Source: https://revosax.sachsen.de/vorschrift/2948.2
Timestamp: 2020-05-26 00:31:26+00:00

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eine abgeschlossene Berufsausbildung nachweisen kann, die dem Berufsfeld entspricht, in dem der Antragsteller unterrichtet, und über eine abgeschlossene einschlägige Meisterausbildung oder eine andere gleichwertige Qualifikation verfügt. 2Vom Erfordernis der Qualifikation kann abgesehen werden, wenn im entsprechenden Berufsfeld keine weiterführende Qualifikation möglich ist.
(3) Die Sächsische Bildungsagentur kann für die Vorlage von Unterlagen nach Absatz 2 eine Nachfrist setzen.2
(2) 1Für Bewerber von Ersatzschulen für Gesundheitsfachberufe können 15 Prozent der Teilnehmerplätze, für Bewerber aus den übrigen Ersatzschulen 5 Prozent der Teilnehmerplätze zur Verfügung gestellt werden. 2Ist die Zahl der Bewerber aus öffentlichen Schulen geringer als die Zahl der für diese zur Verfügung stehenden Plätze, werden freie Plätze an Bewerber aus Ersatzschulen vergeben.
(5) Die Zulassung wird auch dann unwirksam, wenn der Bewerber nicht spätestens vier Wochen vor Beginn der Ausbildung seine Teilnahme gegenüber der Sächsischen Bildungsagentur schriftlich bestätigt.3
Die Ausbildung erfolgt an der Sächsischen Bildungsagentur sowie an der öffentlichen berufsbildenden Schule oder an der berufsbildenden Ersatzschule, an der der Teilnehmer als Lehrkraft tätig ist (Ausbildungsschule).4
(3) Die Rechte der Vorgesetzten im Rahmen des Anstellungsverhältnisses bleiben hiervon unberührt.5
(2) 1Bei Versäumnis in Folge von Schwangerschaft, Krankheit oder einer vom Leiter der Ausbildungsschule bestätigten Unabkömmlichkeit kann die Ausbildung durch die Sächsische Bildungsagentur um den erforderlichen Zeitraum verlängert werden. 2Notwendige Verlängerungszeiten sollten zusammen ein Jahr nicht überschreiten.
3Von einer Verlängerung kann abgesehen werden, wenn sich die Ausbildungszeit um weniger als vier Wochen verkürzt.
(3) Hat der Teilnehmer die Prüfung nicht bestanden oder gilt die Prüfung als nicht bestanden, wird die Ausbildung um die zur Vorbereitung auf die Wiederholungsprüfung notwendige Zeit verlängert, längstens jedoch um sechs Monate.6
1Die Ausbildung gliedert sich in einen theoretischen Ausbildungsteil an der Sächsischen Bildungsagentur und einen schulpraktischen Ausbildungsteil an einer Ausbildungsschule. 2Sie erstreckt sich in beiden Bereichen über die gesamte Ausbildungszeit.7
1Die Ausbildung an der Sächsischen Bildungsagentur erfolgt in folgenden Gebieten:
2Der theoretische Ausbildungsteil wird zusätzlich zur regulären Unterrichtsverpflichtung des Teilnehmers geleistet.8
(2) 1Der schulpraktische Teil der Ausbildung erfolgt innerhalb der regulären Unterrichtsverpflichtung des Teilnehmers. 2Dieser sollte mindestens acht Unterrichtsstunden wöchentlich in einem Berufsfeld entsprechend der in § 2 Nr. 2 nachzuweisenden fachlichen Qualifikation umfassen. 3Pro Ausbildungshalbjahr sind zwei Unterrichtsstunden des Teilnehmers durch den Ausbilder zu hospitieren und auszuwerten.
(3) Der Leiter der Ausbildungsschule beruft im Benehmen mit dem Direktor der Sächsischen Bildungsagentur oder dem von ihm hierzu Beauftragten eine Lehrkraft als Mentor und beauftragt ihn mit der fachlichen Beratung und Betreuung des Teilnehmers.9
(6) 1Die Mitglieder der Prüfungsausschüsse und die Gutachter sind bei der Ausübung ihrer Tätigkeit unabhängig und an keine Weisung gebunden. 2Sie sind zur Verschwiegenheit verpflichtet.
(7) 1Der Direktor der Sächsischen Bildungsagentur und die von ihm hierzu Beauftragten sowie Bedienstete des Staatsministeriums für Kultus, die mit Aufgaben der Lehrerbildung betraut sind, haben das Recht, bei den Prüfungslehrproben sowie den mündlichen Prüfungsteilen als Zuhörer anwesend zu sein. 2Sofern ein dienstliches Interesse vorliegt, kann die Sächsische Bildungsagentur mit Zustimmung des zu prüfenden Teilnehmers weiteren Personen die Anwesenheit zu diesen Prüfungen gestatten. 3Die Zulassung oder Anwesenheit als Zuhörer erstreckt sich nicht auf die Beratung und Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses.10
(2) 1Die Sächsische Bildungsagentur legt den Prüfungszeitraum fest, in dem die Prüfungslehrproben abgenommen werden. 2Der Prüfungszeitraum beträgt etwa vier Wochen. 3Der Prüfungszeitraum ist dem Teilnehmer mindestens vier Wochen vor Beginn bekannt zu geben.
