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Strategie auf Ebene des Operationellen Programms. Seite 59. 4.1. ..... In den letzten Jahren haben die Unternehmen der GroÃen Hochseefischerei zu stellende ...
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ANHANGI Operationelles Programm
Operationelles Programm Europäischer Fischereifonds (EFF) Förderperiode 2007-2013 (CCI-Nr. 2007/DE 14 FPO 001)
Bundesrepublik Deutschland gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1198/2006 des Rates vom 27. Juli 2006 übenden Europäischen Fischereifonds
Fassung vom 07.12.2007
Titel des Operationellen P r o g r a m m s , Mitgliedstaat
Geografische A b g r e n z u n g d e r Förderfähigkeit
Analyse.der Ausgangssituation
a) Allgemeine Beschreibung des Fischereisektors_
1.1. Deutschland im gemeinschaftlichen Fischereisektor
1.2. Überblick über den Sektor
1.3. Große Hochseefischerei
1.4. Kutter- und Küstenfischerei.
1.5.1. Binnenfischerei
1.5.2. Aquakultur
1.6. Verarbeitung und Vermarktung
1.7. Andere Maßnahmen
1.7.1. Schutz und Entwicklung der aquatischen Ressourcen
1.7.2. Andere Maßnahmen
2. Analyse der Konvergenzzielregionen und der Nicht-Konvergenzzielregionen...Seite
3. Wichtigste Erkenntnisse aus dem vorherigen Programmplanungszeitraum
4. Kontextindikatoren und nationale oder regionale Statistiken
b) [Treibende Kräfte und Entwicklungstendenzen
c) Beschreibung der Umwelt und der Gleichstellungsproblematik
- Konvergenzzielregionen - fvjicht-Konvergenzzielregionen
1.Analyse der nationalen und lokalen Gegebenheiten
1.4.1. Fischereihäfen 1.5. Binnenfischerei und Aquakultur
1. Lage der Umwelt 1.1. Nichttechnische Zusammenfassung des Umweltberichts
1.2. Konsultation der Partner und der Umweltbehörden
1.3. Bekanntgabe der Entscheidung
1.4. Überwachung der Umweltauswirkungen der Durchführung des Programms nach Artikel 10 der Richtlinie 2001/42/EG in VerBindung mit Art. 14 des UVP-Gesetzes.
Söite
2. Gleichstellung von Männern und Frauen d) Hauptergebnisse der Analyse der Ausgangssituation
Strategie auf Ebene des Operationellen Programms
S^ite
4.1. Allgemeine Ziele des Operationellen Programms und Wirkungsindikatoren Seite
4.2. Besondere Ziele des Operationellen Programms und die Ergebnisindikatoren;.Seite 4.3. Zeitplan und Zwischenziele
Zusammenfassung der Ex-ante-Bewertung
Sejte 68
Prioritätsachsen des Programms
a) Kohärenz und Begründung der ausgewählten Prioritätsachsen im Hinblick auf 1. den Nationalen Strategieplan
Se|te
2. die Leitlinien für das Operationelle Programm (Art. 19 EFF-VO)
3. die Ergebnisse der Ex-ante-Evaluierung
b) und c) Beschreibung der M l i i i i i i i i B M B i : „Maßnahmen zur Anpassung der gemeinschaftlichen Fischereiflotte"
1. Spezifische Ziele der Prioritätsachse
Sejte
Se^te
3. Durchschnittliche Kofinanzierungssätze (vgl. untere.)
anderen Fonds
4.1. Endgültige Einstellung der Fangtätigkeit
4.2. Vorübergehende Einstellung der Fangtätigkeit.
4. und 5. Beschreibung der wichtigsten Maßnahmen und Abgrenzung zu
4.3. Investitionen an Bord von Fischereifahrzeugen und im Hinblick auf die Selektivität 4.4. Kleine Küstenfischerei 3
4.5. Sozioökonomische Maßnahmen
3. Durchschnittliche Kofinanzierungssatze (vgl. untere.) 4. und 5. Beschreibung der wichtigsten Maßnahmen und Abgrenzung zu
4.1. Produktive Investitionen in der Aquakultur
4.2. Umweltschutzmaßnahmen in der Aquakultur
4.3. Hygienemaßnahmen
4.4. Veterinärmaßnahmen
4.5. Binnenfischerei
4.6. Verarbeitung und Vermarktung
3. Durchschnittliche Kofinanzierungssätze (vgl. untere.).
- Verfahren und Kriterien für die Auswahl der Fischwirtschaftsgebiete
- Auswahl der Gruppen
b) und c) Beschreibung der WKSHSSKIKM: „Aquakultur, Binnenfischerei, Verarbeitung und Vermarktung von Erzeugnissen der Fischerei und der Aquakultur"
b) Beschreibung der l l i i i i ^ M H i i l i l l l i : "Maßnahmen von gemeinsamen Interesse"
4.und 5. Beschreibung der wichtigsten Maßnahmen und Abgrenzung zu anderen Fonds 4.1. Kollektive Aktionen 4. 2..Maßnahmen zum Schutz und zur Entwicklung der Wasserfauna und-flora 4. 3. Fischereihäfen, Anlandestellen und Fischereischutzhäfen 4.4. Erschließung neuer Absatzmöglichkeiten und Ausarbeitung von Werbekampagnen 4.5. Pilotprojekte.
b) und c) Beschreibung der j U B B l i i m B I : „Nachhaltige Entwicklung der Fischwirtschaftgebiete"'_
-Verwaltungsbestimmungen
Sei' :e
- Mittelverwaltung und Verwaltungskosten der Gruppen
Sei :e
4. und 5. Beschreibung der wichtigsten Maßnahmen und Abgrenzung zu anderen Fonds
Seiie
Seil e
3. Durchschnittliche Kofinanzierungssätze (vgl. unter 6.)_
.Seile
b) und c) Beschreibung derj
Technische Hilfe"
4. und 5. Beschreibung der wichtigsten Maßnahmen und Abgrenzung zu anderen Fonds 4.1 Technische Hilfe
SeiJe 117
- Finanzierungspläne nach Jahren
- Finanzierungspläne nach Prioritätsachsen.
a) und b) Benennung der zuständigen Stellen in der Bundesrepublik Deutschland Seile
c) Verfahren zur Bereitstellung und Weiterleitung der Finanzmittel
d) Begleit- und Bewertungssystem und Zusammensetzung des Begleitausschusses
e) Vereinbarungen über den elektronischen Datenaustausch zwischen der Kommission und der Bundesrepublik Deutschland^
f) Wirtschafts- und Sozialpartner, Zusammenarbeit mit Partnern der öffentlichen Hand, Genehmigung des OP
g) Information und Publizität _
h) Obergangsvorschriften
Der Europäische Fischereifonds ist ein Instrument im Rahmen der Förder- und Kohäsionspolitik. Diese haltt sich u.a. zum Ziel gesetzt, Entwicklungsrückstände zwischen entwickelten und weniger entwicke ten Regionen innerhalb der EU durch verschiedene Förderprogramme auszugleichen und eine nachhaltige Entwicklung sicherzustellen. Die Einteilung des Zielgebiets in Konvergenz- und Nicht-Konvergenzzielregionen für die Strukturf.074 1 .876 :S.828 1.007 52,4
Die Schwerpunkte der Karpfenteichwirtschaft liegen in Bayern, Sachsen und Brandenburg. Die Struktur der Betriebe ist unterschiedlich. Während in Sachsen und Brandenburg vorwieciend größere Betriebe tätig sind, ist vor allem die bayerische Karpfenteichwirtschaft durch ^ine Vielzahl von Nebenerwerbsbetrieben gekennzeichnet. Charakteristisch ist der nahezu ausschließliche regionale und lokale Absatz. In Sachsen dagegen werden über 90 % der Gesamtteichfläche im Haupterwerb bewirtsbhaftet und nur etwa ein Fünftel der Speisekarpfen regional abgesetzt. Die Flächenausstattung der Teichwirtschaften liegt bei durchschnittlich 152 ha. Vor al em in der bayerischen Karpfenteichwirtschaft kommt es infolge schlechter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen zunehmend zur Aufgabe von Nebenerwerbsbetrieben. Die Teiche werden dann an Angelvereine oder andere Betriebe verpachtet. Probleme bereiten fischfressende oder teichwirtschaftlich schädliche Wildtierarten, die aufgrund ihrer Unterschutzstellung zahlenmäßig stark zunehmen (u.a. Biber, Graureiher, Gänsesäger, Kormoran und Fischotter). Billigimporte aus östlichen Nachbarländern üben einen starken Druck £iuf die Vermarktungspreise aus. Neben der extensiven Erzeugung von Karpfen und Nebenfischarten sind die Karpfenteichwirtschaften von landeskultureller Bedeutung, da sie mit ihren großen Wasserflächen in bestimmten Regionen landschaftsprägend und aufgrund der traditionellen, extensiven Bewirtschaftung zugleich wertvolle Lebensräume für Fauna und Flora sind. Da der Bewirtschaftung unerlässlich für den Fortbestand dieser besonderen Kulturländschaftsform ist, hat die Förderung und Unterstützung der Karpfenteichwirtschaft einen hohen politischen Stellenwert. Damit liegt eine große Stärke der Karpfeijiteichwirtschaft in ihrer engen regionalen Einbindung in die Kulturlandschaft. Die Fdrellenzuchtanlagen sind anders als die Karpfenteichwirtschaft über die ganze Bundesrepublik Deutschland verteilt und vor allem durch kleinere Unternehmen (im Sinne des Sprachgebrauches der EU) geprägt. Der Anteil an Unternehmen mit moderner technischer Ausstattung und fest angestellten Arbeitskräften ist noch gering, hat jedoch besonders in Baden-Württemberg, in Bayern und teilweise in Thüringen und Sachsen-Anhalt zugenommen. Wegen der hohen Umweltanforderungen in der Bundesrepublik Deutschland sind den Forellenzuchten jedoch häufig Grenzen für eine Erweiterung ihrer Produktion gesetzt Die am häufigsten produzierte Fischart ist die Regenbogenforelle, gefolgt von Bachforelle und Sabling. Innerhalb der Gemeinschaft steht Deutschland in der Regenbogenforellenerzeugung nach Dänemark, Frankreich, Spanien und Italien an fünfter Stelle19 (t):
Dänemark Frankreich Spanien Italier Deutschland Vereinigtes Königreich Polen Übrig'3 Mitgliedstaaten Gesa "nt
2000 40.681 41.143 33.133 44.500 20.431 10.911 11.445
2001 39.220 46.462 35.384 44.000 21.634 13.154 11.000
2002 30.213 45.246 32.442 33.770 122.044 14.319 10.709
2003 35.282 29.365 33.113 38.000 21.148 14.820 11.696
30.290 232.534
30.674 241.528
28.344 217.087
24.909 208.333
Angaber für Deutschland aus Jahresberichte über die Deutsche Fischwirtschaft
' Quelle: ;urostat
2004 39.858 35.283 30.810 30.227 1116461 15.285 14.647 25.289 213.045
Kenndaten der deutschen Forellenzucht:
Haupterwerbsbetriebe Nebenerwerbsbetriebe20 Hobbybetriebe Speiseforellen (t) Satzforellen (t) Nebenfische (t) Erlöse (Mio. €)
2000 576 6.984 3.472 18.419 2.012 1.950 95,1
2001 554 6.518 4.122 19.243 2.391 2.257 100,2
2002 550 6.540 4.322 19.512 2.532 2.117 109,2
2003 543 6.500 4.319 18.713 2.435 2.108 102,8
2004 440 9.981 **
2005 440 9.981 **
19.142 2.504 2.120 109,9
19.024 2.623 2.181 113,0
** ab 2004 geänderte Zuordnung bzw. Zusammenfassung von Hobby- und Nebenerwerbsbetrieben Quelle: Jahresberichte über die Deutsche Fischwirtschaft
Auch bei den Forellenzuchten ist der Familienbetrieb die vorherrschende Betriebsfoilm. Die Produktion an Speiseforellen reicht allerdings zur Versorgung des Inlandsmarktes bei weitem nicht aus, so dass in annähernd gleicher Menge noch Importe erfolgen. Auch bei den Forellenzuchten gewinnt die Direktvermarktung veredelter Produkte neben der Optinjiierung der betrieblichen Abläufe immer mehr an Bedeutung. Auf dem Forellensektor ist in den letzten Jahren eine deutliche Konkurrenz durch denl Lachs entstanden, der aufgrund des niedrigen Preisniveaus heute einen ähnlichen Käulerkreis anspricht wie die Forelle. Vor allen Dingen sind die deutschen Unternehmen jedocl" durch die geringeren Gestehungskosten in den Nachbarländern unter Druck geraten. Für hohe Kosten in der Bundesrepublik Deutschland waren insbesondere das hohe Lohnniveau und das zum Teil beträchtliche Alter der überwiegend relativ kleinen Anlagen ausschlaggebend, während an anderen europäischen Standorten teils niedrigere Löhne und verbreitet große, moderne Anlagen niedrige Abgabepreise ermöglichten. Die deutschen Unternehmen sind deshalb in besonderem Maße zur Modernisierung gezwungen. Auch die Forellenzuchtbetriebe werden durch verschiedene äußere Einflüsse beeinträchtigt. In der Produktion kommt es zu Verlusten durch fischfressende Wildtierarten, zu denen vor allem der Kormoran gehört. Auf der Absatzseite sind es in erster Linie Billigimporte aus Spanien, Italien und Dänemark sowie zunehmend aus Polen, die den Wettbewerb i n d die Erlössituation der Unternehmen verschärfen. Ohne Zweifel werden jedoch die in heimischen Gewässern erzeugten Fische auch künftig ihren Markt vor allem im regionalen Absatz Finden. Die Nähe zum Verbraucher gewährleistet dabei die für die Qualität der Ware ausschlaggebende Frische. Vor diesem Hintergrund ist der weitere Ausbau der Direktvermarktung eine Chance, die es zu nutzen gilt.
