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Timestamp: 2017-11-20 02:13:46+00:00

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Rechtsprechung: NJW 1955, 1556 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 08.06.1955
BGH, 12.07.1955 - V ZR 11/53
NJW 1955, 1556
Dies gilt selbst dann, wenn der Gläubiger auf seine Rechte aus dem Titel verzichtet hat oder zwischen ihm und dem Schuldner Einigkeit darüber besteht, dass eine Zwangsvollstreckung nicht mehr in Betracht kommt (vgl. Senat, Urteil vom 12. Juli 1955 - V ZR 11/53, NJW 1955, 1556;… Urteil vom 23. November 1973 - V ZR 23/72, WM 1974, 59, 60;… Urteil vom 10. Oktober 1975 - V ZR 5/74, WM 1975, 1213; Urteil vom 21. Januar 1994 - V ZR 238/92, NJW 1994, 1161, 1162; BGH, Urteil vom 16. Juni 1992 - XI ZR 166/91, NJW 1992, 2148;… Beschluss vom 15. Dezember 2011 - IX ZR 230/09, juris Rn. 2).
Gestützt wird dies auf die Überlegung, dass der Verzicht auf die Forderung keine weitergehende Wirkung haben kann als eine in öffentlicher Urkunde erklärte Bescheinigung des Gläubigers, er sei wegen seiner Forderung befriedigt; mit einer solchen Bescheinigung kann die Aufhebung von Vollstreckungsmaßregeln nicht erreicht werden (§ 775 Nr. 4, § 776 Satz 2 Halbs. 1 ZPO; vgl. Senat, Urteil vom 12. Juli 1955 - V ZR 11/53, NJW 1955, 1556).
Benötigt der Gläubiger den Titel weiter, um den offenen Teil seiner Forderung zu vollstrecken, kann er eine weitere - beschränkte - vollstreckbare Ausfertigung nach § 733 ZPO erwirken und den weitergehenden ursprünglichen Titel dem Schuldner aushändigen (vgl. Senat, Urteil vom 12. Juli 1955 - V ZR 11/53, NJW 1955, 1556;… Urteil vom 23. November 1973 - V ZR 23/72, WM 1974, 59, 61;… Urteil vom 10. Oktober 1975 - V ZR 5/74, WM 1975, 1213; Urteil vom 21. Januar 1994 - V ZR 238/92, NJW 1994, 1161, 1162; BGH, Urteil vom 16. Juni 1992 - XI ZR 166/91, NJW 1992, 2148).
Solange sich der Titel noch in der Hand des Gläubigers befindet, vermag deshalb selbst ein Verzicht des Gläubigers auf die Zwangsvollstreckung oder eine Einigung von Gläubiger und Schuldner darüber, daß eine Zwangsvollstreckung nicht mehr in Betracht komme, das Rechtsschutzinteresse für eine Vollstreckungsabwehrklage des Schuldners nicht zu beseitigen (vgl. BGH Urteil vom 12. Juli 1955 - V ZR 11/53 - NJW 1955, 1556;… Urteil vom 10. Oktober 1975 - V ZR 5/74 - WM 1975, 1213;… Baumbach/Lauterbach/Hartmann ZPO 42. Aufl. Anm. 3 F;… Thomas/Putzo ZPO 12. Aufl. Anm. 5 b a;… Wieczorek aaO. Anm. A II c 2;… Zöller/Scherübl ZPO 13. Aufl. Anm. III 1 a - alle zu § 767).
Durch eine solche Vereinbarung nehmen die Parteien dem Titel zwar nicht die Vollstreckbarkeit, wohl aber wird durch sie dem Schuldner die Möglichkeit eröffnet, gegen die weitere Zwangsvollstreckung im Wege der Klage nach § 767 ZPO vorzugehen (BGH, Urteile vom 12.7.1955 - V ZR 11/53 - NJW 1955 1556;… vom 11.12.1967 - III ZR 115/67 - NJW 1968, 700 mit Anm. Gaul in JuS 1971, 347 und vom 19.5 . 1982 - IVb ZR 705/80 NJW 1982, 2072, 2073;… Brox/Walker, aaO, S. 123 f Rdn. 204).
BGH, IX ZR 230/09 BGH, V ZR 23/72 BGH, V ZR 11/53 OLG Frankfurt, 12 W 78/12 und 24 W 25/11 Pfälzisches Oberlandesgericht, 7 U 16/12 OLG Nürnberg, 6 U 1600/12 OLG Celle, 4 U 155/12 LG Stendal, 21 O 87/11 LG München 1 O 17536/11.
BGH, 07.03.1956 - V ZR 26/55
Die rückwirkende Wiederherstellung des Eigentums des Beklagten spätestens auf den 1. Juli 1948, den der erkennende Senat als gegebenenfalls für die Freiheit von Umstellungsgrundschulden wegen AVN-Eigenschaft des Eigentümers als maßgebend bezeichnet Hat (Urteil vom 12. Juli 1955 - V ZR 11/53 Wertpapier Mitteilungen 1955, 1199 -), könnte von jener Auffassung aus bedeuten, daß Umstellungsgrundschulden auf den an die Klägerin verkauften Grundstücken überhaupt nicht lasteten, so daß den Folgerungen des Berufungsgerichts aus der vom Beklagten versäumten Wegfertigung der Umstellungsgrundschulden der Boden, entzogen wäre.
BGH, 08.06.1955 - IV ZR 313/54
DB 1955, 686
BGH, 23.05.1958 - VIII ZR 200/57
Verwendungsanspruch des rechtmäßigen Fremdbesitzers
Der von dem erkennenden Senat vertretenen Auffassung stehen die Urteile des IV. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs vom 14. Juni 1951 (IV ZR 37/50 - NJW 1951, 643 = LM BGB § 817 Nr. 1) und vom 8. Juni 1955 (IV ZR 313/54 - NJW 1955, 1556 = LM REG (BrZ) Art. 62 Nr. 4) nicht entgegen.
Der Bundesgerichtshof hat im Urteil vom 8. Juni 1955 (IV ZR 313/54 - LM REG (BrZ) Art. 62 Nr. 4) angenommen, daß ein Mieter unter dem Gesichtspunkt des Besitzer-Eigentümer-Verhältnisses Ansprüche gegen den Rückerstattungsberechtigten wegen Verwendungen geltend machen kann, die vor der Rückerstattung unter der Herrschaft des Rückerstattungsverpflichteten gemacht worden sind.

References: § 776
 § 733
 BGH 
 § 767
 § 767
 § 817
 Art. 62
 Art. 62