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Timestamp: 2017-11-23 02:32:10+00:00

Document:
Nicht unterschreiben der EGV = Längere Wartezeit bis Antrag bearbeitet wird? - Seite 2 - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
Post #1311769 (2)
11.01.2013, 14:09 #26
daher würde ich das Zeugs lieber einfach in den Briefkasten werfen ;)
Würden wir alle gerne, aber wissen, warum wir das nicht tun - spätestens, wenn was nicht beim SB angekommen ist.
Vorschuß muß bei Mittellosigkeit sofort gewährt werden: Warum läßt du dich vertrösten?
Geh mit Beistand hin, der Protokoll schreibt... verlang sofort jemanden zu sprechen, der deine Unterlagen annimmt und über deinen Antrag auf Vorschuß entscheiden kann: Teamleiter oder Geschäftsführer, oder deren Vertretung.... sag du wartest, bis jemand Zeit für dich hat.
Man muß manchmal sehr hartnäckig sein...
11.01.2013, 14:12 #27
Antrag auf einen angemessenen Vorschuss
ich habe meinen Antrag für Leistungen nach dem zweiten Sozialgesetzbuch mit allen erforderlichen Unterlagen am ........bei Ihnen eingereicht. Leider kann bis zum heutigen Tag keinen Zahlungseingang verzeichnen. Auch fehlt der dazugehörige Leistungsbescheid.
11.01.2013, 14:21 #28
In den Briefkasten werfen ist keine gute Idee, denn im Jobcenter gehen schon mal Unterlagen verloren. Wenn, dann mit Empfangsbestätigung am Empfangstresen abgeben.
"gehen schon mal", m. E. geht bei den JC so viel an Papier spurlos verschwunden, dass das allein schon Grund für das enorme Abholzen von Tropenwäldern verantwortlich sein kann.
Alles immer persönlich und nur gegen Empfangsbestätigung auf einer entsprechenden Kopie einreichen und NIEMALS Originale aus der Hand geben.
Vorladungen IMMER nur MIT Beistand Folge leisten.
21.01.2013, 21:38 #29
Geld habe ich mittlerweile immer noch nicht. Alle Unterlagen habe ich längst eingereicht inklusive Kontoauszüge. Mein SB reagiert weder auf Post, noch auf E-Mail und ans Telefon geht er nicht. Was kann ich jetzt machen? Ich habe eine 150€ Stromnachzahlungsrechnung hier liegen, andere Abos sind auch schon gemahnt worden. Selbst wenn ich irgendwann mal Geld bekomme, geht das ja alles schon an Mahngebühren drauf. Ganz geschweige davon dass ich nix zu essen habe.
Ich habe auch den § 42 aufgeführt und erläutert wie meine Situation ist. Und das wirklich detailliert, und das obwohl das in so einer Situation alles andere als angenehm ist. Was kann ich jetzt machen? Muss ich mir einen Anwalt nehmen?
21.01.2013, 21:46 #30
Ich habe morgen meinen ersten Termin bei meinem SB. Ich gehe davon aus dass er mir schnell eine EGV vorlegen wird und ich habe an für sich nicht vor diese zu unterschreiben. (...)
Nun ist meine Sorge dass es durch mein Nichtunterschreiben der EgV und dem anschließenden Erlass per VA noch länger dauert bis ich Geld bekomme?
Ist dem so? Und wie würdet ihr in einer solchen Situation vorgehen?
Ich habe die EgV jetzt nicht unterschrieben und mit nach hause genommen :)
Der SB hatte mir die EgV gegeben und gesagt dass ich ab morgen in eine "Sprungbrett"-Maßnahme müsse. (...)
Solange du keine Leistungen vom JC bekommst, hast du auch keine Pflichten.
Das bedeutet, dass du weder Termine wahrnehmen musst, noch an Maßnahmen teilnehmen brauchst, oder verpflichtet bist dich an die Inhalte einer EGV/VA zu halten.
