Source: http://doczz.net/doc/5762364/gesch%C3%A4ftsbericht-2014
Timestamp: 2019-06-25 17:05:03+00:00

Document:
Ge s c häf ts b e r i c ht 2014
Unsere Bank schreibt Geschichte:
150 Jahre im Dienste der Menschen
Das Jahr 1865 markierte die Anfänge zweier Genossenschaften, die 150 Jahre später zusammen als Volksbank
Herrenberg–Nagold–Rottenburg Geburtstag feiern. Im
Rahmen eines Festaktes jeweils an den Gründungstagen
wurde dieses besondere Jubiläum für die Herrenberger
Wurzel am 22. Januar 2015 und für den Nagolder Bereich am 10. März 2015 gefeiert.
Weitsichtige Bürger in Herrenberg und Nagold gründeten damals die Gewerbebanken nach den Prinzipien
Selbstverwaltung, Selbsthilfe und Selbstverantwortung.
Sie übernahmen Verantwortung für sich und für andere und handelten nach den Prinzipien der Solidarität
und der Subsidiarität. „Was einer allein nicht schafft,
das schaffen viele“ – die Strahlkraft dieser Idee ist auch
heute genau so stark wie vor 150 Jahren. Unser genossenschaftliches Geschäftsmodell steht nach wie vor auf
dem Fundament dieser urgenossenschaftlichen Prinzipien. Es bietet all das, was unsere Gesellschaft heute,
gerade auch von einer Bank, erwartet: Nachhaltigkeit,
Transparenz, Unabhängigkeit, Demokratie und regionale
Nähe. Die genossenschaftlichen Werte – kompetent,
fair, partnerschaftlich, persönlich – bestimmen seit 150
Jahren das Selbstverständnis unserer Bank, nach dem
wir unser Handeln und unsere Beratung tagtäglich
ausrichten. Aufgrund der genossenschaftlichen Struktur mit über 56.000 Mitgliedern ist unsere Bank stabil,
widerstandsfähig und krisenfest.
Unseren Anspruch, Spitze in der Region für unsere Mitglieder, Kunden und Mitarbeiter zu sein, verwirklichen
wir durch Leistungsstärke, Kompetenz und Verlässlichkeit. Vertrauen und Nähe sind für uns die Grundlage für
die Beziehungen zu unseren Mitgliedern und Kunden.
Wir sind fest in den Regionen Herrenberg, Nagold und
Rottenburg verankert und fühlen uns mitverantwortlich für deren wirtschaftliche Entwicklung und für die
Menschen, die hier leben. Seit 150 Jahren erfüllt unsere
Bank den Auftrag, ihre Mitglieder wirtschaftlich zu
fördern und zum Wohlstand in unserer Region beizutragen. Wir wissen: Unsere Bank ist dann erfolgreich, wenn
unsere Mitglieder und Kunden es sind. Deshalb beraten
wir sie ganzheitlich und finden für sie bedarfsgerechte
Lösungen, mit denen sie ihre Ziele erreichen und nachhaltig zufrieden sein können.
2014 – in vielerlei Hinsicht ein besonderes Jahr
Genossenschaften entwickeln ihre Stärken aus ihrer Fähigkeit zur bedarfsgerechten Lösung der Probleme ihrer Mitglieder und die daraus mögliche Umsetzung des
Auftrags zur wirtschaftlichen Förderung ihrer Mitglieder. Angesichts der stetig weiter steigenden Anforderungen und in Voraussicht kommender Entwicklungen
haben wir erkannt, dass die Zeit reif ist, die Kräfte zu
bündeln und uns gemeinsam den Herausforderungen
der Zukunft zu stellen, um unsere Wettbewerbsfähigkeit und Leistungsstärke zu bewahren und weiter auszubauen. Mit den jeweils einstimmigen Beschlüssen in
den Vertreterversammlungen zur Verschmelzung der
Volksbank Herrenberg–Rottenburg und der Volksbank
Nagoldtal im April 2014 wurde die Grundlage gelegt
für eine große leistungsstarke Genossenschaftsbank
für die Regionen Herrenberg, Nagold und Rottenburg.
Nach dem rechtlichen Vollzug der Fusion Anfang Juni
2014 erfolgte Mitte September die technische Zusammenführung der EDV-Systeme und der Kontobestände.
Alle zentralen Bereiche wurden im September / Oktober
jeweils an einem Standort in Herrenberg, Nagold oder
Rottenburg zusammengeführt. Für Privatkunden und
Firmenkunden haben wir einheitliche Marktstrategien
festgelegt, um zu gewährleisten, dass jeder Kunde im
gesamten Geschäftsgebiet die gleiche Qualität der
Beratung und die gleichen Angebote erhält.
Neue Bank auf gutem Kurs
mit erweitertem Leistungsspektrum
Durch die Verschmelzung profitieren unsere Mitglieder
und Kunden auch von einem erweiterten Leistungsspektrum besonderer Dienstleistungen. So werden nun
die Testamentsvollstreckung und die Zahlungsverkehrsberatung für Firmenkunden im gesamten Geschäftsgebiet unserer Bank angeboten. Zudem können unsere
Kunden in allen drei Regionen die Leistungen unserer
Tochtergesellschaften nutzen: Als Versicherungsmakler
bietet die Fischer GmbH den Vorteil, nicht an das Angebot einer einzelnen Versicherungsgesellschaft gebunden zu sein, sondern aus vielen Anbietern das für
unsere Kunden optimale Angebot zum bestmöglichen
Preis-Leistungs-Verhältnis auswählen zu können. Neben
der Immobilienvermittlung durch die Gäu Neckar
Immobilien GmbH stehen auch die Leistungen der Gäu
Neckar Hausverwaltung GmbH im gesamten Geschäftsgebiet zur Verfügung.
Wir legen großen Wert darauf, unseren Mitgliedern
und Kunden eine hohe Service-Qualität und ansprechende Räumlichkeiten zu bieten. Deshalb investieren
wir weiter in unsere Geschäftsgebäude. 2014 wurden
die Hauptstelle Rottenburg und die Filiale Gärtringen
energetisch renoviert und modernisiert. Im laufenden
Jahr werden in den Hauptstellen Nagold und Rottenburg die Räumlichkeiten für die Kundenberatung neu
gestaltet und ausgebaut.
In der Ortsmitte von Jettingen entsteht mit dem
Neubau eine moderne und leistungsstarke Bankfiliale.
Hier werden Mitte Mai die beiden bisherigen Filialen
Oberjettingen und Unterjettingen an zentraler Stelle
Mit Rückenwind ins Jubiläumsjahr:
gutes Ergebnis im Geschäftsjahr 2014
Im Jahr der Verschmelzung haben wir ein gutes betriebswirtschaftliches Ergebnis erreicht. Aufgrund des
gestiegenen Geschäftsvolumens fiel das Zinsergebnis
der Bank höher aus als im Vorjahr. Im Hinblick auf das
Dienstleistungsergebnis war 2014 ein herausragendes
Jahr. Insgesamt konnte dadurch trotz fusionsbedingter
Mehrkosten ein höheres Betriebsergebnis als im Vorjahr
Dr. Maximilian Binzer
Durch die seit Jahren konsequent durchgeführte Risikoanalyse bei Investitionsvorhaben unserer Privat- und
Firmenkunden und die gute Wirtschaftslage in unserer
Region ist die Risikolage weiterhin entspannt.
Das positive wirtschaftliche Ergebnis ermöglicht unserer
Bank, die Rücklagen und die Vorsorgereserven weiter
zu stärken. Wir verfügen über eine sehr solide Eigenkapitalausstattung und erfüllen heute schon die mittelfristigen Anforderungen.
Für das Geschäftsjahr 2014 können wir der Vertreterversammlung wieder eine im Vergleich zu den Zinsen
am Geld- und Kapitalmarkt außerordentlich attraktive
Dividende von insgesamt 5 Prozent auf die Geschäftsguthaben vorschlagen. Diese setzt sich aus einer Basisdividende von 3 Prozent und einem Jubiläumsbonus
von 2 Prozent zusammen. Insgesamt werden dann
1,7 Millionen Euro an die Mitglieder als Dividende ausgeschüttet.
Prädikat „überragend“:
zum 5. Mal in Folge Sieger im Bankentest
Im Sinne unseres wirtschaftlichen Förderauftrags und
der Verantwortung für das finanzielle Wohl unserer
Mitglieder und Kunden baut unsere Finanzberatung auf
einem grundlegenden Fundament auf: der Absicherung
gegen Risiken, die deren finanzielle Existenz erheblich
belasten oder sogar vernichten können. Es geht also
darum, zu allererst eventuelle Versicherungslücken zu
schließen, bevor weitere Beratungsschwerpunkte je
nach den persönlichen Wünschen und Zielen der Kunden angegangen werden. Ein solches verantwortungsbewusstes Vorgehen in der Beratung wird übrigens
heute auch immer wieder von Seiten des Verbraucherschutzes gefordert – unsere Bank erfüllt diesen Anspruch bereits seit Jahren und bietet damit beständig
eine hohe Beratungsqualität.
Für die hohe Qualität der Kundenberatung wurde
unsere Bank 2014 erneut von externer Seite ausgezeichnet: Im Bankentest der Zeitschrift Focus Money wurden
wir mit der Top-Note 1,9 in der Gesamtwertung zum
fünften Mal in Folge Sieger in Herrenberg. Dieses hervorragende Ergebnis, das nur ganz wenige Banken erreichen konnten, zeigt, dass unsere am Kundenbedarf
orientierte, ganzheitliche Beratung konsequent zum
Nutzen der Kunden gelebt wird.
Marktforschungsuntersuchung bestätigt
gute Position der Bank in allen drei Regionen
Vor dem Hintergrund der Verschmelzung ließen wir im
Sommer vergangenen Jahres eine Marktuntersuchung
im Privatkundengeschäft vom Institut für Demoskopie
in Allensbach durchführen. Diese Untersuchung sollte
die aktuelle Marktposition unserer Bank und ihrer
Wettbewerber überprüfen und die Entwicklung der
Kundenerwartungen und -zufriedenheit ermitteln.
Erstmals haben wir in diese Untersuchung, die für den
Herrenberg-Rottenburger Raum bereits mehrmals
durchgeführt wurde, auch das Marktgebiet Nagold
einbezogen. Dabei lag die besondere Aufmerksamkeit
auf der Frage, wieweit in dem erweiterten Marktgebiet
ähnliche Voraussetzungen bestehen. Die Ergebnisse
belegen, dass keine nennenswerten Unterschiede zwischen den einzelnen Marktgebieten gegeben sind und
die Bank in allen drei Regionen mit einem Marktanteil
von nahezu 40 Prozent solide verankert ist.
Wie die Allensbach-Untersuchung zeigt, begegnet die
große Mehrheit der Kunden in allen drei Regionen
unserer Bank mit hohen Erwartungen. Insbesondere
die Kompetenz der Mitarbeiter ist für die Kunden mit
Abstand das Wichtigste: Annähernd 80 Prozent legen
darauf außerordentlich großen Wert. Dass unsere Bank
insbesondere im direkten Kundenkontakt überzeugt,
zeigt der hohe Anteil von 85 Prozent der Kunden, die
mit unserer Bank zufrieden oder sogar sehr zufrieden
Werteorientierung als Erfolgsstrategie
Mit dem Zusammenschluss zu einer gemeinsamen Bank
gilt es auch, eine gemeinsame Unternehmenskultur zu
schaffen. Als verbindlicher Orientierungsrahmen wurde
gemeinsam von Vorstand, Führungskräften und unseren Mitarbeitern ein neues gemeinsames Leitbild entwickelt. Unser Unternehmensleitbild beschreibt unseren
genossenschaftlichen Auftrag, benennt unsere Unternehmensziele und ist der für alle verbindliche Rahmen
für unsere Entscheidungen und unser Tun. Mit diesem
Leitbild sagen wir gegenüber unseren Mitgliedern,
Kunden, Mitarbeitern und der Öffentlichkeit, was wir
anstreben und nach welchen Werten und Grundsätzen
wir handeln. Es bildet die Grundlage für den verantwortungsvollen Umgang miteinander und die Basis für
Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind ein
wesentlicher Erfolgsfaktor für unsere Bank. Ihre Kompetenz, ihr persönliches Engagement und ihre Leistungsstärke prägen unsere Genossenschaft und bringen sie
voran. Gute Information und Sinnvermittlung – gerade
auch nach einer Verschmelzung – sind die Grundlage
für die Motivation und Einsatzbereitschaft unserer Mitarbeiter. Deshalb binden wir sie in Problemlösungs- und
Entscheidungsprozesse, die für sie wichtig sind, ein.
