Source: https://issuu.com/clvooe/docs/schulblatt_okt_2014_monitor
Timestamp: 2017-06-29 16:07:17+00:00

Document:
Schulblatt okt 2014 monitor by Dietmar Stütz - issuu
Das SchulblattGeneralversammlung
des CLV OberösterreichOKTOBER 2014
für OberösterreichMittwoch 5. November 2014
Design Center LinzThomas Geierspichler:
Rennrollstuhlfahrer,
Doppel-Paralympics-Sieger6.223 sagten, was Sache ist!
GOED Studie brachte Erstaunliches zutage
Herbst-AufregerInklusionHehrer Anspruch mit
Stolpersteinen2SchlusspunktDAS SCHULBLATT | OKTOBER 2014Abschied nach 25 JahrenSehr geehrte Leserinnen und Leser,
liebe Freunde im CLVDie Ehre war groß, die Bedenkzeit kurz, die
Herausforderung enorm und die Erwartungshaltung beinahe zwingend! – Die
Chance „nein“ zu sagen war denkbar
So ungefähr stellte sich die Situation im
Herbst 1989 dar, als der Verein in der Person
des damaligen Landesobmannes und ZA Vorsitzenden, Horst Roither, auf die kühne Idee
verfiel, mir die Redaktion der Vereinszeitung
Zwei Bedingungen stellte ich allerdings:
a)	meinen Redaktionsstab wollte ich mir selbst
b)	keine redaktionelle Direktiven seitens der
Dieser (geradezu an Selbstverleugnung grenzende) mir zugestandene Rahmen erwies sich
indes als journalistisch höchst motivierend
und veranlasst mich nun, zwei Personengruppen besonderen Dank auszusprechen.
Die Landesobleute Horst Roither, HR Dr.
Johannes Riedl sowie HR Fritz Enzenhofer
haben mich stets mit überzeugendem Vertrauen ausgestattet, nie war ich gezwungen,
redaktionelle Abwehrkämpfe zu bestreiten –
dies ist angesichts oft heikler bildungspolitischer Materie nicht selbstverständlich, dafür
Ohne meine redaktionellen Mitarbeiter wäre
vieles nicht möglich gewesen: OStR Helmuth
Nitsch (seit 25 Jahren ideenreich und verlässlich an meiner Seite), Dr. Gerhard Pauza als
unermüdlicher Rezensent, OSR Peter Baum-garten als kritischer, pädagogischer Denker,
LSI Barbara Pitzer als bewährte Verbindung
zum Bildungsreferat der LReg., Max Egger,
MA, als Herr über die oö. Bildungsstandards,
Michael Andexlinger als „Mister Generalversammlung“ sowie der für die Junglehrerschaft
umtriebige Michael Weber mit Sabine Schmidt
an seiner Seite. – Ihnen allen gebührt herzlicher Dank. Nicht vergessen möchte ich überdies die Korrespondenten aus den Teilgliederungen (Sektionen) des Vereines! Als unverzichtbarer „Außendienstmitarbeiter“ mit
untrüglichem Instinkt für Annoncen und treffsichere Recherche hat Walter Utz genannt zu
werden, dem ich an dieser Stelle gerne danke.
Ein besonderes Anliegen war mir, (neben der
Vereinsagenda) Pädagogik so aufzubereiten,
dass sie einerseits fachlich tragfähig und sachorientiert, andererseits interessant und nach
journalistischen Grundsätzen einer kritischen
und heterogenen Mitglieder- und Leserschaft
Ich hoffe, in meinen – bisweilen etwas übermütigen – Editorials niemandem bildungspolitisch zu nahe getreten zu sein: wenn doch,
so war dies pure Absicht!
Wenn ich nun die Funktion des leitenden
Redakteurs aus der Hand gebe, so in der
sicheren Überzeugung, dass mein Nachfolger
(in der Delegiertentagung zu wählen) die
Sache mit ebenso großer Begeisterung in die
Hand nimmt, wie ich vor 25 Jahren!
Mit besten GrüßenP.S: Wenn Sie mir immer schon Ihre Meinung
sagen wollten, dann unter:
w.schwarz@eduhi.atDankOKTOBER 2014 | DAS SCHULBLATT„Absolute
Pflichtlektüre“
Nicht nur durch meine ehemalige Lehrertätigkeit, sondern auch
durch meine Funktion als politischer Verantwortungsträger war und
ist das „Schulblatt“ für mich eine absolute Pflichtlektüre.
Es ist nicht nur das Sprachrohr der im CLV vertretenen Lehrerinnen
und Lehrer, sondern auch ein inhaltlich hoch stehendes Diskussionsforum für aktuelle Fragen der Pädagogik und der Bildungspolitik.
Inhaltlich anspruchsvolle Printprodukte entstehen nicht von selber,
hinter ihnen stehen engagierte Menschen, die sie erarbeiten. Das
"Schulblatt" macht hier keine Ausnahme.
Mein besonderer Dank gilt daher Mag. Wolfgang Schwarz, der ein
Vierteljahrhundert lang diese Aufgabe übernommen hat. Er war
völlig ehrenamtlich und mit großem Engagement für die Sache 25
Jahre lang für dieses Periodikum verantwortlich.
Untrennbar mit seiner Lebensleistung verbunden ist die Tatsache,
dass das „Schulblatt“ den Stellenwert einer Vereinszeitung längst
verlassen hat und mittlerweile eine anerkannte Publikation in allen
Fragen, die den Bildungsbereich betreffen, darstellt.
Dafür danke ich ihm ebenso wie für seine Bereitschaft, dem „Schulblatt“ mit seiner Erfahrung und seinem Sachverstand als Mitglied
des „Redaktionsausschusses“ weiter erhalten zu bleiben.Dr.Josef Pühringer
Landeshauptmann34FRITZ ENZENHOFERDAS SCHULBLATT | OKTOBER 2014Tempo!
Tempo!Meine MeinungOKTOBER 2014 | DAS SCHULBLATT5Tempo meine Herrschaften. Willkommen auf dem Bildungsmarkt.
Der Zirkus ist geheizt!Neue Attraktionen, alte Hüte! Alles ist für sie dabei!
Das Höchste, das Beste, der Begabteste, das Schnellste!Wir zeigen Ihnen sogar den Mann ohne Kopf.
Wir garantieren – in unserem Meinungskarussell wird Ihnen
sicher schwindlig. Wir garantieren, alles wird schneller.Seit 1980 wird aus Sicherheitsgründen in
bestimmten Straßenzügen Videoüberwachung durchgeführt. Nun hat man
diese Videos mit jenen von heute verglichen. Das Ergebnis? Die Menschen
gehen doppelt so schnell wie vor 30
Jahren. Sportwissenschafter stellen fest –
etwas schneller und es wäre Laufen.
Das Tempo hat sich erhöht. Vielleicht
in der Erwartung, in der Anspruchshaltung, unter dem Druck, dass Schnelligkeit ein Erfolgsfaktor ist. Wahrscheinlich
laufen auch manche schneller vor etwas
davon.Mittelalter
Das Durchschnittsalter lag im Mittelalter
etwa bei 30 Jahren. Ein Mensch hat
damals in seinem ganzen Leben weniger Information erhalten, als heute an
einem Tag in einer qualitativen Tageszeitung steht.
Der Vergleich einer Tageszeitung mit
Informationsdichte von Internet und
mit den elektronischen Medien ist wie
„Schnecke“ zu „Blitz“!
Informationen sind Zugang zu Wissen. Ist Wissen Bildung?Nachhaltigkeit! Entschleunigung!
Diese Begriffe haben sich erst in den
letzten Jahren entwickelt. Nachhaltigkeit ist im Bildungsauftrag, den wir
Lehrer haben, ein wesentliches Ziel. Das
ist nicht neu. „Nicht für die Schule, für
das Leben lernen wir“.
In welchem Verhältnis steht das Ziel von
Nachhaltigkeit zum banalen, modernenAnspruch an Schule. Noch höher, besser, effizienter, vergleichbarer, messbarer, schneller?
„Schule muss sich rascher an gesellschaftliche Veränderung anpassen!“
Wieso eigentlich? Ist es Aufgabe von
Schule und Bildung angepasst zu sein?
Ist es nicht gerade die Unangepasstheit,
die Bildung auszeichnet? Kritisch hinterfragen, andere Lösungen suchen, neue
„Die Schule muss sich rasch ändern,
damit wir endlich bei der nächsten Studie aus dem Mittelfeld an die Spitze
kommen“. (Bildungsexperten-Meinung)
Welche Spitze, welches Ziel?Daher ist
es nach wie
vor aktuell:
für die Schule, lasst
die Lehrer arbeiten!Tempo, Tempo
Willkommen auf dem Bildungsjahrmarkt!
Der Zirkus ist geheizt!In eigener SacheEndlich Ruhe für die Schule!Das Schulblatt ist keine Tageszeitung. Es
hat aber eine anspruchsvolle Leserschaft.
Ein Fachpublikum. Es hat sich als Magazin
zwar ständig verändert, aber Linie gehalten. Das Schulblatt ist für den CLV ein
wesentliches Sprachrohr.Vor mehr als 20 Jahren habe ich heftige
Kritik geerntet, als ich einen Artikel mit
dieser Überschrift im Schulblatt veröffentlicht habe. Von Veränderungsverweigerung, Friedhofsruhe, Unflexibilität, Starrheit reichte die Palette der
Vorwürfe. Bei näherer Diskussion haben
sich diese Vorwürfe allerdings relativiert.Die redaktionelle Leitung ist daher mit
hoher Verantwortung verbunden. Wolfgang Schwarz hat seit über 25 Jahren die
Chefredaktion des Schulblattes inne. Er
hat Neues zugelassen und Linie gehalten.
Er hat Meinungen gebracht und dadurch
Meinung gemacht. Wir sind ihm zu großen Dank verpflichtet.Und ich bleibe dabei.
Ich kann mir über die Kompetenz von
Busfahrern den Kopf zerbrechen und
Verbesserungen suchen. Wenn ich ihm
aber während der Fahrt ständig ins Lenkrad greife, wird er mich hinauswerfen.Persönlich möchte ich noch den Dank
anfügen, dass er nie die Nerven geschmissen hat, wenn mein Leitartikel erst geliefert wurde, als die Druckmaschinen schon
angelaufen sind.	■„Wir wissen zwar nicht, wohin wir wollen, dafür sind wir schneller dort“
(Karl Valentin)Foto: FotoliaManhatten!6InklusionDAS SCHULBLATT | OKTOBER 2014Sonderpädagogisches Lehramt entfällt!Letztes Jahr beschlossen, ab Oktober
2015 (Grundschule) bzw. 2016
(Sekundarstufe) in Ausführung:Im Rahmen der Lehrerausbildung
wird auf das Lehramt für Sonderpädagogik verzichtet!In der Sekundarstufenausbildung werden Studierende ebenfalls im Rahmen
der „allgemeinen bildungswissenschaftlichen Grundlagen“ mit Inklusion vertraut gemacht, belegen dann noch 2
weitere Fächer, wobei statt dem 2. Fach
auch eine Spezialisierung (z.B. Inklusive
Pädagogik, Sonder- und Heilpädagogik,
Sozialpädagogik, Berufsorientierung,
Mehrsprachigkeit, Medienpädagogik
usw.) belegt werden kann.	■Anstatt dessen werden Studierende für
die Grundschule in den „allgemeinen
bildungswissenschaftlichen Grundlagen“ und in der „Elementar- und Pri-marstufenpädagogik und -didaktik“ mit
Elementen der Inklusion und Heilpädagogik vertraut gemacht.7Inklusion ist nicht der Weg, sondern das ZielZugegeben, es ist eine Annäherung
an ein schwieriges Thema, bei
dem manche so tun, als gäbe es
nur die Alternative zwischen völliger
Inklusion oder völliger Exklusion. Das
erweist sich allerdings als realitätsfremd,
weil es einer differenzierten Gesellschaft
der Moderne nicht entspricht. „Nur
wenn man die aktuelle Realität genau
kennt und von dieser ausgeht, kann
man etwas im Sinne der Inklusion verändern“, sagt auch Tony Booth, einer
der Verfasser des „Index of Inclusion“.
Deshalb kann nur eine präzise Diagnose Grundlage und Voraussetzung einer
gezielten Förderung über die gesamte
pädagogische Bandbreite sein, wenn alle
Kinder grundsätzlich in die lokale Schule
gehen (können) und ihren Begabungen
entsprechend gefördert werden. Die
dafür notwendigen Voraussetzungen
müssen aber von der Politik nicht nur
festgelegt (siehe UNO-Behindertenrechtskonvention 2006 und entsprechende nationale Gesetze), sondern vor
allem auch langfristig gesichert werden.
Es geht um eine professionelle Umsetzung, damit kein Kind zum Verlierer wird.Inklusion muss gesellschaftlich
Inklusion kann nicht einfach an die Schulen delegiert werden. Sie muss auch in
der Berufsaus-bildung, im Berufsleben, in
der Freizeit, im öffentlichen Leben und in
den Familien zum Tragen kommen, also
in möglichst allen Bereichen von Gesellschaft und Wirtschaft sowie über diegesamte Lebensdauer eines Menschen.
Ein derart fundamentaler Umdenk- und
Umstellungsprozess dauert allerdings
Jahrzehnte, auch in den Schulen.
Öffentliche Schulen können nur das
leisten, was auch gesellschaftlich mitgetragen wird.Die Umstellung auf Inklusion erfordert massive Investitionen
Qualität in der Inklusion kann es nur mit
mehr Ressourcen geben:
-	mehr Fachpersonal für Sonderpädagogik, Schulsozialarbeit, Schulpsychologie, Schulbegleitung, Pflege
und Assistenz,
-	Anpassung der Lehrkräfteausbildung
aller Schulformen und Schulstufen,
-	systematische Fort- und Weiterbildung,
-	inklusionsgeeignete Lehr- und Lernmittel,
-	Herstellung von Barrierefreiheit,
-	Schaffung genügender Klassen- und
Differenzierungsräume,
-	inklusionsgerechter Schülertransport.
Für die Entwicklung einer inklusiven Schule sind kontinuierlich
ausreichende Ressourcen ohne
Finanzierungsvorbehalt bereit zu
stellen.Paul Kimberger
LehrergewerkschaftInklusion kann nur lokal umgesetzt
Werthaltungen müssen an jeder Schule
mit sämtlichen Beteiligten gemeinsam
und konkret in den Alltag des Lernens
und Zusammenlebens umgesetzt werden. Nur so wird es möglich, Sicherheit
und Geborgenheit zu gewährleisten
und effektiv zu lernen und zu arbeiten.
Der Aufbau einer gemeinsam gelebten
Schulethik und angepasster Schul- und8Inklusion
Unterrichtsmodelle benötigt viel lokalen
Gestaltungsraum. Schulen sollen lokal
passende Modelle auswählen und weiter entwickeln können. Die Tragfähigkeit von Klassen ist zu berücksichtigen.
Erfolgreiche Modelle sollen den Schulen
Veränderungen müssen umsichtig vorbereitet, lokal gestaltet und von allen
Beteiligten, also von den Kindern, den
Eltern und den Lehrerinnen und Lehrern
mitgetragen werden können.Lernvorgaben und Lernmaterial
müssen die Heterogenität abbilden
Die im Lehrplan vorgegebenen Kompetenzen müssen von den Schülerinnen
und Schülern differenziert erreicht werden können. Unterrichts- und Lernmaterial sollen ein differenziertes Lernangebot ermöglichen. Der Widerspruch
zwischen der Idee der Inklusion und
jener der Einführung von Bildungsstandards und deren Überprüfung mit Tests
und Bildungsmonitoring muss vom
Dienstgeber geklärt werden.
Lehrpläne, Lernmaterialien, Leistungstests und Bildungsstandards müssen
die Inklusion unterstützen.DAS SCHULBLATT | OKTOBER 2014Spezielle Förderangebote
und Beratung sind weiterhin nötig
Für besondere Förderung,
Therapie und Beratung müssen weiterhin spezialisierte
Angebote zur Verfügung stehen. Die Zuweisung erfolgt aufgrund sorgfältiger individueller Abklärungen. Inklusion ist bis heute ein Ziel,
noch keine Tatsache. Es wird immer
Kinder geben, die unter den gegebenen
Umständen an den Schulen (noch)
nicht ihren Bedürfnissen entsprechend
gefördert werden können oder deren
Eltern das Angebot für ihr Kind nicht als
angemessen erachten.
Bisher zentral angesiedelte sonderpädagogische Fachkompetenzen sind unverzichtbar und müssen in ein inklusives
Schulsystem passend integriert und ausgebaut werden.Die Politik muss eine sorgfältige
Umsetzung verantworteneiner machbaren und motivierenden pädagogischen
Herausforderung werden,
die sowohl Eltern als auch
überzeugt und allen Kindern
einen Mehrwert bringt. Inklusion kann nicht in der üblich gewordenen Reformhektik und Innovationshysterie von oben verordnet und ohne
genügend Ressourcen an die Schulen
delegiert werden. Sonst droht ein Scheitern und die Rückkehr zur Exklusion.
Gelingende Inklusion ist ein langer Prozess, der politische Wahlperioden überdauert und dauernde Aufmerksamkeit verlangt.„Bei uns meint mancher Inklusionsbefürworter, die Lehrer müssten ihren Unterricht nur entsprechend „individualisieren“, dann
könne man auf Sonderschulen verzichten. Diesen Gedanken hält
man in Finnland für illusorisch.“
Die Welt-Online am 12. Oktober 2013■Inklusion braucht einen klaren politischen Willen, damit das gemeinsame
Lernen weiter unterstützt und gefördert
werden kann. Die Inklusion muss zuInklusive Bildung braucht genügend Zeit
Österreich hat 2008 die UNO-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen ratifiziert und sich damit auch zum Aufbau
eines inklusiven Bildungssystems verpflichtet mit dem Ziel, dass Kin-Dr. Helga
Therapeutinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung miteinander und voneinander lernen und die dafür notwendigen Hilfestellungen erhalten.Auf der Startseite der Homepage
der Lebenshilfe (www.lebenshilfe.
at) wird Inklusion beschrieben als
eine Vision, wie alle Mitglieder einer
Gesellschaft leben möchten – eine Vision, die in jedem Fall befürwortet werden kann:
„In einem Miteinander, in dem keine
Person ausgeschlossen wird. Jeder
Mensch ist ein anerkannter Teil der
Gesellschaft. Unabhängig von Herkunft,
Behinderung, sexueller Orientierung oder
Lebensalter. Alle Menschen sind verschie-den. Das wird nicht als Problem gesehen,
sondern als Stärke.“Herausforderungen und „Stolpersteine“
Was braucht es nun um dieses Ziel zu
erreichen? Welche Chancen, Herausforderungen aber auch „Stolpersteine“
inklusiver Schulentwicklung werden
sichtbar und spürbar?
In den meisten unserer Schulen wird
bereits versucht, wichtige Grundsätze
inklusiver Pädagogik wie etwa denUmgang mit Heterogenität durch Differenzierung und Individualisierung,
Methodenvielfalt, Teamteaching und
Teamarbeit, Beziehungslernen, das
Bemühen um respektvolles und wertschätzendes Miteinander zu leben.Inklusion ohne Ressourcen kann
Vielfach ist jedoch schon der gemeinsame Unterricht von Kindern mit ganz
unterschiedlichen Lern- und Leistungsniveaus eine große Herausforderung, wie
können Lehrerinnen und Lehrer derInklusion
Was überdies benötigt wirdgesamten Bandbreite von Kindern und
Jugendlichen mit Beeinträchtigungen
gerecht werden? Diese reicht von Schülerinnen und Schülern mit körperlichen,
geistigen und/oder psychischen Beeinträchtigungen, Sinnesbeeinträchtigungen bis hin zu Lernbehinderungen und
Verhaltensauffälligkeiten. Hier wird offensichtlich, dass inklusive Schule ohne entsprechende Unterstützung durch speziell
ausgebildetes Fachpersonal wie SonderpädagogInnen, BetreuungslehrerInnen,
SchulsozialarbeiterInnen, SchulassistentInnen, SchulpsychologInnen, nicht
möglich ist. Inklusion ohne diese notwendigen personellen Ressourcen kann
nicht funktionieren und mündet in hoffnungsloser Überforderung! Begleitmaßnahmen wie etwa Angebote zur kontinuierlichen Reflexion pädagogischen Handelns im Rahmen von Fort- und Weiterbildung sind unerlässlich.Was die künftige Ausbildung der SonderpädagogInnen betrifft, so wird
diese in Hinkunft im Rahmen der LehrerInnenbildung neu strukturiert, das
Lehramt für Sonderpädagogik fällt
weg! Alle LehrerInnen müssen ausreichende Grundkenntnisse im Fachgebiet „Inklusive Pädagogik“ erhalten.
Studierende für die Grundschule werden im Bachelorstudium mit Elementen der Inklusion und Heilpädagogik
vertraut gemacht, Studierende der
Sekundarstufenausbildung können
zusätzlich statt dem 2. Fach auch eine
Spezialisierung im Bereich Inklusive
Pädagogik wählen. Die vorgesehene
Vermittlung von inklusiven Grundkenntnissen für sämtliche Lehrerinnen
kann positiv beurteilt werden, inwieweit allerdings gerade im Grundschulbereich diese Basisschulung ausreicht,
lässt Zweifel aufkommen.Sonderschule- Anachronismus
oder ZukunftsmodellEin inklusives Bildungssystem braucht
weiters behinderungsgerechte, barrierefreie Schulen mit zusätzlichen Räumlichkeiten für individualisiertes und differenziertes Arbeiten, deutlich reduzierte
Klassengrößen sowie ein reichhaltiges
Angebot an adäquaten Lehr- und Lernmaterialien.
Inklusive Schule ist immer eingebettet in einen gesamtgesellschaftlichen
Kontext. Das in der UNO-Menschenrechtskonvention verankerte Recht
jedes Menschen auf gleichberechtigte
muss in sämtlichen Lebensbereichen
Inklusive Schulentwicklung braucht vor
allem genügend Zeit! Hier geht es in
erster Linie um die Auseinandersetzung
mit Grundhaltungen, um Grenzgänge,
Einsichten und Erfahrungen, die erlebt,
aber nicht verordnet werden können.
So plädiert auch Klippert in seinem
Buch „Lehrerentlastung“ ( Beltz 2007)
für eine „Strategie der kleinen Schritte“.