Die Mitwirkungspflichten beginnen erst wenn über deinen Antrag positiv beschieden wurde!
21.01.2013, 22:00 #31
Ich muss also auch vorerst keine 60 Bewerbungsbemühungen/Monat nachweisen?
und hast du auch einen Tipp für meinen Post von grade eben?
Danke in jedem Fall für die Informationen :)
21.01.2013, 22:40 #32
60 Bewerbungsbemühungen - die ticken doch nicht ganz sauber!
Geld habe ich mittlerweile immer noch nicht. Alle Unterlagen habe ich längst eingereicht inklusive Kontoauszüge.
Die Kontoauszüge hättest du nur vorlegen brauchen - der SB hätte sich den Kontostand notieren müssen.
Hast du die die Abgabe deines ALG II-Antrages quittieren lassen - ist stets wichtig, wenn es um den Nachweis geht!
Mein SB reagiert weder auf Post, noch auf E-Mail und ans Telefon geht er nicht. Was kann ich jetzt machen?
Im ersten Schritt deine Email-Adresse, und ggf. Haus-und Handynummer gemäß § 84 SGB X löschen lassen, und dir im zweiten Schritt das Mailen und Telefonieren mit den SB gänzlich abzugewöhnen!
Bitten und betteln hilft nichts. Du musst ganz klar einen Antrag auf die zu erwartenden Leistungen § 42 SGB I stellen.
RoyMakaayXXXXX
Bedarfsgemeinschaftsnummer: falls schon vorhanden
hiermit stelle ich einen Antrag für Leistungen einen angemessenen Vorschuss auf die zu erwartenden Leistungen nach dem zweiten Sozialgesetzbuch gem. § 42 SGB I bei Ihnen.
Da meine letzte Arbeitsstelle bis zum xx.xx.12 befristet war ect....(hier den Grund einfügen)
Aus diesem Grund beantrage ich einen Vorschuss auf die zu erwartenden Leistungen gem. § 42 SGB I. Ich mache Sie darauf aufmerksam, dass ich weder die Finanziellen Mittel habe für Lebensmittel, noch meine offenen Rechnungen bezahlen kann.
Deshalb ist meinem Antrag sofort statt zu geben. Eine Kopie meines letzten Kontoauszuges sowie der Abmeldebescheinigung liegt bei.
http://www.elo-forum.org/alg-ii/1045...at-januar.html # 18 - habe den Post leicht geändert.
Am besten gehst du mit mindestem einem, versierten Beistand hin
( § 13 SGB X), der dir hilft deine Ansprüche gegen das JC durchzusetzen.
Sollte es zu keiner Auszahlung kommen, dann unverzüglich zum SG und eine EA beantragen. Der Rechtspfleger dort wird dir weiterhelfen.
22.01.2013, 11:25 #33
Danke nochmal. Ich habe grade tatsächlich jemanden telefonisch erreicht. Mit unterdrückter Nummer, ein eigenes Handy habe ich ja nicht :) Da wurde mir gesagt dass ich mich am Empfang melden soll und da einen Antrag auf Mittelosigkeitsirgendwas stellen soll. Dann würde man mir eventuell Lebensmittelgutscheine geben, aber das könne sie mir nicht garantieren. Das war so in etwa der genaue Wortlaut.
Muss ich mich denn wirklich mit Lebensmittelgutscheinen abspeisen lassen? oder steht mir auch Geld zu mit dem ich u.a meine Stromrückstände begleichen kann? Bis mein Antrag bearbeitet ist, werden die mir den Strom sicher schon abgestellt haben...
22.01.2013, 12:33 #34
Nicht telefonieren, sondern das machen was @hamburgeryn vorgeschlagen hat. Die müssen einen Vorschuss zahlen, hartnäckig sein, Beistand mitnehmen und wenn das nicht klappt, weiter zum Sozialgericht. Nicht mit Lebensmittelgutscheinen abspeisen lassen.
