Source: http://www.schure.de/20411/apvo-feu.htm
Timestamp: 2019-01-19 04:26:41+00:00

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Verordnung über die Ausbildung und Prüfung für die Laufbahnen der Fachrichtung Feuerwehr (APVO-Feu)
Vom 26. Januar 2013 (Nds.GVBl. Nr.2/2013 S.24; ber. S.72) ; geändert durch VO vom 2.12.2014 (Nds. GVBl. Nr. 25/2014 S. 423) - VORIS 20411 -
Aufgrund des § 26 des Niedersächsischen Beamtengesetzes in der Fassung vom 25. März 2009 (Nds.GVBl. S.72), zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 12. Dezember 2012 (Nds.GVBl. S.591), wird verordnet:
im Vorbereitungsdienst für das zweite Einstiegsamt der Laufbahngruppe 1
im Vorbereitungsdienst für das erste Einstiegsamt der Laufbahngruppe 2
im Vorbereitungsdienst für das zweite Einstiegsamt der Laufbahngruppe 2
(2) Ziel der Ausbildung im Vorbereitungsdienst und der Ausbildung für den Aufstieg ist es, die zur Erfüllung der Aufgaben der Fachrichtung Feuerwehr in der jeweiligen Lauf-bahn erforderlichen Kenntnisse und Fertigkeiten zu vermitteln.
1Die Beamtinnen und Beamten im Vorbereitungsdienst für das zweite Einstiegsamt der Laufbahn der Laufbahngruppe 1 und für das erste Einstiegsamt der Laufbahn der Laufbahngruppe 2 führen als Dienstbezeichnung die Amtsbezeichnung ihres Einstiegsamtes mit dem Zusatz Anwärterin oder Anwärter. 2Die Beamtinnen und Beamten im Vorbereitungsdienst für das zweite Einstiegsamt der Laufbahngruppe 2 führen die Dienstbezeichnung Brandreferendarin oder Brandreferendar.
eine Berufsausbildung in einem für den Feuerwehrdienst geeigneten Ausbildungsberuf abgeschlossen hat oder zum Führen der Berufsbezeichnung Rettungsassistentin", Rettungsassistent", Notfallsanitäterin" oder Notfallsanitäter" berechtigt ist und
(1) 1Der Vorbereitungsdienst dauert 24 Monate und gliedert sich in die Ausbildungsabschnitte
Grundausbildungslehrgang (B1) 26 Wochen,
Ausbildung im Rettungswesen (R) 38 Wochen,
Einsatzpraktikum Truppmitglied (B1P) 16 Wochen,
Einsatzpraktikum Truppführer (B2P) 16 Wochen,
Vertiefungsphase (V) 2 Wochen,
Ausbilderlehrgang (AdF) 1 Woche,
Gruppenführerlehrgang (B3) 4 Wochen,
Laufbahnprüfung (LP) 1 Woche.
2Die Ausbildungsinhalte der Ausbildungsabschnitte 1 bis 7 ergeben sich aus dem Ausbildungsrahmenplan (Anlage 1). 3Die Reihenfolge der Ausbildungsabschnitte 1 bis 7 kann durch die Ausbildungsbehörde im Einzelfall geändert werden, wenn es zweckmäßig ist.
(2) 1Für die Anwärterinnen und Anwärter, die zum Führen der Berufsbezeichnung Rettungsassistentin", Rettungsassistent", Notfallsanitäterin" oder Notfallsanitäter berechtigt sind, dauert der Vorbereitungsdienst 18 Monate. 2Sie vertiefen im Ausbildungsabschnitt 2 (Rv) ihre Kenntnisse und Fertigkeiten im Rettungswesen. 3Für sie dauert der Ausbildungsabschnitt 2 zwölf Wochen.
