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Timestamp: 2017-10-22 04:21:56+00:00

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RV Rhenus Andernach - Boots- und Ruderordnung
Aktuelle Seite: Home Der Verein Boots- und Ruderordnung
des Rudervereins Rhenus e.V. Andernach
§ 3 Steuermannsbefähigung
§ 13 Bootshänger
§ 14 Streitigkeiten mit Dritten
§ 15 Verstöße gegen die Boots- und Ruderordnung
Gemäß § 11 der Satzung des Rudervereins Rhenus, Andernach, erlässt der Vorstand die nachfolgenden Regelungen für den Umgang mit den Booten und die Ausübung des Rudersports:
Jedes Mitglied hat sich auf dem Wasser und an Land so zu verhalten, dass andere Mitglieder nicht beeinträchtigt werden und dass das Ansehen des Rudervereins in keiner Hinsicht geschädigt wird. Jedes Mitglied ist den Grundsätzen der Kameradschaft und der Sportlichkeit verpflichtet. Bei drohender Gefahr oder Unfällen ist einander Hilfe zu leisten.
Die Boote und das Zubehör sind pfleglich und mit Sorgfalt zu behandeln.
Der Missbrauch von Alkohol ist verboten. Rudern nach Alkoholgenuss ist demnach nicht erlaubt. Unbeschadet nachfolgender Vorschriften ist die Binnenschifffahrtsstraßenordnung stets zu beachten und einzuhalten.
Mit Ausnahme der unterstützenden Mitglieder sind alle Mitglieder des Rudervereins befugt, den Bootspark unter Beachtung der nachfolgenden Regelungen zu nutzen. Für unterstützende Mitglieder können Ausnahmen durch die Ruderwarte zugelassen werden.
Die Ausübung des Rudersports erfolgt auf eigene Gefahr und ist nur Personen erlaubt, die schwimmen können. Die Mitnahme von Kleinkindern in den Booten erfolgt auf eigene Gefahr und ist nur gestattet, wenn sie eine ihrem Körpergewicht angemessene Schwimmweste tragen.
Gesperrte Boote dürfen nicht gerudert werden. Die Sperrung kann nur durch den Bootswart oder durch den Vorstand ausgesprochen werden.
Die Benutzung der Boote bei Eisgang und dichtem Nebel ist verboten.
Den Anordnungen der Boots- und Ruderwarte ist sofort und unbedingt Folge zu leisten. Der Widerspruch hat keine aufschiebende Wirkung. Er kann beim Vorstand erhoben werden.
Über die Termine, an denen durch den Vorstand ausgeschriebene offizielle Großveranstaltungen stattfinden, dürfen keine anderen Vereinsaktivitäten ausgeschrieben oder durchgeführt werden. Der Bootspark ist insoweit gesperrt.
§ 3 Steuermann
Eine Ruderfahrt darf nur durchgeführt werden, wenn mindestens ein Mitglied der Mannschaft zum Steuermann (Schiffsführer im Sinne der Binnenschifffahrtsstraßenordnung) ernannt ist (§ 14). Dies gilt für alle Fahrten, gleich ob diese vom eigenen Bootshaus aus unternommen werden oder nicht. Mehrere ernannte Steuerleute innerhalb der Mannschaft bestimmen untereinander den Steuermann für die jeweilige Fahrt.
Ein Steuermannwechsel darf nur aus besonderem Grund stattfinden. Er ist schriftlich durch die Mannschaft festzuhalten und im Fahrtenbuch nachzutragen.
Der Steuermann trägt die Verantwortung für Leib und Leben der Mannschaft und das Boot. Er entscheidet insbesondere in Gefahrensituationen, ob die Fahrt abgebrochen wird oder mit welchen Veränderungen oder Vorsichtsmaßnahmen sie zu Ende geführt wird. Seinen Anweisungen ist ohne jeden Widerspruch und sofort Folge zu leisten. Der Steuermann hat dabei Bedenken oder Ängste der Mannschaft zu berücksichtigen.
Der Steuermann teilt die Mannschaft ein. Zum Steuermann soll nur bestimmt werden, wer das Boot vorausschauend lenken kann, das 14. Lebensjahr vollendet hat und mit den Grundregeln der Binnenschifffahrtsstraßenordnung vertraut ist. Die Benutzung von Gig-Einern ist nur ausgebildeten Rudern gestattet.
Vor Beginn jeder Ruderfahrt (Tages- oder Wanderfahrt) sind Abfahrtszeit und Mannschaft in das Fahrtenbuch einzutragen.
Es ist das zu dem jeweiligen Boot gehörende und entsprechend gekennzeichnete Zubehör zu verwenden. Die Skulls bzw. Riemen sind aus dem Skull- bzw. Riemen-Pool auszuwählen.
Große Wasserflächen dürfen bei Wellengang nur dann befahren werden, wenn kein Mitglied der Mannschaft Bedenken äußert. Bei aufkommendem Gewitter, Nebel, zu starkem Wellengang oder einbrechender Dunkelheit ist das Wasser auf dem sichersten Wege schnellstmöglich zu verlassen.
