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Timestamp: 2016-10-21 00:42:34+00:00

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Die Firma X.________ AG mit Sitz in Z.________ war der Ausgleichskasse Promea (nachfolgend: Ausgleichskasse) als abrechnungspflichtige Arbeitgeberin angeschlossen. Nachdem die Firma in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten war, wurde die Y.________ AG, vertreten durch D.________, zur Sanierung beigezogen. Diese Firma und D.________ pers�nlich erhielten am 31. Januar 1996 und 13. Mai 1996 Vollmachten, um Handlungen f�r die X.________ AG vornehmen zu k�nnen. Am 20. Juni 1996 beschloss der aus dem Pr�sidenten A.________ sowie den Mitgliedern B.________ und C.________ bestehende Verwaltungsrat der X.________ AG, mit sofortiger Wirkung zur�ckzutreten und die operative Gesch�ftsf�hrung bis zur Wahl eines neuen Verwaltungsrates an die Y.________ AG, vertreten durch D.________, zu �bertragen. Zudem verpflichteten sich die Verwaltungsratsmitglieder, die Mehrheit der Aktien der X.________ AG auf die Y.________ Beteiligungs AG zu �bertragen. Als deren Vertreter trat G.________ auf. An der ausserordentlichen Generalversammlung vom 29. Juli 1996 wurde D.________ in den Verwaltungsrat der X.________ AG gew�hlt. Auf Anfechtung durch A.________ hin wurden die Beschl�sse der Generalversammlung am 11. November 1996 f�r ung�ltig erkl�rt. Am 4. Dezember 1996 wurde �ber die X.________ AG der Konkurs er�ffnet. Die Ausgleichskasse gab eine Forderung von Fr. 207'229.45 aus entgangenen Sozialversicherungsbeitr�gen ein. Nachdem sie aufgrund der Mitteilungen der Konkursverwaltung davon ausgehen musste, dass ihre Forderung vermutlich nicht gedeckt werde, verlangte die Ausgleichskasse mit Verf�gung vom 25. Februar 1998 von D.________, er habe ihr f�r entgangene Sozialversicherungsbeitr�ge insgesamt Fr. 207'769.45 Schadenersatz zu bezahlen, dies unter Abtretung einer allf�lligen Konkursdividende und in solidarischer Haftbarkeit mit A.________, B.________, C.________ sowie G.________, gegen welche separate Schadenersatzverf�gungen ergingen. D.________ erhob Einspruch.
Klageweise beantragte die Ausgleichskasse, D.________ sei unter solidarischer Haftbarkeit mit A.________, B.________, C.________ und G.________ zur Bezahlung von Schadenersatz im Betrag von Fr. 207'229.45 zu verpflichten. In der Folge rektifizierte sie die eingeklagte Forderung auf Fr. 206'884.25. Das Verwaltungsgericht des Kantons Bern vereinigte das Verfahren zun�chst mit weiteren, bereits h�ngigen Klageverfahren betreffend A.________, B.________ und C.________. Mit prozessleitender Verf�gung vom 22. Dezember 2004 trennte es das Verfahren betreffend D.________ mit der Begr�ndung, es stellten sich unterschiedliche Tatbestands- und Rechtsfragen, wieder von den anderen ab. Mit Entscheid vom 14. Februar 2005 hiess das Verwaltungsgericht die Klage teilweise gut, und es verpflichtete D.________, der Ausgleichskasse Schadenersatz im Betrag von Fr. 203'844.45 f�r entgangene Sozialversicherungsbeitr�ge zu bezahlen.
D.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren mit dem Rechtsbegehren, in Aufhebung des kantonalen Entscheides sei festzustellen, dass er der Ausgleichskasse den Betrag von Fr. 203'844.45 nicht schulde; eventuell sei die Sache zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Weiter wird um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege ersucht.
