Source: http://www.deutschestextarchiv.de/book/view/estor_rechtsgelehrsamkeit01_1757?p=1083
Timestamp: 2019-02-16 04:10:39+00:00

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recht ausgebrannten knochen gefertiget. So bald
diß glas aus dem ofen gezogen wird, ist es ganz
helle, wird es aber in die flamme gehalten, wel-
che aus dem ofen-loche färet, so wird es milchweis,
und halb undurchsichtig. Sihe l'art de faire la
porcellaine, Paris 1717.
Von den aus den mineralien
fallenden farben.
Die folge wird sogleich veroffenbaren, wasdie eintei-
für farben die mineralien darreichen. Die natur-
kunde teilet die farben nach der darinn vorkom-
menden luft, dem wasser und glase in 7 ordnun-
gen, welche Scheuchzer s. 134. der natur lehre I
angemerket hat. Man sezet der einfachen farben
fünfe: 1) die weise, 2) die schwarze, 3) die
rote, 4) die blaue, 5) die gelbe, Thomasius
de iure circa colores, cap. I § 27 s. 12. Hir-
aus entspringen die neben-farben. Die vermi-
schung der schwarzen und weisen wirket die asch-
graue farbe. Dringet die weise vor, so eräuget
die helle asch-graue farbe. Ist aber die schwarze
stärker, so hat man die dunkele asch-farbe.
Himmelblau und gelb vermischet gibet einedie grüne,
violen-far-
be, purpur-
rosen-far-
grüne farbe. Rot und himmelblau machet eine
violen-farbe. Mennige farb und rot, gibt eine
purpur-farbe; weis und rot die rosen-farbe; weis
und himmel-blau die milch-farbe; mennige farbe
und gelb-rot mit weiser farbe gemischet, gibet die
bleich-rote, oder fleisch-farbe; gelb und grün gibt
eine sittich-grüne farbe; scharlach-rot und gelb
eine dotter-farbe.
diß glas aus dem ofen gezogen wird, iſt es ganz
che aus dem ofen-loche faͤret, ſo wird es milchweis,
und halb undurchſichtig. Sihe l’art de faire la
Die folge wird ſogleich veroffenbaren, wasdie eintei-
fuͤr farben die mineralien darreichen. Die natur-
menden luft, dem waſſer und glaſe in 7 ordnun-
gen, welche Scheuchzer ſ. 134. der natur lehre I
angemerket hat. Man ſezet der einfachen farben
fuͤnfe: 1) die weiſe, 2) die ſchwarze, 3) die
rote, 4) die blaue, 5) die gelbe, Thomaſius
de iure circa colores, cap. I § 27 ſ. 12. Hir-
aus entſpringen die neben-farben. Die vermi-
ſchung der ſchwarzen und weiſen wirket die aſch-
graue farbe. Dringet die weiſe vor, ſo eraͤuget
die helle aſch-graue farbe. Iſt aber die ſchwarze
ſtaͤrker, ſo hat man die dunkele aſch-farbe.
Himmelblau und gelb vermiſchet gibet einedie gruͤne,
roſen-far-
be ꝛc.
gruͤne farbe. Rot und himmelblau machet eine
purpur-farbe; weis und rot die roſen-farbe; weis
und gelb-rot mit weiſer farbe gemiſchet, gibet die
bleich-rote, oder fleiſch-farbe; gelb und gruͤn gibt
eine ſittich-gruͤne farbe; ſcharlach-rot und gelb
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[1071/1083] von dem bergwerks-regale. recht ausgebrannten knochen gefertiget. So bald diß glas aus dem ofen gezogen wird, iſt es ganz helle, wird es aber in die flamme gehalten, wel- che aus dem ofen-loche faͤret, ſo wird es milchweis, und halb undurchſichtig. Sihe l’art de faire la porcellaine, Paris 1717. Von den aus den mineralien fallenden farben. § 2677 Die folge wird ſogleich veroffenbaren, was fuͤr farben die mineralien darreichen. Die natur- kunde teilet die farben nach der darinn vorkom- menden luft, dem waſſer und glaſe in 7 ordnun- gen, welche Scheuchzer ſ. 134. der natur lehre I angemerket hat. Man ſezet der einfachen farben fuͤnfe: 1) die weiſe, 2) die ſchwarze, 3) die rote, 4) die blaue, 5) die gelbe, Thomaſius de iure circa colores, cap. I § 27 ſ. 12. Hir- aus entſpringen die neben-farben. Die vermi- ſchung der ſchwarzen und weiſen wirket die aſch- graue farbe. Dringet die weiſe vor, ſo eraͤuget die helle aſch-graue farbe. Iſt aber die ſchwarze ſtaͤrker, ſo hat man die dunkele aſch-farbe. die eintei- lungen der farben, § 2678 Himmelblau und gelb vermiſchet gibet eine gruͤne farbe. Rot und himmelblau machet eine violen-farbe. Mennige farb und rot, gibt eine purpur-farbe; weis und rot die roſen-farbe; weis und himmel-blau die milch-farbe; mennige farbe und gelb-rot mit weiſer farbe gemiſchet, gibet die bleich-rote, oder fleiſch-farbe; gelb und gruͤn gibt eine ſittich-gruͤne farbe; ſcharlach-rot und gelb eine dotter-farbe. die gruͤne, violen-far- be, purpur- roſen-far- be ꝛc. Von
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Zitationshilfe: Estor, Johann Georg: Bürgerliche rechtsgelehrsamkeit der Teutschen. Bd. 1. Marburg, 1757, S. 1071. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/estor_rechtsgelehrsamkeit01_1757/1083>, abgerufen am 16.02.2019.

References: § 27
 § 27
 § 27
 § 2677
 § 27
 § 2678