Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20120628_OGH0002_0080OB00062_12V0000_000&IncludeSelf=False
Timestamp: 2019-10-20 03:33:38+00:00

Document:
RIS - Rechtssätze für 8Ob62/12v - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 1Ob71/75 8Ob527/79 3Ob5...
RS0038974
1Ob71/75; 8Ob527/79; 3Ob572/79; 6Ob610/84; 7Ob35/84; 8Ob546/86; 5Ob557/88 (5Ob558/88); 1Ob528/94; 1Ob628/95; 6Ob209/00d; 4Ob231/06h; 10Ob85/07h; 4Ob19/09m; 17Ob6/10x; 7Ob219/10x; 8Ob62/12v; 9Ob85/14m; 6Ob134/17z; 9Ob61/18p
Ein rechtliches Interesse an der alsbaldigen Feststellung ist dann anzuerkennen, wenn der Beklagte das Recht ernsthaft behauptet, sodass es zweckmäßig ist, den für beide Teile nachteiligen Schwebezustand zu beendigen, die Anmaßung als Ursache der bestehenden Rechtsunsicherheit abzuwehren und den Gegner zu zwingen, das angemaßte Recht zu beweisen oder aufzugeben.
1 Ob 71/75
Entscheidungstext OGH 21.05.1975 1 Ob 71/75
Veröff: MietSlg 27652
3 Ob 572/79
Entscheidungstext OGH 29.10.1980 3 Ob 572/79
nur: Ein rechtliches Interesse an der alsbaldigen Feststellung ist dann anzuerkennen, wenn der Beklagte das Recht ernsthaft behauptet, sodass es zweckmäßig ist, den für beide Teile nachteiligen Schwebezustand zu beendigen. (T1)
7 Ob 35/84
Entscheidungstext OGH 22.11.1984 7 Ob 35/84
nur T1; Veröff: SZ 57/180
8 Ob 546/86
Entscheidungstext OGH 19.06.1986 8 Ob 546/86
Auch; nur T1; Beisatz: Bestreitung der Ersitzung. (T2)
5 Ob 557/88
Entscheidungstext OGH 18.04.1989 5 Ob 557/88
1 Ob 528/94
Entscheidungstext OGH 11.03.1994 1 Ob 528/94
Vgl auch; Beisatz: Eine in der Ausstellung von Rechnungen zu sehende Berühmung, mit dem Kläger bestimmte Kaufverträge abgeschlossen zu haben, und die sich daran möglicherweise anknüpfenden privatrechtlichen Folgen begründen ein Feststellungsinteresse. (T3)
nur: Ein rechtliches Interesse an der alsbaldigen Feststellung ist dann anzuerkennen, wenn der Beklagte das Recht ernsthaft behauptet. (T4)
Beisatz: Dies gilt für eine negative Feststellungsklage. (T5)
4 Ob 231/06h
Entscheidungstext OGH 19.12.2006 4 Ob 231/06h
Auch; nur T4; Beisatz: Das rechtliche Interesse ist nicht dadurch ausgeschlossen, dass der Kläger auch eine weitergehende Feststellung über den Inhalt des zwischen ihm und der Beklagten bestehenden Rechtsverhältnisses erwirken könnte (sei es durch eine weiter reichende negative Feststellungsklage, sei es durch eine positive Feststellungsklage). (T6)
4 Ob 19/09m
Entscheidungstext OGH 24.03.2009 4 Ob 19/09m
17 Ob 6/10x
Entscheidungstext OGH 31.08.2010 17 Ob 6/10x
Auch; Veröff: SZ 2010/105
7 Ob 219/10x
Entscheidungstext OGH 19.01.2011 7 Ob 219/10x
8 Ob 62/12v
Entscheidungstext OGH 28.06.2012 8 Ob 62/12v
Veröff: SZ 2012/67
6 Ob 134/17z
Entscheidungstext OGH 21.12.2017 6 Ob 134/17z
Vgl; Beisatz: Hier: Rechtliches Interesse des Mieters an der Feststellung des Bestehens eines aufrechten Mietverhältnisses bejaht, weil die beklagte Vermieterin den Bestand des Mietvertrags bestreitet. (T7)
ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0038974
JJR_19750521_OGH0002_0010OB00071_7500000_002
Rechtssatz für 8Ob218/76 8Ob245/76 1Ob...
