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Timestamp: 2016-10-28 14:03:37+00:00

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Art. 6 et 18 LAA: Accident de type "coup du lapin" � la colonne cervicale, sans preuve d'un d�ficit fonctionnel organique. - Dans le cas d'un tableau clinique typique, pr�sentant de multiples plaintes, l'existence d'un lien de causalit� naturelle entre l'accident et l'incapacit� de travail ou de gain doit en principe �tre admise (consid. 4b). - Selon le cours ordinaire des choses et l'exp�rience g�n�rale de la vie, un tel accident est susceptible d'entra�ner une incapacit� de travail ou de gain (changement de jurisprudence; consid. 5d/aa). - Pour l'appr�ciation du cas concret, il convient de proc�der, par analogie, selon la m�thode d�velopp�e � propos des troubles psychiques (ATF 115 V 138 consid. 6; consid. 5d/bb). Consid�rants � partir de page 360
4. a) Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gem�ss UVG setzt zun�chst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidit�t, Tod) ein nat�rlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des nat�rlichen Kausalzusammenhanges sind alle Umst�nde, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist f�r die Bejahung des nat�rlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher St�rungen ist; es gen�gt, dass das sch�digende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die k�rperliche oder geistige Integrit�t des Versicherten beeintr�chtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche St�rung entfiele (BGE 115 V 405 Erw. 3, 134 Erw. 3, BGE 112 V 32 Erw. 1a mit Hinweisen).
Ob zwischen einem sch�digenden Ereignis und einer gesundheitlichen St�rung ein nat�rlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, wor�ber die Verwaltung bzw. im Beschwerdefall der Richter im Rahmen der ihm obliegenden Beweisw�rdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht �blichen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse M�glichkeit eines Zusammenhangs gen�gt f�r die Begr�ndung eines Leistungsanspruches nicht (BGE 115 V 405 Erw. 3, 134 Erw. 3, BGE 113 V 311 Erw. 3a und 322 Erw. 2a mit Hinweisen).
b) Ist ein Schleudertrauma der Halswirbels�ule diagnostiziert und liegt ein f�r diese Verletzung typisches Beschwerdebild mit einer H�ufung von Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Ged�chtnisst�rungen, �belkeit, rasche Erm�dbarkeit, Visusst�rungen, Reizbarkeit, Affektlabilit�t, Depression, Wesensver�nderung usw. vor, so ist der nat�rliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und der danach eingetretenen Arbeits- bzw. Erwerbsunf�higkeit in der Regel anzunehmen. Es ist zu betonen, dass es gem�ss obiger Begriffsumschreibung f�r die Bejahung des nat�rlichen Kausalzusammenhangs gen�gt, wenn der Unfall f�r eine bestimmte gesundheitliche St�rung eine Teilursache darstellt.
Die vom Beschwerdef�hrer nach dem Unfall geklagten Kopfschmerzen sowie die in mehreren SUVA-Berichten beschriebenen Konzentrations- und Ged�chtnisst�rungen und eine ausgepr�gte M�digkeit bei der Arbeit sind Symptome, welche h�ufig nach einem Schleudertrauma der Halswirbels�ule auftreten und persistieren. Die getroffenen Abkl�rungen beim Lehrmeister ergaben das Bild eines fleissigen, aufgeschlossenen Lehrlings vor dem Unfall und eines in den Leistungen um rund ein Drittel gegen�ber dem fr�heren Niveau abgefallenen (und in seinem Wesen zu seinem Nachteil deutlich ver�nderten) Lehrlings nach dem Unfall. Die Arbeitgeberin f�hrte die Leistungseinbusse im wesentlichen auf die gleichen Ausf�lle zur�ck, die auch der Neuropsychologe Prof. P. festgestellt und als - unfallbedingte - Hirnleistungsschw�che diagnostiziert hat (Gutachten vom 23. Juli 1984 in Verbindung mit Erg�nzungsgutachten vom 13. September 1985).
