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Timestamp: 2017-09-21 13:50:15+00:00

Document:
Lohkirchen Landkreis Mühldorf Inn Immobiliensachverständige für Immobilienbewertung
Ehrenamtlich Tätiger
Einwurfgrundstück
Einzelhandelsgrundstück
Entschädigungsrichtlinien, Landwirtschaft
Entwicklungmaßnahmen
Erschließungs(bau)last
Erschließungsbeitragpflichtig
Erschließungslast
Bedeutet erschließungsbeitragsfrei und bezeichnet den beitragrechtlichen Zustand eines Grundstücks, wenn Erschließungsbeiträge nach §§ 127 ff BauGB für den geleisteten Erschließungsaufwand vollständig erhoben wurden und keine weiteren Forderungen an den Grundstückseigentümer bestehen.
Bedeutet erschließungsbeitragspflichtig und bezeichnet den beitragsrechtlichen Zustand, bei dem Erschließungsbeiträge noch nicht oder noch nicht vollständig erhoben worden sind.
Eckgrundstücke grenzen mit mehr als einer Seite an meist aufeinanderstoßende Straßen, was zu erhöhten Erschließungsbeiträgen führen kann. Gemeindesatzungen beinhalten daher meist eine Eckvergünstigung gerade bei Wohngrundstücken, da nicht unbedingt ein Erschließungsvorteil durch die Ecklage entsteht.
Allgemein gilt: Die Übernahme von Ehrenämtern ist freiwillig, soweit diese nicht durch Rechtsvorschrift verpflichtend ist. Beispiel: Art 19, 20 Bayerische Gemeindeordnung (BayGO). Es gilt das ⇒ Objektivitätsprinzip und das ⇒ Geheimhaltungsprinzip.
Nach der Legaldefinition des § 7 Abs. 1 des II WoBauG (außer Kraft) sind Familieneigenheime (Eigenheime, Kaufeigenheime, Kleinsiedlerstellen) nach Größe, Grundriss ganz oder teilweise dazu bestimmt, den Eigentümern oder einen Angehörigen bzw. deren Familien als Heim zu dienen und soll nach dem willen des Gesetzgebers über einen Garten oder sonstiges nutzbares land verfügen.
Nutzung durch den Eigentümer oder durch nahe Angehörige.
Grundsätzlich Zivilrechtlich; wirtschaftliche Betrachtungsweise im Steuerrecht kommt durch die ausnahmen des § 39 Abs. 2 AO zum Ausdruck.
Ist das Recht, das einem Inhaber erlaubt, mit einer Sache nach Belieben zu verfahren und andere von der Einwirkung auf die Sache auszuschließen; § 903 BGB. Arten: Alleineigentum; Miteigentum nach § 1008 ff. BGB, Gesamthandseigentum beispielsweise bei der BGB-Gesellschaft. Grenzen: Gesetze und Rechte Dritter
⇒ Wohnungseigentümergemeinschaft
Darunter versteht man das freistehende, ebenerdig erschlossene, meist ein- oder zweigeschossiges Einzelhaus, welches für das Wohnen einer Familie bestimmt ist.
Geplante Agglomeration vielfältiger Einzelhandelsbetriebe zu einer baulichen Einheit, häufig ergänzt durch Dienstleistungsbetriebe. Gebäudekundliche Erkenntnisse: Im Durchschnitt werden 60 % der Gesamtverkaufsfläche eines EKZ von Verkaufsstätten mit über 500 m² Verkaufsfläche eingenommen, die eine Magnetfunktion (Beispiele: Fachmarkt, Kaufhaus, Lebensmitteldiscounter, SB-Warenhaus, Verbrauchermarkt, Warenhaus) ausüben. Bewertung: EKZ sind Renditeobjekte, das heißt, für einen Investor stehen die erzielbaren , Erträge im Vordergrund; d.h. der verkehrswert wird vornehmlich aus dem Ertragswert gebildet.