RS0008757
8Ob218/76; 8Ob245/76; 1Ob23/76; 4Ob16/78; 5Ob18/78; 4Ob79/79 (4Ob80/79 -4Ob106/79); 4Ob56/79 (4Ob57/79 -4Ob59/79); 4Ob60/79; 1Ob598/80; 1Ob703/81; 4Ob29/83; 7Ob592/84; 14Ob154/86; 9ObA17/93; 9ObA159/93; 10ObS262/94; 1Ob2131/96f; 10ObS2354/96s; 10ObS236/99z; 8ObA75/04v; 5Ob234/07h; 5Ob63/10s; 7Ob124/11b; 8Ob62/12v; 10ObS100/13y; 10ObS114/13g; 10ObS1/13i; 1Ob215/13v; 7Ob1/14v; 10ObS63/14h; 8ObA6/15p; 10ObS67/15y; 5Ob100/16s; 1Ob190/16x; 10ObS154/17w; 8Ob79/18b; 7Ob241/18v
Liegt eine "planwidrige Unvollständigkeit" des Gesetzes nicht vor, sind die Voraussetzungen für eine Gesetzeslücke nicht gegeben.
8 Ob 218/76
Entscheidungstext OGH 23.03.1977 8 Ob 218/76
Veröff: SZ 50/45 = EvBl 1977/251 S 606
1 Ob 23/76
Entscheidungstext OGH 30.03.1977 1 Ob 23/76
4 Ob 16/78
Entscheidungstext OGH 06.06.1978 4 Ob 16/78
Veröff: DRdA 1979,214 (mit Anmerkung von Grillberger) = JBl 1979,382 = Ind 1980 4,1200 = SozM IAe,1165
5 Ob 18/78
Entscheidungstext OGH 04.07.1978 5 Ob 18/78
4 Ob 79/79
Entscheidungstext OGH 18.12.1979 4 Ob 79/79
Veröff: JBl 1980,555
4 Ob 56/79
Entscheidungstext OGH 18.12.1979 4 Ob 56/79
4 Ob 60/79
Entscheidungstext OGH 18.12.1979 4 Ob 60/79
Veröff: Arb 9844
1 Ob 598/80
Entscheidungstext OGH 27.05.1980 1 Ob 598/80
1 Ob 703/81
Entscheidungstext OGH 06.11.1981 1 Ob 703/81
Veröff: EvBl 1982/82 S 295
4 Ob 29/83
Entscheidungstext OGH 12.04.1983 4 Ob 29/83
7 Ob 592/84
Entscheidungstext OGH 22.11.1984 7 Ob 592/84
Auch; Veröff: NZ 1987,98
14 Ob 154/86
Entscheidungstext OGH 21.10.1986 14 Ob 154/86
Auch; Veröff: SZ 59/177 = EvBl 1987/9 S 52 = RZ 1987/24 S 111 = Arb 10560 = DRdA 1987,428 (Czerny)
9 ObA 17/93
Entscheidungstext OGH 13.01.1993 9 ObA 17/93
Vgl; Veröff: SZ 66/2 = EvBl 1993/156 S 637 = WBl 1993,190 = Arb 11055 = DRdA 1993,479 (Pferl) = SozArb 1993 H6,9
9 ObA 159/93
Entscheidungstext OGH 08.09.1993 9 ObA 159/93
Auch; Veröff: DRdA 1994,309 (Widon)
10 ObS 262/94
Entscheidungstext OGH 19.12.1994 10 ObS 262/94
1 Ob 2131/96f
Entscheidungstext OGH 25.06.1996 1 Ob 2131/96f
Vgl; Veröff: SZ 69/146
10 ObS 2354/96s
Entscheidungstext OGH 05.11.1996 10 ObS 2354/96s
Auch; Beisatz: Wurde von der Gesetzgebungsinstanz für einen bestimmten Sachverhalt eine bestimmte Rechtsfolge bewusst nicht angeordnet, so fehlt es an einer Gesetzeslücke und daher auch an der Möglichkeit ergänzender Rechtsfindung. (T1)
10 ObS 236/99z
Entscheidungstext OGH 06.06.2000 10 ObS 236/99z
