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Timestamp: 2018-08-19 04:40:26+00:00

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FONDS für in der BRD zu Unrecht verurteilte Homosexuelle (zur Info, falls Ehemalige Heimkinder und ihre Peiniger die Parallelen da erkennen können) - Rehabilitation- Urteile/Infos - Heimkinder-Forum.de
FONDS für in der BRD zu Unrecht verurteilte Homosexuelle (zur Info, falls Ehemalige Heimkinder und ihre Peiniger die Parallelen da erkennen können)
16. Mai 2016, 08:05
"Diese Schandtaten des Rechtsstaats werden wir niemals wieder ganz beseitigen können", so Maas weiter, "aber wir wollen die Opfer rehabilitieren. Sein Ministerium werde daher einen Gesetzentwurf zur Aufhebung von Verurteilungen wegen des Paragrafen sowie EINEN DARAU ENTSTEHENDEN ENTSCHÄDIGUNGSANSPRUCH ERARBEITEN. Maas hatte bereits 2014 angekündigt, die Opfer rehabilitieren zu wollen.
Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ( 16. Mai 2016, 14:14 )
Gibt genügend ältere, die einen hohen Preis für
Ihre Liebe bezahlt haben. Wie bemisst man sowas in Euro?
das diesen menschen zugefügte leid kann man ebenso wenig in euro bemessen, wie das anderen opfergruppen zugefügte leid. und jedes ergebnis wird als ungerecht empfunden werden.
das scheint mir die bittere realität zu sein.
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „xyz1“ ( 16. Mai 2016, 22:46 )
Aber halted euren Athem nicht denn Kompensionen sollten sie immer kommen sind Lichtjahre weg
Na da habe ich doch vor Kurzem das hier gefunden:
antidiskriminierungsstelle.de/…_blob=publicationFile&v=1
In diesem Rechtsgutachten von Professor Dr. Martin Burgi
"Rehabilitierung der nach § 175 StGB verurteilten homosexuellen Männer:
Auftrag, Optionen und verfassungsrechtlicher Rahmen"
wird u.a. vorgeschlagen, nach StrRehaG zu entschädigen.
Na bin ja mal gespannt, was das wieder werden wird.
[ BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND - Bundestagsadler und deutsche Flagge ]
[ http://www.antidiskriminierungsstelle.de/SharedDocs/Downloads/DE/publikationen/Rechtsgutachten/Rechtsgutachten-Burgi-Rehabilitierung-175.pdf?__blob=publicationFile&v=1
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ( 22. Mai 2016, 02:16 )
Soviel ich erfahren habe, wird die Magnus - Hirschfeld Stiftung mit der Aufarbeitung betraut und ihr sollen entsprechende Mittel zur Verfügung gestellt werden.
Das wäre auch der richtige Weg.
18. Mai 2016, 01:41
Alles zur »Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft e.V. - Forschungsstelle zur Geschichte der Sexualwissenschaft« @ http://magnus-hirschfeld.de/
Alles zu Magnus-Hirschfeld @ http://www.joerg-hutter.de/unrechtsurteile.htm
Siehe auch folgende Bekanntgebung, bzw. Mitteilung: »Alles mit rechten Dingen (3)« @ http://www.whk.de/Mitteilungen43.htm (bitte dort runter scrollen), auf einer Unterseite der Webseite whk = wissenschatlich-humanitäres komitee (Förderverein des wissenschaftlich-humanitären komitees e.V.):
Für einen Artikel im Schwulenmagazin Du&Ich erfragte dessen Mitarbeiter Malte Göbel im März „die Position des whk bezüglich der Opfer des §175 aus BRD-Zeiten“. Der von den Nationalsozialisten verschärfte Schwulenparagraph 175 sei nach 1945 in der Bundesrepublik beibehalten, erst 1969 entschärft, 1994 ganz (so die falsche Annahme Göbels) gestrichen und Opfer des §175 aus der NS-Zeit 2002 rehabilitiert worden. „Mich würde nun interessieren: Habt Ihr eine Position zu dem Thema bzw. arbeitet Ihr politisch in dieser Richtung? Gibt es aus Eurer Sicht die Notwendigkeit/Chance für eine Rehabilitierung/Entschädigung dieser Opfer?“ Es antwortete Eike Stedefeldt vom Berliner whk:
