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Timestamp: 2016-10-23 09:54:57+00:00

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2. A.________, vertreten durch Rechtsanw�ltin Brigitta Maag,
Beschwerde gegen das Urteil und den Beschluss des Geschworenengerichts des Kantons Z�rich vom 28. Januar 2009.
Das Geschworenengericht des Kantons Z�rich sprach X.________ mit Urteil vom 28. Januar 2009 der versuchten T�tung sowie der Widerhandlung gegen das Waffengesetz schuldig. Vom Vorwurf der Gef�hrdung des Lebens sprach es ihn frei. Es verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von 4 � Jahren unter Anrechnung der ausgestandenen Polizei-, Untersuchungs- und Sicherheitshaft von 630 Tagen. Zudem hielt es fest, dass X.________ gegen�ber A.________ dem Grundsatze nach (im Umfang von 75%) schadenersatzpflichtig ist. Zur genauen Feststellung des Schadenersatzanspruches wurde der Gesch�digte auf den Zivilweg verwiesen. X.________ wurde weiter verpflichtet, A.________ Genugtuung in der H�he von Fr. 11'250.-- zuz�glich Zins zu bezahlen. Eine von X.________ dagegen erhobene Nichtigkeitsbeschwerde wies das Kassationsgericht des Kantons Z�rich mit Beschluss vom 6. Dezember 2010 ab.
X.________ f�hrt Beschwerde ans Bundesgericht. Er beantragt, das Urteil des Geschworenengerichts sei aufzuheben, und er sei vom Vorwurf der versuchten T�tung freizusprechen. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Zudem ersucht er um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege und Verbeist�ndung.
Die Vorinstanz geht zusammengefasst von folgendem Sachverhalt aus: Am 10. Mai 2007 geriet der Beschwerdef�hrer, der seinen Personenwagen vor der Poststelle "Giessh�bel" in Z�rich parkiert hatte, mit B.________ und A.________ in eine Auseinandersetzung. B.________ griff durch das offene Beifahrerfenster nach dem Beschwerdef�hrer. Dieser beh�ndigte einen geladenen Revolver, spannte den Abzugshammer und hielt die Waffe in Richtung B.________, worauf Letzterer von ihm abliess. Darauf legte der Beschwerdef�hrer mit seinem Auto wenige Meter zur�ck, bevor A.________ (nachfolgend: Beschwerdegegner 2) gegen die rechte Seite des Fahrzeugs trat und sich vor das offene Beifahrerfenster stellte. Der Beschwerdef�hrer hielt darauf den nach wie vor gespannten Revolver mit dem Finger am Abzug und mit ausgestrecktem Arm gegen den Beschwerdegegner 2 und schoss. Dieser wurde im Hals- und Ohrenbereich verletzt.
Vor der Vorinstanz war erstellt und unbestritten, dass sich ein Schuss gel�st hatte, als der Beschwerdef�hrer seine Waffe in Richtung des Beschwerdegegners 2 hielt. Umstritten war, ob die Schussabgabe vors�tzlich erfolgte.
2.1 Der Beschwerdef�hrer wirft der Vorinstanz eine willk�rliche Beweisw�rdigung (Art. 9 BV) vor. Es sei nicht erstellt, dass er bewusst und gewollt auf den Beschwerdegegner 2 geschossen habe. Vielmehr habe sich der Schuss aus Versehen gel�st (Beschwerde S. 4 ff.). Zudem habe die Vorinstanz den Entscheid unzureichend begr�ndet und dadurch sein rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV) verletzt.
