Source: http://www.strassenbau.niedersachsen.de/portal/live.php?navigation_id=33054&article_id=114884&_psmand=135
Timestamp: 2016-06-28 07:42:14+00:00

Document:
Unbemannte Luftfahrtsysteme | Nds. Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
Gemäß § 1 Abs. 2 LuftVG gelten alle unbemannten Fluggeräte einschließlich ihrer Kontrollstation, die nicht zu Zwecken des Sport oder der Freizeitgestaltung betrieben werden als unbemannte Luftfahrtsysteme (dient die Nutzung des Geräts dem Zwecke des Sports oder der Freizeitgestaltung, so gelten die Regelungen über Flugmodelle). Nach den Bestimmungen des § 20 Abs. 1 LuftVO ist für den Betrieb von unbemannten Luftfahrtsystemen, sogenannten "Unmanned Aerial Systems" (UAS), eine Genehmigung der Luftfahrtbehörde erforderlich, welche für Geräte unter 5 kg und ohne Verbrennungsmotor als Allgemeinerlaubnis erteilt werden kann. Für die Erteilung einer Aufstiegserlaubnis ist in Niedersachsen die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr zuständig.
Antrag mit den Namen, Geburtsdaten und Anschriften der Steuerer,
Nachweis über den sicheren Umgang mit den entsprechenden Modellen (Bescheinigung über eine praktische Einweisung des Herstellers, Nachweis einer praktischen Sachkundeprüfung, Mitgliedschaft in einem Modellflugverein mit praktischer Flugerfahrung u. Ä.; eine Eigenauskunft reicht nicht aus),
Versicherungsnachweis (wie unten beschrieben),
Die entsprechenden Antragsformulare stehen rechts als Download zur Verfügung.
Für das UAS muss eine Haftpflichtversicherung nach den Vorschriften gemäß § 33 ff. LuftVG (Haftungshöchstbetrag § 37 Abs. 1a) in Verbindung mit § 101 ff. LuftVZO abgeschlossen sein. Ein entsprechender Versicherungsnachweis ist bei Antragstellung vorzulegen.
Wünschenswert wären Kenntnisse im Bereich des Luftrechts und der Luftraumstruktur, damit der Antragsteller beurteilen kann, ob der jeweilige Luftraum zur Nutzung frei ist.
Die Aufstiegserlaubnis wird befristet für ein Jahr ausgestellt und die Gebühr beträgt ca. 150 Euro. Mit kurzem Folgeantrag (sofern keine Änderungen eingetreten sind) und Einreichung eines aktuellen, gewerblichen Versicherungsnachweises kann die Genehmigung verlängert werden. Gültigkeitsbereich ist das Land Niedersachsen. Eine Anerkennung allgemeiner Aufstiegserlaubnisse anderer Bundesländer findet in Niedersachsen nicht statt.
Der Erlaubnisinhaber hat einen Nachweis über den Einsatz des UAS mit folgenden Angaben zu führen:
Diese Aufzeichnungen sind der Genehmigungsbehörde auf Verlangen vorzulegen. Beim Aufsteigen in bewohntem Gebiet sind die lokalen Ordnungsbehörden zu informieren. Weitere Auflagen sind der Genehmigung zu entnehmen.
Luftsperrgebieten und Gebieten mit Flugbeschränkungen (§ 17 LuftVO).
Für den Aufstieg von unbemanntem Luftfahrtsystemen mit Verbrennungsmotor oder über 5 kg bis maximal 25 kg Gesamtmasse oder mit beabsichtigtem Aufstieg mit einem erhöhten Gefährdungspotential, insbesondere über dicht besiedelten Gebieten, Katastrophengebieten, Justizvollzugsanstalten, Industrieanlagen, Kraftwerken, militärischen Anlagen o. ä. wird nur eine Erlaubnis für den Einzelfall nach Maßgabe des § 20 Abs. 4 LuftVO durch die örtlich zuständige Behörde des Landes erteilt.
Für Rückfragen steht Ihnen die niedersächsische Luftfahrtbehörde mit ihren beiden Standorten Oldenburg und Wolfenbüttel zur Verfügung. Die jeweiligen örtlichen Zuständigkeiten entnehmen Sie bitte der Karte rechts.
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der folgenden Broschüre des Bundesverkehrsministeriums:
Kurzinformation über die Nutzung von unbemannten Luftfahrtsystemen (Stand Oktober 2013) (PDF, 804 KB)
Informationen der Deutschen Flugsicherung (DFS)
Flugmodelle/ "Drohnen"
UAS oder "Drohne" (Symbolfoto).
Allgemeinerlaubnis UAS bis 5 kg (PDF, 210 KB)
Verlängerung der Allgemeinerlaubnis UAS bis 5 kg (PDF, 290 KB)
Einzelerlaubnis UAS über 5 kg oder mit Verbrennungsmotor (PDF, 217 KB)

References: § 1
 § 20
 § 33
 § 37
 § 101
 § 20