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Timestamp: 2019-07-16 13:00:10+00:00

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GewStH H 7.1 (1) - Gewerbeertrag - NWB Datenbank -
GewStH H 7.1 (1) (Zu § 7 GewStG)
Bilanzsteuerrechtliche Bewertungswahlrechte dürfen für die einkommen- und gewerbesteuerliche Gewinnermittlung nur einheitlich ausgeübt werden (> BFH vom 25. 4. 1985 – BStBl 1986 II S. 350, vom 28.6.1989 – BStBl 1990 II S. 76, vom 9.8.1989 – BStBl 1990 II S. 195 und vom 21.1.1992 – BStBl II S. 958).
Billigkeitsmaßnahmen nach § 163 Satz 2 AO (zeitliche Verlagerung der Besteuerung) wirken auch für die Gewinnermittlung bei der Gewerbesteuer (>R 1.5 Abs. 2).
Dagegen sind Billigkeitsmaßnahmen nach § 163 Satz 1 AO bei der Gewerbesteuer nur dann zulässig, wenn die Festsetzung und Erhebung der Gewerbesteuer dem Finanzamt obliegt, es sei denn, dass die hebeberechtigte Gemeinde der Billigkeitsmaßnahme zugestimmt hat (>H 1.5 (1)) oder dafür durch eine allgemeine Verwaltungsvorschrift der Bundesregierung , der obersten Bundesfinanzbehörde oder einer obersten Landesbehörde Richtlinien aufgestellt worden sind (>R 1.5 Abs. 1 , H 1.5 (1), § 184 Abs. 2 Satz 1 AO ).
Für gewerbesteuerliche Zwecke ist der Gewinn verfahrensrechtlich selbständig zu ermitteln. Dabei sind die Regelungen des Einkommensteuer- und Körperschaftsteuerrechts über die Ermittlung des Gewinns anzuwenden (> BFH vom 25. 10. 1984 – BStBl 1985 II S. 212 und vom 4. 10. 1988 – BStBl 1989 II S. 299). Dies gilt auch für die anzuwendende Gewinnermittlungsart, so dass die einkommensteuerrechtlich gewählte Gewinnermittlungsart auch für die Ermittlung des Gewerbeertrags bindend ist (> BFH vom 5. 11. 2015 – BStBl 2016 II S. 420). Sie sind nur insoweit nicht anzuwenden, als sie ausdrücklich auf die Einkommensteuer (Körperschaftsteuer) beschränkt sind (>R 7.1 Abs. 3) oder ihre Nichtanwendung sich unmittelbar aus dem GewStG oder aus dem Wesen der Gewerbesteuer ergibt (> BFH vom 11. 12. 1956 – BStBl 1957 III S. 105 und vom 29. 11. 1960 – BStBl 1961 III S. 51). Es ist unerheblich, ob sich die Gewinnermittlungsmaßnahme innerhalb oder außerhalb der Bilanz auswirkt. In der Regel wird danach der für die Einkommensteuer (Körperschaftsteuer) maßgebende Gewinn mit dem für die Ermittlung des Gewerbeertrags festzustellenden Gewinn übereinstimmen. Eine rechtliche Bindung besteht aber nicht (> BFH vom 22. 11. 1955 – BStBl 1956 III S. 4, vom 27. 4. 1961 – BStBl III S. 281 , vom 11. 12. 1997 – BStBl 1999 II S. 401 und vom 18.4.2012 – BStBl II S. 647 ). Das gilt auch für die Fälle, in denen der Gewinn aus Gewerbebetrieb auf Grund des § 180 Abs. 1 Nr. 2 AO gesondert festgestellt wird (> BFH vom 17. 12. 2003 – BStBl 2004 II S. 699).
der §§ 18 und 19 des UmwStG 2006 , zuletzt geändert durch Artikel 6 des Gesetzes vom 2.11.2015 (BGBl I S. 1834) ;
der §§ 7 bis 14 des AStG vom 8. 9. 1972 (BStBl I S. 450), zuletzt geändert durch Artikel 6 des Gesetzes vom 19.7.2016 (BGBl I S. 1730) ;
des § 6 des Gesetzes über steuerliche Maßnahmen bei Auslandsinvestitionen der deutschen Wirtschaft vom 18. 8. 1969 (BStBl I S. 477), zuletzt geändert durch Artikel 268 der Verordnung vom 31. 8. 2015 (BGBl I S. 1474) ;
Bei der Ermittlung des als Gewerbeertrag anzusetzenden Gewinns sind im Falle einer Bilanzberichtigung auch die Grundsätze des Bilanzenzusammenhangs zu beachten (> BFH vom 13. 1. 1977 – BStBl II S. 472). Die Bilanzberichtigung für Zwecke der Festsetzung der Gewerbesteuer hindert nicht die entsprechende einkommensteuerliche Korrektur in einem späteren Veranlagungszeitraum (> BFH vom 6. 9. 2000 – BStBl 2001 II S. 106).
