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Timestamp: 2018-12-10 00:13:48+00:00

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Verordnung über die Abiturprüfung im Lande Bremen -
(AP-V)
Vom 1. Dezember 2005 (Brem.GBl. S. 585 - 223-a-10), geändert durch VO vom 1. August 2007 (Brem.GBl.S. 299), 13. November 2007 (Brem.GBl.S. 494), 10. Juni 2008 (Brem.GBl. S. 155), 1. Februar 2010 (Brem.GBl. S. 105) und 20. Juni 2013 (Brem:GBl. S. 387)
Aufgrund des § 20 Absatz 4, des § 24 Absatz 6, des § 40 Absatz 8 und des § 49 und des § 45 in Verbindung mit § 67 des Bremischen Schulgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 28. Juni 2005 (Brem.GBl. S. 260, 388, 398 –223-a-5), das zuletzt durch Artikel 1 des Gesetzes vom 23. Juni 2009 (Brem.GBl. S. 237) geändert worden ist, wird verordnet:
§ 22 Aufgaben und Funktion der schulischen Fachprüfungsleistung
§ 25 Gleichzeitiger Erwerb des Abiturs und des französischen Baccalauréat
Anlage 2 zu § 18 Abs. 2
(2) Die oder der Vorsitzende ist die Schulleiterin oder der Schulleiter oder ein für einen zur Allgemeinen Hochschulreife führenden Bildungsgang verantwortliches Mitglied der Schulleitung. Sie oder er muss die Befähigung für das höhere Lehramt besitzen. In anerkannten Ersatzschulen bestellt die Senatorin für Bildung und Wissenschaft die Vorsitzende oder den Vorsitzenden. Die Senatorin für Bildung und Wissenschaft kann den Vorsitz abweichend von Satz 1 regeln.
(3) Die oder der Vorsitzende bestellt die übrigen Mitglieder der Prüfungskommission aus dem Kollegium der Schule. Sie oder er beauftragt ein Mitglied als stellvertretende Vorsitzende oder als stellvertretenden Vorsitzenden. Für Schulen mit mehreren zur Allgemeinen Hochschulreife führenden Bildungsgängen kann eine gemeinsame Prüfungskommission eingerichtet werden. Die Genehmigung erteilt die Senatorin für Bildung und Wissenschaft. 4)
(4) Soweit diese Prüfungsordnung nichts anderes vorsieht, entscheidet die Prüfungskommission. Sie ist beschlussfähig, wenn die oder der Vorsitzende und zwei weitere Mitglieder anwesend sind. Entscheidungen werden mit einfacher Stimmenmehr­heit getroffen. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme der oder des Vorsitzenden. Stimmenthaltungen sind nicht zulässig. Die Entscheidungen sind zu protokollie­ren.
(5) Die oder der Vorsitzende kann nach Anhörung des Fachprüfungsausschusses einen Beschluss des Fachprüfungsausschusses aussetzen. Sie oder er führt eine Entscheidung der Prüfungskommission herbei. Bei der Bewertung von Prüfungsteilen muss die oder der Prüfungskommissionsvorsitzende den Beschluss aussetzen, wenn dies zur Wahrung einheitlicher Bewertungsmaßstäbe erforderlich ist. 4)
(3) In den Prüfungen des dritten Prüfungsfaches und den ersten und zweiten Prüfungsfächern, in denen die Aufgabenstellung durch den Senator für Bildung und Wissenschaft erfolgt, legt der Senator für Bildung und Wissenschaft in Fällen des Absatzes 1 und des Absatzes 2 Satz 2 einen zweiten Prüfungstermin fest. In Fällen, in denen der Prüfling aus von ihm nicht zu vertretenden Gründen diesen Termin erneut versäumt, und in Prüfungsfächern, in denen die Aufgabenstellung durch den Fachlehrer oder die Fachlehrerin erfolgt, setzt die Prüfungskommission einen neuen Termin fest. Für eine schriftliche Prüfung mit der Aufgabenstellung durch die Fachlehrerin oder den Fachlehrer kann ein nicht gewählter Aufgabenvorschlag gestellt werden, wenn er von der Fachaufsicht genehmigt wurde. In Fächern, in denen die Aufgabenstellung durch den Senator für Bildung und Wissenschaft erfolgt, ist in diesem Fall ein von dem Fachlehrer oder der Fachlehrerin angeforderter und von der Fachaufsicht gewählter und genehmigter Aufgabenvorschlag Gegenstand der Prüfung.
