Source: https://media.zwp-online.info/archiv/pub/sim/oj/2017/oj0417/
Timestamp: 2018-11-18 13:02:33+00:00

Document:
OJ0417
Falls so oder so ähnlich ihr Praxis - motto lautet, müssen Sie nicht weiterlesen. Ansonsten könnte den werten Leser interessieren, was Herr Professor Michelle M. Mello in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Medical Affairs in einer Pilotstudie herausgefunden hat: Medizi nische Zwischenfälle offen zu- zugeben und sich bei den Patienten für Fehler bei der Behandlung zu entschuldigen, erwies sich bei der Vermeidung oder Reduktion von Schadensersatz - ansprüchen und Schmerzensgeldforderungen als ausgesprochen effektiv...
Dr. Dr. Oliver Blume, Lisa Hoffmann, Phil Donkiewicz, Prof. Dr. Sabine Wenisch, Dr. Michael Back, Prof. Dr. Reinhard Schnettler, Dr. Mike Barbeck
Die Behandlung komplexer alveolärer Knochendefekte bleibt bis heute eine chirurgische Herausforderung. Dies gilt insbesondere in der ästhetischen Zone in Hinblick auf eine erfolgreiche funktionelle und ästhetische Versorgung. Die Behandlungsoptionen waren dabei in den letzten Jahrzehnten auf die Verwendung von autologen Knochen limitiert, welche vielfach mit bekannten Nachteilen wie einer verlängerten OP-Zeit, erhöhten Kosten sowie Komplikationen und einer nicht vorhersehbaren Resorption einhergehen.1–5 Dieser Fallbericht gibt eine Einführung in die Anwendung allogener auf Grundlage des CAD/CAM-Verfahrens patientenindividuell gefertigter Knochenblöcke im Rahmen einer gesteuerten Knochenregeneration für massive Defekte der Maxilla und erläutert Vorteile gegenüber autologen Knochenersatzmaterialien.
Eine über 80-jährige Patientin leidet seit einiger Zeit an einem Taubheitsgefühl im linken Oberkiefer in der Regio 23 bis 25. Betroffen ist vornehmlich der Gaumen. Zusätzlich hat die Patientin in letzter Zeit deutlich an Körpergewicht verloren. Aus diesen Gründen stellte sie sich bei dem behandelnden Zahnarzt vor. Klinisch und röntgenologisch war der pathologische Befund nicht direkt sichtbar. Erst durch die intraorale Sonografie gab es den ersten Hinweis auf eine pathologische Veränderung.
Der folgende Fall beschreibt eine ungewöhnliche Lage des Mesiodens im Oberkiefer eines 8-jährigen männlichen Patienten, welcher vom Hauszahnarzt zum Fachzahnarzt für Oralchirurgie überwiesen wurde. In der Literatur wird die Häufigkeit des Mesiodens mit 0,07–0,6 Prozent im Milchgebiss angegeben. Als Komplikationen bei der Entfernung eines Mesiodens können u. a. Schädigungen von Nachbarzähnen und angrenzenden anatomischen Strukturen, wie die Eröffnung der Apertura piriformis, auftreten. In diesem komplexen Fall ist die Zusammenarbeit zwischen Zahnarzt, Oralchirurg und Kieferorthopäde interdisziplinär erforderlich.
Anwendung einer volumenstabilen Kollagenmatrix
Aus heutiger Sicht sind für den Langzeiterfolg einer implantatprothetischen Rehabilitation aus funktionellen und ästhetischen Gesichtspunkten zwei Aspekte entscheidend. Neben dem hartgewebigen Implantatlager rückt in der modernen Implantologie die Qualität und Quantität des Weichgewebes immer mehr in den Fokus. Der nachfolgende Anwenderbericht beschreibt die Verbesserung der weichgewebigen Situation von implantatgetragenen Rekonstruktionen mit einer neuen hochporösen und volumenstabilen Kollagenmatrix als Alternative zum Goldstandard – dem subepithelialen Bindegewebetransplantat.
Im Mai 1989 fand im Hörsaal der ersten Medizinischen Klinik der Charité der erste Kurs zur funktionellen endoskopischen Chirurgie der Nasennebenhöhlen statt. Der Kursleiter war Doz. Dr. sc. Dr. Klaus Vogt, damals erster Oberarzt der Universitäts-HNO-Klinik der Charité. Als Referenten war auch eine Gruppe von Ärzten von der Universität Graz, der „Geburtsstätte“ einer damals ganz neuen funktionellen, strukturerhaltenden Mikrochirurgie eingeladen.
PEERS-Jahrestreffen 2017: Zahlreiche implantologische Neuerungen
Der Weg in die eigene Praxis erfordert eine Mischung aus kreativem Handwerk und der richtigen Einstellung. Wichtige Tipps und Erfahrungsberichte gab es für angehende Praxisgründer auf dem Gründer Camp, das am 29. und 30. September in und um die Union Halle in Frankfurt am Main stattfand. Die Premiere der Veranstaltung war ein voller Erfolg: Rund 100 junge Zahnärzte folgten der Einladung, um von einem breiten Themenspektrum, angefangen vom Praxiskonzept bis hin zu rechtlichen Fragen, zu profitieren. Darüber hinaus gab es geballtes Wissen von jungen Praxisinhabern, die über ihren eigenen Gründungsweg mit allen Höhen und Tiefen berichteten.
Am 8. und 9. Dezember 2017 finden im Kongresshaus Baden-Baden unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. Georg Bach/Freiburg im Breisgau zum siebten Mal die Badischen Implantologietage statt.
In besonderen Fällen gehört zum Aufklärungsumfang auch die Möglichkeit der Überweisung in eine Spezialpraxis wegen der besonderen Erfahrung der Chirurgen bei der Durchführung entsprechender Eingriffe. Einen solchen Fall hat das Landgericht Dessau-Roßlau im Zusammenhang mit einer Weisheitszahnentfernung gesehen, da der Nervus mandibularis einen erkennbar ungewöhnlichen Verlauf hatte.
In der Zeit vom 17. bis 18. November 2017 lädt der Berufsverband Deutscher Oralchirurgen (BDO), gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (DGMKG), zu seiner 34. Jahrestagung des BDO und der 10. Herbsttagung der DGMKG erneut nach Berlin ein.
Die sogenannte „Digitale Patientenaufklärung“ kommt in Mode – denn immer mehr Praxen interessieren sich für einen einfachen Weg, ihrer gesetzlichen Verpflichtung zur Aufklärung ihrer Patienten über geplante Behandlungen nachzukommen...
Abo: Oralchirurgie Journal
17. Jahrgang | € 10,00 zzgl. MwSt. | ISSN 1617-7843 | PVSt. F 54707 Zeitschrift des Berufsverbandes Deutscher Oralchirurgen ORALCHIRURGIE Journal 4 2017 Fachbeitrag Behandlung einer durch Periimplantitis stark resorbierten Maxilla Seite 6 Anwenderbericht Anwendung einer volumenstabilen Kollagenmatrix Seite 20 Events 30 Jahre Präparierkurse im Institut für Anatomie der Charité Seite 26 BDO | Events 34. Jahrestagung des BDO Seite 38
INNOVAT V Durchdachte Zweiteiligkeit mit innovativen Abutmentlösungen, keramikgerechtem Design und dem Hightech-Herstellungsverfahren Ceramic Injection Molding – das ist CERAMIC EXCELLENCE. · Duale Oberflächentextur: Osseointegration und Weichgewebeadaption · Zweiteilig, reversibel verschraubbare Prothetikkomponenten · Keramikgerechtes Hexalobe Verbindungsdesign · Innovatives PEKK Abutment mit (cid:69)(cid:202)(cid:78)(cid:81)(cid:71)(cid:70)(cid:79)(cid:69)(cid:70)(cid:79) Eigenschaften · Einzigartiges, individuelles DEDICAM® Zirkonoxid-Abutment · Elfenbeinfarben für hoch ästhetische Restaurationen · 100 % Qualitätskontrolle Jetzt CERAMIC EXCELLENCE Partner werden. www.ceralog.de E I N Z I G A R T I G : I N D I V I D U E L L E S D E D I C A M ® Z I R KO N OX I D - A B U T M E N T
EDITORIAL „Ich mache keine Fehler!“ Falls so oder so ähnlich ihr Praxis- motto lautet, müssen Sie nicht weiter- lesen. Ansonsten könnte den werten Leser interessieren, was Herr Professor Michelle M. Mello in der aktuellen Aus- gabe der Zeitschrift Medical Affairs in einer Pilotstudie herausgefunden hat: Medizi nische Zwischenfälle offen zu- zugeben und sich bei den Patienten für Fehler bei der Behandlung zu entschul- digen, erwies sich bei der Vermeidung oder Reduktion von Schadensersatz- ansprüchen und Schmerzensgeldfor- derungen als ausgesprochen effektiv. Dazu wurde in sechs amerikanischen Kliniken ein Programm entwickelt, das bei Kunstfehlern oder ernsthaften Zwi- schenfällen ein offenes und transparen- tes Vorgehen ermöglichte und bereits proaktiv dem betroffenen Patienten Kompensationszahlungen anbot. Von den knapp 1.000 untersuchten Ansprü- chen der Patienten in den beteiligten Krankenhäusern führten nur 5 Prozent zu einer gerichtlichen Auseinanderset- zung. Die durchschnittlichen Zahlungen lagen in den untersuchten Kliniken bei 75.000 US-Dollar, im Vergleich dazu la- gen im gleichen Zeitraum die Schadens- ersatzzahlung landesweit in den USA im Mittel bei knapp 225.000 US-Dollar. Offenheit statt Vertuschungsversuche und eine aufrichtige Entschuldigung wirken oftmals wahre Wunder: Pa- tienten klagen vor allem, weil sie sich nicht ernst genommen fühlen oder der Arzt kein ausreichendes Mitgefühl zeigt. Oftmals wird von den Kollegen argumentiert, dass man aus versiche- rungstechnischen Gründen nichts zu den Anschuldigungen sagen dürfte, was sich aber meist als Kommunika- tions-Gau gegenüber dem Patienten entpuppt und die Klagebereitschaft sprunghaft in die Höhe schnellen lässt. Dabei ist ein offenes Gespräch mit einer ehrlichen Entschuldigung noch kein Schuldeingeständnis. [Infos zum Autor] Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen Torsten W. Remmerbach Oralchirurgie Journal 4 | 2017 3
INHALT Recht 36 Hinweispﬂ icht auf die Überweisungs- möglichkeit an Oralchirurgie Dr. Susanna Zentai BDO | Events 38 40 34. Jahrestagung des BDO Dr. Dr. Wolfgang Jakobs Kurs „Oralchirurgisch- Implantologische Fachassistenz“ Dr. Joachim Schmidt, Dr. Markus Blume Tipp | Abrechnung 44 Über „Digitale Patientenaufklärung“ aufgeklärt? Gabi Schäfer 22 Markt | Produktinformationen 42 Fortbildungsveranstaltungen des BDO 2017 46 News 50 Termine/Impressum Editorial 3 „Ich mache keine Fehler!“ Torsten W. Remmerbach Fachbeitrag 6 16 18 Behandlung einer durch Periimplantitis stark resorbierten Maxilla Dr. Dr. Oliver Blume, Lisa Hoffmann, Phil Donkiewicz, Prof. Dr. Sabine Wenisch, Dr. Michael Back, Prof. Dr. Reinhard Schnettler, Dr. Mike Barbeck Intraoraler sonograﬁ scher Nachweis einer Knochennekrose Dr. med. Dr. med. dent. Dr. medic (RO) Oliver Knauer Mesiodens mit enger Lagebeziehung zur Apertura piriformis Simon Lehner Anwenderbericht 20 Anwendung einer volumenstabilen Kollagenmatrix Dr. Daniele Cardaropoli Events 26 30 Jahre Präparierkurse im Institut für Anatomie der Charité Prof. Dr. Hans Behrbohm 30 PEERS-Jahrestreffen 2017 32 34 Erfolgreicher Auftakt für das erste dent.talents. Gründer Camp Badische Implantologietage mit neuem wissenschaftlichen Leiter Das Oralchirurgie Journal ist die ofﬁ zielle Zeitschrift des Berufsverbandes Deutscher Oralchirurgen e.V. Titelbild © Dr. Daniele Cardaropoli/ Fibro-Gide® Kollagenmatrix (Geistlich Biomaterials) 4 Oralchirurgie Journal 4 | 2017
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Dr. Dr. Oliver Blume Literatur [Infos zum Autor] FACHBEITRAG Die Behandlung komplexer alveolärer Knochendefekte bleibt bis heute eine chirurgische Herausforderung. Dies gilt insbesondere in der ästhetischen Zone in Hinblick auf eine erfolgreiche funktionelle und ästhetische Versorgung. Die Behandlungsoptionen waren da- bei in den letzten Jahrzehnten auf die Verwendung von autologen Knochen limitiert, welche vielfach mit bekannten Nachteilen wie einer verlängerten OP-Zeit, erhöhten Kosten sowie Komplikatio- nen und einer nicht vorhersehbaren Resorption einhergehen.1–5 Dieser Fallbericht gibt eine Einführung in die Anwendung alloge- ner auf Grundlage des CAD/CAM-Verfahrens patientenindivi duell gefertigter Knochenblöcke im Rahmen einer gesteuerten Kno- chenregeneration für massive Defekte der Maxilla und erläutert Vorteile gegenüber autologen Knochenersatzmaterialien. Behandlung einer durch Periimplantitis stark resorbierten Maxilla Applikation allogener individueller Knochenblöcke Dr. Dr. Oliver Blume, Lisa Hoffmann, Phil Donkiewicz, Prof. Dr. Sabine Wenisch, Dr. Michael Back, Prof. Dr. Reinhard Schnettler, Dr. Mike Barbeck In den letzten Jahren wurden durch die wachsende Entwicklung von Kno- chenersatzmaterialien gut geeignete Al- ternativen entwickelt, mit welchen ver- gleichbare klinische Ergebnisse erzielt werden können.6 Insbesondere allogene Knochenersatzmaterialien haben sich als gut geeignet erwiesen, wobei darauf zu achten ist, dass bei deren Prozessierung die osteokonduktiven Eigenschaften der Knochensubstanz erhalten bleiben.7 Gefriergetrockneter Knochen, in der Literatur auch freeze-dried bone allo- graft (FDBA) genannt, stellt aufgrund der niedrigen Misserfolgsquoten ein- hergehend mit einer minimalen Re- sorption und hohen Implantatüberle- bensraten bei Blockaugmentationen die vielversprechendste Option in der Klasse der allogenen Knochenersatz- materialien dar.8–10 Heute erlaubt die CAD/CAM-Technolo- gie (computer-aided design/com puter- aided manufacturing, rechnergestütz- tes Design und Fertigung) die patien- tenindividuelle Fertigung allogener Knochenblöcke für komplexe Kiefer- kammaugmentationen. Aufgrund der limitiert verfügbaren Literatur zum Einsatz dieser besonderen Klasse von allogenen Knochenblöcken soll dieser Fallbericht eine Einführung in deren Anwendung im Rahmen der gesteuerten Knochenregeneration (Guided Bone Regeneration, GBR) für massive Defekte der Maxilla geben. Zusätzlich wird eine neu entwickelte Schnittführung vorgestellt, welche dazu beiträgt, Wunddehiszenzen zu vermeiden. Etablierte histologische und histomorphometrische Analysen von Gewebebiopsien wurden zur Untersuchung der Gewebereaktio- nen und des Remodellierungsverhal- tens des eingesetzten FDBA-Blocks angewendet.11 Fallbericht Eine 43-jährige Patientin stellte sich mit dem Wunsch nach einer festsitzenden prothetischen Versorgung der ästheti- schen Zone des Oberkiefers vor. Die erste klinische und radiologische Un- tersuchung zeigte eine ausgeprägte Periimplantitis mit massiver Knochen- resorption und partiellem Verlust der bukkalen Wand im Bereich der Inzi- siven (Regio 11-22) verursacht durch drei Implantate. Der Behandlungsplan für diesen komplexen, großräumi- gen Defekt sah einen patientenindi- viduell gefertigten allogenen Kno- chenblock bonebuilder, botiss biomaterials GmbH) vor. Nach Extraktion der Implantate und einer Abheilungszeit von drei Monaten wurde eine digitale Volumentomo- graﬁe (DVT) durchgeführt und im Digital Imaging and Communications (maxgraft® 6 Oralchirurgie Journal 4 | 2017
4 Neoss GmbH · Im Mediapark 8 · D-50670 Köln · Tel. +49 221 55405-322 · www.neoss.com
FACHBEITRAG Abb. 1a Abb. 1b Abb. 1c Abb. 1d Abb. 1: Klinische und radiologische Untersuchung des maxillären Defekts. a) Die klinische präoperative Untersuchung zeigt eine Veränderung der Gingiva im Bereich der Inzisiven. b) Die präoperative Röntgenaufnahme zeigt einen knöchernen Defekt im Bereich der fehlerhaften Implantate. c) Komplexer Knochen- defekt mit teilweisem Verlust der bukkalen Wand nach Extraktion der Implantate. d) DVT-Aufnahme des Knochendefekts nach Extraktion der Implantate. in Medicine-(DICOM-)Format über- mittelt, um anhand einer dreidimensio- nalen Darstellung der Defektsituation den allogenen Knochenblock virtu- ell zu designen. Nach Kontrolle und Freigabe des Blockdesigns durch den Chirurgen wurde der patientenindivi- duelle FDBA-Block aus prozessiertem, spongiösem Knochen, gewonnen aus Femurköpfen von Lebendspendern (Allotec®-Prozess, Cells+Tissuebank Austria), gefräst. Chirurgisches Vorgehen Sechs Monate nach der Extraktion der Implantate wurde die Augmentations- operation unter Vollnarkose durchge- führt, inklusive perioperativer Antibiose (Clindamycin, 600 mg) und Verwendung von platelet-rich ﬁbrin-(PRF-)Matrizen, welche aus dem Eigenblut der Patientin aufbereitet wurden. Nach Präparation eines vestibulären Vollschichtlappens mit distalen Entlastungsschnitten, wel- che im hinteren Drittel der Nachbar- zähne 13 und 23 begannen (spezielle „Sockelinzision“), wurde das bukkale Gewebe vorsichtig freipräpariert. Un- ter Schonung des Gefäßnervenbündels wurde anschließend der gesamte Lap- pen in palatinaler Richtung mobilisiert, um den Knochendefekt freizulegen. Die kortikale Schicht des Empfängerbet- tes wurde dann mittels eines Diamant- bohrers perforiert, um eine Transloka- tion von Blut in das Empfängerbett zu Abb. 2b Abb. 2a Abb. 2c Abb. 2: CAD/CAM-Blockdesign und ﬁnal gefräster, allogener Knochenblock. a) Virtuelle dreidimensionale Rekonstruktion des Defekts und geplanter Kno- chenblock (blau). b) Patientenindividuell gefräster, allogener Knochenblock. c) Klinische Situation bei Wiedereröffnung sechs Monate nach Augmentation: Die augmentierte Zone zeigte vitales Knochengewebe und ausreichendes Knochenvolumen zum Setzen der Implantate. 8 Oralchirurgie Journal 4 | 2017
