Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20140219_OGH0002_0030OB00216_13F0000_000&IncludeSelf=True
Timestamp: 2020-02-20 08:08:05+00:00

Document:
RIS - Rechtssätze und Entscheidungstext 3Ob216/13f - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 3Ob516/25 3Ob216/13f
RS0006153
3Ob516/25; 3Ob216/13f
EO §385
Haftung für Nichtbefolgung einer einstweiligen Verfügung.
3 Ob 516/25
Entscheidungstext OGH 24.06.1925 3 Ob 516/25
SZ 7/228
Auch; Beisatz: Verstoß gegen Drittverbot durch auszahlende Bank. (T1)
ECLI:AT:OGH0002:1925:RS0006153
JJR_19250624_OGH0002_0030OB00516_2500000_001
Rechtssatz für 1Ob45/52 3Ob55/63 8Ob92...
RS0005543
1Ob45/52; 3Ob55/63; 8Ob92/64; 3Ob60/66; 3Ob104/67; 6Ob54/69; 5Ob202/71; 5Ob2/72; 1Ob586/76; 6Ob774/77 (6Ob775/77); 4Ob342/78; 7Ob696/78; 5Ob27/79; 3Ob121/79; 3Ob156/80; 4Ob361/81; 5Ob624/81; 2Ob542/83; 1Ob509/84; 3Ob38/84; 3Ob522/86 (3Ob523/86); 2Ob541/87; 3Ob34/87; 7Ob672/87; 3Ob174/88; 9ObA1/92; 4Ob1088/92; 6Ob596/94 (6Ob597/94); 4Ob534/95; 6Ob644/95; 4Ob2004/96a; 3Ob2423/96m; 3Ob109/97v; 4Ob195/98z; 7Ob99/99f; 8Ob213/00g; 1Ob210/01s; 9ObA200/01d; 2Ob247/01i; 4Ob96/07g; 7Ob157/07z; 4Ob155/07h; 9Ob32/09k; 3Ob216/13f; 3Ob87/15p; 7Ob190/18v
EO §391 IIC
EO §391 IIIC
EO §399
Die einstweilige Verfügung erlischt mit Ablauf der Frist, für die sie bewilligt wurde, nicht von selbst, vielmehr bedarf es einer ausdrücklichen Aufhebung durch das Gericht. Die Aufzählung der Gründe, aus denen einstweilige Verfügungen aufzuheben sind, in § 399 Abs 1 EO ist keine taxative.
1 Ob 45/52
Entscheidungstext OGH 16.01.1952 1 Ob 45/52
Veröff: SZ 25/43
3 Ob 55/63
Entscheidungstext OGH 18.04.1963 3 Ob 55/63
Veröff: EvBl 1963/290 S 403 = ÖBl 1964,38
8 Ob 92/64
Entscheidungstext OGH 21.07.1964 8 Ob 92/64
3 Ob 60/66
Entscheidungstext OGH 21.09.1966 3 Ob 60/66
nur: Die einstweilige Verfügung erlischt mit Ablauf der Frist, für die sie bewilligt wurde, nicht von selbst, vielmehr bedarf es einer ausdrücklichen Aufhebung durch das Gericht. (T1); Beisatz: Verbot endet mit dem in der EV genannten Tag; Möglichkeit der Exekution für Verstöße vor Endtermin bis zur ausdrücklichen Aufhebung der EV. (T2) Veröff: EvBl 1967/140 S 159 = ÖBl 1966,144
3 Ob 104/67
Entscheidungstext OGH 05.10.1967 3 Ob 104/67
nur T1; Veröff: EvBl 1968/180 S 297 = ÖBl 1968,46
6 Ob 54/69
Entscheidungstext OGH 12.03.1969 6 Ob 54/69
nur T1; Veröff: MietSlg 21921
5 Ob 202/71
Entscheidungstext OGH 08.09.1971 5 Ob 202/71
5 Ob 2/72
Entscheidungstext OGH 01.02.1972 5 Ob 2/72
nur T1; Veröff: MietSlg 24656
nur T1; Beis wie T2; Veröff: GesRZ 1978,82
4 Ob 342/78
Entscheidungstext OGH 13.06.1978 4 Ob 342/78
Vgl; nur T1; Beisatz: Wird die Einbringung einer Rechtfertigungsklage weder rechtzeitig noch überhaupt nachgewiesen, treten die Folgen der versäumten Frist von selbst ein; die einstweilige Verfügung ist nach fruchtlosen Verstreichen der Frist auch von Amts wegen aufzuheben. Die Wirksamkeit endet mit dem in der einstweiligen Verfügung genannten Tag. (T3)
7 Ob 696/78
Entscheidungstext OGH 19.10.1978 7 Ob 696/78
nur T1; Veröff: MietSlg 30887
5 Ob 27/79
Entscheidungstext OGH 25.09.1979 5 Ob 27/79
3 Ob 121/79
Entscheidungstext OGH 19.03.1980 3 Ob 121/79
3 Ob 156/80
Entscheidungstext OGH 17.12.1980 3 Ob 156/80
nur T1; Veröff: SZ 53/175
nur T1; Veröff: MietSlg 33780
2 Ob 542/83
Entscheidungstext OGH 22.11.1983 2 Ob 542/83
nur T1; Beisatz: Ebenso erlischt sie nicht mit der Aberkennung des gestellten Hauptanspruches. (T4)
3 Ob 38/84
Entscheidungstext OGH 25.04.1984 3 Ob 38/84
Beisatz: Zeitablauf als Aufhebungsgrund. (T5)
3 Ob 522/86
Entscheidungstext OGH 30.04.1986 3 Ob 522/86
nur T1; Beisatz: Dieser Fall wird dem Aufhebungsfall des § 399 Abs 1 Z 2 EO zugeordnet. Auch über einen Aufhebungsantrag, der sich auf den Ablauf der Verfügungsfrist stützt, muss gem § 399 Abs 2 EO mündlich verhandelt werden. (T6)
