Source: http://judaistik.phil-fak.uni-koeln.de/22820.html
Timestamp: 2017-09-25 20:30:24+00:00

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Studienordnung der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln für das Fach Judaistik (Haupt- und Nebenfach) vom 13.7.1998
[Amtliche Mitteilungen 60/98]
Auf Grund der § 2 Abs. 4, und § 85 des Gesetzes über die Universitäten des Landes Nordrhein-Westfalen (UG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 3. August 1993 (GV. NW. S. 532), zuletzt geändert durch Gesetz vom 1. Juli 1997 (GV. NW. S. 213), hat die Universität zu Köln die nachfolgende Studienordnung als Satzung erlassen:
§ 1 Rechtsgrundlagen und Anwendungsbereich
§ 2 Inhalt und Ziel des Studiums
§ 3 Allgemeine Hinweise
§ 7 Dauer, Umfang und Aufbau des Studiums
§ 8 Lehrveranstaltungen, Selbststudium, Praktika
§ 9 Teilnahmescheine, Leistungsnachweise
§ 12 Hauptstudium: Allgemeine Hinweise
§ 13 Hauptstudium im Hauptfach
§ 14 Hauptstudium im Nebenfach
§ 15 Magisterprüfung: Allgemeine Hinweise
§ 16 Magisterprüfung im Hauptfach
§ 17 Magisterprüfung im Nebenfach
§ 19 Studienpläne
§ 20 Übergangs- und Schlußbestimmungen
Hebraicum (Ergänzung vom 1.9.1998)
Änderung der Studienordnung vom 19.12.2001
Diese Studienordnung regelt auf der Grundlage der Magisterprüfungsordnung der vom 13. März 1997 (GABI. NW 2 Nr. 9/97, S. 663) das Studium des Faches Judaistik an der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln mit dem Ziel Magisterprüfung.
Gegenstand der Judaistik sind die Geschichte, Literatur und die Religions- und Geistesgeschichte des jüdischen Volkes von den Anfängen bis zur Gegenwart.
Als Studienrichtung kann eine der drei folgenden gewählt werden:
Philologisch (hebraistisch/aramaistisch)- literaturgeschichtliche Richtung;
Religions- und geistesgeschichtliche Richtung;
Historisch-soziologische Richtung (einschließlich archäologisch-kunstgeschichtlicher Orientierung).
Als Teilgebiet kann im Verlauf des Studiums insbesondere des Hauptstudiums als persönliche Schwerpunktbildung z.B. einer der folgenden Themenbereiche gewählt werden:
Altisraelitische Periode (Frühgeschichte Israels und Zeit des 1. Tempels);
Zeit des 2. Tempels;
Talmudisch-frühgaonäische Zeit (ca. 70 n. Ch. bis zur arabischen Eroberung);
Judentum im islamischen Bereich;
Judentum im christlichen Bereich bis 1492;
Das Judentum ab 1492 bis zur Berliner Aufklärung;
Das Judentum (vor allem im Westen) seit der Aufklärung;
Das Judentum Osteuropas.
Schwerpunkt des Martin-Buber-Instituts sind die rabbinischen und mittelalterlichen Perioden.
Das Studium soll der Studentin oder dem Studenten unter Berücksichtigung der Anforderungen und Veränderungen in der Berufswelt die erforderlichen fachlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Methoden so vermitteln, daß sie oder er zu wissenschaftlicher Arbeit, zu kritischer Einordnung der wissenschaftlichen Erkenntnisse und zu verantwortlichem Handeln befähigt wird.
