Source: http://althand.de/bumsberg.html
Timestamp: 2018-11-17 19:52:31+00:00

Document:
Berger -88- Amöneburg
Mehr über Amöneburg
Saufen Nazi-Kram
Auf den Burschenschaftspullovern der Berger -88- prangt groß die SS-88, die vom Bundesamt für Verfassungsschutz als eindeutig rechtsextremistisches Zeichen eingestuft wird. Einschlägige Delikte der Berger -88- sind bereits gerichtlich geahndet. Dennoch lassen Staatsanwaltschaft und Staatsschutz diesen Verein weiter auf die Bevölkerung los.
Hart zur Sache geht es bei den vielen 88 und 18 in und um Amöneburg. Wer will noch behaupten, er wisse nicht, dass 88 Heil Hitler und 18 Adolf Hitler bedeutet?
Die rechts gezeigte 88 findet sich auf vielen tausend CDs und als Schmiererei auf Wänden. Bei ihrem Anblick lacht dem eingefleischten Rechtsextremisten das Herz im Leib, da er sie zugleich als SS lesen kann. Die Musikgruppe Division Wiking, benannt nach der SS-Division, hat die Booklets ihrer volksverhetzenden Produktion "Abschaum der Nation" mit der SS-88 verziert. Die SS-88 wird vom Bundesamt für Verfassungsschutz in der Rubrik eindeutiger Kennzeichen Rechtsextremer gelistet.
Quellen: Bundesamt für Verfassungsschutz: Symbole und Zeichen der Rechtsextremisten, S.60, Köln 2011. Und viele andere.
Der Name Berger -88- steht genau so im Vereinsregister (VR 422) des Amtsgerichts Kirchhain. Der Vereinsname lautet eben nicht "Berger 1988", nicht einmal "Berger '88". Jedem, der lesen kann, fällt auf, dass mit -88- etwas anderes gemeint ist als die Jahreszahl. Der Verein wurde erstmalig am 20.2.1992 eingetragen. Die Satzung - das Gründungsdokument - wurde am 21.10.1991 unterschrieben.
In der Satzung heißt es über den Zweck:
§ 2  Zweck
Der Verein ... setzt sich auch zur Aufgabe einer gewissen Wahrung der
Tradition welche zu einer Gemeinde gehört.
Gemeint ist auch das Streben nach dem Wiederauflebenlassen
alter Gebräuche und Traditionen.
Das falsche Deutsch stammt nicht von mir. Es ist kennzeichnend, dass just diejenigen Leute, welche besonders doitsch tun, mit der deutschen Sprache überfordert sind.
Die Berger -88- sind eine Burschenschaft. Sie veranstalten Discos und Kokeleien inklusive Alkoholverabreichung. Mit Volkskunst haben sie nichts am Hut. In Anbetracht des verfänglichen Namens hätte das Amtsgericht nachfragen müssen, worin die "alten Gebräuche und Traditionen" bestehen sollen. Die Floskel "Brauchtum und gewachsene Traditionen" ist bei rechtsextremen studentischen Burschenschaften längst gebräuchlich. "Brauchtumspflege" ist ein Kennwort der rechtsextremen HDJ und der NPD. Nach § 57 BGB ist die unmissverständliche Bestimmung des Vereinszwecks unerlässlich. Die Berger-88- hätten niemals in das Register eines Amtsgerichts eingetragen werden dürfen.
Wie wehren sich die Berger -88- gegen Überfremdung? In ihrer Satzung steht
§ 3  Mitgliedschaft
Bei Personen, welche ihren Wohnsitz nicht in der Stadt Amöne-
burg haben, entscheidet die Abstimmung der Mitgliederver-
sammlung ( schriftlich und geheim ). Es ist jedoch zu bedenken,
daß außerhalb der Stadt Amöneburg wohnende Personen nur dann
Mitglieder des Vereines werden sollen wenn sie in einer
besonderen Beziehung zum Verein stehen, sei es durch eine
frühere Mitgliedschaft, durch Dienste oder Kameradschaft.
