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Timestamp: 2019-11-17 10:19:01+00:00

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BAG, 06.09.1978 - 4 AZR 84/77 - dejure.org
https://dejure.org/1978,264
BAG, 06.09.1978 - 4 AZR 84/77 (https://dejure.org/1978,264)
BAG, Entscheidung vom 06.09.1978 - 4 AZR 84/77 (https://dejure.org/1978,264)
BAG, Entscheidung vom 06. September 1978 - 4 AZR 84/77 (https://dejure.org/1978,264)
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Personalstelle - Haushaltsplan - Ausbringen eines Kw-Vermerks - Dringendes betriebliches Erfordernis - Kündigung - Wegfall der Stelle
LAG Schleswig-Holstein, 16.12.1976 - 2 Sa 55/76
LAG Schleswig-Holstein, 16.12.1976 - 2 Sa 554/76
BB 1979, 424
DB 1979, 118
Damit hat der Beklagte ein zum Zeitpunkt der Änderungskündigung bestehendes Konzept dargestellt, wie das zukünftig zu erwartende Studentenaufkommen konkret stellenplanmäßig bedient werden soll, wobei gleichzeitig der kw-Vermerk aufgrund des Landeshaushaltsplans 1997 zeitlich im Sinne der Rechtsprechung (BAG Urteil vom 6. September 1978 - 4 AZR 84/77 - AP aaO), nämlich ab 1. Januar 1997, also noch vor Auslaufen der Kündigungsfrist fixiert wurde.
b) Dieses Ergebnis entspricht auch der BAG-Rechtsprechung, wonach Stellenstreichungen in einem Haushaltsplan (BAG GS 28. November 1956 - GS 3/56 -BAGE 3, 245, 250 f.; BAG 3. Mai 1978 - 4 AZR 698/76 - BAGE 30, 272, 276; 21. Januar 1993 - 2 AZR 330/92 - AP MitbestG Schleswig-Holstein § 52 Nr. 1 = EzA KSchG § 2 Nr. 18) ebenso wie das Anbringen eines kw-Vermerks an einer Personalstelle (BAG 6. September 1978 - 4 AZR 84/77 - AP KSchG 1969 § 1 Nr. 4 = EzA KSchG § 1 Betriebsbedingte Kündigung Nr. 9) eine von den Gerichten nicht nachprüfbare Entscheidung darstellen, daß die bezeichnete Stelle für die einzelne Dienststelle entbehrlich ist.
Damit hat der Beklagte ein zum Zeitpunkt der Kündigung bestehendes Konzept dargestellt, wie das zukünftig zu erwartende Studentenaufkommen konkret stellenplanmäßig bedient werden soll, wobei gleichzeitig der kw-Vermerk aufgrund des Landeshaushaltsplans 1997 zeitlich im Sinne der Rechtsprechung (BAG 6. September 1979 - 4 AZR 84/77 - aaO), nämlich ab 1. Januar 1997, also noch vor Auslaufen der Kündigungsfrist fixiert wurde.
Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts ist ein dringendes betriebliches Erfordernis für eine Kündigung in öffentlichen Verwaltungen ohne weiteres gegeben, wenn ein Haushaltsplan bestimmte, nach sachlichen Merkmalen bezeichnete Stellen für Dienststellen oder Betriebe streicht (grundlegend: BAG Großer Senat Beschluß vom 28. November 1956 - GS 3/56 - BAGE 3, 245, 250 = AP Nr. 20 zu § 1 KSchG, zu III 1 der Gründe; sowie: BAG Urteil vom 21. Mai 1957 - 3 AZR 79/55 - AP Nr. 31 zu § 1 KSchG, zu I der Gründe; BAG Urteil vom 3. Mai 1978 - 4 AZR 698/76 - BAGE 30, 272 = AP Nr. 5 zu § 1 KSchG 1969 Betriebsbedingte Kündigung, zu II der Gründe; BAG Urteil vom 6. September 1978 - 4 AZR 84/77 - AP Nr. 4 zu § 1 KSchG 1969; BAG Urteil vom 21. Januar 1993 - 2 AZR 330/92 - AP Nr. 1 zu § 52 MitbestG Schleswig-Holstein, zu C II 1 a der Gründe; BAG Urteil vom 19. März 1998 - 8 AZR 626/96 - AP Nr. 76 zu Einigungsvertrag Anlage 1 Kap. XIX, zu II 2 b aa der Gründe).
Dieses Ergebnis entspricht der eingangs zitierten BAG-Rechtsprechung, wonach Stellenstreichungen in einem Haushaltsplan (BAG GS Beschluß vom 28. November 1956 - GS 3/56 - BAGE 3, 245, 250 f. = AP Nr. 20 zu § 1 KSchG, zu III 1 der Gründe; BAG Urteile vom 3. Mai 1978 - 4 AZR 696/76 - BAGE 30, 272, 276 = AP Nr. 5 zu § 1 KSchG 1969 Betriebsbedingte Kündigung, zu II der Gründe; vom 21. Januar 1993 - 2 AZR 330/92 - AP Nr. 1 zu § 52 MitbestG Schleswig-Holstein) ebenso wie das Anbringen eines kw-Vermerks an einer Personalstelle (BAG Urteil vom 6. September 1978 - 4 AZR 84/77 - AP Nr. 4 zu § 1 KSchG 1969) eine von den Gerichten nicht nachprüfbare Entscheidung darstellen, so daß die bezeichnete Stelle für die einzelne Dienststelle entbehrlich ist.
Auf diese Grundsätze wird in der dem Beschluss des Großen Senats nachfolgenden Rechtsprechung und Literatur zustimmend Bezug genommen (z. B. BAG, Urteil vom 03.05.1978, AP Nr. 5 zu § 1 KSchG 1969; BAG, Urteil vom 06.09.1979, BB 1979 S. 424; BAG, Urteil vom 29.11.1985, abgedruckt bei Etzel-RzK I 5c Nr. 11;… Berkowsky, Die Betriebsbedingte Kündigung, 3. Aufl. 1994, Rnr. 44 ff;… Kittner/Trittin, Kündigungsschutzrecht, 2. Aufl. 1995, Rnr. 338;… KR-Etzel, 4. Aufl. 1996, § 1 KSchG Rnr. 545 ff;… Schaub, Arbeitsrechts-Handbuch, 7. Aufl. 1992, 131 II 7).
Erfolgt durch den Haushaltsgesetzgeber im Haushaltsplan für Dienststellen oder Betriebe keine Streichung einer oder mehrerer bestimmter, nach sachlichen Merkmalen bezeichneter Stellen, sondern werden die betreffenden Stellen mit dem Vermerk "kw" künftig wegfallend versehen, dann ist nach bislang unbestrittener Ansicht eine hierauf gestützte betriebsbedingte Kündigung nur dann gerechtfertigt, wenn diese Verfahrensweise einer Stellenstreichung mit den oben genannten Voraussetzungen gleichkommt (BAG, Urteil vom 06.09.1979, BB 1979 S. 424, 425 und ihm folgend Berkowsky a. a. O., Kittner/Trittin a. a. O., KR-Etzel und Schaub jeweils a. a. O.).
Dies kann durch die Angabe der zeitlichen oder sachlichen Bedingung für den Wegfall der Stelle geschehen (BAG, Urteil vom 06.09.1979 a. a. O. S. 425).
LAG Nürnberg, 10.03.1994 - 8 Sa 142/94
Kündigung eines Mitglieds der Betriebsvertretung; Nachwirkender Kündigungsschutz …
LAG München, 12.02.1981 - 6 (8) Sa 500/80

References: § 52
 § 2
 § 1
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