FACHBEITRAG Abb. 3a Abb. 3b Abb. 3c Abb. 3: Alternative Schnittführungen für Augmentationen mit patientenindividuell gefrästen Knochenblöcken. a) Sockelinzision, durchgeführt wie im Text beschrieben. Der horizontale Schnitt wird dabei so weit wie möglich oben in der Umschlagfalte des Vestibulums gesetzt, und die Entlastungsschnitte im hinteren Drittel der Nachbarzähne. b) Halbsockelinzision im Falle einer Einzelzahnlücke in der Maxilla. c) Laterale Inzision im Falle einer Freiendsituation in der posterioren Maxilla. erreichen. Der FDBA-Block wurde steril aus der doppelten Verpackung entnom- men und in Kochsalzlösung und gewon- nenem Serum aus der PRF-Prozessierung in einer Einwegspritze unter Vakuum rehydriert. Der Block wurde passge- nau in die Empfängerstelle eingebracht und mit Titan-Osteosynthese schrauben (Durchmesser 1,5 mm) ﬁxiert. Vor der Fixierung wurde mittels einer diamant- beschichteten Kugelfräse ein Raum für die Schraubenköpfe geschaffen, um eine Perforation des Weichgewebes zu vermeiden. Mesial und distal wurde weiterhin mit allogenem partikulärem Knochenersatzmaterial (Human-Spon- giosa CHB, botiss biomaterials GmbH) und bovinem Knochenersatzmaterial (cerabone®, botiss biomaterials GmbH) konturiert und scharfe Kanten wurden geglättet. Die Augmentationsstelle wurde mit einer resorbierbaren Barriere- membran aus nativem Perikard (Jason® membrane, botiss biomaterials GmbH) abgedeckt, welche mit Titanpins an den ortsständigen Knochen ﬁxiert wurde, gefolgt von einer Schicht PRF-Matri- zen. Der Wundverschluss erfolgte mit- tels einer Flaschenzugnaht (4/0, 5/0 resorbierbares Nahtmaterial), um eine korrekte Adaption des Lappens zu er- reichen und Gewebestrangulationen zu vermeiden. Die Nähte wurden teilweise nach sieben Tagen und vollständig nach 14 Tagen entfernt. Bei der Wiedereröffnung nach sechs Monaten wurden die Fixierschrauben entfernt und Knochenbiopsien für die histologischen und histomorphometri- schen Analysen entnommen. Die histologische Aufarbeitung der Biopsien erfolgte inital mittels einer Fixierung durch vierprozentiges neutral gepuffertes Formalin für 24 Stunden. Danach schloss sich ein Entkalkungs- schritt in zehnprozentigem Tris-gepuf- ferten EDTA (Carl Roth) bei 37 °C für einen Zeitraum von 15 Tagen an. An- schließend wurden die Gewebeproben in eine Serie von steigenden Alkohol- konzentrationen überführt, gefolgt von einer Xyloleinwirkung. Nach der anschließenden Einbettung in Parafﬁn wurden Schnittpräparatae der Biop- sien mithilfe eines Rotationsmikrotoms (Leica RM2245) mit einer Dicke von 3–5 µm angefertigt. Im Anschluss wur- den die Proben mittels spezieller histo- chemischer Färbeprotokolle, d. h. mit Masson-Goldner, Toluidinblau sowie einer Kombination aus Safranin und Toluidinblau, angefärbt. Die folgende histologische Untersu- chung beinhaltete die Analyse der fol- genden Parameter: Integrationsmuster des allogenen Materials, Anzeichen der folgenden Gewebereaktionsmuster (Fibrose, Hämorrhagie, Nekrose) sowie Implantatbettvaskularisierung und Prä- senz von Neutrophilen, Lymphozyten, Plasmazellen, Makrophagen und mehr- kernigen Riesenzellen. Die histologischen Aufnahmen wurden mittels einer Digitalkamera Axiocam 105 (Carl Zeiss) verbunden mit einem Com- putersystem in Kombination mit der Zen-Software (Version 2.3, blue edi- tion, Carl Zeiss) generiert. Die histomorphometrische Analyse be- inhaltete die folgenden Schritte: Zuerst wurden die histologischen Schnitte mit einem Lichtmikroskop (Axioscope 40, Carl Zeiss) verbunden mit einem Auf- nahmetisch (EK 14 mot, Märzhäuser Wetzlar), einer Digitalkamera (AxioCam MRc 5, Carl Zeiss) und einem Computer mit Zeiss Axiocam Software ( AxioVs40, Version 4.8.2.0, Carl Zeiss) mit zehn- facher Vergrößerung digitalisiert. Die so erzeugten Gesamtaufnahmen der Schnittpräparate wurden für die histo- morphometrischen Messungen verwen- det. So wurde mittels der NIS Elements Software (Basic Research, Version 4.51, Nikon) die Histomorphometrie unter Messung der Gewebeverteilung, d. h. die Anteile an neu gebildetem Knochen, an verbleibendem Knochenersatzmate- rial und an Bindegwebe, durchgeführt. Die anschließende Statistik sowie die Graﬁk wurden mit der Software Graph- Pad Prism (Version 6.01, GraphPad Soft- ware) erstellt. In Regio 11-22 wurden durch den glei- chen Chirurgen, der bereits die Augmen- tationsoperation durchgeführt hatte, vier Implantate (Bone Level Roxolid®, Straumann) mit einem Torque-Wert von 25–50 Ncm mithilfe einer Bohrschab- lone gesetzt. Gleichzeitig wurde eine Vestibulumplastik unter Verwendung einer dreidimensionalen Kollagenma- trix (mucoderm®, botiss biomaterials GmbH) durchgeführt und eine Rönt- genaufnahme zur Kontrolle der korrek- ten Implantatposition angefertigt. Die Freilegung der Implantate erfolgte drei Monate später und wieder wurde eine Röntgenkontrolle durchgeführt. Die Pa- tientin erhielt anschließend zunächst 10 Oralchirurgie Journal 4 | 2017
I AM DEMANDING Einfach gemacht! 3D-Implantatplanung mit sofortiger Volumenmessung und Bewertung der Knochendichte (cid:3)(cid:43)(cid:82)(cid:70)(cid:75)(cid:90)(cid:72)(cid:85)(cid:87)(cid:76)(cid:74)(cid:72)(cid:3)(cid:37)(cid:76)(cid:79)(cid:71)(cid:84)(cid:88)(cid:68)(cid:79)(cid:76)(cid:87)(cid:166)(cid:87)(cid:3)(cid:88)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:72)(cid:76)(cid:81)(cid:72)(cid:3)(cid:36)(cid:88)(cid:565)(cid:3)(cid:184)(cid:86)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:3)(cid:89)(cid:82)(cid:81)(cid:3)(cid:26)(cid:24)(cid:3)(cid:393)(cid:80) (cid:3)(cid:3)(cid:42)(cid:85)(cid:82)(cid:161)(cid:72)(cid:3)(cid:36)(cid:88)(cid:86)(cid:90)(cid:68)(cid:75)(cid:79)(cid:3)(cid:89)(cid:82)(cid:81)(cid:3)(cid:41)(cid:76)(cid:72)(cid:79)(cid:71)(cid:16)(cid:82)(cid:73)(cid:16)(cid:57)(cid:76)(cid:72)(cid:90)(cid:16)(cid:42)(cid:85)(cid:184)(cid:161)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:11)(cid:20)(cid:20)(cid:19)(cid:3)(cid:91)(cid:3)(cid:27)(cid:19)(cid:3)(cid:80)(cid:80)(cid:30)(cid:3)(cid:27)(cid:19)(cid:3)(cid:91)(cid:3)(cid:27)(cid:19)(cid:3)(cid:80)(cid:80)(cid:30)(cid:3) (cid:25)(cid:19)(cid:3)(cid:91)(cid:3)(cid:25)(cid:19)(cid:3)(cid:80)(cid:80)(cid:30)(cid:3)(cid:23)(cid:19)(cid:3)(cid:91)(cid:3)(cid:23)(cid:19)(cid:3)(cid:80)(cid:80)(cid:12)(cid:15)(cid:3)(cid:71)(cid:76)(cid:72)(cid:3)(cid:68)(cid:88)(cid:73)(cid:3)(cid:71)(cid:72)(cid:81)(cid:3)(cid:56)(cid:81)(cid:87)(cid:72)(cid:85)(cid:86)(cid:88)(cid:70)(cid:75)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:86)(cid:69)(cid:72)(cid:85)(cid:72)(cid:76)(cid:70)(cid:75)(cid:3)(cid:73)(cid:82)(cid:78)(cid:88)(cid:86)(cid:86)(cid:76)(cid:72)(cid:85)(cid:72)(cid:81) (cid:3)(cid:47)(cid:72)(cid:76)(cid:86)(cid:87)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:86)(cid:86)(cid:87)(cid:68)(cid:85)(cid:78)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:88)(cid:81)(cid:71)(cid:3)(cid:72)(cid:76)(cid:81)(cid:86)(cid:87)(cid:72)(cid:79)(cid:79)(cid:69)(cid:68)(cid:85)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:41)(cid:76)(cid:79)(cid:87)(cid:72)(cid:85)(cid:3)(cid:93)(cid:88)(cid:85)(cid:3)(cid:53)(cid:72)(cid:71)(cid:88)(cid:93)(cid:76)(cid:72)(cid:85)(cid:88)(cid:81)(cid:74)(cid:3)(cid:89)(cid:82)(cid:81)(cid:3)(cid:36)(cid:85)(cid:87)(cid:72)(cid:73)(cid:68)(cid:78)(cid:87)(cid:72)(cid:81) 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FACHBEITRAG eine provisorische Versorgung und er- wartet nun, sechzehn Monate nach der Augmentation, die ﬁnale Prothetik. Ergebnisse Die postoperative Genesung und Ein- heilung verliefen komplikationsfrei und sechs Monate nach der Augmentation zeigte die Augmentationsstelle ein aus- reichendes Knochenvolumen zum Zwe- cke der Implantatinsertion. Histologisch wurde beim Wiedereröffnen an der Augmentationsstelle vitaler neuer Kno- chen nachgewiesen – das verbliebene FDBA-Material war dabei vollständig in neu entstandenes Knochengewebe integriert, was die hervorragenden osteokonduktiven Eigenschaften dieses Materials bestätigt. Während ein Groß- teil des FDBA-Materials in neu entstan- denes Knochengewebe umgebaut war, wurde neben noch vorhandenem FDBA- Material auch ein Anteil an Bindege- webe, in welchem sich mehrkernige Riesenzellen befanden, nachgewiesen. Indes wurden histologisch keine Anzei- chen von materialbezogenen Entzün- dungsreaktionen gefunden. Die histo- morphometrische Analyse ergab einen statistisch signiﬁkant höheren Anteil an neu gebildetem Knochengewebe von 52 Prozent (p > 0.01) im Vergleich zum Bindegewebeanteil (25 Prozent) sowie 80 60 40 20 0 ) % ( t n e z o r P Abb. 4a Gewebeverteilung ** Knochengewebe Ersatzmaterial Bindegewebe zum Anteil des verbliebenen allogenen Knochenersatzmaterials (23 Prozent). Radiologische und klinische Untersu- chungen zum Zeitpunkt der Wieder- eröffnung nach sechs Monaten und bei Freilegung der Implantate neun Mo- nate nach Augmentation zeigten einen kontinuierlichen Umbau des allogenen Knochenblocks sowie stabil osseointe- grierte Implantate und damit ein erfolg- reiches klinisches Ergebnis. Diskussion Die Verwendung allogener Knochenblö- cke weist zahlreiche Vorteile gegenüber autologen Knochenblöcken auf, u. a. 1. keine Entnahmestellenmorbidität, 2. keine zweite OP-Stelle zur Entnahme von Eigenknochen, 3. weniger Unbehagen für den Patienten und 4. verkürzte Operationszeit.12 Der zusätzliche Nutzen der genauen Passform bei patientenindividuell ge- frästen Knochenblöcken ist besonders von Bedeutung bei komplexen Kno- chendefekten. Der Raum zwischen ortsständigem Knochen und Knochen- block kann dabei auf ein Minimum re- duziert werden, und durch den hohen Kontakt zwischen Empfängerbett und Knochenblock kann die Revaskulari- Abb. 4b Abb. 4c Abb. 4: Ergebnisse der histologischen und histomorphometrischen Analysen. a) Gewebeverteilung sechs Monate post OP (p > 0,01). b) Integration des FDBA-Materials (Sterne), umgeben von vaskularisiertem Bindegewebe (BG) und neu gebildetem Knochen (KG). c) Durch das Material vermitteltes Knochen- wachstum (Pfeile) in Kombination mit der Präsenz mehrkerniger Riesenzellen (Pfeilköpfe) zeigt den kontinuierlichen Remodellierungsprozess. 12 Oralchirurgie Journal 4 | 2017
LEADING REGENERATION E T Z T E T Z T N E U N E U Geistlich Fibro-Gide® Die Innovation für die Weichgewebe- augmentation Die erste hochporöse, volumenstabile Kollagenmatrix für die Weichgewebeverdickung Geistlich Biomaterials Vertriebsgesellschaft mbH Schneidweg 5 | 76534 Baden-Baden Tel. 07223 (cid:10)624–0 | Fax 07223 (cid:10)624 –10 info@geistlich.de | www.geistlich.de 7 1 0 2 / 4 l a n r u o J e i g r u r i h c l a r O Bitte senden Sie mir die Broschüre zu: 䡺 Behandlungskonzepte mit Geistlich Fibro-Gide® per Fax an 07223 9624-(cid:9)0 l e p m e t s s i x a r P
FACHBEITRAG sierung und knöcherne Integration des FDBA-Materials über kontinuierliche Substitution durch eigenen Knochen (creeping substitution) im Empfänger- bett erfolgen.13,14 Ferner kann durch die Anwendung ei- nes patientenindividuell gefrästen Kno- chenblocks die Behandlungszeit für den Chirurgen als auch für den Patienten deutlich verkürzt werden, da ein manu- elles Anpassen des Blocks durch die vir- tuelle Planung nicht länger nötig ist. Es ist plausibel, anzunehmen, dass damit ebenso ein verringertes Infektionsrisiko einhergeht und somit eine der häuﬁgs- ten Komplikationen, von welcher im Zu- sammenhang mit der Verwendung al- logener Knochenblöcke berichtet wird, vermindert auftritt.15,16 Diese Annahme basiert auf der Tatsache, dass patien- tenindividuell gefräste Knochenblöcke nicht mehr einer Vielzahl an möglichen Kontaminationsquellen wie z.B. länge- rer Kontakt mit den Handschuhen des Chirurgen, mit den oralen Flüssigkeiten des Patienten, den OP-Instrumenten etc. ausgesetzt sind, da sie direkt ﬁxiert werden können.16 Die hier dargestellten Ergebnisse zeigen eine optimale Integration des FDBA- Materials nach sechs Monaten und den Umbau in neuen, vitalen Knochen und sind vergleichbar mit Ergebnissen von publizierten Behandlungsalternativen dieser Art von Defekten.17,18 Schluss- folgernd bestätigen die Ergebnisse dieses Fallberichts die Anwendung von patien tenindividuell gefrästen Kno- chenblöcken bei der Augmentation komplexer Defekte in der ästhetischen Zone der Maxilla als erfolgreiches Be- handlungskonzept. Die Ratio hinter der Anwendung der speziellen „Sockelinzision“ ist, einen spannungsfreien primären Wundver- schluss zu erreichen, da ohne span- nungsfreien Verschluss des Lappens eine Nahtöffnung und eine Exposition der Membran erfolgen kann, welche die häuﬁgsten Komplikationen von allogenen Blockaugmentationen dar- stellen.15 Vorteile dieser Schnittführung sind folgende: – Die Inzision wird in einer vom Kno- chenblock möglichst weit entfernten Position gesetzt. 14 Oralchirurgie Journal 4 | 2017 Abb. 5a Abb. 5b Abb. 5c Abb. 5: In Regio 11-22 wurden vier Implantate gesetzt. a) Vestibuläre Ansicht nach Setzen der Implan- tate. b) Röntgenaufnahme direkt nach Implantatinsertion. c) Provisorische Versorgung. – Die keratinisierte Schleimhaut auf dem Kieferkamm und die Papillen bleiben dabei weitgehend intakt. – Es gibt keine sichtbaren Narben, da die Inzision in der beweglichen Schleimhaut in der Umschlagfalte des Vestibulums gesetzt wird. bes mit komplikationsfreier Einheilung und sehr gutem Ergebnis in der ästheti- schen Zone der Maxilla erzielt werden. Allerdings sind weitere Studien mit mehr Fällen nötig, um die Zuverläs- sigkeit und Validität dieser Technik zu überprüfen. Um diese spezielle Schnittführung und ihre Anwendung bei Augmentationen mit patientenindividuell gefrästen Kno- chenblöcken zu verdeutlichen, wurden zwei Fälle (Einzelzahnlücke und Frei- endsituation in der Maxilla) mit alter- nativen Schnittführungen in diesem Fallbericht inkludiert. Obwohl es Literatur gibt, die über die midkrestale Inzision und deren Erfolgs- potenzial bei GBR-Operationen auf- grund der Vaskularisation der Schleim- haut des Kieferkamms berichtet, hat sich die hier vorgestellte Schnittführung als sinnvolle Alternative bewährt.19,20 In diesem Fallbericht konnte eine erfolg- reiche Mobilisierung des Weichgewe- Erstveröffentlichung Blume, O. et al. (2017). „Treatment of Severely Resorbed Maxilla Due to Peri-Implantitis by Guided Bone Rege- neration Using a Customized Allogenic Bone Block: A Case Report“, Materials 10(10): 1213. t k a t n o K Dr. Mike Barbeck Berlin-Brandenburger Centrum für Regenerative Therapien (BCRT) Charité – Universitätsmedizin Berlin Augustenburger Platz 1 13353 Berlin Tel.: 0176 81022467 mike.barbeck@icloud.com
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FACHBEITRAG Eine über 80-jährige Patientin leidet seit einiger Zeit an einem Taubheitsgefühl im linken Oberkiefer in der Regio 23 bis 25. Be- troffen ist vornehmlich der Gaumen. Zusätzlich hat die Patientin in letzter Zeit deutlich an Körpergewicht verloren. Aus diesen Gründen stellte sie sich bei dem behandelnden Zahnarzt vor. Klinisch und röntgenologisch war der pathologische Befund nicht direkt sichtbar. Erst durch die intraorale Sonograﬁe gab es den ersten Hinweis auf eine pathologische Veränderung. Dr. Dr. Dr. O. Knauer [Infos zum Autor] Intraoraler sonograﬁscher Nachweis einer Knochennekrose Dr. med. Dr. med. dent. Dr. medic (RO) Oliver Knauer Bei der klinischen Untersuchung ist primär kein pathologischer Befund nachweisbar. Das Zahnﬂeisch ist rosa- farben und reizlos. Die Teleskopzähne sind fest und reagieren vital. Der Zahn- ersatz hat einen ausgezeichneten Sitz. Palpatorisch sind keine Auffälligkeiten und Unregelmäßigkeiten feststellbar. Die betroffene Region im Bereich des Gaumens hat nur eine etwas geringere Sensibilität im Sinne einer Hypästhesie. Das OPG zeigt keine pathologischen Veränderungen und ist altersentspre- chend (Abb. 1). Es erfolgte zur Diagnosesicherung eine intraorale sonograﬁsche Untersuchung des Kieferabschnitts. Dazu wurde eine Linearsonde, die sogenannte Hockey- sticksonde mit einem Frequenzbereich von 14 MHz verwendet. Diese wurde direkt auf das Zahnﬂeisch appliziert. Im Bereich des Gaumens war der Befund unauffällig. Vestibulär stellte sich in der betroffenen Region eine kleine weiß- liche, reﬂexreiche Zone dar, die keinen direkten Kontakt zum Oberkiefer hatte (Abb. 2). Zuerst bestand der Verdacht auf einen kleinen verkapselten Fremdkörper, der allerdings nicht ursächlich für die Be- schwerden der Patientin sein konnte. Im OP-Situs allerdings zeigte sich, dass es sich um ein kleines abgeschilfertes, Abb. 1 Abb. 2 Abb. 1: Das OPG zeigt keine pathologischen Veränderungen und ist altersentsprechend. – Abb. 2: Darstellung des knöchernen Fragmentes in Regio 24 vestibulär. Zum besseren Verständnis wurde die Veränderung rot gekennzeichnet. Das Icon rechts im Bild stellt den geöffneten Mund dar, mit der unge- fähren Applikation der intraoralen Sonde. 16 Oralchirurgie Journal 4 | 2017
