Source: https://www.roterboersenkrach.at/beratung/curricula/alte-curricula/diplom/
Timestamp: 2019-12-13 06:01:45+00:00

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Diplom – Roter Börsenkrach
Für Übungen, Proseminare, Praktika und Arbeitskreise musst Du Dich am Computer anmelden. Ein Passwort für das internet-basierte Anmeldesystem “ISWI” bekommst Du im Sekretariat in der Hohenstauffengasse 9 (StudentInnen-Ausweis nicht vergessen!). Anmeldezeiten und -orte erfährst du auf www.pri.univie.ac.at/iswi/
Bei ALLEN Lehrveranstaltungen ist es wichtig, in der ersten Stunde anwesend zu sein, da dort Ablauf, Prüfungsmodus und Lehrbücher erklärt werden.
Die StV VWL veranstaltet am Anfang jedes Semesters ein Erstsemestrigentutorium – eine gute Gelegenheit Deine StudienkollegInnen kennenzulernen und mehr über das Studium zu erfahren.
Zeit und Ort erfährst Du in der Schildburg und an Aushängen rund um die Hörsäle. Der erste Termin wird in der Orientierungslehrveranstaltung (OLV) festgelegt, die auf der Homepage des Instituts bekanntgegeben wird.
Für dich irgendwo aus den USA gefladert: die “TOP 10 REASONS TO STUDY ECONOMICS”
Economists are armed and dangerous: “Watch out for our invisible hands.”
You get to say “trickle down” with a straight face.
Wenn du es lieber genau wissen willst:
Volkswirtschaftslehre (VWL), Ökonomie, englisch “economics”, gehört wie auch Betriebswirtschaft (BWL), englisch “business administration”, zu den Wirtschaftswissenschaften. Wo liegen aber die Unterschiede zwischen VWL und BWL?
BWL versus VWL
VWL ist relativ theoretisch angelegt. Sie beschäftigt sich mit der Wirtschaft als großem Ganzen, im Gegensatz zur BWL, die das einzelne Unternehmen im Auge hat. VWL versucht zu verstehen, wie Unternehmen, Haushalte und Staat bei ihren wirtschaftlichen Aktivitäten zusammenwirken und welche Auswirkungen dies hat, während BWL im Grunde untersucht, wie ein Unternehmen funktioniert, wie es am besten aufgebaut sein soll, welche Managementtechniken es gibt, usw.
Typische Fragestellungen..
…mit denen Du Dich im VWL-Studium beschäftigst, sind folgende:
Wie entsteht Wirtschaftswachstum und ist es notwendig, um Arbeitslosigkeit zu vermeiden? Warum kommt es zu Wirtschaftskrisen? Können die Aktienmärkte Schuld an ihrer Entstehung haben? Wieso gibt es Handel? Ist er fair, oder werden “3.-Welt”- Länder von den Industriestaaten ausgebeutet? Weshalb ist Telefonieren billiger geworden, seit der Telekomsektor für private Anbieter geöffnet wurde? Warum ist trotz der Liberalisierung eine Marktregulierung notwendig? Welche Auswirkungen hatte die Einführung des EURO auf die europäische Wirtschaft? Was hat der Wechselkurs mit dem Wirtschaftswachstum und mit der Inflation zu tun? Wie können Steuern effizient gestaltet werden? Welche Auswirkungen hat z.B. eine Erhöhung der Mehrwertsteuer auf die Wirtschaft? Wieso schließen sich internationale Konzerne zu immer größeren Einheiten zusammen? Hat das Vor- oder Nachteile für die Konsumenten?
Mit solchen und ähnlichen Themen mußt Du beim VWL-Studium rechnen. Es soll nicht verschwiegen werden, dass Du in diesem Fach einiges an Mathematik benötigst, da die VWL in den letzten Jahrzehnten stark formalisiert wurde. Die oben genannten Fragestellungen werden nämlich in theoretischen Modellen dargestellt und analysiert. Wenn Du also eine tiefe und unüberwindbare Abneigung gegen Mathematik hegst, bist Du wahrscheinlich nicht sehr glücklich mit VWL, da zumindest manche Lehrveranstaltungen ziemlich formal (sprich: mathematisch) sind. Sicher ist das BWL-Studium weniger mathematisch, dafür sind unserer Meinung nach auch die Inhalte weniger spannend. Außerdem entgehst Du bei VWL dem unpersönlichen Massenbetrieb der Brünner Straße bzw. der WU, dem hektischen Treiben, wo zwischen Handy – Gebimmel und Aktentaschen die Möchtegernmanager schon mal kräftig die Ellenbogen ausfahren und das Prinzip des Stärkeren gilt. Bei den VolkswirtInnen dagegen ist die Atmosphäre geradezu familiär, im Verhältnis zu den geringen StudentInnenzahlen ist die Anzahl der Lehrenden für österreichische Umstände enorm, vor überfüllten Lehrveranstaltungen brauchst Du keine Angst zu haben.
Die Berufsaussichten von VolkswirtInnen sind nach unserem Wissen nicht umfassend und systematisch erhoben worden, d. h. quantitativ genaue und gültige Ergebnisse können wir nicht bieten, statt dessen seien an dieser Stelle einige Vermutungen und Anschauungen angestellt.
Die berufliche Tätigkeit besteht vor allem in der Beratung und Information wirtschaftspolitischer Entscheidungsträger durch Anfertigung von Studien, Analysen und Entwicklungsprognosen. In letzter Zeit dehnt sich das Feld auch auf umweltrelevante Fragestellungen aus. Das institutionelle Arbeitsgebiet der VolkswirtInnen liegt nach unserem Wissen einerseits im privaten Sektor, wie zum Beispiel bei Banken, Versicherungen, großen Unternehmen, privaten Think-Tanks und bei Firmen, die sich mit der Analyse einzelner Märkte beschäftigen, andererseits im öffentlichen Sektor (Ministerien, Statistisches Zentralamt, Landesregierungen, Nationalbank), bei den Kammern (Wirtschafts-, Arbeiterkammer) und Interessensvertretungen (ÖGB) und auch im wissenschaftlichen Bereich an den Universitäten und Postgraduierten-Ausbildungsstätten (IHS), sowie bei außeruniversitären Forschungsinstituten (WIFO). Von zunehmender Bedeutung ist der in starkem Wachstum begriffene Bereich der Finanzmärkte, wo sich formal geschulte VolkswirtInnen mit Finanzmarktanalyse und gemeinsam mit Mathematikern mit der Entwicklung von Risikomodellen beschäftigen. Natürlich sind auch viele studierte VolkswirtInnen im Management tätig, wobei allerdings zu sagen ist, dass das Studium hierfür weniger direkte Vorbildung liefert.
