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Timestamp: 2017-09-25 20:21:15+00:00

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“Most people will experience at least one diagnostic error in their lifetime, sometimes with devastating consequences”
Quelle: “Improving Diagnosis in Health Care”
„Ambulantes Krankenhaus“. Aber patientenzentriert!
Für Bibliomed ist die ambulante Behandlung im Krankenhaus ein „Megathema“. Der „Krankenhaus-Report 2016“ handelt fast ausschließlich davon. Was in einem Lande eigentlich systemwidrig ist, das eine sektorenweise starr fragmentierte Krankenversorgung sogar gesetzlich verankert. Verbunden mit (Honorar-)Besitzständen, die man bis heute mit Klauen und Zähnen verteidigt. Was angesichts immer häufigerer Ausnahmen vom Prinzip nur die Auflösungstendenz verzögert:
Von der Ermächtigung von Krankenhausärzten gem. § 116 SGB V über das ambulante Operieren im Krankenhaus gem. § 115b SGB V, die vor- und nachstationäre Behandlung gem. § 115a SGB V, die ambulante Behandlung bei Unterversorgung gem. § 116a SGB V, die ambulante Behandlung sowie die ambulante spezialfachärztliche Versorgung gem. § 116b SGB V (alt) bzw. § 116b SGB V (neu), über Hochschulambulanzen (gem. § 117 SGB V), sozialpädiatrische Zentren gem. § 119 SGB V, pädiatrische Spezialambulanzen gem. § 120 Abs. 1a SGB V, psychiatrische (gem. § 118 SGB V) bzw. geriatrische nunmehr umgetaufte Institutsambulanzen gem. § 118a SGB V, Disease-Management-Programme gem. §§ 137f & g SGB V, die integrierte Versorgung gem. § 140a bis d SGB V, die teilstationäre Behandlung gem. § 39 SGB V, die Notfallambulanz gem. § 75 Abs. 1 & § 76 Abs. 1 SGB V bis zu den von Terminservicestellen arrangierten ambulanten Behandlungen (gem. § 75 Abs. 1a SGB V). Damit dürfte das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht sein.
Die gute Absicht all dessen, was da im Laufe der Zeit so ausgedacht wurde, lässt sich durchaus ahnen. Ob es in dieser Form angesichts des damit verbundenen Zusatzaufwands allerdings bewirkt, was für die Patienten an Qualität verbessert werden sollte, ist unbekannt. Die Evidence[1] der Behandlung bleibt auch so überwiegend im Dunklen. Bürokratiesteigernd sind die Veränderungen allemal. Nicht nur aus der Sicht jener, denen damit etwas weggenommen wird. Das Problem kosten- und fehlersteigernd systemimmanenter Systembrüche („Schnittstellen“) in der Krankenbehandlung wird bestenfalls punktuell gelindert. Doch eine integrierte Systembetrachtung findet in aller Regel nicht statt. Und die Einbeziehung ökonomischer Aspekte ist hierzulande sowieso geradezu tabubelegt.
Was bisher gänzlich fehlt, ist eine Art nationaler Masterplan zur Maximierung des Patientennutzens[2] mit den bestehenden Mitteln. Mit entsprechenden inhaltlichen Anforderungen an eine medizinisch hochwertige, empathische und ethisch untadelige Krankenbehandlung. Quantitativ und qualitativ. Bei Vermeidung möglichst jedweder Verschwendung. Mit daraus abgeleiteten patientenzentriert-ergebnisorientierten Prozessen und (IT-)Strukturen.
Stattdessen neigt die hiesige Politik immer lieber dazu, unter dem Druck der Interessenvertreter immer neue ‚Wohltaten‘ zu verteilen und ansonsten, wenn nötig, Finanzierungslücken zu stopfen. Und ansonsten mittels Delegation der Einzelheiten an die sich selbst blockierende „Selbstverwaltung“ (mit „Patientenvertretern“ im G-BA als Zierrat) am Ende alles so zu belassen wie gehabt. Die Organisation. Den IT-Einsatz. Und die bestehende Intransparenz[3].
