Source: http://familiadei.org/fuelle-des-lebens/arbeit/
Timestamp: 2018-01-22 18:15:30+00:00

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Arbeit | familia Dei
Dittmar Rostig: Bergpredigt und Politik
Arbeit in nichtentfremdeter Gestalt kann sich nach Ragaz nur da verwirklichen, wo es
einen „S i n n der Arbeit gibt“, wo sie in einem „l e t z t e n“ und „u n b e d i n g t e n Wert” ruht. Als konstitutives Element, das der Arbeit Sinn verleiht, führt Ragaz die Gemeinschaft an, da die Arbeit an ihr als Dienst, Beruf, Werk: als Gottesdienst vollzogen wird. Gewinnt die Arbeit ihren Sinn aus der Gemeinschaft, so muß diese selbst sinntragend sein und ihren Wert von einer letzten Wirklichkeit her beziehen. Eine gesunde Arbeitskultur erachtet Ragaz daher nur auf dem Hintergrund eines geistlich-sittlichen Glaubens für möglich.
Der Erneuerung der Kultur muß eine Erneuerung der Religion vorangehen.
To work without love is slavery. Mother Teresa
Bei Allem, was der Mensch tut, soll er immer nur Freude empfinden! HvB
LITERATUR – Rotes Antiquariat
Der Preis der Turnschuhe Billiglohn für schicke Treter
100 % Baumwolle Null Prozent Lohn – Afrikas Kindersklaven
Christoph Sieber – Das gönn ich euch (2012)
Mann, Sieber! – Neulich im Jobcenter
Hartz IV: Über 10 Millionen müssen hungern
Software gegen Hartz-IV-Strafen
Hartz IV: Justiz folgt sozialrassistischer Vorgabe
Grundrechte Brandbrief Prozess vom 07.07.2017 Gedächtnisprotokoll
Ralph Boes Brandbrief 20.01.2018
Ab-Wahlplakate-Sprüche
BGE als Basis Einkommen wo alle anderen Einkommen oben auf kommen
Zuckerberg fordert bedingungsloses Grundeinkommen
Erstes Haus mit Robotern erbaut
Bedingungsl. Grundeinkommen“Es geht nicht um Geld, sondern um Macht“
Das besinnungslose Grundeinkommen. Wird der Kapitalismus menschlich?
Das Kapital wirbt für das ‚bedingungslose Grundeinkommen‘
Peter Kropotkin: Sozialisierung von Produktion und Konsum
Leonhard Ragaz: Das Reich und die Nachfolge, S.381/2
Wenn Gott lebt und wir für ihn arbeiten, mit ihm „Taten tun“, dann können wir auch in
dieser Zeit mit Freude arbeiten. Denn Gott ist in allen Zeiten Freude, und zwar die einzige Freude. Er hat zu allen Zeiten Arbeit für uns, die seine Freude einschliesst. Wer ihm dient, arbeitet nie ohne Hoffnung, nie ohne «Erfolg». Das alles gilt auch, wenn wir so sagen dürfen, für den ä u s s e r s t e n Fall. Auch wenn das Ende der Zeiten nahe wäre, müssten wir arbeiten, und täten es nicht umsonst. Arbeitend muss der Herr uns finden, wenn er kommt. Denn nur der Arbeitende bleibt wach. Wer nicht arbeitet, schläft ein, wie die törichten Jungfrauen einschliefen, und gerät ins Träumen. Arbeiten aber können wir nur für menschliche, konkrete, vorläufige Aufgaben. In diesen begegnet uns Gott. Er hält sich nicht für zu gering, dies zu tun – das meinen nur Theologen und Fromme, die Bibel aber lehrt überall das Gegenteil – es ist sozusagen seine allgemeine Menschenwerdung, dass er uns s o begegnet. Wenn wir also die Arbeit tun, die wir als notwendig empfinden, wenn wir für menschlich edle und hohe Ziele kämpfen, mögen sie auch nur vorläufig sein, so bereiten wir damit am besten die Wiederkunft Christi vor, so bereiten wir uns s e l b s t am besten darauf vor. Ja, wir dürfen und müssen sagen: nicht im luftleeren Raum der blossen Theologie oder Frömmigkeit, sondern im Ringen mit den gottgegebenen Aufgaben dieser Zeit spüren wir den Hauch, der vor dem Kommen Gottes hergeht und unser Herz wird von der höchsten Freude erfüllt, die eben Gott selbst ist. Und wir dürfen dabei auch wissen:
Gott b r a u c h t uns! Denn er kann nicht zu Untätigen kommen, er kann nicht zu Schlafenden kommen, er kann nur zu Bereiten kommen, zu Gespannten, zu Wartenden, und das sind Arbeitende. Darum ist gerade in solchen Zeiten unser Tun notwendiger und darum, ich wiederhole es auch freudiger als je, wenn wir nur alles r e c h t verstehen.