Werden in Fällen einer Sacheinlage unter dem gemeinen Wert (>§ 20 Abs. 2 S. 2 UmwStG) die erhaltenen Anteile durch den Einbringenden innerhalb von sieben Jahren nach dem Einbringungszeitpunkt veräußert, gilt die Veräußerung als rückwirkendes Ereignis i. S. d. § 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 AO (>§ 22 Abs. 1 UmwStG). Ob der nach Maßgabe des § 16 EStG zu ermittelnde Einbringungsgewinn beim Einbringenden als laufender Gewerbeertrag der Gewerbesteuer unterliegt, richtet sich dabei nach den allgemeinen Grundsätzen zur Behandlung von Veräußerungs- oder Aufgabegewinnen.
> § 7 Satz 2 GewStG
>H 7.1 (3)
Bei der Beurteilung der Frage, ob ein Steuerpflichtiger als gewerblicher Grundstückshändler anzusehen ist, sind diesem ebenfalls die Grundstücksgeschäfte zuzurechnen, die von einer Personengesellschaft, an der er beteiligt ist, getätigt wurden (> BFH vom 22. 8. 2012 – BStBI II S. 865). Auch die Einbringung von Grundstücken in diese Personengesellschaft ist als Veräußerung durch den Steuerpflichtigen anzusehen (> BFH vom 28. 10. 2015 – BStBI 2016 II S. 95).
Die persönlichen oder finanziellen Beweggründe für die Veräußerung von Immobilien sind für die Zuordnung zum gewerblichen Grundstückshandel oder zur Vermögensverwaltung unerheblich. Dies gilt auch für wirtschaftliche Zwänge, wie z. B. die Ankündigung von Zwangsmaßnahmen durch einen Grundpfandgläubiger (> BFH vom 27. 9. 2012 – BStBI 2013 II S. 433).
In den Fällen von Grundstücksverkäufen, die zu einer gewerblichen Tätigkeit führen (>H 15.5 (Grundstückskäufe) EStH, R 15.7 Abs. 1 EStR), betreffen die mit dem Verkauf der Grundstücke zusammenhängenden Geschäftsvorfälle wirtschaftlich regelmäßig den laufenden Gewinn des Gewerbebetriebs; sie beeinflussen nicht einen etwaigen Veräußerungs- bzw. Betriebsaufgabegewinn (> BFH vom 15. 12. 1971 – BStBl 1972 II S. 291, vom 9. 9. 1993 – BStBl 1994 II S. 105 und vom 25. 1. 1995 – BStBl II S. 388).
Zum Vorliegen eines Gewerbebetriebs (>H 2.1) in Fällen der Veräußerung mehrerer Objekte an einen einzigen oder mehrere Erwerber > BFH vom 22. 4. 2015 – BStBl II S. 897
fiktiver Hinzurechnungsbetrag im EZ 01 [2]:
Die Auflösung des Unterschiedsbetrags nach § 5a Abs. 4 EStG gehört zum Gewerbeertrag nach § 7 Satz 3 GewStG (> BMF vom 12. 6. 2002 – BStBl I S. 614 unter Berücksichtigung der Änderungen durch BMF vom 31. 10. 2008 – BStBl I S. 956 und BFH vom 13. 12. 2007 – BStBl 2008 II S. 583 und vom 26. 6. 2014 – BStBl 2015 II S. 300 ).
Wenn die Überführung eines Wirtschaftsguts aus einem gewerblichen Betriebsvermögen in das Betriebsvermögen eines land- und forstwirtschaftlichen Betriebs, eines der Ausübung eines freien Berufs dienenden Betriebs oder in eine ausländische Betriebsstätte nach einkommensteuerrechtlichen Gewinnermittlungsgrundsätzen keine Entnahme darstellt, weil deren spätere Besteuerung durch den Verbleib in einem Betriebsvermögen sichergestellt ist, kann die Besteuerung der in dem Wirtschaftsgut ruhenden stillen Reserven allein für Zwecke der Gewerbesteuer nicht ausgelöst werden (> BFH vom 14. 6. 1988 – BStBl 1989 II S. 187).
1Hinweis auf § 7 Satz 7 GewStG in der Fassung des Gesetzes zur Umsetzung der Änderungen der EU-Amtshilferichtlinie und von weiteren Maßnahmen gegen Gewinnkürzungen und -verlagerungen.
2(300.000 € ./. Erstattung in 02: 100.000 € ./. Freibetrag 100.000 € = 100.000 € x ¼)
GewStH H 7.1 (1) - Gewerbeertrag ablegen in?

References: § 7
 § 163
 § 163
 § 184
 § 180
 § 6
 § 175
 § 16
 § 7
 § 5
 § 7
 § 7