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Timestamp: 2016-10-21 18:28:52+00:00

Document:
Beschwerdef�hrerinnen, alle drei vertreten durch F�rsprecher Hanspeter Th�r, Igelweid 1, Postfach, 5001 Aarau,
Beschwerdegegner, vertreten durch F�rsprecher Dr. Andreas R�thlisberger, Jurastrasse 4, 5001 Aarau,
Art. 9 und Art. 29 al. 2 BV (Willk�rliche Beweisw�rdigung im Zivilprozess; rechtliches Geh�r),
E.________ (Rechtsvorg�nger der Beschwerdef�hrerinnen) verkaufte mit Vertrag vom 27. Februar 1995 seine Liegenschaft GB Oberentfelden Nr. 714, Parzelle 444 f�r insgesamt Fr. 2'378'340.-- bzw. Fr. 730.--/m2 an D.________ (Beklagter und Beschwerdegegner). Gem�ss Ziff. III/2 des Vertrages ist f�r eine Teilfl�che von 2'405 m2 der Teilbetrag von Fr. 1'755'650.-- im Zeitpunkt des Beginns der �berbauung dieser Fl�che f�llig. Der Kaufpreis f�r die restliche Fl�che von ca. 853 m2 in H�he von Fr. 622'690.-- ist f�llig bei Erl�schen des dem Verk�ufer und dessen Ehefrau vom K�ufer un�bertragbar und unvererblich einger�umten Wohnrechtes in dem auf dieser Teilfl�che gelegenen Wohnhaus mit Scheune, jedoch ebenfalls fr�hestens im Zeitpunkt des Beginns der Bauarbeiten; Abbruch- und Tiefbauarbeiten gelten nicht als Baubeginn. Die Parteien vereinbarten keine Verzinsung des Kaufpreises bis zur F�lligkeit. Sollte der Verk�ufer versterben, bevor eine erste Teilzahlung zur Zahlung f�llig geworden ist, verpflichtet sich der K�ufer, der �berlebenden Ehefrau F.________ (Kl�gerin 2 und Rechtsvorg�ngerin der Beschwerdef�hrerinnen 2 und 3), und der Tochter des Verk�ufers, A.________ (Kl�gerin 1 und Beschwerdef�hrerin 1), j�hrlich je Fr. 10'000.-- auf Anrechnung an die 1. Teilzahlung des Kaufpreises zu bezahlen. F�r den Fall des Todes der Ehefrau des Verk�ufers ist der gesamte Betrag von Fr. 20'000.-- j�hrlich an die Tochter zu bezahlen. Verzichten der Verk�ufer und seine Ehefrau auf das Wohnrecht, �bernimmt der K�ufer bis zu einem Betrag von maximal Fr. 2'000.-- pro Person und Monat die Kosten ihrer Unterbringung in einer Alterswohnung oder in einem Alters- und Pflegeheim, zeitlich unbegrenzt und auf Anrechnung an die 1. Teilzahlung des Kaufpreises.
Am 26. November 1997 erhob die Kl�gerin 1 beim Gerichtspr�sidium Aarau Klage auf R�ck�bertragung des von ihrem inzwischen verstorbenen Vater verkauften Grundst�cks wegen Ung�ltigkeit des Kaufvertrages. Mit der Replik vom 10. Februar 1999 beantragte die Kl�gerin 1 zusammen mit der Kl�gerin 2 (welche erst zu diesem Zeitpunkt in das Verfahren eingetreten ist), es sei festzustellen, dass die F�lligkeitsregelung des Grundst�ck-Kaufvertrags wegen Verletzung von Art. 27 ZGB nichtig sei. Ferner sei der Beklagte zu verpflichten, den Kl�gerinnen den Kaufpreis von Fr. 2'378'340.-- bis sp�testens 26. Februar 1998 zu bezahlen und ab 27. Februar 1999 einen Verzugszins von 5 % zu entrichten. Die vom Beklagten erhobene Widerklage wurde sp�ter zur�ckgezogen. Das Bezirksgericht Aarau wies die Klage am 23. August 2000 ab, soweit es darauf eintrat.
