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Timestamp: 2019-05-21 21:50:03+00:00

Document:
BüroMKfAusbV - Verordnung über die Berufsausbildung zum Kaufmann für Büromanagement und zur Kauffrau für Büromanagement
Verordnung über die Berufsausbildung zum Kaufmann für Büromanagement und zur Kauffrau für Büromanagement (Büromanagementkaufleute-Ausbildungsverordnung - BüroMKfAusbV)
BüroMKfAusbV
Ausfertigungsdatum: 11.12.2013
"Büromanagementkaufleute-Ausbildungsverordnung vom 11. Dezember 2013 (BGBl. I S. 4125), die durch Artikel 1 der Verordnung vom 16. Juni 2014 (BGBl. I S. 791) geändert worden ist"
Stand: Geändert durch Art. 1 V v. 16.6.2014 I 791
Ersetzt V 806-21-1-165 v. 13.2.1991 I 425, V 806-21-1-164 v. 13.2.1991 I 436 u. V 806-21-1-176 v. 12.3.1992 I 507
(+++ Textnachweis ab: 1.8.2014 +++)
Auf Grund des § 4 Absatz 1 in Verbindung mit § 5 des Berufsbildungsgesetzes, von denen § 4 Absatz 1 durch Artikel 232 Nummer 1 der Verordnung vom 31. Oktober 2006 (BGBl. I S. 2407) geändert worden ist, verordnen das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und das Bundesministerium des Innern im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung:
Der Ausbildungsberuf des Kaufmanns für Büromanagement und der Kauffrau für Büromanagement wird nach § 4 Absatz 1 des Berufsbildungsgesetzes staatlich anerkannt. Der Ausbildungsberuf ist, soweit die Berufsausbildung im Bereich des öffentlichen Dienstes stattfindet, Ausbildungsberuf des öffentlichen Dienstes. Im Übrigen ist er Ausbildungsberuf der gewerblichen Wirtschaft.
(1) Gegenstand der Berufsausbildung sind mindestens die in der sachlichen Gliederung des Ausbildungsrahmenplans nach Anlage 1 genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten (berufliche Handlungsfähigkeit). Soweit es die Besonderheiten des öffentlichen Dienstes erfordern, sind den Ausbildungsinhalten des Ausbildungsrahmenplans die entsprechenden fachspezifischen Begriffe oder Bezeichnungen, die im öffentlichen Dienst verwendet werden, zugrunde zu legen.
(2) Eine von der zeitlichen Gliederung des Ausbildungsrahmenplans nach Anlage 2 abweichende Organisation der Berufsausbildung ist insbesondere zulässig, wenn betriebspraktische Besonderheiten die Abweichung erfordern.
gemeinsame berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in den Pflichtqualifikationen,
weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in zwei Wahlqualifikationen, die jeweils fünf Monate dauern und im Ausbildungsvertrag festgelegt werden, sowie
gemeinsame integrative Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten.
(2) Gemeinsame berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in den Pflichtqualifikationen sind:
Büroprozesse:
Koordinations- und Organisationsaufgaben;
Auftragsbearbeitung und -nachbereitung,
Beschaffung von Material und externen Dienstleistungen,
personalbezogene Aufgaben,
kaufmännische Steuerung.
(3) Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in den Wahlqualifikationen sind:
Auftragssteuerung und -koordination:
Auftragsinitiierung,
Auftragsabschluss,
Auftragsnachbereitung;
Kosten-und-Leistungs-Rechnung,
kaufmännische Abläufe in kleinen und mittleren Unternehmen:
laufende Buchführung,
Entgeltabrechnung,
betriebliche Kalkulation,
betriebliche Auswertungen;
Einkauf und Logistik:
operativer Einkaufsprozess,
strategischer Einkaufsprozess,
Lagerwirtschaft;
Marketingaktivitäten,
Vertrieb von Produkten und Dienstleistungen,
Kundenbindung und Kundenbetreuung;
Personalbeschaffung und -entwicklung;
Sekretariatsführung,
Terminkoordination und Korrespondenzbearbeitung,
Organisation von Reisen und Veranstaltungen;
Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungsmanagement:
Veranstaltungsmanagement;
Kunden- und Bürgerorientierung,
Rechtsanwendung,
Verwaltungshandeln;
Haushalts- und Kassenwesen.
(4) Gemeinsame integrative Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sind:
Stellung, Rechtsform und Organisationsstruktur,
Produkt- und Dienstleistungsangebot,
arbeits-, sozial-, mitbestimmungsrechtliche und tarif- oder beamtenrechtliche Vorschriften,
wirtschaftliches und nachhaltiges Denken und Handeln;
Arbeits- und Selbstorganisation, Organisationsmittel,
Arbeitsplatzergonomie,
qualitätsorientiertes Handeln in Prozessen;
Information, Kommunikation, Kooperation:
Informationsbeschaffung und Umgang mit Informationen,
Anwenden einer Fremdsprache bei Fachaufgaben.
(1) Die in dieser Verordnung genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sollen so vermittelt werden, dass die Auszubildenden zur Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit im Sinne des § 1 Absatz 3 des Berufsbildungsgesetzes befähigt werden, die insbesondere selbständiges Planen, Durchführen und Kontrollieren einschließt. Diese Befähigung ist auch in den Prüfungen nach den §§ 6 und 7 nachzuweisen.
(3) Die Auszubildenden haben einen schriftlichen Ausbildungsnachweis zu führen. Ihnen ist Gelegenheit zu geben, den Ausbildungsnachweis während der Ausbildungszeit zu führen. Die Ausbildenden haben den Ausbildungsnachweis regelmäßig durchzusehen.
