Source: http://unimut.stura.uni-heidelberg.de/archiv/um111
Timestamp: 2019-02-15 19:26:59+00:00

Document:
In Köln nicht abgestiegen
Zwischen den Stühlen...?
Die Redaktion leidet an einer schweren Krankheit, der Schwindsucht. Die RedakteurInnen schwinden (zahlenmäßig) dahin, aber (Tusch der Kapelle! d.Sin) hier ist der Neue. Besonders die künstlerische Ausgestaltung läßt Wünsche offen, seit das despotische Art-Department sich mehr auf ihr Studium konzentriert. Heinz ist heute auch noch nicht hiergewesen, um uns moralisch zu unterstützen. Einen Bericht über den Castor (richtiger wäre eigentlich der Plural) haben wir aber doch.
Es gibt auch erfreuliche Meldungen in allerletzter Minute, mensch beachte die Titelstory. Weiterhin der Bericht von der MV des fzs in Köln. Wer hier nicht weiß, wovon die Rede ist sollte öfter UNiMUT lesen, heute besonders Seite 2. Eine langvermißte Kolumne ist wieder auferstanden: das Kurhotel Kurfürst Karl harrt der treuen LeserInnen. Dann hängt Pauli zwischen den Stühlen, ist nicht Fisch und nicht Fleisch, und das alles nur wegen 3 n [Paragraph des BAT (Bundesangestelltentarif) nämlich]. Wer beim Thema Benachteiligung von studierenden ArbeitnehmerInnen (oder vice versa) aufhorcht, ist mit Seite 6 bedient. In der Fakultät für Neuphilologie wird gerade die dezentrale Unterschriftenliste geprobt, damit die Profen die nicht wieder verlegen können. Die Bildungscard (s.u.) als elektromagnetische Form des Bildungsgutscheins ist noch nicht im UNiMUT, aber ein Bild davon. Wer weiß, vielleicht demnächst als Studi-Ausweis. -ticket, Mensa-Marke,...
Noch ein Studiticket-Aufmacher? Na ja, hoffentlich für lange Zeit der Letzte. Es ist nämlich praktisch sicher, daß ein neuer Vertrag fürs Wintersemester unter Dach und Fach ist. Seine Eckpunkte sehen in etwa folgerndermaßen aus: Das Studiticket wird ab WS 96/97 105 Mark kosten, für weitere Preiserhöhungen braucht der VRN aber die Zustimmung von Uni und StudivertreterInnen. In der Schwebe ist noch eine Zusatzkarte für den Karlsruher Verbund (das könnte sich lohnen, der KVV macht schon viel mehr her als der VRN, d.S.).
Auf der anderen Seite hat die HSB einige Zahlen über Zusatzeinnahmen offengelegt, insbesondere, was den mit dem Studiticket verbundenen Landeszuschuß angeht; leider konnte aber keine Rechenschaftspflicht über die Verwendung dieser Mehreinnahmen durchgesetzt werden.
Für die NutzerInnen des Tickets am wichtigsten sind jedoch die Angebotsverbesserungen, die eine Art informelle Basis für den Vertragsabschluß bilden: Insbesondere eine Taktverdichtung und zeitliche Verlängerung der Linie 12 sowie der Fünf-Minuten-Takt auf der Berliner Straße, so Gott will sogar in Abstimmung mit der OEG. Möglich wurde das unter anderem durch den unermüdlichen Einsatz der Studilisten-Gemeinderätin Jutta Göttert und die gelungene Herstellung eines 5-Minuten-Taktes durch einige entschlossene Studis, die die falsch fahrenden Straßenbahnen kurz aufhielten. Beides bewirkte schließlich, daß der Gemeinderat in Rekordzeit von nur 3 Wochen und erstaunlicherweise einstimmig beschloß, daß gerade die Angebotsverbesserungen, die von den Studis für unverzichtbar gehalten wurden, umgesetzt werden. Offiziell hat das natürlich nichts mit dem Studiticket zu tun -- wenn aber der Hauptaktionär der HSB sich rein zufällig die Forderungen von Uni und Studis zueigen macht, kann selbst die HSB nicht mehr nein sagen.
In Summe hat sich die Verhandlungsposition der FSK ausgezahlt: Wären wir auf das Angebot des VRN eingegangen, könnten wir immer noch nur betteln, die HSB möge doch endlich die Taktkorrekturen vornehmen, während der VRN pro Jahr stramme 5%-Preiserhöhungen durchgezogen hätte, ohne daß irgendwer etwas dagegen hätte tun können.
Dank nochmal allen, die bei der Urabstimmung für den FSK-Entwurf gestimmt haben -- und vergeßt nicht: Am 18.Juni sind Wahlen zu den Unigremien...