Auch; Beisatz: Die bloße Meinung des Rechtsanwenders, eine Regelung sei wünschenswert, rechtfertigt die Annahme einer Gesetzeslücke noch nicht. Ohne Vorliegen einer Gesetzeslücke gleichsam an die Stelle des Gesetzgebers zu treten und einen Regelungsinhalt (rechtsfortbildend) zu schaffen, dessen Herbeiführung ausschließlich diesem obläge, steht den Gerichten nicht zu. (T2)
Veröff: SZ 73/92
8 ObA 75/04v
Entscheidungstext OGH 24.09.2004 8 ObA 75/04v
5 Ob 234/07h
Entscheidungstext OGH 06.11.2007 5 Ob 234/07h
5 Ob 63/10s
Entscheidungstext OGH 31.08.2010 5 Ob 63/10s
Beis wie T2; Veröff: SZ 2010/104
7 Ob 124/11b
Entscheidungstext OGH 30.11.2011 7 Ob 124/11b
Auch; Veröff: SZ 2011/140
10 ObS 114/13g
Entscheidungstext OGH 22.10.2013 10 ObS 114/13g
Beis wie T2; Veröff: SZ 2013/100
10 ObS 1/13i
Entscheidungstext OGH 28.01.2014 10 ObS 1/13i
1 Ob 215/13v
Entscheidungstext OGH 23.01.2014 1 Ob 215/13v
7 Ob 1/14v
Entscheidungstext OGH 22.04.2014 7 Ob 1/14v
Auch; Beis wie T2; Veröff: SZ 2014/36
10 ObS 63/14h
Entscheidungstext OGH 30.09.2014 10 ObS 63/14h
Vgl; Beis wie T2; Veröff: SZ 2014/90
8 ObA 6/15p
Entscheidungstext OGH 26.02.2015 8 ObA 6/15p
Vgl; Beis wie T1; Beis wie T2; Beisatz: Fremdwährungskredit; keine analoge Anwendung des § 27 KSchG. (T3); Veröff: SZ 2017/34
10 ObS 154/17w
Entscheidungstext OGH 23.01.2018 10 ObS 154/17w
8 Ob 79/18b
Entscheidungstext OGH 29.05.2018 8 Ob 79/18b
7 Ob 241/18v
Entscheidungstext OGH 30.01.2019 7 Ob 241/18v
Beisatz: Hier: § 165a VersVG idF BGBl Nr 90/1993. (T4)
ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0008757
JJR_19770323_OGH0002_0080OB00218_7600000_001
Rechtssatz für 8Ob659/86 7Ob620/87 8Ob...
RS0039007
8Ob659/86; 7Ob620/87; 8Ob603/89; 8Ob612/90; 9ObA72/93; 8Ob638/93; 1Ob22/95; 6Ob153/98p; 7Ob135/99z; 7Ob68/00a; 6Ob335/00h; 7Ob75/01g; 1Ob58/01p; 7Ob242/01s; 7Ob36/02y; 9Ob250/02h; 9Ob53/03i; 1Ob13/04z; 7Ob137/04d; 6Ob237/04b; 9Ob7/06d; 8ObA23/06z; 7Ob279/06i; 7Ob252/08x; 8ObA31/09f; 6Ob41/11i; 2Ob186/10g; 8Ob62/12v; 3Ob21/13d; 4Ob240/12s; 4Ob23/14g; 7Ob91/14d; 1Ob210/14k; 9ObA21/15a; 9ObA113/15f; 9ObA3/16f; 4Ob237/15d; 4Ob121/16x; 6Ob71/17k; 8Ob117/17i; 9ObA92/17w; 8ObA73/18w
Die Feststellungsklage soll zumeist vorbeugenden Rechtsschutz gewähren und ist daher nur zulässig, wenn ein Rechtsschutzbedürfnis besteht. Aus dem Erfordernis des rechtlichen Interesses an der alsbaldigen Feststellung ergibt sich, dass eine tatsächliche Gefährdung der Rechtssphäre des Klägers vorausgesetzt wird, die schon darin gelegen sein kann, dass der Beklagte den klägerischen Anspruch verneint.
