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Timestamp: 2020-06-06 02:25:49+00:00

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Kapitel 6: Die Pflicht zur Risikominderung bei nicht-clearingpflichtigen OTC-Derivatekontrakten | springerprofessional.de
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Kapitel 6: Die Pflicht zur Risikominderung bei nicht-clearingpflichtigen OTC-Derivatekontrakten
Autor: Ulf Lennart Martens
Erschienen in: Die rechtliche Neuordnung des außerbörslichen Derivatehandels durch die EMIR-Verordnung
Nicht sämtliche Derivatekontrakte können im Rahmen eines zentralen Clearings erfasst und gecleart werden. Entsprechend ist bereits in den G 20-Beschlüssen von Pittsburgh festgelegt worden, dass nicht dem zentralen Clearing unterfallende OTC-Derivatekontrakte zur Risikominimierung erhöhten Kapitalanforderungen unterliegen sollen. Die Ausnahme von Derivatekontrakten aus der Clearingpflicht belässt Ausfallrisiken weiterhin bilateral bei den kontrahierenden Marktteilnehmern. Die Ausnahme dient neben Praktikabilitätsfragen jedoch auch dem Schutz und der Effektivität des zentralen Clearingsystems. Eine generelle oder vorschnelle Festlegung der Clearingpflicht eines nicht hinreichend bekannten neuen derivativen Finanzprodukts würde zunächst nicht kalkulierbare Risiken für zentrale Gegenparteien bedeuten – etwa in Bezug auf die für die Resistenz des Gesamtsystems elementare anfängliche und laufende Besicherung der clearingpflichtigen Kontrakte i. S. d.
Leaders’ Statement The Pittsburgh Summit September 24 – 25 2009, S. 9 „ Non-centrally cleared contracts should be subject to higher capital requirements.“.
Vgl. ErwGr. (15) EMIR; Schwintowski- Köhler, 4. Aufl., § 21 Rn. 263; vgl. zum Risiko einer vorschnellen Begründung einer Clearingpflicht Ausführungen in Kapitel 5, § 1 B. I.
Vgl. zu der Risikobesicherung des zentralen Clearings Ausführungen in Kapitel 5, § 4.
Eine hinreichende Standardisierung derivativer Finanzprodukte bildet insofern auch die Mindestvoraussetzung für die Bejahung der Clearingfähigkeit/-pflichtigkeit eines Derivateprodukts, vgl. ErwGr. (21) EMIR u. Art. 5 Abs. 4 a) EMIR.
Dabei ist unerheblich, ob das Clearing durch eine in der EU zugelassene CCP oder eine nicht von Art. 25 EMIR erfasste CCP in einem Drittstaat vorgenommen wird – ESMA, Q&As vom 01.10.2015, S. 27 (Antwort zu Frage 12 (j)).
Köhling/Adler, WM 2012, 2173.
Vgl. Köhling/Adler, WM 2012, 2173; Wieland/Weiß, CFL 2013, 73 (81).
Schwintowski- Köhler, 4. Aufl., § 21 Rn. 271.
Hartenfels, ZHR 178 (2014), 173 (201).
vgl. zur Risikoabsicherung der Marktteilnehmer innerhalb des zentralen Clearingsystems Ausführungen in Kapitel 5 § 4.
Dies gilt auch für die Meldepflicht des Art. 9 EMIR, die zwar für eine verbesserte Markttransparenz sorgt, die jedoch keine Risikoverminderung in Bezug auf Störungen innerhalb eines bereits abgeschlossenen Derivatekontraktes bieten kann; vgl. Ausführungen in Kapitel 7 § 1.
Hartenfels, ZHR 178 (2014), 173 (202); Köhling/Adler, WM 2012, 2173 (2174).
Köhling/Adler, WM 2012, 2173 (2174).
So auch Köhling/Adler, WM 2012, 2173 (2174); a. A. Hartenfels, ZHR 178 (2014), 173 (201).
Vgl. bzgl. der Einigung auf Streitbeilegungstechniken Hartenfels, ZHR 178 (2014), 173 (201).
Vgl. etwa ESMA, Q&As vom 01.10.2015, S. 26 (Antwort auf Frage 12 (h)) und S. 29 (Antwort auf Frage 14 (c)).
ErwGr. (27) del. VO (EU) Nr. 149/2013; Teuber/Schöpp, RdF 2013, 209 (211).
ErwGr. (27) del. VO (EU) Nr. 149/2013.
