Source: https://bundestag.github.io/gesetze/b/bhv1v/
Timestamp: 2019-10-22 01:57:54+00:00

Document:
Verordnung zum Schutz der Rinder vor einer Infektion mit dem Bovinen Herpesvirus Typ 1 (BHV1V)
BGBl I: 1997, 2758
Bek. v. 20.12.2005 I 3520
Ausbruch der Bovinen Herpesvirus Typ 1 (BHV1)-Infektion, wenn diese
Im Falle der serologischen Untersuchung bei Rindern, die mit Impfstoffen nach § 2 Abs. 1 Nr. 1 geimpft worden sind, gilt Satz 1 Nr. 1 Buchstabe b und Nr. 2 nur, wenn Antikörper gegen das gE-Glykoprotein des BHV1 nachgewiesen worden sind. Verdacht auf BHV1-Infektion liegt im Falle einer serologischen Untersuchung von Rindern nach Satz 1 Nr. 2 dann nicht vor, wenn bei dieser Untersuchung Antikörper gegen das gE-Glykoprotein des BHV1 nachgewiesen worden sind und die Rinder nachweislich rechtmäßig mit Impfstoffen geimpft worden sind, bei deren Herstellung Virusstämme verwendet wurden, die keine Deletion aufweisen, und wenn der Ausbruch einer Infektion im Bestand auf Grund weitergehender Untersuchungen nicht zu befürchten ist.
b) in einem Mitgliedstaat oder einem Teil eines Mitgliedstaates liegt, der nach einer Entscheidung der Europäischen Gemeinschaft, die auf Grund des Artikels 10 der Richtlinie 64/432/EWG des Rates vom 26. Juni 1964 zur Regelung viehseuchenrechtlicher Fragen beim innergemeinschaftlichen Handelsverkehr mit Rindern und Schweinen (ABl. EG Nr. L 121 S. 1977) in der jeweils geltenden Fassung erlassen und vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (Bundesministerium) im Bundesanzeiger bekannt gemacht worden ist, als BHV1-frei gilt;
aa) alle über 15 Monate alten Rinder des Bestandes geimpft worden sind
(Grundimmunisierung und eine weitere Impfung im Abstand von drei bis
sechs Monaten) oder die Reagenten geimpft worden sind
sechs Monaten) und die zur Mast vorgesehenen männlichen Rinder
regelmäßig entsprechend den Empfehlungen des Impfstoffherstellers mit
Impfstoffen nach § 2 Abs. 1 Nr. 1 geimpft worden sind und
bb) die geimpften Rinder regelmäßig nach den Angaben des
Impfstoffherstellers nachgeimpft worden sind und
cc) die über neun Monate alten weiblichen Rinder sowie die zur Zucht
vorgesehenen männlichen Rinder,
aaa) sofern sie nicht gegen eine BHV1-Infektion geimpft worden sind, blut-
oder milchserologisch nach Anlage 1 Abschnitt I Nr. 1 Satz 1 Buchstabe
b Doppelbuchstabe aa auf Antikörper gegen das Virus der BHV1-Infektion
bbb) sofern sie mit Impfstoffen nach § 2 Abs. 1 Nr. 1 geimpft worden sind,
ausgenommen Reagenten, blutserologisch auf Antikörper gegen das gE-
Glykoprotein des Virus der BHV1-Infektion
regelmäßig im Abstand von längstens zwölf Monaten mit negativem
Ergebnis untersucht worden sind und
dd) das Rind, sofern es älter als neun Monate ist, frühestens 14 Tage vor
einem eventuellen Verbringen,
aaa) sofern es nicht gegen eine BHV1-Infektion geimpft worden ist,
blutserologisch mit negativem Ergebnis auf Antikörper gegen das Virus
der BHV1-Infektion,
bbb) sofern es mit Impfstoffen nach § 2 Abs. 1 Nr. 1 geimpft worden ist,
blutserologisch mit negativem Ergebnis auf Antikörper gegen das gE-
sechs Monaten), die geimpften Rinder regelmäßig nach den Angaben des
