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Timestamp: 2017-09-24 12:17:24+00:00

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AC Einigkeit - Das Liga-Statut
Der Boxsport - Regeln
Liga-Statut
Hier finden Sie das Liga-Statut in der aktuellen Fassung (14. Auflage).
Inhaltsverzeichnis des Liga-Statuts
§ 1 Beschlußorgan für die Einführung
Zuständigkeit der DBV-Organe § 2 Rechte und Pflichten der Teilnehmer
§ 3 Wettkampfordnung § 4 Startberechtigte Kämpfer
§ 5 Bestimmungen über den Betreuungs- und Ausbildungsausgleich § 6 Durchführung von Veranstaltungen
§ 7 Finanzielle Verpflichtungen § 8 Kampfgerichte
§ 9 Verfahrensordnung § 10 Sportliche Verpflichtungen des DBV und LV
§ 11 Aufgaben § 12 Fernsehübertragungen
L I G A - S T A T U T
für Mannschafts-Wettbewerbe des DBV
14. Auflage 2003
Statut der Bundesliga und der Oberliga/Regionalliga (Ligastatut)
Aufgabe des DBV, der Landesverbände und der Vereine bleibt die Ausübung des Boxsports auf der Grundlage des Amateursports. Die Bundesligen und die Oberliga/Regionalliga - kurz Bliga, Oliga/Rliga genannt - sind Wettbewerbe des DBV im Sinne von § 2 Abs. 1 Buchst. f der Satzung, für die er das nachstehende Statut als Anhang zu seiner Satzung erläßt (§ 31 der Satzung).
Beschlußorgan für die Einführung - Zuständigkeit der DBV-Organe
1. Für die Einführung, Auflösung und Änderung der Bundesliga, Oberliga/Regionalliga sowie für die Bestimmungen dieses Statuts ist der Kongreß des DBV zuständig. Wenn erforderlich, können die 1. und 2. Bundesliga zusammengelegt werden.
2. Für die Verwaltung und Rechtsprechung gelten die Ordnungen und sonstigen Bestimmungen des DBV, soweit dieses Statut keine andere Regelung enthält.
3. Die Ligakommission hat die Aufgaben zu erledigen, die im Ligastatut festgelegt sind. Die Ligakommission setzt sich zusammen aus dem Ligaobmann, dem Vizepräsidenten Leistungssport, dem Sportwart, dem Kampfrichterobmann, dem Beisitzer, der im DBV-VV für das Ligawesen zuständig ist, und je einem gewählten Sprecher der Ligaleistungsklassen 1. Bundesliga, 2. Bundesliga und Oberliga/Regionalliga; stellvertretende Mitglieder werden von der Ligakommission aus dem Vorstand des DBV bestellt.
1. Teilnahmeberechtigt an der Bliga und Oliga/ Rliga ist jeder Verein in jedem Landesverband, wenn er die erforderliche Qualifikation erbracht hat und die übrigen Voraussetzungen gegeben sind (vgl. Ziff. 4). Teilnahmeberechtigt sind auch Kampfgemeinschaften aus zwei benachbarten Landesverbänden. Über die Zulassung entscheidet die Ligakommission.
2. Die Zahl der Teilnehmer der 1. oder 2. Bliga oder der Oliga/Rliga bestimmt die Ligakommission nach Eingang der Meldungen durch die Vereine oder Verbände. Sie entscheidet darüber, ob die Ligawettbewerbe mit Hin- und Rückrunde oder einfacher Runde oder in mehreren Gruppen durchgeführt und welcher Gruppe die Teilnehmer zugeordnet werden.
3. Die Gruppenzugehörigkeit wird nach geographischen Gesichtspunkten bestimmt, wobei auch die sportliche Bilanz des Vorjahres zu berücksichtigen ist.
4. Meldungen für die Ligawettbewerbe sind von den Vereinen oder Auswahlmannschaften bis zum 1. August eines jeden Jahres über die zuständigen Landesverbände an die DBV-Geschäftsstelle (Kopie an den Ligaobmann) zu richten. Dabei sind folgende Voraussetzungen vom Landesverband durch schriftliche Bestätigung zu untermauern:
a) Der Verein muß ehrenamtlich geleitet sein.
b) Der Verein (bei Auswahlmannschaften der federführende Verein oder Verband) muss in das Vereinsregister des für ihn zuständigen Amtsgerichts eingetragen sein.
c) Dem Verein muss eine Veranstaltungsstätte zur Verfügung stehen, die ausreichenden sportlichen und sanitären Ansprüchen genügt.
d) Die wirtschaftliche Grundlage des Vereins muss gesund sein. Sie wird u. a. nachgewiesen durch die fristgerechte Einzahlung der Kaution. Die Kaution beträgt für
aa) die 1. Bundesliga 2.000,00 €
bb) die 2. Bundesliga 1.250,00 €
cc) die Oberliga/Regionalliga 750,00 €
Bei Änderungen der Ligaleistungsklassen kann die Ligakommission bezüglich der Kautionshöhe eine andere Regelung beschließen.
e) Die Aktiven müssen von einem Übungsleiter betreut werden, der mindestens die B-Lizenz besitzt. Es dürfen ausländische Sekundanten eingesetzt werden, sofern sie über eine gleichwertige Qualifikation wie die bei den deutschen Sekundanten geforderte verfügen.
f) Der Verein (Auswahlmannschaft) muß über eine komplette Mannschaft im Sinne dieses Statuts verfügen. Außerdem hat er den Nachweis über fünf Ersatzkämpfer zu erbringen, die in fünf verschiedenen Gewichtsklassen starten können. Darüber hinaus muss eine Jugendabteilung bestehen, die bei den letzten Jugend- oder Juniorenmeisterschaften ihres LV insgesamt mindestens fünf Kämpfer zum Einsatz gebracht hat.
g) Ein Verein, der sich für die 1. bzw. 2. Liga bewirbt und in der Saison vor dem neuen Zulassungszeitraum nicht Inhaber einer Ligazulassung gewesen ist, kann keine Startberechtigung als Bundesligamannschaft für die bevorstehende Saison erhalten. Über Ausnahmen entscheidet die Ligakommission.
h) Mit der Bewerbung hat der Verein (Auswahlmannschaft) den Nachweis zu führen, daß die Bedingungen zu a) bis f) dieser Vorschriften erfüllt sind. Falsche Angaben können bestraft werden. Aus dem Antrag muß sich ergeben, an welchem Wettbewerb der Verein teilnehmen will und wer hierfür der verantwortliche Leiter ist. Mit dem Antrag ist ein Startgeld von 50,00 € auf das Konto des DBV zu überweisen. Meldungen der Vereine bzw. Kampfgemeinschaften, die nicht fristgerecht (1. BL, 2. BL bis zum 1. Juli, OL/RL bis zum 1. August) eingegangen sind, können innerhalb der folgenden vier Wochen als Nachmeldungen nur dann noch Berücksichtigung finden, wenn die vorgesehene Gruppenstärke der einzelnen Klassen bis dahin nicht erreicht war und wenn der Nachmelder eine erhöhte Meldegebühr von 125,00 € statt 50,00 € entrichtet.
i) Teilnehmer der 1. und 2. Bundesliga haben einen geeigneten und funktionsfähigen Boxpointer einzusetzen.