Nach dem Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 115 V 142 Erw. 8b) sind die Ausf�lle und die dadurch eingetretene teilweise Arbeits- und Erwerbsunf�higkeit auf den Unfall zur�ckzuf�hren. Auf den Einwand der SUVA, dass die Neuropsychologie allein keinen strikten Nachweis f�r die Unfallkausalit�t von Hirnleistungsst�rungen erbringen k�nne, ist unter den gegebenen Umst�nden des vorliegenden Falles nicht n�her einzugehen.
5. a) Die Leistungspflicht der Unfallversicherung setzt im weiteren voraus, dass zwischen dem Unfall und der dadurch verursachten Arbeits- bzw. Erwerbsunf�higkeit ein ad�quater Kausalzusammenhang besteht.
b) Die Vorinstanz hat den ad�quaten Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 24. Juli 1983, bei welchem sich der Beschwerdef�hrer u.a. ein Schleudertrauma der Halswirbels�ule zuzog, und der in der Folge eingetretenen teilweisen Arbeits- bzw. Erwerbsunf�higkeit verneint. Dabei st�tzte sie sich auf das in SZS 1986 S. 84 publizierte Urteil K. vom 18. November 1985, welches BGE 117 V 359 S. 362sich auf eine ausschliesslich psychisch bedingte Arbeits- bzw. Erwerbsunf�higkeit nach einem Unfall mit Schleudertrauma der Halswirbels�ule bezog und in welchem das Eidg. Versicherungsgericht die Frage offengelassen hat, ob an der Rechtsprechung festzuhalten sei, wonach die generelle Eignung eines Unfallereignisses, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuf�hren, auf den normal veranlagten Versicherten zu beziehen und eine allf�llige Pr�disposition nicht zu ber�cksichtigen sei. In BGE 112 V 36 Erw. 3c hat es die offengelassene Frage dahingehend beantwortet, die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs d�rfe nicht deshalb verneint werden, weil die durch den Unfall ausgel�sten - in jenem Fall psychischen - St�rungen auf einer besonderen Veranlagung des Betroffenen beruhten. Es liefe dem Zweck der sozialen Unfallversicherung zuwider, wenn deren Schutz bestimmten Versicherten wegen einer sich im Anschluss an einen Unfall auswirkenden besonderen Veranlagung abgesprochen w�rde. In BGE 115 V 135 Erw. 4b hat das Gericht pr�zisiert, f�r die Frage, ob ein Unfall nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet sei, eine (psychische) Gesundheitssch�digung herbeizuf�hren, sei auf eine weite Bandbreite der Versicherten abzustellen. Hiezu geh�rten auch jene Versicherten, die aufgrund ihrer Veranlagung f�r psychische St�rungen anf�lliger seien und einen Unfall seelisch weniger gut verkraften als Gesunde. Im Rahmen der erw�hnten weiten Bandbreite bildeten auch solche Versicherte Bezugspersonen f�r die Ad�quanzbeurteilung, welche im Hinblick auf die erlebnism�ssige Verarbeitung eines Unfalles zu einer Gruppe mit erh�htem Risiko geh�ren, weil sie aus versicherungsm�ssiger Sicht auf einen Unfall nicht optimal reagieren. Aus diesem Grund ist f�r die Beurteilung des ad�quaten Kausalzusammenhangs kein allzu strenger, sondern im dargelegten Sinn ein realit�tsgerechter Massstab anzulegen.
