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Timestamp: 2018-12-16 11:42:09+00:00

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Anlage 2b Gliederung für einen Brandschutznachweis (Sonderba...
Anlage 2b Gliederung für einen Brandschutznachweis (Sonderbauten ohne Anwendung der IndBauRL)
Anlage 2b Gliederung für einen Brandschutznachweis (Sonderbauten ohne Anwendung der IndBauRL) – Seite 378 – 01.09.2015 >>
Nicht jeder BS-Planer ist bauvorlageberechtigt für Brandschutznachweise. Das trifft auch teilweise für Architekten und Bauingenieure zu. Die Anforderungen, welche von BS-Nachweiserstellern zu erfüllen sind, ergeben sich aus Art. 61 und 62 BayBO (bzw. vergleichbaren Anforderungen aus anderen Landesbauordnungen). Auch der Art. 51 Abs. 2 BayBO enthält eine wichtige Aussage zur Erstellung solcher brandschutztechnischer Nachweise.
Hier ist kurz die geplante Maßnahme darzulegen.
Nicht immer müssen gesamte Gebäude oder Gebäudekomplexe nachgewiesen werden. Aus diesem Grund ist die zulässige Abgrenzung zu nicht veränderten und nicht zu betrachtenden Gebäudeteilen festzulegen. Dabei sind beispielsweise folgenden Randbedingen zu beachten:
Festlegung der zu betrachtenden Bereiche wie beispielsweise gesamte Gebäude, Gebäudekomplexe, Geschosse oder nur Teilgebäude/Nutzungen
Betrachtungen bzw. BS-Planungen müssen durch ausreichend feuerwiderstandsfähige Bauteile oder Abstände von nicht zu betrachtenden Gebäuden bzw. Gebäudeteilen begrenzt sein.
Benachbarte Nutzungen dürfen in ihrer Funktion (z.B. Rettungswege) nicht verändert, vor allem nicht verschlechtert werden.
Werden bestehende bauliche Anlagen geändert, so kann angeordnet werden, dass auch die von den Änderungen nicht berührten Teile dieser baulichen Anlagen den jetzigen Vorschriften entsprechend ertüchtigt werden, wenn es aus Gründen der öffentlichen Sicherheit erforderlich und dem Bauherrn wirtschaftlich zumutbar ist (ca. 20 % der Bausumme). Das gilt nur, wenn diese Bauteile mit den geänderten Bauteilen in einem konstruktiven Zusammenhang stehen oder mit ihnen verbunden sind (sinngemäß aus Art. 54 Abs. 5 BayBO).
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1.5 Nutzung/besondere Gefahren/atypische Randbedingungen
Hier sind die zum Planungszeitraum bekannten Randbedingungen festzuhalten, welche auf die Brandgefährdung, die Schutzziele und die obligatorische Risikobeurteilung Einfluss haben können. Sollten sich die Randbedingungen im Planungs-, Bau- und Nutzungszeitraum ändern, kann das eine Anpassung des BS-Konzeptes erforderlich machen.
besondere Gefahren aus der Nutzung (A-, B-, C-, D-, E-Gefährdung) bzw. von Maschinen oder Anlagen
Rettungswege, Eingriffsmöglichkeiten für Feuerwehr
Gebäudetechnik, Energieträger, Abfallentsorgung
Gebäudeausdehnung großer Brandabschnitte, Atrien
Denkmalgeschützte oder Bestandsgebäude mit Schwachstellen
ggf. Brandstiftung z.B. bei Asylbewerberheimen
Sollten sich die Nutzungen, besonderen Gefährdungen oder atypischen Randbedingungen wesentlich ändern, sind entsprechende Maßnahmen erforderlich. In jedem Fall ist eine Wirksamkeitsprüfung der im BS-Nachweis festgelegten Maßnahmen durchzuführen.
Die Schutzziele ergeben sich nicht nur aus Vorschriften, sondern vor allem sind diese abhängig vom Gebäude, den Nutzern/Nutzungen und den mit der Nutzung zusammenhängenden Gefährdungen oder weiteren Randbedingungen.
Baurechtliche Schutzziele aus Art. 12 BayBO:
Brandentstehungsmöglichkeiten minimieren (Zündquellen wie E-Anlage, Brandstiftung oder Schweißen)
Brandausbreitung minimieren (Auswahl der Baustoffe)
Rettungsmöglichkeiten sicherstellen
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Weitere gesetzliche oder private Schutzziele (soweit im Planungszeitraum bekannt) sind abhängig von der geplanten Nutzung, den besonderen Gefährdungen und Randbedingungen. Die privaten Schutzziele werden vom Bauherrn festgelegt.
1.7 Risikobetrachtung
Einstufung in eine Gebäudeklasse (GK)
Daraus ergibt sich formal ein Maßnahmenpaket aus der BayBO und den ETB bzw. den Verordnungen für Technische Anlagen.