Impfstoffherstellers nachgeimpft worden sind und die Rinder keine auf
eine BHV1-Infektion hinweisenden klinischen Erscheinungen zeigen und
bb) das Rind für die Dauer von mindestens 30 Tagen in einem von den
übrigen Ställen getrennt liegenden Isolierstall abgesondert gehalten
worden ist und alle in der Absonderung befindlichen Rinder zum
gleichen Zeitpunkt bei einer zweimaligen Untersuchung im Abstand von
mindestens 21 Tagen blutserologisch mit negativem Ergebnis auf
Antikörper gegen das gE-Glykoprotein des BHV1 untersucht worden sind,
aa) sofern es nicht gegen eine BHV1-Infektion geimpft worden ist,
Antikörper gegen das Virus der BHV1-Infektion,
bb) sofern es mit Impfstoffen nach § 2 Abs. 1 Nr. 1 geimpft worden ist,
Antikörper gegen das gE-Glykoprotein des Virus der BHV1-Infektion
Abschnitt 2 - Schutzmaßregeln gegen die BHV1-Infektion
Unterabschnitt 1 - Allgemeine Schutzmaßregeln
(1) Rinder dürfen gegen eine BHV1-Infektion nur mit Impfstoffen geimpft werden, bei deren Herstellung
Virusstämme verwendet worden sind, die eine Deletion des Glykoprotein-E-Gens aufweisen (negativer gE-Marker) und die nicht zur Bildung von gE-Antikörpern im geimpften Rind führen, oder
Virusstämme verwendet worden sind, die keine Deletion aufweisen, und zwar in Beständen, in denen die Rinder ausschließlich gemästet und zur Schlachtung abgegeben werden.
(2a) Reagenten sind, sofern sie nicht unverzüglich aus dem Bestand entfernt werden, vorbehaltlich des Absatzes 4, unverzüglich vom Besitzer impfen zu lassen (Grundimmunisierung und eine weitere Impfung im Abstand von drei bis sechs Monaten). Sie sind regelmäßig nach den Angaben des Impfstoffherstellers nachzuimpfen.
(5) Der Besitzer hat auf Verlangen der zuständigen Behörde Auskunft über die Anzahl und den Zeitpunkt der durchgeführten Impfungen gegen eine BHV1-Infektion, über die Ohrmarkennummern der geimpften Rinder sowie über den verwendeten BHV1-Impfstoff zu erteilen.
sofern die Rinder des Bestandes mit Impfstoffen nach § 2 Abs. 1 Nr. 1 geimpft worden sind, blutserologisch auf Antikörper gegen das gE- Glykoprotein des Virus der BHV1-Infektion
(1) Zucht- und Nutzrinder dürfen aus einem Bestand nur verbracht oder in einen Bestand nur eingestellt werden, wenn sie die Anforderungen des § 1 Abs. 2 Nr. 2 erfüllen und von einer amtstierärztlichen Bescheinigung nach dem Muster der Anlage 2 oder 3 begleitet sind. Satz 1 gilt nicht für Rinder, die
aus einem Bestand verbracht und unmittelbar in einen Bestand eingestellt werden, der nicht BHV1-frei ist und der sich nicht in einem Sanierungsverfahren befindet, sofern alle Rinder des aufnehmenden Bestandes regelmäßig entsprechend den Empfehlungen des Impfstoffherstellers geimpft worden sind,
aus einem Bestand zur tierärztlichen Behandlung verbracht werden,
unmittelbar oder über eine Sammelstelle ausgeführt oder nach einem anderen Mitgliedstaat verbracht werden oder
aus einem Bestand verbracht und unmittelbar in einen Bestand eingestellt werden, in dem alle Rinder ausschließlich in Stallhaltung gemästet und zur Schlachtung abgegeben oder entsprechend den Anforderungen nach Nummer 4 ausgeführt oder verbracht werden.