„Das neue whk hat seit seiner Gründung am 26. Oktober 1998 zur Frage der Opfer des §175 in der Bundesrepublik Deutschland eine klare Haltung. Diese besteht darin, daß ihre Rehabilitierung und angemessene materielle Entschädigung dringend geboten sind: für erlittene Haftjahre, die Zerstörung familiärer, freundschaftlicher und Liebesbeziehungen sowie beruflicher Existenzen, den Verlust der Wohnung, Renten- und Versorgungsansprüche und des guten Rufs, die Beeinträchtigung psychischer und physischer Gesundheit durch die Verfolgung und nicht zuletzt den Verlust an Lebensfreude im Zuge der Verleugnung und Verstümmelung der eigenen Sexualität.“ Für besonders dringlich halte das whk dies „besonders hinsichtlich der BRD-Justizopfer bis 1969“, weshalb es anläßlich der Rehabilitierungsdebatte am 8. Februar 2002 in einem Offenen Brief an den Bundeskanzler, die Bundesministerin der Justiz, die Fraktionsvorsitzenden und rechtspolitischen Sprecher von SPD und Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag auch explizit deren Entschädigung gefordert habe ( vgl. http://ww.whk.de/whk0102.htm [ 08.02.2002 ] ). „Die Reaktionen auf den Brief reichten von Desinteresse bis zur faktischen Legitimierung des in der verschärften Nazi-Fassung ins BRD-Strafgesetzbuch übernommenen Paragraphen und damit letztlich auch der der NS-Homosexuellenverfolgung. Zynisch wurde die Forderung des whk unter formalistischem Verweis auf die skandalösen postnazistischen Urteile des Bundesverfassungsgerichts (z.B. das vom 10. Mai 1957) zurückgewiesen: Man tat so, als sei der §175 vergleichbar gewesen mit gewöhnlichen Straftatbeständen wie Raub, Mord oder Betrug, als habe er nicht vielmehr einen politischen und zuletzt völkischen Ursprung gehabt und als sei er nicht von denselben, unter Adenauer auf wundersame Weise demokratisch geläuterten Nazi-Richtern an ihren früheren Opfern weitervollstreckt worden.“ Dennoch habe das whk „einen konkreten Vorschlag in der Sache“ unterbreitet, „und zwar im Kontext der Bestrebungen zur Gründung einer Magnus-Hirschfeld-Stiftung als ‘kollektive Entschädigung’ an heutige staatstragende Homo-Vereine. Bei diesem am Bundesrat gescheiterten Projekt – auf dessen Konzept sich aktuell die ‘Initiative Queer Nations’ beruft – konstruierten die Protagonisten eine ideelle Erbfolge. Das whk plädierte vor dem Hintergrund, daß dieses Konstrukt sogar eine Mehrheit im Bundestag fand, für eine alternative ideelle Erblinie zugunsten der individuellen, also tatsächlichen Opfer des §175.“ Dazu habe es in Ausgabe Mai/Juni 2002 der whk-Zeitschrift Gigi geheißen: „Der whk-Vorschlag: Zwar sind die meisten NS-Überlebenden mittlerweile tot, es leben aber wahrscheinlich noch Tausende jener 50.000 Männer, die bis 1969 nach dem NS-Paragraphen in der BRD verurteilt wurden. Man könnte sie ins Erbe jener Rosa-Winkel-Häftlinge einsetzten, denen ihre Entschädigung bis heute vorenthalten wird, und die Zahlung an sie ultimativ von welcher Bundesregierung auch immer fordern.“ An diesem Vorschlag, so das Berliner whk an Du&Ich, halte das Komitee „bis heute fest“. Allerdings sehe es „dafür realistischerweise schwarz vor dem Hintergrund einer heute wieder mit Anleihen an braune Rechtsbegriffe aufwartenden Strafrechtspolitik“.
Im Grußwort des whk zum 18. Verbandstag des Lesben- und Schwulenverbandes in Deutschland ( http://www.whk.de/GrusswortLSVD2006.htm [ 25.03.2006 ] ) kam das whk auf seine Idee zurück und schlug dem Verein eine gemeinsame Kampagne in der Rehabilitations- und Entschädigungsfrage der Nachkriegs-Opfer des §175 vor. Der LSVD reagierte bislang nicht darauf.
