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Timestamp: 2017-05-26 06:11:45+00:00

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SCHW ZER GEWERBE. Verbandsorgan des KSGV.CH. Revision Raumplanungsgesetz Minder-Initiative ist Gefahr für KMU s Gastreferat
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1 SCHW ZER GEWERBE Verbandsorgan des KSGV.CH Revision Raumplanungsgesetz Minder-Initiative ist Gefahr für KMU s Gastreferat BBZG ist ein verlässlicher Partner Fachforum KSGV-Verbandstätigkeiten 2013 Berufsporträt Kleiner Aufwand Hohe Effizienz NEU IT-NEWS: Office 365 was, wozu und für wen? Partner AZB 6410 Goldau2 Seite 1 Geschätzte Kundin, geschätzter Kunde, für das kommende Jahr wünschen wir Ihnen nur das Beste, viel Gesundheit, Glück, Erfolg und Wohlergehen. Generalagentur Fredy Inderbitzin Zeughausstrasse Schwyz Tel Fax Pius Waser Niederlassungsleiter Gewerbe-Treuhand AG Bodenstrasse Küssnacht am Rigi Tel Dienstleistungen für KMU: Treuhandberatung Unternehmensberatung Rechtsberatung Steuerberatung Immobilienmanagement Wirtschaftsprüfung Informationstechnologie Globales Netzwerk Generalagentur Gerhard Vogt Sagenriet Lachen Tel Fax BERUFSBILDUNGSZENTRUM GOLDAU LIEBE LESERINNEN LIEBE LESER EDITORIAL Am 3. März 2013 können Sie über die Sanierung der Turnhalle und der Schulraumerweiterung des Berufsbildungszentrum Goldau (BBZG) abstimmen. Dafür muss ein Kredit von 9.4 Millionen bewilligt werden. Im BBZG erhalten über 1300 Lernende ihren Pflichtunterricht. Der Kredit umfasst nicht nur die dringend notwendige Sanierung der Turnhalle, sondern auch die Erstellung von heute fehlenden Schulräumen. Vorgesehen sind fünf Schulräume, wovon zwei für den naturwissenschaftlichen Unterricht benötigt werden. Die restlichen Zimmer dienen Brückenangeboten (z.b. für Schulabgänger ohne Lehrstelle) und werden den gestiegenen Anforderungen der Ausbildung zu diversen Berufen gerecht. Damit sind für die nächsten Jahre die Grundvoraussetzungen für eine solide Berufsausbildung unserer Jugend erfüllt. Mit Ihrer Zustimmung erhalten wir die Möglichkeit, die Qualität des Berufsbildungsunterrichts gemäss den heutigen Bedürfnissen auf einem hohen Niveau zu halten. Ein JA zur Vorlage ist somit ein wichtiger Beitrag an unser Berufsbildungssystem, welches über die Landesgrenzen hinweg hohe Beachtung hat. Kantonsrat Walter Züger Präsident Kantonsrätliche Gewerbegruppe Zusammen erfolgreich. 33 Partner Revision Raumplanungsgesetz Minder-Initiative ist Gefahr für KMU s Gastreferat BBZG ist ein verlässlicher Partner Fachforum KSGV-Verbandstätigkeiten 2013 Berufsportrait Kleiner Aufwand Hohe Effizienz NEU IT-NEWS: Office 365 was, wozu und für wen? aus dem INHALT Partner für Bau und Handwerk arthurweber.ch Verantwortung übernehmen klimaneutral drucken Schmiedgasse Schwyz Tel Fax GEWERBE BERUFSBILDUNG GEWERBEPOLITIK 16 PRÄSIDENTENKONFERENZ Die Präsidenten des KSGV fassten in Biberbrugg die Parolen 22 BERUFSPORTRÄT Kunststofftechnologe Beruf in zukunftsträchtiger Branche 09 GASTKOMMENTAR NATIONALRÄTIN PETRA GÖSSI «Wachstum ist nicht des Teufels» UNSERE MARKEN: Garage-Reichlin AG Grepperstr Küssnacht am Rigi T Recycling & Umweltservice Unteraltberg 5 Tel Bennau Fax AG Entsorgung Recycling Muldenservice Containerservice Kanalunterhalt Kanalinspektion Natursteine / Kies TISCHMESSE SCHWYZ Grosserfolg der «Business-to-Business» Ausstellung 24 BERUFSFACHSCHULE GOLDAU Sanierung und Erweiterung des BBZG 10 NEIN ZU HORRORMIETEN Abstimmung vom 3. März HGVF BETRIEBSBESICHTIGUNG Traditionelle Betriebsbesichtigung im Seedamm Plaza 28 TRAIN FOR EUROPE Das Projekt kommt gut voran 34 CVP WIRTSCHAFTSTAGUNG 23. Wirtschaftstagung zum Thema: «Siedlung und Verkehr» FACHFORUM Sie fragen, wir antworten SCHW ZER GEWERBE Verbandsorgan des KSGV.CH AZB 6410 Goldau IMPRESSUM Nr Jahrgang Herausgeber: Kantonal-Schwyzerischer Gewerbeverband KSGV.CH, Chefredaktor: Ernst Sidler, Gribschrain 16, 6403 Küssnacht, Telefon , Realisation, Druck und Versand: Kaelin Druck, Postfach 368, 6410 Goldau Design und Grafikkonzept: spaeni grafik+kommunikation, 8854 Siebnen Mediadaten Monatsmagazin an über 2400 persönlich adressierte Gewerbebetriebe im Kanton Schwyz, Titelbild Die CVP-Wirtschaftstagung 2013 beleuchtete mit politisch Verantwortlichen und ausgewiesenen Fachleuten die komplexe Thematik «Siedlung und Verkehr», benannte die wichtigsten Chancen und Risiken in der Raumplanung und diskutierte mögliche Lösungen 54 Siedlung und Verkehr Die CVP-Wirtschaftstagung 2013 beleuchtete mit politisch Verantwortlichen und ausgewiesenen Fachleuten die komplexe Thematik «Siedlung und Verkehr», benannte die wichtigsten Chancen und Risiken in der Raumplanung und diskutierte mögliche Lösungen. Wieweit muss die regionale Siedlungsentwicklung dabei auf die künftigen Bedürfnisse der nationalen Verkehrsinfrastruktur Rücksicht nehmen? Welche Konsequenzen hat es, wenn der Bund Investitionen über Jahrzehnte hinausschiebt, mit dem Risiko, dass wegen der Bewältigung des internationalen Verkehrs der regionale Nutzen der Achsen verloren geht? Verdrängt langfristig der internationale Reise- und Güterverkehr den Regionalverkehr von der Schiene? An der 23. Wirtschaftstagung der CVP wurden zu diesen Fragen mögliche Lösungen diskutiert. 6 75 Wachstum ist nicht des Teufels GASTKOMMENTAR In der Dezember-Ausgabe des SCHWYZER GEWERBE hat Karl Lüönd als Gastkommentator eindrücklich aufgezeigt, dass es die staatlichen Umverteilungsapparate sind, die über Wohlstand und Aufstiegsmöglichkeiten entscheiden. Die Zahl derjenigen, die von staatlichen Transferleistungen profitieren, wächst immer mehr. Sobald wir mehr Nehmer als Geber haben, wird unser System kippen. Der soziale Frieden ist gefährdet. Find U Dieser Mechanismus zeigt sich auch in der NFA. Eine Übermacht an Nehmern bestimmt über eine Minderheit von Gebern, zu denen auch unser Kanton zählt. Wir kennen die Folgen: Unser kantonales Defizit entspricht in etwa dem Betrag, den wir in die NFA einbezahlen müssen. Das heisst, wir müssen uns wegen anderen, die eine bedeutend höhere Staats- und Fiskalquote haben, massiv einschränken, sparen und den Gürtel enger schnallen. Es darf und kann aber nicht sein, dass wir deshalb wichtige Investitionen aufschieben. Damit würgen wir über kurz oder lang den Lebensnerv des Gewerbes ab. Wer JA zu Mobilität und zu Innovation sagt, muss auch darum bemüht sein, die dafür notwendigen Infrastrukturen bereit zu stellen. Eine Diskussion über die Begrenzung des Wachstums durch Vertreibung Explosion der Preise für bereits bestehenden Wohnraum führen. Der Kanton Schwyz ist aufgrund seiner vielfältigen und eindrücklichen Landschaft und seiner Nähe zu Zürich für viele Neuzuzüger attraktiv. So lange heutige Eigenheimbesitzer nicht bereit sind, ihre Wohnungen und Liegenschaften günstig an Einheimische zu vermieten und zu verkaufen, sondern sich immer nach dem bestmöglichen Marktpreis richten, werden sie die grossen Gewinner der neu angedachten kantonalen Wachstumspolitik sein, weil es schlicht und einfach infolge der Migration zu einer Wohnraumverknappung kommen wird. Drittstaateneinwanderung wurde in einem ersten Schritt durch eine Verschärfung des Asylgesetzes beschränkt. Dies ist aber nur ein Tropfen auf den heissen Stein. Im Weiteren müsste das Freizügigkeitsabkommen mit der antwortung des Kantons liegt. Dabei ist auf die Bedürfnisse des Gewerbes einzugehen, denn nur so können Arbeitsplätze im Kanton geschaffen werden. Kantonale Baugesetze sind so auszugestalten, dass kompakt, schnell, unkompliziert und damit günstiger gebaut werden kann. Bereits bestehende, ungenutzte Flächen sind ohne lange Bewilligungsverfahren zu aktivieren. Wenn dabei nicht vergessen wird, dass der Natur immer auch Raum zu lassen ist, weil dies unseren Lebensraum erst lebenswert macht, dann gehören alle zu den Gewinnern einer neuen Wachstumspolitik. Petra Gössi, Nationalrätin FDP SZ Ihre Bauunternehmung AUFDERMAUR Söhne AG 6431 SCHWYZ Tel Fax print and more RIEDWEG GMBH KOPIERCENTER SCHWYZ «Eine Übermacht an Nehmern bestimmt über eine Minderheit von Gebern.» guter Steuerzahler, wie sie in den letzten Wochen in unserem Kanton angeregt wurde, zielt ebenfalls in eine falsche Richtung. Die groben Züge der Wachstumspolitik werden auf Bundesebene bestimmt. Entscheidend bei der Diskussion über Wachstum ist die Migrationspolitik. Einwanderinnen und Einwanderer benötigen ebenfalls Platz zum Leben. Deshalb werden eine kantonale Begrenzung von Bauzonen und eine Verweigerung einer sinnvollen Weiterentwicklung der Infrastruktur ohne weitere Massnahmen automatisch zu einer EU schärfer ausgelegt und umgesetzt werden. Die Aufenthaltsbewilligungen sind erst nach erfolgter Probezeit zu erteilen, Arbeitslosigkeit ist zu melden und die Aufenthaltsbewilligung ist an die Dauer des Arbeitsverhältnisses anzubinden. Zudem ist innerstaatlich das Schweizer Arbeitskräftepotenzial auszuschöpfen und eine Verakademisierung der Berufe zu verhindern. Zersiedelung ist zu verhindern, aber nicht durch eine Verknappung des Baulandes, sondern durch eine sinnvolle Richtplanung, die in der Ver- Petra Gössi ( ) gehört seit den Parlamentswahlen 2011 dem Nationalrat an. Dort ist sie u.a. Mitglied der Finanzkommission und Stellvertreterin in der Immunitätskommission. 