Source: http://www.jurablogs.com/2012/10/30/zuschuss-mutterschaftsgeld-waehrend-elternzeit-1
Timestamp: 2017-09-25 11:58:51+00:00

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Nach § 14 Abs. 1 Satz 1 MuSchG erhalten u.a. Frauen, die Anspruch auf Mutterschaftsgeld nach § 200 Abs. 1 RVO haben, während ihres bestehenden Arbeitsverhältnisses für die Zeit der Schutzfristen des § 3 Abs. 2 MuSchG und des § 6 Abs. 1 MuSchG sowie für den Entbindungstag von ihrem Arbeitgeber einen Zuschuss in Höhe des Unterschiedsbetrags zwischen 13,00 Euro und dem um die gesetzlichen Abzüge verminderten durchschnittlichen kalendertäglichen Arbeitsentgelt.
Bis wann die zuständige Krankenkasse Mutterschaftsgeld geleistet hat, ist ohne Belang. Die Bezugsdauer des Zuschusses zum Mutterschaftsgeld ist in § 14 Abs. 1 Satz 1 MuSchG ausdrücklich auf die Zeit der Schutzfristen und den Entbindungstag bestimmt. Zudem ist die tatsächliche Zahlung von Mutterschaftsgeld durch die Krankenkasse nicht anspruchsbegründend.
Gemäß § 14 Abs. 4 MuSchG entfällt der Zuschuss zum Mutterschaftsgeld für die Zeit, in der die Frau – ohne eine zulässige Teilzeitarbeit zu leisten – Elternzeit in Anspruch nimmt. Dabei ist es nach Ansicht des Bundesarbeitsgerichts keinesfalls so, das nach § 16 BEEG die Elternzeit frühestens im Anschluss an die Schutzfrist des § 6 Abs. 1 MuSchG genommen werden kann. Die Elternzeit beginnt grundsätzlich mit dem angezeigten, also von der Mutter oder dem Vater gewählten Zeitpunkt, der auch innerhalb der Schutzfrist liegen kann.
Trotz der laufenden Elternzeit besteht zwischen der Arbeitnehmerin und dem Arbeitgeber ein Arbeitsverhältnis. Die Inanspruchnahme von Elternzeit führte nicht zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses, sondern nur zum Ruhen der sich aus dem Arbeitsvertrag ergebenden wechselseitigen Hauptleistungspflichten ...
Arbeitsrecht, Elternzeit, Mutterschaftsgeld

References: § 14
 § 200
 § 3
 § 6
 § 14
 § 14
 § 16
 § 6