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Tacheles Rechtsprechungsticker KW 20/2014 | Rechtsanwalt König in Göttingen für Strafrecht Arbeitsrecht Sozialrecht Ausländerrecht Rechtsanwalt in Göttingen für Strafrecht Arbeitsrecht Sozialrecht Ausländerrecht
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1.1 BSG, Urteil vom 17.10.2013 – B 14 AS 58/12 R
Grundsicherung für Arbeitsuchende – Einkommensberücksichtigung – Verletztenrente – Ruhen des Anspruchs auf Versorgungsbezüge gem. § 65 BVG – Nichtberücksichtigung der Verletztenrente in Höhe des ruhenden Anspruchs auf eine Grundrente – verfassungskonforme Auslegung
Verletztenrente wird nur zum Teil bei SGB II- Leistungen angerechnet – Schwerstbeschädigtengrundrente voll.
2.1 Bayerisches Landessozialgericht, Urteil vom 19.03.2014 – L 16 AS 613/13
Zum Wertersatz für geleistete Arbeit im Rahmen einer Arbeitsgelegenheit gegen Mehraufwandsentschädigung – Verjährung
2.2 Bayerisches Landessozialgericht, Urteil vom 19.03.2014 – L 16 AS 289/13
Anmerkung: Vgl. dazu LSG NRW, Urteil vom 19.09.2013 – L 7 AS 1050/13; BSG, Urteil vom 26.06.2013 – B 7 AY 6/12 R und LSG Baden-Württemberg, Beschluss vom 24.10.2013 – L 13 AS 4917/12 B; LSG Hessen, Beschluss vom 15.01.2013 – L 6 AS 364/12 B; zur entsprechenden Regelung im Sozialhilferecht, § 116a SGB XII LSG NRW, Beschluss vom 05.04.2013 – L 20 SO 358/12 B – Die seit 01.04.2011 geltende Neuregelung ist verfassungsrechtlich unbedenklich.
2.3 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 23.04.2014 – L 7 AS 371/14 B ER – rechtskräftig
Es ist es hier gerechtfertigt, auch die (laufenden) Mietschulden, die nach Antragstellung auf SGB II Leistungen und vor Antragstellung auf Erlass der einstweiligen Anordnung, entstanden sind, als reguläre Unterkunftskosten im einstweiligen Verfahren zu berücksichtigen, da diese von der Räumungsklage erfasst sind, und die Übernahme dieser Kosten zur Sicherung der Wohnung bzw. zur Vermeidung von Wohnungslosigkeit erforderlich ist (BSG, Urteil vom 17.06.2010 – B 14 AS 58/09 R; LSG NRW, Beschluss vom 16.08.2012, L 7 AS 1368/12 B ER).
2.4 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 17.04.2014 – L 19 AS 873/13 NZB – rechtskräftig
Anmerkung 1: Siehe dazu LSG NRW, Urteil vom 16.01.2014 – L 9 SO 469/13 WA – Revision anhängig beim BSG unter dem Az. B 8 SO 5/14 R
Zur Verfassungsmäßigkeit der Regelbedarfsstufe 3 – Der Gesetzgeber hat bei der Schaffung der Regelbedarfsstufe 3 seine verfassungsrechtlichen Pflichten zu transparenten Begründung nicht verletzt.
Anmerkung 2: zu dieser Rechtsfrage sind weitere Revisionen beim BSG anhängig: SG Detmold, Urt. v. 23.05.2013 – S 16 SO 27/13, Revision anhängig unter B 8 SO 14/13 R und LSG NRW, Urt. v. 16.01.2014 – L 9 SO 40/13, Revision anhängig unter B 8 SO 9/14 R
2.5 Landessozialgericht Hamburg, Urteil vom 09.04.2014 – L 4 AS 279/13
Anmerkung 1: Anderer Auffassung SG Detmold, Urteil vom 11.01.2011 – S 21 AS 926/10 – Gleitsichtbrille stellt Sonderbedarf nach dem SGB II dar.
2.6 Landessozialgericht Rheinland-Pfalz, Urteil vom 19.03.2014 – L 4 AS 615/12
Pressemeldung 4/2014 Landessozialgericht RP – Kein schlüssiges Konzept für Unterkunftskosten in Ludwigshafen
Landessozialgericht Rheinland-Pfalz, Urteil vom 19.03.2014 – L 4 AS 615/12
Anmerkung: Gleicher Auffassung SG Hamburg, Beschluss vom 28.04.2014 – S 58 AS 1238 /14 ER (unveröffentlicht) und LSG NRW, Beschluss vom 17.10.2013 – L 7 AS 836/13 B
Anmerkung: Siehe dazu auch den Beitrag von RA Kay Füßlein: Sanktionen – objektive Gründe entschuldigen: http://www.ra-fuesslein.de/wordpress/?p=603
3.3 SG Berlin, Beschluss vom 16.04.2014 – S 206 AS 7185/14 ER
1- €-Job rechtswidrig – Ermessensnichtgebrauch – Liegt bei einer Zuweisung zu einer Arbeitsgelegenheit ein Ermessensnichtgebrauch vor, so ist der Verwaltungsakt zur Zuweisung der Maßnahme bereits schon rechtswidrig und die aufschiebende Wirkung des Widerspruchs gegen den Verwaltungsakt anzuordnen.
