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Timestamp: 2017-12-11 21:17:34+00:00

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Mit 61 noch für 9 Monate in eine Maßnahme? - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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26.10.2010, 21:19 #1
felix49->Emailproblem
Registriert seit: 26.10.2010
Mit 61 noch für 9 Monate in eine Maßnahme?
Erstmal ein freundliches Hallo an alle,
ich werde im Dezember 61 Jahre alt, und war bisher nie arbeitslos.
Jetzt hat es auch mich erwischt und ich bin seit 01.07.2010 ohne Job, weil die Firma den Standort aufgegeben hat
Da ich schon immer vorhatte mit 63 in Rente zu gehen, habe ich gedacht 2 Jahre arbeitslos, ½ Jahr arbeitslos ohne Bezüge, das kann ich überstehen. Zumal mir die Firma noch entgegengekommen ist.
Nach einigen Kabbeleien mit meiner ersten SB , der die Freundlichkeit aus dem Gesicht gefallen ist, als ich Ihr bei der Vorlage einer EGV zur Unterschrift sagte das ich gar nichts unterschreibe, sondern das ganze erst prüfen will, hatten wir uns beim 2.Termin auf 2 Bewerbungen im Monat geeinigt. Mit dem Zusatz: „sofern der Arbeitsmarkt es zuläßt“. Unterschreiben brauchte ich das dann aber nicht mehr.
Es gab also bisher keine Bewerbungen meinerseits und auch keine Vorschläge der AfA.
Jetzt hatte ich für den heutigen Tag wieder eine (Vor)Ladung, aber zu einem anderen SB.
Mir diesem war überhaupt nicht zu reden. Er legte mir gleich eine Zuweisung in eine
9 monatige „Maßnahme zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung gemäß § 46 Abs.1 S.1 des Dritten Buches Sozialgesetzbuch – SGB III“ vor.
Die neue EGV in der das drinsteht brauchte ich nicht zu unterschreiben. Lediglich das ich das Schreiben mit der Belehrung über die Rechtsfolgen zur Teilnahme erhalten habe.
Dort wird auch gleich mit einer Sperre gedroht wenn ich nicht teilnehme.
61 Jahre alt, 44 Jahre gearbeitet und eingezahlt, und kurz vor der Rente noch so was ?
Was ist das denn für ein Irrsinn ???
Komme ich da irgendwie drumherum ?
Ich bedanke mich schon jetzt für Eure Unterstüzung.
Wer Rechtschreibfehler findet kann sie behalten, ich brauche sie nicht mehr
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26.10.2010, 21:44 #2
AW: Mit 61 noch für 9 Monate in eine Maßnahme?
aber unterschrieben hast du diese belehrung doch wohl hoffentlich auch nicht ?
26.10.2010, 21:44 #3
didihell
Keine Unterschrift = keine Zwänge.
Das heißt, wenn du nichts unterschrieben hast brauchst du auch zu keiner Maßnahme etc. antanzen. Drohen tun die beim Arbeitsamt leider nur zu gerne, das ist aber deren Taktik um dir Angst zu machen. Wenn sie dir Angst einjagen, dann würdest du eher unterschreiben und wenn du unterschreibst haben sie ihr Ziel erreicht und dann musst du zu solch einer Maßnahme.
Mit 61 Jahren hast du ja schon einiges an Lebenserfahrung und somit bestimmt einiges auf dem Kerbholz als ein 40 Jahre jüngerer Jahrgang wie ich. Lass dich daher einfach nicht unterbuttern und unterschreibe nichts.
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26.10.2010, 22:25 #4
Zitat von felix49
Ich glaube, diese Maßnahmen müssen vom Leistungsempfänger beantragt werden und werden dann bewilligt !
Eine Zuweisung wäre hier rechtswidrig, da eine Ermessensleistung zur Eingliederung.
Rechtswidrig ! Diese Maßnahmen dürfen max. 8 Wochen dauern.
Natürlich, mit den o.g. Argumenten !
Wenn die Zuweisung ein Bescheid ist, dann Widerspruch einlegen !
Die Rechtsfolgenbelehrung ist dann auch für die Tonne, wenn die Zuweisung rechtswidrig ist.