Die Studienordnung kann ihrem formalen Charakter entsprechend nur die äußeren Bedingungen des Studiums (Zulassungsvoraussetzungen, Mindestzahl der Leistungsnachweise usw.) festlegen. Ein sachgemäßßes Studium erschöpft sich jedoch nicht in der Beachtung eines Regelwerks, sondern orientiert sich an den Erfordernissen des Gegenstandes und zeigt sich darin, daß man den bestehenden Freiraum engagiert nutzt für intensives Selbststudium (besonders auch in der vorlesungsfreien Zeit) und nach Möglichkeit für den Besuch von Lehrveranstaltungen auch über das vorgeschriebene Maß hinaus.
Das Magisterstudium besteht aus einem Hauptfach und zwei Nebenfächern. Darüber hinaus sind Zusatzfächer nur als Nebenfächer möglich (vgl. § 25 MPO). Über die wählbaren Fächer unterrichtet die Prüfungsordnung (vgl. § 3 MPO). Sie sollen mit dem Themenbereich der persönlichen Schwerpunktbildung harmonieren.
Wegen der Vielfalt der Bereiche innerhalb der Judaistik kommt bei der Judaistik als Hauptfach der Wahl der Nebenfächer eine besondere Bedeutung zu. Je nach Interesse und Studienrichtung bieten sich u.a. Kombinationen mit folgenden Fächern an: Altorientalische Philologie, Allgemeine Sprachwissenschaft, Religionswissenschaft/Theologie, Kunstgeschichte, Archäologie, Orientalistik, Geschichte, Osteuropäische Geschichte, Altertumswissenschaft, Soziologie.
Voraussetzung für die Zulassung zum Studium ist der Nachweis der Hochschulreife (Zeugnis über die allgemeine oder einschlägig fachgebundene Hochschulreife) oder ein durch Rechtsvorschrift oder von der zuständigen staatlichen Stelle als gleichwertig anerkanntes Zeugnis zum Studium an einer Universität des Landes Nordrhein-Westfalen oder eine bestandene Einstufungsprüfung (§ 8 Abs. 7 MPO).
Voraussetzung für die Aufnahme des Studiums ist die Immatrikulation für das Fach Judaistik an der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln oder die Zulassung als Zweithörerin oder als Zweithörer in diesem Fach.
Bis zur Zwischenprüfung sind hinreichende Kenntnisse in Englisch und bis zur Magisterprüfung Lateinkenntnisse im Umfang des Kleinen Latinums nachzuweisen. Es wird empfohlen, die Lateinkenntnisse vor der Zwischenprüfung zu erwerben. Englischkenntnisse werden durch das Zeugnis der Hochschulreife oder eine äquivalente Bescheinigung nachgewiesen. Lateinkenntnisse werden ebenfalls durch das Zeugnis der Hochschulreife oder durch ein Zeugnis über eine Sprachprüfung nachgewiesen, die vor einer staatlichen Prüfungsbehörde oder einer wissenschaftlichen Hochschule abgelegt wurde. Unerläßlich ist die Fähigkeit, französische Fachliteratur lesen zu können.
Bis zum Beginn des Hauptstudiums sollen sich die Studierenden mit den grundlegenden Anwendungen der Informations- und Kommunikationstechnologien vertraut machen.
Für die allgemeine Studienberatung, insbesondere über Studienmöglichkeiten und Studienanforderungen, steht die Zentrale Studienberatung zur Verfügung. Bei studienbedingten persönlichen Schwierigkeiten kann die Psychologische Beratungsstelle des Kölner Studentenwerks in Anspruch genommen werden.
Für die fächer&ubergreifende Beratung über das Magisterstudium steht die Studienberatung im Dekanat der Philosophischen Fakultät zur Verf&ugung, sie ist auch zuständig für allgemeine Fragen im Zusammenhang mit der Zwischenprüfung und der Magisterprüfung. Sprechzeiten und Sonderregelungen werden am Schwarzen Brett des Dekanats bekanntgegeben.
