Source: https://bravors.brandenburg.de/de/verordnungen-212840
Timestamp: 2019-02-16 17:05:11+00:00

Document:
Verordnung über das Landschaftsschutzgebiet "Obere Havelniederung"
(GVBl.II/98, [Nr. 15], S.387)
zuletzt geändert durch Artikel 15 der Verordnung vom 29. Januar 2014
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen in den Landkreisen Barnim und Oberhavel werden als Landschaftsschutzgebiet festgesetzt. Das Landschaftsschutzgebiet trägt die Bezeichnung "Obere Havelniederung".
(1) Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rund 26 534 Hektar. Es umfaßt große Teile der Zehdenick-Spandauer Havelniederung, im Osten Teile des Eberswalder Urstromtals, im Nordwesten Teile der Granseer Platte sowie im Nordosten Teile der Britzer Platte.
Das Landschaftsschutzgebiet liegt in folgenden Gemarkungen:
Groß Schönebeck/Schorfheide, Zerpenschleuse, Ruhlsdorf, Hammergut, Schluft, Prötze (Flur 3, 4), Klandorf;
Hammer, Zehlendorf, Schmachtenhagen, Oranienburg, Sachsenhausen, Lehnitz, Friedrichsthal, Nassenheide, Teschendorf, Grüneberg, Zehdenick, Krewelin, Liebenwalde, Kreuzbruch, Neuholland, Freienhagen, Malz, Bernöwe, Wesendorf, Falkenthal, Neu Löwenberg, Wiesen am rechten Ufer des Malzer Kanals, Wiesen am linken Ufer des Malzer Kanals, Groß-Mutzer Rohrlaakswiesen, Prötze (Flur 1, 2, 5), Hohenbruch, Klein Mutz, Löwenberg, Neuendorf.
(2) Die Grenze des Landschaftsschutzgebietes ist in den in Anlage 2 dieser Verordnung aufgeführten Karten mit ununterbrochener roter Linie eingezeichnet; als Grenze gilt der innere Rand dieser Linie. Die in Anlage 2 Nr. 1 dieser Verordnung aufgeführte topografische Übersichtskarte im Maßstab 1 : 50 000 dient der räumlichen Einordnung des Landschaftsschutzgebietes. Die Verortung im Gelände ermöglichen die in Anlage 2 Nr. 2 aufgeführten 21 topografischen Karten im Maßstab 1 : 10 000. Maßgeblich ist die wörtliche Beschreibung des Grenzverlaufs in § 2 Absatz 3 in Verbindung mit den in Anlage 2 Nummer 3 aufgeführten 45 Flurkarten und den in Nummer 4 aufgeführten sieben Liegenschaftskarten. Die wörtliche Beschreibung des Grenzverlaufes erfolgt im Uhrzeigersinn anhand der in den Flurkarten und in den Liegenschaftskarten eingetragenen Orientierungspunkte.
Die Grenzen des Landschaftsschutzgebietes werden grundsätzlich durch Straßen, Wege, Gemarkungs- und Flurstücksgrenzen gebildet. Ausgangspunkt ist die Brücke über den Eisergraben an der Landstraße von Wesendorf nach Kappe (Orientierungspunkt 1).
Vom Ausgangspunkt verläuft die Grenze entlang des Eisergrabens bzw. des ihn begleitenden Weges in Richtung Süden bis zur größten Annäherung an den Hinteren Graben und folgt diesem bis zur Mündung in das Döllnfließ (Orientierungspunkt 2).
Der weitere Grenzverlauf folgt der Gemarkungsgrenze Wesendorf-Groß Schönebeck und weiter der Gemarkungsgrenze Kappe-Groß Schönebeck bis zur Uhlenhofbrücke (Orientierungspunkt 3) in Richtung Nordosten.
Die Grenze folgt weiter dem Weg in Richtung Schluft bis zum Orientierungspunkt 4 und weiter dem Weg in Richtung Südwesten bis zum Orientierungspunkt 5. Von dort verläuft die Grenze entlang des Weges zur Stallanlage in Richtung Osten und folgt weiter dem Graben in Richtung Osten bis zum Orientierungspunkt 6.
Die Grenze folgt weiter dem Weg nach Emilienfelde in Richtung Südwesten bis zur Gemarkungsgrenze Groß Schönebeck-Liebenwalde, folgt dieser in Richtung Südost und weiter der Gemarkungsgrenze Hammer-Liebenwalde bis zum Orientierungspunkt 7. Von dort verläuft die Grenze entlang dem Weg in Richtung Hammer bis zum Orientierungspunkt 8. Der Grenzverlauf für den Bereich Hammer bis zum Orientierungspunkt 9 ist in folgenden Flurkarten dargestellt:
Flure 1, 4, 6, 7.
