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Timestamp: 2018-12-15 23:15:20+00:00

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Verordnung über die berufliche Grundbildung Fotofachfrau/Fotofachmann - PDF
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1 BiVo definitiv d / ruc 50 Fotofachfrau/Fotofachmann Spécialiste en photographie Specialista in fotografia 5 Fotografie 5 Finishing 5 Beratung und Verkauf Verordnung über die berufliche Grundbildung Fotofachfrau/Fotofachmann vom 8. Dezember 004 Das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT), gestützt auf Artikel 9 des Berufsbildungsgesetzes vom. Dezember 00 (BBG) und auf Artikel der Berufsbildungsverordnung vom 9. November 00 (BBV), verordnet:. Abschnitt: Gegenstand, Fachrichtungen und Dauer Art. Berufsbezeichnung, Berufsbild und Fachrichtungen Die Berufsbezeichnung ist Fotofachfrau oder Fotofachmann. Die Fotofachfrau oder der Fotofachmann ist als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter in einem Fotofachgeschäft im Atelier, im Labor und im Verkauf tätig. Sie oder er beschäftigt sich mit den verschiedenen Arten der Bildaufnahmetechnik, der Bildbearbeitung und -verarbeitung, der Beratung und dem Verkauf. Innerhalb des Berufs der Fotofachfrau oder des Fotofachmanns gibt es folgende Fachrichtungen: a. Fotografie; b. Finishing; c. Beratung und Verkauf. 4 Die Fachrichtung wird vor Beginn der Grundbildung im Lehrvertrag festgehalten. SR 4.0 SR 4.0
2 Art. Dauer und Beginn Die berufliche Grundbildung dauert Jahre. Der Beginn der beruflichen Grundbildung richtet sich nach dem Schuljahr der zuständigen Berufsfachschule.. Abschnitt: Ziele und Anforderungen Art. Kompetenzen Die Ziele und Anforderungen der beruflichen Grundbildung werden in Form von Handlungskompetenzen nach den Artikeln 4 6 beschrieben. Sie gelten für alle Lernorte. Art. 4 Fachkompetenz Die Fachkompetenz umfasst: a. Auswahl von Bilddatenträgern; b. Erfassung von Bilddaten; c. Gestaltung der Bilder; d. Verarbeitung und Ausgabe der Bilddaten; e. Bearbeitung von Bildern, Texten und Grafiken; f. Sicherung und Archivierung von Daten; g. Arbeit mit Chemie und Elektrizität; h. Verkauf und Beratung; i. Sortimentsgestaltung und Preiskalkulation; j. Umgang mit Rechtsvorschriften; k. Einsatz von Informatik; l. Administrativarbeiten. Art. 5 Methodenkompetenz Die Methodenkompetenz umfasst: a. Arbeitstechniken und Problemlösen; b. Beratungs- und Verkaufsmethoden; c. Informations- und Kommunikationsstrategien; d. Kreativitätstechniken; e. Präsentationstechniken; f. prozessorientiertes vernetztes Denken und Handeln; g. wirtschaftliches Handeln. Art. 6 Sozial- und Selbstkompetenz Die Sozial- und Selbstkompetenz umfasst: a. Belastbarkeit; b. Diskretion; c. eigenverantwortliches Handeln;
3 d. lebenslanges Lernen; e. Kommunikationsfähigkeit; f. Konfliktfähigkeit; g. ökologisches Verhalten; h. Sorgfalt; i. Umgangsformen.. Abschnitt: Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz und Umweltschutz Art. 7 Die Anbieter der Bildung geben den Lernenden zu Beginn der Bildung Vorschriften und Empfehlungen zur Arbeitssicherheit, zum Gesundheitsschutz und zum Umweltschutz ab und erklären sie ihnen. Diese Vorschriften und Empfehlungen werden an allen Lernorten vermittelt und in den Qualifikationsverfahren berücksichtigt. 4. Abschnitt: Anteile der Lernorte und Unterrichtssprache Art. 8 Anteile der Lernorte Die Bildung in beruflicher Praxis erfolgt über die ganze Dauer der beruflichen Grundbildung im Durchschnitt an 4 Tagen pro Woche. Die schulische Bildung im obligatorischen Unterricht erfolgt in 080 Lektionen. Davon entfallen auf den Sportunterricht 0 Lektionen. Die überbetrieblichen Kurse umfassen insgesamt mindestens 8 und höchstens Tage zu 8 Stunden. Im letzten Semester der beruflichen Grundbildung finden keine überbetrieblichen Kurse mehr statt. Art. 9 Unterrichtssprache Unterrichtssprache ist in der Regel die Landessprache des Schulortes. Zweisprachiger Unterricht in der Landessprache des Schulortes und in einer weiteren Landessprache oder in Englisch ist empfohlen. Die Kantone können andere Unterrichtssprachen zulassen. 5. Abschnitt: Bildungsplan und Allgemeinbildung Art. 0 Bildungsplan Mit dem Inkrafttreten dieser Verordnung liegt ein Bildungsplan vor, der von der verantwortlichen Organisation der Arbeitswelt erarbeitet und vom BBT genehmigt ist. Er führt die Handlungskompetenzen nach den Artikeln 4 6 wie folgt näher aus: a. Er begründet sie in ihrer Wichtigkeit für die berufliche Grundbildung. b. Er bestimmt, welches Verhalten in bestimmten Handlungssituationen am Arbeitsplatz erwartet wird. c. Er differenziert sie in konkrete Leistungsziele aus.
