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Timestamp: 2020-04-06 09:51:47+00:00

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Archive for 2. Kammer | faire-werbung.ch
20.11.2019, Zweite Kammer, Verfahren
Konkurrentenbeschwerde Nr. 191/19 (Nichteintreten/Alleinstellungsbehauptung – «Nr. 1 Lieferservice der Schweiz»)
Nr. 195/19 (Alleinstellungsbehauptung – Werbeaussagen zu Marktführerschaft)
Nr. 182/19 (Sexismus – Werbung für Fruchtsmoothies)
N° 184/19 (Swissness – Indication de provenance sur sachets de semences)
Nr. 190/19 (Testrichtlinien – Bewerbung eines Stab-Staubsaugers als Testsieger)
Nr. 192/19 (Green Marketing – Gesponserte Anzeige «Mythen und Märchen auf dem Teller»)
Nr. 194/19 (Preisbekanntgabe – Rabattangebote auf dem Kundenportal)
Nr. 188/19 (Sexismus – Advertorial für Erotik-Plattform)
Nr. 180/19 (Nichteintreten – Ungenügende Begründung)
N° 181/19 (Marketing direct – Catalogues reçus malgré des demandes du retrait des fichiers)
Massnahme: HLK Personal AG, Pfäffikon SZ – Spam, unerwünschte Werbung trotz Sterneintrag und Abmahnung für Personalvermittlung
Nr. 121/18
HLK Personal AG, Pfäffikon SZ
(Spam – Unerwünschte Werbung trotz Sterneintrag und Abmahnung für Personalvermittlung)
Die Zweite Kammer der Schweizerischen Lauterkeitskommission, am 8. Mai 2019,
Im vorinstanzlichen Verfahren hat sich das Folgende ergeben:
Die Beschwerdeführerin fühlt sich durch die Werbe-Mails der Beschwerdegegnerin belästigt und beruft sich auch auf den Sterneintrag im Telefonbuch. Trotz Abmahnung erhalte sie fortwährend solche Werbe-Mails.
Die Beschwerdegegnerin hat trotz Aufforderung keine Stellungnahme eingereicht.
Die E-Mail-Adresse der Beschwerdeführerin ist im Telefonregister mit einem Sterneintrag gekennzeichnet. Somit verstösst die Zustellung von kommerzieller Kommunikation per E-Mail gegen Art. 3 Abs. 1 lit. u des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG).
Gemäss Art. 3 Abs. 1 lit. o UWG handelt zudem unlauter, wer Massenwerbung ohne direkten Zusammenhang mit einem angeforderten Inhalt fernmeldetechnisch sendet oder solche Sendungen veranlasst und es dabei unterlässt, vorher die Einwilligung der Kunden einzuholen, den korrekten Absender anzugeben oder auf eine problemlose und kostenlose Ablehnungsmöglichkeit hinzuweisen. Für vorsätzliche Verletzungen dieser Bestimmung sieht das UWG unter anderem eine Bestrafung von Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe vor (siehe Art. 23 UWG). Wenn demnach eine dieser gesetzlichen Anforderungen nicht erfüllt wird (z.B. Einholung einer vorgängigen Zustimmung), liegt Unlauterkeit vor.
Die Beschwerdegegnerin hat trotz mehrfacher Aufforderung der Beschwerdeführerin offenbar keine Massnahmen ergriffen, um den Versand von weiteren Werbe-E-Mails zu verhindern. Die Beschwerdegegnerin hat durch ihr Verhalten nach Ansicht der Lauterkeitskommission gegen Art. 3 Abs. 1 lit. o UWG verstossen. Die Beschwerde ist vor diesem Hintergrund gutzuheissen.
Der Kammerbeschluss lautete wie folgt:
«Der Beschwerdegegnerin wird empfohlen, der Beschwerdeführerin inskünftig keine Werbe-E-Mails mehr zuzustellen.»
Basierend darauf hält die Zweite Kammer das Folgende fest:
Die Beschwerdeführerin hat mit Schreiben vom 26. März 2019 geltend gemacht, dass die Beschwerdegegnerin sich nicht an die Empfehlungen der Kammer hält und ihr weiterhin Werbe-E-Mails zugestellt hat.
Die Beschwerdegegnerin führt in ihrer Stellungnahme vom 2. April 2019 aus, dass sich die Beschwerdeführerin immer geweigert habe, von der Abmeldemöglichkeit in den Werbemails Gebrauch zu machen. Der Geschäftsführer der Beschwerdegegnerin hat nun zugesichert, persönlich zu schauen, dass die Beschwerdeführerin nicht mehr angeschrieben werde.
Art. 19 Abs. 1 des Geschäftsreglements der Schweizerischen Lauterkeitskommission sieht das Folgende vor: Wird einem rechtskräftigen Entscheid gemäss Art. 16 nicht Folge geleistet und setzt eine nach Art. 8 beschwerdeberechtigte Person die Kommission darüber in Kenntnis, so kann eine Kammer – oder auf deren Antrag das Plenum – die Publikation des Entscheides unter voller Namensnennung beschliessen. Erfolgt die Publikation unter voller Namensnennung, so sind der Name sowie allfällige Daten mit Personenbezug gemäss Art. 19 Abs. 2 des Geschäftsreglements nach Ablauf eines Jahres ab Veröffentlichung zu löschen.
