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Timestamp: 2019-12-14 22:08:19+00:00

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BFH, 17.06.2010 - III R 42/09 - dejure.org
https://dejure.org/2010,2238
BFH, 17.06.2010 - III R 42/09 (https://dejure.org/2010,2238)
BFH, Entscheidung vom 17.06.2010 - III R 42/09 (https://dejure.org/2010,2238)
BFH, Entscheidung vom 17. Juni 2010 - III R 42/09 (https://dejure.org/2010,2238)
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Kindergeldanspruch eines türkischen Staatsbürgers nach dem Vorläufigen Europäischen Abkommen über soziale Sicherheit - Auslegung des Vorläufigen Europäischen Abkommens
Kindergeldanspruch eines türkischen Staatsbürgers nach dem Vorläufigen Europäischen Abkommen über soziale Sicherheit; Auslegung des Vorläufigen Europäischen Abkommens
§ 9 S 2 AO, § 62 Abs 1 Nr 1 EStG 2002, Art 2 Abs 1 Buchst d KV/UVEuVorlAbk, Art 33 Abs 1 VtrRKonv, Art 33 Abs 2 VtrRKonv
VEA Art. 2, EStG § 62 Abs. 1, EStG § 62 Abs. 2, WÜRV Art. 33, WÜRV Art. 31 Abs. 1, VEA Art. 7 Abs. 1, VEA Art. 9, AO § 9 S. 2, SGB I § 30 Abs. 3
Kindergeld, Revision, türkische Staatsangehörige, Vorläufiges Europäisches Abkommen, wohnen, Aufenthalt, gewöhnlicher Aufenthalt
Vorläufiges Europäisches Abkommen über soziale Sicherheit (VEA): Kindergeldanspruch eines türkischen Staatsbürgers
Voraussetzungen des Kindergeldanspruchs eines türkischen Staatsbürgers nach dem Vorläufigen Europäischen Abkommen über soziale Sicherheit vom 11. Dezember 1953
Ab sechs Monaten Aufenthalt Kindergeld für türkische Staatsbürger
Kurznachricht zu "Anmerkung zur Entscheidung des BFH vom 17.06.2010, Az.: III R 42/09 (Kindergeld nach dem Vorläufigen Europäischen Abkommen über soziale Sicherheit (VEA))" von VRiFG Ulrich Krömker, original erschienen in: EStB 2010, 451 - 452.
FG Sachsen, 20.03.2009 - 1 K 1031/08
BFHE 230, 337
NJW 2010, 3472 (Ls.)
BStBl II 2018, 392
Dem steht das VEA, das weiter in Kraft ist (vgl. BFH-Urteil vom 17. Juni 2010 III R 42/09, BFHE 230, 337) nicht entgegen.
Danach steht türkischen Staatsangehörigen, die seit wenigstens sechs Monaten in Deutschland wohnen, wie deutschen Staatsangehörigen Kindergeld unter den Voraussetzungen des § 62 Abs. 1 EStG zu (BFH-Urteil in BFHE 230, 337).
Seine Auslegungsgrundsätze sind zugleich Ausdruck allgemeiner Regeln des Völkerrechts, die als solche auch auf Verträge angewendet werden können, die wie das SozSichAbk YUG bereits vor dem Inkrafttreten des WÜRV abgeschlossen wurden (vgl. auch Senatsurteil vom 17. Juni 2010 III R 42/09, BFHE 230, 337, betr. das Vorläufige Europäische Abkommen über soziale Sicherheit unter Ausschluss der Systeme für den Fall des Alters, der Invalidität und zugunsten der Hinterbliebenen vom 11. Dezember 1953).
Obwohl sie nicht freizügigkeitsberechtigte Ausländer sind, gelten für sie aufgrund des VEA die Einschränkungen des § 62 Abs. 2 EStG nicht (Senatsurteile vom 17. Juni 2010 III R 42/09, BFHE 230, 337;… vom 15. Juli 2010 III R 76/08, BFH/NV 2011, 213).