(3) Gilt das gesamte Inland oder ein Teil des Inlands durch eine Entscheidung der Europäischen Gemeinschaft nach Artikel 10 der Richtlinie 64/432/EWG in der jeweils geltenden Fassung als frei von einer BHV1-Infektion und hat das Bundesministerium diese Entscheidung im Bundesanzeiger bekannt gemacht, dürfen in die Rinderbestände des betroffenen Gebietes nur Rinder verbracht werden, die den Bestimmungen dieser Entscheidung genügen. In diesem Fall muss die Bescheinigung nach Absatz 1 durch eine durch die Entscheidung vorgeschriebene Zusatzerklärung ergänzt sein.
(4) Die Bescheinigung nach Absatz 1 Satz 1 ist vom Besitzer der Tiere, in dessen Bestand sie eingestellt werden, mindestens zwei Jahre lang aufzubewahren.
die unverzügliche Tötung von Reagenten, die nicht nach § 2 Abs. 2a Satz 1 geimpft worden sind, und
die Tötung von Reagenten, die nach § 2 Abs. 2a geimpft worden sind, bis zu dem Zeitpunkt, zu dem eine Nachimpfung nach § 2 Abs. 2a Satz 2 vorzunehmen wäre,
Unterabschnitt 2 - Besondere Schutzmaßregeln
Titel 1 - Vor amtlicher Feststellung der BHV1-Infektion oder des Verdachts der BHV1-Infektion
Der Besitzer hat alle Rinder in ihren Ställen oder an ihren sonstigen Standorten abzusondern.
Ställe oder sonstige Standorte, in oder an denen sich Rinder befinden, dürfen nur von dem Besitzer der Rinder, seinem Vertreter, den mit der Beaufsichtigung, Wartung und Pflege der Rinder betrauten Personen, von Tierärzten, von Personen im amtlichen Auftrag oder mit vorheriger Zustimmung der zuständigen Behörde von einer anderen Person betreten werden, und zwar jeweils nur in bestandseigener Schutzkleidung oder in Einwegschutzkleidung.
Der Besitzer hat verendete oder getötete Rinder, abgestoßene oder abgestorbene Früchte, tot geborene Kälber oder Nachgeburten bis zur Abgabe an den Beseitigungspflichtigen so aufzubewahren, dass sie vor äußeren Einflüssen geschützt sind und Menschen oder Tiere nicht mit ihnen in Berührung kommen können.
Titel 2 - Nach amtlicher Feststellung der BHV1-Infektion oder des Verdachts der BHV1-Infektion
Der Besitzer hat alle Rinder in Ställen oder an sonstigen Standorten abzusondern.
Im Falle der künstlichen Besamung dürfen Rinder des Bestandes nur mit Samen von Bullen besamt werden, die aus einer Besamungsstation stammen, die zum Zeitpunkt der Samengewinnung frei von einer BHV1-Infektion ist.
Der Besitzer hat abgestoßene oder abgestorbene Früchte, tot geborene Kälber oder Nachgeburten unverzüglich unschädlich zu beseitigen oder beseitigen zu lassen.
Der Besitzer hat Behälter, Gerätschaften, Fahrzeuge und sonstige Gegenstände, mit denen die seuchenkranken oder verdächtigen Rinder oder ihre Abgänge in Berührung gekommen sind, ferner die Stallgänge und die Plätze vor den Ein- und Ausgängen der Ställe nach näherer Anweisung des beamteten Tierarztes zu reinigen und zu desinfizieren.
Der Besitzer hat an den Ein- und Ausgängen der Ställe Matten oder andere geeignete Einrichtungen zur Desinfektion des Schuhwerks anzubringen, die nach näherer Anweisung des beamteten Tierarztes mit einem wirksamen Desinfektionsmittel versehen sein müssen.
nach vorheriger Impfung mit Impfstoffen nach § 2 Abs. 1 zum Zwecke der Ausmästung in einen Mastbestand oder zur sonstigen Nutzung in einen nicht BHV1-freien und nicht in der Sanierung befindlichen Bestand, wenn sichergestellt ist, dass die Rinder aus diesem Bestand nur zur unmittelbaren Schlachtung verbracht werden.