1. das dritte bis vierte Prüfungsfach,
2. das erste und zweite Leistungsfach nach den Bestimmungen des § 10 Absatz 2 der Verordnung über die Gymnasiale Oberstufe, sofern drei Leistungsfächer belegt wurden.
Meldet die Schülerin oder der Schüler eine besondere Lernleistung nach § 16 an, kann sie oder er bis eine Woche vor dem angesetzten Kolloquium die Meldung zurückziehen, wenn die Bedingungen nach § 16 Absatz 1 entfallen. Die Senatorin für Bildung und Wissenschaft legt die Termine für die Meldung zur Abiturprüfung fest.
(4) Die Ergebnisse der ersten Prüfungskonferenz werden schriftlich mitgeteilt. Mit der Zulassung werden die Prüflinge über die Regelungen des § 11 Abs. 2 und 3, § 14 Abs. 1 bis 3, § 17 Abs. 3 bis 5 sowie der §§ 5 und 6 informiert.
1. In der Gymnasialen Oberstufe, dem Beruflichen Gymnasium und den Doppelqualifizierenden Bildungsgängen
a) 24 Grundkurse der vier Schulhalbjahre der Qualifikationsphase in einfacher Wertung, darunter die Kurse im dritten bis vierten Prüfungsfach, von denen mindestens 20 jeweils mit mindestens fünf Punkten der einfachen Wertung abgeschlossen sein müssen.
b) acht Leistungskurse aus der Qualifikationsphase. Die Leistungskurse der ersten drei Halbjahre der Qualifikationsphase werden in zweifacher Wertung eingebracht. Mindestens sechs der acht Leistungskurse müssen jeweils mit mindestens fünf Punkten der einfachen Wertung abgeschlossen sein.
c) die Leistung aus der Projektarbeit in zweifacher Wertung.
2. Im Kolleg
a) 22 Grundkurse der vier Schulhalbjahre der Qualifikationsphase in einfacher Wertung, darunter die Kurse im dritten bis vierten Prüfungsfach, von denen mindestens 18 jeweils mit mindestens fünf Punkten der einfachen Wertung abgeschlossen sein müssen.
3. Im Abendgymnasium
a) 14 Grundkurse der vier Schulhalbjahre der Qualifikationsphase in einfacher Wertung, darunter die Kurse im dritten bis vierten Prüfungsfach, von denen mindestens 12 jeweils mit mindestens fünf Punkten der einfachen Wertung abgeschlossen sein müssen.
b) acht Leistungskurse aus der Qualifikationsphase in zweifacher Wertung, von denen mindestens sechs jeweils mit mindestens fünf Punkten der einfachen Wertung abgeschlossen sein müssen.
4. Das Gesamtergebnis der erreichten Punkte berechnet sich wie folgt:
Summe aller Kurshalbjahresergebnisse x 40
Bei der Anzahl der Kurshalbjahresergebnisse sind doppelt gewichtete Fächer doppelt zu zählen. Die Projektarbeit gilt als Kurshalbjahresergebnis. 5)
5. Insgesamt müssen mindestens 200 Punkte erreicht werden.
a) In der Gymnasialen Oberstufe, dem Beruflichen Gymnasium und den Doppelqualifizierenden Bildungsgängen
aa) vier Halbjahreskurse in Deutsch,
bb) vier Halbjahreskurse in einer in der Einführungsphase betriebenen fortgesetzten Fremdsprache,
cc) vier Halbjahreskurse in einer in der Einführungsphase betriebenen Naturwissenschaft,
dd) vier Halbjahreskurse in einem Fach des Aufgabenfeldes II,
ee) vier Halbjahreskurse in Mathematik,
ff) zwei Halbjahreskurse in einem der Fächer Kunst, Musik und Darstellendes Spiel.
