Source: https://speditionspfandrechtsversteigerung.de/content/forderungsrealisierung-einfach/
Timestamp: 2019-12-13 15:26:09+00:00

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Das Speditionspfandrecht ermöglicht Spediteuren kurzfristig Ihre Forderung zu realisieren. Die Einleitung und Durchführung der Speditionspfandversteigerung ist für den Spediteur jetzt sehr einfach.
Als öffentlich bestellter, vereidigter Versteigerer sind wir vor Annahme eines Versteigerungsauftrages dazu verpflichtet die Pfandreife festzustellen.
Dazu ist es nicht mehr notwendig, dass Sie uns Kopien der Dokumente übersenden.
Wir haben Prozess komplett digitalisiert. Die zur Durchführung der Versteigerung notwendigen Daten können Sie uns jetzt einfach und bequem über unsere Website www.deutsche-pfandverwertung.de unterVersteigerung kostenlos einleiten übersenden.
Das Pfandrecht des Spediteurs entsteht kraft Gesetz. Die Berechtigung der Verwertung wird nicht mittels eines Gerichtsverfahrens überprüft. Der öffentlich bestellte, vereidigte Versteigerer ist auf seine Unabhängigkeit bei der Durchführung des Verwertungsverfahren vereidigt. Er hat als neutrale Instanz sowohl die Rechte des Gläubigers als auch die des Schuldners zu wahren. Deshalb ist er vor Einleitung des Verwertungsprozess dazu verpflichtet die Pfandreife festzustellen. Wenn der Versteigerer unberechtigter Weise verwertet kann er mit haftbar gemacht werden.
1. Vorausetzung
Voraussetzung für das Entstehen des Pfandrechts ist, dass der Spediteur, Lagerhalter, Logistiker, Frachtführer, Verfrachter im Besitz der Sache ist, und mittels Konnossements, Ladeschein oder Lagerschein darüber verfügen kann.
2. Bestimmtes Pfandrecht
Der Auftraggeber muss ein bestimmtes Pfandrecht haben § § 1204, 1257 BGB.
3. Die Fälligkeit
Die Fälligkeit der Forderung muss eingetreten sein. § 1228 Abs. 2 BGB
4. Androhung und Benachrichtigung
Der Gläubiger (Pfandgläubiger) muss dem Eigentümer die beabsichtigte Versteigerung des Pfandes spätestens gemäß § 1234 BGB einen Monat vorher androhen. Bei gewerblichen Schuldner beträgt die Frist nach § 368 HGB 1 Woche.
6. Eigentumsvermutung
Gemäß § 1248 Eigentumsvermutung gilt beim Verkauf des Pfandes zugunsten des Pfandgläubigers der Verpfänder (Schuldner) als der Eigentümer, es sei denn, dass der Gläubiger weis, dass der Verpfänder nicht der Eigentümer ist. Dem Gläubiger bekannte Eigentümer ( Schuldner) und Dritte, denen Rechte an dem Pfande zustehen, sind vom Pfandgläubiger besonders zu benachrichtigen. Verfrachter und Frachtführer haben dem Empfänger oder falls dieser nicht zu ermitteln ist oder die Annahme des Gutes verweigert, den Absender zu benachrichtigen.
Die Wartefrist muss abgelaufen gemäß §1234 BGB, § 368 HGB abgelaufen oder nach § 1245 BGB entbehrlich sein.
Gemäß § 1237 BGB Öffentliche Bekanntmachung ist die Durchführung der Versteigerung öffentlich bekannt zu machen. Dies hat nach laufender Rechtsauffassung in angemessener Form zu erfolgen. Der Zweck der Publikationsvorschrift besteht darin, die Öffentlichkeit herzustellen um sämtlichen potentiellen Bietern Gelegenheit zur Kenntnisnahme zu geben. Die öffentliche Bekanntmachung soll dazu dienen, dass möglichst viele Bieter zur Versteigerung erscheinen und mitbieten. Ausschließlich dieser Bieterwettbewerb gewährleistet, dass der optimale Versteigerungserlös erzielt wird. Heutzutage erfolgt die öffentliche Bekanntmachung zumeist über das Internet. Für die Publizierung/Bekanntmachung benötigen wir hier Abbildungen in jpg Format der zur Versteigerung anstehenden Gegenstände. Handyfotos sind ausreichend. Sie können uns die Abbildungen entweder per E-mail ( abbildungen@deutsche-pfandverwertung.de) oder noch einfacher kostenlos, über https//wetransfer.com übermitteln.
Wenn uns die zur rechtskonformen Verwertung notwendigen Daten und Abbildungen vorliegen, erhalten Sie kurzfristig den Versteigerungsauftrag per E-Mail übersandt. Ein Vertragsverhältnis mit uns entsteht erst mit Unterzeichnung des Versteigerungsauftrags.
Wann - bei gewerblichen Schuldner?
Bei gewerblichen Schuldner können gemäß § 368 HGB nach Ablauf einer Frist von 1 Woche die vom Schuldner in Pfand genommenen Gegenstände öffentlich versteigert werden.
Wann - bei privatem Schuldner?
Bei privaten Schuldnern muss gemäß § 1234 BGB eine Frist von einem Monat eingehalten werden, um die in Pfand genommenen Gegenstände öffentlich versteigern zu können.
Gemäß § 1236 BGB wird die Speditionspfandrechtsversteigerung i. d. R. im Lagerobjekt durchgeführt. So können unnötigen Transport- und Lagerkosten vermieden werden. Wenn an einem anderen Ort ein höherer Verwertungserlös zu erwarten ist, kann das Versteigerungsgut zur Verwertung dorthin verbracht werden.
1. Wir übersenden Ihnen den Versteigerungsauftrag.
2. Wir zeigen gemäß Versteigerverordnung die Durchführung des Versteigerungstermins beim Ordnungsamt und der IHK an. Die Frist beträgt hier 14 Tage. Bei verderblicher Ware kann eine Verkürzung der Frist beantragt werden.
3. Wir führen die öffentlicher Versteigerung schnellstmöglich vor Ort für Sie durch.
Abschluss der Versteigerung
1. Nach Abrechnung und Aushändigung der Ware an die höchstbietende Käufer erhalten Sie kurzfristig den Versteigerungserlös überwiesen.
2. Sie erhalten von uns ein Versteigerungsprotokoll mit dem Sie den Eigentümer gemäß § 1241 BGB über das Versteigerungsergebnis informieren können.
Mehrerlöse / Mindererlöse
wenn während des Verwertungsverfahren die Summe der Forderungen inklusive sämtlicher bisher dem Gläubiger aus dem Verwertungsverfahrens entstandenen Kosten erreicht ist, muss der Versteigerer die Versteigerung beenden. Eine Überverwertung ist nicht statthaft. Weil manche Güter oder Konvolute nicht teilbar sind, steht in diesem Fall ein eventueller Mehrerlös dem Schuldner zu.
Wird eine Deckung der offenen Forderungen des Spediteurs nicht erreicht, kann der dann noch offene Betrag geltend gemacht werden. Vorteil hierbei ist, dass der Streitwert und somit sich die Rechtskosten reduzieren.

References: § 1204
 § 1228
 § 1234
 § 368
 § 1248
 §1234
 § 368
 § 1245
 § 1237
 § 368
 § 1234
 § 1236
 § 1241