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Timestamp: 2020-06-06 20:43:09+00:00

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§ 87 SGB V, Bundesmantelvertrag, einheitlicher Bewertungsmaß...
(1) 1Die Kassenärztlichen Bundesvereinigungen vereinbaren mit dem Spitzenverband Bund der Krankenkassen durch Bewertungsausschüsse als Bestandteil der Bundesmantelverträge einen einheitlichen Bewertungsmaßstab für die ärztlichen und einen einheitlichen Bewertungsmaßstab für die zahnärztlichen Leistungen, im ärztlichen Bereich einschließlich der Sachkosten. 2In den Bundesmantelverträgen sind auch die Regelungen, die zur Organisation der vertragsärztlichen Versorgung notwendig sind, insbesondere Vordrucke und Nachweise, zu vereinbaren. 3Bei der Gestaltung der Arzneiverordnungsblätter ist § 73 Abs. 5 zu beachten. 4Die Arzneiverordnungsblätter sind so zu gestalten, dass bis zu drei Verordnungen je Verordnungsblatt möglich sind. 5Dabei ist (1) für jede Verordnung ein Feld für die Auftragung des Kennzeichens nach § 300 Abs. 1 Nr. 1 sowie ein weiteres Feld vorzusehen, in dem der Arzt seine Entscheidung nach § 73 Abs. 5 durch Ankreuzen kenntlich machen kann. 6Die Kassenärztlichen Bundesvereinigungen und der Spitzenverband Bund der Krankenkassen prüfen, inwieweit bislang papiergebundene Verfahren zur Organisation der vertragsärztlichen Versorgung durch elektronische Kommunikationsverfahren ersetzt werden können. 7Das Ergebnis der Prüfung ist dem Bundesministerium für Gesundheit spätestens am 31. Dezember 2016 vorzulegen. 8Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung und der Spitzenverband Bund der Krankenkassen regeln in dem Bundesmantelvertrag für Zahnärzte bis zum 31. Dezember 2019 das Nähere zu einem elektronischen Beantragungs- und Genehmigungsverfahren für bewilligungspflichtige zahnärztliche Leistungen. 9Die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung und der Spitzenverband Bund der Krankenkassen können die an der vertragszahnärztlichen Versorgung teilnehmenden Leistungserbringer durch Regelungen im Bundesmantelvertrag für Zahnärzte dazu verpflichten, die für die Beantragung von bewilligungspflichtigen Leistungen notwendigen Angaben an die jeweilige Kassenzahnärztliche Vereinigung und an die jeweilige Krankenkasse im Wege elektronischer Datenübertragung zu übermitteln. 10Zur Durchführung der elektronischen Antrags- und Genehmigungsverfahren sind die an der vertragszahnärztlichen Versorgung teilnehmenden Leistungserbringer befugt, die hierfür erforderlichen versichertenbezogene Angaben an die jeweilige Kassenzahnärztliche Vereinigung und an die jeweilige Krankenkasse zu übermitteln. 11Die jeweilige Kassenärztliche Vereinigung ist befugt, die für die Durchführung der elektronischen Antrags- und Genehmigungsverfahren erforderlichen versicherungsbezogenen übermittelten Angaben zu verarbeiten. 12Für die Übermittlung digitaler Vordrucke und Nachweise sind die Dienste der Telematikinfrastruktur zu nutzen, sobald diese zur Verfügung stehen.
Absatz 1 Satz 1 geändert durch G vom 21. 12. 1992 (BGBl I S. 2266), 26. 3. 2007 (BGBl I S. 378) und 16. 7. 2015 (BGBl I S. 1211). Satz 2 geändert, Satz 4 neugefasst und Satz 5 angefügt durch G vom 21. 12. 1992 (a. a. O.). Satz 6 neugefasst und Satz 7 angefügt durch G vom 21. 12. 2015 (BGBl I S. 2408). Sätze 8 bis 11 angefügt durch G vom 6. 5. 2019 (BGBl I S. 646) (11. 5. 2019). Satz 12 angefügt durch G vom 9. 12. 2019 (BGBl I S. 2562) (19. 12. 2019).
Absatz 1c eingefügt durch G vom 6. 5. 2019 (BGBl I S. 646) (11. 5. 2019).
Absatz 2 Satz 1 neugefasst durch G vom 14. 11. 2003 (BGBl I S. 2190), geändert durch G vom 26. 3. 2007 (BGBl I S. 378). Satz 2 geändert durch G vom 14. 11. 2003 (a. a. O.) und G vom 22. 12. 2011 (BGBl I S. 2983). Satz 3 neugefasst und Sätze 4 bis 7 eingefügt durch G vom 6. 5. 2019 (BGBl I S. 646); der bisherige Satz 4, angefügt durch G vom 16. 7. 2015 (BGBl I S. 1211); wurde Satz 8.
