Source: http://www.wpk.de/qk/faq.asp
Timestamp: 2013-05-24 00:51:27+00:00

Document:
WPK | Qualitätskontrolle > Häufig gestellte Fragen
Home > Qualitätskontrolle > Häufig gestellte Fragen
Die Kommission für Qualitätskontrolle der WPK beantwortet in der Praxis häufig gestellte Fragen zum System der Qualitätskontrolle und bietet eine Sammlung von Beispielen für Mängel im Qualitätssicherungssystem:
Fragen zur Durchführung der externen Qualitätskontrolle (i.S.v. § 57a Abs. 1 Satz 1 WPO)
Frage zur Verlängerung der Teilnahmebescheinigung auf sechs Jahre nach der 7. WPO-Novelle
Fragen zur Arbeit der Kommission für Qualitätskontrolle (§ 57e WPO)
Fragen zur Angemessenheit und Wirksamkeit des Qualitätssicherungssystems
Fragen zur Registrierung zum Prüfer für Qualitätskontrolle (i.S.v. § 57a Abs. 3 S. 1 WPO)
Fragen zur Ausnahmegenehmigung (i.S.v. § 57a Abs. 1 Satz 2 WPO)
Beispiele für Mängel des Qualitätssicherungssystems (wird momentan überarbeitet)
Wann muss ich an einer Qualitätskontrolle teilnehmen?
WP/vBP in eigener Praxis sowie WPG/BPG sind verpflichtet, sich einer Qualitätskontrolle zu unterziehen, wenn sie beabsichtigen, gesetzlich vorgeschriebene Abschlussprüfungen durchzuführen, für die sie über eine Teilnahmebescheinigung oder Ausnahmegenehmigung verfügen müssen (§ 57a Abs. 1 Satz 1 WPO). Für Prüfungsstellen der Sparkassen- und Giroverbände gilt dies entsprechend, sofern das Landesrecht nichts anderes vorsieht. Genossenschaftliche Prüfungsverbände sind ebenfalls zur Durchführung einer Qualitätskontrolle verpflichtet (§ 63e Abs. 1 GenG).
Zweck der Qualitätskontrolle ist es, die Qualität der Arbeit der Berufsangehörigen in Ihrem Vorbehaltsbereich dadurch zu sichern, dass ein unbefangener Dritter (Externer) das Qualitätssicherungssystem der jeweiligen Praxis daraufhin untersucht, ob es den gesetzlichen Vorschriften und der Berufssatzung insgesamt entspricht und bei der Durchführung einzelner Aufträge eingehalten wird.
Ist es für die Durchführung der Nachtragsprüfung einer gesetzlichen Abschlussprüfung erforderlich, über eine wirksame Teilnahmebescheinigung oder Ausnahmegenehmigung nach § 57a Abs. 1 WPO zu verfügen?
Gemäß § 316 Abs. 3 Satz 1 HGB hat der Abschlussprüfer in den Fällen, in denen der Jahresabschluss, der Konzernabschluss, der Lagebericht oder der Konzernlagebericht nach Vorlage des Prüfungsberichts geändert werden, diese Unterlagen erneut zu prüfen. Die Nachtragsprüfung ist Bestandteil der Jahresabschlussprüfung und vom bestellten Abschlussprüfer durchzuführen, da seine Stellung als gesetzlicher Abschlussprüfer mit der Auslieferung des Prüfungsberichts nicht erlischt (vgl. u.a. MünchKomm zu § 316 HGB, Tz 16; ADS zu § 318, Tz 62).
Nach § 319 Abs. 1 Satz 3 HGB müssen WP/vBP bzw. WPG/BPG über eine wirksame Teilnahmebescheinigung oder über eine Ausnahmegenehmigung verfügen, wenn sie gesetzlich vorgeschriebene Abschlussprüfungen durchführen. Für die Nachtragsprüfung als Bestandteil der Jahresabschlussprüfung gilt dies entsprechend.
Der Prüfer hat folglich sicherzustellen, dass er auch für die Dauer der Durchführung der Nachtragsprüfung über eine wirksame Teilnahmebescheinigung bzw. Ausnahmegenehmigung nach § 57a Abs. 1 WPO verfügt.
