Source: https://erdgasumstellung-marburg.de/index.php?id=18
Timestamp: 2018-12-10 22:28:44+00:00

Document:
Stadtwerke Marburg: Erdgasumstellung
Marburg legt den Hebel um –
wir machen die Gasversorgung zukunftssicher.
Im Nordwesten Deutschlands und damit auch in der Region Mittelhessen wird die Erdgasqualität für die Zukunft angepasst. Aus dem immer knapper werdenden L-Gas (steht für "low" und hat einen niedrigen Energiegehalt) wird das zukunftssichere H-Gas (steht für "high" = energiereicher). Auch Marburg legt den Hebel um.
Hier erläutern wir Ihnen die Hintergründe der erforderlichen Erdgasumstellung (auch "Marktraumumstellung" genannt), den genauen Ablauf und was die Umstellung für Marburger mit einem Erdgasgerät bedeutet. Denn als verantwortlicher Netzbetreiber kümmern wir – die Stadtwerke Marburg GmbH – uns auch um die notwendige Anpassung Ihrer Erdgasgeräte. Und die ist für Sie im Regelfall kostenlos.
Sie haben Fragen? Dann klicken Sie auf unseren "Fragen & Antworten"-Katalog – oder kontaktieren Sie bitte für alle Fragen rund um die Erdgasumstellung unser Erdgasbüro!
Aktueller Projektfortschritt - Stand 15.10.2018
Die Erfassung der Marburger Gasgeräte wurde abgeschlossen - es sind ca. 20.000 Gasgeräte an das Erdgasnetz der Stadtwerke angeschlossen. Die beauftragten Dienstleister haben mit den Ersatzteilbestellungen und der Planung der Arbeitseinsätze begonnen. Im Februar 2019 werden die ersten Gasgeräte auf H-Gas angepasst.
Das Erdgasbüro ist auf dem Betriebsgelände in Gisselberg (Gießener Str. 13) umgezogen und befindet sich nun in dem Gebäude am südlichen Ende des Geländes, parallel zur Eisenbahnstrecke. Der Weg dorthin ist ausgeschildert.
Erhebung der Geräte - Zwischenstand 12.04.2018
Die Erhebung der Gasgeräte verläuft plangemäß. Es wurden bereits rund 16.000 Gasgeräte erhoben. Das sind rund 80 % des geschätzten Gesamtbestandes im Marburger Gasnetz.
ESK hat die Arbeit aufgenommen
Das von der Stadtwerke Marburg GmbH beauftrage Unternehmen ESK/Gatter 3 GmbH hat damit begonnen, die Erhebungen der Gasgeräte durchzuführen. Damit arbeiten mit Enermess GmbH und ESK/Gatter 3 GmbH zwei Unternehmen im Auftrag der Stadtwerke an diesem großen Infrastrukturprojekt.
Erhebung der Erdgasgeräte hat begonnen
Seit Anfang Oktober 2017 laufen die Erhebungen der Gasgeräte im Marburger Gasnetz. Die ersten 1.000 Gasgeräte wurden bis Anfang November 2017 schon erfolgreich erhoben.
Damit Sie wissen, wann die Umstellung von L-Gas auf H-Gas bei Ihnen erfolgt, haben wir hier für Sie zum Download eine Auflistung erstellt.
Kernstadt Marburg - FOLGT!
Kostenerstattung gemäß § 19 a Abs. 3 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG)
Die Stadtwerke Marburg ermitteln im Vorfeld die notwendigen Anpassungsmaßnahmen für Ihre Erdgasgeräte. Seit Oktober 2017 wird deshalb bei allen Erdgasnutzern eine Bestandsaufnahme aller Erdgasgeräte durchgeführt. Erfahrungen aus Gebieten, in denen bereits auf das neue H-Gas umgestellt wurde, zeigen, dass die Umstellung bei ca. 98 % aller Geräte problemlos ist. Um ein Gerät auf das neue H-Gas umzustellen, wird meist nur der Düsensatz oder eine Düse getauscht oder der Brenner neu einreguliert. Diese Umstellung ist für Sie auf jeden Fall kostenfrei! Bis zu 2 % der Erdgasgeräte - das sind in der Regel sehr alte Heizungen, Erdgasherde oder -wäschetrockner - können allerdings nicht auf das neue H-Gas umgestellt werden. In diesen Fällen ist eine Neuanschaffung notwendig, die vom Kunden selbst zu tragen ist. Dafür besteht ein gesetzlicher Anspruch auf 100 Euro Kostenerstattung gemäß § 19 a Abs. 3 EnWG.
