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Timestamp: 2016-10-25 19:11:07+00:00

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2P.235/2003 (05.04.2004)
Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanw�ltin Monika Linder-Stiefel,
Staatsrechtliche Beschwerde gegen die Veranlagungsverf�gung des Steueramtes der Stadt X.________ vom
Dr. med. A.C.________ und seine Ehefrau B.________, haben ihr Hauptsteuerdomizil in der Stadt Basel. Seit 1998 ist der Gatte als Leitender Arzt der Radiologischen Abteilung am Kantonsspital X.________ (TG) angestellt, wo er auch zur Aus�bung einer privat�rztlichen T�tigkeit befugt ist. Neben seinen unbestrittenen Eink�nften aus unselbst�ndiger Erwerbst�tigkeit erzielte er im Jahre 2001 zus�tzlich Einnahmen von brutto Fr. 164'932.-- aus privat�rztlicher T�tigkeit f�r ambulante Patientenbehandlung.
Mit Veranlagungsverf�gung vom 31. Oktober 2002 hielt die Steuerverwaltung Basel-Stadt fest, dass A.C.________ f�r das Steuerjahr 2001 nur Eink�nfte aus unselbst�ndiger Erwerbst�tigkeit erzielt habe und somit ausschliesslich an seinem Hauptsteuerdomizil in Basel steuerpflichtig sei. Sein steuerbares Einkommen belaufe sich auf Fr. 266'764.--. Eine dagegen gerichtete Einsprache der Eheleute C.________ wies die Steuerverwaltung Basel-Stadt am 19. Februar 2003 ab.
Am 6. August 2003 veranlagte das Steueramt der Stadt X.________ A.C.________ in der Steuerperiode 2001 f�r ein am Gesch�ftsort im Kanton Thurgau steuerbares Einkommen von Fr. 145'900.-- (zum Satze von Fr. 277'800.--) aus selbst�ndiger Erwerbst�tigkeit (ambulante privat�rztliche Patientenbehandlung).
Gegen die Veranlagungsverf�gung des st�dtischen Steueramtes X.________ haben die Eheleute C.________ mit Eingabe vom 8. September 2003 Doppelbesteuerungsbeschwerde beim Bundesgericht eingereicht. Sie stellen im Wesentlichen folgende Begehren:
- Der Veranlagungsentscheid des Kantons Thurgau vom 6. August 2003 sei samt der zugeh�rigen Steuerausscheidungsverf�gung vom 6. August 2003 aufzuheben und der Kanton Thurgau sei anzuweisen, von einer Beanspruchung der Steuerpflicht des Beschwerdef�hrers und seiner Ehefrau f�r die Dauer vom 1. Januar 2001 bis 31. Dezember 2001 f�r das im Jahr 2001 erzielte Einkommen des Beschwerdef�hrers im Betrag von Fr. 164'932.-- (steuerbares Einkommen Fr. 145'900.-- ) abzusehen. Geleistete Zahlungen seien samt Verg�tungszinsen zur�ckzuerstatten.
- Eventualiter sei der Einspracheentscheid der Steuerverwaltung Basel-Stadt vom 19. Februar 2003 aufzuheben und der Kanton Basel-Stadt anzuweisen, das Einkommen des Beschwerdef�hrers und seiner Ehefrau f�r die Dauer vom 1. Januar 2001 bis 31. Dezember 2001 aus Honoraren f�r ambulante Patientenbehandlung im Betrag von brutto Fr. 164'932.-- in diesem Kanton von der Besteuerung auszunehmen. Hierauf geleistete Zahlungen seien samt Verg�tungszinsen zur�ckzuerstatten.
1.1 Bei staatsrechtlichen Beschwerden wegen Verletzung des Doppelbesteuerungsverbots (Art. 127 Abs. 3 BV bzw. Art. 46 Abs. 2 aBV) muss der kantonale Instanzenzug nicht ausgesch�pft werden (Art. 86 Abs. 2 OG).