Die Ausgleichskasse beantragt die Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, ohne sich weiter zur Sache zu �ussern. Das Bundesamt f�r Sozialversicherungen verzichtet auf eine Vernehmlassung.
Am 25. Mai 2007 hat das Bundesgericht eine publikums�ffentliche Beratung durchgef�hrt.
1.2 Wie die Vorinstanz richtig erkannt hat, ist das Bundesgesetz �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000 (ATSG) nicht anwendbar, da die Schadenersatzklage vor Inkrafttreten dieses Erlasses am 1. Januar 2003 eingereicht wurde (vgl. BGE 130 V 1).
2.1 Auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann nur so weit eingetreten werden, als die Schadenersatzforderung kraft Bundesrechts streitig ist. Es ist deshalb auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde in dem Umfang nicht einzutreten, als sie sich gegen die Schadenersatzforderung f�r entgangene Beitr�ge an die Familienausgleichskasse richtet (BGE 131 V 425 E. 1 S. 426 mit Hinweis).
2.2 Da keine Versicherungsleistungen streitig sind, hat das Bundesgericht nur zu pr�fen, ob der vorinstanzliche Entscheid Bundesrecht verletzt, einschliesslich �berschreitung oder Missbrauch des Ermessens, oder ob der rechtserhebliche Sachverhalt offensichtlich unrichtig, unvollst�ndig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt worden ist (Art. 132 in Verbindung mit Art. 104 lit. a und b sowie Art. 105 Abs. 2 OG).
Im angefochtenen Entscheid sind die Bestimmungen �ber die Arbeitgeberhaftung (Art. 52 AHVG) und die bei der Geltendmachung des Schadenersatzes zu beachtenden Fristen (Art. 82 Abs. 1 AHVV, in Kraft gestanden bis 31. Dezember 2002) zutreffend dargelegt. Gleiches gilt f�r die dazu ergangene Rechtsprechung, insbesondere �ber die subsidi�re Haftung der Organe eines als juristische Person bestehenden Arbeitgebers sowie �ber die Haftungserfordernisse der Widerrechtlichkeit und des qualifizierten Verschuldens. Darauf wird verwiesen mit der Erg�nzung, dass die Haftung auch einen ad�quaten Kausalzusammenhang zwischen der qualifiziert schuldhaften Verletzung von Rechtsvorschriften und dem Eintritt des Schadens voraussetzt (BGE 119 V 401 E. 4a S. 406 mit Hinweisen).
Das kantonale Gericht hat erkannt, dass die X.________ AG geschuldete Sozialversicherungsbeitr�ge nicht bezahlt hat, der Ausgleichskasse dadurch ein Schaden entstanden ist und dieser mit Verf�gung vom 25. Februar 1998 rechtzeitig im Sinne von Art. 82 Abs. 1 AHVV geltend gemacht wurde. Dies steht insoweit fest und ist unbestritten. Nicht umstritten ist auch der Schadensbetrag, den die Vorinstanz - unter Einschluss der nicht bundesrechtlichen Sozialversicherungsbeitr�ge - auf Fr. 203'844.45 festgesetzt hat.
Die Vorinstanz hat weiter erwogen, die X.________ AG sei ihrer Beitragspflicht ab 1994 nur noch schleppend und ab 1996 �berhaupt nicht mehr nachgekommen. Damit habe die Firma ihre gesetzliche Abrechnungs- und Beitragspflicht verletzt und insofern widerrechtlich gehandelt. Dies m�sse sich der Beschwerdef�hrer, welchem Organstellung zugekommen sei, anrechnen lassen. Er habe trotz Kenntnis der Beitragsausst�nde keine Massnahmen zu deren Bezahlung unternommen. Erf�llt sei auch die Haftungsvoraussetzung des qualifizierten Verschuldens. Der Mitsanierer G.________ habe in der Zeit vom 4. Juli 1996 bis 21. Oktober 1996 unkontrolliert Bez�ge �ber Fr. 558'500.- ab dem Bank- und dem PC-Konto der X.________ AG get�tigt. Der Verbleib von rund Fr. 360'000.- dieser Bez�ge sei nicht bekannt. Indem der Beschwerdef�hrer diese Bez�ge zugelassen und nicht daf�r gesorgt habe, dass diese finanziellen Mittel zur Begleichung der ausstehenden Sozialversicherungsbeitr�ge eingesetzt wurden, habe er mindestens grobfahrl�ssig zum der Ausgleichskasse erwachsenen Schaden beigetragen.
