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Timestamp: 2016-10-26 15:34:37+00:00

Document:
I 393/03 (21.07.2004)
Pr�sident Ferrari, Bundesrichterin Widmer und nebenamtlicher Richter Brunner; Gerichtsschreiberin Amstutz
A.________, 1955, Beschwerdef�hrer, vertreten durch F�rsprecher Beat Luginb�hl, Seilerstrasse 9, 3001 Bern,
Der 1955 geborene A.________ war nach Abschluss einer Autolackierer-Lehre und Absolvierung der Rekrutenschule kurzfristig auf dem gelernten Beruf t�tig und arbeitete nach einem von der Arbeitslosenversicherung finanzierten Servicekurs als Kellner. Am 25. Mai 1977 stellte er bei der Invalidenversicherung ein Gesuch um Umschulung auf eine T�tigkeit im kaufm�nnischen Bereich, welches die Invalidenversicherungskommission des Kantons Bern (nunmehr: IV-Stelle Bern) mit Verf�gung vom 8. August 1978 ablehnte. In der Folgezeit war A.________ als Filialleiter, Personaldisponent und Aussendienstmitarbeiter t�tig. Im Jahre 1989 er�ffnete er ein B�ro im Bereich des Lehrlingswesens, welches er seither selbstst�ndig f�hrt.
Am 25. Juni 1998 meldete sich A.________ unter Hinweis auf Beinbeschwerden und diverse andere Leiden erneut bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an, worauf die IV-Stelle Bern berufliche und medizinische Abkl�rungen t�tigte. Insbesondere gest�tzt auf das Gutachten der Medizinischen Abkl�rungsstelle (MEDAS) vom 31. Juli 2000 sprach ihm die IV-Stelle f�r die Zeit vom 1. Juni 1999 bis 31. M�rz 2000 aufgrund eines Invalidit�tsgrades von 50 % eine halbe Rente zu; ab 1. April 2000 wurde ein Leistungsanspruch mangels eines rentenbegr�ndenden Invalidit�tsgrades von 25 % verneint (Verf�gung vom 5. Dezember 2000). Die hiegegen erhobene Beschwerde hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Entscheid vom 9. Mai 2001 insofern gut, als es die angefochtene Verf�gung aufhob und die Sache an die IV-Stelle zur�ckwies, damit diese den Invalidit�tsgrad nach der Methode des ausserordentlichen Bemessungsverfahrens ermittle und anschliessend �ber den Rentenanspruch neu verf�ge. Aufgrund des daraufhin veranlassten Abkl�rungsberichts f�r Selbstst�ndigerwerbende vom 15./22. Februar 2002 legte die IV-Stelle den Invalidit�tsgrad auf 23 % fest und wies das Rentenbegehren ab 1. April 2000 erneut ab (Verf�gung vom 6. August 2002).
Die hiegegen erhobene Beschwerde mit dem Antrag auf Aufhebung der Verf�gung vom 6. August 2002 und r�ckwirkende Zusprechung einer halben Invalidenrente, eventualiter einer Viertelsrente ab 1. April 2000 wies das Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Entscheid vom 17. April 2003 ab.
Die IV-Stelle schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, w�hrend das Bundesamt f�r Sozialversicherung (BSV) auf eine Vernehmlassung verzichtet hat.
1.1 Da in zeitlicher Hinsicht grunds�tzlich diejenigen Rechtss�tze massgebend sind, die bei der Erf�llung des zu Rechtsfolgen f�hrenden Tatbestandes Geltung haben, und weil ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung einer Streitsache grunds�tzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der strittigen Verf�gung (hier: 6. August 2002) eingetretenen Sachverhalt abstellt, beurteilt sich der zu pr�fende Rentenanspruch ab 1. April 2000 nach den materiellrechtlichen Bestimmungen des IVG in der vor Inkrafttreten des Bundesgesetzes �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 (1. Januar 2003) und der am 21. M�rz 2003 beschlossenen 4. IVG-Revision (1. Januar 2004; AS 2003 3837 ff.) g�ltig gewesenen Fassung (vgl. BGE 129 V 4 Erw. 1.2 mit Hinweisen).