Kostenerstattung laut Gasverbrauchsgerätekostenerstattungsverordnung (GasGKErstV)
Die Erdgasversorgung in Marburg –
so funktioniert das Gasversorgungsnetz in der Universitätsstadt.
Etwas mehr als 40 % aller Haushalte im Versorgungsgebiet der Stadtwerke Marburg heizen und kochen mit Erdgas. Das sind über 14.000 Haushalte. Wie das Erdgasnetz funktioniert, sehen Sie in der folgenden Infografik.
Das Marburger Erdgasnetz hat eine Gesamtlänge von rd. 370 km und ist in unterschiedliche Druckstufen unterteilt – vergleichbar mit dem Straßensystem: Über Pipelines (= "Erdgas-Autobahnen") wird das Erdgas nach Marburg transportiert.
An der Übernahmestation Dreilinden (= "Autobahn-Ausfahrten") wird das Erdgas in unser Hochdrucknetz (= "Erdgas-Bundesstraßen") weitergeleitet.
Über rd. 43 Gasdruckregelstationen (="Erdgas-Straßenausfahrten") leiten wir das Erdgas weiter in unser Mitteldruck- und Niederdrucknetz – bis zu jedem einzelnen Haushalt.
Der Ablauf der Erdgasumstellung -
nur drei Schritte zur Zukunftssicherheit.
Vor der eigentlichen Erdgasumstellung müssen alle Erdgasgeräte im L-Gas-Verteilnetz erfasst, angepasst und stichprobenartig kontrolliert werden. Das bedeutet: die Marburger L-Gasnutzer werden von unseren Servicefirmen mehrmals aufgesucht.
Hier werden alle Erdgasgeräte (ca. 18.800 in Marburg) detailliert nach einem Anpassungshandbuch erfasst (Gerätehersteller, Gerätetyp, CE-Kennzeichnung, etc.). Start ab Anfang 2017.
Hier werden alle erfassten Erdgasgeräte in Marburg physikalisch für die Verwendung der neuen Erdgasqualität angepasst. Start im Februar 2019.
In jeweils 10 % der Fälle wird vorsorglich eine Qualitätskontrolle durchgeführt, damit die von der Stadtwerke Marburg GmbH geforderten Standards eingehalten und die Umstellungen fachgerecht durchgeführt werden. Ganz wichtig: Den Besitzern der Erdgasgeräte entstehen im Regelfall keine Kosten!
Hinweis der Polizei: Geben Sie Trickbetrügern keine Chance! Die für die Erdgasumstellung zertifizierten Monteure können sich gesondert ausweisen – lassen Sie sich unbedingt den Mitarbeiterausweis zeigen und überprüfen Sie gegebenenfalls die Identität der Monteure durch einen Anruf auf unserer Hotline unter (06421) 205 222.
Fragen zum Hintergrund der Erdgasumstellung
Die Erdgasversorgung in Deutschland erfolgt grundsätzlich entweder mit L-Gas oder mit H-Gas. Diese unterscheiden sich in ihrer chemischen Zusammensetzung und somit in ihrem Energiegehalt. Der Energiegehalt wird in aller Regel über den sogenannten Brennwert angegeben, der in Kilowattstunden pro Kubikmeter ausgewiesen wird. In der Bezeichnung steht "L" dabei für "low" (niedrig), "H" steht für "high" (hoch) - der Brennwert von H-Gas ist entsprechend höher ist als der von L-Gas (rund 11,5 kWh/m³ zu 10 kWh/m³). Dabei kann der Brennwert je nach Herkunft und chemischer Zusammensetzung weiter schwanken.
