Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=S%207%20AR%2037/05%20ER
Timestamp: 2019-11-23 01:23:42+00:00

Document:
SG Schleswig, 12.01.2006 - S 7 AR 37/05 ER PKH - dejure.org
SG Schleswig, 12.01.2006 - S 7 AR 37/05 ER PKH
https://dejure.org/2006,11088
SG Schleswig, 12.01.2006 - S 7 AR 37/05 ER PKH (https://dejure.org/2006,11088)
SG Schleswig, Entscheidung vom 12.01.2006 - S 7 AR 37/05 ER PKH (https://dejure.org/2006,11088)
SG Schleswig, Entscheidung vom 12. Januar 2006 - S 7 AR 37/05 ER PKH (https://dejure.org/2006,11088)
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§ 11 Abs 3 Nr 1 Buchst a SGB 2, § 39 Abs 1 S 2 SGB 8, § 39 Abs 4 SGB 8, § 39 Abs 5 SGB 8
Grundsicherung für Arbeitsuchende - Einkommensberücksichtigung - Pflegegeld nach § 39 SGB 8 - Erziehungsbeitrags - zweckbestimmte Einnahme
Streit um die Gewährung von Leistungen der Grundsicherung für Arbeitssuchende ohne Anrechnung eines Erziehungsbeitragsanteils aus dem für betreute Pflegekinder gezahlten Pflegegeld; Einordnung von Pflegegeld - unabhängig von einem Erziehungsanteil - als eine ...
Anspruch auf Grundsicherung für Arbeitsuchende, Berücksichtigung von Pflegegeld als Einkommen
Zutreffend hat insofern bereits das SG Schleswig (Beschluss vom 12. Januar 2006 - S 7 AR 37/05 ER) darauf hingewiesen, dass bei einer Behandlung des Erziehungsbeitrags als Einkommen im SGB II eine Ungleichbehandlung gegenüber Pflegekindern entstehen würde, die in Familien lebten, die im Leistungsbezug nach dem SGB XII stünden.
Dies galt sowohl zu § 77 Abs. 1 BSHG wie auch zur Nachfolgeregelung des § 83 SGB XII. Zutreffend hat insofern bereits das Sozialgericht Schleswig (Beschluss vom 12. Januar 2006 - S 7 AR 37/05 ER) darauf hingewiesen, dass bei einer Behandlung des Erziehungsbeitrags als Einkommen im SGB II eine Ungleichbehandlung gegenüber Pflegekindern entstehen würde, die in Familien lebten, die im Leistungsbezug nach dem SGB XII stünden.
Gleiches gilt für die Ausführungen der 7. Kammer des SG Schleswig zum Charakter des Erziehungsbeitrages (Beschluss vom 12. Januar 2006 - S 7 AR 37/05 ER - Juris).
Er ist somit für das Kind zu verwenden und steht nicht zur freien Verfügung der Pflegeperson (ebenso Kunkel, ZFSH/SGB 2006 S. 76, 77; SG Schleswig, Beschluss vom 12.01.2006, Az.: S 7 AR 37/05 ER; SG Berlin, Beschluss vom 21.01.2005, Az.: S 37 AS 13/05 ER; SG Aurich, Beschluss vom 24.02.2005, Az.: S 25 AS 6/05 ER; SG Oldenburg, Beschluss vom 02.02.2005 Az:. S 47 AS 18/05 ER; SG Leipzig, Beschluss vom 18.07.2005, Az.: S 16 AS 236/05 ER).

References: § 11
 § 39
 § 39
 § 39
 § 39
 § 77
 § 83