Einstufung als Sonderbau oder nicht bzw. geregelter Sonderbau oder nicht, welche Art des Sonderbaus
Aus der zutreffenden Sonderbauverordnung oder aus Art. 54 Abs. 3 BayBO ergeben sich formal zusätzliche oder geringere Anforderungen.
Besondere Brand- oder vergleichbare Gefährdungen
Andere Einstufungen z.B. Störfallverordnung, Grund- oder erweiterte Pflichten oder bei den besonderen Brand- oder vergleichbaren Brandgefährdungen in Abhängigkeit der Einstufungen in die Schutzstufen bei atomaren, biologischen, chemischen Gefährdungen, Druckgasflaschen, EX-Gefährdungen
Gefährliche Maschinen oder Anlagen (Druckmaschinen, Röntgengeräte, Hochregallager)
Auf Grund der zutreffenden Verordnungen wie Betriebssicherheitsverordnung, Strahlenschutzverordnung, Gefahrstoffverordnung und
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dem nachfolgenden Regelwerk ergeben sich formal zusätzliche Maßnahmen, soweit Brand und vergleichbare Gefährdungen zu betrachten sind.
Wichtigster Schritt ist die Betrachtung im Einzelfall:
Betrachtung der vorliegenden Randbedingungen und konkreten Risikoschwerpunkte, vor allem, wenn diese nicht von den baurechtlichen oder anderen Vorgaben abgedeckt sind.
Abwägen zwischen den konkret vorliegenden Gefährdungen, den zutreffenden Schutzzielen und den formal zutreffenden Maßnahmenpaketen aus zutreffenden Vorschriften oder technischen Regeln. Offene Gefährdungen sind darzustellen, für die im Nachweis zusätzliche Maßnahmen vorzusehen sind. Das gilt auch, wenn günstige Bedingungen vorherrschen, weshalb ggf. geringere Anforderungen zulässig sind.
Bei dieser Abwägung sind auch geplante Abweichungen von formal zutreffenden Anforderungen zu berücksichtigen. Entsprechende Abweichungsanträge sind erforderlich, soweit es sich um baurechtliche Anforderungen aus der Bauordnung oder zutreffende Sonderbauverordnungen handelt. Andere Abweichungen sind im BS-Konzept darzustellen, mit dem Nachweis der Schutzzielerreichung im gesellschaftlich akzeptierten Schutzniveau.
Die zu treffenden Maßnahmen können vom Planer �nach gesundem Menschenverstand� festgelegt werden. Wenn das nicht möglich ist oder die Behörde genauere Nachweise fordert, kommen Ingenieurmethoden zum Einsatz.
1.8 Variantendiskussion
Nur erforderlich, wenn mehrere Varianten möglich sind
Festlegen auf ein bestimmtes Konzept
Unter den nachfolgenden Ziffern 2 bis 5 ist das geplante oder vorhandene BS-Konzept darzustellen (untergliedert in bauliche Maßnahmen mit Berücksichtigung der Gefährdung durch Gebäudetechnik und der besonderer Nutzung), anlagentechnische, betriebliche und abwehrende Maßnahmen).
Unter Ziffer 6 werden die unterschiedlichsten Abweichungen zusammengefasst.
Die BS-Pläne und Hinweise für die Umsetzung werden als Anlagen beigelegt.
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2. Baulicher Brandschutz einschließlich Gebäudetechnik
Vor allen Einzelmaßnahmen sollten die Schutzziele dargestellt werden. In der Regel werden hier die Einzelschutzziele aus den zutreffenden Vorgaben dargestellt, allerdings nur, wenn diese zur Anwendung kommen.
Die rechtliche Grundlage der Anforderungen kann am besten als Teil der Überschriften dargestellt werden. Wenn nicht in der Bauordnung geregelt, sind die zutreffenden Sonderbauvorschriften oder Richtlinien an die Überschrift anzufügen.
2.1 Abstandsflächen (Art. 6 BayBO)
Abstandsflächen haben auch brandschutztechnische Schutzziele. Zum Beispiel sind zu nennen, die Zugänglichkeit zu rückwärtigen Gebäudeteilen zu ermöglichen oder die Brandausbreitung zum Nachbarn zu begrenzen.
2.2 Baustoffe (Art. 24 BayBO)
Grundsatz, dass leichtentflammbare Baustoffe nicht zur Anwendung kommen dürfen
In den Bauordnungen, Sonderbauverordnungen oder Richtlinien werden besondere Anforderungen an die Brennbarkeit von Bauteilen, Dämmmaterialien oder Verkleidungen, vor allem in Rettungswegen gestellt.
Auch hochfeuerhemmende und feuerbeständige Bauteile haben grundsätzlich Anforderungen an die wesentlichen Teile (tragende und oder raumabschließende, je nach Schutzziel). Hochfeuerhemmende Bauteile aus brennbaren Baustoffen müssen gekapselt werden (siehe HolzbauRL).
