Source: http://aktuell.evangelisch.de/themen-des-monats/4771/die-schwierige-beschneidung-ein-ideologisches-urteil
Timestamp: 2013-05-24 15:19:56+00:00

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Die schwierige Beschneidung: Ein ideologisches Urteil | aktuell.evangelisch.de
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Hat das Landgericht Köln über die Beschneidung ausgewogen geurteilt? Nein, sagt Kirchenrechtler Dr. Stefan Muckel.
| von Stefan Muckel Die Entscheidung des Kölner Landgerichts (Urteil vom 7.5.2012, Az: 151 Ns 169/11) erregt die Gemüter. Wer das Urteil mit juristischem Sachverstand liest, ist auf den ersten Blick ratlos. Denn es ist fachlich – methodisch wie inhaltlich – in seinen Ansätzen gut vertretbar.
ist Inhaber des Lehrstuhls für Öffentliches Recht und Kirchenrecht an der Rechtswissen- schaftlichen Fakultät der Universität zu Köln.
Debatte um gesetzliche Regelung der Beschneidung hält an
Grünen-Chef: Beschneidungs-Verbot treibt Religionen in die Illegalität
Nachdenklicher Beobachter Permanenter Link Gespeichert von Anonymous am/um 19. August 2012 - 10:05 Ich bin Jude (40 Jahre) wurde am achten Tag beschnitten und seit meiner Beschneidung ist der Sex nicht mehr so gut.
sex vor der beschneidung Permanenter Link Gespeichert von anon1337 am/um 30. September 2012 - 13:52 Anonymous wrote:Ich bin Jude (40 Jahre) wurde am achten Tag beschnitten und seit meiner Beschneidung ist der Sex nicht mehr so gut.
Hallo, meine lieben Atheisten Permanenter Link Gespeichert von Frau B. am/um 4. August 2012 - 12:12 wie sieht das denn nun jenseits aller Spekulationswut aus: wie viele erwachsene Juden und Muslime fühlen sich weltweit durch ihre Beschneidung körperlich und seelisch geschädigt? Wo sind die entsprechenden Statistiken zu finden? - Ansonsten sind natürlich sowohl Islam als auch Judentum ohne Beschneidung nichts anderes als sie mit Beschneidung sind - aber dazu müsste man im Falle Judentum erst mal die Thora umschreiben. Ihr könnt ja schon mal damit anfangen... vielleicht glaubt das israelische Oberrabbinat euch, dass ihr jetzt die moderne Stimme Jahwes seid. Käme auf einen Versuch an, meint ihr nicht.. na los doch, worauf wartet ihr..
Thora umschreiben Permanenter Link Gespeichert von Globalfamily am/um 7. August 2012 - 11:10 Ich bin zwar alles andere als ein Atheist , aber ich antworte trotzdem mal dauaf:
Beschneidung Permanenter Link Gespeichert von Globalfamily am/um 31. Juli 2012 - 14:31 Als Dozent sollte Herr Muckel selbst ein höheres Niveau der Argumentation beherrschen. Ausgerechnet er wünscht sich , dass die "Ideologen " nicht das zukünftige Gesetz bestimmen. Eine genaue Anlayse der Sachlage auf juristischem und medizinischen Gebiet hätte ihm zeigen können, wie falsch er liegt und wie lange darüber nicht nur in Deutschland diskutiert wird. Die juristische und medizinische Diskussion ist ja nicht neu, auch die Warnungen der Psychiater. Es gibt auch schon lange Initiativen von Muslimen und Juden gegen die Beschneidung. Es gibt auch Richtlinien für ärztliches Handeln und eine UN-Kinderkonvention ( bes. Artikel 24, 3 ).
Die Religionsbrille absetzen... Permanenter Link Gespeichert von Heinz Schmidt am/um 29. Juli 2012 - 17:17 Wenn eine Beschneidung keine Schmerzen verursachen würde, dann wäre eine Betäubung unnötigt und die Kinder würden nicht schreien. Wenn die beschnittenen bei der Beschneidung körperlich Unversehrt blieben, dann wäre nicht zu erkennen ob beschnitten wurde oder doch.
