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Timestamp: 2017-11-20 14:14:39+00:00

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Schulblatt November 2016 by Dietmar Stütz - issuu
NOVEMBER 2016 Zeitschrift des Christlichen Lehrervereins für Oberösterreich
Leistung ohne Anstrengung? Generalversammlung des CLV Oberösterreich
Verdienen begabte Machen digitale Medien Kinder keine Förderung? dumm, dick und aggressiv?
Direktoren suchen sich die Lehrer aus?
NOVEMBER 2016 | DAS SCHULBLATT
Peter Eiselmair im Interview
Schulautonomie Eine Wunderwaffe?
Fragen über Fragen Autonome Lehrerauswahl
Bildungsabschlüsse Bemerkenswerte Ergebnisse
Ingrid Heinrich stellt sich vor
Verdienen Begabte keine Förderung?
Verein Talente OÖ. 3 Fragen – 3 Antworten
Onlineportal für Ganztagesschulen
Gackern über nicht gelegte Eier
Leitantrag Bildung GÖD Bundeskongress
Elementarpädagogik Bildungsbrücken bauen
Junglehrervertretung Bezirksteams im Überblick
CLV Sektionen berichten Entwicklungshilfe
MIVA – Ein Hilfswerk zum Erleben
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Leistung im Mittelpunkt Der CLV rückt im Rahmen seiner Generalversammlung das Thema Leistung in den Mittelpunkt. Anton Innauer wird die Frage „Lohnt sich Leistung? Soll man sie fordern? Messen? Vergleichen? Bewerten? Honorieren?“ aus seiner Sicht beantworten. Dass es in der Schule keine einfache Formel für den komplexen Begriff „Leis­tung“ gibt, zeigt das Statement, das mir Helmuth Nitsch, Leiter des Landesschulzentrums für Hör- und Sehbildung, zur bereits genannten Frage übermittelt hat. „Leistung ist an unserer Schule, auch wenn wir eine Sonderschule sind, auf keinen Fall ein „Tabuwort“. Dass im inklusiven Setting ein Erwartungsdruck der Eltern der nicht beeinträchtigten Kinder besteht, verwundert nicht. Die Eltern sind bildungs- und leistungsorientiert. Ich erlebe aber auch die beeinträchtigten Kinder als leistungsorientiert. Auch in der Sonderpädagogik werden die sensiblen LehrerInnen ihre Kinder fordern und sich bemühen, Überforderung zu vermeiden. Würde Leistung ausgeklammert, wäre dies sträflich, da den Jugendlichen spätes­ tens im Arbeitsprozess Leistung abverlangt wird. Sozialökonomische Betriebe müssen leistungsorientiert sein, da sie einem wirtschaftlichen Druck ausgesetzt sind, in geschützten Werkstätten werden Motivation und Leistung sehr eng verknüpft sein. Leistung in der Schule steht für mich außer Frage. Sensibilität ist beim Anlegen der Maßstäbe erforderlich.“ Schule muss Leis­tung fordern und fördern. Diese muss aber differenziert gesehen werden, denn der individuelle Lernprozess jedes Kindes spielt eine wichtige Rolle – die persönliche Leis­ tung muss gesehen werden. Es darf niemand überfordert werden, denn Überforderung und Angst schaden dem Lernen immer. Damit Lernen gelingen kann, braucht es individuelle Anstrengungsbereitschaft, Freude an guten Ergebnissen und eine vertrauensvolle Beziehungskultur. Maximilian Egger, Redaktionsleitung
DAS SCHULBLATT | NOVEMBER 2016
„Neue Besen kehren gut“ „Hat der alte Hexenmeister sich doch einmal wegbegeben! Und nun sollen seine Geister auch nach meinem Willen leben.“
Die Bildungsdiskussion ist vielfältig, so wie die Wünsche und Standpunkte der Diskutanten sehr selbstbezogen sind. Eines ist aber auffällig, je weniger jemand von Schule versteht, umso intensiver diskutiert er die Schulreform auf der Ebene der Organisation. Ein Stehsatz ist auf jeden Fall immer dabei: „Wir wollen das Beste für unsere Kinder.“ Nur sagt uns niemand dazu, was seiner Meinung nach das Beste für die Kinder wäre. Das kann man nur aufgrund der vorgebrachten Vorschläge vermuten. Es ist also nicht das Ziel definiert, sondern der Weg dorthin. Frei nach Konfuzius, „Der Weg ist das Ziel.“
Direktoren suchen Lehrer aus Der Vergleich mit der Wirtschaft wird gerne strapaziert. Natürlich suchen sich Firmenchefs ihre Mitarbeiter aus. Bei großen Firmen gibt es dafür ein Personalbüro. Dass aber ein Vorarbeiter in einer Firma mit 20.000 Mitarbeitern die Mitarbeiter selbst aussucht, halte ich für ein Gerücht. Es wird eher so sein, dass nach einer gewissen Phase der Zusammenarbeit eine Rückmeldung an das Personalbüro erfolgen kann. (Zusammenarbeit, Können, Einsatzfreude, ...) Und das Personalbüro trifft dann die Entscheidung, ob eine weitere Zusammenarbeit erfolgreich ist. Genau das ist auf der Basis der gültigen gesetzlichen Regelungen auch jetzt für Direktoren in der Schule möglich.
Subsidiarität Autonomie ist das Zauberwort. Damit schickt der Zauberlehrling Besen los um Wasser zu holen. Nicht wissend, dass sich dadurch eine Situation entwickelt, die er nicht mehr steuern kann. Es werden Prozesse in Gang gesetzt. Auswahl der Lehrer durch den Leiter, kennen wir das nicht? Bürgermeister interveniert, dass eine bestimmte Lehrerin angestellt wird. Die Liste könnte man beliebig verlängern.
Wenn tatsächlich Autonomie die Lösung aller Fragen ist und eine übergeordnete Verantwortung nicht mehr notwendig ist, muss man den Staat neu definieren. Auch in der Sicherheit, in der Grundversorgung, im Straßenbau, bei der medizinischen Versorgung. Es gibt aber die übergeordnete Verantwortung. Das Zauberwort heißt daher nicht Autonomie sondern Subsidiarität. Die kleinere Einheit kann so lange entscheiden, bis ein übergeordnetes Interesse vorliegt. Damit wäre sichergestellt, dass z.B. der Lehrerbedarf an Brennpunktschulen qualifiziert abgedeckt werden kann.
dass der Lehrer in Eigenverantwortung tätig ist. Dass er selbst die Freiheit der Gestaltung des Unterrichts hat und nur in sachlich, pädagogisch begründbaren Fällen interveniert wird. Interventionen, die persönlich motiviert sind, sollen dadurch relativiert werden. Es gibt also einen Schutz der Lehrer, der für mich zum Grundprinzip von Lehren gehört.
Alles ablehnen? Natürlich gibt es viele Bereiche im sogenannten Bildungspapier, die sehr positive Entwicklungen nehmen könnten. So ist zum Beispiel durch die Clus­ terbildung eine administrative Unterstützung des Leiters leichter möglich. Das ist durchaus zu überlegen. Zu bedenken allerdings ist, dass es auch vor Ort eine Leitung geben muss, die für ihre Schule Verantwortung trägt, nicht nur pädagogische. Ebenso die beabsichtigte höhere Flexibilität der Schule – Teilungszahlen, Leistungsbeurteilung, Innere Schulorganisation,...
Objektivierung Seit Jahrzehnten haben wir in OÖ für Personalentscheidungen Objektivierungsrichtlinien. Zugegeben, über die Regeln der Objektivierung und die Gewichtung der einzelnen Verfahrensbestandteile kann man auf demokratischer Basis immer diskutieren. Aber eines ist garantiert. Ein Bewerber weiß, dass das Verfahren fair abläuft. Er kann sich darauf verlassen und jederzeit auch überprüfen. Wenn man die Idee der Lehrerauswahl weiterdenkt, wäre es logisch, dass die Pflichtschulinspektoren die Direktoren aussuchen, die Landesschulinspektoren die Pflichtschulinspektoren und der Amtsführende Präsident die Landesschulinspektoren. Wer A sagt muss auch B sagen.
Eigendynamik Wir werden uns bemühen den Verantwortlichen auf Bundesebene klar zu machen, welche Eigendynamik durch Änderung der Systematik der österreichischen Schule zu erwarten ist. Und dazu sind alle aufgerufen, die in dieser Diskussion mitreden.
Selbstständigkeit Apropos Verantwortung. Unser Pädagogisches Denken ist darauf aufgebaut,
Die Absicht, die dahinter steckt, ist für mich eindeutig. Auf der einen Seite gibt es die Schulautonomie, auf der anderen Seite zentrale Vorgaben von Wien. Dazwischen wird „unverbindlich“ Qualitätssicherung vorgesehen. Eine Art flächendeckende Testungsbatterie für jede Jahrgangsstufe. Natürlich sind Rückmeldungen durch objektive Daten für jede Schule und auch für jeden, der Entscheidung trägt wichtig. Wenn es aber keine Entscheidungsträger mehr gibt, werden sich wie beim „Zauberlehrling“ die Prozesse verselbstständigen. Denn das wesentliche ist nicht die Testung, sondern die Entscheidung und die damit verbundene Verantwortung.
„Ach, da kommt der Meister! Herr, die Not ist groß! Die ich rief, die Geister werd ich nun nicht los.“ Medial wurde vermittelt, dass die Verantwortungsträger, ob es jetzt die Personalvertretung, die Gewerkschaft oder die Landesschulratspräsidenten sind, in die Gestaltung dieses Bildungsreformpaketes eingebunden waren. Tatsache ist, dass es nur oberflächliche Teilinformationen gab. Die Kompetenz dieser Fachleute wurde nicht abgerufen. Sämtliche Informationen, die wir bekommen haben, wurden mir durch die Medien bekannt. Ich hoffe nicht, dass es Absicht war, diese oberflächlichen Informationen öffentlich als Einbindung darzustellen. Das wäre ein grober Vertrauensbruch. Es kann daher nur den dringenden Ratschlag geben, sofort alles auf einen Tisch, Hintergründe und Absichten vorlegen und gemeinsam eine optimale Lösung finden. Sonst wird nur eine Zauberformel die Lösung bringen:
„In die Ecke, Besen, Besen! Seids gewesen. Denn als Geister ruft euch nur zu seinem Zwecke, erst hervor der alte Meister.“
Und wieviel Watt hast du? The Power of Education!
er Begriff der Leistung im schulischen Kontext ist schwammig. Insbesondere dann, wenn man sie bewerten soll. Und seien wir uns ehrlich: Die Beschreibung einer Leis­ tung impliziert auch immer eine Zensur. Beurteilungen und Prüfungen sind Marker für einen aktuellen Leistungsstand. Die Frage, ob man etwas kann oder nicht, erzeugt eine Hierarchie. Für Pädagoginnen und Pädagogen ist bedeutsam, in welchem atmosphärischen Kontext eine Leistung daher beschrieben und bewertet wird. Lehrende tun ja oft so, als würden Schülerinnen und Schüler immer freiwillig in der Schule sein. Daher brauchen wir Standards. Standards legen fest, welche Leistungen auf einem bestimmten Niveau erbracht werden sollen. Die Frage, welche Indikatoren für die Messung wirklich aussagekräftig sind, bleibt uns allerdings nicht erspart. Die Aussage „der oder die leistet zu wenig oder leistet nichts“ ist immer nur im Hinblick auf eine Norm wirklich redlich zu beantworten. Und Normen unterliegen eben den aktuellen Konventionen, die eine Gesellschaft festlegt.
Wenig engagierte Lehrpersonen könnten im Sinne eines Selbstschutzes lediglich verlangen, dass Schülerinnen und Schüler den Unterricht äußerlich nicht stören, was diese sonst tun, ist ihnen prinzipiell gleichgültig. Leistung würde dann – zumindest im Bereich der so genannten Mitarbeit – als angepasstes oberflächliches Verhalten interpretiert werden. Die Standards, die sich auf rein kognitive Leistungen beziehen, reichen nicht aus, um ein umfassendes Leistungsbild in der Schule zu zeichnen. Lehrerinnen und Lehrer treffen oft auch auf Schülerinnen und Schüler aus problematischen Sozialverhältnissen, die das Beziehungsangebot, das ihnen in der Schule angeboten wird, nicht mehr annehmen können und daher auch den Leistungsansprüchen nicht genügen. (Ilien, 2008, S. 108) Leis­ tungsbeschreibungen sind daher immer multikausal und niemals objektiv. Lehrpersonen leben also in der Widersprüchlichkeit, Wissen anzubieten und gleichzeitig zu bewerten, wie dieses Wissen verarbeitet wurde. Der Begriff „Leistung“ bedeutet etymologisch betrachtet „einer Spur folgen“, im Sinne von „einer Pflicht nach-
kommen“. Wie bei allen Rückblicken auf die Sprachwurzeln unterliegen die ursprünglichen Begriffe einem Wandel, aber Leistungen im Kontext von Schule sind Ausdruck davon, inwieweit sie Anforderungen und Maßstäben entsprechen, die bestimmte Gütekriterien vorgeben. (Klafki, 1996 in Sacher, 2004, S. 13.) Nimmt man die Verantwortung der Gesellschaft für die Bildung von Individuen ernst, wird man ohne „Spuren“ nicht auskommen. Das zeigt sich in der Wissenschaft genauso, wie im Schulalltag. Die Verantwortung der Lehrerinnen und Lehrer für die vielfältigen Aspekte von Leistung ist aber nicht alleine auf normative Bereiche gelegt, dazu ist Schule viel zu komplex. Die Physik hat es da etwas leichter, da reicht schon ein Quotient aus Arbeit und Zeit um die Leistung zu beschreiben und weiters kann Arbeit unter anderem auch als ein Kraft-Weg-Produkt beschrieben werden. Hebt man eine Tafel Schokolade in einer Sekunde einen Meter hoch hat man eine Leis­ tung von einem Watt erbracht. Da flunkert noch keine Glühbirne. Physikerin-
nen und Physiker wissen, dass es hier allerdings noch eine Menge weiterer Faktoren gibt, die Einfluss nehmen. Und die Definition, dass intellektuelle Leis­ tung das Erlernen eines schulischen Lernstoffes in vorgegebener Zeit ist, scheint mir doch etwas zu kurz gegriffen. Bildung ist ja keine Ressource, sondern eine Kulturleistung. Und die Übertragung des Leistungsprinzips der Gesellschaft auf die Schule geht nicht so einfach vonstatten, wie das vielleicht auf den ersten Blick aussieht. In der Gesellschaft erhält man begehrte Positionen nicht nur nach dem Leistungsprinzip, sondern hier spielen Faktoren, wie Ideologie, Alter, Schichtzugehörigkeit auch eine Rolle. Andererseits kümmert sich unsere Gesellschaft auch um jene, die – aus welchen Gründen auch immer – nicht die Leistung erbringen, die unsere Konventionen erwarten und spinnt ein soziales Netz.
Usain Bolt siegt scheinbar immer mühelos. Im Sport ist es bei allen messbaren Ergebnissen ziemlich einfach Leistung zu beschreiben.
Jahresweltbestzeit, Weltrekord, Meetingrekord – alle diese Attribute vermitteln, dass man etwas geleistet hat, was in einer bestimmten Einzigartigkeit und in einem bestimmten zeitlichen oder organisatorischen Rahmen stattfindet. Muss man mehr tun, als von einem erwartet wird, um sagen zu können, dass man etwas leistet? Oder muss Anstrengung dabei sein? Spielerisch alles richtig zu machen, wäre dann eine schlechtere Leistung, als wenn sich jemand furchtbar anstrengt, um etwas zu erreichen. Bewertung von Leistung im pädagogischen Sinn kann daher nicht mit objektiven Messergebnissen erschöpft sein. Johann ist ein Hobbyläufer. Seine Laufzeit für eine bestimmte Strecke ist natürlich nicht mit den Bestzeiten von Laufprofis vergleichbar. Seine Leistung ist miserabel, wenn man die Maßstäbe einer IAAF Golden oder Diamond League als Maßstab nimmt. Aber Menschen streben nach Anerkennung, zumindest durch relevante Bezugspersonen. Dadurch steigert sich Selbstwertgefühl und Selbstwirksamkeitserwartung. Anstrengung befriedigt. Und Selbstwirksamkeit ist ein Prädiktor für Leistungsprozesse: „Beliefs of personal efficacy constitue the key factor of human agency. If people believe they have no power to produce results, they will not attempt to make things happen“. (Bandura, 1997, S.3.) Fragt man Leistungssportlerinnen und Leistungssportler, wie sie ihre Leis­ tungen abrufen, ist oft davon die Rede, dass sie dies gar nicht wissen, sondern nun die Früchte ihrer Anstrengung ernten. Sie erleben den Flow, das beglü­ ckende Gefühl völliger Vertiefung in der Ausübung ihres Sports. Das gibt es bei Künstlerinnen und Künstlern genauso wie bei Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern und auch anderen Berufsgruppen. Csikszentmihalyi beschreibt in diesem Zusammenhang Merkmale, die er bei Spitzenleistungen, aber auch Arbeitszufriedenheit entdeckt hat. In der Schule werden einerseits die Ergebnisse der Leistung, aber auch der Weg, der zu einer Leistung geführt hat, bewertet. Dabei geht der Bewertungsmechanismus weit über das hinaus, was verschiedene Studien, wie PISA, leisten können. Das macht die Schule menschlich aber auch subjektiv, dessen müssen wir uns bewusst sein.
Prof. Dr. Emmerich Boxhofer Leiter des Instituts für Forschung und Entwicklung, Private Pädagogische Hochschule der Diözese Linz
Beim Mannschaftssport wird ein Einzelner ausgetauscht, wenn seine Leistung nicht stimmt, ist die ganze Mannschaft schlecht, wird der Trainer ausgetauscht. Die Frage bleibt, wer hier die Kriterien aufstellt. Leistungsbeschreibungen sind auch immer ein Selektionsverfahren.
„Ich kann, weil ich will, was ich muss!“ Dieses bekannte Zitat von Immanuel Kant gibt der Motivation einen hohen Stellenwert. Reicht aber Motivation allein aus, um bestimmte Ziele zu erreichen? Muss man nur wollen, damit dann das Können für eine bestimmte Leistung ausreichen wird. Für Leistungssteigerung reicht es nicht immer Unterrichtssettings zu kreieren, die sich allein in Motivationsakrobatik erschöpfen. In seiner soziokulturellen Theorie geht Lew Wygotski über die bloße Betrachtung eines Kindes als Individuum hinaus und bezieht immer auch den kulturellen und sozialen Kontext in seine Analysen mit ein. (Wygotsky, 1987). Leistungsbewertung des einzelnen Menschen ist dadurch immer auch eine Bewertung der Gesellschaft und kann immer nur im Kontext von Konventionen betrachtet werden. Lernen ist ständig mit einer Umorganisation von Einsichten und Haltungen verbunden. Leistung ist nicht alles, aber ein wesentlicher Bestandteil von Lernen, das – nach Heinz von Förster – Persönlichste auf der Welt.	■
Literatur: Bandura, A. (1997). Self-efficacy: The exercise of control. New York: Freeman. Ilien, A. (2008). Lehrerprofession. Grundprobleme pädagogischen Handelns, Wiesbaden: Verlag für Sozialwissenschaften. Sacher, W. (2004). Leistungen entwickeln, überprüfen und beurteilen. Bad Heilbronn: Klinkhardt Wygotski, L. (1987). Ausgewählte Schriften. Band 2: Arbeiten zur psychischen Entwicklung der Persönlichkeit. Köln: Pahl-Rugenstein
Pädagogisch betrachtet: Facetten von Leistung Aus pädagogischer Sicht birgt der Begriff Leistung viele Facetten.
