Source: https://www.vedd.de/dokumente/glossar/
Timestamp: 2018-11-15 16:45:18+00:00

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Glossar » VEDD - Starke Gemeinschaften
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Zusammenstellung VEDD-öffentlicher und kirchlicher Äußerungen
rund um das Thema Diakone, Diakoninnen und Diakonat
kompakt zusammengefasst sind in diesem Glossar wichtige Begriffe zum Amt des Diakons und der Diakonin und ihre Verankerung im Diakonat der Kirche. Diakoninnen und Diakone stehen für die Vielfalt der Traditionen und ihre Aktualität für den diakonischen Dienst der Kirche in der Welt heute.
Diakoninnen, Diakone und Mitarbeitende im Diakonat werden dazu berufen, eingesegnet und klären immer wieder persönlich, in und mit ihren Gemeinschaften und Landeskirchen für welche anstehenden Herausforderungen in Kirche, Diakonie und Gesellschaft ihre jeweilige Berufung gilt. Der Wandel der Zeiten verändert auch die sich ergebende Herausforderung und Aufgabenstellung. Diakoninnen und Diakone leitet ihre Qualifikation und Berufung, das Evangeliums lebendig, dem Leben nah, zielgruppen- und handlungsfeldbezogen zu kommunizieren und begründet so die doppelte Qualifikation für diesen Dienst. Gesetze und Ordnungen definieren diesen Auftrag, geben Orientierung und lassen sich daran messen, ob entsprechend qualifiziert und segensreich gehandelt werden kann.
Textgrundlage sind aktuell geltende bzw. in jüngerer Zeit beschlossene landeskirchliche Diakonengesetze, Beschlüsse auf VEDD-Verbandsebene, Texte der im VEDD verbundenen Mitgliedsgemeinschaften und Einrichtungen, Studien- und Ausbildungsstätten
Wir wünschen , dass diese Texte und weiterführende Formulierungen anregen, die Prozesse in der Kirche, gemeinsam in den landeskirchlich-diakonischen Netzwerken, mit den diakonischen Gemeinschaften, den diakonischen Unternehmen und Ausbildungsstätten weiter zu entwickeln und den aktuellen Gegebenheiten anzupassen.
Heidi Albrecht, Dieter Hödl, Thomas Zippert
Diakonat/diakonischer Dienst
Amt des Diakons/der Diakonin
Ausbildungswege/Doppelte Qualifikation
Berufung und Einsegnung in das Amt des Diakons/der Diakonin
Kompetenz(en)/Kompetenzprofile
Übersichtsgrafik: Das Amt der Diakoninnen und Diakone
Kompetenzprofile von Diakoninnen und Diakonen
Das Berufsprofil von Diakoninnen und Diakone verbindet zwei Kompetenzbereiche:
einen diakonisch-theologischen (Mitgestaltung der „Kommunikation des Evangeliums“)
und einen sozialberuflichen für Unterstützungs- und Bildungsprozesse. Dieser zweite Kompetenzbereich hat sich überschneidende (Unter-)Profile: sozialarbeiterische, (sozial)pflegerische und (sozial-)pädagogische.
Diakoninnen und Diakone sind aufgrund dieses Berufsprofils staatlich anerkannte Fachkräfte für Unterstützung (Förderung, Pflege, Beratung, Betreuung) bzw. Bildung (Entwicklung, Erziehung etc.). Das tun sie zugleich in evangelisch-diakonischer Tradition mit theologisch-diakonischer Qualifikation und mit kirchlicher Beauftragung (Einsegnung in das Amt der Diakonin, des Diakons). Bilden und Unterstützen sind in der Praxis von Diakoninnen und Diakonen gleichermaßen Formen der Kommunikation des Evangeliums wie die Feier von Gottesdiensten und kirchlichen Amtshandlungen, die Diakoninnen und Diakone (je nach Landeskirche eigenständig oder mit-) gestalten („Unser Tun will reden, unser Wort arbeiten“ ).
In der beruflichen Praxis von Diakoninnen und Diakonen zeigen sich verschiedene Ausdrucksformen der Kommunikation des Evangeliums auf der Grundlage des Evangeliums, von Ethiken der Anerkennung und des Respekts und der Solidarität. Die Orientierung an den Sozialräumen der Zielgruppen diakonischer Arbeit fördert und unterstützt die selbstbestimmte Teilhabe und reflektiert die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Diakoninnen und Diakone „fragen nach den Ursachen von Not, um ihr und ihren Folgen zu begegnen. Wir bemühen uns, gleichgerichtete Kräfte zu wecken und bereits vorhandene in Solidarität zu stärken“ .
Diakoninnen und Diakone begründen ihr Handeln aus ihrer Berufung. „Dazu beruft die Kirche in das Amt des Diakons und der Diakonin Männer und Frauen, die durch ihre Ausbildung und ihre Bereitschaft zum Dienst in besonderer Weise befähigt sind.“ „In ihrer Arbeit bezeugen Diakone/Diakoninnen die in Jesus Christus sichtbar gewordene Liebe Gottes. Sie helfen damit Menschen durch Wort und Tat, ihr Leben aus Gottes Hand anzunehmen und zu erfüllen.“
Diakoninnen und Diakone integrieren und durchdringen unterschiedliche Kompetenzbereiche und Handlungsschwerpunkte, sie bearbeiten Themen und Problemstellungen aus unterschiedlicher Perspektive:
Beim Schwerpunkt „Unterstützen“ werden ein Sozial-/Pflegeberuf (jeweils staatlich anerkannt) mit einer Qualifikation mit diakonisch-theologischem Schwerpunkt verknüpft. Diakoninnen/Diakone sind auf Grund ihrer doppelten Qualifikationen Spezialisten für diakonisch-theologische Reflexion und Gestaltung der Unterstützungsprozesse in Kirche und Diakonie (fördern, erziehen, seelsorgen, pflegen, assistieren, beraten, ethisch reflektieren).
Beim Schwerpunkt „Bilden“ werden in der Regel ein Abschluss in Sozialer Arbeit/Pädagogik (o.ä., z. B. Kindheitspädagogik) und eine theologische Qualifikation mit religions-/gemeindepädagogischem Schwerpunkt verbunden. Diakoninnen/Diakone können bei entsprechend profiliertem bzw. ergänzendem Abschluss in Kirche und Diakonie religions- bzw. gemeindepädagogische Bildungsprozesse sowie kirchliche Feiern und Amtshandlungen konzipieren, durchführen und weiterentwickeln.
Als Generalisten verknüpfen Diakoninnen/Diakone alle drei Bereiche (mit Doppelqualifikation: meist Soziale Arbeit und generalistische diakonisch-pädagogisch-theologische Qualifikation).
Diakoninnen/Diakone integrieren in Bildungs- bzw. Unterstützungsprozesse ihre theologisch-diakonisch-pädagogischen Kompetenzen (Andachten, Gebete, Seelsorge, Reflexion, diakonische Organisationsentwicklungsprozesse, s.o.), ebenso wie sie Aspekte diakonischer Zielsetzungen (Inklusion, Förderung selbstbestimmter Teilhabe aller Menschen) in den Alltag kirchlicher Gemeinde- und Bildungsarbeit einbringen.
Jeder Diakon/jede Diakonin setzt weitere Schwerpunkte mit eher fachlichen und/oder diakonischen Inhalten, z. B. im Bereich der Beratung, die auf Grund von Ausbildungsprofilen durch zusätzliche Studienfächern, Begabungen, Interesse und Stellenerfordernisse erworben wurden.
