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Timestamp: 2019-07-21 02:33:40+00:00

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Lexikon der Handelssprache der einzelhandels-anwälte.de: ra-busch
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Lexikon der Handelssprache
Wie jeder Wirtschaftszweig verwendet auch der Einzelhandel Begriffe und Redewendungen, die jeder In­sider kennt, von anderen aber entweder gar nicht oder mit einer anderen Bedeutung verstanden wer­den, die "Handelssprache". Hier finden Sie die Erläuterung der wichtigsten Fachbegriffe, Ab­kür­zungen sowie umgangssprachlichen Bezeichnungen, die in dieser spannenden Branche üblich sind. Text­passagen, die mit "→" gekennzeichnet sind, verweisen auf die gesonderten Erläuterungen des dem Pfeil folgenden Begriffes.
Sie können das LEXIKON DER HANDELSSPRACHE auch als gedruckte Broschüre bei uns anfordern. Mittlerweile ist in der Druckfassung die 6. Auflage erschienen, in der wir 458 Begriffe erläutern.
Einzelexemplare versenden wir kostenfrei. Für größere Mengen erbitten wir zunächst eine Ab­sprache über etwaige Kosten, die wir Ihnen dafür in Rechnung stellen müssten. Berufsschulen be­liefern wir mit Klassensätzen im Regelfall kostenfrei. Unsere Mandanten können kos­ten­frei Zu­satz­exemplare für ihre eigenen Auszubildenden anfordern.
Anforderungen telefonisch unter 0511/343230 oder per E-Mail an lexikon@einzelhandels-anwaelte.de.
Unsere Fachanwaltskanzlei ist u.a. auf die umfassende Beratung und Vertretung von Ein­zel­han­dels­unternehmen, im Schwerpunkt des inhabergeführten Facheinzelhandels in den In­nen­städten mit be­dienungs- und beratungsintensiven Sortimenten, spezialisiert. Zahlreiche unserer Mandanten be­treiben Einzelhandelsgeschäfte in ganz Deutschland. Als Rechtsanwälte und Fachanwälte für Ar­beits­recht bringt es unser täglicher Kontakt mit unseren Mandanten mit sich, dass wir "die Sprache unserer Mandanten" beherrschen. Anwälte gibt es viele; auch ein Fachanwalt für Arbeitsrecht ist schnell gefunden. Wir aber sind die Spezialisten für die Vertretung der Arbeitgeber - daher auch unsere weitere Internetadresse www.arbeitgeber-anwälte.de - und haben zudem noch einen weiteren Schwer­­punkt in der ständigen Betreuung von Einzelhändlern. Für viele mittelständische Be­triebe sind wir somit die "externe Rechtsabteilung", nicht nur für das Arbeitsrecht, sondern auch für alle anderen den Handel besonders betreffenden Rechtsgebiete wie das Wettbewerbsrecht, Marken­recht, Urheberrecht, Datenschutzrecht, Ladenöffnungsrecht und das gewerbliche Mietrecht.
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Fachbegriffe, Abkürzungen und Umgangssprachliches aus dem Einzelhandel
1a-Lage höchstfrequentierte und daher regelmäßig auch teuerste Lage für einen Betrieb, z.B. innerer Kern einer Innenstadt (z.B. Fußgängerzone) mit der größten Ansammlung von Einzelhandelsgeschäften, der daher regelmäßig von der höchsten Passantenzahl in der Stadt aufgesucht wird
1. Kondition Zahlungsweise auf Lieferantenrechnungen, in der mit dem höchsten Skonto-Abzug (im Regelfall 4 % innerhalb der ersten 10 Tage nach Rechnungsausstellung und Warenversand, sog. Eilskonto) gezahlt werden kann. Geregelt in § 9 Abs. 2 Nr. 1 der → Einheitsbedingungen der deutschen Textilwirtschaft (Fassung vom 01.01.2015). Wenn über einen Einzelhändler berichtet wird, er zahle immer in der 1. Kondiion, wird damit zum Ausdruck gebracht, dass er solvent und ein zuverlässiger Vertragspartner ist.
2. Kondition Zahlungsweise auf Lieferantenrechnungen, in der mit einem verringerten Skonto-Abzug (im Regelfall 2,25 % zwischen dem 11. und dem 30. Tag nach Rechnungsausstellung und Warenversand) gezahlt werden kann. Geregelt in § 9 Abs. 2 Nr. 2 der → Einheitsbedingungen der deutschen Textilwirtschaft
3. Kondition Zahlungsweise auf Lieferantenrechnungen, in der auf die Rechnung ohne Skonto-Abzug zwischen dem 31. und dem 60. Tag nach Rechnungsausstellung und Warenversand gezahlt wird. Geregelt in § 9 Abs. 2 Nr. 3 der → Einheitsbedingungen der deutschen Textilwirtschaft
17, auf "17" gehen umgangssprachlich: auf die Toilette gehen
24/7 (engl.) Bezeichnung für ein Ladengeschäft, welches rund um die Uhr (24 Stunden) jeden Tag in der Woche (7 Tage) geöffnet hat. In Deutschland aufgrund des Sonn- und Feiertagsschutzes und der Ladenöffnungs- bzw. Ladenschlussgesetze der Länder rechtlich unzulässig
A-Kunden Kunden, mit denen der Modehandel seinen größten Umsatz macht. Faustregel der Branche (2018): A-Kunden machen 4 % der Kunden aus, mit denen 20 % des Umsatzes gemacht wird. A- und → B-Kunden ergeben15 % der Kunden, die 50 % des Umsatzes generieren. Siehe auch → C-Kunden, →D-Kunden und → E-Kunden.
Ärsche reiben „Die Ärsche müssen sich reiben!“, so beschrieb Hermann Tietz (*29.04.1837, † 03.05.1907, Onkel und Kapitalgeber von Oskar Tietz, Gründer der Warenhauskette HERTIE - siehe auch http://www.hertie.de/Info-Seite-Hermann-Tietz_c193) den handelspsychologischen Effekt, wenn die Warenpräsentation oder besondere Verkaufsveranstaltungen Kunden anlockt, deren Verweilen vor der Ware wieder andere Kunden anlockt, so dass es zu einer Menschenansammlung kommt, bspw. Gedränge an → Wühltischen
abhandeln altertümlich für von dem geforderten Kaufpreis durch Bieten und Wiederbieten einen Erlass erhalten
abklappern / abkleppern / abkloppen altertümlich für vom reisenden Kaufleuten genutzter Begriff für „die ganze Gegend nach Aufträgen absuchen“
ablagern altertümlich für Waren auf dem Lager liegen lassen, insbesondere Lebensmittel und Wein
ablassen altertümlich für „verkaufen“ oder „am Preis nachlassen“
abnehmen altertümlich für „Waren abnehmen“, also kaufen, daher → Abnehmer
Abnehmer Kunde
Abruf Anweisung zur Absendung eines Einzelpostens von einem auf allmähliche Lieferung abgeschlossenen Vertrags über ein Gesamtquantum einer Ware
Absatzkanal Vertriebsweg (auch Distributionsweg), über den die Ware zum Endverbraucher gelangt; bspw. Direktverkauf des Herstellers, Verkauf über → Fachgeschäfte, → Discounter, → Kaufhäuser oder Versandhandel)
abschlagen altertümlich für „von einer Rechnung abziehen“, daher „Abschlagszahlung“ oder auch „Preisabschlag“
Abschrift Reduzierung des Verkaufspreises einer Ware, ist zugleich bilanziell (in der Unternehmensbilanz) ertragsmindernd zu verbuchen.
Accessoires Artikel, die neben einer Hauptware angeboten/verkauft werden, z.B. Gürtel, Handschuhe, Schmuck, Tücher. Accessoires können aber auch von auf diese Artikel spezialisierten Fachgeschäften als Hauptsortiment angeboten werden.
Affiliate-Marketing / Affiliate-Netzwerk meist privatkundenorientierte (→ B2C) internetbasierende Vertriebsform, bei der ein kommerzieller Anbieter innerhalb einer Kooperation mit anderen Partnern diese durch Erfolgsprovision an seinem Umsatz beteiligt. Der Websitebetreiber (Affiliate) stellt dem Verkäufer (merchant) Werbemöglichkeiten auf seinen Seiten durch Banner und Verlinkungen zu Online-Shops zur Verfügung, um die passende Zielgruppe direkt auf die Partnerseite zu verlinken.
Afroshop Geschäft außerhalb Afrikas, das Artikel des täglichen Bedarfs verkauft, die den Bedürfnissen von Menschen aus Ländern südlich der Sahara entsprechen
after-sales-service zusätzliche Dienst- oder Serviceleistung nach dem Kaufvorgang zur Erhöhung der Kundenbindung (z.B: Reparatur-/Wartungsdienst, aber auch Beschwerdemanagement, Verlängerung der Garantiezeit über die gesetzliche Gewährleistungsfrist hinaus, lange Umtauschzeit, Geld-zurück-Garantie, Vorzugsangebote für Kunden, Befragung zur Kundenzufriedenheit).
Agglomeration räumliche Zusammenballung von Unternehmen, z.B. viele Läden in einer Straße/in einem Innenstadtbereich, aber auch in einem Einkaufszentrum; erhöht die Anziehungskraft auf Verbraucher und führt zu einer höheren Kundenfrequenz mit daraus folgenden höheren Umsätzen für das einzelne dort ansässige Unternehmen (Agglomerationseffekt).
AIDA Kurzformel für die entscheidenden Phasen erfolgreicher Werbung: 1) der Umworbene wird auf das Angebot aufmerksam gemacht (Attention) / 2.) sein Interesse wird geweckt (Interest) / 3) er verspürt einen Kaufwunsch (Desire) / 4) er setzt den Wunsch in die Tat um (Action).
Aktionsfläche Verkaufsfläche im Laden (häufig in Kauf- und Warenhäusern und im SB-Handel), die für wechselnde Angebote, z.B. von Saisonware, genutzt wird
Aktionsware Ware, die vom Hersteller für Sonderaktionen wie z.B. Marketing-Events, Jubiläumsverkäufe etc. des Händlers vergünstigt eingekauft wird, um sie im Rahmen der Aktion zu günstigeren Preisen anbieten zu können
Akzentbeleuchtung Beleuchtungskonzept zur Betonung von Raumbereichen und/oder einzelnen Waren; meist dadurch, dass das Niveau der Akzentbeleuchtung über dem der allgemeinen Raumausleuchtung (Beleuchtung) liegt.
AL Abteilungsleiter, mittlere Führungsebene im Handel, untersteht im Allgemeinen direkt dem Hausgeschäftsführer bzw. Filialleiter, in größeren (Filial-)Unternehmen regelmäßig auch einem für die Warengruppe der Abteilung filialübergreifend zuständigen Verkaufsleiter
AL/EK Abteilungsleiter, der auch als Einkäufer der Warengruppen seiner Abteilung fungiert; die Verbindung dieser beiden Funktionen ist überwiegend im mittelständischen Handel anzutreffen
Alleinvertrieb Absatzform, bei der der Einzelhändler auf vertraglicher Grundlage berechtigt ist, einen Artikel oder eine Artikelgruppe eines Herstellers allein in einem bestimmten Gebiet zu verkaufen.
ambulanter Handel Handelsform, bei der der Verkäufer direkt zu oder in die Nähe seiner Kunden geht, z.B. auf Märkte. Ordnungsrechtlich dem Reisegewerbe zuzuordnen.
Anlasskleidung Anlassmode Damen- und Herren-Oberbekleidung, die nur zu besonderen gesellschaftlichen Anlässen getragen wird, z.B. Ball- oder Hochzeitskleidung
Artikel nicht mehr teilbare kleinste Einheit eines Warensortiments. Artikel unterscheiden sich zumindest durch ein Merkmal wie Größe, Farbe, Gewicht, Marke, Verpackung etc. / Beispiel: Bandnudeln des Herstellers XY in der 250 g-Packung sind ein Artikel aus der → Artikelgruppe Bandnudeln, die zu der → Warengruppe Nudeln gehört, welche wiederum Teil der → Warenart Teigwaren ist.
Artikelgruppe Untergliederung einer → Warengruppe
aufbügeln Bekleidungsstücke, die vom Lieferanten verpackt oder gefaltet angeliefert wurden, auf Bügel aufhängen
auslisten Streichung eines bisher im Sortiment geführten Artikels durch den Händler
Ausrüstung Begriff aus Textilbearbeitung. Durch Ausrüstungsverfahren werden bestimmte Eigenschaften textiler Faserstoffe und Fasern verbessert bzw. verändert, z.B. Imprägnieren, Rauen, Walken, Mercerisieren, Karbonisieren und Pflegeleicht-, Mottenecht sowie Antifilz-Ausrüstung
Außenhandel Beschaffung oder Absatz von Waren über die Staatsgrenzen hinaus
Aussteuer → Warengruppe, i.W. bestehend aus Tisch- und Bettwäsche, Handtüchern und → Bettwaren
Auswahl beschriebt nicht nur umgangssprachlich die Sortimentsbreite und -tiefe eines Unternehmens, sondern auch eine besondere Form des Kaufs, bei welchem Stammkunden mehrere Kleidungsstücke zur Auswahl/zum Ausprobieren zuhause mitgegeben werden. Die ausgewählten Artikel werden dann nicht zurückgegeben, sondern bezahlt; die anderen gelangen wieder in den Verkauf.
Auszeichnung / Auszeichner/in Preisauszeichnung der Ware, im Regelfall an (Etikett) oder nahe der Ware (Regelauszeichnung), aber auch im Schaufenster. Allein damit betraute Arbeitnehmer sind "Auszeichner/innen"; zudem wird der Raum, in dem die Ware mit Etiketten versehen wird, als "Auszeichnung" bezeichnet. Häufig liefern Hersteller/Lieferanten von Bekleidungsmarken den Artikel schon mit Preisauszeichnung (Preisetikett an der Ware) aus (Vorauszeichnung).
AVE Außenhandelsvereinigung des Deutschen Einzelhandels e.V. / teilweise wird die Abkürzung - wohl fehlerhaft - auch für die AllgemeinVerbindlichkeitsErklärung eines Tarifvertrags genutzt.