Nicht vordergründig konkurrenzorientiert
Die hier angeführten Statements beziehen sich auf E. Jürgens, W. Klafki, T. Bohl, W. Grunder, W. Vollstädt und auf SQA.
Vertrauensvolle Beziehungsstruktur Leistungen kann man am besten erbringen, wenn man sich auf ein sozial intaktes Beziehungsgefüge inner- und außerhalb der Schule stützen kann, wenn die sozialen Beziehungen von gegenseitiger Anerkennung und Wertschätzung geprägt sind.
Subjektbezogen – Individuell Aus dem Blickwinkel des Einzelnen beziehen sich jeder Leistungsanspruch und jede vollbrachte Leis­ tung auf die jeweils unterschiedlich ausgeprägten eigenen Voraussetzungen, Fähigkeiten und Möglichkeiten.
Unterstützung ist notwendig Die Lernenden können ihre Fähigkeiten nur entfalten und den gesetzten Leistungsansprüchen gerecht werden, wenn sie in vielfältiger Hinsicht begleitet, unterstützt und beraten werden.
Leistung ist nicht vordergründig oder gar ausschließlich konkurrenzorientiert zu sehen. Sie ist im Miteinanderlernen eng mit dem Gedanken der solidarischen und sozialen Leis­ tung in der Gesellschaft verbunden.
Produkt- und prozessorientiert
Schüler bringen nicht nur Leistungen wenn der Zuwachs an Wissen, Fertigkeiten, Fähigkeiten und Kenntnissen in Klassenarbeiten und Tests überprüft werden, sondern auch während der Auseinandersetzung mit dem Lern­ gegenstand.
Kommunikation und Reflexion Leistungsverständnis und Leistungserwartungen ändern sich. Deshalb sind innerhalb eines Faches, einer Schulstufe und einer Einzelschule Verständigung und Kooperation notwendig. Das betrifft unter anderem die Reflexion über Leis­ tungsansprüche und Leistungsbewertung mit den Lernenden, aber auch die Diskussion über Leistungserwartungen im Lehrkörper.
Fremd- und Selbstbeurteilung Schülerinnen und Schüler brauchen neben der Rückmeldung durch die Lehrkraft auch Gelegenheit, über ihre Leistungen zu reflektieren und eine Sensibilität für eigene Stärken und Schwächen zu entwickeln, sich selbst und andere einzuschätzen.
Anstrengungsbereitschaft Leistung muss gefordert werden, ist wichtig und stärkt das Selbstwertgefühl („Es war ein hartes Stück Arbeit, aber ich hab’s geschafft!“) und steigert die Bereitschaft, sich neuen Herausforderungen zu stellen, was zu neuerlichem Wissens- bzw. Kompetenzzuwachs führt. Positive Lernergebnisse, erreichte Ziele setzen eine Motivationsspirale in Gang, sie können im wahrsten Sinne des Wortes beflügeln.
Nachgefragt Machen digitale Medien dumm, dick und aggressiv? Diese und andere Fragen haben wir Peter Eiselmair, dem Geschäftsführer der Education Group, gestellt. Herr Eiselmair, Sie sind Geschäftsführer der EduGroup. Was heißt das genau? Es ist ein extrem spannender Job. Ich glaube, es ist einer der spannendsten im Bildungsbereich, das heißt, dass wir tagtäglich an neuen Herausforderungen und neuen Innovationen arbeiten. Es macht Spaß, es ist herausfordernd, man muss aber auch mitunter konsequent und unbequem sein, denn es liegt in unserer Verantwortung, dass wir Entwicklungen vorantreiben. Ich muss schon „treiben“ dazu sagen, denn von selber geschehen die Dinge nicht. Und Sie steuern den ganzen Betrieb, kann man das so sagen? Ja. Aber natürlich steht und fällt alles mit unseren engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Es gibt permanent eine Fülle an guten Ideen, viele davon würde ich gerne sofort umgesetzt haben. Da kommt schon mal die Kritik, dass ich alles zu schnell haben möchte. – Im Prinzip sehe ich meine Position dabei vor allem als jene des Vordenkers und in der Folge als Ermöglicher, um die Ideen auch realisieren zu können. Ein wesentlicher Aspekt dabei ist, zu analysieren, was überhaupt Sinn macht. Wir laufen nicht jeder Technologie blindlings nach, sondern prüfen wirklich auf Alltagstauglichkeit; vor allem aber auch auf Relevanz für den
Bildungsbereich. Die oberste Maxime dabei ist, dass alles der Pädagogik unterzuordnen ist. Das ist das Motto, das wir jeden Tag leben. Seit vielen Jahren besteht eine enge Kooperation zwischen der EduGroup und der CLV-Junglehrervertretung! Derzeit sind wieder viele gemeinsame Veranstaltungen geplant. Können Sie uns bereits jetzt verraten, was geplant ist? Wir sind dankbar für die Kooperation, da es sich um eine der Hauptzielgruppen handelt, die wir erreichen wollen und erreichen müssen. Wir sind angewiesen auf das Empowerment, das die Junglehrer/innen in die Klassenzimmer tragen, denn sie sind jene Zielgruppe, die es braucht, um die Digitalisierung mit all ihren Begleiterscheinungen dann wirklich zu leben, vorzuleben und aufzubereiten für die Kinder und Jugendlichen im Klassenumfeld. Deshalb ist es uns wichtig, dass wir im Dialog stehen. Mit den geplanten Veranstaltungen wollen wir über Produkte und Dienstleistungen, die wir in die Breite bringen wollen, informieren und auch den Dialog finden hin zum „Was braucht es? Was erwarten sich junge Lehrkräfte?“ Auf der anderen Seite muss man auch ganz offen sagen, wir müssen auch einen gewissen Input liefern, weil mitunter kommt im Hinblick auf die neuen
Möglichkeiten durch die Nutzung neuer digitaler Medien ein bisschen wenig aus der jungen Generation der Lehrerinnen und Lehrer. Wir wollen zukünftig noch intensiver gemeinsam die kommenden Produkte abstimmen, entwickeln und weiterdenken. Was ist darunter zu verstehen: „Es kommt wenig von den jungen Lehrerinnen und Lehrern?“ Es kommen natürlich diverse interessante Anregungen zur Realisierung neuer Unterrichtsideen – Die Diskussion könnte aber in Anbetracht der revolutionären Neuerungen durchaus intensiver sein, vor allem von Seiten der jungen Generation. Mitunter machen wir speziell auf den Pädagogischen Hochschulen die Erfahrung, dass die Studierenden sich einigermaßen daheim fühlen in der digitalen Welt, allerdings eher im privaten Bereich. Wir hören nicht selten die Meinung, „ja, privat nutze ich digitale
Das Interview führten Maximilian Egger und Michael Weber
Schule ist ein Bereich des Zwischenmenschlichen und wird es auch immer bleiben.
Die oberste Maxime ist, dass alles der Pädagogik unterzuordnen ist.
Medien natürlich, aber im Unterricht brauche ich die neuen Medien eher nicht“. Hier müssen wir noch sehr am Umdenken arbeiten.
Pädagoginnen und Pädagogen eine im gesamten deutschsprachigen Bildungsraum führende Lösung an – einfach, intuitiv und kostenlos.
Bei unserer Recherche haben wir gesehen, dass die EduGroup viele neue Produkte entwickelt hat! Können Sie uns jenes Angebot genauer beschreiben, das Ihnen am besten gefällt? Das kann ich jetzt nicht generalisieren. Alles was wir machen, machen wir aus Freude und Überzeugung. Natürlich sind wir von unseren Produkten und Entwicklungen überzeugt. Das beginnt im Elementarpädagogikbereich, wo wir der oft fehlenden Sprachkompetenz, auch aufgrund der Flüchtlingsthematik, entgegenwirken wollen, indem wir unseren mehrsprachigen Elefanten, „Philou“, ins Leben gerufen haben. Es freut uns, dass unser Team im Sommer für diese Initiative mit dem internationalen Comenius Siegel ausgezeichnet wurde. Toll finde ich auch unsere digitale Klassenpinnwand, die aktuell zu einem Kommunikationstool zwischen Lehrkraft, Schülern und Eltern weiterentwickelt wird. Es freut mich, dass sie bereits von über über 2500 Pädagoginnen und Pädagogen eingesetzt wird. Stolz sind wir auch auf unser digitales „Media on Demand“ Angebot, ganz speziell die neue mobile App. Damit bieten wir allen oberösterreichischen
„Digitale Medien machen dumm, dick und aggressiv“, meint Manfred Spitzer. Was halten Sie von dieser Aussage? Ich möchte sie eigentlich nicht kommentieren. Was ich dazu jedoch sagen kann ist, dass ich keinesfalls die Verantwortung für die Zukunft der in Ausbildung stehenden Kinder und Jugendlichen übernehmen möchte, in der Verantwortung, derartige Aussagen getätigt zu haben. Wir müssen Kinder und Jugendliche auf die digitale Zukunft vorbereiten, nicht nur auf die Wirtschaft, sondern vor allem auf das Leben. Hier ist Schule ganz wesentlich aufgerufen, den Ball aufzunehmen, sich kritisch mit der Thematik auseinanderzusetzen und positive Lösungsmöglichkeiten und Wege zu finden. Ich kann daher die Aussage definitiv inhaltlich nicht mittragen. Wie digital muss Schule sein? Ich glaube, dass Schule per se überhaupt nicht digital sein muss. Schule ist ein Bereich des Zwischenmenschlichen und wird es auch immer bleiben. Die Lehrerin, der Lehrer ist das Maß der Dinge und steht im Zentrum. Die päda­ gogische Arbeit ist eine Arbeit am Menschen, mit Menschen und zwischen
Menschen, darum ist der Begriff des Digitalen hier etwas gefährlich. Es implementiert nämlich einen übergroßen Stellenwert der Technologie, dass wir uns künftig durch Computer steuern lassen werden und der Lehrer nicht mehr notwendig sein wird. Es geht vielmehr darum, dass wir uns der digitalen Welt in der Schule öffnen müssen. Schule ist hier gefordert. Aber die Schule per se, das System darf nicht und soll auch nicht digitalisiert werden. Persönlich denke ich dass wir hier in OÖ schon sehr weit sind. Mit dem ober­ österreichischen Schulnetzwerk, das wir als Education Group betreiben, hat das Land OÖ schon die besten Grundvoraussetzungen für den weiteren Ausbau zukunftsorientierter Technologie geschaffen. Hier hat das Bildungsressort schon frühzeitig und nachhaltig die Wichtigkeit der Thematik aktiv aufgegriffen. Gleichzeitig stellt das Land aber bereits seit vielen Jahren durch geeignete Maßnahmen sicher, dass der Schulung zu einem verantwortungsvollen Umgang ein ebenbürtiger Stellenwert zuteil wird. Was es zukünftig jedoch zusätzlich braucht sind professionelle, standardisierte digitale Rahmenbedingungen. Das sind bauliche und ausstattungsmäßige Notwendigkeiten, das heißt, wir brauchen starke Breitbandinternetleitungen und performante W-Lan Lösungen, um neues Lernen, neue Sozialfor-
Schule muss per se überhaupt nicht digital sein.
men und neue Kommunikationswege mittels mobiler Endgeräte bestmöglich zu unterstützen. Hier geht es ums Kommunizieren, ums Lernen und nicht um die Digitalisierung in einer engen technologischen Betrachtung. Apropos Rahmenbedingung: Was halten Sie von einem Handyverbot an Schulen? Ich halte gar nichts von Handyverboten, von Verboten genereller Natur. Wir wissen alle, dass die Handys in Schülerhand sind. Diese Geräte sind heute Hochleis­ tungscomputer, die großes Nutzungspotential in sich tragen. Bei richtiger Nutzung können sie den Unterricht in vielen verschiedenen Phasen positiv unterstützen. Hierzu braucht es allerdings Rahmenbedingungen, die durch die Lehrkraft zu setzen sind. Ich habe mir bereits viele Praxismodelle angesehen. Beispielsweise in Finnland, wo diese Geräte wie selbstverständlich im Unterricht eingesetzt werden. Wenn man die Geräte benötigt, nimmt man sie völlig selbstverständlich zur Hand, wenn sie nicht benötigt werden, legt man sie zur Seite – wie ein Schulbuch. Und wenn wir gerade bei Finnland sind, dem Vorreiter in der digitalen Schule; was man dort in den Klassen sieht, sind jede Menge Musikinstrumente, die Klassen sind voller selbstgefertigter Werkstücke. Dort wird in allen Unterrichtssituationen kreativ gearbeitet und es wird
Ich halte gar nichts von Handyverboten, von Verboten genereller Natur.
großes Augenmerk auf zwischenmenschliche Kommunikation gelegt. Und ja, dort ist man voll digital unterstützt auf einem augenscheinlich sehr positiven Weg. Aber man muss dazu auch erwähnen, dass Finnland an jeder Schule sogenannte „Digi-Pädagogen“ beschäftigt, die die Kollegenschaft unterstützen beim Einsatz und Gebrauch der neuen Medien. Derartiges wird es mittelfristig auch bei uns brauchen! Das ist auch eine der zentralen Aufgaben der EduGroup. In Österreich wird derzeit auch darüber nachgedacht, E-Books als Schulbücher zu forcieren. Ist das nicht eigentlich zu kurz gedacht? Ich bin grundsätzlich dafür, dass sie digitalisiert werden, das ist schon höchste Zeit. Wenn man jedoch die Erwartungshaltung hat, dass es als PDF im Prinzip lediglich dieselbe Funktion des klassischen Buches erfüllt, dann ist es zu kurz gedacht. Der Ansatz ist nicht grundsätzlich falsch; es stellt einen erwartungsvollen Anfang einer logischen Entwicklung dar . Sie haben aber natürlich völlig recht, digitale Medien müssen einen deutlichen Mehrwert gegenüber dem gedruckten Buch bieten. Es gibt hier bereits eindrucksvolle Best Practice Beispiele aus vielen Ländern. Der Mehrwert drückt sich zukünftig vor allem durch
Wir müssen Kinder und Jugendliche auf die digitale Zukunft vorbereiten.
spannende Möglichkeiten der Interaktivität aus. Hier werden völlig neue Lehrund Lernformen ermöglicht. Digitale Bücher werden also künftig den Unterricht multimedial ergänzen – die Zeiten, in denen sich die Unterrichtsplanung jedoch linear am Schulbuch orientiert, werden aus meiner Sicht bald der Vergangenheit angehören. Gleichzeitig ist es mir aber auch wichtig zu erwähnen, dass Lehrkräfte zukünftig noch stärker als bisher auf verlässliche Quellen angewiesen sind die qualitätsvollen und geprüften Content anbieten. Hier bleiben naturgemäß die Verlage wichtige Partner der Bildungsarbeit, unabdingbar werden dabei sicherlich moderne Contentportale wie edugroup.at und schule.at, wo Pädagoginnen und Pädagogen einfach und zielgerichtet, ein breites Angebot zur praxisnahen Unterrichtsgestaltung finden – natürlich in zeitgemäßer und digitalisierter Form. Unser gesamtes Team der Education Group ist für diese neuen Herausforderungen bestens gerüstet und motiviert!	■ Infobox Education Group: Die EduGroup unterstützt Pädagoginnen und Pädagogen in Oberösterreich bei der Vorbereitung und Gestaltung ihres Unterrichts. Sie stellt die notwendige Infrastruktur wie Internet- und Mailservices zur Verfügung, bringt moderne Medien in die Unterrichtsräume und schult Lehrkräfte auf deren optimalen Einsatz. Sie spricht mit ihren pädagogischen Angeboten und umfangreichen Services nicht nur Schulen und Kindergärten, sondern vor allem Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern an.
chulautonomie als Wunderwaffe: Ein Schlagwort, das alles verspricht“, betitelt der ehemalige Wiener Stadtschulratspräsident Kurt Scholz seinen Text in der Presse vom 26.07.2016. Er warnt vor falschen Hoffnungen und befürchtet, dass uneingeschränkte Schulautonomie zentrifugale Kräfte freisetzen könnte, die dem Gemeinwohl entgegenstehen, da überhaupt nicht geklärt ist für wen die Autonomierechte gelten sollen? Gelten sie nur für die Schulleitungen oder auch für die Eltern? Segregation durch Schulwahlmöglichkeiten würde die soziale Ungleichheit und Desintegration schon im frühen Kindesalter steigern und die Kluft zwischen den Schulen wäre noch tiefer als bisher. Und wenn sich in Zukunft die Direktoren die Lehrer selbst aussuchen können, ist es dann noch gewährleistet, dass unattraktive Standorte nach dem „Lehrer-Casting“ gut bedient werden? Die Autonomie-Debatte führen wir in Österreich schon lange. Vor allem im wirtschaftlichen Kontext. „Wo über Investitionen und ihre Rentabilität nachgedacht wird und nach Abbaumöglichkeiten gesucht wird, kommt die Deregulierungsmethode im Gewand einer Verwaltungsreform, die Aufgabenverlagerung, Verschlankung und Ressourceneffizienz verspricht, gerade recht“, schreiben Frank-Olaf Radtke und Man­
fred Weiß in ihrem Studienbuch „Schulautonomie, Wohlfahrtsstaat und Chancengleichheit“, Springer-Verlag. Treffender kann man die Situation in Österreich wohl kaum formulieren. Der Ruf nach einer besseren Rentabilität erschallt regelmäßig, wenn man die hohen Kosten des heimischen Bildungssystems den mittelmäßigen PISA-Ergebnissen gegenübergestellt. Als ob man diese Bildungsentwicklung monetär beziffern könnte! Ein gutes Abschneiden bei PISA ist noch lange keine Garantie für eine geringe Jungendarbeitslosigkeit (siehe Finnland). Und gerade die ist doch aus wirtschaftlicher Sicht relevant! Zu glauben, dass ein dezentrales Gestaltungspotential (Schulautonomie) die „Human-Ressourcenknappheit“ kompensieren kann, zeugt von Unkenntnis unseres Systems.
