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Timestamp: 2016-10-27 20:35:17+00:00

Document:
Pr�sident Lustenberger, Bundesrichter Sch�n, R�edi, Meyer
Beschwerdef�hrerin, vertreten durch lic. iur. Beat Stump, Industriestrasse 35, Bergdietikon, und dieser vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Marcel Lustenberger, Forchstrasse 452, Z�rich,
A.- V.________ war seit 1. Januar 1992 als Verkaufsingenieur f�r die Firma Y.________ AG, einer Schwestergesellschaft der Firma X.________ AG, bei welcher er vorher gearbeitet hatte, t�tig und daher in der f�r die Firmengruppe zust�ndigen Personalvorsorgestiftung Z.________ versichert. Am 26. Juli 1996 wurde er wegen Vorg�ngen, die zu einer strafrechtlichen Verurteilung gef�hrt hatten, fristlos entlassen. Seinem mit Schreiben vom 30. Januar 1997 gestellten Begehren um Barauszahlung der Freiz�gigkeitsleistung wegen Aufnahme einer selbstst�ndigen Erwerbst�tigkeit kam die Personalvorsorgestiftung nach, indem sie sich mit Abrechnung vom 3. Dezember 1997 bereit erkl�rte, sein Guthaben (Fr. 373'757. 90), abz�glich einer von der X.________ AG zessionsweise erworbenen Forderung (Fr. 90'000. -), somit
Fr. 283'757. 90, auf sein Konto zu �berweisen.
B.- Da die Vorsorgeeinrichtung an der Verrechnung der seitens V.________ bestrittenen zedierten Schadenersatzforderung der X.________ AG festhielt, erhob der Versicherte Klage. Diese hiess das Versicherungsgericht des Kantons Aargau gut, indem es die Vorsorgeeinrichtung verpflichtete, V.________ den Betrag von Fr. 90'000. -, zuz�glich Zins von 5 % seit 1. Dezember 1997, zu bezahlen (Entscheid vom 10. August 1999).
C.- Die Vorsorgeeinrichtung f�hrt Verwaltungsgerichtsbeschwerde und beantragt, es sei, unter Aufhebung des angefochtenen Entscheides, festzustellen, dass die von ihr "geltend gemachte Verrechnung des Anspruchs des Beschwerdegegners mit gegen diesen gerichteten Schadenersatzanspr�chen grunds�tzlich zul�ssig" und die Sache an die Vorinstanz zur Weiterf�hrung des Verfahrens zur�ckzuweisen sei.
V.________ l�sst sich mit dem Antrag auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vernehmen. Das Bundesamt f�r Sozialversicherung pflichtet dem kantonalen Gerichtsentscheid in der Verrechnungsfrage bei, verzichtet aber auf einen Antrag.
1.- Streitgegenstand bildet die von der Vorinstanz bejahte, von der Beschwerde f�hrenden Vorsorgeeinrichtung bestrittene Verpflichtung, dem Beschwerdegegner unter dem Titel einer bar auszuzahlenden Freiz�gigkeitsleistung Fr. 90'000. - zu entrichten. Unbestritten sind dabei der Anspruch auf Freiz�gigkeitsleistung im Grundsatz samt seiner Berechnung. Ebenso wenig wird von den Parteien das Vorliegen eines Barauszahlungsgrundes (Begr�ndung einer selbstst�ndigen Erwerbst�tigkeit; Art. 5 Abs. 1 lit. b FZG) in Frage gestellt. Es handelt sich bei diesen Punkten um unbestrittene Elemente des Streitgegenstandes die weder auf Grund der Vorbringen der Verfahrensbeteiligten noch nach der sonstigen Aktenlage n�her zu pr�fen sind (BGE 110 V 53).