Vom Orientierungspunkt 9 verläuft die Grenze entlang dem Weg nach Groß Schönebeck bis zum Orientierungspunkt 10.
Der weitere Grenzverlauf folgt der Waldkante bis zum Orientierungspunkt 11 und weiter dem Waldweg in Richtung Süden bis zur Gemarkungsgrenze Groß Schönebeck-Hammer.
Die Grenze verläuft in westlicher Richtung entlang dieser Gemarkungsgrenze bis zum Aalkastenfließ und folgt dann dem Weg in Richtung Südosten bis zum Orientierungspunkt 12. Der weitere Grenzverlauf bis zum Orientierungspunkt 13 ist in folgender Flurkarte dargestellt:
Flur 13.
Vom Orientierungspunkt 13 verläuft die Grenze entlang der Landstraße in Richtung Groß Schönebeck und weiter ab Orientierungspunkt 14 entlang dem Graben in Richtung Osten bis zum Orientierungspunkt 15. Der Grenzverlauf zwischen Orientierungspunkt 15 und der Bundesstraße 109 ist in folgender Flurkarte dargestellt:
Flur 7.
Die Grenze folgt weiter der Bundesstraße 109 in Richtung Zerpenschleuse.
Der Grenzverlauf für den Bereich Sperlingsaue zwischen den Orientierungspunkten 16 und 17 ist in folgender Flurkarte dargestellt:
Flur 8.
Die Grenze folgt weiter der Bundesstraße 109 bis zum Orientierungspunkt 18.
Der Grenzverlauf für den Bereich Zerpenschleuse bis zum Orientierungspunkt 19 ist in folgenden Flurkarten dargestellt:
Flure 1,4,5.
Die Grenze folgt weiter der Bundesstraße 109 bis zur Gemarkungsgrenze Kreuzbruch-Klosterfelde, folgt dieser in Richtung Westen bis zur Landstraße Kreuzbruch-Zehlendorf. Der Grenzverlauf für den Bereich Zehlendorf bis zum Orientierungspunkt 20 ist in folgender Flurkarte dargestellt:
Die Grenze verläuft entlang dem Friedrichsthaler Weg in Richtung Westen bis zur Gemarkungsgrenze Zehlendorf-Schmachtenhagen, folgt dieser in Richtung Süden, verläuft weiter entlang der Waldkante in Richtung Westen und folgt danach dem Weg nach Schmachtenhagen bis zum Orientierungspunkt 21.
Der Grenzverlauf für den Bereich Schmachtenhagen bis zur Bahnlinie ist in folgender Flurkarte dargestellt:
Die Grenze folgt weiter der Bahnlinie in Richtung Oranienburg bis zum Orientierungspunkt 22, folgt dann dem Jagenweg in Richtung Südwesten bis zum Orientierungspunkt 23, weiter dem Jagenweg in Richtung Südosten bis zur Bundesstraße 273 und entlang dieser in Richtung Westen bis zur Gemarkungsgrenze Lehnitz-Oranienburg.
Die Grenze verläuft weiter entlang dieser Gemarkungsgrenze in Richtung Südwesten bis zum Orientierungspunkt 24.
Zwischen den Orientierungspunkten 24 über 25 bis 26 ist der Grenzverlauf in folgenden Flurkarten dargestellt:
Flure 3, 5
Flure 1, 2.
Ab Orientierungspunkt 26 folgt die Grenze der Bahnstrecke Schmachtenhagen-Sachsenhausen bis zum Orientierungspunkt 27. Der Grenzverlauf für den Bereich Sachsenhausen zwischen den Orientierungspunkten 27 und 28 ist in folgenden Flurkarten dargestellt:
Flure 1, 4.
Die Grenze folgt weiter dem Weg bis zur Bahnstrecke und folgt dieser in Richtung Norden bis zur Gemarkungsgrenze Malz-Nassenheide, folgt dieser in Richtung Nordosten bis zum Orientierungspunkt 29.
Der Grenzverlauf für den Bereich Nassenheide bis zum Orientierungspunkt 30 ist in folgenden Flurkarten dargestellt:
Flure 1, 2, 4, 5, 7.
Der weitere Grenzverlauf folgt dem Weg in Richtung Südwest nach Teerofen, umgeht die Siedlung Teerofen und verläuft weiter in Richtung Westen bis zum Abzweig der Straße nach Nassenheide. Der Grenzverlauf folgt dieser in Richtung Norden bis zum Orientierungspunkt 31.