Rufen wir mal ins Bewußtsein und vergleichen wir mal bitte all die folgenden „Entschädigungszahlungen“:
(wie sich nach eingehendem meinerseitigen Studieren des erst kürzlich vorgestellten diesbezüglichen 113-seitigen Rechtsgutachtens genauer herausstellt) ) ( 5. ) "FONDS FÜR DIE IN DER BRD UND DIE IN DER DDR IN NACHKRIEGSJAHRZEHNTEN ZU UNRECHT VERURTEILTEN HOMOSEXUELLEN" (Homosexuelle Justizopfer beider deutschen Staaten, und das von ihnen allen dadurch erlittene Unrecht und Leid)
Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ( 22. Mai 2016, 02:16 )
18. Mai 2016, 14:12
Martini wenn Du fragst ob es sich da um Entschädigungen handelt ist natürlich die Antwort ganz klar nein. Allerdings wird auch seitens der Verantwortungskette nicht von Entschädigung gesprochen sondern:
„Betroffenen, denen während ihrer Heimunterbringung im vorgenannten Zeitraum in der Bundesrepublik Deutschland Unrecht und Leid zugefügt wurde, kann durch den Fonds finanzielle Hilfe gewährt werden, soweit durch die Heimerziehung heute noch nachweisbare Traumatisierungen oder andere Beeinträchtigungen und Folgeschäden bestehen und dieser besondere Hilfebedarf nicht über die bestehenden Hilfe- und Versicherungssysteme abgedeckt wird.“
Also es geht um finanzielle Hilfe und um die Unterstützung der Vergangenheits-Aufklärung, mehr nicht.
Will man sich tatsächlich mit einer Entschädigung befassen kann man nicht ehemalige Heimkinder allgemein eine Entschädigungssumme geben, denn dann müsste man schon sehr wohl jeden Einzelfall nachgehen.
Letztlich ist die Frage nach einer geeigneten Entschädigung auch nur rein hypothetisch, weil sie nicht wirklich zu beantworten ist. Ich finde das Wort Entschädigung eignet sich nicht wirklich für das was damals passiert ist und heute „be-geachtet“ werden sollte. Ich bin aber auch nicht der Meinung, dass alles was mit der Heimerziehung zusammenhängt sich ständig auf Entschädigungssummen fokussieren sollte, weil das bei mir immer wieder so ankommt als wenn man mit Geld etwas ungeschehen machen kann. Nicht dass ich es wichtig fände, jene Ehemaligen die heute in Armut leben einmal nachzugehen, inwieweit das im Zusammenhang mit der Heimerziehung steht. Nur will ich das nicht verallgemeinern, man kann nicht ständig alles auf seiner Heimzeit schieben, da muss man schon differenzierter vorgehen.
Allerdings sollte es in diesem thread um die Opfergruppe der Homosexuellen gehen und jetzt nicht die Brücke zu anderen Opfergruppen geschlagen werden. Es ist schon schlimm genug, dass man sich jetzt erst damit befaßt und wie lange diese Opfergruppe verfolgt und eingesperrt wurde. Ich habe einen guten Freund, der zwar nach aussen hin sein schwul sein gelebt hat, aber es war zu keiner Zeit für ihn leicht gewesen. Er ist über 70 Jahre und hat noch die frühere schlimme Zeit erlebt, hat 2 Suicidversuche damals gemacht und erst Anfang der 80iger kam er ein wenig zur Ruhe. Ich möchte nicht wissen, wieviele Homosexuelle sich früher umgebracht haben und es ist nicht zu fassen, dass ein Staat der sich 1949 das Grundgesetz auf die Fahne schrieb, Menschen -ungeachtet dessen was sie sind, was sie leben was sie glauben gleich zu behandeln- das eigene Grundgesetz mit Füssen trat und das noch über viele Jahrzehnte.
Es tut mir leid, dass ich mich nicht ständig mit Entschädigungen befassen möchte, wichtiger finde ich es erst einmal klar zu machen, welche Tragödien sich in all den Jahren-Jahrzehnten bei diesen Menschen abspielten, wie sehr sie gelitten haben und dafür früher sogar in den Knast kamen, noch früher ins KZ. Dieser Staat hat aber auf ganzer Linie versagt und dass jetzt erst sich damit befaßt wird, ist für mich unfassbar.
