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Timestamp: 2020-01-21 02:20:04+00:00

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Rechtsprechung: MDR 1993, 623 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 23.03.1993
BGH, 23.03.1993 - VI ZR 26/92
https://dejure.org/1993,393
BGH, 23.03.1993 - VI ZR 26/92 (https://dejure.org/1993,393)
BGH, Entscheidung vom 23.03.1993 - VI ZR 26/92 (https://dejure.org/1993,393)
BGH, Entscheidung vom 23. März 1993 - VI ZR 26/92 (https://dejure.org/1993,393)
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Beweiswürdigung - Arzthaftung - Kontrolluntersuchung - Krankenaufzeichnung
Zur Beweiserleichterung im Arzthaftungsprozeß wegen Dokumentationsmangels
NJW 1993, 2375
MDR 1993, 623
VersR 1993, 836
Im Unterschied dazu liegt ein Befunderhebungsfehler und damit ein Therapiefehler vor, wenn die Erhebung medizinisch gebotener Befunde unterlassen wird (vgl. Senatsurteile vom 10. November 1987 - VI ZR 39/87 - VersR 1988, 293, 294; vom 23. März 1993 - VI ZR 26/92 - VersR 1993, 836, 838; vom 4. Oktober 1994 - VI ZR 205/93 - VersR 1995, 46 und vom 8. Juli 2003 - VI ZR 304/02 - VersR 2003, 1256 f.).
BGH, 21.12.2010 - VI ZR 284/09
Arzt- und Krankenhaushaftung: Ärztliche Sorgfaltspflichten bei …
Im Unterschied dazu liegt ein Diagnoseirrtum vor, wenn der Arzt erhobene oder sonst vorliegende Befunde falsch interpretiert und deshalb nicht die aus der berufsfachlichen Sicht seines Fachbereichs gebotenen - therapeutischen oder diagnostischen - Maßnahmen ergreift (vgl. Senatsurteile vom 10. November 1987 - VI ZR 39/87, VersR 1988, 293, 294; vom 23. März 1993 - VI ZR 26/92, VersR 1993, 836, 838; vom 4. Oktober 1994 - VI ZR 205/93, VersR 1995, 46;… vom 8. Juli 2003 - VI ZR 304/02, aaO, S. 1256 f. …und vom 12. Februar 2008 - VI ZR 221/06, VersR 2008, 644 Rn. 7).
Im Unterschied dazu liegt ein Diagnoseirrtum vor, wenn der Arzt erhobene oder sonst vorliegende Befunde falsch interpretiert und deshalb nicht die aus der berufsfachlichen Sicht seines Fachbereichs gebotenen - therapeutischen oder diagnostischen - Maßnahmen ergreift (…vgl. Senatsurteile vom 21. Dezember 2010 - VI ZR 284/09, BGHZ 188, 28, 35 Rn. 13;… vom 21. Januar 2014 - VI ZR 78/13, VersR 2014, 374 Rn. 19; vom 10. November 1987 - VI ZR 39/87, VersR 1988, 293, 294; vom 23. März 1993 - VI ZR 26/92, VersR 1993, 836, 838; vom 4. Oktober 1994 - VI ZR 205/93, VersR 1995, 46; vom 8. Juli 2003 - VI ZR 304/02, VersR 2003, 1256, 1257 …und vom 12. Februar 2008 - VI ZR 221/06, VersR 2008, 644 Rn. 7).
Dabei hat das Gericht die von ihm vorzunehmende Beurteilung anhand der vom Sachverständigen unterbreiteten Fakten zu treffen (Senatsurteile vom 10. November 1987 - VI ZR 39/87 - VersR 1988, 293, 294; vom 23. März 1993 - VI ZR 26/92 -VersR 1993, 836, 837; vom 29. Mai 2001 - VI ZR 120/00 - VersR 2001, 1030; vom 19. Juni 2001 - VI ZR 286/00 - VersR 2001, 1115 f.; vom 3. Juli 2001 - VI ZR 418/99 - VersR 2001, 1116 f. und vom 28. Mai 2002 - VI ZR 42/01 -VersR 2002, 1026, 1027 f.).