2.- Wie schon im vorprozessualen Stadium und im kantonalen Verfahren erhebt die Vorsorgeeinrichtung gegen die Verpflichtung, dem Beschwerdegegner weitere Fr. 90'000. - zu bezahlen, die Einrede der Verrechnung. Diese betrifft eine Schadenersatzforderung, welche sie sich von der X.________ AG, einer zur Firmengruppe geh�renden Arbeitgeberin, bei welcher der Versicherte fr�her gearbeitet hatte, zedieren liess. Diese Schadenersatzforderung wird vom Beschwerdegegner bestritten. Es steht fest, dass die X.________ AG diese Forderung der Stiftung unentgeltlich zedierte, und zwar verbunden mit dem Vorbehalt, dass die Zession hinf�llig w�rde, sollte die Vorsorgeeinrichtung mit der Verrechnungseinrede im freiz�gigkeitsrechtlichen Berufsvorsorgeprozess nicht durchdringen.
a) Das kantonale Gericht hat die Frage der Begr�ndetheit der zedierten und zur Verrechnung gebrachten Schadenersatzforderung ebenso offen gelassen wie die Frage, ob der Richter nach Art. 73 BVG, mit einer solchen Verrechnung konfrontiert, das Verfahren zu sistieren und ein zivilrechtliches (arbeitsgerichtliches) Urteil abzuwarten h�tte, weil es sich bei der Schadenersatzforderung um eine fremdrechtliche, d.h. nicht in die Sachzust�ndigkeit des kantonalen Versicherungsgerichts fallende Rechtsfrage handelt. Denn es liege, so die Vorinstanz im Folgenden, Unzul�ssigkeit der Verrechnung als solche vor, und zwar in Bezug auf die gesamte, bar ausbezahlte Freiz�gigkeitsleistung.
Gest�tzt auf Art. 39 Abs. 2 BVG ging das kantonale Gericht - vorbeh�ltlich der hier nicht gegebenen Ausnahme der nicht vom Lohn abgezogenen Beitr�ge - von einem generellen Verrechnungsverbot in Bezug auf Freiz�gigkeitsleistungen im Obligatoriumsbereich aus, und zwar auch im Fall der Barauszahlung, welche, wie aus der Botschaft zum BVG hervorgehe (BBl 1976 I 240), insbesondere bezwecke, im eigenen Unternehmen des Selbstst�ndigerwerbenden die Grundlage einer ausreichenden Altersversorgung durch Selbstvorsorge zu schaffen; die Zulassung einer Verrechnung k�me daher auch in diesem Fall einer Zweckentfremdung gleich, was der Gesetzgeber gerade habe verhindern wollen. Bez�glich der �berobligatorischen (weitergehenden) Vorsorge zog das Versicherungsgericht die Lehre bei, welche �berwiegend eine Verrechenbarkeit der Austrittsleistungen mit vom Arbeitgeber zedierten Forderungen als rechtsmissbr�uchlich und mit dem vorsorgerechtlichen Schutzzweck unvereinbar bezeichnet (Christoph Meier, Die staatliche Beaufsichtigung der Personalvorsorgestiftungen im geltenden und werdenden Recht, Diss. Basel 1978, S. 136 f.; Hans Michael Riemer, Die Verrechnungseinrede der Personalvorsorgestiftung gegen�ber Forderungen ihrer Destinat�re, in: SJZ 1979 S. 345; Streiff/von Kaenel, Arbeitsvertrag: Leitfaden zum Arbeitsvertragsrecht, 5. Aufl. , Z�rich 1992, N 12 zu Art. 331c OR; abweichend J�rg Br�hwiler, Kommentar zum Einzelarbeitsvertrag, 2. Aufl. , Bern 1996, N 2 zu Art. 331b OR). Die h�chstrichterliche Rechtsprechung habe sich bisher nur zur Verrechenbarkeit von Forderungen mit nicht bar ausbezahlten Freiz�gigkeitsleistungen ge�ussert und diese verneint (BGE 114 V 42, 111 II 168), wobei BGE 106 II 155 eine eigene Forderung der Stiftung gegen ihre Organe aus Verantwortlichkeit betreffe. Nachfolgend legte das kantonale Gericht im Einzelnen dar, dass die am Recht stehende Vorsorgeeinrichtung, eine Stiftung im Sinne der Art. 80 ff. ZGB, bei ihren rechtsgesch�ftlichen Handlungen an den Stiftungszweck gebunden ist, wie ihn das Reglement in Art. 1.1 umschreibt. Die Verrechnung zedierter Arbeitgeberforderungen mit Anspr�chen des Destinat�rs sei in keiner Weise geeignet, zum