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Timestamp: 2019-10-15 08:12:52+00:00

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BVerfG, 27.09.2002 - 1 BvR 2251/01 - dejure.org
https://dejure.org/2002,328
BVerfG, 27.09.2002 - 1 BvR 2251/01 (https://dejure.org/2002,328)
BVerfG, Entscheidung vom 27.09.2002 - 1 BvR 2251/01 (https://dejure.org/2002,328)
BVerfG, Entscheidung vom 27. September 2002 - 1 BvR 2251/01 (https://dejure.org/2002,328)
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Anwendung von RBerG Art 1 § 1 Abs 1 auf die Ermittlung der tatsächlichen Voraussetzungen für die Durchführung der an den Voraussetzungen des VermG ausgerichteten Rückübertragung von in der ehemaligen DDR gelegenen Grundstücken verletzt GG Art 12 Abs 1
RBerG §§ 1, 5, 6
Keine verbotene Rechtsberatung bei lediglich wirtschaftlicher
DDR - Rückübertragung - Erbensucher - Erbenermittler - Honorarvereinbarung - Berufsfreiheit - Rechtsbesorgung
Keine unerlaubte Rechtsbesorgung bei Befassung mit rechtlichen Vorgängen, wenn Wahrnehmung wirtschaftlicher Belange im Vordergrund steht
Rechtsberatungsgesetz - zur Tätigkeit eines Erbenermittlers
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brak-mitteilungen.de , S. 37 (Volltext und Entscheidungsanmerkung)
RBerG Art. 1 § 1; BGB § 134; GG Art. 12
Rechtsberatungsgesetz - Tätigkeit eines Erbenermittlers
GG Art. 12 Abs. 1; RBerG Art. 1 § 1
Anspruch eines "Erbensuchers" auf Vergütung; Verfassungskonforme Auslegung des RBerG
Rechtsberatung; Hilfeleistung bei der Restitution von Grundstücken nach dem Vermögensgesetz
RBerG Art. 1 § 1; GG Art. 12 Abs. 1
Keine unerlaubte Rechtsbesorgung durch Befassung mit rechtlichen Vorgängen bei Wahrnehmung vor allem wirtschaftlicher Belange ("DDR-Grundstück")
KG, 25.11.1998 - 26 O 324/98
LG Berlin, 25.11.1998 - 26 O 324/98
KG, 03.07.2000 - 22 U 1115/99
BGH, 29.11.2001 - III ZR 326/00
LG Berlin, 09.07.2003 - 26 O 324/98
NJW 2002, 3531
ZIP 2002, 2048
MDR 2003, 297
NJ 2003, 82
DVBl 2002, 1635
DB 2003, 270
AnwBl 2002, 726
Ein solches Interesse habe das Bundesverfassungsgericht bereits ausdrücklich anerkannt (Hinweis auf BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom 27. September 2002 - 1 BvR 2251/01 -, NJW 2002, S. 3531).
bb) Der Streitfall unterscheidet sich insoweit auch maßgeblich von dem Sachverhalt, der dem Kammerbeschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 27. September 2002 (WRP 2002, 1423 = NJW 2002, 3531) zugrunde lag.
Dabei sind die öffentlichen Belange, die den Erlaubnisvorbehalt des Rechtsberatungsgesetzes rechtfertigen, gegen die Berufsfreiheit desjenigen abzuwägen, dem wegen des Fehlens einer entsprechenden Erlaubnis die Vornahme bestimmter Handlungen untersagt werden soll (BVerfG WRP 2002, 1423, 1425).
Die Tätigkeit des Klägers als gewerblicher Erbenermittler fällt zwar unter den Schutz der Berufsfreiheit nach Art. 12 Abs. 1 GG (vgl. auch BVerfG NJW 2002, 3531).
Art. 12 Abs. 1 GG erfasst nicht nur Berufe, die sich in bestimmten, traditionellen oder sogar rechtlich fixierten Berufsbildern darstellen, sondern auch die vom Einzelnen frei gewählten untypischen (erlaubten) Betätigungen, aus denen sich dann wieder neue, feste Berufsbilder ergeben mögen (BVerfG, Beschluss vom 10. Mai 1988 - 1 BvR 482/84 u.a. - BVerfGE 78, 179 ; Kammerbeschluss vom 27. September 2002 - 1 BvR 2251/01 - NJW 2002, 3531).
Es ist danach zu fragen, ob die Tätigkeit überwiegend auf wirtschaftlichem Gebiet liegt und die Wahrnehmung wirtschaftlicher Belange bezweckt oder ob die rechtliche Seite der Angelegenheit im Vordergrund steht und es wesentlich um die Klärung rechtlicher Verhältnisse geht (Urteil vom 16. Juli 2003 - BVerwG 6 C 27.02 - BVerwGE 118, 319 m.w.N.; BVerfG, Kammerbeschluss vom 27. September 2002, a.a.O. S. 3532).
Soweit die Tätigkeit als Insolvenzverwalter nach Art. 1 § 3 Nr. 6 RBerG erlaubnisfrei zulässig ist, mag dies zwar die Einschätzung des Gesetzgebers belegen, diese Betätigung bedürfe nicht der Qualifikation und Pflichtenbindung von Rechtsanwälten (BVerfG, Kammerbeschluss vom 27. September 2002, a.a.O. S. 3533).
Um eine erlaubnispflichtige Rechtsbesorgung handelt es sich (erst) dann, wenn die rechtliche Seite der Angelegenheit im Vordergrund steht und es wesentlich um die Klärung rechtlicher Verhältnisse geht (BVerwG…, Urteil vom 16. Juli 2003, a.a.O. S. 325; BGH, Urteil vom 6. Dezember 2001 - I ZR 316/98 - NJW 2002, 2877 f. m.w.N.; BVerfG, Kammerbeschluss vom 27. September 2002, a.a.O. S. 3532).
Danach wird etwa eine unterstützende Dienstleistung für Dritte, die auf Sachverhaltsermittlungen, die Einholung von Auskünften und Stellvertretung in einem bestimmten wirtschaftlichen Bereich gerichtet ist, nicht allein deshalb zur Rechtsbesorgung, weil ohne Kenntnis des maßgebenden Rechts jede sachangemessene und wirksame Hilfeleistung unmöglich wäre (BVerfG, Kammerbeschluss vom 27. September 2002, a.a.O. S. 3532).
Es ist daher zu fragen, ob die Tätigkeit überwiegend auf wirtschaftlichem Gebiet liegt und die Wahrnehmung wirtschaftlicher Belange bezweckt oder ob die rechtliche Seite der Angelegenheit im Vordergrund steht und es wesentlich um die Klärung rechtlicher Verhältnisse geht (BVerfG WRP 2002, 1423, 1425; BGH GRUR 2005, 355, 356 - Testamentsvollstreckung durch Steuerberater, m.w.N.).
BGH, 12.11.2015 - I ZR 211/14
Wettbewerbsverstoß: Unzulässige Rechtsdienstleistung bei Rechtsberatung durch …
LG Düsseldorf, 21.05.2010 - 14e O 2/07
Zahlungen wegen Unwirksamkeit von gegen das Rechtsberatungsgesetz verstoßenden …

References: § 1
 Art. 1
 § 1
 § 134
 Art. 12
 Art. 12
 Art. 1
 § 1
 Art. 1
 § 1
 Art. 12
 Art. 12

Art. 12
 Art. 1
 § 3
 BGH