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FACHBEITRAG Simon Lehner [Infos zum Autor] Der folgende Fall beschreibt eine ungewöhnliche Lage des Me- siodens im Oberkiefer eines 8-jährigen männlichen Patienten, welcher vom Hauszahnarzt zum Fachzahnarzt für Oralchirur- gie überwiesen wurde. In der Literatur wird die Häuﬁgkeit des Mesiodens mit 0,07–0,6 Prozent im Milchgebiss angegeben. Als Komplikationen bei der Entfernung eines Mesiodens kön- nen u. a. Schädigungen von Nachbarzähnen und angrenzen- den anatomischen Strukturen, wie die Eröffnung der Apertura piriformis, auftreten. In diesem komplexen Fall ist die Zusam- menarbeit zwischen Zahnarzt, Oralchirurg und Kieferorthopäde interdisziplinär erforderlich. Mesiodens mit enger Lagebeziehung zur Apertura piriformis Simon Lehner tion in ambulanter Intubationsnarkose durchzuführen. Nach erfolgtem Prä- medikationsgespräch wurde die Ope- ration terminiert. Operationsverlauf Die Operation erfolgte durch eine ambu- lante Intubationsnarkose oral mittig nach unten. Zu Beginn der Operation wurden 2 ml Ultracain D-S forte 1 : 100.000 ap- pliziert. Zur Darstellung des Operations- gebietes wurde eine klassische Schnitt- führung gewählt, von kranial nach kau- dal, um eine spätere Narbenbildung zu verhindern. Diese erfolgte in Regio 12, um die distale Gefäßversorgung des Oberkiefers nicht zu beinträchtigen. Nach vorsichtiger vestibulärer Kno- chenabtragung mittels einer Kugel- fräse konnte der Mesiodens klinisch dargestellt und mithilfe eines feinen Raspatoriums in toto vorsichtig entfernt werden – ohne die Apertura piriformis zu eröffnen (Abb. 3). Zur Stabilisierung des Blutkoagels wurde ein Gelastypt- Schwämmchen eingelegt. Die Wund- ränder wurden mit 3/0 Vicrylfäden schonend adaptiert. Abb. 1: OPG der Ausgangssituation. Im durch den Hauszahnarzt durch- geführten Orthopantomogramm (OPG; Abb. 1) wurde eine Neubildung in der Nähe des Nasenbodens als Zufalls- befund festgestellt. Als erstes fand die klinische Begutachtung des jun- gen Patienten in der oralchirurgischen Praxisklinik statt. Dabei war darauf zu achten, dass bei dem jungen Alter des Patienten beim Aufklärungsgespräch beide Elternteile anwesend waren. Zur weiteren radiologischen Diagnostik wurde eine DVT-Aufnahme zwingend angeraten. Der Patient wurde in ein Implantologiezentrum zur Anfertigung eines DVTs überwiesen. Nach Anfer- tigung der DVT-Aufnahme (Abb. 2) wurde ein weiterer Besprechungs- termin mit den Eltern in der Praxiskli- nik vereinbart und nochmals detailliert auf die Risiken und die hohe Lage des Mesiodens hingewiesen. Aufgrund des jungen Alters des Pa- tienten und den daraus resultierenden Spätfolgen beim Belassen des Mesio- dens wurde entschieden, die Opera- 18 Oralchirurgie Journal 4 | 2017
FACHBEITRAG Abb. 2 Abb. 3 Abb. 4 Abb. 2: DVT-Aufnahmen der Ausgangssituation. – Abb. 3: Entfernter Mesiodens in situ. – Abb. 4: OPG postoperativ. Kontrolle und Wundheilung Postoperativ erfolgte ein Orthopan- tomogramm, um zu dokumentieren, dass der Mesiodens vollständig entfernt wurde (Abb. 4). Die Größe des Mesio- dens betrug 6 x 7 mm. Als Schmerz - medikation wurde dem Patienten Nu- rofensaft verschrieben, eine postopera- tive Kontrolle wurde für den nächsten Abb. 5: Postoperativ konnten Wundheilungsstörungen ausgeschlossen werden. Tag vereinbart. Die Nahtextraktion er- folgte nach sieben Tagen. Postoperativ konnten Wundheilungs- störungen ausgeschlossen werden (Abb. 5). Beide bleibenden Nachbar- zähne waren postoperativ vital. Die Weiterbehandlung erfolgt durch den Hauszahnarzt und begleitend durch den behandelnden Kieferorthopäden. t k a t n o K Simon Lehner Fachzahnarzt für Oralchirurgie Praxisklinik Simon Lehner Seestraße 43, 88214 Ravensburg Tel.: 0751 95898755 praxis@zahnarzt-lehner.de www.zahnarzt-lehner.de Oralchirurgie Journal 4 | 2017 19
ANWENDERBERICHT Dr. Daniele Cardaropoli [Infos zum Autor] Aus heutiger Sicht sind für den Langzeiterfolg einer implantat- prothetischen Rehabilitation aus funktionellen und ästhetischen Gesichtspunkten zwei Aspekte entscheidend. Neben dem hart- gewebigen Implantatlager rückt in der modernen Implantologie die Qualität und Quantität des Weichgewebes immer mehr in den Fokus. Der nachfolgende Anwenderbericht beschreibt die Verbesserung der weichgewebigen Situation von implantatge- tragenen Rekonstruktionen mit einer neuen hochporösen und volumenstabilen Kollagenmatrix als Alternative zum Goldstandard – dem subepithelialen Bindegewebetransplantat. Anwendung einer volumenstabilen Kollagenmatrix Zugewinn von Weichgewebe Dr. Daniele Cardaropoli Bei der nachfolgend beschriebenen Indikation einer unzureichenden Weich- gewebsdicke ist das Behandlungsziel die Wiederherstellung der Schutzfunktion um das Implantat. Die Anwendung der neuen volumenstabilen Kollagenmatrix erfolgte in einer ausgedehnten Lücke im posterioren Unterkiefer (Abb. 1). Vor Insertion wurde das Weichgewebe- deﬁzit an der geplanten Implantatstelle festgestellt. Nach Implantatsetzung wurden im stufenweisen Verfahren Abb. 1 Abb. 2 Abb. 3 Abb. 4 Abb. 1: Klinische Ausgangssituation. – Abb. 2–4: Nach Implantatinsertion wurden im stufenweisen Verfahren augmentative GBR-Maßnahmen durch- geführt. Für die gesteuerte Knochenregeneration wurde das partikuläre Knochenersatzmaterial Geistlich Bio-Oss® und zur Abdeckung die GBR-Membran Geistlich Bio-Gide® eingesetzt. Für den Zugewinn von Weichgewebe wurde die Geistlich Fibro-Gide®-Kollagenmatrix über die Membran platziert. 20 Oralchirurgie Journal 4 | 2017
augmentative GBR-Maßnahmen am atrophierten Kiefer durchgeführt. Für die gesteuerte Knochenregeneration wurde das partikuläre Knochenersatzmaterial Geistlich Bio-Oss® und zur Abdeckung die GBR-Membran Geistlich Bio-Gide® eingesetzt (Abb. 2–4). Nach den knochenauf- bauenden Maßnahmen wurde für die Weichgewebeaug- mentation die volumenstabile Kollagenmatrix auf Defekt- größe zugeschnitten und über die Kollagenmembran auf die augmentierte Stelle gelegt. Der Wundverschluss erfolgte mit 5/0 PTFE-Nähten durch eine Kombination von horizontalen Matratzen- und Ein- zelknopfnähten in einer Doppelschicht (Abb. 5). Die Nach- kontrolle zwei Wochen post OP zeigte keine besonderen Vorkommnisse im Heilungsverlauf (Abb. 6). Bei der Nach- kontrolle drei Monate post OP wurde die Freilegung vor- genommen (Abb. 7). Der Zugewinn des Weichgewebes ist einen Monat nach der Freilegung, vor der Eingliederung der deﬁnitiven Versorgung, gut zu erkennen (Abb. 8). Das kli- nische Abschlussbild zeigt ein sehr gutes ästhetisches und funktionelles Ergebnis nach deﬁnitiver Versorgung mit der Keramikkrone (Abb. 9). Fazit Die Anwendung der Kollagenmatrix führt zu einer deutli- chen Verdickung des Weichgewebes um das Zahnimplantat. Die Patientenmorbidität wurde durch den Verzicht auf die Entnahmestelle für ein autologes Transplantat verringert. Die hier verwendete Kollagenmatrix weist mit mehr als 90 Prozent des Volumens eine sehr hohe Porosität auf. Dies ermöglicht das rasche Einwachsen von Blutgefäßen und Wirtszellen in die Matrix. Die Volumenstabilität ist in der Weichgewebeprolifera- tionsphase ein wichtiger Faktor für die Regeneration. Die Rückstellkräfte und Saugfähigkeit der schwammartigen Kollagenmatrix unterstützen hierbei die stabile Container- funktion für das Blutkoagel. Die spongiöse Kollagenmatrix ist hochgradig biokompatibel und fördert die frühe Vasku- larisierung und Gewebeintegration. Schon nach wenigen Tagen ist die Bildung von Blutgefäßen nachweisbar. Nach ungefähr sechs Monaten ist die Kollagenmatrix größtenteils in das umliegende Weichgewebe integriert. Die Anwendung der Kollagenmatrix ist für die Verdickung von Weichgewebe und für die Rezessionsdeckung entwi- ckelt und zugelassen. t k a t n o K Geistlich Biomaterials Vertriebsgesellschaft mbH Schneidweg 5 76534 Baden-Baden Tel.: 07223 9624-0 info@geistlich.de www.geistlich.de ANWENDERBERICHT Abb. 5 Abb. 6 Abb. 7 Abb. 8 Abb. 9 Abb. 5: Der Wundverschluss erfolgte mit PTFE- Nähten durch eine Kombination von horizontalen Matratzen- und Einzelknopfnähten in einer Doppelschicht. – Abb. 6: Die Nachkontrolle zwei Wochen post OP zeigte keine besonderen Vorkommnisse im Heilungsverlauf. – Abb. 7: Bei der Nachkontrolle drei Monate post OP wurde die Freilegung vorgenommen. – Abb. 8: Der Zugewinn des Weichgewebes ist einen Monat nach der Freilegung gut zu erkennen. – Abb. 9: Das klinische Abschlussbild zeigt ein sehr gutes ästhetisches und funktionelles Ergebnis nach deﬁnitiver Versorgung mit einer Keramikkrone. Oralchirurgie Journal 4 | 2017 21
MARKT | PRODUKTINFORMATIONEN ACTEON Mehr Piezo-Power und Licht! Die Piezochirurgiegeräte Piezotome 2 und ImplantCenter 2 Die Piezochirurgiegeräte Piezotome 2 und ImplantCenter 2 garantieren mit ihrer neuen Hochleistungstechnologie ein gut garantieren mit ihrer neuen Hochleistungstechnologie ein gut abgestimmtes Sicherheits-Leistungs-Verhältnis. Das Piezotome 2 abgestimmtes Sicherheits-Leistungs-Verhältnis. Das Piezotome 2 bietet zwei innovative Therapieansätze: Im „Chirurgie-Modus“ bietet zwei innovative Therapieansätze: Im „Chirurgie-Modus“ schneidet es bei minimaler Schnittbreite exakt, zuverlässig und schneidet es bei minimaler Schnittbreite exakt, zuverlässig und blutungsfrei im Knochen, während das Weichgewebe sicher ge- blutungsfrei im Knochen, während das Weichgewebe sicher ge- schont wird. Die vier voreingestellten Betriebsarten entsprechen schont wird. Die vier voreingestellten Betriebsarten entsprechen der Klassiﬁ zierung der Knochendichte und den Einsatzberei- der Klassiﬁ zierung der Knochendichte und den Einsatzberei- chen Osteotomie, Osteoplastik, Sinusbodenelevation und chen Osteotomie, Osteoplastik, Sinusbodenelevation und Bone Splitting. Im „Newtron-Modus“ lassen sich dagegen Bone Splitting. Im „Newtron-Modus“ lassen sich dagegen konven tionelle Anwendungen schmerzfrei in der Parodonto- konven tionelle Anwendungen schmerzfrei in der Parodonto- logie und der Endodontie durchführen. Mit seinem logie und der Endodontie durchführen. Mit seinem benutzerfreundlichen 5,7-Zoll-Touchscreen, den beiden Lichthandstücken mit je sechs ultrastarken LEDs und den präzise laufenden Peristaltikpumpen ist Piezotome 2 für die speziali- Peristaltikpumpen ist Piezotome 2 für die speziali- sierte Zahnarztpraxis geeignet. Ob Sägen, Fräsen, Schrauben oder Meißeln: Alle präimplantologi- schen Chirurgiemaßnahmen lassen sich mit dem ImplantCenter 2 sicher, präzise und komfortabel abdecken. ACTEON [Infos zum Unternehmen] ACTEON Germany GmbH Tel.: 02104 956510 www.de.acteongroup.com CAMLOG Ein intelligentes Konzept für moderne Praxen CAMLOG [Infos zum Unternehmen] Das iSy® Implantatsystem stellt seit der Markteinführung im Jahr 2013 die Efﬁ zienz der chirurgischen und prothetischen Ab- läufe in den Mittelpunkt seines Konzeptgedankens. Durch die Konzentration auf das Wesentli- che steht iSy® für Komplexitäts- reduktion im Bereich der oralen Implan tologie. Das iSy® Implan- tatsystem hat sich als eigenständige Kon- zeptmarke etabliert und gewinnt immer mehr Anhänger. Das transgingivale Kon- zept ist darauf abgestimmt, den Arbeits- prozess zu straffen. Dabei setzt es auf ein reduziertes Bohrprotokoll und Einpatien- teninstrumente. Unabhängig davon, ob analoge oder di- gitale Verfahren Anwendung ﬁ nden, wird Der iSy Workfow für CEREC®-Anwender im One-shift-Konzept. die iSy® Implantatbasis zur ﬁ nalen Versor- gung einmalig entnommen und durch das deﬁ nitive Abutment ausgetauscht. Das „One-shift-Konzept“ beschreibt dieses Prinzip des einmaligen Abutmentwechsels, das zusätzliche Vorteile für die langfristige Stabilität der periimplantären Hart- und Weichgewebe mit sich bringen soll. Mit „One Click, One Scan, One Shift“ be- schreibt iSy® den digitalen Workﬂ ow für CEREC®-Anwender, der direkt nach der Implantation ansetzt und bis zur ﬁ nalen Versorgung reicht. Durch den iSy® Scan- adapter, der auf die iSy® Implantatbasis aufgeklickt wird, können die Arbeits- abläufe noch mehr gestrafft werden. Der iSy® Scan adapter ist kompatibel mit den Sirona Scanbodies S und ermöglicht es, eine deﬁ nitive Restauration an nur einem Tag modellfrei nach dem One-shift-Konzept herzustellen. CAMLOG Vertriebs GmbH Tel.: 07044 9445-100 www.camlog.de Die Beiträge in dieser Rubrik stammen von den Herstellern bzw. Vertreibern und spiegeln nicht die Meinung der Redaktion wider. 22 Oralchirurgie Journal 4 | 2017
PRODUKTINFORMATIONEN | MARKT Akrus Mobiler OP-Stuhl SC 5010 HS In Zusammenarbeit mit führenden Chirurgen aus der MKG-, HNO- In Zusammenarbeit mit führenden Chirurgen aus der MKG-, HNO- und Plastischen/Ästhetischen Chirurgie hat Akrus den mobilen und Plastischen/Ästhetischen Chirurgie hat Akrus den mobilen OP-Stuhl SC 5010 HS entwickelt. Der OP-Stuhl ist aufgrund OP-Stuhl SC 5010 HS entwickelt. Der OP-Stuhl ist aufgrund seiner ergonomischen und funktionel- seiner ergonomischen und funktionel- len Vorteile speziell für Anwen- len Vorteile speziell für Anwen- dungen im Kopfbereich ausgelegt und damit optimal geeignet für chirurgische Eingriffe im Bereich Oralchirurgie, Implantologie, Kiefer- orthopädie und Plastische/ orthopädie und Plastische/ Ästhetische Chirurgie. Die Mobilität des Stuhles ermöglicht Die Mobilität des Stuhles ermöglicht dem Behandler eine rasche und wirt- dem Behandler eine rasche und wirt- schaftliche Arbeitsweise, der Patient schaftliche Arbeitsweise, der Patient erfährt gleichzeitig eine schonende erfährt gleichzeitig eine schonende Behandlung: Sämtliche Arbeitsschritte Behandlung: Sämtliche Arbeitsschritte können auf einem Stuhl durchgeführt werden. Über können auf einem Stuhl durchgeführt werden. Über können auf einem Stuhl durchgeführt werden. Über eine Handbedienung und optional am Stuhl angebrachte eine Handbedienung und optional am Stuhl angebrachte eine Handbedienung und optional am Stuhl angebrachte Fuß-Joysticks lassen sich Stuhl- höhe, Fußstütze, Rückenlehne, Sitzﬂ äche und Kopfstütze über fünf Antriebsmotoren bequem ein- stellen; verschiedene ergonomische Kopfstützen (u. a. Standard-/Mehr- Kopfstützen (u. a. Standard-/Mehr- gelenk-Kopfstütze) ermöglichen un- gelenk-Kopfstütze) ermöglichen un- begrenzte Lagerungsmöglichkeiten des begrenzte Lagerungsmöglichkeiten des Kopfes für eine individuell angepasste Po- Kopfes für eine individuell angepasste Po- sition. Zum Speichern einer Funktion stehen sition. Zum Speichern einer Funktion stehen standardmäßig drei, optional acht Memory-Tas- standardmäßig drei, optional acht Memory-Tas- ten zur Verfügung. Der große, freie Fußraum ten zur Verfügung. Der große, freie Fußraum unter der Rückenlehne gibt dem Behandler unter der Rückenlehne gibt dem Behandler den nötigen Bewegungsspielraum, um be- den nötigen Bewegungsspielraum, um be- quem operieren zu können – für eine ein- quem operieren zu können – für eine ein- fachere und komfortablere Behandlung. fachere und komfortablere Behandlung. Akrus GmbH & Co. KG Tel.: 04121 791930 Tel.: 04121 791930 www.akrus.de www.akrus.de W&H Sicher implantieren von Anfang bis Ende dung über den optimalen Belastungszeitpunkt und er- möglicht die Verlaufskontrolle der Osseointegration. Das W&H Osstell ISQ-Modul ist optional erhältlich und kann auch im Nachhinein einfach nachgerüstet und ange - schlossen werden. W&H Deutschland GmbH Tel.: 08682 8967-0 www.wh.com Mit der Kombination aus Implantmed und W&H Osstell ISQ- Modul sorgt W&H für mehr Sicherheit in der Behandlung. Einfach, ﬂ exibel, efﬁ zient: Die Chirurgieeinheit Implantmed hat längst eine treue Fangemeinde unter Implantologen und erleichtert zu- verlässig jeden ihrer Behandlungsschritte. Die neue Generation Implantmed punktet zusätzlich mit einem starken Motor und einem Farb-Touchscreen mit benutzerfreundlicher, intuitiver Menüführung. Der durchsetzungsstarke Motor mit einem Drehmoment von 6,2 Ncm für alle Knochenqualitäten und einer Drehzahl von 200 bis 40.000 /min ermöglicht dank der maschinellen Gewindeschneidefunktion selbst bei hartem Knochen ein präzises Arbeiten ohne großen Kraftaufwand. Für die nötige Sicher- heit bei der Insertion sorgt die automatische Drehmomentkontrolle, die sich von 5 bis 80 Ncm einstellen lässt. Mit der weltweit ersten Integration der Osstell ISQ-Funktionalität bietet W&H zu- sätzlich zu den verbesserten Implantmed- Features ein einzigartiges System zur Mes- sung der Implantatstabilität. Der mithilfe einer nichtinvasiven Messung ermittelte ISQ-Wert (= Implant Stability Quotient) erleichtert dem Behandler die Entschei- [Infos zum Unternehmen] W&H Die Beiträge in dieser Rubrik stammen von den Herstellern bzw. Vertreibern und spiegeln nicht die Meinung der Redaktion wider. Oralchirurgie Journal 4 | 2017 23