Mit der doppelten Qualifikation eignen sich Diakoninnen und Diakone besonders für die Arbeit an Schnittstellen von verfasster Kirche und institutionalisierter Diakonie. Sie vermitteln zwischen den Welten der verfassten Kirche, der institutionalisierten Diakonie, den Wohlfahrtseinrichtungen und den Empfängern diakonischer Arbeit. Sie sind in diakonischen und kirchlichen Bezügen Multiplikatoren für das Evangelisch-Kirchliche und Fachkräfte des diakonischen Auftrags und in dieser Aufgabe besonders geeignet für Leitungsaufgaben.
Was ein Diakon/eine Diakonin „ist“, ist nicht exakt definiert und variiert von Landeskirche zu Landeskirche, auch von Stelle zu Stelle bzw. Einsatzort. Dass sie aber an dem der Kirche insgesamt gegebenen Auftrag mitwirken, ist unstrittig, auch wenn die jeweiligen Definitionen sich wandeln. Wie in allen anderen kirchlichen Ämtern.
Auszug aus Text von Thomas Zippert: „Was ist eine Diakon_in (ev)“, Stand 17.2.16
1. Diakon_in ist ein kirchliches Amt, in das Landeskirchen auf Grund von Kirchengesetzen nach einer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung auf Fachhochschul- oder Fachschulebene (entsprechend DQR-Level 6) und persönlicher Eignung einsegnen bzw. ordinieren. Dieses Amt wird in der Regel als Beruf in Kirche, Diakonie, (Sozial-)Staat und freier Wohlfahrtspflege ausgeübt.
EKU/UEK-Kirchengesetz § 1,1
Diakonengesetz EKWü (2014)
Präambel: Die Kirche lebt aus dem Evangelium Jesu Christi. Sie ist beauftragt, das Evangelium in allen seinen Dimensionen zu kommunizieren. Alle Getauften sind dazu berufen. Zur geordneten Erfüllung dieses Auftrages in Kirche und Gesellschaft beruft die Kirche Männer und Frauen und beauftragt sie mit verschiedenen Diensten. Diakonie ist gelebter Glaube der christlichen Gemeinde in Wort und Tat. Mit ihrem diakonischen Dienst übernimmt die Kirche die Verantwortung dafür, dass alle Menschen das Evangelium und darin Gottes liebende Zuwendung erfahren können.
Vgl. dagegen die gehaltvollen Formulierungen im Teil „Einsegnung“ (s.u.)
Glossar zu Begriffen rund um den Diakonat, (EKWü 20##), S. 8
Mit der Berufung ins Diakonenamt wird dieser Amtstitel nach der Regel- bzw. Aufbauausbildung und nach entsprechenden Vorbereitungstagen von der Landeskirche verliehen. Seit 2007 können auch geeignete Personen mit einer berufsbegleitenden Ausbildung und entsprechender Qualifikation in das Amt der Diakonin/des Diakons berufen werden.
Rummelsberger Thesen der Gemeinschaften des VEDD (2012, Teil 3)
3. Diakone, Diakoninnen, Mitarbeitende im Diakonat gestalten Kirche, Gemeinde, Diakonie und Gesellschaft mit.
• Wir tun es, weil wir die Menschenfreundlichkeit Gottes erfahren. Das macht uns frei und mutig, um Gottes Willen nah bei den Menschen zu sein.
• Wir kommunizieren das Evangelium von der Menschenfreundlichkeit Gottes in Kirche und Diakonie, Gemeinwesen und Gesellschaft.
• Diakone und Diakoninnen sind ausgebildet (doppelt qualifiziert) und ordentlich durch die Kirche berufen und beauftragt.
• Diakoninnen und Diakone sind befähigt, das spezifische Profil diakonischer Dienste zu erhalten und weiter zu entwickeln und zugleich die gesellschaftliche Wirkkraft der Kirche zu stärken.
• Diakoninnen Diakone und Mitarbeitende im Diakonat bauen Brücken zwischen Kirche, Diakonie und Gemeinwesen.
Leitbild für Diakoninnen und Diakone in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz
Diakoninnen und Diakone sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einer Kirche, die „von der Zusage ihres Herrn Jesus Christus lebt: »Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende (Matthäus 28,20). Bestimmt von seinem Auftrag,das Evangelium in der Welt zu bezeugen,« (Grundordnung Artikel 1 Abs. 1) gestalten Diakoninnen und Diakone kirchliches Leben in der Nachfolge Jesu Christi.
Diese Kirche weiß besonders um die menschliche Verletzlichkeit und zugleich um die menschliche Möglichkeit zur Entfaltung; sie begreift beides als Gabe und Aufgabe. So steht die Zuwendung von Mensch zu Mensch in der Diakonie im Zentrum der Kirche.
Diakoninnen und Diakone stehen für eine Kirche, in der das Evangelium verständlich verkündet und vermittelt wird, für eine Kirche und Diakonie, die die Menschen in ihrer Lebenssituation anspricht und ihnen helfend zur Seite steht.
Diakoninnen und Diakone gestalten eine Kirche, die Veränderungen vor Ort, in der Gesellschaft und in der Ökumene wahrnimmt, die mit Nachbarn den Dialog sucht und das Umfeld als Wirkungsstätte entdeckt.
Diakoninnen und Diakone kommunizieren das Evangelium. Sie haben fundierte Kenntnisse in biblischer und systematischer Theologie und der christlichen Tradition.
Sie reflektieren und kommunizieren ihren eigenen Glauben im Dialog mit anderen.
Sie besitzen Wahrnehmungs- und Sprachfähigkeit für Religion im Alltag.
Sie handeln in ihren jeweiligen Arbeitsfeldern situationsbezogen religions- und gemeindepädagogisch und gestalten vielfältige spirituelle Formen.
Sie gestalten zielgruppen- und situationsgerecht Formen christlicher Verkündigung und geistliches Leben in Gemeinden, Kirchenkreisen, landeskirchlichen und diakonischen Einrichtungen.
Der Auftrag der Kirche zur Kommunikation des Evangeliums ist zwar allen Christenmenschen gesagt, verlässlich und kompetent erwartbar aber von dazu beauftragten und ausgebildeten Mitarbeitenden. In den Landeskirchen haben sich dazu unterschiedlich definierte und profilierte Ämter bzw. Dienste und Berufe entwickelt. Neben dem Pfarramt und dem (Gemeinde-/Sozial-) DiakonInnenamt ist dies das Amt der ReligionslehrerInnen, GemeindepädagogInnen, Kirchenmusiker/in, Küster/in, sowie verschiedene Verwaltungs- und Leitungsämter (Dekan/in, Superintendent/in, Bischof/Bischöin, Präses, Propst/Pröpstin oder Vorstand).
Diakonie bzw. diakonischer Dienst ist eine Dimension des in sich vielfältigen/mehrdimensionalen Auftrags der Kirche zur Kommunikation des Evangeliums. Sie ist nicht auf einen Sektor kirchlicher oder diakonischer Arbeit beschränkt, auch wenn hier oder dort dieser Aspekt im Vordergrund steht, sondern Dimension aller kirchlicher Tätigkeit wie umgekehrt auch in jedem explizit diakonischen Dienst die anderen Dimensionen des Auftrags der Kirche enthalten sind.