nur: Die Aufzählung der Gründe, aus denen einstweilige Verfügungen aufzuheben sind, in § 399 Abs 1 EO ist keine taxative. (T7) Veröff: SZ 60/60 = EFSlg 24/2
3 Ob 34/87
Entscheidungstext OGH 17.06.1987 3 Ob 34/87
nur T1; Veröff: ÖBl 1988,15
7 Ob 672/87
Entscheidungstext OGH 24.09.1987 7 Ob 672/87
3 Ob 174/88
Entscheidungstext OGH 25.01.1989 3 Ob 174/88
Beisatz: Trotzdem besteht die Eignung als Exekutionstitel nur für Rückstände, die während der Zeit fällig wurden, für die in der einstweiligen Verfügung die Leistungspflicht festgelegt wurde. (T8) Veröff: JBl 1989,393
9 ObA 1/92
Entscheidungstext OGH 29.01.1992 9 ObA 1/92
Beis wie T4; Veröff: WBl 1992,195
4 Ob 1088/92
Entscheidungstext OGH 12.01.1993 4 Ob 1088/92
6 Ob 596/94
Entscheidungstext OGH 22.09.1994 6 Ob 596/94
nur T7; Beisatz: Zwar haben die - insoweit nicht taxativen - Aufhebungsgründe bzw Einschränkungsgründe des § 399 Abs 1 Z 1 bis 3 EO allesamt einen entsprechenden Wegfall des Sicherungsbedürfnisses der gefährdeten Partei zur Voraussetzung, doch bedarf jedenfalls auch ein ganz oder teilweise erloschener Anspruch (insoweit) keiner Sicherung mehr. (T9)
6 Ob 644/95
Entscheidungstext OGH 09.11.1995 6 Ob 644/95
nur T7; Veröff: SZ 69/61
3 Ob 2423/96m
Entscheidungstext OGH 23.04.1997 3 Ob 2423/96m
3 Ob 109/97v
Entscheidungstext OGH 17.12.1997 3 Ob 109/97v
7 Ob 99/99f
Entscheidungstext OGH 28.05.1999 7 Ob 99/99f
nur T1; Beis wie T6 nur: Auch über einen Aufhebungsantrag, der sich auf den Ablauf der Verfügungsfrist stützt, muss gem § 399 Abs 2 EO mündlich verhandelt werden. (T10)
8 Ob 213/00g
Entscheidungstext OGH 28.09.2000 8 Ob 213/00g
nur T1; Beisatz: Die Aufhebung einer einstweiligen Verfügung wegen Fristablaufs wird in § 391 Abs 2 EO geregelt. Zwar ist davor keine mündliche Verhandlung durchzuführen, doch ist dem Gegner Gelegenheit zur Äußerung zu geben. (T11)
1 Ob 210/01s
Entscheidungstext OGH 25.09.2001 1 Ob 210/01s
nur T1; Beis wie T2; Beisatz: Solange über einen Verlängerungsantrag noch nicht entschieden worden ist, darf eine einstweilige Verfügung wegen Zeitablaufs nicht aufgehoben werden. (T12); Beis wie T3 nur: Die Wirksamkeit endet mit dem in der einstweiligen Verfügung genannten Tag. (T13)
9 ObA 200/01d
Entscheidungstext OGH 05.09.2001 9 ObA 200/01d
2 Ob 247/01i
Entscheidungstext OGH 18.10.2001 2 Ob 247/01i
4 Ob 96/07g
Entscheidungstext OGH 07.08.2007 4 Ob 96/07g
nur T1; Beisatz: Ergeht ein dem Hauptanspruch stattgebendes Urteil, so ist die einstweilige Verfügung nach Eintritt dessen Rechtskraft auf Antrag wegen geänderter Verhältnisse aufzuheben. (T14); Veröff: SZ 2007/118
7 Ob 157/07z
Entscheidungstext OGH 26.09.2007 7 Ob 157/07z
4 Ob 155/07h
Entscheidungstext OGH 11.12.2007 4 Ob 155/07h
9 Ob 32/09k
Entscheidungstext OGH 04.08.2009 9 Ob 32/09k
3 Ob 87/15p
Entscheidungstext OGH 20.05.2015 3 Ob 87/15p
7 Ob 190/18v
Entscheidungstext OGH 21.11.2018 7 Ob 190/18v
ECLI:AT:OGH0002:1952:RS0005543
JJR_19520116_OGH0002_0010OB00045_5200000_001
Rechtssatz für 3Ob730/53 3Ob147/57 7Ob...
RS0036969
3Ob730/53; 3Ob147/57; 7Ob48/64; 5Ob247/65; 6Ob2/68; 7Ob75/72; 5Ob70/73; 6Ob121/73; 2Ob516/77; 2Ob131/78 (2Ob132/78); 2Ob159/78; 8Ob514/79; 3Ob588/81; 5Ob677/81; 1Ob510/82; 2Ob525/82; 7Ob15/83; 5Ob591/83; 6Ob813/82; 3Ob93/83; 6Ob593/84; 9ObS2/87; 10ObS314/88; 4Ob630/88; 10ObS312/91; 4Ob501/93; 10ObS130/93; 10ObS262/93; 8Ob2042/96v; 6Ob150/99y; 3Ob263/02a; 5Ob95/09w; 3Ob252/09v; 16Ok8/10; 7Ob192/12d; 4Ob51/13y; 3Ob216/13f; 1Ob222/15a; 7Ob139/15i; 2Ob103/15h; 1Ob93/16g; 10ObS27/17v; 9ObA124/17a; 1Ob62/18a; 6Ob190/18m
ZPO §193 Abs3
Maßgebend ist der Schluss der Verhandlung, nicht der Zeitpunkt der Urteilsschöpfung.