1.2 Das kantonale Gericht hat gesetzlichen Bestimmungen �ber die Voraussetzungen und den Umfang des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 1 und 1bis IVG), die Grunds�tze der Invalidit�tsbemessung bei erwerbst�tigen Versicherten nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs (Art. 28 Abs. 2 IVG; BGE 128 V 30 Erw. 1) und nach dem ausserordentlichen Bemessungsverfahren des erwerblich gewichteten Bet�tigungsvergleichs (BGE 128 V 30 Erw. 1, 104 V 136 Erw. 2; AHI 1998 S. 120 Erw. 1a und S. 252 Erw. 2b) sowie die Rechtsprechung zur analogen Anwendbarkeit der f�r die Rentenrevision geltenden Bestimmungen (Art. 41 IVG in Verbindung mit Art 88a IVV) bei r�ckwirkender Zusprechung einer abgestuften und/oder befristeten Rente (AHI 2002 S. 64 Erw. 1 mit Hinweisen; BGE 125 V 417 Erw. 2d) und zu den diesbez�glich zu vergleichenden Sachverhalten (BGE 130 V 73 ff. Erw. 3, 125 V 418 Erw. 2d, 369 Erw. 2, je mit Hinweisen) in ihrem (ersten) Entscheid vom 9. Mai 2001 zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.
1.3 Zu pr�zisieren ist, dass die Invalidit�t beim ausserordentlichen Bemessungsverfahren - im Unterschied zur spezifischen Methode (gem�ss Art. 28 Abs. 3 IVG in Verbindung mit Art. 26bis und 27 Abs. 1 IVV) - nicht unmittelbar nach Massgabe des Bet�tigungsvergleichs als solchem bemessen wird. Vielmehr ist zun�chst anhand des Bet�tigungsvergleichs die leidensbedingte Behinderung festzustellen; sodann ist diese im Hinblick auf ihre erwerbliche Auswirkung besonders zu gewichten. Eine bestimmte Einschr�nkung im funktionellen Leistungsverm�gen einer erwerbst�tigen Person kann zwar, braucht aber nicht notwendigerweise eine Erwerbseinbusse gleichen Umfangs zur Folge zu haben. Wollte man bei Erwerbst�tigen ausschliesslich auf das Ergebnis des Bet�tigungsvergleichs abstellen, so w�re der gesetzliche Grundsatz verletzt, wonach bei dieser Kategorie von Versicherten die Invalidit�t nach Massgabe der Erwerbsunf�higkeit zu bestimmen ist (BGE 128 V 30 Erw. 1, 104 V 136 Erw. 2; AHI 1998 S. 120 Erw. 1a und S. 252 Erw. 2b).
1.4 F�r den Beweiswert eines Berichts �ber die in Art. 69 Abs. 2 IVV vorgesehene Abkl�rung an Ort und Stelle ist - in analoger Anwendung der Rechtsprechung zur Beweiskraft von Arztberichten (BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweis) - wesentlich, dass als Berichterstatterin eine qualifizierte Person wirkt, welche Kenntnis der Verh�ltnisse sowie der aus den �rztlichen Diagnosen sich ergebenden Beeintr�chtigungen und Behinderungen hat. Ferner sind die Angaben der Betroffenen zu ber�cksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Schliesslich muss der Berichtstext plausibel, begr�ndet und in �bereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, greift das Gericht in das Ermessen der die Abkl�rung t�tigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehleinsch�tzungen vorliegen (BGE 128 V 93 Erw. 4; vgl. auch BGE 130 V 62 Erw. 6.1.2).
Erneute �rztliche Stellungnahmen zu den gesundheitsbedingten Einschr�nkungen sind nach Vorliegen des Abkl�rungsberichts nur in jenen (Ausnahme-)F�llen einzuholen, in welchen die Aussagen der versicherten Person gegen�ber der Abkl�rungsperson nicht mit den Feststellungen des medizinischen Gutachtens �bereinstimmen (vgl. AHI 2001 S. 161 Erw. 3c).
