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Timestamp: 2016-10-23 22:16:23+00:00

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136 II 435. Auszug aus dem Urteil der II. �ffentlich-rechtlichen Abteilung i.S. Steinhalden AG und Realcapital Invest AG gegen Eidgen�ssische Finanzmarktaufsicht (Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten)
Art. 1 al. 2 et art. 23ter al. 1 LB (version ant�rieure au 1er janvier 2009); art. 3a al. 3 let. a OB; art. 10 al. 1 et art. 2 let. d LBVM; art. 3 al. 2 OBVM; art. 31 et 37 al. 3 LFINMA; proportionnalit� de la liquidation, ordonn�e � titre de mesure de surveillance, de deux entreprises qui ont exerc� dans le cadre d'un groupe des activit�s soumises � autorisation au regard de la l�gislation sur les march�s financiers. Confirmation de la jurisprudence relative au devoir de surveillance de la FINMA � l'encontre des interm�diaires financiers qui, en violation des r�gles juridiques r�gissant leur surveillance, exercent leurs activit�s en tant que groupe (consid. 3 et 4.3). Notion de maison d'�mission (consid. 4.1) et d'acceptation � titre professionnel de d�p�ts du public non autoris�s (consid. 4.2). Les auto-�missions de capital propre ne sont pas soumises � la surveillance de la Commission f�d�rale des banques, respectivement de la FINMA, m�me si un interm�diaire financier qui y a particip� agit ailleurs ill�galement comme maison d'�mission (consid. 4-6). Proportionnalit� de la liquidation, ordonn�e � titre de mesure de surveillance, d'une soci�t� en holding qui entretient des rapports avec un groupe actif en tant que maison d'�mission sans autorisation et dont les filiales ont une activit� commerciale propre dans le domaine immobilier (consid. 7). Faits � partir de page 44
A. Ab Juli 2007 ermittelte die Eidgen�ssische Bankenkommission (EBK) wegen allf�lliger Verletzungen finanzmarktrechtlicher Bestimmungen gegen die Steinhalden AG (SAG), die AFT Allgemeine Finanztreuhand AG (AFT), die IIC Interfinance Investment Co. Ltd., Panama (IIC), die UTG Communications International Inc., Delaware (UTG), sowie gegen die Realcapital Invest AG (RCIAG bzw. RIAG). Am 1. November 2007 stellte sie fest, dass diese Gesellschaften in Verletzung des Bundesgesetzes vom 8. November 1934 �ber die Banken und Sparkassen (BankG; SR 952.0) bzw. des Bundesgesetzes vom 24. M�rz 1995 �ber die B�rsen und den Effektenhandel (BEHG; SR 954.1) gewerbsm�ssig Publikumseinlagen entgegengenommen h�tten bzw. einer bewilligungspflichtigen Effektenhandelst�tigkeit nachgegangen seien. Sie er�ffnete �ber die AFT Allgemeine Finanztreuhand AG den bankenrechtlichen Konkurs; die weiteren Firmen versetzte sie in Liquidation. A. und B. wurde verboten, unter jeglicher Bezeichnung selbst oder �ber Dritte Publikumseinlagen gewerbsm�ssig entgegenzunehmen, bewilligungspflichtige Bank- oder Effektenhandelst�tigkeiten auszu�ben oder hierf�r in Inseraten, Prospekten, Rundschreiben, elektronischen oder anderen Medien zu werben. BGE 136 II 43 S. 45
B. Am 20. M�rz 2009 hiess das Bundesverwaltungsgericht die von der Steinhalden AG, der AFT Allgemeine Finanztreuhand AG (in Liquidation) und der Realcapital Invest AG hiergegen eingereichte Beschwerde teilweise gut. Es hob die Ziffer 1 der Verf�gung der EBK insoweit auf, als darin festgestellt wurde, "die Beschwerdef�hrerinnen h�tten auch gewerbsm�ssig Publikumseinlagen entgegengenommen, sich �ffentlich dazu empfohlen und seien unbewilligt einer Bankt�tigkeit nachgegangen, womit sie gegen das Bankengesetz verstossen h�tten"; im �brigen wies es die Beschwerde ab, soweit es darauf eintrat. Das Bundesverwaltungsgericht liess die Frage offen, ob die Aktivit�ten der Steinhalden AG und der Realcapital Invest AG finanzmarktrechtlich relevant w�ren, w�rden sie f�r sich allein betrachtet. Da sie im Gruppenverband mit den anderen Gesellschaften gehandelt h�tten, tr�fen sie die aufsichtsrechtlichen Konsequenzen, "selbst wenn [...] - isoliert betrachtet - nicht alle Tatbestandselemente erf�llt" seien oder "sie selbst �berhaupt keine finanzmarktrechtlich relevanten T�tigkeiten" ausge�bt h�tten. Die von der EBK angenommene Verletzung des Bankengesetzes sei indessen nicht erstellt, da "ein und dieselbe Geldtransaktion [...] nicht gleichzeitig eine Zahlung f�r die Zeichnung von Aktien und eine Publikumseinlage sein" k�nne.
C. Die Steinhalden AG und die Realcapital Invest AG sind hiergegen an das Bundesgericht gelangt. Sie machen geltend, sie seien Immobilien(holding)gesellschaften, die eigenst�ndigen gewerblichen Gesch�ftst�tigkeiten nachgingen. Die von der EBK beanstandeten Gesch�fte seien als Verk�ufe aus Eigenbest�nden (Steinhalden AG) bzw. Zeichnungsangebote (Realcapital Invest AG) im Rahmen einer Kapitalerh�hung nicht bewilligungspflichtig gewesen. Sie h�tten mit den anderen erfassten Gesellschaften lediglich ordentliche Gesch�ftsbeziehungen unterhalten und k�nnten nicht bereits deswegen in deren Aktivit�ten einbezogen werden. Im �brigen fehle f�r ihre (Mit-)Erfassung im Rahmen der Gruppe die f�r den damit verbundenen Eingriff in die Wirtschaftsfreiheit erforderliche gesetzliche Grundlage.
Das Bundesgericht heisst die Beschwerde gut, soweit sie die aufsichtsrechtliche Liquidation der Realcapital Invest AG betrifft. Es hebt das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 20. M�rz 2009 in diesem Punkt auf und weist die Sache zu neuem Entscheid im Sinne der Erw�gungen an die FINMA zur�ck.