Mitte Mai, wenn der Frühling auf seinem Höhepunkt ist und die Bundesliga dem letzten Spieltag entgegenfiebert, ist die Zeit, über die (Frühjahrs-) MV (Mitgliederversammlung) des fzs (Freier Zusammenschluß von Studierendenschaften => Dachverband von Studierendenvertretungen) zu berichten. Die mittlerweile 5. MV des fzs fand vom 15.-18. Mai in Köln statt. Heidelberg war mit 3 VertreterInnen vor Ort. Die Tagesordnung folgte dem üblichen Muster: Mi.: Bericht und Entlastung von Vorstand und AS (Ausschuß der StudentInnenschaften =>kontrolliert den Vorstand zwischen dem MVen), Do.: inhaltliche Arbeitsgruppen und der einzige Satzungsänderungsantrag (dazu später), Fr.: weitere Arbeitsgruppen und eine Selbstverständnisdiskussion, Sa.: inhaltliche Anträge und Wahlen zum KPA (Kassenprüfungsausschuß), AS und zum Vorstand. Abgesehen von diesen TOPs ist bei jeder (größeren) Sitzung die Frage, was so unterschwellig im Raum steht, äußerst interessant. In Köln war dies nichts weniger als die Zukunft des Verbandes. Zur Situation: Zu Beginn der MV gab es 3 Vorstandsmitglieder (Alex, Annette, Christian) auf 2,5 Stellen. Die Satzung sieht mindestens 3, höchstens 6 Studis vor, also Mindestbesetzung. Annette hatte bereits angekündigt, höchstens noch bis Ende August mitmachen zu können, so bleiben 2 Leute. Die hatten ihrerseits angekündigt, sie wollten nicht zu zweit weitermachen, da dies zuviel Arbeit bedeutete. (Es ginge auch laut Satzung gar nicht!) Außerdem wäre es ein reiner Männervorstand. Gut, der Verband besteht nicht aus dem Vorstand alleine, aber die Arbeit ohne Vorstand nur noch durch AS, MV und Menschen aus den einzelnen Studischaften zu erledigen, war keine fürchterlich rosige Aussicht. Der oben erwähnte einzige Satzungsänderungsantrag forderte, eine harte Quotierung für den Vorstand einzuführen, d.h. mindestens die Hälfte der Plätze im Vorstand muß mit Frauen besetzt sein. Sollte eine Frau zurücktreten/ausscheiden und wäre dadurch die Quotierung nicht mehr erfüllt, scheidet der gesamte (eigentlich auf ein Jahr gewählte) Vorstand auf der nächsten MV aus und es müssen Nachwahlen stattfinden. Die Kombination aus aktueller Situation und Einbringen des Antrags war dann auch der Hauptgesprächsstoff sowohl als größter TOP (Do. und Fr.) als auch in den "informellen" Gesprächen beim Essen oder in den Pausen. War der Antrag gedacht, den Verband zu gefährden? Sicher nicht, im Gegenteil, er war der Auslöser einer sehr intensiven Diskussion über das Selbstverständnis des fzs im Hinblick auf die in der Satzung verankerte Frauenförderungspolitik und das Auseinanderklaffen mit den realen Bedingungen für Frauen, sich im Verband einzubringen. Warum waren bisher weniger Frauen als Männer an Vorstandspostenm interessiert? Hierzu gab/gibt es natürlich verschiedenste Erkärungsversuche. Frauen trauen sich tendenziell weniger zu als Männer, bzw. haben eher das Gefühl, was ich bisher mache/kann, "reicht" nicht für den fzs-Vorstand. Dazu kommt zweifelsohne die Vorstellung eines bestimmten "Anforderungsprofils", was mensch alles können, bzw wie mensch sein soll. Einige Frauen haben darüber hinaus erklärtermaßen wenig Lust, sowohl innerhalb des Vorstandes als auch bei wahrzunehmenden Terminen in aller Regel (nur) auf Männer zu treffen und mit diesen zusammenarbeiten zu müssen. Der Antrag auf harte Quotierung sollte unter anderem dazu dienen, die o.g. Schwierigkeiten zu thematisieren und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie die Arbeit insbesondere für Frauen interessant werden kann, denn Befürchtungen, es gäbe vielleicht nicht genügend geeignete Frauen, wie sie bei der Diskussion um den sog. Frauenförderplan der Uni Heidelberg geäußert wurden, teilte in Köln keineR der Anwesenden. Wie aber läßt sich dem Dilemma, Frauen ermutigen zu wollen für den fzs-Vorstand zu kandidieren ohne sie dabei unter Druck zu setzen, beikommen? Diese Frage wird sich wohl nie abschließend beantworten lassen, aber die Auseinandersetzung mir diesem Thema war wohl mal wieder ziemlich notwendig und anregend. Der Antrag ging zwar nicht durch (zwar gab eine Mehrheit, aber es fehlten die benötigte 2/3-Mehrheit für eine Satzungsänderung); aber auch aufgrund dieser Diskussion hat sich Francoise aus Karlsruhe bereit erklärt, für den Vorstand zu kandidieren und wurde einstimmig gewählt. Damit ist der Vorstand jetzt sowohl Mann - Frau, als auch Nord - Süd quotiert. Ein schönes Ergebnis, aber kein Grund, daß sich die Mitgliedsstudischaften nun bis November zurücklegen und aufatmen. Abschließend läßt sich sagen, daß es viele Anregungen zu inhaltlichen Themen gab - Unicard, Frauen, Studienfinanzierung, Studiengebühren, ... - die (natürlich) weiterverfolgt werden sollten.
Zwei Anmerkungen zum Abschluß:
2.	Wieso eigentlich November? Nun, dann findet die nächste fzs-MV statt und so wie es aussieht, in Heidelberg, toll nicht?