(2) 1Die Ausbildungsbehörde bestellt eine Ausbildungsleiterin oder einen Ausbildungsleiter mit der Befähigung nach Absatz 1 Nr. 2, die oder der für die Durchführung der Ausbildung verantwortlich ist und die Ausbildung überwacht. 2Die Ausbildungsbehörde erstellt für jede Anwärterin und jeden Anwärter einen Ausbildungsplan und weist sie oder ihn den Ausbildungsstellen zu.
(3) 1Ausbildungsstellen für die Ausbildungsabschnitte 1 und 3 bis 5 sind Dienststellen mit feuerwehrtechnischen Aufgaben. 2Der Ausbildungsabschnitt 1, 3 oder 4 kann auch bei einer hauptberuflichen Werkfeuerwehr abgeleistet werden. 3Ausbildungsstellen für den Ausbildungsabschnitt 2 nach § 5 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 sind die staatlich anerkannten Schulen für Notfallsanitäter. 4Ausbildungsstelle für die Ausbildungsabschnitte 6 und 7 ist die Akademie. 5Die Ausbildungsstellen für die Ausbildungsabschnitte 1 und 3 bis 5 bestellen Ausbildungsbeauftragte mit der Befähigung für eine Laufbahn der Fachrichtung Feuerwehr, die für die Ausbildung während des jeweiligen Ausbildungsabschnitts verantwortlich sind.
(1) 1Im Ausbildungsabschnitt 1 sind fünf Leistungsnachweise mit jeweils einem schriftlichen und einem fachpraktischen Teil mit einer Bearbeitungszeit von jeweils 45 Minuten sowie ein Leistungsnachweis als Aufsichtsarbeit mit einer Bearbeitungszeit von 90 Minuten zu erbringen. 2Die Leistungen werden jeweils durch eine unterrichtende Lehrkraft bewertet. 3Bei Leistungsnachweisen mit einem schriftlichen und einem fachpraktischen Teil werden die Leistungen in beiden Teilen einzeln bewertet; die Bewertung für den Leistungsnachweis ergibt sich aus dem daraus gebildeten Mittelwert und der zugeordneten Note. 4Die Bewertungen werden der Anwärterin oder dem Anwärter mitgeteilt. 5Am Ende des Ausbildungsabschnitts 1 ermittelt die Ausbildungsbehörde die Ausbildungsnote für die fachtheoretische Ausbildung. 6Hierfür errechnet sie den Mittelwert der Punktzahlen der Bewertungen für die Leistungsnachweise. 7Der Mittelwert (Punktzahl der Ausbildungsnote für die fachtheoretische Ausbildung) wird einer Note (Ausbildungsnote für die fachtheoretische Ausbildung) zugeordnet.
(2) 1Am Ende der Ausbildungsabschnitte 3 und 4 gibt die jeweilige Ausbildungsstelle eine Beurteilung über die Leistungen der Anwärterin oder des Anwärters ab. 2Die Gesamtleistung ist zu bewerten. 3Die Beurteilung ist mit der Anwärterin oder dem Anwärter zu besprechen. 4Sind die Ausbildungsabschnitte 3 und 4 beendet, so ermittelt die Ausbildungsbehörde die Ausbildungsnote für die berufspraktische Ausbildung. 5Hierfür errechnet sie den Mittelwert der Punktzahlen der Bewertungen nach Satz 2. 6Der Mittelwert (Punktzahl der Ausbildungsnote für die berufspraktische Ausbildung) wird einer Note (Ausbildungsnote für die berufspraktische Ausbildung) zugeordnet.
(3) 1Die Ausbildungsbehörde ermittelt die Ausbildungsgesamtnote. 2Hierfür errechnet sie den Mittelwert der Punktzahl der Ausbildungsnote für die fachtheoretische Ausbildung und der Punktzahl der Ausbildungsnote für die berufspraktische Ausbildung, wobei die Punktzahl der Ausbildungsnote für die fachtheoretische Ausbildung mit 33 Prozent und die Punktzahl der Ausbildungsnote für die berufspraktische Ausbildung mit 67 Prozent berücksichtigt werden. 3Der Mittelwert (Punktzahl der Ausbildungsgesamtnote) wird einer Note (Ausbildungsgesamtnote) zugeordnet.