Für die fachspezifische Studienberatung im Fach Judaistik stehen die Professorinnen und Professoren und die wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Martin-Buber-Instituts zur Verfügung. Sprechstundenzeiten und besondere Zuständigkeiten werden am Schwarzen Brett des Instituts bekanntgegeben.
Zu Beginn jeden Semesters findet eine eigene Studienberatung für Studienanfängerinnen und Studienanfänger statt. Die Teilnahme ist obligatorisch. Ort und Zeit werden rechtzeitig am Schwarzen Brett des Instituts bekanntgegeben. Über die Teilnahme wird eine Bescheinigung ausgestellt; sie ist bei der Meldung zur Zwischenprüfung vorzulegen.
Die Inanspruchnahme einer individuellen Studienberatung wird dringend empfohlen. Sie soll rechtzeitig vor der Meldung zur Zwischenprüfung und rechtzeitig vor der Meldung zur Magisterprüfung, insbesondere bei den Lehrenden, welche die Studierenden als Prüferinnen oder Prüfer vorschlagen wollen, erfolgen.
Das Studium kann im Wintersemester und im Sommersemester aufgenommen werden. Wegen des im Wintersemester beginnenden Sprachkurses "Hebräisch I" wird die Aufnahme des Studiums zum Wintersemester empfohlen.
§ 7 Dauer, Umfang und Aufbau des Studium
Die Regelstudienzeit beträgt einschließlich der Magisterprüfung neun Semester. Die Regelstudienzeit ist keine Mindest- bzw. Höchststudienzeit.
Der Studienumfang soll in Judaistik als Hauptfach 58 Semesterwochenstunden (SWS), in Judaistik als Nebenfach 34 Semesterwochenstunden betragen. Davon sollen auf das Grundstudium im Haupt- und Nebenfach 24 SWS, auf das Hauptstudium im Hauptfach 34 SWS, im Nebenfach 10 SWS entfallen.
Zu dem Studienumfang nach Abs. 2 kommt der Wahlbereich, der für das Haupt- und die beiden Nebenfächer insgesamt 14 SWS umfaßt.
Das Studium ist durch die Zwischenprüfung in Grund- und Hauptstudium gegliedert.
§ 8 Lehrveranstaltungen, Selbststudium
Das Studium des Faches Judaistik erfolgt durch Teilnahme an den akademischen Lehrveranstaltungen und durch eigenverantwortliche Beschäftigung mit den Gegenständen des Faches (Selbststudium). Dafür soll auch (und besonders) die vorlesungsfreie Zeit genutzt werden.
Formen der Lehrveranstaltungen sind: Sprachkurs, Übung, Proseminar, Seminar, Vorlesung, Kolloquium. Sofern im folgenden keine Einschränkungen gemacht werden, stehen die Lehrveranstaltungen allen Studierenden offen.
Die Sprachkurse sind Bestandteil des Grundstudiums. Sie dienen dem Erwerb der grundlegenden Kenntnis des Hebräischen in seinen verschiedenen Sprachperioden.
Die Übung ist vor allem Bestandteil des Grundstudiums. Sie hat die Aufgabe, das Spektrum des Lehrangebots zu ergänzen; sie hat z. B. Lektüre von Texten zum Inhalt, wobei die Fähigkeit geschult werden soll, zusammenhängende Texte der Hauptperioden jüdischer Geschichte zu lesen, in sprachlicher, stilistischer und sachlicher Hinsicht zu interpretieren und adäquat zu übersetzten.