⇒ Eigenheim
Recht zur Einsichtnahme in behördliche Unterlagen ⇒ Berechtigtes Interesse
Einwurfsmasse
Wird im Umlegungsverfahren aus allen privatnützigen Einwurfsgrundstücken (private Nutzungsgrundstücke) gebildet. ⇒ Einwurfsgrundstück, Ausgleichsgrundstück, Verteilungsmasse
Einwurfsgrundstück
Ist der Umlegungsmasse, die neben alten Verkehrsflächen oder sonstigen Grundstücken (die schon öffentlich genutzt werden), aus den eingeworfenen privatnützigen Grundstücken (die nicht schon einem bestimmten öffentlichen Zweck dienen). ⇒ Rohbauland, Bauland
Wert aller privatnützigen Grundstücke, der sich nach dem Wert richtet, der ohne Umlegung vorhanden wäre. ⇒ Rohbauland, Ausgleichsfläche
Sind Gewerbegrundstücke, welche überwiegend zu Einzelhandelszwecken genutzt werden. Bei der Bewertung sind in gesteigertem Maße die Lagemerkmale zu untersuchen (Makrolage), die im besonderen gekennzeichnet sind durch Standortfaktoren wie Kaufkraft, Verkehrsanbindung und Konkurrenzsituation der Region im Allgemeinen und im Speziellen des Ortes, die genauso stark gewichtet werden wie die Mikrolage (Grundstück, Gebäude, Markt- und Nutzungssituation). Wertermittlung: Ertragswertverfahren (renditeorientiert)
Begriff der städtebaulichen Sanierung; darunter ist die Differenz des sanierungsbedingten Bodenwertes vor und nach der Sanierung zu verstehen; diese wird durch Ausgleichsbeträge (§§ 152 ff. BauGB) von den Eigentümern zur Finanzierung der tatsächlichen und rechtlichen Neuordnung des Sanierungsgebietes erhoben. Methoden in der Praxis: Methode des Quervergleichs (Nachbargebiet); Lagewertverfahren (abgewandeltes indirektes Vergleichswertverfahren; Ertragswertverfahren in bestimmten Abwandlungen; Mietspiegelmethode (Mietwertsteigerung durch Verbesserung der Wohnlage); Nutzwertanalytische Ansätze; Komponenten-Methode (Quantifizierung einzelner Komponenten; ähnlich auch die Zielbaum-Methode); Niedersachsen-Modell (Missstände und Maßnahmen zur Missstandsbeseitigung).
Ist der gezielte (finale) Eingriff auf das Eigentum oder abspaltbare Teile davon durch hoheitliches Handeln, mit dem Ziel des Rechtsentzugs für die Erfüllung einer bestimmten öffentlichen Aufgabe. Voraussetzungen: Positives Tun des Staates, zielgerichtetes Handeln zum Wohl des Staates, hoheitliches Handeln, nur durch oder auf Grund eines Gesetzes mit Entschädigungsregelung (Junktimklausel) Rechtswege: Verwaltungsgericht (Enteignung); Zivilgericht (Entschädigung)
Bei dem entgeltlichen Wohnrecht hat der Berechtigte die wirtschaftliche Bestimmung aufrecht zu erhalten und nach den Regeln einer ordnungsgemäßen Wirtschaft zu verfahren. Er hat demnach das Recht im Gebäude zu wohnen, muss dafür aber ein Entgelt zahlen, welches sich nicht immer mit der marktüblichen Miete deckt.
Beruht auf der Grundlage des Art. 14 Abs. 3 GG; eine Entschädigung kann nur der erlangen, der durch eine hoheitliche Maßnahme in seinem Vermögen beeinträchtigt wurde. Soweit eine Rechtsposition betroffen ist (§ 94 BauGB). Hoheitliche Maßnahmen können beispielsweise sein: Straßenbau, Leitungsbau, Schienenwege, Wasserstraßen Rechtspositionen: Flächenentzug, Formverschlechterung, Belastung durch Leitungsrechte, Naturschutzauflagen, Arrondierungsverlust, Grenzabstände, Einwirkungen auf den Restbesitz, sofern Zumutbarkeitsgrenzen überschritten werden.
⇒ Salvatorische Entschädigungsklausel
Entschädigungsrichtlinien Landwirtchaft
LandR 78 ist eine bundesministerielle Verwaltungsanweisung zur Wertermittlungsverordnung (WertV) mit dem Inhalt der Verkehrswertermittlung landwirtschaftlicher Grundstücke und Betriebe, anderer Substanzverluste und Vermögensnachteile
Unter einem entschuldigten Überbau versteht man die unbeabsichtigte Errichtung eines Gebäudes über die Grundstücksgrenze ohne Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit. Der Eigentümer des Grundstücks, das überbaut worden ist, muss den Überbau dulden, wenn er nicht "vor oder sofort nach der Grenzüberschreitung (Überbau) Widerspruch erhoben hat.
