Source: https://www.kastenkobold.de/DSGVO.htm
Timestamp: 2018-05-24 04:04:49+00:00

Document:
Müssen die Personen informiert werden?
Ja wenn möglich und nein wenn ein unverhältnismäßiger Aufwand entstehen würde....
In den letzten Tag habe ich soviel gelesen, das mir mittlerweile der Kopf raucht!
Ich habe Anwälte gefragt was Sie zu dem oder dem meinen und musste mir ein verlegenenes Gestammel anhören.
Also spannend ist die Frage, ob ein Fotograf verpflichtet ist, die abgelichteten Personen nach Art. 13 oder Art. 14 zu informieren.
Hierzu bieten sich zwei Lösungen an, die beide zum gleichen praktischen Ergebnis führen:
Die erste stützt sich auf Art. 11 DSGVO. Vereinfacht dargestellt ist der Fotograf nicht verpflichtet, die auf seinem Foto abgelichteten Personen zu identifizieren, nur um ihnen die Informationen nach Art. 13 und 14 DSGVO zukommen zu lassen. Denn die Identifizierung der Personen würde einen tieferen Eingriff in ihr Persönlichkeitsrecht darstellen, als die eigentlich geforderte Informationsübermittlung.
Aber auch wenn dieser Ansicht nicht gefolgt werden sollte, schafft die zweite Lösung Abhilfe. So ist zunächst zwischen einer Anwendbarkeit von Art. 13 und Art. 14 DSGVO zu unterscheiden, da sich diese gegenseitig ausschließen. Art. 14 Abs. 5 enthält im Gegensatz zu Art. 13 eine Ausnahme von der Informationspflicht.
Dass Personen nicht informiert werden müssen, wenn die Personenbeziehbarkeit für den Fotografen nicht möglich ist oder das Informieren nur mit einem unverhältnismäßigen Aufwand einhergeht klingt zwar gut was man da in Hamburg interpretiert, jedoch nützt das herzlich wenig wenn man morgen Post vom Anwalt im Briefkasten hat.
Dann muss der Fotograf nachweisen, das es Ihm nicht möglich war die zuerkennende Person zu fragen.
Meine Oma (Gott habe sie selig) meinte immer: Kind was Du schwarz auf weiß hast, kannst Du getrost mit nach Hause nehmen. Soll heißen: Wenn ich eine schriftliche Einverständniserklärung habe, dann bin ich erst mal auf der sicheren Seite, denn ich habe keine 400 Euro für den Anwalt und etwa 20.000 Euro pro Fall.
Um ganz sicher zu gehen habe ich bereits zwei Seiten vom mir zugemacht. Das ist die letzte die ich noch online habe!
Liebe Anwälte.
Ich bin Hobby Fotograf und verdiene kein Geld mit den Bildern. Bei mir ist also auch nichts zu holen. Wenn jemanden irgend etwas missfällt so kann man mich kontaktieren und ich werde mich dem Anliegen annehmen!
Kein Tätigwerden ohne Auftrag!
Und es gibt da auch noch die Verhältnismäßigkeit!
Wenn ein Problem mit eins zwei Nachrichten zu lösen ist, so bedarf es keinen Anwalt.
Das wäre unverhältnismäßig!
Wer ab dem 25.05.2018 von mir abgelichtet werden möchte, hat bitte folgendes mit zubringen:
PDF - Einverständniserklärung im Rahmen der DSGVO
Ich werde dies so schnell wie möglich in einer angemessenen Zeit berücksichtigen.
Bei einem Auslandsaufenthalt, kann dies jedoch etwas dauern.
Wer in die Kamera lächelt, hat so durch Handlung seine Zustimmung gegeben.
Leider reicht das nicht aus und die Veranstalter möchten ebenfalls eine gewisse Rechtsicherheit.
Daher bitte das PDF ausdrucken, ausfüllen und mitbringen.

References: Art. 13
 Art. 14
 Art. 11
 Art. 13
 Art. 13
 Art. 14
 Art. 14
 Art. 13