Vorliegend ist schon die Veranlagungsverf�gung des st�dtischen Steueramtes X.________ vor Bundesgericht angefochten worden. Das ist zul�ssig. Aus Art. 86 Abs. 2 OG ergibt sich im �brigen, dass die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wegen Verletzung des Gesetzes �ber die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden vom 14. Dezember 1990 (StHG; SR 642.14) hier nicht in Betracht kommt. Zwar k�nnte sich fragen, ob dieses Rechtsmittel seit Inkrafttreten des Steuerharmonisierungsgesetzes auch auf dem Gebiet der interkantonalen Doppelbesteuerung zu ergreifen ist, namentlich auf Grund der in Art. 3 StHG einheitlich geregelten unbeschr�nkten Steuerpflicht nat�rlicher Personen (vgl. insb. den Wohnsitzbegriff in Art. 3 Abs. 2 StHG). Indessen sieht Art. 73 StGH die Verwaltungsgerichtsbeschwerde nur gegen�ber letztinstanzlichen kantonalen Entscheiden vor und hat das Steuerharmonisierungsgesetz Art. 86 Abs. 2 OG nicht ausser Kraft gesetzt. Vorliegend steht somit weiterhin - und ausschliesslich - die staatsrechtliche Beschwerde offen (vgl. Danielle Yersin, Harmonisation fiscale: La derni�re ligne droite, ASA 69 328; Peter Locher, Einf�hrung in das interkantonale Steuerrecht, 2. Aufl., Bern 2003, S. 163; a.M. u.a. Ernst H�hn/Peter M�usli, Interkantonales Steuerrecht, 4. Aufl., Bern 2000, S. 564 ff.).
1.2 Mit der Doppelbesteuerungsbeschwerde gegen die Steuerveranlagung des zweitverf�genden Kantons kann innert der Beschwerdefrist auch die bereits rechtskr�ftige Steuerveranlagung des erstverf�genden Kantons angefochten werden (Art. 89 Abs. 3 OG). Deshalb kann hier mit der Thurgauer Veranlagungsverf�gung der Besteuerungsanspruch des Kantons Basel-Stadt ebenfalls vollumf�nglich �berpr�ft werden (vgl. StE 2002 A 24.21 13 E. 1b-c mit weiteren Hinweisen; Urteil 2P.14/2003 vom 10. Dezember 2003, E. 1.1; Urteil 2P.182/2002 vom 17. M�rz 2003, E. 1.1, Pra 2003 Nr. 172; BGE 123 I 289 E. 1a S. 291 f.).
1.3 Die staatsrechtliche Beschwerde ist grunds�tzlich kassatorischer Natur (BGE 125 I 104 E. 1b S. 107; 125 II 86 E. 5a S. 96). Eine Ausnahme besteht bei staatsrechtlichen Beschwerden wegen Verletzung des Doppelbesteuerungsverbots (Art. 127 Abs. 3 BV bzw. Art. 46 Abs. 2 aBV); das Bundesgericht kann zusammen mit der Aufhebung des kantonalen Hoheitsaktes eine Feststellung treffen und den beteiligten Kantonen eine verbindliche Weisung hinsichtlich der verfassungskonformen Steuerausscheidung erteilen (BGE 111 Ia 44 E. 1c S. 46, best�tigt mit Urteil vom 26. September 1997 i.S. H., E. 1b, publiziert in Pra 87/1998 Nr. 33 S. 234; vgl. auch Walter K�lin, Das Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde, 2. Auflage, Bern 1994, S. 402). Die Antr�ge der gem�ss Art. 88 OG legitimierten Beschwerdef�hrer sind daher grunds�tzlich zul�ssig, auch wenn darin mehr verlangt wird als die Aufhebung des angefochtenen Entscheides.
Nicht einzutreten ist auf die vorliegende Beschwerde insoweit, als eine R�ckerstattung mit Verg�tungszinsen verlangt wird. Ein etwaiger Anspruch auf Verzinsung von zuviel bezahlten Staats- und Gemeindesteuern ist nicht im Doppelbesteuerungsverbot begr�ndet. Er richtet sich vielmehr nach dem kantonalen Recht. Er kann vor Bundesgericht mit staatsrechtlicher Beschwerde nur nach Ersch�pfung des kantonalen Instanzenzuges geltend gemacht werden; das ist hier nicht geschehen (Art. 86 Abs. 1 OG; StE 2002 A 24.32 6 E. 1b u. 2a; 2001 A 24.35 2 E. 1b; Locher/Locher, Die Praxis der Bundessteuern, III. Teil: Interkantonale Doppelbesteuerung, � 12, III C, 2, Nr. 8).
