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Timestamp: 2020-07-14 22:51:38+00:00

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Kinderschutz Archive - mea-netz
mea-netzKinderschutz
Eine Priorität im präventiven Kinderschutz legt der Landkreis Ostprignitz-Ruppin in den Auf- und Ausbau sowie in die Sicherung der Frühen Hilfen. Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin definiert den Bereich der Frühen Hilfen unter Berücksichtigung eigener Schwerpunktsetzungen wie folgt.
Frühe Hilfen zielen darauf ab, Entwicklungsmöglichkeiten von Kindern und Eltern in Familie und Gesellschaft frühzeitig und nachhaltig zu verbessern. Neben alltagspraktischer Unterstützung wollen Frühe Hilfen insbesondere einen Beitrag zur Förderung der Beziehungs- und Erziehungskompetenz von (werdenden) Müttern und Vätern leisten. Damit tragen sie gemeinsam mit anderen Bezugspersonen maßgeblich zum gesunden Aufwachsen von Kindern bei und sichern deren Rechte auf Schutz, Förderung und Teilhabe.
In diesem Sinne werden Frühe Hilfen im Landkreis Ostprignitz-Ruppin einerseits als proaktive bzw. frühzeitige Hilfen verstanden und andererseits beschreibt „früh“ auch die Zielgruppe der Hilfsangebote. Unter Berücksichtigung bindungstheoretischer Erkenntnisse fokussieren die Hilfsangebote Früher Hilfen im Landkreis Ostprignitz-Ruppin auf die vorgeburtliche Phase und die nachgeburtlichen Lebens- und Entwicklungsphase der 0-6 Jährigen. Das Unterstützungsangebot richtet sich entsprechend an alle (werdenden) Mütter und Väter und ihre Kinder von der Schwangerschaft bis zum Schuleintritt.
Frühe Hilfen basieren vor allem auf multiprofessioneller Kooperation, beziehen aber auch bürgerschaftliches Engagement und die Stärkung sozialer Netzwerke von Familien mit ein. Zentral für die praktische Umsetzung Früher Hilfen ist deshalb eine enge Vernetzung und Kooperation von Institutionen und Angeboten aus den Bereichen der Schwangerschaftsberatung, des Gesundheitswesens, der interdisziplinären Frühförderung, der Kinder- und Jugendhilfe und weiterer sozialer Dienste. Frühe Hilfen haben dabei sowohl das Ziel, die flächendeckende Versorgung von Familien mit bedarfsgerechten Unterstützungsangeboten voranzutreiben, als auch die Qualität der Versorgung zu verbessern.
Mit dem Ende Früher Hilfen zu Beginn des Schuleintritts einerseits, aber auch den Grenzen Früher Hilfen bei Kindeswohlgefährdung müssen die Übergänge zu anderen Hilfe- und Unterstützungssystemen klar formuliert und ausgestaltet werden. Frühe Hilfen stellen entsprechend eine Säule in einem komplexen Hilfe- und Unterstützungssystem in Landkreis Ostprignitz-Ruppin dar.
