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Timestamp: 2019-02-18 10:44:09+00:00

Document:
Verordnung über Sonderlehrgänge zum Erwerb des
Fischereischeines B (SoLFischV)
(GVBl.II/99 S.670)
geändert durch Verordnung vom 27.08.2001
(GVBl.II/01 S.550)
(1) Zur Teilnahme an einem Sonderlehrgang können Bewerber zugelassen werden, die gemäß § 17 Abs. 2 Nr. 3 des Fischereigesetzes für das Land Brandenburg Inhaber von an bestimmte Gewässer gebundenen Fischereirechten oder Mitglied in einer traditionellen Spreewaldfischergemeinschaft sind und das siebzehnte Lebensjahr bei Beginn des Lehrgangs vollendet haben.
3. Anschrift (Postleitzahl, Ort, Straße und Hausnummer) des gewöhnlichen Aufenthaltes,
4.Unterschrift des Antragstellers.
1. der Nachweis über die Mitgliedschaft des Bewerbers in einer traditionellen
Spreewaldfischergemeinschaft oder der Nachweis, dass der Bewerber Inhaber eines
Fischereirechts ist,
2. bei Minderjährigen die schriftliche Einverständniserklärung des gesetzlichen Vertreters.
(1) Die untere Fischereibehörde entscheidet über die Zulassung des Bewerbers zur Teilnahme am Sonderlehrgang. Bewerber, bei denen die Antragsunterlagen nicht rechtzeitig oder nicht vollständig vorliegen oder denen der Fischereischein B nach § 20 Abs. 2 des Fischereigesetzes für das Land Brandenburg versagt werden müsste, sind zurückzuweisen. Werden Zurückweisungsgründe erst nach Zulassung zum Sonderlehrgang bekannt, gilt Satz 2 entsprechend.
(3) Die Zulassung zur Teilnahme am Sonderlehrgang wird erst mit der Zahlung des Entgelts und der Gebühr nach § 16 Abs. 1 und 2 wirksam.
1. Fischkunde, insbesondere Kenntnisse der Fischarten, ihres Körperbaus, ihrer Lebensfunktionen, ihres
Verhaltens, ihrer Umweltbeziehungen sowie Kenntnisse über Fischkrankheiten und Fischfeinde;
2. Fischhege, insbesondere Kenntnisse über die Notwendigkeit und die Durchführung von Fischbesatz
und Bestandsregulierungen;
3. Behandlung der gefangenen Fische;
4. Gewässerkunde und Gewässerschutz, insbesondere Kenntnisse der Eigenschaften des Wassers und
der Gewässer als Lebensräume sowie über Maßnahmen der Pflege und Reinhaltung der Gewässer;
5. Fanggeräte und deren Gebrauch, insbesondere Kenntnisse und Fertigkeiten der Herstellung, der
Handhabung und Wartung;
6. Gewässerbewirtschaftung, insbesondere Kenntnisse und Fertigkeiten des Einsatzes von Fanggeräten;
7. einschlägige Rechtsvorschriften, insbesondere fischereiliche, wasser-, tierschutz-, tierseuchen- und
naturschutzrechtliche Vorschriften.
(2) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses werden für die Dauer von drei Jahren von der unteren Fischereibehörde bestellt. Die unteren Fischereibehörden können einen gemeinsamen Prüfungsausschuss bilden.
1. einem Vertreter des Landesamtes für Ernährung und Landwirtschaft Frankfurt (Oder),
2. einem Vertreter der unteren Fischereibehörden,
3. einer Lehrkraft der lehrgangsdurchführenden Stelle und
4. zwei Prüfern, die Inhaber eines gültigen Fischereischeins B sind und über eine Qualifikation nach § 17
Abs. 2 Nr. 1 oder Nr. 2 des Fischereigesetzes für das Land Brandenburg verfügen.
ausreichend = eine Leistung, die trotz einzelner Mängel durchschnittlichen Anforderungen entspricht oder
1. Namen der Aufsichtsführenden und Mitglieder des Prüfungsausschusses, die bei der Prüfung mitgewirkt haben;
2. Uhrzeit des Beginns und des Endes der Prüfung;
3. die erfolgte Belehrung nach § 8 Abs. 3 und § 9 Abs. 2;
4. Vorkommnisse nach § 12 Abs. 1;
5.die Bewertung der Leistungen im mündlichen Teil der Prüfung getrennt nach Sachgebiet sowie das Gesamtergebnis.
(1) Die Kosten des Sonderlehrganges trägt der Lehrgangsteilnehmer.
(2) Für die Prüfung einschließlich der Erteilung des Prüfungszeugnisses oder der Mitteilung des Prüfungsergebnisses wird eine Gebühr in Höhe von 200 Deutsche Mark erhoben. Auslagen werden nicht erhoben.
(3) Die Prüfungsgebühr sowie die Kosten für den Sonderlehrgang nach Absatz 1 sind innerhalb von 14 Tagen nach Zulassung des Bewerbers auf ein Konto der unteren Fischereibehörde einzuzahlen.
(4) Tritt ein Prüfungsteilnehmer vor Lehrgangsbeginn zurück, werden die Kosten zurückerstattet. Dies gilt auch für die Gebühr, wenn der Prüfungsteilnehmer vor Prüfungsbeginn zurücktritt.
(5) Tritt ein Prüfungsteilnehmer nach Prüfungsbeginn zurück oder wird er von der Prüfung ausgeschlossen, werden Gebühren nicht zurückerstattet.
Der Minister für Landwirtschaft, Umweltschutz und Raumordnung Wolfgang Birthler

References: § 17
 § 20
 § 16
 § 17
 § 8
 § 9
 § 12