Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=FG%20Rheinland-Pfalz&Datum=21.09.2012&Aktenzeichen=3%20K%201740/10
Timestamp: 2019-10-14 09:40:48+00:00

Document:
FG Rheinland-Pfalz, 21.09.2012 - 3 K 1740/10 - dejure.org
https://dejure.org/2012,33187
FG Rheinland-Pfalz, 21.09.2012 - 3 K 1740/10 (https://dejure.org/2012,33187)
FG Rheinland-Pfalz, Entscheidung vom 21.09.2012 - 3 K 1740/10 (https://dejure.org/2012,33187)
FG Rheinland-Pfalz, Entscheidung vom 21. September 2012 - 3 K 1740/10 (https://dejure.org/2012,33187)
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§ 155 FGO, § 264 Nr 2 ZPO, § 65 FGO, § 9 Abs 1 S 1 EStG 2002, § 12 Nr 1 EStG 2002
Statthaftigkeit einer Klageerweiterung - Aufwendungen für ein Flugsicherheitstraining als Werbungskosten - Aufteilung bei beruflicher und privater Veranlassung - Private Mitbenutzung eines häuslichen Arbeitszimmers - Regelmäßige Arbeitsstätte eines Piloten
Werbungskostenabzug der Aufwendungen eines Piloten für ein Flugsicherheitstraining
EStG § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4, EStG § 9 Abs. 2
Anwendung der Entfernungspauschale bei einem Piloten
FG Rheinland-Pfalz wendet neue BFH Rechtsprechung zur Arbeitsstätte eines Piloten zwar an, stellt sie jedoch gleichzeitig in Frage.
Zweifel an BFH-Rechtsprechung zur Arbeitsstätte eines Piloten
Arbeitsstätte eines Piloten
EFG 2013, 113
Soweit es hier von Bedeutung ist, gab das Finanzgericht (FG) der Klage mit den in Entscheidungen der Finanzgerichte 2013, 113 veröffentlichten Gründen statt.
Es beantragt, das Urteil des FG Rheinland-Pfalz vom 21. September 2012 3 K 1740/10 insoweit aufzuheben, als danach Aufwendungen für die Fahrten zwischen der Wohnung des Klägers und dem Heimatflughafen über die Entfernungspauschale hinaus als Werbungskosten bei den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit berücksichtigt worden sind, und die Klage insoweit abzuweisen.
Nach einer Entscheidung des FG Rheinland-Pfalz vom 21.09.2012 3 K 1740/10 (EFG 2013, 113) reiche der Briefing-Raum aus, um die erforderlichen Flugvorbereitungen zu treffen.
Soweit die Klägerin unter 8) behauptet, sie habe ihren Dienstplan täglich kontrolliert, geht das Gericht davon aus, dass das Anfordern und die Kontrolle des Dienstplans grundsätzlich dienstliche Nutzungen eines Arbeitszimmers darstellen (a.A. FG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 21.09.2012, 3 K 1740/10, EFG 2013, 113).
In diesem Punkt werde auf das Urteil vom 21. September 2012 des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz (3 K 1740/10) verwiesen.
Die Kontrolle des Dienstplans rechnet das Gericht schon wegen der Änderungen, die seitens des Arbeitgebers aufgrund von Flugausfällen etc. vorgenommen werden, nicht dem privaten Bereich zu (a.A. FG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 21. September 2012, 3 K 1740/10, Entscheidungen der Finanzgerichte -EFG- 2013, 113).
Die Revision war wegen der grundsätzlichen Bedeutung der Rechtssache (§ 115 Abs. 2 Nr. 1 FGO) und wegen des bereits anhängigen Revisionsverfahrens zur Entscheidung des FG Rheinland Pfalz (Urteil vom 21. September 2012 3 K 1740/10, EFG 2013, 113, Az. des BFH: VI R 68/12) sowie der abweichenden Entscheidung des FG München (Urteil vom 20. Februar 2013, 9 K 1748/11) zuzulassen (§ 115 Abs. 2 Nr. 2 FGO).
Hierbei können allerdings das Fehlen der Notwendigkeit, die Unüblichkeit und die Unzweckmäßigkeit bei Aufwendungen, die ebenso gut privater Natur sein können, als Anzeichen dafür gewertet werden, dass die Aufwendungen aus außerbetrieblichen Erwägungen gemacht wurden (vgl. BFH-Urteil vom 28. Oktober 1976 IV R 35/76, BStBl II 1977, 238 ; FG Rheinland-Pfalz, Urteil vom 21. September 2012 3 K 1740/10, EFG 2013, 113).

References: § 155
 § 264
 § 65
 § 9
 § 12
 § 9
 § 9