(1) Ist in einem Gehöft oder an einem sonstigen Standort der Ausbruch der BHV1-Infektion amtlich festgestellt, so stellt die zuständige Behörde epizootiologische Nachforschungen an und unterstellt alle Rinder der Gehöfte oder sonstigen Standorte,
Abschnitt 3 - Aufhebung der Schutzmaßregeln
(1) Angeordnete Schutzmaßregeln sind aufzuheben, wenn die BHV1-Infektion erloschen ist oder der Verdacht auf BHV1-Infektion beseitigt ist.
die infizierten Rinder verendet sind oder getötet oder entfernt worden sind, die übrigen Rinder des Bestandes keine auf die BHV1-Infektion hinweisenden klinischen Erscheinungen zeigen und frühestens 30 Tage nach Entfernen des letzten infizierten Rindes zwei im Abstand von mindestens vier Wochen bei allen weiblichen und den zur Zucht vorgesehenen männlichen Rindern entnommene Blutproben,
b) sofern die Rinder mit Impfstoffen nach § 2 Abs. 1 Nr. 1 geimpft worden sind, mit negativem Ergebnis auf Antikörper gegen das gE-Glykoprotein des Virus der BHV1-Infektion
die infizierten Rinder verendet sind oder keine auf eine BHV1-Infektion hinweisenden klinischen Erscheinungen zeigen, alle Rinder des Bestandes gegen eine BHV1-Infektion geimpft worden sind (Grundimmunisierung) und innerhalb von 30 Tagen nach der Impfung keine auf eine BHV1-Infektion hinweisenden klinischen Erscheinungen zeigen und
die Maßnahmen nach § 10 Abs. 1 und 2 durchgeführt und vom beamteten Tierarzt abgenommen worden sind.
(3) Der Verdacht auf eine BHV1-Infektion gilt als beseitigt, wenn
die seuchenverdächtigen Rinder verendet sind oder getötet oder entfernt worden sind und die übrigen Rinder des Bestandes keine auf eine BHV1-Infektion hinweisenden klinischen Erscheinungen zeigen und frühestens 30 Tage nach Entfernen der seuchenverdächtigen Rinder eine blutserologische Untersuchung aller über neun Monate alten weiblichen Rinder und der zur Zucht vorgesehenen männlichen Rinder,
durchgeführt worden ist oder
alle Rinder des Bestandes geimpft worden sind (Grundimmunisierung) und innerhalb von 30 Tagen nach der Impfung keine auf eine BHV1-Infektion hinweisenden klinischen Erscheinungen zeigen.
Abschnitt 4 - Ordnungswidrigkeiten, Übergangsvorschriften
einer vollziehbaren Anordnung nach § 2 Abs. 3 Satz 1 oder Abs. 4 Satz 1, § 2a Abs. 2, § 3 Abs. 3a oder §§ 4, 6 Abs. 2, §§ 7, 8 oder 9 Abs. 1 Satz 2 oder Abs. 2, jeweils auch in Verbindung mit § 11, oder
entgegen § 2 Abs. 1 ein Rind impft,
1a. entgegen § 2 Abs. 2a Satz 1 einen Reagenten nicht oder nicht rechtzeitig impft,
1b. entgegen § 2 Abs. 5 oder § 2a Abs. 3 eine Auskunft nicht, nicht richtig, nicht vollständig oder nicht rechtzeitig erteilt,
1c. entgegen § 2a Abs. 1 Satz 1 ein Zucht- oder ein Nutzrind nicht, nicht richtig oder nicht rechtzeitig untersuchen lässt,
entgegen § 3 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 Satz 1 oder Abs. 3 Satz 1 ein Rind verbringt oder einstellt,
entgegen § 3 Abs. 4 eine Bescheinigung nicht oder nicht mindestens zwei Jahre lang aufbewahrt,
