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Timestamp: 2019-10-20 01:07:44+00:00

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§ 92 ZPO: Kosten bei teilweisem Obsiegen
1.die Zuvielforderung der anderen Partei verhältnismäßig geringfügig war und keine oder nur geringfügig höhere Kosten veranlasst hat oder
2.der Betrag der Forderung der anderen Partei von der Festsetzung durch richterliches Ermessen, von der Ermittlung durch Sachverständige oder von einer gegenseitigen Berechnung abhängig war.
OLG München, Urteil vom 5.4.2015, Az. 25 U 3827/14 53 Keine Rolle spielt hingegen der schon vor dem Landgericht zurückgenommene zweite Hilfsantrag, die Vergleichsberechnung für die Startgutschrift ohne Abzug von 7,5% zu berechnen, da es sich um einen nicht verbeschiedenen, nicht den Streitwert erhöhenden und damit keine Mehrkosten auslösenden Hilfsantrag handelte (OLG Karlsruhe a. a. O., Rn. 92, Herget in Zöller, a. a. O., Rn. 8 zu § 92 ZPO).
OLG München, Urteil vom 5.4.2015, Az. 25 U 4462/14 53 Keine Rolle spielt hingegen der schon vor dem Landgericht zurückgenommene zweite Hilfsantrag, die Vergleichsberechnung für die Startgutschrift ohne Abzug von 7,5% zu berechnen, da es sich um einen nicht verbeschiedenen, nicht den Streitwert erhöhenden und damit keine Mehrkosten auslösenden Hilfsantrag handelte (OLG Karlsruhe a. a. O., Rn. 92, Herget in Zöller, a. a. O., Rn. 8 zu § 92 ZPO).
OLG München, Beschluss vom 5.2.2015, Az. 34 Sch 5/15 Zwar mag in Verfahren vor dem staatlichen Gericht die Kostenregelung nach § 92 ZPO die von der Antragsgegnerin dargelegten Auswirkungen haben (siehe zu Vergleichskosten nach § 98 ZPO auch OLG Köln vom 13.6.2006, 17 W 87/06, bei juris).
OLG München, vom 3.0.2015, Az. 20 U 2910/14 103 Hinsichtlich § 92 Abs. 1 Satz 1 ZPO ist zur Feststellung der Unterliegensquoten der Parteien ein fiktiver Gesamtstreitwert einschließlich der nicht streitwerterhöhenden Nebenforderungen (Zinsen) zu bilden (BGH, Urteil vom 09.11.1960,
OLG München, vom 3.10.2014, Az. 20 U 2215/14 92 Hinsichtlich § 92 Abs. 1 Satz 1 ZPO ist zur Feststellung der Unterliegensquoten der Parteien ein fiktiver Gesamtstreitwert einschließlich der nicht streitwerterhöhenden Nebenforderungen (Zinsen) zu bilden (BGH, Urteil vom 09.11.1960,
BGH, URTEIL vom 5.1.2014, Az. TEIL VZR 102/13 Für die Anwendung des § 92 ZPO ist es vielmehr ohne Bedeutung, ob eine Partei mit einem Haupt- oder Nebenanspruch teilweise obsiegt bzw. unterliegt (BGH, Urteil vom 28. April 1988 - IX ZR 127/87, NJW 1988, 2173, 2175).
LAG Hamm, Urteil vom 2.6.2012, Az. 14 Sa 1711/10 Da für beide Anträge kein gesonderter Wert anzusetzen ist (vgl. LAG Hamm, 3. Februar 2003, 9 Ta 520/02, NZA-RR 2003, 321; 19. März 2011, 6 Ta 113/11, AA 2011, 209), war gemäß § 92 Abs. 2 ZPO eine besondere Kostenquotelung hinsichtlich der ersten Instanz auch nicht im Hinblick auf § 269 Abs. 2 Satz 3 ZPO veranlasst.
BGH, URTEIL vom 3.4.2010, Az. III ZR 209/09 Soweit die Anschlussrevision dem entgegenhält, nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs liege bei einer Verurteilung auf einen dem Hauptantrag (wie hier) gleich- oder höherwertigen Hilfsantrag kein Teilunterliegen vor (vgl. BGH, Urteile vom 21. Februar 1962 - IV ZR 235/61 - LM § 92 ZPO Nr. 8 und vom 7. Juli 1994 -1 ZR 63/92 - NJW 1994, 2765, 2766) verkennt sie, dass diese Rechtsprechung nur dann einschlägig ist, wenn Haupt- und Hilfsantrag denselben Gegenstand im Sinne des § 45 Abs. 1 Satz 3 GKG betreffen.
