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Timestamp: 2019-01-20 03:59:39+00:00

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Nahtlosigkeit-nach reha aufforderung der kk-ablehnung-wie gehts weiter? | Erwerbslosenforum Deutschland
Themenstarter schmusefee
Stichworte aufforderung kk-ablehnung-wie nahtlosigkeit-nach reha
Auch ich bin eine neue und hoffe ich mach hier alles richtig.
Habe schon fleißig mit gelesen und versucht Hilfe zu finden.
Habe auch schon einiges gefunden, nur jetzt glaube ich komme ich nicht mehr weiter.
Ich bin ein 49 Jahre altes Mädel mit
– Gleitwirbel L5 angeboren (Mittlerweile Meyerding grad 2)
– Bandscheibenvorfall L4/5 OP Ende 2011
– AHB Anfang 2012 AU für den Beruf mit unter 3 std. Tgl. entlassen
– DRV Umschulung 2013-2015
– bis Februar 2016 Vollzeit Kffr. angestellt
– dann wieder Extreme Beschwerden im Rücken so dass seit Ende 2016 AU
– Befristetes Arbeitsverhältnis gendet Mitte 2017
– Aufforderung der Krankenkasse zum Reha Antrag gestellt März 2018
– Aussteuerung Anfang Mai 2018
– Seit Mai 2018 nahtlosigkeit durch Arbeitsamt
– mittlerweile Hashimoto festgestellt
– Ende Mai Genehmigung der DRV Zur ambulanten Reha obwohl Hausarzt Reha Unfähigkeit bescheinigt, da Fachkrankenhaus zur Versteifungs OP rät, Wortwörtlich würde zum jetzigen Zeitpunkt eine Reha wohl keinen Sinn machen da zu dem Zeitpunkt die Hashimotosache auch noch nicht geklärt war
– ambulante RehaEinrichtung laut Auskunft dieser nicht für mich zuständig da ich nicht im Einzugsbereich wohne (2 Std. Anfahrt mit ÖPNV)
– DRV angerufen, Man würde mir eine neue Reha Einrichtung in neuem Bescheid nennen
– heute Bescheid über Ablehnung der Reha,
( ausgestellt am 5. Juli; Poststempel 10. Juli, in meinem Briefkasten 13. Juli )
Da mein gesundheitlicher Zustand zur Zeit keine Reha erlaubt
Ich könne gerne einen neuen Antrag stellen, insbesondere wenn mein behandelnder Arzt mir dazu rät
– Aha! Der schlafende Sachbearbeiter der DRV ist erwacht!
(Ich hoffe das ist jetzt keine Beleidigung gewesen)
– Der Vorher positive Bescheid wurde übrigens nur durch Änderungs Paragraph „widerufen“
Habe im Telefonat nachgefragt, ob automatisch eine Umdeutung in einen EM Rentenantrag stattfindet, Da ich die Aufforderung der Krankenkasse so verstanden hatte. Der sehr freundliche Sachbearbeiter Verneinte und riet mir dazu die Krankenkasse zu kontaktieren die um eine Umdeutung Bitten könnten. Ich könnte dieses nicht tun.
Darauf hin ein Telefonat mit der Krankenkasse erfahren dass diese sich wegen bereits ausgesteuert nicht mehr dafür zuständig sieht.?
Ich dachte auch wenn es nur für circa zwei Monate ist, dass denen daran gelegen sei, das Krankengeld zurück zu bekommen falls ein EM Rentenantrag Durchgeht.
Nun gut- meine Frage wie verfahre ich weiter?
Ich sehe mich auf Grund meines Zustandes gar nicht in der Lage eine Operation durchzustehen. Ich befürchte danach nicht mehr auf die Beine zu kommen. Meine Schmerzsituation ist mittlerweile so, dass ich einigermaßen „existieren“ kann. Ich sehe mich auf keinen Fall in der Lage erwerbsfähig zu sein, So dass ich schon gerne einen EMR Antrag gestellt hätte ( dachte daß das automatisch so sei )
Wird die Nahtlosigkeit mir Probleme machen? Da die Rentenversicherung noch nicht mal irgendeine Art und Weise meine Erwerbsminderung festgestellt hat.
