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Timestamp: 2020-02-21 20:50:43+00:00

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Ausgabe Alle 02 | 2001 | 2012 | 1911 | 1910 | 1909 | 1908 | 1907 | 1906 | 1905 | 1904 | 19
Markowitz, Black-Scholes, Sharpe. Die Finanzmärkte sind zu komplex, als dass wir alle Mechanismen jederzeit durchdringen könnten.
Mit der Akademie wollen wir Ihnen die Möglichkeit bieten, theoretisches Hintergrundwissen aufzufrischen.
Denn Wissen ist der Boden, auf dem Ihre Ideen wachsen.
Airbag-Zertifikate – der Name sagt’s – bieten die Möglichkeit, mit einem Sicherheitspuffer an der steigenden Entwicklung des Basiswertes unbegrenzt zu partizipieren. FUNKTIONSWEISE Ein Airbag-Zertifikat ermöglicht die unbegrenzte Partizipation nach oben und schützt gleichzeitig mit einem Sicherheitspuffer nach unten. Steigt der Basiswert, partizipiert der Anleger direkt und unbegrenzt an der Entwicklung. Je nach Ausgestaltung kann auch mehr...
EIN KLASSISCHES STRUKTURIERTES PRODUKT Die Aktienanleihe zählt zu den klassischen strukturierten Produkten. Wie jedes strukturierte Produkt setzt sie sich aus zwei Komponenten zusammen, in diesem Fall aus einer festverzinslichen Anleihe und dem Verkauf einer Put-Option. FUNKTIONSWEISE Eine typische Aktienanleihe enthält einen oder mehrere Aktien als Basiswerte. Notieren diese Aktien am Bewertungstag über einem bestimmten Wert, mehr...
Ein Aktienindex ist eine Kennziffer zur Darstellung der Kursentwicklung oder Wertentwicklung (Performanceindex) einer definierten Gruppe von Aktien. Die einzelnen Gruppen werden anhand der Größe, Art oder Regionalität der Aktiengesellschaften zusammengestellt, um bestimmte Märkte und Teilmärkte möglichst repräsentativ abzubilden. Zu den bekanntesten Indizes zählen unter anderem der Dow Jones Industrial Average (30 der größten US-Unternehmen), S&P mehr...
Geschäfte, die Preis-, Kurs- oder Zinsunterschiede zwischen verschiedenen Märkten ausnutzen, um sichere Gewinne zu erzielen, nennt man Arbitrage-Geschäfte. Der Arbitrage-Prozess führt makroökonomisch zu einem Ausgleich bestehender Preis-, Kurs- und Zinsdifferenzen zwischen den Märkten. Die Voraussetzungen dafür sind asymmetrische Märkte oder Information. Da der mögliche Informationsvorsprung Einzelner mit der Einführung digitaler Informations- und Handelssysteme immer geringer mehr...
Bankgeschäft (Einlagen)
Einlagengeschäft im Sinne des § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 des Kreditwesengesetzes (KWG) ist die Annahme fremder Gelder als Einlagen oder anderer unbedingt rückzahlbarer Gelder des Publikums, sofern der Rückzahlungsanspruch nicht in Inhaber- oder Orderschuldverschreibungen verbrieft wird. Auf eine Verzinsung der Gelder kommt es nicht an. Die zweite Option wurde im Rahmen der mehr...
Das moderne Finanzwesen beruht im Wesentlichen auf zwei Grundannahmen: Der Mensch handelt als "Homo oeconomicus" grundsätzlich rational auf Basis der ihm bekannten Informationen und ist stets bestrebt, seinen Nutzen zu maximieren. Angebot und Nachfrage der so handelnden Akteure ergeben einen "fairen Preis" auf den Finanzmärkten. Diese Theorie stößt jedoch regelmäßig an ihre Grenzen, wenn es mehr...