stiftungsgem�ssen Zweck (Schutz gegen die wirtschaftlichen Folgen von Alter, Tod und Invalidit�t) beizutragen, verschlechtere vielmehr erheblich die Rechtsstellung des Destinat�rs und dr�nge ihn bez�glich der umstrittenen Schadenersatzforderung in die weit unvorteilhaftere Kl�gerrolle. Die Ausfechtung rein zivilprozessualer Auseinandersetzungen, welche ihre Grundlage in einem rechtlich vom Vorsorgeverh�ltnis unabh�ngigen Arbeitsverh�ltnis haben, sei nicht Aufgabe der Stiftungsorgane. Mittels der Zession zwischen Arbeitgeber und Pensionskasse w�rden daher in erster Linie stiftungsfremde Interessen verfolgt. Es sei nicht Aufgabe der Vorsorgeeinrichtung, f�r die Deckung von finanziellen Anspr�chen des Arbeitgebers zu sorgen. Daher habe die Schadenersatzforderung nicht rechtsg�ltig an die Pensionskasse zediert werden k�nnen, falle doch der Abschluss solcher Rechtsgesch�fte nicht unter die vom Stiftungszweck gedeckten Rechtshandlungen, weshalb dieses Gesch�ft durch die Vertretungsmacht der Stiftungsorgane nicht gedeckt sei. Demnach sei es rechtlich nicht m�glich, dass die Beklagte ihre Schuld aus dem �berobligatorischen (weitergehenden) Berufsvorsorgebereich gegen�ber dem Kl�ger durch Verrechnung mit der genannten Schadenersatzforderung tilge.
b) Die Vorsorgeeinrichtung wendet hiegegen ein, mit dieser Abtretung sei eine freiwillige Zuwendung gemacht worden, die sehr wohl und ganz wesentlich in ihrem Interesse stehe, w�rden doch durch diese Zuwendung die freien Mittel der Stiftung ge�ufnet, womit deren gesamte finanzielle Situation und damit auch die Stellung aller verbleibenden Destinat�re verst�rkt worden sei. Es gelte, die offensichtlich positiven Auswirkungen f�r alle andern Destinat�re zu ber�cksichtigen. Der am Recht stehenden Vorsorgeeinrichtung sei "auf diesem Weg ein freiwilliger Arbeitgeberbeitrag zugewendet" worden. Dessen Entgegennahme diene der besseren Erf�llung des Stiftungszwecks und �berschreite die Vertretungsmacht des Stiftungsrates nicht. Bez�glich freiwilliger Verm�genszuwendungen best�nden keine besonderen gesetzlichen Vorschriften, weshalb von der privatrechtlichen Zul�ssigkeit der Forderungszession auszugehen sei. Es k�nne auch nicht eingewendet werden, dass diese Zuwendung deswegen dahinfalle, weil sie unter Umst�nden auf dem Rechtsweg erstritten werden m�sse. Dass die Abtretung ausdr�cklich unter der Bedingung erfolgte, wonach die Forderung mit Pensionskassenguthaben des Beschwerdegegners verrechnet werden k�nne, �ndere an der Zul�ssigkeit der Abtretung ebenfalls nichts, werde dadurch doch lediglich sichergestellt, dass nicht Stiftungsmittel f�r einen auf Grund der fraglichen Bonit�t des Beschwerdegegners risikoreichen Aktivprozess verwendet werden m�ssen. Somit handle es sich auch mit dieser Bedingung nicht um eine Inkassozession, woraus folge, dass die Vorsorgeeinrichtung alles behalten und zu Gunsten der Destinat�re verwenden k�nne, was ihr aus der abgetretenen Forderung zufliesse. Es gehe der Arbeitgeberin nicht in erster Linie darum, ihre Schadenersatzforderung auf dem einfachsten Wege eintreiben zu lassen, sondern sie m�chte "vielmehr ein Zeichen setzen". Nicht nur auf strafrechtlicher sondern auch auf zivilrechtlicher Ebene sei zu dokumentieren, dass die Arbeitgeberin kriminelle Machenschaften eines ihrer Arbeitnehmer nicht dulde. Es gehe darum, alle �brigen ehrlichen Destinat�re f�r ihre Loyalit�t gegen�ber der Gruppe X.