Source: https://gesetze-in-app.de/StGB/27
Timestamp: 2019-08-25 07:12:59+00:00

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BGH, URTEIL vom 3.10.2011, Az. IV ZR 15/10 -9- einem Unterlassen gründende Beihilfe i.S. von § 27 StGB erfordert unter anderem eine Garantenstellung i.S. des § 13 StGB (vgl. nur BGH, Beschluss vom 30. September 1992 - 2 StR 397/92, wistra 1993, 59 unter 1; Urteil vom 9. September 1988 - 2 StR 352/88, NJW 1989, 914 unter IV 2 a; Kühl in Lackner/Kühl, StGB 27. Aufl. § 27 Rn. 5; Heine in Schönke/Schröder, StGB 28. Aufl. §27 Rn. 15).
LG Düsseldorf, Urteil vom 3.2.2009, Az. 12 O 5/09 § 27 StGB ist grundsätzlich jede Handlung, die den Taterfolg des eigentlichen Täters in irgendeiner Weise objektiv fördert (BGH, NJW 2003, 2996; OLG Düsseldorf, StV 2003, 626).
FG Münster, Urteil vom 3.9.2003, Az. 1 K 165/99 Dabei kommt als Hilfestellung i.S.d.§ 27 StGB grundsätzlich jede Handlung in Frage, die das Herbeiführen des Taterfolgs des Haupttäters objektiv fördert, ohne dass sie für den Erfolg selbst ursächlich sein muss (BGH-Urteil vom 1. August 2000, 5 StR 624/99, BGHSt 46, 107, BStBl II 2002, 79 m. w. N.).
BGH, Urteil vom 2.6.1984, Az. VI ZR 273/82 Erforderlich ist vielmehr, daß über das wertneutrale Verhalten der Anwesenheit hinaus ein zusätzliches Element hinzukommt, das auf eine psychische Tatbeteiligung schließen läßt, nämlich eine Solidarisierung mit dem Täter durch Äußerung von Anerkennung, Beifall, Billigung, Aufmunterung, Beseitigung.von Hemmungen, Erhöhung des Sicherheitsgefühls oder auch nur die Versicherung der Verbundenheit mit dem Täter, soweit solche psychischen Unterstützungen ihn noch in seinem Tatentschluß beeinflussen können (vgl. Roxin in LK, 10. Aufl., § 27 StGB, Rdn. 13; Lockner, StGB, 18. Aufl., § 27 StGB, An. 3; vgl. auch BGHZ 63, 124, 131).

References: § 27
 § 13
 § 27
 §27
 § 27
 § 27
 § 27