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Timestamp: 2013-05-18 22:01:27+00:00

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Rechtsprechung: WM 1991, 1505
Rechtsprechung BGH, 24.06.1991 - II ZR 293/90 Volltextver�ffentlichungen (5)
BGB � 164, � 179: GmbHG � 4 Abs. 2
Rechtsscheinhaftung des Zeichners, der die Firma einer GmbH unter Weglassung des GmbH-Zusatzes zeichnet
Rechtsscheinhaftung des GmbH-Vertreters
Haftung des Nicht-Gesch�ftf�hrers bei Fortlassen des GmbH-Zusatzes
Wird zitiert von ... (22) BGH, 05.02.2007 - II ZR 84/05 Bauvertrag - Rechtsscheinhaftung wegen weggelassenen RechtsformzusatzesBei der Haftung wegen fehlenden Firmenzusatzes handelt es sich nach st�ndiger h�chstrichterlicher Rechtsprechung um eine Rechtsscheinhaftung entsprechend � 179 BGB (…Sen.Urt. v. 8. Juli 1996 - II ZR 258/95, ZIP 1996, 1511 f.; Sen.Urt. v. 24. Juni 1991 - II ZR 293/90, ZIP 1991, 1004 f. - jeweils m.w.Nachw.).Auf dieser Grundlage hat das Berufungsgericht ebenfalls noch zutreffend eine vertragliche Gew�hrleistungshaftung des Beklagten zu 1 gegen�ber den Kl�gern verneint, weil deren Vertragspartner aufgrund des von der Zeugin B. als Vertreterin der "O. L. Niederlassung Deutschland" ohne den entsprechend � 4 GmbHG erforderlichen B.V.-Zusatz unterzeichneten Vertrages nicht der Beklagte zu 1, sondern - nach den Grunds�tzen des unternehmensbezogenen Vertreterhandelns (…st.Rspr.: vgl. Sen.Urt. v. 8. Juli 1996 - II ZR 258/95 aaO S. 1512; Sen.Urt. v. 24. Juni 1991 - II ZR 293/90 aaO S. 1005;… Sen.Urt. v. 15. Januar 1990 - II ZR 311/88, NJW 1990, 2678) - die O. L. B.V. geworden ist.Nach gefestigter Senatsrechtsprechung haftet der f�r eine Gesellschaft mit beschr�nkter Haftung im Gesch�ftsverkehr Auftretende - gleichg�ltig, ob dies der Gesch�ftsf�hrer selbst oder ein anderer Vertreter ist - wegen Versto�es gegen � 4 GmbHG aus dem Gesichtspunkt einer Rechtsscheinhaftung analog � 179 BGB dann, wenn er durch sein Zeichnen der Firma ohne Formzusatz das berechtigte Vertrauen des Gesch�ftsgegners auf die Haftung mindestens einer nat�rlichen Person hervorgerufen hat (…Sen.Urt. v. 8. Juli 1996 - II ZR 258/95 aaO S. 1512; Sen.Urt. v. 24. Juni 1991 - II ZR 293/90 aaO S. 1005 - jeweils m.w.Nachw.).Die Beschr�nkung der Rechtsscheinhaftung auf den "zeichnenden" Vertreter gilt - entgegen der Ansicht des Berufungsgerichts - unabh�ngig von der Person des Handelnden und seiner rechtlichen Qualifikation und unabh�ngig auch von der Person des etwaigen Vollmachtgebers (Sen.Urt. v. 24. Juni 1991 - II ZR 293/90 aaO S. 1005).Wie der Senat mehrfach betont hat, beruht die Haftung des ("zeichnenden") Vertreters auf einer entsprechenden Heranziehung des Rechtsgedankens des � 179 BGB (Sen.Urt. v. 24. Juni 1991 - II ZR 293/90 aaO S. 2628;… so schon Sen.Urt. v. 1. Juni 1981 - II ZR 1/81, ZIP 1981, 983, 984).
