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Timestamp: 2019-12-11 02:14:07+00:00

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Grundschule - Seite 28 von 1 - Seite 28 von 36 - GEW NRW
Was brauchen Grundschulen, damit sie eine gute Zukunft haben? Die GEW NRW hat darauf klare Antworten: Neben der zentralen Forderung nach der Aufwertung des Berufs Grundschullehrkraft durch die gleiche Bezahlung aller Lehrämter, stehen gute Arbeitsbedingungen und Bildungsgerechtigkeit im Fokus der Kampagne der GEW NRW! Für diese Herausforderungen müssen dringend Lösungen gefunden werden. Deshalb stellt die Fachgruppe Grundschule der GEW NRW ihre Arbeit unter das Motto: AUFBRECHEN Zukunft Grundschule.
Das war der Grundschultag 2019 – Jubiläumsfeier und ein Denkzettel
Forderungen der GEW NRW
Administrative Aufgaben sind vielfältige Aufgaben im außerunterrichtlichen Bereich, die aber auch erledigt werden müssen. Dazu gehören unter anderem:
Ausfüllen von Statistiken
Verfassen von Elternbriefen
Verteilen von Informationen der Schule, des Schulträgers oder anderer Institutionen
Einsammeln von Geldern
Organisation von Ausflügen, Klassenfahrten, Festen oder Sportwettkämpfen
Planung von Schulspielen oder der Projektwochen,
Lösen von Problemen mit technischen Geräten wie Kopierern oder PCs
Vor allen in den Grundschulen, in denen oft nur für wenige Stunden eine Sekretärin zur Verfügung steht, müssen viele Verwaltungsaufgaben von Lehrkräften übernommen werden. Bisher gibt es keine landesweit verbindliche Regelung für die Einstellung von Schulsekretär*innen, das heißt, die Verwaltung in den Schulen arbeitet unter sehr verschiedenen Bedingungen. Da die Schulsekretär*innen bei der Kommune beschäftigt sind, hängt der Beschäftigungsumfang oft von der Finanzkraft der jeweiligen Kommune ab und ist auch von Schulform zu Schulform unterschiedlich.
Die administrativen Aufgaben binden verhältnismäßig viel Arbeitszeit der Kolleg*innen ohne jeglichen Ausgleich durch Anrechnungsstunden. Wenn dafür zusätzliche Verwaltungsfachkräfte als Schulassistent*innen eingestellt würden, wäre dies eine deutliche Entlastung und Hilfe für alle Lehrkräfte.
Hier muss das Land als Arbeitgeber der Kolleg*innen in die Verantwortung genommen werden, da durch die Überlastung die Gesundheit der Grundschullehrer*innen gefährdet ist. Andere europäische Länder können dabei ein Vorbild sein.
Die schlecht besetzten Sekretariate beeinflussen auch die Bereitschaft, eine Schulleitungsstelle zu übernehmen. Angesichts der fast 1000 unbesetzten Schulleitungsstellen und noch mehr unbesetzten Lehrer*innenstellen besteht dringender Handlungsbedarf.
Anrechnungsstunden
Auszug § 2 Abs. 5 der VO zu § 93 Schulgesetz: Für die ständige Wahrnehmung besonderer schulischer Aufgaben, zum Ausgleich besonderer unterrichtlicher Belastungen, für die Mitgliedschaft im Lehrerrat und für die Tätigkeit als Ansprechpartnerin für Gleichstellungsfragenerhalten können die Schulen über folgende Anrechnungsstunden je Stelle (...) verfügen:
Grundschule: 0,2 Stunden pro Stelle
Realschule: 0,5 Stunden pro Stelle
Hauptschule: 0,6 Stunden pro Stelle
Gymnasium/Gesamtschule: 1,2 Stunden pro Stelle
Eine Schule mit 250 Schüler*innen erhält rechnerisch folgende Anzahl an Anrechnungsstunden:
Grundschule: 2 Stunden
Hauptschule: 8 Stunden
Realschule: 6 Stunden
Gymnasium/Gesamtschule: 23 Stunden
Viele Verwaltungsaufgaben sind in den Schulen gleich, ein solcher Unterschied bei der Verteilung der zur Verfügung stehenden Stellen und Stunden ist nicht akzeptabel. Obwohl zahlreiche Aufgaben in den letzten Jahren hinzugekommen sind ist die Berechnung der Anrechnungsstunden gleichgeblieben. In den Grundschulen reichen die Anrechnungsstunden noch nicht einmal aus, um die Mitglieder im Lehrerrat und die Ansprechpartnerin für Gleichstellungsfragen entsprechend der rechtlichen Vorgaben zu entlasten.
So gibt es in den Grundschulen das kaum lösbare Problem, mit nicht vorhandenen Anrechnungsstunden die vielfältigen Aufgaben zu bewältigen: Kooperation mit den Sonderpädagog*innen, Medienbeauftragte, Fachkonferenzleitungen, Lehrmittelsammlung, Schulbücherei, Sportkoordinierung, Sicherheitsbeauftragte, Koordination der Lehrkräfte für Deutsch als Zweitsprache und vieles mehr.
Die GEW NRW fordert die ungerechte Berechnung der Anrechnungsstunden aufzuheben. Alle Schulen sollen unabhängig von Schulart oder Schulgröße eine Sockelzuweisung von zehn Stunden erhalten, die dann je nach Stellenzahl erweitert wird. Anrechnungsstunden für die Mitgliedschaft im Lehrerrat und für die Ansprechpartnerin für Gleichstellung müssen bei der Zuweisung zusätzlich berücksichtigt werden.
Die hohe Anzahl von Pflichtstunden, die wenigen Anrechnungsstunden, die Einschränkung der Gewährung von voraussetzungsloser Teilzeit und die Fülle der ständig zunehmenden Aufgaben verstärken die gesundheitlichen Belastungen der Kolleg*innen an Grundschulen. Hinzu kommen marode Schulgebäude, bei denen Schimmelbildung und Probleme mit dem Lärmschutz keine Seltenheit sind.
Laut § 3 des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG) sind Arbeitgeber*innen verpflichtet, „die erforderlichen Maßnahmen des Arbeitsschutzes unter Berücksichtigung der Umstände zu treffen, die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten bei der Arbeit beeinflussen. Er hat die Maßnahmen auf ihre Wirksamkeit zu überprüfen und erforderlichenfalls sich ändernden Gegebenheiten anzupassen. Dabei hat er eine Verbesserung von Sicherheit und Gesundheitsschutz der Beschäftigten anzustreben.“
Die psychosoziale Gefährdungsbeurteilung mittels COPSOQ ist das Instrument, um aus den Ergebnissen relevante und notwendige Maßnahmen zu generieren. Deutliche Probleme zeigen sich hier vor allem im Bereich
„Work-Privacy“ und in der Stressbewältigung. Behörden müssen nach § 76 Landesbeamtengesetz (LBG) ein Gesundheitsmanagement gewährleisten. Die Bezirksregierungen sind für den Aufbau zuständig – doch erst ab 2019.
Das Land NRW als Arbeitgeber muss seinen Pflichten im Bereich des Arbeits- und Gesundheitsschutzes nachkommen. Maßnahmen zur Gesunderhaltung müssen in die Arbeitszeit eingebunden werden und nicht zu Lasten der Kolleg*innen gehen.