BGE 136 II 43 S. 46Aus den Erw�gungen:
3. 3.1 Die Eidgen�ssische Bankenkommission (bzw. heute die FINMA) ist befugt, zur Beseitigung von Missst�nden und zur Wiederherstellung des ordnungsgem�ssen Zustands alle "notwendigen Verf�gungen" zu treffen (vgl. Art. 23ter Abs. 1 BankG [Fassung vor dem 1. Januar 2009], Art. 31 des Bundesgesetzes vom 22. Juni 2007 �ber die Eidgen�ssische Finanzmarktaufsicht [FINMAG; SR 956.1]). Da sie allgemein �ber die Einhaltung der "gesetzlichen Vorschriften" zu wachen bzw. f�r die Wiederherstellung des ordnungsgem�ssen Zustands zu sorgen hat, ist ihre Aufsicht nicht auf die dem Gesetz unterstellten Betriebe beschr�nkt. Zu ihrem Aufgabenbereich geh�ren auch die Abkl�rung der finanzmarktrechtlichen Bewilligungspflicht und die Ermittlung von Finanzintermedi�ren, die in Verletzung der gesetzlichen Bestimmungen bewilligungslos t�tig sind (BGE 132 II 382 E. 4.1 mit Hinweisen). Sie ist deshalb berechtigt, die im Gesetz vorgesehenen Mittel auch gegen�ber Instituten (oder Personen) einzusetzen, deren Unterstellungs- bzw. Bewilligungspflicht (noch) umstritten ist.
3.2 Geht eine Gesellschaft unbewilligt einer den Banken oder den bewilligten Effektenh�ndlern vorbehaltenen T�tigkeit nach, kann die EBK bzw. die FINMA sie im Rahmen der allgemeinen Verfassungs- und Verwaltungsgrunds�tze (Willk�rverbot, Rechtsgleichheits- und Verh�ltnism�ssigkeitsgebot, Treu und Glauben usw.) aufsichtsrechtlich liquidieren (BGE 131 II 306 E. 3.1.2; vgl. Art. 37 Abs. 3 FINMAG). Ihr Vorgehen soll dabei den Hauptzwecken der finanzmarktrechtlichen Gesetzgebung, dem Schutz der Gl�ubiger bzw. Anleger einerseits und der Lauterkeit des Kapitalmarkts andererseits, Rechnung tragen (BGE 135 II 356 E. 3.1). Erweist sich das betroffene Unternehmen als �berschuldet oder dauernd zahlungsunf�hig, ist �ber den unbewilligt auftretenden Finanzintermedi�r analog den Art. 33 ff. BankG (in der Fassung vom 3. Oktober 2003 [AS 2004 2767]) der Bankenkonkurs zu er�ffnen und durchzuf�hren. Dabei braucht die Sanierungsf�higkeit (Art. 28 ff. BankG [in der Fassung vom 3. Oktober 2003]) in der Regel nicht mehr gesondert gepr�ft zu werden. Mit der nachtr�glichen Verweigerung der Erteilung der erforderlichen Bewilligung und der Anordnung der Liquidation ist eine Fortf�hrung als unterstellter Betrieb ausgeschlossen (BGE 132 II 382 E. 4.2 S. 388; BGE 131 II 306 E. 4.1.3 S. 321).
3.3 Die finanzmarktrechtlichen Massnahmen m�ssen indessen - wie jedes staatliche Handeln - verh�ltnism�ssig sein (vgl. zur Einsetzung eines Beobachters: BGE 126 II 111 E. 5b/bb). Sie sollen mit anderen Worten nicht �ber das hinausgehen, was zur Wiederherstellung des gesetzm�ssigen Zustands erforderlich ist: Geht die Gesellschaft sowohl einer bewilligungspflichtigen als auch einer finanzmarktrechtlich unbedenklichen Aktivit�t nach, ist nur der bewilligungspflichtige Teil zu liquidieren, falls dies technisch m�glich und die erlaubte Gesch�ftst�tigkeit von eigenst�ndiger Bedeutung ist. Es d�rfen keine buchhalterisch nicht abgrenzbare finanzielle Mittel, die in Verletzung finanzmarktrechtlicher Bestimmungen generiert wurden, in die nicht bewilligungspflichtige T�tigkeit geflossen sein; zudem muss - etwa aufgrund eines Wechsels in der Gesch�ftsleitung oder dem Verwaltungsrat - davon ausgegangen werden k�nnen, dass k�nftig kein relevantes Risiko mehr besteht, dass wiederum gesetzeswidrig bewilligungspflichtige Aktivit�ten entfaltet werden k�nnten (vgl. BGE 131 II 306 E. 3.3 S. 317; Urteil 2C_74/2009 vom 22. Juni 2009 E. 3.2.3).
4. 4.1 Effektenh�ndler gelten als Emissionshaus, wenn sie haupts�chlich im Finanzbereich t�tig sind und gewerbsm�ssig Effekten, welche von Drittpersonen ausgegeben wurden, fest oder in Kommission �bernehmen und �ffentlich auf dem Prim�rmarkt anbieten (Art. 3 Abs. 2 der Verordnung vom 2. Dezember 1996 �ber die B�rsen und den Effektenhandel [BEHV; SR 954.11]). Die T�tigkeit ist bewilligungspflichtig (Art. 10 Abs. 1 i.V.m. Art. 2 lit. d BEHG; vgl. auch Rundschreiben der EBK [EBK-RS] 1998/2: Effektenh�ndler, in: TH�VENOZ/ZULAUF, BF 2007, N. 24 ff. zu 31A-21, sowie das Rundschreiben der FINMA 2008/5: Erl�uterungen zum Begriff Effektenh�ndler, N. 24 ff., in: dieselben, BF 2009, B-08.05; URS P. ROTH, in: Kommentar zum Bundesgesetz �ber die B�rsen und den Effektenhandel, 2000, N. 35 ff. zu Art. 2 lit. d BEHG). Als Prim�rmarkt wird der Markt bezeichnet, in dem Kapitalmarktpapiere (Aktien, Obligationen usw.) erstmals begeben (emittiert) werden; auf dem Sekund�rmarkt werden die emittierten Kapitalmarktpapiere b�rslich oder ausserb�rslich gehandelt (EMCH/RENZ/ARPAGAUS, Das Schweizerische Bankgesch�ft, 6. Aufl. 2004, N. 1816). Effektenh�ndler gehen nur dann einer bewilligungspflichtigen Aktivit�t als Emissionshaus nach, wenn sie haupts�chlich im Finanzbereich t�tig sind (Art. 2 Abs. 1 BEHV); ihre gesch�ftlichen Aktivit�ten im Finanzbereich m�ssen gegen�ber allf�lligen anderen Zwecken (industrieller oder gewerblicher Natur) aufgrund der BGE 136 II 43 S. 48W�rdigung aller Umst�nde deutlich �berwiegen (EBK-RS 1998/2 N. 7 ff.; PHILIPPE A. HUBER, in: Basler Kommentar, B�rsengesetz, 2007, N. 27 zu Art. 2 lit. d BEHG). Gewerbsm�ssig handelt, wer das Effektenhandelsgesch�ft wirtschaftlich selbst�ndig und unabh�ngig betreibt. Seine Aktivit�t muss darauf ausgerichtet sein, regelm�ssige Ertr�ge aus diesem zu erzielen (EBK-RS 1998/2 N. 11 f.). Das Angebot ist �ffentlich, wenn es sich an unbestimmt viele Personen richtet (d.h. insbesondere durch Inserate, Prospekte, Rundschreiben oder elektronische Medien verbreitet wird), nicht indessen, wenn damit ausschliesslich in- und ausl�ndische Effektenh�ndler oder andere staatlich beaufsichtigte Unternehmen, Aktion�re oder Gesellschafter mit einer massgebenden Beteiligung am Schuldner und mit ihnen wirtschaftlich oder famili�r verbundene Personen sowie institutionelle Anleger mit professioneller Tresorerie angesprochen werden (EBK-RS 1998/2 N. 14 f.). Keine T�tigkeit als Emissionshaus �bt aus, wer Effekten ohne �ffentliches Angebot bei weniger als 20 Kunden platziert (EBK-RS 1998/2 N. 28). Nicht unter die b�rsenrechtliche Bewilligungspflicht f�llt - anders als der "Underwriter", d.h. das Mitglied eines Syndikats, das sich verpflichtet, Titel, die nicht platziert werden k�nnen, selber zu �bernehmen (PHILIPPE A. HUBER, a.a.O., N. 41 zu Art. 2 lit. d BEHG) - der Emittent: Die Emission eigener Beteiligungspapiere unterliegt nicht dem B�rsengesetz; ebenso wenig die bloss technische Fest�bernahme, die es einer Aktiengesellschaft erlaubt, eine Kapitalerh�hung (Kapitalerh�hungsbeschluss und Feststellung der Liberierung) in einem Schritt durchzuf�hren: Die emittierten Aktien sind den Aktion�ren nach den Vorschriften des Aktienrechts anzubieten; dabei stehen regelm�ssig keine BEHG-relevanten Anlegerschutz- und Funktionsinteressen auf dem Spiel (URS P. ROTH, a.a.O., N. 37 zu Art. 2 lit. d BEHG).
