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Timestamp: 2019-02-20 16:50:59+00:00

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DGUV Regel 114-006 - Richtlinien für Liegeplätze in Führerhäusern und Ruheräumen von Fahrzeugen sowie Dachschlafkabinen (BGR 136)
Richtlinien für Liegeplätze in Führerhäusern und Ruheräumen von Fahrzeugen sowie Dachschlafkabinen
DGUV Regel 114-006 (bisher BGR 136)
(vorherige ZH 1/211)
Stand. Oktober 1990
Aktualisierte Fassung 1999
Die Verpflichtungen aus der Richtlinie 98/34/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. Juni 1998 über ein Informationsverfahren auf dem Gebiet der Normen und technischen Vorschriften (ABl. EG Nr. 204 S. 37), zuletzt geändert durch die Richtlinie 98/48/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 20. Juli 1998 (ABl. EG Nr. 217 S.18), sind beachtet worden.
Fahrzeuge des Personen- und Güterfernverkehrs sind häufig mit Liegeplätzen ausgerüstet, die es dem Fahrpersonal ermöglichen, die Ruhezeiten im Fahrzeug zu verbringen. Schon seit langem gibt es Liegeplätze in Fernverkehrsführerhäusern von Lastkraftwagen und Sattelzugmaschinen. Die Einführung sogenannter Volumentransportfahrzeuge hat zur Folge, dass vermehrt kurze Führerhäuser verwendet werden, bei denen die Liegeplätze in Form von Dachschlafkabinen (Topsleeper) auf die Führerhäuser aufgesetzt werden.
Da die einschlägigen Bestimmungen des Straßenverkehrsrechts lediglich einige wenige Empfehlungen zur Gestaltung von Liegeplätzen in Führerhäusern enthalten, sah es der Fachausschuss „Verkehr“ als notwendig an, vorhandenen Regelungsdefiziten durch Aufstellung dieser Richtlinien Rechnung zu tragen.
Aufgrund besonderer Gefährdungsmerkmale sieht die BG-Vorschrift „Fahrzeuge“ (BGV D29, bisherige VBG 12) ein Aufenthaltsverbot in Dachschlafkabinen während der Fahrt vor, sofern die Dachschlafkabinen nicht besonderen sicherheitstechnischen Anforderungen genügen (siehe Abschnitt 4.3.2), die dieser Gefährdung Rechnung tragen.
Zu den Dachschlafkabinen im Sinne dieser Richtlinien gehören auch mit Liegeplätzen ausgestattete, oberhalb des Führerhauses angeordnete Räume in Möbeltransportfahrzeugen. Die Besonderheiten dieser Ausführungsform haben Berücksichtigung gefunden; so gilt z.B. das Aufenthaltsverbot während der Fahrt nicht.
Ruheräume von Kraftomnibussen wurden wegen ebenfalls vorhandener Regelungsdefizite in den Anwendungsbereich dieser Richtlinien einbezogen.
Anders als bei Dachschlafkabinen ist der Aufenthalt in Ruheräumen von Kraftomnibussen während der Fahrt zulässig, der Aufenthalt bei abgestelltem Fahrzeug jedoch nur dann, wenn Heizung und Belüftung dafür ausgelegt sind (siehe Abschnitt 4.4.12).
Da bestimmte Ruheräume (insbesondere solche, die parallel zur Fahrzeuglängsachse angeordnet sind) im Falle von Unfallbeteiligung des Kraftomnibusses als kritisch für sich dort aufhaltende Personen anzusehen sind, war es im Zuge der Ersten Änderung der vorliegenden Richtlinien notwendig, ein von der Bauart des Ruheraumes abhängiges Aufenthaltsverbot während der Fahrt aufzunehmen (siehe Abschnitt 5.9). Dieses Aufenthaltsverbot erstreckt sich auch auf solche Ruheräume, die dem Abschnitt 4.4 nicht entsprechen.
Geltende Vorschriften zu Ruhezeiten (VO (EWG) Nr. 3820/85, AETR) bleiben durch diese Richtlinien unberührt.
Diese Richtlinien finden Anwendung auf Liegeplätze
im Innenraum von Führerhäusern,
in vom Innenraum der Führerhäuser getrennt angeordneten Dachschlafkabinen von Lastkraftwagen
in Ruheräumen von Kraftomnibussen.