________ und ihren Einsatz in schwierigen Zeiten zu belohnen. Das vorinstanzliche Argument einer Vereitelung des Vorsorgeschutzes werde entkr�ftet durch die vom Eidgen�ssischen Versicherungsgericht - wie auch in BGE 111 II 169 - bereits mehrfach gemachte Feststellung, dass der Vorsorgeschutz im Falle der Barauszahlung einer Freiz�gigkeitsleistung aufgehoben sei. Infolgedessen habe die Rechtsprechung - so unter anderem in BGE 118 III 45 - das bar ausbezahlte Pensionskassenguthaben auch nicht vom Konkursbeschlag ausgenommen. Die von der Vorinstanz ins Feld gef�hrte Schlechterstellung sei somit vom Gesetzgeber f�r den Fall einer Barauszahlung bewusst und konsequent in Kauf genommen worden, zumal sich der Beschwerdegegner sein Freiz�gigkeitsguthaben auch als Selbstst�ndigerwerbender, z.B. an eine Sammelstiftung, h�tte �berweisen lassen k�nnen. Die bar ausbezahlte Freiz�gigkeitsleistung zu sch�tzen, sei gerade im vorliegenden Fall absolut stossend, k�nne es doch nicht Sinn und Zweck der Rechtsordnung sein, Verm�genswerte eines Delinquenten derart zu privilegieren. Damit erhielte der Beschwerdegegner Geld, das ihm zumindest zu einem Teil gutgeschrieben wurde, w�hrend er gleichzeitig seine Arbeitgeberin durch kriminelle Machenschaften in schamloser, hinterh�ltiger Weise sch�digte. Diese Privilegierung f�hre dazu, dass die Schadenersatzforderung im Rahmen eines neuen Prozesses geltend gemacht werden m�sse. Es bed�rfe keiner hellseherischen F�higkeiten, dass nach Jahr und Tag, wenn ein rechtskr�ftiges Schadenersatzurteil gegen den Beschwerdegegner vorliege, das Geld nicht mehr greifbar w�re und die Arbeitgeberin zum ohnehin bereits eingetretenen grossen Schaden noch den Spott in Form eines Verlustscheines erdulden m�sste. Die Stiftung w�sste auch nicht ihren ehrlichen Destinat�ren plausibel zu erkl�ren, weshalb sie die ihnen von der Arbeitgeberin zugewendete Forderung von Fr. 90'000. - nicht entgegennehmen d�rfe und gleichzeitig dem strafrechtlich verurteilten Beschwerdegegner diesen Betrag zur freien Verf�gung zu �berlassen habe. Was die Aufrechterhaltung des Vorsorgeschutzes des Einzelnen anbelange, auf welche die Vorinstanz massgeblich abgestellt habe, sei festzuhalten, dass die weitergehende Berufsvorsorge bei privaten Vorsorgeeinrichtungen vom Eidgen�ssischen Versicherungsgericht und der Lehre nicht dem Sozialversicherungsrecht zugeordnet w�rden; es handle sich hier um rein privatrechtliche Rechtsbeziehungen auf vertraglicher Grundlage. Dementsprechend werde auch die freiwillige berufliche Vorsorge im Rahmen des Abkommens �ber den freien Personenverkehr mit der Europ�ischen Union ausdr�cklich nicht zu den gesetzlichen Sozialversicherungssystemen gez�hlt.
c) Der Beschwerdegegner l�sst ausf�hren, die Zession der bestrittenen Schadenersatzforderung der Arbeitgeberin an die Vorsorgeeinrichtung sei rechtsmissbr�uchlich, da zwingende Vorschriften �ber die vorsorgekonforme Verwendung der Austrittsabfindung missachtet w�rden. Zudem w�rden dadurch die Personalvorsorgestiftungen in rein arbeitsvertragliche oder sonstige Streitigkeiten und Prozessrisiken verwickelt. Die Vorsorgeeinrichtung habe der Wohlfahrt des Personals und nicht den Interessen eines Arbeitgebers zu dienen. Die Zweckentfremdung der Vorsorgemittel im Anwendungsbereich von Art. 331c Abs. 1 und 2 OR werde daher vom Bundesgericht ausgeschlossen (Berufung auf BGE 111 II 168 und 114 V 42, ferner auf JAR 1990 S. 221, worin das Versicherungsgericht des Kantons Thurgau mit Entscheid vom 23. Januar 1987 eine Inkassozession seitens des Arbeitgebers an die Stiftung als durch die Vertretungsmacht ihrer Organe nicht gedeckt und daher als nicht m�glich bezeichnet habe). Im Weiteren pflichtet der Beschwerdegegner den vorinstanzlichen Erw�gungen unter Hinweis auf die �berlegungen zum Barauszahlungsgrund der Aufnahme einer selbstst�ndigen Erwerbst�tigkeit bei.
