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Timestamp: 2016-10-21 00:38:19+00:00

Document:
2P.208/2002 (06.02.2003)
2P.208/2002/sch
Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Thomas Baumeler, Vorstadt 19, Postfach 3052, 6130 Willisau,
Steuerverwaltung des Kantons Luzern, Stabsstelle f�r Nach- und Strafsteuern, Buobenmatt 1, 6002 Luzern,
Art. 9 und 29 Abs. 2 BV (Nach- und Strafsteuern; Staats- und Gemeindesteuern),
Staatsrechtliche Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern, Abgaberechtliche Abteilung, vom 15. Juli 2002.
X.________ war Anleger beim European Kings Club (nachfolgend: EKC, der Club oder der Verein).
Laut seinen Statuten bezweckte der als Verein konstituierte, "selbstlos und ohne eigenwirtschaftliche Zwecke" t�tige Club, "seinen Mitgliedern soziale, �kologische, finanzielle und wirtschaftliche Zusammenh�nge aufzuzeigen und die Mechanismen der Umverteilung der sozialen und freien Marktwirtschaft praxisnah n�her zu bringen". Von Deutschland aus gelenkt, vertrieb er in der Schweiz ab Mitte 1992 sogenannte "Letters" (Anteilsscheine) � Fr. 1'200.-- plus Fr. 200.-- Verwaltungsgeb�hr. Den K�ufern der "Letters" wurde eine Rendite von 71 % garantiert sowie eine 100 %-ige Sicherheit von Anlage und Rendite versprochen. Mit aufwendigen Druckerzeugnissen und gesellschaftlichen Anl�ssen wurde glaubhaft gemacht, dass die Renditen mit Anlagen erwirtschaftet w�rden. Die Geldmittel (europaweit zwischen 1 und 2 Mia. Franken) wurden aber abgesehen von wenigen Projekten nicht investiert, sondern f�r R�ckzahlungen oder die beim Verein T�tigen verwendet.
Im Rahmen eines gegen die Verantwortlichen des Clubs gef�hrten Ermittlungsverfahrens wegen Verdachts auf Betrug blockierte die Staatsanwaltschaft des Kantons Basel am 15. Februar 1993 Konten mit einem Gesamtsaldo von ca. 2,5 Mio. Franken. Anl�sslich von Hausdurchsuchungen bei Anlagevermittlern beschlagnahmte sie ferner am 1. Juli 1993 ca. 760'000 Franken in bar.
Mit Verf�gung vom 25. August 1993 stellte die Eidgen�ssische Bankenkommission (nachfolgend: die Bankenkommission) fest, dass der Club dem Bankengesetz unterstehe; wegen verbotener Entgegennahme von Publikumsgeld ordnete sie seine Aufl�sung an und setzte als Liquidatorin eine Treuhandgesellschaft ein.
Gegen diese Verf�gung erhob der Club Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht und ersuchte um aufschiebende Wirkung. Diese wurde verweigert. Mit Urteil vom 2. M�rz 1994 sch�tzte das Bundesgericht sodann die Verbots- und Aufl�sungs-Verf�gung der Bankenkommission. Es erwog im Wesentlichen, es stehe ausser Zweifel, dass der Verein im Finanzbereich t�tig gewesen sei und sich �ffentlich zur Annahme fremden Geldes empfohlen habe. Dabei k�nne offen bleiben, ob der Club mit dem von ihm entgegengenommenen Geld tats�chlich das Kredit- bzw. Finanzierungsgesch�ft betrieben habe; gem�ss den vorl�ufigen Ermittlungen der Strafuntersuchungsbeh�rden bestehe der Verdacht, er habe das gesammelte Geld in Wirklichkeit �berhaupt nicht investiert (auch nicht im Sinne einer Treuhandanlage), sondern sie wie in einem Schneeballsystem umgehend zur Bezahlung der den Zeichnern der "Letters" versprochenen Monatsraten verwendet. Indessen m�sse es im konkreten Zusammenhang gen�gen, dass der Club dem Publikum eine Finanzierungst�tigkeit zumindest vorget�uscht habe, um es dazu zu bewegen, ihm Geld anzuvertrauen.