4.2 Nat�rlichen und juristischen Personen, die nicht dem Bankengesetz unterstehen, ist es untersagt, gewerbsm�ssig Publikumseinlagen entgegenzunehmen. Der Bundesrat kann Ausnahmen vorsehen, sofern der Schutz der Einleger gew�hrleistet ist (Art. 1 Abs. 2 BankG [in der Fassung vom 18. M�rz 1994]). Die Entgegennahme von Publikumseinlagen, das bankenm�ssige Passivgesch�ft, besteht darin, dass ein Unternehmen gewerbsm�ssig Verpflichtungen gegen�ber Dritten eingeht, d.h. selber zum R�ckzahlungsschuldner der entsprechenden Leistung wird (BGE 132 II 382 E. 6.3.1 S. 391 mit Hinweisen; vgl. EMCH/RENZ/ARPAGAUS, a.a.O., N. 1227 ff.). Dabei gelten grunds�tzlich alle Verbindlichkeiten als Einlagen (vgl. EBK-RS 1996/4: BGE 136 II 43 S. 49Gewerbsm�ssige Entgegennahme von Publikumseinlagen durch Nichtbanken imSinne des Bankengesetzes, in: TH�VENOZ/ZULAUF, BF 2007, N. 10 zu 31A-15). Ausgenommen davon sind unter gewissen, eng umschriebenen Voraussetzungen fremde Mittel ohne Darlehens- oder Hinterlegungscharakter (Art. 3a Abs. 3 lit. a [in der Fassung vom 12. Dezember 1994] der Verordnung vom 17. Mai 1972 �ber die Banken und Sparkassen, BankV; SR 952.02), Anleihensobligationen (Art. 3a Abs. 3 lit. b BankV), Abwicklungskonti (Art. 3a Abs. 3 lit. c BankV),Gelder f�r Lebensversicherungen und die berufliche Vorsorge (Art. 3a Abs. 3 lit. d BankV) sowie Zahlungsmittel und Zahlungssysteme (N. 18bis EBK-RS 1996/4; vgl. zum Ganzen: BGE 131 II 306 E. 3.2.1). Keine Publikums einlagen bilden Einlagen von Banken oder anderen staatlich beaufsichtigten Unternehmen (Art. 3a Abs. 4 lit. a BankV), Aktion�ren oder Gesellschaftern mit einer qualifizierten Beteiligung am Schuldner (Art. 3a Abs. 4 lit. b BankV; vgl. hierzu KLEINER/SCHWOB, in: Kommentar zum Bundesgesetz �ber die Bankenund Sparkassen, 2004, N. 38 zu Art. 1 BankG [Ausgabe April 2004]), von institutionellen Anlegern mit professioneller Tresorerie (Art. 3aAbs. 4 lit. c BankV), von Einlegern bei Vereinen, Stiftungen und Genossenschaften, sofern diese "in keiner Weise im Finanzbereich t�tigsind" (Art. 3a Abs. 4 lit. d BankV), sowie von Arbeitnehmern bei ihrem Arbeitgeber (Art. 3a Abs. 4 lit. e BankV). Gewerbsm�ssig im Sinne des Bankengesetzes handelt, wer dauernd mehr als 20 Publikumseinlagen h�lt (Art. 3a Abs. 2 BankV) oder in Inseraten, Prospekten, Rundschreiben oder elektronischen Medien f�r die gewerbsm�ssige Entgegennahme von Geldern wirbt (vgl. Art. 3 Abs. 1 BankV; BGE 132 II 382 E. 6.3.1 S. 391; BGE 131 II 306 E. 3.2.1).
4.3 4.3.1 Wie das Bundesgericht in zwei j�ngeren Entscheiden best�tigt hat, kann eine bewilligungspflichtige Aktivit�t als Effektenh�ndler bzw. eine bankengesetzlich unzul�ssige Entgegennahme von Publikumsgeldern auch bei einem arbeitsteiligen Vorgehen im Rahmen einer Gruppe vorliegen: Die Bewilligungspflicht und die finanzmarktrechtliche Aufsicht sollen nicht dadurch umgangen werden k�nnen, dass jedes einzelne Unternehmen bzw. die dahinter stehenden Personen f�r sich allein nicht alle Voraussetzungen f�r die Bewilligungspflicht erf�llen - etwa je weniger als 20 Einlagen halten -, im Resultat gemeinsam aber dennoch eine bewilligungspflichtige T�tigkeit aus�ben. Der Schutz des Marktes und der Anleger (vgl. Art. 5 FINMAG) rechtfertigt trotz formaljuristischer Trennung der BGE 136 II 43 S. 50Strukturen finanzmarktrechtlich eine einheitliche (wirtschaftliche) Betrachtungsweise, falls zwischen den einzelnen Personen und/oder Gesellschaften enge wirtschaftliche (finanzielle/gesch�ftliche), organisatorische oder personelle Verflechtungen bestehen und vern�nftigerweise einzig eine Gesamtbetrachtung den faktischen Gegebenheiten und der Zielsetzung der Finanzmarktaufsicht gerecht wird. Ein gruppenweises Handeln kann insbesondere dann vorliegen, wenn die Beteiligten gegen aussen als Einheit auftreten bzw. aufgrund der Umst�nde (Verwischen der rechtlichen und buchhalterischen Grenzen zwischen den Beteiligten; faktisch gleicher Gesch�ftssitz; wirtschaftlich unbegr�ndete, verschachtelte Beteiligungsverh�ltnisse; zwischengeschaltete Treuhandstrukturen) davon auszugehen ist, dass koordiniert - ausdr�cklich oder stillschweigend arbeitsteilig und zielgerichtet - eine gemeinsame Aktivit�t im aufsichtsrechtlichen Sinn ausge�bt wird (vgl. BGE 135 II 356 E. 3.2 mit Hinweisen auf die bisherige Rechtsprechung, best�tigt im Urteil 2C_74/2009 vom 22. Juni 2009 E. 2.2.2 und E. 3).