Kann ich nun einen EMR Antrag stellen? Oder kann ich doch eine Umdeutung veranlassen? Wenn ja Wie? Dann würde der Antrag ja schon seit März laufen...
Wie wird das Arbeitsamt das aufassen? Habe denen ja meine Unterlagen Reha/EMR Antrag durch KK Aufforderung gegeben.
Dort musste ich übrigens nicht zum medizinischen Dienst da ich die Erklärung unterschrieben habe, dass ich bereits einen Reha/Renten Antrag gestellt habe.
Bin auch Mitglied im VdK werde Montag dort anrufen. Bin dort schon lange Mitglied und muss sagen wirklich geholfen hat mir dort auch noch niemand.
Ich hoffe das war nicht zu unübersichtlich.
Ich würde gerne eure Meinung zu meiner Sache Erfahren und danke euch schon mal dafür.
Stell einfach den EMR Antrag.
Hallo schmusefee,
1. Hast Du eine Schwerbehinderung beantragt oder bescheidet?
2. Wills Du denn in Reha oder sagst Du keine Reha, keine Op sondern nur EMR Antrag.
Nun ist die eine Weile vergangen und ich kann ein paar weitere Entwicklungen berichten.
Außerdem möchte ich mich natürlich für die Antworten zuerst einmal bedanken und folgendermaßen darauf eingehen:
- Nein einen schwerbehinderten Ausweis habe ich nicht
- Eine Operation traue ich mir nicht zu (hinterher wieder auf die Beine zu kommen)
So und Neues zu berichten gibt es. Ich habe natürlich euren Rat befolgt und den Antrag auf EM R gestellt. Darauf hin habe ich ziemlich kurzfristig einen Termin zum Gutachter bekommen. (Dieser soll nächste Woche stattfinden).
Im Moment beziehe ich noch ALG Nahtlosigkeit. Und jetzt kommt die verwunderliche Neuigkeit. Einer meiner behandelnden Ärzte möchte mich einstellen. Dieser kennt mein Gesundheits- bzw. Krankheitszustand natürlich in und auswendig, weiß natürlich auch über meine Antrag Situation Bescheid auch die Ablehnung der Reha und dass ich jetzt bald einen Gutachter Termin haben werde...
Und trotzdem hat er mir sogar eine Vollzeitposition (ist aber flexibel in der Einteilung würde auch Teilzeit gehen) mit einem unglaublich guten Gehalt angeboten. Er will meinen Arbeitsplatz rücken schonend einrichten. Ich habe ihm natürlich davon abgeraten und gesagt, dass er doch bestimmt andere Bewerber finden könne, die besser geeignet sind. Daraufhin meinte er eben genau das sei nicht der Fall. Er würde meine Qualifikation sehr zu schätzen wissen.
Nun muss ich sagen, das es selten passiert aber tatsächlich ich bin sprachlos. Ehrlich gesagt weiß ich überhaupt nicht, wie ich das einschätzen soll.
Ich überlege nun die ganze Zeit, welche Möglichkeiten ich eigentlich habe.
1. Ich denke immer noch und da sich an meinem Gesundheitszustand nichts verbessert hat, dass es für mich persönlich am besten ist, wenn der Rentenantrag vollständig durchginge.
- dann hätte ich doch die Möglichkeit 3 Std. Tgl. Zu arbeiten?
(max. 6300€ pro Jahr)
- Teilrente mit „Hinzu-Verdienstdeckel“
- komplette Ablehnung (dann würde ich mich auf jeden Fall lieber zu dieser Arbeitsstelle hinschleppen und probieren was geht...hab ich dem Vlt. Arbeitgeber auch so gesagt), denn sonst bekomme ich keine weitere Unterstützung, weil mein Mann arbeitet. Das reicht aber vorn und hinten nicht...
2. Was wird wohl das Arbeitsamt dazu sagen? Nahtlosigkeit läuft bereits länger als 6 Monate. Wenn ich denen jetzt sage ich will das mit dem Job probieren?...(Beim vorherigen Job mußte ich 8 Std. sitzen...wäre hier komplett anders...)
