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Timestamp: 2019-09-20 15:20:29+00:00

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BFH, 09.08.2007 - V R 27/04 - dejure.org
https://dejure.org/2007,918
BFH, 09.08.2007 - V R 27/04 (https://dejure.org/2007,918)
BFH, Entscheidung vom 09.08.2007 - V R 27/04 (https://dejure.org/2007,918)
BFH, Entscheidung vom 09. August 2007 - V R 27/04 (https://dejure.org/2007,918)
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Umsatzsteuer - Neue Tendenzen zur Steuerpflicht von Mitgliedsbeiträgen
Umsatzsteuer - Wann liegt eine "sportliche Veranstaltung" vor?
Luftsportverein und Umsatzsteuer
Umsatzsteuerfreiheit von Leistungen eines Luftsportvereins; Nutzungsüberlassung von Flugzeugen als "sportliche Veranstaltung"; Ermöglichung einer Nutzung von Einrichtungen auf dem Flughafengelände durch den Luftsportverein als Teil einer organisatorischen Maßnahme des ...
BFH fordert Umdenken bei der Besteuerung von Vereinen
Luftsportvereine können zum Vorsteuerabzug berechtigt sein
Überlassung von Flugzeugen durch Luftsportverein an seine Mitglieder umsatzsteuerpflichtig
Bundesfinanzhof zur umsatzsteuerrechtlichen Behandlung eines Luftsportvereins - Im Zusammenhang mit Aufwendungen ist ein Vorsteuerabzug möglich
Zusammenfassung von "Umsatzsteuerliche Behandlung von Mitgliedsbeiträgen - Jüngste Rechtsprechung des BFH zum Thema "umsatzsteuerliche Beurteilung des Verhältnisses zwischen einem Verein und seinen Mitgliedern"..." von Evelyn Klein, original erschienen in: DStR 2008 Heft ...
BFHE 217, 314
DB 2007, 2238
Eine derartige Veranstaltung liegt im Streitfall, bei dem sich die Klägerin nicht auf einen Anwendungsvorrang des Art. 13 Teil A Abs. 1 Buchst. m der Richtlinie 77/388/EWG beruft (vgl. hierzu BFH-Urteile vom 9. August 2007 V R 27/04, BFHE 217, 314, BFH/NV 2007, 2213, unter II.3.a bb, …und vom 11. Oktober 2007 V R 69/06, BFHE 219, 287, BFH/NV 2008, 322, unter II.2.b bb) nicht vor.
Zwar ist, wie der Senat bereits entschieden hat, § 4 Nr. 22 Buchst. b UStG einer unionsrechtskonformen Auslegung entsprechend Art. 13 Teil A Abs. 1 Buchst. m der Richtlinie 77/388/EWG nicht zugänglich, so dass diese Bestimmung im Besteuerungsverfahren nur anzuwenden ist, wenn sich der Steuerpflichtige hierauf beruft (BFH-Urteil in BFHE 217, 314, unter II.3.a bb(3)).
Der erkennende Senat hat daher bereits mit Urteil vom 9. August 2007 V R 27/04 (Deutsches Steuerrecht --DStR-- 2007, 1719) entschieden, dass er, soweit die bisherige Rechtsprechung (vgl. BFH-Urteil vom 20. Dezember 1984 V R 25/76, BFHE 142, 524, BStBl II 1985, 176) davon abweicht, daran nicht mehr festhält.
Entgegen der Auffassung des FG ist § 4 Nr. 22 Buchst. b UStG nicht weiter auslegbar als nach der bisherigen Rechtsprechung des Senats (BFH in DStR 2007, 1719).
