Source: http://post-und-telekommunikation.de/PuT/KEP_2012_3_Juli-Sept.php
Timestamp: 2017-04-30 16:33:19+00:00

Document:
Post und Telekommunikation, KEP Juli bis September 2012
PostNL verlangt Entschädigung für die Mehrbelastung durch den Universaldienst
Der niederländische Postkonzern PostNL hat bei der niederländischen Regulierungsbehörde OPTA eine Entschädigung für die gestiegenen Belastungen durch die Universaldienstverpflichtung beantragt. Zum Universaldienst gehört u.a. die Verpflichtung der lückenlosen, flächendeckenden Versorgung der Bevölkerung mit postalischen Grunddienstleistungen an 6 Werktagen der Woche. Außerdem hat sich PostNL verpflichtet, landesweit 19.000 Briefkästen und ein dichtes Netz von Filialen zu unterhalten. PostNL beklagt die gestiegenen Kosten für den Universaldienst bei gleichzeitigem Rückgang der Verkehrsmengen vor allem im Briefdienst. Während trotz des Verkehrsrückgangs die gesetzlichen Rahmenbedingungen und der Service unverändert geblieben sind, seien allein 2011 die Universaldienst-Kosten von 107 auf 125 Millionen Euro gestiegen. Eine Entschädigung sei also gerechtfertigt und erforderlich.
PostNL beruft sich auf die Regelungen der EU-Postrichtlinie und des Postgesetzes von 2009. Stimmt die Aufsichtsbehörde OPTA dem Antrag zu, müssen die Wettbewerber für die Mehrkosten aufkommen. Unterdessen erwägt die niederländische Regierung nach Angaben von Wirtschaftsstaatssekretär Henk Bleker, in der anstehenden Postreform die Montagszustellung zu streichen. Grund ist die rückläufige Volumenentwicklung.
Unruhe im Europäischen Parlament wegen der geplanten Übernahme der TNT Express durch UPS
04./21. 07.2012
Der CDU-Abgeordnete Andreas Schwab und sein konservativer Kollege Jean-Paul Gauzés haben in einem Brief an den EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia ihre „große Sorge” über das UPS-Vorhaben, die holländische TNT Express zu übernehmen, ausgedrückt und fordern eine eingehende Kartellprüfung des Fusionsvorhabens. Die Abgeordneten befürchten negative Konsequenzen für den Arbeitsmarkt, den vorhersehbaren Rückzug vom Flughafen Lüttich, die Gefahr steigender Preise in Europa und die Benachteiligung europäischer Unternehmen im US-amerikanischen Logistikmarkt.
Am 20. Juli 2012 leitete Almunia eine sogenannte eingehende Prüfung des Fusionsvorhabens ein. „Durch die Übernahme könnte der Wettbewerb im Expressdienst zum Schaden der Verbraucher eingeschränkt werden”, begründete Almunia sein Vorgehen. Die EU-Kommission hat nun 90 Tage Zeit für die Prüfung. Bis Ende November 2012 muss sie ihre Entscheidung bekannt geben.
PIN Mail AG: Eine halbe Milliarde eBriefe nach ganz Deutschland
Im Zeitalter der zunehmenden Digitalisierung hat die PIN Mail AG im letzten Jahr eine neue Technologie für moderne Versandprozesse entwickelt und liegt damit voll im Trend. Mit den innovativen Möglichkeiten des eBriefs können Unternehmen und Privatkunden ihr gesamtes Sendungsvolumen entweder über einen Webbrowser oder - für größere Mengen - via Schnittstelle elektronisch hochladen.
Anschließend werden die Dokumente von der PIN Mail AG verarbeitet, kuvertiert und deutschlandweit verschickt. Der Empfänger erhält einen klassischen Brief per Zusteller. Die Kunden sparen bei diesem Verfahren sowohl die Kosten für Druck und Materialien als auch Zeit für die Verarbeitung. Ein Standard-eBrief ist bereits für 54 Cent zu haben.
Inzwischen nutzen laut PIN-Angaben viele Unternehmen und Privatkunden diese Form des Briefversands. Seit Mitte 2011 ist die PIN Mail AG bereits mit ihrem neuen Produkt auf dem Markt und kann deutliche Erfolge verzeichnen. „Bis Februar 2012 wurden 250.000 elektronische Sendungen gezählt und die Wachstumskurve zeigt steil nach oben”, so PIN Mail in ihrer Pressemitteilung.
Knappe 5 Monate später, im Juli 2012, wurde bereits die 500.000. Sendung elektronisch eingeliefert und anschließend durch das Unternehmen verarbeitet und verschickt. „Die Nachfrage steigt weiterhin an. Immer mehr Firmen und Privatkunden nutzen die Vorteile der elektronischen Versandmöglichkeiten, ohne dabei auf die klassischen Merkmale eines Briefes verzichten zu wollen.”
Die PIN Mail AG wurde im April 1999 als „PIN intelligente Dienstleistungen AG” in Berlin gegründet. Der erste Brief wurde am 17. August 1999 zugestellt. Mittlerweile werden täglich bis zu über eine halbe Million Sendungen in eigenen Sortierzentren verarbeitet. Das Unternehmen startete mit 5 Beschäftigten und gehört heute mit etwa 1.000 Mitarbeitern nach eigenen Angaben zu den größten privaten Briefdienstleistern in Europa. Als eines der ersten Unternehmen erhielt die PIN Mail AG alle erforderlichen Lizenzen der Bundesnetzagentur zur Beförderung und Zustellung von Briefpost.
In Berlin sind die Zusteller der PIN Mail AG aus dem Straßenbild nicht mehr wegzudenken. Mittlerweile verfügt das Unternehmen in der Hauptstadt über 16 eigene Logistikdepots und etwa 360 Briefkastenstandorte, davon 240 in PIN-Partnershops (z. B. alle Kaiser's-Märkte). Damit steht den Berlinerinnen und Berlinern ein flächendeckendes Netz an Dienstleistungen rund um das Thema Briefversand zur Verfügung.
Monopolkommission stellt ihr 19. Hauptgutachten gemäß § 44 Abs. 1 GWB vor
Die Monopolkommission hat dem Bundesminister für Wirtschaft und Technologie ihr 19. Hauptgutachten gemäß § 44 Abs. 1 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) überreicht. Das Gutachten trägt den Titel „Stärkung des Wettbewerbs bei Handel und Dienstleistungen”.
Gegenstand der Berichterstattung sind
die nach gesetzlichem Auftrag vorgesehenen Untersuchungen der Unternehmenskonzentration und der kartellrechtlichen Entscheidungspraxis.
Darüber hinaus befasst sich die Monopolkommission mit der geplanten Novellierung des Kartellrechts sowie des Post- und Eisenbahnrechts und erörtert die geplante Einrichtung einer Markttransparenzstelle.
Weiterhin setzt sie sich mit den regulierten Märkten für das Glücksspielwesen und das Lotswesen auseinander.
In einem eigenständigen Sonderkapitel analysiert die Monopolkommission auf der Grundlage einer aktuellen Untersuchung der Wettbewerbsintensität auf den Märkten des Lebensmittelhandels die Nachfragemacht von Handelsunternehmen gegenüber den Anbietern der Ernährungsindustrie.
Das abschließende Kapitel enthält eine Stellungnahme zum Einfluss des öffentlichen Planungsrechts auf den Wettbewerb im Einzelhandel.
Zur Novellierung des Postgesetzes führt die Monopolkommission aus:
Die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie im März 2012 vorgelegten Eckpunkte für eine Novellierung des Postgesetzes werden von der Monopolkommission grundsätzlich begrüßt. Teilweise erkennt die Monopolkommission jedoch weitergehenden Regelungsbedarf. Insbesondere erscheint eine Ex-ante-Genehmigungspflicht von Teilleistungsentgelten, die in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Deutschen Post AG niedergelegt sind, ebenso erforderlich wie eine klare Ausrichtung der Entgeltregulierung am Maßstab der Kosten der effizienten Leistungsbereitstellung. Daneben erscheint zur effektiven Erfüllung des gesetzlichen Gutachtenauftrags durch die Monopolkommission die ausdrückliche Aufnahme des Akteneinsichtsrechts in das Postgesetz notwendig.
Das Gutachten finden Sie als Bundestagsdrucksache 17/10365 unter http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/103/1710365.pdf und hier.
Bundesnetzagentur begrüßt Empfehlungen der Monopolkommission zur Postgesetz-Novelle
Die Bundesnetzagentur nahm in einer Pressemitteilung zum Gutachten der Monopolkommission wie folgt Stellung:
Die Monopolkommission hat in ihrem 19. Hauptgutachten auch zur Novellierung des Postgesetzes Stellung genommen. Die Bundesnetzagentur stimmt der Monopolkommission zu, dass eine Novelle des Postgesetzes im Sinne der Wettbewerbsentwicklung wünschenswert ist. Schon in der Vergangenheit hat die Bundesnetzagentur deutlich gemacht, dass sie eine Verbesserung des regulatorischen Instrumentariums zur Förderung des Wettbewerbs angesichts der Marktsituation für sinnvoll erachtet. Im Briefmarkt haben sich die Wettbewerbsverhältnisse bisher nicht grundlegend verbessert, der Marktanteil der Deutschen Post AG liegt nach wie vor bei rund 90 Prozent.
Die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie im März 2012 veröffentlichten Eckpunkte zur Postgesetz-Novelle entsprechen weitgehend den Vorstellungen der Bundesnetzagentur für eine Nachjustierung des gesetzlichen Rahmens. Die Kernpunkte bei der Entgeltregulierung betreffen u. a. Produkte, die nicht der vorherigen Genehmigungspflicht unterliegen. Für diese hält die Bundesnetzagentur zumindest eine Anzeigepflicht für erforderlich. Darüber hinaus sollen auch die Rechte Dritter gestärkt werden. Die Bundesnetzagentur schlägt vor, dass Dritte die Möglichkeit erhalten, ein Verfahren zur Missbrauchskontrolle zu beantragen. Damit könnte die Bundesnetzagentur in die Lage versetzt werden, schneller und wirkungsvoller gegen etwaiges missbräuchliches Verhalten marktbeherrschender Anbieter vorzugehen.
BdKEP kommentiert das Gutachten der Monopolkommission zum Postsektor: Postwettbewerb unzureichend
Der BdKEP kommentierte das Gutachten der Monopolkommision in einer Pressemitteilung vom 9. Juli 2012 wie folgt:
Die erneute Kritik der Monopolkommission an unzureichenden Wettbewerbsbedingungen im Postbereich ist zu begrüßen. Die Änderung des Postgesetzes ist längst überfällig. Doch der derzeitige Bundeswirtschaftsminister Rösler scheint keine Eile zu haben.
Dabei ist nicht nur das Postgesetz zu ändern und damit der Regulierungsrahmen, sondern die Monopolkommission fordert die Bundesregierung zu Recht auf, in Brüssel endlich aktiv zu werden und die steuerlichen Sonderregelungen für den Postuniversaldienst abzuschaffen. Auch die Telefongesellschaften tragen wie die Postgesellschaften laut Grundgesetz zur Daseinsvorsorge bei und sind nicht umsatzsteuerbefreit. Die Eurokrise darf nicht zum Stillstand in gesellschaftlichen Detailfragen wie dem Postsektor führen.
Die Monopolkommission lobt die bisherigen Preisgenehmigungsverfahren durch die Beschlusskammer 5 der Bundesnetzagentur, sieht aber trotzdem Bedarf, in Zukunft nur noch die Kosten der effizienten Leistungsbereitstellung in Betracht zu ziehen und nicht noch weitergehende Kostenelemente. Diese Forderung ist - dem BdKEP besonders wichtig.
Der BdKEP sieht darüber hinaus dringenden Regelungsbedarf bezüglich der Handhabung der Umzugsadressen, Postfächer und Postleitzahlen. Alle 3 Elemente postalischer Infrastruktur sind nicht mehr allein einem Wettbewerber zu überantworten wie in der Übergangszeit vom Monopol zum Wettbewerb, sondern hier muss der Regulierer tätig werden können. Gerade Umzugsadressen dürfen angesichts der Datenschutzproblematik nicht mehr von einem Großunternehmen mit entsprechenden Verwertungsinteressen verwaltet werden. Die EU-Postdienstrichtlinie von 2008 ist in diesem Bereich nicht umgesetzt, wie auch die Monopolkommission bemerkt.
TNT Post und die Francotyp-Postalia-Tochter Mentana-Claimsoft haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, nach der die beiden Unternehmen künftig bei De-Mail � der digitalen und nachweisbaren Alternative zum heutigen papiergebundenen Briefverkehr � zusammenarbeiten wollen.
Mit TNT Post und Mentana-Claimsoft bündeln 2 namhafte Unternehmen und Pioniere bei De-Mail ihre Stärken. Die - nach eigenen Angaben - Nummer 1 der alternativen Briefdienstleister im deutschen Postmarkt � so TNT Post - und das Tochterunternehmen der börsennotierten Francotyp-Postalia Holding AG (FP) kooperieren bei De-Mail. Die jetzt getroffene Vereinbarung umfasst sogenannte Ident-Dienste. TNT Post soll die Kunden von Mentana-Claimsoft hierbei unterstützen.
De-Mail-Nutzer müssen sich einmalig mit einem Ausweis identifizieren, um ihren persönlichen De-Mail-Account zu erhalten. Dank dieser zuverlässigen Erstregistrierung sind bei De-Mail sowohl Empfänger als auch Absender klar identifizierbar, die digitale Post wird rechtsverbindlich und ist zum Beispiel auch für den Schriftverkehr mit Behörden geeignet.
Mentana-Claimsoft hat auf der CeBIT 2012 in Hannover als einer der ersten Anbieter von De-Mail die Zulassung vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erhalten. Mit dem De-Mail-Portal für Privatkunden und Kleinunternehmen und dem De-Mail-Gateway für Unternehmen und Behörden bietet Mentana-Claimsoft ein umfangreiches Angebot für jeden Versender.