Es ist wichtig, dass sie die stetige Weiterentwicklung
unserer Bank verstehen und deren Hintergründe nachvollziehen können. Darüber hinaus bieten wir ihnen die
Chance, sich in zahlreichen Projektgruppen persönlich
einzubringen und die Weiterentwicklung unserer Bank
Zum Jahresende 2014 beschäftigte der Unternehmensverbund der Volksbank Herrenberg–Nagold–Rottenburg mit den beiden Tochtergesellschaften Fischer Versicherungsmakler und Gäu Neckar Immobilien sowie der
Gäu Neckar Hausverwaltung 474 Mitarbeiter. Mit 36
Auszubildenden bieten wir nicht nur eine hohe Anzahl an Ausbildungsplätzen, sondern auch eine hohe
Qualität der Ausbildung. Wir engagieren uns weit über
die gesetzlichen Vorgaben hinaus und leisten damit
einen wichtigen Beitrag zur Förderung und Qualifizierung
Axel Lekies
der jungen Menschen in der Region. In Anerkennung
dieser hervorragenden Leistungen um die betriebliche
Ausbildung hat die IHK Nordschwarzwald unserer Bank
das Gütesiegel „Ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb“
Eine gute Personalarbeit ist für die Arbeitgeber- wie
die Arbeitnehmerseite wichtig. Ein positives, von gegenseitigem Vertrauen geprägtes und motivierendes
Arbeitsumfeld, in dem die Mitarbeiter gerne arbeiten,
ist eine Erfolgsgrundlage für unsere Bank. Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit von 18 Jahren in der
Bank zeugt von der nachhaltigen Zufriedenheit der Mitarbeiter mit ihrer Tätigkeit und ihrem Arbeitsumfeld.
In diesem Zusammenhang ist eine familienbewusste
Personalpolitik ein wichtiger Baustein. Daher setzen
wir einen Schwerpunkt auf die Vereinbarkeit von Beruf
und Familie und sind seit 2006 mit dem Gütesiegel
„audit berufundfamilie“ ausgezeichnet. Auch die hohe
Teilzeitquote von 42 Prozent gehört in diesen Bereich.
Dieses familienfreundliche Angebot wird in unserer
Bank von Frauen und Männern – auch in Führungspositionen – gleichermaßen wahrgenommen.
herzlich für ihr Engagement und die Bereitschaft, aktiv
bei der Weiterentwicklung unserer Bank mitzuwirken.
Ebenso danken wir dem Betriebsrat für seine engagierte Arbeit. Wir haben unmittelbar nach der Verschmelzung mit den Betriebsräten in kurzer Zeit hervorra-
gende Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeiter
gestalten können. Wir sind überzeugt, dass wir mit
unseren leistungsstarken, kompetenten und verlässlichen Mitarbeitern auch künftige Herausforderungen
zum Wohl und Nutzen unserer Mitglieder und Kunden
Gemeinsamkeit schafft Stärke:
Um unseren Mitgliedern und Kunden hochwertige und
wettbewerbsfähige Finanzdienstleistungen anbieten
zu können, arbeiten wir mit leistungsstarken Partnern
im genossenschaftlichen Verbund zusammen, beispielsweise mit der DZ BANK, der Bausparkasse Schwäbisch
Hall, der Union Investment oder der R+V Versicherungsgruppe. Gerade in ungewissen und turbulenten Zeiten
an den Finanzmärkten bewährt sich die nachhaltige
Sicherheit, Bonität und Stärke der genossenschaftlichen
Gruppe mit ihren Verbundunternehmen und deren
Produkten. Mit diesem starken Netzwerk können wir
unseren Kunden individuelle Lösungen anbieten, die
zu ihrer Lebenssituation und zu ihren Zukunftsplänen
Wir danken den Verbundunternehmen, dem Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken und dem Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband für die gute Zusammenarbeit und ihre
Die Volksbank Herrenberg–Nagold–Rottenburg hat erneut gezeigt, dass sie in der Lage ist, sich auch in einem
immer schwieriger werdenden Umfeld stabil weiterzuentwickeln und die richtigen Schritte für einen nachhaltigen Erfolg zu gehen. Dies belegen die im Jahr 2014
erreichten Ergebnisse und der hohe Zuspruch von Mitgliedern und Kunden, die unser umfassendes Dienstleistungsangebot intensiv in Anspruch genommen haben.
Für dieses in unsere Genossenschaft gesetzte Vertrauen
danken wir allen. An dieser Stelle danken wir auch dem
Aufsichtsrat und seinen Ausschüssen, die uns durch ihre
konstruktive Zusammenarbeit und ihren sachkundigen
Rat wesentlich in unserer Arbeit unterstützt haben.
Auch den Mitgliedern, die ehrenamtlich als Beiräte und
Mitgliedervertreter wichtige Aufgaben wahrnehmen,
danken wir herzlich für ihr Engagement.
Die Politik der Europäischen Zentralbank führt zu weiterhin extrem niedrigen Zinsen, die den Druck auf
den Zinsüberschuss, die wichtigste Ertragsquelle unserer Bank, weiter verstärkt. Auch wir können uns den
sich weiter verschärfenden Bedingungen am Markt
und damit der Kosten- und Ertragsproblematik nicht
entziehen. So belastet die Zinssituation aufgrund der
Niedrigzinsphase insbesondere die Margen im Einlagengeschäft. Zudem steigen die regulatorischen Kosten
Mit der Verschmelzung zur Volksbank Herrenberg–
Nagold–Rottenburg haben wir einen wichtigen und
richtigen Schritt für den nachhaltigen Erfolg unseres
Unternehmens gemacht. So sind wir für die künftigen
Herausforderungen gut gerüstet und zuversichtlich,
dass sich unsere Bank im laufenden Jahr auf einem
soliden Kurs gut weiterentwickeln kann.
Herrenberg–Nagold–Rottenburg,
(Von links:) Siegfried Dierberger, 2. stv. Vorsitzender; Walter Seeger, Vorsitzender; Michael J. Schulz, 1. stv. Vorsitzender
Der Aufsichtsrat und seine Ausschüsse erfüllten die Aufgaben, die ihnen nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung übertragen sind auch im Geschäftsjahr 2014 in
In regelmäßig stattfindenden Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse hat der Vorstand den Aufsichtsrat über alle anstehenden Vorhaben und über
wichtige Einzelvorgänge umfassend informiert. Grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik wurden ebenso
erörtert wie die Entwicklung der Ertragslage unter besonderer Berücksichtigung des Zins- und Provisionsüberschusses sowie die Risikoentwicklung. Die Ausschüsse des Aufsichtsrats behandelten sowohl in ihren
Sitzungen als auch im schriftlichen Verfahren die ihnen
nach Gesetz und Satzung zugewiesenen Angelegenheiten. Zeitnah und detailliert wurde aus den Ausschüssen
heraus über die Inhalte und Ergebnisse in den Aufsichtsratssitzungen informiert.
eingehender Beratung hat der Aufsichtsrat der strategischen Ausrichtung und damit wichtigen geschäftspolitischen Weichenstellungen für die neue Volksbank
Herrenberg–Nagold–Rottenburg einmütig zugestimmt.
Weiter wurden inhaltlich komplexere Themen wie die
Risikostrategie der Bank, insbesondere vor dem Hintergrund der anhaltenden Schulden- und Finanzkrise im
Euroraum sowie deren Auswirkungen auf die Ertragslage der Bank, eingehend erörtert. Als Gast referierte
Herr Stefan Zeidler, Vorstand der DZ BANK AG, über die
Chancen und Herausforderungen im Firmenkundengeschäft. In der Aufsichtsratsklausur wurde deutlich, dass
das neue Gremium harmonisch zusammenarbeitet und
gut zusammengewachsen ist.
Den Anforderungen an die Berichtspflicht ist der Vorstand vollumfänglich nachgekommen. Durch die ausführlichen Informationen des Vorstands bei grundsätzlichen Fragen zur Geschäftspolitik konnte der Aufsichtsrat seiner Beratungsfunktion stets gerecht werden.
Bei unserer Arbeit haben wir die Regelungen aus dem
Deutschen Corporate Governance Kodex berücksichtigt,
soweit sie für eine Genossenschaftsbank unserer Größe
sinnvoll anwendbar sind. Die sich daraus ergebenden
Aufgaben für den Aufsichtsratsvorsitzenden und seine
beiden Stellvertreter nehmen wir umfassend wahr. Wir
stehen mit dem Vorstand, insbesondere mit seinem
Sprecher, in regelmäßigem Kontakt und beraten zeitnah über Strategie, Geschäftsentwicklung und Risikomanagement der Bank.
In der nach der Verschmelzung ersten gemeinsamen
zweitägigen Aufsichtsratsklausur im November 2014
hat der Vorstand den Aufsichtsrat ausführlich über
die geschäftspolitische Ausrichtung der Volksbank
Herrenberg–Nagold–Rottenburg informiert. Nach
Die gesetzlich vorgeschriebene Prüfung des Jahresabschlusses 2014 wurde wie auch die Depotprüfung, die
Prüfung der Wertpapierdienstleistungsgeschäfte sowie
der wirtschaftlichen Verhältnisse und die Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung des Vorstands vom
Genossenschaftsverband Bayern e.V. durchgeführt.
Nachdem der Vorstandssprecher unserer Bank, Herr
Helmut Gottschalk, Vorsitzender des Verbandsrats des
ist, hatte dieser den Genossenschaftsverband Bayern
e.V. mit der Prüfung beauftragt.
Alle Beschlüsse, die der Zustimmung des Aufsichtsrats
bedurften, wurden ordnungsgemäß gefasst. Dem vom
Vorstand erstellten Jahresabschluss 2014, dem Gewinnverwendungsvorschlag sowie dem Anhang und dem
Lagebericht stimmte der Aufsichtsrat in seiner Sitzung
am 18. März 2015 zu. Er empfiehlt der Vertreterversammlung, den Jahresabschluss und die Gewinnverwendung in der vorgesehenen Form zu beschließen.
In den Vertreterversammlungen am 25. April 2014 in
Nagold und am 28. April 2014 in Rottenburg haben die
Mitgliedervertreter beider Banken jeweils einstimmig
der Verschmelzung zur Volksbank Herrenberg–Nagold–
Rottenburg zugestimmt. Der Aufsichtsrat dankt den
Mitgliedervertretern für ihr überzeugendes Votum,
durch das ein wichtiger Schritt zur Bündelung der Kräfte
Die beiden ehemals selbstständigen Volksbanken
Herrenberg–Rottenburg und Nagoldtal haben sich im
Verschmelzungsvertrag darauf verständigt, dass der
Aufsichtsrat der Volksbank Herrenberg–Rottenburg um
die Aufsichtsratsmitglieder der ehemaligen Volksbank
Nagoldtal ergänzt wird und sich damit aus 19 Mitgliedern zusammensetzt. Mit der Vertreterversammlung
endete die turnusmäßige Amtszeit von 6 Mitgliedern
des Aufsichtsrats. Die Damen Gabriele Hagner, Brigitte
Hoffmann und Christl Resch sowie die Herren Dr. Eberhard Kern und Rolf Schneider wurden in einer satzungsgemäß zulässigen Wiederwahl von der Vertreterversammlung einmütig in ihrem Amt bestätigt. Anstelle
von Herrn Bürgermeister Gunter Schmid, der für eine
Wiederwahl nicht mehr kandidierte, wurde Herr Theo
Steck neu in den Aufsichtsrat gewählt.
Danken möchten wir den Gremien, die bei der Verschmelzung zur Volksbank Herrenberg–Nagold–Rottenburg engagiert mitgewirkt und in einem offenen
und konstruktiven Miteinander die Weichen für eine
erfolgreiche Zukunft gestellt haben.