@Hamburgeryn, der Ex und ich haben das für die Tochter auch durchgesetzt. Hat zwar einige Zeit und Diskussionen gekostet, war aber erfolgreich. Wir hatten darauf bestanden mit dem Teamleiter zu sprechen.
22.01.2013, 13:05 #35
Wie kann ich denn argumentieren, wenn die mir doch mit Lebensmittelgutscheinen kommen? Die könnten es ja so auslegen, dass das der "Vorschuss" wäre? Es ist ja nicht explizit von einem geldlichen Vorschuss die Rede in § 42? Zwar hätte ich dann was zu essen, aber meine Rechnungen könnte ich immer noch nicht zahlen. Außerdem finde ich diese Gutscheine stark diskriminierend.
22.01.2013, 13:13 #36
Wie Geli bereits ausführte:
Du musst keine Lebensmittelgutscheine (LMG) akzeptieren.
Es handelt sich dabei weder um ein ofizielles Zahlungsmittel, noch ist der Datenschutz gesichert, außerdem kannst du nur in Vertragsgeschäften kaufen (Discounter mit denen das JC ein Abkommen hat), und zuletzt wird dir der Wert des LMG später noch vom laufenden Bedarf abgezogen.
Vor einiger Zeit stand meine Zweitälteste vor einem ähnlichen Problem. Man hatte ihr kein ALG II ausgezahlt, und wollte ihr "aus Kulanzgründen einen LMG ausstellen, wegen ihres Babies. Schließlich habe sie ja ein Kind zu ernähren."
Es war einfach rührend!
Man legte ihr ein Formblatt vor, welches sie unterschreiben sollte.
Sinngemäß stand darin, dass Vorauszahlungen ausschließlich in Form eines LMG geleistet würden.
Gemeinsam mit der Userin Minima änderten wir das Formblatt um.
Wir strichen alle inakzeptablen Passagen durch, schrieben darüber, dass nur Bargeld akzeptiert würde, und dass die Rechtsgrundlage für die ausschließliche Gewährung von LMG fehlen würden. Und noch einiges mehr.
Nachdem meine Tochter das neu kreierte Formblatt unterschrieben hatte, es vom SB gestempelt und abgezeichnet war, ließen wir uns eine Kopie davon geben. Während das Formular samt etlicher Anlagen in die Leistungsabteilung ging, warteten wir. Wenig später kam der TL mit einer neuen Hürde - es fehle der Nachweis dass Elterngeld beantragt worden wäre. In Windeseile rannten wir zur nächsten Faxbude, stellten einen formlosen Antrag und faxten ihn in die Eltergeldstelle, rasten zurück zum JC - wo der TL bereits alles für eine Auszahlung veranlasst hatte. Er kochte vor Wut, aber er zahlte!
Die Antwort, wo die Rechtsgrundlage für die Beschränkung auf LMG zu finden ist, blieb uns das JC bis heute schuldig.
Nicht telefonieren! Hingehen! Und zwar nicht allein. Nimm dir mindestens eine durchsetzungsfähige Person mit.
Und: Suche dir alle relevanten §§ zusammen, und drucke sie dir aus. So bist du in der Lage jede noch so substanzlose Behauptung des JC abzuwehren.
Und das geht nur, wenn du entsprechend argumentieren kannst.
Für diesen Fall habe ich mir einen Ordner mit allen wichtigen Gesetzestexten zusammengestellt:
Die Beistände (§ 13 SGB X) - für den Fall, dass man den Beistand nicht zulassen will.
Die Beratungs -und Auskunftspflicht (§§ 13-16 SGB I) - so können Behauptungen entkräftet werden.
"Bitte nennen Sie mir gemäß Ihrer Beratungs -und Auskunftspflicht die gesetzlichen Grundlagen für....."
