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Timestamp: 2016-10-23 18:05:34+00:00

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6B_294/2012 (20.09.2012)
Eine �berwachungskamera zeichnete am 28. Juni 2004 von 00.59 bis 01.01 Uhr auf, wie zwei Personen in Z�rich am Sch�rliweg 83 ein dort abgestelltes Fahrzeug in Brand steckten.
Die Beschwerdef�hrerin wehrt sich gegen die vorinstanzliche Feststellung, dass sie eine der beiden Personen auf dem �berwachungsfilm sei, die den Brandanschlag ver�bten.
Die Feststellung des Sachverhalts kann nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Offensichtlich unrichtig ist die Sachverhaltsfeststellung, wenn sie als willk�rlich im Sinne von Art. 9 BV erscheint (BGE 136 II 304 E. 2.4 mit Hinweisen). Die R�ge der Willk�r muss in der Beschwerde anhand des angefochtenen Entscheids pr�zise vorgebracht und begr�ndet werden, ansonsten darauf nicht eingetreten wird (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 136 I 49 E. 1.4.1 mit Hinweisen). Der Unschuldsvermutung kommt in ihrer Funktion als Beweisw�rdigungsregel im Verfahren vor Bundesgericht keine �ber das Willk�rverbot hinausgehende Bedeutung zu (BGE 127 I 38 E. 2a mit Hinweisen).
2.1 Die Beschwerdef�hrerin r�gt, die Vorinstanz w�rdige den �berwachungsfilm, der das einzige Beweismittel sei, nicht selber, sondern delegiere diese Aufgabe an Drittpersonen (Beschwerde S. 4-9 Rz. 3.1-3.2).
2.2.1 Das Gericht w�rdigt die Beweise frei nach seiner aus dem gesamten Verfahren gewonnenen �berzeugung (Art. 10 Abs. 2 StPO). Die Beweisw�rdigung ist Sache des Gerichts und darf nicht delegiert werden (vgl. BGE 107 IV 7 E. 5; 102 IV 225 E. 7).
2.2.2 Der �berwachungsfilm stellt nicht das einzige Beweismittel dar. Die Vorinstanz w�rdigt ebenfalls die Aussagen der Beschwerdef�hrerin (Entscheid S. 13), das fotogrammetrische Gutachten (Entscheid S. 13-16), den Amtsbericht der Bundeskriminalpolizei (Entscheid S. 16-17) samt Observationsakten (Entscheid S. 22-25), das Ergebnis der Befragungen von Polizeibeamten und eines Arztes (Entscheid S. 17-22) sowie die sichergestellten Gegenst�nde (Entscheid S. 25-27). Zudem setzt sie sich mit der M�glichkeit eines Alibis auseinander (Entscheid S. 27-29).
2.2.3 Die Vorinstanz w�rdigt den �berwachungsfilm selber. Sie kommt zum Schluss, sie k�nne die Beschwerdef�hrerin "mangels hinreichender pers�nlicher Kontakte" zwar nicht erkennen. Es sei aber m�glich, die Personen zu identifizieren, wenn man mit ihrem Erscheinungsbild, ihrer Physiognomie und ihrer Motorik besser vertraut sei. Aus diesem Grund stellt die Vorinstanz auf die Befragung von Personen ab, welche diese Voraussetzung erf�llen (Entscheid S. 19-20). Mit den Aussagen dieser Personen setzt sich die Vorinstanz ausf�hrlich auseinander (Entscheid S. 20-25).
2.3 Die Vorinstanz hat die Beweisw�rdigung nicht an Drittpersonen delegiert und somit Art. 10 Abs. 2 StPO nicht verletzt. Die Sachverhaltsfeststellung beruht nicht auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG.
3.1 Die Beschwerdef�hrerin h�lt daf�r, die Polizeibeamten, welche von der Vorinstanz als Zeugen vernommen wurden, h�tten "materiell die Funktion von Sachverst�ndigen" �bernommen. Sie h�tten als Hilfspersonen der Bundesanwaltschaft in den Ausstand treten m�ssen, weshalb ihre Aussagen nicht verwertbar seien (Beschwerde S. 9-14 Rz. 4.1-4.7).
