Source: https://verbraucherschutzforum.berlin/2019-04-10/martin-l-copony-und-die-bilanz-seiner-sali-invest-ag-195109
Timestamp: 2019-08-23 17:34:48+00:00

Document:
Martin L. Copony und die Bilanz seiner SALI INVEST AG - Verbraucherschutzforum.berlin
Martin L. Copony und die Bilanz seiner SALI INVEST AG
Schaut man sich die unten abgebildeten Bilanz an, erstaunen schon sehr die hohen Bezüge des Vorstands Martin Copony. 160.000 Euro bei einer Gesellschaft, die kaum noch Kapital zu haben scheint, wirken auf uns nicht verhältnismäßig. Mit 20 Prozent weniger Gehalt hätte die Gesellschaft positiv das Jahr abschließen können.
SALI Invest AG An- und Verkauf von Grundstücken, Konzeption, Riegel
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.361,95 6.036,36
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.588,34 9.111,78
1. Genossenschaftsanteile 0,00 18.000,00
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 732,19 1.992,84
2. in Ausführung befindliche Bauaufträge 450.000,00 450.732,19 600.000,00
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 65.677,24 102.912,26
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 477.573,48 121.388,89
3. sonstige Vermögensgegenstände 248.585,92 791.836,64 90.572,74
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 187.368,69 749.857,10
C. Rechnungsabgrenzungsposten 41.803,35 57.486,98
1.483.691,16 1.757.358,95
II. Genussrechtskapital 738.021,51 973.720,35
III. Partiarische Darlehen
1. Partiarisches Darlehen 15.800,00 15.800,00
IV. Bilanzverlust –23.469,91 –23.469,91
1. Steuerrückstellungen 0,00 49,31
2. sonstige Rückstellungen 147.905,00 147.905,00 173.850,00
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 230,42 3.459,17
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 219.994,54 101.654,89
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 326.537,24 341.537,24
4. sonstige Verbindlichkeiten 8.672,36 555.434,56 120.757,90
der Sali Invest AG
A) Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Der Jahresabschluss der SALI Invest AG, Hauptstr. 38, Riegel a. K., für das Geschäftsjahr 2017 ist gemäß § 264 Abs.1 HGB in Verbindung mit § 267 Abs. 3 HGB in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften für große Kapitalgesellschaften sowie den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes in Euro aufgestellt. Das Unternehmen gemäß § 264 la HGB beim Handelsregister Freiburg mit HRB 705123 eingetragen.
Das Geschäftsjahr der Gesellschaft endet jeweils am 31. Dezember eines Jahres.
Die Aufstellung eines Abschlusses in Übereinstimmung mit dem HGB erfordert Schätzungen und Annahmen, die einen direkten Einfluss auf Ansatz, Bewertung und Ausweis von Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten sowie auf Erlöse und Aufwendungen haben können. Die tatsächlichen Ergebnisse können, obwohl die Schätzungen und Annahmen nach bestem Wissen und Gewissen vorgenommen wurden, von den Erwartungen abweichen.
Soweit in der Bilanz oder in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten aus Gründen der Klarheit zusammengefasst wurden, sind sie im Anhang erläutert.
B) Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen bewertet. Das Anlagevermögen wird über die voraussichtliche Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Die Nutzungsdauer beträgt bei
Software 3 – 5 Jahre
Büroeinrichtung 3 – 8 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 8 – 13 Jahre
Es wird ausschließlich die lineare Abschreibungsmethode angewandt.
Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
Die unfertigen Erzeugnisse und Waren werden mit den Herstellungskosten, Einzelkosten und angemessenen Anteilen vom Gemeinkosten unter Berücksichtigung von Anschaffungspreisminderungen oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet. Im laufenden Geschäftsjahr wurde die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse durch die Hinzurechnung von Verwaltungskosten aus dem laufenden und dem vorigen Geschäftsjahr.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Währungsdifferenzen werden stichtagsbezogen berücksichtigt. Mögliche Ausfallrisiken werden im Bedarfsfall durch angemessene Einzelwert- und Pauschalwertberichtigungen waren nicht zu berücksichtigt.
Der Ansatz der übrigen Aktivposten erfolgte grundsätzlich zu Nominalwerten.
Rückstellungen werden unter Beachtung des Grundsatzes der Vorsicht mit den Beträgen gebildet, mit denen die Gesellschaft voraussichtlich in Anspruch genommen wird. Abzinsungen wurden für die Ermittlung der Gewährleistung vorgenommen.
Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Sofern die Tageswerte über den Erfüllungsbeträgen lagen, werden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt.
C) Angaben zu den einzelnen Bilanzpositionen
1) Anlagevermögen
Als Anlagevermögen wurden alle im Eigentum der Gesellschaft stehenden und ihr wirtschaftlich zuzurechnenden Vermögensgegenstände ausgewiesen.
Geringwertige Wirtschaftsgüter bis 150 EUR wurden gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Jahr der Anschaffung abgeschrieben. Für Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 150 EUR und 1.000 EUR wurde ein Sammelposten gebildet und auf 5 Jahre abgeschrieben.
