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Timestamp: 2020-08-08 15:38:31+00:00

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Kommentar zu § 3 - Abgrenzung der Steuerpflicht bei nichtrechtsfähigen Personenvereinigungen und Vermögensmassen sowie bei Realgemeinden - NWB Kommentar
ISBN der gedruckten Version: 978-3-482-64314-9
Onlinebuch Körperschaftsteuergesetz Kommentar
Mössner, Seeger, Oellerich - Körperschaftsteuergesetz Kommentar Online
Ingo Oellerich (Oktober 2019)
A. Regelungsgehalt und Zweck des § 3 KStG
H 2 KStH 2015.
1Gemäß § 3 Abs. 1 KStG besteht eine subjektive Körperschaftsteuerpflicht einer Personenvereinigung, wenn ihr Einkommen nicht bei einer anderen Person versteuert wird. Die Vorschrift steht systematisch vor § 1 Abs. 1 KStG; erst wenn die ausreichende körperschaftliche Verfassung i. S. d. § 3 Abs. 1 KStG feststeht, ist der Katalog des § 1 Abs. 1 KStG, namentlich § 1 Abs. 1 Nr. 5 KStG zu prüfen. Durch § 3 Abs. 1 KStG kommt die Auffangfunktion der Körperschaftsteuerpflicht zum Ausdruck; sie greift nur, wenn nicht vorrangig bei einer anderen Person das Einkommen versteuert wird. Hierdurch soll eine Einmalbesteuerung auf der Ebene der Personengesellschaft sichergestellt werden. Zugleich hindert § 3 Abs. 1 KStG eine Doppelbesteuerung und begrenzt § 3 Abs. 1 KStG den Anwendungsbereich des § 2 KStG.
2Zum anderen sollen die Genossenschaften alten Rechts nach § 3 Abs. 2 KStG nur für bestimmte Einkünfte körperschaftsteuerpflichtig sein; insoweit beinhaltet die Bestimmung eine Steuerbefreiung. § 3 Abs. 2 KStG ist im Verhältnis zu § 3 Abs. 1 KStG lex specialis.
3–5(Einstweilen frei)
B. Rechtsentwicklung des § 3 KStG
6§ 3 KStG i. d. F. des Art. 1 des Körperschaftsteuerreformgesetzes vom 31.8.1976 fand erstmals für den am 1.1.1977 beginnenden Veranlagungszeitraum Anwendung (§ 54 Abs. 1, § 49 KStG 1977 i. V. m. § 25 EStG). Die Regelung des § 3 Abs. 1 KStG entspricht dem § 3 Abs. 1 KStG 1975; Abs. 2 fasst die bisherigen Bestimmungen ...

References: § 3
 § 3
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 § 1
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 § 1
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 § 2
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 Art. 1
 § 49
 § 25
 § 3
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