Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=06.05.2010&Aktenzeichen=IV%20R%2052/08
Timestamp: 2019-07-23 06:18:08+00:00

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BFH, 06.05.2010 - IV R 52/08 - dejure.org
https://dejure.org/2010,637
BFH, 06.05.2010 - IV R 52/08 (https://dejure.org/2010,637)
BFH, Entscheidung vom 06.05.2010 - IV R 52/08 (https://dejure.org/2010,637)
BFH, Entscheidung vom 06. Mai 2010 - IV R 52/08 (https://dejure.org/2010,637)
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Keine Buchwertfortführung bei bloßer Übertragung von KG-Anteilen - keine Vermögensübergabe gegen Versorgungsleistung - Zeitpunkt einer Übertragung "mit Wirkung zum 31. Dezember 1995" - Anteiliger Übergang des Gesamthandsvermögens einer KG bei Nießbrauch - Auslegung eines Schenkungsvertrags im Revisionsverfahren - Grundstück als funktional wesentliche Grundlage des Betriebs oder Mitunternehmeranteils - Wesentliche Betriebsgrundlage im Sonderbetriebsvermögen - Wirtschaftliches Eigentum
Keine Buchwertfortführung bei bloßer Übertragung von KG-Anteilen; keine Vermögensübergabe gegen Versorgungsleistung; Zeitpunkt einer Übertragung "mit Wirkung zum 31. Dezember 1995"; Anteiliger Übergang des Gesamthandsvermögens einer KG bei Nießbrauch; Auslegung eines Schenkungsvertrags im R
§ 10 Abs 1 Nr 1a EStG 1990, § 22 Nr 1 EStG 1990, § 7 Abs 1 EStDV 1990, § 39 Abs 2 Nr 2 AO, § 1068 BGB
Keine Buchwertfortführung bei bloßer Übertragung von KG-Anteilen
Fortführung des Buchwerts eines Anteils nach § 7 Abs. 1 Einkommensteuer-Durchführungsverordnung a.F. ( EStDV ) bei Übertragung eines Kommanditanteils von einem Elternteil auf die Kinder statt eines Mitunternehmeranteils; Zuordnung der fortdauernden dinglichen Gewinnbeteiligung des Übertragenden sowie die hiermit korrespondierenden Verpflichtung des Übernehmers dem Sonderrecht der Vermögensübergabe gegen Versorgungsleistung
Keine Buchwertfortführung bei bloßer Übertragung von KG-Anteilen; keine Vermögensübergabe gegen Versorgungsleistung
Fortführung des Buchwerts eines Anteils nach § 7 Abs. 1 Einkommensteuer-Durchführungsverordnung a.F. (EStDV) bei Übertragung eines Kommanditanteils von einem Elternteil auf die Kinder statt eines Mitunternehmeranteils; Zuordnung der fortdauernden dinglichen Gewinnbeteiligung des Übertragenden sowie die hiermit korrespondierenden Verpflichtung des Übernehmers dem Sonderrecht der Vermögensübergabe gegen Versorgungsleistung
Gewinnrealisation bei anderweitiger Übertragung des Grundstücks
Buchwertfortführung bei Übertragung einer Kommanditbeteiligung
Unentgeltliche Übertragung eines verpachteten Betriebs unter Vorbehalt des Nießbrauchsrechts
Kurznachricht zu "Anmerkung zur Entscheidung des BFH vom 06.05.2010, Az.: IV R 52/08 (Keine BW-Fortführung bei bloßer Übertragung eines um notwendiges Sonder-BV entkleideten KG-Anteils)" von RA/StB/FAStR/Dipl.-Finw. Dr. Ralf Demuth, original erschienen in: GmbH-StB 2010, 220 - 222.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BFH vom 06.05.2010, Az.: IV R 52/08 (Keine Buchwertfortführung bei bloßer Übertragung von KG-Anteilen)" von RA/FASteuerR/StB Dr. Dirk Koch, original erschienen in: BB 2010, 2040 - 2042.
BFHE 229, 279
NJW 2010, 3680 (Ls.)
NJW-RR 2011, 35
BB 2010, 2040
BStBl II 2011, 261
Handelt es sich indes --was der erkennende Senat bereits in seinem Urteil vom 6. Mai 2010 IV R 52/08 (BFHE 229, 279, BStBl II 2011, 261, unter II.2.c cc der Gründe) hervorgehoben hat-- bei den Regelungen in § 6 Abs. 3 Satz 1 und Abs. 5 Satz 3 EStG um zwei in ihrer zwingenden, kein Wahlrecht des Steuerpflichtigen zulassenden Anordnung von Rechtsfolgen gleich lautende (übereinstimmende) Gesetzesbefehle, die sich logisch nicht widersprechen, so sind diese bei gleichzeitigem Vorliegen der jeweiligen Tatbestandsvoraussetzungen grundsätzlich auch nebeneinander zu befolgen.
Kommt es insoweit zu einer Konkurrenz (einem Nebeneinander) zweier mit Blick auf ihre Rechtsfolgen übereinstimmender Gesetzesbefehle (vgl. BFH-Urteil in BFHE 229, 279, BStBl II 2011, 261, unter II.1.c cc der Gründe), so bedarf es deshalb regelmäßig keiner teleologischen Reduktion einer oder beider miteinander konkurrierender Rechtsnormen.
