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Timestamp: 2018-12-11 11:18:05+00:00

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Das Seniorat – MarkomannenWiki
1 I. - Einführung und Danksagung
2 II. - Die Wahl zum Senior
3 III. - Aufgaben des Seniors und die Prinzipien seiner Amtsführung
3.1 A. Aufgaben des Seniors
3.1.1 1.	Was tut der Vorstand?
3.1.2 2.	Das Ressort des Seniors
3.2 B. Prinzipien seiner Amtsführung
3.2.1 Weitblick in der Planung
3.2.2 Organisationstalent
3.2.3 Genauigkeit
3.2.4 Kommunikationsfreude
3.2.5 Hohe Frustrationstoleranz
3.2.6 Diplomatie
3.2.7 Offenheit
3.2.8 Einfühlungsvermögen
3.2.9 Gerechtigkeit
3.2.10 Spontanietät
3.2.11 Begeisterungsfähigkeit
4 IV. - Planung: von der Idee zum Semesterprogramm
4.1 A.	Ideensammlung
4.2 B.	Sichten und Berichten
4.3 C.	Terminierung
4.4 D.	Herausgabe des Semesterprogramms
5 Teil V. - Besondere Ereignisse im Semester
5.1 A.	Todesfälle
5.2 B.	Hochzeiten
5.3 C.	Geburten
5.4 D.	KV-Vollversammlung (VV) oder Hauptausschuss-Sitzung
5.5 E.	Markomannia stellt das KVM-Präsidium
5.6 F.	Sonstiges:
6 VI. - Kommunikation mit Aktiven
6.1 A.	Information
6.2 B.	Delegation und Motivation
6.3 C.	Mediation
7 VII. - Kontaktpflege mit AHAH
7.1 A.	Schirmherren
7.2 B.	Die „Keimzellen-Methode“
7.3 C.	Hochkarätige Veranstaltungen
7.4 D.	Besonders gute Ansprachemöglichkeiten
7.5 E.	Weitere Erfahrungen
8 VIII. - Vorstandsarbeit
8.1 A.	Vorstandssitzungen
8.2 B.	Arbeitsteilung, Ressortprinzip und Überschneidungen
8.3 C.	Beaufsichtigung
8.4 D.	Zusammenhalt
9 IX. Der Convent
10 A.	Vorbereitung und Gliederung eines Conventes
10.1 Allgemeiner Teil
10.2 Antrittsconvent
10.3 2. Convent
10.4 Burschungsconvent
10.5 Wahlconvent
10.6 Dechargeconvent
11 B.	Leitfaden zur Conventsführung
11.1 1.	Eröffnung des Conventes
11.2 2.	Eröffnung der Diskussion, Erläuterungen des Themas
11.3 3.	Behandlung von Wortbeiträgen
11.4 4.	Anträge zur Geschäftsordnung
11.5 5.	Abstimmung
11.6 6.	Ordnungsmaßnahmen
11.7 7.	Konkrete Maßnahmen zur Conventsverkürzung
11.7.1 8.	Desiderate eines „erfolgreichen“ Conventes
12 C.	Besondere Ereignisse auf dem Convent
12.1 1.	Aufnahme von Füchsen
12.2 2.	Vorschlag zu Burschung
12.3 3.	Promotion
12.4 4.	Wahl
12.5 5.	Decharge
12.6 6.	Entlassung, Dimission, Exklusion
13 D.	Umsetzung von Beschlüssen
14 E. Die wichtigsten Conventsregeln in der Übersicht
14.1 Das Conventsgeheimnis (§16 GO)
14.2 Beschlussfähigkeit (§19 GO)
14.3 Allgemeiner Convent (AC) § 14 GO
14.4 Burschenconvent (BC) § 15 GO
14.5 Anträge
14.5.1 Die Form (§4 VO)
14.6 Rechte des Seniors (§3 GO)
14.7 Abstimmungen
14.8 Worterteilung
14.8.1 Worterteilung außerhalb der Rednerliste (§ 11 GO)
14.8.2 § 5 VO Anträge zu GO
14.9 Persönliche Bemerkungen (§12)
14.10 Strafen
14.10.1 Strafe bei unentschuldigtem Fehlen (§40 VO)
14.10.2 Entschuldigungen (§ 37 (2) VO)
14.10.3 Strafe bei anderen Verfehlungen (§ 41 VO)
14.10.4 Stange Satz
14.10.5 Strafe bei „Handyklingeln“
15 X. - Das Nebeneinander von Studium und Seniorat
15.1 Wie verhindere ich das „Aschehaufen-Syndrom“?
15.2 weitere Leitsätze
I. - Einführung und Danksagung
Hoher Amtsnachfolger, lieber Bundesbruder, sehr geehrter Leser,
im Rahmen meiner Seniorate habe ich festgestellt, dass das gesammelte Wissen der Chargenzeit nur selten in seiner vollen Ausprägung den Amtsnachfolger erreichen wird. Chargenwissen ist manchmal Schamanenwissen. Seine Weitergabe erfordert Zeit und Aufwand, und manche Chargen werfen – bildlich gesprochen – nach getaner Arbeit den Chargenzimmerschlüssel auf den Tisch und machen sich schnellstmöglich aus dem Staub (Ja –Übertreibungen gehören zu meinem Naturell). So muss sich jeder Senior das Grundlagenwissen mit der Zeit selbst erarbeiten, was erfahrungsgemäß bei einigen gut klappt, aber bei anderen mit einigen schmerzhaften Ausrutschern und Fettnäpfchen-Tretereien verbunden ist. Daher habe ich es mir zum Ziel gesetzt, meinem Nachfolger im WS 2002/03, meinem lb Bb Andreas Brinkkötter, ein kleines Kompendium mit an die Hand zu geben, welches zur Komplettlektüre oder als Nachschlagewerk verwendet werden kann oder – ganz nach Bedarf – auch als Unterlage, damit der Schreibtisch nicht immer so wackelt. Ich hoffe, dass dieses Werk mehr im ersten als im zweiten Sinne nützlich ist. Nun ist das Semester schon weitestgehend verstrichen, als ich mich endlich aufraffen konnte, es zu schreiben. Leider wird es Andreas nur noch in seiner zweiten Amtszeit als Senior nutzen, aber das das x² in Mode gekommen ist, kann die Zeit der Hochleistung ja beginnen!
Dieses Büchlein ergänzt den Inhalt der Fuchsenfibel Markomanniae (Ausgabe vom April 1996, herausgegeben vom Altherrenverein der Markomannia), dessen Lektüre ich jedem nur wärmstens ans Herz legen kann, um sich eine solide Basis über den Verein Markomannia zu schaffen, bevor es dann präzisierend an die Details dieser Schrift geht.
Das niedergeschriebene Wissen soll dynamisch sein! Jeder Senior ist aufgerufen, diese Schrift zu ergänzen, fortzuschreiben oder – wenn nötig – zu berichtigen! Zu diesem Zweck ist eine CD beigelegt, auf dem die Quelldatei des „Seniorats“ gespeichert ist. Die Datei sollte nach jedem Semester neu editiert werden, um eine Neuauflage des „Seniorats“ zu erstellen. Jede Ergänzung macht Sinn! Ihr werdet dem Verein wirklich nachhaltig nützen, da jede freie Energie, die nicht mit der Erarbeitung von Grundlagenwissen verwendet werden muss, in das Studium oder beispielsweise in besonders dringende Anliegen wie die Keilarbeit fließen kann.
Bedanken möchte ich mich vor allem bei meinem lieben – mittlerweile ehrenbezipfelten – Biervater, Marc-Albert Kuntz, der mir immer helfend zur Seite stand, wenn etwas nicht so geklappt habe, wie ich mir das vorgestellt habe, und bei meiner Freundin Christine, die meist sehr verständnisvoll mit der Situation umging, dass ich während meiner Vorstandstätigkeit oft wenig Zeit für sie hatte. Natürlich bedanke ich mich auch bei meinen Conchargen, die im WS 2002/03 und im SS 2003 unser Verbindungsleben mit hochgekrempelten Ärmeln und voller Elan mitgestaltet haben.
In diesem Sinne wünsche ich Euch, liebe Bundesbrüder, viel Freude an dieser Schrift und viel Glück und Erfolg bei Eurer Arbeit im Verein.
Euer	Maurice de Wal, Mk! (x2) Im Wintersemester 2003/2004
II. - Die Wahl zum Senior
So, lieber Bundesbruder, Du hast es also geschafft! Du wirst in Zukunft die Geschicke des Vereins leiten dürfen – als frisch gebackener Senior der Markomannia! Betrachte die ersten schlaflosen Nächte als Vorboten einer glücklichen und erfolgreichen Amtsperiode, die den Verein und natürlich Dich selbst bereichert und nach vorne bringt!
Oder vielleicht ist der geneigte Leser selbst nur einfach interessiert an der Charge des Seniors? Nur hereingeschnuppert, schließlich will man ja wissen, worauf man sich einlässt. Ein paar wertvolle Tipps für den Senior-Aspiranten unten im Teil XI., bei der „Verhinderung des Aschehaufen-Syndroms“. Denn schließlich will alles gut vorbereitet sein, einschließlich der Wahlconvent, auf dem man selbst zum Senior gewählt wird, oder aber einem doch nur der Schriftführer zufällt (Convente sind schließlich hauptsächlich Zufallsexperimente).
Dem gewählten Senior birgt trotz aller Holprigkeiten eine unglaubliche Möglichkeit, sich persönlich weiterzuentwickeln, sei es im Konfliktlösungsmanagement, im persönlichen Umgang mit Menschen oder in der Aufgeschlossenheit gegenüber Neuem. Für die viele Arbeit, die man hineinsteckt, wird eine Gegenleistung zurückfließen.
III. - Aufgaben des Seniors und die Prinzipien seiner Amtsführung
Die Lektüre der Fuchsenfibel zeigt einen kleinen Abriss über das Aufgaben bild des Vorstandes im Allgemeinen und des Seniors im speziellen. Doch was ist so besonders an dem x, welches hinter dem Zirkel geführt, den Senior des Vereins kennzeichnet? Wie unterscheidet er sich von anderen Vorstandsämtern, was sind seine Aufgaben genau, ist er wirklich für alles verantwortlich? In diesem Teil des „Seniorats“ bemühe ich mich, die Skizze unserer Fuchsenfibel zu komplettieren und ein paar praktische Hinweise zur Amtsgestaltung zu geben.
A. Aufgaben des Seniors
1.	Was tut der Vorstand?
Der Vorstand ist ausführendes Organ im Verein. Er prägt das Vereinsleben ganz maßgeblich, da er das Semesterprogramm im Sinne der Prinzipien und mit eigener persönlicher Note gestaltet. Der Vorstand führt auch die anfallenden Alltagsgeschäfte, kann in kleinerem Rahmen Anschaffungen tätigen, arbeitet miteinander und repräsentiert den Verein nach innen – z.B. zu den AHAH und nach außen – ggü. der Öffentlichkeit oder anderen Verbindungen. Innerhalb des Vorstandes hat jedes Vorstandsmitglied seinen eigenen Aufgabenbereich, dessen Schwerpunkt den Charakter der Charge prägt. Die Ressortabgrenzung muss nicht unbedingt immer 100%ig genau eingehalten werden, aber eine ständige Einmischung in andere Bereiche ist auch nicht förderlich.
Vorstandsmitglieder sollen geordnet nebeneinander arbeiten. Das bedeutet, sie sollen nicht gegeneinander arbeiten, sondern für den ganzen Vorstand. Die Arbeit, die sie leisten, fällt auf den ganzen Vorstand zurück. Daher sollte man als Senior stets ein Auge auf die Arbeit seiner Mitstreiter haben, und diese ggf. ermahnen oder motivieren.