MARKT | PRODUKTINFORMATIONEN Geistlich Zehn Jahre Forschung erfolgreich Geistlich [Infos zum Unternehmen] Mit Einführung der neuen Geistlich Fibro- Gide® schlägt Geistlich Biomaterials ein neues Kapitel in der Weichgewebeaugmenta- tion auf: Mit seiner Kollagen expertise hat Geistlich erstmals in einer kol lagenbasierten Weichgewebe matrix Volumenstabilität, hohe Porosität und eine gute Biokom- patibilität so vereint, dass die Geistlich Fibro-Gide® als schonende Alternative zum Bindegewebetransplantat (BGT) be- trachtet werden kann.1,2 Bei der Behandlung von Rezessionsde- fekten oder der Verdickung von Weichgewebe um Implantate und Zähne ergeben sich somit neue Möglichkeiten. Die Vorteile lie- gen in der Reduktion der Patientenmorbidität und OP-Zeit. Mehr als 1.000 Prototypen und zehn Jahre Forschung waren nötig, bis experimentelle Kollagenmatrices eine Weichgewebe regeneration auf einem Niveau ermöglichten, das dem Bindegewebe ver- gleichbar war.3 Schon nach wenigen Tagen zeigte das augmen- tierte Volumen eine Gefäßneubildung und gute Integration in das umgebende Weichgewebe.4 Literaturnachweise können beim Unternehmen angefordert werden. Geistlich Biomaterials Vertriebsgesellschaft mbH Tel.: 07223 9624-0 www.geistlich.de NSK Kombinierbares Ultraschall-Chirurgiesystem hohe Flexibilität und Zukunftssicherheit, denn für welches Chirurgiesystem auch immer er sich zunächst entscheidet: Das Ergänzungsprodukt kann zu jedem belie- bigen Zeitpunkt hinzugefügt werden. NSK Europe GmbH Tel.: 06196 77606-0 www.nsk-europe.de Mit dem Ultraschall-Chirurgiegerät VarioSurg3 bietet NSK ein Chirurgiesystem, welches über eine um 50 Prozent höhere Leistung verfügt als das Vorgängermodell. In Verbindung mit der jederzeit zuschaltbaren „Burst“-Funktion, welche für einen Hammereffekt sorgt, wird dabei die Schneidleistung und Schnittgeschwindig- keit signiﬁkant erhöht. Das ultraschlanke und federleichte Hand- stück mit LED-Beleuchtung – selbstverständlich sterilisierbar und thermodesinﬁzierbar – sorgt jederzeit für optimalen Zugang und beste Sicht. Lichtleistung und Kühlmittelmenge sind je nach An- wendungsbereich regulierbar, sodass in Verbindung mit einer Viel- zahl an zur Verfügung stehenden Aufsätzen den Anwendungsbereichen der VarioSurg3 praktisch keine Grenzen gesetzt sind. Durch das große, hin- terleuchtete Display ist der Behandler jederzeit und aus jedem Blickwinkel über die aktuellen Behandlungsparameter informiert. Über das NSK Dynamic Link System kann die neue VarioSurg3 mit dem NSK Implantatmotor Surgic Pro zu einer kompak- ten, nur minimalen Raum bean- spruchenden Einheit verbunden werden. Die so gekoppelten Chirurgieeinheiten lassen sich dann mit nur einer Fußsteuerung bedienen. Für den Anwender bedeutet das NSK Link System eine NSK [Infos zum Unternehmen] Die Beiträge in dieser Rubrik stammen von den Herstellern bzw. Vertreibern und spiegeln nicht die Meinung der Redaktion wider. 24 Oralchirurgie Journal 4 | 2017
Neoss Abgewinkelte Schraubenkanäle PRODUKTINFORMATIONEN | MARKT Neoss [Infos zum Unternehmen] Die abgewinkelten Schraubenkanäle für die individuelle Prothetik eröffnen die Freiheit, die Schraubenzugangskanäle bis zu einem Winkel von 25° und gleich- zeitiger Rota tionsfreiheit von 360° zu gestalten. Diese Lösung verbessert sowohl die Handhabung als auch die Ästhetik durch die Möglichkeit, die Schraubenzugangskanäle in den anterioren und posterioren Bereich zu legen – bei gleichzeitig geringerem Durchmesser des Schrauben- zugangskanals. Die Gestaltung der Schraubenverbin- dung stellt sicher, dass in einem Winkel von bis zu 25° das erforderliche Drehmoment von 32 Ncm sicher erreicht wird. „Neoss bietet da- mit von der Einzelzahn- bis zur mehrgliedrigen Versorgung eine große Spanne prothetischer Versorgungsmöglichkeiten zu einem erschwinglichen Preis“, sagt Rainer Woyna, Mar- keting Manager von Neoss. Nähere Informationen unter www.neoss.de, per Telefon, Internet oder durch unseren Außendienst vor Ort. Neoss GmbH Tel.: 0221 55405-322 www.neoss.com Hager & Meisinger Neue Wege zur modernen Implantattherapie Das Konzept eines zweiphasigen Titan- implantats mit speziellem Expansions- gewinde und selbsthemmender Konus- verbindung wurde vor über 30 Jahren von Prof. Dr. med. dent. Georg- Hubertus Nent- wig und Dr.-Ing. Walter Moser entwickelt und zur klinischen Reife gebracht. Hohe Primärstabilität, eine mikrobewegungs- freie und bakteriendichte Implantat-Abut- ment-Verbindung sowie ein tiefes Plat- form Switching erwiesen sich bald als überlegene Komponenten hinsichtlich der erzielbaren Knochen- und Weich- gewebestabilität und damit als Garanten eines Langzeit- erfolges. Mit dem MyPlant II- Hager & Meisinger [Infos zum Unternehmen] System wurde dieses Konzept ak tuell optimiert, weiterentwickelt und den An- forderungen einer modernen, zukunfts- orientierten Implantattherapie angepasst. Die mikrostrukturierte Oberﬂäche, die sich bis auf die Stirnﬂäche des Implantats erstreckt, und die da- raus resultierende Rauigkeit und Oberﬂächenvergrößerung fördern die Anlagerung von Knochen. Da- durch wird die Knochenapposition unterstützt und es entsteht ein sta- biler Implantat-Knochen-Verbund. Die nichtindexierte Konusverbin- dung ermöglicht eine freie Positionierung sowie eine einfache und parallele Ausrich- tung von abgewinkelten Abutments. Die selbsthemmende Konusinnenverbindung ist frei orientierbar, absolut rotationsstabil und schließt dabei praktisch bakteriendicht ab. Mikro bewegungen zwischen Implantat und prothetischen Aufbauten werden ver- mieden. Aktuelle Rabattaktionen können der bei- gelegten Broschüre dieses Heftes ent- nommen oder beim Hersteller angefordert werden. Hager & Meisinger GmbH Tel.: 02131 2012-0 www.meisinger.de Die Beiträge in dieser Rubrik stammen von den Herstellern bzw. Vertreibern und spiegeln nicht die Meinung der Redaktion wider. Oralchirurgie Journal 4 | 2017 25
EVENTS Abb. 1 Abb. 2 Im Mai 1989 fand im Hörsaal der ersten Medizinischen Klinik der Charité der erste Kurs zur funktionellen endoskopischen Chirurgie der Nasennebenhöhlen statt. Der Kursleiter war Doz. Dr. sc. Dr. Klaus Vogt, damals erster Oberarzt der Universitäts-HNO-Klinik der Charité. Als Referenten war auch eine Gruppe von Ärzten von der Universität Graz, der „Geburtsstätte“ einer damals ganz neuen funktionellen, strukturerhaltenden Mikrochirurgie eingeladen. Prof. Dr. Behrbohm [Infos zum Autor] 30 Jahre Präparierkurse im Institut für Anatomie der Charité Prof. Dr. Hans Behrbohm Als Kursassistent hatte ich dabei das Privi leg, die Gäste Prof. Heinz Stammberger, Prof. Gerald Wolf und Dr. Cornelia Loidolt in Empfang zu nehmen. Am nächsten Tag assistierte ich Prof. Heinz Stammberger bei der Auswahl der ﬁxierten Schädelpräpa- rate im Institut für Anatomie der Cha- rité. Seine technisch und rhetorisch perfekte Live-Cadaver- Dissection mit Video projektion im großen Hörsaal war damals eine Sensation für die circa 50 Kursteilnehmer. Für mich war sie eine prägende Motivation bei der weiteren Verfeinerung und Weiterent- wicklung der eigenen endoskopischen Opera tionstechniken. In den nächsten Jahren organisierten wir dann unsere eigenen Kurse ge- meinsam mit Prof. Dr. Oliver Kaschke, damals noch Jungfacharzt in der Cha- rité, und in den ersten Jahren mit Dr. Rainer Loysa. Die Vorträge fanden in den ersten Jah- ren im alten HNO-Hörsaal der Charité, später in den Hör- und Präpariersälen des Instituts für Anatomie statt. Ein un- verwechselbares historisches Am biente für die Präparierübungen bietet der Sternsaal, für die Vorträge und Panels der große Hörsaal und der histo rische Hertwig-Hörsaal. Während seiner Live- Cadaver-Dissection wies Prof. M. E. Tardy Jr. darauf hin, dass es etwas sehr Beson- deres sei, Kurse zur Nasenchirurgie dort abzuhalten, wo es seinerzeit bereits Jacques Joseph, der bedeutende Pionier der modernen Nasenchirurgie, tat. Die Teilnehmer wurden von den Kurs- leitern während selbstständiger Präpa- rierübungen in die endoskopischen Operationen des Siebbeins, der Kiefer-, Stirn- sowie Keilbeinhöhle eingewie- sen. Die Kurse fanden ein- bis zweimal jährlich statt und hatten mit 40 bis 130 Teilnehmern immer eine rege Betei- ligung. In den Jahren 1994 und 1995 wurden erstmals neben den endo- skopischen auch die äußeren Zugänge zur Stirnhöhle und vorderen Schädel- basis thematisiert. Prof. Hans-Jürgen Gerhardt (†), ehe- maliger Direktor der Universitäts-HNO- Klinik der Charité, förderte die Kurse über Jahre und ließ uns freie Hand bei deren Gestaltung. Er zeigte 1994 eine live übertragene transethmoidale- 26 Oralchirurgie Journal 4 | 2017
EVENTS Oralchirurgie Journal 4 | 2017 27 Abb. 3 Abb. 4 Abb. 1: Historische Aufnahme aus dem Sternsaal aus dem Jahre 1905. Am rechten Bildrand Prof. Friedrich Kopsch, ehemaliger Direktor des Instituts für Anatomie. – Abb. 2: Jacques Joseph während eines Kurses zur Nasen- chirurgie im Institut für Anatomie der Charité, 1922. Sitzend: Jacques Joseph, Prof. Friedrich Kopsch, unbekannter spanischer Chirurg; stehend: Jacques Maliniac, Gastave Aufricht, Zoltan Nagel (v.l.). – Abb. 3: Prä- parierübungen im Sternsaal, 1991. – Abb. 4: Demonstration mit der Endo-Kamera von Prof. Dr. Hans Behrbohm, 1991. – Abb. 5: Während eines Kurses, 1993. Dr. sc. Gerhard Hiecke, Hans Behrbohm, Oliver Kaschke (v.l.). – Abb. 6: Prof. Hans-Jürgen Gerhardt (†) bei Demonstrationen, 1994. – Abb. 7: Oliver Kaschke beim Anleiten der Kursteilnehmer, 1995. transsphenoidale Hypophysenoperation. Mein Vorgänger in Weißensee, Dr. Peter Strümpel, demonstrierte in einem zuvor angefertigten Film seine Technik der endonasalen, Sphenoidhöhlen-gestützten Pansinusoperation. In den Folgejahren wurde von den Kursleitern immer ein nationaler oder internationaler Gastreferent eingeladen, wie z. B. Prof. Daniel Simmen (Zürich), Prof. Malte Erik Wigand (Erlangen), Prof. Werner Hosemann (Greifswald), Prof. Rainer Weber (Karlsruhe). Herzstück des Kurses waren immer die selbstständigen Präparierübungen der Teilnehmer unter Anleitung der Refe- renten und Autoren. Ein besonderes Highlight waren die Demon strationen an den Präparaten der einzigartigen Schä- delsammlung des Instituts für Anatomie der Charité durch deren damaligen Direktor Prof. Dr. Johannes Staudt (†). Nach eigenen Hospitationen und Kursaufenthalten zur funktionell-ästhetischen Septorhinoplastik bei Gene Tardy Jr., Regan Thomas und Dean Toriumi in Chicago sowie bei Gilbert Nolst Trenité in Amsterdam führten Oliver Kaschke und ich im Jahr 2003 den ersten internationalen Kongress „Essentiells of Septorhinoplasty“ mit Präparierübungen durch. 130 Teilnehmer aus 32 Ländern folgten unserer Einladung. 2005 folgte der Kongress „Nose & Face“ mit ähnlicher Resonanz. Zum zwanzigjährigen Jubiläum 2009 öffnete sich mit „Nose, Sinus & Implants“ ein neues Zeitalter unserer Prä- parierkurse. Einerseits ging die Organisation und tech- nische Durchführung in die bewährten Hände der OEMUS MEDIA AG, namentlich an Jürgen Isbaner und Sandra Otto, andererseits wurde ein modernes Podium für den interdiszi- plinären Dialog für die nächsten Jahre geschaffen. Unter Leitung von Priv.-Doz. Dr. Dr. Steffen G. Köhler wurde die Schnittstelle zwischen Rhinologie und dentaler Implanto- logie erstmals zum Thema. Dieser Schwerpunkt wurde mit Abb. 5 Abb. 6 Abb. 7
EVENTS Abb. 8 Abb. 9 Abb. 10 Abb. 11 Abb. 12a Abb. 13 Abb. 12b Abb. 14 Abb. 12c Abb. 15 28 Oralchirurgie Journal 4 | 2017
EVENTS Abb. 16 Abb. 8: Prof. Johannes Staudt (†) bei der Erklärung anatomischer Präparate, 1999. – Abb. 9: Besuch der rekonstruierten Grabstätte von Jacques Joseph auf dem jüdischen Friedhof in Berlin-Weißensee durch die Referenten und Kursteilnehmer währed des Kurses „Nose & Face“, 2005. Prof. Walter Briedigkeit (†) erläutert die Geschichte des Grabsteins. – Abb. 10: Präparierübungen im Sternsaal, 2010. – Abb. 11: Gene Tardy Jr. bei den Präparierübungen. – Abb. 12a: Auswahl der Instrumente. Prof. Heinz Stammberger und Irmtraud Wenzel (Fa. Karl Storz). – Abb. 12b und c: Live-Cadaver-Dissection. – Abb. 13: Prof. Hans-Jürgen Gerhardt (†) und Prof. Johannes Staudt (†) auf einem der Kurse im Dialog. – Abb. 14: Prof. Klaus Vogt und Nora Schmidt, Assistenzärztin der HNO-Abteilung in der Park-Klinik Weißensee, im Sternsaal des Instituts für Anatomie während des Präparierkurses „Nose, Sinus & Implants“, 2016. – Abb. 15: Dr. Theodor Thiele, M.Sc. bei der Ein weisung der Kursteilnehmer, 2016. – Abb. 16: Kongressfoto vor dem Institut für Anatomie der Charité. Dr. Theodor Thiele, M.Sc., M.Sc. syste- matisch weiterentwickelt und stellt heute einen besonderen Schwerpunkt der Kursveranstaltungen dar. Prof. Heinz Stammberger (Graz) und Prof. Paolo Casteolnuovo (†) stellten ein Update der Rhinoneurochirurgie vor. Die Rhinoneurochirurgie ist auf Erkrankungen des zentralen Nerven- systems gerichtet und nutzt dafür endonasale Zugänge sowie die für die Mikro chirurgie der lateralen Nasen- wand entwickelten endoskopischen Operationstechniken. 2010 wurden die Grenzgebiete der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde (HNO) zum Hauptthema. In drei Podien ging es um die Neurochirurgie und HNO. Gastrefe- renten waren u. a. Prof. Peter Vajkoczy (Charité, Berlin), Prof. Johannes Franz Hönig (†) (Hannover), Prof. Dr. Holger Gassner (Regensburg), Doz. Dr. Greta Nehrer (Wien), Priv.-Doz. Dr. Dr. Steffen Köhler (Berlin), Dr. Theodor Thiele, M.Sc., M.Sc. (Berlin) und Prof. K. Vinzenz (Wien). Ein Novum war die Live-Über- tragung des ersten endos kopisch kon- trollierten Sinuslifts. Konsequent wurde auf den Kursen „Nose, Sinus & Implants“ 2012 und 2014 die Präparation des SMAS von Dr. Greta Nehrer (Wien) und Dr. Dr. Frank Muggenthaler (Basel) systema- tisch aufgebaut und gelehrt. Dabei ging es einerseits um die Vorausset- zungen für die Chirurgie des Facelifts, als auch zusätzlich um die Darstellung des Nervus facialis bei der Chirurgie der Speicheldrüsen. Seit 2014 werden die endonasale und offene Rhinoplastik (Dr. Jacqueline Eichhorn-Sens, Berlin) systematisch gelehrt. Auch 2018 halten wir wieder ein interes- santes Programm für alle Interessenten bereit. Schwerpunkte werden u. a. sein: die endoskopische Chirurgie der Nasen- nebenhöhlen, der Sinuslift, die inter- disziplinären Operationsmethoden zum Verschluss von Mund-Antrum-Fisteln, die osteoplastische Kieferhöhlenoperation, der plastische Verschluss von Septum- perforationen, die biosta tische Chirurgie für den Implantologen, Zugänge und Techniken der Rhinoplastik, die Präpara- tion des SMAS und Nervus facialis. Das Besondere der „Berliner Nasen- kurse“ war eine von allen Fachver- bänden unabhängige Bestimmung der Themen und eine Vertiefung von kon- troversen oder „vergessenen“ Rand- gebieten oft im Niemandsland zwischen den Fachgebieten. Die veränderten Themen und neuen interdisziplinären Podien zeigen die rasante und dyna- mische Entwicklung in der operativen Medizin in den letzten Jahrzehnten. Inzwischen zeichnen sich die Kurse durch ihren interdisziplinären Charakter, ein hohes akademischen Niveau und eine große klinische Relevanz aus. Didak- tisches Ziel ist es, dem Anfänger An- leitung und Orientierung zu geben und das Bewährte zu vermitteln, ohne durch allzu viele Kontroversen zu verwirren. Für die langjährige enge Zusammenarbeit möchte ich mich bei der Charité, den Referenten, Tutoren, Organisatoren, Sponsoren und allen Kursteilnehmern bedanken. Ein besonderer Dank gilt Prof. Dr. Oliver Kaschke, Priv.-Doz. Dr. Dr. Steffen Köhler, Doz. Dr. sc. Dr. Klaus Vogt, Dr. Theodor Thiele, M.Sc., M.Sc., Dr. h.c. mult. Sybill Storz, Evelyn Heuckendorf, Eva-Maria Werner, Irmtraud Wenzel, Danilo Melis, Karola Stubbe, Sandra Otto und Jürgen Isbaner. Dem Direktorium der Charité danke ich ausdrücklich, dass sie uns über dreißig Jahre ihren „Segen“ nicht entzo- gen hat und uns in den ehrwürdigen und geschichtsträchtigen Sälen hat lehren, präparieren und diskutieren lassen. Das war für mich ein großer Ansporn. Wir laden Sie bereits jetzt zu unserem nächsten Kurs am 20. und 21. April 2018 herzlich ein. In einem Festvor- trag ﬁndet eine Zeitreise in die letzten 30 Jahre statt. Im Anschluss wird ge- meinsam in eine vielversprechende und ereignis reiche Zukunft geblickt. t k a t n o K Prof. Dr. H. Behrbohm Park-Klinik Weißensee Akademisches Lehrkrankenhaus der Charité Schönstraße 80, 13086 Berlin Tel.: 030 962838-52 behrbohm@park-klinik.com in Zusammenarbeit mit www.imwe-berlin.de Oralchirurgie Journal 4 | 2017 29