Deshalb ist, wie der erkennende Senat mehrfach ausgesprochen hat, eine Dokumentation, die aus medizinischer Sicht nicht erforderlich ist, auch aus Rechtsgründen nicht geboten (Senatsurteile vom 24. Januar 1989 - VI ZR 170/88 - VersR 1989, 512, 513 und vom 23. März 1993 - VI ZR 26/92 - VersR 1993, 836, 837).
Im übrigen hat der Senat im Urteil vom 23. März 1993 (aaO) ausdrücklich darauf hingewiesen, daß eine unvollständige oder auch nur lückenhafte Dokumentation keine eigenständige Anspruchsgrundlage bildet und auch grundsätzlich nicht unmittelbar zu einer Beweislastumkehr hinsichtlich des Ursachenzusammenhangs führt.
Dabei wendet sie sich unter Hinweis auf das Senatsurteil vom 23. März 1993 - VI ZR 26/92 - VersR 1993, 836, 837 f. gegen die Auffassung des Berufungsgerichts, aus der Unterlassung der Dokumentation sei zu folgern, daß die erforderliche Blutdruckmessung nicht stattgefunden habe.
Diese zwingende Vorschrift läßt es, wie der Senat bereits mehrfach ausgesprochen hat, in aller Regel nicht zu, daß in Arzthaftungsprozessen, in denen die Entscheidung im wesentlichen auf sachverständiger Beratung beruht, die Beweisaufnahme einschließlich der Befragung ärztlicher Gutachter allein durch den Einzelrichter erfolgt (Senatsurteile vom 24. Juni 1980 - VI ZR 7/79 - VersR 1980, 940; vom 3. Februar 1987 - VI ZR 56/86 - VersR 1987, 1089, 1091 und vom 23. März 1993 - VI ZR 26/92 - VersR 1993, 836, 838 f; s. ferner BGH, Urteil vom 30. Januar 1990 - XI ZR 162/89 - NJW 1991, 1302).
Es geht also nicht um die Fehlinterpretation von Befunden, sondern um deren Nichterhebung (…vgl. Senatsurteile vom 10. November 1987 = aaO. und vom 23. März 1993 - VI ZR 26/92 - VersR 1993, 836, 838).
BGH, 24.01.1995 - VI ZR 60/94
Darlegungs- und Beweislast bei einem Lagerungsschaden im Krankenhaus aufgrund …
Aus dem Urteil des Senats vom 23. März 1993 - VI ZR 26/92 - VersR 1993, 836, auf das sich die Revision bezieht, ergibt sich nichts anderes.
Die Dokumentationspflicht erstreckt sich (nur) auf Umstände, die für die Diagnose und Therapie nach medizinischem Standard wesentlich sind und deren Aufzeichnung und Aufbewahrung für die weitere Behandlung medizinisch erforderlich ist (…s. BGHZ 129, S. 6, 9;… BGH NJW 1989, S. 2330, 2331; NJW 1993, S. 2375, 2376;… NJW 1999, S. 3408, 3409 Steffen/Dressler, Arzthaftungsrecht, 9. Aufl. 2002, Rdn. 457 ff. m.w.Nw.;… Geiß/Greiner, Arzthaftpflichtrecht, 4. Aufl. 2001, S. 121 ff. m.w.Nw.).
Allerdings muss der Arzt an der Sachverhaltsaufklärung mitwirken; eine mangelhafte - unvollständige oder sonst nicht ordnungsgemäße - Dokumentation der Untersuchung bzw. Behandlung kann zu Beweiserleichterungen für den Geschädigten bis hin zu einer Beweislastumkehr führen (…s. BGH NJW 1978, S. 1681, 1682;… NJW 1978, S. 2337, 2338 f.;… NJW 1983, S. 332;… NJW 1988, S. 2949 f.;… NJW 1989, S. 2330, 2331; NJW 1993, S. 2375, 2376;… NJW 1995, S. 1611, 1612;… NJW 1996, S. 779, 780 f.;… NJW 1996, S. 1589 f.;… NJW 1999, S. 3408, 3409 f.;… Palandt/Sprau, aaO., § 823 Rdn. 161;… Zöller/Greger, aaO., vor § 284 Rdn. 20 a;… Müller, aaO., S. 491).