Der Einstieg in das gewünschte Berufsfeld sollte langfristig vorbereitet werden, gleichzeitig empfiehlt es sich, Alternativen ins Auge zu fassen und sich auch darauf entsprechend vorzubereiten. Vor allem im 2. Studienabschnitt ist es angebracht, die Fühler auszustrecken, um vielleicht bereits im Rahmen der Diplomarbeit Kontakte herstellen zu können. Dies scheint insbesonders dann sinnvoll, wenn mensch sich für “irgendeinen” Job nach mehreren Jahren des Studiums zu schade ist.
Die Berufsaussichten für VolkswirtInnen sind unserer Ansicht nach recht gut, da, einem internationalen Trend folgend, sinkende StudentInnenzahlen einer steigenden Nachfrage nach AbsolventInnen gegenüberstehen, während bei den BetriebswirtInnen die Studierendenzahl laufend im Steigen begriffen ist.
Der Studienplan – Ein Überblick
Das VWL Studium gliedert sich in zwei Abschnitte, wobei jeder Abschnitt die Mindeststudiendauer von vier Semestern umfasst. Die durchschnittliche Studiendauer betrug bis jetzt zwölf Semester.
Im Prinzip haben LehrveranstaltungsleiterInnen die Möglichkeit, den Prüfungsmodus ihrer LV völlig frei zu gestalten. Am Anfang der Lehrveranstaltung müssen lediglich die Anforderungen und die Form der Leistungsfeststellung bekannt gegeben werden. Im Allgemeinen gilt jedoch: In Vorlesungen tragen LehrveranstaltungsleiterInnen Stoff vor, und Mitarbeit der Studierenden (und auch deren physische Anwesenheit) spielt meist eine untergeordnete Rolle. Dazu gibt es oft begleitende Übungen bzw. Proseminare, die Lehrinhalte durch Rechenbeispiele und Hausübungen bzw. Referate und Arbeiten vermitteln sollen. Praktika sind computerunterstützte Übungen. Ein häufiger Lehrveranstaltungstyp sind die IUKs (Integrierte Universitätskurse – verwirrenderweise auch UKs genannt). Eigentlich sollten die IUKs eine Anpassung an das verschulte amerikanische Kurssystem darstellen, de facto bezeichnet IUK entweder zwei mehr oder weniger gut koordinierte zusammengehörende Lehrveranstaltungen (also z.B. Vorlesung und Übung) oder ist nur ein anderer Name für PS oder VO. Durch die Schaffung dieses Veranstaltungstyps kam es zur Verwässerung der traditionellen Einteilung in Vorlesungen und Übungen/Proseminare. Mitunter hat man das Gefühl, dass weder Lehrveranstaltungsleitende noch Studierende die Struktur des IUKs richtig durchschauen. Bei der Anmeldung im PISWI sollte man sich dadurch aber nicht aus der Ruhe bringen lassen und bei Zweifeln einfach bei der StV oder den LehrveranstaltungsleiterInnen nachfragen.
Im 2. Abschnitt kommen noch Seminare hinzu, wo Themen intensiver als in Proseminaren behandelt werden.
Wir finden, dass das Studium der VWL über reine Wissensvermittlung hinausgehen sollte. In den Lehrveranstaltungen müssen die Lehrinhalte kritisch diskutiert und auf ihre Bedeutung zur Lösung politischer Fragen untersucht werden. Leider wird das Studium diesem Anspruch nicht immer gerecht. Es liegt daher an uns Studierenden, das Studium nicht nur als passive KonsumentInnen hinter uns zu bringen, sondern zu fragen, zu kritisieren und alternative Ideen einzubringen. In der Praxis ist das natürlich nicht immer einfach, aber das regelmäßige und für alle offene Plenum der Studienrichtungsvertretung bietet eine gute Gelegenheit zum Informations- und Meinungsaustausch. Termine siehe Schildburg und Homepage.
…der Studienführerin im Überblick: Nach einer inhaltlichen Beschreibung einiger zentraler Fächer wird der Aufbau sowie der Prüfungsmodus des ersten Studienabschnittes besprochen, daraufhin folgt selbiges für den zweiten Abschnitt. Anschließend findest Du den vollen Wortlaut des Studienplans, für etwaige Detailfragen. Falls dann noch Unklarheiten bestehen sollten, schau vorbei, ruf an, oder schreib uns ein Mail (vwl@gmx.at). Die dunkleren Kästchen im weiteren Verlauf sind sozusagen “Tipps zum schnellen Studium”. Falls Du vorhast, Dein Studium in vier bzw. den für die Familienbeihilfe verlangten fünf Semestern pro Abschnitt zu absolvieren, so können diese Ratschläge hilfreich sein.
Was ist Makroökonomie
Die Makroökonomie beschäftigt sich mit gesamtwirtschaftlichen Vorgängen. Sie versucht unter anderem zu erklären, wie Wirtschaftswachstum entsteht, ob Arbeitslosigkeit vermieden werden kann und wie es zu Inflation kommt. Außerdem untersucht sie die Abhängigkeit der einzelnen Volkswirtschaften untereinander, zum Beispiel wie die Wechselkurse entstehen
Die Mikroökonomie versucht das Verhalten von KonsumentInnen (Haushalten) und ProduzentInnen (Firmen) mit Hilfe von Modellen zu erklären. Im Zentrum der Betrachtung stehen die Entscheidungen der einzelnen Individuen. Typische Fragestellungen in der Mikroökonomie sind: Wie werden die Preise auf Märkten gebildet? Sind Monopole und Kartelle grundsätzlich schlecht? Trinken die Leute doppelt soviel Pepsi wenn der Preis von Coca Cola sich verdoppelt?
Die Lehrveranstaltungen aus Mikroökonomie sind sehr mathematisch und zeitlich ziemlich aufwendig. Man sollte sich nebenbei nicht zuviel anderes vornehmen. Der Aufwand lohnt sich durchaus, da viele Lehrveranstaltungen des 2. Abschnitts fundierte Mikro-Kenntnisse voraussetzen.