3.2.1 Zeugin oder Zeuge ist eine an der Begehung einer Straftat nicht beteiligte Person, die der Aufkl�rung dienende Aussagen machen kann und nicht Auskunftsperson ist (Art. 162 StPO). Als Sachverst�ndige k�nnen nat�rliche Personen ernannt werden, die auf dem betreffenden Fachgebiet die erforderlichen besonderen Kenntnisse und F�higkeiten besitzen (Art. 183 Abs. 1 StPO). F�r Sachverst�ndige gelten dieselben Ausstandsgr�nde wie f�r Personen, die in einer Strafbeh�rde t�tig sind (Art. 183 Abs. 3 StPO).
3.2.2 Zeuge kann nicht sein, wer als Sachverst�ndiger wirkt. Der Sachverst�ndige vermittelt sein besonderes Fachwissen, das in der Regel auch seinen Fachkollegen bekannt ist. Er sagt hingegen nicht �ber selbst wahrgenommene Tatsachen aus, h�chstens �ber solche, welche er bei seiner Sachverst�ndigent�tigkeit beobachtet hat (ANDREAS DONATSCH, in: Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, Donatsch/Hansjakob/Lieber [Hrsg.], 2010, N. 5 zu Art. 162 StPO). Als Zeuge werden Personen befragt, von deren Aussagen man Hinweise zur Aufkl�rung des Sachverhalts vermutet. Die Aussagen m�ssen sich auf Tatsachen beziehen. Zu den Tatsachen geh�ren unter Umst�nden auch Schlussfolgerungen, sofern sich diese nicht von den Tatsachen trennen lassen, grunds�tzlich nicht aber pers�nliche Werturteile sowie Interpretationen dieser Tatsachen (DONATSCH, a.a.O., N. 6 zu Art. 162 StPO).
3.2.3 Die Polizeibeamten konnten die Beschwerdef�hrerin auf dem �berwachungsfilm erkennen. Denn nach wiederholten Observationen waren sie mit ihrem �usseren Erscheinungsbild, ihrer Physiognomie und ihrer Motorik vertraut. Diese Vertrautheit ist kein besonderes Fachwissen. So gibt es zum Beispiel keine Fachkollegen, die aufgrund ihrer Zugeh�rigkeit zu einem Fachgebiet ebenfalls mit den Merkmalen der Beschwerdef�hrerin vertraut w�ren. Die Beschwerdef�hrerin selber weist darauf hin, es gebe keine Expertise im Erkennen von Personen (Beschwerde S. 10 Rz. 4.3). Wie die Vorinstanz treffend ausf�hrt (Entscheid S. 20), k�me niemand auf die Idee, ein Familienmitglied als sachverst�ndig zu bezeichnen, nur weil es Angeh�rige noch erkennt, wo andere bereits scheitern. Bei der Identifikation der Beschwerdef�hrerin auf dem �berwachungsfilm mussten die Polizeibeamten weder pers�nliche Werturteile f�llen noch den Sachverhalt interpretieren.
4.1 Die Beschwerdef�hrerin r�gt, die Vorinstanz verletze die Unschuldsvermutung, indem sie nicht in Betracht ziehe, dass sich die Polizeibeamten irren k�nnten (Beschwerde S. 14-19 Rz. 5.1-5.5).
4.2.1 Die Vorinstanz w�rdigt zuerst einen Amtsbericht der Bundeskriminalpolizei vom 22. Oktober 2008. Dieser Bericht halte fest, dass der �berwachungsfilm am 28. April 2008 denjenigen Polizeibeamten vorgef�hrt worden sei, welche die Beschwerdef�hrerin und die Mitbeschuldigte am h�ufigsten observiert h�tten. Im Anschluss h�tten die Polizeibeamten je einen Fragebogen ausf�llen m�ssen, wobei es ihnen verboten gewesen sei, Hilfsmittel zu benutzen oder mit Dritten Kontakt aufzunehmen. Ein Polizeibeamter habe eine gewisse �hnlichkeit mit der Beschwerdef�hrerin ausgemacht. Die �brigen Polizeibeamten h�tten die Beschwerdef�hrerin identifiziert (Entscheid S. 16-17).