Anmerkung: Anderer Auffassung LSG Berlin, Beschluss vom 16.09.2013 – L 19 AS 2377/13 B ER – Ein Antragsteller kann sich nach § 86b Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 SGG i.V.m. § 39 Nr. 1 letzte Alternative SGB II nicht gegen das Angebot ("Heranziehung") zu einer Arbeitsgelegenheit nach § 16d Abs. 1 SGB II wehren, sondern erst gegen einen darauf aufbauenden Absenkungs- bzw. Sanktionsbescheid nach §§ 31 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2, 31a SGB II.
4.1 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 28.04.2014 – L 12 SO 82/14 B ER – rechtskräftig
Hilfen für eine angemessene Schulbildung können auch die Kosten für die Übernahme eines Integrationshelfers als sonstige Maßnahme des § 12 Nr. 1 EinglHVO sein (vgl. LSG NW, Beschluss vom 05.02.2014 – L 9 SO 413/13 B ER – und Beschluss vom 20.12.2013 – L 9 SO 429/13 B ER ).
Die Unterstützung eines behinderten Schülers durch einen pädagogisch geschulten Integrationshelfer berührt den pädagogischen Kernbereich grundsätzlich selbst dann nicht, wenn der Integrationshelfer auch pädagogische Aufgaben übernimmt, wie zum Beispiel die Anleitung und Aufarbeitung der von den Lehrer vorgegebenen Lerninhalte im Hinblick auf den vom Antragsteller verwendeten Computer. Entscheidend ist allein, ob die Vorgabe der Lerninhalte in der Hand des Lehrers bleibt und sich die Betreuungsleistungen des Integrationshelfers im Unterricht auf unterstützende Tätigkeiten bei der Umsetzung der Arbeitsaufträge des Lehrers beschränken (so in der Sache auch die ganz herrschende Auffassung in der höchst- und obergerichtlichen Rechtsprechung, vgl. BSG, Urteil vom 15.11.2012 – B 8 SO 10/11 R -; LSG NW, Beschluss vom 05.02.2014 – L 9 SO 413/13 B ER ).
Wie gerade der Begriff des "Kernbereichs" verdeutlicht, schließt eine Qualifizierung der begehrten Maßnahme als solche die sozialhilferechtliche Eingliederungshilfe nicht zwingend aus, solange nicht ausschließlich der bundeseinheitlich zu definierende Kernbereich betroffen ist (vgl. LSG NW, Beschlüsse vom 05.02.2014 – L 9 SO 413/13 B ER – und vom 20.12.2013 – L 20 SO 428/13 B ER -; LSG Baden-Württemberg, Beschluss vom 03.06.2013 – L 7 SO 1931/13 ER-B -).
Anmerkung: Siehe dazu auch LSG NRW, Beschluss vom 05.02.2014 – L 9 SO 413/13 B ER – Bereitstellung eines Integrationshelfers für die Begleitung eines behinderten Schülers für den Schulbesuch durch den Sozialhilfeträger.
4.2 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 28.04.2014 – L 9 SO 450/13 B ER – rechtskräftig
Anmerkung: Vgl. LSG NRW, Beschluss vom 20.12.2013 – L 9 SO 429/13 B ER – Kommune muss Kosten für Bereitstellung eines Integrationshelfers übernehmen.
4.3 Sächsisches LSG, Beschluss vom 12.02.2014 – L 8 SO 132/13 B ER
5.1 Sozialgericht Duisburg, Urteil vom 27.03.2014 – S 52 SO 64/13 – Berufung anhängig beim LSG NRW unter dem Az. L 9 SO 166/124
Keine Übernahme von Überführungskosten – Bestattungskosten nach § 74 SGB XII – muslimischer Glaube
Anmerkung: Vgl. zur ablehnenden Übernahme der Überführungskosten SG Lüneburg, Urteil vom 12.05.2011 – S 22 SO 19/09.
SG Karlsruhe, Urteil vom 24.10.2013 – S 15 AS 3800/12

References: § 65
 § 116
 § 86
 § 39
 § 16
 § 12
 § 74