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Timestamp: 2017-04-29 01:51:17+00:00

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Flashcards - Jahresabschluss Übung 2
Jahresabschluss Übung 2
Angenommen, die Schultheiss Brauerei AG sei börsenorientert und habe im Jahr 2010 ein Grundstück an der Methfesselstraße in Kreuzberg für 5 Mio € erworben. Für den 31.12.2013 habe ein Immobilienmakler den potentiellen Veräußerungserlös des Grundstück auf 7 Mio € geschätzt
1. Welche Jahresabschlussadressaten sind daran interessiert, dass das Grundstück am 31.12.2013 mit 5 Mio € bilanziert wird, welche Adressaten bevorzugen die 7 Mio €?
2. Wie ist dieser Sachverhalt nach HGB zu lösen?
Gläubigerschutz via Vorsichtsprinzip [Wirkungskette]"vorsichtige" Gewinnermittlung i.S.d §252 Abs.1 Nr 4 HGB=> Begrenzung des Mittelentzugs durch Ausschüttung zu Anteilseigner => Stärkung der Zahlungsfähigkeit des U 1) Aktionäre: Bilanzierung zu 7 Mio. Eur ("wahrer" Wert des Grundstückes) Gläubiger: Bilanzierung zu 5 Mio Eur (höherer Haftungsmasse, da stille Reserve i.H.v 2 Mio Ehr nicht ausgeschüttet werden kann 2) Vorsichtsprinzip in Form des Realisationsprinzip §252 Abs.1 Nr.4 HGB i.V.m dem AK-Prinzip §253 Abs 1 S.1 HGB -> Bilanzierung erfolgt vorsichtig und höchstens zu dem AK i.H.v 5 Mio Ehr
Übung 1 Aufgabe 4
Bilden Sie zu den folgenden Sachverhalten die entsprechenden Buchungssätze nach HGB (ohne USt). Prüfen Sie, welche Funktion des Jahresabschlusses zum 31.12.2013 primär angesprochen wird. Begründen Sie ihre Entscheidung 1. Die G-Bau AG hat am 01.01.2012 eine Maschine mit Anschaffungskosten in Höhe von 100.000 Eur aktiviert. Die Maschine soll 8 Jahre im Unternehmen genutzt werden. Der voraussichtliche Restwert beträgt 20.000€. Die Abschreibung erfolgt linear. Wie lautet die Buchung zum 31.12.2013
2. Am 10.12.2013 wurde gegen die G-Bau durch einen Konkurrenten wegen einer mutmaßlichen Patentverletzung Klage eingereicht. Der Streitwert beträgt 75.000€. Verliert die G-Bau AG die Klage, würden zusätzlich Gerichtskosten in Höhe von 5.000€ entstehen. 3. Die G-Bau AG ist Mieterin einer Lagerhalle. Am 01.12.2013 überwies die G-Bau AG die Miete für die Monate Dezember bis Februar in Höhe von 9.000€
4. Der Vorstand der G-Bau AG ist der Meinung, dass die bisherige Kundenliste doch einen erheblichen Wert aufweist (ca. 500.000 €) und möchte diesen Wert gerne in der Bilanz darstellen
5.Die G-Bau AG kaufte am 20.12.2013 Vorräte auf Rechnung- Die Lieferung erfolgte am 31.12.2013, die Bezahlung der Rechnung am 31.01.2014
6. Die G-Bau AG verkauft am 05.12.2013 Betonfertigwände auf Rechnung. Die Lieferung erfolgte am 10.01.2014, die Bezahlung der Rechnung am 31.01.2014
7. Am 01.10.2013 erwirbt die G-Bau AG per Barzahlung einen LKW samt Anhänger für insgesamt 120.000 €, wovon 75% auf den LKW entfallen
1. Abschreibung an Maschine -> Informationsfunktion: Werteverzehr durch Verschleiß etc (fraglich, ob lineare Abschreibung= tats. Werteverzehr und geplante ND= tats. ND)-> Zahlungsbemessungsfunktion: Abschreibung vermindert ausschüttungsfähigen Gewinn (Haftungsmasse entspricht durch Abschreibung u.U. dem tatsächlichen Vermögenswert)
2. Aufwand an Prozessrückstellung 80.000€
3. Mietaufwand an Bank 9.000 aRap an Mietaufwan 6.000€
-> Informationsfunktion: GUV soll über Ertragslage des Geschäftsjahres informieren. Aus diesem Grund muss eine Anpassung der Zahlungsströme in Bezug auf ihre Aufwands- und Ertragswirkung erfolgen gem. §250(1)HGB 4. Aktierungsverbot nach §248(2) HGB, obwohl die Information über den Wert der Kundenliste durchaus entscheidungsrelevant sein kann, erfolgt mangels Bewertbarkeit) keine eindeutige Zuordnung der Herstellkosten möglich, Stichwort "Verlässlichkeit") keine Bilanzierung. Der Gläubigerschutz( Zahlungsbemessungsfunktion) überwiegt. 5. Vorräte an Verb aus LuL