Da diese Anforderungen nicht immer eindeutig aus den baurechtlichen Bezeichnungen erkannt werden, sollten diese Grundsatzanforderungen hier oder als Anlage zum Konzept dargestellt werde.
Die Erklärung entsprechender Baustoff- und Bauteilanforderungen kann am besten durch eine Übersetzungstabelle der bauaufsichtlichen Begriffe in deutsche oder europäische Klassifizierungen geschehen (siehe auch BRL A 1, Anlagen).
Äußere BW
Innere BW
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Die Vorgaben für die Brandwände ergeben sich in den meisten Fällen aus der BayBO, in einigen Sonderbauverordnungen sind höhere Anforderungen enthalten. Das trifft insbesondere auf die IndBauRL zu. Nach der IndBauRL können in Abhängigkeit von den Randbedingungen wie Brandlast, brandschutztechnische Infrastruktur oder den Ventilationsbedingungen auch weit größere Brandabschnitte zugelassen werden (besondere Nachweise als Anlage).
Die Brandwände müssen auch in den BS-Plänen ersichtlich sein.
Es sind immer mehrere Möglichkeiten, die Schutzziele bzw. das vorgegebene Schutzniveau zu erreichen (ausreichend lange tragfähig, beispielsweise 90 mind. für GK 5 bzw. für die meisten Sonderbauten).
Neben den Vorgaben aus der Bauordnung oder der ggf. zutreffenden Sonderbauverordnung wird auf Anlagentechnik verwiesen, mit deren Hilfe das vorgegebene Schutzniveau erreicht werden kann, auch wenn die Bauteile geringere Feuerwiderstandsfähigkeiten haben.
Auch die Anwendung von Naturbrandkurven ist zulässig (EUROCOD ist eingeführte technische Baubestimmung).
Für Industriegebäude sind drei Nachweisverfahren möglich (siehe IndBauRL).
Neben der Nachweisführung über EUROCOD können die tragenden Bauteile auch über andere Methoden des Brandschutzingenieurwesens ausgelegt werden.
Soweit sich bei der Nachweisführung der tragenden Bauteile Abweichungen ergeben, sind diese besser in einem gesonderten Punkt ausführlich zu begründen. Das trifft auch zu, wenn besondere Rechenverfahren zur Anwendung kommen, schon um die Lesbarkeit des Konzeptes sicherzustellen (z.B. in den Anlagen).
Wie stellt sich die Unterteilung in Nutzungseinheiten dar und wo befinden sich Räume mit erhöhter Brand- oder EX-Gefahr? Was bedeutet, neben den Schutzzielen von Trennwänden sind die erforderlichen Trennwände darzustellen? Das trifft insbesondere für die Darstellung in den BS-Plänen zu.
Decken haben neben den tragenden und aussteifenden Aufgaben vor allem das Abschottungsprinzip zwischen den Geschossen sicherzustellen.
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Die Außenwände sollen nicht zur Brandentstehung, vor allem nicht zur Brandausbreitung über große Flächen beitragen und dadurch die Brandausbreitung in andere Nutzungseinheiten, Geschosse oder Brandabschnitte begünstigen.
Ausbildung von Dachaufbauten so, dass die Brandausbreitung zu Nachbargebäuden vermieden wird.
Diese Schutzziele sind im vorgegebenen Schutzniveau zu beplanen.
Die Führung, die Länge und Breite der Rettungswege ergeben sich aus der Bauordnung bzw. den Sonderbauverordnungen bzw. den zutreffenden Richtlinien. Bei besonderer Gefahr können auch Regelungen aus dem Arbeitsschutzrecht zutreffen (z.B. ASR A 2.3). Der Nachweis der Rettungswege kann abweichend von den formal zutreffenden Vorschriften oder Technischen Regeln auch nach Ing.-Methoden geführt werden (beispielsweise Personenstromanalyse).
Die Ausführung der Rettungswege, wie Gänge im Raum, Hauptgänge, Ausgangstüren, notwendige Flure, Treppenräume mit Ausgängen ins Freie, ggf. bis zur öffentlichen Verkehrsfläche oder bis zu einem Sammelplatz, ist nachzuweisen.
Hinweis: Wenn z.B. nach Baurecht keine notwendigen Flure erforderlich sind, sollte darauf hingewiesen werden, dass der Arbeitgeber auf der Grundlage der obligatorischen Gefährdungsbeurteilung ggf. zusätzliche Maßnahmen zu berücksichtigen hat, soweit in Bezug auf die Sicherung der Fluchtwege Bedenken bestehen (siehe auch ASR A 2.3 Ziffer 6 (10) Internalarmierung oder ausreichende Sichtverbindung).