Das Proseminar ist Bestandteil des Grundstudiums. Im Proseminar wird den Studierenden Gelegenheit gegeben, sich durch die Beschäftigung mit einem bestimmten Thema (philologisch, historisch, geistesgeschichtlich etc.) mit den Problemen und Methoden des Faches vertraut zu machen: sie in eigenen Beiträgen zu entwickeln, die Methoden anzuwenden und zu erproben und sie im wissenschaftlichen Gespräch zu überprüfen.
Das Seminar ist Bestandteil des Hauptstudiums, Voraussetzung zur Teilnahme ist die bestandene Zwischenprüfung.
In der Vorlesung wird jeweils ein umfangreiches Gebiet der Judaistik vom aktuellen Forschungsstand her zusammenhängend behandelt.
Im Kolloquium haben die mit einer Magisterarbeit oder einer Dissertation befaßten Studentinnen und Studenten Gelegenheit, ihr Thema vorzustellen und zu diskutieren.
Vor Beginn jedes Semesters orientiert ein kommentiertes Verzeichnis der Lehrveranstaltungen über Umfang, Zeit und Ort, Inhalt, Voraussetzungen und Anforderungen der einzelnen Veranstaltungen.
Teilnahmescheine werden aufgrund regelmäßiger und aktiver Teilnahme an den jeweils genannten Veranstaltungen von der oder dem verantwortlichen Lehrenden erteilt; Teilnahmescheine werden nicht benotet.
Ein Leistungsnachweis bezieht sich inhaltlich auf eine Lehrveranstaltung von höchstens vier Semesterwochenstunden oder auf eine einsemestrige Lehrveranstaltung. Leistungsnachweise werden aufgrund der regelmäßigen und erfolgreichen Teilnahme an den jeweils genannten Lehrveranstaltungen nach einer individuellen Leistung von der oder dem verantwortlichen Lehrenden ausgestellt; Leistungsnachweise werden benotet.
In Sprachkursen werden Leistungsnachweise auf der Grundlage von Abschlußklausuren erteilt. Die Bewertung von Leistungsnachweisen wird den Studierenden nach spätestens sechs Wochen mitgeteilt. Werden Leistungsnachweise durch Klausurarbeiten erworben, wird für die Klausuren in jedem Semester ein Wiederholungstermin anberaumt.
In Proseminaren werden Leistungsnachweise auf der Grundlage von Seminarvorträgen (Referaten) oder schriftlichen Hausarbeiten erteilt; aus mindestens einem der Proseminare muß ein Leistungsnachweis auf der Grundlage einer schriftlichen Hausarbeit vorgelegt werden.
In den Seminaren werden Leistungsnachweise auf der Grundlage von Referaten mit schriftlicher Ausarbeitung oder von schriftlichen Hausarbeiten erteilt.
Die Modalitäten im einzelnen werden vor Beginn der jeweiligen Lehrveranstaltung von der Dozentin bzw. dem Dozenten festgelegt.
Das Grundstudium dient der Einführung in Gegenstände und Methoden des Faches. Insbesondere soll es Kenntnisse der inhaltlichen Grundlagen und des methodischen Instrumentariums sowie eine systematische Orientierung vermitteln. Das Grundstudium ist für das Haupt- und das Nebenfach gleich.
Im Grundstudium, das 24 Semesterwochenstunden umfassen soll, sind folgende Lehrveranstaltungen zu besuchen und folgende Nachweise zu erwerben:
Hebräisch Grundkurs I (4 SWS)
Hebräisch Grundkurs II (4 SWS; 1 Leistungsnachweis)
Hebräisch IIIa (rabbinisches, mittelalterliches, modernes Hebräisch) (4 SWS; 1 Leistungsnachweis)
Proseminar (2 SWS; 1 Leistungsnachweis)
Hebräisch IIIb (1 SWS; 1 Teilnahmeschein)
Hebräisch IVa (rabbinisches, mittelalterliches, modernes Hebräisch) (4 SWS; 1 Teilnahmeschein)
Hebräisch IVb (1 SWS; 1 Teilnahmeschein)
Einführung in die Judaistik (1 SWS)
