Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F05-09-2015-8C_10-2015
Timestamp: 2016-10-24 12:28:25+00:00

Document:
8C_10/2015 (05.09.2015)
8C_10/2015 {T�0/2} � � Urteil vom 5. September 2015
Bundesrichter Ursprung, Fr�sard, Maillard,
vertreten durch Rechtsanw�ltin Andrea M�ller-Ranacher,
A.a.�Der 1974 geborene A.________ war als Lenker seines Personenwagens in f�nf durch die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) versicherte Unf�lle verwickelt: Bei einem Auffahrunfall am 15. Juni 1997 erlitt er eine Kontusion der Hals- (HWS) und Brustwirbels�ule (BWS). Am 24. Januar 2002 kam es in einem Kreisverkehr zu einer Kollision mit einem Sattelschlepper, wobei der Versicherte sich eine Distorsion der HWS und der Lendenwirbels�ule (LWS) zuzog. Als Folge eines weiteren Auffahrunfalls vom 17. Februar 2003 wurden eine HWS-Distorsion und eine BWS-/LWS-Kontusion diagnostiziert. Nach einem Heck-Auffahrunfall am 19. Oktober 2003 nahmen die R�cken- und Nackenschmerzen abermals zu. Schliesslich stellte sich nach einem neuerlichen Auffahrunfall vom 9. November 2005 eine Verst�rkung der Beschwerden ein. Die SUVA verf�gte am 13. Februar 2006, best�tigt durch Einspracheentscheid vom 10. Mai 2006, die Einstellung der bisher in Form von Heilbehandlung und Taggeldern ausgerichteten Versicherungsleistungen auf Ende Februar 2006. Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich ab (Entscheid vom 30. April 2008). Das in der Folge angerufene Bundesgericht hiess die Beschwerde mit Urteil 8C_477/2008 vom 19. Dezember 2008 gut, hob die Entscheide der Vorinstanzen auf und stellte fest, dass A.________ auch nach dem 28. Februar 2006 Anspruch auf Versicherungsleistungen habe.
A.b.�Die IV-Stelle des Kantons Z�rich sprach A.________ mit Verf�gungen vom 6. Mai und 18. Juni 2009, insbesondere gest�tzt auf die Schlussfolgerungen eines beim Zentrum B.________ eingeholten polydisziplin�ren Gutachtens vom 28. August 2008, f�r die Zeit vom 1. Februar bis 30. Juni 2004 eine ganze Rente, vom 1. Juli 2004 bis 30. November 2008 eine Dreiviertelsrente und ab 1. Dezember 2008 wiederum eine ganze Rente zu.
A.c.�Am 29./30. Juni 2010 wurde der Versicherte im Auftrag der SUVA im Institut C.________ internistisch, rheumatologisch, neurologisch und psychiatrisch untersucht und begutachtet (Expertise vom 20. Oktober 2010). Per 1. Januar 2012 trat A.________ eine 30%ige Arbeitsstelle als Gesch�ftsf�hrer bei der Firma D.________ GmbH an. Die SUVA holte, nachdem sich die behandelnde �rztin Frau Dr. med. E.________, Fach�rztin f�r Psychiatrie und Psychotherapie FMH, am 26. April 2010 und 7. Februar 2011 kritisch zu den Schlussfolgerungen des Gutachtens des Instituts C.________ ge�ussert und der Versicherte zus�tzlich Berichte des Zentrums F.________ vom 6. Juli und 5. August 2011 sowie 14. Februar 2012 hatte zu den Akten reichen lassen, erg�nzende Stellungnahmen des Dr. med. G.________, Facharzt f�r Psychiatrie und Psychotherapie, Versicherungspsychiatrischer Dienst der SUVA, vom 28. September 2011 und 12. Dezember 2012 sowie des Instituts C.________ vom 4. September 2012 ein. Auf dieser Basis stellte sie die bisherigen Versicherungsleistungen mit Verf�gungen vom 25. Januar und 6. Februar 2013 auf Ende Februar 2013 ein; der Anspruch auf eine Invalidenrente und/oder eine Integrit�tsentsch�digung wurde mit der Begr�ndung verneint, dass die noch vorhandenen Beschwerden �berwindbar und damit nicht invalidisierend seien. Daran hielt der Unfallversicherer mit Einspracheentscheid vom 19. April 2013 fest.