4.3.2 Was die Beschwerdef�hrerinnen gest�tzt auf ein privates Rechtsgutachten vom 27. April 2009 (Prof. R.) hiergegen einwenden, �berzeugt nicht: Richtig ist, dass weder das Banken- noch das B�rsengesetz ausdr�cklich eine Regelung bez�glich der Liquidation von im Rahmen einer Gruppe t�tigen Finanzintermedi�ren enth�lt und die Aufl�sung einer juristischen Person einen schweren Eingriff in die Wirtschaftsfreiheit (vgl. Art. 27, Art 94 sowie Art. 95 Abs. 1 BV) und allenfalls in die Eigentumsgarantie (Art. 26 BV) bedeutet. Nach Art. 23ter Abs. 1 BankG bzw. Art. 35 Abs. 3 BEHG (AS 1997 78) trifft die Finanzmarktaufsichtsbeh�rde indessen die zur Beseitigung der von ihr festgestellten Missst�nde n�tigen Verf�gungen. Diese gesetzliche Grundlage deckt im Interesse der Anleger und des Finanzplatzes auch Anordnungen gegen Finanzintermedi�re ab, die in Verletzung bzw. in Umgehung finanzmarktrechtlicher Bestimmungen bewilligungslos t�tig sind, und erlaubt, ihnen gegen�ber die f�r die �berwachten H�ndler im Gesetz geregelten Sanktionen und Verwaltungsmassnahmen analog anzuwenden. Die erforderlichen Einschr�nkungen ergeben sich aus den jeweils zu ber�cksichtigenden verfassungs- und verwaltungsrechtlichen Grunds�tzen, wie sie das Bundesgericht konkretisiert hat. Bei s�mtlichen Massnahmen (Einsetzung eines Untersuchungsbeauftragten, Liquidation, Bankenkonkurs usw.) kommt dabei - wegen der Offenheit der Gesetzesgrundlage - dem Verh�ltnism�ssigkeitsprinzip eine besondere Bedeutung BGE 136 II 43 S. 51zu. Die Eingriffsvoraussetzungen von Art. 36 BV sind somit grunds�tzlich erf�llt, ohne dass - wie dies die Beschwerdef�hrerinnen tun - auf den abweichenden Gruppenbegriff im Zusammenhang mit den b�rsenrechtlichen Meldepflichten (Art. 20 BEHG) oder der bankenrechtlichen Gruppenaufsicht (vgl. Art. 3c bzw. Art. 4ter BankG) zur�ckgegriffen werden m�sste, zumal diese anderen Zwecken dienen als die gruppenm�ssige Erfassung von bewilligungslos t�tigen Intermedi�ren.
4.3.3 Der Gesetzgeber hat in Kenntnis der bundesgerichtlichen Praxis in Art. 31 FINMAG hieran festgehalten, nachdem bereits der Bundesrat in seiner Botschaft darauf hingewiesen hatte, dass die Neuformulierung den bisherigen Regelungen in den Finanzmarktgesetzen entspreche und die Pflicht der FINMA statuiere, bei Missst�nden f�r die Wiederherstellung des ordnungsgem�ssen Zustands zu sorgen, wobei sie den "Grundsatz der Verh�ltnism�ssigkeit" zu beachten habe (BBl 2006 2829 ff., 2880 ff. Ziff. 2.3.2 [S. 2881]). Die FINMA entzieht nach Art. 37 FINMAG dem Beaufsichtigten die Bewilligung, wenn er die Voraussetzungen f�r die T�tigkeit nicht mehr erf�llt oder aufsichtsrechtliche Bestimmungen schwer verletzt, wobei sich die Folgen nach dem jeweiligen Finanzmarktgesetz richten. Diese gelten "analog, wenn eine Beaufsichtigte oder ein Beaufsichtigter t�tig ist, ohne �ber eine Bewilligung, eine Anerkennung, eine Zulassung oder eine Registrierung zu verf�gen" (Art. 37 Abs. 3 FINMAG; vgl. ZULAUF/WYSS/ROTH, Finanzmarktenforcement, 2008, S. 248 ff.). Die Regelung gebe - so der Bundesrat - die bisher vom Bundesgericht gesch�tzte Praxis der EBK zur Liquidation illegaler Banken und Effektenh�ndlerinnen und -h�ndler wieder, die fortgesetzt werden solle (BBl 2006 2829 ff., 2885 Ziff. 2.3.2 a.E.). Das Erfassen von bewilligungslos t�tigen Intermedi�ren im Rahmen einer Gruppe aufgrund einer wirtschaftlichen (statt rein formellen) Betrachtungsweise mit den entsprechenden aufsichtsrechtlichen Konsequenzen richtet sich gegen den Rechtsmissbrauch (vgl. BGE 133 II 6 E. 3.2) und soll verhindern, dass Akteure, die in Umgehung der finanzmarktrechtlichen Auflagen handeln, besser gestellt werden, als wer sich gesetzeskonform der Aufsicht der staatlichen Beh�rden unterwirft.