BTO 2.2.2. Ziff. 2 MaRisk:
„ Grundsätzlich sind Handelsgeschäfte unverzüglich schriftlich oder in gleichwertiger Form zu bestätigen. Die Bestätigung muss die erforderlichen Abschlussdaten enthalten. Bei Handelsgeschäften über Makler muss der Makler benannt werden. Der unverzügliche Eingang der Gegenbestätigungen ist zu überwachen, wobei sichergestellt sein muss, dass die eingehenden Gegenbestätigungen zuerst und direkt in die Abwicklung gelangen und nicht an den Handel adressiert sind. Fehlende beziehungsweise unvollständige Gegenbestätigungen sind unverzüglich zu reklamieren, es sei denn, es handelt sich um ein Handelsgeschäft, das in allen Teilen ordnungsgemäß erfüllt ist.“
Teuber/Schöpp, RdF 2013, 209 (211).
So Schuster/Ruschkowski, ZBB/JBB 2/14, 123 (130).
Europäische Kommission, FAQs vom 10.07.2015, II. Nr. 13.
Europäische Kommission, FAQs vom 10.07.2015, II. Nr. 13; vgl. auch Hartenfels, ZHR 178 (2014), 173 (200).
Glass, EWeRK 2013, 77 (83); Wieland/Weiß, CFL 2013, 73 (82) sprechen insofern von dem Abgleich in Form eines „ confirmation matching“.
Vgl. zu dem Zweck der Bestätigung Ausführungen in Kapitel 6, § 1 B. I.
ESMA, Q&As vom 04.02.2016, S. 18 (Antwort zu Frage 5 (a)).; differenzierend nach Kontrakten zwischen EU-Gegenparteien und Kontrakten unter Einbeziehung von Nicht-EU-Parteien Hartenfels, ZHR 178 (2014), 173 (202).
Ausführlich zu den Rechtsfolgen von Verstößen gegen Pflichten aus Titel II der EMIR Ausführung in Kapitel 8.
Hartenfels, ZHR 178 (2014), 173 (202).
ESMA, Q&As vom 01.10.2015, S. 18 (Antwort zu Frage 5 (c)).
Etwa, wenn sich die Partei darauf einigen, dass ein zwischenzeitlich geänderter OTC-Derivatekontrakt erneut in der ursprünglichen Form zwischen den Parteien gelten soll - ESMA, Q&As vom 01.10.2015, S. 18 (Antwort zu Frage 5 (c)).
ErwGr. (26) del. VO (EU) Nr. 149/2013.
Der Vorrang der Bestätigung auf elektronischem Weg ergibt sich aus Art. 12 Abs. 1 und Abs. 2 del. VO (EU) Nr. 149/2013.
ESMA, Q&As vom 04.02.2016, S. 18 (Antwort zu Frage 5 (b); Pankoke/Wallus, WM 2014, 4 (9).
Vgl. Glass, EWeRK 2013, 77 (Fn. 62).
Vgl. ESMA, Q&As vom 01.10.2015, S. 18 (Antwort zu Frage 5 (b), nach der für den Fall des Fehlens einer confirmation platform es den Parteien offenstehe, via körperlichen Schreiben, Fax oder [inhaltlich] manuell erstellter E-Mail die Bestätigung vorzunehmen.
Wulff/Kloka, WM 2015, 215 (217).
So auch Wulff/Kloka, WM 2015, 215 (216).
Art. 11 Abs. 1 a), Abs. 14 EMIR i. V. m. Art. 12, 21 S. 2 del. VO (EU) Nr. 149/2013; Wulff/Kloka, WM 2015, 215 (216).
Vgl. Art. 12 Abs. 1 1. Hs., Abs. 1 1. Hs. del. VO (EU) Nr. 149/2013.
So Diekmann/Fleischmann, WM 2011, 1105 (1107); Nietsch/Graef, BB 2010, 1361 (1363).
Für die Ausführung ist ausschließlich die tatsächliche Ingangsetzung der Vertragsdurchführung ausschlaggebend – vgl. ESMA, Q&As vom 01.10.2015, S. 18 (Antwort zu Frage 5 (f)).
Schuster/Ruschkowski, ZBB/JBB 2/14, 123 (128).
ESMA, Q&As vom 01.10.2015, S. 18 (Antwort zu Frage 5 (e)).
Hartenfels, ZHR 178 (2014), 173, (202).
Europäische Kommission, FAQs vom 10.07.2015, II Nr. 13; Glass, EWeRK 2013, 77 (83).
So auch Hartenfels, ZHR 178 (2014), 173, (202).
EMSA, Q&As vom 01.10.2015, S. 18 (Antwort zu Frage 5).