In einigen Fakultäten ist neuerdings Transparenz angesagt ist: bei Vorschlägen der Studienkommission wird transparent gemacht, wieviele Stimmen dafür und wieviele dagegen waren - damit auch alle sehen, daß es "eigentlich" kein Vorschlag der Studienkommission ist, sondern nur der Mehrheit dieser Kommission (nämlich der Studierenden und des Mittelbaus). Durch diese Maßnahme verhindert mensch, daß Profs irrtümlich dem Antrag im Fakultätsrat zustimmen: schließlich sollen Studienkommissionen Vorschläge machen - Beschlüsse faßt der Fakultätsrat. Mit der richtigen Mehrheit.
Es gab nicht nur den GAP (größten anzunehmenden Polizeieinsatz), der den Transport eines Castorbehälters von La Hague nach ins Zwischenlager Gorleben durchprügelte und der 30 Kilometer an Heidelberg vorbeiging (Ludwigshafen kam immerhin in den Genuß) -- am 13.5. fuhren zwei Castoren, relativ unbemerkt von der breiteren Öffentlichkeit, von Wiesloch kommend durch Heidelberg Richtung Mannheim weiter.
Es gibt aber auch immer eine engere Öffentlichkeit, die diesen Transport sehr wohl bemerkt hat und ihn nicht einfach durchfahren lassen wollte; so gab es in Wiesloch eine kleine Kundgebung -- und Streckenbeobachtung, denn es ist auch wichtig, zu wissen, wann die Transporte wo sind. Richtig spannend wurde es dann am Mannheimer Hauptbahnhof.
Dazu muß mensch wissen, daß die Fernseh- (und auch die echten) Bilder, die hubschrauberüberwachte Kurzzüge mit hunderten Grenzschützern innendrin und außenrum einen falschen Eindruck von den eher alltäglichen Castortransporten zu den Wiederaufbereitungsanlagen in La Hague und Sellafield geben: Hier werden schlicht zwei Tieflader mit der strahlenden Fracht in normale Güterzüge eingekoppelt (spart chemische Konvervierungsstoffe, d.S.) und nehmen so den Weg hundsordinärer Güterwagen: Von Rangierbahnhof zu Rangierbahnhof, wo sie jeweils in einen neuen Zug eingekoppelt werden. In Mannheim nun war mit einem solchen Umkoppeln zu rechnen.
Gegen zehn Uhr abends waren die Castoren in Mannheim -- und blieben lange dort, während einige Dutzend AktivistInnen am Hauptbahnhof warteten, um ihm das Fortkommen zu erschweren. Es schien fast, als habe die Bundesbahn beschlossen, sie -- und MitstreiterInnnen in Neustadt und Saarbrücken, die ebenfalls entschlossen schienen, es Atomlobby und BahnplanerInnen nicht zu einfach zu machen mit ihren Demonstrationszügen quer durchs Land --- auszuhungern, denn am Ausgang des riesigen Güterbahnhofs war auf Zeit nicht mal ein zerfallendes Neutron von den Castoren zu sehen. Und in der Tat: Noch gegen zwei Uhr waren sie, bewacht von einigen übermüdeten OrdnungshüterInnen, friedlich ausgekoppelt, am Güterbahnhof zu finden, nicht lange allerdings, denn sie wurden recht bald umrangiert -- in dieser Nacht kam bei manchem der Eindruck eines Versteckspiels auf.
Wirklich los fuhren die Castoren erst, als gegen vier die meisten CastorskeptikerInnen im Gedanken an den folgenden Arbeits-, Uni- oder Schultag das Bett gesucht hatten und wiederum die Mehrheit der Verbliebenen Konversation mit der Polizei treiben mußte -- aber obwohl es so zu keiner nennenswerten Behinderung des Transports kam, hat die Mannheimer Aktion ihren Sinn erfüllt: Der reibungslose Betrieb der Atomindustrie wurde gestört, dem Irrsinn, ohne Not hochradioaktive Materialien durch die Gegend zu kutschieren, wurde ein bißchen von seiner Alltäglichkeit genommen.
Wenn auch Du bei der nächsten Folge der Mitmachserie "Such den Castor" dabei sein willst, rühre Dich doch mal beim Friedensladen unter HD/12861 -- oder komm im Karlstorbahnhof im zweiten Stock vorbei, tagsüber ist meistens jemand da.
Studienberatung: Hilfe fürs Leben
Kompetente Lebensberatung erfuhr eine angehende Medizinstudentin bei einem Auswahlgespräch in der Medizin: die Herren Lebenshelfer fragten sie, ob sie Kinder wolle und als sie bejahte, empfahlen sie ihr, doch lieber Krankenschwester zu werden, da könne sie frühe Kinder bekommen. Soll mal jemand sagen, ProfessorInnen gingen nicht auf die Situation von Studentinnen ein!
Was bisher geschah: Damit das Kurhotel den Anschluß an die Wissenschaft nicht verliert, wurde mit dem renommierten Insititut für angewandte Psycholinguistik der benachbarten Universität eine enge Zusammenarbeit vereinbart. Dort lehrt der verehrte Prof. Dr. Konrad Traduct, Experte für klinische Linguistik, nun nicht mehr und widmet stattdessen seine ganze Kraft der Forschung. Belauschen wir ihn beim ersten Gespräch mit dem Klinikpersonalrat, dem Leiter des Kurhotel, Prof. Dr. Peterle und der Verwaltung -- Thema ist die: Krankenversorgung:
Folge 9: Traduct: Wir beschaffen augenblicklich neue Elektronenrechner und benötigen so für Klinik und Institut neue Handbücher. Ich kenne da einen kleinen Vetter, äh, Verlag; die Bücher sind sehr gut...