L-Gas Versorgungsgebiete befinden sich schwerpunktmäßig in den Bundesländern Niedersachsen, Bremen, Nordrhein-Westfalen und in Hessen, entlang der Rheinschiene, bis kurz vor Frankfurt sowie in Teilen Sachsen-Anhalts. Details hierzu finden Sie im Netzentwicklungsplan Gas (NEP Gas). Im restlichen Bundesgebiet erfolgt die Erdgasversorgung fast ausschließlich mit H-Gas.
Mit L-Gas aus den Niederlanden werden heute ca. 23 % aller deutschen Haushalte und der regionalen Industrie versorgt. Alle diese Haushalte und Industriebetriebe sind von der Umstellung betroffen. Insgesamt sind in der Zeit bis 2030 ca. 6 Mio. Erdgasgeräte anzupassen. Dies stellt eine große Herausforderung für die Verteilnetzbetreiber dar. Die Erdgasversorgungsunternehmen verfolgen daher das Ziel, durch eine rechtzeitige Planung und Abstimmung zwischen den betroffenen Verteilnetzbetreibern die Umstellung fristgerecht und im Interesse der Netzkunden kostengünstig umzusetzen. Die Umstellung wird nicht für alle Netzgebiete gleichzeitig, sondern nach einem von den Ferngasleitungsnetzbetreibern vereinbarten Plan schrittweise umgesetzt werden. In Marburg wird die Umstellung der Erdgasversorgung im Jahr 2019 stattfinden. Auch die benachbarten Erdgasversorger der Region Mittelhessen in Gießen, Butzbach, Bad Nauheim, Friedberg und Wetzlar werden die Erdgasversorgung in 2019 auf H-Gas umstellen.
Über Ihren genauen Umstellungstermin werden Sie mit ausreichendem Vorlauf durch unser "Erdgasbüro" informiert.
Die L-Gas Versorgung wurde bislang durch eigene Produktion in Deutschland sowie Importen aus den Niederlanden sichergestellt. Da davon ausgegangen wird, dass die niederländischen Erdgasfelder in der näheren Zukunft erschöpft sind, haben die niederländischen Versorger damit begonnen, die Verträge zur Versorgung mit L-Gas nicht mehr zu verlängern. So erfolgt eine schrittweise Reduzierung der Liefermengen bis zum Jahr 2030. Dieser Rückgang kann aber nicht durch innerdeutsche L-Gasförderung ausgeglichen werden. Daher ist eine Umstellung auf H-Gas erforderlich. Dieses wird auch längerfristig noch in ausreichender Menge verfügbar sein und macht den Großteil der weltweiten Erdgasvorkommen aus.
Der genaue Zeitpunkt der Umstellung wird von den Ferngasleitungsnetzbetreibern mehr oder weniger vorgegeben. Damit die Verbrauchsgeräte bei der Nutzung der neuen, höheren Erdgasqualität keinen Schaden nehmen, müssen diese in einem bestimmten Zeitraum angepasst werden.
Ein Großteil der weltweiten Erdgasvorkommen hat die Beschaffenheit von H-Gas. Entsprechend ist auch die Verfügbarkeit von H-Gas für die Versorgung der Verbraucher in Deutschland langfristig sichergestellt. Deutschlands größte Handelspartner beim Bezug von H-Gas sind derzeit Norwegen und Russland. Aktuelle Prognosen gehen von einer technischen Verfügbarkeit von Erdgas für 100-250 Jahre aus. Dabei unterscheiden sich die Zahlen je nach Studie und aufgrund der in der jüngsten Vergangenheit massiv gestiegenen Förderung in den USA.
Warum muss eine Anpassung an den Erdgasgeräten durchgeführt werden?