Hinsichtlich des Nachweises der Kausalität zwischen Behandlungsfehler und (Körper- bzw. Gesundheits-)Schaden können Dokumentationsmängel hingegen nur dann und insoweit zu Beweiserleichterungen führen, als sich aus diesen Mängeln Beweiserschwernisse für den Geschädigten ergeben und die Ursächlichkeit zumindest wahrscheinlich ist (…s. BGHZ 99, S. 391, 398 ff.;… BGH NJW 1988, S. 2949, 2950;… NJW 1989, S. 2330, 2331; NJW 1993, S. 2375, 2376 f.;… BGHZ 132, S. 47, 49 ff., 52 = NJW 1996, S. 1589, 1590;… Palandt/Sprau, aaO., § 823 Rdn. 161).
Handelt es sich jedoch um einen schweren ("groben") Behandlungsfehler, ist er als solcher geeignet, den eingetretenen Schaden zumindest mitursächlich herbeizuführen, und ist ein Kausalzusammenhang nicht ganz unwahrscheinlich, so ist es Sache des Anspruchsgegners (des Arztes oder Krankenhausträgers) zu beweisen, dass es an der Kausalität zwischen der Pflichtverletzung und dem (Körper- oder Gesundheits-)Schaden fehlt (Beweislastumkehr;… s. etwa BGHZ 85, S. 212, 215 ff.;… BGH NJW 1987, S. 705;… NJW 1988, S. 2303, 2304;… NJW 1988, S. 2948;… NJW 1988, S. 2949, 2950 f.; NJW 1993, S. 2375, 2376 f.;… NJW 1995, S. 1611, 1612 f.;… NJW 1996, S. 1589, 1590 f.;… NJW 1996, S. 2428;… NJW 1997, S. 796, 797;… NJW 1998, S. 814, 815;… NJW 1998, S. 1782, 1783;… NJW 1999, S. 861, 862;… NJW 1999, S. 862;… NJW 2004, S. 2011, 2012 f. = GesR 2004, S. 290, 292 f.;… Senat, NJW-RR 2000, S. 24, 26 = MedR 2000, S. 85, 88;… VersR 2002, S. 313, 315 = MedR 2002, S. 149, 152;… NJW-RR 2003, S. 1383, 1386 = MedR 2004, S. 226, 230 = VersR 2004, S. 1050, 1052); Palandt/Sprau, aaO., § 823 Rdn. 162; Zöller/Greger, aaO., vor § 284 Rdn. 20 a; Müller, aaO., S. 489 f.).
