Source: http://www.archiv-grundeinkommen.de/newsarchiv/20150307-news.html
Timestamp: 2018-11-18 18:26:44+00:00

Document:
Archiv bis Februar 2015 von aktuelles.archiv-grundeinkommen.de:
27.2.2015: Mein Grundeinkommen:
Wir sind dieses Wochenende auf Einladung eines holländischen Filmteams auf der U.S. Basic Income Conference in New York und haben dort den querdenken Investor (unter anderem Twitter) Albert Wenger getroffen, der das Grundeinkommen befürwortet und unser Projekt toll findet.
27.2.2015: freitag.de:
25.2.2015: basicincome.org:
5.3.2015: London Review of Books:
27.2.2015: zeit.de:
26.2.2015: Die Zeit, Printmedium, Seite 26+27:
Ein Internetprojekt entfacht die Debatte über das bedingungslose Grundeinkommen neu
Über mein-grundeinkommen.de
2011: cabinetmagazine.org:
When mice are put in an enclosure with limitless resources, they overpopulate and social behaviours degenerate into non-sexual, narcissists and pan-sexual cannibals.
24.2.2015: youtube.com:
Mein wunderbarer Arbeitsplatz (Doku) (85 Min)
24.2.2015: businessinsider.com:
24.2.2015: freitag.de:
Robin ist acht Jahre alt. Auf sein Konto werden jeden Monat eintausend Euro überwiesen. Er ist der bisher jüngste Empfänger eines bedingungslosen Grundeinkommens (BGE)
23.2.2015: Netzwerk Grundeinkommen:
23.2.2015: youtube.com:
De Arbetslösa (ca 9 Min)
A comedic film about full-time employment
Schwedisch mit engl. Untertitelung
22.2.2015: Mein Grundeinkommen - Live:
Mein Grundeinkommen - Auslosung Nr 6 & 7
22.2.2015: bge-reform.blogspot.de:
"Human Reasons To Work" verbreitet über die "Plague-App"
22.2.2015: Karl Widerquist
Karl Widerquist. 2012. "Chapter 1: Introduction" Independence Propertylessness, and Basic Income: A Theory of Freedom as the Power to Say No
Chapter 2: Status Freedom As Effective Control Self-Ownership
Chapter 3: Forty Acres and a Mule? Implications of the Duty to Respect Person Independence
Chapter 4: The Importance of Independence I: Framing the Issue
Chapter 5: The Importance of Independence II: Freedom an Integrity
Chapter 6: The Importance of Independence III: Market Vulnerability
Chapter 7: What Good Is a Theory of Freedom That Allows Forced Labor? Independence and Modern Theories of Freedom
Chapter 8: If You're an Egalitarian, Why do You Want to Be the Boss of the Poor? Independence and Liberal-Egalitarian Theories of Justice
Chapter 9: On Duty
22.2.2015: medium.com:
21.2.2015: spookmagazine.com:
Paid for having a pulse: introducing ‘Basic Income’
21.2.2015:
16.2.2015: Neue Zürcher Zeitung:
Helikoptergeld: Bares für Bürger
Darin: "... Auf die anderen zwei Komponenten des BIP, die laufenden Staatsausgaben (11 Prozent des BIP) und vor allem auf den Konsum (54 Prozent), wirken die Zentralbanken nicht direkt ein. [...]
Um das Deflationsrisiko einzudämmen, sei im Folgenden ein direktes Einwirken auf den Konsum vorgeschlagen, indem den Zentralbanken ein neues Instrument der Geldpolitik zur Verfügung gestellt wird: die Verteilung einer individuellen Geldration. Dabei geht es um die Umsetzung von Milton Friedmans berühmtem Helikoptergeld. Im Rahmen eines Gedankenexperiments hatte er vorgeschlagen, zur Deflationsbekämpfung Banknoten aus einem Helikopter abzuwerfen. Bisher wurde dieses Konzept vorwiegend im Zusammenhang mit der Monetarisierung der Staatsschulden erwähnt. An dieser Stelle ist die Idee radikal anders: In der Praxis erhält jeder Bewohner von der Zentralbank direkt eine Zahlung, deren Höhe und Häufigkeit unabhängig von der Regierung und allein zu geldpolitischen Zwecken festgelegt werden. [...]
Es handelt sich nicht um die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens, was ein Instrument der Haushaltpolitik wäre und das Ziel einer Umverteilung von Reichtum hätte. Diese Verteilung darf zudem nicht zu einem Verlust der Zentralbank führen, da es sich sonst um eine verdeckte haushaltspolitische Massnahme handeln würde. Die Zahlung muss in der Bilanz der Schweizerischen Nationalbank (SNB) durch die Schaffung eines Vermögenswerts ausgeglichen werden – zum Beispiel durch Münzen mit hohem Nominalwert oder mit einem unkündbaren Zero-Bond. [...]
Das Instrument der Geldration ist liberal, denn jeder entscheidet frei über die Nutzung. Ausserdem ist es gerecht, denn die Ration hat zwar nicht den gleichen Grenznutzen für alle, aber die gleiche Wirkung. Ausserdem erhöht sie die Kaufkraft der Haushalte und die Steuereinnahmen, ohne die Arbeitskosten oder die Steuern zu erhöhen; sie fördert den Konsum und verringert die Verschuldung. [...]
Die Art der Verteilung der Geldration muss sicher und flexibel sein; sie muss eine regelmässige Anpassung um kleine Beträge erlauben, damit sie ein echtes Kontrollinstrument sein kann. Der Grund, warum Milton Friedmans Idee nie über das Stadium eines Gedankenexperiments hinauskam, liegt wahrscheinlich an der Schwierigkeit der praktischen und gerechten Umsetzung. Heute kann diese Idee dank der modernen Entwicklung der Informatik und dank der Existenz zahlreicher Geldtransfer-Strukturen ernsthaft geprüft werden. In der Schweiz wäre ihre Umsetzung extrem einfach: Man könnte die Grundversicherung der Krankenkasse verwenden, wie dies bereits für die Rückverteilung der CO2-Abgabe geschehen ist. Da jeder Bewohner eine Grundversicherung hat, würde ein solcher Distributionskanal die gesamte Bevölkerung erreichen und Fehlerrisiken minimieren. Überdies ist die Struktur schon eingerichtet, und die Kosten wären zu vernachlässigen. Um ein Beispiel der Grössenordnung zu geben: Die Ration in der Schweiz könnte etwa 100 Franken pro Person und Monat betragen, das heisst jährlich etwa 1,5 Prozent des BIP und je nach Aggregat 1 bis 2 Prozent der Geldmenge. Die so eingesetzten Mittel wären weit geringer als die von der SNB in den letzten Jahren durchgeführten Devisenkäufe von über 50 Prozent des BIP. [...]
Die Schweiz kann bei der Einführung dieses neuen Instruments eine Pionierrolle spielen. Da es sowohl zum Konzept der Verfechter der Haushaltdisziplin als auch zur Forderung einer Kaufkraft-Unterstützung passt, die Dynamik des freien Marktes nicht beeinträchtigt und den Ärmsten hilft, dürfte ihm ein breiter politischer Konsens sicher sein. Das Beispiel der Schweiz könnte zugleich als Vorbild für den Rest der Welt und insbesondere für unsere Nachbarländer gelten, die eine Lösung noch dringender benötigen. ..."
18.2.2015: Sascha Liebermann:
"Das tätige Leben - heute und morgen" ...