96 NEIN zu Horrormieten auf engstem Raum Am 3. März 2013 stimmen das Schweizervolk über eine Teilrevision des Raumplanungsgesetzes (RPG) ab. Die Gesetzesrevision ist völlig missraten und geht in wesentlichen Punkten sogar noch über die Anliegen der Landschaftsinitiative, als deren Gegenvorschlag die Gesetzesrevision gedacht ist, hinaus. Bodenpreise und Mieten explodieren In städtischen Gebieten und Agglomerationen, aber auch in touristischen Gegenden sind viele Wohnungen für Familien und den Mittelstand bereits heute nicht mehr bezahlbar. Diese Entwicklung würde sich mit dem neuen RPG zusätzlich verschärfen. Die RPG-Revision will die Bauzonen begrenzen: Nur für den «voraussichtlichen Bedarf für 15 Jahre» darf Bauland eingezont bleiben. Diese künstliche Verknappung des Baulands heizt die Bodenpreise an. Ein Anstieg der Bodenpreise bedeutet auch höhere Mietkosten. ANZEIGE Ein überparteiliches Komitee unter Leitung des Schweizerischen Gewerbeverbandes sgv sagt «NEIN» zum Raumplanungsbefehl aus Bern. Mit der Revision zum Raumplanungsgesetz drohen höhere Mieten, Wertverluste in der Höhe von 37 Milliarden Franken, zusätzliche Steuern und Abgaben. Ein «NEIN» verhindert zudem eine zentralistische Raumplanung, die Gemeinden und Kantone bevormundet. Nein zum Raumplanungsbefehl aus Bern Die Raumplanung ist traditionell eine Aufgabe von Gemeinden und Kantonen: Der 13:45 Bund Uhr gibt Seite nur 7 die Januar-Ins_Layout 1 Leitplanken vor. Diese Arbeitsteilung ist sinnvoll und zielführend. Denn die Situation in der Stadt Genf ist anders als im Entlebuch, die Siedlungsstruktur der Stadt Basel grundverschieden von jener im Kanton Appenzell Innerrhoden. Ohne die regionalen Gegebenheiten zu kennen und zu berücksichtigen würde der Bund mit der RPG Revision schweizweit alle Gebiete über den gleichen Leist schlagen und den Kantonen detaillierte, einheitliche Vorschriften aufzwingen. Gemeinden und Kantone werden bevormundet. Eingriff ins Eigentumsrecht durch Bauverpflichtung Bauzonen, die nicht innerhalb der Frist von 15 Jahren bebaut werden, sind zwingend zu reduzieren. Zahlreiche Leute werden so Bauland verlieren. Der Schaden für die Grundeigentümer ist enorm. Aber auch darüber hinaus erfahren Grundeigentümer empfindliche Eingriffe in ihre Eigentumsrechte. Denn mit dem revidierten RPG kann der Staat Landeigentümer zwingen, ihr Land zu bebauen. Zeche bezahlt der Steuerzahler Gemäss Einschätzungen des Bundesamtes für Raumentwicklung (ARE) müssten Hektaren Bauland, was der Grösse des Kantons Appenzell Innerrhoden entspricht, mit entsprechendem Wertverlust zurückgezont werden. Für diese Wertminderungen von insgesamt über 37 Milliarden Franken muss die öffentliche Hand also wir Steuerzahler den betroffenen Eigentümern eine Entschädigung zahlen. Zusätzlich wird künftig bei Grundstücken, welche aufgrund einer Neueinzonung oder einer Umzonung eine Wertsteigerung erfahren, eine «Mehrwertabgabe» von mindestens 20% fällig, sobald diese überbaut oder veräussert werden. Der sgv engagiert sich für eine moderne Schweiz, in welcher ökologische Überlegungen ebenso Platz haben wie wirtschaftliche Entwicklungsmöglichkeiten. Die RPG gefährdet diese liberalen Rahmenbedingungen, schadet der Bevölkerung und der Wirtschaft. Ein entschiedenes «NEIN» in der Urne am 3. März 2013 ist deshalb die einzig mögliche Antwort. Die vorliegende RPG-Revision führt zu massiven Staatseingriffen, zu einer neuen Regulierungsflut und zu inakzeptablen Eingriffen ins Privateigentum. Aus diesem Grund kämpfen ein breit abgestütztes bürgerliches Komitee und zahlreiche Wirtschaftsverbände gegen die missratene Gesetzesvorlage. Horror-Mieten auf engstem Raum Die RPG-Revision will die Bauzonen begrenzen: Nur für den «voraussichtlichen Bedarf für 15 Jahre» darf eingezont werden. Diese künstliche Verknappung des Baulands heizt die Bodenpreise an. Ein Anstieg der Landpreise bedeutet auch höhere Mietkosten. Die Mieten werden weiter massiv steigen. In städtischen Gebieten und Agglomerationen, aber auch in touristischen Gegenden sind viele Wohnungen für Familien und den Mittelstand bereits heute nicht mehr bezahlbar. Diese Entwicklung würde sich mit dem neuen RPG zusätzlich verschärfen. Raumplanungsbefehl aus Bern Die Raumplanung ist traditionell eine Aufgabe von Gemeinden und Kantonen: Der Bund gibt nur die Leitplanken vor. Mit der RPG-Revision ist Schluss mit den kommunalen und kantonalen Kompetenzen: Die Raumplanungsentscheide fallen in Bundesbern. Gemeinden und Kantone werden mit der RPG-Revision bevormundet: Sie dürfen die Planung der Bauzonen nicht mehr nach eigener Einschätzung vornehmen, sondern müssen die Befehle aus Bundesbern vollziehen. Weil die Bauzonen auf 15 Jahre hinaus begrenzt werden müssen, will der Bund die Kantone zu Rückzonungen zwingen. Gewisse Kantone müssten über 50% der Bauzonen aufgeben. Wer Bauland in einem Kanton wie Wallis, Tessin oder Thurgau besitzt, läuft grosse Gefahr, dieses zu verlieren. Die Rückzonung von Bauland in die Landwirtschaftszone ist mit massiven Wertverlusten verbunden. Der Schaden für die Grundeigentümer, aber auch die Kostenfolgen für die öffentliche Hand, wären enorm. Nein zu mehr Steuern und Abgaben Die RPG-Revision bringt zusätzliche Zwangsabgaben. Sogenannte «Planungsmehrwerte» sind künftig abgabenpflichtig: Bei der Überbauung eines Grundstücks oder bei dessen Veräusserung muss der Eigentümer dem Staat mindestens 20 Prozent des realisierten Mehrwerts abliefern. Dies wird der Eigentümer auf die Mieter abwälzen. Diese massive Abgabe wird somit zusätzlich zu einer Verteuerung der Wohnkosten also zu höheren Mieten führen. Einmal mehr sind die Familien, der Mittelstand und das Gewerbe die Verlierer. Ing.-Büro für Haustechnik Energiekonzepte Heizung Lüftung Sanitär Grepperstrasse 45A Tel CH-6403 Küssnacht Fax Stadtmulden Überparteiliches Komitee «Nein zur missratenen RPG-Revision» Postfach 8166, 3001 Bern Darum am 3. März RPG-Revision NEIN 10 117 Minder-Initiative ist Gefahr für KMU s ABSTIMMUNG Am 3. März hat das Schweizervolk erneut über eine Initiative zu befinden, die für den Wirtschaftsstandort Schweiz und die KMU s folgenschwere Auswirkungen hätte. Im Gegensatz zur Ferieninitiative vor einem Jahr sind diese Gefahren bei der Minder-Initiative weniger offensichtlich. Ein prominentes, gewerbenahes Nein-Komitee engagiert sich nun für den Gegenvorschlag des Parlaments. Der Präsident des Kantonal-Schwyzerischen Gewerbeverbands Karl Fisch bringt es auf den Punkt: «Natürlich ist so ziemlich jeder gegen die Abzockerei. Die exorbitanten Gehälter und die unverhältnismässigen Bonizahlungen haben das Fass längst zum Überlaufen gebracht.» Thomas Minders Engagement gegen eben solche Abzocker tritt offensichtlich den Nerv der Bevölkerung. «Und genau hier liegt die Problematik.» Minder-Nein bedeutet Ja zum Gegenvorschlag Mit 24 Forderungen will der Schaffhausner Ständerat Thomas Minder gegen die Abzockerei vorgehen. Bei einem Ja würden jedoch Boni-Zahlungen und überrissene Löhne nicht einmal verboten. Dafür wäre die Schweizer Verfassung um einige Paragraphen, die gar nicht dorthin gehören, reicher. So würde das Aktienrecht derart straff, dass es Schweizer Unternehmern in vielen Bereichen die Handlungsfreiheit raubt und andererseits sind Minders Forderungen teils kaum umsetzbaren oder zumindest bürokratisch unverhältnismässig aufwändig und teuer (zum Beispiel Stimmzwang für Pensionskassen oder kein Lohnangebot ohne vorgängige Generalversammlung). Im Falle einer Widerhandlung wird gar mit bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe gedroht. Direkt betroffen sind 283 börsenkotierte Unternehmen, darunter viele traditionelle Schweizer Familienunternehmen. Sie sind gemeinsam mit den nicht börsenkotierten Unternehmen der Motor unserer Wirtschaft und sorgen zusammen mit den KMU s für Arbeitsplätze, Ausbildung, Innovation und Wohlstand. Diese Eckpfeiler des Erfolgsmodells Schweiz dürfen nicht aufs Spiel gesetzt werden. Der Gegenvorschlag des Parlaments hingegen ist eine zweckdienliche Lösung gegen die Abzockerei und kommt auf Gesetzesstufe schnell zum Tragen. Ein Nein zur Minder- Initiative bedeutet automatisch ein Ja zum Gegenvorschlag. Die Co-Präsidenten des Schwyzer Nein-Komitees sind gegen die Abzockerei, unterstützen jedoch den Gegenvorschlag des Parlaments. Von links: Ständerat Alex Kuprecht, Gewerbeverbands-Präsident Karl Fisch, Nationalrätin Petra Gössi, Ständerat Peter Föhn, H+I-Präsident Ruedi Reichmuth und Nationalrat Alois Gmür. Das Schwyzer Nein-Komitee Prominentes Nein-Komitee Seit anfangs Jahr ist ein Schwyzer Komitee Nein zur Minder-Initiative öffentlich aktiv. Dieses erachtet die Initiative mit ihren teils absurden Forderungen, welche gar in der Verfassung verankert würden, als falsch und vor allem als eine Gefahr für die Wirtschaft und somit auch die Schwyzer KMU s. Die Initiative-Gegner plädieren für den Gegenvorschlag des Parlaments, welcher mit 235:1 (!) Stimmen angenommen wurde und bei einem Nein zur Minder-Initiative direkt zum Zug kommt. Als Co-Präsidenten treten im Schwyzer Nein-Komitee die beiden SVP-Ständeräte Alex Kuprecht (Pfäffikon) und Peter Föhn (Muotathal), FDP-Nationalrätin Petra Gössi (Küssnacht), CVP-Nationalrat Alois Gmür (Einsiedeln), der Präsident des Kantonal-Schwyzerischen Gewerbeverbands Karl Fisch (Gross) und der Präsident des Handels + Industrievereins des Kantons Schwyz Ruedi Reichmuth (Schwyz) auf. Co-Präsidenten Alex Kuprecht, SVP-Ständerat, Pfäffikon; Peter Föhn, SVP-Ständerat, Muotathal; Petra Gössi, FDP- Nationalrätin & Parteipräsidentin FDP des Kantons Schwyz, Küssnacht; Alois Gmür, CVP-Nationalrat, Einsiedeln; Karl Fisch, Präsident Kantonal-Schwyzerischer Gewerbeverband, Gross, und Ruedi Reichmuth, Präsident Handels + Industrieverein des Kantons Schwyz, Schwyz. Komiteemitglieder Irene Thalmann, FDP-Kantonsrätin & Vizepräsidentin FDP Frauen Schwyz, Wilen; Andreas Meyerhans, Kantonsrat & CVP-Parteipräsident, Wollerau; Markus Hauenstein, CVP-Kantonsrat, Wollerau; Walter Duss, SVP-Kantonsrat & Präsident der Staatswirtschaftskommission des Kantons Schwyz; Franz Mattig, Steuerexperte und Unternehmer, Schwyz; Walter Züger, SVP-Kantonsrat, Altendorf; Eva Isenschmid, FDP-Kantonsrätin, Küssnacht; Herbert Huwiler, SVP-Fraktionspräsident, Freienbach; Bruno Sigrist, FDP-Kantonsrat, Schindellegi; Dominik E. Zehnder, FDP-Kantonsrat, Bäch; Vincenzo Pedrazzini, Vizepräsident FDP.Die Liberalen Schweiz, Wollerau; Christian