Gegen diesen Entscheid erhoben die Kl�gerinnen Appellation an das Obergericht des Kantons Aargau. Sie verlangten, es sei die Ung�ltigkeit von Ziff. 2 (recte: Ziff. III/2) des Kaufvertrags vom 27. Februar 1995 festzustellen, diese nach dem mutmasslichen Parteiwillen neu zu fassen und f�r die Bezahlung des Kaufpreises ein Endtermin zu setzen. Eventualiter sei festzustellen, dass der ganze Vertrag vom 27. Februar 1995 ung�ltig sei und das Grundbuchamt anzuweisen, das Grundst�ck auf die Kl�gerinnen zur�ckzu�bertragen. Im Laufe des Appellationsverfahrens verstarb die Kl�gerin 2; ihre Erbinnen B.________ (Beschwerdef�hrerin 2) und C.________ (Beschwerdef�hrerin 3) traten an ihrer Stelle in das Verfahren ein.
Mit Urteil vom 27. Februar 2002 wies das Obergericht die Appellation ab, soweit es darauf eintrat. Die von den Kl�gerinnen behauptete Urteilsunf�higkeit des Verk�ufers im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses ist nach Auffassung des Obergerichts nicht wahrscheinlich und durch nichts belegt. Auf die von den Kl�gerinnen angerufenen Ung�ltigkeitsgr�nde der �bervorteilung und des Grundlagenirrtums trat das Obergericht nicht ein, da die Kl�gerinnen den Vertrag nach der Anfechtung genehmigt h�tten.
Die Beschwerdef�hrerinnen haben das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau vom 27. Februar 2002 mit staatsrechtlicher Beschwerde und Berufung beim Bundesgericht angefochten. Mit der vorliegenden staatsrechtlichen Beschwerde verlangen sie die Aufhebung des angefochtenen Entscheides und die R�ckweisung der Sache zur Neubeurteilung an das Obergericht. Der Beklagte schliesst auf Abweisung der staatsrechtlichen Beschwerde, soweit darauf einzutreten ist. Das Obergericht hat auf Vernehmlassung verzichtet.
Wird ein Entscheid sowohl mit Berufung als auch mit staatsrechtlicher Beschwerde angefochten, ist in der Regel der Entscheid �ber die Berufung auszusetzen, bis �ber die staatsrechtliche Beschwerde entschieden worden ist (Art. 57 Abs. 5 OG; BGE 122 I 81 E. 1 mit Hinweis). Es besteht vorliegend kein Grund von dieser Regel abzuweichen.
Die Beschwerdef�hrerinnen machten in der Appellation geltend, der Verk�ufer sei bei Abschluss des Vertrages wegen der ihm unmittelbar zuvor gestellten Diagnose einer unheilbaren Krankheit urteilsunf�hig gewesen. Das Obergericht kam jedoch zum Schluss, die Urteilsunf�higkeit sei nicht wahrscheinlich und durch nichts belegt. Das Obergericht erwog, unbestritten sei zwar, dass die �rzte dem Verk�ufer unmittelbar vor Abschluss des Rechtsgesch�fts im Kantonsspital Aarau er�ffnet h�tten, er leide an einem beidseitigen b�sartigen Nebennieren-Tumor und habe nur noch etwa 6 Monate zu leben. Aufgrund des Arztzeugnisses des Kantonsspitals Aarau vom 4. April 1995 sei auch davon auszugehen, dass sich E.________ bei Er�ffnung der Diagnose psychisch in einem Tief befunden habe. Zweifelhaft sei jedoch, ob dieser Zustand auch noch im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses angedauert und zu einer Bewusstseinsst�rung gef�hrt habe, welche einer Geisteskrankheit gleichzusetzen w�re, wie sie f�r die Annahme der Urteilsunf�higkeit vorausgesetzt sei. Der ambulante psychiatrische Dienst K�nigsfelden, wo der Patient am 14. M�rz 1995 untersucht worden ist, habe dessen geistige F�higkeiten und die Urteilsf�higkeit als nicht eingeschr�nkt betrachtet. Entgegen der im Arztzeugnis vom 4. April 1995 vertretenen Auffassung gehe aus der Beurteilung des psychiatrischen Dienstes auch nicht hervor, dass sich der geistige Zustand nach Vertragsschluss im Hinblick auf die bevorstehende Operation verbessert h�tte. Selbst der abgeschlossene Vertrag verm�ge die Urteilsunf�higkeit von E.________ nicht zu belegen. Die Verschiebung des Zahlungstermins sei offensichtlich mit einem h�heren Kaufpreis entsch�digt worden (Fr. 730.--/m2 statt der vom Gutachter daf�r festgestellten Fr. 675.--/m2). Zwar sei die Differenz nicht erheblich, ergebe aber f�r die gesamte Grundst�cksfl�che doch einen betr�chtlichen Zusatzbetrag. Zudem h�tten sowohl die Tochter wie auch die Ehefrau des Verk�ufers nach dessen Tod j�hrliche Teilzahlungen beanspruchen k�nnen. Wenngleich der Vertrag nicht die wirtschaftlich g�nstigste L�sung f�r E.________ oder seine Rechtsnachfolger gewesen sei, k�nne er dennoch nicht als unvern�nftig bezeichnet werden. Gegen die Urteilsunf�higkeit spreche zudem, dass der beim Vertragsschluss anwesende Notar nach seiner Zeugenaussage E.________ seit 1993 gekannt habe, sich aber nicht erinnerte, dass dieser im Jahre 1995 anders als vorher gewesen sei. Ausserdem habe der Notar den Verk�ufer mehrmals auf das Problem der Nichtbefristung aufmerksam gemacht.
