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Timestamp: 2018-04-20 06:46:42+00:00

Document:
Buchführung und Bilanzierung II - Lektion 2: Bilanzierung des Anlagevermögens
Lektion 2: Bilanzierung des Anlagevermögens
Definition Anlagevermögens
Anschaffungs- und Herstellungskosten § 253 (1) HGB
Unterscheideidung Erhaltungsaufwand
Unterschied HGB + IFRS
Zuschreibungen von Anlagevermögen
Bestandteile des Anlagevermögens kennen
Bilanzierung nach HGB und IFRS vornehmen
Erst- und Folgebewertung nach HGB und IFRS vornehmen
Verbuchung von Anschaffungen und Abschreibungen des Anlagevermögens vornehmen
Top Lektion 2: Bilanzierung des Anlagevermögens
Begriff des Anlagevermögens
Gliederung des Anlagevermögens gem. § 266 (2) HGB:
§ 268 (2) HGB: In der Bilanz oder im Anhang ist die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens darzustellen. Dabei sind von den gesamten Anschaffungs- und Herstellungskosten die Zugänge, Abgänge, Umbuchungen und Zuschreibungen des Geschäftsjahres sowie die Abschreibungen in ihrer gesamten Höhe gesondert aufzuführen.
Jahr Bilanz-
Posten Gesamte
AK/HK Zugänge
(+) Abgänge
(-) Umbuchungen
+/- Zuschreibungen
„Vermögensgegenstände sind höchstens mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die Abschreibungen ..., anzusetzen"
Anschaffungspreis Kaufpreis netto (ohne Umsatzsteuer)
- Anschaffungspreisminderungen Skonto, Rabatte
+ Anschaffungsnebenkosten Transportkosten, Versicherungen
+ nachträgliche Anschaffungskosten Erweiterung, wesentliche Verbesserung,
Änderung des Nutzungszweckes
Herstellungskosten sind „die Aufwendungen, die durch den Verbrauch von Gütern und die Inanspruchnahme von Diensten für die Herstellung eines Vermögensgegenstandes, seine Erweiterung oder für eine über seinen ursprünglichen Zustand hinausgehende wesentliche Verbesserung entstehen." ( § 255 (2) HGB)
Ausgeschlossen ist die Berücksichtigung von Fremdkapitalzinsen, Vertriebskosten und Forschungskosten.
Gemeinkosten können, müssen aber nicht anteilig berücksichtigt werden, wenn sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen
Abgrenzung Erhaltungsaufwand:
Erhaltungsaufwand z.B. durch Reparatur erhält Vermögensgegenstände im ordnungsgemäßen Zustand und schafft nichts Neues bzw. stellt auch keine wesentliche Verbesserung dar. In der Gewinn- und Verlustrechnung ist er als Aufwand zu buchen.
Für Herstellungskosten besteht gem. § 255 Absatz 2 HGB hingegen eine Aktivierungspflicht. Wesensmerkmal: Substan- oder Funktionszerweiterung
Nach HGB dürfen Finanzierungskosten nicht zu den Anschaffungs- und Herstellungskosten gerechnet werden.
Nach IFRS sind Finanzierungskosten gem. IAS 23, die zwischen dem Anschaffungszeitpunkt und der Inbetriebnahme sogar aktivierungspflichtig. Voraussetzung: Es liegt ein längerer Zeitraum vor („qualifying assets")
Mehr Infos IFRS Lektion 3: Sachanlagevermögen
Unterscheidung: abnutzbar oder nicht abnutzbar?
abnutzbare Vermögensgegenstände = planmäßige Abschreibung
nicht abnutzbare Vermögensgegenstände = nur außerplanmäßige Abschreibungen ( § 253 Absatz 3 HGB)
Abgänge sind zu verzeichnen, wenn Anlagegenstände aus dem Anlagevermögen ausscheiden, z.B. durch Verkauf oder Verschrottung.
Im Abgangsjahr sind die Anlagegegenstände nur zeitanteilig (volle Monate) abzuschreiben.
Zuschreibungspflicht nach BilMoG seit 2009
Auf Grund von Wertsteigerungen
Grenze: Niederstwertprinzip, Wertaufholung bis zur Höhe der ursprünglichen Anschaffungskosten (Abschreibungen werden rückgängig gemacht).
Zum Anlagevermögen gehören Vermögensgegenstände, die zum dauerhaften Verbleib dem Unternehmen dienen sollen.
Die Zugangsbewertung geschieht bei Fremdbezug zu Anschaffungskosten und bei Selbsterstellung zu Herstellungskosten.
Die Folgebewertung geschieht durch planmäßige und ggf. unplanmäßigen Abschreibungen.

References: § 253
 § 266

§ 268
 § 255
 § 255
 § 253