(1) Zur Abnahme der Laufbahnprüfung wird vom für Inneres zuständigen Ministerium bei der Prüfungsbehörde ein Prüfungsausschuss eingerichtet.
der Leiterin oder dem Leiter der Prüfungsbehörde als Vorsitzende oder Vorsitzender,
einer Beamtin oder einem Beamten einer Kommune nach § 6 Abs. 1 Nr. 2 mit der Befähigung für die Laufbahn der Laufbahngruppe 2 der Fachrichtung Feuerwehr, die den Zugang für das zweite Einstiegsamt eröffnet,
einer Beamtin oder einem Beamten mit der Befähigung für die Laufbahn der Laufbahngruppe 2 der Fachrichtung Feuerwehr, die nur den Zugang für das erste Einstiegsamt eröffnet, und
einer Beamtin oder einem Beamten mit der Befähigung für die Laufbahn der Laufbahngruppe 1 der Fachrichtung Feuerwehr, die den Zugang für das zweite Einstiegsamt eröffnet.
(3) Die kommunalen Spitzenverbände und die Spitzenorganisationen der zuständigen Gewerkschaften und Berufsverbände der Beamtinnen und Beamten sollen aufgefordert werden, für die Auswahl der Mitglieder des Prüfungsausschusses nach Absatz 2 Nrn. 2 bis 4 sowie deren Stellvertreterinnen und Stellvertreter Vorschläge zu machen.
(4) Ist die Akademie Ausbildungsbehörde des Prüflings, so kann anstelle des Mitglieds nach Absatz 2 Nr. 2 eine Beamtin oder ein Beamter des Landes mit der Befähigung nach Absatz 2 Nr. 2 für diese Prüfung bestellt werden.
(5) 1Für jedes Mitglied des Prüfungsausschusses nach Absatz 2 ist mindestens eine Stellvertreterin oder ein Stellvertreter zu bestellen. 2Die Mitglieder und die stellvertretenden Mitglieder nach Absatz 2 werden für fünf Jahre bestellt. 3Scheidet ein Mitglied oder ein stellvertretendes Mitglied vor Ablauf der Amtszeit aus, so wird eine Ersatzperson nur für die verbleibende Amtszeit bestellt.
(6) 1Der Prüfungsausschuss entscheidet mit der Mehrheit der Stimmen seiner Mitglieder. 2Stimmenthaltung ist nicht zulässig. 3Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme der oder des Vorsitzenden den Ausschlag.
(2) 1Die Laufbahnprüfung besteht aus einer schriftlichen, einer praktischen und einer mündlichen Prüfung. 2Sie kann sich auf alle Ausbildungsinhalte mit Ausnahme der Inhalte des Ausbildungsabschnitts 2 erstrecken.
(4) 1Die Prüfungen sind nicht öffentlich. 2Die oder der Vorsitzende kann zulassen, dass
bei der mündlichen und der praktischen Prüfung, mit Ausnahme der Beratung über die Bewertung, anwesend sind. 3Die in Satz 2 Nr. 1 genannten Personen können nur zugelassen werden, wenn der Prüfling nicht widerspricht.
(1) 1Die schriftliche Prüfung besteht aus zwei Aufsichtsarbeiten. 2Die Bearbeitungszeit beträgt jeweils zwei Zeitstunden.
(2) 1Die an der Akademie unterrichtenden Lehrkräfte unter-breiten Vorschläge für die Aufsichtsarbeiten. 2Die Prüfungsbehörde wählt die Aufgaben aus den Vorschlägen aus und entscheidet über die zulässigen Hilfsmittel.