2.1 Die Beschwerdef�hrerinnen werfen dem Obergericht vor, es habe den Anspruch auf rechtliches Geh�r verletzt, weil es ihren Beweisantr�gen, welche f�r die Beantwortung der Frage der Urteilsunf�higkeit von E.________ im Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung entscheidenden Aufschluss h�tten geben k�nnen, ohne Begr�ndung keine Folge leistete. Darin liege eine formelle Rechtsverweigerung und eine willk�rliche antizipierte Beweisw�rdigung.
2.2 Der Anspruch auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV) verlangt insbesondere, dass die Gerichte die rechtserheblichen Vorbringen der Parteien anh�ren und bei der Entscheidfindung ber�cksichtigen (BGE 127 I 54 E. 2a; 124 I 241 E. 2, je mit Hinweisen). Damit sich die Parteien ein Bild �ber die Erw�gungen des Gerichts machen k�nnen, ist der Entscheid zu begr�nden. Die Begr�ndung muss kurz die �berlegungen nennen, von denen sich das Gericht hat leiten lassen und auf die sich sein Entscheid st�tzt. Nicht erforderlich ist hingegen, dass sich der Entscheid mit allen Parteistandpunkten einl�sslich auseinander setzt und jedes einzelne Vorbringen ausdr�cklich widerlegt. Es gen�gt, wenn der Entscheid gegebenenfalls sachgerecht angefochten werden kann (BGE 126 I 97 E. 2b; 112 Ia 107 E. 2b, je mit Hinweisen).
Der Anspruch auf rechtliches Geh�r dient einerseits der Sachaufkl�rung, andererseits stellt er ein pers�nlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheids dar, welcher in die Rechtsstellung des Einzelnen eingreift. Der Betroffene hat das Recht, sich vor Erlass eines in seine Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu �ussern. Dazu geh�rt insbesondere das Recht, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisantr�gen geh�rt zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu �ussern, wenn es geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 127 I 54 E. 2b; 124 I 241 E. 2, je mit Hinweisen). Beantragt eine Partei die Abnahme weiterer Beweise, wozu sie grunds�tzlich berechtigt ist, hat das Gericht dem Antrag nicht in jedem Fall Folge zu leisten. Es kann die Beweisbegehren insbesondere dann ablehnen, wenn der Sachverhalt, den eine Partei beweisen will, nicht rechtserheblich ist, wenn bereits Feststehendes bewiesen werden soll, oder wenn von vornherein anzunehmen ist, dass der angebotene Beweis keine Klarstellungen herbeizuf�hren vermag. Kommt der Richter bei pflichtgem�sser Beweisw�rdigung zur �berzeugung, der angebotene Beweis verm�ge keine Kl�rung herbeizuf�hren, kann auf ein beantragtes Beweismittel verzichtet werden. In der damit verbundenen antizipierten Beweisw�rdigung kann keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh�r liegen (BGE 124 I 241 E. 2, S. 242; 122 II 464 E. 4a, je mit Hinweisen). Ob die kantonalen Instanzen diese Grunds�tze verletzt haben, pr�ft das Bundesgericht nur unter dem Gesichtswinkel der Willk�r, da insoweit nicht der Umfang des bundesrechtlichen Anspruchs auf rechtliches Geh�r, sondern lediglich eine Frage der Beweisw�rdigung zu beurteilen ist (BGE 119 Ib 492 E. 5b/bb; 115 Ia 97 E. 5b, je mit Hinweisen).