(4) Zur Ergänzung der betrieblichen Berufsausbildung sind im Bereich der zuständigen Stellen des öffentlichen Dienstes die in dieser Verordnung genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in einer dienstbegleitenden Unterweisung systematisch zu vermitteln und zu vertiefen. Hierfür kommen insbesondere Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in Betracht, die nicht in allen Ausbildungsbetrieben vermittelt werden können. Die dienstbegleitende Unterweisung umfasst in der Regel 420 Stunden, sie ist inhaltlich und zeitlich mit dem Berufsschulunterricht abzustimmen.
(2) Die Zwischenprüfung erstreckt sich
auf die in den Anlagen 1 und 2 für die ersten 15 Monate genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie
auf den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
(3) Die Zwischenprüfung findet im Prüfungsbereich „Büro- und Beschaffungsprozesse“ statt.
(4) Für den Prüfungsbereich „Büro- und Beschaffungsprozesse“ bestehen folgende Vorgaben:
Wege der Informationsbeschaffung und den Umgang mit Informationen darzustellen und die Datenschutzregelungen zu berücksichtigen,
betriebliche Abläufe unter Berücksichtigung von Informationsflüssen vorzubereiten und dabei Entscheidungswege und Schnittstellen zu berücksichtigen,
bürowirtschaftliche Abläufe und Termine zu planen, zu organisieren und zu überwachen,
Vorschriften für die eigene Arbeitssicherheit und die Arbeitsplatzgestaltung zu berücksichtigen,
vertragsrechtliche Aspekte bei der Beschaffung von Material und externen Dienstleistungen zu berücksichtigen;
der Prüfling soll berufstypische und prozessbezogene Aufgaben schriftlich bearbeiten;
(+++ § 6: Zur Anwendung vgl. § 1 BüroMKfAusbVErpV +++)
§ 7 Abschlussprüfung
(1) Durch die Abschlussprüfung ist festzustellen, ob der Prüfling die berufliche Handlungsfähigkeit erworben hat. In der Abschlussprüfung soll der Prüfling nachweisen, dass er
mit dem im Berufsschulunterricht zu vermittelnden, für die Berufsausbildung wesentlichen Lehrstoff vertraut ist.
Die Ausbildungsordnung ist zugrunde zu legen.
informationstechnisches Büromanagement,
Kundenbeziehungsprozesse,
Fachaufgabe in der Wahlqualifikation,
(3) Für den Prüfungsbereich „informationstechnisches Büromanagement“ bestehen folgende Vorgaben:
der Prüfling soll nachweisen, dass er in der Lage ist, im Rahmen eines ganzheitlichen Arbeitsauftrages Büro- und Beschaffungsprozesse zu organisieren und kundenorientiert zu bearbeiten; dabei soll er nachweisen, dass er unter Anwendung von Textverarbeitungs- und Tabellenkalkulationsprogrammen recherchieren, dokumentieren und kalkulieren kann;
der Prüfling soll berufstypische Aufgaben schriftlich computergestützt bearbeiten;
(4) Für den Prüfungsbereich „Kundenbeziehungsprozesse“ bestehen folgende Vorgaben:
der Prüfling soll nachweisen, dass er in der Lage ist, komplexe Arbeitsaufträge handlungsorientiert zu bearbeiten; dabei soll er zeigen, dass er Aufträge kundenorientiert abwickeln, personalbezogene Aufgaben wahrnehmen und Instrumente der kaufmännischen Steuerung fallbezogen einsetzen kann;
(5) Für den Prüfungsbereich „Fachaufgabe in der Wahlqualifikation“ bestehen folgende Vorgaben:
berufstypische Aufgabenstellungen zu erfassen, Probleme und Vorgehensweisen zu erörtern sowie Lösungswege zu entwickeln, zu begründen und zu reflektieren,
kunden- und serviceorientiert zu handeln,
betriebspraktische Aufgaben unter Berücksichtigung wirtschaftlicher, ökologischer und rechtlicher Zusammenhänge zu planen, durchzuführen und auszuwerten sowie
Kommunikations- und Kooperationsbedingungen zu berücksichtigen;
mit dem Prüfling soll ein fallbezogenes Fachgespräch durchgeführt werden, für das folgende Vorgaben bestehen:
Grundlage für das fallbezogene Fachgespräch ist eine der festgelegten Wahlqualifikationen nach § 4 Absatz 3,
bewertet werden die Leistungen, die der Prüfling im fallbezogenen Fachgespräch zeigt,
das Fachgespräch soll höchstens 20 Minuten dauern und
das Fachgespräch wird mit einer Darstellung von Aufgabe und Lösungsweg durch den Prüfling eingeleitet;
zur Vorbereitung auf das fallbezogene Fachgespräch soll der Prüfling
für jede der beiden festgelegten Wahlqualifikationen nach § 4 Absatz 3 einen höchstens dreiseitigen Report über die Durchführung einer betrieblichen Fachaufgabe erstellen oder
eine von zwei praxisbezogenen Fachaufgaben, die ihm vom Prüfungsausschuss zur Wahl gestellt werden, bearbeiten und Lösungswege entwickeln; Grundlage für die Fachaufgaben ist eine der festgelegten Wahlqualifikationen nach § 4 Absatz 3.
