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Timestamp: 2016-10-22 21:34:46+00:00

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I 92/98 (03.10.2000)
G.________, 1942, Beschwerdef�hrer, vertreten durch F�rsprecher Ulrich Seiler, Falkenh�heweg 20, Bern,
A.- Der 1942 geborene G.________, angelernter Schreiner, Mitbegr�nder und zuletzt gesch�ftsf�hrender Alleinaktion�r der Firma X.________, steht seit 1984 wegen der Folgen eines 1982 erlittenen Verkehrsunfalles im Genuss einer Invalidenrente der Schweizerischen Unfallversicherung (SUVA) bei einer Erwerbsunf�higkeit von 25 %. Ferner bezieht er von der Milit�rversicherung wegen einer dienstlich zugezogenen Schulterkontusion eine Invalidenrente von 10 % sowie eine Integrit�tsschadenrente. Nach einem ersten, vom Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Entscheid vom 17. September 1987 rechtskr�ftig abgewiesenen Leistungsbegehren meldete sich G.________ am 11. Juni 1993 unter Hinweis auf beidseitige Schulterbeschwerden bei der Invalidenversicherung unter anderem zum Rentenbezug an. Die Verwaltung zog die Akten von Unfall- und Milit�rversicherung, die Gesch�ftsabschl�sse der Jahre 1987 bis 1994 sowie die Steuererkl�rungen 1987/88 bis 1993/94 bei, holte Berichte des Dr. med. R.________, Innere Medizin FMH (vom Juli 1993 und 27. April 1994), sowie der Firma X.________ (vom 25. Oktober 1994) ein und liess den Versicherten polydisziplin�r begutachten (Expertise des Zentrums f�r Medizinische Begutachtung [ZMB] vom 1. M�rz 1995). Ferner kl�rte sie die erwerblichen Verh�ltnisse an Ort und Stelle ab (Bericht vom 22. Februar 1996). Gest�tzt darauf gelangte die IV-Stelle Bern zum Schluss, dass der Ansprecher seit Dezember 1992 zu 60 % invalid sei. Dementsprechend sprach sie ihm - nach Durchf�hrung des Vorbescheidverfahrens - f�r die Zeit ab 1. Dezember 1992 eine halbe Rente zu; gleichzeitig verrechnete sie die von der Firma X.________ geschuldeten parit�tischen Sozialversicherungsbeitr�ge mit der Rentennachzahlung (Verf�gung vom 1. Oktober 1996).
B.- Die hiegegen erhobene Beschwerde, mit welcher der Versicherte im Wesentlichen die Zusprechung einer ganzen Invalidenrente sowie die Aufhebung der Verrechnung beantragen liess, hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Bern im Verrechnungspunkt gut; im �brigen wies es die Beschwerde ab (Entscheid vom 13. Januar 1998).
C.- G.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren mit dem Antrag, es ihm eine ganze Invalidenrente zu gew�hren. Eventuell sei die Sache zur Aktenerg�nzung und neuer Verf�gung an die Verwaltung zur�ckzuweisen.
1.- Das kantonale Gericht hat die vorliegend massgeblichen gesetzlichen Bestimmungen und Grunds�tze zutreffend wiedergegeben. Es betrifft dies den Begriff der Invalidit�t (Art. 4 IVG), den Umfang des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 1 und Abs. 1bis IVG), die Bemessung des Invalidit�tsgrades bei erwerbst�tigen Versicherten nach der Einkommensvergleichsmethode (Art. 28 Abs. 2 IVG; BGE 116 V 249 Erw. 1b, 114 V 313 Erw. 3a, 104 V 136 Erw. 2a und b; ZAK 1987 S. 305 Erw. 1, 1986 S. 412 Erw. 1c; RKUV 1989 Nr. U 69 S. 176 Erw. 1) bzw. nach dem erwerblich gewichteten Bet�tigungsvergleich f�r Selbstst�ndigerwerbende (ausserordentliches Bemessungsverfahren; BGE 104 V 137 Erw. 2c; ZAK 1990 S. 519 Erw. 3b) sowie die Rechtsprechung zur Bedeutung �rztlicher Ausk�nfte im Rahmen der Invalidit�tssch�tzung (BGE 115 V 134 Erw. 2, 114 V 314 Erw. 3c, 105 V 158 Erw. 1 am Ende; vgl. auch BGE 107 V 174 Erw. 3; ZAK 1991 S. 319 Erw. 1c, 1989 S. 118 Erw. 5a, 1986 S. 189 Erw. 2a). Darauf kann verwiesen werden.
Zu erg�nzen ist, dass in F�llen, in welchen f�r die Bestimmung des trotz Gesundheitssch�digung zumutbarerweise noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) von Tabellenl�hnen ausgegangen wird, es sich nicht rechtfertigt, f�r jedes Merkmal, das ein unter den Durchschnittswerten liegendes Einkommen erwarten l�sst, separat quantifizierte Abz�ge vom in den Lohn- und Strukturerhebungen (LSE) des Bundesamtes f�r Statistik ausgewiesenen Durchschnittsverdienst vorzunehmen und diese zusammenzuz�hlen, da damit Wechselwirkungen ausgeblendet werden. Vielmehr ist ganz allgemein der Einfluss aller Merkmale auf das Invalideneinkommen (leidensbedingte Einschr�nkung, Alter, Dienstjahre, Nationalit�t/Aufenthaltskategorie und Besch�ftigungsgrad) unter W�rdigung der Umst�nde im Einzelfall nach pflichtgem�ssem Ermessen gesamthaft zu sch�tzen. Der Abzug vom statistischen Lohn ist unter Ber�cksichtigung aller jeweils in Betracht fallenden Merkmale auf insgesamt h�chstens 25 % zu begrenzen (zur Publikation bestimmtes Urteil A. vom 9. Mai 2000, I 482/99; vgl. AHI 1999 S. 181 und S. 243 Erw. 4c, 1998 S. 292 oben).