Der Begriff „Diakonat“ stammt aus der Grundordnung der EKD von 1945. Er ist nicht in allen Landeskirchen bekannt und gebräuchlich und umfasst in sich wenigstens dreierlei:
Wahrnehmung des Dienstes der Liebe bzw. diakonischen Dienstes durch die ganze Gemeinde bzw. alle Christenmenschen;
Wahrnehmung des diakonischen Auftrags durch alle Mitarbeitenden in Sozial- und Bildungsarbeit, in pflegerischen und erzieherischen Tätigkeiten sowie in Verkündigung, [Leitung,] Seelsorge und Beratung;
Die Tätigkeit von Diakoninnen und Diakonen.
Grundordnung der EKD, Art 15
EKU/UEK-Diakonengesetz
Präambel (ursprünglich von 1959, Fassung 1993), gültig in den Landeskirchen Anhalt, EKBO, EKvW, EKiR, so auch noch EKM 2016:
Im Diakonat nimmt die Gemeinde ihren Dienst der Liebe verantwortlich wahr. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Diakonat der Kirche sind Frauen und Männer mit unterschiedlicher Ausbildung, die gemeinsam mit anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern den diakonischen Auftrag in Sozial- und Bildungsarbeit, in pflegerischen und erzieherischen Tätigkeiten sowie in Verkündigung, [EKM: Leitung,] Seelsorge und Beratung ausführen. In ihrem Dienst soll die wechselseitige Abhängigkeit von Gottesdienst und Dienst in der Welt erkennbar werden.
Rummelsberger Thesen der Gemeinschaften des VEDD
1. Die Evangelische Kirche nimmt auch im Diakonat ihren Zeugnisauftrag verantwortlich war. Dazu ist jeder Christ, jede Christin berufen.
Präambel: Die Kirche lebt aus dem Evangelium Jesu Christi. Sie ist beauftragt, das Evangelium in allen seinen Dimensionen zu kommunizieren. Alle Getauften sind dazu berufen. Zur geordneten Erfüllung dieses Auftrages in Kirche und Gesellschaft beruft die Kirche Männer und Frauen und beauftragt sie mit verschiedenen Diensten. Diakonie ist gelebter Glaube der christlichen Gemeinde in Wort und Tat. Mit ihrem diakonischen Dienst übernimmt die Kirche die Verantwortung dafür, dass alle Menschen das Evangelium und darin Gottes liebende Zuwendung erfahren können. Dazu beruft die Kirche in das Amt des Diakons und der Diakonin Männer und Frauen, die durch ihre Ausbildung und ihre Bereitschaft zum Dienst in besonderer Weise befähigt sind.
Glossar zu Begriffen rund um den Diakonat (EKWü)
„Diakonat“ bezeichnet umfassend den diakonischen Auftrag der Kirche wie auch den gesamten Bereich kirchlich-diakonischer Tätigkeiten innerhalb und außerhalb von verfasster Kirche und Diakonie. Der Diakonat (auch: das Diakonat) ist begründet durch den biblischen Auftrag der „Liebespflege“ (Johann Hinrich Wichern). Gemeinsam mit allen Christen („Diakonentum aller Gläubigen“), mit haupt- und nebenamtlichen Mitarbeiterinnen/Mitarbeitern übernehmen Diakoninnen/Diakone durch ihre Berufung in besonderer Weise Verantwortung für die Gestaltung des Diakonats in den verschiedenen Tätigkeitsfeldern. Neben dieser grundlegenden Bedeutung wird der Begriff ‚Diakonat’ auch im engeren Sinn verwendet, um Aufgaben und Belange von Diakoninnen/Diakonen zu umschreiben.
Abschlussbericht „Diakonat für die Kirche der Zukunft“ (EKWü 2013)
These 1: Grundauftrag der Kirche ist die Kommunikation des Evangeliums mit allen Menschen.
Um diesen Auftrag auf Dauer in Wort und Tat und in qualifizierter Form wahrzunehmen, beruft die Evangelische Landeskirche in Württemberg Menschen mit unterschiedlichen Berufen in ihren Dienst. Diakoninnen und Diakone, die verschiedenen Berufsgruppen 2 angehören, haben durch ihre Berufung Anteil an diesem von Gott eingesetzten einen Amt der Kirche.
Wir erwarten, dass der Verkündigungs- und Seelsorgeauftrag im Diakonat – orientiert an dieser theologischen Einsicht – gestärkt und die Mitwirkung in kirchlichen Gremien strukturell verankert wird.
These 2: Der besondere Auftrag des Diakonats ist die Kommunikation des Evangeliums angesichts sozialer Ungleichheit, gesellschaftlicher und individueller Vielfalt.
Die öffentliche Verantwortung für diese Aufgabe wird Diakoninnen und Diakonen von der Evangelischen Landeskirche in Württemberg übertragen und von ihnen in den verschiedenen beruflichen Handlungsfeldern in unterschiedlicher Weise verantwortlich gestaltet.
Um dieses Mandat innerhalb und außerhalb kirchlicher Anstellungsverhältnisse sachgerecht erfüllen zu können, sind Diakoninnen und Diakone auf eine lebenslang sichtbare und spürbare Verbindung zu der sie berufenden Landeskirche angewiesen. Dafür müssen die notwendigen rechtlichen, finanziellen, personellen und strukturellen Bedingungen unverzüglich geschaffen werden.
Der Auftrag der Kirche zur Kommunikation des Evangeliums ist zwar allen Christenmenschen gesagt, verlässlich und kompetent erwartbar aber von dazu beauftragten und ausgebildeten Mitarbeitenden. In den Landeskirchen haben sich dazu unterschiedlich definierte und profilierte Ämter bzw. Dienste und Berufe entwickelt. Neben dem Pfarramt und dem (Gemeinde-/Sozial-) DiakonInnenamt ist dies das Amt der ReligionslehrerInnen, GemeindepädagogInnen, Kirchenmusiker/in, Küster/in, sowie verschiedene Verwaltungs- und Leitungsämter (Dekan/in, Superintendent/in, Bischof/Bischöfin, Präses, Propst/Pröpstin oder Vorstand).
Manche Formulierung aus den Einsegnungsagenden enthält mehr und anderes als die Diakonengesetze und sind von daher auch immer mit heranzuziehen, wenn es um den Auftrag von DiakonInnen geht. Nach evangelischer Tradition ist die Liturgie eine der Quellen des Kirchenrechts.
Formulierungen aus Einsegnungsagenden (Agende der VELKD/UEK, S. 49; wörtlich so auch in Bayern)
Die tätige Nächstenliebe ist allen Getauften aufgetragen. Sie bezeugt Gottes Liebe zur Welt in Jesus Christus und gehört unverzichtbar zum Dienst der Kirche im Alltag des Lebens. Um ihren diakonischen Auftrag zu erfüllen, beruft die Kirche zu Diakonen und Diakoninnen. Sie sollen Menschen in leiblicher Not, in seelischer Bedrängnis und in sozial ungerechten Verhältnissen annehmen, sie unterstützen und ihnen zu einem erfüllten Leben verhelfen. Sie sollen dazu beitragen, auch die Ursachen menschlicher Nöte zu beheben. So verwirklichen die lebenslang in das Amt der Kirche eingesegneten Diakoninnen und Diakone in besonderer Weise den der ganzen Kirche gegebenen diakonischen Auftrag.)
Einsegnungsfrage:
„Liebe Schwester/lieber Bruder N.N.
Du wirst nun berufen zum Diakon / zur Diakonin – in die Gemeinschaft derer, die im Auftrag der Kirche pflegen und trösten, raten und helfen, Glauben wecken und Frieden stiften. Du sollst dazu beitragen, dass Schwachen und Benachteiligten, Hilfsbedürftigen und Fremden Gerechtigkeit widerfährt und sie durch die christliche Gemeinde Ermutigung und Beistand finden. Mit dem Dienst der Liebe sollst du das Bekenntnis des Glaubens verbinden.