Der Ausbildungsbetrieb teilt der zuständigen Stelle mit der Anmeldung zur Abschlussprüfung mit, welche Variante nach Satz 1 Nummer 3 gewählt wird. Wird die Variante nach Satz 1 Nummer 3 Buchstabe a gewählt, hat der Ausbildende zu bestätigen, dass die Fachaufgaben vom Prüfling eigenständig im Betrieb durchgeführt worden sind. Die Reporte sind dem Prüfungsausschuss spätestens am ersten Tag der Abschlussprüfung zuzuleiten. Sie werden nicht bewertet. Aus den beiden betrieblichen Fachaufgaben wählt der Prüfungsausschuss eine aus. Ausgehend von der gewählten Fachaufgabe und dem dazu erstellten Report entwickelt der Prüfungsausschuss für die zugrunde liegende Wahlqualifikation das fallbezogene Fachgespräch so, dass die in Satz 1 Nummer 1 genannten Vorgaben nachgewiesen werden können. Wird die Variante nach Satz 1 Nummer 3 Buchstabe b gewählt, ist dem Prüfling eine Vorbereitungszeit von 20 Minuten einzuräumen. Ausgehend von der Fachaufgabe, die der Prüfling gewählt hat, entwickelt der Prüfungsausschuss für die zugrunde liegende Wahlqualifikation das fallbezogene Fachgespräch so, dass die in Satz 1 Nummer 1 genannten Vorgaben nachgewiesen werden können.
(6) Für den Prüfungsbereich „Wirtschafts- und Sozialkunde“ bestehen folgende Vorgaben:
(+++ § 7: Zur Anwendung vgl. § 1 BüroMKfAusbVErpV +++)
§ 8 Gewichtung der Prüfungsbereiche, Bestehen der Abschlussprüfung
Büromanagement mit 25 Prozent,
prozesse mit 30 Prozent,
Fachaufgabe in der
Wahlqualifikation mit 35 Prozent,
Sozialkunde mit 10 Prozent.
(2) Die Abschlussprüfung ist bestanden, wenn die Leistungen wie folgt bewertet worden sind:
(3) Auf Antrag des Prüflings ist die Prüfung in einem der Prüfungsbereiche „informationstechnisches Büromanagement“, „Kundenbeziehungsprozesse“ oder „Wirtschafts- und Sozialkunde“ durch eine mündliche Prüfung von etwa 15 Minuten zu ergänzen, wenn
der Prüfungsbereich schlechter als „ausreichend“ bewertet worden ist und
Bei der Ermittlung des Ergebnisses für diesen Prüfungsbereich sind das bisherige Ergebnis und das Ergebnis der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis von 2:1 zu gewichten.
(+++ § 8: Zur Anwendung vgl. § 1 BüroMKfAusbVErpV +++)
(1) Diese Verordnung tritt am 1. August 2014 in Kraft.
die Verordnung über die Berufsausbildung zum Bürokaufmann/zur Bürokauffrau vom 13. Februar 1991 (BGBl. I S. 425),
die Verordnung über die Berufsausbildung zum Kaufmann für Bürokommunikation/zur Kauffrau für Bürokommunikation vom 13. Februar 1991 (BGBl. I S. 436), die durch Artikel 1 der Verordnung vom 22. Oktober 1999 (BGBl. I S. 2067) geändert worden ist, und
die Verordnung über die Berufsausbildung zum Fachangestellten für Bürokommunikation/zur Fachangestellten für Bürokommunikation vom 12. März 1992 (BGBl. I S. 507), die durch Artikel 1 der Verordnung vom 21. Oktober 1999 (BGBl. I S. 2066) geändert worden ist.
Anlage 1 (zu § 3 Absatz 1 Satz 1)
Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Kaufmann für Büromanagement und zur Kauffrau für Büromanagement
(Fundstelle: BGBl. I 2013, 4129 - 4138)
Abschnitt A: Gemeinsame berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in den Pflichtqualifikationen
1 Büroprozesse
1.1 Informationsmanagement
(§ 4 Absatz 2 Nummer 1.1)
betriebliche Kommunikationssysteme auswählen und anwenden
Grundfunktionen des Betriebssystems anwenden
Nutzen des Einsatzes von elektronischen Dokumentenmanagementsystemen aufzeigen
Nutzen und Risiken von Onlineanwendungen aufzeigen
Wege der Informationsbeschaffung beherrschen
Maßnahmen zur Datensicherung und Datenpflege veranlassen
1.2 Informationsverarbeitung
(§ 4 Absatz 2 Nummer 1.2)
Texte des internen und externen Schriftverkehrs formulieren, gliedern sowie situationsgerecht und normgerecht erstellen
Textverarbeitungssystem bedarfsgerecht und effizient anwenden
Vor- und Nachteile verschiedener Präsentationsmedien und -techniken abwägen
Präsentationen vorgaben- und adressatengerecht entwerfen, gestalten und durchführen
Präsentationen reflektieren
Kalkulationstabellen erstellen und Berechnungen durchführen
Daten in Diagrammen darstellen
Tabellen und Diagramme dokumentenübergreifend verwenden
Dokumente pflegen und archivieren
Dateien exportieren und importieren
1.3 bürowirtschaftliche Abläufe
(§ 4 Absatz 2 Nummer 1.3)
Bedarf an Büromaterial planen, beschaffen und verwalten
Posteingang und -ausgang bearbeiten
Dokumente unter Beachtung gesetzlicher und betrieblicher Aufbewahrungsfristen verwalten
