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Timestamp: 2019-04-19 13:03:42+00:00

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Agile Unternehmen entwickeln sich fortlaufend in die vierte industrielle Revolution, wo Automation die Arbeitsweise der Menschen verändert. Die Geschwindigkeit des gesellschaftlichen Wandels und der Trend einer neuen Arbeitswelt zwingt Unternehmungen zu handeln und sich neu zu organisieren. Dabei stehen auch Personalabteilungen unterschiedlichster Branchen auf dem Prüfstand. Die Rolle von HR verändert sich (Symbolbild) Neue Arbeitsmodelle, die Art und Weise wie sich das Arbeiten verändert hat, neue Generationenbilder, Robotik sowie Automation und weitere Trends werden die Rolle der Personalabteilung – kurz HR – nachhaltig verändern. Hinzu kommt, dass in vielen Unternehmen das HR nach wie vor ein Mauerblümchendasein fristet. Der ursprüngliche Fokus des 3-Säulen-Modells nach Dave Ulrich auf die Rollen von strategischem Partner, Change Agent, Mitarbeiter-Champion sowie administrativem Partner unter dem Gesamtanspruch von HR als Business Partner findet sich nur in wenigen Unternehmen und bleibt nach wie vor eine Utopie. Wie sich das HR neu erfindet Diese Tatsache verbunden mit den Herausforderungen einer neuen Arbeitswelt führt zwangsläufig zum Anspruch, dass sich Personalabteilungen radikal verändern müssen, wenn sie überleben wollen. Denn viele Aufgaben, auf welche sich das HR heute konzentriert, werden entweder ausgelagert oder automatisiert werden. In diesem Sinne bieten obige Herausforderungen eine enorme Chance, das HR mit fünf gezielten Handlungsempfehlungen neu zu erfinden um ihr eine tragende Rolle im Unternehmen der Zukunft zu geben: 1. Eine HR-Vision kreieren. Die Vision für die Personalabteilung steht in direktem Zusammenhang mit der Unternehmensvision und gibt ihr das notwendige Gewicht. Heute bestehen in Unternehmen meist HR-Strategien, die den Aspekt der HR-Vision als nachhaltiges Ziel oft vernachlässigen. Inhalte oder Beispiele von HR-Visionen, die nachhaltige Effekte versprechen, sind: HR als Experten-Center für den Menschen. HR wird im Thema Digitalisierung im Unternehmen führend sein. Wir sind für unsere Kunden Enabler, Educator und Designer. HR ist der Top Business-Partner rund um das Thema Mensch. HR bedeutet das Unternehmen und deren Arbeitswelt zu formen und gemeinsam mit Mitarbeitenden weiterzuentwickeln. Der Begriff „HR“ selbst muss in Zukunft nicht mehr bestehen bleiben. Best-Practise Fälle wie beispielsweise PostFinance, Swisscom oder Die Mobiliar zeigen, dass sich neue Bezeichnungen wie Employee Experience, Arbeitswelt oder Smart Work Departement als nachhaltiger und zutreffender erweisen. 2.	Kulturwandel und neue Rolle HR. Es braucht ein neues Mindset weg von der Ansicht, dass HR einfach die Sachen machen soll, welche mit dem Thema Mensch zu tun haben, hin zu der Ansicht, dass HR als Business Partner auftritt. Dies fördert einen Kulturwandel im Unternehmen und besonders im HR. Dabei sollen auch neue Rollen definiert werden wie etwa HR als: Partner im Projektmanagement Expert Center Entwicklungsmaschine über Bereichs- und Unternehmensgrenzen hinweg Verstärker von entscheidenden Grundwerten wie Engagement, Agilität, Gesundheit, Innovation, Wissen und Diversität. 3.	HR-Mitarbeitende besitzen ein Coachingprofil und sorgen innerhalb der Firma für ein Arbeitswelt-Erlebnis. Sie bringen neue Kompetenzen wie Projektskills, Selbstorganisationskompetenz, Kooperations- und Teamfähigkeit sowie IT-Kompetenzen als Querschnittskompetenzen mit. 4.	HR unterzieht sich einem Rebranding durch gezieltes Employer Branding und konzipiert eine Employee Value Proposition (EVP). Die Neupositionierung von HR wird dabei im Unternehmen aktiv unterstützt. Diese Massnahmen führen zu stärkeren Marketingaktivitäten und der Einführung eines eigenen Personalmarketings im HR. 5.	HR muss als Vorreiter im Thema Digitalisierung agieren und den eigenen Automationsgrad sowie Self-Service-Level erhöhen. In Einklang mit der Empfehlung Nr. 1, der konzipierten HR-Strategie, wird eine Digitalisierungsstrategie verabschiedet. Letztlich obliegt es immer noch dem Management zu entscheiden, welche Rolle sie dem HR zuspielen will. Obige Empfehlungen kommen am besten zum Tragen, wenn das HR als Mitglied der Geschäftsleitung mitwirkt und somit genügend Gewicht erhält. ### Quellen und weitere Informationen Ulrich, D. (1997). Human Resource Champions. Boston: Harvard Business School Press. Arbeiten Sie im HR und sind an einer Weiterbildung interessiert? Der Studiengang MAS FH in Human Resource Management ermöglicht Ihnen, Ihre strategische HR-Rolle weiterzuentwickeln und sich in ausgewählten HR-Gebieten gezielt zu vertiefen.