5. Mit dem Antrag auf Zulassung erkennt der sich bewerbende Verein (Auswahlmannschaft) die Bestimmungen dieses Statuts uneingeschränkt an. Über den Antrag entscheidet die Ligakommission des DBV.
6. Einem Verein (Auswahlmannschaft) kann die Zulassung durch die Ligakommission entzogen werden, wenn
a) die für die Zulassung erforderlichen Voraussetzungen nicht mehr gegeben sind,
b) gegen die Satzung und Ordnungen des DBV schuldhaft in grober Weise verstoßen worden ist.
7. Von jedem Verein oder jeder Kampfgemeinschaft darf die Zulassung nicht vor Ende des Wettbewerbs zurückgegeben werden. Wird sie vorher zurückgenommen, verfällt die Kaution. Darüber hinaus kann vom VV des DBV eine Geldstrafe verhängt werden. Den geschädigten Vereinen ist auf Antrag Schadenersatz zu leisten.
8. Wird die Zulassung versagt oder entzogen, können der Verein oder die Kampfgemeinschaft innerhalb einer Woche nach Zugang des Bescheides Beschwerde beim VV des DBV einlegen. Gegen dessen Entscheidung ist innerhalb von sieben Tagen nach Zugang die Berufung beim Verbandsgericht des DBV zulässig. Die Instanzen können im schriftlichen Verfahren entscheiden.
9. Die Zugehörigkeit der Vereine und Kampfgemeinschaften zu dem Kreis der Ligavereine endet jeweils mit dem Meldetermin der anschließenden neuen Ligarunde; die noch nicht erledigten Verpflichtungen aus der bisherigen Teilnahme an den Ligawettbewerben bleiben bestehen. Mit den schriftlichen Meldungen zum nächsten Wettbewerb und der Anerkennung dieser Meldungen durch den DBV (nach vorheriger Erledigung der vorgeschriebenen Formalitäten) beginnen für die Ligavereine und deren Kämpfer die Rechte und Pflichten der neuen Saison.
10. Ein vorzeitiges Aussteigen aus dem Wettbewerb hat bei späterer Neumeldung zur Folge, dass ein Wiederbeginn im Regelfalle nur in der untersten Klasse erfolgen kann und evtl. verhängte Ordnungsstrafen beglichen worden sind.
Die 1. Bundesliga ermittelt den "Deutschen Mannschaftsmeister". Dieser erhält für ein Jahr den "Eugen-Böhm-Wanderpokal", der Eigentum des DBV bleibt und vom siegenden Verein vor Beendigung der nächsten Saison, spätestens jedoch vier Wochen vor Saisonende, dem DBV wieder zur Verfügung zu stellen ist.
Die Kampfzeit der Wettkämpfe wird über 4 Runden à 2 Minuten angesetzt.
Über den Auf- und Abstiegsmodus entscheidet die Ligakommission vor Beginn der Ligawettbewerbe.
2. 2. Bundesliga und Oberliga/Regionalliga
Bei den Wettbewerben der 2. Bundesliga und der Oberliga/Regionalliga wird der Meister ermittelt.
3. Bei allen Wettbewerben besteht die Mannschaft aus den Kämpfern vom Bantam- bis Schwergewicht (über 81 kg). Abweichungen von dieser Regelung können nur vom TA auf Antrag des Ligaobmanns beschlossen werden. Sie sind mindestens drei Monate vor der Ausschreibung der nächsten Saison in geeigneter Form bekanntzugeben.
4. Die neue Ligasaison wird vom DBV unter Einräumung einer angemessenen Meldefrist ausgeschrieben. Der Terminplan der Wettbewerbe ist unmittelbar nach Festsetzung der einzelnen Gruppen zu erstellen und herauszugeben. Außerdem ist der Rahmenterminplan des DBV jenen Vereinen zuzuleiten, die zum Zeitpunkt seiner Erstellung am Ligawettbewerb teilnehmen oder deren Ligameldung dem DBV vorliegt.
5. Die Ansetzung der einzelnen Runden erfolgt durch den DBV-Sportplaner (Vizepräsident Leistungssport) im Einvernehmen mit dem Ligaobmann. Ein Verzicht auf das Heimrecht ist nicht möglich.
Bei den Kämpfen im Rahmen der Ligawettbewerbe werden für jeden Start dem Sieger zwei Mannschaftspunkte und dem Verlierer ein Mannschaftspunkt zugesprochen. Bei Fehlbesetzung einer Klasse erhält die Mannschaft ohne Kämpfer keinen Punkt. Der unentschiedene Ausgang eines Kampfes wird mit einem Punkt pro Mannschaft bewertet. Gibt ein Kämpfer oder dessen Sekundant ohne ersichtlichen Grund nach dem Gong zur ersten Runde ohne jegliche Kampfhandlung den Kampf auf, wird dem Verlierer kein Mannschaftspunkt zugesprochen.
Wenn der Einsatz eines Athleten in der DBV-Nationalmannschaft den Start desselben bei einem terminlich zur gleichen Zeit angesetzten Ligakampf verhindert, wird dieser Kampf vorerst mit 1:1 gewertet, sofern der Athlet aus der gegnerischen Mannschaft ordnungsgemäß am Ligatag über die Waage geht und auch ärztlicherseits seine Einsatzfähigkeit bestätigt wird. Die 1:1-Wertung darf jedoch nur in der Gewichtsklasse Berücksichtigung finden, in der der Kämpfer in der Nationalmannschaft zu diesem Wettbewerbstermin startet. Der Sieger des Nachholkampfes erhält den zweiten Punkt, während es beim Verlierer bei einem Punkt bleibt. Kämpfer, die in der Nationalmannschaft im Halbfliegen- oder Fliegengewicht boxen, können beim Ligakampf auch im genannten Rahmen für die Wertbemessung des Bantamgewichts herangezogen werden. Diese Regelung findet analog Anwendung im Superschwergewicht Anwendung.