Informationsfunktion: auch wenn die Vorräte bisher nicht bezahlt wurden, befinden sich die Vorräte bereits im Verfügungsbereich der G-Bau AG (wirtschaftliche betrachtungsweise) entsprechend werden die Vermögensgegenstände bilanziert 6. Forderungen aus LL an Umsatzerlöse
-> Informationsfunktion: Gewinnrealisierung erfolg nach Gefahrenübergang zum Zeitpunkt der Lieferung (ebenfalls wirtschaftliche Betrachtungsweise). Die GuV informiert entsprechend über die Ertragslage und ist unabhängig von Zeitpunkt des Zahlungseingangs
7. LKW 90.000 Anhänger 30.000 an Kasse 120.000Grundsatz der Einzelbewertung gem. §252 (1) Nr. 3 HGB -> Informationsfunktion
ÜB 2 Aufgabe 1
JA Was muss/kann aufgestellt werden? Bilanz
Lagebericht =>(2)
Kapitalflussrechnung Eigenkapitalspiegel
Segmentsberichterstattung (optional)
1) jeder Kaufman, der kein Einzelkaufmann i.S.d §241a HGB ist (§242 Abs.4 HGB)
2) §261(1), §264 aKapitalgesellschaft (nicht kapitalmarktorientiert) und bestimmte PersonG Ausnahme => "kleine" KapG i.S.v §267(1)HGB-> Keinen Lagebericht, §264(1)S.4 HGB Ausnahme => "KleinstkapG" i.S.v §267a -> keinen Anhang (§264(1) S.5 Nr.1-3 HGB)
3) §264 (1) S.2, §264d HGB KapG (kapitalmarktorientiert)Konzern: - Konzernbilanz- Konzern GUV- Konzern-Anhang- Kapitalflussrechnung - EK- Spiegel - Segmentsberichterstattung (optional)- Konzernlageberricht § 290(1) i.V.m §297(1) HGB Lagebericht -> unterliegt nicht den GOB-> Inhalt §289 HGB -> auch zukünftige Chancen und Risiken
ÜB 3 Aufgabe 1
a) Was ist unter dem Begriff "GoB" zu verstehen?
b) Mittlerweile sind viele GoB im HGB kodifiziert. Ordnen Sie den Sätzen des §252 HGB das jeweilige Gebot/Verbot/Prinzip zu. Auf weitere GoB in anderen Normen neben §252 HGB brauchen Sie nicht eingehen
a) GOB- Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung - unbestimmter erfolgt: - induktiv, deduktiv, hermeneutisch - erforderlich, um HGB - Regelungen einzelfallbezogen auszulegen (HGB: prinzipienbasiert) b) §252 Abs.1- Nr 1: Grundsatz der Bilanzidentität , formelle Stetigkeit - Nr. 2: going-concern Prinzip - Nr. 3: Prinzip der Einzelbewertung, Vermögen und Schulden sind einzeln und unabhängig voneinander zu bewerte - Nr. 4: Vorsichtsprinzip HS 1 // Imparitätsprinzip : Gewinne sind erst zu zeigen, wenn sie realisiert sind (Realisationsprinzip HS 2) // Verluste sind bereits zu zeigen, wenn sie wirtschaftlich zuzuordnen sind - Nr.5: Grundsatz der Periodisierung // Zuweisung von Erträge und Aufwendungen in die Geschäftsjahre, in denen sie wirtschaftlich verursacht werden // tatsächliche Zahlung ist irrelevant
ÜB 3 Aufgabe 3
Geben Sie für die folgenenden Sachverhalte an, ob eine Periodisierung erforderlich ist: a) LOs Pollos überweist die KFZ- Versicherungsbeiträge am 30.11.2013 in Höhe von 60.000€ für die Firmenwagen für den Zeitraum 01.12.2013- 30.11.2014
b) das U erwirbt im Juli 2013 ein bebautes Fertigungsgrundstück und zahlt auf den Kaufpreis im Januar 2014
c) Im mai 2013 erwirbt Los Pollos 15% der Anteile an Octopus Car Wash AG als Finanzanlage d) Überbestände an Vorräten werden im November 2013 an die Octopus Car Wash AG veräußert in Höhe von 20.000€ (ohne Umsatzsteuer). Der Kaufpreis wird im Februar 2014 fällig. e) Im Januar 2014 wird bekannt, dass die Vamonos Pest AG die Eröffnung des Insolvenzverfahrens am 20.12.2013 beantragt hat. Es liegen Forderungen a LL gegen die Vamonos Pest AG vor f) im 01.April 2013 erwirbt die Los Pollos eine Hochleistungsfritteuse auf ziel. Die Nutzungsdauer der Maschine beträgt 5 Jahre. Die Anschaffungskosten belaufen sich auf 134.000€ (ohne Ust). Die Rechnung wird am 15. Mai beglichen. Gehen sie davon aus, dass die Umsatzsteuer nicht als Anschaffungskosten aktiviert werden kann.