Was ist Politische Ökonomie
Was ist Ökonometrie
Ökonomischer Lesestoff
Lesestoff für alle die einen ersten Einblick in die VWL bekommen wollen:
Paul A. Samuelson; W. D. Nordhaus., Economics; McGraw-Hill, 16. ed. (!), 1998. Klassisches VWL-Lehrbuch; Einführende Mikro und Makro.
Hunt, Sherman: Volkswirtschaftslehre – Einführung aus traditioneller und kritischer Sicht, (2 Bände) Campus Verlag. Leicht lesbare Einführung in die VWL.
Ewald Nowotny, Georg Winckler, Grundzüge der Wirtschaftspolitik Österreichs, 2.Auflage, Wien 1998. PolÖk Literatur – nicht schlecht…
Standortwahl: WU oder Hauptuni?
Da das Studium der Volkswirtschaftslehre sowohl an der SoWi (Sozialwissenschaftliche Fakultät der Uni Wien) als auch an der WU angeboten wird, stellt sich allen potentiellen VWL-StudentInnen irgendwann die Frage: SoWi oder WU ?An beiden Unis beträgt die Mindeststudiendauer acht Semester und danach darf sich mensch Mag.rer.soc.oec nennen. Damit sind die Gemeinsamkeiten schon erschöpft.
Da das Studium der Volkswirtschaftslehre sowohl an der WiWi (Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Uni Wien) als auch an der WU angeboten wird, stellt sich allen potentiellen VWL-StudentInnen irgendwann die Frage: Hauptuni oder WU ?An beiden Unis beträgt die Mindeststudiendauer acht Semester und danach darf sich mensch Mag.rer.soc.oec nennen. Damit sind die Gemeinsamkeiten schon erschöpft.
Von den fast 25.000 WU´lerInnen studieren die meisten HW oder BWL. VWL ist für sie eine lästige Pflicht. Das hat natürlich seine Auswirkungen.: WU Profs und Assis haben kaum Zeit und Lust, zu forschen oder zu publizieren, und sobald eine Formel an der Tafel auftaucht, motzen die Studis. An der Hauptuni hingegen findet man in den VWL Lehrveranstaltungen fast nur VWL- Studentinnen. In den Lehrveranstaltung der Uni Wien wirken die Lehrenden mitunter ein bißchen “abgespaced”.
Studieninhalt & Studienplan
Sowohl vom Studieninhalt, als auch vom neuen Studienplan stehen auf der Uni Wien die VWL und ihre mathematischen Methoden im Mittelpunkt. Auf der WU haben Recht und BWL nach wie vor einen gewaltigen Stellenwert und verlangen oft mehr Lernaufwand als die eigentlichen VWL- Fächer.
Atmosphäre – Betreuungsverhältnis
An der WU bist Du eine/einer von vielen, die Institutssekretariate sind exakt von 11 bis 12 Uhr offen und Institutsangestellte oft genervt. Alle Institute sind mehr oder weniger in einem Gebäude, das Sommer wie Winter ordentlich klimatisiert und neonbeleuchtet und geputzt ist. Die Bibliothek hat angenehmerweise bis 22 Uhr offen und verfügt über einen großen Freihandapparat. Computeranmeldesystem und Bürokratie funktionieren seit Jahren zuverlässig. Ansonsten gibt’s noch ein Verkehrsamt, eine Autobahn, eine Müllverbrennungsanlage und massig dynamische junge Leute mit Lalph Rauren und einem eigenen Auto.
Das Betreuungsverhältnis ist auf der WiWi unschlagbar. Seminare mit unter 30 Leuten sind die Regel, das Verhältnis mit den Lehrenden ist meist entspannt. Ein Austausch von Unterlagen, sowie VWL-Diskussionen nach den Vorlesungen sind keine Seltenheit. Die Bürokratie an der Uni Wien ist alt aber schlecht – dank der Organisataionsunfähigkeit mancher Figuren am Wirtschaftswissenschaftlichen Institut sogar sehr schlecht. Dafür sind die Institutsangestellten hilfsbereit, freundlich und zuvorkommend.
Wem ein BWL-Studium mit VWL-touch genügt, wer gerne Präsentationstechniken erlernen möchte und eine Karriere als Product Manager bei Procter and Gamble anstrebt, fährt mit der WU sicher besser. Für Leute die primär an VWL Fragestellungen interessiert sind, jobmäßig flexibel sein wollen (sich also sowohl im Wissenschaftsbereich, als auch in der Privatwirtschaft einen Job vorstellen können) und sich vom formalen Anspruch nicht abschrecken lassen, ist das anspruchsvollere Studium an der WiWi sicherlich befriedigender.
Außerdem – und das muss auch gesagt werden – gibt’s hier die weltbesten StudienrichtungsvertreterInnen von Wien (soviel zur Objektivität dieses Artikels).
Studienplan – Der 1. Abschnitt
Die kursiven Texte im weiteren Verlauf sind sozusagen “Tipps zum schnellen Studium”. Falls Du vorhast, Dein Studium in vier bzw. den für die Familienbeihilfe verlangten fünf Semestern pro Abschnitt zu absolvieren, so können diese Ratschläge hilfreich sein. Nach Möglichkeit sollte frau/man Toleranzsemester udgl im 2. Abschnitt “konsumieren”, denn dort kann frau/man interessantere Dinge machen als im ersten.
Der erste Studienabschnitt setzt sich aus sieben Fächern zusammen, die jeweils aus mehreren Lehrveranstaltungen bestehen (insgesamt 58 Semesterstunden; 4 Semester Mindestdauer).
1. Einführung in die Volkswirtschaftslehre
(§7, Z.1) insgesamt 10 SST bestehend aus:
Vorlesung (2 SST) und Arbeitskreis (2 SST)
Hier werden Euch die grundlegenden Konzepte der VWL nähergebracht. Die Vorlesung sollte daher gemeinsam mit den Arbeitskreisen im ersten Semester belegt werden.
