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Timestamp: 2017-04-28 12:14:23+00:00

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HENSCHE Arbeitsrecht: 8 AZR 722/07
Betriebsübergang, Erlassvertrag
Ein Er­lass­ver­trag, der ab­ge­schlos­sen wird, um die zwin­gen­den ge­setz­li­chen Rechts­fol­gen des § 613a Abs. 1 BGB zu um­ge­hen, ist nach § 134 BGB nich­tig.
Arbeitsgericht Dresden, Urteil vom 14.03.2006, 9 Ca 5229/05
8 AZR 722/07 7 Sa 308/06 Säch­si­schesLan­des­ar­beits­ge­richt Im Na­men des Vol­kes!
hat der Ach­te Se­nat des Bun­des­ar­beits­ge­richts auf­grund der münd­li­chen Ver­hand­lung vom 19. März 2009 durch den Vor­sit­zen­den Rich­ter am Bun­des­ar­beits­ge­richt Hauck, die Rich­ter am Bun­des­ar­beits­ge­richt Böck und - 2 - Brein­lin­ger, den eh­ren­amt­li­chen Rich­ter Dr. Um­fug so­wie die eh­ren­amt­li­che Rich­te­rin Wan­kel für Recht er­kannt:Die Re­vi­si­on des Be­klag­ten ge­gen das Ur­teil des Säch­si­schen Lan­des­ar­beits­ge­richt vom 27. März 2007 - 7 Sa 308/06 - wird zurück­ge­wie­sen.
Am 6. No­vem­ber 2002 schloss der Be­klag­te mit dem bei ihm ge­bil­de­ten Be­triebs­rat ei­ne Be­triebs­ver­ein­ba­rung, nach de­ren Punkt 1.2. die Aus­zah­lung der Zu­wen­dung für die Jah­re 2002 und 2003 im No­vem­ber 2002 be­gin­nen und im De­zem­ber 2003 en­den soll­te. Der Be­klag­te zahl­te je­doch nur bis ein­sch­ließ- - 3 - lich Au­gust 2003 an die Kläge­rin ei­nen mo­nat­li­chen Zu­wen­dungs­be­trag. Nach ei­ner wei­te­ren Be­triebs­ver­ein­ba­rung vom 18. No­vem­ber 2003 soll­te über die Aus­zah­lung der rest­li­chen Zu­wen­dung für 2003 im April 2004 un­ter Berück­sich­ti­gung der wirt­schaft­li­chen La­ge des Be­klag­ten ent­schie­den wer­den.
- 4 - Oh­ne die Erklärun­gen kann der Über­lei­tungs­ta­rif­ver­trag an D nicht un­ter­zeich­net wer­den.
„1.Der Ar­beit­neh­mer ver­zich­tet ge­genüber dem Ar­beit­ge­ber auf rückständi­ges Weih­nachts- und Ur­laubs­geld; der Ar­beit­ge­ber nimmt die­sen Ver­zicht an. Mit dem Ver­zicht ist ei­ne Gel­tend­ma­chung auch ge­genüber Drit­ten aus­ge­schlos­sen.
