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Timestamp: 2016-10-23 23:52:00+00:00

Document:
8C_397/2011 (14.06.2011)
8C_397/2011
vom 30. M�rz 2011.
in die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 19. Mai 2011 (Postaufgabe), gegen den am 4. April 2011 an die Rechtsvertreterin von S.________ ausgeh�ndigten Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Thurgau vom 30. M�rz 2011, in welcher um Erteilung einer Notfrist zur Einreichung der Beschwerdebegr�ndung nachgesucht wird,
in die am 23. Mai 2011 der Post �bergebene Beschwerdebegr�ndung,
dass diesen Anforderungen innert der gesetzlich vorgegebenen 30-t�gigen, nicht erstreckbaren Rechtsmittelfrist Gen�ge getan sein muss (Art. 47 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 100 Abs. 1 BGG),
dass die Vertreterin des Versicherten innert der gem�ss Art. 44-48 BGG am 19. Mai 2011 abgelaufenen Rechtsmittelfrist zwar mit der Eingabe vom 19. Mai 2011 Antr�ge in der Sache stellt, indessen keine Begr�ndung dazu liefert,
dass sie statt dessen um Gew�hrung einer Notfrist ersucht, da sie der mit einem Textverarbeitungsprogramm beinahe fertig gestellten Beschwerdeschrift durch einen Programmabsturz bedingt um ca. 21.00 Uhr des 19. Mai 2011 verlustig gegangen sei und ein Wiederherstellen des Dokuments trotz Beizug einer Fachperson sich als unm�glich erwiesen habe,
dass wegen der fehlenden Erstreckbarkeit der Rechtsmittelfrist die Gew�hrung einer Notfrist zur Beschwerdeeinreichung ausgeschlossen ist,
dass indessen eine vers�umte Frist gem�ss Art. 50 Abs. 1 BGG wiederhergestellt werden kann, wenn die Partei oder ihre Vertretung durch einen anderen Grund als die mangelhafte Er�ffnung unverschuldeterweise abgehalten worden ist, fristgerecht zu handeln, sofern die Partei unter Angabe des Grundes innert 30 Tagen nach Wegfall des Hindernisses darum ersucht und die vers�umte Rechtshandlung nachholt,
dass die Wiederherstellung nur bei klarer Schuldlosigkeit der Gesuch stellenden Person und der Vertretung zu gew�hren ist (vgl. die zu Art. 35 OG ergangene, auch unter der Herrschaft von Art. 50 BGG geltende Rechtsprechung: statt vieler die nicht amtlich publizierte E. 2 von BGE 114 Ib 56; in: Pra 1988 Nr. 152, sowie Urteil 1C_294/2010 vom 28. Oktober 2010, E. 3),
dass als unverschuldet ein Hindernis nur dann betrachtet werden kann, wenn die S�umnis durch einen Umstand eingetreten ist, der nach den Regeln vern�nftiger Interessenwahrung auch von einem sorgsamen Gesch�ftsmann nicht bef�rchtet zu werden braucht, oder dessen Abwendung �berm�ssige Anforderungen gestellt h�tte, was vorliegend nicht der Fall ist,
dass offenbleiben kann, ob mit einem Programmabsturz am letzten Tag der Beschwerdefrist nicht gerechnet werden und das eigenh�ndige Abspeichern des in Bearbeitung befindlichen Textdokumentes erfolgen muss,
dass es der Anw�ltin im konkreten Fall noch ohne weiteres zumutbar gewesen w�re, eine den Anspr�chen an eine Beschwerdebegr�ndung gem�ss Art. 42 Abs. 2 BGG gen�gende Eingabe vor Ablauf der Beschwerdefrist - n�tigenfalls mittels Schreibmaschine oder handschriftlich - zu Papier zu bringen (Urteil 2P.194/2002 vom 11. September 2002, E. 6 mit Hinweis),
dass somit kein Wiederherstellungsgrund im Sinne von Art. 50 Abs. 1 BGG vorliegt, weshalb die am 23. Mai 2011, nach Ablauf der Beschwerdefrist, nachgereichte Beschwerdebegr�ndung keine Ber�cksichtigung finden kann und auf die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht einzutreten ist,
dass das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege infolge aussichtsloser Beschwerdeerhebung abzuweisen ist (Art. 64 Abs. 1 BGG),
dass in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG indessen auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird,
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau, der AXA Stiftung Berufliche Vorsorge, Winterthur, und dem Bundesamt f�r Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 100
 Art. 44
 Art. 50
 Art. 35
 Art. 50
 BGE 
 Art. 42
 Art. 50
 Art. 66