2.2 Der Beschwerdef�hrer ficht einzig das Urteil und den Beschluss des Geschworenengerichts vom 28. Januar 2009 an und setzt sich mit dem Beschluss des Z�rcher Kassationsgerichts nicht auseinander. Dem steht gest�tzt auf aArt. 100 Abs. 6 BGG (vgl. Art. 132 Abs. 1 BGG) nichts entgegen. Allerdings ist die Anfechtung des Urteils und Beschlusses des Geschworenengerichts auf R�gen beschr�nkt, die das Kassationsgericht nicht hat pr�fen k�nnen oder mit engerer Kognition gepr�ft hat, als sie dem Bundesgericht im vorliegenden Verfahren zusteht. Fragen der Beweisw�rdigung konnten gem�ss � 430 Abs. 1 Ziff. 4 des Gesetzes (des Kantons Z�rich) vom 4. Mai 1919 betreffend den Strafprozess (StPO; LS 321; aufgehoben per 1. Januar 2011) als willk�rlich vor dem Kassationsgericht ger�gt werden. Da dem Bundesgericht diesbez�glich keine weitergehende Pr�fungsbefugnis zukommt, sind die R�gen gegen die Beweisw�rdigung des Geschworenengerichts mangels Letztinstanzlichkeit vor Bundesgericht unzul�ssig. Gleiches gilt f�r die R�ge der Geh�rsverletzung, welche gest�tzt auf � 430 Abs. 1 Ziff. 4 aStPO/ZH ebenfalls im Verfahren vor dem Kassationsgericht vorzubringen gewesen w�re (DONATSCH/SCHMID, Kommentar zur Strafprozessordnung des Kantons Z�rich, 1996, N. 19 ff. zu � 430 aStPO/ZH). Es w�re somit am Beschwerdef�hrer gewesen, die behaupteten Verfassungsverletzungen vor dem Kassationsgericht zu r�gen respektive den Zirkulationsbeschluss des Kassationsgerichts vom 6. Dezember 2010 mit Beschwerde in Strafsachen beim Bundesgericht anzufechten und darzutun, jenes habe die in der kantonalen Nichtigkeitsbeschwerde gegen das Urteil und den Beschluss des Geschworenengerichts vorgebrachte R�ge der willk�rlichen Beweisw�rdigung zu Unrecht abgewiesen. Soweit sich der Beschwerdef�hrer somit gegen die Beweisw�rdigung des Geschworenengerichts wendet respektive eine mangelhafte Urteilsbegr�ndung geltend macht, kann auf die Beschwerde nicht eingetreten werden.
3.1 Der Beschwerdef�hrer bringt vor, die Vorinstanz verletze Bundesrecht, indem sie keine sachverst�ndige Begutachtung zur Schuldf�higkeit angeordnet habe.
Zur Begr�ndung f�hrt der Beschwerdef�hrer aus, der Umstand, wonach er auf jemanden bewusst geschossen haben soll, ohne diesen gekannt und ohne mit diesem Differenzen gehabt zu haben, lege zumindest den Verdacht auf eine psychische Beeintr�chtigung nahe. Kein normal handelnder, v�llig unbescholtener Mensch schiesse bewusst auf einen Dritten. Deshalb w�rden die �usseren Umst�nde des Tatgeschehens eine Begutachtung aufdr�ngen. Zudem neige er in Not- und Drucksituationen zu Selbstmordgedanken und Panikattacken. Er habe zumindest zweimal Vorbereitungen zu einem Selbstmordversuch getroffen, wobei in einem Fall sein Vorhaben einzig durch die schnelle Reaktion eines Arbeitskollegen habe verhindert werden k�nnen (Beschwerde S. 18 ff.).
Der Beschwerdef�hrer macht (sinngem�ss) eine Verletzung von Art. 20 StGB geltend. Zudem r�gt er eine Verfassungs- und Konventionsverletzung (Art. 5 BV, Art. 9 BV, Art. 32 BV und Art. 6 EMRK).
3.2 Die Vorinstanz erw�gt, objektive Umst�nde, welche ernsthafte Zweifel an einer Verminderung der Schuldf�higkeit (recte: an einer vollen Schuldf�higkeit) wecken w�rden, seien nicht vorhanden. Zutreffend sei, dass der Beschwerdef�hrer im Jahre 2001 mit den Vorbereitungen eines Suizids begonnen habe, den er aus eigenem Antrieb wieder abgebrochen habe. Bis zu jenem Zeitpunkt habe er zweimal an Selbstmord gedacht. Seine fr�heren suizidalen Absichten w�rden nicht in relevantem Masse von der Geistesverfassung anderer Rechts- bzw. Verbrechensgenossen abweichen. Auch w�rden keine in der Tat liegenden objektiven Umst�nde auf eine Verminderung der Schuldf�higkeit hinweisen (angefochtenes Urteil S. 9 ff.).
