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Timestamp: 2019-04-24 17:55:42+00:00

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Rettungsdienst im Landkreis Wittmund
Der Landkreis Wittmund ist ein Flächenlandkreis im Nordwestens Niedersachsens. Nachbarn sind die Landkreise Friesland im Osten, Leer in Süden und Aurich im Westen.
Die rettungsdienstlichen Versorgungsbereiche des Landkreises Wittmund sind die
und die Insel Spiekeroog
hinzu kommt noch im Landkreis Aurich der östliche Teil der Stadt Wiesmoor bis zum Nordgeorgsfehnkanal
Im Landkreis Wittmund befindet sich ein Krankenhaus, des Weiteren in der Samtgemeinde Esens und in der Stadt Wittmund jeweils eine Reha-Einrichtung sowie auf den Inseln Langeoog und Spiekeroog insgesamt sechs größere und kleinere Reha-Einrichtungen.
Der Träger des Rettungsdienstes, hier der Landkreis Wittmund, kann gemäß § 5 Niedersächsisches Rettungsdienstgesetz (NRettDG) Dritte mit der Durchführung der Leistungen des Rettungsdienstes nach § 2 Abs. 2 NRettDG und der Einrichtung und der Unterhaltung der Einrichtungen nach § 4 Abs. 4 und Abs. 6 NRettDG ganz oder teilweise beauftragen.
Mit Wirkung vom 01.01.2009 wurde dem Landkreis Wittmund durch den Landkreis Aurich die Wahrnehmung des Rettungsdienstes in dem Teilgebiet östlich des Nordgeorgsfehnkanals der Stadt Wiesmoor (Landkreis Aurich) übertragen. Der Landkreis Wittmund wiederum hat für diesen Versor-gungsbereich die Rettungsdienst Ackermann GmbH mit der Durchführung der Leistungen des Rettungsdienstes berechtigt.
Mit der Durchführung der Leistungen des Rettungsdienstes in den einzelnen rettungsdienstlichen Versorgungsbereichen wurden durch den Träger des Rettungsdienstes beauftragt:
Samtgemeinde Esens und Samtgemeinde Holtriem
Promedica Rettungsdienst GmbH
(Rettungswachen in Esens und Westerholt, Stellplatz in Neuharlingersiel)
www.promedica-rettungsdienst.de
Gemeinde Friedeburg und Teil der Stadt Wiesmoor (Landkreis Aurich)
Rettungsdienst Ackermann GmbH
(Rettungswache in Friedeburg, KTW-Standort in Wittmund))
www.notfallrettung.net
Inseln Langeoog und Spiekeroog
Marburger Krankenpflegeteam Gemeinnützige Rettungsdienst GmbH , Marburg
(Rettungswachen auf Langeoog und Spiekeroog)
www.rettungsdienst-mittelhessen.de
Rettungsdienst Landkreis Wittmund
(Rettungswache in der Stadt Wittmund und gleichzeitig Notarztstandort)
www.rettungsdienst-wittmund.de
Der Rettungsdienst hat die Aufgabe, rund um die Uhr bei medizinischen Notfällen aller Art – Verletzungen, Vergiftungen und Erkrankungen – durch den Einsatz von qualifiziertem Rettungsfachpersonal, hier: Rettungsassistenten / Notfallsanitäter / Rettungssanitäter, und den geeigneten Rettungsmitteln (Einsatzfahrzeugen) rasch und sachgerecht zu helfen und Leben zu retten.
Die Sicherstellung der notärztlichen Versorgung hat der Träger des Rettungsdienstes durch Vereinbarung mit der Krankenhaus Wittmund gGmbH (www.kh-wtm.de) festgeschrieben.
Im Landkreis Wittmund wird das Rendezvoussystem betrieben. Der Notarzt besetzt in der Regel das Notarzteinsatzfahrzeug nicht als Selbstfahrer, sondern wird im Einsatzfall durch einen Notfallsanitäter der Rettungswache Wittmund zum Einsatzort, bzw. dem Rettungswagen entgegen, gefahren.
Der Krankentransport ist die medizinisch notwendige, motorisierte Ortsveränderung eines nicht akut Verletzten oder Erkrankten mit einem Krankentransportwagen, unter Umständen auch mit einem Notfallkrankenwagen oder sogar Rettungstransportwagen, von ausgebildetem Rettungsfachpersonal, mindestens Rettungssanitäter.
Davon zu unterscheiden ist der Patientenfahrdienst oder die Krankenfahrt nach Krankentransport-Richtlinien, die geringere Anforderungen an Personal und Ausrüstung stellt, sowie der Behindertenfahrdienst, der keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung ist.