3a. entgegen § 5 Abs. 1 Nr. 1 oder § 6 Abs. 1 Nr. 1 ein Rind nicht absondert,
3b. entgegen § 5 Abs. 1 Nr. 2 ein Rind verbringt,
entgegen § 5 Abs. 1 Nr. 3 oder § 6 Abs. 1 Nr. 7 einen Stall oder Standort betritt,
einer Vorschrift des § 5 Abs. 1 Nr. 4, § 6 Abs. 1 Nr. 5, 8 oder 9 oder § 10 Abs. 1 über das Ablegen der Schutzkleidung, die Reinigung, die Desinfektion oder die Schadnagerbekämpfung zuwiderhandelt,
entgegen § 5 Abs. 1 Nr. 5 ein Rind, eine Frucht, ein Kalb oder eine Nachgeburt nicht oder nicht richtig aufbewahrt,
entgegen § 5 Abs. 1 Nr. 6 einen dort genannten Gegenstand entfernt,
ohne Genehmigung nach § 6 Abs. 1 Nr. 2 oder 4 ein Rind entfernt oder verbringt,
entgegen § 6 Abs. 1 Nr. 3 ein Rind besamt,
entgegen § 6 Abs. 1 Nr. 5 eine Frucht, ein Kalb oder eine Nachgeburt nicht oder nicht rechtzeitig beseitigt und nicht oder nicht rechtzeitig beseitigen lässt oder
einer Vorschrift des § 10 Abs. 2 Satz 1, 3 oder 4 über das Verbrennen, das Packen, die Desinfektion oder das Lagern von Futter, Einstreu, Dung oder flüssigem Stallabgang zuwiderhandelt.
Anlage 1 (zu § 1 Abs. 2 Nr. 1 Buchstabe a und b) Voraussetzungen, unter denen ein Rinderbestand als frei von einer BHV1-Infektion gilt
Fundstelle des Originaltextes: BGBl. I 2005, 3527 - 3528
* * * * Abschnitt I
aa) sofern die Rinder nicht gegen eine BHV1-Infektion geimpft worden sind,
blut- oder milchserologisch 1) keine Antikörper gegen das Virus der
BHV1-Infektion oder
bb) sofern die Rinder mit Impfstoffen nach § 2 Abs. 1 Nr. 1 geimpft worden
sind, blutserologisch keine Antikörper gegen das gE-Glykoprotein des
Virus der BHV1-Infektion
festgestellt worden sein oder der Bestand nachweislich nur mit Rindern
aus Beständen, die frei von einer BHV1-Infektion sind, aufgebaut
c) in den letzten drei Monaten der Verdacht oder der Ausbruch der BHV1-Infektion nicht zur amtlichen Kenntnis gelangt sein und in diesem Zeitraum nur BHV1-freie Rinder in den Bestand eingestellt worden sein.
a)  sofern die Rinder nicht gegen eine BHV1-Infektion geimpft worden sind,
blutserologisch keine Antikörper gegen das Virus der BHV1-Infektion
b)  sofern die Rinder mit Impfstoffen nach § 2 Abs. 1 Nr. 1 geimpft worden
worden sein. Nummer 1 Satz 1 Buchstabe a und c gilt entsprechend.
a) von Bullen, die frei von einer BHV1-Infektion sind, gedeckt werden oder
In Bestände, die frei von einer BHV1-Infektion sind, dürfen nur Bullen, die frei von einer BHV1-Infektion sind, eingestellt werden. Zur künstlichen Besamung darf nur Samen von Bullen verwendet werden, die,
b) sofern die Bullen mit Impfstoffen nach § 2 Abs. 1 Nr. 1 geimpft worden sind, blutserologisch mit negativem Ergebnis auf Antikörper gegen das gE-Glykoprotein des Virus der BHV1-Infektion
Bei Rinderbeständen, die vor Inkrafttreten dieser Verordnung landesrechtlich im Hinblick auf die BHV1-Infektion als unverdächtig anerkannt worden sind, gelten die Bestimmungen der Nummern 1 bis 3 als erfüllt.
