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Timestamp: 2018-03-20 17:41:28+00:00

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SR 412.101.220.38 Verordnung des SBFI vom 6. Dezember 2006 über die berufliche Grundbildung Textiltechnologin/Textiltechnologe mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ)
412.101.220.38 Verordnung des SBFI vom 6. Dezember 2006 über die berufliche Grundbildung Textiltechnologin/Textiltechnologe mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ)
412.101.220.38
Verordnung des SBFI über die berufliche Grundbildung Textiltechnologin/Textiltechnologe mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ)
vom 6. Dezember 2006 (Stand am 1. Januar 2018)
Textiltechnologin EFZ/Textiltechnologe EFZ
Tecnologa tessile AFC/Tecnologo tessile AFC
Verarbeitung/Production/Elaborazione
Veredlung/Ennoblissement/Nobilitazione
Seil- und Hebetechnik/Production et technologie des câbles/
funi e sistemi di sollevamento
Mechatronik/Mécatronique/Meccanico
Design/Création/Design
Art. 1 Berufsbezeichnung, Berufsbild und Fachrichtungen
1 Die Berufsbezeichnung ist Textiltechnologin EFZ oder Textiltechnologe EFZ.
2 Textiltechnologinnen und Textiltechnologen EFZ sind mit der Entwicklung und der Gestaltung von textilen Produkten, der industriellen Prüfung, Verarbeitung und Veredlung von Fasern und textilen Flächen betraut. Sie überwachen und regeln Prozesse und/oder Anlagen, prüfen und analysieren Qualitätsstandards, denken und handeln nach wirtschaftlichen und ökologischen Prinzipien und beteiligen sich an Innovationsbestrebungen.
Um diese Arbeiten kompetent und korrekt ausführen zu können, besitzen Textiltechnologinnen und Textiltechnologen EFZ soziales Engagement und die Fähigkeit des korrekten und passenden Umgangs mit Vorgesetzten, Mitarbeitenden und Kunden. Sie zeigen Geschick für organisatorische und planerische Aufgaben und verfügen über eine angemessene Flexibilität und Selbständigkeit.
3 Innerhalb des Berufs der Textiltechnologin oder des Textiltechnologen EFZ gibt es folgende Fachrichtungen:
Veredelung;
Seil- und Hebetechnik;
4 Die Fachrichtung wird vor Beginn der beruflichen Grundbildung im Lehrvertrag festgehalten.
Betriebswirtschaft und Betriebsorganisation;
Produkte- und Materialkenntnisse;
Arbeitsvorbereitung;
Arbeits- und Hilfsmittel;
Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Umweltschutz;
Prozesse;
Prüfen und Analysieren;
zweite Sprache.
1 Fassung gemäss Ziff. II 27 der V des SBFI vom 24. Nov. 2017 über die Änderung von Bildungsverordnungen betreffend das Verbot gefährlicher Arbeiten, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 7331).
2 Die schulische Bildung im obligatorischen Unterricht erfolgt in 1400-1440 Lektionen. Davon entfallen auf den Sportunterricht 180 Lektionen.
3 Die überbetrieblichen Kurse umfassen - je nach Fachrichtung - insgesamt mindestens 23 und höchstens 94 Tage zu 8 Stunden. Im letzten Semester der beruflichen Grundbildung finden keine überbetrieblichen Kurse mehr statt.
die Qualifikationsbereiche, die im Notenausweis nach Artikel 21 Absatz 3 genannt werden und für die Wiederholungen nach Artikel 19 zählen;
4 Dem Bildungsplan angefügt ist die Liste der Unterlagen zur Umsetzung der beruflichen Grundbildung für Textiltechnologinnen und Textiltechnologen EFZ mit Titel, Datum und Bezugsquelle.
6. Abschnitt: Anforderungen an die Anbieter der Bildung im Lehrbetrieb
Textiltechnologin oder Textiltechnologe mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis und mindestens 2 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet;
gelernte Seilerin oder gelernter Seiler mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis und mindestens 2 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet;
eidgenössisches Fähigkeitszeugnis eines Berufes der Textil- und Bekleidungsindustrie und mindestens 2 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet;
eidgenössisches Fähigkeitszeugnis und mindestens 5 Jahren beruflicher Praxis im Lehrgebiet;
einschlägiger Abschluss der höheren Berufsbildung auf der Tertiärstufe.
zwei entsprechend qualifizierte Berufsbildnerinnen oder Berufsbildner zu je mindestens 60 Prozent beschäftigt werden.