Weil die EZB die Leitzinsen quasi auf null gesetzt hat, bringen klassische Staatsanleihen mit Top-Rating kaum noch Rendite. Auch Unternehmensanleihen sind derzeit wenig attraktiv verzinst und durch die geringe Stückelung bzw. hohen Mindestinvestitionssummen ein etwas sperriges Investment. Eine rentablere Alternative hierzu sind Bonitätsanleihen. Sie bieten kleinere Einstiegsbeträge und höhere Zinsen als klassische Unternehmensanleihen, bergen aber mehr...
Bonus-Zertifikate eignen sich wie Aktienanleihen besonders für seitwärts tendierende Märkte. Sie bieten die Möglichkeit mit einem Risiko-Puffer in eine Aktie oder einen Index zu investieren, ohne allerdings dabei das Aufwärtspotenzial bei starken Kursgewinnen des Basiswertes zu beschneiden. FUNKTIONSWEISE Bonus-Zertifikate beziehen sich immer auf einen Basiswert wie eine Aktie oder einen Index. Im Gegensatz zu Aktienanleihen mehr...
Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) beaufsichtigt Banken, Finanzdienstleister, Versicherer und den Wertpapierhandel. ZIELE Ziel der Aufsicht ist es, die Funktionsfähigkeit, Stabilität und Integrität des deutschen Finanzmarktes zu sichern. Bankkunden, Versicherte und Anleger sollen dem Finanzsystem vertrauen können. Daher achtet die BaFin darauf, dass die Marktteilnehmer sich an die einschlägigen Gesetze halten. AUFGABEN Als deutsche Allfinanzaufsicht mehr...
Der Zentralverwahrer, früher auch als Wertpapiersammelbank oder Kassenverein bezeichnet (englisch: Central Securities Depository (CSD), ist eine Gesellschaft, welche die Verwahrung und den Übertrag von Wertpapieren in Form effektiver Stücke oder von Bucheinträgen in Wertpapierdepots übernimmt. Für die deutschen und Luxemburger Wertpapiermärkte ist dies Clearstream, für die Schweiz SIX Group und für Österreich die Oesterreichische Kontrollbank mehr...
Collateral Secured Investments (COSI)
Ein strukturiertes Wertpapierprodukt ist der Rechtsform nach eine Inhaberschuldverschreibung. Das bedeutet, dass es zusätzlich zum Marktrisiko, also dem Risiko, dass sich die Basiswerte anders entwickeln als erwartet, auch ein Emittentenrisiko gibt. Fällt dieser aus, ist die Rückzahlung des Kapitals gefährdet. Daher kommt der Bonität eines Emittenten große Bedeutung bei der Auswahl geeigneter Zertifikate respektive bei mehr...
Cum-Ex-Geschäfte, auch Dividendenstripping genannt, sind Geschäfte, die aufgrund komplexer Transaktionen und Ausnutzung einer Gesetzeslücke doppelte Steuererstattungen auslösen. 2012 wurde diese Gesetzeslücke geschlossen beziehungsweise die Praxis der Steuerabführung so geändert, dass Cum-Ex-Geschäfte zumindest nach dem im Folgenden beschriebenen, üblichen Muster nicht mehr möglich sind. Grundlage der Cum-Ex-Geschäfte ist die Steuerbefreiung von Dividendenerträgen für Fonds oder Banken mehr...
In Deutschland geht meist die Inflationsangst um, aber auch das Gegenteil, die Deflation, ist nicht besser. Deflation (lat. Abschwellung) steht für immer weiter sinkende Preise, während Inflation die Verteuerung der Waren und Güter beschreibt. Deflation droht z.B. als Folge einer zu restriktiven Geldpolitik der Zentralbank. Aber auch wenn durch hohe Importüberschüsse große Geldmengen in das mehr...
Discount-Zertifikate eignen sich für Anleger, die eine grundsätzlich positive Markterwartung haben, kurzfristig aber eher von seitwärts tendierenden Kursen ausgehen. Anleger investieren damit mit einem Preisabschlag in eine Aktie oder einen Index, nehmen dabei allerdings eine Deckelung der Gewinnchance in Kauf. FUNKTIONSWEISE Discount-Zertifikate bilden die Kursentwicklung des Basiswertes 1:1 ab, allerdings erhalten Anleger einen Preisnachlass (Discount) mehr...