Vorlesung mit Proseminar (2 SST)
Nach Wahl des/der Studierenden zwei von den folgenden drei Lehrveranstaltungen
Vorlesung mit Proseminar (2 SST):
Einführung in die formale Modellbildung in der Ökonomie
Für die Lehrveranstaltungen in a) und b) sind keinerlei Vorkenntnisse erforderlich. Sie sollten in den ersten beiden Semestern besucht werden. „Formale Modellbildung“ und „Geschichte der ökonomischen Theorie“ sind erst ab dem 2. bzw 3. Semester empfehlenswert.
(§7, Z.2) insgesamt 16 SST bestehend aus
Vorlesung (4 SST) und Übung (2 SST)
Spieltheorie (Mikroökonomie II)
Vorlesung (2 SST) und Übung (2 SST)
Makroökonomie erfordert eher wenig mathematische Vorkenntnisse – sollte im 2.Semester besucht werden (Die Makro Vorlesung wird nur im Sommersemester angeboten).
Die Mikroökonomie setzt mathematische Vorkenntnisse voraus und sollte daher nicht vor den Mathe-Lehrveranstaltungen besucht werden, das heißt Mikro I frühestens im 3. und Spieltheorie im 4. Semester (Die Mikro I Vorlesung wird nur im Winter-, die Spieltheorie Vorlesung nur im Sommersemester angeboten).
3. Angewandte Ökonometrie und empirische Wirtschaftsforschung
(§7 Z.5) insgesamt 4 SST bestehend aus
Vorlesung (2 SST) und Praktikum (2 SST)
Da Ökonometrie auf Statistik aufbaut, sollte das Fach erst im 3. Semester besucht werden.
(§7 Z.3) insgesamt 10 SST bestehend aus
Mathe I wird nur im Winter-, Mathe II nur im Sommersemester angeboten. Da die Lehrveranstaltungen aufbauend sind, ist empfehlenswert, Mathe I vor Mathe II zu besuchen. [Für QuereinsteigerInnen (=Menschen, die das Studium im Sommersemester beginnen ) ist das Vorziehen von Mathe II unter Umständen sinnvoll, da vor allem Mathe II vor den Mikro-Lehrveranstaltungen besucht werden sollte.]
(§7 Z.4) insgesamt 8 SST bestehend aus
Wie bei Mathe gilt: Statistik I (wird nur im Wintersemester angeboten) sollte vor Statistik II (nur Sommersemester) absolviert werden. [Für QuereinsteigerInnen: wie oben]
(§7 Z.6) insgesamt 4SST
Lehrveranstaltungen über 4 SST aus BWL
Hier sieht der Studienplan keine näheren Restriktionen vor! Die 4 Stunden können unabhängig vom Lehrveranstaltungstyp gewählt werden; Wichtig ist nur, dass du die Anrechnungsfrage schon vor Beginn der Lehrveranstaltung mit dem Studienprogrammleiter geklärt hast.
(§7 Z.7) insgesamt 6 SST
Lehrveranstaltungen aus Soziologie und/oder Politikwissenschaft und/oder Betriebswirtschaftslehre im Umfang von 6 SST, davon maximal 2 Stunden BWL.
Klingt kompliziert, ist es aber nicht. Wie bei der BWL (Punkt 6.) bestehen keine Beschränkungen bezüglich Inhalte und Typen der Lehrveranstaltungen.
Englisch ist kein eigenes Fach, Du musst aber während Deines Studiums 4 Stunden englischsprachige Lehrveranstaltungen absolvieren, davon mindestens 2 SST im ersten Abschnitt (vgl. §11).
Also irgendeine zweistündige Lehrveranstaltung des 1.Abschnittes, die in englischer Sprache abgehalten wird oder – im Rahmen der freien Wahlfächer – eine Englisch-Lehrveranstaltung
9. Freie Wahlfächer
Zusätzlich zu den Fächern des 1. und 2. Abschnittes musst Du Lehrveranstaltungen über insgesamt 13 Semesterstunden absolvieren. Diese 13 SST sind aus dem Angebot aller in- und ausländischen Universitäten komplett frei (!) wählbar – der positive Leistungsnachweis über die Stunden muss am Ende des Studiums vorgelegt werden (Vgl. §5, §16 Abs.2).
Die Freien Wahlfächer können, müssen sich aber nicht mit VWL beschäftigen. Du kannst also von Afrikanistik bis Zoologie alles aussuchen (auch das Anrechnen von Lehrveranstaltungen, die Du für ein Zweitstudium benötigst, ist möglich).
Achtung: die “Freien Wahlfächer” nicht mit dem “Wahlfach” des 1.Abschnittes (Punkt 7) bzw. den “Wahlfächern” des 2.Abschnittes (dort: Punkt 5) verwechseln!
Welche Lehrveranstaltung in welchem Semester?
Es ist zwar nicht vorgeschrieben, die Fächer in einer bestimmen Reihenfolge zu besuchen, allerdings erfordern bestimmte Lehrveranstaltungen Vorkenntnisse aus anderen Vorlesungen (siehe oben). Somit ergibt sich folgendes Grundgerüst als Empfehlung für den ersten Abschnitt:
1.Semester (WS): Einführung in die Wirtschaftswissenschaften, Mathe I, Statistik I
2.Semester (SS): Makro, Mathe II, Statistik II
3.Semester (WS): Mikro I, Ökonometrie und emp.Wirtschaftsforschung (Vorlesung)
4.Semester (SS): Mikro II (Spieltheorie), Ökonometrie und emp.Wirtschaftsforschung (Praktikum)
Die hier nicht angeführten Lehrveranstaltungen kannst Du belegen, wann Du willst bzw. wann es sich mit Deinem Stundenplan am besten ausgeht.
Wie bereits zuvor angedeutet (S.7 – LV-Typen & Prüfungsmodalitäten), basieren alle Prüfungen auf den jeweiligen Lehrveranstaltungen (§13 Abs.1), wobei zu Beginn der LV die “Anforderungen und die Form der Leistungsfeststellung bekannt zu geben” sind (§13 Abs.3). Für den ersten Abschnitt sind dabei jedoch folgende Sonderregelungen zu beachten:
Zu Prüfungen über Vorlesungen, zu denen eine Übung im Studienplan vorgesehen ist, kannst Du erst antreten, wenn Du die Übung erfolgreich absolviert hast (gilt für: Mathematik, Statistik, Makroökonomie, Mikroökonomie I & Spieltheorie)! Vgl. §17.