Soziale Ansprechpartner*innen (SAP) muss es in allen Bezirken geben.
Alle Kolleg*innen müssen die Möglichkeit haben, kostenlose Supervisionsangebote beziehungsweise Angebote der kollegialen Beratung zu nutzen.
Das nach § 76 LBG vorgeschrieben Gesundheitsmanagement muss umgehend eingerichtet werden.
Die Sanierung der Schulgebäude muss schnellstmöglich umgesetzt werden. Die Landes- und Bundesgelder sind entsprechend einzusetzen.
Lehrer*innen und Schüler*innen haben ein Anrecht auf einen gesunden Arbeitsplatz!
Lehrer*innen, Schulleiter*innen und Fachleiter*innen an den Grundschulen in NRW verdienen weniger Geld als Kolleg*innen an Gymnasium oder Berufskolleg. Dies ist historisch begründet und liegt teilweise an den unterschiedlichen Studienzeiten vor der Reform des Lehrer*innenausbildungsgesetzes (LABG) in 2009. Nach dem neuen Gesetz ist das Studium für alle Lehrämter gleich lang. Eine unterschiedliche Besoldung ist daher verfassungswidrig, wie Verfassungsrechtler Prof. Ralf Brinktrine in einem Gutachten für die GEW feststellte. Der Gehaltsunterschied zwischen A12 und A13 ist groß, der Abstand zu der Besoldung der Tarifbeschäftigten Lehrkräfte noch größer. So erhalten seit 1. Januar 2018 Berufsanfänger*innen folgende Bezahlung:
Lehrkräfte an Grundschulen: A12 (Stufe 5) – 3.703,49 Euro und EG 11 – 3.202,32 €
Lehrkräfte an Förderschulen: A13 (Stufe 5) – 4.133,02 € und EG 13 – 3672,02 €
In inklusiven Grundschulen arbeiten Förder- und Grundschullehrer*innen, die unterschiedlich besoldet werden, in einem Team mit denselben Kindern. Diese Ungerechtigkeit setzt sich in der Bezahlung der Schulleitungen, Fachleiter*innen und Herkunftssprachenlehrer*innen fort: Grundschulleitungen erhalten seit 2017 die Besoldung nach A14, allerdings ohne Amtszulage. Die Konrektor*innen erhalten seit 1. Januar 2018 A13 Z. Fachleiter*innen in der Grundschule erhalten nur eine Zulage, während zum Beispiel am Gymnasium dieselbe Tätigkeit zu einer Beförderung zu A15 führt. Fachleiter*innen in allen Schulformen leisten aber dieselbe Arbeit.
Die GEW NRW fordert für alle Lehrämter eine Einstiegsbesoldung nach A13Z beziehungsweise EG 13. Für die Bildungsgewerkschaft ist es nicht akzeptabel, wenn eine Besoldungserhöhung nur für jene Kolleg*innen gelten soll, die nach 2009 ihren Abschluss gemacht haben, und Berufserfahrung bei der Einstufung keine Rolle spielen soll. Im Zuge der Besoldung A13Z für alle müssen zwangsläufig auch die Schulleitungen neu eingruppiert werden. Gleichzeitig ist für die Fachleiter*innen in den Grundschulen endlich ein Beförderungsamt zu schaffen.
Die Fachgruppe Grundschule der GEW NRW hat sich der bundesweiten Initiative „JA13“ angeschlossen und wird weiter Druck machen auf die Mitglieder des Landtags, endlich für eine gerechte Besoldung für alle Lehrkräfte in NRW zu sorgen. Die Bildungsgewerkschaft fordert eine Wertschätzung für die Arbeit der Grundschullehrkräfte und gleiches Gehalt für gleiche Arbeit.
Im Rahmen einer gemeinsamen Strategie der Kultusministerkonferenz hat sich auch Nordrhein-Westfalen dazu verpflichtet, digitale Kompetenzen zu lehren für alle ab dem Schuljahr 2018/2019 eingeschulten Kinder bis zum Ende der Pflichtschulzeit. Allerdings fehlen in den Schulen eine entspechende Ausstattung mit digitalen Medien und der Zugang zu schnellem Internet. Die technische Wartung und Betreuung digitaler Medien an den Grundschulen ist häufig dem privaten Engagement des Kollegiums zu verdanken. Doch auch die Kolleg*innen selbst sind auf diese Herausforderungen kaum vorbereitet.
Viele Kinder im Grundschulalter verfügen bereits über erste Erfahrungen im Umgang mit PC, Internet und Mobiltelefon – wobei digitale Medien eher unkontrolliert konsumiert als gezielt genutzt werden. Die digitale Mediennutzung von Kindern ist vom Elternhaus in besonderem Maße abhängig. Nicht alle Kinder haben entsprechenden Zugang und Medienkompetenz kann nicht vorausgesetzt werden. Daher ist die Vermittlung einer informatischen Grundbildung von der Grundschule an sinnvoll – auch im Hinblick auf die Erreichung von Bildungsgerechtigkeit für alle Kinder.
In der Grundschule muss der Einsatz digitaler Medien zudem stets unter pädagogischen Gesichtspunkten sehr sorgfältig abgewogen werden. Die Kultusministerkonferenz spricht in dem Strategiepapier „Bildung in der digitalen Welt“ davon, dass das Lehren und Lernen in der digitalen Welt dem Primat des Pädagogischen folgen müsse. Die Angemessenheit der Nutzungszeit für die Altersgruppe muss in solche Überlegungen ebenso einfließen wie Aspekte des individuellen Förderns und Forderns. Ersetzt der Medienkonsum reale Begegnungen und das Spiel, so muss gegengesteuert werden. Basale Fähigkeiten wie die Schulung der Feinmotorik und der Wahrnehmung dürfen ebensowenig vernachlässigt werden wie die klassischen Bildungsinhalte.
Ein flächendeckendes und praxisorientiertes Fortbildungsangebot für Bildung in der digitalen Welt muss entwickelt werden. Es sollte zusätzliche Fortbildungstage für das ganze Kollegium geben.
Die technische Ausstattung der Grundschulen sowie Maßnahmen zum Datenschutz müssen verbessert werden.
Digitale Endgeräte müssen für Schüler*innen und Lehrer*innen bereitgestellt werden.
Die Wartung und den technischen Support digitaler Medien müssen entsprechende Fachleute und keine Lehrkräfte übernehmen.
Der pädagogische Nutzen sollte vor jedem Einsatz digitaler Medien geprüft werden.
Ganztag (Stand: November 2018)
92 Prozent aller Grundschulen in NRW arbeiten als Offene Ganztagsschule (OGS) und nur 17 Grundschulen sind gebundene Ganztagsschulen. Rund 44 Prozent aller Grundschüler*innen nutzen ein Ganztagsangebot. Während in gebundenen Ganztagsschulen der Schultag rhythmisiert wird, ist die OGS ein additives Angebot.