Aktuelles zur Quellenbesteuerung
Bei der Festsetzung der Quellensteuertarife werden Pauschalen für Berufskosten und Versicherungsprämien sowie Abzüge für die Familienlasten berücksichtigt. Gut informiert über die Neuerung bei der Quellenbesteuerung (Symbolbild) Die Quellensteuerverordnung (QStV) räumt den Steuerbehörden die Möglichkeit ein, im Tarif nicht (ausreichend) berücksichtigte Abzüge individuell zu gewähren sog. „Tarifkorrektur“. Es kommt aber auch zu Aufrechnungen, wie das folgende Urteil vom Steuerrekursgericht Zürich darlegt. Zürcher Steuerrekursgerichtsurteil zu Prämien für Nichtbetriebsunfälle Das Steuerrekursgericht Zürich hat mit Urteil Nr. QS.2018.7 vom 28. August 2018 entschieden, dass wenn der Arbeitgeber für seine Arbeitnehmenden die Nichtbetriebsunfallversicherungs-Beiträge (NBUV-Beiträge) übernimmt, diese Beiträge im Quellensteuerverfahren zum Bruttolohn hinzuzuzählen sind. Diese NBUV-Beiträge sind nämlich in pauschaler Form als abzugsfähige Kosten in den Quellensteuertarif eingerechnet. Ohne entsprechende Aufrechnung im Bruttolohn würden Quellenbesteuerte gegenüber den ordentlich besteuerten Arbeitnehmenden bevorzugt. Bundesgerichtsurteil zur Quasi-Ansässigkeit In seinem Urteil vom 26.01.2010 (BGer 2C 319/2009 vom 26.01.2010) hat das Bundesgericht erstmals die vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) entwickelte Rechtsprechung zur Quasi-Ansässigkeit übernommen. Im entsprechenden Entscheid wurde aufgrund des fehlenden Wohnsitzes in der Schweiz eine nachträgliche Tarifkorrektur zwar verweigert, jedoch wurde festgehalten, dass in gewissen Konstellationen die heutige QStV im Falle von nicht in der Schweiz ansässigen Personen (sogenannte „Gebietsfremde“) gegen das Freizügigkeitsabkommen (FZA) verstösst. Danach liegt eine unzulässige Diskriminierung vor, wenn gebietsfremde Steuerpflichtige anders behandelt werden als gebietsansässige Steuerpflichtige, sofern sich diese in vergleichbaren Situationen befinden. Eine vergleichbare Situation ist immer dann anzunehmen, wenn Gebietsfremde einen Grossteil ihrer Einkünfte (90% oder mehr ihres weltweiten Einkommens) im Arbeitsortstaat erzielen (sog. Quasi-Ansässigkeit). Hierbei werden die Einkünfte von Ehegatten zusammenaddiert. Ist diese Voraussetzung erfüllt, so soll der Arbeitsortstaat den Gebietsfremden dieselben steuerlichen Vergünstigungen gewähren wie den Gebietsansässigen. Damit hat das Bundesgericht den Weg für Tarifkorrekturen für im Ausland wohnhafte Grenzgänger oder internationale Wochenaufenthalter geebnet. Neuerung bei der Quellenbesteuerung Das am 16. Dezember 2016 verabschiedete Bundesgesetz über die Revision der Quellenbesteuerung des Erwerbseinkommens baut die Ungleichbehandlungen zwischen ausländischen Quellenbesteuerten mit Wohnsitz in der Schweiz und im Ausland wohnhafte Grenzgänger oder internationale Wochenaufenthalter, die als „Quasi-Ansässige“ qualifizieren, ab. Für quellensteuerpflichtige Personen mit Wohnsitz in der Schweiz (Ansässige) ist die nachträglich ordentliche Veranlagung (NOV) ab einem jährlichen Bruttoeinkommen von CHF 120‘000 aus unselbständiger Erwerbstätigkeit weiterhin obligatorisch. Übersteigt das an der Quelle besteuerte jährliche Bruttoeinkommen CHF 120’000, wird