Das geordnete Nebeneinander betrifft neben dem Vorstand auch alle Aktiven, wenn sie Veranstaltungen aufbauen, abbauen oder Wartsposten-Arbeit machen. Die Prinzipienverwirklichung sollte mit der Planung des Semesterprogrammes geschehen und sich in den Veranstaltungen niederschlagen, aber sich auch im Engagement in punkto Chargieren bei Prozessionen, Beerdigungen, Gottesdiensten usw. niederschlagen. Auch der Auftritt in der Öffentlichkeit hin liegt in den Händen des Vorstandes. Gibt es BbBb, die freie Mitarbeiter bei Zeitungen sind, sich im Orchester engagieren, Theater spielen usw.? Der Vorstand sollte Möglichkeiten erarbeiten, wie die Außenwirkung des Vereins verbessert werden könnte und wie er „Publicity“ macht. Das leistet einen großen Beitrag zur Nachwuchsarbeit.
Man kann viele Einzelheiten aufzählen, aber es genügt an dieser Stelle, festzuhalten, dass den Vorstand eine Art „Allzuständigkeit“ trifft.
Was kann er daraus machen? Zur Beantwortung dieser Frage sind alle Vorstandsmitglieder aufgerufen, indem sie ihre Ideen und ihre Phantasie einbringen und verwirklichen: Weniges ist unmöglich, auch nicht im „konservativen Rahmen“ der katholischen Korporation.
2.	Das Ressort des Seniors
Wie jedem anderen Vorstandsmitglied auch ist dem Senior ein festes Gebiet an Aufgaben zugeordnet, von denen er einzelne delegieren kann, aber viele er aufgrund der Natur des Amtes selbst durchzuführen hat . Ansonsten würde das ein zu schlechtes Bild auf ihn werfen, und in der Markomannia wird erfahrungsgemäß schnell mit dem Finger auf „Arbeitsfaule“ gezeigt In erster Linie übernimmt der Senior die Verantwortung dafür, dass „die Dinge laufen“, Fehler in der Planung werden ihm angelastet, nicht denjenigen die intern dafür verantwortlich waren. Daher ist auch die Überwachung der einzelnen Verantwortlichen so wichtig. Da Verantwortung auch eine gewisse Steuerungsmöglichkeit voraussetzt, muss dem Senior auch eine Art Richtlinienkompetenz zustehen, um im strittigen Fall die Entscheidung treffen zu können. Dies sollte den Conchargen auch bewusst sein – notfalls muss ein allzu Eigenwilliger auf die Leitkompetenz des Seniors hingewiesen werden, da er, der x, letztlich die Verantwortung trägt.
Er hat also zusammen mit dem Vorstand das Semesterprogramm aufzustellen. Beim Stiftungsfest schlägt er den Kommers. Ferner leitet er die einzelnen Veranstaltungen und repräsentiert dabei den Verein. Er begrüßt Gäste, Referenten bei Vortragsveranstaltungen, pflegt die Kontakte mit den AHAH und dem OZ, stellt Verbindung mit weiteren interessanten Referenten her und versucht, die brodelnden Konflikte im Verein oder im Vorstand selbst zu lenken und zu entschärfen.
Ferner obliegt ihm:
Die Gestaltung des Kommerses
Leitung der Veranstaltungen
Repräsentation nach außen und gegenüber dem Altherrenvorstand
Aufgabenverteilung Aktivitas, Vorstand
Überwachung der Conchargen und Beauftragten
Konfliktmanagement (Mediation)
Wohlstandsförderung
Förderung der Aktiven in ihrem Gestaltungspotenzial…
B. Prinzipien seiner Amtsführung
Folgende Eigenschaften zeichnen einen chancenreichen Senior aus:
Weitblick in der Planung
Spontanietät
Begeisterungsfähigkeit …und vieles andere mehr…
Da dies nach Möglichkeit keine programmatische Schrift werden soll, bleibt es bei diesen kurzen Schlagworten, um den Anleitungscharakter der Schrift zu wahren. Allerdings sei noch zu einigen Punkten eine kurze Erläuterung gegeben.
Der Senior sollte alle Termine im Semesterprogramm langfristig planen: Da viele AHAH und BbBb Termine wahrzunehmen haben, ist bei Großveranstaltungen eine enorme Vorlaufzeit zu berücksichtigen. Stehen traditionelle Termine schon seit Jahren fest, tut man nicht gut daran, sie ohne zwingende Gründe zu ändern. Die sowieso schon schwächliche Präsenz des Philisteriums wird sonst noch mehr darunter leiden. Das schließt natürlich spontane Aktionen nicht aus, zu denen sich auch der planungssichere Senior bereit erklären sollte.
… muss einem nicht in die Wiege gelegt sein. Vieles kann man sich während des Seniorats aneignen. Erleichternd sind die Führung von Wochenplänen, auch hinsichtlich des eigenen Studiums, sowie das frühzeitige Nachdenken über die notwendigen Zutaten für eine erfolgreiche Veranstaltung (möglichst noch vor dem Semester und mit dem ganzen Vorstand, denn 10 Augen sehen mehr als zwei). Es gilt der Grundsatz: divide et impera! – Teile und beherrsche! Nachdem man alles aufgeschrieben hat, sollte man überlegen, wer was am besten erledigen kann und entsprechend koordinieren.
Spielt eine wichtige Rolle, wenn es um die Herausgabe des Semesterprogramms geht. Falsche Daten sind ebenso wenig zu tolerieren wie falsch geschriebene Namen und unvollständige akademische Titel. Letztere Fehler sollten daher unbedingt vermieden werden.
Sowohl in aktiver, als auch passiver Hinsicht: Freude am Ansprechen der BbBb als auch die telefonische Erreichbarkeit sind essentiell. Zwar sind die E-Mail und die ICQ-Nachricht schon weithin als Kommunikationsmittel alltäglich, doch zeigt die Erfahrung, dass der Rücklauf von E-Mails oder gar automatisch generierten Newsletter-Emails gering ist. Diese Mittel haben aufgrund der Überflutung der Email-Boxen nicht die nötige Durchdringungskraft zu den Leuten, etwa so, wie ein Bettelbrief, der zu einem international tätigen Unternehmen geschickt wird. Somit sollte auch einmal öfter zum Telefonhörer gegriffen werden, auch wenn das etliche Stunden im Semester in Anspruch nimmt.
Schon Murphys Gesetz sagt: "Wenn etwas schief gehen kann, dann geht es auch irgendwann schief." Und niemand spürt die Auswirkungen schiefgegangener Dinge unmittelbarer als der Senior. Dabei ist es vollkommen egal, ob man in persona für den Fehler verantwortlich ist, eine Concharge ihre Aufgaben nicht ordnungsgemäß erledigt hat, ein Wartsposten schlampt oder sich die Welt malwieder gegen einen verschworen hat, am Ende jeder Argumentationskette steht immer der x. Was jedoch auf keinen Fall geschehen darf, ist das man nach einigen Rückschlägen den Kopf in den Sand steckt. Mit der Zeit sollte man sich daher ein dickes Fell zulegen, sich Kritik sachlich annehmen und an Verbesserung oder Schadensbegrenzung arbeiten.
Als Senior ist man zugleich Ansprechpartner für Konflikte innerhalb der Aktivitas. Spannungen treten gelegentlich auch in einem Freundschaftsverein auf und können gerade auf Grund dieses Umstandes schnell eskalieren. Denn von Fremden, Mitarbeitern und Kommilitonen erwartet man Streitigkeiten, unter Freunden jedoch weniger. Hier sollte der Senior als Diplomat auftreten. Es ist unheimlich wichtig, dass er eine neutrale Position zwischen den Streitenden einnimmt, ansonsten können ihm die Parteien nicht vertrauen. Dazu muss er persönliche Bindungen (bspw. durch die Bierfamilie) zurückstellen können.
Desweiteren aggiert er zwischen verschiedenen Teilen des Vereins. Er muss in der Lage seien, zwischen dem Willen der Altherrenschaft und dem der Aktivitas vermitteln zu können, sollten diese einmal gegeneinander laufen.
Wichtig ist in allen Punkten, sachlich und nüchtern zu bleiben. Spannungen weiter aufzuheitzen löst keine Konflikte.
Der Vorstand sollte sich generell darum bemühen Planungen und Entscheidungen transparent zu gestalten. Der Senior sollte außerdem für Kritik und Anregungen offen sein und so den BbBb die Möglichkeit geben sich einzubringen. Er ist nicht "Diktator auf Zeit", er wurde demokratisch gewählt und ist dem Convent verantwortlich. In diesem Sinne sollte er also versuchen jederzeit möglichst viele BbBb in allen Phasen der Planung und Durchführung miteinzubinden. Dies erleichtert auch die Vorstandsarbeit, da mehrere Leute über Planungen und Stand der Dinge informiert sind.
Der Senior sollte ein Gespühr für Stimmungen der Aktivitas haben. Wenn alle Aktiven unter dem Joch von Parties und Stiftungsfesten ächtzen, sollte er wohlmöglich seine hohen Ambitionen für die folgenden Veranstaltungen etwas zurückfahren. Es bietet sich natürlich an darauf schon bei der Semesterplanung zu achten, aber auch unter dem Semester können solche Phasen auftauchen.
Wenn BbBb mit persönlichen Problemen auf ihn zukommen, sollte er sich dieser annehmen. Dies gilt nicht nur bei Streitigkeiten. Wenn ein Bb sich gerade von seiner Freundin getrennt hat, Probleme im Studium hat oder anderweitig eine schwere Zeit durchmacht, sollte er zum einen darauf achten, ihn nicht die Ganze Zeit mit weiteren Aufgaben zu belasten und auf der anderen Seite bei Fehltritten, wie zum Beispiel schlecht erledigten Wartsposten, den Bb nicht allzu hart ins Gericht nehmen.
Der Senior ist der Organisator, er verteilt die Aufgaben und versucht "sein" Programm durchzuziehen. Dabei neigt man häufig dazu eine "Kommunikation der kurzen Wege" zu fahren, d.h. : Wenn man weiß, dass bestimmte BbBb leicht zu erreichen sind, Arbeiten prombt und sorgfältig erledigen und dabei noch nicht einmal großartig nörgeln, warum sollte man dann die Mühe auf sich nehmen, einmal die gesammte Telephonliste rauf und runter zu telefonieren, nur um später sowieso bei der zuerst genannten Personengruppe zu landen oder aber einen täglichen Statusreport einholen zu müssen, um sicherzugehen, dass der Auftrag auch wirklich erledigt wird?
Hinzu kommt, dass natürlich Conchargen und Hausbewohner eh am leichtesten zu greifen sind und Füchse den geringsten Widerstand leisten (manchmal zumindest). Wenn man Aufgaben aber nicht gerecht verteilt, sondern immer nur Hausbewohner, Füchse, Conchargen und die üblichen Verdächtigen einbezieht, fühlen sich diese -gerechtfertigterweise- ausgenutzt oder aber verlieren bald die Freude am Verein und "ausgepowert". Der Senior sollte also versuchen Arbeiten gerecht zu verteilen. Bei langfristen Aufgaben bietet es sich im Rahmen des Conventes eine Liste rumzugeben oder zu Beginn des Semester einzelne Veranstaltungen unter das "Patronat" eines bestimmten Bundesbruders zu stellen.
Vor dem Semester hat man fast drei Monate Zeit, um "sein Semester" zu planen. Bei den meisten reicht diese Zeit gerade, um ein Programm auf die Beine zu stellen, einige aber neigen während ihrer Vorarbeit dazu alles akribisch genau zu planen, genaue "Arbeitslisten" (überhaupt Listen jeder Art) zu erstellen, sich seine Zeit einzuteilen, vom morgentlichen aufstehen, über Uni, "Freundin bespaßen", Vorstandsarbeit, Buch lesen, Film gucken, zu Hause anrufen, Fische füttern... und daran festzuhalten komme was wolle.
Jedoch lässt sich nicht alles planen. Neben den unvorhergesehenen Ereignissen wie Beerdigungen, Krankheit oder den schon so häufig genannten Malleuren aller Art, sollte man sich generell einen gewissen Grad an Felxibilität bewahren. Der Verein ist keine Maschine und die BbBb auch nicht. Ein freier Umgang schafft außerdem eine angenehmere Atmosphäre und ist auch für einen selbst entspannnter als ein allzu strenges Regiment.