4 d. Er bezieht sie konsistent auf die Qualifikationsverfahren und beschreibt deren System. Der Bildungsplan legt überdies fest: 4 a. die curriculare Gliederung der beruflichen Grundbildung; b. die Aufteilung der überbetrieblichen Kurse über die Dauer der Grundbildung und ihre Organisation; c. die Qualifikationsbereiche, die im Notenausweis nach Artikel Absatz genannt werden und für die Wiederholungen nach Artikel 9 zählen; d. die Vorschriften und Empfehlungen zur Arbeitssicherheit, zum Gesundheitsschutz und zum Umweltschutz. Dem Bildungsplan angefügt ist die Liste der Unterlagen zur Umsetzung der beruflichen Grundbildung für Fotofachleute mit Titel, Datum und Bezugsquelle. Art. Allgemeinbildung Für den allgemein bildenden Unterricht gilt der Rahmenlehrplan des BBT. 6. Abschnitt: Anforderungen an die Anbieter der Bildung im Lehrbetrieb Art. Höchstzahl der Lernenden In einem Betrieb, in dem eine entsprechend qualifizierte Berufsbildnerin oder ein entsprechend qualifizierter Berufsbildner zu 00 Prozent beschäftigt ist, darf eine lernende Person ausgebildet werden. Mit jeder zusätzlichen Beschäftigung einer Fachkraft zu 00 Prozent oder von Fachkräften zu je mindestens 60 Prozent darf eine weitere lernende Person im Betrieb ausgebildet werden. Als Fachkraft gilt, wer über ein Fähigkeitszeugnis im Fachbereich der lernenden Person oder über eine gleichwertige Qualifikation verfügt. 4 Tritt eine lernende Person in das letzte Jahr der beruflichen Grundbildung ein, so kann eine weitere lernende Person ihre Bildung beginnen. Art. Fachliche Mindestanforderungen an Berufsbildnerinnen und Berufsbildner Die fachlichen Mindestanforderungen an eine Berufsbildnerin oder einen Berufsbildner erfüllt, wer über eine der folgenden Qualifikationen verfügt: a. diplomierte Fotofachfrau / diplomierter Fotofachmann oder Fotofachfrau / Fotofachmann mit eidgenössischem Fachausweis; b. Fotofachfrau / Fotofachmann, Fotografin / Fotograf, Fotofach-Angestellte / Fotofach- Angestellter oder Fotolaborantin / Fotolaborant, mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis und mindestens Jahren Berufspraxis; c. Fotofinisher, Verkäuferin / Verkäufer oder Detailhandelsangestellte / Detailhandelsangestellter in der Branche Foto, mit einem eidgenössischen Fähigkeitszeugnis und mindestens Jahren Berufspraxis in der entsprechenden Fachrichtung; d. Angehörige oder Angehöriger eines anderen Berufs mit den notwendigen Berufskenntnissen und mit mindestens 5 Jahren Berufspraxis in den entsprechenden Fachrichtungen.
