Source: http://vaeternotruf.de/zwangsadoption.htm
Timestamp: 2018-11-16 23:07:52+00:00

Document:
Gesetzliche Grundlagen von Zwangsadoptionen in der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2012. Deutschland ein Gruselmärchen.
Noch immer gibt es naive Geister, die glauben, dass die Bundesrepublik Deutschland ein Rechtsstaat wäre. Die Dummheit stirbt nie aus. Dabei reicht ein Blick in das Bürgerliches Gesetzbuch §1626a BGB, um zu sehen, dass in Deutschland nichtverheiratete Väter und ihrer Kinder auch im Jahr 2012 von Staats wegen nicht nur sorgerechtlich diskriminiert werden - allein dies ist schon schlimm genug und zeugt von tiefer Menschenverachtung, die der deutsche Gesetzgeber einschließlich der Obergerichte, des Bundesgerichtshofes und des Bundesverfassungsgerichtes seit Jahrzehnten unverhüllt zu Tage trägt - doch es ist noch schlimmer. Nach wie vor und letztlich unverändert durch die sogenannte Kindschaftsrechtsreform vom 01.07. 1998. können nichtverheirateten Vätern sogar ihre Kinder mittels § 1747 Satz 4 wegadoptiert werden. Das ganze erinnert an die ausgrenzenden Nürnberger Rassengesetze, geändert hat sich allerdings das Strafmaß und die Brutalität. Heute ist die Justiz moderat. Man belässt es bei der rechtlichen Ausgrenzung nichtverheirateter Väter. Deportationen und Hinrichtungen sind nicht erlaubt.
(3) Sind die Eltern nicht miteinander verheiratet und haben sie keine Sorgeerklärungen abgegeben, 1. kann die Einwilligung des Vaters bereits vor der Geburt erteilt werden; 2. darf, wenn der Vater die Übertragung der Sorge nach § 1672 Abs. 1 beantragt hat, eine Annahme erst ausgesprochen werden, nachdem über den Antrag des Vaters entschieden worden ist; 3. kann der Vater darauf verzichten, die Übertragung der Sorge nach § 1672 Abs. 1 zu beantragen. Die Verzichtserklärung muss öffentlich beurkundet werden. § 1750 gilt sinngemäß mit Ausnahme von Absatz 4 Satz 1.
(4) Die Einwilligung eines Elternteils ist nicht erforderlich, wenn er zur Abgabe einer Erklärung dauernd außerstande oder sein Aufenthalt dauernd unbekannt ist. § 1748 Ersetzung der Einwilligung eines Elternteils
Entrissen: Der Tag, als die DDR mir meine Mutter nahm [Gebundene Ausgabe]
Katrin Behr (Autor), Peter Hartl (Autor)
http://www.amazon.de/Entrissen-Tag-meine-Mutter-nahm/dp/342627566X
Mittwoch | 30.09.2009
21.45 - 22.15 (30 min.) 16:9 Stereo
Zwangsadoption in der DDR - Dokumentation
Der Film erzählt die Geschichten von Müttern und Kindern, die zu DDR-Zeiten unfreiwillig getrennt wurden und sich oft erst 20 Jahre später wieder gegenüberstanden. Nach Jahren der Trennung aber waren aus dem Sohn, der Tochter, der Mutter Fremde geworden, die in den seltensten Fällen noch zueinanderfinden. Zu groß sind die gegenseitigen Erwartungen, zu stark manchmal auch die Bindung an die Adoptivfamilien. Meistens sind alle Beteiligten überfordert, viele reagieren mit Rückzug. Erika Thesenvitz hat ihren Sohn deshalb "ein zweites Mal verloren. Aber immerhin weiß ich, wie er aussieht und wo er wohnt."