Es wäre aber besser, genau zu wissen, was in der Zuweisung steht.
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27.10.2010, 01:42 #5
Hallo felix 49
Ich glaube deine SB hat nicht alle Dornen an der Hecke.
Es gibt die 58 Reglung das ist der § 428 SGB III . wenn du am 31.12. 2007 schon das 58 Lebensjahr vollendet hattest kann du diese noch in Anspruch nehmen . Und brauchts auch erst mit 65 in Rente gehen. Dieses wurde auch in den § 65 Abs.4 SGB II aufgenommen. Du hast sogar Anspruch auf 16 Wochen OrtsAbwesenheit.
Du musst dann an keiner Maßnahme oder sonstigen Gedönse von die ARGE teilnehmen. Und Bewerbungen kann die Tante mal ganz schnell wischen .
MFG.ROUTE99
27.10.2010, 02:22 #6
Hier noch das dazu. BA - Anweisung besagt :
Müssen Personen, die noch unter die Regelung des § 65 Abs. 4 SGB II fallen (ALG II unter erleichterten Bedingungen), auch die Erklärung zur Inanspruchnahme in 2007 abgeben, damit der Bestandschutz gilt? Antwort:
Die Regelung zum erleichterten Bezug von ALG II nach § 65 Abs. 4 SGB II ist in der derzeitigen Fassung befristet für Personen, deren Anspruch auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhaltes nach dem SGB II vor dem 01.01.2008 entsteht und die vor diesem Tag das 58. Lebensjahr vollenden.
Erklären diese Personen die Inanspruchnahme dieser Regelung, sind sie nur auf die Beantragung einer ungeminderten Altersrente zu verweisen und nicht mehr in die Vermittlungsbemühungen einzubeziehen.
Gleiches gilt im Hinblick auf die Inanspruchnahme einer ungeminderten Altersrente auch für Personen, die diese Erklärung derzeit nicht abgegeben haben. Diese sind jedoch in die Vermittlungsbemühungen einzubeziehen.
Erfüllen diese Personen die Voraussetzungen des § 65 Abs. 4 SGB II bereits im Jahr 2007, gilt der Bestandschutz unabhängig von der Abgabe der Erklärung über die Inanspruchnahme in dem oben beschriebenen Umfang.
Auf eine Abgabe der Erklärung noch im Jahr 2007 kommt es nicht an. Dies ist bei Vorliegen der genannten Voraussetzungen (Alter und Anspruchsentstehung) auch nach 2007 möglich.
Mach den mal richtig Feuer untern Kittel
die können Dir mal zum Geburstag höflichst eine Karte schicken aber mehr auch nicht.
Gruß ROUTE99
27.10.2010, 05:39 #7
Kalkulator->Emailproblem
§ 428 SGB III trifft auf Felix nicht zu, weil:
.........und war bisher nie arbeitslos. Jetzt hat es auch mich erwischt und ich bin seit 01.07.2010 ohne Job, weil die Firma den Standort aufgegeben hat....
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27.10.2010, 07:03 #8
Zitat von Kalkulator
Genau so ist es, leider.
@ felix49
Falls du ein dickes Fell besitzt, versuche es dauerhaft mit dem gelben Schein vom Doc. Man hat ja in dem Alter schon so seine
kleine "Gebrechlichkeiten"
Ansonsten wird es wohl keine Möglichkeiten geben, die AfA mit ihren Massnahmen abzuwehren.
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27.10.2010, 07:22 #9
Also das mit den gelben Schein ist doch Quatsch.
Wie schon geschrieben, nix unterschreiben und die Maßnahme nicht antreten.
abwarten. w/ Sanktion dann klagen
Und es ist leicht gegen solche Drecks Maßnahmen anzugehen.
Dieses Thema wurde doch schon oft durchgekaut.
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27.10.2010, 08:40 #10
Ort: B. bei Bonn
Müssen Personen, die noch unter die Regelung des § 65 Abs. 4 SGB II fallen (ALG II unter erleichterten Bedingungen), auch die Erklärung zur Inanspruchnahme in 2007 abgeben, damit der Bestandschutz gilt?
Bei Rechtsfragen stutze ich immer.
Was ist denn nun richtig?
Gruß left
Machen...... oder lassen.