BFH, 15.07.2010 - III R 76/08
Nach dem Urteil des Senats vom 17. Juni 2010 III R 42/09 (BFHE 230, 337) (nachzulesen unter www.bundesfinanzhof.de) ist der Begriff "Wohnen" in Art. 2 Abs. 1 Buchst. d VEA nicht einschränkend in dem Sinn auszulegen, dass nur der Aufenthalt in einer eigenen Wohnung zu Leistungen berechtigt.
BFH, 15.07.2010 - III R 77/08
Kindergeldanspruch eines türkischen Staatsbürgers nach dem Vorläufigen Abkommen …
Nach dem BFH-Urteil vom 17.06.2010 III R 42/09 (BFH/NV 2010, 2168) ist der Begriff "Wohnen" in Art. 2 Abs. 1 Buchst. d Vorläufiges Europäisches Abkommen nicht einschränkend in dem Sinn auszulegen, dass nur der Aufenthalt in einer eigenen Wohnung zu Leistungen berechtigt.
Der BFH hat über diese Rechtsfrage erst mit Urteil vom 17.06.2010 III R 42/09 (BFH/NV 2010, 2168) entschieden.
Kindergeldanspruch der Ehefrau einer sog. "unechten" Ortskraft des türkischen …
Schließlich besteht für die Klägerin auch unter entsprechender Anwendung des § 62 Abs. 1 Nr. 1 EStG in Verbindung mit dem "Vorläufigen Europäischen Abkommen über Soziale Sicherheit unter Ausschluss der Systeme für den Fall des Alters, der Invalidität und zugunsten der Hinterbliebenen" (im Folgenden: VEA, juris: KV/UVEuVorlAbk) vom 11. Dezember 1953, das weiter in Kraft ist (vgl. BFH-Urteil vom 17. Juni 2010 III R 42/09, BFH/NV 2010, 2168, BFHE 230, 337) kein Anspruch auf Kindergeld.
Dem steht das VEA, das weiter in Kraft ist (vgl. BFH-Urteil vom 17. Juni 2010 III R 42/09, BFH/NV 2010, 2168) nicht entgegen.
Danach steht türkischen Staatsangehörigen, die seit wenigstens sechs Monaten in Deutschland wohnen, wie deutschen Staatsangehörigen grundsätzlich Kindergeld unter den Voraussetzungen des § 62 Abs. 1 EStG zu (BFH-Urteil vom 17. Juni 2010, a.a.O.).
Entsprechend berücksichtigen die Bekanntmachung über das Inkrafttreten sowie über den Geltungsbereich des VEA vom 8. Januar 1958 (BGBl II 1958, 18) sowie die Neufassungen der Anhänge 1, 11 und III vom 8. März 1972 (BGBl II 1972, 175) und vom 25. Januar 1985 (BGBl II 1985, 311) im Anhang I für die Bundesrepublik unter Buchst. d "Family allowances" bzw. "Les allocations familiales" und in der deutschen Übersetzung "Kindergeld" (vgl. BFH, Urteil vom 17.06.2010 - III R 42/09 - BFHE 230, 337).
Zwar besteht gemäß Art. 2 Abs. 1 Buchst. a VEA für türkische Staatsbürger ab einem Aufenthalt im Bundesgebiet von wenigsten 6 Monaten grundsätzlich ein Anspruch auf Kindergeld unter denselben Voraussetzungen wie für einen deutschen Staatsbürger, sodass die Einschränkungen des § 62 Abs. 2 EStG nicht eingreifen (BFH-Urteil vom 17.6.2010 III R 42/09, BFHE 230, 337, BFH/NV 2010, 2168).

References: § 9
 § 62
 Art. 2
 § 62
 § 62
 Art. 33
 Art. 31
 Art. 7
 Art. 9
 § 9
 § 30
 § 62
 § 62
 Art. 2
 Art. 2
 § 62
 § 62
 Art. 2
 § 62