3 Ob 730/53
Entscheidungstext OGH 09.12.1953 3 Ob 730/53
Veröff: SZ 26/298 = EvBl 1954/31 S 45
3 Ob 147/57
Entscheidungstext OGH 20.03.1957 3 Ob 147/57
Beisatz: Das gilt auch für ein Verfahren über eine Kündigung nach § 19 Abs 2 Z 5 MG. (T1)
7 Ob 48/64
Entscheidungstext OGH 26.02.1964 7 Ob 48/64
5 Ob 247/65
Entscheidungstext OGH 04.11.1965 5 Ob 247/65
6 Ob 2/68
Entscheidungstext OGH 31.01.1968 6 Ob 2/68
Veröff: MietSlg 20696
7 Ob 75/72
Entscheidungstext OGH 15.03.1972 7 Ob 75/72
5 Ob 70/73
Entscheidungstext OGH 11.04.1973 5 Ob 70/73
Beisatz: Anfechtungsbefugnis nach § 8 AnfO. (T2)
6 Ob 121/73
Entscheidungstext OGH 06.11.1973 6 Ob 121/73
Veröff: JBl 1974,426
2 Ob 516/77
Entscheidungstext OGH 24.02.1977 2 Ob 516/77
Beisatz: Gleichgültig, ob die Verhandlung nach § 193 Abs 1 oder Abs 3 ZPO geschlossen wurde. (T3)
8 Ob 514/79
Entscheidungstext OGH 10.05.1979 8 Ob 514/79
Ähnlich; Veröff: SZ 52/78
3 Ob 588/81
Entscheidungstext OGH 09.09.1981 3 Ob 588/81
nur: Maßgebend ist der Schluss der Verhandlung. (T4)
5 Ob 677/81
Entscheidungstext OGH 26.01.1982 5 Ob 677/81
2 Ob 525/82
Entscheidungstext OGH 15.06.1982 2 Ob 525/82
7 Ob 15/83
Entscheidungstext OGH 10.03.1983 7 Ob 15/83
5 Ob 591/83
Entscheidungstext OGH 31.05.1983 5 Ob 591/83
nur T4; Beisatz: Hier: Begehrte Zinsenbeträge eines nicht gleichzeitig geltend gemachten Kapitals. (T5)
Auch; Beisatz: Die Verurteilung zu einer Leistung ist nur zulässig, wenn die Fälligkeit zur Zeit des Schlusses der mündlichen Verhandlung erster Instanz eingetreten ist. (T6)
3 Ob 93/83
Entscheidungstext OGH 10.08.1983 3 Ob 93/83
6 Ob 593/84
Entscheidungstext OGH 15.05.1986 6 Ob 593/84
9 ObS 2/87
Entscheidungstext OGH 17.06.1987 9 ObS 2/87
nur T4; Veröff: SSV - NF 1/6
10 ObS 314/88
Entscheidungstext OGH 22.11.1988 10 ObS 314/88
nur T4; Veröff: SZ 61/257 = SSV - NF 2/131
4 Ob 630/88
Entscheidungstext OGH 13.12.1988 4 Ob 630/88
Auch; Beisatz: Hier: Fälligkeit des Werklohnes. (T7)
10 ObS 312/91
Entscheidungstext OGH 25.02.1992 10 ObS 312/91
nur T4; Veröff: SZ 65/25 = SSV - NF 6/18
Auch; Beisatz: Ergänzt das Berufungsgericht die Verhandlung selbst, ist der für die rechtliche Beurteilung maßgebende Zeitpunkt (§ 406 ZPO) der Schluss der zum Zweck der Mängelbehebung in zweiter Instanz durchgeführten ergänzenden Verhandlung. (T8)
10 ObS 262/93
Entscheidungstext OGH 25.10.1994 10 ObS 262/93
Vgl auch; Beisatz: Hier: § 1167 ABGB. (T9)
Beisatz: Der Umstand, dass noch während des Verfahrens Verbesserungsarbeiten durchgeführt wurden, durch die letztlich die weitgehende Mängelfreiheit der Lüftungsanlage herbeigeführt wurde, vermag an den Erwägungen zum Schikaneverbot nichts zu ändern, ist doch auf die Situation im Zeitpunkt des Schlusses der Verhandlung erster Instanz abzustellen, zu dem der Beklagte immer noch nicht zur Anerkennung und Zahlung der noch offenen Werklohnforderung - unter Berücksichtigung seiner berechtigten Gegenforderung und eines Abzuges für die noch verbliebenen geringfügigen Mängel - bereit war. (T10)
3 Ob 263/02a
Entscheidungstext OGH 26.02.2003 3 Ob 263/02a
Beisatz: Der Entscheidung des Gerichts sind das Parteivorbringen, wie es sich aufgrund von zulässigen Änderungen und Ergänzungen im Zeitpunkt des Schlusses der mündlichen Verhandlung erster Instanz darstellt und die Sachlage, wie sie in diesem Zeitpunkt feststeht, zugrunde zu legen. (T11)
Vgl; Beisatz: Da im Außerstreitverfahren kein förmlicher Schluss der Verhandlung vorgesehen ist, begründet dessen Unterlassung per se keinen Verfahrensmangel; der Rechtsmittelwerber hätte auch darzutun, inwieweit die Abhaltung einer weiteren Tagsatzung relevant gewesen wäre. (T12)
4 Ob 51/13y
Entscheidungstext OGH 18.06.2013 4 Ob 51/13y
10 ObS 27/17v
Entscheidungstext OGH 21.03.2017 10 ObS 27/17v
Vgl aber; Beisatz: Die Übergangsbestimmung zum Verbot des Pflegeregresses in § 707a ASVG macht unmissverständlich klar, dass diese Bestimmung auch in anhängigen Verfahren anzuwenden ist. (T14)
6 Ob 190/18m
Entscheidungstext OGH 25.10.2018 6 Ob 190/18m
ECLI:AT:OGH0002:1953:RS0036969
JJR_19531209_OGH0002_0030OB00730_5300000_001
Rechtssatz für 5Ob535/59 5Ob577/59 5Ob...
RS0036947
5Ob535/59; 5Ob577/59; 5Ob247/65; 6Ob593/84; 4Ob56/92; 8Ob41/01i; 9ObA289/01t; 5Ob95/09w; 2Ob180/12b; 3Ob216/13f; 3Ob243/13a; 3Ob9/14s; 1Ob69/17d; 1Ob103/17d; 7Ob102/18b
Auch im Falle des Schlusses der Verhandlung nach § 193 Abs 3 ZPO ist für das Bestehen des Anspruches als Voraussetzung der Verurteilung der Sachverhalt zur Zeit des Schlusses der Verhandlung und nicht zur Zeit der Urteilsfällung maßgebend. Eine Ausnahme besteht nur hinsichtlich der Fälligkeit, die gemäß § 406 ZPO wenigstens zur Zeit der Urteilsfällung eingetreten sein muss.
Auch; Beisatz: Der Entscheidung des Gerichtes sind das Parteivorbringen, wie es sich auf Grund von (zulässigen) Änderungen und Ergänzungen zum Schluss der Verhandlung darstellt, und die Sachlage, wie sie in diesem Zeitpunkt feststeht, zugrunde zu legen. (T1)
8 Ob 41/01i
Entscheidungstext OGH 08.03.2001 8 Ob 41/01i
nur: Auch im Falle des Schlusses der Verhandlung nach § 193 Abs 3 ZPO ist für das Bestehen des Anspruches der Sachverhalt zur Zeit des Schlusses der Verhandlung und nicht zur Zeit der Urteilsfällung maßgebend. (T2)
Beisatz: Nach Schluss der Verhandlung kann ein neues Vorbringen nicht erstattet werden. (T3)
ECLI:AT:OGH0002:1959:RS0036947
JJR_19591202_OGH0002_0050OB00535_5900000_002
Rechtssatz für 1Ob4/76 (1Ob5/76) 1Ob42/...
