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Timestamp: 2019-07-17 03:20:41+00:00

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2. HA Strafrecht V Ws 09/10 Degener
Es ist: 17.07.2019, 05:20 Hallo, Gast! (Anmelden — Registrieren)
» 2. HA Strafrecht V Ws 09/10 Degener
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08.03.2010, 14:40 (Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 08.03.2010 15:28 von Ahmos.)
RE: 2. HA Strafrecht V Ws 09/10 Degener
Achso machst du das. Kann ich nicht folgen. Der Getäuschte muss die Vermögensverfügung vornehmen, wo ist denn S getäuscht wenn er seine eigenen Sachen entwendet oder seine Tür aufhebelt? Und die Verfügung muss unmittelbar zum Vermögensschaden führen. Es soll insoweit keine weitere Handlung des Täters erforderlich sein. Das Wegnehmen der keine Vermögensverfügung in dem Sinne. Und wenn du es so siehst obwohl dazwischen noch Anzeige etc liegt musst du ja auch spätestens beim Vermögensschaden aufhöhren. Und wie meinst du das mit dem Selbstschädigungsdelikt? Das Opfer schadet sich selbst, nach deiner Auffassung schädigt sich S, also der Täter selbst oder wie? Das Opfer, also die Versicherung hat ja noch garnichts bei dir gemacht. Aber viellicht hast du ja recht, irgendwie auch interessant wie du das machst.
ich komme gerad nicht weiter...ich wollte bezüglich G § 306 a II prüfen und ihn dann eigentlich im subjektiven Tatbestand verneinen, allerdings könnte ich das schon beim spezifischen Gefahrzusammenhang wg. eigenverantwortlicher Selbstgefährung des G machen. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob ich für G überhaupt § 306 a II prüfen soll, weil in Fällen die Retterproblematik nur bei § 306 c geprüft wird. Allerdings steht bei Rengier, dass die Problematik sich auch bei § 306 a II und § 306 b ergeben kann..?? Wie habt ihr das gehandhabt?
09.03.2010, 04:02
§306a II kommt nicht in betracht weil es kein Grundtatbestand gibt. §306 liegt wegen mangelnder fremdheit nicht vor.
09.03.2010, 10:38
@ AHMOS....bzgl Grundtatbestand ...es wird nur auf die Tatobjekte Bezug genommen...nicht auf die Fremdheit...§ 306a II ist keine Qualifikation zu § 306...es ist also unerheblich, ob die Tatobjekte im Eigentum des Täters stehen oder nicht!!! hab ich jedenfalls so..natürlich mit quellenangabe....
also...könnte man § 306aII durchaus auch bei G prüfen....
09.03.2010, 18:16
Stimmt, etwas voreilig von mir. Hab aber noch 10 Seiten und nur noch 3 Brandstiftungsdelikte vor mir.
Hat wer den Sachverhalt abgetippt? Aus dem Adobe Reader kann ichs nicht kopieren. Kann ihn wer hier rein kopieren wenn wer das schon gemacht hat bitte.
(10.03.2010 20:04)Ahmos schrieb: Hat wer den Sachverhalt abgetippt? Aus dem Adobe Reader kann ichs nicht kopieren. Kann ihn wer hier rein kopieren wenn wer das schon gemacht hat bitte.
Was kriege ich denn dafuer? )))
Stefan (S) ist Eigentümer einer Immobilie am „Neuen Wall“ in Hamburg. Im Erdgeschoss des Gebäudes befindet sich ein Antiquitätengeschäft, das Stefan selbst betreibt. Im ersten Obergeschoss befinden sich zwei Wohnungen. Sie sind über ein Treppenhaus zu erreichen, dessen Eingang sich neben dem Geschäft befindet. Eine der beiden Wohnungen wird von dem älteren Ehepaar Reuter bewohnt; die andere Wohnung hat der Student Georg (G) angemietet.
Aufgrund der Finanzkrise laufen die Geschäfte Stefans sehr schlecht, so dass ihm erhebliche finanzielle Probleme entstehen. Nachdem er vergeblich versucht hat, bei der Bank einen neuen Kredit zu erhalten, entschließt er sich am 5. Februar 2010, seine Probleme selbst zu lösen und macht sich gegen 23 Uhr 30 auf zu seinem Geschäftslokal. Er beabsichtigt, in die Geschäftsräume „einzubrechen“, die letzten wertvollen Gegenstände zu „entwenden“, um am nächsten Tag bei der Polizei einen „Einbruch“ anzeigen und einen „Schaden“ bei seiner Versicherung melden zu können. Dabei spekuliert Stefan mit der Auszahlung einer Versicherungssumme, die ihm zumindest ein finanzielles Polster für die nächsten Monate bescheren werde.