Strittig sind die verbleibende Leistungsf�higkeit des Beschwerdef�hrers und der daraus resultierende Invalidit�tsgrad.
2.1 Ausser Frage steht, dass der an einem chronischen Panvertebralsyndrom sowie einem residuellen Schmerzsyndrom des rechten distalen Oberschenkels leidende Beschwerdef�hrer von Juni 1998 bis Ende 1999 in seiner T�tigkeit als Leiter eines B�ros im Bereich des Lehrlingswesens lediglich zu 50 % arbeitsf�hig war und von 1. Juni 1999 (Ablauf des Wartejahres gem�ss Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG) bis M�rz 2000 Anspruch auf eine halbe Invalidenrente hatte. Obgleich diese unbestritten gebliebene Bezugszeit - als Teil des einen hier in Frage stehenden Rechtsverh�ltnisses - der richterlichen �berpr�fungsbefugnis nicht entzogen ist (vgl. BGE 125 V 417 f. Erw. 2d, 369 Erw. 2, je mit Hinweisen; AHI 2001 S. 278 f. Erw. 1), besteht im Lichte der Aktenlage sowie der Parteivorbringen kein Anlass, sie letztinstanzlich einer erneuten materiellen Beurteilung zu unterziehen. Vielmehr rechtfertigt es sich, die Pr�fung auf die allein strittige Frage zu beschr�nken, ob die vorinstanzlich best�tigte Befristung des Rentenanspruchs auf Ende M�rz 2000 standh�lt. Voraussetzung hierf�r ist, dass ab jenem Zeitpunkt eine revisionsrechtlich erhebliche, die Leistungseinstellung rechtfertigende Verbesserung des Gesundheitszustands eingetreten ist.
2.2 Vorinstanz und Verwaltung sind in einl�sslicher W�rdigung der medizinischen Akten zum Schluss gelangt, dass infolge einer positiven Gesundheitsentwicklung ab Januar 2000 neu von einer 75 %igen anstelle der bisher auf 50 % eingesch�tzten Leistungsf�higkeit in der bisherigen beruflichen T�tigkeit ausgegangen werden kann. Soweit der Beschwerdef�hrer dies letztinstanzlich erneut unter Hinweis auf einen Widerspruch zwischen den Schlussfolgerungen im MEDAS-Gutachten vom 31. Juli 2000 und der �rztlichen Stellungnahme in dem zu Handen der MEDAS erstellten rheumatologischen Untergutachten des Dr. G.________ vom 30. Mai 2000 verneint, ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde unbegr�ndet. In diesem Punkt kann im Wesentlichen auf die zutreffenden, den Vorwurf der Widerspr�chlichkeit �berzeugend widerlegenden Erw�gungen der Vorinstanz - einschliesslich deren Bezugnahme auf den ersten Rechtsmittelentscheid vom 9. Mai 2001 - verwiesen werden. Nicht zu �berzeugen vermag der Einwand des Beschwerdef�hrers, entgegen der vorinstanzlichen Darstellung sei an der abschliessenden, multidisziplin�ren "Konsenskonferenz" der MEDAS vom 8. Juni 2000 nicht �ber die Arbeitsf�higkeit gesprochen worden. Wohl mag zutreffen, dass der Arbeitsf�higkeitsgrad nicht ziffernm�ssig besprochen wurde; die medizinische Einsch�tzung der verbleibenden Leistungsf�higkeit jedoch war zentrales Thema der MEDAS-Abkl�rungen und die daraus gezogenen Schl�sse materiell zweifellos Gegenstand jener Besprechung. Massgebend bleibt aber ohnehin, dass in dem vom leitenden Arzt der MEDAS, PD Dr. B.________, und dem fallverantwortlichen Arzt, Dr. R.________, unterzeichneten Gesamtgutachten die Arbeitsf�higkeit im derzeit ausge�bten Beruf mit nachvollziehbarer und einleuchtender Begr�ndung (Hinweis auf ideale Arbeitsbedingungen, insbesondere frei einteilbare Arbeitszeit, M�glichkeit h�ufiger Positionswechsel, kein Heben schwerer Lasten) ab Januar 2000 auf 75 % eingesch�tzt wurde und diese Festlegung in �bereinstimmung mit den sonstigen �rztlichen Erkenntnissen steht. Unbehelflich ist ferner der weitere Einwand des Beschwerdef�hrers, das im Rahmen der MEDAS-Abkl�rungen eingeholte pneumologische Konsilium der Dres. med. U.________ und S.________ vom 16. Juni 2000 sei erst nach der Konsenskonferenz ausgefertigt worden. Zum einen steht fest, dass das genannte Untergutachten am 31. Juli 2000, als das Hauptgutachten verfasst wurde, vorlag. Zum andern wurde die pneumologische Beurteilung des Beschwerdef�hrers am 30. Mai 2000 vorgenommen, also vor der Konsenskonferenz vom 8. Juni 2000. Die pneumologischen Erkenntnisse waren in jenem Zeitpunkt also bereits bekannt, wenn auch noch nicht abschliessend schriftlich dokumentiert. Dabei verneinen die Begutachter mit Blick auf die aktuell ausge�bte B�rot�tigkeit eine Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit, was sich widerspruchsfrei in die Gesamtbeurteilung der MEDAS einf�gt.
