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Timestamp: 2020-02-24 15:24:57+00:00

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BGH, 14.02.1989 - VI ZR 121/88 - dejure.org
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BGH, 14.02.1989 - VI ZR 121/88 (https://dejure.org/1989,436)
BGH, Entscheidung vom 14.02.1989 - VI ZR 121/88 (https://dejure.org/1989,436)
BGH, Entscheidung vom 14. Februar 1989 - VI ZR 121/88 (https://dejure.org/1989,436)
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Anspruch der gesetzlichen Unfallversicherung gegenüber der Luftfahrtgesellschaft auf Ersatz von Leistungen an die Hinterbliebenen des bei einem Flugzeugabsturz tödlich Verunglückten - Zurechnung von Verschulden eines Piloten an die Luftfahrtgesellschaft bei einem ...
BGB § 278, § 831 D; LuftVG § 44 Abs. 1, § 45
NJW 1989, 2118 (Ls.)
NJW-RR 1989, 723
MDR 1989, 625
NZV 1989, 266
VersR 1989, 522
Nach § 278 BGB haftet der Schuldner für Pflichtverletzungen eines Erfüllungsgehilfen auch dann, wenn der Erfüllungsgehilfe von seinen Weisungen abweicht, solange sein Handeln noch im Zusammenhang mit den ihm übertragenen Aufgaben steht (BGH, Urteil vom 15. Dezember 1959 - VI ZR 222/58, BGHZ 31, 358, 366; Urteil vom 14. Februar 1989 - VI ZR 121/88, NJW-RR 1989, 723, 725).
Dies ist dann der Fall, wenn ein unmittelbarer innerer Zusammenhang zwischen aufgetragener Verrichtung und der schädigenden Handlung besteht (BGH NJW-RR 1989, 723).
Dies ist etwa der Fall, wenn der Gehilfe rein zufällig mit den Rechtsgütern des Geschädigten in einer Weise in Berührung gekommen ist, die ihm lediglich die Gelegenheit bot, wie ein deliktisch handelnder Dritter eine von den ihm übertragenen Aufgaben völlig losgelöste unerlaubte Handlung zu begehen (vgl. BGH, Urteil vom 14. Februar 1989 - VI ZR 121/88, NJW-RR 1989, 723, 725 mwN).
Ihm muss von einem anderen, in dessen Einflussbereich er allgemein oder im konkreten Fall ist und zu dem er in einer gewissen Abhängigkeit steht, eine Tätigkeit übertragen worden sein (vgl. Senat , Urteil vom 14. Februar 1989 - VI ZR 121/88 - VersR 1989, 522, 523) .
In der Sache entspricht der "Leute"-Begriff weitgehend der dem deutschen Rechtskreis geläufigen Rechtsstellung des Erfüllungsgehilfen nach § 278 BGB (BGH, Urt. v. 14.2.1989 - VI ZR 121/88, TranspR 1989, 275, 276 f.).
Allerdings hat der VI. Zivilsenat (TranspR 1989, 275, 276 f.) die Auffassung vertreten, daß bei der Auslegung der §§ 44, 45 LuftVG der an Art. 20 WA angelehnte Begriff der "Leute" zwar weitgehend den Erfüllungsgehilfen nach § 278 BGB gleichgestellt sei, daß die "Leute" i.S. des § 45 LuftVG aber ähnlich den Verrichtungsgehilfen von den Weisungen des Luftfrachtführers abhängig sein müßten.
Da sich die Zurechenbarkeit des Verhaltens einer Hilfsperson nach denselben Maßstäben wie bei § 278 BGB bestimmt (…Senatsurteile vom 28. September 1988 - VIII ZR 160/87, aaO unter II 4 c;… vom 30. Januar 1995 - VIII ZR 328/93, aaO), ist entscheidend, ob eine von ihr vorgenommene Handlung zu dem allgemeinen Umkreis des Aufgabenbereichs gehört, zu dessen Wahrnehmung sie bestellt worden ist (vgl. BGH, Urteile vom 15. Dezember 1959 - VI ZR 222/58, BGHZ 31, 358, 366; vom 14. Februar 1989 - VI ZR 121/88, NJW-RR 1989, 723 unter II 2 a dd; Senatsurteil vom 20. Oktober 2004 - VIII ZR 36/03, NJW 2005, 365 unter II 2 d).
