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Timestamp: 2018-09-22 23:12:58+00:00

Document:
Wohnungs-/Immobilienwirtschaft - Finanzierungskosten Sonstiges
IX R 78/07
Zur Zurechnung von Zins- und Tilgungsleistungen des leistenden Nichteigentümer-Ehegatten bei gesamtschuldnerischem Darlehen zur Finanzierung eines vermieteten Gebäudes - Augleichsanspruch - Fremdvergleich bei Vertragsgestaltungen zwischen Angehörigen
EStG § 8 Abs. 1, § 9 Abs. 1 Satz 1, § 21 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1
AO §§ 85, 88
Aktenzeichen: IXR78/07 Paragraphen: EStG§8 EStG§9 EStG§21 AO§85 AO§88 FGO§76 Datum: 2008-08-19
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Wohnungs-/Immobilienwirtschaft - Finanzierungskosten
1 K 4060/02
Hat ein Steuerpflichtiger mehrere Darlehen aufgenommen, die Darlehensmittel aber nicht sofort zur Anschaffung oder Herstellung eines der Einkünfteerzielung dienenden Gebäudes verwandt, sondern zunächst verzinslich angelegt, sind an den Nachweis, dass und in welchen Umfang sie tatsächlich für die Erzielung von Einkünften aus Vermietung und Verpachtung eingesetzt wurden, erhöhte Anforderungen zu stellen. Dies gilt insbesondere dann, wenn außerdem ein eigengenutzes Objekt vorhanden ist, für das ebenfalls Fremdmittel eingesetzt werden. Eine bloße Darlegung, dass der Gesamtaufwand der Vermietungsobjekte unter dem Strich die Höhe der Darlehensmittel deutlich übersteige, genügt diesen Anforderungen nicht.
EStG § 9 Abs. 1 S. 3 Nr. 1, §§ 21, 10f
Aktenzeichen: 1K4060/02 Paragraphen: EStG§9 EStG§21 EStG§10f Datum: 2005-12-29
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Wohnungs-/Immobilienwirtschaft - Werbungskosten Finanzierungskosten
VIII R 34/04
Kein Abzug von Vorfälligkeitsentschädigungen als Werbungskosten bei den Kapitaleinkünften, wenn ein bisher für Vermietungseinkünfte eingesetztes Darlehen abgelöst und die verbleibenden Mittel nunmehr als Kapitalanlage verwendet werden Durch die Verpflichtung zur lastenfreien Veräußerung von Grundbesitz veranlasste Vorfälligkeitsentschädigungen sind auch dann --als Veräußerungskosten-- dem Vorgang der Veräußerung zuzurechnen, wenn der hierbei erzielte Veräußerungsgewinn nicht steuerbar ist. Die Vorfälligkeitsentschädigungen können deshalb auch nicht als Werbungskosten im Zusammenhang mit den aus dem Veräußerungserlös finanzierten (neuen) Einkunftsquellen (hier: Kapitalanlagen nach § 20 Abs. 1 Nr. 7 EStG) berücksichtigt werden.
Aktenzeichen: VIIIR34/04 Paragraphen: EStG§9 EStG§20 EStG§23 Datum: 2005-12-06
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I 99/2004
Streitig sind Finanzierungskosten für eine eigengenutzte Wohnung als Werbungskosten.