4.2.2 Die Vorinstanz veranlasste die Edition der Frageb�gen, welche im Amtsbericht erw�hnt werden. Dazu f�hrt sie aus, die B�gen best�tigten den Inhalt des Berichts, wonach sechs Polizeibeamte die Beschwerdef�hrerin identifizierten, derweil ein siebter eine gewisse �hnlichkeit mit ihr erkannte (Entscheid S. 17). Der Vorsitzende der Vorinstanz habe unter Ausschluss der Partei�ffentlichkeit Einsicht in die kompletten Observationsakten genommen. Er habe den Parteien an der Hauptverhandlung mitgeteilt, die Sichtung habe ergeben, dass die erstellten Amtsberichte vollst�ndig seien (Entscheid S. 23-24).
4.2.3 Die Vorinstanz befragte die sieben Polizeibeamten und den Arzt der Pflegetochter der Beschwerdef�hrerin als Zeugen. Dabei wurde der �berwachungsfilm vorgespielt und eine Fotowahlkonfrontation vorgelegt, auf der die Beschwerdef�hrerin neben f�nf weiteren weiblichen Personen abgebildet war (vgl. Entscheid S. 17).
4.2.4 Was die Polizeibeamten betrifft, so stellt die Vorinstanz fest, alle h�tten die Angaben auf den Frageb�gen best�tigt. Das erneute Vorspielen des �berwachungsfilms habe weder zu Erg�nzungen noch zu Korrekturen gef�hrt. Auf die Frage, woran sie die Beschwerdef�hrerin erkannten, h�tten die Polizeibeamten ausgesagt, sie h�tten sie im Rahmen eines Observationsauftrags w�hrend eines l�ngeren Zeitraums �berwacht. Es geh�re zu ihren Aufgaben, Personen aufgrund von Bilddokumentationen, Signalementen, Verhaltensweisen, Bekleidung und motorischen Merkmalen zu erkennen. Die Beschwerdef�hrerin h�tten sie wegen ihrer Kopfform, Brille, K�rperhaltung, Gangart und Frisur erkannt (Entscheid S. 17-18).
4.2.5 Bez�glich des Arztes erw�gt die Vorinstanz, dieser habe keine Person auf dem �berwachungsfilm erkannt. Er habe ausgesagt, er sehe die Beschwerdef�hrerin ungef�hr einmal pro Jahr, wenn sie ihre Pflegetochter begleite. Er habe mit ihr bisher f�nf bis sechs Mal pers�nlichen Kontakt gehabt (Entscheid S. 17-18).
4.2.6 Die Vorinstanz stellt fest, s�mtliche Polizeibeamten h�tten ihre fr�heren Angaben best�tigt. Widerspr�che und Unstimmigkeiten gebe es nicht. Zwar h�tten sich die Polizeibeamten vornehmlich auf die damaligen Berichte abgest�tzt. Sie h�tten jedoch plausibel darlegen k�nnen, aufgrund welcher Merkmale sie die Beschwerdef�hrerin identifizierten. Zweifel an der wahrheitsgetreuen Auskunft der Polizeibeamten best�nden nicht. Auch gebe es keine Anhaltspunkte, dass sie die Beschwerdef�hrerin falsch belasteten. Dass der Arzt die Beschwerdef�hrerin nicht habe identifizieren k�nnen, erkl�re sich aus dem Umstand, dass er aufgrund des eher seltenen pers�nlichen Kontakts nicht mit ihren Merkmalen vertraut sei und diese im Gegensatz zu den Polizeibeamten nicht studiert habe (Entscheid S. 18).
