Source: https://www.bmf.gv.at/themen/steuern/fristen-verfahren/finanzstrafverfahren/hoehe-der-strafen.html
Timestamp: 2020-08-12 23:59:55+00:00

Document:
Höhe der Strafen (aktuelle Seite)
Schmuggel, Abgabenhinterziehung, Abgabenhehlerei etc sind keine "Kavaliersdelikte"!
Die im Finanzstrafgesetz angeführten und in anderen Bestimmungen als solche bezeichneten Finanzvergehen sehen Geldstrafen und auch Freiheitsstrafen vor!
Die Zollämter haben überdies die Möglichkeit sowohl die Sachen, hinsichtlich derer das Finanzvergehen begangen wurde, als auch die zur Begehung des Finanzvergehens benützten und mit besonderen Vorrichtungen versehenen Beförderungsmittel (z.B. Fahrzeuge) und Behältnisse (Koffer, Taschen und dgl.) für verfallen zu erklären. Dies gilt auch für Geräte und Vorrichtungen, die zur Erzeugung der Sachen hinsichtlich derer das Finanzvergehen begangen wurde, bestimmt gewesen oder benützt worden sind, ebenso für die zur Erzeugung dieser Sachen bestimmt gewesenen Rohstoffe, Hilfsstoffe und Halbfabrikate und unter bestimmten Voraussetzungen die zur Begehung des Finanzvergehens benützten Beförderungsmittel, wenn das Finanzvergehen z.B. ohne dieselben nicht hätte begangen werden können.
§ 35 Abs 1 FinStrG
§ 35 Abs 2 und 3 FinStrG
§ 37 Abs 1 FinStrG
Abgabenhehlerei bis zu 5
1,5 Mio. Euro bei max. 4 Jahren Freiheitsstr bis zu
§ 40 FinStG
1 bis 10 Jahre zusätzlich
grob fahrlässige Verkürzung von Eingangsabgaben und grob fahrlässige Abgabenhelerei
Sonstige vom Zollamt als Finanzstrafbehörde zu ahndende Finanzvergehen
Die verbotene Herstellung von Tabakwaren wird bei Vorsatz mit einer Geldstrafe in Höhe von bis zu 100.000 Euro bestraft, bei Fahrlässigkeit mit Geldstrafe bis zu 50.000 Euro (§ 43 FinStrG).
Eingriffe in Monopolrechte stehen ebenfalls unter Strafdrohung und können mit einer Geldstrafe, je nachdem, ob diese vorsätzlich oder grob fahrlässig begangen wurden, in Höhe von bis zum Einfachen des Kleinverkaufspreises, wenn ein solcher nicht feststellbar ist, bis zum Einfachen des gemeinen Wertes bestraft werden (§§ 44 und 45 FinStrG).
Wer rechtswidrig Monopolgegenstände oder daraus gefertigte Erzeugnisse kauft, sonst an sich bringt, verheimlicht oder verhandelt oder den Täter nach der Tat dabei unterstützt, eine Sache oder Erzeugnisse aus einer Sache, hinsichtlich welcher das Finanzvergehen begangen wurde, zu verheimlichen oder zu verhandeln, begeht eine Monopolhehlerei und kann, je nachdem, ob er vorsätzlich oder grob fahrlässig gehandelt hat, mit einer Geldstrafe in Höhe von bis zum Einfachen des Kleinverkaufspreises, wenn ein solcher nicht feststellbar ist, bis zum Einfachen des gemeinen Wertes bestraft werden (§ 46 FinStrG).
Die vorsätzliche oder fahrlässige Verletzung der Verschlusssicherheit wird mit einer Geldstrafe von bis zu 20.000 Euro geahndet (§ 48 FinStrG).
Wer vorsätzlich oder fahrlässig unrichtige oder unvollständige Angaben macht oder unrichtige oder unvollständige Unterlagen vorlegt und dadurch unrichtige Präferenznachweise herbeiführt, kann mit Geldstrafe in Höhe von bis zu 40.000 Euro bestraft werden (§ 48a FinStrG).
Die Verletzung von Verpflichtungen im Bargeldverkehr kann bei vorsätzlicher Begehung mit höchstens 100.000 Euro, bei fahrlässiger Begehung mit höchstens 10.000 Euro bestraft werden (§ 48b FinStrG).
Im Wiederholungsfall kann das Höchstmaß der angedrohten Freiheitsstrafe um die Hälfte überschritten werden. Wurden Finanzvergehen wiederholt begangen, für deren Verfolgung die Finanzstrafbehörde zuständig ist, kann das Höchstmaß der angedrohten Geldstrafe um die Hälfte überschritten werden (§§ 41, 47 FinStrG).
Diese werden mit Geldstrafen im Höchstmaß bis zur Hälfte des nicht oder verspätet entrichteten (gemeldeten) Abgabenbetrages (§ 49 FinStrG) bestraft.
In den Fällen einer Pflichtverletzung, die kein anderes Finanzvergehen darstellt, beläuft sich die Höchststrafe auf einen Betrag von maximal 5.000 Euro (§§ 50 und 51 FinStrG).
Bei Verletzung der Anzeigepflicht nach § 121a BAO (Schenkungsmeldung) kann eine Geldstrafe bis zu 10 Prozent des durch die nicht angezeigten Vorgänge übertragenen Vermögens verhängt werden (§ 49a FinStrG).
Wenn vorsätzlich die Verpflichtung zur Übermittlung des länderbezogenen Berichts nach dem Verrechnungspreisdokumentationsgesetz verletzt wird, ist eine Geldstrafe bis zu 50.000 Euro möglich. Bei grob fahrlässiger Begehung kann eine Geldstrafe bis zu 25.000 Euro verhängt werden (§ 49a FinStrG).
Wird die Pflicht zur Führung, Aufbewahrung oder Übermittlung von Aufzeichnungen nach § 18 Abs 11 oder 12 Umsatzsteuergesetz 1994 verletzt, ist bei vorsätzlicher Begehung eine Geldstrafe bis zu 50.000 Euro, bei grob fahrlässiger Begehung bis zu 25.000 Euro möglich (§ 49d FinStrG).
Des Weiteren kann mit einer Geldstrafe bis zu 25.000 Euro bestraft werden, wer elektronisch geführte Bücher, Aufzeichnungen oder Aufzeichnungssysteme unter Mithilfe eines Programms verfälscht, beispielsweise Daten löscht oder verändert (§ 51a FinStrG).

References: § 35

§ 35

§ 37

§ 40
 § 121
 § 18