Wer in Amöneburg wohnen darf, bestimmen die Berger -88- durch Morddrohungen, Hetze, nächtliche Überfälle und sogenanntes Plattmachen mit dem Auto.
Zu den gerichtlich anerkannten Diensten der Berger -88- gehört es,
gewaltsam in Häuser einzudringen (2 Js 6455.7/97 StA Marburg),
Autos als Waffen zu missbrauchen (2 Js 20543.5/99 StA Marburg),
Morddrohungen zu verbreiten (2 Js 10014/02 StA Marburg).
In diesen Fällen haben Berger-88-Mitglieder Strafen abbekommen, in vielen anderen Fällen aber nicht. Nur wenn die Öffentlichkeit genug Anteil nimmt und erst wenn Polizisten, Staatsanwälte und Richter Angst bekommen selbst strafrechtlich an die Kandare genommen zu werden, ist die Ahndung von Berger-88-Delikten durchzusetzen.
Die häufige Verwendung des Worts Kameradschaft ist ein weiteres Indiz:
§ 8  Aufgaben des Vorstands
1. Der Vorstand ...
soll für einen inneren kameradschaftlichen Zusammenhalt
des Vereins sorgen.
Mit ihrem Vorstandsvorsitzenden Frank Ludwig haben die Berger-88- einen besonders glücklichen Griff getan. Die für einen Burschenschaftsführer unentbehrliche Qualifikation hat er bereits in zartem Alter erworben. Wie in Amöneburg und ringsum bekannt, wurde Ludwig schon vor 1998 gefährlich betrunken aufgegriffen. Das ist mehr als ein Gerücht. Da indessen manche Leute behaupten, es sei strafbar Beweise zu veröffentlichen, wurde hier ein Beweisstück bis auf Weiteres entfernt, allerdings ohne Anerkennung einer Rechtspflicht.
Wichtiges Vorstandsmitglied, wichtiger jedenfalls als die Beisitzerin, ist der Getränkewart. Hier wird der wahre Zweck der Berger -88- erkennbar.
5. Der Getränkewart und dessen Vertreter gehören zum Vorstand.
Ihnen können besondere Aufgaben zugeordnet werden, beispiels-
weise bei der Organisation einer Feier ( Festausschuss ).
Der Getränkewart unterliegt den Getränkewartrichtlinien ( GWRL ).
Beim Kauf der Getränke ist eine Quittung einzufordern. Das
Gleiche gilt bei Kauf von Reinigungsmitteln und dergleichen.
Monatlich muß erkennbar sein wieviel Getränke verkauft wurden
und welcher Fehlbetrag sich in der Getränkekasse befindet.
Die Schulden sind bis zum Monatsende zu bezahlen.
Das behördlich geförderte -88-Hauptschulungsamt für den Alkoholismus befindet sich im Norden der Amöneburger Erdaushub-Deponie.
Das kulturelle Engagement der Berger -88- drückt sich in Bierwerburg aus. Links Marburger Bier, rechts Licher Bier.
Beim Burschenschaftstreffen 2005 war der Biercontainer fast genauso groß wie das Festzelt.
Wozu Steuern und Abgaben zahlen? Damit Magistrat und Stadtverordnete den Bergern -88- einen Platz zur Verfügung stellen, wo letztere die heranwachsende Jugend an Alkohol gewöhnen können.
Die Gemeinnützigkeit des Berger-88-e.V. ist aus den Bierflaschen ersichtlich. Wir verstehen, was die Berger -88- meinen, wenn sie von einer
sinnvolleren
Zackig wird es beim Burschenschaftspullover:
§ 11  Wahrzeichen
1. Nach Absprache auf der Mitgliederversammlung ist bei festlichen
Anlässen, Versammlungen, Burschenschaftstreffen oder
gemeinsamen Ausflügen der Burschenschaftspullover zu tragen.