Grundprinzip der Bauleitplanung im Sinne des § 1 BauGB Prinzipien: Ordnungsprinzip; Planmäßigkeitsprinzip, Kodifikationsprinzip
§ 4 WertV: Reine Flächen und Besondere Flächen der Land- und Forstwirtschaft (⇒ Agrarland), ⇒ Bauerwartungsland, ⇒ Rohbauland, ⇒ baureifes Land Die Wertverhältnisse sind vorwiegend von der Wartezeit bis zur Baureife, die Wartezeit wiederum von der städtebaulichen Entwicklung, den bodenrechtlichen und finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde abhängig.
⇒ Entwicklungsstufen
⇒ Pachtwertverfahren
Ist das für das jeweilige Grundstück gesondert anzulegende Grundbuchblatt, auf dem das Erbbaurecht eingetragen wird. Für das Erbbaurecht ist dieses dann als Grundbuch im bürgerlichen Recht anzusehen. Hier ist die Eintragung des Erbbaurecht nur deklaratorischer Natur. Konstitutive Wirkung (Entstehung des Rechts) erhält das Erbbaurecht mit Eintragung in Abteilung II. im Grundbuchs des Grundstücks (nur !) an erster Rangstelle.
Ist ein grundstücksgleiches, veräußerliches und vererbliches Recht an einem Grundstück, das dem Erbbauberechtigten die Befugnis verleiht, auf oder unter der Oberfläche des Grundstücks ein Bauwerk zu haben. Rechtsgrundlage: Verordnung über das Erbbaurecht Grundlage zur Bestellung des Erbbaurechts: Erbbaurechtsvertrag
Der Erbbauberechtigte zahlt als Gegenleistung für das Erbbaurecht an den Grundstückseigentümer ein wiederkehrendes Entgelt, den sog. Erbbauzins, der nach Zeit und Höhe für die gesamte Erbbauzeit im Voraus bestimmt sein (Bestimmtheitsgrundsatz; § 9 Abs.2 S. 1 ErbbauV). Es ist zwischen dem dinglichen (§§ 1105 ff. BGB) und dem schuldrechtlichen Erbbauzins zu unterscheiden. Gläubiger des dinglichen Erbauzinses ist bei Fälligkeit des Erbbauzinses der Eigentümer des Erbbaugrundstücks. Neben oder auch anstelle des dinglichen Erbbaurechtsvertrages kann im Erbbaurechtsvertrag eine schuldrechtliche Anpassung des Erbbauzinses an sich ändernde Verhältnisse vereinbart werden.
Als Erbschaft wird das Vermögen des Erblassers bezeichnet, das bei dessen Tod im Wege der Gesamtrechtsnachfolge mit allen Passiva und Aktiva als ganzes auf den oder die Erben übergeht. §§ 1967, 2018 BGB
Eine Grundstücksbewertung wird nur im Bedarfsfall durchgeführt; siehe auch ⇒ Bewertung, ⇒ Einheitswert im Erbfall. Die Ermittlung erfolgt durch das örtliche Finanzamt.
Erfahrung ist das durch Speichern wiederholter Erlebnisse erworbene Wissen, im Unterschied zu dem durch Denken vermittelte, aber auch die durch lange Praxis erworbene Geübtheit in der Ausführung bestimmter Handlungen. In der Wertermittlung finden Erfahrungssätze dort Anwendung, wo Daten und werte nicht sach- oder objektbezogen in ihrer tatsächlichen Höhe ermittelt werden können.
Grundsätzliche Daten zur Bearbeitung und Erläuterung eines Sachverhalt.
Erhaltungsaufwendungen umfassen die Kosten für laufende Instandsetzung, aber auch die Kosten für die Erneuerung von bereits in einem Gebäude enthaltenen Teile, Einrichtungen und Anlagen führt unabhängig von deren zustand prinzipiell zu Erhaltungsaufwendungen.
Im Bereich einer Erhaltungssatzung (§ 172 BauGB) bedürfen der Rückbau und die Änderung baulicher Anlagen der Genehmigung. Zweck: Erhaltung der städtebaulichen Eigenart eines Gebietes; Erhaltung der Zusammensetzung der Wohnbevölkerung; Städtebauliche Umstrukturierung.
