Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=21.09.1967&Aktenzeichen=II%20ZR%20150/65
Timestamp: 2019-10-18 07:57:49+00:00

Document:
BGH, 21.09.1967 - II ZR 150/65 - dejure.org
https://dejure.org/1967,968
BGH, 21.09.1967 - II ZR 150/65 (https://dejure.org/1967,968)
BGH, Entscheidung vom 21.09.1967 - II ZR 150/65 (https://dejure.org/1967,968)
BGH, Entscheidung vom 21. September 1967 - II ZR 150/65 (https://dejure.org/1967,968)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1967,968) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Abgabe eines Pensionsversprechens durch einen Prokuristen - Vertretung einer Gesellschaft - Genehmigung eines schwebend unwirksamen Vertrags
Abberufung des Geschäftsführers, Bestellung des Geschäftsführers, Verbot des Selbstkontrahierens, Vertretungsbefugnis, Zuständigkeit der Geschäftsführer
WM 1967, 1164
Dieser erklärt sich mit dem Inhalt der Urkunde aus der maßgeblichen Sicht des Vertragsgegners einverstanden (…vgl. BGH, Urt. v. 2. November 1955 - IV ZR 100/55, BB 1956, 254; v. 21. September 1967 - II ZR 150/65, DB 1967, 2115).
Schon vorher hatte er die Entscheidungskompetenz der Gesellschafterversammlung für den hier gegebenen Fall nur eines Geschäftsführers auf das Anstellungsverhältnis ausgedehnt (BGH WM 1967, 1164).
In einem solchen Fall kommt es nicht darauf an, ob sie wenigstens mit der Möglichkeit rechnete, der Vertrag könnte nicht rechtswirksam abgeschlossen worden sein (vgl. BGHZ 47, 341, 351 f.; BGH WM 1967, 1164, 1165).
Dazu wird auf die Kommentierung bei Scholz/Schmidt (…GmbHG, § 46 Rdnr. 70) bzw. bei Scholz/Schneider (…GmbHG, § 35 Rdnr. 171, jeweils m. w. N.) einerseits und auf die Rechtsprechung des BGH (vgl. Urteile vom 17. April 1958 II ZR 222/56, Lindenmaier/Möhring - Nachschlagewerk des Bundesgerichtshofs - LM - GmbHG, § 46 Nr. 3; vom 21. September 1967 II ZR 150/65, Wertpapier-Mitteilungen/Zeitschrift für Wirtschafts- und Bankrecht - WM - 1967, 1164; vom 1. Dezember 1969 II ZR 224/67, WM 1970, 249; vom 14. Februar 1974 II ZR 76/72, LM GmbHG, § 29 Nr. 3; vom 14. November 1983 II ZR 33/83, BGHZ 89, 48) andererseits hingewiesen.
Das gilt auch dann, wenn eine Erklärung nur unter Zuhilfenahme von §§ 133, 157 BGB als Anerkennung auszulegen ist (BGHZ 47, 341 ff., 351 f.; BGH WM 1967, 1164 ff., 1165).
BGH, 11.07.1968 - II ZR 108/67
Bei solchen Geschäften kann auch ein alleinvertretungsberechtigter Mitgeschäftsführer die Gesellschaft gegenüber dem anderen Geschäftsführer vertreten (BGH- IM GrabHG § 46 Hr. 3; WM 1967, 1164; vgl. auch LM AktG § 75 Nr«, 5)o Die im Schreiben vom 10. Oktober 1961 enthaltenen Erklärungen sind da her insoweit für die Beklagte verbindlich.
Daß der Kläger sich bei der Entgegennahme dieser Erklärungen über einen etwa abweichenden Willen der Gesellschafter bewußt hinveggesetzt habe (vgl. BGH WM 1967, 1164), ist nicht Der Beklagten stehen daher für jene beiden Darlehen nur 6 und nicht, wie das Berufungsgericht angenommen hat, 8 % Zinsen zu.
Nach dem Urteil vom 21. September 1967, II ZR 150/65, WM 1967, 1164, 1165 kann sich der Geschäftsführer einer GmbH auf die (unterstellte) Vertretungsmacht eines Prokuristen zum Abschluß einer Pensionsvereinbarung nicht berufen - und ist daher zur Rückzahlung bereits erhaltener Versorgungsbezüge verpflichtet -, wenn die Zustimmung der intern zuständigen Gesellschafterversammlung nicht vorliegt.
Die den Gemeindedirektor treffende beamtenrechtliche Treuepflicht (§§ 4, 194 Abs. 1 Satz 1 Niedersächsisches Beamtengesetz - NBG - i.V.m. § 61 Abs. 2 NGO) steht hinter derjenigen von Organen juristischer Personen des Privatrechts (vgl. auch BGHZ 20, 239, 248 sowie das oben angeführte Urteil vom 21. September 1967, II ZR 150/65, WM 1967, 1164, 1165) nicht zurück.
Darüber hinaus hatte der BGH bereits mit Urteil vom 21.9.1967 (Az. II ZR 150/65, WM 1967, 1164) festgestellt, dass es bei einer ausdrücklichen Billigung des Vertrages durch denjenigen, von dessen Genehmigung die Wirksamkeit des Vertrages abhängt, nicht darauf ankommt, ob er sich hierbei tatsächlich vorgestellt hat, das Rechtsgeschäft bedürfe zur Gültigkeit seiner Genehmigung.
In einem solchen Fall kommt es nicht darauf an, ob der Vertretene wenigstens mit der Möglichkeit rechnet, der Vertrag könnte nicht rechtswirksam sein (BGHZ 47, 341; BGH-WM 1967, 1164; BGH-NJW 1998, 1857).
OLG Hamm, 02.10.1980 - 15 W 117/80
Miteigentumsanteil an einem Grundstück verbunden mit dem Sondereigentum an einer …
BGH, 30.04.1971 - V ZR 31/70
Klage auf Zustimmung einer Grundbucheintragung - Eintragung eines Vorkaufsrechts …

References: BGH 
 § 46
 § 35
 BGH 
 § 46
 § 29
 BGH 
 § 46
 § 75
 BGH 
 § 61
 BGH