Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=26.10.2006&Aktenzeichen=III%20ZR%2040%2F06
Timestamp: 2019-03-19 00:59:26+00:00

Document:
BGH, 26.10.2006 - III ZR 40/06 - dejure.org
Unzulässige IP-Speicherung bei Flatrate
Anspruch auf Unterlassung einer Erhebung und Speicherung von IP-Adressen im Rahmen der Nutzung eines Internetzugangs
IP-Speicherung bei Flatrate unzulässig
Holger Voss ./. Deutsche Telekom
Streitwert und Rechtsmittelbeschwer bei Löschung von Daten über die Nutzung eines Internetzugangs
heise.de (Pressebericht, 06.11.2006)
zeit.de (Pressebericht, 03.11.2006)
Provider dürfen Daten von Flatrate-Kunden nicht speichern
IP-Flatrate-Speicherung durch DTAG rechtswidrig
Löschungspflicht von IP-Adressen bei Flatrate-Nutzern bestätigt
123recht.net (Kurzinformation und -anmerkung, 24.1.2007)
§ 9 BDSG, § 97 Abs. 3 TKG
Der Access-Provider muss die IP-Adresse unmittelbar nach dem Ende der Verbindung löschen
T-Online muss Verbindungsdaten löschen
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des BGH vom 26.10.2006, Az.: III ZR 40/06 (BGH: Speicherung von dynamischen IP-Adressen durch Access-Provider)" von Robert Kazemi, original erschienen in: MMR 2007, 37 - 38.
MMR 2007, 37
BB 2006, 578
K&R 2006, 578
Maßgeblich sind die Nachteile, die ihr aus der Erfüllung des Unterlassungsanspruchs entstehen (…vgl. Senat, Beschlüsse vom 13. Januar 2015 - VI ZB 29/14, VersR 2015, 471 Rn. 8;… vom 19. Januar 2016 - VI ZB 69/14, juris Rn. 8; BGH, Beschlüsse vom 26. Oktober 2006 - III ZR 40/06, MMR 2007, 37;… vom 8. Januar 2009 - IX ZR 107/08, NJW-RR 2009, 549 Rn. 3;… vom 25. September 2013 - VII ZB 26/11, VersR 2015, 81 Rn. 9;… Urteil vom 24. Januar 2013 - I ZR 174/11, GRUR 2013, 1067 Rn. 10).
Maßgeblich sind die Nachteile, die ihr aus der Erfüllung des Unterlassungsanspruchs entstehen (BGH, Beschlüsse vom 26. Oktober 2006 - III ZR 40/06, MMR 2007, 37;… vom 8. Januar 2009 - IX ZR 107/08, NJW-RR 2009, 549 Rn. 3).
Dementsprechend sind Kapitalgesellschaften, deren Gesellschafterbestand sich in Höhe von mindestens 95 % ändert, nicht mehr i.S. von § 6 Abs. 3 Satz 1 GrEStG am Vermögen der --fiktiv-- neuen Gesamthandsgemeinschaft beteiligt (…Hofmann, a.a.O., § 6 Rz 16;… Viskorf in Boruttau, a.a.O., § 6 Rz 45;… Fleischer in Kessler/Kröner/Köhler, Konzernsteuerrecht, 2. Aufl., S. 478; Stegemann, Die Unternehmensbesteuerung 2009, 194, 195; im Ergebnis ebenso Götz, BB 2006, 578, 582; Behrens/ Hofmann, DStR 2003, 2093, 2098;… Behrens in Spindler/Tipke/ Rödder (Hrsg.), Festschrift für Harald Schaumburg, 2009, S. 1136 und in DStR 2010, 777, 784, unter 4.).
Auch haben sie nicht dargetan, dass für die betriebsintern durchzuführenden Maßnahmen nicht auf personelle und sachliche Ressourcen zurückgegriffen werden kann, die ohnehin vorgehalten werden und deren Bindung anderweitige gewinnbringende Einsatzmöglichkeiten nicht vereitelt (siehe zu diesem Aspekt BGH, Beschl. v. 26. Oktober 2006 - III ZR 40/06, juris Tz. 8; v. 8. September 2009 - X ZR 81/08, juris Tz. 12).
Die Festsetzung des Streitwerts für das Beschwerdeverfahren orientiert sich an der Streitwertfestsetzung für den Berufungsrechtszug und an der Bewertung des Anteils, mit dem die Beklagten unterlegen sind (siehe insoweit BGH, Beschl. v. 26. Oktober 2006 - III ZR 40/06, juris Tz. 10; v. 8. September 2009 - X ZR 81/08, juris Tz. 21).
Maßgebend für die Beschwer des zu einer Unterlassung verurteilten Beklagten sind die Nachteile, die ihm aus der Erfüllung des Unterlassungsanspruchs entstehen, auch wenn das Erfüllungsinteresse des Klägers geringer ist (BGH, Beschl. v. 26. Oktober 2006 - III ZR 40/06, Rn. 5;… Münch-Komm-ZPO/Wöstmann, 3. Aufl. § 3 Rn. 123).
Auch hat die Beklagte nicht dargetan, dass für die betriebsintern durchzuführenden Maßnahmen nicht auf personelle und sachliche Ressourcen zurückgegriffen werden kann, die ohnehin vorgehalten werden und deren Bindung anderweitige gewinnbringende Einsatzmöglichkeiten nicht vereitelt (vgl. zu diesem Aspekt BGH, Beschl. v. 26.10.2006 - III ZR 40/06, [...], Tz.8).
BGH, 24.10.2007 - IV ZR 99/07
Streitwert und Rechtsmittelbeschwer bei Verurteilung zur Beantragung bzw. …
Überdies hat er seine Angaben, die der Darlegung der Wertgrenze dienen, glaubhaft zu machen (BGH, Beschluss vom 26. Oktober 2006 - III ZR 40/06 - MMR 2007, 37 Tz. 6 m.w.N.).
Maßgeblich sind die Nachteile, die ihr aus der Erfüllung des Unterlassungsanspruchs entstehen (vgl. Senat…, Beschluss vom 13. Januar 2015 - VI ZB 29/14, aaO Rn. 8; BGH, Beschlüsse vom 26. Oktober 2006 - III ZR 40/06, MMR 2007, 37;… vom 8. Januar 2009 - IX ZR 107/08, NJW-RR 2009, 549 Rn. 3;… vom 25. September 2013 - VII ZB 26/11, VersR 2015, 81 Rn. 9).
Wendet sich der Antragsgegner mit der Berufung - so wie hier - gegen eine Unterlassungsverfügung, sind für die Schätzung nach § 3 ZPO die Nachteile maßgebend, die ihm aus der Erfüllung des Unterlassungsanspruchs entstehen (BGH NJW-RR 2009, 549 m.w.Nachw.; BGH, Beschl. v. 26.10.2006, III ZR 40/06, juris: Rn. 5;… Herget in Zöller, ZPO, 31. Aufl., § 3 ZPO Rn. 16 "Unterlassung").

References: § 9
 § 97
 BGH 
 § 6
 § 6
 § 6
 § 3
 § 3
 § 3