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Timestamp: 2018-10-20 17:10:35+00:00

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Zukunft der Rechtsberatun
Zukunft der Rechtsberatung Junge Anwälte, das sind Ihre Nischen Die Autorin Dr. Petra Arends-Paltzer studierte Jura in Bonn, Lausanne und Würzburg; sie hat als Anwältin, Syndicusanwältin, Bankerin und Projektmanagerin vornehmlich im Rechts-/ Finanzumfeld gearbeitet. Seit einigen Jahren berät sie Anwälte bei der Implementierung neuer Geschäftsmodelle (in Zusammenarbeit mit LegalTech) und beim Aufbau ihrer digitalen Onlinepräsenz. www.lawyer-marketing.net Anwälte, die eine Nische besetzen und mit innovativen Geschäftsmodellen punkten, werden sich am Markt etablieren. Die Zahl der Rechtsdienstleistungsanbieter steigt konstant und schafft damit einen großen und wachsenden Wettbewerb für Anwälte. In diesem Umfeld müssen Sie sich behaupten, Nischen besetzen und neue Geschäftsmodelle entwickeln. Hier erfahren Sie, welche Nischen zu den „Hotspots“ in 2017 gehören! Nischen-Tätigkeitsfelder Cybersecurity Für Unternehmensjuristen ist Cybersecurity nach wie vor die Nr. 1, aber dieses Thema wird nun sowohl für (mittelständische) Unternehmer als auch für Verbraucher immer aktueller! Urheberrecht Die Modernisierung des Urheberrechts im digitalen Binnenmarkt, Lizenzvereinbarungen für die Video-On-Demand-Verbreitung von audiovisuellen Werken, die Regelungen zur Erleichterung des Zugangs zum kulturellen Erbe Europas und ganz grundsätzliche Fragen zum Copyright im Internet – auch diese Themen haben an Bedeutung gewonnen. Seniorenrecht Die demografische Entwicklung eröffnet einen neuen Markt für findige Juristen – den Markt für Seniorenrecht. In den USA gibt es längst das Elder Law und den Elder Law Attorney. Best-Ager sind in jedem Falle wirtschaftlich ein Markt der Zukunft. Startup-Anwalt Erobern Sie die Startup-Szene, lassen Sie sich von Business-Modellen wie Founders Workbench inspirieren. Startups machen zumindest in der Anfangsphase kaum Umsätze, geschweige denn Gewinne. Beraten Sie daher zu Festpreisen, um Budget und Leistungspaket transparent zu machen. Risikomanagement Spezialisieren Sie sich auf das Thema Risikomanagement. Weil das Risiko von Fehlern nicht zuletzt wegen der steigenden Gesetzesflut weiter zunimmt, wird das Management von rechtlichen Risiken wichtiger werden. Versuchen Sie, beim Kunden frühzeitig in den Leistungserstellungsprozess mit einbezogen zu werden: z. B. als Projektmanager des rechtlichen Projektteils. 3D-Drucker-Anwalt Die Technologie des 3D-Druck stellt Unternehmen vor neue und wichtige Herausforderungen. Die Einhaltung des Urheberrechts und die ordnungsgemäße Lizenzierung bei Verwendung von Vorlagen Dritter, die ordnungsgemäße Verzollung der Vorlagen bzw. hergestellter Gegenstände und Fragen zum Produkthaftungsgesetz sind nur einige Beispiele für die Komplexität dieses Rechtsgebiets mit Zukunft. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, sich im heutigen Umfeld eine Nische zu eröffnen. Anwälte, die sich Trends verschließen oder nicht rechtzeitig darauf reagieren, werden nicht so erfolgreich sein wie ihre Konkurrenten, im schlimmsten Fall aber vom Markt abgestraft werden und verschwinden. Wer sich den Herausforderungen stellt, sie annimmt und als Chance begreift, wird sich im Wettbewerb behaupten und den Markt sogar nach seinen Regeln mitgestalten können. Mit kollegialen Grüßen Dr. Petra Arends-Paltzer 4 Infobrief Spezial MkG • Mit kollegialen Grüßen 04 | AUG 2017