RS0031143
1Ob4/76 (1Ob5/76); 1Ob42/79; 1Ob46/81; 1Ob6/82; 1Ob22/84; 7Ob602/85; 1Ob5/86; 1Ob23/87; 1Ob54/87; 1Ob24/88; 1Ob7/89; 1Ob44/89; 1Ob16/91; 7Ob544/92; 1Ob15/92; 1Ob5/92; 1Ob22/92; 1Ob5/93; 1Ob10/93; 1Ob20/93; 1Ob40/93; 1Ob15/95; 1Ob8/95; 1Ob43/95; 1Ob13/95; 1Ob22/95; 1Ob6/95; 2Ob2028/96s; 1Ob55/95; 1Ob2312/96y; 1Ob2331/96t; 1Ob214/98x; 1Ob95/99y; 1Ob30/99i; 1Ob103/99z; 1Ob272/99b; 1Ob48/00s; 1Ob79/00z; 1Ob257/00a; 1Ob32/02s; 1Ob313/01p; 4Ob236/02p; 1Ob148/02z; 2Ob110/03w; 6Ob39/06p; 2Ob7/07d; 1Ob220/07w; 1Ob97/07g; 1Ob143/07x; 1Ob187/08v; 1Ob232/08m; 2Ob270/08g; 1Ob28/09p; 6Ob197/08a; 2Ob165/09t; 5Ob171/09x; 2Ob140/11v; 1Ob232/11s; 1Ob95/12w; 7Ob48/12b; 1Ob208/12p; 3Ob235/12y; 1Ob101/13d; 3Ob216/13f; 1Ob222/13y; 2Ob213/13g; 1Ob218/14m; 1Ob171/14z; 1Ob97/15v; 1Ob106/15t; 1Ob73/16s; 8Ob57/17s
Soll das Zuwiderhandeln gegen einen Rechtssatz einen Schadenersatzanspruch auslösen, so muss es jene Interessen verletzen, deren Schutz die Rechtsnorm bezweckt (siehe hiezu Ehrenzweig 2.Auflage II/1, S 47, Loebenstein - Kaniak Kommentar zum AHG S 53 f, 1 Ob 839/54, 1 Ob 294/54, SZ 28/127).
Beisatz: Die Haftpflicht des Rechtsträgers nach dem AHG erstreckt sich auf jeden, dessen Schutz die verletzte Rechtsnorm bezweckt. (T1)
Veröff: SZ 53/12 = EvBl 1980/200 S 606 = JBl 1981,268
Vgl; Beis wie T1; Veröff: EvBl 1982/51 S 181
1 Ob 6/82
Entscheidungstext OGH 17.03.1982 1 Ob 6/82
Vgl; Beis wie T1; Veröff: RZ 1983/45 S 190 = ZVR 1982/334 S 282 = JBl 1984,373; hiezu kritisch Kerschner JBl 1984,355
Auch; Beis wie T1; Veröff: SZ 57/149 = EvBl 1985/21 S 81
Auch; Beisatz: Dieser Grundsatz gilt nicht nur, wenn ein Verstoß gegen eine Schutznorm vorliegt, sondern auch dann, wenn in absolute Rechte eingegriffen wurde. (T2)
Beis wie T1; Veröff: SZ 59/68
1 Ob 23/87
Entscheidungstext OGH 23.09.1987 1 Ob 23/87
Veröff: SZ 60/177 = ImmZ 1988,36
Beis wie T1; Veröff: SZ 61/43 = NZ 1989,95 = JBl 1989,43
1 Ob 24/88
Entscheidungstext OGH 07.09.1988 1 Ob 24/88
Beis wie T1; Veröff: SZ 61/189
Beis wie T1; Veröff: SZ 62/73 = JBl 1991,172
Beis wie T1; Veröff: SZ 63/166
7 Ob 544/92
Entscheidungstext OGH 23.04.1992 7 Ob 544/92
Beisatz: Der maßgebliche Normzweck bestimmt sich nach objektiv - teleologischen Gesichtspunkten. (T3)
Auch; Beisatz: Es muss geprüft werden, ob Pflichten der Rechtsträger nur im Interesse der Allgemeinheit oder auch im Interesse einzelner Betroffener normiert sind. Daraus allein, dass eine Amtshandlung, die dem öffentlichen Interesse dient, ihm zugute kommt und ihm damit als Reflexwirkung pflichtgemäßen Handelns einen Vorteil verschafft, lässt sich noch nicht auf das Vorliegen einer Amtspflicht gerade diesem Geschädigten gegenüber schließen. (T4)
1 Ob 5/92
Entscheidungstext OGH 11.11.1992 1 Ob 5/92
Auch; Beisatz: Der Normzweck ergibt sich aus der wertenden Beurteilung des Sinns der Vorschrift. Maßgeblich ist der Zweck, dem die verletzte Amtspflicht dient. Für die Annahme des erforderlichen Rechtswidrigkeitszusammenhanges genügt angesichts der in der Regel primär öffentliche Interessen wahrenden öffentlichrechtlichen Vorschriften zwar, dass die Verhinderung eines Schadens beim Dritten bloß mitbezweckt ist, die Norm muss aber die Verhinderung eines Schadens wie des später eingetretenen intendiert haben. (T5)
Veröff: JBl 1993,532 (Kerschner)
Auch; Beis wie T1; Beis wie T4; Beis wie T5; Beis wie T3; Veröff: SZ 66/77
1 Ob 5/93
Entscheidungstext OGH 22.06.1993 1 Ob 5/93
Auch; Beisatz: Es wird für solche Schäden gehaftet, die sich als Verwirklichung derjenigen Gefahr darstellen, derentwegen der Gesetzgeber ein bestimmtes Verhalten gefordert oder untersagt hat. Die verletzte Amtspflicht muss gerade dem Geschädigten gegenüber oblegen sein. (T6)
Auch; Beis wie T4; Beis wie T5; Beis wie T3; Beisatz: Die Nichtberücksichtigung der eingrenzenden Wirkung des Rechtswidrigkeitszusammenhanges hätte gerade auch im Gebiet des Amtshaftungsrechts eine Uferlosigkeit der Haftpflicht der Rechtsträger zur Folge. (T7)
Auch; Beis wie T4; Beis wie T5; Beis wie T3; Veröff: SZ 67/39
Auch; Beis wie T1; Beisatz: Das gilt auch für die schädigenden Folgen von Unterlassungen. (T8)
Auch; Beis wie T1; Beis wie T4; Beis wie T5; Beis wie T6; Beis wie T7 Veröff: SZ 68/191
Auch; Beis wie T4; Beis wie T5; Beis wie T8
Auch; Beis wie T1; Beis wie T3; Beis wie T4; Beis wie T6; Beis wie T7; Beis wie T5 nur: Der Normzweck ergibt sich aus der wertenden Beurteilung des Sinns der Vorschrift. (T9)
Auch; Beis wie T5 nur: Die Norm muss aber die Verhinderung eines Schadens wie des später eingetretenen intendiert haben. (T10)
Auch; Beis wie T3; Beis wie T4 nur: Es muss geprüft werden, ob Pflichten der Rechtsträger nur im Interesse der Allgemeinheit oder auch im Interesse einzelner Betroffener normiert sind. (T11)
Beis wie T5; Beis wie T7;
