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Timestamp: 2019-08-19 11:47:40+00:00

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Widerruf Maklervertrag - Gratis Erstberatung von HAHN Rechtsanwälte
Widerruf Maklervertrag - Jetzt widerrufen
Für Maklerverträge ab dem 13.06.2014:
Nutzen Sie Ihre Rechte und fordern Sie Ihre Provision zurück!
Bislang wurde er vor allem bei Immobiliendarlehen, Autokrediten oder im Bereich der Lebensversicherungen eingesetzt: Der Widerrufsjoker. Dabei greift er unter bestimmten Voraussetzungen auch bei Maklerverträgen, die ab dem 13.06.2014 abgeschlossen wurden.
Denn nach § 312 g BGB (in Verbindung mit § 355 BGB) steht einem Verbraucher, der mit einem Makler als Unternehmer im Wege des Fernabsatzes oder außerhalb von geschlossenen Geschäftsräumen einen Maklervertrag abgeschlossen hat, grundsätzlich ein Widerrufsrecht zu.
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Wird der Verbraucher nicht oder nicht ordnungsgemäß über das Widerrufsrecht belehrt, beginnt die Widerrufsfrist nicht zu laufen, so dass der Maklervertrag aktuell noch widerrufen werden kann. Folge ist, dass der Verbraucher die Provision nicht zahlen muss. Sollte sie schon bezahlt worden sein, kann man sie zurückfordern.
Zu beachten ist dabei allerdings, dass der Widerruf innerhalb eines Jahres und 14	Tagen nach Vertragsschluss erklärt werden muss. Das Widerrufsrecht erlischt	innerhalb von einem Jahr und 14 Tagen.
Das Widerrufsrecht setzt dabei grundsätzlich voraus, dass der Maklervertrag entweder
im Wege des Fernabsatzes gem. § 312 c BGB, also ausschließlich über Fernabsatzkommunikation (per E-Mail, Telefon, Post oder über das Internet)
außerhalb der Geschäftsräume des Maklers geschlossen worden ist.
Bei einem Fernabsatzvertrag kommt es entscheidend darauf an, dass vor dem Vertragsschluss kein persönlicher Kontakt mit dem Makler erfolgt ist. Ist beispielsweise die Übersendung des Exposés per E-Mail erfolgt und hat der Kaufinteressent daraufhin telefonisch einen Besichtigungstermin vereinbart (konkludenter Vertragsschluss), liegt ein Vertragsabschluss unter ausschließlicher Verwendung von Fernkommunikationsmitteln vor (BGH, Urteil vom 7. Juli 2016 – I ZR 30/15 -).
Widerrufsfrist und die Folgen
Die Widerrufsfrist beträgt bei Fernabsatzverträgen und außerhalb von Geschäftsräumen geschlossenen Verträgen gem. § 355 Abs. 2 BGB grundsätzlich 14 Tage und beginnt mit dem Vertragsschluss. Ist die Belehrung jedoch unterblieben oder fehlerhaft, beträgt die Widerrufsfrist gem. § 356 Abs. 3 BGB ein Jahr und 14 Tage. Der Widerruf des Maklervertrags ist somit auch deutlich nach Vertragsschluss noch möglich. Zu beachten ist zudem, dass das Widerrufsrecht unter näher geregelten Voraussetzungen erlöschen kann, wenn der Unternehmer die Dienstleistung vollständig erbracht hat (näheres ist in § 356 Abs. 4 BGB geregelt).
Provision entfällt bei Widerruf
Im Falle des Widerrufs durch den Verbraucher entfällt die Pflicht zur Zahlung der Provision und dies kann im Einzelfall erheblich sein. Ortsüblich können dies bis zu 7,14 Prozent der Kaufpreises sein. Wenn die Provision schon gezahlt wurde, können Sie diese bei einem Widerruf des Maklervertrags zurückfordern.
Berlin 7,14% 0,00% 7,14%
Brandenburg 7,14% 0,00% 7,14%
Bremen 7,14% 3,57% 3,57%
Hamburg 6,25% 0,00% 6,25%
Hessen 5,95% 0,00% 5,95%
Niedersachsen 7,14 % oder 4,76 - 5,95 % 3,57 % oder 0 % 3,57 % oder 4,76 - 5,95 %
Wertersatz für die erbrachte Dienstleistung
Nur unter engen Voraussetzungen hat der Makler einen Anspruch auf Wertersatz für die erbrachte Dienstleistung:
Und zwar muss der Makler den Verbraucher ordnungsgemäß nach Art. 246 a, § 1 Abs. 2, S. 1 Nr. 1 und 3 über die Bedingungen, Fristen und das Verfahren für die Ausübung des Widerrufsrechts sowie über die Pflicht zur Zahlung eines angemessenen Betrags für den Fall des Widerrufs des Maklervertrags informiert haben. Zudem muss der Verbraucher von dem Makler verlangt haben, dass dieser vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Ausübung seiner Dienstleitung beginnt.
Bei Maklerverträgen, die außerhalb der Geschäftsräume des Maklers geschlossen worden sind, ist für das Bestehen einer Wertersatzpflicht ferner erforderlich, dass der Verbraucher dem Makler auf einem dauerhaften Datenträger bestätigt hat, dass dieser vor Ablauf der Widerrufsfrist mit der Ausführung seiner Dienstleistung beginnt. Unter dem Begriff dauerhafter Datenträge sind dabei auch schriftliche Erklärungen zu fassen.
Wurde schon keine Widerrufsbelehrung erteilt, entfällt damit die Pflicht zur Zahlung von Wertersatz. Der Verbraucher kann die an den Makler gezahlte Courtage zurückverlangen. Bei einer bestehenden Widerrufsbelehrung sind die oben genannten Voraussetzungen näher zu prüfen.
Verbraucher sollten aufgrund der komplizierten Gesetzeslage vor dem Widerruf eines Maklervertrags eine juristische Erstprüfung vornehmen lassen. HAHN Rechtsanwälte bietet eine solche Erstbewertung kostenfrei an. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf!
Welche Unterlagen benötigen wir für den kostenfreien Erstcheck?
Senden Sie uns den Schriftverkehr mit dem Makler einschließlich des Maklervertrages zu. Kosten entstehen Ihnen durch die Erstbewertung nicht.

References: § 312
 § 355
 § 312
 § 355
 § 356
 § 356
 Art. 246
 § 1