7. Für den Tabellenstand und die Entscheidung der Meisterschaft gelten die Punkte der Mannschaftswertung.
Bei Punktgleichheit sind die Einzelpunkte entscheidend, wobei bei gleicher Differenz die Mannschaft mit ihrer Leistung höher zu bewerten ist, der es gelang, mehr Pluspunkte zu erkämpfen. Ist die Regelung der Einzelwertung ebenfalls ausgeglichen, entscheidet das Ergebnis des Kampfes (bzw. der Kämpfe) gegeneinander. Ist dieses Ergebnis ebenfalls gleich, dann erhält der Verein die höhere Plazierung, der beim Auswärtskampf die höhere Punktzahl erzielt hat. Gibt es auch hier einen Gleichstand, dann wird der Sieger durch eine einfache Auslosung festgestellt (Sieger/ Verlierer). Die Auslosung erfolgt durch den Ligaobmann des DBV oder den mit der Veranstaltungsaufsicht beauftragten Delegierten. Die beteiligten Vereine können hieran teilnehmen. Dieser Ausscheidungsmodus gilt auch für die Entscheidungskämpfe um Meisterschaft, Auf- und Abstieg.
8. Geht eine Mannschaft mit weniger als sieben Kämpfern an den Start, dann hat diese Mannschaft im Gesamtergebnis den Wettkampf mit 0:2 Mannschaftspunkten verloren. Die Einzelpunktergebnisse sind nach § 3.6 des Ligastatuts dennoch zu ermitteln. Das gilt auch bei der Nichtbesetzung einzelner Gewichtsklassen durch eine Mannschaft. Die anwesenden startfähigen Kämpfer müssen unbedingt zu Einlagekämpfen antreten, sofern die Bestimmungen des § 24.2 WB eingehalten werden. Bei Nichtantreten erfolgt Bestrafung des Kämpfers und des Vereins.
9. Werden Mannschaftskämpfe kampflos gewonnen, da der Gegner nicht oder zu spät an den Start geht oder vor dem Wettkampf das Antreten verweigert, können die so gewonnenen Einzelpunkte bei entscheidenden Platzierungen, wie beispielsweise Meisterschaftsgewinn, Abstieg, Teilnahme an einer Aufstiegs- oder Abstiegsrunde nicht berücksichtigt werden.
Startberechtigte Kämpfer
1. Alle bei den Ligawettbewerben zum Einsatz kommenden Kämpfer müssen startberechtigte Mitglieder des Vereins sein, für den sie starten, oder die vom DBV anerkannte Startberechtigung (s. WB § 13.11) für diesen Verein für die laufenden Wettbewerb erhalten haben.
Die am Ligawettbewerb teilnehmenden Athleten müssen über folgende Kämpfereigenschaften verfügen:
a) Bei einem Einsatz für einen Verein der Oliga/Rliga: Der Kämpfer muss die Voraussetzungen des § 16.2 bzw. 16.3 der WB erfüllen. Es dürfen nur aktuelle DBV-A/B/C-Kaderboxer eingesetzt werden, wenn sie seit fünf Jahren dem Ligaverein angehören oder vorher kein Mitglied eines anderen Vereins waren. Dies gilt nicht für Junioren, die dem C-Kader angehören. Aktuelle DBV-A/B/C-Kaderboxer über 18 Jahre (Stichtag gemäß § 15, Ziffer 2 der WB), die nicht dem Oliga/Rligaverein angehören, bedürfen der Genehmigung des Sportausschusses des DBV, um in der Oliga/Rligaverein starten zu dürfen.
b) Beim Einsatz für einen Verein der 2. Bundesliga: Der Kämpfer muß mindestens 14 Siege errungen haben, an deren Stelle auch ein Finalplatz einer Regional-(Gruppen-) Meisterschaft der Junioren als Zulassungskriterium anerkannt werden kann. Der § 16.2 bzw. 16.3. der WB muß in diesen Fällen ebenso erfüllt sein.
c) Beim Einsatz für einen Verein der 1. Bundesliga: Der Kämpfer muß mindestens 21 Siege errungen oder im letzten bzw. laufenden Wettkampfjahr eine Landesmeisterschaft in der Seniorenklasse errungen haben. Als Grundlage für die Startberechtigung wird auch der Titel eines Deutschen Junioren- oder Deutschen Juniorenvizemeisters anerkannt. In gleicher Weise wird der Gewinn einer Medaille bei einem internationalen Juniorenturnier bewertet. Neben dem Gewinn eines der genannten Titel (bzw. einer Medaille) muß jedoch auch der §16.2 bzw. 16.3. der WB erfüllt sein.
d) Der DBV-Sportausschuss kann über Sondergenehmigungen im Rahmen dieser Leistungsbegrenzungen entscheiden.
e) In der OL/RL und 2. Bundesliga dürfen Junioren des zweiten Jahrgangs an den Start gehen, ohne hierdurch ihre Junioreneigenschaft zu verlieren. Für die OL/RL sind außerdem Junioren des 1. Jahrgangs startberechtigt, die während der laufenden Ligasaison in den zweiten Juniorenjahrgang aufrücken. Wenn die Oberliga in die Leistungsklassen A und B unterteilt wird, gelten für die Oberliga A die Kriterien der 2. Bundesliga.