In Mathe und Statistik kannst Du, nachdem Du die jeweiligen Übungen positiv absolviert hast, auf Wunsch auch eine “Fachprüfung” ablegen (§13 Abs.2). Die Alternativen lauten also:
Fachprüfungen: Im ersten Semester die Mathe I Übung, im zweiten Semester die Mathe II Übung und DANN zur Fachprüfung über den Stoff der Mathe I & II Vorlesung antreten (analog für Statistik!).
Lehrveranstaltungsprüfungen: im ersten Semester die Mathe I Übung und die Prüfung über die Mathe I Vorlesung. Im zweiten Semester wieder zuerst die Mathe II Übung und die Prüfung über die Mathe II Vorlesung (analog: Statistik).
Studienplan – Der 2. Abschnitt
Im zweiten Studienabschnitt sind folgende Fächer zu belegen (insgesamt 54 SST; 4 Semester Mindestdauer):
(§8 Abs.1 Z.1) mindestens 12 SST
2. Angewandte Ökonomie
(§8 Abs.1 Z.2) mindestens 8 SST
3. Finanzwissenschaft
(§8 Abs.1 Z.3) mindestens 8 SST
4. Ökonometrie und Empirische Wirtschaftsforschung
(§8 Abs.1 Z.4) mindestens 8 SST; dabei jedoch zumindest folgende Lehrveranstaltungen:
Integrierter Universitätskurs (Vorlesung 3 SST plus UE 1SST)
Praktikum (4 SST)
Hier müssen also zwei explizite LVs besucht werden.
(§8 Abs.1 Z.5) mindestens 8 SST
Ein oder zwei Wahlfächer über zusammen mindestens 8 SST aus dem im Appendix A des Studienplanes (siehe Seite 19) genannten Fächern.
Bei den Fächern 1 bis 5 ist hier zu beachten, dass es sich bei den angegebenen Stundenzahlen der Fächer 1 bis 5 um Mindeststundenanzahlen handelt! Würde man nur diese angegebenen Mindestanforderungen erfüllen, hätte man erst 44 SST. Dazu kommen 2 SST DiplomandInnenkonversatorium. Es bleiben also noch 8 SST die sich mensch frei einteilen kann, sprich 8 SST die aus den Fächern 1-5 zu absolvieren sind.
Inhaltlich gibt es in den Kernfächern 1 bis 3 KEINE Restriktionen!
6. Weiters sind nachzuweisen:
(§8 Abs.2)
Ein Diplomandenkonversatorium (2 SST)
…aus den für den zweiten Studienabschnitt genannten Fächern 1-5. (Vgl. §10)
In mindestens drei der unter Pkt. 1 bis 5 genannten Fächer muß je eine Lehrveranstaltung absolviert werden, bei der der Leistungsnachweis zumindest ein Referat (mündlich und schriftlich) umfaßt. Das Referat ist zu bestätigen.
Das heißt, die drei Referate müssen aus drei verschiedenen Fächern stammen, also zum Beispiel eines aus Angewandter Ökonomie, eines aus Finanzwissenschaft und eines aus einem Wahlfach
7. Überschneidungen zwischen den Abschnitten
(Vgl. §9)
Lehrveranstaltungen und die entsprechenden Prüfungen aus dem zweiten Studienabschnitt können vor Beendigung des ersten Studienabschnittes absolviert werden, wenn die Prüfungen aus Mathematik, Statistik, Einführung in die Volkswirtschaftslehre positiv absolviert wurden.
Studienplan im Wortlaut
117. Studienplan für die Studienrichtung Volkswirtschaft
Beschlossen in der Sitzung der Studienkommission für das volkswirtschaftliche Studium am 17. März 1999; nicht-Untersagung mit Auflagen durch das Bundesministerium für Wissenschaft und Verkehr mit Briefen von 21. Mai 1999, GZ. 52.356/17-I/D/2/99 und 10. Juni 1999, GZ. 52.356/19-I/D/2/99; Beschluss der Auflagen in der Sitzung der Studienkommission vom 25. Juni 1999:
1. Teil: Grundsätzliches
§ 1. Ziel des Studiums der Volkswirtschaft an der Universität Wien ist es, die Studierenden mit den wichtigsten Theorien, Methoden und quantitativen Verfahren der Volkswirtschaftslehre, sowie deren Entwicklung und Anwendung vertraut zu machen, wobei der Vielfalt der Methoden und der Pluralität der Theorien Rechnung getragen werden muss. Die Frauen- und Geschlechterforschung stellt diesbezüglich einen gleichwertigen und wichtigen Forschungsbereich im Rahmen der Volkswirtschaftslehre dar. Insbesondere sollen die Studierenden befähigt werden, in ihrem zukünftigen beruflichen Umfeld die Theorien und die Methoden auf reale Problemstellungen anwenden zu können.
§ 2. Lehrveranstaltungen und Prüfungen können in englischer Sprache abgehalten werden. Der Besuch solcher Lehrveranstaltungen ist nach Maßgabe des § 11 verpflichtend.
Vorlesung: Vorlesungen (VO) haben die Studierenden in das jeweilige Fach und seine Methoden einzuführen.
Übung: Übungen (UE) finden begleitend zu Vorlesungen statt. Sie sollen den Studierenden die Möglichkeit geben, den Stoff der Vorlesung durch Beispiele zu lernen. Der/die jeweilige Leiter/Leiterin der Übung hat dafür Sorge zu tragen, dass die Übung mit der entsprechenden Vorlesung abgestimmt wird.
Proseminar: Proseminare (PS) haben Grundkenntnisse des wissenschaftlichen Arbeitens zu vermitteln, in die Fachliteratur einzuführen und exemplarisch Probleme des Gegenstandes durch Referate, Diskussion und Fallerörterungen zu behandeln.
Seminar: Seminare (SE) dienen der vertiefenden Behandlung von Themen durch Referate, Diskussion und Fallerörterungen.
Arbeitskreis: Arbeitskreise (AK) (*1) dienen der gemeinsamen Bearbeitung konkreter Fragestellungen, Methoden und Techniken des Faches in kleinen Gruppen.
Praktikum: in den Praktika (PR) ist die Fähigkeit, selbständig konkrete Problemstellungen mit Hilfe computerunterstützter Verfahren zu bearbeiten, zu schulen.