Auch; Beis wie T4 nur: Daraus allein, dass eine Amtshandlung, die dem öffentlichen Interesse dient, ihm zugute kommt und ihm damit als Reflexwirkung pflichtgemäßen Handelns einen Vorteil verschafft, lässt sich noch nicht auf das Vorliegen einer Amtspflicht gerade diesem Geschädigten gegenüber schließen. (T12)
Beis wie T5 nur: Für die Annahme des erforderlichen Rechtswidrigkeitszusammenhanges genügt angesichts der in der Regel primär öffentliche Interessen wahrenden öffentlichrechtlichen Vorschriften zwar, dass die Verhinderung eines Schadens beim Dritten bloß mitbezweckt ist. (T13)
Vgl auch; Beis wie T11; Beis wie T6 nur: Es wird für solche Schäden gehaftet, die sich als Verwirklichung derjenigen Gefahr darstellen, derentwegen der Gesetzgeber ein bestimmtes Verhalten gefordert oder untersagt hat. (T14)
1 Ob 95/99y
Entscheidungstext OGH 27.04.1999 1 Ob 95/99y
Auch; Beis wie T1; Beis wie T12; Beis wie T13; Beisatz: Zweck der Raumplanung ist nicht die Regulierung gewerberechtlichen Bedarfs oder der Schutz bestehender Gewerbebetriebe vor unerwünschter Konkurrenz. Vielmehr geht es darum, vorausschauend und planmäßig - und somit nicht jeweils einzelfallbezogen - die Nutzung von Grundflächen zu gestalten. (T15)
Auch; Beis wie T1; Beis wie T4; Beis wie T5; Beis wie T7; Beis wie T14; Beisatz: Zweck der Auskunftsgesetze kann es ohne jeden Zweifel nur sein, dass sich der Auskunftswerber richtige und vollständige Auskünfte über Angelegenheiten des Wirkungsbereichs des darum angegangenen Rechtsträgers verschaffen kann, um danach seine weiteren Dispositionen auszurichten. (T16)
1 Ob 79/00z
Entscheidungstext OGH 13.06.2000 1 Ob 79/00z
Beis wie T13; Veröff: SZ 73/96
Auch; Beis wie T12; Beis wie T14; Beisatz: Hier: Verletzung von Rechtsvorschriften, die bestimmte Personen vor der Verletzung ihrer Rechtsgüter schützen sollen. (T17)
Auch; Beis wie T1; Beis wie T4; Beis wie T9; Beis wie T12; Beis wie T14; Veröff: SZ 2002/28
Beis wie T1; Beis wie T4; Beis wie T5; Beis wie T6; Beisatz: § 24 Abs 3 NaturschutzG 1993 dient nicht auch dem Individualgüterschutz. (T18)
Auch; Beisatz: Der Rechtswidrigkeitszusammenhang ist Voraussetzung der Ersatzpflicht. Ob eine Norm einen bestimmten Schaden verhindern will, ist durch teleologische Auslegung zu ermitteln. (T19)
Beis wie T1; Beis wie T2; Beis wie T12; Beis wie T13; Beis wie T14
Vgl; Beisatz: Die Prüfung der Sacheinlage dient nur den Interessen der Gesellschaft, deren Gläubiger und allenfalls Dritter, nicht aber auch derjenigen des Einbringers. Aus diesem Grund kommt auch eine Haftung des Sacheinlageprüfers gegenüber dem Sacheinleger nicht in Betracht. (T20)
Beisatz: Hier: § 150 Abs 3 AktG, § 275 HGB. (T21)
Vgl auch; Beisatz: Die Fragestellung der Normzweckprüfung ist teleologisch ausgerichtet und stellt primär darauf ab, welcher Zweck mit der in ihrem primären Normgehalt feststehenden Anordnung verfolgt wird; soll nicht die Schutzzweckprüfung jeglichen Aussagegehalt verlieren, darf sie keinesfalls bei einer bloßen Paraphrasierung des Gesetzeswortlauts stehen bleiben: Nicht jeder Schutz, den die Verhaltensnorm tatsächlich bewirkt, ist auch von deren Schutzzweck erfasst. (T22)
Beisatz: Hier: Schutzzweck der vom Gericht zu beachtenden Vorschriften über die Bestellung und Überwachung eines Sachwalters. (T23)
Auch; Beis wie T12; Beis wie T13; Beisatz: Hier: Schutzzweck des § 24 StPO. (T24)
Vgl auch; Beis ähnlich wie T4; Beisatz: Hier: Zur Frage des Schutzzwecks der Aufsichtsbestimmungen des § 24 Abs 1 WAG in der bis 31. Oktober 2007 geltenden Fassung. (T25)
Bem: Siehe dazu RS0124469. (T26)
Vgl auch; Beis ähnlich wie T4; Beis wie T25; Bem wie T26
Auch; Beisatz: Hier: Zur Frage des Schutzzwecks der Bestimmungen des SchiffahrtsG über die Zulassung von Wasserfahrzeugen. (T27)
Bem: Siehe dazu RS0124674. (T28)
Beisatz: Das Informationsrecht des § 178 Abs 1 ABGB bezweckt nicht den Schutz vermögensrechtlicher Interessen des nicht obsorgeberechtigten Elternteils und bezieht sich daher nicht auf das Unterhaltsrechtsverhältnis. (T29)
Auch; Bem: Hier: Zum Schutzzweck der Verpflichtung zur Bildung einer Rücklage gemäß § 31 Abs 1 WEG 2002. (T30)
Auch; Beis wie T9; Beis wie T11; Beisatz: Hier: Vlbg RaumplanungsG 2006. (T31)
Auch; Beis wie T7; Beis wie T19; Beis wie T22; Beis wie T23
Auch; Beis wie T5; Beis wie T6; Beis wie T8; Veröff: SZ 2012/137
Beisatz: Hier: §§ 109 Abs 1 und 113 Abs 1 KFG. (T32)
1 Ob 101/13d
Entscheidungstext OGH 29.08.2013 1 Ob 101/13d
Auch; Beis wie T5; Veröff: SZ 2013/77
Auch; Beis wie T5; Veröff: SZ 2014/20
nur: Soll das Zuwiderhandeln gegen einen Rechtssatz einen Schadenersatzanspruch auslösen, so muss es jene Interessen verletzen, deren Schutz die Rechtsnorm bezweckt. (T33)