Die Erdgasgeräte sind für die jeweils verfügbare Erdgasqualität kalibriert (ausgerichtet). Der Kalibrierungskennwert ist der "Wobbe-Index". Der Wobbe-Index wird benötigt, um die Austauschbarkeit von Brenngasen zu beurteilen. Wenn z. B. Erdgas durch ein Propan-Luft-Gemisch ersetzt werden soll, reicht es nicht aus, eine Mischung mit gleichem Heiz- bzw. Brennwert zu erzeugen. Da dieses Gemisch eine andere Dichte als das ursprüngliche Erdgas hätte, würde durch den Brenner eine andere Menge strömen und sich deswegen ein anderer Energieumsatz ergeben. Erst durch das Miteinbeziehen der Dichte in den Wobbe-Index ergibt sich bei gleichem Düsendruck genau der Volumenstrom, der nötig ist, um die gleiche Energiemenge durchzusetzen und damit die gleiche Wärmebelastung im Brenner einer Heizung zu erreichen.
Die gesetzliche Grundlage ist im Energiewirtschaftsgesetz (§ 19a) festgeschrieben. Weitere Informationen finden sich in der Kooperationsvereinbarung Gas, der Gasnetzzugangsverordnung und auf den Internetseiten der Verbände BDEW und DVGW sowie auf der Internetseite der Bundesnetzagentur.
Eine zentrale Konvertierung des H-Gases in L-Gas für das gesamte Versorgungsgebiet ist technisch machbar, aber wirtschaftlich nicht sinnvoll. Langfristig würde eine solche Konvertierung die Erdgaskunden deutlich stärker belasten als eine einmalige Umstellung der Verbrauchseinrichtung.
Welchen Wert hat der Wobbe-Index?
Der Wobbe-Index für L-Gas liegt in Marburg bei ca. 12,8; der Wobbe-Index für H-Gas wird ab der Qualitätsumstellung voraussichtlich bei ca. 15 liegen. Die verbindlichen Werte für Installateure und Kunden sind in dem Dokument „Technische Anschlussbedingungen Erdgas“ [TAB Erdgas] hinterlegt.
Nein. Grundsätzlich gilt: Ohne eine entsprechende Anpassung werden die Gasverbrauchsgeräte unzulässig betrieben und müssen vom Netzbetreiber, in diesem Fall die Stadtwerke Marburg, gesperrt werden. Gemäß § 19a des Energiewirtschaftsgesetzes ist die Stadtwerke Marburg GmbH als lokaler Netzbetreiber für die Gasumstellung und damit auch für die Sicherheit in allen Haushalten verantwortlich. Im Falle einer Gefahr ist die Stadtwerke Marburg GmbH verpflichtet, Ihren Gasanschluss zu sperren.
Fragen zum Ablauf der Erdgasumstellung
Bei der Erhebung werden alle relevanten Eigenschaften Ihrer Erdgasgeräte erfasst, um die spätere Anpassung optimal planen und vorbereiten zu können. Im Rahmen der Erhebung wird die Funktion Ihres Erdgasgerätes in keiner Weise eingeschränkt.
Es ist die Aufgabe des Netzbetreibers – also der Stadtwerke Marburg - die Anpassung zu veranlassen. Dazu werden in der Regel Fachfirmen beauftragt, die in diesem Bereich die entsprechenden Erfahrungen haben und für die Anpassung zugelassen sind. In Einzelfällen werden die Netzbetreiber auch selbst tätig.
Den ungefähren Zeitraum für Erhebung und Anpassung teilt Ihnen der zuständige Netzbetreiber in Abstimmung mit den beauftragten Unternehmen möglichst frühzeitig mit.
Zusätzlich findet mit einem Vorlauf von einigen Tagen durch Informationsschreiben /"Wurfzettel" in den betroffenen Haushalten eine entsprechende Ankündigung statt.
Ja. Soweit erforderlich können Sie den Termin ändern. Zu diesem Zweck wurde eine Servicenummer eingerichtet, dort können Sie einen neuen Termin vereinbaren. Bitte warten Sie dafür den ersten Terminvorschlag des beauftragten Unternehmens ab.
Bitte rufen Sie dazu die von den Stadtwerken Marburg eingerichtete Servicenummer an. Man wird dort versuchen, soweit möglich, auf Ihre Wünsche einzugehen. Bitte warten Sie dafür den ersten Terminvorschlag des beauftragten Unternehmens ab.