2. Ein Vereinswechsel ist nur im Rahmen des § 13 der WB zulässig. Darüber hinaus richtet sich die Startberechtigung für die Ligawettbewerbe nach den Bestimmungen des Ligastatuts.
a) Wechselt ein Kämpfer seinen Verein und zugleich den Landesverband, so ist er vom Tage des Wechsels an für zwölf Monate für keinen neuen Ligaverein startberechtigt, es sei denn, im Bereich des abgebenden Landesverbandes nimmt zum Zeitpunkt des vollzogenen Vereinswechsels kein Verein (oder sonstige Mannschaft) an einem Ligawettbewerb teil.
b) Ein Kämpfer, der den Kadern A, B, oder C angehört, kann auch dann die Startberechtigung für einen Ligaverein eines anderen Landesverbandes erhalten, wenn der letzte Ligaverein oder sonstige Verein und der abgebende Landesverband sich über die Startberechtigung schriftlich einigen. Entsprechendes gilt auch für ausländische Athleten, deren Kampfstärke den Kaderklassen A und B entspricht. In Streitfällen hat der Sportausschuß des DBV die letzte Entscheidung. Der Wechsel von D-Kader-Athleten, die das 23. Lebensjahr vollendet haben, sowie aller anderen Athleten, die keinem Kader angehören oder keine Kaderstärke besitzen (das gilt für ausländische Athleten), regelt sich nach § 13 der WB.
c) Ein Kämpfer kann prinzipiell in einer Ligasaison nur einmal eine Startberechtigung für einen am Ligawettbewerb beteiligten Verein erhalten. Einem Athleten kann allerdings während eines laufenden Ligawettbewerbs dann ein Wechsel gestattet werden, wenn er für seinen bisherigen Ligaverein in der laufenden Saison noch nicht zum Einsatz gekommen ist und für den beabsichtigten Wechsel das Einverständnis vom ihm selbst, seines abgebenden (evtl. auch des ausleihenden) Vereins und Landesverbandes vorliegt. Darüber hinaus darf durch den Abgang des Kämpfers die Mindestzahl der laut Ligastatut von dem abgebenden Verein zu stellenden Athleten nicht unterschritten werden.
d) Vor Saisonbeginn kann zwischen zwei Ligavereinen des selben Landesverbandes, aber unterschiedlicher Leistungsklassen, eine schriftliche Vereinbarung beim Ligaobmann vorgelegt werden, nach der bis zu vier Sportler (keine A-B-C-Kaderangehörige des DBV) der unterklassigen Mannschaft im Bedarfsfall für höchstens einen Kampf in der oberklassigen Mannschaft eingesetzt werden können, ohne ihr Startrecht in der unterklassigen Mannschaft zu verlieren. Diese Kämpfer sind namentlich schriftlich dem Ligaobmann zu benennen.
e) Kämpfer, die in der laufenden Saison bereits in der 2. Mannschaft eines teilnehmenden höherklassigen Ligavereins zum Einsatz kamen, dürfen nur dann noch in die erste Mannschaft aufrücken, wenn sie startberechtigte Mitglieder dieses Vereins sind.
3. Spätestens vier Wochen vor Beginn des Wettbewerbs (bei zuvor laufenden Einzelmeisterschaftswettbewerben des DBV kann sich die Frist auf eine Woche verkürzen) ist die vorgesehene Ligamannschaft mit den Ersatzkämpfern dem Ligaobmann des DBV unter Vorlage der Startausweise zu melden. Die Startberechtigung des Kämpfers für den betreffenden Verein ist vom DBV für jedes Wettkampfjahr im Startausweis besonders zu vermerken.
Für jede Startgenehmigung, die vom Ligaobmann erteilt wird, ist eine Gebühr zu entrichten. Diese beträgt 10,00 € pro Genehmigung für einen Boxer mit DBV-Startausweis, 250,00 € pro Genehmigung für einen Boxer, der gemäß Ligastatut als "Einflieger" gilt.
Für die Bearbeitung von Startausweisen, die nicht fristgerecht eingereicht oder während der Saison nachgereicht werden, erhebt der DBV eine Zusatzgebühr, die vom VV festgelegt wird.
Für den Wettbewerb der Bundesliga dürfen nur solche Kämpfer gemeldet werden, die an den vorausgegangenen Einzelmeisterschaften teilgenommen haben. Über Ausnahmegenehmigungen entscheiden die Sportausschüsse der Landesverbände.
4. a) Pro Kampftag dürfen in einer Ligastaffel maximal drei Boxer zum Einsatz gebracht werden, die nicht die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen (Ausländer).
b) Voraussetzung ist der rechtmäßige Aufenthalt des Ausländers in Deutschland, der bei der Meldung an den Ligaobmann durch Vorlage eines gültigen Aufenthaltstitels belegt werden muss. Nach derzeit geltendem Ausländerrecht sind dies eine Aufenthaltsgenehmigung nach AuslG (Aufenthaltserlaubnis, Aufenthaltsberechtigung, Aufenthaltsbewilligung oder Aufenthaltsbefugnis), eine Aufenthaltserlaubnis EG oder eine Aufenthaltsgestattung nach AsylVfG.
c) Weitere Voraussetzung ist, dass der Ausländer in den letzten 24 Monaten vor dem 1. November des Jahres, in dem die jeweilige Ligasaison beginnt, seinen Wohnsitz und Lebensmittelpunkt ununterbrochen in Deutschland hatte. Dies muss bei der Meldung an den Ligaobmann durch Vorlage einer Meldebestätigung der Gemeinde belegt werden. In Zweifelsfällen ist der Ligaobmann berechtigt, weitere geeignete Nachweise anzufordern.
d) In der Bundesliga darf pro Kampftag in einer Ligastaffel ein Ausländer gemäß Unterabsatz a). zum Einsatz gebracht werden, der die Voraussetzungen der Unterabsätze b). und/oder c). nicht erfüllt, aber die Staatsangehörigkeit eines der folgenden Staaten besitzt: Belgien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn und Zypern (Einflieger). Die Staatsangehörigkeit ist bei der Meldung an den Ligaobmann durch gültigen Reisepass oder Passersatz zu belegen. Der Einflieger benötigt keinen DBV-Startausweis, sondern kann auch mit einem AIBA-Startausweis eines anderen Nationalverbandes in der Liga zum Einsatz gebracht werden.
e) Die Zahl der Ausländer, die eine Startberechtigung durch den Ligaobmann erhalten dürfen, ist nicht beschränkt. Allerdings dürfen maximal zwei Einflieger pro Staffel und Saison eine Startberechtigung erhalten. Die Möglichkeit, einen vom Ligaobmann genehmigten Einflieger nachträglich zurückzuziehen und einen anderen dafür nachzumelden, besteht nicht.
Bei besonderen Gegebenheiten ist die Ligakommission berechtigt, die Zahl der startberechtigten Kämpfer, die diesem Status unterliegen, im Bereich des Bundesligawettbewerbes zu erhöhen.
Es zählen ebenso Athleten anderer Nationalmannschaften als "Einflieger", die in Deutschland wohnhaft werden und weiterhin für die Nationalmannschaft ihres Heimatlandes an den Start gehen. Verzichten diese auf Einsätze in ihrer Nationalmannschaft, entfällt für sie der Status "Einflieger" nach einem Ligawettbewerb, an dem sie als "Einflieger" teilgenommen haben.
