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Timestamp: 2018-01-24 01:56:53+00:00

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Jedes Fahrzeug bekommt ab Werk eine Betriebserlaubnis erteilt. Im Rahmen des Tuning werden an dem Originalfahrzeug Änderungen vorgenommen. Diese Veränderungen müssen bis auf wenige Ausnahmen durch den TÜV in die Fahrzeugpapiere eingetragen werden. die Einbauten oder Änderungen werden in einer Betriebserlaubnis oder Bauartgenehmigung dokumentiert.. Es gibt unzählbar viele Tuningteile, die zur optischen Verschönerung des Fahrzeugs beitragen oder die der Leistungssteigerung dienen sowie solche, die das Fahrwerk verändern Allerdings ist bei allen Ein- und um- und Anbauten zu beachten, dass die Vorschriften der Straßenverkehrszulassungsordnung (StvZO) eingehalten werden. Sonst besteht nicht nur die Gefahr, dass das Fahrzeug wegen fehlender Betriebserlaubnis stillgelegt wird, sondern auch zum Verlust des Versicherungsschutzes führen. Aus diesem Grunde sollten Sie sich vor der Vornahme von Veränderungen an Ihrem Fahrzeug sorgfältig über die Unbedenklichkeit und Zulässigkeit der Tuningmaßnahmen informieren. Immer sollten Sie darauf achten, dass die von Ihnen vorgenommenen Tuning-Maßnahmen gegenseitig verträglich sind. Dies erfahren Sie aus den Prüfzeugnissen, in denen die Zulässigkeit der Teilekombination ersichtlich ist. Sie laufen sonst Gefahr, dass z.B. die Kombination des neuen Fahrwerkes mit den Rädern nicht verträglich ist und damit keine Genehmigung erteilt wird.
Die Genehmigung der Tuning-Maßnahmen erfolgt durch amtlich anerkannte Sachverständige oder Prüfingenieure. Z.B. derer TÜV bietet die Möglichkeit, die An-, Ein- und Umbauten zu begutachten und zu genehmigen und erteilt die folgenden Prüfzeugnisse, die neben Montagehinweisen auch Auflagen und Beschränkungen enthalten, wie z.B. die Zulassungsbeschränkung einzelner Tuningteile auf bestimmte Fahrzeugtypen, die im Prüfzeugnis aufgeführt werden:
Das Teilegutachten wird bei dem Großteil des Tuningzubehörs (z.B. Spoiler) beim Kauf mitgeliefert. Aus dem Teilegutachten ergeben sich Auflagen und Einbauvorgaben, deren Einhaltung nach dem Einbau in das Kraftfahrzeug durch den Sachverständigen überprüft wird.
Die Änderungsabnahme gemäß § 19 Abs. 3 StVZO erfolgt durch amtlich anerkannte Sachverständige oder Prüfingenieure, die die richtige Montage der Teile und die Einhaltung der vorgegebenen Beschränkungen und Auflagen kontrollieren. Diese erteilen dann auch eine sogenannte Anbaubescheinigung, die bestätigt, dass der An-, Um- oder Einbau ordnungsgemäß ist.
Die Allgemeine Betriebserlaubnis für Fahrzeugteile stellt eine Erleichterung der Genehmigung für solches Tuningzubehör dar, welches die im Fahrzeugschein eingetragenen serienmäßigen Bestimmungen erfüllt (z.B. Kühlergrill, Auspuffanlagen, Leichtmetallrädern die der im Fahrzeugschein eingetragenen Serienbereifung entsprechen). Diese Teile sind in der Regel einfach auszutauschen und dürfen ohne anschließende Vorführung beim Sachverständigen oder Prüfingenieur auf dem, in der ABE freigegebenen Fahrzeugtyp montiert werden. Bitte achten Sie darauf, dass Sie dennoch immer die ABE-Papiere im Fahrzeug mitführen. Einzige Ausnahme: Wenn in der Genehmigung eine Anbaubescheinigung gefordert wird, ist der Wagen unverzüglich nach dem Einbau einem Sachverständigen oder Prüfingenieur vorzuführen.
Die Allgemeine Bauartgenehmigung ist für Teile wie beispielsweise Schweller oder Schweinwerfer erforderlich. Achtung, denn die AGB ist nur für bestimmte Fahrzeugmodelle gültig. Meistens muss der Wagen nach dem Umbau beim TÜV vorgeführt werden und die Änderung in die Papiere eingetragen werden, dieses Erfordernis der Änderungsabnahme ist in der Genehmigung aufgeführt. Informieren Sie sich vorab genau, ob die Teile auch für Ihr Fahrzeug zugelassen sind.
Die EG- oder ECE-Betriebsgenehmigung ist die für den gesamten europäischen Raum gültige Erlaubnis, die der ABE entspricht. Entsprechend der ABE muss das Fahrzeug dem Sachverständigen oder Prüfingenieur nicht vorgeführt werden, wenn die eingebauten Teile eine EG-/ECE-Betriebsgenehmigung haben. In der Regel erfordern diese Genehmigungen keine Änderungsabnahme, sollten jedoch wie bei der ABE die Unterlagen der EG-/ECE-Betriebsgenehmigung stets mitgeführt werden.
Gutachten nach § 21 i.V.m. § 19 (2) StVZO
Gutachten nach § 21 i.V.m. § 19 (2) StVZO (Einzelabnahme)
Wenn Sie Ihr Fahrzeug sehr aufwändig durch Kombination mehrerer sich beeinflussender Tuningteile verändert oder gar neu konstruiert haben oder den Motor vergrößert haben, müssen Sie eine Begutachtung gemäß § 21 StVZO durch einen amtlich anerkannten Sachverständigen durchführen lassen. Es ist zu empfehlen, die Umbauten sorgfältig vorab zu planen und sich bereits vor dem Umbau durch den Sachverständigen beraten zu lassen, um zu wissen, ob die geplanten Umbauten genehmigt werden können und welche Kosten für die Genehmigung (Gutachterkosten, Abgasgutachten etc.) auf Sie zukommen.

References: § 19
 § 21
 § 19
 § 21
 § 19
 § 21