Source: https://revosax.sachsen.de/vorschrift/2948.1
Timestamp: 2019-11-21 04:23:22+00:00

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Historische Fassung war gültig vom 30.08.2001 bis 12.03.2007
Aufgrund von § 40 Abs. 3 des Schulgesetzes für den Freistaat Sachsen (SchulG) vom 3. Juli 1991 (SächsGVBl. S. 213), das zuletzt durch Artikel 6 des Gesetzes vom 14. Dezember 2000 (SächsGVBl. S. 513, 514) geändert worden ist, wird verordnet:
Prüfungsamt, Prüfungsausschüsse, Prüfer, Gutachter
(1) Der Antrag auf Zulassung ist jeweils bis zum 1. April des Jahres, in dem die Ausbildung aufgenommen werden soll, bei dem Regionalschulamt einzureichen, in dessen Amtsbezirk die Schule liegt, an welcher der Antragsteller tätig ist.
(3) Das Regionalschulamt kann für die Vorlage von Unterlagen nach Absatz 2 eine Nachfrist setzen.
(1) Über die Zulassung entscheidet das nach § 3 Abs. 1 zuständige Regionalschulamt.
(4) Die Zulassung wird unwirksam, wenn der Bewerber die Ausbildung nicht zu dem ihm vom Regionalschulamt mitgeteilten Ausbildungsbeginn oder nicht innerhalb einer von diesem eingeräumten Nachfrist aufnimmt.
(5) Die Zulassung wird auch dann unwirksam, wenn der Bewerber nicht spätestens vier Wochen vor Beginn der Ausbildung seine Teilnahme gegenüber dem Regionalschulamt schriftlich bestätigt.
Die Ausbildung erfolgt am Staatlichen Seminar für das Höhere Lehramt an berufsbildenden Schulen (Seminar) sowie an der öffentlichen berufsbildenden Schule oder an der berufsbildenden Ersatzschule, an der der Teilnehmer als Lehrkraft tätig ist (Ausbildungsschule).
(1) Der Leiter des Seminars ist als Ausbildungsleiter für die gesamte Ausbildung verantwortlich.
(2) Die Ausbilder am Seminar (Seminarlehrer und Lehrbeauftragte) und die betreuenden Lehrer (Mentoren) sind in Angelegenheiten der Ausbildung gegenüber den Teilnehmern weisungsberechtigt.
(3) Die Rechte der Vorgesetzten im Rahmen des Anstellungsverhältnisses bleiben hiervon unberührt.
(2) Bei Versäumnis in Folge von Schwangerschaft, Krankheit oder einer vom Leiter der Ausbildungsschule bestätigten Unabkömmlichkeit kann die Ausbildung durch das Regionalschulamt um den erforderlichen Zeitraum verlängert werden. Notwendige Verlängerungszeiten sollten zusammen ein Jahr nicht überschreiten.
(3) Hat der Teilnehmer die Prüfung nicht bestanden oder gilt die Prüfung als nicht bestanden, wird die Ausbildung um die zur Vorbereitung auf die Wiederholungsprüfung notwendige Zeit verlängert, längstens jedoch um sechs Monate.
Die Ausbildung gliedert sich in einen theoretischen Ausbildungsteil am Seminar und einen schulpraktischen Ausbildungsteil an einer Ausbildungsschule. Sie erstreckt sich in beiden Bereichen über die gesamte Ausbildungszeit.
Die Ausbildung am Seminar erfolgt in folgenden Gebieten:
Der theoretische Ausbildungsteil wird zusätzlich zur regulären Unterrichtsverpflichtung des Teilnehmers geleistet.
(1) Der Leiter der Ausbildungsschule regelt im Einvernehmen mit dem Leiter des Seminars die Organisation des Unterrichtseinsatzes des Teilnehmers und der im Rahmen der Ausbildung geforderten Hospitationen.
(3) Der Leiter der Ausbildungsschule beruft im Benehmen mit dem Leiter des Seminars eine Lehrkraft als Mentor und beauftragt ihn mit der fachlichen Beratung und Betreuung des Teilnehmers.
