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Timestamp: 2020-02-25 05:30:04+00:00

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BFH, 17.01.2006 - VIII R 60/02 - dejure.org
https://dejure.org/2006,1289
BFH, 17.01.2006 - VIII R 60/02 (https://dejure.org/2006,1289)
BFH, Entscheidung vom 17.01.2006 - VIII R 60/02 (https://dejure.org/2006,1289)
BFH, Entscheidung vom 17. Januar 2006 - VIII R 60/02 (https://dejure.org/2006,1289)
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GewStG § 9 Nr. 1 Satz 2 und 5
Kürzung des Gewerbeertrags wegen grundstücksbezogener Vermögensverwaltung auch bei unentgeltlicher Bestellung von Sicherheiten für eine Schwesterpersonengesellschaft
Kürzung des Gewerbeertrages bei Grundbesitzverwaltung
Grundstückssicherheit und Kürzung des Gewerbeertrags
Annahme erweiterter Kürzungsmöglichkeiten im Sinne von § 9 Nr. 1 S. 2 Gewerbesteuergesetz (GewStG) bei unentgeltlicher Bestellung von Sicherheiten; Vorliegen grundstücksbezogener Vermögensverwaltung im Sinne von § 9 Nr. 1 S. 2 und 5 GewStG bei Bestellung einer Grundschuld ...
GewStG § 9 Nr. 1 Satz 2 u. 5
Sicherungsgestellung nicht begünstigungsschädlich für erweiterte Gewerbesteuerkürzung! (IBR 2007, 1231)
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BFH vom 17.01.2006, Az.: VIII R 60/02 (Erweiterte Kürzung des Gewerbeertrags nach § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG)" von RA/StB Dr. Sven-Christian Witt und RA Dr. Kai Tiede, original erschienen in: BB 2006, 869 - 874.
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BFH vom 17.01.2006, Az.: VIII R 60/02 (Erweiterte Kürzung des Gewerbeertrags bei der Sicherheitsbestellung eigenen Grundvermögens für Kredite Dritter)" von RA Dr. Tobias Klass, Dipl.-Kfm., StB, FA StR, original erschienen in: GmbHR 2006 ...
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BFH vom 17.01.2006, Az.: VIII R 60/02 (Kürzung des Gewerbeertrags wegen grundstücksbezogener Vermögensverwaltung)" von RA Dr. Jan-Pieter Naujok, original erschienen in: ZfIR 2006, 520 - 523.
BFHE 213, 5
ZIP 2006, 992
DB 2006, 987
BStBl II 2006, 434
aa) Nebentätigkeiten liegen innerhalb des von diesem Ausschließlichkeitsgebot gezogenen Rahmens und sind nicht kürzungsschädlich, wenn sie der Verwaltung und Nutzung eigenen Grundbesitzes i.e.S. dienen und als zwingend notwendiger Teil einer wirtschaftlich sinnvoll gestalteten eigenen Grundstücksverwaltung und -nutzung angesehen werden können (BFH-Urteile vom 23. Juli 1969 - I R 134/66, BFHE 96, 403, BStBl II 1969, 664; in BFHE 167, 557, BStBl II 1992, 738; vom 17. Oktober 2002 - I R 24/01, BFHE 200, 54, BStBl II 2003, 355, unter II.2.b; vom 17. Januar 2006 - VIII R 60/02, BFHE 213, 5, BStBl II 2006, 434, unter II.1.c bb;… offen gelassen in BFH-Urteil vom 26. August 1993 - IV R 18/91, BFH/NV 1994, 338, unter 3.; Gosch in Blümich, EStG/KStG/GewStG, § 9 GewStG Rz 71, m.w.N.).
So gesehen ist die Übernahme der Komplementärstellung entgegen der Vorinstanz nicht mit der --kürzungsunschädlichen (vgl. BFH-Urteil vom 17. Januar 2006 VIII R 60/02, BFHE 213, 5, BStBl II 2006, 434)-- Gestellung von Sicherheiten im Rahmen einer Grundstücksverwaltung vergleichbar.
Es genügt vielmehr, dass der Grundbesitz den betrieblichen Zwecken des Gesellschafters "dient" bzw. ihm allgemein "von Nutzen" ist (z.B. BFH-Urteile in BFHE 198, 120, BStBl II 2002, 873, und vom 17. Januar 2006 VIII R 60/02, BFHE 213, 5, BStBl II 2006, 434, jeweils m.w.N.).
Die Zuordnung des Grundbesitzes zum Gewerbebetrieb des Gesellschafters setzt aber voraus, dass es sich bei dem Grundbesitz um Betriebsvermögen des Gesellschafters handeln würde (BFH-Urteile in BFHE 198, 120, BStBl II 2002, 873, unter 2.c der Gründe; in BFHE 213, 5, BStBl II 2006, 434, unter II.2.b bb (1) der Gründe, m.w.N.).