Zwischen 1950 und 1990 gab es circa 75.000 Adoptionen in der DDR. Die meisten dienten sicher dem Wohl der Kinder, doch gibt es eine nicht unerhebliche Anzahl von Fällen, in denen Eltern das Erziehungsrecht aberkannt wurde, um sie gesellschaftlich oder politisch zu maßregeln. Eltern in der DDR hatten laut dem Familiengesetzbuch die Pflicht, ihre Kinder "zur sozialistischen Einstellung zum Leben und zur Arbeit" zu erziehen. Kamen sie dieser Aufgabe nach Ansicht der Behörden nicht nach, konnte der Staat eingreifen. Wie viele Familien durch das DDR-Regime auseinandergerissen wurden, lässt sich heute nur mutmaßen.
Eindeutig dokumentiert sind nur wenige Zwangsadoptionen - so wie die von Arne Grahm. Seine Mutter beging in den 60er Jahren "Republikflucht", ihr Sohn wurde wenig später unter neuer Identität in eine DDR-Familie gegeben. In anderen Fällen ist die Aktenlage schwieriger, meist ist von "Asozialität" der Mutter die Rede. Unter diesem Vorwurf wurde auch Katrin Behrs Mutter vor den Augen ihrer Kinder verhaftet. Sie hatte von heute auf morgen keinen Kindergartenplatz mehr und konnte nicht zur Arbeit gehen. Wer sich aber einer geregelten Arbeit entzog und damit "das gesellschaftliche Zusammenleben der Bürger oder die öffentliche Ordnung und Sicherheit beeinträchtigte", musste mit einer Haftstrafe von bis zu zwei Jahren rechnen. Katrin, damals vier Jahre alt, kam zunächst in ein Kinderheim, dann zu linientreuen Genossen. "Ich habe immer gesagt, eines Tages werde ich meine Mutti wiedersehen. Immer. Das habe ich all die Jahre gesagt. Und ich habe auch jeden Tag an meine Mutti gedacht", so Katrin Behr, der man als Kind eingetrichtert hatte, dass ihre leibliche Mutter sie nicht gewollt habe.
Die Dokumentation zeigt, wie schwierig es ist, der eigenen Geschichte auf die Spur zu kommen. Oft wissen die Betroffenen bis heute nicht, dass sie adoptiert wurden. Erika Thesenvitz' Sohn Oliver entdeckte nur durch einen Zufall seine Geburtsurkunde und machte sich im Internet auf die Suche nach seiner leiblichen Mutter. Umgekehrt haben die Mütter kaum eine Chance, Namen und Adresse des Kindes ausfindig zu machen. Mit dem Verlust des Erziehungsrechts wurde jeder Kontakt unmöglich gemacht. 20 Jahre nach dem Mauerfall können die Beteiligten zwar Akteneinsicht beantragen, aber sie bekommen die Beweise in der Regel nicht in die Hand. Wer damals als "asozial" verurteilt wurde und daraufhin sein Kind verlor, hat deshalb heute kaum Möglichkeiten, das Gegenteil zu beweisen. "Ein Versäumnis des deutschen Einigungsvertrags ist: Adoptionen gegen den Willen der Eltern sind nicht als schwere Menschenrechtsverletzungen dort niedergelegt", so Uwe Hillmer vom Forschungsverbund SED-Staat. Ulrike Brincker erzählt in ihrer Dokumentation Lebensgeschichten, deren Bruchstellen nicht mehr zusammenpassen wollen. Zwar haben sich die Beteiligten mit ihrem persönlichen Schicksal arrangiert, doch die Enttäuschung darüber, dass sie als Opfer nicht anerkannt werden, ist groß. "Ein Versäumnis des deutschen Einigungsvertrags ist: Adoptionen gegen den Willen der Eltern sind nicht als schwere Menschenrechtsverletzungen dort niedergelegt", so Uwe Hillmer vom Forschungsverbund SED-Staat.