Die OGS ist zwar Teil der Grundschule, wird aber in den meisten Schulen nicht vom Schulträger, sondern über Träger der Jugendhilfe, Fördervereine, Kirchen oder Sportvereine organisiert. Die Finanzierung erfolgt über Zuschüsse des Landes und teilweise der Kommunen sowie durch Elternbeiträge. Die Zuschüsse des Landes orientieren sich an der Zahl der gebildeten Gruppen mit jeweils 25 Kindern. Es gibt in NRW keine einheitlichen Standards für die personelle und sächliche Ausstattung der OGS. Regelungen für die Ganztagsbetreuung sind unter anderem in folgenden Erlassen festgelegt:
Gebundene und offene Ganztagsschulen sowie außerunterrichtliche Ganztags- und Betreuungsangebote im Primarbereich (Runderlass in der Fassung vom 06.03.2016, BASS 12-63 Nr. 2)
Zuwendungen für die Durchführung außerunterrichtlicher Angebote offener Ganztagsschulen im Primarbereich (Runderlass 25.01.2017 BASS 11-02 Nr. 19)
Zum Schuljahr 2018/2019 wurde die Zahl der OGS-Plätze erhöht. In einem Erlass vom 16.Februar 2018 ist alles geregelt zur Beurlaubung der Kinder für außerunterrichtliche Angebote und Einführung von mehr Flexibilität für den Besuch der OGS.
Für die Qualifikation und Bezahlung der OGS- Mitarbeiter*innen gibt es keine Vorgaben durch das Land. Oft arbeiten sie auf 450-Euro-Basis oder auf einer halben Stelle und werden nicht nach Tarif bezahlt. Das führt zu einer hohen Fluktuation bei den Mitarbeiter*innen. Grundschulkinder benötigen aber feste Bezugspersonen.
Mehr Bildungsgerechtigkeit kann nur durch die Einführung eines gebundenen Ganztags für alle Grundschulen erreicht werden. Bis dahin müssen …
Mindeststandards für alle OGS eingeführt werden, damit nicht die Finanzkraft der Kommune über die Qualität des Angebots entscheidet.
alle OGS-Mitarbeiter*innen nach Tarif bezahlt werden.
gute Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter*innen geschaffen werden.
eine ausreichende Zahl der OGS-Räume und eine gute Ausstattung zur Verfügung stehen.
Gute Ausbildung (Stand: November 2018)
Die Arbeit an einer Grundschule ist anspruchsvoll. Die pädagogischen und fachdidaktischen Herausforderungen sind sehr hoch. Um den Grundstein für gute Bildung bei Kindern legen zu können, brauchen Lehrkräfte eine gute Ausbildung.
Nach dem Lehrerausbildungssetz von 2009 ist die Lehrerausbildung für alle Schulformen gleich lang: Zehn Semester Bachelor- und Masterstudium und ein Vorbereitungsdienst von 18 Monaten. Für das Lehramt Grundschule müssen in dieser Zeit allerdings drei Unterrichtsfächer studiert werden: Deutsch, Mathematik und ein weiteres Fach. Es besteht zudem an den Universitäten in NRW ein Numerus Clausus zwischen 1,4 und 2,4. Dazu kommen die für alle Lehrämter in den Fächern Kunst, Musik und Sport teilweise sehr anspruchsvollen Aufnahmebedingungen. Durch die Inklusion in fast allen Grundschulen ist die Vorbereitung auf diese Aufgabe schon in der Ausbildung dringend erforderlich.
Die Zahl der Studierenden und damit Lehramtsanwärter*innen ist in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Dadurch besteht seit 2015 ein zunehmender Lehrer*innenmangel an den Grundschulen. Dieser führt dazu, dass immer mehr Kolleg*innen mit anderem Lehramt und Seiteneinsteiger*innen ohne Lehramtsausbildung an den Grundschulen beschäftigt werden. Das hat gravierende Auswirkungen auf die Arbeitsbedingungen aller Kolleg*innen an Grundschulen und die fachliche Qualität der Grundschularbeit. Die Ausbildung in der zweiten Phase wird ab 1. Mai 2019 erweitert durch die Seminarausbildung in allen drei Fächern.
Eine bedarfsgerechte Hochschulentwicklungsplanung mit einer Ausweitung der Studienplätze für das Lehramt Grundschule muss her sowie der Numerus Clausus abgeschafft werden.
Die Didaktik muss in allen Unterrichtsfächern stärkere Berücksichtigung finden.
Sonderpädagogische Qualifizierung muss noch mehr Bestandteil der Ausbildung sein.
Im Rahmen der Notmaßnahmen gegen den Lehrkräftemangel müssen zudem umfassende Fortbildung von Kolleg*innen ohne Qualifizierung für das Lehramt Grundschule angeboten werden.
Weiterqualifizierung für Seiteneinsteiger*innen und Kolleg*innen mit anderem Lehramt mit der Möglichkeit zur Erlangung der Lehramtsbefähigung für die Grundschule.
Kleine Lerngruppen – Klassenbildung und Stellenzuweisung
21,95 Schüler*innen-Lehrer*innen-Relation
Das ist die Vorgabe des Haushalts NRW zur Berechnung der Lehrer*innenstellen pro Schule.
23 Kommunale Klassenbildungsrichtzahl
Der Schulträger stellt nach Abschluss des Anmeldeverfahrens fest, wie viele Eingangsklassen insgesamt in der Gemeinde gebildet werden dürfen. Dazu wird die Zahl aller Schulanfänger*innen durch 23 geteilt. Für die Klassenbildung der Eingangsklassen an der einzelnen Schule gelten dann folgende Schüler*innenzahlen:
bis zu 29: eine Klasse
30 bis 56: zwei Klassen
57 bis 81: drei Klassen
82 bis 104: vier Klassen
105 bis 125: fünf Klassen
126 bis 150: sechs Klassen
Rechtsgrundlage ist die Verordnung zur Ausführung des § 93 Schulgesetz (BASS 11-11 Nr.1). Diese Entscheidung wird in der Regel im Februar/März für das kommende Schuljahr getroffen. Nach § 6a der Verordnung werden „gebildete Klassen grundsätzlich unabhängig von später eintretenden Schülerzahlveränderungen fortgeführt“. Die Schulaufsicht kann in besonderen Ausnahmefällen Klassen zusammenlegen oder teilen.
30 AlteHöchtstzahl Kinder pro Klasse
Diese Zahl geistert noch als Schüler*innenhöchstzahl für Klassen durch die Grundschulen, ist aber in den geltenden Gesetzen nicht mehr vorgesehen.
Grundschulklassen sind sehr heterogen, das heißt aber auch, dass ein hoher Anspruch an die individuelle Förderung und Forderung gestellt wird. Individuellem und erfolgreichem Grundschulunterricht kann man nur mit kleinen Gruppen gerecht werden wie unter anderem die Internationale Grundschul-Lese-Untersuchung (IGLU) gezeigt hat. Die GEW NRW fordert eine Höchstgrenze von 20 Schüler*innen pro Klasse für alle Jahrgänge. Es ist völlig unverständlich, dass es für Grundschulen keine Höchstgrenze gibt wie für alle anderen Schulformen auch.