Bist du bereit, den Dienst eines Diakons/einer Diakonin (hier kann die Diakonengemeinschaft genannt werden) in Treue gegenüber der Heiligen Schrift, gemäß dem Bekenntnis der evangelischen / evangelisch-lutherischen Kirche (und nach der Ordnung des…) in Liebe zu den dir anvertrauten Menschen auszuüben und dabei mit allen zusammenzuarbeiten, die in der Kirche Dienst tun, so antworte: Ja, mit Gottes Hilfe.“ (ebd., S. 51)
Vgl. hierzu die nie verabschiedete EKD-Richtlinie zum Diakonat 1996
2 (1) Diakonie ist in dem Auftrag der Kirche, Gottes Liebe zur Welt in Jesus Christus allen Menschen zu bezeugen, begründet. Diakonie ist als Teil dieses Zeugnisses Kennzeichen der Kirche. Dienst der helfenden Liebe und Dienst mit dem Wort gehören untrennbar zusammen. Da die Entfremdung von Gott die tiefste Not des Menschen ist und sein Heil und Wohl untrennbar zusammengehören, hat die Kirche seit ihren Anfängen die Liebestätigkeit als Gottesdienst im Alltag der Welt verstanden.
(2) In den Diensten, Ordnungen und Organisationsformen des Diakonats nimmt die Kirche ihren Dienst der Liebe als Zuwendung zu Menschen in leiblicher Not, in seelischer Bedrängnis und in sozial ungerechten Verhältnissen verantwortlich und geordnet wahr. Der Diakonat ist eine eigenständige Gestalt des Zeugnisses der Kirche. Die in den Diakonat Berufenen üben ein geistliches Amt aus.
(3) In den Diakonat beruft die Kirche Frauen und Männer mit unterschiedlicher fachlicher Ausbildung und mit theologisch – diakonischer Qualifikation. Die Berufenen üben ihren diakonischen Auftrag gemeinsam mit anderen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in einer für die Diakonie förderlichen Tätigkeit aus.
Agende der EKKW – mit Aufnahme der Formulierungen aus dem UEK-EKU-Diakonengesetz
Liebe Schwestern und Brüder, da Ihr den Dienst eines einer Diakonin/eines Diakons ausrichten wollt, frage ich Euch vor dem Angesicht unseres Herrn Jesu Christi und vor dieser Gemeinde:
– Seid Ihr bereit, das Amt einer Diakonin/ eines Diakons anzunehmen?
– Seid Ihr bereit, das Evangelium von Jesus Christus in Gemeinschaft mit den anderen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen in Sozial- und Bildungsarbeit, in pflegerischen und erzieherischen Tätigkeiten, sowie in Verkündigung, Seelsorge und Unterricht zu den Menschen zu bringen?
Rummelsberger Thesen der Gemeinschaften im VEDD, (2012)
„Wir Mitarbeitende im Diakonat [= Menschen, die diakonisch handeln] verstehen unseren Dienst bewusst als im Evangelium begründeten Auftrag der Kirche.
Wir Diakoninnen und Diakone nehmen als eingesegnete Mitglieder der Gemeinschaft – durch die Kirche ordentlich berufen – diesen Auftrag öffentlich erkennbar wahr.“
ELKB, Diakonengesetz (2012)
1 Amt des Diakons und der Diakonin, Geltungsbereich.
(1) Das Amt des Diakons oder der Diakonin in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern ist bestimmt durch den diakonischen Auftrag der Kirche (§ 1 Diakoniegesetz) und dient dem Ziel, Kirche diakonisch und Diakonie kirchlich zu gestalten. Dazu verbindet es den sozial-diakonischen Dienst mit.
(2) Dieses Kirchengesetz regelt das Diakonendienstverhältnis als Form des geordneten kirchlichen Dienstes, in den diejenigen Diakone und Diakoninnen eingesegnet werden, die der Rummelsberger Brüderschaft oder der Diakoninnengemeinschaft Rummelsberg angehören.
EKKW: Kirchengesetz zur Ordnung des Amtes der Berufung von Diakonen in der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, § 2: Berufung
(1) 1 Der Diakon wird durch den Bischof in sein Amt berufen. 2 Der Bischof oder ein von ihm Beauftragter vollzieht die Berufung durch die Einsegnung in einem Gottesdienst.
(2) Der Diakon erhält über die Berufung eine Urkunde.
(3) Unbeschadet einer besonderen Berufsbezeichnung führen die Berufenen die Amtsbezeichnung “Diakon” oder “Diakonin”.
Diakonengesetz EKLWü (2014)
(1) Die Berufung zum Diakon/zur Diakonin wird durch die Landeskirche verantwortet.
(2) Der Berufung geht stets die Verpflichtung voraus. Der Diakon/die Diakonin verpflichtet sich, seinen/ihren Dienst im Gehorsam gegen Jesus Christus nach der Ordnung der Landeskirche zu tun und mitzuhelfen, dass das Evangelium von Jesus Christus, wie es in der Heiligen Schrift gegeben und in den Bekenntnissen der Reformation bezeugt ist, aller Welt verkündigt wird.
(3) Mit der Berufung wird öffentlich bestätigt, dass dem/der Berufenen die Rechte und Pflichten eines Diakons/einer Diakonin übertragen sind.
Glossar Württemberg, S. 11
Im Zuge einer zweiten, der diakonischen Reformation der Kirche durch Johann Hinrich Wichern (1808-1881) und andere, wird in den evangelischen Kirchen das Diakonenamt neu aktuell, nun aber mit eindeutig diakonischem Profil. Die Berufung der sieben Armenpfleger in der Jerusalemer Urgemeinde (Apg. 6,1-6) ist entscheidender Anknüpfungspunkt und bekommt Modellcharakter.
Das heutige Verständnis dieses neu definierten Diakonenamts kommt im Diakonenrecht der Evangelischen Landeskirche in Württemberg zum Ausdruck:
Zur Erfüllung des diakonischen Auftrags der Kirche gehört es, dass sie Männer und Frauen in das Amt der Diakonin und des Diakons beruft, die durch ihre Ausbildung und ihre Bereitschaft zum Dienst in besonderer Weise befähigt sind, beim Aufbau der Kirche und ihrer Diakonie verantwortlich mitzuwirken.
Diakoninnen und Diakone helfen Menschen durch Wort und Tat, ihr Leben aus Gottes Hand anzunehmen und zu erfüllen. Die professionelle Hilfe, die durch sie geleistet wird, hat den Charakter eines Zeugnisses für die in Jesus Christus sichtbar gewordene Liebe Gottes.
Diakoninnen und Diakone sind beauftragt, durch Hilfeleistungen an Einzelnen und Gruppen materielle, leibliche, seelische und geistliche Not abzuwenden oder zu mildern; sie gehen dabei auch den Ursachen der Not nach.
In der Jugend- und Bildungsarbeit der Kirche und im Religionsunterricht machen Diakoninnen und Diakone Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit dem Evangelium bekannt.
Im Rahmen ihres Auftrags beteiligen sich Diakoninnen und Diakone am kirchlichen Dienst der Verkündigung und Seelsorge.
