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Timestamp: 2016-10-23 06:27:18+00:00

Document:
U 99/01 (06.11.2002)
U 99/01
Pr�sident Sch�n, Bundesrichter Ursprung und nebenamtlicher Richter Brunner; Gerichtsschreiberin Hofer
G.________, 1940, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanwalt Christoph Anwander, Bahnhof-strasse 21, 9101 Herisau,
Die 1940 geborene G.________ arbeitete seit Januar 1990 in einem Restaurant der Firma M.________ und war damit bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunf�llen versichert. Am 23. Mai 1994 war sie als Mitfahrerin in eine Auffahrkollision verwickelt, als das von ihrem Ehemann gesteuerte, stehende Fahrzeug durch den Aufprall eines nachfolgenden Personenwagens in das davor stehende Auto geschoben wurde. Die am folgenden Tag wegen starker Beschwerden an der Halswirbels�ule (HWS), Schwindel und Kopfschmerzen konsultierte Haus�rztin Dr. med. W.________, diagnostizierte ein Schleudertrauma der HWS mit vegetativen Begleitsymptomen. �ussere Verletzungszeichen und oss�re L�sionen waren nicht erkennbar. Nach anf�nglich 100%-iger Arbeitsunf�higkeit attestierte sie ab 18. Juli 1994 wieder eine volle Arbeitsf�higkeit. Infolge Nackensteife und Schmerzen musste die aufgenommene Arbeit jedoch erneut eingestellt werden. Der Kreisarzt der SUVA, Dr. med. S.________, fand bei der Untersuchung vom 30. August 1994 starke Funktionseinschr�nkungen der HWS mit muskul�ren Verspannungen bis zur Brustwirbels�ule und den Schulterg�rtel vor; neurologische Ausf�lle konnten nicht sicher festgestellt werden. Die in der Folge von Dr. med. K.________, durchgef�hrte Manualtherapie konnte am 16. November 1994 infolge Schmerzfreiheit und nunmehr voller Arbeitsf�higkeit abgeschlossen werden. Am 17. November 1994 nahm G.________ die bisherige T�tigkeit wieder auf, gab jedoch an, weiterhin auf Schmerzmittel angewiesen zu sein.
Am 13. November 1996 wurde der SUVA ein R�ckfall zum Unfall vom 23. Mai 1994 gemeldet, nachdem die Versicherte ab 5. Oktober 1996 g�nzlich arbeitsunf�hig war und �ber Kopfschmerzen, Schmerzen in der paravertebralen Muskulatur der HWS und Kreislaufst�rungen klagte. Der SUVA gegen�ber erkl�rte sie gem�ss Protokoll vom 18. Dezember 1996, in den vergangenen zwei Jahren habe zwar keine �rztliche Behandlung stattgefunden, doch habe sie t�glich Schmerzmittel nehmen m�ssen, welche sie sich jeweils bei der Haus�rztin besorgt habe. Die Kopfschmerzen h�tten sich im Tagesverlauf verst�rkt, wobei nach l�ngerem Sitzen oder Heben R�ckenschmerzen aufgetreten seien; auch die Konzentration sei beeintr�chtigt gewesen. Wegen der vielen Medikamente seien schliesslich auch Magenprobleme aufgetreten. Am 25. Februar 1997 erstellte Dr. med. X.________ von der Klinik R.________ im Auftrag der Haftpflichtversicherung ein neurologisches Gutachten. Das Arbeitsverh�ltnis bei der Firma M.________ k�ndigte G.________ auf Ende April 1997. Nachdem Kreisarzt Dr. med. C.________ die Versicherte am 21. Mai 1997 untersucht hatte, verneinte die SUVA mit Verf�gung vom 23. Mai 1997 ihre Leistungspflicht. Daran hielt sie nach Beizug der Stellungnahme des Dr. med. X.________ vom 8. Juli 1997 und Einholung der �rztlichen Beurteilung des Dr. med. Z.________ vom SUVA-�rzteteam Unfallmedizin vom 13. August 1997 mit Einspracheentscheid vom 29. August 1997 fest. Die dagegen erhobene Beschwerde hiess das Verwal-tungsgericht von Appenzell Ausserrhoden mit Entscheid vom 20. Mai 1998 gut und wies die Sache zur Einholung eines medizinischen Gutachtens an die SUVA zur�ck.