Die hiegegen eingereichte Beschwerde wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich ab (Entscheid vom 17. November 2014).
A.________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren und beantragen, es seien ihm f�r die Folgen der Unf�lle vom 17. Februar und 19. Oktober 2003 sowie 9. November 2005 eine Invalidenrente und eine Integrit�tsentsch�digung zuzusprechen. Eventualiter sei das vorliegende Verfahren bis zur Vorlage des von der Invalidenversicherung vorgesehenen interdisziplin�ren Gutachtens zu sistieren und ihm hierauf eine Frist zur Begr�ndung oder zum R�ckzug der Beschwerde anzusetzen. Subeventualiter sei die SUVA anzuweisen, die umstrittenen Fragen durch ein weiteres Gutachten abkl�ren zu lassen. Der Eingabe liegt u.a. ein Bericht der Frau Dr. med. E.________ vom 26. November 2014 bei.
W�hrend die SUVA auf Abweisung der Beschwerde schliesst, verzichten das kantonale Gericht und das Bundesamt f�r Gesundheit auf eine Vernehmlassung.
Mit Verf�gung vom 22. Juni 2015 gab das Bundesgericht den Parteien Gelegenheit, aufgrund des Grundsatzurteils 9C_492/2014 vom 3. Juni 2015 (BGE 141 V 281) im Bereich der invalidenversicherungsrechtlichen Rechtsprechung zu den anhaltenden somatoformen Schmerzst�rungen und vergleichbaren psychosomatischen Leiden in der vorliegenden Streitsache allf�llige Erg�nzungen anzubringen. Der Versicherte �nderte am 1. Juli 2015 seinen in der Beschwerde gestellten Antrag wie folgt ab: Es sei dem Versicherten f�r die Folgen der Unf�lle vom 17. Februar 2003, 19. Oktober 2003 und 9. November 2005 eine Invalidenrente und Integrit�tsentsch�digung zuzusprechen. Eventualiter sei die Beschwerdegegnerin anzuweisen, ein neues interdisziplin�res Gutachten zu veranlassen und dabei die Frage der �berwindbarkeit durch Verwendung des in BGE 141 V 281 aufgezeigten Indikatorenkataloges abkl�ren zu lassen. Subeventualiter sei das vorliegende Verfahren bis zur Vorlage des von der Invalidenversicherung veranlassten interdisziplin�ren Gutachtens (die Begutachtung fand Ende April 2015 statt) zu sistieren und dem Beschwerdef�hrer dann eine Frist f�r Erg�nzungen der Beschwerde anzusetzen. Die SUVA hielt am 3. Juli 2015 am Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest. Das Bundesamt f�r Gesundheit (BAG) �usserte sich am 7. Juli 2015 und das kantonale Gericht am 3. Juli 2015. Der Versicherte nahm am 10. Juli 2015 nochmals Stellung.
1.1.�Die Beschwerde kann wegen Rechtsverletzung gem�ss Art. 95 f. BGG erhoben werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist somit weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen und es kann sie mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begr�ndung abweisen (vgl. BGE 130 III 136 E. 1.4 S. 140). Das Bundesgericht pr�ft grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen; es ist nicht gehalten, wie eine erstinstanzliche Beh�rde alle sich stellenden rechtlichen Fragen zu pr�fen, wenn diese vor Bundesgericht nicht mehr vorgetragen wurden. Es kann die Verletzung von Grundrechten sowie von kantonalem und interkantonalem Recht nur insofern pr�fen, als eine solche R�ge in der Beschwerde vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG).