c) Im bereits erw�hnten Urteil K. vom 18. November 1985 (SZS 1986 S. 89 Erw. 5) wurde der ad�quate Kausalzusammenhang mit der Begr�ndung verneint, einem Schleudertrauma der Halswirbels�ule ohne Vorliegen neurologischer Ausf�lle und ohne nachweisbare Ver�nderungen im R�ntgenbild fehle die generelle Geeignetheit, psychische Fehlentwicklungen mit Krankheitswert im Sinne eines Dauerschadens zu verursachen. Zwar wurde eine Publikation von WIESNER/MUMENTHALER, Schleuderverletzungen der Halswirbels�ule, Mechanismus, Diagnostik, Therapie und Begutachtung, in: Therapeutische Umschau, 31/1974, S. 648, zitiert, wonach ein BGE 117 V 359 S. 363solches Schleudertrauma in gr�sserem Ausmass als bisher angenommen echte und langdauernde Beschwerden verursachen k�nne, und zwar auch in F�llen, wo keine fassbaren organischen Ausf�lle vorliegen. Das Eidg. Versicherungsgericht verneinte die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs bei diesem Beschwerdebild gleichwohl generell mit dem Hinweis darauf, dass nur die schweren F�lle bekannt seien und begutachtet w�rden, nicht aber das durchschnittliche Krankheitsbild aller Schleuderverletzungen, weil diese offenbar ohne Dauersch�den abkl�ngen. Selbst wenn es zutreffen m�ge, dass auch in F�llen ohne organische Unfallfolgen mehr als bisher angenommen l�ngerdauernde psychische und psychosomatische Folgen auftreten k�nnten, erg�ben sich aus der vorhandenen medizinischen Literatur unter Ber�cksichtigung der erw�hnten negativen Auslese keine gen�gend gesicherten Anhaltspunkte, dass eine Schleuderverletzung der Halswirbels�ule allgemein geeignet sein k�nnte, psychische Fehlentwicklungen mit Krankheitswert zu verursachen. Es d�rfe nicht ausser acht gelassen werden, dass die meisten Schleudertraumen ohne fassbare organische Befunde in der Regel harmlos verliefen.
d) Diese Rechtsprechung h�lt einer erneuten Pr�fung aus zwei Gr�nden nicht stand.
aa) Nach den Ergebnissen der medizinischen Forschung ist bekannt, dass bei einem Schleudertrauma der Halswirbels�ule auch ohne nachweisbare pathologische Befunde noch Jahre nach dem Unfall funktionelle Ausf�lle verschiedenster Art auftreten k�nnen. Der Umstand, dass die f�r ein Schleudertrauma typischen Beschwerden (vgl. Erw. 4b) in manchen F�llen mit den heute verwendeten bildgebenden Untersuchungsmethoden wie R�ntgen, Computertomogramm und EEG nicht objektivierbar sind, darf nicht dazu verleiten, sie als rein "subjektive" Beschwerden zu qualifizieren und damit deren Relevanz f�r die Unfallversicherung in Abrede zu stellen (siehe z.B. DVORAK, Radiologischer Abkl�rungsvorgang bei Wirbels�ulenverletzungen, in: Schweizerische Medizinische Wochenschrift 120/1990, Nr. 51/52, S. 1990; WIESNER/MUMENTHALER, a.a.O., S. 644 f., 648; DVORAK/VALACH/SCHMID, Verletzungen der Halswirbels�ule in der Schweiz, in: Zeitschrift "Orthop�de", 1987, S. 11). Gem�ss fach�rztlichen Publikationen bestehen n�mlich Anhaltspunkte daf�r, dass der Unfallmechanismus bei einem Schleudertrauma der Halswirbels�ule zu Mikroverletzungen f�hrt, welche f�r das erw�hnte bunte Beschwerdebild mit Wahrscheinlichkeit urs�chlich oder zumindest BGE 117 V 359 S. 364im Sinne einer Teilursache mitverantwortlich sind. In �nderung der Rechtsprechung (BGE 108 V 17 Erw. 3b) ist davon auszugehen, dass ein Unfall mit Schleudertrauma der Halswirbels�ule in der charakteristischen Erscheinungsform einer H�ufung von typischen Beschwerden nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung eine Arbeits- bzw. Erwerbsunf�higkeit verursachen kann, auch wenn die festgestellten Funktionsausf�lle organisch nicht nachweisbar sind. Dabei ist es im Hinblick auf die Beurteilung des ad�quaten Kausalzusammenhangs als einer Rechtsfrage (BGE 112 V 33 Erw. 1b) nicht entscheidend, ob die im Anschluss an ein Schleudertrauma der Halswirbels�ule auftretenden Beschwerden medizinisch eher als organischer und/oder psychischer Natur bezeichnet werden (vgl. BGE 116 V 159), zumal diese Differenzierung angesichts des komplexen und vielschichtigen Beschwerdebildes in heiklen F�llen gelegentlich grosse Schwierigkeiten bereitet (vgl. dazu KR�MER, HWS-Schleudertraumen, Zur Pathogenese der zerebralen Beteiligung und persistierender posttraumatischer St�rungen, in: medwelt, Bd. 34, Heft 41/83, S. 1138; RADANOV/DVORAK/VALACH, Psychische Ver�nderungen nach Schleuderverletzungen der Halswirbels�ule, in: Schweizerische Medizinische Wochenschrift 119/1989, Nr. 17, S. 536 ff.). Entscheidend ist einzig, dass die Beschwerden zu einer ausgewiesenen Arbeits- bzw. Erwerbsunf�higkeit f�hren.