2.Der Ver­zicht wird un­wirk­sam, wenn der Be­reich Kin­der­ta­gesstätten/Kin­der­heim des Ar­beit­ge­bers nicht bis zum 31.12.2005 auf die Deut­sches Ro­tes Kreuz Se­nio­ren und So­zi­al­dienst gGmbH über­geht.“
Mit der Kla­ge vom 15. No­vem­ber 2005, wie­der­holt am 14. Fe­bru­ar 2006, focht die Kläge­rin ih­re Zu­stim­mung zu der Ver­zichts­ver­ein­ba­rung we­gen Dro­hung und Täuschung an. Sie hat be­haup­tet, von der Zu­wen­dung 2003 stünden noch 2/12 oder 215,44 Eu­ro brut­to aus. Die Ver­zichts­ver­ein­ba­rung ver­s­toße ge­gen § 613a Abs. 1 Satz 1 BGB, da sie die Be­triebs­er­wer­be­rin al­lein da­vor be­wah­ren soll­te, für rückständi­gen Lohn zu haf­ten. Für ei­nen Lohn­ver­zicht ha­be kein sach­li­cher Grund be­stan­den. Auch ei­ner In­halts­kon­trol­le nach den Be­stim­mun­gen über All­ge­mei­ne Geschäfts­be­din­gun­gen hal­te die Ver­zichts­ver­ein­ba­rung nicht stand. Ih­re Zu­stim­mung da­zu sei durch die wi­der­recht­li­che Dro­hung be­wirkt wor­den, an­dern­falls wer­de sie ih­ren Ar­beits­platz ver­lie­ren. Arg­lis­tig sei ihr auch vor­getäuscht wor­den, ei­ne In­sol­venz brin­ge den - 5 - Ver­lust der Ar­beitsplätze mit sich. Da­ge­gen sei nach säch­si­schem Lan­des­recht in ei­nem sol­chen Fall die Stadt M zum Ein­tritt ver­pflich­tet.
Die Kläge­rin hat be­an­tragt, 1. der Be­klag­te wird ver­ur­teilt, an die Kläge­rin ei­nen Be­trag in Höhe von 215,44 Eu­ro brut­to zuzüglich 5 % Zin­sen über dem Ba­sis­zins seit dem 1. De­zem­ber 2003 zu zah­len;
Das Ar­beits­ge­richt hat den Be­klag­ten ver­ur­teilt, das Weih­nachts- und Ur­laubs­geld 2004 zu zah­len und im Übri­gen die Kla­ge ab­ge­wie­sen. Die Be­ru­fung des Be­klag­ten blieb oh­ne Er­folg, auf die An­schluss­be­ru­fung der Kläge­rin hat das Lan­des­ar­beits­ge­richt ihn darüber hin­aus ver­ur­teilt, auch die rest­li­che - 6 - Zu­wen­dung 2003 zu zah­len. Mit der durch Be­schluss des Se­nats vom 27. Sep­tem­ber 2007 zu­ge­las­se­nen Re­vi­si­on ver­folgt der Be­klag­te das Ziel ei­ner Kla­ge­ab­wei­sung wei­ter.
A. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt hat sei­ne Ent­schei­dung im We­sent­li­chen wie folgt be­gründet: Die An­spruchs­vor­aus­set­zun­gen für die Zah­lung der Zu­wen­dun­gen 2003 und 2004 und des Ur­laubs­gel­des 2004 nach den An­la­gen 9 und 8 des DRK-TV-Ost, des­sen Gel­tung für das Ar­beits­verhält­nis in­di­vi­du­ell ver­ein­bart wor­den sei, lägen vor. Die zwi­schen den Par­tei­en ge­schlos­se­ne Ver­zichts­ver­ein­ba­rung vom 26. März 2005 sei nach den §§ 305 Abs. 1, 307 Abs. 1 BGB un­wirk­sam. Der Ver­trag sei von dem Be­klag­ten für ei­ne Viel­zahl von Ar­beit­neh­mern vor­for­mu­liert wor­den. Der un­ent­gelt­li­che Ver­zicht oh­ne kom­pen­sa­to­ri­sche Ge­gen­leis­tung des Ar­beit­ge­bers stel­le ei­ne un­an­ge­mes­se­ne Be­nach­tei­li­gung dar. Mit dem Ver­zicht ha­be der Schutz­zweck des § 613a Abs. 1 BGB um­gan­gen wer­den sol­len, weil der Ver­zicht nur dann wirk­sam sein soll­te, wenn es zu dem Be­triebsüber­gang kom­me. Die Ermögli­chung ei­nes Be­triebsüber­gangs un­ter teil­wei­ser Um­ge­hung zwin­gen­den Ge­set­zes­rechts stel­le kei­nen Vor­teil dar. Nach­voll­zieh­ba­re Tat­sa­chen dafür, dass der Ar­beits­platz der Kläge­rin gefähr­det ge­we­sen sei, ha­be der Be­klag­te nicht vor­ge­tra­gen. Auch die nicht zum Ver­zicht be­rei­ten Ar­beit­neh­mer sei­en wei­ter­hin beim Er­wer­ber des Be­triebs­teils beschäftigt. Der An­spruch auf Zah­lung der rest­li­chen Zu­wen­dung für 2003 sei nicht gem. § 65 DRK-TV-Ost ver­fal­len. Die Fällig­keit der Rest­zah­lung sei durch Be­triebs­ver­ein­ba­rung bis April 2004 hin­aus- - 7 - ge­scho­ben wor­den. Mit der Gel­tend­ma­chung am 30. Sep­tem­ber 2004 ha­be die Kläge­rin die ta­rif­li­che Aus­schluss­frist ein­ge­hal­ten.