Aufzählung der haustechnischen Anlagen (Aufzüge, Lüftungsanlagen, elektrische Anlagen, Feuerungsanlagen, Abfallanlagen, Kälteanlagen,
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PV-Anlagen und natürlich die für die Haustechnik erforderlichen Leitungsanlagen)
Darstellung der jeweiligen meist baulichen Schutzmaßnahmen zu den vorhandenen haustechnischen Anlagen, wobei hier auch die Schutzziele voranzustellen sind. Die Vorgaben ergeben sich aus den zutreffenden Verordnungen für Technische Anlagen und den eingeführten Technischen Baubestimmungen.
Bei der Verlegung von Leitungsanlagen sind beispielsweise 3 Schutzziele maßgebend:
2.11 Bauliche BS-Maßnahmen wegen der gefährlichen Nutzung
Aufzählung der gefährlichen Maschinen und Anlagen (MRT, Röntgengeräte, Silos, Druckmaschinen, Druckgaslager z.B. Flüssiggas o.Ä.).
Darstellung der jeweils erforderlichen baulichen Maßnahmen mit Schutzzielen, um die Gefährdungen einzugrenzen, ggf. abstellen auf die Einhaltung zutreffender Vorschriften oder Technischer Regeln. Alle Abweichungen sind im Konzept darzulegen, wobei für Abweichungen außerhalb des Baurechtes keine Anträge zu stellen sind.
Andere Maßnahmenpakete in Bezug auf die Gefahrenabwehr, welche von der o.g. Nutzung ausgeht, sind in den nachfolgenden Punkten darzustellen. Ggf. können hier alle Maßnahmen zum Schutz vor der besonderen Nutzung/Gefahr dargestellt werden oder es reicht aus, auf zutreffende Vorschriften und Technische Regeln zu verweisen, welche dann bei der Umsetzung bzw. vom späteren Betreiber umzusetzen sind.
Aufzählung, welche anlagentechnischen Maßnahmen erforderlich sind, um danach die jeweiligen Schutzziele und Anforderungen der jeweiligen Sicherheitstechnik darzustellen. Wichtig ist, was mit diesen Anlagen erreicht werden soll bzw. welche besonderen Gefährdungen oder Abweichungen von z.B. bauaufsichtlichen Vorschriften kompensiert werden sollen. Soweit diese Sicherheitsanlagen in den zutreffenden Sonderbauverordnungen gefordert sind, ist darauf hinzuweisen.
Wenn die Forderung auf einer Sonderbauverordnung oder Richtlinie beruht, sollte diese Grundlage in der Überschrift festgehalten werden.
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Die erforderlichen sicherheitstechnischen Anlagen sind von einem Fachplaner zu planen. Zur Sicherung des Vieraugenprinzips sind in allen Sonderbauten diese Anlagen von einem Sachverständigen für diese sicherheitstechnischen Anlagen zu prüfen und die Wirksamkeit und Betriebssicherheit ist zu bescheinigen (SPrüfV). Das trifft auch für das Ineinandergreifen der anlagen- und gebäudetechnischen Einrichtungen zu (Brandfallmatrix).
3.1 Rauchabzugs-, Wärmeabzugs-/Differenzdruckanlagen
Davon abweichend können sehr wohl besondere Anforderungen in Bezug auf die Rauch- oder Wärmeabzüge erforderlich werden. Das trifft für besondere Gebäude oder bei weitreichenden Abweichungen des baulichen Brandschutzes zu (z.B. Bahnhöfe, Flughäfen, mehrgeschossige Atrien). Rauchfreie oder raucharme Schichten können nach der DIN 18232 nachgewiesen werden. Die Nachweisführung von weiteren besonderen Anforderungen, z.B. in Bezug auf die Rauchfreihaltung, kann mit wissenschaftlichen Methoden erfolgen (wenn möglich als Anlage wegen der besseren Lesbarkeit des Konzeptes).
Differenzdruckanlagen werden meist nur in Sicherheitstreppenräumen, Feuerwehraufzügen und in den Vorräumen dieser Gebäudeteile gefordert. Das Schutzziel ist hier nicht die Rauchableitung, sondern diese Gebäudeteile müssen zur Sicherung der Rettungs- oder Angriffswege rauchfrei bleiben.
Alarmierung von ständig besetzten Stellen bzw. Alarmierung der Feuerwehr
Aktivierung weiterer Anlagentechnik (Feuerlöschanlagen, RWA, Feststellanlagen, Aufzugssteuerung, Stillsetzung von Betriebseinrichtungen oder Lüftungsanlagen bzw. Umschaltung auf Entrauchung usw.)
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Grundsätzlich sind die Schutzziele bei automatischen Löschanlagen ähnlich, da diese meist mit Gefahrenmeldeanlagen gekoppelt sind. Als zusätzliches Schutzziel müssen Löschanlagen den Brand noch eindämmen, bis die Einsatzkräfte vor Ort sind.
