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Timestamp: 2020-08-05 22:46:24+00:00

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Arzneimittel 3 | Rechtslupe
Nach der Recht­spre­chung des Gerichts­hofs der Euro­päi­schen Uni­on beein­träch­tigt das Umpa­cken mit einer Mar­ke ver­se­he­ner Arz­nei­mit­tel als sol­ches den spe­zi­fi­schen Gegen­stand der Mar­ke, der dar­in besteht, die Her­kunft der mit ihr gekenn­zeich­ne­ten Ware zu garan­tie­ren. Der Wider­spruch des Mar­ken­in­ha­bers gegen den Ver­trieb umge­pack­ter Arz­nei­mit­tel nach Art. 13 Abs. 2 GMV ist
Voll­ende­tes Inver­kehr­brin­gen von Arz­nei­mit­teln durch Abga­be an ande­re setzt bei einer Ver­sen­dung vor­aus, dass die Sen­dung in den Zugriffs­be­reich des Emp­fän­gers gelangt. Im vor­lie­gend vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall hat­te der Ange­klag­te von Bul­ga­ri­en aus nach Bestel­lun­gen im Inter­net Ampul­len und Tablet­ten gegen Vor­kas­se an Bestel­ler in Deutsch­land ver­schickt. Die­se Prä­pa­ra­te
Wegen Inver­kehr­brin­gen falsch gekenn­zeich­ne­ter Arz­nei­mit­tel gemäß § 95 Abs. 1 Nr. 3a i.V.m. § 8a AMG kann auch jemand ver­ur­teilt wer­den, der ledig­lich wirk­stoff­lo­se Ampul­len und Tablet­ten (Pla­ce­bos) inver­kehr gebracht hat. Sind die Arz­nei­mit­tel nicht in den Zugriffs­be­reich der Bestel­ler gelangt, ist das Inver­kehr­brin­gen nicht voll­endet. Inso­weit kommt nur ein ver­such­tes
E‑Zigarrette: Niko­tin­hal­ti­ge Liquids als Arz­nei­mit­tel?
Niko­tin­hal­ti­ge Liquids, die mit­hil­fe von E‑Zigaretten ver­dampft und inha­liert wer­den, haben kei­ne the­ra­peu­ti­sche Eig­nung und kei­ne the­ra­peu­ti­sche Zweck­be­stim­mung. Damit sind es kei­ne Arz­nei­mit­tel. So hat das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Nor­d­rhein-Wes­t­­fa­­len in drei hier vor­lie­gen­den Fäl­len ent­schie­den und fest­ge­stellt, dass E‑Zigaretten selbst kei­ne Medi­zin­pro­duk­te sind: Im ers­ten Fall hat­te eine Frau geklagt, die
Bun­des­be­am­te kön­nen Bei­hil­fe für nicht ver­schrei­bungs­pflich­ti­ge Arz­nei­mit­tel ver­lan­gen. Die­ser Ent­schei­dung des Ober­ver­wal­tungs­ge­richts für das Land Nor­d­rhein-Wes­t­­fa­­len lag noch die Bun­des­bei­hil­fe­ver­ord­nung in der bis zum 20. Sep­tem­ber 2012 gel­ten­den Fas­sung zugrun­de. Geklagt hat­te ein Ver­sor­gungs­be­rech­tig­ter der Bun­des­wehr. Der Dienst­herr hat­te es abge­lehnt, Bei­hil­fe für nicht ver­schrei­bungs­pflich­ti­ge Arz­nei­mit­tel zu gewäh­ren. Denn §
Der soge­nann­te Her­stel­ler­ra­batt, mit dem Phar­ma­un­ter­neh­men den gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen einen Abschlag auf den Abga­be­preis von Arz­nei­mit­teln gewäh­ren müs­sen, kann in Aus­nah­me­fäl­len ver­rin­gert oder auf­ge­ho­ben wer­den. Ein Aus­nah­me­fall lie­ge vor, wenn das Phar­ma­un­ter­neh­men durch die Rabatt­pflicht unzu­mut­bar belas­tet wird und die Zah­lungs­un­fä­hig­keit droht. Für die­se Beur­tei­lung kommt es bei kon­zern­ver­bun­de­nen Unter­neh­men