Reiner: Ja, besorgen Sie die Handbücher! Wann kommen die Computer?
Traduct: Der Antrag an den Forschungsausschuß ist gestellt, die Annahme wird eine Fromsache sein, ich kenne den Prorektor...
Peterle: Wofür werden die Geräte eingesetzt?
Traduct: Wir können die Krankendaten damit ordentlich verwalten und die Röntgenbilder gleich aus der Station rüberziehen...
Dr. Sievers (Klinikpersonalrat): Oh - was tun Sie als Psycholinguist mit Röntgenbildern?
Traduct: Wichtig ist, daß man erst mal die Ausrüstung hat; bei der Geschwindigkeit, mit der die Forschung heute voran schreitet...
Schwester Rieglindis (Mitglied Steuerausschuß Patientenbetreuung): der Antrag wurde im Steuerausschuß abgelehnt - er war nicht glaubhaft. Prof. Traduct geht es offensichtlich um Computer und nicht um die Kranken!
Reiner: Schwester, bitte! Gerade in den heutigen Zeiten müssen wir zusammenstehen - da kann man doch mal grundsätzlich gutheißen, daß sich jemand um eine gute Ausstattung Gedanken macht - die kommt immer auch den Patienten zugute!
Traduct: In der Höhe nicht, aber ich habe ihn ergänzt: auf 150.000,- DM...
Peterle: Beeindruckend, wie Sie als Nichtmediziner sich Gedanken um die Patienten und den Anschluß an die medizinische Forschung machen!
Kern einer realistischen Reform für das Studium an den Universitäten muß eine Umorientierung des Studiums auf die Qualifikation der Absolventen für den Beruf in einer vorgegebenen und vertretbaren Studienzeit sein.
(aus: Bericht des Bundesministers für Bildung und Wissenschaft zur Situation der Hochschulen in der Bundesrepublik Deutschland vom 7.10.1992)
Wird Prof Traduct seine Computer bekommen? Und die Handbücher? Und was passiert, wenn es keine Computer gibt mit den Handbüchern - und wer braucht dann noch die Röntgenbilder? Die Handbücher?
Versuchsballon Machleidt?
Es verdichten sich die Hinweise, daß das im letzten UNiMUT vorgestellte Machleidt-Modell "nur" ein Versuchsballon war: sollte es auf zuviel Ablehnung stoßen, scheint Minister von Trotha bereit zu sein, es fallen zu lassen. Dies heißt freilich nicht, daß nicht einzelne Elemente, z.B. die Kurzzeitstudiengänge ("Industriegermanistik") doch weiterverfolgt werden. Bei vielen der Vorschläge für den wissenschaftlichen Nachwuchs würde es sich sogar lohnen...
Umherziehen wird Machleidt weiterhin. Zum Beispiel in Sachen Germanistik: und dort sind seine Entwürfe so schlecht wie der Machleidt-Magisters.
die auf die Persönlichkeit ausgerichtete Formung des Menschen durch Fremd- und Selbsterziehung. B. bedeutet auch den Grad der Geformtheit des einzelnen durch Wissen, Können, Charakter u. Urteilsvermögen. Der Bildungsvorgang, der nicht nur die einseitige Ausbildung bestimmter Fähigkeiten meint, ist nicht auf das Jugendalter beschränkbar. Zur Orientierung des Menschen in seiner Welt bedarf es einer ständigen Offenheit formenden Kräften gegenüber. Diese Offenheit bezeichnet selbst einen Grad der Bildung.
Berlin ist gegenwärtig Hauptstadt der Bewegung -- hin zu Studiengebühren. Seit diesem Semester werden dort 100 Mark "Einschreibegebühren" erhoben, fällig bei der Rückmeldung. Wissenschaftssenator Radunski gesteht offen ein, daß dies nur der Einstieg sein kann, Wachstumsraten von 1000% bei diesen Gebühren sind für die nächsten Jahre angepeilt.
Währenddessen verordnete die Stadtregierung den drei Unis und sonstigen Hochschulen eine Reduzierug der Studienplätze um rund 20%, und überhaupt soll verschlankt werden: Fachbereiche, die es schon in Halle und Göttingen gibt, braucht es in Berlin sicher nicht noch mal, klar. Abwickeln, den Quatsch!
Daß bei so viel sparerischer Kreativität die Studis nicht gefragt werden können, ist mensch ja gewöhnt -- aus Heidelberger Perspektive aber viel weniger, daß die Studis anfangen, sich mit einiger Macht zu wehren. Aber in Berlin wurde gestreikt, Vorlesungen fanden auf der Straße statt, andere Straßen wurden mit alten Büchern gepflastert, Demos mit über 10000 TeilnehmerInnen sind fast an der Tagesordnung, Studis laden sich selbst zum Essen im Abgeordnetenhaus ein (und verursachen Panik in der CDU-Fraktion), vorm roten Rathaus gibt es eine Nonstop-Mahnwache und zwischendurch sperren etliche Studis das traditionsreiche Gebäude per Menschenkette ab.