Wir danken den Mitgliedern der Vertreterversammlungen, dass sie dem vorgelegten Verschmelzungskonzept zur Volksbank Herrenberg–Nagold–Rottenburg
einmütig zugestimmt haben. Wir sehen darin einen
wichtigen Vertrauensbeweis für die Arbeit des Aufsichtsrats und des Vorstands.
Die Zusammenarbeit mit dem Vorstand war sehr konstruktiv und von Transparenz und Vertrauen geprägt.
Wir danken dem Vorstand für die mit Kompetenz,
Engagement und Weitsicht geleistete Arbeit und die
ausführliche Informationspolitik.
Ebenso gilt unser Dank allen Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern der Bank und der Tochtergesellschaften
Fischer GmbH und Gäu Neckar Immobilien GmbH.
Durch deren hohes persönliches Engagement und ihre
Bereitschaft, sich auf Veränderungen einzustellen,
konnte die Bank auch im Jahr der Verschmelzung ein
Für das entgegengebrachte Vertrauen danken wir allen
Mitgliedern und Kunden der Volksbank Herrenberg–
Nagold–Rottenburg. Wir sind davon überzeugt, dass
diese Bank mit ihrer 150-jährigen Geschichte strategisch
gut ausgerichtet ist, um auch künftige Herausforderungen aufgrund schwieriger Rahmenbedingungen
erfolgreich bewältigen zu können und sich weiterhin
Unseren Mitgliedern und Kunden bieten wir eine Vielfalt an Veranstaltungen.
Hier eine kleine Auswahl aus diesem breiten Spektrum:
Multivisionsshow mit Extrembergsteiger Holger Heuber
„Aufbruch ins Abenteuer“ im Februar 2014 in der Festhalle Rottenburg.
Erbe – Erbfall – Testament:
mit Rechtsanwalt Bernd Gräser im Februar 2014 in der
Hauptstelle Nagold.
Bau-Finanzierungs-Frühling im März 2014 in der
Hauptstelle Rottenburg rund um das Thema
Immobilien, Finanzierung und Absicherung.
Mitglieder-Forum:
„Alles Müller - oder was“ mit dem Comedian Andreas
Müller im Mai 2014 in der Stadthalle Herrenberg.
Klassik & Moderne in der Volksbank:
Bankdirekor Helmut Gottschalk eröffnete die Ausstellung „Horst Antes – Werke aus der Sammlung Würth“
im September in der Hauptstelle Herrenberg.
Yves Mersch, Mitglied des Direktoriums der
Europäischen Zentralbank, sprach im November in
der Stadthalle Herrenberg zum Thema „Konjunktur –
Wachstum – Zinsen”.
Vortrag von Motivationsexperte Dr. Marco Freiherr von
Münchhausen im November in Nagold zum Thema
„Effektive Selbstmotivation – So zähmen Sie Ihren
inneren Schweinehund“.
Spendenadventskalender:
Bankdirektor Jörg Stahl übergab im Dezember 2014 in
der Hauptstelle Nagold Spenden in Höhe von insgesamt
30.000 Euro an 41 Vereine.
Festakt zum 150-jährigen Jubiläum:
In der Stadthalle Herrenberg hält Uwe Fröhlich, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken
und Raiffeisenbanken, am 22. Januar 2015 die Festrede.
Helmut Gottschalk, Sprecher des Vorstands
Jörg Stahl, stv. Sprecher des Vorstands
Von links: Jörg Stahl, Helmut Gottschalk, Axel Lekies, Dr. Maximilian Binzer, Ralf Haller
Von links: Theo Steck, Hagen Breitling, Rolf Kugel, Walter Seeger, Christl Resch,
Gerhard Gutekunst, Hans Michael Burkhardt, Siegfried Dierberger, Michael J. Schulz,
Gabriele Hagner, Rolf Schneider, Dr. Eberhard Kern, Willi Gauß, Brigitte Hoffmann,
Robert Stumpp, Karl-Heinz Schaible, Wolfgang Schäfer, Ralf Benz, Dr. Heinrich Elsäßer
Walter Seeger (Vorsitzender)
ehem. Vorstands­mitglied der Rolf Benz AG & Co. KG,
Michael J. Schulz (1. stv. Vorsitzender)
Wirtschaftsprüfer / Steuerberater, Rottenburg
Siegfried Dierberger (2. stv. Vorsitzender)
Rechtsanwalt, Herrenberg
Geschäftsführer, Nagold
Bürgermeister, Nagold
Bürgermeister, Jettingen
Steuerberater, Nagold
Kaufmännische Angestellte i. R., Gärtringen-Rohrau
Steuerberater, Herrenberg
Architekt, Wildberg
Bürokauffrau, Herrenberg-Oberjesingen
Rechtsanwalt, Nagold
Geschäftsführer, Wildberg
Notar, Herrenberg-Kayh
Studiendirektor, Bondorf
Theo Steck
Berufsschullehrer Bereich Elektrotechnik,
Diplom-Ingenieur, Haiterbach
Holzkaufmann, Hirrlingen
Arzthelferin, Rottenburg
DIE ÖRTLICHEN BEIRÄTE
Unsere örtlichen Beiräte gestalten unsere
Bank mit und erfüllen eine wichtige
beratende Aufgabe.
Affstätt / Deckenpfronn /
Kuppingen / Oberjesingen
Christl Resch (Vorsitzende), Arthur Kohler (stv. Vorsitzender), Renate Böhm, Jürgen Dengler, Rolf-Dieter
Dengler, Mario Fritsch, Gerhard Haarer, Gertrud Hestler,
Thomas Kopp, Marko Lenz, Thomas Luft, Rolf Neuffer,
Ingrid Reiß, Uli Schneider, Thomas Scheurenbrand,
Jürgen Seelig, Kerstin Strubbe, Edith Ulmer, Alfred
Weitbrecht.
Bondorf / Gäufelden
Willi Gauß (Vorsitzender), Frank Huber (stv. Vorsitzender), Helga-Linda Beyerle-Müller, Alfred Ernst Buck,
Edith Bühler, Wolfgang Dittebrandt, Michaela Gauß,
Hermann Gruber, Werner Ihring, Karl Koch, Britta Kunz,
Traugott Link, Karl-Heinz Mast, Thomas Münster, Holger
Schäberle, Eva Schikotanz, Wolfgang Schmid, Jürgen
Schneider, Anita Stähle, Norbert Urban, Norma Weiß.
Gärtringen / Rohrau
Brigitte Hoffmann (Vorsitzende), Hans-Gerd Richter
(stv. Vorsitzender), Rudi Braun, Herbert Brösamle,
Andrea Bühner, Werner Bühler, Marie-Luise Dobaja,
Thomas Hein, Thomas Hiesinger, Uwe-Gerd Klingenstein,
Eberhard Lutz, Christel Pellegrino, Achim Raaf, Anneliese
Schäfer, Karl-Heinz Wörner, Matthias ZimmermannSturm, Willy Zinser.
Gültstein / Kayh / Mönchberg
Rolf Schneider (Vorsitzender), Dieter Marquardt (stv.
Vorsitzender), Hilde Aichele, Joachim Gauß, Albert
Gleiser, Annette Maier, Jürgen Notter, Erika Öhlschläger,
Otto Rentschler, Helmut Riethmüller, Helmut Wochele.
(Haiterbach Kernstadt, Salzstetten, Oberschwandorf/Beihingen)
Gerhard Gutekunst (Vorsitzender), Dr. Dr. Friedrich Schuler
(stv. Vorsitzender), Ewald Brezing, Walter Buhl, Egon
Essig, Helmut Graf, Peter Gutekunst, Mathias Kaupp,
Fritz Kirgis, Jens Armin Kohler, Michael Krammer, Thomas
Mayer, Rudolf Raiber, Otto Roller, Helmut Roller, Bernhard Schübel, Gerda Schübel, Peter Schuon, Brigitte
Schwarz, Richard Stehle, Gebhard Steimle, Mathias Stöhr,
Achim Stöhr, Bernhard Walz, Lothar Zink.
Haslach / Oberjettingen / Unterjettingen
Hans Michael Burkhardt (Vorsitzender), Wilhelm Dengler
(stv. Vorsitzender), Franz Gauder, Claudia Heidenreich,
Christel John, Helmut Kraus, Harald Seeger, Sara SelzerChrist, Reinhold Seeger, Barbara Tschackert, Dieter
Ulmer, Kerstin Wergen, Günter Wolfer.
Herrenberg (Kernstadt)
Siegfried Dierberger (Vorsitzender), Dr. Eberhard Kern
(stv. Vorsitzender), Regine Adensam, Silvia Barthel,
Dieter Berger, Andreas Diether, Traugott Eipper,
Ludwig Epple, Dr. Konstantin Goecke, Dieter Gottschall,
Bernhard Herrmann, Peter Holz, Dr. Cristiane Jacob,
Uwe Koch, Katrin Kohler-Brenner, Silvia List-Reichart,
Ignacio Modica, Albrecht Mayer, Barbara Nölly, Harry
Riethmüller, Michael Schäfer, Diana Scheuerle, Margarete
Schill, Jeanette Stoll, Hermann Teufel, Gernot Vobornik,
Christel Welte-Schell, Helmut Wiesiolek.
(Nagold Kernstadt, Emmingen/Pfrondorf, Gündringen/Schietingen, Vollmaringen/Mötzingen, Hochdorf, Walddorf/Rohrdorf)
Walter Seeger (Vorsitzender), Ralf Benz (stv. Vorsitzender), Markus Adam, Dietrich Aldinger, Paul Amand,
Hermann Bechtold, Hans-Günther Behncke, Rolf Benz,
Ralf Betsch, Christian Braun, Wolfgang Bräuning,
Jürgen Bühler, Siegfried Bühler, Achim Burrer, Martin
Ehniss, Wolfgang Ehrmann, Rosemarie Finkenbeiner,
Martin Frank, Heinz Frankenhauser, Jürgen Großmann,
Dr. Manfred Grünke, Ulrich Häfele, Walter Haizmann,
Hansjörg Hammann, Jochen Henne, Manfred Höllwarth,
Oskar Huber, Rolf Kehle, Rudolf Klöpfer, Walter Köbele,
Ludwig Krespach, Hans-Martin Kübler, Birgit Lamparth,
Claus Martin, Peter Mast, Heinrich Merkle, Thomas
Monauni, Bärbel Müller-Hedrich, Johannes Pässler,
Dr. Rainer Prewo, Helmut Raaf, Frank Raible, Michael
Rau, Jörg Rauschenberger, Anette Rentschler, Helmut
Renz, Angela Renz, Albert Rexer, Dr. Albrecht Rieber,
Gerda Rudolf, Bernhard Sischka, Gottfried Steinbrücker,
Hans Stetter, Christian Stickel, Jürgen Straub, Eberhard
Talmon, Jürgen Walz, Otmar Wehrstein, Jürgen Wirth,
Rainer Wohlleber, Thomas Wurster, Thomas Zistler.
Rolf Kugel (Vorsitzender), Karl-Heinz Schaible (stv.
Vorsitzender), Fritz Beutler, Martin Braun, Fritz
Bühler, Ulrich Bünger, Petra Carle, Heike Einsiedler,
Martin Gärtner, Ralph Geigle, Eleonore Hartmann,
Walter Haselmaier, Heinz Haselmaier, Kerstin Herter,
Ulrike Hölzel, Wolfgang Kienzle, Wolfgang Kleinbeck,
Oliver Kümpflein, Adolf Link, Helga Müller, Konrad Pross,
Ingeborg Reichert, Hans Röhm, Heike Röhm, Eberhard
Röhm, Klaus Rothfuss, Roland Selb, Uwe Traub,
Friedrich Waiblinger, Bernd Weippert, Friedemann
Wörner, Tilo Ziegler.
Michael J. Schulz (Vorsitzender), Gabriele Hagner
(stv. Vorsitzende), Franz Baumann, Klaus Bucher,
Marie Cuno, Gunther Diehl, Siegbert Dierberger,
Dr. Edgar Fiechtner, Dr. Marguerite Frauz, Ulrich
Gorbauch, Siegfried Groß, Christine Hahn, Uta
Hammer, Wolfgang Hermann, Dr. Cornelia Hörnlein,
Sybille Kienzlen, Günter Krause, Andreas Kroll, Dieter
Laux, Susanne Locher, Federica Maier, Rainer Matkei,
Georg Merkle, Caroline Michel-Walther, Eugen
Mühlberger, Armin Neu, Dieter Pfeffer, Eva Rohr,
Hermann Sambeth, Ines Santura, Alfred Schimpf,
Silvia Seeliger, Volker Vollmer.