Der Duden umschreibt das Adjektiv "diskretionär" mit "dem Ermessen des Partners anheimstellend". Was also meint dann der Begriff "Diskretionäre Vermögensverwaltung"? Banken und andere Vermögensverwalter bieten privaten Kunden in der Regel ab einem liquiden Vermögen von mindestens 500.000 Euro eine auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnittene Vermögensverwaltung an, bei welcher der Kunde nicht mehr auf standardisierte Produkte mehr...
Der Duden beschreibt Diversifikation als "Veränderung, Abwechslung, Vielfalt". Das Wort leitet sich von mittellateinisch "diversificatum" beziehungsweise "diversificare" = verteilen her. Im strategischen Management von Unternehmen beschreibt Diversifikation die Ergänzung neuer Geschäftsfelder mit dem Ziel, Wachstum zu generieren und einen Risikoausgleich zu schaffen. Im Bereich der Kapitalmarkttheorie wird Diversifikation als Streuung des Vermögens auf mehrere Anlageobjekte mehr...
"Emerging Markets" oder der synonym verwendete deutsche Begriff "Schwellenländer" bezeichnet "aufstrebende" Entwicklungsländer an der "Schwelle" zur voll entwickelten Industrienation. Es gibt allerdings keine präzise, international gültige Definition. Der Internationale Währungsfonds (IWF) beschreibt Emerging Markets als "The capital markets of developing countries that have liberalized their financial systems to promote capital flows with nonresidents and are mehr...
Bei strukturierten Produkten spielt das Emittentenrisiko immer eine wichtige Rolle. Eine Möglichkeit dieses zu reduzieren, sind die bereits in Ausgabe 6/2013 vorgestellten Collateral Secured Instruments (COSI®). Doch nicht alle Produkte lassen sich mit solch einer Struktur abbilden. Dennoch lässt sich die Bonität eines Emittenten und damit das entsprechende Emittentenrisiko recht zuverlässig bewerten. Das einfachste Mittel mehr...
ESG steht als Abkürzung für „Environment, Social, Governance“, also Umwelt, Soziales und Unternehmensführung und wird als Synonym für Kriterien zur nachhaltigen Geldanlage verwendet. Der Begriff ESG-Kriterien hat sich international etabliert, um auszudrücken, ob und wie in Unternehmen oder bei Kapitalanlageprodukten Nachhaltigkeit im Sinne ökologischer und sozial-gesellschaftlicher Aspekte sowie der Art der Unternehmensführung berücksichtigt wird. Allerdings mehr...
Express-Zertifikate bieten eine komfortable Möglichkeit, auf die Seitwärtsbewegung eines Basiswertes zu setzen. FUNKTIONSWEISE Mit Express-Zertifikaten setzt der Anleger auf die Entwicklung eines bestimmten Basiswertes wie eines Aktienindexes, -korbs oder einer einzelnen Aktie. Üblicherweise haben Express-Zertifikate eine Laufzeit von mehreren Jahren. Jedes Jahr wird an einem bestimmten Stichtag geprüft, ob der Stichtagskurs über dem Kurs bei mehr...
Der Begriff "Family Office" hat einen exklusiven Nimbus und wird daher gern von diversen Marktakteuren benutzt. Nicht jeder ist jedoch tatsächlich ein Family Office im engeren Sinne. Der Begriff ist weder gesetzlich definiert noch anderweitig geschützt. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) definiert im Merkblatt zur Erlaubnispflicht gemäß § 32 Abs. 1 KWG für Family Offices mehr...
DEFINITION Der Begriff „Finanzinstrumente“ wird in § 2 (2b) WpHG und § 1 (11) KWG definiert. Im Wesentlichen zählen zu den Finanzinstrumenten: Aktien und andere aktienähnliche Unternehmensanteile sowie Zertifikate, die Aktien oder Aktien vergleichbare Anteile vertreten, Vermögensanlagen im Sinne des Vermögensanlagengesetzes mit Ausnahme von Genossenschaftsanteilen, Schuldtitel, insbesondere Genussscheine, Inhaberschuldverschreibungen, Orderschuldverschreibungen und ähnliche handelbare Rechte mit mehr...