Wer ist Jesus gewesen? Was hat er gewollt? Die Evangelien müssen uns dies sagen ..Nun gibt es darin Partien, auf denen so hoher Schutt unsicherer Überlieferung liegt, daß wir die ursprüngliche Wahrheit nicht mehr zu erkennen vermögen, andere wieder, die uns nicht so viel zu sagen vermögen. Dazwischen aber stoßen wir plötzlich auf Urgestein, wo der geschichtliche Sachverhalt klar zu Tage tritt und wir festen Boden unter den Füßen haben. Und da treffen wir unverfälschtes und unverkennbares originales Leben. Eine solche Stelle ist die, wo es von Jesus heißt: „Er ging umher in all ihre Städte und Dörfer, in ihren Synagogen lehrend, die frohe Botschaft vom Reiche Gottes verkündigend und allerlei Krankheit und Gebrechen heilend. Wie er nun den Zustand der Massen sah, jammerte ihn derselben, denn sie waren verschmachtet und zerstreut wie Schafe, die keinen Hirten haben.
Da spricht er zu seinen Jüngern: ‚Die Ernte ist groß, der Arbeiter aber wenige, darum bittet den Herrn der Ernte, daß er Arbeiter sende in seine Ernte’ (Mt 9,35-38). Das ist für jeden Menschen, der sozial fühlt, eine der heiligsten Stellen, nicht nur in den Evangelien, sondern in aller Literatur überhaupt. Hier schauen wir sicher in Jesu Herz hinein und erfahren, was ihn ans Werk trieb. Es war die Not seines Volkes, die ihn erschütterte ..
Wenden wir diese einfache Wahrheit auf die sozialen Dinge, zunächst auf den modernen Arbeiter an .. Wie ist denn da zu helfen? Hilf vor allem mit, daß der Arbeiter ein anderes Verhältnis zu seiner Arbeit bekomme. So lange ihm diese fremd ist, so lange er nur um des Lohnes willen arbeitet, ist er eben Lohnsklave, und wie willst du von einem Sklaven Liebe zur Sklaverei verlangen, Freudigkeit zur Arbeit, rechtes Pflichtgefühl? Hilf du, daß er auch etwas zu seiner Arbeit zu sagen hat, daß er Rechte und dann natürlich auch Pflichten bekomme in der Arbeitsgemeinschaft, der er angehört, und dann wirst du sehen, wie er ein anderer Mensch wird, wie Arbeitsliebe, Pflichtrecht, Solidaritätsgefühl in ihm wachsen .. Darum gilt es, die Arbeitsorganisationen zu pflegen und zu schützen, weil sie das Ziel verfolgen, der Arbeit wieder Freude und Adel zu verleihen. Das Reich der echten geistigen Kultur muß dem Volke auf viel solidere Weise und zugleich viel energischer geöffnet werden.. Es wird dem Arbeiter so oft vorgeworfen, daß er nicht gern und nicht treu arbeite. Das mag manchmal wahr sein, aber es scheint mir in vielen Fällen auch sehr natürlich. Wie kann ein Mensch gerne seelenlose Arbeit tun? Es spricht für ihn, daß er darunter leidet. Er ist zu gut dazu. Mit Schelten ist dem Übel nicht abgeholfen. Wir müssen an seine Wurzel gehen. Es muß ein anderes Verhältnis des Menschen zu seiner Arbeit gesucht werden. Die mechanische Arbeit werden wir nach menschlichem Ermessen nie ganz vermeiden können, da sie mit der modernen Technik eng verbunden ist, aber wir können auch diese Arbeit adeln, dadurch, daß wir ihr so viel als möglich den Charakter der Lohnarbeit nehmen, den Arbeiter zu einem mit Rechten und Verantwortlichkeiten ausgestatteten Glied einer demokratischen Arbeitsgemeinschaft machen. Dann wird wieder mehr Freude an der Arbeit in den Herzen wachsen.