(Bad Niedernau, Bieringen, Dettingen, Frommenhausen,
Hemmendorf, Hirrlingen, Obernau, Schwalldorf, Weiler)
Robert Stumpp (Vorsitzender), Harald Kreuzberger
(stv. Vorsitzender), Walter Dettling, Gottfried Gulde,
Dr. Karl Herrmann, Anton Jochum, Wolfgang Kessler,
Tobias Letzgus, Hildegard Mayer, Dr. Hussein Rajab,
Christof Ruf, Ulrike Schanz, Klaus Schubert, Anton
Ströbele, Sigbert Wütz.
(Wildberg Kernstadt, Effringen/Schönbronn, Rotfelden, Gültlingen,
Sulz am Eck)
Rottenburg Nord / Stäble
(Bühl, Ergenzingen, Hailfingen, Kiebingen, Nellingsheim, Remmingsheim, Seebronn, Wendelsheim, Wolfenhausen, Wurmlingen)
Theo Steck (Vorsitzender), Josef Schäfer (stv. Vorsitzender), Frank Bartenbach, Frank Fuhrer, Albrecht
Groß, Ulrike Guthknecht-Altenhein, Ulrich Hauser,
Daniel Hofmann, Hans-Joachim Hormel, Willi Katz,
Brigitte Keller, Wolfgang Komericki, Klaus Lambrecht,
Tanja Lengnink, Horst Ruckgaber, Christa Schimpf,
Peter Schmalz, Frank Schwab, Hartmut Steck,
Martin Wandel, Karl-Heinz Weinstein, Ludwig Wellhäuser
JAHRESABSCHLUSS – KURZFASSUNG UND LAGEBERICHT 2014
32.896.445,01
19.580.920,28
(605.517)
929.439
(336.644)
(445.600)
(305.066)
1.250.001,00
62.791,74
20.152.709,94
6.999.716,35
18.684.483,37
14.211.961,64
6.265.348,61
13.315.571,67 1.508.162.042,13
639.325.133,87
5.275.855,32
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere a)Geldmarktpapiere
b)Anleihen und Schuldverschreibungen
7.069.135,10
440.517.822,17
c)eigene Schuldverschreibungen
a)Beteiligungen 4.356.893,64
darunter: an Finanzdienstleistungsinstituten
b)Geschäftsguthaben bei Genossenschaften
darunter: bei Finanzdienstleistungsinstituten
darunter: Treuhandkredite
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand ein schließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch
11. Immaterielle Anlagewerte:
a)selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
12.Sachanlagen
Vorjahr 2)
549.410.003,56
542.340.868,46
428.951,23
549.838.954,79
49.138.252,90
64.740.468,82
866.363,86
65.606.832,68
Vorjahr 1)
a)Kassenbestand
b)Guthaben bei Zentralnotenbanken
c)Guthaben bei Postgiroämtern
a)Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen
b)Wechsel 3. Forderungen an Kreditinstitute
a)täglich fällig
b)andere Forderungen
Vorjahr Herrenberg–Rottenburg und Nagold
826.345,63
2.254.559.801,45
2.166.183
1.432.617
*Beträge gerundet
Nur Vorjahr Herrenberg–Rottenburg
1. JAHRESBILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2014
b)mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist
a)Spareinlagen
aa)mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten
ab)mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten
b)andere Verbindlichkeiten ba)täglich fällig
bb)mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist
a)begebene Schuldverschreibungen
b)andere verbriefte Verbindlichkeiten
90.191.796,65
492.915.282,67
583.107.079,32
340.754.485,63
83.523.598,47
424.278.084,10
922.694.117,83
75.584.723,57
998.278.841,40
1.422.556.925,50
16.024.732,49
6a.Passive latente Steuern
95.396 206.497
19.940.616,00
8.923.122,51
18.149 0
2.739.808,87 440.379,37
3.064 629
29.213.738,51 17.747 697 10.834 10.337.305,47 Summe der Passiva
a)Eventualverbindlichkeiten aus weiter‑
gegebenen abgerechneten Wechseln
b)Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und
c)Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten
a)Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften
b)Platzierungs‑ und Übernahmeverpflichtungen
c)Unwiderrufliche Kreditzusagen
Lieferverpflichtungen aus zinsbezogenen Termingeschäften
10.337 10.337
34.262 0
35.250 52.000
5.125 23.750
11.Fonds für allgemeine Bankrisiken
12.Eigenkapital
a)Gezeichnetes Kapital
b)Kapitalrücklage
c)Ergebnisrücklagen
cb)andere Ergebnisrücklagen
d)Bilanzgewinn
b)Steuerrückstellungen
c)andere Rückstellungen
8. [gestrichen] 9. Nachrangige Verbindlichkeiten
3a.Handelsbestand
Vorjahr 1) Vorjahr 2)
34.698.919,26
36.050.000,0
90.650.000,00
4.728.120,92
130.077.040,18 0,00
63.757.031,92
0 147.116 0,00
133.413.828,53
a)Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren
b)Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften
c)Anteilen an verbundenen Unternehmen
Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs‑
oder Teilgewinnabführungsverträgen
1.534.560,35
1.200.084,74
15.888.109,21 2.366.684,06
20.390.614,35
1.091.023,55
13.785.100,77
12.Sonstige betriebliche Aufwendungen
13.Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen
11.367.829,04
15.Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen,
17.Aufwendungen aus Verlustübernahme
18.[gestrichen]
19.Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit
20.Außerordentliche Erträge
21.Außerordentliche Aufwendungen
22.Außerordentliches Ergebnis
4.429.411,32
26.Gewinnvortrag aus dem Vorjahr
13.521.425,15
8.560,96
2.213.081,98
38.719.926,24
1.522.300,24
2.764.714,09
‑572.496,17
104.031,51
29.554.466,42
4.862.287,83
4.692.178,59
35.942,33
432.876,51
25.Jahresüberschuss
28.Einstellungen in Ergebnisrücklagen
b)in andere Ergebnisrücklagen
572.496,17
16.Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an
27.Entnahmen aus Ergebnisrücklagen
b)aus anderen Ergebnisrücklagen
14.Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen
23.Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
24.Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen
2.849.645,09
24.934.825,47
4.544.211,12
11.Abschreibungen und Wertberichtigungen auf
29.Bilanzgewinn
10.Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a)Personalaufwand
aa)Löhne und Gehälter
ab)Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
b)andere Verwaltungsaufwendungen
43.277.392,45
64.496.494,16 21.219.101,71
56.328.676,52
8.167.817,64
a)Kredit‑ und Geldmarktgeschäften
b)festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen
für den Zeitraum vom 01.01.2014 bis 31.12.2014
Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über
die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen
des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung
Bei den mit Fußnote 1) gekennzeichneten Vorjahreszahlen handelt es sich um zusammengefasste Vorjahreszahlen der Bank (Volksbank Herrenberg–Rottenburg eG)
und der durch Verschmelzung übernommenen Volksbank Nagoldtal eG. Die mit Fußnote 2) gekennzeichneten Vorjahreszahlen betreffen das Vorjahr der Bank.
B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs‑,
Bewertungs‑ und Umrechnungsmethoden
Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn‑ und
Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs‑ und
Bewertungsmethoden angewandt:
Die bei den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken sind durch Bildung von Einzelwertberichtigungen und Einzelrückstellungen abgedeckt. Für die
latenten Kreditrisiken wurde unter Berücksichtigung
der steuerlichen Richtlinien eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Zusätzlich bestehen zur Sicherung
gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs
Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB und ein Sonderposten für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB.
Im Rahmen von VR‑Circle sicherten wir von ausgewählten gewerblichen Kreditnehmern das Adressrisiko
zusätzlich ab.
Die wie Umlaufvermögen behandelten festverzinslichen
Wertpapiere, Aktien und andere nicht festverzinsliche
Wertpapiere wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Für die Wertpapierbewertung
wurden, soweit verfügbar, die von den „Wertpapiermitteilungen“ (WM‑Datenservice) zur Verfügung gestellten
Jahresabschlusskurse herangezogen.
Anschaffungskosten bei Wertpapieren über pari im
Anlagevermögen werden linear über die Restlaufzeit
bis zum niedrigeren Einlösungskurs abgeschrieben.
Den Pensions‑ und Altersteilzeitrückstellungen liegen
versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis
der „Richt­tafeln 2005 G“ (Prof. Dr. Klaus Heubeck)
zugrunde. Verpflichtungen aus Pensionsanwartschaften
und Altersteilzeitverträgen werden mittels Anwartschaftsbarwertverfahren angesetzt. Laufende Rentenverpflichtungen und Altersversorgungsverpflichtungen
gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern sind mit dem
Barwert bilanziert. Der bei der Abzinsung der Pensionsrückstellungen angewendete Zinssatz von 4,54 % (Prognose des Zinssatzes per Dezember 2014) wurde unter
Inanspruchnahme der Vereinfachungsregel nach § 253
Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren festgelegt. Dieser beruht auf einem
Rechnungszinsfuß gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV).
Es wurden erwartete Lohn‑ und Gehaltssteigerungen in
Höhe von 2,00 % (Vorjahr 2) 2,75 %) und eine Rentendynamik in Höhe von 2,00 % (Vorjahr 2) 2,00 %) zugrunde gelegt.
Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten
Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet.
In den Forderungen an Kreditinstitute sind EUR 13.861.447
Forderungen an die zuständige genossenschaftliche
Zentralbank enthalten.
D. Erläuterungen zur
Gewinn‑ und Verlustrechnung
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen
ausschließlich auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.
Die Forderungen an und aus eingegangenen Haftungsverhältnissen betrugen für Mitglieder des Vorstands
EUR 220.595 und für Mitglieder des Aufsichtsrats
EUR 4.050.020.
Die Zahl der 2014 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
Außerdem wurden durchschnittlich 35 Auszubildende
Haftsummen EUR
Anfang übernehmende Bank 2014
21.508.800
Zugang aus Verschmelzung 2014
12.623.500
Veränderung aus Anpassung bei
Geschäftsanteilshöhe sowie
Haftsummen 2014
1.245.650
34.309.350
Die Geschäftsguthaben der
verbleibenden Mitglieder haben sich
im Geschäftsjahr vermehrt um
12.826.828
Die Haftsummen haben sich im
Geschäftsjahr vermehrt um
12.800.550
Mitglieder des Aufsichtsrats, ausgeübter Beruf Walter Seeger (Vorsitzender), ehemaliges Vorstandsmitglied der Rolf Benz AG & Co. KG, i. R.
Michael J. Schulz (1. stv. Vorsitzender), Wirtschaftsprüfer/
Steuerberater, AUREN OHG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft/Steuerberatungsgesellschaft
Dr. Eberhard Kern, Steuerberater, Kanzlei Dr. Eberhard Kern
Rolf Kugel, Freier Architekt
Christl Resch, Bürokauffrau, Daimler AG
Wolfgang Schäfer, Rechtsanwalt,
Sozietät Klaska, Clauss, Schäfer & Kollegen
Siegfried Dierberger (2. stv. Vorsitzender), Rechtsanwalt,
Kanzlei Rechtsanwälte Dierberger & Schuster
Karl‑Heinz Schaible, Geschäftsführer der Firma Holzbau
Ralf Benz, Geschäftsführer, Benz Immo GmbH & Co. KG
Gunter Schmid, Bürgermeister, Gemeinde Neustetten
(bis 28.04.2014)
Hagen Breitling, Bürgermeister, Stadt Nagold
Hans Michael Burkhardt, Bürgermeister,
Dr. Heinrich Elsäßer, Steuerberater,
Sozietät Dr. Elsäßer‑Maier‑Partner
Willi Gauß, Studiendirektor,
Gerhard Gutekunst, Leitender Angestellter der
Gabriele Hagner, Arzthelferin,
Praxis Dr. Hagner/Dr. Heil‑Brunner
Brigitte Hoffmann, Kaufmännische Angestellte i. R.