3.3 Nach Art. 20 StGB hat eine sachverst�ndige Begutachtung zu erfolgen, wenn ernsthafter Anlass besteht, an der Schuldf�higkeit des T�ters zu zweifeln. Der Wortlaut von Art. 20 StGB entspricht der bundesgerichtlichen Praxis zu aArt. 13 StGB (vgl. BGE 132 IV 29 E. 5.1 S. 37 mit Hinweisen). F�r die Pr�fung der Notwendigkeit einer Begutachtung soll der Richter seine Zweifel an der Schuldf�higkeit nicht selbst beseitigen, etwa indem er psychiatrische Fachliteratur beizieht. Vielmehr ergibt sich aus Art. 20 StGB, dass er bei Zweifeln einen Sachverst�ndigen beiziehen muss. Dies gilt nicht nur, wenn der Richter tats�chlich Zweifel an der Schuldf�higkeit hat, sondern auch, wenn er nach den Umst�nden des Falls ernsthafte Zweifel haben m�sste (BGE 133 IV 145 E. 3.3 S. 147 mit Hinweisen).
Bei der Pr�fung dieser Zweifel ist zu ber�cksichtigen, dass nicht jede geringf�gige Herabsetzung der F�higkeit, sich zu beherrschen, gen�gt, um eine verminderte Schuldf�higkeit anzunehmen. Die Geistesverfassung des Betroffenen muss in hohem Masse in den Bereich des Abnormen fallen und von jener der durchschnittlichen Rechts- und Verbrechensgenossen abweichen (BGE 116 IV 273 E. 4b S. 276 mit Hinweis). Die Notwendigkeit, eine sachverst�ndige Person zuzuziehen, ist mithin erst gegeben, wenn Anzeichen vorliegen, die geeignet sind, Zweifel hinsichtlich der vollen Schuldf�higkeit zu erwecken, wie etwa ein Widerspruch zwischen Tat und T�terpers�nlichkeit oder v�llig un�bliches Verhalten. Zeigt das Verhalten des T�ters vor, w�hrend und nach der Tat, dass ein Realit�tsbezug erhalten war, dass er sich an wechselnde Erfordernisse der Situation anpassen, auf eine Gelegenheit zur Tat warten oder diese gar konstellieren konnte, so hat eine schwere Beeintr�chtigung nicht vorgelegen (Zusammenfassung der Rechtsprechung in BGE 133 IV 145 E. 3.3 S. 147 f. mit Hinweisen). Ob der Richter Zweifel an der Schuldf�higkeit haben sollte, ist eine Ermessensfrage (THEODOR KELLER, in: Probleme der strafrechtlichen Begutachtung aus juristischer und forensisch-psychiatrischer Sicht, Der Standpunkt des Richters, ZStrR 97/1980 S. 369 f.).
3.4.1 Es besteht nach den zutreffenden Erw�gungen der Vorinstanz kein ernsthafter Anlass, an der vollen Schuldf�higkeit des Beschwerdef�hrers zu zweifeln. Objektive Anhaltspunkte, wonach sich dessen Geistesverfassung im Zeitpunkt der Tat in hohem Masse im Bereich des Abnormen befunden h�tte, sind nicht vorhanden. Die Vorinstanz h�lt zutreffend fest, dass gem�ss BGE 116 IV 273 E. 4a S. 274 f. besondere Auff�lligkeiten wie mehrere Selbstmordversuche nach den konkreten Umst�nden Zweifel an der Schuldf�higkeit wecken k�nnen. Sie verneint, dass vergleichbare Momente hier gegeben seien. Nach den vorinstanzlichen Feststellungen traf der Beschwerdef�hrer rund sechs Jahre vor der Tat Vorbereitungen im Hinblick auf einen Selbstmordversuch. Zudem hegte er vor diesem Zeitpunkt zweimal Selbstmordgedanken. Dass die Vorinstanz unter Ber�cksichtigung dieser Umst�nde die Geistesverfassung des Beschwerdef�hrers nicht als in hohem Masse abnorm im obgenannten Sinne einsch�tzt, ist nicht zu beanstanden. Soweit der Beschwerdef�hrer behauptet, mindestens zweimal entsprechende Vorbereitungen getroffen zu haben und den Versuch nicht aus eigenem Antrieb (sondern wegen der Intervention eines Arbeitskollegen) abgebrochen zu haben, weicht er in unzul�ssiger Weise vom verbindlichen Sachverhalt der Vorinstanz (Art. 105 Abs. 1 BGG) ab. Damit ist er nicht zu h�ren. Ebenso wenig �berzeugt, soweit er vorbringt, seine Ehefrau und ein fr�herer Arbeitskollege h�tten als Zeugen best�tigt, dass er in Not- und Drucksituationen zu Selbstmordgedanken und Panikattacken neige (Beschwerde S. 20). Entsprechendes geht aus den Zeugeneinvernahmen der genannten Personen nicht hervor (vgl. Protokoll der vorinstanzlichen Verhandlung S. 296 ff. und S. 361 ff.). Nicht relevant ist schliesslich, dass der Beschwerdef�hrer Ende der Sechszigerjahre milit�risch ausgemustert wurde.
