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Timestamp: 2019-04-23 19:04:36+00:00

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Rechtsprechung: NJW 1973, 1710 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG Celle, 06.03.1973
Nachbarklage gegen einen auf einer im Bebauungsplan festgesetzten "öffentlichen Grünfläche" errichteten Kinderspielplatz - Auslegung des Begriffs "Grünfläche" in § 9 Abs. 1 Nr. 8 Bundesbaugesetz (BBauG) - Konkretisierungserfordernis bezüglich der Festsetzungen in einem Bebauungsplan - Verletzung subjektiver Rechte durch eine objektiv rechtswidrige Einrichtung und Unterhaltung eines Kinderspielplatzes
Konkretisierungserfordernis bei Festsetzung einer öffentlichen Grünfläche [hier: Kinderspielplatz]; Nachbarrechtlicher Abwehranspruch
BVerwGE 42, 5
NJW 1973, 1710
MDR 1974, 72
DVBl 1973, 635
DÖV 1973, 712
BauR 1973, 168
Aus den Entscheidungen des Senats vom 14. Juli 1972 und vom 16. Februar 1973 (a.a.O.) kann sie nicht ohne weiteres beantwortet werden.
Er hat darauf hingewiesen, daß sich die Anforderungen an die Bestimmtheit und das Maß der Konkretisierung danach richten, was nach den Verhältnissen des Einzelfalls für die städtebauliche Entwicklung im Sinne des § 1 Abs. 3 und des § 9 Abs. 1 BauGB erforderlich ist und dem Gebot gerechter Abwägung der konkret berührten privaten und öffentlichen Belange entspricht (vgl. BVerwG, Urteile vom 16. Februar 1973 - BVerwG 4 C 66.69 - BVerwGE 42, 5, und vom 11. März 1988 - BVerwG 4 C 56.84 - Buchholz 406.11 § 9 BBauG Nr. 30).
Dementsprechend hat sich das Bundesverwaltungsgericht schon immer als berechtigt angesehen, Festsetzungen nach § 9 Abs. 1 BauGB (bzw. früher BBauG) selbst inhaltlich zu überprüfen (vgl. u.a. Urteile vom 16. Februar 1973 - BVerwG IV C 66.69 - BVerwGE 42, 5 ff. und vom 2. September 1983 - BVerwG 4 C 73.80 - Buchholz 406.11 § 9 BBauG Nr. 25 S. 3 ff.).
Im übrigen kommt diese Konkretisierung dem Grundsatz der Planbestimmtheit entgegen, der verlangt, daß Festsetzungen so konkret wie möglich getroffen werden, also mit Blick auf Grünflächen über die Ausweisung "privat" oder "öffentlich" hinaus bestimmen, wie die jeweilige Fläche genutzt werden soll (vgl. dazu grundlegend Urteil vom 16. Februar 1973 - BVerwG IV C 66.69 - aaO., S. 6 ff.).
Zur Bestimmtheit von Bebauungsplänen und zum notwendigen Maß einer Konkretisierung ihrer Festsetzungen hat der erkennende Senat in seinen Urteilen vom 16. Februar 1973 - BVerwG 4 C 66.69 - (BVerwGE 42, 5 = Buchholz 406.11 § 9 BBauG Nr. 10 - DVBl 1973, 635) und vom 11. März 1988 - BVerwG 4 C 56.84 - (Buchholz 406.11 § 9 BBauG Nr. 30 = DVBl 1988, 845) Grundsätze entwickelt, von denen auch im vorliegenden Verfahren auszugehen ist.
Der erkennende Senat hat in seinem Urteil vom 16. Februar 1973 - BVerwG 4 C 66.69 - (BVerwGE 42, 5 = DVBl. 1973, 635) Grundsätze zur Bestimmtheit von, Bebauungsplänen und zum notwendigen Maß einer Konkretisierung ihrer Festsetzungen entwickelt.
Auf die Revision der Kläger hat der Senat mit Urteil vom 16. Februar 1973 - BVerwG IV C 66.69 - das Urteil des Oberverwaltungsgerichts aufgehoben und die Sache zur anderweitigen Verhandlung und Entscheidung an das Berufungsgericht zurückverwiesen.
In seinem Urteil vom 16. Februar 1973 - BVerwG IV C 66.69 - (DVBl. 1973, 635) hat der Senat näher dargelegt, aus welchen Gründen die Festsetzung einer "Öffentlichen Grünfläche" nicht die Einrichtung eines Kinderspielplatzes gestattet.
Mit dem vom Normenkontrollgericht als Zweck der Festsetzung ermittelten Inhalt unterscheidet sich die Festsetzung einer Grünfläche dieser Art, gegen deren Gültigkeit - wenn auch mit begrenzter Tragweite - auch ohne weitergehende konkrete Zweckbestimmung übrigens auch sonst keine Bedenken bestehen (vgl. dazu BVerwG, Urteile vom 16. Februar 1973 - BVerwG 4 C 66.69 - BVerwGE 42, 5 und vom 21. Juni 1974 - BVerwG 4 C 14.74 - DVBl. 1974, 777; Beschluß vom 27. Juli 1989 - BVerwG 4 NB 19.89 - Buchholz 406.11 § 214 BauGB Nr. 3), von den nach § 9 Abs. 1 Nr. 4 BauGB zulässigen Festsetzungen von Flächen für Nebenanlagen, die aufgrund anderer Vorschriften für die Nutzung von Grundstücken erforderlich sind (u.a. Spiel-, Freizeit- und Erholungsflächen).