Rolf Schneider, Notar, Land Baden‑Württemberg
Theo Steck, Berufsschullehrer, Gewerbliche Schule
Tübingen (seit 28.04.2014)
Robert Stumpp, Holzkaufmann,
Inhaber der Robert Stumpp Stielfabrik
Der Name und die Anschrift des zuständigen
Prüfungsverbandes lauten:
Baden‑Württembergischer Genossenschaftsverband e. V.
(Vorstandssprecher) Bankdirektor
Jörg Stahl (stv. Vorstandssprecher) Bankdirektor
(seit 28.04.2014)
Dr. Maximilian Binzer Bankdirektor
Nagold, 9. Februar 2015
Ralf Haller Bankdirektor
Axel Lekies Bankdirektor
In dem gesetzlich zu bildenden Aufsichtsgremium der
Frankfurt am Main, nimmt ein Vorstandsmitglied unserer
Bank ein Aufsichtsratsmandat wahr.
Der vollständige Jahresabschluss 2014 trägt den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk des Genossenschaftsverbandes Bayern e.V.
Dieser wurde vom Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband e.V. als zuständigem gesetzlichen
Prüfungsverband gemäß § 55 Abs. 3 GenG mit der
Prüfung des Jahresabschlusses beauftragt. Der Jahresabschluss und die übrigen offenlegungspflichtigen
Unterlagen werden bei dem Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers nach Feststellung des Jahresabschlusses eingereicht.
DER VOLKSBANK HERRENBERG–NAGOLD–ROTTENBURG EG
l. GESCHÄFTSVERLAUF
Bei den in den nachfolgenden Aufstellungen enthaltenen Vorjahreszahlen handelt es sich um die aggregierten
Werte der verschmolzenen Volksbank Herrenberg–Rottenburg eG und der Volksbank Nagoldtal eG.
und der Kreditgenossenschaften
Im Jahr 2014 bildeten die privaten Konsumausgaben eine
wichtige Wachstumsstütze für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland. Sie erhöhten sich um 1,1 Prozent, was einen etwas kräftigeren Zuwachs zum Vorjahr
darstellt. Dies vor dem Hintergrund, dass die gesamtwirtschaftliche Entwicklung Deutschlands durch die schwierigen internationalen Rahmenbedingungen beeinträchtigt wurde. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt
ist 2014 nach ersten Berechnungen des Statistischen
Bundesamtes mit einem Anstieg von 1,5 Prozent deutlich
stärker gestiegen als in den Vorjahren. Zum stärkeren
Anstieg trug vor allem das erste Quartal 2014 bei,
welches vom milden Winterwetter bedingt, sehr wachstumsstark ausfiel.
Investitionsklima gedämpft
Die Konjunkturdynamik hat im weiteren Jahresverlauf
spürbar nachgelassen. Die Hoffnung auf eine kräftigere
Belebung der inländischen Investitionstätigkeit konnte
besonders aufgrund der geopolitischen Entwicklungen,
des schwachen Wirtschaftswachstums und hoher
Arbeitslosigkeit in Europa nicht voll erfüllt werden. Das
anhaltende Niedrigstzinsniveau und gute Finanzierungsbedingungen sind keine ausreichenden Faktoren, um das
Investitionsklima nachhaltig zu beleben.
Begünstigt insbesondere durch erhebliche Minderausgaben für Zinsaufwendungen und die anhaltend
guten Steuereinnahmen, konnte der Bundeshaushalt
bereits für 2014 ohne Nettokreditaufnahme ein ausgeglichenes Ergebnis erzielen. Die „schwarze Null“
wurde damit ein Jahr früher erreicht, als von der
Bundesregierung angekündigt.
Arbeitsmarktentwicklung sehr günstig
Die Erwerbstätigkeit und insbesondere darunter die
sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat sich
2014 trotz schwierigem Konjunkturverlauf deutlich
positiv entwickelt. Im Jahresdurchschnitt hat die Zahl
der Erwerbstätigen um 371.000 zugenommen und ist
mit 42,65 Millionen Menschen auf dem höchsten Stand
seit der Wiedervereinigung. Besonders erfreulich ist die
stärkere Zunahme der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Vergleich zum Anstieg der Erwerbstätigkeit insgesamt. Die stärkere Zunahme beruht sowohl auf
Arbeitsverhältnissen in Vollzeit‑ als auch in Teilzeitbeschäftigung.
Verbraucherpreise nur wenig verändert
Die Verbraucherpreise haben sich 2014 im Jahresdurchschnitt um 0,9 Prozent erhöht. Der allgemeine Preisauftrieb hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr nochmals
verlangsamt und stellt die niedrigste Teuerung seit 2009
dar. Besonders der Preisrückgang für Mineralölprodukte
hat zur Entwicklung auf diesem niedrigen Niveau beigetragen. Demgegenüber steht eine Zunahme bei den
Wohnungsmieten und den Nahrungsmitteln.
Euroraum auf verhaltenem Erholungskurs
Im übrigen Europa hat sich nur zögerlich eine wirtschaftliche Erholung angedeutet. Die wirtschaftliche Entwicklung außerhalb Deutschlands wird stark durch die
großen Volkswirtschaften Frankreich, Italien und Spanien
geprägt. Durch die im Januar neu gewählte Regierung in
Griechenland könnten die im Verlaufe des Berichtsjahres
eingeleiteten positiven Entwicklungen zur Überwindung
der Staatsschuldenkrise wieder zurückgefahren werden
und wieder in eine negative Richtung gehen. Die Arbeitslosenquote im Euroraum verharrt mit 11,5 Prozent
auf einem hohen Niveau. Weiterhin unverändert hoch ist
die Jugendarbeitslosigkeit in den Euro‑Ländern mit 24,0
Prozent in 2013 und 23,6 Prozent in 2014.
2014 hat die EZB den Hauptrefinanzierungssatz zweimal gesenkt. Zunächst im Juni auf 0,15 Prozent und ein
weiteres Mal im September auf 0,05 Prozent. Zudem
wurden 2014 erstmalig Strafzinsen für Banken eingeführt. Dieser Strafzins betrug im Juni zunächst 0,10
Prozent und ab September 0,20 Prozent. Banken müssen
diesen Zins zahlen, wenn Liquidität bei der Notenbank
„geparkt“ wird, statt sie in Form von Krediten an Unternehmen weiterzureichen. Mit der Senkung reagiert die
EZB auf die anhaltend schwache Konjunktur im Euroraum und die sehr niedrige Inflation. Seit einem Zeitraum
von mehr als 12 Monaten liegt dieser Wert unterhalb
der Zielmarke der EZB von knapp unter 2 Prozent. Eine
längerfristig niedrige Inflationsrate erhöht das Risiko, in
eine Deflationsspirale aus Preisverfall und schrumpfender
Wirtschaftsleistung abzurutschen. Darüber hinaus hat die
EZB angekündigt, Kreditverbriefungen und Pfandbriefe
in großem Volumen aufzukaufen, um die Wirtschaft in
Europa zu stimulieren.
Euro verbilligt sich deutlich
2014 hat der Euro deutlich an Wert verloren. Seit dem
Frühjahr hat sich der Euro gegenüber dem Dollar um
rund 15 Prozent verbilligt. In dieser Kursentwicklung
zeigt sich bereits die angekündigte Maßnahme zur
Stimulation der Wirtschaft durch das Anleihekaufprogramm in großem Umfang. Das leicht höhere Zinsniveau
im US‑Dollarraum und die Ankündigung der US‑Notenbank, in eine restriktivere Geldpolitik überzugehen, lässt
Kapital in den dortigen Markt abfließen.
Uneinheitliche Entwicklung der Aktienmärkte
Die Jahresentwicklung des Deutschen Aktienindex (DAX)
fiel im Vergleich zum Jahr 2013 sehr verhalten aus. Zwar
erreichte der DAX im Juni erstmals die Marke von über
10.000 Punkten, begründet in Konjunkturhoffnungen
für den Euroraum und einer expansiveren Geldpolitik der
EZB. Im Oktober war der DAX auf ein Jahrestief von
rund 8.500 gefallen. Im November kam es allerdings zu
einer Erholung, in deren Verlauf der deutsche Leitindex
ein neues Allzeithoch von 10.087 Punkten erreichte. Im
Zuge der Regierungskrise in Griechenland und der Furcht
vor einem Wiederaufflammen der Euro‑Schuldenkrise
gab der Deutsche Aktienindex zum Ende des Jahres aber
wieder einen Teil seiner Kursgewinne ab. Am Ende des
Jahres stand jedoch nur ein geringes Plus von rund
2,7 Prozent bei einem Stand von 9.806 Punkten.
Im Laufe des Jahres 2014 haben die Genossenschaftsbanken in Baden‑Württemberg einen Bilanzzuwachs von
3,2 Prozent auf 140,0 Mrd. EUR (Vorjahr 135,7 Mrd. EUR)
erzielen können. Das bilanzielle Kundenkreditvolumen
konnte um 4,8 Prozent auf 82,4 Mrd. EUR (Vorjahr:
78,7 Mrd. EUR) gesteigert werden. Die bilanziellen
Kundeneinlagen erhöhten sich um 3,1 Prozent auf
104,8 Mrd. EUR (Vorjahr: 101,7 Mrd. EUR). Diese Entwicklung zeigt die deutlichen Wachstumsimpulse sowohl im
Kredit‑ als auch im Einlagenbereich.
2. Entwicklung der Volksbank
Herrenberg–Nagold–Rottenburg eG
Im Geschäftsjahr 2014 konnte über ein deutlich gestiegenes Kreditwachstum ein Bilanzwachstum von ca. 4 Prozent erreicht werden. Der Zinsüberschuss konnte erfreulicherweise gegenüber dem Vorjahr um ca. 3,7 Mio. EUR
gesteigert werden. Im Bereich des Provisionsüberschusses
konnte in 2014 eine Steigerung um mehr als 1 Mio. EUR
erreicht werden. Der Verwaltungsaufwand hat sich
überwiegend aufgrund einmaliger Sonderaufwendungen für die Umsetzung der Verschmelzung erhöht.
Berichtsjahr (TEUR)
2.254.560
Außerbilanzielle Geschäfte*
Veränderung (TEUR) 738.462
‑93.075
* Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten), 2 (Andere Verpflichtungen) und Derivatgeschäfte.
Durch die Ausweitung der Kundenkredite hat sich die Bilanzsumme 2014 mit 2.255 Mio. EUR um 4,1 % erhöht. Die außerbilanziellen Geschäfte haben sich aufgrund
fälliger Derivatgeschäfte und Rückgänge bei den Avalen deutlich reduziert.
Veränderung (TEUR) 95.347
‑10.933
‑5.189
Das Kundenkreditvolumen ist in 2014 um 95 Mio. EUR gestiegen. Somit konnte weiterhin die positive Entwicklung der Vorjahre fortgeführt werden. Die Wachstumsraten waren im Privatkunden- und Firmenkundengeschäft nahezu identisch. Die Investitionstätigkeit wird weiterhin durch die aktuell äußerst niedrigen Finanzierungskosten begünstigt. Die Wertpapieranlagen und die Forderungen an Kreditinstitute haben sich gegenüber dem Vorjahr um 16 Mio. EUR verringert.
467.971
1.450.479
Gesamtsumme der Kundeneinlagen
Veränderung (TEUR) Die Kundeneinlagen konnten 2014 im Vergleich zu 2013 nahezu konstant gehalten werden. Diese Entwicklung ist vor allem vor dem Hintergrund der historisch noch
nie dagewesenen Niedrigzinsen als positiv zu betrachten. Die Verlagerung von den bilanziellen Spareinlagen in die nicht bilanziellen Wertpapieranlagen hat sich in
2014 weiter fortgesetzt. Ebenso setzt sich die Umschichtung in kurzfristige Anlagen bei den Kunden weiterhin fort. Das anhaltende Niedrigzinsniveau und der hohe
Wettbewerbsdruck erschweren eine positive Einlagenentwicklung. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind gegenüber 2013 um 67 Mio. EUR angestiegen. Wir nutzen die Möglichkeit, hauptsächlich kurzfristige Liquidität am Geld‑ und Kapitalmarkt aufzunehmen, um damit das Kreditwachstum zu finanzieren.