Schuler, CVP- Kantonsrat, Küssnacht; Josef Landolt, FDP-Kantonsrat, Einsiedeln; Heinz Theiler, FDP-Kantonsrat, Goldau; Sibylle Ochsner, FDP-Fraktionspräsidentin, Galgenen; Christoph Weber, FDP-Kantonsrat und Vizepräsident FDP Kanton Schwyz, Schwyz; Christian Bähler, FDP-Kantonsrat, Küssnacht; Irène May-Betschart, CVP-Kantonsrätin, Brunnen; Urs Birchler, SVP-Kantonsrat, Einsiedeln; Paul Schnüriger, CVP-Kantonsrat, Rothenthurm; Marlene Müller, FDP-Kantonsrätin, Wollerau; Christian Kälin, SVP-Kantonsrat, Trachslau; Johannes Mächler, FDP-Kantonsrat, Vorderthal8 NEIN zur Minder-Initiative ABSTIMMUNG Die Initiative schadet auch den kleinen und mittleren Unternehmen Zwar gilt sie formal nur für die börsenkotierten Unternehmen. Doch in der Schweiz sind Grosse und Kleine eng miteinander verbunden. Diese Verflechtung ist der Garant für das Erfolgsmodell Schweiz. Durch Aufträge von Grossunternehmen an KMU werden über Arbeitsplätze geschaffen. Die Minder-Initiative setzt dieses Erfolgsmodell aufs Spiel. Denn geht es den Grossen schlecht, schadet das auch den KMU. Die Initiative behindert die Unternehmer Einem neuen Chef oder einem GL- Mitglied kann nach Annahme der Initiative kein verbindliches Lohnangebot gemacht werden, ohne vorher eine aufwendige Generalversammlung einzuberufen. Das benachteiligt Schweizer Unternehmer im Kampf um Führungskräfte. Der Gegenvorschlag bietet mehr Flexibilität. Das ist wichtig, damit Firmen auf personelle Veränderungen rasch reagieren können. Die Initiative verbietet überrissene Löhne oder Boni nicht Sie erhöht aber die Kosten und die Bürokratie für unsere Unternehmen. Denn die meisten der 24 neuen Bestimmungen, welche die Initiative in der Verfassung festschreiben will, haben gar nichts mit Vergütungsfragen zu tun. Die Initiative macht aus dem Schweizer Aktienrecht das unflexibelste der Welt Die Schweiz würde mit einer Annahme der Initiative die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft ohne Not massiv verschlechtern. Das gefährdet den Wohlstand. Die Initiative bringt teure und unsinnige Bürokratie für Pensionskassen Gerade die Pensionskassen kleinerer und mittlerer Unternehmen würden unter der steigenden Bürokratie leiden. Wegen des Stimmzwangs für Pensionskassen müssten sie an den Generalversammlungen der Firmen, bei denen sie investiert sind, alle Details kennen. Dafür müssten sie Berater anstellen. Das verteuert die Verwaltungskosten und dieses Geld fehlt dann bei den Renten. Die Initiative setzt Arbeitsplätze aufs Spiel Es ist klar, dass sich grosse Unternehmen überlegen, ob sie nach Annahme der Initiative zumindest bestimmte Abteilungen ins Ausland verlegen sollen. Mittelständische werden sich von der Schweizer Börse zurückziehen und diese schwächen. Die Folgen liegen auf der Hand: Mit der Annahme der Initiative würden die Schweizerinnen und Schweizer mitten in der internationalen Schuldenkrise Arbeitsplätze aufs Spiel setzen auch bei den KMU. Nur bei einem NEIN tritt der Gegenvorschlag des Parlaments in Kraft Die Umsetzung der Initiative kann Jahre dauern, wie die Beispiele Ausschaffungsinitiative oder Zweitwohnungsinitiative zeigen. Wer so schnell wie möglich etwas gegen Abzocker tun will, muss den Gegenvorschlag unterstützen und NEIN sagen zur Initiative. Denn der breit abgestützte Gegenvorschlag des Parlaments wirkt schneller gegen Abzockerei9 Parolenfassung in Biberbrugg PRÄSIDENTENKONFERENZ An der Präsidentenkonferenz des KSGV vom Mittwoch, 9. Januar 2013, im Gasthof Post, Biberbrugg, fassten die Präsidenten die Parolen für die Abstimmung vom 3. März Für die Minder-Initiative und das Raumplanungsgesetz wurde einstimmig die NEIN-Parole beschlossen. Die Sanierung und der Ausbau der Berufsfachschule Goldau erhielt einstimmig die JA-Parole. matisch eine Annahme des Gegenvorschlags bewirke. Minder wolle mit der Einreichung der Initiative weitere «Griffe in die Kassen» verhindern. Vor allem riesige Abgangsentschädi- gungen, grosszügige Einzahlungen in Pensionskassen und auch Boni bei den Grossbanken seien ihm ein Dorn im Auge. Die Spirale «Höhere Risiken = Höhere Gewinne = Höhere Auszahlungen» sollte sich nicht weiter drehen. Auch hätten Kleinaktionäre nichts mehr zu sagen (Depotstimmen massgebend). Dieser sozialpolitische Zündstoff brachte Unterschriften die Initiative zustande. Auch bei der «Minder-Initiative» werde das Volksmehr und Ständemehr verlangt. Kuprecht bezeichnete die grundsätzlichen Punkte der Initiative als sehr rigide Forderungen, die schwierig umzusetzen seien. Zudem werde das Aktienrecht stark tangiert, da 80% der Initiativ-Forderungen dieses betreffen würden. Diesem Aspekt musste bereits während der Debatte in den Räten Beachtung geschenkt werden. Nach abgeschlossener Arbeit betreffend Aktienrecht wollte man Minder dazu bringen, seine Initiative zurückzuziehen, da fast alle Forderungen im neuen Recht Einzug fanden. Gemäss Kuprecht wollten aber die Mitstreiter von Minder nicht, dass die Initiative zurückgezogen werde. Zusammengefasst behindere die Annahme der Initiative die Wirtschaft. Sie bevormunde zudem Aktionäre und verstosse gegen liberales Wirtschaftsverständnis. Kuprecht empfahl deshalb die Initiative zur Ablehnung. Der Gegenvorschlag könnte demgegenüber sehr schnell umgesetzt werden. Die anschliessende Abstimmung ergab eine einstimmige NEIN-Parole und somit Annahme des Gegenvorschlags. Minder-Initiative SR Alex Kuprecht stellt die «Minder- Initiative» vor. Zu Beginn des Referats machte er darauf aufmerksam, dass eine Ablehnung der Initiative autolage «RPG» vorstellte. Gegen dieses revidierte Gesetz wurde durch den Schweizerischen Gewerbeverband das Referendum ergriffen. Deshalb komme es nun zur Volksabstimmung. Gmür erwähnte, dass die Zersiedelung in der Schweiz stetig voran schreite. Wir nutzten immer grössere Flächen. Zudem nehme die Zuwanderung und die Mobilität zu. Der Verlust an Kulturland sei Gift für unser Land. Der für uns wichtige Tourismus sei ebenfalls betroffen. Wichtig sei an dieser Stelle zu erwähnen, dass bereits die «Landwirtschaftsinitiative» eingereicht wurde. Diese würde die Landbewirtschaftung noch rigoroser regulieren. Bei Annahme der Revision «RPG» würde diese Initiative gemäss deren Einreicher zurückgezogen. Bei Ablehnung der anstehenden Vorlage «RPG» stünde somit ein weiteres Damokles-Schwert über uns. Schwyz immer vorbildlich gewesen. Es bestünde kein Überhang an eingezontem Land. Dies im Gegensatz zu Kantonen wie Wallis, Graubünden, Tessin usw. Das neue Gesetz führe auch zu Zentralisierung und somit zur Bevormundung der Kantone. Im Parlament sei die Debatte zur Revision sehr problematisch gewesen. Schlussendlich hätten von den bürgerlichen Parteien die SVP geschlossen NEIN gestimmt, die FDP zu 2/3 mit NEIN und die CVP zu 2/3 mit JA. Das Total zur Zustimmung betrug allerdings 108:77. Gemäss NR Gmür sei die «verordnete Enteignung» durch Rückzonungen in den Kantonen (v.a. VS, TG und TI) das grösste Übel dieses revidierten Gesetzes. Kari Fisch ergänzte zum Abschluss noch einmal die Beweggründe des SGV, bei diesem Referendum die Vorreiter-Rolle zu übernehmen. Ein «Die Sanierung und Erweiterung der Berufsfachschule Goldau ist für die Ausbildung der Lernenden enorm wichtig.» Vorlage «Sanierung BBZ Goldau» vor, welche für das kantonale Gewerbe von grosser Bedeutung sei. In Goldau würden total Lernende in verschiedensten Berufen ausgebildet. Da es beim Bau vor 20 Jahren im kantonalen Bauwesen grosse Defizite gab, müsse nun dringend saniert werden. Züger erklärte den Ausbau und die entsprechende Finanzierung. Gleichzeitig erwähnte er, dass der Kantonsrat sein Missfallen bereits kundgetan habe. Es könne ja nicht angehen, dass ein 20jähriges Gebäude bereits saniert werden müsse usw. Bei der Schlussabstimmung im Kantonsrat fand die Vorlage aber eine grossmehrheitliche Zustimmung von 79:7. Wie bereits erwähnt, sei die Sanierung und Erweiterung der Berufsfachschule Goldau für die Ausbildung der Lernenden enorm wichtig. Walter Züger empfahl deshalb eindringlich, der Vorlage zuzustimmen. Kari Fisch war auch der Meinung, dass es um die Grundausbildung unserer künftigen Mitarbeiter gehe. Alte Bauschäden seien Schnee von gestern und diese Investition sei eine Investition in die Zukunft! Die vom Präsidenten angeordnete Abstimmung zur Vorlage «BBZ Goldau» brachte ein einstimmiges JA. Verein «Netzwerk Arbeit» NR Gmür erklärte die Vor- und Nachteile der Revision. Nach deren Abwägung bleibe die Angst vor höheren Bodenpreisen. Vor allem die Mehrwertabgabe von mindestens 20% verteuere alles. Der Produktionsstandort Schweiz werde somit eindeutig gefährdet. Zudem greife das revidierte Gesetz massiv in die Eigentumsfreiheit Diktat durch den Bund wäre unerträglich. Die vom Präsidenten angeordnete Abstimmung ergab ein einstimmiges NEIN zum «RPG». Der KSGV werde in Zusammenarbeit mit dem H+I und dem HEV eine grosse Kampagne fahren. SR Kuprecht, Präsident des Vereins «Netzwerk Arbeit» im Kanton Schwyz, stellt das «Netzwerk Arbeit» vor. Er erwähnte zuerst, dass VL- Mitglied Armando Zweifel seitens des KSGV ebenfalls im Vorstand mitarbeite. Derzeit werde versucht, an verschiedenen Veranstaltungen dem Gewerbe klarzumachen, dass die Ständerat Alex Kuprecht stellte die Minder-Initative vor. Raumplanungsgesetz Präsident Karl Fisch übergab das Wort an NR Gmür, der uns die Vormatisch ein. Rückzonungen führten auto- zu Enteignungen. Betreffend eingezontem Land sei der Kanton Ausbildungszentrum Goldau Walter Züger, Präsident der Kantonsrätlichen Gewerbegruppe, stellte die Fortsetzung Seite10 Bei uns sind Sie am Erfolg beteiligt! PRÄSIDENTENKONFERENZ Roland Egli Stephan Annen Generalagent Sagenriet Lachen Telefon Generalagent Schmiedgasse Schwyz Telefon Unser Heizöl, Ihre Wärme. BRENN- UND TREIBSTOFFE Föry Barmettler AG Fännring Küssnacht am Rigi T Rückführung von «IV-Personen» in die Arbeitswelt