Ulrike Brincker erzählt in ihrer Dokumentation Lebensgeschichten, deren Bruchstellen nicht mehr zusammenpassen wollen. Zwar haben sich die Beteiligten mit ihrem persönlichen Schicksal arrangiert, doch die Enttäuschung darüber, dass sie als Opfer nicht anerkannt werden, ist groß. http://programm.ard.de/programmvorschau/100140518567/30092009-2145-DasErste/Trennung-von-Staats-wegen
Warum die Aufregung, nur weil in der DDR Zwangsadoptionen durchgeführt wurden. Zwangsadoptionen gab es in der BRD in weit größerer Zahl und das bis in das Jahr 1998. Nur waren die von den Zwangsadoptionen Betroffenen, Väter und keine Mütter und deshalb redet kaum jemand über die vielen Tausend männlichen Opfer, denn Väter werden in der BRD von Staatswegen als Eltern zweiter Klasse angesehen, denen man bis heute mittels §1626a BGB das Elternrecht aus Artikel 6 abspricht - das Bundesverfassungsgericht unter seinem glorreichen Präsidenten Papier vorneweg.
Seit 1949 waren in der BRD schätzungsweise mehrere Zehntausend nichtverheiratete Väter von Zwangsadoptionen betroffen, denen die Mutter des gemeinsamen Kindes mit Staatshilfe (Vormundschaftsgericht) das Kind per Ehelicherklärung wegadoptierte, die Jugendämter haben dem in der Regel bereitwillig zugearbeitet. Die dazu in den Gerichtsarchiven derzeit noch vorhandenen Gerichtsakten werden über kurz oder lang alle vernichtet sein und sich der graue Schleier des bundesrepublikanischen Justizunrechts über dieses finstere Kapitel schwerer staatlich zu verantwortender Menschenrechtsverletzungen in der Bundesrepublik Deutschland legen.
Von den Hunderttausend Zwangstrennungen von Vätern und ihren Kindern in der BRD seit 1949 durch Sorgerechtsentzug und Umgangsauschluss wollen wir an dieser Stelle nicht reden, denn so viel Gefängnisse kann man gar nicht bauen, um die in 60 Jahren BRD für die Zwangstrennungen verantwortlichen Täterinnen und Täter aus deutschen Jugendämtern und Familien- und Vormundschaftsgerichten, den Schreibtischtätern in den einschlägigen Abteilungen im Bundesjustizministerium und den im Tiefschlaf befindlichen Bundestagsabgeordneten, wenigstens für ein Jahr unterzubringen, auf dass sie in Ruhe über ihre schändlichen Taten nachdenken und Buße tun.
Welcher Westler wollte bei dieser traurigen Meldung nicht gleich unisono über das Unrechtssystem in der DDR herziehen. Doch wer im westdeutschen Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. In der BRD und nach 1990 auch in den neuen Bundesländern konnte bis 1998 nichtverheirateten Vätern über die sogenannte "Ehelicherklärung" mit staatlicher Hilfe das eigene Kind wegadoptiert werden, wenn dies die Mutter des Kindes so wollte. Auf diese Weise dürften seit 1949 in der BRD Zehntausenden Vätern das eigene Kind mit mütterlicher und staatlicher krimineller Energie wegadoptiert worden sein. Dieses finstere Kapitel westdeutscher Rechtsgeschichte ist noch lange nicht aufgearbeitet, keiner der betroffenen Väter und ihrer Kinder hat bisher Entschädigungszahlungen erhalten.
Baby der Regimegegner geraubt
Argentinisches Paar muss wegen Zwangsadoption ins Gefängnis
Das Urteil ist einzigartig. Erstmals hat in Argentinien ein während der Diktatur geraubtes und illegal adoptiertes Kind einen Prozess gegen seine Schein-Eltern angestrengt - und gewonnen. Ein Gericht in Buenos Aires verurteilte die heute 60-jährige Maria Cristina Gómez Pinto zu sieben und ihren 65-jährigen Ex-Mann Osvaldo Riva zu acht Jahren Haft. Der frühere Offizier Enrique Berthier, der dem Paar 1978 die damals zwei bis drei Monate alte María Eugenia Sampallo übergab, muss für zehn Jahre ins Gefängnis. Die heute 30-Jährige war nach der Verhaftung ihrer bis heute verschwundenen Eltern in einem Folterlager zur Welt gekommen.