Wichtig und wünschenswert wäre hier
der Dialog, der auch kritische Fragen
zulässt und ernst nimmt, der Austausch
zwischen Theorie und Praxis, zwischen
den Wissenschaftern, Politikern und den
Lehrkräften „draußen“. Der tägliche
Blick auf Schulrealitäten lässt Möglichkeiten, Herausforderungen und Grenzen gemeinsamen Lernens verstehbar
und begreifbar machen.	■Helmuth Nitsch
Leiter des Landesschulzentrums für Hör- und
SehbildungDarf das Wort Sonderschule in der Zeit der Inklusion überhaupt in den
Mund genommen werden? Sollte man Sonderschulen nicht einfach
auslaufen lassen? Ist nicht die Inklusion das Allheilmittel für alle Herausforderungen und jedes Kind?
„Wann hört man endlich mit diesem
Anachronismus in der Kapuzinerstraße
auf?“ Diese Frage mit stark appellativem
Unterton stellte LH-Stv. Josef Ackerl kurzvor seinem Abschied aus der Politik.
Dies geschah nicht im kleinen Kreis,
nicht in einer Diskussionsrunde, sondern bei einer, für diese Thematik, sehrgroßen Festgesellschaft. Eine Festgesellschaft, die das Jubiläum einer hochspezialisierten Abteilung für Hörbeeinträchtigte eines Krankenhauses in Linz feierte. Den meisten Zuhörern wird die Aufforderung wohl entgangen sein. Mir
konnte sie nicht entgehen, da Herr LHStv. Ackerl noch nachsetzte und meinte:
„Den Herrn Direktor in Ehren, der sich
sicher sehr bemüht.“ Für mich als den9Gemeinsam in die
Bildungszukunft.Welt der Medien
Mit den Angeboten aus der Welt der Medien bieten wir Ihnen eine
umfassende mediale Unterstützung für einen abwechslungsreichen
Unterricht. Tausende Unterrichtsfilme inklusive Arbeitsmaterialien,
Musik von Klassik bis Jazz, interaktive Übungen und Medienpakete
unterstützen bei Ihrer Unterrichtsvorbereitung!
www.edugroup.at/medienInklusionOKTOBER 2014 | DAS SCHULBLATTgemeinten Direktor des Landesschulzentrums für Hör- und Sehbildung in
Linz, eben in der Kapuzinerstraße,
bestand keine Chance der Stellungnahme oder wie ich meine Richtigstellung.
Rechtfertigung schreibe ich absichtlich
nicht. Auch wenn mein Amtstitel Sonderschuldirektor lautet, sehe ich mich
nicht als pädagogisches Fossil oder aussterbende Spezies. Ich fühle mich auch
nicht als Masseverwalter der auslaufenden Sonderpädagogik. Für dieses Selbstbewusstsein brauche ich keine Autosuggestion und keine therapeutische Hilfe.
Zugegeben, das Selbstbewusstsein und
die Gewissheit, dass die Einrichtung in
der ich arbeite, Zukunft hat, ist nicht
schwer zu erklären. Die, auch von der
österreichischen Bundesregierung unterschriebene UN-Konvention für die
Menschenrechte, verpflichtet die unterzeichnenden Staaten, Menschen mit
Beeinträchtigungen eine volle Teilhabe
an der Gesellschaft zu ermöglichen. Die
Auflösung der Sonderschulen als segregative Einrichtungen wird verlangt.
Doch da gibt es eine Ausnahme. Es sind
dies die Einrichtungen für blinde und
gehörlose Kinder. Wird da mit zweierlei
Maß gemessen? Warum diese Ausnahme? Das ist leicht erklärt. Blinde und
Gehörlose haben starke Vertretungen.
Diesen war bewusst, dass die Abschaffung der Spezialeinrichtungen zu einer
weiteren Benachteiligung ihrer Klientel
führen musste. Den VertreterInnen der
Verbände war klar, dass es unrealistisch
ist, das Spezialistentum zu erhalten. Die
Annahme, dass die Spezialschule für
jedes sinnesbeeinträchtigte Kind die
beste und einzige Form der Beschulung
ist, darf aus der Forderung der Verbände nicht geschlossen werden. Es gibt da
keine Automatismen. Die Chance liegt
in der Entscheidungsmöglichkeit der
Eltern und ihrer betroffenen Kinder und
im breiten Angebot.Kontinuierliche Weiterentwicklung
Dass das Landesschulzentrum für Hörund Sehbildung oft als Modell- und
Vorzeigeeinrichtung gesehen wird,
freut das dort tätige Lehrerkollegium
sehr. Die Arbeit ist sicher nicht einfacher als an anderen Schulen. Anders ist
vielleicht doch ein gewisses Maß an
Anerkennung. Die Anerkennung für die
kontinuierliche Weiterentwicklung der
Schule. Das Unterzeichnen der UN-Die LSZHS – reformorientiert und aufgeschlossen beherbergt immer wieder interessierte
Prominenz in ihren Mauern. Das Beispiel zeigt: Sonderschule ist nicht passe`.Konvention hat die Arbeit nicht verändert. Das frühere Taubstummeninstitut
mit seiner mehr als 200jährigen
Geschichte wurde zu einem modernen
Kompetenzzentrum entwickelt. Kompetenzzentrum ist auch der Begriff, der
die Arbeit in dieser Bildungseinrichtung besser beschreibt. Lautet die Forderung: „Weg mit den Sonderschulen
und Anstalten, her mit den Kompetenzzentren,“ ist es in unserem Bereich
im Sinne der Interessensverbände der
Betroffenen und leicht auf andere
Beeinträchtigungen zu übertrage.Neubau der Schule
Den Weg zum Kompetenzzentrum
konnte das LSZHS nicht alleine gehen.
Das Land Oberösterreich und die Schulaufsicht ermöglichte, unterstützte und
forcierte die Entwicklung. Nach dem
Neubau der Schule vor fünf Jahren
steht die Fertigstellung des zweiten
großen Gebäudes (Zentrum für Hörund Sehbildung – Therapieräume, Hort,
Internat, Abteilung Handwerk, …) kurz
bevor. Anfang Jänner 2015 kann das
neue Gebäude bezogen werden. Dem
baulichen Bekenntnis des Landes OÖ
zur Notwendigkeit des Kompetenzzentrums gingen viele schulorganisatorische Schritte voraus. Die Spezialschule
war immer die Schule für alle hörbeeinträchtigten Kinder. Auch heute ist der
Schulsprengel Oberösterreich, nicht
nur für hörbeeinträchtigte, sondern seit
27 Jahren auch für sehbeeinträchtigte
Kinder. Mehr als drei Viertel der Kinder
besuchen eine Schule in der Nähe ihresWohnortes oder auch eine Höhere
Schule. Sie werden von den KollegInnen des mobilen Dienstes (früher überregionales SPZ Sinne neuerdings ZIS)
des LSZHS betreut. Die Kinder, deren
LehrerInnen und Eltern werden von
den BeratungslehrerInnen unterstützt
und. mit „Know how“ versorgt. Eine
weitere Hilfe ist der Verleih von Hilfsmitteln über den Hilfsmittelpool an die
Schulerhalter. Funkmikrophonanlagen,
Tafellesegeräte, Braillezeilen für PCs
und Laptops, Therapiematerialien, …
um mehr als eine Million Euro sind an
die Schulerhalter der Bildungseinrichtungen verliehen.
Etwas weniger als ein Viertel der
betroffenen Kinder wir im LSZHS unterrichtet. Nur wenige Kinder bleiben ihre
ganze Pflichtschulzeit in unserer Einrichtung. Viele können, nachdem sie sich
eine solide Basis erarbeitet haben in
einer Regelschule bestehen. Der weitaus
größere Teil beginnt in einer Regelschule und wechselt dann in unsere Spezialeinrichtung.
Beispielhaft im LSZHS sind die acht
Integrationsklassen im Landesschulzentrum für Hör- und Sehbildung. Mit dem
Start der Integrationsklassen vor 20
Jahren verschwand jeglicher GhettoCharakter unseres Zentrums. Aktuell
werden die Kinder in 23 Klassen unterrichtet. Mehrfachbeeinträchtigte, Gehörlose, Blinde, Hochbegabte – alle
haben ihren Platz. So gesehen kein Anachronismus, sondern ein Modell einer
inklusiven Schule, das für viele Schulen
Vorbild sein kann. ■1112EdugroupDAS SCHULBLATT | OKTOBER 2014EduGroup: die jüngsten Hig
DAS SCHULBLATT hat sich im
Zuge der Neuformierung der
EduGroup über die Vielfalt der
Angebote an unsere Schulen
informiert und präsentiert – als
Service für unsere BildungsLeser/innen – 4 Entwicklungen,
die einen besonders hohen Tauglichkeitswert in Sachen Schulpraxis aufweisen.Highlight Nr. 1:
Perfekte Ergänzung für internetgestützten Unterricht. Ganz nach der Grundintention – „Genial einfach – einfach
genial“ können Links für den Unterricht
und Elterninfos problemlos und schnell
gepostet, Videos abgespielt und Kindersuchmaschinen unkompliziert eingebunden werden. Mit der Klassenpinnwand als Startseite schaffen Lehrerinnen
und Lehrer einen fixen, für Ihre Klasse
adaptierten Einstieg ins Web. Einige
Neuerungen zur Optimierung bestehender Funktionalitäten sowie neue
Features sind als „Klassenpinnwand Pre-miumversion“ gelauncht worden und
stehen allen Lehrkräften in Oberösterreich kostenlos zur Verfügung. Die einzige Voraussetzung ist eine Registrierung
am Portal der Education Group.
Die herausragende Qualität der Klassenpinnwand zeigt sich auch mit der
Verleihung des Comenius Sigels 2013.Die Website von eduGroup ist eine innovative und umfassende MedienbibliothekKlassenpinnwandStets auf neuen WegenDer Education Highway war mit
Amtsf. LSR
Präs. HR Fritz
seinem genialen GF Prof. Mag.
Anton Knierzinger vergleichbaren Bildungsplattformen immer um
einen Schritt voraus, stets auf der Suche
nach neuen Wegen, wodurch der
„Eduhi“ zu einem hervorragenden Wegbegleiter für jene wurde, die sich der
Schulentwicklung verschrieben haben.
Aber auch in der Information über
Neues aus der Bildung konnte durch diese Innovationskraft ein beispielhafter Weg
beschritten werden: Bereits Im Jahr 2006 wurde die Idee des BildungsTV über
Internet zu Papier gebracht. In den Folgejahren wurde der Informationskanal mit
großer Unterstützung des Landesschulrates aufgebaut und ist nun in der Lage,
abseits des medialen Mainstreams Pädagogen und Bildungsinteressierte aus 1.
Hand über viele bemerkenswerte Entwicklungen zu informieren. Zahlreiche interessante Beiträge sind über Internet abrufbar. Die aus dem „Eduhi“ und dem
BIMEZ hervorgegangene Edugroup unter GF Peter Eiselmair verfügt damit über
ein Juwel, um das es von vielen anderen Anbietern zu Recht beneidet wird.	■Highlight Nr. 2:
Bildungsmedien auf Knopfdruck
Mit knapp 4.000 pädagogisch aufbereiteten Filmen und Bilderbuchkinos, mehr
als 4.000 interaktiven Übungen von
MasterTool und einer Kooperation mit
Naxos, einer der größten Onlinebibliotheken für Jazz und Klassik bietet die
Education Group eine umfassende
Sammlung für einen abwechslungsreichen Unterricht. Medien können online
von zu Hause, in der Schule oder unterwegs ausgewählt, zu einer individuellen
Playlist zusammenstellt und inklusive
pädagogisch aufbereiteter Arbeitsmaterialien aufgerufen werden.
Unter www.edugroup.at/medien
erhalten Sie einen Überblick über das
gesamte Angebot. Jedes einzelne Medium wird kurz beschrieben, Sachgebieten zugeordnet und die Zielgruppeneignung (Grund-, Mittel, Oberstufe)
aufgezeigt. Speziell im Bereich Filme ist
sowohl die Darstellungsform als auch
die Auswahl österreichweit einzigartig.
Alle Kapitel sind direkt ansteuerbar, Ausschnitte können frei ausgewählt und inEdugroupOKTOBER 2014 | DAS SCHULBLATTghlights
einer Playlist gespeichert werden. Auf
diese Art und Weise stellen Sie Ihr individuelles Lehrmedium zusammen!
Der Zugriff auf diese innovative
Medienbibliothek ist für Oberösterreichische Pflichtschullehrerinnen und –
lehrer kostenlos - einzig eine Registrierung auf www.edugroup.at ist dazu
nötig!Highlight Nr. 3
eduCloud – die Zukunft der
Ein Großteil der Arbeitszeit unserer ITKustoden muss für die aufwendige Wartung der Schulcomputer und -server
verwendet werden. Zeit für die Unterstützung beim Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnik im
Unterricht bleibt dabei meist nur noch
wenig. Mit eduCloud ermöglicht Education Group im Auftrag des Landes OÖ
standardisierte, endgeräteunabhängige
Desktops für oö. Schulen.
Mit allen lizenzierten Anwendungen
und pädagogischen Programmen der
Schule wird ein auf die Bedürfnisse des
Lehrkörpers und der Schülerinnen und
Schüler zugeschnittener virtualisierter
Desktop gestaltet. In diesem Fall heißt
virtuell nichts anderes als dass der verwendete Rechner nur geringe „Arbeit“
selbst leistet, wie z. B. eine sichere Verbindung in das oberösterreichischeMit eduCloud
ermöglicht Education Group
im Auftrag des Landes OÖ standardisierte,
endgeräteunabhängige Desktops für
oö. Schulen.„Bereits Mitte der 1990er…“Werde ich als Präsident des
LSR Präs. a.D.
HR Dr. Riedl
Landesschulrates nach meierinnert sich
nen Erfolgen befragt, so
zähle ich jedenfalls die Gründung des
Education Highway Oberösterreichs
auf. Mitte der 1990er Jahre haben wir
ihn aus dem Institut für Schule und
Technologie an der Pädagogischen
Akademie der Diözese Linz (jetzt Pädagogische Hochschule) weiterentwickelt. Prof. Mag. Anton Knierzinger war dabei mein operativer Arm. Bald zeigte
sich, dass ein „non governmental“ Träger erforderlich war. Landeshauptmann Dr.
Josef Pühringer und der Generaldirektor der Raiffeisenlandesbank haben die
Errichtung einer Ges.m.b.H. ermöglicht. Bald war unser Werk ein Vorreiter für
Wege des neuen Lernens im IKT-Zeitalter und für computergestützte Schulverwaltung in Österreich. Dies wurde auch dadurch bestätigt, dass das Bildungsministerium dem Eduhi den Auftrag für die Entwicklung des Bildungsportals erteilte.
Über den gegenwärtigen Stand der Weiterentwicklung freue ich mich. Mit Stolz
habe ich meine eduhi-Mailadresse beibehalten.	■Rechenzentrum der eduCloud aufzubauen, und das von dort übertragene
„Bild“ darzustellen. Die Ausführung der
Anwendungen übernehmen die Hochleistungsserver – nur die Maske wird am
PC angezeigt.
Damit verlängert sich die Lebensdauer vorhandener Computer und die
Anschaffung neuer wird erheblich günstiger! Server sind vor Ort an der Schule
nicht mehr nötig und der Wartungsaufwand und auch damit auch die Kosten
werden massiv verringert.Highlight Nr. 4
Testcenter für Whiteboards,
mobile Lösungen und
Tablets & MobilesDie Anschaffung dieser Geräte ist für
Schulen oft ein großer Schritt. Einerseits
muss dafür die Finanzierung aufgestellt
werden und andererseits ist es gar
nicht so einfach sich sicher zu sein
welches der vielen verschiedenen
Angebote den nun wirklich das
richtige ist. Es gibt nur selten die
Möglichkeit an einer Stelle wirklich
unterschiedlichste Geräte ausprobieren
zu können und dann auch noch objektive Erfahrungsberichte zu erhalten.
Die Education Group konnte ein Testcenter für Whiteboards, mobile Lösun-gen und unterschiedlichste Tablets &
Mobiles initiieren. Gegen Voranmeldung unter tablets@edugroup.at können Sie die Geräte in Ruhe ausprobieren
Zusätzlich zu diesem Service finden
Sie unter www.edugroup.at/innovation/tablets-mobiles/devices.html Praxisbericht von Lehrkräften zu den Tablets.
Diese haben Geräte im Unterricht eingesetzt und diese anschließend anhand
eines Fragebogens evaluiert. Die aufbereiteten Berichte und Unterrichtsszenarien können Sie auf dem Portal Tablets
& Mobiles nachlesen.	■1314EdugroupDAS SCHULBLATT | OKTOBER 2014Gute Laune am Podium: Peter Eislmair zieht Bilanz, umschifft diplomatisch die Mühen der Ebene und beleuchtet die Highlights der Entwicklung, auf die alle stolz sind. Die Thesen des Zukunftsforschers bleiben von Präs. Enzenhofer nicht unerwidert, Bildung sei doch
etwas mehr als Employability, der Nützlichkeitsaspekt solle nicht überstrapaziert werden. LR Mag. Hummer freut sich über den Erfolg
der Zusammenführung des Education-Highways mit dem BIMEZ.Tag der offenen Tür
Edugroup zeigt, was sie kannLandeshauptmann Pühringer betont die
Notwendigkeit, in Sachen elektronischer
Entwicklung über den Tellerrand heimischer Möglichkeiten hinaus zu blicken und
sieht sich im Gespräch mit fernöstlichen
Gästen bestätigt.Die offizielle Eröffnung des neuen
Standortes in der Anastasius
Grün Straße in Linz bildete den
Anlass eines Tages der offenen Tür, im
Rahmen dessen die über 60 Mitarbeiter
der Edugroup zusammen mit externen
Firmen alle Register ihrer „elektroni-schen Kompetenz“ zogen und den über
500 Besuchern das Neueste und Feinste
im Entwicklungsbereich für Bildung und
Schule demonstrierten und vielen Praktikern den Mund wässrig machten.
Bei der Abendveranstaltung konnte
der Chef der Edugroup, Peter Eiselmair,
Landesrätin Mag. Hummer, Landesschulratspräsident HR Enzenhofer, dessen Vorgänger HR Dr. J. Riedl, die beiden
Rektoren der PH´s sowie den Zukunftsforscher Lars Thomson begrüßen.	■Landesschulbehördliche Prominenz lässt sich im Sinne von Life-long-learning über die
Chancen neuer Entwicklungen für den „Bildungshaushalt“ in unseren Schulen informieren.EdugroupOKTOBER 2014 | DAS SCHULBLATTEDUGROUP – Education Highway
Eine Erfolgsstory: Jahr für Jahr!
6. 10. 2000Unterzeichnung des Gesellschaftervertrages durch die TMG (OÖ Technologie- und Marketinggesellschaft m.b.H.
und die Beteiligungs- und Handelsgesellschaft m.b.H. beide mit Sitz in Linz.
1. Geschäfstführer Prof. Mag. Anton
Josef Knierzinger, www.eduhi.at.19. 3. 2004Mitarbeit beim neuen Strategischen
Programm „Innovatives OÖ 2010“
sowie der Breitbandinitiative des Landes
OÖ. Daraus ergeben sich 3 Projekte
unter der Federführung des Education
Highway’s.01. 01. 2005Übernahme von 3 Mitarbeitern von
e-LISA (E-Learning-Netzwerk für Lehrerinnen und Lehrer) in Büroräumlichkeiten in Wien.03. 03. 2006Grundsätzliche Übereinkunft, dass das
BIMEZ für die Inhalte und Rechte der
Filme für die Schulen und der Education
Highway für die technische Verteilung
über ein Media on Demand System
künftig zuständig sein wird.03. 07. 2007Vom Education Highway werden erstmals Live Berichte von der Experimentale in Wels ins Internet übertragen.
Die Technik-Box für Volksschulen wurde
fertig gestellt und die Vermarktung
Erste Umsatzeinbußen im Bereich des
Providing-Geschäftes durch die fallenden Preise am Markt.02. 06. 2008Pressekonferenz zur Vorstellung von BildungsTV mit LH Dr. Pühringer, GD Dr.
Scharinger und LSR Präsident Enzenhofer. An zwei oö. Hauptschulen gibt es
die ersten Bildschirme auf denen das
BildungsTV zu sehen ist.17. 06. 2009Hon.-Prof. Mag. DI Dr. Hermann Sikora
gibt aus beruflichen seinen Rücktritt aus
dem Aufsichtsrat bekannt.
Beschluss im Aufsichtsrat das Lehrer-Edu-group:
ein Erfolgskurs in Zahlen
(Stand: Sommer 2014)Providing am die Telekom Austria zu
übergeben und die Überleitung des
Mailaccounts an Microsoft durchzuführen.606.987 min14. 09. 200917.560 + 14.000Mit diesem Datum ist das Protal www.
bildungs.tv online gegangen.
In den ersten beiden Monaten konnten
25.000 Zugriffe registriert werden.15. 12. 2009Erste Gespräche über eine Kooperation
zwischen EDUHI und BIMEZ.01. 01. 2010Einstellung des Pilotprojektes „Schulscreens“ im Zuge von BildungsTV.25. 03. 2010BildungsTV auf YouTube heuer bereits
17.560 SchülerInnen + 14.000 Eltern
befragt bei der E&Q-Evaluation1.000persönliche Beratungsgespräche pro
Monat> 200.000Medien im aktuellen Schuljahr eingesetzt1,11Die Note für unsere Fortbildungen53.168Kinder und Jugendliche jährlich bei der
FilmerziehungBeauftragung von Peter Eiselmair
(BIMEZ) und Mag. Thomas Lumplecker
(EDUHI) die beiden Unternehmen am
Ende dieses Prozesses zusammen zu
führen.6.95517. 09. 2010345EDUHI erhält den Zuschlag betreffend
die Ausschreibung des BMUKK eduMoodle und den Bildungsportalen.20. 10. 2010Abschließende Präsentation des Fusionsprozesses bei LH Dr. Pühringer.15. 11. 2010Einstimmiger Beschluss des politischen
Lenkungsausschusses des Landes OÖ.
betreffend die Fusion von EDUHI und
BIMEZ. Dieses Projekt war Teil der oö.