Eine gegen Art. 127 Abs. 3 BV verstossende Doppelbesteuerung liegt vor, wenn eine steuerpflichtige Person von zwei oder mehreren Kantonen f�r das gleiche Steuerobjekt und f�r die gleiche Zeit zu Steuern herangezogen wird (aktuelle Doppelbesteuerung) oder wenn ein Kanton in Verletzung der geltenden Kollisionsnormen seine Steuerhoheit �berschreitet und eine Steuer erhebt, die einem anderen Kanton zusteht (virtuelle Doppelbesteuerung). Ausserdem darf ein Kanton eine steuerpflichtige Person grunds�tzlich nicht deshalb st�rker belasten, weil sie nicht im vollem Umfang seiner Steuerhoheit untersteht, sondern zufolge ihrer territorialen Beziehungen auch noch in einem anderen Kanton steuerpflichtig ist (Urteil 2P.14/2003 vom 10. Dezember 2003, E. 2.1; Urteil 2P.182/2002 vom 17. M�rz 2003, E. 2.1, Pra 2003 Nr. 172; Urteil 2P.439/1999 vom 27. Oktober 1999, E. 2a, StR 55, 182 ff. mit Hinweisen, vgl. auch Locher/Locher, a.a.O., � 7, I B, Nr. 45).
Hier werden die Eink�nfte des Beschwerdef�hrers, die er aus ambulanter privat�rztlicher T�tigkeit am Kantonsspital X.________ in der Steuerperiode 2001 erzielt hat, sowohl vom Kanton Basel-Stadt als auch vom Kanton Thurgau erfasst. Es liegt damit eine aktuelle Doppelbesteuerung vor.
3.1 Das Einkommen aus selbst�ndiger Erwerbst�tigkeit, das in einer Gesch�ftsniederlassung mit st�ndigen Einrichtungen erzielt wird, und das dieser T�tigkeit dienende bewegliche Verm�gen sind nach der Rechtsprechung zu Art. 127 Abs. 3 BV am Gesch�ftsort zu versteuern. Umgekehrt ist das Einkommen aus unselbst�ndiger Erwerbst�tigkeit unabh�ngig davon, wo die T�tigkeit ausge�bt wird, am Hauptsteuerdomizil steuerbar (BGE 121 I 259 E. 2b S. 261, mit Hinweisen; Urteil 2P.145/1995 vom 24. Februar 1998 E. 2a, StR 53 [1998] S. 346, vgl. auch Locher/Locher, a.a.O., � 5, I B Nr. 8). Ob eine Erwerbst�tigkeit steuerrechtlich als selbst�ndig oder unselbst�ndig zu qualifizieren ist, h�ngt prim�r vom pers�nlichen und wirtschaftlichen Freiraum ab (Peter Locher, Einf�hrung in das interkantonale Steuerrecht, 2. Aufl. Bern 2003, S. 83). Eine selbst�ndige Erwerbst�tigkeit beruht im Allgemeinen auf einer frei gew�hlten eigenen, erkennbaren Organisation und wird auf eigene Rechnung und Gefahr ausge�bt (Ernst H�hn/Peter M�usli, Interkantonales Steuerrecht, 4. Aufl. Bern/Stuttgart/Wien 2000, N 5 ff. zu � 13 S. 186 f.; vgl. auch Markus Reich, in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, 2. Aufl. Basel/Genf/M�nchen, I/1, N 13 zu Art. 8 StHG; Bericht des Bundesrates vom 14. November 2001 �ber eine einheitliche und koh�rente Behandlung von selbst�ndiger bzw. unselbst�ndiger Erwerbst�tigkeit im Steuer- und im Sozialversicherungsabgaberecht, BBl 2002, 1126 ff., insbesondere S. 1139 f.). Dagegen ist die unselbst�ndige Erwerbst�tigkeit dadurch gekennzeichnet, dass Arbeit auf bestimmte oder unbestimmte Zeit gegen Lohn in Abh�ngigkeit von einem Arbeitgeber geleistet wird, an dessen Instruktionen der Arbeitnehmer gebunden ist (BGE 121 I 259 E. 2b S. 263; Urteil 2P.145/1995 vom 24. Februar 1998 E. 2a, StR 53 [1998] S. 346, vgl. auch Locher/Locher, a.a.O., � 5, I B Nr. 8; H�hn/M�usli, a.a.O., N 6 zu � 12 S. 177 f.). Die steuerrechtliche Qualifikation beurteilt sich nach den Umst�nden des Einzelfalls; ausschlaggebend ist stets das Gesamtbild der T�tigkeit (Reich, a.a.O., N 15 zu Art. 8 StHG; BBl 2002, 1142).