BGH, 29.02.1996 - IX ZR 153/95 Wirksamkeit eines durch Blankounterschrift erteilten B�rgschaftsversprechens; …Das Berufungsgericht hat beachtet, da� auf das Unternehmen hinweisende Zus�tze im Zusammenhang mit der Unterschrift im Zweifel darauf hindeuten, da� nur eine auf den Betriebsinhaber bezogene Verpflichtung �bernommen wird (vgl. BGHZ 64, 11, 14 f;… BGH, Urt. v. 15. Januar 1990 - II ZR 311/88, NJW 1990, 2678; v. 24. Juni 1991 - II ZR 293/90, NJW 1991, 2627).
OLG Karlsruhe, 07.04.2004 - 7 U 189/03 Stellvertretung: Voraussetzung f�r eine unbeschr�nkte pers�nliche …Dies gilt auch dann, wenn der Inhaber falsch bezeichnet wird oder �ber ihn sonst Fehlvorstellungen bestehen (vgl. nur BGHZ 62, 216, 291; NJW 1990, 2678 ff.; NJW 1991, 2627 f.; NJW 1998, 2897).Insoweit w�re der Kl�ger darlegungs- und beweispflichtig (vgl. nur BGH NJW 1991, 2627 f.).a) Tritt jemand f�r ein Unternehmen auf und erweckt durch sein Verhalten den Eindruck, eine unbeschr�nkt haftende Person, z. B. er selbst, sei dessen Inhaber, so hat er schon aus diesem Grunde pers�nlich daf�r einzustehen, wenn sein Vertragspartner die wahren Verh�ltnisse nicht kennt und auch nicht h�tte kennen m�ssen und sich auf das Gesch�ft im Vertrauen auf die unbeschr�nkte Haftung des Vertragspartners eingelassen hat (vgl. BGHZ 62, 216, 291; NJW 1999, 2678 ff.; NJW 1991, 2627 f.; NJW 1998, 2897).Es handelt sich dabei nicht um eine subsidi�re Ausfallhaftung, falls der Vertragspartner nicht leistungsf�hig ist, sondern um eine gesamtschuldnerische Haftung des Vertreters und der Vertragspartei (vgl. BGH NJW 1990, 2678, 2679; 1991, 2627, 2628; 1998, 2897).Dieser Vertrauenstatbestand k�nne auch dadurch begr�ndet werden, dass der Handelnde unter Versto� gegen � 4 Abs. 2 GmbHG mit einer Firma unzul�ssig zeichnet (vgl. nur BGH NJW 1990, 2678, 2679; NJW 1991, 2627).
BGH, 13.10.1994 - IX ZR 25/94 Darlegungs- und Beweislast bei Berufung auf Unternehmensbezogenheit einer …Dies ist bisher nur angenommen worden, wenn entweder der Ort des Vertragsschlusses (…vgl. BGH, Urt. v. 12. Dezember 1983 - II ZR 238/82, NJW 1984, 1347, 1348; OLG K�ln MDR 1993, 852, 853) oder hinreichende Zus�tze in Zusammenhang mit der Unterschrift (vgl. BGHZ 64, 11, 14 f;… BGH, Urt. v. 1. Juni 1981 - II ZR 1/81, NJW 1981, 2569;… v. 15. Januar 1990 - II ZR 311/88, aaO.; v. 24. Juni 1991 - II ZR 293/90, WM 1991, 1505) auf das betreffende Unternehmen hinwiesen, oder wenn die Leistung vertraglich f�r den Betrieb des Unternehmens bestimmt war (vgl. RGZ 30, 77, 78; RG JW 1921, 1309, 1310; BGHZ 62, 216, 219; OLG Stuttgart NJW 1973, 629, 630).Das steht nicht in Widerspruch zur Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, da� derjenige die Beweislast tr�gt, der trotz eines objektiv betriebsbezogenen Gesch�fts behauptet, die Verpflichtung des pers�nlich Handelnden sei gewollt gewesen (BGH, Urt. v. 12. Dezember 1983 - II ZR 283/82 und v. 24. Juni 1991 - II ZR 293/90, jeweils aaO.).