IV. - Planung: von der Idee zum Semesterprogramm
A.	Ideensammlung
Am Anfang war eine Idee… (noch 15 Wochen bis zum Semesteranfang!)
Jeder Senior hat sicherlich schon einmal mit dem Gedanken gespielt, den Verein mal so richtig umzukrempeln, indem er eine richtig revolutionäre Veranstaltung erfindet – etwas, was noch nie da war. Nur zu! Diese Ideen sollten – im Rahmen ihrer Machbarkeit (Geld!) und im Rahmen des Angemessenen (keine Peepshow auf dem Stiftungsball!) unbedingt verwirklicht werden. Wenn etwas wirklich gewollt wird, ist es nie schwer, sich für die Erreichung des Ziels zu motivieren. Ein Programm sollte mindestens einen „Kick“ enthalten – etwas, was noch nie oder schon längere Zeit nicht mehr gemacht wurde, etwas lustiges und anziehendes, etwas, woran der ganze Verein Freude haben könnte.
Besonders gut eignen sich im Sommer der Samstag des Stiftungsfestes oder die Fuchsenfahrt oder die Aktivenfahrt, die Hegge, ….
Hilfreich ist es, viele BbBb zu fragen und in die Ideenbildung mit einzubinden. Insbesondere macht es Sinn, jedem Vorstandsmitglied Gelegenheit zu geben, sich einzubringen, so dass jeder das Programm als „sein Werk“ betrachtet – ungeheuer positiv für die Arbeitshaltung der einzelnen Betroffenen.
Frage auch ältere Seniores, was noch so in der Schublade liegt, denn man kann ja bei weitem nicht alle Ideen verwirklichen. Konsultiere alte Senioratsakten, um Ansprechpartner herauszufinden, und forsche den Philistersenior oder einen „bunten Hund“ unter den AHAH aus. Es gilt, Potenzial zu wecken.
Wandle mit wachen Augen durch die Gegend; schaue Plakate mit Vorträgen an, verfolge die politische Großwetterlage, finde heraus, was sich gerade an Uni und Umgebung abspielt, wisse, was die Menschen interessant finden. Kenne die BbBb oder – falls noch nicht geschehen – nutze die Semesterferien, um sie besser kennen zu lernen: jeder hat seine individuellen Vorlieben und Interessen und Kontakte, die es gilt, nutzbar zu machen. Man sollte breit planen, und die Ideen nach den einzelnen Prinzipien ordnen, so dass man ein gutes Gleichgewicht herstellt und letztendlich ein ausgewogenes Programm entstehen kann. So vorgehend, kann eigentlich nichts mehr passieren, und die Ideen lassen eigentlich nicht lange auf sich warten.
Insbesondere in die Überlegungen mit einzustellen:
• Festrede
• Hegge
B.	Sichten und Berichten
Weiß man schon, wohin die Reise geht? (noch 11 Wochen bis zum Semesteranfang!) Dann wird es Zeit, in die Phase „Sichten und Berichten“ einzusteigen: Jedes Vorstandsmitglied soll mitplanen und helfen, Referenten anzusprechen, die er gut erreichen kann. Der Senior behält den Überblick. Am Besten wird ein großer Jahreskalender (Plakat) angeschafft, um den Zeitfaktor nicht aus den Augen zu verlieren. Achtung: Erreichbarkeit von Prof’es und anderen wichtigen Persönlichkeiten ist in den Semesterferien DEUTLICH gemindert. Beachten sollte man insbesondere Schulferien und Feiertage, diese im Kalender rot anstreichen und VORHER tätig werden. Only the early bird catches the worm!
Sobald ein Kontakt zustande gekommen ist, und der Referent/Moderator grundsätzlich bereit ist, eine Veranstaltung der angedachten Art zu gestalten, sollte man ein Zeitfenster abklären, um noch etwas Spielraum zu haben. Der Senior muss über Erfolge umgehend informiert werden. Es ist auch ratsam, Utensilien/Voraussetzungen, die man für eine Veranstaltung braucht, schon in dieser Phase zu berücksichtigen: Am Sportamt kann man sich erkundigen, was und wann man Sportanlagen und –geräte für erschwingliches Geld benutzen kann. Hüpfburgen findet man oft auf Schulfesten, sind aber auch für den bunten Nachmittag (Kinder!!!!) interessant: Also nichts wie hin ins Lehrerzimmer und nachgefragt. Der Tag der offenen Tür der Universität findet zu einem bestimmten Termin statt. Wann? Welche Voraussetzungen braucht man, um einen Keilstand aufzubauen? Einige komplizierte Veranstaltungen und ihre Tücken:
• bunter Nachmittag Sommerfest: Band, Partyzelte, Motto, Kinderbeschäftigung, Fuchseneinlage, Damenrede
• Ball: Band, Fuchseneinlage, Damenrede, Damenbegrüßung, Tischdekoration
• Keilstand: behördliche Genehmigungen, Einschreibungstermin, Termin des Tages der offenen Tür, Fuchsenwerbe-Materialien , BbBb- und AHAH-Präsenz
• Parties: DJ, Deko, Getränke, Restauration, Security
• Gottesdienst: Pfarrbüro (Kirche), Küster, Priester, Geschenk, Ausklang, Gestaltung der Messe
C.	Terminierung
Was? Wann? Wo? (noch 8 Wochen bis zum Semesterbeginn) Wenn man endgültig weiß, was man machen möchte, sollten so schnell wie möglich genaue Termine für die Veranstaltungen definiert werden. Nachdem der Inhalt des Semesterprogramms mit dem AH-Vorstand besprochen wurde (Achtung: mit mindestens 3 Vorstandsmitgliedern auflaufen und schon so genau wie möglich wissen, was laufen soll!), wird man herausfinden, dass einige Termine schon im Voraus feststehen:
• Stiftungsfest, wo aber auch die Aktivitas ein Wörtchen mitzureden hat!
• Anfangs- und Exgottesdienst, Anfangs- und Dechargeconvent
• Karfreitagsprozession
• Halloween, Silvester, Tanz in den Mai
• KV-Übergabe-Kommers, KVM-Übergabe-Kommers
• Heidelberger Schlosskommers, Niederrheinkommers in Xanten
• OZ-Veranstaltungen, die jährlich im voraus geplant werden
Wichtige Termine (insbesondere Stiftungsfest) frühzeitig per Mail den anderen KVM- Seniores mitteilen um Überschneidungen zu vermeiden.
Runde Stiftungsfeste auswärtiger Verbindungen beachten
Aber auch gibt es Tage, an denen Veranstaltungen möglichst nicht liegen sollten (es kommt natürlich immer auf die Umstände des Einzelfalles an)
• Schulferien
• Wichtige Sportveranstaltungen (WM, EM, UEFA, Championsleague, Olympia, Tour de France,...)
• Wichtige Parties in Münster (WiWis on Rock, JuWi-Fest, Send……….)
• Nicht zu viele Wochenenden verplanen!
• Klausurenwochen, typischerweise zu Semesterende
Das schränkt den Planungsspielraum schon etwas mehr ein. Jetzt sollte man folgendermaßen vorgehen: zuerst sind die Veranstaltungen, die ein VIP moderiert, zu terminieren, mehrere hochkarätige Veranstaltungen verteilt man gleichmäßig auf das Semester.
Dann nimmt man alle weiteren Veranstaltungen, die nicht von einer externen Person abhängig sind, und terminiert diese. Eine Häufung von zu vielen gleichartigen Prinzipienveranstaltungen ist zu vermeiden.
Die noch bestehenden Freiräume füllt man mit Conventen (mindestens drei, maximal fünf) und anderen „Viktualien“ auf, umrühren, fertig! Um herauszufinden, ob man zuviel oder zu wenige Veranstaltungen hat, geht man folgendermaßen vor. Man zieht die Zahl der Convente von der Gesamtzahl der Veranstaltungen ab. Dann teilt man die Zahl durch die Wochen des Semesters. Es sollte ungefähr 1,3 herauskommen. Das sind dann 1,3 Veranstaltungen pro Woche ohne Convente. Erlesen sind 1,0 – dann müssen die wenigen Veranstaltungen aber auch wirklich hochqualitativ sein. Zuviel sind 1,8, dann sollte man spätestens überlegen, ob man nicht noch etwas streicht. Vielleicht hilft diese grobe Faustformel ja etwas weiter.
D.	Herausgabe des Semesterprogramms
Same procedure as last year, Miss Sophie? Same procedure as every year, James! (noch 6 Wochen bis zum Semesteranfang).
Da jetzt das Programm mit genauen Terminen vorliegt, und man sich schon zuvor Gedanken um das Cover gemacht hat, kann man jetzt anfangen, es in die elektronische Form umzusetzen. Bis jetzt wurde immer mit der aktuellen Version von Corel Draw gearbeitet, in den letzten Semestern wurde das Coverbild separat mit Photoshop erstellt und dann in Corel Draw eingefügt. Besonders wichtig ist, will der Senior nicht schlaflose Nächte mit der hochkomplizierten Software verbringen, die Einbindung eines besonders versierten Bb. Einige Prachtexemplare dieser Gattung:
• Markus Bruns
• Benjamin Brinkkötter
Die Anordnung der einzelnen Seiten im Programm richtet sich nach ganz bestimmten Regeln. Dies überlässt man am besten den Experten in der Mk! und auch der Druckerei. Ach ja: zuvor ist herauszufinden, welche Druckerei am günstigsten arbeitet (1100 Exemplare) und dann ein entsprechende Kalkulation beim derzeitigen AH-xxx einzureichen, da die AHAH für die Druckkosten einstehen.
Maße des Programms angeben? Farbpalette, Schnittrand etc. (-> Programmdruck)
Testdruck machen lassen
Vom Druckcenter abzeichnen lassen
Für den Inhalt des Programms besonders wichtig:
• Genaue Datenangaben
• Veranstaltungsmottos
• Richtige Namen der Veranstaltungs-Moderatoren
• Richtige Anschriften und Telefonnummern der Vorstandsmitglieder
• Aktuelle Selbstdarstellung der Mk! am Schluss des Programms
• Stadtplan, Konten, Internetpräsenz
Die Endversion brennt man auf zwei CDs (USB-Stick), eine davon wird archiviert, eine andere reicht man bei der Druckerei ein. Die Einreichung muss so zeitig erfolgen, dass die Programmverschickung spätestens drei Wochen vor Semesterbeginn (erste Veranstaltung ist maßgeblich) erfolgen kann. Dann sollte jeder Bb sein Exemplar zwei Wochen (Früher kommt erfahrungsgemäß noch besser an) vorher in den Händen halten.
Teil V. - Besondere Ereignisse im Semester
A.	Todesfälle
Bei Todesfällen in der Mk! sind sofort der AH-xxx, AH-xx und AH-x zu informieren, ferner derjenige, der gerade die Mitgliederdatei pflegt. Es ist sicherzustellen, dass eine solche Nachricht den Aktivenvorstand auch sicher erreicht. Eine Kopie der Todesanzeige ist dem Philistersenior zuzuleiten. In der Regel handelt sich bei dem Verstorbenen um einen AH. Man stellt unverzüglich auch eine Chargierabordnung für die Beerdigung zusammen, nachdem man bei der Traueradresse nachgefragt hat, ob chargieren erwünscht ist. Auch weitere Wege zur Beerdigung sollte man in Kauf nehmen. Schwierigkeiten bereitet meist die Zusammenstellung von mehreren BbBb, von denen sich 90 % der Angesprochenen auf wichtige Termine, hilfsweise die bevorstehenden Klausuren berufen werden. Die Wegbeschreibung zur Kirche entnimmt man dem sehr guten Internet-Routen-Planer von www.via-michelin.de oder anderen Programmen. Man muss eine halbe Stunde vor dem Gottesdienst dort sein, um mit dem Pfarrer noch Rücksprache halten zu können. Weitere Modalitäten des Chargierens entnimmt man aus der Fuchsenfibel . Sollte einmal der Fall eintreten, dass ein Aktiver verstirbt, woran sich gottlob kein Markomanne aus meiner Generation erinnern kann, muss der Senior Verbindungstrauer anordnen. Das Semesterprogramm wird auf den Trauerfall abgestimmt. Parties sollten gestrichen werden. Es kann eine Trauerkneipe geschlagen werden, über deren Ablauf die Fuchsenfibel einen Überblick gibt. Die letzte Trauerkneipe wurde anlässlich des Todes des Ehrenphilisterseniors Viktor Egen sen. Von AH Peter Gores v/o Dax geschlagen.