3.- a) Auf den durch die fristlose Entlassung vom 26. Juli 1996 bewirkten Freiz�gigkeitsfall (Aufl�sung des Vorsorgeverh�ltnisses/Verlassen der Vorsorgeeinrichtung vor Eintritt eines Vorsorgefalles) ist das auf den 1. Januar 1995 in Kraft getretene Bundesgesetz �ber die Freiz�gigkeit in der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (FZG) anwendbar. Nach Art. 5 Abs. 1 lit. b FZG k�nnen Versicherte die Barauszahlung der Austrittsleistung verlangen, wenn sie eine selbstst�ndige Erwerbst�tigkeit aufnehmen und der obligatorischen beruflichen Vorsorge nicht mehr unterstehen. Zur Frage, ob eine solche bar ausbezahlte Freiz�gigkeitsleistung ganz oder teilweise mit einer - origin�ren oder an die Vorsorgeeinrichtung zedierten - Gegenforderung verrechnet werden kann, schweigt sich das FZG aus. Mit der Vorinstanz ist jedoch, soweit die nach den Art. 15 ff. FZG berechnete Austrittsleistung das BVG- Altersguthaben zu gew�hrleisten hat (Art. 18 FZG), ohne weiteres von der Anwendung des Art. 39 Abs. 2 BVG auszugehen. Danach darf der Leistungsanspruch mit Forderungen, die der Arbeitgeber der Vorsorgeeinrichtung abgetreten hat, nur verrechnet werden, wenn sie sich auf Beitr�ge beziehen, die nicht vom Lohn abgezogen worden sind (welche Voraussetzung hier unbestrittenerweise nicht gegeben ist). In der Tat ist die Freiz�gigkeitsleistung auf Grund der Systematik des Gesetzes als Leistung zu verstehen, bez�glich deren die Art. 34-41 BVG (6. Kapitel) gemeinsame Bestimmungen vorsehen. Daran �ndert nichts, wenn die Freiz�gigkeitsleistung bar ausbezahlt wird: Sie bleibt auch in diesem Fall eine
Leistung des Gesetzes. Nur die Modalit�t ihrer Erbringung �ndert, was die Verrechnungsschranke des Art. 39 Abs. 2 BVG nicht dahinfallen l�sst.
b) Bez�glich der weitergehenden Vorsorge enth�lt das Berufsvorsorge- und insbesondere das Freiz�gigkeitsrecht keine Bestimmungen �ber die Verrechnung (Art. 49 Abs. 2 BVG, e contrario). In der vorobligatorischen Zeit vor Inkrafttreten des BVG am 1. Januar 1985 hat das Bundesgericht die Verrechenbarkeit von Verantwortlichkeitsanspr�chen der Stiftung gegen ein Mitglied des Stiftungsrats mit dessen Anspr�chen auf Barauszahlung als Destinat�r bejaht (BGE 106 II 155). In die gleiche Richtung weist das nicht ver�ffentlichte Urteil M. vom 1. September 1998, B 45/97, in welchem das Eidgen�ssische Versicherungsgericht von der grunds�tzlichen Verrechenbarkeit der bar auszubezahlenden Freiz�gigkeitsleistung mit der Forderung der Berufsvorsorgestiftung aus aktienrechtlicher Verantwortlichkeit des Organs der Arbeitgeberin ausgeht und deswegen die Sache an das kantonale Gericht zur vorfrageweisen Beurteilung zur�ckgewiesen hat.