B. Dem ist im Er­geb­nis zu fol­gen. I. Die Kla­ge ist be­gründet. Nach den ar­beits­ver­trag­li­chen Ver­ein­ba­run­gen zwi­schen den Par­tei­en hat die Kläge­rin ge­gen den Be­klag­ten Ansprüche auf Zah­lung der rest­li­chen Zu­wen­dung 2003 iHv. 215,44 Eu­ro brut­to, der Zu­wen­dung 2004 iHv. 1.292,61 Eu­ro brut­to und des Ur­laubs­gel­des 2004 iHv. 255,65 Eu­ro brut­to, je­weils nebst Zin­sen. In § 2 des Ar­beits­ver­tra­ges ha­ben die Par­tei­en die Gel­tung des Ta­rif­ver­tra­ges über die Ar­beits­be­din­gun­gen für An­ge­stell­te, Ar­bei­ter und Aus­zu­bil­den­de des Deut­schen Ro­ten Kreu­zes in der je­weils gel­ten­den Fas­sung ver­ein­bart. Rechts­feh­ler­frei hat das Lan­des­ar­beits­ge­richt er­kannt, dass die An­spruchs­vor­aus­set­zun­gen nach den in Be­zug ge­nom­me­nen Ta­rif­nor­men im Fal­le der Kläge­rin vor­lie­gen, wo­bei die Ansprüche der Höhe nach un­strit­tig sind. So­weit der Be­klag­te erst­in­stanz­lich ein­ge­wandt hat, den An­spruch der Kläge­rin auf die rest­li­che Zu­wen­dung 2003 ha­be er erfüllt, weil er schon mehr ge­zahlt ha­be, als der Kläge­rin zu­ge­stan­den ha­be, hat der Be­klag­te ei­ne Erfüllung des An­spruchs nach § 362 BGB nicht schlüssig dar­ge­legt und an dem Erfüllungs­ein­wand in der Re­vi­si­ons­be­gründung auch nicht mehr fest­ge­hal­ten.
2. Der Er­lass­ver­trag ist nach §§ 613a Abs. 1 Satz 1, 134 BGB un­wirk­sam. a) Die Vor­aus­set­zun­gen für ei­nen Be­triebs­teilüber­gang nach § 613a Abs. 1 Satz 1 BGB la­gen vor. Dies er­gibt sich zwar nicht aus aus­drück­li­chen Fest­stel­lun­gen des Lan­des­ar­beits­ge­richts, folgt aber aus dem un­strei­ti­gen Sach­vor­trag der Par­tei­en.
b) § 613a Abs. 1 Satz 1 BGB stellt zwin­gen­des Recht dar. Ei­ne Ver­ein­ba­rung, die da­ge­gen verstößt, ist nach § 134 BGB un­wirk­sam (BAG st. Rspr., 29. Ok­to­ber 1975 - 5 AZR 444/74 - BA­GE 27, 291 = AP BGB § 613a Nr. 2 = EzA BGB § 613a Nr. 4; 12. Mai 1992 - 3 AZR 247/91 - BA­GE 70, 209 = AP Be­trAVG § 1 Be­triebs­veräußerung Nr. 14 = EzA BGB § 613a Nr. 104; - 9 -
- 10 - Nr. 329 = EzA BGB 2002 § 613a Nr. 79; 23. No­vem­ber 2006 - 8 AZR 349/06 - Rn. 24, AP BGB § 613a Wie­der­ein­stel­lung Nr. 1 = EzA BGB 2002 § 613a Nr. 61). Für die Prüfung, ob ein Rechts­geschäft, wel­ches nicht vom di­rek­ten Wort­laut des Ver­bots­ge­set­zes er­fasst wird, ei­nen un­zulässi­gen Um­ge­hungs­tat­be­stand des § 613a BGB dar­stellt, kommt es dem­nach maßgeb­lich auf die Reich­wei­te des Schutz­zwecks die­ser Vor­schrift an.