Wobei die berechtigten Interessen anderer Stakeholder, vor allem Mitarbeiter[4] unbeachtet bleiben, bis sich der aufgestaute Zorn der Betroffenen ausbruchartig in hastigen Nachbesserungen entlädt. Ohne Blick über den nationalen Tellerrand. Doch höheren Orts auf einen Wandel zum nachhaltig Besseren wird man angesichts der heute ineinander verkeilten Interessen wohl noch lange warten müssen. Umso dringlicher wäre es, lokal – also im eigenen Verantwortungsbereich! – konsequent daran zu arbeiten, mit den jeweils gesetzlich verfügbaren Mitteln dezentral immer bessere Ergebnisse zu erzielen. Transparent, überzeugend und für jedermann nachvollziehbar. Auch für den MDK. (Dann dürfte es kaum länger schwierig sein, den aus dem Abbau von Verschwendung zwangsläufig resultierenden Gewinnen die heutigen Angriffsflächen zu nehmen).
Was ohne einen ungleich massiveren IT-Einsatz als heute in Deutschland üblich aussichtslos ist[5]. Systemübergreifend. Beginnend mit der hausinternen klinischen Routine eines verbesserten patienten- und ergebnisorientierten Zusammenspiels der beteiligten Akteure. Krankheitsfeld für Krankheitsfeld. Behandlung für Behandlung. Erst auf den stationären Bereich zielend, dann auch die ambulanten Prozessschritte einbeziehend. Regelgestützt. Immer besser geplant, standardisiert, ausgeführt, dokumentiert und für Folgeverbesserungen genutzt.
Sukzessive ergänzt um – zunächst bilaterale – Kooperationen mit den in der patientenbezogenen Behandlungskette am Prozess Beteiligten. Sektorenübergreifend. Wo immer dies möglich ist, unter Nutzung bestehender Ausnahmeregelungen, doch immer entlang der gesamten krankheits- bzw. patientenbezogenen Behandlungskette. Ansonsten auf freiwilliger Basis auf der Grundlage von Vereinbarungen unter den beteiligten Akteuren. Grenzüberschreitend, interdisziplinär und multiprofessionell. Stets auf Augenhöhe. Einem gemeinsamen Leitbild der an der Kooperation Beteiligten verpflichtet. Evidence based und wertebasiert. Unter Ausgleich finanzieller Interessen, den es fallartenweise transparent auszuhandeln gilt.
Stilbildend. Tunlichst abgestimmt mit den Krankenkassen. Immer in erster Linie patientenzentriert. Unter bewusstem Verzicht auf zusätzliche Verdienstmöglichkeiten zu Lasten der anderen Stakeholder – z.B. mittels fragwürdiger (Über-)Diagnostik und Therapie. Und stets unter Einbeziehung der wohlinformierten Patientensicht. Wodurch es eher als auf irgendeine andere Weise möglich sein dürfte, die Öffentlichkeit – und damit auch die Politik – mit dieser besseren Vorgehensalternative zu überzeugen. Ohne dafür auf neue Gesetze und Vorschriften zu warten.
Was hindert uns eigentlich daran, damit unverzüglich die Initiative zu ergreifen?
[1] Der englischsprachige Begriff wird hier statt des deutschen ‚evidenzbasiert‘ wegen seiner größeren Stringenz bewusst gewählt.
[2] Zur Erinnerung: [(Patient Value) = (Health Outcomes + Service Outcomes) / Cost Outcomes]. Auf eine erneute Erläuterung wird angesichts der vielen Präsentationen in früheren hmanage Newslettern an dieser Stelle verzichtet.
[3] Man denke nur an die betrübliche Geschichte von IQWiG und sogenannter externer Qualitätssicherung.
[4] Ein solcher Plan gilt sinngemäß für die strategische Schwerpunkt- und Zentrenbildung selbstverständlich auch hausintern.