Das Diakonenamt wird ausgeübt in einem sozialen, pädagogischen oder therapeutischen Beruf. Es setzt deshalb in der Regel eine von der Kirche anerkannte theologische und eine vom Staat anerkannte fachliche Ausbildung voraus (‚doppelte Qualifikation‘).“
Seit Einführung von Fachhochschulen und Fachschulen (Gesundheitsschulen) und daran geknüpften staatlich anerkannten Berufsbildern (ab den 1970er Jahren) stellt sich die Ausbildung für DiakonInnen als doppelte Qualifikation dar, die neben diesem staatlich anerkannten Abschluss (zur Erfüllung von staatlich vorgeschriebenen Fachkraftquoten) eine kirchlich-diakonische Qualifikation umfasst, sei es additiv (mit zwei Ausbildungsabschlüssen) oder integriert (mit einem integrierten Abschluss an Ev. Fachhochschulen). Offen ist, ob sich aus diesen beiden Qualifikationen
eine doppelte Professionalität ergibt oder
sich diese in einer neuen Doppelprofessionalität synthetisiert („kongruiert“) bzw.
die Professionalität eines Diakons/einer Diakonin immer sowohl die sozial- und pflegefachlichen Kompetenzen als auch die theologisch-diakonisch(-pädagogischen) Kompetenzen umfasst.
EKU/UEK-Gesetz (1959/1993)
2 (1) Die Ausbildung zur Diakonin oder zum Diakon dauert insgesamt wenigstens fünf Jahre und umfasst eine mindestens zweijährige theologisch-diakonische Ausbildung sowie
(2) Erfahrungen mit gemeinschaftlichem Leben sollen während der Ausbildung vermittelt werden.
VEDD-Bildungswegepapier 2004, S. 14
Die Ausbildung zum Diakon/zur Diakonin ist als Ausbildung mit landeskirchlichem Examen konzipiert für alle, die mit doppelter Qualifikation in Kirche und Diakonie professionell tätig sein wollen und dazu das kirchliche Amt übernehmen.Diakone und Diakoninnen stehen an der Schnittstelle von Kirche und Diakonie bzw. von Kirche und Gesellschaft bzw. von Gesellschaft und Individuum. Ihre Kernkompetenz ist eine verbindende/vermittelnde Kompetenz. Formal findet dies seinen Niederschlag in der doppelten Qualifikation einer diakonieförderlichen Profession und einer diakonisch-theologischen Ausbildung.In Folge der Entwicklung in kirchlichen und diakonischen Arbeitsfeldern entwickelt sich die Professionalität von Diakoninnen und Diakonen verstärkt im Bereich Aufsichts-, Beratungs-, Repräsentations- und Leitungsfunktionen.
Kompetenzmatrix des VEDD, 2004, S. 3
Die doppelte Qualifikation wird als verbindende begriffen. Theologische und sozial-fachliche Kompetenzen stehen nicht mehr neben einander. Diakone/innen können beide Perspektiven in Reflexion und Praxis integrieren.“
ELKWü: DiakG 2014, § 3 Ausbildungsziel und Ausbildungsgänge
(1) Ziel der Regelausbildung ist es, dem Diakon/der Diakonin das erforderliche Fachwissen zu vermitteln. Das geschieht sowohl durch eine kirchlich geordnete, theologische als auch durch eine staatlich anerkannte, soziale, pflegerische oder pädagogische Ausbildung.
Rummelsberger Thesen der Gemeinschaften im VEDD, 2012
Diakone und Diakoninnen sind ausgebildet (doppelt qualifiziert) und ordentlich durch die Kirche berufen und beauftragt.
Berufungen und Einsegnungen geschehen durch bzw. im Auftrag von Landeskirchen. Die Voraussetzung für den Antrag auf Einsegnung ist sowohl die erfolgreich absolvierte Ausbildung auf Fachhochschul- oder Fachschulebene bzw. einer kirchlich-diakonischen Weiterbildung als auch die Bereitschaft zum Dienst in der Kirche (was mehr umfasst als bei der Organisation Kirche eine Anstellung zu haben), sowie (meist) die Zustimmung einer Diakonischen Gemeinschaft und der Landeskirche.
Ebenso wie für staatlich anerkannte ReligionslehrerInnen zu ihrer Qualifikation und Anstellung/Verbeamtung im Lehramt eine kirchliche Vokation erforderlich (und möglich) ist, so kann für DiakonInnen neben ihrer sozial- bzw. pflegefachlichen Ausbildung (mit staatlicher Anerkennung) eine kirchliche Beauftragung durch Einsegnung (und ggf. Sendung) hinzukommen, auch wenn man nicht direkt bei Kirche oder Diakonie arbeitet.
EKU/UEK-Diakonengesetz 1959/1993, § 6 Einsegnung und Anstellungsfähigkeit
(1) Wer die Prüfung mit Erfolg abgelegt und eine Ausbildung nach § 2 Abs. 1 Nr. 1 bis 3 durchlaufen hat, einer Gliedkirche der Evangelischen Kirche in Deutschland angehört und zum Auftrag und Dienst der Diakonin oder des Diakons bereit ist, wird auf Antrag eingesegnet.(2) 1 Die Einsegnung wird nach der Ordnung der Agende im Auftrag der Kirche vollzogen.2 Gehören Einzusegnende einer anerkannten Gemeinschaft nach § 10 Abs. 1 an, so ist diese bei der Einsegnung zu beteiligen.(3) Über die Einsegnung wird eine Urkunde ausgestellt.(4) Das Nähere regelt das gliedkirchliche Recht.
VEDD-Bildungswegepapier 2004, S. 16
Sie heißen entweder „Diakonische Gemeinschaften“ oder „Gemeinschaften von Brüdern und Schwestern“ (auch „Brüder- und Schwesternschaft“ bzw. Brüderschaft und „Diakoninnengemeinschaft“); sehr viele Gemeinschaften haben sich auch für nicht in das Amt des Diakons/der Diakonin berufene und eingesegnete Mitarbeitende im Diakonat bzw. diakonischen Dienst geöffnet. Sie nehmen im Auftrag der Landeskirchen oder in eigner Verantwortung die Begleitung der in das Amt des Diakons/der Diakonin eingesegneten DiakonInnen wahr. In einigen Kirchen ist für die Eingesegneten die Mitgliedschaft in einer solchen Gemeinschaft Pflicht, in den meisten nicht mehr.
Hier und da beginnen Landeskirchen, wie bei anderen Ämtern und Diensten in der Kirche auch, ihre Verantwortung wahrzunehmen, TrägerInnen von Ämtern und Diensten in je eigenen Konventen einzuberufen. Insofern gestalten auch diakonische Gemeinschaften die zukünftige Kirche mit.
Glossar Württemberg, S. 20
Die Gemeinschaften im Diakonenamt sind freiwillige Zusammenschlüsse für Diakoninnen und Diakone mit dem Auftrag der geistlichen, fachlichen und persönlichen Förderung. Die Gemeinschaft versteht sich als Dienst-, Glaubens- und Interessengemeinschaft. Gemeinschaften bedürfen der Anerkennung durch die Landeskirche. Im EKD-Kontext wird der Begriff ‚Gemeinschaft’ oft unterschiedlich und vielfältig verwendet.
In Diakonischen Gemeinschaften sammeln sich Menschen, die diesen Auftrag als Beruf und Berufung annehmen und leben. Gemeinschaften geben Raum, den Auftrag zu reflektieren, zu aktualisieren und lebendig zu halten. So wirken Diakonische Gemeinschaften am Aufbau der Kirche mit:
Wir Mitarbeitende im Diakonat [= Menschen, die diakonisch handeln] verstehen unseren Dienst bewusst als im Evangelium begründeten Auftrag der Kirche.
Wir Diakoninnen und Diakone nehmen als eingesegnete Mitglieder der Gemeinschaft – durch die Kirche ordentlich berufen – diesen Auftrag öffentlich erkennbar wahr.