Ebenso gilt der "Status Einflieger" nicht für ausländische Athleten, die in der Bundesrepublik das Boxen erlernt haben oder vor ihrer ersten Berufung in die Nationalmannschaft ihres Heimatlandes 5 Jahre in Deutschland wohnhaft sind und in dieser Zeit für einen Verein des DBV ununterbrochen startberechtigt waren.
f) Athleten anderer Nationalverbände, die in die Bundesrepublik übersiedeln und sich einem Verein des DBV anschließen, können eine Ligastarterlaubnis durch den vom DBV beauftragten Sachbearbeiter (Ligaobmann) erst dann erhalten, wenn das Startgenehmigungsverfahren nach Regel 22 des Europäischen Amateur-Box-Verbandes (EABA) abgeschlossen ist und sie damit über einen gültigen DBV-Startausweis verfügen. Die Bestimmungen des § 4 Ziffer 4 sind in jedem Fall einzuhalten.
5. Hat ein Ausländer die deutsche Staatsangehörigkeit erworben, so hat er dieses gegenüber dem Ligaobmann des DBV durch Vorlage der Einbürgerungsurkunde nachzuweisen. Er fällt erst nach Eingang dieses Nachweises und Änderung der bis dahin für ihn gültigen Eintragung in der Starterliste seines Vereins nicht mehr unter die Ausländerklausel.
6. Nimmt ein Kämpfer, der die in diesem Statut und der WB festgelegten Voraussetzungen nicht erfüllt, an einer Ligaveranstaltung teil, gilt sein Kampf - ungeachtet der weiteren Maßnahmen - in jedem Fall für seinen Verein als verloren, der gegnerischen Mannschaft werden die Punkte gutgeschrieben.
7. Ein Kämpfer mit Über- oder Untergewicht gilt als Verlierer. Er und sein Gegner sind zu einem Einlagekampf verpflichtet, wobei sich die erlaubte Gewichtsdifferenz nach den Vorschriften des § 24.2 der WB richtet. Ein Einlagekampf hat auch dann stattzufinden, wenn ein Kämpfer die angesetzte Wiegezeit überschreitet, die vorgeschriebene Gewichtsnormen jedoch einhält.
Bestimmungen über den Betreuungs- und Ausbildungsausgleich
1. Wechselt ein Kämpfer zu einem Ligaverein oder einem Verein einer Kampfgemeinschaft im Sinne dieses Statuts, dann ist an den abgebenden Verein - nicht an den Kämpfer - ein Ausgleich entsprechend der nachfolgenden Leistungsskala zu zahlen. Die Verpflichtung zur Zahlung der Ausgleichssumme wird auch dann fällig, wenn der wechselnde Kämpfer nicht sofort für die Ligamannschaft freigegeben wird.
Ausgleichszahlungen brauchen nur dann nicht geleistet zu werden, wenn der wechselnde Kämpfer zwar dem § 5 i (Zeile 1) zuzurechnen ist, aber von seinem Verein nicht für Ligawettbewerbe gemeldet wird. Eine Zahlung ist allerdings bei späterer Meldung dieses Kämpfers für einen Ligawettbewerb rückwirkend für den Zeitraum von zwei Jahren auch nachträglich noch fällig. Für die Festlegung der Ausgleichshöhe ist das Datum des Wechsels maßgeblich. Für einen Deutschen Jugendmeister ist auch noch drei Jahre nach dem Titelgewinn ein Ausgleichsbetrag von 500,00 € zu entrichten, sofern er nicht zwischenzeitlich in eine höhere Wertstufe aufgerückt ist.
a) Amtierender Olympiasieger (2 Jahre) oder Weltmeister (2 Jahre) 5.000,00 €
Zweiter Platz (2 Jahre) 4.500,00 €
Dritter Platz (2 Jahre) 3.500,00 €
b) Amt. Europameister und Weltcupsieger (je 2 Jahre) 3.500,00 €
Zweiter Platz (2 Jahre) 3.500,00 €
Dritter Platz (2 Jahre) 3.000,00 €
c) Amt. Deutscher Meister (1 Jahr) oder Jun. Europam. (2 Jahre) 2.500,00 €
Zweiter Platz (DM 1, JEM 2 J.) 1.500,00 €
d) Goldmedaillengewinner bei einem intern. Turnier der A-Klasse 2.500,00 €
für Silbermedaille 1.500,00 €
Goldmedaillengewinner bei einem intern. Turnier der B-Klasse 1.500,00 €
für Silbermedaille 1.000,00 €
(Laufzeit jeweils 1 Jahr)
e) Nationalstaffelboxer innerhalb der letzten zwölf Monate (Männer) 1.500,00 €
f) Regionalmeister der Männer oder Dritter der DM d. Männer (1 Jahr) 1.300,00 €
g) Amtierender Landesverbandsmeister der Männer (1 Jahr) 1.000,00 €
h) Deutscher Jun.-Meister (1 Jahr) 800,00 €
i) Alle andere Kämpfer im Sinne von § 16.3 WB und Deutscher Jun.-Vizemeister (1 Jahr) 500,00 €
Nehmen Auswahlmannschaften der Landesverbände an den Ligawettbewerben teil, so ist von ihnen nur dann ein Ausgleich zu zahlen, wenn beim Vereinswechsel der Kämpfer aus einem anderen Landesverband kommt. Für Athleten aus dem eigenen Landesverband, die zwischenzeitlich an Vereine eines anderen Landesverbandes ausgeliehen waren, kommt keine Ausgleichszahlung in Betracht. Erfolgt ein Kämpferwechsel in den Bereich eines anderen Landesverbandes, so sind von dem lt. Statut zu zahlenden Ausgleichsbetrag 25 % an den abgebenden Landesverband abzuführen.
Bei der Ausgleichsverpflichtung wird ein Unterschied gemacht zwischen einem Vereinswechsel eines Kämpfers zu einem Ligaverein und einem Ausleihen eines Kämpfers durch einen Ligaverein. Bei einem Wechsel ist der nach dem Statut gültige volle Ausgleichsbetrag zu entrichten, beim Ausleihen jedes Mal 50 % des Betrages, der lt. Ligastatut als Ausgleichszahlung für den betreffenden Kämpfer fällig ist.