„Mit der Klärung der Abwicklung des Identifizierungsverfahrens ist ein wichtiger Schritt zur deutschlandweiten Einführung von De-Mail getan”, sagt Andreas Drechsler, Vorstand der Francotyp-Postalia Holding AG. „Die Zusammenarbeit mit TNT Post sichert uns dabei ein flächendeckendes Netz für das Identifizierungsverfahren in ganz Deutschland.” Michael Mews, Geschäftsführer TNT Post GmbH & Co. KG., sieht auch für sein Unternehmen einen strategischen Vorteil der Zusammenarbeit: „Unsere Expertise, Leistungsfähigkeit und Flexibilität haben derart überzeugt, dass Mentana-Claimsoft uns die sensible Aufgabe der Ident-Dienste überträgt. Die Zusammenarbeit ist für TNT Post ein weiterer wichtiger Schritt, sich im Zukunftsmarkt der digitalen Kommunikation zu etablieren. Schließlich schafft De-Mail einen neuen Kommunikationskanal, der den Kommunikationsmarkt in den kommenden Jahren verändern und erweitern wird.”
Mit De-Mail lassen sich nach Schätzungen grundsätzlich rund 1 Drittel der jährlich 17 Milliarden Briefe versenden. In den nächsten 3 bis 5 Jahren werden voraussichtlich 10 Prozent davon bereits per De-Mail versandt. Gemeinsam wollen TNT Post und Francotyp-Postalia von diesem Marktpotenzial profitieren.
Deutsche Post DHL stärkt Führungsposition in China und Asien-Pazifik
DHL führender internationaler Logistikanbieter in China
Ausbau des einzigartigen Netzwerks durch zusätzliche Hubs
Asien soll bis 2017 1 Drittel zum globalen DHL-Umsatz beitragen.
CEO Frank Appel: „DHL ist ein Pionier im Land der Superlative”
Deutsche Post DHL hat Details zu Unternehmensplänen für den weiteren Ausbau seiner Präsenz in der Region Asien-Pazifik und der führenden Position in China bekannt gegeben. Schon heute erwirtschaftet DHL fast 20 Prozent seiner weltweiten Umsätze im asiatisch-pazifischen Raum. Auf einer Pressekonferenz in Shanghai präsentierte der Vorstandsvorsitzende Frank Appel am 11. Juli 2012 die Wachstumspläne des Konzerns für die nächsten 5 Jahre. Demnach will DHL bis 2017 1 Drittel seiner Erlöse in der Region erwirtschaften. „In den letzten 3 Jahrzehnten haben wir uns in den asiatischen Märkten eine einzigartige Plattform aufgebaut und die Basis für den nachhaltigen Erfolg unserer DHL-Divisionen gelegt”, so Appel. „Wir sind hervorragend aufgestellt, um in der gesamten Region langfristig profitabel zu wachsen.”
Mit einer mehr als 30-jährigen Erfahrung in diesem Markt ist DHL die führende Logistikmarke in Asien. Die DHL-Divisionen Express, Global Forwarding und Supply Chain sind die klaren Marktführer im internationalen Express-, Luftfracht- und Kontraktlogistikgeschäft - in der Region insgesamt sowie in vielen ihrer dynamischsten Märkte wie beispielsweise China. „In Verbindung mit seinem starken Seefrachtangebot ist das Unternehmen ausgezeichnet aufgestellt, um vom erwarteten Wachstum des Transports und Handels von Waren innerhalb Asiens sowie zwischen Asien und anderen Schwellenländern im Mittleren Osten, Afrika und Lateinamerika zu profitieren”, erklärte Appel.
Die herausragende Marktposition des Unternehmens basiert auf umfangreichen Investitionen in die Infrastruktur und das eigene Serviceangebot. Insgesamt hat DHL in Asien in den letzten Jahren mehr als 2,5 Milliarden US-Dollar in die Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen investiert, die auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten sind. Auch zukünftig wollen alle DHL-Divisionen weiter in den Ausbau ihres führenden Serviceangebots investieren, um ihre Vorreiterrolle im Zentrum des globalen Handels weiter zu stärken: Mit der bevorstehenden Eröffnung des Nordasien-Hubs von DHL Express am Pudong International Airport in Shanghai entsteht das größte Express-Drehkreuz in ganz Asien. Mit diesem Schritt, das ein Investitionsvolumen von 175 Millionen US-Dollar widerspiegelt, will DHL seinen Kunden noch flexiblere und zuverlässigere Serviceleistungen für zeitkritische Transporte in alle großen Städte in Nordasien und darüber hinaus bieten. Mit der bevorstehenden Konsolidierung von 4 Umschlagzentren in einem hochmodernen MegaHub in Hongkong wird DHL Supply Chain zudem die eigene operative Effizienz weiter verbessern und seinen Kunden noch flexiblere Lösungen bieten können. Schließlich wird auch DHL Global Forwarding in Kürze einen neuen Hub in der Region eröffnen. Durch die Bündelung von Kundensendungen aus verschiedenen asiatischen Märkten vor dem Weiterversand an die weltweiten Bestimmungsorte wird der neue Hub die Laufzeiten und Kosten reduzieren.
Seit mehr als 30 Jahren ist DHL im Straßenbild vieler chinesischer Städte - hier in Hongkong - präsent.Foto: Deutsche Post DHL
Da China auf Jahre hinaus der wichtigste regionale und globale Wachstumsmotor bleiben wird, treibt DHL den Ausbau der Aktivitäten insbesondere in diesem wichtigen Markt entschlossen voran. Mit über 4,2 Milliarden Euro erwirtschaftet DHL bereits mehr als die Hälfte seiner asiatischen Umsätze in China und sieht sich für die Zukunft gut gerüstet: „Für die dynamische Entwicklung der chinesischen Wirtschaft spielt die Logistik eine wichtige Rolle. Reibungslose Logistikprozesse sind eine unerlässliche Voraussetzung für die effiziente Abwicklung internationaler Handelsströme von und nach China sowie für die Funktionsfähigkeit einer derart komplexen Wirtschaft”, sagte Frank Appel. „Wir werden unsere marktführende Stellung in China weiter ausbauen, indem wir internationalen Unternehmen helfen, in diesem Markt erfolgreich tätig zu sein, und aufstrebende chinesische Unternehmen auf ihrem internationalen Wachstumspfad begleiten. Als Pionier im chinesischen Express- und Logistikmarkt werden wir die enormen Chancen, die dieses Land der Superlative bietet, erschließen.”
Änderung des Postgesetzes nicht in Sicht
BdKEP zweifelt die Sonderstellung der Deutschen Post an
Die Vertagung der Änderung des Postgesetzes durch das Bundeswirtschaftsministerium wirft nach Meinung des BdKEP ein schiefes Licht auf die Politik. „Es scheint um den Euro schlimmer zu stehen, als sie zugibt, wenn die Dividende aus den staatlichen Postaktien so wichtig wird”, mutmaßt der Vorsitzende des BdKEP, Rudolf Pfeiffer. „Oder geht es nur darum, die Postaktien in die Höhe zu treiben, um sie gut verkaufen zu können? Dann hätte die Entscheidung auch was Positives zur Folge.”
Pfeiffer weiter: „Was immer die Politiker aus CDU und FDP motiviert hat, das Änderungsverfahren des Postgesetzes zu kippen. Enttäuschend ist, dass der viel gelobte Mittelstand geopfert wird. 130.000 kleinere Arbeitsplätze sind damit bedroht bzw. werden erneut in prekäre Lohnverhältnisse gedrängt. Denn mit dem bestehenden Postgesetz kann die Deutsche Post weiter zum Angriff auf den Wettbewerb durch Niedrigpreise blasen.”
Der BdKEP fordert deshalb die Bundesnetzagentur auf, genauer zu prüfen, ob die Deutsche Post die Universaldienstbedingungen einhält. „Erfüllt Sie diese Bedingungen nämlich nicht, kann sie auch nicht mehr umsatzsteuerbefreit sein. In vielen kleineren Orten findet die Deutsche Post aufgrund ihrer schlechten Provisionszahlungen keine Agenturnehmer mehr. Und wenn, sind es Bürgermeister und Bürgerinitiativen, die ehrenamtlich die Stellung halten.”
Darüber hinaus sollte der Wettbewerb selbst aktiv werden und gegen die nach Ansicht des BdKEP falsche Handhabung der Umsatzsteuerbefreiung bei Postzustellungsaufträgen und maschinell freigestempelten Briefen Prozesse einleiten, indem er diese selbst umsatzsteuerfrei anbietet. „Denn laut bestehendem Postgesetz sind alle Brief- und Paketdienste Universaldienstleister und tragen zur Daseinsvorsorge bei.”
Bundeswirtschaftsminister Rösler stößt mit seinem Vorhaben einer Postgesetz-Novelle auf Widerstand in den eigenen FDP-Reihen
Bundeswirtschaftsminister Philipp Röser (FDP)Foto: BMWi
Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) machte sich im Frühjahr 2012 für eine Novellierung des Postgesetzes stark. Der Wettbewerb im Briefdienst sei nach wie vor unterentwickelt und müsse gestärkt werden. Gegen diese Pläne regt sich mehr und mehr Widerstand auch in den eigenen Reihen. Der FDP-Wirtschaftspolitiker Hans-Otto Solms soll sich bereits vor einiger Zeit mit dem Unions-Fraktionsvize Michael Fuchs verständigt haben, das Rösler-Vorhaben „zu beerdigen”. Wie die Financial Times Deutschland und andere Medien am 11. Juli 2012 meldeten, soll auch das Finanzministerium dem Vorhaben eine Absage erteilt haben. Fachpolitiker aus Union und FDP halten das Rösler-Vorhaben für „unausgegoren”. Der Marktanteil der Deutschen Post am Briefmarkt liegt nach Angaben der Bundesnetzagentur bei fast 90 Prozent. Die Gegner einer Postgesetz-Novellierung wollen aber auch die elektronische Postkonkurrenz durch E-Mail und demnächst De-Mail in die Betrachtung der Wettbewerbssituation miteinbeziehen. Die Deutsche Post dringt ebenfalls darauf, den Briefmarkt nicht isoliert zu betrachten. Der Marktanteil der Postkonkurrenten im Bereich Geschäftskunden liege bereits bei 36,3 Prozent.
Bilfinger-Berger will sich bei der Post-Immobilientochter beteiligen
Der Baukonzern Bilfinger-Berger will sich an der Deutschen Post DHL Corporate Real Estate, der Immobilientochter der Deutschen Post mit 49 Prozent beteiligen. Die Immobilientochter der Post verwaltet mehrere Tausend konzerneigene Gebäude. Ein Sprecher der Deutschen Post hat die Mitteilung des Baukonzerns bestätigt. Die Deutsche Post wolle künftig nur noch 51 Prozent an der Gesellschaft halten. Die Zusammenarbeit mit Bilfinger sei Teil der globalen Strategie des Postkonzerns, sich auf seine Kernaufgaben zu konzentrieren.
Das Vorhaben sei bereits beim Bundeskartellamt angemeldet. Zum Post-Immobilienunternehmen gehört u.a. die Deutsche Post Real Estate Germany (REG) mit mehr als 800 Mitarbeitern.
DHL Express eröffnet Drehkreuz für Nordasien in Shanghai
175 Millionen US-Dollar teures Investitionsprojekt als Meilenstein für die Region
In den nächsten 2 Jahren sollen weitere 132 Millionen US-Dollar (100 Millionen Euro) in 8 neue Flugzeuge zum Einsatz auf den stark nachgefragten Routen zwischen Shanghai und Nordasien, Europa und den USA investiert werden.
Kürzere Lieferzeiten von bis zu 1 Tag ermöglichen Kunden schnelleren Zugang zu internationalen Märkten und frühere Auslieferung.
Umweltfreundliche Ausstattung umfasst unter anderem sparsame Beleuchtung und eine solarbetriebene Warmwasserversorgung
DHL, der international agierende Logistikdienstleister, eröffnete am 12. Juli 2012 sein größtes Express-Drehkreuz in Asien - den 175 Millionen US-Dollar teuren DHL Express Hub am internationalen Flughafen von Shanghai. Darüber hinaus plant das Unternehmen bis 2014 weitere 132 Millionen US-Dollar (100 Millionen Euro) in 8 Flugzeuge zu investieren, mit denen die stark nachgefragten Handelsrouten zwischen Shanghai und Nordasien, Europa und den USA bedient werden sollen.
„Der Nordasien-Hub von DHL Express ist ein logistischer Meilenstein im asiatisch-pazifischen Netzwerk von DHL und der Höhepunkt unserer Multi-Hub-Strategie, die unsere führende Stellung im Hinblick auf die Zahl der Verbindungen, den Kundennutzen und die Kosteneffizienz zementiert”, sagte Frank Appel, Vorstandsvorsitzender von Deutsche Post DHL bei der Eröffnung. „Angesichts der zunehmenden Vernetzung zwischen den führenden asiatischen Märkten und des Abbaus internationaler Handelsschranken benötigen Logistikunternehmen eine erstklassige Infrastruktur, um ihren Kunden einfache, schnelle und überlegene Serviceleistungen bieten zu können.”
Auf einer Fläche von insgesamt 88.000 Quadratmetern (entspricht rund 13 Fußballfeldern) können am Nordasien-Drehkreuz von DHL Express bis zu 20.000 Dokumente und 20.000 Pakete pro Stunde bearbeitet werden. Die Ausstattung der Einrichtung genügt höchsten Ansprüchen an die Umweltverträglichkeit und umfasst unter anderem ein energiesparendes Beleuchtungssystem sowie eine solarbetriebene Warmwasserversorgung. Außerdem identifiziert das Sortiersystem des Hubs automatisch nicht genutzte Komponenten und schaltet diese in einen energiesparenden Stand-by-Modus um, bis sie wieder gebraucht werden.
Die Fertigstellung des Nordasien-Hubs bildet den Abschluss eines einzigartigen Multi-Hub-Netzwerks in Asien. Mit seinen 4 regionalen Drehkreuzen - in Shanghai, Hongkong, Bangkok und Singapur - verbindet DHL Express mehr als 70 Gateways im gesamten asiatisch-pazifischen Raum. Das regionale Netzwerk umfasst eine Flotte von mehr als 40 Frachtflugzeugen, die insgesamt 40 Länder anfliegen, und nutzt darüber hinaus rund 690 kommerzielle Flugverbindungen pro Tag.
Der Nordasien-Hub von DHL Express ist ein logistischer Meilenstein im asiatisch-pazifischen Netzwerk von DHL.
