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Timestamp: 2018-10-16 07:57:11+00:00

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§ 339 BGB: Verwirkung der Vertragsstrafe
§ 338 BGB
LAG Hamm, Beschluss vom 5.3.2008, Az. 13 TaBV 132/07 44In dieser Konstellation besteht deshalb nicht die von Willemsen/Ballering (BAG EWiR § 339 BGB 1/05, S. 693,694) in Einzelfällen für möglich gehaltene Gefahr des 'Abkaufens' von Beteiligungsrechten, wenn nämlich der Betriebsrat unter Beeinträchtigung seiner Unabhängigkeit statt eines Anspruchs auf Unterlassung die Zahlung von Vertragsstrafen zugunsten ihm nahestehender Institutionen anstrebt und damit die Gefahr der direkten oder indirekten Rückgewähr von Mitteln an ihn bzw. seine Mitglieder gegeben ist (vgl. auch Bepler, JurisPR-ArbR 43/2004, An. 2; Bertzbach, JurisPR-ArbG 6/2005, An. 1; Reichold, An. zu BAG AP BetrVG 1972 § 40 Nr. 81; Sasse, ArbRB 2005, 78,79).
BGH, URTEIL vom 3.4.2007, Az. VIII ZR 115/06 -7- Abs.4 der Allgemeinen Bedingungen für die Versorgung mit elektrischer Arbeit aus dem Niederspannungsnetz ist von der Rechtsprechung als Vertragsstrafe im Sinne des § 339 BGB eingeordnet worden, die ein Verschulden des Abnehmers bzw. ein ihm gemäß § 278 BGB zuzurechnendes Verschulden eines Erfüllungsgehilfen erfordert (Senatsurteil vom 9. Oktober 1961 -VIII ZR 107/60, MDR 1962, 209, unter b und c; OLG München RdE 1956, 61; OLG Nürnberg RdE 1957, 47).
LAG Hamm, Urteil vom 5.0.2003, Az. 10 Sa 1158/02 87Zwar sind regelmäßig Vertragsstrafen in Höhe eines Monatsverdienstes nicht zu beanstanden, weil sie nicht unverhältnismäßig hoch sind (LAG Düsseldorf, Urteil vom 15.11.1972 - DB 1973, 85; LAG Berlin, Urteil vom 19.05.1980 - AP Nr. 8 zu § 339 BGB = NJW 1981, 480; LAG Baden-Württemberg, Urteil vom 30.07.1985 - LAGE § 339 BGB Nr. 1; LAG Köln, Urteil vom 26.09.1989 - LAGE § 339 BGB Nr. 4; LAG Hamm, Urteil vom 15.09.1997 - LAGE § 625 BGB Nr. 5; Preis, a.a.O., §§ 305 - 310 BGB, Rz. 94).
BGH, URTEIL vom 5.3.1998, Az. V ZR 6/97 Das kommt in Betracht, weil nach der gesetzlichen Regelung (§ 339 BGB) die Verwirkung einer Vertragsstrafe an ein Verschulden des Verpflichteten geknüpft ist (vgl. BGH, Urt. v. 24. Januar 1973, VIII ZR 147/71, WM 1973, 388; BGHZ 72, 174, 178).