[5] Mit dem datenbankgestützten klinischen Betrieb als Basis, in dessen Daten sich alle Prozessbeteiligten im Rahmen der jeweiligen Berechtigung einklinken können. Hausintern und –extern. Ohne dabei das berechtigte Informationsbedürfnis zu vergessen.
02. (Becker’s IT & CIO Review) Die zehn am häufigsten missverstandenen IT-Begriffe
“Untangling the lingo: 10 most misused health IT Terms”
03. (HealthLeaders Media) „Mehr Transparenz!“
„The Great Transparency Movement?“
04. Becker’s Hospital Review) “Eine Führungskräfte-Pflichtlektüre über eine(n) Hausmeister(in) bei Johns Hopkins
“This story about a janitor in Johns Hopkins is a must-read for any hospital executive”
05. (Health Leaders Media) Ein Qualitätsindikator für alles?
“One Quality Measure to Rule Them All”
07. Becker’s Hospital Review) “Strategieumsetzung: Fünf wichtige Aspekte”
(“Tying strategy to execution: 5 key notes for executives”
08. (Blogridge) “Was die oberste Leitung und das Personalwesen gemein haben”
“What Do CEO’s and Human Resource People Have in Common?”
Charlotte A. Weaver, Marion J. Ball, George R. Kim, Joan M. Kiel (Ed.), Healthcare Information Management Systems, Cases, Strategies, and Solutions, Fourth Edition, Springer 2016
“(Amerikanische) Ärzte führen ihr Stethoskop mit sich wie Cowboys ihre Colts. Beide nutzen ihr Werkzeug gleich häufig“
(Marion Ball)[1]
Mit dem Titel „Healthcare Information Management Systems“ (HIMS) gilt es auf eine gründlich überarbeitete Neuauflage eines internationalen Standardwerks zum Management des IT-Einsatzes im Gesundheitswesen aufmerksam zu machen, das seit Anfang der 90er Jahre existiert. Mit nichts inhaltlich auch nur andeutungsweise Vergleichbarem im deutschen Sprachraum. Hierzulande ist das Thema seit jeher eher so etwas wie ein blinder Fleck. Hier gibt es nur die Sphären von Klinik und Verwaltung, die immer noch Welten voneinander trennen. Der „technische“ IT-Einsatz desgleichen. Wobei man das Management zu letzterer zählt.
Das Buch verbindet auf über 900 Seiten beide Sphären. Mit einer elektronischen Krankenakte (EHR) als Bindeglied, die sich nicht fast nur auf abrechnungsrelevante „Routinedaten“ beschränkt, sondern als Mittel der patientenbezogenen Organisation und Kommunikation Verlauf und Ergebnis der Behandlungsperiode abbildet. Das Management ist – samt IT-Einsatz – jenseits des Atlantiks offensichtlich an der Maximierung des Nutzens für den Menschen ausgerichtet, dem das Ganze letztlich dient. Zumindest in diesem Buch. Worum es im Einzelnen geht, lässt sich schon aus den Kapitelüberschriften erahnen.
