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Timestamp: 2019-10-21 14:33:06+00:00

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Rechtsprechung: FamRZ 2007, 1760 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG Dresden, 12.01.2007
https://dejure.org/2007,6563
OLG Rostock, 12.04.2007 - 10 WF 72/07 (https://dejure.org/2007,6563)
OLG Rostock, Entscheidung vom 12.04.2007 - 10 WF 72/07 (https://dejure.org/2007,6563)
OLG Rostock, Entscheidung vom 12. April 2007 - 10 WF 72/07 (https://dejure.org/2007,6563)
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Streitwert des Ehescheidungsverfahrens: Festsetzung, wenn beide Parteien Hartz IV-Empfänger sind
§ 48 Abs 2 GKG, § 48 Abs 3 GKG, § 19 SGB 2, § 20 SGB 2, Art 12 Abs 1 GG
Bestimmung des Streitwerts einer Ehesache durch die Höhe von Arbeitslosengeld II -Leistungen (ALG II); Einordnung von ALG II-Leistungen als Einkommen im Rahmen der Streitwertfestsetzung
GKG § 48 Abs. 2, Abs. 3; SGB II § 19 § 20
Streitwert für Ehescheidungsverfahren von ALG -II-Empfängern
Streitwert: Scheidung ALG 2 -
AG Schwerin, 22.02.2007 - 22 F 66/06
NJW-RR 2007, 1152
FamRZ 2007, 1760
Während teilweise in der obergerichtlichen Rechtsprechung die Ansicht vertreten wird, dass Sozialleistungen nach SGB II nicht als Einkommen anzusehen seien, weil diese als subsidiäre öffentliche Leistungen gewährt werden, nicht auf einer Erwerbstätigkeit des Empfängers beruhten und aus dem Bezug von ALG II folge, dass die Parteien nicht individuell belastbar seien ( so OLG Rostock NJW-RR 2007, 1152; OLG Dresden FamRZ 2004, 1225 und OLG Dresden NJW-RR 2007, 1161-1162; OLG Düsseldorf FamRZ 2006, 807), werden von anderen Gerichten auch solche Leistungen als Einkommen i.S.v. § 48 Abs. 3 S.2 GKG berücksichtigt ( so Schl.Hol.OLG OLGR Schleswig 2008, 608-609; OLG Frankfurt NJW-RR 2008, 310-311; OLG Hamm FamRz 2006, 806-807; OLG Bremen FamRZ 2004, 961).
OLG Naumburg, 27.10.2008 - 8 WF 222/08
Keine Berücksichtigung staatlicher Sozialleistungen bei der Wertfestsetzung für …
Zum Nettoeinkommen gehören jedoch keine staatlichen Sozialleistungen wie die Sozialhilfe oder das Arbeitslosengeld II (Senat, Beschluss vom 08.05.2007, 8 WF 99/07, unter Hinweis auf OLG Celle FamRZ 2006, 1690; OLG Düsseldorf FamRZ 2006, 807; OLG Dresden OLGR 2007, 306; OLG Rostock, Beschluss vom 12.04.2007, 10 WF 72/07).
https://dejure.org/2007,3909
OLG Dresden, 12.01.2007 - 20 WF 1026/06 (https://dejure.org/2007,3909)
OLG Dresden, Entscheidung vom 12.01.2007 - 20 WF 1026/06 (https://dejure.org/2007,3909)
OLG Dresden, Entscheidung vom 12. Januar 2007 - 20 WF 1026/06 (https://dejure.org/2007,3909)
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Berücksichtigung des Arbeitslosengelds II im Rahmen der Einkommensverhältnisse der Prozessparteien für den Streitwert
GKG § 48 Abs. 2, Abs. 3; SGB II § 33
Keine Berücksichtigung von ALG II bei den Einkommensverhältnissen für Streitwertbestimmung nach § 48 Abs. 2 und 3 GKG
AG Dippoldiswalde, 08.11.2006 - 6 F 50/06
NJW-RR 2007, 1161
Zitierungen: Anschluss OLG Köln, 17. Dezember 2008, 12 WF 167/08, FamRZ 2009, 638; entgegen OLG Dresden, 12. Januar 2007, 20 WF 1026/06, FamRZ 2007, 1760.
Es ist nicht Sinn der stichtagsbezogenen Streitwertbemessung, die Erfolgsaussicht der späteren Verfolgung übergegangener Ansprüche zu beurteilen (ebenso OLG Dresden, NJW-RR 2007, 1161).
Nach seiner Struktur stellt es eine Sozialhilfe für bedürftige, aber arbeitsfähige Personen dar (OLG Düsseldorf FamRZ 2006, 807, OLG Dresden NJW-RR 2007, 1161 f.).
Gemäß §§ 19, 20 SGB II wird ALG II gewährt, um sie in die Lage zu versetzen, ihren Lebensunterhalt zu sichern (vgl auch: OLG Celle FamRZ 2006, 1690, 1691 li. Sp.; OLG Dresden Beschluss vom 12.01.2007, Az.: 20 WF 1026/06).
Ob Arbeitslosengeld II die Einkommensverhältnisse der Parteien (mit-)bestimmt, ist umstritten: Mehrheitlich wird ihm eine Bedeutung für die Streitwertbestimmung mit der Begründung abgesprochen, der Bezug von Arbeitslosengeld II sei Ausdruck der Bedürftigkeit und nicht der Leistungsfähigkeit einer Partei (OLG Dresden, NJW-RR 2007, 1161 f. unter Bezugnahme auf Zöller/Herget, ZPO, 26. Auflage, § 3 Stichwort "Ehesache"; OLG Rostock, NJW-RR 2007, 1152: aus dem Bezug von Arbeitslosengeld II folge, dass die Parteien nicht individuell belastbar seien; ebenso OLG Celle, FamRZ 2006, 1690 f.: das Gesetz knüpfe hinsichtlich der Gebührenberechnung an die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Eheleute an, diese individuelle Belastbarkeit werde aber durch Sozialhilfe nicht bestimmt; Hanseatisches Oberlandesgericht Hamburg, OLGR Hamburg 2006, 269 m. Anm. von Götsche, jurisPR-FamR 19/2006 Anm. 2.).
Nach seiner Struktur stellt es eine Sozialhilfe für Bedürftige, aber arbeitsfähige Personen dar (…OLG Schleswig a.a.O.;… OLG Düsseldorf a.a.O.; OLG Dresden NJW-RR 2007, 1161 f.).

References: § 48
 § 48
 § 19
 § 20
 § 48
 § 19
 § 20
 § 48
 § 48
 § 33
 § 48
 § 3