(in Anlehnung an die Definition des Nationalen Zentrums)
Ansprechpersonen für den Kinderschutz im Landkreis OPR
Amt für Familien und Soziales Ostprignitz-Ruppin
Bereich Kinderschutz/ Netzwerkarbeit
• Frau Andrea Horn
Koordinatorin Kinderschutz/ Netzwerkarbeit und Frühe Hilfen
Tel.: 03391-688 5183
andrea.horn@opr.de
Fax: 03391- 688 5102
Heinrich- Rau-Str. 27-30
• Frau Elisa Henke
SB Kinderschutz/ Netzwerkarbeit
Tel.: 03391-688 5129
elisa.henke@opr.de
Fax: 03391-688 5102
Zimmer 360
Aufgaben der o. g. Mitarbeiterinnen sind u. a.:
• Aus- und Aufbau flächendeckender Präventionsangebote unter Beachtung von Präventionsketten
• Koordinierung bestehender Angebote
• Koordinierung der Frühen Hilfen
• Kooperationen: inter- wie auch multidisziplinäre Zusammenarbeit fördern
• Bedarfserhebungen/ Sozialraumanalyse/ Statistik
• Vernetzung der Sozialräume, Lenkungsgruppen und Angebote
• Unterstützung beim Aufbau verlässlicher und wirkungsorientierter Netzwerke
• Abschließen von Kooperationsvereinbarungen nach dem §8a Abs. 4 SGB VIII
• Strukturelle Beratungen gemäß §8b Abs. 2 SGB VIII zum Verfahren im Kinderschutz nach §8a Abs. 4 SGB VIII sowie §4 KKG
• Erarbeiten von verbindlichen Standards
• Beratung zur Handlungs- und Rechtssicherheit
Das Netzwerk Gesunde Kinder bietet Eltern für die Zeit von Schwangerschaft, Baby- & Kleinkindzeit:
Stärkung in einer neuen Lebensphase durch den Austausch untereinander„ … weil jede*r hier willkommen ist“
Stärkung durch Austausch mit anderen Eltern, Information zur gesunden Entwicklung (z.B. Schlafen, Schreien, Ernährung, Motorik, Unfallverhütung…) sowie Lernen von Liedern & Fingerspielen (Sprachförderung)„ … weil andere Babys auch nicht durchschlafen“
thematischer Austausch mit Expert*innen (z.B. Kinderkrankheiten, Elterngeld, Trotzalter…), Erste-Hilfe-am-Kind-Schulung oder praktische Anleitung (SchwangerenYoga, Kochen für Baby & Familie) „ … stark, weil wir vernetzt sind“
Ehrenamtliche*r Familienpat*in
individuelle Stärkung der Familie durch den Austausch mit einer*m geschulten Familienpat*in (Beziehungsaufbau, kein Babysitting).„Ein offenes Ohr in aufregenden Zeiten“
Die Angebote des Netzwerks Gesunde Kinder stehen allen Familien im Landkreis OPR kostenlos zur Verfügung.
Bezugnehmend auf die §§ 8a Abs. 4 S. 2 und 8b Abs. 1 SGB VIII sowie den § 4 Abs. 2 KKG besteht der Anspruch auf die Beratung einer insoweit erfahrenen Fachkraft. Der Landkreis Ostprignitz-Ruppin stellt zwei insoweit erfahrene Fachkräfte bereit.
Neben den unten angegebenen Kontaktdaten kann unter der Nummer der Familienservicestelle des Landkreises um Rückruf gebeten werden: 0172-3805982.
Die infofern erfahrene Fachkraft bietet Beratung nach § 4 KKG und § 8b Abs. 1 SGB VIII für Fachkräfte bei der Risikoeinschätzung einer Kindeswohlgefährdung an.
Zu den genannten Fachkräften gehören gemäß § 4 KKG:
Medizinerinnen, Hebammen oder Entbindungspfleger oder Angehörige eines andere Heilberufes
Ehe-, Familien-, Erziehungs- oder Jugendberaterinnen und – berater
Beraterinnen und Berater für Suchtfragen
SozialarbeiterinneSien und Sozialarbeiter
gem. § 8 b Abs. I SGB VIII alle Personen, die in Kontakt mit Kindern und Jugendlichen stehen
Ansprechparterin / Ansprechpartner
Frau Engel Tel. 03391 – 688 5345
Herr Wolf Tel. 03391 – 688 5370
Siehe auch die Hinweise zur Einbeziehung der insofern erfahrenene Fachkräfte bei der Früherkennung und dem Treffen von frühen Maßnahmen in Konzept und Handbuch MEA.