Das Bundesgericht hatte sich in seinem Urteil 8C_477/2008 vom 19. Dezember 2008 mit der Frage zu befassen, ob die �ber Ende Februar 2006 hinaus geklagten Beschwerden des Versicherten in einem rechtsgen�glichen Zusammenhang zu den Unfallereignissen vom 15. Juni 1997, 24. Januar 2002, 17. Februar und 19. Oktober 2003 sowie 9. November 2005 standen. Es stellte dabei verbindlich fest, dass die f�nf Auffahrunf�lle weder zu organischen Gesundheitsst�rungen im Sinne von strukturellen, bildgebend nachweisbaren Verletzungen gef�hrt haben, noch dadurch neurologisch objektivierbare Ausfallserscheinungen bewirkt worden sind (E. 3.2). Ferner sah es als erstellt an, dass die beiden ersten Auffahrunf�lle vom 15. Juni 1997 und 24. Januar 2002 nicht verantwortlich zeichneten f�r die �ber Februar 2006 hinaus anhaltenden Beschwerden (E. 4.2). Weiter ging das Bundesgericht davon aus, dass der Beschwerdef�hrer jedenfalls anl�sslich der Unf�lle vom 17. Februar und 19. Oktober 2003 HWS-Verletzungen erlitten hat, welche f�r die danach - insbesondere nach dem 28. Februar 2006 - aufgetretenen Beschwerden zumindest teilweise nat�rlich kausal waren, was die Anwendung der sog. Schleudertrauma-Praxis bei der Ad�quanzpr�fung indizierte (E. 5.3). Die ad�quanzrechtliche Beurteilung nach den in BGE 134 V 109 pr�zisierten Grunds�tzen f�hrte das Bundesgericht schliesslich zum Schluss, dass f�nf der relevanten Kriterien vorl�gen. Damit sei die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs und folglich die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin f�r die als unfallbedingt zu qualifizierenden gesundheitlichen Beeintr�chtigungen �ber Ende Februar 2006 hinaus zu bejahen (E. 6.4).
3.1.�Die Beschwerdegegnerin ist in ihrem Einspracheentscheid vom 19. April 2013 zum Ergebnis gelangt, dass, da von der Fortsetzung der �rztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands mehr erwartet werden k�nne und Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung nicht zur Diskussion st�nden, der Rentenanspruch zu Recht Ende Februar 2013 gepr�ft wurde und die Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen richtigerweise auf diesen Zeitpunkt eingestellt worden seien. In einem n�chsten Schritt hat sie auf BGE 136 V 279 Bezug genommen, gem�ss welchen sich die Frage, ob sich die Folgen einer spezifischen und unfallad�quaten HWS-Verletzung (Schleudertrauma) ohne organisch nachweisbare Funktionsausf�lle invalidisierend auswirken, analog der Rechtsprechung zu den anhaltenden somatoformen Schmerzst�rungen beurteilt. Gest�tzt auf das als beweiskr�ftig eingestufte Gutachten des Instituts C.________ vom 20. Oktober 2010 (samt Erg�nzung vom 4. September 2012) und die Stellungnahmen des Dr. med. G.________ vom 28. September 2011 und 12. Dezember 2012 wurde sodann erkannt, dass dem Beschwerdef�hrer die willentliche Leidens�berwindung zumutbar sei. Die Arbeitsf�higkeit sei unfallbedingt weder in der angestammten T�tigkeit als Chauffeur noch in einer leidensangepassten Besch�ftigung in einem erheblichen Masse eingeschr�nkt. Damit bestehe kein Anspruch auf Rentenleistungen und/oder eine Integrit�tsentsch�digung. Die Vorinstanz hat diese Einsch�tzung mit Entscheid vom 17. November 2014 in allen Teilen best�tigt.
3.2.�Zu keinen Einw�nden Anlass gegeben hat letztinstanzlich der in Bezug auf die Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen per 28. Feb-ruar 2013 vorgenommene Fallabschluss. Ebenfalls nicht beanstandet werden die Erw�gungen des kantonalen Gerichts, wonach das Vorhandensein anspruchsbegr�ndender unfallkausaler somatischer Einschr�nkungen zu verneinen sei. Weiterungen zu diesen Punkten er�brigen sich.