Schulautonomie, Fluch oder Segen? Es ist wie bei einer Medaille, es gibt immer zwei Seiten! Man muss auch Schulautonomie unter verschiedenen Gesichtspunkten betrachten. Autonome Entscheidungen am Standort können durchaus Vorteile mit sich bringen. Ein Mitspracherecht der Direktorin, die ihr Personal passend dem Fächerbedarf und dem Schulprofil auswählen kann und vielleicht auch noch Alter und Geschlecht berücksichtigt, um eine
Schulautonomie als Wunderwaffe? Claudia WolfSchöffmann
gute Durchmischung im Lehrerstand zu haben, ist überaus positiv zu bewerten. Wenn man ein Recht auf mehr Eigenverantwortung bei der didaktischen Gestaltung des Unterrichts und bei der Schwerpunktsetzung einräumt, na hervorragend! Und wenn dann auch noch im ausreichenden Maße Personalressourcen vorhanden sind, die autonom am Standort eingesetzt werden können, haben wir die Spitze erreicht. Wer von Autonomie spricht, muss auch von ausreichenden Mitteln im Bildungsbudget sprechen. Wer ein dezentrales Gestaltungspotential einfordert, muss sich von aufoktroyierten pädagogischen Konzepten im Gießkannenprinzip verabschieden. Und wer Schulautonomie nicht nur als mediale Headline betrachtet, sollte die Betroffenen vor Ort gut darauf vorbereiten und ihnen die nötige Zeit und Unterstützung einräumen! ■ Anmerkung: Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung männlicher und weiblicher Sprachformen verzichtet.
Schulautonome Lehrerauswahl
Direktoren suchen sich ihre Lehrkräfte aus!
ls Schlagzeile liest es sich einfach und einleuchtend: „Die Lehrerauswahl erfolgt zukünftig durch die Schulleitung.“ Fast möchte man mitjubeln, denn das Ei des Kolumbus scheint gefunden. Aber ist dies wirklich so? Gibt es bei der freien Lehrerauswahl nicht viele offene Fragen, die vor einer Gesetzwerdung in nachvollziehbarer Weise geklärt werden müssen? In einem Leserbrief vom 3. Oktober werden bereits Fragen aufgeworfen. Hätten Sie, verehrte Kollegin, lieber Kollege, Antworten darauf ? Auch wir in der Redaktion haben uns Fragen gestellt – wir haben zumindest bis zum Redaktionsschluss keine Antworten bekommen ....
Ist bei der „autonomen Lehrerauswahl“ eine gleichmäßige pädagogische Versorgung auch in den Randbezirken sichergestellt?
?	Können
bei kurzfristigen Schwankungen der Schülerzahlen vor Schulbeginn innerhalb sehr kurzer Zeit überhaupt die notwendigen Lehrkräfte gefunden werden, damit ein reibungsloser Schulstart gewährleis­ tet ist?
?	Was
ist, wenn es nicht nur die Wunschlehrkraft nicht gibt, sondern überhaupt niemand an die Schule kommen will, weil sie zum Beispiel sehr abgelegen oder eine soziale Brennpunktschule ist?
ist mit der Objektivierung? Ist dieses in OÖ überaus transparente und daher glaubhafte Instrument der Postenvergabe damit hinfällig?
?	Muss
bei einer autonomen Lehrerauswahl nicht auch das bestehende Dienstrecht geändert werden? Kommt es zu einer Lockerung des Versetzungsschutzes?
passiert, wenn eine Lehrkraft aufgrund zu geringer Schülerzahlen die Schule verlassen muss. Liegt auch in diesem Fall die Entscheidung bei der Schulleitung?
?	Wie reagiert hinkünftig eine Schulleitung, wenn die Tochter/der Sohn aus dem persönlichen Umfeld „rein zufällig“ den Erwartungen entspricht?
?	Sind die Autonomierechte allein für
die Schulleitungen reserviert, oder gelten sie auch für den Lehrkörper und die Eltern?
ist, wenn Schulleitungen ihre Entscheidungsspielräume missbrauchen und sich ihren eigenen Fanclub zusammenstellen wollen?
?	Werden die (administrativen) Aufga-
ben der Schulleitung durch eine autonome Lehrerauswahl nicht noch höher und komplexer?
?	Wie weit reicht die Personalkompe-
tenz der Schulleitung, ist sie nur für das Hire oder auch für das Fire zuständig?
?	Trägt
die autonome Lehrerauswahl wirklich zu einer verbesserten Qualität des Lernens bei? Wäre es nicht sinnvoller, der Schulleitung mehr Kompetenzen in Fragen der Personalentwicklung zu geben?
?	Wie geht man in Zukunft mit Verset- ?	Braucht zungswünschen um? Müssen sich Lehrkräfte, die sich versetzen lassen wollen, auch direkt bei einer Schule bewerben?
eine derartige Maßnahme nicht einen sorgsamen Einführungsprozess, weil sie die gesamte Regelungsstruktur des Schulwesens in Bewegung bringt?
Es besteht kein Grund, den Teufel an die Wand zu malen, denn eine Erweiterung der Schulautonomie kann eine sinnvolle Strategie sein, um eine optimale Adaption des Lernangebots an die besonderen Lehr-/Lernbedingungen und Bedürfnisse vor Ort zu ermöglichen. Die offenen Fragen zeigen aber, dass einzelne Maßnahmen risikobehaftet sind und unerwünschte Nebenwirkungen mit sich bringen können. Dies sollte alle jene nachdenklich stimmen, die bisher an einer durch Fairness und Objektivität gekennzeichneten Schullandschaft interessiert waren. ■
Überdurchschnittlich viele Bildungsaufsteiger in Österreich!
eit langem „nervt“ uns die OECD mit dem immer wiederkehrenden Vorwurf, in Österreich seien – im Vergleich mit anderen Ländern – Bildungs­ abschlüsse vor allem Vererbungssache. Eine Studie der Agenda Austria1 nahm sich nun kritisch dieses scheinbar aus statistischen Daten gewonnenen Urteils an und kommt zu bemerkenswert anders lautenden Erkenntnissen: Zwei Gründe sind es, die die OECD schlusslogisch zu immer gleichen (irreführenden) Resultaten veranlassen:
A)	Bei jeder OECD Erhebung nach dem Bildungsabschluss der Eltern wird eine 3gliedrige Kategorie verwendet 1)	Unterhalb von Sekundarbereich II (übersetzt: keine Matura, also lediglich Pflichtschulabschluss)
2)	Abschluss des Sekundarbereichs II oder des postsekundären nichttertiären Bereichs (übersetzt: Matura, aber auch Berufsbildende mittlere Schulen, Lehre) 3)	Abschluss des Tertiärbereichs (übersetzt: Abschlüsse auf Akademie- bzw. UNI Ebene) Diese OECD Zählweise führt u.a. dazu, dass etwa dann kein Bildungsaufstieg vorliegt, •	wenn die Mutter Handelsschule, die Tochter jedoch Matura abgelegt hat •	wenn der Vater eine Lehre abgeschlossen, der Sohn maturiert hat •	wenn der Vater Handwerksmeister ist, der Sohn jedoch HTL Matura absolviert hat usw. Diese Zählweise entspricht natürlich nicht der Vielfalt der Bildungsabschlüsse
Mag. Wolfgang Schwarz ehem. Institutsleiter an der PH OÖ
unseres Bildungssystems. Angemessen wäre vielmehr folgende Kategorisierung: Stufe 1: Pflichtschulen (gleich wie OECD) Stufe 2:	Lehre, berufsbildende mittlere Schulen (Handelsschule, Fachschule, etc.) und Meisterabschlüsse. Stufe 3: Schulen mit Maturaabschluss (Gymna­ sium, HTL, HAK, etc.) Stufe 4: Akademien (Pädagogische Akademie, Sozialakademie etc.) Stufe 5: Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen Bringt man diese Differenzierung zur Anwendung, so ergibt sich ein völlig anderes Bild (siehe Grafik!)
B)	Die Fragestellung der OECD ist selbst höchst fragwürdig Die OECD bedient sich folgender Fragestellung: •	Wie viele Kinder aus einem akademischen Haushalt haben selbst einen akademischen Abschluss erreicht? Aufschlussreicher wäre die Umkehrung: •	Wie viele Kinder mit einem akademischen Abschluss kommen aus einem akademisch gebildeten Elternhaus? Sobald man den zweiten Frageansatz verwendet, ist das Resultat so, wie es in obiger Grafik abgebildet ist!
Was lernen wir daraus? So schlecht kann unser Bildungssystem wohl nicht sein, wie uns an gegenteiliger Ansicht interessierte „Bildungsexperten“ der OECD oder „Experten“ österreichischer Provenienz einreden wollen!	■ 1 W. Fellner: Österreich, Land der Bildungsaufsteiger, Think Tank Agenda Austria (http://www.agenda-austria. at/publication/studie-bildungsmobilitaet)
Die Zukunft liegt in der SEP
ngrid Heinrich ist neue Vorsitzende der Sektion Elementarpädagogik – SEP (Pädagog/innen /en in Kinderbetreuungseinrichtungen). Sie hat freund­ licherweise unseren SCHULBLATT-
FRAGEBOGEN ausgefüllt und ermöglicht uns dadurch, die neue Obfrau der SEP besser kennenzulernen. Hier ihre ganz persönlichen Antworten:
ich: … Als ich klein war, wollte hr) (Beruf existiert nicht me n rde we rin he Streckenge … Meine Eltern wollten: „Füßen“ stehen kann einmal gut auf eigenen ne hse ac Erw als ich ss da t in: … Als Schülerin war ich gu ch, Pädagogik ter in Geschichte, Deuts spä , ern ch in den Kreativfä ren : … Menschen zuzuhö Heute bin ich gut darin :… rvt ule am meisten gene Das hat mich in der Sch kreative Menschen Ungerechtigkeit und un für mich: … Ein guter Pädagoge ist nn – Empathie besitzt nnen gut eingehen ka r/i üle Sch wenn er/sie auf und vor allem HUMOR tion, Die SEP ist: … eine Sek möchte, gogik bewusst machen da rpä nta me Ele die •	die te, wichtige Bildungsers als n rte ss der Kinderga •	die darauf achtet, da wird /en eine tertiäre institution angesehen Elementarpädagog/inn ss da zt, set ein für da •	die sich Ausbildung erhalten ich noch: … In meinem Leben will n zu lernen andere Kulturen kenne um , sen rei viele Länder be ch konzentrieren: … Am besten kann ich mi wohl fühle an Orten, wo ich mich sort ist: … Mein Lieblingsbildung auf den Pöstlingberg ck mein Balkon, mit Bli :… würde, dann würde ich noch einmal wechseln Wenn ich meinen Beruf rden Verhaltensforscherin we r Arbeit: … n Als Ausgleich zu meine hof THEATER zu spiele heatergruppe Pienken urt ate Am r de in es, ich liebe ruf: … Ich liebe an meinem Be n Personen; die gang mit verschiedenste Um r de die große Vielfalt; t Tag dem anderen gleich Abwechslung, da kein r Handtasche... nie das Haus … meine Ohne …. verlasse ich … e sagen von mir, dass: Meine Kollegen/Freund zu haben bin, sehr aß Sp en Ohr habe, für jed es en off ein r me im ich bin. ssiert bin, sehr kreativ Kultur und Kunst intere Ingrid Heinrich ist neue Vorsitzende der Sektion Elementarpädagogik – SEP. Sie ist Qualitätsbeauftragte der Direktion Bildung und Gesellschaft des Landes OÖ für Krabbelstuben, Kindergärten und Horte des Bezirkes Linz und Tagesmütter/-Väter der Bezirke EF, FR, GR, KI, L, LL, RO, SE, SR, UU, WL, WE.
Verdienen begabte Kinder keine Förderung? Begabtenförderung kein Thema im Nationalen Bildungsbericht
Im Mai 2016 veröffentlichte das Institut BIFIE den Nationalen Bildungsbericht für Österreich, der lt. BIFIE die Situation der österreichischen Schule aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet und Daten, Fakten sowie Problemstellungen in Bezug auf das Bildungswesen aufbereitet. Der Bericht wird von Expertinnen und Experten der österreichischen Bildungsforschungslandschaft verfasst und erscheint seit 2009 im Dreijahresrhythmus. Das ÖZBF hat sich den Nationalen Bildungsbericht in Hinsicht auf die Begabungs- und Begabtenförderung angesehen.
Begabtenförderung zwar Ziel im Regierungsübereinkommen, aber nicht im Bildungsbericht Anspruch des Bildungsberichts ist es, eine umfassende Grundlage für die bildungspolitische Diskussion und Steuerung des Schulwesens in Österreich zu schaffen. Umso kritischer ist zu sehen, dass die Förderung von begabten Schülerinnen und Schülern im gesamten Bericht kein Thema ist, obwohl diese im Regierungsübereinkommen1 als Ziel beschrieben wird (S. 44): Ziel: Begabungs- und Begabtenförderung – Entdecken und fördern aller Talente und Begabungen. Maßnahmen: Ausbau der Begabungserkennung und Begabtenförderung; Stärkung der anwendungsorientierten Begabungsforschung und der vorhandenen Netzwerke und Kooperationen; Weiterentwicklung der Aus-, Fort- und Weiterbildung. Auch die Bildungsreform hat die Förderung von Begabungen in mehreren Bereichen als wichtiges Ziel ausgegeben:2 beim Elementarpädagogikpaket, beim Schuleingangsphase- und Volksschulpaket und bei der Einrichtung einer Bildungsstiftung, die „als Exzellenzprogramm für eine progressive Wei-
terentwicklung der (Kindergarten- und) Schulpädagogik sowie Begabten- und Begabungsförderung“ sorgen soll. Zwar finden sich in Band 1 des Bildungsberichts auch Daten zu Spitzenschülerinnen und -schülern, diese werden aber nur in einem zahlenmäßigen Verhältnis zu den leistungsschwachen Risikoschülerinnen und -schülern gesehen. In Band 2, in dem die wesentlichen Empfehlungen für das österreichische Schulsystem festgehalten werden, kommt das Wort „begabt“ nicht vor, obwohl es laut BIFIE in Österreich ohnehin nur sehr wenige Spitzenschüler/innen im Vergleich zu anderen Ländern gibt. Das Potenzial für Spitzenleistungen wäre aber gegeben. Neuesten wissenschaftlichen Schätzungen zufolge haben ca. 20 Prozent eines jeden Jahrgangs das Potenzial zu Spitzenleistungen – wenn die Förderbedingungen passen. In Österreich entspricht das weit über 200.000 Schülerinnen und Schülern. Diese Schüler/innen brauchen individuelle Förderung, um ihre Potenziale zu entwickeln. Daher ist es bedenklich, dass die Autorinnen und Autoren des Bildungsberichts, wenn sie von „individueller Förderung“ schreiben, ausschließlich die Förderung von leis­ tungsschwächeren Schülerinnen und Schülern im Blick haben.
Drei Argumente für Begabtenförderung Nun könnte man zwar argumentieren: Es gebe derzeit zu viele Risikoschüler/ innen und man könne sich deshalb im Schulsystem nicht auch noch auf ohnehin leistungsstarken Schüler/innen konzentrieren. Dahinter steht offenbar die Hoffnung, dass diese ihre Begabungen von selbst entwickeln. Dies ist aber erstens rechtswidrig, zweitens faktisch falsch und drittens langfristig schädigend. 1.	Begabte Kinder haben genauso wie alle anderen Kinder auch das gesetzliche Recht auf Förderung (siehe Paragraph 2 des Schulorganisationsgesetzes, 1962). Weiters fordert der Grundsatzerlass zur Begabtenförderung (2009): „Im Sinne der Chancengerechtigkeit hat die Schule die Aufgabe, auch die Lern- und Entwicklungsbedürfnisse der (hoch) begabten Schüler/innen wahrzunehmen und ihnen mit adäquaten pädagogischen und organisatorischen Maßnahmen Rechnung zu tragen.“ 2.	Die Begabungsforscher/innen sind sich einig, dass begabte Schüler/ innen ihre Talente eben nicht ohne Förderung optimal entwickeln können. Fördert man Begabte nicht, können ihre Begabungen verkümmern. Ihre Motivation kann in Desinteresse umschlagen – es besteht
sogar die Gefahr, dass sie zu Risikoschülerinnen und -schülern werden. 3.	Begabungen nicht zu fördern schädigt langfristig den Bildungs- und Wirtschaftsstandort Österreich. Bildungsministerin Sonja Hammerschmid (SPÖ) betonte selbst bei ihrer Antrittsrede im Parlament im Mai 2016: „Österreich verfügt über nahezu keine Rohstoffe, daher brauchen wir kluge Köpfe und hervorragende Ideen, Produkte und Dienstleistungen, die unserer Wirtschaft helfen. Diese klugen Köpfe gilt es zu entwickeln.“ Kluge Köpfe, begabte Schüler/innen, gilt es also zu unterstützen – sie entwi­ ckeln sich nicht von alleine. Im Hinblick auf die Zukunft Österreichs scheint es also etwas kurz gedacht, begabte Schüler/innen im Schulsystem weitgehend sich selbst zu überlassen.
Österreich hat im Vergleich sehr wenige Spitzenschüler/innen Dass es dringenden Handlungsbedarf gibt, zeigen die internationalen Studien TIMSS, PIRLS und PISA: Österreich hat im Vergleich einen sehr viel geringeren Anteil an Spitzenschülerinnen und -schülern als andere Länder. •	Die Mathematik-Vergleichsstudie TIMSS (2011) ergab einen Spitzenschüler/innen-Anteil von nur 2 Prozent (Kompetenzstufe 4), im Vergleich zu 8 Prozent in anderen Ländern (siehe Abb. unten).
MMAG. DR. CLAUDIA RESCH Geschäftsführerin des Österreichisches Zentrum für Begabtenförderung und Begabungsforschung.
•	Die Lesestudie PIRLS (2011) ergab, dass der Anteil leistungsstarker Volksschüler/innen im Lesen nur 5 Prozent betrug (Kompetenzstufe 4), womit Österreich die Schlussposition unter den 14 Vergleichsländern einnahm (ebd.). •	Die PISA-Studie (2012) zeigte, dass der Anteil der 15-jährigen österreichischen Spitzenschüler/innen erheblich geringer ist als etwa in Deutschland und der Schweiz: Österreich: 13 %, Deutschland: 18 %, Schweiz: 22 %. (Bruneforth, Lassnigg, Vogtenhuber, Schreiner & Breit, 2016). Die Autorinnen und Autoren des Bildungsberichts kommen hier selbst zur Schlussfolgerung: „Gerade in Mathematik fehlen Österreich aber jene Spitzenschüler/innen, welche in manch anderen Ländern, vor allem den teilnehmenden südostasiatischen Staaten, häufiger vertreten sind.“ (ebd., S. 154) Der Nationale Bildungsbericht erhebt den Anspruch, moderne Bildungspolitik und -steuerung zu unterstützen und zukünftige bildungspolitische Themen für den öffentlichen und wissenschaftlichen Diskurs aufzubereiten. Dazu gehört jedenfalls auch die Förderung begabter und leistungsstarker Schüler­ innen und Schüler.	■ Autorin MMAG. DR. CLAUDIA RESCH ist Geschäftsführerin Österreichisches Zentrum für Begabtenförderung und Begabungsforschung. claudia.resch@oezbf.at Literatur Bruneforth, M., Eder, F., Krainer, K., Schreiner, C., Seel, A. & Spiel C. (Hrsg.). (2016). Nationaler Bildungsbericht Österreich 2015, Band 2: Fokussierte Analysen bildungspolitischer Schwerpunktthemen. Graz: Leykam. Bruneforth, M., Lassnigg, L., Vogtenhuber, S., Schreiner, C. & Breit, S. (Hrsg.). (2016). Nationaler Bildungsbericht Österreich 2015, Band 1. Das Schulsystem im Spiegel von Daten und Indikatoren. Graz: Leykam. Suchan´, B., Wallner-Paschon, C., Bergmüller, S. & Schreiner, C. (Hrsg.). (2012). PIRLS & TIMSS 2011. Schülerleistungen in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaft in der Grundschule. Erste Ergebnisse. Graz: Leykam.