Ein Gegenbestätigungserfordernis innerhalb der Fristen des Art. 12 Abs. 1, 2 del. VO (EU) Nr. 149/2013 ebenfalls bejahend Glass, EWeRK 2013, 77 (83); Schuster/Ruschkowski, ZBB/JBB 2/14, 123 (128); differenzierend nach Kontrakten zwischen zwei Gegenparteien und Kontrakten unter Beteiligung einer Nicht-EU-Partei Hartenfels, ZHR 178 (2014), 173 (202).
Schwintowski- Köhler, 4. Aufl., § 21 Rn. 274.
Vgl. Glass, EWeRK 2013, 77 (83); Hartenfels, ZHR 178 (2014), 173 (204).
Vgl. Art. 13 Abs. 3 1. Hs. del. VO (EU) Nr. 149/2013; Glass, EWeRK 2013, 77 (83).
ESMA, Q&As vom 01.10.2015, S. 29 (Antwort zu Frage 14 (b)).
Art. 13 Abs. 3 a) ii) del. VO (EU) Nr. 149/2013.
Art. 13 Abs. 3 a) iii) del. VO (EU) Nr. 149/2013.
Art. 13 Abs. 3 b) del. VO (EU) Nr. 149/2013; die unterschiedliche Behandlung von Kontrakten zwischen clearingpflichtigen Gegenparteien und Kontrakten unter Beteiligung von mindestens einer nicht clearingpflichtigen Gegenpartei gründet auf den unterschiedlichen Risikoprofilen der adressierten Marktteilnehmer, vgl. ErwGr. (29) del. VO 149/2013; Wieland/Weiß, CFL 2013, 73 (Fn. 137).
Art. 13 Abs. 2 S. 1 del. VO (EU) Nr. 149/2013.
ESMA, Q&As vom 01.10.2015, S. 29 (Antwort zu Frage 14 (c)).
ErwGr. (30) del. VO (EU) Nr. 149/2013; Hartenfels, ZHR 178 (2014), 173 (206); Wulff/Kloka, WM 2015, 215 (219).
Hartenfels, ZHR 178 (2014), 173 (206) und Wulff/Kloka, WM 2015, 215 (219) stellen in diesem Zusammenhang fest, dass die Regelungen des Art. 11 Abs. 1 a) und b) EMIR lediglich Mindestvoraussetzungen statuieren und insofern aufgrund der nicht abschließenden Katalogisierung Erweiterungen der Risikominderungstechniken zugelassen sind. Diese zutreffende Einschätzung wird insbesondere durch den Wortlaut des Art. 11 Abs. 1 2 Hs. EMIR („ diese umfassen zumindest Folgendes:“) gestützt. Die nachträgliche Einführung der Portfoliokompression ist darüber hinaus offenbar auch am Markt erwartet worden – vgl. insofern bereits vor In-Kraft- Treten der del. VO (EU) Nr. 149/2013 Köhling/Adler, WM 2012, 2173 (2174).
Art. 14 S. 1 del. VO (EU) Nr. 149/2013.
Vgl. Art. 12 Abs. 1, 2 del. VO (EU) Nr. 149/2013.
Vgl. Art. 11 Abs. 3 EMIR.
Vgl. Glass, EWeRK 2013, 77 (83); Wieland/Weiß, CFL 2013, 73 (Fn. 140 m. w. N.).
Wulff/Kloka, WM 2015, 215 (219); a. A. Wilhelmi/Achtelik/Kunschke/Sigmundt- Ganz, Hdb. EMIR, S. 507 Rn. 5, nach dem die Portfoliokomprimierung keiner bilateralen vertraglichen Regelung bedarf und im Umkehrschluss qua Gesetz eintreten soll. Hier ist jedoch bereits unklar, wie die Reduktion und Zusammenlegung der zahlreichen Einzelkontrakte der komprimierenden Marktteilnehmer ohne rechtliche Detailvereinbarung vollzogen werden sollte.
Umkehrschluss aus ErwGr. (30) del. VO (EU) Nr. 149/2013; Glass, EWeRK 2013, 77 (84).
Vgl. Schwintowski- Köhler, 4. Aufl., § 21 Rn. 275.
ESMA, Q&As vom 01.10.1015, S. 24 (Antwort auf Frage 11 (a) 1.).
ESMA, Q&As vom 01.10.1015, S. 24 (Antwort auf Frage 11 (a) 3.); Wulff/Kloka, WM 2015, 215 (219).
Hartenfels, ZHR 178 (2014), 173 (206); weiter ESMA, Q&As vom 01.10.1015, S. 24 (Antwort auf Frage 11 (a)).