Im Weiteren kam das Bundesgericht zum Schluss, es sei zweifelhaft, ob der Club seine T�tigkeit im Finanzbereich seit dem Erlass der angefochtenen Verf�gung wirklich eingestellt habe. Eine entsprechende Erkl�rung habe er bereits in seiner Eingabe an die Bankenkommission vom 31. M�rz 1993 abgegeben; dennoch seien noch am 1. Juli 1993 bei seinen Anlagevermittlern Barbetr�ge in der H�he von insgesamt Fr. 760'000.-- beschlagnahmt worden, was auf eine Weiterf�hrung des Zahlungsverkehrs schliessen lasse; �berdies habe die Bankenkommission in ihrer Vernehmlassung auf ein Rundschreiben hingewiesen, aus dem sich ergebe, dass der Verein �ber seine "Betreuer" weiterhin Zeichnungen von "Letters" entgegennehme; auch deuteten Presseberichte, die von der Bankenkommission eingereicht wurden, darauf hin, dass der Club seine Aktivit�ten in Wirklichkeit weiterf�hre (vgl. dazu auch das Urteil 6P.172/2000 vom 14. Mai 2001 i.S. B., in dem der Kassationshof des Bundesgerichts die Verurteilung eines EKC-"Bezirksleiters" bzw. Anlagevermittlers wegen gewerbsm�ssigen Betruges, begangen zwischen Mai 1994 und September 1994, best�tigte).
Mit Entscheid vom 11. Januar 2001 auferlegte die Steuerverwaltung des Kantons Luzern X.________ eine Nach- und Strafsteuer von insgesamt Fr. 8'894.70 f�r die Staats- und Gemeindesteuern 1994, da er von Anfang Januar bis Ende August 1994 EKC-Ertr�ge in der H�he von Fr. 32'000.-- ausbezahlt bzw. gutgeschrieben erhalten und nicht als Eink�nfte deklariert habe. Die dagegen erhobenen kantonalen Rechtsmittel (Einsprache und sodann Beschwerde an das luzernische Verwaltungsgericht, Abgaberechtliche Abteilung) blieben erfolglos.
Am 16. September 2002 hat X.________ beim Bundesgericht staatsrechtliche Beschwerde eingereicht mit dem Antrag, das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 15. Juli 2002 sei aufzuheben. Er r�gt in erster Linie, es sei willk�rlich, die ihm f�r die Zeitspanne zwischen Juni und August 1994 gutgeschriebenen EKC-Ertr�ge als realisiertes Einkommen zu betrachten; im Mai 1994 habe die Bankenkommission n�mlich in einem Rundschreiben allen Banken untersagt, Auszahlungen zu Gunsten von Mitgliedern des Clubs zu t�tigen; sp�testens von diesem Zeitpunkt an habe er �ber seine Renditen-Gutschriften nicht mehr verf�gen k�nnen, was deren Aufrechnung beim steuerbaren Einkommen ausschliesse; �berdies habe das Verwaltungsgericht seinen Anspruch auf rechtliches Geh�r dadurch verletzt, dass es seinen Antrag auf Einvernahme des f�r ihn zust�ndigen Bezirksleiters abgelehnt habe.
Die Steuerverwaltung und das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern schliessen auf Abweisung der Beschwerde; sie argumentieren, bis zum Zusammenbruch des EKC-Systems im Herbst 1994 sei die Realisierbarkeit der streitigen Renditen-Forderungen nicht rechtserheblich eingeschr�nkt gewesen.
Der angefochtene Entscheid ist ein kantonal letztinstanzlicher Endentscheid, gegen den auch im Bund kein anderes Rechtsmittel zur Verf�gung steht. Die staatsrechtliche Beschwerde ist daher zul�ssig (Art. 84 Abs. 2, Art. 86 Abs. 1 und Art. 87 OG). Der Beschwerdef�hrer ist als Abgabepflichtiger zur staatsrechtlichen Beschwerde legitimiert (Art. 88 OG). Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.
2.1 Eink�nfte sind dann als zugeflossen und damit als erzielt zu betrachten, wenn der Steuerpflichtige Leistungen vereinnahmt oder einen festen Rechtsanspruch darauf erwirbt, �ber den er tats�chlich verf�gen kann. In der Regel wird bereits der Forderungserwerb als einkommensbildend betrachtet, sofern die Erf�llung nicht als unsicher erscheint. Nur unbedingte Leistungsanspr�che k�nnen als realisiertes Einkommen betrachtet werden. Bei Eink�nften aus Kapitalverm�gen wird grunds�tzlich auf den Zeitpunkt der F�lligkeit der Leistung abgestellt (vgl. BGE 113 Ib 23 E. 2e; ASA 66 377 E. 4a und 66 554 E. 5d, 65 733 E. 3b und 62 705 E. 7b; StE 2000 B 72.13.1 2 E. 2b/ff.; StR 2000 500 E. 2a, je mit weiteren Hinweisen).