- 11 - 302 = AP BGB § 613a Nr. 147 = EzA BGB § 613a Nr. 142; HWK/Wil­lem­sen/Müller-Bo­nan­ni 3. Aufl. § 613a BGB Rn. 300).
dd) Nichts an­de­res wird durch die Richt­li­nie 2001/23/EG ge­for­dert, die si­cher­stel­len soll, dass den durch den Über­gang des Un­ter­neh­mens be­trof­fe­nen Ar­beit­neh­mern ih­re Ansprüche aus dem Ar­beits­ver­trag oder dem Ar­beits­verhält­nis er­hal­ten blei­ben. Die­ser Schutz ist als zwin­gen­des Recht ei­ner Verfügung der Par­tei­en des Ar­beits­ver­trags ent­zo­gen. Der von ei­nem Un­ter­neh­mensüber­gang be­trof­fe­ne Ar­beit­neh­mer soll in sei­nen Rechts­be­zie­hun­gen zum Er­wer­ber in glei­cher Wei­se geschützt sein wie er es nach den Rechts­vor­schrif­ten des Mit­glieds­staats in sei­nen Be­zie­hun­gen zum Veräußerer war. Zulässig sind zwar für den Ar­beit­neh­mer nach­tei­li­ge Ände­run­gen bei dem neu­en Un­ter­neh­mens­in­ha­ber, so­weit die­se nach dem na­tio­na­len Recht un­abhängig vom Fall des Un­ter­neh­mensüber­gangs zulässig sind; der Un­ter­neh­mensüber­gang als sol­cher stellt je­doch we­der Grund noch An­lass für ei­ne sol­che Ände­rung dar (EuGH 10. Fe­bru­ar 1988 - C-324/86 - Slg. 1988, 739; 12. No­vem­ber 1992 - C-209/91 - Slg. 1992, I-5755; 14. Sep­tem­ber 2000 - 12 - - C-343/98 - Slg. 2000, I-6659; 6. No­vem­ber 2003 - C-4/01 - Slg. 2003, I¬12859).
- 13 - ba­rung, der­zu­fol­ge der Ver­zicht un­wirk­sam wer­den soll­te, falls es bis zum 31. De­zem­ber 2005 nicht zu ei­nem Be­triebsüber­gang auf die in Aus­sicht ge­nom­me­ne Be­triebs­er­wer­be­rin ge­kom­men sein soll­te. Auch die­se auflösen­de Be­din­gung, § 158 Abs. 2 BGB, un­ter­streicht, dass der Er­lass­ver­trag aus­sch­ließlich dar­auf ge­rich­tet war, die Rechts­fol­gen des § 613a Abs. 1 Satz 1 BGB teil­wei­se zu ver­hin­dern. Die ge­gen den Schutz­zweck des § 613a Abs. 1 Satz 1 BGB ver­s­toßen­de Ver­ein­ba­rung ist nich­tig, § 134 BGB.