Anstelle des Faches nach Doppelbuchstabe cc können von zwei Naturwissenschaften jeweils zwei Halbjahreskurse eingebracht werden, wenn die beiden Fächer in der Einführungsphase belegt worden sind. Soweit die zweite Fremdsprache in der Einführungsphase neu begonnen wurde, sind zusätzlich zwei Halbjahreskurse der Qualifikationsphase in dieser zweiten Fremdsprache einzubringen, darunter mindestens ein Halbjahreskurs des zweiten Jahres der Qualifikationsphase. 5)
b) Im Kolleg
je vier Halbjahreskurse in Deutsch, einer fortgesetzten Fremdsprache und Mathematik. Zusätzlich müssen vier Halbjahreskurse in einem Fach des Aufgabenfeldes II sowie zwei Halbjahreskurse in einer Naturwissenschaft enthalten sein. Ist kein Fach des Aufgabenfeldes III als Leistungsfach enthalten, müssen neben den vier Mathematikkursen vier weitere Halbjahreskurse des Aufgabenfeldes III enthalten sein.
c) Im Abendgymnasium:
je vier Halbjahreskurse in Deutsch, einer fortgesetzten Fremdsprache und Mathematik. Zusätzlich müssen vier Halbjahreskurse in einem Fach des Aufgabenfeldes II sowie zwei Halbjahreskurse in einer Naturwissenschaft enthalten sein.
2. Für das Grundfach Sport gilt:
a) Ist Sport in der Gymnasialen Oberstufe nicht Prüfungsfach, dürfen höchstens drei Kurse eingebracht werden, die alle unterschiedliche Sportarten zum Gegenstand haben. Werden mehrere Kurse eingebracht, müssen die eingebrachten Kurse mindestens zwei Bewegungsfelder abdecken. Es können bis zu drei Kurse mit engem Theorie-Praxisbezug nach § 13 Absatz 4 der Verordnung über die Gymnasiale Oberstufe eingebracht werden.
b) Im Abendgymnasium und Kolleg kann höchstens ein Sportpraxiskurs eingebracht werden, und zwar nur dann, wenn Sport in mindestens zwei aufeinander folgenden Halbjahren belegt wurde.
c) Im Beruflichen Gymnasium und den Doppelqualifizierenden Bildungsgängen können bis zu zwei Kurse eingebracht werden, die unterschiedliche Sportarten zum Gegenstand haben und verschiedene Bewegungsfelder abdecken.
d) Von inhaltsgleichen Kursen und von Kursen der gleichen Sportart kann jeweils nur ein Kurs einbracht werden.
3. Kurse oder eine Projektarbeit, die mit null Punkten oder „nicht beurteilbar“ bewertet wurden, können nicht eingebracht werden.
4. Bei einer Wiederholung von Halbjahren werden die im ersten Durchgang belegten Kurse nicht angerechnet. Bei Kursen des ersten Durchgangs, die aus organisatorischen Gründen nicht wiederholt werden können, kann die Schulleitung Ausnahmen zulassen.
5. In der Qualifikationsphase dürfen in jedem Fach höchstens vier Kurse eingebracht werden.
(1) Die Abiturprüfung besteht aus schriftlichen, mündlichen und gegebenenfalls auch praktischen Prüfungen. Für den zeitlichen Ablauf der Prüfungen verfügt der Senator für Bildung und Wissenschaft jährlich einen Zeitplan.
1. in den beiden Leistungskursen (erstes und zweites Prüfungsfach) schriftlich,
2. in einem Grundkurs (drittes Prüfungsfach) schriftlich,
3. in einem weiteren Grundkurs (viertes Prüfungsfach) mündlich.
(4) In vom Senator für Bildung und Wissenschaft festgesetzten schriftlichen Prüfungsfächern findet die Prüfung mit zentral gestellten, landesweit einheitlichen Aufgabenvorschlägen statt. Die zentralen Aufgaben können dezentrale Elemente enthalten.
a) Deutsch, fortgesetzte Fremdsprache mit Ausnahme von Japanisch und Chinesisch, Latein als neu aufgenommene Fremdsprache
b) Geschichte und Politik
c) Mathematik, Biologie, Chemie und Physik
(4) Prüfungsfach kann nur ein Fach sein, das in der Qualifikationsphase durchgängig belegt worden ist. Das Prüfungsfach muss im zweiten Halbjahr der Einführungsphase belegt worden sein Von Satz 2 kann die Schulleiterin oder der Schulleiter Ausnahmen zulassen.
