Source: https://vorarlberg.at/web/land-vorarlberg/contentdetailseite/-/asset_publisher/qA6AJ38txu0k/content/faqs-zur-schuelerbetreuung?article_id=417176
Timestamp: 2019-06-16 11:52:42+00:00

Document:
Schülerbetreuung und ganztägige Schulformen (GTS)
I.Allgemeine Information zur schulischen Tagesbetreuung
Im Rahmen der GTS werden die SchülerInnen an den Schultagen bis mindestens 16:00 Uhr von PädagogInnen professionell begleitet. Dabei steht gemeinsames Lernen genauso auf dem Programm wie sportliche, kulturelle und naturwissenschaftliche Aktivitäten. Der ausgewogene Wechsel von Lern- und Freizeit fördert die SchülerInnen in Ideenreichtum und Kreativität.
Vorbehaltlich der Beschlussfassung durch die Landesregierung vgl. dazu § 1 Abs. 1 Richtlinie der Vorarlberger Landesregierung zur Förderung von Schülerbetreuungen an Schulen außerhalb der Unterrichtszeit
§ 8 lit. j Schulorganisationsgesetz; § 18b Abs. 2 Pflichtschulorganisationsgesetz
§ 8 lit. j Schulorganisationsgesetz; § 2 iVm § 12 Abs. 1 lit. b Schulerhaltungsgesetz
Ob eine ganztägig geführte Gruppe (getrennte Form) bzw. Klasse (verschränkte Form) im Sinne der Vereinbarungen gemäß Art. 15a B‑VG über den Ausbau und den weiteren Ausbau der ganztägigen Schulformen vorliegt, richtete sich bislang nach Bestimmungen des Pflichtschulorganisationsgesetzes (PSchOrgG) des Landes. Dabei diente insbesondere § 18b PSchOrgG der Bestimmung, ab welcher Mindestschülerzahl an ganztägigen Schulformen Gruppen bzw. Klassen zu bilden sind.
Fiktive Klassenschülerzahlen
Die fiktive Klassenschülerzahl bei Volksschulen, Neuen Mittelschulen und Polytechnischen Schulen beträgt mindestens 13 und maximal 25 SchülerInnen pro Klasse.
5.1.2. Die fiktive Klassenschülerzahl bei den Sonderschulen gliedert sich nach der Art der jeweiligen Sonderschule. Die Zahl der SchülerInnen darf in Klassen
Bildung von verschränkt geführten Klassen
Bildung von getrennt geführten Gruppen
In der Lernzeit können klassen-, schulstufen- oder schulübergreifende Gruppen gebildet werden, wobei nach Möglichkeit SchülerInnen derselben Schulstufe zusammenzufassen sind. Gruppenbildungen zwischen sieben und vierzehn SchülerInnen sind nur zulässig, wenn die stellenplanmäßigen und die sonstigen personellen Voraussetzungen für die Betreuung der SchülerInnen gegeben sind. Die Schülerzahl darf die fiktive Klassenschülerhöchstzahl der betreffenden Schulart jedoch nicht übersteigen und ein Viertel dieser Klassenschülerhöchstzahl nicht unterschreiten. Auf eine integrative Gruppenbildung ist Bedacht zu nehmen.
Im Freizeitteil sind die Gruppen im Einvernehmen mit dem Schulerhalter zu bilden, wobei klassen-, schulstufen- oder schulübergreifende Gruppen gebildet werden können und die Zahl der SchülerInnen in einer Gruppe die Klassenschülerhöchstzahl der betreffenden Schulart, ausgenommen während der Verpflegung, nicht übersteigen und ein Viertel dieser Klassenschülerhöchstzahl nicht unterschreiten darf. Auf eine integrative Gruppenbildung ist Bedacht zu nehmen.
Insofern bildet eine Anzahl von sieben SchülerInnen (ein Viertel der Klassenschüler-höchstzahl) die kleinstmögliche Gruppengröße für die Lernzeit und Freizeit in der getrennten Abfolge einer ganztägigen Schulform einer Volksschule, Neuen Mittelschule und Polytechnischen Schule.
Bildung von schulartenübergreifenden Gruppen
Durch schulautonome Lehrplanbestimmungen kann das Ausmaß der gegenstandsbezogenen
und der individuellen Lernzeit unter Bedachtnahme auf pädagogische, räumliche und ausstattungsmäßige Gegebenheiten entsprechend der nachfolgenden Tabelle festgesetzt werden:
Lehrer Wochenstunden für die Lernzeiten in der verschränkten Form der GTS
Hinsichtlich der Lehrverpflichtung und der Arbeitszeit der Landeslehrer (mit Ausnahme der Berufsschullehrer) gilt in ganztägigen Schulformen eine Stunde der GLZ als eine Stunde der Unterrichtsverpflichtung und eine Stunde der ILZ als eine halbe Stunde der Unterrichts-verpflichtung. Während die ILZ einem Landeslehrer nur mit dessen Zustimmung übertragen werden darf, kann die GLZ auch ohne Zustimmung des Landeslehrers übertragen werden.
GLZ – Lehrer
ILZ – Lehrer, Erzieher oder Erzieher für Lernhilfe
Freizeit einschließlich Verpflegung - Lehrer, Erzieher, Erzieher für Lernhilfe, Freizeitpädagogen oder Personen
bei gerechtfertigter Verhinderung (Abs. 2 und 3)
bei Erlaubnis zum Fernbleiben, die aus vertretbaren Gründen vom Schulleiter oder Leiter des Betreuungsteiles zu erteilen ist, und
auf Verlangen der Erziehungsberechtigten, wenn es sich um Randstunden handelt, die Freizeiteinheiten sind.
Vorbehaltlich der Beschlussfassung durch die Landesregierung vgl. dazu § 7 Abs. 2 und 3 der Richtlinie der Vorarlberger Landesregierung zur Förderung von Schülerbetreuungen an Schulen außerhalb der Unterrichtszeit

References: § 1

§ 8
 § 18

§ 8
 § 2
 § 12
 Art. 15
 § 18
 § 7