(3) 1Jede Aufsichtsarbeit ist von zwei Mitgliedern des Prüfungsausschusses zu bewerten. 2Weichen die Einzelbewertungen um nicht mehr als drei Punkte voneinander ab, so gilt der Mittelwert. 3Bei größeren Abweichungen entscheidet die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses. 4Sie oder er kann sich für eine der beiden Einzelbewertungen oder für eine dazwischen liegende Punktzahl entscheiden.
(5) 1Ist mindestens eine Aufsichtsarbeit mit mindestens ausreichend (4) und keine Aufsichtsarbeit mit ungenügend (6) bewertet worden, so erhält der Prüfling eine Mitteilung über die Bewertungen. 2Sind die Voraussetzungen nach Satz 1 nicht erfüllt, so ist die Laufbahnprüfung nicht bestanden und wird nicht fortgesetzt; hierüber erhält der Prüfling einen Bescheid.
(1) 1Die praktische Prüfung gliedert sich in zwei Abschnitte. 2Im ersten Abschnitt soll der Prüfling eine taktische Einheit, in der Regel eine Löschstaffel oder Löschgruppe, führen. 3Der zweite Abschnitt besteht aus einem Vortrag zu einem Thema aus den Ausbildungsabschnitten 1 und 7. 4Die Zeitdauer eines Abschnitts soll einschließlich Vorbereitung mindestens 15 Minuten und höchstens 30 Minuten dauern.
(4) 1Ist mindestens ein Abschnitt mit mindestens ausreichend (4) und kein Abschnitt mit ungenügend (6) bewertet worden, so erhält der Prüfling eine Mitteilung über die Bewertungen. 2Sind die Voraussetzungen nach Satz 1 nicht erfüllt, so ist die Laufbahnprüfung nicht bestanden und wird nicht fortgesetzt; hierüber erhält der Prüfling einen Bescheid.
(3) Ist die Prüfungsleistung mit ungenügend (6) bewertet worden, so ist die Laufbahnprüfung nicht bestanden.
(1) 1Zur Ermittlung der Prüfungsnote für die Laufbahnprüfung wird der Mittelwert der Punktzahlen der Noten für die Prüfungsteile errechnet, wobei die Punktzahl der Note für die praktische Prüfung mit 40 Prozent und die Punktzahlen der Noten für die schriftliche und mündliche Prüfung jeweils mit 30 Prozent berücksichtigt werden. 2Der Mittelwert (Punktzahl der Prüfungsnote) wird einer Note (Prüfungsnote) zugeordnet.
(2) 1Zur Ermittlung der Gesamtnote für die Laufbahnprüfung wird der Mittelwert der Punktzahl der Ausbildungsgesamtnote und der Punktzahl der Prüfungsnote errechnet, wobei die Punktzahl der Ausbildungsgesamtnote mit 10 Prozent und die Punktzahl der Prüfungsnote mit 90 Prozent berücksichtigt werden. 2Der Mittelwert (Punktzahl der Gesamtnote) wird einer Note (Gesamtnote) zugeordnet.
1Wer die Laufbahnprüfung nicht bestanden hat, kann sie einmal wiederholen. 2Die Ausbildungsbehörde entscheidet auf Vorschlag des Prüfungsausschusses über die Art und Dauer der weiteren Ausbildung bis zur Wiederholungsprüfung. 3Prüfungsteile, die mit mindestens ausreichend bewertet worden sind, werden auf Antrag des Prüflings auf die Wiederholungsprüfung angerechnet.
Ausbildung im Rettungswesen (Rs1) 4 Wochen,
Einsatzpraktikum Truppführer (B1/2P) 17 Wochen,
Gruppenführerlehrgang (B3)4 Wochen,
Zwischenprüfung (Zw)1 Woche,
Einsatzpraktikum Gruppenführer (B3P) 16 Wochen,
Zugführerausbildung (B4) 10 Wochen,
Einsatzpraktikum Zugführer (B4P) 18 Wochen,
Verbandsführerausbildung (B5) 7 Wochen,
2Die Ausbildungsinhalte der Ausbildungsabschnitte 1 bis 4 und 6 bis 9 ergeben sich aus dem Ausbildungsrahmenplan (Anlage 2). 3Die Reihenfolge der Ausbildungsabschnitte 2 bis 9 kann durch die Ausbildungsbehörde im Einzelfall geändert werden, wenn es zweckmäßig ist.