Übungen, weitere Proseminare oder Vorlesungen (3 SWS)
Als zusätzliche Möglichkeit bietet sich der Besuch einer Lehrveranstaltung eines Nachbarfaches an.
Die Zwischenprüfung wird in der Regel im vierten Fachsemester abgelegt. Die Meldung zur Zwischenprüfung soll spätestens zu Beginn des vierten Fachsemesters erfolgen. Die Prüfung kann früher abgelegt werden, sofern die für die Zulassung erforderlichen Leistungen nachgewiesen sind (vgl. § 5 MPO). In der Zwischenprüfung werden im Fach Judaistik als Haupt- und Nebenfach dieselben Anforderungen gestellt.
Für die Zulassung gelten allgemein die Bestimmungen der §§ 10 bis 12 MPO. Folgende fachspezifische Nachweise sind im Fach Judaistik erforderlich:
Nachweis von hinreichenden Kenntnissen in Englisch;
Nachweis der Teilnahme an der obligatorischen Studienberatung für Studienanfänger und Studienanfängerinnen im Fach Judaistik;
3 Leistungsnachweise, und zwar:
1 Leistungsnachweis für Hebräisch II (Hebraicum);
1 Leistungsnachweis für Hebräisch IIIa;
1 Leistungsnachweis für ein Proseminar;
3 Teilnahmescheine, und zwar:
1 Teilnahmeschein für Hebräisch IIIb;
1 Teilnahmeschein für Hebräisch IVa;
1 Teilnahmeschein für Hebräisch IVb;
Auf die Möglichkeit, einzelne Nachweise bis zu einer bestimmten Frist nachzureichen, wird hingewiesen (vgl. § 10 Abs. 4 MPO).
Die Zwischenprüfung im Fach Judaistik wird als 4-stündige Klausur durchgeführt. Sie besteht aus einem philologischen Teil und aus Fragen zur jüdischen Geschichte und Religion. Prüfungsstoff sind Texte unterschiedlicher Zeitepochen. Die Texte sind zu übersetzen und zu analysieren. Ein zweiter Fragekomplex der Prüfung widmet sich den Epochen und Periodengrenzen der jüdischen Geschichte sowie der jüdischen Religions- und Geistesgeschichte (Überblickswissen).
Das Hauptstudium baut auf den im Grundstudium erworbenen Kenntnissen und auf der in der Zwischenprüfung nachgewiesenen Beherrschung der Grundlagen des Faches Judaistik auf und leistet eine exemplarische Vertiefung in ausgewählten Gebieten dieses Faches. Das Hauptstudium unterscheidet sich in Umfang und Anforderungen nach Haupt- und Nebenfach.
Im Hauptstudium, das für das Hauptfach 34 Semesterwochenstunden umfassen soll, sind folgende Lehrveranstaltungen zu besuchen und folgende Nachweise zu erwerben:
2 Seminare von je 2 SWS mit 2 Leistungsnachweisen;
Wahlpflichtveranstaltungen im Umfang von 26 SWS aus den in § 2 genannten Teilgebieten, die weitere Seminare, Übungen und Vorlesungen umfassen;
weitere Veranstaltungen des Faches nach freier Wahl im Umfang von 4 SWS.
Im Hauptstudium, das für das Nebenfach 10 Semesterwochenstunden umfassen soll, sind folgende Lehrveranstaltungen zu besuchen und folgender Nachweis zu erwerben:
1 Seminar nach Wahl von 2 SWS, d.h. 1 Leistungsnachweis;
weitere Seminare, Übungen oder Vorlesungen im Umfang von 6 SWS als Wahlpflichtveranstaltungen;
Seminare, Übungen oder Vorlesungen nach Wahl im Umfang von 2 SWS.
Die Zulassung zur Magisterprüfung soll (nach erfolgreichem Abschluß des Grundstudiums mit der Zwischenprüfung im Hauptfach und in den beiden Nebenfächern) zu Beginn des 8. Studiensemesters beantragt werden.
