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Timestamp: 2018-05-21 11:06:09+00:00

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von Tom511 » 03.04.2011 16:23
Schönen Sonntagmittag zusammen,
könnt ihr mir sagen, wie die Funktion heißt, bei der ich die Waffe im Holster nach unten drücke um diese durchgeladen heraus ziehen kann? Also die Waffe steckt ungeladen im Holster.
von Silence » 07.04.2011 07:47
Hab ich noch nie gehört! Würde auch keinen Nährwert haben
von Ben30 » 07.04.2011 08:59
Habe mal was gelesen, von einem kleinem Hebel der auf den Lauf montiert wird, um die Waffe einhändig, z.B. am Einsatzgürtel, oder ähnlichem durchzuladen, aber das meinst du wahrscheinlich nicht, oder ?
von Tom511 » 07.04.2011 14:08
Ich meine dies so:
Waffe steckt ungeladen im Holster. Beim Griff nach der Waffe drückt man diese in den Holster und lädt Sie damit durch.
Das heißt, ich brauche nur einen Arm dafür. Wisst Ihr nun was ich meine ?
von SecurForce » 07.04.2011 18:26
Die Technik kann ich mir schon bildlich vorstellen.
Das Holster (Kydex) müsste so beschaffen sein, dass der Verschluß vorne / unten aufliegt - aber noch Platz genug ist, die Waffe mit dem Griffstück nach unten zu drücken.
Ein solches Holster ist mir allerdings nicht bekannt.
Je nachdem, welche Kraft auf die Waffe einwirkt (Druck) ist es natürlich noch eine Frage des Gürtels ... hält der oder rutscht der nach unten?
Mir erschließt sich auch nicht wirklich der Sinn ... geht es darum, dass die Waffe schneler feuerbereit ist oder dass man sie mit einer Hand laden kann?
Zum Thema "einhändiges Laden" bzw. einfacheres Laden hat schon ein Kollege was geschrieben.
Es gibt für die Glock einen kleinen Knebel, der am Verschluß ohne große Arbeiten angebracht werden kann.
Leider hab ich grad kein Bild zur Hand... aber um dieses Teil gehst ja auch nicht.
von Ben30 » 07.04.2011 23:23
Leider hab ich grad kein Bild zur Hand...
http://www.policeone.ch/media/catalog/p ... 652220.jpg
von Silence » 08.04.2011 07:55
Ne Waffe hat man fertiggeladen zu führen (ausser bei Firmen mit einem niedrigen Ausbildungsniveau, damit meine ich die Mindestanforderungen der BGVC7)! Für was soll so ein Holster gut sein?
von Stephie-D » 08.04.2011 09:38
Wie kommst du darauf silence? Wo soll das in der BGV C7 stehen? (§ 20 Abs. 3 sagt da was anderes)
BTT: Von so einem Holster hab ich noch nie was gehört und find auch nichts dazu im Netz *Schulternzuck*
von Ben30 » 08.04.2011 10:51
Du hast den Kollegen mißverstanden !
(3) Für erlaubnispflichtige Schusswaffen und erlaubnispflichtige Munition, für die der Erwerber infolge eines Erbfalles ein Bedürfnis nach § 8 oder §§ 13 ff. geltend machen kann, sind die Vorschriften des § 4 Abs. 1 Nr. 1 bis 3 und des § 8 und der §§ 13 bis 18 anzuwenden. Kann kein Bedürfnis geltend gemacht werden, sind Schusswaffen durch ein dem Stand der Technik entsprechendes Blockiersystem zu sichern und ist erlaubnispflichtige Munition binnen angemessener Frist unbrauchbar zu machen oder einem Berechtigten zu überlassen. Einer Sicherung durch ein Blockiersystem bedarf es nicht, wenn der Erwerber der Erbwaffe bereits aufgrund eines Bedürfnisses nach § 8 oder §§ 13 ff. berechtigter Besitzer einer erlaubnispflichtigen Schusswaffe ist. Für den Transport der Schusswaffe im Zusammenhang mit dem Einbau des Blockiersystems gilt § 12 Abs. 3 Nr. 2 entsprechend
Versteh gerad nicht, was du uns jetzt mitteilen möchtest ?!?
von SecurForce » 08.04.2011 13:48
Also hier haben wir mal die BGV C7 - § 20:
Führen von Schusswaffen und Mitführen von Munition
(1) Schusswaffen müssen in geeigneten Trageeinrichtungen geführt werden. Das Abgleiten oder Herausfallen der Waffe muss durch eine Sicherung verhindert sein.
(2) Munition darf nicht lose mitgeführt werden.
(3) Außer bei drohender Gefahr darf sich keine Patrone vor dem Lauf befinden. Dies gilt nicht, wenn durch konstruktive Maßnahmen sichergestellt ist, dass sich bei entspanntem Hahn kein Schuss lösen kann.
(4) Geführte Schusswaffen mit einer äußeren Sicherungseinrichtung sind, ausgenommen bei ihrem Einsatz, zu sichern.
(5) Von den Bestimmungen der Absätze 3 und 4 darf für Bereiche abgewichen werden, in denen entsprechende behördliche oder militärische Sonderregelungen bestehen.
@ Ben: Dein Zitat beinhaltet zwar auch den § 20 - allerdings den vom WaffG
Danke übrigens für den Lnk zum Bild... genau DAS Teil ist es.
Hätte ich z.B. eine S&W - MP oder Glock etc. dürfte ich "fertiggeladen rumlaufen".
Bei Waffen, bei denen sich trotz entspanntem Hahn ein Schuß lösen könnte, darf ich das nicht.