Länderergebnisse von TIMMS 2011. Quelle: TIMSS 2011, Darstellung: BIFIE (Suchan´, Wallner-Paschon, Bergmüller & Schreiner, 2012)
1	https://www.bka.gv.at/DocView.axd?CobId=53264 2	Vortrag an den Ministerrat am 17. November 2015 (https://www.bmbf.gv.at/ministerium/ vp/2015/20151117.pdf?55kaz6)
3 Fragen – 3 Antworten zum Thema besondere Begabung in Oberösterreich Dipl.Päd. Wolfgang Lanzinger Generalssekretär Verein Talente OÖ.
Wann spricht man von besonderer Begabung? Es gibt viele Begriffe um diese Eigenschaften bei Menschen zu beschreiben – man spricht von Talenten, Ausnahmetalenten, Talentierten, Begabten und letztendlich auch von Hochbegabten. Wobei gerade dieser Begriff mitunter polarisieren kann! Im Englischen spricht man von „High Potentials“ oder „Giftedness“ – diese Bezeichnungen bringen besser zum Ausdruck, dass besondere Begabung eigentlich ein Geschenk ist. Festgestellt wird besondere Begabung auf Grund der Beobachtungen von Pädagoginnen und Pädagogen in Kindergarten und Schule, sowie mit speziellen Testverfahren durch entsprechende PsychologInnen. Da sich besondere Begabung auch hinter auffälligen Verhaltensweisen der Kinder verstecken kann, ist es nicht immer einfach diese auch zu erkennen. Die Diagnose ist aber ein wichtiger Teil eines Unterstützungskonzeptes, denn sie ist die Basis für die richtigen Fördermaßnahmen durch Elternhaus, Kindergarten und Schule.
Was bedeutet das für eine Lehrkraft, wenn sie so ein Kind in der Klasse hat? Besonders begabte Kinder sind eine Bereicherung für die ganze Klasse und die Lehrkräfte, weil sie neugierig und interessiert sind. Eine große Herausforderung stellt der besondere Förderbedarf dar. Die Aufgabe des Vereins Talente OÖ. ist es die Lehrerinnen und Lehrer bei der Entwicklung spezieller und individueller Förderkonzepte zu unterstützen und zu begleiten. In den letzten Jahren wurden spezielle Förderkonzepte für die Grundstufe und Sekundarstufe I und II entwi­ ckelt. Daneben bieten wir auch jederzeit Einzelberatung für LehrerInnen, Schülerinnen und Schüler und Eltern bei speziellen Problemfeldern. Wir vermitteln auch den Zugang zu entsprechenden Aus- und Fortbildungsangeboten für Pädagoginnen und Pädagogen.
Welche Förderangebote bietet der Verein Talente OÖ. für Kinder und Jugendliche außerhalb des Schulalltages? Bereits in der Volksschule werden Regionalkurse in den Bildungsregionen angeboten welche den Kindern viele Möglichkeiten des zusätzlichen Wissenserwerbes und erste Einblicke in den Bereich forschendes Lernen ermöglichen. In der Sekundarstufe II gibt es neben den speziellen Talentförderkursen in der AHS und NMS mehrtägige Semi-
Verein Talente OÖ. die wichtigsten Fakten: •	Talente Zentrum Linz: Anastasius-Grün-Straße 26-28, 4020 Linz Telefonnummer 0723 26446, Email talente.ooe@eduhi.at Homepage www.talente-ooe.at •	1945 Schülerinnen und Schüler werden betreut •	93 Kursangebote pro Jahr •	Fünf Mitarbeiterinnen •	28 Talente Coaches und freie MitarbeiterInnen •	Präsident: DI Helmut Fallmann (Fabersoft) •	Kuratoriumsvorsitzender: LH Stv. Mag. Thomas Stelzer •	Geschäftsführung: LSI Mag. Günther Vormayr
nare in der Talente Akademie Schloss Traunsee. Neben den Präsenzkursen gibt es auch eine Onlinebetreuung der teilnehmenden Schüler. Ein weiteres, über Österreich hinaus beachtetes, Projekt ist die Kooperation mit der JKU – „Young Scientist“ – welches Schülerinnen und Schüler der Sek.I erste eigene Erfahrungen mit reiner Forschungstätigkeit ermöglicht. Vier Sommerakademien in den großen Ferien und die Projekt­ woche angewandte Mathematik runden das Förderkonzept ab.
In Oberösterreich soll keine Begabung unbemerkt bleiben und die Förderung von begabten jungen Menschen steht im Mittelpunkt!	■ Dipl.Päd. Wolfgang Lanzinger Hauptschullehrer für Englisch und Biologie, Geschäftsführung Buch-Zeit Lesekompetenzzentrum Wels, Generalsekretär Verein Talente OÖ.
Kreativwerkstatt brachte spannende Ergebnisse
Begabungs- und Begabtenförderung im Sommersemester 2016 an der VS der Franziskanerinnen Linz
ehrerinnen der VS der Franziskaner­ innen Linz boten im Sommersemester 2016 für besonders interessierte und begabte Schülerinnen und Schüler der Grundstufe II zusätzliche Begabungs- und Begabtenförderungsmaßnahmen an: In einer dritten Klasse konnten sich die Kinder interessengeleitet für themen­ spezifische Werkstätten „einschreiben“. Die Interessen der 25 Schülerinnen und Schüler wurden mittels Fragebogen ermittelt. Daraus ergaben sich die vier Themenschwerpunkte, aus denen die Kinder wählen konnten. Eingerichtet wurden zwei Forscherwerkstätten, eine Musik- und Bewegungswerkstatt sowie eine Kreativwerkstatt. Jede Werkstätte fand einmal pro Monat jeweils nachmittags statt. Die „Kurse“ wurden mit reger Begeisterung angenommen und die Motivation der Kinder war trotz des
freiwilligen Nachmittagsunterrichts sehr hoch. Reichlich experimentiert wurde in den Forscherwerkstätten, natürlich wurden die Forschungsergebnisse in einem Forscherbuch festgehalten. In der Musik- und Bewegungswerkstatt wurde Hip-Hop getanzt, mit Boomwhackers musiziert sowie der „Cup-Song“ einstudiert. Besondere Einblicke in die Farb- und Formenlehre gab die Kreativwerkstätte, auf Wunsch der Kinder wurden auch Kunstwerke aus Ton geformt. Außerdem wurde ein Spezialkurs mit Physik-Schwerpunkt angeboten, bei dem besonders begabte und interessierte Kinder aus allen vier Klassen der Grundstufe II teilnehmen konnten. Die jungen „Physikerinnen und Physiker“ erlangten erste Einblicke in die Natur­ wissenschaften, sie setzten sich „als Forscherinnen und Forscher“ intensiv mit
Doris Neubauer, BEd. Lehrerin an der VS der Franziskanerinnen Linz (VS-Lehrerin)
der Berechnung und Messung von Geschwindigkeiten, mit dem Aufbau von Materie sowie mit Temperatur- und Zustandsveränderungen auseinander. Vom Erfolg der Talente-Förderung waren die Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrerinnen begeistert. Die Kinder wünschten sich eine Fortführung dieser besonderen Begabungsförderung ganz im Sinne von Mihaly Czikszentmihalyi: „Glück ist im Grund nicht mehr, als seine Fähigkeiten zu hundert Prozent auszuleben.“	■
Freizeitbetreuung per Mausklick Onlineportal für Oö. Ganztagesschulen vorgestellt
„Oberösterreich setzt sich zum Ziel, den unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht zu werden und die ganztägigen Betreuungsformen am Bedarf der Kinder und Eltern zu orientieren,“ erklärt Bildungsreferent LH-Stv. Thomas Stelzer, warum er weiterhin darauf drängt, dass das Fördergeld des Bundes auch für den Ausbau von Hortplätzen verwendet werden darf. Um an den Ganztagsschulen auch im Freizeitteil ein attraktives Angebot zu
schaffen, hat das Land OÖ nun die Online-Plattform www.gts-freizeitbetreuung.at geschaffen. Das Portal bringt Anbieter und Schulen in Kontakt. So können Vereine online ihre Angebote bekannt geben, der Landesschulrat prüft die Qualität und die Schulen können sich aus diesem Pool das passende Angebot aussuchen. Schulen können dann je nach Themengebiet und Region, ganz einfach die passende Freizeitbetreuung wählen.	■
Wertekompass beitragen und ist daher auch für oö. ‚Ureinwohner‘ sinnvoll!“ Die Jugendlichen lernen Alltagssituationen nach dem Kriterium „staatliches Gewaltmonopol“ zu beurteilen und gehen der Frage nach, warum ein „demokratischer Rechtsstaat“ westlicher Prägung und die „Scharia“ unvereinbar sind. Oder, dass die Gleichberechtigung von Mann und Frau heutzutage ein unverzichtbares Prinzip von demokratischen Verfassungen ist. Die Wertekompass-Unterrichtsmaterialien können unter https://www. edugroup.at/praxis/portale/wertekompass-ooe.html heruntergeladen werden.	■
ast 30.000 Kinder werden in OÖ auch am Nachmittag betreut, in den 209 Horten sind es rund 12.000 Kinder. Der Rest wird in Ganztagsschulen betreut. Ganztägige Schulformen sind für viele Eltern und deren Kinder ein wichtiges Angebot zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Wichtig dabei ist, dass die Kinder und Jugendlichen diese Zeit in der Schule sinnvoll und qualitativ nutzen können und nicht bloß ihre Stunden absitzen.
it der großen Flüchtlingswelle sind auch in Oberösterreich neue, zusätzliche Herausforderungen zu bewältigen. Das Sozialsystem, das Miteinander, der Schulalltag, die Wohnungsfrage – all diese Bereiche sind einer verstärkten Beanspruchung ausgesetzt. Seit Beginn der Flüchtlingsbewegungen wurden tausende Flüchtlingskinder in den oberösterreichischen Schulen und Kindergärten aufgenommen. Alleine in das Pflichtschulsystem sind rund 2.150 Kinder eingetreten. Um diese herausfordernde Aufgabe im Klassenzimmer und in den Kindergärten zu bewältigen, wurde bereits im Mai dieses Jahres der Wertekompass vorgestellt. Dieser soll den oberösterreichischen Pädagoginnen und Pädagogen einen zuverlässigen Orientierungsrahmen in der Wertevermittlung bieten. „Die Idee für einen Wertekompass ist wegen der Flüchtlingswelle entstanden“, erklärte LH-Stv. Thomas Stelzer die Motivation, warum er neue Unterrichtsbehelfe in Auftrag gegeben hat. „Gesellschaft und Klassenzimmer wurden vielfältiger. Für ein friedvolles Zusammenleben braucht es daher Grundregeln und bei dieser Werteorientierung wollen wir die Pädagogen möglichst unterstützen.“
Gedacht ist der Wertekompass für Kindergärten und Volksschulen sowie für die Sekundarstufen I und II mit mehreren Modulen — und grundsätzlich gegliedert in sieben Kapitel: •	Unser humanistisches Menschenbild •	Gleichberechtigung aller Menschen vor dem Gesetz, Toleranz und Respekt •	Persönliche Freiheit, Verantwortung und Solidarität •	Mündigkeit und Demokratie •	Rechtssicherheit und Rechtsstaat •	Bildungsbereitschaft und kulturelle Begegnung •	Mensch und Natur „In jeder Altersstufe gibt es einen anderen Zugang, was im Kindergarten spielerisch funktioniert, setzt bei den Jugendlichen ab 13 Jahren schon ein höheres Niveau voraus“, präzisiert Christian Schacherreiter, ehemaliger Direkor des Peuer­bach Gymnasiums in Linz und federführend bei der Ausarbeitung des Wertekompasses. „Ziel ist es, dass alle Schüler mündige Bürger werden, die sprachlich und geistig fit sind. Dazu soll der
Kontinuität –
oder kann Schule wieder zur Ruhe kommen?
esuche in den Lehrerzimmern und die Gespräche mit den Kolleginnen und Kollegen vor Ort zähle ich zu den wichtigsten Aufgaben als Personalvertreter. Beratungen, Informationen, Hilfestellungen in dienstrechtlichen Fragen sind wichtig, ebenso wichtig sind die Rückmeldungen und Meinungen aus der Kollegenschaft. Da bin ich jedes Mal zu tiefst beeindruckt, was Lehrerinnen und Lehrer leisten, mit welch großem Engagement sie mit den Schülerinnen und Schülern arbeiten und Herausforderungen sei es bei Neuerungen oder der Integration von Kindern von Asylwerbern meistern. Es gibt aber auch genügend Stimmen, aus denen angesichts der ständigen zumeist unausgegorenen Reformvorschläge Resignation bzw. Demotivation zu hören sind. „Ich wünsche mir nichts mehr als Kontinuität in der Schule“, äußerte sich vor kurzem eine Kollegin und brachte damit den derzeitigen Zustand in der Bildungspolitik auf den Punkt.
Schule braucht Kontinuität und Verlässlichkeit
Gackern über nicht gelegte Eier Dass Schule auf gesellschaftliche Veränderungen reagieren muss, liegt auf der Hand und ich möchte keinesfalls dem Stillstand das Wort reden. Wenn jedoch Reformen seitens der Bildungspolitik mit starken Sprüchen wie „Da bleibt kein Stein auf dem anderen“ apostrophiert werden, macht sich bei mir, so wie wahrscheinlich bei vielen Kolleginnen und Kollegen Skepsis und zum Teil auch Ablehnung breit. Nicht deshalb, weil man grundsätzlich reformresistent ist, sondern vielmehr deshalb, weil die Fragen nach dem Nutzen und auch nach dem konkreten WIE zumeist unbeantwortet bleiben. Gerade in der Bildungspolitik kann ich mich seit längerem des Eindruckes nicht mehr erwehren, dass laut über Eier gegackert wird, die aber noch lange nicht gelegt sind. Alleine bei der nun so hochgepriesenen Bildungs­ reform fehlten bei der Bekanntgabe sämtliche Gesetzesentwürfe, die eigentlich Klarheit über die Umsetzung
geben müssen. Dass dabei im Vorfeld weder die Standesvertretung noch Experten aus der Lehrerschaft eingebunden waren, ist eigentlich die größte Zumutung an sich. Stellen Sie sich vor, eine renommierte Autofirma würde eine neue Automarke präsentieren mit der Ankündigung: „Wir wissen zwar noch nicht, wie es im Detail aussehen wird, aber es wird bestimmt ein ganz tolles Auto!“ Der Misserfolg wäre garantiert.
Eine Frage des Nutzens Die entscheidende Frage ist jedoch der Nutzen. Werden wirklich die Cluster, die Abschaffung sämtlicher Teilungs- und Eröffnungszahlen, die offene „Lehrerbörse“ die gewünschten Positiveffekte für die Schülerinnen und Schüler bringen? Man darf gespannt sein. Ruhig wird das sicher nicht über die Bühne gehen. Wobei ich wieder bei der Kontinuität bin, nach der die Lehrerinnen und Lehrer so Sehnsucht haben. Wie wäre es eigentlich gewesen, hätte man statt diesem aufgeblähten Reformwerk den Schulen eben nur die zusätzlich notwendigen Ressourcen für einen zweiten Lehrer in der ersten Schulstufe der Volksschule, für die Talenteförderung, für die Sonderpädagogik, für musisch-kreative Zusatzangebote, für Betreuung der Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten, für Administration und eben damit die notwendige Ruhe gegeben. Das verstehe ich unter Positiveffekte für die Schülerinnen und Schüler, um die es ja gehen muss und nicht um Organisation! Aber ich weiß, das kostet Geld – in die Zukunft gut investiertes Geld, das man nicht zur Verfügung stellen möchte. Da hat man doch eine kostenneu­ trale Bildungsreform lieber, vielleicht erspart man sich dadurch sogar etwas – Schade !	■ Walter Wernhart Vorsitzender des Zentralausschusses der Lehrerpersonalvertretung APS
Antwort: Grundsätzlich gehe ich davon aus, dass bei derartigen Diensteinteilungen eine konsensuale Lösung gefunden wird, zumal es in diesem Fall sinnvoll ist, schon vor der Beschlussfassung bezüglich Durchführung einer mehrtägigen Schulveranstaltung im Klassen- bzw. Schulforum die Planung über die teilnehmenden Lehrerinnen und Lehrer zu treffen. Ist nämlich einmal ein derartiger Beschluss gefasst worden, ist die Schulveranstaltung mit der entsprechenden Anzahl von Begleitpersonen durchzuführen.
Wie sieht nun jedoch diese Frage aus rechtlicher Sicht aus? Das Personalvertretungsgesetz sieht ganz klar vor, dass bei der Erstellung
des Dienstplanes einschließlich der Diensteinteilung das Einvernehmen mit dem Dienststellenausschuss – also der Personalvertretung – herzustellen ist, soweit sich diese auf einen längeren Zeitraum bezieht. Die Einteilung beispielsweise als Schikursleiter oder als Begleitperson stellt eine bedeutende – wenn auch vorübergehende – Änderung der Diensteinteilung im Sinne des Personalvertretungsgesetzes dar, die sich keineswegs auf einen ganz kurzen Zeitraum bezieht. Nun, dieses Einvernehmen wird dann als gegeben erachtet, wenn alle Betroffenen mit der Diensteinteilung einverstanden sind. Kommt es allerdings zu keiner konsensualen Lösung am Schulstandort, so hat die
Frage: Was sieht die gesetzliche Regelung vor, wenn ich als Landeslehrer/in eine Nebenbeschäftigung ausüben will? Was habe ich dabei zu beachten? Antwort: Meldepflicht: Landeslehrer/innen haben jede erwerbsmäßige Nebenbeschäftigung und jede Änderung einer solchen im Dienstweg zu melden. Eine Nebenbeschäftigung ist erwerbsmäßig, wenn sie die Schaffung von nennenswerten Einkünften in Geld- oder Güterform bezweckt. Tätigkeiten im Vorstand, Aufsichtsrat, Verwaltungsrat oder in einem sonstigen Organ einer auf Gewinn gerichteten juristischen Person des privaten Rechts haben Landeslehrer/innen jedenfalls zu melden.
Ein/e Landeslehrer/in darf keine Nebenbeschäftigung ausüben, die ihn/sie -	an der Erfüllung seiner/ihrer dienstlichen Aufgaben behindert -	die Vermutung seiner/ihrer Befangenheit hervorruft oder -	sonstige wesentliche dienstliche Interessen gefährdet.