RUBRIK EVENTS Abb. 1 Abb. 1: Die diesjährigen Preisträger: Priv.-Doz. Dr. Daniel S. Thoma, Dr. Alexander Vuck, Dr. Frank Zastrow (Laudator), Dr. Helmut G. Steveling, Dr. Dr. Keyvan Sagheb und ZTM Kathrin Blaschke (v.l.). Zum achten Mal fand das PEERS-Jahrestreffen am 22. September in Berlin statt. Die Veranstaltung unter dem Motto „Innovation oder Irrweg?“ bot kompetente und praxisnahe Einschätzungen zu vielen Neuerungen in der Implantologie. Auch die im Rahmen der PEERS-Förderpreise eingereichten Arbeiten widmeten sich der Dokumentation verschiedener neuer Ansätze in Klinik und Praxis. Dentsply Sirona Impl. [Infos zum Unternehmen] PEERS-Jahrestreffen 2017 Zahlreiche implantologische Neuerungen (Platform Der jährliche Kongress des Exper- tennetzwerks PEERS for Exchange of Experience, Education, Research and Science) wurde mit dem Vortrag „Digitale Exzellenz – 7 Para- meter des Denkens der neuen Eliten“ von Rudi Klausnitzer eröffnet. In seinem beeindruckenden und nachdenklich stimmenden Vortrag zeigte er eine – mit den heutigen Normen – kaum erklär- und beherrschbare digitale Zukunft auf: Ein Zurechtﬁnden sei nur möglich, indem man sich digitale Exzellenz an- eigne. Offen – und dabei realistisch – innovativen Ideen gegenüberzustehen, ist eine der Grundvoraussetzungen. Im Rahmen des Innovationsforums stell- ten renommierte Referenten aktuelle Studienergebnisse zu unterschiedlichs- ten Fragestellungen vor. Prof. Dr. Chris- toph Bourauel belegte mit seinen Un- tersuchungen zu den „Grenzab maßen dentaler Implantate – Biomechanische und klinische Studien“ die verlässliche Verwendung von kurzen und schma- len Implantaten. Er hob hervor, dass schmale und kurze Implantate als Ein- zelimplantat kritisch zu bewerten seien, jedoch im Verbund bei ausreichender Anzahl durchaus funktionieren können. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund peri- implantärer Infektionen bot der Vortrag von Priv.-Doz. Dr. Andrej Trampuz zum Thema „Bioﬁlme auf Zahn implantaten – eine Herausforderung der moder- nen Medizin“ neue Erkenntnisse. Er betonte, dass periimplantäre Entzün- dungen nur kombiniert chirurgisch und antibiotisch zufriedenstellend zu behandeln seien. Insbesondere eine Reduktion der Keimzahl vor dem Ein- griff sei essenziell. Neue Entwicklungen zielen auf die Gewinnung von Bakte- riophagen aus dem Speichel. Diese Phagen eliminieren die Bakterien des Bioﬁlms wirkungsvoll, ohne menschli- che Zellen anzugreifen. Den Abschluss der Vorträge am Vormittag bildete die Betrachtung von „Zirkoniumdioxid- basierten Keramikimplantaten – Eine kritische Auseinandersetzung“ von Prof. Dr. Ralf J. Kohal. In seinem Vor- trag räumte er Herausforderungen bei der prothetischen Versorgung einteili- ger Keramikimplantate ein. Er betonte jedoch, die vorliegenden kurzfristigen klinischen Ergebnisse würden bele- 30 Oralchirurgie Journal 4 | 2017
EVENTS Abb. 2 Abb. 3 Abb. 2: Prof. Dr. Dr. Stefan Haßfeld ist PEERS-Präsident und moderierte gemeinsam mit Priv.-Doz. Dr. Dietmar Weng sowohl die Vorträge als auch die an- schließenden Diskussionsrunden in den Foren. – Abb. 3: Über 140 Teilnehmer kamen zum 8. PEERS-Jahrestreffen am vorletzten September-Wochenende in Berlin zusammen. gen, dass sich mit dieser Alternative zu Titan implantaten sehr gute Behand- lungserfolge erzielen lassen. Der Nachmittag mit der Podiumsdis- kussion stand ganz im Zeichen der Dis- kussion um allogenen Knochentransfer. Das erste Statement für den allogenen Knochen wurde von Prof. Dr. Dr. Elmar Esser mit seinen Erfahrungen zur „Aug- mentation externer Kieferkammdefekte durch allogenen Knochentransfer“ ab- gegeben. Seiner Einschätzung nach stellt der allogene Knochen eine valide Alternative zum autologen Knochen dar. Frau Prof. Dr. Katja Nelson lieferte mit ihrer „Wissenschaftlichen Bewer- tung allogener und autologer Knochen- blöcke“ einen umfassenden Überblick über die aktuelle Studienlage. Auf- grund der Datenlage der von ihr vor- gestellten Studien sei die Verwendung des allogenen Knochens jedoch kritisch zu betrachten. Praktischen klinischen Bezug stellte Priv.-Doz. Dr. Christian Mertens mit seinen Ausführungen zur „Vertikalen Kieferkammrekonstruktion mit autologen Knochenblöcken“ her. Insbesondere bei der Behandlung gro- ßer Defekte sieht er den autologen Knochen als einzige Alternative, gab jedoch auch den Hinweis auf kurze oder abgeschrägte Implantate zur Vermei- dung von Augmentationen bei kleinen Defekten. Abgeschlossen wurde das Thema mit dem Vortrag von Dr. Bernd Giesenhagen, der die „Ergebnisse einer klinischen Studie mit präfabri- zierten Knochenringen aus Allograft“ vorstellte. Im Rahmen seiner klinischen Studie konnte er insgesamt gute Er- gebnisse mit den allogenen Knochen- ringen erzielen. Strahlende Gewinner Die PEERS-Förderpreise wurden ins Le- ben gerufen, um Wissenschaftler und wissenschaftlich interessierte Zahn- ärztinnen und Zahnärzte in ihrer Arbeit zu unterstützen. Initiator der Preise ist das von Dentsply Sirona Implants un- terstützte internationale Expertennetz- werk PEERS mit Mitgliedern aus Klinik, Praxis und Zahntechnik. Alle Preisträger wurden bei einer feierlichen Preisverleihung geehrt. Die beste Meisterarbeit wurde von ZTM Kathrin Blaschke angefertigt und be- schäftigte sich mit „Implantatlösungen im Rahmen der Meisterarbeit“. In der Kategorie Fallpräsentation gewann Dr. Dr. Keyvan Sagheb mit seiner Arbeit „Augmentation einer komplexen De- fektsituation in der OK-Front mit ReOss und Astra Proﬁle EV“. Der Preis in der Kategorie Wissenschaftliches Poster ging an Dr. Helmut G. Steveling mit seiner Langzeituntersuchung „5 years of clinical experience with a mono - lithic zirconia abutment“. Priv.- Doz. Dr. Daniel S. Thoma wurde mit seiner Pu- blikation „Effect of ridge preservation for early implant placement – is there a need to remove the biomaterial?“ in dieser Kategorie ausgezeichnet. Der nun im zweiten Jahr ausgelobte Preis in der Kategorie Video ging an Dr. Alexander Vuck mit seiner Arbeit „Di- gitale Revolution: Implantatprothetik“. Die eingereichten Fallpräsentationen, wissenschaftlichen Poster und Videos können unter http://dpp.oemus.com/ event/peers-2017 aufgerufen werden. Die Arbeiten wurden jeweils von drei unabhängigen Juroren nach fünf ver- schiedenen Kriterien bewertet. Die Kooperation mit der Klaus Kanter Stif- tung ermöglicht die Unterstützung der Absolventen der zahntechnischen Meisterschulen. Die Meisterarbeiten des Vorjahres wurden von den Juroren der Stiftung bewertet. Darunter wurde die beste Arbeit mit implantologischem Behandlungskonzept mit dem PEERS Im- plantat-Prothetik-Preis ausgezeichnet. PEERS-Förderpreise 2018 Informationen zu den PEERS-Förderprei- sen 2018, die Teilnahmebedingungen, das Anmeldeformular und eine Postervor- lage können unter peers.foerderpreise@ dentsplysirona.com angefordert werden. Die Arbeiten müssen bis zum 30. Juni 2018 eingereicht werden. t k a t n o K Dentsply Sirona Implants Steinzeugstraße 50 68229 Mannheim Tel.: 0621 4302-006 implants-de-info@dentsplysirona.com www.dentsplysirona.com/implants Oralchirurgie Journal 4 | 2017 31
EVENTS Henry Schein [Infos zum Unternehmen] Der Weg in die eigene Praxis erfordert eine Mischung aus krea- tivem Handwerk und der richtigen Einstellung. Wichtige Tipps und Erfahrungsberichte gab es für angehende Praxisgründer auf dem Gründer Camp, das am 29. und 30. September in und um die Union Halle in Frankfurt am Main stattfand. Die Premiere der Veranstaltung war ein voller Erfolg: Rund 100 junge Zahnärzte folgten der Einladung, um von einem breiten Themenspektrum, angefangen vom Praxiskonzept bis hin zu rechtlichen Fragen, zu proﬁtieren. Darüber hinaus gab es geballtes Wissen von jungen Praxisinhabern, die über ihren eigenen Gründungsweg mit allen Höhen und Tiefen berichteten. Erfolgreicher Auftakt für das erste dent.talents. Gründer Camp Das Herzstück des Gründer Camps waren die Vorträge der acht Praxis- gründer: So erzählte Dr. Verena Freier, dass es wichtig sei, seine Stärken zu kennen und auf diesen aufzubauen. Die Praxisgründerin fokussiert in ihrem Praxiskonzept die Ästhetische Zahnheil- kunde. Dr. Philipp F. Gebhardt hielt die Teilnehmer in seinem Vortrag dazu an, die eigene Komfortzone zu verlassen – denn nur außerhalb dieser geschehe das eigentlich Magische. Zudem ver- wies er auf den Unterschied zwischen Effektivität und Efﬁzienz: Die richtigen Dinge tun versus die Dinge richtig tun. Norbert Schulz nahm die Teilnehmer mit auf eine Zeitreise und präsentierte die Verwandlung einer in die Jahre ge- kommenen Praxis zur schicken Retro- Abb. 1: Die Praxisgründer berichteten über ihren eigenen Gründungsweg mit allen Höhen und Tiefen. 32 Oralchirurgie Journal 4 | 2017
EVENTS Abb. 2 Abb. 3 Abb. 4 Abb. 5 Abb. 2: Die Netzwerk-Inseln boten ausreichend Gelegenheit, sich mit den Gründern zu unterhalten und Impulse für die eigene Selbstständigkeit mitzunehmen. – Abb. 3: In praxisnahen Präsentationen erfuhren die Teilnehmer beispielsweise, aus welchen Teilen der Businessplan einer Zahnarztpraxis bestehen muss. – Abb. 4 und 5: Die zahl- reichen Workshops und Breakout-Sessions am zweiten Tag boten tiefere Einblicke in die Praxisgründung. Praxis mit modernster Technologie. Wie man clever eine Neugründung mit der Übernahme eines bestehenden Patien- tenstammes kombinieren kann, zeigten Dres. Weyhrauch. Sie gaben Einblicke in ihr Praxiskonzept, das die allgemeine Zahnheilkunde und die Oralchirurgie intelligent miteinander verbindet. Für Übernehmer Louis Arand waren die Säulen seines Erfolgs eine klare und gute Praxiswahl. Seine Message an die Teil- nehmer: Klare Kriterien festlegen, den Gesamtüberblick behalten und Kom- petenzen, die man nicht hat, an Proﬁs abgeben. Eva-Marie Müller, die noch mitten in der Gründung steckt, ermu- tigte die Teilnehmer, den Businessplan nicht nur für die Bank, sondern vor al- lem für sich selbst zu schreiben. Dies sei der Fahrplan für den Weg in die eigene Praxis. Dr. Sonja Goupil bestärkte die Teilnehmer, dass zu einer Praxisplanung auch Fehler gehören. Wichtig sei, sich keinen Druck zu machen. Dass zu einer erfolgreich laufenden Praxis mehr ge- hört, als nur der Gründer selbst, erzählte Jakob Osada. In seinem Vortrag betonte er, wie wichtig es sei, sein Praxisteam zu motivieren und zu fördern. Netzwerken als wichtiges Element Nach den spannenden Vorträgen der Praxisgründer folgten praxisnahe Prä- sentationen zum Thema Praxiskonzept, Businessplan, Marketing, Zeitreise Existenzgründung sowie Führung & Kommunikation. Ein wichtiges Element des Gründer Camps war das Netzwer- ken mit den Referenten. So hatten die Teilnehmer in den Pausen ausreichend Zeit, sich an den Netzwerk-Inseln mit den Gründern zu unterhalten und Im- pulse für die eigene Selbstständigkeit mitzunehmen. Am zweiten Tag des Kongresses bo- ten zahlreiche Workshops und Break- out-Sessions tiefere Einblicke in die Praxisgründung. So konnten sich die Teilnehmer eingehender über die The- men CAD/CAM, Laser, Praxisgründung und Familie, Hygienerichtlinien, recht- liche Stolpersteine, Ergonomie & Ver- größerung, Implantologie, Endodontie, Business Start-up: Ja oder Nein?, ver- schiedene Röntgensysteme sowie dem Antikorruptionsgesetz informieren. Weitere Informationen zum Gründer Camp und zu dent.talents. ﬁnden Sie unter www.denttalents.de t k a t n o K Henry Schein Dental Deutschland GmbH dent.talents. by Henry Schein Monzastraße 2a 63225 Langen dent.talents@henryschein.de www.denttalents.de Oralchirurgie Journal 4 | 2017 33
EVENTS | VORSCHAU Badische Implantologietage mit neuem wissenschaftlichen Leiter © Baden-Baden Kur & Tourismus GmbH Am 8. und 9. Dezember 2017 ﬁ nden im Kongresshaus Baden- Baden unter der wissenschaftlichen Leitung von Dr. Georg Bach/Freiburg im Breisgau zum siebten Mal die Badischen Implantolo- gietage statt. Bei den Badischen Implantologietagen steht eine personelle Veränderung ins Haus. Ab diesem Jahr übernimmt Dr. Georg Bach/Freiburg im Breisgau die wissenschaftliche Leitung der erfolg- reichen Regionalveranstaltung, die in der Regel 150 bis 200 Teilnehmer – Zahnärzte und ihre Praxisteams – in das vorweihnachtliche Baden-Baden lockt. Einher geht die Personalie auch mit der seit Längerem diskutierten stra- mit der seit Längerem diskutierten stra- tegischen Überlegung, die Badischen tegischen Überlegung, die Badischen Implantologietage künftig eventuell Implantologietage künftig eventuell abwechselnd in Baden-Baden und Frei- abwechselnd in Baden-Baden und Frei- burg im Breisgau stattﬁ nden zu lassen. burg im Breisgau stattﬁ nden zu lassen. In diesem Jahr bleibt in Bezug auf die In diesem Jahr bleibt in Bezug auf die Location aber erst einmal alles beim Location aber erst einmal alles beim Alten. Unter dem Motto „Update Im- Alten. Unter dem Motto „Update Im- plantologie – Neues und Bewährtes“ plantologie – Neues und Bewährtes“ werden renommierte Referenten von werden renommierte Referenten von Universitäten und aus der Praxis aktu- Universitäten und aus der Praxis aktu- elle Fragen der Implantologie sowohl elle Fragen der Implantologie sowohl seitens der wissenschaftlichen seitens der wissenschaftlichen Grundlagen als auch im Hin- Grundlagen als auch im Hin- blick auf ihre Relevanz für blick auf ihre Relevanz für den Praxisalltag mit den den Praxisalltag mit den Teilnehmern diskutieren. Teilnehmern diskutieren. Da insbesondere Zahn- Da insbesondere Zahn- ärzte aus der Region ärzte aus der Region angesprochen werden sollen, ist die Veranstaltung als eintägiger Kongress (Samstag: wissenschaftliche Vorträge) mit Pre-Congress Angeboten (Freitag) konzipiert. Neben Seminaren zu den Themen Implantatchirurgie und Endo- dontie ﬁ nden auch wieder das regelmä- ßig ausgebuchte zweitägige Seminar zur Hygienebeauftragten mit Frau Iris Wälter-Bergob sowie das QM-Seminar mit Christoph Jäger statt. 7. Badische Implantologietage [Anmeldung] t k a t n o K OEMUS MEDIA AG Holbeinstraße 29 04229 Leipzig Tel.: 0341 48474-308 event@oemus-media.de www.badische-implantologietage.de 34 Oralchirurgie Journal 4 | 2017
ZAHNÄRZTE LIEBEN ONLINE. WWW.ZWP-ONLINE.INFO O EM U S M E D I A AG Holbeinstraße 29 · 04229 Leipzig · Tel.: 0341 48474-0 · info@oemus-media.de