Verwaltungsreform.16. 12. 2010Landtagsbeschluss zur Einbringung des
BildungsMedienZentrums in die EDUCATION HIGHWAY Innovationszentrum
für Schule und Neue Technologie GmbH
und anschließende Überführung in die
EDUCATION GROUP.01. 01. 2011Start EDUCATION GROUP GmbH,
www.edugroup.at.Teilnehmerinnen bei Powergirls und Girls
Day276 kgKaffee im Jahr … exkl. Home-Office ;-)
eduSECUREBOXen29.793.130Seitenaufrufe auf unsere Portalfamilie im
Jahr7 + 7.0007 Jahre Medienstudie OÖ – 7.000 Interviews350.000BenutzerInnen auf eduMoodle
Education Group fördert Blended Learning!30.000Mailboxen – ein Service für beinahe jede
4. österreichische Lehrkraft!1.617Klassenpinnwände mit 530.000 Zugriffen5.869Likes auf Facebook400.000Fragebögen jährlich automatisiert und
anonym ausgewertet> 90%aller oö Schulen an das Schulnetzwerk
angeschlossen1516PÄdagogikDAS SCHULBLATT | OKTOBER 2014Der September – Aufreger!Die jährlich erscheinende Bildungsdokumentation der OECD bildete auch heuer wieder für den
Boulevard ein gefundenes „Fressen“,
den nationalen Bildungsnotstand auszurufen, die Lehrerschaft und insbesondere deren gewerkschaftliche Vertretung
der Reformblockiererschaft zu zeihen
und die Politik insgesamt wegen fehlender Innovationskraft zu geißeln. So hätten wir angeblich eine zu geringe Akademikerquote (ab nächstem Jahr gelten
unsere HTL Absolventen als Tertiärabgänger, die Statistik wird dann eine
deutlich andere Sprache sprechen), die
Klassenschülerzahlen seien zu klein, die
Bildungsmobilität sei zu minder, die
Lehrergehälter zu hoch, die Lehrverpflichtung zu gering usw. usw.
Nachfolgend zeigen wir einige Vergleichstabellen, die ein etwas anderes
Bild unserer so gern kritisierten Bildungslandschaft zeigen:	■Die 10 OECD-Staaten, in denen
der Anteil an Risikoschüler/innen
in Mathematik am größten istVon den 15-Jährigen verbringen
mit Hausübungen in …
(Stand PISA 2012):(Stand PISA 2012):Mexiko:	Chile:	Türkei:	Griechenland:	Israel:	Ungarn:	Slowakische Republik:	Schweden:	USA:	Italien:	Zum Vergleich:	OECD-Mittelwert:	Österreich:	54,7
%23,0 %
18,7 %OECD (Hrsg.), „Education at a Glance 2014: OECD Indicators“ (2014), Table A9.1a.Die Positionierung Österreichs unterhalb
des OECD Mittelwerts zeigt, dass es unseren Schulen im Bereich der 10 bis 14-Jährigen sehr gut gelingt (15-Jährige wurden
getestet), auch schwächere Schüler an das
geforderte Niveau heranzuführen.Italien:	Estland:	Polen:	Spanien:	Ungarn:	USA:	Australien:	Niederlande:	Kanada:	Belgien:	Zum Vergleich:	OECD-Mittelwert:	Österreich:	8,7
h4,9 h
4,5 hOECD (Hrsg.), „Education at a Glance 2014: OECD Indicators“ (2014), Table C7.4.Hinsichtlich der wöchentlichen Belastung
mit Hausübungen zeigen sich die österreichischen Lehrkräfte im internationalen
Vergleich eher maßvoll.Die sechs OECD-Staaten, in
denen die Wahrscheinlichkeit zu
studieren mit Abstand am stärksten vom Bildungsabschluss der
Eltern abhängt
(Stand PISA 2012):1.	Italien
5.	Nordirland
8.	Österreich
OECD (Hrsg.), „Education at a Glance 2014: OECD Indicators“ (2014), Table A4.1bDie öfftl. Diskussion suggeriert den Eindruck, Österreich befinde sich bzgl. des
„vererbten Bildungsniveau“ in der internationalen Spitzenklasse: Die Fakten sind
anders!PÄdagogikOKTOBER 2014 | DAS SCHULBLATTDie 10 OECD-Staaten, in denen
die SchülerInnen bzw. ihre Eltern
den höchsten Anteil der Kosten
für das Schulwesen zu bezahlen
(Stand PISA 2012):Chile:	Südkorea:	Mexiko:	Australien:	Türkei:	Neuseeland:	Großbritannien:	Slowakische Republik:	Spanien:	USA:	Zum Vergleich:	Österreich:	Odessa goes PH OÖ – Einblick in eine internationale
%2,8 %OECD (Hrsg.), „Education at a Glance 2014: OECD Indicators“ (2014), Table B3.1.Von interessierter Seite wird uns Jahr für
Jahr eingeredet, unsere Lehrerschaft abverlange den Eltern unzumutbare Finanzleistungen. Die Größenordnungen im int. Vergleich zeigen ein anderes Bild…Von den 15-Jährigen besuchen frei
finanzierte Privatschulen in …
(Stand PISA 2012):Japan:	Südkorea:	Chile:	Australien:	Mexiko:	Großbritannien:	Spanien:	Neuseeland:	USA:	Schweiz:	Zum Vergleich:	OECD-Mittelwert:	Österreich:	Working together29,9
%BildungspartnerschaftIm Rahmen eines bereits im Jahr 2013
gestarteten Kooperationsprojekts zwischen dem LehrerInnen-Fortbildungsinstitut Odessa, KulturKontakt Austria
und der Pädagogischen Hochschule OÖ
fand Ende Juni ein zweitägiger Erfahrungsaustausch zum Thema „Wie kommen die Bildungsstandards ins Klassenzimmer? – Kompetenzbasierter Mathematikunterricht in der Grundschule.“ statt.
Die Einführung der Bildungsstandards stellt eine große Herausforderung
an die Bildungsinstitutionen der Ukraine
dar. Neue Bildungsstandards wurden
ausgearbeitet und vom Ministerium für
Bildung und Wissenschaft gesetzlich
verankert und werden seit 2012 etappenweise eingeführt. Dazu bedarf es
neuer Lern- und Lehrstrategien und
damit einhergehend spezifischer Fortbildungsangebote. Für die Entwicklung
und Umsetzung solcher Angebote im
Gebiet Odessa sind das LehrerInnenFortbildungsinstitut Odessa und die
methodischen Zentren in den Regionen
zuständig.Die 25-köpfige Studiengruppe aus der
Ukraine setzte sich aus Personen des
Fortbildungsinstituts und fünf Teams
aus den regionalen methodischen Zentren zusammen, die für die Implementierung und Umsetzung der Bildungsstandards verantwortlich sind.
Die Veranstaltung bot am ersten Tag
allen Beteiligten im Rahmen von mehreren Workshops die Gelegenheit, sich
an der PH OÖ über Implementierungsmaßnahmen,
Kompetenzmodelle,
Kompetenzorientierung, länderspezifische Mathematikstandards und konkrete Fortbildungsangebote zu informieren und im direkten Kontakt Erfahrungen auszutauschen.
Der zweite Tag stand dann im Fokus
der direkten Umsetzung der Bildungsstandards im Unterricht. An der Volksschule & Neuen Mittelschule der Franziskanerinnen in Linz konnten die Kolleginnen und Kollegen aus Odessa am
Vormittag nach einer Einführung durch
die Schulleiterin in zehn Klassen (erste
bis fünfte Schulstufe) kompetenzorien-4,1 %
1,1 %OECD (Hrsg.), „Education at a Glance 2014: OECD
Indicators“ (2014), Table C7.2.
Als „frei finanzierte Privatschulen“ zählen
diejenigen, deren Kosten nicht einmal zur Hälfte
öffentlich finanziert werden.Eine hohe Quote der Inanspruchnahme von
Privatschulen zeugt nicht unbedingt vom
Vertrauen der Bevölkerung in das öffentliche Schulwesen. So gesehen ist die Qualitätszuschreibung an die Öffentlichen hierzulande n o c h sehr hoch. Weitere Schulreformen bleiben diesbezüglich abzuwarten…v. l. n. r. Mag. Gudrun Painsi, Maxim Didenko, MD (Dolmetscher), Maximilian Egger, MA
(PH OÖ) & Mag. Maria Marginter (KulturKontakt Austria)1718PädagogikDAS SCHULBLATT | OKTOBER 2014Implementation von Bildungsstandards: Oberösterreich leistet „die didaktische Entwicklungshilfe“tierten Mathematikunterricht basierend auf dem Dreischritt „Denken –
Austauschen – Vorstellen“ des kooperativen Lernens nach Brüning & Saum
Im Anschluss an die Hospitationen
erfolgte eine Abschlussreflexion an der
Pädagogischen Hochschule OÖ zwischen den Teilnehmer/innen aus Odessa und den österreichischen Partner/
innen. Auf dem Weg zurück nach
Odessa machte die Studiengruppeeinen Zwischenstopp in Wien, um an
einem Empfang im Ministerium teilzunehmen und dem BIFIE Wien einen
Im Wintersemester 2014/15 wird die
Bildungskooperation in Odessa fortgesetzt. Mit den ukrainischen Kolleg/
innen werden dann vor Ort gemeinsam konkrete Fortbildungsangebote
zur Implementierung der MathematikBildungsstandards in der Grundschule
entwickelt.	■Wir haben auf der
Rückfahrt noch
intensiv die verschiedenen Eindrücke aus Österreich diskutiert.
war für die Gruppe die Struktur des
Unterrichts und die demokratische
Unterrichtsform an österreichischen
Schulen; die Tatsache, dass ein
methodischer Zugang (der Dreischritt) durchgehend angewandt
wird und dass die Kinder frei und
selbstbestimmt arbeiten können.Der Besuch der Brucknerschule hat
uns in Begeisterung versetzt. Durch
die Teilnahme an einer Unterrichtsstunde, konnten wir die praktische
Umsetzung der allgemeinen und
fachlichen mathematischen Kompetenzen beobachten.
Der Vortrag von Simone Venhoda über die Entwicklung des
Unterrichts mit Hilfe der Videoanalysen an der PH OÖ ermöglichte es
uns, Teile einer Unterrichtsstunde
anzusehen, eine detaillierte Analyse
der Arbeit zu hören und die Wichtigkeit dieser Analyse für die Weiterentwicklung des Unterrichts zu
verstehen.Mag. Gudrun Painsi (Leiterin des
k-education Projektbüros von KulturKontakt Austria an der Universität in
Odessa)Iuzhne, Zhanna Vinogradovna, Methodisches Zentrum OdessaDas Kooperationsprojekt der PH OÖ
„Wie kommen die
ins Klassenzimmer?
– Kompetenzbasierter Mathematik-Unterricht in der Grundschule“
ist eines von jenen Projekten der
Hochschule, die von Beginn weg
unumstritten von allen Beteiligten
akzeptiert sind, konsequent durchstarten und einen höchst erfolgreichen Prozess durchmachen, somit
ganz sicherlich auch substantielle
Ergebnisse bringen werden.
So sind auch die Rückmeldungen
nach der Startphase des Projektes
überwältigend: ob im gemeinsamen
Seminar an der Hochschule, an der
besuchten Schule in Linz, die ihren
Unterricht öffnete, am gemeinsamen
Abend im Austausch mit den Führungskräften der Hochschule: Es war
inhaltlich, organisatorisch und atmosphärisch „perfekt“ – soweit die KollegInnen aus der Ukraine. Es wird
eine Freude für die PH OÖ sein, dieses Kooperationsprojekt gemeinsam
in die Zukunft zu führen!
Priv.-Doz. DDr. Ulrike Greiner (em.
Rektorin der Pädagogischen Hochschule OÖ)NEETOKTOBER 2014 | DAS SCHULBLATTNEET – ein Begriff mit
Sprengkraft in EuropaNot in Employment, Education or
Training – weder in Beschäftigung noch in Ausbildung oder
in einem Bildungsgang. Die EU verwendet die Bezeichnung in der Regel fürjunge Menschen zwischen 15 und 24.
In dieser Phase der Identitätsfindung,
auf der Suche nach einem Platz in der
Gesellschaft, kommen Erwerbstätigkeit
und Bildung eine große Bedeutung zu.Anteile jener 15 – 24Jährigen, die weder einen Job haben,
noch sich in Ausbildung befinden und auch von keiner Weiterbildungsmaßnahme erfasst sind.
Österreich2013
SpanienEin Langzeitarbeitsloser aus Wien, eine
Teenie-Mutter aus Eferding, ein Schulabbrecher aus Linz, ein depressiver
Bankdrücker aus Kirchdorf: Alles gefährdete Jugendliche, die vom Arbeitsmarkt
ausgeschlossen sind. Das statistische
Problem dabei: sie tauchen in der offiziellen Arbeitsmarktstatistik nur dann auf,
wenn sie grundsätzlich arbeitswillig
sind. Doch gibt es eine große Gruppe,
die so demotiviert ist, dass sie sich völlig
vom Arbeitsmarkt abgekehrt hat. Vierzehn Millionen junge Menschen sitzen
in Europa zu Hause. Manche sind freiwillig arbeitslos oder aber auf Reisen,
doch die meisten sind viel schlechter
dran. Sie haben wenig Vertrauen in die
Institutionen und sind sozial wie politisch isoliert. Auch haben sie größere
Chancen, am Ende in die Kriminalität
abzurutschen. Ebenso ist für diese Gruppe aus der Perspektivenlosigkeit die
Gefahr der Radikalisierung gegeben, die
vor dem Hintergrund migrantischer
Gegebenheiten nicht als irrelevant
abgetan werden kann.Staaten mit geringeren NEET Anteilen als Österreich:
Deutschland, Luxemburg, Schweden,
Island, Norwegen, Niederlande und
Alle anderen 31 Staaten(!) weisen
einen höheren Anteil an Jugendlichen
zwischen 15 und 24 Jahren auf, die sich
weder in Beschäftigung, noch in Ausbildung oder in einer Weiterbildungsmaßnahme befinden.
Gleichzeitig ist dies auch ein eindrucksvoller Aufweis über die (unterschiedliche) Qualität des jeweiligen Bildungswesens, insofern es z.T nur wenig
gelingt, größere NEET-Potentiale zu verhindern. ■Bulgarien
(Qu.: EUROSTAT [last update 10.4.2014]; *Quarterly data from the OECD, Society at a Glance 2014)NEET-Faktoren und Risken
Niedrige Bildung: Risiko dreimal größer als für Menschen mit tertiärem Bildungsabschluss und doppelt so
hoch wie bei sekundärer Bildung.
Bildungsgrad der Eltern: Im Vergleich zu Eltern mit tertiärem Bildungsabschluss ist das NEET-Risiko für Kinder
mit Eltern mit niedrigem Bildungsabschluss doppelt so
hoch bzw. 1,5-mal höher als bei sekundärem Bildungsabschluss.
NEET-Quote unter Akademikerinnen und Akademikern:
zehn Prozent im EU-Durchschnitt; in Österreich sechs
Arbeitslosigkeit der Eltern: NEET-Risiko um 17 Prozent
Migrationshintergrund: plus 70 Prozent; in Österreich
liegt der NEET-Anteil bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund bei 18,5 Prozent gegenüber 6,5 Prozent bei
Jugendlichen ohne Migrationshintergrund.
Quelle: Arbeit & Wirtschaft1920Politische BildungDAS SCHULBLATT | OKTOBER 2014Demokratiewerkstatt
Der Landtag – das unbekannt ObjektWie eine Studie zeigt, sind die
jungen Oberösterreicher/
innen über die Arbeit im
Landtag wenig informiert – nur etwa
ein Viertel fühlt sich gut informiert, nur
2 (!) Prozent antworten in der Kategorie „sehr gut“, die Mehrzahl der jungen Menschen hat nach eigenen
Angaben wenig Ahnung, was hinter
den Gemäuern am Landhausplatz 1 in
Linz geschieht. Eine gemeinsame
Initiative der Landtagsklubs soll Abhilfe
Landtagspräsident Sigl moniert, dass
„in den Schulen teilweise zu wenig
politische Bildung angeboten wird“,
andererseits gebe es für junge Wähle-rinnen und Wähler keine ausgewogene
Information". Sigl. „Durch genau dieses Informationsdefizit interessieren
sich viele junge Menschen nicht für
Politik“.Das Angebot:
Von 24. bis 27. November 2014 haben
sechzehn Schulklassen die Gelegenheit,
sich im Landtag Oberösterreich in diesem außergewöhnlichen Projekt mit
Unterstützungen von erfahrenen Politik- und Mediendidaktiker/innen sich
mit Politik zu beschäftigen. Der Bezug
zur eigenen Lebenswelt und die zeitgemäße, spannende und erfolgreiche
methodische Arbeit mit den Jugendli-chen stehen dabei immer im Vordergrund. Die Erfahrung hat gezeigt, wenn
Kinder und Jugendliche erkennen, was
Politik mit ihnen selbst zu tun hat, hat
es plötzlich sehr viel Sinn, sich damit
auseinanderzusetzen und sich für Politik
zu interessieren.Die Zielsetzungen:
•	Implementierung eines partizipativen
Projektes für Kinder und Jugendliche
im Oö. Landtag, Schaffung von
Demokratieverständnis und politischem Interesse.
•	Vermittlung von politischen Strukturen
Rolle des Landtages und der Landesverwaltung im demokratischen System
•	Unmittelbare Identifikation mit den
Themen „Demokratie“ und „Landtag
Oberösterreich“.
•	Nachhaltige Motivation zur Beschäftigung mit diesen Politikfeldern
•	Erweiterung von Medienkompetenz.
•	Förderung der Selbstartikulation
•	Umsetzung zeitgemäßer und altersadäquater didaktischer Zugänge zu
politischen Themen.Politische BildungOKTOBER 2014 | DAS SCHULBLATTWorkshop-Thema 2014
„Du und dein Landtag“
Wählen und Mitbeteiligen auf allen politischen Ebenen sind eine wesentliche
Demokratie. Im Workshop „Du und
dein Landtag“ beschäftigen sich die
Teilnehmer/innen mit der hohen Bedeutung der Mitbeteiligung und den Aufgaben des Landtages. Auf welchen Ebenen des Landes werden Entscheidungen
getroffen und wie beeinflussen sie die
Lebenswelt der Jugendlichen? Wer im
Land die Entscheidungen trifft und wie
die Teilnehmer/innen mitbestimmen
können, wird in Kleingruppen erarbeitet. In den Workshops werden auch
jeweils Abgeordnete als Interviewpartner zur Verfügung stehen und somit
einen direkten Einblick in die Aufgaben
des Landtags geben. Wie funktioniert
der Landtag? Wie wird man
Abgeordnete/r? Was hat das mit mir zu
tun? Warum ist es wichtig, mich aktiv
am politischen Leben zu beteiligen?Die Durchführung
Einzelne Aspekte werden von den Teilnehmer/innen mittels eigenständiger
Recherche in Kleingruppen engagiert
bearbeitet. Die Schüler/innen erarbeiten selbstständig und verantwortlich
ihre Arbeitsaufträge und bereiten sich
auf Interviews mit Politiker/innen vor.
Der anschließende persönliche Kontakt
und Austausch mit den Gästen aus der
Politik in Kombination mit dem „Schauplatz“ Landtag ergeben ein lebendiges
Bild, wie Politik gemacht wird, und wer
für die Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher im Landtag arbeitet.Nachhaltigkeit durch Medien­
Die von den Schüler/innen erarbeiteten
Themen und Beiträge fließen direkt in
das jeweilige Medienprodukt (Film oder
Zeitung) der Schüler/innen ein. Alle
Zeitungen und Filme werden noch im
Rahmen des Workshops präsentiert. Die
Teilnehmer/innen halten ihre Zeitung
in den Händen, sehen ihren Film auf
der großen Leinwand! Im Anschluss an
die Workshop-Woche werden die Medienprodukte im Internet veröffentlicht.
Dies erhöht die öffentliche Breitenwirkung. So können die Schüler/innen ihre
Filme oder Zeitungen wiederholt ansehen und auch ihren Freunden, Familien
oder Mitschüler/innen zugänglichSeltene Einigkeit: die Klubobleute aller Fraktionen stehen hinter dem Projekt Demokratiewerkstattmachen. Die Auseinandersetzung mit
dem Thema findet also über einen längeren Zeitraum statt –motiviert und
angeregt durch die „Demokratiewerkstatt Oberösterreich“.Anmeldungen
Voraussichtlich im November wird im
Verordnungsblatt des Landesschulrates
der Termin für die Anmeldung zur nächsten Tranche bekanntgegeben.	■2122GÖD UntersuchungDAS SCHULBLATT | OKTOBER 20146.223 sagten, was Sache ist!Über Auftrag der Gewerkschaft
Öffentlicher Dienst, also der
zuständigen Gewerkschaft für
Lehrerinnen und Lehrer, wurde in der
Zeit zwischen 28. Mai und 10. Juli dieses Jahres eine großflächig angelegte
Untersuchung realisiert, an der sich
über 6000 Lehrkräfte aus dem Pflichtschulbereich beteiligten.In Anwendung wurde dabei ein validiertes und standardisiertes Instrumentarium gebracht, mit Hilfe dessen
berufliche Belastungsmomente sowie
weitere berufsrelevante Gegebenheiten untersucht und objektiviert werden
konnten. Der Test bestand aus 40 Aussagen am Bildschirm zu arbeits- und
lebensbezogenen Empfindungen undSituationen. Die Befragten wurden
dabei zu einer Einschätzung aufgefordert gemäß einer 7 Punkte Skala von
„völlig zutreffend“ (7) bis „völlig unzutreffend“ (1), wobei aus methodischen
Gründen nur jene Bearbeitungen ausgewertet wurden, die eine vollständige
Bearbeitung aufwiesen.A llgemeine B elastung
„Akustische Unruhe“
Die von der Lehrergewerkschaft in Auftrag gegebene Studie verdeutlicht,
dass Lehrersein mit großen Herausforderungen bis hin zu psychischen und
physischen Belastungen verbunden ist.
Dass diese beruflichen Belastungsmomente von den älteren Kolleginnen
und Kollegen mit signifikanter ZunahWalter Wernhart
me empfunden werden, unterstreicht
umso mehr die Forderung nach zusätzZentralausschusses
lichem Unterstützungspersonal! Lehreder Lehrerpersonalrinnen und Lehrer mit ihren vielfältigen
und immer mehr werdenden Aufgaben
alleine zu lassen, ist schlichtweg – gerade auch im Sinne einer
Gesundheitsfürsorge – unverantwortlich.