Art. 14 Lerndokumentation und Bildungsbericht in der beruflichen Praxis
2 Die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner kontrolliert und unterzeichnet die Lerndokumentation mindestens einmal pro Quartal. Sie oder er bespricht sie mindestens einmal pro Semester mit der lernenden Person.
3 Sie oder er hält am Ende jedes Semesters (mit Ausnahme des 6. Semesters) die berufspraktischen Kompetenzen der lernenden Person in einem Bildungsbericht fest und benotet sie.
4 Die Noten der Bildungsberichte fliessen in die Berechnung der Gesamtnote des abschliessenden Qualifikationsverfahrens ein.
Art. 15 Dokumentation der Leistungen in der schulischen Bildung und in der schulisch organisierten Grundbildung
2 Für die Zulassung zum Qualifikationsverfahren nach Absatz 1 Buchstabe c sind von der fünfjährigen Berufserfahrung nach Art. 32 BBV mindestens drei Jahre im Tätigkeitsbereich der Textiltechnologin EFZ/des Textiltechnologen EFZ nachzuweisen.
1 Im Qualifikationsverfahren ist nachzuweisen, dass die Kompetenzen nach den Artikeln 4-6 erworben worden sind.
Praktische Arbeit im Umfang von, je nach Fachrichtung, 24-120 Stunden als individuelle praktische Arbeit oder von 12-16 Stunden als vorgegebene Arbeit. Die lernende Person muss zeigen, dass sie fähig ist, die geforderten Tätigkeiten fachlich korrekt sowie bedarfs- und situationsgerecht auszuführen. Die Lerndokumentation und die Unterlagen der überbetrieblichen Kurse dürfen als Hilfsmittel verwendet werden.
Berufskenntnisse im Umfang von 4-6 Stunden je nach Fachrichtung. Die lernende Person wird schriftlich oder sowohl schriftlich wie mündlich befragt. Wird eine mündliche Prüfung durchgeführt, so dauert diese höchstens 1 Stunde.
Allgemeinbildung. Die Abschlussprüfung im Qualifikationsbereich Allgemeinbildung richtet sich nach der Verordnung des SBFI vom 27. April 20061 über die Mindestvorschriften für die Allgemeinbildung in der beruflichen Grundbildung.
Art. 18 Bestehen
der Qualifikationsbereich «praktische Arbeit» mit der Note 4 oder höher bewertet wird;
das Mittel aus der Summe der Note des Qualifikationsbereichs «Berufskenntnisse» und der Erfahrungsnote des berufskundlichen Unterrichts mindestens die Note 4 beträgt; und
2 Die Gesamtnote ist das auf eine Dezimalstelle gerundete Mittel aus den gewichteten Noten der einzelnen Qualifikationsbereiche der Abschlussprüfung sowie der gewichteten Gesamterfahrungsnote.
3 Die Gesamterfahrungsnote ist das Mittel aus der Summe der Erfahrungsnote für den berufskundlichen Unterricht und der Erfahrungsnote der beruflichen Praxis im Betrieb.
4 Die Erfahrungsnote für den berufskundlichen Unterricht ist das Mittel aus der Summe aller Semesterzeugnisnoten des berufskundlichen Unterrichts der Berufsfachschule.
5 Die Erfahrungsnote der beruflichen Praxis im Betrieb ist das Mittel aus der Summe der Noten der Bildungsberichte.
6 Für die Berechnung der Gesamtnote werden die Noten wie folgt gewichtet:
praktische Arbeit: doppelt;
Gesamterfahrungsnote: einfach.
2 Wird das Qualifikationsverfahren ohne erneuten Besuch der Berufsfachschule wiederholt, so werden die bisherigen Erfahrungsnoten des berufskundlichen Unterrichts und der beruflichen Praxis im Betrieb beibehalten. Wird der berufskundliche Unterricht während mindestens 2 Semestern wiederholt, so zählt die neue Erfahrungsnote.
Hat eine lernende Person die Vorbildung ausserhalb der geregelten beruflichen Grundbildung nach dieser Verordnung erworben, so wird statt der Gesamterfahrungsnote der Qualifikationsbereich «Berufskenntnisse» doppelt gewichtet.
Art. 21 Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis
2 Das Fähigkeitszeugnis berechtigt, den gesetzlich geschützten Titel «Textiltechnologin EFZ/Textiltechnologe EFZ» zu führen.
die Noten jedes Qualifikationsbereichs sowie die Gesamterfahrungsnote;
10. Abschnitt: Schweizerische Kommission für Berufsentwicklung und Qualität für Textiltechnologinnen und Textiltechnologen EFZ
1 Die Schweizerische Kommission für Berufsentwicklung und Qualität für Textiltechnologinnen und Textiltechnologen EFZ setzt sich zusammen aus:
6-7 Vertreterinnen oder 6-7 Vertretern des TVS Textilverband Schweiz;
