Source: https://www.rechtsanwalt-bultmann.de/Aktuelles/Vor+Gericht/Vor+Gericht+%28vor+2006%29/AG+Recklinghausen%3A+Untreue+Betreuerin
Timestamp: 2019-04-20 04:33:23+00:00

Document:
Gisbert Bultmann · Rechtsanwalt · Notar | AG Recklinghausen: Untreue Betreuerin
Gisbert Bultmann
BGH zur Sturzprophylaxe in Altenheimen
BGH zur Sturzprophylaxe in Altenheimen /2
BGH zu Heimpflichten bei Vorsorge gegen Stürze
Enterbung: präzise Günde ?
Sieben Regeln
7 Regeln / 2
7 Regeln / 3
Broschüren / Mustertexte
High-Involvement
Aufgabe / Umfang
Form / Notar / Kosten
Hausbesuch / Service
Wettlauf der Geliebten
wettlauf 1
wettlauf 2
Omas Konto geräumt
Mißbrauch u. mysteriöses Urteil
Buch-Tipp für Juristen
Vorsorgeregister bewährt sich
So läuft's richtig...
Debatte um Selbst-bestimmung i. RE
Magensonde ?
Sondennahrung auf Krankenkasse
Bank für Soziale Unterstützung / 2
Wie wollen Sie sterben ?
Ethikrat / 2
Beispiel aus 1975 / 2
Grenzüberschreitende Betreuung
Leben in Alter u. Demenz
Vinzenz-Heim Recklinghausen
Alltag in Würde
Haus der Senioren, Velbert
Tagesklinik der Geriatrie am Prosper i. Recklinghausen
Nahrungsverweigerung bei Dementen
Demente in die Psychiatrie?
Demenz und Geschäftsfähigkeit
Demenzprojekt Schloßtheater Moers
Betreuungsrecht im Internet
Wissens-Test Betreuungsrecht
Zehn-Jahres-Frist 2
BVerfG-Verfahren
BGH - Urteil
Heterosexuelle Seniorinnen
Heterosexuelle Seniorinnen / 2
Hartz IV u. nichtehel. Lebensgemeinschaft
Immobilie und Pflegefall
Zehn-Jahres-Frist 3
Vorsicht Erbverzicht
Vom Honorar- Preisgestaltung
Preis-Frage
Testier it ! ©
Hausübergabeverträge
Der Austrag
Stifungsrecht im Internet
Hermann-Brackmann-Stiftung
H.- u. W.Ellinghaus-Stiftung
Stiftung Ellinghaus, Zeitungsbericht
Kulturstiftung Brigitte u. Gerd Kluth
Tipps zur Erbschaftsteuer
Zehn-Jahres-Frist des § 14 ErbstG
§ 14 ErbstG - Text
Broschüre zur Erbschaftsteuer
Weihnachtsgeschenke steuerfrei ?!
Immobilien höher besteuert ?
16-Staaten-Überblick
Auslandsimmobilien / 2
Eheverträge binational
Broschüre zum IPR
Thomas Mann's Vater
Joan B. Kroc, McDonald's Erbin
Klinik trennt sich von Chefarzt
Alte Dame und Notar
Viel Geld, wenig zu tun
Der rote und der schwarze Senat
Maghrebinien
Lob des Anwalts
Lob des Anwalts 2
Nicht gemerkt
Auskultator Bismarck
Kernkompetenz / Spezialisierung
Anklage wirft Betreuerin Untreue vor
Verfahren eingestellt. Jetzt muss sie sich mit Hinterbliebenen auseinandersetzen
Hinten auf den Holzstühlen hatten die Hinterbliebenen Platz genommen. Vorne auf der Anklagebank, saß die Frau, die sich jahrelang um ihre Verwandten – zwei mittlerweile verstorbene Schwestern – gekümmert hatte. Und die Staats-anwältin sprach von Untreue.
Die Angeklagte, eine Geschäftsführerin (49) aus Recklinghausen, hatte sich mit den beiden Damen aus der Nachbarschaft angefreundet. Ende der 90er Jahre war die Sympathie offenbar so ausgeprägt, dass die Frauen – Jahrgang 1914 bzw. 1919 – die Bekannte als Betreuerin einsetzen wollten.
„Sie haben mir gesagt, wir fühlen uns bei Ihnen so wohl, wir wollen uns in Ihre Hände begeben.“
Man ging zum Notar, schloss umfassende Fürsorge- und Vermögensverträge ab, überschrieb der Nachbarin zudem das Wohnhaus.
Amtsrichter Dr. Gores zeigte wenig Verständnis für die Absprachen, und für das Verhalten des Notars: „ Wenn man das liest, kann man nur sagen : Das darf doch nicht wahr sein“.
Die Hinterbliebenen sahen das ähnlich, nickten heftig. Sie liegen mit der Angeklagten im Zivilrechtstreit, in dem es u.a. um die Gültigkeit der Verträge geht. Denn die eine Schwester soll bei Vertragsschluss schon demenzkrank gewesen sein. „Das wird problematisch werden“, vermutete Gores.
Die zivilrechtlichen Fragen interessierten die Staatsanwältin indes nicht. Sie warf der 49-jährigen vor, in zwei Fällen Geld vom Konto der zuletzt noch leben-den Schwestern verwendet zu haben, um Schulden zu begleichen: eine Stromrechnung über 98 Euro und eine Wasserrechnung über 2238 Euro.
60 Tagessätze á 100 Euro seien dafür eine angemessene Strafe, befand die Vertreterin der Anklage. Das sah der Verteidiger anders – er bat um ein Gespräch hinter verschlossener Tür. Ergebnis der Unterredung war die Einstellung des Verfahrens.
Einzige Auflage für die Angeklagte: Sie muss 1000 Euro zahlen.
WAZ vom 1.02.2006
Laut Überschrift war die Angeklagte die "Betreuerin; das ist eine vom Vormundschaftsgericht einsetzte Person.
Dem Text zufolge war sie dagegen notariell Bevollmächtigte.
Hertener Straße 21
Tel. 0 23 61 . 93 17 60
Fax 0 23 61 . 18 38 18
bultmann@rechtsanwalt-notar.de
Mo - Fr 7.30 - 19.00 Uhr durchgehend
Datenschutzerklärung ist mir bekannt, willige in Datenspeicherung ein.

References: BGH 

BGH 

BGH 

BGH 
 § 14

§ 14