Schliesslich geht die Vorinstanz in vertretbarer Weise davon aus, dass auch bei der Tatausf�hrung keine Auff�lligkeiten oder besonderen Verhaltensweisen auszumachen sind, die den Schluss nahelegen w�rden, dass die Geistesverfassung des Beschwerdef�hrers nach Art und Grad in hohem Masse in den Bereich des Abnormen fallen und stark vom Durchschnitt der Verbrechensgenossen abweichen w�rde. Insbesondere sind entsprechende Auff�lligkeiten respektive Verhaltensweisen nicht bereits im Umstand zu sehen, dass der Beschwerdef�hrer nicht einschl�gig vorbestraft ist und ein Verbrechen ver�bt. Das schwerwiegende Delikt eines Erstt�ters allein begr�ndet keine Begutachtungspflicht im Sinne von Art. 20 StGB. Konkrete Hinweise aus dem Verhalten des Beschwerdef�hrers vor, w�hrend und nach der Tat, wonach dessen Realit�tsbezug nicht erhalten gewesen sein soll, stellt die Vorinstanz nicht fest.
3.4.2 Zusammenfassend fehlen konkrete objektive Anhaltspunkte, die ernsthafte Zweifel an der Schuldf�higkeit des Beschwerdef�hrers zu begr�nden verm�gen. Es ist somit bundesrechtlich nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz auf die Einholung eines psychiatrischen Gutachtens zur Frage der Schuldf�higkeit verzichtet hat. Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegr�ndet.
3.4.3 Soweit der Beschwerdef�hrer lediglich in allgemeiner Art eine Verletzung von Art. 6 EMRK, Art. 5 BV, Art. 9 BV und Art. 32 BV r�gt (Beschwerde S. 24 und 26), gen�gt die Beschwerde den Begr�ndungsanforderungen nicht (Art. 106 Abs. 2 BGG). Wird die Verletzung von Grundrechten ger�gt, gelten qualifizierte Anforderungen an die Begr�ndung. Dies pr�ft das Bundesgericht nicht von Amtes wegen, sondern nur, wenn eine solche R�ge in der Beschwerde vorgebracht und substanziiert begr�ndet worden ist. Das bedeutet, dass klar und detailliert anhand der Erw�gungen des angefochtenen Entscheids darzulegen ist, inwiefern verfassungsm�ssige Rechte verletzt worden sein sollen (BGE 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68; 135 III 232 E. 1.2 S. 234; je mit Hinweisen). Die Beschwerdeschrift gen�gt diesen Anforderungen nicht. Darauf ist nicht einzutreten.
4.1 Der Beschwerdef�hrer macht eine Verletzung von Art. 113 StGB geltend. Er bringt im Wesentlichen vor, die Vorinstanz habe die Entschuldbarkeit des Affekts zu Unrecht verneint. Die Frage einer grossen seelischen Belastung und der Entschuldbarkeit der Gem�tsbewegung h�tte sie ohne psychiatrische Begutachtung nicht beantworten d�rfen. Er habe sich in einer Ausnahmesituation befunden und sei mit einer massiven Aggression konfrontiert gewesen. Auch eine andere, anst�ndig gesinnte Person h�tte in derselben Lage Angst und Panik gehabt (Beschwerde S. 12 ff.).
