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Timestamp: 2019-10-14 19:37:33+00:00

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BGH, 08.03.1990 - I ZR 116/88 - dejure.org
https://dejure.org/1990,455
BGH, 08.03.1990 - I ZR 116/88 (https://dejure.org/1990,455)
BGH, Entscheidung vom 08.03.1990 - I ZR 116/88 (https://dejure.org/1990,455)
BGH, Entscheidung vom 08. März 1990 - I ZR 116/88 (https://dejure.org/1990,455)
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Unterlassungsverpflichtungserklärung - Wiederholungsgefahr - Unterlassungswille - Unterwerfungserklärung - Schriftliche Bestätigung
Unterwerfung durch Fernschreiben
Keine ausreichende Unterlassungserklärung durch Fernschreiben bei Verweigerung der schriftlichen Bestätigung ("Unterwerfung durch Fernschreiben")
"Unterwerfung durch Fernschreiben"; Beseitigung der Wiederholungsgefahr durch eine fernschriftliche Unterlassungsverpflichtung
NJW 1990, 3147
ZIP 1990, 1431
GRUR 1990, 530
BB 1990, 1161
afp 1990, 256
afp 1990, 353
Die Feststellung der Erledigung der Hauptsache setzt voraus, dass eine ursprünglich zulässige und begründete Klage durch ein nach Rechtshängigkeit eingetretenes Ereignis unzulässig oder unbegründet geworden ist (vgl. BGH, Urteile vom 15. Januar 1982 - V ZR 50/81, BGHZ 83, 12, 13; vom 8. März 1990 - I ZR 116/88, NJW 1990, 3147, 3148).
zunächst nicht reagiert haben, so dass sich hieraus möglicherweise Bedenken hinsichtlich der Ernsthaftigkeit der Unterwerbungsbereitschaft und damit hinsichtlich der Ausräumung der Wiederholungsgefahr ergeben konnten (s. auch BGH GRUR 1990, 530) Vor diesem Hintergrund erscheint vorliegend eine Bewertung mit 5001,- Euro angemessen.
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (vgl. BGHZ 106, 359, 366 [BGH 08.02.1989 - IVa ZR 98/87]; BGH, Urt. v. 8.3.1990 - I ZR 116/88, GRUR 1990, 530, 531 = WRP 1990, 585 - Unterwerfung durch Fernschreiben;… BGH, Urt. v. 13.5.1993 - I ZR 113/91, GRUR 1993, 769 = WRP 1993, 755 - Radio Stuttgart) und herrschender Meinung (…vgl. die umfangreichen Nachweise aus der Rechtsprechung der Oberlandesgerichte und aus der Literatur bei Stein/Jonas/Bork, ZPO, 21. Aufl., § 91 a Rdn. 39 mit Fn. 134 und bei Zöller/Vollkommer, ZPO, 18. Aufl., § 91 a Rdn. 34;… ferner GroßkommUWG/Jacobs, Vor § 13 UWG, D, Rdn. 288, ebenfalls m.w.N.) führt das Begehren, die Erledigung der Hauptsache festzustellen, zu einer Veränderung des Streitgegenstands; nicht mehr der ursprüngliche Antrag des Klägers, sondern der Feststellungsantrag ist nunmehr - was auch das Berufungsgericht zutreffend erkannt hat - Gegenstand der vom Gericht zu treffenden Entscheidung.
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (u.a. BGHZ 106, 359, 366;… BGH, Urt. v. 6.12.1984 - VII ZR 64/84, NJW 1986, 588, 589; Urt. v. 8.3.1990 - I ZR 116/88, GRUR 1990, 530, 531 - Unterwerfung durch Fernschreiben;… Urt. v. 13.5.1993 - I ZR 113/91, GRUR 1993, 769 - Radio Stuttgart; Beschl. v. 26.5.1994 - I ZB 4/94, NJW 1994, 2363 - Greifbare Gesetzeswidrigkeit II) und der herrschenden Meinung (…vgl. die umfangreichen Nachweise aus der Rechtsprechung der Oberlandesgerichte und aus der Literatur bei Stein/Jonas/Borck, ZPO, 21. Aufl., § 91 a Rdn. 39 mit Fn. 134;… Zöller/Vollkommer, ZPO, 24. Aufl., § 91 a Rdn. 34;… Großkomm.UWG/Jacobs, Vor § 13 UWG, D Rdn. 288) führt zwar das Begehren, die Erledigung der Streitsache festzustellen, zu einer Veränderung des Streitgegenstandes; nicht mehr der ursprüngliche Antrag des Klägers, sondern der Feststellungsantrag ist nunmehr Gegenstand der vom Gericht zu treffenden Entscheidung.
Das Berufungsgericht ist weiter rechtsfehlerfrei davon ausgegangen, daß es nach der einseitig gebliebenen Erledigungserklärung des Klägers nur noch über den damit insgesamt geänderten Streitgegenstand - Feststellung des Eintritts der Erledigung (vgl. BGH, Urt. v. 8.3. 1990 - I ZR 116/88, GRUR 1990, 530, 531 f. = WRP 1990, 685 - Unterwerfung durch Fernschreiben) - zu entscheiden hatte.
Fehlt diese Bereitschaft, so bestehen grundsätzlich berechtigte Zweifel an der Ernstlichkeit der abgegebenen Erklärung bzw. des Unterwerfungswillens; sie erscheint damit ungeeignet, die Wiederholungsgefahr zu beseitigen (BGH, GRUR 1990, 530, juris Rn. 34 - Unterwerfung durch Fernschreiben).
Ein auf Feststellung der Hauptsacheerledigung gerichteter Antrag ist begründet, wenn tatsächlich Erledigung der Hauptsache eingetreten ist (ständige BGH-Rechtsprechung: BGHZ 37, 137; 83, 12; 91, 126; NJW 86, 588; GRUR 90, 530; MDR 92, 707; NJW 99, 2520; 03, 3134).
Wie das Berufungsgericht im rechtlichen Ansatz zutreffend ausgeführt hat, setzt ein Erfolg dieses Feststellungsbegehrens Zulässigkeit und Begründetheit der vor der Klageänderung verfolgten Anträge und deren Erledigung durch ein während des Prozesses eingetretenes Ereignis voraus (vgl. BGH, Urt. v. 08.03.1990 - I ZR 116/88, GRUR 1990, 530, 531 - Unterwerfung durch Fernschreiben;… Urt. v. 13.05.1993 - I ZR 113/91, GRUR 1993, 769, 770 - Radio Stuttgart;… Zöller/Vollkommer, ZPO, 20. Aufl., § 91 a ZPO Rdn. 34).
Der BGH hat deshalb seine ursprüngliche Auffassung seit 15 Jahren, allerdings zunächst nur beiläufig, aufgegeben (BGH, NJW 1990, 3147; NJW 1992, 2235, 2236; NJW 1993, 391; NJW 1994, 2364 = MDR 1995, 92), was vielfach übersehen oder übergangen wird.
BGH, 11.06.1992 - I ZR 5/92
LG Düsseldorf, 02.06.2013 - 12 O 40/12

References: BGH 
 § 91
 § 91
 § 13
 § 91
 § 91
 § 13
 § 91
 BGH