BGH, 08.07.1996 - II ZR 258/95 Rechtsscheinhaftung wegen Handelns f�r eine juristische PersonDies entspricht - wenn man wie das Berufungsgericht von der Richtigkeit der Bekundung des Zeugen S. ausgeht und nicht den urspr�nglichen, jedenfalls nicht endg�ltig aufgegebenen Vortrag der fr�heren Kl�ger zugrunde legt, der Beklagte pers�nlich habe am 12. Februar 1991 den Bauauftrag erteilt - der gefestigten Rechtsprechung des Senats zu den Grunds�tzen des unternehmensbezogenen Vertreterhandelns (…vgl. SenUrt. v. 15. Januar 1990 - II ZR 311/88, WM 1990, 600 m.w.N.; SenUrt. v. 24. Juni 1991 - II ZR 293/90, ZIP 1991, 1004 = NJW 1991, 2627 m. Anm. Canaris).Nach der Rechtsprechung des Senats (vgl. zuletzt SenUrt. v. 24. Juni 1991 aaO. m.w.N.) haftet der f�r eine GmbH im Gesch�ftsverkehr Auftretende - gleichg�ltig, ob der Gesch�ftsf�hrer selbst oder ein anderer Vertreter f�r das Unternehmen handelt - wegen Versto�es gegen � 4 Abs. 2 GmbHG dann, wenn er durch sein Zeichnen der Firma ohne Formzusatz das berechtigte Vertrauen des Gesch�ftsgegners auf die Haftung mindestens einer nat�rlichen Person hervorgerufen hat.Der Senat weist allerdings darauf hin, da� sein Urteil vom 24. Juni 1991 (II ZR 293/90, NJW 1991, 2627) entgegen der Meinung des Berufungsgerichts keine Abkehr von seiner gefestigten, auch an � 35 Abs. 2 und 3 GmbHG ankn�pfenden Rechtsprechung (vgl. BGHZ 64, 11, 17;… SenUrt. v. 1. Juni 1981 - II ZR 1/81, NJW 1981, 2569 f. [unter 3.];… zustimmend Hachenburg/Heinrich aaO., � 4 RdNr. 58) enth�lt, nach der m�ndliche Erkl�rungen nicht geeignet sind, das zur Rechtsscheinhaftung f�hrende Vertrauen zu begr�nden.
BGH, 12.06.2012 - II ZR 256/11 Nicht existente Firma: Rechtsscheinhaftung des HandelndenDem entspricht als Ausgleich die Vertrauenshaftung dessen, der die erforderliche Aufkl�rung nicht vornimmt (BGH, Urteil vom 3. Februar 1975 - II ZR 128/73, BGHZ 64, 11, 17 f.; Urteil vom 3. Februar 1975 - II ZR 142/73, WM 1975, 742, 743; Urteil vom 1. Juni 1981 - II ZR 1/81, ZIP 1981, 983, 984; Urteil vom 15. Januar 1990 - II ZR 311/88, WM 1990, 600, 601 f.; Urteil vom 24. Juni 1991 - II ZR 293/90, ZIP 1991, 1004, 1005).Setzt der Handelnde - wie hier - zurechenbar den Rechtsschein einer potentiell g�nstigeren Haftungssituation aufgrund einer besseren Kreditw�rdigkeit der Gesellschaft, haftet er gegen�ber dem Vertragspartner, der hierauf gutgl�ubig vertraut hat, neben dem Unternehmenstr�ger als Gesamtschuldner (vgl. BGH, Urteil vom 15. Januar 1990 - II ZR 311/88, WM 1990, 600, 602; Urteil vom 24. Juni 1991 - II ZR 293/90, ZIP 1991, 1004, 1006).
BGH, 01.06.2010 - XI ZR 389/09 Scheingesellschaft b�rgerlichen Rechts und doppelte Bankanweisungena) Eine Rechtsscheinhaftung in Bezug auf eine Scheingesellschaft setzt voraus, dass die in Anspruch genommene Person in zurechenbarer Weise den Rechtsschein einer existierenden Gesellschaft b�rgerlichen Rechts und ihrer Zugeh�rigkeit zu dieser Gesellschaft gesetzt hat oder gegen den durch einen anderen gesetzten Rechtsschein nicht pflichtgem�� vorgegangen ist und der Dritte sich bei seinem gesch�ftlichen Verhalten auf den Rechtsschein verlassen hat (vgl. BGHZ 17, 13, 19; ferner BGH, Urteile vom 4. Dezember 1980 - VII ZR 57/80, WM 1981, 171, 172, vom 24. Juni 1991 - II ZR 293/90, WM 1991, 1505, 1506 und vom 8. Juli 1996 - II ZR 258/95, WM 1996, 1630, 1631).