§ 42 SGB I : (...) deren Höhe er nach pflichtgemäßem Ermessen bestimmt. Er hat Vorschüsse nach Satz 1 zu zahlen, wenn der Berechtigte es beantragt; - pflichtgemäßes Ermessen heißt nichts anderes, als der SB zahlen muss! Dazu ist er gesetzlich verpflichtet, wenn es so beantragt wird.
Der Weigerung der SB ihrer Beratungspflicht nachzukommen kann man die Frage "Wurde Ihr Vorgesetzter bereits darüber informiert, dass Sie nicht rechtssicher arbeiten?" entgegensetzen.
Und immer schön mitschreiben. SB behauptet dieses. SB behauptet jenes.
Der Maßstab, ob das JC auszahlen muss, ist deine Mittellosigkeit.
Der Nachweis für deine Mittellosigkeit ist dein Kontostand.
22.01.2013, 15:56 #37
Sehr gut, genau so werd ich es machen. :)
Angenommen ich bekomme kein Geld werde ich nach dem Vorgesetzten verlangen. Und wenn dass dann auch nix wird werde ich zum Sozialgericht weiter ziehen. Leider werde ich in dem Fall keine 10€ für einen Beratungsschein haben.
Eine Frage bleibt allerdings noch. Wie viel Geld kann ich denn als Vorschuss fordern? Alles was mir diesen Monat zustünde oder muss ich mich mit der Hälfte oder noch weniger begnügen? Wie viel hattet ihr denn damals bekommen?
22.01.2013, 16:08 #38
Und wenn dass dann auch nix wird werde ich zum Sozialgericht weiter ziehen. Leider werde ich in dem Fall keine 10€ für einen Beratungsschein haben.
Beim Sozialgericht bekommst Du auch nicht den Beratungsschein. Da sagst Du, dass Du ersucht hast einen Vorschuss zu bekommen und die sich geweigert haben. Du möchtest eine einstweilige Anordnung(heißt glaub ich etwas anders)machen, damit Du schnell an Geld kommst. Kontoauszüge mitnehmen. Die helfen da auch bei der Formulierung.
22.01.2013, 16:09 #39
Um beim SG eine EA zu erreichen, benötigst du keinen Beratungsschein.
Wir haben damals alles bekommen. Regelleistung plus Miete.
Wir haben auch alles gefordert.
Zum einen, weil es meiner Tochter zustand, und zum anderen, weil der Aufwand für eine Zahlung immer derselbe ist.
Ganz egal wie hoch die Summe auch sein mag.
Das gilt im übrigen auch für die LMG - der Aufwand einen LMG auszustellen unterscheidet sich nicht von einer Barauszahlung.
Bei den LMG handelt es sich ausschließlich um eine disziplinarische Maßnahme.
22.01.2013, 20:32 #40
Ich hab den Antrag von oben mal auf meine Bedürfnisse abgeändert und ein wenig erweitert. Vielleicht mag mal jemand drüber schauen!
vorschuss.doc (15,0 KB, 51x aufgerufen)
Ich kann es leider nicht öffnen.
22.01.2013, 21:42 #42
Bedarfsgemeinschaftsnummer: xxxxxxxxxx
hiermit stelle ich einen Antrag für Leistungen auf einen angemessenen Vorschuss auf die zu erwartenden Leistungen nach dem zweiten Sozialgesetzbuch gem. § 42*SGB I*bei Ihnen.
Da mir mein letzter Arbeitgeber fristgerecht zum 10.08.2012 gekündigt hat, und ich seitdem meine Ersparnisse aufgebraucht habe, bin ich mittlerweile völlig mittellos.