6.1 In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird zun�chst der ad�quate Kausalzusammenhang zwischen dem Handeln der Arbeitgeberin - subsidi�r der Organe - und dem eingetretenen Schaden mit der Begr�ndung verneint, die Bezahlung der ausstehenden und laufenden Beitr�ge sei mangels liquider Finanzen der X.________ AG, welche gem�ss Bericht der Revisionsstelle vom 2. Mai 1996 bereits am 30. Juni 1995 �berschuldet gewesen sei, gar nicht m�glich gewesen. Weiter wird geltend gemacht, da die Bezahlung der Beitragsausst�nde notwendigerweise die Liquidierung der Firma zur Folge h�tte, h�tten bei den Sanierungsmassnahmen andere Priorit�ten gesetzt werden m�ssen, um die Weiterf�hrung des Betriebs gew�hrleisten zu k�nnen. Dies sei als Rechtfertigungsgrund zu ber�cksichtigen.
Alleine der Umstand, dass eine �berschuldung festgestellt wurde, entbindet Arbeitgeberin und Organe indessen nicht davon, das M�gliche vorzukehren, damit die geschuldeten Sozialversicherungsbeitr�ge bezahlt werden k�nnen. Dass hier solche Vorkehrungen getroffen wurden, ist nicht ersichtlich. Es waren zudem durchaus finanzielle Mittel vorhanden, welche zur - ganzen oder auch nur teilweisen - Erf�llung der Beitragspflicht h�tten verwendet werden k�nnen. Diesen Schluss gestattet namentlich der unbestrittene Umstand, dass G.________ die erw�hnten Kontobez�ge vornehmen und diese Mittel zu einem grossen Teil in nicht nachvollziehbarer Weise verwenden konnte. Das zu beanstandende Verhalten seitens der Arbeitgeberin ist daher mit der Vorinstanz darin zu sehen, dass diese Bez�ge �ber einen erheblichen Zeitraum (4. Juli bis 21. Oktober 1996) unkontrolliert erfolgen konnten, ohne dass Erkennbares unternommen wurde, um der zweckwidrigen Verwendung dieser Mittel Einhalt zu gebieten und diese pflichtgem�ss f�r die Beitragsverpflichtungen der X.________ AG einsetzen zu k�nnen. Ob andernfalls mit einer erfolgreichen Sanierung h�tte gerechnet werden d�rfen, wie geltend gemacht wird, ist daher nicht entscheidrelevant und kann offen bleiben.
6.2 Eingewendet wird weiter, der von der Vorinstanz zugesprochene Schadenersatz umfasse auch die Beitragsnachzahlungen, welche die Ausgleichskasse mit Verf�gung vom 16. Mai 1996 f�r die Jahre 1991-1995, in welchen pauschal abgerechnet worden war, verlangt hat. F�r diese Nachzahlungen k�nne der Auftraggeber gem�ss ZAK 1992 S. 246 nicht haftbar gemacht werden.
Im dort ver�ffentlichten Urteil H 97/90 vom 30. Januar 1992 wurde zwar gesagt, dass der Arbeitgeber nur unter bestimmten Umst�nden f�r die Differenz zwischen geleisteten Akontozahlungen und den genauen Beitr�gen haftbar gemacht werden k�nne. Es wurde aber auch entschieden, dass die nicht unverz�gliche Entrichtung des geschuldeten Restbetrages als grobe Fahrl�ssigkeit zu betrachten sei (ZAK 1992 S. 246 f. E. 3b und 4). Davon ist im vorliegenden Fall auszugehen, wurde doch der nachzuzahlende Restbetrag in der Folge nicht entrichtet, obwohl daf�r zwischen der Verf�gung vom 16. Mai 1996 und der Konkurser�ffnung am 4. Dezember 1996 mehrere Monate und auch finanzielle Mittel zur Verf�gung standen.