Die SUVA beauftragte in der Folge Prof. Dr. med. Y.________ von der Klinik V.________ mit einem neurologischen Gutachten, welches am 21. April 1999 erging. Gest�tzt darauf lehnte sie mit Verf�gung vom 25. Mai 1999 das Leistungsbegehren erneut ab. Im Rahmen des Einspracheverfahrens holte sie bei der Haus�rztin die Krankengeschichte ein und unterbreitete Prof. Dr. med. Y.________ erg�nzende Fragen, zu denen dieser am 24. September 1999 Stellung nahm. Mit Entscheid vom 21. Januar 2000 wies sie die Einsprache ab.
Dagegen liess G.________ beim Verwaltungsgericht von Appenzell Ausser-rhoden Beschwerde erheben, welche dieses mit Entscheid vom 22. November 2000 abwies.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde l�sst G.________ die Erbringung s�mtlicher gesetzlicher Leistungen, namentlich auch einer Integrit�tsentsch�digung, beantragen; eventuell sei die Sache zur Vornahme erg�nzender Abkl�rungen an die Vorinstanz oder die SUVA zur�ckzuweisen. Zudem wird das neurologische Gutachten des Dr. med. M.________, vom 5. M�rz 2001 samt weiteren fachspezifischen Berichten als neues Beweismittel beigebracht.
Die SUVA schliesst unter Hinweis auf die neurologische Beurteilung des Dr. med. A.________ vom anstaltsinternen �rzteteam vom 2. Mai 2001 auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Das Bundesamt f�r Sozialversicherung und die beigeladene Krankenversicherung Helsana verzichten auf eine Vernehmlassung.
In einem zweiten Schriftenwechsel halten die Parteien an ihren Standpunkten fest.
Das kantonale Gericht hat den Begriff der f�r die Leistungspflicht der Unfallversicherung vorausgesetzten nat�rlichen Kausalit�t (BGE 119 V 337 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, je mit Hinweisen) eines versicherten Unfallereignisses f�r eine darauf zur�ckgef�hrte gesundheitliche Sch�digung zutreffend dargelegt. Richtig ist insbesondere, dass das Vorhandensein eines nat�rlichen Kausalzusammenhangs als Tatfrage - auch bei Beschwerdebildern ohne organisch nachweisbare Befunde nach Schleudertrauma der HWS (BGE 119 V 335) - mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein erforderlichen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt sein muss, w�hrend die blosse M�glichkeit eines Zusammenhangs f�r die Begr�ndung eines Leistungsanspruchs nicht gen�gt (BGE 119 V 338 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, je mit Hinweisen). Um die Beantwortung einer Rechtsfrage geht es demgegen�ber bei der Ad�quanz von Unfallfolgen (BGE 117 V 382 Erw. 4a mit Hinweis).