4.2 Die Vorinstanz erw�gt, es seien keine Anhaltspunkte ersichtlich, wonach eine gewisse seelische Vorbelastung aus fr�heren Jahren zwangsl�ufig zum T�tungsdelikt h�tte f�hren sollen. Der Beschwerdef�hrer habe nach dem Zwischenfall mit B.________ den Beschwerdegegner 2 beschimpft. Dieser habe auf das Fahrzeug eingetreten, worauf der Beschwerdef�hrer auf ihn geschossen habe. Allenfalls k�nne man eine heftige Gem�tsbewegung bejahen, jedoch fehle es an deren Entschuldbarkeit. Die Gem�tsbewegung m�sse nicht nur psychologisch erkl�rbar, sondern bei objektiver Betrachtung nach den sie ausl�senden Umst�nden gerechtfertigt sein. Dabei habe der T�ter ein gewisses Mass an Kr�nkung, Provokation etc. zu vertragen. Die Reaktion des Beschwerdegegners 2 (Eintreten auf das Fahrzeug in sehr w�tendem Zustand) k�nne wohl eine momentane Verzweiflungs- oder Angstsituation schaffen. Dies d�rfe hingegen nicht zur Annahme f�hren, dass ein durchschnittlich reagierender Mensch in eine derart heftige Gem�tsbewegung gerate. Auch habe er unmittelbar vorher die Schusswaffe gegen B.________ eingesetzt. Mit dem erneuten Anhalten des Fahrzeugs habe ihm bewusst sein m�ssen, dass er sich m�glicherweise erneut einer Gefahr aussetze, der er mit Hilfe des Revolvers begegnen m�sste (angefochtenes Urteil S. 59 ff.).
4.3.1 Wer vors�tzlich einen Menschen t�tet, erf�llt den Grundtatbestand der vors�tzlichen T�tung von Art. 111 StGB. Handelt der T�ter in einer nach den Umst�nden entschuldbaren heftigen Gem�tsbewegung oder unter grosser seelischer Belastung, kommt der Tatbestand des Totschlags (Art. 113 StGB) zur Anwendung.
4.3.2 Art. 113 StGB privilegiert nicht nur den T�ter, der sich in einer akuten Konfliktsituation befindet und sich in einer einf�hlbaren, heftigen Gem�tsbewegung wie beispielsweise J�hzorn, Wut, Eifersucht, Verzweiflung oder Angst dazu hinreissen l�sst, einen anderen Menschen zu t�ten. Die genannte Bestimmung ber�cksichtigt auch andere Situationen, in denen die zu einer T�tung f�hrende Gem�tslage in vergleichbarer Weise als entschuldbar angesehen werden kann. Erfasst werden chronische seelische Zust�nde, ein psychischer Druck, der w�hrend eines langen Zeitraums kontinuierlich anw�chst und zu einem langen Leidensprozess bis zur v�lligen Verzweiflung f�hrt. Mit der Privilegierung wird der Tatsache Rechnung getragen, dass der T�ter auf Grund seines emotionalen Erregungszustands im Moment der T�tungshandlung nur noch beschr�nkt in der Lage war, sein Verhalten zu kontrollieren.
