Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerwG&Datum=22.10.2015&Aktenzeichen=7%20C%2015.13
Timestamp: 2020-07-15 03:20:51+00:00

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BVerwG, 22.10.2015 - 7 C 15.13 - dejure.org
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BVerwG, 22.10.2015 - 7 C 15.13 (https://dejure.org/2015,29348)
BVerwG, Entscheidung vom 22.10.2015 - 7 C 15.13 (https://dejure.org/2015,29348)
BVerwG, Entscheidung vom 22. Januar 2015 - 7 C 15.13 (https://dejure.org/2015,29348)
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Richtlinie 85/337/EWG Art. 10a; Richtlinie 2011/92/EG Art. 11; VwGO § ... 86 Abs. 1 und 2, § 113 Abs. 1 Satz 1; VwVfG § 37 Abs. 1, § 73 Abs. 4 Satz 3, § 75 Abs. 1a, § 76 Abs. 1 und 2; UmwRG §§ 4, 5; WHG a. F. § 31 Abs. 5 Satz 3
Wasserrückhaltung; Polder; Altrip; Überschwemmung; Grundwasser; Umweltverträglichkeitsprüfung; Umwelt-Rechtsbehelfsgesetz; Umsetzungsfrist; Verfahrensfehler; Kausalität; subjektives Recht; Präklusion; Einwendungsausschluss; Planänderung; unwesentliche Bedeutung; Wohl der ...
Art 10a EWGRL 337/85, Art 11 EURL 92/2011, § 86 Abs 1 VwGO, § 86 Abs 2 VwGO, § 113 Abs 1 S 1 VwGO
Wasserrechtlicher Planfeststellungsbeschluss zur Errichtung einer Wasserrückhaltung bei Hochwasser; Rhein/Altrip
Rechtmäßigkeit eines wasserrechtlichen Planfeststellungsbeschlusses betreffend die Errichtung einer Hochwasserrückhaltung; Anwendung des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes in zeitlicher Hinsicht auf vor dem 25. Juni 2005 eingeleitete Planfeststellungsverfahren; Rüge der ...
Umweltrechtsbehelfsgesetz (Verfahren Altrip)
Wasserrückhaltung; Standortauswahl; Umweltverträglichkeitsprüfung
Hochwasserschutz am Rhein/Altrip - Rechtmäßigkeit des Planfeststellungsbeschlusses weiter offen
Absolute Verfahrensfehler in der UVP
NVwZ 2016, 308
Die Präklusionsvorschriften müssen daher außer Anwendung bleiben (vgl. bereits BVerwG, Urteil vom 22. Oktober 2015 - 7 C 15.13 - NVwZ 2016, 308 Rn. 26).
vgl. etwa BVerwG, Urteile vom 22. Oktober 2015 - 7 C 15.13 -, UPR 2016, 154 (156 f.), und vom 25. Mai 2016 - 3 C 2.15 -, BVerwGE 155, 218 (227).
vgl. EuGH, Urteil vom 15. Oktober 2015 - C-137/14 -, NJW 2015, 3495 (3498); BVerwG, Urteile vom 22. Oktober 2015 - 7 C 15.13 -, UPR 2016, 154 (156 f.), und vom 25. Mai 2016 - 3 C 2.15 -, BVerwGE 155, 218 (227).
Die hinreichende inhaltliche Bestimmtheit eines Verwaltungsakts setzt voraus, dass dessen Entscheidungsgehalt für den Betroffenen nach Art und Umfang aus sich heraus erkennbar und verständlich ist (vgl. BVerwG, Urteile vom 22.10.2015 - 7 C 15.13 -, NVwZ 2016, 308 = juris Rn. 39…, vom 02.07.2008 - 7 C 38.07 -, BVerwGE 131, 259 = juris Rn. 11, …und vom 16.10.2013, a.a.O., juris Rn. 13; zur nachbarrechtlichen Bedeutung des Bestimmtheitsgebots zuletzt VGH Baden-Württemberg…, Beschluss vom 30.01.2019 - 5 S 1913/18 -, juris Rn. 33 ff.).
Die Grenzen der planerischen Gestaltungsfreiheit sind bei der Auswahl zwischen verschiedenen Trassenvarianten erst dann überschritten, wenn eine andere als die gewählte Linienführung sich unter Berücksichtigung aller abwägungserheblichen Belange eindeutig als die bessere, weil öffentliche und private Belange insgesamt schonendere darstellen würde, wenn sich mit anderen Worten diese Lösung der Behörde hätte aufdrängen müssen (vgl. etwa BVerwG…, Urteil vom 19. Mai 1998 a.a.O. S. 11; Beschluss vom 14. Mai 1996 - 7 NB 3.95 - BVerwGE 101, 166 ), oder wenn der Planungsbehörde infolge einer fehlerhaften Ermittlung, Bewertung oder Gewichtung einzelner Belange ein rechtserheblicher Fehler unterlaufen ist (BVerwG, Urteil vom 22. Oktober 2015 - 7 C 15.13 - NVwZ 2016, 308 Rn. 55).
