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Timestamp: 2019-12-09 07:40:36+00:00

Document:
Gesetze-Rechtsprechung Schleswig-Holstein DannNatSchGV SH | Landesnorm Schleswig-Holstein | Gesamtausgabe | Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Dannauer See und Umgebung" vom 20. April 1993 | gültig ab: 01.01.2003
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Dannauer See...
juris-Abkürzung: DannNatSchGV SH
Ausfertigungsdatum: 20.04.1993
Fundstelle: GVOBl. 1993 185
Gliederungs-Nr: 791-4-143
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Dannauer See und Umgebung"
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Dannauer See und Umgebung" vom 20. April 1993 01.01.2003
(1) Der Dannauer See mit den angrenzenden Landschaftsteilen in den Gemeinden Rantzau und Dannau, Kreis Plön, wird zum Naturschutzgebiet erklärt.
(2) Das Naturschutzgebiet wird mit der Bezeichnung "Dannauer See und Umgebung" unter Nummer 135 in das beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung als oberster Landschaftspflegebehörde geführte Verzeichnis der Naturschutzgebiete eingetragen.
(1) Das Naturschutzgebiet ist rund 40 ha groß und umfaßt in den Gemarkungen
Rantzau (Haupthof), Flur 6, die Flurstücke 8/1, 24/1, 3/2, 9/2, 24/2, 10/3, 10/4, 12/10, 12/11 und
Flur 1, das Flurstück 83/2,
Flur 6, die Flurstücke 12, 13/1, 13/2, 14/1, 18/1, 19/1, 24/1, 29/1, 34/1 teilweise, 125 teilweise, 174/27, 176/22 und 177/23.
Amtes Lütjenburg-Land, 2322 Lütjenburg,
Amtes Plön-Land, 2320 Plön,
Gemeinde Dannau, 2325 Dannau,
Gemeinde Rantzau, 2325 Rantzau,
(1) Das Naturschutzgebiet besteht aus dem flachgründigen Dannauer See mit Verlandungsbereichen, einer südlich angrenzenden bewaldeten Kuppe, südlich und südwestlich anschließenden Grünlandbiotopen und den der Selbstentwicklung überlassenen Niedermoorbereichen.
(2) Schutzzweck ist es, in diesem Gebiet die Natur in ihrer Gesamtheit zu erhalten. Insbesondere gilt es,
das Gewässerökosystem einschließlich der typischen Uferzonierungen und Verlandungsstufen,
den Lebensraum für die daran gebundene vielfältige Pflanzen- und Tierwelt und ihre Ökosysteme,
die geologischen und geomorphologischen Eigenarten dieses Gebietes mit den natürlichen Veränderungen und Wechselwirkungen zu erhalten und zu schützen.
Gewässer im Sinne des § 31 Abs. 1 des Wasserhaushaltsgesetzes auszubauen oder Maßnahmen durchzuführen, die den Wasserstand oder den Wasserabfluß oder die Fließgeschwindigkeit nicht nur unerheblich verändern, oder Stoffe einzubringen, einzuleiten, zu entnehmen oder andere Maßnahmen vorzunehmen, die geeignet sind, die physikalische, chemische- oder biologische Beschaffenheit der Gewässer nachteilig zu verändern;
die auf den Schutzzweck ausgerichteten Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen auf den im Eigentum der Gemeinde Dannau und der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein befindlichen Flächen auf der Grundlage der Empfehlungen des Landesamtes für Naturschutz und Landschaftspflege;
die ordnungsgemäße landwirtschaftliche Bodennutzung im Sinne des § 7 Abs. 2 des Landschaftspflegegesetzes der bei Inkrafttreten dieser Verordnung als Grünland genutzten, in der Abgrenzungskarte in waagerechter Schraffur dargestellten Flächen in der bisherigen Art bis zum 31. Dezember 1993;
die ordnungsgemäße forstwirtschaftliche Bodennutzung; bei der Bewirtschaftung der Waldflächen ist der in § 3 dieser Verordnung beschriebene Schutzzweck zu beachten;
die ordnungsgemäße Ausübung des Jagdrechtes im Sinne des § 1 des Bundesjagdgesetzes mit der Einschränkung, daß die Jagd auf Wasserwild erst in der Zeit ab 16. Oktober eines jeden Jahres zulässig ist, Graureiher nicht geschossen, geschlossene Hochsitze nicht errichtet, Fütterungseinrichtungen nicht errichtet oder betrieben und Wildäcker nicht angelegt werden dürfen;
die Ausübung des Fischfanges mit der Handangel zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang von einem genehmigten Angelsteg aus, der unter Berücksichtigung der Bestimmungen des § 11 des Landschaftspflegegesetzes von der unteren Landschaftspflegebehörde am nordöstlichen Uferabschnitt des Sees im Bereich der öffentlich zugänglichen Löschwasserentnahmestelle festzulegen und örtlich zu kennzeichnen ist; die untere Landschaftspflegebehörde kann die Ausübung des Fischfanges durch Einzelanordnung zeitlich einschränken, wenn dieses zum Schutz besonders geschützter Pflanzen oder Tiere erforderlich ist;
der Betrieb und die Unterhaltung einer Löschwasserentnahmestelle einschließlich der Zuwegung am nordöstlichen Uferabschnitt des Sees;
die Maßnahmen zur Unterhaltung und Sicherung der Wege; nicht zulässig ist die Verwendung von wassergefährdenden, auswasch- oder auslaugbaren Materialien;
das Befahren des Feldweges im Süden des Naturschutzgebietes (Flurstücke 125 teilweise und 174/27 der Flur 6 in der Gemarkung Dannau) mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen;
das Eislaufen auf dem Dannauer See von der öffentlich zugänglichen Löschwasserentnahmestelle am nordöstlichen Uferabschnitt aus mit der Maßgabe, daß die untere Landschaftspflegebehörde Einschränkungen anordnen kann, wenn diese zur Erreichung des Schutzzweckes erforderlich sind;
§ 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 18 das Naturschutzgebiet außerhalb der Wege betritt, im Naturschutzgebiet reitet oder fährt.
(2) Gleichzeitig tritt die Kreisverordnung zum Schutze von Landschaftsteilen im Bereich des Kossautales im Kreise Plön vom 28. März 1969 (Amtsbl. Schl.-H./AAz. S. 277), geändert durch Kreisverordnung vom 29. März 1979 (Amtsbl. Schl.-H./AAz. S. 381) außer Kraft, soweit sie das in § 2 Abs. 1 dieser Verordnung beschriebene Gebiet betrifft.

References: § 31
 § 7
 § 3
 § 1
 § 11

§ 4
 § 2