Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_12/vo/1/1176.htm
Timestamp: 2018-11-12 23:19:00+00:00

Document:
1.176 Rehfeldsee
Verordnung des Regierungspräsidiums Stuttgart über das Naturschutzgebiet »Rehfeldsee« und das Landschaftsschutzgebiet »Rehfeld, Hof, Steinmäurich, Heiligenäcker und Umgebung« vom 20. Dezember 1990 (GBl. v. 28.02.1991, S. 96).
Auf Grund von §§ 21, 22, 58 Abs. 2 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz - NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl S. 654), zuletzt geändert durch die 3. Anpassungsverordnung des Innenministeriums vom 13. Februar 1989 (GBl. S. 101), und von § 22 Abs.2 und § 33 Abs.2 Nr.4 des Landesjagdgesetzes (LJagdG) in der Fassung vom 20. Dezember 1978 (GBI. 1979, S. 12), zuletzt geändert durch die 3. Anpassungsverordnung des Innenministeriums vom 13. Februar 1989 (GBI. S. 101), wird verordnet:
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Stadt Schorndorf, Gemarkung Schorndorf und Weiler, Landkreis Rems-Murr-Kreis, werden zum Natur- und Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Naturschutzgebiet führt die Bezeichnung »Rehfeldsee«. Das Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung »Rehfeld, Hof, Steinmäurich, Heiligenäcker und Umgebung«.
(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von rund 6,5 ha. Es umfaßt nach dem Stand vom 6. Oktober 1989 auf dem Gebiet der Stadt Schorndorf, Gemarkung Weiler, die Flurstücke Nrn. 805, 844, Wa G 845/2, 847, 848, 850, 900 (teilweise), 903 (teilweise), 904, 906-909, 910-913 (teilweise); die Wege Flurstücke Nm. 845, 845/1, 846 (teilweise), 902 (teilweise);
Gemarkung Schorndorf die Flurstücke Nrn. 814/2 (teilweise), 820, 821, 822 (teilweise), 824/1 (teilweise).
(2) Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rund 94 ha. Es wird nach dem Stand vom 6. Oktober 1989 durch folgende, ganz oder teilweise im Landschaftsschutzgebiet liegende Flurstücke sowie im Osten durch die außerhalb liegende Schlichtener Straße begrenzt
Im Norden: Gemarkung Schorndorf:
1268, 1362 Mozartweg (teilweise), 1324, 1336 Weg (teilweise), 1347 (teilweise), 1346, 1345/2, 1345/1, 1344, 1342/1 Weg, 1386-1392,1393 Weg, 1396,1395 Weg (teilweise), 1395/6 (teilweise), 1395/1 (teilweise), 871 Weg (teilweise), 1394/1 (teilweise), 878 Wa 2 Rehbach, 869 (teilweise), 865/8, 865, 825, 863 Wa 2 Rehbach (teilweise), 824/2, 824/1 (teilweise), 822 (teilweise);
Gemarkung Weiler:
913 (teilweise), 912 (teilweise), 911 (teilweise), 910 (teilweise), 902 Weg (teilweise), 903 (teilweise), 900 (teilweise), 846 Weg (teilweise), 851, 533/2, 609 Weg (teilweise), 435/1, 434/2, 595/1, 596-602, 414/1, 407 Weg (teilweise), 414/2.
415/2, 416/1, 416/2, 417-423, 425/1, 425/2, 382 (teilweise), 381 (teilweise), 380 (teilweise), 376, 375, 374, 373, 372, 371, 370, 369, 368, 367, 365, 364, 363, 362, 298/1 Schützenstraße (teilweise), 280/1 Teich, 282, 283 Wa 2 Mühlkanal, 281 (teilweise), 281/1 Wa 2 Weilerbach (teilweise), 2564/1, 2564/2, 2569/1 (teilweise), 2571 (teilweise), 2574-2579, 2820/1 (teilweise).
2820/1 (teilweise), 281/1 Wa 2 Weilerbach (teilweise), 303/2 (teilweise), 303 Weg (teilweise), 302 (teilweise), 298/1 Schützenstraße (teilweise), 309, 520/1 Weg (teilweise), 308 (teilweise), 282411 (teilweise);
1394/2 (teilweise), 4999/1 Alte Schlichtener Steig (teilweise); 1427 Weg; FW 264, 1395/8, 1428/2, 1429/12 Weg, 1429/1.