In den Grundschulen in Deutschland herrscht ein großer Lehrkräftemangel. In NRW konnten zum 28. August 2018 von 3.339 ausgeschriebenen Stellen nur 1766 besetzt werden. Die Anzahl der Berufseinsteiger*innen nach erfolgreich bestandener Prüfung liegt folglich meist weit unter der Anzahl nicht besetzter Stellen. Der Lehrer*innenmangel besteht regional in NRW vor allem in den Bezirken Düsseldorf und Köln und im nördlichen Ruhrgebiet. Die Landesregierung reagiert in dieser Situation mit der Einstellung von
Seiteneinsteiger*innen (Hochschulabsolvent*innen der Fächer Musik, Kunst, Sport und Englisch)
Lehrkräften mit dem Lehramt für die SII mit besonderen Einstellungsmodalitäten
Lehrkräfte mit anderen Lehrämtern
Es gibt allerdings in ganz NRW zusätzlich viele freie Vertretungsstellen, für die keine ausgebildeten Grundschullehrkräfte mehr zur Verfügung stehen. Auf diese Stellen werden befristet unter anderem Bewerber*innen mit oder ohne Berufsausbildung eingestellt.
Lehrerkräftemangel führt nicht nur zu einer hohen Belastung für alle an den Grundschulen Tätigen, sondern verstärkt auch die Bildungsungerechtigkeit. Die meisten Lehrkräfte fehlen in den Schulen mit schwierigen Lernausgangslagen, das heißt diejenigen Schüler*innen bekommen am wenigsten qualifizierten Unterricht, die ihn am meisten brauchen.
Die Zahl der Studienplätze für das Lehramt Grundschule muss erhöht werden durch Abschaffung des Numerus Clausus. Für Seiteneinsteiger*innen muss eine berufsbegleitende Qualifizierung mit der Möglichkeit geschaffen werden, die Lehramtsbefähigung für die Grundschule nachzuholen. Für befristet beschäftigte Vertretungskräfte ohne Lehramtsbefähigung für die Grundschule muss die verbindliche Teilnahme an einer pädagogischen Orientierungsphase möglichst vor Aufnahme der Tätigkeit gelten.
Konkrete Maßnahmen sind nötig, um die Attraktivität der Arbeit an den Grundschulen zu steigern:
Anpassung der Besoldung an die anderen Lehrämter: A 13Z und EG 13 für alle Grundschullehrkräfte
Senkung der Klassengrößen
Senkung der Pflichtstunden
Erhöhung der Anrechnungsstunden für außerunterrichtliche Aufgaben und die Einarbeitung von Beschäftigten ohne Grundschulqualifikation
Mit dem Erlass vom 28. März 2017 definiert die Landesregierung die Arbeit von Multiprofessionellen Teams wie folgt „Soziale Arbeit an Schulen zur Integration durch Bildung für neu zugewanderte Schülerinnen und Schüler“.
Multiprofessionelle Teams an Grundschulen sind aber mehr als das. Hier arbeiten Grundschullehrer*innen, Sonderpädagog*innen, Sozialarbeiter*innen, Sozialpädagogische Fachkräfte in der Schuleingangsphase, Lehrkräfte für Herkunftssprachen und die Mitarbeiter*innen in den Offenen Ganztagsschulen zusammen. Allerdings fehlt oft die Zeit für eine echte Kooperation, für Teamarbeit, Absprachen und Planungen.
Das Team muss je nach Bedarf noch ergänzt werden durch beispielsweise Therapeut*innen, Psycholog*innen, Künstler*innen, Sportler*innen, Krankenpfleger*innen oder Ärzt*innen. Es muss Standard werden, dass auch Kinder aus bildungsfernen Familien die Unterstützung bekommen, die sie brauchen. Die Schule muss der Ort werden, an dem Unterstützung und Hilfen jeder Art ohne Barrieren gebündelt und angeboten werden. Die nordeuropäischen Schulen machen uns vor, wie gut das gelingen kann.
Die Schulen brauchen mehr Zeit, um in den multiprofessionellen Teams zu arbeiten. Jede Kooperation gelingt nur, wenn sich die Partner*innen regelmäßig austauschen können, es Zeit für Gespräche gibt – sowohl untereinander, mit den Eltern und mit den Kindern. Bei einem gut ausgestatteten multiprofessionellen Team können sich Lehrkräfte wieder mehr auf ihre ursprüngliche Aufgabe konzentrieren, denn sie wissen, dass für die anderen Bedarfe des Kindes gesorgt wird.
Pflichtstunden (Stand: November 2018)
Grundschullehrer*innen geben bei einer Vollzeitbeschäftigung 28 Unterrichtsstunden à 45 Minuten, unterrichten also 21 Zeitstunden. Hinzu kommen Zeiten unter anderem für Aufsicht, Vor- und Nachbereitung, Korrekturen, Konferenzen, Fortbildungen sowie Gespräche mit Eltern, Therapeut*innen, Beratungsstellen und Ämtern – der zeitliche Umfang für diese Aufgaben ist nicht festgelegt. Alle Arbeitszeituntersuchungen kommen aber zu dem Ergebnis, dass die wöchentliche Arbeitszeit über der des öffentlichen Dienstes liegt, auch unter Einberechnung der Ferienzeiten.
Die Zahl der Pflichtstunden ist festgelegt in § 2 der Verordnung zur Ausführung des § 93 Absatz 2 Schulgesetz, die vom Landtagsausschuss beschlossen wird. Sie ist in den einzelnen Schulformen unterschiedlich:
Grundschulen, Hauptschulen, Realschulen: 28 Stunden
Förderschulen: 27,5 Stunden
Gymnasien, Gesamtschulen, Berufskollegs: 25,5 Stunden
Die Belastung im Unterricht und durch viele außerunterrichtliche Aufgaben ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Die Unterschiede zwischen den Schulformen sind nicht nachvollziehbar. Sie sind nur durch eine lange Tradition begründet und längst überholt. Die GEW NRW fordert eine deutliche Senkung der Pflichtstunden auf höchstens 23,5 Stunden, da nur so die Mehrbelastung durch größere Heterogenität der Klassen und viele zusätzliche außerunterrichtliche Tätigkeiten ausgeglichen werden kann.
Jede*r Kolleg*in hat die Pflicht, aber auch das Recht, an Fortbildungen teilzunehmen. Es gibt staatliche Fortbildungen und Qualifizierungsangebote, deren Konzepte von der Qualitäts- und Unterstützungsagentur – Landesinstitut für Schule (QUA-LIS) entwickelt und die über die Bezirksregierungen angeboten werden. Darunter
Zertifikatskurse für einzelne Fächer,
schulinterne Angebote für Kollegien oder Teile eines Kollegiums für die Planung weiterer Schulentwicklungsprozesse sowie
zur Qualifizierung für neue Herausforderungen und für besondere Aufgaben.
Kolleg*innen an Grundschulen haben einen sehr großen Fortbildungsbedarf, um den neuen Herausforderungen fachlich und pädagogisch gewachsen sein zu können. Inklusion, Zuwanderung, Digitalisierung und Lehrpläne sind nur einige Schlagworte, die den Bedarf beschreiben. Für die Teilnahme an längeren Fortbildungsmaßnahmen werden Anrechnungsstunden gewährt, die aber nicht zu einem entsprechenden Stundenausgleich an der Schule führen.
