Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BayObLG&Datum=22.02.2005&Aktenzeichen=1Z%20BR%2094/04
Timestamp: 2019-06-19 10:21:46+00:00

Document:
BayObLG, 22.02.2005 - 1Z BR 94/04 - dejure.org
https://dejure.org/2005,2989
BayObLG, 22.02.2005 - 1Z BR 94/04 (https://dejure.org/2005,2989)
BayObLG, Entscheidung vom 22.02.2005 - 1Z BR 94/04 (https://dejure.org/2005,2989)
BayObLG, Entscheidung vom 22. Februar 2005 - 1Z BR 94/04 (https://dejure.org/2005,2989)
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BGB § 133, § 2087, § 2258 Abs. 1
Zuwendung des Immobilienvermögens und des Restvermögens als Erbeinsetzung auszulegen
BGB § 133 § 2087 § 2258 Abs. 1
Testamentsauslegung; Zuwendung des überwiegenden Vermögens als Erbeinsetzung; Abgrenzung von Erbeinsetzung und Vermächtnis; Widerruf der Erbeinsetzung durch Ernennung des Alleinerben zum Testamentsvollstrecker
AG München - 64 VI 5667/03
LG München I, 08.09.2004 - 16 T 1636/04
FGPrax 2005, 126
FamRZ 2005, 1933
Auch dies ist ein gewichtiges Indiz für die Einsetzung der Beteiligten zu 1 und 2 zu Miterben zu je ½ (BayObLG NJW-RR 2002, 1232; FGPrax 2005, 126/128).
Es genügt, wenn sie nur möglich ist (BGH FamRZ 1972, 561/562; BayObLG FamRZ 2005, 1933/1934).
Es ist anerkanntes Recht, dass die bloße Bezeichnung des testamentarisch Bedachten als "Erben" nicht maßgebend für die Beantwortung der Frage ist, ob eine Erbeinsetzung (§ 1937 BGB) oder ein Vermächtnis (§ 1939 BGB) vorliegt, sondern gerade bei Laientexten höchstens ein Indiz für die beabsichtigten Rechtsfolgen darstellt; vielmehr beurteilt sich auch in diesem Fall nach dem auszulegenden Inhalt der letztwilligen Verfügung, ob ein Bedachter Erbe oder Vermächtnisnehmer ist (OLG Köln, RPfleger 1992, 199; BayObLG, FGPrax 2005, 126; OLG Karlsruhe, FamRZ 2015, 1929;… Staudinger/Gerhard Otte (2013) BGB § 2087, Rn. 8).
Dabei muss die Auslegung des Tatrichters nicht zwingend sein; es genügt, wenn sie nur möglich ist (BGH FamRZ 1972, 561/562; BayObLG FamRZ 2005, 1933/1934).
Es genügt wenn sie nur möglich ist (BGH FamRZ 1972, 561/562; BayObLG FamRZ 2005, 1933/1934).
Ob ein Bedachter Erbe oder Vermächtnisnehmer ist, beurteilt sich vielmehr nach dem auszulegenden sachlichen Inhalt der letztwilligen Verfügung (BayObLG, FGPrax 2005, 126, 127 m.w.N.).
Die Auslegung des Tatrichters muss nicht zwingend sein; es genügt, wenn sie nur möglich ist (BGH FamRZ 1972, 561/562; BayObLG FamRZ 2005, 1933/1934).
Dabei muss die Auslegung des Tatrichters nicht zwingend sein; es genügt wenn sie nur möglich ist (BGH FamRZ 1972, 561/562; BayObLG FamRZ 2005, 1933/1934).

References: § 133
 § 2087
 § 2258
 § 133
 § 2087
 § 2258
 § 2087