1161/1 Schlichtener Straße L 1151 (außerhalb) von Flurstück 1429/1 bis Flurstück 1268.
(3) Die Grenzen des Natur- und Landschaftsschutzgebietes sind in einer Übersichtskarte des Regierungspräsidiums Stuttgart vom 6. Oktober 1989 im Maßstab 1:25000 schwarz umgrenzt und rot angeschummert (Naturschutzgebiet gemäß § 2 Abs. 1) bzw. grün angeschummert (Landschaftsschutzgebiet gemäß § 2 Abs. 2) sowie in einer Flurkarte des Regierungspräsidiums Stuttgart vom 6. Oktober 1989 im Maßstab 1:2500 schwarz umgrenzt und rot angeschummert (Naturschutzgebiet gemäß § 2 Abs. 1) bzw. grün angeschummert (Landschaftsschutzgebiet gemäß § 2 Abs. 2). Die Karten sind Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Bürgermeisteramt Schorndorf in Schorndorf, beim Regierungspräsidium Stuttgart in Stuttgart und beim Landratsamt Rems-Murr-Kreis in Waiblingen auf die Dauer von drei Wochen, beginnend am achten Tag nach Verkündung dieser Verordnung im Gesetzblatt, zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten öffentlich ausgelegt.
Der Schutzzweck für das Naturschutzgebiet ist die Erhaltung und Sicherung des Rehfeldsees einschließlich der angrenzenden Feucht-, Ruderal- und Gehölzflächen als Lebensraum für eine Vielzahl teilweise stark bedrohter Tier- und Pflanzenarten.
3. die Bodengestalt zu verändern oder die Art der Grundstücksnutzung zu ändern mit Ausnahme der Umwandlung von Acker- in Grünflächen;
4. Entwässerungs- und andere Maßnahmen vorzunehmen, die den Wasserhaushalt des Gebiets verändern, sowie Gewässer zu verunreinigen;
12. Hunde unangeleint laufen zu lassen.
für die ordnungsgemäße Ausübung der Jagd in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang mit der Maßgabe, daß
a) die Einrichtung von Entenbruthilfen am Rehfeldsee nicht zulässig ist,
c) die Errichtung von Hochsitzen unterbleibt;
2. für die ordnungsgemäße Ausübung der Fischerei in der bisherigen Art, in dem bisherigen Umfang und der bisherigen Intensität mit der Maßgabe, daß vom Ost- und Südufer aus nicht geangelt werden darf und von dem in der Flurkarte mit »A« gekennzeichneten Punkt aus nur an 6 Tagen in den Monaten Oktober und November Maßnahmen zur Bestandskontrolle mit der Angel durchgeführt werden dürfen;
3. für die ordnungsgemäße landwirtschaftliche Nutzung in der bisherigen Art, dem bisherigen Umfang und der bisherigen Intensität;
4. für die sonstige, bisher rechtmäßigerweise ausgeübte Nutzung der Grundstücke, Gewässer und Wege sowie der rechtmäßigerweise bestehenden Einrichtungen in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang sowie deren Unterhaltung und Instandsetzung;
Naturhaushalt geschädigt,
für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsgemäßen Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Grundstücke innerhalb des in der Flurkarte mit einer Punktlinie besonders gekennzeichneten Bereichs;
für die Genehmigung von Flächennutzungs- und Bebauungsplänen, die dem Schutzzweck zuwiderlaufen;
wer in dem Naturschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig eine der nach § 4 in Verbindung mit § 5 dieser Verordnung verbotenen Handlungen vornimmt,
a) entgegen § 22 Abs. 3 NatSchG in Verbindung mit § 7 dieser Verordnung Handlungen vornimmt, die den Charakter dieses Gebietes verändern oder dem besonderen Schutzzweck zuwiderlaufen,

References: § 64
 § 22
 § 33
 § 2
 § 2
 § 2
 § 2
 § 2
 § 4
 § 5
 § 22
 § 7