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Timestamp: 2020-06-02 21:54:05+00:00

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BGH, 26.10.2009 - II ZR 222/08 - dejure.org
https://dejure.org/2009,369
BGH, 26.10.2009 - II ZR 222/08 (https://dejure.org/2009,369)
BGH, Entscheidung vom 26.10.2009 - II ZR 222/08 (https://dejure.org/2009,369)
BGH, Entscheidung vom 26. Januar 2009 - II ZR 222/08 (https://dejure.org/2009,369)
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GmbHG § 43 Abs. 1, 2; BGB § 133, 157, 397
BGB §§ 812 Abs. 1, 813 Abs. 2; GmbHG §§ 30 Abs. 1, 43 Abs. 1 u. 2
Anforderungen an Schadensersatzpflicht eines Alleingesellschafter-Geschäftsführers nach § 43 Abs. 2 GmbHG
Schadensersatzpflicht bzgl. einer Verfügung eines Alleingesellschafter-Geschäftsführers einer GmbH über das Vermögen der Gesellschaft; Möglichkeit eines Verzichts durch Vertrag zu Gunsten Dritter
Haftung des Alleingesellschafter-Geschäftsführers nur bei Verstoß gegen ein nicht zur Disposition der Gesellschafterversammlung stehendes Verbot
Schadensersatzpflicht eines Alleingesellschafter-Geschäftsführers einer GmbH wegen einer Verfügung über das Vermögen der Gesellschaft nur bei Verstoß gegen gesetzliche Verbote; kein Verzicht durch Vertrag zu Gunsten Dritter
Schadensersatzpflicht des Alleingesellschafter-Geschäftsführers einer GmbH
Schadensersatzpflicht nur bei verbotswidrigen Verfügungen des Alleingesellschafter-Geschäftsführers
Haftung eines Alleingesellschafter-Geschäftsführers
GmbHG § 43 Abs. 1, 2, §§ 30, 64; BGB §§ 133, 157, 397
Schadenersatz wegen Verfügung von Alleingesellschafterin
Darlehensrückzahlung des Gesellschaftergeschäftsführers an sich selbst
Haftung des Geschäftsführers für Verfügungen über das Vermögen der GmbH
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 26.10.2009, Az.: II ZR 222/08 (Haftung des Geschäftsführers: Schadensersatzanspruch der GmbH wegen Verfügung ihres Alleingesellschafters)" von RA Dr. Jochen Blöse, MBA, original erschienen in: GmbHR 2010, 86 - 87.
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH v. 26.10.2009; Az.: II ZR 222/08 (GmbH: Schadensersatzpflicht des Alleingesellschafter-Geschäftsführers)" von VorsRiBGH Prof. Dr. Wulf Goette, original erschienen in: DStR 2010, 63 - 65.
LG Berlin, 30.05.2007 - 8 O 93/07
KG, 04.08.2008 - 26 U 125/07
NJW 2010, 64
MDR 2010, 94
NZI 2010, 49
WM 2009, 2321
BB 2010, 19
DB 2009, 2650
NZG 2009, 1385
Die tatrichterliche Auslegung einer Individualvereinbarung kann vom Revisionsgericht zwar nur daraufhin überprüft werden, ob der Auslegungsstoff vollständig berücksichtigt ist, gesetzliche Auslegungsregeln, Denkgesetze, Erfahrungssätze oder Verfahrensvorschriften verletzt sind oder wesentlicher Auslegungsstoff außer Acht gelassen worden ist (st. Rspr.; vgl. BGH, Urteile vom 21. April 1997 - VIII ZR 212/96, BGHZ 135, 269, 273; vom 26. Oktober 2009 - II ZR 222/08, WM 2009, 2321 Rn. 18;… vom 5. Juni 2013 - VIII ZR 287/12, NJW 2013, 2417 Rn. 16).
An das Vorliegen des Willens des Mieters, auf etwaige Ansprüche gegen den Vermieter wegen eines nur vorgetäuschten (Eigen-)Bedarfs zu verzichten, sind strenge Anforderungen zu stellen; der Verzichtswille muss - auch unter Berücksichtigung sämtlicher Begleitumstände - unmissverständlich sein (…Anschluss an und Fortführung von BGH, Urteile vom 21. November 2006, VI ZR 76/06, NJW 2007, 368 Rn. 9; vom 26. Oktober 2009, II ZR 222/08, NJW 2010, 64 Rn. 18;… vom 18. September 2012, II ZR 178/10, WM 2012, 2231 Rn. 22;… vom 22. April 2015, IV ZR 504/14, juris Rn. 15).
Dabei hat es rechtsfehlerhaft nicht berücksichtigt, dass an das Vorliegen des Willens einer Partei, auf Ansprüche zu verzichten, strenge Anforderungen zu stellen sind und der Verzichtswille - auch unter Berücksichtigung sämtlicher Begleitumstände - unmissverständlich sein muss (st. Rspr.;… vgl. nur BGH, Urteile vom 21. November 2006 - VI ZR 76/06, NJW 2007, 368 Rn. 9; vom 26. Oktober 2009 - II ZR 222/08, NJW 2010, 64 Rn. 18;… vom 18. September 2012 - II ZR 178/10, WM 2012, 2231 Rn. 22;… vom 22. April 2015 - IV ZR 504/14, juris Rn. 15; jeweils mwN).
Als besondere sachliche Gründe für Ausnahmen von einer folgerichtigen Umsetzung und Konkretisierung steuergesetzlicher Belastungsentscheidungen erkennt das Bundesverfassungsgericht in ständiger Rechtsprechung neben außerfiskalischen Förderungs- und Lenkungszwecken auch Typisierungs- und Vereinfachungserfordernisse (zuletzt BVerfG Beschluss vom 06.07.2010 - 2 BvL 13/09, DStR 2010, 63) sowie die Bekämpfung missbräuchlicher Gestaltungen an (z. B. BVerfG Beschluss vom 22.07.1970 - 1 BvR 285/66, BStBl II 1970, 652).