2. Der Burschenschaftspullover enthält den Schriftzug "BERGER 88"
und als Wahrzeichen die Sillhouette der Amöneburg.
Sillhouette ist eine Mischung aus silly und silhouette. Wie der Burschenschaftspullover aussieht, zeigt folgendes Foto. Es stammt aus der Akte 10 Js 5537.8/98 bei der Staatsanwaltschaft Marburg und beweist, dass die Staatsanwaltschaft schon 1998 wusste, dass die Berger -88- rechtsextrem sind.
Ein Vergleich der 88 auf dem Burschenschaftspullover mit der SS-88 auf dieser Seite rechts oben räumt letzte Zweifel an der Ausrichtung der Berger -88- aus. Burschenschaftler aus der Umgebung bezeichneten die Berger -88- demgemäß als Berger SS. Das Foto zeigt auf einen Blick die Neigung der Berger -88- zu Alkohol und Gewalttätigkeit.
Der seltsame Schrifttyp "Berger" ist der gleiche, der von der kriminellen Vereinigung "Landser" verwendet wird. Runenartige Fraktur-Schriften gelten unter Neonazis als Erkennungszeichen.
Landser: Ran an den Feind! Über der Faust ist die Karikatur eines Menschen mit extrem langer und krummer Nase zu sehen, links davon die Karikatur eines Menschen mit schwarzen, lockigen Haaren und dunkler Haut. Am Anfang des Wortes Feind steht statt des F eine Wolfsangel, ein SS-Symbol. Antisemitismus, Rassismus, Gewalttätigkeit.
Quelle: Senatsverwaltung für Inneres, Abteilung Verfassungsschutz, Berlin.
So überrascht es nicht, dass die Berger-88- Reklame für die LANZER machen (rechts der Schaukasten am -88-Hauptschulungsamt für den Alkoholismus). Die LANZER sind eine Rummel-Kapelle, die, obwohl sie elend schlecht spielen, trotzdem wollen, dass möglichst viele Jugendliche zu ihren Auftritten kommen und Eintritt bezahlen. Natürlich glauben die Jugendlichen, sie bekämen Lieder von den rechtsextremen Landsern zu hören, wenn sie zu den LANZERN gehen. Z.B.
Bei 'ner Panzerdivision war Opa einst dabei.
Bei Youtube finden sich Filmchen von LANZER-Auftritten. Die Kommentare dazu zeigen: Der Name "Lanzer" wird anstandslos verstanden. LANZER gelingt es, das rechte Publikum um sich zu scharen.
GinoCasinoBln (vor 2 Jahre)
wasn das fürn scheiß? hab mich schon gewundert.. dachte schon.. lanzer darf konzerte geben?! also die nazi lanzers.. ach is eh alles dreck.
judenkiller88 (vor 1 Jahr)
so für mich ist diese einstellung alles den scheil von einmalbraun reicht und so hat leider mein unterbelichteter drogennehmender hopper bruder geschrieben. ich entschuldige mich dafür mit deinem donnernden SIEG HEIL
14jacky88 (vor 11 Monaten)
omg wie schlecht.... du weißt ja nichmal welche band du verarschen willst.. würde vorher erstmal schreiben lernen bevor ich mich blamiere
28kasti88 (vor 4 Monaten)
das sind keine nazis du vollidiot
Sind Leute, die von Neonazis profitieren, selbst Neonazis? 28kasti88 jedenfalls ist Neonazi. Die Zahlenkombination 28-88 bezieht sich einerseits auf Blood and Honour, Blut und Ehre, also auf eine Hitlerjugend-Imitation, andererseits auf Heil Hitler. Ein paar Brocken Englisch gelten in der Szene als geil und sie sind nützlich im Umgang mit deutschen Gerichten, weil die behaupten, eine Nazi-Parole auf Englisch sei keine Nazi-Parole. Auch 14jacky88 ist Neonazi. 14-88, zusammengesetzt aus Heil Hitler und den rassistischen 14 Wörtern, gilt sogar als schneidigste Neonazi-Zahl.
