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Timestamp: 2020-01-25 05:50:50+00:00

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§ 121 ZPO: Beiordnung eines Rechtsanwalts
VG München, Beschluss vom 1.11.2014, Az. 24 M 14.31118 Diese Berechnungsmethode wird allerdings heute nicht (mehr) vertreten (so noch das Oberlandesgericht - OLG - München im Beschluss vom 18. Januar 1988 - 11 WF 1490/87, zitiert nach Juris, Hinweis in Zöller, Kommentar zur ZPO, Rdn. 45 zu § 121 ZPO, allerdings mit einer diese Methode ablehnenden Begründung).
VG München, Beschluss vom 1.11.2014, Az. 24 M 14.31118 Nach heute praktisch einhelliger Meinung sind die zu vergütenden Gebühren des beigeordneten Prozessbevollmächtigten aus dem Teilstreitwert des insgesamt streitigen Betrags zu berechnen, für den Prozesskostenhilfe gewährt und für den er beigeordnete wurde (z. B. Beschlüsse der OLG München vom 28. Oktober 1994 - 11 W 979/94 und vom 6. Dezember 1996 11 W 3197/96, Schleswig-Holstein vom 11. Mai 2005 - 15 WF 90/05, Stuttgart vom 26. April 1984 - 8 W 517/83, und des Landgerichts Osnabrück vom 16. Februar 1989 9 T 13/89, alle zitiert nach Juris, Zöller, Kommentar zur ZPO, Rdn. 45 zu § 121 ZPO, Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, Kommentar zur ZPO, Rdn. 22 zu § 121, Gerold/Schmidt/v.Eicken/Madert/Müller-Rabe, Kommentar zu dem RVG, Rdn. 11 zu § 48 RVG, Hartmann, KostG, Kommentar, Rdn. 65 zu § 48 RVG).
VG Würzburg, Beschluss vom 3.10.2013, Az. 1 K 12.30225 c) Die Beiordnung des anwaltlichen Vertreters ist gemäß § 121 Abs. 2 ZPO erforderlich, weil auch eine bemittelten Partei in der Lage des Klägers den Rechtsstreit vernünftigerweise nicht ohne anwaltliche Unterstützung führen würde (vgl. dazu BVerfG v. 22.6.2007 - 1 BvR 681/07 - NJW-RR 2007, 1713; v. 17.2.1997 - 1 BvR 1440/96 - NJW 1997, 2103; Fischer in Musielak, ZPO, 10. Aufl. 2013, § 121 Rn. 11; Reichling in Vorwerk/Wolf, ZPO, Stand 1.4.2013, § 121 Rn. 19).
VGH München, Beschluss vom 3.5.2013, Az. 3 C 13.1091 Das Verwaltungsgericht hat die Bewilligung von Prozesskostenhilfe und Beiordnung eines Rechtsanwalts (§ 121 ZPO) zu Recht abgelehnt, weil die gesetzlichen Gerichtsund Anwaltskosten von der Rechtsschutzversicherung der Klägerin übernommen werden, die am 24. November 2011 eine entsprechende Deckungszusage erteilt und am 26. März 2013 Kosten in Höhe von insgesamt 1.692,54 € angewiesen hat; dieser Anspruch zählt zu dem einzusetzenden Vermögen (vgl. BGH NJW 1991, 110).
LSG München, Beschluss vom 5.0.2013, Az. 15 SB 127/12 Das vom Gesetzgeber in § 121 Abs. 2 ZPO festgeschriebene Erfordernis der Erforderlichkeit anwaltlicher Vertretung beruht im Wesentlichen auf dem Grundsatz der Waffengleichheit (vgl. BVerfG, Beschluss vom 27.10.1988, Az.: 1 BvR 1340/88).
LArbG Nürnberg, Beschluss vom 3.11.2012, Az. 7 Ta 98/12 Im Rahmen der bewilligten Prozesskostenhilfe ist bei der Beiordnung eines nicht im Bezirk des Prozessgerichts niedergelassenen Anwalts jedoch stets zu prüfen, ob besondere Umstände für die Beiordnung eines zusätzlichen Verkehrsanwalts im Sinne des § 121 Absatz 4 ZPO vorliegen (vgl. Bundesgerichtshof - Beschluss vom 23.06.2004 - XII ZB 61/04 = BGHZ 159/370 und NJW 2004/2749).