2.2 Zur Abgrenzung zwischen fester Anwartschaft und unsicherer Forderung bei Eink�nften aus Kapitalverm�gen musste sich das Bundesgericht namentlich im Zusammenhang mit betr�gerischen, gem�ss dem sog. Schneeballprinzip betriebenen Anlagesystemen �ussern.
2.2.1 Solche Systeme, bei denen die ausgewiesenen (B�rsen-)Gewinne nicht auf Verm�gensanlagen beruhen, sondern aus den anvertrauten Kundengeldern finanziert werden, brechen zwangsl�ufig zusammen, sobald die Renditen-Forderungen alter Gl�ubiger nicht mehr mit den frisch eingegangenen Kapitaleinlagen neuer Gl�ubiger beglichen werden k�nnen. Dabei verlieren erfahrungsgem�ss zahlreiche Anleger nicht nur ihre Grundinvestitionen, sondern auch die ihnen gutgeschriebenen und von ihnen fortlaufend reinvestierten Ertr�ge; im Nachhinein machen sie mitunter geltend, bei diesen Renditen-Gutschriften habe es sich steuerrechtlich nur um fiktive Eink�nfte, nicht aber um tats�chlich realisiertes Einkommen gehandelt.
2.2.2 Diese Sichtweise hat das Bundesgericht namentlich in einem in StE 2001 B 21.1 10 publizierten Urteil als grunds�tzlich unzutreffend bezeichnet und dabei festgehalten, dass solche Anlagesysteme in gewissen F�llen zwar tats�chlich nur fiktive B�rsengewinne hervorbringen, z.B. dann, wenn das anvertraute Anlegergeld bloss zu einem kleinen Teil wirklich im Rahmen von Verm�gensanlagen bewirtschaftet wird und diese - entgegen den Mitteilungen an die Kundschaft - gr�sstenteils Verluste einbringen. Trotzdem sind die den Anlegern auf Grund dieser fiktiven Gewinne gutgeschriebenen Ertr�ge als reales Einkommen einzustufen, wenn sie, sofern die Anleger dies verlangen, nach dem sog. "Schneeballsystem" aus dem von den Anlegern get�tigten Einlagen finanziert und ausbezahlt werden. Es werden somit nicht fiktive Gewinne besteuert, sondern reale Ertr�ge.
Dabei ist, gem�ss den allgemeinen Regeln zum Ertrag auf Kapitalverm�gen, grunds�tzlich auf den Zeitpunkt abzustellen, da die Leistung f�llig wird, nicht auf den sp�teren Moment einer allf�lligen Konkurser�ffnung. Im Zeitpunkt der F�lligkeit verwirklicht sich der Verm�genszuwachs und k�nnen die Anleger dar�ber verf�gen, soweit die Forderung in diesem Zeitpunkt nicht unsicher erscheint, die Anleger auf den Verm�genszuwachs greifen k�nnen und nicht anzunehmen ist, dass die Auszahlung des Guthabens verweigert worden w�re, wenn die Anleger Zahlung verlangt h�tten. Als Verf�gung hat auch zu gelten, wenn die Anleger ihren Willen erkennbar in dem Sinn bet�tigen, ihre Ertragsguthaben f�r weitere Anlagen stehen zu lassen (siehe auch, im gleichen Sinne, ASA 66 377 E. 4 mit weiteren Hinweisen).
3.1 Vorliegend berufen sich sowohl die Luzerner Beh�rden als auch der Beschwerdef�hrer auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung zur Realisierung beweglichen Einkommens, namentlich auf BGE 113 Ib 23.
Die Steuerverwaltung und das Verwaltungsgericht halten daf�r, der Beschwerdef�hrer habe selbst f�r die Zeitspanne zwischen Juni und August 1994 noch �ber seine EKC-Gutschriften im Sinne einer festen Anwartschaft verf�gen k�nnen. Eine Ausnahme im Sinne der Rechtsprechung sei nicht gegeben, insbesondere k�nne nicht von unsicher oder sogar uneinbringlich gewordenen Forderungen gesprochen werden, da das EKC-System erst im Herbst 1994 zusammengebrochen sei.