Nach dem Gesagten ist mit Vorinstanz und Verwaltung von einer seit Januar 2000 bestehenden 75 %igen Arbeitsf�higkeit in der derzeit ausge�bten T�tigkeit als Leiter eines B�ros im Bereich des Lehrlingswesens auszugehen.
Zu pr�fen sind die erwerblich-praktischen Auswirkungen der gesundheitlich bedingten Einschr�nkungen, wobei ausser Frage steht, dass die Erwerbseinbusse nach dem ausserordentlichen Bemessungsverfahren zu bestimmen ist.
3.1.1 Der Abkl�rungsdienst der IV-Stelle hat den Beschwerdef�hrer am 15. Februar 2002 an Ort und Stelle (B�ror�umlichkeiten zu Hause) besucht, die im Betrieb anfallenden Arbeiten im Bericht vom 22. Februar 2002 detailliert aufgelistet und im Gespr�ch mit dem Versicherten die gesundheitlich bedingten Einschr�nkungen in den verschiedenen Arbeitsgebieten er�rtert. Bez�glich der f�nf ausgeschiedenen Aufgabenbereiche "Telefondienst" (Gewichtung 40 %), "administrative Arbeiten" (Gewichtung 30 %), "Verpacken/ Versand" (Gewichtung 10 %), "Aussendienst" (Gewichtung 20 %) und "Betriebsleitung" (keine Gewichtung, da gem�ss IV-Stelle in s�mtlichen andern Aufgabenbereichen enthalten) ergaben sich folgende Einschr�nkungen: F�r die Aufgabenbereiche "Telefondienst" und "Aussendienst" wurde unter Hinweis auf das MEDAS-Gutachten, f�r "administrativen Arbeiten" aufgrund eines Zeitvergleichs eine Arbeitsunf�higkeit von je 25 % angenommen. Gem�ss Abkl�rungsbericht keine Einschr�nkung besteht im Bereich "Verpacken/Versand".
3.1.2 Zwecks Ermittlung der erwerblichen Auswirkungen der verminderten Leistungsf�higkeit setzte der Abkl�rungsdienst f�r die einzelnen Aufgabenbereiche die entsprechenden statistischen Lohnwerte gem�ss den vom Bundesamt f�r Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) ein, reduzierte diese entsprechend der behinderungsbedingten Einschr�nkung in jedem Aufgabenbereich und ermittelte daraus die behinderungsbedingte Erwerbseinbusse pro Aufgabenbereich frankenm�ssig. F�r den Aufgabenbereich "Telefondienst" resultierte dabei - ausgehend von einem Jahreseinkommen ohne Behinderung (Valideneinkommen) von Fr. 70'020.-, einer Gewichtung von 40 % und einer 25 %igen Leistungseinschr�nkung - eine Erwerbseinbusse von Fr. 7'002.- (70'020.- x [40 x 25/100]) und bei den "administrativen Arbeiten" eine solche von Fr. 4'604.- (Jahreseinkommen ohne Behinderung: Fr. 61'392.00; 30 %ige Gewichtung; Arbeitsunf�higkeit von 25 %). Im Aufgabenbereich "Aussendienst" setzte die Verwaltung die behinderungsbedingte Erwerbseinbusse auf Fr. 3'501.- fest (Jahreseinkommen ohne Behinderung: Fr. 70'020.-; Gewichtung 20 %; Arbeitsunf�higkeit von 25 %), w�hrend sie im Bereich "Verpacken/Versand" mangels Arbeitsunf�higkeit (Erw. 3.1.1 hievor) �berhaupt verneint wurde. Insgesamt errechnete die IV-Stelle eine Erwerbseinbusse von Fr. 15'107.- und setzte diesen Betrag in Relation zu einem (rechnerischen) Valideneinkommen von Fr. 65'698.00 (=Total der gewichteten Jahreseinkommen ohne Behinderung in den einzelnen T�tigkeitsbereichen), was einen Invalidit�tsgrad von 23 % ergab.