Der Lehrkräftemangel wirkt sich an Grundschulen auf das Kollegium aus, denn immer mehr sind nicht für diese Tätigkeit ausgebildet. Für sie werden die erforderlichen Fortbildungen und Qualifizierungsmaßnahmen noch nicht im notwendigen Maß angeboten.
Schulinterne und schulübergreifende Fortbildungsangebote müssen die Probleme aufgreifen, die täglich zu bewältigen sind.
Fortbildungen müssen grundsätzlich während der Arbeitszeit stattfinden.
Jede Schule muss so besetzt sein, dass die durch die Teilnahme einzelner Kolleg*innen an Fortbildungsmaßnahmen betroffenen Unterrichtsstunden vertreten werden können.
Anrechnungsstunden für die Teilnahme an umfangreicheren Fortbildungsmaßnahmen müssen zu einer Bedarfserhöhung an den Schulen führen.
Alle Lehrkräfte, die bisher nicht in der Grundschule gearbeitet haben, müssen für diese Aufgabe qualifiziert werden. Die entsprechenden Stunden müssen auf den Stellenbedarf der Schulen angerechnet werden.
Der Sozialindex unterstützt die Forderung „Ungleiches ungleich behandeln“. Er bemisst die soziale Belastung auf der Basis von vier soziodemografischen Merkmalen: Arbeitslosenquote, Sozialhilfequote, Migrationsquote und Quote der Wohnungen in Einfamilienhäusern. In NRW wurde der Sozialindex bezogen auf die Kreise und kreisfreien Städte erstellt und ist Grundlage für die Verteilung von aktuell rund 900 zusätzlichen Lehrer*innenstellen an Grundschulen mit besonders schwierigen Lernausgangslagen. Auch die für das Schuljahr 2018/19 beschlossenen 600 zusätzlichen Stellen für Sozialpädagogische Fachkräfte in der Schuleingangsphase werden unter Einbeziehung des Sozialindex auf die 53 Kreise/kreisfreien Städte verteilt.
Grundschulen im selben Kreis oder derselben Stadt sind in der Zusammensetzung der Schüler*innenschaft und damit im zusätzlichen Unterstützungsbedarf häufig sehr unterschiedlich. Deswegen reicht ein auf die Kreise beziehungsweise kreisfreien Städte bezogener Sozialindex nicht aus. In Hamburg gibt es flächendeckend einen schulbezogenen Sozialindex, um die besonderen Schulen besonders zu unterstützen. Den ersten Erfolg zeigten die neuesten positiven Ergebnisse der die Internationalen Grundschul-Lese-Untersuchung (IGLU) für Hamburg. Auch einige Kommunen in NRW machen sich auf den Weg und erstellen zusätzlich einen schulbezogenen Sozialindex – zum Beispiel Mülheim an der Ruhr.
Grundschulen in sozialen Brennpunkten können so über die für alle gleiche Grundversorgung mit Lehrer*innenstellen hinaus weiteres Personal erhalten, um die Startbedingungen für alle Kinder zu verbessern. Das können unter anderem Sozialarbeiter*innen, Lehrkräfte oder Künstler*innen sein – je nach Bedarf.
Die GEW NRW fordert einen schulbezogenen Sozialindex, damit Land, Kommune und Schulaufsicht genauere Informationen zu den Bedarfen der einzelnen Schule erhalten und darauf reagieren können. Schulen mit schwierigen Lernausgangslagen müssen durch zusätzliches Personal und Sachmittel unterstützt werden, um mehr Bildungsgerechtigkeit zu erreichen.
„Die Schulpflicht beginnt für Kinder, die bis zum Beginn des 30. Septembers das sechste Lebensjahr vollendet haben, am 1. August desselben Kalenderjahres“ (Schulgesetz in § 35). Am ersten Schultag sind daher einige Kinder noch nicht sechs Jahre alt, andere Kinder feiern kurz nach der Einschulung schon ihren siebten Geburtstag. Aber nicht nur im Alter unterscheiden sich die Lernanfänger*innen stark, sondern auch der individuelle Entwicklungsstand differiert zum Einschulungszeitpunkt um bis zu drei Jahre. Manche Kinder sind mit den Unterrichtsanforderungen in Klasse 1 völlig überfordert, andere brauchen mehr Herausforderungen. Durch die unterschiedliche vorschulische Förderung in der Familie sind die Startbedingungen der Kinder nicht vergleichbar. Schon zum Zeitpunkt der Einschulung ist daher eine soziale Spaltung zu beobachten.
In der Schuleingangsphase werden zusätzlich sozialpädagogische Fachkräfte eingesetzt, um gerade diese Kinder bei der Entwicklung der basalen Fähigkeiten zu unterstützen. Zum Schuljahresbeginn 2018/2019 gibt es insgesamt 1.193 sozialpädagogische Fachkräfte in der Schuleingangsphase. Bei insgesamt fast 2.800 Grundschulen bedeutet das für weniger als die Hälfte der Grundschulen eine entsprechende Unterstützung. Dazu kommen die Kinder, die schon im Kindergarten durch Integrationskräfte unterstützt wurden. Für viele von ihnen dürfen die Schulen frühestens eineinhalb Jahre nach der Einschulung ein Verfahren nach der Ausbildungsordnung sonderpädagogische Förderung (AO-SF) einleiten. Für die präventive Arbeit in der Schuleingangsphase fehlt es jedoch an einer bedarfsgerechten sonderpädagogischen Unterstützung.
Die Eingangsklassen dürfen nach den Richtlinien des Landes NRW bis zu 29 Kinder aufnehmen, teilweise sind es sogar mehr. So große Klassen erschweren den gelingenden Schulstart, da die individuelle Förderung jedes Kindes nicht im erforderlichen Umfang möglich ist (siehe auch Stichwort: Kleine Lerngruppen).
Klassen dürfen mit höchstens 20 Schüler*innen gebildet werden.
Jede Grundschule benötigt eine halbe Stelle für sozialpädagogische Fachkräfte in der Schuleingangsphase und pro Eingangsklasse, mindestens aber eine Stelle für jede Schule.
Sonderpädagog*innen müssen an jeder Grundschule eingestellt werden.
Um den verschiedenen Bedürfnissen der Schulanfänger*innen gerecht werden zu können, benötigt jede Grundschule eine bessere räumliche und sächliche Ausstattung.
Die Ausbildungsordnung Grundschule muss dahingehend geändert werden, dass die Wiederholung der Klasse 1 auch an Schulen mit jahrgangsbezogenem Unterricht flexibler möglich ist.
An den Grundschulen arbeiten 45 Prozent der Lehrer*innen in Teilzeit. Teilzeitkräfte sind im außerunterrichtlichen Bereich weit überproportional belastet. Gemäß § 17 der Allgemeinen Dienstordnung (ADO) soll der Umfang der Dienstpflichten – Unterrichtsverpflichtung und außerunterrichtliche Aufgaben – der reduzierten Pflichtstundenzahl entsprechen.
