Source: https://www.rechtslupe.de/stichworte/arzneimittel
Timestamp: 2020-08-11 18:29:36+00:00

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Arzneimittel | Rechtslupe
Der Bun­des­ge­richts­hof hat­te sich erneut mit den Rück­for­de­rungs­an­sprü­chen eines pri­va­ten Kran­ken­ver­si­che­rers aus über­ge­gan­ge­nem Recht bezüg­lich der von sei­nem Ver­si­che­rungs­neh­mer für die pati­en­ten­in­di­vi­du­ell von der Kran­ken­haus­apo­the­ke im Rah­men einer ambu­lan­ten Kran­ken­haus­be­hand­lung her­ge­stell­ten Zyto­sta­ti­ka an das Kran­ken­haus gezahl­ten und von die­sem an das Finanz­amt abge­führ­ten Umsatz­steu­er zu befas­sen, wenn das Kran­ken­haus in
Kon­tra­zep­ti­va, deren arz­nei­mit­tel­recht­li­che Zulas­sung auf die Emp­fäng­nis­ver­hü­tung beschränkt ist, kön­nen nach der Säch­si­schen Bei­hil­fe­ver­ord­nung bei­hil­fe­fä­hig sein, wenn sie aus Anlass einer Krank­heit ver­ord­net wer­den. Das hat jetzt das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig auf die Klä­ge einer 1964 gebo­re­nen säch­si­schen Beam­tin ent­schie­den, die an einem Ute­rus­myom mit Hyper­menor­rhoe lei­det, das mit Emp­fäng­nis­ver­hü­tungs­mit­teln behan­delt
Inlän­di­sche Apo­the­ken dür­fen ihren Kun­den beim Erwerb ver­schrei­bungs­pflich­ti­ger Arz­nei­mit­tel kei­ne Vor­tei­le in Form von Sach­leis­tun­gen ver­spre­chen oder gewäh­ren. Das ent­schied jetzt das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt in Leip­zig auf die Kla­ge einer Apo­the­ke­rin gegen ihre ört­li­che Apo­the­ker­kam­mer. Im Novem­ber 2013 und im Janu­ar 2014 gab die Apo­the­ke­rin Wer­be­fly­er mit Gut­schei­nen her­aus, die bei Abga­be
Die Aus­le­gung des Arz­nei­mit­tel­be­griffs im uni­ons­recht­li­chen Sin­ne ist durch die Recht­spre­chung des Euro­päi­schen Gerichts­hofs bereits in einer Wei­se geklärt, die kei­nen ver­nünf­ti­gen Zwei­fel offen­lässt („acte éclai­ré“) . Der Bun­des­ge­richts­hof beab­sich­tigt nicht, von die­ser Recht­spre­chung abzu­wei­chen. Der deut­sche Gesetz­ge­ber hat in § 2 AMG die Defi­ni­ti­on des Arz­nei­mit­tels nach der Richt­li­nie 2001/​83/​EG
Der Bun­des­ge­richts­hof ist trotz geäu­ßer­ter Beden­ken in Bezug auf den Zeit­raum vor Inkraft­tre­ten des Anti­DopG nicht von der Ver­fas­sungs­wid­rig­keit des § 6a Abs. 2 Satz 1 AMG (in Ver­bin­dung mit § 95 Abs. 1 Nr. 2a, § 6a Abs. 1 AMG in der damals gel­ten­den Fas­sung) über­zeugt . § 6a Abs. 2 Satz 1 AMG wur­de
Nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs zur Bewer­tungs­ein­heit im Betäu­bungs­mit­tel­straf­recht, die für gleich­ge­la­ger­te Kon­stel­la­tio­nen des Inver­kehr­brin­gens von Arz­nei­mit­teln ent­spre­chend gilt , ist eine ein­heit­li­che Tat dann anzu­neh­men, wenn ein und der­sel­be Güter­um­satz Gegen­stand der straf­recht­li­chen Bewer­tung ist. Die Annah­me einer Bewer­tungs­ein­heit setzt aller­dings kon­kre­te Anhalts­punk­te vor­aus, dass bestimm­te Ein­zel­ver­käu­fe aus einer
Um den sozia­len Bedeu­tungs­ge­halt der Bedenk­lich­keit eines Arz­nei­mit­tels zu erfas­sen, bedarf es auch der Kennt­nis der tat­säch­li­chen Umstän­de, die für die Abwä­gung des Ver­hält­nis­ses zwi­schen dem bekann­ten Risi­ko und dem Nut­zen von Rele­vanz sind. Die­se muss der Täter nach einer Par­al­lel­wer­tung in der Lai­en­sphä­re rich­tig in sein Vor­stel­lungs­bild auf­ge­nom­men haben,
Arz­nei­mit­tel zur Rau­cher­ent­wöh­nung
Ver­si­cher­te der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung haben kei­nen Anspruch auf Ver­sor­gung mit Arz­nei­mit­teln zur Rau­cher­ent­wöh­nung. Damit ist in dem hier vom Bun­des­so­zi­al­ge­richt ent­schie­de­nen Fall die bei der beklag­ten Kran­ken­kas­se ver­si­cher­te Klä­ge­rin, die unter ande­rem an einer chro­nisch obstruk­ti­ven Lun­gen­wegs­er­kran­kung lei­det, auch in letz­ter Instanz mit ihrer Kla­ge auf Ver­sor­gung mit dem Arz­nei­mit­tel
