Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=31.03.1987&Aktenzeichen=IX%20R%2053/83
Timestamp: 2019-07-21 01:31:54+00:00

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BFH, 31.03.1987 - IX R 53/83 - dejure.org
https://dejure.org/1987,3737
BFH, 31.03.1987 - IX R 53/83 (https://dejure.org/1987,3737)
BFH, Entscheidung vom 31.03.1987 - IX R 53/83 (https://dejure.org/1987,3737)
BFH, Entscheidung vom 31. März 1987 - IX R 53/83 (https://dejure.org/1987,3737)
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Prozesskosten und erbrechtliche Gleichstellungsgelder als Werbungskosten bei Vermietung und Verpachtung (VuV)
In der Folge ist entschieden worden, daß die Zahlung von Gleichstellungsgeldern wie die Vermögensübergabe auf einem familiären Anlaß beruhe und als Auflage lediglich den Wert der Schenkung einschränke, aber keine zu Anschaffungskosten führende Gegenleistung des Übernehmers darstelle (zuletzt BFH-Urteile vom 26. November 1985 IX R 64/82, BFHE 145, 211, BStBl II 1986, 161, und vom 31. März 1987 IX R 53/83, BFH/NV 1987, 645).
Die Übernahme von Verbindlichkeiten und dinglichen Belastungen anläßlich der Übertragung eines Betriebes oder eines Grundstücks im Wege vorweggenommener Erbfolge ist nicht als Gegenleistung, sondern als Einschränkung der Schenkung verstanden worden (BFH-Urteile in BFHE 102, 488, BStBl II 1971, 686; vom 6. Februar 1979 VIII R 62/76, BFHE 127, 43; in BFH/NV 1987, 645).
Abzug und Versteuerung der Versorgungsleistungen führen hierbei zu einem ähnlichen Ergebnis wie der Vorbehalt eines gegenständlich beschränkten Nießbrauchs durch den Übergeber, der mit einer entgeltlichen Nutzungsüberlassung an den Vermögensübernehmer verbunden ist (vgl. dazu BFH-Urteile vom 15. Mai 1986 III R 190/82, BFHE 147, 22, BStBl II 1986, 714; vom 26. Februar 1987 IV R 325/84, BFHE 150, 321, BStBl II 1987, 772; vom 31. März 1987 IX R 53/83, BFH/NV 1987, 645).
Aus diesem Grund muss - auch in einer gemeinsamen Beschwerdebegründung - für jeden Streitgenossen zumindest ein Zulassungsgrund dargelegt werden; andernfalls ist seine Nichtzulassungsbeschwerde unzulässig (ebenso - für die Revisionsbegründung - BFH, Urt. v. 31. März 1987, IX R 53/83, zitiert nach Juris).
BFH, 01.12.1987 - IX R 134/83
Prozeßkosten und Aufwendungen für die Beseitigung von Baumängeln
Denn die Prozeßkosten teilen als Folgekosten das rechtliche Schicksal der Aufwendungen, um die gestritten wurde (Urteile des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 6. Dezember 1983 VIII R 102/79, BFHE 140, 219, BStBl II 1984, 314; vom 24. März 1987 IX R 31/84, BFHE 149, 552, BStBl II 1987, 695, sowie vom 31. März 1987 IX R 53/83, BFH/NV 1987, 645;… Schmidt/Drenseck, Einkommensteuergesetz, 6. Aufl., § 21 Anm. 15, Stichwort "Prozeßkosten"; Lademann/Söffing/Brockhoff, Kommentar zum Einkommensteuergesetz, § 21 Anm. 264, Stichwort "Prozeßkosten").
Mit der Bezugnahme auf die BFH-Urteile vom 15. Mai 1986 III R 190/82 (BFHE 147, 22, BStBl II 1986, 714), vom 26. Februar 1987 IV R 325/84 (BFHE 150, 321, BStBl II 1987, 772) und vom 31. März 1987 IX R 53/83 (BFH/NV 1987, 645) geht der Große Senat unausgesprochen davon aus, daß der steuerrechtlich anzuerkennende Vorbehalt eines Totalnießbrauchs steuerrechtlich nach den allgemeinen Grundsätzen über die Zurechnung von Einkünften und die Zuwendung zu behandeln ist.
Dementsprechend sind Schuldzinsen, zu denen auch Prozeß- und Verzugszinsen gehören (vgl. BFH-Urteile vom 14. April 1992 VIII R 6/87, BFHE 169, 511, BStBl II 1993, 275 m. w. N.; vom 8. April 1986 VIII R 260/82, BFHE 146, 408, BStBl II 1986, 557, und vom 31. März 1987 IX R 53/83, BFH/NV 1987, 645), nur dann als Werbungskosten anzuerkennen, wenn sie -- wie § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1 EStG klarstellt -- mit einer Einkunftsart in wirtschaftlichem Zusammenhang stehen.
Dementsprechend sind Schuldzinsen, zu denen auch Verzugszinsen gehören (BFH-Urteile vom 19. April 1977 VIII R 119/75, BFHE 122, 111, BStBl II 1977, 601, und vom 31. März 1987 IX R 53/83, BFH/NV 1987, 645; zur Rechtsnatur der Verzugszinsen vgl. auch das Senatsurteil vom 29. September 1981 VIII R 39/79, BFHE 134, 281, BStBl II 1982, 113), nur dann als Werbungskosten anzuerkennen, wenn sie - wie § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1 EStG klarstellt - mit einer Einkunftsart in wirtschaftlichem Zusammenhang stehen.
Der vorlegende Senat hat sich dieser Rechtsprechung angeschlossen (z.B. Urteil in BFHE 145, 211, BStBl II 1986, 161, und Urteil vom 31. März 1987 IX R 53/83, BFH/NV 1987, 645).
BFH, 30.01.1996 - IX R 83/90
Der Schadensersatzcharakter hindert nicht, sie steuerrechtlich in vollem Umfang als Entgelt für die vom Schuldner erzwungene Kapitalüberlassung anzusehen (Urteile des Bundesfinanzhofsvom 29. September 1981 VIII R 39/79, BFHE 134, 281, BStBl II 1982, 113;vom 31. März 1987 IX R 53/83, BFH/NV 1987, 645).
Auch dann muß aber der Eigentümer den Tatbestand der Einkunftsart Vermietung und Verpachtung erfüllen (vgl. das Senats-Urteil vom 31. März 1987 IX R 55/83, BFH/NV 1987, 645, Nr. 2d der Gründe).
FG Niedersachsen, 08.07.1998 - IX 445/93
Absetzbarkeit von Schadensersatzleistungen bei den Einkünften aus Vermietung und …
Für die Entscheidung dieser Frage kommt es darauf an, wie die Aufwendungen, die Gegenstand des Prozesses waren, einkommensteuerrechtlich zu qualifizieren sind, denn Prozeßkosten teilen als Folgekosten das rechtliche Schicksal der Aufwendungen, um die gestritten wurde (Urteile des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 6. Dezember 1983 VIII R 102/79, BFHE 140, 219, BStBl II 1984, 314; vom 24. März 1987 IX R 31/84, BFHE 149, 552, BStBl II 1987, 695, sowie vom 31. März 1987 IX R 53/83, BFH/NV 1987, 645;… Schmidt/Drenseck, Einkommensteuergesetz, 16. Aufl., § 21 Anm. 100, Stichwort "Prozeßkosten", Lademann/Söffing/Brockhoff, Kommentar zum Einkommensteuergesetz, § 21 Anm. 264, Stichwort "Prozeßkosten").

References: § 21
 § 21
 § 9
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 § 21
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