5 5 7. Abschnitt: Lern- und Leistungsdokumentation Art. 4 Lerndokumentation im Betrieb Die lernende Person führt eine Lerndokumentation, in der sie laufend alle wesentlichen Arbeiten, die erworbenen Fähigkeiten und ihre Erfahrungen im Betrieb festhält. Die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner kontrolliert und unterzeichnet die Lerndokumentation quartalsweise. Sie oder er bespricht sie mindestens einmal pro Semester mit der lernenden Person. Die Berufsbildnerin oder der Berufsbildner hält den Bildungsstand der lernenden Person gestützt auf deren Lerndokumentation in einem Bildungsbericht fest. Art. 5 Dokumentation der Leistungen in der schulisch organisierten Bildung Die Anbieter der schulischen Bildung und die Anbieter schulisch organisierter Grundbildungen dokumentieren die Leistungen der Lernenden in den unterrichteten Bereichen und stellen ihnen am Ende jedes Semesters ein Zeugnis aus. 8. Abschnitt: Qualifikationsverfahren Art. 6 Zulassung zu den Qualifikationsverfahren Zur Abschlussprüfung wird zugelassen, wer die berufliche Grundbildung erworben hat: a. nach den Bestimmungen dieser Verordnung; b. in einer vom Kanton dafür zugelassenen Bildungsinstitution; oder c. ausserhalb eines geregelten Bildungsganges und glaubhaft macht, den Anforderungen der Abschlussprüfung gewachsen zu sein. Die für die Zulassung zu einem anderen Qualifikationsverfahren nach Artikel BBV geforderte berufliche Praxis kann individuell verkürzt werden, wenn sie während mindestens Jahren in einem Fotofachbetrieb erworben wurde. Art. 7 Gegenstand, Umfang und Durchführung des Qualifikationsverfahrens Im Qualifikationsverfahren ist nachzuweisen, dass die Kompetenzen nach den Artikeln 4 6 erworben worden sind. In der Abschlussprüfung werden die nachstehenden Qualifikationsbereiche wie folgt geprüft: a. Praktische Arbeit im Umfang von 4-0 Stunden. Die lernende Person muss im Rahmen einer vorgegebenen Arbeit oder in gestellten Situationen zeigen, dass sie fähig ist, die geforderten Tätigkeiten bedarfs- und situationsgerecht sowie fachlich korrekt auszuführen. Die Lerndokumentation darf als Hilfsmittel verwendet werden. b. Berufskenntnisse im Umfang von -4 Stunden und zusätzlich Stunde Giftgesetzgebung. Die lernende Person wird mündlich oder schriftlich oder in beiden Formen befragt. c. Allgemeinbildung. Die Abschlussprüfung im Qualifikationsbereich Allgemeinbildung richtet sich nach Artikel. Art. 8 Bestehen Die Abschlussprüfung ist bestanden, wenn: a. der Qualifikationsbereich praktische Arbeit mit der Note 4 oder höher bewertet wird; und b. die Gesamtnote 4 oder höher erreicht wird. Die Gesamtnote ist das auf eine Dezimalstelle gerundete Mittel aus den gewichteten Noten der einzelnen Qualifikationsbereiche.
6 6 Für die Berechnung der Gesamtnote zählen die Qualifikationsbereiche nach Artikel 7 Absatz sowie die Erfahrungsnote der Berufsfachschule im berufskundlichen Unterricht mit folgender Gewichtung: a. praktische Arbeit: doppelt; b. Berufskenntnisse: einfach; c. Erfahrungsnote des berufskundlichen Unterrichts: einfach; d. Allgemeinbildung: einfach. 4 Die Erfahrungsnote des berufskundlichen Unterrichts ist das Mittel aus der Summe aller Semesterzeugnisnoten des berufskundlichen Unterrichts. Art. 9 Wiederholungen Die Wiederholung der Qualifikationsverfahren richtet sich nach Artikel BBV. Bei nicht bestandenen Qualifikationsbereichen sind alle Positionen, auch genügende, zu wiederholen. Wird das Qualifikationsverfahren ohne erneuten Besuch der Berufsfachschule wiederholt, so werden die bisherigen Erfahrungsnoten beibehalten. Wird der berufliche Unterricht während mindestens Semester wiederholt, so zählt die neue Erfahrungsnote. Art. 0 Spezialfälle Hat eine lernende Person die Vorbildung ausserhalb der geregelten beruflichen Grundbildung nach dieser Verordnung erworben, so wird statt der Erfahrungsnote der Berufsfachschule im berufskundlichen Unterricht der Qualifikationsbereich Berufskenntnisse doppelt gewichtet. Hat eine lernende Person die Berufsmaturitätsprüfung bestanden oder ist sie definitiv ins letzte Semester des Berufsmaturitätsunterrichts promoviert worden, so ist sie von der Prüfung im Qualifikationsbereich Allgemeinbildung befreit. In diesem Fall wird das Ergebnis in der Allgemeinbildung für die Berechnung der Gesamtnote nicht mitgezählt. 