Entscheidend ist die nicht endende Folge von Gewalttätigkeiten, die bei Feiern der Berger -88- verübt werden.
Jeweils im Frühjahr, möglichst noch in der Fastenzeit, veranstalteten die Berger -88- im frommen Amöneburg drei- bis viertägige Krawalle. Motto: Berger -88- laden ein. So sah es danach aus:
Die Aufnahme wurde im April 1997 gemacht. Man sieht, wie sauber die rechten Jungs in Wirklichkeit sind. Die alljährlichen Amöneburger Chaos-Tage, die den gesamten Ort in Mitleidenschaft zogen, wurden vom Magistrat der Stadt Amöneburg gefördert. In Amöneburg herrscht die CDU. Der Sohn des damaligen Bürgermeisters Biedermann (er heißt wirklich so) war selbstverständlich Mitglied der Berger -88-. Der Sohn des Stadtverordnetenvorstehers Greib, der 2005 Bürgermeister werden wollte, ist ebenfalls Mitglied, war sogar Vorsitzender der Berger -88-. Der Sohn des Polizeibeamten Ludwig war 2002 Vorsitzender und ist - in der Praxis wichtiger - Kassierer der Berger -88-.
Auch im Jahr 2005 rüsteten die Berger -88- wieder. Veranstaltet wurden ein Osterfeuer, das mit Sieg-Heil-Gebrüll begleitet wurde, und ein Burschenschaftstreffen zu Hitlers Geburtstag. (Wenn der 20.April nicht auf ein Wochenende fällt, muss der Führer bis zum Wochenende warten; zahlende Gäste sind den Bergern -88- wichtiger.) Währenddessen locken die schwarz-weiß-roten Werbeschilder Neonazis aus nah und fern.
Als Rüstende brüsteten sich öffentlich: Jörg Nau, Felix Weber, Dennis Stein, Frank Ludwig, Pascal Michel, Sebastian Orlik und Thomas Greib, seit langem dieselben Personen. Eine Beisitzerin war nicht dabei.
Die Feiern zu Hitlers Geburtstag im benachbarten Kirtorf stellen keine Konkurrenz mehr dar, da der Schweinestall der Berserker für Feiern nicht mehr benutzt werden darf. Am Berserker-Auto links ist zu erkennen, wie wenig Eigenes sich die Berger-88- mit ihren Nazi-Buchstaben haben einfallen lassen. Die Aufnahme stammt vom 15.10.2002. Das Kennzeichen des Autos ist vielleicht gewechselt worden.
Die Berger-88- sind, wie alle Neonazis, dämlich. Freihändig können sie die SS-88 nicht malen. Was sie für ihr Bums-Treffen zustande bringen, ähnelt den Krakeleien in einem Kieler Kinderzimmer.
Dort wie hier haben die Alten ihren Jungen eine nazistische Erziehung verpasst.
Derweil hat die einheimische Kfz-Zulassungsstelle einem anderen Berger-88-Mitglied, nämlich dem Michael N., der auch außerhalb seines Autos rechts-schneidig auffällt, einen Herzenswunsch erfüllt. MR-M 1488: Was mehr kann der Neonazi heißer begehren?
Michael N. prunkt hier mit seiner Errungenschaft vor dem Zelt des Berger-88-Burschenschaftstreffens auf dem Amöneburger Festplatz. Dass die Karre wegen § 12 StVO dort nicht stehen darf, schert Michael N. selbstverständlich nicht.
Dieser Berger-88-Angriff begann am 3.7.2005 um halb fünf Uhr morgens.
