Source: https://ted.europa.eu/TED/notice/udl?uri=TED:NOTICE:514745-2019:HTML:DE:HTML&tabId=1&tabLang=de
Timestamp: 2020-06-05 07:35:11+00:00

Document:
Bauleistung - 514745-2019 - TED Tenders Electronic Daily
Bauleistung - 514745-2019
31/10/2019 S211 Bauleistung - Auftragsbekanntmachung - Verhandlungsverfahren (competitive procedure with negotiation)
2019/S 211-514745
Offizielle Bezeichnung: GBG Mannheim
E-Mail: gbg-freier-weg@menoldbezler.de
Hauptadresse: https://www.gbg-mannheim.de/
Die Auftragsunterlagen stehen für einen uneingeschränkten und vollständigen direkten Zugang gebührenfrei zur Verfügung unter: https://www.dtvp.de/Satellite/notice/CXP4YMZD612/documents
Offizielle Bezeichnung: Menold Bezler Rechtsanwälte Partnerschaft mbB
Postanschrift: Rheinstahlstraße 3
Kontaktstelle(n): Dr. Frank Meininger/Dr. Alexander Dörr
Angebote oder Teilnahmeanträge sind einzureichen elektronisch via: https://www.dtvp.de/Satellite/notice/CXP4YMZD612
GBG Mannheim – Vergabe Planungs- und Bauleistungen Wohngebiet Freier Weg
Referenznummer der Bekanntmachung: 2019/2927
Die GBG Mannheim beabsichtigt, auf dem Areal „Freier Weg“ in Mannheim Waldhof Neubauten mit dem Ziel der Schaffung von Sozialmietraum zu realisieren. Insgesamt sollen auf dem Areal 10 3-geschossige Häuser sowie ein 5-geschossiges Haus mit mindestens 140 Wohneinheiten mit 1- bis 5-Zimmerwohnungen und ca. 8 700 qm Wohnfläche entstehen. Dabei sind ca. 15 % 1-Zimmer-Wohneinheiten, ca. 55 % Wohneinheiten mit 2 Zimmern, ca. 15 % Wohneinheiten mit 3 Zimmern, ca. 15 % 4- bzw. 5-Zimmer-Wohneinheiten zu realisieren. Das 5-geschossige Wohnhaus soll das städtebauliche Entree des Wohngebiets darstellen.
Darüber hinaus sind eine oberirdische Parkierungsfläche mit Müllplätzen sowie Fahrradstellplätze zu realisieren. Die Wärmeversorgung der Neubauten erfolgt durch einen Anschluss an das Fernwärmenetz.
Die konstruktiven Elemente der Wohnhäuser sind hierbei, sofern sie den statischen, bauphysikalischen, brandschutztechnischen und gestalterischen Erfordernissen gerecht werden, entsprechend den vom Bieter wirtschaftlich bevorzugten Systemen frei wählbar, wobei eine massive Bauweise vorzusehen ist. Der Einsatz eines vorgefertigten Systems in Fertigbauweise zur Beschleunigung der Bauzeit ist ebenfalls möglich. Die Wohngebäude sollen aber trotz eventueller serieller Fertigbauweise werthaltig ausgeführt werden und die Fertigbauweise nicht erkennbar sein. Vor dem Hintergrund des Ziels der Schaffung von Sozialmietraum ist von besonderer Bedeutung, dass die Wohneinheiten den Vorgaben des aktuellen Förderprogramms Wohnungsbau BW 2018/2019 genügen.
Über das Ausschreibungsverfahren soll unter den gegebenen Voraussetzungen die annehmbarste, d. h. die wirtschaftlich, technisch, funktional und städtebaulich und gestalterisch beste Lösung zur schnellstmöglichen Umsetzung der Baumaßnahmen gefunden werden. Von daher ist beabsichtigt, die Planungs- und Bauleistungen gesamthaft im Rahmen eines europaweiten Verfahrens zur Vergabe von Planungs- und Bauleistungen im Verhandlungsverfahren nach VOB/A mit vorgeschaltetem europaweitem Teilnahmewettbewerb unter Durchführung des „Zwei-Umschlags-Verfahrens“, zu vergeben. Mit Durchführung der gesamthaften Vergabe von Bau- und Planungsleistungen erwartet die GBG Mannheim ein planerisch, baulich und wirtschaftlich abgestimmtes Angebot, welches bereits zu einem frühen Zeitpunkt Kosten- und Terminsicherheit und ein inhaltlich abgestimmtes Angebot für Planung und Realisierung gewährleistet. Weitere Erläuterungen hierzu einschließlich der beabsichtigten Verfahrensstruktur und den beabsichtigten Bewertungskriterien sind in diesem Bewerbermemorandum enthalten.
