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Timestamp: 2017-11-23 07:26:01+00:00

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BFH, 03.12.2008 - II R 19/08 - dejure.org
BFH, 03.12.2008 - II R 19/08
BewG vor 2007 § 138 Abs. 1 Satz 2, § 146 Abs. 2 und 7; WertV § 3 Abs. 3, § 7 Abs. 1 und 2
Nachweis eines niedrigeren gemeinen Werts | Veröffentlichungen:
BewG vor 2007 § 138 Abs. 1 Satz 2 BewG vor 2007 § 146 Abs. 2 und 7 WertV § 3 Abs. 3 WertV § 7 Abs. 1 und 2
Anforderungen an den Nachweis eines niedrigeren Verkehrswerts im Bewertungsverfahren für Grundstücke
Rechtmäßigkeit der Feststellung eines Grundstückwertes auf den Mittelwert aus einem gutachterlich bestimmten Sachwert und Ertragswert durch das Finanzamt; Anpassung an die Marktverhältnisse gem. § 7 Abs. 1 S. 2 Wertermittlungsverordnung ( WertV ) i.R. einer Grundstücksbewertung als Voraussetzung für den Nachweis eines niedrigeren gemeinen Werts; Maßgeblichkeit Wertverhältnisse vom Bewertungsstichtag beim Nachweis eines niedrigeren gemeinen Werts gem. § 146 Abs. 7 Bewertungsgesetz ( BewG ) a.F.
Darf Finanzamt Grundstückswert heraufsetzen?
Rechtmäßigkeit der Feststellung eines Grundstückwertes auf den Mittelwert aus einem gutachterlich bestimmten Sachwert und Ertragswert durch das Finanzamt; Anpassung an die Marktverhältnisse gem. § 7 Abs. 1 S. 2 Wertermittlungsverordnung (WertV) i.R. einer Grundstücksbewertung als Voraussetzung für den Nachweis eines niedrigeren gemeinen Werts; Maßgeblichkeit Wertverhältnisse vom Bewertungsstichtag beim Nachweis eines niedrigeren gemeinen Werts gem. § 146 Abs. 7 Bewertungsgesetz (BewG) a.F.
Nachweis eines niedrigeren Grundstückswertes durch ein Sachverständigengutachten
Grundstücksbewertung: Schematische Mittelung von Ertrags- und Sachwert ist nicht sachgerecht
Nachweis des niedrigeren gemeinen Werts durch Parteigutachten vor dem 31.12.2006
Der Fiskus muss auch niedrige Hauspreise akzeptieren
Zur Frage der Ermittlung des Verkehrswertes und zum Nachweis eines niedrigeren gemeinen Wertes
Grundstücksbewertung - Anforderungen an den Nachweis eines niedrigeren gemeinen Werts
BFHE 224, 268
NJW-RR 2009, 737
FamRZ 2009, 881
DB 2009, 713
BStBl II 2009, 403
Wie der Bundesfinanzhof (BFH) bereits entschieden hat, sind demgemäß dem Nachweis eines niedrigeren gemeinen Werts eines bebauten Grundstücks nach § 146 Abs. 7 BewG nicht die Wertverhältnisse zum 1. Januar 1996, sondern diejenigen zum Besteuerungszeitpunkt zugrunde zu legen (Urteil vom 3. Dezember 2008 II R 19/08, BFHE 224, 268, BStBl II 2009, 403).
Ob das Gutachten den geforderten Nachweis erbringt, unterliegt der freien Beweiswürdigung des Finanzamts und ggf. der Gerichte (BFH-Urteile in BFHE 207, 352, BStBl II 2005, 259, und in BFHE 224, 268, BStBl II 2009, 403).
Einem Gutachten, das bei Fehlen bewertungsrechtlicher Sonderregelungen den Vorgaben der Wertermittlungsverordnung entspricht und plausibel ist, wird regelmäßig zu folgen sein (BFH-Urteil in BFHE 224, 268, BStBl II 2009, 403).
Nimmt der Sachverständige Abschläge vom Bodenwert vor, müssen sie objektivierbar und grundstücksbezogen begründet sein, und zwar nicht nur dem Grunde nach, sondern auch hinsichtlich der Höhe (BFH-Urteil in BFHE 224, 268, BStBl II 2009, 403).
Ist etwa ein vorgenommener Abschlag nicht hinreichend begründet, ist lediglich dieser Abschlag zu streichen (BFH-Urteil in BFHE 224, 268, BStBl II 2009, 403, unter II.3.).
bb) Ob das Gutachten inhaltlich den geforderten Nachweis erbringt, unterliegt der freien Beweiswürdigung des Finanzamts und ggf. der Gerichte (BFH-Urteile vom 3. Dezember 2008 II R 19/08, BFHE 224, 268, BStBl II 2009, 403, und vom 5. Mai 2010 II R 25/09, BFHE 230, 72, BStBl II 2011, 203).
Nimmt der Sachverständige Abschläge vom Bodenwert vor, müssen sie objektivierbar und grundstücksbezogen begründet sein, und zwar nicht nur dem Grunde nach, sondern auch hinsichtlich der Höhe (BFH-Urteile in BFHE 224, 268, BStBl II 2009, 403, und in BFHE 230, 72, BStBl II 2011, 203).