B-Kunden Kundengruppe von 12 %, mit der der Modehandel erfahrungsgemäß 30 % seines Umsatzes macht (Stand 2018)
B2B / B-to-B (engl.) business-to-business, bezeichnet Kommunikations- und Geschäftsbeziehungen zwischen mindestens zwei Unternehmen
B2C / B-to-C (engl.) business-to-consumer, bezeichnet Kommunikations- und Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen und Privatpersonen (Konsumenten)
Bad Metro → "Divaco"
BAG Bundesarbeitsgemeinschaft der Mittel- und Großbetriebe des Einzelhandels e.V., Fachverband des innerstädtischen Einzelhandels (aufgelöst 2009)
Basement (engl.) Untergeschoss, in → Warenhäusern häufig mit → Randsortimenten besetzt oder Ort der Lebensmittelabteilung
Basics Artikel, häufig in der Bekleidungs- und Wäschebranche, die immer in gleichbleibender Qualität, Form und Ausstattung angeboten werden und nur geringen modischen Schwankungen unterworfen sind (typisch: einfarbige schwarze Socken)
Bauchladen Konstruktion, die vor dem Körper an einem Gurt getragen wird und verschiedene Fächer und Schubladen enthält, in denen Waren und Geld gelagert werden können.
Baumarkt großflächiger Supermarkt, spezialisiert auf Materialien für Heimwerker (z.B. Hornbach, Obi, Praktiker)
BDSE Bundesverband des Deutschen Schuheinzelhandels e.V.
bemustern Muster einer Ware wird (im Regelfall kostenlos) zur Verfügung gestellt, um den Händler entscheiden zu lassen, ob die Ware ins Sortiment aufgenommen wird
Best Ager (engl.) für „junge Alte“, Zielgruppe zwischen jungen Erwachsenen und alten Menschen, je nach Definition die über 40- oder 50-Jährigen
Bestellmenge Stückzahl eines Artikels, die bei Unterschreitung eines vorher definierten → Bestellpunkts nachbestellt wird. Moderne Warenwirtschaftssysteme (→ WWS) lösen die Bestellung automatisch aus
Bestellpunkt Stückzahl eines Artikels, bei deren Unterschreitung eine im Regelfall vorher definierte → Bestellmenge nachbestellt wird
Bettwaren → Artikelgruppe, umfasst im Kern die im Bett verwendeten → Artikel wie Matratzen, Lattenroste, Bettdecken, (Kopf-)Kissen und Bettwäsche
Binnenhandel Beschaffung oder Absatz von Waren innerhalb der nationalen Staatsgrenzen; der Gegensatz ist der → Außenhandel
Bioladen Lebensmittelladen, dessen Sortiment aus ökologischer Landwirtschaft (Naturkost) und umweltfreundlicher Verarbeitung stammt
black friday (engl.) - Beginn der Weihnachtseinkaufsaison mit besonders hohen Preisnachlässen und Rabattaktionen in den USA, jeweils am Freitag nach Thanksgiving, also immer am vierten Freitag im November, zu dem die Geschäfte regelmäßig schon in den frühen Morgenstunden öffnen; etabliert sich zunehmend auch in Deutschland. Im → Online-Handel entspricht die Aktion dem → cyber monday.
Bonuskartenprogramm → Bonusprogramm, bei welchem mehrere Anbieter, meist über einen zentralen Dienstleister, Boni für die Umsätze gewähren, die innerhalb der kooperierenden Gruppe eingelöst werden können und das zudem die Möglichkeit eröffnet, durch gemeinsame Werbung wechselseitig auch die Kunden der anderen Anbieter werblich anzusprechen. Bekannte Anbieter sind bspw. Payback, DeutschlandCard und webmiles
Bonusprogramm Kundenbindungssystem, in welchem den Kunden für ihre Umsätze Bonuspunkte gutgeschrieben werden, die sodann wieder als Einkaufsgutscheine ausgeschüttet werden, um bei weiteren Käufen als Zahlungsmittel eingesetzt zu werden.
braune Ware → Hauptwarengruppe, Artikel der Unterhaltungselektronik
breites Sortiment es werden viele verschiedene Warengruppen angeboten
Bremszone Eingangsbereich im → Supermarkt, meist mit attraktiven Obst- und Gemüseangeboten; soll die Aufmerksamkeit der Kunden erwecken und dafür sorgen, dass diese zunächst ihre Schritte verlangsamen um das Angebote wahrzunehmen
Buckelkrämer auch Rückenkrämer, im Mittelalter reisender Händler, der seine Waren auf dem Rücken (Buckel) trug und von Ort zu Ort wanderte, um dort seine Waren feil zu bieten
Bückzone / Bückebene unterer Regelbereich, bei dem sich der Kunde zur Entnahme der Ware bücken muss
business-casual → smart casual wear
business-wear (engl.) Oberbekleidung, die im Büro getragen wird
BZE Bildungszentrum des Einzelhandels Niedersachsen in Springe, 1960 von den niedersächsischen Einzelhandelsverbänden gegründet (www.bze-springe.de)
C-Gang Besuch/Besichtigung von Mitbewerbern, z.B. zum Preisvergleich
C-Kunden Kundengruppe von 19 %, mit der der Modehandel erfahrungsgemäß 25 % seines Umsatzes macht (Stand 2018)
Campaign Management (engl.) effiziente Planung und Durchführung von Marketingaktionen mit dem Ziel, den Warenabsatz einzelner Produkte oder insgesamt zu erhöhen und die ausgewählte Kunden stärker an das Unternehmen zu binden, bspw. durch Bonussysteme (Kundenbindungssysteme), Rabattaktionen, Modenschauen für ausgewählte Kunden, VIP-Shopping usw.
Cash & Carry (engl.) bezahlen und mitnehmen, Vertriebsform des Großhandels nach dem Einzelhandelsmuster der Selbstbedienung (z.B. Metro Großmärkte)
Cashback Kundenbindungssystem, welches über die auf das eigene Unternehmen bezogene Kundenbindung hinaus durch Kooperation mit andern Unternehmen auch zur Neukundengewinnung beiträgt, indem sich werbetreibende Unternehmen zusätzliche Zielgruppen dadurch erschließen, dass sie die registrierten Mitglieder des Programmbetreibers zusätzlich erreichen können, häufig in Zusammenarbeit mit einen → Affiliate-Netzwerk. Anbieter sind bspw. Andasa, BSW u.a.
casual wear / Casual-Line / Casual-Kleidung (engl.) alternativ: private casual; Bekleidungssortiment an legerer, sportlicher Freizeitkleidung
Category Marktsegment, im Handel häufig für einzelne → Warengruppen
Category-Killer → Vertriebslinie, die in einem Marksegment (Category) durch Bekanntheitsgrad, Produktgestaltung, Marke oder andere besondere Vertriebsmerkmale so stark geworden ist, dass Mitbewerber, insbesondere aus anderen Vertriebslinien, kaum noch Chancen haben. Beispiel: → Baumärkte verdrängen den Fachhandel mit → Eisenwaren
Category Manager (engl.) Tätigkeit zwischen Handel und Industrie, optimiert mit dem Handel Markenartikel zur konsumentenorientierten Kategorisierung von Produkten, die Auswahl einer geeigneten Warengruppe sowie die Analyse und die Optimierung dieser Warengruppe aus Konsumentensicht.
Chosen / Chosenartikel Ausdruck aus dem Handel mit → Konfektion, bezeichnet kleinere Ausstattungs- und Bedarfsgegenstände
click & collect Verbindung zwischen → Fernabsatz und → stationären Handel, in dem der Kunde im Internet bestellt und die Ware im Ladengeschäft abholt
Concept-Store (engl.) bezeichnet im Einzelhandel einen Laden mit einer ungewöhnlichen, meist hochwertigen Kombination von Sortimenten und Marken. Steht für erlebnisreichen Einkauf unter besonders intensiver Kundenbindung. Entspricht einer konzeptionellen Mischung aus Warenhaus und Boutique. Typisch ist ein Produkt- und Markenmix besteht aus Büchern und Tonträgern mit Mode, Schuhen, (Wohn-) Accessoires, Kosmetik, Lebensmitteln, Spielzeug und Waren des täglichen Bedarfs. Sortiment häufig auf Einzelteile beschränkt, die durchmischt nach dem cross-selling-Prinzip präsentiert werden. Die Ausrichtung orientiert sich an einer spezifisch definierten Zielgruppe, z. B. luxus-, design-, sport- oder handwerksaffine Kunden.
Concession-Shop Concession-Store (engl.) Verkaufsgeschäft oder Verkaufsfläche in einem Geschäft (shop-in-shop) eines Herstellers von Markenartikeln, der in Lizenz unter der Marke des Herstellers von einem eigenständigen Unternehmer geführt wird, meist auf der Basis eines Franchisevertrags oder SIS-Vertrages
contemporary fashion (engl. = zeitgemäße Mode) Trend in der Mode, der sich nicht auf allgemeine Massenmode (→ Mainstream) sondern auf innovative, individuelle Modedesigns ausrichtet
Convenience-Shop Convenience-Store (engl.) kleinflächiges Geschäft, dessen Sortiment eher hochpreisig, schmal und flach ist und den Schwerpunkt im Lebensmittelbereich, dort insbesondere im Bereich sofort zu konsumierender Produkte hat (Convenience Products, Convenience Food) hat
Conversion Rate (engl.) gibt im → E-Commerce den Teil der Kaufinteressenten an, die eine bestimmte Webseite besuchen und dabei zu Käufern werden. (Formel: Konversionsrate = Käufer / Besucher de Website)
cross-selling (engl.) Querverkauf, Kreuzverkauf; bezeichnet den Verkauf von sich ergänzenden Produkten oder Dienstleistungen
curated shopping (engl.) betreutes Einkaufen, Geschäftsmodell im → Onlinehandel, bei dem Kunden die Möglichkeit haben, im Internet einzukaufen, parallel aber telefonisch eine persönliche Beratung in Anspruch zu nehmen
cyber monday (engl.) dem → black friday entsprechende Aktion im → Online-Handel, immer am Montag nach Thanksgiving (vierter Donnerstag im November)
D-Kunden Kundengruppe von 22 %, mit der der Modehandel erfahrungsgemäß 15 % seines Umsatzes macht (Stand 2018)
Damenwäsche Hauptwarengruppe, Bekleidung für Damen, die nicht sichtbar getragen wird (Unterwäsche, Dessous)
DB I / DB II → Deckungsbeitrag
Debitkarte Bankkarte, Sparkassenkarte oder Bankomatkarte, die zur bargeldlosen Bezahlung oder zum Abheben von Bargeld am Geldautomaten eingesetzt werden kann. Ehemals eurocheque-Karte
Debitor Schuldner, Forderungen werden auf Debitorenkonten gebuch
Deckungsbeitrag nach allgemeinem Verständnis die Differenz zwischen den erzielten Erlösen (Umsatz) und den variablen Kosten, also der Betrag, der zur Deckung der Fixkosten verbleibt. Der nach der Fixkostendeckung verbleibende Betrag ist dann der Gewinn. Im Einzelhandel entspricht der Deckungsbeitrag I (DB I) der Differenz zwischen dem Verkaufspreis netto und dem Einstandspreis eines Gutes und wird als Handelsspanne bezeichnet. Nach Abzug der der Ware direkt zuzuordnenden Fixkosten ergibt sich der Deckungsbeitrag II (DB II), von dem dann noch die allgemeinen Fixkosten (z.B. Raumkosten, Personal, Energie etc.) gedeckt werden müssen, bevor der Gewinn verbleibt.
DeFaKa Deutsches Familien-Kaufhaus GmbH, deutsche Warenhauskette, bestand von den 1920er bis 1970er Jahren und wurde zuletzt als auslaufende Kaufhaus-Sparte ohne Vollsortiment mit Schwerpunkt auf Textilien der Helmut Horten GmbH/Horten AG betrieben.
Dekorateur Raumausstatter, nicht zu verwechseln mit den Personen, die für die Dekoration in den Einzelhandelsbetrieben und Schaufenstern tätig sind (→ Schauwerbegestalter)
Deli / Delikatladen Einzelhandelsgeschäfte für Lebensmittel des gehobenen Bedarfs in der ehemaligen DDR
departement store engl. für → Warenhaus, wird aber auf häufig für → Kaufhaus verwendet, da die Unterscheidung zwischen den beiden deutschen Begriffen im englischsprachigen Raum nicht stringent durchgehalten wird.
Depot Bereich, in dem die Waren einer Marke vertrieben werden, ähnlich Identity Corner.
Depotvertrag → Konsignationslager
DESADV im → EDI elektronische Liefermeldung, die detailliert die Inhalte von Sendungen angekündigt und Einzelheiten zu den enthaltenen Gütern spezifiziert.
Detaillist Einzelhändler, insbesondere auf Märkten
Discounter / Diskont durch ein relativ schmales und flaches Warensortiment, einfache Warenpräsentation, relativ kleine Verkaufsflächen und geringere Verkaufspreise gekennzeichnete Vertriebsform, nicht nur im Lebensmittelhandel (z.B. Aldi, Lidl, Netto, Penny), sondern auch z.B. im Sortiment Bekleidung (z.B. Kik)
Display verkaufsfördernde Warenpräsentation über häufig kartonähnliche, halboffene Großverpackungen, die zur Präsentation von Kleinartikeln, Saisonartikeln und Artikeln für den Spontankauf genutzt werden, häufig in der Kassenzone oder auf Aktionsflächen
Distanzhandel Fernabsatzhandel → Versandhandel
Distributionsweg → Absatzkanal
Divaco Divaco AG & Co. KG mit Sitz in Langenburg (zuvor Saarbrücken), von der METRO AG 1998 gegründete und 2004 wieder veräußerte und nur zu dem Zweck geschaffene Beteiligungsgesellschaft, die nicht zum Kerngeschäft des Metro-Konzerns gehörenden Tochtergesellschaften sowie einzelne Betriebsstätten (Filialen) optimal zu verwerten. Umgangssprachlich daher auch "Bad Metro"
DOB Hauptwarengruppe Damenoberbekleidung, die von Frauen üblicherweise öffentlich sichtbar getragen wird (also nicht Wäsche und Dessous).
DOB I Unterabteilung der DOB mit Großkonfektion (Kostüme, Jacken, Mäntel usw.)
DOB II Unterabteilung der DOB mit Kleinkonfektion (Blusen, Strick usw.)
Dult Jahrmarkt
E-Commerce Elektronischer Handel, auch Internethandel oder Online-Handel, Vertriebsform des → Versandhandels, bei der der Einkaufsvorgang via Datenfernübertragung, z.B. im Internet, stattfindet. Rechtlich dem → Fernabsatz zuzurechnen
E-Kunden Kundengruppe von 43 %, mit der der Modehandel erfahrungsgemäß 10 % seines Umsatzes macht (Stand 2018)
EAN Europäische Artikelnummer, seit 2009 GTIN (= Global Trade Item Number)
EAS System zur elektronischen Warensicherung, → elektronische Artikelsicherung
EC-cash electronic cash; Debitkarten-System der Deutschen Kreditwirtschaft. Kartenzahlung durch Eingabe der PIN (Persönliche Identifikationsnummer) durch den Karteninhaber an einem sogenannten EFT-POS-Terminal (Electronic-Funds-Transfer-Terminal)
ECR (engl.) Efficient Consumer Response, dient der Optimierung von Geschäftsprozessen zwischen Industrie und Handel. Ausgangspunkt ist der Konsument. Indem sich alle Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette bei ihren Aktivitäten auf die Bedürfnisse des Kunden ausrichten, sollen gemeinsame Prozesse effizienter gestaltet werden.
