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Timestamp: 2019-10-15 22:18:29+00:00

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Grenzwerteverordnung 2011 (GKV 2011) - Gesamt - JUSLINE Österreich
Gesamte Rechtsvorschrift GKV 2011
§ 1 GKV 2011 Anwendungsbereich und Begriffsbestimmungen
1. Abschnitt Grenzwerte
§ 2 GKV 2011 Maximale Arbeitsplatzkonzentration (MAK-Werte)
(1) Als MAK-Werte im Sinne des § 45 Abs. 1 ASchG werden die in Anhang I (Stoffliste mit MAK-Werten und TRK-Werten) angeführten Werte festgelegt.
§ 3 GKV 2011 Technische Richtkonzentration (TRK-Werte)
(1) Als TRK-Werte im Sinne des § 45 Abs. 2 ASchG werden die in Anhang I (Stoffliste mit MAK-Werten und TRK-Werten) angeführten Werte festgelegt.
§ 5 GKV 2011 MAK-Werte für biologisch inerte Schwebstoffe
(1) Treten in der Luft am Arbeitsplatz Schwebstoffe auf, die außer der Eigenschaft „biologisch inert“ keine anderen gesundheitsgefährdenden Eigenschaften im Sinne des § 40 Abs. 4 bis 4b ASchG aufweisen, gelten die folgenden MAK-Werte.
§ 6 GKV 2011 MAK-Werte für Kohlenwasserstoffdämpfe
(1) Treten in der Luft am Arbeitsplatz Dampfgemische von ausschließlich kohlenstoff- und wasserstoffhaltigen Kohlenwasserstoffen auf, gelten die folgenden MAK-Werte.
§ 7 GKV 2011 Bewertung von Stoffgemischen
(1) Treten in der Luft am Arbeitsplatz nebeneinander oder nacheinander Gemische von Stoffen auf, für die ein MAK-Wert als Tagesmittelwert festgelegt ist, und ist für das Stoffgemisch als solches kein MAK-Wert festgelegt, muss unbeschadet der Verpflichtung zur Einhaltung der für die einzelnen Stoffe jeweils festgelegten MAK-Werte der Bewertungsindex I für das Stoffgemisch kleiner oder gleich 1 sein.
§ 8 GKV 2011 Information der ArbeitnehmerInnen
(1) ArbeitnehmerInnen, die einen Arbeitstoff verwenden, für den ein Grenzwert besteht, sind über diese Tatsache zu informieren.
§ 9 GKV 2011 Handhabung des Anhangs I
(1) In Anhang I werden MAK-Werte und TRK-Werte von Gasen, Dämpfen und flüchtigen Schwebstoffen angegeben:
2. Abschnitt Krebserzeugende und fortpflanzungsgefährdende (reproduktionstoxische) Arbeitsstoffe
§ 10 GKV 2011 Einstufung und Unterteilung von krebserzeugenden Arbeitsstoffen
(1) Als krebserzeugend im Sinne des 4. Abschnittes des ASchG gelten jedenfalls Arbeitsstoffe, die
nach den Bestimmungen des Chemikaliengesetzes 1996 oder des Pflanzenschutzmittelgesetzes 2011 als krebserzeugend einzustufen oder zu kennzeichnen sind oder die in Anhang I der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen, ABl. Nr. L 353 S. 1, in der jeweils geltenden Fassung, genannten Kriterien für die Einstufung als karzinogener Stoff der Kategorie 1A oder 1B erfüllen.
§ 10a GKV 2011 Einstufung und Unterteilung von fortpflanzungsgefährdenden (reproduktionstoxischen) Arbeitsstoffen
(1) Als fortpflanzungsgefährdende (reproduktionstoxische) Arbeitsstoffe im Sinne des 4. Abschnittes des ASchG gelten jedenfalls Arbeitsstoffe, die
nach den Bestimmungen des Chemikaliengesetzes 1996 oder des Pflanzenschutzmittelgesetzes 2011 als fortpflanzungsgefährdende Stoffe einzustufen und zu kennzeichnen sind oder die in Anhang I der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen, ABl. Nr. L 353 S. 1, in der jeweils geltenden Fassung, genannten Kriterien für die Einstufung als reproduktionstoxischer Stoff der Kategorie 1A oder 1B erfüllen.
§ 11 GKV 2011 Ausnahmen für Arbeitsstoffe mit begründetem Verdacht auf krebserzeugendes Potenzial
Gemäß § 95 Abs. 2 ASchG wird angeordnet, dass auf Arbeitsstoffe mit begründetem Verdacht auf krebserzeugendes Potenzial
§ 12 GKV 2011 Verbot von eindeutig krebserzeugenden Arbeitsstoffen