Wie eigener Grundbesitz i.S. von § 9 Nr. 1 Satz 2 GewStG nur der zum Betriebsvermögen des Unternehmers gehörende Grundbesitz ist, so ist auch im Rahmen von § 9 Nr. 1 Satz 5 GewStG ein "Dienen" nur anzunehmen, wenn das fragliche Grundvermögen Betriebsvermögen bzw. Sonderbetriebsvermögen des Gesellschafters wäre (vgl. hierzu und zum Folgenden BFH-Urteil in BFHE 213, 5, BStBl II 2006, 434, unter II.2.b bb (1) der Gründe, m.w.N.).
Die GmbH nutzte den Grundbesitz zur Entnahme von Ton und zur Rückverfüllung und damit --unabhängig von ihrer Rechtsform (dazu BFH-Urteil vom 17. Januar 2006 VIII R 60/02, BFHE 213, 5, BStBl II 2006, 434, unter II.2.b bb (3) der Gründe)-- gewerblich.
aa) Nebentätigkeiten liegen innerhalb des von diesem Ausschließlichkeitsgebot gezogenen Rahmens und sind nicht kürzungsschädlich, wenn sie der Verwaltung und Nutzung eigenen Grundbesitzes i.e.S. dienen und als zwingend notwendiger Teil einer wirtschaftlich sinnvoll gestalteten eigenen Grundstücksverwaltung und -nutzung angesehen werden können (BFH-Urteile vom 23. Juli 1969 - I R 134/66, BFHE 96, 403, BStBl II 1969, 664, unter II.2.b; in BFHE 167, 557, BStBl II 1992, 738; vom 17. Oktober 2002 - I R 24/01, BFHE 200, 54, BStBl II 2003, 355, unter II.1.c bb; vom 17. Januar 2006 - VIII R 60/02, BFHE 213, 5, BStBl II 2006, 434, unter II.1.c bb;… offen gelassen in BFH-Urteil vom 26. August 1993 - IV R 18/91, BFH/NV 1994, 338, unter 2.; Gosch in Blümich, EStG/KStG/GewStG, § 9 GewStG Rz 71, m.w.N.).
Hierzu zählen insbesondere der Betrieb notwendiger Sondereinrichtungen für die Mieter und notwendiger Sondereinrichtungen im Rahmen der allgemeinen Wohnungsbewirtschaftung, etwa die Unterhaltung zentraler Heizungsanlagen, Gartenanlagen und Ähnlichem (BFH-Urteile in BFHE 213, 5, BStBl II 2006, 434;… vom 5. März 2008 - I R 56/07, BFH/NV 2008, 1359, unter II.2.b).
Die Grundsätze zu § 9 Nr. 1 Satz 5 GewStG sind indes auf die Zuordnung der Beteiligung an einer Grundstücksgesellschaft zum (Sonder-)Betriebsvermögen übertragbar, da ein Dienen i.S. von § 9 Nr. 1 Satz 5 GewStG nur anzunehmen ist, wenn das fragliche Grundvermögen (Sonder-)Betriebsvermögen des Gesellschafters wäre (BFH-Urteil vom 17. Januar 2006 VIII R 60/02, BFHE 213, 5, BStBl II 2006, 434, m.w.N.).
Vielmehr reicht es aus, dass der Grundbesitz dem Gesellschafter in seinem Gewerbebetrieb von Nutzen ist, seinen betrieblichen Zwecken dient (BFH-Urteile vom 17.01.2002, IV R 51/00, BFHE 198, 120, BStBl II 2002, 873; 17.01.2006, VIII R 60/02, BFHE 213, 5, BStBl II 2006, 434;… Güroff in Glanegger/Güroff, GewStG, 7. Auflage, 2009, § 9 Nr. 1 Anm. 33; Roser in Lenski/Steinberg, GewStG, Stand Mai 2009, § 9 Nr. 1 Anm. 201).
cc) Dagegen steht die Sicherheitenbestellung durch das Grundbesitz verwaltende Unternehmen der erweiterten Kürzung nach § 9 Nr. 1 S. 2 GewStG nicht entgegen (BFH-Urteil vom 10.01.2006, VIII R 60/02, BFHE 213, 5, BStBl II 2006, 434).
Damit ist - vergleichbar der Begründung gewillkürten Betriebsvermögens - die betriebliche Nutzung des Sondervermögens und der zu ihm gehörenden Vermögensgegenstände begründet (vgl. zur Möglichkeit gewillkürten Betriebsvermögens im Rahmen des § 9 Nr. 1 S. 5 GewStG BFH Urteil vom 17.01.2006, VIII R 60/02, BFHE 213, 5, BStBl II 2006, 434).
FG Berlin-Brandenburg, 05.11.2019 - 6 K 6170/18
Gewerbesteuermessbetrags 2015 und gesonderter Feststellung des vortragsfähigen …

References: § 9
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