ESMA, Q&As vom 01.10.1015, S. 24 (Antwort auf Frage 11 (a) 2.).
Hartenfels, ZHR 178 (2014), 173 (206).
Vgl. ErwGr. (31) del. VO (EU) Nr. 149/2013.
Art. 15 Abs. 1 del. VO (EU) Nr. 149/2013: „ Wenn finanzielle und nichtfinanzielle Gegenparteien OTC-Derivatekontrakte miteinander schließen, vereinbaren Sie zuvor detaillierte Verfahren und Prozesse in Bezug …“; ebenso ErwGr. (31) del. VO (EU) Nr. 149/2013; Wulff/Kloka, WM 2015, 215 (217); Schwintowski- Köhler, 4. Aufl., § 21 Rn. 276.
Art. 15 Abs. 1 a) del. VO (EU) Nr. 149/2013 findet auch bereits auf kürzer als fünf Tage andauernde Streitigkeiten Anwendung, vgl. Hartenfels, ZHR 178 (2014), 173 (205 f.).
Art. 15 Abs. 1 a) S. 1 1. Alt. del. VO (EU) Nr. 149/2013.
Art. 15 Abs. 1 S. 2 del. VO (EU) Nr. 149/2013.
ESMA, Q&As vom 01.10.2015, S. 30 (Antwort zu Frage 15 (a)).
Vgl. ausführlich zu Schiedsgerichtsverfahren bei Streitigkeiten über OTC-Derivatekontrakte Schwintowski- Köhler, 4. Aufl., § 21 Rn. 168 m. w. N.
ErwGr. (31) del. VO (EU) Nr. 149/2013.
Hierauf hinweisend Hartenfels, ZHR 178 (2014), 173 (205).
Vgl. Wieland/Weiß, CFL 2013, 73 (82).
ESMA, Q&As vom 01.10.2015, S. 26 (Antwort zu Frage 12 (c)); vgl. zur Anwendung des Art. 11 Abs. 2 – 4 EMIR bei Beteiligung von Marktteilnehmern aus Drittstaaten Ausführungen in Kapitel 3, § 2 C. III. 4.
Ausführlich zu den Voraussetzungen und Überwachungspflichten der NFC Ausführungen in Kapitel 5, § 1 B. II. 2.
So ESMA, Q&As vom 01.10.2015, S. 17 (Antwort zu Frage 4); Teuber/Schöpp, RdF 2013, 209.
A. A. Köhling/Adler, WM 2012, 2173 (2174).
A. A. Köhling/Adler, WM 2012, 2173 (2174), die pauschal wegen der besonderen Anforderungen eine beiderseitige Leistungspflicht annehmen – zum Beleg jedoch in Fn. 57 auf die eigene, zu belegende Feststellung verweisen.
Bzgl. Art. 11 Abs. 3 EMIR zutreffend Köhling/Adler, WM 2012, 2173 (2174).
Art. 11 Abs. 2 S. 2 EMIR.
Die hohe Bedeutung einer verpflichtenden Risikounterlegung und gegenseitigen Besicherung bilateralen OTC-Derivate zeigt sich bereits aus dem Umstand, dass bis 2010 Derivatekontrakte zwischen Industrieunternehmen vorrangig außerbörslich geschlossen wurden, die Parteien dabei grundsätzlich jedoch vollständig auf einen Sicherheitaustausch verzichteten, Trepte/Byentsa, CFL 2010, 260 (264).
So etwa Teuber/Schütt, RdF 2013, 209 (212); Pankoke/Wallus, WM 2014, 4 (10) m. w. N.
Wilhelmi/Achtelik/Kunschke/Sigmundt- Achtelik/Steinmüller, Hdb. EMIR, S. 132 Rn. 59.
Vgl. ESMA, Second Consultation Paper on Draft Regulatory Technical Standards on risk-mitigation techniques for OTC-derivative contracts not cleared by a CCP under Article 11(15) of Regulation (EU) No 648/2012 vom 10.06.2015, S. 9, abgerufen am 28.06.2017 unter https://​www.​eba.​europa.​eu/​documents/​10180/​1106136/​JC-CP-2015-002+JC+CP+on+Ris​k+Management+Tec​hniques+for+OTC+​derivatives+.​pdf.
Vgl. Wieland/Weiß, CFL 2013, 73 (Fn. 146).
Teuber/Schütt, RdF 2013, 209 (212).
Insofern sprechen Teuber/Schütt, RdF 2013, 209 (212) zutreffend von einem marktwertabhängigen Sicherheitenaustausch.
