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Timestamp: 2019-02-23 22:27:28+00:00

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BVerwG, 23.05.2012 - 6 C 8.11 - dejure.org
GG Art. 19 Abs. 4; VwGO § 113 Abs. 5 Satz 2
Prüfungsrecht; Regelungsqualität der Bewertung einzelner Prüfungsleistungen; Rechtsschutz gegen Prüfungsentscheidungen; gespaltene Widerspruchsentscheidung; Anspruch auf gerichtliche Überprüfung der Bewertung einzelner Prüfungsleistungen
Art 19 Abs 4 GG, § 113 Abs 5 S 2 VwGO, § 34 S 1 VwVfG
Regelungsqualität der Bewertung einzelner Prüfungsleistungen; Rechtsschutz gegen Prüfungsentscheidungen; gespaltene Widerspruchsentscheidung; Anspruch auf gerichtliche Überprüfung der Bewertung einzelner Prüfungsleistungen
Verwaltungsakte (Prüfungsverfahren) - Bewertung einer einzelnen Prüfungsleistung
VwVfG § 35 S. 1; VwGO § 113 Abs. 5 S. 2
Bewertung einzelner Prüfungsleistungen im Staatsexamen
Zur gerichtlichen Kontrolle von Prüfungsbewertungen
Zur gerichtlichen Überprüfung einzelner Klausurbewertungen
Examensnoten wirksam anfechten
Klagegegenstand bei der Prüfungsanfechtung
Schlechte Examensbewertung: Volle nachträgliche gerichtliche Kontrolle
Kurznachricht zu "Bewertungen einzelner Prüfungsleistungen als Verwaltungsakte - Klarstellung durch die Rechtsprechung des BVerwG?" von Justiziar Dr. Carsten Morgenroth, original erschienen in: NVwZ 2014, 32 - 35.
BVerwG, 15.03.2011 - 6 B 43.10
NJW 2012, 2901
NVwZ 2012, 1193
NJ 2012, 438
Nach höchstrichterlicher Rechtsprechung (BVerwG, Urteil vom 23 Mai 2012 - 6 C 8/11 -) sei es auch zulässig, in einem Widerspruchsverfahren gegen einen Prüfungsentscheid, der nach Durchführung eines Widerspruchs- und Klageverfahrens ergangen sei, erstmals die Bewertung von vormals nicht angegriffenen Klausuren zu rügen.
Soweit der Kläger auf das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 23. Mai 2012 (Az. 6 C 8/11, juris) verweist, ist dem entgegen zu halten, dass der dieser Entscheidung zugrunde liegende Sachverhalt nicht mit dem vorliegenden vergleichbar ist.
vgl. BVerwG, Urteil vom 23. Mai 2012 - 6 C 8/11 -, juris Rn. 2, 11 f.
vgl. BVerwG, Urteil vom 23. Mai 2012 - 6 C 8/11 -, juris Rn. 11.
Beurteilungsspielraum, Hausarbeit, Befähigung zum Richteramt
Ob eine einzelne Prüfungsleistung Regelungsqualität innehat, ist anhand der jeweiligen Prüfungsordnung zu klären (BVerwG, U.v. 23.5.2012 - 6 C 8/11 - juris Rn. 14).
vgl. BVerwG, Urteil vom 23.5.2012 - 6 C 8.11 -, juris, Rn. 14.
Die Beschwerde weist zwar auf den in der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts im Hinblick auf die bundesrechtlichen Vorgaben aus Art. 3, Art. 12 Abs. 1 und Art. 19 Abs. 4 GG aufgestellten abstrakten Rechtssatz hin, dass der Normgeber im Prüfungsrecht, sofern er Einzelbenotungen als selbständige, der Bestandskraft fähige Regelungen im Sinne von § 35 Satz 1 VwVfG auszugestalten beabsichtigt, jenseits von prozessökonomischen Aspekten zu erwägen haben wird, ob die sich hieraus für den Prüfling in prozessualer Hinsicht ergebenden Obliegenheiten verhältnismäßig wären (BVerwG, Urteil vom 23. Mai 2012 - 6 C 8.11 - Buchholz 421.0 Prüfungswesen Nr. 413 Rn. 15).
Sind nach den Bestimmungen der Prüfungsordnung aber zuvor erzielte Prüfungsnoten oder Ergebnisse von Teilen der Prüfung bei der Gesamtbewertung zu berücksichtigen, begründet dies regelmäßig keine eigene Rechtswirkung der Teilbewertung (…Niehues/Fischer-Fischer S. 334 Rn. 816;… Stelkens/Bonk/Sachs-Stelkens VwVfG 8. Aufl. § 35 Rn. 204 f. m.w.N.;… vgl. auch Schindler, BayGSO S. 151 f. Rn. 1; BVerwG DVBl. 2003, 871; BayVGH BayVBl. 2009, 603; BVerwG NJW 2012, 2901).
Vielmehr gilt nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, dass die Benotungen einzelner Prüfungsleistungen regelmäßig keine selbständige rechtliche Bedeutung haben, sondern lediglich eine Grundlage der behördlichen Entscheidung über das Bestehen und Nichtbestehen der Prüfung bilden, die ihrerseits eine rechtliche Regelung enthält und daher den Verwaltungsakt darstellt, der im verwaltungsgerichtlichen Verfahren auf seine Rechtmäßigkeit hin überprüft werden kann (BVerwG, Urt. v. 23.05.2012 - 6 C 8/11 -, Rn. 14, juris).
BVerwG, Urteil vom 23. Mai 2012 - 6 C 8.11 -, juris Rdnr. 14, zu § 35 BVwVfG.
BVerwG, Urteil vom 5. November 2009 - 4 C 3.09 -, juris Rdnr. 21 m.w.N., und Urteil vom 23. Mai 2012 - 6 C 8.11 -, juris Rdnr. 18.
Ob die Zulassung zu einer Prüfung Verwaltungsaktqualität hat oder nicht, beurteilt sich - vergleichbar mit der Frage, ob der Bewertung einer Prüfungsentscheidung Verwaltungsaktqualität zukommt (vgl. hierzu BVerwG, Urt. v. 23.5.2012, 6 C 8/11, juris Rn. 14;… Beschl. v. 25.3.2003, 6 B 8/03, juris Rn. 3) - nach der konkreten Ausgestaltung des Prüfungs- bzw. Zulassungsverfahrens durch die jeweilige Prüfungsordnung.
Dabei kann dahinstehen, ob die Bewertungen des ersten und zweiten Prüfungsversuchs des Klägers mit "nicht bestanden", wie die Beklagte meint, bestandskräftig geworden sind bzw. ob diese Bewertungen überhaupt der Bestandskraft fähig sind, was voraussetzen würde, dass es sich bei den Bewertungen von Modulprüfungen um Verwaltungsakte i.S.d. § 35 Satz 1 HmbVwVfG handelt (vgl. hierzu BVerwG, Urt. v. 23.5.2012, 6 C 8/11, juris Rn. 14).
vgl. BVerwG, Urteil vom 23.5.2012 - 6 C 8.11 -, NJW 2010, 2901.
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References: Art. 19
 § 113
 § 113
 § 34
 § 35
 § 113
 Art. 3
 Art. 12
 Art. 19
 § 35
 § 35
 § 35
 § 35