In den nächsten 2 Jahren plant DHL Express Investitionen in Höhe von 132 Millionen US-Dollar (100 Millionen Euro) in den weiteren Ausbau der Kapazität seines asiatischen Luftfrachtnetzes. Auf den Routen zwischen Shanghai und Nordasien, Europa und den USA sollen dafür 8 neue Frachtmaschinen eingesetzt werden. Die geplanten Flugverbindungen werden von den Partner- bzw. Tochtergesellschaften Polar Air, Aerologic und DHL Air UK sowie weiteren Fluggesellschaften betrieben werden. Aufbauend auf den bestehenden Direktverbindungen zwischen dem DHL Express Drehkreuz in Shanghai und Hongkong, Osaka und Tokio sowie den globalen DHL-Hubs in Leipzig und Cincinnati werden die für die kommenden 2 Jahre geplanten Investitionen die Kapazität auf diesen Routen deutlich erhöhen. Zudem sollen neue Verbindungen zwischen Shanghai und Großbritannien eingerichtet werden.
Auf einer Fläche von insgesamt 88.000 Quadratmetern (entspricht rund 13 Fußballfeldern)können am Nordasien-Drehkreuz von DHL Express bis zu 20.000 Dokumente und 20.000 Pakete pro Stunde bearbeitet werden.Fotos: Deutsche Post AG
Darüber hinaus plant DHL eine Kapazitätserweiterung auf den Routen zwischen Shanghai und weiteren Städten in Nordasien, China und Taiwan. In den nächsten Monaten wird DHL neue Direktverbindungen nach Incheon, Taipeh und in chinesische Städte wie Dalian und Qingdao einführen. Peking und Xiamen sollen 2013 folgen.
„DHL ist ein Pionier im asiatisch-pazifischen Expressmarkt, den wir vor 40 Jahren als erstes Unternehmen erschlossen haben. Gleichzeitig waren wir vor 32 Jahren das erste internationale Expressunternehmen im chinesischen Markt”, sagte Ken Allen, CEO von DHL Express. „Als eines der wichtigsten chinesischen Wirtschaftszentren und Tor zum Yangtse-Delta hat Shanghai einen Anteil von fast 39 Prozent an den gesamten chinesischen Importen und Exporten. Der Nordasien-Hub von DHL Express wird für zusätzliche Wachstumsimpulse und einen noch verlässlicheren Service innerhalb unseres Netzwerks sorgen. Durch die Verkürzung der Laufzeiten werden wir unseren Kunden in Nordasien spätere Abholzeiten sowie eine frühere Auslieferung bieten können.”
Als Ergänzung des Zentralasien-Hubs von DHL in Hongkong bietet der Nordasien-Hub Kunden kürzere Routen für Sendungen innerhalb Nordasiens. Letztlich können so bis zu 4 Stunden Flugzeit eingespart werden und den Kunden damit spätere Abholzeiten und frühere Lieferzeiten geboten werden.
„Die Eröffnung des Nordasien-Hubs und die geplanten Investitionen in unsere Flugzeugflotte sind Teil unserer Bemühungen um eine kontinuierliche Verbesserung unseres asiatischen Luftfrachtnetzes”, sagte Jerry Hsu, CEO DHL Express Asia Pacific. „Außerdem unterstützt DHL Express die ‚Go West’-Strategie der chinesischen Regierung zur Erschließung der westlichen Landesteile mit der Einrichtung von 5 Flugverbindungen pro Woche zwischen Hongkong und Chengdu.”
DHL Supply Chain, der weltweit agierende Kontraktlogistik-Anbieter der Deutschen Post, eröffnete am 16. Juli 2012, nur 4 Tage nach der Eröffnung des Nordasien-Hub in Shanghai, ein neues, hochmodernes MegaHub in Hongkong. Das im Hafenviertel Tsing Yi errichtete Umschlagzentrum bündelt alle bisherigen Einrichtungen des Unternehmensbereichs in Hongkong und orientiert sich mit einem noch flexibleren und kosteneffizienteren Serviceangebot an den sich wandelnden geschäftlichen Anforderungen der Kunden.
Internationale und lokale Kunden benötigen effektive und effiziente Lösungen für ihre regionalen Lieferketten.Foto Deutsche Post
Mit seinem strategischen Standort im Herzen des Hafenviertels Tsing Yi bietet das DHL Supply Chain MegaHub direkten Zugang zum Verkehrsnetz von Hongkong und befindet sich in unmittelbarer Nähe zum internationalen Flughafen von Hongkong, dem Geschäftszentrum der Stadt, den Containerterminals und dem chinesischen Festland. Neben der hervorragenden Verkehrsanbindung hat DHL den Standort auch vor dem Hintergrund seiner Verpflichtung zur Nachhaltigkeit ausgewählt. Der Hub erfüllt höchste internationale Umweltstandards, hat sich die Minimierung des Ressourcenverbrauchs und die Abfallvermeidung zum Ziel gesetzt und bietet damit eine gleichermaßen umweltverträgliche wie serviceorientierte Lösung.
„Unser globales Kontraktlogistikgeschäft entwickelt sich nicht zuletzt aufgrund des andauernden Wachstums in Asien sehr erfreulich. Die Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter, eine stärkere Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Unternehmensbereichen und Ländern sowie weitere Infrastrukturinvestitionen werden wesentlich dazu beitragen, dass dies auch künftig so bleibt”, sagte Bruce Edwards, CEO DHL Supply Chain. „Mit der Eröffnung des MegaHubs können wir einem zentralen Wunsch unserer Kunden - dem Angebot umfassender Servicelösungen aus einer Hand - künftig noch besser gerecht werden.”
Wissenschaftlicher Arbeitskreis Regulierung (WAR): Nach dem neuen Telekommunikationsgesetz jetzt Reform des Postgesetzes nötig
Der Wissenschaftliche Arbeitskreis für Regulierungsfragen (WAR) bei der Bundesnetzagentur hält eine Reform des deutschen Postrechts für überfällig. In einem auf seiner Sitzung Ende Juni 2012 beschlossenen Papier spricht sich das interdisziplinär aus Hochschullehrern zusammengesetzte Gremium für ein schrittweises, aber zügiges Vorgehen des Gesetzgebers aus.
Der WAR plädiert für eine verbesserte Missbrauchsaufsicht durch die Anpassung des Postgesetzes an die entsprechenden Regelungen des Telekommunikationsgesetzes 2012. Auch hält er eine Ausweitung der Entgeltregulierung sowie eine verbesserte Regelung zur Durchsetzung von Zugangsrechten von Wettbewerbern zu wesentlichen Komponenten des Postnetzes für wichtig und dringlich. Solche Änderungen würden der Bundesnetzagentur die Mittel in die Hand geben, um künftig noch effektiver für Wettbewerb und Kunden tätig werden zu können. Das vom WAR einmütig verabschiedete Dokument ist auf der Homepage der Bundesnetzagentur zugänglich.
Die WAR-Initiative gibt dem Bundeswirtschaftsminister offenbar Auftrieb. „Wir sind zuversichtlich, dass es gelingen wird, die Novelle des Postgesetzes in dieser Legislaturperiode ins Kabinett einzubringen”, meldete das Bundeswirtschaftsministerium.
Unterstützung erhielt Rösler von den FDP-Wirtschaftsministern von Niedersachsen und Hessen, Jörg Bode und Florian Rentsch. In Briefen an ihren Parteivorsitzenden Rösler erinnern sie daran, dass die Länder seit 2003 wiederholt eine Reform des Postgesetzes verlangt hätten, und verweisen auf die Unterstützung der Monopolkommission und der Bundesnetzagentur.
Neckermann-Insolvenz trifft auch die Deutsche Post
Die Insolvenz des Versandhauses Neckermann trifft auch die Deutsche Post, wenn Paketsendungen und der Katalogversand wegfallen. Nach Angaben des Handelsblattes habe die Deutsche Post mit dem Paket- und Katalogversand von Neckermann jährlich rund 130 Millionen umgesetzt.
Bei der Insolvenz des Großversandhauses Quelle 2009 musste die Deutsche Post einen operativen Verlust von 247 Millionen Euro hinnehmen.
E-Postbrief: Kooperation zwischen Deutsche Post und DATEV
Bereits im März 2012 hat die Deutsche Post mit dem Nürnberger Unternehmen DATEV einen Kooperationsvertrag geschlossen. Zum einen kooperieren die beiden Unternehmen bei der elektronischen Rechnungsverarbeitung über den E-Postbrief. Zum anderen wird die DATEV bei E-Postbriefen, die nicht elektronisch, sondern als klassische Briefsendungen - als Hybridbriefe - zugestellt werden sollen, den Druck und die Kuvertierung und Konfektionierung der Sendungen übernehmen. Dies geschieht im Druck-, Logistik- und Servicezentrum des Nürnberger IT-Dienstleisters. Unternehmen, die den E-Postbrief nutzen wollen, können so ihre gesamte Ausgangspost über den E-Postbriefdienst abwickeln, unabhängig davon, ob der Empfänger selbst auch E-Postbrief-Teilnehmer ist oder nicht. Bei der hybriden Variante werden Druckdaten über einen sicheren Kanal verschlüsselt an die DATEV übertragen, vollautomatisch ausgedruckt und kuvertiert.
Die DATEV ist der erste externe Dienstleister, den die Post im E-Briefdienst beauftragt. Die DATEV betont die hohen Sicherheitsstandards im Datenschutz und bei der Datensicherheit. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat nach DATEV-Angaben die hohen Sicherheitsstandards der DATEV mit dem Zertifikat ISO 27001 bestätigt. Die DATEV hat in ihrem Druck- und Servicezentrum rund 40 Digitaldruckeinheiten installiert, die im 3-Schichtbetrieb arbeiten.
Schweiz beschließt Liberalisierung „light”
Erfolgreich und am Ende doch gescheitert: Die Schweizer Volksinitiative „Für eine starke Post” hatte zwar mehr als 120.000 Unterschriften gesammelt, um die Liberalisierung des Schweizer Postmarktes zu stoppen, doch der Schweizer Nationalrat hat sich gegen die von Gewerkschaften und der Sozialdemokratischen Partei ergriffene Initiative und für eine weitere Liberalisierung des Postmarktes ausgesprochen. Den Initiatoren war es um den Erhalt eines flächendeckenden Poststellennetzes gegangen, das durch die Einnahmen eines Restmonopols hätte finanziert werden sollen. Die Mehrheit des Parlaments meinte zwar auch, dass die gesamte Schweiz engmaschig mit Postdiensten versorgt werden müsse, dies aber auch mit Postagenturen in Dorfläden oder Gemeindehäusern möglich sei.
Die Liberalisierungsgegner prüfen nun, ob sie ihre Volksinitiative weiter vorantreiben sollen. Die Schweizerische Post verfügt derzeit noch über ein Restmonopol bei Briefsendungen bis 50 Gramm. In den Teilen des Briefmarktes, die bereits geöffnet sind, hat sie noch immer 100 Prozent Marktanteil. Im Paketbereich hingegen kommen die Wettbewerber bereits auf 20 Prozent Marktanteil.
Wie emotional die Schweizer ihre gelbe Post sehen, zeigte sich in der Parlamentsdebatte an der Rede des Graubündener Abgeordneten Martin Candinas von der Christlichen Volkspartei. Er kündigte an, auch künftig auf das E-Banking zu verzichten und stattdessen seine Zahlungsgeschäfte nur in der Poststelle seiner 400-Seelen-Gemeinde zu tätigen.
Tschechien reformiert Postgesetz
Das Parlament der Tschechischen Republik hat ein neues Postgesetz verabschiedet. Damit hat das Land rechtzeitig vor dem Stichtag der EU-Richtlinie, dem 1. Januar 2013, die Voraussetzung für die komplette Liberalisierung des Postmarktes geschaffen. Derzeit hält die Ceská pošta noch ein Monopol auf Briefsendungen bis 50 Gramm. Bis 2017 wird sie verpflichtet, den Universaldienst zu erbringen. Mögliche Verluste aus dieser Verpflichtung werden aus einem Fonds getilgt, in den alle in Tschechien aktiven Postdienstleister einzahlen müssen.
Ceská pošta wurde 1993 nach der Aufteilung der Tschechoslowakei als staatliches Unternehmen gegründet und befindet sich im Prozess der Umwandlung in eine Aktiengesellschaft. Es ist mit 35.000 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber des Landes und betreibt rund 3.400 Postämter und Amtsstellen.
Deutsche Post: Es bleibt bei 6 Zustelltagen
Für die Deutsche Post „ist eine Reduzierung der Zustelltage überhaupt kein Thema”. Mit diesen Worten kommentierte ein Postsprecher gegenüber der Deutschen Verkehrszeitung eine Studie der International Post Corporation, in der empfohlen wird, Briefsendungen nur noch alle 2 Tage zuzustellen. Eine Zustellung an 6 Tagen in der Woche, so die Studie, sei vom Markt nicht mehr gefordert.
Startschuss für bisher einzigartiges City-Logistikprojekt in China
DHL unterzeichnet „Memorandum of Understanding” für City-Logistikstudie mit der Stadt Chengdu.
Analyse städtischer Warenverkehrsströme mit dem Ziel: weniger Staus, bessere Luftqualität, höhere Logistikeffizienz
Ein Hauptelement des City-Logistik-Ansatzes von DHL ist die Einführung zentraler Umschlagzentren, die eine beträchtliche Reduzierung des Frachtverkehrs ermöglichen. DHL Customer Solutions & Innovation wird eine umfassende Studie durchführen, um für Chinas viertgrößte Stadt einen City-Logistik-Masterplan zu entwickeln. Anlässlich des jüngsten Besuchs des Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Post DHL in der Millionenmetropole wurde ein entsprechendes „Memorandum of Understanding” für diese strategische Kooperation zwischen Frank Appel und dem Bürgermeister von Chengdu unterzeichnet. Über 14 Millionen Menschen leben in Chengdu, weshalb der Schwerpunkt der Analyse auf Lieferprozessen für Konsumgüter zwischen Supermärkten, Großhandelsmärkten und Franchiseketten liegt.