bb) Die Rechtsprechung gem�ss Urteil K. vom 18. November 1985 (SZS 1986 S. 89 Erw. 5) kann auch deshalb nicht mehr aufrechterhalten werden, weil sie ausschliesslich an der erlittenen Verletzung und deren Geeignetheit, eine Arbeits- bzw. Erwerbsunf�higkeit zu verursachen, ankn�pft. Bei - psychischen - St�rungen hat das Eidg. Versicherungsgericht eine neue Rechtsprechung entwickelt, wonach die Frage, ob eine Arbeits- bzw. Erwerbsunf�higkeit f�r die Unfallversicherung ad�quat, d.h. rechtlich erheblich ist, nicht allein auf die beim Unfall erlittenen Verletzungen zu beziehen ist, sondern auf das Unfallereignis (BGE 115 V 135 Erw. 4a), d.h. den Unfall mit seinen Begleitumst�nden. Darunter sind objektiv erfassbare Umst�nde zu verstehen, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang stehen oder als direkte bzw. indirekte Folgen davon erscheinen und ihrerseits nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet sind, in Verbindung mit dem Unfall zu einer Arbeits- bzw. Erwerbsunf�higkeit zu f�hren oder diese allenfalls zu erh�hen. Die Schwere und gegebenenfalls die besondere Art der BGE 117 V 359 S. 365erlittenen Verletzungen kann bei der Beurteilung der Ad�quanz des Kausalzusammenhangs - neben anderen - ein Kriterium sein (vgl. dazu Erw. 6 nachfolgend; BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa).
F�r die Beurteilung des ad�quaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall und der infolge eines Schleudertraumas der Halswirbels�ule auch nach Ablauf einer gewissen Zeit nach dem Unfall weiterbestehenden Arbeits- bzw. Erwerbsunf�higkeit, die nicht auf organisch nachweisbare Funktionsausf�lle zur�ckzuf�hren ist, rechtfertigt es sich, im Einzelfall analog zur Methode vorzugehen, wie sie f�r psychische St�rungen nach einem Unfall entwickelt worden ist (BGE 115 V 138 Erw. 6). Denn in beiden F�llen sind nach dem Unfall festgestellte Ausf�lle in rechtlich vergleichbarer oder �hnlicher Weise nicht (hinreichend) organisch nachweisbar. Da der ad�quate Kausalzusammenhang bei einer psychisch bedingten Arbeits- bzw. Erwerbsunf�higkeit unter Umst�nden auch bejaht wird, wenn keine organisch nachweisbare Verletzung vorliegt, liefe es auf eine sachlich nicht gerechtfertigte Ungleichbehandlung der Versicherten hinaus, bei einem Unfall mit Schleudertrauma der Halswirbels�ule f�r die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs den Nachweis einer organischen Verletzung zu verlangen.