Ein wenig traurig allein, daß von alledem nicht viel in den überregionalen Medien erscheint, und das, obwohl sich in Berlin die erprobte Einrichtung einer studentischen Nachrichtenagentur wieder etabliert hat (http://pollux.zedat.fu-berlin.de/~spa/welcome.html). Schade vor allem, weil auch wir wohl spätestens nächstes Semester vor ziemlich vergleichbaren Problemen stehen werden, und da kann es wohl nicht schaden, wenn wir uns wehren, bevor die Dinge so weit gediehen sind wie in Berlin. Als Plattform dafür bietet sich hierzulande das Zahltag-Bündnis an (auch wenn da jüngst die LHG raus ist, weil sie es falsch fand, dagegen zu sein, dafür zu sein, daß Daimler Benz eine Mehrheitsbeteiligung an der Uni-Heidelberg zu gestatten, d.S.); die Leute freuen sich über Euren Besuch jeden Dienstag um 20 Uhr in der Lauerstraße 1, zweiter Stock (auch als ZFB oder FSK bekannt); dort könnt Ihr Euch auch gleich an der Vorbereitung zum Aktionstag gegen Bildungsgutscheine am 11.6. beteiligen. Und wer nicht am Dienstag abend kommt, soll wenigstens am 11.6. kommen!
Vom 12. bis 21. Juli 1996 findet in Würzburg der Höhepunkt des dortigen Sommersemesters statt - das inzwischen fünfte Zeltival. Programme und nähere Infos bei der Studierendenvertretung der Uni Würzburg, Tel. 0931/888-5819 oder Fax. 0931/888-4612.
"[Wir gedenken des legendären Jahrs] 1989, als die Stadt aus allen Nähten platzte, die "schwarzen Bretter" für Wohnungsangebote anderweitig verwendet wurden und die Stadtparks als studentische Wohnviertel ausgewiesen werden mußten [und - das Zeltival entstand]. Da 2000 wohnungslose Studierende in einer 120 000 Einwohner-Europa-Stadt eine zu vernachlässigende Minderheit sind, wurde eine Aktion gestartet, die bis heute an Attraktivität und Gemeinschaftsgefühl nichts eingebüßt hat. Zelte wurden organisiert, Toiletten auf dem Campus installiert und für sonstige Eigenschaften der Daseinsgrundfunktionen gesorgt. Neben Kundgebungen und Protestaktionen wurde, um die gute Stimmung nicht zu verlieren, auch Unterhaltendes angeboten. Musik, Theater, Kabarett hielten die Stimmung auf dem höchsten Level, so daß genug Energien für politische Aktionen und Diskussionen [freiwurden] und die Aufmerksamkeit der Würzburger auf Trab [gehalten wurde].
Auch in diesem Jahr werden Aktionsgruppen ihr Wort ergreifen und gegen gesellschaftliche Mißstände protestieren und darüber informieren. Die Wohnungsnot besteht in dieser Form nicht mehr, so daß jetzt auch andere Themen die Diskussion bereichern. Themen des diesjährigen Zeltivals sind z.B. Anarchie Heute, Zerstörung der Uni Sarajewo, Abfallwirtschaft in Würzburg, Drogenpolitik und Hanfgefangene, Die neue Anti-AKW-Bewegung, Entsorgungslüge der Atompolitik, Tschernobyl und seine Folgen, Grundremmingen, Entwicklungshilfe in Ecuador, Umweltbildung...
Fast täglich ab 20 Uhr sorgen Greasy Kids Stuff, The nimm mich´s, Esperanto, Asian, Eternal Sadness, Pry, Who is Lou, Best before , u.a. für passende Atmosphäre für Party, Fun und Xsse.
(Die inhaltlichen, grammatikalischen und ortographischen Dienstleistungen sind wir ja schon gewohnt, aber diese "Presseerklärung" aus Würzburg schießt den Vogel ab. Hier mußte auch noch Inhalt ergänzt, Sätze vervollständigt,... werden,
Das Lehramtsinfo des AK Lehramt und der GEW-Studierendengruppe wurde entgegen anderslautenden Gerüchten nicht verboten, sondern jetzt endlich fertiggestellt. Ihr erhaltet es für 1,- DM
bei der FSK, Lauerstr.1, Altstadt
...daß es verschiedene Wege zum Millionärwerden gibt. Das Mitbenutzen von Zahnpasta oder Joghurt der MitbewohnerInnen, das sorgfältige Zusammenfalten von Klopapier (statt rücksichtslosem Zusammenknüllen) sind schon längst gängige Sparmethoden geworden. Dieser methodisch-didaktische Katalog wurde vor kurzem von dem US-Autohersteller Ford mächtig bereichert: Die Aschenbecher im Ford Explorer werden künftig nicht mehr von innen angestrichen (Sparerfolg: satte 36 Pfennig pro Fahrzeug). Der Kofferraum soll künftig mit einem Einheitsteppich ausgelegt werden (120 Pfennig). In den kommenden Jahren will man durch freiwillige Kündigungen und den Abbau von Zeitarbeitsverträgen die Zahl der Angestellten abbauen. Fazit: es besteht die Gefahr, daß demnächst auch die Bremse abgeschafft wird - logo,bremsen kann man ja auch mit den Füßen.