Elektroniker im DHL North Asia Hub Shanghai / Foto Deutsche Post AG
Erhöhung der Effizienz und Servicequalität
„Bis zum Jahr 2050 wird mehr als 70 Prozent der Weltbevölkerung in Städten leben, und mit unserem globalen City Logistics Programm entwickeln wir Lösungen für eine effizientere Logistik in diesen wachsenden Städten”, erläutert Bill Meahl, Chief Commercial Officer DHL. „Fortschrittliche Logistiklösungen tragen durch die Reduzierung des Schadstoffausstoßes nicht nur zu einer Verbesserung des Lebensumfeldes bei, sondern helfen auch den ortsansässigen Firmen, durch ein reibungsloses Transportmanagement ihr volles Potenzial auszuschöpfen.”
Ein Hauptelement des City-Logistik-Ansatzes von DHL ist die Einführung zentraler Umschlagzentren, die eine beträchtliche Reduzierung des Frachtverkehrs und damit eine Verbesserung der Luftqualität, eine Erhöhung der Effizienz und Servicequalität sowie - dank größerer Transparenz der Lieferkette - eine bessere Steuerung der Logistikprozesse ermöglichen. „Wir freuen uns sehr über den Beginn dieser neuen Partnerschaft mit DHL als anerkanntem Vordenker der Logistikbranche, um der großen Herausforderung - Optimierung der Transportaktivitäten in unserer rasch wachsenden Stadt - zu begegnen. Eine optimale Gestaltung der Waren- und Dienstleistungsflüsse in städtischen Ballungsräumen hebt nicht nur den Lebensstandard, sondern stärkt auch den Wettbewerbsvorteil der jeweiligen Großstadt”, erläutert Chen Zhongwei, Leiter der Arbeitsgruppe Logistik, Chengdu.
Weitere Einblicke in die logistischen Herausforderungen der Stad
Jörg Hanser, Abteilungsleiter Solutions & Innovation bei DHL ergänzt: „Die neue Kooperation von DHL mit der Stadt Chengdu ist eine wunderbare Möglichkeit, unsere weltweiten Fähigkeiten in dem Bereich City-Logistik unter Beweis zu stellen. Durch die Studie wird DHL weitere Einblicke in die logistischen Herausforderungen der Stadt gewinnen, die dabei helfen werden, eine maßgeschneiderte Lösung zu entwickeln. Sie wird zum einen auf die spezifischen Anforderungen von Chengdu zugeschnitten sein und zum anderen als Vorbild für weitere Megastädte Chinas dienen können. Die Implementierung dieser Lösung könnte sich als wesentlicher Erfolgsfaktor für die Region entpuppen und wird dazu beitragen, deren enormes wirtschaftliches Potenzial vollends zu heben.”
DHL ist auf internationaler Ebene bereits mit mehreren kommunalen Behörden zum Thema City-Logistik im Gespräch. Gemeinsam mit verschiedenen technischen Partnern, darunter Siemens AG, DLR, SAP und Turkcell, arbeiten die City-Logistik-Teams von DHL an der Optimierung von Stadtlogistik und Verkehrsströmen. Der Konzern hat in jüngster Zeit an mehreren Konferenzen, wie dem International Transport Forum in Leipzig und dem 3. Kongress „Resilient Cities” in Bonn, teilgenommen und wird sich weiter für die Verbesserung der Logistik in städtischen Ballungsräumen einsetzen.
Chengdu ist die Hauptstadt der Provinz Sichuan im Südwesten Chinas und eines der bedeutendsten Wirtschafts-, Verkehrs- und Kommunikationszentren in Westchina. Weltkonzerne wählen zunehmend Chengdu als Logistikdrehscheibe für ihre Geschäfte in in dieser Region.
Deutsche Post: 400 Millionen Euro in Briefnetz investiert
Alle 82 Briefzentren jetzt mit neuen Sortieranlagen ausgerüstet
Weitere Investitionen in das Paketnetz
Briefvorstand Gerdes: „Kunden, Umwelt und Wirtschaftsstandort Deutschland profitieren”
Die bereits umgesetzten Maßnahmen haben die Leistungsfähigkeit des Gesamtnetzwerks schon jetzt um rund 20 Prozent erhöht.
Das Briefzentrum Stuttgart hat am 26. Juli 2012 als letzter Standort eine neue Großbriefsortieranlage in Betrieb genommen. Damit sind alle 82 Briefzentren der Deutschen Post mit einer neuen, weltweit führenden Generation von Briefsortiermaschinen ausgerüstet. Seit 2009 hat die Deutsche Post damit insgesamt 288 Sortiermaschinen für Standard- und Kompaktbriefe sowie 87 Sortieranlagen für Groß- und Maxibriefe mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 400 Millionen Euro eingeführt.
Für Jürgen Gerdes, Konzernvorstand BRIEF bei Deutsche Post DHL, liegen die Vorteile auf der Hand: „Die maschinelle Bearbeitung der täglich 65 Millionen Briefe wird effizienter, unsere Kunden profitieren von einer schnelleren und präziseren Zustellung und wir schonen die Umwelt durch einen geringeren CO2-Ausstoß und niedrigeren Stromverbrauch."”
Die neuen Sortieranlagen sorgen für eine schnellere und noch bessere Briefbearbeitung, da weniger Sortierschritte nötig sind und der Automatisierungsgrad deutlich erhöht wird. Die Deutsche Post reduziert durch diese Maßnahme den jährlichen CO2-Ausstoß um fast 5.000 Tonnen, zugleich brauchen die neuen Maschinen 22 Prozent weniger Strom als die alten.
In hoch automatisierten Briefzentren bearbeitet die Deutsche Post ein- und abgehende Sendungen.Hier die Stoffeingabe einer Sortieranlage für die großen Briefformate.Foto Deutsche Post AG
Kapazität der Paketzentren erheblich ausgebaut
Neben der Modernisierung des Briefnetzes hat das Unternehmen im vergangenen Jahr begonnen, auch sein Pakettransportnetz für künftige Kundenanforderungen zu erweitern. Insgesamt wird die Deutsche Post bis 2014 rund 750 Millionen Euro in ihre bundesweite Paketinfrastruktur investieren. Um die hohe Service-Qualität noch weiter zu steigern, wird die Kapazität der Paketzentren durch eine zum Teil deutlich höhere Sortiergeschwindigkeit erheblich ausgebaut. Statt der heute üblichen 20.000 Pakete pro Stunde werden die künftigen Paketzentren je nach Standort Mengen von 28.000, 40.000 und sogar 50.000 Paketen pro Stunde bewältigen können.
Die bereits umgesetzten Maßnahmen haben die Leistungsfähigkeit des Gesamtnetzwerks schon jetzt um rund 20 Prozent erhöht. Dabei kommen Technologien zum Einsatz, die Effizienz, Tempo und Qualität der Bearbeitung wesentlich verbessern. Dazu gehören Scanner, die Anschriften auf Paketen von allen 6 Seiten erfassen können, eine teilautomatische Entladung von Fahrzeugen und neue Sortiertechnik, die das Risiko von Beschädigungen weiter minimiert.
„Mit Investitionen in Höhe von mehr als 1 Milliarde Euro in die Brief- und Paketinfrastruktur gibt Deutsche Post DHL ein klares Bekenntnis zum Heimatmarkt ab. In Zeiten sinkender Investitionsbereitschaft der Unternehmen ist dies zugleich ein wichtiger Impuls für den Wirtschaftsstandort Deutschland”, unterstreicht Briefvorstand Jürgen Gerdes.
KEP auf kontinuierlichem Wachstumskurs - BIEK veröffentlicht Entwicklungsprognose bis 2016
Gunnar Uldall, Präsident des BIEK / Foto: BIEK
Die Kurier-, Express- und Paket- (KEP-)Branche in Deutschland befindet sich weiterhin auf einem kontinuierlichen Wachstumspfad mit deutlichen Zuwächsen. Ab dem Jahr 2012 erwarten die Unternehmen ein weiteres Wachstum der Sendungen insgesamt um durchschnittlich 3,2 Prozent pro Jahr auf etwa 2,9 Milliarden Sendungen bis zum Jahr 2016. (2011: 2,5 Milliarden Sendungen) Das dynamische Wachstum des KEP-Marktes übertrifft damit die Wachstumsrate der Gesamtwirtschaft. Die Unternehmen erwarten für das laufende Jahr einen Zuwachs auf knapp 2,6 Milliarden Sendungen.
Das geht aus einer aktuellen Marktstudie hervor, die der Bundesverband Internationaler Express- und Kurierdienste (BIEK) am 26. Juli 2012 in Berlin veröffentlicht hat. „Unsere Branche ist weiterhin eine entscheidende Größe für die deutsche Volkswirtschaft”, stellt BIEK-Präsident Gunnar Uldall fest. „Die überaus positiven Unternehmenszahlen und Prognosen für die kommenden Jahre lassen eine erfreuliche Entwicklung erkennen. KEP-Wachstum heißt Wirtschaftswachstum allgemein.” Die KEP-Branche ist Frühindikator für die Entwicklung der deutschen Wirtschaft.
Die Anzahl der Sendungen wuchs 2011 um 6 Prozent auf 2,5 Milliarden.
Der Gesamtumsatz im KEP-Markt stieg 2011 um 6,3 Prozent auf 14,98 Milliarden Euro.
Im Jahr 2011 waren 188.000 Personen bei den KEP-Diensten direkt beschäftigt. Das ist ein Zuwachs von 2.800 Beschäftigten gegenüber dem Vorjahr.
Seit 1995 wächst der KEP-Markt doppelt so schnell wie die Gesamtwirtschaft. Ein 1-prozentiges BIP-Wachstum durchschnittlich pro Jahr geht einher mit einem 2,1-prozentigem Wachstum der KEP-Umsätze durchschnittlich pro Jahr.
„Nur eine konsequente nachhaltige Verkehrs- und Wirtschaftspolitik kann den Wachstumsmotor KEP weiterhin auf hohen Touren laufen lassen,” so Uldall. „Dies gilt insbesondere für eine gut funktionierende Verkehrsinfrastruktur - sowohl für den Flugverkehr als auch für die Straße. Nur wenn sichergestellt ist, dass die Güter innerhalb kürzester Frist befördert werden können, kann die KEP-Branche ihrer Verantwortung für die deutsche Volkswirtschaft in vollem Umfang nachkommen.”
Der BIEK legt mit der KEP-Studie 2012 seine jährliche Darstellung des gesamten KEP-Marktes in Deutschland vor. Die Marktanalyse wurde, wie in den Jahren zuvor, vom Wissenschaftsinstitut KE-Consult Wirtschafts- und Verkehrsberatung Köln erstellt.
Die Studie „Wirtschaftliche Bedeutung der Kurier-, Express- und Paketbranche” steht hier zum Download bereit.
„Vom BIEK vorgestellte Studie unvollständig”
BdKEP widerspricht den Umsatzzahlen über den KEP-Markt
Der Bundesverband der Kurier-Express-Post-Dienste e.V. (BdKEP) kritisierte Ende Juli 2012 Mängel der vom Bundesverband Express- und Kurierdienste e.V. (BIEK) vorgestellten Studie über Umsatzzahlen im KEP-Markt. In seiner Pressemitteilung vom 30. Juli 2012 heißt es: „Erneut muss der BdKEP darauf hinweisen, dass die BIEK-Studie zum KEP-Markt nicht in Anspruch nehmen kann, eine Darstellung des KEP-Marktes insgesamt zu sein. Auch wenn einvernehmlich die Umsätze von etwa 10 Milliarden Euro im Briefbereich nicht berücksichtigt werden, fehlt immer noch der gesamte Umsatz des mittelständischen Kurier- und Expressbereiches.
Dieser Umsatz betrug 2010 schon über 4 Milliarden Euro und machte damit ca. 25 Prozent des gesamten Marktumsatzes aus. Rechnet man die Umsatzsteigerungen in 2011 ein, in den Segmenten unterschiedlich zwischen 3 und 6 Prozent, ist für das abgelaufene Jahr ein Gesamtumsatz von 18 Milliarden Euro anzunehmen statt 14 Milliarden wie vom BIEK angegeben. Entsprechend höher sind auch die Beschäftigungszahlen.
Rudolf Pfeiffer, Vorsitzender des BdKEP / Foto: BdKEP
Kurierdienste sollten nicht verwechselt werden mit Paketzustellunternehmen, die überwiegend als Erfüllungsgehilfen für die großen Paketdienste tätig sind. Diese sind in der Öffentlichkeit des Öfteren als Kurierdienste bezeichnet worden. Deren Umsätze sind bisher jedoch noch von keiner Studie berücksichtigt worden. Kurierdienste sind die etwa 3.000 Stadt- und Direktkuriere, teilweise auf langen Wegen durch Europa unterwegs. Deren Umsätze sollten berücksichtigt sein.
Die Darstellung des KEP-Marktes durch den BIEK ist nach Ansicht des BdKEP ausschließlich Interessen geleitet. Es werden nur die Umsätze der Konzernunternehmen dargestellt. Der BdKEP hält das für unseriös, zumindest dann, wenn vom KEP-Markt gesprochen wird und der Eindruck erzeugt wird, dass es sich um den Gesamtmarkt handelt.”
„Wir können akzeptieren, dass die BIEK-Mitgliedsunternehmen sich der 50 Prozent-Marke des Gesamtumsatzes des Paketmarktes nähern - und das auch ohne DHL und GLS”, sagt Rudolf Pfeiffer vom BdKEP. „Und auch wir sehen, dass die Branche insgesamt inzwischen eine entscheidende Rolle im gesamtwirtschaftlichen Gefüge des Landes spielt.”
Offener Brief des BdKEP an die Regierungsfraktionen:
Postgesetznovelle sollte noch in diesem Jahr in das Gesetzgebungsverfahren
Der BdKEP begrüßt den Vorstoß der FDP-Landesminister aus Bayern, Hessen, Sachsen und Niedersachsen zur Unterstützung der Reform des Briefmarktes und Umsetzung der Eckpunkte zur Postgesetznovellierung.
In diesem Zusammenhang hat der BdKEP einen offenen Brief an die Bundestagsfraktionen der Regierungskoalition gesandt. Er fordert die Abgeordneten auf, die Regierung bei der Verwirklichung der vom Bundeswirtschaftsminister Rösler vorgeschlagenen Eckpunkte zur Novellierung des Postgesetzes für mehr Wettbewerb und Chancengleichheit für alle Marktteilnehmer zu unterstützen.