8 Ob 659/86
Entscheidungstext OGH 26.02.1987 8 Ob 659/86
7 Ob 620/87
Entscheidungstext OGH 09.07.1987 7 Ob 620/87
Veröff: SZ 60/140
nur: Aus dem Erfordernis des rechtlichen Interesses an der alsbaldigen Feststellung ergibt sich, dass eine tatsächliche Gefährdung der Rechtssphäre des Klägers vorausgesetzt wird, die schon darin gelegen sein kann, dass der Beklagte den klägerischen Anspruch verneint. (T1)
Auch; nur: Aus dem Erfordernis des rechtlichen Interesses an der alsbaldigen Feststellung ergibt sich, dass eine tatsächliche Gefährdung der Rechtssphäre des Klägers vorausgesetzt wird. (T2)
8 Ob 638/93
Entscheidungstext OGH 28.04.1994 8 Ob 638/93
6 Ob 153/98p
Entscheidungstext OGH 10.06.1998 6 Ob 153/98p
7 Ob 135/99z
Entscheidungstext OGH 14.07.1999 7 Ob 135/99z
Auch; Beisatz: Für die Zulässigkeit einer Feststellungsklage müssten neben den allgemeinen Prozessvoraussetzungen nach § 228 ZPO die zwei weiteren besonderen Prozessvoraussetzungen und zwar a) der Feststellungsfähigkeit des Rechtsverhältnisses und b) des rechtlichen Interesses des Klägers an der alsbaldigen Feststellung gegeben sein. (T3)
Beisatz: Das rechtliche Interesse an der alsbaldigen Feststellung ist dann gegeben, wenn ein aktueller Anlass zur präventiven Klärung des strittigen Rechtsverhältnisses besteht. Dieser Anlass ist dann zu bejahen, wenn das Rechtsverhältnis durch eine ernsthafte Unsicherheit gefährdet erscheint; zum Beispiel wenn der Beklagte ein Recht des Klägers hartnäckig bestreitet oder sich das Recht ernstlich angemaßt hat. (T4)
Auch; Beis ähnlich T3; Beis wie T4 nur: Das rechtliche Interesse an der alsbaldigen Feststellung ist dann gegeben, wenn ein aktueller Anlass zur präventiven Klärung des strittigen Rechtsverhältnisses besteht. Dieser Anlass ist dann zu bejahen, wenn das Rechtsverhältnis durch eine ernsthafte Unsicherheit gefährdet erscheint; zum Beispiel wenn der Beklagte ein Recht des Klägers hartnäckig bestreitet. (T5)
Beisatz: Die Feststellungsklage ist schon dann zulässig, wenn aufgrund des Verhaltens des Beklagten eine erhebliche objektive Ungewissheit über den Bestand des Rechts entstanden ist und diese Ungewissheit durch die Rechtskraftwirkung des Feststellungsurteils beseitigt werden kann. (T6)
Auch; Beis wie T4 nur: Das rechtliche Interesse an der alsbaldigen Feststellung ist dann gegeben, wenn ein aktueller Anlass zur präventiven Klärung des strittigen Rechtsverhältnisses besteht. (T7)
Auch; Beis wie T3; Beis wie T7; Veröff: SZ 2002/13
9 Ob 250/02h
Entscheidungstext OGH 18.12.2002 9 Ob 250/02h
Auch; Beis wie T7; Beisatz: Dieser Anlass ist zu bejahen, wenn das Rechtsverhältnis durch eine ernsthafte Unsicherheit gefährdet erscheint, zum Beispiel wenn der Beklagte ein Recht des Klägers bestreitet. (T8)
Auch; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Verletzung vertraglicher Aufklärungspflicht. (T9)
Vgl auch; Beisatz: Hier: Problem eines rechtlichen Interesses an einem Feststellungsbegehren über die Unterhaltspflicht eines Verschollenen während eines Todeserklärungsverfahrens im Hinblick auf die Gewährung einer Witwenpension. (T10)