Interessant aus der Studie ist das Faktum, dass die Lärmbelastung gerade in der Neuen Mittelschule als hoch empfunden wird. Daraus darf keinesfalls ein negativer Aspekt Richtung Neue Mittelschule an sich interpretiert werden. Der
Grund für diese Lärmbelastung liegt meines Erachtens in den
neuen Unterrichtsformen, die entsprechend mehr „akustische
Unruhe“ mit sich bringen, was aber nicht gegen das gewählte pädagogische Konzept spricht.
Vielmehr sind die Klassenräume und die weiteren Schulräume möglichst rasch mit lärmdämmenden Maßnahmen zu
gestalten, auch das Raumerfordernis muss neu überdacht
werden, damit das Schulgebäude den zeitgemäßen pädagogischen Anforderungen entsprechen kann.Besonders belastet fühlen sich pro Schultyp
(Angaben in %)28
262424VSHS22ASOPTSNMSJe älter, desto höhere Belastungswahrnehmung...
bis 39bis 48bis 54bis 55
u. älter21%23%27%31%GÖD UntersuchungOKTOBER 2014 | DAS SCHULBLATT4 befragte Berufsgruppen im Vergleich
unbelastet fühlen sich…Auf einer 5stufigen Notenskala wird schulischer Lärm
in folgenem Ausmaß als belastend empfunden(Angaben in %)(1 = keine Belastung / 5 = äußerst belastend)58523,22,9
0,4RichterAngestellteÄrzteLehrerPTSASOHSVSNMSLÄRM
Schulgebäude nicht
„mitgewachsen“Auf einer 5stufigen Notenskala wird
schulischer Lärm in folgenem Ausmaß als
belastend empfundenDas Ergebnis der Untersuchung im Auftrag der Gewerkschaft Öffentlicher
Dienst zeigt auf, dass Pädagoginnen
und Pädagogen, die in Bildungseinrichtungen in den Ballungsgebieten unterrichten, Lärm als höheren Belastungsfaktor empfinden als ihre Kolleginnen
PSI Karin Lang
und Kollegen, die in ländlichen GebieLSR für OÖ,
ten unterrichten.
Überall da, wo Menschen sind, verurWels-Stadt
sachen sie Geräusche – das ist in Schulen nicht anders! In vielen städtischen Schulen werden 25
Schülerinnen und Schüler in einer Klasse unterrichtet, daher
entsteht ein hoher Grundgeräuschpegel. Neue Unterrichtsformen, wo gemeinsam gearbeitet wird und Schüler untereinander sprechen, herrschen in unseren Bildungseinrichtungen vor.
Die Schulgebäude sind in der Ausstattung und Lärmdämmung
mit der Weiterentwicklung des Unterrichts nicht "mitgewachsen". Durch die Umgebung und die Lage der Schulgebäude in
den Ballungszentren wird das Belastungselement Lärm durch
Außeneinflüsse zusätzlich erhöht.
Pädagoginnen und Pädagogen leisten hervorragende
Arbeit in allen unseren Schulen – sowohl im Unterricht als
auch in der Nachmittagsbetreuung in der GTS!(1 = keine Belastung / 5 = äußerst belastend)
1,7LehrerLehrerinnen3,62StadtLand„Absolut besorgniserregend!“Johanna Müller
LandesobfrauStörendes Verhalten von Schülerinnen
und Schülern ist ein großer Belastungsfaktor für unsere Kolleginnen und Kollegen, das zeigt die Studie ganz eindeutig!
Das Umfrageergebnis zeigt, dass Lehrerinnen deutlich mehr davon betroffen
sind, als ihre männlichen Kollegen – ein
interessantes Phänomen. Eine Erklärung
wäre, dass Männer offensichtlich mehr
Autorität zeigen als die weiblichen Kolle-ginnen, vielleicht werden sie von den störenden Schülern oft
auch als Vaterersatz gesehen, bei dem man sich nicht so viel
erlauben kann. Es mag aber auch am kulturellen Hintergrund
einzelner Schüler/innen liegen, denn in anderen Kulturkreisen
genießt der Mann höhere Anerkennung als die Frau, hier wirken
traditionelle Verhaltensmuster.
Auf alle Fälle ist es sehr bedenklich, wenn bei mehr als jeder
dritten Lehrerin der Unterricht durch störendes Verhalten von
Schüler/innen unterbrochen wird.
Pflichtschullehrer/innen im städtischen Bereich sind noch2324GÖD UntersuchungDAS SCHULBLATT | OKTOBER 2014viel stärker von störenden Schüler/innen betroffen als ihre Kolleginnen und Kollegen auf dem Land! Offensichtlich haben die
Schülerinnen und Schüler in der Stadt mehr Erziehungsdefizite
und Verhaltensprobleme. Auf dem Land scheint Grenzen zu
setzen im Elternhaus doch noch mehr Bedeutung zu haben!
Absolut besorgniserregend ist, dass bei über 40 % der jüngeren Kolleginnen und Kollegen (bis 39 Jahre) der Unterricht
durch Störungen leidet! Haben die älteren Kolleginnen und
Kollegen mehr Erfahrung, sind sie mehr „Respektspersonen“,
haben sie eine andere Art zu unterrichten, andere Methoden?Haben Schüler/innen weniger Respekt vor Lehrerinnen und
Lehrern, die im Alter ihrer Eltern sein könnten?
Auf alle Fälle sind diese Untersuchungsergebnisse besorgniserregend, da störendes Verhalten die Kollegen und Kolleginnen belastet und krank macht und der pädagogische
Ertrag des Unterrichts gefährdet ist. Die Studie beweist, wie
notwendig die Schaffung von Time-out-Möglichkeiten ist, wie
notwendig unterstützendes Personal zur Entlastung der Lehrerinnen und Lehrer in der Schule ist.D as sagten :
„Sehr häufig“ und „immer“...
...wurde im vergangenen Monat mein Unterricht durch das störende Verhalten von Schüler/innen unterbrochen
(Angaben in %)Lehrerinnen36%Lehrer29%ASOLand49%PTSStadt40%
30%bis 3942%38%
bis 48VS37%
bis 54NMS
HS37%31%29%
26%bis 55
u. älter29%„Ungestörter Unterricht – eine Fiktion?“
Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass
der Umgang mit Unterrichtsstörungen
und Disziplinkonflikten zu den stärksten Belastungen im Lehrerberuf
gehört, unabhängig vom Alter oder
von der Dauer der Berufserfahrung.
Viele dieser Störungen sind NICHT
durch die Lehrerin/den Lehrer zu
Bruno Heidenberger
beheben! Dadurch stoßen viele Kolleg/innen, trotz aller Routine, immer mehr an ihre Belastungsgrenze und sind in ihrer Gesundheit beeinträchtigt.
Wir CLV Personalvertreter fordern daher eine massive Auf-stockung von Unterstützungspersonal an unseren Schule.
Leider sind Österreichische Schulen bei diesem Unterstützungspersonal – Zusatzlehrer, Beratungslehrer, Schulsozialarbeiter, Schulpsychologen, usw. – absolutes Schlusslicht in
Wir brauchen wesentlich mehr Zusatzlehrer und Beratungslehrer, damit an allen Schulen Modelle wie z.B. „Time
Out Klassen“, „Keep Cool“, usw. angeboten werden können.
Diese Modelle haben den Vorteil, dass bei Fehlverhalten von
Schüler/innen SOFORT reagiert werden kann. Damit wird den
betroffenen Lehrer/innen sofort geholfen und den Schüler/
innen wird signalisiert – Fehlverhalten hat Konsequenz!GÖD UntersuchungOKTOBER 2014 | DAS SCHULBLATTS törung – S törung – S törung
Wie häufig wurde im vergangenen Monat
der Unterricht durch das störende Verhalten von
Schüler/innen unterbrochen
(Angaben in %)Welche Maßnahmen dagegen werden am
häufigsten genannt?
66(Angaben in %)46,920,524,4
5nie / sehr
selten / seltenhin und
wiederhäufig / sehr
häufigASO
38%VSHSZusatzlehrer,
Timeoutklassen
oder Beratungslehrer
49%PTSNMSimmer37%
26%„Wieder mehr Zeit für das Wesentliche!“
Die allerorts verordnete „Reformitis“ und der tagtäglich an unseren Schulen ablaufende „Projektwahnsinn“
haben den Lehrberuf zu einer Arbeit ohne Maß
gemacht (siehe auch Grafik).
Österreichs Schulsystem und seine Lehrerinnen und
Lehrer leiden längst an einem Überbürdungs- und Überforderungssyndrom, weil ihnen ständig neue Aufgaben
übertragen und gesellschaftlich bedingte Probleme zugePaul Kimberger
schoben werden – selbstverständlich ohne jegliche
zusätzliche finanzielle und personelle Ressourcen. Aber selbst mit diesen würden
ständig Erwartungen geweckt, die kein Bildungswesen der Welt erfüllen kann.
Ich meine, die Entrümpelung der Anforderungen an die Lehrerschaft und
die Reduzierung ihrer Aufgabenbereiche auf das Wesentliche ist längst überfällig. Wenn man Lehrerinnen und Lehrer fragt, was sie sich am dringendsten
für einen besseren Unterricht wünschen, antworten alle: Zeit. Zeit für die
Klasse, Zeit für den Stoff und Zeit für den einzelnen Schüler.Ein bemerkenswertes Ergebnis zum Zeitinvestment…
Für über 70% der Befragten gilt folgende Feststellung:
Sie wenden mehr als die Hälfte ihrer gesamten Arbeitszeit außerhalb
des Unterrichts auf…PsychologenSozialarbeiterPsychagogen25Fotograf: Heribert Corn, © Zsolnay Verlag / Heribert Corn, www.corn.at26„	Permanente
Reformiererei ist
irritierend“
Interview aus Die PressePhilosoph Liessmann kritisiert, dass Lehrer mit Reformideen
zugeschüttet werden und es der Bankrott der Bildungspolitik sei,
die Wissensvermittlung hintanzustellen.
Die Presse: Sie greifen in Ihrem
Buch sogenannte Bildungsexperten
scharf an. Ist da ein kleines bisschen
Selbsterkenntnis dabei? Immerhin
melden Sie sich auch ganz gern zu
Wort, wenn es um Bildung geht.
Konrad Paul Liessmann: Selbsterkenntnis ist ja immer eine Tugend des
Philosophen, seit der Antike. Und ein
bisschen Selbstironie ist natürlich auch
dabei. Aber diese Experten melden sich
mit überzogenen, realitätsfernen Ideen
zu Wort, mit wohltönenden, aber hohlen Phrasen. Und sie richten mehr Schaden an, als sie Nutzen bringen.
Verstehen Sie sich selbst eigentlich
auch als Experte?
Überhaupt nicht. Als Philosoph ist man
ja per Definition kein Experte, sondern
„Spezialist für das Allgemeine“. Ich verstehe mich einfach als kritischer Bürger,
der aufgrund einer langjährigen Tätigkeit im Bildungssystem den einen oder
anderen Einblick gewonnen hat.
Man gewinnt in Ihrem Buch den
Eindruck, im Schulsystem könnte
alles wunderbar sein – hätte man
nicht angefangen, es zu reformieren. Haben Sie da ein verklärtes
Bild der Vergangenheit?
Ich habe überhaupt kein verklärtes Bild
der Vergangenheit und will auch nicht
zurück. Die permanente Reformiererei ist
aber irritierend und verunsichernd und
oft schlicht kontraproduktiv. Wir brauchen eine Beruhigung. Es ist erschreckend, wie sehr modische Diskurse bestimmen, wie Unterricht gestaltet wird.Manche würden jetzt sagen: „Was
ist denn schlecht an ein bisschen
Projektunterricht?“
Gar nichts: Ein bisschen wäre wunderbar. Aber es gibt den weisen Satz des
alten Aristoteles: Auch das Gute wird zu
einem Übel, wenn es im Übermaß passiert. Ich kritisiere, dass ideologisiert und
verabsolutiert wird.
Genau das tun Sie also nicht.
Ich habe keine pädagogische Heilslehre
zu verkünden. Mir geht es nicht um ein
Entweder-oder, z.B. Projektunterricht
oder Frontalunterricht. Darum geht es
den anderen. Ein sinnvolles Wechselspiel: Darauf käme es an. Ähnliches gilt
für die Kompetenzorientierung: Diese
würde ich sofort zurückfahren und auf
ein erträgliches Maß reduzieren.
Sie ist Ihnen ja ein besonderer
Dorn im Auge. Dass man Wissen
ohnehin nachlesen kann, findetnicht Ihre Zustimmung, oder?
Nein. Wer will, dass die Menschen dumm
bleiben, suggeriert ihnen, dass sie ohnehin alles wissen können. Wissen hat
immer mit Verstehen zu tun. Es ist nach
wie vor eine zentrale Aufgabe von Schule, Wissen in diesem Sinn zu vermitteln.
Es ist eine bildungspolitische Bankrotterklärung, wenn man sich davor drückt.
Wenn jeder vierte 15-Jährige nicht
sinnerfassend lesen kann, ist Wissensvermittlung schwierig. Sehen
Natürlich. Aber für dieses Problem gibt
es nicht die eine Ursache. Manches wird
gern ausgeblendet. Etwa die Bedeutungder Neuen Medien. Oder die Lese- und
Schreibdidaktik. Diese ganzen Moden,
die die armen Volksschullehrer mitmachen müssen! Dabei weiß man seit der
Antike, wie man lesen lernt. Das muss
man nicht ständig neu erfinden.
Viele Lehrer werden sich jetzt
wohl bestätigt fühlen.
Sie sind sicher froh, dass sie einmal nicht
mit noch einer Reformidee, noch einem
Erlass, noch einer Handreichung zur Kompetenzorientierung, noch einem Fragebogen zugeschüttet werden, sondern in
ihrer Tätigkeit ernst genommen werden.
Sie kritisieren auch die überhöhten Ansprüche vieler Experten.
Was ist schlimm an Ansprüchen?
Mir geht es um diese dumme Superlativrhetorik. „Die weltbeste Schule“: Da stellt
es mir alle Haare auf. Aber gerade ich
beklage den inhaltlichen Anspruchsverlust in der Schule. Ich beklage z.B., dass
Maturanten in Deutsch keine Ahnung
mehr von Literatur haben müssen, sondern drittklassige Texte „bearbeiten“ sollen, nur weil da irgendetwas von Mensch
und Natur drinnensteht und sie damit
irgendeine Kompetenz unter Beweis stellen sollen. Grauenhaft!	■
Mit frdl. Genehmigung DIE PRESSE
28.09.2014 Von Bernadette BayrhammerBuchempfehlung:
GEISTERSTUNDE, Die Praxis der Unbildung. Eine Streitschrift
Ca. 176 Seiten. Gebunden € 18,40
Konrad Paul Liessmann (61) ist ein österreichischer Philosoph, der an der Universität Wien lehrt. Einer seiner
Schwerpunkte ist Bildungsphilosophie und Bildungstheorie. Liessmann wurde in Villach geboren und studierte an der Uni Wien Germanistik, Geschichte und Philosophie. Liessmann wurde für das Jahr 2006 mit dem
Titel Wissenschaftler des Jahres ausgezeichnet. Heute,
Montag, erscheint sein aktuelles Buch, „Geisterstunde.
Die Praxis der Unbildung. Eine Streitschrift“. ZsolnayVerlag, 190 Seiten, 18,40 Euro.PädagogikOKTOBER 2014 | DAS SCHULBLATT„	Der Weg zur besten Bildung:
6-Punkte-Programm“
Gute inhaltliche Ansätze, eine echte Reform muss aber folgen!Die Bundesregierung hat sich auf
ihrer Klausur auf ein 6-PunkteProgramm zur inhaltlichen Weiterentwicklung der Bildung – von der
Elementarpädagogik bis zur Erwachsenenbildung – geeinigt.
1.	Schulstart Neu – Bildung beginnt bei
2.	Sprach- und Leseförderung – von
3.	Schulautonomie stärken – Möglichkeiten erweitern
4.	Qualitätsoffensive für ganztägige
Schulformen – mehr Chancen für
5.	Jeden Tag Bewegung – neue Möglichkeiten schaffen
6.	Initiative Erwachsenenbildung – Lernen hört nach der Schule nicht aufFoto: fotoliaEs freut mich, dass sich die Bundesregierung mit diesem Programm auf den
Weg der inhaltlichen Weiterentwicklung der Bildung in Österreich gemacht
hat. Wir haben in der Vergangenheit
viel zu viel Zeit mit Überschriftendiskussionen vergeudet. Jetzt haben wir vor
allem auch aufgrund der Themenfokus-sierung in OÖ wieder die Schülerinnen
und Schüler in den Mittelpunkt unserer
Überlegungen gestellt.
Der Ausbau der personellen Autonomie hat in Oberösterreich im Jahr 2012
seinen Anfang genommen. Ich wünsche mir, dass es nun gerade im Bereich
der Stärkung des Schulstandortes und
der Entscheidungskompetenz der SchulleiterInnen auch zu weiteren gesetzlichen Veränderungen kommt. Wir haben
im letzten Schuljahr auf Grundlage der
derzeitigen bundesgesetzlichen Grundlage in überfraktionellen Arbeitsgruppen ein Konzept erarbeitet, wie SchulleiterInnen zukünftig ihr gesetzmäßiges
Mitspracherecht bei der LehrerInnenzuteilung durch den LSR auch umsetzen
können. Das war ein erster positiver
Schritt. Personalentwicklung und Organisationsentwicklung für Lehrerinnen
und Lehrer muss am jeweiligen Schulstandort gestaltbar sein.
Dem Bereich der Sprach- und Leseförderung, um ein weiteres Beispiel
anzuführen, schenken wir in Oberösterreich hohe Aufmerksamkeit und sind mir
als Bildungslandesrätin ein besonderes
Anliegen. Durch die InstitutionalisierungLR Mag. DorisHummervon buch.zeit – Lesekompetenzzentrum
OÖ können wir allen Bildungseinrichtungen in diesem Bereich professionelle
Begleitung zukommen lassen. Jüngste
Initiativen, wie die Standardisierung der
Sprachstandsfeststellung zeigen bereits
ihre Wirkung. Darüberhinaus entwickelt
das Lesekompetenzzentrum im Moment
ein Instrument zur Lesekompetenzmessung für die Schulstandorte, um hier
individuell die eigenen Maßnahmen zur
Steigerung der Sprach- und Lesekompetenz zu evaluieren. Im Zusammenhang
mit Sprachförderung kommt einer engen
Zusammenarbeit zwischen den Kinderbetreuungseinrichtungen und den Volksschulen eine wichtige Rolle zu und ich
begrüße es, dass hier in einer Pilotierungsphase auch an vier Standorten in
OÖ Modelle zur Kooperation getestet
Die inhaltlichen Ansatzpunkte des
Papiers sind richtig gesetzt. Aber diese
Punkte können nur Teilbereiche einer
Gesamtreform sein – die einen verlässlichen und nachvollziehbaren Weg
beschreitet. Bildungspolitik darf
keine Überraschungspolitik sein,
sondern konsequente Umsetzungspolitik. Es werden auch nach
wie vor nicht alle Dimensionen der
Schulautonomie (pädagogische, methodische, finanzielle, organisatorische)
angesprochen und eine Neuaufstellung
der Bildungsverwaltung mit einer
zweckmäßigen Aufgabenverteilung zwischen Bund, Ländern und Gemeinden
und einer effizienten Verwaltungsstruktur wird nicht thematisiert.
Oberösterreich wird sich dafür einsetzen, dass die Arbeitsgruppe – die vor
dem Sommer gemeinsam von Bund
und Ländern eingerichtet wurde – hierauf Antworten gibt.	■2728CLV-FCG – Starker Beruf. Starke Vertretung.DAS SCHULBLATT | OKTOBER 2014Unser Team:
Als größter Lehrerverein des Landes
Oberösterreichs kümmert sich der CLV
speziell um Ihre beruflichen Belange.
Eine unserer wichtigsten Aufgaben ist es, die
besten Rahmenbedingungen zur Ausübung
unseres Berufs zu schaffen und zu erhalten.
Bei der Wahl ab 17. November 2014 setzen
wir uns vorrangig für die nachfolgenden
Schwerpunkte ein:Lehrer/innen schaffen Zukunft.
Das braucht mehr
Unterstützung.Michael WEBERUm den steigenden Anforderungen an Schulen gerecht zu werden, brauchen wir zusätzliches Fachpersonal. In der Förderung müssen
Schwerpunkte gesetzt werden. Auch für
Volksschulen muss es zusätzliche Stunden für
Teamteaching geben.Leistung braucht
ein gesundes Arbeitsumfeld.
Nur wenn es den Lehrer/innen gut geht,
kann auch gute Arbeit mit den Schüler/innen
erfolgen. Wenn es um die Gesundheit der
Lehrer/innen geht, darf der Kostenfaktor
beim Dienstgeber keine Rolle spielen.Paul KIMBERGERSchulqualität braucht
Freiheit und Ressourcen.