Seit der ersten Liberalisierung des Postmarktes im Jahre 1998 und der vollständigen Marktöffnung im Jahre 2008, bestehe noch immer kein funktionierender Wettbewerb auf den Briefmärkten. „Damit ist der Sinn und die Vorgabe des Postgesetzes, durch Regulierung im Bereich des Postwesens den Wettbewerb zu fördern und flächendeckend angemessene und ausreichende Dienstleistungen zu gewährleisten, nicht erfüllt worden.
Die noch ca. 500 aktiven Mitbewerber konnten erst 10 Prozent des Marktvolumens im Postmarkt erkämpfen, da die Deutsche Post AG noch immer mit Steuervorteilen und unzureichenden Kontroll- und Regulierungsmöglichkeiten durch die Bundesnetzagentur oder betroffene Dritter ihre Marktmacht verteidigen kann.”
Umso begrüßenswerter und unbedingt zu unterstützen seien jetzt die Vorschläge des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie, zur Novellierung des Postgesetzes. Die Monopolkommission und die Bundesnetzagentur haben sich für die Verbesserung der Regulierungsinstrumente im Zusammenhang mit der Postgesetznovelle ausgesprochen.
Ebenso habe auch die Wirtschaftsministerkonferenz der Bundesländer bereits am 6. Dezember 2011 in Bremen die Novellierung des Postgesetzes gefordert, um mehr Wettbewerb zu ermöglichen.
„Daher fordert der Geschäftsführer des BdKEP, Manfred Lein, die Abgeordneten auf, die Schaffung eines wirklich offenen und fairen Wettbewerbes im Postmarkt durch die Verwirklichung der vorgeschlagenen Eckpunkte zur Postgesetznovelle zu ermöglichen”, so der BdKEP. „Der Sorge einer fehlenden flächendeckenden Versorgung der Bevölkerung mit Postdienstleistungen kann mit Gelassenheit entgegengetreten werden”, sagt Manfred Lein. „Schon heute wird anerkannterweise der Universaldienst durch die Gesamtheit der Wettbewerber erbracht.”
Deutsche Post DHL fördert junge Menschen: Konzern erhöht Zahl der Ausbildungsplätze und Übernahmen von Auszubildenden
2.100 neue Ausbildungs- und Studienplätze in 2012
1.300 Auszubildende erhalten Angebot zur Festanstellung.
Personalvorstand Angela Titzrath: „Wir müssen dem Nachwuchs Perspektiven bieten”
Briefzusteller vor der Konzernzentrale der Deutschen Post DHL in Bonn
Foto Deutsche Post AG
Die Deutsche Post DHL macht sich für den Nachwuchs stark und will junge Menschen für eine Karriere in der Logistikbranche begeistern. Im Jahr 2012 bietet der Konzern daher mit rund 2.100 Ausbildungs- und Studienplätzen noch einmal über 100 Stellen mehr an als im Jahr zuvor. Gleichzeitig wird der Konzern in diesem Jahr auch wesentlich mehr Auszubildende nach erfolgreichem Abschluss in eine Vollzeitbeschäftigung übernehmen. Rund 1.300 Azubis haben ein Übernahmeangebot des Unternehmens erhalten, etwa 1 Viertel mehr als im Vorjahr.
Bis zu 3 Jahre lang haben die Nachwuchskräfte mit praxisorientierten Einsätzen im Betrieb die tägliche Arbeit vor Ort kennengelernt und parallel die Berufsschule besucht. Mit der Übernahme in ein Arbeitsverhältnis starten die Auszubildenden ihren nächsten Karriereschritt beim weltweit agierenden Post- und Logistikkonzern. „Wir brauchen qualifizierten Nachwuchs. Und der Nachwuchs braucht Perspektiven”, so Angela Titzrath, Personalvorstand bei Deutsche Post DHL.„ Wir freuen uns, dass wir so viele junge Menschen für die Logistik begeistern und ihnen einen sehr vielversprechenden Start in das Berufsleben bieten können.”
Deutsche Post DHL bietet mit fast 20 Berufen viele Möglichkeiten
Die Deutsche Post DHL ist einer der größten Ausbildungsbetriebe in Deutschland und bietet mit fast 20 Berufen viele Möglichkeiten für Schulabgänger. Der Schwerpunkt liegt in Deutschland im Unternehmensbereich Brief, in dem rund 1.400 junge Leute ihre Ausbildung zur Fachkraft für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen beginnen können. Darüber hinaus bildet der Konzern den Nachwuchs zu Speditions-, Büro- und Immobilienkaufleuten, Mechatronikern und zur Fachkraft für Lagerlogistik aus.
Als einer der führenden Anbieter von Straßentransporten in Europa investiert das Unternehmen seit diesem Jahr auch erstmals gezielt in die Ausbildung neuer Berufskraftfahrer. Schwerpunkte der Ausbildung zum Berufskraftfahrer sind die Durchführung von Gütertransporten im Nah- und Fernverkehr, die Disposition von Fahrzeugen sowie Tätigkeiten in den Logistikzentren. Allein in diesem Bereich will die Deutsche Post DHL in diesem Jahr insgesamt rund 50 Auszubildende qualifizieren.
Auch die meisten ausgelernten Auszubildenden arbeiten im Brief-Bereich des Unternehmens. In diesem Jahr bedeutet das für mehr als 1.000 von ihnen - 1 Drittel mehr als 2011 - ein Übernahmeangebot in Vollzeit. Dabei werden die Nachwuchs-Zusteller soweit wie möglich in der Heimatniederlassung übernommen. Alle anderen qualifizierten Nachwuchskräfte erhalten ebenfalls ein Vollzeitangebot, in der Regel in ihrem Ausbildungsbetrieb.
In den letzten 5 Jahren fast 5.000 Auszubildende übernommen
„Als einer der wichtigsten Arbeitgeber in Deutschland setzt die Deutsche Post wieder einmal ein besonderes Zeichen: Qualifizierter Nachwuchs erhält bei uns eine echte Chance”, sagt Jürgen Gerdes, Konzernvorstand BRIEF der Deutschen Post DHL. „Die branchenweit besten Arbeitsbedingungen und Beschäftigungsperspektiven wie der einzigartige Generationenvertrag tragen dazu bei, dass unsere Nachwuchskräfte motiviert und dauerhaft herausragende Dienstleistungen für unsere Kunden erbringen.”
Die Unternehmensbereiche DHL und Global Business Services (GBS) übernehmen in diesem Jahr mehr als 280 Auszubildende in Vollzeit und steigern damit ebenfalls ihre Übernahmequote im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt hat der Konzern damit in den letzten 5 Jahren fast 5.000 Auszubildende in ein Vollzeitarbeitsverhältnis übernommen und damit eine aussichtsreiche Perspektive im Unternehmen eröffnet.
Sonderregeln im Straßenverkehr für Briefkastenleerungen
Das Bundesverkehrsministerium bekennt sich zum Postwettbewerb
20.08./21.09.2012
Alle Briefdienste dürfen in Zukunft für die Briefkastenleerung in zweiter Reihe halten und in Fußgängerzonen einfahren. Dieses hat das Bundesverkehrsministerium im Kapitel Sonderrechte, § 35 Abs. 7a der neuen Straßenverkehrsordnung dem Bundesrat zur Entscheidung vorgelegt. Wenn der Bundesrat zustimmt, wird zum ersten Mal die grundgesetzlich verpflichtende Daseinsvorsorge des Staates für Post- und Telekommunikation außerhalb der Postgesetzgebung erkennbar in einer Verordnung umgesetzt. Sonderregeln für den Wettbewerber Deutsche Post wären damit abgeschafft. Sie bestehen dann nur noch steuerlich.
„Lobenswert”, sagt Rudolf Pfeiffer, Vorsitzender des BdKEP, „Endlich eine Verordnung, die gesetzeskonform ist, auch wenn die Paketdienste noch nicht berücksichtigt worden sind, die ebenfalls zur Daseinsvorsorge beitragen.”
Voraussetzung ist der Besitz einer Brieflizenz. Die Lizenz muss sichtbar im Fahrzeug ausgelegt werden. Auch von Lizenznehmern beauftragte Unternehmen können die Aufgabe der Briefkastenleerung mit denselben Verkehrsrechten wahrnehmen.
Am 5. September 2012 berät der Verkehrsausschuss des Bundesrates über die Neufassung der Straßenverkehrsordnung. Nach Einschätzung des BdKEP gibt es nach dieser langen und gründlichen Vorbereitung durch das Bundesverkehrsministerium keinen Anhaltspunkt dafür, dass der Passus in der Straßenverkehrsordnung gekippt werden könnte.
In seiner 900. Sitzung hat der Bundesrat der „Verordnung zur Neufassung der Straßenverkehrsordnung (StVO)” am 21. September 2012 zugestimmt.
Der in § 35 neu eingefügte Absatz 7a lautet:
(7a) Fahrzeuge von Unternehmen, die Universaldienstleistungen nach § 11 des Postgesetzes in Verbindung mit § 1 Nummer 1 der Post-Universaldienstleistungsverordnung erbringen oder Fahrzeuge von Unternehmen, die in deren Auftrag diese Universaldienstleistungen erbringen (Subunternehmer), dürfen abweichend von § 41 Anlage 2 Nummer 21 (Zeichen 242.1) Fußgängerzonen auch außerhalb der durch Zusatzzeichen angeordneten Zeiten für Anlieger- und Anlieferverkehr benutzen, soweit dies zur zeitgerechten Leerung von Briefkästen oder zur Abholung von Briefen in stationären Einrichtungen erforderlich ist.
Ferner dürfen die in Satz 1 genannten Fahrzeuge abweichend von § 12 Absatz 4 Satz 1 und § 41 Anlage 2 Nummer 62 (Zeichen 283), Nummer 63 (Zeichen 286) und Nummer 64 (Zeichen 290.1) in einem Bereich von 10 Metern vor oder hinter einem Briefkasten auf der Fahrbahn auch in zweiter Reihe kurzfristig parken, soweit dies mangels geeigneter anderweitiger Parkmöglichkeiten in diesem Bereich zum Zwecke der Leerung von Briefkästen erforderlich ist. Satz 1 und 2 gelten nur, soweit ein Nachweis zum Erbringen der Universaldienstleistung oder zusätzlich ein Nachweis über die Beauftragung als Subunternehmer im Fahrzeug jederzeit gut sichtbar ausgelegt oder angebracht ist. § 2 Absatz 3 in Verbindung mit Anhang 3 Nummer 7 der Verordnung zur Kennzeichnung der Kraftfahrzeuge mit geringem Beitrag zur Schadstoffbelastung vom 10. Oktober 2006 (BGBl. I S. 2218), die durch Artikel 1 der Verordnung zur Kennzeichnung der Kraftfahrzeuge mit geringem Beitrag zur Schadstoffbelastung vom 5. Dezember 2007 (BGBl. I S. 2793) geändert worden ist, ist für die in Satz 1 genannten Fahrzeuge nicht anzuwenden.
Urlaubsgrüße 2012
Frauen schicken Postkarten, Männer Mails.
Die Deutschen grüßen Freunde und Verwandte immer öfter mit einem Anruf, einer SMS oder über das Internet aus den Ferien. Mehr als jeder 2. Urlauber (53 Prozent) hat in diesem Sommer auf elektronischem Weg einen Gruß aus dem Urlaub geschickt. Am beliebtesten sind dabei SMS und Telefonanruf (26 bzw. 25 Prozent). Knapp jeder 6. (17 Prozent) verschickt E-Mails, nahezu jeder 8. (13 Prozent) nutzt ein soziales Netzwerk wie Facebook, Twitter oder Google+. Jeder 10. (10 Prozent) grüßt über eine Smartphone-Anwendung wie WhatsApp oder iMessage. Eine MMS, also eine mit Bild oder Ton angereicherte SMS, haben 4 Prozent verschickt. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbandes BITKOM ergeben. Mehrfachnennungen waren dabei möglich. BITKOM führt diese Entwicklung insbesondere auf immer günstigere Preise bei Auslandstelefonaten und Datenroaming zurück. Hinzu kommt die rasante Verbreitung von Smartphones und Tablets, die auch im Urlaub für viele zum ständigen Begleiter geworden sind.
Aber: Auch in diesem Sommer hat etwas mehr als jeder 2. (53 Prozent) eine Postkarte oder einen Brief verschickt. Bei einer BITKOM-Umfrage im Sommer 2008 gaben noch 2 Drittel der Befragten (66 Prozent) an, zum Stift zu greifen. Im Vergleich besonders kräftig zugelegt hat die E-Mail: 2008 hatte nur jeder 10. seine Urlaubsgrüße auf diese Weise verschickt, in diesem Sommer war es knapp jeder 6. (17 Prozent). Auch telefoniert wird häufiger (25 Prozent gegenüber 20 Prozent). Die Nutzung von SMS und MMS ist praktisch unverändert. Unverändert ist mit 15 Prozent im Übrigen auch der Anteil der Urlauber, die auf jeden Gruß verzichten.
Knapp jeder 6. Urlauber (17 Prozent) hat in diesem Sommer völlig auf Post und Anruf verzichtet und seine Grüße ausschließlich per Kurznachricht (SMS, MMS) oder per Internet verschickt. 42 Prozent der Urlauber haben zumindest einen Teil ihrer Grüße auf diese Weise gesendet. Das Alter spielt bei der Wahl des Kommunikationsweges eine wichtige Rolle. So haben 40 Prozent der 14- bis 29-Jährigen ein soziales Netzwerk gewählt, aber nur 3 Prozent derjenigen, die älter als 50 sind. Eine Smartphone-App benutzen 20 Prozent der 14- bis 29-Jährigen, aber nur 4 Prozent der über 50-Jährigen. Die E-Mail ist dagegen bei den Jüngeren schon wieder auf dem Rückzug. Sie wird nur noch von 15 Prozent der 14- bis 29-Jährigen verschickt.
Zur Methodik: Basis ist eine repräsentative Erhebung des Instituts Forsa für den BITKOM. Befragt wurden 1.007 Personen ab 14 Jahren in Deutschland.
BdKEP: Die Postbranche hat ein neutrales Piktogramm / Das klassische Horn ist ihr Erkennungszeichen
Der BdKEP teilte am 4. September 2012 mit: „Das europäische Patent- und Markenamt hat auf Antrag des BdKEP Bundesverbandes der Kurier-Express-Post-Dienste e.V. unwiderruflich festgestellt, dass das Posthorn des BdKEP keine Marke ist, sondern ein allgemeingültiges und allgemein verwendbares Zeichen für den Postdienst. Es kann von der Deutschen Post oder sonst einer europäischen Post nicht angegriffen werden.