4.2.7 Die Vorinstanz pr�ft die Unvoreingenommenheit und Glaubw�rdigkeit der Polizeibeamten. Ein Polizeibeamter habe ausgesagt, der �berwachungsfilm sei bereits vor dem 28. April 2008 bei einer internen Informationsveranstaltung gezeigt worden, an der es nicht um die Identifikation der T�terschaft gegangen sei, sondern um die Vorgehensweise bei Brandanschl�gen. Trotzdem sei eine der beiden Personen spontan erkannt worden. Auch die �brigen befragten Polizeibeamten seien bei der ersten Vorf�hrung zugegen gewesen. Dazu erw�gt die Vorinstanz, diese Polizeibeamten h�tten ausgesagt, den Film zum ersten und einzigen Mal am 28. April 2008 gesehen zu haben. Der Verdacht der Beschwerdef�hrerin, dass alle befragten Polizeibeamten an der Informationsveranstaltung teilgenommen h�tten, lasse sich nicht erh�rten. Zudem habe bis zur Vorf�hrung keiner dieser Polizeibeamten den Halter des Fahrzeugs gekannt oder vom Autobrand gewusst. Alle Polizeibeamten h�tten angegeben, die Beschwerdef�hrerin und die Mitbeschuldigte nicht im Rahmen von Ermittlungen wegen eines Brandanschlags observiert zu haben, sondern wegen diverser Sprengstoffdelikte. Die Vorinstanz vergleicht die Aussagen verschiedener Vorgesetzter und gelangt zum Schluss, diese erschienen glaubhaft und erg�ben keine Hinweise auf eine selektive Auswahl der Polizeibeamten als Belastungszeugen (Entscheid S. 20-21).
4.3 Die Vorinstanz stellt den Sachverhalt sorgf�ltig fest. Sie w�rdigt den Amtsbericht der Bundeskriminalpolizei vom 22. Oktober 2008 und vergleicht ihn mit den zugeh�rigen Frageb�gen. Sie nahm eine Zeugenbefragung vor und w�rdigt die Aussagen der Polizeibeamten sowie des Arztes der Pflegetochter der Beschwerdef�hrerin. Besonders ausf�hrlich pr�ft sie, ob die Aussagen der Polizeibeamten glaubhaft sind. Die Beschwerdef�hrerin legt nicht dar, inwiefern die Beweisw�rdigung der Vorinstanz willk�rlich sein soll. Insbesondere ist nicht ersichtlich, weshalb die Vorinstanz eigens h�tte pr�fen sollen, ob sich die Polizeibeamten geirrt haben.
5.1 Die Beschwerdef�hrerin r�gt, die Vorinstanz verfalle in Willk�r, wenn sie den fotogrammetrischen Bericht als Indiz f�r die T�terschaft w�rdige, nachdem sie selber feststelle, das Gutachten k�nne nur die Bedeutung haben, dass die Beschwerdef�hrerin als T�terin nicht ausgeschlossen werden k�nne (Beschwerde S. 20).
5.2.1 Die Vorinstanz f�hrt aus, dem fotogrammetrischen Bericht des Instituts f�r Rechtsmedizin der Universit�t Bern vom 27. Oktober 2008 sei zu entnehmen, dass die Beschwerdef�hrerin und die Mitbeschuldigte hinsichtlich K�rpergr�sse, K�rperabmessungen und K�rperproportionen "in den aller engsten Betracht zu ziehen" (sic!) seien (Entscheid S. 13). Laut Gutachten stimmten die K�rperproportionen der Beschwerdef�hrerin und der Mitbeschuldigten mit den Personen auf dem �berwachungsfilm "gut �berein". Allerdings bestehe eine Messunsicherheit. Die Vorinstanz erkl�rt, vor diesem Hintergrund k�nne das Ergebnis des Gutachtens "nur dahingehend verstanden werden, dass die Beschuldigten als T�terinnen nicht positiv ausgeschlossen werden k�nnen". Die Messungen seien nicht pr�zise genug, um verl�ssliche R�ckschl�sse auf die tats�chliche Gr�sse der T�terschaft zu ziehen. Das Gutachten verm�ge die Beschwerdef�hrerin und die Mitbeschuldigte nicht zu entlasten, jedoch erbringe es keinen Beweis f�r deren T�terschaft. Dem fotogrammetrischen Bericht komme "demnach nur ein beschr�nkter Beweiswert hinsichtlich der T�terschaft der beiden Beschuldigten zu". Er k�nne "allenfalls - neben weiteren Beweisen - ein Indiz hierf�r sein" (Entscheid S. 15-16).