BGH, URTEIL vom 3.3.1984, Az. VIII ZR 50/83 In einseitig vom Verwender aufgestellten Allgemeinen Geschäftsbedingungen vermag eine von § 339 BGB abweichende verschuldensunabhängige Vertragsstrafe dagegen auch im kaufmännischen Geschäftsverkehr nur dann wirksam vereinbart zu werden, wenn gewichtige Umstände vorliegen, welche die Vertragsstrafenregelung trotz der Abweichung vom dispositiven Gesetzesrecht mit Recht und Billigkeit noch vereinbar erscheinen lassen, die verschuldensunabhängige Haftung des Vertragsstrafenschuldners also durch sachliche, die Unwirksamkeitsvermutung des $ 9 Abs. 2 Nr. 1 AGBG ausräumende Gründe gerechtfertigt ist (vgl. BGHZ 72, 174, 178, 179? noch weitergehend Schmidt-Salzer, Allgemeine Geschäftsbedingungen, 2. Aufl., F 200 und wohl auch Hensen in Ulmer/Brandner/Hensen, AGBG, 4. Aufl., $ 11 Nr. 6 Rdn. 14, die in AGB geregelte verschuldensunabhängige Vertragsstrafenregelungen schlechthin für unwirksam halten)•
BGH, URTEIL vom 5.11.1981, Az. V ZR 233/80 Die vom Berufungsgericht angenommene, rechtlich' zulässige vertragliche Abbedingung des Schulderfordernisses im Sinne des § 339 BGB gestaltet das Vertragsstrafeversprechen zwar garantieähnlich (vgl. BGH Urteil vom 29. Juni 1972, II ZR 101/70, NJW 1972,1893; BGHZ 72, 174, 178), nimmt es aber damit nicht aus dem Anwendungsbereich der §§ 339 ff BGB heraus, da der maßgebliche Zweck des Schuldversprechens, nämlich den Schuldner zur Erbringung der Leistung anzuhalten, bestehen bleibt.
BGH, URTEIL vom 4.8.1978, Az. II ZR 10/77 b) Es ist richtig, daß § 339 BGB die Verwirkung einer Vertragsstrafe an ein Verschulden des Verpflichteten knüpft (vgl. BGH, Urt. v. 29. Juni 1972 -II ZR 101/70, LM § 339 BGB Nr. 16).
BGH, URTEIL vom 4.2.1975, Az. VII ZR 205/73 Demgemäß können, wie in der Rechtsprechung seit langem anerkannt ist, Vertragsparteien abweichend von der Vorschrift des § 339 BGB vereinbaren, daß die Vertragsstrafe auch dann verwirkt sein soll, wenn die Leistung des Schuldners aus Gründen unterbleibt, die von seinem Willen unabhängig sind oder ihm nicht als Verschulden zugerechnet werden können (BGH NJW 1971, 883 mit Nachw.).
BGH, URTEIL vom 4.5.1972, Az. II ZR 101/70 weil sich die Verfallklausel für den Kläger hei einem Verstoß gegen seine vertraglichen Pflichten ebenso als Vermögensnachteil auswirkt, als ob er eine zusätzliche Leistung versprochen hätte (BGH LM Nr. 6 zu § 339 BGB).
BGH, URTEIL vom 4.5.1972, Az. II ZR 101/70 In der Rechtsprechung und im Schrifttum wird das ganz allgemein angenommen, wenn die Vornahme einer Handlung geschuldet wird (vgl. u, a. BGH LM Nr. 14 zu § 339 BGB).
BGH, vom 5.4.1962, Az. I ZE 91/60 Es verneint diese Präge, obwohl es grundsätzlich davon aüsgeht, daß jede Vertragsstrafe oinen bestehenden Vertrag voraussetze und das Strafversprechen daher gegenstandslos werde, wenn die Hauptverbindlichkeit, deren Erfüllung es sichern soll, entfalle (BGH in LM Nr. 2 zu § 339 BGB).
BGH, vom 1.3.1930, Az. 111 ZE 208/57 « Bie Präge, ob einem Beamten eine Pflicht einem Britten gegenüber obliegt im Sinne des § 339 BGB, entscheidet sich wesentlich nach dem Zweckr dem die Amtspflicht dient» Wenn sie (wenn nicht allein, so doch auch) den Zweck hat, das Interesse von einzelnen Personen wahrzunehmen, sc liegt sie dem Beamten auch diesem einzelnen als 'Britten' gegenüber ob (BGH 18, 110, 113) •• Bö hier die Pflicht, durch entsprechende Auflagen an den Inhaber einer Gast-oder Schankwirfscbaft von anderen (Angestellten, Arbeitern, Hausbewohnern, Nachbarn) Gefahren sowie erhebliche Nachteile oder Belästigungen fernzuhalten, gerade den Schutz bestimmter Personen bezweckt, handelt es sich mithin um eine

References: § 338
 § 339
 § 40
 § 339
 § 278
 § 339
 § 339
 § 339
 § 625
 § 339
 § 339
 BGH 
 § 339
 § 339
 § 339
 § 339
 BGH 
 § 339
 § 339
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