Wechselt ein Kämpfer zu einem Ligaverein über einen Nichtligaverein, um die Zahlung der Ausgleichssumme zu umgehen, so hat der Erstverein dennoch Anspruch auf Zahlung des vollen Ausgleichs.
Vollzieht ein Kämpfer nach Rückkehr von einem Ligaverein zu seinem Stammverein erneut einen Vereinswechsel zu einem anderen Ligaverein, hat der neue Ligaverein je die Hälfte des Ausgleichs an den Stammverein und an den letzten Ligaverein zu zahlen. Bei Kämpferausleihung tritt diese Regelung nicht in Kraft.
2. Die genannten Beträge gelten auch für Ausländer, wenn sie einem DBV-Verein angehören und einen gültigen DBV-Startausweis besitzen.
3. Die Vereine können einen niedrigeren Ausgleich unter sich vereinbaren oder auch ganz auf diesen verzichten. In solchen Fällen ist jedoch bei Beantragung der Startgenehmigung der Nachweis schriftlich zu führen.
4. Die Starterlaubnis für den neuen Verein darf dem Kämpfer erst nach Zahlung des Ausgleichs erteilt werden, sofern der abgebende Verein nicht auf Zahlung eines Ausgleichs verzichtet hat. Die Zahlung oder ein evtl. Verzicht sind bei der Beantragung der Startgenehmigung unaufgefordert nachzuweisen. Gültig sind nur schriftliche Vereinbarungen.
5. Aus steuerrechtlichen Gründen muß bei einem Betrag über 2.500,00 € der Einzelnachweis über die Ausbildungskosten geführt werden.
1. Die vom Ligaobmann des DBV im Benehmen mit dem Terminplaner des DBV angesetzten Veranstaltungen sind an Wochenenden samstags oder sonntags durchzuführen. Bis 30 Tage vor dem Veranstaltungstermin können die Vereine untereinander Freitagsveranstaltungen vereinbaren.
Veranstaltungen, die sonntags oder an einem gesetzlichen Feiertag - auf den ein Arbeitstag folgt - stattfinden, müssen spätestens um 15.00 Uhr beginnen. Bei einem Ligakampf, der am Sonntagnachmittag um 15.00 Uhr beginnt, darf der Anreiseweg der Gastmannschaft von 250 km nicht überschritten werden. Außerdem entfällt die Veranstaltungspause.
2. Der genaue Veranstaltungstermin und Veranstaltungsbeginn sowie die Veranstaltungsstätte (genaue Anschrift, Telefon) sind dem Gegner, der DBV-Geschäftsstelle, dem Vizepräsidenten Leistungssport, dem Sportwart, dem Kampfrichterobmann und dem Ligaobmann des DBV spätestens 30 Tage zuvor schriftlich mitzuteilen. Eine verspätete Veranstaltungsmeldung kann eine Geldstrafe nach sich ziehen.
3. Vor Beginn des offiziellen Wiegens (2 Stunden vor der Veranstaltung) muß dem Delegierten im verschlossenen Umschlag die Mannschaftsaufstellung ausgehändigt werden. Eine nachträgliche Änderung der Aufstellung ist nicht möglich.
4. Alle Ligakämpfe werden in der Reihenfolge von der leichtesten bis zur schwersten Gewichtsklasse durchgeführt. Eine diesbezügliche Änderung kann nur erfolgen, wenn durch den DBV eine entsprechende Anordnung ergeht oder die Mannschaftsleiter beider Vereine einer Änderung zustimmen. Der Antrag auf Änderung der Gewichtsklassenfolge muß dem DBV-Delegierten vor Beginn des Wiegens vorgelegt werden.
5. Es dürfen nur Waagen benutzt werden, die den Bestimmungen des § 24.1 WB entsprechen. Der Gastmannschaft ist eine den Bestimmungen entsprechende Waage vier Stunden vor Veranstaltungsbeginn zur Verfügung zu stellen. Jeder Kämpfer hat das Recht, sich entsprechend § 24.4 WB vorzuwiegen.
Ist das angesetzte Kampfgericht nach Ablauf der offiziellen Wiegezeit noch nicht zur Stelle, so ist eine Wiegekommission zu bilden, die aus je einem Vertreter der beteiligten Vereine besteht. Sie hat unverzüglich das Wiegen vorzunehmen und ein Wiegeprotokoll anzufertigen. Ist das Kampfgericht eine Stunde nach Abschluß des Wiegens noch immer nicht anwesend, dann kann die Veranstaltung ausfallen, wenn nicht ein anderes Kampfgericht verfügbar ist.
Die Wertungskämpfe (Ligakämpfe) müssen spätestens 30 Minuten nach der in der Anmeldung der Veranstaltung als Kampfbeginn festgesetzten Uhrzeit begonnen werden.
6. Der Gastgeber ist verpflichtet, dafür zu sorgen, dass jede Mannschaft in getrennten Räumen im Beisein des Delegierten ungestört ärztlich untersucht werden kann, und zwar rechtzeitig vor dem offiziellen Wiegen (§ 4.3 WB).
Kann eine ärztliche Untersuchung aus Gründen, die der veranstaltende Verein nicht zu vertreten hat, erst nach dem Wiegen erfolgen, dann darf - falls die Kampfunfähigkeit eines Kämpfers festgestellt wird - für diesen Kämpfer in derselben Gewichtsklasse nachgemeldet werden. Sofern die reisende Mannschaft einen betreuenden Arzt mit sich führt, ist dieser als verantwortlich für seine Mannschaft anzusehen.
7. Der Veranstalter ist verpflichtet, das Kampfprotokoll in fünffacher Ausfertigung - ausgefüllt - dem Delegierten zu übergeben. Dieser übersendet sofort das Protokoll mit den Punkttabellen dem DBV-Kampfrichterobmann, je ein weiteres Protokoll an den Ligaobmann, den Vizepräsidenten Leistungsport und den Sportwart des DBV sowie an die DBV-Geschäftsstelle. Je ein Protokoll haben die beteiligten Vereine außerdem ihrem jeweiligen LV-Sportwart zuzuleiten. Besondere Vorkommnisse bei Veranstaltungen sind durch den Delegierten mit gleicher Post (unter gleichzeitiger Stellungnahme) ebenfalls mitzuteilen. Der Veranstalter bzw. Ausrichter muß umgehend nach der Veranstaltung dem DBV-Pressewart per Fax das Kampfprotokoll/Ergebnisprotokoll übermitteln. Eine mündliche Übermittlung ist nur in Ausnahmefällen möglich. Bei Nichteinhaltung ist eine Ordnungsstrafe in Höhe von 15,00 € an den DBV zu entrichten.