6.3 Aufgrund des Gesagten sind die Voraussetzungen f�r die Haftung der Arbeitgeberin nach Art. 52 AHVG erf�llt. Zu pr�fen bleibt, ob dies subsidi�r auch f�r den Beschwerdef�hrer gilt. Dies bedingt, dass ihm Organstellung zukam. Dabei besteht zu Recht Einigkeit dar�ber, dass der Beschwerdef�hrer nicht formelles Organ der X.________ AG war. Der Beschluss der Generalversammlung �ber seine Wahl in den Verwaltungsrat wurde widerrufen und der Beschwerdef�hrer ist auch zu keinem Zeitpunkt als Verwaltungsrat oder als leitendes Organ im Handelsregister eingetragen worden. Die Vorinstanz ist indessen zum Ergebnis gelangt, der Beschwerdef�hrer sei als faktisches Organ der X.________ AG zu betrachten und als solches subsidi�r haftbar. Dies wird in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde bestritten.
6.3.1 Nach der Rechtsprechung unterstehen auch faktische oder materielle Organe einer AG, d.h. Personen, die - ohne formell zum Organ bestellt zu sein - Organen vorbehaltene Entscheide treffen oder die eigentliche Gesch�ftsf�hrung besorgen, der (Subsidi�r-)Haftung nach Art. 52 AHVG (BGE 114 V 78 E. 3 S. 79 f. und 213 E. 3 S. 214, je mit Hinweisen; vgl. auch BGE 129 V 11).
6.3.2 Die Vorinstanz hat verbindlich (E. 2.2 hievor) festgestellt, dass der Beschwerdef�hrer bereits vor der - sp�ter f�r ung�ltig erkl�rten - Wahl in den Verwaltungsrat �ber eine Generalvollmacht der X.________ AG verf�gte, in der Folge als deren Vertreter gegen�ber Gl�ubigern und Banken auftrat, ferner das Schreiben vom 9. Juli 1996 unterschrieb, mit dem das Anstellungsverh�ltnis des A.________ gek�ndigt wurde, im Organigramm des Sanierungskonzepts vom 12. Juli 1996 als Gesch�ftsleiter aufgef�hrt wurde und in einem an A.________ gerichteten Schreiben vom 10. Oktober 1996 mitteilte, er "sei aus dem Verwaltungsrat der X.________ AG ausgeschieden". Wenn das kantonale Gericht den Beschwerdef�hrer als faktisches Organ betrachtet hat, ist das aufgrund dieser klaren Aktenlage nicht zu beanstanden.