Liegeplätze im Sinne dieser Richtlinien sind feste oder klappbare Liegen, die sich entweder im Innenraum des Führerhauses eines Lastkraftwagens oder in der vom Innenraum des Führerhauses getrennt angeordneten Dachschlafkabine oder im Ruheraum eines Kraftomnibusses befinden.
Zu den Liegeplätzen, die sich im Innenraum eines Führerhauses befinden, zählen auch solche Anbaukabinen, die an der Führerhausrückwand angebracht und vom Führerhausinnenraum zugänglich sind (z.B. bei Autotransportern).
Keine Liegeplätze im Sinne dieser Richtlinien sind Sitze für Fahrzeugführer, Beifahrer und Mitfahrer, bei denen durch Verstellung der Rückenlehnenneigung eine mehr oder weniger günstige Ruheposition erreicht werden kann (Liege-, Schlafsitze).
Vom Innenraum des Führerhauses getrennt angeordnete Dachschlafkabinen im Sinne dieser Richtlinien sind mit Liegeplätzen ausgestattete Räume (Kabinen), die oberhalb des Führerhausdaches eines Lastkraftwagens aufgesetzt und vom Innenraum des Führerhauses ganz oder teilweise abgetrennnt sind. Dachschlafkabinen werden auch Dachkabinen oder Topsleeper genannt.
Zu den Dachschlafkabinen gehören auch mit Liegeplätzen ausgestattete, oberhalb des Führerhauses angeordnete Räume in Möbeltransportfahrzeugen, im folgenden Pullman-Kabinen genannt.
Ruheräume im Sinne dieser Richtlinien sind mit Liegeplätzen ausgestattete Räume in Kraftomnibussen (Reisebussen), die vom Fahrgastraum abgetrennt sind. Diese Räume sind üblicherweise nur für die Benutzung durch das Fahrpersonal, nicht jedoch durch Mitfahrer (Fahrgäste) bestimmt.
Liegeplätze in Führerhäusern von Lastkraftwagen, in Ruheräumen von Kraftomnibussen und in Dachschlafkabinen von Lastkraftwagen müssen nach den Bestimmungen dieser Richtlinien und im Übrigen den allgemein anerkannten Regeln der Technik entsprechend beschaffen sein und betrieben werden. Abweichungen von den allgemein anerkannten Regeln der Technik sind zulässig, wenn die gleiche Sicherheit auf andere Weise gewährleistet ist.
Bezüglich der Entflammbarkeit der Werkstoffe einschließlich Polsterung und Dämmaterial wird dies erreicht, wenn die Flammausbreitungsgeschwindigkeit der benutzten Materialien nicht mehr als 110 mm/min nach DIN 75 200 „Bestimmung des Brennverhaltens von Werkstoffen der Kraftfahrzeuginnenausstattung“ oder ISO 3795 „Road vehicles – Determination of burning behaviour of interior materials in motor vehicles“ beträgt.
Die auf die Versicherten einwirkenden Geräusche und mechanischen Schwingungen auf den Liegeplätzen dürfen das nach dem jeweiligen Stand der Technik – einschließlich der Technik zur Minderung der Geräusche und Schwingungen – unvermeidliche Maß nicht überschreiten. Bei abgestelltem Fahrzeugmotor darf im Innenraum der durch das Fahrzeug (ausgenommen Fahrzeugaufbauten) verursachte Eigengeräuschpegel bei betriebsüblicher Nutzung 60 dB (A) – gemessen in Ohrhöhe in liegender Position – nicht überschreiten.
Eigengeräuschpegel werden z.B. verursacht durch Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen. Zur Ermittlung der Geräuschmesswerte ist DIN 45 641 „Mittelungspegel und Beurteilungspegel zeitlich schwankender Schallvorgänge“ heranzuziehen.
Die Erwärmung ist ausreichend, wenn in Anlehnung an DIN 7941 „Caravan; Begriffe, Maße, Anforderungen und Prüfung“ bei einer Außentemperatur von –15 °C in Raummitte eine Innenraumtemperatur von mindestens 15 °C erreicht wird.