OLG Saarbrücken, 04.02.2015 - 1 U 27/13
Umfang der ärztlichen Dokumentationspflicht bei einem operativen Eingriff
BGH, 13.03.2013 - VIII ZR 49/12
Beweiserhebung im Berufungsverfahren: Zulässigkeit der Erhebung aller notwendigen …
OLG Koblenz, 21.11.2011 - 5 U 688/11
Anforderungen an die ärztliche Entscheidungsbildung bei Biopsie einer Brustdrüse; …
OLG Naumburg, 06.02.2014 - 1 U 45/13
Arzthaftung: Umfang der vorgeburtlichen Aufklärung zur Periduralanästhesie (PDA); …
OLG München, 14.07.1994 - 24 U 571/92
Haftungsrecht; Arzthaftung
BGH, 27.09.1994 - VI ZR 284/93
Pflicht des Tatrichters zur Aufklärung von Widersprüchen; Anforderungen an einen …
OLG München, 18.09.2008 - 1 U 4837/07
Arzthaftung: Umfang der Dokumentationspflicht; Infektion eines Neugeborenen mit …
OLG Koblenz, 08.04.2013 - 5 U 186/13
Haftung des Arztes bei Nichterkennen von Symptomen eines Herzinfarkts
OLG Frankfurt, 30.09.2003 - 15 U 174/03
Auskunftspflicht und Aufklärung eines Patienten durch einen Arzt; …
Arzthaftung: Beweislastumkehr zulasten des Arztes bei Nichtvorlage der …
OLG Brandenburg, 15.11.2000 - 1 U 9/00
OLG Jena, 19.06.2012 - 4 U 797/09
Zur (fehlenden) Notwendigkeit der Aufklärung über Behandlungsalternativen bei …
OLG Stuttgart, 28.02.2008 - 1 W 4/08
Prozesskostenhilfe: Vorläufige Prüfung durch Einholung eines …
BGH, 16.12.2003 - VI ZR 74/03
OLG Stuttgart, 29.07.1997 - 14 U 20/96
OLG Zweibrücken, 13.05.1997 - 5 U 7/95
Artzhaftungsprozeß: Anscheinsbeweis, Behandlungsfehler
OLG München, 23.01.1997 - 24 U 804/93
Arzthaftung nach unterlassener Korrektur eines Hodenhochstandes bei …
OLG Köln, 27.04.2005 - 5 U 254/02
Arzthaftung - Operationsbericht durch mitwirkende Oberärztin - Umfang der …
OLG Brandenburg, 18.12.2008 - 12 U 115/08
Arzthaftung: Nachweis der Aufklärung bei fehlender Erinnerung des behandelnden …
OLG Oldenburg, 19.12.2007 - 5 U 107/06
Arzt- und Hebammenhaftung: Pflichten der Hebamme und des ärztlichen Leiters des …
OLG Düsseldorf, 10.10.2002 - 8 U 19/02
Zum Behandlungsfehler und zur Dokumentationspflicht des behandelten Zahnarztes …
OLG München, 08.08.2013 - 1 U 4549/12
Abgrenzung von Diagnoseirrtum und Befunderhebungsfehler
OLG Karlsruhe, 26.05.2000 - 7 U 193/97
Arzthaftung - Aufklärung vor Leitungsanästhesie für Wurzelbehandlung eines Zahns …
OLG Hamm, 11.12.2013 - 3 U 152/12
OLG Köln, 27.06.2007 - 5 U 148/05
Fehlerhafte Versorgung eines Dammschnitts und Bildung einer rekto-vaginalen …
OLG Karlsruhe, 26.09.2001 - 7 U 92/99
Arzthaftung - Aufklärungspflicht - Behandlungsalternativen - Darlegungslast des …
OLG Braunschweig, 26.11.1998 - 1 U 31/98
Arzt; Aufklärungspflicht; Dokumentationspflicht; Arzthaftung; Schadensersatz; …
OLG Hamburg, 22.02.2002 - 1 U 35/00
Arzthaftung: Bakterielle Infektion nach Operation - Beweislastumkehr bei nicht …
OLG München, 20.07.2000 - 1 U 3373/99
Arzthaftung - intracerebraler Blutung - künstliches Koma - Sedierung - …
OLG Stuttgart, 20.04.2004 - 1 U 122/02
Schadensersatzansprüche wegen eines Behandlungsfehlers oder eines …
OLG Köln, 21.01.2004 - 5 U 99/03
Auftreten einer Peritonitis nach vaginaler Hysterektomie mit Entfernung beider …
OLG Frankfurt, 08.02.1994 - 8 U 18/93
Beschwer des Klägers bei Ausspruch der Ersatzpflicht des Beklagten für künftige …
OLG Koblenz, 07.03.2016 - 5 U 1039/15
Zu den Anforderungen an den medizinischen Standard einer Krankenhausversorgung
AG Köln, 18.11.2008 - 146 C 214/07
Abrechnung von Szintigraphie und PET: Einschränkungen nicht hinnehmen!