3.4 Ex-Unterdrückung
Die Maßnahmen und vergleichbare Maßnahmen mit dem Schutzziel Explosionsschutz werden nicht immer vom BS-Planer festgelegt, sondern von einer befähigten Person nach Betriebssicherheitsverordnung. Wichtig ist, dass die Gefahr erkannt wird und entsprechende Fachplaner hinzugezogen werden.
3.5 Absaugung von Gefahrstoffen
Auch hier handelt es sich um Maßnahmen des �Arbeitsschutzes�, welche im BS-Konzept nur relevant sind, soweit diese zu Brand- oder vergleichbaren Gefährdungen führen können.
3.6 Sicherheitsbeleuchtung
Eine Sicherheitsbeleuchtung wird in den meisten Sonderbauverordnungen gefordert. Das trifft auch auf die Vorgaben aus dem Arbeitsschutzrecht zu. Im Brandfall kommt es oft zu Ausfällen der Stromversorgung, so dass diese Maßnahmen im BS-Konzept bei Erforderlichkeit zu berücksichtigen sind.
3.7 Beleuchtung der Rettungswegzeichen
Hier gelten die vorgenannten Aussagen zur Sicherheitsbeleuchtung sinngemäß. Im Gegensatz zur Sicherheitsbeleuchtung, welche für die Ausleuchtung der Rettungswege und innerhalb bestimmter Nutzungen gefordert wird, kommt es hier auf die Be- oder Hinterleuchtung der Rettungswegzeichen an. Diese sollen im Brandfall den richtigen Weg kenntlich machen. Ggf. sind auch langnachleuchtende Rettungswegzeichen ausreichend, was im Zuge einer Gefährdungsbeurteilung festzulegen ist.
3.8 Evakuierungssysteme
Kaum eine Sonderbauverordnung fordert besondere Evakuierungssysteme. Der Stand der Technik ist weiter als die baurechtlichen Vorgaben. Bei entsprechenden Gefährdungen bzw. Nutzungen und Gebäudeausdehnungen sind solche Maßnahmen Teil von Brandschutzkonzepten, da sonst die baurechtlichen Schutzziele nicht erfüllt werden können. Zu nennen sind Verkehrsanlagen wie Flughäfen oder größere Versammlungsstätten wie Sportstadien.
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3.9 Notstromversorgung
Die vorgenannten sicherheitstechnischen Anlagen benötigen meist elektrische Energie, um ihre Aufgaben zu erfüllen. Gerade im Brandfall oder bei Störungen des bestimmungsgemäßen Betriebes kann die Stromversorgung ausfallen. Das erfordert eine Redundanz der Energieversorgung.
3.10 Blitzschutz
Durch Blitzeinschläge kommt es immer wieder zu Bränden. In Abhängigkeit vom Risiko werden in vielen Sonderbauvorschriften Blitzschutzanlagen vorgeschrieben. Aus den Bauordnungen können keine klaren Anforderungen entnommen werden. Die Erforderlichkeit von Blitzschutzanlagen sollte beispielsweise auf Grundlage einer Risikoanalyse festgelegt werden (DIN EN 62305-2).
4. Betrieblicher Brandschutz
Die Risikobeurteilung für den Einzelfall, das sich daraus ergebende BS-Konzept und die obligatorischen Gefährdungsbeurteilungen sind jeweils auf Grundlage der Nutzung, der sich daraus ergebenden Gefährdung und der besonderen Randbedingungen entwickelt worden, woraus sich auch die betrieblichen Maßnahmen ergeben. Teilweise ergeben sich betriebliche Maßnahmen auch aus Sonderbauvorschriften oder diese sind als baurechtliche Kompensationsmaßnahmen erforderlich, wenn von zutreffenden Vorschriften abgewichen wird.
Hier sind die einzelnen betrieblichen Maßnahmen und vor allem die beabsichtigten Schutzziele der Einzelmaßnahmen darzustellen, ggf. die zutreffenden Kompensationen von Abweichungen.
BS-Beauftragter, BS-Helfer, Sammelplatzleiter, Gefahrstoffbeauftragter, Strahlenschutzbeauftragte (weitere Beauftragte je nach Vorschrift oder bei besonderen Gefährdungen)
Beschilderung (Gefahrstoffe, gefährliche Anlagen, Rettungswege)
Organisation eines Erlaubnisscheinverfahrens (Schweißerlaubnis, Befahrerlaubnis, Schleiferlaubnis usw.)
Selbsthilfekräfte, Betriebs- oder Werkfeuerwehr
Wartung, Instandhaltung und Prüfung der haustechnischen Anlagen
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Wartung, Instandhaltung und Prüfung sicherheitstechnischer Anlagen und Brandschutzeinrichtungen
Gerade die betrieblichen Anforderungen müssen im Nutzungszeitraum regelmäßig auf den Prüfstand. Das trifft grundsätzlich auch für die einmal genehmigte brandschutztechnische Infrastruktur zu (auch bauliche, anlagentechnische und abwehrende Maßnahmen).
Auch hier sind die jeweiligen Schutzziele der festgelegten Maßnahmen darzustellen.