Beschneidung Permanenter Link Gespeichert von Ernst Jochum am/um 29. Juli 2012 - 13:39 Prof. Muckel schreibt: ["Das Landgericht nimmt keine Abwägung der gegenläufigen (Grund-)Rechte vor."]
Immunisierung gegen Christus Permanenter Link Gespeichert von Gästin am/um 27. Juli 2012 - 7:49 Hallo liebe Diskutanten,
Körperverletzung Permanenter Link Gespeichert von systemix am/um 22. Juli 2012 - 22:11 Ich verstehe die gesamte Aufregung nicht. Wäre es um die Zeugen Jehovas gegangen, wo man Eltern den Prozess wegen unterlassener Hilfeleistung mit Todesfolge machen würde, wäre die Zustimmung dazu einhellig im Sinne der Anklagevertretung. Es ginge dann um den Fall, dass ein Kind durch Verweigerung von Blutkonserven gestorben ist.
Beschneidung aus religiösen Permanenter Link Gespeichert von Eberhard am/um 20. Juli 2012 - 12:50 Beschneidung aus religiösen Gründen sind abzulehnen. Das Baby wird einfach von
Wer hob damals den Blutbund auf mit welcher Begründung? Permanenter Link Gespeichert von Antonius Theile... am/um 17. Juli 2012 - 16:25 Das die Israeliten ihre Kinder währen dieser Wanderschaft nicht beschnitten wissen wir.
Antwort auf Stefan Muckel am/um 17. Juli 2012 - 10:41 Permanenter Link Gespeichert von Kritiker am/um 17. Juli 2012 - 14:50 Stefan Muckel wrote:"Körperliche Eingriffe, die aus zwingenden religiösen Gründen vorgenommen werden, sind nicht rechtswidrig, wenn sie mit der Einwilligung der Eltern von einem Arzt vorgenommen werden und keine tiefgehende Beeinträchtigung des körperlichen und seelischen Wohlbefindens zu Folge haben." Der letzte Satz soll sich gegen die "Beschneidung" von Mädchen richten. Sehr geehrter Herr Prof. Muckel,
http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Beschneidung_von_Jungen_und_M%E4nne...
uni-protokolle wrote:In jedem Fall ist der Eingriff wie jede andere Operation mit Risiken wie Blutungen und Entzündungen verbunden und nicht ganz ungefährlich. Allein die Anzahl der Narkoseunfälle bei der Beschneidung von Babys in den USA wird auf mehrere hundert pro Jahr geschätzt. Eine genaue Zahl ist nicht verfügbar da die Todesfälle als durch Arzneimittel bedingt eingeordnet werden und so nicht als Folge der Beschneidung in die Statistik eingehen. In den USA wird der überwiegende Teil der Eingriffe mit der hierfür nur unzureichenden örtlichen Betäubung oder ganz ohne jegliche schmerzstillende Maßnahmen durchgeführt. Hierdurch erleidet das Baby einen Schock durch den es meist vorübergehend in einen komatösen Zustand fällt und der zu neurologischen Spätfolgen führen kann.
Antwort auf Gespeichert von Stefan Muckel am/um 14. Juli 2012 Permanenter Link Gespeichert von Kritiker am/um 17. Juli 2012 - 14:12 Sehr geehrter Herr Prof. Muckel,
„Nach wohl herrschender Auffassung in der Literatur (vgl. Schlehofer in: Münchener Kommentar zum StGB, 2. Aufl., vor §§ 32 ff. Rn. 43; Lenckner/Sternberg-Lieben in: Schönke/Schröder, StGB, 28. Aufl., vor §§ 32 ff. Rn. 41; Jerouschek NStZ 2008, 313, 319; wohl auch Exner a.a.O.; Herzberg a.a.O.; Putzke a.a.O.) entspricht die Beschneidung des nicht einwilligungsfähigen Knaben weder unter dem Blickwinkel der Vermeidung einer Ausgrenzung innerhalb des jeweiligen religiös gesellschaftlichen Umfeldes noch unter dem des elterlichen Erziehungsrechts dem Wohl des Kindes.“ http://www.justiz.nrw.de/nrwe/lgs/koeln/lg_koeln/j2012/151_Ns_169_11_Urt...