5.2.2 Bei der Gesamtw�rdigung aller Beweismittel erkl�rt die Vorinstanz, gegen die Beschwerdef�hrerin und die Mitbeschuldigte l�gen "das fotogrammetrische Gutachten von beschr�nkter Aussagekraft" vor. Bei der Beschwerdef�hrerin best�nden �berdies "Zeugenbeweise von erheblicher Aussagekraft, die durch die Akten gest�tzt werden, und eine Entlastung durch Alibi von geringer Wahrscheinlichkeit". Demgegen�ber sei das Ergebnis der Hausdurchsuchung ungeeignet als Indiz f�r die T�terschaft. Aufgrund dieser Beweislage best�nden an der T�terschaft der Beschwerdef�hrerin keine Zweifel. Hingegen gen�gten die Beweismittel nicht f�r eine Verurteilung der Mitbeschuldigten (Entscheid S. 29).
5.3 Das Institut f�r Rechtsmedizin der Universit�t Bern kam bei der Beschwerdef�hrerin und der Mitbeschuldigten zu den gleichen Schl�ssen. Einzig die Messunsicherheit wird bei der Mitbeschuldigten um 1 cm h�her veranschlagt (Entscheid S. 16). Die Mitbeschuldigte, die nicht von anderen Beweisen belastet wurde, erhielt einen Freispruch. Nur schon daraus erhellt, dass die Vorinstanz den beschr�nkten Beweiswert des Gutachtens ber�cksichtigt hat. Auch im �brigen ist nicht ersichtlich, dass die Vorinstanz in Willk�r verfallen ist.
6.1 Die Beschwerdef�hrerin r�gt, ihr Informationsrecht gem�ss Art. 6 Ziff. 3 lit. a EMRK sei in mehrfacher Hinsicht verletzt worden. Damit sei ihr der Alibibeweis verunm�glicht worden (Beschwerde S. 21-26 Rz. 7.1-7.6). Ihr sei im November 2008 nur mitgeteilt worden, sie stehe im Verdacht, am 28. Juni 2004 an einer Brandstiftung beteiligt gewesen zu sein. Sie habe aber nicht erfahren, zu welcher genauen Stunde das Fahrzeug in Brand gesteckt worden sei. Auch seien keine Angaben �ber die Gr�nde des Verdachts gemacht worden. Akteneinsicht habe sie erst am 2. Juli 2009 erhalten (Beschwerde S. 22-23 Rz. 7.2.1). Sie sei versp�tet �ber die gegen sie gerichteten Vorw�rfe informiert worden. Die Polizei habe sie schon wenige Tage nach der Tat verd�chtigt (Beschwerde S. 23-25 Rz. 7.2.2-7.2.3).