Jedes Kind soll entsprechend seinen Talenten
und Begabungen bestmöglich gefördert werden. Dazu brauchen Lehrer/innen mehr pädagogische Freiheit und eine viel breitere
Palette an Ressourcen.Lehrer/innen brauchen
Wir setzen uns für moderne Arbeitsplätze,
sichere Dienstverträge und ein zukunftsorientiertes Dienstrecht mit guten Lebensperspektiven ein.	■Petra PRASCHESAITSOKTOBER 2014 | DAS SCHULBLATTCLV-FCG – Starker Beruf. Starke Vertretung.„Setzen Sie ein Zeichen für die Zukunft
und wählen Sie CLV-FCG.“Starker Beruf.Starke Vertretung.Ihre Personalvertretung
im ZentralausschussFranziska GROISBÖCKMichael ANDEXLINGERWalter WERNHARTJohanna MÜLLERDietmar STÜTZWolfgang BAUMGARTNER29Generalversammlung des CLV OberWer Visionen hat,
kann Grenzen überw„Alles ist möglich, dem, drösterreichwindender glaubt.“VEREINMittwoch, 5. November 2014
9:00 bis 12:00 Uhr, Design Center Linz
Moderation: Mag. Sabine LindorferDer Kontext
Österreichs Lehrerinnen und Lehrern
reicht es längst! Es fällt ihnen zunehmend schwer, sich auf ihre wesentlichen Aufgaben zu konzentrieren. Man
mutet uns eine Kaskade von Veränderungen zu, deren Qualitätsanspruch
und Fortschrittscharakter vielen als
zweifelhaft erscheint. Selbsternannte
Bildungsexperten fühlen sich berufen,das Bildungssystem und die Lehrerschaft unqualifiziert zu kritisieren und
verdrängen mit ihrer medialen Präsenz
den seriösen Anspruch von Fachleuten
aus der Praxis. Der CLV Oberösterreich
hat über 13.000 echte Bildungsexperten! Sie haben ein Recht darauf, gehört
zu werden! Die Generalversammlung
bietet eine gute Gelegenheit.Die Ansage
„LEHRER/INNEN SCHAFFEN ZUKUNFT“
ist deshalb die Leitlinie der CLV/FCGStandesvertretung. Um Österreichs Bildungslandschaft zu verbessern, bedarf es
motivierter Lehrerinnen und Lehrer
sowie deren Visionen. „Visionen
machen scheinbar Unmögliches möglich, wer Visionen hat, kann Grenzen
überwinden“, sind die Leitsätze des
Salzburger Rennrollstuhlfahrers Thomas
Geierspichler. Es ist ein reicher Schatz,
aus denen der 38-jährige Weltklasseathlet, der seit einem schweren Verkehrsunfall vor 20 Jahren an den Rollstuhl gefesselt ist, schöpft. Er weiß, wovon er
spricht, wenn er das Geheimnis seiner
Motivation auch anderen Menschen
zugänglich macht. In seinen Auftritten
begeistert und überzeugt er, weil man
spürt, dass er nicht über theoretisches
Wissen spricht, sondern über persönliche
Erlebnisse und Erkenntnisse. Damit setzt
Thomas Geierspichler einen weiteren
großen Schritt – von der eigenen Motivation zum Motivator. Thomas Geierspichler ist Hauptreferent der CLVGeneralversammlung 2014. Wir freuenThomas Geierspichler, Rennrollstuhlfahrer, 2x Paralympics-Sieger, 9 Medaillen bei den Paralympics, 5x Weltmeister, 8x Europameister (zuletzt zweimal im Sommer
2014), Weltrekordhalter (Marathon, 10.000 m), Österreichs Sportler des Jahres 2002, 2004 und 2008, Träger
des Goldenen Ehrenzeichens der Republik Österreichuns auf einen außergewöhnlichen Menschen, der uns motivieren soll, auch mit
unseren Visionen Grenzen zu versetzen.Der Rahmen
Chor und Band der MHS Hellmonsödt, LINDALINA – Weltmeisterinnen im Stepptanz3132DelegiertenversammlungDAS SCHULBLATT | OKTOBER 2014CLV Parlament 2014
Entscheidung über Personen und Programme
für die kommende Delegiertenversammlung am Dienstag, 4. November,
sind weitgehend abgeschlossen. Neben
bildungsprogrammatischen Fragen,
die in demokratischem Diskurs abzuhandeln sein werden, sind auch heuer
wieder schul- und dienstrechtliche
Anträge von den Bezirken und Sektionen eingelangt, die einer eingehendenÜberprüfung und Begründung bedürfen, bevor sie an die entsprechenden
Gesetzgebungskörperschaften weitergeleitet und von CLV Funktionsträgern
des Landes sowie auf Bundesebene
releviert werden.
Viele Anträge befassen sich auch mit
bildungspolitischen Themen, die wegen
ihrer Grundsatzcharakteristik besondere
Diskussionen hervorrufen werden.Interessante Gäste
Als Vertreter der Bundesebene wird der
oberste Gewerkschaftschef der österreichischen Beamtenschaft, Fritz Neugebauer, 2. NR Präs. a.D, Konturen des
öffentlich-rechtlichen Selbstverständnisses zeichnen. Seine rhetorische Gewalt,
treffsichere Argumentation und unverblümte, aber elegante Formulierungskunst wird ihm, das zeigt die Erfahrung,
viel Beifall einbringen.
Vor kurzem wurde Mag. Thomas
Stelzer, ÖVP Klubobmann im oö. Landtag, zum offz. 1. Stellvertreter von Landeshaupmann Dr. Pühringer gewählt.
Die Signalwirkung ist unverkennbar und
sichert unserem zweiten Gast im Rahmen der Delegiertenversammlung hohe
Aufmerksamkeit.1 : 20 – Relation
mit Verantwortung: Das Bild zeigt
die Zusammensetzung des Präsidiums
Wahlen des Jahres
2010. Im Rahmen der
diesjährigen DV ist
dieses Leitungsgremium neu zu wählen,
einige Veränderungen stehen an. Den
Delegierten kommt
dabei ein hohes Maß
an Verantwortung zu:
Jede Delegiertenstimme steht für ca.
20 Mitglieder!THEMAInformationen aus Personalvertretung und GewerkschaftTeilnahme an mehrtägigen
Schulveranstaltungen –
§ 50 (7) LDG sieht vor, dass einem
Landeslehrer/einer Landeslehrerin, der/
die auf Anordnung des Schulleiters/der
Schulleiterin in Vertretung eines verhinderten Landeslehrers/einer verhinderten Landeslehrerin an einer Schulveranstaltung teilnimmt und dadurch
seine Jahresstundensumme gemäß §
43 (1) Z 3 LDG überschritten hat, eine
Vergütung gemäß § 16 des Gehaltsgesetzes 1956 für höchstens 10 Stunden
pro Tag gebührt. Die Zahl der auf
diese Weise abzugeltenden Stunden
vermindert sich um jene Stunden
gemäß § 43 (1) Z 1 und 2 (also Stunden aus dem Tätigkeitsbereich A und B
während dieses Zeitraumes der Vertretung), die dem Lehrer wegen der Vertretungstätigkeit entfallen.Dies gilt auch sinngemäß für Schulleiter/innen.
Ferner sieht die Bestimmung vor,
dass die Anordnung einer solchen
Vertretung nur erfolgen darf, wenn
dies unaufschiebbar und pädagogisch notwendig ist. Dabei ist esVorsitzender ZA Lehrerpersonalvertretung
ooe.gv.atunerheblich, wann der Verhinderungsfall des/der ursprünglich eingeteilten Lehrers/Lehrerin eintritt. Den
Anspruch auf diese Vergütung damit
zu verknüpfen, dass der Verhinderungsfall frühestens am Tag vor
Beginn der Schulveranstaltung eintritt, ist demnach nicht schlüssig und
daher auch nicht so vorgesehen.Beispiel:
Teilnahme einer NMS-Lehrerin (l2a2/12. Gehaltsstufe = EUR 3.278,10) als Vertretung an einer fünf-tägigen Schulveranstaltung:
5 x 10 = 50 Stunden
abzüglich Unterrichtsverpflichtung (A):	21 Stunden
abzüglich Stunden aus Bereich B:	17,5 Stunden
zu vergütende Stunden:	11,5 Stunden gemäß § 16 GG
1 Stunde gemäß § 16 GG = 28,39 x 11,5 Stunden: Bruttobetrag: 326,49 EUR„Leitfaden Social Media“
GÖD – Gewerkschaft Pflichtschullehrerinnen und Pflichtschullehrer
(Österreich), VBE – Verband Bildung
und Erziehung (Deutschland) und
LCH – Dachverband Schweizer Lehrerinnen und Lehrer (Schweiz) haben
den ersten „Leitfaden Social Media“
speziell für Lehrerinnen, Lehrer und
Schulleitungen herausgegeben.
Wenn in der Schule von „Social
Media“ die Rede ist, geht es meist
um den Schutz der Kinder, seltener
um den der Lehrerinnen und Lehrer.
Aber auch diese können Opfer vonWalter WernhartMobbing im Internet werden, beispielsweise wenn Hasstiraden, Szenen
mit Gewalt oder Fotos und Filme mit
beleidigenden Inhalten ins Internet
Konkret raten die drei Verbände
dazu, sich bei Auftritten im Internet
zurückzuhalten, um möglichst keine
Angriffsfläche zu bieten. „Vorsicht ist
die Mutter der Porzellankiste“, heißt
es dazu im Leitfaden. Andererseits
dürfe Lehrerinnen und Lehrern in
den sozialen Netzwerken auch kein
Maulkorb angelegt werden. Für denPaul Kimberger
ooe.gv.atFall von Angriffen auf Lehrerinnen
und Lehrer im Netz hält der Leitfaden detaillierte Hinweise zum Vorgehen bereit. Falsch wäre es, den Vorfall allein bereinigen zu wollen. Für
das Gespräch mit den
Urhebern der Attacke soll immer die
Unterstützung der Schulleitung oder
einer Beratungsstelle gesucht werden.
Der Leitfaden steht auf www.socialmedia-lehrperson.info gratis zum
Download bereit. Druckexemplare
können bei der Gewerkschaft Pflichtschullehrerinnen und Pflichtschullehrer
bezogen werden (E-Mail: aps@goed.at
oder Telefon: 01 534 54-435).34THEMADAS SCHULBLATT | OKTOBER 2014Karenzurlaub nach
Mutterschutzgesetz bzw.
Nach der Geburt eines Kindes ist
eine Entscheidung der Mutter bzw.
des Vaters bezüglich des anschließenden Urlaubes zu treffen! Der Karenzurlaub nach Mutterschutzgesetz
(MSchG) bzw. nach Väterkarenzgesetz (VKG) ist jener Urlaub, der mit
dem Ende des Beschäftigungsverbotes der Mutter nach der Geburt des
Kindes beginnt und spätestens mit
dem 2. Geburtstag des Kindes endet.
Die Mindestdauer dieses Urlaubs
beträgt 2 Monate!Urlaubs bei einem Wechsel zwischen
den Elternteilen oder bei einer Verlängerung des Urlaubs.Auf diesen Urlaub besteht Rechtsanspruch, wenn die Meldefristen eingehalten werden. Die Meldung ist im
Dienstweg an den Dienstgeber zu
stellen (Formular).Es ist auch möglich, dass Mutter und
Vater abwechselnd diesen Urlaub in
Anspruch nehmen. Beim erstmaligen
Wechsel besteht die Möglichkeit ein
Monat gemeinsam den Urlaub zu
beanspruchen. Allerdings verkürzt
sich dadurch die Maximaldauer des
Urlaubs um ein Monat (bis das Kind
23 Monate alt ist!). Ein Wechsel darf
maximal zweimal gemacht werden,Meldefristen: Die Meldung ist vor
nach der Geburt zu stellen bzw. mindestens 3 Monate vor Ende desAnspruch darauf hat die Mutter
(Karenzurlaub nach MSchG) und
auch der Vater (Karenzurlaub nach
VKG), sofern er mit dem Kind in
einem gemeinsamen Haushalt lebt,
das Kind überwiegend selbst betreut
und die Mutter nicht gleichzeitig
Mutterschaftskarenzurlaub in
Anspruch nimmt.Konferenzen
§ 57 SCHUG:
Die Lehrerkonferenzen sind zur Erfüllung der ihnen durch die Rechtsvorschriften übertragenen Aufgaben und
zur Beratung gemeinsamer Fragen
insbesondere der Planungs-, Unterrichts-, Erziehungs- und Bildungsarbeit, der Evaluation oder der beruflichen Fortbildung der Lehrer durchzuführen. In den Lehrerkonferenzen
sind jedenfalls jene Angelegenheiten
zu beraten, deren Behandlung von
einem Drittel der für die Teilnahme
an den Lehrerkonferenzen jeweils in
Betracht kommenden Lehrer verlangt
Die Einberufung und der Vorsitz von
Lehrerkonferenzen obliegt der Schul-Johanna Müller
CLV-Landesobfrau
Tel.: 0732/718888-103
johanna.mueller@ooe.gv.atjedoch ist der Urlaub nahtlos zu verbrauchen, das heißt es darf keine
Unterbrechung dazwischen sein.
Allerdings kann der bereits gemeldete Urlaub verlängert werden, wenn
sich gegenüber der ersten Meldung
eine Änderung ergibt.
Die Zeit des Karenzurlaubes nach
MSchG bzw. VKG wird für die
Gehaltsvorrückung zur Gänze angerechnet, ebenso für den Ruhegenuss.
Während dieser Zeit sind LKUF-Versicherte weiter bei der LKUF versichert
bis zum Ende dieses Karenzurlaubes.
Das Ansuchen um Kinderbetreuungsgeld ist unabhängig vom Urlaub an
die Gebietskrankenkasse zu stellen,
der Urlaub ist an den Dienstgeber zu
melden (Formular!).
Die CLV-Personalvertreter/innen im
Zentralausschuss stehen Ihnen gerne
für eine persönliche Beratung zur
Verfügung!Petra Praschesaitsleitung, die der Klassenkonferenz
dem Klassenvorstand.
Für einen Beschluss ist die Anwesenheit von mindestens zwei Drittel der
Mitglieder nötig, sowie die unbedingte Mehrheit der abgegebenen
Stimmen. Der/Dem Vorsitzenden
und jedem Mitglied kommt eine
Stimme zu. Bei Stimmengleichheit
entscheidet die Stimme der/des Vorsitzenden. Stimmübertragungen
sind ungültig. Stimmenthaltung ist
außer bei Vorliegen von Befangenheitsgründen unzulässig. In Klassenkonferenzen gemäß § 20 Abs. 6 und
6a (Leis­tungsbeurteilung), § 21 Abs.
4(Beurteilung des Verhaltens) und §
25 Abs. 2 lit. c (Aufsteigen mitPersonalvertreterin
ooe.gv.at„Nicht genügend“) kommt das
Stimmrecht nur jenen Mitgliedern
zu, die den Schüler im betreffenden
Schuljahr zumindest vier Wochen
unterrichtet haben. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme
des/der Vorsitzenden.
Über den Verlauf ist eine schriftliche
Aufzeichnung zu führen.
An Schulen mit Klassenlehrersystem
kommen die Aufgaben der Klassenkonferenz der Schulkonferenz zu.
Für die Teilnahme von voll- bzw. teilbeschäftigten Lehrern an mehreren
Schulen an Konferenzen gelten fol-THEMAFoto: fotoliaOKTOBER 2014 | DAS SCHULBLATTgende Bestimmungen: An der
Stammschule ist die Teilnahme an
allen Konferenzen verpflichtend,
auch an stundenplanmäßig unterrichtsfreien Tagen.An den Nebenschulen ist die Teilnahme an folgenden Konferenzen
verpflichtend: Klassenkonferenzen
über Leistungsbeurteilung der Schüler,
Beurteilung des Verhaltens der Schü-Schulautonome Tage –
Regelung für Lehrer/innen
an mehreren Schulen
Die Verwendung von Lehrerinnen
und Lehrern an mehreren Schulen
(Stamm- und Nebenschulen) soll hinsichtlich der schulautonomen Tage
zu keinen Vor- und Nachteilen führen. Es ist darauf zu achten, dass
diese Gruppe vier schulautonome
freie Tage während eines Schuljahres
in Anspruch nehmen kann, sofern dieElternsprechtage in der unterrichtsfreien Zeit angeboten werden. Voraussetzung dafür sind die entsprechenden Beschlüsse in den Schulforen der jeweiligen Schulen.
Diesbezügliche Regelungen sind im
Einzelfall vorzunehmen, wobei von
einer Jahresbetrachtung auszugehen ist.Neuerhebung des Pendlerpauschales bei Ausdrucken
vor dem 25. Juni 2014
Es ist ein erneuter Ausdruck des
Pendlerrechners nötig. Die aktualisierte Erklärung (Formular L34 EDV)
ist im Wege über die Direktion der
Schule an die Personalverrechnungs-stelle zu übermitteln. Dies auch
dann, wenn keine Änderung eintritt,
weil nach § 6 der Pendlerverordnung
die vorherige Erklärung nur bis 31.
Dezember 2014 Gültigkeit hat!ler, (Nicht) Berechtigung einer Schülerin oder eines Schülers, dessen Zeugnis in einem Pflichtgegenstand die
Note „Nicht Genügend“ enthält, zum
Aufsteigen in die nächsthöhere Schulstufe. An den Nebenschulen ist bei
Bedarf auch die Teilnahme an anderen
Konferenzen zu ermöglichen.
Für die Anzahl der Konferenzen pro
Schuljahr gibt es keine Verordnung,
jedoch sind die Konferenzen im
Bereich C der Jahresnorm mit 100
Stunden inkludiert. Unter „sonstige
lehramtliche Pflichten“ fallen: Konferenzen, Sprechtage, Frühwarnsystem, Bearbeitung von Stellungnahmen, Berufungen oder Berichte für
SPF Anträge und Studium von
Gesetzen, Verordnungen, Erlässen
und Amtsschriften.FRANZISKA
ooe.gv.atDas heißt, wenn die schulautonomen Tage der Stammschule in
Anspruch genommen werden, können an der Nebenschule Supplierungen anfallen.
Bei auftretenden Problemen ist
gemäß Punkt 2/Seite 9 der Betriebsvereinbarung die Clearingstelle Landesschulrat/Zentralausschuss zu
befassen.DIETMAR STÜTZ
ooe.gv.atErgibt die neue Berechnung denselben oder einen höheren Betrag,
sollte der Antrag möglichst rasch
im Wege über die Direktion an die
Personalverrechnungsstelle übermittelt werden, da ein höheres Pendlerpauschale auch einen höheren ➔3536THEMADAS SCHULBLATT | OKTOBER 2014Fahrtkostenzuschuss ergibt. Die
Erhöhung gilt ab dem Zeitpunkt
der Antragsstellung!
Wenn die neue Berechnung einenniedrigeren Betrag oder den Wegfall
des Pendlerpauschales ergibt, hat
man bis 31. Dezember 2014 Zeit,
diesen neuen Ausdruck aus demKrankenstand als IIL-Lehrer/in
– Dauer und Folgen
Als IIL-Vertragslehrer/in bestehen folgende Fristen, die es zu beachten
Krankenstandesgilt; wenn der Fall eines Krankenstandes eintritt:
(§ 46 VBG)bis 42 Kalendertagevolles Monatsentgelt +
Kinderzuschlag (KZ)weitere 42 Kalendertagehalbes Monatsentgelt +
Kinderzuschlag (KZ)darüberEinstellungNach Kürzung des Monatsentgeltes
ist bei der OÖ. LKUF das Kranken-geld zu beanspruchen – die Auszahlung erfolgt automatisch. Alle Leh-Besoldung Vertragslehrer/
Vertragslehrerin II-L
ooe.gv.atJede Neulehrerin/jeder Neulehrer
erhält zunächst einen befristeten IILDienstvertrag. Dieser bedingt keinen
Anspruch auf ein Mindeststundenausmaß. Das Entgelt für IIL-Lehrer/
innen richtet sich nach der sogenannten „Jahreswochenstunde“ undnicht nach Gehaltsstufen. Es besteht
allerdings ebenso Anspruch auf 14
Monatsbezüge. Vorrückungen sind
jedoch nicht vorgesehen.Berechnung des Monatsentgeltes:
1.	Zunächst müssen die Stunden für
die Berechnung ermittelt werden:
VS, ASO, Lehrer/innen für einzelne Gegenstände:
Gehaltene Wochenstunden x 23
22Pendlerrechner im Wege über die
Direktion der Schule an die Personalverrechnungsstelle zu übermitteln.Michael WEBER
ooe.gv.atrerinnen und Lehrer, die bei der
OÖ. LKUF sozialversichert sind,
erhalten das Krankengeld von der
OÖ. LKUF. Eine weitere Dienstverhinderung innerhalb von 6 Monaten gilt als Fortsetzung des Krankenstandes.
Wenn es zur Einstellung der Bezüge
kommt, wird das befristete IIL-Dienstverhältnis aufgelöst. Für Fragen und
weitere Informationen stehen dir die
CLV/FCG-Personalvertreter/innen
gerne zur Verfügung!	NMS, HS, PTS:
2.	Die so ermittelte Stundenanzahl
wird mit dem Betrag der Jahreswochenstunde multipliziert und durch
12 dividiert.
NMS-Lehrer, 20 gehaltene Stunden,
Jahreswochenstunde: EUR 1.155,60
(L 2a 2, Stand 2014)
20 x 23 : 21 = 21,90 Stunden
21,90 x 1.155,60 : 12 =
EUR 2.108,97 (brutto)
3.	Berechnung einer Einzelmehrdienstleistung: 1,92 % der JahreswochenstundePersonalvertretungOKTOBER 2014 | DAS SCHULBLATTLehrer/innen
Das braucht mehr Unterstützung und Eigenständigkeit!Dass die Lehrerinnen und Lehrer in
der Bildung – und darunter verstehe ich nicht nur reine Wissensvermittlung – der Kinder und Jugendlichen eine enorm wichtige, wenn nicht
die wichtigste Aufgabe überhaupt, wahrnehmen, ist ja an und für sich nichts
Neues. Leider wird diese große Leistung
für die Gesellschaft eher nur mit vorgehaltener Hand in der Öffentlichkeit kundgetan, viel wichtiger ist allen politischen
Verantwortungsträgern und vor allem
(„Schein-“)Bildungsexperten der laute
Ruf nach ständigen Schulreformen.
Apropos Lehrerleistung: Gerade
wegen der mangelnden öffentlichen
Anerkennung des hohen Engagements
der Kolleginnen und Kollegen sah ich
mich mit dem Bundesvorsitzenden der
Lehrergewerkschaft, Paul Kimberger,
veranlasst, ein Dankschreiben an alle
Lehrerinnen und Lehrer an Oberösterreichs Pflichtschulen zu senden.
Viele Rückmeldungen bestätigen uns,
dass eine solche Wertschätzung am Ende
eines anstrengenden Schuljahres sehr gut
getan hat. Anscheinend dürfte das den
Grünen ein Dorn im Auge gewesen sein,
da sie in diesem Zusammenhang eine
schriftliche Anfrage bezüglich Adressaten, Kosten, etc. an den Landtag gerichtet haben. Wenn also Briefpapier und
Portokosten (übrigens durch das Personalvertretungsgesetz geregelt!) für einen
Dank an die Kollegenschaft bei den Grünen ein Problem darstellen, sagt das
schon viel über die Wertschätzung aus –
Aber wieder zurück zu den Reformen: Wenn man in all diese Vorschläge
hineinhört bzw. auch bisher hineingehört hat, könnte man sich eventuell die
(zugegebenermaßen böse) Frage stellen, hat Schule noch Zukunft? Bei all
den Diskussionen und dem parteipolitischen Gezänke kommt dann meistens
„heiße Luft“ heraus, so erweckt es
zumindest den Anschein.Erlauben Sie mir einen Sidestep, aber
war das wirklich das Gelbe vom Ei,
wenn von der „großen“ Schulverwaltungsreform die Umwandlung von
Bezirksschulräten in Bildungsregionen
und die Umbenennung der Bezirksschulinspektoren in Pflichtschulinspektoren übriggeblieben ist?