nachträglich eine ordentliche Veranlagung unter Anrechnung der abgezogenen Quellensteuer durchgeführt. Der Steuerpflichtige muss eine ordentliche Steuererklärung einreichen und seine weltweiten Einkünfte und sein weltweites Vermögen deklarieren. Ansässige quellensteuerpflichtige Personen mit einem jährlichen Bruttoeinkommen von weniger als CHF 120‘000 sowie „quasi-ansässige“ Quellensteuerpflichtige, welchen bis anhin lediglich das Verfahren der Quellensteuertarifkorrektur zur Verfügung stand, können neu auch eine nachträglich ordentliche Veranlagung (NOV) beantragen. Für alle anderen nicht-ansässigen Quellensteuerpflichtigen ist die Quellensteuer definitiv. Die bisherige Praxis der Tarifkorrektur wird somit abgeschafft. Das Bundesgesetz über die Revision der Quellenbesteuerung des Erwerbseinkommens tritt zusammen mit mehreren darauf basierenden Verordnungsänderungen am 1. Januar 2021 in Kraft. Damit erhalten die Kantone und die Unternehmen genügend Zeit, um die notwendigen Anpassungen vorzunehmen. # # # Weiterführende Literaturhinweise und Quellenangaben: PrimeTax Newsletter: Tax Notes 02/2019 Quellensteuertarifkorrekturen.
Mit seiner ganz eigenen Sicht der Weltpolitik hat sich Ian Bremmer eine erfolgreiche Unternehmensgruppe geschaffen. Die Eurasia Group ist in der Politik- und Risikoberatung weltweit tätig, auf GZERO Media verbreitet der Politikwissenschaftler seine Analysen über eigene Publikationskanäle. Ian Bremmer liefert für das zunehmend komplexe und unstrukturierte Weltgeschehen neue Erklärungsansätze. Die Top-Risiken der Weltpolitik für 2019 Seine Grundthese ist die, dass die globale Politiklandschaft zunehmend „führerlos“ ist. Eine von Bremmers Orientierungshilfen in diesem Umfeld sind die jährlich publizierten Top-Risiken. In der aktuellen Ausgabe für 2019 steht beispielsweise das Risiko der zunehmenden Schwächung transnationaler Organisationen wie der WTO und der NATO, aber auch der EU und der G20 an erster Stelle. Hälfte der US-Familien kann ungeplant keine 400 Dollar ausgeben Auch im Detail lenkt Bremmer den Blick immer wieder auf Fakten, die anderswo nicht im Rampenlicht stehen: Beispielsweise den weltweiten Rückgang politischer Freiheit seit rund 13 Jahren oder dass sich rund die Hälfte der amerikanischen Familien eine unvorhergesehene Ausgabe von 400 Dollar nicht leisten können, ohne einen Kredit aufzunehmen oder Besitz zu verkaufen. Kurze Videos erklären komplexe Themen In seinem Videoformat „In 60 seconds“ fasst er zudem komplexe Themen in kurzen Filmen zusammen. Die Themenpalette reicht von der US-Politik über Kapitalanlage für Frauen bis zum „Kalten Krieg“ zwischen Apple und Facebook. In diesem Video spricht Bremmer über die grossen Risiken für 2019: Wenn Sie das Video nicht sehen können, klicken Sie hier. ### Zu diesem Text: Dieser Text ist ein Beitrag der Kalaidos Fachhochschule zum Swiss Economic Forum 2019, welches Ende Mai in Interlaken stattfindet. Die Kalaidos Fachhochschule liefert regelmässig Take Aways mit aktuellem Fachwissen zu den Hauptthemen und Referentinnen des Forums für die App des Swiss Economic Forums. Die Kalaidos Fachhochschule ist Netzwerkpartnerin des Swiss Economic Forums, der Organisation hinter der führenden Wirtschaftskonferenz der Schweiz.
