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Timestamp: 2020-08-07 01:10:35+00:00

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OVG Berlin, 07.02.2001 - 3 K 17.00 - dejure.org
OVG Berlin, 07.02.2001 - 3 K 17.00
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OVG Berlin, 07.02.2001 - 3 K 17.00 (https://dejure.org/2001,11702)
OVG Berlin, Entscheidung vom 07.02.2001 - 3 K 17.00 (https://dejure.org/2001,11702)
OVG Berlin, Entscheidung vom 07. Februar 2001 - 3 K 17.00 (https://dejure.org/2001,11702)
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NVwZ-RR 2001, 613
DVBl 2001, 919
Soweit ersichtlich, ist auch in der Rechtsprechung abgesehen von den zitierten Entscheidungen des SG Nordhausen und des SG Berlin weitgehend nur dann von einem für die Kostenerstattung relevanten Verstoß gegen die Kostenminderungspflicht ausgegangen worden, wenn bei der Prozessführung bzw. Rechtsverfolgung selbst Maßnahmen ergriffen wurden, die mit den Grundsätzen der wirtschaftlichen Prozessführung nicht vereinbar sind (vgl. VGH Mannheim v. 28.02.1991 - Az. NC 9 S 98/90 - NVwZ-RR 1992, 388; OVG Berlin v. 07.02.2001 - Az. 3 K 17/00 - NVwZ-RR 2001, 613; LSG Berlin-Brandenburg v. 19.01.2012 - Az. L 29 SF 552/11; SG Berlin v. 26.03.2012 - Az. S 91 AS 13629/11).
Davon ist auch das Verwaltungsgericht unter Zitierung einschlägiger obergerichtlicher Rechtsprechung (OVG Lüneburg, NVwZ-RR 2004, 155; 2002, 237 m.w.N.; OVG Berlin, NVwZ-RR 2001, 613 u. 614) im Grundsatz zutreffend ausgegangen.
In Übereinstimmung mit der Rechtsprechung anderer Obergerichte und dem früher für das Kostenrecht zuständig gewesenen 3. Senat des OVG Berlin (vgl. VGH Mannheim, NVwZ-RR 1989, 672;… Beschluss vom 29. November 2004, a.a.O.; OVG Lüneburg, NVwZ-RR 2002, 237 und 2004, 155; OVG Berlin NVwZ-RR 2001, 613) ist der beschließende Senat daher der Auffassung, dass Hochschulen sich auch in hochschulzulassungsrechtlichen Hauptsacheverfahren ohne Verpflichtung zu einer inhaltlichen Beschränkung der Vertretungsmacht durch Rechtsanwälte ihrer Wahl vertreten lassen dürfen und dass grundsätzlich die für die Prozessvertretung zu zahlenden gesetzlichen Gebühren und Auslagen des Rechtsanwalts von dem im Rechtsstreit unterlegenen Prozessgegner zu erstatten sind.
Schon hier kommt der das gesamte Kostenrecht prägende Grundsatz zum Tragen, dass Kosten stets möglichst gering zu halten sind (Leitherer, in: Meyer-Ladewig/Keller/Leitherer, SGG, 10.A., § 193 Rd. 7; OVG Berlin, NVwZ-RR 2001, 613, m.w.N.; Landessozialgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 19. Januar 2012 - L 29 SF 552/11 -, juris).
Bei Anwendung dieser Maßstäbe durfte sich die Erinnerungsgegnerin vorliegend grundsätzlich anwaltlichen Beistands bedienen, weil der gegen sie erhobene Rechtsschutzantrag weder offensichtlich unzulässig noch aus sonstigen Gründen erkennbar aussichtslos war (OVG Berlin, Beschluss vom 7. Februar 2001 - OVG 3 K 17.00 -).
Diese Bedenken werden jedoch im Hinblick auf den Beschluss des Oberverwaltungsgerichts Berlin vom 7. Februar 2001 - OVG 3 K 17.00 - zurückgestellt.
Denn dass sie künftig von der Wahrnehmung ihres Grundrechtes auf gerichtlichen Rechtsschutz (Art. 19 Abs. 4 Satz 1 GG) zur Durchsetzung eines geltend gemachten Anspruchs auf Zugang zu den öffentlichen Bildungseinrichtungen (Art. 20 Abs. 1 Verfassung von Berlin - VvB -) abgeschreckt werden, liegt auf der Hand (a.A.: OVG Berlin, Beschluss vom 7. Februar 2001 - 3 K 17.00 -) und wurde beispielsweise vom Ersten Vizepräsidenten der Freien Universität Berlin in einem Schreiben vom 9. Oktober 1998 an den Präsidenten des Verwaltungsgerichts Berlin ausdrücklich als nicht unerwünschte Folge der Betrauung von Rechtsanwälten erwähnt.
