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Timestamp: 2017-11-22 09:20:22+00:00

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BAG, Urteil vom 15.12.2009, 9 AZR 795/08 - HENSCHE Arbeitsrecht
BAG, Ur­teil vom 15.12.2009, 9 AZR 795/08
Schlagworte: Urlaub, Freizeitausgleich
Aktenzeichen: 9 AZR 795/08
Vorinstanzen: Arbeitsgericht Hamburg, Urteil vom 11.12.2007, 1 Ca 207/07
7 Sa 4/08
15. De­zem­ber 2009
hat der Neun­te Se­nat des Bun­des­ar­beits­ge­richts auf­grund der münd­li­chen Ver­hand­lung vom 15. De­zem­ber 2009 durch den Vor­sit­zen­den Rich­ter am
Bun­des­ar­beits­ge­richt Düwell, die Rich­te­rin am Bun­des­ar­beits­ge­richt Gall­ner, den Rich­ter am Bun­des­ar­beits­ge­richt Rein­fel­der so­wie die eh­ren­amt­li­chen Rich­ter Fal­tyn und Dr. Star­ke für Recht er­kannt:
Der Kläger ist seit 1996 als Ka­pitän ei­nes Ber­gungs­krans für die Be­klag­te tätig. Der Ber­gungs­kran ist in B sta­tio­niert. Auf das Heu­er­verhält­nis der Par­tei­en ist kraft ein­zel­ver­trag­li­cher Ver­ein­ba­rung der Man­tel­ta­rif­ver­trag für die deut­sche See­schiff­fahrt idF vom 24. Au­gust 2005 an­zu­wen­den (MTV-See).
Der MTV-See lau­tet aus­zugs­wei­se:
(1) Ansprüche aus dem Heu­er­verhält­nis ver­fal­len, wenn
sie nicht in­ner­halb von drei Mo­na­ten nach dem Ein­tritt der Fällig­keit schrift­lich gel­tend ge­macht wer­den (Aus­schluss­frist). Bei Heu­er­ansprüchen be­ginnt die Aus­schluss­frist erst ab Zu­gang der Ab­rech­nung zu lau­fen. Für die Beschäftig­ten, die sich im Zeit­punkt der Fällig­keit an Bord oder im Aus­land be­fin­den, be­ginnt der Lauf der Aus­schluss­frist nach Ablösung und Rück­kehr nach Deutsch­land.
(3) Für Tei­le ei­nes Ka­len­der­jah­res sind die Ta­ge für die Bord­dienst­zeit, Verfügungs­zeit und Ur­laubs­zei­ten an­tei­lig
Die Ta­rif­ver­trags­par­tei­en, der Ver­band Deut­scher Ree­der e. V. und die Ge­werk­schaft ver.di, ga­ben un­ter dem 6. März 2009 ei­ne ge­mein­sa­me Stel­lung­nah­me zu An­la­ge IV MTV-See aF ab. Sie brach­ten dort ua. zum Aus­druck, dass der sog. große Ur­laubs­an­spruch iSv. § 22 Abs. 6 An­la­ge IV MTV-See aF nur dann be­ste­he, wenn Bord­dienst ge­leis­tet wor­den sei. Für Zei­ten der Ar­beits­unfähig­keit ste­he den Ar­beit­neh­mern le­dig­lich der sog. klei­ne Ur­laubs-
an­spruch iSv. § 22 Abs. 7 An­la­ge IV MTV-See aF zu. Hätten die Ta­rif­ver­trags­par­tei­en das Pro­blem in den Ver­hand­lun­gen über An­la­ge IV MTV-See aF ge­se­hen, hätten sie für Zei­ten der Ar­beits­unfähig­keit nur den klei­nen Ur­laubs­an­spruch ver­ein­bart.
Der Kläger ar­bei­te­te im Jahr 2006 an 189 Ta­gen. Er nahm in die­sem Jahr an zwei Wehrübun­gen von je­weils zwölf Ka­len­der­ta­gen teil und war an 42 Ka­len­der­ta­gen ar­beits­unfähig er­krankt. An 19 Ka­len­der­ta­gen be­such­te der Kläger ei­nen Lehr­gang zur Wei­ter­bil­dung als Fach­kraft für den See­be­trieb. Die Be­klag­te gewähr­te dem Kläger 2006 ins­ge­samt 110 freie Ta­ge. Da­bei han­del­te es sich um 91 Ur­laubs­ta­ge und die 19 Ta­ge des Wei­ter­bil­dungs­lehr­gangs.