Stärken und Schwächen: Zu den Stärken gehören die familiäre Struktur der Unternehmen, die regionale Einbfndung mit guten Chancen für die Direktvermarktung und die nachhaltige Nutzung der Respource Wasser. Zu den Schwächen gehören die teilweise kleinstrukturierte Erzeugung stark saisonaler Absatz (Karpfen), Defizite im Bereich Verarbeitung und Vermarktung sowie Marketing und massive Schäden durch Kormorane und andere fischfressende Wildtierkrten Die technische Aquakultur hat sich in den zurücklegenden Jahren noch nicht wesentlich weiter entwickelt. Trote fortgeschrittener Technik entwickelt sich diese Form der Fischerzeugung nur sehr zögerlich. Technische, betriebswirtschaftliche und Marktprcjbleme sind hier die Hauptursachen. Dennoch gibt es einige gut funktionierende Anlagen.
einschließlich Zuerwerb
Kennda ten der technischen Aquakultur in der Bundesrepublik Deutschland:
Anzal- 1 Anlagen Aal (t) Welsi t) Ander e Arten (t) Erlöse (Mio. €)
21 422 120 21 3,5
24 347 97
28 381 100 21 3,1
31 372 106 31 7,8
31 328 145 215 4,1
25 329 149 179 4,2
Stärken und Schwächen: Zu den Stärken der technischen Aquakultur gehören ein geringer Verbrauch der Ressource Wasser flexible Produktionsmöglichkeiten und Anpassungsmöglichkeiten an den Markt. Zu den Schwächen gehören ein hoher technischer Aufwand, ein hoher Kapitalaufwand sowie technische und betriebliche Risiken. Muscholwirtschaft Die Verknappung der Ressourcen und eine verstärkte Nachfrage des Marktes haben in den letzten Jahren zu einer Verbesserung der Erlössituation geführt. Die Besatzmuschelgewinnung ist in besonderem Maße von den jährlich stark schwankenden Brutfällen und den allgemeinen Witterungsverhältnissen abhängig. Die Betriebe haben sich jedoch auf die Ertragsschwankungen eingestellt und zeigen sich wirtschaftlich stabil. Die Muschelfischerei unterliegt allerdings erheblichen Einschränkungen durch die WattenmeerNationa parke. Alternative Verfahren zur Produktion von Besatzmuscheln mittels künstlicher Kollektoren befinden sich in der Entwicklung. Hierdurch können unter Umständen die Abhängigkeit von natürlichen Brutfällen und Konflikte mit dem Naturschutz verringert werden. Kenndaten der deutschen Muschelwirtschaft (Nord- und Ostsee): 2000 Anzahl Fangfahrzeuge Miesmi schein (t) Erlöse Mio. €) Quelle:
22.854 14,6
11.606 13,9
12 9.721
31.056 17,8
EILE, Anlandestatistik
Stärken und Schwächen: Es gibt eine stabile Nachfrage nach Miesmuscheln, das führt insbesondere in produktionsarmen Zeiten zu guten und in der Tendenz steigenden Erlösen. Die Unternehmen der Muschelwirtschaft können durchweg als finanzstark angesehen werden; sie verkraften auch wirtschaftlich schwierige Zeiten. Sie gelten zudem als innovativ und investitionsfreudig. Das sind die Stärken. Zu den Schwächen gehört traditionell die Abhängigkeit von den natürlichen Produktionsschwankungen, insbesondere vom natürlichen Brutfall Die Milischelkulturwirtschaft zählt zu den aussichtsreichsten Sektoren der marinen Aquaku tur. Die Austernwirtschaft wird in Schleswig-Holstein weiterhin hautsächlich regionale Bedeutung haben, ist für die strukturschwache Region der Westküste daher nicht minder Bedeuti bedeutijngsvoll Die Nachfrage nach Speisemuscheln ist stabil und ausbaufähig. Meeres rüchte liegen allgemein im Trend der Verbraucher.
Die technische marine Aquakultur befindet sich noch in den Anfängen. Hier gibt e^ bereits einige Salzwasserkreislaufanlagen an Land, die jedoch bisher noch keine gescherten Produktionsbedingungen erreicht haben. Hier gibt es noch Entwicklungspotentiale,
Nachhaltigkeit der Ressourcennutzung
Beiträge zum Ressourcenschutz
Bedeutung für Fauna und Flora Umwelt
Steigerung von Erzeugung und Produktion
Nachfrage von Frischfisch
Beschreibung der Umwelt und der Gleichstellungsproblematik Lage der Umwelt
Eine iusführliche Schilderung der Lage der Umwelt im Zusammenhang mit dem EFF wird im Umw iltbericht (gemäß Richtlinie 2001/42/EG vom 27. Juni 2001) dargestellt. Im Folgenden wird oine Zusammenfassung der Ist-Analyse und der Erwartungen des Umweltberichts für die n« ue Förderperiode (2007-2013) wiedergegeben.
Nichttechnische Zusammenfassung des Umweltberichts
Problemsituation im Nordseeraum Küstenschutz und Landgewinnung haben seit Jahrhunderten an der gesamten südlichen Nordseeküste einen landschaftsverändernden Einfluss. Tourismus und Freizeitgestaltung spielen hier eine ambivalente Rolle - zum einen belasten sie die Küstengebiete stark, zum anderen aber geben sie ökonomische Anreize, die Landschaft weitgehend attraktiv zu erhalt sn. Zwar werden die Lebensräume der Küste und des Meeres weiter verändert, der Umfang und die Schwere von Eingriffen konnte z.B. durch Schutzgebietsausweisungen, Ausgl äichsregelungen und schärfere Rechtsvorschriften gemindert werden. Schwsrmetalle, organische Stoffe einschließlich Zehr- und Nährstoffe, radioaktive Stoffe sowie Sedimente oder andere Feststoffe werden durch die Flüsse in die Nordsee einge ragen, aber auch direkt eingeleitet. Zu den wichtigsten Quellen zur See zählen Schiffahrt, Öl- und Gasgewinnung, Verklappung, Sand- und Kiesabbau sowie andere menschlichen Tätigkeiten, ebenso Einträge aus der Luft. Die Belastungen können die Meere«umwelt, deren Lebensgemeinschaften wie auch andere Meeresnutzungen (z.B. Fischerei, Tourismus, Naturschutz) erheblich beeinträchtigen und der Gesundheit von Tieren und Menschen schaden. Seit 1980 haben sich die Cadmium- und Quecksilbereinträge in die Nordsee aus deutschen Flüsson wie auch aus anderen Quellen deutlich verringert. Ebenfalls rückläufig ist die Phosphorbelastung, während bei der Belastung mit Stickstoff noch kein deutlicher Rückgang zu verzeichnen ist. Auch mit Blick auf die Eutrophierung sind Verbesserungen eingetreten. Dennoch ist die deutsche Nordseeküste einschließlich Wattenmeer nach OSPAR-Kriterien als Eutrophierungs-Problemgebiet eingestuft (Stand 2003). Der weitaus größte Teil der deutschen Nordsee wird durch Schifffahrt, Meeresbergbau, Ölund Gasgewinnung, Tourismus und Fischerei sowie zukünftig auch durch die OffshoreWindenergiegewinnung in Anspruch genommen. Dieses beeinträchtigt die Leber sraumqualität für viele Tierarten, da diese etwa durch akustische, elektromagnetische und a idere Emission gestört werden können. Durch Baggerung, Verklappung, Schleppnetzfischerei sowie physische Modifikationen von Meeresboden und Wattenmeer werden Habitate beeinträchtigt oder zerstört. Fischorei, vor allem durch Überfischung und Fang von Nicht-Zielarten, und andere Meertsnutzungen sowie die sonstigen Faktoren (Schadstoffeintrag) können Diversität und Abundanz der Meerestiere beeinträchtigen, wobei bisher noch keine der kommerziell genutzten Fischarten, deren Vorkommen sich auf den marinen Bereich beschränkt, aus der Nordsee verschwunden ist. Gegenwärtig werden rund 30-40 % der Biomasse der komrrerziell genutzten Fischarten der Nordsee durch die Fischerei entnommen. Eine ganze Reihe von Arten gilt als überfischt. Nach ICES bewegen sich nur 18 % der Bestände des gesamten Nordost-Atlantiks innerhalb sicherer biologischer Grenzen - getrennte Zahlen für die NDrdsee liegen allerdings nicht vor. Allgemein sind die Bestände der Grundfische in schlechterer Verfassung als die der pelagischen Schwarmfische. Unter den kommerziell wichtigsten Arten sind der Kabeljau und einige Plattfischarten überfischt. Dagegen haben sich die Seelachsbestände offenbar verbessert. Seit Jahren gut sind die Bestände der Nordseegamele, der bei weitem wichtigsten Zielart der Küstenfischerei. Die Auswirkungen des Klimawandels sind noch nicht hinreichend erforscht, er verändert das Ökosystem Nordsee zum Nachteil vieler Arten, aber auch zugunsten anderer. 46
Trotz der zahlreichen Eingriffe zählen Nordsee und Wattenmeer noch zu den artenreichsten und produktivsten Meeresgebieten der Welt. Es konnte nicht nur eine vergleichsweise große Artenvielfalt erhalten werden; auch sind bei verschiedenen Arten in den letzten Jahren wesentliche Bestandsverbesserungen eingetreten. Problemsituation im Ostseeraum An der Ostsee sind Küstenschutz und Landgewinnung deutlich weniger relevant als ah der Nordsee. Zwar sind auch an der Ostsee in vielen Bereichen die Küstenzonen deutlich modifiziert, doch sind ausgedehnte Abschnitte noch als im Wesentlichen natumajh zu bezeichnen. Der Eintrag von Schad- und Nährstoffen in die Ostsee aus dem deutschen Einzugsgebiet hat sich seit den 1980er Jahren allgemein verringert, teilweise sehr deutlich (z.B. Cadmium 1985-2000 -90%, Phosphor -66%). Durch den geringen Wasseraustausch und eingeschränkte Abbauleistung auf der einen und der spezifisch hohen Persistenz vieler Schadstoffe auf der anderen Seite hat die Belastung des Ostseewassers und der Organismen allerdings nicht in gleicher Weise nachgelassen. Was den Trophiegrad der Ostsee betrifft, hat diese sich seit Beginn des 20. Jahrhunderts von einem oligotrophen Meer mit klarem Wasser zu einem hochgradig eutrophierten Gewässer entwickelt. Dennoch ist seit Mitte der 1980er Jahre ein deutlicher Trend zur Abnahme des Gesamtphosphors und Stickstoffs in der Ostsee zu verzeichnen. Auch gibt es große jahreszeitliche und regionale Unterschiede. Wie die Nordsee unterliegt die Ostsee zahlreichen Meeresnutzungen, die raumwirkuame Eingriffe mit sich bringen und den Wert der betroffenen Lebensräume mindern. Das Arteninventar der Ostsee - auch hinsichtlich der Fische - ist vergleichsweise dein. Zudem gehen den Roten Listen zufolge Artenzahl und Bestandsstärken offensic itlich zurück. Vor allem die Bestände des wirtschaftlich wichtigen Dorsches sind seit einigen Jahrzehnten deutlich rückläufig - wobei sich der von der deutschen Flotte vomehnlich befischte westliche Bestand noch in einem vergleichsweise besseren Zustand befindet. Gründe sind unter anderem Uberfischung, unzureichende Einbrüche von Nordseewasser und Schadstoffeinträge. Die Dorschfischerei ist deshalb strengen Bewirtschaftungsplänen der EU unterworfen. In vergleichsweise gutem Zustand befinden sich dagegen die Bestände von Hering und Sprotte. Ein Drittel der Meeresfische gelten als gefährdet oder potenziell gefährdet. Hauptursachen hierfür sind die Eutrophierung und, bei anadromen und katadromen Arten, die Verbajung der Wanderwege. Unter den (potenziell) nutzbaren Wanderfischen ist die Situation von Stör, Lachs und Aal besonders kritisch. Der Anteil an unerwünschten Beifängen und damit die Rückwurfverluste sind in der Osstsee vergleichsweise geringer als in der Nordsee. Allerdings stellen Stellnetze und Reusen, so genannte passive Fanggeräte, die geringere Auswirkungen auf den Meeresboden und sseine Lebensgemeinschaft haben, eine Gefährdung für Seevögel, Schweinswale und Robben dar. In der Ostsee hat in nennenswertem Umfang Faunenverfälschung stattgefunden: Nach Angaben der International Baltic Sea Fisheries Commission haben sich 30 ausgesetzte, eingeschleppte (Ballastwasser) oder eingewanderte (über Schifffahrtswege) gebietsfr^mde Arten etabliert, größtenteils im Küstenbereich. Eintreten und Ausmaß der Salzwassereinbrüche aus der Nordsee hängerji in entscheidendem Maße von klimatischen Faktoren ab. Daher könnte der Klimawcindel gravierende Auswirkungen auf das ohnehin fragile und vorgeschädigte Ökosystem| der Ostsee entwickeln. Problemsituation im Bereich der Binnengewässer Rund 2.200 km2 Seen und Talsperren und 260 km2 Flüsse, d.h. weniger als ein Drittel der gesamten Wasserfläche, werden in Deutschland berufsfischereilich genutzt. Insbesondere bei den Fließgewässern überwiegt heute bei weitem die angelfischereiliche Nutzung, über die keine genauen Zahlen vorliegen. Knapp 400 km2 beträgt die Fläche der Karpfentejche. Forellenteiche fallen wegen ihrer geringen Ausdehnung nicht ins Gewicht. 47