Vom Orientierungspunkt 31 folgt die Grenze dem Weg in Richtung Teschendorf über Blumenhof bis zum Orientierungspunkt 32.
Der Grenzverlauf für den Bereich Teschendorf bis zum Orientierungspunkt 33 ist in folgenden Flurkarten dargestellt:
Flure 2, 6, 10, 12.
Die Grenze folgt weiter der Bundesstraße 96 bis zum Abzweig Grüneberg und danach der Landstraße in Richtung Grüneberg bis zum Orientierungspunkt 34.
Der Grenzverlauf für den Bereich Grüneberg bis zum Orientierungspunkt 35 ist in folgender Flurkarte dargestellt:
Flur 6.
Die Grenze verläuft weiter entlang der Bahnlinie in Richtung Nassenheide bis zur Gemarkungsgrenze Grüneberg-Nassenheide, folgt dieser und weiter den Gemarkungsgrenzen Grüneberg-Groß Mutz, Grüneberg-Neuholland, Liebenberg-Neuholland sowie Falkenthal-Neuholland in Richtung Nordosten bis zum Orientierungspunkt 36.
Die Grenze folgt weiter dem Graben in Richtung Nordwest bis zum Orientierungspunkt 37, weiter dem Graben in Richtung Nordost bis zum Horstgraben und diesem folgend in Richtung West bis zur Straße Falkenthal-Zehdenick.
Die Grenze folgt der Straße in Richtung Zehdenick bis zur Waldkante und verläuft entlang dieser an der Westgrenze der Zehdenicker Bürgerheide bis zum Orientierungspunkt 38.
Die Grenze folgt weiter dem Weg nach Zehdenick in Richtung Nordost bis zum Orientierungspunkt 39.
Der Grenzverlauf für den Bereich Zehdenick bis zum Orientierungspunkt 40 ist in folgenden Flurkarten dargestellt:
Flure 18, 20.
Die Grenze verläuft weiter entlang der Straße Zehdenick-Krewelin bis zum Orientierungspunkt 41.
Der Grenzverlauf für den Bereich Krewelin bis zum Orientierungspunkt 42 ist in folgenden Flurkarten dargestellt:
Die Grenze folgt weiter dem Weg in Richtung Osten bis zur Gemarkungsgrenze Krewelin- Wesendorf, folgt dieser in Richtung Norden bis zum Orientierungspunkt 43, weiter dem Weg in Richtung Norden und entlang der Waldkante bis zur Straße Wesendorf-Kappe und dieser in Richtung Osten bis zum Ausgangspunkt (Orientierungspunkt 1).
Flure 1, 2, 3, 5, 9
Kreuzbruch Flur 7 teilweise
Neuholland Flur 3
Freienhagen Flure 1, 2
Malz Flure 1, 2, 9
Bernöwe Flur 1
Groß Schönebeck Flure 12,13
Oranienburg Flur 1
Friedrichsthal Flure 1, 2
Nassenheide Flur 4
Zerpenschleuse Flur 3.
(5) Die Karten können beim Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Raumordnung des Landes Brandenburg, oberste Naturschutzbehörde, in Potsdam sowie bei den Landkreisen Barnim und Oberhavel, untere Naturschutzbehörden, von jedermann während der Dienstzeiten kostenlos eingesehen werden.
