Source: http://www.horse-dog-trail.com/ewuregelwerk.html
Timestamp: 2020-04-01 13:51:58+00:00

Document:
Horse & Dog Trail Regelwerk der EWU
Horse & Dog Trail der EWU 2014
Der Horse & Dog Trail ist bei der EWU (Erste Westernreiterunion Deutschland) ab 2014 als Disziplin mit Punktewertung anerkannt. Bitte runterscrollen...
Durch die Übernahme des Horse & Dog Trail als Disziplin bekommt zwar nun diese sehr anspruchsvolle und sinnvolle Prüfung die Wertschätzung und Anerkennung was alle Teilnehmer mit ihren Vierbeinern verdient haben, doch leider gibt es auch die andere Seite... Ich hoffe sehr, dass durch die Anerkennung der Prüfung als Disziplin in die Punktewertung, der Horse & Dog Trail nicht in den "Leistungssport" abwandert, sondern der Spaß und die Freude für alle Beteiligten bleibt. Jeder einzelne hat es selber in der Hand wo der Weg hingeht...
Zudem hoffe ich, dass die Veranstalter diese Prüfung auch weiterhin im Breitensport für Interessierte ohne Mitgliedschaft und daher offen für alle Reitweisen anbieten bzw. ausschreiben.
Erfreulich ist für mich persönlich, dass nach meiner 5-jährigen bisher erfolglosen Antragstellung für eine Regelwerksänderung, nun endlich ein paar Änderungen übernommen wurden und vor allem das Mindeststartalter des Hundes auf 24 Monate hochgesetzt wurde. :-)
Die Aufnahme einer zusätzliche Kategorie: "Horse & Dog Trail zum Schnuppern" habe ich auch beantragt, ist leider noch nicht von der EWU übernommen worden, kann allerdings trotzdem der Veranstalter als Breitensportprüfung ausschreiben. Diese Schnupperprüfung ist als Einstiegsturnier gedacht, denn es ist ein leichter Parcour bei diesem ein Helfer mitgenommen und Leckerli gegeben werden darf. Dabei ist das Mindestalter des Hundes für den Start 20 Monate. Diese Prüfung wurde schon 2012 von der FN in das Regelwerk WBO. Hier finden Sie weitere Info`s...
Bitte an die Veranstalter: Der Veranstalter sollte den Reitplatz an heißen Sommertagen vor dem Start der Prüfung bewässern. Denn das Laufen brennt an den empfindlichen Hundepfoten und sie könnten sich dabei verletzen.
Regelwerk Horse & Dog Trail 2014 - Disziplin
Hier finden Sie das Regelwerk 2014 der EWU für den Horse & Dog Trail als Disziplin. Unter diesem Link ist das gesamte Regelwerk der EWU 2014 zum Download...
§ 8501 - Beschreibung
Im Horse & Dog Trail absolvieren die Pferd/Reiter-Kombination und der Hund gemeinsam einen Trail-Parcours. Dabei werden auch spezielle Aufgaben für den Hund gestellt. Bewertet wird das Pferd im Sinne eines Trail-Pferdes, der Hund als gehorsamer Begleiter und das harmonische Zusammenwirken von Reiter, Pferd und Hund. Diese Prüfung darf auch zusammen mit einem Richter des VDH gerichtet werden. Der VDH Richter darf nur den Hund bewerten.
Wenn der Horse & Dog Trail auf der German Open oder auf Landesmeisterschaften ausgeschrieben wird dann werden die Prüfungen in LK 1 – 2 A/B und LK 3 – 5 A/B ausgeschrieben. Der Titel in der LK 1 – 2 ist EWU Champion Horse & Dog Trail.
§ 8502 - Pattern
Das Pattern muss mindestens 1 Stunde vor Turnierbeginn bekannt gegeben werden, mit einer Zeichnung und einem Text, in dem alle Aufgaben für das Pferd und den Hund beschrieben sind.