Aus diesem Grund beantrage ich einen Vorschuss auf die zu erwartenden Leistungen gemäß §*42*SGB I. Ich mache Sie darauf aufmerksam, dass ich weder die Finanziellen Mittel habe für Lebensmittel, noch meine offenen Rechnungen bezahlen kann.*
Im Voraus möchte ich Sie zudem darauf hinweisen, dass ich sogenannte Lebensmittelgutscheine als Form des „Vorschusses“, wie in § 42 definiert nicht akzeptiere, da ich diese nicht als offizielles Zahlungsmittel anerkenne und auch keine Rechtsgrundlage dafür sehe. Darüber hinaus sehe ich bei dieser Zahlungsart meinen Datenschutz nicht gesichert und meine Freiheit beschnitten, da ich nur bei von Ihnen ausgewählten Vertragspartnern einkaufen kann.
Ich bitte daher um einen Vorschuss in Form einer Barauszahlung, einer Überweisung oder einer Scheckausstellung.
Deshalb ist meinem Antrag sofort statt zu geben. Eine Kopie meines letzten Kontoauszuges sowie die Kündigung meines Arbeitgebers liegt bei.
dann so :)
22.01.2013, 22:07 #43
Aus diesem Grund beantrage ich einen Vorschuss in auf die zu erwartenden Leistungen gemäß §*42*SGB I (als Barauszahlung).
Ich mache Sie darauf aufmerksam, dass ich weder die finanziellen Mittel habe für Lebensmittel (zu erwerben), noch meine offenen Rechnungen bezahlen kann.*
Im Voraus möchte ich Sie zudem darauf hinweisen, dass ich sogenannte Lebensmittelgutscheine als Form des „Vorschusses“, wie in
§ 42 definiert nicht akzeptiere, da ich diese nicht als offizielles Zahlungsmittel anerkenne und auch keine Rechtsgrundlage dafür sehe. Darüber hinaus sehe ich bei dieser Zahlungsart meinen Datenschutz nicht gesichert und meine Freiheit beschnitten, da ich nur bei von Ihnen ausgewählten Vertragspartnern einkaufen kann.
Ich bitte (beantrage) daher um einen Vorschuss in Form einer Barauszahlung, einer Überweisung* oder einer Schecks
Meinem Antrag ist sofort statt zu geben. Eine Kopie meines letzten Kontoauszuges sowie die Kündigung meines Arbeitgebers liegt bei.(Als Nachweis lege ich Ihnen den aktuellen Kontoauszug und die Kündigung durch meinen Arbeitgeber vor).
* Keine Überweisung!!!!
Dann kannst ebenso gut auf Regen in der Wüste Gobi warten!
Was "blau" ist würde ich löschen.
Alles was in Klammern steht, habe ich eingefügt.
Zwei kleine Fehler habe ich auch korrigiert, sorry, aber ich konnte nicht widerstehen.
Leicht überarbeitet sähe es dann so aus:
hiermit stelle ich einen Antrag für Leistungen auf einen angemessenen Vorschuss auf die zu erwartenden Leistungen nach dem zweiten Sozialgesetzbuch gem. § 42*SGB I*.
Aus diesem Grund beantrage ich einen Vorschuss in auf die zu erwartenden Leistungen gemäß §*42*SGB I als Barauszahlung.
Ich mache Sie darauf aufmerksam, dass ich weder die finanziellen Mittel habe Lebensmittel zu erwerben, noch meine offenen Rechnungen bezahlen kann.*
Meinem Antrag ist sofort statt zu geben.
Als Nachweise lege ich Ihnen den aktuellen Kontoauszug und die Kündigung durch meinen Arbeitgeber vor.