BGH, URTEIL vom 3.11.2009, Az. VIII ZR 35/09 Zwar ist ein Teilunterliegen im Sinn des § 92 Abs. 1 ZPO grundsätzlich auch dann anzunehmen, wenn lediglich der Zinsanspruch abgewiesen wird (BGH, Urteil vom 28. April 1988 - IX ZR 127/87, NJW 1988, 2173, unter II 1).
AG Köln, Beschluss vom 5.10.2008, Az. 132 C 163/08 21Die Nebenkosten sind nach Auffassung des Gerichts bei der Berechnung der Unterliegensquote des § 92 ZPO mit einzubeziehen (so auch BGH NJW 1988, 2173; Musielak-Wolst, ZPO, § 92 Rdnr. 2; Thomas/Putzo-Hüßtege, § 91 Rdnr. 2), was jedoch umstritten ist (verneinend: OLG Saarbrücken NJW-RR 2007, 426 ff. m.w.N.).
LG Duisburg, Urteil vom 4.7.2008, Az. 5 S 114/07 Vor allem aber nimmt das Oberlandesgericht Dresden gerade bei der vom Kläger für sich in Anspruch genommenen Kostenentscheidung Bezug auf die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zur Kostenentscheidung bei Abweisung des Hauptantrags und Stattgabe des Hilfsantrags (BGH LM Nr. 8 zu § 92 ZPO); gleiches gilt hinsichtlich der Ausführungen zu dem Gebührenstreitwert.
LG Düsseldorf, vom 5.11.2006, Az. 15 O 488/05 Im Hinblick auf die Höhe der Zuvielforderung liegt ein Fall von § 92 Abs. 2 Nr. 2 ZPO nicht mehr vor (vgl. OLG Düsseldorf, NJW-RR 1995, 955).
LG Kleve, Urteil vom 4.8.2004, Az. 6 S 131/04 70Die Kostenentscheidung beruht auf § 92 ZPO, die Entscheidung über die vorläufige Vollstreckbarkeit auf §§ 708 Nr. 10 analog, 711 ZPO (vgl. LG Landau, NJW 2002, 71973 / LG München, WuM 2002, 496 ff.).
LG Kleve, Urteil vom 5.7.2004, Az. 5 S 57/04 18Die beide Instanzen betreffende Kostenentscheidung beruht auf § 92 Abs. 1 ZPO, die Entscheidung zur vorläufigen Vollstreckbarkeit auf einer entsprechenden Anwendung des § 708 Nr. 10 ZPO (vgl. LG Landau NJW 2002, 973; Rimmelspacher in Münchener Kommentar zur ZPO, Aktualisierungsband 2002, § 540 Rn. 10 f.).
LG Kleve, Urteil vom 5.10.2003, Az. 5 S 99/03 25Die beide Instanzen betreffende Kostenentscheidung beruht auf § 92 Abs. 1 ZPO, die Entscheidung zur vorläufigen Vollstreckbarkeit auf §§ 708 Nr. 11, 713 ZPO, 26 Nr. 8 EGZPO und einer entsprechenden Anwendung des § 708 Nr. 10 ZPO (vgl. LG Landau NJW 2002, 973; Rimmelspacher in Münchener Kommentar zur ZPO, Aktualisierungsband 2002, § 540 Rn. 10 f.; Gehrlein MDR 2003, 421, 430).
LG Kleve, Urteil vom 5.9.2003, Az. 5 S 97/03 16Die Kostenentscheidung beruht auf § 92 Abs. 1 ZPO, die Entscheidung zur vorläufigen Vollstreckbarkeit auf einer entsprechenden Anwendung des § 708 Nr. 10 ZPO (vgl. LG M NJW 2002, 973; Rimmelspacher in Münchener Kommentar zur ZPO, Aktualisierungsband 2002, § 540 Rn. 10 f.; Gehrlein MDR 2003, 421, 430).
BGH, BESCHLUSS vom 4.8.2003, Az. V ZB 40/03 Auf Grund des nur geringfügigen Obsiegens der Antragstellerin ist es gerechtfertigt, ihr die gesamten Gerichtskosten des Rechtsbeschwerdeverfahrens aufzuerlegen und es für die Vorinstanzen bei den dort ergangenen Kostenentscheidungen zu belassen (arg. § 92 Abs. 2 ZPO; zur Anwendung der §§ 91 ff ZPO: Senat, BGHZ 111, 148, 153).
