Source: https://www.mettingen.de/city_info/webaccessibility/index.cfm?waid=689&modul_id=34&record_id=99058
Timestamp: 2019-11-13 12:11:53+00:00

Document:
Bekanntmachung der öffentlichen Auslegung gem. § 3 (2) Baugesetzbuch in der Fassung der Bekanntmachung vom 3. November 2017 (BGBl. I S. 3634).
In seiner Sitzung am 11.07.2017 hat der Rat der Gemeinde Mettingen beschlossen, den Entwurf der 45. Änderung des Flächennutzungsplanes gemäß § 3 (2) BauGB mit Be­gründung und Umweltbericht für die Dauer eines Monats öffentlich auszulegen.
Ziel ist es, Flächen für die Landwirtschaft neu als Wohnbauflächen darzustellen.
Die Bezirksregierung Münster hat mit Schreiben vom 27.03.2018 die Vereinbarkeit mit den Zielen der Raumordnung gem. § 34 LPIG bestätigt.
Gemäß § 3 (2) BauGB wird hiermit bekannt gemacht, dass der Entwurf zur 45. Änderung des Flächennutzungsplanes mit Begründung einschl. Umweltbericht sowie der umweltbezo­genen Informationen in der Zeit vom
06.11.2018 bis einschließlich 06.12.2018
Umweltbericht als Bestandteil der Begründung zur 45. Änderung des Flächennutzungs-planes
Mensch: Es ist mit Geruchsimmissionen aus der Landwirtschaft zu rechnen à diese werden aufgrund der Ortsrandlage als ortsüblich und zumutbar angesehen
Tiere/Pflanzen: hinsichtlich der Tier- und Pflanzenwelt bedeutet die geplante Bebauung der vorhandenen Fläche einen Verlust an Lebensraum.
-> Da die Bebauung ausschließlich auf Flächen mit geringer Artenvielfalt realisiert werden soll und darüber hinaus das Vorkommen seltener Arten in diesem Bereich nicht bekannt ist, sind wesentliche Beeinträchtigungen der Tier- und Pflanzenwelt sowie der biologischen Vielfalt nicht zu erwarten.
-> Die Inanspruchnahme dieses schutzwürdigen Bodens wird insbesondere in der parallel durchgeführten Bebauungsplanung in der Eingriffs-/Ausgleichs-Bilanzierung entsprechend durch einen Korrekturfaktor berücksichtigt. Um Beeinträchtigungen bzw. Schädigungen der Bodenfunktionen so gering wie möglich zu halten, werden im parallelen Bebauungsplanverfahren die ordnungsgemäße Lagerung und der spätere Wiedereinbau des Oberbodens besonders empfohlen._______________________________
Wasser: Die Grundwasserneubildungsrate verlängert sich aufgrund der Neuversiegelung, wobei hier aufgrund des stark lehmigen Untergrunds eine Versickerung nur bedingt und stark eingeschränkt möglich ist.
-> Das Niederschlagswasser kann jedoch nach wie vor im Plangebiet versickert werden, da mit der festgesetzten Grundflächenzahl von 0,25 dafür Sorge getragen wird, dass maximal rund 1/3 des Plangebietes versiegelt wird und die übrigen Flächen so gestaltet sind, dass eine Versickerung nach wie vor möglich ist. Aufgrund der relativ geringen Gebietsgröße werden keine nachteiligen Auswirkungen auf das Grundwasser erwartet. Auch eine Beeinflussung von weiter entfernt liegenden Fließgewässern erfolgt nicht.
Luft u. Klima/Klimaschutz:
Durch die planungsrechtlich vorbereitende Bauleitplanung für ein Allgemeines Wohngebiet werden kleinflächige Klimaveränderungen entstehen. Insbesondere die versiegelten Bauflächen können Klimaschwankungen und eine tendenzielle Reduzierung der Luftfeuchte bewirken.
