Source: http://demokratie.bplaced.net/informationen/
Timestamp: 2019-03-18 22:07:38+00:00

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Nachdem nun reihenweise Bilder auf linksextremen Seiten auftauchen, die Demonstrationsteilnehmer im "Close-Up" zeigen und auch teilweise Namen und ggf. Adressen genannt werden, sollte man auf den nächsten Demonstrationen gezielt nach Menschen Ausschau halten, die dort – i.d.R. mit besserem Equipment – fotografieren.
Die Veröffentlichung - insbesondere auf linksextremen Seiten - verletzt verschiedene Gesetze und kann mit einer Freiheitsstrafe von bis zu einem Jahr oder länger geahndet werden.
Geht auf diese Menschen zu, sprecht sie höflich an, lasst Euch die Presseausweise zeigen (notiert den Namen) und holt ggf. die Polizei hinzu, wenn ihr das Gefühl habt, dass euer Recht am eigenen Bild verletzt wurde.
Merkt Euch die Kameraposition, vergleicht das mit den Fotos im Internet und vor allem: Merkt Euch das Gesicht des Fotografen !!!
Taucht er beim nächsten Mal wieder auf, meldet es den Ordnern und holt – wie schon erwähnt – die Polizei hinzu, erstattet Anzeige. Werdet nicht selber tätig !!!
Solltet ihr Bilder von euch oder Freunden entdecken, die die oben beschriebenen Tatbestände erfüllen, könnt ihr versuchen, die Meta-Daten des Bildes auszulesen. Manche belassen diese im Bild.
Online auslesen kann man die beispielsweise hier: metapicz
Zulässigkeit des Fotografierens bei Versammlungen
Beschluss des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofes
Art. 5 (I. Die Grundrechte): Meinungsfreiheit
Art. 8 (I. Die Grundrechte): Versammlungsfreiheit
Art. 20 (II. Der Bund und die Länder): Rechtsstaatsprinzip und Widerstandsrecht
Um Kritiker zu besänftigen, wurde in Artikel 20 GG ein vierter Absatz eingefügt. Als ULTIMA RATIO gibt er jedem Deutschen das Recht, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist, gegen jeden der versucht diese (verfassungsmäßige) Ordnung zu beseitigen, Widerstand zu leisten.
Strittig ist, wann dieses Recht greift. Nach einer Meinung greift es bereits, noch bevor die Ordnung gefährdet ist; schon die Vorbereitungen zu einem solchen Umsturz dürfen bekämpft werden. Nach anderer Meinung greift dieses Recht aber nur, wenn die Verfassungsordnung bereits ausgehebelt wurde - somit bleiben selbst bei offensichtlichen Verstößen der Staatsorgane gegen die Verfassung nur der Weg über Wahlen und Abstimmungen sowie der Rechtsweg, solange letzterer noch gangbar ist (so etwa BeckOK/Huster/Rux, Art. 20 Rn. 192).
Deutsche (nach Artikel 116 GG), also Ausländer eindeutig ausgenommen, dürfen dieses Recht aber nur als ULTIMA RATIO nutzen. Vorher müssen alle anderen Mittel ausgeschöpft sein. Nach Meinung einiger Staatsrechtler haben die Widerständler auch das Recht, Anschläge und Tötungen (z. B. "Tyrannenmord") zu begehen, um die grundgesetzliche Ordnung wiederherzustellen.
Art. 10: Freie Meinungsäußerung
Art. 11: Versammlungsfreiheit
(1) Jede Person hat das Recht, sich frei und friedlich mit anderen zu versammeln.

References: Art. 5

Art. 8

Art. 20
 Art. 20

Art. 10

Art. 11