B.	Hochzeiten
Zu Hochzeiten werden die o. a. Informationskanäle eingehalten (Siehe V. – A.). In der Regel chargieren auf Hochzeiten nur die BbBb aus der Generation des Bräutigams.
C.	Geburten
Zu Geburten werden die o. a. Informationskanäle eingehalten (Siehe V. – A.). Die Anzeigen der Geburten werden verwahrt, so dass sie in 20 Jahren wieder zur Nachwuchsakquise herangezogen werden können (kein Witz!).
D.	KV-Vollversammlung (VV) oder Hauptausschuss-Sitzung
Die VV sollte in der Semesterplanung Beachtung finden und nicht überplant werden. Es ist ein Vertreter der AHAH und ein Vertreter der Aktiven zu entsenden. Im Falle des Nichterscheinens drohen dem Verein Konsequenzen bis hin zur Suspension. Im Rahmen der VV wird auch ein Kommers geschlagen, zu dem die Markomannia auch chargiert. Der Hauptausschuss ist eine spiegelbildliche Verkleinerung des Aktiventages, der in jedem Jahr tagt, in dem kein Aktiventag stattfindet. Es tagen in ungeraden Jahren der Aktiventag und in geraden Jahren der Hauptausschuss. Im HA sind 12 Vereine vertreten, die vom AT gewählt werden. Momentan (2004) ist die Markomannia nicht nominiert. Falls das einmal der Fall sein sollte, muss ein Bb zur Vertretung entsandt werden.
E.	Markomannia stellt das KVM-Präsidium
Das KVM-Präsidium wechselt jedes Jahr. Die Übergabekommerse finden meist im Frühjahr statt. Organ des KVM ist der KVM-Vorstand, bestehend aus KVM-x, KVM-xx und KVM-xxx. Diese sind im Semester vor Übernahme des KVM-Präsidiums auf dem Wahlconvent zu wählen. Der Senior hat sich dann mit dem KVM-Senior abzusprechen, um nebeneinander die Veranstaltungen der Mk! und des KVM zu koordinieren. Der Senior sollte auch, wenn die Mk! nicht das KVM-Präsidium stellt, an den Senioren-Konferenzen teilnehmen. Die Folge des KVM-Präsidiums in den letzten Jahren:
• 2002/2003: Osning/Ravensberg/Franko-Silesia Breslau et Eresburg
• 2003/2004: Markomannia
• 2004/2005: Germania
• 2005/2006: Cimbria (abgelehnt)
• 2006/2007: Cimbria
Das KVM-Präsidiums wandertjedoch normalerweise nur unter den großen drei in der Reihenfolge:
Germania -> Cimbria -> Markomannia
F.	Sonstiges:
VI. - Kommunikation mit Aktiven
Informationen über Veranstaltungen sollen rechtzeitig und ausreichend erfolgen. Gerade da, wo die Aktivitas mit Arbeit belastet werden soll (Sand in den Garten, Party aufbauen, Stiftungsfest aufbauen), müssen die anfallenden Arbeiten in transparenter Weise dargestellt werden, um überhaupt einen Helfer gewinnen zu können. In besonderer Weise eignen sich: persönliche Ansprache, telefonische Ansprache, Teilnehmer/Arbeitsliste auf dem Convent, Aushänge, Emails, Newsletter. Die Internetpräsenz lebt davon, dass ständig aktuelle Fotos von den Veranstaltungen eingestellt werden und kleine Veranstaltungsberichte im News-Bereich erscheinen, insbesondere Nachrichten, die den Personenstand von BbBb betreffen. Schreibt man diese Nachrichten selbst, sollte man sich den Auszug aufbewahren und später bei der Edition des Senioratsberichtes für die Markomannen-Mitteilungen zugrunde legen, auf diese Weise spart man sich etwas Arbeit.
Zusätzlich gibt es ein Forum. KV-Mailingliste.
Sehr wichtig ist auch die Information der BbBb, die nicht adH. wohnen, wenn spontane Aktionen oder Feiern, Treffen an der Theke oder Grillabende stattfinden. Auch, wenn man in seinem persönlichen Freundeskreis etwas unternimmt, schadet es nicht, noch nicht so stark integrierte Bundesbrüder anzusprechen und mit einzubeziehen. Gerade bei den Hausbewohnern, die noch nicht eingetreten sind, darf man - auf eine charmante Art und Weise - nicht locker lassen.
B.	Delegation und Motivation
Bei der Arbeitsverteilung sollte man versuchen, auch wenn es immer nur dieselben sind, die helfen, alle BbBb gleichmäßig mit einzubeziehen. Das gilt auch für das Chargieren. Es hat sich bewährt, die Chargierliste auf dem Convent herumzugeben, die der xx zum ersten Convent vorbereitet hat. Vor allen Dingen sollte man darauf achten, dass die Wartsposten (WK, Bierwart, Kühlschrankwart) ordentlich arbeiten und sich die anfallende Arbeit nach den Veranstaltungen mit ihnen teilen, so dass für keinen eine zu hohe Frustration auftritt.
Ein Patentrezept kann ich nicht geben, was die Motivation von BbBb zur Arbeit angeht, da es sich um eine der schwierigsten Aufgaben handelt. Aber ich halte den alten, pathetischen Ausspruch für richtig, die Freude nach dem Meer zu wecken ist besser, als zu befehlen, ein Schiff zu bauen. Keinesfalls zu kurz kommen darf Dank und Anerkennung für die engagierten Helfer, die man an passender Stelle immer erwähnen sollte. Denn ohne die Aktivitas ist der Senior schließlich nichts.
Vielleicht erklären sich BbBb wie Marc-Albert Kuntz oder Christian Staiber einmal bereit, etwas über die Motivation von Mitarbeitern zu schreiben und im „Seniorat“ zu veröffentlichen.
Der Senior sollte immer bemüht sein, aufkeimende Konflikte im Verein aufzuspüren und zu schlichten. Dabei aber keinesfalls die Grenze zur Aufdringlichkeit überschreiten, vielmehr ist es m. E. sinnvoll, den betreffenden ein Angebot zur Hilfestellung zu machen. Der Prozess der Grabenbildung ist ein dauernd auftauchendes Problem, und nirgends wird mehr intrigiert und hinter vorgehaltener Hand getuschelt wie in einem Freundschaftsverein. Daher sollte man Konflikte nicht vermeiden, sondern aufspüren, so dass man bei nicht behebbaren Feindseligkeiten wenigstens bei der Arbeitsverteilung darauf eingehen kann und nicht die beiden Kampfhähne in einen Korb steckt. Oberstes Gebot ist Neutralität zu wahren, d. h. die Kritisierung von BbBb hinter deren Rücken ist Tabu. Auch sollte auf Conventen nicht zugunsten einer Meinung Stellung genommen werden (jedenfalls nie am Anfang der Diskussion) und nicht allzu sehr gegen die Conventsteilnehmer argumentiert werden. Hilfreich hingegen ist die Notierung und Zusammenfassung der bereits gefallenen Argumente. Dies hat den positiven Effekt, dass sich die Teilnehmer gehört fühlen und dass eine schnellere Abwägung stattfinden kann. Aufoktroyieren sollte man keine Lösung, sondern der tragfähige Weg ist, die BbBb zu einer eigenen Lösung zu motivieren und Chancen aufzuzeigen.
VII. - Kontaktpflege mit AHAH
Die Kontaktpflege zu den AHAH stellt einen nicht ganz unwichtigen Schlüssel zum Erfolg von Veranstaltungen dar, denn eine Veranstaltung, die nur von Aktiven besucht wird, obwohl sie auf alle Markomannen ausgerichtet ist, ist unbefriedigend. Man fragt sich also, wie eine größere Präsenz der AHAH auf dem Haus erzielt werden kann.
A.	Schirmherren
In einigen Gesprächen mit dem AH-Vorstand hat sich herauskristallisiert, dass sich die Präsenz erhöhen kann, wenn ein Bb oder AH, der einen gewissen Bekanntheitsgrad genießt, quasi als Schirmherr der Veranstaltung auftritt und auch im Semesterprogramm erwähnt wird. Das deutet darauf hin, dass AHAH aus Münster und Umgebung schon bereit sind, zu kommen, wenn sie die Gewissheit haben, beim Ausklang nicht alleine dazustehen, sondern sich mit alten Freunden unterhalten zu können.
Damit ist im Prinzip schon viel erkannt. Aber es ist weiter zu fragen, wie eine solche Gruppendynamik erreicht werden kann.
B.	Die „Keimzellen-Methode“
Telefonische und frühzeitige Ansprache von „Keimzellen-“ BbBb ist ein relativ geeignetes Mittel. Es gibt einige AHAH, die typischerweise andere AHAH mitziehen, weil sie schon zu Aktivenzeiten eine große persönliche Anziehungskraft und einen großen Bekanntenkreis hatten. Man kann die Keimzellen-Methode nur einmal im Semester anwenden, vielleicht zweimal, wenn der Betreffende Rentner ist oder in Münster wohnt. Als solche BbBb kommen in Betracht:
• Epi Zangerl
• Markus Wittenberg
• Bulli Egen
• Peter Gores
• Reinhard Süme (nicht in MS)
Es gilt also in Zukunft, solche BbBb herauszufinden, die andere BbBb mitbringen. Es kommt in Betracht:
• Sichtung der Ahnengalerie. Welche Generationen entstanden?
• Sichtung der Stammbäume. Welche Leibverhältnisse sind bekannt?
• Fragen: Philistersenior und andere AHAH (die werden sich evtl. auch freuen, etwas von früher zu erzählen)
• Versendung von Fragebögen, die eruieren, mit wem der Bb Kontakt hat
• Sichtung der Tischordnungen auf den Bällen zum Philisterfest (hohe Aussagekraft!)
Wenn man genug Informationen gesammelt hat, werden diese in elektronischer Form (Mind-map) verfügbar gemacht. Diese Informationen sollten nur dem jeweiligen Senior und dem Betreuer der Mitgliederdatenbank zur Verfügung stehen (Passwörter, nicht ins Internet). Auch sollte diskret mit der Tatsache umgegangen werden, dass eine Informationsspeicherung in dieser Weise erfolgt, da niemand möchte, als gläserner Markomanne jederzeit zu durchleuchten zu sein. Dementsprechend sollte man 4 Wochen vor der entsprechenden Veranstaltungen die Keimzellen-BbBb telefonisch (Brief, Email reichen NICHT) zu kontaktieren. Es werden sich sicherlich einige bereit erklären, noch andere anzurufen, so dass sich ein Schneeball-System entwickelt. Wenn man schon mit einigen telefoniert hat und Zusagen verbuchen konnte, sollte man damit nicht hinter dem Berg halten, sondern den Unentschlossenen mitteilen, wer auch noch kommt. Forcieren kann man Veranstaltungen, die einem besonders am Herzen liegen. Nicht forciert werden braucht in der Regel der Festkommers, der sowieso eine traditionelle Veranstaltung ist, bei der man sich trifft. Gefördert werden muss allerdings die Hegge in Absprache mit dem Philistersenior. Im WS 2003/2004 wurde ein Treffen der Fuchsia eines bestimmten Jahrgangs proklamiert. Allerdings haben sich viele BbBb krankheitsbedingt abgemeldet, so dass wir über die Wirksamkeit dieses Vorgehens noch keine Aussage treffen können.