Der BFH hat mit dem Urteil vom 3. Dezember 2008 II R 19/08 (Deutsches Steuerrecht 2009, 573) entschieden, dass es beim Nachweis eines niedrigeren gemeinen Werts von bebauten Grundstücken nicht auf die Wertverhältnisse vom 1. Januar 1996, sondern auf diejenigen im Zeitpunkt der Entstehung der Steuer ankommt.
Ob das Gutachten den geforderten Nachweis erbringt, unterliegt der freien Beweiswürdigung des Finanzamts und ggf. der Gerichte (BFH-Urteile in BStBl II 2005, 259 und in BStBl II 2009, 403).
Einem Gutachten, das bei Fehlen bewertungsrechtlicher Sonderregelungen den Vorgaben der Wertermittlungsverordnung entspricht und plausibel ist, wird regelmäßig zu folgen sein (BFH-Urteil in BStBl II 2009, 403).
Nimmt der Sachverständige Abschläge vom Bodenwert vor, müssen sie objektivierbar und grundstücksbezogen begründet sein, und zwar nicht nur dem Grunde nach, sondern auch hinsichtlich der Höhe (BFH-Urteil in BStBl II 2009, 403).
Ist etwa ein vorgenommener Abschlag nicht hinreichend begründet, ist lediglich dieser Abschlag zu streichen (BFH-Urteil in BStBl II 2009, 403, unter II.3.).
Ob das Gutachten den geforderten Nachweis erbringt, unterliegt der freien Beweiswürdigung des Finanzamts und des Finanzgerichts (vgl. BFH-Urteile vom 10. November 2004 II R 69/01, BFHE 207, 352, BStBl II 2005, 259 und vom 3. Dezember 2008 II R 19/08 BFHE 224, 268, BStBl II 2009, 403).
Einem Gutachten, das bei Fehlen bewertungsrechtlicher Sonderregelungen den Vorgaben der Wertermittlungsverordnung (WertV) entspricht und plausibel ist, wird regelmäßig zu folgen sein (BFH-Urteil vom 3. Dezember 2008 II R 19/08 BFHE 224, 268, BStBl II 2009, 403).
BFH, 25.03.2009 - II B 62/08
Nachweis eines niedrigeren gemeinen Grundstückswerts - Nichtzulassungsbeschwerde: …
Ob das Gutachten den erforderlichen Nachweis erbringt, unterliegt der freien Beweiswürdigung des FA und ggf. der Gerichte (Urteile des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 10. November 2004 II R 69/01, BFHE 207, 352, BStBl II 2005, 259, und vom 3. Dezember 2008 II R 19/08, Deutsches Steuerrecht --DStR-- 2009, 573, BFH/NV 2009, 811).
Vom Gutachter vorgenommene Wertabschläge müssen ausreichend begründet werden (BFH-Urteil in DStR 2009, 573).
Auf die Nichtzulassungsbeschwerde der Kläger ließ der Bundesfinanzhof (BFH) mit Beschluss vom 9. April 2008 II B 52/07 (n.v.) die Revision zu und hob mit Urteil vom 3. Dezember 2008 II R 19/08 (BFHE 224, 268, BStBl II 2009, 403) das Urteil des Senats auf.
Die Finanzbehörde darf von einem derart gutachterlich ermittelten gemeinen Wert nicht ohne Weiteres abweichen; dies setzt allerdings eine überzeugende Begründung des Gutachterwerts voraus (BFH-Urteil vom 3. Dezember 2008 II R 19/08, BFHE 224, 268, BStBl II 2009, 403).
Es fehlt aber - worauf der BFH in seiner Entscheidung in BFHE 224, 268, BStBl II 2009, 403 hingewiesen hat - die Berücksichtigung der Lage auf dem Grundstücksmarkt, wie § 7 Abs. 1 Satz 2 WertV sie für alle Bewertungsverfahren vorsieht (…vgl. zur Angleichung des Ertragswerts an den Verkehrswert Simon/Kleiber, a.a.O., 7. Aufl., 1996, Rz 4.17).
Es handelt sich dabei um ein Privatgutachten und damit um substantiiertes, urkundlich belegtes Parteivorbringen, welches vom Gericht frei gewürdigt werden kann (vgl. BFH, Urteile vom 10.11.2004 II R 69/01, BFHE 207, 352, BStBl II 2005, 259 und vom 03.12.2008 II R 19/08 BFHE 224, 268, BStBl II 2009, 403).
Einem Gutachten, das bei Fehlen bewertungsrechtlicher Sonderreglungen den Vorgaben der Wertermittlungsrichtlinien entspricht und plausibel ist, wird regelmäßig zu folgen sein (vgl. BFH, Urteil vom 03.12.2008 II R 19/08 a. a. O.).
BFH, 09.09.2009 - II B 69/09
Nachweis eines niedrigeren gemeinen Grundstückswerts mittels einzelner …
FG Sachsen, 08.04.2009 - 2 K 1655/08
Bewertung von Teileigentum für Zwecke der Erbschaftsteuer; Nachweis eines …

References: § 138
 § 146
 § 3
 § 7
 § 138
 § 146
 § 3
 § 7
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 § 7
 § 146
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