Zentralbanken pflegen heutzutage eine relativ öffentliche Kommunikation und informieren regelmäßig über ihre geldpolitischen Entscheidungen. Dabei geben sie sowohl einen erklärenden Rückblick, als auch einen Ausblick auf mögliche künftige Entscheidungen. Die Kommunikation über den wahrscheinlichen zukünftigen Kurs der Geldpolitik wird als "Forward Guidance" bezeichnet. Diese ist für viele Einzelpersonen und Unternehmen ein wichtiges Kriterium, um Entscheidungen mehr...
Der ifo Geschäftsklimaindex ist ein vielbeachteter Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland. Er basiert auf der monatlichen Befragung von ca. 9.000 Unternehmen aus den Sektoren Verarbeitendes Gewerbe, Dienstleistungen, Bauhauptgewerbe, Großhandel und Einzelhandel. Die Unternehmen beurteilen ihre gegenwärtige Geschäftslage mit "gut", "befriedigend" oder "schlecht" und ihre Geschäftserwartungen für die nächsten sechs Monate als "günstiger", "gleich mehr...
Index-Zertifkate setzen auf die breite Streuung eines ganzen Marktes. Mit ihnen partizipiert der Anleger eins zu eins an der Entwicklung eines Börsenindex, ohne die zugrunde liegenden Aktien tatsächlich zu kaufen. FUNKTIONSWEISE Index-Zertifikate beziehen sich – der Name sagt es bereits – immer auf einen Index. Dieser kann sich wie der DAX oder Dow Jones auf mehr...
Die Notwendigkeit einer Reform des bestehenden Investmentsteuerrechts wurde bereits im Jahr 2011 durch die Finanzministerkonferenz der Länder (FMK) festgestellt und eine entsprechende Arbeitsgruppe beauftragt, die 2012 ihren Bericht vorlegte. Ein 2014 veröffentlichtes Gutachten des Forschungsinstituts „Copenhagen Economics“ untersuchte die zu erwartenden Konsequenzen und kam zu dem Schluss, dass durch die Reformvorschläge keine negativen Auswirkungen auf mehr...
Das IS-LM-Modell (Investment-Saving / Liquidity preference-Money supply) oder Güter-Geldmarkt-Modell ist ein makroökonomisches Fixpreismodell zur Erklärung der Nachfrageseite einer geschlossenen Volkswirtschaft unter der Annahme flexibler Löhne. Es ist die bekannteste Interpretation des Keynesianismus und wird im Hicks-Diagramm (Zins-Einkommen-Diagramm) visualisiert. John R. Hicks veröffentlichte es bereits im April 1937 kurz nach dem Erscheinen des Standardwerkes von John Maynard mehr...
Kapitalschutz-Zertifikate eignen sich für konservative Anleger, die eine bestimmte Markterwartung mit einem hohen Sicherheitsbedürfnis verbinden. Je nach Variante wird die Rückzahlung des Nominalbetrags ganz oder teilweise durch den Emittenten zum Laufzeitende garantiert. Bei einem früheren Verkauf des Papiers kann es trotz Garantie zu Verlusten kommen. FUNKTIONSWEISE Ein Kapitalschutz-Zertifikat entspricht im Wesentlichen der Kombination einer sicheren mehr...
Den Grundstein der nach ihm benannten und mit der zweiten etablierten "klassischen" Wirtschaftslehre der Angebotspolitik konkurrierenden Theorie der Volkswirtschaftslehre legte der britische Nationalökonom John Maynard Keynes (* 1883, † 1946) in seinem 1936 veröffentlichten Werk „Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes“. Keynes zeigte auf, dass Angebot und Nachfrage nicht automatisch zu einem mehr...