Konversatorien: Konversatorien (KO) sind Lehrveranstaltungen in Form von Diskussionen.
Integrierter Universitätskurs: In einem integrierten Universitätskurs (IUK) werden die Typen a) bis g) in einer Lehrveranstaltung mit einander verbunden. In der Ankündigung eines IUK ist anzugeben, welche der Typen a) bis g) zur Anwendung kommen und wie die Gewichtung der einzelnen Teile ist. Über die erfolgreiche Teilnahme an einem integrierten Universitätskurs gibt es nur eine Note.
Ein Fach besteht aus mehreren Lehrveranstaltungen, die durch einen gemeinsamen Inhalt oder eine gemeinsame Methode gekennzeichnet sind.
Der Umfang jeder Lehrveranstaltung wird durch die Semesterstundenanzahl (SST) bestimmt (§7(3) UniStG).
§ 4. Pädagogischer Grundsatz: Aus pädagogischen Gründen sollen möglichst viele Lehrveranstaltungen in der Form integrierter Universitätskurse abgehalten werden. Damit soll den Nachteilen des Frontalunterrichts in reinen Vorlesungen entgegengewirkt werden, indem die Studierenden zu unmittelbarer Mitarbeit und Anwendung des Gelernten geführt werden.
2. Teil: Aufbau des Studiums
§ 5. Das Studium gliedert sich in zwei Studienabschnitte von je vier Semestern. Die Gesamtstundenzahl beträgt 125 SST, davon 58 SST im ersten Abschnitt, 54 SST im zweiten Abschnitt. Über 13 SST sind im Laufe des Studiums Lehrveranstaltungen aus freien Wahlfächern zu absolvieren. Jeder der Abschnitte wird mit einer Diplomprüfung abgeschlossen.
§ 6. Die Studieneingangsphase (§38 UniStG) besteht aus den zum Fach “Einführung in die Volkswirtschaftslehre” (§7(1)) gehörigen Lehrveranstaltungen.
§ 7. Erster Studienabschnitt:
Der erste Studienabschnitt umfaßt Pflicht- und Wahlfächer im Ausmaß von 58 SST:
Einführung in die Volkswirtschaftslehre (10 SST), bestehend aus den Lehrveranstaltungen:
Einführung in die Wirtschaftswissenschaft: Vorlesung (2 SST) und Arbeitskreis (2 SST)
Politische Ökonomie Europas unter besonderer Berücksichtigung Österreichs (Integrierter Universitätskurs, Vorlesung mit Proseminar, 2 SST)
Nach Wahl des Studierenden zwei von den folgenden drei Lehrveranstaltungen (Integrierter Universitätskurs, Vorlesung mit Proseminar, 2 SST):
Volkswirtschaftslehre, bestehend aus den Lehrveranstaltungen über 16 SST:
Mikroökonomie I (4VO + 2UE)
Makroökonomie I (4VO + 2UE)
Mikroökonomie II (2VO + 2UE) (insbesondere Spieltheorie)
Mathematik (10 SST), bestehend aus den Lehrveranstaltungen Mathematik I und Mathematik II (insgesamt 6VO + 4UE)
Statistik (8 SST), bestehend aus den Lehrveranstaltungen Statistik I und Statistik II (insgesamt 4VO + 4UE)
Angewandte Ökonometrie und empirische Wirtschaftsforschung: Vorlesung (2 SST) und Praktikum (2 SST)
Betriebswirtschaftslehre: Lehrveranstaltungen über 4 SST
Wahlfach: Lehrveranstaltungen über 6 SST: Soziologie oder Politikwissenschaft oder Betriebswirtschaftslehre, davon mindestens 4 SST Stunden Soziologie oder Politikwissenschaft.
§ 8. Zweiter Studienabschnitt:
(1) Der zweite Studienabschnitt umfaßt Pflicht- und Wahlfächer im Ausmaß von 54 SST:
Ökonomische Theorie (mindestens 12 SST)
Angewandte Ökonomie (mindestens 8 SST)
Finanzwissenschaft (mindestens 8 SST)
Ökonometrie und Empirische Wirtschaftsforschung (mindestens 8 SST), bestehend aus den Lehrveranstaltungen:
Ökonometrie (4 IUK).
Empirische Wirtschaftsforschung (4 PR)
Ein oder zwei Wahlfächer über zusammen mindestens 8 SST aus dem im Appendix A genannten Fächern
weitere Lehrveranstaltungen aus den in Punkt 1 – 5 genannten Fächern im Ausmaß von 8 SST.
(2) Weiters sind nachzuweisen:
In mindesten drei der unter Abs. 1 Zif. 1–5 genannten Fächer muss je eine Lehrveranstaltung absolviert werden, bei der der Leistungsnachweis zumindest ein Referat (mündlich und schriftlich) umfasst. Das Referat ist zu bestätigen.
§ 9. Lehrveranstaltungen und die entsprechenden Prüfungen aus dem zweiten Studienabschnitt können vor Beendigung des ersten Studienabschnittes absolviert werden, sofern die Prüfungen aus Mathematik, Statistik, Einführung in die Volkswirtschaftslehre und die für die jeweilige Lehrveranstaltung des zweiten Abschnittes einführenden Lehrveranstaltungen des ersten Abschnittes positiv absolviert wurden.
§ 10. Diplomarbeit. Im zweiten Studienabschnitt ist eine Diplomarbeit aus einem der in § 8 Abs. 1 Ziffer 1–5 genannten Fächer anzufertigen.
§ 11. Englische Fachsprache: Spätestens bei Beginn des zweiten Studienabschnitts müssen die Studierenden in der Lage sein, englische Fachliteratur zu lesen und an Vorträgen und Diskussionen in englischer Sprache teilzunehmen. Zum Nachweis der Kenntnis der englischen Fachsprache sind Lehrveranstaltungen in englischer Sprache im Ausmaß von mindestens vier SST erfolgreich zu absolvieren, davon mindestens zwei Stunden im ersten Abschnitt.
§ 12. Im Sinne von § 4 können mit Zustimmung der Studienkommission verschiedene zusammenhängende Lehrveranstaltungen als integrierter Universitätskurs geführt werden.