VGH München, Beschluss vom 3.10.2012, Az. 7 C 12.2143 17 2. Aufgrund der Komplexität der aufgeworfenen Fragen und der Bedeutung des Verfahrensausgangs für den rechtsunkundigen Kläger erscheint die Beiordnung eines Rechtsanwalts gemäß § 121 Abs. 2 ZPO erforderlich (vgl. BVerfG vom 22.6.2007 NJW 2008 S. 430).
BGH, BESCHLUSS vom 3.5.2012, Az. XII ZB 218/11 Allein die existentielle Bedeutung der Sache kann die Beiordnung eines Rechtsanwalts nach neuem Recht dagegen nicht mehr begründen (vgl. BGHZ 186, 70 = FamRZ 2010, 1427 Rn. 19 unter Hinweis auf die Gesetzesbegründung [BT-Drucks. 16/6308 S. 2214]; anders noch zu dem - bis August 2009 für die Abstammungsverfahren geltenden - § 121 Abs. 2 ZPO jedenfalls bei widerstreitenden Interessen: Senatsbeschlüsse vom 11. September 2007 - XII ZB 27/07 -FamRZ 2007, 1968 Rn. 8 und vom 2. Juni 2010 - XII ZB 60/09 - FamRZ 2010, 1243 Rn. 16).
BGH, BESCHLUSS vom 3.5.2012, Az. XII ZB 218/11 -10- bringen kann (vgl. zu dem bis August 2009 für die Abstammungsverfahren geltenden § 121 Abs. 2 ZPO Senatsbeschluss vom 2. Juni 2010 - XII ZB 60/09 -FamRZ2010, 1243 Rn. 17 unter Hinweis auf BVerfG FamRZ2002, 531, 532).
OLG Bamberg, Beschluss vom 4.10.2011, Az. 2 WF 269/11 Der für den Fall der Bewilligung von Prozesskostenhilfe gestellte Beiordnungsantrag eines nicht bei dem Prozessgericht zugelassenen Rechtsanwalts enthält regelmäßig ein konkludentes Einverständnis mit einer dem Mehrkostenverbot des § 121 Abs.3 ZPO entsprechenden Einschränkung der Beiordnung nur zu den Bedingungen eines am Prozessgerichts ansässigen Rechtsanwalts (BGH FamRZ 2007, 37).
LAG Köln, Beschluss vom 3.7.2011, Az. 1 Ta 208/11 Arbeitsrecht Leitsätze: Eine Beiordnung ist i.S. v. § 121 Abs. 2 ZPO erforderlich, wenn die besonderen persönlichen Verhältnisse des Antragstellers dazu führen, dass der Grundsatz der Waffengleichheit verletzt ist (im Anschluss an BVerfG v. 24.03.2011 - 1 BvR 1737/10 -).
LSG München, Beschluss vom 2.4.2011, Az. 15 SB 67/11 Könnte einer Partei, wenn ihr im Rahmen der Prozesskostenhilfe ein im Gerichtsbezirk niedergelassener Rechtsanwalt beigeordnet würde, die Beiordnung eines weiteren Verkehrsanwalts nach § 121 Abs.4 ZPO wegen besonderer Umstände nicht verweigert werden, so ist ihr der nicht im Gerichtsbezirk niedergelassene Anwalt ohne Einschränkung beizuordnen, wenn dadurch keine (oder allenfalls unwesentliche) Mehrkosten entstehen können (vgl. Bundesgerichtshof - BGH -, Beschluss vom 23.06.2004, Az.:
LAG Hamm, Beschluss vom 1.1.2011, Az. 14 Ta 510/10 Das Gericht hat insoweit keinen Ermessensspielraum (vgl. LAG Hamm, 10. November 2008, 14 Ta 123/08, juris; 30. Dezember 2008, 14 Ta 118/08, juris; 30 Dezember 2008, 14 Ta 596/08, juris, Kalthoener/Büttner/Wrobel-Sachs, a.a.O., Rn. 569; Zöller/Geimer, a.a.O., § 121 ZPO Rn. 10).
BGH, URTEIL vom 4.0.2011, Az. IX ZR 110/10 Insbesondere entspricht es sowohl höchstrichterlicher Rechtsprechung (BGH, Urteil vom 30. April 1986 -VIII ZR 112/85, WM 1986, 1056, 1058) als auch einem allgemeinen Rechtsgedanken (vergleiche § 121 Abs. 2 Fall 2 ZPO), dass der Kläger sich zur Herstellung von 'Waffengleichheit' seiner Rechtsanwälte bedienen durfte, nachdem auch die Beklagte Rechtsanwälte zur Durchsetzung ihres vermeintlichen Anspruchs eingeschaltet hatte.