Das 1962 von den Ökonomen Robert Mundell und Marcus Fleming unabhängig voneinander entwickelte Modell basiert auf dem IS-LM-Modell, erweitert dieses jedoch um den Außenhandel und beschreibt damit eine offene Volkswirtschaft. Mit Hilfe des Modells lassen sich die Auswirkungen verschiedener wirtschaftspolitischer Optionen auf eine kleine Volkswirtschaft simulieren, die mit anderen Ländern durch Handel und grenzüberschreitende Kapitalströme mehr...
Kaum ein Begriff hat in den letzten Jahrzehnten solch eine fast schon inflationäre Nutzung erfahren wie "nachhaltig" beziehungsweise "Nachhaltigkeit". Im Zuge des Klimawandels und dem erklärten Ziel der Energiewende wurde der Begriff populär. Die erste schriftliche Erwähnung des Begriffs wird Hans Carl von Carlowitz (1645 – 1714) zugeschrieben, der den Gedanken der Nachhaltigkeit in der mehr...
Das nachrangige Darlehen (auch Nachrangdarlehen) hat seinen Ursprung in der Unternehmensfinanzierung. Es ist ein Darlehen an ein Unternehmen, dessen Rückerstattung im Fall der Liquidation oder Insolvenz des Unternehmens erst dann durchgeführt werden darf, nachdem das sonstige (nicht nachrangige) Fremdkapital zurückgezahlt wurde. Auch nachrangige Darlehen müssen jedoch vor dem Eigenkapital rückerstattet werden, d. h. Gesellschafter dürfen mehr...
In dem Rundschreiben 10/2012 (BA) – „Mindestanforderungen an das Risikomanagement – MaRisk“ an alle Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute in der Bundesrepublik Deutschland konkretisiert die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) den praxisnahen Rahmen für die Ausgestaltung des Risikomanagements der Institute nach § 25 a Kreditwesengesetz (KWG). Das Rundschreiben enthält unter AT 8.1 die Definition eines Neu-Produkt-Prozesses, der sicherstellen mehr...
Outperformance-Zertifikate bieten eine gute Möglichkeit, überproportional an der Steigerung des Basiswertes in einem positiven Marktumfeld zu partizipieren. FUNKTIONSWEISE Ein Outperformance-Zertifikat ermöglicht die überproportionale Partizipation an einer Steigerung des Basiswertes durch einen definierten Hebel. Steigt der Kurs des Basiswertes bis zum Stichtag über den Ausgangswert, erhält der Anleger den um die Partizipationsrate multiplizierten Gewinn. Fällt der mehr...
Quantitative Easing (QE) oder quantitative Lockerung ist ein außerordentliches, unkonventionelles Instrument der Geldpolitik von Zentralbanken, das zum Einsatz kommt, wenn das übliche Instrument der Zinssenkungen bereits weitgehend ausgenutzt wurde. Das übergeordnete Ziel des Quantitative Easing ist die Bekämpfung deflationärer Tendenzen. Beim Quantitative Easing kauft die Zentralbank große Mengen an Staats- und Unternehmensanleihen am Markt auf. mehr...
In den vergangenen Ausgaben haben wir Ihnen an dieser Stelle unterschiedliche Zertifikate-Typen und deren Funktionsweise vorgestellt. Nun wollen wir uns einem neuen Thema widmen – den Risikokennzahlen. Keine Rendite ohne Risiko. Eine Investitionsentscheidung ist dann vorteilhaft, wenn die erwartete Rendite über der am Markt erhältlichen sicheren Verzinsung zuzüglich einer angemessenen Risikoprämie liegt. Wann aber ist mehr...
"Robo-Advice" als Dienstleistung beziehungsweise "Robo-Advisor" als entsprechende Anwendung haben sich als Begriffe im Finanzdienstleistungssektor etabliert. Gemeint ist die automatisierte ("Roboter") Finanzberatung ("Advice") auf Basis digitaler Verfahren. Nach der entsprechenden Definition der BaFin sind ihnen allen zwei Merkmale gemein: Zum einen sind sie vollkommen digital und kommen weitestgehend ohne menschliches Einwirken in den Beratungsprozess aus. Zum mehr...