§ 13. (1) Alle Prüfungen werden als Lehrveranstaltungsprüfungen (§ 4 Zif. 26 UniStG) abgehalten. Es gilt die Notenskala 1 – 5 (sehr gut, gut, befriedigend, genügen, nicht genügend) (§ 34 (1) UniStG)
(2) Die Prüfungen aus Mathematik und Statistik im ersten Studienabschnitt (§ 7 (3) und (4)) können nach Wahl des oder der Studierenden als Fachprüfungen vor einer Einzelprüferin oder einem Einzelprüfer (§ 4 Zif. 27 UniStG) abgehalten werden.
(3) Der Lehrveranstaltungsleiter bzw. die Lehrveranstaltungsleiterin ist bei der Gestaltung der Prüfung frei. Er oder sie hat am Anfang der Lehrveranstaltung die Anforderungen und die Form der Leistungsfeststellung bekannt zu geben (§ 7 (6) UniStG).
§ 14. (1) Die Prüfung in einem Fach ist bestanden, wenn der bzw. die Studierende positive Leistungsnachweise über die zu diesem Fach gehörigen Lehrveranstaltungen oder die entsprechenden Fachprüfungen zumindest im Umfang, der im Studienplan vorgesehen ist, vorlegt. Bei mehreren Lehrveranstaltungen ist die Fachnote das mit der Zahl der Semesterstunden gewichtete Mittel der Einzelnoten der zu einem Fach gehörenden Lehrveranstaltungen.
(2) Wenn dieser Durchschnitt keine ganze Zahl ist, dann ist die betreffende Fachnote auf die nächst größere ganze Zahl aufzurunden, wenn die Differenz zwischen dem gewichteten Mittel und der nächst kleineren ganzen Zahl größer als 0.5 ist. Ist diese Differenz kleiner oder gleich 0.5 dann ist die betreffende Fachnote auf die nächst kleinere ganze Zahl abzurunden.
§ 15. Die erste Diplomprüfung ist bestanden, wenn die Prüfungen in den sieben in § 7 angeführten Fächern bestanden ist.
§ 16. (1) Die zweite Diplomprüfung ist erfolgreich bestanden, wenn 1. die Prüfungen aus den Fächern des § 8 (1) Zif. 1 bis 5 gemacht wurden; 2. positive Leistungsnachweise über Lehrveranstaltungen im Ausmaß von insgesamt 54 SST vorliegen, welche den in § 8 angeführten Restriktionen entsprechen; 3. die Erfordernisse des § 8 (2) Zif. 1 und 2 erfüllt werden; 4. die Diplomarbeit positiv begutachtet wurde; 5. der bzw. die Studierende dies beantragt.
(2) Das gesamte Studium ist erfolgreich abgeschlossen, wenn die erste und die zweite Diplomprüfung bestanden sind und positive Leistungsnachweise über 13 Stunden Lehrveranstaltungen aus freien Wahlfächern vorgelegt werden. In diesem Falle wird die Gesamtnote “bestanden” oder “mit Auszeichnung bestanden” gegeben. Letztere Note wird gegeben, wenn in keinem Fach der zweiten Diplomprüfung eine schlechtere Beurteilung als “gut” und in mindestens der Hälfte der Fächer die Beurteilung “sehr gut” erteilt wurde (§ 45 Abs. 3 UniStG).
§ 17. Die Zulassung zur Prüfung über Vorlesungen, zu denen eine Übung im Studienplan vorgesehen ist (Mathematik, Statistik, Makroökonomie, Mikroökonomie) setzt die erfolgreiche Teilnahme an den Übungen voraus.
4. Teil: Inkrafttreten und Übergangsbestimmungen
§ 18. Der Studienplan tritt am 1. Oktober des Jahres in Kraft, der auf die Verlautbarung folgt.
§ 19. (1) Für ordentliche Studierende, die ihr Studium vor dem Inkrafttreten dieses Studienplanes begonnen haben, gelten das Bundesgesetz über die sozial- und wirtschaftswisenschaftlichen Studienrichtungen 1983 (BGBl. Nr. 571/1983), die Studienordnung für das volkswirtschaftliche Studium und der Studienplan i.d.F. des Beschlusses der Studienkommission vom 13. Dezember 1995. Sie sind berechtigt, jeden der Studienabschnitte, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des neuen Studienplanes noch nicht abgeschlossen sind, in einem der gesetzlichen Studiendauer zuzüglich eines Semesters entsprechenden Zeitraum abzuschließen. Wird ein Studienabschnitt nicht fristgerecht abgeschlossen, ist die oder der Studierende für das weitere Studium dem neuen Studienplan unterstellt. Im übrigen sind diese Studierenden berechtigt, sich jederzeit freiwillig dem neuen Studienplan zu unterstellen. (§ 80 Abs. 2 UniStG).
(2) Muss ein Studierender oder eine Studierende in den neuen Studienplan wechseln oder unterstellt ein Studierender oder eine Studierende sich freiwillig dem neuen Studienplan nach Absolvierung der ersten Diplomprüfung nach dem bis dahin geltenden Studienplan, so können die Vorlesung aus Mikroökonomie II und die dazu gehörenden Übungen als Lehrveranstaltungen aus Ökonomischer Theorie gemacht werden (§ 8 (1) Zif. 1). Das Praktikum aus empirischer Wirtschaftsforschung (§ 8 (1) Zif. 4 lit. b) kann durch die im § 7 (5) vorgesehen Lehrveranstaltungen ersetzt werden, sofern der oder die Studierende noch nicht das Praktikum nach dem bis dahin geltenden Studienplan § 6 Abs. 2 lit. c gemacht hat. Die Vordiplomprüfungen aus Grundzüge des Privatrechtes und Grundzüge des öffentlichen Rechtes (§ 1 Abs. 2 Zif. 4 und § Abs. 2 lit. a Zif. 5) gelten als Nachweis über freie Wahlfächer über jeweils 6 Stunden.
(3) Abgelegte Teildiplomprüfungen der zweiten Diplomprüfung nach dem Studienplan i.d.F. des Beschlusses der Studienkommission vom 13. Dezember 1995 gelten als entsprechende Fachprüfungen dieses Studienplanes. (Volkswirtschaftstheorie als Ökonomische Theorie, Volkswirtschaftspolitik als Angewandte Ökonomie, Finanzwissenschaft als Finanzwissenschaft, die Vorprüfung über das Wahlfach Ökonometrie als Fachprüfung Ökonometrie, Vorprüfungen über ein anderes Wahlfach und die Teildiplomprüfung aus einer besonderen Betriebswirtschaftslehre als Fachprüfung über das Wahlpflichtfach (*2) gemäß § 8 Zif.5.