6.3.3 Die Einwendungen des Beschwerdef�hrers f�hren zu keiner anderen Betrachtungsweise. Dass er sich im Rahmen eines der Y.________ AG erteilten Sanierungsmandates mit der X.________ AG zu befassen begonnen hat, schliesst nicht aus, ihn selber als deren faktisches Organ zu betrachten, zumal er in eigenem Namen in den Verwaltungsrat dieser Firma gew�hlt wurde und f�r diese auftrat, ohne ein Mandatsverh�ltnis zur Y.________ AG zu erw�hnen. Er wurde auch im Sanierungskonzept vom 12. Juli 1996 pers�nlich als Gesch�ftsleiter genannt und betrachtete sich selber als Mitglied des Verwaltungsrats, wie schon aus dem Schreiben vom 10. Oktober 1996 (E. 6.3.2 hievor) hervorgeht. Seine Funktion beschr�nkte sich somit entgegen der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht auf die Aus�bung eines Mandates im Rahmen eines normalen Beratervertrages mit einer aussenstehenden Firma. Selbst wenn sich der Beschwerdef�hrer sodann als reiner Sanierer verstanden haben sollte, �ndert dies an seiner Stellung als faktisches Organ nichts. Seine Einflussm�glichkeiten gingen zudem entgegen der von ihm vertretenen Auffassung sowohl hinsichtlich der Aufgaben und Kompetenzen als auch in zeitlicher Hinsicht eindeutig �ber ein Handeln im Einzelfall oder eine bloss hilfsweise T�tigkeit in untergeordneter Stellung, was eine spezifische Organhaftung nicht zu begr�nden verm�chte (BGE 128 III 29 E. 3c S. 33; Urteil H 93/03 vom 31. Oktober 2003, E. 3.1), hinaus. Dies gilt selbst dann, wenn er im Monat Juli 1996 noch in den Ferien war, was im �brigen erst letztinstanzlich geltend gemacht wird und daher eine unzul�ssige neue Tatsachenbehauptung darstellt.
6.4 F�r den Fall, dass seine Stellung als faktisches Organ der X.________ AG bejaht wird, l�sst der Beschwerdef�hrer zun�chst geltend machen, einem faktischen Organ komme keine Aufsichtspflicht gegen�ber den �brigen Organen zu. Insofern k�nne ihm aus den von G.________ get�tigten Bez�gen und den deswegen eingetretenen Beitragsausst�nden kein Vorwurf gemacht werden.
Der Beschwerdef�hrer beruft sich hiebei auf das unver�ffentlichte Urteil H 266/94 vom 17. Juli 1995, E. 5b. Dort wurde entschieden, dass dem faktischen Organ ausserhalb des eigenen Zust�ndigkeitsbereichs keine Pflicht zukommt, die anderen Organe zu �berwachen. Im vorliegenden Fall wird indessen nicht geltend gemacht, die Erf�llung der Beitragspflicht habe g�nzlich ausserhalb des Verantwortlichkeitsbereichs des Beschwerdef�hrers gelegen. Dies erscheint auch unwahrscheinlich, war er doch immerhin als Gesch�ftsf�hrer und Sanierer der gesamten Firma eingesetzt, was f�r umfassende Kompetenzen spricht. Es wird denn auch nicht behauptet, der Aufgabenbereich der Beitragsentrichtung sei - ob nun teilweise oder ausschliesslich - in den Zust�ndigkeitsbereich eines anderen (formellen oder materiellen) Organs gefallen. Weiter ist zu beachten, dass der Beschwerdef�hrer zugestandenermassen �ber die Beitragsausst�nde orientiert war. Er hat �berdies am 24. Juni 1997 gegen�ber der Konkursverwalterin best�tigt, dass er �ber die Unterschriftsberechtigung f�r das Bankkonto und evtl. das PC-Konto der Firma verf�gte. Damit hatte er Kenntnis von den Beitragsausst�nden, die M�glichkeit, den Kontostand einzusehen und als faktisches Organ auch die Befugnisse und die Pflicht, Schritte einzuleiten, damit die vorhandenen Kontoguthaben f�r die finanziellen Verpflichtungen der Firma, insbesondere auch f�r die hier interessierenden Beitragszahlungen, verwendet wurden. Dass er