Das abnutzbare Anlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellkosten abzüglich Abschreibungen, das nicht abnutzbare Anlagevermögen zu Anschaffungskosten bewertet. Die Entwicklung des Anlagevermögens zu historischen Anschaffungskosten und die Abschreibungen des Geschäftsjahres für die Sali Invest AG ergeben sich aus beigefügtem Anlagespiegel.
Im Anlagevermögen sind Genossenschaftsanteile ausgewiesen. Die Berichtsfirma hat bei der GENO eG (vormals greenVest21 Wohnbaugenossenschaft eG) Genossenschaftsanteile zu Anschaffungskosten in Höhe von 60.000,- € gezeichnet. Aufgrund des Vorsichtsprinzips wurden wegen des eingeleiteten Insolvenzverfahrens die Anteile auf 0 % abgewertet.
2) Vorräte
Das Vorratsvermögen wird mit den Herstellungskosten unter Berücksichtigung von Einzelkosten und angemessenen Gemeinkosten angesetzt. Die Bewertung erfolgte zu Einkaufspreisen – soweit erforderlich wurde eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Die erkennbaren Risiken wurden mit angemessenen Abschlägen berücksichtigt.
Das Vorratsvermögen des Bilanzpostens „Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe“ wurde zum Bilanzstichtag körperlich aufgenommen.
In Ausführung befindliche Aufträge beinhalten nach wie vor die Planungsunterlagen aus dem ursprünglichen Bauprojekt. Verschiedene Verwertungsmöglichkeiten wurden beauftragt. Eine Kaufabsicht eines Interessenten liegt vor, die von der Finanzierung des potentiellen Käufers abhängt.
3) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Einzelwertberichtigungen und Pauschalwertberichtigungen waren nicht zu berücksichtigen. Der Geldeingang hängt von der Außenfinanzierung ab, die durch das Projekt einer Wasseraufbereitungsanlage in Ungarn angestoßen wurde.
Zum 31.12.2017 sind folgende Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände ausgewiesen:
Bezeichnung Summe bis 1 Jahr > 1 Jahr
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 65.677,27 € 65.677,27 € 0
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 477.573,48 € 175.811,48 € 301.762,00 €
Forderungen gegenüber Vorstand 1.817,87 € 1.817,87 € 0,00 €
Sonstige Vermögensgegenstände 248.585,92 € 248.585,92 € 0,00 €
Gesamt 793.654,54 € 491.892,54 € 301.762,00 €
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 102.912,26 € 308,81 € 102.603,45 €
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 121.388,89 € 18.569,91 € 102.818,98 €
Forderungen gegenüber Vorstand 16.576,03 € 16.576,03 € 0,00 €
Sonstige Forderungen 52.462,91 € 52.262,91 € 0,00 €
Gesamt 293.340,09 € 87.717,66 € 205.422,43 €
Unter den sonstigen Vermögensgegenständen 2017 werden die Forderungen gegenüber den ehemaligen Vorständen in Höhe von TEuro 234 ausgewiesen, die durch Gerichtsurteil der Sali zugesprochen werden. Die Werthaltigkeit kann nicht abschließend geklärt werden.
4) Rechnungsabgrenzungsposten
Es sind vorausbezahlte Versicherungsbeiträge, Vorauszahlungen von Provisionen in Höhe von Euro 40.235,35 (Vorjahr Euro 54.350,98) und abgegrenzte sonstige Beiträge ausgewiesen Euro 1.568,00 (VJ: Euro 3.136).
5) Eigenkapital
Das Grundkapital der Sali Invest AG beträgt am Bilanzstichtag € 50.000,00. Die Aktien der Gesellschaft sind eingeteilt in 50.000 nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von Euro 1,00.
6) Genussrechtskapital
Das Genussrechtskapital mit Eigenkapitalcharakter ergibt sich als Differenz zwischen dem gezeichneten Genussrechtskapital und ausstehenden Einlagen auf das gezeichnete Genussrechtskapital.
Die Sali Invest AG ist die Emittentin von Genussrechten. Beteiligungen von 4 Typen werden von der Emittentin angeboten:
Laufzeit mindestens 10 volle Jahre mindestens 10 volle Jahre mindestens 5 volle Jahre mindestens 5 volle Jahre
Ausschüttungstyp thesaurierend thesaurierend Thesaurierend jährliche Ausschüttung
Mindestzeichnung Ratenanlage: ab 6.000,- € (50,- € je Monat, mindestens 120 Monate, bis 20 % Kontoeröffnungszahlung) Ratenanlage: ab 6.000,- € (mind. 50,- € je Monat) Einmalanlage: ab 5.000,- € Einmalanlage: ab 50.000,- €
Dividenden • Grunddividende: 7 % des Nennbetrages p.a.