Bei der Beurteilung der Ad�quanz von Unfallfolgesch�den, f�r die ein nat�rlicher Kausalzusammenhang medizinisch zwar angenommen wird, jedoch nicht oder nicht hinreichend organisch nachweisbar ist (vgl. BGE 123 V 102 Erw. 3b), ist zun�chst abzukl�ren, ob die versicherte Person beim Unfall ein Schleudertrau-ma der HWS, eine dem Schleudertrauma �quivalente Verletzung (SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 Erw. 2) oder ein Sch�del-Hirntrauma erlitten hat. Ist dies nicht der Fall, gelangt die Rechtsprechung gem�ss BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa zur An-wendung. Ergeben die Abkl�rungen indessen, dass die versicherte Person eine der soeben erw�hnten Verletzungen erlitten hat, muss beurteilt werden, ob die zum typischen Beschwerdebild einer solchen Verletzung geh�renden Beein-tr�chtigungen (vgl. dazu BGE 119 V 338 Erw. 1, 117 V 360 Erw. 4b) zwar teil-weise vorliegen, im Vergleich zur psychischen Problematik jedoch bereits un-mittelbar nach dem Unfallereignis oder im Verlaufe der Entwicklung vom Unfall bis zum Beurteilungszeitpunkt nur eine sehr untergeordnete Rolle gespielt ha-ben und damit ganz in den Hintergrund getreten sind. Trifft dies zu, sind gem�ss BGE 123 V 99 Erw. 2a f�r die Ad�quanzbeurteilung ebenfalls die in BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa f�r Unf�lle mit psychischen Folgesch�den aufgestellten Grunds�tze massgebend; andernfalls erfolgt die Beurteilung der Ad�quanz ge-m�ss den in BGE 117 V 366 Erw. 6a und 382 Erw. 4b festgelegten Kriterien (BGE 123 V 99 Erw. 2a; Urteil W. vom 18. Juni 2002, U 164/01). Bei beiden Methoden wird f�r die Beantwortung der Frage der ad�quaten Kausalit�t an die Schwere des Unfalls und gegebenenfalls bestimmte unfallbezogene Kriterien angekn�pft (BGE 117 V 366 Erw. 6a und 382 Erw. 4b, 115 V 138 Erw. 6). Der Unterschied besteht darin, dass bei HWS-Schleudertraumen, diesen �qui-valenten Verletzungen und Sch�del-Hirntraumen mit jenen eines Schleuder-traumas vergleichbaren Folgen im Rahmen der Pr�fung der massgebenden unfallbezogenen Kriterien im Gegensatz zur Rechtslage bei psychischen Fehl-entwicklungen auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten zu verzichten ist, weil nicht entscheidend ist, ob die Beschwerden medizinisch eher als organischer und/oder psychischer Natur bezeichnet werden (BGE 117 V 367 Erw. 6a und 382 f.; RKUV 2000 Nr. U 395 S. 317, 1997 Nr. U 272 S. 174 Erw. 4a).
2.1 Gem�ss Gutachten der Klinik R.________ vom 25. Februar 1997 leidet die Beschwerdef�hrerin an einer HWS-Distorsion mit chronifiziertem Zervikalsyndrom und zervikozephalem Syndrom. Die Symptomatik sei chronifiziert mit belastungsabh�ngigen Schmerzen und nachweisbarer Funktionseinschr�nkung der HWS. Der klinische Verdacht auf eine traumatische L�sion im oberen HWS-Bereich werde durch das Funktions-CT vom 13. September 1996 best�tigt, welches eine pathologische Seitendifferenz in der Rotation C1/2 von 10� nachweise. Dieser Befund spreche f�r eine Blockierung aufgrund einer ligament�ren L�sion; eine Instabilit�t in diesem Bereich lasse sich jedoch nicht nachweisen. Ob beim Unfall auch eine leichte traumatische Hirnsch�digung aufgetreten sei, lasse sich nur schwer beurteilen; eine Amnesie habe jedenfalls nicht vorgelegen. Der SPECT-Befund eines global verminderten Uptakes im Grosshirn habe kaum etwas mit dem Unfall zu tun, erkl�re jedoch m�glicherweise den Teil der leicht bis m�ssig ausgepr�gten neuropsychologischen Defizite, die �ber das typische Muster von Befunden nach HWS-Distorsion hinausgehe. Angesichts der objektivierbaren Befunde lasse sich die Schmerzsymptomatik mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall zur�ckf�hren, zumal die Versicherte vorher nie unter Nackenschmerzen gelitten habe. Am 8. August 1997 f�hrte Dr. med. X.________ gest�tzt auf ein am 12. Juni 1997 erstelltes unauff�lliges MRI aus, der Verdacht auf eine generalisierte cerebrale Erkrankung lasse sich nicht erh�rten. Da sich unfallfremde Faktoren nicht best�tigen liessen, sei eine leichte traumatische Hirnsch�digung als hauptverantwortliche Ursache f�r die nachge-wiesenen neuropsychologischen Defizite anzusehen.