Siehe auch § 22a Abs. 1 Nr. 1 Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) und Nummer 27 „Heizungen“ der Technischen Anforderungen an Fahrzeugteile bei der Bauartprüfung nach § 22a StVZO.
Siehe auch DIN VDE 0472-804 „Prüfung an Kabeln und isolierten Leitungen; Brennverhalten“.
4.2 Besondere Bestimmungen für Liegeplätze in Führerhäusern
Liegeplätze in Führerhäusern müssen wie folgt bemessen sein:
über Liegefläche ≥ 550 ≥ 650
Die Mindestabmessungen ergeben sich nach den Empfehlungen der Führerhaus-Richtlinien zu § 30 Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO).
Liegeplätzen, die sich 1 m oder höher über der Zugangsstandfläche befinden, müssen geeignete Aufstiege und erforderlichenfalls Haltemöglichkeiten zugeordnet sein.
Liegeplätze müssen mit wirksamen, einfach zu handhabenden Sicherungen gegen Herausfallen von Personen bei üblichen Verkehrsbedingungen ausgerüstet sein. Zusätzlich müssen hochgelegene Liegeplätze so gesichert sein, dass eine Gefährdung von Fahrzeugführer und Beifahrer durch von der Liegefläche herabfallende Gegenstände vermieden ist.
Sicherungen sind als wirksam anzusehen, wenn sie einen Körper, der dem 95. männlichen Gewichtsperzentil (96 kg) entspricht, bei der mit der Betriebsbremse des Fahrzeuges erzielbaren maximalen Verzögerung sicher vor dem Herausfallen schützen.
Für untere Liegen, die hinter den Sitzen für Fahrzeugführer und Beifahrer angeordnet sind, können die den Liegeplätzen zugewandten rückwärtigen Sitzteile als ausreichend wirksame Sicherungen angesehen werden, wenn diese Sitzteile
unmittelbar vor den Liegeplätzen angeordnet sind,
ausreichend abgepolstert sind
keinen ungesicherten Zwischenraum von mehr als 400 mm im Mittelbereich des Liegeplatzes freilassen.
Beträgt der Zwischenraum im Mittelbereich des Liegeplatzes mehr als 400 mm, ist dieser Zwischenraum durch besondere Einrichtungen zu sichern, z.B. durch ein ausreichend abgepolstertes, mindestens 250 mm (gemessen über belasteter Matratze) hohes Bordbrett bzw. entsprechenden Bügel oder durch Sicherungsnetz.
Sicherungen sind z.B. einfach zu handhaben, wenn sie mit einer Hand betätigt werden können.
Beweglich angeordnete Liegen müssen leicht und gefahrlos zu betätigen sein.
Bewegliche Liegen sind z.B. klappbare oder höhenverstellbare Liegen.
Bewegliche Liegen müssen in angehobener Stellung formschlüssig gesichert sein oder werden können. Sofern solche Liegen so angeordnet sind, dass ein unbeabsichtigtes Herabklappen während der Fahrt Fahrzeugführer oder Beifahrer verletzen kann, sind zwei voneinander unabhängige, selbsttätig wirkende, formschlüssige Sicherungen erforderlich.
Verglaste Flächen von Führerhäusern sollten mit Sichtschutz ausgerüstet sein.
Sichtschutz bieten z.B. Vorhänge.
Beleuchtungseinrichtungen für Liegeplätze müssen so angeordnet oder beschaffen sein, dass der Fahrzeugführer durch Blendwirkung nicht beeinträchtigt wird.
Beleuchtungseinrichtungen sind z.B. Leselampen.
4.3 Besondere Bestimmungen für Liegeplätze in Dachschlafkabinen
Liegeplatzes ≥ 600 ≥ 700
Liegeplatzes ≥ 1900 ≥ 2000
der Dachschlafkabine ≥ 850 ≥ 900
Klappbare und schwenkbare Auftritte zu Dachschlafkabinen müssen gegen unbeabsichtigte Bewegung gesichert sein oder werden können. Die Aufstiege dürfen nicht ohne Zuhilfenahme von Werkzeug entfernt werden können.
Siehe auch DIN 7941 „Caravan; Begriffe, Maße, Anforderungen und Prüfung“.