OLG Brandenburg, 24.02.1999 - 3 U 154/98 Die Darlegungs- und Beweislast trifft insoweit denjenigen, der sich auf ein Eigengesch�ft des Agierenden beruft (vgl. BGH NJW 1984, 1347, 1348; BGH, Urt. v. 24.06.1991 - II ZR 293/90, NJW 1991, 2627).Der Bundesgerichtshof hat - soweit ersichtlich - die Rechtsscheinsgrunds�tze zur Begr�ndung einer Vertreterhaftung bisher in diesem Zusammenhang nur angewendet, wenn der Au�enstehende auf eine unbeschr�nkte Einstandspflicht seines Vertragspartners vertrauen durfte, in Wirklichkeit jedoch eine Handelsgesellschaft Unternehmensinhaberin war, bei der keine nat�rliche Person unbegrenzt haftete (vgl. u.a. BGHZ 64, 11 f.; BGH NJW 1990, 2678, 2679; NJW 1991, 2627;… BGH, Urt. v. 08.07.1996 - II ZR 258/95, NJW 1996, 2645; BGH NJW 1998, 2897).
OLG K�ln, 15.06.1994 - 11 U 26/94 Vertragspartner bei unternehmensbezogenem Gesch�ft - Vertrag, VertretungEin f�r das Unternehmen Handelnder, sei es dessen Gesch�ftsf�hrer, sei es ein Angestellter, der die Gesellschaft vertritt, haftet f�r die Verpflichtungen aus diesem Gesch�ft in vollem Umfang, wenn bei Vertragsabschlu� wegen fehlenden Hinweises der Eindruck entsteht, da� mindestens ein Inhaber unbeschr�nkt haftet (vgl. dazu BGH NJW 90, 2678; BGH NJW 91, 2627).Selbst wenn diese mit Billigung des - unterstellt - anwesenden Beklagten gef�hrt worden w�ren, stellt sich sein gesamtes Verhalten nicht als Auftreten eines Vertreters des Unternehmens und als ein Handeln f�r dieses da (vgl. dazu BGH NJW 91, 2627).
OLG Oldenburg, 12.04.2000 - 2 U 39/00 Haftung des GmbH-Gesch�ftsf�hrers wegen Herstellung eines Stempels ohne …
OLG K�ln, 04.02.2005 - 20 U 78/04 OLG D�sseldorf, 08.05.2007 - 24 U 174/06 Konkludenter Abschluss eines unternehmesbezogenen Dienstvertrages
LAG Bremen, 27.10.1995 - 4 Sa 56/95 Zustellung der Drittschuldnerklage
LAG Rheinland-Pfalz, 11.02.2010 - 11 Sa 395/09 Rechtsscheinhaftung im Familienbetrieb
KG, 18.02.2005 - 7 W 9/05 BGB-Gesellschaft: Haftung des ausgeschiedenen Gesellschafters f�r …
OLG D�sseldorf, 18.02.2011 - 17 U 50/10 Pers�nliche Haftung des Gesch�ftsf�hrers der Komplement�r-GmbH einer GmbH & Co. …
OLG Naumburg, 20.09.1996 - 6 U 82/96 Rechtsscheinhaftung des GmbH-Stellvertreters
OLG Naumburg, 20.09.1996 - 6 U 82/95 Handeln f�r eine GmbH bei Unterzeichnung ohne GmbH-Zusatz
OLG D�sseldorf, 28.11.2002 - 23 U 263/02 Werkvertrag - Objektiv unternehmensbezogenes Gesch�ft
LG Kleve, 22.04.2010 - 6 S 142/09 Mietrecht - Haftung bei unklarer Rechtsform eines Unternehmens als Mieter

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