(4) Einzelne nach dem alten Studienplan abgelegte Prüfungen über Lehrveranstaltungen gelten als Prüfungen über Lehrveranstaltungen im Sinne dieses Studienplanes für das jeweilige Fach. Über die Zurechenbarkeit entscheidet der bzw. die Vorsitzende der Studienkommission. Nach § 7 (2) alter Studienplan absolvierte Seminare oder Proseminare gelten als Lehrveranstaltungen im Sinne des § 8 (2) Zif. 2 dieses Studienplanes. Studierende, die ihre Diplomarbeit nach dem alten Studienplan bereits abgeschlossen haben, müssen das Diplomandenkonversatorium (§ 8 (2) Zif. 1) dieses Studienplanes nicht nachweisen.
Wahlfächer gemäß § 8 (1) Zif. 5 sind:
Wirtschaftlich relevante Teile des Rechtes
Eine Vertiefung der in § 8 (1) Zif. 1 – 4 genannten Fächer, insbesondere:
Mathematische Methoden der Wirtschaftstheorie
Ökonomie des Rechtes
Konjunkturtheorie und – politik
Geldtheorie und – politik
Qualifikationsprofil für das Studium der Volkswirtschaft
Die Tätigkeit von Absolventinnen und Absolventen des Studiums der Volkswirtschaft besteht vor allem
in der systematischen Erfassung und Analyse von bestehenden Volkswirtschaften für Zwecke der Wirtschaftspolitik und für Unternehmensstrategien;
in der Konzipierung, Evaluierung und Begründung von Politiken und Reformen im öffentlichen Bereich;
in der Planung, Durchführung und Risikoabschätzung von Unternehmensstrategien;
in der Lehre und der Wissenschaft.
Die Absolventen und Absolventinnen sind dementsprechend nach Abschluss ihres Studiums vor allem in folgenden Bereichen tätig:
Wirtschaftsforschungsinstitute;
Interessenverbände;
Banken und andere Unternehmen für Finanzdienste;
große Industrieunternehmen;
Universitäten und andere post-sekundäre Lehranstalten.
Ziel des Studiums der Volkswirtschaft an der Universität Wien ist es daher, die Studierenden mit den wichtigsten Theorien, Methoden und quantitativen Verfahren der Volkswirtschaftslehre, sowie deren Entwicklung und Anwendung vertraut zu machen, wobei der Vielfalt der Methoden und der Pluralität der Theorien Rechnung getragen werden muss. Die Frauen- und Geschlechterforschung (z.B. “Feministische Ökonomie”) stellt diesbezüglich einen gleichwertigen und wichtigen Forschungsbereich im Rahmen der Volkswirtschaftslehre, sowie der Gesellschafts- und Wissenschaftskritik im allgemeinen dar.
Insbesondere sollen die Studierenden befähigt werden, in ihrem zukünftigen beruflichen Umfeld die Theorien und die Methoden auf reale Problemstellungen anwenden zu können. Nach der Ausbildung in den allgemeinen Grundlagen (1. Studienabschnitt) sind Vertiefungen in einigen Bereichen von den Studierenden zu absolvieren (2. Studienabschnitt). Dabei können die Studierenden unter einer größeren Zahl von volkswirtschaftlichen Fächern wählen.
Neben dem eigentlichen Kernfach der Volkswirtschaftstheorie müssen die Studierenden vorbereitende Fächer absolvieren und je nach individueller Zielsetzung aus einer Reihe ergänzender sozial- und wirtschaftswissenschaftlicher Fächern wählen. Zu den methodischen Fächern zählen Mathematik, Statistik und die computerunterstützte Analyse ökonomischer Daten. Ergänzende Fächer sind Soziologie, Politikwissenschaft, Betriebswirtschaftslehre, eine fachspezifische Ausbildung in Englisch, beziehungsweise Fächer über politische und rechtliche Strukturen von Institutionen und deren Geschichte.
Die Struktur des Studienplanes soll es den Studierenden ermöglichen, Teile des Studiums an international anerkannten ausländischen Universitäten zu absolvieren.
Anmerkungen der StV(*1) In Vorlesungsverzeichnis, ISWI und KOVO werden die Arbeitskreise mit AR statt AK abgekürzt. Der Unterschied hat keine Bedeutung
(*2) Statt Wahlpflichtfach müsste Wahlfach stehen (Es gibt keine Wahlpflichtfächer)
AK/AR… Arbeitskreis
BAGRU… Basisgruppe
BWZ… Betriebswirtschaftliches Zentrum, Brünner Str.72
c.t… cum tempore, LV beginnt eine 1/4 Std später
FB… Fachbibliothek
HB… Hauptbibliothek
HS.., Hs. Hörsaal
ISDS … Institut für Statistik (Ex-ISOC) & Computerverfahren, Universitätsstr 5/9
ISWI… LV Anmeldesystem
IUK… Integrierter UniversitätsKurs
KO.. Konversatorium
KoVo… Kommentiertes Vorlesungsverzeichnis
LV… Lehrveranstaltung
NIG… Neues Institutsgebäude Universitätsstr. 7
ÖH… Österreichische HochschülerInnenschaft
OLV… OrientierungsLV
PISWI… = ISWI
PolÖk… Politische Ökonomie
PR… Praktikum
PS… Proseminar
RBK… Basisgruppe VWL, namens “Der Rote Börsenkrach”,stellt die StV
Schildburg… Raum der STRV VWL, Arkadenhof , Stiege 7, Hauptgebäude
SE… Seminar
SS (SoSe)… Sommersemester;
SST… Semesterstunden
s.t… sine tempore – LV beginnt pünktlich
StV… Studienvertretung
UB… Unibibliothek
UE… Übung
Uni… Universität Wien, “Hauptuni” UniStG Universitätstudiengesetz
UOG… UniversitätsOrganisationsgesetz
VO… Vorlesung
WIWI… Institut für Wirtschaftswissenschaften, Hohenstaufeng. 9
WS (WiSe)… Wintersemester
WiWi … Fakultät f Wirtschaftswissenschaften (Uni Wien)

References: §11
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 §10
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