Der Begriff "sportliche Veranstaltung" ist nicht in dem Sinne auslegbar, dass er alle "eng in Zusammenhang mit Sport und Körperertüchtigung stehenden Dienstleistungen" umfasst und damit weiter als nach der bisherigen Rechtsprechung zu verstehen ist (BFH-Urteile in BFHE 217, 314, UR 2007, 811, unter II.3.a bb;… in BFH/NV 2008, 322, UR 2008, 153, unter II.2.b aa).
bb) Demgegenüber kann ein Verein gegenüber seinen Mitgliedern entgeltliche Leistungen z.B. dadurch erbringen, dass er diesen dauerhaft Sportanlagen und damit verbundene Vorteile zur Verfügung stellt, die die Mitglieder z.B. durch ihre Jahresbeiträge vergüten, ohne dass es dabei darauf ankommt, ob der Verein "auf Verlangen seiner Mitglieder gezielte Leistungen erbringt" (EuGH-Urteil Kennemer Golf vom 21. März 2002 C-174/00, EU:C:2002:200, Rz 40, und Senatsurteile vom 9. August 2007 V R 27/04, BFHE 217, 314, Leitsatz 3; vom 11. Oktober 2007 V R 69/06, BFHE 219, 287, Leitsatz 2).
Insbesondere kann sich das für einen Leistungsaustausch erforderliche Rechtsverhältnis auch aus der Satzung eines Vereins ergeben (vgl. EuGH-Urteil vom 21. März 2002 Rs. C-174/00 --Kennemer Golf--, Slg. 2002, I-3293; BFH-Urteile vom 9. August 2007 V R 27/04, BFHE 217, 314;… vom 11. Oktober 2007 V R 69/06, BFH/NV 2008, 322).
Die Verschmelzung der ursprünglichen Klägerin, der S-GmbH, auf die K-GmbH führte zur Gesamtrechtsnachfolge (vgl. BFH-Urteil vom 9. August 2007 V R 27/04, BFHE 217, 314) und damit zum gesetzlichen Beteiligtenwechsel (vgl. § 20 Abs. 1 Nr. 1 des Umwandlungsgesetzes).
Entspricht das nationale Recht nicht dem ihm zugrundeliegenden Unionsrecht und besteht auch keine Möglichkeit zur richtlinienkonformen Auslegung des nationalen Rechts, kann sich der Steuerpflichtige auf die Steuerfreiheit seiner Umsätze nach der Richtlinie berufen (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 9. August 2007 V R 27/04, BFHE 217, 314, unter II.3.a bb;… vom 26. Januar 2006 V R 36/03, BFH/NV 2006, 1525, unter II.3.b; vom 11. Oktober 2007 V R 69/06, BFHE 219, 287, unter II.2.b;… vom 2. März 2011 XI R 21/09, BFHE 233, 269, BFH/NV 2011, 1456, unter II.3.b).
Ähnlich wie bei einem Verzicht gemäß § 9 UStG ist das FA nicht befugt, Umsätze, die nach nationalem Recht steuerpflichtig und nach der Richtlinie 77/388/EWG steuerfrei sind, gegen den Willen des Steuerpflichtigen als steuerfrei mit den entsprechenden Folgen für den Vorsteuerabzug zu behandeln (BFH-Urteile in BFHE 217, 314, und in BFH/NV 2006, 1525).
Nur der Steuerpflichtige hat das Recht, sich für die Anwendung des gegenüber den Regeln im nationalen Recht günstigeren Unionsrechts zu entscheiden (…vgl. BFH-Urteile in BFH/NV 2006, 1525, unter II.3.b; in BFHE 217, 314, unter II.3.a bb; Martin, UR 2008, 34, m.w.N.; Tehler in Rau/Dürrwächter, UStG, § 4 Nr. 22 Rz 277, m.w.N.).
FG Niedersachsen, 28.06.2018 - 5 K 250/16
Steuerfreiheit der Umsätze aus einem Fahrsicherheitstraining
FG Köln, 11.06.2010 - 15 K 1571/07
Umsatzsteuer bei einem eingetragenen Verein mit dem Zweck der Datenklassifikation …

References: Art. 13
 § 4
 Art. 13
 § 4
 § 20
 § 9
 § 4