3.2 Der Beschwerdef�hrer ist gem�ss Anstellungsvertrag vom 23. September 1997 seit dem 1. Januar 1998 als Leitender Arzt an der Radiologischen Abteilung des Kantonsspitals X.________ angestellt. Dabei richten sich die privat�rztliche und die ambulante T�tigkeit nach der Verordnung des Regierungsrates �ber die Rechtsstellung der Chef�rzte, Leitenden �rzte, nebenamtlichen Spezial�rzte, Beleg�rzte und Konsiliar�rzte (im Folgenden: �rzte) an den kantonalen Krankenanstalten vom 21. Dezember 1993 (RB 810.41 des thurgauischen Rechtsbuchs). Aus dieser Verordnung ergibt sich, dass die am Kantonsspital X.________ t�tigen �rzte in einem �ffentlichrechtlichen Dienstverh�ltnis stehen (� 1 Abs. 1). Soweit keine anders lautende Regelung getroffen wird, richten sich ihre Rechte und Pflichten nach den personalrechtlichen Bestimmungen f�r das Staatspersonal (� 1 Abs. 2). Zu den Aufgaben der �rzte geh�rt die optimale Erf�llung des medizinischen Leistungsauftrages, die umfassende Sicherstellung der Wirtschaftlichkeit sowie die dauernde Gew�hrleistung des Verbundes von sozialem Auftrag und marktwirtschaftlichem Handeln der kantonalen Krankenanstalten (� 3 Abs. 1). Die �rzte sind verantwortlich f�r die Aus-, Weiter- und Fortbildung des �rztlichen Personals und mitverantwortlich f�r die Schulung der �brigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der kantonalen Krankenanstalten (� 3 Abs. 2). Die �rzte haben das Recht zu privat�rztlicher T�tigkeit, n�mlich einerseits zur ambulanten Behandlung von in der Regel zugewiesenen Patienten und andererseits zur station�ren Behandlung in der Privatabteilung (� 2). F�r die im Rahmen der privat�rztlichen T�tigkeit erbrachten Leistungen sind die �rzte nach Massgabe des Spitalleistungskataloges (�rztliche Leistungen) und Anhang 3 der Taxordnung (Honorarrahmen) honorarberechtigt, wobei der vom Regierungsrat genehmigte Taxpunktwert gilt (� 6 Abs. 1). Die Verwaltungen der Krankenanstalten stellen die Honorarforderungen in Rechnung und besorgen das Inkasso (� 6 Abs. 3). F�r die M�glichkeit zur privat�rztlichen T�tigkeit sowie f�r die Gew�hrleistung der materiellen und personellen Spitalinfrastruktur entrichten die honorarberechtigten �rzte Abgaben von 48,7% der in Rechnung gestellten Honorareinnahmen (� 9 Abs. 1). Dar�ber hinaus k�nnen die honorarberechtigten �rzte freiwillig zweckgebundene Gelder ausrichten, die insbesondere f�r die wissenschaftliche T�tigkeit und f�r Weiterbildung zu verwenden sind (� 10).
3.3 Strittig ist im vorliegenden Fall einzig die privat�rztliche T�tigkeit f�r ambulante Patientenbehandlung. Dass es sich bei den �brigen Bez�gen des Beschwerdef�hrers um Eink�nfte aus unselbst�ndiger Erwerbst�tigkeit handelt, ist allseits anerkannt.