(1) Die Verwendung folgender eindeutig krebserzeugender Arbeitsstoffe ist verboten:
§ 13 GKV 2011 Meldung eindeutig krebserzeugender Arbeitsstoffe
Die Meldung der beabsichtigten erstmaligen Verwendung gemäß § 42 Abs. 5 ASchG hat mindestens folgende Angaben zu enthalten:
§ 14 GKV 2011 Schutz- oder Arbeitskleidung
(1) ArbeitgeberInnen müssen den ArbeitnehmerInnen, für die die Gefahr einer Einwirkung von eindeutig krebserzeugenden Arbeitsstoffen besteht, zur Verfügung stellen:
3. Abschnitt Sonderbestimmungen für Holzstaub
(1) § 15 gilt für alle Holzstäube.
§ 16a GKV 2011 Holzstaub: Pflicht zur Absaugung
(1) Spanabhebende Holzbearbeitungsmaschinen müssen, sofern auf Grund des Arbeitsverfahrens eine Erfassung möglich ist und nach dem Stand der Technik eine Einrichtung zur Erfassung verfügbar ist, abgesaugt werden.
§ 17 GKV 2011 Holzstaub: Maßnahmen bei der Absaugung
(1) Bei der Verwendung von Holzstaub gilt für Absauganlagen Folgendes:
§ 19 GKV 2011 (weggefallen)
§ 19 GKV 2011 (weggefallen) seit 20.12.2011 weggefallen.
§ 20 GKV 2011 (weggefallen)
§ 20 GKV 2011 (weggefallen) seit 20.12.2011 weggefallen.
4. Abschnitt Sonderbestimmungen für Asbest
§ 21 GKV 2011 Geltungsbereich des 4. Abschnitts
Dieser Abschnitt gilt für Arbeiten, bei denen Arbeitnehmer/innen Asbeststaub oder Staub von asbesthaltigen Materialien ausgesetzt sind oder sein können.
§ 23 GKV 2011 Arbeitsplan
(1) Vor Beginn von Abbrucharbeiten oder der Entfernung von Asbest oder asbesthaltigen Materialien (insbesondere aus Gebäuden, Bauten, Geräten und Anlagen, Tunnelbauten, Bergbauanlagen sowie aus Schiffen) ist ein schriftlicher Arbeitsplan zu erstellen und dem Sicherheits- und Gesundheitsschutzdokument anzuschließen. Auf Verlangen ist der Arbeitsplan dem zuständigen Arbeitsinspektorat vor Beginn der vorgesehenen Arbeiten zu übermitteln. Der Arbeitsplan hat insbesondere vorzusehen, dass
§ 24 GKV 2011 Messungen der Asbestkonzentration
(1) Für Messungen der Asbestfaserkonzentration gilt der 5. Abschnitt.
§ 25 GKV 2011 Information und Unterweisung
(1) Die Information der Arbeitnehmer/innen nach § 12 ASchG hat jedenfalls zu enthalten:
§ 26 GKV 2011 Minimierung der Exposition
(1) Bei Arbeiten nach § 21 müssen Arbeitgeber/innen dafür sorgen, dass zusätzlich zu den Maßnahmen nach § 43 ASchG folgende Maßnahmen getroffen werden:
§ 27 GKV 2011 Besondere Arbeiten
(1) Vor Beginn von Abbruch- oder Instandhaltungsarbeiten müssen Arbeitgeber/innen feststellen, ob und in welchem Umfang asbesthaltige Materialien enthalten sind. Dazu haben sie geeignete Vorkehrungen zu treffen und erforderlichenfalls die entsprechenden Informationen bei den Eigentümer/innen einzuholen.
§ 28 GKV 2011 Grenzwert-Vergleichsmessungen
§ 30 GKV 2011 Kontinuierliche und mobile Messungen sowie Überwachung
§ 32 GKV 2011 Prüfungen
6. Abschnitt Übergangs- und Schlussbestimmungen
§ 33 GKV 2011 Übergangsbestimmungen
als Tagesmittelwert 3 ppm (6mg/m³),
als Kurzzeitwert 6 ppm (12 mg/m³), 5 Min (Mow) und 8x pro Schicht
als Tagesmittelwert 30 ppm (33mg/m³),
als Kurzzeitwert 60 ppm (66mg/m³), 15 Min (Miw) und 4x pro Schicht.
§ 34 GKV 2011 Schlussbestimmungen
(1) Gemäß § 125 Abs. 8 ASchG wird festgestellt, dass mit In-Kraft-Treten dieser Verordnung außer Kraft treten:
(15) Die Verordnung der Bundesministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz, mit der die Grenzwerteverordnung 2011 (GKV 2011) und die Verordnung über die Gesundheitsüberwachung am Arbeitsplatz 2017 (VGÜ 2017) geändert werden, BGBl. II Nr. 238/2018, ist nicht in Kraft getreten.
Anl. 1 GKV 2011
(Anm.: Anhang I/2018 als PDF dokumentiert)