Muss eine Ruderfahrt unterbrochen werden und kann diese nicht fortgesetzt werden, so ist das Boot sachgemäß und sicher zu lagern und der Bootswart oder ein Mitglied des eingetragenen Vorstandes unverzüglich zu informieren.
Während des Aufenthaltes an fremden Anlegeplätzen oder Bootshäusern ist das Boot sicher zu lagern.
Im Falle einer Havarie ist bis zum Eintreffen von Hilfe grundsätzlich am Boot zu bleiben. Schwächeren oder erschöpften Kameraden ist Hilfe zu leisten.
Nach dem Abschluss der Fahrt sind das zeitliche Ende, das Ziel und die Kilometerleistung in das Fahrtenbuch einzutragen und das Boot nebst Zubehör zu reinigen. Anschließend sind Boote nebst Zubehör an die dafür bestimmten Plätze zu bringen.
Junioren ist die Benutzung der Boote grundsätzlich nur in Begleitung oder unter Aufsicht eines Übungsleiters, Betreuers oder Trainers erlaubt. In diesem Fall übernimmt der Übungsleiter, Betreuer oder Trainer die Aufgaben eines Steuermanns zumindest mit, so dass dieser nicht zwangsläufig zu bestimmen ist.
Junioren, die das 16. Lebensjahr vollendet haben, zum Steuermann ernannt worden sind und deren Erziehungsberechtigte der Nutzung der Boote ohne Aufsicht eines Übungsleiters, Betreuers oder Trainers schriftlich zugestimmt haben, sind befugt, in der Zeit vom 1. April bis zum 31. Oktober die Wanderruderboote zu nutzen. Dabei darf kein Mitglied der Mannschaft 14 Jahre oder jünger sein. Die Nutzung steuermannsloser Wanderruderboote ist ihnen verboten.
Unfälle oder Schäden an den Booten oder am Bootszubehör sind dem Bootswart unverzüglich zu melden und in das Fahrtenbuch einzutragen. Auf Verlangen des Bootswartes oder eines Mitglied des Vorstandes ist binnen einer Woche nach Eintritt des Schadens eine schriftliche Schilderung des Schadensherganges unter Nennung der Mannschaft anzufertigen und zu übergeben. Kommt die Mannschaft dieser Verpflichtung nicht nach, so kann sich durch Vorstandsbeschluss zur Wiedergutmachung des eingetretenen Schadens in voller Höhe oder zu einem Bruchteil herangezogen werden. Die Mannschaft haftet dabei als Gesamtschuldner.
Ist der Schaden durch ein grob fahrlässiges oder vorsätzliches Verhalten verursacht, so kann die Mannschaft durch Vorstandsbeschluss für die Wiedergutmachung der eingetretenen Schadens in voller Höhe oder zu einem Bruchteil herangezogen werden. Die Mannschaft haftet dabei als Gesamtschuldner.
Bootsreservierungen können nur für besondere Fahrten – insbesondere Wander- und Sternfahren – erfolgen. Diese müssen beim Bootswart beantragt und von diesem genehmigt werden. Die genehmigten Bootsreservierungen sind im Fahrtenbuch zu hinterlegen. Liegen für einen Termin mehrere Anfragen für dasselbe Boot vor, so vermittelt der Bootswart zwischen den Mitgliedern. Im Streitfall entscheidet der Vorstand.
Für jede Wanderfahrt, die vom Ruderverein durch den Vorstand oder von einem Mitglied ausgeschrieben wird, ist ein Fahrtenleiter zu benennen. Eine Wanderfahrt im Sinne der Boots- und Ruderordnung ist jede Ruderfahrt, die außerhalb von Andernach stattfindet oder die unabhängig von Start- und Zielpunkt zwei oder mehr Übernachtungen umfasst.
Fahrtenleiter kann nur derjenige sein, der mit der Übernahme der besonderen Verantwortung und Pflichten eines Fahrtenleiters einverstanden ist, ernannter Steuermann, länger als drei Jahre als aktiver Ruderer dem Ruderverein angehört, bereits selber an Wanderfahrten teilgenommen hat und über die notwendigen Kenntnisse eines Bootsführers für fremde Gewässer – insbesondere das Gewässer, auf dem die Wanderfahrt durchgeführt werden soll – verfügt. Dem Vorstand ist es für jede Wanderfahrt vorbehalten, die Nutzung der Boote zu untersagen, wenn der in Aussicht genommene Fahrtenleiter befürchten lässt, die erforderlichen Qualifikationen nicht zu besitzen.
Der Fahrtenleiter trägt die Verantwortung für die ordnungsgemäße Durchführung der Wanderfahrt. Er hat sich im Schadensfall um die unverzügliche Anfertigung und Weitergabe des Schadensberichtes zu kümmern (§ 6 Abs. 1).