Termin: 26.2. - 1.3.2015:
http://live.basicincomeproject.org/
Live-Stream: Fourteenth Annual North American Basic Income Guarantee Congress in New York
17.2.2015: Netzwerk Grundeinkommen:
Vorschlag für geänderte Statuten von BIEN
16.2.2015: grundeinkommen.de:
“Hartz-IV-Rebellin” Inge Hannemann in der Hamburgischen Bürgerschaft
14.2.2015: New York Times:
"... Work has been an obligation since Adam und Eve found themselves east of Eden. We are still enchained by the dull necessity of earning our bread, yet we cheerfully insist, to ourselves and one another, that we labor freely. ..."
15.2.2015: spiegel.de:
14.2.2015: Foto:
Looks like former President Bill Clinton is reading a book about universal citizens' dividend
14.2.2015: wirtschaftswoche.de:
Wie Hightech den Bauernhof revolutioniert
13.2.2015: vice.com:
?The New American Dream? Let the Robots Take Our Jobs
12.2.2015: vice.com:
12.2.2015: grundeinkommen.ch:
Philip Kovce: Aphorismen zum Grundeinkommen
9.2.2015: zeit.de:
10.2.2015: maxgustafson.com:
Cartoon: Positiven Einkaufserlebnis
9.2.2015: theguardian.com:
'... Of course most companies say the goal is not to replace workers but free them for other tasks. But Ford argues that technology combined with capitalism naturally tends towards making the economy less labour-intensive. Don’t be surprised if it is hard to find examples of people directly losing their jobs to automation like those on the Golden Gate Bridge, he adds. Most commonly, jobs are eliminated during an economic downturn and then, when the recovery comes, employers find technology allows them to avoid rehiring people. [...]
“We are going to have to restructure our economy and society to deal with this,” says Ford. If we did, he adds, we could live in a world where we all have a lot more leisure time. ...'
9.2.2015: socialeurope.eu:
Guy Standing: Basic Income Pilots: A Better Option Than QE (quantitative easing)
With much fanfare, Mario Draghi announced on January 22 that the European Central Bank (ECB) would be pumping €60bn a month into the financial markets until September 2016, in what is euphemistically called “quantitative easing” (QE). This amounts to 10% of Eurozone GDP and 10% of its gross public debt. Many observers guess the flow will go on for longer than the promised 19 months.
9.2.2015: youtube.com:
"We don't have freedom without basic income" – Karl Widerquist (3 Min)
9.2.2015: Freiheit statt Vollbeschäftigung:
"Überlegn Sie sich des e Mol" (ca 5 Min, ab Minute 35 bis 40)
9.2.2015: taz.de:
Arbeitslose Akademiker: 400 Bewerbungen und kein Job
9.2.2015: An Honest Job-Interview:
7.2.2015: juiced.de:
"... Im Effekt wird immer mehr Arbeit unproduktiv. Man kann bei vielen Jobs nicht mehr wirklich erkennen, welche Bedürfnisse sie befriedigen. Arbeit wird also auch leer in dem Sinne, dass sie nichts mehr mit Produktion zu tun hat. [...]
Es kommt darauf an, wie 'die' unsere Arbeit messen und bewerten. Diesen Verfahren zu entsprechen, ist entscheidender, als objektiv etwas zu leisten. ..."
6.2.2015: theonion.com:
8.2.2015: facebook.com:
Austria: https://www.facebook.com/RTbGE
Canada: https://www.facebook.com/manitobansformincome
Haiti: https://www.facebook.com/pages/BIG-for-Haiti/106850949340226
Hungary: https://facebook.com/FNA.hu
Korea: https://www.facebook.com/basicincomeyouth and
https://www.facebook.com/groups/202712443115708/
Namibia: https://www.facebook.com/pages/Basic-Income-Grant-in-Namibia-BIG/210777598944581
Slovenia: https://www.facebook.com/univerzalnitemeljnidohodek
UK: https://facebook.com/BasicIncomeUK
US: https://www.facebook.com/pages/US-Basic-Income-Guarantee-Network/206792926015200
WORLD: https://www.facebook.com/Basic.Income.Earth.Network
6.2.2015: grundeinkommen.de:
5.2.2015: medium.com:
5.2.2015: katja-kipping.de:
4.2.2015: rosalux.de:
Die Auszeichnung für NachwuchswissenschaftlerInnen aus den Bereichen Wirtschafts- und Sozialwissenschaften wird 2015 zum dritten Mal vergeben. Sie ist mit einem Preisgeld in Höhe von 1500 sowie 500 Euro dotiert.
Bewerbung bis 30.3.2015
17.8.2013 (!): strikemag.org:
"... How can one even begin to speak of dignity in labour when one secretly feels one’s job should not exist? ..."
12/2014: contributoria.com:
Over a decade into the 21st century, we seem as work-obsessed as ever. Is it time for a progressive reframing of work and leisure?
Darin: "... Antiwork has both negative and positive aspects. The negative is a clear expression of what we choose not to do. Melville’s Bartleby put it best: “I would prefer not to” – the most radical response one can make in an all-pervasive jobs culture. ..."
7.2.2015: fastcoexist.com:
Termin: 5.2.2015: Berlin:
Soziale Fragen der Gegenwart
Kongress für engagierte Bürger
6.2.2015: Ralph Boes:
Arbeitsbegriff des Jobcenters
"... Der Arbeitsbegriff muss der Wirklichkeit entnommen sein und muss in die Wirklichkeit passen. Ein nicht mit der Wirklichkeit übereinstimmender Arbeitsbegriff erzeugt Unrecht, wenn er in Gesetz gegossen wird. [...]
Jetzt steht, im Namen der Menschenwürde und der freien Entfaltung der Persönlichkeit, auch eine Befreiung der menschlichen Arbeit von solcher Bevormundung an. ..."
6.2.2015: alvarum.com:
2.2.2015: youtube.com:
Ankunft der Grundeinkommens-Cola in Berlin (4 Min)
1.2.2015: facebook.com:
www.facebook.com/RentaBasicaUniversal
31.1.2015: binews.org:
UNITED STATES: Proposal mentioning Basic Income finishes 12th among 20 policies to be seen by lawmakers
27.1.2015: t3n.de:
Moderne Technologien zerstören den amerikanischen Traum – so war es kürzlich in der Washington Post zu lesen. Die These von Autor Richard Cohen: Neue Technik wie fahrerlose Autos und Internet-Geschäftsmodelle wie Uber teilen die Gesellschaft in eine Welt weniger Superreicher und ein immer größeres Heer an Arbeitslosen und Billigarbeitern.
Darin: "... Die libertären Vordenker des Internets – die Peter Thiels dieser Welt – könnten sich das zum Vorbild nehmen und einen historischen Kompromiss anstreben: Die Regierungen der Welt legen Uber und Co. bei der Disruption ganzer Branchen keine Steine mehr in den Weg und machen so den Weg frei für mehr Wohlstand und eine effizientere Wirtschaft. Im Gegenzug wird der seit den 1980er Jahren stattfindende Rückbau des Sozialstaats gestoppt und in das Gegenteil verkehrt, um die sozialen Folgen dieser Disruptionen abzufedern. Am Ende hätten so alle etwas vom explodierenden Wohlstand der Startup-Milliardäre. ..."
1.2.2015: R.H. weißt hin auf und schickt: http://plague.io/
29.1.2015: reddit.com:
Why the rich won't allow Basic Income
Darin: "... They want to keep you in need, because that is the source of their power and wealth.