Das natürlichste Glück des Menschen besteht in der Lust gesunder Schaffenskraft, in der Freude am Gelingen der Arbeit. Freilich muss in dem Reich beglückender Arbeit jeder Mensch seiner Anlage und seiner inneren Interessen nach diejenige Tätigkeit entfalten, die ihm am nächsten liegt und ihm die größte Freude macht. Der übliche Einwand gegen eine solche „Utopie“, dass keiner ohne Zwang die niedrigsten Arbeiten in Angriff nehmen würde, beruht auf den falschen Voraussetzungen der verdorbenen Menschheit. Heute fehlt gewiss den meisten Menschen jener Geist der Liebe, der uns die geringste und äußerlichste Arbeit zur beglückenden Freude macht. Wenn wir aber einen geliebten Menschen zu pflegen oder zu versorgen haben, verschwindet uns sicherlich der Unterschied zwischen ehrender und erniedrigender Arbeit. Die Liebe hat ihn aufgehoben und macht uns alles zur Ehre, was wir für den Geliebten tun. Es ist Tatsache, dass die ungesunde Entwicklung unserer Kultur vielen die körperliche Arbeit als minderwertige Betätigung erscheinen lässt, an der man keine Freude haben könne. Aber in Wahrheit ist der Mensch gar nicht darauf gerichtet, sich unausgesetzt mit den idealsten Gegenständen des Geistes zu befassen. Wenn der Mensch gesund ist, sehnt er sich nach körperlicher Bewegung – nach der schlichten Arbeit des Landes, nach der Freude an Sonne und Licht, an Berg und Wald, an Pflanze und Tier, an Acker und Garten. Zu gesunder Freude am Dasein, an Gott und seiner Schöpfung kann er nur gelangen, wenn er auch die Naturlust an körperlicher Betätigung kennt. (1919)
“Die Heilmittel gegen Faulenzerei und andere Laster, die die Assoziation zerrütten könnten, liegen in der Erforschung und Entdeckung eines anziehenden/attraktiven Produktionssystems, das die Arbeit in ein Vergnügen umwandelt und die Ausdauer des Volkes bei der Arbeit und damit die Ableistung des vorgeschossenen Existenzminimums garantiert.“ (Von Babeuf bis Blanqui, Band II: Texte, S.192, 183, Leipzig 1975).
Philip Kovce, Bedingungsloses Grundeinkommen
Wir arbeiten umso besser, je selbstbestimmter wir tätig sind.
Dafür schafft das Grundeinkommen eine Grundlage.
Wovor fürchten sich die Grundeinkommensgegner denn dann? Das Grundeinkommen forciert eine Machtumverteilung. Es verhindert Fremdbestimmung und ermächtigt jeden Einzelnen, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Die Angst davor lässt das Grundeinkommen als unattraktiv, ja sogar gefährlich für jene erscheinen, die von den herrschenden Machtverhältnissen profitieren… Wenn wir heute Innovationen verschlafen, dann werden wir morgen auf Notlösungen angewiesen sein, die immer die schlechteren Lösungen sind.
Beispiel Schweiz: Ohne BGE wie es heute in der Regel ist:
Hilfsarbeiter: 1500 Franken
Verkäufer: 3000 Franken
Handwerker: 5000 Franken
Fachkraft: 10.000 Franken
Chef: 50.000 Franken
BGE = Umverteilung von Oben nach Unten! Finanzierung des BGE wie von der BGE-Volksinitiative vorgeschlagen mit Finanzierungsbedarf von 25 Milliarden Franken und Auswirkungen für die Bürger-innen:
Hilfsarbeiter: 2500 BGE + Null = 2500 Franken PLUS 60%
Verkäufer: 2500 BGE + 500 Lohn = 3000 Franken PLUS 0%
Handwerker: 2500 BGE + 2500 = 5000 Franken PLUS 0%
Fachkraft: 2500 BGE + 7500 Lohn = 10.000 Franken Plus 0%
Chef: 2500 BGE + 47.500 Lohn = 50.000 Franken PLUS 0%
Warum lügt der Zeitungsschreiber, warum stiehlt der Dieb, warum betrügt der Kaufmann und warum verteidigt der Advokat eine schlechte Sache? – Alles des Geldes wegen… Warum verfälscht der Wirt das Getränk, der Bauer die Milch und Butter, warum bäckt der Bäcker das Brot zu klein? – Alles des Geldes wegen … Warum gibt es Leute, die gegen ihre Pflicht, ihr Gewissen und ihre Überzeugung lehren, schreiben und handeln? – Des Geldes wegen. Wenigstens die Hälfte unserer heutigen Ehen sind Geldspekulationen, worin Mitgift, Erbschaft, Hoffnung auf Ämter und frühen Todesfall eine Hauptrolle