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Timestamp: 2017-05-29 19:07:48+00:00

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Rechtsprechung BGH, 06.07.2006 - I ZR 145/03 Volltextveröffentlichungen (16)
UWG § 3 § 4 Nr. 1"Kunden werben Kunden"; Wettbewerbswidrigkeit des Einsatzes von Laien zur Werbung von Kunden
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 06.07.2006, Az.: I ZR 145/03 (Einschaltung von Laien in die Werbung einer Augenoptik-Filiale)" von Prof. Dr. Dr. h.c. Peter Bülow, original erschienen in: GRUR 2006, 949 - 953.
Zusammenfassung von "Laienwerbung" von RA Dr. Mirko Möller, LL.M., original erschienen in: WRP 2007, 6 - 19.
WRP 2006, 1370
Wird zitiert von ... (46) BGH, 24.11.2016 - I ZR 163/15 Freunde werben Freundebb) Das Berufungsgericht hat mit Recht angenommen, das in § 7 Abs. 1 Satz 1 HWG geregelte grundsätzliche Verbot von Werbegaben stelle eine Marktverhaltensregelung im Sinne von § 3a UWG (§ 4 Nr. 11 UWG aF) dar, weil es dem Gesundheitsschutz von Verbrauchern diene (vgl. BGH, Urteil vom 6. Juli 2006 - I ZR 145/03, GRUR 2006, 949 Rn. 25 = WRP 2006, 1370 - Kunden werben Kunden;… Urteil vom 26. März 2009 - I ZR 99/07, GRUR 2009, 1082 Rn. 21 = WRP 2009, 1385 - DeguSmiles & more).Der Neukunde entrichtet den korrekten Preis für das verschreibungspflichtige Arzneimittel mit der Aussicht, seinem ihn werbenden Freund die ausgelobte Werbeprämie zu verschaffen (vgl. BGH, Urteil vom 6. Juli 2006 - I ZR 145/03, GRUR 2006, 949 Rn. 24 = WRP 2006, 1370 - Kunden werben Kunden; vgl. für die Buchpreisbindung BGH…, Urteil vom 21. Juli 2016 - I ZR 127/15, GRUR 2017, 199 Rn. 18 = WRP 2017, 169 - Förderverein).bb) Zwar ist die Laienwerbung für Waren, für die - wie bei rezeptpflichtigen Medikamenten - besondere Maßstäbe gelten, als wettbewerbswidrig anzusehen, weil sie als unangemessene unsachliche Einflussnahme gemäß § 4 Nr. 1 UWG aF zu qualifizieren ist (vgl. hierzu BGH, GRUR 2006, 949 Rn. 22 - Kunden werben Kunden).
BGH, 01.12.2016 - I ZR 143/15 Zuzahlungsverzicht bei medizinischen Hilfsmitteln erlaubtb) Das Berufungsgericht hat mit Recht angenommen, das in § 7 Abs. 1 Satz 1 HWG geregelte grundsätzliche Verbot von Werbegaben stelle eine Marktverhaltensregelung dar (vgl. BGH, Urteil vom 6. Juli 2006 - I ZR 145/03, GRUR 2006, 949 Rn. 25 = WRP 2006, 1370 - Kunden werben Kunden;… BGH, GRUR 2009, 1082 Rn. 21 - DeguSmiles & more;… GRUR 2015, 504 Rn. 9 - Kostenlose Zweitbrille).aa) Das Heilmittelwerbegesetz gilt allein für produktbezogene Werbung, also Produkt- und Absatzwerbung, nicht dagegen für allgemeine Firmenwerbung (Unternehmens- und Imagewerbung), die ohne Bezugnahme auf bestimmte Produkte für das Ansehen und die Leistungsfähigkeit des Unternehmens allgemein wirbt (vgl. BGH, GRUR 2006, 949 Rn. 23 - Kunden werben Kunden;… GRUR 2009, 1082 Rn. 15 - DeguSmiles & more mwN).
BGH, 12.09.2013 - I ZR 208/12 Empfehlungs-E-MailEin solcher Belästigungsgrad ist regelmäßig anzunehmen, wenn die Gefahr besteht, dass der Werbende zu Mitteln greift, die auch berufsmäßigen Werbern verboten sind (vgl. BGH, Urteil vom 6. Juli 2006 - I ZR 145/03, GRUR 2006, 949 Rn. 20 = WRP 2006, 1370 - Kunden werben Kunden).Dabei ist es ohne Bedeutung, dass der Versand der Empfehlungs-E-Mails letztlich auf die Eingabe der EMail-Adresse des Klägers durch einen Dritten zurückgeht (vgl. BGH, GRUR 2006, 949 Rn. 20 - Kunden werben Kunden).
BGH, 12.07.2007 - I ZR 82/05 "Tony Taler"-Werbeaktion gegenüber Schülern
OLG Düsseldorf, 25.04.2017 - 20 U 149/13 OLG Celle, 13.03.2014 - 13 U 106/13 Wettbewerbsverstoß eines Optikerunternehmens: Werbung für die kostenlose Abgabe …
BGH, 09.09.2010 - I ZR 26/09 Zur Zulässigkeit von Rabatten und Zugaben durch Apotheken
OLG Köln, 17.07.2015 - 6 U 189/14 OLG Köln, 22.11.2013 - 6 U 91/13 Wettbewerbswidrigkeit der Bewerbung eines kostenlosen Fahrdienstes durch den …
VG Braunschweig, 23.05.2012 - 5 A 34/11 Ausgabe von gegen die Arzneimittelpreisbindung verstoßenden Apotheken-Werbegaben …

References: § 3
 § 4
 BGH 
 § 7
 § 3
 § 4
 § 7