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Timestamp: 2019-09-19 11:16:06+00:00

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§ 249 ZPO: Wirkung von Unterbrechung und Aussetzung
§ 248 ZPO
BGH, URTEIL vom 4.4.2015, Az. VII ZR 145/12 9	Die erst nach dem Schluss der mündlichen Verhandlung vor dem Senat erfolgte Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Klägerin ändert gemäß § 249 Abs.3 ZPO nichts daran, dass das Urteil gegen sie zu verkünden ist (vgl. BGH, Urteil vom 14. Juli 1994 - IX ZR 193/93, BGHZ 127, 74, 75).
BGH, BESCHLUSS vom 4.9.2013, Az. III ZR 358/13 ZPO § 240 Ein Rechtsmittel, das bereits vor der Unterbrechung des Verfahrens unzulässig war, kann in entsprechender Anwendung des § 249 Abs.3 ZPO auch während der Unterbrechung des Verfahrens verworfen werden (im Anschluss an BGH, Beschluss vom 16. Januar 1959 -1 ZR 33/58, NJW 1959, 532).
BGH, BESCHLUSS vom 2.7.2012, Az. XI ZR 236/12 In entsprechender Anwendung von § 249 Abs.3 ZPO steht das jedoch der Verwerfung der Nichtzulassungsbeschwerde nicht entgegen, da diese schon vor der Eröffnung des Insolvenzverfahrens unzulässig war (vgl. BGH, Beschluss vom 16. Januar 1959 -1 ZR 33/58, NJW 1959, 532).
BGH, BESCHLUSS vom 2.7.2012, Az. XI ZR 236/12 Das gilt in entsprechender Anwendung von § 249 Abs.3 ZPO auch für die Kostenentscheidung (offen gelassen in BGH Beschluss vom 16. Januar 1959 aaO).
BGH, BESCHLUSS vom 4.4.2011, Az. V ZB 248/10 § 249 Abs. 1 ZPO zu laufen aufhören kann (BGH, Beschlüsse vom 3. November 1977 - IX ZR 80/77, aaO und vom 9. März 1987 - II ZB 10/86, aaO).
BGH, URTEIL vom 2.0.2009, Az. XI ZR 519/07 Dem steht auch § 249 Abs. 2 ZPO nicht entgegen, der nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs nur Prozesshandlungen betrifft, die von den Parteien im Verhältnis zu dem Verfahrensgegner vorzunehmen sind (BGHZ 50, 397, 400; BGH, Urteil vom 16. Januar 1997 - IX ZR 220/96, WM 1997, 486 und Beschluss vom 5. November 1987 - III ZR 86/86, BGHR ZPO § 249 Abs. 2 - Prozesshandlung 1).
BGH, BESCHLUSS vom 3.11.2008, Az. XII ZB 125/06 Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (BGH Urteil vom 16. Januar 1997 - IX ZR 220/96 - NJW 1997, 1445; BGHZ 50, 397, 400; 66, 59, 62) beschränkt sich die durch § 249 Abs. 2 ZPO angeordnete Unwirksamkeit auf Prozesshandlungen, die gegenüber dem Gegner vorzunehmen sind.
BGH, BESCHLUSS vom 3.11.2008, Az. XII ZB 125/06 14	Ergeht	nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen ei- ner Partei und somit trotz Unterbrechung des Rechtsstreits entgegen § 249 Abs. 2 ZPO ein (Versäumnis-)Urteil, so ist dieses nicht nichtig, sondern als relativ unwirksam mit den gegebenen Rechtsmitteln anfechtbar (ständige Rechtsprechung, vgl. BGH Senatsbeschluss vom 31. März 2004 -XIIZR 167/00-FamRZ 2004, 867, 868 m.w.N.;Jaeger/Windel InsO § 85 Rdn. 105).
BGH, URTEIL vom 2.9.2007, Az. X ZR 20/05 -4- der Parteien unwirksam sind (§ 249 Abs. 2 ZPO), ist das Urteil nicht nichtig, sondern mit dem gegebenen Rechtsmittel anfechtbar (BGHZ 66, 59, 61 f.).
