Source: http://rechtsanwaltskammer-celle.de/buergerN/ausbildung/faq.htm
Timestamp: 2017-03-23 10:25:23+00:00

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Aktuelles/Veranstaltungshinweise
Prüfungstermine für unsere Auszubildenden
Rechtsfachwirt(in) - Notariatsfachwirt(in)
HinweisAusbildungskampagne der BRAK
Tel: 05141 - 9282- 0
E-Mail: info@rakcelle.de
FAQ Wie lange dauert die Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten/ Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten?
Kann die Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten/Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten verkürzt werden?
Ja, auf gemeinsamen Antrag der/des Auszubildenden und Ausbildenden kann die Ausbildungszeit verkürzt werden, wenn zu erwarten ist, dass
das Ausbildungsziel in der gekürzten Zeit erreicht wird (§ 8 Berufsbildungsgesetz; BBiG).
Kann die Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten/Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten in Teilzeit abgeleistet werden?
Ja, auf gemeinsamen Antrag der/des Auszubildenden und Ausbildenden kann die tägliche oder wöchentliche Ausbildungszeit gekürzt werden (Teilzeitausbildung), wenn zu erwarten ist, dass das Ausbildungsziel in der gekürzten Zeit erreicht wird und ein berechtigtes Interesse vorliegt (§ 8 Berufsbildungsgesetz; BBiG).
Wie hoch ist die Ausbildungsvergütung?
Die Ausbildungsvergütung ist im Rahmen des § 17 Berufsbildungsgesetzt (BBiG) frei verhandelbar.
Auf Vorschlag des Berufsbildungsausschusses hat der Vorstand der Rechtsanwaltskammer in seiner Sitzung am 12.07.2014 beschlossen, dass für Ausbildungsverträge
mit Ausbildungsbeginn ab dem 01.08.2015 die Ausbildungsvergütungssätze (Referenzgrößen) so festzusetzen sind, dass sie abzüglich 20 % die bislang empfohlenen Mindestsätze nicht unterschreiten.
Die Referenzvergütungen lauten ab dem 01.08.2015:
1. Ausbildungsjahr: 405 €, mindestens aber 325,00 €
2. Ausbildungsjahr: 544 €, mindestens aber 435,00 €
3. Ausbildungsjahr: 656 €, mindestens aber 525,00 €.
Ein Berufsausbildungsvertrag wird auch dann nicht in das Verzeichnis der Berufsausbildungsverhältnisse eingetragen, wenn die Ausbildungsvergütung keine jährliche Steigerung ausweist. Ihnen steht es natürlich frei, mehr zu zahlen.
Kann ich werbewirksam darauf aufmerksam machen, dass meine/unsere Kanzlei ausbildet?
Der Berufsbildungsausschuss und der Vorstand der Rechtsanwaltskammer Celle haben beschlossen, allen Kanzleien die ausbilden, ein Ausbildungssiegel zur Verfügung zu stellen. Kanzleien, die sich in der Ausbildung engagieren, soll damit die Möglichkeit eröffnet werden, das Logo mit dem Stichwort „DIESE KANZLEI BILDET AUS“ werbewirksam auf ihrem Briefkopf und/oder ihrer Homepage zu führen. Das Ausbildungssiegel kann von den ausbildenden Kanzleien kostenlos in der Geschäftsstelle beantragt werden. Hierfür senden Sie bitte das ausgefüllte und unterzeichnete Antragsformular sowie einen Ausdruck der unterzeichneten Nutzungsbedingungen, welche sie auf unserer Homepage unter der Rubrik „Ausbildung beim Anwalt“ finden an die Rechtsanwaltskammer Celle.
Wo finde ich freie Ausbildungsplätze/Praktikumsplätze?
Die Rechtsanwaltskammer Celle hat auf ihrer Homepage einen Stellenmarkt eingerichtet. Hier finden Sie Kanzleien, die ausbilden.
Wo kann ich als ausbildende Kanzlei freie Ausbildungsplätze/Praktikumsplätze melden?
Freie Ausbildungs- und Praktikumsplätze können auf der Homepage der Rechtsanwaltskammer Celle eingestellt werden. Die Anzeigenschaltung ist kostenfrei. Sie bestimmen selbst, über welchen Zeitraum die Anzeige geschaltet bleiben soll. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an unsere Sachbearbeiterin für den Bereich Berufsausbildung, Frau Simone Schipper, Tel. 05141 – 92 82-13 oder über schipper@rakcelle.de.