Insgesamt sind in der Regel zwei Besuche erforderlich. Der Erste erfolgt zur Erhebung, in deren Rahmen alle in Ihrem Haushalt betriebenen Erdgasgeräte registriert werden. Im Zweiten erfolgt dann die Anpassung, bei der die Geräte auf die zukünftige Erdgasart umgerüstet werden. In einzelnen Fällen kann eine Nachkontrolle einzelner Geräte einen dritten Besuch bei Ihnen erforderlich machen. Diese Qualitätskontrolle dient der Überprüfung aller durchgeführten Arbeiten.
Alle beauftragten Firmen haben für ihre Mitarbeiter einen Arbeitsausweis der Stadtwerke Marburg erhalten. Der Ausweis ist vor Ort zu zeigen, zusammen mit einem Legitimationsschreiben. Bei Zweifeln Ihrerseits sollten Sie die Möglichkeit nutzen, Mitarbeiter der Stadtwerke Marburg unter einer besonders eingerichteten Servicenummer anzurufen. Dort werden entsprechende Auskünfte zu den Mitarbeitern und deren Legitimation bestätigt. Sollte eine Person versuchen, sich zu Ihrem Haus/Ihrer Wohnung Zugang zu verschaffen, ohne die Ihnen im Vorfeld mitgeteilten Kriterien zu erfüllen, sollten Sie den Zutritt verweigern und sofort die regelmäßig eingerichtete Servicenummer und/oder die Polizei kontaktieren.
Eine Erhebung – also die Feststellung von Typ, Alter, Zustand und Umstellungsfähigkeit - dauert pro Standard-Gasgerät ca. maximal 45 Minuten. Dier Erhebungsergebnisse werden für die weitere Bearbeitung elektronisch gespeichert.
In der Regel dauert die Anpassung zwischen 30 und 90 Minuten für hausübliche Gasgeräte. Der genaue Zeitbedarf ist von der Zugänglichkeit und Art des anzupassenden Gasgerätes abhängig.
Ich möchte, dass der Hersteller/mein Installateur/meine Wartungsfirma die Anpassung macht. Geht das?
Dies ist davon abhängig, ob die von Ihnen bevorzugte Person oder Firma technisch in ausreichender Weise für die Anpassung geeignet ist. Darüber hinaus muss eine Rückmeldung an das vom Netzbetreiber beauftragte Unternehmen erfolgen, damit dieser nachvollziehen und sicherstellen kann, dass tatsächlich alle vorgesehenen Geräte in seinem Netzgebiet umgestellt wurden. In der Regel müssten diese Kosten von Ihnen dann selbst getragen werden. Grundsätzlich ist zu empfehlen, die Umstellung durch das von Stadtwerke Marburg GmbH beauftragte Fachunternehmen durchführen zu lassen.
Alle Installateure, die bei den Stadtwerken Marburg als Vertragsinstallateur gelistet sind, werden von uns laufend informiert und können Ihnen technische Fragen gerne erklären. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass für alle Standardfälle kein Eingreifen von Ihrer Seite notwendig ist.
Grundsätzlich besteht die Möglichkeit vor und nach der Umstellung eine Ablesung vorzunehmen. Über eine individuelle Ablesung kann kurzfristig entschieden werden.
Grundsätzlich muss das Gerät für den Zeitraum der Anpassung außer Betrieb genommen werden. Nach der Anpassung wird das Gerät sofort wieder in Betrieb gesetzt. Der ordnungsgemäße Betrieb wird durch eine im Anschluss durchzuführende Abgasmessung dokumentiert. Auch diese Abgasmessung ist für den Erdgasgerätebesitzer kostenfrei. Sie ersetzt aber nicht die Prüfung durch den Schornsteinfeger. Die Dauer der Abschaltung hängt vom Gerätetyp ab und sollte nur im Einzelfall 60 Minuten überschreiten. Der ordnungsgemäße Betrieb wird durch eine im Anschluss durchzuführende Abgasmessung dokumentiert.
