Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=SozR%203-1300%20%C2%A7%2024%20Nr.%2013
Timestamp: 2019-12-08 13:02:58+00:00

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BSG, 15.08.1996 - 9 RV 10/95 - dejure.org
BSG, 15.08.1996 - 9 RV 10/95
https://dejure.org/1996,2064
BSG, 15.08.1996 - 9 RV 10/95 (https://dejure.org/1996,2064)
BSG, Entscheidung vom 15.08.1996 - 9 RV 10/95 (https://dejure.org/1996,2064)
BSG, Entscheidung vom 15. August 1996 - 9 RV 10/95 (https://dejure.org/1996,2064)
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Zulässigkeit der Nichtanhörung des Adressaten eines Verwaltungsaktes vor Ergehen des ablehnenden Widerspruchsbescheides - Vorliegen eines unheilbaren Mangels bei einem Widerspruchsbescheid durch die Verletzung der Vorschrift des § 24 Abs. 1 Zehntes Sozialgesetzbuch (§GB ...
SG Karlsruhe, 25.11.1993 - S 4 V 1413/93
Jedoch enthält der Widerspruchsbescheid eine gegenüber der ursprünglichen vorläufigen Bewilligung zusätzliche selbständige Beschwer, was nach der im sozialgerichtlichen Verfahren entsprechend anwendbaren Vorschrift des § 79 Abs. 2 Satz 1 VwGO seine selbständige Anfechtbarkeit eröffnet (BSG vom 15.8.1996 - 9 RV 10/95 - SozR 3-1300 § 24 Nr. 13 S 35;… BSG vom 25.3.1999 - B 9 SB 14/97 R - SozR 3-1300 § 24 Nr. 14 S 39 f;… BSG vom 24.3.2015 - B 8 SO 16/14 R - SozR 4-3500 § 116 Nr. 1 RdNr 11;… zustimmend etwa B. Schmidt in Meyer-Ladewig/ Keller/Leitherer/Schmidt, SGG, 12. Aufl 2017, § 95 RdNr 3a; Wehrhahn in jurisPK-SGG, 2017, § 95 RdNr 16 mwN) .
Ob der ursprüngliche Ausgangsbescheid hiervon unberührt bleibt wie im Fall der Verletzung einer wesentlichen Verfahrensvorschrift bei Erlass des Widerspruchsbescheids (so etwa BSG vom 15.8.1996 - 9 RV 10/95 - SozR 3-1300 § 24 Nr. 13 S 35) oder ob sich der Ausgangsbescheid durch die im Widerspruchsbescheid getroffene Regelung in dem besonderen Verhältnis zwischen vorläufiger und abschließender Entscheidung (…vgl dazu nur BSG vom 29.4.2015 - B 14 AS 31/14 R - SozR 4-4200 § 40 Nr. 9 RdNr 22) nach § 39 Abs. 2 SGB X erledigt hat, ist hierfür nach Sinn und Zweck von § 79 Abs. 2 Satz 1 VwGO unbeachtlich.
BSG, 25.03.1999 - B 9 SB 14/97 R
Unterbliebene Anhörung im Vorverfahren - isolierte Aufhebung des …
Das LSG ist der Rechtsauffassung des Bundessozialgerichts (BSG) im Urteil vom 15. August 1996 - 9 RV 10/95 - gefolgt und hat ausgeführt: Bezüglich versorgungsärztlicher Stellungnahmen, die sich in der Bewertung von Fremdbefunden erschöpften, bestehe keine Anhörungspflicht iS des § 24 Abs. 1 Sozialgesetzbuch Zehntes Buch (SGB X).
Das LSG hat seiner Entscheidung zu Recht die Grundsätze zugrunde gelegt, die der Senat in seinem Urteil vom 15. August 1996 (SozR 3-1300 § 24 Nr. 13) entwickelt hat.
Diese sind namentlich dann als gegeben zu erachten, wenn die Verwaltung auf Grund des Vorbringens des Beteiligten oder aus anderen Gründen neu ermittelt und sie sich infolge der durchgeführten Ermittlungen auf neue erhebliche Tatsachen stützen will (Krasney in: Kasseler Komm, § 24 SGB X RdNr 13; Schneider-Danwitz in: Gesamtkomm Sozialversicherung SGB X, Stand August 1997, § 24 Anm 7; vgl auch die Urteile des BSG vom 15. August 1996 - SozR 3-1300 § 24 Nr. 13 …und vom 25. März 1999 - SozR 3-1300 § 24 Nr. 14; Bayerisches LSG, Urteil vom 5. Oktober 1995 - L 8 AL 298/94 - Breithaupt 1996, 248), wenn die Widerspruchsbehörde ihrer Entscheidung - ggf ohne ergänzende Ermittlungen durchgeführt zu haben - einen anderen Sachverhalt zu Grunde legen will als die Ausgangsbehörde (…Schnapp in: Krause/von Mutius/Schnapp/Wiesert, Gemeinschaftskommentar zum Sozialgesetzbuch - Verwaltungsverfahren , § 24 SGB X RdNr 30) oder wenn die Behörde die beabsichtigte Maßnahme in dem eingreifenden Verwaltungsakt gegenüber dem bisher geplanten und angekündigten Inhalt nicht unerheblich ändert oder den Wesensgehalt des Verwaltungsakts abwandelt (…Stelkens/Bonk/Sachs, Verwaltungsverfahrensgesetz, 6. Aufl 2001, § 28 RdNr 37), etwa wenn der Ursprungsbescheid im Wege der Umdeutung nach § 43 Abs. 1 SGB X eine sachliche Änderung erfährt (…vgl hierzu Senatsurteil vom 15. Juni 2000 - SozR 3-1300 § 24 Nr. 16).