Es ist zus�tzlich darauf hinzuweisen, dass klar fassbare physische Befunde nach einem Unfall praxisgem�ss ohne weiteres diesem zugeordnet werden, selbst wenn es sich um eine singul�re bzw. aussergew�hnliche Unfallfolge handelt (BGE 107 V 177 Erw. 4b). Nach der Rechtsprechung hat der Unfallversicherer sogar f�r mittelbare ad�quate Unfallfolgen einzustehen wie z.B. f�r Fehler, die bei der �rztlichen Behandlung eines Unfallopfers begangen wurden und durch welche Unfallfolgen verschlimmert wurden (EVGE 1967 S. 19 Erw. 2; MAURER, Schweizerisches Sozialversicherungsrecht, Bd. I, S. 343). Bei organisch nachweisbar behandlungsbed�rftigem Befund deckt sich somit bei der Beurteilung gesundheitlicher St�rungen die ad�quate, d.h. rechtserhebliche Kausalit�t weitgehend mit der nat�rlichen Kausalit�t; die Ad�quanz hat hier gegen�ber dem nat�rlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbst�ndige Bedeutung (MAURER, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Aufl., 1989, S. 462; MEYER-BLASER, Die Zusammenarbeit von Richter und Arzt in der Sozialversicherung, in: Schweizerische �rztezeitung, Bd. 71, Heft 26/1990, S. 1093 f.). Im Hinblick auf das verfassungsm�ssige Gebot der Rechtsgleichheit ist die auf f�llige Diskrepanz in der Behandlung BGE 117 V 359 S. 366der Versicherten je nachdem, ob eine Arbeits- bzw. Erwerbsunf�higkeit nach einem Unfall auf organisch nachweisbare Ausf�lle zur�ckzuf�hren ist oder nicht, zu �berwinden und durch eine den tats�chlichen Unfallfolgen Rechnung tragende L�sung zu ersetzen. Insbesondere m�ssen die grosse Anf�lligkeit und dementsprechend die leichte Verletzlichkeit der Halswirbels�ule als eines auf �ussere Krafteinwirkungen in mehrfacher Hinsicht ausgesprochen sensibel reagierenden Organs bei der Beurteilung der Ad�quanz angemessen ber�cksichtigt werden. Der jeweilige Stand der medizinischen Wissenschaft spielt in diesem Zusammenhang lediglich eine untergeordnete Rolle, geht es doch hier wie bei allen anderen Verletzungen darum, im Einzelfall unter Wertung von Indizien, die f�r oder gegen die - rechtliche - Zuordnung bestimmter Funktionsausf�lle zum Unfall sprechen, im Rahmen einer Gesamtw�rdigung zu einer versicherungsm�ssig vern�nftigen und gerechten Abgrenzung haftungsbegr�ndender und haftungsausschliessender Unf�lle zu gelangen.
6. a) In analoger Anwendung der Rechtsprechung zu den psychischen Unfallfolgen ist f�r die Bejahung des ad�quaten Kausalzusammenhangs im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall f�r die Entstehung der Arbeits- bzw. Erwerbsunf�higkeit eine massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er objektiv eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht f�llt (vgl. BGE 115 V 141 Erw. 7 mit Hinweisen). F�r die Beurteilung dieser Frage ist gem�ss BGE 115 V 138 Erw. 6 an das Unfallereignis anzukn�pfen, wobei - ausgehend vom augenf�lligen Geschehensablauf - folgende Einteilung vorgenommen wurde: banale bzw. leichte Unf�lle einerseits, schwere Unf�lle anderseits und schliesslich der dazwischen liegende mittlere Bereich.
Wie das Eidg. Versicherungsgericht im genannten Urteil erwogen hat, kann bei leichten Unf�llen wie z.B. einem gew�hnlichen Sturz der ad�quate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und nachfolgenden Gesundheitsst�rungen in der Regel ohne weiteres verneint werden, weil aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung, aber auch unter Einbezug unfallmedizinischer Erkenntnisse davon ausgegangen werden darf, dass ein solcher Unfall nicht geeignet ist, einen erheblichen Gesundheitsschaden zu verursachen (vgl. BGE 115 V 139 Erw. 6a).
