Source: http://www.ljv-nrw.de/inhalt/6_1215.html
Timestamp: 2016-10-22 17:47:04+00:00

Document:
LJV | Mit dem Hund durch die Natur Home
AktuellesVolksinitiativeWildfleisch aus NRWGegen Ideologie im JagdrechtÜber den LJVUnser WildDie JagdBildergalerieNatur- und WildschutzWildschutz
WILDLernort NaturJäger werdenJunge JägerMitgliederServiceDownloadsJagdparcours Buke GmbHRWJ-OnlineShopPresseKontakt
Mit dem Hund durch die Natur Wichtige Regeln in Wald und Feld
Freilaufende Hunde im Revier
Die wärmenden Strahlen der Märzsonne, das erste Grün auf Feldern und Wiesen - die Zeichen des Frühlings locken und viele Menschen folgen ihnen mit Begeisterung! Das gilt nicht nur für den Jäger, der seinen Weimaraner auf die Jugendsuche vorbereiten will. Ganz regelmäßig dürfen im Frühjahr, "passend" zur Setz- und Brutzeit vieler Tierarten, auch Schäferhund und Schnauzer wieder in die freie Natur - schließlich braucht auch der Familienhund irgendwann einmal richtig Bewegung!
Im Wald (Landesforst­gesetz)
Ausdrücklich verboten ist u. a. das Betreten von
Im Wald müssen Hunde außerhalb von Wegen angeleint sein. (Diese Ein­schränkung gilt natürlich nicht für Jagdhunde im Rahmen jagdlicher Tätigkeiten sowie für Polizeihunde.)
Für Landschafts- und Naturschutzgebiete werden regelmäßig Sondervorschriften festgelegt und bekannt gemacht. Sie beinhalten häufig auch Einschränkungen bezüglich der zu nutzenden Wege und Flächen und können bestimmen, dass Hunde nur angeleint mitgeführt werden dürfen. Landeshundegesetz Alle Hunde sind so zu halten, zu führen und zu beaufsichtigen, dass von ihnen keine Gefahr für Leben oder Gesundheit von Menschen oder Tieren ausgeht.
Eine allgemeine Anleinpflicht gibt es zwar, sie gilt allerdings ganz überwiegend für innerörtliche Bereiche (z.B. Fußgängerzonen und Parks). Große Hunde (mindestens 40cm, mindestens 20kg) sind darüber hinaus außerhalb eines befriedeten Besitztums schon auf allen öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen angeleint zu führen, wenn diese innerhalb der im Zusammenhang bebauten Ortsteile liegen. Ausnahmeregelungen gelten für besonders ausgewiesene Hundeauslaufbereiche.
Für so genannte „gefährliche“ Hunde und Hunde bestimmter Rassen (z.B. Pitbull Terrier) gilt außerhalb des befriedeten Besitztums eine grundsätzliche Anlein- und Maulkorbpflicht, also auch beim Spaziergang durch Wald und Feld. Die zuständige Behörde kann aber auf Antrag eine Befreiung von dieser Verpflichtung (für den außerörtlichen Bereich) erteilen, wenn der Hund eine offiziell anerkannte Verhaltensprüfung bestanden hat. Als „gefährliche“ Hunde gelten nach dem Gesetz bereits all jene Hunde, die einen Menschen in Gefahr drohender Weise angesprungen oder unkon­trolliert Wild gehetzt haben.
Das Landesjagdgesetz regelt u. a. den Schutz des Wildes vor wildernden Hunden. Dieses Problem kann sich schnell ergeben, wenn ein zunächst nur harmlos frei laufender Familienhund bei seinem Ausflug zufällig auf einen Hasen oder ein Reh trifft und sich bei der Verfolgung völlig der Einwirkung des Führers entzieht.
Jagdschutzberechtigte sind zwar befugt, einen wildernden Hund abzuschießen. Allerdings ist es selbstverständlich, dass dies stets die letzte aller denkbaren Maßnahmen ist. Verscheuchen oder Einfangen des Hundes, ein Gespräch mit dem Hundehalter sind vorzuziehen („... Als wildernd gelten Hunde, die im Jagdbezirk außerhalb der Einwirkung ihres Führers Wild aufsuchen, verfolgen oder reißen ...“). Gemäß Landesjagdgesetz ist das unbeaufsichtigte Laufenlassen von Hunden und Katzen eine Ordnungswidrigkeit. Jagdschutzberechtigte dürfen solche Hundehalter anhalten, deren Personalien feststellen und sie anzeigen.
Hundeausbildung Damit es gar nicht erst zu Problemen kommt, bieten viele Jägerschaften in NRW Hilfestellung bei der Ausbildung von Familien- und Begleithunden an. Spitz, Boxer und Co. werden in diesen Kursen schon seit Jahren erfolgreich trainiert. Ein bewährtes Mittel gegen Stress in der Natur – für Mensch und Tier!
• | Das Jagdausübungsrecht ist ein absolutes Recht, vergleichbar dem Eigentumsrecht. Es ist sowohl gegen Beeinträchtigungen als auch gegen rechtswidrige Störungen geschützt. Der Jagdausübungsberechtigte hat bei Beeinträchtigungen gem. § 823 Abs.1 BGB einen Anspruch auf Schadenersatz, bei rechtswidrigen Störungen gem. § 1004 BGB einen gerichtlich durchsetzbaren Unterlassungsanspruch gegen den Störer.
• | § 53 Abs.1 und 2 Landschaftsgesetz regeln die Grenzen der Betretungsbefugnis: Danach darf das Betretungsrecht in der Landschaft gemäß § 49 Landschaftsgesetz nur so ausgeübt werden, dass die Belange der anderen Erholungssuchenden und die Rechte der Eigentümer oder Besitzer nicht unzumutbar beeinträchtigt werden; außerdem gilt das Betretungsrecht nicht für Gärten, Hofräume und sonstige zum privaten Wohnbereich gehörende und einem gewerblichen oder öffentlichen Betrieb dienende Flächen.
• | Die Bestimmungen für den allgemeinen Schutz wild lebender Tiere gem. § 61 Landschaftsgesetz NRW verbieten, „wild lebende Tiere mutwillig zu beunruhigen oder ohne vernünftigen Grund zu fangen, zu verletzen oder zu töten...“
• | Zusätzliche Vorschriften gem. § 62 Landschaftsgesetz verbieten Maßnahmen, die zu einer erheblichen oder nachhaltigen Beeinträchtigung oder zu einer Zerstörung von im Gesetz näher definierten Biotopen führen können.
• | Das Bundesjagdgesetz verbietet in § 19a, „Wild...unbefugt an seinen Zuflucht-, Nist-, Brut- oder Wohnstätten durch Aufsuchen, Fotografieren, Filmen oder ähnliche Handlungen zu stören...“
Landesjagdverband NRW e. V.
Gabelsbergerstrae 2
Telefon: 02 31/28 68 600
Herunterladen: Mit dem Hund durch die Natur
22.10. bis 30.10.
Deutsche WildwurstqualitätsprüfungZum 11. Mal findet in diesem Jahr die Deutsche Wildwurstqualitätsprüfung statt

References: § 823
 § 1004
 § 53
 § 49
 § 61
 § 62
 § 19