* * * * Abschnitt II
Aufrechterhaltung der BHV1-Freiheit eines Rinderbestandes
(Kontrolluntersuchungen)
In Abhängigkeit von der epidemiologischen Situation müssen bei allen über 24 Monate alten Rindern blutserologische Kontrolluntersuchungen 2),
a) sofern die Rinder nicht gegen eine BHV1-Infektion geimpft worden sind, mit negativem Ergebnis auf Antikörper gegen das Virus der BHV1-Infektion,
im Abstand von maximal zwölf Monaten durchgeführt worden sein. Satz 1 gilt für Rinder in Beständen nach Abschnitt I Nr. 1a mit der Maßgabe, dass die blutserologischen Kontrolluntersuchungen 2) bei allen über neun Monate alten Zucht- und Nutzrindern durchzuführen sind, sofern nicht der Rinderbestand ausschließlich aus Rindern besteht, die in Stallhaltung gemästet und zur Schlachtung abgegeben werden. Für den Fall, dass der maximale Untersuchungsabstand nach Satz 1 oder 2 um bis zu drei Monate überschritten wird, ruht der Status für die Dauer von höchstens drei Monaten, bis durch eine einmalige blutserologische Untersuchung 2)
des Bestandes keine Reagenten festgestellt worden sind. Rinder im Alter von über neun Monaten aus einem Rinderbestand nach Abschnitt I Nr. 1a, ausgenommen Rinder, die unmittelbar zur Schlachtung verbracht werden oder bei denen bereits eine Kontrolluntersuchung nach Satz 2 durchgeführt worden ist, sind frühestens 14 Tage vor dem Verbringen nach Satz 1 zu untersuchen.
Für den Fall, dass bei einer Untersuchung nach Nummer 2 Reagenten festgestellt werden, ruht der Status, bis durch eine frühestens 30 Tage nach Entfernung der Reagenten durchgeführte zweimalige blutserologische Untersuchung 2) aller über neun Monate alten Rinder im Abstand von mindestens 60 Tagen keine Reagenten festgestellt worden sind. Im Falle einer nach Artikel 5 in Verbindung mit Anhang A der Richtlinie 88/407/EWG des Rates vom 14. Juni 1988 zur Festlegung der tierseuchenrechtlichen Anforderungen an den innergemeinschaftlichen Handelsverkehr mit Samen von Rindern und an dessen Einfuhr (ABl. EG Nr. L 194 S. 10) in der jeweils geltenden Fassung zugelassenen Besamungsstation ruht der Status, bis durch eine frühestens 21 Tage nach Entfernung der Reagenten durchgeführte blutserologische Untersuchung aller Rinder keine Reagenten festgestellt worden sind.
Abschnitt I Nr. 2, 3 und 4 gilt entsprechend.
1) Die milchserologische Untersuchung kann vorgenommen werden durch
-   zwei Einzelmilchproben aller laktierenden Kühe im Abstand von fünf bis
sieben Monaten, die Einzelmilchproben können von bis zu zehn Tieren
zusammen (gepoolt) untersucht werden, oder
-   drei Bestandsmilchproben im Abstand von mindestens drei Monaten,
sofern zumindest 30 v.H. des Bestandes aus Kühen besteht, von denen
regelmäßig Milch abgegeben wird, und durch eine einmalige
blutserologische Untersuchung aller über neun Monate alten weiblichen
nicht milchgebenden Rinder sowie aller Zuchtbullen und der zur Zucht
vorgesehenen männlichen Rinder. Die Bestandsmilchprobe ist auf
Bestände mit maximal 50 laktierenden Kühen beschränkt, größere
Bestände müssen hinsichtlich dieser Untersuchung geteilt werden.