In seiner �rztlichen Beurteilung vom 13. August 1997 weist Dr. med. Z.________ darauf hin, dass weder der Radiologe Dr. med. B.________ in seinem Bericht vom 18. September 1996 eine Bandl�sion behaupte, noch sich eine solche den CT-Funktionsaufnahmen entnehmen lasse. Die angewandte Messmethode sei zudem in Fachkreisen sehr umstritten. Die sogenannten Blockierungen seien funktioneller, reversibler Natur und damit ohne Krankheitswert. Es sei auch kaum vorstellbar, wie die B�nder isoliert h�tten gesch�digt werden k�nnen. Nach Prof. Dr. med. Y.________ ist eine traumatische L�sion im oberen HWS-Bereich nicht mit Sicherheit nachweisbar, da die einmalig beschriebenen Normabweichungen im Funktions-CT im Bereich der Messgenauigkeit l�gen (Gutachten vom 21. April 1999). Dr. med. A.________ best�tigt dies in seiner neurologischen Beurteilung vom 2. Mai 2001 mit dem Hinweis, dass die vorgenommenen Messungen nach dem derzeitigen medizinischen Wissens-stand nicht geeignet seien, eine ligament�re L�sion zu diagnostizieren. Aufgrund der Ausf�hrungen der SUVA-�rzte und des Prof. Dr. med. Y.________ kann das Ergebnis des Funktions-CT der HWS und der daraus gezogene Schluss auf das Vorliegen einer ligament�ren L�sion nicht als klare organische Ursache der geklagten Beschwerden angesehen werden. Angesichts der Tatsache, dass neurologische Befunde weitgehend fehlen, eine Instabilit�t auch von Dr. med. X.________ ausdr�cklich verneint wird und der Befund im grenzwertigen Bereich liegt, erscheint der Hinweis auf eine ligament�re L�sion lediglich als eine m�gliche Erkl�rung f�r die geklagten Beschwerden. Daran �ndert auch nichts wenn Dr. med. M.________ im Gutachten vom 5. M�rz 2001 - im Gegensatz zu den fr�heren neurologischen Gutachtern - ausf�hrt, er habe neurologische Defizite feststellen k�nnen, da er solche nicht nachvollziehbar und mit Hinweis auf deren Bedeutung bezeichnet hat.
2.2 Im Gutachten des Dr. med. X.________ wie auch in jenem des Prof. Dr. med. Y.________ werden neuropsychologische Defizite erw�hnt. Gem�ss den Ausf�hrungen des Dr. phil. D.________ vom 1. Februar 1999 machen indessen verschiedene Auff�lligkeiten in der Untersuchung eine vorsichtige Interpretation notwendig. Aus neuropsychologischer Sicht stelle sich die Frage, ob die festgestellten starken Schwankungen oder Auff�lligkeiten organisch erkl�rt werden k�nnten. Die von Dr. med. X.________ als hauptverantwortliche Ursache angenommene Hirnsch�digung l�sst sich jedoch weder aufgrund des Unfallherganges noch der erhobenen Befunde nachvollziehen. Eine anl�sslich des Unfallereignisses erfolgte mechanische Einwirkung in Form eines Kopfaufpralls kann nach Lage der Akten nicht als erstellt gelten, zumal die erstbehandelnde �rztin keinerlei Kontusionsmarken am Kopf vermerkte und die Versicherte gegen�ber dem Inspektor der SUVA gem�ss Protokoll vom 12. Juli 1994 einen Kopfaufprall an Konsole oder Windschutzscheibe ausdr�cklich verneinte. Gegen die Annahme einer traumatischen Hirnsch�digung spricht auch, dass keine Bewusstlosigkeit eintrat. Allein gest�tzt auf das Ergebnis der neuropsychologischen Untersuchung l�sst sich eine traumatische Hirnl�sion nicht erh�rten, da die Neuropsychologie die Beurteilung der Genese eines Beschwerdebildes nicht selbstst�ndig und abschliessend vorzunehmen vermag (BGE 119 V 341 Erw. 2b/bb; RKUV 2000 Nr. U 395 S. 318 Erw. 3).