auch für die KMU s interessant sei. Mit der freiwilligen Rückführung solcher Personen solle die in Zukunft als Alternative anstehende Quoteneinführung verhindert werden. Man habe daher alle Hemmschuhe gegenüber dem Gewerbe aus dem Weg geräumt. Lohnzahlungen würden übernommen, Auflösung der Arbeitsverhältnisse bei Nichterfolg sei möglich usw. Die Arbeitsverträge würden zwischen der IV-Stelle und dem Gewerbe geschlossen und unterstünden nicht dem OR. Diese wichtige Änderung habe nun weitere Türen geöffnet. Es müsse nun oberstes Ziel sein, die Invalidenrenten dringend zu entlasten. Deshalb gehe der Verein «Netzwerk Arbeit» hier voraus. Die Gewerbler müssten motiviert werden. Kuprecht bat deshalb alle Anwesenden, dass jeder darüber nachdenke. Gleichzeitig machte er beliebt, ihn für Generalversammlungen von Gewerbevereinen usw. zu «engagieren». Der Verein zeige erste Erfolge konnten total 267 Personen erfolgreich integriert werden. Bruno Egli, Kurt Isenschmid, André Kunz und Armando Zweifel konnten von positiven Eingliederungen in ihren Betrieben berichten und die Zusammenarbeit mit der IV-Stelle sei absolut hervorragend. Nationalrat Alois Gmür referierte über die Teilrevision des Raumplanungsgesetzes. Guter Rat nicht teuer Mehr Erfolg für Ihr Unternehmen PAROLEN Volksinitiative «Gegen die Abzockerei» (Minder-Initiative) Teilrevision Raumplanungsgesetz Sanierung Turnhalle und Schulraumerweiterung Berufsbildungszentrum BBZG Goldau Einstimmig NEIN-Parole Einstimmig NEIN-Parole Einstimmig JA-Parole 1911 Zurückgeblättert... KSGV Verbandstätigkeiten 2013 Der Beginn eines neuen Jahres bietet jeweils die Möglichkeit, eine Standortbestimmung und einen Ausblick auf die nächsten Monate vorzunehmen. Was wird für den KSGV 2013 von Bedeutung sein? Gewerbeverein aufgelöst Vor einiger Zeit wurde der Gewerbeverein der March als solcher aufgelöst, um eine Zweiteilung vorzunehmen zur Gründung eines Gewerbevereins Lachen und für die Obermarch der Zusammenschluss in Siebnen. Die Kriegsmobilmachung und ihre Begleiterscheinungen haben die geplante Gründung in Lachen vorderhand verunmöglicht. Wir empfinden es als grossen Nachteil, dass wir nicht mehr einer Organisation angehören und kein Anschluss mit dem kantonal.-schwyz. Gewerbeverband besteht. Es wird zuständigen Ortes nicht verstanden, dass eine ausgesprochene gewerbe- und industrielle Ortschaft wie es Lachen ist, keinen schaffensfreudigen und initiativen Gewerbeverein hat. Dies mit Recht. Wir haben leider feststellen müssen, dass dieser Zustand für unser Gewerbe nachteilige Folgen hat, was erklärlich ist. Für unsern Bezirk March können wir unter diesen Umständen nicht mehr die segensreiche wirkende Bürgschaftsgenossenschaft beanspruchen, die uns schon viel getan hat. Die regionalen Interessen der March können unter diesen Umständen im kantonalen Gewerbe, wo so viele wichtige Gewerbefragen behandelt werden, nicht oder nur ungenügend vertreten werden. Es ist klar, dass dieser Zustand für die Handwerker- und Gewerbetreibenden jetzt und namentlich in Zukunft nachteilige Folgen hat, was wir lebhaft bedauern. Es muss daher mit allem Nachtruck dafür gesorgt werden, dass in Lachen recht bald ein aktiv tätiger Gewerbeverein unsere berechtigten Interessen vor dem Volk, Behörden und dem kant.-schwyz. Gewerbeverband wahrnimmt. Wir haben in Lachen genügend initiative ältere und jüngere Kräfte, die mit Freude und grossem Interesse am Aufbau unserer kommenden Wirtschaftsordnung mitarbeiten wollen. Daher ergeht an alle Gewerbetreibenden die freundliche Einladung sich dem Gewerbeverein Lachen anzuschliessen und die auf Montag den 12. Mai 1941 in der «Traube» einberufene Versammlung zu besuchen. A. Jurt Bereits am 3. März 2013 findet die Abstimmung über die Änderung des Bundesgesetzes über die Raumplanung statt. Das Referendum gegen dieses unsägliche Gesetz kam nicht zuletzt aufgrund der zahlreichen Unterschriften aus unserem Kanton zustande. Jetzt gilt es, noch einmal die ganze Kraft aufzubringen, um genügend Stimmen zu mobilisieren. Die entsprechenden Bemühungen werden uns in den nächsten Wochen sowohl in personeller wie auch finanzieller Hinsicht stark beschäftigen. Jede Stimme zählt! Energiepolitik, Bildungswesen und auch die AHV- Revision werden uns ebenfalls vereinnahmen. Als grösster Arbeitgeberverband des Kantons müssen wir uns hier in allen Bereichen deutlich positionieren. Es wird nötig sein, unsere einheitliche Meinung mittels SGV nach Bundesbern zu bringen. Alle dem KSGV angeschlossenen Gewerbevereine und Berufsverbände werden geschlossen dazu beitragen müssen. Einen wichtigen Termin zur «Teambildung» sei bereits an dieser Stelle wärmstens empfohlen: KSGV-Delegiertenversammlung vom 5. Juni 2013 in Rothenthurm. «Packen wir es gemeinsam an!» Auch die gewerbepolitische Ausgangslage in unserem Kantonsparlament ist so gut wie noch nie. Unsere Gewerbegruppe verfügt über eine noch nie dagewesene Mitgliederzahl. Mit ihrer Hilfe sollte es möglich sein, auch 2013 unsere Arbeit im Sinne der über Einzelmitglieder weiterzuführen. Januar-Ins_Layout :45 Uhr Seite 7 Gewerbesekretär Jürg Bruhin. Ing.-Büro für Haustechnik Energiekonzepte Heizung Lüftung Sanitär Grepperstrasse 45A Tel CH-6403 Küssnacht Fax ANZEIGE SPENGLERARBEITEN LÜFTUNGSANLAGEN BLECHBEARBEITUNG St... anno 9. Mai 1941 ANNEN & SCHIBIG AG DAMMSTR IBACH 6060 SARNEN TEL FAX ANNEN-SCHIBIG.CH 20 2112 Hashime Islami Inter VIEW Warum erlernen Sie den Beruf Kunststofftechnologin? Ich wollte schon immer einen technischen Beruf erlernen. Ich weiss, dass der Lehrberuf Kunststofftechnologe in der kunststoffverarbeitenden Industrie in der Regel sehr gefragt ist und mir somit nach meiner Ausbildung alle Türen offen stehen. Kunststoffe sind in unserem Alltag immer selbstverständlicher. Was macht Ihnen an Ihrem Job am meisten Spass? Der Job ist sehr vielfältig. Zu meiner Ausbildung gehört auch eine mechanische Grundausbildung. Das Einrichten und Programmieren auf automatisierten Anlagen bereitet mir am meisten Spass. Nebenbei führen wir auch noch ein Arbeitsbuch, indem ich das Wesentliche mit Bild und Text dokumentiere, was ich gelernt oder in Erfahrung gebracht habe. Welche Voraussetzungen sollte man mitbringen? Interesse an Technik und Automation, exaktes Arbeiten sowie Freude an Mathematik, Physik und Chemie. PROfil Die ideale Bewerberin für die gefragten Ausbildungsplätze bringt verschiedene Grundvoraussetzungen mit. Ein grosses Interesse an Technik und Automation sind wichtig, da Kunststofftechnologinnen häufig an Maschinen arbeiten. Sorgfalt sowie exaktes Arbeiten sind wichtige Grundlagen. Wer die obligatorische Schulzeit mit guten Leistungen in den mathematischen Fächern abgeschlossen hat, ist für den Beruf geeignet. Was ist die grösste Herausforderung in Ihrem Beruf? Wenn zum Beispiel ein Werkzeug auf einen bestimmten Zeitpunkt eingebaut werden und produktionsbereit sein muss. Auch die verschiedenen Anforderungen von den Abteilungen wie Produktion, QS, AVOR, Logistik, Werkzeugbau sind herausfordernd. Darüber hinaus muss auch der Ausbildungsplan immer eingehalten werden. Worüber sollte man sich im Klaren sein, wenn man diesen Beruf erlernen will? Nebst den sehr vielen Vorteilen kann es gelegentlich zu Geruchs- und Lärmbelastungen kommen. Was planen Sie nach Abschluss der Lehrer? Zuerst einmal möchte ich eine bestimmte Zeit Berufserfahrung als Kunststofftechnologin sammeln. Anschliessend folgt dann ein Auslandaufenthalt um die englische Sprache zu verbessern. Nach meinem Auslandaufenthalt plane ich berufsbegleitend an einer Höheren Fachschule Betriebstechnik zu studieren. Hashime Islami, Kunststofftechnologin, 4. Lehrjahr Alter: 20 Jahre, Wohnort: Brunnen (SZ) Lehrbetrieb: Gerresheimer Küssnacht AG BERUFung «Starte Deine Karriere als Kunststofftechnologin» «In einer zukunftsträchtigen Branche arbeiten» Kunststoffe sind in unserem Alltag immer selbstverständlicher und aus unserem modernen Lebensraum nicht mehr wegzudenken, denn sie sind in fast jedem Gebrauchsgegenstand zu finden. Zur Verarbeitung dieser vielfältigen Werkstoffe benötigt es spezielles Fachwissen und eigenständige Berufe. So vielfältig wie die Einsatzmöglichkeiten der Kunststoffe sind, so anspruchsvoll und abwechslungsreich ist der Beruf der Kunststofftechnologin. Kunststofftechnologinnen EFZ sind Fachleute, die in einem vielfältigen Aufgaben- und Einsatzbereich arbeiten. Sie wissen, woraus Kunststoffe bestehen, wie man sie verarbeitet und wo man sie einsetzen kann. Die Herstellung von Produkten aus Kunststoff erfolgt auf weitgehend automatisierten Anlagen. Ausgebildete Berufsleute können sie einrichten und programmieren. Durch Kontrollen sichert die Kunststofftechnologin die hohe Qualität der Produkte und ihr umgesetztes Fachwissen beeinflusst direkt den Produktionsprozess und optimiert so das Endergebnis. Kunststoffverarbeiterinnen EBA unterstützen die Produktion bei der Einrichtung der Maschinen und erledigen viele Arbeiten selbstständig. KUNSTSTOFF- TECHNOLOGIN Aus Gründen der Lesbarkeit wird nur die weibliche Berufsbezeichnung verwendet. Die männliche Form ist selbstverständlich mit eingeschlossen. 