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Timestamp: 2019-02-20 14:31:27+00:00

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Rechtsprechung: VersR 2011, 648 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 11.02.2010
Internationale Zuständigkeit der deutschen Gerichte für eine auf Bestimmungen des Warschauer Abkommens 1955 gestützte Schadensersatzklage bei Sitz eines beklagten Luftfrachtunternehmens in Deutschland; Bestimmung des anwendbaren Rechts mit Hilfe der engsten Verbindung nach Art. 28 Abs. 1 Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuch (EGBGB); Schadensersatzpflicht für den Verlust eines Transportguts während der Luftbeförderung
Gerichtstand und Zuständigkeit bei Forderungen auf Schadensersatz und Erstattung im Falle von Gepäckverlust im Rahmen eines Fluges und Haftung der Fluggesellschaft
Internationale Zuständigkeit bei Schadensersatzklage aus Luftfrachtvertrag
Güterbeförderungsverträge - Objektive Anknüpfung
Luftfracht, internationale Gerichtszuständigkeit
Internationale Zuständigkeit der deutschen Gerichte für eine auf Bestimmungen des Warschauer Abkommens 1955 gestützte Schadensersatzklage bei Sitz eines beklagten Luftfrachtunternehmens in Deutschland; Bestimmung des anwendbaren Rechts mit Hilfe der engsten Verbindung nach Art. 28 Abs. 1 Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuch ( EGBGB ); Schadensersatzpflicht für den Verlust eines Transportguts während der Luftbeförderung
Schadensersatzrecht - Zuständigkeit deutscher Gerichte - Warschauer Abkommen
Internationale Zuständigkeit in der Luftfracht
Zuständigkeit deutscher Gerichte im Rahmen eines Luftfrachtvertrages, dass dem Warschauer Abkommen 1955 unterliegt
NJW-RR 2010, 548
a) Die internationale Zuständigkeit der deutschen Gerichte, die auch unter der Geltung des § 545 Abs. 2 ZPO in der Revisionsinstanz von Amts wegen zu prüfen ist (vgl. BGHZ 167, 91 Tz. 20 - Arzneimittelwerbung im Internet; BGH, Urt. v. 22.10.2009 - I ZR 88/07, TranspR 2009, 479 Tz. 12 m.w.N.), ergibt sich für die gegen die in Deutschland ansässige Beklagte gerichtete Klage aus der Gerichtsstandsvereinbarung gemäß Nr. 21 des Konnossements zwischen der B. und der Beklagten, die gemäß Art. 17 EuGVÜ, der im Streitfall noch zur Anwendung kommt, wirksam ist.
Völkerrechtliche Verträge, die ein einheitliches Sachrecht für internationale Verträge schaffen, verdrängen jedoch nur in ihrem jeweiligen sachlichen, persönlichen und zeitlichen Anwendungsbereich die nationalen Kollisions- und Sachnormen (BGH, Urt. v. 22.10.2009 - I ZR 88/07, TranspR 2009, 479 Tz. 23 m.w.N.).
Auf die charakteristische Leistung nach Art. 28 Abs. 2 EGBGB a.F. kommt es bei Güterbeförderungsverträgen nicht an, da diese Vorschrift von Art. 28 Abs. 4 EGBGB a.F. vollständig verdrängt wird (BGH TranspR 2009, 479 Tz. 25).