Sollte eine Wanderfahrt infolge von Bootsschäden, Schäden des Zubehörs oder Schäden am Bootshänger ausfallen, unterbrochen werden, später beginnen oder früher beendet werden, so bestehen seitens der Teilnehmer der Wanderfahrt keine Ersatzansprüche gegenüber dem Ruderverein oder ihren Mitgliedern.
Ruderfahrten, die nicht vom Bootshaus des Rudervereins durchgeführt werden, sind spätestens bis zum Ende des auf die Fahrt folgenden Monats im Fahrtenbuch einzutragen und mit der Bemerkung „Nachtrag“ zu kennzeichnen. Ruderfahrten, die im Monat Dezember durchgeführt werden, sind bis zum Ende des jeweiligen Jahres nachzutragen.
Zu offiziellen Vereinsfahrten, offiziellen Vereinsterminen, Stern- und Wanderfahrten, sowie Fahrten vom Steg anderer Rudervereine aus ist die Ausübung des Rudersports möglichst in der offiziellen, vom Vorstand bestimmten Vereinskleidung erwünscht.
Für Boote, die von Gästen entliehen werden, wird pro Kopf und Tag ein Rollsitzgeld in Höhe von 2,50 Euro erhoben. Dies gilt nicht für Gastruderer. Für die Reservierung der Bootsplätze ist der Bootswart zuständig.
Die Ausbildung im Rudern und Steuern obliegt den Ruderwarten und den vom Vorstand beauftragten Übungsleitern. Das Training erfolgt nach den Anweisungen und Anordnungen der vom Vorstand beauftragten Übungsleiter. Sofern die Ausbildung oder das Training unter der Aufsicht der Übungsleiter stattfindet, kann zu Ausbildungszwecken auch ohne Steuermann gerudert werden. In diesem Fall übernimmt der Übungsleiter die Aufgaben eines Steuermanns.
Der Bootshänger steht den Mitgliedern für Bootstransporte im Rahmen der nachfolgenden Regelungen zur Verfügung. Seine Nutzung ist bei der vom Vorstand mit der Verwaltung des Bootshängers beauftragten Person genehmigen zu lassen. Liegen für einen Termin mehrere Anfragen für den Bootshänger vor, so vermittelt die vom Vorstand mit der Verwaltung des Bootshängers beauftragten Person zwischen den Mitgliedern. Vereinsfahrten und Regatten genießen gegenüber sonstigen Fahrten den Vorrang. Im Streitfall entscheidet der Vorstand.
Der Bootshänger darf nur von Personen gezogen werden, die über ausreichend Erfahrung im Ziehen von Bootshängern im Straßenverkehr und über die erforderlichen sonstigen Kenntnisse – insbesondere der straßenverkehrsrechtlichen Regelungen – verfügen.
Vor jeder Übergabe des Bootshängers an den Bootshängerfahrer ist der Bootshänger auf Schäden zu untersuchen, die im Fahrtenbuch festzuhalten sind.
Schäden am Bootshänger sind der vom Vorstand mit der Verwaltung des Bootshängers beauftragten Person unverzüglich zu melden. Auf Verlangen der durch den Vorstand mit der Verwaltung des Bootshängers beauftragten Person oder eines Mitglieds des Vorstandes ist binnen einer Woche nach Eintritt eines Schadens eine schriftliche Schilderung des Schadenshergangs unter Nennung der beteiligten Personen anzufertigen und zu übergeben. Kommt der Bootshängerfahrer dieser Verpflichtung nicht nach, so kann er durch Vorstandsbeschluss zur Wiedergutmachung des eingetretenen Schadens in voller Höhe oder zu einem Bruchteil herangezogen werden. Ist der Schaden durch ein grob fahrlässiges oder vorsätzliches Verhalten verursacht, so kann der Bootshängerfahrer durch Vorstandsbeschluss für die Wiedergutmachung des eingetretenen Schadens in voller Höhe oder zu einem Bruchteil herangezogen werden.
Strafanzeigen im Namen des Rudervereins gegen Dritte dürfen nur durch den Vorstand erhoben werden. Ersatzansprüche gegen Dritte im Namen des Rudervereins dürfen nur durch den Vorstand oder mit dessen Genehmigung geltend gemacht werden.
Gegen Mitglieder, die gegen die Boots- und Ruderordnung verstoßen, kann der Vorstand nach vorheriger Anhörung eine Ermahnung und im Wiederholungsfalle oder bei schwerwiegender Störung einen Verweis aussprechen sowie ein Sportverbot und ggf. ergänzend ein Hausverbot aussprechen.
Diese Boots- und Ruderordnung tritt am 1. Januar 2012 in Kraft.
gez. W. Thalwitzer gez. R. Backmann
Andernach, den 1. Januar 2012

References: § 3

§ 13

§ 14

§ 15
 § 11

§ 3