BGH, BESCHLUSS vom 2.4.2007, Az. X ZR 20/05 Obwohl die Prozesshandlungen der Parteien unwirksam sind (§ 249 Abs. 2 ZPO), ist das Urteil nicht nichtig, sondern mit dem gegebenen Rechtsmittel anfechtbar (BGHZ 66, 59, 61 f.).
LAG Köln, Urteil vom 5.3.2007, Az. 4 Sa 22/07 Nach Rechtsprechung des BGH (BGH NJW 1969, 48; BGH 16.01.1997, NJW 1997, 1445 m. w. N.) und des BAG (24.01.2001 – 5 AZR 228/00) beschränkt sich die durch § 249 Abs. 2 ZPO angeordnete Unwirksamkeit auf Prozesshandlungen, die dem Gegner gegenüber vorzunehmen sind.
BGH, BESCHLUSS vom 5.5.2004, Az. IXa ZB 249/03 Ein Rechtsmittel, das bereits vor der Unterbrechung des Verfahrens unzulässig war, kann aber in entsprechender Anwendung des § 249 Abs.3 ZPO auch während der Unterbrechung des Verfahrens verworfen werden (BGH, BeschI. v. 16. Januar 1959-1 ZR 33/58, NJW 1959, 532).
BGH, BESCHLUSS vom 3.2.2004, Az. XII ZR 167/00 Eine gerichtliche Entscheidung, die während eines Verfahrensstillstandes nach § 249 ZPO ergeht, ist nicht nichtig, sondern lediglich mit dem allgemein zulässigen Rechtsmittel anfechtbar (st. Rspr.; vgl. BGH Beschluss vom 11. Juli 2002 -VIIZR 63/00- unveröffentlicht; Urteil vom 21. Juni 1995 -VIIIZR 224/94- NJW 1995, 2563; BGHZ 66, 59, 61 f.; BGHZ 2, 278, 279 f.; Zöl-ler/Greger ZPO 24. Aufl. § 240 Rdn. 3).
BGH, BESCHLUSS vom 4.6.2002, Az. VII ZR 63/00 Eine gerichtliche Entscheidung, die während eines Verfahrensstillstandes nach § 249 ZPO ergeht, ist nicht nichtig, sondern lediglich anfechtbar (st. Rspr.; vgl. BGH, Versäumnisurteil vom 21. Juni 1995 - VIII ZR 224/94, NJW 1995, 2563).
BGH, Urteil vom 4.1.2002, Az. VIII ZR 224/94 In entsprechender Anwendung des § 249 Abs.3 ZPO ist es zulässig, ein Rechtsmittel, das bereits vor der Unterbrechung des Verfahrens unzulässig war, auch während der Unterbrechung des Verfahrens zu verwerfen (BGH, Urteil vom 16. Januar 1959-1 ZR 33/58, NJW 1959, 532).
BGH, BESCHLUSS vom 3.11.1998, Az. XII ZB 148/98 4 geachtet der Verlängerung auf einen bestimmten Tag ein voller Monat zu berücksichtigen ist (§ 249 Abs. 1 ZPO; BGHZ 64, 1).
BGH, URTEIL vom 3.0.1998, Az. IV ZR 243/97 Obwohl die Prozeßhandlungen des Gerichts unwirksam sind (§ 249 Abs. 2 ZPO), ist das Urteil des Berufungsgerichts allerdings nicht nichtig, sondern mit dem gegebenen Rechtsmittel, hier also der Revision, anfechtbar (BGH, Urteil vom 21. Juni 1995, aaO, m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 2.11.1989, Az. VI ZR 32/89 Dieses hatte nach § 249 Abs. 2 ZPO, der - wie bereits § 249 Abs.3 ZPO erhellt - entgegen dem zu engen Wortlaut auch für gerichtliche Prozeßhandlungen gilt (vgl. BGHZ 43, 135, 136 und BGH, Beschluß vom 15. Februar 1984 - IVb ZB 577/80 - NJW 1984, 2829, 2830), zur Folge, daß die Bestimmung des Verhandlungstermins vom 2. November 1988 in dem den Beklagten betreffenden Prozeßrechtsverhältnis unwirksam war.