5. Das Bundesverwaltungsgericht hat das Verhalten der AFT Allgemeine Finanztreuhand AG (in Liquidation) - wie bereits die Bankenkommission - als �ffentliches gewerbsm�ssiges Anbieten von Effekten bzw. Aktien eingestuft. Die Vorgehensweise sei immer dieselbe gewesen: Die Mitarbeiter bzw. die Organe der AFT h�tten telefonisch BGE 136 II 43 S. 52und anschliessend pers�nlich potentielle Investoren kontaktiert und �berzeugt, nicht b�rsenkotierte Aktien unter anderem der Hematec Holding AG, der NicStic AG, der Libidfit AG sowie der Realcapital Invest AG zu erwerben. Den Investoren sei in Aussicht gestellt worden, die Aktien jeweils in wenigen Monaten zu einem Mehrfachen ihres Kaufpreises weiterver�ussern zu k�nnen; teilweise wurde ihnen auch zugesichert, dass die AFT diese gegebenenfalls zur�ckkaufen bzw. weiterverkaufen k�nnte. Der in Aussicht gestellte B�rsengang habe in der Folge nie stattgefunden; die angebotenen Aktien h�tten sich vielmehr als Non-Valeur erwiesen; ein reeller Marktpreis habe nicht bestanden. Die Aktien seien unter den involvierten Gesellschaften nicht direkt bezahlt, sondern der Kaufpreis mit vorbestehenden Forderungen von fraglicher Werthaltigkeit verrechnet oder mittels verrechnungsm�ssiger Tatbest�nde im Rahmen von Kontokorrentverh�ltnissen beglichen worden, sodass kein direkter Mittelfluss zur Bezahlung der Papiere aktenm�ssig nachweisbar sei; teilweise seien die Aktien in diesem Rahmen aufgrund von unzul�ssigen Pfandverfallsabreden dem Publikum angeboten worden. Der AFT seien aus dieser Gesch�ftst�tigkeit von diversen Privatpersonen Gelder im Umfang von mehreren Millionen Franken zugeflossen. Dieser Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts ist der AFT gegen�ber in Rechtskraft erwachsen und hier nicht mehr zu pr�fen. Ein �hnlicher Handel mit Titeln der Hematec Holding AG, der NicStic AG, der Libidfit AG lag im �brigen dem Urteil BGE 135 II 356 zugrunde. Fraglich ist vorliegend indessen, ob und wieweit die Steinhalden AG bzw. die Realcapital Invest AG ihrerseits - allein oder als Gruppe verbunden mit der AFT und den weiteren involvierten Gesellschaften um diese bzw. um A. und B. herum - einer bewilligungspflichtigen T�tigkeit nachgegangen sind.
6. 6.1 Die Steinhalden AG ist am 12. August 1986 als Socimex Immobilien AG gegr�ndet worden; ihr Name wurde am 11. September 1992 in den heutigen abge�ndert. Einziges Mitglied des Verwaltungsrats ist A.; ihm und seiner Frau geh�ren die 2'000 Namenaktien zu Fr. 100.-. Die Steinhalden AG h�lt und betreibt ein Gesch�ftshaus von 5'000 m2, das zum Zeitpunkt der Er�ffnung der aufsichtsrechtlichen Untersuchung an die Media Markt (Schweiz) AG, einen Limousinenservice und die AFT Allgemeine Treuhand AG vermietet war. Hieraus wurden teilweise - so der f�r das Bundesgericht im vorliegenden Verfahren verbindlich festgestellte Sachverhalt (vgl. Art. 105 BGG) - BGE 136 II 43 S. 53Ertr�ge erwirtschaftet, die den Aufwand f�r die Hypothekarzinsen "weit" �berstiegen. Unter diesen Umst�nden ist davon auszugehen, dass die Steinhalden AG tats�chlich einer eigenen gewerblichen Gesch�ftst�tigkeit nachgeht, wobei die Verwaltungsaufgaben von den Aktion�ren A. und seiner Frau wahrgenommen werden.
6.2 Auf dem Konto der Steinhalden AG sind zwischen dem 15. April und dem 18. Juni 2004 Einzahlungen �ber mindestens 1,25 Mio. Fr. eingegangen, welche laut Zahlungsvermerk den Kauf oder die Zeichnung von Libidfit-Aktien betrafen. Die Steinhalden AG begr�ndete dieses Gesch�ft damit, dass sie 800'000 Libidfit-Aktien an die ICC verkauft habe, welche ihr den Kaufpreis ratenweise �berwies, bzw. dass sie diese mandatiert habe, die Aktien aus ihrem Eigenbestand zu verkaufen. Der bei den Akten liegende Vertrag sieht vor, dass die ICC die entsprechenden Aktien nicht �ffentlich und nur an wenige, qualifizierte K�ufer ver�ussern d�rfe, woran diese sich in der Folge nicht gehalten hat. Mit der Vorinstanz ist davon auszugehen, dass aufgrund der vorliegend zu ber�cksichtigenden Unterlagen nicht als belegt gelten kann, dass die Steinhalden AG selber Libidfit-Wertpapiere auf dem Prim�rmarkt im Rahmen einer haupts�chlichen Gesch�ftst�tigkeit im Finanzbereich angeboten hat und somit selber illegal als Emissionshaus t�tig geworden ist.
6.3 6.3.1 Das Bundesverwaltungsgericht durfte indessen die Steinhalden AG in die Aktivit�ten der Gruppe um die AFT miteinbeziehen und in diesem Rahmen gegen sie aufsichtsrechtlich vorgehen: A. war sowohl bei der AFT als auch bei der Steinhalden AG, der Realcapital Invest AG sowie der IIC und UTG zeichnungsberechtigt. B. war seinerseits sowohl Gesch�ftsf�hrer der AFT wie der IIC. Nach Aussagen von A. sollen die Aktien der AFT vollumf�nglich diesem geh�ren; B. seinerseits erkl�rte indessen, sie geh�rten ihm und A. gemeinsam. Das umstrittene Konzept eines mit Aktien und Zertifikaten von Start-Up-Firmen handelnden Finanzintermedi�rs wurde �ber die von ihnen beherrschten Firmen realisiert, wobei diese durch die Verschiebungen der Aktien jeweils dazu dienten, trotz fragw�rdiger Werthaltigkeit einzelner Papiere entsprechende Kurse stellen zu k�nnen. Die Steinhalden AG wurde von den gleichen B�ror�umlichkeiten aus betrieben wie die Allgemeine Finanztreuhand AG und die UTG bzw. die IIC, wobei die gleichen Telefon- und Faxnummern verwendet wurden. Es konnten dort auch deren Gesch�ftsunterlagen sichergestellt werden. Die Steinhalden AG war Mitbegr�nderin der BGE 136 II 43 S. 54Allgemeinen Finanztreuhand AG; zwischen ihnen kam es zu wechselseitigen Zahlungen, f�r die keine nachvollziehbaren wirtschaftlichen Begr�ndungen ersichtlich sind.
6.3.2 Der Schluss des Bundesverwaltungsgerichts bzw. des Untersuchungsbeauftragten, dass der Empf�ngerin offenbar jeweils kurzfristig Liquidit�ten zur Verf�gung gestellt werden sollten, um dem drohenden Konkurs zu entgehen bzw. um die Empf�ngergesellschaften "aufzubl�hen", um mehr Fremdgelder "anzulocken", ist aufgrund der Umst�nde und des Verhaltens der Betroffenen beweisw�rdigungsrechtlich vertretbar: Die Organe der AFT und der Steinhalden AG versuchten wiederholt, die Ermittlungen zu erschweren bzw. den Zugang zu den verschiedenen Unterlagen ihrer Gesch�ftst�tigkeit zu vereiteln (Verschweigen von Verschl�sselungskoden, Konten, Archivr�umlichkeiten sowie widerspr�chliche Angaben), was die Vorinstanzen bei ihrer Einsch�tzung mitber�cksichtigen durften. Der Beitrag der Steinhalden AG floss in einer Art in das �ber A. und B. koordinierte Gruppenverhalten ein, welche sie - trotz bloss einmaligen Verkaufs von 800'000 Libidfit-Aktien - als Teil des (Gesamt-) Systems erscheinen l�sst. Die Gesch�fte der Steinhalden AG mit den anderen Gruppenmitgliedern bildeten Teil der Pl�ne und Aktivit�ten, �ber eine verschachtelte Struktur von unter sich wirtschaftlich verbundenen Gesellschaften Drittanlegern �ffentlich auf dem Prim�rmarkt Effekten von zweifelhafter, teilweise vorgespiegelter Werthaltigkeit, anzubieten (vgl. BGE 135 II 356 E. 4.3).