Die heftige Gem�tsbewegung und die grosse seelische Belastung m�ssen entschuldbar sein. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung setzt der Begriff der Entschuldbarkeit voraus, dass die heftige Gem�tsbewegung oder die grosse seelische Belastung bei objektiver Betrachtung nach den sie ausl�senden Umst�nden gerechtfertigt und die T�tung dadurch bei Beurteilung nach ethischen Gesichtspunkten in einem wesentlich milderen Licht erscheint. Es muss angenommen werden k�nnen, auch eine andere, anst�ndig gesinnte Person w�re in der betreffenden Situation leicht in einen solchen Affekt geraten. Abnorme Elemente in der Pers�nlichkeit des T�ters, wie besondere Erregbarkeit, krankhafte Eifersucht oder �bertriebenes Ehrgef�hl, verm�gen die Gem�tsbewegung nicht zu entschuldigen. Sie stellen allenfalls bei der Strafzumessung zu ber�cksichtigende Faktoren dar. Die Frage der Entschuldbarkeit der grossen seelischen Belastung ist nicht notwendigerweise nach denselben Kriterien zu entscheiden, die im Falle der heftigen Gem�tsbewegung gelten. Es ist aber auch hier davon auszugehen, wie sich ein vern�nftiger Mensch unter denselben �usseren Umst�nden verhalten h�tte und ob er aus diesen Gr�nden ebenfalls nicht mehr in der Lage gewesen w�re, die Situation richtig einzusch�tzen und sie zu meistern. Hat der T�ter die Konfliktsituation, welche die Gem�tsbewegung bzw. die seelische Belastung ausl�ste, selbst verschuldet oder doch vorwiegend durch eigenes Verhalten schuldhaft herbeigef�hrt, so ist der Affekt nicht entschuldbar (BGE 119 IV 202 E. 2a und b S. 203 ff.; Urteil 6B_829/2010 vom 28. Februar 2011 E. 4.3; je mit Hinweisen).
4.4 Chronische seelische Zust�nde, die lange Zeit geschwelt haben, bis der Beschwerdef�hrer v�llig verzweifelt und keinen anderen Ausweg mehr sah als die T�tung (BGE 118 IV 233 E. 2a S. 235 ff.), sind nach den zutreffenden Erw�gungen der Vorinstanz nicht gegeben. Ebenso wenig war die f�r den Beschwerdef�hrer bestehende Situation im Hinblick auf die vor der Tat liegenden Jahre derart, dass der sich ihm durch die T�tung er�ffnete Ausweg als einf�hlbar erscheint (Urteil 6S.94/2000 vom 22. August 2000 E. 2d mit Hinweisen). Gegenteiliges legt der Beschwerdef�hrer nicht dar. Der Schluss der Vorinstanz, wonach der Beschwerdef�hrer zum Tatzeitpunkt nicht unter einer grossen seelischen Belastung gestanden respektive nicht aus einem langen Leidensprozess heraus und unter einem kontinuierlich steigenden psychischen Druck gehandelt habe, ist mithin nicht zu beanstanden.
Die Vorinstanz l�sst im �brigen offen, ob sich der Beschwerdef�hrer in einer heftigen Gem�tsbewegung befand, als er die Waffe auf den Beschwerdegegner 2 richtete und abdr�ckte. Sie verneint die Entschuldbarkeit einer m�glichen akuten Konfliktsituation. Dies ist nicht zu beanstanden. Der Beschwerdef�hrer geriet kurz zuvor in eine Auseinandersetzung mit B.________ und erblickte, nachdem dieser sich vom Fahrzeug entfernt hatte, in der Folge vor seinem Beifahrerfenster den Beschwerdegegner 2. Dass ein Durchschnittsmensch der Rechtsgemeinschaft, welcher der T�ter nach Herkunft, Erziehung und t�glicher Lebensf�hrung angeh�rt, in einer gleichen Situation leicht in eine derartige Gef�hlsaufwallung geraten k�nnte, l�sst sich bei der gegebenen Sachlage nicht sagen. Es mag zutreffen, dass die Gem�tsbewegung aus den gesamten objektiven und subjektiven Umst�nden heraus, insbesondere durch das Treten des Beschwerdegegners 2 gegen das Auto, psychologisch erkl�rt werden k�nnte, doch gen�gt dies f�r die Annahme der Entschuldbarkeit praxisgem�ss nicht (BGE 107 IV 161 E. 2 S. 162). Die fragliche Auseinandersetzung, die nicht sehr schwer oder brutal war, ist nicht geeignet, bei einer besonnenen Person einen �hnlichen Affekt hervorzurufen. Das versuchte T�tungsdelikt erscheint nach ethischen Gesichtspunkten nicht in einem wesentlich milderen Licht.