Die ÖEL leitet und koordiniert den Einsatz der Kräfte des Rettungs- und Sanitätsdienstes bei größeren Notfällen (Massenanfall von Verletzten oder Erkrankten (MANV)) und bei besonderen Gefährdungslagen vor Ort. Ziel ist die bestmögliche individualmedizinische Versorgung aller Verletzten bzw. Erkrankten.
Die ÖEL besteht aus einer Leitenden Notärztin oder einem Leitenden Notarzt und einer Technischen Leiterin oder einem Technischen Leiter, Organisatorischer Leiter (OrgL) genannt. Es besteht während der Einsätze eine enge Verzahnung mit den Freiwilligen Feuerwehren, hier insbesondere der Freiwilligen Feuerwehr Leerhafe, und dem Deutschen Roten Kreuz, Kreisverband Wittmund.
Die Mitglieder der ÖEL sind entsprechend den allgemein bekannten Erkenntnissen aus- und fortgebildet. Sie haben eine mindestens 2-jährige Rettungsdiensterfahrung im Landkreis Wittmund nehmen regelmäßig an Rettungsdiensteinsätzen teil.
Im Bereich der OrgL gibt es einen ganzjährigen Bereitschaftsdienst, der jederzeit erreichbar ist und diesen Bereitschaftsdienst außerhalb der Regelarbeitszeiten leistet.
Im Landkreis Wittmund hat sich bei der Freiwilligen Feuerwehr Esens eine Initiative gegründet, die auf örtlicher Ebene im Vorfeld des Rettungsdienstes organisierte Erste Hilfe leistet. Ziel ist die Verkürzung des sog. therapiefreien Intervalls bis zum Eintreffen des öffentlichen Rettungsdienstes. Die Gruppe besteht aus Mitgliedern von Freiwilligen Feuerwehren der Samtgemeinde Esens. Sie hat sich die Bezeichnung „SEG Sanität der Freiwilligen Feuerwehr Esens“ gegeben.
Kriseninterventionsteam im Landkreis Wittmund (KIT)
Nach außergewöhnlichen belastenden Einsätzen kann es zu gesundheitlichen Folgeschäden kommen. Um einsatzbedingte psychische Folgeschäden abzufedern, gibt es im Landkreis Wittmund das KIT. Die Mitarbeiter des Teams verfügen über eine spezielle Ausbildung und können psychisch traumatisierte Kolleginnen und Kollegen, aber im Einzelfall auch Betroffene/Patienten, bei der Rückkehr zur Normalität unterstützen. Alle Kontakte zum KIT werden absolut vertraulich behandelt.
Krankentransporte nach § 19 NRettDG
Wer Krankentransporte im Sinne des § 2 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 NRettDG geschäftsmäßig durchführen will, ohne Träger des Rettungsdienstes oder Beauftragter zu sein, bedarf der Genehmigung des Trägers des Rettungsdienstes. Im Landkreis Wittmund besitzt die Firma Krankentransporte J. Ackermann (www.krankentransporte-ackermann.de) derzeit eine solche befristete Genehmigung nach § 19 NRettDG.
Die KRLO ist eine Polizei-, Feuerwehr- und Rettungsleitstelle und zuständig für die Landkreise Aurich, Leer und Wittmund, polizeilich auch noch zusätzlich für die Stadt Emden. Hier werden die Notrufe und Hilfeersuchen aus den Bereichen Polizei, Brandschutz, Katastrophenschutz, Hilfeleistung, Rettungsdienst und Krankentransport von über 410.000 Einwohnerinnen und Einwohnern bearbeitet.
Erreichbar ist die KRLO für den Bereich Rettungsdienst über den europaweit gültigen Notruf 112.
Die Polizei ist erreichbar unter dem Notruf 110.
Krankentransporte werden unter der Rufnummer 19 222 entgegen genommen (alle ohne Vorwahl)
Um Ihnen schnellstmögliche Hilfe zu schicken benötigt der Disponent in der KRLO folgende Information:
WO - ist der Notfallort?
WER - meldet den Notfall?
WAS - ist dort genau passiert?
WIEVIELE - Verletzte gibt es?
WELCHE - Verletzungen?
WARTEN - auf Nachfragen
Bitte versuchen Sie so ruhig wie möglich auf die Fragen des Disponenten zu antworten. Schon während der Disponent mit Ihnen telefoniert, wird er die Rettungskräfte zu Ihnen auf den Weg schicken (www.krlo.de).
Kleine Auswahl der Einsatzfahrzeuge des Rettungsdienstes im Landkreis Wittmund vor dem altehrwürdigen Kreishaus auf dem Marktplatz in Wittmund (Stand: 01.11.2015)
OrgL/LNA- und Notarzteinsatzfahrzeuge der Rettungswache Wittmund des Landkreis Wittmund (Stand: 01.08.2016):

References: § 5
 § 2
 § 4
 § 19
 § 2
 § 19