bürowirtschaftliche Abläufe reflektieren und Verbesserungen vorschlagen
1.4 Koordinations- und
(§ 4 Absatz 2 Nummer 1.4)
interne und externe Termine planen, koordinieren und überwachen; bei Terminabweichungen erforderliche Maßnahmen einleiten
Sitzungen und Besprechungen nach sachlichen und zeitlichen Vorgaben vor- und nachbereiten sowie betreuen
bei der Planung, Durchführung und Kontrolle von Projekten mitwirken
2.1 Kundenbeziehungen
(§ 4 Absatz 2 Nummer 2.1)
eigene Rolle als Dienstleister im Kundenkontakt berücksichtigen
situationsgerecht und kundenorientiert Auskunft geben und beraten
Informationen kundengerecht aufbereiten
Bedeutung von Kundenservice für die Kundenzufriedenheit erkennen und berücksichtigen
2.2 Auftragsbearbeitung und
(§ 4 Absatz 2 Nummer 2.2)
Kundenanfragen bearbeiten und bei ihrer Abwicklung mitwirken
Kundenaufträge annehmen, bearbeiten sowie dabei Rechtsvorschriften und Verfahrensregeln beachten
Auftragsabwicklung mit Kunden festlegen
Begleitdokumente und Rechnungen erstellen
Beschwerden und Reklamationen bearbeiten
2.3 Beschaffung von Material
und externen Dienstleistungen
(§ 4 Absatz 2 Nummer 2.3)
Material- und Dienstleistungsbedarf ermitteln
Bezugsquellen ermitteln, Auswahl begründen und dabei Beschaffungsrichtlinien sowie Rahmenverträge beachten
Liefertermine überwachen und bei Verzug mahnen
Bestellungen mit den Wareneingangsunterlagen vergleichen, Dienstleistungen abnehmen, bei Abweichungen Differenzen klären
2.4 personalbezogene Aufgaben
(§ 4 Absatz 2 Nummer 2.4)
Personaleinsatzplanung unterstützen und Arbeitszeitregelungen berücksichtigen
Dienstreiseanträge und Reisekostenabrechnungen vorbereiten
bei der Bearbeitung von Mitarbeiterdaten Regelungen zum Datenschutz und zur Datensicherheit einhalten
bereichsbezogene Personalstatistiken führen und auswerten
2.5 kaufmännische Steuerung
(§ 4 Absatz 2 Nummer 2.5)
Einflussfaktoren auf die Wirtschaftlichkeit der betrieblichen Leistungserstellung beachten
Rechnungswesen als Instrument kaufmännischer Planung, Steuerung und Kontrolle an Beispielen des Ausbildungsbetriebes anwenden
Investitionen und Finanzierung an Beispielen des Ausbildungsbetriebes erläutern
Kosten- und Leistungsstruktur des Ausbildungsbetriebes berücksichtigen
Belege unterscheiden, den jeweiligen Geschäftsvorgängen zuordnen, rechnerisch und sachlich prüfen
Zahlungen unter Berücksichtigung der Zahlungsbedingungen vorbereiten
Abschnitt B: Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in zwei Wahlqualifikationen von jeweils fünf Monaten
1 Auftragssteuerung und -koordination
1.1 Auftragsinitiierung
(§ 4 Absatz 3 Nummer 1.1)
Kunden produktspezifisch und kaufmännisch beraten
Angebotsgrundlagen und -alternativen mit dem Kunden entwickeln
ergänzenden Service anbieten
Kalkulationsdaten für Angebote einholen
Auftragseingang prüfen, Auftrag bestätigen
1.2 Auftragsabwicklung
(§ 4 Absatz 3 Nummer 1.2)
Zeit- und Ressourcenplan in Abstimmung mit den Beteiligten erstellen
auftragsrelevante Beschaffungen sicherstellen
auftragsbegleitend mit Kunden kommunizieren
auftragsbezogene Daten einholen
Soll- und Ist-Vergleich der Leistungserbringung durchführen, bei Bedarf nachsteuern
Abnahme der Leistung veranlassen
1.3 Auftragsabschluss
(§ 4 Absatz 3 Nummer 1.3)
Auftragsdokumentation vervollständigen und bearbeiten
Aufträge nachkalkulieren
Aufträge fakturieren, Kundenrechnungen erstellen
Zahlungseingänge überwachen und bei Bedarf Maßnahmen einleiten
1.4 Auftragsnachbereitung
(§ 4 Absatz 3 Nummer 1.4)
Kundenzufriedenheit ermitteln und auswerten
Maßnahmen zur Kundenbindung initiieren
Probleme in Auftragsprozessen identifizieren und analysieren
Problemlösungen vorschlagen
2 kaufmännische Steuerung
2.1 Finanzbuchhaltung
(§ 4 Absatz 3 Nummer 2.1)
Kreditoren- und Debitorenstammdaten aufnehmen und pflegen
Geschäftsvorgänge unter Berücksichtigung gesetzlicher und betrieblicher Regelungen buchhalterisch einordnen
Belege erfassen, kontieren und auf Bestands- und Erfolgskonten buchen
im Rahmen der Kontokorrentbuchhaltung Zahlungseingänge überwachen und Zahlungsausgänge veranlassen
bei periodengerechten Abschlussarbeiten unterstützen
2.2 Kosten-und-Leistungs-Rechnung
(§ 4 Absatz 3 Nummer 2.2)
Zweck und Struktur der betrieblichen Kosten-und-Leistungs-Rechnung bei Aufgabenstellungen berücksichtigen
Kosten ermitteln, aufbereiten und überwachen
Ergebnisse der Kosten-und-Leistungs-Rechnung für Entscheidungen aufbereiten