Für d e diversen Zwecke der menschlichen Nutzung sind die Binnengewässer oft drastisch modifziert worden. Dieses hatte nicht nur unmittelbare Auswirkungen auf die aquatischen Habitate, sondern hat auch das landschaftliche Erscheinungsbild der Gewässer stark verändert. Die chemische Qualität der Gewässer stand in der Vergangenheit im Mittelpunkt des Interesses. Hier kam es seit den 1970er und 1980er Jahren zu maßgeblichen Verbesserungen. Allerdings sind die anspruchsvollen Ziele der Wasserrahmenrichtlinie (WRF L) bis 2015 noch nicht in allen Fällen zu erreichen. Mit dem Rückgang der Schadstoffzufuhr hat naturgemäß auch die Belastung der Fische und anderer Wasserorganismen allgemein nachgelassen. Die Fische vieler Binnengewässer entha ten daher die untersuchten Schadstoffe zumeist nur in Mengen unterhalb der Richtoder Grenzwerte der Schadstoff- und Rückstandshöchstmengenverordnungen (soweit solch« J festgesetzt wurden) oder sogar unter der Nachweisgrenze. Die biologische Gewässergüte der Fließgewässer wird bisher über ein mehrstufiges Beurtjilungsraster klassifiziert, das in erster Linie die Belastung mit organischen, unter Sauerstoffzehrung biologisch abbaubaren Wasserinhaltsstoffen berücksichtigt. Demnach ist die Gowässergüte zwischen 1995 und 2000 deutlich gestiegen, zuletzt waren nur noch 3,5 % der Flussstrecken stark bis übermäßig verschmutzt (lll-IV). Im Kontext der WRRL haben Strukturgüte und ökologische Qualität an Bedeutung gewonnen. Die Morphologie der meisten Fließgewässer ist deutlich verändert. Ein großer Teil wird die Umweltziele der WRRL ohne konsequente Verbesserungen daher nicht erreicien. Ein besonders gravierendes Problem ist die fehlende Durchgängigkeit für Fische und andere Wasserorganismen. Bei Seen sind häufig die Uferbereiche deutlich modifiziert. Trotz großer Fortschritte bei der Qualität der Binnengewässer, die in den vergangenen drei Jahrzehnten bzw. in den neuen Bundesländern vor allem nach der Wiedervereinigung erzielt wurden, sind die hohen Zielsetzungen der WRRL nur von der Minderheit der Binnengewässer zu erreichen. Eine Zielerreichung wird nur bei 12 % der Flüsse und 38 % der Soen für wahrscheinlich gehalten. Die Artenvielfalt der aquatischen Lebensräume und ihrer Übergangszonen ist sehr groß. Zahlreiche Pflanzen- und Tierarten sind selten bzw. in unterschiedlichem Grade gefährdet und d aher auf Roten Listen oder in den Anhängen der FFH-Richtlinie verzeichnet. Die äußerst artenreiche Fischfauna in den Binnengewässern ist ein Ergebnis der Biotopvielfalt und der fischereilichen Hegebemühungen. So konnten z.B. in MecklenburgVorpommern und Brandenburg über 90 % der ursprünglich beheimateten Fischarten nachgewiesen werden. Rund die Hälfte der vorgefundenen Fischarten gehört den verschiedenen Kategorien der potentiell bis kritisch gefährdeten Arten an. Problematisch ist in jüngster Zeit auch die negative Bestandsentwicklung beim europäischen Aal, für die verschiedene Ursachen vermutet werden. Zu den in der Bundesrepublik Deutschland ausgestorbenen Arten zählt u.a. der Atlantische Stör, ;:u den bedrohten und teilweise regional ausgestorbenen Arten gehören u.a. Meer- und Flussneunauge, Finte, Ziege und Nordseeschnäpel. Ausstarben oder starke Bedrohung von Fischen ist in allen bekannten Fällen primär auf Gewässerbelastung und wasserbauliche Maßnahmen - vorrangig Querverbauungen durch Wass srkraftwerke - zurückzuführen, nicht jedoch auf die Fischerei, die spätestens seit Mitte des 2). Jahrhunderts gesetzlichen Regelwerken zu Besatz und Fang folgt. In den letzten Jahren sind die Bemühungen verstärkt worden, bedrohte oder ausgestorbene Fischarten wieder anzusiedeln. Prominentestes Beispiel dafür ist das Programm „Lach 3 2000". Auch Teiche, vor allem Karpfenteiche, sowie ganze Teichlandschaften sind wertvolle Habitate für viele Tier- und Pflanzenarten. Karpfenteichwirtschaft wird in aller Regel extensiv und naturnah betrieben, in einigen Fällen auch gefördert durch Extensivierungsprogramme. Bishe' haben sich negative Auswirkungen der gebietsfremden Fischarten in engen Grenzen gehal en. In Einzelfällen sind die Bestände einheimischer Arten unter Druck geraten, eine vollstjmdige Verdrängung ist nicht bekannt. Nachdem Karpfen seit vielen Jahrhunderten in Deutschland eingeführt sind, Regenbogenforellen, Bachsaiblinge und Zwergwelse seit Ende des 13. Jahrhunderts, sind die hiermit verbundenen potenziellen Implikationen abschätzbar. 48
Gezeigt hat sich auch, dass viele Fischarten in Deutschland zwar geeignete Lebensbedingungen vorfinden, sich aber natürlicherweise nicht oder nur eingeschränkt fortpflanzen können. Verschiedene Forschungsvorhaben zu den aquatischen genetischen Ressourcen Deutschlands sollen derzeit u.a. die genetische Vielfalt der wichtigsten Wildund Zuchtfische untersuchen und auch der Frage nachgehen, ob und wo genetisch abgrenzbare Zuchtstämme bestehen. Auch für die Zuchtfische werden nämlich Gefahren gesehen: Befürchtet wird ein „Verlust alter Zuchtstämme und die Vernachlässigung der genetischen Basis des Zuchtmaterials". Heute ist das Bewusstsein für Biodiversität gestiegen, was auch zu einer verschärften Rechtslage geführt hat. So ist die Freisetzung nicht einheimischer Arten weitgehend untersagt und für Besatzmaßnahmen ist teilweise explizit vorgeschrieben, dass die Fische aus regionalen Gewässern stammen müssen. Binnenfischerei und Aquakultur richten sich heute nach den einschlägigen Wasserhaushalts, Tierschutz-, Veterinär-, Naturschutz- und Artenschutzbestimmungen auf Landes-, Bundesund / oder EU-Ebene. Im Fischereirecht der Bundesländer sind Arten- und Naturschutz unter die Zweckbestimmungen der Fischerei aufgenommen, was sich in zahlreichen Vorschriften konkretisiert. Von der berufsmäßigen Binnenfischerei gehen daher heute kaum Gefährdungen für Artenvielfalt und Fischbestände aus. Quelle für Gewässerverschmutzungen durch Emissionen ist die berufsmäßige Binnenfischerei nicht. Sie hat auch weder zum Aussterben von Fischarten oder maßgeblichen Bestandseinbrüchen beigetragen noch andere negative Auswirkungen auf die Biodiversität entfaltet, wohl aber z.B. durch Besatzaktivitäten beirr Aal maßgeblich dazu beigetragen, dass diese Fischart überhaupt noch in vielen Binnengewässern in Deutschland anzutreffen ist. Von der Aquakultur sind keine übermäßigen Schadwirkungen auf die Umwelt bekannt. Karpfenteiche wirken sogar aufgrund ihres Abbaupotenzials für Schadstoffe häufig als Kläranlagen und tragen zu einer mitunter erheblichen Verbesserung der Qualität des Versorgungswassers bei. Darüber hinaus können sie auch wertvollen Lebensraurr für verschiedene Tier- und Pflanzenarten bieten. Das Ablaufwasser von Forellenteichen kann insbesondere bei intensiver Produktion die Vorflut mit Nährstoffen belasten, wenn es unbehandelt eingeleitet wird. Wo dieses noch der Fall ist, sorgen in der Regel behörd iche Auflagen im Rahmen der Gewässeraufsicht oder von wasserrechtlichen Genehmigungsverfahren für Abhilfe. Ebenso wird die Wasserentnahme für Fischzuchtzwecke mengenmäßig festgelegt.
Veränderungen während der letzten Förderperiode (2000-2006) Nordsee und Ostsee In der Nord- und Ostsee gab es in diesem Zeitraum keine entscheiderliden Umweltveränderungen. Nach wie vor können in einzelnen Fischarten Spuren von organischen Schadstoffen und Schwermetallen nachgewiesen werden, die aber in der Regel deutlich unter den Grenzwerten liegen. Kennzeichnend für die Ostsee ist der fehlende regelmäßige Salzwassereinstrom. Zusätzlich zu den bisherigen Beschränkungen für die Fischerei aufgrund anderer traditioneller Meeresnutzungen (Schifffahrt, Bundeswehr u.a.) werden ihr in Zukunft wetere Flächen entzogen. Als problematisch aus fischereilicher Perspektive wird die Zunahme menschlicher Aktivitäten im marinen Bereich, wie Offshore-Windparks, Sand- und Kiesentnahme, Gas- und Erdölpipelines gesehen, aber auch die geplante großflächige Ausweisung von Schutzgebieten (Abbildungen 13-15 im NSP), die der Fischerei wichtige Fanggrimde entziehen oder entziehen werden. Diese Planungen laufen eindeutig der mit Strukturmitteln der EU aufgebauten öffentlichen und privatwirtschaftlichen Infrastruktur entgegen.
Binnt mgewässer Auch hier gelten die oben ausgeführten Hinweise zur Ausdehnung der Schutzgebiete. Der Umfang dieser Gebiete hat in einzelnen Bundesländern 85 % der gesamten Wasserfläche deutlich überschritten. Der Nährstoffhaushalt der Binnengewässer hat sich in den neuen Bundesländern vor allem aufgund von Investitionen in die Klärwerke deutlich verringert. Dennoch reichen die Umwsltschutzanstrengungen noch nicht überall aus. So gibt es nach wie vor Schadstoffe in Gewässern, die die Verkehrsfähigkeit von Fischprodukten aus der Binnenfischerei einsoränken. Insbesondere bei den Binnengewässern muss deshalb der Schutz der aquaischen Ressourcen weiter vorangetrieben werden. Hierzu gehört auch die Wied srherstellung der linearen Durchgängigkeit in Fließgewässern, die auch nach den Vorgaben der europäischen Wasserrahmenrichtlinie anzustreben ist. Eine größere wirtschaftliche Auswirkung als die Trophieänderung der Gewässer wird in den steig«snden Kormoranbeständen gesehen. So ist der Bestand der Brutpaare in Deutschland in den letzten Jahren auf 23.000 gestiegen (davon nur in Mecklenburg-Vorpommern auf 12.0C0), ohne dass ein Ende der Zunahme der Kormorankolonien in Sicht ist. Der Winte rbestand in Deutschland wird mit etwa 40.000 Kormoranen angegeben (davon nur in Bayen 6.500). Für die Fischereiunternehmen bedeutet dieses vor allem in der Nähe von Brutkalonien und Schlafplätzen teils beachtliche Verluste. Für den Bestand einzelner Fischarten in bestimmten Gewässern hat die Zunahme von Kormoranen sogar verheerende Folgen. Bestimmte Fischarten, z.B. die Äsche, werden bis auf 3 % des ursprünglichen Beste nds reduziert. Ziel muss es sein, die Schäden, die der Kormoran bei den Fischbeständen verursacht, durch ein nachhaltiges Kormoranmanagement abzuwenden.
Erwaiungen an die neue Förderperiode (2007-2013) bezüglich der Umweltauswirkungen Allgemein Beiargen des Umwelt- und Artenschutzes wird im Operationellen Programm (OP) der Bund äsrepublik Deutschland generell hohe Aufmerksamkeit gewidmet. Positive Umwi Mitwirkungen, insbesondere die Schonung von Fischereiressourcen und die Reduktion der Umweltbelastungen, sind explizite Ziele verschiedener Maßnahmen. Ausdrücklich bekennt sich das Programm auch zur nachhaltigen Fischerei im Einklang mit den Ressourcen; allgemein werden ein nachhaltiges Wirtschaften und der Ausgleich zwischen Ressourcen einerseits und sozialen und wirtschaftlichen Interessen andererseits angestrebt. Das Programm steht daher im Einklang mit den Grundsätzen der Rio-Konferenz sowie von Baltic 21. Generelle Übereinstimmung ist ebenso mit dem FAO-Verhaltenskodex für verantwortungsvolle Fischerei festzustellen. Initiatven für ein integriertes Küstenzonenmanagement (IKZM) können nicht allein von einem Fischereiförderprogramm ausgehen. Durch Betonung der Verbindung mit dem Tourismus, dem Streben nach einer intakten Umwelt und durch Ziele, wie die Mischnutzung von Häfen, sind aber grundlegende Gedanken des IKZM im Programm enthalten. Das OP kann gut im Rahmen entsprechender Initiativen eingesetzt werden. Nord- und Ostsee Die neue Gemeinsame Fischereipolitik (GFP) will den geschilderten Problemen Rechnung tragen. Dieses geschieht etwa durch Verringerung der Gesamtfangmengen und Quoten, zeitliche und territoriale Fangbegrenzungen, Vorschriften in Bezug auf das Fanggerät etc.. Im Rahmen der GFP wird eine progressive Anwendung des Ökosystemansatzes in das Fisch sreimanagement angestrebt. Der EFF und das deutsche OP sollen dazu dienen, diese Politil; umzusetzen, z.B. durch Möglichkeiten zur Abwrackung, durch die bisher rein aus nationalen Mitteln geförderte vorübergehende Stilllegung von Fischereifahrzeugen, durch Förderung selektiveren Fischfangs oder Kompensation der sozialen Folgen von Einschränkungen. 50
Ohne das OP würde ein wichtiges Instrument fehlen, die geschilderten Probleme yvirksam anzugreifen oder begonnene Ansätze voranzutreiben. Die Maßnahmen im Rahmen der Prioritätsachse 1 sind zwar hinsichtlich des ku turellen Erbes durch den weiteren Rückgang der Fischerei als Verlust der Identität der Regionen zu bezeichnen, insgesamt bedeuten die Maßnahmen aber eine Stärkung der Nachhaltigkeit der (verbleibenden) Fischerei. Hinsichtlich der biologischen Vielfalt, Fauna und Flora könpen die Maßnahmen der Achse 1 zu einer Reduzierung des Fischereiaufwands beitragen. Die Alternative, die Maßnahmen Investitionen an Bord von Fischereifahrzeugen und im Hinblick auf die Selektivität sowie die Kleine Küstenfischerei ganz zu streichen, würpe eine nachhaltige Ausrichtung der Fischerei eher gefährden.
ß/nnengretvässer Die Verbesserung der aquatischen Lebensräume z.B. durch die Schaffung der Gewässerdurchgängigkeit oder von Laichhabitaten und Maßnahmen zur Unters:ützung besonders schützenswerter Fischarten ist Ziel des OP in der Prioritätsachse 3. Das Programm will zur Lösung bzw. Abmilderung einiger der oben aufgezeigten gravierenden Probleme beitragen. Das OP fördert weiter die Umweltverträglichkeit der Aquakultur, nicht nur direkt (Vdrhaben zur Abwasserbehandlung), sondern vor allem auch mittelbar, wenn etwa Modernisierungen im Nebeneffekt Verbesserungen bewirken, die erheblich sein können (Sauerstoffgehalt im Ablaufwasser, Absperrung der Zuchtfischbestände, schadlose Vogelabwehr usw.). Ol'ne das Programm könnten solche Fortschritte nicht in gleichem Maße erzielt werden. Insbesondere Karpfenteichgebiete sind ein wertvoller Teil der Kulturlandschaft in Deutschland. Das Programm kann - vor allem auch über Prioritätsachse 4 - in erheblichem Umfang dazu beitragen, diese zu erhalten und nachhaltig-umweltgerecht zu bewirtsch aften. Durch neue Forellen-ZDurchlaufanlagen sind wegen der strengen wasserrechtlichen Vorgaben keine negativen Wirkungen auf das Wasser zu erwarten. Im Falle der Modernisierungen von Fischzuchten ist tendenziell mit einer Verbesserung des Ablaufwassers zu rechnen. Positive Wirkungen können auch erzielt werden durch die Zucht von Wi!dfiscl"en für Bestandstützung oder Wiedereinbürgerung gefährdeter Arten. Dies ist ein bewährtes Instrument im Rahmen des Artenschutzes. Das OP kann etwa durch die Förderung geeigneter Abspannungen gegen Kormorane und andere fischfressende Vögel dazu beitragen, Konflikte zwischen Wirtschafts- und Naturschutzinteressen abzumildern. Von der Förderung der Binnenfischerei wie auch der Verarbeitung und Vermsirktung (Prioritätsachse 2) sind keine negativen Wirkungen auf die biologische Vielfalt, Fauna und Flora zu erwarten. Durch die Förderung von Maßnahmen der Prioritätsachse 2 aber auch 3 zur Verbesserung der Hygiene, der Produktqualität und der Tiergesundheit wirc dazu beigetragen, dass die Gesundheit der Menschen unterstützt wird. Durch die Förderung der Fischverarbeitung und Fischzucht wird ein positiver Effekt für das kulturelle Erbe gesehen, da beide in einzelnen Regionen eine sehr lange Tradition haben. Eine gleiche Bewertung gilt für Maßnahmen zur Förderung der Fischereihäfen. Die Teichwirtschaften wiederum sind ein wertvoller Teil der Landschaft mit nachv\eislich positiven Effekten vor allem für die Vogelwelt. Die Alternative. Aquakulturanlagen nicht zu fördern, wenn sie Arten halten, die zur Faunenverfälschung führen können, ist deswegen ohne Praxisrelevanz, weil in salchen Fällen keine naturschutzrechtlichen Genehmigungen erteilt werden, wenn die Gefahr besteht, dass diese Fische in die natürlichen Gewässer entkommen könnten. Bei der Aufzucht von Fischen in geschlossenen Anlagen hat diese Thematik keine Relevanz.