Genehmigungspflicht: Landeslehrer/innen, -	deren Jahresnorm nach den §§ 45 oder 46 herabgesetzt worden ist oder -	die eine Teilzeitbeschäftigung nach dem Mutterschutzgesetz oder dem
Walter Wernhart Vorsitzender ZA Lehrerpersonalvertretung Tel.: 0732/718888-101 walter.wernhart@ ooe.gv.at
Lehrerin bzw. der Lehrer das Recht, sich an die Personalvertretung zu wenden. Das Einvernehmen kann dann erst hergestellt werden, wenn die neuerliche Diensteinteilung zur Zufriedenheit und Akzeptanz aller Beteiligten hergestellt worden ist. Dies gilt natürlich auch für Diensteinteilungen im Rahmen der Lehrfächerverteilung, des Stundenplanes bis hin zur Betrauung mit besonderen Funktionen, wie etwa mit der Schulleitung. Wird das Einvernehmen mit der Personalvertretung nicht hergestellt, sind die Entscheidungen auf der nächsthöheren Ebene von Schulbehörde (LSR) und Personalvertretung (Zentralausschuss) zu treffen.
Väter-Karenzgesetz (VKG) in Anspruch nehmen oder -	die sich in einem Karenzurlaub zur Pflege eines behinderten Kindes (§ 58 LDG) befinden, dürfen eine erwerbsmäßige Nebenbeschäftigung nur ausüben, wenn und insoweit die Dienstbehörde dies genehmigt. Die Genehmigung ist zu untersagen, wenn die Ausübung dieser Nebenbeschäftigung dem Grund der Herabsetzung widerspricht. Der Betrieb einer Privatschule oder einer Privatlehr- und Erziehungsanstalt sowie die Erteilung des
Frage: Kann ich als Lehrerin und Mutter von zwei kleinen Kindern zur Teilnahme an einer mehrtägigen Schulveranstaltung verpflichtet werden?
Privat­unterrichtes an Schüler/innen der eigenen Schule und die Aufnahme solcher Schüler/innen in Kost und Quartier bedarf der vorhergehenden Genehmigung.
Die Ausübung einer unzulässigen Nebenbeschäftigung oder Tätigkeit ist von der landesgesetzlich hiezu berufenen Behörde unverzüglich mit schriftlicher Weisung zu untersagen.
Frage: Ist eine freigestellte Leiterin/ein freigestellter Leiter erste Supplierreserve? Antwort: Freigestellte Leiter/innen, die eine fiktive Lehrverpflichtung haben (z.B. VS-Leiter mit 8 Klassen: 11 Stunden), sind grundsätzlich erste Supplierreserve. Diese Verpflichtung ist in § 51 Abs. 7 LDG geregelt. Erst wenn die freigestellte Leiterin/ der freigestellte Leiter durch Supplierung das Ausmaß der fiktiven Lehrverpflichtung erreicht hat, sind auch
andere Lehrer/innen zur Supplierung heranzuziehen (Erlass A1-3/2-09 vom 10.9.2009).
Für Vertragslehrer/innen und Lehrer/ innen im Pädagogischen Dienst sind diese gesetzlichen Regelungen auch anzuwenden.
schul- bzw. unterrichtsfreiem Tag. Ist eine freigestellte Leiterin/ein freigestellter Leiter während einer Woche dienstverhindert oder fallen in eine Woche schul- bzw. unterrichtsfeie Tage, so vermindert sich die Supplierverpflichtung dieser Leiterin/dieses Leiters um ein Fünftel pro Abwesenheitstag bzw. pro
Wenn allerdings schon vorhersehbar ist, dass Supplierungen an mehreren Tagen innerhalb einer Woche (z. B. bei Schulveranstaltungen oder längerem Krankenstand) notwendig sind, kann die Supplierreserve auf mehrere Tage aufgeteilt werden.
Frage: Ich habe bereits im letzten Schuljahr insgesamt 10 Jahre Lehrpflichtermäßigung aus beliebigem Anlass (§ 45 LDG) in Anspruch genommen. Für das jetzige Schuljahr habe ich wieder um Stundenreduktion (15 Stunden Unterrichtsverpflichtung) angesucht. Meine Direktorin hat mir mitgeteilt, dass nun von Amts wegen diese 15 Stunden dauernd wirksam sind. Stimmt das? Antwort: Laut § 45 Abs. 3 ist die Herabsetzung der Jahresnorm aus beliebigem Anlass für die Dauer eines Jahres oder eines Vielfachen eines Jahres
wirksam. Übersteigen die gesamten Zeiträume einer solchen Herabsetzung für eine Landeslehrerin/einen Landeslehrer insgesamt zehn Jahre, bleibt das zuletzt gewährte Ausmaß
der Herabsetzung ab diesem Zeitpunkt bis zu seiner allfälligen Änderung gemäß § 48 Abs. 2 dauernd wirksam. Gem. § 48 Abs. 2 LDG kann die Dienstbehörde auf Antrag der Landeslehrerin/des Landeslehrers eine Änderung des Ausmaßes oder die vorzeitige Beendigung der Herabsetzung der Jahresnorm bzw. Lehrverpflichtung nach den §§ 45, 46 oder 46a LDG verfügen, wenn keine wichtigen dienstlichen Interessen entgegenstehen.
Generalversammlung des CLV Oberösterreich Mittwoch, 30. November 2016, 9:00 bis 12:00 Uhr Design Center Linz
Leistung ohne Anstrengung?
ch bin überzeugt, dass unsere Gesellschaft ganze Menschen braucht, Menschen, die mit Erfolg und Misserfolg umgehen können. Menschen, die wissen, dass Siege ohne Niederlagen nicht möglich sind und dass es uns weder im Sport noch in der Gesellschaft weiterbringt, wenn es als Stigma erlebt wird, nicht zu den Siegern zu zählen.“ Toni Innauer: „Am Puls des Erfolgs“; Fahndorf 2010; Christian Seiler Verlag GmbH, Seite 253
Toni Innauers Zeiten im Österreichischen Skiverband als Springer, Trainer und Sportdirektor sind begleitet von überragenden Erfolgen aber auch von dramatischen Rückschlägen. Als „Mister Skisprung“ zählt der 1958 in Bezau im Bregenzerwald geborene Olympiasieger und Weltrekordler zu den Ikonen des österreichischen Sports. Seine Visionen für den Nordischen Skisport führten zu revolutionären Änderungen im internationalen Skispringen. Mit seiner Lebenserfahrung und seinem Fachwissen begeistert er als Buchautor, Kolumnist und Referent.
GENERALVERSAMMLUNG Rahmenprogramm:
Foto: BMWFW
LH-Stv. Bildungslandesrat Mag. Thomas Stelzer
Moderation: Angesichts jüngster Tendenzen in der Bildungspolitik stellt sich zunehmend die Frage: „Lohnt sich Leistung? Soll man sie fordern? Messen? Vergleichen? Bewerten? Honorieren?“ In seinem mit Spannung erwarteten Referat wird uns der Olympiasieger und erfolgreiche Trainer und Sportmanager Mag. Anton Innauer diese Frage aus seiner Sicht beantworten! Der Titel seines Referates lautet: „Nicht das Leis­ tungsprinzip verdirbt den Menschen, sondern umgekehrt!“
Mag. Sabine Lindorfer
Um 8:00 Uhr laden wir Sie zum Besuch des ökumenischen Gottesdiensts in den Kongresssaal des Design Centers Linz herzlich ein.
Frage: Welche Regelungen muss ich mit einem befristeten Dienstvertrag im Falle eines Krankenstandes beachten? Antwort:
Krankenstand mit befristetem Dienstvertrag – Dauer und Folgen Dauer des Krankenstandes
Als Vertragslehrer/in mit einem be­fristeten Dienstverhältnis bestehen folgende Fristen, die es zu beachten gilt, wenn der Fall eines Krankenstandes eintritt:
Ansprüche (§ 24 VBG und § 91a VBG)
bis 42 Kalendertage
volles Monatsentgelt
weitere 42 Kalendertage
halbes Monatsentgelt + Krankengeld durch die LKUF
Einstellung der Bezüge (die Fortzahlung des Krankengeldes der LKUF richtet sich nach der Dauer des Dienstverhältnisses – im Anlassfall bekommt man eine detaillierte Information durch das Kundenservice der LKUF)
Frage: Ich möchte mit 62 Lebensjahren die Korridorpension antreten und habe die dafür notwendige ruhegenussfähige Gesamtdienstzeit von 40 Jahren bis dahin erreicht. Ab wann kann ich mit der Auszahlung der Jubiläumszuwendung rechnen? Antwort:
Wie bisher kann eine Jubiläumszuwendung (gemäß § 20 c Abs. 1 Gehaltsgesetz) nach 25 Jahren (zweifacher Monatsbezug) und nach 40 Jahren (vierfacher Monatsbezug) gewährt werden (persönlicher Jubiläums-
stichtag!). Bei den vorzeitigen Pensionierungen nach der Korridorpension, nach der Langzeitversichertenregelung („Hacklerregelung“) bzw. einer Pensionierung wegen Dienstunfähigkeit gebührt die Jubiläumszuwendung auch erst bei Erreichen von
Nach Kürzung des Monatsentgeltes ist bei der OÖ. LKUF das Krankengeld zu beanspruchen – die Auszahlung erfolgt automatisch. Alle Lehrer­ innen und Lehrer, die bei der OÖ. LKUF sozialversichert sind, er­halten das Krankengeld von der OÖ. LKUF. Eine weitere Dienstverhinderung innerhalb von 6 Monaten gilt als Fortsetzung des Krankenstandes. Wenn es zur Einstellung der Bezüge kommt, wird das befristete IIL-Dienstverhältnis aufgelöst. Für Lehrerinnen und Lehrer im pädagogischen Dienst/Dienstrecht NEU erfolgt die Auflösung des Dienstverhältnisses erst mit Ablauf des befristeten Vertrages (siehe Datum am Dienstvertrag).
dafür anrechenbaren 40 Dienstjahren (noch im Aktivstand!). Wer also vorher den Ruhestand antritt, verzichtet damit auf diese Zuwendung. Die bis 31. Dezember 2011 gültigen Ausnahmeregelungen für diese Modelle gibt es nicht mehr. Bitte erkundigen Sie sich vor dem tatsächlichen Pensionsantritt beim Landesschulrat für OÖ (0732 - 70 71, Anweisungsabteilung des jeweiligen Bezirkes) über den aktuellen Zeitpunkt des Anfalls der Jubiläumszuwendung. Die Auszahlung der Jubiläumszuwendung erfolgt zweimal im Kalenderjahr, und zwar im Jänner (Jubiläum von Juli bis Dezember) und Juli (Jubiläum von Jänner bis Juni). Ein Ansuchen ist nicht erforderlich.
Resolution zum „Autonomiepaket“ (einstimmig beschlossen in der Sitzung der Bundesleitung 10 am 24. Oktober 2016 in Wien) Letzte Woche wurde im Ministerrat auf Vorschlag von Bildungsministerin Dr. Sonja Hammerschmid und Staatssekretär Dr. Harald Mahrer ein Ministerratsvortrag beschlossen, der unter dem Schlagwort „Autonomie“ Gesetzesvorschläge zur Folge haben könnte, die negative Auswirkungen auf die Qualität der Schulen in ganz Österreich haben werden. Sobald diese vorliegen, wird die Bundesleitung 10 diese natürlich noch im Detail bewerten. Zu zwei geplanten Maßnahmen hält die Bundesleitung 10 fest: •	Die ersatzlose Streichung der Klassenschülerhöchstzahl lässt angesichts knapper Ressourcen größere Klassen und damit erhebliche päda­ gogische Qualitätseinbußen be­fürchten. Wie die propagierte „Individualisierung“ bei noch größeren Klassen gelingen soll, bleibt im Ministerratsvortrag unbeantwortet. In den meisten Schulen wird es daher ohne zusätzliche Ressourcen gar keine Autonomiespielräume
geben. Wir brauchen also eine bedarfsgerechte und nachhaltig gesicherte Ressourcenzuteilung für jeden Standort. Diese Form der Mittelzuteilung wurde auch im Mai 2016 am Bundestag der Gewerkschaft der Pflichtschullehrerinnen und Pflichtschullehrer in unser Arbeitsprogramm aufgenommen. •	Schulpartnerschaft hat in den letzten Jahrzehnten viel zum Gelingen von Schule beigetragen. Jetzt sollen Entscheidungen am Standort unter dem Schlagwort „Autonomie“ von den künftigen Schulleitungen bzw. Schulclusterleitungen alleine getroffen werden. Die vorgesehene Streichung von Mitbestimmungsrechten widerspricht unserem demokratischen Selbstverständnis und der gelebten Vereinbarungskultur an unseren Schulen. Auf Kontrollrechte durch schulpartnerschaftliche Gremien kann daher auch im Sinne der Qualitätssicherung nicht verzichtet werden.
Paul Kimberger Bundesvorsitzender der Lehrergewerkschaft, Generalsekretär des CLV OÖ
Mit der Positionierung von Clusterleitungen als Dienst- und Fachaufsicht sind die Rechte der Personalvertretung zu stärken. Im Falle von Verstößen gegen dienst- und schulrechtliche Bestimmungen müssen in einer rechtsstaatlichen Ordnung Personalvertretungsorgane über verstärkte Interventions- und Sanktionsmöglichkeiten verfügen. Die Gewerkschaft Pflichtschullehrerinnen und Pflichtschullehrer fordert die Bundesregierung auf, die im Rahmen ihres „Autonomiepakets“ geplanten Maßnahmen zur Klassenschülerhöchstzahl und den Mitbestimmungsrechten von Schulpartnern im Sinne unserer Einwände umgehend zu adaptieren.
Für die Bundesleitung 10 Paul Kimberger Martin Höflehner Thomas Bulant Wien, 24. Oktober 2016
E-Mail vom 20.10.2016 an BM Dr. Sonja Hammerschmid Sehr geehrte Frau Bundesministerin! Auf Grund zahlreicher Anfragen bezüglich der Pressekonferenz am Dienstag, 18. Oktober 2016 nach dem Ministerrat zum Thema „Minis­terratsvortrag zum Autonomiepaket“ möchte ich Sie bei allem Respekt darauf hinweisen, dass Ihre Aussagen „Das ist abgeklärt“ und „Die Bedenken konnten wir weitgehend ausräumen“ auf eine Journalistenfrage bezüglich geäußerter Befürchtungen der Lehrergewerkschaft zumindest für meine Person nicht der Wahrheit entsprechen.
Wahr ist viel mehr, dass mir ein einziges Mal – und zwar am 4. Oktober 2016 – in einem knapp einstündigen Gespräch das geplante „Autonomiepaket“ durch GS Mag. Andreas Thaller und einem seiner Mitarbeiter oberflächlich und nur beispielhaft beschrieben wurde, ohne inhaltlich auf den geplanten Ministervortrag einzugehen. Meine damaligen Bedenken gegen die Einschränkung der Schulpartnerrechte und den Wegfall der Klassenschülerhöchstzahl (u. a.) wurden von Ihrem Haus bedauerlicherweise ignoriert,
wie ich nun feststellen musste. Von „Abklärung“ und dem „weitgehenden Ausräumen von Bedenken“ kann also keine Rede sein. Ich ersuche Sie, sorgsamer mit Ihren Worten umzugehen und verbleibe hochachtungsvoll Paul Kimberger Vorsitzender der Gewerkschaft Pflichtschullehrer/innen Vorsitzender der ARGE Lehrerinnen und Lehrer
Leitantrag „Bildung“
Der Leitantrag wurde von den Bundesvorsitzenden der 5 Lehrergewerkschaften eingebracht und von den Delegierten des 17. Bundeskongresses der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst vom 10. – 13. Oktober 2016 in Wien mit überwältigender Mehrheit beschlossen. Damit haben wir gemeinsam Programm und Ziele für die nächsten 5 Jahre festgelegt. Ich werde jedenfalls wieder „mit Leidenschaft für unsere Lehrerinnen und Lehrer“ darum kämpfen.
Prämissen Es ist unter anderem Aufgabe der Bildungspolitik, für Chancengerechtigkeit zu sorgen. Ein vielfältiges Bildungs­ system soll den unterschiedlichen Interessen, Neigungen und Fähigkeiten unserer Kinder und Jugendlichen gerecht werden, diese optimal fördern und unter dem Motto „kein Abschluss ohne Anschluss“ durchlässig sein. Sowohl städtische als auch ländliche Regionen stehen in Österreich vor sehr unterschiedlichen An- und Herausforderungen. Die Bildungspolitik hat einen gemeinsamen Rahmen zu schaffen, in dem vor Ort maßgeschneiderte Konzepte und autonome Problemlösun-
gen ihren Platz finden. Denn Probleme können am besten dort gelöst werden, wo sie entstehen. Bildung ist nicht ohne Leistung und Anstrengung zu erreichen. Um den Anforderungen des zukünftigen Lebens gerecht werden zu können, braucht man Zielstrebigkeit, Übung und Ausdauer. Das macht nicht immer Spaß, aber die Mühe wird meist mit der Freude am Erfolg belohnt. Diesen Zusammenhang kennt jeder von uns, nur beim Thema Bildung wird er zunehmend vernachlässigt. Zur erfolgreichen Bewältigung gestellter Aufgaben und Ziele bedarf es in allen schulischen Bereichen entsprechend guter Rahmenbedingungen. Neben
einer modernen Infrastruktur benötigen Lehrerinnen und Lehrer auch geeignete Werkzeuge und Mittel, um ihre gesetzlichen Aufträge – Wissensvermittlung und Erziehung – erfüllen zu können.