(1) Für die Prüfungsangelegenheiten besteht in den Regionalschulämtern Dresden und Leipzig jeweils ein Prüfungsamt für Lehramtsprüfungen (Prüfungsamt). Maßgebend für die Zuständigkeit des jeweiligen Prüfungsamtes ist der Regierungsbezirk, in dem die Ausbildungsschule liegt.
(2) Für die mündlichen Prüfungsteile und die Prüfungslehrproben richtet das zuständige Prüfungsamt jeweils einen Prüfungsausschuss ein und beruft im Benehmen mit dem Leiter des Seminars die Mitglieder der Prüfungsausschüsse sowie die Gutachter für die schriftliche Arbeit.
(7) Der Leiter des Prüfungsamtes, sein Vertreter und die von ihm bestimmten Mitarbeiter des Prüfungsamtes, der Leiter des Seminars und sein Vertreter sowie Bedienstete des Staatsministeriums für Kultus, die mit Aufgaben der Lehrerbildung betraut sind, haben das Recht, bei den Prüfungslehrproben sowie den mündlichen Prüfungsteilen als Zuhörer anwesend zu sein. Sofern ein dienstliches Interesse vorliegt, kann das Prüfungsamt mit Zustimmung des zu prüfenden Teilnehmers weiteren Personen die Anwesenheit zu diesen Prüfungen gestatten. Die Zulassung oder Anwesenheit als Zuhörer erstreckt sich nicht auf die Beratung und Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses.
(2) Das Prüfungsamt legt den Prüfungszeitraum fest, in dem die Prüfungslehrproben abgenommen werden. Der Prüfungszeitraum beträgt etwa vier Wochen. Der Prüfungszeitraum ist dem Teilnehmer mindestens vier Wochen vor Beginn bekannt zu geben.
(3) Den Prüfungstermin innerhalb des Prüfungszeitraumes und das Thema der Prüfungslehrprobe bestimmt das Prüfungsamt in Abstimmung mit dem Ausbilder und der Ausbildungsschule.
aufzunehmen sind. Die Niederschrift ist von allen Mitgliedern des Prüfungsausschusses zu unterzeichnen.
(2) Das Prüfungsamt legt in Abstimmung mit dem Leiter des Seminars Prüfungstermin und -ort fest und gibt diese dem Teilnehmer mindestens vier Wochen vor Beginn der Prüfungen bekannt.
(5) Die Leistungen des Teilnehmers werden unmittelbar im Anschluss an jeden mündlichen Prüfungsteil beurteilt und mit einer Note nach § 16 bewertet. Kommt der Prüfungsausschuss zu keiner Einigung über die Bewertung, setzt der Prüfungsausschussvorsitzende die Note im Rahmen der Bewertungsvorschläge fest.
(2) Das Thema der schriftlichen Arbeit wird durch einen vom Prüfungsamt berufenen Gutachter gewählt. Eigene Themenvorschläge des Teilnehmers können dabei berücksichtigt werden. Das Thema wird vom Prüfungsamt bestätigt und dem Teilnehmer durch den Leiter des Seminars zu Beginn des zweiten Ausbildungshalbjahres bekannt gegeben.
(4) Die schriftliche Arbeit ist innerhalb von drei Monaten in zweifacher Ausfertigung maschinenschriftlich am Seminar abzugeben. Der Abgabezeitpunkt ist dem Teilnehmer schriftlich zu bestätigen.
(5) Die Beurteilung der Arbeit erfolgt durch den Gutachter nach Absatz 2 Satz 1 sowie einen weiteren Gutachter. Sie ist mit einer Note nach § 16 zu bewerten. Können sich die Gutachter nicht auf eine gemeinsame Note einigen, bestimmt das Prüfungsamt einen weiteren Gutachter, der die Note der schriftlichen Arbeit im Rahmen der bereits vorliegenden Bewertungsvorschläge festsetzt.
(7) Kann der Abgabetermin aus Gründen, die der Teilnehmer nicht zu vertreten hat, nicht eingehalten werden, beginnt das Verfahren gemäß den Absätzen 2 bis 6 unverzüglich erneut.