Einige Bezirksregierungen haben Teilzeitempfehlungen herausgegeben und raten den Schulen, eigene Teilzeitkonzepte zu entwickeln, um die anteilige Reduzierung der außerunterrichtlichen Aufgaben zu regeln wie beispielsweise die Teilnahme an Sprechtagen und Schulfesten sowie Aufsicht, Vertretungen und die Stundenplangestaltung. Nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts von 2015 müssen außerunterrichtliche Belastungen von Teilzeitkräften, die nicht gemäß der verringerten Pflichtstundenzahl reduziert werden können, anderweitig zeitlich ausgeglichen werden. Das ist in NRW noch nicht umgesetzt.
Nach dem Landesbeamtengesetz gibt es verschiedene Teilzeitregelungen:
§ 63 – voraussetzungslose Teilzeit
§ 64 – Teilzeit aus familiären Gründen
§ 65 – Jahresfreistellung (Sabbatjahr)
§ 66 – Altersteilzeit
§ 67 – Teilzeit während der Pflegezeit
§ 74 – Teilzeit während der Elternzeit
Mit dem hohen Lehrkräftemangel ändert sich die Genehmigungspraxis in den Bezirksregierungen. Der Genehmigungsvorbehalt, „wenn dienstliche Belange nicht entgegenstehen“, wird im Hinblick auf Anträge nach § 63 und § 65 nun restriktiv ausgelegt. Das kann zum Beispiel dazu führen, dass in einigen Bezirken langjährige Teilzeitbeschäftigte kurz vor der Pensionierung Vollzeit arbeiten sollen. Oft befürchten die betroffenen Kolleg*innen das Pensum nicht mehr zu schaffen oder krank zu werden. Daher ist eine Erhöhung der Teilzeit um einige Stunden, die der „eigenen Schule“ bei der Stellenbesetzung helfen, akzeptabler als die Aufstockung auf eine Vollzeitstelle mit gleichzeitiger Abordnung wegen Überbesetzung an eine andere Schule.
Die GEW NRW fordert, die Möglichkeit der Teilzeitbeschäftigung ohne Verschlechterung zu erhalten. Eine pauschale Ablehnung von Teilzeitanträgen nach § 63 ist inakzeptabel, auch wenn sie rechtlich zulässig ist. Die Bildungsgewerkschaft setzt sich für einen sensiblen Umgang mit den Anträgen im Rahmen einer Einzelfallprüfung ein. Dabei müssen bei jedem Antrag die konkrete Situation an der Schule und persönliche Gründe der antragstellenden Kolleg*in geprüft werden. Betroffene sollten Gespräche nie alleine führen: Der Örtliche Personalrat und/oder die zuständige Schwerbehindertenbeauftragten sind Ansprechpartner*innen rund um die Teilzeitbeschäftigung.
Schüler*innen sollen in der Grundschule ganzheitlich gebildet werden. So formuliert es das Ministerium für Schule und Weiterbildung 2008 in „Richtlinien und Lehrpläne für die Grundschule in Nordrhein-Westfalen“: „Es ist Aufgabe der Grundschule, Fähigkeiten, Interessen und Neigungen der Kinder aufzugreifen und sie mit den Anforderungen fachlichen und fachübergreifenden Lernens zu verbinden.“
Kinder im Grundschulalter lernen oftmals personenbezogen. Der intensive persönliche Kontakt zwischen Schüler*innen und Lehrer*innen fördert die Lernfreude und Leistungsbereitschaft. Deshalb werden möglichst wenige Lehrkräfte in einer Klasse eingesetzt und die Klassenlehrer*in unterrichtet zum Teil „fachfremd“. Die Einführung des Fachs Englisch und die neuen Vorgaben zur Sicherheit im Schulsport haben den Wandel hin zu mehr Fachunterricht in den letzten Jahren gefördert. Auch die Beschäftigung von Seiteneinsteiger*innen, die nur ein Fach unterrichten dürfen, bleibt nicht ohne Folgen.
Es gibt nach den Richtlinien keine Unterteilung in Haupt- und Nebenfächer. Trotzdem wird die Arbeit der Grundschulen zu häufig auf die Vermittlung der Fähigkeiten Lesen-Schreiben-Rechnen reduziert. Einige Gesamtschulen ermitteln aus einem Zensurendurchschnitt des Halbjahreszeugnisses in Klasse 4 ein Auswahlkriterium für die Aufnahme. Dabei berücksichtigen sie nur die Fächer Deutsch, Englisch, Mathematik und Sport. Dies widerspricht dem Anspruch der Grundschularbeit und verkennt, welchen Einfluss beispielsweise Musik auf mathematisches Verstehen hat oder Sport auf die kognitive Entwicklung. Eine frühe Einengung auf wenige Unterrichtsfächer verhindert Talententwicklung ebenso wie eine umfassende Bildung des ganzen Menschen.
Während Kinder aus gutsituierten Familien mit Ballett, Musikschulbesuch und anderen Aktivitäten schulische
Defizite kompensieren können, sind Kinder aus armen Familien darauf angewiesen, kulturelle Impulse in der Schule zu bekommen.
Die Fähigkeiten, Interessen und Neigungen der Kinder sind ebenso verschieden wie die Förderung durch ihre Familien. Es ist die Aufgabe der Grundschule, Kinder zu erziehen und ganzheitlich zu fördern und zu fordern. Dazu gehört die Gleichwertigkeit der Fächer. Die künstlerischen, musischen oder sportlichen Leistungen sind ebenso zu fördern wie die sprachlichen und mathematischen.
Politische Rahmenbedingungen für sozialpädagogische Fachkräfte
Zum Schuljahresbeginn 2019/2020 sind weitere 557 zusätzliche Stellen für sozialpädagogische Fachkräfte in der Schuleingangsphase ausgeschrieben worden. Damit stehen für die fast 2.800 Grundschulen 1.750 Stellen zur Verfügung. Sozialpädagogische Fachkräfte werden einer Schule zugeordnet und sollen nur in Ausnahmefällen an zwei Schulen zum Einsatz kommen. Schulen mit einem sozial herausfordernden Einzugsgebiet werden dabei vorrangig berücksichtigt.
Tätigkeitsschwerpunkte von sozialpädagogischen Fachkräften (Erlass vom 8. Juni 2018)
Ermittlung der Lernausgangslagen
Mitwirkung bei der Förderdiagnostik und der Erstellung von Förderplänen
Planung und Durchführung gezielter Fördermaßnahmen in den Bereichen Basiskompetenzen Wahrnehmung, Motorik, Sprache, sozial-emotionaler Kompetenz
Unterstützung der Kinder im Unterricht
Elternberatung und -information
Kooperation mit Kitas, außerschulischen Organisationen und professionellen Berater*innen
Die Arbeit der sozialpädagogischen Fachkräfte in der Schuleingangsphase ist ein wichtiger Baustein zum Aufbau von mehr Bildungsgerechtigkeit, denn die Kolleg*innen fördern in den beiden ersten Schuljahren gezielt diejenigen Kinder, die einen schwierigen Schulstart haben. Sie helfen, die gravierenden Entwicklungsunterschiede der Schüler*innen und Schüler beim Schulstart aufzufangen und fördern präventiv Kinder mit noch nicht offiziell festgestelltem sonderpädagogischem Förderbedarf.