LAG Düsseldorf, Beschluss vom 2.6.2010, Az. 3 Ta 382/10 Hierbei ist stets zu prüfen, ob besondere Umstände die Beiordnung eines solchen, zusätzlichen Anwalts i.S. von § 121 Abs.4 ZPO rechtfertigen (vgl. insoweit: BAG v. 17.09.2007 - 3 AZB 23/06, NZA 2007, 1317; BAG v. 18.07.2005 - 3 AZB 65/03, AP Nr. 3 zu § 121 ZPO; BGH v. 23.06.2004 - XII ZB 61/04, BGHZ 159, 370; Zöller/Geimer, § 121 Rz. 20 m.w.N.).
LAG Düsseldorf, Beschluss vom 4.6.2010, Az. 3 Ta 359/10 Hierbei ist stets zu prüfen, ob besondere Umstände die Beiordnung eines solchen, zusätzlichen Anwalts i.S. von § 121 Abs.4 ZPO rechtfertigen (vgl. insoweit: BAG v. 17.09.2007 - 3 AZB 23/06, NZA 2007, 1317; BAG v. 18.07.2005 - 3 AZB 65/03, AP Nr. 3 zu § 121 ZPO; BGH v. 23.06.2004 - XII ZB 61/04, BGHZ 159, 370).
VGH München, Beschluss vom 5.2.2010, Az. 19 C 10.236 Hierfür spricht auch der Wortlaut des § 121 Abs.3 ZPO, der eine Beiordnung bei Entstehen weiterer Kosten grundsätzlich ausschließt; bei einem Rechtsanwalt ist die Kenntnis des Inhalts dieser Norm vorauszusetzen (vgl. OLG Sa.-Anh. a.a.O.).
VGH München, Beschluss vom 5.2.2010, Az. 19 C 10.236 Dabei ist zu berücksichtigen, dass § 121 Abs.4 ZPO Ausnahmecharakter hat und den Regelungszweck des § 121 Abs.3 ZPO nicht konterkarieren darf.Gegen eine Erforderlichkeit im Sinne § 121 Abs.4 ZPO spricht im Übrigen auch, dass der Wohnsitz des Klägers in A., von dem auszugehen ist, nur ca. 70 km vom Gerichtssitz entfernt ist und gemäß § 121 Abs.3 ZPO sowieso jeder im Gerichtsbezirk niedergelassene Rechtsanwalt beigeordnet werden kann und dementsprechend Anspruch auf Erstattung von Reisekosten besteht (insg. OLG Frankfurt, B.v. 25.3.2009 – 19 W 14/09, RdNrn. 4, 5).
LAG Hamm, Beschluss vom 3.1.2010, Az. 14 Ta 518/09 Dies haben die Fachgerichte zu beachten, wenn sie beurteilen, ob gemäß § 114 ZPO eine beabsichtigte Rechtsverfolgung oder Rechtsverteidigung hinreichende Aussicht auf Erfolg hat und nicht mutwillig erscheint und ob gemäß § 121 Abs. 2 Alt. 1 ZPO die Vertretung durch einen Rechtsanwalt erforderlich erscheint (vgl. BVerfG, 18. November 2009, a.a.O.) 9bb) Die Erforderlichkeit im Sinne des § 121 Abs. 2 Alt. 1 ZPO beurteilt sich nach dem Umfang und der Schwierigkeit der Sache sowie nach der Fähigkeit des Beteiligten, sich mündlich und schriftlich auszudrücken (vgl. BVerfG, 12. April 1983, a.a.O.; 19. Januar 1994, 2 BvR 2003/93, NVwZ 1994, Beilage 3, 17; BAG, 7. Februar 2006, 3 AZB 41/05, n.v.).
LAG Hamm, Beschluss vom 3.1.2010, Az. 14 Ta 518/09 16d) Zusammengefasst beurteilt sich die Erforderlichkeit im Sinne des § 121 Abs. 2 Alt. 1 ZPO nach dem Umfang und der Schwierigkeit der Sache sowie nach der Fähigkeit des Beteiligten, sich mündlich und schriftlich auszudrücken (vgl. BVerfG, 12. April 1983, a.a.O.; 19. Januar 1994, 2 BvR 2003/93, NVwZ 1994, Beilage 3, 17; BAG, 7. Februar 2006, a.a.O.).