22 Monatsmagazin KSGV.CH WIR STELLEN VOR BERUFSPORTRAIT KUNSTSTOFFTECHNOLOGIN13 BBZG ist ein verlässlicher Partner Das Berufsbildungszentrum Goldau (BBZG) hat sich seit seiner Grundsteinlegung im Jahre 1965 zu einem anerkannten Ausbildungszentrum für rund Lernende entwickelt. Im Berufsbildungszentrum Goldau sollen bis im Herbst 2014 das Turnhallengebäude saniert und multifunktionale Schulräume für den technischen und naturwissenschaftlichen Unterricht geschaffen werden. Das SCHWYZER GEWERBE sprach mit Rektor Paul Tanner: Das BBZG ist eine interkantonale Berufsfachschule. Welches Angebot deckt sie ab? Paul Tanner: Das BBZG ist eine interkantonale Bildungsstätte. Es werden um Lernende aus 18 Berufen von 61 Lehrpersonen unterrichtet. Die Bildung homogener Klassen setzt ein grosses Einzugsgebiet voraus. Deshalb besuchen am BBZG Lernen- de aus sieben Kantonen (UR, SZ, ZG, OW, NW, LU, GL) ihren Pflichtunterricht. Im Gegenzug dazu können Schwyzer Lernende ausserkantonale Berufsschulen besuchen. Bei einigen Berufen wird auch die Ausbildung zum eidgenössischen Berufsattest (EBA) vermittelt. Für besonders Leistungswillige steht der Besuch der Berufsmittelschule (BMS) offen. Seit 2008 ist auch das Schulische Brückenangebot (ehemaliges 10. Schuljahr) angegliedert. Das Berufsbildungswesen entwickelt und verändert sich rasant. Wie zeigt sich dies am BBZG? Paul Tanner: Dies zeigt sich einerseits in der Anzahl Lernenden. Sie stieg in den letzten zehn Jahren von auf «Den verschiedenen Anforderungen kann durch die bauliche Erweiterung von Schulräumen entsprochen werden.» Turnhalle: Ansicht von Westen Andererseits ist durch die Revision der Bildungsverordnung eine stetige Zunahme der Pflichtlektionen pro Schuljahr festzustellen. Hatten wir im Jahre 1998 noch Pflichtlektionen, so verzeichnen wir heute über Pflichtlektionen. Dazu kommen Lektionen im Schulischen Brückenangebot. Wie reagieren Sie auf die Veränderungen? Paul Tanner: Die Zunahme der Pflichtlektionen erfordert einen grösseren Schulraumbedarf. Momentan verfügt das BBZG über keine Zimmer mit spezieller Infrastruktur für den Physik- und Chemieunterricht sowie für die Naturlehre: praktische Versuche durch die Lernenden im Physik- und Chemieunterricht an der Berufsmittelschule sind kaum möglich, der Unterricht ist vorwiegend theoretisch. Auch der Lehrplan des schulischen Brückenangebotes (SBA) in Physik und Chemie kann damit nicht vollständig abgedeckt werden. Durch die Zunahme der Lerninhalte im Bereich «Naturwissenschaftliche Grundlagen» bei den technischen Berufen nach der Revision der Bildungsverordnungen ist die Einrichtung von «naturwissenschaftlichen Zimmern» im BBZG mittlerweile unumgänglich. Kommen wir konkret auf das Sanierungs- und Erweiterungsprojekt zu sprechen. Was ist geplant? Paul Tanner: Das Hauptgebäude des Berufsbildungszentrums Goldau (BBZG) wurde in den Jahren 2008 bis 2010 energetisch saniert, baulich den aktuellen Sicherheitsnormen bezüglich Erdbebensicherheit angepasst und für die überbetrieblichen Kurse von Schreiner und Zweiradberufe umgebaut und erweitert. Als Bestandteil der Sanierungsarbeiten war ursprünglich auch die Erneuerung der Aussenhülle des Turnhallengebäudes vorgesehen. Ausserdem wurde eine Schulraumerweiterung beim Turnhallengebäude in Erwägung gezogen. Wegen der unklaren Situation betreffend Weiterführung des Konkordats über die Pädagogische Hochschule Zentralschweiz (PHZ) wurde die Schulraumplanung während der Sanierungsphase nicht konkretisiert. Auch die vorgesehene Sanierung des Turnhallengebäudes wurde deshalb zurückgestellt. Mit dem Entscheid des Regierungsrates für einen Alleingang der PHZ in Goldau im März 2011 konnte die Schulraumplanung am BBZG fortgesetzt werden. Mit einer Aufstockung auf dem Garderobentrakt des Turnhallengebäudes kann den erweiterten Raumbedürfnissen entsprochen werden. Durch die gleichzeitige Sanierung und Erweiterung des Turnhallengebäudes können Synergien genutzt werden. Welche Vorteile erwarten Sie von der Erweiterung? Paul Tanner: Den genannten Anforderungen kann durch eine bauliche Erweiterung von Schulräumen entsprochen werden. Die fehlenden Spezialräume für den naturwissenschaftlichen Unterricht sowie weitere Unterrichtsräume können zur Verfügung gestellt werden. Der Raumbedarf wird auch in Zukunft noch steigen, da die Ausdehnung der Lehrdauer bei den Zimmerleuten von 3 auf 4 Jahre und die Erweiterung von Rektor Paul Tanner, Goldau. 2 auf neu 3 Zweiradberufe beschlossene Sache sind. Eine räumliche Integration des Schulischen Brückenangebotes im BBZG hat den Vorteil, dass die Schulabgänger einen direkten Bezug zur Berufsbildung haben. Die Kosten für Schulführung, Administration und Infrastruktur werden reduziert, die Betriebsabläufe optimiert und obendrein schlagen sich jährliche Mietzinseinsparungen von Fr zu Buche. Gleichzeitig wird die Turnhalle saniert. Warum ist eine Sanierung notwendig? Paul Tanner: Die Dreifachturnhalle des BBZG wurde 1989 erstellt. Seither wurden weder an der Aussenhülle noch in den Innenräumen umfassende Unterhaltsarbeiten getätigt. Im Mai 2005 wurde eine Gebäudezustandsanalyse mit Massnahmenpla- nung erarbeitet. Es zeigte sich, dass nach 20 Jahren insbesondere die Fassadenverkleidungen und die Dachdeckungen in schlechtem Zustand und vorzeitig am Ende ihrer Gebrauchstauglichkeit waren. Es wurden nebst dem schlechten Zustand von Fassaden und Dächern auch Mängel im Gebäudeinnern festgestellt. Eine weitere Analyse im Dezember 2011/ Januar 2012 wies, nebst den erwarteten Problemen an der Aussenhülle (Fassade und Dach), auch auf Mängel an der Gebäudetechnik (Elektroinstallationen, Heizungs-, Lüftungs-, Multimedia-, Rauch-/Wärmeabzugsanlagen und Sanitäranlagen), der Decken-, Wand- und Bodenbeläge, der Raumausstattungen und der Aussenanlage hin. Mit den Sanierungsmassnahmen wird künftig die Betriebstauglichkeit des Turnhallengebäudes gewährleistet14 Kleiner Aufwand Hohe Effizienz TISCHMESSE Am Donnerstag, 17. Januar 2013, fand im MythenForum in Schwyz die 8. offizielle Tischmesse statt. Der «Business-to-Business» Anlass bot Firmen und Institutionen die Gelegenheit, während einem Messetag mit wenig Aufwand ihr Angebot an Gütern und Dienstleistungen untereinander bekannt zu machen und wertvolle Kontakte zu knüpfen. Die 8. Tischmesse Schwyz wurde wiederum auf Initiative des Technologiezentrums Steinen in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsförderung und den Wirtschaftsverbänden KSGV und H+I des Kantons Schwyz organisiert. Regierungsrat Andreas Barraud lobte in der Eröffnungsansprache die tägliche Arbeit der KMU s, die damit massgeblich und nachhaltig zur stabilen Struktur unseres Kantons beitragen würden. Es müsse und werde täglich gekämpft, planbare Sicherheit sei für viele ein Wunschdenken. Täglich kämen sie den Verpflichtungen gegenüber den Mitarbeitern, dem Staat und der Gesellschaft nach. Es würden damit unbezahlbare Leistungen erbracht. Geschäftskontakte seien ein Muss für jedes erfolgreiche Unternehmen, betonte Barraud. Und er rief daher die Unternehmer dazu auf: «Pflegen Sie bestehende, knüpfen Sie neue persönliche Kontakte.» Rascher Zugang zu Geschäftspartnern Dass die KMU-Betriebe sehr innovativ, kreativ und aktiv sind, stellten sie in den voll besetzten Räumen des MythenForums erneut unter Beweis. Der Saal des MythenForums verwandelte sich einen Tag lang zum Marktplatz und Treffpunkt der Schwyzer KMU-Unternehmer. 109 Gewerbe-, Industrie- und Dienstleistungsunternehmen präsentieren an der diesjährigen Tischmesse eine breite Produkte- und Dienstleistungspalette. Für frischen Messewind sorgten 19 Neuaussteller. Der leichte Rückgang an teilnehmenden Firmen ist darauf zurück zu führen, weil im letzten Herbst erstmals eine Tischmesse Ausserschwyz durchgeführt wurde. Die ausstellenden Firmen, von denen die meisten im Kanton Schwyz ansässig sind, deckten ein breites Branchenspektrum ab. Bei einer Tischmesse steht jedem Unternehmer lediglich ein Tisch zur Verfügung, um sich zu präsentieren. «Ein paar Prospekte, Warenmuster, ein Bildschirm mit einer Powerpoint-Präsentation und ein gutes Produkt, mehr braucht es nicht», erklärte Andreas Weber vom Technologiezentrum. Der grosse Vorteil einer Tischmesse ist, dass jede Firma gleich viel Platz zur Verfügung hat. Ein kleiner Dienstleister hat die gleichen Voraussetzungen wie eine Millionenfirma. Regierungsrat Andreas Barraud an der Eröffnungsansprache. Durch den Umstand, dass sich Kontakthäufigkeit und Kontaktdauer infolge Zeitmangels und Hektik immer mehr verringern, kommt qualitativ guten Gesprächen und einem raschen, unkomplizierten Zugang zu Gesprächspartnern und potenziellen Kunden grösste Bedeutung zu. Ehrlichkeit, Glaubwürdigkeit, Natürlichkeit und Authentizität sind dabei Kriterien, die in der Arbeitswelt an Priorität gewinnen. An der Tischmesse Schwyz waren Entscheidungsträger und höhere Kader anwesend. So wurde gewährleistet, dass an der Messe auf hohem Niveau ausgetauscht, Geschäfte angebahnt und Partnerschaften besprochen werden konnten. Das MythenForum platzte aus allen Nähten. «Eine Tischmesse ist wie ein SMS: schnell, schnörkellos, effizient und günstig.» Die Tischmesse schafft: Einen grösseren Kundenkreis Ein lokales Unternehmer-Netzwerk Viele Kontakte Neue Zielgruppen 26 2715 Train for Europe Das Projekt «Train for Europe», an dem die Polymechaniker/Konstrukteur Klasse 3E des Berufsbildungszentrums Pfäffikon teilnimmt, kommt gut voran. Die meisten Zeichnungen wurden erstellt und die ersten Prototypen mit computergesteuerten Maschinen gefertigt. Die Lehrlinge reisten mit ihren Lehrpersonen bereits durch halb Europa und konnten so neue Erfahrungen sammeln. Von Urs Schelbert und Romana Gander Seit dem ersten Treffen ist bald ein Jahr vergangen. Damals in Zagreb (Kroatien) war das Kennenlernen etwas vom Wichtigsten. Erste Kontakte mit den Teilnehmenden aus 24 Ländern wurden hergestellt. Jedes Land bekam erste Aufgaben zugeteilt. Beim zweiten Meeting in Lissabon (Portugal) entschied man über das weitere Vorgehen. Gruppensprecher präsentierten erste Konstruktionen und stimmten darüber ab. Auf das Meeting in Celje (Slowenien) hin erstellte das BBZP-Team den ersten Prototypen eines Wagenunterbaus. Das jüngste Meeting fand in Kuopio (Finnland) statt. Von der Lokomotive wurden schon einzelne Komponenten hergestellt. Das Chassis ist allmählich reif für die Produktion. Mitarbeit der Lernenden des BBZ Pfäffikon Die Gruppe Lokomotive hatte den Auftrag, alle Zeichnungen und Berechnungen zur Herstellung zu liefern. Zurzeit ist ein Prototyp in der Test- und