Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20N%C3%BCrnberg&Datum=28.01.1998&Aktenzeichen=12%20U%202131/97
Timestamp: 2019-07-16 05:31:47+00:00

Document:
OLG Nürnberg, 28.01.1998 - 12 U 2131/97 - dejure.org
https://dejure.org/1998,1723
OLG Nürnberg, 28.01.1998 - 12 U 2131/97 (https://dejure.org/1998,1723)
OLG Nürnberg, Entscheidung vom 28.01.1998 - 12 U 2131/97 (https://dejure.org/1998,1723)
OLG Nürnberg, Entscheidung vom 28. Januar 1998 - 12 U 2131/97 (https://dejure.org/1998,1723)
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Schadensersatzpflicht der Bank bei mangelnder Risikoaufklärung über Industrieanleihe ("Fokker")
Beratungspflicht der Bank beim Anlage-Gespräch
Schadensersatz wegen behaupteter fehlerhafter Beratung beim Kauf einer Wertpapieranlage; Umfang der Beratungspflicht bei der Empfehlung einer Industrieanleihe
gansel-rechtsanwaelte.de (Zusammenfassung)
Beratungspflicht der Bank gegenüber Geld-Anlegern
Aufklärungs- und Beratungspflichten beim Erwerb von DM-Auslandsanleihen ("Fokker")
LG Nürnberg-Fürth, 16.06.1997 - 9 O 9778/96
ZIP 1998, 380
WM 1998, 378
BB 1998, 498
Ein gesonderter Beratungsvertrag wird stillschweigend abgeschlossen, wenn - gleichgültig auf wessen Initiative - im Zusammenhang mit einer Anlage eine Beratung tatsächlich statt findet (vgl. BGHZ 123, 126, 128; NJW 1987, 1815, 1816; BGH WM 1997, 662; BGH NJW 2000, 3275; OLG Nürnberg ZIP 1998, 380;… Palandt/Heinrichs, BGB, 61. Aufl., § 276 BGB Rn. 22 a).
OLG Frankfurt, 23.03.2007 - 3 U 141/06
Haftung des Kapitalanlagevermittlers bei schuldhafter Verletzung der …
Gegenüber einem konservativen Anleger ohne Fachwissen darf der Berater nur Anlagen empfehlen, bei denen alle Risiken weitgehend ausgeschlossen sind (OLG Nürnberg ZIP 98, 380).
Bei einem konservativen Anleger ohne Fachwissen darf der Anlageberater aber nur solche Geldanlagen empfehlen, bei denen alle Risiken weitgehend ausgeschlossen sind (Palandt/Heinrichs, BGB, 64. Aufl. 2005, § 280 RdNr. 49 unter Hinweis auf OLG Nürnberg, ZIP 1998, 380).
b) Es kann dahingestellt bleiben, ob überhaupt eine Hinweispflicht auf das Insolvenzrisiko besteht, was in der Rechtsprechung unterschiedlich bewertet wird (bejahend OLG Braunschweig, WM 94, 59, 61 und WM 1996, 1484, 1485 = ZIP 1996, 1242, OLG Nürnberg WM 1998, 378, LG Göttingen WM 2006, 184, 185; verneinend OLG Düsseldorf, WM 1994, 1468; OLG Schleswig WM 1996, 1487, 1488; LG Duisburg WM 1997, 574, 575; LG Nürnberg-Fürth, WM 1997, 1426, 1427).
Zwar ist in der obergerichtlichen Rechtsprechung umstritten, ob eine generelle Pflicht zum Hinweis auf das Risiko des Totalausfalls besteht (…befürwortend BGH WM 1993, 1455 - in Juris Rn. 29-31; OLG Braunschweig WM 1996, 1484; OLG Celle WM 1993, 190; ablehnend OLG Frankfurt…, Urteil vom 15.10.2008, 23 U 348/05 - in Juris Rn. 83; OLG Thüringen…, Urteil vom 22.05.2005, 8 U 547/04 - in Juris Rn. 66; OLG Schleswig WM 1996, 1487; OLG Düsseldorf WM 1994, 1468 (17. Zivilsenat); offen lassend OLG Nürnberg WM 1998, 378 - in Juris Rn. 32, 33), wobei die ablehnende Haltung vornehmlich von der Auffassung getragen wird, dass über die allgemein bekannte Abhängigkeit von Rückzahlung und Rückzahlungsfähigkeit bzw. das allgemeine Insolvenzrisiko und das damit verbundene Risiko des Totalausfalls nicht aufzuklären sei.
Denn gegenüber einem konservativen Anleger ohne Fachwissen darf die Bank nur Anlagen empfehlen, bei denen jedes Risiko praktisch ausgeschlossen ist (vgl. Palandt-Heinrichs, a.a.O., § 276 Rz. 22 b, unter Hinweis auf OLG Nürnberg ZIP 1998, 380).

References: BGH 
 BGH 
 § 276
 § 280
 BGH 
 § 276