Wie finde ich einen geeigneten Prüfer für Qualitätskontrolle?
Auf der Internetseite der Wirtschaftsprüferkammer unter
→ www.wpk.de/wpverzeichnis/auswahl.asp befindet sich das „WP Verzeichnis Online“. Unter der Auswahlmöglichkeit "Mitgliederverzeichnis > Erweiterte Suche" können Sie nach WP, vBP, WPG und BPG suchen. Die Suche kann eingeschränkt werden auf registrierte Prüfer für Qualitätskontrolle und/oder Berufsangehörige, die sich erfolgreich einer Qualitätskontrolle unterzogen haben. Die Suche kann weiterhin auf einen bestimmten Ortsnamen oder auf eine bestimmte Postleitzahl (möglich: 2 bis 5-stellige PLZ) konkretisiert werden. Will man bundesweit suchen, trägt man keine(n) Ortsnamen/Postleitzahl ein, sodass eine Liste der bundesweit registrierten Prüfer für Qualitätskontrolle erscheint.
Darf ich mit einer in meiner Praxis/Gesellschaft durchgeführten Qualitätskontrolle werben?
Zu dieser Frage trifft die „Verlautbarung des Vorstandes der Wirtschaftsprüferkammer zu Grundsatzfragen der Werbung“ unter Punkt II. 7 (im Internet unter → www.wpk.de/service/werbemoeglichkeiten.asp bzw. WPK-Mitt. 2001, 136) folgende Aussage:
„(…) auf die Teilnahme am Qualitätskontrollverfahren – soweit eine Teilnehmbescheinigung erteilt worden ist – (…) darf hingewiesen werden. Hinsichtlich der Teilnahme am Qualitätskontrollverfahren besteht kein Grund, von der Praxis bei anderen Zertifizierungen abzuweichen (z.B. ISO-Zertifikate).“
Folgende Formulierung sieht der Vorstand der Wirtschaftsprüferkammer – sofern eine Teilnahmebescheinigung erteilt wurde – als in jedem Fall zulässigen Hinweis an:
„Teilgenommen am System der Qualitätskontrolle und die Teilnahmebescheinigung erhalten.“
Frage zur Verlängerung der Teilnahmebescheinigung auf sechs Jahre nach der Siebten WPO-Novelle
Meine Teilnahmebescheinigung läuft vor Inkrafttreten der Siebten WPO-Novelle (Berufsaufsichtsreformgesetz) ab.
Kann sie auch nach Inkrafttreten der Siebten WPO-Novelle auf sechs Jahre verlängert werden?
Hat ein Ablauf der Teilnahmebescheinigung Auswirkungen auf meine Bestellung zum gesetzlichen Abschlussprüfer?
Mit der Siebten WPO-Novelle (Berufsaufsichtsreformgesetz) wird die Befristung der Teilnahmebescheinigung über eine durchgeführte Qualitätskontrolle für WP/vBP-Praxen, die keine Unternehmen von öffentlichem Interesse im Sinne von § 319a Abs. 1 Satz 1 HGB prüfen, berufsrechtlich von drei auf sechs Jahre verlängert.
WP/vBP-Praxen, denen eine Teilnahmebescheinigung vor Verkündung des Berufsaufsichtsreformgesetzes erteilt wurde, wird nach § 136 Abs. 1 Satz 1 WPO (in der Fassung des Berufsaufsichtsreformgesetzes) die Verlängerung der Befristung einer bereits erteilten Teilnahmebescheinigung von drei auf sechs Jahre ermöglicht.
Voraussetzung ist dafür, dass die Teilnahmebescheinigung dem WP/vBP bzw. der WPG/BPG
vor Verkündung des Berufsaufsichtsreformgesetzes erteilt wurde und
die Praxis keine gesetzlichen Abschlussprüfungen von Unternehmen von öffentlichem Interesse (§ 319a Abs. 1 Satz 1 HGB) durchführt.
Auf Anfrage der WPK hat das Bundeswirtschaftsministerium nunmehr klargestellt, dass die Verlängerungsmöglichkeit auch für Teilnahmebescheinigungen besteht, die vor Verkündung des Berufsaufsichtsreformgesetzes bereits abgelaufen sind.