Ausarbeitungsphase. In der Gruppe Oberbau-Wagen sind bereits Skizzen erstellt und die Machbarkeit abgeklärt worden. Das Ziel, ein Matterhorn mittels CNC-Fräsmaschine herzustellen, rückt immer näher. Die Gruppe Wagenunterbau hat bereits die fertig überarbeiteten Zeichnungen veröffentlicht, sodass jedes Land das Chassis eigenständig herstellen kann. Die Kommunikation in Englisch macht allen BBZP-Schülern zu schaffen. Trotz sprachlichen Schwierigkeiten arbeitete man aber Hand in Hand mit den Partnerländern zusammen In der Gruppe werden Skizzen erstellt und die Machbarkeit abgeklärt. Die Polymechanikerklasse 3E aus Pfäffikon. «Lernende von 26 Schulen aus 24 europäischen Ländern arbeiten zusammen.» Im 2011 wurde das Europaprojekt: «Train for Europe» gestartet. Hergestellt wird ein Modellzug. Es werden per CAD und CNC: Schienen, eine Elektrolok und pro Land, ein für das Land typischer Wagen gebaut. Beim Fahren wird eine elektronische Landkarte aufleuchten und das Land und die Schule vorstellen. Die Polymechanikerklasse 3E aus Pfäffikon wurde für die Schweiz ausgewählt. Sinn und Zweck des Projekts ist es, den «Modellzug für Europa» nach dem Airbus-Prinzip herzustellen. Jedes Land produziert Teile, die zusammengefügt werden. Lernende von 26 Schulen aus 24 europäischen Ländern arbeiten zusammen. Der Austausch findet grösstenteils über das Internet und in Englisch statt. Bei mehreren Treffen reisen die Schüler der Partnerschulen in eines der teilnehmenden Länder, wo sie sich über die Arbeitseinteilung und den Projektablauf austauschen. Sie bestimmen grundlegende Herstellungsverfahren, Materialien, Toleranzen und Bauweisen. Im Mai 2013 wird der Zug fahren16 Office 365 was, wozu und für wen? Die Veröffentlichung von Office 365 Ende Juni 2011 hat grosses öffentliches Echo hervorgerufen und grosse Erwartungen geweckt, gleichzeitig aber bei Unternehmern viele Fragen aufgeworfen und Verunsicherung ausgelöst. Was enthält es nun genau? Wie funktioniert es und was kostet es wirklich? Wie kann ich es erwerben und wie einsetzen? Wir versuchen, diese Fragen aus KMU-Sicht zu beantworten. Von Simon Rickenbacher, Partner MIT-GROUP Office 365 ist zuallererst einmal eine von Microsoft marketingtechnisch äusserst geschickt gewählte Cloud- Lösungsbezeichnung: Mit «Office», der erfolgreichsten und weitverbreitetsten Bürosoftware-Lösungssuite können die allermeisten etwas anfangen. 365 deutet auf rund um die Uhr, immer und überall einsetzbar die Datenwolke lässt grüssen. So weit, so verheissungsvoll. Es folgen jedoch sogleich ein paar «Aber». Erstens ist Office 365 nicht einfach «Office», sondern eine Sammlung von serverbasierten Diensten und Desktopanwendungen, die in grossen Microsoft-Rechenzentren (Microsoft Cloud) betrieben bzw. dort heruntergeladen werden können, und zwar sowohl als Einzellösungen wie auch in Form so genannter «Pläne» oder Lösungspakete. Tatsächlich berechtigt, während der Vertragsdauer immer die neuesten Versionen zu nutzen. Aktuell wird Office 365 auf der Basis der Server- und Applikationsplattform 2010 angeboten (Office 2010, Exchange 2010, etc.), die 2013er-Version befindet sich noch in der Testphase. Was gehört alles zur Office 365-Welt? Im Rahmen von Office 365 können heute folgende Lösungen als Einzellösungen oder aber als Lösungskombinationen in Form von kombinierten Plänen bezogen werden: Exchange Online: Kommunikationszentrale für s, Kontakte, Termine, Aufgaben, gemeinsame Ordner, Voic s, Zugriff via Browser von überall her, via Microsoft Outlook und auf praktisch allen heutigen Mobilgeräten (Tablets, Smartphones). Outlook-Kalender), Desktopsharing Lync etabliert sich (jedoch vorläufig nicht in der Office 365-Version) zunehmend als Ersatz von Telefonzentralen in Unternehmen. Die entsprechende Einbindung vorausgesetzt, ist auch Telefonie in beliebige Fest- und Mobilfunknetze möglich und es gibt bereits ausgereifte Callcenter- und Sekretariatslösungen, die vollständig auf Lync basieren. In Verbindung mit Lync Online wird der Lync Client (Notebooks, Desktops mit Microsoft und Apple-Betriebssystem) oder die Lync App (Smartphones, ipad, Windows 8) zur Verfügung gestellt. Office Professional Plus: Office Professional Plus 2010 kann entweder im Jahresabo oder auf einer Monatzu-Monat-Basis im Abonnement bezogen werden als Einzellösung oder kombiniert in einem Plan ab E3. «Die ICT-Kosten von KMU lassen sich sehr transparent eruieren und verfolgen bzw. vorauskalkulieren.» Dynamics CRM Online: Das Kundemanagement-System von Microsoft (Kundendaten, Marketingaktivitäten, Serviceaufgaben) ist ebenfalls als Abonnementslösung im Rahmen von Office 365 erhältlich. haben alle diese Lösungen etwas mit den Office-Programmen wie Outlook, Word, Excel, PowerPoint, Access etc. zu tun, jedoch enthält ein Office 365-Abonnement nicht in jedem Fall Office selbst. Und mit der Bezeichnung «Abonnement» kann auch gleich die Frage des Erwerbs beantwortet werden: Office 365 besteht ausschliesslich aus Mietlösungen oder Services, die gegen die Bezahlung einer monatlichen Rate genutzt werden können. Abonnenten sind SharePoint Online: Die «Intranetlösung» mit Teamwebseiten, Zusammenarbeit, gemeinsamer Dateiablage mit hochdifferenzierter Berechtigungsstruktur. SharePoint Online ist der Ort, wo zentrale Unternehmensdaten (Word-Dokumente, Excel- Sheets, Bilder ) in der Cloud gespeichert werden. Lync Online: «Skype für Unternehmen», Kommunikationslösung für VoIP, Instant Messaging, Videoconferencing, Präsenzstatus (direkt aus Die Einzellösungen SharePoint Online, Exchange Online und Lync Online sind in jeweils zwei Plänen erhältlich (Exchange Online und SharePoint online auch noch in einer «Kiosk»-Version, die für Mitarbeitende gedacht ist, die nur einfachen Zugriff auf Informationen und Grundfunktionen benötigen), die sich hinsichtlich einzelner Funktionalitäten unterscheiden. Zudem sind die Fortsetzung Seite17 IT-NEWS Einzellösungen mit weiteren Services kombinierbar: Office Web Apps: Online-Versionen von Word, Excel, PowerPoint nur in Verbindung mit SharePoint Online die Office Web Apps sind die Antwort auf die Google Apps, die direkt in der Cloud und nicht lokal auf einem Zugangsrechner bereitgestellt und genutzt werden. Exchange Online-Archivierung (EOA): EOA ermöglicht die Speicherung einer unbegrenzten Anzahl s in der Microsoft-Cloud. Wir empfehlen kleinen und mittelgrossen Unternehmen in der Regel ein Abonnement des Plans E3 (Exchange Online, SharePoint Online, Lync Online, Office Professional Plus) entweder durchgängig oder in Verbindung mit Einzellösungen, was jederzeit möglich ist. Wo liegen die Vor- und Nachteile? Die Vorteile von Office 365 sind die einfache, praktisch grenzenlose Skalierbarkeit der Lösung sie wächst effektiv mit dem Unternehmen mit, weiter die sehr kompetitive Preisgestaltung der Abonnemente (mit erwähnten Einschränkungen in Sachen Support), der beachtliche Leistungsumfang der einzelnen Lösungen, die Tatsache, dass nicht in Software- und teure Vor-Ort-Serverlösungen investiert werden muss, sondern eine bedarfsgerechte Nutzergebühr für die jeweils aktuellste Version der Lösung bezahlt wird (generell ein Vorteil von Outsourcinglösungen) die ICT- Kosten von KMU lassen sich so sehr transparent eruieren und verfolgen bzw. vorauskalkulieren. Schliesslich besticht Office 365 mit Offlinetauglichkeit: Dokumente können via die Anwendung SharePoint Workspace auch offline bearbeitet und bei nächster Gelegenheit in die Cloud zurückgespeichert werden. Das je nachdem im Rahmen eines Office 365-Abonnements mitinstallierte oder separat erworbene und zusammen mit Cloudservices genutzte Office 2010 (es können auch die Versionen 2007 und 2013 bzw. Office for Mac genutzt werden) wird ohnehin auf dem Zugriffsgerät installiert, was eine weitgehende Unabhängigkeit vom Netz ermöglicht. Die Nachteile der Lösung liegen in den eingeschränkten Customizing- Möglichkeiten: Die Lösungen werden «as is» angeboten, Abweichungen von Standards sind kaum möglich (was allerdings nicht nur ein Nachteil ist). Die Daten lagern in einem europäischen Rechencenter die «Datenhoheit» wird abgegeben, was aber in vielen Fällen nicht businesskritisch ist. Massgeschneiderte Backuplösungen sind nicht ohne weiteres möglich: Microsoft spiegelt die Inhalte von Rechencenter A in einem Rechencenter B, was vor allem zur Reduzierung von Ausfallwahrscheinlichkeiten führt, Fehlmanipulationen in den Lösungen werden jedoch automatisch auch mitgespiegelt. Ein weiterer Nachteil liegt in der für den Laien praktisch nicht durchschaubaren Plan- und Funktionalitätengestaltung. Um es hier nochmals sehr deutlich festzuhalten: Auf Grund unserer langjährigen Erfahrung mit kleinerer und grösseren Installationen stellen wir fest, dass ohne kompetenten Partner nichts läuft. Wenn man Office 365 mit anderen Cloud-Arbeitsplattformen wie etwa Google Apps for Business vergleicht, könnte man sagen, dass Office 365 etwas weniger «wolkig» daherkommt, manchmal etwas schwerfälliger und «undurchschaubarer» wirkt, dafür aber auf dem verbreitetsten, bewährtesten Standard basiert und vor allem alle erdenklichen On- und Offline- Arbeitsformen unterstützt. Die Konkurrenz dient dem Endkunden: Dank verschiedener innovativer Vorstösse (auf beiden Seiten) wird die laufende Weiterentwicklung beider Cloudplattformen in einem positiven Sinne angestossen. Mögliche erste Schritte für ein Unternehmen? Falls Sie das bis jetzt noch nicht getan haben, empfehlen wir Ihnen dringend, nun damit anzufangen: Mit einer ICT-(Mini)-Strategie. Nur wenn Sie wissen, was Sie auf Grund Ihrer Geschäftsziele auch brauchen, werden Sie das Optimale auswählen können. Es ist ratsam, in der Strategiefindung eine externe, erfahrene Fachperson zu Rate zu ziehen, welche keine «heiligen Kühe» kennt und den Finger gerade auch auf wunde Punkte hält. Suchen Sie sich für Office 365 (oder andere Cloudplattformen) einen kompetenten Partner, der Sie bei der Planung, Durchführung und Pflege / dem Support des Systems unterstützt oder diese Aufgaben für Sie übernimmt. Planen Sie auch wenn Sie heute schon mit Office arbeiten genügend Zeit für die Migration ein. Office- Kenntnisse allein reichen nicht aus für eine gewinnbringende Nutzung von Office 365, auch wenn es noch so verlockend erscheinen mag, die Kreditkarte zu zücken und die paar Franken monatliche Abonnementsgebühren zu bezahlen. Wenn nicht alles optimal vorbereitet und eingerichtet ist (auch die Clientsysteme müssen auf den Betrieb vorbereitet werden), kommt es sehr schnell zu vermeidbaren Frustrationen und unter Umständen erheblichen Mehrkosten bei der Nachbesserung von laienhaften Setups. Was kostet Office 365? Soviel gleich vorweggenommen: Die Kosten der Services oder Pläne, die aktuell von rund CHF 2 für eine Kiosk-Version bzw. CHF 4 für Plan 1 von Exchange und SharePoint Online bis hin zu rund 23 CHF für den Plan E3 inklusive Office Professional Plus 2010 reichen, entsprechen nicht der ganzen Kostenwahrheit. Sie müssen mindestens noch folgende Kosten miteinkalkulieren: Setup- und Migrationskosten (einmalig) je nach Ausgangsumgebung ist dieser einmalige Aufwand mehr oder weniger hoch. Unbedingt einen qualifizierten Partner beiziehen! Schulungskosten: SharePoint Online und Dynamics CRM Online bedürfen nicht nur einer grundsätzlichen Strategie (wie werden Daten durch wen einheitlich bewirtschaftet, welche Informationen werden in den Systemen gespeichert, wer hat welche Zugriffsberechtigungen etc.) sondern auch einer fundierten Benutzerschulung nur dann können diese Instrumente effizient genutzt werden. Die Migration auf Office 365, genauso wie die Migration auf ein anderes System, bietet zudem die Gelegenheit auch vermeintlich «selbsterklärende» Lösungen wie Microsoft Outlook nochmals im Detail anzuschauen und sich auf eine einheitliche Nutzung von der Signatur über gemeinsame Ordner bis zur Kalenderfreigabe und zum Aufgabenmanagement zu einigen und diese dann auch innerhalb des Unternehmens um- und durchzusetzen. ANZEIGE möbel KMU Bürolösungen. Vom einfachen Schreibtisch bis zur massgeschneiderten Bürolandschaft. Wir planen Ihr Büro genau nach Ihren Bedürfnissen. 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Supportkosten Clients: Wir empfehlen unsern Kunden dringend, im Zusammenhang mit einer Office 365 auch gleich die Clientsupportlösung Windows Intune zu abonnieren auf diese Weise kann das Gesamtsystem auch bei mobilen Arbeitern / Aussendienstlern stets auf dem aktuellen Stand gehalten werden alle Zugriffsgeräte und die darauf installierten Anwendungen werden inventarisiert die Supportkosten bleiben tief, Störungen auf Zugriffsgeräteebene können vermieden bzw. schnell behoben werden. Ohne nahtlose Überwachung ist die der Client-Systeme ist der kostentechnische GAU quasi vorprogrammiert dies zeigt unsere Erfahrung mit mehr als 300 Clients. Zudem wird mit Windows Intune auch das Recht auf die Nutzung der aktuellsten Windows- Betriebssystemversion erworben. Wir feiern 75 Jahre Bürokompetenz 32 3318 Wir wollen qualitatives Wachstum WIRTSCHAFTSTAGUNG Die CVP-Wirtschaftstagung 2013 beleuchtete mit politisch Verantwortlichen und ausgewiesenen Fachleuten die komplexe Thematik «Siedlung und Verkehr», benannte die wichtigsten Chancen und Risiken in der Raumplanung und diskutierte mögliche Lösungen. Hochkarätiges Podium: (von links) Baudirektor Othmar Reichmuth, Bundesrätin Doris Leuthard, Moderator Andreas Dummermuth, Unternehmer Nils Planzer, und Professor Bernd Scholl. Das Spannungsfeld der Siedlungsund Verkehrsentwicklung fordert den Kanton Schwyz in vielerlei Hinsicht. Einerseits müssen der Kanton und die Gemeinden die markante Bevölkerungszunahme und den Ausbau der Verkehrsinfrastrukturen erst noch nachvollziehen und andererseits sollen sie gleichzeitig vorausschauend die weitere, möglichst nachhaltige Planung vorantreiben. Wieweit muss die regionale Siedlungsentwicklung dabei auf die künftigen Bedürfnisse der nationalen Verkehrsinfrastruktur Rücksicht nehmen? Welche Konsequenzen hat es, wenn der Bund Investitionen über «Wir müssen wieder lernen wagen zu wagen.» Prof. Bernd Scholl Jahrzehnte hinausschiebt, mit dem Risiko, dass wegen der Bewältigung des internationalen Verkehrs der regionale Nutzen der Achsen verloren geht? Verdrängt langfristig der internationale Reise- und Güterverkehr den Regionalverkehr von der Schiene? An der Wirtschaftstagung der CVP wurden Antworten zu diesen Fragen gesucht. Der Kanton Schwyz hat seine Hausaufgaben gemacht «Wie sieht unsere Schweiz in 30 Jahren aus?» fragte sich Bundesrätin Doris Leuthard zu Beginn ihres Referates. Die Schweiz werde sehr stark überbaut, jedes Jahr in der Fläche des Walensees. Immer weniger Kulturland stünde zur Verfügung. Und es müsse auch noch Perspektiven für die kommenden Generationen geben. Also seien die heuti- gen Entscheide für die nächsten Generation sehr relevant. Dieses Wachstum ziehe auch Probleme mit sich. Die Züge seien überfüllt und auf den Autobahnen habe es immer mehr Stau. Verkehr und Siedlung müssten gemeinsam geplant werden, was man über Jahre lang negiert habe. Man habe planlos Land eingezont. Heute hätten wir eine Situation im Verkehr, wo wir auf der Schiene und auf der Strasse sehr grosse Engpässe hätten. Neue Kapazitäten müssten in Zukunft bewältigt werden. Diese Kapazitäten könnten mit dem Bau von Infrastruktur und zusätzlichem Rollmaterial einigermassen aufgefangen werden. Der Bundesrat habe das massive Wachstum auch im Kanton Schwyz festgestellt. Die Region Höfe/March und Rigi/ Mythen als Wohnstandort verzeichne einen grossen Boom, was sich auf die Pendlerströme auswirke. Der Kanton Schwyz sei auch betroffen durch die Zufahrten zum Gotthard-Basistunnel. Leuthard beruhigte die 250 Anwesenden, dass trotz massiver Zunahme von Personen- und Güterverkehr der Regionalverkehr aufrecht erhalten werden könne. Schwieriger sei es auf der Strasse, vor allem die neue Axenstrasse. Die geplanten beiden neuen Tunnels müssten realisiert werden, wenn man der Sicherheit Prioriät geben wolle. Mit der Sanierung der N4 Küssnacht Brunnen werde im Jahr 2015 begonnen. In der Verkehr-, Raum- und Siedlungspolitik müsse eng miteinander koordiniert werden. Es sei überall eine massive Entwicklung festzustellen, nicht nur hier im Kanton Schwyz. Jetzt stehe die Frage im Raum, wie es weiter gehe? Der Kanton Schwyz habe eine gute Bilanz, es gab eine Verdichtung gegen Innen. Raumplanung sei in der Schweiz lange kein Thema gewesen. Wenn alles, was heute eingezont sei, genutzt würde, hätte es zusätzlich Platz für 1.7 Millionen Menschen. Aber das eingezonte Land läge nicht dort, wo es gebraucht Bundesrätin Doris Leuthard sprach vor 250 Gästen. werde. Der Kanton Schwyz habe in die-sem Bereich seine Hausaufgaben gemacht. Im Kanton Schwyz sei der Bedarf an Bauland grösser als das vorhandene eingezonte Land. Vorreiterrolle Professor Bernd Scholl, Raumplaner an der ETH, zeigte die europäische Sicht der Verkehrsströme auf. Die Hauptschlagader führe von Rotterdam nach Genua. An diesem Transitkorridor würden auch die am dichtesten besiedelten Räume liegen. Die Schweiz habe mit der Realisierung der NEAT die Vorreiterrolle übernommen. Der Kanton Schwyz zog nach, indem er sich früh mit der Linienführung der NEAT beschäftigt habe. Es brauche aber eine Gesamtstrategie für den Nord-Süd- Transitraum, in deren Mitte der Kanton Schwyz liege. Die schrittweise Realisierung der NEAT-Zulaufstrecken und die erste Etappe des Axentunnels bis 2030 seien vordringliche Projekte. Fortsetzung Seite19 HGVF schaut hinter die Kulissen Der Handwerker und Gewerbeverein Freienbach (HGVF) führte die traditionelle Betriebsbesichtigung dieses Jahr im Seedamm Plaza durch. Direktor und Gastgeber Peter H. Ernst und sein Team ermöglichten den HGVF-Mitglieder einen Einblick hinter die Kulissen. 2010: Ergebnisse Testplanungsverfahren Urmibergachse. 65 HGVF-Mitglieder, viel mehr als erwartet, nutzten die Möglichkeit um das Seedamm Plaza noch genauer kennen zu lernen. Direktor und Gastgeber Peter H. Ernst persönlich begrüsste die Teilnehmer im Pavillon mit einer kurzen Ansprache und ersten kulinarischen Genüssen. Kurz darauf startete der Rundgang hinter den Kulissen. Zuerst besuchten die HGVF-Mitglieder die Abteilung Seminar- und Kongress, welche das Herz des Hauses ist. In diesem Bereich sind rund neun Personen für die Organisation aller Anlässe zuständig. Anschliessend erhielten wir in einem Seminarraum weitere Infos zum Seedamm Plaza. 220 Mitarbeitende, 150 bis 160 Vollzeitstellen und aus 30 Ländern stammend, das ist das Team des Seedamm Plaza. 365 Tage im Jahr ist der Betrieb geöffnet und funktioniert in einem 24 Stunden Betrieb. Das 1998 eröffnete Seedamm Plaza verzeichnet jährlich Übernachtungen. Knapp die Hälfte davon sind Gäste aus dem Ausland. Der Stammkundenanteil liegt bei 80%. Nach diesen eindrücklichen Zahlen erhielten wir Informationen, wie das Seedamm Plaza die neuen Medien für die Werbung nutzt (Facebook, Twitter, LinkedIn, usw.) Nächste Station war der Heizungsraum, wo uns eine köstliche Weissweinsuppe serviert wurde. Via Medienkanal (sehr niedrig nur 1,5 m hoch) gelangten wir zu einem unterirdischen Gang, wo die Mitarbeiter die Informationstafeln vorfinden. Je Gruppe (Restaurant Pur, Küche, Technik usw.) finden die Mitarbeitende da ihre Ziele, Bewertungen und Verbesserungsvorschläge vor. Monatlich wird ein Teammitglied zum Mitarbeiter/zur Mitarbeiterin des Monats gekürt und gefeiert. Vorbei an der Betriebskantine für die Mitarbeitenden gelangten wir dann in die Küche. Knapp 50 Personen bilden das Team der Küchenbrigade. Küchenchef Heinz Brassel zeigte uns die Herstellung von Glacé mittels Stickstoff. Selbstverständlich durften wir das Eis anschliessend geniessen und es schmeckte wunderbar. Als letzte Station besuchten wir einen Raum oberhalb der Eingangshalle, wo die HGVF-Mitglieder Infos zum Hotelbetrieb erhielten. Beim Besuch der Gewerbler waren erfreulicherweise alle Hotelzimmer ausgebucht. Dies bedeutet für das ganze Jahr auch einen grossen Wäscheberg. Nicht weniger als zirka 100 Tonnen Wäsche fallen während eines Betriebsjahres an. Nach diesem spannenden Rundgang hinter den Kulissen erläuterte Direktor und Gastgeber Peter H. Ernst den HGVF-Mitglieder noch die Zukunftspläne. Mit vielen neuen Eindrücken und bestens verpflegt wurde die Betriebsbesichtigung somit abgeschlossen. Anschliessend fand im Restaurant PUR das fakultative gemeinsame Nachtessen statt. 