Einer will sich vor den mitlaufenden Halbjungfrauen, die etwas erleben wollen, als Held hervortun. Er fängt schon von weitem an die Überwachungskameras zu beballern. Der rechte Arm des Haupttäters erscheint unscharf, weil er schnell bewegt wird. Die Helden sind meist betrunken. Sie treffen nur selten und schreien dafür um so lauter.
Danach machen sie sich an meiner Haustür zu schaffen. Diese folgenden Bilder zeigen, wie der Haupttäter vorn davonläuft.
Das rechte Bild ist auf einen Burschenschaftspullover scharfgestellt. Von mehreren Personen dieser Truppe sind gute und exzellente Gesichtsfotos gelungen - wie bei Banjo und dem Kirmes-Osama. Ich werde sie veröffentlichen, wenn Polizei und Justiz den neonazistischen Mob weiterhin auf friedliche Menschen loslassen.
In diesem Sinn möchte ich mich ganz herzlich bei Oberstaatsanwalt Jörg, bei Polizeisprecher Ahlich und beim Staatsschützer KHK Müller bedanken, die durch falsche Auskünfte an die Oberhessische Presse (Ausgabe vom 1.7.2005) für diesen Angriff mitverantwortlich sind.
Ende 2005 war der hessische Verfassungsschutz nicht von der Gemeinnützigkeit der Berger-88- überzeugt:
Gleichwohl wird das Landesamt für Verfassungsschutz Hessen diesen Verein nebst Personen im Auge behalten.
(Den Rechtsanwalt Wolfgang Loukidis empfehle ich nicht.)
Mitte 2006 vollzog die Oberhessische Presse (OP), die die Straftaten der Berger-88- bis dahin geleugnet hatte, eine Kehrtwende. Sie veröffentlichte - vermutlich veranlasst durch Personen, die als Zeitzeugen bezeichnet werden - eine Artikel-Serie:
"Berger 88" mit rechter Tendenz in Gründerzeit
... Während der Staatsschutz bis in die Gründerzeit ermittelte und "keine Hinweise auf rechtsradikale Tendenzen fand", ergeben Recherchen der OP jedoch ein anderes Ergebnis: Gleich mehrere Zeitzeugen, ehemalige Stiftsschüler und ein Stadtallendorfer, berichten von rechtsradikalen Tendenzen, die es in den Gründerjahren gegeben haben soll.
Die Burschen seien als Clique in Bomberjacken, Springerstiefeln und mit kurz geschorenen Haaren aufgetreten; sie hätten verbotene Musik gespielt und rechtsradikale Lieder gesungen. "Die Berger 88 waren als Schlägertrupp bekannt und auf Discos gefürchtet", sagt ein 30 Jahre alter Amöneburger.
... Wie sensibel das Thema ist, zeigt sich daran, dass sich der aktuelle Vorstand nicht fotografieren lassen wollte und nur der Vorsitzende seinen Namen für die OP-Berichterstattung preisgeben wollte, und auch alle anderen Gesprächspartner, die sich als Zeitzeugen an die Gründerjahre erinnern, wollten aus Angst vor Repressalien anonym bleiben - sie sind der Redaktion jedoch bekannt.
Unsere Informanten berichten von eindeutigen rechtsradikalen Tendenzen zumindest in den Anfangsjahren. Wie ein Zeitzeuge aus Stadtallendorf mitteilt, traten die "Berger '88" in der Zeit von 1988 bis 1991 in einer Clique von 20 bis 30 Personen und in eindeutigem Outfit auf: kurz geschorene Haare, Bomberjacke, hochgewickelte Jeans und weiß geschnürte Springerstiefel...
Die Jugendlichen aus Stadtallendorf, darunter auch Türken, Portugiesen und Italiener, seien bei Discoabenden regelmäßig angepöbelt und geschlagen worden...