Einsatzunterlagen/Feuerwehrplan
Zugänglichkeit, Zufahrt für FW
Flächen für die FW
Löschwasser oder Löschmittelversorgung
Kennzeichnung der Einrichtungen für die Feuerwehr
Beratung der Einsatzkräfte
Es gibt unterschiedliche Arten von Abweichungen, was sich vor allem auf den Umgang mit diesen ausdrückt.
6.1 Abweichungen von zutreffenden Gesetzen und Verordnungen des Baurechts
Abweichungsantrag erforderlich:
warum nicht einzuhalten
Darstellung der Schutzziele der baurechtlich geforderten Maßnahme
Darstellen der Vertretbarkeit und Schutzzielerreichung im vorgegebenen Schutzniveau
6.2 Bestehende bzw. bereits genehmigte Abweichungen vom Baurecht
Nach Nutzungsänderung darstellen der weiteren Vertretbarkeit und Schutzzielerreichung bzw. dass keine erhebliche Gefahr besteht (kein neuer Abweichungsantrag)
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6.3 Abweichungen von der Baugenehmigung (nicht entsprechend errichtet)
Günstige Bedingungen oder Kompensationen darstellen, um so von diesen Forderungen weg zu kommen
Darstellen der weiteren Vertretbarkeit dieser nicht genehmigten Abweichung (ggf. Antrag auf Abweichung bzw. Tektur erforderlich)
6.4 Abweichungen von eingeführten technischen Baubestimmungen
Kompensationsmaßnahmen mit Darstellung der Vertretbarkeit bzw. Schutzzielerreichung (kein Antrag bei der Bauaufsichtsbehörde erforderlich, außer IndBauRL oder Kunststofflagerrichtlinie in Bayern, da die Oberste Baubehörde das in den Vollzugshinweisen zur Bauordnung 2008 so verfügt hat)
6.5 Abweichungen von anderen zutreffenden Vorschriften wie Richtlinien des Baurechts oder Technischen Regeln, auch aus anderen Rechtsgebieten
Z. B. die HHRL richtet sich an die Bauaufsichtsbehörden und gibt für die Behörde das Ermessen vor.
Solche Richtlinien richten sich nicht an den Planer, welcher allerdings gegenüber dem Bauherren eine genehmigungsfähige Planung schuldet.
Für Planer Grundlage für den Nachweis, bei Abweichung ist die Vertretbarkeit mit Schutzzielerreichung mit vorgegebenem Schutzniveau nachzuweisen und das auf Grundlage einer Risikobeurteilung (kein Antrag erforderlich).
6.6 Abweichen von Schutzzielen
Die zutreffenden gesetzlichen Schutzziele müssen erreicht werden.
Bei Schutzzielkonflikten muss zwischen den zutreffenden Schutzzielen abgewogen werden (z.B. zwischen Denkmalschutz und Brandschutz),
6.7 Abweichen von Verfahrensvorschriften oder formellen Einstufungen
Von Verfahrensvorschriften kann grundsätzlich nicht abgewichen werden (siehe Abschnitt III BayBO).
Von Einstufungen in eine Gebäudeklasse oder als Sonderbau kann ebenfalls nicht abgewichen werden (im Gegensatz zu den materiellen Anforderungen). Das gilt auch für die Einstufung in die Garagenklasse (Klein-, Mittel- oder Groß- bzw. offene und geschlossene Garage).
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6.8 Abweichungen von Verwendbarkeitsnachweisen
Diese Abweichungen werden nicht bis zur Genehmigungsplanung aktuell sein, sondern erst in der Bauphase, wenn Bauprodukte oder meist Bauarten nicht entsprechend den Verwendbarkeitsnachweisen eingebaut werden können.
Folgende Spielregeln sind einzuhalten:
Der Hersteller von Bauprodukten muss die Übereinstimmung mit den Vorgaben des geprüften Prototyps sicherstellen und die Übereinstimmung des Bauproduktes bestätigen (Ü-Zeichen, CE-Zeichen).
Der einbauende Unternehmer muss eine Bescheinigung des zulassungsgemäßen Einbaus von Bauprodukten oder Bauarten bescheinigen (Einhaltung der Einbaubedingungen, Unternehmererklärung).
In beiden Fällen ist die Grenze die wesentliche Abweichung, da nach Art. 15 Abs. 1 BayBO die Übereinstimmung oder auch die Unternehmerbescheinigung abgegeben werden kann, wenn nicht oder nicht wesentlich von den Vorgaben aus den Verwendbarkeitsnachweisen abgewichen wird. Das europäische Nachweisverfahren kennt keine nichtwesentliche Abweichung. Hier sollen immer die Einbaubedingungen eingehalten werden, was praktisch oft nicht möglich ist.