And just like with slavery and industrial era exploitation, if you want a citizen's dividend / Basic Income, you're going to have to fight the rich for it, because they will never ever ever hand it to you until they're forced to do so. ..."
29.1.2015: twitter.com:
"... An diesem #Dschungelcamp lässt sich sehr gut erkennen, dass das bedingungslose Grundeinkommen kein tragfähiges Konzept ist. ..."
29.1.2015: indiegogo.com:
Crowdfunding eines amerikanischen BGE-Filmes; 4.12.2014 - 2.2.2015;
08.02.2015, 10.30 Uhr: $ 004.862 erreicht; 165 Unterstützer
29.01.2015, 19.30 Uhr: $ 004.332 erreicht; 132 Unterstützer
18.01.2015, 18.45 Uhr: $ 003.820 erreicht; 123 Unterstützer
12.01.2015, 21.30 Uhr: $ 003.790 erreicht; 121 Unterstützer
05.01.2015, 16.30 Uhr: $ 003.495 erreicht; 107 Unterstützer
28.12.2014, 08.30 Uhr: $ 003.105 erreicht; 85 Unterstützer
19.12.2014, 17.30 Uhr: $ 002.390 erreicht; 76 Unterstützer
14.12.2014, 12.30 Uhr: $ 001.977 erreicht; 59 Unterstützer
13.12.2014: $ 1.912 erreicht
Ziel: $ 675.000
27.1.2015: youtube.com:
Pointless Jobs (6 Min)
Prof David Graeber
25.1.2015: spiegel.de:
24.1.2015: blogfsv.blogspot.de:
19.1.2015: zeit.de:
24.1.2015: bge-reform.blogspot.de:
CrowdCard (Mein Grundeinkommen) wird als Payback-Card nicht akzeptiert?
23.1.2015: basicincome-europe.org:
"... There is an alternative: Quantitative Easing for the People ..."
23.1.2015: imgur.com:
Pic: Robots: How it should be
22.1.2015: spiegel.de:
Aufstieg im Job, rackern für den Wohlstand? Och nö, ohne sie: Alix Faßmann hat ihren Job geschmissen und ein Buch übers Arbeiten geschrieben. Jetzt betreibt sie ein Zentrum für Karriereverweigerer
"I would prefer not to." --- "Ich möchte lieber nicht."
Wikipedia: Bartleby der Schreiber
Projekt Gutenberg: Herman Melville: Bartleby Volltext
Das "Haus Bartleby" ist ein Zentrum für Karriereverweigerung
22.1.2015: neues deutschland:
Meganet, Minderheits-Linksregierung, Mindesteinkommen: Was könnte kommen, wenn wir es wollen? Ein spekulativer Blick voraus
Darin: "... Kernstück dieses Sprungs nach vorn war die schon 2026 begonnene radikale sozialpolitische Wende, in deren Zentrum eine voraussetzungslose Grundsicherung für alle stand. Im Zuge der Industrie-4.0-Entwicklung, bei der große Teile der industriellen Dienstleistungen durchautomatisiert und damit die Lohnarbeitsstellen von Millionen von Menschen gestrichen wurden, war endlich auch der Widerstand gegen eine völlige Neukonzeption der Ideen sozialer Sicherheit überwunden worden. Es gab manchmal noch Streit darüber, ob man das von einem Bedingungslosen Grundeinkommen sprechen könne, weil das zu sehr an andere Diskussionen aus der Vorzeit erinnerte. Darüber, dass hier einer der Schlüssel zu Demokratisierung der Demokratie in die Hand genommen wurde, wollte 2033 aber niemand mehr streiten. ..."
21.1.2015: binews.org:
Co-chair of the World Economic Forum summit in Davos calls for a minimum income guarantee
"... The full point regarding minimum income reads ‘Ensure adequate safety-nets for the poorest, including a minimum-income guarantee.’ Other proposals such as ‘clamping down on tax dodging by corporations and rich individuals’ and ‘shifting the tax burden from labour and consumption to capital and wealth’ are also included. ..."
21.1.2015: imgur.com:
Captain Jean-Luc Picard Star Trek
20.1.2015: imgur.com:
I want everyone to have an guaranteed livable income
'... Basic Income spreading on new social app "Plague" ...'
http://plague.io
An essentially different way to spread information
21.1.2015: Sascha Liebermann:
20.1.2015: zeit.de:
"Es wird Zeit für einen Höchstlohn"
Die Arbeitswelt wird gerechter, wenn ein Maximallohn eingeführt wird, sagt Günter Wallraff. Ein bedingungsloses Grundeinkommen würde die Gesellschaft spalten.
20.1.2015: neues deutschland:
... und nicht nur Internet. Die gesellschaftliche Linke muss endlich im zweiten Maschinenzeitalter ankommen.
Termin: 6.2.2015: Stuttgart:
Film: Bedingungslos glücklich – Freiheit und Grundeinkommen
Termin: 23.3.2015: Stuttgart:
Verleihung des Erich Fromm-Preises 2015 an Goetz Werner
20.1.2015: youtube.com:
Bayerischer Rundfunk: "Maschinen werden viele Jobs übernehmen" (9 Min)
"... Albert Wenger ist einer der wichtigsten US-Investoren. Er glaubt, dass künstliche Intelligenz bald relevanter wird und plädiert im Interview mit Marcus Schuler auf der DLD 2015 für ein Modell des Grundeinkommens..."
15.1.2015: youtube.com:
A BIG idea, a bot idea -- How smart policy will advance tech | Albert Wenger | TEDxNewYork (18 Min)
This talk was given on Saturday, November 1, 2014 at TEDxNewYork. The theme was “Grand, Central.”
18.1.2015: theguardian.com:
greenparty.org.uk: Policy Green Party: Economy
Darin: "... Citizens' Income
EC731 The Citizens' Income will eliminate the unemployment and poverty traps, as well as acting as a safety net to enable people to choose their own types and patterns of work (See EC400). The Citizens' Income scheme will thus enable the welfare state to develop towards a welfare community, engaging people in personally satisfying and socially useful work. ..."
18.1.20115: facebook.com:
17.1.2015: netzoekonom.de: (von Holger Schmidt)
18.1.2015: Aus: USBIG NewsFlash Vol. 16, No. 79, January 2015
"... 1. Editorial: Invitation to the political movement for BI
I would like to take this opportunity to invite everyone to come to the Commons Brooklyn on March 1 to discuss a political movement for Basic Income. More information about it is below and online. There’s so much happening about basic income around the world, so much more interest in this topic than ever before, maybe it’s time to start a political push for Basic Income in the United States? We’ll talk about that issue at 6:30pm, Sunday March 1, 2015 in the Commons Brooklyn, 388 Atlantic Avenue Brooklyn, NY 11217.
-Karl Widerquist, Doha, Qatar, January 17, 2015 ..."