aa) Diese Urteile betreffen indessen nicht die hier anstehende Thematik der Verrechenbarkeit zedierter Arbeitgeberforderungen und beschlagen somit wesentlich anders gelagerte Sachverhalte, weshalb sie f�r die Beurteilung nicht pr�judiziell sind. Auszugehen ist davon, dass der Anspruch auf Freiz�gigkeitsleistung - im obligatorischen und weitergehenden Berufsvorsorgebereich - selbst bei absichtlicher Schadenszuf�gung nicht mit der von der Arbeitgeberin an die Stiftung abgetretenen Schadenersatzforderung verrechnet werden darf (BGE 114 V 33, 111 II 164; SZS 1991 S. 32). Die finanziellen Interessen der Arbeitgeberin aus dem Betrieb d�rfen nicht mit der Berufsvorsorge vermischt werden, ansonsten die gesetzliche Pflicht zur Verselbstst�ndigung (Art. 11 Abs. 1 BVG; Art. 331 Abs. 1 OR) unterlaufen wird. Dabei ist die gesetzlich geregelte Barauszahlung durchaus der beruflichen Vorsorge zuzuz�hlen. Die Normierung der Barauszahlungsgr�nde ist Ergebnis einer Abw�gung des Gesetzgebers zwischen Aufrechterhaltung und Beendigung des Vorsorgeschutzes. Wenn der Gesetzgeber die Aufnahme einer selbstst�ndigen Erwerbst�tigkeit so stark gewichtet, dass die Zweckbindung der Vorsorgemittel preisgegeben wird, dann bedeutet dies gleichzeitig, dass dem Versicherten, welcher die selbstst�ndige Erwerbst�tigkeit aufnimmt, diese Mittel auch tats�chlich zufliessen sollen. Das wird mit dem gesetzlichen Begriff der Barauszahlung (Art. 5 Abs. 1 am Anfang FZG) ausgedr�ckt. Mit dem Begriff der Bar(aus)zahlung ist eine Verrechnung nicht vereinbar (Guhl/Koller/Schnyder/Druey, Das Schweizerische Obligationenrecht, 9. Aufl. , S. 302 f. N 26; a.A.: Wolfgang Peter, Basler Kommentar, 2. Aufl. , N 10 zu Art. 125 OR). Bei der bar auszubezahlenden Freiz�gigkeitsleistung handelt es sich um eine Verpflichtung, deren besondere Natur die tats�chliche Erf�llung an den Gl�ubiger verlangt (Art. 125 Ziff. 2 OR, dessen Aufz�hlung nicht abschliessend ist, vgl. von Tuhr/Escher, Allgemeiner Teil des Schweizerischen Obligationenrechts, Bd. II, 3. Aufl. , S. 200 Ziff. 3). Ein solches besonderes Effektivleistungsinteresse (Eugen Bucher, Schweizerisches Obligationenrecht, Allgemeiner Teil, 2. Aufl. , S. 441; Victor Aepli, Z�rcher Kommentar, N 56 zu Art. 125 OR) liegt im Lichte der gesetzgeberischen Intention, die Aufnahme einer selbstst�ndigen Erwerbst�tigkeit als Barauszahlungs- grund anzuerkennen und durch die Barauszahlung die Aufnahme der selbstst�ndigen Erwerbst�tigkeit zu st�rken, vor.