Der Handel mit Rohstoffen ist so alt wie die Menschheit. Und auch Rohstoff-Zertifikate gibt es bereits seit der Antike. So wurden bereits bei den alten Griechen Warentermingeschäfte mit Oliven und bei den Römern mit Weizen getätigt. FUNKTIONSWEISE Heute bieten etablierte Emittenten viele gängige Zertifikate-Arten wie beispielsweise Bonus- oder Discount-Zertifikate auf Rohstoffindizes oder bestimmte, zusammengestellte Rohstoffkörbe mehr...
Schuldscheindarlehen werden in der Praxis als Kapitalmarktinstrument eingesetzt, sind aber kein Wertpapier, sondern eine spezielle Form eines Darlehensvertrages nach § 488 ff. BGB. Es handelt sich in der Regel um mittel- bis langfristige Kredite, deren Vertragswerk in seinen Bedingungen dem von Anleihen ähnelt. Das Darlehen ist derart strukturiert, dass es einem Wertpapier so nah wie mehr...
HERKUNFT DES BEGRIFFES Der Begriff der Schwankungsreserve stammt aus dem Sozialgesetzbuch, wurde dort aber 2003 durch den Begriff der Nachhaltigkeitsrücklage ersetzt. Nach § 216 SGB VI sind die Träger der allgemeinen Rentenversicherung verpflichtet, eine Nachhaltigkeitsrücklage aus überschüssigen Betriebsmitteln und Rücklagen vorzuhalten, um unterjährige Defizite und saisonale Einnahmenschwankungen über das Versicherungsjahr auszugleichen. Kurzfristige Beitragssatzanpassungen sollen so mehr...
Die Sharpe-Ratio, auch Reward-to-Variability-Ratio genannt, ist eine Risikokennzahl. Sie setzt die so genannte Überrendite, also den Teil der Rendite einer Kapitalanlage, der den risikofreien Zinssatz übersteigt, ins Verhältnis zum Risiko. Das Risiko wird hierbei durch die Volatilität bzw. Standardabweichung der historischen Renditen ausgedrückt. Die Sharpe-Ratio kann bei der Investitionsentscheidung zwischen mehreren Anlagealternativen oder der Zusammenstellung mehr...
Als Spread wird die Spanne (engl. spread) zwischen dem Verkaufskurs und dem Rücknahmekurs eines Zertifikates oder sonstigen Wertpapiers bezeichnet. Bei der Emission kauft der Anleger zum aktuellen Verkaufs- oder Briefkurs. Will er das Wertpapier zurückgeben, nimmt der Emittent das Produkt zu einem geringfügig höheren Rücknahme- oder Geldkurs zurück. Bei Zertifikaten orientiert sich der Spread meist mehr...
Sprint-Zertifikate bieten die Möglichkeit, überproportional an einer moderaten Steigerung des Basiswertes zu partizipieren. FUNKTIONSWEISE Ein Sprint-Zertifikat ermöglicht die überproportionale Partizipation an einer Steigerung des Basiswertes bis zu einer definierten Schwelle, dem Cap. Steigt der Kurs des Basiswertes bis zum Stichtag über den Cap, bleibt der Kurs für den Sprint-Zertifikate-Anleger eingeloggt. Fällt der Basiswert, partizipiert der mehr...
Staaten benötigen ebenso Kapital wie Unternehmen. Und sie können es sich wie diese von privaten oder professionellen Investoren leihen. Das zu Unternehmensanleihen analoge Instrument sind Staatsanleihen, auch Staatsobligationen beziehungsweise im Englischen "sovereign bonds" oder "government bonds" genannt. Dabei handelt es sich um Inhaberschuldverschreibungen, die der Staat als Schuldner herausgibt und die Investoren als Gläubiger kaufen mehr...