2) Die blutserologische Untersuchung kann in Beständen mit nicht geimpften Kühen ersetzt werden durch
-   eine Einzelmilchprobe, die Einzelmilchproben können von bis zu zehn
Tieren zusammen (gepoolt) untersucht werden, oder
-   zwei Bestandsmilchproben im Abstand von mindestens drei Monaten,
regelmäßig Milch abgegeben wird. Die Bestandsmilchprobe ist auf
Anlage 2 (zu § 3 Abs. 1 Satz 1) Amtstierärztliche Bescheinigung über die BHV1-Freiheit eines Rindes
Fundstelle des Originaltextes: BGBl. I 2005, 3529 Das (Die) Zucht-/Nutzrind(er) mit der (den) Ohrmarkennummer(n) 1) ...................................................................... .. des .................................................................... in ................................ Kreis ............................. Land ................................................................... ist (sind) nach ( ) § 1 Abs. 2 Nr. 2 Buchstabe a 2), ( ) § 1 Abs. 2 Nr. 2 Buchstabe b 2) ( ) Untersuchung mit negativem Ergebnis am ........ ( ) Rind jünger als neun Monate ohne Untersuchung, ( ) § 1 Abs. 2 Nr. 2 Buchstabe c 2) oder ( ) § 1 Abs. 2 Nr. 2 Buchstabe d 2) der BHV1-Verordnung frei von einer BHV1-Infektion. Das (Die) Zucht-/Nutzrind(er) mit der (den) Ohrmarkennummer(n) 1) ...................... wurde/wurden alle mit einem Impfstoff geimpft, bei dessen Herstellung ein Virusstamm verwendet wurde, der eine Deletion des Glykoprotein-E-Gens aufweist. Diese Bescheinigung verliert ihre Gültigkeit zwei Wochen 3)/zwei Monate 3) nach dem Tage der Ausstellung. Sie darf vor Ablauf dieser Frist nicht weiterverwendet werden, wenn die genannten Rinder mit nicht BHV1-freien Rindern in Berührung gekommen sind. Stempel der zuständigen Behörde ................................... (Unterschrift) -----
2) Zutreffendes bitte ankreuzen.
3) Nichtzutreffendes streichen (Bescheinigungen mit zweimonatiger Gültigkeit sind nur für Rinder im Sinne des § 1 Abs. 2 Nr. 2 Buchstabe a und b auszustellen, die jünger als neun Monate und noch nicht untersucht worden sind).
Anlage 3 (zu § 3 Abs. 1 Satz 1) Amtstierärztliche Bescheinigung über die BHV1-Freiheit eines Rinderbestandes
Fundstelle des Originaltextes: BGBl. I 2005, 3530 Der Bestand (Die Bestände) 1) des (der) .............................................................. in ................................ Kreis ............................. Land ................................................................... ist (sind) nach § 1 Abs. 2 Nr. 1 der BHV1-Verordnung frei von einer BHV1-Infektion. Die Zuchttiere des Bestandes sind ( ) insgesamt nicht geimpft 2), ( ) insgesamt oder teilweise geimpft nach § 2 Abs. 1 Nr. 1 2). Die Masttiere des Bestandes sind ( ) insgesamt nicht geimpft 2), ( ) insgesamt oder teilweise geimpft nach § 2 Abs. 1 Nr. 1 2). Die letzte serologische Untersuchung des Bestandes .................. 1) erfolgte am ............................................................ Diese Bescheinigung verliert ihre Gültigkeit 3 Monate 3)/6 Monate 3)/ 9 Monate 3)/12 Monate 3) nach der letzten serologischen Untersuchung, spätestens jedoch für den Bestand ................................. 1) am ................................ Sie darf vor Ablauf dieser Frist nicht weiterverwendet werden, wenn Rinder des Bestandes mit nicht BHV1-freien Rindern in Berührung gekommen sind. Stempel der zuständigen Behörde ...................................
1) Bei mehreren Beständen sind die Bestände einzeln aufzuführen. 2) Zutreffendes bitte ankreuzen. 3) Nichtzutreffendes streichen.

References: § 2
 § 2
 § 2
 § 2
 § 2
 § 2
 § 1
 § 2
 § 2
 § 2
 § 2
 § 2
 § 10
 § 2
 § 2
 § 3
 § 11
 § 2
 § 2
 § 2
 § 2
 § 2
 § 3
 § 3
 § 5
 § 6
 § 5
 § 5
 § 6
 § 5
 § 6
 § 10
 § 5
 § 5
 § 6
 § 6
 § 6
 § 10
 § 1
 § 2
 § 2
 § 2
 § 3
 § 1
 § 1
 § 1
 § 1
 § 1
 § 3
 § 1
 § 2
 § 2