Die allgemeinen Zulassungsvoraussetzungen sind in den §§ 19 und 20 MPO geregelt, auf die hier insgesamt verwiesen sei. In den §§ 16 und 17 dieser Studienordnung werden daher nur die fachspezifischen Nachweise, die vorgelegt werden müssen, erwähnt.
Die Magisterprüfung besteht im Hauptfach aus der Abfassung der Magisterarbeit, die den ersten Teil der Magisterpr¨fung bildet, einer vierstündigen Klausurarbeit und einer 45-minütigen mündlichen Prüfung; in den beiden Nebenfächern aus je einer vierstündigen Klausurarbeit.
Auf die Möglichkeit eines Freiversuchs wird hingewiesen. Sie kann nur von Kandidatinnen und Kandidaten in Anspruch genommen werden, die so rechtzeitig den Antrag auf Zulassung zur Magisterprüfung stellen, daß sie die Magisterarbeit spätestens im vorletzten Monat des achten Fachsemesters abgeben. Bedingung ist ferner, daß die Magisterarbeit mit mindestens "ausreichend" bewertet wird. Näheres siehe § 27 MPO.
Für die Zulassung zur Magisterprüfung im Hauptfach sind außer dem Nachweis der bestandenen Zwischenprüfung sowie dem Zeugnis über Lateinkenntnisse im Umfang des Kleinen Latinums vorzulegen:
Zwei Leistungsnachweise aus 2 Seminaren.
Magisterarbeit: Für das Thema der Magisterarbeit hat die Kandidatin oder der Kandidat ein Vorschlagsrecht. Das Thema darf sich nicht mit den Themen von Hausarbeiten, die zum Erwerb von Leistungsnachweisen angefertigt wurden, überschneiden. Die Bearbeitungszeit beträgt vier Monate; als Richtwert für den Umfang werden 60 Seiten Text festgesetzt. Näheres siehe § 22 MPO.
Klausurarbeit: Für die Klausurarbeit werden mit der Kandidatin oder dem Kandidaten drei Themenbereiche vereinbart, woraus für die Darlegung 2 Aufgaben zur Wahl gestellt werden. Die gestellten Aufgaben dürfen sich nicht mit Themen der Hausarbeiten der Seminare, in denen die Leistungsnachweise des Hauptstudiums erbracht worden sind, und nicht mit dem Thema der Magisterarbeit überschneiden.
Mündliche Prüfung: In der mündlichen Prüfung soll die Kandidatin oder der Kandidat nachweisen, daß sie oder er sich gründliche Kenntnisse im Fach Judaistik angeeignet hat und wissenschaftliche Fragen durchdenken sowie ihre oder seine Erkenntnisse in angemessener Form vorzutragen vermag. Gegenstand der Prüfung sind nach Vereinbarung der Kandidatin oder des Kandidaten mit der oder dem Prüfenden in der Regel drei verschiedene Themenbereiche.
Für die Zulassung zur Magisterprüfung im Nebenfach ist außer dem Nachweis der bestandenen Zwischenprüfung 1 in einem Seminar erworbener Leistungsnachweis sowie das Zeugnis über Lateinkenntnisse im Umfang des Kleinen Latinums vorzulegen.
Klausurarbeit: Für die Klausurarbeit werden mit der Kandidatin oder dem Kandidaten zwei Themenbereiche vereinbart, woraus für die Darlegung 2 Aufgaben zur Wahl gestellt werden. Die gestellten Aufgaben dürfen sich nicht auf das Thema eines Seminars beziehen, in dem der Leistungsnachweis erworben wurde.
Die Anrechnung von Studienzeiten, Studienleistungen und Prüfungsleistungen erfolgt gemäß § 8 MPO.
Auf der Grundlage dieser Studienordnung werden für das Fach Judaistik als Haupt- und als Nebenfach Studienpläne aufgestellt und als Anhänge beigefügt; sie sollen als Empfehlung für einen sachgerechten Aufbau des Studiums dienen.