OLG Düsseldorf, 22.02.2007 - 8 U 81/06
Abrutschen eines Paukenröhrchens in das Mittelohr als bekannte intraoperative …
OLG Frankfurt, 02.04.1998 - 1 U 5/97
Tierarzthaftung: Beweislastverteilung bei Nichtdokumentieren einer ärztlich …
OLG München, 22.12.1994 - 24 U 3/92
Schadensersatz wegen ärztlicher Versäumnisse bei der nachgeburtlichen Versorgung …
OLG Düsseldorf, 07.10.1993 - 8 U 105/92
BGH, 23.03.1993 - VI ZR 164/92
https://dejure.org/1993,1577
BGH, 23.03.1993 - VI ZR 164/92 (https://dejure.org/1993,1577)
BGH, Entscheidung vom 23.03.1993 - VI ZR 164/92 (https://dejure.org/1993,1577)
BGH, Entscheidung vom 23. März 1993 - VI ZR 164/92 (https://dejure.org/1993,1577)
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Zur Auslegung eines Teilungsabkommens, das Sonderregelungen für die Haftungsbefreiung nach RVO §§ 636, 637 und die Fälle des sog "gestörten Gesamtschuldverhältnisses" vorsieht
Sonderregelung für "gestörte Gesamtschuldverhältnisse" - Auslegung von Teilungsabkommen für Haftungsbefreiung - Haftungsbefreiung nach §§ 636, 637 RVO
RVO §§ 636, 637; Teilungsabkommen
NJW-RR 1993, 911
NZV 1993, 308
NZV 1993, 309
VersR 1993, 841
BGH, 12.06.2007 - VI ZR 110/06
Prüfung der Haftungsfrage bei Inanspruchnahme des Haftpflichtversicherers …
Da die Beklagte eine unfallbedingte Verletzung des S. bestreitet, kommt es darauf an, ob der Klägerin ein vertraglicher Anspruch auf der Grundlage des Teilungsabkommen aus dem Schadenfall infolge des Verzichts auf die Prüfung der Haftungsfrage in § 1 Abs. 1 TA zusteht (vgl. hierzu Senatsurteile vom 27. März 2001 - VI ZR 12/00 - VersR 2001, 863; vom 23. März 1993 - VI ZR 164/92 - VersR 1993, 841, 842 und vom 29. September 1970 - VI ZR 191/68 - VersR 1970, 1108, 1109).
a) Bei dem Teilungsabkommen handelt es sich um einen Vertrag, dessen örtlicher Geltungsbereich sich über den Bereich eines Oberlandesgerichts hinaus erstreckt und der als solcher deshalb vom Revisionsgericht selbst ausgelegt werden kann (Senat, BGHZ 164, 117, 119; Urteile vom 8. Februar 1983 - VI ZR 48/81 - VersR 1983, 534, 535; vom 7. Februar 1984 - VI ZR 90/82 - VersR 1984, 526, 527; vom 23. März 1993 - VI ZR 164/92 - aaO; vom 4. November 1997 - VI ZR 375/96 - VersR 1998, 124, 125 und vom 27. März 2001 - VI ZR 12/00 - VersR 2001, 863, 864; ferner BGHZ 20, 385, 389; 40, 108, 110; Urteile vom 5. Mai 1969 - VII ZR 176/66 - VersR 1969, 641, 642 und vom 14. Juli 1976 - IV ZR 239/74 - VersR 1976, 923, 924).
Zutreffend ist das Berufungsgericht allerdings davon ausgegangen, daß an die Stelle deliktischer Ansprüche gegen die Beklagten, die auf die Klägerin übergegangen sind, die vertraglichen Ansprüche aus dem Teilungsabkommen getreten sind (Senatsurteile vom 29. September 1970 - VI ZR 191/68 - VersR 1970, 1108, 1109; vom 23. März 1993 - VI ZR 164/92 - VersR 1993, 841, 842 m.w.N.).