Veränderung (TEUR) Veränderung (%)
Erträge aus Wertpapierdienstleistungs‑ und Depotgeschäften
Sonstige Provisionen
Erträge aus Zahlungsverkehr
Sowohl im Wertpapierdienstleistungsgeschäft als auch bei den Vermittlungserträgen konnte in 2014 eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr erzielt werden.
Aufgrund des aktuell sehr niedrigen Zinsniveaus werden Anlagen mit höheren Renditen bevorzugt und von Kunden wieder vermehrt nachgefragt. Im Bereich der
Vermittlungserträge konnten sowohl im Versicherungsgeschäft als auch im Immobiliengeschäft starke Zuwächse erzielt werden.
Im Geschäftsjahr 2014 wurden umfangreiche Renovierungs‑ und Umbauarbeiten im Außenbereich der
Hauptstelle in Rottenburg vorgenommen. So wurden
Fenster erneuert und die Außenfassade isoliert und
neu gestrichen. Ebenfalls im Berichtsjahr wurde mit
dem Neubau einer zentral gelegenen Filiale in Jettingen
begonnen. Die Fertigstellung und Einweihung ist für
Mai 2015 vorgesehen. Außerdem wurde im Geschäftsjahr 2014 mit der Planung für den Umbau des 1. Obergeschosses in der Hauptstelle in Nagold begonnen.
Durch eine Verbindung des Servicebereiches mit dem
1. Obergeschoss sollen räumliche Verbesserungen für
unsere Kunden erreicht werden. Der Umbau ist für 2015
geplant. Im Geschäftsjahr 2015 ist weiterhin geplant,
die Räumlichkeiten in der Hauptstelle Rottenburg
sowohl im Servicebereich als auch im Beratungsbereich zu modernisieren und auszubauen. Durch die
Umgestaltungen werden an allen Standorten moderne
und verbesserte Räumlichkeiten entstehen, die eine
optimale Kundenbetreuung sicherstellen.
Personal‑ und Sozialbereich
Im Geschäftsjahr 2014 waren durchschnittlich 235 Vollzeitbeschäftigte und 158 Teilzeitbeschäftigte für uns
tätig. Unsere Teilzeitquote liegt bei 40 % und damit
weit über dem Durchschnitt anderer Arbeitgeber. Die
durchschnittliche Betriebszugehörigkeit aller Mitarbeiter beträgt 17,8 Jahre. Das Durchschnittsalter aller
Mitarbeiter liegt bei 42,7 Jahren.
Ende des Jahres 2014 waren 33 Auszubildende in
unserer Bank beschäftigt, welche bei uns eine qualifizierte Ausbildung erhalten und damit auf attraktive
Aufgaben in unserer Bank vorbereitet werden. Es ist
uns wichtig, jungen Menschen eine Chance für die berufliche Zukunft zu bieten und damit gleichzeitig die
Besetzung frei werdender Stellen aus den eigenen
Reihen sicherzustellen. Für unsere Bank ist die Nachwuchsförderung von besonderer Bedeutung. Dabei
sieht die Volksbank Herrenberg–Nagold–Rottenburg die
Ausbildung als eine unternehmerische und gesellschaftliche Verpflichtung an. Deshalb hat die Bank die im
Vergleich hohe Anzahl angebotener Ausbildungsplätze
nicht verändert und dadurch die traditionell überdurchschnittlich hohe Ausbildungsquote beibehalten.
Unsere Berufsausbildung spricht neben der fachlichen
und verkäuferischen Qualifikation auch die Förderung
persönlicher, sozialer und methodischer Kompetenzen
unserer Auszubildenden an. Die Ausbildung erfolgt
praxisnah und bereitet die Lernenden intensiv auf das
Berufsleben vor. Durch die Verzahnung von Berufsschule
oder Dualer Hochschule Baden‑Württemberg, Ausbildung in der Bank und ergänzenden Seminaren an der
Baden‑Württembergischen Genossenschaftsakademie
in Stuttgart / Karlsruhe wird eine qualitativ hochwertige
Ausbildung gewährleistet. Damit tragen wir mittel‑ bis
langfristig den Notwendigkeiten einer nachhaltigen und
angemessenen Personalplanung und -entwicklung Rechnung. Durch umfangreiche und regelmäßige Fortbildungen werden unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in
allen Sparten des Bankgeschäfts weiterqualifiziert, um
eine umfassende und kompetente Beratung und Betreuung unserer Kunden zu gewährleisten. Die Weiterbildung erfolgt schwerpunktmäßig in enger Zusammenarbeit mit der Baden‑Württembergischen Genossenschaftsakademie in Stuttgart / Karlsruhe und der Akademie Deutscher Genossenschaften ADG in Montabaur.
Die Volksbank Herrenberg–Rottenburg und die Volksbank Nagoldtal beschlossen, ihre Kräfte für den
weiteren nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg ihrer
Mitglieder und Kunden zu bündeln. Nach eingehender
Prüfung der Gemeinsamkeiten und der zu erwartenden
Synergien haben die Vorstände und Aufsichtsräte
beider Banken am 15.01.2014 den Beschluss gefasst,
weitere Gespräche mit dem Ziel einer Verschmelzung
auf Basis des Jahresabschlusses 31.12.2013 zu führen.
Der Zusammenschluss erfolgte bei beiden Banken aus
einer Position der Stärke. Nach den einstimmigen Beschlüssen der Vertreterversammlungen zur Verschmelzung der Volksbank Herrenberg–Rottenburg und der
Volksbank Nagoldtal im April 2014 wurde die Volksbank Herrenberg–Nagold–Rottenburg Anfang Juni in
das Genossenschaftsregister eingetragen. Nach diesem
rechtlichen Vollzug der Fusion erfolgte Mitte September die technische Zusammenführung der EDV‑Systeme
und der Kontobestände.
Die Geschäfte der Volksbank Herrenberg–Nagold–Rottenburg eG haben sich ordentlich entwickelt. Die Risikosituation ist entspannt. Aus dem Ergebnis 2014 kann
das Eigenkapital deutlich gestärkt werden. Die Bank hat
in 2014 ihre wesentlichen Ziele erreichen können.
ll. DARSTELLUNG DER LAGE SOWIE DER
CHANCEN UND RISIKEN DER VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG DER VOLKSBANK
1. Gesamtbanksteuerung,
In unserer Unternehmensstrategie haben wir uns klar auf
die Bedarfssituation unserer Mitglieder ausgerichtet und
daraus eine langfristige Unternehmensplanung entwickelt, die eine dauerhafte Begleitung unserer Mitglieder
in allen Finanzierungs‑ und Vermögensanlagefragen
sicherstellt. Mit Hilfe von Kennzahlen und Limitsystemen
planen und steuern wir die Entwicklung unseres Instituts.
Der Begrenzung der Risiken aus unserer Geschäftstätigkeit messen wir besondere Bedeutung bei. Durch Funktionstrennungen in den Arbeitsabläufen und die Tätigkeit
unserer funktionsfähigen Internen Revision haben wir
die Zuverlässigkeit der Steuerungsinformationen aus der
ordnungsgemäßen Geschäftsabwicklung sichergestellt.
Das Risikomanagement zur Früherkennung von Risiken
ist vor dem Hintergrund wachsender Komplexität der
Märkte im Bankgeschäft von erheblicher Bedeutung und
großer Wichtigkeit. Wir verstehen dies als eine zentrale
Aufgabe. Die hierfür zuständigen Organisationseinheiten
berichten direkt dem Vorstand.
Im Rahmen unserer Risikoinventur haben wir Risikokonzentrationen berücksichtigt und Stresstests entwickelt.
Die Stresstests umfassen sowohl historische, hypothetische als auch inverse Szenarien. Im Management der
Risiken unterscheiden wir zwischen Adress‑, Marktpreis‑,
Liquiditäts‑ und Betriebsrisiken, wobei die Adressrisiken
und die Marktpreisrisiken einen Schwerpunkt bilden.
Daneben betrachten und steuern wir strategische Risiken
und Reputationsrisiken. Die wesentlichen Risiken werden
von uns mittels eines GuV‑orientierten Steuerungskonzeptes analysiert und gesteuert. Ausgangspunkt für die
GuV‑orientierte Steuerung der Risiken ist die Berechnung
der Risikodeckungsmasse. Daraus leiten sich Limite für
die verschiedenen Risikoarten und das Gesamtrisikolimit
ab. Die Deckung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen
bleibt in vollem Umfang gewährleistet.
Das Kreditrisikomanagement, d. h. die Steuerung und
Kontrolle der Kreditrisiken nach den Grundsätzen und
Leitlinien für die Kreditpolitik des Vorstandes, ist im
Zentralbereich Produktion und Prozesse (ZB P+P) und im
Zentralbereich Gesamtbanksteuerung (ZB GBS) angesiedelt. Daneben nimmt eine spezielle Kundenbetreuungsgruppe die intensive Betreuung problembehafteter
Engagements sowie die Sicherheitenverwertung und
Engagementabwicklung von gekündigten Krediten bzw.
insolventen Kreditnehmern vor. Die günstige wirtschaftliche Entwicklung hat in Summe zu einer Auflösung der
Kreditrisikovorsorgen geführt. Nach Auflösung von
1,6 Mio. EUR im Vorjahr konnten in 2014 erneut 1,2 Mio.
EUR aufgelöst werden.
Für die Steuerung der Marktpreisrisiken ist der Zentralbereich Gesamtbanksteuerung verantwortlich. Mit Hilfe
eines Limitsystems werden die Marktpreisrisiken der Gesamtbank gesteuert. Unsere Genossenschaft ist als Kreditinstitut, insbesondere aufgrund von bestehenden Inkongruenzen zwischen ihren aktiven und passiven Festzinspositionen, dem allgemeinen Zinsänderungsrisiko
ausgesetzt. Dieses wird bilanziell im Rahmen der verlustfreien Bewertung des Zinsbuches berücksichtigt. Die
Steuerung des Zinsänderungsrisikos erfolgt mittels einer
dynamischen Zinselastizitätsbilanz. Im Rahmen einer
dynamischen Zinsrisikosteuerung auf Gesamtbankebene
setzt die Genossenschaft verschiedene Zinssicherungsinstrumente ein. Hierbei handelt es sich hauptsächlich
um Zinsswaps sowie in geringem Umfang um Caps und
Floors. Für diese Zinssicherungsinstrumente wurden gegenüber der DZ Bank Sicherheiten über 45,5 Mio. EUR
gestellt. Bei den Aktien und Fondsanlagen wird das Risiko
mittels des „Value‑at‑Risk“-Ansatzes berechnet.
Das Liquiditätsrisiko wird durch die Liquiditätskennziffer
der Liquiditätsverordnung begrenzt. Im Geschäftsjahr
war die Zahlungsfähigkeit jederzeit gegeben.
Den Betriebsrisiken begegnen wir mit laufenden Investitionen in neue DV‑Systeme über die von uns beauftragte
Rechenzentrale und der permanenten Optimierung in den
Arbeitsabläufen. Im Bereich der Handelstätigkeiten wird
die Minimierung des Betriebsrisikos darüber hinaus u. a.
durch die klare funktionale Trennung von Handel, Abwicklung, Rechnungswesen und Kontrolle unterstützt.
Im Kreditgeschäft trägt die funktionale Trennung in
„Markt“ und „Marktfolge“ und die danach ausgerichtete
Organisation dieses Bereiches zur Minimierung operationeller Risiken bei.
Dem Rechtsrisiko wird durch die Verwendung der im
Verbund entwickelten Formulare begegnet. Bei Rechtsstreitigkeiten binden wir die Rechtsabteilung unseres
Verbandes sowie externe Rechtsanwaltskanzleien rechtzeitig mit ein.
Über die Steuerung bzw. Minimierung dieser Risikoarten
hinaus prüft die Interne Revision, die mit neun Mitarbeitern, davon zwei in Teilzeit, besetzt ist, regelmäßig die
Systeme und Verfahren sowie die wichtigsten Arbeitsabläufe. Dieser umfassende Steuerungsansatz erlaubt
sowohl die frühzeitige Identifikation von Risiken, die
wesentlichen Einfluss auf die Vermögens‑, Finanz‑ und
Ertragslage haben können, als auch die frühzeitige Einleitung von entsprechenden Gegenmaßnahmen.
Die Risikotragfähigkeit ist gegeben. Die Risikolage ist
insgesamt als günstig einzustufen. Bestandsgefährdende
Risiken sind nicht erkennbar.
Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Solvabilität gemäß § 10 KWG (bis 2013) bzw.
Eigenmittelausstattung und Kapitalquoten (ab 2014) stellen sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:
Eigenkapital laut Bilanz 1
Haftendes Eigenkapital 2
Eigenmittel (Art. 72 CRR) 3
Solvabilitätskennziffer 2
Harte Kernkapitalquote 3 4
Kernkapitalquote 3 4
Veränderung (TEUR) 81.526
Gesamtkapitalquote 3
Hierzu rechnen die Passivposten 9 (Nachrangige Verbindlichkeiten), 10 (Genussrechtskapital), 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital).
Übergangsregelung nach Art. 465 CRR für 2014. Die Vorjahreswerte enthalten ausschließlich die Eigenmittel der übernehmenden Bank.
Ein angemessenes haftendes Eigenkapital, auch als Bezugsgröße für eine Reihe von Aufsichtsnormen, bildet neben einer stets ausreichenden Liquidität die unverzichtbare Grundlage einer soliden Geschäftspolitik. Die neuen auf europäischer Ebene gültigen Eigenmittelanforderungen (CRR) wurden von uns im Geschäftsjahr 2014
stets eingehalten. Für unser geplantes Geschäftswachstum im kommenden und darauf folgenden Geschäftsjahr ist eine ausreichende Eigenmittelbasis sichergestellt.
Das bilanzielle Eigenkapital ist gegenüber 2013 um 81,5 Mio. EUR gestiegen. In diesem Zugang ist das bilanzielle Eigenkapital der ehemaligen Volksbank Nagoldtal mit
58,1 Mio. EUR enthalten. Der reine Zugang mit 23,4 Mio. EUR ist vor allem auf die Dotierung in den Fonds für allgemeine Bankrisiken (§ 340 g HGB) zurückzuführen.
Unter Berücksichtigung der Umwidmung in den Fonds für allgemeine Bankrisiken (§ 340 g HGB) in Höhe von 11,5 Mio. EUR und der Zuführung aus dem laufenden
Ergebnis 2014 mit 8,5 Mio. EUR sowie der Gewinnverwendung 2014, die noch der Zustimmung der Vertreterversammlung bedarf, beträgt unser Kernkapital nach
Vertreterversammlung 2015 187,7 Mio. EUR; das sind 8,3 % der Bilanzsumme. Das Ergänzungskapital zum 31.12.14 beträgt 50,8 Mio. EUR.
gegenüber. Die für Kreditrisiken gebildeten Einzel‑ und
Pauschalwertberichtigungen wurden von den entsprechenden Aktivposten abgesetzt.
Struktur und räumlicher Umfang unseres Geschäftsgebietes ermöglichten uns auch in 2014 eine ausgewogene branchen‑ und größenmäßige Streuung unserer
Ausleihungen. Die durch die Vertreterversammlung
festgesetzten Kredithöchstgrenzen für die einzelnen
Kreditnehmer sowie sämtliche Kreditrichtlinien des
Kreditwesengesetzes und der CRR wurden während
des gesamten Berichtszeitraumes eingehalten.
Die Auslastung der verschiedenen Struktur‑ und Portfoliolimite wies ebenfalls keine wesentlichen Besonderheiten auf.
Unsere Bilanzstruktur weist in 2014 einen Kundenkreditanteil von 66,9 % gegenüber 65,2 % in 2013 aus. Durch
unsere gute Ausstattung mit Kundeneinlagen und unsere Liquiditätsplanung konnten wir allen vertretbaren
und berechtigten Kreditwünschen unserer Kunden
Akute Risiken im Kreditgeschäft wurden in voller Höhe
durch Einzelwertberichtigungen und Einzelrückstellungen abgeschirmt. Latente Risiken sind in angemessenem Umfang durch Vorsorgereserven und den
Sonderposten für allgemeine Bankrisiken gedeckt.
Die Forderungen an unsere Kunden haben wir zum Jahresende 2014 nach kaufmännischen Grundsätzen mit
der gebotenen Vorsicht bewertet. Den bestehenden
latenten Risiken stehen Pauschalwertberichtigungen
Die Forderungen an Kreditinstitute sind gegenüber 2013
um ca. 5 Mio. EUR zurückgegangen. Von den 20 Mio.
EUR sind 13,9 Mio. EUR bei unserer genossenschaftlichen Zentralbank angelegt.
‑2.932
Die Anlagen in festverzinslichen Wertpapieren betragen im Verhältnis zur Bilanzsumme 24,4 % und dienen der Sicherung des Zinsertrages. Bei den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren innerhalb der Aktivposition 5 handelt es sich zum überwiegenden Teil um Schuldverschreibungen unserer
genossenschaftlichen Zentralbank und Emittenten der öffentlichen Hand mit einwandfreier Bonität. In geringem Umfang erfolgten Investitionen in Corporate Bonds
mit guten Ratings im Investment‑Grade‑Bereich. Im Wertpapierbestand sind keine Fremdwährungen enthalten und der überwiegende Teil ist mit relativ kurzer Laufzeit
angelegt. Das in der Aktivposition 6 (Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere) ausgewiesene Volumen ist hauptsächlich in Offenen Immobilienfonds
angelegt. Daneben bestehen noch Anlagen in Aktien‑ bzw. Rentenfonds in geringerem Umfang. Der Umfang des Aktivpostens 6 beträgt 2,2 % der Bilanzsumme.
Alle im Bestand befindlichen Wertpapiere der Liquiditätsreserve wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Die Bewertung im Anlagevermögen
erfolgte mit dem gemilderten Niederstwertprinzip. Die Abschreibung der über pari gekauften Papiere erfolgt linear auf den Einlösungskurs von 100 % entsprechend
der Restlaufzeit. Bei der Bewertung nach dem strengen Niederstwertprinzip wären Abschreibungen in Höhe von 1.718 TEUR erforderlich. Insgesamt übersteigen die
vorhandenen Kursreserven die unterlassenen Abschreibungen deutlich.
Weitere wesentliche Aktiv‑ und Passivstrukturen
Die Beteiligungen haben sich gegenüber 2013 um
26 Mio. EUR erhöht. Hierin sind 18,5 Mio. EUR aus dem
Zugang aus Fusion enthalten. Zusätzlich haben sich die
Beteiligungen um 7,4 Mio. EUR aus der Kapitalerhöhung
bei der DZ BANK AG und 0,1 Mio. EUR aus der Kapitalerhöhung bei der R+V AG erhöht. Beteiligungen werden
ausschließlich an Unternehmen im genossenschaftlichen
Verbund gehalten. Die Beteiligungsbuchwerte betreffen
weitgehend direkte und indirekte Beteiligungen an der
DZ BANK AG und anderen Verbundunternehmen.
Im Geschäftsjahr 2014 wurden einerseits Derivatgeschäfte mit einem Volumen von 6 Mio. EUR neu abgeschlossen. Diese Geschäfte dienen der Absicherung von
Zinsänderungsrisiken und mindern damit die Auswirkungen von sich verändernden Zinsentwicklungen. Andererseits waren im Geschäftsjahr 2014 Derivatgeschäfte
von 59 Mio. EUR fällig bzw. wurden vorzeitig aufgelöst.
Insgesamt bestehen derivate Positionen in einer Höhe
von 424 Mio. EUR. Davon dienen 418 Mio. EUR der
Aktiv‑Passiv Steuerung des Zinsbuches und werden in die
verlustfreie Bewertung des Zinsbuches einbezogen. Ein
Derivat mit 6 Mio. EUR wird als Micro‑Hedge geführt und
dient der Absicherung eines Wertpapieres.
Wir rechnen zum Jahresende 2015 mit einem unverändert niedrigen Zinsniveau an den Märkten. Bei einer
stark abweichenden Zinsentwicklung kann es zu einer
Belastung der Ertragslage kommen. Aufgrund des Einsatzes unserer Steuerungsinstrumentarien können wir
die Risiken auf ein vertretbares Maß reduzieren. Im
Rahmen der verlustfreien Bewertung des Zinsbuches
(IDW RS BFA 3) ist keine Rückstellung erforderlich.
Die bestehenden Währungsrisiken sind unbedeutend.
Operationelle Risiken / Sonstige Risiken
Wie jedes andere Unternehmen muss auch unsere Bank
sogenannten operationellen Risiken begegnen. Diese
können beispielsweise durch System‑ und Kommunikationsfehler, technische Fehler bei Buchungen, Fehler durch
Mitarbeiter, Rechtsrisiken etc. entstehen. Um diese
Risiken möglichst gering zu halten, werden wir das
Qualifikationsniveau unserer Mitarbeiter laufend weiter
ausbauen. Hierfür sind im laufenden Geschäftsjahr zahlreiche Schulungs‑ und Weiterbildungsmaßnahmen eingeplant. Zur Steuerung und Begrenzung operationeller
Risiken haben wir ein Steuerungssystem entwickelt, das
wir auch in 2015 unter Berücksichtigung aller Erkenntnisse weiterentwickeln werden.
Unsere Bank ist der Sicherungseinrichtung (Garantieverbund des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken
und Raiffeisenbanken e.V.) angeschlossen. Mit der Zugehörigkeit zum Garantieverbund und durch Abgabe einer
Garantieerklärung haben wir eine Garantieverpflichtung
gegenüber dem BVR übernommen.
3. Finanz- und Liquiditätslage
Unsere Bank profitiert von der vom Interbankengeschäft
weitgehend unabhängigen Refinanzierungsstruktur,
welche überwiegend aus den breit gestreuten Geschäftsbeziehungen mit den Privat‑ und Firmenkunden resultiert.
Zusätzlich haben wir im Geschäftsjahr 2014 von den
kurzfristigen Refinanzierungsmöglichkeiten über unsere
Zentralbank, der Deutschen Bundesbank sowie anderer
Kreditinstitute Gebrauch gemacht. Für die kommenden
Jahre sind keine besonderen Liquiditätsrisiken zu
Die Finanz‑ und Liquiditätslage war 2014 stets geordnet.
Die gemäß § 11 Kreditwesengesetz von der Bundesanstalt
für Finanzdienstleistungsaufsicht bekannt gemachte
Verordnung über die Liquidität wurde stets eingehalten.
Über unsere Zentralbank, die DZ BANK AG, Frankfurt,
besteht jederzeit die Möglichkeit der Refinanzierung.
Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft stellen sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
‑228,6
Bewertungsergebnis 4
für allgemeine Bankrisiken
1 GuV‑Posten 1 abzüglich GuV‑Posten 2 zuzüglich GuV‑Posten 3 2 GuV‑Posten 5 abzüglich GuV‑Posten 6 3 Saldo aus den GuV‑Posten 1 bis 12 sowie abzüglich GuV‑Posten 17 und 18 4 Saldo aus den GuV‑Posten 13 bis 16
Die Kapitalrendite (Jahresüberschuss nach Steuern/
Bilanzsumme) betrug im Geschäftsjahr 0,22 Prozent
(Vorjahr 0,23 Prozent).
Der Zinsüberschuss ist gegenüber dem Vorjahr um
3,7 Mio. EUR gestiegen. Obwohl bei den Kundenkrediten und beim Wertpapierbestand das anhaltend
niedrige Zinsniveau den Zinsüberschuss belastet, konnte
durch das Bilanz‑ bzw. Kreditwachstum eine Steigerung
im Zinsüberschuss erreicht werden. Auf der Passivseite
konnten Zinssenkungen vorgenommen werden. Im
Zinsüberschuss sind auch in 2014 Strukturbeiträge aus
der Fristentransformation enthalten.
Der Provisionsüberschuss hat sich gegenüber dem Vorjahr um ca. 1,2 Mio. EUR erhöht. Vor allem die Provisionen aus der Vermittlung von Wertpapieren sind
gegenüber dem Vorjahr stärker gestiegen. Diese Entwicklung resultiert vor allem aus der positiven Börsenentwicklung. Aufgrund des sehr niedrigen Zinsniveaus
kann über die Anlage in Wertpapieren eine höhere
Rendite erzielt werden. Im Bausparvermittlungsgeschäft konnten in 2014 die Vorjahresergebnisse nicht
ganz erreicht werden. Demgegenüber konnten sowohl
bei den Versicherungsprovisionen als auch bei der
Immobilienvermittlung kräftige Steigerungen erwirtschaftet werden.