Die jüngsten Vorschläge zur Bildungsreform lassen allerdings aufhorchen:
Mehr Gespräche und spielerische Begegnungen zwischen Kindergarten und
Volksschulen (keine Rede, ob das gesetzliche Informationsverbot aufgehoben
wird), die tägliche Turnstunde in der
Ganztagsbetreuung (Aufstockung der
Stundenkontingente oder doch wieder
Umschichtung?), kostenloser Pflichtschulabschluss (kein Wunder bei diesen mickrigen Vergütungen für Prüfungen), natürlich Autonomie, wie immer diese unter
einer derzeitigen Mangelverwaltung an
Ressourcen aussehen soll und schließlich
die alles entscheidende Frage: Fünfundvierzig- oder doch Fünfzig-Minuten-Einheit?
„Schulen werden überfrachtet mit
Forderungen aller Art, als müssten sie
alle Probleme dieser Welt lösen. Es fehlt
dabei an Augenmaß und Sachverstand.“ (Konrad Paul Liessmann, in ZiB
2 am 25. 9. 2014, den ich als wahren
Bildungsexperten sehr schätze)
Wenn Lehrerinnen und Lehrer Zukunft
schaffen, und das wollen sie höchst motiviert und engagiert, dann darf man sie
nicht ständig mit „Heilsbotschaften“
zudecken, sondern man muss ihnen
als die eigentlichen Experten die
Unterstützung und auch die Eigenständigkeit in der Pädagogik
Die Lehrer/innen müssen
eigenständig festlegen können, wie sie auf die speziellen
Bedürfnisse ihrer Schüler/
innen am besten eingehen
können. Ständige Einflussnah-me von außen ist also entbehrlich.
Um sich aber auf die Kernaufgaben wieder mehr konzentrieren zu können,
bedarf es entsprechender und ausreichender Unterstützung:
•	international vergleichbares Unterstützungspersonal im pädagogischen,
administrativen und sozialen Bereich;
•	die Reduktion von Verwaltung und
Bürokratie, im Besonderen für Schulleiter/innen;
•	pädagogische Unterstützung im
Bereich der Grundstufe bei einer
Klassenschülerzahl ab 20 Schüler/
innen als Umsetzung des Regierungsabkommens;
•	die Anpassung sonderpädagogischer
Ressourcen am tatsächlichen Bedarf;
•	Absicherung der sechs Wochenstunden
pro Klasse in der NMS und damit die
Gewährleistung des Teamteachings;
•	Vereinfachung der Leistungsbeurteilung in der 7. und 8. Schulstufe;
•	die Gewährleistung, dass die PTS als
Schulform der Berufsorientierung
und vorbereitung den erforderlichen
Ausbau erfährt.
So hat Schule Zukunft, wir Lehrerinnen und Lehrer schaffen Zukunft!	■
der Lehrerpersonalvertretung37IST DER MENSCH NICHT EIN WUNDER?WIR VERSICHERN DAS WUNDER MENSCH.www.merkur.atDer Mensch kann
Hause zu sein.CLV RegionalkonferenzOKTOBER 2014 | DAS SCHULBLATTKimberger: „Pädagogische Achterbahn“Müller: „Wertschätzung ist gefragt“„Wenn wir nicht aufstehen, bleibt die Schule sitzen!“
„Wer nicht alles hinnimmt, wird wahrgenommen!“
„Gutes weiterentwickeln, anstatt Schlechtes erfinden!“Regionalkonferenzen des
CLV fanden Zustimmung
„Haben Sie’s gewusst, Herr Präsident, dass in Österreich nur jeder
5000ste Mensch ein Präsident ist ?“ – Belustigte Reaktion des Publikums. „Haben Sie aber auch gewusst, dass jeder 5000ste Präsident
ein Mensch ist?“ (Massive Heiterkeit im Saal). Der Angesprochene
nimmt’s mit Fassung…Kein Zweifel, der Moderator, der
Kabarettist und „Wortwitzfetischist“
Wolf Gruber, bringt Unterhaltungswert in jede Veranstaltung. Die Themen
der Referenten, Landesobmann Enzenhofer, ZA Obmann Wernhart, Landesobfrau Müller und Chefgewerkschafter
Kimberger, verbreiten weniger Spaß –
dies war auch nicht ihre Aufgabe.
Die Schwemme an sogenannten Bildungsexperten wurden von allen Rednern unter beifälligem Applaus des Publikums als bereits unerträglich bezeichnet.
Die Lehrerschaft fühlt sich mehr und
mehr unverstanden, gesellschaftliche
Wertschätzung und berufliche Anerkennung schmilzt proportional zum Wachsen gesellschaftlicher Defizite. Die Erwar-tung an die „Kompensationskompetenz“
der Schule wird dabei maßlos übertrieben. Der bekannte Kurzschluss – österr.
olympische Erfolglosigkeit in London
2012 führt zur Forderung nach täglicher
Turnstunde! Dass die dazu bereitgestellten 10 Mio (ohnehin zu wenig) auch
etwa hinsichtlich der Erhöhung des SPFAnteils gebraucht würden, interessiert
die politischen Verantwortungsträger im
Parlament wenig…
Allgemeiner Beifall für den CLV Wahlspruch „Lehrer/innen schaffen Zukunft“.
Damit soll auf die Bedeutung unseres
Berufes für die Gesellschaft hingewiesen
werden. Das war´s dann auch schon:
Denn Leistung, die von der Lehrerschaft
erwartet wird, wird durch ein gutesWernhart: „Echte Autonomie ist etwas
anderes“Arbeitsumfeld gefördert. Die Anwesenden denken an ihre konkrete Arbeitssituation und verstehen: Größe und Ausstattung, EDV und technisch machbare
Lärmreduktion, das sind zunächst ressourcenrelevante Forderungen. Gewerkschaft und Personalvertreter werden als
Garanten dafür gesehen, dass diese
Themen auf der politischen Tagesordnung bleiben, das traut ihnen die Kollegenschaft auch zu, das merkt man im
Saal. Das ständige Bohren an harten
Brettern hat auch schon in der Vergangenheit vieles bewirkt. Man versteht:
Mit bloßem „Sudern“ geht nichts weiter, wenn die Standesvertreter nicht
ausreichend Rückhalt hätten.
Ab der Briefwahlmöglichkeit am 17.
November hat jeder die Möglichkeit,
Vertrauen in Stimmen umzusetzen!
Kritisch beschäftigen sich die Redner
mit dem Zauberwort der Autonomie.
Die Mehrzahl des Publikums identifiziert
den Begriff mit versteckten Möglichkeiten der Mängelverwaltung. Einige Beispiele werden genannt, sie alle münden
in der Erkenntnis: man habe zwar mehr
Möglichkeiten, Stunden hin- und herzuschieben, aber für die Bildung echter
Schwerpunkte seien dann eben zu
wenig Stunden vorhanden. Zudem
komme das Problem, dass im Verordnungswege im massiven Stakkato
immer neue Reformprojekte daherkommen. Das, so ist man überzeugt, schränke die vielgerühmte Autonomie enorm
ein. Echte Autonomie im Sinne der
Subsidiarität wäre zu begrüßen. Warum
sollen Schulen nicht selbst entscheiden,
was für ihr spezifisches Umfeld recht
und gut wäre?3940CLV Regionalkonferenz
Das ist auch der Sukkurs der meisten
Standesvertreter, die hier das Wort
ergreifen: Veränderungen müssten in
Hinkunft Verbesserungen bringen, vielen Reformen hafte der Geruch des
Selbstzwecks an. Man solle hinkünftig
Schlechtes zu erfinden. Von „Pädagogischer Achterbahn“ ist die Rede und
Entschleunigung wäre das Gebot der
Stunde. Die Forderung nach einer
„Renaissance der Freude am Unterrichten“ wird laut und angesichts massiverDAS SCHULBLATT | OKTOBER 2014Zusatzbelastungen wäre pädagogischadministratives Unterstützungspersonal, wie es etwa in den meisten skandinavischen Bildungssystemen üblich sei,
höchst an der Zeit.
Die Veranstaltung schließt mit der
allgemeinen Grundüberzeugung:
Unseren Standesvertretern in Personalvertretung und Gewerkschaft
kann man vertrauen, sie bei den kommenden PV Wahlen zu stärken, ist
Gebot der Stunde!	■Hohe Aufmerksamkeit bei Regionalkonferenzen des CLV„Bin zwar Dienstgeber, aber an überzeugender Standesvertretung interessiert“.Pausengespräche machen durstigCLÖOKTOBER 2014 | DAS SCHULBLATTFamilie – Keimzelle
Die Christliche Lehrerschaft Wiens hat dieses Jahr die Delegiertentagung der CLÖ 2014 organisiert und ausgerichtet. Hochkarätige Referenten wurden in bewährter Art und Weise von einem großartigenBernhard
d. CLÖKulturprogramm begleitet.So beeindruckte die oberösterreichische Delegation nicht nur das Einstiegsreferat von Prof. Dr. Wolfgang
Mazal – Familienforscher an der Uni
Wien – mit den empirischen Zahlenerkenntnissen zu geänderten Familienbildern, sondern auch besonders das Hochamt zu St. Stephan am Hochfest Christi
Himmelfahrt. Im Anschluss daran hat die
Wiener Erzdiözese zu einer Agape in die
Prunkräumlichkeiten neben dem Stephansdom eingeladen. Mit der Frage der
besonderen Berufung der Menschheit zu
Ehe und Familie hat sich danach die
geistliche Konsulentin der Christlichen
Lehrerschaft Österreichs Sr. Katharina
Deifel auseinander gesetzt.
Nach dem Kulturprogrammnachmittag, wo man sich unter anderem auf die
Spur des „Dritten Mannes“ machen oder
den Stephansdom auf den für die Öffentlichkeit unzugänglichen Wegen erkun-den konnte, berühmte Persönlichkeiten
aus nächster Nähe bei Madame Tussauds
Wien bewundern oder die aktuelle Ausstellung der Albertina besuchen konnte,
setzte die Tagung tags darauf mit dem
Referat von Kollegin und Psychotherapeutin Dipl. Päd. Konstanze Eppensteiner fort. Um Belastungssituationen der
Kinder entschärfen und in der Krisenprophylaxe vorbeugend arbeiten zu können, liegt der Schlüssel in ihrer Therapiearbeit wie in der Schule in der positiven
Bei der Podiumsdiskussion unter der
Leitung von DNMS. Andreas Fischer
MSc. wurde aus Eltern-, Lehrer- u.
Gewerkschaftssicht erörtert, wie in
guter Kooperation alltägliche schulischen Herausforderungen, die den
Unterricht belasten, gemeinsam leichter
gemeistert werden können.
Zum Tagesabschluss sind die Tagungs-Dompfarrer,
Dechant, Domkapitular Dr. Anton
Faber (Stephansdom) beim Empfang nach dem
Hochamt zu Christi HimmelfahrtLSR Präs. Brandsteidl im
Gespräch mit Bundesobmann
CLÖ Vz. Präs. PSR HR Franz
Ehrung goldene Ehrennadel der
CLÖ an Vors. Za. Sr. Walter Wernhart d. d. Bundesobleute FI RR Elisabeth Maurer u Bundesobmann
CLÖ Vz. Präs. PSR HR Franz Fischergäste mittels historischer Straßenbahn
quer durch Wien nach Ottakring gefahren. Auf Einladung des Magistrates Wien
waren die Delegierten Gäste von Frau
LSR Präsidentin Dr. Susanne Brandsteidl
im Heurigen zur „Zehnermarie“. Zur
Krönung des Abends haben Frau Bundesobfrau RR FI Elisabeth Maurer und
Bundesobmann VizePräs. HR PSI Franz
Fischer Ehrungen an sehr engagierte und
verdiente Funktionäre der Christlichen
Lehrerschaft verliehen.
An dieser Stelle seien Johanna Müller,
Albert Arzt, Walter Wernhart und Pater
Stefan Leidenmühler nochmals besonders beglückwünscht, weil sie die goldene Ehrennadel der Christlichen Lehrerschaft Österreichs für das Engagement zum Wohle der oö. Kollegenschaft
verliehen bekommen haben.
Bevor die Bundesobleute die Tagung
mit Dankesworten an die Organisatoren
beschließen konnten, referierte Mag.
Bernhard Heinzlmaier vom Institut für
Jugendkulturforschung über die gesellschaftlichen Herausforderungen, wenn
die Keimzelle sich ändert. ■Die CLÖ präsentiert sich in neuem
Nebst neuem Erscheinungsbild in Drucksorten & Co. konnte auch die Homepage
dem neuen Auftritt entsprechend angepasst und überarbeitet werden. Abonnieren Sie gleich heute den CLÖ-Newsletter
oder lesen Sie gerne inhaltliche Details
der Delegiertentagung 2014 auf der
neuen Homepage nach.
www.cloe.at4142Sektion JunglehrerDAS SCHULBLATT | OKTOBER 2014Sara Gnadlinger
sara.gnadlinger@gmx.atCLV-Junglehrervertreter
in den BezirkenKlara Zauner
klara.zauner@gmx.atWels-StadtWels-LandGmunden NordLisa Aichinger
elisabeth.aichinger@
yahoo.deIsabella Eder
VS Laakirchen
eder.isabella@gmx.atTheresa Schmidhuber
VS 4 Wels
th.schmidhuber@
tele2.atGmunden Süd
Hans-Peter Ganzenbacher
clv-junglehrer@aon.atAuftrag und Verpflichtung!
Zentralausschuss für
APS Linz
ooe.gv.atIn den nächsten 10 Jahren verabschiedet
sich mehr als die Hälfte der oö. Lehrerschaft in den Ruhestand. Diese dürre
demographische Rechnung stellt für die
Junglehrerschaft des Landes Auftrag und
Verpflichtung dar. Die standesmäßige
Zukunft ist – so gesehen – nicht eine
unverbindliche, blasse Kategorie, sondern sie verpflichtet uns, systematisch in
das Räderwerk unseres Berufsstandes
Wir stellen uns daher zur Wahl: Wählen
Sie die Liste CLV-FCG.	■Perg
Isabella Seyr
NMS St. Georgen/
clv-junglehrer-perg@
gmx.atLinz-Land
birgit.sailler@gmail.comRohrbach
Theresa Kneidinger;
theresa.kneidinger@
gmx.atDaniel Kammerer
gmx.atIsolde Lehner
VS Schönering
kisolde@gmx.atIsabel Reindl
isabel.reindl@gmail.comSchärding
Judith Fellner
Volksschule Taufkirchen
judith.fellner@spitzenberger.at
Thomas Sommergruber
NMS Taufkirchen/Pram
thomas.sommergruber
VS St. Florian bei Schärding
stefanie.zauner@gmx.atBraunau
Schaller Janine
janineschaller@gmx.atStefania Waltl
fetsi1@gmx.atKirchdorf
sabine.e.schreiber@
gmail.comSusanne Putzer
susanne.putzer@gmx.atSektion JunglehrerOKTOBER 2014 | DAS SCHULBLATTVöcklabruckUrfahr-UmgebungGrieskirchenPia Kastner
pia.kastner@eduhi.atFranz Höblinger
PTS Gramastetten
franz.hoeblinger@gmx.
netElisabeth Benetseder
NMS 1 Grieskirchen
elisabeth_benetseder@
yahoo.deThomas Titsch
thomas.titsch@gmail.
comThomas Barth
HS Altenberg bei Linz
thomas.barth@eduhi.atKonstantin SchlagerWeidinger
konstantin.sw@gmx.atEva Holezius
VS Ungenach
eva.holezius@a1.netSteyr-StadtEferding
NMS St. Anna
sandra.egger@gmx.atElisabeth Kottbauer
kottbauerlisi@yahoo.deRomana Ondrejka
imro@gmx.atUrsula Ozlberger
VS Scharten
u.ozlberger@gmail.comGudrun Reder
NMS Ampflwang
clv.jl.vb@gmail.atLinz-Stadt
lisa.penninger@
ph-linz.atStefan Pirc
stefanpirc@hotmail.comMargret Kobilka
margret.kobi@gmx.atSabine Schmidt
VS der Franziskanerinnen Linz
sabineschmidt84@
Barbara Igler; VS des
Schulvereins der Kreuzschwestern Linz
barbara.igler@gmx.euRied
markus.tumeltshammer@gmx.atSteyr-LandSonja Strasser
VS 2 Ried
strassersonja@aon.atBenedikt Hagler
benedikt.hagler@
hotmail.comNadine Schwingshackl
nadine@ennstal-net.atFreistadt
VS Pregarten
judith.leitner@yahoo.deMichaela Hüttmayr
VS Wartberg/Aist
m_huettmayr@gmx.atBesucht uns auf www.clv.at und unserer
Facebook-Seite „CLV Oberösterreich“!4344Sektion JunglehrerDAS SCHULBLATT | OKTOBER 2014Die CLV-Junglehrervertretung –
immer für dich daDie CLV-Junglehrervertretung
besteht aus dem CLV-Landesleitungsteam und den einzelnen
Bezirksjunglehrervertretungen. Uns ist
es wichtig, die Anliegen der Junglehrer/innen aufzugreifen und sie bei
allen Herausforderungen des Schulalltags zu unterstützen. Gemeinsam wollen wir viel bewegen und auf die
große Bedeutung der Junglehrerarbeit
hinweisen. Es ist uns auch wichtig,
dass wir Junglehrer/innen in der
Öffentlichkeit stark vertreten sind und
unsere Arbeit respektiert und anerkannt wird.Gerade am Anfang treten oft Fragen
auf, die wesentlich für deine Tätigkeit
als Lehrer/in sind:
•	Wie funktioniert meine Besoldung?
•	Wo bin ich versichert und welche
Leistungen bietet mir meine Krankenkasse (LKUF)?
•	Wo bekomme ich rasch Auskünfte
über Neuerungen im Schulbereich?
•	Wie schaut mein Dienstvertrag aus?
•	Wer informiert mich über meine
Rechte und Pflichten als Lehrer/in?
Ich stehe dir mit meinem Team der
Junglehrervertreter/innen aus den Bezir-Michael Weber
CLV-Landesjunglehrervertreterken gerne zur Verfügung, wenn du uns
Nütze auch du den Informationsvorsprung der CLV-Junglehrervertretung!
Das Junglehrerteam des CLV Oberösterreich vertritt die Interessen der Vertragslehrer/innen und arbeitet eng mit den
Organen der Schulaufsicht, der Personalvertretung und der Gewerkschaft zusammen. Der Austausch von Informationen
und Erfahrungen, der persönliche Kontakt und die Weiterentwicklung der Bildung sowie der pädagogischen Arbeit
stehen dabei immer im Vordergrund.
Zusätzlich bieten wir kostenlos in den
verschiedensten Bezirken zahlreiche
Weiterbildungs- und Informationsveranstaltungen an:
•	„Neu im Lehrberuf“
•	„Rechtssicherheitstraining“
•	„Jahresausgleich richtig machen“Erfahrungsgemäß hohe Resonanz auf die
Spezialangebote für Junglehrer/innenSektion JunglehrerOKTOBER 2014 | DAS SCHULBLATT•	„Social Media sicher nutzen“
•	„Kreativ-Workshop“
•	„Kleine Hilfen zum Stressabbau bei
der Notengebung“
•	„Wichtige Infos rund um die LKUF“
•	„Rund ums Geld und Dienstvertrag“ usw.
Fixe Events sind auch unsere zweimal
im Jahr stattfindende Junglehrertagung, die Gratisfahrt zur Interpädagogica, unser Junglehrerpunschstand,
das Junglehrer-Schiwochenende sowie
die Junglehrer-Sommertage.Du kannst weiters folgende Vorteile nützen:
•	Funktionierendes Informationsnetzwerk unter Junglehrerinnen und Junglehrern
•	Weiterbildungsmöglichkeiten im pädagogischen und schulorganisatorischen Blickfeld
•	Verhandlungen für laufende Vertragsverbesserungen
•	Entwicklung und Gestaltung von
Informationsbroschüren (JunglehrerKompasse; geCheckt; usw.) zur
rechtssicheren Bewältigung und Vereinfachung des Schulalltags
•	Informationsvorsprung durch regelmäßige Betreuung mittels Jungleh-Besonderer Hit
(nicht nur für Junglehrer): Rechtssicherheitstrainingrer-INFORMER (e-mail Newsletter)
und Facebook (CLV Oberösterreich)
Zur Übersicht findest du auf den Seiten
42 und 43 alle Junglehrer-Vertreter/
innen und somit deine Ansprechpersonen aus den Bezirken. Ebenfalls
bekommst du Informationen über unsere Arbeit als Junglehrervertreter/innen
über unsere Homepage www.clv.at
und unsere Facebook-Seite „CLV Oberösterreich“!
Die zukunftsorientierte Entwicklung
der oberösterreichischen Bildungslandschaft wird weiterhin mit vollem
Einsatz durch uns Gestaltung finden.
Denn nur mit uns „Jungen“ können
Visionen über eine moderne Schule von
morgen realisiert werden!