2.3 Im Appellationsverfahren beantragten die Beschwerdef�hrerinnen, die behandelnden �rzte seien zum psychischen und geistigen Zustand von E.________ als Zeugen zu befragen, namentlich, ob er aufgrund seines Zustandes am 27. Februar 1995 in der Lage war, die Komplexit�t des abgeschlossenen Vertrages zu erkennen und im Sinne von Art. 16 ZGB vernunftgem�ss zu handeln. Ebenso verlangten sie den Beizug s�mtlicher Krankenakten des Hausarztes, des Kantonsspitals und der psychiatrischen Klinik K�nigsfelden, eventuell auch die Anordnung eines �rztlichen Gutachtens zur Frage der Urteils- und Steuerungsf�higkeit von E.________ zum Zeitpunkt der Vertragsschliessung in Bezug auf das streitige Rechtsgesch�ft. Zum Beweis f�r die von ihnen behaupteten Umst�nde des Vertragsschlusses, aus denen sich ergeben soll, wie sehr E.________ unter Druck gestanden habe, verlangten die Beschwerdef�hrerinnen, dass der Notar der den Kaufvertrag beurkundet hatte, das gesamte Dossier samt Klientenblatt und Stundenkontrolle dem Gericht einzureichen habe, und dass er auf der Grundlage dieses Dossiers erneut als Zeuge im Detail zur Vertragsabwicklung befragt werde. In der Appellationsbegr�ndung hatten die Beschwerdef�hrerinnen ausgef�hrt, E.________ sei zum Vertragsabschluss gedr�ngt worden. Ihm sei das zur Unterschrift vorgesehene Vertragsexemplar, das den im Entwurf vorgesehenen Endzeitpunkt f�r die Kaufpreiszahlung, zehn Jahre ab Vertragsschluss, nicht mehr enthalte, wahrscheinlich erst kurz vor der Unterzeichnung vorgelegt worden.
2.3.1 Weder im Beschluss vom 6. September 2001 noch im Urteil selbst legte das Obergericht dar, weshalb es die Beweisantr�ge abwies. Die Beschwerdef�hrerinnen konnten daher nicht ersehen, ob das Obergericht ihre Beweisofferten aus prozessualen Gr�nden ablehnte oder den Beweisen die Erheblichkeit und Tauglichkeit absprach. Indem das Obergericht mit keinem Wort erl�uterte, ob es die pr�zise Rekonstruktion der Vertragsabwicklung mit Blick auf die Urteilsf�higkeit f�r bedeutsam erachtete und die in diesem Zusammenhang gestellten Beweisantr�ge ohne ein Wort der Erkl�rung abwies, verunm�glichte es den Beschwerdef�hrerinnen, das Urteil in diesen Punkten sachgerecht anzufechten. Der Vorwurf fehlender Begr�ndung ist somit gerechtfertigt.
2.3.2 Die Beschwerdef�hrerinnen machen des Weiteren geltend, das Obergericht sei durch willk�rliche Beweisw�rdigung zum Ergebnis gelangt, der ihnen obliegende Beweis der Urteilsunf�higkeit des Verk�ufers sei misslungen. Wie sie zutreffend darlegen, hat das Obergericht lediglich die H�lfte der im Arztzeugnis des Kantonsspitals Aarau wiedergegebenen Beurteilung des psychiatrischen Dienstes ber�cksichtigt. Im Volltext lautet die einschl�gige Passage wie folgt:
"Die Urteilsf�higkeit und die geistigen F�higkeiten beurteilten sie als nicht eingeschr�nkt. Hingegen schreiben sie: "im �brigen scheint es einen Zusammenhang zu geben, zwischen dem depressiven Bild und dem Entschluss, das Land zu verkaufen. Es stellt sich die Frage, ob der Patient auch so handeln w�rde, wenn er nicht depressiv w�re !""