Teilnahmebescheinigung erteilt am 1.7.2003;
Ablauf der Teilnahmebescheinigung am 30.6.2006;
Verkündung des Berufsaufsichtsreformgesetzes (Bsp.) am 2.1.2007;
Verlängerung der am 30.6.2006 abgelaufenen Teilnahmebescheinigung bis zum 30.6.2009.
Die Verlängerung der Befristung erfolgt nur auf Antrag.
Der Antrag ist nach Inkrafttreten des Berufsaufsichtsreformgesetzes zu richten an die
Abt. Qualitätskontrolle
Der Antrag muss bei WP/WPG die Versicherung enthalten, dass keine Mandate im Sinne von
§ 319a Abs. 1 Satz 1 HGB als gesetzlicher Abschlussprüfer geprüft werden.
Handelsrechtlich müssen die Voraussetzungen für eine wirksame Bestellung zum gesetzlichen Abschlussprüfer (von der Wahl bis zum Abschluss der Prüfung) ununterbrochen vorliegen. Entfällt eine Voraussetzung, gegebenenfalls auch nur vorübergehend, fällt der bestellte Abschlussprüfer nach § 318 Abs. 4 HGB weg.
Eine wirksame Teilnahmebescheinigung nach § 319 Abs. 1 Satz 3 HGB ist eine Voraussetzung für die Bestellung als gesetzlicher Abschlussprüfer. Läuft die Teilnahmebescheinigung während einer Bestellung als gesetzlicher Abschlussprüfer ab, so treten die zuvor genannten Rechtsfolgen ein; der bestellte WP/vBP fällt als gesetzlicher Abschlussprüfer weg (siehe auch weitere Frage zur Durchführung der externen Qualitätskontrolle oder WPK Magazin 3/3006, Seite 25).
Die nach § 136 Abs. 1 Satz 1 WPO eingeräumte Möglichkeit der Verlängerung bereits abgelaufener Teilnahmebescheinigungen hat nicht zur Folge, dass ein wegen Fristablaufs weggefallener Abschlussprüfer als solcher wieder „auflebt“.
WP/vBP-Praxen, die vor Ablauf der Teilnahmebescheinigung als gesetzlicher Abschlussprüfer bestellt wurden, müssen auf jeden Fall sicherstellen, dass die Teilnahmebescheinigung als handelsrechtliche Voraussetzungen für die wirksame Bestellung als gesetzlicher Abschlussprüfer ununterbrochen vorliegt. Entfällt die Voraussetzung, gegebenenfalls auch nur vorübergehend, nach der Bestellung, so fällt der Abschlussprüfer nach § 318 Abs. 4 HGB weg. ↑ zum Anfang der Seite ↑
Wer nimmt an den Schlussbesprechungen teil?
Berufsüblich endet die Prüfung mit einer Schlussbesprechung zwischen Prüfer für Qualitätskontrolle und geprüfter Praxis.
Die Abschlussprüferaufsichtskommission (APAK) ist zur Erfüllung ihrer Aufgaben befugt, unter anderem an Qualitätskontrollen teilzunehmen (§ 66a Abs. 3 Satz 3 WPO). Dieses Recht übt die Abschlussprüferaufsichtskommission in der Regel dadurch aus, dass sie an Schlussbesprechungen von Qualitätskontrollen teilnimmt. Die Kommission für Qualitätskontrolle ist nicht ermächtigt, an Qualitätskontrollen und damit auch nicht an Schlussbesprechungen teilzunehmen (siehe auch § 57e Abs. 1 WPO). Ist der Qualitätskontrollbericht die einzige Erkenntnisquelle für die Kommission für Qualitätskontrolle?
Der Qualitätskontrollbericht ist zunächst die einzige Erkenntnisquelle der Kommission für Qualitätskontrolle. Darüber hinaus kann die Kommission für Qualitätskontrolle nach § 10 Abs. 1 Satz 5 Satzung für Qualitätskontrolle beim Prüfer für Qualitätskontrolle und der geprüften Praxis weitere Auskünfte einholen und Unterlagen anfordern sowie den Prüfer für Qualitätskontrolle und die geprüfte Praxis zur Anhörung laden (§ 10 Abs. 2 Satz 1 Satzung für Qualitätskontrolle).