Dabei müssen im Aushang alle Manöver, Hindernisse und Gangarten einschließlich Handwechsel (beim Wechsel der zügelführenden Hand können die Zügelenden mit gewechselt werden, müssen aber nicht) sowohl gezeichnet als auch im Wortlaut für Pferd und Hund exakt beschrieben sein.
Ob der Hund Sitz oder Platz machen soll, wird genau festgelegt. Ablegen bedeutet Platz.
Hindernisse gemäß dem Trail (6 Hindernisse), wobei darauf zu achten ist, dass die Hindernisse für den Hund geeignet sind oder an entsprechenden Stellen getrennte Aufgaben für Pferd und Hund gestellt werden. Die Brücke muss einen für den Hund geeigneten Zaun oder Einfang haben.
In der Bewegung soll der Hund einen Sicherheitsabstand von 1 m zum Pferd zwischen den Hindernissen einhalten können.
Der Hund läuft während der Prüfung, wenn nichts anderes verlangt wird, bei Fuß. „Bei Fuß“ heißt: der Hund läuft ca. zwischen Schulter und Kruppe des Pferdes.
Der Reiter kann zu Beginn der Prüfung entscheiden, an welcher Seite der Hund läuft. Der Hund darf nicht selbständig die Seite wechseln (Punktabzug). Auch nach dem Ablegen muss er die gewählte Seite beibehalten.
Je nach Hindernis besteht die Möglichkeit, den Hund auf die andere Seite zu nehmen, um so mit dem Pferd das Hindernis besser zu bewältigen und dem Hund seinen Sicherheitsabstand zu gewähren, z.B. beim Tor.
Bei der Erstellung der Starterliste müssen die Rüden vor den Hündinnen starten.
§ 8503 Zugelassene Teilnehmer
Für alle Reitweisen und Leistungsklassen, Nichtmitglieder gelten als LK 5.
§ 8504 Zugelassene Pferde
Pferde dürfen jeweils nur einmal starten. Alle Pferde ab 4 Jahre sind in der Prüfung startberechtigt. Hengste nur für Teilnehmer LK 3 A, LK 2 bis 1.
§ 8505 Zugelassene Hunde
Hunde dürfen pro Prüfung nur einmal starten.
Hunde jeder Rasse oder ohne Abstammung sind in der Prüfung startberechtigt.
Läufige Hündinnen dürfen starten.
Der internationale Impfausweis ist bei der Meldestelle vorzuzeigen. Aus diesem muss er sichtlich sein, dass der Hund ausreichenden Impfschutz mit Grundimmunisierung besitzt und auch gegen Tollwut geimpft ist. Zugleich muss er regelmäßig entwurmt sein.
Bescheinigungen über durchgeführte Wesensteste und Maulkorbbefreiungen müssen mitgeführt werden.
Die Teilnahme der Hunde mit Maulkorb ist erlaubt. In jedem Fall sind je nach Bundesland die gesetzlichen Bestimmungen einzuhalten.
§ 8506 Besondere Ausrüstungsbestimmungen
Reiter und Pferd gem. EWU Regelbuch - siehe Bestimmungen für Trail Klassen
Klassische Reiter: Ausrüstung gem. EWU Regelbuch, dass heißt es gelten die Ausrüstungsbestimmungen nach FN-LPO (siehe dort, u.a. kein Martingal, keine Gerte)
Ausnahmen: Die Reiter mit beidhändiger Zügelführung dürfen die Zügel in eine Hand nehmen um ihrem Hund Hand- bzw. Sichtzeichen zu geben, z.B. zur Brücke vorausschicken, oder beim Ablegen. Die Handzeichen dürfen grundsätzlich nur gegeben werden, während das Pferd anhält.
Der Reiter darf mit seinem Hund reden z.B. Platz, Sitz, bei Fuß, Bleib, Komm usw. Stimmliches Lob ist erlaubt.
Feste Leinen müssen eine angemessene Länge haben. Leinen mit integriertem Halsband müssen einen Zugstop haben. Wenn eine Leine (Reitbegleithundeleine mit Stopper) benutzt wird, von dieser der Hund vom Pferd aus abgeleint werden kann, muss aus Sicherheitsgründen darunter ein Halsband oder Brustgeschirr am Hund bleiben.
