Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerwG&Datum=27.03.2012&Aktenzeichen=2%20WD%2016.11
Timestamp: 2019-06-24 16:34:04+00:00

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BVerwG, 27.03.2012 - 2 WD 16.11 - dejure.org
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BVerwG, 27.03.2012 - 2 WD 16.11 (https://dejure.org/2012,15432)
BVerwG, Entscheidung vom 27.03.2012 - 2 WD 16.11 (https://dejure.org/2012,15432)
BVerwG, Entscheidung vom 27. März 2012 - 2 WD 16.11 (https://dejure.org/2012,15432)
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§ 84 Abs 1 S 1 WDO 2002, § 84 Abs 1 S 2 WDO 2002, § 106 Abs 1 WDO 2002, § 120 Abs 1 Nr 2 WDO 2002, § 267 Abs 4 StPO
TDG Süd, 08.12.2010 - S 7 VL 21/10
NVwZ-RR 2012, 728
Ob eine noch höhere BAK von mindestens 3, 0 â?° die Steuerungs- sowie Einsichtsfähigkeit und damit die "Wegefähigkeit" generell ausschließt (vgl hierzu KG Berlin vom 12.4.2012 - (4) 121 Ss 57/12 (86/12) - juris RdNr 14; BVerwG vom 27.3.2012 - 2 WD 16/11 - juris RdNr 27) , war hier nicht zu entscheiden.
Die Bindungswirkung entfällt hier nicht deswegen, weil das hinsichtlich des Klägers seit 25.12.2008 rechtskräftige Strafurteil des Landgerichts xxx ausweislich der Urteilsgründe gemäß § 267 Abs. 4 StPO abgekürzt ist (BVerwG, Beschluss vom 27.03.2012 - 2 WD 16.11 - zur insoweit gleichlautenden Regelung in § 84 Abs. 1 Satz 1 WDO).
Der Gesetzgeber bezweckt mit der Bindungswirkung im Disziplinarverfahren, vor allem im Interesse der Rechtssicherheit und des Vertrauensschutzes sicherzustellen, dass zu einem historischen Geschehensablauf nicht in verschiedenen gerichtlichen Verfahren rechtskräftig unterschiedliche Feststellungen getroffen werden (…LT -Drucks. 14/2996, S. 72; siehe auch BVerwG, Beschluss vom 27.03.2012, a.a.O.).
Soweit unklar ist, von welchen konkreten Tatsachenfeststellungen in der strafgerichtlichen Entscheidung ausgegangen wurde oder Lücken bestehen, hat der Senat eigene Ermittlungen anzustellen (s. zu nach § 267 Abs. 4 StPO abgefassten Urteilen: BVerwG…, Urteil vom 24. Februar 1999 - 1 D 31.98 -, juris Rn. 12; Beschluss vom 27. März 2012 - 2 WD 16.11 -, juris Rn. 20).
Nach der Rechtsprechung des 2. Wehrdienstsenats des Bundesverwaltungsgerichts zur Bindungswirkung eines rechtskräftigen Strafurteils entfaltet auch ein in abgekürzter Form nach § 267 Abs. 4 StPO abgesetztes Urteil Bindungswirkung nach § 84 Abs. 1 Satz 1 WDO (Beschluss vom 27. März 2012 - BVerwG 2 WD 16.11 - Rn. 20).
Die Annahme einer Bindungswirkung trägt der Zielsetzung Rechnung, im Interesse der Rechtssicherheit und des Vertrauensschutzes sicherzustellen, dass zu einem historischen Geschehensablauf nicht in verschiedenen gerichtlichen Verfahren rechtskräftig unterschiedliche Feststellungen getroffen werden (Beschluss vom 27. März 2012 - BVerwG 2 WD 16.11 - Rn. 20 zu 84 Abs. 1 Satz 1 WDO).
vgl. BVerwG, Beschluss vom 27. März 2012 - 2 WD 16/11 -, juris, Rn. 20; OVG NRW, Urteile vom 6. Dezember 2017 - 3d A 592/15.BDG -, juris, Rn. 66 und vom 26. April 2016 - 3d A 1785/14.O -, juris, Rn 57.
vgl. BVerwG, Urteile vom 24. Februar 1999 - 1 D 31.98 -, juris, Rn. 12 zu § 18 Abs. 1 S. 1 BDO, und vom 27. März 2012 - 2 WD 16.11 -, juris Rn. 10 zu § 84 WDO.
vgl. BVerwG, Urteile vom 24.02.1999 - 1 D 31.98 -, juris, Rn. 12 zu § 18 Abs. 1 S. 1 BDO, und vom 27.03.2012 - 2 WD 16.11 -, juris, Rn. 20 zu § 84 WDO.
vgl. BVerwG, Urteile vom 24. Februar 1999 - 1 D 31.98 -, juris, Rdnr. 12 zu § 18 Abs. 1 Satz 1 BDO, und vom 27. März 2012 - 2 WD 16.11 -, juris, Rdnr. 10 zu § 84 WDO.
Die Annahme eines vollständigen Ausschlusses der Schuldfähigkeit, der regelmäßig bei 3 â?° vorliegt (BVerwG, Beschluss vom 27. März 2012 - 2 WD 16.11 - juris Rn. 27), verbietet sich hinsichtlich des Anschuldigungspunktes 1, zu dem keine strafgerichtlichen Feststellungen vorliegen, erst recht.

References: § 84
 § 84
 § 106
 § 120
 § 267
 § 267
 § 84
 § 267
 § 267
 § 84
 § 18
 § 84
 § 18
 § 84
 § 18
 § 84