Diese Auffassung bezeichnet der Beschwerdef�hrer als willk�rlich, da ihm seine EKC-Ertr�ge schon ab Juni 1994 nicht mehr ausbezahlt worden seien. Die Raiffeisenbank Hofstatt, bei der er sein Konto besessen habe, habe ihm im Monat Mai 1994 mitgeteilt, die Banken seien durch einen Rundbrief der Eidgen�ssischen Bankenkommission angewiesen worden, an EKC-Mitglieder kein Geld mehr auszuzahlen, weshalb sie ihm seine Verrechnungschecks fortan nicht mehr einl�sen k�nne. Sp�testens von diesem Zeitpunkt an sei eine Einkommensrealisierung nicht mehr in Betracht gekommen.
3.2 Willk�rlich ist ein Entscheid nicht schon dann, wenn eine andere L�sung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen w�re, sondern erst dann, wenn er offensichtlich unhaltbar ist, zur tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft. Willk�r liegt sodann nur vor, wenn nicht bloss die Begr�ndung eines Entscheides, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist (vgl. BGE 125 I 166 E. 2a S. 168; 124 I 247 E. 5 S. 250; 123 I 1 E. 4a S. 5, je mit weiteren Hinweisen).
3.3 Mit Blick auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung erweist es sich hier nicht nur als unzutreffend, sondern als geradezu stossend und deshalb willk�rlich, f�r die interessierende Zeitspanne (Juni bis August 1994) von einer Einkommensrealisierung auszugehen.
3.3.1 Die allgemeinen Realisierungskriterien sind zwar nicht in Frage zu stellen, genauso wenig wie die bisherige Rechtsprechung zu den betr�gerischen Anlagesystemen gem�ss dem Schneeballprinzip. Die Willk�r besteht vielmehr darin, dass das Verwaltungsgericht das Besondere des vorliegenden Rechtsstreits verkannt hat: In den vom Bundesgericht bisher zu beurteilenden F�llen wurden die gutgeschrieben Ertr�ge nur deshalb nicht ausbezahlt, weil die Anleger dies im massgeblichen Zeitpunkt gar nicht wollten. Hier war jedoch der Beschwerdef�hrer - wie aus dem Nachstehenden hervorgeht - �berhaupt nicht mehr in der Lage, �ber die ihm zwischen Juni und August 1994 gutgeschriebenen Ertr�ge zu verf�gen.
3.3.2 Die im Rahmen der Aufl�sung des Vereins angeordnete allgemeine Auszahlungssperre ist in den folgenden bankenrechtlichen Gesamtzusammenhang zu stellen:
3.3.2.1 Da die Bankenkommission allgemein �ber die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften zu wachen hat (vgl. Art. 23bis Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 8. November 1934 �ber die Banken und Sparkassen; BankG; SR 952.0), ist die ihr �bertragene Aufsicht �ber das Bankwesen (vgl. Art. 23 Abs. 1 Satz 2 BankG) nicht auf Banken und diesen gleichgestellte Unternehmungen beschr�nkt. Zu ihrem Aufsichtsbereich geh�rt auch die Abkl�rung der Unterstellungs- und Bewilligungspflicht einer Unternehmung (vgl. Art. 1 und Art. 3 BankG), namentlich dann, wenn unerlaubt eine f�r Nicht-Banken zum Vornherein nicht bewilligungsf�hige Bankent�tigkeit ausge�bt wird, z.B. - wie hier - die verbotene Entgegennahme von Publikumsgeld. Ein Unternehmen, das unerlaubt eine f�r Nicht-Banken zum Vornherein nicht bewilligungsf�hige Bankent�tigkeit aus�bt, ist in Anwendung von Art. 23quinquies BankG zu verbieten und aufzul�sen, wie eine Bank, der die Gesch�ftsbewilligung entzogen wird, weil sie die Bewilligungsvoraussetzungen nicht mehr erf�llt oder ihre gesetzlichen Pflichten grob verletzt. Mit dem Bewilligungsentzug ist regelm�ssig die sofortige und unwiderrufliche Schliessung verbunden; die Liquidation ist somit eine zwingende Folge des Bewilligungsentzugs und nicht etwa dadurch umgehbar, dass die Gesch�ftst�tigkeit in ein nicht bewilligungspflichtiges Gebiet verlagert wird (vgl. zum Ganzen: BGE 126 II 111 E. 3a S. 114; 121 II 147 E. 3a S. 148/149; 116 Ib 73 E. 1b S. 78, 193 E. 3 S. 198; 115 Ib 55 E. 2c S. 58; 108 Ib 196 E. 1b S. 200; 103 Ib 350 E. 5b S. 354; 96 I 177 E. 3c S. 182/183; EBKBull 1999 25 E. 3; je mit weiteren Hinweisen; siehe auch Bodmer/Kleiner/Lutz, Kommentar zum Bundesgesetz �ber die Banken und Sparkassen, 10. Nachlieferung 1999, Z�rich, N. 10 ff. zu Art. 23quinquies; Christian Bovet, Observateurs et liquidateurs en droit bancaire et financier, in: Fo�x/Th�venoz (Hrsg.), Insolvence, d�sendettement et redressement, Etudes r�unies en l'honneur de Louis Dall�ves, Basel usw. 2000, S. 72 ff.; Christoph Winzeler, Banken- und B�rsenaufsicht, Basel usw. 2000, S. 131 ff.; Carlo Lombardini, Droit bancaire suisse, Z�rich 2002, S. 18 ff. u. 84 f.).