Bewertungsgrundsätze Finanzanlagen FER/OR: Swiss GAAP FER 41 und Art. 960 OR
In diesem Blogbeitrag gehen wir der Frage nach, wie die Bewertung der Kapitalanlagen nach dem Rechnungslegungsstandard Swiss GAAP FER 41 "Rechnungslegung für Gebäudeversicherer und Krankenversicherer" und nach dem Obligationenrecht zu erfolgen hat. Grundsatz Bewertung Kapitalanlagen nach Swiss GAAP FER 41 Die Gebäude- und Krankenversicherer müssen die Kapitalanlagen konsequent zu aktuellen Werten bewerten. Alternativ kann für festverzinsliche Kapitalanlagen auch die Kostenamortisationsmethode angewandt werden (FER41 Einleitung, f Bewertung Rz 20 und 22). In diesem Fall sind die aktuellen Werte im Anhang offenzulegen. Aufgrund der Besonderheiten der Rechnungslegung dieser Versicherer lässt der Standard eine Rückstellung für Risiken in den Kapitalanlagen zu (FER41 Einleitung, f Bewertung Rz 23). Ausweis der Marchzinsen Die Marchzinsen auf den festverzinslichen Kapitalanlagen können entweder in den (aktiven) Rechnungsabgrenzungen oder in den Kapitalanlagen erfasst werden. Falls die Marchzinsen im Kurswert nicht enthalten sind, sind die Marchzinsen bei der Bewertung zu aktuellen Werten zu erfassen (FER 41.26). 3-Stufen-Modell (FER 41.21) Die Bewertung der Kapitalanlagen im Einzelnen folgt einem 3-Stufen-Modell (FER 41.21): Unter aktuellen Werten werden grundsätzlich Marktwerte verstanden. Der aktuelle Wert von Grundstücken und Bauten sowie anderen Vermögensgegenständen ohne regelmässigen, öffentlichen Handel wird nach dem zu erwartenden Ertrag bzw. Geldfluss unter Berücksichtigung eines risikogerechten Kapitalisierungszinssatzes ermittelt, durch Vergleich mit ähnlichen Objekten geschätzt oder nach einer anderen allgemein anerkannten Methode berechnet. Der Betrag der so bewerteten Aktiven ist im Anhang offenzulegen. Ist kein aktueller Wert bekannt oder kann kein solcher festgelegt werden, können die Kapitalanlagen ausnahmsweise zu Anschaffungskosten abzüglich allfälliger Wertbeeinträchtigungen bewertet werden. Selbstgenutzte Liegenschaften (FER 41.32) können – wie bei FER 40 – entweder als Kapital- oder als Sachanlagen ausgewiesen werden. Bei den mit der Kostenamortisation bewerteten festverzinslichen Wertpapieren ist der aktuelle Wert im Anhang offenzulegen (FER 41.22). Beispiel für die Rückstellung für Risiken in den Kapitalanlagen (Beispiel 2 in FER 41) Diese Rückstellung bildet die langfristigen Volatilitäten des Kapitalmarktes ab. Sie wird am Gesamtportefeuille bemessen und jedes Jahr überprüft. Es wird eine Ziel-Rückstellung definiert, welche solange erfolgswirksam geäufnet wird, bis der Wert erreicht ist. Mit der Rückstellung werden Volatilitäten ausgeglichen. Der Ansatz beruht auf Erfahrungen der Vergangenheit und begründet sich mit systemischen Marktrisiken. Die Berechnung der Zielrückstellung kann sich beispielsweise wie folgt zusammensetzen: w% auf aktuellen Werten der Aktien x% auf Buchwerten der festverzinslichen Kapitalanlagen zu Marktwert bewertet, sofern dieser über 100% ist y% auf Immobilien z% auf übrigen Kapitalanlagen Beispiel aus dem Geschäftsbericht 2018 der Helsana Gruppe: Zusätzlich zu dieser Berechnung der