Das Piktogramm ‚Posthorn’ soll seinen Zweck wie das ‚A’ für Apotheke erfüllen als weithin erkennbares Zeichen für die Annahme von Briefen und/oder Paketen. Entsprechende Unterzeichen, auch Untertitel für den normalen Versand oder den Expressversand (Kurier und Overnight) sind möglich, da nicht jeder Postdienst alle Postdienstleistungen anbietet. Die Deutsche Post z.B. hat keinen Kurierdienst, dafür aber einen internationalen Versand.
Die Idee, ein allgemeingültiges Zeichen zu entwickeln ist aus Gesprächen mit den kommunalen Spitzenverbänden vor längerer Zeit entstanden. Wie soll eine Gemeinde auf ein ‚Postamt’ hinweisen ohne das Markensymbol einer Postfirma zu verwenden. Wie können in Straßenkarten Postannahme oder Postniederlegungsstellen neutral angezeigt werden? Wie sind Pakethops resp. Postkioske erkennbar, wenn man den Namen des regionalen Postdienstes nicht kennt?”
„Auf all diese Fragen gibt es nun die Antwort. Das Posthorn des Bundesverbandes der Kurier-Express-Post-Dienste ist lizenzfrei und nicht angreifbar verwendbar”, so der Vorsitzende Rudolf Pfeiffer.
Staatssekretär a. D. Ulrich Freise verstärkt die Geschäftsleitung der PIN Mail AG
Nachdem der Vorstand bereits Anfang 2011 um 2 langjährige Mitglieder des Unternehmens erweitert wurde, tritt ab dem 1. September 2012 Staatssekretär a. D. Ulrich Freise in die Geschäftsleitung der PIN MAIL AG ein.
In enger Kooperation mit dem Vorstandsvorsitzenden Dr. Axel Stirl (CEO) wird Freise die Bereiche Corporate Key Relations, Business Development for Governmental Services und Recht verantworten. Freise war von 2003 bis Ende 2011 Staatssekretär in der Berliner Senatsverwaltung für Inneres und Sport. In dieser Zeit hatte er zudem die Funktion des IT-Staatssekretärs des Landes Berlin inne und zeichnete verantwortlich für das Verwaltungsreformprogramm „Service Stadt Berlin”. „Mit der Verpflichtung von Herrn Freise gewinnt die PIN Mail AG einen Experten im Bereich Organisationsentwicklung und Prozessmanagement, der helfen kann, das Unternehmen noch zielgenauer auf die Bedarfe der Berliner Kundschaft auszurichten und an der Schnittstelle zwischen Kunden und Unternehmen neue Geschäftsfelder zu entwickeln”, so das Unternehmen in seiner Pressemitteilung.
Dr. Stirl, Vorstandsvorsitzender der PIN Mail AG: „Als langjähriger CIO und Prozessverschlanker ist Herr Freise ein idealer Partner bei der angestrebten Weiterentwicklung unserer Dienstleistungsplattform. Wir freuen uns, dass wir Herrn Freise für unser Unternehmen gewinnen konnten.”
Die PIN Mail AG wurde im April 1999 in Berlin gegründet und ist damit einer der ältesten privaten Marktteilnehmer dieser Branche. Mittlerweile werden nach Unternehmensangaben täglich bis zu 700.000 Sendungen in eigenen Sortierzentren verarbeitet. Das Unternehmen startete mit 5 Beschäftigten und zählt sich heute mit etwa 1.000 Mitarbeitern zu den größten privaten Briefdienstleistern in Europa. Als eines der ersten Unternehmen erhielt die PIN Mail AG alle erforderlichen Lizenzen der Bundesnetzagentur zur Beförderung und Zustellung von Briefpost.
DHL liefert Pakete ab sofort in die Wunschfiliale
Noch flexiblere Empfangsmöglichkeiten für DHL Paketsendungen
Kunden entscheiden, wann, wo und wie sie ihr Paket erhalten möchten.
Seit Anfang des Monats bietet DHL Paket mit dem neuen Service „Postfiliale Direkt” privaten Empfängern eine weitere Option für die Zustellung ihrer Paketsendungen. Auf Wunsch können DHL-Pakete jetzt auch direkt in eine besonders günstig gelegene Postfiliale geliefert werden, wo der Empfänger - etwa auf dem Weg von der Arbeit nach Hause - sein Paket ganz bequem abholen kann.
Einzige Voraussetzung, um die Wunschfiliale zu nutzen: der Empfänger muss sich in der Filiale oder unter www.paket.de registrieren, um eine Postnummer zu erhalten. Kunden, die bereits eine Postnummer haben, wählen online im Postfinder (www.deutschepost.de/postfinder) unter den teilnehmenden Postfilialen einfach ihre Wunschfiliale aus und geben diese dem Versender als Lieferadresse an. Privat- oder Büroadressen sind weiterhin ebenso möglich wie eine der 2.500 DHL Packstationen oder ein vorher vereinbarter Ablageort.
„Die Konsumenten wünschen sich immer mehr Flexibilität und Transparenz beim Paketversand. Mit unserem Angebot einer direkten Lieferadresse in Postfilialen erweitern wir die Auswahlmöglichkeiten für die Kunden noch einmal deutlich und bieten damit das flexibelste Netzwerk für den Paketempfang in Deutschland”, unterstreicht Andrej Busch, CEO von DHL Paket Deutschland. Wie bei der Packstation informiert DHL Paket die Kunden auch bei der Wunschfiliale automatisch per SMS oder E-Mail über die erfolgte Zustellung der Sendung, die dann wie gewohnt 7 Werktage zur Abholung bereitliegt.
GLS führt FlexDelivery-Service ein: Paket-Empfang schnell und bequem
Ab sofort bietet der Paketdienstleister GLS Germany Privatempfängern eine große Auswahl an Zustelloptionen an - und zwar bereits vor dem ersten Zustellversuch. Der in Deutschland neu eingeführte FlexDelivery-Service soll die Kundenzufriedenheit und die Lieferquote erhöhen.
Wer Waren im Internet bestellt, weiß oft nicht, ob er am Tag der Lieferung zu Hause ist. „Die Menschen werden immer mobiler - darauf muss sich die Logistikbranche einstellen”, erklärt Klaus Conrad, Managing Director der GLS Germany. „Wir begegnen den Herausforderungen der letzten Meile mit dem umfassendsten Konzept auf dem deutschen Markt.” Mit dem FlexDelivery-Service bezieht GLS die Empfänger durch frühzeitige Information von Anfang an aktiv in die Lieferkette mit ein. Für Versender gibt es keine Mehrkosten, die möglichen Optionen sind fester Bestandteil des nationalen Paketprodukts Business-Parcel.
Der Empfänger wählt aus
Sobald Versender die E-Mail-Adressen der Empfänger an GLS übermitteln, kommt der neue Service zum Tragen. Der Adressat erhält von GLS vor dem ersten Zustellversuch eine E-Mail, die ihn über den geplanten Verlauf der Zustellung informiert. So erfährt der Empfänger, in welchem Zeitfenster GLS sein Paket voraussichtlich zustellen wird. Ist er im angegebenen Zeitraum am Zustelltag nicht zu Hause, kann er bequem über einen Link zur Website selbst bestimmen, wie GLS mit seinem Paket verfahren soll. Eine umständliche Registrierung ist nicht erforderlich.
Der Empfänger hat die Wahl: Die Lieferung an einem selbstgewählten Datum innerhalb von 9 Tagen, die Zustellung in einem der zahlreichen PaketShops oder an eine beliebig wählbare Adresse in Deutschland. Alternativ kann der Empfänger eine Abstellgenehmigung erteilen oder das Paket selbst im Depot abholen. Auch über den Erfolg der ausgewählten Zustellung informiert GLS unverzüglich per E-Mail.
Zustell-Zeitfenster hilft Empfängern
„Kennt der Empfänger den Zeitrahmen, in dem sein Paket ankommt, kann er deutlich besser abschätzen, ob jemand die Sendung persönlich entgegen nehmen kann”, so Conrad. Das angegebene Zeitfenster ist bis zu 3 Stunden genau. „GLS ist für seinen Vorsprung bei den Paket-Laufzeiten bekannt. Durch das Vermeiden erfolgloser Zustellversuche erhalten Privatempfänger ihre Pakete zukünftig noch schneller.”
Empfänger können den FlexDelivery-Service über eine App für Smartphones künftig bequem von unterwegs nutzen. Darüber hinaus lassen sich zukünftig bevorzugte Zustelloptionen auch dauerhaft in einem personalisierten Bereich der GLS Website hinterlegen. „Der neue Service ermöglicht Online-Shops eine zuverlässige und flexible Belieferung. Gleichzeitig unterstützen wir die Fahrer, da erfolglose Zustellversuche vermieden werden”, resümiert Conrad. „Die Privatempfänger profitieren, da sie ihre Pakete schnell und bequem erhalten.”
Schweizerische Post wird reformiert
Mit Inkrafttreten der revidierten Postgesetzgebung passt die Schweizerische Post ihre Rechtsform an. Sie wird künftig nicht mehr als öffentliche Anstalt sondern zeitgemäßer als spezialgesetzliche Aktiengesellschaft (AG) mit den 3 Konzerngesellschaften Post CH AG, PostFinance AG und PostAuto AG organisiert sein.
Die Eigenkapitalplanung der Post sieht die Aufnahme eines langfristigen Darlehens auf dem Kapitalmarkt vor. Als AG gewinnt die Post an unternehmerischem Spielraum und steigert ihre Konkurrenzfähigkeit. Dies trägt maßgeblich dazu bei, dass sie die Grundversorgung auch künftig eigenwirtschaftlich und kundenorientiert erbringen und eine bedeutende, sozialverantwortliche Arbeitgeberin bleiben kann. Die Umwandlung der Post in eine AG soll im 2. Quartal 2013 rückwirkend auf den 1. Januar 2013 erfolgen. Auch als AG bleibt die Post im vollständigen Besitz des Bundes.
Die heutigen Konzernbereiche PostMail, PostLogistics, Poststellen und Verkauf, Swiss Post Solutions sowie die Management- und Servicebereiche werden in der Post CH AG angesiedelt sein und zusammen mit der PostAuto AG weiterhin von der Konzernleitung geführt und dem Verwaltungsrat der Post beaufsichtigt. Um den Anforderungen der Finanzmarktaufsicht (FINMA) zu genügen, wird PostFinance in eine eigenständige privatrechtliche AG ausgegliedert. Sie wird auch künftig von einer eigenen Geschäftsleitung der PostFinance geführt, die ihrerseits an einen eigenen Verwaltungsrat berichten wird. PostFinance wird auf den Zeitpunkt der Umwandlung eine Bankbewilligung erhalten. Das Prüfungsverfahren der FINMA zur künftigen Aufsicht der PostFinance nach Bankengesetz ist noch im Gang. Dazu ist die genügende Kapitalisierung aller künftigen Rechtseinheiten sicherzustellen. Die Post verfügt über genügend eigene Mittel, um diese mit dem notwendigen Eigenkapital auszustatten. Um zugleich auch die nötige Liquidität zur Zeichnung des Aktienkapitals der PostFinance AG sicherzustellen wird die Post auf dem Kapitalmarkt bei privaten und institutionellen Anlegern langfristige Darlehen von rund CHF 1,3 Milliarden aufnehmen.
Die Schweizerische Post AG verbleibt im vollständigen Besitz des Bundes, ihre Konzerngesellschaften bleiben im vollständigen Besitz der Post. Der Markenauftritt der Post bleibt unverändert. Mit der Organisationsform als AG wird die Post über ein zeitgemäßes Rechtskleid verfügen, das ihren unternehmerischen Spielraum erweitert und ihre Konkurrenzfähigkeit in ihren Märkten steigert.
Bundeswirtschaftsminister Rösler legt Postgesetz-Novelle vor
Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) hat am 4. September 2011 einen Gesetzentwurf für eine Postgesetznovelle an die anderen Bundesministerien zur Ressortabstimmung versandt. Laut der Online-Ausgabe der Wirtschaftswoche sieht der Entwurf 2 wesentliche Verbesserungen der Missbrauchsaufsicht vor. So muss die Deutsche Post statt der bisherigen ex-post-Genehmigung ihre Großkundenverträge künftig bereits vor ihrem Inkrafttreten der Bundesnetzagentur vorlegen, um mögliches Preisdumping von Anfang an zu unterbinden.
Außerdem will Rösler mit der Novelle das Beschwerderecht der Wettbewerber stärken. Die Wettbewerber können nach dem Entwurf künftig bei der Bundesnetzagentur die Eröffnung eines Missbrauchsverfahrens beantragen, wenn sie meinen, im Wettbewerb diskriminiert zu werden. Die Bundesnetzagentur wäre künftig verpflichtet, aktiv zu werden. Bisher entschied die Bundesnetzagentur, ob sie bei Missbrauchsverdacht von Amts wegen tätig werden solle.
KfW verkauft 60 Millionen Post-Aktien
Die staatliche KfW-Bankengruppe hat Anfang September 2012 60 Millionen Post-Aktien an der Börse verkauft. Durch die Platzierung sinke der Anteil des Bundes am Aktienkapital der Deutschen Post AG von 30,5 auf 25,5 Prozent, teilte die KfW am 6. September 2012 mit. Damit bleibt der Bund aber nach wie vor größter Aktionär des Postkonzerns.
UPS und FedEx wagen sich nach China
Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete, hat das chinesische Transportministerium den US-Konzernen UPS und FedEx die Lizenzen für den chinesischen Expressmarkt erteilt. Nach Angaben des Ministeriums darf FedEx mit seinem Express-Angebot in 8 Städten, so in Shanghai, Guangzhou und Hangzhou, aktiv werden. Die UPS-Lizenz umfasst nur 5 Städte. In Peking dürfen beide Unternehmen nicht tätig werden. Sie dürfen auch keine Briefsendungen befördern.
Beide Unternehmen sind schon seit den 1980er Jahren in China am Markt, allerdings nur mit Frachtsendungen und internationalen Expresssendungen.