Wir Mitarbeitende im Diakonat, Diakoninnen und Diakone, vergewissern uns unseres Auftrags im Rahmen Diakonischer Gemeinschaften – geistliche Orte der Reflexion unseres Glaubens, unserer diakonischen Haltung, unseres Handelns im Diakonat.
Als „Gemeinschaft mit anderen“ stiften und fördern Diakonische Gemeinschaften exemplarisch Gemeinschaft der Menschen in Kirche, Diakonie und Gesellschaft.
Diakonische Gemeinschaften nehmen lokal und global, betend und arbeitend teil an der Welt-Verantwortung der Kirche. Sie gestalten Spiritualität und gemeinsames Leben in der Hinwendung zu Gott und zum Menschen.
Diakonische Gemeinschaften sind Bildungsgemeinschaften; sie gestalten Bildungswege und fördern die diakonisch reflektierte Professionalität ihrer Mitglieder lebenslang.
Diakonische Gemeinschaften begleiten ihre Mitglieder (berufs-) biografisch durch Fortbildung, Seelsorge und Ermutigung zum Glauben.
Leitbild für Diakoninnen und Diakone in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (2009)
Diakoninnen und Diakone sind in der Regel durch Gemeinschaften getragen, die ihnen Orientierung und Kraftquelle sein können.Die Diakonische Gemeinschaft verhilft dem Einzelnen zur Identitätsbildung und bei der Verwirklichung seines Lebensentwurfs. Sie fördert die Aus- und Fortbildung der Mitglieder. Sie lädt die Mitglieder zur Reflexion der diakonischen Fachlichkeit und Praxis ein, bietet persönliche Beratung und Begleitung, ermöglicht geistlichen Austausch und wechselseitige Seelsorge. Sie gewährt Unterstützung im Blick auf die Berufsbiographie. Und sie trägt bei zur Vergewisserung der diakonischen Dimension in der sozialberuflichen Fachlichkeit.…Diakonische Gemeinschaften sind regional, überregional und global vernetzt und leben ökumenische Verbindungen zu Gemeinden, Kirchen und diakonischen Einrichtungen weltweit.
„Brüder und Schwestern im Diakonat“ – zur Gründung des Verbandes der „vier Gemeinschaften in der Nordkirche“ 2014
Die Diakonatsgemeinschaften stehen in der Tradition Johann Hinrich Wicherns. Im Namen Jesu rief er 1833 Männer zum Dienst an benachteiligten Menschen seiner Zeit und führte sie zu einer Brüderschaft zusammen. Wichern sagte: „Treue, gottesfürchtige Männer, so ernst als wahr, so klug als weise, in der Schrift bewandert, im Glauben begründet, voll Liebe zum armen Volke, geschickt zu solch einem Umgang der Menschen fürs Himmelreich gewinnt, solche Männer wünschen wir in Scharen unter das Volk.“Auf Johann Hinrich Wichern geht das Prinzip der Brüderhäuser sowie der Bruderschaften zurück. Man gehörte der Gemeinschaft lebenslang an. Sie war untrennbar mit dem Diakon-Sein verbunden und stärkte den Einzelnen in der Ausübung seines Dienstes. Das Brüderhaus behielt die Dienstaufsicht über die Ausgesandten, unabhängig davon, wo der Dienst wahrgenommen wurde. In den1970er Jahren öffnete sich die Ausbildung auch für Frauen.Die enge Bindung der Diakoninnen und Diakone an die Gemeinschaften ist bis heute geblieben. Die Brüder- und Schwesternschaften stehen als geistliche Gemeinschaften auch Männern und Frauen offen, die dem Diakonat verbunden sind und spirituelle Wege suchen. Das Gemeinschaftsleben findet in Konvikten und Konventen statt. Konvikt bedeutet, abgeleitet von dem lateinischen convivere, Zusammenleben.Diakonische Gemeinschaft bildet heute ein großes Netzwerk.Die Mitglieder nehmen Amt und Auftrag in ihre haupt- und ehrenamtliche Arbeitszusammenhänge mit: in die verfasste Kirche oder zu diakonischen Einrichtungen, zu Trägern der sozialen Arbeit und in private Unternehmen. Das Diakonat entfaltet so in weiten Kreisen der Gesellschaft Wirkung nach innen wie nach außen.Nach innen knüpft Diakonatsgemeinschaft Verbindungen für Themen und Beziehungen. Sie schafft Zusammengehörigkeit und geistliche Heimat. Nach außen verbindet das Diakonat Wort mit Tat erlebbar im Alltag der Menschen, die Halt und Hilfe suchen: Andere Menschen erreichen – Menschen anders erreichen.Die vier Gemeinschaften in der Nordkirche haben ihre eigene Geschichte und bildeten deshalb eigene Kulturen und Selbstverständnisse aus. Sie sind aber auch Teil der großen Geschichte: Sie haben Kaiserreich, Weimarer Republik, zwei Weltkriege, NS-Diktatur sowie den Neubeginn in Ost und West nach 1945 und 1989 überdauert und sind dabei weitgehend unabhängig geblieben. Sie schätzen sich gegenseitig, kooperieren und bieten jeweils eigene geistliche Orientierung für ihre Mitglieder.In der Nordkirche wird es möglich, die eigenen Talente und Fähigkeiten einzubringen und der Gemeinschaft damit eine weitere Facette hinzuzufügen.
Bei Kirche, Diakonie oder freien Trägern der Wohlfahrt. Vgl. hierzu auch die Formulierungen der Präambeltexte aus den Diakonengesetzen und den Einsegnungsagenden.
VEDD-Homepage „Unsere Profession“
Diakoninnen, Diakone und Mitarbeitende im Diakonat…… antworten professionell auf die Vielfalt diakonischer Herausforderungen und Felder sozialer Arbeit.Diakoninnen und Diakone üben das Diakonenamt lebenslang in einen (sozialen) Beruf im Amt der Kirche (Diakonat) aus und sind legitimiert durch die Einsegnung/Ordination;Mitarbeitende im Diakonat üben einen (sozialen) Beruf im Amt der Kirche (Diakonat) aus:
in unterschiedlichen Feldern kirchlicher, diakonischer, staatlicher und freier sozialer Arbeit.“
Glossar Württemberg, S.6
Diakoninnen/Diakone sind in der Regel mit einer Doppelqualifikation ausgestattet. Sie arbeiten in unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern in folgenden Berufsgruppen:
Gemeindediakoninnen/-diakone
Pflegediakoninnen/-diakone
Religionspädagoginnen/-pädagogen
Sozialdiakoninnen/-diakone und
Diakoninnen/Diakone in der Erwachsenenbildung, Seelsorge, sowie in der Einrichtungsdiakonie, in Werken und Verbänden.
Homepage Rummelsberg (www.diakon.de)
Jugend- und Gemeindearbeit
Dekanatsjugendwerke
Heimleitung oder Geschäftsführung
Projektmanagement und Assistenz
[und in allen Stellen, für die sie durch ihren (staatlich anerkannten) Berufsabschluss als Sozialarbeiter, Erzieherin, Heilerziehungspfleger/in, Pflegefachkraft u. ä. qualifiziert sind – ihr Amt als Diakon/in ruht dann nicht, auch wenn es nur selten Teil des Dienstauftrags wird].