Diese Studienordnung tritt am 1. Oktober 1997 in Kraft. Sie wird in den Amtlichen Mitteilungen der Universität zu Köln veröffentlicht.
Die Regelungen gelten für die Studierenden, die im Wintersemester 1997/98 oder später erstmals für ein Magisterstudium an der Universität zu Köln eingeschrieben worden sind oder ab dem Wintersemester 1998/99 in ein Magisterstudium an der Universität zu Köln wechseln. Im übrigen treten für diese Studierenden die bisher geltenden Bestimmungen außer Kraft.
Studierende, die sich bei Inkrafttreten der dieser Studienordnung zugrunde liegenden Magisterprüfungsordnung zumindestens im zweiten Semester ihres Magisterstudium befinden, absolvieren das Studium nach den im Sommersemester 1997 geltenden Magisterprüfungsordnung ab, es sei denn, daß sie die Anwendung der MPO vom 13. März 1997 (in Kraft getreten am 1. Oktober 1997) gemäß § 34 Abs. 2 MPO schriftlich beantragen, dann wird sich auf sie auch diese neue Studienordnung angewandt.
Ausgefertigt aufgrund Beschlüsse der Philosophischen Fakultät vom 27. Mai 1998 und des Senats der Universität zu Köln vom 1. Juli 1998.
Köln, den 13. Juli 1998
Universitätsprofessor Dr. Jens Peter Meincke
Studienplan für das Fach Judaistik im Grundstudium
S Veranstaltung Klass. SWS Abschluß
1. Hebräisch Grundkurs I P 4
2. Hebräisch Grundkurs II P 4 1 LN (Hebraicum)
3. > Hebräisch IIIa (rabbinisches, mittelalterliches, modernes Hebräisch)
> Hebräisch IIIb (biblisches Hebräisch) P
4. > Hebräisch IVa (rabbinisches, mittelalterliches, modernes Hebräisch)
>Hebräisch IVb (biblisches Hebräisch) P
1 1 TS
3./4. Proseminar P 2 1 LN
Einführung in die Judaistik P 1
weitere Proseminare und Übungen WP 3
24 3 LN / 3 TS
Studienplan für das Fach Judaistik im Hauptstudium
Seminar P 2 1 LN
weitere Seminare, Übungen und Vorlesungen WP 26
weitere Seminare, Übungen und Vorlesungen W 4
34 2 LN
weitere Seminare, Übungen und Vorlesungen WP 6
weitere Seminare, Übungen und Vorlesungen W 2
10 1 LN
S = Semester;
Klass. = Klassifikation;
P = Pflicht;
WP = Wahlpflicht;
W = Wahl;
TS = Teilnahmeschein;
In Ergänzung und Konkretisierung der Studienordnung vom 13. Juli 1998 für das Fach Judaistik sind im folgenden die Prüfungsanforderungen für das Hebraicum aufgeführt. Zum Bestehen des Hebraicums sind folgende Pr¨fungsleistungen zu erbringen:
Eine dreistündige Klausur, in der sowohl ein 10-15zeiliger unvokalisierter biblischer Text als auch ein ebenso langer unvokalisierter neuhebräischer Text ohne Hilfsmittel zu übersetzen sind. Außerdem sind alle Verbformen beider Texte zu bestimmen.
Eine mündliche Prüfung, in der grammatische Fragen anhand eines Textes zu beantworten sind.
Köln, den 1. September 1998
Ordnung zur Änderung der Studienordnung der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln für das Fach Judaistik (Haupt- und Nebenfach) mit dem Abschluß Magisterprüfung vom 19.12.2001
[Amtliche Mitteilungen 22/2002]