3. Den EMR würde ich einfach weiterlaufen lassen und sehen was kommt, denn da die Kk mich aufgefordert hat...und das Arbeitsamt das so akzeptiert hat...nach der Zurücknahme der Rehagenehmigung keine Umdeutung seitens der DRV passierte,
weiß ich nicht, ob ich den Antrag überhaupt zurücknehmen dürfte?
Viele Überlegungen und kein Ende in Sicht...
Wie seht ihr die Situation? Hat jemand sowas schon erlebt?
Freue mich auf Eure Antworten...LG schmusefee
Der Arzt kennt deine gesundheitlichen Probleme und weiss, worauf er sich einlaesst.
Ob du es dir zutraust, musst du selber entscheiden.
also du kennst doch den Arzt, der dann dein neuer Arbeitgeber werden würde.
In deiner Überlegung ist natürlich mit einzubeziehen, daß du ja immer noch fast 17 Jahre arbeiten müßtest, bis das du die reguläre Altersrente beantragen könntest.
Wenn du jetzt ein Arbeitsanrgbot bekämst, daß auch noch voll auf deine gesundheitlichen Probleme eingeht, wäre das mal nicht so schlecht, vor allem wenn man es auch noch wohlmöglich felxible gestalten würde.
Klar kannst du den Rentenantrag weiter laufen lassen, mehr als das dann die DRV diesen Ablehnt kann dir ja auch nicht passieren. Im übrigen kann man auch zu einem späteren Zeitpunkt jederzeit einen neuen Antrag stellen, so wie die DRV ja auch die Möglichkeit einer Teil-EMR hat.
Hier mußt du eben abwägen, ob es dir überhaupt möglich ist den Arbeitsanforderungen nachzukommen, denn wenn das nicht der Fall sein sollte, ja dann bringt das recht wenig.
Dazu käme dann auch noch, wie vertrauensvoll das Angebot ist, denn wir kennen ja nicht den Arzt um sowas abschätzen zu können.
Allerdings, arbeit ist immer besser als zuhause mit einer Krankheit zu sitzen, schon der Psyche wegen.
Ich z.B. geh auch einem Minijob nach, erstens weil ich das wenige Geld "schon" gut brauchen kann und zweitens weil ich dann tägl. zumindest für wenige Stunden unter Menschen bin, was allemal besser ist als zuhause zu sitzen/liegen.
Hier mußt du inne gehen und das ganze mit dem Partner besprechen, denn ihr kennt eure/deine Situation halt am besten.
vielen Dank für die Antworten vom letzten Mal. Ich habe tatsächlich den Probearbeitstag hinter mich gebracht, aber er ist ziemlich in die Hose gegangen ich konnte mich am nächsten Tag gar nicht mehr bewegen. Auf diese Art habe ich festgestellt dass es doch ein bisschen zu viel für mich ist.
Zwei Wochen vor dem Probearbeitstag hatte ich ja tatsächlich einen Gutachtertermin nachdem ja die Rentenversicherung meinen Reha Antrag zuerst befürwortete und danach die Befürwortung zurück genommen hatte, und ich dank eurer Tipps ja dann noch mal einen Rentenantrag hinterher gestellt habe.
Der Gutachter war ein orthopädischer Rheumatologe und ich muss sagen, man liest ja so einiges über solche Termine und ich kann nur sagen es war wirklich furchtbar. Ich hatte nur das Glück dass ich um 14:00 Uhr den Termin hatte. Ich habe mich den Vormittag über nicht geschont und bin ohne Tabletteneinnahme dorthin gegangen, konnte mich dem entsprechend auch wirklich sehr schlecht bewegen kaum laufen und nicht gerade hinstellen.
In einer völlig Menschen unwürdigen Arroganz hat er mich dann angesprochen er könne mich ja noch nicht mal untersuchen…Ich müsste ja selber wissen was ich von meinem Leben erwarte und was ich denn überhaupt von ihm wolle, und vieles mehr...
