Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=LSG%20Bayern&Datum=16.08.2007&Aktenzeichen=L%208%20B%20799/07
Timestamp: 2019-10-24 01:24:07+00:00

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LSG Bayern, 16.08.2007 - L 8 B 799/07 SO ER - dejure.org
LSG Bayern, 16.08.2007 - L 8 B 799/07 SO ER
https://dejure.org/2007,26537
LSG Bayern, 16.08.2007 - L 8 B 799/07 SO ER (https://dejure.org/2007,26537)
LSG Bayern, Entscheidung vom 16.08.2007 - L 8 B 799/07 SO ER (https://dejure.org/2007,26537)
LSG Bayern, Entscheidung vom 16. August 2007 - L 8 B 799/07 SO ER (https://dejure.org/2007,26537)
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SG München, 16.08.2007 - S 13 SO 299/07
Wie in einem vergleichbaren Falle durch das Bayer. Landessozialgericht am 06.02.2008 - L 8 B 799/07 SO ER - entschieden, müsse vorrangig die Sozialhilfe den Krankenschutz sicherstellen.
Zur im Raume stehenden vorrangigen Leistungspflicht anderer Träger besteht - wie im Beschluss des 8. Senats des Bayer. Landessozialgerichts vom 06.02.2008 - L 8 B 799/07 SO ER dargestellt - eine unübersichtliche Rechtslage, die auch in der ergangenen Rechtsprechung uneinheitlich beurteilt wird.
Der Senat stellt sich mit dieser Entscheidung nicht in Widerspruch zu dem Beschluss des Bayer. Landessozialgerichts vom 06.02.2008 - L 8 B 799/07 SO ER.
SG München, 22.04.2008 - S 47 KR 375/08
Bestehen von Krankenversicherungsschutz für einen mit einem erwerbsfähigen …
Die Versicherungspflicht nach § 5 Abs. 1 Nr. 13 SGB V sei gemäß § 5 Abs. 8a SGB V nicht nur dann ausgeschlossen, wenn laufende Leistungen nach dem Dritten, Vierten, Sechsten oder Siebten Kapitel Sozialgesetzbuch Zwölftes Buch (SGB XII) bezogen würden, sondern auch bei Empfängern von Sozialgeld nach § 28 SGB II. Hierzu beruft sich die Antragsgegnerin auf den Beschluss des 8. Senats des Bayerischen Landessozialgerichts vom 06.02.2008 Az. L 8 B 799/07 SO ER.
Der Erlass einer einstweiligen Anordnung kann auch nicht unter Berufung auf die vom 8. Senat des Bayeri schen Landessozialgerichts mit Beschluss vom 06.02.2008 Az. L 8 B 799/07 SO ER unter Nr. 11.3.c.aa der Gründe dargelegte Rechtsauffassung abgelehnt werden.
Selbst wenn man sich der vom 8. Senat des Bayerischen Lan dessozialgerichts in seinem Beschluss vom 06.02.2008 Az. L 8 B 799/07 SO ER vertretenen Rechtsauffassung anschlösse, wäre der Anordnungsanspruch auf Krankenbehandlung zu bejahen, da er sich in diesem Fall aus § 264 Abs. 2 SGB V ergäbe.
Auch sonstige grundrechtsrelevante Rechtsgüter sind bei der Ablehnung einer Anordnung nicht maßgeblich beeinträchtigt (vgl. zum Recht auf körperliche Unversehrtheit im Beschluss des Senats vom 16.08.2007, Az.: L 8 B 799/07 SO ER und vom 21.12.2010, Az.: L 8 SO 243/10 B ER sowie den Beschluss des Hessischen Landessozialgerichts vom 22.11.2010, Az.: L 9 SO 7/09).
Falls keine Krankenversicherung im vorgenannten Sinne gegeben ist, besteht jedenfalls Schutz gegen Krankheit gemäß § 48 SGB XII, worauf auch das SG schon hingewiesen hat (vgl. zum Ganzen Beschluss des Senats vom 06.02.2008, Az.: L 8 B 799/07 SO ER; ferner Geiger, info also 2007, 199 ff.).
Dann entspräche im Übrigen schon § 48 SGB XII nicht den Anforderungen an ein menschenwürdiges Dasein (vgl. dazu Beschluss des Senats vom 06.02.2008, L 8 B 799/07 SO ER; LSG Schleswig-Holstein vom 19.09.2006, L 5 B 376/06 KR-ER; abweichend LSG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 07.01.2008, L 1 B 336/07 KR ER).
Reine Krankenhilfefälle gehen somit seit dem 01.04.2007 in die Zuständigkeit der Krankenkasse über, wenn zuvor - wie beim Antragsteller - eine frühere Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung bestand (so auch Beschluss des Hessischen Landessozialgerichts vom 11.02.2008, Az.: L 8 KR 244/07 ER; vgl. weiter Schreiben des Bundesministeriums für Gesundheit vom 26.04.2007, Az.: 222-44031-3/6, Beschluss des erkennenden Senats vom 6. Februar 2008, Az.: L 8 B 799/07 SO ER).

References: § 5
 § 5
 § 28
 § 264
 § 48
 § 48