Entsprechend diesem Plan hebelt Stefan die Eingangstür des Geschäftslokals mit einem Kuhfuß auf. Er betritt das Geschäft und steckt auf dem Weg ins Büro einige lieb gewonnene Kleinigkeiten, eine alte Spieluhr und ein Schmuckkästchen ein. Im Büro hebelt er den Tresor auf und entnimmt die letzten wertvollen Gegenstände, eine Münzsammlung im Wert von 3000 Euro und eine Halskette im Wert von 10.000 Euro sowie 1000 Euro Bargeld. Im Tresor findet Stefan zufällig eine Versicherungspolice. Nur um sicher zu gehen, dass der „Einbruchsschaden“ tatsächlich von der Versicherung gedeckt ist, liest er den Vertrag durch. Dabei stellt er fest, dass er in Höhe von 500.000 Euro auch gegen Brandschäden versichert ist. Nunmehr sieht er die Möglichkeit all seine Probleme zu lösen:
Er zündet mit seinem Feuerzeug die Vorhänge an, wobei er erkennt, dass die Vorhänge und die alten Möbel schnell Feuer fangen werden. Ebenso geht Stefan davon aus, dass sich das Ehepaar Reuter in seiner Wohnung aufhält; so hat er vor dem Betreten des Geschäftslokals das Licht im ersten Obergeschoss brennen sehen. Stefan nimmt an, dass die Reuters den „Einbruch“ nicht bemerkt haben und das Feuer, das sich über die Holztreppe bis zur Wohnung im Obergeschoss ausweiten könnte, möglicherweise zu spät wahrnehmen werden, um sich noch in Sicherheit zu bringen. Doch nimmt Stefan eine solche Entwicklung in Kauf. Er ist allerdings sicher, dass Georg unterwegs sei und mit Sachverlusten davon kommen werde.
Tatsächlich haben die Eheleute das Geschehen im Geschäftslokal nicht bemerkt. Das Feuer nehmen sie erst in dem Moment wahr, in dem ihre Wohnungseingangstür im Flammen steht. Der herbeigerufenen Feuerwehr gelingt es im letzten Moment, das Ehepaar über den Balkon zu retten. Beide müssen mit einer schweren Rauchvergiftung eine Woche lang stationär im Krankenhaus behandelt werden.
Georg kehrt gegen 1 Uhr von einer Studentenparty zurück und sieht die Feuerwehr vor dem Haus stehen. Entsetzt denkt er an die für die nächste Woche geplante New-York- Reise und die in seiner Wohnung befindlichen Reisenunterlagen (Reisepass und Flugticket). Um an diese Unterlagen zu gelangen, schleicht sich Georg an den Feuerwehrleuten vorbei ins Haus und versucht in seine Wohnung zu gelangen. Auf der brennenden Holztreppe wird er von einem herab fallenden Balken am Kopf getroffen und stürzt. Infolge der starken Rauchentwicklung wird er sofort ohnmächtig und verstirbt kurze Zeit später.
Stefan wird noch in der Nacht von der Polizei über die Vorfälle informiert, wobei die Polizei davon ausgeht, dass ein Einbrecher das Feuer gelegt habe.
Stefan meldet seiner Versicherung am 9.2.2010 den entstandenen Schaden. Zu einer Auszahlung der Versicherungssumme kommt es jedoch nicht: Stefan ist beim Aufhebeln der Tür von einem seiner Kunden (K) beobachtet worden, der seine Wahrnehmungen der Polizei mitteilt, nachdem er in der Zeitung von dem „Brand in einem Antiquitätengeschäft am Neuen Wall“ gelesen hat.
14.03.2010, 15:26
Sind alle bereits fertig? oder...
ich bin geade total Betriebsblind.
Vieleicht kann mir jemand helfen, auch wenn meine Fragen ein bißchen Doof sind!
Bezüglich des G habe ich jetzt § 306c geprüft bin mir aber nicht sicher ob ich den verneine oder nicht, habt ihr den zusätzlich auch den § 306b Abs.1 und Abs.2 und den § 306d geprüft obwohl sie dahinter zurücktreten????? Bitte helfen, sehe den wald vor lauter Bäumen nicht mehr.
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