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27.10.2010, 09:28 #11
Das er keine Leistungen nach SGB II bezieht, ist richtig !!!
Deswegen ist hier eine Regelung nach SGB II kein Thema !
Und er hätte arbeitslos sein müssen, zum 58. und es auch bleiben müssen bis heute !
27.10.2010, 12:17 #12
Zitat von Wossi
er hätte arbeitslos sein müssen, zum 58. und es auch bleiben müssen bis heute !
Zitat: 58er Regelung
(1) Anspruch auf Arbeitslosengeld nach den Vorschriften des Zweiten Unterabschnitts des Achten Abschnitts des Vierten Kapitels haben auch Arbeitnehmer, die das 58. Lebensjahr vollendet haben und die Regelvoraussetzungen des Anspruchs auf Arbeitslosengeld allein deshalb nicht erfüllen, weil sie nicht arbeitsbereit sind und nicht alle Möglichkeiten nutzen und nutzen wollen, um ihre Beschäftigungslosigkeit zu beenden. Der Anspruch besteht auch während der Zeit eines Studiums an einer Hochschule oder einer der fachlichen Ausbildung dienenden Schule. Vom 1. Januar 2008 an gilt Satz 1 nur noch, wenn der Anspruch vor dem 1. Januar 2008 entstanden ist und der Arbeitslose vor diesem Tag das 58. Lebensjahr vollendet hat.
Denke, jetzt sind alle Unklarheiten beseitigt
27.10.2010, 12:32 #13
Mit 81 noch für 9 Monate in eine Maßnahme?
27.10.2010, 12:39 #14
Mich irritiert, wieso ALG II. Steht dir nicht ALGI zu? Und das bei dir länger als ein Jahr. Bei ALGI ist auch keine EGV angesagt.
L.G. Verona
Was die Menschen am besten können, ist, neue Informationen so zu filtern, dass bestehende Auffassungen intakt bleiben.
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27.10.2010, 13:19 #15
Also ich bin 62 und seit Dez.2008 Arbeitslos und habe auch die 58 Reglung erhalten, war also auch nicht vor den 01.01.2008 arbeitslos.
27.10.2010, 14:13 #16
Dann sei froh und gut gelaunt über den Fehler deines SB's
Endlich mal ein Fehler zu Gunsten eines HE
27.10.2010, 15:35 #17
mit soviel Resonaz habe ich nicht gerechnet.
Das muss ich erstmal alles in Ruhe lesen und verarbeiten.
Man ist schließlich nicht mehr der Jüngste, und am PC schon
Im Moment verlangt die Enkeltochter (2 J) nach Ihrem Opa.
Ich melde mich sobald ich kann.
27.10.2010, 16:09 #18
nur mal für alle, die hier von der 58er Regelung schreiben...
Die gibt es nicht mehr. Wurde abgeschafft. Kann man aber auch hier nachlesen.
27.10.2010, 17:37 #19
Lesezeichen->Emailproblem
AW: ALG II, Bezug unter erleichterten Bedingungen, Altfälle 58er RegelungHallo an all Die bis zum 31.12.2007 geltende 58er-Regelung sah vor, dass Arbeitslose, die das 58. Lebensjahr vollendet hatten, Arbeitslosengeld I und II unter erleichterten Bedingungen beziehen konnten.
Sie konnten nämlich der Arbeitsagentur bzw. dem Jobcenter gegenüber erklären, dem Arbeitsmarkt nicht mehr zur Verfügung zu stehen, was dem weiteren Bezug von Arbeitslosengeld I und II anders als bei jüngeren Arbeitslosen nicht im Wege stand - vorausgesetzt, der Betreffende war dazu bereit, zum frühestmöglichen Zeitpunkt eine abschlagsfreie Rente zu beantragen.
Ein Zwang zur vorzeitigen Inanspruchnahme einer Rente, d.h. zur Inkaufnahme von Rentenabschlägen in Höhe von 0,3 Prozentpunkten für jeden Monat des vorzeitigen Rentenbezugs, bestand bis zum 31.12.2007 nicht.
Aufgrund der von vornherein im Gesetz enthaltenen zeitlichen Befristung der 58er-Regelung - zunächst bis Ende 2005, sodann verlängert bis Ende 2007 - lief sie nunmehr zum Jahreswechsel 2007/2008 aus.