An dieser Stelle bin ich dankbar für die Tipps die ich gelesen hatte, dass man nämlich eben keine Tabletten nehmen soll (natürlich nur wenn es irgend wie geht, ich spreche hier natürlich von Schmerzmedikation und keiner Kreislauftablette oder sonstiges ) um nicht das Bild das man ja tatsächlich zu Hause auch hat zu verfälschen.
Aber an seiner Art merkte ich schon dass ihn seine Untersuchung Ergebnisse nicht wirklich freuten, so meinte er dann zum Abschluss zu mir meine Beschwerden die ich angegeben hätte wären schon mit dem Krankheitsbild vereinbar aber er würde natürlich der Rentenversicherung mitteilen, dass ich für leichte Tätigkeiten einsetzbar bin. Und was diese daraus machen würde, müsste er auch nicht.
Und gestern als ich den Briefkasten lehrte war er dann drin, der Bescheid über die volle Erwerbsminderungsrente aufgrund Arbeitsmarkt.
Das war mein erster Antrag auf Erwerbsminderungsrente und er ging sofort durch innerhalb von drei Monaten.
Ich denke, dass es in meinem Fall eine große Rolle gespielt hat, dass ich ja schon zwei Umschulungen hinter mich gebracht habe und eine medizinische Rehabilitation nach der ersten Operation hatte. Im Großen und Ganzen eigentlich mehr eine Krankheits- als eine berufliche Karriere hingelegt habe und ich wahrscheinlich einen Sachbearbeiter hatte der rechnen konnte.
Für mich und meine Geschichte war sehr hilfreich, dass ich solche Foren gefunden habe wie hier wo so viele fleißige daran arbeiten Informationen zu verteilen. Ohne euch und eure Beiträge hätte ich es niemals geschafft.
Gerade rechtzeitig zum Weihnachtsfest fällt mir nun doch eine Last von der Seele. Für all diejenigen die noch kämpfen wünsche ich viel Kraft bleibt am Ball. Für alle die in 2019 einen Rentenantrag stellen kommt ja am Ende zum Glück ein bisschen mehr Geld raus. Das hat bei mir leider um drei Monate nicht funktioniert aber dennoch besser der Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach.
Ich wünsche allen ein frohes Weihnachtsfest viel Kraft und Gesundheit.
hab dann bitte noch die Frage, ob das ALG1 bis zum Beginn der „Arbeitsmarktrente“ gezahlt wird.
schmusefee sagte :
Ach, habs grad gefunden....§156 sgb 3....alles gut .....dann mach ich dem amt morgen mal klar, dass mein alg 1 Anspruch nicht aufzuheben ist, sondern erst ab zahlung der „Arbeitsmarktrente“ ruht...
Ich bin mir da nicht 100% sicher, aber eigentlich wird die AfA das ALG1 mit sofortiger Wirkung einstellen, sobald sie den Bescheid über die Rente haben. Ab wann du dann die Rente erhälst steht ja in dem Bescheid drin.
Bei einer vollen EM Rente aus medizinischen Gründen koennte ich eine sofortige Einstellung nachvollziehen. Aber bei einer Arbeitsmarktrente steht man dem Arbeitsmarkt ja eigentlich noch zur Verfügung. Das koennte der Unterschied sein.
Aber bei einer Arbeitsmarktrente steht man dem Arbeitsmarkt ja eigentlich noch zur Verfügung. Das koennte der Unterschied sein.
Da es aber so oder so eine Erwerbsminderungsrente ist, hat die AfA ja eigentlich nichts mehr damit zu tun, ist ja Sache der RV. Im Bescheid müsste aber genau das stehen, wann die Rente geleistet wird.
Bei einer Arbeitsmarktrente, falls nicht ausreichend, ist für eine Aufstockung das JC zuständig. Darauf zielte aber die Frage nicht ab. Die Frage war, wer zaht, bis die DRV zahlt, die Antwort hat die TE wohl gefunden.
Man sollte aber Bedenken, das die Rente immer erst rückwirkend zum Monat bezahlt wird, JC und ich nehme an AfA auch im Vorraus. Ohne Rücklagen hat man dann einen Monat Flaute.