-> Durch unmittelbar angrenzende Grünlandflächen ist eine unmittelbar ausgleichende Wirkung anzunehmen und durch die geplante geringe Grundflächenzahl von 0,25 werden Hausgärten auf max. 12 Grundstücken entstehen, die zur Klimaverbesserung beitragen. Durch die geplante Einfamilienhausbebauung wird die zusätzliche verkehrliche Belastung nur eine geringe Auswirkung haben.
Landschaftsbild: Das Plangebiet entsteht auf einer Ackerfläche im Eckbereich einer vorhandenen Siedlung, sodass sich die zusätzliche Bebauung harmonisch in das Landschaftsbild einfügt.
-> Erhebliche oder nachhaltig negative Auswirkungen auf das Orts- und Landschaftsbild sind aufgrund der im folgenden Bebauungsplan festgesetzten Höhenbeschränkungen und der eng bemessenen überbaubaren Flächen und somit großzügigen Frei- und Grünflächen nicht zu erwarten.________________________________
Kultur- u. Sachgüter: Es sind keine Baudenkmale oder sonstige Objekte und Sachgüter im Plangebiet vorhanden. Auch Bodendenkmale sind nicht vorhanden.
-> Sie müssen jedoch, falls sie bei Ausschachtungsarbeiten entdeckt werden, gemeldet werden.
Es sind keine Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Umweltmedien, die über die bereits beschriebenen hinausgehen, erkennbar.
Artenschutz: Im Plangebiet sind keine planungsrelevanten Arten vorhanden. Erhebliche Auswirkungen auf die Belange des Artenschutzes sind nach heutigem Stand nicht erkennbar. Das Plangebiet stellt eine komplett aufgeräumte Ackerfläche dar und grenzt nördlich und westlich an vorhandene Wohn­bebauung.
-> Die Gehölzstruktur am östlichen Rand entlang des Wellenweges bleibt erhalten. Auswirkungen auf das Artenspektrum sind durch die Umsetzung der Plandarstellung allenfalls in geringem Umfang zu erwarten. Durch die benachbarten bestehenden Nutzungen existieren bereits Beeinflussungen. Ein Ausweichen in vergleichbare gestaltete Nachbarräume ist jedoch voraussichtlich möglich, sodass von keinen relevanten Veränderungen im Artenbestand auszugehen ist.
-> einer Bebauung steht aus bergbaulicher Sicht nichts entgegen.
-> eine Stellungnahme des Geologischen Dienstes NRW wurde eingeholt
-> um Beeinträchtigungen bzw. Schädigungen der Bodenfunktionen so gering wie möglich zu halten, werden im parallelen Bebauungsplanverfahren die ordnungsgemäße Lagerung und der spätere Wiedereinbau des Oberbodens besonders empfohlen. die Inanspruchnahme dieses schutzwürdigen Bodens wird insbesondere in der parallel durchgeführten Bebauungsplanung in der Eingriffs-/ Ausgleichs-Bilanzierung entsprechend durch einen Korrekturfaktor berücksichtigt.
-> zum Abfangen und Ableiten des anfallenden Niederschlagwassers sind entsprechende Leitungsrechte im Plan des parallelen Bebauungsplanverfahrens festgesetzt
-> aus ingenieurgeologischer Sicht ist eine Bebauung im geplanten Gebiet grundsätzlich möglich. Die Störung liegt am nördlichen Rand des Flurstückes 411, somit über 100 m vom Plangebiet entfernt. Dies stellt einen ausreichenden Abstand dar. Der Hinweis auf eine Baugrunduntersuchung vor Baubeginn wird in die parallel durchgeführte Bebauungsplanung aufgenommen.