Vgl; Beisatz: Ungeachtet des Umstands, dass das StellenbesetzungsG keinen subjektiven Anspruch auf Einstellung vermittelt und es jedenfalls öffentlichen Interessen (Transparenz bei der Stellenbesetzung im staatsnahen Unternehmensbereich) dient, schützt das StellenbesetzungsG auch die Interessen von Bewerbern, um diese ua vor unsachlichen Besetzungsentscheidungen zu bewahren. Der Schutzzweck der Norm kann damit einen Schadenersatzanspruch zugunsten des bestqualifizierten Bewerbers auslösen, wenn die Stelle aus unsachlichen Gründen mit einem anderen Kandidaten besetzt wurde. (T34)
Veröff: SZ 2014/134
Vgl auch; Beis ähnlich wie T12; Beisatz: Soweit sich der Schutzzweck nur auf Interessen der Allgemeinheit erstreckt, können Einflüsse des Verfahrensausgangs auf individuelle Interessenslagen nur als ‑ die Amtshaftung des belangten Rechtsträgers nicht begründende ‑ Reflexwirkung beurteilt werden. (T35)
Beis wie T19; Beis wie T33; Beisatz: Der Schutzzweck sicherheitspolizeilicher‑ bzw kriminalpolizeilicher Bestimmungen über die Identitätsfeststellung ist nicht darin gelegen, Organe der Sicherheitsbehörden, die zur Sicherung der Identitätsfeststellung die Verfolgung von Flüchtenden aufnehmen, vor Verletzungen im Zuge solcher Verfolgungshandlungen zu bewahren. (Verfolgungsschaden). (T36)
Auch; Beis wie T7; Beis wie T19; Beis wie T22; Beis wie T35; Beisatz: Hier: Schutzzweck der Anzeigepflicht nach § 84 StPO idF BGBl I Nr 2000/108; Unterlassungen der Bundeswertpapieraufsicht (BWA); Rechtswidrigkeitszusammenhang verneint. (T37); Veröff: SZ 2017/12
Auch; Beis wie T3; Beisatz: Maßgeblich ist, dass der Schutz des Einzelnen im beabsichtigten Aufgabenbereich der Norm gelegen ist. Ist die Norm in diesem Sinn auf den Schutz des Einzelnen ausgerichtet, so schadet es nicht, wenn primär der Schutz allgemeiner Interessen bezweckt wird. Nicht ausreichend ist aber, dass der Individualschutz durch die Befolgung der Norm nur objektiv gleichsam als Reflex erreicht wird. (T38)
ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0031143
JJR_19760317_OGH0002_0010OB00004_7600000_001
Rechtssatz für 1Ob763/76 1Ob8/06t 10Ob...
RS0028443
1Ob763/76; 1Ob8/06t; 10Ob47/06v; 3Ob216/13f; 1Ob155/14x
Organisationsverschulden durch mangelhafte Information eines Gehilfen über seinen Pflichtenkreis.
1 Ob 763/76
Entscheidungstext OGH 10.11.1976 1 Ob 763/76
Veröff: EvBl 1977/99 S 212
ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0028443
JJR_19761110_OGH0002_0010OB00763_7600000_001
Rechtssatz für 1Ob7/80 6Ob813/80 (6Ob81...
RS0041207
1Ob7/80; 6Ob813/80 (6Ob814/80); 1Ob575/82; 2Ob602/82; 1Ob615/87; 6Ob634/85; 6Ob559/89; 6Ob181/06w; 3Ob119/12i; 3Ob216/13f; 8ObA69/13z; 4Ob91/18p
Das Gericht hat ein nur versehentlich unrichtig formuliertes Klagebegehren richtig zu fassen. Ein auf "Feststellung" der eingetretenen Ersitzung eines Grundstückteiles gerichtetes Begehren hat das Gericht derart zu formulieren, dass es unzweifelhaft exekutionsfähig und einverleibungsfähig ist.
nur: Das Gericht hat ein nur versehentlich unrichtig formuliertes Klagebegehren richtig zu fassen. (T1)
2 Ob 602/82
Entscheidungstext OGH 17.01.1984 2 Ob 602/82
nur T1; Beisatz: Es darf aber weder ein plus noch ein aliud zusprechen. (T2)
Vgl auch; Beisatz: Hier: Umformulierung eines Zwischenfeststellungsantrages durch das Berufungsgericht. (T3)
Auch; nur T1; Beisatz: Das ua auf §§ 12 und 26 GlBG gestützte Begehren der Klägerin, ihre Versetzung in den Ruhestand für rechtsunwirksam zu erklären, wurde als Begehren auf Feststellung des aufrechten Dienstverhältnisses verstanden, weil die genannten Bestimmungen für den maßgebenden Fall nur dieses Begehren vorsehen. (T4); Veröff: SZ 2014/63
Auch; Beisatz: Anders als im Fall nur versehentlich unrichtig formulierter Begehren ist eine „Präzisierung“ wie die vorliegende Maßgabebestätigung jedenfalls dann nicht zulässig, wenn der Kläger entweder nach Erörterung oder – nach Hinweis des Gegners – noch in seiner Berufungsbeantwortung auf seinem Begehren beharrt. (T5)
ECLI:AT:OGH0002:1980:RS0041207
JJR_19800430_OGH0002_0010OB00007_8000000_005
Rechtssatz für 3Ob650/80 6Ob523/84 8Ob...
RS0041116
3Ob650/80; 6Ob523/84; 8Ob545/85; 8Ob555/86; 9ObS2/87; 2Ob605/87; 6Ob574/87; 9ObA331/89; 8Ob38/95; 3Ob2372/96m; 1Ob11/99w; 3Ob324/02x; 5Ob2/11x; 7Ob192/12d; 4Ob51/13y; 3Ob216/13f; 7Ob8/15z; 1Ob222/15a; 1Ob93/16g; 1Ob138/17a; 9ObA124/17a
ZPO §406 Ab
Gemäß § 406 ZPO ist Entscheidungsgegenstand der Bestand oder Nichtbestand des Anspruches im Zeitpunkt des Schlusses der mündlichen Verhandlung erster Instanz. Bei der Entscheidung von aus rechtsgestaltenden Erklärungen abgeleiteten Ansprüchen muss jedoch genau zwischen dem Konkretisierungszeitpunkt des Anspruches und dem Entscheidungszeitpunkt unterschieden werden. In allen Fällen, in denen das Gericht über eine rechtsgestaltende Erklärung einer Partei zu erkennen hat, muss es beurteilen, ob das Recht auf diese Rechtsgestaltung im damaligen Zeitpunkt überhaupt bestanden hat. Es muss aber weiterhin beurteilen, ob der Anspruch auf die aus der Rechtsgestaltung abgeleitete Leistung (oder Feststellung) im Zeitpunkt des Schlusses der mündlichen Verhandlung noch besteht.
