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Timestamp: 2019-03-20 06:03:26+00:00

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BGH, 11.10.2007 - III ZR 301/06 - dejure.org
BGB § 839; VermG § 3 Abs. 5
Treuhandanstalt als Verfügungsberechtigte geschützte Dritte bei Erteilung einer fehlerhaften Negativbescheinigung durch das Amt zur Regelung offener Vermögensfragen; Amtspflicht der Behörde zur richtigen und unmissverständlichen Abgabe einer Erklärung; Eine juristische Person des öffentlichen Rechts als Dritter im Sinne des § 839 Abs. 1 S. 1 BGB
Amtshaftungsanspruch auch der Treuhandanstalt gegen das Amt zur Regelung offener Vermögensfragen bei Erteilung einer fehlerhaften Negativbescheinigung nach VermG
Schutzwirkung einer fehlerhaften Negativbescheinigung
Fehlerhafte Negativbescheinigung
LG Frankfurt/Oder, 27.05.2005 - 11 O 342/01
MDR 2008, 22
VersR 2008, 252
a) Ob ein (rechtswidriger) begünstigender Verwaltungsakt haftungsrechtlich schutzwürdiges Vertrauen begründet oder ob einer entsprechenden Vertrauensgrundlage objektive Umstände oder subjektive Kenntnisse beziehungsweise sich aufdrängende Erkenntnismöglichkeiten des Empfängers entgegenstehen, ist entgegen der Auffassung des Berufungsgerichts nicht erst eine Frage des mitwirkenden Verschuldens im Sinne des § 254 BGB, sondern bereits eine solche der objektiven Reichweite des dem Betroffenen durch das Amtshaftungsrecht gewährten Vermögensschutzes (Senat, Urteile vom 11. Oktober 2007 - III ZR 301/06, MDR 2008, 22, 23 f;… vom 10. April 2003 aaO; vom 11. April 2002 - III ZR 97/01, MDR 2002, 944 und vom 11. Oktober 2001 - III ZR 63/00, BGHZ 149, 50, 53 f;… Staudinger/Wöstmann, BGB, Neubearbeitung 2013, § 839 Rn. 248).
Die Klägerin verklagte ihren Streithelfer erfolgreich auf Feststellung seiner Verpflichtung, ihr den über die Ersatzpflicht des Beklagten nach § 7 Abs. 3 Satz 2 GVO hinausgehenden Schaden zu ersetzen (BGH, Urt. v. 11. Oktober 2007, III ZR 301/06, MDR 2008, 22).
Dies schließt einen Anspruch bereits nach der objektiven, durch das Amtshaftungsrecht gewährten Reichweite des Vermögensschutzes aus, was der Mitverschuldensprüfung vorgeschaltet ist (Senatsurteil vom 11. Oktober 2007 - III ZR 301/06 - VersR 2008, 252, 253 Rn. 17 m.w.N.).
Nach der ständigen Rechtsprechung des Senats müssen Auskünfte, die ein Beamter erteilt, dem Stand seiner Erkenntnismöglichkeit entsprechend sachgerecht, das heißt vollständig, richtig und unmissverständlich sein, so dass der Empfänger der Auskunft entsprechend disponieren kann (vgl. Senat, Urteile vom 10. Juli 2003 - III ZR 155/02, BGHZ 155, 354, 357 [zu "nicht rechtsverbindlich" erteilten Rentenauskünften] und vom 11. Oktober 2007 - III ZR 301/06, VersR 2008, 252 Rn. 14;… Staudinger/Wöstmann aaO Rn. 150 mwN).
Dies setzt voraus, dass ihr der für die haftpflichtige Behörde tätig gewordene Beamte bei der Erledigung seiner Dienstgeschäfte in einer Weise gegenübertritt, wie sie für das Verhältnis zwischen ihm und seinem Dienstherrn einerseits und dem Staatsbürger andererseits charakteristisch ist (…z.B. Senatsurteile vom 5. Juni 2008 - III ZR 225/07, BGHZ 177, 37 Rn. 11; vom 11. Oktober 2007 - III ZR 301/06, VersR 2008, 252 Rn. 15 und vom 12. Dezember 2002 - III ZR 201/01, BGHZ 153, 198, 201 jew. mwN).
In diesem Sinne hat der Senat in seiner Entscheidung (Az. 2 U 42/08) und auch der BGH (MDR 2008, 22; zitiert nach juris) für eine Auskunft nach § 3 Abs. 5 VermG (Negativattest) entschieden.
Die Revision des Streithelfers hat der Bundesgerichtshof mit Urteil vom 11.Oktober 2007, Az.: III ZR 301/06, zurückgewiesen.
Danach richtet sich die Prüfung der inhaltlichen Bestimmung und sachlichen Begrenzung der Haftung nach dem Vertrauen, das die Maßnahme begründen soll; dies ist jedoch - anders als die Ausführungen des Berufungsgerichts vermuten lassen - nicht (erst) eine Frage des Mitverschuldens, sondern dieser Frage vorgelagert (vgl. Senatsurteile BGHZ 177, 37, 40; vom 11. Oktober 2007 - III ZR 301/06 - VersR 2008, 252, 253 Rn. 17 und vom 24. Oktober 2002 - III ZR 259/01 - VersR 2003, 370, 371).
LG Cottbus, 01.12.2015 - 3 O 19/11
Auch diese Ansprüche unterliegen als Amtshaftungsansprüche der dreijährigen Verjährungsfrist gemäß §§ 195, 199 BGB (vgl. BGH, Urteil vom 11.10.2017, III ZR 301/06).
Die von den Klägern zitierte Entscheidung des Bundesgerichtshofes vom 11.10.2007 (Az.: III ZR 301/06) stellt auch an den Verjährungsbeginn bezüglich der BvS keine weiteren Anforderungen als Kenntnis von der Person des Schädigers und dem Eintritt des Schadens.
OLG Brandenburg, 27.03.2018 - 2 U 2/16
Amtshaftungsansprüche wegen der rechtswidrigen Erteilung einer …
Amtshaftung: Schadensersatzanspruch wegen einer rechtswidrig erteilten …

References: § 839
 § 3
 § 839
 § 254
 § 839
 § 7
 BGH 
 § 3