Termin: 1.3.2015; New York
Brooklyn, NY & online: Meeting to Discuss a Political Movement for Basic Income, March 1, 2015
15.1.2015: nakedcapitalism.com:
The Failure of a Past Basic Income Guarantee, the Speenhamland System
Wikipedia: Speenhamland-Gesetzgebung
Werner Braeuner: Buchvorstellung: Karl Polanyi: The Great Transformation - Politische und ökonomische Ursprünge von Gesellschaften und Wirtschaftssystemen
Ersterscheinung 1944, als deutsche Übersetzung im Jahre 1978 bei Suhrkamp Taschenbuch Wissenschaft Nr. 260
Sascha Liebermann im Januar 2014 über Speenhamland:
"... Die Speenhamland-Gesetzgebung im England des frühen 18. Jahrhunderts wird häufig als Beleg dafür bemüht, wohin es führen könne, wenn die Armen durch ein Mindesteinkommen unterstützt werden. Doch, war das durch die Gesetzgebung gegeben? Wer mit solchem Aplomb auftritt, wie Borchert es in seinem Buch tut, sollte den Forschungsstand zur Kenntnis genommen haben. Selbst ein schneller Blick bei Wikipedia (deutsch, englisch) hätte ihn zur Vorsicht mahnen müssen. Für seine Einschätzung verweist Borchert auf die Ausführungen Karl Polanyis in “The Great Transformation” (1944). Dieser kritisierte zwar die bisherige Rezeption “Speenhamlands”, verließ sich aber gleichermaßen wie andere auf die historischen Quellen. Die herausragende dazu war ein Bericht der “Royal Commission” über die Folgen von Speenhamland aus dem Jahre 1834, also kurz nachdem die Gesetzgebung aufgehoben wurde. Ein Artikel von Fred Block und Margret Somers, “In the Shadow of Speenhamland” (2003), der online zugänglich und leicht auffindbar ist, hat sich mit der Rezeption der Speenhamland-Gesetzgebung und ihrer Ergebnisse in der dazu verfügbaren Literatur befasst. Sie legen in ihrem Beitrag ausführlich dar, wie schlecht die Datenlage zu Speenhamland ist, wie lückenhaft die Dokumentation, wie sehr die spezifische Situation Folge der Industrialisierung und einer wirtschaftlichen Problemlage im Süden Englands ist. Weiterhin gab es keine einheitliche Gesetzgebung, die von Speenhamland als Ganzem reden ließe und deswegen auch keine einheitliche Umsetzung. Darüber hinaus zeigen sie, wie sehr der Bericht der “Royal Commission”, auf den sich bezogen wird, mit feststehenden Theoremen arbeitete und lediglich auf Befragungen einzelner Personen in den jeweiligen Gemeinden (parishes) beruhte. Um ein BGE im heute diskutierten Sinne ging es gar nicht, allenfalls wäre der Begriff Kombilohn treffend. Zuletzt ist es ein Anachronismus, die Situation zur Zeit Großbritannies im frühen 18. Jahrhundert mit der heutigen in Deutschland zu vergleichen, eine Feudalstruktur mit einer demokratischen. Soll man Borcherts Rezeption nun nachlässig, fahrlässig oder propagandistisch nennen? ..."
18.1.2015: Sascha Liebermann: Speenhamland und das Bedingungslose Grundeinkommen - ein Missverständnis
17.1.2015: Michael Molli:
Das Bedingungslose Grundeinkommen und seine Veränderungen
16.1.2015: grundeinkommen.ch:
Grundeinkommens-Vordenker unter den Mordopfern von Charlie Hebdo
Bernard Maris: „Das Grundeinkommen trennt die Arbeit vom Einkommen, und in diesem Sinn könnte es der Virus sein, der die kapitalistische Gesellschaft zerstören wird.“
info3-magazin.de: Grundeinkommens-Vordenker Bernard Maris unter den Mordopfern
15.1.2015: degruyter.com:
Basic Income Studis Band 9, Heft 1-2 (Dez 2014)
15.1.2015: grundeinkommen.ch:
14.1.2015: grundeinkommen.ch:
Die Grundeinkommen-Cola ist da
cola.mitte.ch
13.1.2015: grundeinkommen.de:
Starkes Votum für Grundeinkommen beim Projekt “sozialwort 10+” der sechzehn christlichen Kirchen in Österreich
13.1.2015: citizensincome.org:
12.1.2015: grundeinkommen.ch:
Darin: "... Aber gerade die Grundeinkommensinitiative ist ein Paradebeispiel direkter Demokratie:
Würde sie angenommen, käme zuerst eine ganz grundsätzliche breite und tiefe, unter der Ägide von Bundesrat und Parlament geführte Diskussion in Gang: über die Ausführungsgesetzgebung. Und damit über den Wert der Arbeit, über die Gerechtigkeit der Einkommen, über die Menschen­würde am Arbeitsplatz, über das ewige wirtschaftliche Wachstum, über die gerade in der Schweiz stark verbreitete Roboterideologie..."
Oswald Sigg: Arbeit setzt Einkommen voraus
12.1.2015: mobilegeeks.de:
Darin: "... Die Frage bleibt, ob wir unsere Gesellschaft irgendwann bei zunehmender Automatisierung ändern müssen? Gehen wir dann irgendwann nur noch unseren Hobbies nach, bekommen Grundeinkommen zur Erforschung des Weltalls? ..."
25.12.2014: youtube.com:
NYU Shanghai Student Talk: Universal Basic Income (28 Min)
UBI: The Evolution of the Capitalist Society
Termin: 17.1.2015, 14-17 Uhr: Zürich:
Koordinationstreffen Eidgenössische Volksinitiative BGE
12.1.2015: de.statista.com:
Anzahl der Personen in Deutschland, die ehrenamtlich tätig sind, von 2012 bis 2014 (in Millionen)
11.1.2015: t3n.de:
Darin: "... Wenn gesellschaftliche Stellung und Einkommen von Geistesarbeitern bedroht sind, trifft es nicht mehr nur die weitgehend in politische Agonie verfallene ehemalige Arbeiterklasse Europas – dann trifft die digitale Revolution ins bürgerliche Herz der Gesellschaft. [...]
Wenn wir Glück haben, rückt dadurch endlich das entscheidende wirtschaftspolitische Thema des 21. Jahrhunderts in den Mittelpunkt: Wie verteilen wir die Früchte der Automatisierungsdividende? Der Begriff beschreibt die Tatsache, dass uns der gesamtgesellschaftliche technische Fortschritt bei immer weniger notwendiger menschlicher Arbeit immer reicher macht, weil ein wachsender Teil der Wertschöpfung von Maschinen übernommen wird.[...]
Es gäbe dann keinen Grund mehr, Automatisierung und Rationalisierung künstlich aufhalten zu wollen. Mehr Arbeitslosigkeit bedeutete dann nicht mehr eine Zunahme von Armut, sondern mehr Freizeit, mehr Wertschöpfung und Wohlstand. Die Maschinenstürmer des 21. Jahrhunderts wie Jaron Lanier (wiki; wr) könnten einpacken. ..."
11.1.2015: watson.ch:
Darin: '... «Die Investoren stürzen sich auf die künstliche Intelligenz», meldet die «Financial Times». In der «New York Times» stellt der Starkolumnist Thomas Friedman fest, die Welt ändere sich nicht nur sehr rasch, sondern sie werde gar «dramatisch umgestaltet». Dem «Economist» schliesslich war der durch Roboter und künstliche Intelligenz eingeleitete Wandel des Arbeitsplatzes eine Titelstory wert. [...]
«Grossunternehmen sind ein Konstrukt des letzten Jahrhunderts», erklärt Trendforscherin Frick. «In Zukunft wird man kaum mehr eine andere Wahl haben, als zum Unternehmer zu werden, der selber kreativ ist und sich mit anderen Unternehmern vernetzt.»[...]
Sie stellt unsere Vorstellungen von einer Karriere auf den Kopf. Man klettert nicht Jahr für Jahr eine Leiter herauf, um schliesslich möglichst weit oben anzukommen. Stattdessen erwartet uns eine wilde Karriere-Achterbahn, wo wir manchmal Chef und manchmal Handlanger sein werden, wo wir gelegentlich sehr viel, gelegentlich wenig und gelegentlich gar nichts verdienen werden. [...]