Ohar­ma­zeu­ti­sche Groß­händ­ler sind nicht ver­pflich­tet, bei der Abga­be von ver­schrei­bungs­pflich­ti­gen Arz­nei­mit­teln an Apo­the­ken einen Min­dest­preis zu erhe­ben. Dies ent­schied jetzt der Bun­des­ge­richts­hof auf die Kla­ge der Zen­tra­le zur Bekämp­fung unlau­te­ren Wett­be­werbs gegen eine Phar­ma­groß­händ­le­rin, die ver­schrei­bungs­pflich­ti­ge Arz­nei­mit­tel (soge­nann­te Rx-Arti­­kel) ver­treibt. Sie warb in einem Infor­ma­ti­ons­blatt und in ihrem Inter­net­auf­tritt damit,
„Null Kon­tra­in­di­ka­tio­nen“ – in der Arz­nei­mit­tel­wer­bung
Der unein­ge­schränk­te Bewer­bung eines Arz­nei­mit­tels damit, dass es bei dem Mit­tel „0 Kon­tra­in­di­ka­tio­nen und Warn­hin­wei­se bei kar­dio­vasku­lä­ren Risi­ko­fak­to­ren oder Blu­tungs­ri­si­ken“ gebe, ver­ste­hen die ange­spro­che­nen Ärz­te im Sin­ne einer posi­tiv wis­sen­schaft­lich gesi­cher­ten Erkennt­nis, dass bei der Ein­nah­me des Mit­tels kei­ner­lei Kon­tra­in­di­ka­tio­nen oder War­nun­gen bei kar­dio­vasku­lä­ren Risi­ko­fak­to­ren oder Blu­tungs­ri­si­ken bestehen, und nicht
Der Bun­des­fi­nanz­hof hat ein Vor­ab­ent­schei­dungs­er­su­chen nach Art. 267 AEUV an den Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on gerich­tet zur Klä­rung der Rechts­fra­ge, wel­che Bedeu­tung dem in Art.20 der EU-Grun­d­­rech­­te­char­­ta (EUGrdRCh) ver­an­ker­ten Gleich­hand­lungs­grund­satz bei der Lie­fe­rung von Arz­nei­mit­teln im Umsatz­steu­er­recht zukommt. Dem Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on wird fol­gen­de Rechts­fra­ge zur Vor­ab­ent­schei­dung vor­ge­legt: Ist
Der Ver­trieb von Kräu­ter­mi­schun­gen aus getrock­ne­tem Pflan­zen­ma­te­ri­al, dem ver­schie­de­ne, dem Betäu­bungs­mit­tel­ge­setz zum dama­li­gen Zeit­punkt weit­ge­hend noch nicht unter­fal­len­de syn­the­ti­sche Can­na­bi­no­ide zuge­setzt waren und deren Ver­kauf mit der Bestim­mung erfolg­te, dass die Mischun­gen von den Kun­den „durch Rau­chen (z.B. in Form von Joints)“ zur Erzie­lung einer Rau­sch­wir­kung kon­su­miert wer­den soll­ten, kön­nen
Eine Preis­wer­bung für Arz­nei­mit­tel, die dem bewor­be­nen Preis einen höhe­ren Preis gegen­über stellt, indem auf einen „ein­heit­li­chen Apo­the­ken­ab­ga­be­preis zur Ver­rech­nung mit der Kran­ken­kas­se“ ver­wie­sen wird, ist nur zuläs­sig, wenn jeweils deut­lich gemacht wird, dass der Kran­ken­kas­se auf den Apo­the­ken­ab­ga­be­preis ein Rabatt von 5 % zu gewäh­ren ist. Andern­falls ent­hält die bean­stan­de­te
Die Ein­ord­nung eines Prä­pa­rats als Funk­ti­ons­arz­nei­mit­tel kann nicht auf eine Anga­be gestützt wer­den, die nur für die Ein­ord­nung als Prä­sen­ta­ti­ons­arz­nei­mit­tel spricht. Das Vor­lie­gen eines Funk­ti­ons­arz­nei­mit­tels im Sin­ne von Art. 1 Nr. 2 Buchst. b der Richt­li­nie 2001/​83/​EG und § 2 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. a AMG muss von dem­je­ni­gen dar­ge­legt und im Bestrei­ten­s­fall bewie­sen wer­den, der
Chlor­he­xi­din – Mund­spül­lö­sung als Arz­nei­mit­tel
Die Beur­tei­lung der Fra­ge, ob ein Pro­dukt eine phar­ma­ko­lo­gi­sche Wir­kung hat, hat sich an der Defi­ni­ti­on die­ses Begriffs in der von den Dienst­stel­len der Kom­mis­si­on in Zusam­men­ar­beit mit den zustän­di­gen Behör­den der Mit­glied­staa­ten erstell­ten Leit­li­nie zur Abgren­zung der Richt­li­nie 76/​768/​EWG über kos­me­ti­sche Mit­tel von der Richt­li­nie 2001/​83/​EG und an den
Vor dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt blieb jetzt die Ver­fas­sungs­be­schwer­de einer nie­der­län­di­schen Inter­netapo­the­ke gegen die Preis­re­gu­lie­rung bei ver­schrei­bungs­pflich­ti­gen Arz­nei­mit­teln gemäß § 78 Abs. 1 Satz 4 Arz­nei­mit­tel­ge­setz ohne Erfolg. Die nie­der­län­di­sche Apo­the­ke lie­fert die Arz­nei­mit­tel haupt­säch­lich auf Bestel­lung über Fern­kom­mu­ni­ka­ti­ons­mit­tel (Post, Tele­fon, Inter­net) per Kurier­dienst an Kun­den. Bei der Abga­be ver­schrei­bungs­pflich­ti­ger Arz­nei­mit­tel gewährt sie

References: § 2
 § 6
 § 95
 § 6
 § 6
 Art. 267
 Art.20
 Art. 1
 § 2
 § 78