EDI (engl.) electronic data interchange = elektronischer Datenaustausch, bezeichnet innerhalb der elektronischen Datenverarbeitung (EDV) als Sammelbegriff den Datenaustausch unter Nutzung elektronischer Transferverfahren. Im Handel insbesondere für den Austausch von Bestellungen, Rechnungen, Lieferavise und weiteren Dokumenten. Eine Software – EDI-Konverter – konvertiert die Daten aus dem Inhouse-System in das standardisierte Nachrichtenformat der Konsumgüterwirtschaft (EANCOM®). Eingehende EANCOM®-Nachrichten werden vom EDI-Konverter in das Inhouse-Format zurückübersetzt und können in den IT-Systemen des Empfängers verarbeitet werden. Durch EDI können auch kleine und mittlere Unternehmen mit jedem Geschäftspartner kommunizieren. Die Automatisierung des Informationsaustausches vermeidet manuelle Versand- und Erfassungsvorgänge und schafft dadurch Zeit- und Kosteneinsparungen.
eff-eff → fein / fein-fein - ff
Ehape Ehape-Aktiengesellschaft für Einheitspreise, 1925 von der Leonhard Tietz AG gegründet. Zum Konzept → "KEPA", 1937 in "Rheinische Kaufhalle AG" umbenannt, später Kaufhalle AG.
EHASTRA Einzelhandelsstrukturanalyse, seit 1970 jährlich durchgeführte Vollerhebung des deutschen Zeitschriften- und Zeitungseinzelhandels
EHV Einzelhandelsverband, Unterorganisation auf Landes-, Bezirks- oder Kreisebene des HDE
Eigenmarke von einem Handelsunternehmen oder Einkaufsverband entworfener und markenrechtlich geschützter Markenartikel mit häufig interessanten Preis-Leistungs-Verhältnis, Mittel zur Anhebung der → Handelsspanne
Eigenprodukt Waren, die im Auftrag oder mit Zustimmung eines Markeninhabers hergestellt und/oder vertrieben werden
Eilskonto → 1. Kondition
Eingangskalkulation Aufschlagssatz auf den Einkaufs-/Einstandspreis; beinhaltet den gültigen Umsatzsteuersatz. Wird als Prozentsatz des kalkulierten Verkaufspreises angegeben und auch als "Eingangsspanne" bezeichnet
Eingangsspanne → Eingangskalkulation
Einheitsbedingungen / Einheitskonditionen der deutschen Textilwirtschaft Allgemeine Geschäftsbedingungen, die zwischen dem Gemeinsamen Konditionenausschuss des Handels unter Federführung des → BTE sowie den Kartellvereinigungen der Bekleidungs- und Textilindustrie ausgehandelt und häufig den Geschäftsbeziehungen zwischen Einzelhandel und Industrie/Lieferanten zugrundgelegt werden. Die bei Drucklegung letzte Fassung stammt vom 01.01.2015 / Download: http://www.bte.de/Fachthemen-Downloads/PDF/25092014_NeueEBinReinform.pdf
eINVOIC Elektronische Rechnung im → EDI entsprechend der → INVOIC, die zusätzlich den gesetzlichen Anforderungen an den papierlosen Rechnungsverkehr erfüllt.
Einstandswert Netto-Einkaufswert der Ware
Einzelhandels- kaufmann/-frau 3jähriger Ausbildungsberuf im Einzelhandel
Eisenwaren Handelswaren, die aus Eisen gefertigt sind (z.B. Nägel, Schrauben, Ketten, Drähte, Schneidwaren, Schlösser, Bleche, Sägen aus Eisen und Hämmer, Beschläge und Beschlagteile aus Eisen); auch Sammelbegriff für Werkzeuge aus Eisen.
EK Einkäufer/in
EK Bielefeld EK/servicegroup eG, Einkaufsgenossenschaft mittelständischer Fachgeschäfte, Fachmärkte, Kauf- und Warenhäuser, gegründet 1925 mit dem Schwerpunkt Eisenwaren, gegenwärtige Sortimentsschwerpunkte Haushaltswaren, Geschenkartikel, weiße Ware, GPK, Spielwaren, Babyausstattung sowie PBS
elektronische Artikelsicherung Verfahren/technische Einrichtung zur Vermeidung von Diebstählen und Manipulationen durch Etikettenveränderung oder Verpackungsaus-tausch, im Regelfall Teil eines ganzheitlichen Sicherungssystems. Je nach Betriebstyp und Art der zu sichernden Waren werden unterschied-liche Verfahren angewandt, insbesondere Radiofrequenz-Technik (RF), elektromagnetische (EM), akustomagnetische (AM) und autoaktive Technik (AA).
Ellenware → Meterware
ELV elektronisches Lastschriftverfahren. Bargeld ersetzendes Zahlungsverfahren, bei dem an der Kasse von einer Debitkarte (ehem. EC-Karte) die Kontodaten des Kunden eingelesen werden und eine automatische Lastschrift in Höhe der Kaufsumme ausgelöst wird. Die Eingabe der PIN ist anders als beim EC-Cash-Verfahren nicht erforderlich
Endverbraucher → Letztverbraucher
Enothek / Enoteca Kombination aus gehobenem Weinhandel, Feinkostgeschäft und Gastronomie, häufig in Italien anzufinden
entblößen den Markt von einer Ware "entblößen" = alles aufkaufen
EPA Einheitspreis Aktiengesellschaft, am 17. Juli 1926 durch die damalige Rudolph Karstadt AG gegründet. → weiteres unter "KEPA"
EPC Elektronischer Produkt-Code, erlaubt eine weltweit eindeutige Identifikation von Paletten, Kartons, Packstücken, Konsumenteneinheiten etc., wird beim RFID genutzt.
Erstverkäufer/in Verkäufer/in, der/die in einer Abteilung eine herausgehobene Position hat; übernimmt z.B. die Personaleinsatzplanung (PEP)
Erbbegräbnis Laden, in dem schon verschiedene Inhaber insolvent geworden sind
Etappe veraltete Bezeichnung der nichtverkaufenden Bereiche eines Einzelhandelsunternehmens wie die Dekoration, Lager, Auszeichnung und Verwaltung
Etikett Warenpreiszettel
Exquisit-Laden ehemalige DDR-Bekleidungsgeschäfte mit einem im Vergleich zu HO- und Konsum-Läden hochpreisigen Angebot, im Schwerpunkt Bekleidung und Kosmetika
Fabrikverkauf im klassischen Verständnis Verkaufsstelle eines Herstellers, in der dieser seine eigenen Produkte direkt an den Endabnehmer verkauft
Fachdiscount klein- bis mittelflächiger Einzelhandelsbetrieb unter Verzicht auf Service, mit Selbstbedienung und der Ausrichtung auf niedrigste Preise mit → schmalen und → flachen Sortiment von Waren des → täglichen Bedarfs
Fachgeschäft auf Fachhandel spezialisiertes Unternehmen, das sein Sortiment auf eine oder wenige verwandte Warengruppen (z.B. Oberbekleidung) begrenzt und eine fundierte Fachberatung bietet. Der Standort ist im Regelfall an integrierten Lagen wie in den Innenstädten
Fachmarkt großflächiges Einzelhandelsgeschäft, das in erster Linie Sortimente im Non-Food-Bereich mit Betonung der Sortimentstiefe führt, wobei der einzelne Fachmarkt auf Waren einer Branche spezialisiert ist (z. B. Elektro, Bekleidung, Autozubehör, Möbel, Spielzeug, Tiernahrung usw.)
Fachpraktiker im Verkauf Ausbildungsberuf im Einzelhandel für Menschen mit Behinderung, für die wegen Art und Schwere ihrer Behinderung eine Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf nicht in Betracht kommt.
Factory-Outlet-Center aus den USA stammendes Konzept ähnlich eines Einkaufszentrums, in dem mehrere Hersteller gemeinsam ihre Waren aus eigener Produktion in einer gemeinsamen Verkaufsstätte anbieten, die von einem Betreiber verwaltet wird
fallieren Bankrott machen
fashion (engl.) Mode, insbesondere im Bekleidungshandel, bezeichnet auch den (modischen) Schnitt eines Bekleidungsstücks. Nach Warengruppen auch beach-fashion (Bademode), bridal fashion (Brautmode), business fashion (Bekleidung für den Büroalltag), children's fashion (Kindermode), crocket fashion (Häkelmode), eco fashion (Öko-Mode) und everyday fashion (Alltagsmode)
fashion house (engl.) Modehaus, Modesalon, auf den Handel mit hochmodischer Ware spezialisiertes Einzelhandelsunternehmen für Bekleidung, tlw. auch mit eigenen Kollektionen
fashion icon (engl.) bezeichnet einen führenden Modedesigner (wörtlich: Mode-Ikone, umgangssprachl. "Modezar")
Fashionista Person (Einzelhandelskunde/in), die sich gern mit hochmodischen Artikeln bekleidet und dies öffentlich, z.B. in Internetforen und Blogs, kommuniziert
fast fashion (engl.) besonders schneller Wechsel von Kollektionen, häufiger als monatlich, tlw. bis zum 20 Kollektionen im Jahr
fein / fein-fein / ff zur Bezeichnung der Qualität einer besonders guten Ware, ursprünglich namentlich von Edelmetallen, später aber auch für andere Waren; ge-steigert durch Verdoppelung "fein-fein"; abgekürzt "ff"; teilweise auch in der ausgesprochenen Form "eff-eff" geschrieben
Fernabsatz Vertragsschluss, nicht nur im Einzelhandel, der ohne persönlichen Kontakt zwischen Käufer und Verkäufer zustande kommt, z.B. via Telefon, Post oder Internet (z.B. → Online-Handel, → Versandhandel, → Teleshopping)
Filiale Zweiggeschäft / Verkaufsstelle
Filialist / Filialunternehmen Handelsunternehmen, das zahlreiche Verkaufsstellen (→ Filialen) betreibt
FL Filialleiter/in
Flächenleistung / flächenbereinigter Umsatz Umsatz im Verhältnis zur Größe der Verkaufsfläche, anzugeben in €/qm, wichtiger Indikator für den wirtschaftlichen Erfolg eines Einzelhandelsunternehmens, da der reine Vergleich des im Vergleichszeitraum erzielten Umsatz Veränderungen der Größe des Geschäfts oder der Anzahl der Filialen unberücksichtigt lässt. Bei Umsatzvergleichen wird daher auch von dem „flächenbereinigten Umsatz“ gesprochen.
flaches Sortiment nur geringe Auswahl innerhalb der angebotenen Warengruppen
flagship-store größtes oder schönstes und modernstes Haus eines Filialunternehmens
fliegender Händler → ambulanter Handel
FOC → Factory-Outlet-Center
Food (engl.) Lebensmittel, umfasst das → Trockensortiment und → Frischwaren
forcieren den Verkauf/Vertrieb eines → Artikels stark betreiben
Fragner in Bayern und Österreich Begriff für Kleinhändler, der Gegenstände des Haushaltsbedarfs anbietet (auch "Pfragner")
Franchise-Store Ladengeschäft, das von einem selbstständigen Unternehmer auf der Grundlage eines Franchisevertrags unter der Marke eines anderen Unternehmers (Markenrechtsinhaber) betrieben wird
franko = frei von, z.B. von Transportkosten, Porto oder Zinsen
freibleibend eine Ware zum Kauf anbieten, sich aber vorbehalten, dass die Ware beim Eintreffen der Bestellung schon anderweitig verkauft ist
Freizeittag → Rollsystem
Frequenz Häufigkeit, mit der Kunden einen Einzelhandelbetrieb innerhalb einer beliebigen Zeitspanne aufsuchen. Die Branche unterscheidet danach die Kundenzahl zu den einzelnen Öffnungsstunden am Tag, die Wochentage untereinander ebenso wie Jahresperioden (Weihnachts- oder Ostergeschäft, → Saisonschlussverkauf etc.).
Frischwaren Sortimentsteil des Lebensmittelhandels; Waren die in ihrem natürlichen Zustand (z.B. Obst, Gemüse, Eier und Fische) oder bearbeitet (z.B. Backwaren, Molkereiprodukte, Frischfleisch) angeboten werden. Frischwaren und → Trockensortiment gemeinsam werden als → Food bezeichnet.