Wieland/Weiß, CFL 2013, 73 (Fn. 146); vgl. auch das Second Consultation Paper der ESMA zu einem Draft Regulatory Technical Standards on risk-mitigation techniques for OTC-derivative contracts not cleared by a CCP under Article 11(15) of Regulation (EU) No 648/2012.
So auch Hartenfels, ZHR 178 (2014), 173 (200).
So Köhling/Adler, WM 2012, 2173 (2174).
Insofern kritisch Köhling/Adler, WM 2012, 2173 (2175).
Delegierte Verordnung (EU) Nr. 152/2013 der Kommission vom 19. Dezember 2012 zur Ergänzung der Verordnung (EU) Nr. 648/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates im Hinblick auf technische Regulierungsstandards für die Eigenkapitalanforderungen an zentrale Gegenparteien, ABl. EU Nr. L 52/37 vom 23.02.2013.
Wilhelmi/Achtelik/Kunschke/Sigmundt- Achtelik/Steinmüller, Hdb. EMIR, S. 131 Rn. 59; Wieland/Weiß, CFL 2013, 73 (83, Fn. 150); Pankoke/Wallus, WM 2014, 4 (10); Grüning/Cieslarczyk, RdE 2013, 354 (359).
Wieland/Weiß, CFL 2013, 73 (83).
Kritisch bzgl. einer zu formalistischen Begriffsauslegung der Begriffs des Hindernisses zu Recht Köhling/Adler, WM 2012, 2173 (2175).
Wilhelmi/Achtelik/Kunschke/Sigmundt- Achtelik/Steinmüller, Hdb. EMIR, S. 131 Rn. 59.
So auch Wilhelmi/Achtelik/Kunschke/Sigmundt- Achtelik/Steinmüller, Hdb. EMIR, S. 131 Rn. 59; vgl. hierzu ESMA, Second Consultation Paper on a Draft Regulatory Technical Standards on risk-mitigation techniques for OTC-derivative contracts not cleared by a CCP under Article 11(15) of Regulation (EU) No 648/2012, abgerufen am 28.06.2017 unter https://​www.​eba.​europa.​eu/​documents/​10180/​1106136/​JC-CP-2015-002+JC+CP+on+Ris​k+Management+Tec​hniques+for+OTC+​derivatives+.​pdf.
Litten/Schwenk, DB 2013, 857 (863); vgl. zu Problemen in der Kapitalaufbringung in konzernweiten cash-pools Ekkenga, ZIP 2010, 2469.
Vgl. ErwGr. (38) EMIR.
So ErwGr. (39) EMIR.
Für FC gelten Art. 11 Abs. 6, 10 EMIR für Derivatekontrakte innerhalb der EU und Art. 11 Abs. 8 EMIR für Kontrakte einer NFC mit einem Drittstaatenmarktteilnehmer.
Für NFC gelten Art. 11 Abs. 7, 10 EMIR für Derivatekontrakte innerhalb der EU und Art. 11 Abs. 9 EMIR für Kontrakte einer NFC mit einem Drittstaatenmarktteilnehmer.
Vgl. etwa Art. 11 Abs. 7 S. 1 EMIR: „ … wird von den Anforderungen nach Absatz 3 dieses Artikels befreit, … “.
Vgl. etwa Art. 11 Abs. 6 S. 1 EMIR: „ … wird … ganz oder teilweise von den Anforderungen nach Absatz 3 dieses Artikels befreit, … “.
Vgl. Art. 11 Abs. 6 u. 8 EMIR: „ … wird auf Grundlage einer positiven Entscheidung der zuständigen Behörde(n) von den Anforderungen nach Artikel 3 befreit.“
Vgl. Art. 11 Abs. 6 EMIR; Köhling/Adler, WM 2012, 2173 (2175).
Vgl. Art. 11 Abs. 8 EMIR.
Wieland/Weiß, CFL 2013, 73 (83 f.).
Vgl. Art. 11 Abs. 7 u. Abs. 9 jeweils in UAbs. 2; vgl. zur Gruppengeschäftsprivilegierung bei NFC Litten/Schwenk, DB 2013, 857 (863).
Einzelne Vorgaben zum Inhalt und zur Form dieser Meldung sind in Art. 18 del. VO (EU) Nr. 149/2013 geregelt.
So auch Hartenfels, ZHR 178 (2014), 173 (202).
Ausführlich zur Anwendung der EMIR auf Marktteilnehmer aus Drittstaaten Ausführungen in Kapitel 3, § 2 C. III. 4.
So etwa bzgl. der Nichtanwendung der Pflicht zum Portfolioabgleich Hartenfels, ZHR 178 (2014), 173 (204).