LAG Düsseldorf, Beschluss vom 3.5.1997, Az. 7 Ta 123/97 Wenn man zusätzlich berücksichtigt, daß die Höhe des verhängten Zwangsgeldes keine Bedeutung für die Höhe des Streitwerts und damit der Kosten hat (s. dazu den nächsten Absatz), und weiter, daß die Höhe des Zwangsgeldes von dem Gläubiger nicht zu dem Streitpunkt gemacht worden war, so wäre es wenig einsichtig, wenn von der Regelung des § 92 Abs. 2 ZPO kein Gebrauch gemacht wird (vgl. für die Herabsetzung eines Ordnungsgeldes nach § 890 ZPO: OLG Hamm MDR 1980, 233).
BGH, Urteil vom 3.4.1988, Az. VIII ZR 148/87 Auf die Kostenentscheidung (s. dazu BGHZ 4, 239, 241 f) ist dies jedoch wegen der verhältnismäßigen Geringfügigkeit des Betrags (§ 92 Abs. 2 ZPO) ohne Einfluß.
BGH, BESCHLUSS vom 4.2.1986, Az. III ZR 75/85 Die Kosten des Revisionsverfahrens haben die Parteien im Verhältnis des Wertes von Revision und Anschlußrevision zu tragen (§ 92 ZPO; GSZ-BGHZ 80, 146).
BGH, BESCHLUSS vom 4.8.1985, Az. ix zr 120/84 § 92 Abs. 1 ZPO (vgl. BGHZ 80, 146, 153).
BGH, URTEIL vom 5.9.1979, Az. V ZR 178/78 Der Kläger unterliegt jedenfalls deshalb teilweise (§ 92 Abs. 1 ZPO), weil der Wert des Hauptantrags den des Hilfsantrags übersteigt (allgemeine Meinung, vgl. auch BGH Urteil vom 21. Februar 1962, IV ZR 235/61 * LM ZPO § 92 Nr. 8; Furtner, JZ 1958, 727).
BGH, URTEIL vom 5.0.1978, Az. V ZR 72/75 Die Kostenentscheidung beruht auf § 92 Abs. 1 ZPO (BGH Urteil vom 9* November I960, VIII ZR 222/59, MDR 1961, 141).
BGH, URTEIL vom 1.8.1970, Az. VII za 222/68 Bas Berufungsgericht durfte die durch die erweiterte negative Peststellungswiderklage erwachsenen Kosten der Beklagten zu 2) nicht gesondert auferlegen, da sich bei einer solchen Kostenentscheidung die rechnerische Verteilung der Kosten auf die Beteiligten (Kläger und die beiden Beklagten) nicht ergibt (Stein-Jonas, aaO § 92 ZPO, An. II 1; BGHZ 19» 173, 176).
BGH, Urteil vom 4.11.1967, Az. VII ZR 166/63 Deswegen hat der Senat die Kosten des Revisionsverfahrens gemäß § 92 ZPO entsprechend verteilt, soweit nicht bereits durch das Urteil vom 25» Februar 1965 darüber entschieden worden ist (vgl. auch BGHZ 10, 333, 339 f).
BGH, URTEIL vom 2.5.1966, Az. VI ZR 245/64 10 - vornherein unstatthaft war (RGZ 95» 121; BGHZ 4, 229 = LM § 92 ZPO Nr. 1 An. Ziff.1, 2).
BGH, vom 3.6.1938, Az. VII ZH 28/61 a)	Es ist nicht richtig, daß die Zuvielforderung an Zinsen deshalb nicht berücksichtigt werden durfte, weil sie den Streitwert nicht beeinflußte (vgl. BGH IM Br. 7 zu § 92 ZPO).

References: § 92
 § 92
 § 92
 § 98
 § 92
 § 92
 § 92
 § 92
 § 269
 § 92
 § 45
 § 92
 § 92
 BGH 
 § 92
 § 91
 § 92
 § 92
 § 92
 § 92
 § 708
 § 540
 § 92
 § 708
 § 540
 § 92
 § 708
 § 540
 § 92
 § 92
 § 890
 § 92
 BGH 
 § 92
 § 92
 § 92
 § 92
 § 92
 BGH 
 § 92