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Timestamp: 2017-02-22 23:40:27+00:00

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§ 283 StGB, Bankrott | Gesetze auf anwalt24.de
§ 283 StGB, Bankrott Inhaltsübersicht
Strafgesetzbuch (StGB) Bundesrecht…§ 283 StGB, Bankrott§ 283a StGB, Besonders schwerer Fall des Bankrotts§ 283b StGB, Verletzung der Buchführungspflicht§ 283c StGB, Gläubigerbegünstigung§ 283d StGB, Schuldnerbegünstigung§ 284 StGB, Unerlaubte Veranstaltung eines Glücksspiels§ 285 StGB, Beteiligung am unerlaubten Glücksspiel§ 286 StGB, Vermögensstrafe, Erweiterter Verfall und Einziehung§ 287 StGB, Unerlaubte Veranstaltung einer Lotterie oder einer Ausspielung§ 288 StGB, Vereiteln der Zwangsvollstreckung§ 289 StGB, Pfandkehr§ 290 StGB, Unbefugter Gebrauch von Pfandsachen§ 291 StGB, Wucher§ 292 StGB, Jagdwilderei§ 293 StGB, Fischwilderei§ 294 StGB, Strafantrag§ 295 StGB, Einziehung§ 296 StGB (weggefallen)§ 297 StGB, Gefährdung von Schiffen, Kraft- und Luftfahrzeugen durch Bannware§ 298 StGB, Wettbewerbsbeschränkende Absprachen bei Ausschreibungen§ 299 StGB, Bestechlichkeit und Bestechung im geschäftlichen Verkehr…§ 358 StGB, Nebenfolgen
§ 283 StGBStrafgesetzbuch (StGB)BundesrechtBesonderer Teil → Vierundzwanzigster Abschnitt – InsolvenzstraftatenTitel: Strafgesetzbuch (StGB)Normgeber: BundAmtliche Abkürzung: StGBGliederungs-Nr.: 450-2Normtyp: Gesetz(1) Mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer bei Überschuldung oder bei drohender oder eingetretener Zahlungsunfähigkeit 1. Bestandteile seines Vermögens, die im Falle der Eröffnung des Insolvenzverfahrens zur Insolvenzmasse gehören, beiseite schafft oder verheimlicht oder in einer den Anforderungen einer ordnungsgemäßen Wirtschaft widersprechenden Weise zerstört, beschädigt oder unbrauchbar macht, 2. in einer den Anforderungen einer ordnungsgemäßen Wirtschaft widersprechenden Weise Verlust- oder Spekulationsgeschäfte oder Differenzgeschäfte mit Waren oder Wertpapieren eingeht oder durch unwirtschaftliche Ausgaben, Spiel oder Wette übermäßige Beträge verbraucht oder schuldig wird, 3. Waren oder Wertpapiere auf Kredit beschafft und sie oder die aus diesen Waren hergestellten Sachen erheblich unter ihrem Wert in einer den Anforderungen einer ordnungsgemäßen Wirtschaft widersprechenden Weise veräußert oder sonst abgibt, 4. Rechte anderer vortäuscht oder erdichtete Rechte anerkennt, 5. Handelsbücher, zu deren Führung er gesetzlich verpflichtet ist, zu führen unterlässt oder so führt oder verändert, dass die Übersicht über seinen Vermögensstand erschwert wird, 6. Handelsbücher oder sonstige Unterlagen, zu deren Aufbewahrung ein Kaufmann nach Handelsrecht verpflichtet ist, vor Ablauf der für Buchführungspflichtige bestehenden Aufbewahrungsfristen beiseite schafft, verheimlicht, zerstört oder beschädigt und dadurch die Übersicht über seinen Vermögensstand erschwert, 7. entgegen dem Handelsrecht a) Bilanzen so aufstellt, dass die Übersicht über seinen Vermögensstand erschwert wird, oderb) es unterlässt, die Bilanz seines Vermögens oder das Inventar in der vorgeschriebenen Zeit aufzustellen, oder8. in einer anderen, den Anforderungen einer ordnungsgemäßen Wirtschaft grob widersprechenden Weise seinen Vermögensstand verringert oder seine wirklichen geschäftlichen Verhältnisse verheimlicht oder verschleiert.(2) Ebenso wird bestraft, wer durch eine der in Absatz 1 bezeichneten Handlungen seine Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit herbeiführt.(3) Der Versuch ist strafbar.(4) Wer in den Fällen 1. des Absatzes 1 die Überschuldung oder die drohende oder eingetretene Zahlungsunfähigkeit fahrlässig nicht kennt oder2. des Absatzes 2 die Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit leichtfertig verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.(5) Wer in den Fällen 1. des Absatzes 1 Nr. 2, 5 oder 7 fahrlässig handelt und die Überschuldung oder die drohende oder eingetretene Zahlungsunfähigkeit wenigstens fahrlässig nicht kennt oder2. des Absatzes 2 in Verbindung mit Absatz 1 Nr. 2, 5 oder 7 fahrlässig handelt und die Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit wenigstens leichtfertig verursacht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.(6) Die Tat ist nur dann strafbar, wenn der Täter seine Zahlungen eingestellt hat oder über sein Vermögen das Insolvenzverfahren eröffnet oder der Eröffnungsantrag mangels Masse abgewiesen worden ist.