3.1 Eine Leistungspflicht des Unfallversicherers kann bei einem Schleudertrauma der HWS oder einer �quivalenten Verletzung wie etwa einer Distorsion der HWS unter Umst�nden auch ohne organisch nachweisbare Sch�digung gegeben sein. Nach den Ergebnissen der medizinischen Forschung k�nnen bei solchen Verletzungen auch ohne klar ausgewiesene pathologische Befunde noch Jahre nach dem Unfall funktionelle Ausf�lle verschiedenster Art auftreten (BGE 117 V 363 Erw. 5d/aa mit Hinweisen). Der Umstand, dass die nach einem Schleudertrauma h�ufig beobachteten und deshalb von der Rechtsprechung als typisch bezeichneten Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Ged�chtnisst�rungen, �belkeit, rasche Erm�dbarkeit, Visusst�rungen, Reizbarkeit, Affektlabilit�t, Depression oder Wesensver�nderung (BGE 117 V 360 Erw. 4b) in manchen F�llen mit den heute verwendeten bildgebenden Untersuchungsmethoden nicht objektivierbar sind, darf nicht dazu verleiten, sie als rein "subjektive" Beschwerden zu qualifizieren und damit deren Relevanz f�r die Unfallversicherung in Abrede zu stellen.
Ob in solchen F�llen ein nat�rlicher Kausalzusammenhang besteht, ist - wie bereits erw�hnt - eine Tatfrage, �ber welche die Verwaltung und im Beschwerdefall der Richter im Rahmen der Beweisw�rdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht herrschenden Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden haben. Auch in diesem Bereich bedarf es somit f�r die Leistungspflicht gegen�ber dem Unfallversicherer, dass die geklagten Beschwerden medizinisch einer fassbaren gesundheitlichen Beeintr�chtigung zugeschrieben werden k�nnen und diese Gesundheitssch�digung mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit in einem urs�chlichen Zusammenhang mit dem versicherten Unfallereignis steht (BGE 119 V 340 Erw. 2b/bb).
3.2 Die Vorinstanz verneint dies unter Hinweis auf das Gutachten des Prof. Dr. med. Y.________. Dieser f�hrte aus, die seit Herbst 1996 geltend gemachten Beschwerden k�nnten nicht eindeutig als Rezidiv des Unfallgeschehens vom 23. Mai 1994 aufgefasst werden. Gleichzeitig bejaht er indessen eine unfallbe-dingte Einschr�nkung in der T�tigkeit als Hausfrau im Umfang von 20 % und empfiehlt die Zusprechung einer Integrit�tsentsch�digung entsprechend einem Integrit�tsschaden von 20 %. Dies muss jedoch in dem Sinne verstanden werden, dass die Schmerzen im Nacken- und Kopfbereich zwar zumindest teilweise als in einem nat�rlichen Kausalzusammenhang stehend anzusehen sind, aber eine wesentliche Einschr�nkung der Arbeits- und Erwerbsf�higkeit - jedenfalls aus somatischer Sicht - nicht zu begr�nden verm�gen. Organische Befunde, welche eine Reaktion im bestehenden Ausmass zu rechtfertigen verm�chten, konnte der Gutachter nicht ausmachen. Als massgebend f�r die geklagten Beschwerden bezeichnete er vielmehr die bisher nicht gelungene psychologische Verarbeitung des Traumas.
3.3 Die festgestellten neuropsychologischen Defizite gehen zum Teil �ber das typische Muster von Befunden nach HWS-Distorsionstrauma hinaus (Gutachten Dr. med. X.________ vom 25. Februar 1997), insbesondere was die Minderleistungen im Bereich visuell-r�umlichen Vorstellungsverm�gens und Raumwahrnehmung betrifft (Gutachten von Frau Dr. phil. O.________, vom 29. Januar 2001). Ebenso geben die im Gutachten des Prof. Dr. med. Y.________ vom 21. April 1999 erw�hnten starken Schwankungen Anlass zu einer vorsichtigen Interpretation. Angesichts der nicht eindeutigen Befunde kann der Unfall daher h�chstens als Teilursache der kognitiven Leistungsdefizite betrachtet werden.