(1) Bleibt ein Teilnehmer ohne Genehmigung des Prüfungsamtes der Prüfung insgesamt fern, gilt die gesamte Prüfung als nicht bestanden. Bleibt ein Teilnehmer ohne Genehmigung des Prüfungsamtes einem Prüfungsteil fern, gilt dieser als nicht bestanden. Die gesamte Prüfung oder der jeweilige Prüfungsteil wird mit der Note „ungenügend“ (6,0) bewertet.
(2) Genehmigt das Prüfungsamt das Fernbleiben vor Beginn der Prüfung, gilt die Prüfung oder der Prüfungsteil als nicht unternommen. Die Genehmigung darf nur erteilt werden, wenn wichtige Gründe vorliegen, insbesondere wenn der Teilnehmer durch Krankheit verhindert ist, die Prüfung abzulegen. In diesem Fall ist dem Prüfungsamt ein ärztliches Zeugnis vorzulegen, das die Prüfungsunfähigkeit bestätigt. Das Prüfungsamt kann darüber hinaus ein amtsärztliches Zeugnis verlangen.
(4) Das Prüfungsamt bestimmt den Zeitpunkt, an dem die Prüfung oder der noch nicht abgelegte Teil der Prüfung nachzuholen ist. Die Prüfung muss spätestens ein Jahr nach dem letzten vom Teilnehmer absolvierten Prüfungsteil begonnen oder fortgesetzt werden.
(1) Versucht ein Teilnehmer, das Ergebnis einer oder mehrerer Prüfungsleistungen durch Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen oder entspricht die nach § 15 Abs. 3 abgegebene Versicherung nicht der Wahrheit, kann das Prüfungsamt auf Vorschlag des Prüfungsausschusses den Teilnehmer von der weiteren Teilnahme an der Prüfung ausschließen. Erfolgt der Ausschluss, gilt die gesamte Prüfung als nicht bestanden. In minder schweren Fällen kann der Prüfungsausschuss die betreffende Prüfungsleistung mit der Note „ungenügend“ (6,0) bewerten.
(2) Stellt sich erst nach Aushändigung des Zeugnisses heraus, dass die Voraussetzungen des Absatzes 1 Satz 1 vorgelegen haben und sind seit der Aushändigung nicht mehr als zwei Jahre vergangen, kann das Prüfungsamt das Zeugnis einziehen und das Nichtbestehen der Prüfung feststellen.
(1) Stellt sich heraus, dass das Prüfungsverfahren mit Mängeln behaftet war, die die Chancengleichheit der Prüfungsteilnehmer erheblich verletzt haben, kann das Prüfungsamt auf Antrag eines Prüfungsteilnehmers oder von Amts wegen anordnen, dass von einem oder mehreren Prüfungsteilnehmern die Prüfung oder einzelne Teile derselben erneut abzulegen sind. Die Regelungen des § 21 bleiben hiervon unberührt.
(2) Der Antrag nach Absatz 1 ist unverzüglich nach Kenntnis des Mangels schriftlich beim Prüfungsamt zu stellen. Er darf keine Bedingungen enthalten und kann nicht zurückgenommen werden. Die Geltendmachung ist ausgeschlossen, wenn seit dem Abschluss des mangelbehafteten Prüfungsverfahrens ein Monat verstrichen ist.
(3) Sechs Monate nach Abschluss des Prüfungsverfahrens darf das Prüfungsamt von Amts wegen keine Anordnungen nach Absatz 1 mehr treffen.
(2) Die Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses erfolgt mit der Aushändigung des Zeugnisses. Der Zeitpunkt der Aushändigung wird durch das Prüfungsamt bestimmt.
(3) Ist die Prüfung nicht bestanden, wird dies dem Teilnehmer durch Bescheid des Prüfungsamtes unter Hinweis auf eine eventuelle Wiederholbarkeit bekannt gegeben.
Fassung gültig bis: 12. März 2007
Quelle: REVOSax http://revosax.sachsen.de/vorschrift/2948.1 Stand vom 21.11.2019

References: § 40
 § 3
 § 16
 § 16
 § 15
 § 21