Positive Wirkungen hinsichtlich der biologischen Vielfalt, der Fauna und Flora sowie der DurchgMngigkeit der Gewässer und des Bestandsaufbaus bei Fischen werden durch die Maßnahmen zum Schutz und zur Entwicklung der Wasserfauna und -flora wie auch bei den ekten gesehen. Bei der Wiedereinbürgerung ausgestorbener Arten oder der Verbesserung zusammengebrochener Bestände bietet sich an, Maßnahmen zur Verbesserung der Umweltbedingungen mit Besatzmaßnahmen zu kombinieren. Beim orbenen Stör ist dies alternativlos, und auch beim Aal werden Probleme durch Wandefhindemisse oder Kraftwerksturbinen auf absehbare Zeit nicht vollständig zu beseitigen sein, so dass der Besatz ebenfalls unumgänglich (alternativlos) ist. Beim Dorsch liegt eiiji wesentliches Problem in der Überfischung. Die EU hat durch Wiederaufbaupläne bereits erste Maßnahmen ergriffen. Prinzipiell besteht die Möglichkeit einer noch stärkeren Reduktion der Fischerei (Alternative), was allerdings die sozialen Folgen weiter verschärfen dürfte. Daher werden in einem die Managementmaßnahmen ergänzenden aktiven Wiederaufbau des Dorschbestandes durch Besatzmaßnahmen erhebliche Erfolgschancen gesehe r
Förden ng der Fischwirtschaftsgebiete Positive Effekte werden bei der Förderung von Fischwirtschaftsgebieten hinsichtlich des Erhalts des kulturellen Erbes gesehen, wenn es gelingt, die regionaltypischen Wirtschlaftsformen nachhaltig zu sichern. Alternativen werden nicht gesehen. Hinsich lieh der Landschaft kann das Programm helfen, insbesondere in Karpfer teichgebieten, diese zu erhalten und nachhaltig zu bewirtschaften. Durch die Fördeang naturnaher und umweltfreundlicher sowie ökologisch wertvoller Karpfer teichwirtschaften werden positive Effekte erwartet.
Es ist ihsgesamt von deutlichen positiven Umweltwirkungen des Programms auszugehen. Theorelisch mögliche negative Effekte können in der Regel durch Auflagen oder andere Steuea ngsmaßnahmen (vgl. d)) vermieden werden. Hier wirkt sich das OP durch Maßnahmekontrolle und Präsenz über die Empfänger von Leistungen hinaus auf den Sektor günstig aus.
, Konsultation der Partner und der Umweltbehörden
Im Verlaufe der Erstellung des Entwurfs zum Umweltbericht wurden die Öffentlichkeit, die zustäncigen Behörden und Einrichtungen sowie die Wirtschafts- und Sozialpartner wiederl'olt konsultiert und in die programmatische Arbeit einbezogen. Der erste Entwurf wurde der gemäß Art. 2 der Richtlinie 2001/42/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. Juni 2001 (in Verbindung mit Art. 2 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung) definierten Öffentlichkeit, nach innerstaatlicher Praxis repräsentiert durch die entsprechenden Verbände, Organisationen und Gruppen, und den Umwelt Dehörden im Januar 2007 schriftlich bekannt gegeben, einer breiteren Öffentlichkeit wurden darüber hinaus die Entwürfe des Umweltberichts, des Nationalen Strategieplans, des Operati snellen Programms und der Ex-ante-Bewertung über Veröffentlichungen in einschlägigen Zeitschriften und das Internet zugänglich gemacht Die entsprechenden Dokumente lagen zudem zur öffentlichen Einsicht im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz aus (vgl. „Bekanntmachung der öffentlichen Auslegung der Entwürfe..." vom 22. Februar 2007).
Seitens der Behörden und Partner wurden folgende Stellen beteiligt: Bundesministerien (Bundesministerium für Umwelt, Bundesministerium der Finanzen Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Ji|igend Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung) für die Fischerei zuständige und andere Ministerien der Bundesländer und deren nachgeordnete Bereiche Bund für Umwelt und Naturschutz BUND e.V., Naturschutzbund Deutschland NABU e.V., Greenpeace, WWF Deutschland, Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI), Bundesmarktverband der Fischwirtschaft, Bundesverband der deutschen Fischindustrie, Deutscher Fischereiverband, Verband der deutschen Binnenfischerei, Deutscher Bauernverband, Deutscher Landfrauenvefband, Deutscher Gewerkschaftsbund, VERDI, Verbraucherzentrale, cofad GmbH Der hier vorliegende Umweltbericht Abstimmungsprozesses wieder.
ausfühiflichen
In diversen Bund-Länder-Besprechungen wurde die Erstellung des Umweltberichts und dessen Weiterentwicklung kontinuierlich besprochen und abgestimmt. Die im Laufe dor Zeit gefertigten Fassungen wurden intensiv diskutiert und aufgrund etwaiger Änderungswünsche angepasst, konkretisiert und verbessert. Nach Fertigstellung des Entwurfs des Umweltberichts wurden die einschlägigen Adressaten auf Bundes- und Landesebene (Ministerien, Verbände und Nichtregierungsorganisat onen) über den Stand der Arbeiten informiert und ihnen Gelegenheit für schriftliche Stellungnahmen gegeben. Die schriftlichen Konsultationen begannen am 03. Januar 2007, die gemäß UVP-Gesetz vorgesehene Konsultationsfrist von mindestens einem Monat ^§ 14) wurde gewährt.
Hinsichtlich der Reaktionen ist festzustellen, dass sich bis zum September 2007 nur wenige der angeschriebenen Partner zum Umweltbericht geäußert haben. Das Bundesminislerium für Umwelt bemängelte allerdings zu Recht im Zusammenhang mit dem Umweltbericht das Fehlen der „nichttechnischen Zusammenfassung", wodurch die Genehmigung des OP| hätte in Frage gestellt werden können. Die erfolgten Anmerkungen sind voll und ganz in die Überarbeitung des Umweltb^richts eingeflossen, die Empfehlungen des Umweltberichts und die dort diskutierten potentiellen Alternativen wurden bei der Aktualisierung des Operationellen Programms berücksichtigt. Nachdem die Konsultationsfrist abgelaufen und die Stellungnahmen von Partnern und Öffentlichkeit zum Operationellen Programm und zum Umweltbericht eingearbeitet waren, galten beide als auf nationaler Ebene angenommen. Die Bekanntgabe der Entscheidung erfolgte gemäß Art. 9 der Richtlinie 2001/42/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. Juni 2001 über die Prüfung der Umweltauswirkungen bestimmter Pläne und Programme in Verbindung mit Art. 14 desfUVPGesetzes im Dezember 2007.
Überwachung der Umweltauswirkungen der Durchführung des Programms nach Artikel 10 der Richtlinie 2001/42/EG in Verbindung mit Art. 14 des UVPGesetzes
Entsprsehend Artikel 10 Abs. 2 o.g. Richtlinie werden die auf Grundlage der Umwe tgesetzgebung in der Bundesrepublik Deutschland bestehenden Üben/v achungsmechanismen eingesetzt. Im Fa le der international bewirtschafteten Bestände gibt es ausreichende auf EG-Recht basierende nationale und internationale Datenerhebungen, auf die zurückgegriffen werden kann. Eine Verbesserung der Informationsbasis über die Fischbestände in den Küster gewässern ist vorgesehen, möglicherweise auch mit Unterstützung aus dem OP. Bei Entscheidungen über etwaige Anträge aus dem Bereich der Binnenfischerei haben die Fische -eirechte der Bundesländer spezifische Instrumente, etwa die genehmigungspflichtigen Hege- und Bewirtschaftungspläne. In aller Regel ist die Überwachung der Bestände in Binnengewässern nicht erforderlich, weil sie im Gegensatz zu den Kiistengewässern nur von jeweils einem Fischer in der Regel über Jahrzehnte hinweg bewirtschaftet werden und der Nutzer selbst an einem nachhaltig hohem Fischertrag interessiert ist. Gestützt auf die Erfahrungen der vorangegangenen Förderperioden kann mit Blick auf die StruktL rförderung im Fischereibereich konstatiert werden, dass die Sensibilität für ökolog sehe Belange in Deutschland - in der Öffentlichkeit, bei den Partnern und Behörden stark s usgeprägt ist. Das breite Engagement für den Schutz der Meeressäuger aber auch die heftigen Diskussionen um ein eventuelles Bestandsmanagement der stark angewachsenen Kormoranpopulationen mögen kursorische Belege hierfür sein. Die deutsche EU-Ratspräsidentschaft hatte deshalb auch das Thema „Klimawandel und Fische ei" auf die Agenda des informellen Treffens der Fischereidirektoren im Mai 2007 gesetz:. Diskutiert wurden zukunftsweisende Fragen zur Verbesserung der Datenerhebung, wie du-ch angepasste Managementmaßnahmen auf diesen Umstand reagiert werden kann, welche strukturpolitischen Maßnahmen notwendig werden könnten, um den betroffenen Küsten reg ionen bei einem notwendigen Anpassungsprozess zu helfen und wie dem Verbra jeher und Fischkonsument Hilfe bei etwaigen Veränderungen des Fischangebots gegebon werden kann. In diesem Zusammenhang sei auch darauf verwiesen, dass das Bunde; sministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz im November 2007 eine Diskussionsveranstaltung „Runder Tisch: Nachhaltige Fischerei und Ökoke inzeichnung" mit breiter Beteiligung organisieren wird. Diese Fragen werden während der laufenden Förderperiode vertieft geprüft, hierbei sollen spezifische Erkenntnisse gewon len und in diesem Zusammenhang für notwendig und sinnvoll erachtete Maßnahmen mithilfe des Operationellen Programms umgesetzt werden.
Der Anteil der Frauen in der Fangfischerei ist sehr gering. Der Grund dafür liegt nicht nur in den tradierten Vorstellungen sondern in den häufig genug körperlich schweren Anforderungen. In der Aquakultur ist der Anteil der Frauen ebenfalls gering. Lediglich in kleinen Aquakulturbetrieben sind Frauen häufig als Familienarbeitskräfte beschäftigt, übernehmen die Direktvermarktung der im Familienbetrieb produzierten Fische oder s nd in der Buchhaltung tätig. Manchmal übernehmen sie aber auch die wirtschaftliche Leitung des Unternehmens. Hingegen ist der Anteil Frauen in der Fischverarbeitung und Fischvermarktung im Verhältnis zur Anzahl beschäftigter Männer ausgeglichen, wenn auch in der Mehrzahl der Fälle Frauen in den unteren Lohngruppen zu finden sind. Um den Frauenanteil auch in Führungspositionen verändern zu wollen, muss über bessere Ausbildungsangebote für Frauen die Attraktivität der Berufschancen im Fischereisektor gesteigert werden. Dies trifft insbesondere für den Bereich der Aquakultur zu, der ceine körperlich schwere Tätigkeit erfordert. Frauen sind die beruflichen Möglichkeite i im gesamten Fischereibereich zu wenig bekannt. Außerdem bedarf es begleitender Maßnahmen außerhalb des Fischereisektors, wie z.B. der Schaffung von Kindertagesstätten. Die Gleichstellung von Männern und Frauen wird im Rahmen der gesetzl chen Bestimmungen beachtet.
Daten zur Beschäftigung im Fischereisektor nach Geschlechtern: Tabelle:
Sektor (Fang-)Fischerei Fischverarbeitung Aquakultur Quelle:
Beschäftigte nach Geschlecht laut EU-Studie: Employment in the fisheries sector: current Situation (2006) Gesamt Anzahl
Männer Anzahl
http://ec.europa eu/fisheries/publicatic ns/studies/employment_study_2006.pc)f
| Hauptergebnisse der Analyse der Ausganpssituation Die wirtschaftliche Bedeutung des Fischereisektors in der Bundesrepublik Deutschland Vor allem in den Küstengebieten haben der Fischereisektor sowie die vor- und nachgelagerten Wirtschaftssektoren eine hohe Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung dieser Gebiete. Das zeigt sich u.a. in dem hohen Produktionswert der verarbeiteten Produkte mit 9,9 % des Produktionswertes der verarbeitenden Industrie der Europäischen Gemeinschaft, die sich vor allem in den Küstengebieten befindet. Zu den 43.000 Beschäftigten in der deutschen Fischwirtschaft sind daher die der vorund nachgelagerten Bereiche hinzuzuzählen. Die hohe Abhängigkeit des Fischimports in Deutschland hat sich in der laufenden Förderperiode nicht verändert und liegt nach wie vor bei 85 % des Verbrauchs in Deutschland. Der jährliche Pro-Kopf-Verbrauch liegt in der Bundesrepublik Deutschland seit 1990 bei 13-15 kg Fisch, wobei wieder eine leicht steigende Tendenz zu erkennen ist. Den bedeutendsten Anteil am Konsum haben Tiefkühlfisch sowie Konserven und Marinaden mit einem Verbrauch von 32 % bzw. 30 %.