C.	Hochkarätige Veranstaltungen
AHAH kommen gern zu wissenschaftlichen Veranstaltungen, die interessant klingen und ein breites Publikum ansprechen. Auch hochkarätige Namen tun ihr übriges. Dementsprechend sollte man bei der Semesterplanung darauf achten, dass einige dieser Veranstaltungen
D.	Besonders gute Ansprachemöglichkeiten
Die Stiftungsfeste, Hegge, Vorträge, 50-Semesterfeiern, Dialoge der Generationen und der Gräbergang können gut zum Gespräch mit AHAH genutzt werden. Auch wenn es einem vielleicht widerstreben mag, sollte man auf jeden Fall bemüht sein, mit vielen AHAH ins Gespräch zu kommen. Als Thema kommt grundsätzlich schon mal die Mk! in Frage. Allerdings ist das kein Patentrezept, wenn der betreffende Bb lange Zeit nicht mehr adH. war oder nicht mehr viel Kontakt zu BbBb der gleichen Generation hält.
E.	Weitere Erfahrungen
Jeder Senior sei hier besonders dringlich aufgerufen, Erfahrungen zu sammeln und diese niederzulegen.
VIII. - Vorstandsarbeit
A.	Vorstandssitzungen
Es gelten auch in der Vorstandsarbeit die bei der Kommunikation mit den Aktiven niedergelegten Grundsätze. Wichtig erscheint aber speziell die regelmäßige Ausrichtung, Planung und stringente Durchführung von Vorstandssitzungen.
In der Vorstandssitzung werden die Erfordernisse der nächsten Veranstaltungen besprochen, also alles, was noch kurzfristig zu planen ist. Die Vorstandssitzung sollte zum Ziel haben, dass am Schluss der Sitzung jeder weiß, was er zu tun hat, und dass alle Aufgaben verteilt worden sind. Erst nach Erledigung aller Punkte darf zum persönlichen „Schnack“ übergegangen werden. Appelliere an die Disziplin der Conchargen, und es wird sich mit einiger Anstrengung in einer straffen Sitzung auszahlen.
Termine der Vorstandssitzungen dürfen nicht mit Fuchsenstunden kollidieren. Sie sind rechtzeitig bekannt zu geben. Je eher man sich auf einen regelmäßigen Termin einigt (z.B. alle 2 Wochen Montagabend in der Kellerkneipe), desto besser, denn man spart sich das Herummailen und –telefonieren anlässlich der Sitzungen.
Genau wie der Informationsfluss vom Senior wegfließt, muss auch der Informationsfluss zum Senior hin gegeben sein. Stelle das durch regelmäßiges Nachfragen sicher.
Bei der Vorstandssitzung informiert sich der Vorstand auch über persönliche Verhinderungen, so dass in einem komfortablen Zeitraum eine Überbrückungsplanung stattfinden kann.
Andere BbBb als Vorstandsmitglieder dürfen nur teilnehmen, wenn es sich um Ideensammlung für das Programm handelt. Dort macht es u. U. sogar Sinn, weil so die Bedürfnisse der Aktivitas besser erforscht werden können. Informiere BbBb auch über die Umsetzung ihrer Vorschläge, und lasse auf keinen Fall etwas im Sande verlaufen, da sich sonst der Bb nicht mehr an einer Ideensammlung beteiligen wird, da er das Gefühl hat, es wäre sowieso sinnlos. Habe deshalb auch den Mut, zu sagen, dass ein Vorschlag nicht umgesetzt werden kann und warum. Der Bb hat dafür Verständnis. Vorstandssitzungen mit dem AH-Verein folgen anderen Regeln. Diese müssen nicht vom Senior geführt werden. Der Senior muss aber auf jeden Fall gut vorbereitet sein, z.B. muss er über den Verlauf der Semesterplanung Auskunft geben können. Am besten natürlich mittels eines vorbereiteten Papers (Es gilt das Transparenzgebot!).
B.	Arbeitsteilung, Ressortprinzip und Überschneidungen
Die Aufgabenverteilung innerhalb des Vorstandes sind durch die VO und die Fuchsenfibel vorgezeichnet. Die Festlegung von Ressorts macht deshalb Sinn, weil dadurch die Eigenverantwortlichkeit der Arbeit in einem bestimmten Bereiche gefördert wird. Eingriffe in den Kernbereich einer anderen Charge sollten mit dessen Einverständnis und unter guter Koordination erfolgen, um doppelte Arbeit zu vermeiden. Zur Komplettierung des Vorgezeichneten Bildes hier eine kleine, wenn auch vielleicht etwas abgehobene Skizzierung der „idealtypischen“ Chargen:
Der Senior = Der Planer
Behält den Überblick; Kennt die genaue Terminabfolge; hält Kontakt zu wichtigen Leuten aufrecht und kommuniziert viel; Kann gut mit anderen zusammenarbeiten; ist gradlinig, direkt und hat immer ein klares Ziel vor Augen.
Der Consenior = Der Macher
Der Typ für das „Handwerkliche“; nimmt Dinge gerne selbst in die Hand und produziert Ergebnisse; kann charmant mit Damen umgehen; hält dem Senior den Rücken frei; springt ein, wenn etwas schief läuft
Der Fuchsmajor = Der Visionär
Hat hehre Ziele vor Augen; begeistert mit Erfolg andere; kann gut verkaufen; charismatisch; muss durch andere gebremst werden, um die Realität nicht aus dem Auge zu verlieren; kann spannend erzählen und Wissen vermitteln; kennt die Geschichte und Bräuche im Verbindungswesen
Der Scriptor = Der Selbständige
Arbeitet gerne und hervorragend selbständig; Gut in graphischer Gestaltung; Kann aussagekräftige Plakate, Folien, Werbung herstellen; Gewandt im schriftlichen Ausdruck; Genau;
Der Quästor = Der Analytiker
Bodenständig; realistisch; bringt Visionäre auf den Boden der Tatsachen, aber ohne zu blockieren; kann Probleme genau erfassen und analysieren; betriebswirtschaftliche Neigungen; sparsam und kostenbewusst; arbeitet gut selbständig;
Soviel vielleicht zur „idealen“ Chargenbesetzung, die natürlich wenig Anspruch auf Allgemeingültigkeit hat, aber vielleicht ein Körnchen Wahres enthält.
Im Vorstand sollte man sich trotz des Ressortprinzips nicht sklavisch an die Zuständigkeitsbereiche halten. Zum Beispiel ist es sinnvoll und üblich, dass der FM bei dem Aufbauen und Organisieren der Veranstaltungen mitwirkt, während sich der Senior in der Nachwuchsakquise engagiert. Falls eine Charge spontan ausfällt, sollte es selbstverständlich sein, dessen Arbeit mit zu übernehmen, bis der entsprechende Bb diese wieder ausführen kann. Allerdings muss der Senior verhindern, dass sich eine Charge aufs Altenteil zurückzieht, da seine Arbeit ja sowieso von den anderen mit erledigt wird. Dazu der nächste Abschnitt.
C.	Beaufsichtigung
Der Senior muss darauf drängen, dass jede Charge ihre Arbeit gut und pünktlich erledigt. Gleiches gilt auch für die entsprechenden Wartsposten, die eine wichtige Funktion im Verein gewährleisten (der gesamte Getränke-Sektor). Dies sollte auch immer in partnerschaftlicher Ansprache geschehen, da wir nicht vergessen dürfen, dass es sich um eine freiwillige, ehrenamtliche Tätigkeit handelt. Das gilt natürlich nicht für den Senior, dem seine Tätigkeit ja mittlerweile fast zum Beruf wird. Falls ein Bb seiner Pflicht permanent nicht nachkommt, stehen dem Senior leider wenig Mittel zu Verfügung. Er kann hauptsächlich an das Gute Gewissen appellieren, mit der Nicht-Decharge drohen oder sich für die Neubesetzung der Charge auf dem Convent einsetzen. Letzteres ist natürlich der denkbar schlechteste Fall, in dem man überlegen sollte, ob der entsprechende Bb ein Problem außerhalb des Vereins hat und wie man dieses löst. Allerdings kann Hilfe keinesfalls aufgezwungen werden. Ein regelmäßiger Gang durch das Haus mit offenen Augen offenbart meistens das Produkt guter Wartsposten-Arbeit. Ein Blick in die na dann oder die Zeitung (auch: Schaukasten am Schloss) zeigt, ob sich der Schriftführer engagiert, der Blick auf das eigene Konto lässt erkennen, ob der xxx sein Ressort gut verwaltet (insb., indem er die Auslagen schnell erstattet). Den FM unterstützt man in einer seiner Fuchsenstunden und erhält dadurch Einblicke in die Fuchsen-Weiterbildung. Ansonsten sieht man bei den Vorbereitungen der Veranstaltungen immer, wer viel mit anpackt und auf wen man sich verlassen kann.
Es braucht nicht extra erwähnt werden, wie viel die Zuverlässigkeit der Conchargen wert ist.
D.	Zusammenhalt
Ganz besonders wichtig ist, Probleme im Vorstand zunächst intern zu klären. Optimal ist es, wenn die Neumitglieder nichts von den Problemen in der Verwaltung mitkriegen, sondern Konflikte ganz geräuschlos ausgetragen (nicht: unter den Teppich gekehrt) werden. Vieles lässt sich dann schon ohne das übliche Hinter-dem-Rücken-Lästern bereinigen. Ein gut zusammenhaltender Vorstand verdient Anerkennung, weil es oft schwierig ist, auf das wohltuende Dampf-Ablassen zu verzichten. Aber es gibt ja noch den Dechargeconvent. Man sollte versuchen Schuldzuweisungen zu umgehen, im Endeffekt stehst du als Senior eh am Ende jeder Argumentationskette und wenn man einmal ein Feindbild aufgebaut hat sind freundschaftliche Beziehungen auch über die Charge hinaus gefährdet. Noch mal gilt, dass Konflikte nicht brodeln sollten, sondern so schnell wie möglich beseitigt werden müssen.
IX. Der Convent
A.	Vorbereitung und Gliederung eines Conventes
Der frisch gewählte Senior sollte sich zunächst einmal vornehmen, sich zu gegebener Zeit (wie immer gilt: nicht zu spät) den Ablauf eines Conventes klar zu machen. Traditionell geht das mit einem Blick in die Senioratsakte der Amtsvorgänger, sofern diese ordentlich geführt sind. Da Amtsübergaben meist aber nicht das Optimum an Wissensweitergabe bieten, habe ich mich ja u. A. entschlossen, dieses Scriptum zu verfassen. Hier habe ich noch einmal alle notwendigen Punkte für die Convente zusammengestellt:
1a. Besinnung und Gebet
2. Verlesung und Genehmigung des Protokolls
3. Veranstaltungsrück- und ausblick
4. Chargen und Beauftrage haben das Wort
4. Chargen und Beauftragte haben das Wort (FM: Fuchsenbericht)
- Vorstellung des Semesterprogramms
- Festlegung der ‚o’-Veranstaltungen
- Semesterbeitrag/Stange Satz
- Verfügungsbeträge
- Bericht Ferienordner
- Festlegung der ‚ho’-Veranstaltungen
- Decharge des xxx (und anderer, nicht „abgeurteilter“ Chargen aus dem letzten Semester)
2. Convent
- Vorschlag zur Promotion
- Wahl des Promotionsausschusses
Burschungsconvent
- Wahl der Chargen, evtl. KVM-Chargen
- Wahl der Dechargeberichterstatter
Dechargeconvent
- Wahl des Ferienordners
Wenn zum Punkt Verschiedenes Anträge durch den Vorstand gestellt werden sollen, sind diese über den Mail-Verteiler oder durch Aushang auf dem Haus oder in anderer geeigneter Weise vorher bekannt zu geben, so dass sich jeder Bb vorher eine entsprechende Meinung bilden kann und auf dem Convent nicht überrascht wird, insbesondere wenn für viel Geld eine Anschaffung getätigt werden soll.