Die bisher geltende Regelung gilt weiterhin, allerdings nur noch für Altfälle, d.h. für Leistungsempfänger, deren Anspruch vor dem 01.01.2008 entstanden ist und die vor dem 01.01.2008 das 58. Lebensjahr vollendet haben. Das sind alle, die am 01.01.1950 oder früher geboren sind.
Arbeitsrecht aktuell: 08/021 Nach der 58er-Regelung:
Nochmals Danke an Spaghettirotweis
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27.10.2010, 18:17 #20
27.10.2010, 18:29 #21
Hi, für die zwei letzten Post's der Gesetzestexte braucht man wohl ein Studium...
Erstens sind Hilfebedürftige zwar grundsätzlich dazu verpflichtet, vorrangig vor dem Bezug von Arbeitslosengeld II Leistungen anderer Sozialleistungsträger in Anspruch zu nehmen
Was quasi einer Umverteilung von Bezügen gleichkommt
Mir ist doch sche**ißegal, woher im mein Geld bekomme. Hauptsache, ich bekomme es!!!
@ Route99,
warum hast Du denn Deinen Post bis auf Dein Smile so kastriert??? Mein Zitat stammt aus Deinem kastrierten Beitrag....Wenn ICH was schreibe, lasse ich das stehen und lösche es nicht im nachhinein...
27.10.2010, 18:38 #22
@lupe
War der gleiche Beitrag wie der von Lesezeichen :
(Arbeitsrecht aktuell )zu spät gesehen.
27.10.2010, 18:41 #23
Ach so...Oki!
27.10.2010, 19:30 #24
Die Enkeltochter ist im Bett, und der Opa kann wieder daddeln.
Zuerst möchte ich zwei Dinge noch mal deutlich machen:
Ich beziehe kein ALG II und werde es auch nie. Ich werde nach Ablauf der 2 Jahre ALG I die mir zustehen noch ein halbes Jahr arbeitslos ohne Bezüge sein und dann in Rente gehen. Das wissen auch die SB.
Unterschrieben habe ich nur das ich die Zuweisung erhalten habe.
Trotzdem werde ich aus dieser Nummer nicht so einfach rauskommen. Ich habe mir folgendes erlesen:
Die Maßnahme kann vom Arbeitslosen beantragt, sie kann aber von der AfA auch zugewiesen werden!
Man beachte die Formulierung "zugewiesen".
Eine Zuweisung ist gleichzusetzen mit einem Verwaltungsakt !
Und die Rechtsfolgenbelehrung ist ohne Hinweis auf eine Einspruchsfrist. Damit ist ein Einspruch auch nicht möglich.
So hat es jedenfalls ein Mitglied hier im Forum an anderer Stelle geschrieben und das scheint mir auch so zu sein.
Hier kann man einiges lesen:
http://www.arbeitsagentur.de/zentral...-Anlage-2a.pdf
Trotzdem werde ich nicht aufgeben und es weiter versuchen.
Ich bin auch schon am überlegen ob ich mir nicht bei einem Fachanwalt Rat hole. Diese ganzen Paragraphen verwirren mich nur.
Es kann doch nicht rechtens sein das die AfA eine Lizenz zum Geldverbrennen hat nur um ihre Statistiken zu polieren.
Die Zuweisung habe ich mal als Pdf angehängt.
Ich werde hier weiter berichten wie sich die Sache entwickelt.
Wenn gar nichts geht, hift nur Gang zum Onkel Doktor weil die
Zipperlein immer schlimmer werden.
27.10.2010, 20:09 #25
"Wenn gar nichts geht, hift nur Gang zum Onkel Doktor weil die
Zipperlein immer schlimmer werden."
und anwalt für sozialrecht aufsuchen
70 - 80 % ALLER Bescheide die von Sozialbehörden (ARGE, Hartz IV) bundesweit erstellt werden, sind RECHTSWIDRIG!!!
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gegen beides Klagen
NIE ! eine EGV Eingliederungsvereinbarung und sonstiges, SOFORT unterschreiben = erst HIER prüfen lassen!!! Egal, was sie androhen!!!
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