Zu den allgemein anerkannten Auslegungsgrundsätzen gehört, dass in erster Linie der von den Parteien gewählte Wortlaut und der dem Wortlaut zu entnehmende objektiv erklärte Parteiwille zu berücksichtigen sind (vgl. BGH, Urteil vom 26. Oktober 2009 - II ZR 222/08, WM 2009, 2321 Rn. 18;… Palandt/Ellenberger, BGB, 72. Aufl., § 133 Rn. 30).
Der Verzichtswille darf nicht vermutet werden, sondern muss - unter Berücksichtigung sämtlicher Begleitumstände - unmissverständlich sein (st. Rspr.;… BGH, Urteile vom 15. Juli 2016 - V ZR 168/15, WM 2016, 2344 Rn. 35, insoweit in BGHZ nicht abgedruckt;… vom 10. Juni 2015 - VIII ZR 99/14, NJW 2015, 2324 Rn. 19;… vom 22. April 2015 - IV ZR 504/14, juris Rn. 15;… vom 18. September 2012 - II ZR 178/10, WM 2012, 2231 Rn. 22; vom 26. Oktober 2009 - II ZR 222/08, NJW 2010, 64 Rn. 18;… vom 21. November 2006 - VI ZR 76/06, NJW 2007, 368 Rn. 9;… Beschlüsse vom 14. Februar 2017 - VI ZB 24/16, NJW 2017, 1887 Rn. 13;… vom 10. Mai 2016 - VIII ZR 214/15, NJW-RR 2016, 982 Rn. 14; jeweils mwN).
Das Revisionsgericht prüft nur, ob der Auslegungsstoff vollständig berücksichtigt ist und gesetzliche Auslegungsregeln, Denkgesetze, Erfahrungssätze oder Verfahrensvorschriften verletzt sind (…statt vieler: BGH, Urt. v. 20.4.2004 - X ZR 255/02, NJW-RR 2004, 1464 unter II 1 b aa;… Urt. v. 19.6.2007 - X ZR 61/06, RRa 2007, 221 ff. Rn. 15; Urt. v. 26.10.2009 - II ZR 222/08, NJW 2010, 64 Rn. 18).
Das Revisionsgericht prüft nur, ob der Auslegungsstoff vollständig berücksichtigt ist und gesetzliche Auslegungsregeln, Denkgesetze, Erfahrungssätze oder Verfahrensvorschriften verletzt sind (statt vieler: BGH, Urteile vom 20. April 2004 - X ZR 255/02, NJW-RR 2004, 1464 unter II 1 b aa;… vom 19. Juni 2007 - X ZR 61/06, RRa 2007, 221 ff. Rn. 15; vom 26. Oktober 2009 - II ZR 222/08, NJW 2010, 64 Rn. 18; vom 30. September 2010 - Xa ZR 130/08;… NJW 2011, 599 Rn. 10).
Sie kann vom Revisionsgericht nur daraufhin überprüft werden, ob der Auslegungsstoff vollständig berücksichtigt ist und gesetzliche Auslegungsregeln, Denkgesetze, Erfahrungssätze oder Verfahrensvorschriften verletzt sind (st. Rspr., vgl. BGH, Urteil vom 26. Oktober 2009 - II ZR 222/08, ZIP 2009, 2335 Rn. 18 mwN).
An die Feststellung des Verzichtswillens und die Annahme eines stillschweigend geschlossenen Erlassvertrages sind strenge Anforderungen zu stellen (BGH, Urteil vom 26. Oktober 2009 - II ZR 222/08, ZIP 2009, 2335 Rn. 18;… Urteil vom 18. September 2012 - II ZR 178/10, ZIP 2012, 2295 Rn. 21).
Sie kann vom Revisionsgericht nur daraufhin überprüft werden, ob der Auslegungsstoff vollständig berücksichtigt ist und gesetzliche Auslegungsregeln, Denkgesetze, Erfahrungssätze oder Verfahrensvorschriften verletzt sind (BGH, NJW 2010, 64 , Rdnr. 18 nach juris).
(BGH, NJW 2010, 64 , Rdnr. 18 nach juris;… BGH, NJW 2004, 2751 , Rdnr. 24 nach juris).
So misst auch der Bundesgerichtshof das Berufungsgericht an den vom Tatrichter zu beachtenden Auslegungsanforderungen (BGH, NJW 2010, 64 , Rdnr. 19 nach juris).
Mit der KG hätte ein Verzicht nur im Wege eines Vertrags zugunsten Dritter vereinbart werden können, was nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs indes nicht möglich ist (Urteile vom 21. Juni 1994 - XI ZR 183/93, BGHZ 126, 261, 266 und vom 26. Oktober 2009 - II ZR 222/08, NJW 2010, 64 Rn. 16).
OLG Stuttgart, 21.06.2012 - 2 U 29/12
BGH, 25.11.2011 - LwZR 4/11
Landpacht: Anspruch des Verpächters auf Übertragung von anderweitig erworbenen …
AG Göttingen, 27.04.2015 - 74 IN 56/13
Restschuldbefreiung: Befugnis zur Stellung eines Versagungsantrags; Versagung im …
OLG Bamberg, 31.10.2012 - 3 U 17/12
Abgeltungsklausel umfasst auch Mietausfallschaden!

References: § 43
 § 133
 § 43
 § 43
 BGH 
 BGH 
 § 133