„Der Aufenthalt in der Dachschlafkabine ist während der Fahrt verboten“
Zum Verbotszeichen (Verbot des Aufenthalts in Dachschlafkabinen, während der Fahrt) siehe auch Anhang 1 und DIN 70 006-1 „Sicherheits- und Hinweiszeichen für Fahrzeuge; Teil 1: Sicherheits- und Hinweiszeichen für Nutzkraftwagen“.
In Dachschlafkabinen muss auf das Rauchverbot durch das Verbotszeichen „Rauchen verboten“ deutlich erkennbar und dauerhaft hingewiesen werden. Das Verbotszeichen muss der BG-Vorschrift „Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung am Arbeitsplatz“ (BGV A8, bisherige VBG 125) entsprechen.
4.3.2 Zusätzliche Bestimmungen für Dachschlafkabinen, die für den Aufenthalt während der Fahrt geeignet sind
Dies wird erreicht, wenn in Anlehnung an die in Anhang 3 Anlage 3 ECE-Regelung Nummer 29 „Einheitliche Vorschriften für die Genehmigung der Kraftfahrzeuge hinsichtlich der Sicherheit der Insassen von Lastkraftwagenführerhäusern“ dargestellte Prüfpuppe, für die hier in abgewandelter Form eine liegende Position angenommen werden muss, ein ausreichender Überlebensraum vorhanden ist. Dabei ist für Dachschlafkabinen, ausgenommen Pullman-Kabinen, von einer statischen Prüfbelastung der Dachschlafkabine in Höhe der zulässigen Vorderachslast auszugehen. Die Prüflast braucht jedoch nicht mehr als 6000 kg zu betragen. Eine führerhausunabhängige Prüfung ist möglich.
Zur Splittersicherheit von Werkstoffen siehe auch Nummer 29 „Sicherheitsglas“ der „Technischen Anforderungen an Fahrzeugteile bei der Bauartprüfung nach § 22a StVZO“.
ein Ausstieg in der Dachfläche und ein zweiter zur linken Seite vorhanden ist.
Für Dachschlafkabinen, die für den Aufenthalt während der Fahrt geeignet sind, ist ein Aufenthaltsverbotsschild nach Abschnitt 4.3.1.20 nicht erforderlich.
4.4 Besondere Bestimmungen für Liegeplätze in Ruheräumen von Kraftomnibussen
- für quer zur Fahrzeuglängsache angeordnete Ruheräume ≥ 650 ≥ 900
die Art des Öffnens sinnfältig gekennzeichnet ist, sofern diese nicht eindeutig erkennbar ist.
Zur wechselseitigen Verständigung zwischen einem sich im Ruheraum aufhaltenden Versicherten und dem Fahrzeugführer muß eine Signaleinrichtung vorhanden sein.
Lichtschalter für die separate Innenbeleuchtung müssen selbstleuchtend (fluoreszierend) und in der Nähe des Zugangs angebracht sein. Selbstleuchtende Lichtschalter sind nicht erforderlich, wenn eine Orientierungsbeleuchtung vorhanden ist.
In Ruheräumen mus das Verbotszeichen „Rauchen verboten“ deutlich erkennbar und dauerhaft angebracht sein. Das Verbotszeichen muß der UVV „Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung am Arbeitsplatz“ (BGV A8, bisherige VBG 125) entsprechen.
Liegeplätze in Führerhäusern und Ruheräumen von Fahrzeugen sowie Dachschlafkabinen dürfen nur bestimmungsgemäß benutzt werden.
Liegeplätze sind z.B. nicht als Lagerflächen für Transportgut, mitgeführte Ersatzteile oder Werkzeuge zulässig.
Die geltenden Vorschriften über Ruhezeiten bleiben von diesen Richtlinien unberührt.
Artikel 8 Abs. 7 Verordnung (EWG) Nr. 3820/85 des Rates vom 20. Dezember 1985 über die Harmonisierung bestimmter Sozialvorschriften im Straßenverkehr lautet:
„Die tägliche Ruhezeit kann im Fahrzeug verbracht werden, sofern es mit einer Schlafkabine ausgestattet ist und stillsteht.“
Das Europäische Übereinkommen über die Arbeit des im internationalen Straßenverkehr beschäftigten Fahrpersonals (AETR) beinhaltet eine gleichartige Bestimmung.
