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2C_807/2015: Gesuch des Vereins “al Huda” zur Führung einer Privatschule mit Kindergartenstufe zu Recht abgewiesen
Fabian Klaber	• 10. November 2016
Staats- u. Verwaltungsrecht	Im Urteil vom 18. Okto­ber 2016 nimmt das BGer Stel­lung zum Gesuch des Ver­eins “al Huda” zur Füh­rung einer Pri­vat­schu­le mit Kin­der­gar­ten­stu­fe in Vol­kets­wil. Nach­dem das Volks­schul­amt des Kan­tons Zürich das Gesuch abwies, gelang­te der Ver­ein “al Huda” bis vor BGer, wel­ches die Beschwer­de eben­falls abweist.
Das BGer legt zuerst aus­führ­lich den bil­dungs­recht­li­chen Rah­men des Bun­des und des Kan­tons Zürich dar (E. 3.1. — 3.5.) und befasst sich anschlie­ssend mit der Rüge des Ver­eins “al Huda”, wonach der Ent­scheid des Volks­schul­amts des Kan­tons Zürich das Recht auf Grün­dung und Orga­ni­sa­ti­on pri­va­ter Bil­dungs­stät­ten (Art. 15 Ver­fas­sung des Kan­tons Zürich; Ord­nungs­num­mer 101) ver­let­ze. Dabei sei — so das BGer — die Auf­fas­sung der kan­to­na­len Vor­in­stan­zen nicht zu bean­stan­den. Die­se haben ins­be­son­de­re fest­ge­hal­ten, dass die mit dem Unter­richt betrau­ten Per­so­nen nicht über einen aner­kann­ten päd­ago­gi­schen Aus­weis ver­fü­gen und ein auf Ara­bisch- und Koran­un­ter­richt ent­fal­len­der Anteil von 25% des Stel­len­etats die Errei­chung der Bil­dungs­zie­le der Volks­schu­le und des Lern­plans gefähr­den. Ins­ge­samt bie­tet das Kin­der­gar­ten­kon­zept des Ver­eins “al Huda” laut kan­to­na­len Vor­in­stan­zen kei­ne Gewähr dafür, dass die zu unter­rich­ten­den Kin­der in einer mit der Volks­schu­le ver­gleich­ba­ren Wei­se im ihrer Lei­stung, Per­sön­lich­keits­bil­dung sowie kör­per­li­chen und see­li­schen Ent­wick­lung geför­dert wer­den.
Zur Rüge des Ver­eins “al Huda”, wonach der Ent­scheid des Volks­schul­amts des Kan­tons Zürich die Glau­bens- und Gewis­sens­frei­heit (Art. 15 BV und Art. 9 EMRK) ver­let­ze, hält das BGer fest, dass eine dem ver­fas­sungs­mä­ssi­gen Neu­tra­li­täts­ge­bot wider­spre­chen­de Aus­le­gung des Volks­schul­ge­set­zes (VSG; Ord­nungs­num­mer 412.100) nicht ersicht­lich sei. Die Ver­wei­ge­rung der Bewil­li­gung sei nicht auf­grund der kon­kre­ten Glau­bens­rich­tung des Ver­eins “al Huda” erfolgt, son­dern weil die­ser nicht habe nach­wei­sen kön­nen, dass er die — kon­fes­sio­nell neu­tral gehal­te­nen — Vor­aus­set­zun­gen zur Füh­rung einer Pri­vat­schu­le erfüllt und die reli­giö­se Schwer­punkt­set­zung von ihrem Gewicht her mit den ande­ren, eben­falls kon­fes­sio­nell neu­tra­len Bil­dungs­zie­len nicht ver­ein­bar sei.
Schliess­lich erkennt das BGer auch kei­ne unzu­läs­si­ge Iden­ti­fi­zie­rung des Kan­tons Zürich mit dem Chri­sten­tum und weist des­halb die Rüge der Ver­let­zung der Rechts­gleich­heit (Art. 8 Abs. 1 BV) und des Dis­kri­mi­nie­rungs­ver­bots (Art. 8 Abs. 2 BV) ab.
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References: BGer 
 BGer 
 BGer 
 Art. 9
 BGer 
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