Ergeben sich außerhalb einer Qualitätskontrolle im Sinne von §57a WPO Anhaltspunkte für Mängel eines Qualitätssicherungssystems kann die Kommission für Qualitätskontrolle Maßnahmen zur Beseitigung dieser Mängel erlassen und ggf. auch durchsetzen (§ 57e Abs. 6 WPO). Diese Anhaltspunkte können sich aus Informationen durch Dritte (z.B. DPR, BAFin, Anzeigen Dritter oder aus Verfahren der Berufsaufsicht) ergeben.
Warum erhält der Prüfer für Qualitätskontrolle kein Abschlussschreiben?
Nachdem der Qualitätskontrollbericht endgültig von der Kommission für Qualitätskontrolle ausgewertet worden ist, erhält die geprüfte Praxis von der Wirtschaftsprüferkammer ein informatorisches Abschlussschreiben. Der Abschluss des Verfahrens betrifft nur die geprüfte Praxis. Der Prüfer für Qualitätskontrolle ist im Verhältnis zur WPK nicht Verfahrensbeteiligter. Dies sind nur die geprüfte Praxis und die Wirtschaftsprüferkammer. Er erhält daher kein Abschlussschreiben.
Eine Information des Prüfers für Qualitätskontrolle durch die Wirtschaftsprüferkammer über den Abschluss des Verfahrens würde einen Verstoß gegen die Verschwiegenheitspflicht nach § 57b Abs. 1 WPO darstellen. Danach haben sowohl die Kommission für Qualitätskontrolle als auch die Mitarbeiter der Wirtschaftsprüferkammer über die ihnen im Rahmen der Qualitätskontrolle bekannt gewordenen Angelegenheiten Verschwiegenheit zu bewahren. Dies gilt auch gegenüber dem Prüfer für Qualitätskontrolle.
Wie erhält die Wirtschaftsprüferkammer den Qualitätskontrollbericht?
Der Prüfer für Qualitätskontrolle ist nach § 57a Abs. 6 Satz 6 WPO verpflichtet, der Wirtschaftsprüferkammer unverzüglich eine Ausfertigung des Qualitätskontrollberichts zuzuleiten. Die Kommission für Qualitätskontrolle bittet darum, ein Exemplar nebst PDF-Datei oder insgesamt 2 Ausfertigungen zu übersenden.
Wer schickt der WPK den Bericht bei eingeschränktem oder versagtem Prüfungsurteil?
Auch bei einem eingeschränkten oder versagten Prüfungsurteil ist der Prüfer für Qualitätskontrolle nach § 57a Abs. 6 Satz 6 WPO verpflichtet, der Wirtschaftsprüferkammer eine Ausfertigung des Qualitätskontrollberichts unverzüglich zu übersenden.
Wird das Prüfungsurteil eingeschränkt, soll die geprüfte Praxis nach § 10 Abs. 1 Satz 3 Satzung für Qualitätskontrolle eine eigene Stellungnahme zu dem Ergebnis der Qualitätskontrolle erstellen und der Wirtschaftsprüferkammer zeitnah mit dem Qualitätskontrollbericht zuleiten. Dies bedeutet nicht, dass der Qualitätskontrollbericht sowohl durch den Prüfer für Qualitätskontrolle als auch durch die geprüfte Praxis an die Wirtschaftsprüferkammer zu senden ist. Der Hinweis in der Satzung für Qualitätskontrolle, dass beide Unterlagen zusammen zu übersenden sind, stellt allein auf den zeitlichen Zusammenhang des Zugangs beider Unterlagen ab.
Wieso soll ich als geprüfte Praxis bei einem eingeschränkten oder versagten Prüfungsurteil eine Stellungnahme abgeben?