Lobenswertes Urteil Permanenter Link Gespeichert von Martin S. am/um 17. Juli 2012 - 5:09 Sehr geehrter Herr Muckel,
Sie argumentieren leider Permanenter Link Gespeichert von Stefan Muckel am/um 17. Juli 2012 - 10:42 Sie argumentieren leider nicht sachlich, Herr S. Sie bezweifeln meine Sachkompetenz, was ich hinnehme. Aber es kann nicht unwidersprochen bleiben, wie Sie mit juristischen Begriffen hantieren, ohne dass sie richtig angewendet werden:
Gesetzliche Regelung nicht machbar Permanenter Link Gespeichert von Martin S. am/um 17. Juli 2012 - 13:45 Herr Muckel, bitte halten Sie sich an das Geschriebene: ich bezweifelte nirgendwo Ihre Sachkompetenz - ich kritisierte Ihre ideologisch geprägte, statt sachliche Auseinandersetzung zum Thema. Ich habe ein juristisches Subsidiaritätsprinzip dieser beiden Grundrechte nicht argumentiert, jedoch sehe ich es faktisch als gegeben - zumindest in der Frage einer etwaigen Konkurrenz der Rechte aus Art. 2 Abs. 2 GG vs. der freien Religionsausübung. So dürfte es zweifellos auch das BVerfG abwägen, sollte der Gesetzgeber sich tatsächlich anmaßen, Beschneidungen aus religiösen Gründen rechtlich legitimieren zu wollen. Ich bezweifle jedoch, dass eine Fragestellung aus Art. 4 Abs. 1-2 GG hier überhaupt relevant ist, da es genau genommen nicht um eine mögliche Einschränkung der freien Religionsausübung gehen kann, wenn für ein anderes Individuum (das Kind) seitens der Eltern solch ein Eingriff entschieden wird. Es konkurrieren damit nicht zwei gegenläufige (Grund-)Rechte, sondern die Rechtsgüter verschiedener Grundrechtsträger. Die Thematik kann sich damit nur auf die Frage konzentrieren, ob das Elternrecht aus Art. 6 Abs. 2 GG das Recht auf körperliche Unversehrtheit des Kindes aufgrund religiöser Ansinnen der Eltern verdrängen kann. Die Begriffe der "Pflege und Erziehung" haben absehbar jedenfalls keine körperliche Verstümmelung aufgrund irgendwelcher religiöser Ansinnen der Eltern abzudecken. Religionsfreiheit findet gleichsam dem Elternrecht seine Grenze in den konkurrierenden Grund- und Menschenrechten andere Menschen, deren Grundfreiheiten durch die Ausübung religiöser Praktiken und Überzeugungen verletzt werden. Eine diesbezügliche Normierung z. B. über § 1631 BGB wäre klar verfassungswidrig und ganz sicher nicht wie von Ihnen behauptet "selbstverständlich leicht möglich".
Beschneidung Permanenter Link Gespeichert von Wilhelm Drühe am/um 16. Juli 2012 - 13:06 "Eine Klarstellung in § 1631 BGB oder auch in § 223 StGB ist leicht", so Professor Muckel am Ende seiner Stellungnahme. Da ist meine Frage seit Beginn der Diskussion über das Köln Urteil. Wie könnte die denn aussehen - im BGB und StGB? Und wenn unter Juristen immer schon der Problem gesehen wurde: Zusatzfrage - weshalb ist bisher nichts geschehen. Bitte um Aufklärung! Wilhelm Drühe
Die Bundesregierng plant Permanenter Link Gespeichert von Stefan Muckel am/um 17. Juli 2012 - 10:41 Die Bundesregierng plant offenbar eine Ergänzung des neuen Patientenrechtegesetzes. Dann wird es wohl eine Regelung in den geplanten §§ 630a ff. BGB geben. Ich könnte mir aber auch eine Ergänzung von § 1631 BGB vorstellen, etwa einen Absatz 2a, die ungefähr lauten könnte: "Körperliche Eingriffe, die aus zwingenden religiösen Gründen vorgenommen werden, sind nicht rechtswidrig, wenn sie mit der Einwilligung der Eltern von einem Arzt vorgenommen werden und keine tiefgehende Beeinträchtigung des körperlichen und seelischen Wohlbefindens zu Folge haben." Der letzte Satz soll sich gegen die "Beschneidung" von Mädchen richten.