(2) 1Auf die Dauer des Vorbereitungsdienstes können Zeiten nach § 26 Abs. 4 Satz 1 NLVO angerechnet werden. 2Über die Anrechnung entscheidet die Ausbildungsbehörde auf Antrag der Anwärterin oder des Anwärters.
(3) 1Ausbildungsstellen für die Ausbildungsabschnitte 1, 3, 6 und 8 sind Dienststellen mit feuerwehrtechnischen Aufgaben. 2Der Ausbildungsabschnitt 1, 3, 6 oder 8 kann auch bei einer hauptberuflichen Werkfeuerwehr abgeleistet werden. 3Die Ausbildungsabschnitte 3, 6 und 8 sind bei verschiedenen Dienststellen mit feuerwehrtechnischen Aufgaben abzuleisten. 4Sie können bei Ausbildungsstellen in anderen Ländern abgeleistet werden. 5Ausbildungsstelle für die Ausbildungsabschnitte 4, 7 und 9 ist die Akademie. 6Die Ausbildungsstellen für die Ausbildungsabschnitte 1, 3, 6 und 8 bestellen Ausbildungsbeauftragte mit der Befähigung für eine Laufbahn der Fachrichtung Feuerwehr, die für die Ausbildung während des jeweiligen Ausbildungsabschnitts verantwortlich sind.
(2) 1Am Ende der Ausbildungsabschnitte 1, 3, 6 und 8 gibt die jeweilige Ausbildungsstelle eine Beurteilung über die Leistungen der Anwärterin oder des Anwärters ab; § 7 Abs. 2 Sätze 2 und 3 ist entsprechend anzuwenden. 2Sind die Ausbildungsabschnitte 3, 6 und 8 beendet, so ermittelt die Ausbildungsbehörde die Ausbildungsnote für die berufspraktische Ausbildung; § 7 Abs. 2 Sätze 5 und 6 ist entsprechend anzuwenden. 3Für die Ausbildungsgesamtnote gilt § 7 Abs. 3 entsprechend.
(1) 1Die Anwärterinnen und Anwärter haben als Zwischenprüfung die Laufbahnprüfung für das zweite Einstiegsamt der Laufbahngruppe 1 abzulegen. 2Die §§ 9 bis 19 mit Ausnahme des § 10 Abs. 1 und des § 14 Abs. 2 bis 5 sind entsprechend anzuwenden.
(2) Die Prüfung ist bestanden, wenn die Prüfungsnote mindestens ausreichend (4) lautet.
1Für die Laufbahnprüfung für das erste Einstiegsamt der Laufbahngruppe 2 sind die §§ 8 und 10 Abs. 2 Satz 1 und Abs. 4 sowie die §§ 14 bis 19 entsprechend anzuwenden. 2Die Laufbahnprüfung kann sich auf alle Ausbildungsinhalte erstrecken. 3Der Prüfling ist von der Prüfungsbehörde zu den einzelnen Prüfungsteilen schriftlich zu laden.
der Leiterin oder dem Leiter der Prüfungsbehörde als Vor-sitzende oder Vorsitzender,
einer Beamtin oder einem Beamten einer Kommune nach § 6 Abs. 1 Nr. 2 mit der Befähigung für die Laufbahn der Laufbahngruppe 2 der Fachrichtung Feuerwehr, die den Zugang für das zweite Einstiegsamt eröffnet, und
zwei Beamtinnen oder Beamten einer Kommune nach § 6 Abs. 1 Nr. 2 mit der Befähigung für die Laufbahn der Laufbahngruppe 2 der Fachrichtung Feuerwehr, die nur den Zugang für das erste Einstiegsamt eröffnet.