3.2 Die von der Verwaltung angewandte Methode zur Berechnung des Invalidit�tsgrades, d.h. die Unterteilung der T�tigkeit des Beschwerdef�hrers in einzelne Aufgabenbereiche, die Ber�cksichtigung der jeweiligen Einschr�nkungen in denselben sowie die Gewichtung der wirtschaftlichen Auswirkungen unter Bezugnahme auf einen statistischen Lohn f�hrt zum n�mlichen Ergebnis wie die vom Eidgen�ssischen Versicherungsgericht verwendete Formel (vgl. BGE 128 V 29 ff.; Urteile B. vom 21. Januar 2004 [I 120/03] Erw. 5.4., M vom 2. Mai 2003 [I 258/02] Erw. 4.4.3, Z. vom 17. Februar 2003 [I 463/02] Erw. 5.1)
____________________________=Invalidit�tsgrad
T = Anteil der entsprechenden T�tigkeit an der Gesamtt�tigkeit in Prozenten,
B = Arbeitsunf�higkeit in der jeweiligen T�tigkeit in Prozenten
s = Lohnansatz f�r die betreffende T�tigkeit.
Diese Formel f�hrt vorliegend zu folgender Berechnung:
Bei der von der IV-Stelle angewandten Berechnungsweise wird der Invalidit�tsgrad zwar mittels einer Art Einkommensvergleichs ermittelt, was an sich als systemwidrig erscheint (BGE 128 V 32 Erw. 4a), in der vorgenommenen Form aber insoweit unbedenklich ist, als die beiden verglichenen Einkommensgr�ssen lediglich rechnerische Werte darstellen und ihnen keine hypothetische Ermittlung des Erwerbseinkommens zugrunde liegt. Das methodische Vorgehen der Verwaltung ist daher grunds�tzlich als zul�ssig zu beurteilen.
3.3.1 Mit Bezug auf den Bet�tigungsvergleich r�gt der Beschwerdef�hrer, die Einsch�tzungen der MEDAS-Gutachter seien unbesehen �bernommen worden. So habe bei der Beurteilung der bereichsspezifischen Beeintr�chtigungen weder die leidensbedingt generell massiv reduzierte Arbeitszeit hinl�nglich Ber�cksichtigung gefunden noch der Umstand, dass die Aussendienstt�tigkeit aufgrund eingeschr�nkter Mobilit�t (keine l�ngeren Autofahrten) �berhaupt nicht mehr ausge�bt werden k�nne.