(§ 4 Absatz 3 Nummer 2.3)
Einflussfaktoren auf den Betriebserfolg identifizieren und reflektieren
Ergebnisse der Betriebsrechnung und der Finanzbuchhaltung für das Controlling aufbereiten und interpretieren
Soll- und Ist-Vergleiche durchführen, Abweichungen feststellen und kommunizieren
Kennzahlen ermitteln, aufbereiten und beurteilen, Statistiken und Berichte erstellen
3 kaufmännische Abläufe in
3.1 laufende Buchführung
(§ 4 Absatz 3 Nummer 3.1)
Bestands- und Erfolgskonten führen
Offene-Posten-Listen verwalten
Zahlungsein- und -ausgänge kontrollieren und Maßnahmen bei Zahlungsverzug einleiten
am buchhalterischen Jahresabschluss unter Berücksichtigung der Fristen mitwirken
3.2 Entgeltabrechnung
(§ 4 Absatz 3 Nummer 3.2)
Personalstammdaten erfassen und pflegen
Auszahlungsbeträge unter Berücksichtigung geltender steuer-, sozial- und tarifrechtlicher Bestimmungen ermitteln
notwendige Unterlagen zum Monats- und Jahresabschluss unter Berücksichtigung der Fristen erstellen
3.3 betriebliche Kalkulation
(§ 4 Absatz 3 Nummer 3.3)
Kosten verursachungsgerecht zuordnen
Angebote unter Berücksichtigung der Kosten und Marktchancen kalkulieren
auftragsbezogene Kosten überwachen und kontrollieren
Verfahren der Voll- und Teilkostenrechnung anwenden
durch Nachkalkulation Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg ermitteln
3.4 betriebliche Auswertungen
(§ 4 Absatz 3 Nummer 3.4)
bei der Ermittlung der Unternehmensertragslage mitwirken
Wirkungen der Abschreibungen für den Betriebserfolg unterscheiden
Statistiken erstellen und Plan-Ist-Vergleiche durchführen
betriebliche Kennzahlen beurteilen und für unternehmerische Entscheidungen aufbereiten
4 Einkauf und Logistik
4.1 Bedarfsermittlung
(§ 4 Absatz 3 Nummer 4.1)
Bedarf an Produkten und Dienstleistungen feststellen
Mengen und Termine disponieren
4.2 operativer Einkaufsprozess
(§ 4 Absatz 3 Nummer 4.2)
interne Einkaufsrichtlinien und Rahmenverträge sowie betriebliche Compliance einhalten
Bezugsquellen ermitteln, analysieren und Lieferantenvorauswahl treffen
Bestellung durchführen, Auftragsbestätigung mit der Bestellung vergleichen und bei Abweichungen Lösungen vereinbaren
Vertragserfüllung überwachen und bei Vertragsstörung Maßnahmen einleiten
4.3 strategischer Einkaufsprozess
(§ 4 Absatz 3 Nummer 4.3)
bei der Verhandlung von Einkaufskonditionen mitwirken
Lieferanteninformationen für Entscheidungen systematisch erfassen
bei der Erstellung von Rahmenverträgen mitwirken
Prozesse der Bedarfsermittlung und des Einkaufs reflektieren und Verbesserungen vorschlagen
4.4 Lagerwirtschaft
(§ 4 Absatz 3 Nummer 4.4)
unterschiedliche Systeme der Lagerhaltung vergleichen
vom Ausbildungsbetrieb genutztes Lagersystem bei logistischen Abläufen berücksichtigen
Wareneingang prüfen, Mängelbeseitigung veranlassen
5.1 Marketingaktivitäten
(§ 4 Absatz 3 Nummer 5.1)
Instrumente der Marktbeobachtung und -analyse nutzen und dabei Mitbewerber sowie Marktentwicklungen beachten
an der Entwicklung von Marketingmaßnahmen mitwirken
Ressourcen planen und organisieren und Kosten ermitteln
bei der Durchführung von Marketingmaßnahmen, insbesondere der Verkaufsförderung, mitwirken und diese Maßnahmen dokumentieren
Aktivitäten hinsichtlich Zeit, Wirtschaftlichkeit und Qualität überwachen und gegebenenfalls nachsteuern
Wirkungen von Marketingmaßnahmen feststellen und Verbesserungsvorschläge entwickeln
5.2 Vertrieb von Produkten
(§ 4 Absatz 3 Nummer 5.2)
Kundendaten und -informationen nutzen
Vertriebsformen berücksichtigen
Situation des Kunden analysieren, Bedarf feststellen, kundengerechte Lösungsvorschläge entwickeln und erläutern, über Finanzierungsmöglichkeiten informieren; Angebote unterbreiten
Verträge und Vertragsverhandlungen vorbereiten und an Vertragsabschlüssen mitwirken
Erfüllung von Verträgen überwachen, bei Abweichungen Maßnahmen einleiten
und Kundenbetreuung
(§ 4 Absatz 3 Nummer 5.3)
Kundenbeziehungen unter Berücksichtigung betrieblicher Vorgaben gestalten
Maßnahmen der Kundenbindung und -betreuung umsetzen
Beschwerden entgegennehmen und Maßnahmen des Beschwerdemanagements umsetzen
Kundenzufriedenheit ermitteln, Maßnahmen vorschlagen
6 Personalwirtschaft
6.1 Personalsachbearbeitung
(§ 4 Absatz 3 Nummer 6.1)
rechtliche Vorgaben aus unterschiedlichen Beschäftigungs- und Dienstverhältnissen im Ausbildungsbetrieb beachten
Personalakten unter Berücksichtigung von Datenschutz und Datensicherheit führen