• Überschussdividende (Quotale Beteiligung des Genusskapitals an 10 % des Jahresüberschusses vor Steuern)
Zahlung bzw. Gutschrift der Dividende • Jährlich nachträglich am 01. Juli des folgenden Geschäftsjahres
• Alle Dividendenzahlungen (Grund- und Überschussdividende) stehen unter dem Vor-behalt ausreichender Jahresüberschüsse
• Dividendenberechtigung ab dem Tag der Einzahlung
Rückzahlung des Beteiligungskapitals 01. Juli nach wirksamer Kündigung zum Buchwert, d.h. zum Nennbetrag abzüglich etwaiger Verlustanteile
Die Entwicklung der Genussrechte im Jahr 2017 stellt sich wie folgt dar:
Typ A Typ B Typ C Typ D Alle Genussrechte
Stand per 2016-12-31 211 38 151 9 409
gekündigt/aufgelöst 0 0 -16 -3 -19
neue 0 0 0 0 0
Stand per 2017-12-31 211 38 135 6 390
Typ A Typ B Typ C Typ D Gesamt
Endstand per 2016-12-31 4.866.324,00 € 818.160,00 € 3.256.886,77 € 965.802,00 € 9.907.172,77 €
Endstand per 2017-12-31 4.866.324,00 € 818.160,00 € 3.256.886,77 € 910.802,00 € 9.852.172,77 €
Änderung im Zeitbereich 55.000,00 € 55.000,00 €
Die Laufzeit der Genussrechtsbeteiligungen ist unbestimmt. Die Mindestvertragsdauer beträgt bei den Genussrechten Typ A und B zehn, bei den Genussrechten Typ C und D fünf volle Jahre. Sowohl die Emittentin als auch der Genussrechtsinhaber können die Beteiligung erstmalig zum Ende der Mindestlaufzeit zum Ablauf eines Geschäftsjahres kündigen. Eine Kündigungsfrist von zwei Jahren ist einzuhalten. Zum Zeitpunkt der Kündigung wird das Genussrechtskapital vom Eigenkapital ins Fremdkapital unter Berücksichtigung der Verlustvorträge gebucht.
Aus den aktuell abgeschlossenen Verträgen unter der Annahme, dass alle Verträge zum Ablauf der bis jetzt vereinbarten Fristen gekündigt werden, resultieren folgende Fristen und Beträge zur Rückzahlung des Genussrechtskapitals:
Rückzahlung Betrag*,
1.7.2018 0,00
1.7.2019 709.748,49
1.7.2020 2.801.450,23
1.7.2021 942.219,52
1.7.2022 805.024,00
1.7.2023 463.959,00
1.7.2024 499.669,67
1.7.2025 200.040,00
1.7.2026 242.700,00
1.7.2027 275.600,00
1.7.2028 243.500,00
1.7.2029 139.920,00
1.7.2030 22.800,00
1.7.2031 153.000,00
1.7.2032 340.080,00
1.7.2033 108.600,00
1.7.2034 33.960,00
1.7.2035 31.100,00
1.7.2036 118.000,00
1.7.2037 285.000,00
1.7.2038 96.000,00
1.7.2039 36.000,00
1.7.2040 0,00
1.7.2041 302.200,00
1.7.2042 486.000,00
1.7.2043 93.600,00
1.7.2044 108.000,00
1.7.2045 135.000,00
* Beginnend ab dem 01.07.2018 ist der Betrag ohne mögliche Ergebnisbeteiligung angegeben.
7) Rückstellungen
Jahresabschluss- und Prüfungskosten 20,00 TEuro (VJ: 16,00 TEuro)
Rechtsanwaltskosten/Zinsen 93,66 TEuro (VJ: 41,60 TEuro)
Schadensersatzforderung(Sonstige) 34,25 TEuro (VJ: 96,25 TEuro)
8) Verbindlichkeiten
Zum 31.12.2017 sind die unten stehenden Verbindlichkeiten in der Bilanz der SALI Invest AG ausgewiesen:
Bezeichnung Summe bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 219.994,54 € 219.994,54 € 0,00 €
Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen 326.537,24 € 24.775,24 € 301.762,00 €
Verbindlichkeiten aus Steuern 8.672,36 € 8.672,36 € 0,00 €
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 230,42 € 230,42 € 0,00 €
Gesamt 555.434,56 € 253.672,56 € 301.762,00 €
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 101.654,89 € 101.654,89 € 0,00 €
Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen 341.537,24 € 3.775,24 € 337.762,00 €
Verbindlichkeiten aus Steuern 11.265,45 € 11.265,45 € 0,00 €
Verbindlichkeiten aus Genussrechtskapital 87.958,86 € 87.958,86 € 0,00 €
3.459,17 € 3.459,17 € 0,00 €
Gesamt 545.875,61 € 208.113,61 € 337.762,00 €
Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als 5 Jahren liegen nicht vor.
9) Vorstand
Ins Handelsregister sind eingetragen:
01.01.2017 – 31.12. 2017: Martin Lothar Copony,
Die Gesamtbezüge betragen TEuro 160, darin sind keine variablen Vergütungen enthalten.
10) Aufsichtsrat
Mitglieder des Aufsichtsrats sind am Bilanzstichtag:
Kai Eisele (Vorsitzender) Bad Waldsee
Dr. Peter Schips Bad Waldsee
Tim Hauber, Rechtsanwalt Frankfurt
D) Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
11) Gesamtleistung
Die Gesamtleistung beträgt im Geschäftsjahr TEuro 108 (VJ: Bestandsreduzierung unfertiger Leistung TEuro -150) ausgewiesen..