Nach § 10 Abs. 1 Satz 3 f. Satzung für Qualitätskontrolle soll die geprüfte Praxis bei eingeschränktem oder versagtem Prüfungsurteil eine Stellungnahme zu dem Ergebnis der Qualitätskontrolle im zeitlichen Zusammenhang mit der Übersendung des Qualitätskontrollberichts durch den Prüfer für Qualitätskontrolle zuleiten. Diese wird dann in die Auswertung des Qualitätskontrollberichts einbezogen. Die geprüfte Praxis soll dadurch die Möglichkeit erhalten, zu den Ergebnissen der Qualitätskontrolle aus ihrer Sicht Stellung zu nehmen.
Im Rahmen der Stellungnahme sollte angegeben werden, ob die geprüfte Praxis mit den Feststellungen und Empfehlungen des Prüfers für Qualitätskontrolle übereinstimmt oder ob sie eine andere Auffassung vertritt. Darüber hinaus sollte bereits in der Stellungnahme angegeben werden, welche Maßnahmen die geprüfte Praxis bereits ergriffen hat oder beabsichtigt zu ergreifen, um die Mängel im Qualitätssicherungssystem zu beseitigen.
Den Inhalt der Stellungnahme wird die Kommission für Qualitätskontrolle bei der Auswertung des Qualitätskontrollberichts und ihrer Beschlussfassung berücksichtigen.
Muss ich auch bei Anordnung einer Sonderprüfung nach § 57e Abs. 2 Satz 1 WPO das Vorschlagsverfahren durchführen und die WPK über die Erteilung des Auftrages informieren?
Auch für die Sonderprüfung gelten grundsätzlich die Regelungen über die Beauftragung einer Qualitätskontrolle, § 17 Satzung für Qualitätskontrolle.
Es ist das Vorschlagsverfahren (§ 57a abs. 6 WPO) durchzuführen, wenn die Sonderprüfung nicht durch den Prüfer für Qualitätskontrolle durchgeführt werden soll, der die Qualitätskontrolle durchgeführt hat.
Nach Beauftragung des Sonderprüfers ist, auch wenn er zuvor die Qualitätskontrolle durchgeführt hat, unverzüglich eine Mitteilung nach § 9 Satzung für Qualitätskontrolle an die WPK zu senden.
Wann muss ich das Qualitätssicherungssystem meiner Praxis an Neuregelungen von Berufspflichten anpassen?
Nach § 55b S. 1 WPO i.V.m. § 31 Abs. 1 Berufssatzung sind WP/vBP verpflichtet, Qualitätssicherungssysteme ihrer Praxen entsprechend der geltenden Rechtslage zu schaffen. WP/vBP haben sich nach § 4 Abs. 1 S.1 Berufssatzung über die für ihre Berufsausübung geltenden Bestimmungen zu unterrichten und diese zu beachten. Dies bedeutet, dass sie sich laufend über Entwicklungen des rechtlichen Umfeldes informieren und, falls sich daraus für ihre Praxis Handlungsbedarf ergibt, bereits vor Inkrafttreten der Änderungen des rechtlichen Umfeldes die erforderlichen Änderungen des Qualitätssicherungssystems vorbereiten müssen, sodass sie spätestens mit Inkrafttreten der Änderungen des rechtlichen Umfeldes in das Qualitätssicherungssystem eingefügt werden können.
Die Prüfer für Qualitätskontrolle haben bei Durchführung einer Qualitätskontrolle zu prüfen, wie die WP/vBP-Praxis auf Änderungen des rechtlichen Umfeldes reagiert. Dabei haben sie zu prüfen, ob die WP/vBP-Praxis von den Neuregelungen betroffen ist und ob Änderungen der Regelungen des Qualitätssicherungssystems erforderlich sind. Ist dies der Fall, haben sie die Angemessenheit und ggf. Wirksamkeit der Regelungen zu prüfen. Werden diesbezüglich Mängel der Angemessenheit und/oder Wirksamkeit des Qualitätssicherungssystems festgestellt, ist nach den allgemeinen Grundsätzen Bericht zu erstatten.
Muss ich als Einzel-WP eine interne Nachschau in meiner Praxis durchführen?
Die Verpflichtung zur Durchführung einer internen Nachschau sowohl der Praxisorganisation als auch der Abwicklung von Prüfungsaufträgen besteht nach §§ 7, 33 Berufssatzung WP/vBP für alle Berufspraxen unabhängig von ihrer Größe. Konkretisiert wird diese Verpflichtung durch Teil 4.7. der VO 1/2006. Auch ein Einzel-WP muss demnach eine interne Nachschau durchführen.