Due AfA zahlt auch nachträglich.
Sorry Leute, aber was hat denn schmusefee gefunden, schaut euch doch mal den § 156 SGB III etwas genauer an.
Was hat das denn bitte mit der Frage zu tun, wie lange die AfA zahlt, wohl wenig.
Es dürfte hier den belesenen wohl eher klar sein, daß bei einer vollen EMR kein Anspruch auf eine andere Sozialleistung besteht wie hier auf ALG-I, oder.
Also aus meiner eigenen Erfahrung heraus kann ich sagen, daß die AfA zuerst einmal solange zahlt bis der Bescheid der DRV vorliegt, denn erst der entläßt diese aus der Zahlungsverpflichtung sofern vorher nicht die Leistungsanspruch ausgeschöpft ist.
Aber mit einer Teil-EMR hat man dennoch weiterhin einen Anspruch auf ALG-I, dann allerdings lediglich einen gekürzten - und zwar um die Rentenleistung -, denn doppelte Sozialleistungen sieht das SGB nicht vor.
Sollte schmusefee jetzt eine Teil-EMR bewilligt bekommen, dann müßte die AfA den ursprünglichen Bescheid aufheben und einen neuen erstellen welcher eben die restlichen Tage an Leistungsanspruch umfaßt, wobei sie dann nur noch einen Teil des bisherigen ALG-I erhalten würde.
Was allerdings genauso gut passieren könnte wäre auch, daß die DRV bevor sie eine Teil-EMR bewilligt, bei der AfA die Vermittlungsmöglichkeiten anfragt und sollte das zu einem negativen Ergebnis führen, ihr gleich die volle EM-Arbeitsmarktrente auf Zeit bewilligt.
Dann würde die AfA das ALG-I umgehend aufheben, weil ja von dort keinerlei Vermittlung mehr möglich ist.
Würde die volle EM-Arbeitsmarktrente unter dem ALG-II Satz liegen, müßte sich schmusefee beim JC zwecks Aufstockung melden, mit allen Konsequenzen.
Am Rande sei erwähnt, daß es ja eine Gesetzesänderung gab, nachdem der Personenkreis wer aus dem ALG-I in volle EMR geht, ohne Wartezeit gleich die volle EMR im Anschluss ans ALG-I erhält, eben um Unbilligkeiten zu vermeiden - mir fehlt auf die schnelle der Gesetzestext.
Vielen Dank für die rege Beteiligung Hatte ich gar nicht erwartet und ich bin noch dabei den Kram zu klären...
fahre morgen nocheinmal zum Amt. ... Fortsetzung folgt
Ich hoffe der folgende Link funktioniert und ich hoffe ebenso, dass ich ihn überhaupt hier reinsetzen darf. Das war das, was ich bis jetzt gefunden habe zu dem Thema.
Da es ja immer auf jede Kleinigkeit ankommt gebe ich hier noch einmal an, dass die Rentenversicherung in meinem Fall festgestellt hat
– arbeitsfähig zwischen 3-6 Stunden
– nicht allein aus gesundheitlichen Gründen
– sondern auch wegen der Lage am allgemeinen Arbeitsmarkt=volle Erwerbsminderungsrente
Dieses habe ich persönlich bei der Agentur für Arbeit abgegeben, worauf hin ich den Aufhebungsbescheid
nach §48(1) S.1SGB 10 erhielt, mit der Begründung ich sei unter 3 Stunden voll erwerbsgemindert und ab sofort nicht mehr über die Agentur krankenversichert.
(Hier denke ich dass die Begründung für die Aufhebung des Arbeitslosengeldes als erstes erst einmal falsch ist. Ich bin ja nun immer noch 3-6 Stunden arbeitsfähig.)
Dazu fand ich in den interen Weisungen für das Amt (link)
SGB 3 § 145 Minderung der Leistungsfähigkeit auf Seite 8,
145.1.6 Auswirkungen des festgestellten Leistungsvermögens
Genau diese Vorgehensweise, nur eben nicht in meinem Fall zutreffend, da ich keine volle Erwerbsminderungsrente auf Gesundheit habe.