3.4 Nachdem sich aus dem Gutachten des Prof. Dr. med. Y.________ Anhaltspunkte f�r eine psychische St�rung ergeben, stellt sich angesichts der unklaren neuropsychologischen Befunde, der Fixierung auf die Schmerzen und der schwer nachvollziehbaren Reaktion auf eine offenbar als unbefriedigend empfundene Schadensregulierung die Frage, ob psychisch bedingte Beeintr�chtigungen f�r die geklagten Leiden verantwortlich sind. Eine umfassende psychiatrische Begutachtung, welche diesbez�glich die erforderlichen Aufschl�sse vermitteln k�nnte, ist bis anhin nicht erfolgt. Gest�tzt auf die zur Verf�gung stehenden medizinischen Akten kann nicht abschliessend und mit dem im Sozialversicherungsrecht �blichen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit beurteilt werden, ob es sich bei den psychisch bedingten Gesundheitsst�rungen um eine nat�rliche Folge des versicherten Unfalles handelt. Eine R�ckweisung der Sache zwecks Einholung eines weiteren Gutachtens er�brigt sich aber; selbst wenn aufgrund zus�tzlicher Abkl�rungen der nat�rliche Kausalzusam-menhang zu bejahen w�re, fehlt es - wie die nachstehenden Erw�gungen zeigen - an der Ad�quanz des Kausalzusammenhangs und zwar selbst dann, wenn dieses Anspruchserfordernis nicht nach der in BGE 115 V 138 ff. Erw. 6 dargelegten Methode und somit unter Ausklammerung der Auswirkungen psychischer Komponenten vorgenommen wird, sondern nach Massgabe von BGE 117 V 366 Erw. 6 erfolgt.
4.1 Der erlittene Verkehrsunfall ist mit der Vorinstanz im mittleren Bereich, hier aber eher an der Grenze zu den leichten Unf�llen anzusiedeln. Dies entspricht auch der Praxis des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts, welches Auffahrkollisionen auf ein haltendes Fahrzeug in der Regel als mittelschweren Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unf�llen qualifiziert (Urteil B. vom 22. Mai 2002, U 339/01). Zu beachten ist allerdings, dass der Aufprall wegen der starren Beschaffenheit des Fahrzeugs (Lada Niva) wenig abgefedert wurde und die Beschwerdef�hrerin offensichtlich unvorbereitet traf.
4.2 Bei mittelschweren Unf�llen sind f�r die Beantwortung der Frage der ad�quaten Kausalit�t objektiv erfassbare Umst�nde, welche unmittelbar mit dem Unfall in Zusammenhang stehen oder als direkte oder indirekte Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtw�rdigung einzubeziehen. Als wichtigste Kriterien sind im Zusammenhang mit dem Schleudertrauma der HWS zu nennen: besonders dramatische Begleitumst�nde oder besondere Eindr�cklichkeit des Unfalls; Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen; ungew�hnlich lange Dauer der �rztlichen Behandlung; Dauerbeschwerden; �rztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; Grad und Dauer der Arbeitsunf�higkeit (BGE 117 V 367 Erw. 6a). Handelt es sich um einen Unfall im mittleren Bereich, der aber dem Grenzbereich zu den leichten Unf�llen zuzuordnen ist, m�ssen die weiteren zu ber�cksichtigenden Kriterien in geh�ufter oder auffallender Weise erf�llt sein, damit die Ad�quanz bejaht wird. Diese W�rdigung des Unfalles zusammen mit den objektiven Kriterien f�hrt zur Bejahung oder Verneinung des ad�quaten Kausalzusammenhangs (BGE 117 V 368 Erw. 6b).
