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Timestamp: 2019-08-20 02:57:07+00:00

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Grund­stücks­über­tra­gung auf eine Stif­tung | Rechtslupe
Grund­stücks­über­tra­gung auf eine Stif­tung
Soll das recht­li­che Eigen­tum an einem Grund­stück auf eine Stif­tung über­ge­hen, erlangt die­se regel­mä­ßig zu dem Zeit­punkt wirt­schaft­li­ches Eigen­tum an dem Grund­stück, der in dem auf Über­tra­gung des Eigen­tums gerich­te­ten nota­ri­el­len Ver­trag für den Über­gang von Besitz, Gefahr, Nut­zun­gen und Las­ten vor­ge­se­hen ist, wobei eine rück­wir­ken­de Bestim­mung die­ses Zeit­punkts ein­kom­men­steu­er­recht­lich unbe­acht­lich ist.
Eine vom bür­ger­li­chen Recht abwei­chen­de Zurech­nung unter dem Gesichts­punkt des wirt­schaft­li­chen Eigen­tums kommt nur in Betracht, wenn nach dem Gesamt­bild der Ver­hält­nis­se ein ande­rer als der recht­li­che Eigen­tü­mer die tat­säch­li­che Herr­schaft aus­übt und den nach bür­ger­li­chem Recht Berech­tig­ten auf Dau­er von der Ein­wir­kung auf das Wirt­schafts­gut wirt­schaft­lich aus­schlie­ßen kann (§ 39 Abs. 2 Nr. 1 Satz 1 AO), so dass der Her­aus­ga­be­an­spruch des zivil­recht­li­chen Eigen­tü­mers kei­ne wirt­schaft­li­che Bedeu­tung mehr hat oder kein Her­aus­ga­be­an­spruch besteht1.
Soll das recht­li­che Eigen­tum an einem Grund­stück oder Grund­stücks­an­teil auf einen ande­ren über­ge­hen, wird der Erwer­ber in der Regel zu dem Zeit­punkt wirt­schaft­li­cher Eigen­tü­mer, zu dem ihm auf­grund der nota­ri­el­len Ver­ein­ba­rung Besitz, Gefahr, Nut­zun­gen und Las­ten über­tra­gen wer­den2.
Eine Rück­be­zie­hung des Gefahr­über­gangs auf einen Zeit­punkt vor dem Abschluss des maß­geb­li­chen Über­tra­gungs­ver­trags ver­setzt den Erwer­ber jedoch gera­de nicht in die Lage, den Ver­äu­ße­rer bereits vor dem Ver­trags­ab­schluss von der Ein­wir­kung auf das über­tra­ge­ne Grund­stück aus­zu­schlie­ßen3.
Der blo­ße schuld­recht­li­che Anspruch der Stif­tung auf Über­tra­gung des Grund­stücks aus § 81 Abs. 1 Satz 2 BGB reicht für die Annah­me wirt­schaft­li­chen Eigen­tums nicht aus. Dabei kann es dahin­ste­hen, ob die im Stif­tungs­ge­schäft erklär­te Ver­pflich­tung zur Über­tra­gung des Grund­stücks an die Stif­tung gemäß § 311b BGB der nota­ri­el­len Beur­kun­dung bedurft hät­te4. Der im Rah­men eines Stif­tungs­ge­schäfts zuge­si­cher­te Über­gang des Eigen­tums an einem Grund­stück auf eine Stif­tung bedarf jeden­falls eines geson­der­ten Über­tra­gungs­ak­tes5.
Der Bun­des­fi­nanz­hof weist zudem dar­auf hin, dass § 10b Abs. 1a Satz 1 EStG in der ab dem Ver­an­la­gungs­zeit­raum 2007 gel­ten­den Fas­sung, wonach auch Zuwen­dun­gen in das Ver­mö­gen bestehen­der Stif­tun­gen (sog. Zustif­tun­gen) begüns­tigt wer­den, auf frü­he­re Sach­ver­hal­te nicht anwend­bar ist. § 10b Abs. 1 und 1a EStG i.d.F. des Art. 1 des Geset­zes zur wei­te­ren Stär­kung des bür­ger­schaft­li­chen Enga­ge­ments vom 10.10.20076 ist erst­mals auf Zuwen­dun­gen anzu­wen­den, die nach dem 31.12 2006 geleis­tet wer­den (§ 52 Abs. 24b Satz 2 EStG i.d.F. vom 10.10.2007; vgl. Blümich/​Brandl, § 10b EStG Rz 2; BT-Drs. 16/​5200, S. 8).
Straf­rich­ter oder Schiff­fahrts­ge­richt? Nach § 2 Abs. 3 Satz 1 Buchst. a) BinSch­GerG fal­len in die sach­li­che Zustän­dig­keit der Schiff­fahrts­ge­rich­te „Straf­sa­chen wegen Taten, die auf oder an Bin­nen­ge­wäs­sern unter Ver­let­zung schiff­fahrts­po­li­zei­li­cher Vor­schrif­ten began­gen…
Ein­ma­li­ge Ver­mitt­lung von Betäu­bungs­mit­teln Auch die nur ein­ma­li­ge Ver­mitt­lung eines Geschäfts ein Han­del­trei­ben mit Betäu­bungs­mit­teln sein, da die­ser Begriff nach stän­di­ger Recht­spre­chung weit aus­zu­le­gen ist und alle Tätig­kei­ten erfasst, die auf den Umsatz von…
vgl. BFH, Urteil vom 18.07.2001 – X R 39/​97, BFHE 196, 139, BSt­Bl II 2002, 284, unter II. 3.a↩
stän­di­ge Recht­spre­chung, z.B. BFH, Urteil vom 20.10.2011 – IV R 35/​08, BFH/​NV 2012, 377, Rz 13, m.w.N.↩
vgl. BFH, Urteil in BFH/​NV 2012, 377, Rz 14↩
für die ent­spre­chen­de Anwen­dung von § 311b BGB u.a. Palandt/​Ellenberger, Bür­ger­li­ches Gesetz­buch, 78. Aufl., § 81 Rz 3; Palandt/​Grüneberg, Bür­ger­li­ches Gesetz­buch, 78. Aufl., § 311b Rz 16; Staudinger/​Schumacher (2018), BGB, § 311b Rz 59; Schwarz, DStR 2002, 1718, 1721; a.A. u.a. OLG Schles­wig, Beschluss vom 01.08.1995 – 9 W 50/​95, DNotZ 1996, 770; FG Schles­wig, Urteil vom 08.03.2012 – 3 K 118/​11, EFG 2012, 1184, Rz 37; Staudinger/​Hüttemann/​Rawert (2017), BGB, § 81 Rz 15; offen­ge­las­sen in BFH, Urteil vom 27.11.2013 – II R 11/​12, BFH/​NV 2014, 579, Rz 18↩
vgl. BayO­bLG, Beschluss vom 25.06.1987 – BReg 2 Z 67/​87, NJW-RR 1987, 1418; Palandt/​Ellenberger, Bür­ger­li­ches Gesetz­buch, 78. Aufl., § 82 Rz 1↩
BGBl I 2007, 2332↩
GrundstückStiftung

References: § 81
 § 311
 § 10
 § 10
 Art. 1
 § 10
 § 2
 § 311
 § 81
 § 311
 § 311
 § 81
 § 82