6.3.3 Die Aktivit�ten der Steinhalden AG gingen �ber die Verwaltung einer einzelnen Immobilie hinaus; dabei handelte es sich um eine untergeordnete T�tigkeit, welche weder ihrem Einbezug in die bewilligungspflichtige Gruppe noch ihrer aufsichtsrechtlichen Liquidation entgegenstand (vgl. BGE 131 II 306 E. 3.3 S. 317). Der Einwand der Steinhalden AG, sie selber sei bei den Gesch�ften der anderen Gruppenmitglieder nicht gegen aussen aufgetreten und von den Anlegern deshalb - worauf es beim Gruppenbegriff ankomme (Urteile 2A.442/1999 vom 21. Februar 2000 E. 3b/dd und 2A.332/2006 vom 6. M�rz 2007 E. 5.2.4) - auch nicht als Teil von deren Handeln wahrgenommen worden, �berzeugt nicht: Ein aufsichtsrechtlich begr�ndetes Schutzbed�rfnis von Anlegern und Finanzplatz besteht nicht nur gegen�ber nach aussen illegal in einem bewilligungspflichtigen Bereich auftretenden Finanzintermedi�ren, sondern auch gegen Mitbeteiligte, die trotz ihrer Aktivit�t im Hintergrund als Teil des Systems gelten m�ssen, weil koordiniert und arbeitsteilig vorgegangen wird. Im BGE 136 II 43 S. 55�brigen ist die Steinhalden AG tats�chlich nach aussen aufgetreten, wobei ihr Handeln als auswechselbarer Teil der T�tigkeit der Unternehmensgruppe wahrgenommen wurde. Dies ergibt sich etwa aus derZivilklage eines Anlegers vom 24. April 2006, der im Sommer 2004 von der AFT Libidfit-Aktien f�r Fr. 30'000.- und Hematec-Holding-Aktien f�r Fr. 40'000.- erworben und im M�rz 2005 ein neues Gesch�ft mit Hematec-Holding-Aktien (f�r Fr. 50'000.-) get�tigt hatte. B. hat dabei unter anderem f�r die Steinhalden AG, die AFT Allgemeine Finanztreuhand AG, die IIC Interfinance Investments Ltd. und die IBC Group AG gehandelt, wobei nicht klar gewesen ist, mit wem das Gesch�ft eigentlich geschlossen wurde, da alle involvierten Firmen �ber die gleiche Adresse verf�gten und sich jeweils vertraten.
7. 7.1 Heikler erscheint die Frage, ob auch die Realcapital Invest AG zur illegal als Emissionshaus t�tigen Gruppe gerechnet werden durfte und ob deren aufsichtsrechtliche Liquidation gerechtfertigt war. Die Realcapital Invest AG wurde am 9. Dezember 2004 gegr�ndet. Ihr heutiges Grundkapital betr�gt Fr. 4'357'000.-; es ist eingeteilt in 407'000 Namenaktien (Stimmrechtsaktien) � Fr. 1.- und 395'000 Inhaberaktien � Fr. 10.-. Die Gesellschaft soll 15 Aktion�ren geh�ren, die das entsprechende Kapital gr�sstenteils im Rahmen verschiedener Kapitalerh�hungen gezeichnet haben. Als Verwaltungsr�te der Firma amtieren A., D. und E., wobei A. als Gesch�ftsf�hrer �ber die Einzelzeichnungsberechtigung verf�gt, w�hrend die beiden anderen Verwaltungsr�te kollektiv zu zweien firmieren. Die Realcapital Invest AG ist als Immobilien-Holdinggesellschaft t�tig; sie h�lt mit der Real Consulting AG (Aktienkapital von Fr. 500'000.-) und der Real Immobilien AG, beide in Zug, sowie der Tiffany's Immobilien AG in Sarnen (Aktienkapital von je Fr. 100'000.-) drei Tochtergesellschaften. Diese verwalten verschiedene Mieth�user und sind in Bauprojekten engagiert: Die Real Consulting AG verf�gt �ber zwei Mehrfamilienh�user (Investitionsvolumen von je ca. 2,7 Mio. Fr.). Die Real Immobilien AG hat 3 Mehrfamilienh�user mit rund 32 Wohnungen von einem gesch�tzten Investitionsvolumen von 11 Mio. Fr. im Bau, die Tiffany's Immobilien AG deren 6 mit 50 Wohnungen und einem geplanten Investitionsvolumen von 20 Mio. Fr. Die Aktivit�ten der Realcapital Invest AG liegt in der Kreditvergabe an ihre Tochtergesellschaften und dem Investment in Schuldbriefen; ihre Einnahmen erwirtschaftet sie aus den entsprechenden Zins- und Dividendenertr�gen. BGE 136 II 43 S. 56
7.2 Unter diesen Umst�nden kann nicht gesagt werden, dass sie - wie im vorinstanzlichen Entscheid festgehalten wird - keiner ins Gewicht fallenden Gesch�ftst�tigkeit nachgeht. Die entsprechende Sachverhaltsfeststellung hat als offensichtlich fehlerhaft zu gelten; die daraus gezogene rechtliche Qualifikation als unzutreffend (vgl. E. 1.4.1): Nicht jede Holdingstruktur, in deren Rahmen Gelder beschafft und Tochtergesellschaften zur Verf�gung gestellt werden, ist als solche unzul�ssig und hat als �berwiegende Aktivit�t im Finanzbereich zu gelten. Eine reine Holding muss auch nicht notwendigerweise �ber eigene Gesch�ftsr�ume oder Arbeitnehmer verf�gen. Bei der Einsch�tzung der Aktivit�ten ist eine faire Gesamtsicht erforderlich. Die Realcapital Invest AG beschafft Gelder �ber Aktienerh�hungen, die dann in konkrete Immobilienprojekte fliessen. Diese scheinen wirtschaftlich nicht unrealistisch zu sein, werden sie doch �ber Hypothekarkredite auch von verschiedenen Banken massgeblich unterst�tzt. Die Ausgabe eigener Aktien ist weder eine Effektenh�ndlert�tigkeit, noch stellt sie eine Entgegennahme von Publikumseinlagen dar. Die Aktienerh�hung bzw. deren Zeichnung und Liberierung richtet sich nach den Bestimmungen des Aktienrechts (Art. 650 ff. OR); deren Einhaltung bildet in der Regel nicht Gegenstand der Finanzmarktaufsicht. Mit dem Bundesverwaltungsgericht ist davon auszugehen, dass die Erteilung eines Platzierungsauftrags (hinsichtlich eigener Aktien) aufsichtsrechtlich nicht als illegal gelten kann, selbst wenn der Beauftragte - wie hier die AFT Allgemeine Finanztreuhand AG - seinerseits anderweitig als unbewilligtes Emissionshaus auftritt. Die Realcapital Invest AG hat selber nicht mit Aktien Dritter gehandelt, ihre Papiere wurden �ber die AFT zur Zeichnung angeboten, wobei eine kommissionsweise Fest�bernahme nicht erstellt ist. Zwar ist auf den Unterlagen von einem unwiderruflichen "Kauf" der Aktien die Rede, das entsprechende Papier war indessen jeweils als "Zeichnungsschein" �berschrieben und trug den Zahlungsvermerk "Realcapital AK Erh�hung" sowie - zumindest teilweise - auch einen Abschnitt "Zeichnungsbedingungen". Der Vorwurf des �ffentlichen Angebots und der Ausgabe von mehrj�hrigen Anleihen mit Verzinsung durch die Realcapital Invest AG ist - entgegen den Ausf�hrungen der EBK in ihrer Verf�gung vom 1. November 2007 - nicht erwiesen: Zwar finden sich entsprechende leere Unterlagen bei den Akten, doch ist aufgrund dieser der Einwand der Realcapital Invest AG nicht widerlegt, dass es sich bei den Dokumenten nur um interne Entw�rfe und Modelle gehandelt habe, die noch zu pr�fen gewesen seien. Es BGE 136 II 43 S. 57bestehen keine Hinweise daf�r, dass entsprechende Anleihen tats�chlich ausgegeben worden w�ren. Die Aktivit�ten der Realcapital Invest AG waren damit, f�r sich selber betrachtet, weder b�rsen- noch bankenrechtlich bewilligungspflichtig.
