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Timestamp: 2019-05-23 06:29:13+00:00

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BGH, 18.06.1986 - VIII ZR 137/85 - dejure.org
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BGH, 18.06.1986 - VIII ZR 137/85 (https://dejure.org/1986,876)
BGH, Entscheidung vom 18.06.1986 - VIII ZR 137/85 (https://dejure.org/1986,876)
BGH, Entscheidung vom 18. Juni 1986 - VIII ZR 137/85 (https://dejure.org/1986,876)
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Einbeziehung der auf der Rückseite eines Lieferscheines befindlichen AGB nur bei "ausdrücklichem Hinweis" auf der Vorderseite
AGBG § 2 Abs. 2
Allgemeine Geschäftsbedingungen; Einbeziehungsvoraussetzungen
Geltungsvereinbarung - Ausdrücklicher Hinweis - AGB - Lieferschein - Vertragsbestandteil - Hinweis auf Rückseite
Auf Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) muss ausdrücklich hingewiesen werden: Schlecht wahrnehmbare AGB werden nicht Vertragsbestandteil - Einbeziehung von Allgemeinen Geschäftsbedingungen der auf der Rückseite eines Lieferscheines nur bei "ausdrücklichem Hinweis" auf der Vorderseite / BGH zu den Anforderungen an ausdrücklichen Hinweis auf Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
ZIP 1986, 1126
WM 1986, 1194
BauR 1986, 569
Es bleibt offen, ob dem Kläger und seiner Ehefrau der Flyer und dessen Inhalt bei Vertragsschluss bekannt waren, so dass, unabhängig davon, ob insoweit eine konkludente Einbeziehung Allgemeiner Geschäftsbedingungen möglich wäre, weiter vom Vorliegen eines sog. Selbsthinweises des Vertragspartners des Verwenders nicht ausgegangen werden kann (vgl. BGH, Urteil vom 18. Juni 1985 - VIII ZR 137/85 BGHR AGBG § 2 Abs. 1 Nr. 1 Selbsthinweis 1).
Ein Hinweis auf Allgemeine Geschäftsbedingungen muss deutlich und bei durchschnittlicher Aufmerksamkeit des Kunden ohne weiteres erkennbar sein (BGH, Urt. v. 18.06.1986 - VIII ZR 137/85, NJW-RR 1987, 112;… Palandt/Heinrichs, BGB, 66. Aufl., § 305 Rdn. 29).
Es bleibt offen, ob den Klägern der Flyer und dessen Inhalt bei Vertragsschluss bekannt waren, so dass, unabhängig davon, ob insoweit eine konkludente Einbeziehung Allgemeiner Geschäftsbedingungen möglich wäre, weiter vom Vorliegen eines sog. Selbsthinweises des Vertragspartners des Verwenders nicht ausgegangen werden kann (vgl. BGH, Urteil vom 18. Juni 1985 - VIII ZR 137/85 BGHR AGBG § 2 Abs. 1 Nr. 1 Selbsthinweis 1).
Damit ist den Anforderungen des § 2 Abs. 1 AGBG a.F. genügt (vgl. BGH, Urt. v. 18.6.1986 - VIII ZR 137/85, NJW-RR 1987, 112, 113 = ZIP 1986, 1126, 1128;… Palandt/Heinrichs, BGB, 65. Aufl., § 305 Rdn. 29;… MünchKomm.BGB/Basedow aaO § 2 AGBG Rdn. 8).
Die Ausdrücklichkeit des Hinweises setzt voraus, dass dieser vom Verwender unmissverständlich und für den Kunden klar erkennbar geäußert worden ist (BGH, Urteil vom 18.06.1986 - VIII ZR 137/85, Rn. 23, zitiert nach juris).
Ist er dagegen an unauffälliger Stelle versteckt und bei durchschnittlicher Aufmerksamkeit des Kunden nicht jederzeit und ohne Weiteres erkennbar, so fehlt es an dem Merkmal der Ausdrücklichkeit (BGH, Urteil vom 18.06.1986 - VIII ZR 137/85, Rn. 30, zitiert nach juris).
Dieser muß unmißverständlich und für den Kunden klar erkennbar sein (BGH, Urteil vom 18. Juni 1986 - VIII ZR 137/85 = WM 1986, 1194, 1196 unter II 2 b aa).
Ist er dagegen an unauffälliger Stelle versteckt und bei durchschnittlicher Aufmerksamkeit des Kunden nicht jederzeit und ohne weiteres erkennbar, so fehlt es an dem Merkmal der Ausdrücklichkeit (BGH, Urt. vom 18.06.1986 - VIII ZR 137/85;… OLG Dresden Urt. vom 12.04.2017 - 13 U 917/16).
OLG Hamm, 13.01.1997 - 13 U 104/96
BGH DB 1986 S. 2074 = NJW-RR 87 S. 112; Palandt/Heinrichs , § 2 Rdn. 15 f.; Wolf/Horn/Lindacher , AGBG, 3. Aufl., § 2 Rdn. 15.
Versteckt und damit als überraschend nicht Vertragsbestandteil geworden sind allgemeine Geschäftsbedingungen nur dann nicht, wenn der Hinweis darauf auch bei flüchtiger Betrachtung nicht übersehen werden kann (vgl. BGH NJW-RR 1987, 112, 113).
Für die Voraussetzungen der Einbeziehung von Allgemeinen Geschäftsbedingungen in einen Vertrag sind vielmehr frühere und/oder andere Geschäfte unerheblich (BGH NJW-RR 1987, S. 112 ff).

References: § 2
 BGH 
 § 2
 § 305
 § 2
 § 2
 § 305
 § 2

BGH 
 § 2
 § 2
 BGH