Das Ganze auf einem Entwicklungsstand der Diskussion, dem man hierzulande wohl an die zwanzig Jahre hinterherhinkt. Nun – selbst miterlebt und miterlitten – seit Jahrzehnten. Sowohl was die Professionalität eines klinikzentriert-integrierten und zugleich (Sektoren-) grenzüberschreitenden IT-Einsatzes betrifft, als auch dessen strategische Ausrichtung durch die Unternehmensspitze. Nach Kräften vorgegeben und unterstützt durch die Politik. Und so auch Gegenstand des öffentlichen Diskurses. Hier eine Inhaltsübersicht, sinngemäß übersetzt und ggf. gekürzt:
Teil I Der Ist-Zustand des IT-Managements im amerikanischen Gesundheitswesen
1 Klinische Entscheidungsunterstützung: Historie und Grundkonzepte
2 Für eine sichere & effektive Behandlung nötige Eigenschaften elektronischer Krankenakten
3 Weg zu immer mehr Nutzerfreundlichkeit. Aus der Herstellersicht
4 Stand der Dinge in Sachen EHR aus der Sicht des obersten klinischen IT-Verantwortlichen
5 Evolution der Funktionalität elektronischer Krankenakten für Behandlung & Koordination
6 Anspruch und Wirklichkeit neuzeitlicher IT im Gesundheitswesen (HIT)
7 10 Gründe, warum eine Interoperabilität schwierig zu erreichen ist
8 Entwicklung der IT-Politik im Gesundheitswesen der USA
Teil II Die Folgen der Weiterentwicklung der Organisation der Krankenbehandlung für den IT-Einsatz
9 Nutzerfreundlichkeit: Konzeption, Implementierung und selbstverständliche Akzeptanz
10 Integration patientengenerierter Daten ins Disease Management chronisch Kranker
11 Einpassung von IT-Experten ian die Reorganisation der Krankenbehandlung
12 Aufkommende Rollenveränderungen
13 Auswirkung der Digitalisierung auf die komplette Reorganisation der Krankenbehandlung
14 Chancen messbar besserer Ergebnisse der Krankenbehandlung
15 Schlüsselrolle der IT für ein patientenzentriert integriertes Management der Pflege
16 Patienten-interaktives Behandlungsmanagement für höchsten Patientennutzen
17 Patient der Zukunft: IT-Werkzeuge für eine partizipative Medizin
Teil III Ein Blick nach vorn für immer bessere Methoden & Ergebnisse
18 Datengetriebene Patientensicherheit im klinischen Betrieb
19 Simulation: Ein Blick in die Zukunft der Ausbildung
20 Datenbankstrukturen als Krankenakten-Infrastruktur
21 Die nächste Generation: IT-Modell einer personalisierten Krankenbehandlung
22 Wearables und Telehealth für die Behandlung chronischer Erkrankungen
23 Die Rolle von Big Data auf dem Wege zur patientenzentrierten Finanzierung
24 Interoperabilität: Aus Vielem Eins machen
25 Schutz der Persönlichkeitssphäre und Datensicherheit: HIPAA und HITECH
Teil IV Blick auf das Jahr 2025
26 Ein verlässliches und bezahlbares System der Gesundheitssicherung schaffen
27 Bau der nächsten Generation eines IT-gestützten Gesundheitswesens
28 Unterstützung klinischer Entscheidungen fürs 21. Jahrhundert
29 Vision eines künftigen HIMS. Samt erster Roadmap
30 Entscheidungsunterstützung mittels Big Data im Intensivbereich
31 Datengetriebene Auswertungen in der personalisierten Medizin
32 Cognitive Computing für die elektronische Krankenakte
33 Informationssysteme fürs (US-)Gesundheitswesen im Jahre 2025
Das Buch der vier Herausgeber ist in sich schlüssig gegliedert. Abgehandelt in Einzeltexten von 76 (!) Autoren. Diese stammen aus der klinischen Praxis oder aus praxisnahen Institutionen (wie z.B. Herstellern oder aus der staatlichen Gesundheitsadministration). Die – durchweg fundierten – Texte sind vorzüglich aufeinander abgestimmt. Nahezu ohne Redundanz, wenn man von verschiedenen Blickwinkeln auf dieselbe Materie einmal absieht. In krassem Unterschied zu vielen deutschen „Sammelwerken“ aus der Branche. Was von harter Arbeit der Herausgeber zeugt. Jeder – oft gut, wenn auch nicht selten zu sehr verkleinert und damit schwer lesbar illustrierte – Text beschreibt ein abgegrenztes Thema. Inklusive Vorspann, Zusammenfassung, Fazit und Fußnoten.