Arbeitsbedingungen von sozialpädagogischen Fachkräften
Die Arbeitszeit mit den Kindern richtet sich nach den Pflichtstunden der Grundschullehrkräfte, hinzu kommen Vor- und Nachbereitung dieser Arbeit und weitere außerunterrichtliche Aufgaben wie zum Beispiel die Teilnahme an Konferenzen, Elterngespräche. Sozialpädagogische Fachkräfte sind vollwertige Mitglieder des Lehrer*innenkollegiums und haben im Rahmen der Schulmitwirkung dieselben Rechte und Pflichten wie Lehrkräfte.
Sozialpädagogische Fachkräfte in der GEW NRW – mitmachen!
In der GEW NRW engagieren sich sozialpädagogische Fachkräfte für gute Arbeitsbedingungen und die Verbesserung ihrer Bezahlung. Kompetente Ansprechpartner*innen informieren über alle Fragen rund um den Arbeitsplatz. Auch der fachliche Austausch wird organisiert. Hier gehts zu den Fortbildungen und Fachtagungen der GEW NRW für sozialpädagogische Fachkräfte >>
Forderungen der GEW NRW für sozialpädagogische Fachkräfte an Grundschulen
Die GEW NRW begrüßt die Erhöhung der Anzahl der sozialpädagogischen Fachkräfte zum Schuljahr 2019/2020 und sieht darin einen richtigen Schritt zur Erfüllung einer langjährigen GEW-Forderung: Jede Klasse der Schuleingangsphase benötigt eine halbe Stelle für eine sozialpädagogische Fachkraft, mindestens aber muss jede Schule eine Stelle erhalten.
Die GEW NRW setzt sich für einen schulscharfen Sozialindex ein, der genau die Situationen jeder einzelnen Schule berücksichtigt. Ungleiches muss ungleich behandelt werden!
Die GEW NRW fordert, dass die Stellen der sozialpädagogischen Fachkräfte nicht mit dem Bedarf der Grundschulen an Sonderpädagog*innen im Kontext von Inklusion verrechnet werden.
Die GEW fordert eine Verbesserung der Bezahlung und die Eingruppierung Höhergruppierung von derzeit EG 10 nach EG 11.
Thomas Ridder-Padberg
Telefon: +49 221 7605858
E-Mail: thomas.ridder-padberg@gew-nrw.de
Nicole Jagowski
Telefon: +49 203 5521188
E-Mail: nicole.jagowski@gew-nrw.de
Sandro Monachello
Telefon: +49 211 2495943
E-Mail: sandro.monachello@gew-nrw.de
Susanne Huppke
Telefon: +49 5264 7851
E-Mail: susanne.huppke@gew-nrw.de
GEW NRW: Sozialpädagogische Fachkräfte in der Schuleingangsphase. Informationen und Tipps zu Rechten, Pflichten und sozialpädagogischen Handlungsfeldern
GEW NRW – Flyer: Veranstaltungen (bis Ende 2019) und Ansprechpartner*innen für Sozialpädagogische Fachkräfte in der Schuleingangsphase
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Lehrkräfte für Herkunftssprachlichen Untrricht (HSU)
Politische Rahmenbedingungen für den Einsatz von Lehrkräften für den herkunftssprachlichen Unterricht
Der HSU ist ein Angebot des Landes und wird von Lehrkräften erteilt, die Bedienstete des Landes Nordrhein-Westfalen sind. Für den herkunftssprachlichen Unterricht sind derzeit im Landeshaushalt 936 Stellen für 23 Sprachen etatisiert. Die Herkunftsstaaten haben keinen Einfluss auf die Auswahl und Arbeit der Lehrkräfte.
Die konkrete Umsetzung des HSU ist im Erlass „Herkunftssprachlicher Unterricht“ vom 28.6.2016 (BASS 13 –61 Nr. 2) geregelt. Für den HSU gibt es einen Lehrplan für die Jahrgänge 1 bis 4 und 5 und 6 sowie einen Lehrplan für die Sekundarstufe I. Der Lehrplan gilt für alle Sprachen.
Einstellung der Lehrkräfte
Die Einstellung von Lehrkräften für den HSU wurde im Erlass „Herkunftssprachlicher Unterricht“ vom 28.6.2016 (BASS 13 – 61 Nr. 2) geregelt.
Den herkunftssprachlichen Unterricht erteilen grundsätzlich Lehrkräfte, die die entsprechende Befähigung für ein Lehramt nach deutschem Recht in dem Fach des herkunftssprachlichen Unterrichts besitzen. s können auch Lehrkräfte herkunftssprachlichen Unterricht erteilen, die ein in Nordrhein-Westfalen oder nach nordrhein-westfälischen Vorschriften anerkanntes Lehramt mit 1. und 2. Staatsprüfung in einem anderen Unterrichtsfach als dem ausgeschriebenen Fach erworben haben. Diese Bewerberinnen bzw. Bewerber müssen ihre Sprachkenntnisse durch eine Sprachqualifikation in der zu unterrichtenden Herkunftssprache auf der Kompetenzstufe C 1 des GeR (Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen für Sprachen „Lernen, lehren, beurteilen“ des Europarates) nachweisen.
Sofern Lehrkräfte nach diesen Kriterien nicht zur Verfügung stehen, können ausnahmsweise auch Lehrerinnen und Lehrer zugelassen werden, die eine ausländische Lehramtsprüfung für das Fach des HSU nachweisen. Hierbei müssen die Bewerberinnen und Bewerber die Sprachqualifikation gemäß der geforderten Kompetenzstufe C1 in Deutsch nachweisen.
Die Einstellung einer Lehrkraft gemäß Nummer 1 erfolgt unbefristet. Die Lehrkräfte gemäß Nummer 2 können zunächst befristet für max. 2 Jahre eingestellt werden. Danach erfolgt bei Bewährung und erfolgreicher Teilnahme an der Weiterqualifizierungsmaßnahme „Herkunftssprachenlehrkräfte an Grundschulen und Schulen der Sekundarstufe I“ die Übernahme in ein unbefristetes Beschäftigungsverhältnis.
Die Vergütung erfolgt nach dem TV-L und den einschlägigen Eingruppierungserlassen. Für die Bewerber*innen gemäß Fallgruppe 1 ist bei Vorliegen der laufbahnrechtlichen und haushaltsrechtlichen Voraussetzungen eine Übernahme in das Beamtenverhältnis vorgesehen.
Einsatz der HSU Lehrkräfte
Die HSU-Lehrkräfte können an mehreren Schulen und Schulformen eingesetzt werden. Jede HSU-Lehrkraft hat eine Stammschule sowie eine entsprechend zuständige Schulaufsichtsbehörde. Eine große Mehrheit (ca. 700) der HSU Lehrkräften sind Mitglied eines Grundschulkollegiums. Die Stammschule erstellt in Absprache mit den betroffenen Schulleitungen der Einsatzschulen die Einsatzpläne. Diese werden vom zuständigen Personalrat mitbestimmt.
Arbeitsbedingungen der HSU Lehrkräfte
Die Zahl der wöchentlichen Pflichtstunden der HSU-Lehrkräfte richtet sich nach der Schulform der Stammschule. HSU-Lehrkräfte sind vollwertige Mitglieder des Lehrerkollegiums und haben im Rahmen der Schulmitwirkung dieselben Rechte und Pflichten. Sie nehmen an den Konferenzen und Dienstbesprechungen der Stammschule teil.