Das bis Sep­tem­ber 2012 gel­ten­de Bei­hil­fe­recht des Bun­des ent­hielt kei­ne Rechts­grund­la­ge, wel­che die Bei­hil­fe­fä­hig­keit der Auf­wen­dun­gen für Arz­nei­mit­tel auf einen Fest­be­trag beschränk­te. In drei jetzt vom Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt ent­schie­de­nen Ver­fah­ren sind die Klä­ger als Sol­da­ten oder Beam­ten im Ruhe­stand Ver­sor­gungs­emp­fän­ger, die im Krank­heits­fall nach beam­ten­recht­li­chen Vor­schrif­ten Anspruch auf Gewäh­rung von Bei­hil­fe
Die Ver­sor­gung eines Kran­ken­hau­ses mit Arz­nei­mit­teln
Bei der ver­trag­li­chen Ver­sor­gung eines Kran­ken­hau­ses mit Arz­nei­mit­teln ist eine Auf­spal­tung der Apo­the­ken­ver­ant­wort­lich­keit auf blo­ße Teil­leis­tun­gen an das jewei­li­ge Kran­ken­haus nicht zuläs­sig. Die Arz­nei­mit­tel­si­cher­heit ist nur bei der Arz­nei­mit­tel­ver­sor­gung „aus einer Hand“ gewähr­leis­tet. Mit die­ser Begrün­dung hat das Ver­wal­tungs­ge­richt Mag­de­burg in dem hier vor­lie­gen­den Fall die Kla­ge eines Kran­­ken­haus-Unter­­neh­­mens abge­wie­sen,
Eine Wer­bung für ein regis­trier­tes homöo­pa­thi­sches Arz­nei­mit­tel, in der die Wirk­stof­fe des Arz­nei­mit­tels und deren jewei­li­ge Anwen­dungs­ge­bie­te genannt sind, fällt auch dann unter das Ver­bot der Wer­bung mit Anwen­dungs­ge­bie­ten nach § 5 HWG, wenn in der Wer­bung die Pflicht­an­ga­be gemäß § 10 Abs. 4 Satz 1 Nr. 9, § 11 Abs. 3 Satz 1 AMG
Gemäß § 34 Abs 1 Satz 7 und 8 SGB V sind sol­che Arz­nei­mit­tel nicht im Leis­tungs­ka­ta­log der gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen ent­hal­ten, die in ers­ter Linie einer Stei­ge­rung der Lebens­qua­li­tät die­nen. Zu die­sen Arz­nei­mit­teln zäh­len u.a. sol­che, die – wie Cia­lis – über­wie­gend zur Behand­lung der erek­ti­len Dys­funk­ti­on die­nen. Der Leis­tungs­aus­schluss nach § 34
Nur die berufs- oder gewerbs­mä­ßi­ge Abga­be von Arz­nei­mit­teln, die apo­the­ken­pflich­tig oder von einem Arzt ver­schrie­ben wor­den sind, an End­ver­brau­cher außer­halb von Apo­the­ken unter­liegt der Straf­bar­keit nach §§ 95 Abs. Abs. 1 Nr. 4, 43 Abs. 3 Satz 1 AMG. Die Abga­be ver­schrei­bungs­pflich­ti­ger Arz­nei­mit­tel an Ver­brau­cher ist nach § 96 Nr. 13 AMG nur
Die Ent­de­ckung, dass ein bestimm­ter Wirk­stoff einem bei einer bestimm­ten Krank­heit (hier: Mor­bus Alz­hei­mer) auf­tre­ten­den patho­lo­gi­schen Zustand (hier: dem exzes­si­ven Einstrom von Cal­ci­um­io­nen durch NMe­­thyl-DAspar­­tat-Reze­p­­tor­­ka­­nä­­le) ent­ge­gen wirkt, kann kei­ne neue Leh­re zum tech­ni­schen Han­deln begrün­den, wenn es im Stand der Tech­nik bekannt war, an die­ser Krank­heit lei­den­de Pati­en­ten zur Lin­de­rung

References: Art. 13
 § 95
 § 8
 § 5
 § 10
 § 11
 § 34
 § 34
 § 96