spielen. Die Liebe ist ein Nusskern, die Ehe sind die Schalen. Das Geldsystem ist der Wurm, welcher sich in den Kern frißt und ihn verdirbt. Schafft den Eheleuten in der gesellschaftlichen Ordnung eine freie, unabhängige, sorgenlose Stellung …dann wird der widrige Skandal aufhören, der heute euren Gerichten alle Hände voll zu tun gibt. Jede gesellschaftliche Verbesserung, die man durch Kapitalienverteilung bezweckt und worin das Geld die Hauptrolle spielt, kann keine vollkommene sein. Je ärmer der Arbeiter ist, für desto mehr Händler und Krämer muß er arbeiten, welche sich alle auf seine Unkosten zu bereichern suchen; nicht immer aus eigenem bösen Willen, sondern weil die ganze Gesellschaft nach dem Wuchersystem organisiert ist. Um die Grausamkeiten der Todesstrafen zu mildern, bedienten sich die Alten des Giftes, die Neuen der Guillotine; um uns nicht fühlbar zu machen, dass wir für andere arbeiten müssen, dazu bediente man sich des Geldes. So war denn mit dem Eigentum auch der Diebstahl und der Raubmord erfunden worden. Beide Erfindungen waren voneinander unzertrennlich. Das Eigentum war die Mutter des Diebstahls und des Raubmordes! Die Kühnsten und Stärksten griffen zu den Waffen und machten aus der Kunst, sie zu führen, ein Handwerk. Der Raub wurde jetzt im Großen getrieben, wie der Handel. Von der Zeit an nannte man alles gestohlene Gut Eigentum, und den Austausch
‘Free Lunch Society Talkshow’ von Christian Tod
Nur der Mensch, der arbeitet, ist der echten Meditation fähig. Und nur der Mensch, der
betet, kann bleibende Werte schaffen. Erst wo Gebet und Arbeit zusammenkommen,
befindet sich der Mensch im Gleichgewicht. Und das ist die ganze Wahrheit. Pater John
Ora et labora – Benedikt musste auch die Arbeit in eine Balance bringen, um die dämonische Seite ihrer Energie erst gar nicht aufkommen zu lassen. “Dem Gottesdienst ist nichts vorzuziehen”, so bestimmte er ganz eindeutig die Prioritäten. Man lasse alles stehen und liegen, wenn die Glocken den Tag mit ihren Mahnrufen .. unterbrechen. Das Wichtigste nämlich sei, sich zuallererst von der Dynamik, die von Gott ausgeht, ergreifen zu lassen und die eigene Lebensqualität zu verbessern.. Mönche fänden es in der Tat absurd, sich von der Arbeit beherrschen zu lassen. Die Freiheit der Gotteskinder einzutauschen gegen einen neuen Sklavendienst. Ein Tag bekommt eine andere Dimension, wenn man nicht blind in ihn hineinstoplert, ihn zur rechten Zeit unterbricht, rechtzeitig aufhört und gut
abschließt. “Ora et labora” seien wie “zwei Flügel, die uns zur Höhe tragen”, hat jemand
formuliert, zwei Takte für den Rhytmus eines Lebens.
Der Mensch sollte alle seine Werke zunächst einmal in seinem Herzen erwägen, bevor er sie ausführt. HvB
In seinen Klöstern adelte der heilige Benedikt die Arbeit. In der Antike galt Handarbeit als Sklaventätigkeit. Ein freier römischer Bürger, ein Adliger gar, vermied solch niedere Dienste. So kam es, dass Adlige, die in ein Kloster kamen, dort zum ersten Mal mit ihren Händen arbeiteten. Als sinnvolle Beschäftigung galt für Benedikt auch das Studium heiliger Texte. Müßiggang hingegen sah er als Gefahr. In unserer Gesellschaft hat Arbeit einen hohen Stellenwert, vor allem, wenn sie gut bezahlt wird und gesellschaftliches Renommee verspricht. Haushalt, Kindererziehung, Pflege von Angehörigen, bürgerschaftliches Engagement gelten zu Unrecht als zweitrangige Formen der Arbeit. Im Kloster gilt jede Art der Arbeit als wertvoll. Darum erhält auch jeder Mönch dasselbe, unabhängig davon, wie viel er finanziell für das Kloster erwirtschaftet. Während manche Menschen heutzutage keine Erwerbsarbeit mehr finden, ist für andere die Arbeit auslaugend. Für Benedikt hingegen ist Arbeit ein zentraler Bestandteil des Lebens und dient der Verwirklichung des Menschseins.
playing chess with the boss

References: BGE 
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