Die internationale Zuständigkeit der deutschen Gerichte ist auch unter der Geltung des § 545 Abs. 2 ZPO in der Revisionsinstanz von Amts wegen zu prüfen (vgl. Senat, Urteil vom 2. März 2010 - VI ZR 23/09 - WRP 2010, 653; BGHZ 153, 82, 84 ff.; BGH, Urteil vom 20. November 2008 - I ZR 70/06 - TranspR 2009, 26 Tz. 17 = VersR 2009, 807 m. w. N.; vom 22. Oktober 2009 - I ZR 88/07 - TranspR 2009, 479), denn die Vorschriften über die örtliche Zuständigkeit (§§ 12 ff. ZPO) regeln mittelbar auch die Grenzziehung zwischen der Zuständigkeit deutscher und ausländischer Gerichte (vgl. Senat, Urteile vom 3. Mai 1977 - VI ZR 24/75 - NJW 1977, 1590 …und vom 2. März 2010 - VI ZR 23/09 aaO; BGH, Urteil vom 22. November 1994 - XI ZR 45/91 - NJW 1995, 1225, 1226 jeweils m. w. N.).
Die internationale Zuständigkeit der deutschen Gerichte ist auch unter der Geltung des § 545 Abs. 2 ZPO in der Revisionsinstanz von Amts wegen zu prüfen (vgl. Senat, Urteil vom 2. März 2010 - VI ZR 23/09, WRP 2010, 653; BGHZ 153, 82, 84 ff.; BGH, Urteil vom 20. November 2008 - I ZR 70/06, TranspR 2009, 26 Tz. 17 = VersR 2009, 807 m. w. N.; vom 22. Oktober 2009 - I ZR 88/07, TranspR 2009, 479), denn die Vorschriften über die örtliche Zuständigkeit (§§ 12 ff. ZPO) regeln mittelbar auch die Grenzziehung zwischen der Zuständigkeit deutscher und ausländischer Gerichte (vgl. Senat, Urteile vom 3. Mai 1977 - VI ZR 24/75, NJW 1977, 1590 …und vom 2. März 2010 - VI ZR 23/09, aaO; BGH, Urteil vom 22. November 1994 - XI ZR 45/91, NJW 1995, 1225, 1226 jeweils m. w. N.).
§ 121 Abs 2 ZPO
Prozesskostenhilfebewilligung: Beiordnung eines Verfahrensbevollmächtigten im Mahnverfahren
Mahnverfahren, gerichtliches - Prozesskostenhilfe
Verfahrensrecht - Mahnverfahren: Beiordnung eines Verfahrensbevollmächtigten
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des BGH vom 11.02.2010, Az.: IX ZB 175/07 (Hierauf müssen Sie hinweisen: Keine PKH im Mahnverfahren)" von der Redaktion der PA, original erschienen in: PA 2010, 66 - 67.
AG Hagen, 12.06.2007 - 7-1884152-06-N
LG Hagen, 12.07.2007 - 3 T 374/07
FamRZ 2010, 634
Rpfleger 2010, 330
Die Antragstellung weist mit Blick auf den nach § 703c Abs. 2 ZPO maßgebenden strengen Formblattzwang regelmäßig auch keine besondere Schwierigkeit auf, so dass sogar eine geschäftlich unerfahrene Partei anwaltlicher Hilfe im Allgemeinen nicht bedarf (BGH, Beschluss vom 11. Februar 2010 - IX ZB 175/07, ZInsO 2010, 478 Rn. 8 f mwN (Prozesskostenhilfe).
Denn für das Mahnverfahren wird grundsätzlich keine Prozesskostenhilfe bewilligt (vgl. die Ablehnung von PKH für einen Antrag steller im Mahnverfahren bei BGH, Beschluss vom 11. Februar 2010 - IX ZB 175/07 -, juris).
Der Antrag auf Erlass eines Mahnbescheids erfordert im Hinblick auf die Formalisierung des Antragsverfahrens keine über die allgemeine Geschäftskundigkeit hinausgehenden besonderen Rechtskenntnisse (vgl. zu dem Verfahren der Bewilligung von Prozesskostenhilfe BGH, Beschluss vom 11. Februar 2010 - IX ZB 175/07, Rpfleger 2010, 330).

References: Art. 28
 Art. 28
 § 545
 Art. 17
 Art. 28
 Art. 28
 § 545
 § 545

§ 121
 BGH 
 § 703