Vgl; Beis wie T7; Beisatz: Ein rechtliches Interesse an der alsbaldigen Feststellung kann regelmäßig nur bejaht werden, wenn eine Verschlechterung der rechtlichen Position des Klägers bei einer Verweisung auf ein erst später mögliches gerichtliches Vorgehen zu befürchten wäre. (T11)
8 ObA 31/09f
Entscheidungstext OGH 19.11.2009 8 ObA 31/09f
Auch; Beisatz: Hier: Klage nach § 54 Abs 1 ASGG. (T12)
Beisatz: Einer im Rahmen einer Zeugenaussage im Verfahren gemäß § 54 Abs 1 ASGG abgegebenen Erklärung des betroffenen Arbeitnehmers, er sei an diesem vom Betriebsrat eingeleiteten Verfahren nicht interessiert, kommt keine Bedeutung für die Beurteilung des rechtlichen Interesses gemäß § 228 ZPO zu. (T13)
Auch; Beisatz: Eine tatsächliche Gefährdung der Rechtssphäre des Klägers liegt vor, wenn der Beklagte seinen Anspruch verneint. (T14)
4 Ob 237/15d
Entscheidungstext OGH 20.04.2016 4 Ob 237/15d
Auch; Beis wie T11; Beisatz: Das rechtliche Interessen an der Feststellung über die Wirkungen einer bestimmten Gerichtsstandsvereinbarung besteht nicht (mehr), wenn bereits ein Gerichtsverfahren anhängig gemacht worden ist, in dem diese Frage zeitnäher und prozessökonomischer entschieden werden kann. (T15)
Beisatz: Eine vom Standpunkt des Klägers abweichende Rechtsansicht eines ausländischen Gerichts begründet noch kein rechtliches Interesse an der gegenteiligen Feststellung dafür präjudizieller Vorfragen; insoweit wird nämlich versucht, einen prozessualen Vorteil zu erreichen. (T16)
Vgl auch; Beisatz: Feststellungsinteresse, ob das Bestandverhältnis ab Mai 2011 frei kündbar sein würde oder nicht. (T17)
8 ObA 73/18w
Entscheidungstext OGH 25.01.2019 8 ObA 73/18w
ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0039007
JJR_19870226_OGH0002_0080OB00659_8600000_001
Rechtssatz für 4Ob2074/96w 7Ob2430/96w...
RS0098756
4Ob2074/96w; 7Ob2430/96w; 9Ob2065/96h; 1Ob292/98t; 1Ob265/98x; 10ObS312/98z; 5Ob323/98f; 5Ob213/99f; 10ObS266/99m; 10ObS236/99z; 7Ob313/01g; 10ObS91/02h; 5Ob9/02p; 9Ob85/02v; 3Ob215/02t (3Ob321/02f); 5Ob88/03g; 6Ob112/04w; 8Ob84/06w; 8ObA76/06v; 4Ob193/06w; 8ObA107/06b; 5Ob234/07h; 2Ob67/08d; 2Ob32/08g; 7Ob168/08v; 9ObA5/08p; 9ObA41/08g; 4Ob227/08y; 6Ob261/09i; 7Ob13/10b; 5Ob63/10s; 8ObA88/10i; 8ObA60/10x; 5Ob190/10t; 7Ob124/11b; 8ObA91/11g; 9Ob65/11s; 7Ob215/11k; 8ObA31/11h; 7Ob212/11v; 8Ob62/12v; 5Ob66/12k; 1Ob148/12i; 8Ob132/12p; 10ObS100/13y; 9ObA60/13h; 10ObS114/13g; 5Ob76/13g; 10ObS1/13i; 1Ob215/13v; 9ObA5/14x; 5Ob220/13h; 10ObS63/14h; 6Ob17/14i; 8ObA6/15p; 8ObS8/14f; 3Ob136/15v; 10ObS67/15y; 5Ob88/15z; 6Ob179/14p; 5Ob100/16s; 11Os23/17t; 8Ob65/16s; 7Ob74/17h; 10ObS154/17w; 9ObA78/18p; 6Ob126/18z; 6Ob81/19h
Ein Analogieschluss setzt eine Gesetzeslücke voraus, das heißt also, dass der Rechtsfall nach dem Gesetz nicht beurteilt werden kann, jedoch von Rechts wegen einer Beurteilung bedarf. Es muss also eine "planwidrige Unvollständigkeit", dass heißt eine nicht gewollte Lücke, vorliegen.