9. Abschnitt: Ausweise und Titel Art. Eidgenössisches Fähigkeitszeugnis Wer das Qualifikationsverfahren erfolgreich durchlaufen hat, erhält das eidgenössische Fähigkeitszeugnis (EFZ). Das Fähigkeitszeugnis berechtigt, den gesetzlich geschützten Titel «Fotofachfrau EFZ / Fotofachmann EFZ» zu führen. Im Notenausweis werden aufgeführt: a. die Gesamtnote; b. die Noten jedes Qualifikationsbereichs einschliesslich der Note im berufskundlichen Unterricht; c. die Fachrichtung. Art. Berechtigung im Bereich der Giftgesetzgebung Wer das eidgenössische Fähigkeitszeugnis besitzt und im Qualifikationsbereich Berufskenntnisse für die Position Giftgesetz mindestens die Note 4 erreicht hat, erfüllt die fachliche Voraussetzung dafür, im Sinne von Artikel der Giftverordnung vom 9. September 98 in der allgemeinen Bewilligung C eines Betriebes als für den Giftverkehr verantwortliche Person genannt zu werden. SR 8.0
7 7 0. Abschnitt: Schweizerische Kommission für Berufsentwicklung und Qualität für Fotofachleute Art. Die Schweizerische Kommission für Berufsentwicklung und Qualität für Fotofachleute setzt sich zusammen aus: a. 5-7 Vertreterinnen und Vertretern des Verbandes Fotohandel Schweiz; b. Vertreterinnen und Vertretern der Fachlehrerschaft; c. je mindestens Vertreterin oder Vertreter des Bundes und der Kantone. Die Sprachregionen müssen gebührend vertreten sein. Die Kommission fällt nicht in den Geltungsbereich der Kommissionenverordnung vom. Juni Sie konstituiert sich selbst. 4 Die Kommission hat folgende Aufgaben: a. Sie passt den Bildungsplan nach Artikel 0 den wirtschaftlichen, technologischen und didaktischen Entwicklungen laufend, mindestens aber 5 fünf Jahre an. Dabei trägt sie allfälligen neuen organisatorischen Aspekten der beruflichen Grundbildung Rechnung. Die Anpassungen bedürfen der Zustimmung der Vertreterinnen und Vertreter nach Absatz Buchstabe c. b. Sie beantragt dem BBT Änderungen dieser Verordnung, sofern die beobachteten Entwicklun gen und Regelungen dieser Verordnung, namentlich die Kompetenzen nach den Artikel 4 6, betreffen.. Abschnitt: Schlussbestimmungen Art. 4 Aufhebung bisherigen Rechts Es werden aufgehoben: a. das Reglement vom 6. März über die Ausbildung und die Lehrabschlussprüfung der Fotofach-Angestellten; b. der Lehrplan vom 6. März für den beruflichen Unterricht der Fotofach-Angestellten. Die Genehmigung des Reglements vom 7. Juli 990 über die Einführungskurse für Fotofach- Angestellte wird widerrufen. Art. 5 Übergangsbestimmungen Lernende, die ihre Bildung als Fotofach-Angestellte vor dem. Januar 005 begonnen haben, schliessen sie nach dem bisherigen Recht ab. Wer die Lehrabschlussprüfung für Fotofach-Angestellte bis zum. Dezember 009 wiederholt, kann verlangen, nach bisherigem Recht beurteilt zu werden. Art. 6 Inkrafttreten Diese Verordnung tritt am. Januar 005 in Kraft. 4 SR 7. 5 BBl BBl 998 4
8 8 Die Bestimmungen über Qualifikationsverfahren, Ausweise und Titel (Art. 6 ) treten am. Januar 008 in Kraft. Bern, 8. Dezember 004 Bundesamt für Berufsbildung und Technologie Der Direktor: Eric Fumeaux

References: Art. 4
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 Art. 8
 Art. 9
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