4.3 Der Unfall war nicht von besonders dramatischen Umst�nden begleitet und kann auch nicht als besonders eindr�cklich bezeichnet werden. Die erlittenen Verletzungen waren nicht besonders schwer, auch wenn das von Anfang an diagnostizierte Schleudertrauma der HWS mit vegetativen Begleitsymptomen keineswegs verharmlost werden soll. In einer ersten Phase war die Beschwerdef�hrerin seit dem Unfall bis am 5. Dezember 1994 bei ihrer Haus�rztin in medizinischer Behandlung. Gem�ss Eintragung in der Krankengeschichte wurde die Behandlung zu diesem Zeitpunkt abgeschlossen. In der Folge ben�tigte die Versichert zwar noch Schmerzmittel, eine �rztliche Konsultation wegen der HWS-Problematik fand aber erst wieder am 8. Oktober 1996 statt, wobei angeblich im Zusammenhang mit den Schmerzmitteln aufgetretene Beschwerden im Vordergrund standen. Die mit diesem Arztbesuch beginnende zweite Behandlungsphase hat jedoch wegen des langen Intervalls und der daraus abzuleitenden fehlenden Unfallbezogenheit ausser Betracht zu bleiben. Nach dem Unfall litt die Beschwerdef�hrerin unbestrittenermassen an Schmerzen. Gem�ss Dr. med. K.________ (Bericht vom 16. November 1994) bestanden diese nach der letzten Therapie jedoch nicht mehr. In der Folge war die Versicherte denn auch wieder voll bzw. zu 90 % erwerbst�tig, wobei sie allerdings gem�ss eigenen Angaben regelm�ssig Schmerzmittel einnahm. Das Kriterium der k�rperlichen Dauerschmerzen kann unter diesen Umst�nden kaum als erf�llt betrachtet werden; jedenfalls verm�chte es f�r sich allein die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs nicht zu begr�nden. Sodann war die Beschwerdef�hrerin anf�nglich vom 24. Mai bis 17. Juni 1994 arbeitsunf�hig. Nach einem kurzen Arbeitsversuch bestand ab 21. Juli 1994 erneut eine vollst�ndige Arbeitsunf�higkeit bis 27. September 1994, welcher eine Phase mit 50%-iger Arbeitsf�higkeit bis 17. November 1994 folgte. F�r die folgenden zwei Jahre ist keine Arbeitsunf�higkeit ausgewiesen. Ab Oktober 1996 wurde die Beschwerdef�hrerin dann jedoch erneut vollst�ndig arbeitsunf�hig geschrieben. Auch bei der Beurteilung, ob das Kriterium von Grad und Dauer der Arbeitsunf�higkeit erf�llt ist, muss allein auf die erste, direkt dem Unfall folgende Phase abgestellt werden. Bei einer g�nzlichen Arbeitsunf�higkeit von vier Monaten und einer anschliessenden zweimonatigen Arbeitsunf�higkeit von 50 % kann auch dieses Kriterium nicht als gegeben betrachtet werden. Im Weitern liegt keine �rztliche Fehlbehandlung vor und es kann auch nicht von einem schwierigen Heilungsverlauf mit erheblichen Komplikationen gesprochen werden.
Aufgrund dieser Gesamtw�rdigung kommt dem Unfall vom 23. Mai 1994 keine massgebende Bedeutung zu f�r die Entstehung der festgestellten Gesundheitsbeeintr�chtigungen mit allf�lliger Auswirkung auf die Arbeits- und Erwerbsf�higkeit. SUVA und kantonales Gericht haben die Leistungspflicht daher zu Recht verneint. Dies gilt auch mit Bezug auf die Integrit�tsentsch�digung. Daran �ndert nichts, dass Prof. Dr. med. Y.________ im Gutachten vom 21. April 1999 von einem 20%-igen Integrit�tsschaden ausging, da er sich aus medizinischer Sicht lediglich zur H�he eines (allf�lligen) Integrit�tsschadens und zum nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und der gesundheitlichen Beeintr�chtigung, nicht aber zur Ad�quanz des Kausalzusammenhangs als einer Rechtsfrage verbindlich �ussern konnte.
Dieses Urteil wird den Parteien, der Helsana, St. Gallen, dem Verwaltungsgericht von Appenzell Ausserrhoden und dem Bundesamt f�r Sozialversicherung zugestellt.
Luzern, 6. November 2002

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