3.3.2 Dem Einwand des Beschwerdef�hrers ist vorab entgegenzuhalten, dass sich die MEDAS-Gutachter hinsichtlich der verbleibenden Leistungsf�higkeit ausdr�cklich auf die konkreten Verh�ltnisse der derzeit ausge�bten beruflichen T�tigkeit mit der M�glichkeit der freien Einteilung des Pensums und des Positionswechsels beziehen. Es handelt sich mithin bei der �rztlich festgelegten Arbeitsunf�higkeit von 25 % nicht lediglich um eine theoretische, sondern um eine konkrete Sch�tzung. Vor diesem Hintergrund ist naheliegend und nicht zu beanstanden, dass die medizinische Einsch�tzung im Abkl�rungsbericht weitgehend �bernommen wird. Die Aktenlage, namentlich auch die Angaben des Versicherten gegen�ber der Abkl�rungsperson an Ort und Stelle, sprechen daf�r, dass in den einzelnen - allesamt vorwiegend administrativen, durch geringe k�rperliche Belastungen gekennzeichneten - T�tigkeiten nicht spezifische, in der Art der jeweiligen Verrichtung begr�ndete Einschr�nkungen vorliegen, sondern der Beschwerdef�hrer lediglich (generell) nicht mehr �ber die physischen und psychischen Ressourcen verf�gt, um die an sich ideal auf ihn zugeschnittene T�tigkeit mit vollem Pensum und voller Leistung auszu�ben. F�r die Aussendienst-T�tigkeit ergibt sich nichts Abweichendes; zumal durch den Umstand, dass beim Autofahren sp�testens nach einer Stunde Erholungspausen notwendig sind (vgl. Erw. 3.3.1 in fine), lediglich die Gesamtreisezeit etwas verl�ngert, nicht aber die T�tigkeit als solche verunm�glicht wird. Tr�gt die medizinische Einsch�tzung der Arbeitsf�higkeit den konkreten Verh�ltnissen Rechnung und stehen die t�tigkeitsbezogenen Angaben des Versicherten an Ort und Stelle dazu nicht in Widerspruch, hat dies allerdings auch zur Folge, dass - entgegen der Auffassung von Vorinstanz und Verwaltung - im Aufgabenbereich "Verpacken/Versand" ebenfalls von einer Einschr�nkung von 25 % auszugehen ist, wirkt sich doch die allgemeine Beeintr�chtigung der Leistungsf�higkeit auch in diesem Aufgabenbereich aus.
Die Tatsache, dass der t�gliche Arbeitseinsatz des Beschwerdef�hrers von bloss vier oder viereinhalb Stunden deutlich weniger als 75 % der vor Eintritt des Gesundheitsschadens geleisteten Arbeitszeit entspricht, vermag die Annahme einer zumutbaren Restarbeitsf�higkeit von 25 % in s�mtlichen Aufgabenbereichen nicht umzustossen. Im Lichte vorstehender Erw�gungen liegt der Schluss nahe, dass die aus �rztlicher Sicht und nach Massgabe des vorgenommenen Bet�tigungsvergleichs verbleibende Leistungsf�higkeit mit dem angegebenen tats�chlichen Arbeitseinsatz nicht voll ausgesch�pft wird. Im �brigen verkennt der Beschwerdef�hrer die Bedeutung der im Betrieb geleisteten Arbeitsstunden im ausserordentlichen Invalidit�tsbemessungsverfahren, wobei auf die diesbez�glich zutreffenden vorinstanzlichen Erw�gungen verwiesen wird.