24.01.2013, 13:01 #44
So, ich bin also heute morgen um 7 zum Jobcenter losgestiefelt. So gegen 8 war ich dann auch pünktlich zur Öffnungszeit da. Erstmal Nummer gezogen und ich musste eine halbe Stunde warten bis ich dran war. Ich will nicht wissen wie lange ich hätte warten müssen, wenn ich eine Stunde später da gewesen wäre [...] Dann habe ich der Dame, die im übrigen sehr nett wirkte, meinen Antrag auf Vorschuss nach § 42 gegeben. Die wusste erstmal so gar nicht was zu tun ist und hat dann eine Kollegin dazugeholt, die im gleichen Raum arbeitete. Zunächst hat sie dann meinen Antrag gestempelt, unterschrieben und Kontoauszüge kopiert. In der Folge hieß es dann, dass über den Antrag nur mein Sachbearbeiter entscheiden könne. Der sei aber nicht da und würde erst im Laufe des Tages eintrudeln. Sie hätte ihm aber eine Nachricht hinterlassen und er würde sich dann unverzüglich mit mir in Verbindung setzen. Ich habe dann gesagt dass ich nix mehr zu essen habe und jetzt nicht mehr ewig warten kann. Daraufhin hieß es dann ich solle vor der Tür warten bis er irgendwann komme. Einen freien Termin habe er aber heute eigentlich nicht mehr. Ich also erstmal davor die Tür gesetzt und gewartet [...]. Eine halbe Stunde später erschien er dann auch tatsächlich und ich fing ihn direkt mit der Aussage,dass ich einen Antrag auf Mittellosigkeit gestellt habe und dringend mit ihm Reden müsse vor seiner Tür ab. Als Antwort entgegnete er aber nur ein desinteressiertes "Aha" und verschwand erstmal hinter seiner Tür. Nach 20 Minuten durfte ich dann auch tatsächlich zu ihm in den Raum kommen und mich sogar an den gleichen Tisch setzen. Dort habe ich dann erneut meinen Antrag vorgelegt, den er sich erstmal durchgelesen hat. "Ich müsse erstmal meine Bedürftigkeit nachweisen" hieß es dann. Ich sagte,dass ich bereits Kontoauszüge eingereicht habe, was er zunächst abstritt, letztendlich aber doch glaubte als ich ihm darlegte dass ich die Kontoauszüge grade auch gerne nochmal zur Vorlage dabei habe. Danach hieß es dann, dass frühestens Montags ein Termin in der Leistungsabteilung frei wäre und dass ich dort auch allenfalls einen Lebensmittelgutschein erhalten könne.Ich meinte dann, dass mir ihre Termine egal seien und dass ich eine Barauszahlung wünsche. Daraufhin fing dann der Sachbearbeiter an mich anzubrüllen und mir zu unterstellen,dass ich überhaupt nicht mittellos sein könne, wenn ich einen Lebensmittelgutschein ja nicht akzeptieren würde. Zwischenzeitlich hatte ich sogar die Sorge, dass der gewalttätig wird. Ich hab ihm dann erklärt, dass ich keine Rechtsgültigkeit für die Anerkennung von Gutscheinen als Zahlungsmittel sehe und hab ihm dass dann auch noch eingehender erläutert. Daraufhin wurden seine Anschuldigungen noch wüster und er behauptete ich würde Handel über das Internet betreiben weil ich im November einmal drei Sachen in einem Wert von gut 100€ verkauft hatte. Letztendlich hat er mir dann die Wahl gelassen den Lebensmittelgutschein zu nehmen oder ohne etwas nach hause zu gehen. Ich habe den Gutschein abgelehnt und dann noch darum gebeten, dass er mir schriftlich gibt, dass er meinen Antrag nicht annimmt. Das hat er aber abgelehnt und als ich sagte sie müssen mir das aber schriftlich geben, kam nur ein bockiges "Nein, das muss ich nicht". Immerhin war das Gespräch damit beendet.