Die Auslegung der Ausschlußklausel, die das Revisionsgericht selbst gemäß §§ 133, 157 BGB vorzunehmen hat (BGHZ 20, 385, 389; 40, 108, 110; Senatsurteile vom 23. März 1993 aaO; vom 4. November 1997 - VI ZR 375/96 - VersR 1998, 124, 125), führt dazu, daß es bei der für den Beginn der Ausschlußfrist maßgeblichen Kenntnis, wie bei der Verjährung deliktischer Ansprüche nach § 852 BGB, auf den Kenntnisstand der für Regresse zuständigen Mitarbeiter der Klägerin ankommt.
BGH, 07.10.2003 - VI ZR 392/02
Rechtsfolgen des Verzichts auf die Einrede der Verjährung in einem …
Indessen ist diese Frage für den Streitfall erheblich, weil die Erwägungen, mit denen das Berufungsgericht sie dahinstehen läßt, nicht zutreffen (unten b); sie ist auch zu bejahen, was der Senat durch Auslegung selbst feststellen kann (vgl. BGHZ 20, 385, 389;… Senatsurteile vom 13. Dezember 1977 - VI ZR 14/76 - aaO, S. 279 und vom 23. März 1993 - VI ZR 164/92 - VersR 1993, 841, 842 m.w.N.).
BGH, 20.09.2005 - VI ZB 78/04
Haftungsmaßstab bei Streit zwischen Sozialversicherungsträger und …
Es ist den Abkommenspartnern aber unbenommen, den Ausschluss der Haftungsfrage und damit den Rationalisierungseffekt des Teilungsabkommens einzuengen (vgl. Senatsurteile vom 6. Dezember 1977 - VI ZR 79/76 - VersR 1978, 150, 153; vom 8. Februar 1983 - VI ZR 48/81 - VersR 1983, 534, 535 und vom 23. März 1993 - VI ZR 164/92 - VersR 1993, 841, 842).
Die Klägerin macht nämlich Ansprüche aus dem Teilungsabkommen geltend, durch welches der Sozialversicherungsträger einen selbständigen, vom Haftungsverhältnis losgelösten vertraglichen Anspruch des Inhalts erhält, dass der Haftpflichtversicherer dem Sozialversicherungsträger unter Verzicht auf eine haftungsrechtliche Klärung dessen Leistungen wegen des von dem Teilungsabkommen erfassten Haftpflichtfalls in Höhe der vereinbarten Quote zu ersetzen hat (vgl. Senatsurteile vom 23. März 1993 - VI ZR 164/92 - aaO und vom 27. März 2001 - VI ZR 12/00 - VersR 2001, 863 f.).
BGH, 04.11.1997 - VI ZR 375/96
Geltendmachung von auf einen Sozialversicherungsträger übergegangenen …
Im übrigen wäre der Senat an ein abweichendes Verständnis des Tatrichters auch nicht gebunden, weil es sich bei dem Teilungsabkommen um einen typischen Vertrag handelt (vgl. BGHZ 20, 385, 389; 40, 108, 110; Senatsurteile vom 23. März 1993 - VI ZR 164/92 - VersR 1993, 841, 842 …und vom 25. Mai 1993 - VI ZR 272/92 - aaO).
BGH, 25.05.1993 - VI ZR 272/92
Erlaß der Schadensersatzforderung durch Regreßverzicht in Teilungsbakommen - …
Zwar ist in § 7 Satz 2 des Teilungsabkommens, das vom Revisionsgericht frei auszulegen ist (st. Rspr., vgl. z.B. Senatsurteile vom 8. Februar 1983 - VI ZR 48/81 - VersR 1983, 534, 535…, vom 7. Februar 1984 - VI ZR 90/82 - aaO und vom 23. März 1993 - VI ZR 164/92 - Umdruck S. 7), ausdrücklich bestimmt, daß dritte Personen durch das Abkommen nicht begünstigt werden sollen.