Die mo­nat­li­chen Ver­dienstab­rech­nun­gen des Klägers ent­hiel­ten ver­schie­de­ne An­ga­ben zu sei­nem Frei­zeit­kon­to. Sein Frei­zeit­kon­to für 2006 wur­de mit ins­ge­samt 170 Ta­gen aus­ge­stat­tet. Die Ver­dienstab­rech­nung für Ja­nu­ar 2006 ent­hielt kei­nen Über­trag aus dem Frei­zeit­kon­to des Vor­mo­nats. Für Ja­nu­ar, März, April, Mai, Ju­ni, Ju­li, Au­gust, Ok­to­ber und De­zem­ber 2006 wur­den dem Kläger je­weils 15,25 Frei­zeit­ta­ge auf dem Frei­zeit­kon­to gut-ge­schrie­ben. Im Fe­bru­ar 2006 wur­de ihm ein Frei­zeit­an­spruch von 14,25 Ta­gen gut­ge­bracht. Im Sep­tem­ber und im No­vem­ber 2006 be­trug der gut­ge­schrie­be­ne Frei­zeit­an­spruch je­weils 9,25 Ta­ge. Die Be­klag­te über­trug aus dem Jahr 2006 ei­nen Frei­zeits­al­do von 39 Ta­gen in das Jahr 2007.
die Be­klag­te zu ver­ur­tei­len, sein Frei­zeit­kon­to per 1. Ja­nu­ar 2007 um 65 Ta­ge auf 104 Ta­ge zu erhöhen und die Ver­dienstab­rech­nun­gen per 1. Ja­nu­ar 2007 ent­spre­chend zu kor­ri­gie­ren.
hat das Ur­teil des Ar­beits­ge­richts auf die Be­ru­fung des Klägers teil­wei­se ab­geändert und die Be­klag­te ver­ur­teilt, das Frei­zeit­kon­to des Klägers per 1. Ja­nu­ar 2007 um sie­ben Ta­ge auf 46 Ta­ge zu erhöhen und die Ver­dienstab­rech­nun­gen ent­spre­chend zu kor­ri­gie­ren. Im Übri­gen hat das Lan­des­ar­beits­ge­richt die Be­ru­fung zurück­ge­wie­sen. Mit der vom Lan­des­ar­beits­ge­richt zu­ge­las­se­nen Re­vi­si­on hat der Kläger zunächst sei­nen bis­he­ri­gen Kla­ge­an­trag in vol­lem Um­fang wei­ter­ver­folgt. In der Re­vi­si­ons­ver­hand­lung hat er sei­nen Sach­an­trag dar­auf be­schränkt, die Be­klag­te zu ver­ur­tei­len, sein Frei­zeit­kon­to per 1. Ja­nu­ar 2007 um wei­te­re 13 Ta­ge zu erhöhen und das Frei­zeit­kon­to in den Ver­dienstab­rech­nun­gen ent­spre­chend zu kor­ri­gie­ren. Der Kläger hat die wei­ter­ge­hen­de Re­vi­si­on zurück­ge­nom­men.
1. Nach § 22 Abs. 8 Satz 1 An­la­ge IV MTV-See aF ist das Ein­satz- und Ur­laubs­zeit­kon­to den Beschäftig­ten ein­mal ka­len­derjähr­lich be­kannt zu ge­ben. Darüber hin­aus wird auf Wunsch Aus­kunft über das je­wei­li­ge Ein­satz- und Ur­laubs­kon­to er­teilt (§ 22 Abs. 8 Satz 2 An­la­ge IV MTV-See aF). Aus die­sen
ta­rif­li­chen Be­stim­mun­gen er­gibt sich zu­gleich die Pflicht des Ar­beit­ge­bers, das Ur­laubs­kon­to rich­tig zu führen. Sonst könn­te der Ar­beit­ge­ber sei­ne Ver­pflich­tung, ei­ne verläss­li­che Aus­kunft über den Um­fang des be­reits gewähr­ten und des noch of­fe­nen Ur­laubs­an­spruchs zu ge­ben, nicht erfüllen. Der Ar­beit­neh­mer kann ver­lan­gen, dass der Ar­beit­ge­ber die ihm noch zu­ste­hen­den Ur­laubs­ansprüche im Ur­laubs­kon­to zu­tref­fend aus­weist und ggf. nöti­ge Kor­rek­tu­ren vor­nimmt.