Die Deutsche Post hat 2011 wegen der schwierigen Regulierung und Reglementierung ihr innerchinesisches Geschäft aufgegeben und beschränkt sich auf internationale Expresssendungen.
Erstmals seit 15 Jahren leichte Erhöhung beim Standardbrief geplant
Briefchef Gerdes: Sicherung hoher Qualitäts- und Sozialstandards macht Preisanpassung notwendig
Die Deutsche Post hat am 14. September 2012 bei der Bundesnetzagentur den jährlichen Antrag zur Genehmigung der Briefpreise für 2013 eingereicht. Dabei ist geplant, zum 1. Januar 2013 den Preis für den Standardbrief bis 20 Gramm im nationalen Versand von heute 0,55 auf 0,58 Euro zu erhöhen. Damit würde nach der letzten Preiserhöhung 1997 und einer Preissenkung 2003 zum ersten Mal seit 15 Jahren eine notwendige Anpassung an die allgemeine Kostenentwicklung erfolgen. Außerdem soll der Preis für den nationalen Maxibrief (bis 1.000 Gramm) von 2,20 auf 2,40 Euro geändert werden. Die Preise für Kompakt- und Großbriefe sowie für Postkarten bleiben stabil. Grundlage des Antrags ist ein gesetzlich geregeltes Verfahren zur Festsetzung der Preise für ausgewählte Briefprodukte.
Jürgen Gerdes, Konzernvorstand Brief bei Deutsche Post DHL, sieht in einem sich verändernden wirtschaftlichen Umfeld keine Alternative zu einer Portoerhöhung: „Wir erbringen seit vielen Jahren als einziges Unternehmen die flächendeckende postalische Grundversorgung für jedermann an 6 Tagen in der Woche. Unsere Qualität gilt auch im internationalen Vergleich als Maßstab. Zugleich bieten wir unseren Beschäftigten sichere Arbeitsplätze, sehr gute Tariflöhne und beispielgebende Sozialleistungen und haben in den vergangenen Jahren trotz sinkender Briefmengen bei steigenden Löhnen unsere Produktivität permanent verbessern können. Wenn wir weiterhin eine so hervorragende Qualität für unsere Kunden und attraktive Arbeitsplätze für unsere Mitarbeiter sichern wollen, können wir auf eine moderate Preiserhöhung nicht verzichten”.
Die hervorragende Qualität der Deutschen Post im Vergleich wichtiger Dienstleistungsbranchen wurde gerade erst durch die aktuellen Erhebungen der unabhängigen Langzeitstudie des Kundenbarometers 2012 bestätigt, erklärte Gerdes. Danach zeigen sich 96 Prozent der Befragten mit der Briefpost zufrieden, sehr zufrieden oder vollkommen zufrieden. Das ist eine weitere Steigerung zum Vorjahr und in der Globalzufriedenheit einer der höchsten Zuwächse aller betrachteten Branchen. Im Langzeitvergleich hat sich seit 2003 keine der untersuchten Branchen so positiv entwickelt wie die Briefpost und die Postfilialen, die sich ebenfalls zum Vorjahr in der Kundenbewertung weiter verbessern konnten.
„Als Arbeitgeber bietet die Deutsche Post in Deutschland allein im Brief- und Paketbereich 180.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein Lohnniveau inkl. Sozialleistungen, das deutlich über dem des Wettbewerbs liegt”, so Gerdes. Ein mit dem Sozialpartner vereinbarter mehrjähriger Beschäftigungspakt garantiert den Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen, ein auch über Branchengrenzen hinweg beispielhafter Generationenvertrag ermöglicht eine zukunftsweisende Regelung altersgerechter Arbeit. Dies will das Unternehmen auch zukünftig sichern.
Die geplante Erhöhung der Preise von durchschnittlich 2,8 Prozent für alle betroffenen Produkte hätte nur geringe Auswirkungen auf die PrivathaushalteFoto: Deutsche Post AG
Die geplante Erhöhung der Preise von durchschnittlich 2,8 Prozent für alle betroffenen Produkte hätte im Übrigen nur geringe Auswirkungen auf die Privathaushalte. Deren monatliche Ausgaben für Briefdienstleistungen sinken seit Jahren und betrugen zuletzt 2009 nur noch 3,32 Euro, so dass die monatliche Mehrbelastung im Durchschnitt bei lediglich 9 Cent pro Haushalt läge. Im europäischen Vergleich hätte der Preis für den Standardbrief innerhalb Deutschlands auch nach der beantragten Erhöhung weiterhin einen Platz im Mittelfeld.
Neben den Veränderungen bei den Briefpreisen sind auch Preiserhöhungen im Bereich der Bücher- und Warensendungen sowie im internationalen Versand vorgesehen. Hier steigt beispielsweise der Preis für einen Kompaktbrief bis 50 Gramm ins Ausland von 1,45 auf 1,50 Euro. Der Preis für den internationalen Standardbrief bis 20 Gramm bleibt dagegen stabil. Das Produkt Infobrief - für den Versand von mindestens 50 inhaltsgleichen Briefen - wird eingestellt, da sich die Rahmenbedingungen durch die Einführung der Mehrwertsteuer sowie eine Anordnung der Bundesnetzagentur verändert haben.
BdKEP: Portoerhöhung der Deutschen Post zugunsten von Großversendern / Verbraucher und Kleingewebetreibende zahlen die Zeche
Nachdem die Deutsche Post am 14. September 2012 bekannt gegeben hatte, sie habe bei der Bundesnetzagentur eine Briefpreiserhöhung ab 2013 beantragt, meldete sich der BdKEP mit folgender Pressemitteilung zu Wort:
„Es war zu erwarten, dass die Deutsche Post eines Tages den Antrag auf Genehmigung einer Portoerhöhung stellt, um ihre Billigpreise gegenüber Großversendern auszugleichen. Es überrascht nicht, dass Handwerker, kleine Gewerbetreibende und der Verbraucher die Zeche zahlen sollen. Dass aber gleichzeitig das Porto für Großversender gesenkt werden soll, überrascht dann doch.
Erhöht werden soll das Porto für den Standardbrief auf 58 Cent und für den Maxibrief auf 2,40 Euro. Diese Erhöhung aber sollen Großversender nicht mittragen. Sie erhalten für diese 2 Briefprodukte einen zusätzlichen Preisnachlass, sodass keine Verteuerung eintritt bzw. nur eine Verteuerung von etwa 1 Cent pro Brief. Der maximale Rabatt liegt dann für den Standardbrief bei 40 Prozent. Der BdKEP befürchtet, dass sich hier ein den Verbraucher diskriminierendes Postsystem entwickelt: Der Verbraucher zahlt mit seinem hohen Briefporto die günstigen Porti für Großkunden.
Zusätzlich wird der für Kleinversender wichtige Infobrief gestrichen, was eine weitere Verteuerung des Postverkehrs bedeutet. Gestrichen wird auch das Produkt Bücher- und Warensendung im kleingewichtigen Bereich. Aber auch hier keine Überraschung: Wiederum erhalten Großversender bei höhergewichtigen Warensendungen einen Preisnachlass. Die Beschlusskammer 5 der Bundesnetzagentur muss die Preiserhöhungen erst noch genehmigen.”
„Ich fordere die Beschlusskammer 5 auf, sehr genau zu prüfen, ob die Kosten der effizienten Leistungsbereitstellung eine Portoerhöhung unter dem Blickwinkel einer weiteren Erhöhung der Teilleistungsrabatte für Großkunden rechtfertigt”, sagt Rudolf Pfeiffer, Vorsitzender des BdKEP. „Es sieht schließlich eher danach aus, dass keine Kostensteigerung bei der Firma Deutsche Post vorliegt, die eine Preiserhöhung rechtfertigen könnte, sondern es sollen die Marktmacht und die satten Gewinne genutzt werden, durch Billigangebote weiterhin Wettbewerb zu verdrängen.”
GoGreen: Licht aus � Energie sparen / Konzerninitiative „Licht aus” aus bei DHL Freight
Jeder kann mitmachen, die Umsetzung ist einfach, der Einspareffekt beachtlich � und das Ganze kostet das Unternehmen nichts: DHL Freight hat die Initiative „Licht aus” ins Leben gerufen. Ziel ist es, die Mitarbeiter zu sensibilisieren, künstliches Licht auszuschalten, wenn es nicht gebraucht wird. Zum Beispiel während der Mittagspause oder in Küchen, Sozialräumen und Toiletten. Geplant ist, dass jeder Mitarbeiter 1 Stunde am Tag das Licht in seinem Bereich ausgeschaltet lässt. Hintergrund: Der Anteil der Beleuchtung am Gesamtenergieverbrauch von Unternehmen beträgt im Schnitt bis zu 25 Prozent.
Weltpostkongress in Katar
Vom 24. September bis 15. Oktober 2012 trafen sich in Doha, der Hauptstadt des Emirats Katar, mehr als 1.500 Delegierte aus 192 Mitgliedsländern des Weltpostvereins (Universal Postal Union - UPU) zum 25. Weltpostkongress und beschlossen nach ihren Beratungen einen neuen Weltpostvertrag.
25. Weltpostkongress vom 24. September bis 15. Oktober 2012 in Doha/Katar / Foto: UPU
Der Weltpostverein ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen. Mitglied im Weltpostverein ist die Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi). „Da aber die Deutsche Post für die Bundesrepublik Deutschland die Rechte und Pflichten aus dem Weltpostvertrag wahrnimmt, sind Mitarbeiter von DPDHL Teil der deutschen Delegation”, erklärte Stefan Alfter, DHL Global Mail. Er ist wie bei früheren Kongressen auch diesmal dabei, wenn in Doha, der Hauptstadt von Katar über internationale Post-Regularien diskutiert und entschieden wird.
Eröffnungszeremonie am 24. September 2012 / Foto: UPU
Der Weltpostverein regelt die Zusammenarbeit der Postunternehmen und den internationalen Postverkehr. Wie bei der UN-Vollversammlung hat jedes Land - unabhängig von seiner Größe - 1 Stimme. Die Stimme kleiner Länder wie Burkina Faso oder Tonga hat das gleiche Gewicht wie die Stimmen der großen Länder, z.B. Russland oder China. „Oft müssen sich die Delegierten klarmachen, wie unterschiedlich die Post in den einzelnen Ländern funktioniert”, sagt Alfter. „In China ist eine Zustellrunde schon mal 240 Kilometer lang. Der Zusteller ist eine Woche oder länger unterwegs und übernachtet sogar beim Kunden.” Im Weltpostvertrag werden u.a. Standards für Barcodes oder Systeme zur Sendungsverfolgung festgelegt, auch wie viel die Postverwaltung des Landes A an die Post des Landes B für die Zustellung der internationalen Sendungen bezahlen muss.
Die Kongress-Teilnehmer verabschiedeten die „Doha Postal Strategy”, die globale Roadmap des Weltpostvereins für die Jahre 2013 bis zum nächsten Kongress 2016 in Istanbul. Das Strategiepapier (englisch) finden Sie hier.
Post testet „Briefkästen” für Pakete
Paketkasten / Foto: Deutsche Post AG
Im Raum Bonn testet die Deutsche Post Paket-„Briefkästen”. Ein Pressesprecher sagte, mittlerweile seien rund 100 solcher Kästen in 3 verschiedenen Größen an den Häusern der teilnehmenden Postkunden montiert. Kunde und Zusteller haben je einen Schlüssel. Der Test solle zeigen, ob diese Lösung ein Weg sei, Pakete auf jeden Fall beim ersten Zustellversuch auszuliefern. Dies sei z.B. bei Lebensmittellieferungen wichtig. Künftig können die Kunden auch Pakete, die sie versenden wollen, in den Paketkasten einlegen.
Wie unterscheiden sich E-Postbrief der Deutschen Post und De-Mail von Telekom und anderen Anbietern
Die Deutsche Telekom hat ihren De-Mail-Dienst gestartet. Wie unterscheidet sich der E-Postbrief von den De-Mail-Angeboten der Telekom und anderen Anbietern? Die Deutsche Post hat die Unterschiede aufgelistet:
Markterfahrung seit Juli 2010
Bisher 2 Anbieter neu am Markt
Persönliche Identifikation über zertifiziertes Postident-Verfahren in Postfilialen oder direkt beim Zusteller
Persönliche Identifikation wird je nach Anbieter uneinheitlich gelöst.
Kommunikation nur über Klarnamen
Pseudonyme sind zugelassen
Massenfähig: alle Empfänger werden erreicht: elektronisch oder per klassischer Zustellung
Massenfähigkeit (klassische Zustellung) ist im De-Mail-Gesetz nicht vorgesehen.
Sicherer Service aus einer Hand � von der Anmeldung bis zur Zustellung
Logistikleistung muss von Dienstleistern eingekauft werden.
Anbindung und direkte Integration in den Arbeitsablauf von Großunternehmen und Verwaltungen
Integration großer Geschäftskunden und Partnerangebote sind im De-Mail-Gesetz nicht vorgesehen.
Entwicklung und Einbindung von Mehrwertdiensten (E-Post-Ident, Bezahlfunktion usw.)
Regelt nur elektronischen Versand von A nach B, keine Mehrwertdienste
Mehrfach zertifizierte Datensicherheit, u.a. Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), TÜV, für alle Prozessschritte von Identifizierung bis Zustellung
Ist kein Produkt eines Unternehmens, sondern eine Initiative der Bundesregierung; führte zu einem gesetzlichen Rahmen für verbindliche elektronische Kommunikation (De-Mail-Gesetz)
Verbraucher erteilen der Deutschen Post Bestnoten beim Service
Kundenmonitor 2012: Briefpost und Postfilialen erhalten Rekordbewertungen.
Besonderes Lob für Verlässlichkeit und korrekte Zustellung
Briefchef Gerdes: „Investitionen in die Modernisierung zahlen sich aus.”
Spitzennoten vergaben die Verbraucher unter anderem für die zuverlässige, pünktliche und unbeschädigte Briefpost sowie die Freundlichkeit und das korrekte Erscheinungsbild der Zusteller.
Die Deutsche Post erfreut sich auch weiterhin einer hohen Kundenzufriedenheit. Das belegt der Kundenmonitor 2012 mit seinen aktuellen Ergebnissen. „Die Briefpost und die Postfilialen in Deutschland erreichen jeweils Topwerte. In beiden Bereichen schafft es die Deutsche Post, ihr bisher bestes Ergebnis im Kundenmonitor zu erzielen und somit den positiven Trend der letzten Jahre nahtlos fortzusetzen”, so Matthias Metje, Studienleiter der Service Barometer AG.