Fritze norddeutsch zur Bildung von Kaufmannschelten bzw. despektierlich für reisende Vertreter, z.B. "Blusenfritze" oder "PBS-Fritze"
führen einen → Artikel zum Verkauf anbieten
Fugger berühmte Augsburger Kaufmannsfamilie, deren Name in 16. Jahrhundert vielfach für die Schelte eines wucherischen Kaufmanns gebraucht wurde
Fulfillment (engl.) beschreibt im → Onlinehandel die Gesamtheit aller Aktivitäten im Rahmen und zur Erfüllung eines Kaufvertrages nach der Bestellung über die Belieferung des Kunden und der Erfüllung aller sonstigen Vertragspflichten
Fulfillment-Center Angebot spezialisierter Logistikdienstleister, die für den Shop-/Domaininhaber alle Aufgaben übernehmen, die nach der Bestellung durch den Kunden anfallen; auch als „Business Process Outsourcing“ bezeichnet
Furnituren Ergänzungsartikel / Zusatz- und Ersatzteile, deren Nutzung in unmittelbarer Abhängigkeit zum Hauptartikel steht. Im Schuheinzelhandel Zubehör wie Einlegesohlen, Schuhspanner, Schnürsenkel sowie Pflegemittel (Schuhcreme und Imprägnierspray); im Uhren- und Schmuckhandel Ersatzteile und Halbfertigteile wie Schließen, Ösen und Kronen
Fusti unreine Bestandteile einer Ware, dem Italienischen entnommen von "fusto", Plural für Stengel, Stiel. Im Mittelalter bei der Kalkulation des Wareneinsatzes als "Regula fusti" oder "Fustiberechnung" für die Be-rechnung des Gewichtsabgangs durch unreine, nicht verkäufliche Teile der Ware genutzter Ausdruck
Galeria-Konzept 1988 erstmals in Münster und Heidelberg von der HORTEN AG entwickeltes Warenhauskonzept. Steht für eine erlebnisorientierte Warenpräsentation, phantasievolle Atmosphäre, aktuelle Themen aus Lifestyle und Mode sollen wirkungsvoll in Szene gesetzt und durch Events unterstrichen werden; übersichtlich und klar gegliedert mit zahlreichen Markenshops
GCSC german council of shopping centers, deutscher Verband der Betreiber von Shopping-Centern
gebrochener Preis z.B. 3,99 € statt 4,00 €. Preise, die knapp unterhalb runder Beträge liegen, werden vom Kunden als günstiger als volle Beträge bzw. Preise, die gar über einem runden Betrag liegen, empfunden
Geburtstagskind besonders schlecht verkäuflicher Artikel, der jedes Jahr bei der Inventur wieder vorgefunden wird
Geldentsorgung Abholung des Bargeldes aus den Kassen, Zählung und Einzahlung bei der Bank, wird häufig von Dienstleistern übernommen
Girogo kartenbasierendes System zur kontaktlosen Bezahlung von Kleinbeträgen bis 20 €; Zahlung ohne Unterschrift oder PIN
GL Geschäftsleiter/in
GPK Global Trade Item Number, international einmalige Produktkennzeichnung für Handelsartikel, als maschinenlesbarer Strichcode (Barcode) auf die Waren oder Packung aufgedruckt, von Scannern (auch an Scannerkassen und → MoBiDa) decodierbar. Die Nummer besteht aus 8 bzw. 13 Ziffern, von denen die ersten 2 oder 3 bzw. 7, 8 oder 9 Ziffern zentral durch die GS1-Gruppe verwaltet und an Hersteller auf Antrag als Global Location Number vergeben werden. Bis 2008 als EAN bekannt.Hauptwarengruppe Glas, Porzellan und Keramik
Greifzone / Greifebene Platz im Verkaufsregal in ca. 0,60 – 1,40 Meter Höhe, im der dem Kunden das Zugreifen besonders leicht fällt
Greisler in Österreich und Bayern Bezeichnung des Kleinhändlers für Haushaltungsbedarf, abgeleitet aus Grießhänder, Graupner
großflächiger Einzelhandel Begriff aus dem Raumordnungs- und Stadtplanungsrecht, der der Abgrenzung zum sonstigen Einzelhandel dient, definiert in der Baunutzungsverordnung (§ 11 Abs. 3 BauNVO). Ein Einzelhandelsbetrieb ist großflächig, wenn er eine Geschossfläche von 1.200 m². Durch Rechtsprechung wird eine weitere Grenze bei 800 m² → Verkaufsfläche gezogen. Gesetzlich wird dann "vermutet" (= kann durch Gutachten widerlegt werden), dass der Betrieb negative Auswirkungen auf die städtebauliche Entwicklung und Ordnung und auf die Verwirklichung der Ziele der Raumordnung hat. Großflächiger Einzelhandel ist daher nur in bestimmten Baugebieten zulässig ist (Kerngebiete, bestimmte Sondergebiete nach § 11 Abs. 3 BauNVO).
Grossist Großhändler im Abgrenzung zum Einzelhändler
Growshop in den Niederlanden Laden oder Geschäft, der Zubehör zur Aufzucht und zum Anbau von Drogen (meist Cannabis und psychoaktive, psilocybinhaltige Pilze) anbietet
Grüne Wiese umgangssprachlich für einen nichtintegrieren Standort, häufig verwendet für Einkaufszentren, die außerhalb von Siedlungsgebieten an Autobahnabfahrten liegen
GTIN engl. Abkürzung für Global Trade Item Number, international einmalige Produktkennzeichnung für Handelsartikel, als maschinenlesbarer Strichcode (Barcode) auf die Waren oder Packung aufgedruckt, von Scannern (auch an Scannerkassen und → MoBiDa) decodierbar. Die Nummer besteht aus 8 bzw. 13 Ziffern, von denen die ersten 2 oder 3 bzw. 7, 8 oder 9 Ziffern zentral durch die GS1-Gruppe verwaltet und an Hersteller auf Antrag als Global Location Number vergeben werden. Bis 2008 als → EAN bekannt
guerilla-shop / guerilla-store (engl.) nur kurzfristig betriebenes Ladenlokal mit minimalistischer, einfacher Ausstattung, in dem nur für kurze Zeit hochwertige Markenware vertrieben wird
HAKA Hauptwarengruppe Herrenbekleidung (Herren-Konfektion und Knaben-Anzüge)
Handelsfachpacker ehemaliger Ausbildungsberuf (jetzt: Fachlagerist); umfasst die Bearbeitung des Warenein- und ausgangs sowie die Kontrolle von Lagerbeständen. Zum Wareneingang gehört die Entgegennahme von Waren, Kontrolle auf Vollständigkeit und Korrektheit der Lieferung sowie das Einlagern der Ware; beim Warenausgang das Zusammenstellen, Kommissionieren und Verpacken der Waren
Handelspsychologie in Bachelor-/Masterstudiengängen im Fach "Handelsmanagement" eingebundenes Lehrfach; Wissenschaft vom menschlichen Verhalten und Erleben im Handel und den diesen zugrunde liegenden Beweggründen; umfasst psychostrategische (vorwiegend grundlegende, langfristige Entscheidungen) und psychotaktische (vorwiegend operative, kurzfristige Entscheidungen der Handelsbetriebsführung).
Handelsspanne Differenz zwischen Verkaufs- und Einkaufspreis der Ware ohne Umsatzsteuer, → auch Deckungsbeitrag
Hauptwarengruppe Zusammenfassung ähnlicher Warengruppen, z.B. Glas, Porzellan und Keramik (GPK)
haute couture maßgeschneiderte Mode-Kreationen anerkannter Modefirmen im obersten Preissegment, meist aus luxuriösen Materialien in Handarbeit individuell gefertigt
HDE Handelsverband Deutschland e.V., frühere Bezeichnungen Hauptverband/Hauptgemeinschaft des deutschen Einzelhandels
HDV Hersteller-Direkt-Verkaufszentrum, eingedeutschte Bezeichnung eines → FOC im Landesraumordnungsprogramm Niedersachen
Headshop kleiner Laden, der in den USA Zubehör für die Cannabis-Szene und szenetypische Produkte (z.B. Wasserpfeifen u.a.) anbietet
Heimtextilien Hauptwarengruppe, Gegenstände aus textilen Materialien (Stoffe), die im Haushalt Verwendung finden wie Tisch- und Bettwäsche, Gardinen, Handtücher
Heringsbändiger veraltete Schelte auf einen Kolonialwarenhändler
Herrenspielwaren umgangssprachlich: Dessous (Damenunterwäsche)-Abteilung
Herrenwäsche Hauptwarengruppe, Bekleidung für Herren, die nicht sichtbar getragen wird (Unterwäsche, Dessous)
high fashion (engl.) hochmodische Bekleidung außerhalb des Mainstreams
HO-Laden in der juristischen Form des Volkseigentums geführtes staatliches Einzelhandelsunternehmen in der ehemaligen DDR
Hoflieferant Unternehmen, das besondere Privilegien für Belieferung von Waren und das Anbieten von Diensten an einen Hof in einer Monarchie genoss
Höker mittelalterliche Bezeichnung, im Plattdeutsch noch gebräuchlich, für Einzelhändler, der seine Waren gleich einem Hausierer herumträgt, vom mittelhochdeutschen "Hucke" = Traglast des Hausierers
Identity Corner (engl.) kleinere Ausformung eines shop-in-shop
Impulsware Ware, die spontan und unüberlegt gekauft wird, z.B. → Süßwaren; im → Supermarkt und an Tankstellen häufig im Kassenbereich
Influencer-Werbung Unternehmen zahlen You-Tubern, Bloggern oder Instagram-Postern mit einer (regional) nennenswerten Anzahl von Followern Geld dafür, dass sie positiv über das Geschäft oder einzelne Produkte berichten.
Integrationsgebot besagt, dass Einzelhandelsgroßprojekte vorrangig an städtebaulich integrierten Standorten ausgewiesen, errichtet oder erweitert werden sollen. Für nicht-zentrenrelevante Sortimente kommen auch städtebauliche Randlagen in Betracht.
integrierter Standort Standort einer Verkaufsstelle in einem Siedlungsgebiet, welches mit einer Vielzahl von Verkehrsmitteln, insbesondere denen des öffentlichen Personennahverkehrs, erreicht werden kann. Beispiel: Lage in der Innenstadt
Internet-Pure-Player → Online-Pure-Player
INTERSPORT INTERSPORT Deutschland eG, Einkaufsgenossenschaft (Verbundgruppe) im deutschen Sportfachhandel dem Dach der IIC-INTERSPORT International Corporation GmbH, Sitz Heilbronn, gegründet
INVOIC elektronische Rechnung, Zahlungsforderungen für Waren und Dienstleistungen, die entsprechend den Vereinbarungen zwischen zwei Geschäftspartnern geliefert wurden, werden elektronisch im → EDI übermittelt. Das → WWS des Lieferanten erzeugt die elektronischen Rechnungen, die elektronisch an den Geschäftspartner übersandt und automatisch in dessen → WWS übernommen und dort weiterverarbeitet wird
INVRPT (engl.) Lagerbestandsbericht zwischen Hersteller, Großhändler bzw. Lieferanten und Einzelhändler
Kalkulationsaufschlag Erhöhung des Einkaufspreises der Ware um einen bestimmten Prozentsatz zur Ermittlung des Verkaufspreises. Dieser soll alle weiteren Kosten abdecken und auch einen Gewinn ermöglichen (→ auch Deckungsbeitrag).
Kampagne Saison, Geschäftszeit zum Verkauf bestimmter Waren
KATAG KATAG AG, als "Katz Textil-Aktiengesellschaft" 1923 gegründeter und nach eigenen Angaben Europas größter Fashion-Dienstleister mit Sitz in Bielefeld; bietet dem Textilfachhandel neben dem Zentraleinkauf auch spezialisierte Beratungsdienste und Verkaufsunterstützung und ist im Wesentlichen als Großhändler für Textilien tätig.
Käuferstruktur aus Kaufkraft, Altersstruktur, Ausbildung, Haushaltsgröße und Einkommenshöhe zusammengesetzte Definition der (potentiellen) Kundengruppe eines Unternehmens oder in einem Gebiet; bedeutender Faktor für die Positionierung und strategische Planung eines Unternehmens
Kaufhaus Einzelhandelsgeschäft, in dem aus einem branchenhomogenen → Sortiment → Artikel aus einer oder wenigen bestimmten → Warengruppe(n) in tiefer Gliederung (viele Artikel pro Warengruppe) auf einer Verkaufsfläche von mindestens 1.000 m² angeboten werden, im Gegensatz zum → Warenhaus aber ohne Lebensmittel. Es unterhält sowohl Fachabteilungen mit Beratung als auch Abteilungen mit weitestgehender Selbstbedienung.
Kaufkraft bezeichnet, bezogen auf bestimmte Personen oder Personengruppen, das gleichzeitig vom Geldwert abhängige verfügbare Einkommen. Personen mit hohem Einkommen verfügen über mehr Kaufkraft als solche mit geringerem Einkommen. Volkswirtschaftlich zugleich die Menge an Waren oder Dienstleistungen, die für eine Währungseinheit gekauft werden kann
Kaufkraftbindung Bindung des Kauf- und Ausgabeverhaltens der Kunden und damit des daraus resultierenden Umsatzes an den Standort
Kaufkraftfluss / Kaufkraftabfluss / Kaufkraftzufluss Differenz zwischen dem realisierten Einzelhandels-Umsatzvolumen eines bestimmten Gebietes zum einzelhandelsrelevanten Kaufkraftpo-tenzial dieses Gebietes, bei positiver Zahl Kaufkraftzufluss / bei negativer Zahl Kaufkraftabfluss
Kaufkraftkennziffer definiert die regionale Verteilung der einkommensbedingten potenziellen Endverbrauchernachfrage an Konsumgütern, die von Handels- und Dienstleistungsunternehmen verkauft werden. Wird jährlich von Marktforschungsinstituten (z.B. GfK, Nürnberg) ermittelt; zeigt ob das beurteilte Gebiet (z.B. Stadt) tendenziell über oder dem Bundesdurchschnitt (= 100) liegt.
Kaufring Kaufring AG, ehemalige Einkaufsgenossenschaft mittelständischer, inhabergeführter Einzelhandelsunternehmen, im Schwerpunkt Kauf- und Warenhäuser, Sitz in Düsseldorf. Gründung 22.12.1921 als ERWEGE („Einkaufgenossenschaft Rheinisch-Westfälischer Geschäftshäuser“, 1948 zur KAUFRING eG und 1988 in eine AG umgewandelt; 27.12.2011 Insolvenzantrag und 01.03.2002 Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Infolge der Insolvenz der Kaufring AG gerieten auch zahlreiche Anschlusshäuser in finanzielle und Warenbeschaffungsschwierigkeiten, die zu Folgeinsolvenzen führten.
KEPA Kepa Kaufhaus GmbH, ehemalige Kette von Warenhäusern, 1926 als EPA von der Rudolph Karstadt AG gegründete Niedrigpreis-Kette. Führte ausschließlich Artikel des täglichen Bedarfs zu niedrigen Preisen, die einem festen gestaffelten Einheitspreissystem (0,10, 0,25, 0,50, 0,75 sowie 1,00 Reichsmark) folgten. Das Warensortiment wurde ausschließlich für die EPA produziert und weitgehend von der EPA oder Karstadt selbst hergestellt, insbesondere Wurst- und Fleischwaren, Konserven sowie Schokolade, aber auch Bekleidung, Gardinen, Matratzen, Papier- und Lederwaren. Ab 1933 unternahmen die Nationalsozialisten Propaganda- und Boykottaktionen gegen Warenhausketten, da sie als "jüdische Erfindung" galten, darunter auch die EPA. Durch gesetzliche Regelungen wurde zunächst die Errichtung, Erweiterung und Verlegung von Einheitspreisgeschäften untersagt. Nach dem endgültigen Verbot des Einheitspreissystems erfolgte 1937 die Umbenennung in KEPA, was einfach nur "keine EPA" bedeutete. Abkürzung später gelegentlich als "Karstadt-Einkauf-Paradies" interpretiert. 1980 wurden die letzten Standorte geschlossen.