7.3 7.3.1 Was die EBK im vorinstanzlichen Verfahren hiergegen eingewendet hat und von der FINMA im vorliegenden Verfahren teilweise wieder aufgenommen wird, �berzeugt nicht: Richtig ist, dass der Realcapital Invest AG Gelder von der AFT und der Steinhalden AG zugeflossen sind und sie selber noch wenig Einnahmen generierte, dies ist indessen darauf zur�ckzuf�hren, dass die einzelnen Immobilienprojekte ihrer Tochtergesellschaften noch im Aufbau bzw. in Realisation begriffen waren. Eigenkapitalbezogene Emissionen ("Equity") fallen nicht notwendigerweise in den finanzmarktrechtlichen Aufsichtsbereich, zumal wenn sie in Selbstemission erfolgen (vgl. zu den verschiedenen Begriffen: EMCH/RENZ/ARPAGAUS, a.a.O., N. 1843 ff., 1854 ff.). Der Prim�rmarkt als Markt, in dem Kapitalmarktpapiere (Aktien, Obligationen) erstmals begeben (emittiert) werden, ist finanzmarktrechtlich nicht einheitlich geregelt, sondern nur bez�glich einzelner Ber�hrungspunkte (unbewilligte T�tigkeit als Emissionshaus bzw. unerlaubte Entgegennahme von Publikumsgeldern); im �brigen gilt f�r ihn das Obligationenrecht (Pflicht zur Erstellung eines Emissionsprospekts [Art. 652a bzw. Art. 1156 OR]; Prospekthaftung [Art. 752 bzw. Art. 1156 OR]; vgl. EMCH/RENZ/ARPAGAUS, a.a.O., N. 1820), dessen Durchsetzung zivilrechtlich (allenfalls strafrechtlich [Betrug; ungetreue Gesch�ftsbesorgung]) zu erfolgen hat. Der finanzmarktrechtliche Begriff der bewilligungslos als Gruppe handelnden Gesellschaften darf - ohne eine Gesetzesanpassung - nicht soweit ausgedehnt werden, dass diese Grenzen praktisch verwischt werden. Soweit die Bankenkommission darauf hinweist, dass nach Art. 3a Abs. 3 lit. b BankV Anleihensobligationen und andere massenweise ausgegebenen Schuldverschreibungen oder nicht verurkundete Rechte mit gleicher Funktion (Wertrechte) nur dann bankenrechtlich nicht als Einlagen g�lten, wenn die Gl�ubiger in einem dem Art. 1156 i.V.m. Art. 652a OR entsprechenden Umfang informiert worden seien, verkennt sie, dass die Realcapital Invest AG Aktien ausgegeben hat und keine fremdkapitalbezogene Emissionen ("Debt") zur Diskussion stehen (vgl. BAHAR/STUPP, in: Basler Kommentar, Bankengesetz, 2005, N. 17-19 sowie N. 22 zu Art. 1 BankG). BGE 136 II 43 S. 58
7.3.2 Das Bundesverwaltungsgericht hat den aufsichtsrechtlichen Entscheid der EBK gegen�ber der Realcapital AG mit der Begr�ndung gesch�tzt, sie geh�re ebenfalls zum Einflussbereich von A. und zur als Emissionshaus illegal t�tigen Gruppe um die AFT Allgemeine Finanztreuhand AG. Hierf�r sprechen gewisse Indizien: Tats�chlich steht die Realcapital Invest AG faktisch ebenfalls unter der Leitung von A. und wird sie von diesem von seinem B�ro aus gef�hrt, obwohl sie (pro forma) eine eigene Adresse in Sarnen hat; hierbei handelt es sich jedoch lediglich um einen "Briefkasten" bei einer anderen Gesellschaft (Domizilvertrag mit der BDO Visura). Die Steinhalden AG ist zudem an der Realcapital Invest AG beteiligt. Bei der an und f�r sich zul�ssigen Eigenkapitalbeschaffung wurde �hnlich wie bei den Aktivit�ten der anderen Gesellschaften vorgegangen: In der Zeitspanne von April 2006 bis Mai 2007 sind bei der AFT 31 Einzahlungen mit dem Vermerk "Realcapital" bzw. "Realcapital AK Erh�hung" von mehr als 20 Privatpersonen �ber insgesamt Fr. 2'963'661.- eingegangen. In derselben Zeitspanne gingen der "Realcapital Invest AG" indessen lediglich rund Fr. 905'438.-zu. Die Geldfl�sse erscheinen um so �berraschender, als gleichzeitig Fr. 671'496.- von der Realcapital Invest AG an die AFT zur�ckflossen und das neu gezeichnete Aktienkapital bei den letzten beiden Kapitalerh�hungen jeweils verrechnungsweise liberiert wurde. Zwar sind am 27. Oktober 2007 1,4 Mio. Fr. auf das Kapitaleinzahlungs-Sperrkonto �berwiesen worden, wovon Fr. 650'000.-von der AFT stammten; doch kann nicht eruiert werden, woher die restlichen Gelder kommen, weil es die AFT unterlassen hat, die im Rahmen der Liberierung bezahlten Betr�ge, wie von ihr und der Realcapital Invest AG behauptet, unmittelbar "1:1" zu �berstellen. Die �berweisung erfolgte allenfalls l�ngere Zeit sp�ter geb�ndelt; dies war realistischerweise wohl nur m�glich, weil A. sowohl bei der AFT wie bei der Realcapital Invest AG die Gesch�ftsf�hrung besorgte und die eingehenden Mittel je nach den Bed�rfnissen in der Gruppe verschieben konnte. Es sprechen somit in der Tat gewisse Gr�nde daf�r, dass auch die Realcapital Invest AG im Rahmen der Gruppenaktivit�ten t�tig geworden sein k�nnte; es ist jedoch fraglich, ob sie tats�chlich einen namhaften Beitrag zur Umgehung der finanzmarktrechtlichen Regeln geleistet hat.