Aktuelle Rechtsprechung Ehe für alle – Scheidung für alle Die eingetragene Lebenspartnerschaft ist überholt. Ihrer Bedarf es nicht mehr, nachdem der Gesetzgeber die Ehe für alle geöffnet hat. Auf die bisherigen Regelungen – das LPartG – ist nur noch für bestehende Lebenspartnerschaften zurückzugreifen, wenn die Umwandlung in eine Ehe abgelehnt wird. A. Welche gesetzlichen Änderungen sind damit verbunden? I. Neufassung des § 1309 Abs. 3 BGB (Ehefähigkeitszeugnis für Ausländer) Viele Staaten kennen noch keine gleichgeschlechtliche Ehe und stellen auch bei der eingetragenen Lebenspartnerschaft häufig kein Ehefähigkeitszeugnis aus. Im Falle der gleichgeschlechtlichen Ehe wird eine Ausnahme gemacht. Eheschließende müssen aber nach § 12 Abs. 2 Nr. 1 PStG ihren Personenstand und damit ihre Ledigkeit durch öffentliche Urkunden nachweisen. II. Änderung des § 1353 Abs. 1 S. 1 BGB (Eheliche Lebensgemeinschaft) Es wird durch Einfügung der Worte „von zwei Personen verschiedenen oder gleichen Geschlechts“ in § 1353 Abs. 1 S. 1 BGB klargestellt, dass auch gleichgeschlechtliche Personen eine Ehe eingehen können. III. Einführung des § 20a LPartG Durch Einführung einer neuen Regelung soll den bereits eingetragenen Lebenspartnerinnen und Lebenspartnern ermöglicht werden, eine Ehe zu schließen, ohne sie zum einjährigen Getrenntleben und der darauffolgenden Aufhebung der Lebenspartnerschaft zu zwingen. IV. Änderung des PStG § 17a PStG wird neu gefasst und bestimmt, dass die Lebenspartnerinnen und Lebenspartner das Bestehen ihrer Lebenspartnerschaft durch öffentliche Urkunden nachweisen müssen, um die Umwandlung ihrer Lebenspartnerschaft in eine Ehe anzumelden. § 17a PStG bestimmt ferner, dass für das Verfahren die Bestimmungen des Personenstandsgesetzes zur Eheschließung mit wenigen Ausnahmen entsprechend gelten. V. § 7 Abs. 1 Nr. 3 TSG (Unwirksamkeit) In § 7 Abs. 1 Nr. 3 TSG wird bestimmt, dass bei Transsexuellen, die nach erfolgter Vornamensänderung eine Ehe eingehen, die Vornamensänderung automatisch unwirksam wird. Mit der Regelung sollte der Anschein einer gleichgeschlechtlichen Ehe verhindert werden. Die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare lässt den gesetzgeberischen Grund für diese Regelung entfallen, so dass auch § 7 Abs. 1 Nr. 3 TSG ersatzlos gestrichen wird. VI. Art. 17b BGBEG (Eingetragene Lebenspartnerschaft) Mit der Änderung des bisherigen Art. 17b Abs. 4 BGBEG wird die nicht mehr erforderliche Kappungsregelung für die im Ausland eingetragenen Lebenspartnerschaften entfallen. Mit der neuen Überschrift und der Neufassung des Art. 17b Abs. 4 BGBEG werden die Kollisionsvorschriften für Lebenspartnerschaften auf gleichgeschlechtliche Ehen entsprechend angewandt. B. Welche Rechtsfolgen ergeben sich für gleichgeschlechtliche Partner und Partnerinnen? Das Wichtigste zuerst! Ihr juris Zugang! juris Starter ist die ideale Lösung für alle jungen Anwälte, die sich mit eigener Kanzlei oder als freie Mitarbeiter selbstständig machen. Arbeiten Sie von Beginn an mit Deutschlands bester Online- Datenbank! Stichwort Berufshaftungsrisiko: Gerade in der Anfangsphase benötigen Sie ein verlässliches Recherche-Instrument, damit Ihnen garantiert keine wichtige Information entgeht. Mit juris Starter nutzen Sie zu besonders günstigen Einstiegskonditionen mit Sicherheit alle Rechtsquellen. Bestellen Sie jetzt hier Ihren persönlichen Gratistest! www.juris.de/start Infobrief Spezial MkG • Mit kollegialen Grüßen 04 | AUG 2017 5
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References: § 1309
 § 12
 § 1353
 § 1353
 § 20
 § 17
 § 17
 § 7
 § 7
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 Art. 17
 Art. 17
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