Das Bundesverwaltungsgericht hat daraufhin mit Urteil vom 22. Oktober 2015 (- 7 C 15.13 - , NVwZ 2016, 308) entschieden, dass ein Ausschluss von Einwendungen, wie er in § 73 Abs. 4 Satz 3 VwVfG vorgesehen ist, mit Art. 11 der Richtlinie 2011/92/EU und Art. 25 der Richtlinie 2010/75/EU nicht vereinbar ist und Präklusionsvorschriften in dem von der Richtlinie erfassten Bereich daher außer Anwendung bleiben müssen.
In dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 22. Oktober 2015 (- 7 C 15.13 -, NVwZ 2016, 308) ist dagegen unter Bezugnahme auf eine neuere Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (…Urt. v. 7.11.2013 - C-72/12 -, NVwZ 2014, 49) ausgeführt:.
Die Einwendung der fehlenden Auslegung eines Verkehrsgutachtens kann unbeschadet der neueren Rechtsprechung zur Unvereinbarkeit von § 74 Abs. 4 VwVfG (NRW) mit Art. 11 der Richtlinie 2011/92/EU - UVP-RL - und mit Art. 25 der Richtlinie 2010/75/EU - IE-RL - (EuGH, Urteil vom 15.10.2015 - C-137/14 -, und BVerwG, Urteil vom 22.10.2015 - 7 C 15.13 -) präkludiert sein.
vgl. BVerwG, Urteil vom 22. Oktober 2015 - 7 C 15.13 -, juris, Rn. 25 f.
vgl. EuGH, Urteil vom 15. Oktober 2015 - C-137/14 -, NJW 2015, 3495 (3498); BVerwG, Urteil vom 22. Oktober 2015 - 7 C 15.13 -, juris, Rn. 25 ff.
Gegen einen solchen Einwendungsausschluss in Fragen des Natur- bzw. Artenschutzrechts - das auch zur Umweltverträglichkeitsprüfung gehört - dürfte die bereits zitierte Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europäischen Union - vgl. EuGH, Urteil vom 15. Oktober 2015 - C-137/14 -, NJW 2015, 3495 (3498); vgl. auch BVerwG, Urteil vom 22. Oktober 2015 - 7 C 15.13 -, juris, Rn. 25 ff. - sprechen.
Gegen ein auch inhaltliche bzw. methodische Mängel der UVP erfassendes Begriffsverständnis spricht auch, dass die den verwaltungsgerichtlichen Rechtsschutz maßgeblich prägende Vorschrift des § 113 Abs. 1 Satz 1 VwGO angesichts des in § 4 Abs. 3 Satz 1 UmwRG vollzogenen Verzichts auf den nach § 113 Abs. 1 Satz 1 VwGO erforderlichen Zusammenhang zwischen der Rechtswidrigkeit der Genehmigungsentscheidung und der Verletzung in eigenen Rechten (vgl. BVerwG, Urteil vom 22. Oktober 2015 - 7 C 15.13 - Buchholz 406.254 UmwRG Nr. 16 Rn. 23) zunehmend an Bedeutung verlöre.
Es sei Sache des betreffenden Gerichts oder der betreffenden Stelle, u. a. den Grad der Schwere des geltend gemachten Fehlers zu berücksichtigen und dabei insbesondere zu prüfen, ob dieser Fehler der betroffenen Öffentlichkeit eine der Garantien genommen habe, die geschaffen worden seien, um ihr im Einklang mit den Zielen der UVP-Richtlinie Zugang zu Informationen und die Beteiligung am Entscheidungsprozess zu ermöglichen (vgl. EuGH, Urteil vom 07.11.2013 - C-72/12 -, juris; hierauf bezugnehmend: BVerwG, Urteil vom 22.10.2015 - 7 C 15.13 -, juris).
VGH Hessen, 14.07.2016 - 3 B 896/16
Nachbarschutz im Falle eines Wohnungsbauvorhabens im Achtungsabstand eines …
BVerwG, 25.10.2018 - 7 C 22.16
Allgemeinverfügung als zulässige Handlungsform für Anordnungen im …
OVG Rheinland-Pfalz, 12.09.2019 - 6 A 10569/18
VG Augsburg, 14.11.2017 - Au 5 K 17.31397
Kein subsidärer Schutz - wenn landesinterne Fluchtalternative vorhanden
VG Augsburg, 27.06.2017 - Au 6 K 17.32009
Erfolglose Klage auf subsidiären Schutz sowie Abschiebungsverbot

References: Art. 10
 Art. 11
 § 113
 § 37
 § 73
 § 75
 § 76
 § 31
 § 86
 § 86
 § 113
 § 73
 Art. 11
 Art. 25
 § 74
 Art. 11
 Art. 25
 § 113
 § 4
 § 113