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Timestamp: 2016-10-28 16:12:34+00:00

Document:
U 364/01 (14.03.2003)
U 364/01
A.________, 1933, Beschwerdef�hrerin,
Z�rich Versicherungs-Gesellschaft, Talackerstrasse 1, 8152 Opfikon, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt Hermann R�egg, Uraniastrasse 24, 8001 Z�rich
Die 1933 geborene A.________ war seit 1980 als kaufm�nnische Mitarbeiterin beim Verband X.________ t�tig und bei der Z�rich Versicherungs-Gesellschaft (nachfolgend: Z�rich) gegen Unf�lle und Berufskrankheiten versichert. Am 8. April 1992 st�rzte sie auf einer Treppe und erlitt dabei eine commotio cerebri, eine Sch�delkalottenfraktur occipito-temporal links und eine Felsenbeinschr�gfraktur (Austrittsbericht des Spitals Y.________ vom 12. Mai 1992). Die Z�rich erbrachte die gesetzlichen Leistungen und sprach der Versicherten eine Integrit�tsentsch�digung zu. Mit Verf�gung vom 31. Mai 1995 teilte sie sodann mit, dass ihre weitere Leistungspflicht mit Wirkung ab 10. April 1995 dahinfalle.
Mit Schreiben vom 18. Juli 1998 teilte A.________ der Z�rich mit, sie sei erneut gest�rzt, wobei dies auf seit dem Unfall vom April 1992 bestehende Schwindelzust�nde und Gleichgewichtsst�rungen zur�ckzuf�hren sei. Die Z�rich kl�rte in der Folge den medizinischen Sachverhalt ab, indem sie namentlich die Berichte des behandelnden Neurologen Dr. med. W.________ vom 19. September und 27. Oktober 1998 beizog. Nachdem dieser gest�tzt auf Angaben der Versicherten am 14. Januar 1999 seine Ausf�hrungen relativiert hatte, veranlasste sie das neurologische Gutachten des Dr. med. C.________ vom 23. Juni 1999. Gest�tzt darauf verneinte sie mit Verf�gung vom 20. Januar 2000 ihre Leistungspflicht, weil der geltend gemachte Unfall vom Mai 1998 nicht versichert sei und der Sturz auch nicht in einem nat�rlichen Kausalzusammenhang zum Unfallereignis vom 8. April 1992 stehe. A.________ erhob Einsprache und reichte das Gutachten des Handchirurgen Dr. med. S.________ vom 22. Februar 2000 ein. Die Z�rich wies die Einsprache mit Entscheid vom 19. Mai 2000 ab.
Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Nidwalden mit Entscheid vom 18. Juni 2001 ab.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt A.________, es sei eine gerichtliche Expertise anzuordnen und es seien ihr die gesetzlichen Leistungen zu erbringen. Eventuell sei die Sache zur Einholung der Expertise an das kantonale Gericht zur�ckzuweisen.
Die Z�rich schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, w�hrend das Bundesamt f�r Sozialversicherung auf eine Vernehmlassung verzichtet.
Am 21. Januar 2003 reicht A.________ ein Schreiben des Dr. med. S.________ vom 14. Januar 2003 nach.
Nach Art. 106 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 132 OG ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde innert 30 Tagen seit Er�ffnung des vorinstanzlichen Entscheides einzureichen. Nach der Rechtsprechung des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts ist es nicht zul�ssig, nach Ablauf der Beschwerdefrist weitere Rechtsschriften einzureichen oder neue Beweismittel beizubringen, es sei denn, es werde ausnahmsweise ein zweiter Schriftenwechsel (Art. 110 Abs. 4 OG) angeordnet. Zu ber�cksichtigen sind solche Eingaben lediglich, wenn die nach Ablauf der Beschwerdefrist - oder nach Abschluss eines allf�lligen zweiten Schriftenwechsels - unaufgefordert eingereichten Schriftst�cke neue erhebliche Tatsachen oder schl�ssige Beweismittel enthalten, welche geeignet w�ren, eine Revision im Sinne von Art. 137 lit. b OG zu begr�nden (BGE 127 V 357 Erw. 3b und 4).