Ein erneutes Vorverfahren ist im vorliegenden Fall dennoch nicht durchzuführen, da die zuständige Widerspruchsstelle und der Klagegegner identisch sind und von einer Nachholung des Vorverfahrens nicht zu erwarten wäre, dass damit das Klageverfahren entbehrlich wird (BSG, Urteil vom 06.08.1998, B 3 KR 3/98 R, Juris Rn 14 mwN; in der prozessualen Konsequenz anders BSG, Urteil vom 15.08.1996, 9 RV 10/95, Juris Rn 14 für die unterbliebene Anhörung als allerdings gesetzlich gem § 42 S 2 SGB X geregeltem Aufhebungsanspruch auch bei gebundenen Entscheidungen).
Was unter einer erheblichen Tatsache iS von § 24 Abs. 1 SGB X zu verstehen ist, richtet sich nach Art und Inhalt des Verwaltungsaktes, dessen Erlaß beabsichtigt ist (…vgl BSGE 44, 207, 211 = SozR 1300 § 24 Nr. 2 S 2; Nr. 4 S 6; SozR 3-1300 § 24 Nr. 13 S 34 f) sowie nach den Umständen des Einzelfalles und den jeweils anzuwendenden Vorschriften (…so Urteil des Senats, aaO).
Das gilt sowohl für die Beschwer in Gestalt der Ablehnung der Familienversicherung als auch für die Beschwer, die sich aus der fehlenden Anhörung im Verwaltungsverfahren nach § 24 Abs. 1 SGB X ergibt (vgl BSG SozR 3-1300 § 24 Nr. 13 S 35).
Andernfalls wäre wegen der sich daraus ergebenden neuen Belastung vor Erlaß des Widerspruchsbescheids gemäß § 24 SGB X eine erneute Anhörung erforderlich gewesen (vgl in anderem Zusammenhang: BSG SozR 3-1300 § 24 Nr. 13 und SozR 1300 § 24 Nr. 9).
In den Entscheidungsgründen folgte es im wesentlichen der Entscheidung des Senats vom 15. August 1996 (SozR 3-1300 § 24 Nr. 13).
Insofern hat das LSG zutreffend die rechtlichen Gesichtspunkte des Senatsurteils vom 15. August 1996 (SozR 3-1300 § 24 Nr. 13) zugrunde gelegt, an denen der Senat festhält (vgl das zur Veröffentlichung vorgesehene Urteil des Senats vom heutigen Tage B 9 SB 14/97 R).
VGH Bayern, 17.07.1997 - 12 B 96.138
Verletzung der Anhörungspflicht gemäß SchwbG § 10 iVm SGB 10 § 42 als erheblicher …
Deshalb ergibt sich auch aus § 62 SGB X nichts Gegenteiliges (siehe auch BSG vom 15.8.1996, SozR 3-1300 § 24 Nr. 13).
Sodann wird abschließend zu entscheiden sein (vgl. BSG vom 15.8.1996 SozR 3-1300 § 24 Nr. 13).
Die Frage, in welchem rechtlichen Verhältnis § 79 Abs. 2 Satz 2 VwGO und § 42 SGB X stehen, ist durch das Urteil des Bundessozialgerichts vom 15. August 1996 (SozR 3-1300 § 24 Nr. 13) geklärt.
Die Voraussetzung einer zusätzlichen Beschwer ist im Fall der Verletzung einer wesentlichen Verfahrensvorschrift im Widerspruchsverfahren erfüllt, sofern der Widerspruchsbescheid auf dieser Verletzung beruht (vgl. bei einer unterbliebenen Anhörung: BSG, Urteil vom 15.08.1996 - 9 RV 10/95 -, SozR 3-1300 § 24 Nr. 13;… Urteil vom 25.03.1999 - B 9 SB 14/97 R -, SozR 3-1300 § 24 Nr. 14), was bei der vorliegenden Zurückweisung des Widerspruchs als unzulässig anstelle einer Sachentscheidung der Fall ist.
SG Düsseldorf, 02.09.2008 - S 6 U 191/05
Berufsgenossenschaft muss über Widersprüche von Versicherten in ordnungsgemäßer …
SG Düsseldorf, 02.09.2008 - S 6 U 95/04

References: § 24
 § 79
 § 24
 § 24
 § 116
 § 95
 § 95
 § 24
 § 40
 § 39
 § 79
 § 24
 § 24
 § 24
 § 24
 § 24
 § 24
 § 24
 § 28
 § 43
 § 24
 § 42
 § 24
 § 24
 § 24
 § 24
 § 24
 § 24
 § 24
 § 24
 § 24
 § 24
 § 10
 § 42
 § 62
 § 24
 § 24
 § 79
 § 42
 § 24
 § 24
 § 24