RECHT © BCFC/Shutterstock.com In besonderen Fällen gehört zum Aufklärungsumfang auch die Möglichkeit der Überweisung in eine Spezialpraxis wegen der besonderen Erfahrung der Chirurgen bei der Durchführung ent- sprechender Eingriffe. Einen solchen Fall hat das Landgericht Dessau-Roßlau im Zusammenhang mit einer Weisheitszahnent- fernung gesehen, da der Nervus mandibularis einen erkennbar ungewöhnlichen Verlauf hatte. Dr. Susanna Zentai [Infos zur Autorin] Hinweispﬂicht auf die Überweisungs- möglichkeit an Oralchirurgie Dr. Susanna Zentai Ein Zahnarzt hatte den Eingriff begonnen und diesen abgebrochen, nachdem er im Knochen einige kleine rupturierten Fasern bemerkte. Aus Sorge, der Nerv sei betroffen, brach der Zahnarzt den Eingriff ab und ließ diesen etwa zwei Stunden später von einem spezialisierten Chirurgen fort- setzen. Wie sich herausstellte, war der Hauptnerv fast durchtrennt. Die Pa- tientin beklagte hinterher Taubheits- gefühle in der linken Gesichtshälfte, am Unterkiefer und den Lippen, ver- bunden mit einem maskenartigen Äu- ßeren der linken Gesichtshälfte, immer wieder auftretende Bissverletzungen beim Kauen sowie Schmerzen mit Ne- benwirkungen, wie Verspannungen im Schulter-Nacken-Bereich, Kopfschmer- zen, Schüttelfrost, Übelkeit, Brechreiz, Schwindel, Schlafstörungen und Abge- spanntheit. Da der Zahnarzt trotz der zu erwarten- den Schwierigkeiten die Patientin nicht über die Möglichkeit aufgeklärt hatte, den Eingriff bei einem spezialisierten Chirurgen durchführen zu lassen, war dieser nicht von einer wirksamen Ein- willigung der Patientin gedeckt und damit rechtswidrig. Als Ausgleich für die Beschwerden der Patientin verur- teilte das Gericht den Zahnarzt zu einer Schmerzensgeldzahlung in Höhe von 10.000 Euro. Das Landgericht Dessau-Roßlau führte in seinen Entscheidungsgründen zu seinem Urteil vom 08.10.2013 (Az. 4 O 662/11) aus: „Allerdings liegt eine vorwerfbare Vertragsverletzung darin, dass der Beklagte, trotz der von ihm erkannten schwierigen Lage des Weisheitszahnes, die Klägerin nicht auf die Möglichkeit einer kieferchirurgischen Alternativbe- handlung hingewiesen hat. Zwar hat im Allgemeinen ein Arzt dem Patienten ungefragt nicht zu erläu- tern, welche Behandlungsmethoden theoretisch in Betracht kommen und was für oder gegen die eine oder an- dere dieser Methoden spricht, so lange 36 Oralchirurgie Journal 4 | 2017
RECHT er eine Therapie anwendet, die dem medizinischen Standard genügt. Die Behandlungsmethode ist primär Sache des Arztes. Die Wahrung des Selbstbe- stimmungsrechts des Patienten, dem stets die Entscheidung darüber zusteht, ob und in welchem Umfange er einen ihm angeratenen ärztlichen Heileingriff mit den damit verbundenen Chancen und Risiken für seinen Körper und seine Gesundheit zustimmen will, kann darüber hinaus freilich auch die Unter- richtung über alternativ zur Verfügung stehende Behandlungsmöglichkeiten erfordern. Stehen für eine medizinisch sinnvolle und indizierte Therapie meh- rere Behandlungsmethoden zur Verfü- gung, die zu jeweils unterschiedlichen Belastungen des Patienten führen oder unterschiedliche Risiken und Erfolgs- chancen bieten, muss der Patient – selbstverständlich nach sachverständi- ger und verständnisvoller Beratung des Arztes – selbst prüfen können, was er an Belastungen und Gefahren im Hin- blick auf möglicherweise unterschied- liche Erfolgschancen der verschiede- nen Behandlungsmethoden auf sich nehmen will. Ist eine Spezialbehand- lung angezeigt, die in der betreffen- den Praxis nicht durchgeführt werden kann, ist eine Weiterverweisung des Patien ten erforderlich; die Unterlassung wäre ein ärztlicher Behandlungsfehler. Nach den Ausführungen des Sachver- ständigen L. in seinem schriftlichen Gutachten vom 30. April 2013 treffe zwar zu, dass jeder Zahnarzt auch kieferchirurgisch tätig werden dürfe. Er dürfe allerdings lediglich die chirur- gische Maßnahme durchführen, die er beherrsche und sich und seinem Team zutraue. Grundsätzlich verfüge auch ein Zahnarzt über die zahnchirurgische Ausstattung. Jedoch liege gerade bei notwendigen operativen Eingriffen im Zusammenhang mit Weisheitszähnen die Schwierigkeit darin, dass das Rönt- genbild die tatsächlichen Verhältnisse wegen der Dicke und Kompaktheit des Unterkiefers nur eingeschränkt wiedergebe. Dies betreffe vor allem das Verhältnis der sehr unterschiedlich abgebogenen Wurzelspitzen zu dem wichtigen Unterkiefernerv. Diese ein- geschränkten Erkenntnismöglichkeiten könnten nur durch einen gesteigerten Erfahrungsschatz kompensiert werden, wie er grundsätzlich jedem Mund-, Kie- fer- und Gesichtschirurgen bzw. Oral- chirurgen per se zu bescheinigen sei. Dies bedeute nicht, dass praktizieren- den Zahnärzten derartige Fertigkeiten grundsätzlich abzusprechen seien. Sie müssten allerdings hinterfragt werden, wenn entsprechende Eingriffe – wie im vorliegenden Falle –, nicht plange- recht abliefen. Im vorliegenden Falle habe das Röntgenbild – so der Sach- verständige – dem kundigen Betrachter die leicht nachvollziehbare Erkenntnis aufgedrängt, dass bei der Behandlung der Klägerin wegen des sehr unge- wöhnlichen Verlaufes des Nervus man- dibularis besondere Schwierigkeiten zu erwarten seien. Auf der Grundlage dieser Bewertung des Gutachters, die nachvollziehbar und folgerichtig ist und der sich die Kammer anschließt, wäre die Aufklärung über die Möglichkeit der Überweisung in eine Spezialpraxis wegen der besonderen Erfahrung der Chirurgen bei der Durchführung ent- sprechender Eingriffe angezeigt gewe- sen. Einen derartigen Hinweis hat der Beklagte – was unstreitig ist –, unter- lassen. Durch den entsprechenden Hin- weis hätte das Risiko der schwierigen Behandlung minimiert werden können. Insoweit ist der Eingriff des Beklagten als rechtswidrig zu qualiﬁzieren.“ Hätte der Zahnarzt im Rahmen seiner Aufklärung auf die Möglichkeit der Überweisung zu einem Oralchirurgen oder MKG-Chirurgen hingewiesen, wäre die Einwilligung der Patientin wirksam gewesen und die Haftung jedenfalls nicht wegen einer unvollständigen Aufklärung eingetreten. t k a t n o K Dr. Susanna Zentai Justitiarin des BDO Kanzlei Dr. Zentai – Heckenbücker Rechtsanwälte Partnerschafts- gesellschaft mbB Hohenzollernring 37, 50672 Köln kanzlei@d-u-mr.de www.dental-und-medizinrecht.de ANZEIGE WERDEN SIE AUTOR für die OEMUS MEDIA AG Interdisziplinär und nah am Markt 21. Jahrgang | € 10,00 zzgl. MwSt. | ISSN 1435-6139 | PVSt. F 42816 Zeitschrift für Implantologie, Parodontologie und Prothetik 17. Jahrgang | € 10,00 zzgl. MwSt. | ISSN 1617-7843 | PVSt. F 54707 Zeitschrift des Berufsverbandes Deutscher Oralchirurgen IMPLANTOLOGIE Journal 11 2017 ORALCHIRURGIE Journal 4 2017 CME | DGZI Peer-reviewed Planung und Durchführung eines komplexen Falles – step-by-step Seite 6 DGZI intern 47. Internationaler Jahreskongress der DGZI in Berlin Seite 36 Markt | Produktinformationen Symbios® – das umfassende Portfolio für regenerative Lösungen Seite 58 Markt | Interview Implantologie braucht Innovationen Seite 64 Fachbeitrag Behandlung einer durch Periimplantitis stark resorbierten Maxilla Seite 6 Anwenderbericht Anwendung einer volumenstabilen Kollagenmatrix Seite 20 Events 30 Jahre Präparierkurse im Institut für Anatomie der Charité Seite 26 BDO | Events 34. Jahrestagung des BDO Seite 38 inkl. CME-Webinar CME-Artikel Werden Sie Teil unseres professionellen Netzwerkes und proﬁ tieren Sie von der hohen Reichweite unserer modernen Medien. www.oemus.com www.oemus.com www.oemus.com www.oemus.com Ihre Vorteile: • eigenes Autorenproﬁ l auf ZWP online • Belegexemplare • Sonderdrucke • Referententätigkeit* Kontaktieren Sie Georg Isbaner: g.isbaner@oemus-media.de Tel.: 0341 48474-123 * entsprechend des Anforderungsproﬁ ls O E M U S M E D I A A G Holbeinstraße 29 · 04229 Leipzig · Tel.: 0341 48474-0 · info@oemus-media.de
BDO | EVENTS © TTstudio/Shutterstock.com In der Zeit vom 17. bis 18. November 2017 lädt der Berufsverband Deutscher Oralchirurgen (BDO), gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie (DGMKG), zu seiner 34. Jahrestagung des BDO und der 10. Herbsttagung der DGMKG erneut nach Berlin ein. 34. Jahrestagung des BDO [Anmeldung/Programm] 34. Jahrestagung des BDO Dr. Dr. Wolfgang Jakobs Traditionell gilt diese Veranstal- tung als wichtiges Fortbildungsevent für Oral- und MKG-Chirurgen. Neben implantologischen Themen stehen vor allem oralchirurgische Fragestellungen im Fokus der Jahrestagung. Die Tagung wird in diesem Jahr in Kooperation von DGMKG, BDO, Deutsche Gesellschaft Prof. Dr. Dr. Jürgen Hoffmann 38 Oralchirurgie Journal 4 | 2017 für Kieferorthopädie e.V. (DGKFO) und Berufsverband der Deutschen Kieferor- thopäden (BDK) abgehalten. Der Kongress unter der wissenschaft- lichen Leitung von Prof. Dr. Dr. Jürgen Hoffmann/Heidelberg steht unter dem Hauptthema „MKG-Chirurgie, Kiefer- orthopädie, Oralchirurgie vernetzt“. Renommierte Referenten aus Kieferchi- rurgie, Kieferorthopädie und Oralchi- rurgie stellen Behandlungskonzepte, Techniken und Innovationen vor, die in der interdisziplinären Behandlung von Chirurgie und Kieferorthopädie bei Durchführung kieferorthopädischer Therapie bei Jugendlichen oder Er- wachsenen Bedeutung haben. Die Behandlungskonzepte, Techniken, Innovationen sollen insbesondere die Schnittstellen zwischen der Kieferor- thopädie und den chirurgischen Fä- chern der Zahn-, Mund- und Kieferheil- kunde beleuchten. Dies betrifft unter anderem die mit Zahnunterzahl und Zahnüberzahl häuﬁ g vergesellschafte- ten Probleme, die Dysgnathie-Chirur- gie, die kraniofaziale Chirurgie, die Im- plantatversorgung von Aplasien nach kieferorthopädischer Vorbehandlung und vieles mehr. Das attraktive wis- senschaftliche Programm wird durch Workshops und Seminare ergänzt. Das Zustandekommen einer solchen interdisziplinären Tagung ist Ausdruck des kollegialen und freundlichen Mit- einanders der beteiligten wissenschaft- lichen Gesellschaften und Berufsver- bände. Der gemeinsame Kongress soll daher auch ein Forum sein, um einen kollegialen Erfahrungsaustausch und Kontakte zwischen den Teilnehmern der unterschiedlichen Fachdisziplinen zu fördern. t k a t n o K BDO – Berufsverband Deutscher Oralchirurgen e.V. Bahnhofstraße 54 54662 Speicher www.bdo-jahrestagung.de
34. JAHRESTAGUNG DES BDO 10. JAHRESTAGUNG DER DGMKG IN KOOPERATION VON BDO, BDK, DGKFO UND DGMKG ONLINE-ANMELDUNG/ KONGRESSPROGRAMM 17. und 18. November 2017 Berlin – Maritim Hotel www.gemeinschaftstagung.com E16 F O R T T K N U MKG-Chirurgie, Kieferorthopädie, Oralchirurgie vernetzt: Behandlungskonzepte, Techniken, Innovationen B ILDUN G S P 34. Jahrestagung des BDO 10. Herbsttagung der DGMKG In Kooperation von BDO, BDK, DGKFO und DGMKG 17. | 18. November 2017 Maritim Hotel Berlin Wissenschaftliche Leitung: Univ.-Prof. Dr. Dr. Jürgen Hoffmann/Heidelberg m o c . k c o t s r e t t u h S / k c o t s a d a n a c © Thema: MKG-Chirurgie, Kieferorthopädie, Oralchirurgie vernetzt: Behandlungskonzepte, Techniken, Innovationen Wissenschaftliche Leitung: Univ.-Prof. Dr. Dr. Jürgen Hoffmann/Heidelberg Veranstalter: BDO – Berufsverband Deutscher Oralchirurgen e.V. Bahnhofstraße 54 | 64662 Speicher Tel.: 06562 9682-0 | Fax: 06562 9682-50 Bdo-mgv@oralchirurgie.org | www.oralchirurgie.org in Kooperation mit: BDK – Berufsverband der Deutschen Kieferorthopäden DGKFO – Deutsche Gesellschaft für Kieferorthopädie e.V. DGMKG – Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichts chirurgie e.V. Organisation/Anmeldung: OEMUS MEDIA AG Holbeinstraße 29 | 04229 Leipzig Tel.: 0341 48474-308 | Fax: 0341 48474-290 event@oemus-media.de | www.oemus.com Faxantwort an 0341 48474-290 (cid:70)(cid:3)(cid:3)Bitte senden Sie mir das Programm zur 34. JAHRESTAGUNG DES BDO/ Stempel 10. JAHRESTAGUNG DER DGMKG zu. Titel, Name, Vorname E-Mail-Adresse (Für die digitale Zusendung des Programms.) 7 1 / 4 J O O EM U S M E D I A AG Holbeinstraße 29 · 04229 Leipzig · Tel.: 0341 48474-308 · event@oemus-media.de
BDO | EVENTS In den letzten Jahren ist es zunehmend schwieriger geworden, motiviertes und gut geschultes Assistenzpersonal für Praxen zu bekommen. Gerade in zahnärztlichen Praxen mit chirurgi- schem oder implantologischem Schwerpunkt, wie in unseren oral chirurgischen Fachpraxen, besteht zudem ein wachsender Bedarf an qualiﬁ ziertem Fachpersonal, um den steigenden An- forderungen durch immer weiter wuchernde Vorschriften und neue Standards und nicht zuletzt dem wachsenden Informations- bedürfnis der Patienten gerecht zu werden. Save the Date: 23.–27. April 2018 Kurs „Oralchirurgisch- Implantologische Fachassistenz“ Dr. Joachim Schmidt, Dr. Markus Blume Mit dem Aufbaukurs „Oralchirur- gisch-Implantologische Fachassistenz“ für Mitarbeiterinnen bietet der BDO eine Fortbildungsveranstaltung vom 23. bis 27. April 2018 in Köln an. Dieser Kurs wird bereits seit 2014 mit großem Erfolg und viel Begeiste- rung bei Teilnehmern und Referenten durchgeführt. An insgesamt fünf Kurs- tagen, komprimiert in einer Woche, werden Theorie und Praxis zu den Themen zahnärztlich-chirurgische und implantologische Eingriffe; Instru- mentenkunde, Lagerverwaltung und Logistik; Umsetzung von MPG-Richt- linien zur Hygiene und Sterilisation; Nahttechniken und Nahtentfernung, Tamponadeherstellung und -wechsel; Anästhesie und Notfallmedizin; Her- stellen von Implantatpositionern; Vor- bereitung von sterilen OP-Feldern; Ein- und Ausschrauben von Implantatsupra- konstruktionen; Röntgen; Patienten- motivation und Organisation eines Recalls etc. fundiert vermittelt. Dieser Kurs wird analog nach dem Be- rufsbildungsgesetz durchgeführt und befähigt die Teilnehmerinnen, bei er- folgreicher Absolvierung einige Tätig- keiten wie Nahtentfernung, Tampo- nadewechsel, Ein- und Ausschrauben von Implantatsuprakonstruktionen oder Herstellung von Implantatpositionern selbstständig nach Beauftragung durch den Praxisinhaber durchzuführen. Wir möchten Sie und Ihre Mitarbeite- rinnen einladen, an diesem Aufbaukurs teilzunehmen und damit die Prozesse in der Praxis zu verbessern. Ihre Mitarbeite- rinnen erhalten eine Zusatzqualiﬁ kation mit deutlichen Alleinstellungsmerkma- len. Wir freuen uns, den Kurs in Zusam- menarbeit mit der Universität Witten/ Herdecke durchführen zu können, die zusammen mit dem BDO diesen Kurs für Ihre Mitarbeiterinnen zertiﬁ ziert. „Die Kursgebühr lässt sich in der Regel durch sogenannte ‚Bildungsprämien‘ erheblich reduzieren!“ Die Kursgebühr beträgt 600 € zzgl. MwSt. Hinzu kommt ein Kostenbeitrag in Höhe von 172,27 € zzgl. MwSt. für die Verpﬂ egung während der Kurszei- ten. Für den Kurs können sogenannte Bildungsprämien eingereicht werden. Dadurch können die Kosten für den Kurs zu einem großen Anteil vom Bun- desland übernommen werden. Nähere Informationen hierzu ﬁ nden Sie unter www.bildungspraemie.info. Die Anmel- dung erfolgt über den ZMMZ Verlag. t k a t n o K ZMMZ Verlag UG (haftungsbeschränkt) Neue Weyerstraße 5 50676 Köln Tel.: 0221 99205-240 info@zmmz.de 40 Oralchirurgie Journal 4 | 2017
V. NOSE, SINUS & IMPLANTS HUMANPRÄPARATE-KURSE ONLINE-ANMELDUNG/ KONGRESSPROGRAMM 20. und 21. April 2018 Berlin – Charité, Institut für Anatomie E18 T K N U F O R T B ILDUN G S P V. NOSE, SINUS & IMPLANTS Humanpräparate-Kurse 30JAHRE Präparationskurse Charité – Institut für Anatomie/Sternsaal IMPLANTOLOGIE HNO ÄSTHETISCHE CHIRURGIE www.noseandsinus.info Themen: HNO Rhinoplasty – all approaches – all techniques Die Kontroverse über Zugänge und Techniken bei der Rhinoplastik wurde in den letzten Jahren intensiv geführt. Leider haben sich dabei Schulen gebildet, die entweder nur die offene oder geschlossene Technik vertre- ten. Wichtiger ist es aber im individuellen Fall, den besten Zugang mit der geeigneten Technik auszuwählen. Dabei ist es einerseits entscheidend, welche Naht- und graft-Techniken über welchen Zugang technisch mög- lich sind, und andererseits, über welches Repertoire der Operateur über- haupt verfügt. Welche Rolle spielen Endoskope bei Rhinoplastik heute? Der Kurs bietet dazu ein aktuelles Update aller Zugänge und technischen Möglichkeiten, die anschließend im Hands-on-Training geübt werden. ÄSTHETISCHE CHIRURGIE Das zahnärztliche Programm (Implantologie) ﬁndet ausschließlich am Freitag und das HNO-Programm ausschließlich am Samstag statt. Das Programm Ästhetische Chirurgie ﬁndet sowohl am Freitag als auch am Samstag statt. MKG-Chirurgen und am Thema Interessierte haben die Möglichkeit, beide Kurstage komplett zu nutzen. Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Hans Behrbohm Dr. Theodor Thiele, M.Sc., M.Sc. Teilnehmergebühren: Kursgebühr (ein Tag) 750,– € zzgl. MwSt. Kursgebühr (beide Tage) 1.350,– € zzgl. MwSt. Inkl. Imbissverpﬂegung während der Veranstaltung Faxantwort an 0341 48474-290 (cid:70)(cid:3)Bitte senden Sie mir das Programm zum V. Nose, Sinus & Implants 2018 zu. Stempel Titel, Name, Vorname E-Mail-Adresse (Für die digitale Zusendung des Programms.) 7 1 / 4 J O O EM U S M E D I A AG O EM U S M E D I A AG Holbeinstraße 29 · 04229 Leipzig · Tel.: 0341 48474-308 · event@oemus-media.de