Trotz rechtskräftiger und klarer Empfehlung vom 4. Juli 2018 ist aktenkundig, dass die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin in Verletzung der Strafbestimmung von Art. 3 Abs. 1 lit. o des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb weiter Werbe-E-Mails zugesandt hat. Die Auffassung der Beschwerdegegnerin, die Beschwerdeführerin hätte von der Abmeldemöglichkeit Gebrauch machen müssen, ist nicht richtig und widerspricht der klaren Empfehlung vom 4. Juli 2018. Daher erscheint es angemessen, eine Publikation im Sinne von Art. 19 Abs. 2 des Geschäftsreglements vorzunehmen.
Der Entscheid vom 4. Juli 2018 ist unter voller Namensnennung und unter Berücksichtigung der Löschungsfrist gemäss Art. 19 Abs. 2 des Geschäftsreglements der Lauterkeitskommission auf der Website der Lauterkeitskommission zu veröffentlichen.
8.5.2019, Zweite Kammer, Verfahren/Massnahmen
14.11.2018, Zweite Kammer, Verfahren
25.4.2018, Zweite Kammer, Verfahren
N° 106/18 (Distinction de la communication commerciale – Video sponsorisée
«Que contiennent les cosmétiques»)
Plainte des concurrents N° 117/18 (Publicité comparative – Plateformes de comparaison)
Plainte des concurrents N° 118/18 (Publicité comparative – Portail de comparaison)
Nr. 107/18 (Irreführung – Werbespot für Hotelpreis-Vergleichsportal)
Nr. 108/18 (Preisbekanntgabe – Rabatt von 10%)
Nr. 114/18 (Sexismus – Radiowerbung für Parkett)
Nr. 115/18 (Gemeinnützige Propaganda – Kampagne gegen Gewalt an Frauen in Indien)
N° 109/18 (Marketing direct – Courriers publicitaires non sollicités réçus malgré
des demandes du retrait des fichiers)
8.11.2017, Zweite Kammer, Hängige Verfahren/Verfahren
10.5.2017, Zweite Kammer, Hängige Vefahren/Verfahren
23.11.2016, Zweite Kammer, Hängige Verfahren/Verfahren/Sanktionen
Nr. 179/16 (Datenweitergabe – Werbung mit Rechnung)
Konkurrentenbeschwerde Nr. 195/16 (Telekommunikation – Kosteneinsparung bei Anbieterwechsel)
Konkurrentenbeschwerde Nr. 196/16 (Telekommunikation – Kosteneinsparung bei Anbieterwechsel)
Nr. 192/16 (Testrichtlinien – Bewertung von Lebensmittel-Labels)
Nr. 187/16 (Bewerbung Neumitglieder – Übernahme bestehendes Fitness-Abo)
N° 191/16 (Pas de discrimination – Rabais basé sur l’âge)
Nr. 188/16 (Irreführung – Bewerbung von Mehrwertkarten)
N° 183/16 (Pas de tromperie / site internet – Provenance du lait dans un rayon de 30 km)
N° 184/16 (Pas de tromperie / site internet – Du lait de la région)
N° 194/16 (Pas de tromperie / spot publicitaire – Des vaches heureuses)
N° 206/16 (Emploi du terme «suisse» – Traitement de la matière brute étrangère en Suisse)
N° 204/16 (Pas de discrimination d’un des sexes – Affiches publicitaires pour un salon de coiffure)
N° 180/16 (Test généalogique «expert» le plus complet)
N° 207/16 (Droit des contrats – Courriels indésirables après résiliation de contrat)
Nr. 172/16 (Spam – unerwünschter Newsletter)
Nr. 174/16 (Spam – unerwünschter Newsletter)
Nr. 175/16 (Spam – unerwünschter Architektur-Newsletter)
Nr. 219/15
xxxxxxxx, Zürich
(Werbeaussagen zu «das meistgekaufte Hörgerät der Schweiz»)
11.5.2016, Zweite Kammer, Hängige Verfahren/Verfahren/Sanktionen
Nr. 219/15 (Alleinstellungsbehauptung – «Das meistgekaufte Hörgerät der Schweiz»)
Plainte des concurrents N° 220/15 (Publicité comparative – Primes maladies 2016)
Konkurrentenbeschwerde Nr. 115/16 (Beweispflicht – Sachbehauptung zu Mediadaten)
Nr. 133/16 (Superlativbehauptung – «Die beliebteste Schokolade der Schweiz»)
Nr. 119/16 (Keine Irreführung – Bezeichnung eines Getränks)
Nr. 145/16 (Erkennbare Übertreibung / Werben mit Testergebnis – Aussagen zu Deodorant)
Nr. 136/16 (Sexismus – Werbespot «Einkaufen wie es dir gefällt»)
N° 143/16 (Sexisme – Affiche «Les vins italiens les plus séduisants…»)
Nr. 124/16 (Direktmarketing – Werbeanruf trotz Sterneintrag und Aufforderung zur ausschliesslich schriftlichen Kontaktnahme)
Nr. 135/16 (Registereintrag – Rechnung als Offerte)
N° 122/16 (Marketing direct / spam – Courriels publicitaires non sollicités malgré des demandes du retrait des fichiers)
Nr. 134/16 (Direktmarketing – Nicht adressierter Werbebrief im Briefkasten trotz «Wünscht keine Werbung»-Kleber)
Nr. 193/10 (Direktmarketing – Unerwünschte Faxwerbung trotz Abmahnung für WIR-Geld)
11.11.2015, Zweite Kammer, Verfahren
Nr. 194/15 (Sexismus – Werbebanner für Erotik-Etablissement in Eishalle)
N° 195/15 (Sexisme – Annonce pour cheminées et poêles)

References: Art. 3
 Art. 3
 Art. 23
 Art. 3

Art. 19
 Art. 16
 Art. 8
 Art. 19
 Art. 3
 Art. 19
 Art. 19