BGH, URTEIL vom 2.0.1989, Az. XI ZR 76/88 Jedenfalls in den Fällen, in denen - wie bei der Aussetzung bis zur Erledigung eines anderen Verfahrens - der Aussetzungsbeschluß an ein konkretes Ereignis anknüpft und damit der Aussetzungsgrund für die Parteien in allen Teilen einsehbar ist (vgl. BGHZ 15, 80, 82 f.), beginnt mit dem Wegfall des Aussetzungsgrundes die Verjährung neu zu laufen (RGZ 72, 185, 187; BGH, Beschluß vom 7. Juli 1952 - IV ZB 55/52, LM Nr. 2 zu § 249 ZPO für die Aussetzung nach § 620 ZPO a.F.;
BGH, URTEIL vom 2.0.1989, Az. XI ZR 75/88 Jedenfalls in den Fällen, in denen - wie bei der Aussetzung bis zur Erledigung eines anderen Verfahrens - der Aussetzungsbeschluß an ein konkretes Ereignis anknüpft und damit der Aussetzungsgrund für die Parteien in allen Teilen einsehbar ist (vgl. BGHZ 15, 80, 82 f.), beginnt mit dem Wegfall des Aussetzungsgrundes die Verjährung neu zu laufen (RGZ 72, 185, 187; BGH, Beschluß vom 7. Juli 1952 - IV ZB 55/52, LM Nr. 2 zu § 249 ZPO für die Aussetzung nach § 620 ZPO a.F.;
BGH, BESCHLUSS vom 3.1.1984, Az. IVb ZB 577/80 § 249 Abs. 2 ZPO, wonach die während der Unterbrechung oder Aussetzung des Verfahrens in Ansehung der Hauptsache vorgenommenen Prozeßhandlungen unwirksam sind, gilt auch für Prozeßhandlungen des Gerichts (BGHZ 43, 135, 136).
BGH, BESCHLUSS vom 3.8.1982, Az. IVb ZB 79/82 b) Da die Berufung bereits vor der Unterbrechung des Verfahrens unzulässig war, konnte sie vom Oberlandesgericht in entsprechender Anwendung des § 249 Abs.3 ZPO auch während der Unterbrechung verworfen werden (BGH, Beschluß vom 16. Januar 1959 - I ZR 33/58 - NJW 1959, 532).
BGH, BESCHLUSS vom 3.4.1981, Az. in zr 20/80 Gleichwohl ergangene Entscheidungen sind den Parteien gegenüber unwirksam (§ 249 Abs.2 ZPO); diese Unwirksamkeit muß allerdings grundsätzlich mit dem zulässigen Rechtsmittel geltend gemacht werden (BGHZ 66, 59, 61 f m.w.Nachw.).
BGH, BESCHLUSS vom 2.1.1981, Az. IVb ZB 897/80 Ein Rechtsmittel, das bereits vor der Unterbrechung des Verfahrens unzulässig war, kann in entsprechender Anwendung des § 249 Abs.3 ZPO auch während der Unterbrechung des Verfahrens verworfen werden (BGH, Beschluß vom 16. Januar 1959, I ZR 33/58- LM Nr. 8 zu § 554 a ZPO = NJW 1959, 532).
BGH, BESCHLUSS vom 3.11.1976, Az. IV ZB 43/76 Die Aussetzung hat nur die Unwirksamkeit von solchen ProzeBhandlungen zur Folge, die gegenüber dem Gegner vorzunehmen sind (§ 249 Abs. 2 ZPO); die Berufung wird jedoch nach § 518 Abs. 1 ZPO durch Einreichung eines Schriftsatzes beim Gericht eingelegt (BGHZ 30, 400).

References: § 248
 § 249
 § 240
 § 249
 § 249
 § 249
 BGH 
 § 249
 § 249
 § 249
 § 249
 § 249
 BGH 
 § 85
 BGH 
 BGH 
 § 249
 § 249
 § 249
 BGH 
 § 240
 § 249
 § 249
 § 249
 § 249
 § 249
 § 620
 § 249
 § 620
 § 249
 § 249
 § 249
 § 554
 § 518