Doch wenn sie mit einer unsicheren Zukunft und Absturzängsten erkauft werden muss, dann verliert die Freiheit des selbstständigen Unternehmers rasch an Glanz.[...]
Das Grundeinkommen ist so gesehen keine Illusion weltfremder Romantiker, sondern die Voraussetzung für eine neue Arbeitswelt, eine Arbeitswelt, in der Menschen dank Robotern und künstlicher Intelligenz humaner arbeiten können, aber nur dann, wenn sie auch sozial abgesichert sind. ...'
sozialefragen.de Der Kongress für engagierte Bürger
Kinderschutzbund, dm, GLS-Bank
11.1.2015: Mein Grundeinkommen; CrowdCard:
Foto von Stapeln mit CrowdCards
10.1.2015: academia.edu:
Manuel Franzmann: Arbeitsethik in der Gegenwart (Oktober 2014)
"... Der institutionalisierten Negativität der Erwerbslosigkeit können sich selbst sehr reflektierte Menschen kaum subjektiv entziehen (objektiv ohnehin nicht), weniger reflektierte Menschen erst recht nicht. ..."
10.1.2015: www.facebook.com/basic.income/photos
5.1.2015: freethoughtblogs.com:
Unconditional Basic Income: Imagine the World
5.1.2015: vice.com:
Darin: (übersetzt)
"... Riesige Menschentrauben verbringen ihre Tage mit der Durchführung von Aufgaben, von welchen sie heimlich glauben, dass diese nicht wirklich benötigt werden. ..." [Huge swaths of people spend their days performing tasks they secretly believe do not really need to be performed.]
"... Wie kann man auch nur ansatzweise von Würde in der Arbeit sprechen, wenn	man heimlich fühlt, dass der eigene Job eigentlich nicht existieren sollte? ..." [How can one even begin to speak of dignity in labor when one secretly feels one's job should not exist?]
10.1.2015: Eine Mail von L.M. mit Links:
https://bgeba.wordpress.com/
https://www	.facebook.com/begehbar BGE Bamberg
BGE und Transition-Town
Entschleunigung und Zeitwohlstand durch BGE – Fritz Reheis im Fränkischen Tag
Termin: 27.1.2015: London:
Book launch - Basic Income: A Transformative Policy for India
The book draws on a pilot in which over 6,000 men, women and children received a basic income unconditionally for 18 months.
6.1.2015: vice.com:
7.1.2015: youtube.com:
Pola rennt #6 - Auch Angestellte können sich selbst verwirklichen - Rudolf Minsch, Chefökonom (5 Min)
7.1.2015: derstanddard.at:
Mit dem Glücksrad zum Geld Über "Mein Grundeinkommen"
7.1.2015: philosophie.ch:
6.1.2015: mein-grundeinkommen.de:
"... So funktioniert's:
Die Crowdcard ist eine Bonuskarte von Payback, die wir 10.000 mal kopiert haben, so dass alle auf ein einziges Konto sammeln. Deine Einkäufe sind anonym weil alle die gleiche Karte verwenden.
Die von uns allen gesammelten Payback-Punkte (ca. 1% des Einkaufswerts) heben wir in bar ab und legen sie auf das Grundeinkommenskonto. ..."
6.1.2015: bge-reform.blogspot.de:
Zugriffe auf "Grundeinkommen" in verschiedenen europäischen Wikipedia-Sprachen
5.1.2015: grundeinkommen.ch:
"... Das Gerede von der Erwerbsarbeit als einzigem Sinnstifter unserer Existenz ist ein Herrschaftsinstrument. Alles ist bei uns auf Erwerbsarbeit ausgerichtet: der Rhythmus der Tageszeiten, die Ausbildung, der Übergang von der Pubertät ins Erwachsensein. Der Einzelne definiert sich vor allem über die Erwerbsarbeit; deshalb zwingt er sich zur Anpassung. Fällt dieser Selbstzwang weg, kann man die Freiheit nicht mehr kontrollieren – so fürchten viele. Wenn die Arbeit ausgeht, verlieren viele der Herren der Arbeitsgesellschaft das Fundament ihrer Macht. ..."
Termin: 8.1.2015: Wikimedia Berlin:
Ehrenamt und Bildungsarbeit - gute Gefühle, aber einseitige Abhängigkeiten
28.12.2013 (!): freitag.de:
Engagierte Menschen sollten nicht als billiger Ersatz für bezahltes Personal herhalten. Über Ehrenamt und Gratisarbeit als Bestandteile neoliberaler Sparpolitik
5.1.2015: twitlonger.com:
Freiwilliges Existenzsicherndes Grundeinkommen Neue Liberale
5.1.2015: twitter.com:
"... Ich will so ne japanische Mini-Wohnung und bedingungsloses Grundeinkommen und meine Ruhe. ..."
4.1.2015: spiegel.de:
4.1.2015: diepresse.com: Österreich:
Peter Kaiser: Gehalt für Mütter und freiwillige Helfer
Darin: '... diepresse: Gut, dann geht die Frage an Sie: Wie stellen Sie sich die Zukunft vor?
PK: Wir werden über eine breitere Verteilung der vorhandenen Lohnarbeit sprechen. Wir müssen uns mit der Frage eines Grundeinkommens auseinandersetzen, und wir müssen über Verteilungspolitik sprechen.
diepresse: Verteilung von Lohnarbeit heißt Arbeitszeitverkürzung?
PK: Das ist ein Element. Es geht aber auch um andere Lebensarbeitszeitmodelle. Es gibt Modelle mit Sabbaticals, mit Lernphasen. Man muss hier den Mut haben, auch querzudenken. Auch die Unterscheidung von Unternehmern und Lohnarbeit ist zu hinterfragen. Ein-Personen-Unternehmer sind im Prinzip nicht anders als Arbeitnehmer.
diepresse: Sie haben ein Grundeinkommen erwähnt. Soll es ein arbeitsloses Grundeinkommen geben?
PK: Ich denke, es soll eine Debatte darüber geben. Wir sind noch in einer Gesellschaft, die sich über Lohnarbeit definiert. Ein arbeitsloses Grundeinkommen würde rein von der Begrifflichkeit dem widersprechen. Doch man sollte schauen, ob es Grundsicherungsmodelle gibt.
diepresse: Aber das gibt es doch längst.
PK: Das ist an Erwerbsarbeit und an den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt gekoppelt. Ich halte das derzeit noch für richtig, bin mir aber nicht sicher, ob das für die Zukunft gilt. Man muss sich überlegen, ob man gesellschaftliche Arbeit, die nicht unter Lohnarbeit firmiert, unterstützt.
diepresse: Was genau meinen Sie da?
PK: Dazu gehören Kindererziehung oder ehrenamtliche Tätigkeiten. Auch das sind wertvolle Beiträge für die Gesellschaft. Da könnte man sagen, dafür gibt es ein gewisses Grundeinkommen. Damit könnten wir vielleicht einen Teil zukünftiger Formen gesellschaftlichen Miteinanders vorwegnehmen.
diepresse: Das ist finanzierbar?
PK: In Summe wird der gesellschaftliche Reichtum mehr. Ein Großteil geht in Finanztransaktionen, geht in fiktive Geschäfte. Der Reichtum ist da, die Frage ist, wie man ihn verteilt. ...'