Nach Aussage unseres Informanten sind bei den Schlägereien Stadtallendorfer schwer verletzt worden - mit Fäusten und einer zerbrochenen Flasche. Nachdem bei einer Disco in Niederklein ein Jugendlicher bewusstlos geschlagen wurde, rückten die Stadtallendorfer mit 120 Personen zum Hatzbacher Fest an, um Rache zu nehmen. Mit Massenschlägerei und Polizeieinsatz nahm die Disco ein vorzeitiges Ende.
Ein ehemaliger Stiftsschüler aus Stadtallendorf hat nicht nur die Bomberjacken und Springerstiefel in Erinnerung behalten. Ein Burschenschaftler drohte ihm sogar: "Ich werde dich umbringen." Er berichtet von einer Schlägerei während einer Disco in Rüdigheim, wo ein "Berger" mit Stiefeln auf den Kopf eines am Boden liegenden Jugendlichen gesprungen sei...
Quelle: Oberhessische Presse 28.6.2006
... Ein weiterer Zeitzeuge ... erinnerte an einen Vorfall, der sich bei einer Veranstaltung der Kirchengemeinde in Rüdigheim ereignete. Dort sei ein Jugendlicher von zwei anderen aus der Amöneburger Gruppe zu Boden gerissen und durch Springerstiefel so stark am Kopf verletzt worden, dass er in der Marburger Universitätsklinik stationär behandelt werden musste. Der Anführer der Schlägertruppe habe den Tumult ausgenutzt und mit seinem Kumpan hasenfüßig den Tatort verlassen.
Quelle: Oberhessische Presse 30.6.2006
Kenner der Berger-88- kritisieren, diese Artikel verharmlosten immer noch und seien in manchen Einzelheiten nicht richtig. So hieß die Schlägertruppe, die 1992 zum Berger-88-Verein wurde, vorher BBA (Black Bomber Amöneburg). Die Gewalttätigkeiten hörten 1991 nicht auf und Vorstandsmitglieder haben sich selbstverständlich an Straftaten beteiligt.
Burschenschaften oder - modern bezeichnet - Jugendclubs, die Heil Hitler heißen, gibt es viele. So ist der Club 88 prominenter Treffpunkt der Neonazis in Schleswig-Holstein. Der Bunker 88 macht den Spreewald unsicher. Sauf-Prügel-Fussball-Neonazis aus Braunschweig firmieren als Thormania 88. Der angebliche Fußballverein Braune Teufel betätigt sich im Vogtland.
Rechts im Bild ein Volksgenosse mit Thors Hammer am Hals, "Blut" und "Ehre" auf den Unterarmen, sowie "Rudolf Hess", "Todesstrafe für Kinderschänder" und weiterem Neonazi-Zubehör, das er verhökern will.
Neonazis in ganz Deutschland zeigen die SS-88 um mit Gewalt zu drohen. Das folgende Foto wurde Ende Juni 2006 in Potsdam-Stern aufgenommen:
Die Farben Blau-Gelb sind nach Schwarz-Weiß-Rot Neonazis liebste Kombination; Gelb soll eigentlich Gold sein. Blau seien die Augen und goldig das Haar des germanischen Recken. Leider hat der obige, echt germanische Recke seine Perücke verloren - vermutlich bei einer Prügelei mit Nazi-Freunden. Auch die Berger -88- nutzen Neonazis Zweitfarben gern:
Beim Kirchweihfest 2006, federführend veranstaltet von den Bergern-88-, fanden die üblichen fremdenfeindlichen Gewalttätigkeiten statt. Und auch das Burschenschaftstreffen 2007 kam nicht ohne Prügelei mit Türken aus.
Mehr über Amöneburg:
Behörden in und um Amöneburg
Vereine in und um Amöneburg
Hakenkreuz und RANDALE-Neonazi
Rassistische Hetze in Amöneburg
Staatsanwalt dient Neonazi
Täter-Opfer-Ausgleich ohne Berücksichtigung des Opfers

References: § 2
 § 57

§ 3

§ 8

§ 11
 § 12