Regelung im BGB Permanenter Link Gespeichert von tin-pot am/um 18. Juli 2012 - 23:16 Stefan Muckel wrote:(...) eine Ergänzung von § 1631 BGB vorstellen, etwa einen Absatz 2a, die ungefähr lauten könnte: "Körperliche Eingriffe, die aus zwingenden religiösen Gründen vorgenommen werden, sind nicht rechtswidrig, wenn sie mit der Einwilligung der Eltern von einem Arzt vorgenommen werden und keine tiefgehende Beeinträchtigung des körperlichen und seelischen Wohlbefindens zu Folge haben." Der letzte Satz soll sich gegen die "Beschneidung" von Mädchen richten.
Beschneidung Permanenter Link Gespeichert von Wilhelm Drühe am/um 17. Juli 2012 - 18:50 Danke für die Ergänzung! Ich sehe jetzt etwas klarer! WD
Sokra7 v. 12.7. Permanenter Link Gespeichert von Stefan Muckel am/um 13. Juli 2012 - 22:09 Etwas mehr religiöse Toleranz wäre schon angebracht. Ein Christ wird sich persönlich kaum für die Beschneidung aussprechen, jedenfalls nicht aus religiösen Gründen. Aber gerade dann, wenn er diese Meinung hat, ist seine Toleranz gegenüber denjenigen gefordert, die in religiöser Hinsicht eine andere Meinung hegen. Religionsfreiheit gewährt nur der Staat, für uns selbst geht es um Toleranz.
Hannes Müller v. 13.7. Permanenter Link Gespeichert von Stefan Muckel am/um 13. Juli 2012 - 22:04 Sehr geehrter Herr Müller,
Sachverständige Permanenter Link Gespeichert von Steffen am/um 17. Juli 2012 - 13:00 Diese Bemerkung finde ich interessant. Sie geben zu, daß Sie sich eigentlich nicht schlau gemacht haben über die Konsequenzen dieser OP, werfen dem Gericht aber vor, die Wertung nicht richtig vorgenommen zu haben
Ihre Antwort Permanenter Link Gespeichert von Hannes Müller am/um 15. Juli 2012 - 14:44 Leider haben Sie über die Frage der eben nicht nur "minimalen Maßnahme wie der Beschneidung von Jungen" scheinbar "nicht einmal ansatzweise nachgedacht". Die negativen Folgen dieser Beschneidung derart zu bagatellisieren und nicht wahrzunehmen oder zu ignorieren, das erscheint mir das Hauptproblem. Es gibt darüber genügend zugängliche Berichte von Betroffenen und Ärzten, und auch entspechende medizinische Studien. Die leider weit verbreitete Ignoranz diesen gegenüber lässt sich m.E. nur erklären durch ein entsprechendes Unwissen oder eine verminderte Mitgefühlsfähigkeit. Religiöse Aussagen, z.B. auch zahlreiche Gewalt befürwortende Aussagen in der Bibel(nicht nur im AT), tragen dazu leider bei.
Sie tun mir Unrecht, Herr Permanenter Link Gespeichert von Stefan Muckel am/um 17. Juli 2012 - 9:34 Sie tun mir Unrecht, Herr Müller. Ich weiß nicht, wie tiefgehend die körperlichen und/oder psychischen Folgen einer Beschneidung sind. Das ist für Juristen nicht ungewöhnlich. Unsereiner weiß das Meiste nicht. Wir kennen ja nur die Gesetze. Die Frage ist dann aber, wie wir mit unserer Unkenntnis umgehen. Ich kann mich als Richter in einem solchen Fall objektiv um eine wissenschaftlich belastbare Antwort bemühen, notfalls mit Hilfe von Sachverständigen, denen ich dazu natürlich auch die richtigen Fragen stellen muss. Es kann auch sein, dass mehrere Gutachten keine eindeutige Antwort bieten. Dann sind wieder die Juristen dran, die Regeln für solche Fälle haben, Beweislastregeln. Die wohl berühmteste lautet: in dubio pro reo.