3.1.2015: Neues Deutschland:
Er prägte den Begriff Risikogesellschaft, beschäftigte sich mit der Arbeitswelt und befürwortete schließlich ein Grundeinkommen: Nun ist der Soziologe Ulrich Beck im Alter von 70 Jahren gestorben.
22.12.2014: muddycolors.blogspot.co.uk
Termin: 26-27 June, 2015: Florence, Italy:
Call for Abstracts (bis 15.2.2015)
31.12.2014: www.facebook.com/basic.income:
31.12.2014: Netzwerk Grundeinkommen:
30.12.2014: cafepress.com:
Basic Income: Robots Took My Job! Bumper Sticker: $4.19
29.12.2014: bge-reform.blogspot.de:
Meine Skepsis zur Meldung 'Bald BGE in den Niederlanden'
29.12.2014: die-linke.de:
Hansjürgen Arlt: Es herrscht eine linke Glorifizierung der Arbeit
linke woche der zukunft vom 23. bis 26. April 2015
Darin: '... Es herrscht eine linke Glorifizierung der Arbeit, die nicht sehen will, dass es sich den Mechanismen der kapitalistischen Ökonomie „verdankt“, wenn inzwischen fast jede zweckmäßige Tätigkeit im Gewand einer Arbeitsleistung daherkommt. [...]
Eine soziale Umwälzung der Moderne besteht darin, dass die Personen befreit und zu Eigentümern ihrer Arbeitskraft werden. Die Verfügung über ihre Arbeitskraft, also den zeitweisen Besitz der Arbeitskraft, können die Personen gegen Lohn abgeben. Die Arbeitskraft kann, wie jedes Eigentum, wirtschaftlich eingesetzt werden. Alle Personen allerdings, die kein anderes Eigentum haben, stehen unter dem Zwang, ihre Arbeitskraft zu ökonomisieren, wenn sie zahlungsfähig werden und bleiben wollen. [...]
Solange auf der einen Seite die Bevölkerungsmehrheit auf den Verkauf ihrer Arbeitskraft angewiesen ist, und auf der anderen Seite die Käufer der Arbeitskraft aus ihrem Geld mehr Geld machen wollen, wird der Rattenschwanz der Konflikte – Lohnhöhe, Länge der Arbeitszeit, Gesundheitsschutz, Kündigungsfristen, Prekarisierung, Arbeitslosigkeit etc. – nicht enden. [...]
Wer existentiell darauf angewiesen ist, seine Arbeitskraft zu verkaufen, wer nicht Nein sagen kann zu schlechten Arbeitsbedingungen, verfügt nicht über die Macht, sich in der Arbeit zu befreien. [...]
Erste Ursache zu arbeiten sind die natürlichen Bedürfnisse des Menschen. Die moderne Ursache, die Menschen zur Arbeit treibt, ist der Geldbedarf, der ihre Zahlungsfähigkeit sichert. [...]
Die Idealisierung der Arbeit trägt zur Ökonomisierung der Gesellschaft nicht weniger bei als die Vergötterung des Kapitals. Wer Arbeiten zum Leitbild und Identitätsstifter macht, wer gute Arbeit zum Zentrum eines guten Lebens kürt, bedient die Arbeitsideologie, die dem Kapitalismus hilft, als alternativlos zu erscheinen. [...]
Zum dritten wird ständig geprüft, wie die Kosten der Erwerbsarbeit auf technischen Wegen der Mechanisierung, Automatisierung, Computerisierung gesenkt werden können. Ob die Arbeitsleistungen, deren Produkte und Dienste sich verkaufen lassen, von der Technik oder von Menschen verrichtet werden, ist für das Kapital nebensächlich, entscheidend ist die Kostenfrage. [...]
Die Arbeitsgesellschaft ist eine Tätigkeitsverhinderungsgesellschaft. Außer Malochen und regenerativer Freizeit sollen die Menschen nichts kennen und wollen. Selbstverwirklichung, Sinn des Lebens sollen sie in ihrer Arbeit finden. [...]
Das Umtaufen praktisch jeder Art des Tätigseins in Arbeit führt dazu, dass das Arbeitsgefängnis, in das der Kapitalismus alle Menschen steckt, die nicht auf dicken Kissen des Reichtums sitzen, als Wohnzimmer erscheint. Wie ist es möglich, dass die reichste Gesellschaft der Menschheitsgeschichte die Mehrheit ihrer Angehörigen in einem Dauerzustand des (Geld-)Bedarfs und damit des Arbeitszwangs halten kann? [...]
Wer die Befreiung in der Arbeit will, muss die Befreiung von der Arbeit vorantreiben, muss den Menschen die Chance geben, Nein zu sagen zu schlechten Arbeitsbedingungen. [...]
Jede und Jeder ist mit einem garantierten Grundeinkommen so auszustatten, dass sie erstens nicht jeden Billigjob annehmen müssen und zweitens Spielräume haben für selbstbestimmtes Tätigsein jenseits der Arbeitsnotwendigkeiten. ...'
28.12.2014: reddit.com:
BasicIncome (hatte bisher 21.228 Leser)
23.12.2014: Götz Werner:
Darin: "... In einer arbeitsteiligen Gesellschaft glauben und vertrauen wir uns wechselseitig und stehen wechselseitig in der Schuld. [...]
Ein Unternehmen ist erfolgreich, weil es sich verwandelt, weil es mit der Zeit geht, weil es sich entsprechend der Kundenbedürfnisse verändert. Wachstum ist die Folge gelungener Verwandlung. [...]
In der Wirtschaft geht es also vor allem um Sinnstiftung. [...]
Im Regelfall denken die Menschen gar nicht darüber nach, wie und wozu sie ihr Geld „verdienen“. Die meisten meinen irrtümlicherweise, sie bekämen das Geld als Gegenleistung für ihre Arbeit und es gäbe ein vernünftiges Verhältnis zwischen ihrer Arbeitsleistung und dem Lohn. [...]
Angebot und Nachfrage sind quasi diametral entgegengesetzt zu Arbeit und Bezahlung. [...]
Krisen sind Bewusstseinskrisen. Am Finanzmarkt kann man derzeit gut erkennen, wohin es führt, wenn Menschen etwas inbrünstig wollen, was sie nicht denken können. Wir haben heute ein undurchdringliches Gewirr autonom gewordener Finanzmechanismen geschaffen, die niemand mehr mit Bewusstsein durchdringen kann. Keiner versteht das Ausmaß dieser Krise, sondern nur Teilaspekte. [...]
Im Gegensatz zum Überfluss an Gütern erleben wir derzeit einen enormen Mangel im Sozialen – etwa in Erziehung, Bildung oder Pflege. Es geht darum, die „alte Arbeit“ an der Natur von der „neuen Arbeit“ am und für den Menschen bewusst zu unterscheiden. Bei der alten Arbeit geht es um Effizienz und Sparsamkeit. Hier ist die Aufgabe der Wirtschaft, Ressourcen einzusparen. Bei der Arbeit am und für den Menschen geht es nicht um Effizienz, sondern um mitmenschliche Zuwendung. Hier braucht es Großzügigkeit, ja Verschwendung. Diese Kulturarbeit lässt sich nicht messen. [...]
Wird das Geld zum Zweck, entsteht menschliches Leid. Deswegen haben wir die ganzen Verwerfungen! Wird dagegen der Mensch zum Zweck, hat das Kapital eine dienende Funktion. Aus solcher Perspektive ist Wirtschaft nicht kalt, sondern menschlich und erwärmend. [...]