Gibt es eine staatliche Förderung
Das Jobcenter gibt im Einzelfall Förder-Gutscheine für einen Ausbildungszuschuss für die Ausbildungskanzlei aus.
Auszubildende, die während der Berufsausbildung nicht zu Hause wohnen, können Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) beantragen.
Bitte erkundigen Sie sich bei Ihrem zuständigen Jobcenter.
Wann beginnt und wann endet der Ausbildungsvertrag?
Die Ausbildungsverträge beginnen in der Regel zum 01.08. eines jeden Jahres und enden mit Ablauf der vereinbarten Ausbildungszeit. Die Frage der Beendigung der Ausbildung hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) in einem Urteil vom 13.03.2007 – 9 AZR 494/06 – beantwortet. Das Urteil schafft damit Rechtssicherheit hinsichtlich der immer wiederkehrenden Frage, ob sich Ausbildungsverhältnisse zwangsläufig verlängern, wenn die Abschlussprüfung nicht innerhalb der Ausbildungszeit stattfinden kann.
Was ist bei dem Ausbildungsrahmenplan zu beachten?
Der Ausbilder hat für jeden Auszubildenden einen individuellen Ausbildungsplan zu erstellen. Diese Pflicht ergibt sich aus § 10 der Verordnung über die Berufsausbildung zur Rechtsanwalts- bzw. Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten. Danach hat der Ausbildende unter Zugrundelegung des Ausbildungsrahmenplans für den Auszubildenden einen individuellen Ausbildungsplan zu erstellen, §§ 11 und 14 Berufsbildungsgesetz (BBiG). Nach § 76 BBiG hat die Rechtsanwaltskammer Celle die Befugnis, diese Pflicht zu überwachen.
Kann ich den Ausbildungsberuf von der Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten zur Rechtsanwaltsfachangestellten wechseln?
Wechsel Rechtsanwaltsfachangestellte/r zur/m Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten und umgekehrt für alle Ausbildungsverträge nach der alten Ausbildungsverordnung
Ein Wechsel des Ausbildungsberufes nach Ablauf des 1. Ausbildungsjahres ist nur möglich, wenn der Ausbildungsvertrag vom Auszubildenden schriftlich gekündigt wird (§ 7 Nr. 2b des Ausbildungsvertrages). Dann kann ein neuer Berufsausbildungsvertrag mit dem entsprechenden Ausbildungsberuf geschlossen werden. Eine Anrechnung kann erfolgen.
Wechsel Rechtsanwaltsfachangestellte/r zur/m Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten und umgekehrt für alle Ausbildungsverträge nach der neuen Ausbildungsverordnung
Ein Wechsel des Ausbildungsberufes nach Ablauf des 2. Ausbildungsjahres ist nur möglich, wenn der Ausbildungsvertrag vom Auszubildenden schriftlich gekündigt wird (§ 7 Nr. 2b des Ausbildungsvertrages). Dann kann ein neuer Berufsausbildungsvertrag mit dem entsprechenden Ausbildungsberuf geschlossen werden. Eine Anrechnung kann erfolgen.
Was ist, wenn ich den Ausbildungsberuf der Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten erlernen möchte, der ausbildende Notar aber innerhalb dieser 3 Jahre sein Notaramt aufgibt?
Wenn ein Notar aus Altersgründen innerhalb der 3jährigen Berufsausbildung sein Notaramt abgeben muss, wird die Geschäftsstelle dies bei Eintragung des Ausbildungsvertrages prüfen. Wird festgestellt, dass die Altersgrenze innerhalb der 3 Ausbildungsjahre erreicht wird, so darf der Eintrag des Ausbildungsvertrages durch die Geschäftsstelle nicht erfolgen. Der Ausbilder muss entsprechend durch die Geschäftsstelle darauf hingewiesen werden und den entsprechenden Zusatz unter § 10 des Ausbildungsvertrages aufnehmen. Der Notar, der sodann verpflichtet wird, muss den Ausbildungsvertrag sogleich mit unterzeichnen.
Was ist beim Besuch der Berufsschule zu beachten?
Hier sind die Regelungen im Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) zu beachten. Nach § 9 JArbSchG hat der Arbeitgeber den Jugendlichen für die Teilnahme am Berufsschulunterricht freizustellen. Für Jugendliche unter und über 18 Jahren bedeutet dies, dass der Arbeitgeber die Auszubildenden vor einem vor 9 Uhr beginnenden Unterricht nicht beschäftigen darf.