12) Sonstige betriebliche Erträge
sonstige ordentliche Erträge Euro GJ Euro VJ
Erlöse Abgangsentschädigungen 0,00 € 2.063,22 €
Sonstige betriebliche Erträge 0,00 € 163,45 €
Erträge Zuschreibung Umlaufvermögen Gegenstände 30.000,00 € 0,00 €
Versicherungsentschädigungen und Schadensersatz 166.173,58 € 0,00 €
Erlöse aus Agio 0,00 € 375,00 €
Periodenfremde Erträge 0,00 € 0,00 €
Erträge aus Schadensersatzleistungen 100,00 € 0,00 €
Erträge aus Herabsetzung von Verbindlichkeiten 7.031,82 € 0,00 €
Erstattungen Aufwendungsausgleichs 2.844,50 € 1.180,57 €
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 10.113,83 € 55.000,00 €
Ertrag Sachanlagenverkäufe 0,00 € -1.099,48 €
216.163,73 € 57.682,76 €
13) Zinsergebnis
Gegenüber den verbundenen Unternehmen wurden Zinsaufwendungen in Höhe von TEuro 33 (VJ: TEuro 95) und Zinserträge in Höhe von EUR TEuro 19,7 gebucht.
14) Arbeitnehmer
Die Sali Invest AG hat im Geschäftsjahr durchschnittlich 3,0 (VJ: 3,0) Arbeitnehmer beschäftigt; davon 0,00 Aushilfen (VJ:0,0).
15) Gewinnverwendungsvorschlag
Der Vorstand schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von Euro -576.935,06 (VJ: TEuro -736.539,01) aus dem Genussrechtskapital zu entnehmen. Der Verlustvortrag wird in Höhe von 23.469,91 (VJ: 23.469,91) vorgetragen.
16) Derivative Finanzinstrumente
Derivative Finanzinstrumente bestanden zum Bilanzstichtag nicht.
F) Nachtragsbericht
Nach Ende des Geschäftsjahres wurde mit Datum vom 22.02.2018 das rechtskräftige Urteil vom Landgericht Freiburg aus der mündlichen Verhandlung vom 05.12.2017 gegen die ehemaligen Vorstände wegen unberechtigter Abrechnung sowie Bezahlung angeblicher Leistungen und Ansprüche aus Vorstandshaftung zu Gunsten der SALI Invest AG schriftlich begründet. Die sich daraus ergebenden Schadensersatzforderungen in Höhe von TEuro 200 sind im vorliegenden Jahresabschluss berücksichtigt. Die Bewertung ist in dieser Höhe allerdings ungewiss.
Vom Finanzamt wird derzeit ein Betrag in Höhe von TEUro 40 eingefordert, der nach Meinung des Vorstands sowie des Beraters nicht realistisch ist.
Riegel, den 25.06.2018
1. Marktsituation
V. Bericht über Zweigniederlassungen
VI. Schlusserklärung
Die SALI Invest AG ist Mitglied im Deutschen Verband für nachhaltiges Bauen. Im Mittelpunkt der unternehmerischen Tätigkeit der SALI Invest AG steht die Projektierung sowie bauliche Umsetzung von Green-Building-Projekten.
Laut Bundesumweltministerium wird rund ein Drittel des Ressourcenverbrauchs in Deutschland von Gebäuden verursacht. Für Abfallaufkommen oder CO2-Emissionen gilt Ähnliches. Ökologisches Bauen, international auch als „Green Building“ („Grünes Gebäude“) bezeichnet, erfüllt die Grundsätze eines nachhaltigen Gebäudes, das auf die Wünsche und Bedürfnisse der Bewohner abgestimmt ist.
Der Gegenstand des Unternehmens ist die Konzeption, Projektierung und Realisierung und/oder Sanierung von Wohn- und Gewerbeanlagen zum Teil aus nachwachsenden Rohstoffen sowie die Veräußerung dieser Wohn- und Gewerbeanlagen, wobei deren Betrieb einschließlich der Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien nur zulässig ist, wenn dieser vorübergehend bis zur Veräußerung erfolgt.
Als Nebentätigkeit darf die Gesellschaft Mehrheitsbeteiligungen und/oder Grundstücke für eigene Zwecke erwerben, soweit der Erwerb ausschließlich der Sicherung von Projektrechten und/oder der Projektrealisierung und damit der Haupttätigkeit der Gesellschaft dient und im laufenden Geschäftsbetrieb, die Gestaltungs-, Lenkungs- und Weisungsrechte aufgrund ausdrücklicher Vereinbarungen bei der Gesellschaft selbst verbleiben.
Die Gesellschaft ist ferner berechtigt, sich bei der Umsetzung des Unternehmensgegenstandes der Dienste Dritter zu bedienen, soweit die unternehmerischen Entscheidungen im laufenden Geschäftsbetrieb, insbesondere die Gestaltungs-, Lenkungs- und Weisungsrechte bei der Gesellschaft aufgrund ausdrücklicher Vereinbarung bestehen bleiben.