Wer weiß, wie wir morgen über Geld und Arbeit denken: Ist es wirklich so undenkbar, dass Geld dem Menschen dienen könnte? Dass wir Arbeit tun, weil wir sie tun wollen, nicht weil wir sie tun müssen? Und dass das eine mit dem anderen nichts zu tun hat? ..."
28.12.2014: abgeordnetenwatch.de:
Bürgerfragen an Bundestagsabgeordnete zum Thema "Grundeinkommen" aus den letzten Monaten
28.12.2014: welt.de:
Er ist der Schreck der internationalen Finanzmärkte, und er könnte den Euro wieder ins Wanken bringen. Pablo Iglesias, 36, gründete im Januar in Spanien die linke Protestpartei Podemos – zu Deutsch: Wir können – und liegt schon jetzt auf Platz 1 in den Umfragen. Der Mann mit dem Jesusgesicht und dem Pferdeschwanz hat populäre Ideen. Unter anderem fordert der Politikwissenschaftler ein staatlich finanziertes Grundeinkommen für alle. Viel zu lange habe Madrid Sparvorgaben aus Brüssel befolgt, meint er. Tatsächlich lebt jeder fünfte Spanier unter der Armutsgrenze.
28.12.2014: grundeinkommen.ch:
27.12.2014: sueddeutsche.de:
25.12.2014: huffingtonpost.ca:
26.12.2014: bge-reform.blogspot.de:
Entwicklung der Seitenzugriffe bei Wikipedia dt. + engl: "Bedingungsloses Grundeinkommen" + "Basic Income"
23.12.2014: soundcloud.com:
Klangexperimente - Arbeitsadel (3 Min)
15.10.2014: youtube.com:
The internet is after your job | Guardian Explainers (3 Min)
21.12.2014: youtube.com:
Is Basic Income Something For Nothing? (2 Min)
Guy Standing (BIEN)
21.12.2014: bge-reform.blogspot.de:
Bin ich ein "Neoliberaler", wenn ich gegen Unternehmenssteuern bin?
Darin: '... "Alle Kosten eines Unternehmens landen zwangsläufig in den Preisen seiner Produkte." Unternehmenssteuern, Zinskosten, Mieten, Löhne, Energie- und Rohstoffpreise, Dividenden, etc. machen die Produkte eines Unternehmens zwangsläufig teurer. Alle diese Kosten muß der Produzent in den Preis seiner Produkte hineinrechnen. Letztendlich zahlt der jeweilige Verbraucher, Käufer, Konsument sie.
Meines Erachtens ist das unmittelbar einsichtig + logisch. ...'
19.12.2014: youtube.com:
Basic Income (10 Reasons) (4 Min)
20.12.2014: binews.org:
20.12.2014: grundeinkommen.de:
Ronald Blaschke:
Das bedingungslose Grundeinkommen: eine faszinierende Idee, aber … Bundesagentur für Arbeit
19.12.2014: aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de:
19.12.2014: vimeo.com:
Swiss Basic Income Appeal (2 Min)
für www.indiegogo.com/projects/total-freedom
19.12.2014: grundeinkommen.ch:
18.12.2014: canvas.be:
Panorama: Iedereen een basisinkomen (50 Min)
Belgisches Fernsehen über Grundeinkommen
16.12.2014: Zwei Blogs über BA-Chef Heinrich Alt:
bge-reform.blogspot.de: BA-Vorstand Heinrich Alt in der Süddeutschen Zeitung über das Grundeinkommen
Darin: '... Das Grundeinkommen vermittelt viel mehr: "Schön, dass Du da bist! Mach' Dir um Deine materiellen Grundbedürfnisse keine Sorgen. Such' Dir was Spannendes,Wichtiges, Schönes, Notwendiges, Sinnvolles und dann hau' rein! Wenn nicht, ist auch nicht schlimm!" ...'
blogfsv.blogspot.de: "Ich bin dafür, den Menschen das Gefühl zu geben, gebraucht zu werden..."
15.12.2014: Sueddeutsche.de:
Bundesanstalt-für-Arbeit-Vorstand Heinrich Alt: "Mindestlohn bringt Steuerentlastung"
Darin: '... Das BA-Vorstandsmitglied nannte das bedingungslose Grundeinkommen eine "faszinierende Idee". Man würde den Menschen damit allerdings eine falsche Botschaft vermitteln: "Im Kern heißt das doch: Wir brauchen euch nicht, aber wir lassen euch auch nicht verhungern. Das halte ich für einen zutiefst inhumanen Gedanken. Ich bin dafür, den Menschen das Gefühl zu geben, gebraucht zu werden." ...'
14.12.2014: oekonom.de:
Ulrich Schachtschneider: Freiheit, Gleichheit, Gelassenheit
Buch erschienen am 4.9.2014
14.12.2014: grundeinkommen.ch:
Total Freedom - Filmprojekt aus den USA
Mit dabei der Vater von Leonardo DiCaprio
12.12.2014: grundeinkommen.de:
Elisabeth Voß: Neoliberal oder emanzipatorisch? (pdf, 5 Seiten)
Termin: 7.12.2014, 11 Uhr: Basel:
6.12.2014: grundeinkommen.ch:
youtube: Pola rennt #5 (3 Min)
2.12.2014: digital-ist.de:
Prof. Dr. Sabina Jeschke: Wenn Roboter Steuern zahlen
Reflektionen zu einer Society 4.0
Darin: "... Wir müssen uns von dem Gedanken verabschieden, dass nur ein Mensch in Erwerbstätigkeit ein glücklicher Mensch sein kann und Vollbeschäftigung die einzige erstrebenswerte Gesellschaftsform ist. Menschen brauchen zwar interessante und anspruchsvolle Tätigkeiten, anderenfalls fühlen sie sich unausgefüllt. Niemand aber sagt, dass diese Aufgaben unbedingt nur im Bereich klassischer Erwerbstätigkeit liegen müssen.
Wir können dieser Debatte nicht ausweichen - die Digitalisierung und die resultierende Entwicklung zu immer intelligenteren, hochvernetzten Systemen haben eine vierte industrielle Revolution eingeleitet, und wir stehen mittendrin. Völlig neue gesellschaftliche Modelle werden benötigt. Wir müssen uns trauen, alles in Frage zu stellen. Natürlich bringt die digitale Zukunft auch riesige Probleme mit sich. Nichtsdestotrotz ist sie auch eine Chance - eine Chance nämlich, im Rahmen ganz neuer Denkweisen und Wirtschaftsphilosophien nicht nur diese Probleme zu lösen, sondern auch die heute bestehenden gesellschaftlichen Missstände anzugehen. ..."
4.12.2014: zeit.de:
Ein alter Plan bekommt neuen Zuspruch: Sollte die EZB jedem Bürger Bares schenken, um die Krise zu bekämpfen? Eine Debatte von Mark Schieritz und Philip Faigle
5.12.2014: faz.net:
Die Partei „Die Linke“ feiert einerseits den Triumph Bodo Ramelows. Anderseits geht jedoch in der Partei ein Streit um das „bedingungslose Grundeinkommen“ weiter. Nicht alle stehen hinter der Parteichefin.
4.12.2014: grundeinkommen.ch:
Der Spielverderber - Interview mit Daniel Häni
Mit seiner Volksinitiative zum bedingungslosen Grundeinkommen will Daniel Häni die Schweiz verändern, den Kapitalismus besiegen und die Welt verbessern. Mit einer Mehrheit bei der Abstimmung, vermutlich im Jahr 2016, rechnet er selbst nicht – aber für ihn beginnt die Revolution ohnehin schon bei 25 Prozent Zustimmung. Ein Gespräch über alte Griechen und neue Menschen.