OLG Schleswig, 27.04.2006 - 7 U 47/04
Vielmehr sind die tatbestandlichen Voraussetzungen des § 1 Nr. 5 des Teilungsabkommens zu überprüfen, wie es durch den BGH in seiner Entscheidung vom 23.03.1993 (VersR 1993, 841 ff. [BGH 23.03.1993 - VI ZR 164/92] ) geschehen ist mit dem Hinweis, dass es bei der Regelung, wonach das Teilungsabkommen keine Anwendung findet, wenn es sich bei dem Geschädigten um eine Person handelt, der gegenüber die Haftung nach den §§ 636, 637 RVO ausgeschlossen ist, darum geht, dass der Haftpflichtversicherer in diesen Fällen, in denen er nach der Haftungslage nicht einstehen muss, dem Abkommenspartner auch nicht auf die Abkommensquote haftet.
Der Zulassung der Revision bedarf es angesichts der Entscheidung des BGH VersR 1993, 841 und seiner Ausführungen im Beschluss vom 20.09.2005 nicht.
OLG Saarbrücken, 19.12.2000 - 4 U 941/99
Verkehrsunfall von Arbeitskollegen auf dem Betriebsparkplatz
Auch dies spricht nachhaltig dafür, das Einfahren auf den Parkplatz als betriebliche Tätigkeit im Sinne von § 637 Abs. 1 RVO zu verstehen (ähnlich auch BAG VersR 1974, 1077 unter 2 b; OLG Hamm VersR 1995, 461, ArbG Köln ZfS 1989, 157; vgl. auch BGH NJW-RR 1993, 911; a.A. OLG Oldenburg VersR 1995, 239).
Trifft sie damit an dem Unfall zumindest ein (Mit-)Verschulden, während sich der Mitverursachungsanteil der Drittwiderbeklagten zu 2) darauf beschränkt, der Drittwiderbeklagten zu 1) das Fahren mit ihrem Fahrzeug ermöglicht zu haben, haftet die Drittwiderbeklagte zu 1) im Innenverhältnis zur Drittwiderbeklagten zu 2) abweichend von der Vermutung des § 426 Abs. 1 BGB für den Unfall allein (vgl. für eine ähnliche Fallgestaltung: BGH NJW-RR 1993, 911, 912 unter II 3 b).
OLG Stuttgart, 17.05.2017 - 4 U 216/16
Teilungsabkommen zwischen Krankenversicherer und Haftpflichtversicherer: …
Für die Auslegung von Teilungsabkommen gelten die allgemeinen Vertragsgrundsätze, so dass diese gemäß §§ 133, 157 BGB unter Berücksichtigung der Interessen der Vertragspartner und der Verkehrssitte nach ihrem Sinn und Zweck auszulegen sind (…Jahnke/Burmann/Stahl a.a.O. Rn. 3984; BGH, Urteil vom 23.03.1993 - VI ZR 164/92, Rn. 12 juris m.w.N.; BGH, Urteil vom 05.05.1969 - VII ZR 176/66, VersR 1969, 641).
OLG Stuttgart, 03.08.2016 - 4 U 106/16
Haftung bei Verkehrsunfall: Haftung des Fahrzeughalters im Verhältnis zum Fahrer …
Dass hierin der entscheidende Gesichtspunkt zu sehen ist, folgt auch aus der Entscheidung des VI. Zivilsenats des BGH vom 23.3.1993 (VI ZR 164/92, NJW-RR 1993, 911 f).
OLG Brandenburg, 18.04.2007 - 13 U 115/06
Ansprüche aus einem Teilungsabkommen zwischen einer Krankenversicherung und dem …
OLG Düsseldorf, 27.08.2002 - 4 U 232/01
Teilungsabkommen zwischen Bau-Berufsgenossenschaft und …
OLG Stuttgart, 24.08.2016 - 4 U 106/16

References: BGH 
 BGH 
 § 823
 § 284
 BGH 
 § 823
 BGH 
 § 823
 § 284
 § 1
 § 852
 § 7
 § 1
 BGH 
 BGH 
 § 637
 BGH 
 § 426
 BGH 
 BGH