6.2 Gem�ss Art. 32 Abs. 2 BV hat jede angeklagte Person Anspruch darauf, m�glichst rasch und umfassend �ber die gegen sie erhobenen Beschuldigungen unterrichtet zu werden. Sie muss die M�glichkeit haben, die ihr zustehenden Verteidigungsrechte geltend zu machen. Das gleiche Informationsrecht gew�hrt Art. 6 Ziff. 3 lit. a EMRK. Dieses Recht bezweckt den Schutz vor �berraschung und �berrumpelung und soll es der beschuldigten Person erlauben, ihre Verteidigung wirksam vorzubereiten (vgl. BGE 120 IV 348 E. 3g; 119 Ib 12 E. 5c; je mit Hinweisen; Urteil 1P.587/2003 vom 29. Januar 2004 E. 2.2.1). Die Mitteilungspflicht entsteht, sobald gegen eine Person ermittelt wird, auch wenn ein Verfahren gegen sie formell noch nicht er�ffnet wurde. Denn es gilt zu verhindern, dass sie zu ihrem Nachteil in einen unaufholbaren Informationsr�ckstand ger�t (WALTER GOLLWITZER, Menschenrechte im Strafverfahren, MRK und IPBPR, 2005, N. 165 zu Art. 6 MRK). K�nnen Entlastungsbeweise wegen Verz�gerungen, die nicht bei der beschuldigten Person liegen, nicht mehr erhoben werden, muss in Anwendung der Unschuldsvermutung vom Nachweis der entsprechenden Tatsache zugunsten der beschuldigten Person ausgegangen werden (vgl. WOLFGANG WOHLERS, in: Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, Donatsch/Hansjakob/Lieber [Hrsg.], 2010, N. 10 Art. 10 StPO; NIKLAUS OBERHOLZER, Grundz�ge des Strafprozessrechts, 2. Aufl. 2005, Rz. 796).
6.3 Die Anforderungen an den Umfang der Information d�rfen nicht �berspannt werden. Die Bundesanwaltschaft informierte die Beschwerdef�hrerin mit Verf�gung vom 7. November 2008, dass sich im gerichtspolizeilichen Ermittlungsverfahren Hinweise ergeben h�tten, wonach sie und eine Mitt�terin am 28. Juni 2004 einen Brandanschlag auf ein Fahrzeug ver�bt h�tten. Die Beschwerdef�hrerin erfuhr, dass ein Amtsbericht der Bundeskriminalpolizei vom 22. Oktober 2008 und ein geometrischer Bericht des Instituts f�r Rechtsmedizin der Universit�t Bern vom 27. Oktober 2008 vorlagen. Neben dem Namen der mutmasslichen Mitt�terin erhielt sie Angaben zu Typ, Kontrollschild, Farbe, Stammnummer und Halter des Fahrzeugs. �berdies war f�r sie ersichtlich, wo genau der Brandanschlag stattgefunden hatte (vgl. Ausdehnungs- und Vereinigungsverf�gung der Bundesanwaltschaft vom 7. November 2008, act. BA-01-02-00-0004 ff.). Damit enthielt die Orientierung die wesentlichen Angaben, die es der Beschwerdef�hrerin erlaubten, den gegen sie erhobenen Vorwurf zu verstehen und ihre Verteidigung vorzubereiten.
6.4.1 Die Vorinstanz stellt fest, aus den Akten ergebe sich Folgendes: In einem Rapport vom 5. Juli 2004 habe die Kantonspolizei Z�rich die Beschwerdef�hrerin als dringend tatverd�chtig erkl�rt und die Bezirksanwaltschaft Z�rich um Zuteilung der Untersuchung gebeten. Einer Aktennotiz der Stadtpolizei Z�rich vom 7. Juni 2004 (recte: 7. Juli 2004) sei zu entnehmen, die Wahrscheinlichkeit einer T�terschaft der Beschwerdef�hrerin sei "mit 90 % beziffert" worden. Es sei eine Hausdurchsuchung sowie die Verwertung des �berwachungsfilms angeregt worden. Ein Rapport der Stadtpolizei Z�rich vom 27. September 2004 schliesse mit der Feststellung, die T�terschaft habe nicht ermittelt werden k�nnen und weitere Ermittlungen w�rden der Kantonspolizei �berlassen. Welche Aktivit�ten sich daran anschlossen, lasse sich dem Dossier nicht entnehmen. Jedenfalls habe sich die Bezirksanwaltschaft Z�rich im Dezember 2004 mit der Sache befasst. Der Sistierungsverf�gung der Staatsanwaltschaft I des Kantons Z�rich vom 17. Mai 2005 sei letztlich zu entnehmen, dass die Kantonspolizei weitere Ermittlungsmassnahmen durchgef�hrt habe. Der zust�ndige Staatsanwalt halte fest, der �berwachungsfilm bilde keine Grundlage zur Ergreifung von Zwangsmassnahmen und das Verfahren sei zu sistieren, bis neue Erkenntnisse eine Fortf�hrung erm�glichten. Die Bundesanwaltschaft habe die Akten des kantonalen Strafverfahrens am 5. Dezember 2007 eingefordert. Zu diesem Zeitpunkt sei die Beschwerdef�hrerin bereits seit knapp drei Wochen von der Bundeskriminalpolizei observiert worden. Die formelle Verfahrenser�ffnung sei am 7. November 2008 erfolgt (Entscheid S. 28).