Die Beschwerdef�hrerinnen r�gen, das Obergericht habe dieser indirekt wiedergegebenen Einsch�tzung des psychiatrischen Dienstes beim Entscheid �ber die Frage der Urteilsf�higkeit zentralen Stellenwert beigemessen, obwohl es nicht �ber die entsprechenden authentischen Angaben verf�gt habe. Indes sei denkbar, dass die Aussagen des psychiatrischen Dienstes von den �rzten des Kantonsspitals nicht in ihrer Tragweite und Komplexit�t erfasst, vielleicht sogar missverstanden worden seien. Vor diesem Hintergrund sei die Abweisung ihrer diesbez�glich gestellten Beweisantr�ge, soweit darin eine vorweggenommene Beweisw�rdigung liege, willk�rlich. Der vom Obergericht gezogene Schluss w�re nach Auffassung der Beschwerdef�hrerinnen aber auch falsch, wenn die Auffassung des psychiatrischen Dienstes im Arztzeugnis richtig dargestellt worden w�re, seien doch in diesem Zusammenhang explizit die geistigen F�higkeiten erw�hnt worden. Die anschliessend im Arztbericht w�rtlich zitierte Passage des psychiatrischen Dienstes habe das Obergericht ausgeblendet und damit die �usserungen zur F�higkeit der Motivbildung und -abw�gung, und insbesondere auch zur F�higkeit, gem�ss dem eigenen Willen zu handeln, auf stossende Weise missachtet. Die Formulierung des Dienstes k�nnte rhetorisch als Infragestellung der Urteilsf�higkeit beim Vertragsschluss gemeint gewesen sein. In Frage gestellt worden sei die F�higkeit zur Willensbildung, welche Teil der Urteilsf�higkeit ist. Indem das Obergericht unter diesen Umst�nden die Anordnung eines Gutachtens verweigert habe, sei es in Willk�r verfallen. Ferner lasse sich den zitierten Angaben des psychiatrischen Dienstes nicht entnehmen, auf welchen Zeitpunkt Bezug genommen werde.
Diese R�gen sind begr�ndet. Das Obergericht hat grunds�tzlich auf den Arztbericht abgestellt, diesen aber nicht in seiner Gesamtheit gew�rdigt. Namentlich hat es �bergangen, dass die Spital�rzte die Beschwerdef�hrerin 1 auf die M�glichkeit der Erstellung eines forensischen Gutachtens hinwiesen. Gem�ss dem Arztbericht k�nnte im Falle einer gerichtlichen Auseinandersetzung, bei der die Urteilsf�higkeit ihres Vaters relevant w�re, auf die Untersuchung vom 14. M�rz 1995 gegriffen werden. Weshalb Fachleute nicht in der Lage sein sollten, aus den vorhandenen Grundlagen R�ckschl�sse auf die Urteilsf�higkeit des Verk�ufers zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses zu ziehen, ist nicht einzusehen. Insoweit konnte die Tauglichkeit der beantragten Beweismittel nicht willk�rfrei verneint werden. Daran �ndert sich auch nichts, wenn die psychiatrische Einsch�tzung vom 14. M�rz 1995, wonach die Urteilsf�higkeit gegeben sei, ber�cksichtigt wird. Wie das Obergericht zutreffend ausf�hrte, ist die Urteilsf�higkeit konkret, das heisst hinsichtlich eines bestimmten Gesch�fts, zu bestimmen. Dass den Fach�rzten die Tragweite des Vertrages und dessen Begleitumst�nde bekannt und sie entsprechend befragt worden w�ren, ist dem angefochtenen Urteil nicht zu entnehmen. Die im Arztbericht zitierte Aussage, dass E.________ urteilsf�hig gewesen sei, darf daher einer gerichtlich angeordneten Begutachtung nicht entgegenstehen. Schon gar nicht vermag die Einsch�tzung des Notars ein Gutachten zu ersetzen. Soweit die Verweigerung des beantragten Gutachtens auf vorweggenommener Beweisw�rdigung beruht, liegt darin eine verfassungswidrige Verweigerung des Rechts zum Beweis.
2.3.3 Die Beschwerdef�hrerinnen r�gen zudem zu Recht, die �berlegungen des Obergerichtes zur Wirtschaftlichkeit des streitigen Rechtsgesch�ftes seien nicht nachvollziehbar. Unstreitig ist, dass von den wirtschaftlichen Auswirkungen eines Gesch�ftes auf die Urteilsf�higkeit oder -unf�higkeit einer Vertragspartei geschlossen werden kann. Wenn jedoch das Obergericht seiner Argumentation den Gesamtbetrag des gegen�ber dem Marktwert erzielten Mehrpreises zugrunde legt, l�sst es willk�rlich ausser Acht, dass sich der Verk�ufer f�r den errechneten Mehrbetrag, der insgesamt als betr�chtlich eingestuft wurde, einer ebenfalls betr�chtlichen Gesamtfl�che ent�ussert hat, und dass ihm auch der Nutzen aus dem Mehrpreis zufolge der F�lligkeitsklausel auf unbestimmte Zeit entzogen bleibt. Ein korrektes Bild kann sich diesbez�glich nur ergeben, wenn der Mehrpreis prozentual bestimmt wird. Indem das Obergericht dies nicht ber�cksichtigt hat, verletzte es das Willk�rverbot.