4 Ob 2074/96w
Entscheidungstext OGH 30.04.1996 4 Ob 2074/96w
7 Ob 2430/96w
Entscheidungstext OGH 02.04.1997 7 Ob 2430/96w
Auch; Veröff: SZ 69/109
1 Ob 292/98t
Entscheidungstext OGH 27.10.1998 1 Ob 292/98t
Auch; nur: Ein Analogieschluss setzt eine Gesetzeslücke voraus. Es muss also eine "planwidrige Unvollständigkeit" vorliegen. (T1)
1 Ob 265/98x
Entscheidungstext OGH 24.11.1998 1 Ob 265/98x
10 ObS 312/98z
Entscheidungstext OGH 12.01.1999 10 ObS 312/98z
nur T1; Veröff: SZ 72/1
5 Ob 323/98f
Entscheidungstext OGH 12.01.1999 5 Ob 323/98f
5 Ob 213/99f
Entscheidungstext OGH 12.10.1999 5 Ob 213/99f
nur T1; Veröff: SZ 72/146
10 ObS 266/99m
Entscheidungstext OGH 09.11.1999 10 ObS 266/99m
Vgl auch; Beisatz: Die Nichterwähnung der Teilzeitbeihilfe nach dem KGG, BSVG und GSVG im § 11 Abs 2 KGG stellt keine Regelungslücke dar. (T2)
Auch; Beisatz: Die bloße Meinung des Rechtsanwenders, eine Regelung sei wünschenswert, rechtfertigt die Annahme einer Gesetzeslücke noch nicht. Ohne Vorliegen einer Gesetzeslücke gleichsam an die Stelle des Gesetzgebers zu treten und einen Regelungsinhalt (rechtsfortbildend) zu schaffen, dessen Herbeiführung ausschließlich diesem obläge, steht den Gerichten nicht zu. (T3)
7 Ob 313/01g
Entscheidungstext OGH 17.04.2002 7 Ob 313/01g
10 ObS 91/02h
Entscheidungstext OGH 30.04.2002 10 ObS 91/02h
Auch; Beisatz: Eine Lücke im Rechtssinn ist dort anzunehmen, wo das Gesetz, gemessen an seiner eigenen Absicht und immanenten Teleologie, unvollständig ist. (T4)
5 Ob 9/02p
Entscheidungstext OGH 12.02.2002 5 Ob 9/02p
9 Ob 85/02v
Entscheidungstext OGH 05.06.2002 9 Ob 85/02v
Beis wie T3; Veröff: SZ 2002/80
Entscheidungstext OGH 18.12.2002 3 Ob 215/02t
Beis wie T3 nur: Ohne Vorliegen einer Gesetzeslücke gleichsam an die Stelle des Gesetzgebers zu treten und einen Regelungsinhalt (rechtsfortbildend) zu schaffen, dessen Herbeiführung ausschließlich diesem obläge, steht den Gerichten nicht zu. (T5)
Veröff: SZ 2002/178
5 Ob 88/03g
Entscheidungstext OGH 13.05.2003 5 Ob 88/03g
6 Ob 112/04w
Entscheidungstext OGH 23.09.2004 6 Ob 112/04w
8 Ob 84/06w
Entscheidungstext OGH 03.08.2006 8 Ob 84/06w
Vgl auch; Beisatz: Eine solche Lücke wäre dann nachgewiesen, wenn das Gesetz gemessen an seiner eigenen Absicht und immanenten Teleologie unvollständig, also ergänzungsbedürftig wäre und die Ergänzung aber auch nicht vom Gesetz gewollten Beschränkungen widerspricht. (T6)
8 ObA 76/06v
Entscheidungstext OGH 23.11.2006 8 ObA 76/06v
Auch; Beisatz: Hier: Annahme einer Gesetzeslücke in § 10 Abs 7 MuttSchG; analoge Anwendung der §§ 10 Abs 2, 10a MuttSchG für den Fall der schriftlichen einvernehmlichen Auflösung in Unkenntnis der Schwangerschaft. (T7)
Veröff: SZ 2006/174
4 Ob 193/06w
Entscheidungstext OGH 21.11.2006 4 Ob 193/06w
Veröff: SZ 2006/173
8 ObA 107/06b
Entscheidungstext OGH 31.01.2007 8 ObA 107/06b
Auch; Beisatz: Annahme einer Gesetzeslücke in § 177 Abs 3 ArbVG, welche durch analoge Anwendung der aus der Bestimmung des § 91 Abs 1 ArbVG abzuleitenden allgemeinen Informationsverpflichtungen, die nach § 177 Abs 3 ArbVG auch im Verhältnis zwischen den „Schwesterunternehmen" zum Tragen kommen, geschlossen werden kann. (T8)
2 Ob 67/08d