Was tue ich, wenn nach der Geräteanpassung eine Störung auftritt?
Sollte im Nachgang der Gasumstellung eine Störung an Ihrer Anlage auftreten, dann informieren Sie bitte zuerst das Erdgasbüro unter der Servicenummer 06421 205-222.Die Nachbesserung durch das Erdgasbüro ist für Sie kostenfrei.
Wer trägt die Kosten für eine Reparatur, die nach der Geräteanpassung anfallen?
Als Betreiber Ihrer Anlage müssen die Kosten für Wartungen oder Reparaturen aufgrund von festgestellten Mängeln (durch die Anpassungsfirma) eigenständig getragen werden.
Fragen zu den Kosten der Erdgasumstellung
Grundsätzlich muss das Gerät für den Zeitraum der Anpassung außer Betrieb genommen werden. Nach der Anpassung wird das Gerät sofort wieder in Betrieb gesetzt. Der ordnungsgemäße Betrieb wird durch eine im Anschluss durchzuführende Abgasmessung dokumentiert. Auch diese Abgasmessung ist für den Erdgasgerätebesitzer kostenfrei. Sie ersetzt aber nicht die Prüfung durch den Schornsteinfeger. Die Dauer der Abschaltung hängt vom Gerätetyp ab und sollte nur im Einzelfall 60 Minuten überschreiten.
Gemäß § 19a Energiewirtschaftsgesetz sind die Ausspeisenetzbetreiber, also der lokale Netzbetreiber, in diesem Fall die Stadtwerke Marburg GmbH, zur Organisation und zur Kostenübernahme der Umstellung verpflichtet. Sie müssen nur einen Antrag auf Kostenerstattung ausfüllen, wir übernehmen die Abwicklung für Sie. Den Antrag finden Sie hier.
Die in den beiden deutschen Erdgasmarktgebieten durch die Umstellung von L- auf H-Gas anfallenden Kosten werden entsprechend der Vorgaben aus § 19a EnWG auf alle Netze innerhalb des Marktgebiets umgelegt. Die Netzentgelte erhöhen sich dabei um den jedes Jahr festzulegenden Umlagebetrag für alle Erdgasverbraucher.
Wird das "neue" Erdgas teurer?
Ihr Energiebezug wird in der Regel nicht teurer, da die abgenommene Arbeit, gemessen in kWh, abgerechnet wird. Da das "neue" Erdgas einen höheren Brennwert aufweist, werden mit weniger Volumen mehr kWh geliefert. Sie werden also weniger m³ auf Ihrem Erdgaszähler ablesen. Die in kWh abgerechneten Verbrauchsmengen werden sich nicht signifikant ändern.
Als Grundlage der Abrechnung gilt immer der jeweilige gelieferte Brennwert des Erdgases. Liegt die Änderung zwischen zwei Ablesungen, wird mit einer sachgerechten Methode ein Abrechnungswert ermittelt.
§19 des EnWG schreibt die Ablesung der Zählerdaten im Zeitraum 45 Tage vor und 31 Tage nach der Umstellung vor.
Wer trägt die Kosten für einen Gasgeräteaustausch bei nicht anpassbaren Gasgeräten?
Für eventuell erforderliche Ersatzgeräte müssen Sie als Betreiber die Kosten tragen. Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie keine Möglichkeit haben, den Geräteaustausch selbst zu finanzieren. Wir unterstützen Sie gerne bei der Problemlösung. Seit dem 1. Januar 2017 stehen gem. §19a EnWG jedem Gasgerätebetreiber eine Kostenerstattung in Höhe von 100 € zu, sobald Sie Ihr Gasverbrauchsgerät im Rahmen der Marktraumumstellung von L- auf H-Erdgas erneuern müssen.
Fragen zum Service während der Erdgasumstellung
In diesem unwahrscheinlichen Fall wenden Sie sich bitte umgehend an die regelmäßig vom Netzbetreiber eingerichtete Servicenummer. Dort wird schnellstmöglich für Abhilfe gesorgt.