3.4.1 Die wirtschaftliche Gewichtung f�r die einzelnen Aufgabenbereiche, bei welcher der Wert der verschiedenen Bet�tigungen im Verh�ltnis zueinander festzustellen und mit den Einschr�nkungen im jeweiligen T�tigkeitsbereich in Beziehung zu setzen ist (BGE 128 V 32 f. Erw. 4b), hat die Verwaltung unter Bezugnahme auf die LSE-Tabellenl�hne vorgenommen. Dieses Vorgehen ist angesichts der Tatsache, dass es an vergleichbaren Betrieben fehlt und die T�tigkeit des Beschwerdef�hrers auch nicht einer bestimmten Branche zugeordnet werden kann, zumindest nachvollziehbar. Ob damit dem Grundsatz, wonach die Ermittlung des f�r die einzelnen T�tigkeitsbereiche anzuwendenden Stundenansatzes unter Ber�cksichtigung einzelfallbezogener Kriterien wie Betriebsgr�sse, Branche, berufliche Erfahrung des Betriebsinhabers, etc. zu erfolgen hat (BGE 128 V 34 Erw. 4e), hinreichend Rechnung getragen wird, bedarf keiner abschliessenden Pr�fung. Denn aufgrund der in s�mtlichen Aufgabengebieten durchgehend gleichen leidensbedingten Einschr�nkung (Erw. 3.3.2 hievor) w�rde auch bei einer differenzierten Festlegung des Stundenansatzes keine �nderung des Invalidit�tsgrades resultieren. Mithin erg�be sich auch dann kein anderes Ergebnis, wenn entsprechend den Vorbringen des Beschwerdef�hrers auf den Lohn eines Personalberaters abgestellt w�rde. Aus dem gleichen Grund wirkt sich die Nichtber�cksichtigung des Aufgabenbereichs "Betriebsleitung" nicht zu Lasten des Beschwerdef�hrers aus; auch in diesem Bereich w�re eine Beeintr�chtigung von 25 % anzunehmen. Im �brigen liesse sich bei der Betriebsleitung - soweit sie als eigenst�ndiger Aufgabenbereich ausgesondert werden kann - am ehesten das Fehlen einer gesundheitlichen Einschr�nkung begr�nden (vgl. Urteil B. vom 21. Januar 2004 [I 120/03] Erw. 5.4.2), womit sich sogar ein tieferer Invalidit�tsgrad erg�be.
3.4.2.1 Hinsichtlich der mit einer selbstst�ndigen Erwerbst�tigkeit regelm�ssig verbundenen Fixkosten ist dem Beschwerdef�hrer beizupflichten, dass diese bei der Pr�fung der wirtschaftlichen Auswirkungen einer verminderten Leistungsf�higkeit grunds�tzlich zu ber�cksichtigen sind (vgl. Urteile Y. vom 11. M�rz 2002 [I 493/01] Erw. 4, J. vom 14. Oktober 1996 [I 254/96] Erw. 3e). Dies war im Abkl�rungsbericht der IV-Stelle vom 15./22. Februar 2002 unter Hinweis auf das Fehlen verwertbarer Gesch�ftszahlen und hinreichender betrieblicher (Vergleichs-)Grundlagen nicht geschehen. Mit im Wesentlichen derselben Begr�ndung sah sich Vorinstanz zu keiner diesbez�glichen Korrektur veranlasst. Im Rahmen einer Eventualbegr�ndung erwog das kantonale Gericht indessen, dass selbst dann, wenn die Fixkosten entsprechend der �rztlich ausgewiesenen Arbeitsunf�higkeit von 25 % zu einem Viertel (d.h. Fr. 2'320.-) angerechnet w�rden, eine rentenbegr�ndende Invalidit�t zu verneinen w�re.
3.4.2.2 Die Ber�cksichtigung der fixen Gesch�ftsunkosten soll der Tatsache Rechnung tragen, dass eine selbstst�ndige T�tigkeit nur aufgenommen bzw. aufrecht erhalten werden kann, wenn eine gewisse Infrastruktur zur Verf�gung steht, f�r welche unabh�ngig vom Umsatz Kosten anfallen. Dabei sind - in Abweichung von der vorinstanzlichen Eventualbegr�ndung - die gesamten Fixkosten in Anschlag zu bringen und nicht nur der dem Grad der Arbeitsunf�higkeit entsprechende Anteil; es liegt im Wesen von fixen Kosten, dass sie unabh�ngig vom Umsatz und damit auch unabh�ngig vom Grad der Arbeitsunf�higkeit anfallen, mithin sich nicht linear zur Reduktion des Besch�ftigungsgrades verringern.