Absatz 2a Sätze 3 bis 7 eingefügt durch G vom 28. 7. 2011 (BGBl I S. 1622). Satz 3 geändert und Satz 4 gestrichen durch G vom 16. 7. 2015 (BGBl I S. 1211); bisheriger Satz 5 wurde Satz 4; bisheriger Satz 6 wurde (geändert) Satz 5; bisheriger Satz 7 wurde Satz 6; bisheriger Satz 8, angefügt durch G vom 22. 12. 2011 (BGBl I S. 2983), wurde Satz 7. Satz 6 geändert durch G vom 10. 12. 2015 (BGBl I S. 2229). Satz 7 geändert durch G vom 9. 12. 2019 (BGBl I S. 2562) (19. 12. 2019). Sätze 8 bis 12 angefügt durch G vom 16. 7. 2015 (a. a. O.). Sätze 13 bis 15 neugefasst durch G vom 9. 12. 2019 (BGBl I S. 2562) (19. 12. 2019). Sätze 16 bis 22 angefügt durch G vom 21. 12. 2015 (BGBl I S. 2408). Sätze 17 bis 20 neugefasst durch G vom 11. 12. 2018 (BGBl I S. 2394) (1. 1. 2019). Sätze 23 und 24 angefügt durch G vom 10. 12. 2015 (a. a. O.). Satz 25 angefügt durch G vom 4. 5. 2017 (BGBl I S. 1050).
Absatz 2b Satz 1 geändert durch G vom 22. 12. 2011 (BGBl I S. 2983) und 16. 7. 2015 (BGBl I S. 1211). Satz 2 geändert durch G vom 22. 12. 2011 (a. a. O.). Satz 3 neugefasst durch G vom 6. 5. 2019 (BGBl I S. 646) (11. 5. 2019). Satz 5, angefügt durch G vom 28. 5. 2008 (BGBl I S. 874), gestrichen durch G vom 16. 7. 2015 (a. a. O.).
Absatz 2c Satz 1 geändert durch G vom 22. 12. 2011 (BGBl I S. 2983) und 16. 7. 2015 (BGBl I S. 1211). Satz 2 neugefasst und Satz 3 eingefügt durch G vom 6. 5. 2019 (BGBl I S. 646) (11. 5. 2019); der bisherige Satz 4, geändert durch G vom 22. 12. 2011 (a. a. O.), wurde Satz 5; die bisherigen Sätze 5 und 6 wurden Sätze 6 und 7. Sätze 8 und 9 angefügt durch G vom 15. 11. 2019 (BGBl I S. 1604) (23. 11. 2019).
Absätze 2d Satz 1 geändert durch G vom 28. 7. 2011 (BGBl I S. 1622), 22. 12. 2011 (BGBl I S. 2983), 16. 7. 2015 (BGBl I S. 1211) und 6. 5. 2019 (BGBl I S. 646) (11. 5. 2019). Satz 3 gestrichen durch G vom 22. 12. 2011 (a. a. O.).
(2i) 1Im einheitlichen Bewertungsmaßstab für zahnärztliche Leistungen ist eine zusätzliche Leistung vorzusehen für das erforderliche Aufsuchen von Versicherten, die einem Pflegegrad nach § 15 des Elften Buches zugeordnet sind, Eingliederungshilfe nach § 53 des Zwölften Buches erhalten und die die Zahnarztpraxis aufgrund ihrer Pflegebedürftigkeit, Behinderung oder Einschränkung nicht oder nur mit hohem Aufwand aufsuchen können. 2 § 71 Absatz 1 Satz 2 gilt entsprechend.
(2j) 1Für Leistungen, die im Rahmen eines Vertrages nach § 119b Absatz 1 erbracht werden, ist im einheitlichen Bewertungsmaßstab für zahnärztliche Leistungen eine zusätzliche, in der Bewertung über Absatz 2i Satz 1 hinausgehende Leistung vorzusehen. 2Voraussetzung für die Abrechnung dieser zusätzlichen Leistung ist die Einhaltung der in der Vereinbarung nach § 119b Absatz 2 festgelegten Anforderungen. 3Die Leistung nach Absatz 2i Satz 1 ist in diesen Fällen nicht berechnungsfähig. 4 § 71 Absatz 1 Satz 2 gilt entsprechend.
(2k) 1Im einheitlichen Bewertungsmaßstab für zahnärztliche Leistungen sind Videosprechstundenleistungen vorzusehen für die Untersuchung und Behandlung von den in Absatz 2i genannten Versicherten und von Versicherten, an denen zahnärztliche Leistungen im Rahmen eines Vertrages nach § 119b Absatz 1 erbracht werden. 2Die Videosprechstundenleistungen nach Satz 1 können auch Fallkonferenzen mit dem Pflegepersonal zum Gegenstand haben. 3 § 71 Absatz 1 Satz 2 gilt entsprechend. 4Die Anpassung erfolgt auf Grundlage der Vereinbarung nach § 291g.