Stückzinsen fallen beim Kauf von festverzinslichen Wertpapieren während der Laufzeit an, wenn der Käufer das Wertpapier zwischen zwei Zinsterminen beziehungsweise zwischen Emission und erstem Zinstermin erwirbt. Die bis zum Kaufdatum des Wertpapieres aufgelaufenen Zinsen, stehen dem Verkäufer der Anleihe zu. Die Stückzinsen entsprechen der Verzinsung pro Jahr multipliziert mit dem Nennbetrag und dem Verhältnis der mehr...
Heute gilt das (erweiterte) IS-LM-Modell als nicht mehr zeitgemäß, um die Auswirkungen der Geld- und Fiskalpolitik zu beschreiben. Es unterstellt, dass der Staat über die Notenbank das Ziel einer konjunkturellen Glättung verfolgt, also in schwachen Konjunkturphasen Anreize setzt und diesen Aufwand in starken Phasen finanziert. Doch tatsächlich verfolgen Notenbanken heute definierte Inflationsziele und legen den mehr...
Anleihen sind für ein Unternehmen ein klassisches Mittel zur Aufnahme von Fremdkapital. Als Schuldverschreibung verbriefen Anleihen das Recht auf eine Rückzahlung und bestimmte Verzinsung des überlassenen Kapitals. Während Anleger durch den Kauf von Aktien (Mit-) Eigentümer des Unternehmens werden, sind die Inhaber von Anleihen Gläubiger. Der Unterschied zum Kredit liegt im öffentlichen Angebot der Anleihen, mehr...
Der Value at Risk ist ein Standardrisikomaß und wird vor allem im Risikomanagement von Vermögensverwaltern eingesetzt. Der Wert im Risiko oder englisch Value at Risk (VaR) gibt an, welchen Wert der Verlust einer bestimmten Risikoposition (z. B. eines einzelnen Wertpapiers oder auch eines Portfolios von Wertpapieren) mit einer festgelegten Wahrscheinlichkeit (Konfidenzniveau) innerhalb einer gegebenen Zeitspanne mehr...
Verbriefungen, auch Asset Backed Securities (ABS) genannt, sind mit Rechten besicherte Wertpapiere, über die Investoren mittelbar an illiquiden Vermögenswerten wie Darlehen, Forderungen oder anderen Zahlungsströmen partizipieren. Banken, Asset Manager oder Unternehmen können so die entsprechenden Assets refinanzieren. Dazu verkauft der sogenannte Originator die Darlehen, Forderungen oder anderen Zahlungsströme beziehungsweise die daraus resultierenden Rechte an eine mehr...
DEFINITION Nach §1 (2) Vermögensanlagegesetz (VermAnlG) sind Vermögensanlagen im Sinne dieses Gesetzes „nicht in Wertpapieren im Sinne des Wertpapierprospektgesetzes verbriefte und nicht als Anteile an Investmentvermögen im Sinne des § 1 Absatz 1 des Kapitalanlagegesetzbuchs ausgestaltete Anteile, die eine Beteiligung am Ergebnis eines Unternehmens gewähren, Anteile an einem Vermögen, das der Emittent oder ein Dritter mehr...
Die Volatilität beschreibt die Schwankung der Rendite bzw. des Kurses eines Anlageobjektes um den Mittelwert. Die Volatilität eines Basiswertes beeinflusst die Höhe des Coupons und den Preis eines Zertifikates wie beispielsweise einer Aktienanleihe. Je höher die Volatilität des Basiswertes, desto höher der Coupon. Nimmt die Volatilität des Basiswertes während der Laufzeit ab, erhöht sich der mehr...
Volatilitätsindizes (VIX, VSTOXX, VDAX)
Die Volatilität ist ein Maß für die Unsicherheit in bestimmten Märkten. Es gibt zwei verschiedene Ansätze zur Schätzung der Volatilität. Historische Volatilität beinhaltet die Messung der Standardabweichung der historischen Schlusskurse für ein bestimmtes Wertpapier über einen bestimmten Zeitraum. Implizite Volatilität wird dagegen von Optionspreisen abgeleitet; sie bildet die Erwartungen und Annahmen der am Handel beteiligten mehr...

References: § 1
 § 32
 § 2
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 § 25
 § 488
 § 216
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