Source: https://www.wf-frank.com/detail/article/us-amerikanischer-altersvorsorgeplan-rechtsfolgen-des-todes-und-steuern-1535.html
Timestamp: 2020-02-21 09:07:21+00:00

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US-amerikanischer Altersvorsorgeplan: Rechtsfolgen des Todes und Steuern
Als Spezialisten für deutsch-amerikanischen Erbfälle werden wir immer wieder gefragt, welche Steuern auf die Todesfallleistung eines US-amerikanischen Altersvorsorgeplans in Deutschland und den USA anfallen. Der Beitrag zeigt auf, wann Einkommensteuer und Erbschaftsteuer in Deutschland und den USA anfällt.
Grundlagen zum US-amerikanischen Altersvorsorgeplan
In den USA erfolgt die Altersvorsorge oftmals mit Hilfe von privaten Finanzinstituten. Diese bieten u.a. standardisierte, steuerlich privilegierte Produkte an. Die bekanntesten US-amerikanischen Altersvorsorgepläne sind der Individual Retirement Arrangement (kurz: IRA) und der 401(k) plan.
Stirbt der Erstbegünstigte vor Erreichen eines Alters von 59 ½, muss der Zweitbegünstigte innerhalb von 5 Jahren nach dem Tod den gesamten angesparten Betrag abgerufen haben. Ansonsten fallen die gewährten Steuervergünstigungen in der Ansparphase wieder weg, IRC § 401(a)(9)(B)(ii).
Hatte der Begünstigte seinen Wohnsitz im Sinne von Art. 4 des DBA-USA-ESt. und war er kein US-Staatsangehöriger (U.S. citizen), hat die USA allerdings nach den Regeln des DBA-USA-ESt. kein Besteuerungsrecht betreffend die Zahlungen aus einem IRA oder 401(k).
Unserer Auffassung ist dem Protokoll zum DBA-USA-ESt keine allgemeine Gleichstellung von US-amerikanischen Altersvorsorgeplänen bei § 3 Nr. 63 EStG zu entnehmen.
Aktuell: Dass dem Protokoll zum DBA-USA-ESt keine allgemeine Gleichstellung von US-amerikanischen Altersvorsorgeplänen bei § 3 Nr. 63 EStG zu entnehmen ist, hat nun auch das Finanzgericht Köln (FG) mit Urteil vom 09.08.2018, AZ 11 K 2738/14 betreffend eine Kapitalauszahlung aus einem 401(k) entschieden. Gegen die Entscheidung wurde Revision zum BFH zugelassen. Dort ist das Verfahren unter dem AZ X R 29/18 anhängig.
Eine Besteuerung nach § 22 Nr. 5 Satz 1 EStG erfolgt nach unserer Auffassung daher nur, wenn
der US-amerikanische Altersvorsorgeplan mit einem deutschen steuerlich begünstigen Altersvorsorgeplan vergleichbar ist.
Beides ist bei einem geerbten US-amerikanischen Altersvorsorgeplan - in aller Regel - nicht der Fall. Dann gilt Folgendes:
Ob Leistungen aus einem vor 2005 eröffneter US-amerikanischer Altersvorsorgeplan steuerfrei sein können, ist bisher ungeklärt.
Auf der Grundlage der Auffassung der Finanzverwaltung kommt es zu einer Doppelbesteuerung mit (deutscher) Einkommensteuer und (deutscher) Erbschaftsteuer. Allerdings kann eine Steuerermäßigung nach § 35b EStG zu gewähren sein.
Nimmt man hingegen an, dass nur der Unterschiedsbetrag steuerbar ist, kommt eine Ermäßigung nach § 35b EStG nicht in Betracht, da dieser eine tarifliche Steuer voraussetzt.
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Nachlasssteuer des US-Bundesstaates New York in 2020

References: § 401
 Art. 4
 § 3
 § 3
 § 22
 § 35
 § 35