(4) 1Das Thema der Prüfungslehrprobe ist dem Teilnehmer schriftlich bekannt zu geben. 2Zwischen dem Tag der Bekanntgabe des Themas und der Prüfungslehrprobe müssen mindestens vier Werktage liegen.
(7) 1Die Prüfungslehrprobe wird unter Berücksichtigung der Stellungnahme des Teilnehmers und seines Lehrprobenentwurfs unmittelbar im Anschluss mit einer Note nach § 16 bewertet. 2Kommt der Prüfungsausschuss zu keiner Einigung über die Bewertung der Prüfungslehrprobe, entscheidet der Prüfungsausschussvorsitzende im Rahmen der Bewertungsvorschläge.
(8) 1Über den Verlauf der Prüfungslehrprobe ist durch den Prüfungsausschuss eine Niederschrift zu fertigen, in die
aufzunehmen sind. 2Die Niederschrift ist von allen Mitgliedern des Prüfungsausschusses zu unterzeichnen.11
Pädagogik und Pädagogische Psychologie sowie Didaktik des fachpraktischen Unterrichts. 2Dieser Prüfungsteil dauert etwa 45 Minuten.
Schulrecht, Dienst- und Beamtenrecht, schulbezogenes Jugend- und Elternrecht sowie Berufsbildungs- und Arbeitsrecht. 2Dieser Prüfungsteil dauert etwa 30 Minuten.
(3) 1Jeder Teilnehmer wird einzeln geprüft. 2Ein Anspruch auf Zuweisung zu einem bestimmten Prüfer oder Prüfungsausschuss besteht nicht.
(4) 1Über jeden mündlichen Prüfungsteil ist durch den Prüfungsausschuss eine Niederschrift zu fertigen. 2§ 13 Abs. 8 gilt entsprechend.
(5) 1Die Leistungen des Teilnehmers werden unmittelbar im Anschluss an jeden mündlichen Prüfungsteil beurteilt und mit einer Note nach § 16 bewertet. 2Kommt der Prüfungsausschuss zu keiner Einigung über die Bewertung, setzt der Prüfungsausschussvorsitzende die Note im Rahmen der Bewertungsvorschläge fest.12
(2) 1Das Thema der schriftlichen Arbeit wird durch einen von der Sächsischen Bildungsagentur berufenen Gutachter gewählt. 2Eigene Themenvorschläge des Teilnehmers können dabei berücksichtigt werden. 3Das Thema wird von der Sächsischen Bildungsagentur bestätigt und dem Teilnehmer zu Beginn des zweiten Ausbildungshalbjahres bekannt gegeben.
(3) 1Die Arbeit muss eine Inhaltsübersicht und ein Verzeichnis der benutzten Quellen und Hilfsmittel enthalten. 2Die Teile der Arbeit, die anderen Werken im Wortlaut oder dem Sinn nach entnommen sind, müssen unter Angabe der Quellen als Entlehnung kenntlich gemacht werden. 3Der Arbeit ist die Versicherung anzuschließen, dass sie vom Teilnehmer selbstständig gefertigt wurde, dass die Quellen einer Entlehnung kenntlich gemacht und dass außer den genannten keine weiteren Hilfsmittel verwendet wurden.
(4) 1Die schriftliche Arbeit ist innerhalb von drei Monaten in zweifacher Ausfertigung maschinenschriftlich bei der Sächsischen Bildungsagentur abzugeben. 2Der Abgabezeitpunkt ist dem Teilnehmer schriftlich zu bestätigen.
(5) 1Die Beurteilung der Arbeit erfolgt durch den Gutachter nach Absatz 2 Satz 1 sowie einen weiteren Gutachter. 2Sie ist mit einer Note nach § 16 zu bewerten. 3Können sich die Gutachter nicht auf eine gemeinsame Note einigen, bestimmt die Sächsische Bildungsagentur einen weiteren Gutachter, der die Note der schriftlichen Arbeit im Rahmen der bereits vorliegenden Bewertungsvorschläge festsetzt.
(7) Kann der Abgabetermin aus Gründen, die der Teilnehmer nicht zu vertreten hat, nicht eingehalten werden, beginnt das Verfahren gemäß den Absätzen 2 bis 6 unverzüglich erneut.13
(1) 1Die Gesamtnote ergibt sich aus dem arithmetischen Mittel der Noten aller Prüfungsteile. 2Diese werden wie folgt gewichtet:
3Die Gesamtnote ist auf eine Dezimalstelle zu runden.