Auszubildende unter 18 Jahren brauchen einmal in der Woche nach einem Unterrichtstag von mehr als 5 Unterrichtsstunden nicht mehr in der Ausbildungskanzlei zu erscheinen. Zu beachten ist jedoch, dass nach § 9 Abs. 2 Ziff. 1 JArbSchG Berufsschultage mit mehr als 5 Stunden einschließlich der Pausen auf die Arbeitszeit mit 8 Stunden angerechnet werden. Das bedeutet, dass man die Berufsschulstunden einschließlich der Pausen zusammenrechnen muss und diese auf die 40stündige Wochenarbeitszeit anrechnet. Im Einzelfall kann das bedeuten, dass bei der Abhaltung von 8 Unterrichtsstunden an einem Berufsschultag, zusätzlich zu dem freien Nachmittag, noch Freistunden zu geben sind, die an einem anderen Tag gewährt werden müssen.
Für Auszubildende über 18 Jahre gilt das Arbeitszeitgesetz i. V. m. dem Berufsbildungsgesetz. Nach § 3 des Arbeitszeitgesetzes darf die werktägliche Arbeitszeit 8 Stunden nicht überschritten. Sie kann im Einzelfall auf 10 Stunden verlängert werden, wenn innerhalb von 6 Kalendermonaten oder innerhalb von 24 Wochen im Durchschnitt 8 Stunden werktäglich nicht überschritten werden. Die Überstunden sind in Freizeit oder Entgelt auszugleichen. Im Einzelfall kann dies nach einem Berufsschultag, der 10 Unterrichtsstunden beinhaltet, bedeuten, dass man auch den volljährigen Auszubildenden an einem anderen Tag Freistunden geben muss, d. h. sie in der Kanzlei z. B. ab 14 Uhr oder 15 Uhr nicht mehr anwesend sind.
Wie finde ich meine Berufsschule?
Alle Berufsschulen, an denen Rechtsanwaltsfachangestellte und Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte unterrichtet werden, finden Sie auf unserer Homepage unter der Rubrik „Ausbildung beim Anwalt“  Ablauf.
Sind die Schulbücher kostenfrei?
Nach § 6 Berufsbildungsgesetz (BBiG) sind dem Auszubildenden die notwendigen Ausbildungsmittel zur Verfügung zu stellen. Der Berufsbildungsausschuss der Rechtsanwaltskammer Celle hat einstimmig beschlossen, dass der Ausbilder die Lehrbücher, die im Berufsschulunterricht eingesetzt werden, zur Verfügung stellen muss. Das bedeutet jedoch nicht, dass jede/r einzelnen Auszubildende sämtliche Lehrbücher als sein Eigentum erhält. Es reicht vielmehr aus, dass die jeweils neuesten Auflagen der Lehrbücher in der Kanzlei vorhanden sind und den Auszubildenden zur Verfügung stehen, also auch zum Berufsschulunterricht mitgenommen werden können. Es muss daher jede Ausbildungsstufe die für sie maßgeblichen Bücher bekommen.
Kosten die Zwischen- und Abschlussprüfung etwas?
Nein. Die Rechtsanwaltskammer Celle erhebt keine Gebühr für die Zwischen- bzw. Abschlussprüfung.
Was ist wenn ich die Zwischenprüfung nicht bestehe?
Die Zwischenprüfung dient lediglich der Ermittlung des Ausbildungstandes.
Was ist wenn ich die Abschlussprüfung nicht bestehe?
Die Abschlussprüfung kann 2 x wiederholt werden.
Wo finde ich Prüfungstermine
Die Termine zur Zwischen- und Abschlussprüfung finden Sie auf der Homepage der Rechtsanwaltskammer Celle unter der Rubrik "Ausbildung beim Anwalt".
Wie sehen die Zukunftschancen aus?
Die Ausbildung zur Rechtsanwalts- und Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten ist ein Beruf mit Zukunft. Viele Kanzleien suchen Rechtsanwaltsfachangestellte bzw. Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte. Die Berufsausbildung insgesamt ist umfangreich und auch anspruchsvoll. Allerdings bietet sie auch ein breites Spektrum an Einsatzmöglichkeiten. So suchen beispielsweise Versicherungen, Banken, Inkassounternehmen und beispielsweise Wirtschaftsunternehmen Rechtsanwaltsfachangestellte bzw. Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte, da diese qualitativ sehr gut ausgebildet sind.
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