BDO | EVENTS Fortbildungsveranstaltungen des BDO 2017 10.–12. 11. 2017 Fortbildungsveranstaltung des Curriculums Implantologie Ort: Soﬁtel Hamburg Alter Wall, Hamburg Referenten: Dr. Arndt Happe, Dr. Peter Randelzhofer, Priv.-Doz. Dr. Michael Stimmelmayr, Dr. Christian Hammächer, Prof. Dr. Matthias Kern Anmeldung: contact@bb-mc.com, www.bb-mc.com 10.–12. 11. 2017 Fortbildungsveranstaltung Curriculum operative und ästhetische Parodontologie Ort: Soﬁtel Hamburg Alter Wall, Hamburg Referenten: Dr. José Gonzales, Priv.-Doz. Dr. Michael Stimmelmayr, Prof. Dr. Dr. Adrian Kasaj, Prof. Dr. Jamal Stein, Priv.-Doz. Dr. Sven Rinke Anmeldung: contact@bb-mc.com, www.bb-mc.com 16. 11. 2017 DVT-Kurs (Erwerb und Aktualisierung Fachkunde im Strahlenschutz – DVT) Ort: Hotel Berlin, Lützowplatz 17, 10785 Berlin Referenten: Prof. Dr. Dr. Stefan Haßfeld, Prof. Uwe Rother Informationen: www.oralchirurgie.org 17./18. 11. 2017 34. Jahrestagung des BDO/ 10. Herbsttagung der DGMKG in Kooperation von BDO, BDK, DGKFO und DGMKG Ort: Maritim Hotel Berlin, Berlin Referenten: Dr. Dr. Angelo Trödhan, Prof. Dr. Dr. Knut A. Grötz, Prof. Dr. Fouad Khoury, Prof. Dr. Dr. Ralf Smeets, Dr. Jochen Tunkel, Prof. Dr. Dr. Bilal Al-Nawas Anmeldung: event@oemus-media.de, www.oemus.com 24./25. 11. 2017 Workshop „Conscious Sedation for Oral Surgery“ Ort: Privatklinik für zahnärztliche Implantologie und ästhetische Zahnheilkunde – IZI, Bahnhofstraße 54, 54662 Speicher Referent: Dr. Dr. Wolfgang Jakobs Informationen: IZI-GmbH.Speicher@t-online.de 07./08. 12. 2017 Augmentative Verfahren in der Implantologie III Ort: Privatzahnklinik Schloss Schellenstein, Am Schellenstein 1, 59939 Olsberg Referenten: Prof. Dr. Fouad Khoury und Mitarbeiter Anmeldung: course@implantologieklinik.de 08./09. 12. 2017 11. Implantologie für den Praktiker 9. Gutachtertagung – Fehler bei der Begutachtung Ort: Hilton Munich City Hotel, München Referenten: Dr. Dr. Wolfgang Jakobs, Dr. Dr. Martin Bonsmann, Dr. Dr. Hans-Peter Ulrich Anmeldung: www.dgmkg.de Bitte beachten Sie auch die chirurgischen Fortbildungen der DGMKG. 42 Oralchirurgie Journal 4 | 2017
Adressenverzeichnis Berufsverband Deutscher Oralchirurgen (BDO) Sekretärin Mitgliederverwaltung Dr. Christoph Kleinsteuber Dr. Ulrich Goos Dr. Mathias Sommer Pressereferent 1. Vorsitzender 2. Vorsitzender Schriftführerin Schatzmeister Beisitzer Dr. Manuel Troßbach Dr. Christoph Urban Dr. Harald Frey Dr. med. dent. Alexander Hoyer Dr. med. dent. Joel Nettey-Marbell Dr. Ingmar Nick Dr. Kay Gloystein Dr. Torsten S. Conrad Patrick Goedicke Dr. Wolfgang Seifert Sekretariat/Mitgliederverwaltung Ingrid Marx Susanne Müller Vorstand Dr. Dr. Wolfgang Jakobs Dr. Martin Ullner Dr. Maria-Theresia Peters Dr. Dr. Norbert Mrochen Dr. Joachim Schmidt Erweiterter Vorstand und Landesvorsitzende Baden-Württemberg Bayern Berlin Brandenburg Hamburg Hessen Niedersachsen/Bremen Rheinland-Pfalz Saarland Mitteldeutschland Schleswig-Holstein/ Mecklenburg-Vorpommern Westfalen-Lippe Nordrhein Referate – Arbeitskreis – Arbeitsgemeinschaften – Delegierte Sprecher der Hochschullehrer Prof. Dr. Fouad Khoury Pressereferat Dr. Markus Blume Referat für Fortbildung Dr. Martin Ullner Dr. Mathias Sommer Dr. Markus Blume Referat für Abrechnung Dr. Dr. Wolfgang Jakobs Dr. Joachim Schmidt Dr. Markus Blume Referat für die zahnärztliche Behandlung von Menschen mit Behinderungen Dr. Volker Holthaus Arbeitsgemeinschaft für zahnärztliche Anästhesiologie im BDO Dr. Dr. Wolfgang Jakobs Arbeitsgemeinschaft für chirurgische Parodontologie im BDO Dr. Jochen Tunkel Dr. Maria-Theresia Peters Delegierte E.F.O.S.S. (European Federation of Oral Surgery Societies) Dr. Maria-Theresia Peters Vertreter der Bundeswehr Dr. Michael Makosch Chefredaktion Oralchirurgie Journal Prof. Dr. Torsten W. Remmerbach 1. Vorsitzender Beisitzer Fortbildungsreferent Fortbildungsreferent Fortbildungsreferent Fortbildungsreferent 1. Vorsitzender 1. Vorsitzender 1. Vorsitzender 2. Vorsitzender Oberstarzt, Bundeswehrkrankenhaus Berlin Bahnhofstraße 54 54662 Speicher Hauptstraße 126 56598 Rheinbrohl Bahnhofstraße 54 54662 Speicher Burgeffstraße 7a 65239 Hochheim Hobsweg 14 53125 Bonn Kerststraße 21 67655 Kaiserslautern Kirchenstraße 7 59929 Brilon Tel.: 06562 9682-15 Fax: 06562 9682-50 Tel.: 02635 92596 07 Fax: 02635 9259609 IZI-GmbH.Speicher@t-online.de www.oralchirurgie.org BDO-MGV@t-online.de www.oralchirurgie.org Tel.: 06562 9682-0 Fax: 06562 9682-50 Tel.: 06146 601120 Fax: 06146 601140 Tel.: 0228 9087669 Fax: 0228 9087673 Tel.: 0631 66655 Fax: 0631 3605063 Tel.: 02961 8083 Fax: 02961 2334 IZI-GmbH.Speicher@t-online.de www.izi-gmbh.de info@praxis-ullner.de maria-theresia-peters@t-online.de norbert.mrochen@t-online.de schmidt.oralchirurg@t-online.de Moltkestraße 12, 74072 Heilbronn Abensberger Straße 50, 84048 Mainburg Tempelhofer Damm 129, 12099 Berlin Dallgower Straße 10–14, 14612 Falkensee Schloßstraße 44, 22041 Hamburg Dorotheenstraße 8, 61348 Bad Homburg Scheunebergstraße 34, 27749 Delmenhorst Heinrichstraße 10, 55411 Bingen Keplerstraße 55, 66540 Neunkirchen Bismarckstraße 2, 08258 Markneukirchen Tel.: 07131 64224-0 Tel.: 08751 5501 Tel.: 030 75705950 Tel.: 03322 279910 Tel.: 040 6829000 Tel.: 06172 189935 Tel.: 04221 18750 Tel.: 06721 991070 Tel.: 06821 953535 Tel.: 037422 47803 manuel.trossbach@gmx.de urban.mainburg@t-online.de freydr@live.de praxis@praxis-hoyer.de info@dental-werk.de dr.i.nick@gmx.de gloystein.za@t-online.de Torsten.Conrad@dr-conrad.de en-go@t-online.de Dr.Seifert-Praxis@online.de Von-Parkentin-Straße 53, 23919 Berkenthin Westernstraße 2, 33098 Paderborn WDR-Arkaden, Elstergasse 3, 50667 Köln Tel.: 04544 8908369 Tel.: 05251 282398 Tel.: 0221 2584966 dr.kleinsteuber@web.de mail@implantat.cc info@praxis-wdr-arkaden.de Am Schellenstein 1 59939 Olsberg Uhlstraße 19–23 50321 Brühl Burgeffstraße 7a 65239 Hochheim WDR-Arkaden, Elstergasse 3 50667 Köln Uhlstraße 19–23 50321 Brühl Bahnhofstraße 54 54662 Speicher Kirchenstraße 7 59929 Brilon Uhlstraße 19–23 50321 Brühl Kurhausstraße 5 23795 Bad Segeberg Bahnhofstraße 54 54662 Speicher Königstraße 19 32545 Bad Oeynhausen Hobsweg 14 53125 Bonn Hobsweg 14 53125 Bonn Holbeinstraße 29 04229 Leipzig Tel.: 02962 971914 Fax: 02962 971922 Tel.: 02232 943486 Fax: 02232 943487 Tel.: 06146 601120 Fax: 06146 601140 Tel.: 0221 2584966 Fax: 0221 2584967 Tel.: 02232 943486 Fax: 02232 943487 Tel.: 06562 9682-0 Fax: 06562 9682-50 Tel.: 02961 8083 Fax: 02961 2334 Tel.: 02232 943486 Fax: 02232 943487 Tel.: 04551 91288 Fax: 04551 2761 prof.khoury@t-online.de zamblume@aol.com info@praxis-ullner.de praxis@docsommer.de zamblume@aol.com IZI-GmbH.Speicher@t-online.de www.izi-gmbh.de schmidt.oralchirurg@t-online.de zamblume@aol.com volker@familieholthaus.de Tel.: 06562 9682-0 Fax: 06562 9682-50 IZI-GmbH.Speicher@t-online.de www.izi-gmbh.de Tel.: 05731 28822 Fax: 05731 260898 Tel.: 0228 9087669 Fax: 0228 9087673 Tel.: 0228 9087669 Fax: 0228 9087673 mail@dr-tunkel.de maria-theresia-peters@t-online.de maria-theresia-peters@t-online.de Tel.: 030 2841-1420 Michael1Makosch@bundeswehr.org Tel.: 0341 2237384 oralchirurgie-journal@ remmerbach.net
TIPP | ABRECHNUNG © pecaphoto77/Shutterstock.com Über „Digitale Patientenaufklärung“ aufgeklärt? Gabi Schäfer Die sogenannte „Digitale Patienten- aufklärung“ kommt in Mode – denn immer mehr Praxen interessieren sich für einen einfachen Weg, ihrer gesetzli- chen Verpﬂichtung zur Aufklärung ihrer Patienten über geplante Behandlungen nachzukommen. Das aktuelle Angebot von digitalen Patientenaufklärungslö- sungen ist vielfältig und verwirrend. Da wird geworben mit „3-D-Animationen – die neue Form der Patientenaufklä- rung“, dem „efﬁzienten medienbruch- freien Workﬂow“ oder der „einzigen rechtssicher zertiﬁzierten digitalen Un- terschrift“ auf einem Tablet-Rechner. Bleiben wir zunächst beim Thema „di- gitale Unterschrift“ und der Rechts- sicherheit. Werden in einem Gesetz keine bestimmten Formerfordernisse aufgestellt, so gilt im Umkehrschluss zu § 125 Satz 1 BGB der Grundsatz der Formfreiheit. Die Patientenaufklärung ist im § 630e BGB geregelt. Dort wird im Absatz 2, Satz 1 nur auf ergänzende Unterlagen Bezug genommen, die der Patient in „Textform“ erhält. Die „Textform“ ist im § 126b BGB geregelt und erfordert eine lesbare Erklärung, in der die Person des Erklärenden genannt ist und die auf ei- nem dauerhaften Daten träger abgege- ben wird – weiter wird nichts ver langt. Für die Rechtssicherheit genügt also eine Nachbildung der Unterschrift in einem vor Veränderung geschützten PDF-Dokument, welches der Patient zum Beispiel per E-Mail übermittelt be- kommt. Und natürlich han delt es sich bei einer solchen Unterschrift nicht um eine qualiﬁzierte elektronische Signatur im Sinne des Signaturgesetzes – aber eine solche Signatur ist, wie bereits ausgeführt, im Zusammenhang mit der Patientenaufklärung auch gar nicht notwendig. Dies folgt auch aus § 1 (2) des Signaturgesetzes, der besagt, dass elektronische Signaturen nach dem Signaturgesetz nur dann verpﬂich tend sind, wenn ein Gesetz dies vorschreibt. Damit sind werbliche Aussagen wie „nur unsere elektronische Signatur ist rechts sicher“ als Versuch der Verbrau- chertäuschung entlarvt. Aber welche Punkte muss denn eine Patientenaufklärung enthalten und nach welchen Kriterien sollte man Angebote zur „Digitalen Patientenauf- klärung“ beurteilen? Im § 630e (1) BGB heißt es dazu: „… Dazu gehören in der Regel insbe- sondere Art, Umfang, Durchführung, zu erwartende Folgen und Risiken der Maßnahme sowie ihre Notwendigkeit, Dringlichkeit, Eignung und Erfolgsaus- sichten im Hinblick auf die Diagnose oder die Therapie. Bei der Auf klärung ist auch auf Alternativen zur Maß- nahme hinzuweisen, wenn mehrere medizinisch gleichermaßen indizierte und übliche Methoden zu wesentlich unterschiedlichen Belastungen, Risiken oder Hei l ungschancen führen können.“ 44 Oralchirurgie Journal 4 | 2017
Ordnet man die im Gesetz geforderten Punkte schematisch, so ergibt sich für eine diesen Anforderungen genügende Patientenaufklärung die folgende Gliederung: A) Diagnose und Behandlungsplan B) Übliche Vorgehensweise C) Die wichtigsten Risiken der Behandlung D) Wichtige Regeln zur Sicherung des Heilerfolgs E) Hauptsächliche Risiken der Nichtbehandlung F) Grundsätzliche Behandlungs alternativen Wo ordnet sich nun die viel beworbene „innovative 3-D-Animation“ in dieses Schema ein? Doch ausschließlich unter Punkt B – „Übliche Vorgehensweise“ – und was ist mit all den anderen Punkten wie Risikoaufklärung, Siche- rungsaufklärung und Behandlungsalternativen? Hangelt man sich da nicht wieder seitenweise durch Formu- lare mit kleinen Ankreuzkästchen, die man jetzt statt auf Papier nun auf einem Tablet-Rechner per spitzem Spezial- stift antippt? Ein Bogen für die Anästhesie, ein Bogen für die Krone, ein Bogen für die Brücke – genau wie dazumal? Und was ist mit der Aufklärung über die wirtschaftlichen Aspekte der geplanten Behandlung? Der § 630c BGB führt im Absatz 3 dazu aus: „Weiß der Behandelnde, dass eine vollständige Übernahme der Behandlungskosten durch einen Dritten nicht gesichert ist, oder ergeben sich nach den Umständen hierfür hinrei- chende Anhaltspunkte, muss er den Patienten vor Beginn der Behandlung über die voraussichtlichen Kosten der Be- handlung in Textform informieren.“ Wie wird dieser Punkt nun behandelt? Etwa durch Ermitt- lung der Kosten durch das Pra xisverwaltungsprogramm nach Fax-Anfor derung eines Laborkostenvoranschlags vom Fremdlabor? Wo bleibt denn da der in der Werbung vollmun- dig angepriesene „efﬁziente medienbruchfreie Workﬂow“? Wer also mit dem Gedanken spielt, die „Digitale Patienten- aufklärung“ in seiner Praxis einzusetzen, sollte die Efﬁzienz der ange botenen Lösungen an konkreten Patienten fällen in der Praxis genau prüfen. Gerne stelle ich Ihnen meine digitale Lösung zur digitalen Patientenaufklärung in einer circa 30-minütigen Online- Schulung vor. Eine kostenlose Probeinstallation bestellen Sie unter www.synadoc.ch Gabi Schäfer [Infos zur Autorin] t k a t n o K Synadoc AG Gabi Schäfer Münsterberg 11 4051 Basel, Schweiz Tel.: +41 61 2044722 kontakt@synadoc.ch www.synadoc.ch I E G E Z N A SPEZIALISTEN- NEWSLETTER Fachwissen auf den Punkt gebracht. www.zwp-online.info JETZT NEWSLETTER ABONNIEREN! Das führende Newsportal der Dentalbranche  Fachartikel  News  Veranstaltungen  Produkte  Unternehmen  E-Paper  CME-Fortbildungen  Videos und Bilder Holbeinstraße 29 · 04229 Leipzig · Tel.: 0341 48474-0 · info@oemus-media.de O EM U S M E D I A AG
NEWS Mini-Ratgeber Für Kunstkenner: Edition „Piet“ m o c . k c o t s r e t t u h S / g n i c n a d y p p a h © : d l i b d n u r g r e t n H i Auffällig sollen sie sein und sich bewusst abheben vom Corporate Design der Praxis. Als Blickfang der dennoch zur Praxisphiloso- phie passt. Eine nicht nur für Kunstinteressierte sehr auffällige Ausgabe der neuen Mini-Ratgeber-Reihe ist die Edition „Piet“. Inspiriert vom niederländischen Maler der klassischen Moderne Piet Mondrian präsentiert sich diese Broschüre konsequent geradlinig, und zwar nicht nur beim Umschlagdesign, sondern auch im Innenteil. Zahnärztinnen und Zahnärzten bieten die 24-seitigen Ratgeber in eigenständigen Designs eine günstige Möglichkeit, ihre Patienten über das eigene Leistungsspektrum zu informieren. Das Format sowie das auffällige Design animieren dazu, die Broschüre mitzu- nehmen und darüber zu reden. Aktuell gibt es den Mini-Ratgeber zur modernen Zahnmedizin in neun unterschiedlichen Designs als Standard- oder indivi- dualisierbare Premiumausgabe. Hierbei können nicht nur Logo und die wichtigsten Praxisdaten in der Broschüre integriert, sondern auch die Inhalte an das Leistungsspektrum der Praxis angepasst werden. Erhältlich ab sofort beim nexilis verlag unter www.nexilis-verlag.com/mini-ratgeber Quelle: nexilis verlag Periimplantitis Schnelltest: Kaugummi erkennt Entzündung Mit einem Kaugummi frühzeitig eine Entzündung im Mund erkennen: Ein Forschungsteam der Universität Würzburg präsentiert diese Neuerung in der Zeitschrift Nature Communications. Bei sechs bis fünfzehn Prozent der Pa- tienten entsteht in den Jahren nach dem Setzen des Implantats eine Entzündung. Verursacht wird sie von Bakterien. Künftig können Patienten mit Zahnimplan- taten schnell und kostengünstig feststellen, ob sich in ihrem Mund eine solche Ent- zündung anbahnt: mit einem Kaugummi- Schnelltest. Praktisch funktioniert das so: Liegt im Mundraum eine Entzündung vor, wird 46 Oralchirurgie Journal 4 | 2017 sollte helfen, schwerwiegende Kom- plikationen wie Knochenschwund zu verhindern. Die wissenschaftliche Grundlage: Bei Entzündungen werden im Mund speziﬁsche proteinabbauende Enzyme aktiviert. Innerhalb von nur fünf Minuten zerschneiden sie auch einen speziellen Inhaltsstoff des Kaugummis. Dadurch wird ein Bitterstoff frei, der vorher nicht zu schmecken war. Erste Studien mit dem Speichel von Pa- tien ten wurden an der Zahnklinik Merli in Rimini durchgeführt. Quelle: ZWP online © oksana2010/ Shutterstock.com beim Kauen des Kaugummis ein bitterer Geschmacksstoff freigesetzt. Der Patient geht dann zu seinem Zahnarzt, der die Diagnose bestätigt und die Entzündung behandelt. Diese Art von Früherkennung