Zukunftsinvestitionen in die (Aus-) Bildung der jungen Generationen Sparen an der (Aus-)Bildung der Kinder und Jugendlichen ist kurzsichtig und hat nachhaltig negative Auswirkungen auf unsere Gesellschaft. Wer an der Bildung spart, riskiert hohe Folgekosten. Wer zukünftige Erfolge will, muss in innovative Strategien und Lösungen investieren und benötigt dazu Geld und keine „Sparpakete“ in den Schulen. Unsere Gesellschaft braucht global denkende und lokal agierende Men-
Leitantrag Bildung Schularten. Diese Einsicht muss in ein klares Bekenntnis zur hohen Professionalität und Expertise der österreichischen Lehrerinnen und Lehrer und zu entsprechenden Investitionen in allen pädagogischen und organisatorischen Bereichen der einzelnen Schultypen münden. Im OECD-Mittel sind die Investitionen ins Schulwesen zwischen 1995 und 2012 leicht gestiegen (von 3,6 auf 3,7 % des Bruttoinlandsprodukts). In Österreich hingegen wurden sie um ein Viertel reduziert (von 4,2 auf 3,1 % des BIP). Österreich fehlen damit laut OECD für eine lediglich mittelmäßig hohe Finanzierung des Schulwesens 0,6 % des BIP – das sind zwei Milliarden Euro, die dem österreichischen Schulwesen jährlich vorenthalten werden.
schen, die ihre gesellschaftliche Verantwortung privat, öffentlich und im Beruf wahrnehmen. Langfristig erfolgreich ist, wer neue Ideen hat, sozial und ökologisch verantwortlich handelt, an Mitmenschen denkt, investiert, erfindet und kreativ ist. Schülerinnen und Schüler benötigen daher beste Lernbedingungen, damit sie ihr Potential als leistungsorientierte, teamfähige und sozial handelnde Mitglieder der Gesellschaft voll einbringen können. Die österreichischen Schulen wirken entsprechend ihrem gesetzlichen Auftrag mit, die Anlagen der Jugend nach den sittlichen, religiösen und sozialen Werten sowie nach den Werten des Wahren, Guten und Schönen zu entfalten. Die Kinder und Jugendlichen „sollen zu selbständigem Urteil, sozialem Verständnis und sportlich aktiver Lebensweise geführt, dem politischen und weltanschaulichen Denken anderer aufgeschlossen sein sowie befähigt werden, am Wirtschafts- und Kulturleben Österreichs, Europas und der Welt Anteil zu nehmen und in Freiheits- und Friedensliebe an den gemeinsamen Aufgaben der Menschheit mitzuwirken“. (§ 2 Abs. 1 Schulorganisationsgesetz) Die Zeit ist reif für eine Besinnung auf den hohen Stellenwert aller unserer
Erfolgreiche Schule setzt sehr gut ausgebildete und motivierte Lehrerinnen und Lehrer voraus. Dafür müssen die Rahmenbedingungen stimmen. Allzu oft bedienen Politik und Medien mit populistischen Sagern über die Arbeitszeit von Lehrerinnen und Lehrern den Neidkomplex. Die jährliche Unterrichtszeit von Österreichs Lehrerinnen und Lehrern entspricht aber in der Volksschule dem internationalen Durchschnitt, in der Sekundarstufe liegt sie rund 7,6 % darunter. Betrachtet man allerdings die Gesamtarbeitszeit, so liegt diese in allen Schulbereichen 11,6 % über dem EU-Durchschnitt. Das wird jedoch Österreichs Pädagoginnen und Pädagogen nicht durch eine höhere Entlohnung abgegolten. Im Gegenteil! Im PISA-Musterland Südkorea verdienen Lehrer um 36 % mehr als andere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit tertiärer Ausbildung. In Deutschland oder Finnland ist das Lohnniveau der Lehrerinnen und Lehrer etwa gleich hoch wie das von Universitäts- oder Hochschulabsolventen. In Österreich hingegen liegt es um unglaubliche 40 % darunter! (Diese Zahlen sind offizielle Zahlen, die von den nationalen Unterrichtsministerien der OECD genannt werden.) Die psychischen Belastungen im Lehrberuf sind hoch. Ein Viertel der Pädagoginnen und Pädagogen ist überlas­ tet bzw. gehört sogar der Burnout gefährdeten Risikogruppe an. Am meisten belastet sind Lehrerinnen und Leh-
rer durch die ihnen „übertragene“ Aufgabe, alle gesellschaftlichen Missstände zu kompensieren, durch auffälliges Verhalten, mangelnde Disziplin und zu geringe Leistungsbereitschaft von Schülerinnen und Schülern. Daran hat sich von der Arbeitszeitstudie „LehrerIn 2000“ bis zur GÖD-Belastungsstudie 2016 nichts geändert. Die hohe Belastung liegt auch in der mangelnden Unterstützung für Österreichs Lehrerinnen und Lehrer begründet. Um wenigstens internationales Mittelmaß zu erreichen, fehlen hierzulande 13.500 Vollbeschäftigte als Support­ personal. Um für skandinavische Verhältnisse zu sorgen, müssten sofort 23.500 vollbeschäftigte Supportkräfte angestellt werden, wie der TALIS-Studie der OECD zu entnehmen ist.
Beherrschung der Unterrichtssprache Die Beherrschung der Unterrichts­ sprache ist Voraussetzung für den Bildungserwerb. Kinder und Jugendliche müssen das der jeweiligen Schulstufe entsprechende Kompetenzniveau in der Unterrichtssprache aufweisen, um dem Unterricht folgen zu können. Ist dieses nicht vorhanden, haben sie so lange Sprachförderung zu erhalten, bis sie die erforderlichen Sprachkenntnisse erworben haben. Besonders wichtig sind hier auch Angebote der vorschulischen Sprachförderung im Bereich der Frühkind- und Elementarpädagogik.
Vertrauen in Österreichs Schulen und in ihre Lehrerinnen und Lehrer Die österreichischen Schulen sind der Ort, an dem zukunftsorientiertes, nachhaltiges und gemeinschaftliches Lernen erfolgreich gefördert und gelebt wird. Unter teilweise sehr schwierigen Rahmenbedingungen werden pädagogische Konzepte entwickelt, damit Kinder und Jugendliche, die aus allen gesellschaftlichen Schichten zusammentreffen, grundlegende soziale Fähigkeiten wie Solidarität, Gerechtigkeit und den
Leitantrag Bildung Umgang mit Unterschieden erwerben, Talente und Begabungen ausbauen und innovative Ideen umsetzen können. Lehrerinnen und Lehrer leisten hervorragende Arbeit und hätten sich mehr Unterstützung durch Politik, Medien und der Öffentlichkeit verdient. Jede einzelne Schulart bietet unseren Kindern und Jugendlichen ganz spezifische Möglichkeiten und Perspektiven. Ständige Diskussionen über schulorganisatorische Änderungen bis hin zur Abschaffung einzelner Schularten (Sonderschulen, Polytechnische Schulen, Gymnasien) sind kontraproduktiv und schaden dem Vertrauen in unser gutes Schulsystem. Für eine sinnvolle und positive Weiterentwicklung brauchen wir vor allem Kontinuität und Stabilität.
Für uns ergeben sich insbesondere folgende Forderungen: •	Im Zentrum der Bildungspolitik stehen für uns Kinder und Jugendliche und das, was ihnen in der Schule vermittelt werden soll. Ständige Diskussionen über nebensächliche Fragen der Schulorganisation und Schulverwaltung binden unnötig Energien und verhindern so oftmals sinnvolle Weiterentwicklungen in pädagogischen Bereichen. Wir brauchen eine Konzentration auf das Wesentliche. •	Wir verlangen eine nachhaltige Bildungspolitik, die die Bildungswissenschaft und die Lehrerinnen und Lehrer als die Expertinnen und Experten der Praxis bei allen Überlegungen zur Weiterentwicklung unseres guten Schulsystems von Beginn an einbezieht. •	Die Österreichs Schulen zur Verfügung gestellten Lehrerinnen- und Lehrerstunden sind so zu erhöhen, dass alle rechtlichen Vorgaben (beispielsweise Klassen- und Gruppengrößen) eingehalten, schulautonome Schwerpunktsetzungen an jedem Standort vorgenommen und ein vernünftiges Ausmaß an Begabungsund Talenteförderung über das gesamte Leistungsspektrum angeboten werden können. •	Österreichs Schulen brauchen Unterstützungspersonal im pädagogischen und administrativen Bereich in einem Ausmaß, das zumindest dem Durchschnitt der OECD-Länder entspricht.
•	Es darf keinesfalls zu einer Erhöhung der Unterrichtsverpflichtung und damit zu einer weiteren Erhöhung der Gesamtarbeitszeit der Lehrerinnen und Lehrer kommen. Wenn die Gesellschaft der Schule zusätzliche Aufgaben überträgt, muss für deren Bewältigung auch zusätzliches Personal und ausreichende Ressourcen zur Verfügung gestellt werden. •	Die demokratischen Mitwirkungsrechte der Lehrerinnen und Lehrer dürfen keinesfalls eingeschränkt werden und sollten bei einem allfälligen Ausbau der Schulautonomie entsprechend erweitert werden. Die gesetzlichen Mitbestimmungsrechte aller Schulpartnerinnen und Schulpartner sind an jedem Standort in vollem Umfang zu wahren und gegebenenfalls weiter zu entwickeln. •	Lehrerinnen und Lehrer sind bei ihren erzieherischen Aufgaben durch praxisgerechte Modelle und wirksame Maßnahmen zu unterstützen. •	Der derzeit bestehende 2,7 %-Deckel (FAG) für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf ist aufzuheben und den realen Gegebenheiten an den Standorten anzupassen. Kinder und Jugendliche mit sozial-emotionalen und körperlichen Auffälligkeiten sind dabei genau so zu berücksichtigen wie Hochbegabte (sonderpädagogischer Förderbedarf über das gesamte Leis­tungsspektrum). •	Zur besseren Förderung von Kindern und Jugendlichen mit ganz besonderen Bedürfnissen müssen trotz aller inklusiver Bestrebungen unsere sonderpädagogischen Spezialeinrichtungen und Unterstützungssysteme nicht nur erhalten, sondern auch fachspezifisch weiter ausgebaut werden. •	Eine Ausweitung von Maßnahmen zur Sprachförderung von Schülerinnen und Schülern mit nicht ausreichender Kenntnis der deutschen Sprache ist unbedingt notwendig. Ein ganz besonderer Schwerpunkt sollte dabei auf den Bereich der Frühkind- und Elementarpädagogik gelegt werden. Die dafür nötigen Ressourcen müssen zusätzlich bereitgestellt werden. Das gemeinsame Ziel muss dabei sein, dass alle Schülerinnen und Schüler die deutsche Sprache so erlernen, dass sie dem
Unterricht inhaltlich folgen können und ihre Integration in unsere Gesellschaft nicht an Sprachdefiziten scheitert. Das muss für alle in Österreich lebende Kinder und Jugendliche gelten, unabhängig von Migrationshintergrund und allfälligem Asylstatus. •	Ein weiterer Ausbau ganztägiger Schulformen auf freiwilliger Basis unter strikter Berücksichtigung qualitativ hochwertiger organisatorischer, pädagogischer und räumlicher Rahmenbedingungen für Schülerinnen und Schüler, deren Eltern und Lehrerinnen und Lehrer ist vorzusehen. •	Zur besseren Unterstützung und Förderung der Kinder und Jugendlichen muss der Informationsaustausch an allen Nahtstellen (Kindergarten – Volksschule und folgende) durch Schaffung bzw. Ergänzung der gesetzlichen Bestimmungen erleichtert werden. •	Nicht nur Lehrerinnen und Lehrer, sondern auch Personen in Leitungsfunktionen sind mit steigender Arbeitsbelastung aufgrund ständig wachsender Anforderungen und Erwartungen konfrontiert. Die Zahl der Bewerbungen für Leitungsfunktionen nimmt deshalb kontinuierlich ab. Wir fordern daher dringend eine Neubewertung und Attraktivierung der Leitungsfunktionen im Schulwesen, bei der auch international vergleichbarer administrativer Support vorzusehen ist.
Wir wehren uns ... •	... gegen zu große Klassen, zu hohe Unterrichtsverpflichtungen und nicht zufrieden stellende Betreuungsverhältnisse, weil wir den Bedürfnissen aller Kinder und Jugendlichen gerecht werden wollen und diese Leistung nicht auf Kosten unserer Gesundheit gehen darf. •	... gegen die ständige Überwälzung von zusätzlichen Aufgaben, ohne notwendige zusätzliche personelle und finanzielle Ressourcen zur Verfügung zu stellen bzw. ohne die Sinnhaftigkeit und Zweckmäßigkeit dieser Aufgaben entsprechend zu überprüfen. •	... gegen den Abbau von Unterrichts-, Förder- und Ergänzungsangeboten, weil unsere Kinder und Jugendlichen das Recht auf eine optimale Ausbildung und eine seriöse Vorbereitung auf ihr zukünftiges Leben haben.	■
Sektion Elementarpädagogik
Die Zukunft liegt in der SEP Elementarpädagogik präsent machen Am 4. Juli 2016 wurde die Sektion Elementarpädagogik (SEP) im CLV gegründet. Das neue Vorstandsteam der Sektion, das die Interessen der Pädagoginnen und Pädagogen in Kinderbetreuungseinrichtungen vertritt, stellt sich vor:
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Cornelia Pö
ttinger Betriebsratsvo rsitzende OÖ Hilfswerk GmbH, (Stv. Vorsitzen de des Wirtschaftsber eiches Gesun dheit und Soziales, Vizebürgermei sterin)
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Renate Kriegl
derPfarrcaritaskin Leiterin eines erin rd fö ch ra gartens und Sp
Leiterin des Kindergartens Leonfel dner Straße, Magistrat der Stadt Linz (seit 200 3) ECHA Diplom Univ. Nijmegen NL, Lektorin an der Johannes Kepler Universität Linz
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Lehrerin für Didaktik/Praxis und Abteilungsvortständin der BAKIP Steyr
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Der Vorstand der SEP setzt sich aus sehr engagierten Frauen zusammen, die alle ein Ziel vor Augen haben: Die Elementarpädagogik präsent zu machen.	■
Von der Schnittstelle über Bildungsbrücken zum Netzwerk Am 4. Juli 2016 wurde eine neue Sektion im CLV gegründet: Die Sektion Elementarpädagogik (SEP).
er Vorstand der Sektion setzt sich aus sehr engagierten Frauen zusammen, die alle ein Ziel vor Augen haben: Die Elementarpädagogik präsent zu machen. Dazu bedarf es so mancher Erklärung: So wie auch im Oö Kinderbetreuungsgesetz verankert, versteht man unter Kinderbetreuungseinrichtungen „Eine Einrichtung zur regelmäßigen voroder außerschulischen Bildung, Erziehung, Betreuung und Pflege von Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren in Gruppen für einen Teil des Tages in dafür geeigneten Räumlichkeiten und durch das dafür fachlich geeignete Personal“ Da der Begriff der Elementarpädagogik eine Fachrichtung der Pädagogik beschreibt, die sich auf die Altersgruppe der unter 6-Jährigen bezieht, die Elternschaft sowie die befassten Institutionen und die spezifischen Aufgaben der Erziehung konzentriert, ist der
Begriff zwar für Krabbelstuben und Kindergärten ausreichend, bezieht jedoch die Horte nicht mit ein. Der bundesländerübergreifende BildungsRahmenPlan (BRP) für elementare Bildungseinrichtungen in Österreich ist im Bundesland OÖ aber auch für Horte relevant und so kann der Begriff auch auf die Horte ausgeweitet werden. In OÖ können wir im Elementar­ bereich auf eine qualitätsvolle Arbeit blicken und stolz darauf sein, dass wir als einziges Bundesland seit dem Arbeitsjahr 2015/16 ein Selbstevaluierungsinstrument (SEI) implementiert haben, das Pädagog/inn/en zu einer schrittweisen Optimierung der Bildungsarbeit anregt. Die „Pädagogischen Qualitätsmerkmale“ des SEI sind eng an die Inhalte des BRP angelehnt. Sechs Bildungsbereiche sowie die Prinzipien Transitionen und Bildungspartnerschaft stellen die acht Kapitel des SEI dar. Im Zuge der ersten Bearbeitung des
Instrumentes, machten viele Teams die Feststellung, dass trotz bereits guter Zusammenarbeit mit den Schulen Handlungsbedarf besteht und so versuchten viele Teams die Kooperation zwischen Kindergarten und Schule verstärkt zu intensivieren. Es muss jedoch betont werden, dass es bereits viele Einrichtungen gibt, die schon jahrelang Formen der Zusammenarbeit zwischen Kindergarten und Schule intensiv betreiben. Im Arbeitsjahr 2015/16 wurde auf Initiative von Landeshauptmannstellvertreter Mag. Thomas Stelzer entschieden, dass im Bundesland OÖ ein Bildungskompass OÖ erarbeitet werden soll, indem die Kompetenzen der Kinder im letzten Kindergartenjahr durch eine stärkenorientierte Beschreibung in den jeweiligen Kinderbetreuungseinrichtungen transparent gemacht werden sollen. Im Arbeitsjahr 2016/17 startet ein Pilotprojekt, an dem sich 94 Kindergartenteams beteiligen. Das Pilotprojekt soll im Frühjahr 2017 evaluiert werden. Die Entwicklung des Kindes im verpflichtenden, letzten Kindergartenjahr wird anhand des Bildungskompasses OÖ, der als Orientierungsrahmen z. B. für Bildungs- und Lerngeschichten dient, oder eine kompetenzorientierte Beschreibung darstellt, reflektiert. Die Beobachtungsergebnisse werden den Eltern im Kindergarten im Rahmen eines Entwicklungsgespräches transparent gemacht. Somit haben die zukünftigen Lehrer und Lehrerinnen der Kinder den Entwicklungsstand, Kompetenzen, Potenziale, Interessen und Begabungen der Kinder in die Planung und Umsetzung durchgängiger Fördermaßnahmen in der Grundschule einzubeziehen. Das bedeutet in Folge eine intensive Zusammenarbeit zwischen Kindergarten und Schule, was wiederum folgende Fragen aufwirft: •	Verstehen „wir“ (Elementar- und Grundschulpädagog/inn/en) einander? Kommunizieren „wir“ auf der gleichen Ebene? •	Werden die Elementarpädagog/inn/ en mit ihrem fachlichen Wissen „gehört“? •	Hat der Begriff LERNEN in der Elementarpädagogik und in der Grundschulpädagogik die gleiche Bedeutung?
•	Was bedeuten für Elementar- und Grundschulpädagog/inn/en die Lerndispositionen: -	interessiert sein -	engagiert sein -	standhalten bei Herausforderungen und Schwierigkeiten -	sich ausdrücken können und mitteilen -	an einer Lerngemeinschaft mitwirken und Verantwortung übernehmen •	Welche Maßnahmen finden „wir“, um die Transition vom Kindergarten in die Schule zu gestalten, um das Kind dort „abzuholen“ wo es steht? •	Was machen wir mit Eltern, die keine
Unterlagen im Zuge der Schülerinnen- und Schülereinschreibung vorlegen? •	Haben diese Eltern mit Sanktionen zu rechnen? •	Brauchen wir nicht doch endlich eine gemeinsame Ausbildung?
Fragen über Fragen, die es zu klären gilt! Das sind vor allem jene Fragen, mit denen wir uns besonders intensiv im Vorstand der Sektion Elementarpädagogik beschäftigen wollen, die wir aber auch genauso nach „außen“ präsent machen wollen, um zu einem Konsens zu gelangen.
Ingrid Heinrich Vorsitzende der Sektion Elementarpädagogik
„Schnitt- oder Nahtstellen“ werden meist mit Schere und Nadel bearbeitet, ich denke wir brauchen in erster Linie Brücken um Verbindungen zu schaffen, wir benötigen BILDUNGSBRÜCKEN, um uns dann „an neuen Ufern“ schließlich und endlich – ■ einmal zu VERNETZEN!
Eine Tagesfahrt im Rahmen des CLV-Seminarprogramms
er englische König Richard Löwenherz war wohl eine der berühmtesten Figuren des Mittelalters und seine Lebensgeschichte ist eng verbunden mit den Kreuzzügen und der Burg­ ruine Dürnstein in der Wachau. Am 4. Juni 2016 machten sich 30 interessierte CLV-Mitglieder unter der Leitung von Frau Sigrid Leeb auf den
Weg, um diesen malerischen Ort zu besuchen. Auf der Hinfahrt im Bus wurden als Einführung folgende Themen erläutert: •	Warum kam es zu den Kreuzzügen? •	Wie war deren Verlauf? •	Warum kam es zum Streit zwischen Richard und dem österreichischen Herzog Leopold V?