...daß heute morgen (20.Mai) die Bezirkssparkasse am Uniplatz überfallen wurde? Das Geld der Redaktion ist nicht weg - wir haben nämlich keines. Da der Täter (?) wohl kein abgeschlossenes Fahrrad klauen konnte, flüchtete er zu Fuß. Fazit: jeder Geldschein sollte angekettet werden
...daß der DAAD Stipendien für deutsche Studierende, Graduierte und Wissenschaftler zu einem Studienaufenthalt in der VR China anbietet. Es werden Jahresstipendien an Studierende der Sinologie vergeben. Bewerber müssen sich bei Stipendienbeginn (Wintersemester 1997/98) im 5.-9. Fachsemester befinden und die Zwischenprüfung oder das Vordiplom bzw. das Grundstudium abgeschlossen haben. Bewerbungstermin beim Akademischen Auslandsamt, Seminarstr.2 (dort auch genaue Infos): 30. September 1996 (Stipendienbeginn: September 1997).
...daß weiter die Leute vom DAAD wohl keine Zeitung lesen? Anders ist es wohl nicht zu erklären, daß sie sich im Angesicht der höchstrichterlichen Entscheidung, daß Ausländer ausländisch bleiben und am besten gleich am Flughafen wieder rausfliegen wundern, warum so wenige Menschen ohne BRD-Paß hierzulande studieren. Und da wir ja dank Spiegel jetzt wissen, was für eine Mörderbande die Fidschis sind, müssen wir ja auch froh sein, daß wir Studis in spe problemlos in sichere Drittstaaten loswerden können.
...daß das vor etlichen Semestern von der FSK beantragte Ruderboot wurde bisher noch nicht bewilligt ist? Nach den heftigen Gewittern am Wochenende mussten die FSKlerInnen im Büro mal wieder bangen, nicht rechtzeitig zu ZAK nach Hause zu kommen. Nun wird erwartet, daß die ReferentInnenkonferenz einen neuen Antrag auf Schwimmwesten losschickt. Taucheranzüge werden erst NACH der ersten Überschwemmung beantragt.
Ich gehöre zu jenen fast 70 % arbeitnehmenden Studierenden, die sich ihr Studium ganz oder teilweise selbst finanzieren. Mit dem 01.09.1993 nahm ich eine Tätigkeit als ungeprüfte wissenschaftliche Hilfskraft (70 Stunden/Monat)in einem Altstadtinstitut auf. Zum 01.04.1994 wechselte ich institutsintern auf die Stelle, auf der ich mit zuletzt 80 Stunden/Monat bis zum 30.09.1995 arbeitete. Mit dem Ende des Sommersemesters 1995 überschritt ich das 14. Fachsemester und fiel damit unter die freiwillige Krankenversicherung für Studierende. (Ab dem vollendeten 14. Fachsemester oder dem vollendeten 30. Lebensjahr entfällt der "günstige" Versicherungssatz der studentischen Pflichtversicherung und es gelten die Beitragsätze für freiwillig Versicherte, die sich nach dem Nettoeinkommen berechnen.)
Um diesen automatisch höheren Versicherungsbeitrag überhaupt zahlen zu können, mußte ich mich nach einer neuen Arbeitsstelle umsehen, die mir - bei möglichst gleichbleibender Stundenzahl - erlaubte, diesen Beitrag zu zahlen.(Der Hiwi-Stundensatz liegt ,bei gleicher Arbeitszeit, unter dem Stundenlohn für "normale" ArbeitnehmerInnen.)
Seit 1. Oktober letzten Jahres arbeite ich nun als Verwaltungsangestellte halbtags in einem Altstadtinstitut. Meine Arbeitszeit umfaßt 19,25 Stunden in der Woche. Ich teile diese Stelle mit einer Kollegin, die ebenfalls studiert. Ich wurde nach BAT VI b eingestellt. Von Anfang an war von Seiten der Universitätsverwaltung nicht mit eindeutiger Sicherheit zu erfahren, welche Art Vertrag wir - aufgrund unseres Studierendenstatus - denn nun erhalten würden. Damit verbunden war auch die Frage nach Weihnachtsgeld und anderen, tariflich vereinbarten, Sonderleistungen; auch hier war zuerst keine eindeutige Antwort, weder von der Verwaltung noch vom Personalrat, zu erhalten. Im Laufe des Novembers erhielt meine Kollegin dann die Nachricht, daß ihr in diesem Jahr die Zuwendung, zu ihrer eigenen Überraschung, in Höhe ihres letzten Vollzeitgehaltes, gewährt wird. Begründet wurde dies damit, daß sie bereits vor Aufnahme ihres Studiums Angestellte der Universität Heidelberg gewesen war. Im Dezember wurde diese Sonderregelung dann in ihrem Vertrag festgehalten. Mir jedoch wurde weder für neun Monate Hiwi-Tätigkeit noch für die neue Stelle als Verwaltungsangestellte Weihnachtsgeld gezahlt. Im ersten Fall wird dies mit meinem Ausscheiden vor dem 31.03./01.04. des Folgejahres begründet, im zweiten Fall wird mit § 3 n BAT (s. Kasten) argumentiert:
§ 3 BAT
(n) für Angestellte, die im Sinne des §8 SGB IV - ohne Berücksichtigung des §8, Abs. 2, Satz 1 SGB IV - geringfügig beschäftigt oder als Studierende nach §6 Abs.1 Nr 3 SGB V versicherungsfrei sind oder die nebenberuflich tätig sind."
Dies sind nach Sozialgesetzbuch V
"Personen, die während der Dauer ihres Studiums als ordentliche Studierende einer Hochschule oder einer fachlichen Ausbildung dienenden Schule gegen Arbeitsentgelt beschäftigt sind."
Was aber bedeutet § 3 n BAT für die Betroffenen?