Die Bedeutung der Fischerei und Aquakultur Die Große Hochseefischerei ist in der abgelaufenen Förderperiode weiter geschrumpft, konnte aber dennoch ihre Fangmengen und Fangerlöse steigern. Ihre wirtschaftliche Lage wird auch für die Zukunft als stabil angesehen. Kutter- und Küstenfischerei: Während in der Nordsee mittlere Kutterbetriebe hauptsächlich Schleppnetzfischerei betreiben, fischen in der Ostsee überwiegend Fischer der Kleinen Küstenfischerei. Die wirtschaftliche Lage stellt sich heterogen dar. Während die Nordseegarnelenfischer gute Ergebnisse erzielen, liegt in der Kleinen Küstenfischerei der Umsatz in der Regel zwischen 1.000 und 2.000 €/Monat. In der abgelaufenen Förderperiode ist der Fangerlös der Kutter- und Küstenfischer trotz der Förderung insgesamt gleich geblieben. Da die Flotte überaltert ist, wird auch in der Zukunft mit Modernisierungsmaßnahmen gerechnet. Inwieweit die nachhaltige Nutzung der Ressourcen durch die Unternehmen sowie die starke regionale Einbindung und hohe Qualität der Produkte zu einer wirtschaftlichen Verbesserung der Unternehmen beitragen wird, wird davon abhängen, ob es gelingen wird, höhere Preise zu erzielen. Bei der Binnenfischerei handelt es sich in der Regel um Familienunternehmen, die im EG-Sprachgebrauch als Kleinstunternehmen gelten und die Fischerei im Hauptoder Nebenerwerb betreiben. Die Erlöse dieser Unternehmen waren in den vergangenen sechs Jahren rückläufig während die Gesamtfänge nahezu konstant blieben. Die Vermarktung erfolgt in vielen Bundesländern als Direktvermarktung an den Endverbraucher im unmittelbaren Umfeld der Unternehmen. Dem entspricht ein beschränkter Investitionsbedarf in den Fang, die Hälterung, Veredlung und Vermarktung der Fänge. Um die Stärke, die nachhaltige Nutzung der Ressourcen, deutlich zu machen, wird es darauf ankommen, dieses im Rahmen der Vermarktungsförderung besser herauszustellen. Die starke Abhängigkeit der Unternehmen vom Ertragspotential und die damit verbundene geringe Rentabilität kann voraussichtlich ebenfalls nur durch Vermarktungsinvestitionen, z.B. durch verbessertes Eingehen auf die in der Bundesrepublik Deutschland bedeutende Nachfrage von Seiten der Angelfischerei oder durch noch weiter verstärkte Veredlung der Produkte erreicht werden. 56
Zur Aquakultur gehören in Deutschland in erster Linie Forellenteichwirtsichaften, extensive Karpfenteichwirtschaften und die Muschelkulturwirtschaft an der Nordseeküste. Anlagen der technischen Aquakultur im Süß- und Salzwasse rbereich haben nach wie vor eine geringe wirtschaftliche Bedeutung. Während die Eilöse der Forellenteichwirtschaften leicht gestiegen sind, sind die der Karpfenteichwirtjichaften, der Muschelkulturwirtschaft und der technischen Aquakultur bei größerer Schwankungsbreite in etwa gleich geblieben. Die Erweiterung der Produktion in den Forellenund Karpfenteichwirtschaften ist auf Grund der strengen Umweltgesetzgebung erheblich erschwert. Bei der Muschelkulturwirtschaft isit neben den verfügbaren Flächen vor allem der unterschiedliche Brutfall produktionsbegrenzend. Bei den Forellenzuchten kommt die zunehmende Konkurrenz durch Lachsimporte begrenzend hinzu. Dementsprechend haben die Nähe zum Verbraucher und die Frische den entscheidenden Einfluss für den Vermarktungserfolg der Forellenproduzenten. Die unterschiedliche StruHur der Karpfenteichwirtschaften (größere Anlagen vor allem in den Ländern Sachsen und Brandenburg, eine Vielzahl von Nebenerwerbsbetrieben in Bayern) bedeuten, dass neben der Direktvermarktung der Vermarktung über den Handel an die Gast'onomie Bedeutung zukommt. Die landschaftsprägende Bedeutung der Karpfenteichwirtschaften für Fauna und Flora und die umweltpo itischen Zielstellungen der EU rechtfertigen die finanzielle Förderung des Erhaltes: dieser Kulturlandschaftsform. In der technischen Aquakultur wird es für die Nutzung ihres wirtschaftlichen Potentials darauf ankommen, die Technik beherrschen zu können.
Die Bedeutung der Fischereihäfen Die Hafenentwicklung wird auch in der neuen Förderperiode eine wichtige Bedeutung für Fischwirtschaft haben und im begrenzten Umfang Investitionen nach sich ziehen. Mit größeren Investitionen im Konvergenzgebiet ist nicht mehr zu rechnen.
Die Bedeutung der Fischverarbeitung und Fischvermarktung Die Fischverarbeitung hat mit einem Produktionswert von über 1,7 Mrd. €/Jchaffenheit vor Gewässern
auf ha Gewässern verbessert
Häen, die akt jellen Anl orderungen entsprechend ancepasst we den
Anzahl Häfen
An ahl Pili Pilcjtvorhaben, die langfristig spi spürbare Vorteile für den Sektor erbringen
Anzahl Vorhaben
Indikator An; :ahl Gruppen, die sich eine Strategie gec eben haben unc diese um setzen
4.2 Anteil der Ge )iete mit akt ven Gruppen an Jen im OP def nierten Fis ihwirtschaftsgetieten 4.3
auf km Fließgewässer hergestellt
Priorit itsachse 4:
Indikatorgröße
vor Flie ßgewässem
3.1 Du chgängigkeit
Maßnahmen von gemeinsamen Interesse
Set laffung neuer (Bntto-) Arbeitsplätze Verarbeitung und Vermarktung
Prioritatsachse 5:
Begleitung (Kriterien noch zu definieren)
Begleitung / Bewertung
Nachhaltige Entwicklung der Fischwirtschaftsgebiete Zwischenziel 31.12.2010
Endziel 31.12.2015
Begleitung / OP
Arbeitsplätze Vollzeitäquivalent
Zur Prioritatsachse 5 werden Ergebnisindikatoren nicht für unbedingt erforderlich gehalten.
Zeitplan und Zwischenziele !
Die folgende Übersicht zeigt den Zeitplan Operationellen Programms bis zum Jahr 2015.
Hauptdurchführungsphaser
Durchführung des OP: - Bewilligungen
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- Zahlungen '•"
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Begleitung des OP: ••
- Begleitausschuss
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- Festlegung Auswahlkriterien Fischwirtschaftsgebiete: - Auswahl der Gruppen - Implementation der Strategien
Evaluierungen: - Zwischenevaluierung - Ex-post-Evaluierung
Die Output -Indikatoren wer den im Rahm«3n der Begleit ung des Oper ationel en Prog ramms gemäß Art. 40 und Anhang II I d e r V ONr.4 98/200 7 übervvacht. Die Wirkungsindikatoren und ihreZ iele sin d im K apitel ^U und die Ergebnisi ndikator en und deren Zwischenziele im Kapi tel 4.2 aÄ3feAl'tw M twnu u/xt sam&t /iac*tft»#jö»n £jttW;Ktcfijng in efen f::is€&twiriset*& Aqr**akulturö«iMeten {«„2.2.21; ef+»«tt des f ü r Piwchvi Charakter* , Krweilerune der touri«ö«eh»n Attrak wftrt^jhaj^lc^^^unat eoarfeler» Wohleiende,..g»M^wriuijriigi,«
< Jstseeküstebr / br / NUTS-II E w n e l(Land) NUTS-I Ebene (Landkreis/Stadt) unterhalb NUTS-Ill-Ebenebr / br / Schleswig -Holstein DEPO' Flensburg Stac t Flensburg DEFOC Schleswig-Flensburg Gen einde Maasholm Stac f Kappeln Stac t Amis Stac f Schleswig Gen einde Langballig DEFOI i Rendsburg-Eckemförde Stac f Eckemförde DEF0A Plön Gen einde Heikendorf Gen einde Laboe Gen einde Stein Gen einde Wentorf Gen einde Hohwacht DEFOi Ostholstein Stac f Heiligenhafen Gen einde Großenbrode Stac f Fehmam Gen einde Grömitz Stac f Neustadt Gen einde Scharbeutz Gen einde Timmendorfer Strand DEFOi Hansestadt Lübeck Stac f Lübeck Mecklenb irg-Vorpommern DE80H Rügen alle ' Gemeinden des Landkreises DE801 Hansestadt Greifswald Stac f Greifswald DE80II Nordvorpommern a//e i Gemeinden des Landkreises DE80E: Nordwestmecklenburg a//e i Gemeinden des Landkreises DE80F Ostvorpommem alle lemeinden des Landkreises DE80I Uecker-Randow a//e zemeinden des Landkreises DE80: Hansestadt Rostock Rosl ock / Wamemünde DE807 Bad Doberan alle ' jemeinden des Landkreisesbr / br / Fläche in km 2 (auf volle km 2 gerundet)br / br / Einwohnerbr / br / Einwohne|r kmbr / br / 15.799br / br / 2.833.000br / br / 56br / br / 85.762br / br / 1.5:11br / br / 56 2.072br / br / 85.762br / br / 1.5Mbr / br / 199.999br / br / I7br / br / 686br / br / il2br / br / 2:'6br / br / 24 15br / br / 9.799 380 24.237 1.457br / br / 2.185br / br / 273.130br / br / 18br / br / 23.249 135.446 8.155br / br / 8 43br / br / 1.082br / br / 15br / br / 5.316br / br / 858 1.131 879 1.392br / br / 18 21 185 51 20br / br / 52 20 iSKl 214br / br / 205.589br / br / 9.299 2.187 12.813 7.805 16.366 11.874 9.004 211.874br / br / 211.874br / br / Arbeitslosenquote 2004br / br / Verfügbares Einkommen privater Haushalte pro Einwohner in Euro (2003)br / br / 9,8br / br / 16.541br / br / 14,0br / br / 14.473br / br / 8,7br / br / 15.187br / br / 7,8br / br / 16.536br / br / 9,2br / br / 15.630br / br / 9,6br / br / 16.038br / br / 14,0br / br / 15.317br / br / 22,1br / br / 13.745br / br / 9V7 >M
1.2V4 .12:5
5l\4 1.0 2:'4 2V2 100 i'ß 5 104 09
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(.463
, Auswahl der Gruppen Die Gruppen werden auf regionaler und oder lokaler Ebenb, in einigen Regionen auch kreisüb ärgreifend die integrierte Entwicklungsstrategie durlch Auswahl von Projekten, Begleitung, Kontrolle und Publizität umsetzen. Mieders; ichsen
Anzahl Gebiete: Anzahl Gruppen: Anzahl Strategien:
1 1 1 (wird das gesamte Gdbiet abdecken)
Wegen der bewährten Zusammenarbeit der Küstenlandkreise im Bereich Wirtschaft und Tourismus wurde auf Wunsch d4r dortigen Akteure (bottom-upPrinzip) eine eigenständige Gruppe für das ge: amte Gebiet gegründet, deren Tätigkeit durch eine Geschäftsordnung geregelt wird. Bremen:
Die lokale Gruppe, die eigenständige Entscheidlungein auf der Grundlage einer erarbeiteten Strategie treffen wird, gründet sici aus Akteuren des Gebietes. Als Basis dient eine bestehende Arbeitsgruppe, die um weitere ansässige Mitglieder des Gebietes ergänzt wird. Die Tätigkeit der Gruppe wird durch eine Geschäftsordnung geregelt. SchleswgHolstein
10(AktivRegionen)
10 10 (werden alle Gebiete abdecken)
Nach dem bottom-up-Prinzip werden z. Zt. zur Umsetzung der VO (EG) Nr. 1698/2005 (ELER-VO) lokale Aktionsgrupper nach dem LEADER-Prinzip (LEADER-Gruppen) gebildet, die aus Effektivitätsgründen und zur Nutzung von Synergien Arbeitskreise „Fischerei" bilden i|nd die Aufgaben der „Gruppe" und damit auch die Auswahl von Projekten übernehmen. Es wird rd. 10 LEADER-Gruppen und damit auch rd. 10 Arbei skreise „Fischerei" geben. Die Tätigkeit wird durch Geschäftsordnung geregelt Das Entwicklungskonzept wird Teil des Konzeptes der LEADER-Gruppen werden. Mecklen purqVorpomtnern
6 (LEADER-Gruppen) 6 (werden alle Gebiete abdecken)
Vorgesehen ist, bestehende LEADER-Gruppen zu nutzen (Reduzierung Verwaltungsaufwand). Bayern:
4 4 4 (werden alle Gebiete abdecken)
Für jede der vier Karpfenteichregionen (FischMrtschaftsgebiete) wird jeweils eine eigenständige Gruppe gegründet. Es ist Z el, die Arbeit der Gruppe über eine einheitliche Geschäftsordnung festzulegen Sachser
Als Gruppe wurde die „Marketinggesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien mbH (MGO)" ausgewählt, da es sich hierbei um eine bereits bestehende erfahrene Organisation handelt, die auch über ausreichende Verwaltungskapazität verfügt. Diese besit d außerdem umfangreiche Erfahrungen bei der Umsetzung des Förderprodramms LEADER+.
Damit wird es zur Umsetzung der Prioritätsachse 4 in Deutschland voraussichtlidh 23 Fischwirtschaftsgebiete und 22 Gruppen geben. Die lokalen Strategien werder die Fischwirtschaftsgebiete zu 100 % abdecken. Die Auswahl der Projekte werden die Gruppen im Rahmen ihrer Strategien vornehmen In den Fällen, in denen LEADEF: Gruppen mit der Umsetzung der Prioritätsachse 4 bitraut werden, wird hinsichtlich Stratcg ie, Partnerschaft, Auswahlverfahren sowie Finanz- und Kontrollbestimmungen eine kla e Trennung zwischen dem ländlichen Raum und den Fischwirtschaftsgebieten sichergestellt: die anfallenden Kosten werden dementsprechend proportional aufgeteilt.
Verwaltungsbestimmungen Die Verwaltungsbestimmungen iind Modalitäten für die Durchführung sind in Abhäng gkeit vom Status der Gruppen untersclfiiedlich.
Strategie Mieders; ichsen
Schlesw Holstein
Bec leitung u n d . Controlle
Wird durch COFAD GmbH im engen Dialog mit den Fischereihäfen, Gemeinden und Landkreisen erstellt (bottom-up-Prinzip)
Projekte werden in den Fischereihäfen und Gemeinden entwickelt und über die Landkreise der Gruppe vorgeschlagen; diese entscheidet dann über die Projekte auf ihren turnusmäßigen Sitzungen
Wird von der örtlichen Gruppe (evtl. unter Beteiligung externer Gutachter) erstellt.