Ebenso wenig dringt der Beschwerdef�hrer durch, wenn er daf�rh�lt, die Frage der Entschuldbarkeit der Gem�tsbewegung h�tte durch eine Expertise abgekl�rt werden m�ssen. Die Frage, ob der T�ter besonders skrupellos im Sinne von Art. 112 StGB oder aber in einer nach den Umst�nden entschuldbaren heftigen Gem�tsbewegung oder unter grosser seelischer Belastung im Sinne von Art. 113 StGB gehandelt hat, ist nicht vom psychiatrischen Gutachter, sondern vom Richter zu beurteilen (Urteil 6P.194/2000 vom 7. M�rz 2001 E. 1c).
5.1 Der Beschwerdef�hrer sieht die Bestimmung �ber die entschuldbare Notwehr im Sinne von Art. 16 StGB verletzt. Er sei zuerst von B.________ massiv bedroht worden. In der Folge habe er, als der Beschwerdegegner 2 an das Beifahrerfenster getreten sei, um Leib und Leben f�rchten m�ssen. Der Schuss sei keine angemessene Reaktion gewesen, jedoch sei seine Affekthandlung entschuldbar. Art. 16 Abs. 2 StGB setze entgegen dem Daf�rhalten der Vorinstanz keine heftige Gem�tsbewegung voraus.
5.2 Die Vorinstanz erw�gt, der Beschwerdef�hrer habe, als er vom Beschwerdegegner 2 verbal angegriffen worden sei und dieser gegen sein Fahrzeug getreten habe, aus einer Notwehrlage heraus und mit Verteidigungswille gehandelt. Die Abwehr sei jedoch nicht in einer den Umst�nden angemessenen Weise erfolgt. Die Abwehr des Beschwerdef�hrers habe auf das Rechtsgut der k�rperlichen Integrit�t abgezielt und sei deshalb absolut unverh�ltnism�ssig. Auch habe er den Revolver nicht vorg�ngig gezeigt, sondern unvermittelt auf den Angreifer geschossen. Ihm k�nne weder eine heftige Gem�tsbewegung zugutegehalten werden, noch w�re eine solche entschuldbar. Die Vorinstanz ber�cksichtigt den Notwehrexzess deshalb (lediglich) im Sinne von Art. 16 Abs. 1 StGB strafmildernd und -mindernd.
5.3.1 Wird jemand ohne Recht angegriffen oder unmittelbar mit einem Angriff bedroht, so ist der Angegriffene und jeder andere berechtigt, den Angriff in einer den Umst�nden angemessenen Weise abzuwehren (Art. 15 StGB). �berschreitet der Abwehrende die Grenzen der Notwehr, so mildert das Gericht die Strafe (Art. 16 Abs. 1 StGB). �berschreitet er die Grenzen der Notwehr in entschuldbarer Aufregung oder Best�rzung �ber den Angriff, so handelt er nicht schuldhaft (Art. 16 Abs. 2 StGB).
5.3.2 Die Abwehr in einer Notwehrsituation muss nach der Gesamtheit der Umst�nde als verh�ltnism�ssig erscheinen. Eine Rolle spielen insbesondere die Schwere des Angriffs, die durch den Angriff und die Abwehr bedrohten Rechtsg�ter, die Art des Abwehrmittels und dessen tats�chliche Verwendung. Die Angemessenheit der Abwehr ist auf Grund jener Situation zu beurteilen, in der sich der rechtswidrig Angegriffene im Zeitpunkt seiner Tat befand. Es d�rfen nicht nachtr�glich allzu subtile �berlegungen dar�ber angestellt werden, ob der Angegriffene sich nicht allenfalls auch mit anderen, weniger einschneidenden Massnahmen h�tte begn�gen k�nnen und sollen (BGE 136 IV 49 E. 3.2 S. 51 f. mit Hinweisen).
5.3.3 Besondere Zur�ckhaltung ist bei der Verwendung von gef�hrlichen Gegenst�nden zur Abwehr (Messer, Schusswaffen, etc.) geboten, da deren Einsatz stets die Gefahr schwerer oder gar t�dlicher Verletzungen mit sich bringt. Angemessen ist die Abwehr, wenn der Angriff nicht mit weniger gef�hrlichen und zumutbaren Mitteln h�tte abgewendet werden k�nnen, der T�ter wom�glich gewarnt worden ist und der Abwehrende vor der Benutzung des gef�hrlichen Werkzeugs das N�tige zur Vermeidung einer �berm�ssigen Sch�digung vorgekehrt hat. Auch ist eine Abw�gung der auf dem Spiel stehenden Rechtsg�ter unerl�sslich. Doch muss deren Ergebnis f�r den Angegriffenen, der erfahrungsgem�ss rasch handeln muss, m�helos erkennbar sein (BGE 136 IV 49 E. 3.3 S. 52 mit Hinweisen).