Zum Erreichen oder Verlassen der Liegeplätze vorgesehene Aufstiege und Haltegriffe sind bestimmungsgemäß zu benutzen.
Sicherungen gegen das Herausfallen von Personen an Liegeplätzen sind während der Fahrt bestimmungsgemäß zu benutzen.
Bewegliche Liegeplätze müssen in angehobener Stellung formschlüssig gesichert werden.
In Ruheräumen von Kraftomnibussen sowie in Dachschlafkabinen darf nicht geraucht werden.
In Dachschlafkabinen nach Abschnitt 4.3.1, ausgenommen Pullman-Kabinen, ist der Aufenthalt während der Fahrt verboten.
In Ruheräumen von Kraftomnibussen nach Abschnitt 4.4.13 ist der Aufenthalt bei abgestelltem Fahrzeug verboten.
Der Aufenthalt in Ruheräumen von Kraftomnibussen ist während der Fahrt verboten, wenn
die Anforderungen des Abschnitts 4.4 nicht erfüllt sind
die Ruheräume parallel zur Fahrzeuglängsachse angeordnet sind.
Zum Verbotszeichen (Verbot des Aufenthalts in Ruheräumen während der Fahrt) siehe Anhang 1.
Bei Sattelzugmaschinen, die Sattelanhänger mit an der Stirnwand angeordneten Kühlaggregaten mit Verbrennungsmotor mitführen, dürfen vorhandene Dachschlafkabinen nicht benutzt werden, sofern die Kühlaggregate nicht außer Betrieb gesetzt (ausgeschaltet) sind.
Bei dieser Zugkombination kann nicht ausgeschlossen werden, dass Abgase des Verbrennungsmotors durch das Belüftungs- oder Heizungssystem in die Dachschlafkabine eindringen.
Liegeplätze in Führerhäusern und Ruheräumen von Fahrzeugen sowie Dachschlafkabinen sind als Teile von Fahrzeugen im Rahmen der Prüfung von Fahrzeugen durch Sachkundige zu prüfen.
Siehe § 57 Abs. 1 BG-Vorschrift „Fahrzeuge“ (BGV D29, bisherige VBG 12).
Diese Richtlinien sind anzuwenden ab Oktober 1990.
Abweichend von Abschnitt 7.1 sind die Bestimmungen der Abschnitte
4.3.1.5 hinsichtlich der lichten Innenhöhe,
4.3.1.6,
4.3.1.7,
4.4.1 bis 4.4.6
ab Oktober 1991 anzuwenden.
Abweichend von Abschnit 7.1 sind diese Richtlinien mit Ausnahme der Abschnitte
4.1.7,
4.1.8,
4.2.3 Satz 1,
4.3.1.20,
nicht anzuwenden auf Liegeplätze in Fahrzeugen, die bis zum Oktober 1990 erstmalig in Betrieb genommen wurden.
1 Hinweiszeichen für Ruheräume von Kraftomnibussen
Zur Ausführung des Hinweiszeichens:
Grund: blau, Bildzeichen: weiß;
siehe auch BG-Vorschrift „Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung am Arbeitsplatz“ (BGV A8, bisherige VBG 125).
2 Verbotszeichen für den Aufenthalt in Ruheräumen während der Fahrt
Zur Ausführung des Verbotszeichens:
Grund: weiß, Bildzeichen: schwarz, Rand und Diagonalbalken: rot;
Anbringung im Zugangsbereich zum Ruheraum, so dass es gut sichtbar ist. Siehe auch BG-Vorschrift „Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung am Arbeitsplatz“ (BGV A8, bisherige VBG 125).
3 Verbotszeichen für den Aufenthalt in Dachschlafkabinen während der Fahrt
siehe auch DIN 70 006-1 „Sicherheits- und Hinweiszeichen für Fahrzeuge; Teil 1: Sicherheits- und Hinweiszeichen für Nutzkraftwagen“ und
BG-Vorschrift „Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung am Arbeitsplatz“ (BGV A8, bisherige VBG 125).