(5) Prüfungsfächer können nur Fächer sein, für die die Kultusministerkonferenz der Bundesrepublik Deutschland entsprechende Einheitliche Prüfungsanforderungen in der Abiturprüfung oder die Senatorin für Bildung und Wissenschaft entsprechende Abiturrichtlinien veröffentlicht hat.
(1) Für die schriftlichen Prüfungen werden die Aufgaben in den Fächern Deutsch, fortgesetzte Fremdsprache, Mathematik, Biologie, Chemie und Physik sowie im dritten Prüfungsfach zusätzlich auch in den Fächern Geschichte und Politik sowie Latein als neu aufgenommene Fremdsprache 4) vom Senator für Bildung und Wissenschaft zentral gestellt. Den Aufgaben liegen ein Erwartungshorizont und Korrekturhinweise bei. Die Aufgaben unterliegen bis zum Beginn der Prüfung der Geheimhaltung.
1. In den Fächern nach Absatz 1 wählt der Fachprüfungsausschuss nach den Vorgaben der zuständigen Behörde am Prüfungstag rechtzeitig vor Beginn der Prüfung aus mehreren Prüfungsaufgaben diejenigen aus, die den Prüflingen zur Bearbeitung vorgelegt werden, soweit nicht die Prüflinge aus mehreren Aufgaben eine oder mehrere zur Bearbeitung auswählen.
2. In den Fächern des Aufgabenfeldes III können nach Entscheidung des Senators für Bildung und Wissenschaft zentrale Prüfungsaufgaben durch dezentrale ersetzt werden.
3. Für das Genehmigungsverfahren der dezentralen Aufgaben gelten die Anforderungen des §10a entsprechend.
1. Eine Zusammenstellung der Kursinhalte im Verlauf der Qualifikationsphase und eine knappe Beschreibung des Bezugs der Aufgaben zum vorausgegangenen Unterricht.
2. Stichwortartige Angaben zur erwarteten Prüfungsleistung, die konkrete Inhalte benennen.
3. Eine Zuordnung der Teilaufgaben zu Anforderungsbereichen und ihre vorgesehene Gewichtung im Rahmen der Gesamtaufgabe.
4. Die Angabe der Quelle von Aufgaben und beigefügten Texten und Materialien.
(4) Nach einer Prüfung durch die Fachprüfungsleiterin oder den Fachprüfungsleiter und die Schulleiterin oder den Schulleiter leitet die Schulleiterin oder der Schulleiter die Aufgabenvorschläge der Senatorin für Bildung und Wissenschaft zu. Diese prüft und genehmigt die Aufgabenvorschläge und wählt den Aufgabenvorschlag aus, der in der Prüfung bearbeitet werden soll. In Kunst werden zwei Aufgabenvorschläge ausgewählt, die dem Prüfling zur Auswahl gegeben werden.
(5) Die Senatorin für Bildung und Wissenschaft kann geänderte oder neue Aufgabenvorschläge anfordern sowie Aufgaben nach Rücksprache mit der Prüferin oder dem Prüfer ändern. Die Senatorin für Bildung und Wissenschaft kann Aufgaben auch selbst stellen.
(6) Die Geheimhaltung der Aufgabenvorschläge ist zu gewährleisten und von der verantwortlichen Prüferin oder dem verantwortlichen Prüfer zu bescheinigen. Jede Andeutung und jedes vorzeitige Bekanntwerden von Aufgaben führen zur Ungültigkeit der betreffenden Prüfung für diejenigen, die diese Aufgaben zu lösen hatten. Die Umschläge, in denen die Aufgaben versandt werden, müssen gegen Öffnung durch Unbefugte hinreichend gesichert sein. In der Schule dürfen die Umschläge erst am Tage der jeweiligen Prüfung geöffnet werden. Bei Aufgabenstellungen, die umfangreiche technische Vorbereitungen zwingend erfordern, kann die Senatorin für Bildung und Wissenschaft gestatten, dass der Umschlag am Tag vor der betreffenden Prüfung durch ein Mitglied der Prüfungskommission geöffnet wird.