Die Sinnlosigkeit anwaltlichen Beistandes drängt sich damit geradezu auf (vgl. OVG Berlin, Beschl. v. 7. Febr. 2001, 3 K 17.00, NVwZ-RR 2001, 613).
Es entsteht überdies der Anschein, dass durch die generelle Beauftragung von Anwälten - die in Berlin erst seit 1998 praktiziert wird (vgl. VG Berlin, Beschl. v. 6. März 2001, NVwZ-RR 2001, 548, 549) [VG Berlin 06.03.2001 - 35 A 10/01 ERK] - und die damit bewirkte deutliche Erhöhung des Kostenrisikos potenzielle Kläger abgeschreckt werden sollen, ihr Teilhaberrecht aus Art. 12 Abs. 1 GG i.V.m. Art. 3 Abs. 1 GG und dem Sozialstaatsprinzip (BVerfGE 33, 303, 331) auch gerichtlich durchzusetzen (vgl. VG Berlin, Beschl. v. 16. August 2000, VG 35 A 47.00 ERK; Beschl. v. 21. Februar 2001, VG 35 A 75.99; Beschl. v. 6. März 2001, NVwZ-RR 2001, 548, 549 [VG Berlin 06.03.2001 - 35 A 10/01 ERK], letzterer mit Zahlenwerk zum Beleg für die tatsächlich erfolgte "Abschreckung"; Beschl. v. 26. Juli 2001, VG 35 KE 39.01; dagegen OVG Berlin, Beschl. v. 7. Februar 2001, NVwZ-RR 2001, 613, 614 [OVG Berlin 07.02.2001 - 3 K 17/00] : Motiv, potenzielle Kläger abzuschrecken, liege nicht offensichtlich zu Tage).
Insoweit fließt auch der Aspekt der Notwendigkeit im Sinne von § 162 Abs. 1 VwGO in die Auslegung des § 162 Abs. 2 Satz 1 VwGO wieder mit ein (OVG Berlin, Beschluss vom 07.02.2001 - 3 K 17/00 -, NVwZ-RR 2001, 613).
Die Beklagte verstößt damit jedenfalls gegen den allgemeinen, aus § 162 Abs. 1 VwGO folgenden Grundsatz, die Kosten möglichst niedrig zu halten (vgl. zu letzterem - auch ohne den Gesichtspunkt des Rechtsmissbrauchs -: OVG Berlin, Beschluss vom 07.02.2001 - 3 K 17/00 - NVwZ-RR 2003, 613; VG Stuttgart, Beschluss vom 23.06.2004 - 4 K 4611/03 -, DÖV 2004, 848).
Diese Ansicht beruht auf dem Vorwurf eines rechtsmissbräuchlichen Verhaltens, eines Verstoßes gegen den Grundsatz von Treu und Glauben (…LSG a. a. O. unter Hinweis auf OVG Berlin, Beschluss vom 7. Februar 2001, Az. 3 K 14/00, DVBl. 01, 919).
LSG Berlin-Brandenburg, 19.01.2012 - L 29 SF 552/11
Untätigkeitsklage; Fortsetzung des Rechtsstreits und Wegfall des …
Diese Ansicht beruht auf dem Vorwurf eines rechtsmissbräuchlichen Verhaltens, eines Verstoßes gegen den Grundsatz von Treu und Glauben (vgl. OVG Berlin - Beschluss vom 7. Februar 2001 - 3 K 17/00 - in NVwZ-RR 2001, 613 und DVBl. 2001, 919 m.w.N.).
OVG Niedersachsen, 15.08.2003 - 2 OA 117/03
Hochschulzulassungssache; Kostenerstattung; Erstattungsfähigkeit
OVG Nordrhein-Westfalen, 02.05.2005 - 6 E 372/05
OVG Berlin-Brandenburg, 26.07.2010 - 1 K 60.09
Beschwerde gegen Kostenfestsetzung; Rechtsanwaltskosten des Beigeladenen; …
VG Stuttgart, 23.06.2004 - 4 K 4611/03
Kostenerstattung; Rechtsanwalt; fristwahrende Klageerhebung
VG Dresden, 06.02.2008 - 2 K 200/03

References: § 193
 Art. 12
 Art. 3
 § 162
 § 162
 § 162