Ebenso kann die Gesellschaft alle Geschäfte betreiben, die dem Gesellschaftszweck unmittelbar und mittelbar zu dienen geeignet sind. Dazu gehören insbesondere Dienstleistungen für andere Unternehmen. Sie kann Filialen und Zweigniederlassungen im Inland und Ausland errichten.
Laut dem Marktbericht der BNP Paribas Real Estate GmbH (BNPPRE) belief sich das Transaktionsvolumen mit zertifizierten Green Buildings seit 2016 auf ca. 7,4 Mrd. Euro. Damit wurde nicht nur das Vorjahresergebnis um rund 8 % übertroffen, sondern auch erneut ein Rekordergebnis erzielt.
Der seit mehreren Jahren zu beobachtende Aufwärtstrend hat sich also unvermindert fortgesetzt. Demgegenüber hat das gesamte gewerbliche Transaktionsvolumen mit Einzelobjekten leicht um 3 % nachgegeben, auch wenn es mit 35,1 Mrd. Euro trotzdem das zweitbeste Ergebnis aller Zeiten darstellt“, so Hermann Horster, Head of Sustainability der BNP Paribas Real Estate GmbH. Bei dem stetig wachsenden Anteil zertifizierter Green Buildings am Gesamtumsatz handelt es sich demzufolge um einen langfristigen Trend, dessen Ende mit einem aktuellen Anteil von gut 21 % am Investmentmarkt noch nicht erreicht sein dürfte.
Büroobjekte tragen weiterhin den Löwenanteil zum „grünen“ Investmentumsatz bei. Mit gut 5,9 Mrd. Euro entfallen 80 % des Resultats auf diese Assetklasse. Damit floss jeder dritte Euro, der in Büroimmobilien investiert wurde, in zertifizierte Gebäude. Trotz eines klar erkennbaren Aufwärtstrends liegt dieser Anteil in den übrigen Nutzungsarten noch spürbar niedriger. Auf Rang zwei folgen Hotel-Investments, bei denen nachhaltige Objekte immerhin etwa 17 % zum Umsatz beitragen. Hier spiegelt sich auch ein höherer Anteil an Neubauobjekten wider. Bei Einzelhandelsimmobilien (knapp 6 %) und Logistikanlagen (knapp 5 %) sind die Umsatzanteile, die auf Green Buildings entfallen, demgegenüber noch überschaubar. Bei Neubauprojekten ist aber auch in diesen Märkten eine Aufwärtsentwicklung erkennbar.
Der Tätigkeitsschwerpunkt des Jahres 2017 war die Vorbereitung eines Projektes der Muttergesellschaft, welche auch den größten Teil der Personalkosten der SALI Invest AG trägt. Des weiteren war das Jahr 2017 durch aufwendige Prozessdurchführung gegen die ehemaligen Vorständige und Gründungsgesellschafter der SALI Invest AG geprägt.
Die im Nachtrag zum Verkaufsprospekt vom 31.05.2010 geplanten Umsatzerlöse ließen sich insbesondere durch fehlende Mittel, welche weiterhin von den ehemaligen Vorständen und Gründungsgesell-schaftern eingefordert werden, nicht erzielen.
Gleichzeitig setzt die Sali Invest AG ihre Suche nach neuen rentablen Projekten fort. Dies löste im Geschäftsjahr zusätzlich zu den laufenden Betriebskosten keine weiteren Aufwendungen aus.
Die Personal- und Projektführungskosten sind von Euro 291.625,58 im Vorjahr auf 300.710,33 Euro im Jahre 2017 um 3,12 % gestiegen.
2017 tätigte die SALI Invest AG Vergütungen an angestellte Personen in Höhe von Euro 272.021,62 brutto, davon Euro 159.947,32 brutto an das Vorstandsmitglied (feste Vergütungen für Herrn Martin L. Copony) und Euro 112.074,30 an angestellte Mitarbeiter (feste Vergütungen für 2 Personen, deren berufliche Tätigkeit keine wesentliche Auswirkung auf das Risikoprofil der Gesellschaft hat).
Darüber hinaus sind Aufwandsvergütungen für den Aufsichtsrat der SALI Invest AG 2017 Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von insgesamt Euro 23.430,70 zzgl. Mehrwertsteuer enthalten.