(3) Für die Prüfung dürfen nur die zugelassenen Hilfsmittel und das von der Schule gekennzeichnete und zur Verfügung gestellte Papier verwendet werden. Generell ist ein Wörterbuch der deutschen Rechtschreibung und bei Prüfungen in einer Fremdsprache ein Wörterbuch als Hilfsmittel zugelassen.
(1) Grundlage für die Beurteilung und Bewertung der Arbeit sind die Anforderungen aus der Aufgabenstellung und die Angaben dazu im Erwartungshorizont. Individuelle Lösungswege werden angemessen berücksichtigt, vor allem, wenn sie in sinnvoller Weise von der Erwartung abweichen. Ist die Arbeit nicht vollständig fertig gestellt, dürfen Entwürfe zur Bewertung nur herangezogen werden, wenn sie zusammenhängend konzipiert sind und der fertige Teil mindestens etwa drei Viertel des erkennbar angestrebten Gesamtumfangs umfasst.
(2) Zunächst korrigiert, beurteilt und bewertet die Prüferin oder der Prüfer die Arbeit. Aus der Korrektur am Rande der Arbeit soll hervorgehen, welcher Wert den Untersuchungsergebnissen und Argumenten des Prüflings beigemessen wird und wie weit er die Erfüllung der gestellten Aufgaben durch gelungene Beiträge gefördert oder durch sachliche und logische Fehler beeinträchtigt hat. Entsprechend werden gute oder besonders gelungene Lösungen hervorgehoben und Mängel und Fehler nach Art und Schwere gekennzeichnet. Das zusammenfassende Gutachten, das sich auf die Randvermerke bezieht, schließt mit einer Punktzahl entsprechend der Zeugnisordnung.
(1) Die Prüfung hat ihren fachinhaltlichen Schwerpunkt in den Sachgebieten eines Halbjahres der Qualifikationsphase. Sie darf sich jedoch nicht auf dieses Halbjahr 3) beschränken, sondern muss insbesondere bei der Prüfung im vierten Prüfungsfach einen weiteren fachinhaltlichen Bereich aus einem anderen Halbjahr der Qualifikationsphase einbeziehen. Das Schwerpunkthalbjahr für die mündliche Prüfung wird von der Prüferin oder dem Prüfer festgelegt.
1. Die Aufgabe darf im Unterricht nicht so weit behandelt worden sein oder einer bearbeiteten Aufgabe so nahe stehen, dass ihre Lösung keine selbstständige Leistung mehr darstellt.
2. Die Prüfungsaufgabe ist so anzulegen, dass in der Prüfung grundsätzlich jede Punktzahl erreichbar ist.
3. Die Aufgabe für die zusammenhängende Darstellung im ersten Teil der Prüfung wird schriftlich gestellt.
4. Die Aufgabe unterliegt bis zum Beginn der Prüfung der Geheimhaltung.
5. Eine mündliche Prüfung eines Prüflings darf weder ganz noch teilweise inhaltsgleich mit einer seiner schriftlichen Prüfungen sein.
(1) Die mündliche Prüfung wird als Einzelprüfung durchgeführt. Sie dauert mindestens 20 Minuten und soll 25 Minuten nicht überschreiten. Das Prüfungsgespräch wird von der Prüferin oder vom Prüfer geführt. Die oder der Vorsitzende der Prüfungskommission kann den Vorsitz des Fachprüfungsausschusses übernehmen.
1. Im ersten Teil soll sich der Prüfling zu der in der Vorbereitung bearbeiteten Prüfungsaufgabe in einer zusammenhängenden Darstellung äußern. Ein bloßes Ablesen der in der Vorbereitung angefertigten Aufzeichnungen und eine nicht auf die Aufgabe bezogene Wiedergabe von Wissen widersprechen dem Zweck der Prüfung. Es soll deutlich werden, inwieweit der Prüfling die Aufgabe selbstständig zu lösen vermag. Daher wird nur eingegriffen, wenn es aus prüfungsdidaktischen Gründen notwendig ist.