5.4 Der Beschwerdef�hrer befand sich, als er den Beschwerdegegner 2 vor dem Beifahrerfenster erblickte, in einer Notwehrsituation. Auf die zutreffenden Erw�gungen der Vorinstanz kann gem�ss Art. 109 Abs. 3 BGG verwiesen werden (angefochtenes Urteil S. 64 f.). Dar�ber hinaus scheint nachvollziehbar und entspricht es allgemeiner Lebenserfahrung, dass er unter den gegebenen Umst�nden eine sich weiter zuspitzende Situation respektive einen (erneuten) t�tlichen Angriff zu bef�rchten hatte. Nicht zu beanstanden ist (und vom Beschwerdef�hrer nicht in Abrede gestellt wird), dass seine Abwehrhandlung als Notwehrexzess qualifiziert wird. Der Beschwerdef�hrer schoss unvermittelt und ohne Vorwarnung in T�tungsabsicht auf seinen Kontrahenten. Es steht deshalb ausser Frage, dass er nach der Gesamtheit der Umst�nde die Grenzen der erlaubten Notwehr �berschritt.
Soweit die Vorinstanz eine heftige Gem�tsbewegung verneint, bringt der Beschwerdef�hrer grunds�tzlich zu Recht vor, dass Art. 16 Abs. 2 StGB eine heftige Gem�tsbewegung nicht voraussetzt. Jedoch wird bei der Beurteilung, ob die Aufregung oder die Best�rzung hinreichend erheblich war, um den T�ter nicht mit Strafe zu belegen, ein umso h�herer Grad entschuldbarer Aufregung oder Best�rzung verlangt, je mehr die Reaktion des T�ters den Angreifer verletzt oder gef�hrdet (BGE 102 IV 1 E. 3b S. 7). Der Beschwerdegegner 2 erlitt durch einen Streifschuss Verletzungen an Hals und Ohr und wurde durch den Beschwerdef�hrer erheblich gef�hrdet. Deshalb ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz die Frage einer starken Gem�tsbewegung aufwirft. Sie erw�gt, eine solche k�nne dem Beschwerdef�hrer nicht zugutegehalten werden. Wie es sich damit verh�lt, kann dahingestellt bleiben. Dass die Vorinstanz die Entschuldbarkeit verneint, ist, wie bereits aufgezeigt, nicht zu beanstanden (E. 4.4 hievor).
Es verletzt nicht Bundesrecht, wenn die Vorinstanz die Notwehrhandlung des Beschwerdef�hrers (einzig) bei der Strafzumessung ber�cksichtigt und nicht als Entschuldigungsgrund im Sinne von Art. 16 Abs. 2 StGB qualifiziert.
Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Der Beschwerdef�hrer wird ausgangsgem�ss kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG). Er ersucht um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung. Das Gesuch ist abzuweisen, da die Beschwerde von vornherein aussichtslos war (Art. 64 Abs. 1 BGG e contrario). Seinen angespannten finanziellen Verh�ltnissen ist mit reduzierten Gerichtskosten Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG). Dem Beschwerdegegner 2 ist keine Entsch�digung zuzusprechen, da ihm im bundesgerichtlichen Verfahren keine Umtriebe entstanden sind.

References: Art. 132
 Art. 20
 Art. 9
 Art. 32
 Art. 6
 Art. 20
 Art. 20
 BGE 
 Art. 20
 BGE 
 BGE 
 Art. 20
 Art. 6
 Art. 5
 Art. 9
 Art. 32
 Art. 113
 Art. 111
 Art. 113
 Art. 112
 Art. 113
 Art. 16
 Art. 16
 Art. 16
 Art. 109
 Art. 16
 Art. 16
e contrario