Die Personalaufwendungen haben sich gegenüber dem
Vorjahr um 1,2 Mio. EUR erhöht. Ebenso ergaben sich
bei den anderen Verwaltungsaufwendungen Erhöhun-
gen um 1,5 Mio. EUR. Dies ist vor allem auf einmalige
Fusionskosten (z. B. EDV‑Kosten) zurückzuführen.
Bei der Bewertung des Kundenkreditgeschäftes ergibt
sich in 2014 eine Nettoauflösung von 1,2 Mio. EUR.
Außerdem wurden 11,5 Mio. EUR aus den Vorsorgereserven in den Fonds für allgemeine Bankrisiken umgewidmet. Insgesamt können dem Fonds für allgemeine
Bankrisiken in 2014 20 Mio. EUR zugeführt werden.
Die Bewertung der Wertpapiere des Umlaufvermögens
erfolgte in 2014, wie handelsrechtlich vorgeschrieben,
nach dem strengen Niederstwertprinzip. Die Wertpapiere des Anlagevermögens wurden mit dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Die Abschreibung
des Agios erfolgt linear auf die Restlaufzeit. Das Ergebnis der Bewertung der Wertpapiere führte in 2014 zu
einem Aufwand von 1,7 Mio. EUR.
Mit dem Bewertungsergebnis für das Geschäftsjahr
2014 sind wir sehr zufrieden. Wir profitieren insgesamt
von einer anhaltend positiven Entwicklung der regionalen Wirtschaft und unserer vorsichtigen Risikopolitik.
Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit hat sich
2014 gegenüber dem Vorjahr um 5,0 Mio. EUR erhöht.
In dieser Erhöhung sind die aufgelösten Vorsorgereserven mit 11,5 Mio. EUR enthalten, die in den Fonds für
allgemeine Bankrisiken umgewidmet wurden. Zusätzlich werden dem Fonds für allgemeine Bankrisiken
weitere 8,5 Mio. EUR aus dem laufenden Ergebnis neu
zugeführt. Vom verbleibenden Jahresüberschuss von
4,7 Mio. EUR werden nach Zustimmung der Vertreterversammlung 3,0 Mio. EUR den Rücklagen zugeführt
und 1,7 Mio. EUR als Dividende für 2014 ausgeschüttet.
Dadurch können die Eigenmittel aus dem Jahresabschluss 2014 wiederum deutlich gestärkt werden.
Die weiterhin vorliegende Stabilität des Arbeitsmarktes
in unserer Region hat unmittelbare positive Auswirkungen auf das Ausgabe‑ und Anlageverhalten unserer privaten Kunden. Die risikoorientierte Kreditvergabepolitik
und Bepreisung werden wir konsequent fortsetzen.
Die Ertragslage 2014 entwickelte sich insgesamt
positiver als geplant.
Im Einlagengeschäft rechnen wir in den kommenden
beiden Jahren, trotz der aktuell belastenden Niedrigzinsphase, mit leichten Zuwachsraten. Für die Entwicklung der Kundeneinlagen gehen wir davon aus, dass
sowohl die unverändert harte Wettbewerbssituation als
auch die weiterhin bestehende Niedrigzinsphase in
2015 und 2016 einen wesentlichen Einflussfaktor darstellen. Wir werden den Fokus unverändert auf hohe
Beratungsqualität, die Ausschöpfung vorhandener Kundenpotenziale und eine gezielte Neukundengewinnung
legen. Mit einer ganzheitlichen Beratung und Betreuung, marktgerechten Konditionen und attraktiven
Produkten wollen wir unsere Kundeneinlagen weiter
ausbauen und unsere Marktanteile halten.
Für die Ertragslage ist auch in den kommenden zwei
Jahren die Entwicklung des Zins‑ und Provisionsüberschusses von hoher Bedeutung.
Die Vermögens‑, Finanz‑ und Liquiditätslage der Bank
war im Geschäftsjahr 2014 stets geordnet. Aufgrund
des guten wirtschaftlichen Umfeldes war die Risikoentwicklung im Kreditgeschäft weiterhin positiv und daher
war keine größere Risikovorsorge notwendig. Somit
kann als Ergebnis des Wirtschaftsjahres 2014 über die
Dotierung des Fonds für allgemeine Bankrisiken und die
Rücklagendotierung eine kräftige Stärkung des Eigenkapitals erreicht werden.
lll. VORGÄNGE VON BESONDERER
BEDEUTUNG NACH DEM SCHLUSS
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss
des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten.
lV. VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG
(PROGNOSEBERICHT)
Das geschäftliche Umfeld und die Entwicklung der Kreditgenossenschaften wird nach unserer Einschätzung
auch in den kommenden Jahren von dem verstärkten
Wettbewerb, dem weiter zunehmenden Ertragsdruck in
der Niedrigzinsphase, steigendem Beratungs‑ und Anlagebedarf sowie den zunehmenden aufsichtsrechtlichen
Regulierungsanforderungen geprägt sein.
Für 2015 und die Folgejahre erwarten wir ein gesundes
Wachstum unseres bilanziellen Kundengeschäfts. Dabei
setzen wir unverändert auf qualitatives Wachstum sowohl im Kredit‑ als auch im Einlagengeschäft.
Im Kreditgeschäft sehen wir in 2015 und 2016 insgesamt eine positive Entwicklung und weiterhin einen
Zuwachs in den längerfristigen Zinsbindungen sowohl
bei den privaten Wohnbaufinanzierungen als auch im
Firmenkundengeschäft. Voraussetzung ist allerdings,
dass die Konjunktur, wie von den Wirtschaftsinstituten
vorhergesagt, auf dem leichten Wachstumspfad bleibt.
In den Folgejahren rechnen wir bei allen Zinsszenarien
mit einem Rückgang des Zinsüberschusses. Das Ergebnis unserer Bank wird auch in 2015 und 2016 von der
weiteren Entwicklung des Zinsniveaus und der generellen Entwicklung an den Finanzmärkten infolge der
weiter schwelenden Staatsschuldenkrise im Euro-Raum
beeinflusst werden. Mittelfristig gehen wir davon aus,
dass die Europäische Zentralbank (EZB) die Leitzinsen
auf dem sehr niedrigen Niveau belässt und so weiterhin
Möglichkeiten bestehen, am Geld‑ und Kapitalmarkt
zinsgünstige Refinanzierungen aufzunehmen.
Beim Provisionsüberschuss erwarten wir im Geschäftsjahr 2015 und 2016 eine stabile Entwicklung. Der Provisionsüberschuss spielt eine wichtige Rolle und wir
messen dem Dienstleistungsgeschäft eine wesentliche
Bedeutung zu. Chancen sehen wir hier insbesondere
im Wertpapierdienstleistungsgeschäft, da die aktuelle
Börsenentwicklung für viele Kunden die Möglichkeiten
bietet, Anlagen mit höheren Renditen zu tätigen. Die in
der Vergangenheit vorherrschende Skepsis geht allmählich wieder in steigende Zuversicht über. Mittelfristig
wollen wir die notwendige Steigerung des Ergebnisses
aus dem Provisionsgeschäft durch den weiteren Ausbau
der ganzheitlichen Betreuung unserer Kunden erreichen.
Chancen sehen wir hier weiterhin bei der Vermittlung
von Produkten unserer genossenschaftlichen Finanzgruppe.
Bei den Personalaufwendungen erwarten wir für 2015
trotz jährlicher Tarifsteigerungen einen leichten Rückgang der Kosten. Erzielbare Fusionssynergien werden
sich auch 2016 positiv auf die Stabilisierung der Personalaufwendungen auswirken. Die weitere Kostenentwicklung hängt trotz unseres konsequenten Kostenmanagements mittelfristig vor allem von der Gehaltstarifentwicklung ab.
Bei den Sachaufwendungen wird sich gegenüber 2014
eine Entlastung bei den Kosten ergeben. Ursächlich
hierfür ist, dass im Geschäftsjahr 2014 fusionsbedingt
einmalige Aufwendungen angefallen sind. Die planmäßigen Abschreibungen in 2015 werden in etwa auf
Nach einem leichten Rückgang in 2015 erwarten wir für
2016 ein tendenziell steigendes Betriebsergebnis vor
Bewertung. Wir streben in den kommenden zwei Jahren
gleichwohl eine weiterhin auskömmliche Kosten‑Ertrags-Relation an.
forderungen der Eigenkapital‑ und Liquiditätsgrundsätze werden wir auch in 2015 und 2016 einhalten.
Mit einer Beeinträchtigung der Finanzlage ist auch in
den kommenden beiden Jahren nicht zu rechnen.
Wegen der guten Vermögenslage und der damit verbundenen Risikotragfähigkeit gehen wir davon aus,
auch zukünftig Chancen für Mitglieder, Kunden und
Mitarbeiter zu nutzen.
Bestandsgefährdende Risiken, die einen wesentlichen
Einfluss auf die Vermögens‑, Finanz‑ und Ertragslage
der Bank hätten, sind weiterhin nicht zu erkennen. Die
Geschäftspolitik, nachhaltig bessere Lösungen zu bieten,
sowie die weitere Qualifizierung unserer Mitarbeiter
sind wie bisher unsere geschäftspolitischen Schwerpunkte.
Insgesamt sind wir zuversichtlich, auch in den Geschäftsjahren 2015 und 2016 wieder ordentliche Ergebnisse zu
erzielen und für unsere Mitglieder eine attraktive Dividende zu erwirtschaften.
Bei den Forderungsbewertungen rechnen wir aufgrund
der sich abzeichnenden konjunkturellen Entwicklungen
mit einer überschaubaren Risikovorsorge.
Nagold, 06. März 2015
Planmäßige Abschreibungen beim eigenen Wertpapierbestand wurden in der Ertragsplanung ausreichend berücksichtigt.
Wesentliche Chancen für die Ertragslage bestehen bei
einer deutlich besseren Konjunkturentwicklung, die zu
einer positiveren Geschäftsentwicklung führen könnte.
Weitere Chancen können bei einem leicht steigenden
Zinsniveau – vor allem am langen Ende, erwartet werden.
Wesentliche Risiken für die Ertragslage bestehen bei
einer sich stark verschlechternden Konjunkturentwicklung, die zu einer rückläufigen Geschäftsentwicklung
führen könnte. Weitere Risiken sehen wir, vor allem bei
einem erneuten Aufflammen der Euro-Krise und einer
sich verschärfenden Entwicklung in den weltpolitischen
Krisenherden. Diese Auswirkungen würden sicherlich
zu Konjunkturrisiken und möglichen Börsenturbulenzen
führen. Dies hätte sowohl Auswirkungen auf die Risikovorsorge im Kreditgeschäft als auch auf die Risiken im
Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 4.692.178,59
– unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages von
EUR 35.942,33 (Bilanzgewinn von EUR 4.728.120,92) –
1.028.028,65
Bonuszahlung 2,00 %
685.352,44
14.739,83
Nagold, 09. Februar 2015
In den kommenden Jahren planen wir eine weitere
Stärkung des Eigenkapitals. Die aufsichtsrechtlichen An-
Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag
für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der
Aufsichtsrat geprüft und in Ordnung befunden. Der
– unter Einbeziehung des Gewinnvortrages – entspricht
Nagold, 18. März 2015
Telefon 07452 940-0
Telefon 07472 940-0
Internet: www.vbhnr.de
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Fegers Freiluftatelier bereichert den Park
Newsletter 3/2010 der Wirtschaftsförderung Wetterau
Imagebroschüre - DHBW Villingen
Fusionsbericht Internet - Stadt Fehmarn / Startseite
Executive Summaries – Übersicht
Jahresbericht 2012 - Vereinigte Volksbank Maingau eG
Diplomarbeit Marco Reuter
Halbjahresbericht und
Satzung - Volksbank Herrenberg-Nagold
zum Text Teil A - Wuppertaler Stadtgeschichte
PDF, 292 kB - Commerzbank
PDF-Dokument ansehen - Sparkasse Bad Tölz
DEVK Geschäftsbericht 2014
Wertpapier-Verkaufsprospekt vom 4. März 2002 der Dresdner Bank

References: § 340
 § 340
 § 253
 § 55
 § 10
 Art. 465
 § 11