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Timestamp: 2020-07-02 09:14:29+00:00

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Raub mit Todesfolge - und die Frage der leichtfertigen Handelns | Rechtslupe
Raub mit Todesfolge - und die Frage der leichtfertigen Handelns
Leicht­fer­tig ist ein Ver­hal­ten, das bezo­gen auf den Todes­ein­tritt einen erhöh­ten Grad von Fahr­läs­sig­keit auf­weist; leicht­fer­tig han­delt hier­nach, wer die sich ihm auf­drän­gen­de Mög­lich­keit eines töd­li­chen Ver­laufs aus beson­de­rem Leicht­sinn oder beson­de­rer Gleich­gül­tig­keit außer Acht lässt [1].
Das Gewicht der Fahr­läs­sig­keit hängt dabei nicht nur vom Umfang der Tat­sa­chen­kennt­nis, son­dern auch vom Grad der Ver­meid­bar­keit ab, also inwie­weit sich die Gefahr des Erfolgs­ein­tritts nament­lich wegen der beson­de­ren Gege­ben­hei­ten der Opfer­si­tua­ti­on auf­drän­gen muss­te; dem­ge­mäß kann unbe­wuss­te Fahr­läs­sig­keit genü­gen [2].
Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 3. Juni 2015 – 5 StR 628/​14
vgl. BGH, Urteil vom 09.11.1984 – 2 StR 257/​84, BGHSt 33, 66, 67; s. auch BGH, Beschluss vom 20.10.1992 – GSSt 1/​92, BGHSt 39, 100, 104; Vogel in LK-StGB, 12. Aufl., § 251 Rn. 9; San­der in Münch­Komm-StGB, 2. Aufl., § 251 Rn. 12; Sinn in SK-StGB, 8. Aufl., § 251 Rn. 16[↩]
vgl. BGH, Urteil vom 10.11.1999 – 3 StR 331/​99, BGHR StGB § 251 Leicht­fer­tig­keit 1; San­der, aaO; Eser/​Bosch in Schönke/​Schröder, StGB, 29. Aufl., § 251 Rn. 6[↩]
Teil­wert­ab­schrei­bung unbe­si­cher­ter For­de­run­gen aus… Die feh­len­de Besi­che­rung einer For­de­rung aus Lie­fer­be­zie­hun­gen gehört grund­sätz­lich zu den nicht fremd­üb­li­chen "Bedin­gun­gen" i.S. des § 1 Abs. 1 AStG. Glei­ches gilt für Art.…
LeichtfertigkeitTodesfolge

References: § 251
 § 251
 § 251
 § 251
 § 251
 § 1