Zu 1 Klinische Entscheidungsunterstützung: Historie und Grundkonzepte:
Spektrum der Möglichkeiten, Umsetzung, Entwicklungshindernisse & bestehende Grenzen
Zu 2 Für eine sichere & effektive Behandlung nötige Eigenschaften elektronischer Krankenakten:
Professionelle Rechte & Pflichten zu immer besserer Behandlung, spez. In der Pädiatrie
Zu 3 Weg zu immer mehr Nutzerfreundlichkeit. Aus der Herstellersicht:
Hardware, Software, Nutzerschnittstelle: Entwicklung, Status, Ausblick
Zu 4 Stand der Dinge in Sachen EHR aus der Sicht des obersten klinischen IT-Verantwortlichen:
Paradigma und Funktionalität einer EHR im Workflow, Vorbilder, z.B. Zivilluftfahrt
Zu 5 Evolution der Funktionalität elektronischer Krankenakten für Behandlung & Koordination:
Standardisierung, HL7-Funktionalität. Was alles noch fehlt, Rückgrat integrierter Versorgung
Zu 6 Anspruch und Wirklichkeit neuzeitlicher IT im Gesundheitswesen (HIT):
Aus Wurzeln & Vorgaben erklärbare Lücken, kaum Kontrolle & Koordination: Evidence! ROI!
Zu 7 10 Gründe, warum eine Interoperabilität schwierig zu erreichen ist:
Ausschließlich nichttechnische Aspekte, die in Deutschland noch kaum diskutiert werden
Zu 8 Entwicklung der IT-Politik im Gesundheitswesen der USA:
Im Unterschied zu Deutschland gibt es seit 1991 einen – inhaltlich geprägten – nationalen Ansatz
Zu 9 Nutzerfreundlichkeit: Konzeption, Implementierung und selbstverständliche Akzeptanz:
Fallstudie über ein Jahrzehnt realer Entwicklung im VUMC. Samt Übertragbarkeit
Zu 10 Integration patientengenerierter Daten ins Disease Management chronisch Kranker:
Reale Patientendaten (PGHD) für anwenderfreundlich-patientenzentriertes Design (UCD)
Zu 11 Einpassung von IT-Experten in die Reorganisation der Krankenbehandlung:
Die Rolle von Medizininformatikern beim qualitätsorientierten Wandel
Zu 12 Aufkommende Rollenveränderungen:
Rollenveränderungen für alle Beteiligten infolge grundlegenden Wandels in der Medizin-IT
Zu 13 Auswirkung der Digitalisierung auf die komplette Reorganisation der Krankenbehandlung:
IT als Rettung aus der Sicht eines langjährigen Chirurgen in Leitungsfunktion
Zu 14 Chancen messbar besserer Ergebnisse der Krankenbehandlung:
Durch zielführendes Messen, Aufzeichnen & Auswerten klinischer Daten unter starker Führung
Zu 15 Schlüsselrolle der IT für ein patientenzentriert integriertes Management der Pflege :
IT-gestütztes Management im PCMH als Rückgrat einer integrierten Versorgung via ACA
Zu 16 Patienten-interaktives Behandlungsmanagement für höchsten Patientennutzen:
IT-gestützt beste Betreuung bei gleichzeitiger Vermeidung unnötiger Kosten: Fallstudien
Zu 17 Patient der Zukunft: IT-Werkzeuge für eine partizipative Medizin:
Ein Blick in die (nähere) Zukunft. Zumindest in den USA
Teil III Ein Blick nach vorn. Für immer bessere Methoden & Ergebnisse
Zu 18 Datengetriebene Patientensicherheit im klinischen Betrieb:
Dieser Text allein ist schon den Kauf des Buches wert! Mit Praxisbeispielen
Zu 19 Simulation: Ein Blick in die Zukunft der Ausbildung:
Klinische Praxiserfahrungen nicht länger am Versuchskaninchen ‚Patient‘ sammeln
Zu 20 Datenbankstrukturen als Krankenakten-Infrastruktur:
Sorgfältig abwägend in Alternativen gedacht: Zukunfts-Basics vom Feinsten
Zu 21 Die nächste Generation: IT-Modell einer personalisierten Krankenbehandlung:
Patientenzentriertes Zusammenspiel: Aus den weltweiten Entwicklungslabors von IBM I.
Zu 22 Wearables und Telehealth für die Behandlung chronischer Erkrankungen:
Technisch-organisatorische Seite: Aus den weltweiten Entwicklungslabors von IBM II.
