Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerwG&Datum=24.01.2012&Aktenzeichen=7%20VR%2013.11
Timestamp: 2019-06-19 14:12:11+00:00

Document:
BVerwG, 24.01.2012 - 7 VR 13.11 (7 A 22.11) - dejure.org
BVerwG, 24.01.2012 - 7 VR 13.11 (7 A 22.11)
https://dejure.org/2012,2061
BVerwG, 24.01.2012 - 7 VR 13.11 (7 A 22.11) (https://dejure.org/2012,2061)
BVerwG, Entscheidung vom 24.01.2012 - 7 VR 13.11 (7 A 22.11) (https://dejure.org/2012,2061)
BVerwG, Entscheidung vom 24. Januar 2012 - 7 VR 13.11 (7 A 22.11) (https://dejure.org/2012,2061)
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§ 18 AEG, § 18a Nr 1 AEG, § 18e Abs 6 AEG, § 41 BImSchG, § 42 BImSchG
Ausbau der Eisenbahnstrecke Oldenburg-Wilhemshaven; Lärmzuwachs für Bahnanlieger; Planauslegung
Diesen Antrag hat der Senat mit Beschluss vom 24. Januar 2012 - BVerwG 7 VR 13.11 - abgelehnt.
Sie berufen sich auf eine Aussage des Bundesverwaltungsgerichts (Beschl. v. 24.1.2012, 7 VR 13.11, juris Rn. 10;… Urt. v. 5.3.1997, 11 A 25.95, BVerwGE 104, 123, 128 = juris Rn. 113), wonach der Ausbau bestehender Trassen gegenüber einem Neubau spezifische Vorteile habe.
"Dabei darf die Behörde gerade auch die spezifischen Vorteile berücksichtigen, die der Ausbau einer bestehenden Strecke gegenüber einer Neutrassierung aufweist" (so das BVerwG im Beschl. v. 24.1.2012, a.a.O.).
Entsprechendes ist auch dann zu erwägen, wenn ein Gesamtvorhaben mit einer zeitversetzten Planung in Abschnitten umgesetzt wird und Anlieger eines erst später auszubauenden Abschnittes, die vor dessen Ausbau noch keine Ansprüche aus § 41 BImSchG herleiten können, bereits in der Übergangszeit erheblichem Lärmzuwachs ausgesetzt sind (Beschluss vom 24. Januar 2012 - BVerwG 7 VR 13.11 - DVBl 2012, 1102 = juris Rn. 16).
Sie ist insbesondere befugt, Alternativen, die ihr auf der Grundlage einer Grobanalyse als weniger geeignet erscheinen, schon in einem frühen Verfahrensstadium auszuscheiden (vgl. BVerwG, Beschl. v. 24.01.2012 - 7 VR 13.11 [7 A 22.11] -, DVBl 2012, 1102).
Auch insofern ist indessen ein Aufhebungsanspruch als Ansatzpunkt der aufschiebenden Wirkung der Klage nicht von vornherein ausgeschlossen; ein solcher Anspruch besteht nämlich dann, wenn aufgrund einer unbewältigten Lärmbelastung die gesamte fachplanerische Abwägung wegen mangelnder Ausgewogenheit keinen Bestand mehr haben könnte (vgl. zuletzt Beschluss vom 24. Januar 2012 - BVerwG 7 VR 13.11 - juris Rn. 15 m.w.N.).
Ein solcher Anspruch besteht nämlich nur dann, wenn aufgrund einer unbewältigten Lärm- oder Erschütterungsbelastung die fachplanerische Abwägung insgesamt oder bezogen auf einen abtrennbaren Planungsteil wegen mangelnder Ausgewogenheit keinen Bestand mehr haben könnte, weil sich eine konzeptionell andere Planungsentscheidung aufgedrängt hätte (vgl. etwa Beschluss vom 24. Januar 2012 - BVerwG 7 VR 13.11 - juris Rn. 15 …und Urteil vom 15. Dezember 2011 - BVerwG 7 A 11.10 - UPR 2012, 301 = juris Rn. 17, jeweils m.w.N.).
vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 24. Januar 2012 - 7 VR 13.11 -, DVBl 2012, 1102 = juris Rn. 16, und vom 9. September 2013 - 7 B 2.13 u. a. -, a. a. O. Rn. 11.
vgl. BVerwG, Beschluss vom 24. Januar 2012 - 7 VR 13.11 -, DVBl 2012, 1102 = juris, Rn. 5; Kramer, in: Kunz, Eisenbahnrecht, Stand: Dezember 2013, § 18a AEG, Rn. 17.

References: § 18
 § 18
 § 18
 § 41
 § 42
 § 41
 § 18