LAG Düsseldorf, Beschluss vom 2.10.2009, Az. 3 Ta 656/09 Hierbei ist stets zu prüfen, ob besondere Umstände die Beiordnung eines solchen, zusätzlichen Anwalts i.T.. von § 121 Abs.4 ZPO rechtfertigen (vgl. insoweit: BAG v. 17.09.2007 - 3 AZB 23/06, NZA 2007, 1317; BAG v. 18.07.2005 - 3 AZB 65/03, AP Nr. 3 zu § 121 ZPO; BGH v. 23.06.2004 - XII ZB 61/04, BGHZ 159, 370).
BGH, BESCHLUSS vom 3.1.2009, Az. XII ZB 137/08 Allerdings wird auch die vom Oberlandesgericht befürwortete - umgekehrte - Regel, nach der 'auch bei einem Verfahren mittleren Schwierigkeitsgrades die Beiordnung eines Rechtsanwalts jedenfalls für den ersten Rechtszug nicht oder nur in Ausnahmefällen in Betracht kommen' werde (so bereits OLG Frankfurt FamRZ 2005, 2005, 2006), den Vorgaben des § 121 Abs. 2 ZPO nicht gerecht.
LAG Hamm, Beschluss vom 2.11.2008, Az. 14 Ta 596/08 Sind zunächst beide Parteien nicht anwaltlich vertreten, erteilt aber im Laufe des Verfahrens der Gegner ein Mandat, dann folgt aus § 121 Abs. 2 Alt. 2 ZPO die Pflicht des Gerichts, nunmehr dem Hilfsbedürftigen auf Antrag nachträglich einen Wahlanwalt beizuordnen, ohne die Erforderlichkeit der Beiordnung zu prüfen, das Gericht hat insoweit keinen Ermessensspielraum (vgl. LAG Hamm, 9. September 2008, 4 Ta 613/08; OLG Köln, 1. August 1997, 4 WF 184/97, FamRZ 1989, S. 1522; Kalthoener/Büttner/Wrobel-Sachs, Prozesskostenhilfe und Beratungshilfe, 4. Auflage, Rn. 569; Stein/Jonas/Bork, ZPO, 22. Aufl., § 121 Rn. 10; Zöller/Philippi, ZPO, 27. Auflage, § 121 Rn. 10).
LAG Hamm, Beschluss vom 2.11.2008, Az. 14 Ta 596/08 § 121 Abs.3 ZPO ist im arbeitsgerichtlichen Verfahren deswegen unmittelbar anwendbar (vgl. LAG Hamm, 10. November 2008, 14 Ta 123/08; LAG Hamm, 7. September 2007, 5 Ta 473/07; Fröschl, NZA 2007, S. 418 ff.).
LAG Hamm, Beschluss vom 2.11.2008, Az. 14 Ta 118/08 Sind zunächst beide Parteien nicht anwaltlich vertreten, erteilt aber im Laufe des Verfahrens der Gegner ein Mandat, dann folgt aus § 121 Abs. 2 Alt. 2 ZPO die Pflicht des Gerichts, nunmehr dem Hilfsbedürftigen auf Antrag nachträglich einen Wahlanwalt beizuordnen, ohne die Erforderlichkeit der Beiordnung zu prüfen, das Gericht hat insoweit keinen Ermessensspielraum (vgl. LAG Hamm, 10. November 2008, 14 Ta 123/08; 9. September 2008, 4 Ta 613/08; OLG Köln, 1. August 1997, 4 WF 184/97, FamRZ 1989, S. 1522; Kalthoener/Büttner/Wrobel-Sachs, a.a.O., Rn. 569; Stein/Jonas/Bork, ZPO, 22. Aufl., § 121 Rn. 10; Zöller/Philippi, ZPO, 27. Auflage, § 121 Rn. 10).