nichts Entsprechendes veranlasst hat, ist unter den gegebenen Umst�nden mit der Vorinstanz als grobfahrl�ssig zu betrachten. Die Dauer des Beitragsausstandes war sodann auch nicht so kurz, dass dies im Sinne von BGE 121 V 243 E. 4b S. 244 ein qualifiziertes Verschulden des Beschwerdef�hrers in Frage stellen k�nnte. Schliesslich verm�chte dieser sich auch nicht mit dem Vorbringen zu entlasten, er habe zur Rettung der Firma andere Forderungen priorit�r behandeln m�ssen, zumal sp�testens ab Anfang August 1996 keine der Deckung irgendwelcher Forderungen dienende Handlungen des Beschwerdef�hrers mehr dargetan sind. Davon abgesehen, dass die verantwortlichen Organe gerade in wirtschaftlich schwierigen Verh�ltnissen rechtsprechungsgem�ss darauf zu achten haben, nur so viel massgebenden Lohn zur Auszahlung gelangen zu lassen, dass die darauf ex lege geschuldeten Beitr�ge entrichtet werden k�nnen (SVR 1995 AHV Nr. 70 S. 213 E. 5 S. 214), erscheint die Nichtbezahlung der Sozialversicherungsbeitr�ge nach der gesamten Aktenlage nicht als verantwortlich getroffener und insofern gerechtfertigter Unternehmensentscheid im Sinne der Praxis BGE 108 V 183. Der Beschwerdef�hrer hat in dieser Richtung keine substanziierten Angaben gemacht oder Beweismittel aufgelegt, wozu er im Rahmen der Mitwirkungspflicht gehalten gewesen w�re. Es ist ferner in keiner Weise ersichtlich, inwiefern von einer vor�bergehender Zur�ckbehaltung der AHV-Beitr�ge objektiv eine f�r die Rettung der Firma positive Wirkung erwartet werden konnte, dies in Anbetracht des Investitionsbedarfs in Millionenh�he im Vergleich zur gesamten auflaufenden Beitragsschuld von rund 200'000 Franken (Urteil H 34/02 vom 4. M�rz 2004, E. 5.2 mit Hinweisen).
6.5 Ist nach dem Gesagten die subsidi�re Haftung des Beschwerdef�hrers zu bejahen, bleibt die Pr�fung der Einwendungen zu deren zeitlichem Umfang.
6.5.1 Geltend gemacht wird, selbst wenn mit der Vorinstanz davon ausgegangen werde, dass der Beschwerdef�hrer bereits ab der Ausstellung der Vollmacht vom 13. Mai 1996 durch die X.________ AG deren faktisches Organ gewesen sei, k�nne er f�r die bis dahin aufgelaufenen Beitragsschulden nicht verantwortlich gemacht werden Denn gem�ss BGE 119 V 405 hafte, wer als Gesch�ftsf�hrer bei einer bereits insolventen AG antrete, mangels eines ad�quaten Kausalzusammenhangs nicht f�r die in diesem Zeitpunkt noch nicht bezahlten Beitr�ge.
Daraus kann der Beschwerdef�hrer aber schon deswegen nichts zu seinen Gunsten herleiten, weil die X.________ AG, wie dargelegt, noch ab Juli 1996 �ber liquide Mittel verf�gte und nicht als zahlungsunf�hig betrachtet werden konnte. Er hat sich daher die bei Antritt seiner Funktionen bereits vorgelegenen Beitragsausst�nde anrechnen zu lassen.
6.5.2 Vorgebracht wird weiter, der Beschwerdef�hrer sei schon Anfang August 1996 aus der X.________ AG ausgeschieden und k�nne daher f�r den Schaden, der aus der Nichtbezahlung der danach f�llig gewordenen Beitr�ge verantwortlich gemacht werden.
Im kantonalen Verfahren hat der Beschwerdef�hrer zur Frage der Beendigung seiner Funktion ausgef�hrt, er habe sein Mandat nach Differenzen mit G.________ Anfang August 1996 niedergelegt. Die Vorinstanz kam indessen im angefochtenen Entscheid zum Ergebnis, der Beschwerdef�hrer sei dennoch zumindest bis zum 10. Oktober 1996, in welchem Zeitpunkt er A.________ schriftlich �ber sein Ausscheiden aus dem Verwaltungsrat informierte, als faktisches und subsidi�r haftendes Organ der X.________ AG zu betrachten.
