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Timestamp: 2020-07-12 22:24:04+00:00

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VGH Bayern, 24.07.2006 - 11 CS 05.3350 - dejure.org
VGH Bayern, 24.07.2006 - 11 CS 05.3350
https://dejure.org/2006,36631
VGH Bayern, 24.07.2006 - 11 CS 05.3350 (https://dejure.org/2006,36631)
VGH Bayern, Entscheidung vom 24.07.2006 - 11 CS 05.3350 (https://dejure.org/2006,36631)
VGH Bayern, Entscheidung vom 24. Juli 2006 - 11 CS 05.3350 (https://dejure.org/2006,36631)
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Zur Aussagekraft von Drogenschnelltests und Blutproben
Führerschein - Verhalten bei einer Verkehrskontrolle
Es entspricht gefestigter obergerichtlicher Rechtsprechung und der herrschenden Meinung in der Kommentarliteratur, dass ein positives Ergebnis eines Drogenvortests nicht den Beweis für Drogenkonsum und die Ungeeignetheit zum Führen von Kraftfahrzeugen erbringen kann, wohl aber einen diesbezüglichen Verdacht begründet, dem die Fahrerlaubnisbehörde durch Anordnung der Beibringung eines Gutachtens nachzugehen hat (…vgl. OVG Nordrhein-Westfalen, Beschl. v. 05.01.2015 - 16 B 1026/14, juris Rn. 3 - 10;… OVG Mecklenburg-Vorpommern, Beschl. v. 04.11.2008 - 1 M 126/08, juris Rn. 10;… BayVGH, Beschl. v. 07.12.2009 - 11 CS 09.1996, juris Rn. 19 f.; Bay. VGH , Beschl. v. 24.07.2006 - 11 CS 05.3350 -, juris Rn. 13 f.;… Dauer, in: Hentschel/ König/ Dauer, Straßenverkehrsrecht, 44. Aufl. 2017, § 14 FeV Rn. 13).
Die unterschiedlichen Ergebnisse können auch auf unterschiedlichen Abbaugeschwindigkeiten im Blut und im Urin beruhen (…so auch OVG Nordrhein-Westfalen, Beschl. v. 05.01.2015 - 16 B 1026/14, juris Rn. 7;… OVG Mecklenburg-Vorpommern, Beschl. v. 04.11.2008 - 1 M 126/08, juris Rn. 11;… BayVGH, Beschl. v. 07.12.2009 - 11 CS 09.1996, juris Rn. 21 f.; Bay. VGH , Beschl. v. 24.07.2006 - 11 CS 05.3350 -, juris Rn. 13 f.;… Dauer, in: Hentschel/ König/ Dauer, Straßenverkehrsrecht, 44. Aufl. 2017, § 14 FeV Rn. 13 f.).
Solche konkreten Verdachtsmomente begründet grundsätzlich auch ein positiver Drogenschnelltest (BayVGH, 24.07.2006 - 11 CS 05.3350 -, juris, Rn. 13;… 14.03.2007 - 11 CS 06.2043 -, juris, Rn. 13; VGH Mannheim, 13.12.2002 - 10 S 2200/027 -, VRS 105 Nr. 99, Seite 314ff, 315;… Bouska/Laeverenz, a.a.O.; Janker, Polizeiliche Maßnahmen bei Drogendelikten im Straßenverkehr, DAR 2003, 489, 492).
Daher muss ein negativer Bluttest einen positiven Vortest nicht entkräften, sondern kann seine Ursache darin haben, dass die Nachweisbarkeitsgrenze vom Zeitpunkt des Drogenkonsums aus gesehen schon überschritten, dies demgegenüber bei der Untersuchung des Urins (Vortest) aber noch nicht der Fall gewesen ist (vgl. auch BayVGH, 24.07.2006, a.a.O., Rn. 14).