In diesem Sinne lade ich dich ein,
unsere Angebote anzunehmen und in
unserem Team von Junglehrer/innen
mitzuarbeiten.Die CLV-Junglehrervertretung
verlässlich – kompetent – zukunfts■
orientiert	Das JunglehrerteamTERMINVORSCHAU
6. Oktober 2014, 18:00 Uhr:
Junglehrer-Veranstaltung zum Thema
„Neu im Lehrberuf“ und „Neu in der
LKUF“ (Infoveranstaltung) für alle Neulehrer/innen im Bezirk Perg; BH Perg
7. Oktober 2014, 18:00 Uhr:
Junglehrer-Veranstaltung „Rechtssicherheitstraining“ in Wels-Stadt; Gasthaus
Hofwimmer
20. Oktober 2014, 18:00 Uhr:
LKUF“ (Infoveranstaltung) für alle Neulehrer/innen; Gasthaus Schmolmüller,
29. Oktober 2014, 18:00 Uhr:
Junglehrer-Veranstaltung „Rechtssicherheitstraining“ in Vöcklabruck; Hotel
30. Oktober 2014, 18:00 Uhr:
„Rechtssicherheitstraining für Schulleiterinnen und Schulleiter“ in Leonding,
6. November 2014, 14:30 Uhr –
Berufseinsteigerseminar PH OÖ
Dienstrecht für Neulehrer/innen–12. November 2014, 18:00 Uhr:
Junglehrer-Veranstaltung „Rechtssicherheitstraining“ in Steyr; Veranstaltungssaal Garsten
Fahrt zur Interpädagogica
12. Jänner 2015,
14:30 Uhr – 17:45 Uhr:
Berufseinsteigerseminar PH OÖ – Dienstrecht für Neulehrer/innen
20. Jänner 2015, 18:00 Uhr:
Junglehrer-Veranstaltung „Rechtssicherheitstraining“4546Sektion BERUFSSCHULLEHRERStarke Vertretung – neu gestärkt
Wahl der CLV-Sektionsleitung
ZA-Mitglied der BerufsschullehrerWenn dich alle Schulvertrauenspersonen wieder wählen,
zeugt das von großem Zusammenhalt und starkem Vertrauen!“ gratuliert Judith Roth dem hoch erfreuten,
wiedergewählten Sektionsleiter Andreas
Mascher. Neu unterstützt wird er von
den beiden Stellvertretern Erika Merta
– Berufsschule Altmünster – und Karl
Kammerer – Berufsschule Wels 3. Dieses
Leitungsteam wird in den nächsten 4
Jahren die Anliegen der Berufsschulleh-rerinnen und -lehrer vertreten. „Wir
werden uns verstärkt mit den Herausforderungen der Zukunft befassen und die
Öffentlichkeitsarbeit noch stärker in den
Vordergrund stellen!“ so die Kernaussage der neuen Sektionsleitung.
Ein starkes Signal in Richtung Personalvertretungswahlen ist die Tatsache,
dass neben der Spitzenkandidatin für
den Zentralausschuss Judith Roth auch
Andreas Mascher und seine beiden
Stellvertreter Karl Kammerer und Erika
Merta an wählbarer Stelle des CLV/FCGWahlvorschlages stehen. Der gesamte
Wahlvorschlag mit allen 16 Kandidatinnen und Kandidaten wird beim Sektionstag am 11. November 2014 im Kulturzentrum Hörsching präsentiert.
Starke Vertretung – am 26. und 27.
November CLV/FCG wählen! ■DAS SCHULBLATT | OKTOBER 2014Das neue Sektionsleitungsteam mit Thomas Gassenbauer, Veronika Holter, Karl
Kammerer, Andreas Mascher, Erika Merta,
Stefan Hutter und Judith Blaimschein;
nicht im Bild: Thomas Hornaus, Renate
Brindl und Berta Stöbich (v.l.n.r.)Sektion RELIGIONSLEHREROKTOBER 2014 | DAS SCHULBLATTReligion ist BildungsfaktorEs zeigen sich in der heutigen
Gesellschaft gegenläufige Trends.
Einerseits soll Religion aus der
Öffentlichkeit verdrängt werden, in
den Privatraum der Menschen. Anderseits stellen viele relevante Dokumente
klar, dass schulische Bildung nicht ohne
die religiöse Dimension konzipiert werden darf. Die österreichische Schule
hat nach dem bekannten Zielparagraphen in § 2 SchOG „den sittlichen,
religiösen und sozialen Werten“ ihrem
Bildungsauftrag nachzukommen. Eine
ähnliche Beschreibung der Bildungsund Erziehungsziele gibt es auf Verfassungsebene, Art 14,5a B-VG. Junge
Menschen sollen befähigt werden, „an
den sozialen, religiösen und moralischen Werten orientiert Verantwortung“ zu übernehmen und gegenüber
dem „politischen, religiösen und welt-anschaulichen Denken anderer“ aufgeschlossen zu sein. Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte legt in Art
26, Absatz 2 fest, dass „die Bildung…
zu Verständnis, Toleranz und Freundschaft zwischen allen…religiösen Gruppen beitragen“ müsse. Verständnis und
Toleranz sind ohne Verstehen der eigenen Weltanschauung und der des
anderen nicht möglich. Zusätzlich wird
in Art 2 des 1. Zusatzprotokolls zur
Europäischen Menschenrechtskonvention den Eltern das Recht zugesprochen, dass die religiöse Dimension von
Bildung wahrzunehmen ist: „Der Staat
hat…das Recht der Eltern zu achten,
die Erziehung entsprechend ihrer eigenen religiösen und weltanschaulichen
Überzeugungen sicherzustellen“. Für
den Staat stellt sich die Aufgabe, einen
schulischen Rahmen zu schaffen, inner-Gerlinde Meindl
Religionslehrer im CLVhalb dessen Religion und Weltanschauung in seiner pluralistischen Vielfalt
Bei der diesjährigen Klausurtagung der
Sektion Religionslehrer/innen im CLV in
Bad Leonfelden beschäftigten sich die
Bezirksvertreter/innen und das Leitungsteam mit dem Thema „Zukunft
des konfessionellen Religionsunterrichtes“. Ein interessantes und zukunftsweisendes Referat zum Thema hielt Schulamtsleiter Direktor HR Prof. Mag. Franz
Asanger. Wir werden im Rahmen unserer Vertretungsaufgaben das Thema
aufmerksam weiterverfolgen.
Viele Religionslehrer/innen setzten sich
für die Anliegen der Religionslehrer/
innen mit viel Engagement ein. Bitte
denken Sie daran, bei der Personalvertretungswahl auch ihren Einsatz mit einer
Stimme zu würdigen. DANKE!	■„Willst du mit Menschen ein Schiff
bauen, so lehre sie
nicht die Kunst des
Materials, sondern
dem großen, weiten Meer:“
Antoine de Saint-ExuperyGerlinde Meindl, Renate Widlroither, Gerhard Höfer4748AnzeigenDAS SCHULBLATT | OKTOBER 2014Denk inschlechtenZeiten ist
manbesser hat.Sonderklasse-VersicherungUnsere Gesundheit ist die Basis für ein
nnnAbrechnung mit der LKUF
mittels Datenträger
Begünstigte Tarife für
Sehbehelfe, Zahnersatz, etc.UNIQA Österreich Versicherungen AG
Fax: +43 (0) 50677-676www.uniqa.atLD KV_neu_A5qu.indd 103.10.2014 10:07:17Zeitgeschichteausstellung 1938-1945 –
Gewidmet den NS-Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern
am Standort Linz der „Reichswerke Hermann Göring AG Berlin“
Neue Dauerausstellung der voestalpine in Linz ab November 2014
Ab 1938 wurde in Linz ein Eisen- und Stahlwerk errichtet, das ab 1941 sukzessive in
Betrieb ging – als ein wesentlicher Bestandteil der nationalsozialistischen Rüstungsindustrie. Beim Aufbau und Betrieb der
Reichswerke Hermann Göring in Linz wurden zigtausende ausländische Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter eingesetzt:
Männer und Frauen, Jugendliche und Kinder aus mehr als dreißig Nationen.
Diesen Menschen ist die Ausstellung gewidmet. Sie und ihre oft sehr prekären Lebensund Arbeitsbedingungen stehen dabei im
Mittelpunkt, haben die Zwangsarbeiterinnen
und Zwangsarbeiter doch damals unter
unmenschlichen Bedingungen das Fundament geschaffen für den heute weltweit
agierenden Konzern. „Einen Schritt voraus“
zu sein ist Leitspruch und Philosophie der
voestalpine. Mit der Zeitgeschichteausstellung macht der Konzern einen Blick zurück– in die eigene Geschichte. Und ergründet
achtsam und umfangreich das dunkle Kapitel der Anfangsjahre. Die Dauerausstellung
ist ein bleibender Ort in der voestalpineKonzernzentrale, der aktives Erinnern,
Gedenken und Lernen möglich macht. Die
begleitenden pädagogischen Angebote
richten sich insbesondere an
Schulen. Für jeden Schultyp und
jede Schulstufe stehen Lernunterlagen kostenlos zur Verfügung
– diese orientieren sich am jeweiligen Lehrplan und können im
Unterricht zur Vorbereitung auf
die Ausstellung verwendet werden. Empfohlen wird der Besuch
der Ausstellung für Personen ab
Die Zeitgeschichteausstellung
wird ab Anfang November 2014öffentlich zugänglich sein und ist von Montag bis Samstag 9 – 17 Uhr geöffnet.
Gruppenführungen sind schon jetzt online
oder telefonisch buchbar.
050304/15- 8900 (Mo-Fr 08:00-13:00 Uhr)
www.voestalpine.com/zeitgeschichteSektion WERKERZIEHUNGOKTOBER 2014 | DAS SCHULBLATTWebarbeiten an der VolksschuleDer Arbeitsauftrag für „Weben“
wurde mit den Schülern der 4.
Klassen in Ternberg gemeinsam
erarbeitet und endete schließlich mit der
Bezeichnung: Gestalte ein flächiges Webbild mit auf – und absteigenden Linien in
der entsprechenden Farbgruppe.
Angelehnt an Friedensreich Hundertwasser vermieden wir gerade Webrei-hen, stattdessen gestalten wir Säulen
und Übergänge nach freier Fantasie.
Diese Anforderung war für die Volksschüler doch ziemlich anspruchsvoll.
Sehr bald zeigte sich aber, dass die
Schüler mit Feuereifer bei der Sache
waren, und die Technik beherrschten.
Die Arbeiten wurden ausschließlich
in den vorgesehenen Werkstunden inGabriele
Werkerziehungder Schule ausgeführt. Der dazu passende Holzrahmen wurde ebenfalls selbst
hergestellt und farblich passend gestaltet. Die Schüler arbeiteten sehr ausdauernd und freudig, an diesem doch
etwas zeitintensiven Werkstück.
Reingard Wiltschko (OLf WE)Historisch: Erste Feststellungen über
gewebte Dinge findet man in der Jungsteinzeit. Bis Ende des 17. Jh. wurde in
Handarbeit an Webstühlen gewebt.
1805 erfand J. M. Jacquard den automatischen Musterwebstuhl mit Steuerung
über gelochte Pappkarten.
1822/23 Erfindung des Maschinenwebstuhls für die Industrie.
Webarbeiten mit bereits semiprofessionellem CharakterSelbst gestaltet –
Erdbeerzeit in der Schulküche – eine Rückblende
Erdbeerlasagne, Erdbeerstrudel und der
Smootie: In der 3. Klasse der NMS Ternberg wurden Köstlichkeiten kreiert.
Auch das Zubereiten hat in der Gruppe
sehr viel Spaß gemacht. Und der Servicedienst krönte das Fest mit der entsprechenden Dekoration.Mit viel Fantasie entworfen, und
mit Freude und Ausdauer gestaltet: Selbst genähte Kuscheldecken
a. d. NMS Ternberg / 3. KlasseSelbstvorsorge gegen leichtfertiges Konsumverhalten4950Sektion VKEDAS SCHULBLATT | OKTOBER 2014VKE im CLV
Selbständig – selbstbewusst – erfolgreichDie letzten Monate brachten große
Umstrukturierungen in der VKE:
Nach dem Rücktritt von Obmann
Franz Rosenthaler aus gesundheitlichen
Gründen übernahm die Kindergartenpädagogin Lisa Vollgruber die Geschäftsführung und Leitung der VKE. Zitat aus
einem Interview: „Mein persönlicher
Anfang als Geschäftsführerin der VKE
war sehr arbeitsreich – mein Aufgabengebiet mit Administration, Netzwerkgestaltung und der dazugehörenden Verantwortung ist spannend und ziemlich
umfangreich. Deshalb war und ist für
mich die Unterstützung meiner Kolleg/
nnen im Vorstand eine große Erleichterung und in Zusammenarbeit mit meiner Stellvertreterin Elke Pfeil-Stüber
haben wir die ersten Hürden gut gemeistert. Ich möchte mich bei allen bedanken, die mich auch weiterhin so engagiert begleiten, vor allem deshalb, weil
sowohl die Kolleg/nnen im Vorstand als
auch die Bezirksleiterinnen ihren Einsatz
ehrenamtlich ausführen!“20 JAHRE VKE!
Dieses Jubiläum wird heuer am 5. November im Zuge unserer Generalversammlung groß gefeiert! Die beste
Gelegenheit, uns als Berufsgruppenvertretung zu präsentieren und unseren
Kolleg/innen die gebührende Wertschätzung zu geben! Neben einer
Powerpoint als Rückblick auf 20 Jahre
Engagement für Verbesserungen in
unserem Berufsfeld referiert Fr.Dr.Christine Haiden (Chefredakteurin „Welt der
Frau“) zum Thema „Multitasking-multimüde? Woraus Frauen ihre Energie
schöpfen.“Trotz intensivem Einsatz erreichen wir
nicht immer den gewünschten bzw.verdienten Erfolg – dennoch ist unsere Devise. „Nur wer Visionen hat ist motiviert!“
Und deshalb ist es uns enorm wichtig, als
Berufsgruppenvertretung in OÖ für
unsere Kolleg/nnen auch in Zukunft Zeit
und Engagement einzubringen! Das
2014 in Kraft getretene neue Dienstrechtsänderungsgesetz mit erhöhten
Einstiegsgehältern für Neueinsteigerinnen im Elementarbereich erwies sich als
nicht so ansprechend wie die politischen
Vertreter sich das wahrscheinlich
gewünscht hätten! Pädagog/innen sind
gefragt wie noch nie, das beweisen die
unzähligen offenen Stellen, doch 2/3 der
BAKIP-Abgänger/innen studieren weiter
oder sammeln Erfahrungen im Ausland.
Warum? Gründe dafür sind u.a. die
unveränderten Rahmenbedingungen,
die dem heutigen Arbeitsfeld mit zunehmender Integration und Inklusion und
den verstärkten Anforderungen an die
Kolleg/innen durch den Wandel der
Gesellschaft in keinster Weise mehr entsprechen! Wie schon Paul Kimberger in
unserer letztjährigen VKE-Generalversammlung sagte: „Individualisierung ist
kostenaufwändig! Das Kind steht im
Mittelpunkt. Wir können aber nicht Seelsorger, Animateur, Schiedsrichter, Bildungsvermittler, Erzieher, Pfleger, Sozialarbeiter,…also Wunderwuzzis der Pädagogik sein!“
Nicht nur wir – auch die in der Arbeitsgemeinschaft Plattform EduCare zusammengeschlossenen Vertreter/innen vonKleinkindpädagogik braucht Profi’sVKE Geschäftsführerin Lisa Vollgruber
und Stv. Elke Pfeil-StüberInstitutionen, Interessensgemeinschaften
und TrägerInnenorganisationen sowie
Expert/nnen aus dem elementaren Bildungsbereich fordern ein einheitliches
Bundesrahmengesetz, das international
vergleichbare Qualitätsstandards für alle
Kinderbetreuungseinrichtungen garantiert ( z.B.: tertiäre Ausbildung, niedrigere
Kinderhöchstzahl in der Gruppe, Pädagog/nnen-Kind-Schlüssel, Vorbereitungszeit der Funktionsbeschreibung entsprechend,…) An dieser Thematik mitzuarbeiten, wird unsere nächste Aufgabe
sein! Außerdem: Nur ein gutes Netzwerk
ermöglicht viele Kontakte – deshalb werden wir auch zukünftig die Zusammenarbeit mit unseren Ansprechpartnern in der
Landesregierung, der Direktion Bildung,
den Gewerkschaften forcieren und es zu
schätzen wissen, dass uns der CLV mit
seiner Infrastruktur, finanziell und als Kontakt so unterstützt.	■AktualiaOKTOBER 2014 | DAS SCHULBLATTderen Betroffenheit und deren Willen
helfen zu wollen. 700 EURO an Spenden erbrachte der Verkauf am Bauernmarkt in St. Georgen/A. Und die St.
Georgener Schüler wissen längst, dass
sie in Afrika mit wenig Geld viel verändern können. So können dafür etwa 15
Schultische oder mindestens 4000 Hefte
angekauft werden.Es geht weiterSinnvermittlung durch Erntearbeit – und das in den Ferien!„Knoblauch für Afrika“
ein schulisches Projekt nimmt Formen an
Das Hilfsprojekt der NMS St.
Georgen/Attg. – wir berichteten
im SCHULBLATT – für 2.534
SchülerInnen einer primary
school in Tansania ist bereits
nach dem ersten Schuljahr eine
kleine Erfolgsgeschichte.
Begonnen hat alles damit, dass das Lehrerehepaar Markus und Andrea Hagler
mit ihrer Tochter Lisa in den Sommerferien 2013 sechs Wochen in Tansaniaverbrachten. Aus der dort angetroffenen Armut bzw. den unvorstellbaren
Missständen in den Schulen entstand
die Idee eines systematischen, schulischen Hilfsprojekts.Idee bringt 15 Schultische oder
4000 Hefte
Noch im September 2013 pflanzte der
Biologielehrer mit seinen Schüler/innen
im BU-Unterricht auf einem eigens dafür
eingerichteten Acker 600 Zehen Knoblauch, um aus deren Erlös Projektmittel
zu erwirtschaften. Die Ernte in den
Sommerferien 2014 war ein Fest des
Staunens und der Freude. Es bedurfte
nur eines Anrufs und 20 Kinder waren
sofort zur Stelle. Das Interesse und
Engagement der SchülerInnen zeigt vonDie Motivation ist so groß, dass der Acker
in diesem Schuljahr vergrößert wird und
noch im Oktober 2014 bereits 1000
Knoblauchzehen angebaut werden. Die
NMS aus Seewalchen/A., die als erste
Schule im Bezirk mit Euro 1249,– (Fastenprojekt) das Projekt unterstützt hat, ließ
sich von der Idee eines schuleigenen
Knoblauchfeldes bereits anstecken.CLV klinkt sich ein
Die Konkretheit der Verwendung von
Spendengeldern (siehe Kasten) hat
schon viele Mitglieder unseres Vereines
dazu bewogen, sich von der Begeisterung der St. Georgener anstecken zu
lassen und für die Ausstattung der Schule bzw. ihrer 2534 Schulkinder in Tansania zu spenden. Gerne verleihen wir mit
diesem Artikel der gut organisierten und
durchdachten Aktion einen weiteren
Impuls. Einem Christlichen Lehrerverein
steht es gut an, der Idee der Bildung
und Entwicklung konkrete Schritte folgen zu lassen.Spendenkonto:
Afrika Projekt (Markus Hagler)
Interessante Info im Web:
www.tumaini.at	Verkaufsgespräche zeigen ungeahnte
Feriale Begeisterung im Kontext des konkreten Helfens■5152CLV Wanderwoche 2014Bereits zum 13. Mal fand heuer die
Wanderwoche in Lech am Arlberg
statt. Die Teilnehmer der Wanderwoche teilten sich in zwei Gruppen auf
und bestritten Wandertouren mit unterschiedlichem Leistungsniveau.
Ing. Wallner Wolfgang führte die Gruppe mit den anstrengenderen, längeren
Wanderungen und Bergtouren an. Die
Gruppe, die eher die gemütlichen Touren
bevorzugte, wurde von mir angeführt.
1. Tag:	Kriegerhorn, 2173 m und
Mohnenfluh 2572 m, 5h
2. Tag:	Wartherhorn, 2256 m, Regenwetter, 3h
3. Tag:	Spullerschafberg, 2679 m,
Ravensburgherhütte, 1947 m,
4. Tag:	Vom Spullersee über Gehrengrat, 2438 m, zum Formarinsee, 4,5h
5. Tag:	Rote Wand, 2704 m, längste
Tagestour, 6hGruppe 2:
1. Tag:	Kriegeralpe und Wanderung
rund um Lech, 3h
2. Tag:	Formarinalpe, 1871 m über das
Steinerne Meer, 2100 m, zur
Freiburger Hütte und zurück
nach Lech, 4h
3. Tag:	Spullersee – Ravensburgerhütte
– Stierloch Joch 2006 m, 3h
4. Tag:	Warth (Steffisalp) – Bürstegg
(älteste Walser Siedlung) – zum
Körbersee und mit Bus zurück
5. Tag:	Holzgau (im Lechtal) über Hängebrücke zur Uta Hütte und
über Wasserfall zurück, 2hDer gemütliche Abschlussabend fand
wie üblich auf der Rudalpe statt.
Ich möchte mich noch bei unserem
Berg- und Wanderführer Wolfgang
bedanken, der seine Wandergruppe mit
guter Vorbereitung und viel Einsatz
durch die ganze Woche führte.
Da alle Teilnehmer mit dem Quartier
sehr zufrieden waren, werden wir auch
im nächsten Jahr wieder dort unsere
Wanderwoche abhalten.
Karl Renoldner – LandessportreferentTypisch CLV: unsere Gesinnungsgemeinschaft bietet allen etwas!AktualiaOKTOBER 2014 | DAS SCHULBLATTMit einem „EINE Welt-Ball“
bedankte sich Hildegard
Pesendorfer von der Hilfsorganisation „Jugend Eine Welt“ kürzlich
bei Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer für die Unterstützung von Don
Bosco Hilfsprojekten durch das Land
Oberösterreich. So wird derzeit im
größten Slum der Stadt Tema in Ghana
mit oberösterreichischer Hilfe ein neues
Kinderdorf errichtet, das 180 benachteiligten Kindern eine neue Heimat
Vor Ort wird das Hilfsprojekt von
Salesianerbruder Günter Mayer betreut,
selbst Oberösterreicher und seit 17 Jahren in Ghana tätig. „Wir kümmern uns
jetzt auch um Opfer des Kinderhandels“, berichtet er. „Immer wieder
stoppt die Polizei Verdächtige, die mit
Kindergruppen aus dem Norden in den
Süden des Landes fahren. Die Kinder
kommen oft von weit her, häufig ausden Nachbarländern. Ihre Eltern lassen
sie im guten Glauben gehen, dass für
ihre Ausbildung gesorgt wird und sind
froh, wenn sie ein Kind weniger zu
ernähren haben. Doch dann stellt sich
heraus, dass es sich um Kinderhandel
handelt. Oft kann man die Kinder nicht
zurückschicken – keiner weiß, wohin
mit ihnen. Sie brauchen dringend
Unterstützung und die sollen sie im Kinderdorf erhalten. Das ist ein wirklich
wichtiges Projekt – ein herzliches
Vergelt´s Gott unseren Landsleuten in
Oberösterreich!"	■Foto:LandOÖ StinglmayrEin Kinderdorf in GhanaUnterstützung vor OrtLH Dr. Pühringer und Hildegard Pesendorfer von der Hilfsorganisation „Jugend Eine
Welt“Das Gelände, auf dem das Kinderdorf entsteht, ist ca. 5 Hektar groß. Das Herzstück des
Kinderdorfes bilden drei Gebäude mit je sechs Schlafräumen, ein Speisesaal und eine
Krankenstation. Daran schließt sich ein Schulkomplex mit Kindergarten, Volksschule,
Sekundarschule und Wohnhaus der Don Bosco Schwestern an. Auch ein großzügiger
Sportkomplex ist geplant, dessen erster Teil – ein Fußballplatz – im Frühjahr 2014 im Beisein von Reinhard Heiserer, dem Vorsitzenden von Jugend Eine Welt eingeweiht wurde.Neuer Rektor für die Pädagogische Hochschule OÖDa sich DDr. Ulrike Greiner nicht
für eine weitere Periode als Rektorin beworben hat, bekam die
Pädagogische Hochschule Oberösterreich einen neuen Rektor. Mag. Herbert
Gimpl, der von BM Heinisch-Hosek zum
Nachfolger bestellt wurde, übernahm
das Amt mit 1. Oktober 2014.Gimpels Werdegang
Der gebürtige Salzburger absolvierte
von 1984 bis 1987 die Pädagogische
Akademie in Salzburg. Er erwarb dort
die Hauptschullehrberechtigung für
Mathematik und Turnen. Im Anschluss
daran unterrichtete er an mehreren
Hauptschulen im Bundesland Salzburg.