-> die Konkretisierung der geplanten Kompensationsmaßnahmen an der Mettinger Aa werden im nächsten Verfahrensschritt eingestellt
-> Die Eigentümerinnen werden bereits beteiligt. Vorsorglich wird im folgenden Bebauungsplan darauf hingewiesen, dass der Planbereich über einem verliehenen Bergwerksfeld liegt, ohne dass bisher der Abbau umgegangen ist, umgeht oder in absehbarer Zeit umgehen wird.
-> Dabei handelt es sich um Typische Parabraunerde. Grundsätzlich ist die Gemeinde Mettingen bestrebt, Neuversiegelung zu begrenzen und im Sinne eines sparsamen Umgangs mit Grund und Boden eine Innenentwicklung vorrangig vor einer Außenentwicklung zu betreiben. Entwicklungspotential im Innern der bebauten Ortslage ist jedoch nicht vorhanden bzw. nicht verfügbar. Zudem sind die Flächen im Regionalplan Münsterland als Allgemeiner Siedlungsbereich (ASB) dargestellt und stehen somit für eine Wohnbaulandentwicklung zur Verfügung. Alternative Flächen stehen im Regionalplan Münsterland derzeit nicht zur Verfügung, so dass dieser Bereich zurzeit die einzige Möglichkeit darstellt, dringend erforderliches Wohnbauland, insbesondere für Familien zur Verfügung zu stellen. Zudem schließt dieser Bereich an bestehende Siedlungsstrukturen an und vorhandene Infrastruktureinrichtungen können so sinnvoll mitgenutzt werden. Um Beeinträchtigungen bzw. Schädigungen der Bodenfunktionen so gering wie möglich zu halten, werden im parallelen Bebauungsplanverfahren die ordnungsgemäße Lagerung und der spätere Wiedereinbau des Oberbodens besonders empfohlen. Die Inanspruchnahme dieses schutzwürdigen Bodens wird insbesondere in der parallel durchgeführten Bebauungsplanung in der Eingriffs-/ Ausgleichs-Bilanzierung entsprechend durch einen Korrekturfaktor berücksichtigt und mit dem gesamten Kompensationsdefizit an der Mettinger Aa als Maßnahme der Wasserrahmenrichtlinie ausgeglichen, so dass durch die Kompensation keine weiteren landwirtschaftlichen Flächen in Anspruch genommen werden.
Während dieser Auslegungsfrist können Stellungnahmen im Bauamt der Gemeinde Mettin­gen schriftlich abgegeben oder mündlich zu Protokoll gebracht werden. Es wird darauf hin­gewiesen, dass nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen bei der Beschlussfassung über die Bauleitplanänderung unberücksichtigt bleiben können.
Eine Vereinigung im Sinne des § 4 Absatz 3 Satz 1 Nummer 2 des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes - in der Fassung der Bekanntmachung vom 23. August 2017 (BGBl. I S. 3290) - ist in einem Rechtsbehelfsverfahren nach § 7 Absatz 2 des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes gemäß § 7 Absatz 3 Satz 1 des Umwelt-Rechtsbehelfsgesetzes mit allen Einwendungen ausgeschlossen, die sie im Rahmen der Auslegungsfrist nicht oder nicht rechtzeitig geltend gemacht hat, aber hätte geltend machen können.
Gemäß § 2 Abs. 3 der Bekanntmachungsverordnung (BekanntmVO) vom 26.08.1999 (GV NRW S. 516), die zuletzt durch VO vom 5. November 2015 (GV. NRW. S. 741) geändert worden ist, wird hiermit bestätigt, dass der Wortlaut der öffentlichen Bekanntmachung der 45. Änderung des Flächennutzungsplans mit dem Beschluss des Rates vom 11.07.2018 übereinstimmt und dass nach § 2 Abs. 1 und 2 der BekanntmVO verfahren worden ist.
Die Auslegung der 45. Änderung des Flächennutzungsplans wird hiermit öffentlich bekanntgemacht.
Mettingen, 29.10.2018

References: § 3
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 § 34
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 § 4
 § 7
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 § 2
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