40 HGVF-Mitglieder liessen es sich nicht nehmen, weitere Köstlichkeiten aus dem Hause Seedamm Plaza zu geniessen. Serviert wurden ausschliesslich regionale Produkte. Zwischen und Uhr verabschiedeten sich die Gäste. Eine kleine Gruppe vergnügte sich anschliessend noch an der Bar bis in die Morgenstunden. Testplanungsverfahren Felderboden. Direktor und Gastgeber Peter H. Ernst persönlich begrüsste die Teilnehmer im Pavillon. (Fotoneff.ch) Der HGVF-Vorstand möchte sich, im Namen aller Teilnehmenden, bei Peter H. Ernst und seinem Team ganz herzlich für diesen tollen Betriebsbesuch bedanken. Mit vielen neuen Eindrücken und bestens kulinarisch versorgt können wir auf einen spannenden Gewerbeanlass zurückblicken20 Dem Geld nicht unnötig hinterherrennen FACHFORUM Frage... Das schweizerische Schuldbetreibungsrecht ist sehr schuldnerfreundlich dies zum Leidwesen der Gläubiger. Bis der Gläubiger befriedigt wird, braucht er viel Geduld, Geld und Nerven. Denn für ihn ist lange ungewiss, ob sich das Einleiten der Betreibung und ihre Fortsetzung bezahlt machen oder ob sie nur weitere Verluste nach sich ziehen. Mit anderen Worten: Nach wie vor besteht das Risiko, dem schlechten Geld noch gutes Geld hinterher zu werfen. Was kann ich tun, wenn ein Schuldner nicht bezahlt, bzw. wie leite ich gegen ihn ein Betreibungsverfahren ein? Antwort... Im Gegensatz zu den meisten ausländischen Rechtsordnungen kann ein Gläubiger in der Schweiz seine fällige Forderung ohne gerichtliche Anerkennung oder Feststellung direkt gegen den Schuldner in Betreibung setzen. In der Regel stellt er beim Betreibungsamt am Wohnsitz des Schuldners ein Betreibungsbegehren, ohne dies begründen zu müssen. Es genügt, wenn er seine Adresse sowie Name und Wohnort des Schuldners angibt, die Forderungssumme beziffert und die Forderungsurkunde bzw. den Forderungsgrund nennt. Danach muss der Gläubiger die von der Höhe der Forderung abhängigen Betreibungskosten vorschiessen. Diese kann er zu seiner Forderung hinzuschlagen, weil der Schuldner diese Kosten bei gerechtfertigter Geltendmachung als Verursacher tragen muss. Nach Empfang des Betreibungsbegehrens erlässt das Betreibungsamt den Zahlungsbefehl. Es fordert den Schuldner auf, den Gläubiger innert 20 Tagen zu befriedigen oder innert 10 Tagen Rechtsvorschlag zu erheben, falls er die Forderung bestreitet. Nach dieser Galgenfrist kann der Gläubiger die Betreibung fortsetzen. Der Rechtsvorschlag bedarf keiner Begründung und hemmt den weiteren Verlauf der Zwangsvollstreckung. Der Gläubiger muss nun beim Gericht sein Recht durchsetzen, um gestützt auf einen Gerichtsentscheid den Rechtsvorschlag zu beseitigen und die Betreibung fortzusetzen. Ärgerliche Kostenfolgen Besonders unerfreulich ist, dass der klagende Gläubiger gemäss neuer Schweizerischer Zivilprozessordnung (ZPO) vom Gericht zur Leistung eines Vorschusses bis zur Höhe der mutmasslichen Gerichtskosten abhängig vom Streitwert bzw. von der Forderung angehalten werden kann (Art. 98 ZPO). Am Ende des Verfahrens werden die Gerichtskosten mit dem geleisteten Vorschuss des Gläubigers verrechnet. Dies geschieht, obwohl der im Gerichtsverfahren unterliegende Schuldner zwar als kostenpflichtige Partei dem obsiegenden Gläubiger die geleisteten Vorschüsse ersetzen sowie allenfalls eine zugesprochene Parteientschädigung bezahlen muss (Art. 111 ZPO). Nebst der enormen zeitlichen Beanspruchung bleibt besonders ärgerlich, dass das restliche vorhandene Haftungssubstrat auf diese Weise weiter angezehrt wird und der Gläubiger dabei das Risiko trägt, auf den Kosten sitzen zu bleiben und einen zusätzlichen Verlust einzufahren. Der Mechanismus, dass die Kosten aus dem Vorschuss des Kläger bezogen und diesem nur der Rückgriff auf den unterliegenden Beklagten eingeräumt wird, gilt auch (und gerade!), wenn die Bonität des Beklagten zweifelhaft ist (Obergericht des Kantons Zürich PP vom ). Der Gesetzgeber hat das Inkassorisiko im Privatrecht damit bewusst auf den Kläger überwälzt, selbst wenn dieser sich zur Klage veranlasst sah und obsiegte. Vorgängig Bonität überprüfen Aus diesem Grund sollten Sie Ihren Schuldner, oder besser noch bevor es überhaupt soweit kommt, Ihren potenziellen Geschäftspartner bzw. Ihre Gegenpartei bei einem anstehenden Vertragsabschluss genau unter die Lupe nehmen und vorgängig die Bonität überprüfen. Am zuverlässigsten ist der Auszug aus dem Betreibungsregister am Geschäfts- bzw. Wohnsitz des Schuldners. Für 18 Franken wird sie jeder Person erteilt, die ein Interesse an der Betreibungsauskunft glaubhaft machen kann. Dazu genügt z.b. das Vorweisen eines Dokuments, das die bevorstehende Geschäftsbeziehung oder Vertragsverhandlungen manifestiert. Wurde der Geschäftssitz innerhalb der letzten fünf Jahre gewechselt (unter ersichtlich), empfiehlt es sich, beim früheren Betreibungskreis (Geschäfts- oder Wohnsitz) ein separates Auskunftsbegehren zu stellen. Wenn Sie um die finanzielle Schieflage oder den angeblich fehlenden Zahlungswillen des Schuldners wissen, sollten Sie gegebenenfalls und trotz Ihrem guten Recht aus Kostenüberlegungen von einem Verfahren absehen. Unter Umständen ist eine Betreibung dennoch ratsam, wenn die Forderung zu verjähren droht, weil der Verjährungsablauf mit Anhebung der Schuldbetreibung unterbrochen wird und neu beginnt (Art. 135 Ziff. 2 OR). Die Verjährungsfrist ist unterschiedlich lang. Je Rechtsgrundlage dauert sie 1, 5 oder 10 Jahre (Art. 60, 67 und 127f. OR). Natürliche Person als Schuldner Haben Sie eine natürliche Person als Schuldner, die nicht im Handelsregister eingetragen ist (Art. 39 SchKG) und deshalb nicht der Kon- kursbetreibung unterliegt, erfolgt die Schuldbetreibung auf dem Weg der Pfändung. Besitzt die Person kein oder ungenügend pfändbares Vermögen, erhalten Sie als Gläubiger für den ungedeckten Betrag Ihrer Forderung einen Verlustschein (Art. 115 Abs. 1, 149f. SchKG). Diesen sollten Sie unbedingt aufbewahren, da er einerseits erst nach 20 Jahren verjährt und ein Arrestgrund darstellt sowie anderseits den Gläubiger zur Anfechtung von Veräusserungsverfügungen des Schuldners legitimiert (Art. 149 Abs. 2 SchKG). Kapitalgesellschaft als Schuldner Etwas komplizierter gestaltet sich die Situation, wenn Sie eine Kapitalgesellschaft (juristische Person wie AG oder GmbH) als zahlungsunfähige Schuldnerin haben. Wird die Kapitalgesellschaft aufgelöst z.b. durch Gesellschaftsbeschluss (Art. 736 oder Art. 821 OR) oder durch den Konkursrichter (Art. 725a OR sowie Art. 171 und 192 SchKG), tritt sie in ein Liquidationsstadium ein. Nach Verfahren zur Einleitung einer Betreibung Rechtsöffnungsbegehren Erteilung provisorische Rechtsöffnung Legende: Aberkennungsklage Abweisung Rechtsvorschlag Betreibungsbegehren Zahlungsbefehl Fortsetzungsbegehren Anerkennungsklage Erteilung definitive Rechtsöffnung Gläubiger mit Kostenvorschuss Betreibungsamt Schuldner Kein Rechtsvorschlag Betreibung auf Pfändung Betreibung auf Pfandverwertung Betreibung auf Konkurs öffentlicher Bekanntmachung im Schweizerischen Handelsamtsblatt und den so genannten Schuldenrufen kann die Liquidation beendet und die Firma im Handelsregister gelöscht werden. Achtung: Damit geht auch Ihre unangemeldete Forderung für immer sang- und klanglos unter! Aus diesem Grund sollten Sie nicht zu lange warten, wenn die Gesellschaft die Forderungen Ihnen gegenüber nicht mehr begleichen kann. Unter Umständen können Sie auch ohne vorgängige Betreibung (gestützt auf Art. 190 Abs. 1 Ziff. 2 SchKG) gleich von Beginn an die Konkurseröffnung verlangen. Die Konkursbetreibung ist jedoch mit einem Kostenrisiko verbunden: Der Gläubiger, der das Konkursbegehren stellt, haftet für sämtliche Kosten, die bis und mit Einstellung des Konkurses mangels Aktiven oder bis zum Schuldenruf entstehen (Art. 169 SchKG). Wenn Sie an der Zahlungsfähigkeit oder -moral Ihrer Gegenpartei zweifeln, sollten Sie den Schuldner zu einem Kostenvorschuss anhalten. Oder besser: Vereinbaren Sie von vornherein, dass er vollständig vorleistungspflichtig ist, damit Sie dem Geld im Nachhinein nicht hinterherjagen müssen. Bei einem Vertrag mit Leistungspflicht Zug um Zug können Sie Ihre eigene Leistung mit der Einrede des nichterfüllten Vertrags zurückbehalten bis die Gegenpartei ihre Leistung ordnungsgemäss anbietet oder im Fall der Zahlungsunfähigkeit eine Sicherheit leistet (Art. 82f. OR). Unter Umständen können Sie auch die Verrechnung mit Ihrer eigenen Forderung einredeweise geltend machen (Art. 120 OR). Des Weiteren gibt es zahlreiche Rechtsinstitute zur Sicherung einer Leistung wie namentlich den Eigentumsvorbehalt, ein Pfandgeschäft, eine Bürgschaft oder Zahlungsgarantie eines Dritten. Samuel Droxler ist lic. iur., Rechtsanwalt und Urkundsperson am Sitz Oberer Zürichsee in Pfäffikon SZ der Treuhand- und Revisionsgesellschaft Mattig-Suter und Partner. Nach seinem Studium an der Universität Zürich war er in mehreren Rechtsanwaltskanzleien tätig. Bei Mattig-Suter und Partner befasst sich Samuel Droxler vorwiegend mit den Spezialgebieten Handels- und Wirtschaftsrecht sowie Privatrecht. 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