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Timestamp: 2020-04-07 05:11:10+00:00

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BGH, 14.05.1986 - IVa ZR 155/84 - dejure.org
https://dejure.org/1986,206
BGH, 14.05.1986 - IVa ZR 155/84 (https://dejure.org/1986,206)
BGH, Entscheidung vom 14.05.1986 - IVa ZR 155/84 (https://dejure.org/1986,206)
BGH, Entscheidung vom 14. Mai 1986 - IVa ZR 155/84 (https://dejure.org/1986,206)
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BGB § 1922; BGB § 2209; HGB § 139
Vererbung von Personengesellschaftsanteilen und Testamentsvollstreckung
Gesellschafter-Erbe - Nachlaß - Stellung des Testamentsvollstreckers
Keine Verwaltungsbefugnis eines Testamentsvollstreckers für innere Angelegenheiten der Gesellschaft trotz Zugehörigkeit des von einem OHG-Gesellschafter ererbten Gesellschaftsanteils zum Nachlaß
Auf Gesellschafter-Erben übergegangener Gesellschaftsanteil als Nachlaßbestandteil, Zulässigkeit der Testamentsvollstreckung
BGB §§ 1922, 2209, 2214; HGB § 139
BGHZ 98, 48
NJW 1986, 2431
ZIP 1986, 912
MDR 1986, 829
DNotZ 1987, 116
FamRZ 1986, 799
BB 1986, 2084
DB 1986, 1515
Rpfleger 1986, 384
JR 1986, 504
Dies beurteile er aber mittlerweile anders (Bezugnahme auf BGHZ 98, 48 und BGHZ 108, 187).
(a) Richtig ist, dass nach gefestigter Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ein Anteil an einer Personengesellschaft auch dann zum Nachlass gehört, wenn er im Wege der Sondererbfolge unmittelbar auf den oder die Gesellschafter-Erben übergeht (vgl. BGH, Urteil vom 14. Mai 1986 - IVa ZR 155/84, BGHZ 98, 48, 50 ff.; Beschluss vom 3. Juli 1989 - II ZB 1/89, BGHZ 108, 187, 192; Beschluss vom 10. Januar 1996 - IV ZB 21/94, NJW 1996, 1284, 1285).
Die Beteiligung an einer Personengesellschaft gehört insofern zum Nachlaß, als sie Teil des vom Erblasser hinterlassenen Vermögens ist (BGHZ 91, 132, 135 f.; BGHZ 98, 48, 51;… R. Fischer, GroßKomm. z. HGB, 3. Aufl. § 105 Rdnr. 28 c).
Maßgebend hierfür war vor allem - wie im Urteil vom 14. Mai 1986 (BGHZ 98, 48, 54) näher ausgeführt - die Ordnung des Haftungszugriffs durch die Eigengläubiger des Erben einerseits und die Nachlaßgläubiger andererseits.
Vielmehr wird seine Rechtsposition aus im Gesellschaftsrecht wurzelnden Gründen begrenzt (BGHZ 98, 48, 57).
Selbst die Vereinigung sämtlicher Geschäftsanteile in einer Hand führt nicht zum Erlöschen der Gesellschaft, falls für den ererbten Anteil Testamentsvollstreckung angeordnet worden war (BGHZ 98, 48, 57 unter Bezugnahme auf die Entscheidung des für das Gesellschaftsrecht zuständigen II. Zivilsenats in BGHZ 48, 214, 219 und des VIII. Zivilsenats im Urteil vom 10. Januar 1983 - VIII ZR 231/81 - NJW 1983, 2247 unter II 1 c).
Der Erbrechtssenat des BGH vertritt dagegen die Ansicht, ein vererbter Personengesellschaftsanteil gehöre trotz der Rechtszuständigkeit der Nachfolger-Erben im ganzen zum Nachlaß (BGH-Urteile vom 14. Mai 1986 IV a ZR 155/84, BGHZ 98, 48, 51; in NJW 1983, 2376).
Selbst nach der gerichtlichen Zuweisung eines landwirtschaftlichen Betriebes an einen von mehreren Miterben (§ 13 GrdstVG) bleibt der Betrieb grundsätzlich Nachlassbestandteil; lediglich die Haftung wird in § 16 Absatz 2 modifiziert (BGH FamRZ 1986, 799, 801).
Gegenstand der Veräußerung eines Anteils an einer Personengesellschaft ist nicht das Gesamthandsvermögen oder eine hieran bestehende Beteiligung, sondern die Mitgliedschaft als solche (BGH, Urteil vom 22. November 1996 - V ZR 234/95, NJW 1997, 860, unter II 2; vgl. auch BGHZ 44, 229, 231; 71, 296, 299; 81, 82, 84; 98, 48, 50;… ferner Münch-KommBGB/Ulmer/Schäfer, 5. Aufl., § 719 Rdnr. 33;… Bamberger/Roth/Timm/Schöne, BGB, 2. Aufl., § 719 Rdnr. 8;… K. Schmidt, Gesellschaftsrecht, 4. Aufl., S. 1322 f. m. w. N.).
Sogar die Nachlaßgläubiger verlören auf diese Weise das in erster Linie ihnen vorbehaltene (dinglich gebundene) Zugriffsobjekt Nachlaß (vgl. BGHZ 98, 48, 54 f.).
Ebensowenig wie im Bereich der Nachfolge eines Gesellschafter-Erben in den ererbten Gesellschaftsanteil (vgl. BGHZ 98, 48) kann es bei der dinglichen Surrogation zugelassen werden, daß sich die dingliche Sicherung ohne zwingende Sachgründe zu einem bloß persönlichen ungesicherten Geldanspruch verflüchtigt (so schon das Oberlandesgericht Jena, zustimmend zitiert in RGZ 89, 53, 59 für die Nacherbfolge).
Dort ist von besonderer Bedeutung, daß Mitgesellschafter sich im allgemeinen keinen Gesellschafter-Nachfolger aufdrängen zu lassen brauchen, mit dem sie sich nicht auf die Gesellschaft eingelassen haben (BGHZ 98, 48, 55).
LG Hamburg, 13.06.2005 - 321 T 30/04
Vereinigung der Anteile einer GbR in einer Hand bei Vorbehaltsnießbrauch
Keine Verfügungsbefugnis des Nachlassverwalters über BGB-Gesellschaftsanteil bei …

References: § 1922
 § 2209
 § 139
 § 139
 § 105
 BGH 
 § 16
 § 719
 § 719