Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/1/81280000009.htm
Timestamp: 2018-12-19 03:59:29+00:00

Document:
1.28.009 Werbach
Verordnung des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis als untere Naturschutzbehörde über das Landschaftsschutzgebiet "Werbach" vom 01.04.1985 (Amtsblatt des Main-Tauber-Kreises vom 18.04.1985).
Aufgrund von §§ 22, 58 Abs. 3 und 4 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz - NatSchG) vom 21.10.1975 (GBl. S. 654) wird mit Zustimmung des Regierungspräsidiums Stuttgart als höhere Naturschutzbehörde verordnet:
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Gemeinde Werbach werden zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung "Werbach".
(1) Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rd. 2339 ha.
(2) Das Schutzgebiet umfaßt die wesentlichen Teile des Taubertales mit Ausnahme der Ortslagen sowie ihrer Erweiterungsflächen und das landschaftlich sehr wertvolle Welzbachtal mit Nebentälern. Das Schutzgebiet umfaßt darüber hinaus als weitere überdurchschnittlich schutzwürdige Gebiete das Wormental, den Limbachsgraben mit seinen Trockenhängen, den Kapf als markante Erhebung, die naturnahen Hangwälder an der Tauber (Bauernwald) und die Gamburg mit dem Waldgebiet "Großer Kammerforst".
(3) Die Grenzen des Landschaftsschutzgebietes sind in einer Übersichtskarte des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis vom 13.03.1985 im Maßstab 1 : 25 000 schwarz umgrenzt und grün angelegt sowie in 17 Katasterplankarten des Landratsamtes Main-Tauber-Kreis vom 13.03.1985 im Maßstab 1 : 5 000 schwarz umgrenzt und grün angeschummert eingetragen. Die Verordnung mit Karten wird beim Landratsamt Main-Tauber-Kreis als untere Naturschutzbehörde in Tauberbischofsheim verwahrt. Eine Ausfertigung der Verordnung mit Karten befindet sich beim Bürgermeisteramt Werbach. Die Verordnung mit Karten kann während der üblichen Dienststunden eingesehen werden.
Neben der Sicherung ökologisch hochwertiger Gebiete ist wesentlicher Schutzzweck, die Leistungsfähigkeit eines ausgewogenen Naturhaushaltes in diesem Gebiet zu gewährleisten und zu steigern, die Vielfalt, Eigenart und Schönheit dieser Landschaft mit ihrer Vielzahl prägender Elemente zu erhalten und den Erholungswert für die Allgemeinheit langfristig zu sichern.
(3) Die Erlaubnis ist zu erteilen, wenn die Handlungen Wirkungen der in § 4 genannten Art nicht zur Folge haben oder solche Wirkungen durch Auflagen oder Bedingungen abgewendet werden können. Sie kann mit Auflagen, unter Bedingungen, befristet oder widerruflich erteilt werden, wenn dadurch erreicht werden kann, daß die Wirkungen der Handlungen dem Schutzzweck nur unwesentlich zuwiderlaufen.
3. für die ordnungsgemäße Unterhaltung der Straßen, Wege, Schienenwege, Plätze und Gewässer, ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Nr. 15;
(2) Die Befreiung bedarf bei Handlungen im Sinne von § 5 Abs. 2 Ziff. 1, 3, 4, 6, 11 und 14 der Zustimmung des Regierungspräsidiums als höhere Naturschutzbehörde.
1. entgegen § 22 Abs. 3 des Naturschutzgesetzes i.V.m. § 4 dieser Verordnung Handlungen vornimmt, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen,
(2) Gleichzeitig tritt die Verordnung des Regierungspräsidiums Nordbaden zum allgemeinen Landschaftsschutz des Main- und Taubertales im Bereich des Landkreises Tauberbischofsheim vom 14.02.1953, veröffentlicht im Gemeinsamen Amtsblatt Baden-Württemberg Nr. 5, S. 91 vom 12.03.1953, auf dem Gebiet der Gemeinde Werbach außer Kraft.
Durch VO vom 23.09.1994 (NSG 1.60 "Wormental") Fläche um 10 ha verkleinert.

References: § 2
 § 4
 § 5
 § 5
 § 22
 § 4