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Timestamp: 2019-05-26 01:24:21+00:00

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Rechtsanwalt für Strafrecht in Gießen » Anwaltskanzlei Weil
Beratungsgebiete Strafrecht:
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Einzelne Gebiete des Strafrechts
Grundsätzlich haben Sie als Beschuldigter in jedem Stadium des Strafverfahrens das Recht, einen Rechtsanwalt zu Rate zu ziehen. Der als Strafverteidiger agierende Anwalt kann Ihnen helfen, die Übermacht des staatlichen Verfolgungsapparates auszugleichen. Dies gilt unabhängig davon, ob sie zu Unrecht beschuldigt werden oder ob Sie sich - aus welchen Gründen auch immer - tatsächlich strafbar gemacht haben. Nur der Strafverteidiger ist aufgrund seines vollen Akteneinsichtsrechts sowie seiner Kenntnisse des Strafprozessrechts in der Lage, Ihre Rechte als Beschuldigter effektiv wahrzunehmen. Als Rechtsanwalt für Strafrecht in Gießen bespreche ich mit meinen Mandanten auch realistische Verfahrenstaktiken und Ziele. So weit möglich muss natürlich die Verfahrenseinstellung oder der Freispruch das Verteidigungsziel sein. Lassen sich diese erkennbar nicht realisieren, so kann im Rahmen der Strafzumessung versucht werden, ein möglichst mildes Urteil zu erreichen. Daher ist für den Anwalt für Strafrecht auch die Kenntnis von Strafzumessungsgründen sowie die Praxis des Strafvollzug unabdingbares Arbeitsmittel.
Sowohl das Arzneimittelrecht als auch das Betäubungsmittelgesetz regeln den Umgang mit potentiell problematischen Substanzen. Beide dienen - vermeintlich - dem Gesundheitsschutz der Bevölkerung. Das Betäubungsmittelrecht ist einschlägig, wenn die in Frage stehende Substanz in der Anlage zum BtMG enthalten ist.
Das Arzneimittelgesetz hingegen ist einschlägig, wenn es sich bei der in Frage stehenden Substanz um ein Arzneimittel handelt. Straftatbestände und Ordnungswidrigkeiten sind in §§ 95ff. AMG geregelt, die in aller Regel auf bestimmnte Verhaltensvorschriften im AMG Bezug nehmen. So unterliegen Arzneimittel aus Drittländern etwa einem Verbringungsverbot nach Deutschland. Eine Zuwiderhandlung ist dann gemäß § 97 Abs.2 Nr.8 AMG strafbewehrt.
Als Strafverteidiger gilt es auch hier, möglichst frühzeitig Kenntnisse über den Verfahrensstand zu bekommen. Erfahrungsgemäß sind in Arzneimittelstrafsachen sowohl der objektive als auch der subjektive Tatbestand angreifbar, so dass in der Regel eine Verfahrenseinstellung erreicht werden kann.
Das Betäubungsmittelrecht ist aus dem Strafgesetzbuch ausgelagert. Es zielt primär auf Tathandlungen im Zusammenhang mit Betäubungsmitteln ab. Das BtMG richtet sich sowohl gegen Händler als auch gegen den einfachen Konsumenten. Auch der Besitz geringer Mengen ist strafbar. Bereits der "Besitz einer nicht geringen Menge" wird vom Betäubungsmittelstrafrecht als Verbrechen qualifiziert und mit einer Mindestfreheitsstrafe von einem Jahr bedacht, § 29a BtMG. Für den unerlaubten Anbau, Herstellung, Erwerb und Anbau sieht das Gesetz Freiheitsstrafe von bis zu 5 Jahren vor.
Das Betäubungsmittelstrafrecht sieht einige Besonderheiten vor, die es im allgemeinen Strafgesetzbuch in dieser Form nicht gibt. Beispielsweise die Kronzeugenregelung des § 31 BtMG oder die Möglichkeit der Therapie statt Strafe gemäß § 35 BtMG. Insoweit können Sie sich von einem Anwalt für Strafrecht beraten lassen.
Bereits seit Zeiten des Reichsgerichts gilt, dass jeder ärztliche Heileingriff rechtlich als Körperverletzung zu werten ist. Die Körperverletzung ist jedoch in der Regel durch die Einwilligung des Patienten gedeckt. Diese Regel greift natürlich nicht, wenn der Patient unzureichend oder falsch aufgeklärt wurde. Daher macht sich der mangelhaft aufklärende Arzt einer Körperverletzung schuldig. Vergleichbares gilt auch, wenn die Behandlung gegen die Regeln der ärztlichen Kunst verstößt. Es kann nicht unterstellt werden, dass der Patient in eine fehlerhafte Behandlung eingewilligt hat.
Sollten Sie sich als Arzt strafrechtlichen Vorwürfen ausgesetzt sehen, ist es ratsam, sich möglichst frühzeitig an einen Strafverteidiger zu wenden. Insbesondere bei Ärzten hat der Rechtsanwalt nicht nur die Aufgabe, die strafrechtlichen Folgen einer Anzeige zu begrenzen - und unbedingt eine rufschädigende Hauptverhandlung zu vermeiden - sondern auch die berufsrechtlichen Folgen im Auge zu behalten.
Neben der fahrlässigen Körperverletzung / Tötung werden regelmäßig auch Vorwürfe wegen Abrechnungsbetrug, Verstoß gegen die ärztliche Schweigepflicht oder dem Ausstellen unrichtiger Gesundheitszeugnisse erhoben. All diese Vorwürfe haben einen sogenannten "berufsrechtlichen Überhang" bei dem neben dem Strafverfahren dem Arzt auch berufsrechtliche Konsequenzen drohen. Die Zulassung zum Vertragsarzt als auch die Approbation können in Gefahr sein. Als Anwalt für Strafrecht in Gießen und Fachanwalt für Medizinrecht kann Ihnen Rechtsanwalt Weil in allen Lagen des Verfahrens hilfreich zur Seite stehen.
Zum Verkehrsstrafrecht gehören alle strafrechtlichen Normen, die im Zusammenhang mit der Teilnahme am öffentlichen Straßenverkehr stehen. Die häufigsten strafrechtlich sanktionierten Verhaltensformen sind dabei § 142 StGB (Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort), Trunkenheit im Straßenverkehr (§ 316 StGB), Gefährdung des Straßenverkehrs (§ 315 c StGB) sowie das Fahren ohne Fahrerlaubnis (§ 21 StVG).
Neben Geld- oder Freiheitsstraße drohen hier Fahrverbot (§ 44 StGB) oder Entziehung der Fahrerlaubnis (§ 69 StGB). Wenn dringende Gründe für die Annahme vorhanden sind, dass in einem späteren Verfahren die Fahrerlaubnis entzogen wird (§ 69 StGB) , kann dies gemäß § 111a StPO auch bereits vor durchgeführter Verhandlung geschehen. Als Anwalt für Strafrecht in Gießen hilft Rechtsanwalt Weil hier um die drohenden Konsequenzen sowohl hinsichtlich der Fahrerlaubnis als auch den weiteren Folgen eines entsprechenden Verdachts möglichst gering zu halten oder ganz zu vermeiden.
© Rechtsanwalt für Strafrecht in Gießen Björn Weil

References: § 97
 § 29
 § 31
 § 35
 § 142
 § 111