Entscheidungstext OGH 28.04.2008 2 Ob 67/08d
Veröff: SZ 2008/55
2 Ob 32/08g
Entscheidungstext OGH 24.09.2008 2 Ob 32/08g
Auch; Beisatz: § 59 Abs 2 KFG. (T9)
Veröff: SZ 2008/157
9 ObA 5/08p
Entscheidungstext OGH 17.12.2008 9 ObA 5/08p
Auch; Beisatz: Dass eine Regelung allenfalls wünschenswert wäre, reicht für die Annahme einer Gesetzeslücke nicht aus. (T10)
Auch; nur T1; Beis ähnlich wie T6; Beis wie T10
6 Ob 261/09i
Entscheidungstext OGH 14.01.2010 6 Ob 261/09i
Auch; nur T1; Beis wie T6; Bem: Hier: Die Frage der Zulässigkeit einer analogen Anwendung des § 215 AktG im Privatstiftungsrecht wird ausdrücklich offen gelassen (mit eingehender Darstellung der Lehre). (T11)
Beis wie T3; Veröff: SZ 2010/104
8 ObA 88/10i
Entscheidungstext OGH 21.12.2010 8 ObA 88/10i
Auch; nur T1; Beisatz: Hier: Kollektivvertrag. (T12)
8 ObA 60/10x
Entscheidungstext OGH 22.02.2011 8 ObA 60/10x
Auch; nur T1; Beis wie T4; Beis wie T10
5 Ob 190/10t
Entscheidungstext OGH 24.01.2011 5 Ob 190/10t
Vgl auch; Beisatz: Hier: Keine Regelungslücke bei § 10 Abs 3 und 4 WEG. (T13)
8 ObA 91/11g
Entscheidungstext OGH 20.12.2011 8 ObA 91/11g
9 Ob 65/11s
Entscheidungstext OGH 27.02.2012 9 Ob 65/11s
Veröff: SZ 2012/23
7 Ob 215/11k
Entscheidungstext OGH 27.02.2012 7 Ob 215/11k
Auch; nur T1; Beisatz: Eine solche Lücke ist dort anzunehmen, wo das Gesetz angemessen an seiner eigenen Ansicht und immanenten Teleologie unvollständig und ergänzungsbedürftig ist, ohne dass eine Ergänzung einer vom Gesetz gewollten Beschränkung widerspricht. (T14)
Beis ähnlich wie T10
Veröff: SZ 2012/21
8 ObA 31/11h
Entscheidungstext OGH 24.04.2012 8 ObA 31/11h
7 Ob 212/11v
Entscheidungstext OGH 27.02.2012 7 Ob 212/11v
Auch; nur T1; Beis wie T14; Auch Beis wie T10
5 Ob 66/12k
Entscheidungstext OGH 09.08.2012 5 Ob 66/12k
1 Ob 148/12i
Entscheidungstext OGH 13.12.2012 1 Ob 148/12i
Auch; nur T1; Beisatz: Hier: Keine Regelungslücke bei § 163 Abs 2 zweiter Halbsatz ABGB. (T15)
8 Ob 132/12p
Entscheidungstext OGH 28.05.2013 8 Ob 132/12p
Auch; Veröff: SZ 2013/53
Auch; Beis wie T10; Beisatz: Hier: Keine Regelungslücke bei §§ 5 Abs 1 und 2, 6 und 7 iVm § 1 Z 2 Stmk L‑GlBG. (T16)
Auch; Beis wie T3; Beis wie T5; Veröff: SZ 2013/100
5 Ob 76/13g
Entscheidungstext OGH 17.12.2013 5 Ob 76/13g
Vgl auch; Beis wie T13; Veröff: SZ 2013/125
9 ObA 5/14x
Entscheidungstext OGH 25.03.2014 9 ObA 5/14x
5 Ob 220/13h
Entscheidungstext OGH 26.09.2014 5 Ob 220/13h
Auch; Beisatz: Der Ansicht, dass eine dem Gesetzeszweck Rechnung tragende Auslegung des § 18b MRG nicht nur eine korrigierende Auslegung seines Anwendungsbereichs auf landesgesetzlich geförderte Arbeiten, sondern auch eine korrigierende Auslegung dahin, dass in jenen Fällen, in denen nach den landesgesetzlichen Regelungen ein längerer Rückzahlungszeitraum als zehn Jahre vorgesehen sei, steht der klare und zwingende Gesetzeswortlaut betreffend die Laufzeit des geförderten oder (Förderungs-)Darlehens entgegen, welcher nach dem Wortlaut des § 18b MRG 10 Jahre nicht übersteigen darf. (T17)
Vgl; Beis wie T3; Beis wie T5; Veröff: SZ 2014/90
Beis wie T5; Veröff: SZ 2014/108
Beis wie T3; Beis wie T10; Beis wie T14
8 ObS 8/14f
Entscheidungstext OGH 24.03.2015 8 ObS 8/14f