Zu 23 Die Rolle von Big Data auf dem Wege zur patientenzentrierten Finanzierung:
Patientenzentrierung als Organisationprinzip: Aus den Entwicklungslabors von IBM III.
Zu 24 Interoperabilität: Aus Vielem Eins machen:
Zusammenschau vor dem Hintergrund des Entwicklungsstandes in den USA
Zu 25 Schutz der Persönlichkeitssphäre und Datensicherheit: HIPAA und HITECH:
Gesetzlicher Handlungsrahmen in den USA für den IT-Umbau des Gesundheitswesens
Zu 26 Ein verlässliches und bezahlbares System der Gesundheitssicherung schaffen:
Systematik der Weiterentwicklung medizinischer Ausbildung, Praxis und Entscheidungsfindung
Zu 27 Bau der nächsten Generation eines IT-gestützten Gesundheitswesens:
Daten-Tsunami beherrschen lernen. Internet der Dinge. Point of Need (PON)
Zu 28 Unterstützung klinischer Entscheidungen fürs 21. Jahrhundert:
Arden-Syntax und Weiterentwicklungen, Cloud-basierte Apps: SMART, FHIR
Zu 29 Vision eines künftigen HIMS. Samt erster Roadmap:
Heutige Ansätze führen in die Irre: Behandlungsentscheidungen verbessern, visualisieren!
Zu 30 Entscheidungsunterstützung mittels Big Data im Intensivbereich:
Unwichtigen Alarm rechtzeitig herausfiltern: Aus WATSON-Entwicklungslabor von IBM IV.
Zu 31 Datengetriebene Auswertungen in der personalisierten Medizin:
Methodenentwicklung aus Routinedaten: Aus dem WATSON-Entwicklungslabor von IBM V.
Zu 32 Cognitive Computing für die elektronische Krankenakte:
Krankenakte problemorientiert verdichtet: Aus dem WATSON-Entwicklungslabor von IBM VI.
Zu 33 Informationssysteme fürs (US-)Gesundheitswesen im Jahre 2025:
Vom heute fragmentierten „Nicht-System“ zum lernenden System. Evolution und Neubeginn.
Am Ende wird noch einmal zusammengefasst, um welche Botschaft es in dem Buch per saldo geht: um einen konsequenten („disruptive“) Bruch mit dem Bestehenden. Dafür werden 11 Faktoren genannt:
Eine auf das Individuum ausgerichtete Medizin („precision medicine“)
Aktives Patientenhandeln
Bezahlung nach Value (nicht nur, was hierzulande so heißt)
Zielführender IT-Einsatz („meaningful use“)
Aufkommende APP-Kultur
Zunehmende Anleitung
Es geht fortan um einen Weg zur „Integrierten Gesundheit“, also nicht nur um eine integrierte IT für die Behandlung. Also ausdrücklich um ein integriertes Gesundheitssystem. Und damit weniger um IT-Veränderungen als um eine andere Strategie. Dazu fordert das Buch ausdrücklich auf.
Die (Pflicht-)Lektüre dieses Buches ist wahrlich horizonterweiternd! Es ist überlebensnotwendig. Zumindest für all jene, denen das Wohlergehen der Patienten nicht nur ein Lippenbekenntnis ist. Überall in den obersten Etagen des Systems, ob in der Politik, in der Selbstverwaltung, in der Krankenversicherung sowie in Klinik und Verwaltung. Also für jene, die für den strategischen Erfolg der ihnen anvertrauten Institutionen zur Leistungserbringung die Verantwortung tragen. Nicht nur was das Verständnis der Zusammenhänge eines zielführenden IT-Einsatzes in der Krankenbehandlung schon heute betrifft, sondern auch dessen erfolgssteigernde Weiterentwicklung. Wobei die time lag in der Entwicklung diesseits des Atlantiks wahrlich kein Ruhekissen ist! (+++)
[1] Sinngemäße Übersetzung der persönlichen Mitschrift einer Anmerkung Marion Balls anlässlich eines Treffens vor Jahrzehnten bei IBM in den USA.
