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Timestamp: 2019-10-21 17:05:47+00:00

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OLG Stuttgart, 24.06.2010 - 20 W 2/09 - dejure.org
OLG Stuttgart, 24.06.2010 - 20 W 2/09
https://dejure.org/2010,3830
OLG Stuttgart, 24.06.2010 - 20 W 2/09 (https://dejure.org/2010,3830)
OLG Stuttgart, Entscheidung vom 24.06.2010 - 20 W 2/09 (https://dejure.org/2010,3830)
OLG Stuttgart, Entscheidung vom 24. Juni 2010 - 20 W 2/09 (https://dejure.org/2010,3830)
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Antrag des Minderheitsaktionärs auf Festsetzung einer angemessenen Barabfindung: Unzulässigkeit wegen Rechtsmissbrauchs; Schuldner der Ausgleichsforderung
Anforderungen an die Zulässigkeit eines Antrags auf gerichtliche Festsetzung einer Barabfindung
Zum Rechtsmissbrauch durch Einleitung eines Spruchverfahrens
Aktienrecht, Barabfindung, Minderheitenschutz, Minderheitsgesellschafter, Spruchverfahren
Vor Inkrafttreten des Spruchgesetzes kein Begründungserfordernis für Spruchantrag
LG Ravensburg, 19.12.2008 - 8 AR 7/06
ZIP 2010, 1641
Abgesehen davon wäre - nachdem das Landgericht bereits eine Sachentscheidung getroffen hatte - eine Zurückverweisung analog § 538 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 ZPO ohnehin nur dann in Betracht gekommen, wenn - was hier nicht der Fall ist - das Verfahren an einem wesentlichen Mangel gelitten hätte und zur Entscheidung eine umfangreiche und aufwändige Beweiserhebung notwendig geworden wäre (…OLG Düsseldorf, AG 1998, 37, 39 [juris Rn. 47 ff.];… Drescher in Spindler/Stilz, AktG, 2. Aufl., § 12 SpruchG Rn. 17 m.w.N.; vgl. auch OLG Stuttgart, ZIP 2010, 1641 [juris Rn. 79]).
Die zwischenzeitlich eingetretene Insolvenz der (ursprünglichen) Antragsgegnerin B. führt nicht zu einer Unterbrechung des Verfahrens nach §§ 239, 240 ZPO und steht einer Entscheidung des Senats nicht entgegen (vgl. OLG Düsseldorf, Beschluss vom 29.09.2010, I-26 W 4/09 (AktE), BA S.14; OLG Stuttgart, Beschluss vom 24.06.2010, 20 W 2/09, OLG Frankfurt a.M., Beschluss vom 29.12.2005, 20 W 250/05, NZG 2006, 556 jeweils m.w.N.).
Das Beharren auf der Durchführung eines aktienrechtlichen Spruchverfahrens Spruchverfahrens trotz Vergleichsangebots ist für sich genommen nicht rechtsmissbräuchlich, auch wenn sich die Weiterverfolgung des Antrags nachträglich als wirtschaftlich wenig sinnvoll darstellt (…Anschluss an: OLG Düsseldorf AG 2011, 459 - juris-Rn. 34; OLG Stuttgart AG 2010, 758 - juris-Rn. 59).
Das Beharren auf der Durchführung des Spruchverfahrens trotz Vergleichsangebot ist auch nicht rechtsmissbräuchlich, sondern das gute Recht der Antragsteller, auch wenn sich - wie hier - die Einschätzung nachträglich als wirtschaftlich wenig sinnvoll darstellt (…OLG Düsseldorf AG 2011, 459 - juris-Rn. 34; OLG Stuttgart AG 2010, 758 - juris-Rn. 59).
Auch ein eingeschränktes oder sogar fehlendes wirtschaftliches Interesse der Antragsteller würde ihr Rechtsschutzbedürfnis grundsätzlich nicht entfallen lassen (…vgl. OLG Frankfurt a.M., Beschluss vom 9. April 2010 - 5 W 75/09, juris Rn. 13 f.; AG 2016, 667, 668, jeweils mwN; vgl. auch OLG Stuttgart, ZIP 2010, 1641, 1643).
a) Werden die Anträge gegen den falschen Gegner gerichtet, sind sie unbegründet - und damit vom Landgericht zu Recht zurückwiesen worden -, weil es an der Passivlegitimation fehlt.(OLG Stuttgart, Beschluss vom 24.06.2010, 20 W 2/09 [juris Rn. 70]; OLG Saarbrücken, Der Konzern 2004, 34 [juris Orientierungssatz]; OLG Hamburg, NZG 2004, 622, 623];… Kubis in Münchener Kommentar, AktG, 3. Aufl., SpruchG § 5 Rn. 1;… Puszkajler in Kölner Kommentar, SpruchG, § 11 Rn. 11 auch zum Recht vor dem 01.09.2003;… Leuering in Simon, SpruchG, § 4 Rn. 37.) Richtiger Antragsgegner ist hier nur die Antragsgegnerin Ziffer 1), nicht aber die Antragsgegnerin Ziffer 2).Dies folgt für das ab dem 01.09.2003 geltende und nach § 17 Abs. 2 Satz 2 SpruchG im Beschwerdeverfahren anzuwendende Recht aus § 5 Nr. 3 SpruchG, wonach der Antrag gegen den Hauptaktionär zu richten ist.Zwar war § 5 SpruchG im Verfahren vor dem Landgericht nach § 17 Abs. 2 Satz 1 SpruchG noch nicht anwendbar.
Die für eine derartige Vorgehensweise erforderlichen Voraussetzungen,(Dazu etwa OLG Stuttgart, AG 2010, 758; BayObLG, FamRZ 1988, 1321; OLG Frankfurt a.M., NZG 2007, 875;… Briesemeister in Jansen, FGG, 3. Aufl., § 25, Rn. 23;… Schmidt in Keidel/Kuntze/Winkler, FGG, 15. Aufl., § 12 Rn 73.) sind nicht erfüllt.
Die für eine derartige Vorgehensweise erforderlichen Voraussetzungen,(Dazu etwa OLG Stuttgart, AG 2010, 758; BayObLG, FamRZ 1988, 1321; OLG Frankfurt, NZG 2007, 875;… Briesemeister in Jansen, FGG, 3. Aufl., § 25, Rn. 23;… Schmidt in Keidel/Kuntze/Winkler, FGG, 15. Aufl., § 12 Rn 73.) sind nicht erfüllt.
Das Rechtsschutzbedürfnis ist vielmehr grundsätzlich zu bejahen und kann nur ganz ausnahmsweise - beispielsweise bei rechtsmissbräuchlichem Verhalten - verneint werden (OLG Stuttgart, AG 2010, 758 Rn 45 [OLG Stuttgart 24.06.2010 - 20 W 2/09] ).
OLG Düsseldorf, 14.12.2015 - 26 W 17/14
Vergütungsanspruch des gemeinsamen Vertreters im Spruchverfahren als …
OLG Frankfurt, 13.01.2011 - 21 W 16/11
Zu den Voraussetzungen für die Bestellung eines Sonderprüfers nach § 142 Abs. 2 …

References: § 538
 § 12
 § 5
 § 11
 § 4
 § 17
 § 5
 § 5
 § 17
 § 25
 § 12
 § 25
 § 12
 § 142