Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerwG&Datum=09.02.2005&Aktenzeichen=9%20A%2062.03
Timestamp: 2019-09-16 07:36:07+00:00

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BVerwG, 09.02.2005 - 9 A 62.03 - dejure.org
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BVerwG, 09.02.2005 - 9 A 62.03 (https://dejure.org/2005,374)
BVerwG, Entscheidung vom 09.02.2005 - 9 A 62.03 (https://dejure.org/2005,374)
BVerwG, Entscheidung vom 09. Februar 2005 - 9 A 62.03 (https://dejure.org/2005,374)
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GG Art. 28 Abs. 2 Satz 1; BauGB § ... 2 Abs. 2; BImSchG § 50 Satz 1; FStrG § 17 Abs. 1, Abs. 4 Satz 1 und 2, Abs. 6 c Satz 1; VwVfG § 73 Abs. 2, Abs. 4 Satz 1, § 75 Abs. 1 Satz 1, § 78; SächsStrG Fassung 1993 § 3 Abs. 1 Nr. 2, § 39 Abs. 1 Satz 2
Fachplanung; Planfeststellung; Planfeststellungsbedürftigkeit; Zusammentreffen von Vorhaben; Folgemaßnahme; Planungskonzept; gemeindliche Einwendung; verspätetes Vorbringen; Einwendungsausschluss; Präklusion; Abwägung; Planungsgrundsatz; interkommunales Abstimmungsgebot; ...
Fachplanung; Planfeststellung; Planfeststellungsbedürftigkeit; Zusammentreffen von Vorhaben; Folgemaßnahme; Planungskonzept; gemeindliche Einwendung; verspätetes Vorbringen; Einwendungsausschluss; Präklusion; Abwägung; Planungsgrundsatz; interkommunales
Zulässigkeit der Klage einer Gemeinde oder Stadt gegen einen Planfeststellungsbeschluss eines Regierungspräsidiums über die Feststellung des Baus von Straßen (Umgehungsstraßen) - Verfahrensrechtliche Bedenken gegen den Planfeststellungsbeschluss - Durchführung eines ...
Interkommunales Abstimmungsgebot bei Fachplanung
Klagen gegen den Bau der Neuen Kohlsdorfer Straße zwischen Dresden-Gompitz und Freital-Pesterwitz abgewiesen
Art. 28 GG; § 2 BauGB; § 17 FStrG; § 50 BImSchG; §§ 3, 39 SächsStrG 1993; §§ 73, 75 VwVfG
Planfeststellung und kommunales Selbstverwaltungsrecht bei Straßenneubau
BVerwG, 27.11.2003 - 9 A 62.03
BVerwG, 27.04.2004 - 9 A 62.03
Diese Mitwirkungslast gilt uneingeschränkt auch für eine Gebietskörperschaft, die im Planfeststellungsverfahren als Behörde und damit als Trägerin öffentlicher Belange zur Stellungnahme aufgefordert worden ist (vgl. Urteil vom 9. Februar 2005 - BVerwG 9 A 62.03 - NVwZ 2005, 813 zur Mitwirkungslast nach § 17 Abs. 4 Satz 1 FStrG).
Eine Gemeinde kann jedoch durch ein geplantes Vorhaben zugleich in eigenen Rechten betroffen sein und muss, wenn sie sich insoweit die Möglichkeit offenhalten will, diese Rechte notfalls im Klagewege geltend zu machen, deshalb wie jeder Bürger im Rahmen der Betroffenenbeteiligung frist- und formgerecht Einwendungen erheben (Urteil vom 9. Februar 2005 - BVerwG 9 A 62.03 - Buchholz 316 § 78 VwVfG Nr. 10).
Insoweit unterliegt der Begriff der notwendigen Folgemaßnahme räumlichen und sachlichen Beschränkungen; solche Maßnahmen dürfen über Anschluss und Anpassung nicht wesentlich hinausgehen (BVerwG, Urteil vom 9. Februar 2005 - 9 A 62.03 - Buchholz 316 § 78 VwVfG Nr. 10).