Danach bin ich dann direkt weiter zum Sozialgericht gefahren. Als ich dann die Einlasskontrolle überstanden hatte, bekam ich auch direkt einen Zettel mit einer Raumnummer bei der ich mich melden solle. Dort wurde mir dann auch nach einmal Klopfen direkt die Tür geöffnet und ich konnte einer freundlichen Dame meine Situation schildern. Diese hat mir dann auch direkt bei der Formulierung einer Einstweiligen Anordnung geholfen und mir am Ende eine Abschrift dieser gegeben. Eine weitere Abschrift wurde an den zuständigen Richter weitergeleitet, der nun per Eilverfahren darüber entscheiden soll. Dies soll wohl maximal 2 Wochen dauern. Nur Geld sehe ich immer noch keins... :)
24.01.2013, 13:37 #45
Schon sehr spezielle Erlebnisse, die Du da hast. Hoffentlich kommst Du schnell wieder aus dem Bezug raus - und merkst Dir für alle Ewigkeit, wie das System mit den Hilflosen, mit denen, die gar nichts mehr haben, umgeht.
Ich komm noch immer nicht über die 60 geforderten Bewerbungen pro Monat hinweg. Man stelle sich, da gesellten sich noch ein paar Vermittlungsvorschläge hinzu. Da kommst Du vor lauter Bewerbungen schreiben gar nicht mehr dazu, die Vorstellungsgespräche wahrzunehmen.
Von JC-Terminen mal ganz abgesehen
24.01.2013, 13:38 #46
Da hat sich ja der Sb ordentlich daneben benommen. Hattest du einen Beistand mit, der das Verhalten bezeugen kann?
24.01.2013, 13:48 #47
Hast dich wacker geschlagen!
Doch da du allein warst, war dein Unternehmen praktisch zum Scheitern verurteilt. Leider.
Dann habe ich der Dame, die im übrigen sehr nett wirkte, meinen Antrag auf Vorschuss nach § 42 gegeben. Die wusste erstmal so gar nicht was zu tun ist und hat dann eine Kollegin dazugeholt, die im gleichen Raum arbeitete. Zunächst hat sie dann meinen Antrag gestempelt, unterschrieben und Kontoauszüge kopiert.
Hast du dir die Abgabe deiner Unterlagen quittieren lassen?
Btw: Die Kontoauszüge hättest du lediglich vorlegen brauchen!
Interessant auch die Information, dass sie sich bereits mit dem zuständigen SB in Verbindung gesetzt habe.
Wann soll das denn stattgefunden haben - vor oder während des Kopieren der Kontoauszüge?
Unglaubwürdige Beruhigungstaktik.
Einen freien Termin habe er aber heute eigentlich nicht mehr.Einen freien Termin habe er aber heute eigentlich nicht mehr.
Es gibt keine Termine "zur Abhilfe von Mittellosigkeit". Der SB ist gesetzlich verpflichtet entsprechende Maßnahmen - in deinem Fall eine Barauszahlung - zu veranlassen.
Danach hieß es dann, dass frühestens Montags ein Termin in der Leistungsabteilung frei wäre und dass ich dort auch allenfalls einen Lebensmittelgutschein erhalten könne.Ich meinte dann, dass mir ihre Termine egal seien und dass ich eine Barauszahlung wünsche.
Daraufhin fing dann der Sachbearbeiter an mich anzubrüllen und mir zu unterstellen,dass ich überhaupt nicht mittellos sein könne, wenn ich einen Lebensmittelgutschein ja nicht akzeptieren würde.
Da hättest du aufstehen sollen und sofort zum TL gehen müssen. Denn so eine niederträchtige Unterstellung und miese Behandlung musst du dir nicht gefallen lassen.
Aus diesem Grund erkundige ich mich auf jedem JC v o r h e r wo der TL sitzt und wie sein Name lautet. Erklärt man nämlich während des Disputs den TL aufsuchen zu wollen, nutzen die SB schnell ihren Heimvorteil und rennen dort hin, um sich abzusichern, während man selbst noch wütend durchs Gebäude rennt und die richtige Tür sucht.