Nach dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht gelten die Bez�ge der Chef�rzte, Co-Chef�rzte und Leitenden �rzte f�r die station�re Behandlung der Patienten der Privatabteilung im Rahmen eines �ffentlichen Spitals hinsichtlich der sozialversicherungsrechtlichen Beitragspflicht als unselbst�ndige Erwerbst�tigkeit (BGE 122 V 281 E. 5 S. 285 ff.). In BGE 124 V 97 E. 6 S. 98 f. best�tigte es diese Rechtsprechung bez�glich station�rer Behandlung von Patienten der Privatabteilung. Andererseits hielt es daf�r, dass die Honorare, welche Chef�rzte f�r die Pflege beziehen, die sie ihren ambulanten Patienten in einem vom Spital zur Verf�gung gestellten privaten Sprechzimmer zukommen lassen, sozialversicherungsrechtlich als Eink�nfte aus selbst�ndiger Erwerbst�tigkeit zu qualifizieren seien (vgl. auch das Urteil H 74/01 vom 20. August 2002 E. 3.2, StR 59 [2004] 205 S. 207). Der fragliche Chefarzt durfte seine Privatpatienten pers�nlich in einem vom Spital zur Verf�gung gestellten Sprechzimmer behandeln und diesen seine Rechnungen in eigenem Namen zukommen lassen. Dabei trug er einerseits das Risiko von Honorarausf�llen und musste andererseits f�r jede durchgef�hrte Konsultation die pauschale Abgeltung f�r die Ben�tzung der Spitalinfrastruktur leisten. Diese den Kanton Genf betreffende Differenzierung relativierte allerdings das Bundesgericht in einem Urteil vom 11. August 1998 (2P.158/1997 und 2P.159/1997, E. 3c/bb in fine, Pra 88 [1999] Nr. 3 S. 11). Im Zusammenhang mit einer neuen Infrastrukturabgabe auf den Arzthonoraren an �ffentlichen Spit�lern im Kanton Genf qualifizierte es beide Komponenten der privat�rztlichen T�tigkeit eines Chefarztes als unselbst�ndige Erwerbst�tigkeit. Zum gleichen Schluss kam das Eidgen�ssische Versicherungsgericht im Urteil H 201/00 vom 19. M�rz 2002 E. 3 bei der Beurteilung der privat�rztlichen T�tigkeit eines Chefarztes f�r Radiologie an einem Regionalspital im Kanton Bern.
Im Rahmen einer Doppelbesteuerungsbeschwerde beurteilte das Bundesgericht im Jahre 1998 Honorareinnahmen f�r die privat�rztliche T�tigkeit an einem �ffentlichen Spital als Einkommen aus unselbst�ndiger Erwerbst�tigkeit (Urteil 2P.145/1995 vom 24. Februar 1998 E. 2c, StR 53 [1998] S. 347, vgl. auch Locher/Locher, a.a.O., � 5, I B Nr. 8). Dabei war von Bedeutung, dass die Behandlung nicht in eigenen oder vom Spital gemieteten R�umen, sondern im Rahmen des Spitals erfolgte. Es waren keine eigenen Organisationsmassnahmen zu treffen, und es wurde kein eigenes Kapital eingesetzt, da - wenn auch gegen pauschale Abgeltung - die Infrastruktur, die R�ume und das Personal des Spitals beansprucht wurden. Somit war kein eigentliches Unternehmerrisiko gegeben. Die Rechnungen wurden �ber das Spital gestellt. Dass der Arzt f�r die Honorare das Inkassorisiko trug und er durch das Spital nur auf der Basis seines Grundgehalts gegen Unfall versichert bzw. bei Krankheit Leistungen beanspruchen konnte, vermochte angesichts der engen vertraglichen Schranken f�r die privat�rztliche T�tigkeit und deren Aus�bung im Rahmen des Spitalbetriebes nichts an der Qualifizierung als unselbst�ndige Erwerbst�tigkeit zu �ndern, zumal der Arzt sozialversicherungsrechtlich f�r seine gesamte T�tigkeit als unselbst�ndig behandelt wurde (vgl. die Entscheidzusammenfassung im Urteil 2P.325/1999 vom 15. Juni 2000 E. 2c, StE 2001 A 24.32 Nr. 5; Locher/Locher, a.a.O., � 5, II A Nr. 11).
