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Timestamp: 2017-11-24 05:34:26+00:00

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BGH, 29.06.1965 - VI ZR 36/64 - dejure.org
BGH, 29.06.1965 - VI ZR 36/64
Beschädigung eines Kraftfahrzeuges während der Überführungsfahrt zum Kunden - Anspruch auf Ersatz des vollständigen Händlerpreises Zug um Zug gegen Herausgabe des beschädigten Kfz - Anspruch des Eigentümers eines fast neuen Kfz gegenüber dem Schädiger - Berücksichtigung des Verwendungszwecks des Kfz bei Lieferung eines gleichwertigen anderen Kfz
BGB § 249, § 251 Abs. 2, § 254 Abs. 2
Schadensregulierung auf Neuwagenbasis
NJW 1965, 1756
MDR 1965, 820
VersR 1965, 901
DB 1965, 1136
JR 1965, 462
Handelt es sich bei ihm um einen Händler, kann er nur den Einkaufspreis verlangen, den er für die Beschaffung einer gleichwertigen Ersatzsache zahlen muss (vgl. BGH, Urt. v. 29.6.1965 - VI ZR 36/64, NJW 1965, 1756, 1757;… Staudinger/Schiemann, BGB, Bearbeitung 2004, § 251 Rdn. 42;… MünchKomm.BGB/Oetker aaO § 251 Rdn. 22 m.w.N.).
Führt er aber - wie es weitgehend der Praxis entspricht - die Verwertung im Einverständnis mit dem Schädiger selbst durch, so darf er dabei zwar einerseits eine sich ihm anbietende Möglichkeit zu besonders günstiger Verwertung nicht ungenutzt lassen, muß sich vielmehr denjenigen Betrag anrechnen lassen, den er in zumutbarer Weise (§ 254 Abs. 2 BGB) erzielen kann (s. Senatsurteil vom 29. Juni 1965 - VI ZR 36/64 - VersR 1965, 901, 902), andererseits muß sich der Schädiger dann aber, wenn er ihm nicht konkret eine günstige Verkaufsmöglichkeit nachweist, mit der beim Kläger üblichen und angemessenen Verwertung begnügen.
Die Erstbeklagte als Schädiger kann nach der ständigen Rechtsprechung des erkennenden Senats eine solche Anrechnung nicht verlangen (Senatsurteile vom 29. Juni 1965 - VI ZR 36/64 - VersR 1965, 901, 902 und vom 4. März 1976 - VI ZR 14/75 - VersR 1976, 732, 734;… vgl. auch KG, VersR 1972, 354 = DAR 1972, 327).
Die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs hat schon mehrfach einen Vertrag mit Schutzpflichtigen zu Gunsten Dritter in solchen Fällen bejaht, in denen dem Schutzpflichtigen weder die Zahl noch die Namen der zu schützenden Personen bekannt war (vgl. etwa BGHZ 26, 365, 371 [BGH 20.02.1958 - VII ZR 76/57]; 33, 247, 249 [BGH 07.11.1960 - VII ZR 148/59]; 55, 11, 18 [BGH 10.11.1970 - VI ZR 104/69]; Urteile vom 25. April 1956 - VI ZR 34/55 -, 15. Mai 1959 - VI ZR 109/58 und vom 23. Juni 1965 - VIII ZR 201/63 - NJW 1956, 1193 [BGH 25.04.1956 - VI ZR 34/55];… 1159, 1676; 1965, 1757) [BGH 29.06.1965 - VI ZR 36/64].
Der Bundesgerichtshof hat die Frage bisher noch nicht zu entscheiden gehabt (Das Urteil vom 29. Juni 1963 - VI ZR 36/64 - VersR 1965, 902 betraf einen Sonderfall).
Im Einklang mit der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist das Landgericht davon ausgegangen, dass es dem Geschädigten - jedenfalls in Fällen, in denen der Schädiger dem Grunde nach in vollem Umfang haftet (vgl. OLG Köln, VersR 1993, 374) - grundsätzlich frei steht, die beschädigte Sache entweder unter Anrechnung des Restwertes zu behalten bzw. selbst zu verwerten oder sie dem Schädiger ohne Anrechnung des Restwerts zur Verwertung zu überlassen (vgl. BGH, VersR 1965, 901; VersR 1976, 732; NJW 1983, 2694;… vgl. Palandt/Grüneberg, BGB, 70. Aufl., § 249 Rn. 19).
(Abgrenzung zu BGH NJW 1965, 1756 = VersR 1965, 901 u. NJW 1983, 2694 = VersR 1983, 758).
KG, 29.11.1971 - 12 U 1168/71
Zur Verwertungspflicht des Schädigers
Dabei ist von Bedeutung, ob der Wagen zum Gebrauch des Eigentümers bestimmt war oder als Verkaufsobjekt eines Autohändlers dienen sollte (BGH, NJW 1965, 1756 ).

References: § 249
 § 251
 § 254
 § 251
 § 251
 § 249
 BGH