3 Ob 650/80
Entscheidungstext OGH 08.04.1981 3 Ob 650/80
nur: Gemäß § 406 ZPO ist Entscheidungsgegenstand der Bestand oder Nichtbestand des Anspruches im Zeitpunkt des Schlusses der mündlichen Verhandlung erster Instanz. (T1)
8 Ob 545/85
Entscheidungstext OGH 18.04.1985 8 Ob 545/85
Vgl; Beisatz: Der Entscheidung des Gerichtes ist das Parteienvorbringen, wie es sich in diesem Zeitpunkt darstellt, und die Sachlage, wie sie in diesem Zeitpunkt feststeht, zugrundzulegen. (T2)
Veröff: SSV - NF 1/6
Vgl auch; nur T1; Beis wie T2; Beisatz: Der OGH hat die angefochtene Entscheidung auf Grund der Sachlage und Rechtslage im Zeitpunkt ihrer Erlassung zu überprüfen. (T3)
6 Ob 574/87
Entscheidungstext OGH 30.05.1988 6 Ob 574/87
Vgl auch; nur T1; Beisatz: Von Amts wegen zu beachten; die klagende Partei ist im Prozess auch für die Fälligkeit ihres Leistungsbegehrens behauptungspflichtig und beweispflichtig. (T4)
9 ObA 331/89
Entscheidungstext OGH 06.12.1989 9 ObA 331/89
Auch; nur T1; Beisatz: § 48 ASGG. (T5)
nur T1; Beisatz: Gleiches gilt auch für die nachgreifende gerichtliche Kontrolle in einem Verfahren zur Aufhebung eines Schiedsspruches. (T6)
1 Ob 11/99w
Entscheidungstext OGH 25.05.1999 1 Ob 11/99w
Veröff: SZ 72/90
3 Ob 324/02x
Entscheidungstext OGH 24.04.2003 3 Ob 324/02x
Auch; nur T1; Beis wie T2; Veröff: SZ 2003/41
Auch; nur T1; Beisatz: Wird trotz zwischenzeitiger Erfüllung nicht auf Kosten eingeschränkt, ist die Klage abzuweisen. (T7)
Vgl auch; Veröff: SZ 2012/144
1 Ob 138/17a
Entscheidungstext OGH 30.08.2017 1 Ob 138/17a
Entscheidungstext OGH 30.11.2017 9 ObA 124/17a
ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0041116
JJR_19810408_OGH0002_0030OB00650_8000000_001
Rechtssatz für 1Ob10/94 1Ob86/99z 7Ob3...
RS0028360
1Ob10/94; 1Ob86/99z; 7Ob34/01b; 7Ob322/01f; 1Ob190/04d; 6Ob61/09b; 1Ob80/12i; 3Ob216/13f; 1Ob170/16f
EO §382 Z8 litc IVD
Bei einem Antrag auf einstweilige Sicherung der in die Aufteilungsmasse fallenden Vermögenswerte nach § 382 Z 8 lit c zweiter Fall EO wird nicht der im Verfahren geltend gemachte Anspruch auf Auflösung der Ehe, sondern der - erst durch die Rechtskraft der Auflösungsentscheidung entstehende - Anspruch gesichert, dass die der Aufteilung unterliegenden Sachen weder verbracht, eigenmächtig veräußert oder belastet werden, somit der status quo bewahrt und eine einseitige Veränderung der Vermögenslage bis zur Durchführung des Aufteilungsverfahrens verhindert wird.
nur: Bei einem Antrag auf einstweilige Sicherung der in die Aufteilungsmasse fallenden Vermögenswerte nach § 382 Z 8 lit c zweiter Fall EO wird der - erst durch die Rechtskraft der Auflösungsentscheidung entstehende - Anspruch gesichert, dass die der Aufteilung unterliegenden Sachen weder verbracht, eigenmächtig veräußert oder belastet werden, somit der status quo bewahrt und eine einseitige Veränderung der Vermögenslage bis zur Durchführung des Aufteilungsverfahrens verhindert wird. (T1)
7 Ob 34/01b
Entscheidungstext OGH 27.04.2001 7 Ob 34/01b
7 Ob 322/01f
Entscheidungstext OGH 27.02.2002 7 Ob 322/01f
Vgl; Beisatz: Der Aufteilungsanspruch entsteht erst durch die Rechtskraft der die Ehe auflösenden Entscheidung. (T2)
1 Ob 190/04d
Entscheidungstext OGH 23.11.2004 1 Ob 190/04d
nur T1; Beisatz: Gesichert werden dabei nicht die Vermögensobjekte selbst, sondern die gerichtliche Durchsetzung des Aufteilungsanspruchs nach §§ 81 ff EheG. (T2a); Veröff: SZ 2004/164
Vgl auch; Beis wie T2a; Beisatz: Der Sicherungszweck bezieht sich daher auf die Gefahr von Manipulationen des Gegners der gefährdeten Partei; die einstweilige Verfügung schützt aber nicht vor einem exekutiven Zugriff Dritter auf Sachen, die der Aufteilung unterliegen. (T3)
Auch; nur T1; Beis wie T2a
1 Ob 170/16f
Entscheidungstext OGH 19.10.2016 1 Ob 170/16f
ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0028360
JJR_19941011_OGH0002_0010OB00010_9400000_003
Rechtssatz für 1Ob571/94 2Ob502/96 1Ob...
RS0037061
1Ob571/94; 2Ob502/96; 1Ob368/98v; 4Ob18/99x; 1Ob152/99f; 2Ob271/99p; 7Ob34/01b; 1Ob160/01p; 2Ob136/02t; 4Ob10/05g (4Ob11/05d); 5Ob100/06a; 9Ob50/07d; 4Ob206/07h; 6Ob278/07m; 3Ob170/09k; 2Ob181/09w; 6Ob153/09g; 6Ob61/09b; 7Ob93/10t; 1Ob80/12i; 1Ob213/12y; 3Ob216/13f; 3Ob25/14v; 1Ob132/14i; 1Ob236/14h; 1Ob182/17x; 1Ob13/18w; 1Ob233/18y; 1Ob111/18g; 1Ob135/19p
EO §382 Abs1 Z8 litc IVD
Bei der einstweiligen Verfügung nach § 382 Z 8 lit c EO werden nicht die vom Aufteilungsverfahren betroffenen Vermögensobjekte gesichert, sondern die gerichtliche Durchsetzung des Aufteilungsanspruchs gemäß den §§ 81 ff EheG. Für die Durchsetzung des Aufteilungsanspruchs ist es unmaßgeblich, ob die gefährdete Partei letztlich die Sache oder eine Ausgleichszahlung nach § 94 EheG zugesprochen erhält; wichtig ist, dass die Aufteilung der von Machenschaften des Gegners bedrohten Vermögensobjekte künftig vorgenommen werden kann.