LAG Hamm, Beschluss vom 1.10.2008, Az. 14 Ta 123/08 Sind zunächst beide Parteien nicht anwaltlich vertreten, erteilt aber im Laufe des Verfahrens der Gegner ein Mandat, dann folgt aus § 121 Abs. 2 Alt. 2 ZPO die Pflicht des Gerichts, nunmehr dem Hilfsbedürftigen auf Antrag nachträglich einen Wahlanwalt beizuordnen, ohne die Erforderlichkeit der Beiordnung zu prüfen, das Gericht hat insoweit keinen Ermessensspielraum (vgl. LAG Hamm, 9. September 2008, 4 Ta 613/08; OLG Köln, 1. August 1997, 4 WF 184/97, FamRZ 1989, S. 1522; Kalthoener/Büttner/Wrobel-Sachs, Prozesskostenhilfe und Beratungshilfe, 4. Auflage, Rn. 569; Stein/Jonas/Bork, ZPO, 22. Aufl., § 121 Rn. 10; Zöller/Philippi, ZPO, 26. Auflage, § 121 Rn. 10).
LAG Hamm, Beschluss vom 1.10.2008, Az. 14 Ta 123/08 § 121 Abs.3 ZPO ist im arbeitsgerichtlichen Verfahren deswegen unmittelbar anwendbar (vgl. LAG Hamm, 7. September 2007, 5 Ta 473/07; Fröschl, NZA 2007, S. 418 ff.).
BGH, BESCHLUSS vom 3.8.2008, Az. IV ZR 343/07 7	5.	Zwar	wird	in	der Rechtsprechung auch nach der mit der Ent- scheidung BGHZ 146, 341 ff. verbundenen Zuerkennung der Rechtsfähigkeit der Gesellschaft bürgerlichen Rechts teilweise weiterhin die Auffassung vertreten, der Wortlaut des § 121 Abs. 1 ZPO verbiete die Beiordnung einer Rechtsanwaltssozietät (OLG Celle, Beschluss vom 2. Mai 2003 - 7 U 11/03 -; BayLSG, Beschluss vom 4. Juli 2006- L 15 B 44/03 R KO - beide veröffentlicht in juris).
BGH, BESCHLUSS vom 3.8.2008, Az. IV ZR 343/07 Allein die Tatsache, dass der Wortlaut des § 121 ZPO unverändert fortbesteht, beantwortet im Übrigen nicht die Frage, ob die Vorschrift vor dem Hintergrund der inzwischen eingetretenen Rechtsentwicklung in Bezug auf die Rechtsanwaltsund die Partnerschaftsgesellschaft einer Korrektur mittels verfassungskonformer Auslegung bedarf.Zu der im Jahre 1998 geschaffenen Neuregelung der §§ 59c ff. BRAO und den bereits im Jahre 1995 geschaffenen Regelungen über die Partnerschaftsgesellschaft (vgl. dazu Schultz in Festschrift für Hirsch, 2008, S. 525, 526) tritt inzwischen hinzu, dass spätestens seit der zu Beginn des Jahres 2001 ergangenen Entscheidung BGHZ 146, 341 ff. die Rechtsfähigkeit der Gesellschaft bürgerlichen Rechts, damit auch der Rechtsanwaltssozietät, anerkannt ist.
LAG Hamm, Beschluss vom 1.5.2007, Az. 9 Sa 253/07 10Aus dem Sinn und Zweck der Norm heraus darf ein hilfebedürftiger, in eigener Angelegenheit prozessierender Rechtsanwalt sich nicht selbst beigeordnet werden (Zöller/Philippi 26. Aufl. § 121 ZPO Rn. 1, 3; OLG Frankfurt Beschluss vom 25.05.1992 – 3 WF 21/92 - FamRZ 1992, 1320 m.w.Nachw.; a.A. Bork in Stein/Jonas 22. Aufl. § 121 ZPO Rn. 3; Baumbach 65. Aufl. § 121 ZPO Rn. 26); ihm kann jedoch ein anderer Rechtsanwalt beigeordnet werden, wenn dies, z.B. wegen mangelnder Sachkunde auf einem Spezialgebiet, erforderlich ist (Zöller/ Philippi a.a.O.).
BGH, BESCHLUSS vom 4.9.2006, Az. IX ZB 176/05 Nur im Anwendungsbereich des § 121 Abs. 2 ZPO kann sich überhaupt die Frage stellen, ob von der Beiordnung eines Anwalts abgesehen werden kann, weil die Partei oder ihr gesetzlicher Vertreter ein bei dem Prozessgericht zugelassener Rechtsanwalt ist (vgl. dazu BGH, Beschl. v. 23. März 2006 - IX ZB 130/05, NJW 2006, 1597; v. 6. April 2006 - IX ZB 169/05, NJW 2006, 1881).