3.3.�Zu pr�fen ist, ob die �ber Ende Februar 2013 hinaus fortbestehenden, nach HWS-Verletzungen spezifischen St�rungen die Arbeits- und Erwerbsf�higkeit zu beeintr�chtigen verm�gen.
Im angefochtenen Entscheid werden die Bestimmungen und Grunds�tze zu den Voraussetzungen und zum Umfang des Rentenanspruchs der obligatorischen Unfallversicherung (Art. 7. ff. ATSG; Art. 18 Abs. 1 UVG) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.
3.4.�Korrekt dargelegt hat das kantonale Gericht auch die bisherige Rechtsprechung zur invalidenversicherungsrechtlichen Relevanz unklarer Beschwerdebilder (BGE 130 V 352 und seitherige Rechtsprechung). Ebenfalls zutreffend ist, dass die im Bereich der somatoformen Schmerzst�rungen entwickelten Grunds�tze rechtsprechungsgem�ss bei der W�rdigung des invalidisierenden Charakters einer HWS-Verletzung (Schleudertrauma) ohne organisch nachweisbare Funktionsausf�lle analog anwendbar waren (BGE 136 V 279). Nachdem das Bundesgericht mit BGE 141 V 281 seine Rechtsprechung zu den Voraussetzungen, unter denen anhaltende somatoforme Schmerzst�rungen und vergleichbare psychosomatische Leiden eine rentenbegr�ndende Invalidit�t zu bewirken verm�gen, grundlegend �berdacht und teilweise ge�ndert hat, ist zu pr�fen, welche Auswirkungen sich dadurch auf den hier zu beurteilenden Fall ergeben (zur Anwendbarkeit einer Rechtsprechungs�nderung auf laufende Verfahren vgl. BGE 137 V 210 E. 6 S. 266).
4.1.�Weiterhin kann eine Einschr�nkung der Leistungsf�higkeit nur anspruchserheblich sein, wenn sie Folge einer fach�rztlich einwandfrei diagnostizierten Gesundheitsbeeintr�chtigung ist (BGE 130 V 396). Auch k�nftig wird der Rentenanspruch - in Nachachtung der verfassungs- und gesetzm�ssigen Vorgaben von Art. 8 und 29 BV (Rechtsgleichheit) und Art. 7 Abs. 2 ATSG (objektivierte Zumutbarkeitsbeurteilung) - anhand von normativen Rahmenbedingungen beurteilt (vgl. bisher: BGE 130 V 352 E. 2.2.2 S. 353 und 139 V 547 E. 5.9 S. 558 f.), und es braucht medizinische Evidenz, dass die Erwerbsunf�higkeit aus objektiver Sicht eingeschr�nkt ist. Indes h�lt das Bundesgericht - der seit l�ngerem namentlich aus medizinischer, aber auch aus juristischer Sicht an der bisherigen Schmerzrechtsprechung ge�usserten Kritik Rechnung tragend - an der �berwindbarkeitsvermutung nicht weiter fest (BGE 141 V 281 E. 3.5 S. 294). Anstelle des bisherigen Regel/Ausnahme-Modells tritt ein strukturierter, normativer Pr�fraster. In dessen Rahmen wird im Regelfall anhand von auf den funktionellen Schweregrad bezogenen Standardindikatoren das tats�chlich erreichbare Leistungsverm�gen ergebnisoffen und symmetrisch beurteilt, indem gleichermassen den �usseren Belastungsfaktoren wie den vorhandenen Ressourcen Rechnung getragen wird (Urteil 9C_899/2014 vom 29. Juni 2015 E. 3.1, zusammenfassend wiedergegeben in: SZS 2015 S. 385).