Dies folgt schon daraus, daß auch sie Inhalt und Schranken des Grundeigentums bestimmen, und zwar unmittelbar für die überplanten, mittelbar aber auch für die dem Planbereich benachbarten Grundflächen (vgl. BVerwG, Urteile vom 16. Februar 1973 - BVerwG 4 C 66.69 - BVerwGE 42, 5 [BVerwG 16.02.1973 - IV C 66/69] undvom 11. März 1988 - BVerwG 4 C 56.84 - DVBl 1988, 845 ).
BVerwG, 04.05.1979 - 4 C 25.76
BGH, 12.12.1975 - V ZR 114/74
Abwehrklage gegen die von einem Kinderspielplatz ausgehenden Geräuschimmissionen …
BVerwG, 02.02.1995 - 4 B 257.94
Außenbereich - Flächennutzungsplan - Grünfläche - Fläche für Freikörperkultur - …
VGH Baden-Württemberg, 24.11.1993 - 3 S 1631/91
Bebauungsplan - Ausfertigungsdatum; Ausweisung einer privaten Grünanlage mit …
VGH Baden-Württemberg, 21.08.1991 - 3 S 1450/90
(Zur Bewertung des Belanges "Dringender Wohnbedarf der Bevölkerung" (BauGBMaßnG § …
BVerwG, 04.10.1974 - IV C 62.72
Wahlrecht bei Festsetzung der Errichtung von Stellplätzen oder von Garagen
VGH Baden-Württemberg, 19.04.1989 - 3 S 1986/88
Bauvorbescheid; Befreiung und Ermessensausübung
BVerwG, 20.07.1984 - 4 B 72.84
VGH Bayern, 25.03.1998 - 2 N 94.329
Anspruch auf Nichtigerklärung eines Bebauungsplanes ; Gebot hinreichender …
BVerwG, 05.08.1992 - 4 NB 30.92
Darlegungsanforderungen an eine verwaltungsgerichtliche Beschwerde - …
BVerwG, 19.11.1974 - IV B 143.74
Beschwerde gegen die Nichtzulassung einer Revision - Nicht rechtzeitiger Hinweis …
OLG Celle, 06.03.1973 - 2 Ws 58/73
Ferner ist anerkannt, dass eine Beschwerdeentscheidung ausnahmsweise dann anfechtbar ist, wenn nicht das Landgericht, sondern das Oberlandesgericht über das Rechtsmittel zu befinden gehabt hätte, weil andernfalls die vom Gesetz gewollte Entscheidung des Oberlandesgerichts im Beschwerdeverfahren nicht erreichbar wäre (vgl. Senat, Beschl. v. 15.11.2004 - 3 Ws 188-11898/94 mwN; OLG Frankfurt [1. Strafsenat], NJW 1980, 1808; OLG Hamm, NJW 1972, 1725; OLG Celle, NJW 1973, 1710; OLG Düsseldorf, NStZ-RR 2001, 111; Meyer-Goßner, § 310 Rn 2;… Engelhardt, in: KK-StPO, 6. Aufl., § 310 Rn 5; Plöd, in: KMR-StPO § 310 R 1 - jew. mwN).
OLG Düsseldorf, 16.10.2000 - 3 Ws 395/00
Beschwerde gegen Widerruf der Strafaussetzung - Widerruf durch Amtsgericht …
In einem solchen Fall ist die (sofortige) Beschwerde gegen die Entscheidung des Landgerichts zulässig, weil sonst die vom Gesetz gewollte Entscheidung des dem Landgericht übergeordneten Gerichts im Beschwerdeverfahren nicht erreichbar wäre (vgl. Senatsbeschlüsse vom 12. November 1981 - 3 Ws 623/81 - und 3. Mai 1985 - 3 Ws 182/85 - BayObLGSt 1955, 19; OLG Bremen NJW 1967, 1975; OLG Celle NJW 1973, 1710; OLG Frankfurt NJW 1980, 1808; OLG Hamm MDR 1981, 425;… KK-Engelhardt, StPO, 4. Aufl., § 310 Rdnr. 4;… Kleinknecht/Meyer-Goßner, StPO, 44. Aufl., § 310 Rdnr. 2;… LR-Gollwitzer, StPO, 24. Aufl., § 310 Rdnr. 7;… KMR-Plöd, StPO, 7. Aufl., § 310 Rdnr. 1;… SK-Frisch, StPO, § 310 Rdnr. 10).
OLG Dresden, 07.04.1993 - 2 Ws 116/93
Die Rechtslage ist ähnlich derjenigen, bei der das Landgericht über eine Beschwerde gegen einen Beschluß des Amtsgerichts entschieden hat, die in Wahrheit als Rechtsbeschwerde aufzufassen war: in diesem Fall gewährt die Rechtsprechung gegen den Beschluß des Landgerichts die einfache Beschwerde an das Oberlandesgericht (OLG Karlsruhe, Die Justiz 1977, 23; OLG Celle NJW 1973, 1710;… vgl. auch LR-Gollwitzer StPO , 23. Auflage, Nr. 7 zu § 310 ;… KK - Engelhardt StPO , 2. Auflage, Rdnr. 5 zu § 310).

References: § 9
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 § 214
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