Somit entscheidet u.a. die Technik über die Trageweise.
von Silence » 08.04.2011 17:30
Ich meine mit der BGV, dass es Firmen gibt, die wirklich nur den Mindestanforderungen von 4x Schiessen im Jahr nachkommen. Für mich stellt das eine Gefahr für alle dar (Kollegen, Beteiligte, Opfer Täter).
Ein Sportschütze muss 18x im Jahr Schiessen gehen und ist kein Waffenträger. Das steht in keinem Verhältnis!
Ich bin der festen Überzeugung das diese Mindestanforderung einfach zu wenig ist, um in einer Notwehrsituation richtig zu reagieren.
@ Scurforce
Was hasten da für` Eisen?
von Tom511 » 08.04.2011 19:32
MA im GWT sind meistens mit Revolver ausgestattet, da einhändig bedienbar. Bei der Pistole bräuchte er zum durchladen die zweite Hand. (zwei Mann Teams Läufer/Sicherer mal ausgeschlossen) Kann der normale Bote denn überhaupt durchgeladen auf die Straße gehen? Dies verneinen einige Kollegen von mir. Daher möchte man einen Holster mit "ladefunktion".
Neue Waffen stehen zur Diskussion und Pistolen liegen schon bereit.
Versteht Ihr nun meine Frage?
von SecurForce » 08.04.2011 19:46
Tom511 hat geschrieben: Also folgende Situation:
Ah - jetzt wird da ein Schuh draus
Ich würde sagen: Der Kollege kann durchgeladen auf die Strasse gehen, wenn seine Waffe den Anforderungen der BGV C7 § 20... entspricht.
Also: "(3) Außer bei drohender Gefahr darf sich keine Patrone vor dem Lauf befinden. Dies gilt nicht, wenn durch konstruktive Maßnahmen sichergestellt ist, dass sich bei entspanntem Hahn kein Schuss lösen kann. "
Kommt also auf das Modell bzw. die Bauart des Buntmetallbeschleunigers an.
Darf man fragen, was ihr so führt?
von Silence » 09.04.2011 09:01
In diesem Sinne muss ich echt mal was loswerden. Kollegen die Behaupten eine Waffe darf nicht fertiggeladen geführt werden, sollten sich mal Gedanken über ihre Berufswahl machen. Wenn man sich ein wenig mit dem Thema Schusswaffen vertraut macht, weiß man, das es glatter Selbstmord ist mit einer teilgeladenen/unterladenen Waffe in den Dienst zu gehen. Zu einer ordentlich gepflegten Waffe gehört ein ordentliches Holster sowie Fachwissen und ein gutes Training. Um die 70% der nicht-militärischen Schusswechsel dauern nicht mehr als 2 Sekunden an. D.h. im Klartext, dass ich in der Lage sein muss, innerhalb von 0,75 Sek. einen Schuss abzugeben der auch sitzt (Täter kampfunfähig machen). Ich würde mal behaupten das 80% aller Waffenträger (behördlich und privat) nicht mal in 2 Sek. dazu in der Lage sind! Fazit für mich: Waffenträger die nicht in der Lage sind ihr eigenes Leben zu schützen, sollten auch nicht das Leben eines anderen schützen.
Zu Deinem Holster: Ich bin mir eigentlich sicher das es solche "Selbstmordunterstützungsmaterialien" nicht gibt. Es könnte natürlich sein das die Israelis sowas herstellen!
von guardian_bw » 09.04.2011 17:38
Silence hat geschrieben: Kollegen die Behaupten eine Waffe darf nicht fertiggeladen geführt werden, sollten sich mal Gedanken über ihre Berufswahl machen.
Diese Kollegen haben aber zumindest dann Recht, wenn ihre Schusswaffe nicht konstruktionsbedingt gegen das Lösen eines Schusses bei entspanntem Hahn gesichert ist.
Es soll im deutschen Wachgewerbe ja durchaus noch die eine oder andere museumsreife Schusswaffe unterwegs sein, die nicht aktuellem (oder meinetwegen auch 30 Jahre altem) Standard genügt.
Und die wenigsten Mitarbeiter im Bewachungsgewerbe können sich die Dienstwaffe aussuchen. Die meisten müssen mit dem leben, was sie zur Verfügung gestellt bekommen.
Silence hat geschrieben: Wenn man sich ein wenig mit dem Thema Schusswaffen vertraut macht, weiß man, das es glatter Selbstmord ist mit einer teilgeladenen/unterladenen Waffe in den Dienst zu gehen.
Das Problem ist die BGV C7, die eben wie bereits zitiert gewisse Dinge unter bestimmten Voraussetzungen vorschreibt.
Habe ich eine Schusswaffe, die den Bedingungen der C7 nicht genügt, darf ich sie eben nicht fertig geladen führen.
Bei beruflichen Waffenträgern, egal ob Behörde oder private Sicherheit, werden die meisten Schussverletzungen (auch tödliche) nicht von Angreifern jedweder Art verursacht, sondern entweder selbst oder von Kollegen. Meist durch Unachtsamkeit oder falsche Handhabung. Es sollen auch schon Waffen heruntergefallen sein und dabei so unglücklich auf dem Boden aufgeprallt sein, dass sich ein Schuss löste.
Da macht es schon Sinn, wenn versucht wird durch eine UVV wenigstens ein Teil des Risikos bei alten Waffen zu minimieren. Neuere Waffen sollten ohnehin entsprechende Sicherungen haben.
Bleibt nur noch das größte Risiko, der "User" selbst. Und wenn ich mir so ansehe, wie teilweise mit den Waffen umgegangen wird, wundere ich mich durchaus dass nicht noch mehr passiert.

References: § 8
 § 4
 § 8
 § 8
 § 12
 § 20
 § 20
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