3.3.2.2 Die Zwangsliquidation nach Art. 23quinquies BankG erfolgt, unter v�lliger Ausschaltung der bisherigen Organe, durch einen beh�rdlich eingesetzten Liquidator. Dabei ist die Bankenkommission lediglich befugt, durch den Entzug der Bewilligung die Aufl�sung der Gesellschaft zu bewirken; die Folgen der Aufl�sung dagegen ergeben sich ausschliesslich aus dem Zivil- und Zwangsvollstreckungsrecht. Die Schliessung durch die Bankenkommission und das Verbot weiterer Auszahlungen ver�ndern die zivilrechtlichen Verpflichtungen der aufzul�senden Unternehmung (oder Bank) nicht und haben insbesondere keinen Einfluss auf Verzinsung, F�lligkeit und Verrechenbarkeit von Forderungen; im Interesse der Gleichbehandlung aller Gl�ubiger wird der Unternehmung jedoch kraft �ffentlichen Rechts verboten, f�llige Anspr�che zu begleichen, wozu sie zivilrechtlich verpflichtet w�re (vgl. u.a. Bodmer/Kleiner/Lutz, a.a.O., N. 13 zu Art. 23quinquies sowie N. 92 zu Art. 36-37; Bovet, a.a.O., S. 77 mit Verweis auf BGE 123 III 64 f. = Pra 1997 107 581 E. 5b; Lombardini, a.a.O., S.19 N. 9; Urs Zulauf, Recht und Realit�t der Sanierung und Liquidation von Banken in der Schweiz, in: Margelisch/Winzeler (Hrsg.), Freiheit und Ordnung im Kapitalmarktrecht: Festgabe f�r Jean-Paul Chapuis, Z�rich 1998, S. 234).
3.3.3 Vor diesem Hintergrund ergibt sich, dass die dem Beschwerdef�hrer zwischen Juni und August 1994 gutgeschriebenen EKC-Ertr�ge klarerweise nicht mehr als realisiertes Einkommen betrachtet werden k�nnen.
Auf Grund des Rundbriefs der Bankenkommission war es den Club-Mitgliedern ausnahmslos verwehrt, ab diesem Zeitpunkt �ber die ihnen gutgeschriebenen Ertr�ge zu verf�gen. Dies entsprach der von allen beteiligten Beh�rden gemeinsam verfolgten Vorgehensweise gegen�ber dem Club, s�mtliche Zahlungsstr�me ausserhalb des ordentlichen Liquidationsverfahrens zu unterbinden, erstens durch ein T�tigkeitsverbot zu Lasten aller Vereinsorgane, zweitens durch die Blockierung bzw. die Beschlagnahmung der beim Verein (bzw. seinen Verantwortlichen und Anlagevermittlern) angeh�uften Geldmittel und schliesslich durch ein umfassendes Auszahlungsverbot gegen�ber den �blicherweise eingeschalteten Banken. Damit stand der Realisierung der Mitgliederforderungen ab Juni 1994 nicht nur eine gewisse Unsicherheit, sondern eine sich aus der Anordnung der Bankenkommission ergebende Uneinbringlichkeit entgegen.