Die weiteren Vergütungen der SALI Invest AG im Geschäftsjahr 2017 sind in der unten aufgeführten Tabelle dargestellt:
Vergütungszweck Betrag netto
Mieten 19.000,00
Gas, Strom, Wasser 1.248,74
Versicherungsprämien 4.412,90
Mitgliedschaftsbeiträge 911,66
Wartungskosten für Hard- und Software 7.770,16
Fahrzeug kosten 8.548,94
Werbekosten (Teilnahme an Messen, Produktion und Druck vom Werbematerial etc.) 17,13
Repräsentations- und Bewirtungskosten 3.973,19
Reisekosten Arbeitnehmer und Vorstand 46.837,44
Verkaufsprovisionen und Werbeaufwand für Geldbeschaffung 14.499,97
Büro- und Betriebsbedarf 3.817,82
Fortbildungskosten 0,00
Rechts- und Beratungskosten 110.169,72
Abschluss- und Prüfungskosten 16.075,00
Buchführungskosten 1.641,75
Fremdleistungen (Beratungskosten bez. Vertrieb, Marketing und Geldbeschaffung) 37.884,88
Zinsaufwendungen für langfristige Verbindlichkeiten 29.723,58
Zinsaufwendungen für kurzfristige Verbindlichkeiten 0,00
Beiträge zur Berufsgenossenschaft 500,00
Reparaturen, Instandhaltung von Betriebsausstattung 0,00
Geschenke inkl. Steuern 975,32
Reinigung 0,00
Freiwillige soziale Aufwendungen 0,00
Nebenkosten des Geldverkehrs 1.096,30
Sonstige betriebliche Aufwendungen 13.207,77
Beschaffung der EDV-Software 824,45
Beschaffung der Anlagevermögensgegenstände 2.487,29
Nachträgliche Abrechnungen in Verbindung mit dem Projekt „Unser Park“ inkl. n. a. VSt 200.000,00
Die tatsächlichen Aufwendungen für Vergütungen lagen in 2017 nicht im Rahmen der geplanten Kosten.
Das Jahresergebnis 2017 beträgt Euro – 576.935,06 (2016: Euro – -736.539,01).
Einem erheblichen Teil der Verlustvorträge liegt nach Meinung der Aufsichtsräte der Sali Invest AG u.a. nicht rechtskonformes Verhalten der ehemaligen Vorstände der Sali Invest AG zugrunde.
Zivilprozessliche Schritte gegen die ehemaligen Vorstände der Sali Invest AG, welche die Rückführung erheblicher Zuwendungen seitens der ehemaligen Vorstände an die Sali Invest AG zur Folge haben, werden weiterhin aufrecht erhalten und wurden zwischenzeitlich erheblich erhöht.
Die Lage des Unternehmens ist nach wie vor von der Gewinnung von unseren langfristigen Investitionsprojekten sowie der Finanzierung durch ausländische Banken abhängig.
Unsere aktuellen Ertragsquellen waren die Weiterberechnung verauslagter Kosten an Tochterunternehmen unserer Hauptaktionärin sowie Zinsen aus gewährten Darlehen. Umsätze aus der Veräußerung der in der Bilanz aktuell ausgewiesenen Projektierung erwarten wir in den Jahren 2018-2019.
Eine der Voraussetzungen des reibungslosen Geschäftsablaufs ist eine ausreichende und zeitgerechte Finanzierung. 2017 betrug der an die laufenden Zahlungspflichten der SALI Invest AG angepasste Zahlungseingang von Genussrechtsinhabern Euro 251.214,35 (2016: Euro 275.094,36). Zum Ende 2017 verfügte die Gesellschaft über Euro 6.414.903,64 der von Genussrechtsinhaber einbezahlten Kapitalanteile, was eine Minderung um 3,83 % gegenüber Euro 6.169.126,07 im Vorjahr bedeutet.
Die Quote des Eigenkapitals inkl. Genussrechtskapital ist von 58,53 im Vorjahr auf 50,80 gesunken. Ursache dafür ist der Verlust des Jahres 2017 und die gestiegenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Die Finanzschulden haben sich durch die Reduzierung des Investitionsdarlehens zur Finanzierung der Herstellungskosten von TEuro 341 auf TEuro 362 erhöht.
Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr im Rahmen dieser Verbindlichkeiten Zinsen in Höhe von TEuro 33 geleistet.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit liegt mit TEuro – 543 wesentlich unter dem des Vorjahres in Höhe von TEuro 1.945.
Im Q2 2018 kann die Finanzlage, trotz Forderungen gegen verbundene Unternehmen, über insgesamt € 478.000 als nicht stabil bezeichnet werden.
Zusätzlich zu den € 227.187, die dem Unternehmen gegen die ehemaligen Vorstände Blum/Jalet, erstinstanzlich, zugesprochen wurden, sind weitere 1,1 Mio Euro zu erwarten, die derzeit gerichtlich geltend gemacht werden.
Das Aktivvermögen ist bestimmt durch die Reduzierung der unfertigen Erzeugnisse in Höhe von TEuro 600 auf TEuro 450. Die dort ausgewiesenen Kosten der Planungsunterlagen aus dem Projekt „Unser Park“, wurden auf den zu erwartenden Veräußerungspreis abgeschrieben.
Das Fremdkapital in Höhe von TEuro 554 hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich erhöht.
Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage hat sich im Jahr 2017 gegenüber dem Vorjahr, insbesondere durch nachträgliche Aufwendungen aus dem Projekt, die immer noch aus der Fehlentscheidungen der ehemaligen Geschäftsführung resultieren verschlechtert, obwohl großer Teile der Personal- und Betriebskosten weiterberechnet werden konnten.
Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die Rückstellungen sind durch liquide Mittel und Vorräte gedeckt.
Um eine positive Entwicklung des Unternehmens zu ermöglichen, werden wir weiterhin in Zukunft die Finanzierung weiterer Projekte durch Optimierung unseres Finanzierungsportfolios forcieren.