a) Verischerungsaufwand 5.000 aRap 55.000 an Bank 60.000-> Periodisierung erfolgt hier über einen aRap §250 Abs.1 HGB Auflösung in 2014 : Versicherungsaufwand 55.000 an arap 55.000-> Zahlung in 2013-> Aufwand in 2013 (5.000) und 2014 (55.000) b) Aktivierung in 2013: Grundstück an Vn Auszahlung in 2014: VB an Bank -> keine Periodisierung c) Auszahlung und Aktivierung im Jahr 2013-> keine Periodisierung d) Realisation des Umsatzes 2013Forderung an UE 20.000 USt 3.800
Einzahlung in 2014: Bank 23.800 an Ford. 23.800
e) Möglich: wertbegründendes Ereignis gem §252 Abs.1 Nr.4 HGB war 2014 nicht begründet -> hier wertaufhellend -> ggf Abschreibung der Forderung -> Aufwandsrealisation unabhängig von tatsächlichen (vermutetn) Zahlungsausfall
f) Zahlung erfolgt 2013, Periodisierung der Zahlung über Nutzungsdauer der Maschine als Abschreibungsaufwand Buchungen 2013: Maschine 134.000 USt 25.460 an Verbindlichkeit aus LL 159.460€
Verbind aus LL an Bank 159.460Abschreibungsaufwand an Maschine 20.100
erhält alle Geschäftstypischen Aufwendungen /Erträge BE beschreibt die Leistungserstellung des U FE stellt die finanziellen Aufwands- und Ertragskompotenten dar Außerordentlichen Ergebnis erfasst alle Unternehmensfremden und selten vorkommende Aufwendungen und Ertrage (Schaden durch Naturkatastrophen)
Betrag, der für Dividendenzahlungen an EK Geber, Zinszahlungen an FK-Geber oder für Wachstumsinvestitionen (Innenfinanzierung) zur Verfügung steht. Berechnung: OCF + Investionscashflow (in der Regel negativ)
Der Jahresabschluss hat zwei Grundfunktionen: Er informiert über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens und stellt die Bemessungsgrundlage für die Verteilung des Ergebnisses auf.Informationsfunktion: Die Dokumentation der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zum Bilanzstichtag ist Basis für Planungen und künftige Entscheidungen des Unternehmens, der Anteilseigner und externer Gruppen. Das Ergebnis des Jahresabschlusses wird von Banken und anderen Gläubigern als Kriterium für Kreditvergabe herangezogen und kann nach § 258 HGB als Beweis in einem Rechtsstreit verwendet werden.Zahlungsbemessungsfunktion: Der Jahresabschluss ist Grundlage für die Besteuerung des Unternehmens und für die Ermittlung von erfolgsabhängigen Auszahlungen wie Dividenden und Erfolgsbeteiligungen (Ausschüttungsbemessungsfunktion).Dokumentationsfunktion: Nachweis der in der Buchführung aufgezeigten Geschäftsvorfälle und Erfassung der finanz- und leistungswirtschaftlichen Sachverhalte.
Die Ausschüttungsbemessungsfunktion ermittelt den Gewinn, der den Gesellschaftern zugewiesen wird und vollständig ausschüttbar ist. Dies bedeutet jedoch nicht, dass es sich dabei auch um den tatsächlich ausgeschütteten Gewinn handelt.Des Weiteren sorgt die Ausschüttungsbemessungsfunktion für den Schutz der Anteilseigner, indem sie verhindert, dass fiktive Gewinne ausgewiesen werden und somit bewirkt, dass der ursprüngliche Gesellschaftszweck, nämlich die (angenommene) Fortführung des Unternehmens, erhalten bleibt. Daneben schützt die Ausschüttungsbemessungsfunktion auch die Gläubiger des Unternehmens, indem sie dadurch, dass sie den Ausweis fiktiver Gewinne unterbindet, auch für die Existenz eines Mindestkapitals für Haftzwecke des Unternehmens sorgt, auf welches die Gläubiger im Falle einer Insolvenz zugreifen können. Der Erhalt dieses Mindesthaftungskapitals erfolgt dadurch, dass nur Werte an die Gesellschafter ausgeschüttet werden, die tatsächlich Teil des Gewinns und somit zur Ausschüttung disponibel sind.
2015-08-30 19:32:12

References: §252
 §252
 §253
 §250
 §248
 §252
 §241
 §261
 §264
 §267
 §264
 §267
 §264
 §264
 § 290
 §297
 §289
 §252
 §252
 §252
 §250
 §252
 § 258