Kernsortiment definiert den Schwerpunkt des → Sortiments, welches für das Geschäft typisch ist, z.B. Damen-, Herren- und Kinderschuhe beim Schuhhänd-ler, mit dem der hauptsächliche → Umsatz gesamt wird
KiKo Hauptwarengruppe Kinder-Konfektion
Kiosk im allgemeinen Sprachgebrauch eine kleine Verkaufsstelle in Form eines Häuschens oder einer Bude, unter der Geltung des Bundes-Ladenschlussgesetzes durch kommunale Vorschriften häufig zu längerer Ladenöffnung berechtigt
klaften einkaufen gehen, ohne wirklich etwas kaufen zu wollen
Kluftier despektierlicher, umgangssprachlicher Ausdruck für einen Einzelhändler, der Bekleidung (Kluft= Bekleidung) verkauft
KOB Hauptwarengruppe Kinderoberbekleidung, die von Kindern üblicherweise öffentlich sichtbar getragen wird (also nicht Unterwäsche)
Kollektion z.B. saisonal nach Jahreszeiten oder Themen wie Freizeit, Sport etc. oder von einem einzelnen Modeschöpfer stammend von einem Hersteller vertriebene Gruppe von Waren, die im Zusammenhang angeboten wird und deren einzelne Bestandteile als zueinander passend angesehen werden; typisch in der Mode z.B. Frühjahrs-, Sommer-, Herbst- und Winterkollektion. Viele Modemarken und Fabrikanten bieten mittlerweile bis zu 12 Kollektionen pro Jahr, um einen schnellen Sortimentswechsel zu ermöglichen.
Kolonialwaren Kolonialwarenhändler veraltete Bezeichnung für überseeische Lebens- und Genussmittel, insbesondere Zucker, Kaffee, Tabak, Reis, Kakao, Tee und Gewürze. Begriff in Deutschland bis Mitte der 1970er Jahre auch für Lebensmittelhändler üblich
Kommission Zusammenstellung von Teilmengen aus den zur Verfügung stehenden Waren aufgrund einer Kundenbestellung. Kunde kann dabei der Einzelhändler in seiner Beziehung zum Lieferanten/Hersteller oder auch der → Letztverbraucher sein.
Kommissionsgeschäft im juristischen Sinn geregelt in §§ 383 ff BGB. Im Einzelhandel wird damit ein Vorgang des Wareneinkaufs beschrieben, bei welchen der Hersteller/Lieferant die georderten Waren zunächst liefert, diese aber noch nicht bezahlt wird. Dem Händler wird ein zeitlich befristetes Rückgaberecht für die nicht veräußerten Waren eingeräumt. Der Lieferant/Hersteller erstellt, nachdem er die nicht verkauften Teile zurückerhalten hat, eine Rechnung über die nicht zurückgesandten Waren oder erteilt, wenn er zuvor eine Rechnung über die gelieferten Waren erstellt hatte, eine Gutschrift über die zurückgesandten Teile. Daraufhin begleicht der Einzelhändler die erst jetzt erstellte Rechnung des Lieferanten oder gleicht nach Eingang der Gutschrift die sich aus Rechnung und Gutschrift ergebene Differenz zu Gunsten des Lieferanten/Herstellers aus. Ein Skontoabzug, wie er in den → Einheitsbedingungen der deutschen Textilwirtschaft für normale Rechnungskäufe vorgesehen ist, ist dann unzulässig.
Konfektion in Serien nach Standardgrößen hergestellte Kleidungsstücke
Kongruenzgebot besagt, dass die Ausweisung, Errichtung oder Erweiterung von Einzelhandelsgroßprojekten grundsätzlich nur in Ober-, Mittel- und Unterzentren zulässig ist. Die Verkaufsfläche der Einzelhandelsgroßprojekte ist so zu bemessen, dass der Einzugsbereich des Vorhabens den zentralörtlichen Verflechtungsbereich der Standortgemeinde nicht wesentlich überschreitet
Konsignationslager Warenlager eines Lieferanten, welches sich in den Verkaufsräumen des Einzelhändlers befindet. Die Ware verbleibt solange im Eigentum des Lieferanten, bis der Einzelhändler sie aus dem Lager entnimmt um sie an den Kunden zu verkaufen. Erst zum Zeitpunkt der Entnahme findet eine Lieferung als Grundlage der Rechnungsstellung statt. Rechtlich handelt es sich beim Konsignationslagervertrag um einen Lagervertrag nach § 467 HGB mit kaufrechtlichen Elementen, häufig auch als Depotvertrag bezeichnet. Die Abwicklung zwischen Lieferant und Einzelhändler wird häufig über → EDI vorgenommen.
Konsum neben dem klassischen volkswirtschaftlichen Verständnis Marke der Konsumgenossenschaften in der ehemaligen DDR, in der Umgangssprache der DDR ein Lebensmittelladen
Krämer / Kramer von "Kram" abgeleitete mittelalterliche Bezeichnung für einen Händler, der seine Ware in einer Marktbude, später auch in einem festen Laden, verkauft. In Bayern und Österreich noch üblicher Begriff; "Kramer" ist die norddeutsche Variante des Begriffs Krämer.
Kreditor Gläubiger, Schulden werden auf Kreditorenkonten gebucht
Kurzwaren kleine Gegenstände zum Nähen wie Knöpfe, Zwirne, Schnallen, Nadeln und Reißverschlüsse
Label (engl.) eigenständig geführte und vertriebene Marke eines Modeherstellers (ursprüngl. Bedeutung: Etikett)
LAG Landesarbeitsgemeinschaft, Landesverband, der mit anderen Landesverbänden die BAG bildete
LDT Lehranstalt des deutschen Textileinzelhandels, Bildungseinrichtung für den Modehandel des BTE mit Sitz in Nagold, 1949 gegründet, bildet Führungskräftenachwuchs im Textil- und Schuhfachhandel aus.
Letztverbraucher Endverbraucher, die die Ware weder weiterveräußert noch sonst gewerblich verwendet oder verarbeitet. Gewerbetreibende sind Letzt-/Endverbraucher, wenn sie ihren privaten Bedarf an betriebsfremden Waren/Leistungen decken
Lingerie Damen-Unterwäsche, Dessous
Lizenzprodukt Ware, die von Lizenznehmern eines Markenrechtsinhabers unter dessen Marke hergestellt und/oder vertreiben wird
Loop Ladenbaukonzept, das den Kundenweg durch die Geschäftsräume steuert, im Regelfall mittels Regalanordnung, farblich abgehobenen Fußbodenbelägen, Deckengestaltung und Beleuchtung.
Lot = Gebinde; eine bestimmte Menge für die Warenbestellung. Ebenso Zusammenfassung von Produkten gleicher Art oder verschiedener Art zur gemeinsamen Bestellung im Handel oder zur gemeinsamen Handhabung in der Logistik. Bei Bekleidung definiert das Lot auch die Verteilung der Anzahl der verschiedenen Größen auf eine einzige Bestellmenge in einer bestimmten Gesamt-Stückzahl
LUG Lagerumschlagsgeschwindigkeit; bezeichnet, wie häufig sich in einem Zeitraum identische Artikel, Warengruppen oder das Gesamtlager verkaufen. Formel: Stückzahl Umsatz im Geschäftsjahr geteilt durch den durchschnittlichen Lagerbestand im Geschäftsjahr. Beispiel: Ein Artikel, der im Jahr 5mal verkauft wird, aber nur einmal am Lager stand, hat eine LUG von 5.
Luftschleier technisches System am Ladeneingang bei häufig oder ständig geöffneten Türen, das mittels eines kräftigen Gebläses unterschiedlich konditionierte Luftmassen durch eine Barriere aus strömender Luft voneinander trennt und so deren Austausch verhindert.
LVMG Landesverband der Mittel- und Großbetriebe des Einzelhandels im Land Niedersachsen e.V., ehemaliger Landesverband der BAG (aufgelöst 2010)
M-Commerce Form des → Versandhandels unter Verwendung Smartphones und Tablets, also mobiler Endgeräte
Mailorder (engl.) → Versandhandel
Mainstream (engl.) in der Mode das, was der breiten Masse der Kunden gefällt (Massengeschmack); Gegenteil vom Exklusivität und Extravaganz
Marge (frz./lat.) Gewinnspanne/prozentualer Gewinn je → Artikel
Mercerie in der Schweiz übliche Bezeichnung für Kurzwaren
Merchandiser/in in Filialunternehmen Position, die Einkaufs- und Verkaufsfunktion verbindet, indem die Absatz- bzw. Warenverantwortlichkeit dem Einkauf zugeordnet wird. Die Verschmelzung der üblicherweise getrennten Funktionen für einzelne Warengruppen bzw. Marktsegmente umfasst nicht nur den Einkauf, sondern auch die Sortimentszusammenstellung, die Preisbildung, die Platzierung und die Regaloptimierung.
Meterware Waren, die wie Stoffe nach laufendem Meter verkauft werden (→ auch Ellenware)
Modehaus Kombination aus Warenhaus und Fachgeschäft mit großer Verkaufsfläche und sehr tiefem Sortiment der verschiedenen Warengruppen von Bekleidung, zusätzlich auch Schuhe und Accessoires (z.B. Peek & Cloppenburg, C&A)
Modist/in → Putzmacher/in
MoBiDa (engl.) mobiles Datenerfassungsgerät, im Regelfall mit Barcodescanner, das z.B. bei Inventuren zur Erfassung des körperlichen Warenbestands eingesetzt wird
Monats-PEP → PEP
mono-label-shop mono-label-store (engl.) Verkaufsgeschäft, aus dem nur die Ware eines Herstellers oder einer Modemarke vertrieben wird, häufig durch den Hersteller selbst
MoPro → Warengruppe Molkereiprodukte, umfasst Lebensmittel, die hauptsächlich aus Milch oder Milchbestandteilen wie Milchzucker, -eiweiß oder -fett bestehen, also die verschiedenen behandelten Milcharten ebenso wie durch Fermentation oder Extraktion von Milchbestandteilen gewonnene Produkte der Milch wie Butter, Käse, Quark, Molke, Sahne und Milchmischerzeugnisse
multibrand (engl.) von einem Hersteller werden verschiedene Marken geführt und vertrieben, oftmals ohne, dass für den Kunden ersichtlich ist, dass die Marken von demselben Hersteller stammen, z.B. um verschiedene → Preislagen oder unterschiedliche Designs bedienen zu können
multichannel (engl.) Verkauf über mehrere Vertriebswege wie stationären Ladenverkauf mit Versand- und Onlinehandel
Multilabel-Shop Multilabel-Store (engl.) Verkaufsgeschäft, aus die Waren verschiedener, meist Marken-Hersteller vertrieben werden, häufig in Form von → shop-in-shop
Nachorder Bestellung/Einkauf von Waren aus der bereits laufenden Saison
Nahreserve in unmittelbarer Nähe der im Verkaufsraum angebotenen Ware vorgehaltene weitere Stücke des Verkaufsartikels, die sofort nachsortiert oder auf Kundennachfrage vorgeholt werden können.
neuform Vereinigung Deutscher Reformhäuser e.G., Genossenschaft der Reformhaus-Inhaber
nichtintegrierter Standort Gegenteil eines → integrierten Standortes, typischerweise an Autobahnabfahrten
Non-Food (engl.) Sortimente, die nicht Lebensmittel (= Food) sind
NOS-Artikel Artikel, der jederzeit beim Hersteller nachbestellt und dann sofort geliefert werden kann, da er dort ständig auf Lager gehalten wird (never out of stock)
Oberbekleidung öffentlich sichtbar getragene Bekleidung im Gegensatz zur Unterwäsche
Off-Price-Store (engl. = Unterbietergeschäft) mittel- bis → großflächiger → Fachdiscounter mit überwiegend bekannten Markenartikeln aus dem → Non-food-Sortiment zu äußerst günstigen Preisen; im Regelfall Auslaufmodelle, Saison-, Reklamations-, und Überschussware, zweite-Wahl-Ware, → Remissionsware), dadurch schneller Sortimentswechsel, das zumeist aus → Artikeln ohne → Nachordermöglichkeit besteht
OL Organisationsleiter/in
OMU oben-mittel-unten, klassifiziert die Preislagen vergleichbarer Produkte, bspw. einer Warengruppe, in hochpreisige (oben), mittlere Preislagen (mittel) und untere Preislagen
Online-Handel Form des → Versandhandels unter Nutzung des Internets
Online-Regalverlängerung Technische Einrichtung, der sich die Kunden im Geschäft des Einzelhändlers nicht vorhandene Produkte nachbestellen und kurzfristig in das Geschäft oder nach Hause liefern lassen können. Die Produkte können dabei je nach Ausstattung des Systems aus dem Lagerbestand anderer Filialen eines → Filialunternehmens stammen oder direkt von Hersteller geordert werden.
ORDERS elektronische Bestellung im EDI, enthält wie die Bestellung auf Papier Angaben über die zu bestellenden Waren oder Dienstleistungen und deren Bestell- und Lieferkonditionen. Das WWS übernimmt die Daten ohne manuellen Aufwand und verarbeitet die Informationen weiter.
Online-Pure-Player (engl.) Unternehmen, die ihr Geschäftsmodell nahezu ausschließlich im Internet betreiben, im Handel z.B. Amazon; synonym auch Pure-Online-Player, Internet-Pure-Player, Pure-Internet-Player
Orderrunde Einkaufsperiode für das Waren einer Saison
Outdoor-Kleidung Bekleidungstextilien, die man ausschließlich außer Haus anzieht; z.B. Jacken, aber auch Funktionsbekleidung wie Ski-Hosen
Outlet (engl.) klassische Bedeutung: Ladenlokal; im Verbraucherverständnis häufig mit einem Herstellerverkauf gleichgesetzt, daher als Begriff häufig auch von anderen Vertriebsformen ohne eigener Produktion missbraucht
Parfümerie / Parfumerie Ladengeschäft, das Parfüms, Seifen und Kosmetika aller Art führt
Parterreakrobat scherzhaft für den Kundenempfänger / ersten Ansprechpartner im Erdgeschoss von mehrgeschossigen Verkaufshäusern
Partie Anzahl (Posten) von Waren
PBS → Hauptwarengruppe Papier-, Büro- und Schreibwaren
Pelzhandel Handel mit verarbeiteten Tierfellen → Rauchwaren
PEP Personal-Einsatz-Planung, weit verbreitet als monatlich aufgestellter Plan, der im Einzelnen festgelegt, welche Mitarbeiter zu welchen Zeiten in den einzelnen Abteilungen beschäftigt werden (Monats-PEP).