2§ 9 Abs. 3 bis 6 ist entsprechend anzuwenden.
(1) 1Die schriftliche Prüfung besteht aus vier Aufsichtsarbeiten. 2Die Bearbeitungszeit beträgt jeweils drei Zeitstunden.
(2) 1Die an der Akademie unterrichtenden Lehrkräfte unterbreiten Vorschläge für die Aufsichtsarbeiten. 2Die Prüfungsbehörde wählt die Aufgaben aus den Vorschlägen aus und entscheidet über die zulässigen Hilfsmittel.
(3) 1Jede Aufsichtsarbeit ist von zwei Mitgliedern des Prüfungsausschusses zu bewerten. 2Weichen die Einzelbewertungen um nicht mehr als drei Punkte voneinander ab, so gilt der Mittelwert. 3Bei größeren Abweichungen entscheidet die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses. 4Sie oder er kann sich für eine der beiden Einzelbewertungen oder für eine dazwischenliegende Punktzahl entscheiden.
(5) 1Sind mindestens zwei Aufsichtsarbeiten mit mindestens ausreichend (4) und ist keine Aufsichtsarbeit mit ungenügend (6) bewertet worden, so erhält der Prüfling eine Mitteilung über die Bewertungen. 2Sind die Voraussetzungen nach Satz 1 nicht erfüllt, so ist die Laufbahnprüfung nicht bestanden und wird nicht fortgesetzt; hierüber erhält der Prüfling einen Bescheid.
(1) 1Die praktische Prüfung gliedert sich in drei Abschnitte. 2Im ersten Abschnitt soll der Prüfling in der Regel eine taktische Einheit Löschzug` und im zweiten Abschnitt eine taktische Einheit Verband führen. 3Der dritte Abschnitt besteht aus einem Vortrag, einer Gruppendiskussion oder einem Rollenspiel zu einem Thema aus den Ausbildungsabschnitten 1, 4, 7 und 9. 4Die Zeitdauer eines Abschnitts soll einschließlich Vorbereitung mindestens 15 Minuten und höchstens 30 Minuten dauern.
(4) 1Sind mindestens zwei Abschnitte mit mindestens ausreichend (4) und ist kein Abschnitt mit ungenügend (6) bewertet worden, so erhält der Prüfling eine Mitteilung über die Bewertungen. 2Sind die Voraussetzungen nach Satz 1 nicht erfüllt, so ist die Laufbahnprüfung nicht bestanden und wird nicht fortgesetzt; hierüber erhält der Prüfling einen Bescheid.
(2) 1Die Einführung dauert 18 Monate und gliedert sich in die Ausbildungsabschnitte
Aufstiegslehrgang I - Einführungslehrgang (E) 10 Wochen,
Vertiefungsphase (EV) 16 Wochen,
Aufstiegslehrgang II - Zugführerausbildung (B4) 10 Wochen,
Aufstiegslehrgang III - Verbandsführerausbildung (B5) 7 Wochen,
Aufstiegsprüfung (AP) 1 Woche.
2Die Ausbildungsinhalte der Ausbildungsabschnitte 1 bis 6 ergeben sich aus dem Ausbildungsrahmenplan (Anlage 3). 3Die Reihenfolge der Ausbildungsabschnitte 2 bis 6 kann durch die oder den Dienstvorgesetzten im Einzelfall geändert werden, wenn es zweckmäßig ist.
(3) 1Ausbildungsstelle für die Ausbildungsabschnitte 1, 4 und 6 ist die Akademie. 2Der Ausbildungsabschnitt 1 kann an einer anderen geeigneten Ausbildungsstelle absolviert werden.
(4) 1Die Ausbildungsabschnitte 2, 3 und 5 sind bei verschiedenen Dienststellen mit feuerwehrtechnischen Aufgaben abzuleisten. 2Sie können bei Ausbildungsstellen in anderen Ländern abgeleistet werden. 3Die Ausbildungsstellen bestellen Ausbildungsbeauftragte mit der Befähigung für die Laufbahn der Laufbahngruppe 2 der Fachrichtung Feuerwehr, die für die Ausbildung während des jeweiligen Ausbildungsabschnitts verantwortlich sind.