bb) Davon abgesehen w�rde die von der Beschwerde f�hrenden Vorsorgeeinrichtung bef�rwortete Verrechnung zu weiteren nicht hinzunehmenden Schwierigkeiten f�hren. So steht die von Fall zu Fall vorgenommene, in Gutd�nken und Belieben des Arbeitgebers stehende Zession bestrittener Forderungen gegen�ber einzelnen Arbeitnehmern an die Vorsorgeeinrichtung eindeutig im Widerspruch zu den Prinzipien der Kollektivit�t, Planm�ssigkeit und Angemessenheit, welche Wesensmerkmale der beruflichen Vorsorge sind (BGE 120 Ib 202 ff. Erw. 3c). Sodann wird die berufliche Vorsorge mit der Zulassung der Verrechnung zedierter Forderungen f�r Anspr�che des Arbeitgebers gegen den Arbeitnehmer aus Verletzung des Arbeitsvertrages instrumentalisiert, f�r welche Streitigkeiten der Rechtsweg nach Art. 73 BVG klarerweise nicht geschaffen wurde. Die Zust�ndigkeit des Berufsvorsorgerichters nach Art. 73 BVG beschr�nkt sich nach st�ndiger Rechtsprechung auf spezifisch vorsorgerechtliche Streitigkeiten, im Wesentlichen Streitigkeiten betreffend Versicherungs-, Freiz�gigkeitsleistungen (nunmehr Eintritts- und Austrittsleistungen) und Beitr�ge. Der Rechtsweg nach Art. 73 BVG steht dagegen nicht offen, wenn die Streitigkeit ihre rechtliche Grundlage nicht in der beruflichen Vorsorge hat, selbst wenn sie sich vorsorgerechtlich auswirkt (BGE 125 V 168 Erw. 2 mit Hinweisen; nicht ver�ffentlichtes Urteil A. vom 20. M�rz 2000, B 41/99). Im vorliegenden Fall ist nicht einmal diese letzte Voraussetzung der vorsorgerechtlichen Auswirkung gegeben: Die richterliche Anerkennung arbeitsvertraglicher Schadenersatzanspr�che hat als solche �berhaupt keine vorsorgerechtliche Auswirkung; der Zusammenhang wird einzig und allein durch die Verrechnung als solche hergestellt. Dies allein vermag f�r die Begr�ndung der Zust�ndigkeit des Vorsorgerichters nicht zu gen�gen, womit dessen grunds�tzliche Befugnis zur vorfrageweisen Pr�fung fremdrechtlicher Fragen keineswegs in Abrede gestellt werden soll. Allein, die Befugnis zur vorfrageweisen Pr�fung besteht nur, wenn und insoweit die Beantwortung der fremdrechtlichen Vorfrage die unerl�ssliche Grundlage daf�r bildet, die berufsvorsorgerechtliche Hauptfrage beurteilen zu k�nnen (z.B. verlangt die berufsvorsorgerechtliche Hauptfrage, wann das Vorsorgeverh�ltnis nach Art. 10 Abs. 2 BVG beendet worden ist, die Beantwortung der arbeitsvertragsrechtlichen Vorfrage, wann das Arbeitsverh�ltnis rechtlich aufgel�st worden ist, vgl. BGE 120 V 20 Erw. 2a mit Hinweisen). Ein solches Verh�ltnis zwischen berufsvorsorgerechtlicher Haupt- und fremdrechtlicher Vorfrage besteht im Falle der Verrechnung nicht. Ferner erscheint es im Hinblick auf den in Art. 1.1 des Reglements der Beschwerdef�hrerin umschriebenen Stiftungszweck zumindest fraglich, ob nicht bereits - so die Vorinstanz unter Hinweis auf Christoph Meier, Die staatliche Beaufsichtigung der Personalvorsorgestiftungen im geltenden und werdenden Recht, Diss. Basel 1978, S. 136 f. sowie Hans Michael Riemer, Die Verrechnungseinrede der Personalvorsorgestif- tung gegen�ber Forderungen ihrer Destinat�re, in: SJZ 1979 S. 344 f. - die Abtretung der Arbeitgeberforderung als solche durch die Vertretungsmacht der Stiftungsorgane nicht gedeckt und daher rechtsung�ltig ist.
4.- Das Verfahren ist kostenlos (Art. 134 OG). Dem Prozessausgang entsprechend steht dem Beschwerdegegner eine unter anderem nach dem anwaltlichen Arbeitsaufwand zu bemessende Parteientsch�digung zu (Art. 159 Abs. 1 und 2 in Verbindung mit Art. 135 OG).
III. Die Personalvorsorgestiftung X.________ hat dem Beschwerdegegner f�r das Verfahren vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht eine Parteientsch�digung von Fr. 2000. - (einschliesslich Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

References: Art. 5
 Art. 73
 Art. 39
 Art. 331
 Art. 331
 BGE 
 Art. 80
 Art. 1
 BGE 
 BGE 
 Art. 331
 BGE 
 Art. 5
 Art. 15
 Art. 39
 Art. 34
 Art. 39
e contrario
 Art. 331
 Art. 125
 Art. 125
 Art. 73
 Art. 73
 Art. 73
 Art. 10
 BGE 
 Art. 1
 Art. 135