 2251/08
BVerfG, 08.07.2009 - 1 BvR 2252/08
BVerfGK 15, 413
NJW 2009, 2735
StV 2010, 88
StraFo 2009, 274
Die Gewährung einer angemessenen Vergütung für eine Heranziehung Privater bei der Erfüllung öffentlicher Aufgaben ist dann nur gegen Gewährung einer angemessenen Vergütung zulässig, wenn dem Betroffenen ansonsten mit Blick auf die Garantie der Berufsfreiheit ein unzumutbares (Sonder-)Opfer abverlangt wird (BVerfGE 68, 237, 255; 69, 373, 379; BVerfG, NJW 2009, 2735, 2736 Rn. 19).
Durch die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts ist geklärt, dass der Staat die Bürger auch für Aufgaben, die im öffentlichen Interesse liegen, regelmäßig nur dann beruflich in Anspruch nehmen darf, wenn er im Gegenzug eine angemessene Vergütung leistet (vgl. BVerfG, Beschlüsse vom 4. Mai 2009 - 1 BvR 2251/08 - BVerfGE 15, 413 , vom 17. Oktober 1984 - 1 BvL 18/82 u.a. - BVerfGE 68, 155 und vom 1. Juli 1980 - 1 BvR 349/75 u.a. - BVerfGE 54, 251 ).
LSG Hessen, 16.11.2018 - L 7 AS 330/17
Sie ist der Auffassung, der Schutz ihres Vergütungsanspruchs laufe verfassungsrechtlich leer, wenn man die Aufrechnung zuließe und verweist auf den Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 4. Mai 2009 (1 BvR 2251/08).
vgl. zum Erfordernis einer Entschädigung in derartigen Fallgestaltungen BVerfG, Beschlüsse vom 4. Mai 2009 - 1 BvR 2251/08 -, juris Rdnr. 18, vom 13. September 2005 - 2 BvF 2/03 -, juris Rdnr. 232, vom 29. April 1981 - 1 BvL 11/78 -, juris Rdnr. 28, vom 6. Oktober 2008 - 2 BvR 1173/08 -, juris Rdnr. 9, sowie Urteile vom 1. Juli 1980 - 1 BvR 349/75 u. a. -, juris Rdnr. 42 f., und vom 17. Februar 1998 - 1 BvF 1/91 -, BVerfGE 97, 228, 262 f.
OLG Brandenburg, 14.03.2017 - 2 U 12/16
Ansprüche eines Luftfahrtunternehmens wegen unentgeltlicher Beförderung von …
Auch der Hinweis der Klägerin auf die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Festsetzung der Pflichtverteidigervergütung (NJW 2009, 2735 ) geht fehl.
Dass ein Pflichtverteidiger auf die Geltendmachung von ihm zustehenden Gebühren gegenüber der Staatskasse verzichten kann, ist allgemein anerkannt (vgl. BVerfG, stattgebende Kammerbeschlüsse [Parallelentscheidungen] vom 4. Mai 2009 - 1 BvR 2251/08 und 1 BvR 2252/08 - jeweils juris, Rdn. 23) und ergibt sich bereits daraus, dass die Festsetzung der aus der Staatskasse zu zahlenden Vergütung nach § 55 RVG einen entsprechenden Antrag des Rechtsanwalts voraussetzt (…vgl. OLG Bamberg a.a.O.;… Burhoff, a.a.O., Teil A Rdn. 2155).
OLG Frankfurt, 30.03.2010 - 2 Ws 42/10
Pflichtverteidigergebühr: Anspruch auf Pflichtverteidigervergütung bei …
Dementsprechend besteht nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgericht vom 04. Mai 2005 (Az. 1 BvR 2251/08, in JurBüro 2009, 418-420) ein Anspruch auf Pflichtverteidigervergütung auch dann, wenn bereits Wahlverteidigervergütung festgesetzt wurde; eine Verweigerung der Festsetzung und Auszahlung von Pflichtverteidigervergütung kommt - so das Bundesverfassungsgericht in seiner Entscheidung - in diesem Fall einer Verletzung der Berufsfreiheit (Art. 12 Abs. 1 GG) des als Pflichtverteidiger zur Erfüllung öffentlicher Aufgaben herangezogenen Rechtsanwaltes gleich.
Auch das Bundesverfassungsgericht (Beschluss vom 4. Mai 2009 - 1 BvR 2251/08) hat in anderer Konstellation den Verzicht eines Pflichtverteidigers auf die Geltendmachung ihm zustehender Gebühren anerkannt.
LG Magdeburg, 02.04.2014 - 22 Qs 21/14
Vergütungsanspruch des Pflichtverteidigers gegen die Staatskasse
Ein Anspruch auf Pflichtverteidigervergütung besteht auch dann, wenn bereits eine Wahlverteidigervergütung festgesetzt wurde (vgl. BVerfG , JurBüro 2009, 418).
OLG Brandenburg, 14.03.2017 - 2 U 2/16
Entschädigungsanspruch eines Luftfahrtunternehmens für die unentgeltliche …
Auch der Hinweis der Klägerin auf die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Festsetzung der Pflichtverteidigervergütung (NJW 2009, 2735) geht fehl.
LG Saarbrücken, 05.04.2011 - 6 Qs 3/11
Verzicht auf Pflichtverteidigervergütung muss unbedingt erklärt werden, wenn der …
OLG Koblenz, 25.11.2009 - 2 StE 3/09
VG Regensburg, 15.03.2012 - RN 9 M 12.344
Zur Frage, ob und wie im gerichtlichen Kostenfestsetzungsverfahren eine dem …

References: Art. 12
 § 141
 § 49
 § 52
 § 43
 § 55