2.- Streitig und zu pr�fen ist, ob der im Wesentlichen an einem Impingement beider Schultergelenke bei Status nach Rotatorenmanschettenrupturen beidseits, an einem Status nach Rotatorenmanschettenrekonstruktion beidseits mit Acromioplastik, an einem HWS- und LWS-Syndrom bei fortgeschrittenen degenerativen Ver�nderungen sowie an einer ausgepr�gten depressiv-resignativen Entwicklung auf der Basis einer depressiven Neurose mit Somatisierungstendenzen (Gutachten des ZMB vom 1. M�rz 1995) leidende Beschwerdef�hrer anstelle der halben eine ganze Invalidenrente beanspruchen kann. Dabei geht aus den Akten hervor und ist unbestritten, dass er in seiner angestammten T�tigkeit als K�chenbauer und Immobilienh�ndler insgesamt zu 30 %, in einer anderen ihm zumutbaren T�tigkeit zur H�lfte arbeitsf�hig ist.
a) Das Valideneinkommen ermittelte die Verwaltung dadurch, indem sie den gem�ss den IK-Ausz�gen vor Eintritt des Gesundheitsschadens erzielten durchschnittlichen Jahresverdienst 1978 bis 1982 von Fr. 41 823. - herbeizog und diesen Betrag der bis 1992 aufgelaufenen Teuerung gem�ss Landesindex der Konsumentenpreise anpasste, woraus ein hypothetisches j�hrliches Einkommen von Fr. 66 000. - resultierte. Auch wenn die Anpassung nicht auf den praxisgem�ss massgeblichen Zeitpunkt des Verf�gungserlasses (1. Oktober 1996; BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweisen) erfolgte, l�sst sich diese Einkommensgr�sse im Ergebnis nicht beanstanden, da sich der Beschwerdef�hrer gem�ss den Gesch�ftsabschl�ssen der Jahre 1990 bis 1994 - ungeachtet des Gesch�ftsganges oder der gesundheitlichen Verh�ltnisse - stets ein Gehalt dieser Gr�ssenordnung zubilligte. Insoweit er nun offenbar geltend machen will, dass er ohne Gesundheitsschaden einen Verdienst von gegen Fr. 87 000. - erzielen k�nnte, kann ihm nicht gefolgt werden, dies umso weniger, als der fragliche Betrag entgegen seinen Ausf�hrungen nicht auf Annahmen des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern im Entscheid vom 17. September 1987 selber, sondern seinen eigenen damaligen, auf dem Stand von 1992 indexierten erwerblichen Angaben beruhte.
b) Wird der Betrag von Fr. 40 000. -, welchen der Beschwerdef�hrer unbestrittenermassen f�r die Einstellung einer 50 %igen Hilfskraft aufwenden m�sste, von dem ohne Gesundheitsschaden m�glichen hypothetischen Einkommen abgezogen, resultiert ein Invalideneinkommen von Fr. 26 000. -. Vergleicht man dieses Einkommen mit dem hypothetischen Validenlohn von Fr. 66 000. -, resultiert ein den Anspruch auf eine ganze Rente ausschliessender Invalidit�tsgrad von 60,60 %. Nicht anders verhielte es sich, wenn er den Verweisungsberuf eines Taxifahrers aus�ben w�rde. Gem�ss Tabelle 7 LSE betrug der Lohn (inkl. Anteil 13. Monatslohn) m�nnlicher Arbeitskr�fte im Bereich "Transport von Personen, Waren und Nachrichten" 1996 Fr. 5295. - im Monat oder Fr. 63 540. - im Jahr (Medianwert; BGE 124 V 323 Erw. 3b/aa). Mit seinem h�lftigen Leistungsverm�gen k�nnte er mit dieser T�tigkeit ein Jahreseinkommen von Fr. 31 770. - erzielen. Um den Maximalsatz von 25 % (Erw. 1 hievor) reduziert erg�be dies ein Invalideneinkommen von (aufgerundet) Fr. 23 827. - bzw. - verglichen mit dem Validenlohn von Fr. 66 000. - - einen Invalidit�tsgrad von knapp 64 %.
c) S�mtliche weiteren Einwendungen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde verm�gen zu keinem anderen Schluss zu f�hren. Insoweit der Beschwerdef�hrer geltend macht, er sei im Betrieb nicht einsetzbar, so hat dies seinen Grund nicht in gesundheitlichen, sondern in anderweitigen, invalidit�tsfremden Gr�nden, f�r welche die Invalidenversicherung nicht einzustehen hat. Zudem hat er sich in Nachachtung der ihm obliegenden Schadenminderungspflicht (vgl. BGE 117 V 278 Erw. 2b, 400, je mit Hinweisen) betriebsintern so zu organisieren, dass er das verbliebene Leistungsverm�gen bestm�glich verwerten kann. Nicht stichhaltig ist auch der Einwand bez�glich der ihm von den �rzten des ZMB attestierten Arbeitsunf�higkeit von 70 %. Die Teilerwerbsf�higkeit des Selbstst�ndigerwerbenden ist in der Regel h�her zu bewerten als die medizinische Sch�tzung der k�rperlichen Arbeitsf�higkeit, weil die f�r den Betriebsertrag wesentlichen leitenden Funktionen von k�rperlichen Behinderungen im Allgemeinen kaum beeintr�chtigt werden (ZAK 1971 S. 338).
Die vorinstanzlich best�tigte Verwaltungsverf�gung erweist sich damit als rechtens.

References: BGE 
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