Auf den Spuren von Richard Löwenherz & Sänger Blondel
Vor Ort besuchte die Gruppe zuerst einmal das heute aufgehobene AugustinerChorherrn-Stift in Dürnstein, dessen markanter blauer Turm heute das Wahrzeichen der Wachau ist. Der barocke Kreuzgang, die Krypta sowie die Donauterrasse und andere Gebäude des Ortes waren ebenfalls Teil der Führung. Nach der Mittagspause begann in moderatem Tempo, unterbrochen von verschiedenen Stationen des Themenweges Richard Löwenherz, der Aufstieg zur Burgruine. Ein wunderbarer Ausblick auf das Donautal war der Lohn für diese Mühe. Diese und viele andere Tagesfahrten mit professioneller Führung durch Frau Sigrid Leeb sind inzwischen zum fixen Bestandteil des CLV-Seminarprogramms geworden. Die Gruppe der „Fans“ solcher Fahrten wird immer größer und es ist immer öfter, dass wir Anmeldungen dazu schon beinahe ein Jahr im Vor­ hinein bekommen! Im aktuellen Seminarprogramm bieten wir fünf dieser Fahrten an und falls Sie sich auch auf die Spuren von Richard Löwenherz begeben möchten: diese Fahrt findet am 20. Mai 2017 statt!	■
CLV- Junglehrervertretung
Die CLV-Junglehrervertretung – immer für dich da!
ie CLV-Junglehrervertretung besteht aus dem CLV-Landesleitungsteam und den einzelnen Bezirksjunglehrervertretungen. Uns ist wichtig, die Anliegen der Junglehrer/ innen aufzugreifen und sie bei allen Herausforderungen des Schulalltags zu unterstützen. Gemeinsam wollen wir viel bewegen und auf die große
Bedeutung der Junglehrerarbeit hinweisen. Es ist uns auch wichtig, dass wir Junglehrer/innen in der Öffentlichkeit stark vertreten sind und unsere Arbeit respektiert und anerkannt wird. Denn
nur mit uns kann eine moderne Schule positiv gestaltet werden. Melde dich bei uns, wenn du Fragen hast oder in unserem Team mitarbeiten möchtest!
Die CLV-Junglehrervertretung verlässlich – kompetent – zukunftsorientiert Schärding
Thomas Sommergruber thomas.sommergruber@gmail.com NMS Taufkirchen a. d. Pram
Konstantin Schlager-Weidinger jl.grieskirchen@gmx.at VS Gaspoltshofen
Christina Fichtinger fichtinger.c@gmx.at NMS Schärding
Viktoria Weidenholzer jl.grieskirchen@gmx.at VS Gaspoltshofen
Stefanie Zauner stefanie.zauner@gmx.at VS St. Florian am Inn
Miriam Perzl jl.grieskirchen@gmx.at Georg v. Peuerbach VS
Ried Markus Tumeltshammer markus.tumeltshammer@gmx.at PTS Ried
Sonja Strasser strassersonja@gmx.at VS 2 Ried
Janine Schaller janineschaller@gmx.at VS Geretsberg
Corinna Leitner corinna.leitner@ph-linz.at NMS Obernberg
Stefania Waltl fetsi1@gmx.at VS Geretsberg
Vöcklabruck Thomas Titsch thomas.titsch@gmail.com ASO Vöcklabruck Gudrun Reder gudrun.reder@gmx.at NMS Regau Lisa Roitinger lisa_roitinger@hotmail.com VS Pöndorf
Gmunden-Nord Stefanie Spiesberger stefanie.spiesberger@outlook.at NMS Laakirchen Nord
Gmunden-Süd Julia Schmied clv-jlv@gmx.at VS Ebensee
Wels-Stadt Theresa Schmidhuber th.schmidhuber@tele2.at VS 4 Pernau Wolfgang Tolanov-Vogl mein.lehrer@gmx.at NMS 1 Wels David Hiegelsberger hiegelsberger.nms@gmx.at NMS d. Franziskanerinnen Wels
Rohrbach Theresa Kneidinger theresa.kneidinger@gmx.at VS St. Johann am Wimberg
Urfahr-Umgebung Judith Azesberger judithazesberger@hotmail.com VS Engerwitzdorf-Mittertreffling
Margarethe Lahnsteiner margarethe.lahnsteiner@gmx.at VS St. Johann am Wimberg
Julia Metzinger julia.metzinger@gmail.com VS Engerwitzdorf-Schweinbach
Eferding Ursula Ozlberger u.ozlberger@gmail.com VS Scharten
Elisabeth Kottbauer elisabeth.kottbauer@ mittelschule-eferding-nord.at NMS Eferding Nord
Daniela Inreiter dani_inreiter@hotmail.com VS Pregarten Judith Leitner judith.leitner@yahoo.de VS Pregarten
Christoph Wallner ch.wallner@ph-linz.at NMS 3 – Stelzhamerschule Kristina Huber kristinahuber@gmx.at NMS 17 – Rennerschule Birgit Loidl b.loidl21@gmx.net VS 10 – Grillparzerschule
Perg Isabella Seyrlehner clv-junglehrer-perg@gmx.at NMS Bad Kreuzen
Isabel Reindl clv-junglehrer-perg@gmx.at NMS Naarn
Georg Moser georg-moser@outlook.com LSZ St. Isidor
Daniel Kammerer daniel.kammerer@gmx.at NMS St. Georgen/Gusen
Isolde Lehner kisolde@gmx.at VS Schönering Christoph Kraft christophkraft@gmx.at NMS Pasching
Steyr-Stadt Lisa Penninger lisa.penninger@ph-linz.at VS Tabor
Lisa Unterbrunner lisa.unte@gmail.com VS Tabor
Sara Gnadlinger sara.gnadlinger@gmx.at VS Stadl-Paura
Kirchdorf Susanne Putzer susanne.putzer@gmx.at VS Pettenbach Sabine Schreiber sabine.e.schreiber@gmail.com VS Micheldorf
Steyr-Land Benedikt Hagler benedikt.hagler@hotmail.com NMS Bad Hall Nadine Schwingshackl nadine.schwingshackl@gmail.com VS Reichraming
Professionelle Betreuung statt oberflächlicher Maßnahmen
ährend auf der einen Seite im schulpolitischen Diskurs sich alles um die Inklusive Pädagogik zu drehen scheint, zeigt sich in der Realität des Alltags ein ganz anderes Bild. Die erhofften positiven Entwicklungen hin zu einer echten inklusiven Pädagogik, wo kein Kind mehr durch eine Diagnostische Zuweisung als beeinträchtigt bewertet wird – und sich alle im Klassenraum gleichermaßen unterstützt fühlen, ist bei den derzeitigen Rahmenbedingungen unmöglich zu realisieren. Viele Eltern haben bereits ihren Wunsch nach Aufrechterhaltung der für ihre Kinder so wertvollen speziellen Förderung durch SonderschullehrerInnen in eigenen Klassen zum Ausdruck gebracht. Solange die Gruppengrößen nicht reduziert, nicht eine kontinuierlich anwesende Fachkraft aus dem sonderpädagogischen Bereich vorhanden und auch nicht die innere positive Haltung der Pädagoginnen und Pädagogen gesichert sind, wird es zu keiner sinnstiftenden und die individuelle Entwicklung jedes einzelnen Kindes fördernden Setting kommen können. Daher erwartet sich die Christliche Lehrerschaft Österreichs, dass es weiterhin pädagogische Zentren für Kinder mit besonderen Bedürfnissen gibt, die
entsprechend eingerichtet und personell durch Fachkräfte ausgestattet sind, sodass Kindern, die ihnen entsprechende Unterstützung in Kleinstgruppen ermöglicht werden kann. Erst wenn ein Kind die basalen, psychischen und physischen Funktionen
beherrscht, kann es in größeren heterogenen Einrichtungen pädagogisch gefördert und für das Leben vorbereitet werden. Es macht wenig Sinn, wenn durch Ressourcenmangel in besonderen Settings hier Jugendliche die Schule verlassen, die in keiner Weise ihr Leben selbst in die Hand nehmen können. Die Geschichte der Sonderpädagogik zeigt, welche enormen Fortschritte eine entsprechend spezifische Pädagogik für das einzelne Kind ermöglichen kann. Daher ist es für die CLÖ unumgänglich, dass am Integrationsmodell mit der Wahlmöglichkeit des Besuches von Sonderschulen festgehalten wird und dass somit auf individuelle Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler besser eingegangen werden kann. Das BMB hat in weiterer Folge dafür Sorge zu tragen, dass weiterhin genügend Sonderpädagogen zur Verfügung stehen und ein eigener Ausbildungszweig in der neuen Lehrerausbildung an den Pädagogischen Hochschulen einzu­ richten ist.	■
Interpädagogica 2016 – 10.–12. November 2016 Halle C – Stand C0902 – Messe Wien
ie CLÖ wird sich 2016 auf der Interpädagogica von 10. – 12. November 2016 (Messe Wien : HALLE C Stand : C0902) mit einem Stand präsentieren und versuchen möglichst alle Anfragen und Anliegen in guten Beratungsgesprächen mit Unterstützung aus den Christlichen Lehrervereinen der Bundesländer zu beantworten. Wir möchten einen Platz zum Erfahrungsaustausch bieten. Die Standbetreuung und Organisation dieses Messeauftrittes wird großteils von der CLW Wien und
dem CLV Oberösterreich vorbereitet und durchgeführt – ein herzliches DANKE schon an dieser Stelle! Wir freuen uns über euren Besuch und hoffen auf gemütliche, anregende und informative Gespräche! Tipp: Vereinzelt gibt es noch freie Plätze in den Bussen des CLV OÖ, welche am 12. November 2016 die Interpädagogica besuchen – diesbezügliche Information gibt es bei Franziska Groisböck im ZA f. APS – mailto: franziska.groisboeck@ooe.gv.at Bernhard Trauner
Neun Lehrlinge – neun Medaillen für Oberösterreich
ieses Jahr fanden die Staatsmeisterschaften für Lehrlinge aus dem Tourismus von 6. bis 8. Oktober in der Landesberufsschule Obertrum in Salzburg statt. Für Oberösterreich gab es einen Medaillenregen. Die Teams aus Oberösterreich erreichten nach einem intensiven Training an der Berufsschule Altmünster drei Gold-, vier Silber- und zwei Bronzemedaillen. Dieses hervorragende Ergebnis ist der glänzende Lohn für harte
Arbeit. Johannes Aistleithner vom Frei­ seder-Wirt in Linz wurde in der Gesamtwertung Vizestaatsmeister im Service. Wir gratulieren allen WettbewerbsteilnehmerInnen zu ihren Erfolgen. Unser besonderer Dank gilt den Trainer­ Innen Irene Reiser-Berger (Küche), Thomas Kasbauer (HGA) sowie Daniel Weiermair (Service) aus der Berufsschule Altmünster. Diese Ergebnisse bestätigen einmal mehr, dass Oberösterreich das Lehrlingsland Nr. 1 ist.	■
„Junior Sales Champions Award“ geht an Magdalena Lovric, Absolventin der BS3 Wels
agdalena Lovric, die die BS3 Wels besuchte und ihre Ausbildung in der Parfümerie-Drogerie Brandstätter absolvierte, erreichte den 1. Platz beim „Junior Sales Champion Award 2016“. Sie stellte als eines von sieben jungen Verkaufstalenten ihr Können im Linzer „Palais Kaufmännischer Verein“ unter Beweis und überzeugte dabei sowohl das Publikum, das beim Saal-Voting mit über 90 Prozent für Magdalena stimmte, als auch die Jury. Dabei ist es bestimmt keine leichte Aufgabe vor über 500 Zuschauern zu stehen und eine hochwertige Gesichtspflege zu verkaufen. Es war beeindru-
ckend zu sehen, wie kompetent und motiviert sich die TeilnehmerInnen auf
Magdalena Lovric, BSI Walter Hemetsberger, Betreuerin Vl Gerda Promberger
der Bühne präsentierten. Die Fachjury betonte den großen Stellenwert der dualen Ausbildung für Österreich sowie das hohe Ansehen welches der Lehrberuf in Österreich genießt. Im Anschluss gab es für die Siegerin die Möglichkeit, dieses besondere Ereignis in der kostenlos zur Verfügung gestellten Photobox festzuhalten. Am 12. Oktober 2016 hat Magdalena Lovric Oberösterreich beim „Austrian Sales Champion Award 2016“ in Salzburg vertreten. Sie konnte bei diesem Wettbewerb ihr fachliches Wissen und ihre ausgezeichneten Kompetenzen wieder unter Beweis stellen.	■
BMD-School-Award: Erfolge für oberösterreichische Berufsschulen
MD ist ein Unternehmen, das mit mehr als 400 Angestellten kaufmännische Software herstellt, die von 27.000 Kunden verwendet wird. Auch an vielen Schulen sind Anwendungen dieses Unternehmens installiert, um die SchülerInnen möglichst praxisnah auf das Berufsleben vorbereiten zu können. Diese können ihre Kenntnisse dann im Rahmen des BMD-School-Awards zertifizieren lassen. Der Trauner-Verlag ist enger Kooperationspartner der Firma BMD, diese beiden Unternehmen vergeben die Preise gemeinsam. Bei den diesjährigen BMD-Zertifizierungen nahmen von Vorarlberg bis Wien über 20 Schulen aus ganz Österreich teil: Berufsschulen, Handelsakademien, HLWs und HLAs. Von den fünf ausgeschriebenen Preisen gingen vier an oberöster-
reichische Berufsschulen (zwei an Linz 6, je einer an Wels 3 und Steyr 2), einen gewann die HAK Freistadt. Das exzellente Ergebnis der ober­ österreichischen Berufsschulen in einem bundesweiten kaufmännischen Bewerb über alle Schultypen hinweg zeigt, dass
BMD-Geschäftsführer KR Ferdinand Wieser (5. von links) und Verlagsleiterin Mag. Ingrid Trauner (3. von rechts) freuen sich mit den Gewinnerinnen und Gewinnern des SchoolAwards.
sich die Förderung unserer SchülerInnen durch Zusatzangebote bezahlt macht und unterstreicht die hohe Ausbildungsqualität. Die duale Ausbildung muss den Vergleich mit höheren Schulen nicht scheuen.	■
„NEU IM LEHRBERUF“ – das Veranstaltungshighlight der Junglehrervertretung
ie CLV-Junglehrerveranstaltung „Neu im Lehrberuf – Wegweiser für deine neue Arbeitswelt“ wurde mit großem Erfolg in den letzten Monaten in den Bezirken Freistadt, Perg, Vöcklabruck, Linz-Land, LinzStadt, Wels usw. durchgeführt. Über 250 Neulehrerinnen und Neulehrer informierten sich dabei über ihre neue Versicherung (LKUF), den
Es geht weiter! Dienstvertrag, den Weg zu wichtigen Formularen sowie das „Dienstrecht NEU – pädagogischer Dienst“. Ebenso wurden im Rahmen der Veranstaltung Begrifflichkeiten wie „Dienstweg“, „Rechtsschutz“, „Supplierverpflichtung“, „Fortbildung“, „Krankenstand“ geklärt und interessante Fragen zum Thema Gehalt/Gehaltszettel beantwortet.
Aufgrund der großen Nachfrage und der vielen Teilnehmer/innen wird diese Veranstaltung natürlich fortgesetzt. Ebenso finden in den nächsten Wochen und Monaten zahlreiche weitere CLV-Info­ abende zu den unterschiedlichsten Themen statt (siehe Terminvorschau). Ich hoffe, dass eine der angebotenen Veranstaltungen dein Interesse trifft und freue mich bereits auf deine Teilnahme!	■
Das Interesse war riesig, der Saal war fast zu klein
TERMINVORSCHAU 12. November 2016: Fahrt zur Interpädagogica nach Wien 10. bzw. 17. November 2016: 19:00 Uhr Junglehrer-Veranstaltung „Selbstverteidigungskurs“ in Linz 18. – 19. November 2016: Junglehrer-Tagung im Sperlhof / Windischgarsten 30. November 2016: Generalversammlung des CLV im Design Center Linz 3. Dezember 2016: CLV-Fahrt nach Wien – Weihnachtsmarkt + Kabarett Simpl
13. Dezember 2016, ab 15:00 Uhr: Punschstand der Sektion Junglehrer beim Landesschulrat OÖ, Sonnensteinstraße 20, 4040 Linz
3. März – 5. März 2017: Junglehrer-Schiwochenende in Altenmarkt/Zauchensee. Anmeldung und INFO unter dani_inreiter@hotmail.com
17. Jänner 2017, 18:30 Uhr: Junglehrer-Veranstaltung „Arbeitnehmerveranlagung richtig machen“ in Leonding; Kürnberghalle
8. März 2017, 18:00 Uhr: Junglehrer-Veranstaltung „Rechtssicherheitstraining“ (Einladung folgt)
24. Jänner 2017, 18:00 Uhr: Führung in den „Limonistollen“ Linz
28. März 2017, 18:00 Uhr: CLV-Info-Veranstaltung zum Thema „Schwangerschaft und Karenz“ in Linz, Volkshaus Dornach
26. Jänner 2017, 18:00 Uhr: Junglehrer-Veranstaltung „Rechtssicherheitstraining“ im Gasthof Dinghofer in 4224 Wartberg/Aist
21. – 22. April 2017: Junglehrer-Tagung
Auf der größten Hochalm Europas, der Seiser Alm
CLV Bergwoche in Südtirol – jährlich ein unvergessliches Erlebnis!