Genau einen Abschnitt vorher fand ich das folgende
145.1.5 Feststellung der verminderten Erwerbsfähigkeit durch den Rentenversicherungsträger
4) Auch die Bewilligung einer Rente wegen voller Erwerbsminderung, bei der der Anspruch von der jeweiligen Arbeitsmarktlage abhängig ist (Arbeitsmarkt- rente), beinhaltet die Entscheidung über die Erwerbsminderung. Handelt es sich um eine Rente wegen voller Erwerbsminderung bei mehr als kurzzeitigem, aber unter 30-stündigem wöchentlichen Leistungsvermögen (sog. „Arbeitsmarkt- rente“ i. S. des § 43 Abs. 2 Satz 2 SGB VI), ist bei Vorliegen der sonstigen Vo- raussetzungen Alg bis zum Beginn der laufenden Rentenzahlung weiter zu ge-währen. Ab der Entscheidung ist eine Alg-Leistung nur außerhalb der Nahtlo- sigkeitsregelung möglich. Die Bemessungsgrundlage ist ggf. auf 30 Stunden zu vermindern.
Bedeutet für mich als Laien der Gesetzestexte liest, dass mein ALG Anspruch außerhalb der Nahtlosigkeit Regelung weiterlaufen kann. In meinem Falle bis zum Anfang Mai hätte ich Anspruch. Meine Rente beginnt am 1. April, sodass ich denke kommt nun der Paragraph 156 den ich am Dienstag erwähnte zum Tragen.
(Natürlich auch wieder aus den internen Dienstanweisungen die man auf der Seite der Agentur für Arbeit einsehen kann heraus kopiert)
156.1.3 Ruhen des Anspruchs nach § 156 Abs. 1 Nr. 3
(1) Von den Renten wegen Erwerbsminderung kann nur die Rente wegen vol- ler Erwerbsminderung nach § 43 Abs. 2 Satz 3 SGB VI („Arbeitsmarktrente“) zum Ruhen des Anspruchs führen.
...und weiter....das als meine Rettung
156.2 Einschränkungen des Ruhens
(1) Eine wegen der Arbeitsmarktlage zuerkannte volle Erwerbsminderungsren- te („Arbeitsmarktrente“) führt erst ab Beginn der laufenden Rentenzahlung zum Ruhen des Anspruchs.
Wenn ich nun also nicht völlig schief gewickelt bin, denke ich dass mir das Arbeitslosengeld bis zum Beginn der Rentenzahlung zusteht wahrscheinlich natürlich in Höhe der Zahlung der Rente was weniger ist als das Arbeitslosengeld. Und das mit dem Ruhen eben deshalb damit nicht das Arbeitsamt obwohl ich Anspruch bis Mai habe weiter zahlt, während ich schon ab 1. April die Rente bekomme. Zusammentreffen zweier verschiedener Leistungsarten soll verhindert werden. Dazu will ich halt morgen noch mal hinfahren.
Ich möchte allerdings noch kurz beschreiben was ich beim Telefon Center der Agentur für Arbeit erlebte.
1. Telefonat: die Dame hat intern die Mitteilung der Rentenversicherung gefunden in der drin steht Arbeitsmarktrente. Sie wollte mir am Telefon aber klarmachen, dass ich die volle Rente bekäme es würde nicht darauf ankommen in welcher Stundenzahl man leistungsgemindert ist das Wort volle würde ausreichen.
Außerdem meinte sie, dass es noch „sehr viele andere Arbeitsmarktrenten gäbe, die ja nicht alle die volle Rentenzahlung bekämen“.
An der Stelle noch mal ein Riesen Dankeschön an alle und vor allen Dingen an Doppeloma, die immer wieder zum Glück sehr eindringlich darauf hinweist, dass es nur 1 Arbeitsmarktrente gibt.
Außerdem wies sie darauf hin, dass ich mich ja ans Jobcenter wenden könne, wenn ich bedürftig sei.
An dieser Stelle bat ich dann um einen Rückruf. Diesen erhielt ich dann heute Vormittag.