Um es ganz kraß zu sagen: für gleiche Arbeitszeit und -leistung erhalten Arbeitnehmer, die gleichzeitig ordentlich Studierende sind, kein Weihnachtsgeld, kein Urlaubsgeld, keine vermögenswirksamen Leistungen, keinerlei Sozialversicherung (und damit keine Einzahlung in die Rentenkasse). Mit dem obengenannten Urteil jedoch wäre diese Praxis rechtswidrig.
Dennoch verläßt sich der Öffentliche Dienst als Arbeitgeber im Einzelfall auf die Unkenntnis und Scheu und der Betroffenen und nicht zuletzt auf die existentielle Notwendigkeit, sich das Studium selbst zu finanzieren.
Meine Weiterbeschäftigung bei der Universität Heidelberg als Verwaltungsangestellte wird von zuständiger Stelle als "Neueinstellung" gewertet. Ich habe jedoch weder den Arbeitgeber noch meine Dienststelle gewechselt. Mit Hinweis auf meinen sozialen Status als "ordentlich Studierender" wurde mir (und meiner Kollegin) ein an BAT VI b angelehnter Vertrag mit Anwenung des § 3 n BAT gegeben, der die Gewährung eines Weihnachts- und Urlaubsgeldes (sowie aller Sozialversicherungsleistungen) ausschließt, wenn der Arbeitnehmer gleichzeitig studiert und eine Übergewichtung der Arbeitnehmertätigkeit auszuschließen ist. In beiden Fällen wird mir also mit Bezug auf meinen Status als "ordentlich Studierende" die Zuwendung nicht gewährt: Hiwis, die ja grundsätzlich eingeschriebene Studierende sind und sein müssen, steht laut Vertrag allerdings eine Zuwendung zu. Auch ein Gang zum Anwalt vertiefte nur die frustierende Erfahrung, daß studentischen Beschäftigten von Rechts wegen immer der soziale Status (Fisch oder Fleisch: "studierende Arbeitnehmer" oder "arbeitnehmende Studierende") zugewiesen wird, der für sie finanziell am ungünstigsten ist und damit letztlich studienzeitverländernder wirkt.
Dies ist kein Einzelfall. Findet Ihr Euch wieder? Dann meldet Euch und schildert Euren Fall der FSK! Auch studentische Beschäftigte haben Arbeitnehmerrechte und eventuell eine Chance, diese einzuklagen, wie ein neues Urteil des Bundesarbeitsgerichtes hoffen läßt:
"Der Status als Studierender und die in der Versicherungsfreiheit liegende sozialrechtliche Begünstigung sind keine sachlichen Gründe für eine arbeitsrechtliche Schlechterstellung dieser Arbeitnehmer bei der estaltung allgemeiner Arbeitsbedingungen."
Dieser Satz stammt aus einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 28.März 1996 (6 AZR 501/95) und bedeutet, daß der Ausschlußparagraph § 3 n BAT über die Personen, die vom BAT ausgeschlossen werden, dem Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes zuwiderläuft. Geklagt hatte im konkreten Fall eine geringfügig beschäftigte Krankenschwester (9,6 Std/Woche), die gleichzeitig studiert.
URRmEL, die Selbsthilfe-Fahrradwerkstatt der FSK und des Studiwerks (wenn Herr Ulmer uns nett grüßt, schreiben wir auch wieder "der Universität"), hat seine Öffnungszeiten nochmal erweitert: Neben Dienstag 12 bis 14 und 18 bis 20 Uhr sowie Donnerstag 12 bis 14 Uhr haben wir jetzt auch jeden Montag von 14 bis 16 Uhr auf, fürs gemütliche Reparieren während der Vorlesung. Über Tee, Kaffee und Kuchen freuen sich die URRmELianerInnen in der Schröderstraße 90 (beim Institut für Hochenergiephysik). Näheres zum URRmEL an Euerem Fachschaftsbrett (hoffentlich!).
Im Juni wird die Aktionswoche "Mobil ohne Auto" stattfinden, gesponsort unter anderem von Umweltministerin Merkelnix, aber dennoch nicht halb so peinlich wie die "autofreien" Sonntage der Stadt. Noch lohnt sich das Mitmachen: Das nächste Treffen der Vorbereitungsgruppe (u.a. ADFC, BUND-Jugend, URRmEL, Umweltprojektwerkstatt) findet am Dienstag, 28.5.96, um 20:30 im ADFC-Büro in der Römerstraße 17a (ggf. Klopfen) statt. Schwellenangst ist da völlig deplaziert. Ansonsten: Am Ende der MoA-Woche, am 15.6. wird es endlich mal wieder eine Fahrraddemo in Heidelberg geben -- schon mal Vormerken.
Etwa im September oder Oktober sollen die ersten Exemplare eines Heidelberger Fahrradbreviers erscheinen, in dem der/die geneigteR LeserIn alles Wissenswerte rund ums Fahrradfahren und -leiden in Heidelberg erfahren soll. Auch dafür sind noch MitarbeiterInnen gesucht: Ansprechpartner ist msdemlei@mathi.uni-heidelberg.de.