Darin: "... Wenn 2016 mehr als jeder Vierte mit Ja stimmt, prognostiziere ich, dass der Vorschlag spätestens in den Dreissigerjahren in der Schweiz Wirklichkeit wird. Wenn eine genügend grosse Anzahl Menschen die Idee der Selbstbestimmung hat, bekommen Sie das nicht mehr aus der Gesellschaft. [...]
Ich plane mit einem Journalisten ein Buch, in dem wir diese Position einnehmen: «Warum wir noch kein bedingungsloses Grundeinkommen haben [...]
Ja, die Römer sind der Dekadenz verfallen. Das ist auch die Frage für unsere Zeit: Werden wir dekadent, oder gelingt es uns, Überfluss produktiv zu machen? [...]
Mir schwebt eine neue Leistungsgesellschaft vor. In dieser wird es nicht mehr so sehr um die Güter gehen – sondern um das Gute. Die heute grosse gesellschaftliche Herausforderung ist es, von der Quantität zur Qualität zu kommen. [...]
Allerdings werden die Unternehmen dann weniger Aufwand betreiben, um für den Verkauf ihrer Produkte zu werben, und mehr dafür werben, dass man in ihren Unternehmen arbeitet: Komm zu uns, wir machen etwas Sinnvolles, und du kannst dich bei uns weiterentwickeln. Das gefällt mir, dass dann Unternehmen mehr mit dem Sinn um die Menschen werben werden. ..."
3.12.2014: grundeinkommen.de:
3.12.2014: grundeinkommen.ch:
30.11.2014: faz.net: Lob des Überflüssigen
Darin: "... Der Mensch ist bereit, ein bestimmtes Maß an sogenanntem „Arbeitsleid“ auf sich zu nehmen, wenn er zum Ausgleich genug Lohn bekommt. [...]
Aber erst der Mensch sei das seltsame Wesen, das überall und mit Inbrunst das Überflüssige tue. Er produziert Gedichte, Opern, Operetten und Ideologien. Er schmückt und schminkt sich, er durchwandert Eiswüsten und erklettert Berge. Er lässt sich auf waghalsige Wetten und Wettkämpfe ein, er spielt – und er fühlt sich bei alledem sogar noch wohl. Wenn er will, so kann der Mensch dabei erstaunliche Entbehrungen für seine Ziele in Kauf nehmen – und zumindest eine Zeitlang sogar auf das vermeintlich Lebensnotwendige verzichten. [...]
Umgekehrt ist der Mensch auch das Wesen, das völlig verzweifelt sein kann, auch wenn er das Notwendige hat und vollgestopft ist mit Futter in jedem Sinne – und am Ende trotzdem Selbstmord begeht. Das macht er in den seltensten Fällen, weil ihm das Notwendige fehlt, etwa Essen und Trinken. Eher wegen Dingen, die im weitesten Sinne zum Überflüssigen gezählt werden können: aus Liebeskummer oder wegen eines Ideals, aus Begeisterung oder Enttäuschung. Dazu passt die historische Erfahrung, dass die Selbstmordrate in Ländern mit zunehmendem Wohlstand eher steigt als fällt. [...]
Die Vorstellung des Spaniers von Arbeit ist die eines Künstlers, eines Kreativen. So ähnlich wie auch Hegel einen bestimmten Typus von Arbeit im Kopf hatte – das Tagwerk eines Intellektuellen, der sich philosophierend die Welt erarbeitet. Dagegen hatten die Ökonomen bei ihrer Theorie vom Arbeitsleid eher jemanden im Kopf, der eine relativ stumpfsinnige Tätigkeit mit viel Mühe und Last erledigt, wie ein Fabrikarbeiter im 19. Jahrhundert. ..."
3.12.1982 (!): zeit.de:
Ralf Dahrendorf: Wenn aus Arbeit sinnvolles Tun wird
Darin: "... Der Kampf zwischen denen, die arbeiten müssen, und denen, die nicht arbeiten müssen, hat zum totalen Erfolg geführt: die, die früher nicht arbeiten mußten, sind nun zu denen geworden, die noch arbeiten dürfen, während die, die früher arbeiten mußten, nicht mehr arbeiten können. Der Klassenkampf um Arbeit hat zur vollständigen Verkehrung der Fronten geführt. [...]
Das heißt nicht, daß er alle Probleme gelöst hätte. Die Sehnsucht der Herrschenden, und sogar ihrer langjährigen Gegner, nach der Arbeitsgesellschaft, ist ja kein Zufall. Hinter ihr stecken zentrale Fragen der gesellschaftlichen Struktur. Zum Beispiel: an welchem Geländer entlang kann das Leben der Menschen geordnet werden, wenn die Disziplinierung durch die Organisation der Arbeit entfällt? Oder: wie läßt sich die Existenzgrundlage der Menschen sichern, wenn sie nicht mehr auf der Arbeitsleistung beruht? Oder: wie kann der Staat seine über die Elementaraufgaben hinausgehenden Funktionen des Gesellschaftsvertrages lösen, wenn seine wichtigste Einnahmequelle versiegt? Oder auch: wie bestimmt sich eigentlich die soziale Identität von Menschen, wenn sie sich nicht mehr durch ihren Beruf beschreiben können? ..."
30.4.2013 (!): streifzuege.org:
Franz Schandl: Der Abgrund der Arbeit
Darin: "... Die Arbeit ist das zentrale Gerücht der Konvention. [...]
Menschliche Tätigkeit kennt im kapitalistischen System und insbesondere in der deutschen Sprache bloß einen Namen: Arbeit. [...]
Gerade dass im Arbeitsbegriff immer alles hineingepfercht, also Unzusammengehöriges vermengt wird, ist unabsichtliche Absicht, eine betäubende Leistung des Hausverstands. [...]
indem der Begriff 'Arbeit' alles andere überfällt, als könnte dieses nicht auch ohne ihn bestehen; nein, nein, alles hört auf ihr Kommando: Hausarbeit, Erziehungsarbeit, Beziehungsarbeit, Trauerarbeit. Die verwesende Arbeit ist über uns gekommen. Sie vergiftet alles… [...]
Die Arbeit ist zur Zeit nirgendwo so stark verankert wie in den Köpfen. Es ist der Wille zu ihr, der sie hält. Ein Klammern, ein Nicht-wahrhaben-Wollen. Gerade in Zeiten, wo die Arbeit reell verfällt, steigt sie noch einmal ideell auf. Die Diskrepanz von Wahrnehmung und Entwicklung könnte krasser nicht sein. [...]
Arbeit, die hohe Braut, liegt gleich Schneewittchen im gläsernen Sarg. Und alle Zwerge in Gewerkschaften und Parteien, Wirtschaft und Wissenschaft meinen über den Prinzen zu verfügen, der die Tote wachküsst. [...]
Keine andere Sinnstiftung wird zugelassen. Die so befangenen Menschen scheinen geradezu überfordert zu sein und geraten daher ins Beten. [...]
Emanzipation ist, wenn die zentrale Frage der Kommunikation nicht mehr „Was machst du?“, lautet, sondern schlicht „Wer bist du?“. Nicht welcher Charaktermaske man dient, ist doch von persönlichem Interesse, sondern welcher Mensch man ist. ..."
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