Vorgänge im Zusammenhang mit Entgelten oder Bezügen bearbeiten
Vorgänge im Zusammenhang mit Arbeits- und Fehlzeiten bearbeiten
Auskünfte im Zusammenhang mit der Personalverwaltung erteilen
Personalstatistiken führen und auswerten
Informations-, Mitwirkungs- und Mitbestimmungsrechte berücksichtigen
bei Einstellungen und personellen Veränderungen erforderliche Meldungen veranlassen, Verträge vorbereiten und Dokumente erstellen
6.2 Personalbeschaffung und
(§ 4 Absatz 3 Nummer 6.2)
Personalbedarfsermittlung unter Berücksichtigung von Anforderungsprofilen unterstützen
im Personalbeschaffungsprozess, insbesondere bei Stellenausschreibungen, Auswahlverfahren und Entscheidungsfindungen, mitwirken
im Bereich der Personalentwicklung insbesondere Maßnahmen im Rahmen der Aus- und Weiterbildung organisieren
betriebliche Gesundheitsförderung unterstützen
Maßnahmen der Personalbeschaffung und -entwicklung reflektieren und Verbesserungen vorschlagen
7 Assistenz und Sekretariat
7.1 Sekretariatsführung
(§ 4 Absatz 3 Nummer 7.1)
Methoden des Selbstmanagements zur Optimierung von Büroorganisation und Arbeitsabläufen anwenden
Kommunikation zwischen den Beteiligten unterstützen und über Prioritäten von Interessen und Anliegen entscheiden
Kommunikation mit den Beteiligten situationsgerecht gestalten, dabei Anliegen berücksichtigen, eigenes Rollenverständnis entwickeln
Kleinprojekte planen, durchführen, kontrollieren und bewerten
7.2 Terminkoordination und
(§ 4 Absatz 3 Nummer 7.2)
Termine koordinieren und überwachen; Wiedervorlage steuern
termingerecht Informationen und Arbeitsergebnisse einfordern und bereitstellen
Informationen und Dokumente inhaltlich zusammenstellen
über Dringlichkeit von Informationen und Dokumenten sowie deren Weiterleitung entscheiden
7.3 Organisation von Reisen
(§ 4 Absatz 3 Nummer 7.3)
Reisen organisieren, nachbereiten und abrechnen
Veranstaltungen organisieren, begleiten und nachbereiten
Unterlagen zusammenstellen und aufbereiten
8.1 Öffentlichkeitsarbeit
(§ 4 Absatz 3 Nummer 8.1)
Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit des Ausbildungsbetriebes analysieren
an der Entwicklung von Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit unter Berücksichtigung von Zielsetzung, Zielgruppen und unterschiedlichen Medien mitwirken
Umsetzung der Maßnahmen planen und organisieren
Wirkung der Maßnahmen analysieren und bewerten
8.2 Veranstaltungsmanagement
(§ 4 Absatz 3 Nummer 8.2)
an Veranstaltungsplanungen, insbesondere hinsichtlich Öffentlichkeitsarbeit, Ressourcenkalkulation, räumlicher Organisation und Ausstattung, mitwirken und dabei wirtschaftliche, rechtliche und ökologische Aspekte berücksichtigen
Einladungen und Teilnehmerunterlagen erarbeiten sowie Teilnehmer bei Anfragen und organisatorischen Problemen unterstützen
Prozesse mit Dienstleistern koordinieren und überwachen, dabei betriebliche Compliance einhalten und bei Abweichungen Maßnahmen einleiten
Kosten nachkalkulieren, Rechnungen prüfen und kontieren
Veranstaltungen dokumentieren und analysieren, Informationen für die Öffentlichkeitsarbeit und nachfolgende Prozesse nutzen
9 Verwaltung und Recht
9.1 Kunden- und Bürgerorientierung
(§ 4 Absatz 3 Nummer 9.1)
Kunden und Bürger im Umgang mit Verwaltung situationsgerecht unterstützen, auf sachgerechte Antragstellung hinwirken
Möglichkeiten der Aufgabenerledigung Kunden und Bürgern nachvollziehbar aufzeigen
Verwaltungsprozesse transparent gestalten
9.2 Rechtsanwendung
(§ 4 Absatz 3 Nummer 9.2)
Anliegen und Zuständigkeiten klären, Sachverhalte ermitteln, Maßnahmen einleiten
Beteiligungsverfahren durchführen, dabei Verfahrensvorschriften beachten
Rechtsgrundlagen bei der Wahrnehmung von Fachaufgaben anwenden
Sachverhalte unter Tatbestandsmerkmale subsumieren und unter Beachtung gebundenen und ungebundenen Verwaltungshandelns Rechtsfolgen feststellen
9.3 Verwaltungshandeln
(§ 4 Absatz 3 Nummer 9.3)
Verwaltungsakte entwerfen
Bekanntgabe von Verwaltungsakten veranlassen
Widersprüche, Einsprüche und Beschwerden entgegennehmen, Form und Frist prüfen und weiterleiten
Möglichkeiten der Korrektur von Verwaltungshandlungen aufzeigen
Vorgänge nach rechtlichen und behördlichen Vorgaben dokumentieren
Bearbeitungsprozesse analysieren und Verbesserungen vorschlagen
10 öffentliche Finanzwirtschaft
(§ 4 Absatz 3 Nummer 10)
10.1 Finanzwesen
(§ 4 Absatz 3 Nummer 10.1)
rechtliche Grundlagen des öffentlichen Haushaltes der ausbildenden Stelle unter Berücksichtigung des Haushalts- oder Wirtschaftsplans anwenden
