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Timestamp: 2014-04-25 08:29:02+00:00

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Nachhaltigkeit an der sozialen Basis – Bedingungsloses Grundeinkommen Revisited 21. Feb 2012 | von Iris Pufé | Kategorie: Nachhaltigkeit - Wunsch und Wirklichkeit	Das BGE soll Grundsicherung und Motivation zu menschlicher Arbeit bringen.
Der Anthroposoph Götz Werner ist der größte Verfechter des BGE in Deutschland – so auch auf der re:publica 12.
Das BGE – der Bailout des kleinen Mannes?
Literatur: Bernd Senf: Der Nebel um das Geld – Zinsproblematik, Währungssysteme, Wirtschaftskrisen. Kiel 6. Aufl., 2001
Schlagworte: Bedingungsloses Grundeinkommen, Einkommen, Finanzen, Geld, Götz Werner, Sozialtransfer, Wachstum, WirtschaftOptionen: »Nachhaltigkeit an der sozialen Basis – Bedingungsloses Grundeinkommen Revisited« bewerten | Artikel drucken | Artikel per E-Mail versenden
21. Feb. 2012 um
14:53 Zunächst müssten wir unseren “Futterneid” überwinden und den Menschen im Lande den Unterschied zwischen Selbst- und Fremdbild näherbringen, bevor eine kritische Masse das BGE zumindest neutral zu diskutieren bereit ist.
Ich persönlich sehe die Zeit für die Einführung des BGE erst dann gekommen, wenn sich unsere Gesellschaft wieder resozialisiert und vom derzeitigen Kapitalismus emanzipiert hat. Eine Möglichkeit dafür wäre die “Progressive Utilization Theory” (PROUT), die das jetzige System jedoch noch radikaler als das BGE umkrempeln würde. Meiner Meinung nach würde nach Einführung von PROUT das BGE eine logische Konsequenz sein.
So sehr ich mir auch wünsche, dass wir das BGE einführen… die Chancen stehen derzeit eher schlecht.
Trotzdem vielen Dank für diesen Artikel. Ich habe ihn gerne gelesen.
15:06 Das Grundeinkommen nachhaltig denken! Leben um zu arbeiten, um tätig zu sein, um zu lernen
Die alte Maxime “wir arbeiten um zu leben” ist heute in ihren Konsequenzen inhärent unfriedlich und aggressiv.
Sie beinhaltet: “Wer mehr arbeitet, hat mehr zum Leben, wer besser arbeitet hat auch mehr als der, der weniger gut arbeitet.”
Im Rahmen einer Subsistenzwirtschaft ist diese Maxime plausibel. Spätestens dann aber, wenn die Grundbedürfnisse gestillt sind, führt diese Maxime dazu, dass das Mehr und das Bessere, der Wert der Arbeit und damit der Wert des Lebens sich in Statussymbolen, d.i. in materiellem Konsum ausdrückt.
Dieser letztlich aggressive Arbeitsbegriff des immer Mehr haben Wollens, liegt der gegenwärtigen Lebensweise des materiellen Konsums und der Verschwendung zugrunde.
Das Grundeinkommen kehrt die Maxime “arbeiten um zu leben” in “leben um zu arbeiten” um. Die Arbeit, das Tätigsein, das Handeln, das Lernen verliert dann seine Aggressivität und seine Bindung an materiellen Konsum.
Das Grundeinkommen verändert, wenn es eingeführt wird, die Lebens- und Konsumwelt in Richtung Entmaterialisierung, und damit auch letztlich in Richtung einer nachhaltigen Lebensweise.
Und die digitale Revolution bietet auch hier eine zentrale Voraussetzung dafür, dass diese Änderung von einer materiell, verbrauchenden Lebensform hin zu immaterieller Nutzung und zu einer verbrauchsschonenden Lebensweise nicht als Verzicht und Verlust, sondern als Bereicherung erfahren werden kann.
Die Diskussion über das Grundeinkommen und seine Höhe ist auch vor diesem Hintergrund zu führen. Und jeder Ansatz, der in diesen Jahren den materiellen Konsum und die Verschwendung nur auf eine breitere Grundlage stellen will und im übrigen nicht auf eine Änderung der Lebens-und Konsumweisen in Richtung Entmaterialisierung zielt, ist das Gegenteil von nachhaltig und wird kaum eine Zukunft haben.
Basisdemokrat |
23:38 Das Wachstumsparadigma wird mit dem Ende des billigen ÖLs fallen, die Maschinerie welche es uns erlaubt das Wachstum am Laufen zu halten und immer mehr Unsinn zu produzieren den im Grunde niemand braucht. Nur um “Vollbeschäftigung” und Wachstum für die Zinsen zu schaffen.
Genug ÖL lässt sich nur produzieren indem die ÖL-Schiefer in Kanada geplündert werden, aber um an das verbleibende ÖL zu kommen wird das immer teurer. Und je mehr der Preis steigt desto stärker wird das Wachstum fallen, wir werden eine sehr schwere Weltwirtschaftskrise erleben welche das Ende des Neoliberalismus einläuten wird.
22. Feb. 2012 um
09:59 Es ist schon erstaunlich, daß unsere Markfundamentalisten und damit meine ich vom “heutigen Liberalen” bis hin zu den großen Fonds und Versicherungen den größten Teil Ihrer Zeit dafür aufwenden zum zu Rechnen, bzw. uns zu vermitteln was sich rechnet.
Dabei ist die Erkenntnis eines bedingungslosen Grundeinkommen nur das zwangläufige Ergebnis einer Rechnung, wenn ich den gewillt bin alle Parameter in meine Rechnung mit einzubeziehen.
Auch heute schon haben wir durch unsere Sozialgesetze ein gesichertes Grundeinkommen. Wenn dem so nicht wäre, dann könnten Erwerbslose nicht leben und müßten irgendwie eleminiert werden, was aber offensichtlich nicht geschieht. Uns selbst wenn der Erwerbslose um weiterleben zu können, auf Mundraub gehen müßte, würde auch in diesem Falle irgendjemand dafür bezahlen.
Irgendwie habe ich den Verdacht, die Denkweigerung der Bedingungslosigkeit hat auch System. Stellen wir uns doch einfach mal vor, wir würden die leistungslosen Einkommen und Pründe “Derer da Oben” auch mal als Plünderung der Gesellschaft stigmatisieren und mit Sanktionen und gesellschaftlicher Ausgrenzung belegen.
Gunther Klessinger |
13:23 Danke fuer den Artikel, zum BGE ist damit einmal mehr alles gesagt.
Mir liegt noch am Herzen auf einen aus meiner Sicht noch wichtigeren Befreiungsschritt aus dem kreditbasierten Geldsystem hinzuweisen, welches die in unserem System eingebaute Umverteilungsmechanik von unten nach oben nachhaltig stoppen wuerde:
Wir brauchen unbedingt eine vierte Gewalt im Staat, eine Monetative.
Hier mehr dazu: http://www.monetative.de/
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