Projekte werden von den einzelnen Mitgliedern der Gruppe vorgeschlagen, die dann in ihren turnusmäßigen Sitzungen darüber entscheidet.
Gescljäftsordnung ilne enge Anbinijjung der an die Verwaltungsbehörde
Wird im Rahmen des Entwicklungskonzeptes der jeweiligen LEADERGruppen erstellt.
Projekte werden auf der Grundlage des Entwicklungskonzeptes von den LEADER-Gruppen vorgeschlagen und ausgewählt.
Facha jfsichtliche Betrei ung durch die Verwa tungsbehörde bzw. zwisctjengescha Itete Stelle
Gesct äftsordnung eine enge Anbin^ung der an die Verwaltungsbehörde
Kontrdlle durch Prüfbehörde und Prüfst« ille Mecklen jurgVorpomr nern
Wird von der lokalen Aktionsgruppe erarbeitet.
Projekte werden von der lokalen Aktionsgruppe ausgewählt und vorgeschlagen.
Facha jfsichtliche Betrei ung durch die Verwa tungsbehörde bzw. zwiscHengeschaltete Stelle.
Monitoring und. Publizität Wird in der Geschäftsordnung der Gruppe geregelt und sichergestellt
Wird in der Geschäftsordnung der Gruppe geregelt und sichergestellt.
Wird in der Geschäftsordnung der Gruppe bzw. in der Ausführungsanweisung zu Art. 57 EFF-VO geregelt und sichergestellt.
Überwachung der Strategie erfolgt durch die Verwaltungsbehörde. Öffentlichkeitsarbeit obliegt der Gruppe.
Kontrc He durch Prüfbe hörde und Prüfstf ille. Bayern
Nach Einrichtung der Gruppe erarbeitet diese zunächst die Strategie unter Nennung der Ziele für die Förderperiode
Projekte werden von den Teichgenossenschaften bzw. Interessensgemeinschaften vorgeschlagen; in der Gruppe wird die Auswahl getroffen und deren Umsetzung organisiert
Wird irjn Rahmen der Gesch Geschäftsordnung durch nne enge Anbimjung der Grupp s an die Verwa tungsbehörde bzw. zwiscHengeschaltete Stelle (Bewill igungsbehörde - Bayerische Lande sanstalt für Landw rtschaft, Abteilt ng Förder wesen und Fachre cht) sicher« lestellt
In der Geschäftsordnung der Gruppe geregelt und sichergestellt
Kontrolle durch Prüfbe hörde Sachsen
Wird durch die „Marketing-Gesellschaft Oberlausitz Niederschlesien mbH (MGO)" in Abstimmung mit den betroffenen Landkreisen und der Verwaltungsbehörde erarbeitet. Diese beruht maßgeblich auf vorliegenden fischereiwirtschaftlichen Ansätzen in den „Konzepten der Integrierten Ländlichen Entwicklung (ILEK)" der Landkreise.
Projekte werden in den Landkreisen entwickelt und überwiegend durch fischereiwirtschaftliche Unternehmen vorgeschlagen. Ein bei der Gruppe (MGO) angesiedelter „Koordinierungskreis" entscheidet über die Projekte im Rahmen regelmäßiger Zusammenkünfte.
Sind Bestandteil der Stratei iie und werden gemei isam von der Verwa tungsbehörde undIder Gruppe (MGO; wahrginommen
Überwachung der Strategie erfolgt durch die Verwaltungsbehörde. Öffentlichkeitsarbeit obliegt der Gruppe (MGO).
Mittelverwaltung und Verwaltungskosten der Gruppen Mittelverwaltung Niedersachsen
Mittelverwaltung erfolgt durch die Verwaltungsbehörde Zur besseren Planung ist eine fiktive Mittelaufte lung auf die Fischereihäfen vorgenommen worden.
Verwaltungskosten Der Beitrag zu den Verwaltungskosten wird unijer 10% liegen.
Die Zuweisung v)n Mitteln an die Bewilligungsbeh^rden (Landkreise) erfolgt auf Anforderung im Einzelfall. Bremen
Über die MittelveT/valtung ist noch nicht entschieden. Sie erfolgt entweder durch die Verwaltungsbehörde oder, falls die Grippe es wünscht, durch die Betriebsgesellscl laft des Fischereihafens (FBG), die den Vorsitz in de örtlichen Gruppe übernehmen soll.
Der Beitrag zu den Verwaltungskosten wird untjsr 10% liegen.
Mittelverwaltung jnd Bewilligung der Mittel durch die zwischengeschaltete Stelle.
Der Beitrag zu den Verwaltungskosten wird unt 10% liegen.
Mittelverwaltung jnd Bewilligung durch die Verwaltungsbehclrd e.
Der Beitrag zu den Verwaltungskosten wird untjar 1 0 % liegen.
Erfolgt durch die Verwaltungsbehörde;
Der Beitrag zu den Verwaltungskosten wird unt^r 10% liegen
Zuweisung von Mitteln an die zwischengeschaltete Stelle (Bewilligunjgsbehörde Bayerische Landesanstalt füi Landwirtschaft, Abteilung Förderwesen unc Fachrecht) erfolgt auf Anforderung im Einzelfall. Sachsen
Mittelverwaltung rfolgt durch die Verwaltungsbehörde in Verbindung mit Bescheinigungsb ehörde Die Mittelaufteilu ig erfolgt im Rahmen der Strategie Die Gruppe erhäl t keine Mittelzuweisung (außer Verwaltungskoston); die Bewilligung der Projekte erfolgt ausschliel .lieh durch Zwischengeschaltete Stelle (Bewilligungsbehörde)
Der Beitrag zu den Verwaltungskosten wird auf 10% festgesetzt.
Spezifische Ziele der Prioritätsachse
(VO (E 3) Nr. 1198/2006 Art. 20 Abs. 1 .c)
Zielsetzung: Wahrung des wirtschaftlichen und sozialen Wohlstands in den Fischereigebieten, Steigerung der Wertschöpfung bei Fischerei- und Aq[jakulturerzeugnissen, Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen, Verbesserung der Umweltqualität im Küstenbereich, Förderung der nationalen und transnationalen Zusammenarbeit zwischen den Fischwirtschaftsgebieten.
Im Rahmen der nachhaltigen Entwicklung der Fischwirtschal tsgebiete sollen die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt und die Attraktivität des Gebietes erhöht Umstellungen und Neuausrichtungen der Wirtschafjstätigkeit und insbesondere der Ökotourismus gefördert, eine Diversifizierung der Erwerbstätigkeit der Fiscjher für die Aufnahme weiterer Tätigkeiten angeregt, kleine fischwirtschaftliche und touristische Strukturer]) und Dienstleistungen für kleine fischwirtschaftliche Gemeinschaften unterstützt, der Schutz der Umwelt verbessert, Küstendörfer erneuert und entwickelt sowie Landschaft und bauliches Erbe geschützt und verbessert, bei Schädigungen durch das Produktionspotenzial im Fischereisektor Naturkatastrophen usw. wiederhergestellt, die interregionale und transnationale Zusammen|arbeit zwischen den Gruppen gefördert, der Erwerb von Fähigkeiten und die Durchführi|ng sonstiger Maßnahmen zur Umsetzung der Entwicklungsstrategie erleichtert werden
.4. und 5.
Beschreibungrfejrwichtigsten Maßnahmen und Abgrenzung zu anderen Fonds
(VO (EG) Nr. 1198/2006 Art. 20 Abs. 1 .d)
Kurzbeschreibung: Unterstützung der nachhaltigen Entwicklung und der Verbesserung der Lebensqualität irti den Fischwirtschaftsgebieten durch z B.
Studien und FachgutacHiten zur nachhaltigen Entwicklung der Fischereigejbiete (Marktzugänge, neue Produkte, Absatzsteigerung durch Zertifizierung, Umwelt, etc.), Nutzung der Synergieeffekte zwischen Fischerei und Tourismus bzw. zwischen Fischerei und Erhalt des kulturellen Erbes oder Fischerei und Küstenschutz, Projekte zur Schaffung jnd Stärkung touristischer Infrastrukturen (Ökotouris^nus) ohne Erhöhung des Fisch ;reiaufwands, Schutz und Aufwertung d i s baulichen Erbes, Dorfentwicklung, Informationsaktivitäten zur Sensibilisierung der Bevölkerung für die Belange) der Fischerei in Zusammenhang mit Umwelt und Kultur, Nachhaltige Sicherung der Fischereihäfen und ihrer Zufahrten, Vernetzung der Zusammenarbeit zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, Maßnahmen zur Sicherung des personellen Nachwuchses in der Fischerei, Ausgleich von Schäden, die durch Naturkatastrophen usw. verursacht werden, Förderung von Investitionen zum Erzielen eines Einkommens zusätzlich zum Einkommen aus der Fischerei oder anstelle des Einkommens aus der Fischerei.
Status quo: Den Interventionsbereich gab es bisher noch nicht. Erwartung: Aufgrund der Erfahrungen aus dfr Gemeinschaftsinitiative PESCA 1994-1999 wird mit einer relativ umfangreichen Nachfrage aus den Küsten- und den Karpfenteichregionen gerecinet. Die Fördermöglichkeiten sollen njiöglichst flexibel gehalten werden. Je nach Zielsetzung der Gruppen können alle im Anharjg III der Durchführungsverordnung zur EFF-Verordpung vorgegebenen Indikatoren zur Anwendung kommen. Zuwendungsempfänger: Öffentliche Einrichtungen, natürl che und juristische Personen, Akteure (nach Art. 4^ der Verordnung (EG) Nr. 1198/2006) Kohärenz mit anderen Fi wds Aufgrund der breit angelegten Zielrichtung der Prioritätsachse 4 können bestimmte Projekte (Ökotourismus, Erhalt des kulturellen Erbes u. a.) in den Fischwirtschaftsgebeten grundsätzlich aus verschiedenen Fonds unterstützt werden. Die Gruppen werden daher nicht zuletzt im Rahmen der integrierten Strategie - dafür Sorge tragen, dass die von ijinen ausgewählten Projekte einen deutlichen fischwirtschaftlichen Bezug haben und ausschließlich aus dem EFF gefö 'dert werden Wo LEADER-Gruppen auch im Rahmen der Fischwirtschaftsgebiete tätig werden, muß sichergestellt werden, dass fir die ländliche Entwicklung und die Entwicklung der Fischwirtschaftsgebiete jeweils separate Strategien entworfen werden und separate Auswahlkomitees und Kontrollsyiteme vorhanden sind. Die laufenden Kosten der Gruppen sind weiterhin in diesem Fall aufgrund einer pro-Rata-Basis aufzuteilen. 1 Die Verwaltungsbehörden genehmigen die Entwicklungsstrategien.
Netzwerke Ein Brfahrungsaustausch auf der Ebene der Gruppen wird ür sinnvoll erachtet. Sobald sich die G ruppen konstituiert haben, wird mit Nachdruck darauf lingewirkt werden, dass sie sich an ei lern nationalen Netzwerk beteiligen. Hierfür stehen Mitel aus der Technischen Hilfe zur Verftgung
6 b) und c)
Beschreibung der Prioritätsachse 5: Technische Hilfe
(VO (EG) Nr. 1198/2006 Art. 20 Abs. 1 .c)
Begleitung und Auswertung der Programmdurchführung der Förderperiode des EFF 2|0072013. Zielsetzung: • Gewinnung von Erkenntnissen über den Sektor, • Bewertung und Optimierung des Programms, • Kontrolle der Einhaltung der Ziele und Rechtsvorschriften, • Verbesserung der Transparenz und des Informationsflusses als Ausdruck des Politikbereiches der guten Regierungspolitik - „good governance" (siehe Art. 19 k der Verordnung (EG) Nr. 1198/2006), • Erkenntnisgewinn durch Studien. • Unterstützung bei der Bildung eines nationalen Netzwerks der Fischwirtschaftsgebietsgruppen Mit der technischen Hilfe soll entsprechend der Leitlinien für das OP (Art. 19 kl der Verordnung (EG) Nr. 1198/2006) und der Zielsetzung des NSP (Kapitel 4.3.8) eine effiziente Durchführung des Programms erreicht und im Rahmen der „guten Regierungspolitik" ipazu beigetragen werden, den Schwächen des Fischereisektors entgegenzuwirken. Mittels der technischen Hilfe wird das Programm vorbereitet sowie seine Durchführung begleitet und überwacht. Außerdem werden externe Beurteilungen mittels der technischen Hilfe finanziert und Maßnahmen zur Lösung technischer und organisatorischer Probleme einschließlich der Vor- und Nachbereitung von Fragestellungen in Zusammenhang mit der Durchführung des Operationellen Programms bezahlt werden. In mehreren Bundesländern werden gemäß Art. 46 Abs. 2 der Verordnung (EG) Nr. 1198/2006 Maßnahmen zur Vorbereitung, Verwaltung, Begleitung, Bewertung, Information Kontrolle und Revision der Intervention des Programms bis zu max. 5 % des Gesamtbetrages des Programms vorgesehen.
Die Technische Hilfe ist bekannt und hat sich bereits in den vorherigen Förderprogram^nen (OP FIAF) sehr gut bewährt.
4. und 5.
Beschreibung der wichtigsten Maßnahmen und Abgrenzung zu anderen Fonds
Status quo: Die Maßnahme ist bereits aus den bisherigen Förderperioden bekannt.
Erwartung: Es werden die üblichen Evaluierungen sowie einige Studien erwartet, ferner die Übernahme von Personalkosten für Mitarbeiter im Rahmen der Vorbereitung, Verwaltung, Begleitung, Bewertung, Information, Kontrolle und Revision der Intervention des Programms. Ausgaben 117
werden vor allem für die Aktionen 1 und 2 notwendig sein. Bei Aktion 1 werden die im Anhang III der Durchführungsverordnung zur EFF-Verordnung vorgegebenen Indikatoren 1, 2 unq 5 die größte Bedeutung haben. Maßrahmen zur Informationsverbreitung, Vernetzung, Bewusstmachung und Förderung der Zusa nmenarbeit und des Erfahrungsaustauschs auf Gemeinschaftsebene sind zu erwarten. Das betrifft auch die Arbeit der Gruppen in den Fischwirtschaftsgebieten, die sich an dem nationalen Netzwerk beteiligen.
Zuwendungsempfänger: Öffentliche Einrichtungen
Abgrenzung zu anderen Fonds: Diese Maßnahme kann nur im Rahmen des EFF gefördert werden. Eine Verfahrensregelung zur Aagrenzung zu anderen Fonds ist daher nicht notwendig.