Die Staatsanwaltschaft hatte für den Kindesraub 25 Jahre Haft gefordert. Dementsprechend kritisierten die "Großmütter der Plaza de Mayo" - eine Organisation, die sich um die Aufklärung der Identität damals geraubter Babys kümmert - als zu milde. Auch die argentinische Regierung beklagte das "geringe" Strafmaß.
Die leiblichen Eltern María Eugenias waren Arbeiter, beide gehörten zur marxistisch-leninistischen Opposition gegen die Militärdiktatur. Sie wurden verhaftet, zusammen mit ihrem damals dreijährigen Sohn. Dieser wurde jedoch auf Druck der Großeltern bald freigelassen. Nach der Geburt María Eugenias verlieren sich die Spuren der Eltern.
Ein Militärarzt stellte eine falsche Geburtsurkunde aus. Im Alter von sieben Jahren erfuhr das Mädchen, dass es "adoptiert" worden war. An ihre Kindheit hat María Eugenia keine guten Erinnerungen, bis heute weigert sie sich, Pinto und Riva als "Adoptiveltern" zu bezeichnen. Mit 22 Jahren begann sie, Nachforschungen über ihre Vergangenheit anzustellen. Mit Hilfe eines DNA-Tests und der staatlichen "Kommission für das Recht auf Identität" konnte sie 2001 den Kontakt zur Großmutter und dem älteren Bruder herstellen.
Den "Großmüttern der Plaza de Mayo" zufolge sind bisher 88 Kinder, die damals geraubt wurden, ihren wahren Familien zurückgegeben worden. Schätzungsweise 400 Menschen, die zwischen 1976 und 1980 zur Welt kamen und ebenfalls illegal adoptiert wurden, kennen demnach jedoch ihre wahre Identität immer noch nicht.
URL: http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?em_cnt=1314850
Was in Argentinien inzwischen möglich ist, das sollte endlich auch in Deutschland getan werden. Die juristische Aufarbeitung Tausender Zwangsadoptionen und sogenannter Ehelicherklärungen mit denen deutsche Gerichte in Tausenden von Fällen seit Gründung der BRD bis in die 90er-Jahre des 20. Jahrhundert in trauter Komplizenschaft mit ausgrenzungsbedürftigen nichtverheirateten Müttern (teils mit deren kriminellen agierenden neuen männlichen Partnern) nichtverheirateten Vätern von ihren Kindern getrennt haben.
Das Ganze geschah viele Jahre lang mit Wissen und Billigung höchster Regierungsstellen und unter den Augen - wenn nicht sogar unter Billigung des Bundesgerichtshofes und des Bundesverfassungsgerichtes. Letzteres stoppte erst in den 90-er Jahren die menschenrechtswidrige Rechtspraxis, nachdem schon Tausenden von Vätern ihre Kinder wegadoptiert waren.
Auch vielen verheirateten Müttern und verheirateten Vätern wurde unter dubiosen Umständen ihre Kinder wegadoptiert. Diese Praxis dauert bis heute an.
In jedem deutschen Jugendamt finden wir heute für Adoptionen zuständige Mitarbeiter, die sich nicht etwa nur um Kinder kümmern, die ihre Eltern tatsächlich durch Tod verloren haben, der einzige Grund, der eine Adoption rechtfertigen kann..
www.arte.tv/de/programm/242,date=28/09/2007.html
20:40 Teil 1
22:10 Teil 2
23:40 Dokumentation zum Film
Der Film zeigt, das die Mauer in den Köpfen weiterhin existiert. Die Frau ist frisch geschieden und will mit den Kindern ausreisen. Vom Vater ist erst gar nicht die Rede. Die Kinder werden in eine politisch korrekte Pflegefamilie gegeben. Die positiven Rollen sind überwiegend mit Frauen besetzt und die negativen Rollen überwiegend mit Männern.
Der Film ist ein gutes Beispiel für die Heuchelei in Westdeutschland, hier waren Zwangsadoptionen bis 1998 gesetzlich erlaubt und Tausenden nichtverheirateten Vätern wurden durch die Mütter der gemeinsamen Kinder mit staatlicher Beihilfe ihre Kinder wegadoptiert, ohne dass bis heute jemand auf die Idee gekommen ist, dies in einem Spielfilm anzuprangern oder diesen Vätern und ihren Kinder gar Schadensersatzzahlungen zuzubilligen.