Seit der Bologna-Reform sind alle Träger hochschulischer Bildung genötigt, ihre Ausbildungen und Studienabschlüsse in Bezug auf die in der Berufswirklichkeit nötigen Kompetenzen zu gestalten. Bei aller Unklarheit und Mehrdeutigkeit des Begriffs „Kompetenz“ hat damit einstweilen ein Wechsel stattgefunden weg von einer Orientierung des Berufs an bestimmten Tätigkeiten, bezogen auf bestimmte Zielgruppen und Aufgabenfelder hin zu einer Orientierung an Kompetenzen, die in mehreren Feldern anwendbar bzw. auf sie hin wandelbar sind.
VEDD-Kompetenzmatrix 2004
Das Evangelium und die christliche Religion kommunizieren.
Zur diakonischen Kompetenz gehört die Fähigkeit, eigenen Glauben zu kommunizieren und mit anderen Menschen in einen Dialog über religiöse Themen zu treten.
Diakoninnen und Diakone sollen über Grundkenntnisse der christlichen Tradition verfügen. Sie sollen unterschiedliche spirituelle Formen gestalten und situationsbezogen in ihren jeweiligen Arbeitsfeldern religionspädagogisch handeln können.
Menschen in existenziellen Lebensfragen unterstützen.
Zur diakonischen Kompetenz gehört die Fähigkeit, die religiöse Dimension existenzieller Lebensfragen wahrzunehmen, zu deuten und in das professionelle Handeln einzubeziehen.
Diakoninnen und Diakone sollen in der Lage sein, im Kontakt zu Klientinnen und Klienten eine Haltung der Präsenz und Zuwendung zu entwickeln und dabei die professionelle Notwendigkeit der Balance von Distanz und Nähe zu beachten.
In Organisationen von Kirche und Diakonie handeln
Zur diakonischen Kompetenz gehört die Fähigkeit, die alltäglichen Prozesse, Strukturen und Ergebnisse sozialer Handlungsfelder auf allen Ebenen verantwortlich mitzugestalten.
Zur diakonischen Kompetenz gehört es, prekäre Lebenslagen und Ausgrenzungsprozesse in der Gesellschaft wahrnehmen zu können. Diakoninnen und Diakone sollen sie mit geeigneten wissenschaftlichen Methoden analysieren und Handlungskonzepte beteiligungsorientiert entwickeln können, die sich an den biblischen Traditionen von Barmherzigkeit, Gerechtigkeit und Liebe orientieren.
EKD-ad-hoc-Kommission „Perspektiven für diakonisch-gemeindepädagogische Ausbildungs- und Berufsprofile“ (EKD-Texte 118, 2014, S. 8)
Kernaktivitäten und Modi in der Kommunikation des Evangeliums sind für die diakonisch-gemeindepädagogisch Tätigen Bilden – Unterstützen – Verkündigen.Für das professionelle berufliche Handeln benötigen die diakonisch-gemeindepädagogisch Tätigen eine berufliche Handlungskompetenz, die als pädagogisch-diakonisch-theologische Kompetenz [Kursivdruck nicht im Original] zu beschreiben ist und die alle Fähigkeiten, Fertigkeiten, Einstellungen und Haltungen umfasst, die die auftragsgemäße und fachgerechte Ausübung beruflicher Tätigkeit ermöglichen. Diese Kompetenz ist anschlussfähig an den Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) und die EKD-Kompetenzprofile für den Pfarrdienst und an das Lehramt Evangelische Religion .Ebd. S. 12:Damit die Kirche mit ihrer Diakonie auch in Zukunft nahe bei den Menschen das Evangelium in Wort und Tat kommunizieren und die befreiende und tröstende Kraft des Evangeliums von Jesus Christus durch konkrete Taten der Nächstenliebe und das Engagement für Bildungsgerechtigkeit erfahrbar machen kann, ist sie darauf angewiesen, dass sich die unterschiedlichen Berufsprofile in der Kirche gegenseitig ergänzen und bereichern. Das Spezifikum der diakonisch-gemeindepädagogischen Berufsprofile ist die interprofessionelle Tätigkeit für wechselnde Zielgruppen oder Aufgabenfelder.3 Die Kommunikation des Evangeliums erfolgt dabei in den Modi des Lehrens, der Hilfe zum Leben und der Gestaltung zielgruppenadäquater gemeinschaftlicher liturgischer Feier.
(2.) Modi der Kommunikation des Evangeliums: „Bilden – Unterstützen – Verkündigen“ (Ebd., S. 91f: 3.2.2.)
Es wird empfohlen, das berufliche Handeln der diakonisch-gemeindepädagogisch Tätigen unter der Trias „Bilden – Unterstützen – Verkündigen“ zu fassen. Die doppelte Qualifikation, wie sie in der Berufsbildungsordnung von 1996 benannt wird, ist im Sinne der genannten Trias zu interpretieren. Von „Bilden – Unterstützen – Verkündigen“ als Modi der Kommunikation des Evangeliums her zeigt sich dann, dass eine doppelte Qualifikation in verschiedener Gestalt gewonnen werden kann, die allerdings immer für diese Trias der Tätigkeiten zu qualifizieren hat. Dabei wird im jeweiligen Studiengang eine der Grundtätigkeiten schwerpunktmäßig auszubilden sein. Eine doppelte Qualifikation zielt auf professionelle Kompetenz der diakonisch-gemeindepädagogisch Mitarbeitenden im Bereich kirchlich-diakonischer Anstellungsverhältnisse und ermöglicht zugleich mit einem staatlichen Abschluss auch Tätigkeiten im Bereich des nicht-kirchlichen Sozial-, Gesundheits- und Bildungswesens.Ebd., S. 25f:Das berufliche Handeln der diakonisch-gemeindepädagogisch Mitarbeitenden ist als je unterschiedener Modus der Kommunikation des Evangeliums an den Schnittstellen von Kirche und Gesellschaft zu verstehen:
im Modus des bildenden Handelns mit dem Schwerpunkt religiöser Bildung,
im Modus des unterstützenden, das heißt helfenden, fördernden, begleitenden, pflegenden und heilenden Handelns,
im Modus der Wortverkündigung des Evangeliums, wie sie in der zielgruppenorientierten Verkündigung, zum Beispiel bei Jugendgottesdiensten, in der Predigt, in der persönlichen Ansprache und in unterschiedlichen Formen gottesdienstlichen Feierns zu erleben sind.
(…) Die genannten Grundformen sind nicht trennscharf voneinander abzugrenzen, sondern wechselseitig verschränkt und aufeinander bezogen. Eine diakonische und gemeindepädagogische Berufskonzeption hat demnach beides einzubeziehen: die Spezialisierungen zwischen den Bereichen und innerhalb der Modi Bilden, Unterstützen und Verkündigen, außerdem muss sie die Querschnittdimensionen.
Ebd. S. 27f:
Nicht die Orientierung an einem Professionsverständnis ist relevant, sondern an der Professionalität, die Mitarbeitende zur Lösung der an sie gestellten beruflichen Aufgaben benötigen. Nahezu jede Tätigkeit und jeder Arbeitsvollzug in der pädagogischen und sozialen Praxis erfordert spezielle Kenntnisse und Fertigkeiten (Handlungskompetenzen) zur Bewältigung und Lösung der Aufgaben.
Ebd., S. 47:
pädagogische Kompetenz (‚Bilden‘)
diakonische Kompetenz (‚Unterstützen‘)
theologische Kommunikations- und Gestaltungskompetenz (‚Verkündigen‘).