Pfeffersack Bezeichnung der Kaufleute, die dieses begehrte Lieblingsgewürz des Mittelalters einführten, durch den Adel
Pfennigkrämer Schelte für einen kleinen Kaufmann
Peripherie / periphere Lage Standort/Lage eines Einzelhandelsgeschäfts außerhalb integrierter Standorte, insbesondere an den Stadträndern
Personal Shopper professioneller, häufig freiberuflich tätiger Begleiter und Berater beim Einkauf
personalisierter Preis individualisierter Verkaufspreis im → Onlinehandel, der bspw. aufgrund des Wohnortes oder des jeweils genutzten Endgerätes ermittelt wird
Pfragner → Fragner
Piedeler rheinisch für einen Kunden, der nach langem Aussuchen nur eine Kleinigkeit kauft
pingeln → ambulanter Handel ohne einen festen Standort, häufig unter Nutzung eines → Bauchladens
Pingelschein ordnungsrechtliche Genehmigung zum ambulanten Straßenhandel
Pinscher spöttisch für kleinen Geschäftsmann, provinziell auch "Ladenpinscher", hamburgisch auf "Püttjer"
PK Personalkauf; bestimmte Zeitspanne, in der das eigene Personal zu erhöhten Rabattsätzen einkaufen kann
PL Personalleiter/in
PLU Preis-Nachschlage-Code (engl.: price look-up code), Identifikationsnummer für Produkte, die vor der Einführung von Scannerkassen der Waren- und damit der Preiseingabe insbesondere im Discount diente. Seit 2001 vier- bis fünfstellige Code-Nummer für Obst und Gemüse unter Verwaltung der International Federation for Produce Standards (IFPS)
Plus Size-Mode Oberbekleidung in großen Größen, z.B. Damen-Größe 44/46 bis 62
Planogramm Belegungsplan für ein Verkaufsregal, in dem die Position jedes Produkts festgelegt wird. Dabei gilt es, die Waren so anzuordnen, dass der Umsatz gefördert wird. Unterscheidet die verschiedenen horizontalen Ebenen des Regal in → Bückzone, → Greifzone, → Sichtzone und → Reckzone
pop-up-shop / pop-up-store (engl.) nur für einen kurzfristigen Verkauf betriebene Verkaufsstelle, häufig zur Zwischennutzung bei kurzen Leerständen von Ladenflächen für den schnellen Abverkauf begrenzter Restwarenmengen
POS Verkaufsort (englisch: Point of Sale) bezeichnet im Marketing aus Sicht des Konsumenten die Einkaufsstelle, zumeist den Kassenarbeitsplatz. Aus der Verkäufersicht des Einzelhandels bezeichnet er die Verkaufs-stelle, also meist die Abteilung, in der verkauft wird (im Gegensatz zu Verwaltung, Lager, Preisauszeichnung etc.), oder die Kasse. Aus Her-stellersicht bezeichnet der Begriff den Einzelhandelsbetrieb, in dem die Ware des Herstellers an den → Letztverbraucher abgegeben wird.
Posamenten / Posamentierwaren Besatzartikel ohne eigenständige Funktion, Schmuckelemente auf textilen Endprodukten wie Kleidung, Polstermöbel, Lampenschirmen etc. Z.B. Kordeln, Quasten, Zierbänder, Fransenborten und Zierknöpfe. Wortherkunft Französisch: passement. Im Handel des 19. Jahrhunderts häufig gemeinsam mit Kurzwaren angeboten
postnumerando nachträglich zu zahlen
poussieren (aus dem Französischen entlehnt) einen → Artikel poussieren = sich mit besonderer Sorgfalt und Hingabe der Herstellung einer Ware, einer Spezialität widmen
POZ Point of Sale ohne Zahlungsgarantie; von 1990 bis 2006 Lastschriftverfahren in Deutschland, bei dem mit der EC-Karte und Unterschrift bezahlt wurde, ohne eine PIN einzugeben, jetzt ELV.
Preisdifferenzierung Anpassung des Preises an individuelle Kunden und Kundengruppen durch Preisnachlass- und Bonussysteme, Rabatte, Zugaben, Kundenkarten oder Prämien
Preiskonzept ist ein wesentlicher Bestandteil der Marktstrategie und häufig auch der Unternehmensphilosophie eines Einzelhandelsbetriebs. Einige Unternehmen wie Discounter (Aldi, Lidl) positionieren sich nahezu vollständig über ihr Preiskonzept am Markt. Das Konzept wird in aller Regel über den werblichen Auftritt kommuniziert: Es besteht aus einem Bündel preispolitischer Maßnahmen, die im Wesentlichen zu den Be-reichen der Preisstrategie und der Preisdifferenzierung zählen
Preislage beschreibt die Preisintervalle im Sortiment des Händlers. Produkte mit dem gleichen funktionalen Verwendungszweck, z.B. TV-Geräte, können in einer unteren, einer mittleren und einer gehobenen Preislage angeboten werden. Die Zuordnung zu einer Preislage entspricht den zwischen den Produkten bestehenden Qualitätsunterschieden. Artikel vergleichbarer Qualität sind somit in derselben Preislage angesiedelt. Die Preislagen bestimmen, wie sich ein Geschäft im Markt positioniert und wie es von den Kunden wahrgenommen wird, zum Beispiel als Billig- oder als Luxusanbieter
Preisoptik Art und Weise, wie der Preis den Kunden übermittelt wird und wie die Preisbotschaft ihn erreicht. Der Preis soll optisch besonders günstig wirken, z.B. durch gebrochene Preise (3,99 € statt 4,00 €) oder besonders große oder rote grafische Darstellung
Preisstrategie bestimmt das Preisniveau bzw. den Preisrahmen, innerhalb dessen der Händler operiert, z.B. als Billig- oder Luxusanbieter
Prekareihandel Handel zwischen den Angehörigen zweier kriegsführender Nationen, der unter der Flagge einer dritten, neutralen Nation heimlich betrieben wird
Preloved-Fashion (engl.) für „vorgeliebte Kleidung“, also genutze bzw. getragene Kleidung / Second Hand-Ware
Presse-Grosso Handelsstufe im Pressewesen zwischen dem Verlag und dem Einzelhändler; also der Großhändler für Zeitungen und Publikumszeitschriften
prêt-à-porter (frz.) wörtlich: „bereit zum Tragen“ → Konfektion
private casual → casual wear
Propagandist/in Verkäufer/in eines Markenherstellers (Angestellte/r oder Handelsvertreter/in), der/die in einem Ladengeschäft eines Einzelhändlers eingesetzt wird und überwiegend auf der Verkaufsfläche tätig ist, auf der Ware des Herstellers angeboten wird (shop-in-shop)
Pseudo-Bepo Sammel-Artikelnummer, unter der eine Ware in der Kasse unter Angabe von Menge und Preis, aber nicht artikelgenau erfasst wird
Pütjer hamburgischer Ausdruck für →Pinscher
Pure-Player → Online-Pure-Player
Putzmacher/in fertigt Kopfbedeckungen für Damen und ist insofern das Pendant zum Hutmacher (Herstellung von Herrenhüten). Eine synonyme Bezeichnung ist "Modist/in".
Randsortiment ergänzende Sortimentsteile mit einem relativ geringen Anteil am Umsatz, die das → Kernsortiment ergänzen; dienen zusätzlicher, ergänzender Käufe neben den hauptsächlich angebotenen Waren, dem Angebot eines zusätzlichen Service für den Kunden oder zur Profilierung
Rauchwaren gegerbte, noch nicht verarbeitete Tierfelle, abgeleitet aus dem veralteten Adjektiv „rauch, rauh/rau“, welches „behaart, zottig“ bedeutet. Unter „Rauchwarenhandel“ ist daher eigentlich nur der Handel mit derartigen Tierfellen zu verstehen; wird aber häufig auch dem Pelzhandel gleichgesetzt, da Pelze auch als „Rauchwerk“ bezeichnet werden.
Reckzone / Reckebene Platz im Verkaufsregal auf dem obersten Regalboden in 1,80 Meter Höhe
Reformhaus Fachgeschäft für Lebensmittel, rezeptfreie Naturarzneimittel sowie Artikel für Körperpflege und Naturkosmetik
Regalstopper aus Verkaufsregal zum Verkaufsgang herausragendes Werbeelement, welches die Aufmerksamkeit des Kunden auf die dort angebotene Ware lenken soll
Regalverlängerung → Online-Regalverlängerung
Regiemarkt Lebensmittelgeschäft, welches von einer Einkaufsgenossenschaft (z.B. EDEKA / REWE) selbst betrieben wird. Normalerweise werden die Märkte dieser Genossenschaften von selbstständigen Einzelhändlern betrieben.
Remissionsware / Remitttenden Ware, die z.B. auf Kommission dem Händler überlassen wurde und mangels Abverkauf an den Lieferanten oder Hersteller zurückgesandt wird; sehr häufig bei Printmedien wie Zeitungen und Zeitschriften
Rennbahn breiter Gang im → Supermarkt, der an allen wichtigen → Sortimenten vorbeiführt, um dem Kunden eine bessere Orientierung zu ermöglichen; führt oft an den Außenwänden entlang
Retail engl. wörtlich = Einzelhandel, umfasst den eigenständigen Einzelhandel, seine Einzelhandelsaktivitäten und die Industrie/Hersteller mit ihren eigenen Einzelhandelsaktivitäten
Retail Park (engl.) überwiegend in Österreich gebräuchlicher Begriff für → Shop-pingcenter mit dem Schwerpunkt → Fachmärkte
Retoure Rücklieferungen an den Lieferanten aufgrund von Reklamation, Reparatur, Falschlieferung, Stornierung einer Bestellung oder einer Mengenabweichung zur tatsächlich bestellten Bestellmenge oder auch Warenrücksendungen durch Kunden im → Versandhandel
Retourenmanagement übergreifende Planung, Durchführung und Kontrolle der Retourenflüsse und der damit verbundenen Informations- und Finanzflüsse
RFID (engl.) radio-frequency identification = Identifizierung mit Hilfe elektromagnetischer Wellen. Ermöglicht die automatische Identifizierung und Lokalisierung der Ware; besteht aus einem Transponder, der sich an oder in der Ware befindet und einen kennzeichnenden Code (EPC) enthält, und einem Lesegerät zum Auslesen der Kennung.
Rollgruppe / Rollkalender → Rollsystem / rollierendes System
Rollsystem / rollierendes System Arbeitszeitsystem, regelmäßig auf der Grundlage von Betriebsvereinbarungen, mit dem bei einer Ladenöffnung an 6 Tagen in der Woche den Arbeitnehmern ein arbeitsfreier Tag pro Woche zusteht, der aber von Woche zu Woche wechselt. Im vorwärts rollierenden System liegen die Freizeittage in der der Reihenfolge Montag - Dienstag - Mittwoch etc.; im rückwärts rollierenden System umgekehrt. Dadurch, dass (im vorwärts rollierenden System) nach einer Woche mit einem freien Samstag in die Folgewoche der freie Montag fällt, ergeben sich attraktive arbeitsfreie Wochenenden (Blockfreizeiten). Die Arbeitnehmer werden dazu in gleichmäßig große Gruppen aufgeteilt, deren freier Tag jeweils identisch ist (Rollgruppen). Da es sich um ein im Regelfall für ein Kalenderjahr geltendes System (Jahresarbeitszeitsystem) handelt, steht für die Beschäftigten immer schon für ein Jahr im Voraus fest, wann sie ihre freien Tage haben. Die Anzahl der Rollgruppen bestimmt, nach wie vielen Wochen sich wieder derselbe arbeitsfreie Wochentag ergibt. Da den Beschäftigten im Regelfall je Monat ein freier Samstag zustehen soll, sind sog. "4er Rollsysteme" mit vier Rollgruppen weit verbreitet. Vereinzelt werden auch "3er Rollsysteme" vereinbart, bei denen dann alle 3 Wochen ein arbeitsfreier Samstag entsteht. Durch 3er- und 4er-Rollsysteme ergeben sich Wochenenden, an denen nicht nur Samstag-(Sonntag)-Montag, sondern zusätzlich der davor liegende Freitag oder der folgende Dienstag arbeitsfrei sind (superlanges Wochenende). Um den Arbeitnehmern den Überblick für die arbeitsfreien Tage (Freizeittage) zu erleichtern, werden häufig Jahreskalender für jede Rollgruppe herausgegeben, aus denen die freien Tage des ganzen Jahres folgen (Rollkalender, Freizeitkalender).
Rote Ware Heizungen
Roter Preis gegenüber der urspünglichen Kalkulation herabgesetzer, reduzierter Preis eines Artikels
Saison Hauptgeschäftsperiode im Jahr zum Verkauf einer Ware
Saisonschlussverkauf Sonderverkaufsperiode mit dem Zweck, durch Preisreduzierungen saisonspezifische Waren der abgelaufenen Saison abzuverkaufen und Platz für die Waren der kommenden Saison zu schaffen. Das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) verbot bis zu seiner Novellierung zum 8. Juli 2004 die sog. "Sonderveranstaltungen", in denen - im Gegensatz zu einzelnen Sonderangeboten - ganze → Warengruppen preisreduziert angeboten werden. Ausnahmen waren u.a. der Sommer- und der Winterschlussverkauf (→ WSV bzw.→ SSV). Nach der Legaldefinition des § 7 Abs. 3 Ziff.1 UWG a.F. waren der WSV vom letzten Montag des Januars an und der SSV vom letzten Montag im Juli an für 12 Werktage, faktisch also zwei Wochen, erlaubt. In diesen Zeitspannen durften Textilien (dazu gehörten auch Möbelbezugsstoffe, Matratzen und Teppiche, sofern diese überwiegend aus textilen Materialien bestanden), Bekleidungsgegenstände, Schuhwaren, Lederwaren und Sportartikel (also nicht Waren anderer Sortimente die → GPK, → braune und weiße Ware, → PBS), zu reduzierten Preisen verkauft werden. Koffer und Handtaschen durften nur in den Saisonschlussverkauf einbezogen werden, wenn sie aus Leder oder Textilien gefertigt waren, also z.B. keine Hartschalenkoffer. Seit der UWG-Novelle 2004 gelten diese zeitlichen wie sortimentsbezogenen Beschränkungen nicht mehr.
Saisonware Artikel, die nur vorübergehend, aber jährlich wiederkehrend angeboten werden wie Weihnachts- und Osterartikel, Karnevalskostüme, spezielle Winterware etc.