(1) 1Bleibt ein Teilnehmer ohne Genehmigung der Sächsischen Bildungsagentur der Prüfung insgesamt fern, gilt die gesamte Prüfung als nicht bestanden. 2Bleibt ein Teilnehmer ohne Genehmigung der Sächsischen Bildungsagentur einem Prüfungsteil fern, gilt dieser als nicht bestanden. 3Die gesamte Prüfung oder der jeweilige Prüfungsteil wird mit der Note „ungenügend“ (6,0) bewertet.
(2) 1Genehmigt die Sächsische Bildungsagentur das Fernbleiben vor Beginn der Prüfung, gilt die Prüfung oder der Prüfungsteil als nicht unternommen. 2Die Genehmigung darf nur erteilt werden, wenn wichtige Gründe vorliegen, insbesondere wenn der Teilnehmer durch Krankheit verhindert ist, die Prüfung abzulegen. 3In diesem Fall ist der Sächsischen Bildungsagentur ein ärztliches Zeugnis vorzulegen, das die Prüfungsunfähigkeit bestätigt. 4Die Sächsische Bildungsagentur kann darüber hinaus ein amtsärztliches Zeugnis verlangen.
(3) 1Hat sich der Teilnehmer in Kenntnis eines wichtigen Grundes der Prüfung ganz oder teilweise unterzogen, kann ein nachträglicher Rücktritt wegen dieses Grundes nicht genehmigt werden. 2Der Kenntnis steht die fahrlässige Unkenntnis gleich. 3Fahrlässige Unkenntnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Teilnehmer bei einer gesundheitlichen Beeinträchtigung nicht unverzüglich eine Klärung herbeigeführt hat.
(4) 1Die Sächsische Bildungsagentur bestimmt den Zeitpunkt, an dem die Prüfung oder der noch nicht abgelegte Teil der Prüfung nachzuholen ist. 2Die Prüfung muss spätestens ein Jahr nach dem letzten vom Teilnehmer absolvierten Prüfungsteil begonnen oder fortgesetzt werden.14
(1) 1Versucht ein Teilnehmer, das Ergebnis einer oder mehrerer Prüfungsleistungen durch Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen oder entspricht die nach § 15 Abs. 3 abgegebene Versicherung nicht der Wahrheit, kann die Sächsische Bildungsagentur auf Vorschlag des Prüfungsausschusses den Teilnehmer von der weiteren Teilnahme an der Prüfung ausschließen. 2Erfolgt der Ausschluss, gilt die gesamte Prüfung als nicht bestanden. 3In minder schweren Fällen kann der Prüfungsausschuss die betreffende Prüfungsleistung mit der Note „ungenügend“ (6,0) bewerten.
(2) Stellt sich erst nach Aushändigung des Zeugnisses heraus, dass die Voraussetzungen des Absatzes 1 Satz 1 vorgelegen haben und sind seit der Aushändigung nicht mehr als zwei Jahre vergangen, kann die Sächsische Bildungsagentur das Zeugnis einziehen und das Nichtbestehen der Prüfung feststellen.15
(1) 1Stellt sich heraus, dass das Prüfungsverfahren mit Mängeln behaftet war, die die Chancengleichheit der Prüfungsteilnehmer erheblich verletzt haben, kann die Sächsische Bildungsagentur auf Antrag eines Prüfungsteilnehmers oder von Amts wegen anordnen, dass von einem oder mehreren Prüfungsteilnehmern die Prüfung oder einzelne Teile derselben erneut abzulegen sind. 2Die Regelungen des § 21 bleiben hiervon unberührt.
(2) 1Der Antrag nach Absatz 1 ist unverzüglich nach Kenntnis des Mangels schriftlich bei der Sächsischen Bildungsagentur zu stellen. 2Er darf keine Bedingungen enthalten und kann nicht zurückgenommen werden. 3Die Geltendmachung ist ausgeschlossen, wenn seit dem Abschluss des mangelbehafteten Prüfungsverfahrens ein Monat verstrichen ist.
(3) Sechs Monate nach Abschluss des Prüfungsverfahrens darf die Sächsische Bildungsagentur von Amts wegen keine Anordnungen nach Absatz 1 mehr treffen.16
1Hat der Teilnehmer die Prüfung nicht bestanden, kann er sie in allen oder in den nicht bestandenen Prüfungsteilen einmal wiederholen. 2Gilt die gesamte Prüfung gemäß § 18 Abs. 1 Alternative 1, § 19 Abs. 1 Satz 2 oder § 19 Abs. 2 Alternative 1 als nicht bestanden, erstreckt sich die Wiederholungsmöglichkeit nur auf alle Prüfungsteile.
(2) 1Die Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses erfolgt mit der Aushändigung des Zeugnisses. 2Der Zeitpunkt der Aushändigung wird durch die Sächsische Bildungsagentur bestimmt.
Quelle: REVOSax http://revosax.sachsen.de/vorschrift/2948.2 Stand vom 26.05.2020

References: § 2
 § 16
 § 16
 § 16
 § 15
 § 21
 § 18
 § 19
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