Berufsprofile (Ebd., S. 33ff)
Generalist/-in in diakonischen und gemeindepädagogischen BerufsfeldernDie Akteure dieser Grundberufsidee tragen in den verschiedenen gliedkirchlichen und auf das Gemeinwesen bezogenen Kontexten unterschiedliche Berufsbezeichnungen (vornehmlich Gemeindepädagoge/-in, Gemeindediakon/-in, Gemeindereferent/-in); eine Vereinheitlichung dieser Berufsbezeichnungen ist allerdings wünschenswert. Der Zusatz „Gemeinde“ deutet darauf hin, dass die Tätigkeit grundsätzlich auf parochiale oder überparochiale Kontexte bezogen ist.Der Generalist bzw. die Generalistin ist für allgemeine diakonisch-pädagogisch-theologische Aufgaben in der Kirchengemeinde ausgebildet und hat eine entsprechend breite professionelle Qualifikation mit Potential zur Spezialisierung. Er/sie verbindet die Modi der Kommunikation des Evangeliums ‚Bilden‘, ‚Unterstützen‘ und ‚Verkündigen‘ und bringt sie in eine den jeweiligen Erfordernissen geschuldete Balance. Er/sie kann prinzipiell in allen diakonisch-gemeindepädagogischen Arbeitsfeldern in Kirche und Gemeinde eingesetzt werden. Seine/ihre jeweiligen Aufgabenstellungen können sich an bestimmten altersspezifisch, biographisch, lebensweltlich oder sozialräumlich definierten Zielgruppen orientieren, aber genauso an thematischen Schwerpunktsetzungen.
35: Spezialisierungen
(…) Bilden
Spezifischer Arbeitsauftrag eines Mitarbeiters bzw. einer Mitarbeiterin mit Schwerpunkt Bilden ist es, Bildungsprozesse zu initiieren bzw. durchzuführen, um Menschen die christliche Religion mit evangelischem Akzent oder andere Themenfelder zu erschließen. Das Arbeitsfeld der diakonisch-gemeindepädagogisch Tätigen liegt zum einen im Bereich der formalen Bildung in Schulen, an Hochschulen oder in der Fortbildung. Zum anderen werden in Kirchengemeinde, Diakonie oder Sozialraum vielfältige non-formale und informelle Bildungsprozesse im Rahmen von zielgruppendefinierten Arbeitszusammenhängen (vor allem Kinder- und Jugendarbeit) geplant und gestaltet. Die Rolle der Mitarbeitenden variiert in einer großen Bandbreite: Sie reicht von der Begleitung der Selbstbildung Erwachsener in Erwachsenenbildung oder Diakonie über die Organisation der non-formalen Bildung in Konfirmandenarbeit oder Kindergottesdienst bis hin zu informellen Bildungsprozessen mit allen Alters- und Bezugsgruppen; im Kontext formaler Bildungsprozesse gehört die Arbeit als Religionslehrerin bzw. Religionslehrer in der Schule dazu.(S. 38)
Ein Arbeitsauftrag mit Schwerpunkt Unterstützen beinhaltet zunächst, die Verschiedenheit von Menschen und sozialen Gruppierungen in ihren Nöten und systematischen Benachteiligungen wahrzunehmen sowie sich gegebenenfalls im Sozialrecht bewegen zu können. Ziel der Mitarbeitenden ist es, zu unterstützen bzw. Unterstützungssysteme zu entwickeln und vernetzen zu können und somit Ausgrenzungen bzw. Stigmatisierungen entgegenzuwirken. Mitarbeitende mit diesen Schwerpunktsetzungen finden sich in den vielen Arbeitsfeldern kirchlicher sozialer Arbeit (gemeinwesendiakonische Arbeit, Tafelarbeit, Besuchsdienst, Arbeitsloseninitiativen, Dienstleistungen für und mit Menschen mit Behinderungen etc.). Sie setzen sich mit aktuellen Themen wie Diversity, Partizipation und Inklusion auseinander und entwickeln Konzepte, um diese Themen und damit verbundene Aufgaben in ihren Arbeitsbezügen umzusetzen. Hier werden die jeweiligen themenbezogenen Fachkenntnisse und Kompetenzen gebraucht. Eine unerlässliche Grundkompetenz ist es, im Sozialraum kommunikativ und vernetzend tätig zu werden. (S. 39)
Bei einem Schwerpunkt Verkündigen ist es primärer Auftrag, (zumeist in diakonisch-pädagogischen Kontexten) missionarisch zu wirken: das Evangelium in verschiedenen Formen und bei verschiedenen Anlässen zu verkündigen und zu bezeugen. Der / die Mitarbeitende praktiziert Formen zielgruppenspezifischer Spiritualität (Hauskreise, Andachten für die Arbeit von Gruppen, Mitarbeitende in Einrichtungen und Schulen, aber auch Konfirmandenarbeit, zielgruppenbezogene Gottesdienste, …) (S. 39).
Grafik: Jens Schmitz, Ältester der Schwestern- und Brüderschaft des Evangelischen Johannesstifts e.V.
(mit Ergänzungen der Herausgeber)
Rechtstexte, Württemberg, Bayern, EKKW, UEK (https://www.kirchenrecht-ekd.de/document/11764); EKM, EKBO
Glossar Württemberg https://www.zentrum-diakonat.de/diakonat-in-wuerttemberg/
Abschlussbericht Württemberg https://www.vedd.de/glossar-diakonat-elkwue/
Diakonatsrichtlinie: https://www.vedd.de/dw-richtliniediakonat/
Rummelsberger Thesen: https://www.vedd.de/dokumente/rummelsberger-erklaerung/
„Brüder und Schwestern im Diakonat“ https://www.rauheshaus.de/fileadmin/user_upload/downloads/Brueder-_u_Schwesternschaft/BS_4_Gemeinschaften_Ansicht.pdf
Leitbild Diakoninnen und Diakone in Ev. Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz: https://www.ekbo.de/wir/diakonie/berufsbild-diakonin.html
Gesetzestexte: kirchenrecht-ekd.de und https://www.vedd.de/berufsprofil-diakon_in/rechtliche-grundlagen/
Kompetenzmatrix: https://www.vedd.de/impuls-3-2004-was-sollen-diakone-und-diakoninnen-koennen/ Impuls III/2004
Perspektiven für diakonisch- gemeindepädagogische Ausbildungs- und Berufsprofile: https://www.ekd.de/ekd_text118.htm
EKD……………….. Evangelische Kirche in Deutschland
EKBO……………… Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz
ELKB……………… Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern
ELKWü…………… Evangelische Landeskirche in Württemberg
EKKW…………….. Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck
EKM………………. Evangelische Kirche in Mitteldeutschland
VEDD……………… Verband Evangelischer Diakonen-, Diakoninnen- und Diakonatsgemeinschaften in Deutschland e.V.
EKU……………….. Evangelische Kirche der Union
UEK……………….. Union Evangelischer Kirchen in der Evangelischen Kirche in Deutschland
EKvW…………….. Evangelische Kirche von Westfalen
EKiR………………. Evangelische Kirche im Rheinland
VELKD……………. Vereinigte Evangelisch-Lutherische Kirche Deutschlands
Nordkirche……… Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland, Zusammenschluss aus Nordelbischer Evangelisch-Lutherischer Kirche (NEK), Evangelisch-Lutherischer Landeskirche Mecklenburgs (ELLM) und Pommerscher Evangelischer Kirche (PEK)
Das Glossar stellen wir Ihnen ab Ende 2018 auch zum Download als PDF und zur Bestellung in gedruckter Form über unsere Geschäftsstelle zur Verfügung.
Die Entwurfsfassung für die Hauptversammlung 2018 können Sie hier herunterladen.

References: § 1
 § 2
 § 3
 § 6
 § 2
 § 10