Der entgeltliche Erwerb eines Mitunternehmeranteils an einer Personengesellschaft ist einkommensteuerrechtlich nicht als Erwerb des Gesellschaftsanteils als Wirtschaftsgut, sondern als Anschaffung von Anteilen an den einzelnen zum Gesellschaftsvermögen gehörenden Wirtschaftsgütern zu werten (ständige Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs --BFH--, vgl. u.a. Beschluss des Großen Senats des BFH vom 25. Februar 1991 GrS 7/89, BFHE 163, 1, BStBl II 1991, 691; BFH-Urteile vom 12. Dezember 1996 IV R 77/93, BFHE 183, 379, BStBl II 1998, 180, und vom 6. Mai 2010 IV R 52/08, BFHE 229, 279, BStBl II 2011, 261).
BFH, 27.10.2015 - VIII R 47/12
Tilgung der Kaufpreisverpflichtung eines Neugesellschafters aus künftigen …
Eine Ausnahme von diesem Grundsatz stellt die Realisation des Veräußerungsentgelts bei gewinnabhängigen Kaufpreisforderungen (s. vorstehend unter II.2.c) dar, die vom Veräußerer erst im Zuflusszeitpunkt erzielt werden (s. BFH-Urteile in BFHE 199, 198, BStBl II 2002, 532; vom 6. Mai 2010 IV R 52/08, BFHE 229, 279, BStBl II 2011, 261, unter Rz 29; in BFHE 242, 58, BStBl II 2013, 883, unter Rz 30).
Die Norm durchbricht den Grundsatz der Individualbesteuerung, indem sie die Übertragung der bei dem Rechtsvorgänger gebildeten stillen Reserven auf den Rechtsnachfolger anordnet (vgl. BFH-Urteil vom 6. Mai 2010 IV R 52/08, BFHE 229, 279, BStBl II 2011, 261, Rz 18).
bb) Der Gesellschaftsanteil an einer Personengesellschaft ist kein (eigenständiges) immaterielles Wirtschaftsgut (BFH-Urteil vom 6. Mai 2010 IV R 52/08, BFHE 229, 279, BStBl II 2011, 261, unter II.1.a).
Dies gilt sowohl in ertragsteuerrechtlicher Hinsicht (BFH-Urteile vom 1. März 1994 VIII R 35/92, BFHE 175, 231, BStBl II 1995, 241, unter III.3.c, und vom 6. Mai 2010 IV R 52/08, BFHE 229, 279, unter II.1.b; Haep in Herrmann/ Heuer/Raupach, § 15 EStG Rz 443; Bitz in Littmann/Bitz/Pust, Das Einkommensteuerrecht, Kommentar, § 15 EStG Rz 32; Schmidt/ Wacker, EStG, 30. Aufl., § 15 Rz 305 ff.; Blümich/Stuhrmann, § 15 EStG Rz 364 f.; Reiß in Kirchhof, EStG, 10. Aufl., § 15 Rz 201 ff.) als auch im Hinblick auf die Erbschaftsteuer und die Schenkungsteuer (BFH-Urteile vom 10. Dezember 2008 II R 34/07, BFHE 224, 144, BStBl II 2009, 312;… vom 16. Dezember 2009 II R 44/08, BFH/NV 2010, 690, und vom 23. Februar 2010 II R 42/08, BFHE 228, 184, BStBl II 2010, 555;… Dötsch, a.a.O., § 97 BewG Rz 342).
Der Senat ist auch nicht nach § 118 Abs. 2 FGO an die abweichende Auslegung der Bescheinigung durch das FG gebunden, da die Auslegung des in einer Urkunde Erklärten nicht zu den Tatsachenfeststellungen, sondern zur Rechtsanwendung gehört (Urteil des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 6. Mai 2010 IV R 52/08, BFHE 229, 279, BStBl II 2011, 261, Rz 15; Lange in Hübschmann/ Hepp/Spitaler, § 118 FGO Rz 213).
Diese Auffassung des Senats beruht insbesondere darauf, dass schon der Gesellschaftsanteil an einer (mitunternehmerischen) Personengesellschaft kein eigenständiges Wirtschaftsgut darstellt (BFH-Urteile vom 6. Mai 2010 IV R 52/08, BFHE 229, 279, BStBl II 2011, 261; vom 26. April 2012 IV R 44/09; BFHE 237, 453, BStBl II 2013, 142).
FG Nürnberg, 26.01.2016 - 1 K 773/14
Bestimmung des Veräußerungsgewinns bei Durchgangserwerb von Anteilen an einer …
FG Niedersachsen, 22.02.2011 - 8 K 35/08
Feststellung eines Unterschiedsbetrages nach § 5a Abs. 4 EStG hinsichtlich …
FG Köln, 25.11.2010 - 10 K 4339/07
Inlandswohnsitz des Kindes

References: § 10
 § 22
 § 7
 § 39
 § 1068
 § 7
 § 7
 § 6
 § 15
 § 15
 § 15
 § 15
 § 15
 § 97
 § 118
 § 118
 § 5