4.2.�Zwar hatten die �rztinnen und �rzte bereits bis anhin ihre Stellungnahmen zur Arbeitsf�higkeit so substanziell wie m�glich zu begr�nden, und es war f�r die �rztliche Plausibilit�tspr�fung wichtig, in welchen Funktionen die versicherte Person eingeschr�nkt ist (BGE 140 V 193 E. 3.2 S. 196). Die diesbez�glichen Anforderungen hat das Bundesgericht aber nunmehr dahin gehend konkretisiert, dass aus den medizinischen Unterlagen genauer als bisher ersichtlich sein muss, welche funktionellen Ausf�lle in Beruf und Alltag aus den versicherten Gesundheitssch�den resultieren. Diagnosestellung und - in der Folge - Invalidit�tsbemessung haben somit st�rker als bis anhin die entsprechenden Auswirkungen der diagnoserelevanten Befunde zu ber�cksichtigen. Medizinisch muss schl�ssig begr�ndet sein, inwiefern sich aus den funktionellen Ausf�llen bei objektivierter Zumutbarkeitsbeurteilung anhand der Standardindikatoren eine Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit ergibt. Wo dies nicht mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit dargetan werden kann, tr�gt weiterhin die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen. Eine anhaltende somatoforme Schmerzst�rung und vergleichbare Leiden k�nnen somit eine Invalidit�t begr�nden, sofern funktionelle Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schl�ssig und widerspruchsfrei mit zumindest �berwiegender Wahrscheinlichkeit in einem anspruchs-erheblichen Ausmass nachgewiesen sind (BGE 141 V 281 S. 307 f.).
5.1.�Es stellt sich zun�chst die Frage, ob die im Bereich der Invalidenversicherung ergangene Rechtsprechungs�nderung zu den anhaltenden somatoformen Schmerzst�rungen und vergleichbaren psychosomatischen Leiden gem�ss BGE 141 V 281 auch f�r die obligatorische Unfallversicherung gilt. In BGE 136 V 279 hat das Bundesgericht die mit BGE 130 V 352 im Hinblick auf die IV-Rentenberechtigung begr�ndete Rechtsprechung zur invalidisierenden Wirkung anhaltender somatoformer Schmerzst�rungen - ebenfalls im Hinblick auf einen IV-Rentenanspruch - sinngem�ss auch dann anwendbar erkl�rt, wenn sich die Frage nach der invalidisierenden Wirkung einer spezifischen und unfallad�quaten HWS-Verletzung (Schleudertrauma) ohne organisch nachweisbare Funktionsausf�lle stellt (BGE 137 V 199 E. 2.2 S. 203). Aus Gr�nden der Rechtsgleichheit sollen s�mtliche pathogenetisch-�tiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebilder ohne nachweisbare organische Grundlage den gleichen sozialversicherungsrechtlichen Anforderungen unterstellt werden (BGE 136 V 279 E. 3.2.3 S. 283). Mithin war auch bei organisch objektiv nicht ausgewiesenen Beschwerden, die nat�rlich- und ad�quatkausal auf einen Schleudertrauma-Mechanismus zur�ckzuf�hren waren, abzukl�ren, ob eine psychische Komorbidit�t von erheblicher Schwere, Intensit�t, Auspr�gung und Dauer (BGE 131 V 49 E. 1.2 S. 50 f.) und die von der Praxis alternativ umschriebenen Kriterien vorlagen, welche die Schmerzbew�ltigung objektiv konstant und intensiv behindern k�nnen (vgl. BGE 130 V 352 E. 2.2.3 S. 354 f.; 131 V 49 E. 1.2 S. 50 f.). Dies galt nicht nur f�r die Invalidenversicherung (BGE 136 V 279), sondern wurde auch f�r die Beurteilung des Anspruchs auf Invalidenrente nach dem UVG so gehandhabt (Urteil 8C_79/2013 vom 25. Juli 2013 E. 4.2.2; vgl. auch BGE 137 V 199).
