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Timestamp: 2019-10-22 15:28:43+00:00

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BGH, 30.06.1981 - VI ZR 197/79 - dejure.org
BGH, 30.06.1981 - VI ZR 197/79
https://dejure.org/1981,1210
BGH, 30.06.1981 - VI ZR 197/79 (https://dejure.org/1981,1210)
BGH, Entscheidung vom 30.06.1981 - VI ZR 197/79 (https://dejure.org/1981,1210)
BGH, Entscheidung vom 30. Juni 1981 - VI ZR 197/79 (https://dejure.org/1981,1210)
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GmbHG §35, 37, 45, 53, 55, 56
Amtspflichtverletzung eines Notars - Fehlerhafte Rechtsberatung - Belehrungspflichten gegenüber Dritten, am notariellen Geschäft weder unmittelbar noch mittelbar Beteiligten
NJW 1981, 2705
MDR 1982, 132
DNotZ 1981, 773 (Ls.)
VersR 1981, 985
WM 1981, 1173
Der Kläger wurde beim Abschluß aller Kaufverträge oder der Abgabe seiner Angebotserklärungen (vgl. dazu BGH, Urt. v. 30. Juni 1981 - VI ZR 197/79, DNotZ 1981, 773 f) entweder durch den Bürovorsteher des Beklagten oder eine Unterbevollmächtigte vertreten.
Der Kläger kann aufgrund der besonderen Ausgestaltung des Beurkundungsverfahrens (vgl. BGH, Urteil vom 30. Juni 1981 aaO S. 2706) der zuletzt genannten Fallgruppe zugerechnet werden.
(4) Hatte der Beklagte zu 1 aber die vorbeschriebene überragende Stellung, dann hatte er zumindest betreuende Belehrungspflichten (§§ 17 Abs. 1 BeurkG, 14 Abs. 1 Satz 2 BNotO analog) gegenüber den Erwerbern, die - wie der Kläger - nicht unmittelbar mit ihm in Verbindung getreten sind, aber das unter seiner Mitwirkung entstandene Vertragswerk abschließen (vgl. BGH, Urteil vom 30. Juni 1981 aaO S. 2706).
dd) Der Kläger war als mittelbar Beteiligter des Urkundsgeschäfts in den Schutzbereich der Amtspflichten, die der Beklagte zu 1 verletzt hat, einbezogen (vgl. BGH, Urteile vom 30. Juni 1981 aaO S. 2705 …und vom 9. Januar 2003 aaO;… Zugehör aaO Rn. 327).
c) Ob der Beklagte eine Rechtsbelehrungspflicht (§ 17 BeurkG), die in Ausnahmefällen auch gegenüber bloß mittelbar Beteiligten zu erfüllen ist (BGH, Urt. v. 30. Juni 1981 - VI ZR 197/79, NJW 1981, 2705), verletzt hat, erscheint zweifelhaft.
Die aus § 17 Abs. 1 BeurkG erwachsenden Pflichten obliegen dem Notar regelmäßig nur gegenüber den formell an einer Beurkundung Beteiligten (BGH, Urt. v. 30. Juni 1981 - VI ZR 197/79, WM 1981, 1173, 1174; v. 21. Januar 1988 - IX ZR 252/86, WM 1988, 545, 547; v. 6. März 1991 - IV ZR 53/90, WM 1991, 1129, 1130; v. 19. Dezember 1991 - IX ZR 8/91, WM 1992, 527, 530).
Im Rahmen eines Beurkundungsgeschäfts sind das die an der Beurkundung Beteiligten (§ 17 Abs. 1 BeurkG), unter bestimmten Umständen auch bloß mittelbar Beteiligte, und zwar dann, wenn sie aus Anlaß einer Beurkundung dem Notar eigene Belange anvertrauen (BGHZ 58, 343, 353 [BGH 02.05.1972 - VI ZR 193/70]; BGH Urteile vom 23. September 1980, VI ZR 116/79, LM BNotO § 19 Nr. 14 = DNotZ 1981, 311 und vom 30. Juni 1981, VI ZR 197/79, NJW 1981, 2705 [BGH 30.06.1981 - VI ZR 197/79] m.w.N.).
Dazu gehören nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes alle Personen, deren Interesse nach der besonderen Natur des Amtsgeschäfts davon berührt wird und in deren Rechtskreis dadurch eingegriffen werden kann, auch wenn sie durch die Amtshandlung nur mittelbar und unbeabsichtigt betroffen werden (BGHZ 31, 5, 10 [BGH 28.09.1959 - III ZR 112/58]; 58, 343, 353 [BGH 02.05.1972 - VI ZR 193/70]; BGH Urteile vom 7. November 1978, VI ZR 171/77, LM BNotO § 37 Nr. 1 = DNotZ 1979, 311 m. Anm. Kanzleiter; vom 30. Juni 1981 a.a.O. und vom 26. März 1982, V ZR 12/81, WM 1982, 615).