Das ganze wurde von den damals Verantwortlichen im Bundesjustizministerium euphemistisch als "Annahme als Kind" bezeichnet, grad so wie die Nazis den Begriff der "Euthanasie" benutzten, um die Ermoderung Tausender geistig und psychisch beeinträchtigter Menschen zu verschleiern. Die geistige Verwandtschaft zwischen den Nazis und der westdeutschen Nachkriegsbürokratie bis in die 80-er Jahre hinein, liegt auf der Hand.
Im Bürgerlichen Gesetzbuch hieß es bis zum 31.06.1998:
§ 1741 BGB a.F. (Zulässigkeit der Annahme)
(1) Die Annahme als Kind ist zulässig, wenn sie dem Wohl des Kindes dient und zu erwarten ist, daß zwischen dem Annehmenden und dem Kind ein Eltern-Kind-Verhältnis entsteht.
§ 1747 BGB a.F.
(2) Zur Annahme eines nichtehelichen Kindes ist die Einwilligung der Mutter erforderlich. Die Annahme eines nichtehelichen Kindes durch Dritte ist nicht auszusprechen, wenn der Vater die Ehelicherklärung oder die Annahme des Kindes beantragt, dies gilt nicht, wenn die Mutter ihr nichteheliches Kind annimmt. ...
§ 1755 BGB a.F. (Erlöschen bisheriger Verwandtschaftsverhältnisse)
(1) Mit der Annahme erlöschen das Verwandtschaftsverhältnis des Kindes und seiner Abkömmlinge zu den bisherigen Verwandten ...
Debatte | 14.10.07 | 18:59 Uhr
von hannaske | Berlin | 293 mal gelesen
Die Fernseh-Talkrunden zu "Die Frau von Checkpoint Charlie" sind ein Beleg für die niedrige Stellung von Vaterrechten in Deutschland
An ein Kreuz gebunden sprach 2006 Schauspieler Mathieu Carrière vorm Bundesinnenministerium bei einer Demonstration von "Väteraufbruch für Kinder e.v." die Worte "Vater, Vater, warum hast Du mich verlassen". Die Fernseh-Talk-Shows mit Jutta Gallus und die darin vorkomende völlige Ausblendung des Vaters der Gallus-Töchter mit seinen Beweggründen und Gefühlen zeigt, wie niedrig der Bewusstseinststand der Gesellschaft bezüglich der Vaterrechte ist und wie notwendig Aktionen sind, das zu ändern.
Als DDR-Bürgerrechtler stehe ich politisch natürlich voll auf der Seite der mutigen und aufrechten Jutta Gallus in Totalverurteilung eines verbrecherischen Regimes, dass den Bürgern die primitivsten Menschenrechte verwehrt hat.
Als Vater stehe ich allerdings woanders und erkenne das, was unsere "Experten" in den Medien mal wieder völlig unter den Tisch fallen lassen: Neben dem Menschenrecht der Mutter auf ihre Kinder und der Kinder auf ihre Mutter steht das Menschenrecht des Vaters auf seine Kinder und der Kinder auf ihren Vater.
Man stelle sich den umgekehrten Fall vor, dass ein Vater ohne Zustimmung der Mutter nach der Partnerschaftstrennung mit deren Kindern "Republikflucht" begeht, im Wissen darum, dass sich Mutter und Kinder zukünftig nicht mehr sehen werden.
Man stelle sich vor, dass nach missglückter "Republikflucht" und Inhaftierung des Vaters die Kinder zwei Jahre von der Mutter betreut werden und der Vater trotzdem nach seiner Haftverbüßung eine Rückkehr in den Osten zu den Kindern ablehnt und vom Westen aus fordert, dass die Kinder ihm zugesprochen werden und die Mutter freiwillig ganz auf die Kinder verzichten soll mitsamt dem Sorgerecht, dass der Vater bei seiner Ausreise der Mutter schriftlich übertragen hat.