Dies ist immer der Wert von 1 ¬ der in der Handelsbilanz und Steuerbilanz für ein zwar abgeschriebenes, aber noch zum Betriebsvermögen gehörendes Wirtschaftsgut, ausgewiesen ist.
⇒ ebf
⇒ Erschließungsbaulast
Verkehrswerte der Ersatzgrundstücke sind maßgebend, wenn Grundstücke zum Zweck der Verteidigung oder eines sonstigen Gemeinbedarfs abzugeben sind.
Entgelte, die bei Vermietung und Verpachtung einer Liegenschaft erzielt werden können (nachhaltig erzielbar, bei ordnungsgemäßer Bewirtschaftung).
Verfahren zur Ermittlung der Änderung des Bodenwertes eines Grundstücks auf der Grundlage einer Änderung der Ertragsfähigkeit des Grund und Bodens. Anwendung in der Praxis: Sanierungsgebiete, Entwicklungsbereiche.
§ 12 WertV sieht die Ableitung von Vergleichsfaktoren unter anderem mittels Ertragsfaktor vor; mit Hilfe dieses Faktors wird der Wert eines bebauten Grundstücks im Zuge des mittelbaren Vergleichswertverfahrens aus den Kaufpreisen anderer vergleichbarer Immobilien abgeleitet und dient der Überprüfung der Dimension des ermittelten Wertes oder der überschlägigen Berechnung. ⇒ Rohertragsvervielfältiger, ⇒ Maklermethode, ⇒ Mietenmultiplikator.
Bewertungsgrundlagen als Voraussetzung für die Durchführung einer Bewertung, mit denen die zu bewertenden Nutzungen verglichen werden können. Um die Acker- und Grünlandzahlen für die Wertermittlung verwenden zu können, müssen sie in eine Beziehung zur Grundstücksgröße gesetzt werden. Hierfür wird die sog. Ertragsmesszahl gebildet aus dem Produkt der Größe der Teilfläche in Ar mit der dazugehörigen Acker- oder Grünlandzahl.
Immobilie (bebautes Grundstück), bei der am Grundstücksmarkt im gewöhnlichen Geschäftsverkehr die Preisbildung sich an den zukünftigen Erträgen orientiert.
Ertragswertverfahren nach §§ 15-20 WertV Der Ertragswert eines Grundstückes leitet sich aus der Verwertbarkeit desselben ab. Basis für die Ertragswertermittlung sind die Mieteinnahmen, Unterhaltungsaufwendungen, sonstige Aufwendungen im Zusammenhang mit der Verwertung. Der Ertragswert wird hauptsächlich zur Bewertung von vermieteten Grundstücken oder gewerblich genutzten Grundstücken herangezogen. Bei diesen Grundstücken wird der Verkehrswert sehr stark vom Ertragswert bestimmt. Es gibt aber auch sehr starke Abweichungen, wie zum Beispiel bei landwirtschaftlicher Nutzfläche. Hier werden Differenzen zwischen Verkehrswert und Ertragswert von teilweise bis zu 40% festgestellt. Der Ertragswert definiert sich als Barwert aller künftigen Erträge. Grundsätze: Stichtagsprinzip, Grundsatz der Bewertung künftiger finanzieller Überschüsse; keine Berücksichtigung von Steuern und Kapitalkosten.
Ist eine Rente, bei der das eingesetzte Kapital nicht aufgebraucht wird (Barwert muss so hoch angesetzt werden, dass die Rente allein aus den Zinserträgen aufgebracht wird. ⇒ Bodenwertverzinsung
Zwangsweise Eintreibung einer geschuldeten Leistung; dem Exekutionsverfahren geht das Erkenntnisverfahren voraus, in dem der Gläubiger die Verurteilung des Schuldners bewirkt.
Immobiliensachverständiger für Immobilienbewertung in Lohkirchen Landkreis Mühldorf Inn Immobiliengutachter für Immobilienschätzung, Beleihungswert, Gebäudebewertung, Grundstücksbewertung, Mietgutachten und Wertgutachten für Immobilien

References: § 7
 § 39
 § 903
 § 1008
 Art. 14
 § 1

§ 4
 § 9

§ 12