A. A. Hartenfels, ZHR 178 (2014), 173 (204).
ESMA, Q&As vom 04.02.2016, S. 26 (Antwort auf Frage 12 (b)).
Vgl. etwa Art. 11 Abs. 1 1. Hs., Abs. 2, 3 EMIR; Art. 12 Abs. 1, Art. 13 Abs. 1 del. VO (EU) Nr. 149/2013.
ESMA, Q&As vom 04.02.2016, S. 26 (Antwort zu Frage 12 (b)); a. A. Hartenfels, ZHR 178 (2014), 173 (204).
So auch Hartenfels, ZHR 178 (2014), 173 (200); Wieland/Weiß, CFL 2013, 73 (82).
Ebenso Wieland/Weiß, CFL 2013, 73 (Fn. 130); bzgl. der Streitbeilegung Hartenfels, ZHR 178 (2014), 173 (201); a. A. ESMA, Q&As vom 01.10.2015, S. 26 (Antwort zu Frage 12 (b)); Teuber/Schöpp, RdF 2013, 209 (211).
So ESMA, Q&As vom 01.10.2015, S. 26 (Antwort zu Frage 12 (b)); Pankoke/Wallus, WM 2014, 4 (9).
Vgl. zur Kritik an einer übermäßigen einseitigen Inanspruchnahme der Gegenparteien Hartenfels, ZHR 178 (2014), 173 (202).
Bzgl. Art. 11 EMIR Hartenfels, ZHR 178 (2014), 173 (200).
Vgl. hierzu ausführlich die Ausführungen in Kapitel 8, § 2 B. I.
Habersack/Mülbert/Schlitt- Steiner, 3. Aufl., § 28 Rn. 43 ff.; Scholtka/Baumbach/Pietrowicz, NJW 2014, 898 (899); Schuster/Ruschkowski, ZBB/JBB 2/14, 123 (129); Wulff/Kloka, WM 2015, 215 (216); Teuber/Schöpp, RdF 2013, 209 (211).
Abgedruckt mit ausführlicher Kommentierung in Reiner, ISDA Master Agreement, Text des 2002 ISDA Master Agreement – jedoch ohne den nach 2013 erschienenen EMIR-Anhang; vollständiges aktuelles Vertragswerk kostenpflichtig abrufbar unter www.​isda.​org.
Abrufbar unter https://​bankenverband.​de/​service/​rahmenvertraege-fuer-finanzgeschaefte​/​deutscher-rahmenvertrag-fuer-finanztermingesc​haefte/​.
Der vom BDB herausgegebene Deutsche Derivaterahmenvertrag für Finanzgeschäfte stellt für Inlandsgeschäfte, die insofern stets dem deutschen Recht unterliegen, das Standard-Vertragsmusterwerk dar, Habersack/Mülbert/Schlitt- Steiner, 3. Aufl., § 28 Rn. 44; Scherer, CFL 2010, 93 (94).
Vgl. zum „Stellen“ als Bedingung für die AGB-Kontrolle MünchKomm/BGB- Basedow, 7. Aufl., § 305 Rn. 20.
BGHZ 184, 259 = NJW 2010, 1131 (1133); BGH, MittBayNot 2011, 44 (46); MünchKomm/BGB- Basedow, 7. Aufl., § 305 Rn. 28; Löhning/Gietl, JuS 2012, 393 (395).
Schimansky/Bunte/Lwowski- Jahn, 5. Aufl., § 114 Rn. 87.
Dies ergibt sich aus der Funktion der Urheberin und den über jedem Muster stehenden Parteibezeichnung.
Vgl. zur AGB-Musterverwendung durch Banken Schimansky/Bunte/Lwowski- Jahn, 5. Aufl., § 114 Rn. 87.
Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte, abgerufen am 28.06.2017 unter https://​bankenverband.​de/​media/​contracts/​RV-FTG-44015_​1201_​Muster.​pdf.
EMIR-Anhang zu dem obengenannten Rahmenvertrag („Rahmenvertrag“), abgerufen am 28.06.2017 unter https://​bankenverband.​de/​media/​contracts/​44040_​0713_​EMIR-Anhang_​Muster.​pdf.
Vgl. Nr. 1 DRV-EMIR „ Ergänzend zu den Bestimmungen des Rahmenvertrags vereinbaren die Parteien […]“; entsprechend auch Schimansky/Bunte/Lwowski- Jahn, 4. Aufl., § 114 Rn. 63, der bzgl. des AFB/FBF-Rahmenvertrags feststellt, dass durch den Abschluss der Zusatzvereinbarung für grenzüberschreitende Geschäfte die Art. 7.2 und 10 des Rahmenvertrags abgeändert würden.