Dieser Beitrag wurde bereits 8 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ( 22. Mai 2016, 02:17 )
Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ( 21. Mai 2016, 03:32 )
hmmm, irgendwie klingt das nicht mehr nach dem Martin, der hier bisher gepostet hat
wundert mich doch irgendwie
20. Mai 2016, 15:52
Ich hab doch mit jeder meiner Aussagen jetzt hier im Telegrammstil den Nagel genau auf den Kopf getroffen! - oder etwa nicht?
( diese Stichworte / Stichwörter kann man auch sowohl in Deutsch wie auch in Englisch als Suchbegriffe zum gegebenen Thema verwenden )
Was stimmt denn an diesen meinen stichpunktartigen und stichwortartigen diesbezüglichen Aussagen in meinen letzten beiden Beiträgen nicht?
Alles wo der deutsche Staat – die Bundesrepublik Deutschland – bezüglich seinen eigenen Bürgern über Jahrzehnte hinweg Schuld auf sich geladen hat wird in Deutschland nur über ALMOSEN-FONDS abgewickelt und die Gesamtgesellschaft durch ihr Schweigen / ihre Hinnahme zu diesem VORGEHEN gibt auch noch ihre volle Zustimmung dazu!!
Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ( 22. Mai 2016, 09:26 )
Du hast voll und ganz meine Zustimmung Martin. LG nach Aussiland
Weißt du, vllt. habe ich eine derart frappierende Zusammenfassung bisher noch nicht gelesen, abgesehen davon wie nahe es an der Realität ist, was ich z.Z. nicht vollständig einschätzen kann.
Vllt. muß ich mich erst einmal dran gewöhnen.
21. Mai 2016, 08:08
Die bisherige deutsche (bundesrepublikanische) Geschichte der „Entschädigung“ von damals (im Dritten Reich) verfolgten Homosexuellen ist detailliert hier aufgeführt: in BASJ (Bundesarbeitsgemeinschaft Schwule Juristen) unter dem Titel »Die Ausgrenzung schwuler NS-Opfer in der Bundesrepublik« ( Stand: 1992 ) @ https://www.lsvd.de/bund/buch/15.html (Letztes Update: 26. November 1997)
Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ( 22. Mai 2016, 07:11 )
22. Mai 2016, 05:39
TAGESSPIEGEL (13.05.2016) »Homosexualität und §175« - »Nicht der Schwule ist pervers, sondern der Staat, der straft« @ http://www.tagesspiegel.de/politik/homosexualitaet-und-175-nicht-der-schwule-ist-pervers-sondern-der-staat-der-straft/13589386.html (mit vielfältiger sachlicher Diskussion)
TAGESSPIEGEL (22.05.2016): »Verzögerungstaktik« @ http://www.pressreader.com/germany/der-tagesspiegel/20160522/281788513295263
Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von „Martini“ ( 22. Mai 2016, 05:44 )
Heiko Maas will homosexuelle J
FONDS für in der BRD zu Unrech
zu Unrecht verurteilte Homosex
ENTSCHÄDIGUNG FUR DIESE OPFERG
berüchtigten Paragrafen 175
Gutachten eines Staatsrechtler
ihrer Menschenwürde verletzt
Leiterin der Antidiskriminieru
Paragraf 175 wurde schließlich
Urteile aber nie aufgehoben
Münchener Staatsrechtler
entwürdigenden Verletzung ihre
DIE ENTSCHÄDIGUNG SOLL ÜBER EI
50.000 Männer zu teils mehrjäh
zu teils mehrjährigen Haftstra
Der Staat hat Schuld auf sich
vielen Menschen das Leben ersc
Der Paragraf 175 StGB war von
Die alten Urteile sind Unrecht
Sie verletzen jeden Verurteilt
Schandtaten des Rechtsstaats
wir wollen die Opfer rehabilit
Gesetzentwurf zur Aufhebung vo
EINEN DARAUS ENTSTEHENDEN ENTS
Der Lesben- und Schwulenverban
Opfer der Homosexuellenverfolg
Wiederherstellung ihrer Würde

References: § 175
 §175
 §175
 §175
 §175
 §175
 §175
 §175