Aufwendungen eines Steuerpflichtigen, die mit der Beschaffung einer Familienwohnung zusammenhängen, gehören wie die Wohnungskosten selbst regelmäßig zu den nicht abziehbaren Kosten der Lebensführung i.S. von § 12 Nr. 1 Satz 2 EStG. Eine Berücksichtigung als Werbungskosten bei den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit kommt in Betracht, wenn der Umzug durch die berufliche Tätigkeit eines Arbeitnehmers veranlasst ist. Die Anerkennung von Werbungskosten wegen eines beruflich veranlassten Umzugs gilt jedoch nicht für alle damit verbundenen Aufwendungen. Denn Aufwendungen sind nur dann durch die Erzielung steuerpflichtiger Einnahmen veranlasst, wenn sie hierzu in einem steuerrechtlich anzuerkennenden wirtschaftlichen Zusammenhang stehen. (Leitsatz der redaktion)
Aktenzeichen: 199/2004 Paragraphen: EStG§12 Datum: 2005-10-25
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Wohnungs-/Immobilienwirtschaft - Schuldzinsen Finanzierungskosten Sonstiges
13.07.2004 VIII R 48/02
Steuerpflicht von Zinsen aus Kapitallebensversicherung bei Verwendung
EStG § 10 Abs. 2 Satz 2 EStG § 20 Abs. 1 Nr. 6
Aktenzeichen: VIIIR48/02 Paragraphen: EStG§10 EStG§20 Datum: 2004-07-13
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16.09.2003 1 K 10521/00
Ein Darlehen kann nicht gesondert dem betrieblich genutzten Gebäudeteil zugeordnet werden, wenn Darlehenssumme und Teilkaufpreis nicht übereinstimmen. Vielmehr müssen Teilanschaffungskosten und Darlehensbetrag deckungsgleich sein. (Leitsatz der Redaktion)
Aktenzeichen: 1K10521/00 Paragraphen: EStG§9 Datum: 2003-09-16
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Wohnungs-/Immobilienwirtschaft Einkommenssteuer - Werbungskosten Finanzierungskosten Finanzierungsaufwendungen
16.06.2003 10 K 10609/01
1. Nach der Grundsatzentscheidung des BFH, Urteil vom 9. November 1993, IX R 81/90, BStBI. II 1994, S. 289, 291, steht bei einem Darlehen in ausländischer Währung, das der Finanzierung eines Wirtschaftsguts im Bereich der Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung dient, weder die „reguläre" Tilgung des Darlehens noch die „irreguläre" Tilgung, d.h. der Mehrbetrag, der sich daraus ergibt, dass der Darlehensnehmer infolge des Kursverlustes mehr an Geldmitteln in DM aufwenden muss, als er erhalten hat, in einem wirtschaftlichen Zusammenhang mit der Erzielung der Einkünfte.
2. Bei der „Sondertilgung" handelt es sich nicht um Schuldzinsen im Sinne des § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 1 EStG. Hierunter sind alle Leistungen in Geld oder Geldeswert zu verstehen, die ein Schuldner für die Überlassung bzw. Nutzung von Kapital an den Gläubiger zu erbringen hat und die nicht zur Tilgung des Kapitals erbracht werden. Dabei kommt es nicht auf die Bezeichnung der Leistungen des Schuldners an, sondern allein darauf, ob sie ihrem inneren Gehalt nach zu den Schuldzinsen gehören. Hierzu zählen demgemäss auch Nebenkosten der Darlehensaufnahme wie Bereitstellungszinsen, Geldbeschaffungskosten und das Damnum. Als ein derartiges Entgelt für die Nutzung oder Beschaffung des Kapitals stellt sich die „Sondertilgung" nicht dar. Zwar ist das vom Kläger eingegangene Wechselkursrisiko die „Kröte", die er am Ende der Zinsfestschreibungsperiode schlucken musste, da er das Darlehen nicht in DM, sondern in CHF in Anspruch nahm und damit einen geringeren Zinssatz zu leisten hatte als bei der Inanspruchnahme des Darlehens in DM. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um ein Entgelt für die günstige Zinskondition auf CHF-Basis, sondern vielmehr um eine von den Wechselkursschwankungen zum jeweiligen Stichtag abhängige Ausgleichszahlung. (Leitsatz der Redaktion)
Aktenzeichen: 10K10609/01 Paragraphen: EStG§9 Datum: 2003-06-16
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References: § 8
 § 9
 § 21
 § 9
 § 20
 § 12
 § 10
 § 20
 § 9