Bei schweren Unf�llen dagegen ist der ad�quate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und Folgen in der Regel zu bejahen.
BGE 117 V 359 S. 367Denn nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung sind solche Unf�lle geeignet, entsprechende Gesundheitssch�den zu bewirken (vgl. BGE 115 V 140 Erw. 6b).
Bei Unf�llen aus dem mittleren Bereich l�sst sich die Frage, ob zwischen Unfall und Folgen ein ad�quater Kausalzusammenhang besteht, nicht aufgrund des Unfalles allein schl�ssig beantworten. Das Eidg. Versicherungsgericht hat daher festgestellt, dass weitere, objektiv erfassbare Umst�nde, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang stehen oder als direkte bzw. indirekte Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtw�rdigung einzubeziehen sind. Als wichtigste Kriterien sind im Zusammenhang mit dem Schleudertrauma der Halswirbels�ule zu nennen: - besonders dramatische Begleitumst�nde oder besondere Eindr�cklichkeit des Unfalls; - die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen; - ungew�hnlich lange Dauer der �rztlichen Behandlung; - Dauerbeschwerden; - �rztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; - schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; - Grad und Dauer der Arbeitsunf�higkeit. Im Gegensatz zu den bei psychischen Fehlentwicklungen relevanten Kriterien gem�ss BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa wird f�r die Beurteilung des ad�quaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall mit Schleudertrauma der Halswirbels�ule und in der Folge eingetretenen Beschwerden auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten verzichtet, weil es hier nach dem in Erw. 5d/aa Gesagten nicht entscheidend ist, ob Beschwerden medizinisch eher als organischer und/oder psychischer Natur bezeichnet werden.
b) Der Einbezug s�mtlicher objektiver Kriterien in die Gesamtw�rdigung ist nicht in jedem Fall erforderlich. Je nach den konkreten Umst�nden kann f�r die Beurteilung des ad�quaten Kausalzusammenhangs ein einziges Kriterium gen�gen. Dies trifft einerseits dann zu, wenn es sich um einen Unfall handelt, welcher zu den schwereren F�llen im mittleren Bereich zu z�hlen oder sogar als Grenzfall zu einem schweren Unfall zu qualifizieren ist. Anderseits kann im gesamten mittleren Bereich ein einziges Kriterium gen�gen, wenn es in besonders ausgepr�gter Weise erf�llt ist. Kommt keinem Einzelkriterium besonderes bzw. ausschlaggebendes Gewicht BGE 117 V 359 S. 368zu, so m�ssen mehrere unfallbezogene Kriterien herangezogen werden. Handelt es sich beispielsweise um einen Unfall im mittleren Bereich, der aber dem Grenzbereich zu den leichten Unf�llen zuzuordnen ist, m�ssen die weiteren zu ber�cksichtigenden Kriterien in geh�ufter oder auf fallender Weise erf�llt sein, damit die Ad�quanz bejaht wird. Diese W�rdigung des Unfalles zusammen mit den objektiven Kriterien f�hrt zur Bejahung oder Verneinung des ad�quaten Kausalzusammenhangs. Damit entf�llt die Notwendigkeit, nach andern Ursachen zu forschen, welche m�glicherweise die nach einem Schleudertrauma der Halswirbels�ule aufgetretenen Beschwerden mitbeg�nstigt haben k�nnten (vgl. BGE 115 V 140 Erw. 6c/bb).