Rektorin abgewählt
Die noch amtierende Rektorin der Universität Stuttgart wurde nicht wiedergewählt. Als Gründe, warum die Mehrheit ihrer professoralen KollegInnen ihr einen Gegenkandidaten vorzogen, wurde neben Interna angeführt, daß sie "Langzeitstudierenden mit Drohbriefen auf die Sprünge helfen wollte" oder versuchte, die Position des Rektorats durch die Einführung eines dritten Prorektors zu stärken. Der neue Rektor möchte hingegen eine "Hierarchie von unten nach oben". Gründe, die in HD wohl eher nicht zum "Sturz" führen würden - aber ein Beleg, daß derartige Positionen nicht, wie oft behauptet wird, "rein studentisch" sind.
11.00, Geogrph. Institut, INF 348, HS 015: Prof. Zhao Liang Hu: Chinese Cities after Reform and Opening
16.00: Institut für Soziologie: Prof. Soeffner: Über die Hoffnung, Kollektivrituale als Ordnungsmächte in interkulturellen Gesellschaften kultivieren zu können
Treff der AG Junge GenossInnen und PDS-HSG im Marstall (Raum 2) zum Thema "1-Weltpolitik" um 19 Uhr
Ruprecht Fete, die einzig wahre. Im Karlstorbahnhof
VWL-Fete, auch die einzig wahre. In der Triplex
Ersti-Fest des Rektors (nur für Erstis und Rektoren)
Karlstorbahnhof: Local Heroes go Black Music (Bands & Disco)
Romanisches Seminar: Begehung durch eine Kommission der Landesrektorenkonferenz
20.00, ZFB: Treffen des Arbeitskreis Hochschulreform; Thema: Machleidt-Magister/Studienstruktur.
AK Bildung der PDS-HSG, 19 Uhr im Marstall, Raum 1, diesmal: Schulpolitik
18.15, Neue Uni, HS 5: Rabbiner Albert Friedländer: Theology after the Holocaust
19.00 s.t., Germanist. Seminar: Prof. Herberg: Schlüsselwörter der Wendezeit 89/90
Jesuitenkirche, Richard Hauser Platz, 18.15-19.45: Anselm Riedl: Die Jesuitenkirche: Kirche und Kunst im Zeichen der Gegenreformation
kulturcafé im Karlstorbahnhof Nikolai Tomás - der Sänger von Poems For Laila
"Rückkehr und Berufseinstieg in Tunesien", Seminar des WUS (World University Service in Bad Neuenahr, Reise-, Verpflegungs- und Unterbringungskosten werden übernommen. Infos unter Tel.: 0611/446648, Fax:0611/446489
01. bis 08. Juni 1996
Heidelberger Stückemarkt, ein Forum junger Autoren, veranstaltet vom Theater der Stadt Heidelberg in Zusammenarbeit mit der Frankfurter Autorenstiftung, Infos unter Tel. 06221/583510, 583520 und -23, Fax: 06221/583599
Montag, den 03.06
Neue Uni, Neue Aula, 19.00: Prof. Meusburger: Stadtgeographie von HD
Dienstag, den 04.06
Neue Uni, Hörsaal 5, 18.00: P.Schäfer (ifex, Stuttgart): Der Weg zur beruflichen Selbstständigkeit
Mittwoch, den 05.06
GermanistikFete (??)
AG JG/ PDS-HSG leitet diesmal die monatliche Versammlung der Heidelberger PDS. Laßt euch überaschen! 19 Uhr in der Griechischen Taverne bei der Bergbahn.
Freitag, den 7.06. bis Samstag, den 15.06.
Internationales Studententheater-Festival 1996 in Freiburg; Veranstalter: Studentenwerk Freiburg und Wallgraben Theater; Kontaktadresse: wAllgrabentheater, Rathausgasse 5a, 79098 Freiburg, Tel./Fax: 0761/25166
Deutliche Verbesserung der Lehre für nur 198,- DM
Ein Fachbuchverlag hat die Zeichen der Zeit erkannt: Motivationslosigkeit der Hochschullehrenden, fehlender Praxisbezug, purer Frontalunterrricht und mangelnde Betreuung, hier liegen wesentliche Gründe für die hohe Anzahl von Studienabbrechern, für zu lange Studienzeiten und was sonst noch so alles an deutschen Hochschulen im Argen liegt. Sie haben auch gleich ein Patentrezept dagegen - das "Handbuch Hochschullehre", eine Loseblatt-sammlung zum Seitenpreis von 49,5 Pfennige. Nützliche und praxisnahe Hinweise, die direkt aus dem Handbuch übernommen werden können. Die UB sollte sich überlegen, dieses "bedeutende" Werk anzuschaffen, damit die Lehre eine Chance kriegt, besser zu werden, bevor wir dafür zahlen müssen.
Besuch erhielten alle universitären Chemie-Fakultäten Baden-Württembergs: Sie wurden von einer Kommission des Wissenschaftsministeriums kurzevaluiert. Die Sehrkurzevaluation dauerte einen Tag und bestand v.a. aus einem Gespräch mit ProfessorInnen und je einem Angehörigen des Mittelbaus und der Gruppe der Studierenden, diese beiden wurden nach dem gemeinsamen Gespräch auch nocheinmal ohne ProfessorInnen befragt. Die Kommission setzte sich neben einem professoralen Fachvertreter für jedes Teilfach der Chemie aus zwei Industrievertretern zusammen. Diese zeigten sich gut informiert und fragten neben internen fachbezogenen Fragen auch nach der Einführbarkeit studierbarer Magisterstudiengänge. Ob dies auch in Zusammenhang mit den Machleidt-Aktivitäten des Ministeriums steht?

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 §6
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