Bei wesentlicher Abweichung ist ein anderer Verwendbarkeitsnachweis erforderlich. Das kann ein anderes bauaufsichtliches Prüfzeugnis oder eine bauaufsichtliche Zulassung sein. Im Einzelfall ist eine Zulassung im Einzelfall erforderlich, welche nur durch die �Oberste Baubehörde� auszustellen ist (im Denkmalschutz ggf. die �Untere Bauaufsichtsbehörde�).
In Einzelfällen kann auch eine Abweichung von den materiellen Anforderungen in Frage kommen (Art. 63 BayBO), wenn auf die Anforderung wegen der Nutzung oder Gefahr verzichtet werden kann.
Hier sind die Grundzüge des BS-Konzeptes zusammenzufassen. Dazu gehört auch die Aussage, dass im Gesamtzusammenhang der Brandschutzplanung die zutreffenden Schutzziele erreicht werden und das im vorgegebenen Schutzniveau.
BS-Pläne
Übersetzungstabelle zwischen den bauaufsichtlichen Anforderungen in die zutreffenden Zertifizierungen (nach DIN 4102 oder DIN EN 13501 siehe BRL A 1 und Anlagen).
Anlage 2b Gliederung für einen Brandschutznachweis (Sonderbauten ohne Anwendung der IndBauRL) – Seite 392 – 01.09.2015 << >>
Hier können Anforderungen an die Bau- oder Gebäudeteile oder auch an die Anlagentechnik genauer dargestellt werden.
Einzelnachweise auf Grundlage der Ingenieurmethoden (z.B. Tragwerk, Rettungswege, Rauchableitung)
EX-Schutzdokumente, soweit diese Grundlage für BS-Maßnahmen sind (anfertigen solcher Dokumente in der Regel nicht durch den BS-Planer, da dieser keine befähigte Person nach BetrSichV ist).
Gefährdungsbeurteilung bekannter Brand- oder vergleichbarer Gefährdungen, ggf. vom Betreiber oder anderen Fachkundigen, soweit diese für die BS-Planung erforderlich ist.
Nur das strikte Abarbeiten ggf. zutreffender Bauordnungen oder Sonderbauverordnungen kann nicht als BS-Planung bezeichnet werden.
Die Risikobetrachtung ist abhängig von der Nutzung, den besonderen Gefährdungen und den atypischen Randbedingungen, von denen auch die Schutzziele abhängen.
Auf Grund der Zusammenstellung von Planungsgrundlagen am Anfang von BS-Konzepten werden die Maßnahmenpakete geschnürt. Was bedeutet, die Planung wird begründet durch die zutreffenden baurechtlichen bzw. anderen Vorgaben oder die Planungen müssen sich abweichend von den Vorgaben auf das konkrete Bauvorhaben ausrichten, wobei auch Ingenieurmethoden zur Anwendung kommen können.
Wichtig ist zu begreifen, dass die konkreten Nutzungsbedingungen, die sich daraus ergebenden Gefährdungen und besondere Randbedingungen sich immer auf die zu betrachtenden Schutzziele, das Risiko und somit auf die zu treffenden Brandschutzmaßnahmen auswirken.
Die baurechtlichen Vorgaben sind immer nur BS-Konzepte von der Stange. Die BS-Planung erfordert aber die Erstellung von maßgeschneiderten BS-Konzepten.
Nachfolgend das Vorgehen bei der Risikobetrachtung.
Anlage 2b Gliederung für einen Brandschutznachweis (Sonderbauten ohne Anwendung der IndBauRL) – Seite 393 – 01.09.2015 << >>
In Bayern ist die Gebäudeeinstufung nach Art. 2 BayBO Abs. 3 geregelt, woraus sich z.B. für ein 4-geschossiges Hotel (oberster Fußboden mehr als 7 und weniger als 13 m, aber nur eine NE z.B. das Hotel mit mehr als 400 m2) die Einstufung in GK 5 ergibt, was formal im Wesentlichen feuerbeständige Bauteile erforderlich macht. Das gilt grundsätzlich auch für die meisten Bundesländer mit �moderner Bauordnung� (Grundlage Musterbauordnung 2002). In anderen Ländern können andere Vorgaben bestehen.
In Bayern gibt es z.B. für Schulen eine solche Festlegung, nach der eine Schule eine Nutzungseinheit ist. Lediglich wenn eine Schule aus mehreren
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Gebäuden besteht, kann jedes Gebäude separat eingestuft werden, wobei die Einstufung in GK 4 nur möglich ist, soweit die einzelnen Gebäude eine Gesamtfläche von weniger als 400 m2 aufweisen und die oberste Fußbodenhöhe zwischen 7 und 13 m liegt (siehe im Internet Beantwortung von Fragen bzw. Fragen und Antworten zum Baurecht unter Oberste Baubehörde Bayern).