Vgl. Hintergrundinformationen und Erläuterungen zum EMIR-Anhang vom 23. Juli 2013, S. 2 f., abgerufen am 28.06.2017 unter https://​bankenverband.​de/​media/​contracts/​EMIR-Anhang-Hintergruende-Informationen-2013-07-23.​pdf.
Nr. 2 DRV-EMIR: „ ,Geschäftstag‘ [ist] jeder Tag, an dem die Banken an jedem der in Nr. 8 Abs. 2 vereinbarten Finanzplätze für Geschäfte, einschließlich des Handels in Fremdwährungen und der Entgegennahme von Fremdwährungseinlagen geöffnet sind (mit Ausnahme des Samstags und Sonntags);“
Art. 12 Abs. 1, 2 del. VO (EU) Nr. 149/2013.
Art. 13 Abs. 3 a) i) del. VO (EU) Nr. 149/2013.
Art. 15 Abs. 1 b), Abs. 2 del. VO (EU) Nr. 149/2013.
Richtlinie 2007/64/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. November 2007 über Zahlungsdienste im Binnenmarkt, zur Änderung der Richtlinien 97/7/EG, 2002/65/EG, 2005/60/EG und 2006/48/EG sowie zur Aufhebung der Richtlinie 97/5/EG, ABl. EU Nr. L319/1 vom 05.12.2007.
ErwGr. (28) del. VO (EU) Nr. 149/2013.
ESMA, Q&As vom 01.10.2015, S. 18 (Antwort zu Frage 5 (e))
Letzteres gilt jedoch stets bei von einem Muster abweichenden individuellen Regelungsvorstellungen.
Vgl. Ausführungen unter Kapitel 5, § 1 B. II. 2.
Nr. 3 Abs. 4 DRV-EMIR: „ Mitteilungen nach Absatz 2 und 3 erfolgen schriftlich oder durch Telefax oder in einer anderen mit der Bank vereinbarten Form.“
Vgl. MünchKomm/BGB- Wurmnest, 7. Aufl., § 309 Nr. 13 Rn. 6, der hier das denkbare Beispiel einer (Mitteilungs-)Erklärung an eine ausländische Stelle oder durch Verwendung eines fremdsprachigen Formulars trotz deutschsprachigem Vertrag nennt.
Der Umstand, dass das Vertragsmuster durch die Kreditwirtschaft zu eigenen Zwecken entwickelt wurde, mag die bestehende Musterreglung inhaltlich begründen, die Verwendung des DRV-EMIR steht jedoch sämtlichen Marktteilnehmern offen, sodass eine Anpassung – wie aufgezeigt – durch NFCs zwingend erfolgen muss.
BDB, Hintergrundinformationen und Erläuterungen zum EMIR-Anhang vom 23.07.2013, S. 8, abgerufen am 28.06.2017 unter https://​bankenverband.​de/​media/​contracts/​EMIR-Anhang-Hintergruende-Informationen-2013-07-23.​pdf.
Die durch den BDB mitveröffentlichen Hintergrundinformationen gehen zwar auf S. 7 näher auf die Auslegung des Begriffs des Tages ein. Die Ausgestaltung der Fristenregelung es Art. 12 Abs. 1, 2 del. VO (EU) Nr. 149/2013 wird hier jedoch nicht ausreichend deutlich, vgl. BDB, Hintergrundinformationen und Erläuterungen zum EMIR-Anhang vom 23.07.2013, S. 7, abgerufen am 28.06.2017 unter https://​bankenverband.​de/​media/​contracts/​EMIR-Anhang-Hintergruende-Informationen-2013-07-23.​pdf.
Siehe hierzu Ausführungen in Kapitel 6, § 1 B. III.
Vgl. zur weiten Auslegung des Bestätigungsbegriffs Ausführungen in Kapitel 6, § 1 B. I.
Vgl. ISDA, Timely Confirmation Amendment Agreement; Wu lff/Kloka, WM 2015, 215 (216).
Vgl. Ausführungen in Kapitel 6, § 1 B. II. 2.
Hartenfels, ZHR 178 (2014), 173 (203 f.).
ESMA, Q&As vom 01.10.2015, S. 18 (Antwort zu Frage 5 (a)).
Wilhelmi/Achtelik/Kunschke/Sigmundt- Achtelik/Steinmüller, Hdb. EMIR, S. 113 Rn. 25.
Rötting/Lang, EuZW 2012, 8 (10); ausführlich Hitzer/Hauser, BKR 2015, 52 (54) m. w. N.