3 Ob 136/15v
Entscheidungstext OGH 15.07.2015 3 Ob 136/15v
Auch; Veröff: SZ 2015/70
6 Ob 179/14p
Entscheidungstext OGH 01.12.2015 6 Ob 179/14p
Verstärkter Senat; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Keine analoge Anwendung von § 149 Abs 1 IO auf aufrechnungsberechtigte Insolvenzgläubiger. (T18); Veröff: SZ 2015/135
11 Os 23/17t
Entscheidungstext OGH 21.03.2017 11 Os 23/17t
8 Ob 65/16s
Entscheidungstext OGH 22.02.2017 8 Ob 65/16s
Veröff: SZ 2017/17
7 Ob 74/17h
Entscheidungstext OGH 21.09.2017 7 Ob 74/17h
9 ObA 78/18p
Entscheidungstext OGH 30.10.2018 9 ObA 78/18p
6 Ob 126/18z
Entscheidungstext OGH 20.12.2018 6 Ob 126/18z
6 Ob 81/19h
Entscheidungstext OGH 23.05.2019 6 Ob 81/19h
Auch; Beisatz: Keine analoge Anwendung der §§ 19 ff JN und § 49 Abs 4 und 5 RstDG. (T19)
ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0098756
JJR_19960430_OGH0002_0040OB02074_96W0000_004
Rechtssatz für 8Ob62/12v 1Ob98/14i 10O...
RS0127991
8Ob62/12v; 1Ob98/14i; 10ObS68/14v; 10ObS102/14v; 10ObS65/19k; 10ObS57/19h
ABGB §186
AußStrG 2005 §186
ABGB idF KindNamRÄG §184
Die Pflegeelterneigenschaft nach § 186 ABGB ist kraft Gesetzes gegeben, wenn die gesetzlichen Tatbestandsmerkmale, nämlich die geforderte persönliche, emotionale Beziehung einerseits und die tatsächliche (gänzliche oder teilweise) Besorgung der Pflege und Erziehung andererseits vorliegen. Maßgebend sind die faktischen Verhältnisse. Ein Anspruch auf „Bestätigung bzw Feststellung der Pflegeelterneigenschaft“ kann weder aus § 186 ABGB noch aus § 186 AußStrG abgeleitet werden.
1 Ob 98/14i
Entscheidungstext OGH 17.06.2014 1 Ob 98/14i
10 ObS 68/14v
Entscheidungstext OGH 21.10.2014 10 ObS 68/14v
Beisatz: Hier: Anspruch des gleichgeschlechtlichen Partners eines leiblichen Elternteils auf Kinderbetreuungsgeld als Pflegeelternteil. (T1); Veröff: SZ 2014/94
10 ObS 102/14v
Entscheidungstext OGH 21.10.2014 10 ObS 102/14v
10 ObS 65/19k
Entscheidungstext OGH 30.07.2019 10 ObS 65/19k
10 ObS 57/19h
Entscheidungstext OGH 13.09.2019 10 ObS 57/19h
ECLI:AT:OGH0002:2012:RS0127991
JJR_20120628_OGH0002_0080OB00062_12V0000_001

References: OGH 
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 § 27
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 § 165
 OGH 
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 OGH 
 OGH 
 § 228
 OGH 
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 § 54
 § 54
 § 228
 OGH 
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 § 11
 OGH 
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 OGH 
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 § 10
 OGH 
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 § 177
 § 91
 § 177
 OGH 
 OGH 
 § 59
 OGH 
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 § 215
 OGH 
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 OGH 
 § 10
 OGH 
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 § 163
 OGH 
 § 1
 OGH 
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 § 18
 § 18
 OGH 
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 § 149
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 § 49
 §186
 §186
 §184
 § 186
 § 186
 § 186
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