Planung und Neubau können von verschiedenen Unternehmen durchgeführt werden. Gegenüber dem Auftraggeber ist jedoch ein Gesamtangebot abzugeben. Die bezugsfertige Fertigstellung der Neubauten soll bis 31.12.2022 erfolgen.
Zunächst wird geprüft, ob die Teilnahmeanträge den formalen Anforderungen genügen. Unvollständige Teilnahmeanträge, die trotz ggf. erfolgter Nachforderung von Unterlagen weiterhin unvollständig bleiben, können nicht berücksichtigt werden.
Anschließend wird beurteilt, ob der Bewerber nach den vorgelegten Angaben und Nachweisen grundsätzlich geeignet erscheint, die verfahrensgegenständlichen Leistungen ordnungsgemäß zu erbringen.
Schließlich wird unter den Bewerbern anhand der Referenzen gem. Ziffer III.1.3) (2) zu (2) der EU-Auftragsbekanntmachung (Mindestreferenzen) der EU-Auftragsbekanntmachung beurteilt, wer unter den als grundsätzlich geeignet eingestuften Bewerbern im Vergleich zu den Mitbewerbern besonders geeignet erscheint und daher am weiteren Verfahren beteiligt werden soll.
Für die Auswahl werden jeweils nur die als priorisiert gekennzeichnete Referenz für „Schlüsselfertige Bauleistung“ sowie die als priorisiert gekennzeichnete Referenz für „Planung Gebäude und Innenräume“ berücksichtigt. Hierzu sind die Referenzen durch den Bewerber zu priorisieren. Erfolgt, auch nach ggf. erfolgter Nachforderung, keine Priorisierung durch den Bewerber, so wird die Vergabestelle die Referenzen priorisieren und entsprechend in die Wertung einbeziehen.
Die Vorlage von mehr als jeweils 3 Referenzen „Schlüsselfertige Bauleistung“ und „Planung Gebäude und Innenräume“ ist nicht erwünscht.
Dabei wird die priorisierte Referenz „Schlüsselfertige Bauleistung“ wie folgt bewertet:
Kriterium „Zeitpunkt Inbetriebnahme“
Inbetriebnahme vor dem 1.1.2014 – 1 Punkt
Inbetriebnahme zwischen dem 1.1.2014 bis 31.12.2015 – 2 Punkte
Inbetriebnahme ab 1.1.2016 – 3 Punkte
Kriterium „Bauvolumen“
Unter 12 Mio. EUR brutto (KG 200-600 nach DIN 276) Bauvolumen – 1 Punkt
12 EUR bis 24 Mio. EUR brutto Bauvolumen (KG 200-600 nach DIN 276) – 2 Punkte
Über 24 Mio. EUR brutto Bauvolumen (KG 200-600 nach DIN 276) – 3 Punkte
Kriterium „Gebäudeart“
Hochbau allgemein – 1 Punkt
Wohngebäude – 3 Punkt
Weiterhin wird die priorisierte Referenz „Planung Gebäude und Innenräume“ wie folgt bewertet:
Kriterium „Anrechenbare Herstellkosten“
Unter 6 Mio. EUR brutto – 1 Punkt
6 EUR bis 12 Mio. EUR brutto – 2 Punkte
Über 12 Mio. EUR brutto – 3 Punkte
Wohnhäuser oder Hausgruppen in verdichteter Bauweise – 3 Punkte
Die Referenzen „Schlüsselfertige Bauleistung“ werden jeweils mit 50 %, „die Referenzen Planung Gebäude und Innenräume“ werden jeweils mit 50 % gewichtet.
Für den Fall, dass nach der vorstehend beschriebenen Vorgehensweise durch Punktegleichstand die vorgesehene Anzahl der zur Angebotsabgabe aufzufordernden Bieter überschritten wird, führen jüngere Referenzen (späterer Inbetriebnahmezeitpunkt) zur Bevorzugung eines Bewerbers. Bei gleichen Abnahmezeitpunkten entscheidet ggf. das Los.
Vorgesetzte Balkone und Ausführung in KfW 55.
Die Eignung ist für jedes Mitglied einer Bewerbergemeinschaft gesondert nachzuweisen. Soweit in der EU-Auftragsbekanntmachung oder in den Teilnahmeformularen nichts Abweichendes geregelt wird, sind daher alle Eignungsnachweise von jedem Mitglied einer Bewerbergemeinschaft vorzulegen. Die geforderten Eignungsnachweise sind den Ziffern III.1.1) bis III.1.3) der EU-Auftragsbekanntmachung zu entnehmen.
Ist ein Unternehmen – sei es als Bewerber, Mitglied einer Bewerbergemeinschaft oder im Wege der Eignungsleihe – an mehreren Bewerbungen beteiligt, so kann dies zum Verfahrensausschluss aller Bewerber/Bewerbergemeinschaften, bei denen das jeweilige Unternehmen beteiligt bzw. im Wege der Eignungsleihe einbezogen ist, führen.