Haushaltsgrundsätze bei der Mittelbewirtschaftung anwenden
am Verfahren zur Aufstellung des Haushalts- oder Wirtschaftsplans mitwirken
Anforderungen der Haushaltsaufsicht und Haushaltskontrolle berücksichtigen
10.2 Haushalts- und Kassenwesen
(§ 4 Absatz 3 Nummer 10.2)
Geschäftsvorgänge zuordnen und Buchungen vorbereiten
bei der Mittelbedarfsberechnung im Rahmen der Haushaltsausführung mitwirken
gebuchte Einnahmen, Ausgaben, Erträge und Aufwendungen ermitteln und hochrechnen
Übersichten für Mittelzu- und Mittelabflüsse erstellen, überwachen und weiterleiten
Voraussetzungen für Stundung, Niederschlagung und Erlass von Forderungen prüfen
Unterlagen für den Jahresabschluss zusammenstellen
Abschnitt C: Gemeinsame integrative Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten
1 Ausbildungsbetrieb
1.1 Stellung, Rechtsform
und Organisationsstruktur
(§ 4 Absatz 4 Nummer 1.1)
Zielsetzung, Aufgaben und Stellung des Ausbildungsbetriebes im gesamtwirtschaftlichen und gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang beschreiben
organisatorischen Aufbau des Ausbildungsbetriebes mit seinen Aufgaben und Zuständigkeiten erläutern und Zusammenwirken der einzelnen Funktionsbereiche erklären
Zusammenarbeit des Ausbildungsbetriebes mit Wirtschaftsorganisationen, Behörden, Verbänden und Gewerkschaften beschreiben
1.2 Produkt- und
(§ 4 Absatz 4 Nummer 1.2)
Leistungsspektrum des Ausbildungsbetriebes beschreiben
Leistungen des Wirtschaftszweiges darstellen
Markt- und Wettbewerbssituation des Ausbildungsbetriebes darstellen
1.3 Berufsbildung
(§ 4 Absatz 4 Nummer 1.3)
Rechte und Pflichten aus dem Ausbildungsvertrag feststellen und Aufgaben der Beteiligten im dualen System der Berufsausbildung beschreiben
Bedeutung lebensbegleitenden Lernens für die berufliche und persönliche Entwicklung begründen sowie den Nutzen beruflicher Aufstiegs- und Weiterentwicklungsmöglichkeiten darstellen
1.4 arbeits-, sozial-, mitbestimmungsrechtliche und tarif- oder
beamtenrechtliche Vorschriften
(§ 4 Absatz 4 Nummer 1.4)
arbeits-, sozial- und mitbestimmungsrechtliche Vorschriften sowie für den Ausbildungsbetrieb geltende tarif- oder beamtenrechtliche Vorschriften beachten
Arbeitsverträge unter Berücksichtigung arbeits-, steuer- und sozialversicherungsrechtlicher Auswirkungen unterscheiden
Positionen der eigenen Entgeltabrechnung erklären
1.5 Sicherheit und
(§ 4 Absatz 4 Nummer 1.5)
(§ 4 Absatz 4 Nummer 1.6) Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen im beruflichen Einwirkungsbereich beitragen, insbesondere
1.7 wirtschaftliches und nachhaltiges Denken und Handeln
(§ 4 Absatz 4 Nummer 1.7)
Rolle der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen für den betrieblichen Erfolg erkennen
betriebswirtschaftliche Zusammenhänge und Aspekte der Nachhaltigkeit bei der Aufgabenerledigung berücksichtigen
Verfahren der Wirtschaftlichkeitsrechnung anwenden
Kosten-Nutzen-Relationen bei der Aufgabenerledigung beurteilen und Aufgaben effektiv erledigen
2.1 Arbeits- und Selbstorganisation,
(§ 4 Absatz 4 Nummer 2.1)
eigene Arbeit systematisch planen, durchführen, kontrollieren und reflektieren; dabei inhaltliche, organisatorische, zeitliche und finanzielle Aspekte berücksichtigen
Arbeits- und Organisationsmittel einsetzen
Methoden des selbständigen Lernens anwenden, Fachinformationen nutzen, Lern- und Arbeitstechniken anwenden
Informationsflüsse und Entscheidungsprozesse berücksichtigen
2.2 Arbeitsplatzergonomie
(§ 4 Absatz 4 Nummer 2.2)
Vorschriften für Büroarbeitsplätze beachten
Möglichkeiten der Arbeitsplatz- und Arbeitsraumgestaltung unter Berücksichtigung der Umwelt- und Gesundheitsfaktoren und ergonomischer Grundsätze erläutern
(§ 4 Absatz 4 Nummer 2.3)
personenbezogenen Datenschutz als Persönlichkeitsschutz verstehen und Datenschutzregelungen in den Arbeitsprozessen anwenden
Datenpflege und Datensicherung durchführen und kontrollieren
2.4 qualitätsorientiertes Handeln
(§ 4 Absatz 4 Nummer 2.4)
betriebliche Abläufe unter Berücksichtigung von Informationsflüssen, Entscheidungswegen und Schnittstellen einordnen und mitgestalten
eigenes Handeln im Arbeitsprozess in Bezug auf den Erfolg des Geschäftsprozesses und auf die Belange aller Beteiligten reflektieren und anpassen
zur kontinuierlichen Verbesserung von Arbeitsprozessen im Betrieb beitragen
3 Information, Kommunikation,
und Umgang mit Informationen