3.3.4 Nicht gefolgt werden kann der Argumentation des Verwaltungsgerichts, es sei wohl davon auszugehen, dass der Beschwerdef�hrer ab Juni 1994 bei seiner Bank tats�chlich keine Auszahlung mehr erreichen konnte; er h�tte aber gem�ss den Zeichnungsbestimmungen des Clubs all seine Guthaben beim Verein sofort k�ndigen k�nnen; dadurch w�ren sie sofort f�llig und auszahlbar geworden. Diese M�glichkeit habe der Beschwerdef�hrer jedoch nicht genutzt und vielmehr die ihm gutgeschriebenen Ertr�ge wieder in neue "Letters" investiert, was einem freien Entschluss entsprochen habe und es nicht rechtfertige, die f�r unsichere Forderungen geltende Rechtsprechung anzuwenden.
Diese Auffassung verkennt, dass nach einer K�ndigung wohl alle Guthaben sofort f�llig geworden, damit aber ohne weiteres unter die von der Bankenkommission angeordnete Auszahlungssperre gefallen w�ren. Eine K�ndigung war bei dieser Sachlage sinnlos.
3.3.5 Die Hinweise des Verwaltungsgerichts auf Urteile aus anderen Kantonen und auf Festellungen von Untersuchungsrichtern, wonach das EKC-System erst im Herbst 1994 "zusammengebrochen" sei, sind ebenfalls unbehelflich.
Im Nachhinein steht zwar fest, dass die Club-Verantwortlichen und -Anlagevermittler sich nicht an die Verf�gung der Bankenkommission vom August 1993 und auch nicht an ihre eigenen Zusagen hielten: Bis in den Herbst 1994 setzten sie ihre Werbe- und Verkaufs-T�tigkeit fort. Offenbar erfolgten in dieser Periode und sogar noch sp�ter auch gewisse Auszahlungen, namentlich an Anleger, die in der Lage waren, Druck auszu�ben. Die �blichen Kan�le f�r Auszahlungen aber waren blockiert, was der Beschwerdef�hrer nach den Festellungen des Verwaltungsgerichts seit dem Mai 1994 wusste. Damit stand f�r ihn auch fest, dass keine Auszahlungen mehr zu erwarten und seine Forderungen uneinbringlich waren. Irgendwelche Umst�nde, die darauf schliessen liessen, der Beschwerdef�hrer h�tte Auszahlungen unter Umgehung der �blichen Kan�le erwirken k�nnen, hat das Verwaltungsgericht nicht festgehalten. Im �brigen h�tte sich im Zusammenhang mit solchen Zahlungen noch die Frage gestellt, ob sie nicht einer zwangsvollstreckungsrechtlichen Anfechtungs- bzw. R�ckforderungsklage unterlagen und die Realisierbarkeit der Forderungen aus diesem Grunde h�tte als unsicher betrachtet werden m�ssen (vgl. Urteil 2A.181/2002 vom 27. Januar 2003, E. 2.3).
Nach dem Ausgef�hrten erweist sich die Argumentation des Verwaltungsgerichts als unhaltbar. Der angefochtene Entscheid verst�sst gegen Art. 9 BV. Die Beschwerde ist deshalb gutzuheissen und das angefochtene Urteil aufzuheben. Die Luzerner Beh�rden werden �ber die Nach- und Strafsteuern des Beschwerdef�hrers pro 1994 im Sinne der Erw�gungen neu zu befinden haben.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der unterliegende Kanton Luzern kosten- und entsch�digungspflichtig (Art. 156 Abs. 1 OG i.V.m. Art. 153 und 153a OG; Art. 159 OG).
Die staatsrechtliche Beschwerde wird gutgeheissen und das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern vom 15. Juli 2002 aufgehoben.
Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 2'000.-- wird dem Kanton Luzern auferlegt.
Der Kanton Luzern hat dem Beschwerdef�hrer f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine Parteientsch�digung von Fr. 2'000.-- auszurichten.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, der Steuerverwaltung des Kantons Luzern, Stabsstelle f�r Nach- und Strafsteuern, und dem Verwaltungsgericht des Kantons Luzern, Abgaberechtliche Abteilung, schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 9
 Art. 86
 Art. 87
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 23
 Art. 23
 Art. 1
 Art. 3
 Art. 23
 BGE 
 Art. 23
 Art. 23
 Art. 23
 Art. 36
 BGE 
 Art. 9
 Art. 153
 Art. 159