2. Telefonat: Der freundliche Herr R aus K war überhaupt nicht in der Lage, meinen DRV Bescheid zu finden.
Er beendete das Gespräch mit den Worten ich könne Widerspruch einlegen.
3. Telefonat: hab natürlich direkt noch einmal angerufen um dann mal die Frage danach zu stellen, ob ich denn nun überhaupt irgendwo krankenversichert sei. Daraufhin meinte dann die dritte Dame, dass sie denkt dass ich völlig Recht hätte man hätte meinen Rentenbescheid falsch interpretiert und ich solle mich sofort anziehen und zur Agentur für Arbeit hinfahren, um die sachliche Unrichtigkeit berichtigen zu lassen. Aha dachte ich mir wenigstens ein Lichtblick. Da ich das heute wegen rücken nicht geschafft habe fahre ich morgen Früh.
Und außerdem wollte ich noch vom vierten und letzten Telefonat berichten. Ich habe nämlich einfach mal bei der Krankenkasse angerufen, um dort mitzuteilen, dass das Arbeitsamt Theater macht. Wenn ich jetzt erst langwierig einen Widerspruch einlege, ob es dann passieren könnte, dass ich nicht mehr krankenversichert bin. Daraufhin meinte der sehr freundliche Herr, er würde gar nicht verstehen, warum die einen Aufhebungsbescheid geschickt hätten. Er könne in seinem System schon sehen, dass ich bis 31. März über die Agentur für Arbeit laufe und ab 1. April über die DRV krankenversichert bin. Daran würde auch der Aufhebungsbescheid da Agentur für Arbeit nichts ändern (Wobei doch dieser natürlich genau diesen Hinweis enthält ich sei nicht mehr krankenversichert)
Tja,… an dieser Stelle denke und fühle ich mit all den Menschen, die unter den Attentaten der Behörden insbesondere der Agentur für Arbeit zu leiden haben. Die Welt könnte doch so einfach sein, wenn sich doch vor allen Dingen die Sachbearbeiter mal an die für alle gültigen Regeln halten würden.
So,… Nun bewaffne ich mich mit all meinen schönen Gesetzestexten, fahre morgen dahin und hoffe, dass ich dann berichten kann, wie es ausging.
Du telefoniert zu viel. Ich wuerde das schriftlich klären.
also ich kann das hier alles nicht mehr nachvollziehen.
Du hast jetzt doch eine volle EM-Arbeitsmarktrente, wozu also dieses Theater.
Mit der Bewilligung durch die DRV bist du automatisch Mitglied bei der KVdR (Krankenversicherung der Rentner), was deine KV intern regelt, also hast du auch einen fortlaufenden KV-Schutz.
Wenn du der SB bei der AfA deinen Rentenbescheid (so wie ich damals auch) vorgelegt hast, dann wird man dort selbstverständlich auch deine ALG-I Bewilligung aufheben, ist doch logisch, denn als EMR kann man dich ja nicht mehr vermitteln.
All deine Versuche in irgendwelchen Gesetzen irgendwas zu lesen bringt dich nicht weiter und viele Telefonate ebenso wenig.
Ein Blick in den § 101 SGB VI sagt dafür alles.
Im Regelfall wird eine befristete Rente wegen Erwerbsminderung erst ab dem 7. Monat geleistet, jedoch hat der Gesetzgeber hier inzwischen eine Gesetzesänderung vorgenommen, damit die Leute nicht in der Luft hängen und denen die Arbeitslos sind den sofortigen Übergang ermöglicht.
werden vor Beginn des siebten Kalendermonats nach dem Eintritt der Minderung der Erwerbsfähigkeit geleistet, wenn
a) die Feststellung der verminderten Erwerbsfähigkeit durch den Träger der Rentenversicherung zur Folge hat, dass ein Anspruch auf Arbeitslosengeld entfällt, oder ....
Quelle Buzer SGB VI
Hier ist jetzt die DRV gefordert ihre Rentenzahlung umgehend aufzunehmen, dazu muß du denen allerdings auch mitteilen das du derzeit auch ALG-I erhälst.

References: § 156
 §48
 § 145
 § 43
 § 156
 § 43
 § 101