(§ 4 Absatz 4 Nummer 3.1)
Informationen recherchieren, beurteilen, aufbereiten und archivieren
Informationen auswerten, interpretieren und in sprachlich angemessener Form weitergeben
Vor- und Nachteile verschiedener Informationsquellen berücksichtigen
(§ 4 Absatz 4 Nummer 3.2)
interne und externe Kommunikationsprozesse gestalten
Anlässe und Arten mündlicher und schriftlicher Kommunikation berücksichtigen
Gesprächsführungs- und Fragetechniken anwenden
ziel- und kundenorientierte Gespräche führen, Zeitrahmen einhalten, Ergebnisse zusammenfassen
soziokulturelle Unterschiede in der Kommunikation berücksichtigen
3.3 Kooperation und Teamarbeit
(§ 4 Absatz 4 Nummer 3.3)
Wertschätzung, Respekt und Vertrauen als Grundlage erfolgreicher Zusammenarbeit erkennen
Feedback konstruktiv geben und entgegennehmen
zur Konfliktlösung im eigenen Arbeitsumfeld beitragen
3.4 Anwenden einer Fremdsprache
bei Fachaufgaben
(§ 4 Absatz 4 Nummer 3.4)
Auskünfte in einer Fremdsprache einholen und erteilen
Anlage 2 (zu § 3 Absatz 2)
(Fundstelle: BGBl. I 2013, 4139 - 4140)
Die nachfolgende zeitliche Gliederung nennt die Zeiträume, in denen die jeweiligen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten schwerpunktmäßig vermittelt werden sollen; in der Regel ist eine Fortführung oder Vertiefung zum Erreichen der beruflichen Handlungsfähigkeit erforderlich.
Während der gesamten Ausbildungszeit zu vermitteln sind die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen aus § 4
Absatz 4 Nummer 1.3 Berufsbildung,
Absatz 4 Nummer 1.4 arbeits-, sozial-, mitbestimmungsrechtliche und tarif- oder beamtenrechtliche Vorschriften,
Absatz 4 Nummer 1.5 Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit,
Absatz 4 Nummer 1.6 Umweltschutz,
Absatz 4 Nummer 1.7 wirtschaftliches und nachhaltiges Denken und Handeln,
Absatz 4 Nummer 2.4 qualitätsorientiertes Handeln in Prozessen,
Absatz 4 Nummer 3.3 Kooperation und Teamarbeit,
Absatz 4 Nummer 3.4 Anwenden einer Fremdsprache bei Fachaufgaben.
1. bis 15. Ausbildungsmonat
(1) In einem Zeitraum von insgesamt vier bis sechs Monaten zu vermitteln sind die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen aus § 4
Absatz 2 Nummer 1.1 Informationsmanagement,
Absatz 2 Nummer 1.2 Informationsverarbeitung,
Absatz 4 Nummer 1.1 Stellung, Rechtsform und Organisationsstruktur,
Absatz 4 Nummer 2.3 Datenschutz und Datensicherheit,
Absatz 4 Nummer 3.1 Informationsbeschaffung und Umgang mit Informationen.
(2) In einem Zeitraum von insgesamt vier bis sechs Monaten zu vermitteln sind die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen aus § 4
Absatz 2 Nummer 1.3 bürowirtschaftliche Abläufe,
Absatz 2 Nummer 1.4 Koordinations- und Organisationsaufgaben,
Absatz 4 Nummer 2.1 Arbeits- und Selbstorganisation, Organisationsmittel,
Absatz 4 Nummer 2.2 Arbeitsplatzergonomie.
(3) In einem Zeitraum von insgesamt vier bis sechs Monaten zu vermitteln sind die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen aus § 4
Absatz 2 Nummer 2.3 Beschaffung von Material und externen Dienstleistungen,
Absatz 4 Nummer 1.2 Produkt- und Dienstleistungsangebot.
16. bis 36. Ausbildungsmonat
(1) In einem Zeitraum von insgesamt elf Monaten zu vermitteln sind die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen aus § 4
Absatz 2 Nummer 2.1 Kundenbeziehungen,
Absatz 2 Nummer 2.2 Auftragsbearbeitung und -nachbereitung,
Absatz 2 Nummer 2.4 personalbezogene Aufgaben,
Absatz 2 Nummer 2.5 kaufmännische Steuerung,
Absatz 4 Nummer 3.2 Kommunikation.
(2) In einem Zeitraum von jeweils fünf Monaten zu vermitteln sind die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen der zwei ausgewählten Wahlqualifikationen nach § 4
Absatz 3 Nummer 1 Auftragssteuerung und -koordination,
Absatz 3 Nummer 2 kaufmännische Steuerung und Kontrolle,
Absatz 3 Nummer 3 kaufmännische Abläufe in kleinen und mittleren Unternehmen,
Absatz 3 Nummer 4 Einkauf und Logistik,
Absatz 3 Nummer 5 Marketing und Vertrieb,
Absatz 3 Nummer 6 Personalwirtschaft,
Absatz 3 Nummer 7 Assistenz und Sekretariat,
Absatz 3 Nummer 8 Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungsmanagement,
Absatz 3 Nummer 9 Verwaltung und Recht oder
Absatz 3 Nummer 10 öffentliche Finanzwirtschaft.

References: Art. 1
 § 4
 § 5
 § 4
 § 4
 § 1
 § 6
 § 1

§ 7
 § 4
 § 4
 § 4
 § 7
 § 1

§ 8
 § 8
 § 1
 § 3
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 § 4
 § 4
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