Bitte wenden Sie sich an die vom Netzbetreiber eingerichtete Servicenummer (06421) 205 222, dort wird man den Vorgang aufnehmen und Ihnen schnellstmöglich weiterhelfen.
Ich habe eine gewerbliche Erdgasanwendung (Hotelküche, Backofen, Hell-/Dunkelstrahler, etc.). An wen muss ich mich wenden?
Grundsätzlich werden auch diese Geräte ganz normal erhoben. Falls die Anpassungsfirma die nachfolgende Anpassung nicht leisten kann, wird in Absprache mit Ihnen ein geeigneter Dienstleister ausgewählt. Bei der Suche nach einer geeigneten Servicefirma ist die jeweils eingerichtete Projektleitung gerne behilflich. Die entstehenden Kosten werden vom jeweiligen Netzbetreiber übernommen.
Spezielle Fragen zu dem Umstellungsprojekt richten Sie bitte direkt an das dafür eingerichtete „Erdgasbüro“ unter den unten angegebenen Adressdaten.
Ihr Erdgasgerät (genauer: die große Mehrheit aller Erdgasgeräte) ist aus technischen Gründen für die jeweilige Erdgasart, die Sie bisher beziehen, eingestellt. Nur so ist ein sicherer und effizienter Betrieb zu gewährleisten. Bei einer Änderung der bezogenen Erdgasart muss entsprechend auch das Gerät angepasst werden. Ansonsten kann es von einer Beschädigung oder Zerstörung des Gerätes bis hin zu einer Gefährdung des Betriebsortes oder des Betreibers kommen. Natürlich gibt es auch Geräte, die für den Betrieb mit L- und H-Gas geeignet sind – etwa adaptive Erdgasthermen, welche sich selbstständig anpassen. Diese stellen jedoch eine Ausnahme dar. Sollte sich in Ihrem Haushalt ein solches Gerät befinden, so wird das von uns beauftragte Fachunternehmen dies bei der (in jedem Fall notwendigen) Erhebung feststellen und Sie entsprechend informieren.
Es sind grundsätzlich alle Geräte betroffen, die mit Erdgas betrieben werden. In den meisten Haushalten handelt es sich hierbei um Erdgasthermen und Erdgasherde. Die Identifikation aller vorhandenen Erdgasgeräte übernimmt das mit der Erhebung beauftragte Fachunternehmen. Die Beurteilung der notwendigen Anpassungsmaßnahmen wird ebenfalls durch die vom jeweiligen Netzbetreiber beauftragten Fachfirmen vorgenommen.
Ja, denn die große Mehrheit aller Erdgasgeräte ist aus technischen Gründen für die jeweilige Erdgasart, die Sie bisher bezieht, eingestellt. Nur so ist ein sicherer und effizienter Betrieb zu gewährleisten. Bei einer Änderung der bezogenen Erdgasart muss entsprechend auch das Gerät angepasst werden. Ansonsten kann es von einer Beschädigung oder Zerstörung des Gerätes bis hin zu einer Gefährdung des Betriebsortes oder des Betreibers kommen. Natürlich gibt es auch Geräte, die für den Betrieb mit L- und H-Gas geeignet sind – etwa adaptive Erdgasthermen, welche sich selbstständig anpassen. Diese stellen jedoch eine Ausnahme dar. Sollte sich in Ihrem Haushalt ein solches Gerät befinden, so wird das beauftragte Fachunternehmen dies bei der (in jedem Fall notwendigen) Erhebung feststellen und Sie entsprechend informieren.
In den meisten Fällen ist eine Anpassung möglich. Nur in sehr wenigen Ausnahmefällen ist eine Anpassung nicht möglich. Diese Beurteilung nehmen die beauftragten Fachfirmen auf der Basis der relevanten technischen Regeln vor. In Fällen, in denen eine Anpassung nicht möglich ist, werden Sie gesondert informiert und das weitere Vorgehen wird mit Ihnen abgestimmt. Grundsätzlich ist dies etwa bei extrem alten Erdgasgeräten möglich.