BGH, BESCHLUSS vom 2.9.2006, Az. XI ZB 1/06 lieh nur beigeordnet werden, wenn dadurch weitere Kosten nicht entstehen (§ 121 Abs.3 ZPO; BGHZ 159, 370, 372).
BGH, BESCHLUSS vom 2.9.2006, Az. XI ZB 1/06 Ein solcher Fall ist hier auch unter der gebotenen (vgl. BGHZ 159, 370, 373; BAG NJW 2005, 3083, 3084) Berücksichtigung der Rechtsprechung zur zusätzlichen Beiordnung eines Verkehrsanwalts nach § 121 Abs.4 ZPO nicht gegeben.
LG Arnsberg, Beschluss vom 1.9.2006, Az. 3 T 40/06 8Der Anwendungsbereich des §§ 121 ZPO hat sich an § 5 InsVV zu orientieren, da es sonst zu Fällen kommen könnte, in denen der als Rechtsanwalt zugelassene Insolvenzverwalter leer ausginge bzw. bei Beauftragung eines Rechtsanwaltes diesem schadensersatzpflichtig würde, welches dem Grundsatz zuwiderliefe, dass der Insolvenzverwalter das Verfahren nicht aus privaten Mitteln finanzieren muss (BGH, ZInsO 2006, 491; so auch BAG, ZIP 2003, 1947).
LAG Hamm, Beschluss vom 1.0.2006, Az. 4 Ta 36/05 Selbst wenn die Vertretung der bedürftigen Partei durch einen Rechtsanwalt zunächst nicht erforderlich im Sinne des § 121 Abs. 2 Satz 1 Hs. 2 Alt. 1 ZPO erscheint, kann das Erfordernis der Anwaltsbeiordnung nach dem Grundsatz der 'Waffengleichheit' gemäß § 121 Abs. 2 Satz 1 Hs. 2 Alt. 2 ZPO auch nachträglich eintreten, wenn sich der Prozessgegner im Laufe des Verfahrens durch einen Anwalt vertreten lässt (OLG Köln v. 01.08.1997 – 4 WF 184/97, FamRZ 1998, 1522).
LAG Hamm, Beschluss vom 1.0.2006, Az. 4 Ta 675/05 Selbst wenn die Vertretung der bedürftigen Partei durch einen Rechtsanwalt zunächst nicht erforderlich im Sinne des § 121 Abs. 2 Satz 1 Hs. 2 Alt. 1 ZPO erscheint, kann das Erfordernis der Anwaltsbeiordnung nach dem Grundsatz der 'Waffengleichheit' gemäß § 121 Abs. 2 Satz 1 Hs. 2 Alt. 2 ZPO auch nachträglich eintreten, wenn sich der Prozessgegner im Laufe des Verfahrens durch einen Anwalt vertreten lässt (OLG Köln v. 01.08.1997 – 4 WF 184/97, FamRZ 1998, 1522).
LAG Düsseldorf, Beschluss vom 5.10.2005, Az. 16 Ta 603/05 8b) Soweit teilweise die Auffassung vertreten wird, der als Verkehrsanwalt nach § 121 Abs.4 ZPO beigeordnete Rechtsanwalt erhalte neben der Verfahrensgebühr (Nr. 3400 VV RVG) auch eine Einigungsgebühr nach § 1000 VV RVG, falls seine Tätigkeit für einen Vergleichsabschluss ursächlich war (so von Eicken in Gerold/Schmidt/von Eicken/Madert/Müller-Rabe, a. a. O., § 48 Rdn. 128 und Müller-Rabe, a. a. O., Nr. 3400 VV Rdn. 57 60; Hartmann, KostG a. a. O., Rdn. 16; OLG Oldenburg vom 29.06.1992,
LAG Hamm, Beschluss vom 5.10.2005, Az. 18 Ta 269/05 Besondere Umstände im Sinne des § 121 Abs.4 ZPO können darin liegen, dass die hilfsbedürftige Partei wegen Gebrechen, Schreibungewandtheit, Rechtsunerfahrenheit oder Schwierigkeit des Streitstoffes den Prozessbevollmächtigten nicht sachgemäß schriftlich und wegen der Unzu demutbarkeit einer Reise auch nicht persönlich informieren kann (LAG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 18.10.1985 - 1 Ta 218/85 - LAGE, ZPO, § 121 Nr. 2; OLG Zweibrücken, Beschluss vom 27.06.2001 - 2 UF 12/01 - NJW-RR 2002, 500).