3.4 Auch im vorliegenden Fall �berwiegen die Gesichtspunkte zu Gunsten einer einheitlichen Qualifizierung als unselbst�ndige Erwerbst�tigkeit und damit einer Gleichstellung von station�rer und ambulanter privat�rztlicher T�tigkeit. Jedenfalls sind die Indizien, die in BGE 124 V 97 E. 6 S. 98 f. f�r eine selbst�ndige Erwerbst�tigkeit sprachen, hier nicht erf�llt. So verf�gt der Beschwerdef�hrer am Kantonsspital X.________ unbestrittenermassen �ber kein eigenes Sprechzimmer zur ambulanten Patientenbehandlung. Er hat im Weiteren keine eigenen Organisationsmassnahmen zu treffen und kein eigenes Kapital einzusetzen, werden ihm doch R�ume und Personal - gegen pauschale Abgeltung - vom Spital zur Verf�gung gestellt. Damit fehlt es am eigentlichen Unternehmerrisiko, zumal die Rechnungen �ber das Spital gestellt werden, welches ebenfalls das Inkasso besorgt. Es bestehen keine Anhaltspunkte in den Akten, dass das Spital nicht auch vollumf�nglich das Risiko der Uneinbringlichkeit der fakturierten Honorare tr�gt (vgl. Urteil H 201/00 vom 19. M�rz 2002 E. 3b/cc). Die beamtenrechtliche Weisungsgebundenheit und der vom Arbeitgeber erhaltene Leistungsauftrag lassen nur wenig Freiraum, was gegen eine selbst�ndige T�tigkeit spricht. S�mtliche Bez�ge des Beschwerdef�hrers sind mithin als Einkommen aus unselbst�ndiger Erwerbst�tigkeit zu qualifizieren.
Wie das Eidgen�ssische Versicherungsgericht in einem vergleichbaren Fall entschieden hat (vgl. Urteil H 201/00 vom 19. M�rz 2002 E. 3b/bb), vermag daran nichts zu �ndern, dass die Arbeitgeberin dem Beschwerdef�hrer bereits bei der Anstellung in Aussicht stellte, er sei f�r das Einkommen aus privat�rztlicher T�tigkeit gegen�ber der �rzteausgleichskasse als Selbst�ndigerwerbender abrechnungspflichtig. Entsprechend sind auf dem vom Kantonsspital X.________ ausgef�llten Lohnausweis (sic!) s�mtliche Bez�ge des Jahres 2001 aufgef�hrt. Allerdings werden die parit�tischen Sozialversicherungsbeitr�ge nur von dem Teil in Abzug gebracht, der unbestrittenermassen als unselbst�ndiges Erwerbskommen gilt (vgl. E. 3.3). Dieses Vorgehen ist nicht zuletzt aus dem Umstand zu erkl�ren, dass der Beschwerdef�hrer schon bei seiner Anstellung dazu verpflichtet wurde, seinen Wohnsitz innerhalb angemessener Frist in den Kanton Thurgau zu verlegen, was aber zumindest in der Steuerperiode 2001 noch nicht geschehen ist. Nun m�chte der Arbeitskanton wenigstens allf�llige Eink�nfte aus selbst�ndiger Erwerbst�tigkeit seiner Steuerhoheit unterwerfen. Das ist an sich verst�ndlich. Indessen gen�gt es nicht, bestimmte Eink�nfte des Beschwerdef�hrers in solche aus selbst�ndiger T�tigkeit umzuqualifizieren.
Nach dem Gesagten sind die gesamten Eink�nfte des Beschwerdef�hrers im Jahre 2001 als Einkommen aus unselbst�ndiger Erwerbst�tigkeit zu qualifizieren und somit am Hauptsteuerdomizil in Basel-Stadt zu besteuern. Deshalb ist die Beschwerde abzuweisen, soweit sie sich gegen den Kanton Basel-Stadt richtet. Gegen�ber dem Kanton Thurgau ist sie gutzuheissen und die Veranlagungsverf�gung des Steueramtes X.________ aufzuheben.
Bei diesem Verfahrensausgang wird der Kanton Thurgau kosten- und entsch�digungspflichtig (Art. 156 Abs. 1 OG in Verb. mit Art. 153 und 153a OG; Art. 159 OG).
Die staatsrechtliche Beschwerde gegen den Kanton Thurgau wird gutgeheissen, und die Veranlagungsverf�gung des Steueramtes der Stadt X.________ vom 6. August 2003 wird aufgehoben.
Der Kanton Thurgau hat den Beschwerdef�hrern f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine Parteientsch�digung von Fr. 2'000.-- auszurichten.
Dieses Urteil wird den Beschwerdef�hrern, der Steuerverwaltung des Kantons Thurgau und der Steuerverwaltung des Kantons Basel-Stadt schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 46
 Art. 86
 Art. 3
 Art. 3
 Art. 73
 Art. 86
 BGE 
 Art. 46
 Art. 88
 Art. 127
 Art. 127
 Art. 8
 Art. 8
 BGE 
in fine
 BGE 
 Art. 153
 Art. 159