2.3.4 Des Weiteren l�sst sich nicht ausschliessen, dass die Urteilsf�higkeit im Zeitpunkt des Vertragsschlusses davon abh�ngen k�nnte, ob der Verk�ufer vor Vertragsunterzeichnung und somit auch in Unkenntnis der Schwere seiner Krankheit davon erfuhr, dass der K�ufer im Vertrag keine F�lligkeitsregelung festsetzen wollte, und wie der Verk�ufer gegebenenfalls damals darauf reagierte. Diesbez�glich kann der beantragten Edition des Dossiers �ber das betreffende Gesch�ft samt Klientenblatt und Stundenkontrolle von Notar G.________ und dessen Einvernahme als Zeuge zur Vertragsabwicklung nicht von vornherein die Beweistauglichkeit abgesprochen werden. Die unbegr�ndete Abweisung der entsprechenden Antr�ge erweist sich somit als nicht nachvollziehbar und der vorweggenommene Schluss auf das Scheitern des Beweises der Beschwerdef�hrerinnen als willk�rlich.
2.4 Aus den dargelegten Gr�nden wird die staatsrechtliche Beschwerde gutgeheissen und der angefochtene Entscheid aufgehoben.
Der Vollst�ndigkeit halber ist anzuf�gen, dass die Beschwerdef�hrerinnen mit den weiteren R�gen keine Verletzungen des Willk�rverbotes aufzuzeigen verm�gen.
3.1 Dem angefochtenen Urteil ist insbesondere nicht zu entnehmen, der Beschwerdegegner habe bestritten, dass der Vertrag in Oberentfelden unterzeichnet worden sei und nicht in Aarau, wie auf dem Vertrag vermerkt. Hier ist keine Willk�r bei der Beweisw�rdigung auszumachen.
3.2 Unbegr�ndet ist ferner die R�ge, das Obergericht habe willk�rlich angenommen, dass die Ehefrau dem Vertrag ohne Vorbehalt zugestimmt habe. Die Beschwerdef�hrerinnen r�umen selbst ein, dass diese den Vertrag mitunterzeichnet hat. Ob dies eine vorbehaltlose Zustimmung zum Vertrag bedeutet, beurteilt sich nach materiellem Bundesrecht und kann somit im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde nicht gepr�ft werden (Art. 84 Abs. 2 OG).
3.3 Soweit die Beschwerdef�hrerinnen vorbringen, weshalb sie den Vertrag f�r unvern�nftig erachten, wird die R�ge gegenstandslos, da sich eine Grundlage der Beurteilung der Wirtschaftlichkeit des Gesch�ftes bereits als willk�rlich erwiesen hat (siehe Erw�gung 2.3.3 hiervor).
3.4 Schliesslich r�gen die Beschwerdef�hrerinnen, das Obergericht habe den entscheidenden Vertragsinhalt willk�rlich verkannt, da es zum Ergebnis gelangt sei, die Parteien h�tten die Kaufpreisforderung vom Beginn der Bauarbeiten abh�ngig machen wollen. Die diesbez�glichen Ausf�hrungen der Beschwerdef�hrerinnen ersch�pfen sich in der eigenen Darlegung des Sachverhaltes aus ihrer Sicht. Inwiefern durch die obergerichtliche Beweisw�rdigung das Willk�rverbot verletzt sein soll, zeigen sie nicht auf (zum Willk�rbegriff: BGE 128 II 259 E. 5 S. 280 f. mit Hinweis).
Die Beschwerdef�hrerinnen dringen mit ihren R�gen im Wesentlichen durch. Entsprechend dem Verfahrensausgang wird die Gerichtsgeb�hr dem Beschwerdegegner auferlegt (Art. 156 Abs. 1 OG); er hat den Beschwerdef�hrerinnen zudem eine Parteientsch�digung zu bezahlen (Art. 159 Abs. 1 OG).
Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 15'000.-- wird dem Beschwerdegegner auferlegt.
Der Beschwerdegegner hat die Beschwerdef�hrerinnen f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 17'000.-- zu entsch�digen.

References: Art. 9
 Art. 29
 Art. 27
 BGE 
 Art. 16
 BGE