Dies bedeutet zwar nicht, daß der Notar irgendeine Pflicht zur Belehrung und Beratung des an dem Geschäft weder unmittelbar noch mittelbar beteiligten Dritten hat; wohl aber kann es dessen Interesse gebieten, die Beteiligten zuverlässig zu belehren und das Amtsgeschäft ordnungsgemäß auszuführen (BGH Urteil vom 30. Juni 1981 a.a.O. m.w.N.).
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zählen auch solche Personen zu den von § 19 BNotO geschützten Dritten, deren Interesse durch das Amtsgeschäft nach dessen besonderer Natur berührt wird und in deren Rechtskreis eingegriffen werden kann; dies auch dann, wenn sie durch die Amtsausübung nur mittelbar betroffen werden und bei der Beurkundung nicht zugegen waren (BGHZ 58, 343, 353 [BGH 02.05.1972 - VI ZR 193/70]; BGH, Urt. v. 30. Juni 1981 - VI ZR 197/79, NJW 1981, 2705 [BGH 30.06.1981 - VI ZR 197/79]; v. 21. Januar 1988 - IX ZR 252/86, WM 1988, 545, 547).
Letzteres wäre nur der Fall, wenn sie sich anläßlich des vorzunehmenden notariellen Amtsgeschäfts oder unter Bezugnahme auf dieses an den Notar gewandt, ihm irgendwelche Belange anvertraut hätte oder im eigenen Interesse bei der Amtshandlung zugegen gewesen wäre (BGH, DNotZ 1981, 773, 774;… Sandkühler in Arndt/Lerch/Sandkühler, BNotO, 5. Aufl., § 19 Rdz. 89).
(2) Amtspflichten können dem Notar auch gegenüber an dem Amtsgeschäft weder unmittelbar noch mittelbar beteiligten Personen erwachsen, wenn deren rechtliche und wirtschaftliche Interessen nach der besonderen Natur des Amtsgeschäfts berührt werden (BGH, WM 1969, 1178, 1179; 1986, 134, 135; 1989, 1466, 1467; BGH, DNotZ 1981, 773, 774; BGH, NJW 1996, 1062, 1064).
b) Aus dem von ihm vorgenommenen Amtsgeschäft traf den Antragsgegner - auch der Antragstellerin gegenüber - die Pflicht zur rechtzeitigen Einreichung der Abtretungserklärung beim Grundbuchamt gemäß § 53 BeurkG (vgl. BGH, DNotZ 1979, 311, 312; 1981, 773, 774; BGH, WM 1986, 134, 135), der er mit dem Eintragungsantrag vom 30.11.1998 nachgekommen ist.
Als "Beteiligte", die zu belehren sind, bestimmt - der insoweit maßgebliche (BGH, Urt. v. 30. Juni 1981 - VI ZR 197/79, WM 1981, 1173, 1174; v. 29. September 1981 - VI ZR 2/80, WM 1981, 1309; v. 6. März 1991 - IV ZR 53/90, WM 1991, 1129, 1130) - § 6 Abs. 2 BeurkG alle Erschienenen, deren Erklärungen beurkundet werden sollen.
Denn die hierdurch begründeten Pflichten obliegen den Notaren nur gegenüber den formell an der Beurkundung beteiligten Personen (Senatsurteil vom 30. Juni 1981 - VI ZR 197/79 = VersR 1981, 985, 986).
Eine solche Belehrungspflicht kann für den Notar bereits dadurch entstehen, daß der mittelbar Beteiligte im eigenen Interesse bei der notariellen Amtshandlung anwesend ist (Senatsurteil vom 30. Juni 1981 - aaO).
Beurkundet ein Notar - wie hier - ein Angebot, so ist er daher grundsätzlich nicht verpflichtet, den Adressaten dieses Angebots über Risiken der Vertragsgestaltung zu belehren; dies obliegt vielmehr demjenigen Notar, der die Annahmeerklärung beurkundet (vgl. BGH NJW 1981, 2705; BGH DNotZ 1995, 494 [495];… Keidel/Winkler, a.a.O., § 17, Rdn. 12).
Notarhaftung: Betreuungspflicht des Notars gegenüber Grundstückskäufer bei …

References: §35
 § 17
 BGH 
 § 19
 BGH 
 § 37
 § 19
 § 19
 § 53
 § 6
 BGH 
 BGH 
 § 17