Der Delegierte ist verpflichtet, das Kampfergebnis dem Ligaobmann des DBV bis Sonntag (spätestens zwischen 11.00 und 14.00 Uhr) mitzuteilen.
Der Ligaobmann ist für die Auswertung der Protokolle und die Führung der Ligatabellen verantwortlich.
8. Vor jeder Veranstaltung muss wenigstens ein Nachwuchskampf (Männer/Frauen) durchgeführt werden. Er ist gesondert im Protokoll aufzuführen.
Für einen ausgefallenen Nachwuchskampf wird der Ausrichter mit einer Ordnungsstrafe in Höhe von 50,00 € belegt. Als Nachwuchskämpfe im Sinne des Statuts (gemäß § 15, Ziffer 7 WB) werden nur solche Paarungen anerkannt, bei denen ein dem Ligaverein (Gastgeber) angehörender Kämpfer nach § 16 WB noch als Anfänger gilt. Bei diesen ist die Kämpfereigenschaft im Protokoll ausdrücklich zu vermerken.
9. Der letzte Kampftag einer jeden Klasse ist am selben Samstag zur selben Zeit abzuwickeln. Über Ausnahmen entscheidet die Ligakommission.
1. Der veranstaltende Verein hat dem Gastverein zur Abgeltung der Reiseansprüche einen Pauschalbetrag bei der Bundesliga von 750,00 €, bei der Oberliga/Regionalliga von 500,00 €, auf Wunsch des Gastes bis zur Pause, spätestens aber bis 30 Minuten nach der Veranstaltung zu zahlen. Der Gastverein kann vom veranstaltenden Verein die Vermittlung von Quartier und Verpflegung verlangen.
Veranstalter, die aus bestimmten Gründen an einem gesetzlichen Feiertag oder an einem Sonntag veranstalten, haben eine um 50 % erhöhte Pauschale zu zahlen. Für Freitagsveranstaltungen ist die doppelte Pauschale zu entrichten.
2. Anspruch auf einen vollen Pauschalbetrag (Ziffer 1) haben nur Vereine und Kampfgemeinschaften, die mit ihrer vollständigen Mannschaft antreten. Für jeden tatsächlich (§ 24.2 WB) ausfallenden Kämpfer erfolgt eine 20 %ige Kürzung der Pauschale. Dies gilt auch für den Veranstalter, der dann 20 % der Pauschale als Konventionalstrafe an den DBV zu zahlen hat. Die Kürzung ist nur dann nicht vorzunehmen, wenn der Kämpfer am Veranstaltungsort vom Arzt aus bis dahin seinem Verein nicht bekannten Gründen keine Starterlaubnis erhält.
Tritt ein Verein mit weniger als sieben Kämpfern oder überhaupt nicht an, dann verliert er den ganzen Pauschalbetrag. Nachgewiesene höhere Schadensersatzansprüche sind dadurch nicht ausgeschlossen.
3. Der Veranstalter hat der reisenden Mannschaft fünf in der Nähe des Ringes befindliche Sitzplätze zur Verfügung zu stellen.
4. Den Kampfrichtern sind die Fahrtkosten und ein Spesensatz von 20,00 € pro Tag und eine Honorar- und Leistungsentschädigung von 25.00 € zu zahlen. Sie haben Anspruch auf einen zweiten vollen Spesensatz und Übernachtung, wenn die einfache Entfernung zu ihrem Wohnort mehr als 150 km beträgt. Der Ringrichter erhält zusätzlich ein Kleidergeld von 5,00 € je Veranstaltung. Bei Freitagsveranstaltungen ist den Kampfrichtern ein Spesensatz von 40,00 € zu zahlen.
Die Kampfrichter haben nur Anspruch auf die tatsächlich entstandenen Fahrtkosten. Es können berechnet werden:
a) Bei Benutzung von öffentlichen, regelmäßig verkehrenden Beförderungsmitteln, die tatsächlichen Auslagen bis zur Höhe des Tarifs der zweiten Wagenklasse der Bundesbahn; bei Fahrtstrecken über 400 km der Tarif der ersten Wagenklasse.
b) Bei Benutzung von anderen als den unter a) genannten Beförderungsmitteln können für jeden angefangenen Kilometer des Hin- und Rückweges 0,22 € abgerechnet werden.
Wird ein PKW von zwei oder mehr Kampfrichtern benutzt, dann erhöht sich das Kilometergeld um je 0,02 € je Kilometer und Person.
Dieser Kostensatz erhöht sich bei entsprechender Änderung im Bundesreisekostengesetz.
5. Der pauschale Saisonbeitrag der Ligavereine, der im Verhältnis 2:3 auf die Landesverbände, denen die Ligavereine angehören, und auf den DBV aufzuteilen ist, beträgt für die 1. Bundesliga 1.250,00 €, für die 2. Bundesliga 875,00 € und die Oberliga/Regionalliga 500,00 €. Werden die 1. und 2. Bundesliga zusammengelegt, kann die Ligakommission vorübergehend andere Beträge festlegen.
6. Zu den Wettbewerben dieses Statuts haben die DBV-Ehrennadelträger (Gold) und Kampfrichter, die im Besitz einer gültigen Lizenz sind, freien Eintritt.
1. Für die Bundesliga nominiert der Kampfrichterobmann des DBV ein neutrales Kampfgericht mit sechs Kampfrichtern. In der Oberliga/RL kommen vier Kampfrichter zum Einsatz. Von den Kampfrichtern versieht einer das Amt des Delegierten.
2. Eine öffentliche Wertung findet nicht statt.
3. Die Urteilsverkündung erfolgt nach § 34, Ziffer e (Sieg durch Punktwertung). Beim Einsatz des Boxpointers sind Wertungspunkte bzw. Wertungstreffer nicht bekannt zu geben.
1. Proteste und Einsprüche
Über Proteste und Einsprüche entscheidet der Delegierte, soweit er hierzu nach § 41 WB zuständig ist. Entscheidet der Delegierte in diesen Fällen nicht, ist das Sportgericht des DBV in 1. Instanz zuständig. Für alle anderen Proteste und Entscheidungen ist das Sportgericht des DBV in 1. Instanz zuständig. Es gelten die Fristen des § 41 WB.