ie zweite Woche in den Sommerferien steht bei den Teilnehmern der CLV-Südtirol-Bergwoche groß im Kalender. Ist auch nicht verwunderlich – kehren wir doch alle Jahre nach dieser Woche reich an unvergesslichen Eindrücken, nach herrlichen Bergtouren und netten Begegnungen nach Hause zurück und zehren noch lange Zeit davon. Im Mai bekommen wir bereits eine Zusendung mit einer Auflistung der täglich geplanten Touren von unserem BEWOLEI (Bergwochenleiter) Wolfgang Famler. Hier kommt schon die erste Vorfreude auf. Eifrig wird gleich in den Landkarten Südtirols nach den Zielen gesucht, so manche Tourenbeschreibung studiert und die Bergausrüstung überprüft. Die Anreise im Bus steht im Zeichen der Wiedersehensfreude bei jeder Zusteigestelle entlang der Autobahn Richtung Salzburg. Neu Dazugekommene werden immer herzlich in dieser Runde aufgenommen. Traditionell sind ein Mittagsstopp in Ellmau und ein „Schleckerleis“ in Sterzing bevor wir die Zimmer im Priesterseminar in Brixen (und das seit Jahren mit besten Erfahrungen) beziehen. Gut vorbereitet werden die möglichen Touren des Tages. Je nach Schwie-
rigkeitsgrad kann jeder wählen, welcher Gruppe er/sie sich anschließt. In Wolfgang Famler, Hans Dopf, Wolfgang Trummer und Hermann Baumgartner stehen uns erfahrene Südtirol-Kenner als Bergführer zur Verfügung. Sie sind es auch, die jährlich die Touren zusammenstellen. Mit gutem Frühstück gestärkt fahren wir mit dem Autobus, der uns die ganze Woche zur Verfügung steht, zum jeweiligen Ausgangspunkt. Bus, Seilbahn oder ein Sessellift bringen uns meistens in eine Höhe von ca. 1.600 bis 2.000 m. Von hier aus bewältigen wir die weiteren Höhenmeter. Heuer standen auf dem Programm die Seefeldspitze
Bergmesse am Freihenbühel
(2.717 m) bzw. die Gitsch (2.512 m), der Große (2.581 m) oder Kleine Ifinger (2.552 m), am dritten Tag der große Rosszahnklettersteig (2.655 m) bzw. die Tierser Alphütte (2.440 m) oder eine schöne Seiseralm-Hüttenrunde. Vom Grödnerjoch ausgehend wurden unterschiedliche Wanderwege in Angriff genommen, einer führte uns zur Puezhütte (2.475 m). Von diesen Bergtouren bringen wir gerne die eine oder andere Blume mit, die im Priesterseminar an einem großen Tisch von Spezialisten mit Namen versehen präsentiert wird. Von Jahr zu Jahr lernen wir auf diese Weise neue Pflanzen dazu! Einen wettermäßig nicht sicheren Tag nützten wir für eine Besichtigung der Franzensfeste und des Stiftes Neustift. Tradition ist ein Abschlussabend am vorletzten Tag bei einem Weinbauern mit einer Südtiroler Jause und einem Glas Wein oder Traubensaft. Der letzte Tag ist immer einer Bergmesse vorbehalten. Hoch über Brixen, am Freien­ bühel (1770 m), bedankten wir uns diesmal bei dieser Messe mit Kanonikus Dr. Hans Enichlmayr, bereichert durch verschiedene Beiträge und Lieder, die mit Elisabeth Gutternigg einstudiert wurden, für die unfallfreie Woche. Alle freuen sich nun auf den jährlichen Fotorückblick im November, bei dem Erinnerungen wieder wachgerufen werden!	■
MIVA Entwicklungshilfe
MIVA – Ein Hilfswerk zum Erleben Möchten Sie Ihre Schülerinnen und Schüler mit der Thematik der „Einen Welt“ in Berührung bringen und ihnen einen Einblick in die Arbeitsweise eines international agierenden Hilfswerkes gewähren? Gerne unterstützt Sie die MIVA dabei. Hier ein paar Informationen über uns:
Was ist die MIVA? Die MIVA Austria (Missions- VerkehrsArbeitsgemeinschaft) ist ein Hilfswerk der katholischen Kirche. Ihre Aufgabe ist es, für junge Kirchen und Projekte der Entwicklungszusammenarbeit Fahrzeuge zu finanzieren: je nach Bedarf PKW oder Geländewagen, Motorräder, Fahrräder, Traktoren, landwirtschaftliche Geräte, fallweise auch Boote oder kleine Schiffe, Flugzeuge oder Lasttiere. Die MIVA wurde 1949 gegründet und zählt somit zu den ältesten und größten Hilfswerken Österreichs. Heute realisiert die MIVA, von ihrem Sitz in Stadl-Paura (OÖ) aus, pro Jahr 300 bis 400 Fahrzeugprojekte in etwa 60 Ländern der Erde.
Der Gedanke der MIVA Während Europa oft an zu viel Verkehr leidet und vor allem auf Autobahnen lange Stauzeiten in Kauf genommen werden, fehlt es vielen Menschen in den ärmsten Ländern an Mobilität. Umso mehr müssen Priester, Schwestern, Entwicklungshelfer und medizinisches Personal mobil sein. Die Idee der MIVA lautet daher: Mobilität ist teilbar. Vom europäischen Überfluss kann man denen etwas geben, die es brauchen. Der Dank für unfallfreies Fahren lässt sich mit internationaler Solidarität verbinden.
Die Projekte der MIVA Manch eine Pfarre in Afrika ist so groß wie eine ganze Diözese in Europa. Schlechte Straßen, Wege durch den Dschungel und tiefer Boden in der Regenzeit erschweren das Fortkommen. Mit MIVA-Fahrzeugen können Schüler in die Schulen und Kranke in die Spitäler transportiert werden. Was für die Gemeinschaft wichtig ist, kommt dorthin, wo man es braucht: Lebensmittel, Medikamente, Baumaterial. So hat jedes Fahrzeug Bedeutung für Viele.
Sitz der MIVA Das ChristophorusHaus in Stadl-Paura ist der Arbeitsplatz der MIVA und ihres Wir machen mobil
Beschaffungsbetriebes (BBM). Das Haus entstand nicht zuletzt aus Erfahrungen mit Sonnenenergie und Pflanzenkläranlagen in Uganda. Es wurde als Passivhaus konzipiert und verzichtet völlig auf einen Heizofen. Erdtemperatur kühlt im Sommer und wärmt im Winter. Das ChristophorusHaus ist ein Haus voller Verantwortung. Es ist nicht nur Bürogebäude, Veranstaltungsraum und Logistikzentrum, sondern auch ein kräftiger Impuls für umweltbewusstes Bauen.	■
Haben wir Sie neugierig gemacht? Dann nutzen Sie unser Angebot! Wir bieten Präsentationen für jede Altersgruppe an. Schwerpunkt ist „Warum ist Mobilität in den ärmsten Ländern der Welt so wichtig?“. Gerne bringen wir Ihren Schülerinnen und Schülern auch die Thematik „Fairer Handel“ näher. Durch unseren hauseigenen Weltladen sind wir dazu bestens in der Lage. Sollten Ihre Schülerinnen und Schüler technisch interessiert sein, bieten wir auch Präsentationen über die technische Seite unseres ChristophorusHauses an. Sie sind herzlich eingeladen uns im ChristophorusHaus Stadl-Paura zu besuchen, gerne kommen wir aber auch mit einem MIVA-Auto zu Ihnen in die Schule. Da uns die „Eine Welt“ sehr am Herzen liegt und wir möglichst viele Menschen dafür begeistern wollen, sind unsere Präsentationen kostenlos. Kontakt und nähere Informationen: Mag. (FH) Christine Parzer Tel.: 07245/28945-41 oder c.parzer@miva.at, www.miva.at
„Mutig und unbeirrbar –
von Bertha von Suttner und ihrem Engagement für den Frieden lernen“
o lautete das anspruchsvolle Tagungsthema der diesjährigen Klausurtagung der Sektion Religionslehrer/innen im CLV. Als bewährte Referentin stand uns Frau Dr. Christine Haiden, Chefredakteurin der Welt der Frau, zur Verfügung. Bertha von Suttner war nicht nur die prominenteste politische Journalistin ihrer Zeit und Begründerin von Friedensgesellschaften in Deutschland, Österreich und Ungarn, sie kämpfte leidenschaftlich gegen überholte Konventionen, gegen die Unterdrückung der Frauen und gegen den Antisemitismus. Weltruhm verschaffte ihr der Bestseller „Die Waffen nieder!“ (1889) und ihrer Initiative verdanken wie die Stiftung des Friedensnobelpreises. Im Jahr 1905 wurde ihr dieser Preis als erster Frau zuerkannt. Vor dem Hintergrund der politischen und sozialgeschichtlichen Ereignisse verschaffte uns die Referentin ein lebendiges, differenziertes Panorama der untergehenden Donaumonarchie am Vorabend des ersten Weltkrieges und schaffte auch den gedanklichen Sprung in unsere Zeit, die in manchen Punkten der Vergangenheit durchaus ähnelt. Folgende gesellschaftspolitische Fragen habe auch heute große Aktualität: „Was sind die Themen unserer Zeit, die brennen, mit denen man aneckt,
weil es gegen den Mainstream geht? Wer sind die Utopisten unserer Welt, die Vordenkerinnen und revolutionären Geister? Wie kann unsere Welt weiter wachsen? Welche Werte und Strukturen braucht es? Wovor müssen wir heute warnen?“ Diese Fragen wurden bei der Tagung sehr intensiv diskutiert und ein gemeinsamer Konsens bestand darin, dass es besonders Aufgabe von Christen und Christinnen und natürlich auch von Interessensvertretungen sein sollte, sich diesen Fragen visionär zu stellen und gestaltend einzugreifen. Unsere Referentin hielt folgende Verhaltensweisen für sehr hilfreich: •	Es lebe der Fokus: Man muss sich auf eine Sache konzentrieren. •	Es kommt auf die Zusammenhänge an: Man muss strukturell denken. •	Sag, was du willst: Man muss eine gute Marketingstrategie haben. •	Nichts für Hasenfüße: Man muss ein dickes Fell entwickeln und darf sich nicht einschüchtern lassen. •	Komfortzone ade: Man muss sich einen eigenen Platz in einer neuen Gesellschaft suchen. Im zweiten Teil der Klausurtagung konfrontierte uns unser Schulamtsleiter Mag. Franz Asanger mit essayistisch-
Zu Besuch bei Diözesanbischof Manfred Scheuer
theologischen Anmerkungen zu einem zeitbestimmten Phänomen: Angst. Neben etymologischen, literarischen, musikalischen Annäherungen an das Thema und der Beschäftigung mit den „Grundformen der Angst“, standen natürlich auch die Überwindung der Angst und die „Grundformen der Hoffnung“ im Mittelpunkt des Referates. Peter Handke formuliert: „Es gibt keine Lösung außer der Geduld. Es gibt keine Lösung außerhalb der Geduld.“ Aus dem Koran: „Die Religion ist ein aufrichtiger Rat.“ Ein weiterer Höhepunkt dieses Arbeitsjahres war ein Treffen der Interessensvertretungen der Religionslehrer/ innen, Berufsgemeinschaft und Sektion, mit Diözesanbischof Manfred Scheuer im Bischofshof. In heiterer und angenehmer Atmosphäre stellten wir Überlegungen zum Thema „konfessioneller Religionsunterricht“ an. Der Bischof betonte mehrfach, die Bedeutung der Arbeit der Religionslehrer/innen und wie sehr er diese schätze. EINLADUNG zur Wortgottesfeier im Rahmen der Generalversammlung des CLV mit Bischof Manfred Scheuer, am 30.11.2016, um 8:00 Uhr. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
PSI Dr. Karl Hauer in Pension
er Schärdinger Pflichtschul­ inspektor Dr. Karl Hauer verabschiedete sich mit 1.10.2016 in den Ruhestand. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde wurde er von den Dirktor/innen der Bildungsregion Schärding verabschiedet. Dabei verlieh ihm Landesobmann HR Fritz Enzenhofer als Anerkennung für seine Leistungen im Lehrerverein die Silberne Ehrennadel des CLV OÖ. Die Bildungsregion Schärding wird bis zur Neubesetzung vom Rieder Pflichtschulinspektor Wolfgang Schatzl mitbetreut. (v.l.n.r.) PSI Wolfgang Schatzl, VD Gerlinde Hingsamer, PSI Dr. Karl Hauer, LO Präs. HR Fritz Enzenhofer Foto: Fotolia
um z g n u d a l n Ei er i n r u t l l a b CLV-Volley
Neuerscheinungen aus der Serie „Schmunzlgschichtn“
Nettes Geschenk für Braut und Bräutigam
Als Unterstützung für die Rede bei der Hochzeitsfeier Geschichten im Mundartenmix, welche sich mit Themen rund um Liebe und Heiraten auf humorvolle Weise ausein­ andersetzen. aus dem Inhalt: •	So a Heiratsauntrag is ka Lerchalschaas •	Da Heiratsauntrag im Badezimmer, im Zoo, ... •	Die drei großn B soi a hobn •	Fragen bei der Braut-/Bräutigam-Schau •	BMI und AGI, Da Eheführaschein •	Wos Oits, wos Neichs, wos Blaus, wos Borgts, Poitan •	Ois a Oide heiratn und rückwärts lebn •	Im Oita die Ernte des Lebns eifiahrn •	Die ehelichn Pflichtn •	Wanns krislt, weis do a Aundare/an Aundan gibt •	Da Nebnbuhla Hugo •	Er hod an Hund, sie hod a Kotz •	Die eheliche Quadratur vom Kras •	Da eheliche Energietopf •	Detox für die Ehe •	Muaß ma vazeihn kenna? ISBN: 978-3-902952-40-0 Preis: 18,90 Euro
Schreiben Sie auch schon lange keine Weihnachtskarten mehr? Finden Sie, dass Weihnachtsmails im Postfach unpersönlich und eher störend sind? Suchen Sie eine nette Alternative zur herkömmlichen Weihnachtskarte, Weihnachtsmail? Dann machen Sie Ihrer Zielgruppe eine Freude mit
AMOI ana audan Weihnochtskoartn Kleines Büchlein mit Schmunzlgschichtn: Erste Seite vorbereitet für persönliche Wünsche, inklusive Schmuckkuvert € 7,70, geringes Gewicht, daher geringe Postgebühr. aus dem Inhalt: •	Feia a so, wias da guad •	Kalorienregln für Weihnochtn •	Schneemau und Schneefrau •	Des perfekte Weihnochtsgschenk •	Ois vü z’ vü •	’s Christkindl beim Finanzamt •	Die aundare Weihnochtsdeko •	D’ Fuaßalsoibn, a söwagmochts Weihnochtsgschenk
Bücher erhältlich: direkt mit Signatur/Widmung/Mail an: regina.fuehrlinger@inode.at oder im Buchhandel www.schmunzlgschichtn-regina-fuehrlinger.com
it diesem Sammelband soll deutlich werden, welche Anteile die Sprache beim Lesen, Verstehen und Lösen von Aufgaben im Mathematikunterricht hat. Es wurde ein neues Lesemodell entwickelt: (1) Erst das Lesen und Verstehen der Bedeutung von mathematischen Begriffen (z.B. mindestens, höchstens etc.) macht das Lösen von Aufgaben möglich. (2) In weiterer Folge ist das Verstehen spezifischer mathematikgeprägter Sätze erforderlich. (3) Schlussendlich ist das Verstehen der gesamten Mathematikaufgabe als Gan-
zes notwendig. (4) Für die Lösung ist dann noch das Dekodieren der mathematischen Leitidee (z.B. indirekte Proportionalität) unbedingt erforderlich. Der neue entwickelte mathematikspezifische Lesetest (MLT) für die Schulstufen 3 bis 5 wird von Schwetz, Linhofer & Benischek für die Praxis mit Referenz­ daten zur klassenspezifischen Diagnose zur Verfügung gestellt. 162 Seiten. Preis: € 19,80. Verlag: Lemberger	■
Der CLV gratuliert Seinen Mitgliedern! Oberschulrat – Oberschulrätin BDS Dipl.-Päd. Ing. Johann Adalbert Luttinger, BS Mattighofen VD Dipl.-Päd. Josef Eibl, VS Lembach Dir. Dipl.-Päd. Reinhold Petz, PTS Aigen-Schlägl VD Dipl.-Päd. Markus Reif, VS St. Martin i. Mühlkreis VD Dipl.-Päd. Renate Schietz, VS Aigen-Schlägl VD Dipl.-Päd. Marianne Zoitl, VS Ulrichsberg Schulrat – Schulrätin OL an NMS Monika Mayrhofer, CMC-NMS Ried OL an NMS Dipl.-Päd. Silvia Alt, NMS 8 Wels OL an NMS Dipl.-Päd. Maximilian Egger, MA, (NMS Sattledt), dzt. PH OÖ VOL Dipl.-Päd. Maria Estermann, Integrations-Volksschule Münzkirchen BDS Dipl.-Päd. Ing. Michael Hornhuber, BS Linz 3 BOL Dipl.-Päd. Ing. Wolfgang Huber, BS Linz 5 OL an NMS Elisabeth Koller, NMS 6 Wels VOL Dipl.-Päd. Andreas Lehrbaumer, VS Gunskirchen OL an NMS Dipl.-Päd. Sabine Mühlböck, NMS Pichl b. Wels OL an NMS Dipl.-Päd. Brigitte Pirklbauer, NMS 2 Wels-Pernau BOL Dipl.-Päd. Silvia Riedl, BS Altmünster OL an NMS Dipl.-Päd. Doris Schaschinger, NMS Gunskirchen OL an NMS Dipl.-Päd. Wolf Dieter Schlor, NMS Pichl b. Wels VOL Dipl.-Päd. Sylvia Schwarzlmüller, VS Lambach VOL Dipl.-Päd. Michaela Siedler, VS Steinaus OL an NMS Dipl.-Päd. Brigitta Stöger, NMS 8 Wels-Lichtenegg OL an NMS Dipl.-Päd. Christina Svolba, NMS 2 Wels-Pernau OL an NMS Dipl.-Päd. Eva Aufreiter, NMS St. Martin i. Mühlkreis VOL Dipl.-Päd. Veronika Azesberger, VS Arnreit ROL Dipl.-Päd. Elfriede Berger, NMS St. Martin i. Mühlkreis OL f. WE Regina Diensthuber, VS Rohrbach OL f. LÜ Werner Eder, NMS Ulrichsberg VL Dipl.-Päd. Ing. Karl Etzlinger, BS Ried OL an NMS Dipl.-Päd. Ursula Gahleitner, NMS Neufelden BOL Dipl.-Päd. Hermann Huber, BS Kremsmünster OL an NMS Dipl.-Päd. Brigitte Knoth, NMS Peilstein VOL Martha-Maria Prieth, VS Rohrbach OL an NMS Werner Ruckerbauer, NMS Sarleinsbach ROL Ernst Simon, VS St. Peter OL an NMS Gertrude Steidl, NMS Helfenberg
Wir gedenken unserer Toten SR VHL i. R. Charlotte Winkler, 4614 Marchtrenk OSR H i. R. Josef Mörtenhuemer, 4655 Vorchdorf BDS i. R. Gertraud Aigner, 4040 Linz SR HHL i. R. Marianne Loidl, 4802 Ebensee OLFWE i. R. Anna Palmetshofer, 4360 Grein SR HOL i. R. Rosa Dirnberger, 4312 Ried VOL i. R. Maria Demmelbauer, 4770 Andorf
VOL i. R. Konrad Zopf, 4600 Wels OSR HD i. R. Maximilian Eder, 4800 Attnang-Puchheim VL Maria Gruber, 4921 Hohenzell RL i. R. Pfarrer Johann Schimmerl, 4925 Pramet SR VD i. R. Maria Richter, 4600 Wels OSR VD i. R. Johann Baumgartner, 4153 Peilstein!
Wir sind für Sie da! Im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen Sie und Ihr Anliegen. Die Mitglieder des Zentralausschusses und die Vorsitzenden der Personalvertretung und der Gewerkschaft Ihres Bezirkes unterstützen Sie gerne. Alle Kontaktdaten der CLV-Personalvertretung, sowie die der CLV-Obleute Ihres Bezirkes finden Sie im CLV-Lehrerkalender.
Aktuelle Informationen sowie Berechnungsprogramme zum Teilbereich-C oder zu Ihrer Reiserechnung finden Sie unter: www.clv.at.	■
Schulblatt November 2016

References: § 51
 § 45
 § 48
 § 48
 § 91
 § 20