LG Bonn, Beschluss vom 4.8.2005, Az. 6 T 288/05 Hinsichtlich der Frage der Notwendigkeit der Beiordnung eines Rechtsanwalts nach § 121 Abs. 2 ZPO ist die Prüfungskompetenz des Beschwerdegerichts nicht anders zu beurteilen als hinsichtlich der Frage der Bedürftigkeit (vgl. OLG München Beschluss vom 03.11.1998 –16 WF 1249/98-, zitiert nach JURIS, dort angegebene Fundstelle u.a. FamRZ 1999, 1355-1356).
BGH, BESCHLUSS vom 5.9.2003, Az. IXa ZB 197/03 a) Sie räumt ein, daß die vom Schuldner beantragte Beiordnung eines Rechtsanwalts gemäß § 121 Abs. 2 ZPO nur in Betracht kommt, wenn sich zuvor die Voraussetzungen des § 114 ZPO bejahen lassen (MünchKomm-ZPO/Wax, ZPO 2. Aufl. § 114 Rdn. 65; Stein/Jonas/Bork, ZPO 21. Aufl. § 121 Rdn. 2; LG Münster Rpfleger 1995, 36; LG Krefeld Rpfleger 1988, 156; LG Bielefeld Rpfleger 1987, 210).
BGH, BESCHLUSS vom 5.9.2003, Az. IXa ZB 197/03 Bei mangelnder Erfolgsaussicht der beabsichtigten Rechtsverfolgung oder -Verteidigung scheidet eine Beiordnung aus, selbst wenn der Gegner anwaltlich vertreten, der antragstellenden Partei in sonstiger Weise überlegen sein oder sich die Sachund Rechtslage so schwierig gestalten sollte, daß die Partei zu einer sachgerechten Wahrnehmung ihrer Interessen anwaltlichen Beistandes bedarf.Denn § 121 ZPO regelt lediglich, wann der Partei, der Prozeßkostenhilfe zu bewilligen ist, zusätzlich ein Rechtsanwalt beigeordnet werden muß (vgl. BGHZ 91, 305, 315).
BGH, BESCHLUSS vom 4.8.2003, Az. IXa ZB 192/03 Der Senat hat die streitige Rechtsfrage, wegen der die Rechtsbeschwerde zugelassen worden ist, bereits in dem Sinne entschieden (BGH, Beschl. vom 18. Juli 2003 - IXa ZB 124/03, z.V.b.), daß bei einer Unterhaltsvollstreckung im Einzelfall zu prüfen ist, ob die Beiordnung eines Rechtsanwalts nach § 121 Abs. 2 ZPO erforderlich erscheint.
BGH, BESCHLUSS vom 3.9.1991, Az. VIII ZR 2/91 Scheitert die Beauftragung eines Rechtsanwalts allein an der Mittellosigkeit der Partei, so vermag diese allenfalls im Wege der Prozeßkostenhilfe (§ 121 ZPO) anwaltlichen Beistand zu erlangen (RG JW 1892, 363 Nr. 9 zu § 33 RechtsanwaltsOrdnung; BGH, Beschluß vom 25. Januar 1966 - V ZR 166/63 = NJW 1966, 780; Stein/Jonas/Leipold, ZPO, 20. Auf1., § 78 b Rdnr. 6; Thomas/Putzo, ZPO,
BGH, URTEIL vom 4.9.1983, Az. III ZR 61/82 12 - angesehen werden, weil ihnen die dem Urteil vorbehaltene Rechtskraftwirkung (vgl. Senatsurteil BGHZ 51, 326, 329) fremd ist; das frühere Armenrecht konnte jederzeit entzogen werden, wenn sich ergab, daß eine Voraussetzung der Bewilligung nicht vorhanden war oder nicht mehr vorhanden ist (§ 121 ZPO a.F.; vgl. demgegenüber jetzt § 124 ZPO).

References: § 121
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 BGH 
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 § 121
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 § 121
 § 121
 § 121
 § 5
 § 121
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 § 121
 § 121
 § 1000
 § 48
 § 121
 § 121
 § 121
 § 121
 § 114
 § 114
 § 121
 § 121
 § 121
 § 33
 § 78
 § 124