(5) 1Im Ausbildungsabschnitt 1 ist eine Aufsichtsarbeit mit einer Bearbeitungszeit von 90 Minuten anzufertigen; § 7 Abs. 1 Sätze 2 und 4 ist entsprechend anzuwenden. 2Die Note der Bewertung ist die Ausbildungsnote für die fachtheoretische Ausbildung. 3Am Ende der Ausbildungsabschnitte 2, 3 und 5 gibt die jeweilige Ausbildungsstelle eine Beurteilung über die Leistungen der Anwärterin oder des Anwärters ab; § 7 Abs. 2 Sätze 2 und 3 ist entsprechend anzuwenden. 4Sind die Ausbildungsabschnitte 2, 3 und 5 beendet, so ermittelt die Ausbildungsbehörde die Ausbildungsnote für die berufspraktische Ausbildung; § 7 Abs. 2 Sätze 5 und 6 ist entsprechend anzuwenden. 5Für die Ausbildungsgesamtnote gilt § 7 Abs. 3 entsprechend.
1Aufstiegsprüfung ist die Laufbahnprüfung für das erste Einstiegsamt der Laufbahngruppe 2. 2Die §§ 25 bis 29 sind entsprechend anzuwenden.
(1) 1Die Ausbildung im Vorbereitungsdienst richtet sich nach den §§ 8 bis 11 der Verordnung über die Ausbildung und Prüfung für die Laufbahn des höheren feuerwehrtechnischen Dienstes in den Feuerwehren des Landes Nordrhein-Westfalen (VAPhD-Feu) vom 11. März 2010 (GV. NRW. S. 166). 2Für die Ausbildungsleitung gilt § 7 VAPhD-Feu entsprechend.
(2) 1Die Referendarinnen und Referendare haben als Zwischenprüfung die Zugführerprüfung abzulegen. 2Die Zugführerprüfung wird vor dem Prüfungsausschuss für die Laufbahn des höheren feuerwehrtechnischen Dienstes am Institut der Feuerwehr Nordrhein-Westfalen abgelegt und richtet sich nach den §§ 8, 12 und 13 Abs. 2 bis 8, § 14 Abs. 2 und 4 bis 11 sowie den §§ 15 bis 19 und 29 VAPhD-Feu.
(3) Die Laufbahnprüfung wird vor dem Prüfungsausschuss für die Laufbahn des höheren feuerwehrtechnischen Dienstes am Institut der Feuerwehr Nordrhein-Westfalen abgelegt und richtet sich nach den §§ 8, 12 und 13 Abs. 2 bis 8, § 14 Abs. 3 bis 11 sowie den §§ 20 bis 27 und 29 VAPhD-Feu.
(1) Auf die Ausbildung und Prüfung der Anwärterinnen und Anwärter sowie der Referendarinnen und Referendare im Vorbereitungsdienst für eine Laufbahn der Fachrichtung Feuerwehr, die ihren Vorbereitungsdienst vor dem 1. Januar 2013 begonnen haben, ist die Verordnung über die Ausbildung und Prüfung für die Laufbahnen des feuerwehrtechnischen Dienstes vom 26. März 2001 (Nds.GVBl. S.128) weiterhin anzuwenden.
(2) Auf die Ausbildung und Prüfung der Beamtinnen und Beamten, die vor dem 1. Januar 2013 zum Aufstieg in die Laufbahn der Laufbahngruppe 2 der Fachrichtung Feuerwehr zugelassen worden sind, ist die Verordnung über die Ausbildung und Prüfung für die Laufbahnen des feuerwehrtechnischen Dienstes vom 26. März 2001 (Nds.GVBl. S.128) weiterhin anzuwenden.