6.4.2 Die Vorinstanz erkl�rt, die z�rcherischen Strafverfolgungsbeh�rden h�tten gegen die Beschwerdef�hrerin wegen des Brandanschlags kein Strafverfahren gef�hrt. Das Informationsgebot k�nne bei diesem Vorgehen nicht als verletzt gelten. Hingegen sei mit Art. 6 Abs. 3 lit. a EMRK nicht zu vereinbaren, dass der formellen Er�ffnung des Strafverfahrens durch die Bundesanwaltschaft rund einj�hrige Ermittlungsarbeiten vorausgingen. Diese Verz�gerung habe die Beschwerdef�hrerin nicht zu vertreten. Es stelle sich damit die Frage, ob ihr ein Alibibeweis verunm�glicht worden sei (Entscheid S. 28-29). Dies verneint die Vorinstanz, weil die Beschwerdef�hrerin bloss die theoretische M�glichkeit eines Alibis geltend mache, ohne konkrete Indizien daf�r zu nennen. Zudem habe sie die Vereitelung eines Alibibeweises erstmals an der Hauptverhandlung ger�gt. Es w�re nahegelegen, bereits bei der Befragung durch den eidgen�ssischen Untersuchungsrichter ein Alibi anzugeben und diesbez�gliche Beweisantr�ge zu stellen (Entscheid S. 29).
6.5 Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung von Amtes wegen berichtigen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist (Art. 105 Abs. 2 BGG). Die Vorinstanz stellt fest, dass die z�rcherischen Strafverfolgungsbeh�rden gegen die Beschwerdef�hrerin "wegen des Brandanschlags weder formell noch materiell ein Strafverfahren" f�hrten (Entscheid S. 28). Dies ist offensichtlich unrichtig, denn aus den vorinstanzlichen Akten geht hervor, dass die Bezirksanwaltschaft Z�rich am 8. Oktober 2004 gegen die Beschwerdef�hrerin unter der Nr. 2004/18742 formell ein Strafverfahren wegen Brandstiftung er�ffnet hat (vgl. Aktenumschlag der Bezirksanwaltschaft Z�rich vom 8. Oktober 2004, act. BA-02-00-00-0007).
6.6 Die Vorinstanz h�tte davon ausgehen m�ssen, der Beschwerdef�hrerin sei noch fr�her mitzuteilen gewesen, dass gegen sie ermittelt wird. Doch bleibt der Einwand eines Alibis auch so bloss hypothetisch, wie die Beschwerdef�hrerin selber anerkennt (Beschwerde S. 25-26 Rz. 7.5). Es gibt keine Hinweise, welcher Entlastungsbeweis durch die versp�tete Information vereitelt worden sein soll. Daher besteht keine Veranlassung, in Anwendung der Unschuldsvermutung vom Nachweis eines Alibis auszugehen.
6.7 Die Vorinstanz zieht die M�glichkeit eines Alibis bei der Beweisw�rdigung in Betracht. Von einem vollen Entlastungsbeweis geht sie nicht aus (Entscheid S. 29). Darin ist keine Willk�r zu erblicken.
Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Die Beschwerdef�hrerin wird ausgangsgem�ss kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG).

References: Art. 95
 Art. 9
 BGE 
 BGE 
 Art. 10
 Art. 95
 Art. 162
 Art. 162
 Art. 6
 Art. 32
 Art. 6
 BGE 
 Art. 6
 Art. 10
 Art. 6