Die Fahrerlaubnisbehörde konnte nach den polizeilichen Feststellungen und den Ergebnissen des Drogenschnelltests und der Blutuntersuchung aufgrund des Konsums von Amphetamin bzw. Methamphetamin hier zurecht vom Vorliegen eines Regelfalls im Sinn der Vorbemerkung 3 und Ziffer 9.1 der Anlage 4 zur FeV ausgehen und die Fahrerlaubnis ohne vorherige Einholung eines Fahreignungsgutachtens sofort entziehen (vgl. z.B. BayVGH vom 17.6.2010 Az. 11 CS 10.991, vom 21.4.2010 Az. 11 B 09.3229, vom 27.3.2009 Az. 11 CS 09.85, vom 24.3.2009 Az. 11 CS 08.2881, vom 15.12.2008 Az. 11 ZB 08.2708, vom 24.11.2008 Az. 11 CS 08.2665, vom 30.5.2008 Az. 11 CS 08.127, vom 24.4.2008 Az. 11 CS 08.347, vom 4.3.2008 Az. 11 CS 07.3417, vom 18.2.2008 Az. 11 CS 07 2831, vom 11.1.2008 Az. 11 CS 07.3000, vom 4.9.2007 Az. 11 CS 07.308, vom 4.6.2007 Az. 11 CS 06.2947, vom 31.5.2007 Az. 11 CS 06.2694, vom 28.3.2007 Az. 11 CS 06.1478, vom 4.1.2007 Az. 11 CS 06.2006, vom 8.11.2006 Az. 11 CS 05.2688, vom 13.10.2006 Az. 11 CS 06.1724, vom 13.9.2006 Az. 11 ZB 06.835, vom 24.7.2006 Az. 11 CS 05.3350, vom 23.2.2006 Az. 11 CS 05.1968, vom 14.2.2006 Az. 11 ZB 05.1406, vom 21.3.2005 Az. 11 CS 04.2334, vom 23.2.2005 Az. 11 CS 05.320, vom 16.9.2004 Az. 11 CS 04.1510, vom 2.3.2004 Az. 11 C 03.3398, vom 14.10.2003 Az. 11 CS 03.2433 und vom 2.4.2003 Az. 11 CS 03.298; OVG Saarlouis vom 14.5.2008 Az. 1 B 191/08, vom 30.3.2006 Az. 1 W 8/05 und vom 12.12.2005 Az. 1 W 16/05; VGH Baden-Württemberg vom 22.11.2004 in ZfS 2005, 158; Niedersächsisches OVG vom 19.11.2004 in VerkMitt 2005, Nr. 20 = VkBl 2005, 425; OVG Brandenburg vom 22.7.2004 in VRS 107, 397; OVG Mecklenburg-Vorpommern vom 19.3.2004 Az. 1 M 2/04; OVG Lüneburg vom 19.11.2004 in ZfS 2005, 48, vom 16.2.2004 in Blutalkohol Nr. 41, 475 und vom 16.6.2003 in DAR 2003, 432 = VerkMitt 2003, Nr. 67; OVG Münster vom 25.3.2003 Az. 19 B 186/03; Thüringer OVG vom 30.4.2002 in VRS 103, 391, Ls. In NJW 2002, 555; OVG Koblenz vom 21.11.2000 in DAR 2001, 183).
Der Konsum von Amphetamin und Methamphetamin kann daher auch mit einem positiven Urintest hinreichend nachgewiesen sein, zumindest in Verbindung mit der Feststellung von Amphetamin- und Methamphetaminspuren bei der Blutuntersuchung oder anderen Anhaltspunkten (vgl. z.B. BayVGH vom 17.6.2009 Az. 11 CS 09.833, vom 24.3.2009 Az. 11 CS 08.2881, vom 4.1.2007 Az. 11 CS 06.2006, vom 24.10.2006 Az. 11 CS 06.1618 und vom 24.7.2006 Az. 11 CS 05.3350).
Zwar stellt ein positiver Drogenschnelltest nach der Rechtsprechung des beschließenden Senats (vgl. z.B. BayVGH vom 24.7.2006 Az. 11 CS 05.3350; BayVGH vom 13.9.2006 Az. 11 ZB 06.835) ein (sehr) gewichtiges Indiz dafür dar, dass die Substanz, auf die der Test angesprochen hat, durch den Probanden auch tatsächlich eingenommen wurde.
Solche konkreten Verdachtsmomente begründet grundsätzlich auch ein positiver Drogenschnelltest (BayVGH vom 24.7.2006, Az. 11 CS 05.3350 ; vom 7.12.2009, Az. 11 CS 09.1996 ).
Daher muss ein negativer Bluttest einen positiven Vortest nicht entkräften, sondern kann seine Ursache darin haben, dass die Nachweisbarkeitsgrenze vom Zeitpunkt des Drogenkonsums aus gesehen schon überschritten, dies demgegenüber bei der Untersuchung des Urins (Vortest) aber noch nicht der Fall war (s. auch BayVGH vom 24.7.2006, a.a.O.).
Denn das kann auch darauf zurückzuführen sein, dass Drogen im Blut nur während einer deutlich kürzeren Zeitspanne nachweisbar sind, als das im Urin der Fall ist (…vgl. die Darstellungen bei Hettenbach/Kalus/Möller/Uhle, Drogen und Straßenverkehr, 2. Aufl. 2010, § 3, RdNrn. 149, 156 - 158, 160 und 168 f., sowie bei Schubert/Schneider/Eisenmenger/Stephan, Begutachtungs-Leitlinien zur Kraftfahrereignung, 2. Aufl. 2005, S. 178 f., insbesondere die dortigen Tabellen 1 und 2; BayVGH vom 24.7.2006 Az. 11 CS 05.3350 RdNr. 14; vom 7.12.2009 Az. 11 CS 09.1996 RdNr. 21).
VGH Bayern, 27.06.2019 - 11 CS 19.961
Entziehung der Fahrerlaubnis - Verwertbarkeit eines Drogenschnelltests
Es käme nur die Anordnung eines ärztlichen Gutachtens nach § 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 FeV in Betracht (vgl. BayVGH, B.v. 24.7.2006 - 11 CS 05.3350 - juris Rn. 13).
VGH Bayern, 07.12.2009 - 11 CS 09.1996
"Verdachtstatsachen" im Sinn von § 14 Abs. 1 FeV; positives Ergebnis eines …
Er verweist auf die Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs vom 24. Juli 2006 (Az. 11 CS 05.3350), nach der ein positiver Drogenschnelltest ohne weiteres eine Tatsache darstelle, die im Sinn von § 14 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 FeV die Annahme begründe, dass der Betroffene das bei einem solchen Test festgestellte Betäubungsmittel konsumiert habe.
VGH Bayern, 14.03.2007 - 11 CS 06.2043
VG München, 15.04.2015 - M 6a S 15.365

References: § 14
 § 14
 § 3
 § 14
 § 14
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