2. Daran schließt sich ein Prüfungsgespräch an, das über die im ersten Teil zu lösende Aufgabe hinausgeht und größere fachliche Zusammenhänge zum Gegenstand hat. Vor allem in diesem Prüfungsteil sollen die fachlichen Anforderungen deutlich werden, die über den Schwerpunktkurs der Prüfung hinausgehen. Ein unzusammenhängendes Abfragen von Einzelwissen widerspricht dem Zweck der Prüfung.
(1) Die besondere Fachprüfung enthält schriftliche oder mündliche und fachpraktische Teile, die gleich gewichtet werden
1. Im Leistungsfach tritt an die Stelle der schriftlichen Prüfung eine Fachprüfung, die sich aus einem schriftlichen und einem praktischen Teil zusammensetzt.
2. Im Grundfach tritt an die Stelle der mündlichen Prüfung eine Fachprüfung, die sich aus einem mündlichen und einem praktischen Teil zusammensetzt.
(2) Für die Aufgabenstellung, Durchführung und Bewertung der schriftlichen und mündlichen Prüfungen gelten die §§ 10a bis 14. Für die Durchführung und Bewertung der praktischen Prüfungen gilt § 14 Abs. 5 und 6 entsprechend.
(4) Soweit es erforderlich ist, 4) können an einer praktischen Prüfung über den Kreis der Prüflinge hinaus weitere Schülerinnen und Schüler beteiligt werden.
1. der schriftlichen Dokumentation des Wettbewerbsbeitrages,
2. einer schriftlichen Reflexion des Erarbeitungsprozesses,
3. einem Kolloquium auf der Grundlage von Nummer 1 und 2.
1. Die Leistungen der vier Prüfungen werden in fünffacher Wertung eingebracht.
2. Wird eine besondere Lernleistung nach § 16 eingebracht, werden die Leistungen der vier Prüfungen abweichend von Nummer 1 in vierfacher Wertung eingebracht. Die Leistung der besonderen Lernleistung wird in vierfacher Wertung eingebracht.
3. Wird ein Prüfling in den schriftlich geprüften Fächern auch mündlich geprüft, so erfolgt die Festlegung der einzubringenden Punktzahlen nach der entsprechenden Tabelle in Anlage 2.
1. in den Prüfungen mindestens 100 Punkte eingebracht hat.
2. in mindestens zwei Prüfungsfächern, darunter in mindestens einer Leistungskursprüfung, mindestens 25 Punkte bei fünffacher Wertung oder 20 Punkte bei vierfacher Wertung erzielt hat.
(1) Nach bestandener Abiturprüfung erhält der Prüfling das Zeugnis der Allgemeinen Hochschulreife. Ein erfolgreicher Erwerb des Latinums und/oder Graecums mit der jeweiligen Zertifikatsstufe wird auf dem Zeugnis der Allgemeinen Hochschulreife bescheinigt. Form und Text des Zeugnisses bestimmt der Senator für Bildung und Wissenschaft.
(1) Eine nicht bestandene Abiturprüfung kann einmal wiederholt werden. Der Senator für Bildung und Wissenschaft kann auf Antrag eine zweite Wiederholung gestatten, wenn das Bestehen hinreichend wahrscheinlich ist. Eine bestandene Abiturprüfung kann nicht wiederholt werden.
In Fachprüfungsausschüsse kann die oder der Vorsitzende der Prüfungskommission Lehrkräfte anderer Schulen und Fachberaterinnen und Fachberater berufen. Die Senatorin für Bildung und Wissenschaft 4) kann Vorgaben für eine schulübergreifende Vergabe der Zweitkorrektur der schriftlichen Prüfungsarbeiten machen.
(3) Die Prüfung der Aufgabenvorschläge sowie der Aufgaben der dezentralen Anteile für die zentralen Aufgaben nach §10 Abs. 2 Nr. 2 ist vor der Weitergabe an die Fachaufsicht von den Fachprüfungsleitungen und Schulleitungen durch Unterschrift zu dokumentieren.
(1) Der Senator für Bildung und Wissenschaft wertet die Abiturprüfung aus, insbesondere werden in die Auswertung die zentralen Aufgabenstellungen mit den Erwartungshorizonten und Korrekturhinweisen einbezogen und mit bewerteten Prüfungsarbeiten abgeglichen.
