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Timestamp: 2019-08-22 17:10:34+00:00

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BGH, 23.10.1986 - VII ZR 267/85 - dejure.org
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BGH, 23.10.1986 - VII ZR 267/85 (https://dejure.org/1986,858)
BGH, Entscheidung vom 23.10.1986 - VII ZR 267/85 (https://dejure.org/1986,858)
BGH, Entscheidung vom 23. Januar 1986 - VII ZR 267/85 (https://dejure.org/1986,858)
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Geltendmachung von Mängelbeseitigungskosten - Wasserdurchlässigkeit der Trogabdichtung - Vorhandensein von Kiesnestern als Ursache eines Wassereinbruchs - Anlastung von Mängeln bei auf der Vorarbeit eines anderen Unternehmers aufbauendem, an sich ordnungsgemäßem Werk des Nachunternehmers - Einschaltung eines Hauptunternehmers zwischen Bauherrn und Subunternehmer
BGB § 633, § 242, § 254, § 278
Verantwortlichkeit des Hauptunternehmers gegenüber Subunternehmer
NJW 1987, 644
BB 1987, 155
BauR 1987, 86
Diese Regelungen in § 13 Nr. 3 und § 4 Nr. 3 VOB/B sind eine Konkretisierung von Treu und Glauben, die über den Anwendungsbereich der VOB/B hinaus im Grundsatz auch für den Bauvertrag gelten (BGH, Urteil vom 11. April 1957 - VII ZR 308/56, LM BGB § 633 Nr. 3; Urteil vom 23. Juni 1960 - VII ZR 71/59, NJW 1960, 1813; Urteil vom 23. Oktober 1986 - VII ZR 267/85, BauR 1987, 86, 87 = ZfBR 1987, 34;… Hdb. Priv. BauR (Merl), 3. Aufl., § 12 Rdn. 116;… Kniffka/Koeble, Kompendium des Baurechts, 2. Aufl., 6. Teil, Rdn. 57;… Werner/Pastor, Der Bauprozess, 11. Aufl., Rdn. 1519;… Ingenstau/Korbion-Wirth, VOB, 16. Aufl., § 13 Nr. 3 Rdn. 2;… § 4 Nr. 3 Rdn. 2).
Eine Mitverantwortung des Auftraggebers einer Werkleistung kann auch dann gegeben sein, wenn Teilbereiche vertragswidrig überhaupt nicht geplant worden sind und der Mangel auf eine solche vertragswidrig vollständig unterlassene Planung zurückzuführen ist (vgl. BGH, Urteil vom 23.10.1986, VII ZR 267/85, BauR 1987, 86; BGH, Urteil vom 13.12.1973, VII ZR 89/71 BauR 1974, 125; OLG Düsseldorf - Senat -, Urteil vom 17.12.1993, 22 U 119/93, BauR 1994, 281;… Kniffka/Koeble, a.a.O., 6. Teil, Rn 70 mwN;… Werner/Pastor, a.a.O., Rn 2936/2484 mwN).
Eine Mitverantwortung der Auftraggeberin wegen eines Planungs verschuldens kommt auch dann in Betracht, wenn Teilbereiche vertragswidrig überhaupt nicht geplant worden sind und der Mangel auf die unterlassene Planung zurückzuführen ist (vgl. BGH Urteil vom 23.10.1986, VII ZR 267/85, BauR 1987, 86; BGH, Urteil vom 13.12.1973, VII ZFI 89/71, BauR 1974, 125; OLG Düsseldorf - Senat - , Urteil vom 17.12.1993, 22 U 119/93, BauR 1994, 281).
Der Senat ist sich dessen bewusst, dass im Kontext der Zurechnung des Verschuldens Dritter als Mitverschulden des Auftraggebers im Verhältnis zu dem bauausführenden Unternehmer gemäß §§ 254, 278 BGB ein Planungsfehler des planenden Architekten als Anknüpfungspunkt für ein Mitverschulden des Bauherrn im selben Maße dienen kann wie das Versäumnis des Architekten, überhaupt eine (notwendige) Planung zu erstellen, so dass die Nicht-Planung und Planungsfehler gleich zu behandeln sind (vgl. BGH, Urteil vom 23.10.1986, VII ZR 267/85, BauR 1987, 86 zit. nach juris Tz. 30; OLG Düsseldorf, 22. Zivilsenat, Urteil vom 22.11.2013, I-22 U 32/13, BauR 2014, 851ff zit. nach juris, Tz. 124; Urteil vom 17.12.1993, 22 U 119/93, BauR 1993, 281;… Werner in Werner/Pastor, a.a.O. Rz. 2935 m.w.N.).
Außerdem ist zu berücksichtigen, dass es sich bei der Streithelferin der Klägerin um das herstellereigene Serviceunternehmen handelt, bei der - grundsätzlich - von einer überlegenen Kenntnis der eigenen Produkte (hier einer speziellen Industrielasers), deren Besonderheiten und Anforderungen (auch im Rahmen der Abfolge von Prüf-/Service-/Reinigungsabläufen) auszugehen ist, wodurch sich die Anforderungen an die Prüfungs- und Bedenkenhinweispflicht erhöhen (vgl. BGH, Urteile vom 23.10.1986, VII ZR 48/85, BauR 1987, 79 und VII ZR 267/85, BauR 1987, 86 ;… Kniffka/Koeble, a.a.O., 6. Teil, Rn 46 mwN).
Allerdings muss sich der Hauptunternehmer ein Planungsmitverschulden seines Auftraggebers im Verhältnis zum Nachunternehmer ebenfalls als Mitverschulden zurechnen lassen (BGH Urt. v. 23.10.1986 - VII ZR 267/85, BauR 1987, 86 = NJW 1987, 644).
Eine Mitverantwortung des Bestellers kommt auch dann in Betracht, wenn Teilbereiche überhaupt nicht geplant worden sind und der Mangel auf die unterlassene Planung zurückzuführen ist (vgl. BGH Urteil vom 23.10.1986, VII ZR 267/85, BauR 1987, 86; OLG Düsseldorf, BauR 2014, 851).
OLG Düsseldorf, 10.05.2000 - 5 U 167/99
LG Köln, 29.08.2008 - 18 O 509/05
Fälligkeit eines Werklohnanspruchs ohne eine (förmliche) Abnahme; Vorliegen einer …
OLG Frankfurt, 08.05.1998 - 10 U 271/96

References: § 633
 § 242
 § 254
 § 278
 § 13
 § 4
 § 633
 § 12
 § 13
 § 4
 BGH 
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