Zielrückstellung kann der Zielwert in folgenden Situationen auch vorübergehend unter den langfristigen Zielwert sinken oder erhöht werden: Die Zielrückstellung kann vorübergehend unter den langfristigen Zielwert sinken, wenn in der Berichtsperiode überdurchschnittlich grosse Wertverluste resultieren, die grösser sind als eine Standardabweichung oder ein definierter %-Satz einer Standardabweichung. Die Anpassung erfolgt über die Erfolgsrechnung. Die Zielrückstellung kann vorübergehend ganz oder teilweise auf den Zielwert erhöht werden, wenn in der Berichtsperiode überdurchschnittlich grosse Wertgewinne resultieren, die grösser sind als eine Standardabweichung oder ein definierter %-Satz einer Standardabweichung. Die Anpassung erfolgt über die Erfolgsrechnung. (Quelle: eigene Darstellung) Bewertung nach Obligationenrecht Gemäss OR Art. 960 a Ziff. 1 erfolgt die Bewertung bei der Ersterfassung höchstens zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten. In der Folgebewertung (OR Art. 960a Ziff. 2) bleibt diese Höchstbewertungsvorschrift (Anschaffungs- oder Herstellungskosten) bestehen, vorbehältlich der nachfolgenden Ausnahmen: Zu aktuellen Werten (auch wenn dieser über den Anschaffungs- oder Herstellkosten liegt) bewertet werden dürfen Aktiven mit einem Börsenkurs oder einem anderen beobachtbaren Marktpreis in einem aktiven Markt. Wird von diesem Recht Gebrauch gemacht, müssen alle Aktiven dieser Gruppe zum aktuellen Wert bewertet und im Anhang darauf hingewiesen werden (OR Art. 960 b Ziff. 1). Für Wertschriften und übrige Aktiven mit beobachtbarem Marktpreis ist im Anhang der Gesamtwert gesondert auszuweisen (OR Art. 960 b Ziff. 1). Gemäss OR Art. 960 b Ziff. 2 darf das Unternehmen im Falle der Bewertung zu aktuellen Werten eine Wertberichtigung zu Lasten der Erfolgsrechnung vornehmen, um Kursschwankungen Rechnung zu tragen, wobei sowohl der Anschaffungswert wie auch ein allfällig tieferer Kurswert dabei nicht unterschritten werden dürfen. Diese Schwankungsreserve ist im Anhang gesondert auszuweisen. Beispiel Wertberichtigungen für Schwankungen im Kursverlauf a)	Aktueller Wert höher als Anschaffungswert Anschaffungswert (AW) 1‘000‘000 Aktueller Wert 1‘500‘000 Schwankungsreserve	500‘000 max. -> bis zu AW b)	Aktueller Wert tiefer als Anschaffungswert Anschaffungswert (AW) 1‘000‘000 Marktwert 900‘000 Schwankungsreserve	0 Bei den Vorräten und nicht fakturierten Dienstleistungen gilt das Lower of Cost or Market Prinzip, d.h. wenn der Veräusserungswert unter Berücksichtigung noch anfallender Kosten am Bilanzstichtag unter den Anschaffungs- oder Herstellungskosten liegt, so ist dieser tiefere Wert einzusetzen (OR 960c Ziff. 1) Berechnungsbeispiel für Vorräte und nicht fakturierte Dienstleistungen: Anschaffungswert Vorräte 100‘000 Noch anfallende Kosten am Bilanzstichtag 10‘000 Verkaufswert 85‘000 Einzusetzen ist der Betrag von CHF 85‘000, da der Anschaffungswert abzüglich noch anfallende Kosten CHF 90‘000 beträgt und der Verkaufswert tiefer als diese CHF 90‘000 ist. Lesen Sie hier weitere Blogbeiträge aus der Reihe Bewertungsgrundsätze FER/OR.

References: Art. 960
 Art. 960
 Art. 960
 Art. 960
 Art. 960
 Art. 960