Diese Sachverhaltsfeststellung ist nicht offensichtlich unrichtig. Was in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorgebracht wird, f�hrt zu keiner anderen Betrachtungsweise. Zwar trifft zu, dass der Verwaltungsrat f�r den Schaden, der durch die Nichtbezahlung von nach seinem effektiven Ausscheiden f�llig gewordenen Beitr�gen entsteht, nicht haftet, es sei denn, der Schaden sei durch Handlungen verursacht worden, deren Wirkungen sich erst nach seinem R�cktritt als Verwaltungsrat entfaltet haben (BGE 126 V 61 E. 4a S. 61 f.). Dies gilt mutatis mutandis nicht anders f�r das ausscheidende faktische Organ. Dass der Beschwerdef�hrer tats�chlich ab Anfang August 1996 keinen Einfluss mehr auf den Gang der Gesch�fts nehmen konnte, wie dies f�r die zeitliche Begrenzung seiner Haftung namentlich verlangt wird (BGE 126 V 61 E. 4a S. 61), ist indessen nicht �berzeugend dargetan. Festzustellen ist zun�chst, dass sich der Beschwerdef�hrer �ber die Gr�nde f�r die behauptete Beendigung des Mandates widerspr�chlich �ussert. W�hrend er gem�ss seiner vorinstanzlichen Darstellung das Mandat selber niedergelegt hat, macht er im vorliegenden Verfahren geltend, G.________ habe ihn aus der Firma geworfen. Es liegen abgesehen von dieser schon aufgrund ihrer Widerspr�chlichkeit nicht verl�sslichen Behauptung keine Anhaltspunkte daf�r vor, dass der Beschwerdef�hrer von den ihm �bertragenen Befugnissen und Verpflichtungen entbunden wurde oder selber Entsprechendes zu erreichen versuchte. Dies, obwohl er offensichtlich noch im Zeitpunkt des Schreibens vom 10. Oktober 1996 davon ausging, rechtsg�ltig in den Verwaltungsrat gew�hlt worden zu sein, und der entsprechende Wahlbeschluss der Generalversammlung vom 29. Juli 1996 erst am 11. November 1996 aufgehoben wurde. Zum Beweis in dieser Sache wird sodann einzig die Parteibefragung mit dem Beschwerdef�hrer angeboten. Dass sich dadurch der geltend gemachte fr�here Beendigungszeitpunkt des Mandats und damit der Haftung verl�sslich st�tzen liesse, kann indessen in antizipierter Beweisw�rdigung ausgeschlossen werden.
Aufgrund des Gesagten ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde, soweit darauf einzutreten ist (E. 2.1 hievor), als unbegr�ndet abzuweisen.
Das Verfahren ist kostenpflichtig (Art. 134 OG e contrario). Die unentgeltliche Rechtspflege (Befreiung von der Bezahlung von Gerichtskosten und unentgeltliche Verbeist�ndung; Art. 152 in Verbindung mit Art. 135 OG) kann gew�hrt werden (BGE 125 V 201 E. 4a S. 202 und 371 E. 5b S. 372, je mit Hinweisen). Es wird indessen ausdr�cklich auf Art. 152 Abs. 3 OG aufmerksam gemacht, wonach die beg�nstigte Partei der Gerichtskasse Ersatz zu leisten hat, wenn sie sp�ter dazu im Stande ist.
Die Gerichtskosten von Fr. 7000.- werden dem Beschwerdef�hrer auferlegt. Zufolge Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege werden sie einstweilen auf die Gerichtskasse genommen.
Zufolge Gew�hrung der unentgeltlichen Verbeist�ndung wird Rechtsanwalt Rudolf Studer, Aarau, f�r das Verfahren vor dem Bundesgericht aus der Gerichtskasse eine Entsch�digung von Fr. 4500.- (einschliesslich Mehrwertsteuer) ausgerichtet.

References: BGE 
 Art. 104
 Art. 105
 Art. 82
 Art. 52
 Art. 52
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
e contrario
 Art. 152
 Art. 135
 Art. 152