Source: https://www.peterlang.com/view/9783653999525/xhtml/chapter015.xhtml
Timestamp: 2018-02-21 07:28:43+00:00

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§ 15 Aufsichtsrechtliche Besonderheiten der Fremdverwaltung : Die Investmentaktiengesellschaft mit veränderlichem Kapital
§ 15 Aufsichtsrechtlic...
Das InvG lässt den Vertragsparteien bei der Ausgestaltung ihrer Vertragsbeziehung, so scheint es, freie Hand. Da die Verwaltungsgesellschaft für die InvAG die zentralen investmentrechtlichen Aufgaben, insbesondere die Portfolioverwaltung, wahrnimmt, müssen der Privatautonomie im Interesse einer lückenlosen Investmentaufsicht aber Grenzen gesetzt sein. Welche Anforderungen an den Inhalt des Fremdverwaltungsvertrags zu stellen sind, wird im Folgenden anhand einer Gegenüberstellung der Fremdverwaltung mit der Auslagerung untersucht.
Unter dem Begriff der Auslagerung (sog. Outsourcing) wird allgemein die mittel- bis langfristige Nutzung von externen Dienstleistungsangeboten an Stelle interner Funktionseinheiten verstanden1651. Die selbstverwaltende InvAG kann ihre Aufgaben unter den Voraussetzungen von § 16 InvG auslagern. Da auch im Rahmen der Fremdverwaltung Aufgaben dauerhaft von einem anderen Unternehmen für die InvAG wahrgenommen werden, könnte § 96 Abs. 4 InvG als Spezialfall der Auslagerung verstanden werden, so dass bei der Ausgestaltung des Rechtsverhältnisses zwischen der InvAG und der Verwaltungsgesellschaft auf § 16 InvG und die hierzu bestehende Verwaltungspraxis zurückgegriffen werden könnte. § 96 Abs. 4 Satz 3 1. Alt. InvG stellt jedoch klar, dass die Fremdverwaltung kein Fall der Auslagerung ist. Die für die Auslagerung geltenden Regeln können daher nicht auf die Fremdverwaltung übertragen werden. Dennoch könnten sich aus dem Vergleich von Fremdverwaltung und Auslagerung Erkenntnisse über das bislang noch recht vage Konzept der Fremdverwaltung ergeben (B. und C.). Zudem hat § 16 InvG auch im Rahmen der Fremdverwaltung Bedeutung, da die fremdverwaltete InvAG...

References: § 15
 § 16
 § 96
 § 16
 § 96
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