Die Beschwerdef�hrerin hat nach Ablauf der in Art. 106 OG genannten Frist dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht unaufgefordert weitere Eingaben zukommen lassen. Diese m�ssen unber�cksichtigt bleiben, da sich daraus keine neuen erheblichen Tatsachen oder schl�ssigen Beweismittel ergeben, welche eine Revision im Sinne von Art. 137 lit. b OG zu rechtfertigen verm�chten (vgl. BGE 127 V 357 Erw. 3b und 4).
Im vorliegenden Verfahren nicht mehr streitig ist, dass das geltend gemachte Unfallereignis vom Mai 1998 mangels der erforderlichen minimalen Besch�ftigungszeit nicht versichert ist. Die Beschwerdef�hrerin macht jedoch geltend, der erneute Unfall sei durch den auf den Unfall vom April 1992 zur�ckzuf�hrenden Schwindel verursacht worden.
3.1 Das kantonale Gericht ist in einl�sslicher W�rdigung der medizinischen Unterlagen zum Schluss gekommen, dass zwischen dem Unfallereignis vom 8. April 1992 und jenem vom 1. Mai 1998 kein Kausalzusammenhang besteht. Gest�tzt auf den Bericht des Dr. med. W.________ vom 27. Oktober 1998 und das Gutachten des Dr. med. C.________ vom 23. Juni 1999 sei mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit eine unfallunabh�ngige vertebro-basil�re Insuffizienz mit vasovagalen Reaktionen f�r den Schwindel verantwortlich. Wenn Dr. med. W.________ am 14. Januar 1999 gest�tzt auf die nachtr�glichen Angaben der Versicherten �ber auch nach dem Unfallereignis vom April 1992 aufgetretene Tr�mmelerscheinungen seine fr�here Aussage relativiert habe, m�sse dies mit Zur�ckhaltung gewertet werden, zumal gest�tzt auf die Vorakten (Berichte des Dr. med. P.________ vom 26. April 1995, Dr. med. E.________ vom 21. September 1993 und Dr. med. C.________ vom 7. Juli 1993) davon auszugehen sei, dass der status quo sine l�ngst eingetreten sei. Das von der Beschwerdef�hrerin eingereichte Gutachten des Dr. med. S.________ vom 22. Februar 2000 verm�ge die Beurteilungen des Dr. med. W.________ vom 27. Oktober 1998 und Dr. med. C.________ vom 23. Juni 1999 nicht zu entkr�ften. Der vorinstanzlichen Beweisw�rdigung ist vollumf�nglich beizupflichten.
3.2 Was in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde dagegen vorgebracht wird, vermag zu keinem anderen Ergebnis zu f�hren. Da der rechtserhebliche Sachverhalt umfassend abgekl�rt worden ist und die bei den Akten liegenden medizinischen Unterlagen eine zuverl�ssige Beurteilung erlauben, kann von der beantragten Einholung einer gerichtlichen Expertise abgesehen werden. Ausweislich der Akten hat der nach dem Unfall vom April 1992 vermehrt aufgetretene Schwindel sich im Laufe der Zeit stabilisiert und zu keinen nennenswerten Problemen Anlass gegeben. So hielt Dr. med. C.________ in seinem Gutachten vom 7. Juli 1993 fest, w�hrend eines halben Jahres nach dem Unfall sei die Versicherte durch starken Schwindel behindert gewesen; dieser sei nun aber praktisch verschwunden. Dr. med. E.________ f�hrte im Bericht an die Z�rich im September 1993 aus, der Schwindel habe sich stark gebessert und trete nur noch bei Arbeiten "�ber Kopf" und bei dorsal gebeugter Halswirbels�ule auf. Dr. med. S.________ bezeichnete die von Dres. med. W.________ und C.________ angef�hrte vertebrobasil�re Insuffizienz als blosse Hypothese, ohne indessen selber �berzeugend darzulegen, weshalb der im Mai 1998 aufgetretene Schwindel als nat�rliche Folge des rund sechs Jahre fr�her erlittenen Unfalls zu betrachten ist.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Nidwalden und dem Bundesamt f�r Sozialversicherung zugestellt.
Luzern, 14. M�rz 2003

References: Art. 106
 Art. 132
 Art. 137
 Art. 106
 Art. 137
 BGE