III. Die Ansprüche der Kläge­rin sind nicht nach § 65 DRK-TV-Ost ver­fal­len. 1. Nach § 4 der An­la­ge 8 zum DRK-TV-Ost ist das Ur­laubs­geld 2004 mit den Bezügen für den Mo­nat Ju­li aus­zu­zah­len. Nach den Fest­stel­lun­gen des Lan­des­ar­beits­ge­richts, die von der Re­vi­si­on nicht an­ge­grif­fen wer­den, hat die Kläge­rin das Ur­laubs­geld schrift­lich am 30. Sep­tem­ber 2004 gel­tend ge­macht. Die Zu­wen­dung 2004 soll­te nach § 3 Abs. 7 der An­la­ge 9 zum DRK-TV-Ost spätes­tens am 1. De­zem­ber 2004 ge­zahlt wer­den. Wie­der­um schrift­lich hat die Kläge­rin die­se For­de­rung mit Schrei­ben vom 30. Mai 2005 gel­tend ge­macht. Da­mit er­folg­te die schrift­li­che Gel­tend­ma­chung in­ner­halb der sechs­mo­na­ti­gen Aus­schluss­frist.
Die Zu­wen­dung 2003 war nach dem DRK-TV-Ost am 1. De­zem­ber 2003 fällig und zu zah­len. Dies ist In­halt der ar­beits­ver­trag­li­chen Ver­ein­ba­run­gen zwi­schen den Par­tei­en. Die in­so­weit güns­ti­ge­re ar­beits­ver­trag­li­che - 14 - Re­ge­lung konn­ten Be­triebs­ver­ein­ba­run­gen vom 6. No­vem­ber 2002 und vom 18. No­vem­ber 2003 nicht zum Nach­teil der Kläge­rin ver­drängen und die Fällig­keit auf ei­nen späte­ren Zeit­punkt ver­schie­ben. Die Kläge­rin hat erst am 30. Sep­tem­ber 2004 den An­spruch auf Zah­lung der Rest­zu­wen­dung 2003 ge­genüber dem Be­klag­ten gel­tend ge­macht und da­mit später als sechs Mo­na­te nach Fällig­keit. Es stellt aber ei­ne un­zulässi­ge Rechts­ausübung iSv. § 242 BGB dar, wenn sich der Be­klag­te nun­mehr auf den Ab­lauf der Aus­schluss­frist be­ruft. Denn die zum Ver­fall von Ansprüchen führen­de Untätig­keit der Kläge­rin ist durch das Ver­hal­ten des Be­klag­ten als Ar­beit­ge­ber ver­an­lasst wor­den (BAG 5. Ju­ni 2003 - 6 AZR 249/02 - EzA TVG § 4 Aus­schluss­frist Nr. 167; 5. Au­gust 1999 - 6 AZR 752/97 - zu 2 a der Gründe, ZTR 2000, 36; 22. Ja­nu­ar 1997 - 10 AZR 459/96 - AP BAT § 70 Nr. 27 = EzA TVG § 4 Aus­schluss­fris­ten Nr. 125). Durch den Ab­schluss der Be­triebs­ver­ein­ba­rung vom 18. No­vem­ber 2003 hat der Be­klag­te ge­genüber den Mit­ar­bei­tern, al­so auch der Kläge­rin, zum Aus­druck ge­bracht, sie könn­ten die Zah­lung der rest­li­chen Zu­wen­dung für 2003 nicht vor April 2004 ver­lan­gen. Dies muss­ten die Ar­beit­neh­mer da­hin ver­ste­hen, dass die Rest­zah­lung frühes­tens im April 2004 fällig wer­de und erst ab die­sem Zeit­punkt die Aus­schluss­frist zu lau­fen begönne. Da­mit hat der Be­klag­te die Ar­beit­neh­mer und die Kläge­rin von der Ein­hal­tung der Aus­schluss­frist ab­ge­hal­ten. Wer je­doch die Untätig­keit der Ar­beit­neh­mer ver­an­lasst, kann sich nicht später auf den Ver­fall von Ansprüchen be­ru­fen.
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References: § 613
 § 134
 § 613
 § 613
 § 65
 § 2
 § 362
 § 613
 § 613
 § 134
 § 613
 § 613
 § 1
 § 613
 § 613
 § 613
 § 613
 § 613
 § 613
 § 613
 § 613
 § 158
 § 613
 § 613
 § 134
 § 65
 § 4
 § 3
 § 242
 § 4
 § 70
 § 4