In diesem Fall müssen Sie in der Regel nicht aktiv werden. Die Lambda-Sonde Ihres Erdgasmotors erkennt die Erdgasart anhand der Abgase und stellt die Verbrennung entsprechend richtig ein. Sie können, wie bisher, an jeder Erdgastankstelle tanken. Nur sehr alte Erdgasfahrzeuge verfügen noch nicht über eine automatische Einstellung.
Verändert sich der Wirkungsgrad meines Gerätes durch das neue Erdgas?
Während der Umstellung der Erdgasarten kann es zu geringfügigen Abweichungen kommen. Dieser Effekt ist vorübergehend. Es ist beispielsweise möglich, dass der Warmwasserdruck leicht abnimmt, sofern das Gerät bereits auf das energiereichere Erdgas eingestellt ist, da künftig eine geringere Erdgasmenge für die gleiche Erwärmung benötigt wird.
Mängel sind grundsätzlich vom Anlagenbetreiber zu beseitigen. Die Verantwortung für den ordnungsgemäßen Gebrauch Ihres Erdgasgerätes liegt ebenfalls beim Betreiber. Sollten die beauftragten Fachfirmen Mängel feststellen, werden diese auf Kosten des Betreibers durch Ihren Hausinstallateur beseitigt. Sie müssen die Beseitigung anschließend der Fachfirma melden. Falls ein Mangel vorliegt, hinterlässt die Fachfirma bei Ihnen einen sog. Mängelschein, der diesen beschreibt. Die Beseitigung ist für einen sicheren Betrieb erforderlich und dient Ihrer eigenen Sicherheit. Eine Mängelbeseitigung muss auch unabhängig von der Erdgasumstellung erfolgen.
Im Nachgang der durchgeführten Erhebung erhalten Sie eine schriftliche Mitteilung von den Stadtwerken Marburg, falls Ihr Gerät tatsächlich nicht anpassungsfähig ist. In diesem Fall muss das Gerät durch ein anpassungsfähiges ersetzt werden. Die Beauftragung für einen eventuellen Geräteaustausch nehmen Sie als Anlagenbetreiber/-eigentümer selbst vor. Die Kosten für den Gerätetausch sind vom jeweiligen Eigentümer selbst zu tragen.
Was bedeuten die Kennzeichnungen auf meinem Erdgasgerät?
Nein. Nach der Anpassung wird Ihr Gerät genauso laufen wie vor der Anpassung. Alle erforderlichen Änderungen am Gerät werden durch die Anpassungsfirmen vorgenommen.
Fragen zum rechtlichen Hintergrund
Gemäß § 19a Energiewirtschaftsgesetz sind die Ausspeisenetzbetreiber, also der lokale Netzbetreiber, in diesem Fall die Stadtwerke Marburg GmbH, zur Organisation und zur Kostenübernahme der Umstellung verpflichtet. Die in den beiden deutschen Erdgasmarktgebieten durch die Umstellung von L- auf H-Gas anfallenden Kosten werden entsprechend der Vorgaben aus § 19a EnWG auf alle Netze innerhalb des Marktgebiets umgelegt. Die Netzentgelte erhöhen sich dabei um den jedes Jahr festzulegenden Umlagebetrag für alle Erdgasverbraucher.
Unser "Erdgasbüro" berät Sie in allen Fragen zum Thema Erdgasumstellung.
Wir sind telefonisch unter (06421) 205-222 oder per E-Mail unter gasumstellung(at)swmr(dot)de von Mo. - Fr. 8:00 - 18:00 Uhr erreichbar oder auch direkt vor Ort:
Erdgasbüro der Stadtwerke Marburg GmbH
Persönliche Beratungsgespräche nach telefonischer Vereinbarung.
Werden Sie zum Erdgas-Experten –
und informieren Sie sich weiter.
Infos zum Erdgasnetz
Informationen für Gasgerätebetreiber
Wie das Erdgas in Marburger Haushalte kommt
Erdgasgeruch melden unter (06421) 205 720
Website der ARGE EGU

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