(1) Zur Erweiterung und Vertiefung ihrer besonderen Kompetenzen im zweisprachigen deutschfranzösischen Unterricht können Schülerinnen und Schüler, die bilingualen Unterricht aufbauend auf die Fremdsprache Französisch erhalten haben, gleichzeitig mit der Allgemeinen Hochschulreife durch einen französischsprachigen Prüfungsteil auch das französische Baccalauréat erwerben. Das entsprechende Angebot der Schule muss von der Senatorin für Bildung und Wissenschaft genehmigt werden.
(1) Die Verordnung gilt erstmals für die Abiturprüfung 2007 soweit nachstehend nichts anderes bestimmt wird.
(2) Für die Abiturprüfung 2007 gelten folgende Übergangsregelungen:
§ 9 Abs. 3 und § 10 gelten nicht für das 1. und 2. Prüfungsfach. Es gelten weiterhin die Regelungen aus § 10 der Verordnung über die Abiturprüfung im Lande Bremen in der am 15. März 2001 geltenden Fassung.
(3) Für die Abiturprüfung 2007 und 2008 gelten folgende Übergangsregelungen:
§ 8 Abs. 4, § 9 Abs. 2 und 4 Nr. 5, §17 Abs. 1 sowie die §§ 16, 16a, 16b finden keine Anwendung; es gelten weiterhin die entsprechenden Regelungen aus § 8 Abs. 4, § 9 Abs. 2, § 16 und § 17 Abs. 1 der Verordnung über die Abiturprüfung im Lande Bremen in der am 15. März 2001 geltenden Fassung. Die Regelungen in dem § 3 Abs. 1 und 2 für das fünfte Prüfungselement gelten für die Abiturprüfungen 2007 und 2008 entsprechend für die besondere Lernleistung.
(4) Absatz 3 gilt auch für Schülerinnen und Schüler, die vor dem 1. August 2007 in die Qualifikationsphase eingetreten sind und nach Beginn des zweiten Halbjahres der Qualifikationsphase in den Jahrgang eintreten, der 2009 die Abiturprüfung ablegt.
(5) Für die Einbringung der Sportkurse in der Gymnasialen Oberstufe (Grundfachblock) gilt § 8 Abs. 2 Nr. 2. Satz 1 und § 8 Abs. 6 Nr. 2 Buchstabe a bereits für die Abiturprüfung 2006. § 8 Abs. 5 Nr. 2 Buchstabe a und b der Verordnung über die Abiturprüfung im Lande Bremen in der am 15. März 2001 geltenden Fassung findet in der Gymnasialen Oberstufe keine Anwendung.
(6) Solange in die Verordnungen über die doppelqualifizierenden Bildungsgänge keine Regelungen über die Belegungsauflagen für die Qualifikationsphase aufgenommen sind und für die Bildungsgänge des Abendgymnasiums, des Kollegs und der beruflichen Gymnasien keine eigenständigen Rechtsverordnungen über die Regelung der Bildungsgänge vorliegen, gilt § 7 der Verordnung über die Abiturprüfung im Lande Bremen in der am 15. März 2001 geltenden Fassung weiter. Abweichend von § 7 Abs. 3 Nr. 4 der Verordnung über die Abiturprüfung im Lande Bremen in der am 15. März 2001 geltenden Fassung müssen 112 Halbjahreswochenstunden belegt werden.
(7) Für Schülerinnen und Schüler, die zum 1. August 2005 in die Qualifikationsphase der Gymnasialen Oberstufe eingetreten sind oder später in diesen Jahrgang eintreten, gilt § 7 Abs. 5 der Verordnung über die Abiturprüfung im Lande Bremen in der am 15. März 2001 geltenden Fassung weiter.
(8) Für Schülerinnen und Schüler, für die nach § 17 Abs. 6 der Verordnung über die Gymnasiale Oberstufe, § 11 Abs. 4 der Verordnung über den Bildungsgang des Kollegs und § 10 Abs. 5 der Assistenten-Allgemeine-Hochschulreife-Verordnung von der Ausnahmeregelung Gebrauch gemacht wurde, ist § 8 Abs. 3 Nr. 1 der Verordnung über die Abiturprüfung in der am 31. Juli 2008 geltenden Fassung weiter anzuwenden.