(VO (EG) Nr. 1198/2006 Art. 20 Abs. 1.f, i und ii)
Finanzierungspläne nach dem Muster des Anhangs I Teil B der Durchführungsverordnurjig Finanzplan
Bundesrepublik Deutschland Stand:
Konvergenzgebiet
CCI 2007DE14FPO 001
EFF 1 ' € (in aktuellen Preisen)
13.802.007
13.821.981
13.837.235
13.847.569
13.852.783
13.852.664
13.847.001
96.861.240
1) die Mittelaufteilung auf Jahre ist von der EU-Kommission vorgegeben.
Nicht-Konvergenzgebiet
EFF1'
€ (in aktuellen Preisen)
7.936.768
8.095.504
8.257.413
8.422.560
8.591.011
8.762.832
8.938.089
59.004.177
27.8.20 )7
Prioritätsachse/ Schwerpunkte
Finan; plan
Konvt rgenzgebiet
2.11.2007 € (zu aktuellen Preisen)
Konvc rgenzgebiet gesamt
P ioritätsachse/ Schwerpunkt
Öffentliche Beteiligung insgesamt (1)=(2)+(3)
EFF-Beteiligung (2)
Nationale Beteiligung (3)
EFF Rate (%) (4)=(2)/(1)*100
6.013.334
1.503.334
44.489.634
33.367.225
11.122.409
66.533.197
49.899.897
16.633.300
10.584.000
1.528.161
1.146.118
382.043
129.148.326
32.287.086
Nichtk onvergenzgebiet
27.8.2007 € (zu aktuellen Preisen)
Nichtk onvergenzgebiet gesamt
EFF Rate (%) (4)=(2)/(iri00
7.270.000
3.635.000
48.386.000
24.193.000
37.575.894
18.787.947
1.776.460
888.230
118.008.354
PAI PAH PA III PA IV PAV
Maßnahmen zur Anpassung der Fischereiflotte Aquakultur, Binnenfischerei, Verarbeitung und Vermarktung Maßnahmen von gemeinsamen Interesse Nachhaltige Entwicklung der Fischwirtschaftsgebiete Technische Hilfe
8. a) und b)
Benennung der zuständigen Stellen in der Bundesrepublik Deutschte nd
(VO (EG) Nr. 1198/2006 Art. 20 Abs. 1 .g, i und ii sowie Art. 58 Abs. 1 .q, b und c)
Auf Grund der föderativen Verwaltungsstruktur der Bundesrepublik Deutschland wird das Operationelle Programm EFF nicht vom Bund, sondern von den Bundesländern ausgeführt Demzufolge werden Verwaltungs-, Bescheinigungs- und Prüfbehörden nicht auf Bundes sondern auf Ebene der Bundesländer eingerichtet (vgl. Erklärungen Deutschlands unc der Europäischen Kommission zu Artikel 58 der EFF-Verordnung). Beschreibung der Behörden:
Verwaltung des operationeilen Programms (siehe Art. 59 der Verordnung (EG) Nr. 1198/2006)
Jedes betroffene Bundesland richtet eine für den EFF ZL ständige Verwaltungsbehörde ein. Bei den hier zuständigen Behörden bzw. verantwortlichen Verwaltungen handelt es sich um die obersten Fischereibehörden der Bundesländer, d.h. im Regelfall die Fischer^ireferate der jeweiligen Fachministerien. In die Durchführung des Programm!) werden auf deren Weisung auch nachgeordnete Fachbehörden eingeschaltot.
Bescheinigung der Ausgabenerklärungen und derZahlungsantfäge vor Übermittlung an die Kommission (siehe Art. 60 der Verordnung (EG) Nr. 1198/2006)
Die vom betroffenen Bundesland festgelegte Bescheinigungäbehörde bescheinigt die betreffenden Ausgabenerklärungen und Zahlungsamäge. Diesen Einzelerklärungen und -antragen stellt das BMELV eine Gesamtzusammenstellung voran und übermittelt diese UnterIngen im elektronischen System „SFC 2007" an die Kommission. Prüfung der Funktionsweise der Verwaltungs- und Kontrollsystjame (siehe Art. 61 der Verordnung (EG) Nr. 1198/2006)
Ebenso bestimmt jedes Bundesland eine von der Verwaltunbs- und Bescheinigungsbehörde funktionell unabhängige Prüfbehörde, die mit der Prüfung der effizienten Funktionsweise der Verwaltung»- und Kontrollsysteme, mit der Prüfung der Ausgaben anhand geeigneter Stichproben, der Erstellung der Prüfstrategie, der Erstellung der jährlichen Kontrollberichte und der Fertigung der Abschlusserklärung betraut ist. Ggf. kann die Prüfbehörde Prüfungsteile auf andere ebenfalls unabhängige Stellen delegieren.
Die Verwaltungsbehörden und die Bescheinigungsbehörden sind in den nachfolgenden Landpsministerien angesiedelt: BADEN-WÜRTTEMBERG Ministerium für Ernährung und Ländlichen Raum Bade n-Württem berg Postfach 10 34 44 7002 9 Stuttgart BAYIERN Bayerisches Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten Postfach 22 00 12 8053 5 München BRANDENBURG UND BERLIN Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg Heinrich-Mann-Allee 103 1447 3 Potsdam Zwischenaeschaltete Stelle für Berlin (Verwaltungsbehörde) Sena sverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz Fischereiamt Berlin Have Chaussee 149-151 1405Ö Berlin BREMEN Der S enator für Wirtschaft und Häfen Postfach 10 15 29 28015 Bremen HAM BURG Freie und Hansestadt Hamburg Behö'de für Wirtschaft und Arbeit - Lan ^Wirtschaft und Forsten Postfach 11 21 09 20421 Hamburg HESSEN Hess sches Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz Postfach 31 09 65021 Wiesbaden MEC aENBURG-VORPOMMERN Minis ;erium für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Meck enburg-Vorpommem 19043 Schwerin NIEDERSACHSEN Niedeirsächsisches Ministerium für den ländlichen Raum, Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz Postfach 2 43 3000? Hannover
NORDRHEIN-WESTFALEN Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen Postfach 30 06 52 40190 Düsseldorf RHEINLAND-PFALZ Ministerium für Umwelt, Forsten und Verbraucherschutz des Landes Rheinland-Pfalz Postfach 31 60 55021 Mainz SACHSEN Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft Wilhelm-Buck-Straße 2 01097 Dresden SACHSEN-ANHALT Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt Olvenstedter Straße 4-5 39108 Magdeburg SCHLESWIG-HOLSTEIN Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein Mercatorstr. 5 24106 Kiel THÜRINGEN Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt Postfach 90 03 65 99106 Erfurt.
Die Trennung der Funktionen ist eindeutig und entsprechend dokumentiert. Die von Artikel 57 Absatz 1 a) der VO (EG) Nr. 1198/2006 geforderte Festlegung der Aufgaben der mit der Verwaltung und Kontrolle betrauten Stellen und klare Aufgabenzuweisung innerhalb jpder Stelle sind gewährleistet. Die Prüfbehörden gehören überwiegend ebenfalls den o.a. Ministerien an. Die erforderliche funktionelle Unabhängigkeit von den Verwaltungsbehörden, den Bescheinigungsbehö den und deren zwischengeschalteten Stellen ist durch die unmittelbare Zuordnung zum Amtschef oder zur Stabsstelle des betreffenden Ministeriums sichergestellt. In vier Bundeslänqern werden die Prüfbehörden voraussichtlich in den Finanzministerien etabliert. Der Bericht und die Stellungnahme zur Beschreibung der Verwaltungs- und Kontrollsystfeme gemäß Art. 71 Abs. 2 VO (EG) Nr. 1198/2006 werden in der Regel durch die Prüfbehöfden erstellt werden. Eine Übersicht mit der genauen Bezeichnung, Anschrift, Telefon- und Faxnummern sowie Mailanschriften der Verwaltungsbehörde, Bescheinigungsbehörde, Prüfbehörde und öaren ggf. festgelegten Zwischengeschalteten Stellen ist Bestandteil der der Kommission vor Vorlage des ersten Zwischenzahlungsantrages oder spätestens binnen 12 Monaten nach der Genehmigung eines Operationellen Programms zu übermittelnden Beschreibung der Verwaltungs- und Kontrollsysteme eines Landes (Artikel 71 der VO Nr. 1198/2006). Alle im Rahmen der Durchführung des Programms eintretenden diesbezüglichen Änderurjgen werden der Kommission umgehend mittels einer aktualisierten Übersicht mitgeteilt.
Die Mainstrearrf-Verwaltungs- und Kontrollstruktur ergibt sich aus dem nachfolgenden Flusidiagramm
ABB 1DUNG Nr.: 1 CGI 2007 DE 14 FPO 001: VERWALTUNGS-, FINANZ- und KONTROLLSTRUKTUR B U N D E S L Ä N D E R 1-15 (AUTONOMOUS REGIONSl
BESCHEINIGENDE
STELLE (Ceäifying authority) .•DIENSTSTELLE d e r ^ / l / HAUSHALTS-oder •** ZENRTALÄBTEILUN6 in dem für die Fischerei zuständigen Landesministerium
....... v .......... +
BMELV (FÖDERAL MINISTRYOF AGRICULTU/E)
FINANCIAL +C0NÄ SYSIEMS ^STEMS y\
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rojects-
Koordinierung: Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) wird demgegenüber die Koordinierung übernehmen und steht der Europäischen Kommission als einzi jer Ansprechpartner zur Verfügung. Inner|halb des BMELV sind die Referate 621 für die Koordinierung der Durchführung des EFF-Programms und 615 für die Koordinierung der finanziellen Abwicklung und der Durchführung der Kontrollmaßnahmen zuständig. 124
Verfahren zur Bereitstellung und Weiterleitung der Finanzmittel
(u.a. VO (EG) Nr. 1198/2006 Art. 58 Abs. 1.c)
Die Verfahren werden sich nach dem Haushaltsrecht der jeweiligen Bundesländer, des Bundes und der EU richten. Angestrebt wird eine zügige Abwicklung im Interessf der Begünstigten. Auszahlung der EFF-Mittel und nationalen Mittel an die Begünstigten Für die Auszahlung an den Begünstigten Zahlungsanordnende Stelle auf der Grundlage des Zuwendungsbescheides Nationale Mittel:
Landeshauptkasse zu Lasten des Landeshaushalts
X EFF-Mittel: Landeshauptkassen zu Lasten des EFF-Vorschusses oder zu Lasten des Lahdeshäushalts im Rahmen der Vorfinanzierung ^
Überweisung auf das Konto des Begünstigten
Bereitstellung und Weiterleitung der EFF-Mittel Europäische Kommission
Deutsche Bundesbank zugunsten der Bundeshauptkasse (für BMELV) ;
Landeshauptkassen zugunsten der Finanzminister der Bundesländer
zuständige Fachministerien der einzelnen Bundesländer
gegebenenfalls zwischengeschaltete Stelle Die Zahlung der EFF-Mittel erfolgt nach dem Erstattungsprinzip.
8. d)
Begleit- und Bewertungssystem Zusammensetzung des Begleitausschusses
(VO (E 3) Nr. 1198/2006 Art. 20 Abs. 1 .g und ii sowie Art. 63)
Es is: vorgesehen, eine inhaltliche Begleitung und eine Beobachtung von Ergebnissen und Wirkingen in erster Linie durch die Verwaltungsbehörden, den Begleitausschuss und externe Gutachter u.a. anhand der nach Art. 59 c) VO (EG) Nr. 1198/2006 und Art. 40 und Anhaig III der VO (EG) Nr. 438/2007 geforderten Datenbasis (inklusive der Indikatoren), vorzunehmen. Weitergehende Analysen sollen auch in Zukunft den Bewertungen überlassen werdon, denen aus der Begleitung aber eine verbesserte Datenbasis zur Verfügung gestellt werdon soll. Die Begleitung wird von den jeweiligen Fachministerien der Bundesländer durchgeführt und durcl- den alle Bundesländer und Partner übergreifenden Begleitausschuss koordiniert. Bei dar Begleitung ist die Einbindung der Partner beabsichtigt, einschließlich derjenigen zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung/Umweltintegration. Die genauen Modalitäten soller mit den Partnern erarbeitet und vereinbart werden, können hier also noch nicht abschließend beschrieben werden. Der Begleitausschuss wird sich u.a. aus Vertretern des BMELV, der beteiligten Bund äsländer, den Fondsverwaltern (EFRE, ESF, ELER) der anderen Bundesressorts, sowie der Wirtschafts- und Sozialpartner (vgl. hierzu Kapitel 8. f) zusammensetzen. Eine fondsübergreifende Begleitung ist damit sicher gestellt. Der Europäischen Kommission wird vorgeschlagen, Vertreter mit Beobachter- und Beraterstatus in den Begleitausschuss zu delegieren. Der Begleitausschuss gibt sich im Einvernehmen mit den Verwaltungsbehörden eine Gesciäftsordnung. Er wrd binnen sechs Monate nach Genehmigung des Programms die Kriterien für die Auswahl der Vorhaben prüfen und billigen. Die fFx-ante-Bewertung des OP wurde an einen externen Gutachter vergeben und von diesem bereits erstellt. Der Bericht wurde dem Operationellen Programm beigefügt. Es ist vorgesehen, die Zwischenbewertung (geplant im Jahr 2010) wieder an unabhängige Gutachter zu vergeben. Die Vorgaben der EU bezüglich der Qualität von Bewertungen werdon in der Aufgabenbeschreibung und bei der Abnahme der Bewertungen Anwendung finden.
8. e)
Vereinbarungen über den elektronischen Datenaustausch zwischen Kommission und der Bundesrepublik Deutschland
(VO (EG) Nr. 1198/2006 Art. 20 Abs. 1 .g und vi)
Nach den Art. 64 ff. der Durchführungsverordnung wird eine Reihe von Daten und Dokumenten im Geschäftsverkehr mit der Kommission und den Mitgliedstaaten in cieser Förderperiode verpflichtend auf elektronischem Wege zu übermitteln und entgegenzunehmen sein. Die technischen Vorkehrungen dazu wurden dazu bereits weitgehend geschaffen und die zunächst erforderlichen Zugangsberechtigungen auf Bundes- und Landesebene über den Verbindungsbeamten des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV, Referat 615, Herr Dr. Nellinger) beantragt und teilweise cjlurch die Kommission erteilt. Da es sich im Bereich des EFF nur um ein einziges mit dem Ländern abgestimlmtes Gesamtprogramm für die Bundesrepublik Deutschland handelt, wird der Bund (BMELV) die Koordinierung übernehmen und Ansprechpartner der Kommission sein. Dies wiedsrum bedeutet, dass die Dateneinstellung in das SFC 2007-System zwar auf der Grundlag«5 der Ländermeldungen (Buchführungsdaten sind in den Landesdatenbanken zu erfassen und zu verwalten), aber letztendlich durch den Bund (BMELV) erfolgen wird. Deshalb ist die Errichtung von Schnittstellen auf Länderebene nicht erforderlich. Hierbei ist zu beachten, dass Aufgaben im Zusammenhang mit der Koordinierung und Durchführung des Programms dem Referat 621 (Programmänderungen, Jahresberichte u.a.) und Aufgaben im Zusammenhang mit der Koordinierung der finanziellen Abwicklung (Zahlungsanträge und Mittelvorausschätzungen) und Kontrollmaßnahmen dem Referat 615 obliegen (vgl. hierzu auch Nr. 8. a).