Wir beurteilen die voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens 2018 und 2019 gegenüber 2017 etwas positiver. Weitere unterstützende Tätigkeiten gegenüber der Muttergesellschaft bieten allerdings derzeit das einzige Wachstumspotential. Daher können als Basis die Betriebs- und Personalkosten in Höhe von 40 % und 50 % durch das aktuelle Engagement gedeckt werden.
Marktrisiken im Geschäftsbereich Immobilien
Die SALI INVEST AG ist im Bereich der Konzeption, Planung, und Projektierung von Wohn- und Gewerbeanlagen für das Mutterunternehmen tätig. diesem Bereich tätige Unternehmen – in erheblichem Maße den typischerweise mit diesem Markt verbundenen Risiken ausgesetzt und insbesondere von den Rahmenbedingungen und der Marktentwicklung des Immobilienmarktes abhängig.
Insbesondere können – wie in der Vergangenheit branchenspezifische Risiken bei dem Mutterunternehmen dadurch eintreten:
• dass sich bei Projektierung und Umsetzung von Bauvorhaben höhere als die geplanten Kosten und/oder unvorhergesehene Zusatzaufwendungen sowie Verkaufsrisiken ergeben und dadurch die Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft negativ beeinflusst wird.
• dass sich durch die fehlende Finanzierung des Projektes des Kunden in Ungarn die Darlehensforderungen in Höhe von TEuro 369 nicht in dieser Höhe bzw. verzögert eingetrieben werden können.
Verschlechterung etwaiger Finanzierungsbedingungen kredit-gebender Banken und durch ungünstigere Finanzierungskonditionen sowohl ggf. auf Seiten der Gesellschaft als auch auf Seiten der potenziellen Erwerber Investitions-hemmnisse bzw. Absatzschwierigkeiten und verringerte Erträge der Gesellschaft ergeben könnten;
• dass die aktivierten Planungsunterlagen trotz der Kaufabsicht durch fehlende Finanzierbarkeit nicht oder nur zu schlechteren Konditionen veräußert werden können sich hieraus negative wirtschaftliche Auswirkungen ergeben;
• dass sich die Marktsituation vor Ort durch Aktivitäten von Wettbewerbern nachteilig für die SALI INVEST AG verändert.
• dass die Rückforderungen aus den aktuellen Prozesse in Sachen gegen die ehemaligen Vorstände der Sali Invest AG nicht realisiert werden können sowie unvorhergesehene Kapazitäten binden oder Risiken manipulativer Art der Gegenseite auslösen.
Das Risiko der Gefährdung des Fortbestands des Unternehmens können wir nicht ausschließen.
Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der SALI INVEST AG ist aktuell von der Auftragslage der Muttergesellschaft abhängig.
Risiken im Kapitalanlagebereich
Die Gesellschaft ist als Konzeptionärin eigener Finanzprodukte (Kapitalanlagen) dem Risiko ausgesetzt, dass sie von den Erwerbern der Kapitalanlagen wegen vermeintlicher oder tatsächlicher Mängel der Angebotsunterlagen und/oder Vermittlungsfehlern haftbar gemacht wird. Obwohl die Gesellschaft eigene Finanzprodukte nur durch erfahrene Konzeptionäre hat entwickeln lassen, und die eigenen Vertriebsmitarbeiter ständig schulte und dies auch in Zukunft tun wird, ist nicht auszuschließen, dass unvorhersehbare und unabwendbare Risiken oder in der Vergangenheit nicht erkannte Risiken eintreten, so dass eine Inanspruchnahme durch Erwerber der Kapitalanlagen nicht ausgeschlossen werden kann.
Das Risiko aus der Vergangenheit in Verbindung mit der Rechtsprechung, dass wir für die Verfehlung früherer Vorstände haften, macht zukünftig die Verhandlungen mit diversen Anlegern notwendig.
Mit diesen Erfahrungen begegnen wir den Risiken durch langjährige Zusammenarbeit mit im Kapitalanlagenrecht spezialisierten Rechtsanwälten sowie durch individuelle Betreuung unserer Anleger.
Nach den Planungen der Gesellschaft ist für zukünftige Projekte auch eine anteilige Fremdfinanzierung der Investitionen vorgesehen, die sich den Konditionen des Kapitalmarktes anpassen müssen. Es besteht das Risiko, dass Verträge mit finanzierenden Banken nicht zustande kommen oder nur zu Konditionen, die erhebliche Kosten (z. B. Zinsen) für die Bereitstellung von Kapital vorsehen.
Ein Abschluss zu solchen ungünstigen Konditionen könnte sich negativ auf die Ergebnisse der Gesellschaft auswirken.
Unsere Chancen bestehen aktuell in der Teilhabe an den Projekten des Mutterunternehmens. Des weiteren werden durch den provisions-abhängigen Verkauf von attraktiven Wohn- und Geschäftseinheiten, sowie in der Dienstleistung für Dritte, weitere Geschäftsfelder eröffnet.
Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von günstigen und qualitativ sicheren Liefermöglichkeiten im EU-Wirtschaftsraum zurückgreifen. Dem Wettbewerb am Markt werden wir durch exklusiven, innovativen, umweltbewussten und zukunfts-orientierten Charakter unsere Dienstleistungen begegnen.
Aufgrund der konsequenten Abarbeitung der früheren Problemfelder und des Wechsels im Management können sich durch valide Projektoptionen möglicherweise interessante Tätigkeitsfelder für die kommenden Geschäftsjahre erschließen.
Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in der prozessualen Abwicklung der Schadensersatzforderungen gegenüber den ehemaligen Vorständen sowie den gerichtlichen Auseinander-setzungen mit Anlegern, sowie in der Abhängigkeit der Gewinnung von Finanzierungsmöglichkeiten durch die Geschäftspartner.
Im operativen Geschäft sind wir voraussichtlich bis Ende 2019 abhängig von der Auftrags- und Projektlage der Muttergesellschaft.
Der Vorstand erklärt, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die ihm in den Geschäftsjahren 2014 – 2017 zu den Zeitpunkten bekannt waren, in denen Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt. Andere Maßnahmen im Sinne von § 312 AktG sind weder getroffen noch unterlassen worden.
Riegel, 25.06.2018 / 30.11.2018
Vorstand der SALI Invest AG Martin L. Copony
Versicherung des gesetzlichen Vertreters
Ich versichere nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss der Sali Invest AG ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers:
Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der SALI Invest AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017 geprüft.
Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften unter Berücksichtigung der Vorschriften des Vermögensanlagegesetzes (VermAnlG) und der ergänzenden Regelungen in der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft.
Darüber hinaus liegt die ordnungsgemäße Zuweisung von Gewinnen, Verlusten, Einlagen und Entnahmen zu den einzelnen Kapitalkonten in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter.
Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Darüber hinaus sind wir nach § 25 Abs.2 VermAnlG zur Prüfung der Einhaltung der Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages verpflichtet.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB i.V.m. § 25 VermAnlG unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden.
Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Unsere Prüfung hat mit Ausnahme der folgenden Einschränkung zu keinen Einwendungen geführt:
Die Werthaltigkeit der Vorräte in Höhe von TEuro 450 sowie die Werthaltigkeit der Forderungen gegenüber der BPI in Höhe von TEuro 369 können nicht hinreichend nachgewiesen werden, da die Realisierung dieser Bilanzposten von Finanzierungen Dritter abhängt. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass der Jahresabschluss insoweit fehlerhaft ist.
Unsere Prüfung erstreckt sich nicht darauf, ob die Wirksamkeit oder Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung zugesichert werden kann
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführungen ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage der Gesellschaft.
Bei der Aufstellung des Lageberichtes wurden die gesetzlichen Vorschriften beachtet. Er steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Obwohl sich unsere Prüfung nach § 317 IV a HGB nicht darauf erstreckt, ob der Fortbestand des geprüften Unternehmens gewährleistet ist, weisen wir auf die Ausführungen des Vorstands im Abschnitt „Risikobericht“ des Lageberichtes hin. Dort wird ausgeführt, dass aufgrund der angespannten Liquiditätssituation der Fortbestand des Unternehmens gefährdet ist. Die angespannte Liquiditätssituation wird im Wesentlichen durch zwei Problemfelder hervorgerufen:
Zum einen erwartet der Vorstand in Bezug auf den Verkauf der unter „unfertige Leistungen“ ausgewiesenen Planungsunterlagen aus der Zeit der ehemaligen Vorstände mittelfristig einen Vertragsabschluss. Die daraus zufließenden Mittel können ausreichen, den voraussichtlichen Liquiditätsbedarf des Unternehmens für die folgenden Kalenderjahre zu decken.
Zum anderen hängt die Realisierung der unter „Forderungen gegen verbundene Unternehmen“ ausgewiesenen Forderungen gegenüber der BPI in Ungarn von der Finanzierung der dortigen Banken ab.
Der Fortbestand des Unternehmens hängt vom Zustandekommen der Veräußerung sowie der Finanzierung der Banken ab und ist somit vom Erfolg der Geschäftsentwicklung der Schwestergesellschaft in Ungarn abhängig.
Wir konnten daher nicht den Fortbestand des Unternehmens bestätigen und nicht abschließend beurteilen, ob die Bewertung der Vermögensgegenstände, Rechnungsabgrenzungsposten und Schulden unter der Annahme der Unternehmensfortführung zutreffend ist.“
Der Bestätigungsvermerk bezieht sich auf die ursprüngliche abgeschlossene Abschlussprüfung sowie auf die Nachtragsprüfung. In der Nachtragsprüfung war die Schlusserklärung im Lagebericht zu prüfen. Unsere Nachtragsprüfung führte zu keine Einwendungen.
Mannheim, 20. Juli 2018/10.Dezember 2018
Metropol Audit GmbH
gez. Gertrud K. Deffner
Gegen Verstaatlichung des Stromnetzes
Gaza Flotte:Eskalation droht

References: § 264
 § 267
 § 264
 § 6
 § 312
 § 25
 § 317
 § 25
 § 317