7.3.3 Die Problematik braucht nicht abschliessend vertieft zu werden, da die aufsichtsrechtliche Liquidation im November 2007 so oder anders unverh�ltnism�ssig war: Die Realcapital Invest AG war BGE 136 II 43 S. 59mit der Steinhalden AG �ber Darlehensvertr�ge verbunden. Die verschiedenen Gelder der Zeichner der jeweiligen Aktien flossen der Realcapital Invest AG - wenn auch jeweils zeitlich versp�tet - offenbar tats�chlich zu. Zwar war die Liquidation geeignet, das Funktionieren der Gruppe zu unterbinden, doch ging die Massnahme �ber das hierzu Erforderliche hinaus. Der Verdacht, die Gesellschaft k�nnte �hnlich verwendet werden, wie die anderen von A. aufgebauten Gesellschaften, war zwar nicht von der Hand zu weisen, wird durch die Akten aber nicht hinreichend erh�rtet: Die Realcapital Invest AG wurde selber nicht f�r bewilligungspflichtige Aktivit�ten verwendet; ob ihre Kapitalerh�hungen aktienrechtlich rechtens waren, bildet nicht Gegenstand der Finanzmarktaufsicht. Das Aktienkapital der Realcapital Invest AG ist breiter gestreut als jenes der Steinhalden AG; im �brigen wird der Verwaltungsrat zwar von A. pr�sidiert, doch bestehen dort zwei zus�tzliche Verwaltungsratssitze, die von Personen besetzt sind, die nach Lage der Akten zu den anderen Gesellschaften bzw. deren Aktivit�ten in keiner unmittelbaren Beziehung stehen. Es kann nicht gesagt werden, dass zum Zeitpunkt des Entscheids der EBK die Anteile an den Tochtergesellschaften nicht werthaltig gewesen w�ren. Die verschiedenen Projekte schritten planm�ssig voran; erst das Eingreifen der EBK und die anschliessende Dauer des Rechtsmittelverfahrens stellten die Werthaltigkeit der Beteiligungen grundlegend infrage, sodass die Tochterunternehmen heute allenfalls �berschuldet sind und mit ihnen die entsprechende Holding. Bei den Akten liegen Kurzgutachten von unabh�ngigen Wirtschaftspr�fern, die zum Schluss gekommen sind, dass mit den n�tigen bilanziellen und finanziellen Massnahmen und einer gegenseitigen Entflechtung der Gesellschaften ein Fortbestand unter Konzentration auf die bestehenden Immobiliengesch�fte m�glich gewesen w�re; unter diesen Umst�nden ist zwar klar, dass der Realcapital Invest AG nicht nachtr�glich eine Effektenh�ndlerbewilligung erteilt werden konnte, doch h�tte zumindest deren Weiterf�hrungsm�glichkeit vertieft gepr�ft werden m�ssen, was weder die EBK noch die Vorinstanz hinreichend getan haben.
7.3.4 Mit der Beschwerdef�hrerin ist davon auszugehen, dass beim aufsichtsrechtlichen Entscheid in erster Linie die Interessen der Anleger zu wahren sind; es sollen Gesellschaften liquidiert werden, die vorwiegend von finanzmarktrechtlich illegalen T�tigkeiten leben und Gl�ubiger gef�hrden, nicht Gesellschaften, die (allenfalls) in punktueller Verkennung finanzmarktrechtlicher Pflichten eine legale BGE 136 II 43 S. 60T�tigkeit aus�ben und denen nicht unzweifelhaft nachgewiesen werden kann, dass sie Teil eines gr�sseren Systems bilden. Die Realcapital Invest AG verf�gt �ber ein Grundkapital von Fr. 4'375'000.-; die wichtigsten Aktiven sind ihre Beteiligungen an Tochtergesellschaften im Immobilienbereich. Die unmittelbare Liquidation stand in einem Missverh�ltnis zwischen den privaten Interessen der Aktion�re und Gl�ubiger an einem m�glichst optimalen Werterhalt und jenem an der Anwendung der aufsichtsrechtlichen Bestimmungen, zumal h�chstens ein (untergeordnetes) Fehlverhalten der betroffenen Gesellschaft im Rahmen einer bewilligungspflichtig t�tigen Gruppe zur Diskussion stand und ihr selber als Emittentin von eigenen Aktien weder b�rsen- noch bankenrechtlich ein Vorwurf gemacht werden konnte. Zwar haben die AFT und die Steinhalden AG allenfalls durch Verrechnung liberierte Aktien der Realcapital Invest AG aus dem Eigenbestand verkauft und die f�r die Kapitalerh�hungen erhaltenen Zahlungen nicht 1:1 sofort weitergeleitet, womit diese Gesellschaften als Emissionshaus t�tig waren; dies l�sst indessen nicht die Kapitalerh�hung der Realcapital Invest AG ihrerseits bereits als aufsichtsrechtlich relevant erscheinen. Die aufsichtsrechtlichen Ziele ihr gegen�ber h�tten auch dadurch erreicht werden k�nnen, dass ihr eine angemessene Frist gesetzt worden w�re, unter Aufsicht des Untersuchungsbeauftragten bzw. der FINMA ihre Strukturen zu bereinigen, die Aktivit�t auf ihr Kerngesch�ft bzw. dasjenige ihrer Tochtergesellschaften zu beschr�nken (Immobilienbau und -handel) und k�nftig nicht mehr mit ihren Partnern auf dem Prim�rmarkt in einer bewilligungspflichtigen Weise aktiv zu werden.

References: Art. 1
 art. 23
 art. 3
 art. 10
 art. 2
 art. 3
 art. 31
 BGE 

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 Art. 23
 Art. 31
 Art. 37
 Art. 33
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 Art. 2
 Art. 2
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 Art. 2
 Art. 2
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 Art. 1
 Art. 3
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 Art. 5
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 Art. 27
 Art. 95
 Art. 23
 Art. 35
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 Art. 36
 Art. 3
 Art. 4
 Art. 31
 Art. 37
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 Art. 105
 BGE 
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 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 1156
 Art. 1156
 Art. 3
 Art. 1156
 Art. 652
 Art. 1
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