(9) Für Schülerinnen und Schüler, die sich am 1. Februar 2010 in der Einführungsphase oder der Qualifikationsphase der Gymnasialen Oberstufe, dem Kolleg, dem Abendgymnasium, dem Beruflichen Gymnasium und im zweiten bis vierten Ausbildungsjahr des Doppelqualifizierenden Bildungsganges der Berufsfachschule für Assistenten mit dem Abschluss der Allgemeinen Hochschulreife befinden oder in diese Schülerjahrgänge eingegliedert werden und nicht im Schuljahr 2010/11 die Einführungsphase der Gymnasialen Oberstufe, des Kollegs, des Abendgymnasiums, des Beruflichen Gymnasiums oder das zweite Ausbildungsjahr des Doppelqualifizierenden Bildungsganges der Berufsfachschule für Assistenten mit dem Abschluss der Allgemeinen Hochschulreife wiederholen, gilt die Verordnung in der am 31. Januar 2010 geltenden Fassung bis zum Verlassen des Bildungsganges. Abweichend von Satz 1 gelten für diese Schülerinnen und Schüler § 2 Absatz 2, 3 und 6, § 3 Absatz 1, 3 und 4, § 5 Absatz 1, § 9 Absatz 3, § 10 Absatz 1, § 10a Absatz 4, 5 und 6, § 14 Absatz 1 und 6, § 15, §16 Absatz 1 sowie die §§ 21, 22 und 25 in der am 1. Februar 2010 geltenden Fassung.
(10) Für den Erwerb des Baccalauréat ist in der Abiturprüfung 2011 als erstes oder zweites Prüfungsfach Französisch und als drittes Abiturprüfungsfach das in französischer Sprache unterrichtete Fach Geschichte oder ein weiteres Fach des gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeldes zu wählen. Im Fach Französisch ist eine zusätzliche mündliche Prüfung verbindlich.
Länge der Arbeitszeit in Minuten in der schriftlichen Abiturprüfung
Fächer des Aufgabenfeldes III
In den Fächern Kunst und Musik sowie naturwissenschaftlichen Fächern im Aufgabenfeld III ist eine Verlängerung der Arbeitszeit um bis zu 60 Minuten möglich, wenn die Aufgabenstellung gestalterische Aufgaben, die Auswertung längerer Musikstücke, die Durchführung von Schülerexperimenten oder die Auswertung größerer Datenmengen einschließt. Eine Verlängerung ist mit der Aufgabenstellung zu beantragen.
Tabelle zur Bildung des Prüfungsergebnisses bei schriftlicher mit besonderer Lernleistung (vierfache Wertung nach § 18 Absatz 2 Nummer 2)
Die aufgeführten Punktzahlen geben das Prüfungsergebnis in vierfacher Wertung an. Dieses wird wie folgt berechnet: Die in der schriftlichen und mündlichen Prüfung erreichten Punktzahlen werden im Verhältnis 2:1 gewichtet; beim Endergebnis bleiben Bruchteile unberücksichtigt.
Tabelle zur Bildung des Prüfungsergebnisses bei schriftlicher und mündlicher Prüfung ohne besondere Lernleistung (4 Prüfungsfächer mit fünffacher Wertung nach § 18 Absatz 2 Nummer 1)
Die aufgeführten Punktzahlen geben das Prüfungsergebnis in fünffacher Wertung an. Dieses wird wie folgt berechnet: Die in der schriftlichen und mündlichen Prüfung erreichten Punktzahlen werden im Verhältnis 2:1 gewichtet.
(zu § 18 Absatz 1)

References: § 20
 § 24
 § 40
 § 49
 § 45
 § 67

§ 22

§ 25
 § 18
 § 10
 § 16
 § 16
 § 11
 § 14
 § 17
 § 13
 §10
 § 14
 § 16
 §10

§ 9
 § 10
 § 10

§ 8
 § 9
 §17
 § 8
 § 9
 § 16
 § 17
 § 3
 § 8
 § 8
 § 8
 § 7
 § 7
 § 7
 § 17
 § 11
 § 10
 § 8
 § 2
 § 3
 § 5
 § 9
 § 10
 § 10
 § 14
 § 15
 §16
 § 18
 § 18
 § 18