Absatz 2k eingefügt durch G vom 11. 12. 2018 (BGBl I S. 2394).
Absatz 2l eingefügt durch G vom 12. 12. 2019 (BGBl I S. 2494) (1. 1. 2020).
(2l) (2) 1Mit Wirkung zum 30. September 2020 ist im einheitlichen Bewertungsmaßstab für zahnärztliche Leistungen zu regeln, dass Konsilien in einem weiten Umfang in der vertragszahnärztlichen und in der sektorenübergreifenden Versorgung als telemedizinische Leistungen abgerechnet werden können, wenn bei ihnen sichere elektronische Informations- und Kommunikationstechnologien eingesetzt werden. 2Die Regelungen erfolgen auf der Grundlage der Vereinbarung nach § 291g Absatz 6. 3Der Bewertungsausschuss legt dem Bundesministerium für Gesundheit im Abstand von zwei Jahren jeweils einen Bericht über die als telemedizinische Leistungen abrechenbaren Konsilien vor.
Absatz 2l eingefügt durch G vom 9. 12. 2019 (BGBl I S. 2562) (19. 12. 2019).
Absatz 3b neugefasst durch G vom 26. 3. 2007 (BGBl I S. 378). Satz 1 geändert durch G vom 22. 12. 2011 (BGBl I S. 2983). Sätze 3 und 4 neugefasst und Sätze 5 bis 7 gestrichen durch G vom 6. 5. 2019 (BGBl I S. 646) (11. 5. 2019).
Absatz 3d neugefasst durch G vom 6. 5. 2019 (BGBl I S. 646) (11. 5. 2019).
Absatz 3f eingefügt durch G vom 26. 3. 2007 (BGBl I S. 378). Satz 1 geändert durch G vom 22. 12. 2011 (BGBl I S. 2983) und 16. 7. 2015 (BGBl I S. 1211). Satz 2 geändert durch G vom 26. 3. 2007 (a. a. O.). Satz 4 geändert und Satz 5 gestrichen durch G vom 20. 11. 2019 (BGBl I S. 1626) (26. 11. 2019); der bisherige Satz 6 wurde Satz 5.
Absatz 4 Satz 1 geändert durch G vom 26. 3. 2007 (BGBl I S. 378) und 16. 7. 2015 (BGBl I S. 1211). Satz 2 geändert durch G vom 6. 5. 2019 (BGBl I S. 646) (11. 5. 2019). Satz 3 geändert durch G vom 9. 12. 2004 (BGBl I S. 3242) und 26. 3. 2007 (a. a. O.). Satz 4 gestrichen durch G vom 26. 3. 2007 (a. a. O.).
Absatz 5a neugefasst durch G vom 6. 5. 2019 (BGBl I S. 646) (11. 5. 2019).
Absatz 5c eingefügt durch G vom 9. 12. 2019 (BGBl I S. 2562) (19. 12. 2019).
Absatz 6 neugefasst durch G vom 26. 3. 2007 (BGBl I S. 378). Satz 6 eingefügt durch G vom 6. 5. 2019 (BGBl I S. 646) (11. 5. 2019); der bisherige Satz 6, geändert durch G vom 26. 3. 2007 (a. a. O.), wurde Satz 7; der bisherige Satz 7 wurde Satz 8; der bisherige Satz 8 wurde (geändert) Satz 9; der bisherige Satz 9, angefügt durch G vom 22. 12. 2011 (BGBl I S. 2983), wurde Satz 10.
Absätze 7 bis 9 gestrichen durch G vom 22. 12. 2011 (BGBl I S. 2983).
Absatz 7 angefügt durch G vom 18. 7. 2017 (BGBl I S. 2757), geändert durch G vom 9. 12. 2019 (BGBl I S. 2562) (19. 12. 2019).
Die Absatzzählung entspricht der amtlichen Vorlage. § 87 Absatz 2l wurde eingefügt durch Artikel 1 Nummer 12 Buchstabe c des Gesetzes vom 9. Dezember 2019 (BGBl. I S. 2562) zum Rechtskrafttermin 19. Dezember 2019 und durch Artikel 3 Nummer 1 des Gesetzes vom 12. Dezember 2019 (BGBl. I S. 2494) zum Rechtskrafttermin 1. Januar 2020.

References: § 73
 § 300
 § 73
 § 15
 § 53
 § 71
 § 119
 § 119
 § 71
 § 119
 § 71
 § 291
 § 291
 § 87