Für Anschaffungen empfiehlt es sich generell, vorher einige Angebote zu sichten und sich umfassend zu informieren. Ein gut vorbereiteter Antragsteller wird viel höhere Erfolgschancen haben als jemand, der die Idee gerade auf dem Convent bekommen hat und daraufhin direkt einen Antrag stellt. Am Besten bereitet man eine Präsentation vor, oder reicht zumindest die Angebote herum, während man eine Einführung in das Thema gibt (dazu siehe sogleich).
Alle zu diskutierenden Punkte (siehe Übersicht oben) sind auf die Tagesordnung zu setzen, die auf dem Haus einige Tage ausgehängt oder in anderer geeigneter Weise publiziert wird. Alle auf der Tagesordnung erscheinenden Punkte, außer die Vorstellung des Semesterprogramms und Veranstaltungsnachbereitung müssen eine Beschlussfassung des Conventes zum Ziel haben, ansonsten gehören sie unter den Punkt „Verschiedenes“. Andererseits dürfen teuere Anschaffungen oder sonstige Beschlüsse, zu deren Realisierung viel Geld benötigt wird, en passant unter „Verschiedenes“ abzuhandeln.
Dem Senior sei die Lektüre der einschlägigen Vorschriften in der GO und VO empfohlen. Er sollte sich auch unbedingt über seine Rechte als Conventsleiter informieren.
Zu beachten sind auch die verschiedenen Zuständigkeiten der Convente: der BC ist für Personalangelegenheiten und wichtige Sachen betreffend die Ordnung des Vereins oder dessen Comment, z.B. Satzungsänderungen, „Diplomatie“ mit anderen Verbindungen, usw.
B.	Leitfaden zur Conventsführung
Viele BbBb sind der Meinung, Convente seien der „Tiefpunkt des Korporationslebens“. Doch das muss nicht sein. Zwar hängt vieles von der Zusammensetzung des Conventes ab. Jedoch kann bei straffer und aktiver Conventsführung viel gewonnen werden, und man wird entdecken, dass der Convent nicht nur seine Teilnehmer frustrieren kann, sondern auch Gewinn für das persönliche Verhandlungsgeschick und für die Fähigkeit, konstruktiv zu arbeiten, sein kann. Allerdings müssen viele Dinge beachtet werden, und der Conventsleiter muss immer aufmerksam sein, um angemessen zu reagieren. Dass bei der gegenwärtigen Conventsdauer von bis zu 6 Stunden das nicht immer möglich ist, versteht sich. Vielleicht ist wegen des hohen Grades an Erfolglosigkeit in der Conventsführung (Verf. will sich an dieser Stelle überhaupt nicht ausklammern) gerade zu einer so hohen Frustration bei allen Beteiligten gekommen, dass das Misslingen eines Conventes zu einer self-fulfilling prophecy geworden ist. Andererseits hängt das Gelingen eines Conventes nicht nur von der Führung, sondern von deren Teilnehmern ab. Es schließen sich einige Anregungen an, der erwähnten Tendenz entgegenzuwirken. Manches mag banal klingen, dennoch möchte ich es der Vollständigkeit halber nicht unerwähnt lassen.
1.	Eröffnung des Conventes
Der Senior eröffnet den Convent mit einer kurzen Begrüßung und der Feststellung der Beschlussfähigkeit. Die positive Feststellung der Beschlussfähigkeit dient dazu, die Rechtmäßigkeit der auf dem Convent abgefassten Beschlüsse abzusichern. Denn wird ein Beschluss ohne die erforderliche Zahl der anwesenden BbBb gefasst, ist das unschädlich, solange die Beschlussunfähigkeit nicht ausdrücklich festgestellt ist. Die Feststellung gegen Beginn des Convents hilft also darüber hinweg, wenn die Zahl der erforderlichen BbBb einmal unter das Mindestmaß absinken sollte. Allerdings kann jeder Bb jederzeit die Feststellung der Beschlussfähigkeit beantragen. Der Senior zählt dann die anwesenden BbBb.
Zur Beschlussfähigkeit ist erforderlich, dass der Convent ordnungsgemäß geladen wurde (im Semester erfolgt das durch Festsetzung im Programm) und außerdem eine ausreichende Anzahl von BbBb anwesend ist:
Auf dem AC: 40% der stimmberechtigten Mitglieder der Aktivitas (in loco = in Münster studierend)
Auf dem BC: 40% der stimmberechtigten Burschen (in loco)
Daher ist es hilfreich, immer eine aktuelle Aktivenliste mitzuführen um das Quorum im Zweifel schnell ausrechnen zu können. Eine Grundlage findet man auch in der aktuellen Ausgabe der MM.
2.	Eröffnung der Diskussion, Erläuterungen des Themas
Nicht behandeln möchte in diesem Punkt die Art und Weise, wie der Veranstaltungsrück- und ausblick zu gestalten ist. In diesem Punkt hat der Senior weitgehende Gestaltungsfreiheit. Er sollte vielleicht darauf achten, nicht jedes Detail zu erläutern, sondern einen groben Überblick zu geben. Auch wenn hierbei mal gelacht wird, schadet das der Conventsstimmung nicht. Wenn erstmal zwei Convente überstanden sind, wird Jeder zu seinem persönlichen Stil finden.
Vielmehr soll es darum gehen, eine gute Einführung in ein Thema zu geben, eine Fähigkeit, die nicht nur dem Senior, sondern jedem Antragsteller nützlich sein kann. Wie immer gilt das Prinzip der bestmöglichen Vorbereitung, da spontan eine gute Argumentation von hoher Überzeugungskraft nur selten gelingen wird.
Möglicherweise wäre es politisch wünschenswert, einen Blaubuchbeschluss dahingehend zu fassen, dass Anträge von mindestens zwei BbBb getragen werden müssen, bevor sie auf dem Convent diskutiert werden dürfen. Das führt dazu, dass eine Vorbereitung überlebenswichtig für den Antrag wird, damit er überhaupt zur Entscheidung angenommen wird. (Coole Idee) Die Vorbereitung sollte so aussehen, dass der Vortrag des Antragsstellers in freier Rede nur anhand von Stichworten vortragen kann, da die Zuhörer von einem schriftlich abgefassten und vorgelesenen Text gelangweilt werden und nicht mehr zuhören. Wichtig ist auf jeden Fall, dass keine komplizierten Nebensätze gebildet werden, sondern eine einfache und verständliche Satzstruktur gewählt wird. Nicht unterschätzt werden darf auch die Wichtigkeit einer lebendigen Betonung. Den Teilnehmern des Conventes sollte man beim Reden in die Augen schauen. Während der Rede wird gestanden.
Den begründenden Ausführungen hat immer zuerst die Antragsformel vorauszugehen. Sie lautet:
„Ich beantrage, der hohe AC/BC möge beschließen: XY wird geburscht
Dem Z wird ein Betrag A zur Verfügung gestellt, um einen Fotoapparat zu kaufen
B wird zum Wichswart gewählt“
3.	Behandlung von Wortbeiträgen
Der Senior sollte eine Rednerliste führen. Wird keine geführt, sollte er zumindest auf einem Notizzettel für sich vermerken, wer sich gemeldet hat und in welcher Reihenfolge. Auf Antrag ist eine Rednerliste zu führen. Derjenige, der sich zu erst durch Handheben zu Wort meldet, wird auch als erster auf die Liste gesetzt. Allerdings sind die BbBb, die sich zur Sache noch nicht geäußert haben, gegenüber denjenigen, die zum anstehenden Punkt bereits mehrmals gesprochen haben, zuerst zu berücksichtigen, um ein differenzierteres Meinungsbild zu erreichen. Insofern ist der Gerechtigkeitsaspekt dem Prinzip der strengen Priorität vorzuziehen. Falls ein Bb direkt zu einer Aussage des Vorredners Stellung nehmen möchte, kann ihm das Wort dazu auch kurz außerhalb der Rednerliste erteilt werden. Danach muss wieder zur alten Reihenfolge zurückgekehrt werden, um Durcheinander zu vermeiden.
Als Conventsleiter habe ich es bei Kontroversen immer sehr nützlich empfunden, den Inhalt der entsprechenden Argumente der Redner stichwortartig festzuhalten. Mit dem Hinweis, Argumente seien bereits so oder ähnlich gefallen, kann man meist den Redewütigen gut begegnen.
Die Länge der Diskussion hängt von der Wichtigkeit und der Tragweite der zu treffenden Entscheidungen ab. Geldausgaben oder wichtige personelle Angelegenheiten verdienen mehr Aufmerksamkeit als Alltagsaufgaben. Wenn unvorhergesehen ein wesentlicher Antrag gestellt wird, was trotz Aufforderung an die BbBb, den Senior vor dem Convent über Anträge zu informieren, mal vorkommen kann, sollte man zunächst abwägen, ob die Entscheidung schon auf diesem Convent getroffen werden kann oder muss, oder ob die Güte der Entscheidung nicht davon profitieren könnte, dass man sie einem Ausschuss oder einem Bb überträgt. Falls die Angelegenheit dringlich und kontrovers ist, muss ihr auf jeden Fall genug Zeit gewidmet werden, auch, wenn es schon spät ist und noch ein Wahl- oder Burschungsconvent zu
absolvieren ist. Die Diskussion dann zu früh abzuwürgen tut der Entscheidung nicht gut. Der Senior hat das Recht, nach jedem Redner das Wort zu ergreifen. Dieses Recht kann er dazu nutzen, um den Diskussionsstand noch einmal darzustellen oder um Argumente abzuwägen und ggf. seine eigene Stellungnahme dazu abzugeben. Letzteres darf in seiner Einflusskraft nicht unterschätzt werden, da das Wort von Autoritäten schon aus psychologischen Gründen wichtiger bewertet wird als Argumente eines Untergeordneten. Man darf sich nicht davon in Versuchung führen lassen, ständig einen Feldzug für die eigene Meinung zu führen. Die Autorität sollte sparsam eingesetzt werden, damit sie sich nicht abschleift. Vermieden werden sollte auch der alten Trick, den Schluss der Debatte und Abstimmung zu beantragen, während unliebsame Gegner gerade den Conventsraum verlassen haben und sich so die Mehrheit verschoben hat. Aber ein Blick gerade auf die Mehrheitsfähigkeit hilft, zu sehen, wann die Argumente ausgetauscht sind und sich die Positionen verfestigt haben. Zu gegebener Zeit eine Abstimmung zu beantragen, fördert den Conventsfluss, wenn offensichtlich nicht mehr erwartet werden kann, dass sich die Mehrheit doch noch der gegenteiligen Position anschließt.
4.	Anträge zur Geschäftsordnung
Besonderes Augenmerk ist auf eine Meldung zu richten, bei der der Meldende beide Hände hebt. Dies signalisiert einen Antrag zur Geschäftsordnung, der unmittelbar nach dem gegenwärtigen Redner zu behandeln ist. Anträge zur Geschäftsordnung ergeben sich aus der GO für die Convente des aktiven Vereins und betreffen die Organisation der Diskussion oder Wahlmodalitäten, also das Verfahren des Conventes. Es gibt keinen numerus clausus der GO-Anträge (Näheres unten). Der Antragsteller wird sofort nach dem gegenwärtigen Redner gehört. Der Antragsteller kann seinen Antrag (in der erforderlichen Kürze) begründen oder ihn unbegründet lassen. Falls der Redner selbst die Begründung formuliert hat, fragt der Senior nach einer Contra-Stimme. („Besteht eine Gegenrede?“) Hebt niemand den Arm, so gilt der GO-Antrag als angenommen. Die Folgen des Antrags ergeben sich unmittelbar aus seinem Namen (So ist nach einem erfolgreichen Antrag auf Feststellung der Beschlussfähigkeit die Beschlussfähigkeit festzustellen).