die Erhaltung oder Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes, insbesondere
der Funktionsfähigkeit des Wasserhaushaltes durch Sicherung und Wiederherstellung einer weitgehend unbeeinträchtigten Grundwasserneubildung sowie einer naturnahen Entwicklung der Quellen, Stand- und Fließgewässer einschließlich der angrenzenden Uferbereiche, Gehölzauen, Überschwemmungsbereiche und Verlandungszonen als Lebensraum für wildlebende Tier- und Pflanzenarten,
der Reinhaltung und Verbesserung der Luft sowie der Erhaltung und der Stabilisierung des Regional- und Lokalklimas auf Grund der besonderen Bedeutung als Klimaausgleichsfläche für den Ballungsraum Berlin,
der Förderung naturnaher Wälder, wie z.B. der Bruchwälder, der grundwassernahen Niederungswälder sowie der Buchen- und Kiefern-Traubeneichen-Wälder in ein zusammenhängendes, naturnah ausgebildetes, weitgehend naturnah strukturiertes Waldökosystem,
der kulturabhängigen Biotope und Landschaftselemente wie Trockenrasen, Frischwiesen, Feuchtwiesen und -weiden, Hecken, Feldgehölze, Solitärbäume, Äcker, Lesesteinhaufen, Feldsölle, Kopfweiden sowie Alleen und Streuobstbestände in ihrer vielfältigen und typischen Ausbildung,
einer weiträumigen, strukturreichen und weitgehend ungestörten Landschaft als Lebensraum störungsempfindlicher Tierarten mit großem Arealanspruch, wie See- und Fischadler, Kranich sowie Schwarzstorch,
der Entwicklung des Gebietes im Rahmen eines wirkungsvollen und großräumigen Fischotter- und Elbebiberschutzes,
der noch weitgehend intakten und unterschiedlich ausgebildeten Moore, in ihrer Funktion als Wasserspeicher und als Lebensraum seltener, gefährdeter Tier- und Pflanzenarten,
der Bedeutung des Gebietes im überregionalen Biotopverbund als Ost-West-Brücke zwischen dem Rhinluch-Rüthnicker Sander und dem Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin sowie als Nord-Süd-Brücke zwischen dem Naturpark Uckermärkische Seen und der Barnimplatte,
der Pufferfunktion für die im Gebiet liegenden Naturschutzgebiete;
eines typischen Ausschnittes der Jungmoränenlandschaft des norddeutschen Tieflandes mit ihrem landschaftsprägenden Mosaik aus Gewässerrinnen, Mooren, Söllen, Talsandterrassen, Binnendünen sowie den Hügeln der Grundmoränen in ihrer typischen Ausbildung,
des Wechsels von großen Waldgebieten, eingelagerten Stand- und Fließgewässern und der in unterschiedlicher Weise landwirtschaftlich genutzten Offenlandschaft mit ihren charakteristischen Kleinstrukturen,
der historisch geprägten, oft weiträumig angelegten Siedlungsstrukturen durch Vermeidung der Landschaftszersiedlung und Landschaftszerschneidung sowie dem Erhalt der Alleen;
die Erhaltung des Gebietes wegen seiner besonderen Bedeutung für die naturnahe Erholung im Einzugsbereich des Großraums Berlin, insbesondere
eine der Landschaft und Naturausstattung angepaßten touristischen Erschließung, vor allem in Waldgebieten und Gewässerbereichen,
der Förderung der touristischen Entwicklung im Rahmen der historisch gewachsenen dörflichen Strukturen;
Trockenrasen, Zwergstrauchheiden, insbesondere in ihrer regionaltypischen Ausprägung als trockene Sandheiden, Binnendünen und Quellbereiche nachteilig zu verändern, zu beschädigen oder zu zerstören;
Kleingewässer nachteilig zu verändern, zu beschädigen oder zu zerstören;
Bäume außerhalb des Waldes, Hecken, Alleen, Streuobstbestände, Gebüsche, Feld- oder Ufergehölze oder Ufervegetation sowie Findlinge oder Lesesteinhaufen zu beschädigen oder zu beseitigen. Dies betrifft nicht die Anlage und Erweiterung von Lesesteinhaufen.
(2) Sonstige Handlungen, die geeignet sind, den Charakter des Gebietes zu verändern, den Naturhaushalt zu schädigen, das Landschaftsbild zu beeinträchtigen oder sonst dem besonderen Schutzzweck zuwiderzulaufen, bedürfen der Genehmigung. Der Genehmigung bedarf insbesondere, wer beabsichtigt,
Bodenbestandteile abzubauen, die Bodengestalt zu verändern, Böden zu verfestigen, zu versiegeln oder zu verunreinigen;
Röhrichte außerhalb der Wege zu betreten oder zu befahren.
Höhlenbäume erhalten bleiben,
§ 4 Abs. 1 Nr. 1 und 3 gelten;
die Errichtung von Ansitzleitern und Kanzeln, soweit das charakteristische Landschaftsbild nicht beeinträchtigt wird und für diese nur Materialien verwendet werden, die sich in das Landschaftsbild einfügen;
§ 4 Abs. 2 Nr. 9 für die Angelfischerei gilt,
Fanggeräte und Fangmittel so einzusetzen oder auszustatten sind, daß ein Einschwimmen und eine Gefährdung des Fischotters weitgehend ausgeschlossen ist;
Maßnahmen zeitlich und räumlich derart durchzuführen sind, daß ein vielfältiger standortgerechter Pflanzen- und Tierbestand erhalten bleibt oder sich neu entwickeln kann,
Handlungen nach § 4 Abs. 1 Nr. 4 und Abs. 2 Nr. 8 in rechtmäßig bestehenden Gärten, Baumschulen, Friedhöfen, Park- und Gartenanlagen;
(2) Die in § 4 Abs. 2 Nr. 9 dieser Verordnung für das Befahren und Betreten des Landschaftsschutzgebietes enthaltenen Einschränkungen gelten nicht für die Dienstkräfte der Naturschutzbehörden, die zuständigen Naturschutzhelfer und sonstige von den Naturschutzbehörden beauftragte Personen sowie für Dienstkräfte und beauftragte Personen anderer zuständiger Behörden und Einrichtungen, soweit diese in Wahrnehmung ihrer gesetzlichen Aufgaben handeln. Der Genehmigungsvorbehalt nach § 19 Abs. 3 Landeswaldgesetz bleibt unberührt.