8. f)
Wirtschafts- und Sozialpartner. Zusammenarbeit mit Partnern der öffentlichen Hand, Genehmigung des OP
(VO (EG) Nr. 1198/2006 Art. 20 Abs. 1 .h)
Im Verlaufe der Erstellung des OP wurden die Öffentlichkeit, die zuständigen Behörder und Einrichtungen, einschließlich derjenigen, die für die Umwelt und die Förderung der Gleichstellung von Männern und Frauen zuständig sind sowie die Wirtschafts- und Sozialpartner wiederholt konsultiert und in die programmatische Arbeit einbezogen. Der erste Entwurf wurde der gemäß Art. 2 der Richtlinie 2001/42/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. Juni 2001 (in Verbindung mit Art. 2 des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung) definierten Öffentlichkeit, nach innerstaatlicher Praxis repräsentiert durch die entsprechenden Verbände, Organisationen und Gruppen, und den Umweltbehörden im Januar 2007 schriftlich bekannt gegeben, einer breiteren Öffentlichkeit wurden darüber hinaus die Entwürfe des Operationellen Programms, des Umweltberichts des Nationalen Strategieplans und der Ex-ante-Bewertung über Veröffentlichungen in einschlägigen Zeitschriften und das Internet zugänglich gemacht Die entsprechenden Dokumente lagen zudem zur öffentlichen Einsicht im Bundesministerium für Ernährung Landwirtschaft und Verbraucherschutz aus (vgl. „Bekanntmachung der öffentliphen Auslegung der Entwürfe..." vom 22. Februar 2007). Folgende Stellen wurden beteiligt: -
Beteiligte Bundesministerien (Bundesministerium für Umwelt, Bundesministerium der Finanzen, Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugjend, Bundesministerium, Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung Für die Fischerei zuständige Ministerien der Bundesländer und nachgeordrjieter Bereich Bundesmarktverband der Fischwirtschaft, Bundesverband der deutschen Fischindustrie, Deutscher Fischereiverband, Verband der deutschen Binnenfischjerei,
Deutscher Bauernverband, Deutscher Landfrauenverband, Deutscher Gewerkschaftsbund, VERDI, Verbraucherzentrale, Bund für Umwelt und Naturschutz BUND e.V., Naturschutzbund Deutschland NABU e.V., Greenpeace, WWF Deutschland, Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI), Cofad GmbH Wichtige Schritte waren: die Durchführung von Arbeitsgesprächen zur Programmplanung mit Vertretern aus allen Teilen des Fischereisektors, von Verbänden, Behörden und wissenschaftlichen Institutionen; die Abstimmungen mit anderen Ministerien der Bundesländer Sozialpartnern im Rahmen der Erstellung des Programms.
der kontinuierliche Informationsaustausch im Rahmen des engen Kontaktes der Fischereiadministrationen; die schriftliche und mündliche Befragung von Betrieben und Einzelpersonen aus allen Teilen des Sektors zu Entwicklungszielen und konkreten Investitionsvorhaben für den Zeitraum 2007-2013;
Die F artner sollen auch künftig in die Arbeit des Begleitausschusses und die Folgearbeiten am Nationalen Strategieplan mit einbezogen werden. Das hier vorliegende Programm spiegelt das Ergebnis dieses ausführlichen Absti nmungsprozesses wieder. Auf Länderebene wurden in mehreren Besprechungen in den Ländern Personen und Orga lisationen angesprochen, die künftig unmittelbare Ansprechpartner sein werden. Dazu gehöen die Fischer, ihre regionale Fischereiverbände, die Unternehmen der Fischverarbeitung und Fischvermarktung, die Kommunen, in denen sich Fischereihäfen bzw. deren Kommunen als Fischwirtschaftsgebiete infrage kommen, Forschungseinrichtungen sowi^ Beratungs- und UmWeltorganisationen. In l/erschiedenen Gesprächsrunden wurden sie über die zu erwartenden Fördormöglichkeiten informiert, nach ihren Wünschen und Vorstellungen befragt und gemeinsam beraten, ob die entsprechenden Vorstellungen umsetzbar sind. Darüber hinaus gab es Einzelgespräche mit Verbänden, Unternehmen und Einzelpersonen zu sie möglicherweise berührenden Themen. Die Vorstellungen der Wirtschafts- und Sozialpartner beruhten ganz wesentlich auf den Fördormöglichkeiten, die es in der Vergangenheit gab. Sie gaben die Hoffnung zum Ausd'uck, dass diese Fördermöglichkeiten weiter bestehen, kritisierten aber auch in Einze Ifällen den bürokratischen Aufwand und forderten die Verwaltung auf, sich gegenüber der Kommission für eine Reduzierung des Verwaltungsaufwandes einzusetzen. Darüber hinaus wurden in Vorbereitung des OPs mit einzelnen Personen aus der Fischwirtschaft und den Gleichstellungsbeauftragten der Landwirtschaftsministerien der Länder Gespräche geführt, um über Möglichkeiten zur Förderung der Geschlechterparität im Fisch ereisektor, speziell der Verbesserung der Möglichkeiten von Frauen, Führungspositionen wahrzunehmen, Wege und Ansatzpunkte zu finden (siehe Art. 19 i der Verordnung (EG) Nr. 1198/2006). Auf Eiundesebene wurden in diversen Bund-Länder-Besprechungen die Erstellung des OP und qessen Weiterentwicklung kontinuierlich besprochen und abgestimmt. Die im Laufe der 128
Zeit erstellten Fassungen wurden intensiv diskutiert Änderungswünsche angepasst, konkretisiert und verbessert.
etwager
Nach Fertigstellung des OP-Entwurfes wurden die wichtigsten Stellen auf Bundes- Lind Landesebene (Ministerien, Verbände und andere Nichtregierungsorganisationen) nochmals über die Entwürfe des OP und den Umweltbericht informiert und ihnen Gelegenheit für alne schriftliche Stellungnahme gegeben. Die schriftlichen Konsultationen begannen am 03. Januar 2007, eine angemessene Konsultationsfrist wurde gewährt. Hinsichtlich der Reaktionen ist erstens festzustellen, dass sich bis zum September 2Ö07 vornehmlich Partner der „Umwelt- und Naturschutzseite" geäußert haben. Und zweitens, dass diese Stellungnahmen in der Masse auf spezifische Vorschläge auf Projektebene abzielten und damit im Einzelnen im OP keine Berücksichtigung finden konnten. Hinweise auf Einzelprojekte sind im Gegenteil weitgehend aus dem überarbeiteten OP gestricien worden. Thematisch im Schwerpunkt lagen etwa Fragen und Vorschläge zur EFF-Förder jng bei NATURA 2000-Zielen, zu Besatzmaßnahmen zur Bestandserhaltung oder 2 um Bestandswiederaufbau, zur ökologischen Produktion und Ökozertifizierung von Fischereiprodukten und zu Einzelaspekten der marinen Aquakultur. Der WWF unterstüzte nachdrücklich die zumindest im Vergleich zur vorangegangenen Förderperiode vorgesehene geringere Mittelausstattung der Prioritätsachse 1 und regte an, die Darstellung der Prioritätsachse 4 besonders mit Blick auf das „Bottom-up-Prinzip" und die dadurch zentrale Bedeutung erlangenden Gruppen in den Fischwirtschaftsgebieten zu verdeutlichen und die sinnvolle Implementierung dieses neuen und begrüßenswerten Förderansatzes mit Nachdruck zu überwachen. Das Bundesministerium für Umwelt bemängelte zu Recht im Zusammenhang mit dem Umweltbericht vor allem das Fehlen der „nichttechnisc len Zusammenfassung", wodurch die Genehmigung des OP hätte in Frage gestellt werqen können. Diese Anmerkungen und Vorschläge sind in die Überarbeitung des OP eingeflossen, bei den nicht integrierbaren Vorschlägen zu Einzelprojekten wurde dafür Sorge getragen, dass di äse sich inhaltlich in den beschriebenen Maßnahmen wiederfinden können (sofern sie durch den Text der EFF-Verordnung gedeckt sind, z.B.: Besatzmaßnahmen zur Bestandserhaltung ^ind nur möglich, wenn hierfür ein gemeinschaftlicher Rechtsakt vorliegt). Nachdem die Konsultationsfrist abgelaufen und die Stellungnahmen von Partnern Öffentlichkeit und Behörden (die Spitzen der zuständigen Länderministerien waren inhaltlich informiert, in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen wurden darüber hinaus die Kabinette befasst) zum Operationellen Programm und zum Umweltbericht eingearbeitet waren, gaten beide als auf nationaler Ebene angenommen. Die Bekanntgabe der Entscheidung erfolgte gemäß Art. 9 der Richtlinie 2001/42/EG (des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. Juni 2001 über die Prüfung der Umweltauswirkungen bestimmter Pläne und Programme in Verbindung mit Art. 14 des UVP Gesetzes im Dezember 2007.
8. g)
(VO (EG) Nr. 1198/2006 Art. 20 Abs. 1 .g und v sowie Art. 51)
Die Tatsache der Fördermöglichkeit zugunsten der Strukturverbesserung im Fischereibereich ist dem Sektor bereits aus den vorangegangenen Förderperioden gut bekannt. Durch die stete Beteiligung an der aktuellen Programmplanung sind den Vertretern des Sektors auch die zu erwartenden Neuerungen bereits weitgehend vertraut. Die Fachministerien der einzelnen Bundesländer werden darüber hinaus auch weiterhin auf verschiedenen Wegen den Sektor über die Fördermöglichkeiten des Programms informieren. Über einzelne Vorhaben und speziell über die Rolle der EU bei der Förderung sollen vor allem Presseberichte und Tafeln an den jeweiligen Objekten Auskunft geben. Maßnahmen der Publizität erfolgen entsprechend geltender Rechtslage. Wie schon in der laufenden Periode sollen auch in der künftigen Förderperiode folgende Öffentlichkeitsmaßnahmen durchgeführt werden: Erarbeitung von Richtlinien für die Förderung in Zusammenarbeit mit den potentiellen Nutznießern und ihren Verbänden sowie den anderen Ressorts der Regierungen der Länder und des Bundes, regelmäßige Veröffentlichung von Informationen über Fördermöglichkeiten in eigenen Publikationen (Amtsblätter, Fachzeitschriften, eigene Publikationen der Landesregierung wie der Förderfibel), Pressemitteilungen über Fördermöglichkeiten und erfolgte Förderungen, Veröffentlichung der Fördermöglichkeiten im Internet (Richtlinien, Antragsformulare, Merkblätter) auf den Seiten der Ministerien, Öffentlichkeitsveranstaltungen zu einzelnen Projekten unter Beteiligung der Medien, Lancierung und Anregung von Fernseh- und Radioberichterstattungen, Hinweise auf die Förderung in wissenschaftlichen Publikationen, Hinweise auf die Förderung der Präsentation von Ergebnissen z. B. auf DVD's, Hinweise und Kontrolle der Einhaltung der Publikationspflichten der Begünstigten. Für die Öffentlichkeitsarbeit sind die Verwaltungsbehörden der Länder verantwortlich. Hier erfolgt auch eine regelmäßige Auswertung der Öffentlichkeitsarbeit. Der Bund informiert die Kommission über die von den Ländern veranlassten Maßnahmen im Rahmen der Jahresberichte gemäß Anhang XIV der Durchführungsverordnung zum EFF.
8. h)
Dieses operationeile Programm berührt weder die Fortsetzung noch die Änderung von Projekten, welche im Rahmen des OP FIAF 2000-2006 gefördert wurden bzw. werden. Die im Zusammenhang mit dem OP FIAF 2000-2006 erlassenen Rechtsvorschriften gelten bis zum Abschluss der Projekte fort. Das gleiche gilt analog für das OP FIAF 1994-1999. Im Gegensatz zu den ELER-Programmen im ländlichen Raum ab 2007 gibt es für den EFF keine Übergangsverordnung mit spezifischen Vorschriften. Das bedeutet, dass das FIAF- und EFF-Programm eine echte Überschneidungsphase besitzen und somit sichergestellt werden muss, dass exakte Trennung der Förderung erfolgt. Gemäß der Note 3 EFFC/16/2007-EN der EU-Kommission in Verbindung mit dem Leitlininien zum Abschluss der Förderperiode 2000-2006 wird hiermit darauf hinzuweisen, dass bestimmte Einzelvorhaben der FIAF-Förderperiode 2000-2006 voraussichtlich nicht rechtzeitig abgeschlossen werden können und deshalb eine Förderung im EFF fortgesetzt
werden soll. Die Vorgaben der Nr. 6 der Leitlinien zum Abschluss 2000-2006 werden eingehalten. Die meisten Bundesländer werden eigenständige Richtlinien für die Förderung erarbeiten. Die Vorarbeiten haben dazu bereits begonnen.
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02.08.2016 - Sylvia-Yvonne Kaufmann, Timothy Kirkhope, Barbara Kudrycka, ... Valero, Harald Vilimsky, Beatrix von Storch, Josef Weidenholzer,.
WD 1 Ex ante DE August 2006-.DOC - Europa EU
238937 (de-DE)
238322 (de-DE)
Parlemeter 2017 DE (DE)
DE DE BERICHTIGUNG

References: Art. 14
 Art. 2
 Art. 2
 Art. 9
 Art. 14
 Art. 14
 Art. 40
 Art. 57
 Art. 20
 Art. 20
 Art. 4
 Art. 20
 Art. 19
 Art. 46
 Art. 20
 Art. 20
 Art. 58
 Art. 59
 Art. 60
 Art. 61
 Art. 71
 Art. 58
 Art. 20
 Art. 63
 Art. 59
 Art. 40
 Art. 20
 Art. 64
 Art. 20
 Art. 2
 Art. 2
 Art. 19
 Art. 9
 Art. 14
 Art. 20
 Art. 51