2 Ob 502/96
Entscheidungstext OGH 04.12.1997 2 Ob 502/96
nur: Durch die einstweiligen Verfügung nach § 382 Z 8 lit c EO soll gewährleistet werden, dass die Aufteilung der von Machenschaften des Gegners bedrohten Vermögensobjekte künftig vorgenommen werden kann. (T1); Beisatz: Daher muss dargelegt werden, dass die Sicherungsmaßnahmen Gegenstände betreffen sollen, die nach den §§ 81 und 82 EheG der Aufteilung unterliegen. Dies bedeutet aber, dass ein Veräußerungs- und Belastungsverbot nur erlassen werden darf, wenn die Liegenschaft, deren Veräußerung oder Belastung verhindert werden soll, in das Aufteilungsverfahren einzubeziehen ist. (T2)
nur: Bei der einstweiligen Verfügung nach § 382 Z 8 lit c EO werden nicht die vom Aufteilungsverfahren betroffenen Vermögensobjekte gesichert, sondern die gerichtliche Durchsetzung des Aufteilungsanspruchs gemäß den §§ 81 ff EheG. (T3)
4 Ob 18/99x
Entscheidungstext OGH 13.04.1999 4 Ob 18/99x
1 Ob 152/99f
Entscheidungstext OGH 29.06.1999 1 Ob 152/99f
Auch; nur T3; Beisatz: Eine einstweilige Verfügung zur Sicherung eines Aufteilungsanspruches kann sich nur auf Vermögenswerte beziehen, die nach den §§ 81 ff EheG der Aufteilung unterliegen. (T4)
1 Ob 160/01p
Entscheidungstext OGH 07.08.2001 1 Ob 160/01p
2 Ob 136/02t
Entscheidungstext OGH 05.06.2002 2 Ob 136/02t
4 Ob 10/05g
Entscheidungstext OGH 08.02.2005 4 Ob 10/05g
5 Ob 100/06a
Entscheidungstext OGH 16.05.2006 5 Ob 100/06a
9 Ob 50/07d
Entscheidungstext OGH 08.08.2007 9 Ob 50/07d
Auch; nur T3; Beisatz: Die Absicht des Gegners der gefährdeten Partei, bestimmte im Aufteilungsverfahren verfangene Liegenschaftsanteile zu verkaufen, ist nicht als Gefährdung des Aufteilungsanspruchs zu werten, wenn jegliche Anhaltspunkte dafür fehlen, dass der Gegner den Verkaufserlös verwirtschaften und verbringen werde. (T5)
4 Ob 206/07h
Entscheidungstext OGH 11.12.2007 4 Ob 206/07h
nur T3; Beis ähnlich wie T5; Beisatz: Hier: Jedoch drohende Zwangsversteigerung der im Alleineigentum der Antragstellerin stehenden Liegenschaft. (T6)
6 Ob 278/07m
Entscheidungstext OGH 24.01.2008 6 Ob 278/07m
Beisatz: Soweit der Antragsteller nicht eigenes Eigentum behauptet. (T7)
3 Ob 170/09k
Entscheidungstext OGH 30.09.2009 3 Ob 170/09k
2 Ob 181/09w
Entscheidungstext OGH 28.09.2009 2 Ob 181/09w
Vgl; Beisatz: Entscheidend ist, ob ohne die einstweilige Verfügung die Befriedigung des Aufteilungsanspruchs vereitelt oder erheblich erschwert würde, zB weil Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der Gegner der gefährdeten Partei einen Vermögenswert verwirtschaften oder verbringen bzw Verfügungen treffen würde, die die Realisierung der Aufteilungsansprüche unmöglich machen. (T8)
6 Ob 153/09g
Entscheidungstext OGH 18.09.2009 6 Ob 153/09g
Vgl; nur T3; Beisatz: Sinn und Zweck der gerichtlichen Verfügung ist es, eine einseitige Veränderung der Vermögenslage bis zur Durchführung des Aufteilungsverfahrens zu verhindern. (T9)
Vgl auch; nur T3; Beisatz: Der Sicherungszweck bezieht sich daher auf die Gefahr von Manipulationen des Gegners der gefährdeten Partei; die einstweilige Verfügung schützt aber nicht vor einem exekutiven Zugriff Dritter auf Sachen, die der Aufteilung unterliegen. (T10)
7 Ob 93/10t
Entscheidungstext OGH 30.06.2010 7 Ob 93/10t
1 Ob 213/12y
Entscheidungstext OGH 15.11.2012 1 Ob 213/12y
Auch; nur T3; Beis wie T8; Beis wie T9
Vgl auch; nur T3; Beis wie T9; Beis wie T2; Beis wie T4; Beis wie T8
1 Ob 236/14h
Entscheidungstext OGH 23.12.2014 1 Ob 236/14h
1 Ob 182/17x
Entscheidungstext OGH 15.11.2017 1 Ob 182/17x
1 Ob 13/18w
Entscheidungstext OGH 27.02.2018 1 Ob 13/18w
1 Ob 233/18y
Entscheidungstext OGH 05.03.2019 1 Ob 233/18y
1 Ob 111/18g
Entscheidungstext OGH 29.08.2018 1 Ob 111/18g
1 Ob 135/19p
Entscheidungstext OGH 29.08.2019 1 Ob 135/19p
nur T3; Beisatz: Hier: Anspruchsgefährdung (Deckungsmangel) verneint. (T11)
Sicherungs-EV
ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0037061
JJR_19941213_OGH0002_0010OB00571_9400000_001
Rechtssatz für 1Ob571/94 3Ob101/06h 3O...
RS0037063
1Ob571/94; 3Ob101/06h; 3Ob216/13f
Beim Aufteilungsanspruch nach den §§ 81 ff EheG handelt es sich nicht um ein erst möglicherweise entstehendes Recht, sondern um einen bereits bestehenden, durchaus sicherungsfähigen Anspruch.
3 Ob 101/06h
Entscheidungstext OGH 30.05.2006 3 Ob 101/06h
Auch; Beisatz: Als Sicherungsmittel kommen alle nach § 382 EO denkbaren in Betracht. (T1)
ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0037063
JJR_19941213_OGH0002_0010OB00571_9400000_002

References: §385
 OGH 
 §391
 §391
 §399
 § 399
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 399
 § 399
 § 399
 OGH 
 OGH 
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 OGH 
 OGH 
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 § 399
 OGH 
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 § 399
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 § 391
 OGH 
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 OGH 
 OGH 
 OGH 
 §193
 OGH 
 OGH 
 § 19
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 OGH 
 OGH 
 § 8
 OGH 
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 § 193
 OGH 
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 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 1167
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 707
 OGH 
 § 193
 § 406
 OGH 
 § 193
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 24
 § 150
 § 275
 § 24
 § 24
 § 178
 § 31
 OGH 
 § 84
 OGH 
 OGH 
 §406
 § 406
 OGH 
 § 406
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 48
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 §382
 § 382
 § 382
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 §382
 § 382
 § 94
 OGH 
 § 382
 § 382
 OGH 
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 § 382