SB-Warenhaus großflächiger, auf Selbstbedienung ausgerichteter Einzelhandelsbetrieb, der einem großen Supermarkt ähnelt und eine Verkaufsfläche von mindestens 2.000 m² hat; bietet ein umfassendes Sortiment mit dem Schwerpunkt Lebensmittel (z.B. Kaufland, Marktkauf)
Scannerkasse Kasse, an der der verkaufte Artikel durch Ablesen der GTIN mittels Scanner erfasst wird. Das WWS gibt dazu den aktuellen Verkaufspreis zurück und erfasst den Warenabgang
Schaufensterfieber Bezeichnung für das Verhalten eines reisenden Vertreters, der ohne weitere Informationen einzuholen, überall, wo er ein Schaufenster sieht, hineingeht um seine Waren anzubieten
Schauwerbegestalter/in Fachmann/frau für die anfallende Dekoration eines Geschäftes. Die Tätigkeit bezieht sich nicht nur auf die Gestaltung/Dekoration von Schaufenstern, sondern deckt das komplette Feld der öffentlich einsehbaren Bereiche ab.
Schlado umgangssprachliche Abkürzung von "Scheiß langer Donnerstag"; im Handel gängige Abkürzung für die Tatsache, dass durch eine Änderung des Ladenschlussgesetzes im Jahre 1989 donnerstags länger gearbeitet wurde.
Schlager ein besonders konkurrenzfähiges Produkt
Schlussverkauf → Saisonschlussverkauf
schmales Sortiment es werden nur wenige Warengruppen angeboten
Schnelldreher Waren des → täglichen Bedarfs mit hoher → LUG, die schnell verkauft werden, also schnell im Regal "drehen"
Schuppungsgrad Begriff aus dem Zeitschriftenhandel; bestimmt in Zentimetern die rechnerische Maßgröße der Präsentationsfläche je Objekt. Um die Regalfläche optimal zu nutzen werden die Zeitschriften überlappend nebeneinandergelegt; gibt an, wie viel von jedem Titelblatt sichtbar ist, und bestimmt damit das Verhältnis von Platzverbrauch im Regal und Kaufanreiz gegenüber dem Kunden. Je geringer der Schuppungsgrad, desto mehr Fläche steht für den einzelnen Titel zur Verfügung. Nach der EHASTRA 2010 9,06 cm.
Schwarzpreis-Käufer Kunden, die die Ware zur ursprünglichen Kalkulation vor einer Preisherabsetzung (→ Roter Preis) kaufen und somit nicht nur für den Umsatz, sondern auch für den Ertrag besonders wichtig sind. Sie zählen zu den sog. → A-Kunden.
selektiver Vertrieb Europarechtlich je nach Ausgestaltung bedenkliches aus Gründen der Markenpflege eingerichtetes Vertriebssystem eines Herstellers, bei welchem die Ware nur über ausgewählte Händler vertrieben wird. Der Anbieter verpflichtet sich, die Waren unmittelbar oder mittelbar nur an autorisierte Fachhändler zu verkaufen, die anhand festgelegter Merkmale ausgewählt werden. Die Händler verpflichten sich, die betreffenden Waren nur an → Letztverbraucher und nicht an andere Händler zu verkaufen, die innerhalb des vom Anbieter festgelegten Gebiets nicht zum Vertrieb zugelassen sind. Ein rechtmäßiges selektives Vertriebssystem darf, wenn es lückenlos ist, durch ein Kontrollnummernsystem geschützt werden, bei welchem die Hersteller Kontrollnummern an der Ware anbringt, um deren Vertriebsweg (rück-)verfolgen zu können.
shape-wear figurformende Unterwäsche
shop-in-shop shop-in-store Abteilungsbereich im Verkauf, in dem im einem gesondert gestalteten Umfeld eine Vielzahl von Warengruppen (z.B. Hosen, Jacken, Hemden, Schuhe usw.) einer einzigen Marke bzw. eines einzelnen Herstellers angeboten werden (Gegenteil zur Stammabteilung)
Shoppingcenter bewusst konzipierte räumliche Konzentration von Einzelhandelsgeschäften und Dienstleistungsbetrieben unterschiedlicher Branchen und gegebenenfalls anderen Angeboten wie Fitnesszentren oder Kinos unter der Leitung eines Betreibers
Showroom (engl.) Ausstellungsraum eines Herstellers, in dem die aktuellen Pro-dukte (z.B. Bekleidung) zum Verkauf an die Einzelhändler ausgestellt werden
Sichtzone / Sichtebene Platz im Verkaufsregal auf Augenhöhe zwischen ca. 1,40 – 1,80 Meter Höhe, meist für Waren, auf die die Aufmerksamkeit der Kunden gelenkt werden soll
SIS-Fläche Verkaufsfläche, auf der ein Markenshop in einem Einzelhandelsbetrieb geführt wird (siehe auch shop in shop)
SIS-Vertrag regelt die Vertragsbedingungen zwischen Markenhersteller und Einzelhändler über den Betrieb eines Shop-in-Shop (SIS), die Kosten der Ausstattung und des Ladenbaus, der Modalitäten des Warenbezugs, der Warenpräsentation, tlw. auch des Einsatzes von Personal des Markenherstellers (Propagandist/in)
SLSRPT (engl.) Sales data report - Bericht des Händlers über die Abverkaufszahlen an den Lieferanten, Bestandteil des EDI
smart casual wear (engl.), alternativ: business-casual, sportlich-elegante, legere Bekleidung, die auch im Büro getragen werden kann (z.B. Damen: T-Shirt zum Hosenanzug / Herren: Tagesanzug ohne Krawatte)
smart shopper Konsument/in, der in Abhänigigkeit von der Ware sowohl Preisvorteile sucht als auch hochwertige Markenware kauft; z.B. Lebensmittel und Drogeriewaren sehr preis- und wenig markenbewusst beim Discounter und in anderen Bedarfsbereichen teure und besonders exklusive Markenprodukte, bei denen er nicht so sehr auf den Preis achtet. Typisch: "Mit dem Porsche zum Aldi" (s. Manager-Magazin 01.02.2055).
Smartshop bietet legale Drogen (engl. smart drugs) und berauschende Nahrungsergänzungsmittel an
Softshop Ladenbauelemente, die ein Hersteller dem Fachhhandel zur markenbetonten Präsentation seiner Artikel auf einer kleinen Fläche unter Integration in bestehende Shops oder Fachabteilungen anbietet
Sonderpostenmarkt bietet ein ständig wechselndes Sortiment aus dem Niedrigpreissektor, häufig Restposten und Waren aus Havarieschäden und Konkursen/Insolvenzen an (z.B. Jawoll, Krümet)
Sortiment Gesamtheit aller geführten Artikel eines Handelsgeschäftes; → Kernsortiment → Randsortiment
Sortimentspyramide Zu diesem Begriff existieren verschiedene Definitionen. Eine lautet am Beispiel Bekleidung von unten nach oben ausgehend von der einzelnen → Ware, dass mehrere → Artikel (z.B. ein Hemd, das in verschiedenen Größen angeboten wird), zu der → Artikelgruppe „Hemden“ gehört, die mit weiteren Artikelgruppen wie Pullover, Anzüge etc. die → Waren-gruppe Herrenbekleidung bildet, die zu dem → Warenbereich „Beklei-dung“ gehört. In anderen Definitionen wird auch die Begriffsfolge Ware – Sorte – Artikel -Warenart – Warengattung – Warengruppe – Sortiment verwendet.
SOS-Artikel Waren, die von Kunden gekauft werden, die bis zur letzte Minute nicht wissen, was sie z.B. zu Weihnachten schenken sollen. Das sind häufig Schlips, Oberhemd und Socken
Sozialkaufhaus bietet meist gebrauchte und/oder gespendete Waren an, wird von der kommunalen Sozialhilfe oder den großen Wohlfahrtsorganisationen getragen, aber auch in privater Trägerschaft (z.B. FAIR-Kauf, Hannover)
SSV Sommerschlussverkauf, → Saisonschlussverkauf
Stadtfäule bezeichnet den städtebaulichen Zustand eine Innenstadt-Randlage, in der es wegen Frequenz- und Attraktivitätsverlustes zunehmend zu Leerständen und damit einhergehend den baulichen Verfall der Straßenzüge kommt
Stammabteilung Verkaufsabteilung, in der nur eine Warengruppe wie Hosen, Jacken oder Hemden von einer Vielzahl von Herstellern angeboten wird (Gegenteil zu shop in shop)
stationärer Handel klassischer Handel aus Ladengeschäften
Stopper im rechten Winkel zur Ladenfront aufgestelltes Klappschild auf dem Bürgersteig, mit dem die besondere Aufmerksamkeit der Passanten erregt werden soll
streetwear (engl.) modische Stilrichtung der → Oberbekleidung für städtische eher jugendlich geprägte Freizeitkleidung (auch urbanwear genannt)
Süßwaren feste Lebensmittel mit einem hohen Zuckeranteil wie Bonbons, Schokolade, kandierte Früchte, Fruchtgummi
style-book (engl.) Katalog eines Modeherstellers mit den einzelnen Elementen/Bestandteilen einer Kollektion als Grundlage für die Order und Nachorder der Ware
Sütegro 1953 als Einkaufsgenossenschaft für Textil- und Oberbekleidungsgroßhändler gegründet, Sitz Nürnberg. Ab 1985 auch Aufnahme von Einzelhändlern. 2004 Fusion mit der EK Bielefeld, seitdem dort Fachgruppe in der Rechtsform einer eigenständigen GmbH.
superlanges Wochenende → Rollsystem
Supermarkt großes Einzelhandelsgeschäft, das Lebens- und Genussmittel, häufig ergänzend Drogerieartikel und andere Artikel des täglichen Bedarfs anbietet
Substitut/in Stellvertreter/in des/der Abteilungsleiters/in, häufig verantwortlich für Teilsortimente einer Abteilung oder Teilaufgaben innerhalb der Abteilung
Tabaktrafik / Trafik in Österreich verbreitet anzutreffende Verkaufsstelle für Tabakwaren, Zeitungen, Magazine, Schreibwaren, Post- und Ansichtskarten sowie andere Kleinwaren
täglicher Bedarf, Waren/Güter Konsumgüter, die der Verbraucher möglichst bequem wohnungs- oder arbeitsstättennah einkaufen möchte, überwiegend Verbrauchsgüter (Backwaren, Milch, Zeitungen, Tabakwaren).
Tante-Emma-Laden umgangssprachlich für ein kleines Einzelhandelsgeschäft, das Lebensmittel und weitere Artikel des täglichen Bedarfs anbietet; bezeichnend, dass der Laden oft so klein ist, dass nur eine Person, häufig der/die Ladeninhaber/in persönlich dort arbeitet
Tarif Preisverzeichnis
Teleshopping Vertriebsform, bei der dem Endverbraucher Produkte über das Fernsehen präsentiert werden, die dann direkt, z.B. per Telefon, bestellt werden können
Third Place / Third-Place-Gedanke (engl.) = Dritter Ort - gemeinschaftlich genutzte öffentliche Orte außerhalb der eigenen vier Wände ("Erster Ort") und der Büros ("Zweiter Ort"), die jedem die Möglichkeit bieten, mit anderen auf ungezwungene Weise Zeit zu verbringen, ohne dass dazu ein spezifischer oder offensichtlicher Grund vorliegen muss (auch "halböffentlicher Raum", "Zwischenraum") und damit für die Konsumenten zum persönlichen Lebensraum zwischen Zuhause und Arbeitsplatz werden. Für den stationären Einzelhandel gewinnt die Aufgabe, die eigenen Ladenflächen als Teil der Innenstadt im Verbraucherbewußtsein als einen solchen halböffentlichen Raum zu verankern (Third-Place-Gedanke), zunehmend an Bedeutung.
tiefes Sortiment große Auswahl innerhalb der angebotenen Warengruppe(n)
Tigerer reisender Vertreter, der die Einkäufer in einem Hotel aufsucht
Tinnef schlechte Ware, Ladenhüter
Trafik österreichisch für Handel
Trinkhalle Verkaufsstelle/kleiner Laden für Wasser, alkoholische und nichtalkoholische Getränke und Dinge des sofortigen Bedarfs wie Tabak, Süßwaren, Lebensmittel und Medien
Trockensortiment Sortimentsteil des Lebensmitteleinzelhandels, der nicht zu den → Frischwaren zählt. insbesondere Getränke, Süßwaren, Konserven, Nährmittel, Gewürze, Tiefkühlwaren und Babynahrung. Trockensorti-ment und Frischwaren werden auch als → Food bezeichnet.
übersichtliche Warenpräsentation umgangssprachlich für den Zustand der Verkaufsräume, in denen wegen bevorstehender Geschäftsaufgabe und/oder Liquiditätsproblemen des Händlers nur noch wenige Waren zum Verkauf angeboten werden
Umsatz Gegenwert, der einem Unternehmen in Form von Geld oder Forderungen durch den Verkauf zufließt, gemessen nach der Geldeinheit (wertmäßiger Umsatz), teils auch nach der Anzahl (mengenmäßiger Umsatz)
Umsonstladen privates, sozial oder politisch motiviertes Geschäft, aus dem neue oder gebrauchte Waren zur kostenlosen Mitnahme sowie tauschfrei angeboten werden
urbanwear → streetwear
Value Center (engl.) Mischform aus → Factory-Outlet-Center und → Shoppingcenter bzw. → Retail Park
Vending (engl.) Automaten-Verkauf, Warenvertrieb über Automaten
Verbraucher § 13 BGB: „Verbraucher ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu einem Zwecke abschließt, der weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden kann.“ Die Definition entspricht im Wesentlichen der des → Letztverbrauchers, indem auf dem Zweck des Geschäftes, letztlich der privaten Verwendung, abgestellt wird.
Verbrauchermarkt verfügt über ein breites Sortiment an Nahrungs– und Genussmitteln und an Ge- und Verbrauchsgütern des kurz- und mittelfristigen Bedarfs, überwiegend in Selbstbedienung. Das Sortiment ist auf eine Dauerniedrigpreis-, Sonderangebotspolitik oder Mischformen davon abgestellt. Standort im Regelfall autokundenorientiert mit großen Parkplatzangeboten (z.B. Real)
Verbundplatzierung Form einer Warenpräsentation bei der unterschiedliche Artikel, die aber aus Verbrauchersicht in einem Zusammenhang stehen, eng benachbart angeboten werden (bspw. Krawatten neben Oberhemden)
Verdrusskasten scherzhaft für Musterkoffer eines Reisenden
verhökern vom "Höker" abgeleitetes Tätigkeitswort, heute eher im negativen, herabwürdigenden Sinne von "verkaufen"
Verkäufer/in 2jähriger Ausbildungsberuf im Einzelhandel
Verkaufsfläche Nach der Rechtsprechung (z.B. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 27.04.1990 zu Az. 4 C 36.87) der Teil der Geschäftsfläche „auf dem üblicherweise die Verkäufe abgewickelt werden (einschließlich Kassenzone, Gänge, Schaufenster und Stellflächen für Einrichtungsgegenstände sowie innerhalb der Verkaufsräume befindliche und diese miteinander verbindenden Treppen und Aufzüge)“, das betrifft alle Flächen , die vom Kunden betreten werden können oder die er zu Kaufzwecken einsehen kann, auch wenn sie aus hygienischen oder anderen Gründen vom Kunden nicht betreten werden dürfen, wie etwa eine Fleischtheke mit Bedienung.