Dies ist nicht der Fall, wenn zwischen der aufgetragenen Verrichtung und der Handlung zwar ein kausaler und zeitlicher Zusammenhang, nicht aber ein innerer, sachlicher Zusammenhang besteht (BGH, Urteil vom 14. Februar 1989 - VI ZR 121/88, aaO).
Denn das Verschulden eines Erfüllungsgehilfen, demgemäß auch eines Verhandlungsgehilfen, hat der Schuldner nach § 278 BGB nur zu vertreten, wenn die gegen den Gehilfen erhobenen Vorwürfe aus der Sicht eines Außenstehenden ein Verhalten betreffen, welches im inneren sachlichen Zusammenhang mit dem Wirkungskreis steht, der dem Gehilfen zugewiesen worden ist (BGHZ 23, 319, 323; 31, 358, 366;… BGH, Urt. v. 7. Mai 1965, Ib ZR 108/63, NJW 1965, 1709, 1710 [BGH 07.05.1965 - Ib ZR 108/63]; v. 6. April 1978, III ZR 43/76, LM BGB § 278 Nr. 79 Bl. 2 R; v. 14. Februar 1989, VI ZR 121/88, NJW-RR 1989, 723, 725).
Eigenmächtiges oder gar strafbares Handeln des Gehilfen schließt die Einstandspflicht des Geschäftsherrn grundsätzlich nicht aus (BGH, Urteile vom 14. Februar 1989 - VI ZR 121/88 …und vom 11. Oktober 1994 - XI ZR 238/93 = BGHR BGB § 278 Satz 1, Eigenmächtigkeit 1 und 2, jeweils m.w.Nachw.).
Auch insoweit kommt es darauf an, ob bei wertender Betrachtung der tatsächlichen Umstände aus der Sicht eines Außenstehenden der unmittelbare innere Zusammenhang mit dem übertragenen Aufgabenkreis (noch) gewahrt ist (BGH, Urteil vom 14. Februar 1989 aaO.;… Urteil vom 24. November 1995 - V ZR 40/94 = BGHR BGB § 278 Satz 1 Verhandlungsgehilfe 7).
13 Anwendungsbereich des § 278 Satz 1 BGB der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, dass derjenige, der die Vorteile der Arbeitsteilung für sich nutzt, regelmäßig auch die Nachteile zu tragen hat, die sich daraus ergeben, dass der anstelle des eigentlichen Vertragspartners handelnde Verhandlungsgehilfe pflichtwidrig und schuldhaft geschützte Rechte des Gläubigers verletzt (BGH, NJW-RR 1989, 723;… Palandt/Grüneberg, BGB, 77. Aufl., § 278 Rn. 1).
Mit Blick auf die höchstrichterliche Rechtsprechung, die darauf abhebt, dass ein sachlicher Zusammenhang nicht mehr "zu erkennen ist" (BGH, NJW-RR 1989, 723; NJW-RR 2014, 622), kann allerdings allein eine abstrakte Erkennbarkeit nicht zu einem Zurechnungsausschluss führen.
BGH, 18.09.2013 - VIII ZR 281/12
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OLG Köln, 09.01.1997 - 7 U 106/96
LG Münster, 25.01.2012 - 114 O 62/11
Schadensersatzansprüche wegen Verletzung von Aufklärungspflichten im Zusammenhang …

References: § 278
 § 831
 § 44
 § 45
 § 278
 § 278
 Art. 20
 § 278
 § 45
 § 278
 § 278
 § 278
 § 278
 § 278
 § 278
 § 278
 § 831