Die Frage, auf welche Weise die fixen Gesch�ftsunkosten - f�r deren Ber�cksichtigung die unter Erw. 3.2. hievor dargelegte Formel des Eidgen�ssischen Versicherungsgericht kein Raum l�sst - bei der Invalidit�tsbemessung konkret in Rechnung zu stellen sind, bedarf im hier zu beurteilenden Fall keiner abschliessenden Kl�rung. Denn soweit der Beschwerdef�hrer in der im Vorbescheidverfahren eingereichten Abrechnung betreffend B�ro-Fixkosten f�r das Jahr 2001 solche Kosten geltend macht, sind sie nicht hinl�nglich ausgewiesen. So fehlen f�r die unter den Positionen "Kontokorrentkosten", "Versicherung", "B�romiete" und "Heizung" angegebenen Fixkosten von insgesamt Fr. 9'280.- (bei einem Jahresumsatz von Fr. 80'938.- und einem Gesch�ftsaufwand von 38'946.50), welche der Beschwerdef�hrer zusammen mit Autokosten von Fr. 4'800.- als Abzug beim Invalidenlohn ber�cksichtigt haben will, jegliche Belege. Gerade die gewichtigsten, je anteilsm�ssig an dem vom Beschwerdef�hrer bewohnten und gleichzeitig als B�ro dienenden Einfamilienhaus anfallenden Positionen "B�romiete" und "Heizung" sind gar nicht belegbar, weil es sich um rechnerische Festlegungen handelt, denen keine entsprechend separierten und ausweisbaren Zahlungen zugrunde liegen. Im �brigen aber erscheint es zumindest als fraglich, ob f�r ein kleines B�ro von 12 m� und f�r ein Lager 22,5 % der Hypothekar- bzw. Heizungskosten als B�rounkosten anzurechnen sind. �berhaupt nicht als Gesch�ftsunkosten ber�cksichtigt werden k�nnen schliesslich die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde angef�hrten Autokosten. Die Berufst�tigkeit des Beschwerdef�hrers - namentlich auch der Postversand und die Beschaffung von Drucksachen und B�romaterial - kann grunds�tzlich von zu Hause ausge�bt werden, sodass f�r die Benutzung eines Autos keine Notwendigkeit besteht. Da der Gebrauch eines Autos bzw. die vom Beschwerdef�hrer angegebene Beteiligung am Fahrzeug der Lebenspartnerin mit einer fixen Pauschale von Fr. 400.- mithin nicht als beruflich bedingt zu betrachten sind, f�llt die Anrechnung von Autokosten ausser Betracht. Der Beschwerdef�hrer selbst bezeichnete die Fahrzeugkosten gegen�ber der Verwaltung und der Vorinstanz denn auch nicht als Fixkosten; dies geschah erstmals in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde.
3.4.2.3 Sind die geltend gemachten (fixen) Gesch�ftsunkosten in der behaupteten H�he nicht rechtsgen�glich ausgewiesen, bleibt die Frage nach deren Sch�tzung. Eine solche aber ist, wie die Vorinstanz zutreffend erwogen hat, angesichts der Singularit�t des beschwerdef�hrerischen Betriebs und mangels verl�sslicher Erfahrungszahlen kaum m�glich. Von zus�tzlichen Sachverhaltsermittlungen ist diesbez�glich keine Kl�rung zu erwarten, was durch den Umstand bekr�ftigt wird, dass der Beschwerdef�hrer mit Bezug auf die Gesch�ftsunkosten nicht nur mangelhafte, sondern bezeichnenderweise w�hrend des ganzen Verfahrens keinerlei Beweisst�cke eingereicht hat.
Selbst wenn man aber die im Verwaltungsverfahren und im Verfahren vor der Vorinstanz behaupteten Fixkosten (exklusiv Autokosten) ber�cksichtigen w�rde, erg�be sich daraus keine rentenbegr�ndende Erwerbseinbusse. Wird n�mlich das im Gesundheitsfall erzielbare Jahreseinkommen von Fr. 65'698.- einer unter Ber�cksichtigung der Fixkosten ermittelten Erwerbseinbusse von Fr. 25'704.50 (Fr. 16'424.50 [=Erwerbseinbusse bei 25 %iger Arbeitsunf�higkeit in s�mtlichen Aufgabenbereichen; Erw. 3.2 hievor] + Fr. 9'280.- [Fixkosten / ohne Autokosten; vgl. Erw. 3.4.2.2 hievor]) gegen�ber gestellt, resultiert ein rentenausschliessender Invalidit�tsgrad von 39,1%. Der vorinstanzliche Entscheid h�lt damit stand.

References: BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 28
 Art. 26
 Art. 69
 BGE 
 Art. 29
 BGE 
 BGE 
in fine