die Anlage und Pflege von Hecken, Obstreihen, Streuobstflächen, Alleen, Kopfweiden, Lesesteinhaufen, Waldrändern, Feldrainen, Flurholzinseln, Solitärbäumen und anderer Strukturelemente der Landschaft ist zur Schaffung eines Biotopverbundsystems zu fördern;
die Entwicklung eines Verbundsystems potentiell-natürlicher Waldgesellschaften (Naturwälder) für die wissenschaftliche Arbeit der Forstlichen Forschungsanstalt Eberswalde ist nach Möglichkeit anzustreben;
zur Erhaltung und Entwicklung der Moore, Feucht- und Frischwiesen und der hieran angepaßten Lebensgemeinschaften soll die Bewahrung und nach Möglichkeit Hebung des Grundwasserstandes in den Bereichen Schnelle Havel, Döllnfließ, Fließgraben, Exin und Feuchtwaldkomplex Kreuzbruch sowie ein zeitweiliger Rückstau von Oberflächenwasser zur Wiederherstellung periodischer Überflutungsflächen im Retentionsraum der Havelniederung (Schnelle Havel) angestrebt werden;
die Erhaltung und Wiederherstellung der artenreichen Feuchtwiesen durch Pflege der Grünlandstandorte, insbesondere durch Entbuschungen, Mahd bzw. Weide sowie die langfristige Umwandlung der Ackerflächen auf Niedermoorstandorten in den Bereichen Schnelle Havel, Fließgraben und Döllnfließ in möglichst extensiv genutztes Dauergrünland sollen angestrebt werden;
die Erhaltung und Wiederherstellung naturnaher Offenflächen nährstoffarmer Standorte wie Trockenrasen, Sandheiden und Sandfluren ist nach Möglichkeit anzustreben;
die fischereiliche Bewirtschaftung ist nach Möglichkeit auf ein naturnahes Artenspektrum und gewässerverträgliche Populationsstärken unter Anwendung von Verfahren, die eine Eutrophierung oder Schädigung der Gewässer möglichst ausschließen, auszurichten;
den Vorschriften des § 4 Abs. 1 Nr. 1 bis 4 zuwiderhandelt;
Titel: Übersichtskarte zur Verordnung über das Landschaftsschutzgebiet „Obere Havelniederung“
unterzeichnet von dem Bearbeiter Herrn Dr. Schrumpf und gesiegelt mit dem Siegel des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Raumordnung (MUNR), Siegelnummer 9, am 6.5.1998
unterzeichnet von dem Bearbeiter Herrn Dr. Schrumpf und gesiegelt mit dem Siegel des MUNR, Siegelnummer 9, am 6.5.1998
unterzeichnet und gesiegelt vom Siegelverwahrer, Siegelnummer 25 des Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz (MLUV), am 13.03.2006
unterzeichnet und gesiegelt vom Siegelverwahrer, Siegelnummer 25 des MLUV, am 13.03.2006
unterzeichnet und gesiegelt von dem Bearbeiter Herrn Dr. Schrumpf und gesiegelt mit dem Siegel des MUNR, Siegelnummer 9, am 6.5.1998
unterzeichnet und gesiegelt vom Siegelverwahrer, Siegelnummer 22 des Ministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (MUGV), am 24. Februar 2012
Titel: Flurkarte zur Verordnung über das Landschaftsschutzgebiet „Obere Havelniederung“
3 (Bei-blatt 1)
Titel: Liegenschaftskarte zur Verordnung über das Landschaftsschutzgebiet „Obere Havelniederung“
1 teilw.
3.23 Nassenheide 1 2 500 unterzeichnet und gesiegelt vom Siegelverwahrer, Siegelnummer 22 des MUGV, am 24. Februar 2012
7 teilw., 8 teilw.

References: § 2
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 § 19
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