Neben seiner Berufstätigkeit studierte
Gimpl Sportwissenschaften/Pädagogik/Psychologie an der Universität Salzburg.
1992 erwarb er den Magistertitel. In
weiterer Folge schloss er die Sonderschullehrerausbildung ab und war
danach als Sonder- und Integrationspädagoge tätig.
2004 wurde Gimpl zum Präsidenten
des Landesschulrates für Salzburg
bestellt. Er übte dieses Amt bis 2013
aus. Nach dem politischen Wechsel in
Salzburg war er Vizepräsident, bis das
Amt heuer abgeschafft wurde. Zuletzt
war Gimpl an der Pädagogischen Hochschule in Innsbruck tätig, wo ihn BM
Heinisch-Hosek als interimistischen
Geschäftsführer eingesetzt hatte.
Bereits im September wurden an der
PH OÖ intensive Übergabegespräche
geführt, damit eine kontinuierliche Wei-Rektor Mag. Herbert Gimplterarbeit gut vorbereitet erfolgen konnte. Es kann davon ausgegangen werden, dass ein Tätigkeitsschwerpunkt des
neuen Rektors die Umsetzung des
Kooperationsmodells im Verbund mit
der PH der Diözese Linz und der Universitäten in Linz und Salzburg für die
LehrerInnenausbildung der Sekundarstufe in der Bildungsregion Österreich
Mitte sein wird.	■53GESUNDHEITSURLAUBEntgeltliche Einschaltung des Oberösterreich TourismusIN OBERÖSTERREICHWohlfühlen im
Eingebettet in die einzigartige Landschaft des Mühlviertels, erwarten Sie zeitgemäße Angebote für Körper, Geist und Seele,
verbunden mit moderner Architektur und stilvollem Design.
Das ****Spa Hotel Bründl in Bad Leonfelden bietet im Haus und in der attraktiven Umgebung des Mühlviertels eine
Vielzahl an Angeboten. Der Herbst ist die
beste Zeit für Ruhe und Entspannung,
die Batterien noch einmal aufzuladen
und sich auch einmal Zeit nur für sich zu
nehmen.pool und großzügiger Saunalandschaft,
oder Sie genießen eine wohltuende
Massage. Das ganzheitliche Therapiekonzept mit den fünf Kneippsäulen Wasser,
Bewegung, Heilpflanzen, Ernährung und
Lebensstil bildet die Grundlage der Angebote. Umgesetzt in neuem Ambiente, ist
Kneippen heute aktueller als je zuvor.
Kulinarisch verwöhnt Sie unsere
Küche mit saisonalen und regionalen
Produkten, vom reichhaltigen Frühstücksbuffet über hausgemachte Mehlspeisen am Nachmittag bis hin zum
Gourmet-Abendessen inkl. Salatbuffet.
Bei uns werden bodenständige Gerichte
kreativ neu interpretiert.Zeit und genügend Raum zum Entspannen und persönlichem Wohlfühlen
bieten wir, das ****Spa Hotel Bründl, im
Spa-Bereich mit Massageliegen, Whirl-Neben dem Wohlfühlen und der
Kulinarik genießen Sie die Mühlviertler
Natur oder erkunden die interessante
Umgebung von Bad Leonfelden bis nach
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54GESUNDHEITSURLAUBIN OBERÖSTERREICHZEIT FÜR MICH
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• Gourmet Abendessen mit Menüauswahl und Salatbuffet
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• Teilnahme am Bewegungsprogramm3 TAGE / 2 NÄCHTE
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info@hotelbruendl.at, www.hotelbruendl.atZEIT FÜR DAMENTAGE
• 2 Übernachtungen im Wohlfühl-Zimmer mit Balkon
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• Wohlfühlzeit – Gutschein im Wert von EUR 40,00
• Eintritt ins Lebzeltarium der Fa. Kastner
• Kleine Aufmerksamkeit zum Mitnehmen3 TAGE / 2 NÄCHTE
Preis pro Person zzgl. Kurtaxe, kein Einzelzimmerzuschlagwww.gesundheitsurlaub.atNachricht für Zuh
ause :)INFO & BUCHUNG:
info@hotelbruendl.at, www.hotelbruendl.at€ 239,-29
5556AktualiaDAS SCHULBLATT | OKTOBER 2014Digitale Medien –
auch für den CLV enorm
notwendigDie Welt der Medien hat sich in
den vergangenen Jahren grundlegend geändert. Die Medienlandschaft ist schneller geworden, alles
was heute aktuell ist, ist morgen schon
vergessen und wird durch neue Informationen ersetzt. Die Digitalisierung
der Medienwelt unter dem Motto –
schneller und effizienter – hat auch vor
den Türen des CLV nicht halt gemacht.
Wir wollen die verschiedenen Angebote
Uns ist klar, dass digitale Medien die
gedruckten Informationen wie das
Schulblatt nicht verdrängen werden, sie
jedoch eine große Hilfe bei der raschen
Weitergabe von Informationen sind.
Der CLV hat auf diese Änderungen
der Informationstechnologien immer
zeitgerecht reagiert und seine Angebote
den Zeichen der Zeit angepasst.Die CLV Homepage – www.clv.at
Die Homepage ist die digitale Grundausstattung, sie gibt es schon viele Jahre
und sie hat sich bewährt. Verschiedene
Änderungen waren immer wieder notwendig. Seit über einem Jahr erstrahlt
sie in einem neuen Aussehen. Sie wird
zeitaktuell mit Informationen gefüllt,
über die Homepage erhalten die User
Grundinformationen zum CLV und
News zu allen möglichen Bildungsthe-men. Sie finden das aktuelle Seminarangebot und können diese online buchen.
Aktuelle Kontaktdaten ermöglichen die
Kontaktaufnahme zu Funktionären auf
Bezirks- und Landesebene. In Kürze finden Sie auf der Homepage einen digitalen Kalender bzw. kann man Beiträge
von CLV-TV sehen.
Auf der Homepage können Sie die
verschiedenen Ausgaben des Schulblatts und von Bezirkszeitungen online
lesen. Wir haben dafür auch ein Archiv
eingerichtet. Bis zum Jahr 2010 finden
Sie alle Ausgaben der Zeitschrift „Das
Schulblatt“ zum Nachlesen!ist Büroleiter des CLV
und betreut die digitalen
Medien.in der September-Ausgabe des Schulblatts angekündigt wurde. Der CLV hat
einen eigenen TV-Kanal, der über Youtube gespeist wird.
Die ersten Berichte sind bereits online. Sie könne dieses Angebot über Youtube und facebook aufrufen. Auf der
Homepage wird es in Kürze einen „Bildschirm“ für CLV-TV geben.CLV – intranet
Vor vielen Jahren hat es das Dienstrechts
ABC als gedruckte Broschüre des CLV
gegeben, darauf aufbauend hat es dann
das Programm auf Diskette, später auf
CD gegeben, jetzt ist das „ABC desDer CLV Newsletter
Über 3.000 User sind
beim CLV Newsletter
erhalten wöchentlich
aktuelle Informationen. Dieses Angebot
ist ausbaufähig. Mit
einem Mail an office@
clv.at können Sie sich
anmelden oder die
Änderung Ihrer Mailadresse übermitteln. CLV.TV Homepage
Eine Aktualisierung ist
enorm wichtig, wenn Sie weiter bestens
informiert sein wollen!Facebook und Co.
Social Medias sind aus der Medienwelt
nicht mehr wegzudenken. Auch der
CLV hat bereits kurz nach Gründung der
Plattform „Facebook“ reagiert und eine
eigene Seite gestalten lassen. Die Zugriffe gegeben uns recht. Wir können auf
diesem Weg rasch reagieren und erreichen hunderte Personen mit unseren
Botschaften. Bei diesem Medium ist
eine Registrierung notwendig. Einfach
einmal unter www.facebook.com hineinschauen und sich anmelden!CLV-TV
CLV-HomepageWalter UtzDas neueste Angebot bei den CLV Medienangeboten ist CLV-TV, wie dies bereitsDienst- und Besoldungsrechtes“ online
zu nutzen! Sie finden dort alle dienstund besoldungsrechtlichen Informationen und alle aktuellen Formulare. Sie
brauchen als CLV Mitglied keine persönliche Daten mehr in Formulare und
Ansuchen einfügen, das passiert automatisiert.
Nach Anmeldung und Bezahlung
einer einmaligen Freischaltgebühr in
der Höhe von EUR 5,– erhalten Sie die
Zugangsdaten (Mitgliedsnummer und
Passwort) zugesandt, und können sich
damit jederzeit einloggen.
Das Anmeldeformular finden Sie auf
der CLV Homepage unter „Service“! Wir
schicken Ihnen das Formular auch gerne
zu – Mail an office@clv.at genügt!	■CLV MediaOKTOBER 2014 | DAS SCHULBLATTBücher
99 Tipps: Regeln
Regeln und Konsequenzen nimmt ein
immer stärkeres
Gewicht in der pädagogischen Arbeit
ein. Die Vermittlung von Normen und
Werten gehört zwar seit je her zum
Aufgabengebiet der Schule, aber
immer seltener kann dabei auf allgemein akzeptierte Normen zurückgegriffen werden. Auch in den Bereichen,
in denen es diese Normen noch gibt,
scheinen Schüler immer weniger bereit
oder fähig zu sein, diese einzuhalten
oder grundsätzlich deren Gültigkeit zu
akzeptieren. Ohne Regeln und Konsequenzen ist aber kein störungsfreier
Schulalltag möglich. Dieses Buch will
in sechs Kapiteln aufzeigen, wie ein
positives Regelumfeld in der Klasse
geschaffen werden kann, Regeln und
Konsequenzen festgelegt und überwacht werden können, Regelverstöße
sanktioniert, Sanktionen durchgeführt
und Ordnungsmaßnahmen gesetzt
werden können. Ein ausgezeichneter
Leitfaden, zusammengestellt und
erprobt von erfahrenen Lehrern und
perfekt abgestimmt auf die Schule von
Stefan Schäfer; 99 Tipps: Regeln und
Konsequenzen; Verlag Cornelsen; Berlin
2013; 141 Seiten; € 12,9099 Tipps: Ganztagsschule
Die Tipps in diesem Buch sind Empfehlungen und Hilfen für den Ausbau einer
Schule von der Halbtags- zu einer
Ganztagsschule. Die Besonderheit dieser 99 Tipps ergibt sich aus der praxisnahen und mehrperspektivischen Darstellung ganztagsschulrelevanter Inhalte. In neun Kapitel werden für die
Ganztagsschulen sowohl hilfreiche
Informationen bereitgestellt, als auch
direkt im Schulalltag anwendbare Tipps
gegeben. Das beginnt beim grundlegenden pädagogischen Konzept, von
Raumorganisation und Raumgestaltung, Mahlzeiten und Verpflegung,
Rhythmisierung, der Unterrichtsentwicklung als Kernaufgabe und reicht
über die Hausaufgaben bis zu den
außer- und innerschulischen Kooperationen inklusive Freizeitangeboten,
Gemeinschaft und sozialem Lernen.
Alle Tipps haben sich in der Schulentwicklungsberatung und in der Praxis an
den Schulen als
nützlich erwiesen
Ilse Kamski, Saskia
Koltermann, Josefa Krinecki; 99 Tipps: Ganztagsschule; Verlag
Cornelsen; Berlin 213;
144 Seiten; € 12,90Das Wasser war
doch nicht zu tief
Roman mit 4
Schlussvarianten
Wurde schon im
Roman „Polenreise“
des Autors deutlich,
dass der Kampf der
Kulturen nicht in 1. Linie zwischen den
jeweiligen Religionen stattfindet, so
zeigt er in diesem eindrucksvoll auf,
wie tragisch Beziehungen enden können, wenn nicht Zuneigung und Liebe,
sondern überkommene konservativkatholische Moralvorstellungen die
Basis einer Ehe bilden sollen. Dies funktioniert auf Dauer sicher nicht und
endet oft in jenen Katastrophen mit
Mord und Totschlag, wie sie in den
Varianten 1 und 2 beschrieben werden.
Variante 3 enthält neben der Schilderung eines klassischen "Rosenkriegs"
parallel dazu auch eine berührende Liebesgeschichte. In Variante 4 wird
schließlich aufgezeigt, wie Trennung
oder Scheidung im 21. Jahrhundert in
würdevoller und wertschätzender Form
zum Wohle aller Beteiligter gut gelingen kann.
Dr. Gerhard Pauza; Das Wasser war
doch nicht zu tief; Edition Innsalz, 2014,
ISBN 978-3-902981-16-5, 332 Seiten, € 17,-Regina FührlingerSchmunzlgschichtn z’ Weihnochten
Geschichten, die sich mit dem Alltag in
der Weihnachtszeit auf humorvolle Weise
•	Unterhoitsomen „Wie wahr – wie
wahr“-Geschichtn
•	üba Gschenkideen für Hybridleser
•	Oansa bis Dreia Menüs von da Uroma•	bis zur Bioknetmasse für Kinda
•	und nochweihnochtlichem Feedback
gibt’s vü zum Schmunzln und a zum
Druck: TRAUNER Verlag + Buchservice GmbH
Köglstraße 14, 4020 Linz, 1. Auflage 2014
ISBN: 978-3-99033-373-0
92 Seiten, € 16,50Wir freuen uns mit dieser Neuerscheinung wiederum ein Werk unseres langjährigen Mitglieds und redaktionellem
Mitarbeiter, Prof. Dr. Gerhard Pauza,
vorstellen zu dürfen und anempfehlen
es aus Überzeugung unserer Leserschaft!57AktualiaDAS SCHULBLATT | OKTOBER 2014† Otto Gebauer
Nicht laut, aber lauter!
Oberschulrat Otto Gebauer
ist am 23. September von
uns gegangen. Für Gebauer
war es immer moralische Verpflichtung und Freude, über
die bloße Mitgliedschaft im
CLV (seit 1954!) hinaus sein
persönliches Engagement einzubringen. So wären Vorstandssitzungen von
Linz-Stadt ohne sein initiatives Mittun
beinahe unvorstellbar gewesen und als
er in den 80er Jahren in den Dienststellenausschuss seines Bezirks berufen
wurde und den Fraktionsvorsitz übernahm, stand mit ihm ein Personalvertreter an der Spitze, dessen lauteres,dem
Wohlergehen der Lehrerschaft verpflichtetes Engagement weit über die Fraktionsgrenzen Anerkennung fand
und das Stimmverhalten der
Wählerschaft nachhaltig definierte. Otto Gebauer, Träger
der Silbernen und Goldenen Ehrennadel des Vereins, hat nach seiner Aktivzeit als Hauptschuldirektor über 13
Jahre lang mit Begeisterung die Pensionisten des CLV Linz betreut und
wird vielen, die nach ihm Funktionen
im Verein eingenommen haben und
noch einnehmen werden, ein überaus
authentisches Vorbild sein.Wir gedenken unserer Toten
VL i. R. Wolfgang Hamann,
VOL i. R. Zäzilia Lehner, 4052 Ansfelden
SR HOL i. R. Sieglinde Leberbauer,
SR HD i. R. Walfried Pichler, 4040 Linz
HOL i. R. Wolfgang Hauser, 4040 Linz
SR VOL i. R. Gertrude Huemer, 4600 Wels
VL Barbara Bachmayr-Kollingbaum, 4020 Linz
VL i. R. Maria Brandstätter, 4020 Linz
OSR HD i. R. Leopold Spiesberger,
SR OLFWE i. R. Maria Schlögl, 4170 Haslach
SR VD i. R. Martha Preschel, 4020 Linz
SR VHL i. R. Berta Patri, 4231 Untergaisbach
VOL Ulrike Koplinger, 4061 Pasching
OSR HD i. R. Erwin Herrmann,
4810 GmundenImpressum58SR HHL i. R. Elfriede Gattermeier,
OSR HD i. R. Erwin Brandstetter,
SR OLFWE i. R. Anneliese Fribl,
OLFWE i. R. Maria Gritsch, 4643 Pettenbach
VD i. R. Gertraud Fellinger,
SR VD Waltraud Gillesberger, 5020 Salzburg
SR HHL i. R. Kurt Hazod, 4655 Vorchdorf
OSR HD i. R. Otto Gebauer, 4020 Linz
SR HOL i. R. Wolfgang Vokal, 5251 Höhnhart
SR VOL i. R. Bernhard Valtiner,
SR HHL i. R. August Lepschi, 4142 Hofkirchen
SR HOL i. R. Helga Adlmaninger,
4911 TumeltshamMedieninhaber und Herausgeber: Christlicher Lehrerverein für Ober­österreich (CLV), Stifterstraße 23, 4020;
Linz E-Mail: office@clv.at; Schriftleiter und verantwortlicher Redakteur: Mag. Wolfgang T. Schwarz; Redaktion:
Helmuth Nitsch, Max Egger, MA, LSI B. Pitzer, M.Ed. Peter Baumgarten, Mag. Dr. Gerhard Pauza, Michael
Andexlinger Michael Weber, Sabine Schmidt; Redaktionssekretariat: Walter Utz (0 73 2/77 68 67), Maria
Pauleder; Anzeigenleitung: Walter Utz (0 73 2/78 22 66); Erscheinungsort: Linz, Verlagspostamt 4020 Linz,
P.b.b.; Offenlegung lt.§ 25 Mediengesetz: Die grundlegende Richtung des „Schulblattes“ ergibt sich aus den
Satzungen des Christ­lichen Lehrervereins.Der CLV gratuliert Seinen
PSI Renate Scheuchenegger,
VD Michaela Mittermair, VS Bad Hall
VD Ing. Franz Salzer, 4451 Garsten
VD Monika Prucha, VS Stroheim
VD Gloria Götzenberger,
HD Helmut Strasser, NMS Alkoven
VOL Irene Aichlberger, VS Schwertberg
VOL Zita Anschober, VS Alkoven
HOL Regina Brandecker, NMS Losensein
HOL Karin Hackenbuchner, NMS Garsten
VOL Eva Heftberger, VS St. Florian
HOL Bernhard Hinterdorfer,
NMS Bad Kreuzen
OLFWE Veronika Hoffmann, HS Hartkirchen
HOL Elisabeth Holz, NMS 8 Wels
HOL Margit Holzer, NMS 1 Perg
HOL Johann Jungert, NMS Sierning
HOL Helmut Klammer, HS Weyer
HOL Frieda Klee, 4060 Leonding
HOL Johannes Kopf, HS Weyer
HOL Ulrike Missbauer, NMS Luftenberg
VOL Farmen Nirnberger, VS Katsdorf
HOL Eva Maria Nöbauer, NMS Hartkirchen
VOL Brigitte Oberranzmeier, VS Alkoven
HOL Adelheid Pingitzer-Reischek,
ROL Elisabeth Porsch, NMS Sierning
HOL Elfriede Prietzel, NMS Münichholz
HOL Elisabeth Postlmayr,
Private NMS St. Anna
HOL Monika Rohrweck, HS Großraming
HOL Maria Schatz, NMS Luftenberg
VOL Ingeborg Schurm, VS Alkoven
HOL Edith Schwab, NMS 3 Wels
OLFWE Renate Spaller, VS 9 Wels
HOL Anna Stadler, CMC-NMS Ried/Riedmark
VOL Waltraud Stoiber, VS Alkoven
VOL Gabriele Wiesinger, VS Alkoven
HOL Susanne Windhager, NMS Losenstein
VOL Marianne Wögerer, VS MitterkirchenWenn nicht zustellbar, bitte zurück an Christl. Lehrerverein, Linz an der Donau,
Sponsoring Post, GZ 02Z033370 SNovember 2007Das Schulblatt	60. GeneralversamAnlage-Umwelt: einemlungerregende ThematikDie
Macht der Gene –
Ohnmacht der
Wer sich’s leistenGesamtschulechokann...und PrivatschulboomWeichgeklopftDie 25er Regelungist nicht gesetzlichKehren neue Bese
n gut?Anmerkungen zurZeitschrift de
nUnser Vereinsorgan und seine
Schriftleiter„Katholische Schulzeitung“„Katholische Schulblätter“„Mitteilungen“„Katholische Schulblätter“„OÖ. Schulblätter“„Das Schulblatt“fixiertcausa prima von PräsidLehrer vereinsent Enzenhoferfür Oberöster
reichLanz Karl1904 – 1909Funder E.1909 – 1911Bundschuh Karl1911 – 1912Radhuber Josef1912 – 1913Neußl Josef1913 – 1917Baumgartner Franz1917 – 1919Ohnmacht Karl1919 – 1921Kolbauer Leo1921 (Nr. 1/2)Fischer Karl1921 – 1922Danninger Leopold1922 – 1924Nöbauer Hans1924 – 1935Dr. Dallinger Karl1935 – 1938Dr. Schmidberger Gustav1946 – 1953Eckmair Carl M.1953 – 1974Sommergruber Walter1974 – 1989Mag. Wolfgang Schwarz1989 – 2014All pages:235678911121314151617181920212223242526272831323334353637394041424344454647484950515253545556575860InfoSaveLikeShareDownloadMoreSchulblatt okt 2014 monitor Published on Oct 9, 2014 Die Oktober-Ausgabe der Zeitschrift "Das Schulblatt"clvooeFollowRead moreRead moreSimilar toPopular nowJust for youGo explore

References: § 50
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§ 57
 § 20
 § 21
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 § 6
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