Bewertet wurden unter anderem die Freundlichkeit der Briefzusteller, die korrekte und beschädigungsfreie Zustellung, die Erreichbarkeit der Briefkästen sowie das Preis-Leistungs-Verhältnis. In allen getesteten Leistungen konnte die Deutsche Post die schon sehr guten Vorjahresergebnisse halten oder sogar noch steigern. Spitzennoten vergaben die Verbraucher unter anderem für die zuverlässige, pünktliche und unbeschädigte Briefpost sowie die Freundlichkeit und das korrekte Erscheinungsbild der Zusteller. Nach sehr hervorragenden 95 Prozent im Vorjahr äußerten sich nun sogar mehr als 96 Prozent der befragten Kunden zufrieden bis sehr zufrieden mit den Briefdienstleistungen der Deutschen Post.
Gestiegene Zufriedenheitswerte
Auch mit den Postfilialen sind die Kunden noch zufriedener als im Vorjahr. In nahezu allen Kategorien verzeichneten die Forscher gestiegene Zufriedenheitswerte. Besonders gut schnitten die Filialen bei den Leistungsmerkmalen „Freundlichkeit- und Erscheinungsbild des Filialmitarbeiters”, „Fachkompetenz” und „Erreichbarkeit / Entfernung der Filiale” ab. Die höchsten Steigerungswerte im Vergleich zum Vorjahr erhielten Kriterien wie „Öffnungszeiten” und „Wartezeiten am Schalter”. Über 92 Prozent der Kunden sind mit den Postfilialen zufrieden, sehr zufrieden oder vollkommen zufrieden - im Vorjahr hatten sich bereits 90 Prozent so geäußert.
Für Jürgen Gerdes, Konzernvorstand BRIEF Deutsche Post DHL, sind die Ergebnisse Bestätigung und Ansporn zugleich: „Unsere Mitarbeiter haben hart für dieses große Lob der Verbraucher gearbeitet, und es motiviert sie sehr. Zugleich zahlt es sich aus, dass wir weiterhin stark in die Modernisierung unseres Geschäfts investieren - wir investieren damit unmittelbar in die Kundenzufriedenheit. Und die hohe Zufriedenheit der Kunden ist das Wichtigste für eine gute Zukunft der Deutschen Post.”
Der Kundenmonitor Deutschland misst seit mehr als 20 Jahren regelmäßig die Zufriedenheit deutscher Verbraucher und wird von der Münchner Service Barometer AG herausgegeben. Er ist eine der wichtigsten und anerkanntesten branchenübergreifenden Marktstudien in Deutschland. Dieses Jahr haben insgesamt 36.000 Befragte verschiedene Aspekte der Kundenzufriedenheit und Kundenbindung in rund 30 Branchen bewertet.
Post muss NPD-Zeitschrift zustellen
Der Bundesgerichtshof (BGH) hat entschieden, dass die Deutsche Post die Zustellung des NPD-Blattes „Klartext” nicht verweigern darf. Die NPD hatte verlangt, die in Leipzig erscheinende Publikation mit einer Auflage von 200.000 Stück als Wurfsendung in die Briefkästen zu verteilen. Die Deutsche Post hatte dies abgelehnt, wie der Anwalt der Post bei der Verhandlung sagte, nicht wegen des Inhalts („Der Sinn der Postregularien ist es nicht, Zensur auszuüben.”), sondern - so die Post-Argumentation - weil „Klartext” keine Zeitung oder Zeitschrift sei und deswegen nicht zu den Universaldienstleistungen zähle, die die Deutsche Post zu erbringen hat. Im vorhergehenden Verfahren hat das Oberlandesgericht Dresden der Post Recht gegeben. Der BGH verpflichtete die Post zum Abschluss eines Rahmenvertrages mit der NPD (Az: 1 ZR 116/11 Urteil vom 20.09.2012).
Hier die Pressemitteilung des BGH vom 20.09.2012 zum Urteil:
Bundesgerichtshof: Post muss Publikation der NPD-Fraktion im Sächsischen Landtag als Postwurfsendung verteilen.
Der I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat die Deutsche Post AG verurteilt, die Publikation „Klartext” der NPD-Fraktion im Sächsischen Landtag als Postwurfsendung zu verteilen.
Die NPD-Fraktion gibt eine Druckschrift mit dem Titel „Klartext” heraus, in der über ihre Fraktionsarbeit und über aktuelle politische Themen berichtet wird. Die Publikation soll in einer Auflage von 200.000 Stück in Leipzig an alle Haushalte mit Tagespost verteilt werden. Die NPD-Fraktion hält die Deutsche Post für verpflichtet, mit ihr einen entsprechenden Rahmenvertrag über die Beförderung und Verteilung der Publikation als Postwurfsendung abzuschließen. Die Deutsche Post meint, es bestehe kein Beförderungszwang, weil die zu verteilende Publikation nicht konkret adressiert werde. Es handele sich bei dem Druckwerk lediglich um eine Postwurfsendung, deren Verteilung keiner Regulierung unterliege.
Der Bundesgerichtshof hat das Urteil des Berufungsgerichts aufgehoben und die Beklagte zum Abschluss eines Rahmenvertrags über die Beförderung der Druckschrift verurteilt. Die Beklagte ist zur Beförderung nach § 2 Postdienstleistungsverordnung (PDLV)* verpflichtet. Um die flächendeckende Grundversorgung mit Postdienstleistungen sicherzustellen, sieht die gesetzliche Regelung vor, dass die Lizenzträger, zu denen die Deutsche Post zählt, verpflichtet sind, bestimmte Postdienstleistungen, sogenannte Universaldienstleistungen, zu erbringen. Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass die hier nachgefragte Leistung eine solche Universaldienstleistung im Sinne von § 1 Abs. 1 Nr. 3 Postuniversaldienstleistungsverordnung (PUDLV)** darstellt. Bei der Publikation handelt es sich um eine periodisch erscheinende Druckschrift, die zu dem Zweck herausgegeben wird, die Öffentlichkeit über Tagesereignisse, Zeit- oder Fachfragen durch presseübliche Berichterstattung zu unterrichten. Entgegen der Ansicht des Berufungsgerichts darf der Umstand, dass die Publikation der Werbung für die Politik und Arbeit der Klägerin dient, auf die Entscheidung keinen Einfluss haben. Die Einordnung als Universaldienst verfolgt mit dem dadurch bestimmten Beförderungszwang das Ziel, zur Förderung der in Art. 5 Abs. 1 Satz 2 GG gewährleisteten Pressefreiheit Erzeugnisse der Presse dem Empfänger so günstig wie möglich zuzuführen. Die Pressefreiheit begründet für den Staat jedoch eine inhaltliche Neutralitätspflicht, die jede Differenzierung nach Meinungsinhalten verbietet.
Den Einwand der Deutschen Post, dass es sich bei der in Rede stehenden Publikation nicht um eine periodisch erscheinende Druckschrift handelt, hat der BGH nicht gelten lassen. Ausreichend hierfür ist, dass die Druckschrift nach ihrer Aufmachung - anders als ein Flugblatt - auf das für eine Zeitung oder Zeitschrift übliche periodische Erscheinen angelegt ist und keine Anhaltspunkte dafür bestehen, dass sie trotz dieser Aufmachung nur gelegentlich publiziert werden soll. Das ist hier der Fall. Dass es in der Vergangenheit aufgrund der Weigerung der Deutschen Post bei der Verteilung zu Schwierigkeiten gekommen ist, kann der klagenden Fraktion nicht entgegengehalten werden.
Urteil vom 20. September 2012 - I ZR 116/11 -
LG Leipzig - Urteil vom 22. Dezember 2010 - 1 O 1114/10
OLG Dresden - Urteil vom 26. Mai 2011 - 8 U 147/11
Karlsruhe, den 20. September 2012
* § 3 PDLV - Kontrahierungszwang bei Universaldienstleistungen
Soweit ein Unternehmen Postdienstleistungen aufgrund einer Verpflichtung zum Universaldienst nach § 13 oder § 14 des Postgesetzes oder diese Leistungen nach § 56 des Postgesetzes erbringt, hat der Kunde gegen dieses Unternehmen im Rahmen der Gesetze und der Allgemeinen Geschäftsbedingungen einen Anspruch auf Erbringung der entsprechenden Leistungen.
** § 1 PUDLV - Universaldienst
(1)Als Universaldienstleistungen werden folgende Postdienstleistungen bestimmt:
3.die Beförderung von Zeitungen und Zeitschriften im Sinne des § 4 Nr. 1 Buchstabe c des Gesetzes. Hierzu zählen periodisch erscheinende Druckschriften, die zu dem Zwecke herausgegeben werden, die Öffentlichkeit über Tagesereignisse, Zeit- oder Fachfragen durch presseübliche Berichterstattung zu unterrichten.
*** § 4 PostG - Begriffsbestimmungen
Postdienstleistungen im Sinne dieses Gesetzes sind folgende gewerbsmäßig erbrachte Dienstleistungen:
die Beförderung von Briefsendungen,
die Beförderung von adressierten Paketen, deren Einzelgewicht 20 Kilogramm nicht übersteigt, oder
die Beförderung von Büchern, Katalogen, Zeitungen oder Zeitschriften, soweit sie durch Unternehmen erfolgt, die Postdienstleistungen nach Buchstabe a oder b erbringen.
Briefsendungen sind adressierte schriftliche Mitteilungen. Kataloge und wiederkehrend erscheinende Druckschriften wie Zeitungen und Zeitschriften sind keine schriftlichen Mitteilungen im Sinne des Satzes 1. Mitteilungen, die den Empfänger nicht mit Namen bezeichnen, sondern lediglich mit einer Sammelbezeichnung von Wohnung oder Geschäftssitz versehen sind, sind nicht adressiert im Sinne des Satzes 1.
Urteil des I. Zivilsenats vom 20.09.2012 - I ZR 116/11 -
GSL: Neuer Standort in Cham - Paketlogistik für die Oberpfalz
Der Paketdienstleister GLS hat ein neues Depot in Cham bei Regensburg in Betrieb genommen. Das Depot entlastet den Standort in Straubing und verkürzt die Touren der Transportunternehmen.
Von Cham aus beliefert GLS Germany nun Empfänger im nördlichen Bayerischen Wald, in der Oberpfalz sowie im Grenzbereich von Bayern zu Tschechien. Bisher erhielten diese Empfänger ihre Pakete aus dem rund 45 Kilometer südlich gelegenen GLS Depot in Straubing. Rund 17 Touren übernimmt jetzt das neue Depot. „In den vergangenen Jahren sind die Sendungsmengen in Straubing immer weiter gestiegen”, sagt Klaus Conrad, Managing Director der GLS Germany. „Diese Entwicklung freut uns sehr. Gleichzeitig hat damit aber der Arbeitsaufwand für unsere Fahrer zugenommen.”
GLS Germany entlastet durch das neue Depot zusätzlich die eingesetzten Transportunternehmen und deren Fahrer: Die Anfahrtszeit zu den Zustellorten verringert sich im Schnitt um rund 35 Minuten, denn der Standort liegt zentral im ausgelagerten Zustellgebiet. Rund 2 Drittel der Fahrer haben schon einen kürzeren Weg zur Arbeit - sie wohnen bereits in dem Gebiet um Cham. Auch die Paketsortierung nimmt ab sofort deutlich weniger Zeit in Anspruch: Das Depot in Cham ist derzeit für eine Kapazität von maximal 6.000 Paketen ausgelegt. Bei Bedarf kann die Fläche jedoch um 30 Prozent erweitert werden.
5 Mitarbeiter und 18 Fahrer sind für die GLS in Cham im Einsatz. Die 1.750 Quadratmeter große Umschlaghalle verfügt über ein Fernverkehrstor mit 2 Wechselkoffer-Stellplätzen sowie 2 Haupttore für die Sprinter. Der Standort liegt verkehrsgünstig: In unmittelbarer Nähe kreuzen sich die Bundesstraßen B 20 und B 85. Über sie erreichen Hauptläufe in kurzer Zeit das HUB in Neuenstein und das regionale Verteilzentrum in Feuchtwangen. Im gegenseitigen Direktverkehr ist das Depot in Cham an den Standort Straubing angebunden, über den auch regelmäßige Direktverkehre nach Österreich führen.
Nachhaltige Halle
Das Gebäude ist wärmeisoliert und auf dem Dach vollständig mit einer Photovoltaikanlage besetzt. Der gewonnene Strom fließt direkt in das Depot. „Bei der Wahl der Halle waren uns Themen wie Energieeffizienz und Nachhaltigkeit sehr wichtig”, sagt Klaus Conrad.
GLS stellt sich vor
Die GLS Germany ist eine Tochtergesellschaft der GLS, General Logistics Systems B.V. (Hauptsitz Amsterdam). GLS realisiert zuverlässige, hochwertige Paketdienstleistungen für 212.000 Kunden in Europa und bietet zusätzlich Express- und Logistik-Leistungen. „Qualitätsführer in der europäischen Paketlogistik” ist der Leitsatz der GLS. Dabei legt GLS Wert auf nachhaltiges Handeln: Die Initiative Think-Green bündelt die europaweiten Aktivitäten zum Schutz der Umwelt. Mit eigenen Gesellschaften und Partnern deckt die Gruppe 42 europäische Staaten ab und ist über vertraglich gesicherte Allianzen mit der ganzen Welt verbunden. 37 zentrale Umschlagplätze und 660 Depots stehen GLS zur Verfügung. Mit ihrem straßenbasierten Netz ist GLS einer der führenden Paketdienstleister in Europa. 13.400 Mitarbeiter und 16.510 Fahrzeuge sind täglich für GLS im Einsatz. Im Geschäftsjahr 2011/12 transportierte GLS 375 Millionen Pakete und erzielte einen Umsatz von 1,81 Milliarden Euro.

References: § 44
 § 44
 § 35
 § 35
 § 11
 § 1
 § 41
 § 12
 § 41
 § 2
 BGH 
 BGH 
 § 2
 § 1
 Art. 5
 BGH 
 § 3
 § 13
 § 14
 § 56
 § 1
 § 4
 § 4