HSU-Lehrkräfte in der GEW NRW – mitmachen!
Die GEW NRW ist ein starker Partner. Sie kämpft für gute Tarifabschlüsse und setzt sich für gute Arbeitsbedingungen aller Kolleg*innen ein. Dabei hat die GEW die besondere Situation von HSU-Lehrkräften im Blick. Kompetente Ansprechpartner*innen informieren über alle Fragen rund um den Arbeitsplatz Schule.
Forderungen der GEW NRW für HSU-Lehrkräfte
Der Einsatz an mehreren Standorten bzw. Schulformen muss möglichst minimiert und im optimalen Fall auf eine Schule beschränkt werden. Bei einem Einsatz an mehreren Schulen müssen die betroffenen Lehrkräfte für die Fahrtzeiten und Arbeiten angemessen entlastet werden.
HSU-Lehrkräfte werden als „Nicht-Erfüller“ in der Regel in Entgeltgruppe EG9 oder EG10 eingruppiert. Die GEW NRW fordert eine bessere Eingruppierung!
In ganz NRW müssen Fortbildungsangebote speziell für den HSU sichergestellt werden. Zudem müssen Möglichkeiten eröffnet werden, sich berufsbegleitend für weitere Fächer zu qualifizieren.
Hochschulabschlüsse der HSU- Lehrkräfte, die nach dem Recht des Heimatlandes den Zugang zur Ausübung des Lehrerberufes ermöglichen, sollen entsprechend der EU-Richtlinie wie Abschlüsse von Lehrkräften mit einem in Deutschland erworbenen Abschluss anerkannt werden. Eventuelle Defizite in der Ausbildung sollen durch berufsbegleitende Maßnahmen ausgeglichen werden.
Runderlass „Herkunftssprachlicher Unterricht“ vom 28.6.2016 (BASS 13 –61 Nr. 2)
„Handreichung für Schulaufsicht, Schulleitungen sowie HSU-Lehrkräfte“ Herkunftssprachlicher Unterricht im Regierungsbezirk Arnsberg
Runderlass „Integration und Deutschförderung neu zugewanderter Schülerinnen und Schüler“ (BASS 13-63 Nr. 3),
Runderlass zur Ausländische Lehrkräfte an Grundschulen und Schulen der Sekundarstufe I (BASS 20-22 Nr. 8 Anlage 1 Nr. X)
Verordnungen AO-GS (BASS 13-11, Nr. 1.1)
APO-SI (BASS 13-21, Nr.1.1.)
Zülfü Gürbüz
Telefon: +49 2371 779097
E-Mail: zuelfue.guerbuez@gew-nrw.de
Politischen Rahmenbedingungen für Seiteneinsteiger*innen
Aufgrund des großen Lehrkräftemangels wurde für Grundschulen zunächst befristet bis Juli 2021 die Möglichkeit für die Fächer Sport, Musik, Kunst und Englisch geschaffen, ohne Lehramtsstudium dauerhaft auf der Stelle einer Lehrkraft beschäftigt zu werden. Ein Hochschulabschluss – Bachelor oder Master – in einem der Fächer ist Voraussetzung. Der Seiteneinstieg an Grundschulen führt nicht zum Erwerb des Lehramts. Nach der Pädagogischen Einführung und einer Bewährungsfeststellung durch die Schulleitung wird eine unbefristete Lehrerlaubnis für ein Fach erteilt. Die Bezahlung erfolgt in der Regel nach EG10 Tarifvertrag der Länder (TV-L).
Tätigkeiten von Seiteneinsteiger*innen
Seiteneinsteiger*innen können an zwei, maximal drei Schulen eingesetzt werden. Das zuständige Schulamt entscheidet darüber auf Grundlage der Bedarfssituation. Über den konkreten Einsatz an der Schule entscheidet die Schulleiter*in. Auch ein Einsatz in weiteren Fächern – selbst als Klassenleitung – ist möglich.
Die GEW NRW fordert mehr Unterstützung für Seiteneinsteiger*innen und Qualifizierungsmöglichkeiten für weitere Fächer in sogenannten Z-Kursen.
Arbeitsbedingungen von Seiteneinsteiger*innen
Die Arbeitszeit der Seiteneinsteiger*innen entspricht der Arbeitszeit von grundständig ausgebildeten Lehrkräften. Zu den 28 Unterrichtsstunden kommen Vor- und Nachbereitung sowie die Übernahme weiterer außerunterrichtlicher Aufgaben hinzu. Seiteneinsteiger*innen sind vollwertige Mitglieder des Lehrer*innenkollegiums und haben im Rahmen der Schulmitwirkung dieselben Rechte und Pflichten.
Seiteneinsteiger*innen in der GEW NRW – mitmachen!
Die Fachgruppen Grundschule der GEW NRW vertritt die Interessen aller Kolleg*innen an Grundschulen und setzt sich für gute Arbeitsbedingungen ein. Kompetente Ansprechpartner*innen informieren über alle Fragen rund um den Arbeitsplatz Schule. Hier gehts zu den Fortbildungen und Fachtagungen der GEW NRW für Seiteneinsteiger*innen >>
Forderungen der GEW NRW zum Seiteneinstieg an Grundschulen
Die GEW NRW fordert die Schaffung von Möglichkeiten zum berufsbegleitenden vollständigen Erwerb des Lehramts für Seiteneinsteiger*innen an Grundschulen.
Die GEW NRW kritisiert, dass es für Seiteneinsteiger*innen an Grundschulen keine Entwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten gibt – das muss sich ändern!
GEW NRW – Fachgruppe Grundschule: Fragen und Antworten – FAQ für Lehrkräfte im Seiteneinstieg mit den Fächern Kunst, Sport, Musik und Englisch
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+49 5264 7851
susanne.huppke@gew-nrw.de
Astrid Tjardes
02432 9487122
astrid.tjardes@gew-nrw.de
Iris Linz
+49 2323 9510802
iris.linz@gew-nrw.de
Hauptamtlicher Experte
Kenneth Rösen
+49 201 29403-22
kenneth.roesen@gew-nrw.de
GEW NRW und GSV NRW: Dortmunder Denkzettel zum Grundschultag 2019
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GEW NRW: AUFBRECHEN Zukunft Grundschule – Gute Arbeitsbedingungen. Bildungsgerechtigkeit für alle Kinder. (Flyer)
Die Fachgruppe Grundschule der GEW NRW stellt ihre Arbeit unter das Motto AUFBRECHEN Zukunft Grundschule.
Mit „JA 13 – für eine faire Besoldung“ fordert die GEW NRW A 13 für alle Beamt*innen und die Übertragung auf Tarifbeschäftigte.
Jetzt im Onlineshop der GEW NRW Materialien bestellen zur Grundschulkampagne AUFBRECHEN Zukunft Grundschule.
Weiterlesen: Mehr zu Grundschule

References: § 2
 § 93
 § 3
 § 76
 § 76
 § 93
 § 6
 § 2
 § 93
 § 35
 § 17

§ 63

§ 64

§ 65

§ 66

§ 67

§ 74
 § 63
 § 65
 § 63