Anl. 2 GKV 2011 (weggefallen)
Anl. 2 GKV 2011 (weggefallen) seit 12.09.2007 weggefallen.
Anl. 3 GKV 2011
Nickel (Stäube, Rauch oder Nebel von Nickelmetall, Nickelsulfid und sulfidischen Erzen, Nickeloxide, Nickelchromat und Nickelcarbonat) und Stäube, Rauch oder Nebel von Nickelverbindungen und Nickellegierungen
Chrom(VI)-Verbindungen (in Form von Stäuben, Rauch oder Nebel); als Beispiele seien genannt: Alkalichromate, Bleichromat, Calciumchromat, Chrom-III-chromat, Chromdioxidichlorid (Chromdioxychlorid, Chromoxychlorid, Chromylchlorid), Chromsäure, Chromsäureanhydrid, Strontiumchromat.
Ausgenommen die in Wasser praktisch unlöslichen, wie zB Bariumchromat [aber zBZinkchromat in A 1].
2,3 Epoxypropylmethacrylat
N,N’-Methylendimorpholin
Perfluornonansäure und ihre Natriumsalze
Perflournonansäure und ihre Ammoniumsalze
Tetrachlormethan (R 10)
p-Toluidin, Salze (z. B. p-Toluidiniumchlorid, p-Toluidinsulfat)
Mit einem kurzfristigen Inhalationsbiopersistenztest wurde nachgewiesen, dass die gewichtete Halbwertszeit der Fasern mit einer Länge von über 20 μm weniger als zehn Tage beträgt.
Mit einem kurzfristigen Intratrachealbiopersistenztest wurde nachgewiesen, dass die gewichtete Halbwertszeit der Fasern mit einer Länge von über 20 μm weniger als 40 Tage beträgt.
Ein geeigneter Intraperitonealtest hat keine Anzeichen von übermäßiger Karzinogenität zum Ausdruck gebracht.
Abwesenheit von relevanter Pathogenität oder von neoplastischen Veränderungen bei einem geeigneten Langzeitinhalationstest. Die Einstufung als krebserzeugend ist nicht zwingend für Fasern, bei denen der längengewichtete mittlere geometrische Durchmesser abzüglich der zweifachen Standardabweichung größer ist als 6 μm. Abweichend vom ersten Satz gelten künstliche Mineralfasern, die gemäß der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen, ABl. Nr. L 353 S. 1, in der Fassung der Berichtigung ABl. Nr. L 16 vom 20.01.2011 S. 1 als krebserzeugend einzustufen sind, als eindeutig krebserzeugend.
Anl. 4 GKV 2011 (weggefallen)
Anl. 4 GKV 2011 (weggefallen) seit 20.12.2011 weggefallen.
Anl. 5 GKV 2011
Anhang V/2018
Anl. 6 GKV 2011
Blei und seine Verbindungen außer Bleiarsenat, Bleichromat, Bleichromatoxid und Alylbleiverbindungen
Tri-n-butylzinnverbindungen Bis(tributylzinn)oxid, Tributylzinnbenzoat, Tributylzinnchlorid, Tributylzinnfluorid, Tributylzinnlinoleat, Tributylzinnmethacrylat, Tributylzinnnaphthenat
1,2-Benzoldicarbonsäure, Di-C7-11-verzweigte und lineare Alylester
Perfluornonansäure und ihre Ammoniumsalze
Blei und seine Verbindungen (außer Bleiarsenat, Bleichromat, Bleichromatoxid und Alkylbleiverbindungen)
Grenzwerteverordnung 2011 (GKV 2011) Fundstelle
(Anm.: Anhang IV/2003 aufgehoben durch BGBl. II Nr. 429/2911)
Der Kurztitel und die Abkürzung wurden mit Wirksamkeit vom 8.9.2018 geändert (vgl. BGBl. II Nr. 238/2018). Aus dokumentalistischen Gründen wurden auch in den bereits außer Kraft getretenen Bestimmungen der Kurztitel und die Abkürzung angepasst.
Übersicht GKV 2011
Grenzwerteverordnung 2011 (GKV 2011)1. Abschnitt Grenzwerte2. Abschnitt Krebserzeugende und fortpflanzungsgefährdende (reproduktionstoxische) Arbeitsstoffe3. Abschnitt Sonderbestimmungen für Holzstaub4. Abschnitt Sonderbestimmungen für Asbest5. Abschnitt: Messungen6. Abschnitt Übergangs- und SchlussbestimmungenAnlagen

References: § 1

§ 2
 § 45

§ 3
 § 45

§ 5
 § 40

§ 6

§ 7

§ 8

§ 9

§ 10

§ 10

§ 11
 § 95

§ 12

§ 13
 § 42

§ 14
 § 15

§ 16

§ 17

§ 19

§ 19

§ 20

§ 20

§ 21

§ 23

§ 24

§ 25
 § 12

§ 26
 § 21
 § 43

§ 27

§ 28

§ 30

§ 32

§ 33

§ 34
 § 125