Verkehrsblatt-Verlag, Hohe Straße 39, 44139 Dortmund)
Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO), insbesondere
Zu § 22a StVZO
Heizungen in Kraftfahrzeugen, in Verbindung mit Nummer 27 „Heizungen“ und Scheiben aus Sicherheitsglas in Verbindung mit Nummer 29 „Sicherheitsglas“ der „Technischen Anforderungen an Fahrzeugteile für die Bauartprüfung nach § 22a StVZO“;
Zu § 30 StVZO
Richtlinien für die Gestaltung und Ausrüstung der Führerhäuser von Kraftwagen, Zugmaschinen und Arbeitsmaschinen (Führerhausrichtlinien);
VO (EWG)
Nr. 3820/85
Verordnung (EWG) Nr. 3820/85 des Rates vom 20. Dezember 1985 über die Harmonisierung bestimmter Sozialvorschriften im Staßenverkehr;
Einheitliche Bedingungen für die Genehmigung der Fahrzeuge hinsichtlich des Schutzes der Insassen des Fahrerhauses von Nutzfahrzeugen;
Europäisches Übereinkommen über die Arbeit im internationalen Straßenverkehr beschäftigten Fahrpersonals.
2. Berufsgenossenschaftliche Vorschriften für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (Unfallverhütungsvorschriften)
(Bezugsquelle: Berufsgenossenschaft oder
Allgemeine Vorschriften (BGV A1, bisherige VBG 1),
Fahrzeuge (BGV D29, bisherige VBG 12),
Lärm (BGV B3, bisherige VBG 121),
Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung am Arbeitsplatz (BGV A8, bisherige VBG 125).
(Bezugsquelle: Beuth Verlag GmbH, Burggrafenstraße 6, 10787 Berlin
VDE-Verlag GmbH, Bismarckstraße 33, 10625 Berlin)
DIN 7941
Caravan; Begriffe, Maße, Anforderungen und Prüfung,
DIN 45 641
Mittelungspegel und Beurteilungspegel zeitlich schwankender Schallvorgänge,
Sicherheits- und Hinweiszeichen für Fahrzeuge; Teil 1: Sicherheits- und Hinweiszeichen für Nutzkraftwagen,
Bestimmung des Brennverhaltens von Werkstoffen der Fahrzeuginnenausstattung,
Road vehicles – Determination of burning behaviour of interior materials in motor vehicles,
DIN VDE 0472-804
Prüfung an Kabeln und isolierten Leitungen; Leitungen; Brennverhalten.
Die bisherigen „Richtlinien für Liegeplätze in Führerhäusern und Ruheräumen von Fahrzeugen sowie Dachschlafkabinen“ (ZH 1/211) vom Oktober 1990 wurden hinsichtlich der enthaltenen Verweise auf Vorschriften und Regeln aktualisiert.
Insbesondere wurden in diesen Richtlinien
folgende Abschnitte geändert bzw. aktualisiert:
4.3.1.20 (Erläuterung)
folgender Abschnitt eingefügt:
5.9 (der bisherige Abschnitt 5.9 wurde Abschnitt 5.10).
Ab April 1999 sind alle Neuveröffentlichungen des berufsgenossenschaftlichen Vorschriften- und Regelwerkes unter einer neuen Bezeichnung und Bestellnummer erhältlich.
Für alle bislang unter einer VBG- bzw. ZH 1-Nummer veröffentlichten Unfallverhütungsvorschriften, BR-Regeln, Merkblätter und sonstigen Schriften bedeutet dies, dass sie erst im Rahmen einer Überarbeitung oder eines Nachdruckes auf die neue Bezeichnung und Bestellnummer umgestellt werden.
Bis zur vollständigen Umstellung des berufsgenossenschaftlichen Vorschriften- und Regelwerkes auf die neue Bezeichnung und Bestellnummer sind alle Veröffentlichungen in einem Übergangszeitraum von ca. 3 bis 5 Jahren auch weiterhin unter der bisherigen Bestellnummer erhältlich.
Soweit für Veröffentlichungen des berufsgenossenschaftlichen Vorschriften- und Regelwerkes eine neue Bezeichnung und Benummerung erfolgt ist, können diese einer sogenannten Transferliste des neuen Verzeichnisses des HVBG entnommen werden.

References: § 22
 § 22
 § 30
 § 22
 § 57
 § 22
 § 22
 § 30