§ 8507 Pflicht-Manöver
Die Sicherheit von Pferd, Hund und Reiter hat oberste Priorität
An –und Ableinen
Beim Einreiten in den Parcours ist der Hund angeleint. An einem vorgeschriebenen Hindernis wird der Hund abgeleint. Nach dem letzten Hindernis steigt der Reiter ab,leint den Hund wieder an und führt Hund und Pferde aus der Arena. Der Reiter kann unabhängig von der Größe des Hundes oder Pferdes wählen:
a) Wird der Hund vom Pferd aus abgeleint, dürfen dafür die Zügel aus der Hand genommen werden.
b) Wenn der Reiter dabei absteigt, darf er die Zügel am Sattel befestigen. Der Hund darf Stehen oder Sitzen (nicht im Platz ablegen).
Slalom um Gegenstände
Diese Aufgabe ist im Walk oder Trab (Hund bei Fuß) zu absolvieren. Die Gegenstände müssen für den Slalom im Trab einen Abstand von 4 m betragen. Im Walk 3 m.
c) Das Tor wird geöffnet, der Hund vorausgeschickt. Durchreiten und
Schließen des Tores.
c) Der Hund wird vorausgeschickt. Er überquert die Brücke und wird je nach Beschreibung (welche Standort des Hundes nach der Brücke ist freigestellt) in der Pattern abgelegt (Platz), wartet im „Sitz“ oder es ist freigestellt und der Hund kann auch stehenbleiben. Der Reiter wartet bis der Hund auf der anderen Seite der Brücke die gewünschte Position einnimmt, dann überquert er die Brücke und der Hund läuft in der Position „bei Fuß“ den Parcours wieder mit.
Überquere n von Hölzern oder Stangen
Abstände der Stangen gem. Trail-Bestimmungen. Walk over, Jog over oder Lope over von mind. 4 Stangen. Die Stangen müssen eine Länge von mind. 3 m haben, so dass Hund und Pferd nebeneinander bei Fuß auch ihren Sicherheitsabstand (ca. 1 m) einhalten können.
Die Stangen dürfen nicht erhöht sein.
Der Hund läuft in der Position „bei Fuß“ über alle Stangen neben dem Pferd her.
Die Gangart des Hundes ist nicht vorgeschrieben, der Hund darf auf die Stangen treten und darüber springen. Auslassen von Stangen führt zu Strafpunkten, bzw. Abzug in der Bewertung.
Sprung des Hundes über ein Hindernis
(gemeinsamer Sprung von Hund und Pferd sind nicht erlaubt).
§ 8508 Bewertung
Pferd-Bewertung:
Pro Hindernis werden jeweils maximal 10 Punkte für das Pferd und maximal 10 Punkte für den Hund vergeben. Für das harmonische Zusammenwirken (Reiter/Pferd/Hund) werden nochmals 0 – 10 Punkte vergeben. Es dürfen halbe Punkt vergeben werden. Bei allen Hindernissen kann der Reiter den Abstand vom Hindernis (z.B. Abrufen am Tor oder an der Brücke) oder der Hund (z.B. beim bei Fuß) um ca. 1 m vergrößern, um die Sicherheit des Hundes zu gewährleisten.
Der Hund entläuft dem Reiter während der Prüfung und kommt nicht auf Befehl zurück, der Hund befindet sich während der Prüfung außerhalb der Arena-Umzäunung, der Hund wird innerhalb der Arena gefüttert, Hund zeigt übertriebene Unterwürfigkeit.
Kontrollverlust des Pferdes
Gründe, die aus Bestimmungen des Tierschutzes resultieren
(Meine Anmerkung: Verbotene Ausrüstung: Teletak, Stachelhalsband, Halsband auf Zug, Erziehungsgeschirr mit Zugeinwirkung, Leinen am Maulkorb (Halti).)

References: § 8501

§ 8502

§ 8503

§ 8504

§ 8505

§ 8506

§ 8507

§ 8508