(3) Auf die Ausbildung und Prüfung der Anwärterinnen und Anwärter im Vorbereitungsdienst für eine Laufbahn der Fachrichtung Feuerwehr, die ihren Vorbereitungsdienst in der Zeit vom 1. Januar 2013 bis zum 31. Dezember 2014 begonnen haben, ist diese Verordnung in der vor dem 1. Januar 2015 geltenden Fassung weiterhin anzuwenden.
(4) Auf die Ausbildung und Prüfung der Beamtinnen und Beamten, die in der Zeit vom 1. Januar 2013 bis zum 31. Dezember 2014 zum Aufstieg in die Laufbahn der Laufbahngruppe 2 der Fachrichtung Feuerwehr zugelassen worden sind, ist diese Verordnung in der vor dem 1. Januar 2015 geltenden Fassung weiterhin anzuwenden.
(5) 1Die nach § 13 Abs. 2 der Verordnung über die Ausbildung und Prüfung für die Laufbahnen des feuerwehrtechnischen Dienstes vom 26. März 2001 (Nds.GVBl. S.128) bestellten Mitglieder und stellvertretenden Mitglieder des Prüfungsausschusses gelten für die Dauer ihrer Bestellung als nach § 9 bestellte Mitglieder und stellvertretende Mitglieder. 2Die nach § 13 Abs. 3 der in Satz 1 genannten Verordnung für die Dauer ihrer Bestellung bestellten Mitglieder und stellvertretenden Mitglieder des Prüfungsausschusses gelten als nach § 26 bestellte Mitglieder und stellvertretende Mitglieder. 3Die Amtszeit endet mit Ablauf des 31. Dezember 2017.
1Diese Verordnung tritt mit Wirkung vom 1. Januar 2013 in Kraft. 2Gleichzeitig tritt die Verordnung über die Ausbildung und Prüfung für die Laufbahnen des feuerwehrtechnischen Dienstes vom 26. März 2001 (Nds.GVBl. S.128) außer Kraft.
(zu § 5 Abs. 1 Satz 2 )
für die Ausbildung im Vorbereitungsdienst für das zweite Einstiegsamt der Laufbahngruppe 1
abschnitt Ausbildungsinhalt Dauer
Erwerb der erforderlichen Fahrerlaubnisse, soweit noch nicht vorhanden. Die Fahrerlaubnisse können auch in den Ausbildungsabschnitten 3 (B1P) und 4 (B2P) erworben werden
Lehrgang Technische Hilfeleistung
Sonderlehrgänge (z.B. Ausbildung an Hubrettungsfahrzeugen, Realbrandbekämpfung)
Erwerb der erforderlichen Fahrerlaubnisse, soweit nicht im Ausbildungsabschnitt 1 (BI) erfolgt
Erwerb der Befähigung zur Durchführung von Ausbildungslehrgängen nach der Feuerwehrdienstvorschrift 2 (Ausbilder in der Feuerwehr)
(z.B. Ausbildungsanleitung, Auftreten und Verhalten)
für die Ausbildung im Vorbereitungsdienst für das erste Einstiegsamt der Laufbahngruppe 2
Erwerb der Befähigung zur Durchführung von Ausbildungslehrgängen nach der Feuerwehrdienstvorschrift 2 (Ausbilder in der Feuerwehr)
Praktischer Feuerwehrdienst (z.B. Ausbildungsanleitung, Auftreten und Verhalten)
Psychologie für den Einsatzfall (z.B. Stressbewältigung, Nachsorge)
Vermittlung der für die Laufbahngruppe 2 erforderlichen Kenntnisse (z.B. naturwissenschaftliche, feuerwehrtechnische und didaktische Grundlagen)

References: § 26
 § 5
 § 6
 § 26
 § 7
 § 7
 § 7
 § 10
 § 14
 § 6
 § 6
 § 7
 § 7
 § 7
 § 7
 § 7
 § 14
 § 14
 § 13
 § 9
 § 13
 § 26
 § 5