Daraufhin wurden seine Anschuldigungen noch wüster und er behauptete ich würde Handel über das Internet betreiben weil ich im November einmal drei Sachen in einem Wert von gut 100€ verkauft hatte. Letztendlich hat er mir dann die Wahl gelassen den Lebensmittelgutschein zu nehmen oder ohne etwas nach hause zu gehen.
Diese substanzlosen Anschuldigungen sind sog. Nebenkriegsschauplätze. Die werden immer dann von den SB eröffnet, wenn ihre Abwimmelungs - und Verweigerungstaktik nicht gleich funktioniert.
Gewöhnlich erklärt man, dass es jetzt ausschließlich um die Barauszahlung geht.
Ich habe den Gutschein abgelehnt und dann noch darum gebeten, dass er mir schriftlich gibt, dass er meinen Antrag nicht annimmt.
Soweit ich dich verstanden habe, hast deinen Antrag anfangs bei seiner Kollegin abgegeben - oder doch nicht? Und hast du einen Nachweis?
Eine weitere Abschrift wurde an den zuständigen Richter weitergeleitet, der nun per Eilverfahren darüber entscheiden soll. Dies soll wohl maximal 2 Wochen dauern.
Nur Geld sehe ich immer noch keins... :)
In welcher Stadt lebst du? Gibt es in deiner Umgebung irgendwen, der dein Beistand sein könnte.
Hast du Familie oder Freunde, die dich etwas unterstützen können?
24.01.2013, 13:49 #48
Nein, leider nicht. Vermutlich wäre er dann auch nicht ganz so wüst geworden. Ich weiß zwar, dass immer geraten wird einen Beistand mitzunehmen. Leider habe ich aber niemanden den ich dorthin mitnehmen könnte.
Grundsätzlich verstehe ich auch nicht warum der Sachbearbeiter sich so aufregt. Auf mich wirkte er teilweise als sei er persönlich beleidigt, dabei ging es aber nur um einen Antrag. Da fehlte es gänzlich an Objektivität bezüglich seines Jobs.
Direkt beleidigt hat er mich auch nicht, er wurde halt nur sehr laut, machte haltlose Unterstellungen und bekam einen roten Kopf. Glücklicherweise bin ich von Natur aus ein sehr ruhiger und zurückhaltender Mensch. Ich kann mir vorstellen, dass solche Situationen bei anderen Gemütern schnell mal zu einer Eskalation führen können.
Ich bin jetzt erstmal auf den Ausgang des Eilverfahrens gespannt :)
Als ich mal vergessen hatte mit etwas quittieren zu lassen, bin ich am folgenden Tag mit dem selben Antrag nochmal aufs JC, habe ihn abgegeben und eine Kopie für meine Unterlagen abstempeln lassen.
Selbstüberschätzung und Dummheit. Eine gefährliche Mischung - und sowas lässt man dann auf bedürftige Leute los.
Ich kann mir vorstellen, dass solche Situationen bei anderen Gemütern schnell mal zu einer Eskalation führen können.
- ..... mir ist früher schon einige Male der Kragen geplatzt...... aber ich kann auch anders.
Und ich frage mich, wovon wirst du die nächsten zwei Wochen leben? Welche Optionen stehen dir zur Verfügung? Welche Vorräte, Freunde, Familie?
24.01.2013, 13:59 #50
Sie sagte sie hinterlässt ihm eine Nachricht. Und hat dann irgendwas in ihren Computer getippselt.
Ich habe den Antrag anfangs bei der Kollegin abgegeben. Dieser wurde gestempelt und unterschrieben. Dieser befindet sich allerdings nun beim Amt. Der Sachbearbeiter wollte mit später wie gesagt nicht unterschreiben,dass er den Antrag nicht annimmt.
Beistand habe ich leider keinen. Zu meiner Familie habe ich auch nahezu keinen Kontakt. Ich finde aber bestimmt einen Freund der dafür sorgt, dass ich nicht verhungere.

References: § 42
 § 84
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 § 13
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