Jutta Gallus sollte sich bewusst sein, dass sie mit der "Republikflucht" und mit dem nach dem Freikauf in den Westen gestellten alleinigen Anspruch auf die Töchter genau das gleiche getan hat, was sie dem SED-Unrechts-Regime diesbezüglich vorwirft. Sie sollte sich also hüten, sich moralisch über den Vater zu stellen. Dass der sich nach ihrem extrem egoistischen Verhalten ihm gegenüber danach möglicherweise nicht von der fairsten und gerechtesten Seite gezeigt hat, ist doch wohl nachvollziehbar.
Besonders nachvollziehbar von den Millionen Müttern in Ost und West, die ihren Expartnern und ihren Kindern genau das angetan haben, was das SED-Unrechts-Regime Jutta Gallus und ihren Töchtern angetan hat.
Dieses millionenfache zum Himmel schreiende vom Gesetzgeber legitimierte Unrecht an Vätern, das heute noch so passiert wie gestern, wird morgen genauso aufgearbeitet werden wie heute das DDR-Unrecht und gestern die Naziverbrechen, darauf kann sich die Gesellschaft schon mal gefasst machen.
Foto via paPPa.com
http://www.rp-online.de/hps/client/opinio/public/pjsub/production_long.hbs?hxmain_object_id=PJSUB::ARTICLE::238028&hxmain_category=::pjsub::opinio::/politik___gesellschaft/deutschland/debatte
Karlsruhe stärkt Rechte des Vaters bei Adoption
Das Bundesverfassungsgericht hat die Rechte nichtehelicher Väter gegen Adoptionen durch Stiefväter gestärkt. Nach einem am Dienstag veröffentlichten Beschluß sind Adoptionen gegen den Willen der leiblichen Väter nur zulässig, wenn sie für das Kind ganz erhebliche Vorteile haben. Geklagt hatte ein Mann, dessen leiblicher Sohn vom neuen Ehemann der Mutter adoptiert worden war. Die Karlsruher Richter hoben die Adoption auf. Unter bestimmten Voraussetzungen können die Gerichte eine Adoption auch gegen den Willen des Vaters oder der Mutter gestatten. Dabei sind die gesetzlichen Anforderungen nach einer vor einigen Jahren geänderten Vorschrift weniger streng, wenn nichteheliche Väter nie das Sorgerecht für ihr leibliches Kind hatten. Ganz außer acht lassen dürfen die Gerichte die Interessen dieser Väter jedoch nicht, hob das Bundesverfassungsgericht jetzt hervor. Vielmehr müßten stets die Interessen des Kindes und des Vaters miteinander abgewogen werden. Dazu gehört nach den Worten der Richter auch die Prüfung, ob ein intaktes Verhältnis zwischen Vater und Kind besteht. Außerdem müßten die Gerichte feststellen, ob der Vater an möglichen Störungen in der Beziehung zu seinem Kind selbst schuld ist. Wenn die Mutter einseitig den Kontakt abbreche, könne das nicht in jedem Fall zu Lasten des Vaters gewertet werden, entschieden die Richter. (Aktenzeichen: 1 BvR 1444/01 - Beschluß vom 29. November 2005.)
Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 14.12.2005
Link zu Entscheidung:
http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rk20051129_1bvr144401
http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rs20051025_2bvr052401
Posteingang beim Väternotruf 18.12.05
Es ist eine rechtspolitische Schande, dass in Deutschland Väter erst zum Bundesverfassungsgericht gehen müssen, wenn ihnen die eigenen Kinder wegadoptiert werden. Eine solche Praxis erinnert an finsterste DDR-Zustände. Man muss sich da fragen, von welchem männerfeindlichen Geist die Leute sind, die in Bundesregierung und Bundestag solche Gesetze überhaupt erst ermöglichen.

References: §1626
 § 1747
 § 1672
 § 1672
 § 1750
 § 1748
 §1626

§ 1741

§ 1747

§ 1755