7. a) Aufgrund des augenf�lligen Geschehensablaufes ist der vorliegende Unfall weder der Gruppe der leichten noch jener der schweren Unf�lle zuzuordnen. Er geh�rt in den mittleren Bereich. F�r die Pr�fung des ad�quaten Kausalzusammenhangs sind somit weitere unfallbezogene Kriterien in eine Gesamtw�rdigung einzubeziehen.
b) Der seitlichen Kollision des Motorradfahrers mit dem ebenfalls zum �berholen ausscherenden Personenwagen mit anschliessendem Sturz von ca. 15 m �ber die Strassenb�schung kann eine gewisse Eindr�cklichkeit nicht abgesprochen werden. Es handelt sich aber um einen Schrecken, wie er �blicherweise bei einem Unfall auftritt (vgl. BGE 115 V 145). Von besonders dramatischen Begleitumst�nden oder einer besonderen Eindr�cklichkeit des Unfalls kann nicht gesprochen werden. Die vollst�ndige Arbeitsunf�higkeit nach dem Unfall dauerte ca. zwei Monate. W�hrend einer weiteren Phase von etwa 7 Monaten betrug die Arbeitsunf�higkeit 50%, und in der Zeit von Mai 1984 bis zum Abschluss der Lehre im M�rz 1985, also w�hrend ca. 11 Monaten, war sie auf 25 bis 33 1/3% zu beziffern, bezogen auf die T�tigkeit als kaufm�nnischer Lehrling. Dem in der Folge mit der Firma V. AG abgeschlossenen Arbeitsvertrag wurde unbefristet eine Arbeitsunf�higkeit als Hilfsarbeiter von 25% zugrunde gelegt. Aufgrund der Aktenlage ist von einer dauernden Arbeitsunf�higkeit als kaufm�nnischer Angestellter von ca. 30% auszugehen. Ausmass und Dauer dieser Arbeitsunf�higkeit sprechen als Indizien f�r die Bejahung der Ad�quanz des Kausalzusammenhangs zum Unfall.
Sodann f�llt der schleppende Heilungsverlauf auf, klangen doch die Beschwerden wie Kopfschmerzen, Konzentrations- und Ged�chtnisst�rungen sowie schnelle Erm�dbarkeit nur anf�nglich BGE 117 V 359 S. 369etwas ab; in der Folge dauerten sie unvermindert fort. Der Heilungsverlauf muss als schwierig im Sinne der dargelegten Rechtsprechung bezeichnet werden. Ferner liegt eine H�ufung der f�r das Schleudertrauma der Halswirbels�ule typischen Beschwerden vor, wie sie in Erw. 4b n�her umschrieben wurden, verbunden mit einem leichten reversiblen Sch�delhirntrauma. Der Beschwerdef�hrer litt jahrelang unter starken Kopfschmerzen, welche insbesondere beim Versuch einer Leistungssteigerung noch zunahmen. Damit ist auch das Kriterium der Dauerbeschwerden erf�llt. Neben den jahrelang persistierenden - vom Neuropsychologen Prof. P. als Hirnleistungsschw�che diagnostizierten - Konzentrations- und Ged�chtnisst�rungen fiel eine ausgepr�gte Wesensver�nderung auf. Der vor dem Unfall als unbeschwerter und fleissiger Lehrling beschriebene Beschwerdef�hrer wurde nach dem Unfall als verschlossen und sich selber bemitleidend geschildert; er machte einen lustlosen und verlangsamten Eindruck und hatte mit den Arbeitskollegen kaum noch Kontakt. Auch wenn er in der Folge im Betrieb wieder ein angepassteres Verhalten und vermehrt Initiative zeigte, bestand nach wie vor eine massive Verlangsamung. In Anbetracht der H�ufung verschiedener, f�r das Schleudertrauma der Halswirbels�ule typischer Beschwerden und namentlich ihrer schwerwiegenden Auswirkungen ist im vorliegenden Fall auch das Kriterium der besonderen Art der Verletzung erf�llt.
Aufgrund dieser Gesamtw�rdigung kommt dem Unfall vom 24. Juli 1983 eine massgebende Bedeutung f�r die Entstehung der festgestellten teilweisen Arbeits- bzw. Erwerbsunf�higkeit zu, weshalb die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs entgegen der Auffassung der Vorinstanz und der SUVA zu bejahen ist. Es wird Aufgabe der SUVA sein, an welche die Sache zur�ckzuweisen ist, den Grad der Erwerbsunf�higkeit festzulegen.

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