5.2.�Sowohl in der Invalidenversicherung (Art. 4 Abs. 1, Art. 28 Abs. 1 lit. c IVG) als auch in der Unfallversicherung (Art. 18 Abs. 1 UVG) beurteilt sich die invalidisierende Wirkung des Leidens nach Art. 8 ATSG. Diese Bestimmung umschreibt unter Bezugnahme auf die in Art. 7 ATSG enthaltene Definition der Erwerbsunf�higkeit die Invalidit�t. Gem�ss Art. 7 Abs. 2 (in Kraft seit 1. Januar 2008) sind f�r die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunf�higkeit ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeintr�chtigung zu ber�cksichtigen. Eine Erwerbsunf�higkeit liegt nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht �berwindbar ist. Damit wurden der Zumutbarkeitsgrundsatz und das Gebot der Objektivierbarkeit gesetzlich verankert (vgl. dazu BGE 139 V 547 E. 5.7 S. 557). Daran hat BGE 141 V 281 nichts ge�ndert (E. 3.7.1). Anlass des bundesgerichtlichen Urteils war die Pr�fung der Frage, ob an der Vermutung festzuhalten ist, wonach eine anhaltende somatoforme Schmerzst�rung oder ein vergleichbarer �tiologisch unklarer syndromaler Zustand mit zumutbarer Willensanstrengung �berwindbar ist. Das Bundesgericht kam dabei - nicht IV-spezifisch, sondern insbesondere bezogen auf Art. 7 Abs. 2 ATSG - zum Schluss, dass das bisherige Regel/Ausnahme-Modell (�berwindbarkeitsvermutung) durch einen strukturierten, normativen Pr�fungsraster zu ersetzen sei. Da es geboten erscheint, s�mtliche pathogenetisch-�tiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebilder ohne nachweisbare organische Grundlage (vgl. BGE 140 V 8 E. 2.2.1.3��� S. 13) den gleichen sozialversicherungsrechtlichen Anforderungen zu unterstellen (vgl. E. 5.1 hievor), soll die im Hinblick auf einen IV-Rentenanspruch erfolgte Rechtsprechungs�nderung gem�ss BGE 141 V 281 sinngem�ss auch im Bereich des UVG Anwendung finden. Vorausgesetzt wird allerdings, dass zwischen dem Unfall und den Beschwerden ein nat�rlicher und ad�quater Kausalzusammenhang besteht.
6.1.�Der Beschwerdef�hrer beantragt subeventualiter, es sei das Verfahren bis zur Vorlage des von der Invalidenversicherung veranlassten interdisziplin�ren Gutachtens (Begutachtung von Ende April 2015) zu sistieren und ihm alsdann eine Frist f�r Erg�nzungsfragen anzusetzen. Davon ist abzusehen, da keine Anhaltspunkte dar�ber bestehen, wie weit das diesbez�gliche Verfahren vorangeschritten ist und neue Beweismittel ohnehin nur soweit vorgebracht werden k�nnen, als erst der Entscheid der Vorinstanz Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG).
6.2.�Eventualiter schliesst der Beschwerdef�hrer auf R�ckweisung der Sache an die SUVA, damit diese ein neues, der Rechtsprechung gem�ss BGE 141 V 281 Rechnung tragendes interdisziplin�res Gutachten in Auftrag gebe. Nach der Rechtsprechung ist im Einzelfall zu pr�fen, ob die beigezogenen administrativen und/oder gerichtlichen Sachverst�ndigengutachten - gegebenenfalls im Kontext mit weiteren fach�rztlichen Berichten - eine schl�ssige Beurteilung im Lichte der massgeblichen Indikatoren erlauben oder nicht (BGE 141 V 281 E. 8 S. 309).