In der Musterschulbaurichtlinie (in Bayern nicht eingeführt) ist festgelegt, dass bei Geschossausdehnungen von nicht mehr als 400 m2 und Höhe des obersten Fußbodens von 7 bis 13 m die wesentlichen Bauteile hochfeuerhemmend sein dürfen. Diese Festlegung ändert nichts an der formalen Einstufung in Gebäudeklasse 5, soweit die gesamte Nutzungseinheit Schule größer als 400 m2 ist.
Nach Art. 2 Abs. 4 BayBO handelt es sich z.B. bei Beherbergungsstätten mit mehr als 12 Gastbetten um einen Sonderbau. Es gibt formal keine Sonderbauverordnungen in Bayern, soweit nicht mehr als 30 Gastbetten vorhanden sind.
Für Beherbergungsstätten mit mehr als 30 Gastbetten ist in Bayern die Beherbergungsstättenverordnung anzuwenden, welche zusätzlich zu den formellen Anforderungen aus der Bauordnung und den ETB bzw. Verordnungen für technische Anlagen gilt. Z. B. sind bei mehr als zwei Geschossen im Wesentlichen feuerbeständige Bauteile erforderlich und das unabhängig von der Gebäudeeinstufung in eine Gebäudeklasse (siehe auch offizielle Begründung zur Einführung der Beherbergungsstättenverordnung).
4. Wichtigster Schritt der Risikobeurteilung: Betrachtung im Einzelfall.
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Wenn das vorgegebenen BS-Konzept von der Stange (BayBO + ETB + Verordnungen für Technische Anlagen + zutreffende Technische Regeln + Sonderbauverordnungen, z.B. Beherbergungsstättenverordnung) aus unterschiedlichsten Gründen nicht zur Anwendung kommen soll oder kann, muss ein maßgeschneidertes bzw. schutzzielorientiertes BS-Konzept erstellt werden. In jedem Fall sind die im Planungszeitraum bekannten Gefährdungen zu betrachten, welche in den formal gültigen Vorgaben nicht berücksichtigt wurden (z.B. Versammlungsstätte mit Kälteanlage für die Eisbahn bzw. der Gefahrstoff Ammoniak).
Da z.B. eine gewünschte Holzbauweise in z.B. dreigeschossigen Beherbergungsstätten keine feuerbeständige Bauweise zulässt, was eine wesentliche Abweichung vom gesetzlich vorgegebenen BS-Konzept darstellt, muss zwingend ein schutzzielorientiertes BS-Konzept erstellt werden bzw. ist das BS-Konzept von der Stange anzupassen. Diese Verfahrensweise ist nach § 11 Abs. 3 der Bayrischen Bauvorlagenverordnung zulässig, wobei für Abweichungen von sonst zutreffenden Gesetzen oder Verordnungen des Baurechtes schon aus formellen Gründen Abweichungsanträge zu stellen sind (Art. 63 BayBO). Allerdings ist die Schutzzielerreichung in einem vergleichbaren Schutzniveau sicherzustellen.
Bei der Einzelfallbeurteilung sind alle wichtigen Randbedingungen bzw. die sich daraus ergebenden Gefährdungen zu betrachten. Das trifft natürlich auch für die günstigen Randbedingungen zu, wie beispielsweise eine geringe Gebäudeausdehnung oder sehr geringe Brandlast. An den Randbedingungen kann noch gefeilt werden, da die Unterteilung in sehr kleine brandschutztechnisch getrennte Bereiche die Randbedingungen wesentlich verbessert. Das trifft auch für die Anzahl und Lage von Rettungswegen zu, wobei wir hier schon bei den baulichen Maßnahmen angelangt sind.
Auf Grund der für das BS-Konzept grundlegenden Randbedingungen kann ein neues BS-Konzept oder Maßnahmenpaket geschnürt werden, welches im Wesentlichen aus den baulichen (einschließlich Gebäudetechnik), betrieblichen, anlagentechnischen und abwehrenden BS-Säulen besteht. Diese Säulen müssen gemeinsam genau so tragfähig sein wie das vorgegebene Standard BS-Konzept, was bedeutet, alle zu betrachtenden Schutzziele
Anlage 2b Gliederung für einen Brandschutznachweis (Sonderbauten ohne Anwendung der IndBauRL) – Seite 396 – 01.09.2015 <<
sind in einem den zutreffenden Vorgaben vergleichbaren Schutzniveau zu erreichen (gesellschaftlich akzeptiertes Restrisiko).
Große Abstriche im abwehrenden Brandschutz sind nicht möglich (z.B. 2. RW über Leitern der Feuerwehr in einem dreigeschossigen Hotel mit 58 Gastbetten), wenn nur 30 min Feuerwiderstandsfähigkeit vorhanden ist. Ggf. sollte die Feuerwehr rechtzeitig alarmiert werden, damit das Holzhaus bei Eintreffen der Einsatzkräfte nicht schon voll brennt.

References: Art. 61
 Art. 51
 Art. 54
 Art. 12
 Art. 54
 Art. 15
 Art. 2
 Art. 2
 § 11