Stellt der Ligaobmann fest, daß Urteile und Ergebnisse der Kämpfe aus offensichtlichen Verstößen gegen WB und Statut beruhen, stellt er die Ergebnisse verbindlich richtig.
Berufungsgericht für alle Entscheidungen ist das Verbandsgericht. Die Protestgebühr beträgt 50,00 €, die Berufungsgebühr 125,00 €.
Nimmt ein Ligaverein ohne zwingenden Grund an einer festgesetzten Veranstaltung nicht teil, so kann gegen ihn eine Strafe bis zu 3.000,00 € festgesetzt werden.
Für die Entscheidung ist in erster Instanz das Sportgericht des DBV zuständig. Die Geltendmachung weiterer Schadensersatzansprüche durch den von der unbegründeten Nichtteilnahme betroffenen Verein bleibt vorbehalten.
Sportwidriges Verhalten bei Veranstaltungen nach diesem Statut, insbesondere der Abbruch einer Veranstaltung durch eine der Mannschaften, wird bestraft. Der Delegierte kann vorläufige Sperren gegen Kämpfer und Mitarbeiter verhängen unter gleichzeitiger schriftlicher Meldung an den Sportwart des DBV und an den Ligaobmann und Einbehaltung des Startausweises. Das Recht der vorläufigen Sperre steht auch dem Ligaobmann zu. Das Sportgericht des DBV hat danach unverzüglich in erster Instanz eine Entscheidung zu treffen und diese den Beteiligten mitzuteilen. Berufungsinstanz ist das Verbandsgericht.
Die Verfahrensgebühr beträgt in der ersten Instanz 50,00 €, in der Berufungsinstanz 75,00 €.
Wird ein Mitglied eines Vereines mit einer Geldstrafe belegt, so ist die Mithaftung seines Vereins für diese Geldstrafe auszusprechen.
3. Schadenersatz- oder Ausgleichsstreitigkeiten zwischen den Ligavereinen oder zwischen dem DBV, seinen Landesverbänden, anderen Vereinen und den Ligavereinen werden durch das DBV-Sportgericht entschieden, soweit der Streitwert 2.500,00 € nicht übersteigt. Ist der Streitwert höher, steht den Beteiligten der Weg zu den Zivilgerichten sofort offen. Die Verfahrensgebühr beträgt 50,00 €.
4. Soweit nicht nach dem Statut besonders bestimmt, sind die Verfahrensvorschriften der Rechtsordnung anzuwenden. Das gilt auch für die Entscheidung über die Verfahrenskosten.
Sportliche Verpflichtungen des DBV und LV
Die Ligavereine und Kampfgemeinschaften sind verpflichtet, auf Anforderung des DBV oder LV Kämpfer zu allen DBV- und LV-Veranstaltungen abzustellen (§ 10.2 und § 12.4 WB), sofern keine Ligatermine festgesetzt sind.
1. Die Aufgaben aus diesem Statut - soweit diese nicht den Organen des DBV vorbehalten sind - werden durch den Ligaobmann, von der Versammlung der Ligavereine und von der Ligakommission wahrgenommen. 2. Die verantwortlichen Leiter der Ligavereine und Kampfgemeinschaften beraten den Ligaobmann des DBV in der Ligaversammlung, die mindestens einmal im Jahr von diesem einzuberufen ist. Entschließungen, die mit Mehrheit gefaßt werden, hat der Ligaobmann dem VV des DBV vorzutragen. Es ist zulässig, dass die Ligaversammlung getrennt mit den Vertretern der BL einerseits und den Vertretern der Oliga/Rliga anderseits tagt.
Die Ligavereine dürfen sich in der Ligaversammlung nicht gegenseitig vertreten. Die Vertretung der Vereine oder Kampfgemeinschaften erfolgt auf eigene Rechnung.
Auf Verlangen der Mehrheit der Ligavereine hat der Ligaobmann eine Versammlung innerhalb von drei Wochen einzuberufen. Eine Beratung der Ligavereine soll jeweils vier Wochen vor dem Meldeschluss für die nächste Saison stattfinden.
Die Vertreter der Vereine (1. BL, 2. BL. OL/RL) wählen je eine Vertreter in die Ligakommission. Die Wahl erfolgt jeweils für zwei Jahre. Bei einem evtl. Ausscheiden seines Vereins wird dieser von seinem Stellvertreter, der ebenfalls bei der Ligaversammlung gewählt wird, vertreten. Über die weitere Zusammensetzung der Ligakommission entscheidet der VV des DBV.
Der Ligaobmann wird ermächtigt, zu Beginn der Saison im Rahmen des Statuts Richtlinien und Durchführungsbestimmungen zu erlassen.
In Sonderfällen kann die Ligakommission einzelne Bestimmungen des Ligastatuts vorübergehend außer Kraft setzen und eine anderweitige sportliche Regelung treffen. Solche Beschlüsse bedürfen der nachträglichen Zustimmung (Genehmigung) durch den HA, bzw. Kongreß, deren Tagung nach der abgeschlossenen Saison folgt.
Das Recht, über Fernsehübertragungen eines Liga- oder Pokalkampfes mit Fernsehanstalten zu verhandeln und Verträge abzuschließen, steht ausschließlich dem DBV zu.
Dieses Statut tritt nach der Verabschiedung durch den Kongreß am 25. März 1979 in Kraft. Es beinhaltet alle Änderungsbeschlüsse, einschließlich der Kongresse vom 30. April 1983, 18. Mai 1985, 16. Mai 1987, 22. Mai 1993, 27. Mai 1995, 31. Mai 1997, 12. Juni 1999, 26. Mai 2001 sowie 14. Juni 2003.
Die hier vorgelegte 14. Auflage des Statuts hat Gültigkeit durch die Beschlüsse des DBV-Kongresses am 14. Juni 2003 sowie durch die Verfügungen, die die DBV-Ligakommission nach diesem Termin erlassen hat (§ 11 Abs. 2 des Ligastatuts).

References: § 1
 § 2

§ 3
 § 4

§ 5
 § 6

§ 7
 § 8

§ 9
 § 10

§ 11
 § 12
 § 2
 § 3
 § 24
 § 13
 § 16
 § 15
 § 16
 §16
 § 13
 § 13
 § 4
 § 24
 § 5
 § 16
 § 24
 § 24
 § 15
 § 16
 § 34
 § 41
 § 41
 § 12