Aufgrund der §§ 2 Abs.4, 86 Abs. 1 und 122 des Gesetzes über die Hochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen (Hochschulgesetz - HG) vom 14. März 2000 (GV. NRW. S. 190) geändert durch Gesetz vom 27. November 2001 (GV. NRW. S. 812) in Verbindung mit der Grundordnung der Universität zu Köln vom 23. Oktober 1990 (GAB1. NRW. 1991. S. 2), zuletzt geändert durch Satzung vom 24. Juni 1998 (AB1. NRW. S. 570), hat die Universität zu Köln die folgende Ordnung erlassen:
Die Studienordnung der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln für das Fach Judaistik (Haupt- und Nebenfach) mit dem Abschluß Magisterprüfung vom 13. Juli 1998 (Amtliche Mitteilungen 60/98) wird wie folgt geändert:
Obligatorisch ist die Teilnahme - über das gesamte Studium verteilt - an vier Studienberatungen:
Studienberatung für Studienanfängerinnen und Studienanfänger zu Beginn des ersten Fachsemesters (Anfängerberatung);
Studienberatung am Ende des zweiten Fachsemesters (Orientierungsberatung);
Studienberatung zu Beginn des fünften Fachsemesters (Hauptstudium- oder gegebenfalls Zwischenprüfungsberatung);
Studienberatung am Ende des siebten Fachsemesters (Examensberatung).
Ort und Zeit werden rechtzeitig am Schwarzen Brett des Martin-Buber-Instituts für Judaistik bekanntgegeben. Über die jeweilige Teilnahme wird eine Bescheinigung ausgestellt. Die Bescheinigungen zu Nr. 1 und 2 sind bei der Meldung zu Zwischenprüfung, die Bescheinigungen zu Nr. 3 und 4 bei der Meldung zur Magisterprüfung vorzulegen.
§ 1 Abs. 2 Nr. 2 erhält folgende Fassung:
Nachweise der Teilnahme an der obligatorischen Studienberatung für Studienanfängerinnen und und Studienanfänger und an der Orientierungsberatung am Ende des zweiten Fachsemesters.
In § 16 Abs. 1 wird nach dem Doppelpunkt eingefügt:
Nachweis der Teilnahme an der Hauptstudiums- oder gegebenfalls Zwischenprüfungsberatung zu Beginn des fünften Semesters;
Nachweis der Teilnahme an der Examensberatung am Ende des siebten Semesters.
In § 17 Abs. 1 wird angefügt:
Darüber hinaus sind die Nachweise der Teilnahme and der Hauptstudiums- oder gegebenfalls Zwischenprüfungsberatung zu Beginn des fünften Semesters und der Teilnahme an der Examensberatung am Ende des siebten Semesters vorzulegen.
Diese Ordnung tritt mit Wirkung vom 1. Oktober 2001 in Kraft.
Die Regelungen gelten für alle Studierenden, die im Wintersemester 2001/2002 für das Fach Judaistik an der Universitätn zu Köln eingeschrieben sind oder sich später für das Fach Judaistik an der Universität zu Köln einschreiben. Der Nachweis nach Artikel I Nr. 1 Punkt 2 und Nr. 2 ist erstmalig bei der Meldung zur Zwischenprüfung im Sommersemster 2003 vorzulegen. Die Nachweise nach Artikel I Nr. 1 Punkt 3 und 4 sowie Nr. 3 und 4 sind erstmalig bei der Meldung zur Magisterprüfung im Sommersemester 2003 vorzulegen.
Diese Ordnung wird in den Amtlichen Mitteilungen der Universität zu Köln veröffentlicht.
Ausgefertigt aufgrund der Beschlüsse der Philosophischen Fakultät der Universität zu Köln vom 30. Mai 2001 und des Senats der Universität zu Köln vom 11. Juli 2001.
Köln, den 19.12.2001
Universitätsprofessor Dr. Tassilo Küpper

References: § 2
 § 85

§ 1

§ 2

§ 3

§ 7

§ 8

§ 9

§ 12

§ 13

§ 14

§ 15

§ 16

§ 17

§ 19

§ 20
 § 25
 § 3

§ 7

§ 8
 § 5
 § 10
 § 2
 § 27
 § 22
 § 8
 § 34

§ 1
 § 16
 § 17