Einzelne Antragsarten:
- Antrag auf Schluss der Rednerliste
Dieser Antrag ist nur zulässig, wenn auch tatsächlich eine Rednerliste geführt wird. Wird keine geführt, wird der Antragende oftmals verlangen, eine zu führen oder einen Antrag auf Schluss der Debatte zu stellen.
- Antrag auf Schluss der Debatte
Ist zulässig, auch, wenn eine Rednerliste geführt wird. Hat er Erfolg, so sind die Wortmeldungen erledigt.
- Antrag auf Übergang zur Tagesordnung
- Antrag auf Vertagung der Verhandlung
- Antrag auf Feststellung der Beschlussfähigkeit
- Antrag auf Vertagung des Conventes
„Ungeschriebene“ Anträge, die als GO-Anträge anerkannt sind:
- Antrag auf Streichung von der Kandidatenliste
5.	Abstimmung
Erfolgt durch Handheben oder durch beifälliges Klopfen, was p.a. (=per acclamationem) genannt wird. Bei Wahlen und Personalentscheidungen sowie auf Verlangen erfolgt geheime Abstimmung. § 14 konstituiert das Erfordernis, einen Stimmzettel abzugeben, der mit pro, contra, Enthaltung oder einem Namen ausgefüllt sein kann.
Nach einem Blaubuchbeschluss, der im WS 2003/2004 gefasst wurde, sind Stimmzettel bei geheimer Abstimmung nur gültig, wenn sie in die Wahlurne (z.Z. der Gisela-Knemeyer-Gedächtnis-Humpen) eingeworfen wurden.
6.	Ordnungsmaßnahmen
Der Senior kann zur Aufrechterhaltung der Conventsdisziplin zu verschiedenen Ordnungsmaßnahmen greifen: Entziehung des Wortes, Ordnungsruf, Verhängung einer Stange Satz oder Verweisung vom Convent.
Die Stange Satz sollte nur nach vorheriger Ermahnung erteilt werden. Auch ist ihre Disziplinierungswirkung dahin, wenn sie inflationär oft auftaucht oder die Höhe vom Convent zu niedrig beschlossen wurde. (Sehe ich anders, wenn man dazu neigt die Stange Satz zu Hoch anzusetzen, oder zu selten zu verhängen entsteht eine Grauzone, die den Convent sehr unruhig werden lassen kann) Ein Ordnungsruf mit Namen des Störenden ist demgegenüber oft vielmehr. Die Convents-Corona muss merken, dass es dem Conventsleiter ernst ist. Hat man seine Autorität verspielt, wird man es mit der Ordnung des Conventes schwer haben. Ich empfehle bei unrettbarer Conventsentgleisung jedem Senior, den Mut zu haben, den Convent zu schließen und ggf. auf einen anderen Termin zu vertagen. Wetten, dass der nächste Convent geordnet abläuft?
Betrunkene BbBb, die die Ordnung gröblich stören, verhindern idR den geordneten Fortgang des Conventes ebenfalls endgültig. Es besteht nur noch die Möglichkeit, diesen vom Convent zu verweisen. Falls diese nicht Folge leisten, vertagt man besser den Convent, als sich weiterhin zum Narren halten zu lassen.
Alkoholverbote auf Conventen haben bisher wenig Wirkung gezeigt. Besser erscheint es, eine konsequente Verweisung der entsprechenden Störer (Achtung: ultima ratio) zu praktizieren, den Alkoholgenuss in Maßen (=maßvoll, nicht Maß Voll) zuzulassen.
7.	Konkrete Maßnahmen zur Conventsverkürzung
Wenn die o. a. Grundsätze konsequent befolgt werden, sollte eigentlich schon etwas erreicht sein. Da aber erst praktische Tipps den Nachfolgern nutzen können, bitte ich jeden Senior, etwas Neues zur Conventsverkürzung auszuprobieren und seine Erfahrungen an dieser Stelle niederzulegen.
8.	Desiderate eines „erfolgreichen“ Conventes
Schlagwortartig zusammengefasst, zeichnet einen guten Convent aus:
-	Teilnehmer haben einen Eindruck, was sie erwartet
-	Konstrukitvität
-	Stringenz, nicht zwangsläufig zeitliche Verknappung
-	Angemessene Gewichtung zwischen Diskussionsbreite und Bedeutung des diskutierten Themas
-	Teilnehmer haben ein Mehr an Information / Aufgaben als vorher
-	niedriger Frustrationsgrad
C.	Besondere Ereignisse auf dem Convent
Hier ein kleiner Abriss von immer wiederkehrenden, wichtigen Ereignissen auf dem Convent. Die genaue Kenntnis der Abläufe bringt einem selbst die Sicherheit, um noch freie Denkkapazitäten für das Management der Diskussion zu haben. Unsicherheit in den äußeren Abläufen macht auch den Eindruck, als gebe sich der Senior keine Mühe, da solche grundlegenden Sachen von jedem BC-Erfahrenen geschildert werden können. Zwecks Arbeitserleichterung hier die schriftliche Form:
1.	Aufnahme von Füchsen
Das Aufnahmeritual spielt sich in den seltensten Fällen auf einem Convent ab. Üblicherweise wird ein Kandidat seine Bereitschaft erklären, einzutreten. Dann wird ihm durch den FM ein Aufnahmeformular überreicht, das der Kandidat unterschreibt. Der Kandidat wird damit Bundesbruder. Sollte ein anderer als der FM diesem das Formular überreichen, was der Kandidat unterschreibt, so bedarf es der Aufnahme der Genehmigung durch den FM.
Da der BC allzuständig ist, darf auch der BC Eintrittsgesuche unabhängig vom FM annehmen oder eine Aufforderung gegenüber einem Kandidaten aussprechen, einzutreten. Der BC kann sogar vom FM angenommene Anträge mit ¾-Mehrheit widerrufen, allerdings nur auf dem ersten ordentlichen BC seit Annahme des Antrages.
Mein Vorschlag wäre es, Hausbewohner, die bis zum Stiftungsfest noch nicht eingetreten sind, aber trotzdem interessant für den Verein sind, auf dem vorletzten BC des Semesters zum Eintritt aufzufordern. Der Hausbewohner sieht, dass der Verein ihn will. Wenn er ablehnt, ist nichts verloren. Zieht der Hausbewohner vom Haus, so ist es meines Wissens noch nie gelungen, ihn doch noch zum Eintritt zu bewegen, d.h. er ist für den Verein wahrscheinlich für immer verloren. Antrag: „Ich beantrage, der Hohe BC möge beschließen: XY wird durch den FM im Namen des Conventes aufgefordert, einen Antrag auf Aufnahme zu stellen.“
2.	Vorschlag zu Burschung
Vor dem Burschungsconvent müssen die zu promovierenden Füchse mit einfacher Mehrheit vom BC zur Burschung vorgeschlagen, womit sie für fähig erklärt werden, an der Burschung teilzunehmen. Scheitert der Antrag an der erforderlichen Mehrheit, so ist bei einem Überwiegen der Contra-Stimmen seine Burschung im aktuellen Semester nicht mehr möglich. Die Zulassung zur Prüfung wurde ihm verweigert. Die Zulassung kann dann nur noch mit der nächsthöheren Mehrheit erteilt werden. Notburschungen im Rahmen der Chargenwahl bleiben unberührt. Den Antrag, einen Bb zur Burschung vorzuschlagen, kann jeder BC-Berechtigte stellen, möglichst aber in Absprache mit dem FM.
Antrag: „Ich beantrage, der Hohe BC möge beschließen: XY wird zur Burschung vorgeschlagen“ Erörterung
3.	Promotion
Die Burschung vollzieht sich in folgenden Schritten:
a)	Bericht des Promotionsausschusses
b)	Erörterung durch den Convent
c)	Aussprache des Fuchses mit dem Convent (nur, falls beantragt – jeder Bundesbruder hat dann ein Fragerecht)
d)	Nach der Aussprache vor dem Convent darf keine Diskussion mehr stattfinden, vielmehr folgt sofort die
e)	Abstimmung
Die Burschung wird einzeln vorgenommen. Sobald der entsprechende Beschluss vorliegt, ist der Bb Bursch und BC-berechtigt. Er darf bei der Burschung der übrigen Füchse mitstimmen.
4.	Wahl
Die Wahl in den Vorstand vollzieht sich so:
a)	Vorschläge
b)	Stellungnahmen der Vorgeschlagenen, Möglichkeit der Beantragung der Streichung von der Kandidatenliste
c)	Personaldiskussion (falls gewünscht [Regelfall], nicht, wenn nur ein Kandidat auf der Kandidatenliste)
d)	Abstimmung
siehe auch: Wahlconvent
5.	Decharge
Die Decharge gestaltet sich folgendermaßen:
a)	Bericht des Dechargeberichterstatters
b)	Diskussion
c)	Abstimmung
d)	Der Convent gibt der Charge etwas mit auf den Weg
6.	Entlassung, Dimission, Exklusion
Freundschaftliche Entlassungen können in einer Lesung mit ¾-Mehrheit bei Krass-Füchsen vorgenommen werden, aber das ist der Ausnahmefall. Normalerweise vollzieht sich die freundschaftliche Entlassung in zwei Lesungen. Die Aktivitas in loco und der Betroffene sind 48 Stunden vor der ersten Lesung schriftlich in Kenntnis zu setzen. Die Benachrichtigung im vereinfachten Verfahren entfällt.
Dimission und Exklusion sind in § 9 VO geregelt.
Andere unerfreuliche Verfahren wie die Enthebung einer Charge u. Ä. brauchen nicht erörtert zu werden, dafür sind sie einfach zu selten.
D.	Umsetzung von Beschlüssen
Beschlüsse des Conventes (z.B. Anordnungen eines Hausverbots) sind durch den Vorstand umzusetzen. D.h. im Falle des Hausverbotes, dass die betreffende Person nicht mehr ins Haus gelassen darf bzw. der Senior dafür Sorge trägt, dass dieser im Falle eines Auftauchens des Hauses verwiesen wird.
Möglich ist auch, dass der Convent einen BbBb beauftragt, bis zu einem bestimmten Geldbetrag eine Anschaffung zu tätigen. In diesem Fall nimmt der Senior seine Beaufsichtigungsfunktion auch gegenüber dem Beauftragten wahr.
Falls ein Blaubuchbeschluss gefasst wurde, unterzeichnet der Senior den Beschluss, nachdem der Schriftführer ihn in das Blaubuch eingetragen hat und seinerseits unterzeichnet hat.
E. Die wichtigsten Conventsregeln in der Übersicht
Das Conventsgeheimnis (§16 GO)
Alle Teilnehmer der Convente sind zur strengen Beachtung des Conventsgeheimnisses denjenigen gegenüber verpflichtet, die an dem betreffenden Convent teilzunehmen nicht berechtigt waren.
Beschlussfähigkeit (§19 GO)
• Ordnungsgemäß geladen (Eine Woche vorher)
• Mind. 40% der stimmberechtigten Mitglieder anwesend
-	Ausgenommen Aktive ex loco
Allgemeiner Convent (AC) § 14 GO
- Alle aktiven Mitglieder
• AHAH haben
- Recht auf Antragsstellung
- Kein Stimmrecht
• Ist zuständig für
- Alle Angelegenheiten, soweit nicht anders geregelt
• Sonderregeln
- Gäste können mit 2/3 Mehrheit zugelassen werden
- Damen sind nicht zugelassen
Burschenconvent (BC) § 15 GO
- Alle Burschen
- Kann alle Belange an sich ziehen
Die Form (§4 VO)
Anträge müssen positiv gefasst werden. ( „Der hohe AC möge beschließen: Dem Senior wird aufgetragen...“)
Rechte des Seniors (§3 GO)
Der Senior hat das Recht:
a) das Wort zu erteilen und zu entziehen,
b) Ordnungsverweise zu erteilen,
c) "Stangen Satz“ zu verhängen,
d) ein Mitglied wegen fortgesetzter Störung der Verhandlung oder wegen unpassenden Benehmens vom Convent zu verweisen,
e) nach jedem Redner das Wort zu ergreifen.