Pressemitteilung des Bundesfamilienministeriums Pressemitteilung 079 Veröffentlicht am 30.06.2017
Dr. Katarina Barley und Johannes-Wilhelm Rörig:
AKTIV für den Kinderschutz im Landkreis Ostprignitz-Ruppin
Mit dem Bundeskinderschutzgesetz ist am 01.01.2012 ein Gesetz zur Stärkung eines aktiven Schutzes von Kindern und Jugendlichen in Kraft getreten. Mit diesem Gesetz haben sich die Aufgaben im Kinderschutz verändert. Durch neue gesetzliche Regelungen werden alle Akteure und Akteurinnen gestärkt, die beruflich im Kontakt mit Kindern und Jugendlichen stehen.
Bedeutung Kinderschutz
Aktiv für den Kinderschutz im Landkreis OPR bedeutet der Schutz für alle Kinder und Jugendlichen im Alter von 0-18 Jahren.
Kinderschutz ist ein gesetzlicher und auch gesellschaftlicher Auftrag.
Der Kinderschutz wird im Landkreis OPR in zwei Teilbereiche unterteilt.
1. Der präventive Kinderschutz
Zum präventiven Kinderschutz gehören die Bereiche: Frühe Hilfen, der erzieherische Kinder- und Jugendschutz sowie das aktive Zugehen auf Familien.
o Frühe Hilfen, d. h. frühe Förderung für alle (werdenden) Eltern, z.B.: Früherkennungsuntersuchungen, Angebote der Familienzentren etc.
o Angebote für Erziehungsberechtigte und ihre Kinder zum Schutz vor gefährdenden Einflüssen nach dem Erzieherischen Kinder- und Jugendschutz (§14 SGB VIII)
o aktives frühes Zugehen auf Familien, z.B. in Belastungssituationen, Erkennen von möglichen Gefährdungssituationen gemäß des Verfahrens zum Kinderschutz (§8a Abs. 4 SGB VIII und §4 KKG), Hilfe und Unterstützung bevor Meldung an das Amt für Familien und Soziales, Allgemeiner Sozialer Dienst getätigt wird
2. Der reaktive Kinderschutz
Der reaktive Kinderschutz umfasst das Tätigwerden von Fachkräften, wenn ein Verdacht auf eine Kindeswohlgefährdung vorliegt oder eine Kindeswohlgefährdung festgestellt wird.
o Handeln aller Fachkräfte zur Abwendung von Gefährdung für das Kindeswohl, z.B. Erstellen eines Schutzplans, Helferkonferenz, Meldung an den ASD etc.
o gezieltes Handeln der Fachkräfte des Allgemeinen Sozialen Dienstes bei Erkennen von Gefährdung des Kindeswohls nach §8a SGB VIII, z.B.: Hilfe zur Erziehung (§§27 – 34 SGB VIII), Inobhutnahmen (§42 SGB VIII) etc.
Prävention und Reaktion werden jedoch nicht voneinander getrennt, sondern als Schnittstellen und Übergänge betrachtet.
Fortbildung „Trainer in Soziales Lernen“
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, wir sind froh, einen Trainerkurs für „Soziales Lernen“ anbieten zu können. Die Herausforderungen für das soziale Miteinander steigen und viele Schulen, Einrichtungen der Jugendhilfe sowie Kitas und Horte wollen sich in Ihrer Arbeit diesen Aufgaben stellen. In diesem Kurs wird die Grundlage dafür gelegt, eigene Konzepte zu entwickeln und erfolgreich mit Kindern und Jugendlichen zu arbeiten.
In Brandenburg ist der Kurs auch als Lehrerfortbildung anerkannt. Bitte entnehmen Sie die Nr. dem Anhang.
Anmeldeschluss ist der 23.22018 am Donnerstag dieser Woche. Ein paar Plätze sind noch frei. Bitte hängen Sie die Ankündigung aus oder leiten Sie an Interessierte weiter.
Vorstand Konflikthaus/Leiterin Schul-AG
c/o Sesenheimer Str.1
2018 Kurzfassung Flyer Soziales Lernen

References: §8
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