„Welche Gesellschaft wollen wir sein?“
(Süddeutsche) „So sieht das Krankenzimmer der Zukunft aus“
(DESTATIS) „Gesundheitsausgaben im Jahr 2014 bei 328 Milliarden Euro“
(SÄZ) „Therapeutische Wirksamkeit ist kein dehnbarer Begriff“
(ZGWR - FRA UAS) „OP-Barometer 2015“
(Bibliomed Manager) „Neuer InEK-Vorschlag für Kalkulationshäuser“
(Medscape) „Ursula von der Leyen nur „ein Kind ihrer Zeit“? Dissertationen in der Medizin oft von fraglicher Qualität“
US-Cartoon (1): „Eine Pflichtversicherung für alle“
US-Cartoon (2): „Wer nicht wagt, der nicht gewinnt“
(IOM) „The Institute of Medicine is now the Health and Medicine Division“
„Healthgrades America’s Best Hospitals™“
„National Health Information Infrastructure (NHII) Advisors“
„Commission on Systemic Interoperability: Ending the Document Game“
„M2M world of connected services Beecham”
„Armstrong Institute for Patient Safety and Quality“
(Becker’s Hospital Review) “Nurses — The closest thing to a silver bullet in boosting hand hygiene compliance"
(H&HN) “Basics for Creating a Safer Health Care Facility”
(Health Leaders Media) “Nurses — The closest thing to a silver bullet in boosting hand hygiene compliance”
(Health Leaders Media) „Rebooting the Quest for Value“
(Health Leaders Media) “Workarounds in Hospitals Raise Ethical Questions”
(H&HN) “The Most Important Characteristic in a CEO? Strategic Muscle”
(H&HN) “Baldrige Award Winner Uses Holistic Approach”
(Medscape) „Verspottet und verkannt: Bedeutende medizinische Forscher, die ihrer Zeit voraus waren“
(H&HN) „Big Data Applied to Patient Safety in Children's Hospitals“
(Fierce Healthcare) “Sepsis: New definition may help cut risks of deadly infection”
(Forbes) “Five Lessons Healthcare Leaders Are Learning From An Unlikely Source: Nuclear Power”
(PSQH) “The Measurement Challenge”
(Health Leaders Media) “The Side Effects of a Better-Informed Patient”
(EPIC) “Cambridge Fastest in UK to Achieve HIMSS Stage 6”
Siehe auch HIMSS Stages 1 - 7http://www.himssanalytics.org/provider-solutions
(ProPublica) „A Blow to Health Care Transparency“
(Fierce EMR) “ONC finds significant disparities in use, access to online medical records”
(NBC) „America's Germiest Hospitals? The Answer May Surprise You“
(Fierce Health Finance) “Study quantifies cost differential between physician offices and hospital outpatient care”
(Becker’s Hospital Review) “Study finds empathy impacts patient satisfaction more than wait times”
(NEJM Catalyst) “Health Care Providers Should Publish Physician Ratings”
(Becker’s Hospital Review) “Make better decisions faster: 7-step checklist”
(Becker’s Hospital Review) “44 hospitals with the best patient discharge information practices”
(Blogridge) “Building Excellence . . . While Winning Award”
(Fierce Health Finance) „Knee surgery costs, complications lower at high-volume hospitals“
(Healthcare Finance) “Quality reporting costs doctors more than $15.4 billion year, Health Affairs says”
(Modern Healthcare) “Expanded scope: Nurse practitioners making inroads”
(Becker’s Hospital Review) “New York is first state to ban, penalize paper prescriptions”
(FoxNews) „Study finds 1 in 4 seniors leave hospital with superbug on hands“
(H&HN) „How to Improve Hospital Operations and Patient Safety in 14 Minutes a Day“
(Fierce Healthcare) “Hospital discharges: 5 strategies to improve the process and cut readmissions”

References: § 116
 § 115
 § 115
 § 116
 § 116
 § 116
 § 117
 § 119
 § 120
 § 118
 § 118
 § 140
 § 39
 § 75
 § 76
 § 75