Zitierungen dieses DokumentsUrteileBGH, 29.04.2010 - 3 StR 314/09 - Beiseiteschaffen i.S.d. § 283 Abs. 1 Nr. 1 Strafgesetzbuch (StGB) bei wesentlicher Erschwerung des Zugriffs auf den weggegebenen Vermögensbestandteil für einen…BGH, 13.02.2014 - 1 StR 336/13 - Ablehnung eines Antrags auf Vernehmung von Auslandszeugen bei fehlender Erforderlichkeit des Zeugen zur Erforschung der WahrheitBGH, 17.05.2010 - II ZB 5/10 - Ausreichen einer Versicherung des Nichtvorliegens einer etwaigen Verurteilung wegen Straftaten im Inland oder Ausland i.R.e. Anmeldung zum Handelsregister durch…BGH, 15.05.2012 - 3 StR 118/11 - Voraussetzungen für eine Strafbarkeit des Geschäftsführers einer GmbH wegen Bankrotts bei fehlender Handlungsabsicht im Interesse der GesellschaftBGH, 20.10.2011 - 1 StR 354/11 - Unklare und widersprüchliche Urteilsfeststellungen hinsichtlich der falschen Angaben beim Registergericht über die Einzahlung des Stammkapitals bei Verurteilung wegen…BGH, 15.09.2011 - 3 StR 118/11 - Bedeutung der Intention eines GmbH-Geschäftsführers hinsichtlich des Beiseiteschaffens von Vermögenswerten bei drohender Zahlungsunfähigkeit für die Strafbarkeit…BGH, 13.01.2011 - IX ZB 199/09 - Steuerhinterziehung als Versagungsgrund einer Restschuldbefreiung zugunsten eines SchuldnersBGH, 11.02.2010 - 4 StR 433/09 - Beihilfe zum Kreditbetrug in Tateinheit mit Bankrott im Falle der Mitunterzeichnung eines Vertrages über den fingierten Verkauf von Aktien; Insolvenzverschleppung…BGH, 01.09.2009 - 1 StR 301/09 - Abweichen der Rechtsprechung von der sog. "Interessentheorie" aufgrund der entstehenden Ungleichbehandlung von Einzelkaufleuten und GmbH-Geschäftsführern; Anwendung…BGH, 19.08.2009 - 1 StR 206/09 - Erfüllung der materiellrechtlichen Voraussetzungen einer Umsatzsteuerbefreiung durch Einhaltung der für Ausfuhrlieferungen vorgesehenen Nachweispflichten;…BGH, 13.10.2016 - 3 StR 352/16 - Beihilfe des Alleingeschäftsführers als strafrechtlich verantwortliches Organ einer luxemburgischen haftungsbeschränkten Gesellschaft zum Vorenthalten und Veruntreuen…BGH, 28.09.2016 - 4 StR 293/16 - Revisionrechtliche Nachprüfung der Beweiswürdigung betreffend die Verurteilung wegen vorsätzlichen Bankrotts in Tateinheit mit UntreueBGH, 25.08.2016 - 1 StR 290/16 - Nachweis der Herbeiführung einer Zahlungsunfähigkeit im Rahmen einer Strafbarkeit wegen BankrottsBGH, 29.06.2016 - 2 StR 520/15 - Strafrechtliche Bewertung der Aufbringung neuen Kapitals als KapitalerhöhungsschwindelBGH, 16.06.2016 - 1 StR 20/16 - Verletzung der Buchführungspflicht unter Vorspiegelung falscher Tatsachen im Rahmen des ImmobilienhandelsBGH, 17.03.2016 - 1 StR 628/15 - Handeln als vertretungsberechtigtes Organ einer juristischen Person hinsichtlich der Erfüllung des Tatbestands des Bankrotts; Absehen von der Anordnung des Verfalls…BGH, 14.03.2016 - 1 StR 337/15 - Beendigung des vorsätzlichen Bankrotts durch Verheimlichen von Bestandteilen des Vermögens im Falle der Insolvenz einer natürlichen Person; Fortdauerndes…BGH, 25.09.2014 - IX ZR 156/12 - Schädigung der Insolvenzgläubiger durch die Versteigerung eines zur Sicherheit an einen Gläubiger übereigneten Gegenstands der InsolvenzmasseBGH, 19.02.2013 - 5 StR 427/12 - Rechtmäßigkeit einer Verurteilung wegen Untreue durch pflichtwidrige Entziehung von Geldern aus einem liquiditätsschwachen Unternehmen vor Einleitung des…BGH, 22.01.2013 - 1 StR 233/12 - Auswirkungen der Nichtbeachtung der Strafrahmenverschiebung i.S.d. § 28 Abs. 1 StGB auf den Strafausspruch i.R.e. Verfahrens wegen Bankrotttaten gem. § 283 Abs. 2…
§ 282 StGB, Vermögensstrafe, Erweiterter Verfall und Einziehung§ 283a StGB, Besonders schwerer Fall des Bankrotts
27.05.2016 - 261 mal gelesen.Autor: Rechtsanwalt Johannes Koepsell aus WuppertalBesondere Risiken für einen Einzelkaufmann im Insolvenzfall am Beispiel Anton SchleckerDer Unternehmer, der einen einzelkaufmännischen Betrieb führt, haftet im Falle einer Insolvenz nicht nur mit dem Firmen- sondern mit seinem gesamten Privatvermögen. Die Unternehmensinsolvenz führt… mehr

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 § 28
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