Verkaufsförderungs- maßnahme alle Sondermaßnahmen, die der unmittelbaren Umsatzsteigerung dienen (z.B. Sonderöffnung; Rabattaktionen), nicht hingegen gewöhnlichen Werbe- und Kommunikationsmaßnahmen
verkaufsoffener Samstag unter der Geltung des alten (Bundes-)Ladenschlussgesetzes der jeweils 1. Samstag im Monat sowie die 4 Samstage vor Heiligabend, an denen gesetzlicher Ladenschluss nicht 14:00 Uhr, sondern (wie an allen anderen Werktagen) um 18:30 Uhr war.
Vertikale/r Unternehmen, die vom Entwurf über die Fertigung (Eigenproduktion oder durch beauftragte Dritte) bis zum Verkauf in eigenen Geschäften (häufig Mono-Label-Shops) alle Wertschöpfungsstufen bis zum Endverbraucher abdecken (z.B. ZARA, Hennes & Mauritz). Das schließt nicht aus, dass sie ihre Waren auch mit Franchise-Partnern oder über andere Einzelhändler (dann häufig als shop-in-shop) anbieten (z.B. ESPRIT, TOM TAILOR)
vertikale Preisbindung kartellrechtswidrige Preisabsprache zwischen Hersteller und Händler
Versandhandel (synonym Mailorder oder → Distanzhandel) Art des Einzelhandels, bei dem die Produkte per Katalog, Prospekt, Internet, Fernsehen oder Vertreter angeboten und dann an den Kunden Versand werden.
Vertragshändler Händler, der vertraglich verpflichtet ist, die Waren eines Herstellers nach dessen Marketingkonzept zu verkaufen (Typisch: Kfz-Handel und Tankstellen); im Einzelhandel im engeren Sinne auch bei hochwertigen Markenprodukten.
Vertriebsbindungssystem vertragliche Vereinbarung zwischen Lieferant und Abnehmer der Ware, dass letzterer die Ware nur an bestimmte Käufer, z.B. nur an Letztverbraucher und insbesondere nicht an andere Händler/Wiederverkäufer, weiterveräußern darf, weit verbreitet im Bereich Parfümerie
Vertriebslinie Kombination von Verkaufsorganisation und Vertriebsweg, bspw. → SB-Warenhaus, → Discounter, → Distanzhandel, → Fachgeschäfte
VIP-Shopping Marketing-Instrument, bei welchem besonderen Kundenkreisen besondere Preisvorteile oder sonstige außergewöhnliche, exklusive Einkaufsbedingungen gewährt werden. Überwiegend abendliche Verkaufsveranstaltungen in Verbindung mit Modenschauen, Unterhaltungsprogramm und/oder Bewirtung, zu der Kundenkarteninhaber eingeladen werden.
VL Verwaltungsleiter/in
Vorauszeichnung → Auszeichnung
Vorkalkulation Ermittlung des Verkaufspreises eines Artikels auf Grund des Kostengefüges; zeigt, welche Eingangsspanne für ein Produkt angesetzt werden muss, um die Kosten zu decken und einen angemessenen Gewinn zu erwirtschaften / gibt nur einen Anhaltspunkt für den endgültigen Warenpreis, der sich z.B. durch Abschriften wieder ändern kann.
Vororder besonders im Bekleidungshandel Bestellung von Waren für die nächste Saison, regelmäßig vor deren Produktion
Vorwahl Verkaufsmethode, bei der sich der Kunde zunächst selbst über das Angebot informiert und eine erste Auswahl trifft. Sodann kann er sich von Verkäufern/innen beraten lassen.
Wanderdekorateur Unternehmen oder Unternehmer, der die Dienstleistung der Schaufenster- und Laden-Innenraumgestaltung anbietet
Wandergewerbe Teil des ambulanten Handels, u.a. Hausierer
Ware kleinste zum Verkauf angebotene Einheit eines → Artikels
Warehouse Club Discount-Konzept auf Großflächen; verbindet Elemente des Groß- und Einzelhandels mit Clubmitgliedschaft. In großflächigen (über 10.000 qm) lagerhallenähnlichen Märkten in der Peripherie. Sortimentsschwerpunkt Non-Food-Artikel, die direkt aus Kartons oder von Paletten verkauft werden. Typisch aggressive Dauerniedrigpreisgestaltung und völliger Verzicht auf Serviceleistungen. Zutritt setzt eine kostenpflichtige Mitgliedschaft voraus, die in der Regel Gewerbetreibende und Großabnehmer, teilweise auch Privatpersonen erwerben können.
Warenart übergeordnete Bezeichnung mehrerer → Artikelgruppen oder → Wa-rengruppen (Herrenbekleidung, Damenbekleidung)
Warenbereich übergeordnete Bezeichnung mehrerer → Warenarten (z.B. → Heimtex-tilien, Bekleidung, Schuhe)
Warenbezugskosten Kosten, die mit dem Warenbezug in Zusammenhang stehen (insbes. Fracht, Zölle, Transportversicherung)
Warendruck umgangssprachlich für den Zustand der Verkaufsräume, in denen mit besonders viel und häufig unübersichtlich und eng platzierten Waren der Eindruck entsteht, es sei zu viel Ware vorhanden, die schnell abverkauft werden müsse; die Ladengestaltung soll durch randvolle Regale, enge Anordnung der aufgebügelten Ware etc. die ganze vorhandene Sortimentsbreite und -tiefe zum Ausdruck bringen
Wareneinsatz Menge der Ware, die nach ihrem Einstandswert (Einkaufspreis) erforderlich ist, um einen bestimmten Umsatz zu erreichen / Formel: Warenanfangsbestand + Wareneinkauf - Warenendbestand = Wareneinsatz
Warengruppe Zusammenfassung einzelner → Artikelgruppen anhand eines gemein-samen Merkmals wie Herkunft, Verwendungszweck oder Eigenschaften
Warenhandling im Einzelhandel alle Arbeitsschritte, die die Ware von der Annahme bis in den Verkaufsraum durchläuft, also z.B. Auspacken, Preisauszeichnung, Aufbügeln, Transport in den Verkaufsraum und Aufhängen bzw. Auslegen der Ware
Warenhaus großes, in der Regel mehrstöckiges Einzelhandelsgeschäft, in dem Waren jeglicher Art eines branchenübergreifenden → Sortiments („Alles unter einem Dach“) - im Gegensatz zum → Kaufhaus auch Lebensmittel - zum Kauf angeboten werden (z.B. Karstadt, Kaufhof und ehemals Horten und Hertie), meist in zentraler Lage in den Innenstädten
Warenkorb dient der Berechnung der Preisindizes (Lebenshaltungskostenindex) und bezeichnet die Waren und Dienstleistungen, die vom Statistischen Bundesamt (Destatis) als repräsentativ für die Verbrauchsgewohnheiten der Konsumenten angesehen werden; umfasst zurzeit ca. 750 Waren und Dienstleistungen und wird alle 5 Jahre (in den durch 5 teilbaren Jahren) neu definiert
Warenkunde wesentlicher Teil der Ausbildung zum/zur Verkäufer/in, vermittelt durch warenkundlichen Unterricht in der Berufsschule und Einweisungen in der betrieblichen Ausbildung im Lager. Umfasst Kenntnisse über die Beschaffenheit, Eigenschaften, handelsübliche Verpackungen, Form und Ausführungen, Sorten, Größen, Qualitäten, Behandlung, Handhabung, Verwendungsmöglichkeiten; zum Teil auch Rohstoffe, Herkunft und Herstellungsverfahren sowie besondere Vorschriften über den Umgang mit der Ware.
Warschauer scherzhaft für einen Kunden, der sich Ware nur anschaut, ohne sie zu kaufen
weiße Ware → Hauptwarengruppe, Elektroartikel für die Hausarbeit, z.B. Waschmaschinen, Herde und Geschirrspüler
weiße Wochen bezeichnet die ersten Tage im neuen Jahr, in denen Haushaltswaren zu Sonderpreisen beworben werden
Weißwaren gebleichte Leib-, Tisch- und Bettwäsche aus Leinen
Werbegemeinschaft Teil des Stadtmarketings; Unternehmen mit gemeinsamem Standort (nicht nur Einzelhändler) schließen sich zur gemeinsamen Werbung zusammen, um den Standort aufzuwerten; meist lokal kooperierende Innenstadt- oder Straßengemeinschaften, aber auch in Einkaufzentren.
Werbekostenzuschuss finanzieller Beitrag, der von einem Lieferanten/Hersteller zur Finanzierung von Werbe- und Verkaufsförderungsmaßnahmen zur Verfügung gestellt wird
wetterfühlige Artikel Waren, bei denen ein besonders intensiver Zusammenhang zwischen der Nachfrage und den aktuellen Wetterbedingungen besteht (z.B. im Lebensmittelhandel Grillfleisch – hohe Nachfrage bei Wärme und Son-nenschein, kaum Nachfrage bei Regen und Kälte)
Wholesale engl. wörtlich = Großhandel, bezeichnet im Einzelhandel den klassischen Verkauf der Industrie an den Einzelhandel
WSV Winterschlussverkauf, → Saisonschlussverkauf
Wühltisch Warenträger in Tischform, meist für Sonderangebote eingesetzt, auf/in dem die Ware unsortiert (zum Durchwühlen) angeboten wird
WWS Waren-Wirtschafts-System; steuert die Warenlogistik von der Bestellung über die Anlieferung bis zum Abverkauf, häufig auch verknüpft mit der Rechnungsbearbeitung und -regulierung
ZdK Zentralverband deutscher Konsumgenossenschaften e.V., Hamburg
Zentrale Orte Theorie der Raumordnung, nach der die Orte je nach der Rolle, die sie für das Umland spielen, in unterschiedliche Bedeutungsklassen eingeteilt werden, wie Oberzentren, Mittelzentren und Grundzentren
Zentralität / Zentralitätsgrad kennzeichnet in der regionalen Marktforschung die Bedeutung einer Stadt, Gemeinde oder eines Gebietes für ihr Umland in Bezug auf die - vereinfacht ausgedrückte - Frage, wo die Bewohner ihre Konsumausgaben machen. Wird als "Zentralitätsgrad" bemessen und gibt somit an, inwiefern der Standort Kaufkraft aus dem Umland anzieht und bindet. Der Zentralitätsgrad wird als Quotient von realisiertem Handelsumsatz eines Standortes und theoretischem Marktpotenzial durch die Wohnbevölkerung gebildet und meist in Prozent ausgedrückt. Bei einem Zentralitätsgrad von weniger als 100 % kann der Standort die Kaufkraft der Bevölkerung nicht binden und verliert diese an konkurrierende Standorte, die dann regelmäßig einen Zentralitätsgrad größer als 100 % haben.
Zentralregulierung Abrechnungssystem zur Zahlungsbündelung zwischen Lieferanten einerseits und Mitgliedern von Einkaufsgemeinschaften andererseits. Der Händler bestellt die Waren direkt bei dem Lieferanten, der auch direkt liefert. Die Einkaufsgemeinschaft übernimmt häufig eine Bürgschaft und zahlt - unter Weiterberechnung an die einzelnen Mitglieder - in einer Summe an den Lieferanten.
Ziel Zahlungstermin
ZGV Zentralverband gewerblicher Verbundgruppen e.V., Berlin, Interessenvertretung der Einkaufs- und Marketing-Kooperationen
ZR → Zentralregulierung
Zugabe Kleinere Artikel, die zur Verkaufsförderung neben der Hauptware kos-tenfrei mitgegeben werden. Die Zulässigkeit richtete sich früher nach der Zugabe-Verordnung vom 09.03.1932, die 2001 zusammen mit dem Rabattgesetz aufgehoben wurde. Seither ist es grundsätzlich zulässig, Zugaben als „Geschenk“ zu bezeichnen, Gutscheine auszugeben etc.
Zuspruch gleichbedeutend mit Kundschaft
Zweitmarke meist preisgünstigere Variante eines Markenartikels desselben Herstellers; soll neben dem Hauptabsatzmarkt weitere Absatzmärkte mit unterschiedlichen Zielgruppen (z.B. Fachhandel einerseits und Billiganbieter andererseits) erschließen. Die Produkte von Haupt- und Zweitmarke können ähnlich oder nahezu identisch sein.
Zwischenmeister Vermittler zwischen Heimarbeiter und Fabrikant
Zwölfzöller altertümlich scherzhaft für einen Wechsel, weil Wechselformulare ehemals 12 Zoll lang waren
Sie haben den gesuchten Begriff nicht gefunden? Dann rufen Sie uns einfach unter 0511/343230 an oder senden Sie eine E-Mail an lexikon @ einzelhandels-anwaelte . de. Wir sind Ihnen bei der Aufklärung gern behilflich.
Unsere Fachanwaltskanzlei ist auf die umfassende Beratung und Vertretung von Einzel­handels­unter­neh­­men, im Schwerpunkt des inhabergeführten Facheinzelhandels in den Innenstädten mit be­die­nungs- und be­ratungsintensiven Sortimenten, spezialisiert. Unsere Mandanten betreiben Ein­zel­han­dels­­geschäfte in ganz Deutschland. Als Rechtsanwälte und Fachanwälte für Arbeitsrecht bringt es unser täglicher Kontakt mit unseren Mandanten mit sich, dass wir "die Sprache unserer Man­danten" beherrschen.
Anwälte gibt es viele; auch ein Fachanwalt für Arbeitsrecht ist schnell gefunden. Wir aber sind die Spe­zialisten für die Vertretung der Arbeitgeber - daher auch unsere weitere Internetadresse www.arbeitgeber-anwälte.de - und haben einen Schwerpunkt in der ganzheitlichen rechtlichen Be­gleitung von Einzel­händ­lern. Für viele mittelständische Betriebe sind wir daher die "externe Rechts­ab­teilung".
Was können wir für Sie tun? Rufen Sie uns einfach an. Unser Büro ist rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche (siehe "24/7" im Lexikon) für Sie telefonisch unter 0511/343230 erreichbar.

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 § 11
 § 467
 § 7
 § 13