Im Allgemeinen sind Abstimmungen öffentlich (§ 13 GO) und erfolgt durch Handaufnehmen oder durch beifälliges klopfen (per acclamationem).
Bei Exklusion, Dimission, Wahl oder Entlastung, sowie auf Verlangen erfolgt stets geheime Abstimmung (§ 14 GO).
Jeder Bb hat das Recht sich zu einer Sache zu Wort zu melden, nach Erteilung des Wortes durch den Senior steht der betreffende Bb auf. Bei mehreren Wortbeiträgen wird eine Rednerliste geführt und nacheinander durchgegangen.
Worterteilung außerhalb der Rednerliste (§ 11 GO)
Außerhalb der Rednerliste erhält jeder Bb das Wort:
a) zur Geschäftsordnung (-> Antrag zur GO),
b) zur Fragestellung und direkten Beantwortung,
c) zur Berichtigung unrichtig angeführter Tatsachen.
§ 5 VO Anträge zu GO
Ein Antrag zur GO wird kenntlich gemacht durch das Heben beider Hände. Der Antragsteller wird gehört, sobald der gegenwärtige Redner geendet hat. Im Anschluss an einen Antrag zur GO wird sofort hierzu eine Pro- und eine Contra-Stimme gehört. Anschließend wird sofort über den Antrag zur GO abgestimmt. Als Contra-Stimme gilt auch die bloße Äußerung einer Gegenstimme ohne Begründung (formale Gegenrede). Wird keine Contra-Stimme geäußert, gilt der Antrag sofort als angenommen.
Anträge zur GO sind:
• Antrag auf Schluss der Rednerliste
- bei Fehlen einer Rednerliste: Antrag auf Schluss der Debatte
• Übergang zur Tagesordnung
• Antrag auf Vertagung der Verhandlung
• Antrag auf Vertagung des Convents
Persönliche Bemerkungen (§12)
Zu persönlichen Bemerkungen wird das Wort erst nach Erledigung der Tagesordnung erteilt.
Strafe bei unentschuldigtem Fehlen (§40 VO)
• auf einer offiziellen Veranstaltung („O-Veranstaltung“) 10% des Semesterbeitrags
• auf eine hochoffiziellen Veranstaltung („HO-Veranstaltung“) 20%
Der Kassierer ist berechtigt, diese Beträge unverzüglich zu fordern. Die Beträge werden für eine Fuchsenfahrt verwandt (-> Fuchsenkasse).
Entschuldigungen (§ 37 (2) VO)
Auf Ersuchen eines Bb entscheidet der Senior über Entschuldigungen vor der Veranstaltung. Entschuldigungen sind in Schriftform an den Senior zu richten. Nach einer Veranstaltung hat der Bb eine Frist von 14 Tagen, sich zu entschuldigen. Über die Annahme entscheidet der BC.
Strafe bei anderen Verfehlungen (§ 41 VO)
Bei anderen Verfehlungen können je nach Schwere des Falles vom BC folgende Strafen verhängt werden:
b) Ausschluss auf Zeit
c) Ausschluss vom Convent
d) Rüge vor dem Convent
e) Geldstrafen (z.B. Stange Satz).
Stange Satz
Um auf dem Convent Verfehlungen zu ahnden, ohne den Delinquenten gleich des Conventsraums zu verweisen, kann man eine Stange Satz verhängen. Es handelt sich dabei um eine Geldstrafe, deren Höhe auf dem ersten Convent des Semesters für das laufende Semester festgelegt wird.
Normalerweise variiert die Höhe des Betrages zwischen 0,50 € und 2,- €.
Strafe bei „Handyklingeln“
Einige Verfehlungen, wie die Störung des Conventes durch Handyklingeln, werden üblicherweise durch eine "Runde" für die Anwesenden geahndet.
X. - Das Nebeneinander von Studium und Seniorat
„Alles eine Frage der Organisation“ – na ja, wenn das alles so einfach wäre! Es hängt aber viel von der richtigen Planung ab, um das richtige Gleichgewicht zwischen Studium und Seniorat zu finden.
Der Tagesablauf muss konsequent und straff gestaltet werden. Ähnlich wie im Semesterprogramm gibt es gewisse Termine, die schon von vornherein feststehen und Arbeiten, die einfach nur bis zu einem bestimmten Termin erledigt werden müssen. Ersteres sind Uni-Veranstaltungen, letzteres sind Orga-Tätigkeiten für die Mk! Und in der Zeit dazwischen will man ja auch noch einem Hobby nachgehen oder sich seiner Freundin widmen. Wie das alles funktioniert? Durch vorausdenkende Planung, so dass man nur noch alles das abzuarbeiten braucht, was im entsprechenden Tagesprogramm vorgesehen ist. Voraussetzung dafür ist Disziplin, Gradlinigkeit und genug Widerstandskraft, den süßen Verlockungen des Nichtstuns anheim zu fallen. Wäre es nicht wunderbar, die Vorlesung sausen zu lassen, den Nachmittag am Aasee zu liegen, den Abend lang zu Grillen und sich mit den Freunden zu betrinken, Morgens lange auszuschlafen und lange Gespräche mit seinen Kollegen zu genießen im Marktcafé bei Cappuccino und Kuchen? So schnell können 24 Stunden vergehen, in denen nichts Produktives erreicht wurde. Sicherlich müssen faule Tage auch sein, in denen man nur das macht, was man will. Allerdings darf der geschilderte Tagesablauf nicht zum Alltag werden, da sonst mit Sicherheit das Studium leidet.
Die Markomannia, so viel Beachtung sie auch fordern mag, hat ihren Platz am Spätnachmittag und den Abendstunden, wenn das Tagewerk vollbracht ist. Setze Dir eine bestimmte Uhrzeit, vor der Du nichts Markomannentechnisches anfasst. Begrenze den Abend in der Kellerkneipe auf 24 Uhr, um wenigstens noch ein Minimum an Schlaf zu bekommen. Sorge dafür, von erfahrenen BbBb vertreten zu werden, der Deine Rechte in Deiner Abwesenheit wahrnimmt (Dafür gibt es je schließlich auch den Consenior). Versuche, Gespräche mit BbBb so kurz wie möglich zu halten, wenn Du nur mal kurz auf das Haus springst, um die Post zu kontrollieren. Lerne während der Wartezeiten zwischen den Vorlesungen oder an der Bushaltestelle und schaffe Dir so Freiraum in den Abendstunden. Führe „Telefonstunden“ ein, in der das Flurtelefon für den Senior reserviert ist. Dann kannst Du alle Telefonate, die sich mit der Zeit angesammelt haben, erledigen.
Delegiere viel, aber nicht alles. Erledige die komplizierten Dinge selbst um Dich zu vergewissern, dass sie auch erfolgreich erledigt werden. Nimm Dir einen Tag frei am Wochenende, an dem Du Dich erholst und/oder mit Deiner Freundin verbringst. Gerade ihre Unterstützung ist wichtig. Wenn Sie sich jedes Mal beschwert, weil Du so wenig Zeit hast, kannst Du auch nicht richtig abschalten.
Lerne schon zu Beginn des Semesters für die Klausuren, und bereite die Vorlesungen regelmäßig nach, um up-to-date zu sein. Fange nicht erst an, vier Wochen vor den Klausuren vorzubereiten. Erfolg ist oft eine Frage des Vorsprungs. Den herausgearbeiteten Vorsprung kannst Du dann in ein gelungenes Stiftungsfest stecken, oder auch einmal eine Vorlesung ausfallen lassen, um Angelegenheiten der Wichtigkeitsstufe TOP-1-A-PRIME (Chargieren auf Beerdigungen) zu erledigen.
Und wenn nicht alles so perfekt läuft in der Mk, lasse Dir nicht die Studienzeit auch noch verderben. Wenn die Ergebnisse ordentlich sind, ist alles Schlechte wieder schnell vergessen. It is of no use to cry about spilt milk.
Die Liste auf der vorhergehenden Seite ist ja im Wesentlichen nichts anderes als das Ergebnis eines Brain-stormings. Konkrete Maßnahmen zur Entspannung des Wochenplans sind abhängig von Typ zu Typ. Und vielleicht ist das, was ich geschrieben habe, ja auch kompletter Mist.
Wie verhindere ich das „Aschehaufen-Syndrom“?
Das Aschehaufen-Syndrom ist eine persönliche Erfindung von mir. Es basiert auf folgendem schönen Zitat von Wieslaw Brudzinski, das ich im WS 2002/03 für den Dechargeconvent verwendet habe:
„Aschehaufen haben es gerne, wenn man sie für erloschene Vulkane hält.“
Das Syndrom bezeichnet einen Zustand völligen Ausgepowert-Seins. Das Engagement ist auf Null heruntergefahren, nicht ein Finger kann mehr zum Aufräumen nach Veranstaltungen bewegt werden aufgrund des Widerwillens, noch ein KJ für diesen verdammten Haufen zu verbrennen und Convente verursachen die heftigsten Magenschmerzen, die man sich vorstellen kann.
Konsequenz: semesterlange Abwesenheit, Unansprechbarkeit, völlige Weigerung, noch irgendetwas zu arbeiten in der Mk! Ein Un-Zustand, den es unbedingt zu vermeiden gilt! Ist dieser Zustand erreicht, wurde man vielleicht mit Ehre überschüttet wegen seines tollen Semesters (oder wurde auf dem Dechargeconvent in Fetzen gerissen), ist vielleicht in den Olymp der Markomannengötter aufgestiegen und sitzt jetzt neben Brains und Marc-Albert und mimt den Bacchus, aber man hat trotzdem irgendetwas falsch gemacht. Was?
Die permanente Aufopferung und permanente Ansprechbarkeit hinterlässt bei jedem ihre Spur. Unausgeglichenes Engagement im Verein (und vielleicht zu wenig Investment in Studium?) haben ihre Nachteile, auch wenn einem dafür zugejubelt wird. Man sollte nie vergessen, dass der Ruhm, den man vielleicht im Seniorat erwerben kann, nichts ist. Er verblasst allzu schnell.
Studienergebnisse bleiben ewig und beeinflussen den späteren Beruf.
In Zeiten rücklaufender Nachwuchszahlen ist es unerlässlich, sich seine Energie für zwei Chargen aufzusparen, da nicht in jedem Semester genügend Personal für einen neuen Vorstand akquiriert werden kann. Bleibt die ganze Arbeit auf einem selbst hängen, hat man zu wenig delegiert oder faule Conchargen gehabt. Bedauerlicherweise ist es meistens so, dass die Arbeit auf einigen wenigen Schultern hängen bleibt. Und überlicherweise beißen die Letzten die Hunde. Der Senior ist also wahrhaftig nicht nur der Erste, sondern auch der letzte Aktive!
Vorschläge zur Vorbeugung einer Überstrapazierung der Chargen:
• Kenne Deine Conchargen vorher. Lege Wert auf Zuverlässigkeit
• Sorge dafür, dass jeder seinen Teil der Arbeit auch trägt. Ansonsten sorge nach einer erfolglosen Abmahnung für die Neubesetzung der Charge, so schmerzhaft es auch ist, denn sonst ist keinem der Beteiligten gedient.
• Binde die Aktivitas ein, nicht nur die Hausbewohner
• Überfordere keinen und gib niemandem etwas zu Tun, dem er nicht gewachsen ist, sonst ist es am Ende wieder der Senior, der es erledigt
• Nimm Dir viel Zeit für die Planung und Organisation der Veranstaltungen
• Informiere viel und frühzeitig
• Mache Veranstaltungen, die den Aktiven gefallen und für die sie auch Arbeit in Kauf nehmen wollen
• Lieber weniger Veranstaltungen und dafür höhere Qualität
weitere Leitsätze
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References: § 14
 § 15
 § 5
 § 14
 § 9
 § 14
 § 15

§ 5