Source: https://www.nordhorn.de/portal/bekanntmachungen/beteiligung-der-oeffentlichkeit-an-der-bauleitplanung-900000660-26710.html?rubrik=900000004
Timestamp: 2020-06-04 19:53:05+00:00

Document:
Der Bebauungsplan wird gemäß § 12 BauGB (Vorhaben- und Erschließungsplan) als vorhabenbezogener Bebauungs-plan aufgestellt. Der Entwurf des Bebauungsplans mit Vorhaben- und Erschließungsplan, der Entwurf der Änderung des Flächennutzungsplans, die jeweiligen Begründungen mitsamt Umweltberichten, die vorhandenen umweltbezo-genen Informationen und die wesentlichen, bereits vorliegenden umweltbezogenen Stellungnahmen liegen vom 17. Januar 2020 für die Dauer eines Monats bis einschl. 17. Februar 2020 im Stadthaus I, Amt für Stadtentwicklung - Zimmer 2.25 -, Bahnhofstraße 24, 48529 Nordhorn, während der Dienststunden zur Einsichtnahme öffentlich aus. Die Unterlagen können dann auch im Internet unter www.nordhorn.de\bauleitplanung eingesehen werden.
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Der Geltungsbereich des Bebauungsplans Nr. 137 sowie der 103. Änderung des Flächennutzungsplans (s. oben) umfasst eine ca. 8.400 m² große Fläche im nördlichen Stadtgebiet Nordhorns in Bookholt, am nördlichen Ende der Pestalozzistraße im Bereich der Ortsdurchfahrt. Die genaue Abgrenzung ist der vorstehenden Karte zu entnehmen. Ziel und Zweck der Planung ist es, die Ansiedlung eines neuen, modernen Lebensmittelmarktes an der Pestalozzistraße als Ersatz für einen künftig wegfallenden Standort an der Veldhauser Str. 171 zu ermöglichen.
Umweltbericht gem. § 2 a BauGB mit Untersuchungen zu den Schutzgütern Mensch, Tiere, Pflanzen, Fläche, Boden, Wasser, Luft, Klima, Stadt- und Landschaftsbild, Kultur- und sonstige Sachgüter und deren Wechselwir-kungen (§ 1 Abs. 6 Nr. 7 BauGB), u.a. mit folgenden Aussagen zu den einzelnen Bereichen:
o keine erheblichen nachteiligen Auswirkungen auf das Schutzgut Mensch zu erwarten; aufgrund bisher landwirtschaftlicher Nutzung hat Gebiet keine besondere Erholungsfunktion; verbrauchernahe Versor-gung der Bevölkerung wird verbessert; Immissionen durch Anlieferungs- und Kundenverkehr gem. schalltechnischem Gutachten im Rahmen der Richtwerte; Ansiedlung eines Störfallbetriebes im Sinne von § 1 Abs. 6 Nr. 7 j) BauGB wird durch die Planung nicht ermöglicht;
o keine erheblichen nachteiligen Auswirkungen auf Schutzgut Tiere u. Pflanzen zu erwarten; in unmittel-barer Umgebung keine Natura-2000-Gebiete, Landschaftsschutzgebiete, etc. vorhanden; kein Hinweis auf gefährdete/streng geschützte Arten/weitere europarechtlich geschützte Arten im Plangebiet;
o keine erheblichen nachteiligen Auswirkungen auf Schutzgüter Fläche und Boden: nur geringes acker-bauliches Ertragspotenzial der Flächen, keine Hinweise auf Altlasten(verdacht);
o keine erheblichen nachteiligen Auswirkungen auf Schutzgut Wasser: keine offenen Gewässerstrukturen im Plangebiet und unmittelbarer Nachbarschaft; gewisse Einschränkung der Versickerung durch Ver-siegelung;
o keine erheblichen nachteiligen Auswirkungen auf Schutzgut Klima / Luft: keine ausgeprägte Frischluft-schneise; dazu Wegfall von Immissionen der bisherigen landwirtschaftlichen Nutzung;
o keine erheblichen nachteiligen Auswirkungen auf Schutzgut Landschaft; im Süden und Westen des Plangebietes Anschluss an bereits bebaute Siedlungsbereiche; Höhenfestsetzungen und Festsetzun-gen zur Begrünung verhindern negative Auswirkungen auf Orts- und Landschaftsbild;
o keine erheblichen nachteiligen Auswirkungen auf Schutzgut Kultur- und sonstige Sachgüter zu erwar-ten, da keine solchen im Plangebiet bekannt;
o keine erheblichen nachteiligen Auswirkungen im Bereich komplexer schutzgutübergreifender Wechsel-wirkungen;
Schalltechnische Untersuchung zu Immissionen aus Anlieferungs-, Beschäftigten- und Kundenverkehr
Raumordnerische Beurteilung - mit dem Ergebnis der raumordnerischen Verträglichkeit des Vorhabens
Artenschutzrechtlicher Fachbeitrag - mit dem Ergebnis, dass keine artenschutzrechtlichen Verbotstatbestände nach § 44 BNatSchG erfüllt werden
Stellungnahme des Landkreises Grafschaft Bentheim
Stellungnahme des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie
Stellungnahmen zu den Entwürfen des Bebauungsplanes und der Änderung des Flächennutzungsplanes können während der oben genannten Auslegungsfrist bei der Stadt Nordhorn (Anschrift s. oben) schriftlich oder während der Dienststun-den zur Niederschrift abgegeben werden. Darüber hinaus können Stellungnahmen auch per Post (Anschrift s. oben), Fax (05921/878-416) oder per E-Mail (TOeB_Beteiligung-Nordhorn@nordhorn.de) eingereicht werden. Weiterhin besteht auch die Möglichkeit, auf der o.g. städtischen Internetseite per Formular eine Stellungnahme abzugeben. Erst nach Ablauf der Auslegungsfrist abgegebene Stellungnahmen können unter den Voraussetzungen des § 4a Abs. 6 BauGB bei der Be-schlussfassung über den Bebauungsplan unberücksichtigt bleiben. Hinsichtlich der Flächennutzungsplanänderung wird gemäß § 3 Absatz 3 BauGB ergänzend darauf hingewiesen, dass eine Vereinigung im Sinne des § 4 Absatz 3 Satz 1 Nummer 2 des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes in einem Rechtsbehelfsverfahren nach § 7 Absatz 2 des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes gemäß § 7 Absatz 3 Satz 1 des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes mit allen Einwendungen ausge-schlossen ist, die sie im Rahmen der Auslegungsfrist nicht oder nicht rechtzeitig geltend gemacht hat, aber hätte geltend machen können.
Nordhorn, 06.01.2020

References: § 12
 § 2
 § 1
 § 44
 § 4
 § 3
 § 4
 § 7
 § 7