2 Vertreterinnen oder 2 Vertretern der Fachlehrerschaft;
Sie passt den Bildungsplan nach Artikel 10 den wirtschaftlichen, technologischen und didaktischen Entwicklungen laufend, mindestens aber alle 5 Jahre an. Dabei trägt sie allfälligen neuen organisatorischen Aspekten der beruflichen Grundbildung Rechnung. Die Anpassungen bedürfen der Zustimmung der Vertreterinnen und Vertreter des Bundes und der Kantone (nach Absatz 1 Buchstabe c).
Sie beantragt dem SBFI Änderungen dieser Verordnung, sofern die beobachteten Entwicklungen und Regelungen dieser Verordnung, namentlich die Kompetenzen nach den Artikeln 4-6 betreffen.
das Reglement vom 19. Mai 19991 über die Ausbildung und die Lehrabschlussprüfung der Textilassistentin/des Textilassistenten;
der Lehrplan vom 19. Mai 19992 für den beruflichen Unterricht (Teil B, Grundlagenunterricht) der Textilassistentin/des Textilassistenten;
der Lehrplan vom 19. Mai 19993 für den beruflichen Unterricht (Teil C, Branchenunterricht) der Textilassistentin/des Textilassistenten;
das Reglement vom 15. Dezember 19884 über die Ausbildung und die Lehrabschlussprüfung der Textilentwerferin/des Textilentwerfers;
der Lehrplan vom 19. Mai 19995 für den beruflichen Unterricht (Teil B, Grundlagenunterricht) der Textilentwerferin/desTextilentwerfers;
der Lehrplan vom 19. Mai 19996 für den beruflichen Unterricht (Teil C, Branchenunterricht) der Textilentwerferin/des Textilentwerfers;
das Reglement vom 7. Februar 19957 über die Ausbildung und die Lehrabschlussprüfung der Textilmechanikerin/des Textilmechanikers;
der Lehrplan vom 19. Mai 19998 für den beruflichen Unterricht (Teil B, Grundlagenunterricht) der Textilmechanikerin/des Textilmechanikers;
der Lehrplan vom 7. Februar 19959 für den beruflichen Unterricht (Teil C, Branchenunterricht) der Textilmechanikerin/desTextilmechanikers;
das Reglement vom 4. Juni 197310 über die Ausbildung und die Lehrabschlussprüfung der Textilveredlerin/des Textilveredlers;
der Lehrplan vom 19. Mai 199911 für den beruflichen Unterricht (Teil B, Grundlagenunterricht) der Textilveredlerin/des Textilveredlers;
der Lehrplan vom 19. Mai 199912 für den beruflichen Unterricht (Teil C, Branchenunterricht) der Textilveredlerin/des Textilveredlers;
das Reglement vom 31. März 198713 über die Ausbildung und die Lehrabschlussprüfung der Seilerin/des Seilers;
der Lehrplan vom 31. März 198714 für den beruflichen Unterricht der Seilerin/des Seilers;
2 Die Genehmigung des Reglements vom 7. Juni 2001 über die Einführungskurse für Textilassistent/Textilassistentin, Textilentwerfer/Textilentwerferin, Textilmechaniker/Textilmechanikerin, Textilveredler/Textilveredlerin und Industrieschneider/Industrieschneiderin wird widerrufen.
1 BBl 2000 I 192
2 BBl 2000 I 192
3 BBl 2000 I 192
4 BBl 1989 I 1390
5 BBl 2000 I 193
6 BBl 2000 I 193
7 BBl 2000 I 194
8 BBl 2000 I 194
9 BBl 2000 I 194
10 BBl 2000 I 195
11 BBl 2000 I 195
12 BBl 2000 I 195
13 BBl 1987 III 147
14 BBl 1987 III 147
1 Lernende, die ihre Bildung als Textilassistent/Textilassistentin, Textilentwerfer /Textilentwerferin, Textilmechaniker/Textilmechanikerin, Textilveredler/Textilveredlerin oder Seiler/Seilerin vor dem 1. Januar 2007 begonnen haben, schliessen sie nach dem bisherigen Recht ab.
2 Wer die Lehrabschlussprüfung für Textilassistent/Textilassistentin, Textilentwerfer /Textilentwerferin, Textilmechaniker/Textilmechanikerin, Textilveredler/Textilveredlerin oder Seiler/Seilerin bis zum 31. Dezember 2011 wiederholt, kann verlangen, nach bisherigem Recht beurteilt zu werden.
1 Diese Verordnung tritt am 1. Januar 2007 in Kraft.
2 Die Bestimmungen über Qualifikationsverfahren, Ausweise und Titel (Art. 16-21) treten am 1. Januar 2010 in Kraft.
AS 2007 273
1 SR 412.102 SR 412.1013 SR 822.1154 Fassung gemäss Ziff. I 27 der V des SBFI vom 24. Nov. 2017 über die Änderung von Bildungsverordnungen betreffend das Verbot gefährlicher Arbeiten, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 7331).
Verordnung des SBFI vom 6. Dezember 2006 über die berufliche Grundbildung Textiltechnologin/Textiltechnologe mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (EFZ)

References: Art. 1

Art. 14

Art. 15
 Art. 32

Art. 18

Art. 21