Ein Bewerber kann sich zum Nachweis seiner Eignung auf andere Unternehmen stützen, ungeachtet des rechtlichen Charakters der zwischen ihm und diesem Unternehmen bestehenden Verbindungen (Eignungsleihe, vgl. § 6d EU VOB/A). In diesem Fall ist der Vergabestelle mit Einreichung des Teilnahmeantrags nachzuweisen, dass dem Bewerber die erforderlichen Kapazitäten zur Verfügung stehen, indem beispielsweise die diesbezüglichen verpflichtenden Zusagen der Unternehmen vorgelegt werden.
Die Unternehmen, auf die sich ein Bewerber zum Nachweis seiner Eignung stützt, müssen die Eignung nach Ziffer III.1.1) bis III.1.3) der EU-Auftragsbekanntmachung hinsichtlich derjenigen Eignungskriterien erfüllen, zu deren Nachweis sich der Bewerber auf die Eignung des Unternehmens stützt. Zudem sind die Erklärungen über das Vorliegen von Ausschlussgründen nach § 6e EU Abs. 1 bis Abs. 4 VOB/A und § 6e EU Abs. 6 VOB/A vorzulegen. Werden die vorstehend dargestellten Eignungsanforderungen nicht erfüllt oder liegen Ausschlussgründe gemäß § 6e EU Abs. 1 bis 4 VOB/A vor, so ist das Unternehmen auf Anforderung der Vergabestelle innerhalb einer von dieser vorgegebenen Frist zu ersetzen. Liegen Ausschlussgründe nach § 6e EU Abs. 6 VOB/A vor, so kann die Vergabestelle verlangen, dass der Bewerber das Unternehmen ersetzt.
(2) Eigenerklärung, dass die Ausschlussgründe des § 6e EU Abs. 6 VOB/A nicht vorliegen;
(3) Eigenerklärung gemäß § 19 Abs. 3 Mindestlohngesetz (MiLOG);
(4) Aktueller Nachweis über die Eintragung des Unternehmens in das Berufs- oder Handelsregister oder in die Handwerksrolle.
(1) Unverbindliche Erklärung eines in der EU niedergelassenen Kreditinstituts, dass dieses im Auftragsfall eine Vertragserfüllungsbürgschaft in Höhe von 10 % der Bruttoauftragssumme stellen wird;
(2) Eigenerklärung, dass der Abschluss einer Betriebshaftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme für Personen-, Sach- und Vermögensschäden in Höhe von mindestens 10,0 Mio.EUR bereits erfolgt ist oder Eigenerklärung, dass im Auftragsfall Versicherungsschutz in der geforderter Höhe durch eine Betriebshaftpflichtversicherung gestellt werden wird;
(1) Angaben über die Zahl der in den letzten 3 abgeschlossenen Kalenderjahren jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte, gegliedert nach Lohngruppen mit gesondert ausgewiesenem Leitungspersonal, jeweils aufgeschlüsselt nach „Planung Gebäude und Innenräume (§ 34 HOAI)“ und „schlüsselfertiger Bau“;
(2) Angaben über die Ausführung vergleichbarer Leistungen zum „Schlüsselfertigen Bau von Hochbau allgemein“, „Planung Gebäude und Innenräume (§ 34 HOAI)“.
Die Erklärung über Referenzleistung muss jeweils folgende Angaben enthalten:
— Leistungsumfang
— Herstellkosten/Bauvolumen (spezifische KG siehe jeweiligen Referenzbereich) in EUR brutto,
— Zeitpunkt Inbetriebnahme/Zeitpunkt Fertigstellung, LHP 5,
— Angaben zur Gebäudeart,
Folgende Mindestanforderungen sind nachzuweisen:
— Schlüsselfertiger Bau.
Vorlage mindestens einer Referenz über eigenerbrachte Bauleistungen im Bereich „Wohnungsbau“/„Verwaltungsbau“ mit einem realisierten Auftragsvolumen von mindestens 6 Mio. EUR brutto (KG 200 bis 600 nach DIN 276) in den letzten 5 abgeschlossenen Geschäftsjahren. Die Inbetriebnahme muss nach dem 1.1.2014 erfolgt sein.
— Planungsleistung.
Vorlage mindestens einer Referenz über eigenerbrachte Planungsleistungen im Bereich „Objektplanung Gebäude und Innenräume“ von mindestens Leistungsphase 5 bis 8 HOAI im Bereich „Wohnungsbau“ mit anrechenbaren Herstellkosten von mindestens 3 Mio. EUR brutto in den letzten 5 abgeschlossenen Geschäftsjahren nach HOAI. Die LPH 5 muss nach dem 1.1.2013 begonnen worden sein.
Bekanntmachungs-ID: CXP4YMZD612

References: § 6
 § 6
 § 6
 § 6
 § 6
 § 6
 § 19