Verordnung (EU) Nr. 1095/2010 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 24. November 2010 zur Errichtung einer Europäischen Aufsichtsbehörde (Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde), zur Änderung des Beschlusses Nr. 716/2009/EG und zur Aufhebung des Beschlusses 2009/77/EG der Kommission, ABl. EU Nr. L 331/84 vom 15.12.2010.
Vgl. ErwGr. (26) ESMA-VO.
Hitzer/Hauser, BKR 2015, 52 (55); Walla, BKR 2012, 265 (267); vgl. weiterhin Rötting/Lang, EuZW 2012, 8 (10) u. Lehmann/Manger-Nestler, ZBB 2011, 2 (13), die auf die rechtliche Vorwirkung der Maßnahmen gem. Art. 29 Abs. 2 ESMA-VO eingehen, die diesen im Rahmen des Drei-Stufen-Mechanismuses bzgl. einer Unionsrechtsverletzung als spätere materiell-rechtliche Grundlage eines entsprechenden Beschlusses zu kommen kann. Ein solches Verfahren ist bzgl. der Antwort 5 der Q&As hinsichtlich der Frage der Vereinbarung eines Schweigens als Bestätigungserklärung jedoch nicht durchgeführt worden und deswegen in der zu untersuchenden Frage nicht von Bedeutung.
Vgl. Wilhelmi/Achtelik/Kunschke/Sigmundt- Achtelik/Steinmüller, Hdb. EMIR, S. 113 Rn. 25 m. w. N.
Wilhelmi/Achtelik/Kunschke/Sigmundt- Achtelik/Steinmüller, Hdb. EMIR, S. 114 Rn. 25; Wulff/Kloka, WM 2015, 215 (217); Becker/Rosam/Rump, Die Bank 2013, 35 (36).
Die Mindestvorgaben des Art. 13 Abs. 2 S. 2 del. VO (EU) Nr. 149/2013 sind dagegen zwingend und können nicht von den Parteien abbedungen werden.
Vgl. zu den unterschiedlichen Erwägungsgründen BDB, Hintergrundinformationen und Erläuterungen zum EMIR-Anhang vom 23.07.2013, S. 8 (Bestätigungspflicht) und S. 12 (Portfoliokompression), abgerufen am 28.06.2017 unter https://​bankenverband.​de/​media/​contracts/​EMIR-Anhang-Hintergruende-Informationen-2013-07-23.​pdf.
BDB, Hintergrundinformationen und Erläuterungen zum EMIR-Anhang vom 23.07.2013, S. 12, abgerufen am 28.06.2017 unter https://​bankenverband.​de/​media/​contracts/​EMIR-Anhang-Hintergruende-Informationen-2013-07-23.​pdf.
So auch Wulff/Kloka, WM 2015, 215 (219).
Vgl. Wulff/Kloka, WM 2015, 215 (218).
Dies gilt auch, soweit die Parteien zusätzlich zum EMIR-Rahmenvertrag einen Besicherungsanhang zum Rahmenvertrag für Finanztermingeschäfte abgeschlossen haben, da durch Nr. 7 Abs. 4 DRV-EMIR lediglich eine vorrangige Anwendung der Vereinbarungen des Besicherungsanhangs hinsichtlich der zuständigen Berechnungsstelle bestimmt wird.
ESMA, Q&As vom 01.10.2015, S. 27 (Antwort zu Frage 12 (j)).
Wieland/Weiß, CFL 2013, 73 (82).
Mit diesem Beispiel Hartenfels, ZHR 178 (2014), 173 (201).
Wieland/Weiß, CFL 2013, 73 (Fn. 146); vgl. auch das Second Consultation Paper der ESMA zu einem Draft Regulatory Technical Standards on risk-mitigation techniques for OTC-derivative contracts not cleared by a CCP under Article 11 (15) of Regulation (EU) No 648/2012.
MünchKomm/BGB- Basedow, 7. Aufl., § 305 Rn. 21.
ESMA, Q&As vom 01.10.2015, S. 17 (Antwort zu Frage 4); Teuber/Schöpp, RdF 2013, 209.
ESMA, Q&As vom 01.10.2015, S. 18 (Antwort zu Frage 5 (1)).
A. A. Wilhelmi/Achtelik/Kunschke/Sigmundt- Achtelik/Steinmüller, Hdb. EMIR, S. 113 Rn. 25.
Hitzer/Hauser, BKR 2015, 52 (55); Walla, BKR 2012, 265 (267).
Print ISBN: 978-3-662-57736-3
Electronic ISBN: 978-3-662-57737-0
https://doi.org/10.1007/978-3-662-57737-0
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