Ihre Antwort v. 17.07.2012 Permanenter Link Gespeichert von Hannes Müller am/um 22. Juli 2012 - 14:42 Vielleicht erhöht folgende Information Ihre Sensibilität für die Verletzung der körperlichen Unversehrtheit bei der Beschneidung von Jungen:
Muckel 6.Juli 12:43 jahrtausendealte Glaubenspraxis Permanenter Link Gespeichert von Kritiker am/um 13. Juli 2012 - 21:25 Sehr geehrter Herr Prof. Muckel
Herr Prof. Muckel wrote:Oder soll das Judentum als weltweit verbreitete Religion seine jahrtausendealte Glaubenspraxis wegen einer singulären und provinziellen Gerichtsentscheidung ändern?
Buch der Sprüche 13,24 wrote:Wer seine Rute schont, haßt seinen Sohn; aber wer ihn liebhat, züchtigt ihn beizeiten. Herr Prof. Muckel wrote:Sollen sie nun in Hinterzimmern oder im Ausland beschnitten werden?
Tradition Permanenter Link Gespeichert von Stefan Muckel am/um 14. Juli 2012 - 17:44 Selbstverständlich rechtfertigt die Tradition, und wenn sie noch so alt ist, juristisch gar nichts. Mir ging es um die juristische Argumentation. Das Urteil des Landgerichts weist verfassungsrechtlich zu viele Defizite auf. Es enthält sich einer Abwägung gegenläufiger Grundrechte (Religionsfreiheit einerseits, körperliche Unversehrtheit andererseits), was in der Öffentlichkeit offenbar gar nicht wahrgenommen wird (so schrieb J. Joffe in der ZEIT, die Abwägung des Gerichts sei gut und der Richter hätte damit im Seminar bestimmt eine gute Note bekommen). Wegen solcher Unkenntnis habe ich das Urteil zum Nachlesen aufgeführt. Auch berücksichtigt das Landgericht überhaupt nicht den verfassungsrechtlich vorgesehenen Schutz des elterlichen Erziehungsrechts und das vom Grundgesetz mit gutem Grund als "natürliches Recht" der Eltern bezeichnete Recht zur Pflege und Erziehung der Kinder (Art. 6 Abs. 2 GG). Wenn der Staat in dieserm Bereich etwas gegen den elterlichen Willen tun möchte, muss er gute Gründe dafür haben. Er darf nicht mit einem oder zwei Sätzen behaupten, die körperliche Unversehrtheit gehe nunmal vor. Mich stört die juristische Deduktion und - mit allem Respekt vor einem unabhängigen Gericht - die nur allzu deutlich erkennbare ideologische Grundhaltung des erkennenden Richters. Er hätte in einer Fachzeitschrift gegen die ganz herrschende juristische Meinung, dass die Beschneidung gerechtfertigt ist, anschreiben können. Ein richterliches Amt für so etwas zu benutzen, ist nicht in Ordnung. Alle weiteren Bemerkungen aus meinem Kommentar zu Tradition und möglichen Konsequenzen des Urteils führen über das Juristische hinaus. Sie sind für meine Meinung zu der Entscheidung des LG Köln nebensächlich.
Beschneidung Permanenter Link Gespeichert von Antonius Theile... am/um 13. Juli 2012 - 17:38 Lese 3.Mose 12, 1-5
Artikel von S. Muckel zum Beschneidungsurteil vom 5.7.12 Permanenter Link Gespeichert von Hannes Müller am/um 13. Juli 2012 - 14:44 Sehr geehrter Herr Muckel,
AutorenStefan Muckel Drucken
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References: Art. 2
 Art. 4
 Art. 6
 § 1631
 § 1631
 § 223
 § 1631
 § 1631
in dubio