HPV auf dem Vormarsch Mund- und Rachenkrebs durch Oralsex Humane Papillomaviren sind nicht nur Aus- löser von Gebärmutterhalskrebs. Sie sind auch eine mögliche Ursache für Karzinome im Mund- und Rachenraum. Nicht zuletzt durch die Krebserkrankung des bekannten Schauspielers Michael Douglas erlangte die Erkrankung eine hohe mediale Auf- merksamkeit. Im Zuge eines Interviews berichtete er damals u. a. über die möglichen Auslöser. Er gab zu, dass dies durchaus auf Oralsex zurückzuführen sei. Nun warnen Mediziner vor einer regel- rechten HPV-Epidemie in den nächsten Jahren. Erneut im Brennpunkt der Dis- kussion: oraler Verkehr. Das unter ande- rem durch Oralsex übertragene humane NEWS Papillomavirus sei ein hoher Risikofaktor für Mund- bzw. Rachenkrebs. Medizi- ner verzeichnen seit einigen Jahren eine besorgniserregende Zunahme der Neu- erkrankungen. Als Ursache vermuten die Mediziner das Wechseln der Sexualpart- ner bzw. Sexpraktiken. Laut Studien gibt es einen engen Zusammenhang zwischen der Anzahl der Sexualpartner und dem Ri- siko für Krebs im Mund- und Rachenraum, berichtet science.orf.at Früher sei diese Erkrankung eher bei Pa- tienten im Alter 50 plus diagnostiziert wor- den. Heute sind die betroffenen Patienten bis zu zehn Jahre jünger, Nichtraucher und darüber hinaus nahezu Nichtalkoholiker. © Kateryna Kon/Shutterstock.com Quelle: ZWP online § 22a SGB V Zerstörerischer Rausch Neue GKV-Leistungen für Pﬂegebedürftige Auswirkungen harter Drogen auf Zähne Pﬂegebedürftige und Menschen mit Behinderungen haben künftig einen verbindlichen Rechtsanspruch auf zusätzliche zahnärztliche Vorsorgemaßnahmen im Rahmen der gesetzlichen Krankenversiche- rung (GKV). Das hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) – das wichtigste GKV-Beschlussgremium in Berlin – entschieden. Die Ini- tiative hierzu ging von der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) aus, die als stimmberechtigte Trägerorganisation im G-BA ei- nen eigenen Richtlinienentwurf in die Beratungen eingebracht hatte. Verabschiedet wurde die Erstfassung der Richtlinie über Maßnahmen zur Verhütung von Zahnerkrankungen bei Pﬂegebedürftigen und Men- schen mit Behinderungen nach § 22a SGB V. Diese soll nach Prüfung durch das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) und Veröffentli- chung im Bundesanzeiger zum 1. Juli 2018 in Kraft treten. Mit den neuen Leistungen haben Betroffene erstmals Anspruch auf zusätzliche präventive Betreuung durch Zahnärztinnen und Zahn- ärzte. Diese umfasst insbesondere die Erhebung des Mundgesund- heitsstatus, die Erstellung eines Planes zur individuellen Mund- und Prothesenpﬂege, die Aufklärung über die Bedeutung der Mund- hygiene und über Maßnahmen zu deren Erhalt sowie die Entfernung harter Zahnbeläge. Pﬂege- oder Unterstützungspersonen sollen zu- dem in die Aufklärung und die Erstellung des Pﬂegeplans einbezogen werden. Weitere Details der Regelung können im Richtlinienbeschluss unter www.g-ba.de eingesehen werden. Quelle: ZWP online Dass zucker- und säurehaltige Lebensmittel schlecht für die Zähne sind, ist heutzutage allgemein bekannt. Aber nur wenige wissen, wie zerstörerisch sich der Konsum illegaler Drogen wie Kokain, Crystal Meth, Heroin und selbst Cannabis auf die Mundgesund- heit auswirken kann. Das liegt zum einen an der chemischen Wir- kung von Drogen wie Crystal, die den Zahnschmelz angreifen. Zum anderen bestimmen Drogen mit zunehmender Abhängigkeit den Alltag der Betroffenen, woraufhin diese ihre Mundhygiene häuﬁg vernachlässigen. So können unter anderem Karies und Parodontitis entstehen oder sich weiter verstärken. Wie die Mundgesundheit innerhalb kürzester Zeit durch Drogen zerstört werden kann, ist Thema der neuesten Ausgabe der Patien- tenzeitschrift „ZahnRat“. Weitere Informationen gibt es unter www.zahnrat.de oder auf Facebook unter www.facebook.com/zahnrat.de Quelle: Landeszahnärztekammer Sachsen m o c . k c o t s r e t t u h S / a i d e M r e l s e a K © Oralchirurgie Journal 4 | 2017 47
NEWS Bakteriophagen Wissenschaftler gründen Netzwerk Sie gelten als mögliche Alternative zu Antibiotika: Bakteriophagen genannte Viren, die in Bakterien eindringen und die Erreger abtö- ten. In Deutschland wurde die Forschung zu den Bakterienkillern lange vernachlässigt. Ein neues bundesweites Netzwerk soll dies ändern: Das beschlossen Wissenschaftler und Vertreter von Pharmaunternehmen aus ganz Deutschland im Rahmen einer internationalen Konferenz zur Bakteriophagenforschung an der Universität Hohenheim in Stuttgart. Über 100 Teilnehmer des 1. Deutschen Bakteriophagen- Sympo siums beschlossen die Gründung des neuen Forums. Kontaktstelle für das neue Forum ist das Forschungszentrum für Gesundheits wissenschaften (FZG) der Universität Hohen- heim. Inhalte und Aufgaben sollen u. a. sein: Verschiedene Disziplinen in Natur- und Umweltwissenschaften, Gesundheits- wesen, Medizin, Pharmazie, Landwirtschaft, Ernährungs- und Wirtschaftswissenschaften vernetzen, deutsche Phagenforschung in bereits bestehende internationale Netzwerke einbinden und produktive Partner schaften fördern. Quelle: Universität Hohenheim Wissenschaft Zahnlos im Alter – das war einmal m o k.c c © nobeastsoﬁ erce/Shuttersto Der Anteil der Senioren, die noch mit ihren eigenen Zähnen im Kiefer kauen, nimmt in Deutschland seit Jahren zu. Statistisch besitzen 65- bis 74-Jährige noch 18 eigene © kurhan/Shutterstock.com 48 Oralchirurgie Journal 4 | 2017 Zähne, sagt die Fünfte Deutsche Mund- gesundheitsstudie (DMS V). Die Kehrseite dieser Entwicklung: Alte Menschen sind an- fälliger für Parodontitis, eine durch Bakterien verursachte Entzündung von Zahnﬂ eisch, Zahnbett und Kiefer, die den Kieferkno- chen porös macht und bei Nicht- behandlung zum Zahnverlust führt. Sechs von zehn Senioren sind laut DMS V betroffen, bei jedem Fünften der über 65-Jährigen verläuft die Er- krankung schwer. Eine Heraus- forderung für die Alterszahn- medizin in Diagnostik, Therapie und Forschung, zumal die Parodontitis auch Auswirkun- gen auf die Allgemeingesund- heit haben kann. Am Universitätsklinikum Jena stellt sich die Zahnärztin Dr. Ulrike Schulze-Späte der Heraus- forderung Parodontitis. Seit dem vergangenen Jahr leitet die Ober- ärztin an der Poliklinik für Konser- vierende Zahnheilkunde und Parodontologie die dortige Sektion für Alterszahnmedizin, wo vor allem Patienten mit schweren Krank- heitsverläufen behandelt werden. Sie forscht hier zu Faktoren, die den Abbau des Kiefer- knochens begünstigen. In ihrem auf drei Jahre angelegten For- schungsprojekt geht es konkret um den Einﬂ uss von Übergewicht und Fettleibigkeit auf den Knochenstoffwechsel. Übermäßig gespeicherte gesättigte Fettsäuren wie bei Adipositas stehen im Verdacht, die Wider- standskraft des Knochens zu schwächen und so den Kieferknochenabbau bei Zahn- ﬂ eischentzündungen zu fördern. Die junge Zahnärztin, die bereits einige Jahre an der Columbia-University in New York klinisch tätig war und zu Knochenstoffwechsel und Parodontalerkrankungen geforscht hat, proﬁ tiert in Jena von einem neu aufgelegten Programm, mit dem die Medizinische Fakul- tät die wissenschaftliche Karriere von Frauen am UKJ nach deren Promotion fördert. Quelle: ZWP online
Preisverleihung Syrer bester ausländischer Zahnmedizinstudent NEWS Jim Issa ist mit dem Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) als bester ausländischer Studierender der Universität Witten/Herdecke (UW/H) aus- gezeichnet worden. Die Urkunde erhielt der 23-Jährige im Rahmen des jährlich statt- ﬁndenden Empfangs der Internationals an der UW/H von Vizepräsident Jan Ehlers. Jim Issa ist syrischer Staatsbürger und kam 2013 zum Studieren nach Deutsch- land. Neben seinen guten akademischen Leistungen im Studium der Zahnmedizin engagiert er sich in der Flüchtlingshilfe und leistet Unterstützung zum Beispiel durch Dolmetscherdienste. Er entstammt einer jesidisch-jüdischen Familie, verfügt über vielfältige Sprachkenntnisse und ver- körpert mit seiner integrativen und hilfs- bereiten Art ein Vorbild für gelebte Inter- na tionalisierung. Der mit 1.000 Euro dotierte DAAD-Preis soll einen herausragenden ausländischen Stu- dierenden bzw. Doktoranden auszeichnen, der sich sowohl durch besondere akademi- sche Leistungen als auch bemerkenswer- tes gesellschaftliches oder interkulturelles Engagement hervorgetan hat. Pro Hoch- schule und pro Haushaltsjahr wird maximal ein DAAD-Preis vergeben. Den DAAD-Preis können nur Bildungsausländer erhalten, die an einer deutschen Hochschule eingeschrie- ben sind, gute Studienleistungen erbringen und sich gesellschaftlich-sozial engagieren. Quelle: ZWP online Forschung Wie man Weisheitszähne knackt Dentale Stammzellen könnten in Zukunft hilfreich für den Knochen- aufbau oder die Kariesbehandlung werden. Bisher ist die Forschung aber noch nicht so weit, dass Stammzellen tatsächlich in der Zahnbe- handlung Anwendung ﬁnden. Ein großer Schritt in die richtige Rich- tung ist jetzt aber einem Forscherteam aus den USA gelungen. Bevor überhaupt im großen Stil Stammzellen in der Implantologie, Parodontologie oder Endodontologie zum Einsatz kommen kön- nen, stellt sich die Frage, wo die benötigten Mengen überhaupt entnommen und wie sie halt- bar gemacht werden können. © Rob Stark/Shutterstock.com Das Problem bei der Gewinnung von Stammzellen ist die Entnahme sowie der Entnahmeort und die Haltbarkeit. Das amerikanische For- scherteam hat sich in seiner Studie auf Weisheitszähne spezialisiert. Um Stammzellen in ausreichenden Mengen zu gewinnen, muss der Zahn groß und unbeschädigt sein. Das ist selten der Fall, außer bei Weisheitszähnen. Damit die Pulpa, der Ursprungsort der Stammzellen, unbeschädigt bleibt, suchten die Forscher nach einer Lösung, um den Zahn so zu öffnen, dass das Innenleben keinen Schaden nimmt. In Zusammen- arbeit mit Zahntechnikern und Ingenieuren gelang es, ein geeigne- tes Hilfsmittel zu entwickeln: den „Tooth Cracker 5000“. Getestet wurde der Zahnknacker zunächst an 25 extrahierten Zähnen mit einer Erfolgsquote von 100 Prozent. Der nächste wichtige Schritt war die Untersuchung der gewonnenen Stammzellen auf ihre Lebensfähigkeit. Auch hier konnten die Wissenschaftler mit ihrem „Tooth Cracker 5000“ eine erstaunliche Erfolgs- quote von 80 Prozent verzeichnen. Mit den bisherigen Möglichkeiten lag diese Quote bei mageren 20 Prozent. Quelle: ZWP online Oralchirurgie Journal 4 | 2017 49
IMPRESSUM Kongresse, Kurse und Symposien 34. Jahrestagung des BDO/ 10. Herbsttagung der DGMKG 17./18. November 2017 Veranstaltungsort: Berlin Tel.: 0341 48474-308 Fax: 0341 48474-290 www.bdo-jahrestagung.de Zeitschrift des Berufsverbandes Deutscher Oralchirurgen ORALCHIRURGIE Journal Berufsverband Deutscher Oralchirurgen Sekretariat: Ingrid Marx Bahnhofstraße 54 54662 Speicher Impressum Tel.: 06562 9682-15 Fax: 06562 9682-50 izi-gmbh.speicher@t-online.de www.izi-gmbh.de Herausgeber: OEMUS MEDIA AG in Zusammen arbeit mit dem Berufsverband Deutscher Oralchirurgen Produktmanagement: Stefan Reichardt Tel.: 0341 48474-222 reichardt@oemus-media.de 7. Badische Implantologietage Verleger: Torsten R. Oemus 8./9. Dezember 2017 Veranstaltungsort: Baden-Baden Tel.: 0341 48474-308 Fax: 0341 48474-290 www.badische-implantologietage.de V. Nose, Sinus & Implants 20./21. April 2018 Veranstaltungsort: Berlin Tel.: 0341 48474-308 Fax: 0341 48474-290 www.noseandsinus.info Verlag: OEMUS MEDIA AG Holbeinstraße 29, 04229 Leipzig Tel.: 0341 48474-0 Fax: 0341 48474-290 kontakt@oemus-media.de www.oemus.com Deutsche Bank AG Leipzig IBAN DE20 8607 0000 0150 1501 00 BIC DEUTDE8LXXX Verlagsleitung: Ingolf Döbbecke Tel.: 0341 48474-0 Dipl.-Päd. Jürgen Isbaner (V.i.S.d.P.) Tel.: 0341 48474-0 Dipl.-Betriebsw. Lutz V. Hiller Tel.: 0341 48474-0 Chefredaktion: Univ.-Prof. Dr. Torsten W. Remmerbach oralchirurgie-journal@remmerbach.net Redaktionsleitung: Georg Isbaner, M.A. Tel.: 0341 48474-123 g.isbaner@oemus-media.de Layout: Sandra Ehnert/Theresa Weise Tel.: 0341 48474-119 Korrektorat: Frank Sperling/Sophia Pohle Tel.: 0341 48474-125 Druck: Silber Druck oHG Am Waldstrauch 1 34266 Niestetal Faxantwort an 0341 48474-290 Bitte senden Sie mir die angekreuzten Veranstaltungsprogramme zu. Titel, Name, Vorname E-Mail-Adresse (Für die digitale Zusendung des Programms.) Wissenschaftlicher Beirat: Prof. Dr. Jochen Jackowski, Universität Witten/Herdecke; Prof. Dr. Fouad Khoury, Privatklinik Schloss Schellenstein; Prof. Dr. Georg Nentwig, Universität Frankfurt am Main; Prof. Dr. Gerhard Wahl, Universitätsklinik Bonn; Prof. Dr. Thomas Weischer, Universität Duisburg-Essen; Dr. Peter Mohr; Dr. Dr. Wolfgang Jakobs, Speicher; Dr. Daniel Engler-Hamm, München Erscheinungsweise/Auﬂ age: Das Oralchirurgie Journal – Zeitschrift des Berufsverbandes Deutscher Oralchirurgen – erscheint 2017 mit 4 Ausgaben. Es gelten die AGB. Verlags- und Urheberrecht: Die Zeitschrift und die enthaltenen Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Jede Ver - wertung ist ohne Zustimmung des Verlegers und Herausgebers unzulässig und strafbar. Dies gilt besonders für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverﬁ lmungen und die Einspeicherung und Bearbeitung in elektronischen Systemen. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Verlages. Bei Einsendungen an die Redaktion wird das Einver ständnis zur vollen oder auszugsweisen Veröffent- lichung vorausgesetzt, sofern nichts anderes vermerkt ist. Mit Einsendung des Manuskriptes gehen das Recht zur Veröffentlichung als auch die Rechte zur Übersetzung, zur Vergabe von Nachdruckrechten in deutscher oder fremder Sprache, zur elektronischen Speicherung in Datenbanken, zur Herstellung von Sonderdrucken und Foto kopien an den Verlag über. Die Redaktion behält sich vor, eingesandte Beiträge auf Formfehler und fachliche Maßgeblichkeiten zu sichten und gegebenenfalls zu berichtigen. Für unverlangt eingesandte Bücher und Manuskripte kann keine Gewähr übernommen werden. Mit anderen als den redaktionseigenen Signa oder mit Verfasser namen gekennzeichnete Beiträge geben die Auffassung der Verfasser wieder, die der Meinung der Redaktion nicht zu entsprechen braucht. Der Verfasser dieses Beitrages trägt die Verantwortung. Gekennzeichnete Sonderteile und Anzeigen beﬁ nden sich außerhalb der Verantwortung der Redaktion. Für Verbands-, Unternehmens- und Markt- informationen kann keine Gewähr übernommen werden. Eine Haftung für Folgen aus unrichtigen oder fehlerhaften Darstellungen wird in jedem Falle ausgeschlossen. Gerichtsstand ist Leipzig. Praxisstempel / Laborstempel Graﬁ k/Layout: Copyright OEMUS MEDIA AG 50 Oralchirurgie Journal 4 | 2017
ABOSERVICE Oralchirurgie Journal Interdisziplinär und nah am Markt 17. Jahrgang | € 10,00 zzgl. MwSt. | ISSN 1617-7843 | PVSt. F 54707 Zeitschrift des Berufsverbandes Deutscher Oralchirurgen ORALCHIRURGIE Journal 4 2017 Fachbeitrag Behandlung einer durch Periimplantitis stark resorbierten Maxilla Seite 6 Anwenderbericht Anwendung einer volumenstabilen Kollagenmatrix Seite 20 Events 30 Jahre Präparierkurse im Institut für Anatomie der Charité Seite 26 BDO | Events 34. Jahrestagung des BDO Seite 38 BESTELLUNG AUCH ONLINE MÖGLICH www.oemus-shop.de Lesen Sie in der aktuellen Ausgabe folgende Themen: Fachbeitrag Behandlung einer durch Periimplantitis stark resorbierten Maxilla Anwenderbericht Anwendung einer volumenstabilen Kollagenmatrix Events 30 Jahre Präparierkurse im Institut für Anatomie der Charité BDO | Events 34. Jahrestagung des BDO Faxantwort an 0341 48474-290 Ja, ich möchte die Informationsvorteile nutzen und sichere mir folgende Journale bequem im günstigen Abonnement: (cid:70)(cid:3)Oralchirurgie Journal (cid:70)(cid:3)Implantologie Journal (cid:70)(cid:3)Endodontie Journal (cid:70)(cid:3)Prophylaxe Journal 4 x 10 x 4 x 6 x jährlich jährlich jährlich jährlich 44,– Euro* 99,– Euro* 44,– Euro* 66,– Euro* Name / Vorname Straße/PLZ/Ort Unterschrift Stempel * Alle Preise verstehen sich inkl. MwSt. und Versandkosten (Preise für Ausland auf Anfrage). Widerrufsbelehrung: Den Auftrag kann ich ohne Begründung innerhalb von 14 Tagen ab Bestellung bei der OEMUS MEDIA AG, Holbeinstraße 29, 04229 Leipzig schriftlich widerrufen. Rechtzeitige Absendung genügt. Das Abonnement verlängert sich automatisch um 1 Jahr, wenn es nicht fristgemäß spätestens 6 Wochen vor Ablauf des Bezugszeitraumes schriftlich gekündigt wird. 7 1 / 4 J O O EM U S M E D I A AG Holbeinstraße 29 · 04229 Leipzig · Tel.: 0341 48474-201 · grasse@oemus-media.de
9 0 6 1 - E D - 3 6 1 1 7 6 2 3 David (32) „Ich wollte unbedingt ein Implantat, aber die Vorstellung einer Behandlung am Kieferknochen, in jeglicher Art und Weise, behagte mir nicht.“ Astra Tech Implant System® „Ja“ sagen leicht gemacht Verwenden Sie beim schräg atrophierten Kieferkamm OsseoSpeed® Proﬁle EV. So können Sie Ihre Patienten mit einer einfacheren, weniger traumatischen Behandlung versorgen: Denn die Notwendigkeit für Knochenaufbau wird reduziert, während Sie immer noch vorhersagbare, ästhetische Ergebnisse erzielen. Machen Sie es den Patienten mit ihren individuellen Anforderungen einfacher, „Ja“ zu einer Implantatbehandlung zu sagen. Herkömmliche gegenüber innovativer Vorgehensweise OsseoSpeed® Proﬁle EV – Es ist Zeit, umzudenken. jointheev.de

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