Je nach der Größe der Berufspraxis sowie der Anzahl und Qualifikation der Mitarbeiter stehen dem Berufsangehörigen drei unterschiedliche Wege offen, seiner Verpflichtung zur Durchführung der internen Nachschau nachzukommen:
Es können dafür qualifizierte Mitarbeiter eingesetzt werden, die nicht zwingend selbst Berufsträger sein müssen.
Es besteht die Möglichkeit, eine Selbstvergewisserung vorzunehmen.
Der Berufsangehörige kann einem Berufskollegen den Auftrag erteilen, für ihn eine interne Nachschau nach §§ 7, 33 BS WP/vBP durchzuführen (vgl. „Interne Nachschau durch externe Dritte“, WPK Magazin 1/2004, S. 25 f.).
Kann ich mit der Registrierung als Prüfer für Qualitätskontrolle werben?
Auf die Tätigkeit als registrierter Prüfer für Qualitätskontrolle darf hingewiesen werden. Eine bestimmte Form der Kundmachung ist nicht vorgeschrieben, die Kundmachung unterliegt jedoch dem allgemeinen Verbot der Irreführung.
Aus Sicht des Vorstandes der Wirtschaftsprüferkammer zulässige Formulierungen enthält das berufsrechtliche Stichwort in den WPK-Mitteilungen 2003, 100 ff. oder die Internetseite
→ www.wpk.de/service/kundmachung.asp im Internet.
Fragen zur Ausnahmegenehmigung
(i.S.v. § 57a Abs. 1 Satz 2 WPO)
Vgl. zu diesem Thema auch den „Hinweis der Kommission für Qualitätskontrolle zu Ausnahmegenehmigungen i.S.v. § 57a Abs. 1 Satz 2 WPO“ unter
→ www.wpk.de/qk/kommission-hinweise.asp.
Ich bin kürzlich zum WP/vBP bestellt worden und habe noch keine Qualitätskontrolle durchgeführt. Nunmehr habe ich die Möglichkeit, eine gesetzliche Abschlussprüfung durchführen zu können. Kann ich eine Ausnahmegenehmigung erlangen?
Ein Härtefall kann im Fall eines Existenzgründers vorliegen, der erstmalig mit der Durchführung einer gesetzlichen Abschlussprüfung beauftragt werden soll. Die zu erwartende Beauftragung mit der Durchführung einer gesetzlichen Jahresabschlussprüfung ist glaubhaft darzulegen.
Ich führe nur eine einzige gesetzliche Abschlussprüfung einer mittelgroßen GmbH mit einem geringen Honorar durch. Der größte Teil meiner Einnahmen resultiert aus der Steuerberatung. Kann ich eine Ausnahmegenehmigung erlangen?
Es könnte eine unverhältnismäßige Belastung im Sinne einer wirtschaftlichen Härte vorliegen.
Die Kommission für Qualitätskontrolle beurteilt das Vorliegen einer wirtschaftlichen Härte unter anderem anhand des Verhältnisses der Einnahmen aus der gesetzlichen Jahresabschlussprüfung zu den Kosten der Qualitätskontrolle, am Verhältnis der Einnahmen aus der gesetzlichen Jahresabschlussprüfung zu den Gesamteinnahmen und am Verhältnis der Gesamteinnahmen zu den Kosten der Qualitätskontrolle. Bei den Einnahmen wird regelmäßig auf die Einnahmen der letzten drei/sechs Jahre (= Turnus der Qualitätskontrolle) abgestellt. Die Kosten der Qualitätskontrolle sollen durch drei Angebote von Prüfern für Qualitätskontrolle substantiiert werden.

References: § 57
 § 57
 § 57
 § 57
 § 316
 § 316
 § 318
 § 319
 § 57
 § 319
 § 136

§ 319
 § 318
 § 319
 § 136
 § 318
 § 57
 § 10
 §57
 § 57
 § 57
 § 57
 § 10
 § 10
 § 57
 § 17
 § 9
 § 55
 § 31
 § 4
 § 57
 § 57