Das Vorhaben muss ferner auf noch nicht verfestigte, aber konkrete Planungsabsichten einer Gemeinde abwägend in der Weise Rücksicht nehmen, dass konkret in Betracht gezogene städtebauliche Planungsmöglichkeiten nicht unnötigerweise verbaut werden (vgl. BVerwG, U.v. 9.2.2005 - 9 A 62.03 - NVwZ 2005, 813 = juris Rn. 44;… U.v. 15.12.2006 - 7 C 1.06 - BVerwGE 127, 259 = juris Rn. 31).
Das Vorhaben darf ferner von der Gemeinde konkret in Betracht gezogene städtebauliche Planungsmöglichkeiten nicht unnötig verbauen (vgl. beispielsweise Urteil vom 9. Februar 2005 - BVerwG 9 A 62.03 - NVwZ 2005, 813 ).
Soweit ein Träger öffentlicher Belange durch das Vorhaben zugleich in eigenen Rechten betroffen ist und sich die Möglichkeit offenhalten will, diese Rechte notfalls im Klagewege geltend zu machen, muss er deshalb im Rahmen der Betroffenenbeteiligung frist- und formgerecht Einwendungen erheben (Urteil vom 9. Februar 2005 - BVerwG 9 A 62.03 - Buchholz 316 § 78 VwVfG Nr. 10 ).
Dass sie daneben auch fremde Belange gegen die Planung angeführt hat, ist unschädlich; Einwendungen im Rahmen der Betroffenenanhörung und Äußerungen im Rahmen der Behördenanhörung müssen nicht notwendig in getrennten Schriftstücken erfolgen (Urteil vom 9. Februar 2005 a.a.O.).
Ständiger Rechtsprechung entspricht es jedoch (Beschluss vom 15. April 1999 - BVerwG 4 VR 18.98 - Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 151; Urteil vom 9. Februar 2005 - BVerwG 9 A 62.03 - Buchholz 316 § 78 VwVfG Nr. 10 m.w.N.), dass die Gemeinde unter Berufung auf ihre Planungshoheit sich nicht gleichsam zur Sachwalterin privater Interessen aufschwingen kann.
Ein nur materielles Interesse an der planerischen Koordination verschiedener Belange rechtfertigt es für sich nicht, Verfahren und Behördenzuständigkeit zu koordinieren (BVerwG, Urteile vom 18. April 1996 - 11 A 86.95 - BVerwGE 101, 73 , vom 9. Februar 2005 - 9 A 62.03 - Buchholz 316 § 78 VwVfG Nr. 10 S. 7 …und vom 23. April 2014 - 9 A 25.12 - BVerwGE 149, 289 Rn. 130).
Ständiger Rechtsprechung entspricht es jedoch (Beschluss vom 15. April 1999 - BVerwG 4 VR 18.98 - Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 151; Urteil vom 9. Februar 2005 - BVerwG 9 A 62.03 - Buchholz 316 § 78 VwVfG Nr. 10 m.w.N.), dass eine Gemeinde unter Berufung auf ihre Planungshoheit sich nicht gleichsam zur Sachwalterin privater Interessen aufschwingen kann.
BVerwG, 28.10.2008 - 7 BN 4.08
Bauplanungsrecht; Festsetzung; Gemeinde; Normenkontrolle; Planungshoheit; …
OVG Rheinland-Pfalz, 23.11.2005 - 8 C 10728/05
Kein Anspruch einer Gemeinde auf Schutz vor Eisenbahnlärm
VG Frankfurt/Oder, 28.06.2017 - 5 K 248/15

References: Art. 28
 § 50
 § 17
 § 73
 § 75
 § 78
 § 3
 § 39

Art. 28
 § 2
 § 17
 § 50
 § 17
 § 78
 § 78
 § 78
 § 17
 § 78
 § 78
 § 17
 § 78