6.3.�Die Vorinstanz hielt fest, eine invalidisierende Wirkung der nach Lage der psychiatrischen Akten h�chstens als mittelschwer einzustufenden depressiven St�rung sei zwar nicht schlechterdings auszuschliessen. Indessen bedinge deren Annahme, dass es sich nicht bloss um eine Begleiterscheinung einer Schmerzkrankheit, sondern um ein selbst�ndiges, vom psychogenen Schmerzsyndrom losgel�stes depressives Leiden handle, und setze im Weiteren voraus, dass eine konsequente Depressionstherapie befolgt werde, deren Scheitern das Leiden als resistent ausweise. Vorliegend sei davon auszugehen, dass die konstatierte depressive St�rung eine Begleiterscheinung der erlittenen HWS-Distorsion mit dem f�r derartige Verletzungen typischen, komplexen und vielschichtigen Beschwerdebild und nicht ein selbstst�ndiges, vom �brigen Krankheitsgeschehen losgel�stes depressives Leiden im Sinne einer psychischen Komorbidit�t darstelle. Die depressive Verstimmung habe sich im Zusammenhang mit der Schmerzproblematik herausgebildet und werde massgeblich von dieser unterhalten. Die ausgewiesene, h�chstens mittelgradige depressive Episode k�nne jedenfalls nicht als eigenst�ndiges Krankheitsgeschehen im Sinne einer massgebenden Komorbidit�t betrachtet werden. Soweit die Gutachter des Instituts C.________ von einem verselbst�ndigten Leiden sprechen w�rden, k�nne ihnen nicht gefolgt werden, da ihre Ausf�hrungen haupts�chlich unter dem Gesichtswinkel der - vom Bundesgericht bereits beurteilten - Unfallkausalit�t ergangen seien.
6.4.�Die medizinischen Unterlagen enthalten unterschiedliche Angaben zu den (unfallkausalen) diagnostischen Befunden. Die Gutachter des Instituts C.________ gehen zudem - in Abweichung von der verbindlichen Beurteilung des Bundesgerichts im genannten Urteil 8C_477/2008 (vgl. E. 2 hievor) - davon aus, dass gar keine unfallkausalen Beschwerden mehr vorliegen w�rden. Aufgrund der Unklarheiten bzw. Divergenzen in den verf�gbaren medizinischen Grundlagen, l�sst sich keine schl�ssige Beurteilung im Lichte der gem�ss BGE 141 V 281 massgeblichen Indikatoren vornehmen. Es hat daher eine Erg�nzung des medizinischen Sachverhalts zu erfolgen. Hinzu kommt, dass das Gutachten des Instituts C.________ vom 20. Oktober 2010 datiert und die Gutachter in ihrer nachtr�glichen Stellungnahme vom 4. September 2012 f�r eine aktuelle Beurteilung eine nochmalige Begutachtung f�r erforderlich hielten. Die Sache ist daher an die SUVA zur�ckzuweisen, damit diese (bei anderen Sachverst�ndigen) ein neues, interdisziplin�res Gutachten einhole und gest�tzt darauf neu entscheide.
Die R�ckweisung der Sache an die Verwaltung zu erneuter Abkl�rung gilt f�r die Frage der Auferlegung der Gerichtskosten wie auch der Parteientsch�digung als vollst�ndiges Obsiegen im Sinne von Art. 66 Abs. 1 sowie Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG, unabh�ngig davon, ob sie beantragt und ob das entsprechende Begehren im Haupt- oder im Eventualantrag gestellt wird (BGE 137 V 210 E. 7.1 S. 271 mit Hinweisen). Die unterliegende SUVA tr�gt die Gerichtskosten und bezahlt dem Beschwerdef�hrer eine Parteientsch�digung (Art. 66 Abs. 1 und Art. 68 Abs. 1 BGG).
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Der Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Z�rich vom 17. November 2014 und der Einspracheentscheid der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) vom 19. April 2013 werden aufgehoben. Die Sache wird zu neuer Verf�gung an die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) zur�ckgewiesen. Im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen.

References: BGE 
 Art. 95
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 18
 BGE 
 BGE 
 Art. 8
 Art. 7
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 28
 Art. 8
 Art. 7
 Art. 7
 BGE 
 BGE 
 Art. 7
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 66
 Art. 68
 Art. 68