(1) Ruht das Ar­beits­verhält­nis iSd. Ar­beits­platz­schutz­ge­set­zes, ent­fal­len die ge­gen­sei­ti­gen Haupt­leis­tungs­pflich­ten, so­weit nicht aus­drück­lich et­was an­de­res ver­ein­bart wird. Der recht­li­che Be­stand des Ar­beits­verhält­nis­ses bleibt den­noch un­berührt. Nach § 4 Abs. 1 iVm. § 10 Arb­PlSchG aF kann der Ar­beit­ge­ber den Er­ho­lungs­ur­laub, der dem Ar­beit­neh­mer für ein Ur­laubs­jahr aus dem
Ar­beits­verhält­nis zu­steht, al­ler­dings für je­den vol­len Ka­len­der­mo­nat, den der Ar­beit­neh­mer Wehr­dienst leis­tet, um ein Zwölf­tel kürzen.
Vor­schrift ist nur dann an­zu­wen­den, wenn das Ar­beits­verhält­nis nicht während des ge­sam­ten Ka­len­der­jah­res be­steht.
(1) Der nor­ma­ti­ve Teil ei­nes Ta­rif­ver­trags ist grundsätz­lich nach den für Ge­set­ze gel­ten­den Re­geln aus­zu­le­gen. Aus­zu­ge­hen ist zunächst vom Ta­rif­wort­laut. Auf die­ser Grund­la­ge ist der wirk­li­che Wil­le der Ta­rif­ver­trags­par­tei­en
zu er­mit­teln, so­weit er sich in den ta­rif­li­chen Re­ge­lun­gen nie­der­ge­schla­gen hat. Der ta­rif­li­che Zu­sam­men­hang kann Auf­schluss über den von den Ta­rif­ver­trags­par­tei­en ver­folg­ten Zweck ge­ben. Auch auf die Ent­ste­hungs­ge­schich­te und die Ta­rif­pra­xis kann zurück­ge­grif­fen wer­den. Prak­ti­ka­bi­lität und Sinn des Aus­le­gungs­er­geb­nis­ses sind im Au­ge zu be­hal­ten. Im Zwei­fel ist die Aus­le­gung vor­zugswürdig, die zu ei­ner vernünf­ti­gen, sach­ge­rech­ten, zweck­ori­en­tier­ten und prak­tisch brauch­ba­ren Re­ge­lung führt (vgl. für die st. Rspr. Se­nat 19. Mai 2009 - 9 AZR 135/08 - Rn. 22; 20. Ja­nu­ar 2009 - 9 AZR 677/07 - Rn. 35, AP TVG § 1 Al­ters­teil­zeit Nr. 43 = EzA TVG § 4 Al­ters­teil­zeit Nr. 30).
(b) Ei­ne Aus­nah­me von dem An­spruch auf 150 Ta­ge Ur­laub im Ka­len­der­jahr nach § 22 Abs. 6 An­la­ge IV MTV-See aF ist nur un­ter den Vor­aus-
set­zun­gen des § 22 Abs. 7 An­la­ge IV MTV-See aF an­zu­neh­men. Die Ta­rif­ver­trags­par­tei­en ha­ben mit dem Be­griff „Dienst an Land leis­ten“ in § 22 Abs. 7 An­la­ge IV MTV-See aF zum Aus­druck ge­bracht, dass es nicht dar­auf an­kommt, wo sich der Ar­beit­neh­mer tatsächlich aufhält. Ent­schei­dend ist, ob er recht­lich ver­pflich­tet ist, statt des Bord­diens­tes Dienst an Land zu leis­ten. Das wird durch § 22 Abs. 1 und 4 An­la­ge IV MTV-See aF bestätigt. Ein an An­la­ge IV MTV-See aF ge­bun­de­ner Ar­beit­neh­mer leis­tet nur dann Dienst an Land, wenn er ab­wei­chend von § 22 Abs. 4 iVm. Abs. 1 Satz 3 Nr. 1 An­la­ge IV MTV-See aF auch recht­lich ver­pflich­tet ist, Dienst an Land zu leis­ten. Sonst bleibt es bei sei­ner Ver­pflich­tung, an 183 Ta­gen Bord­dienst zu leis­ten.
auch für § 22 An­la­ge IV MTV-See aF zu gel­ten. § 22 Abs. 6 der An­la­ge IV MTV-See aF be­gründet kei­ne wei­te­ren Vor­aus­set­zun­gen. In § 22 Abs. 7 An­la­ge IV MTV-See aF wird le­dig­lich der Dienst an Land erwähnt. Dar­an wird deut­lich, dass die Ta­rif­ver­trags­par­tei­en für die Ar­beit­neh­mer der Be­klag­ten in be­wuss­ter Ab­wei­chung von § 22 MTV-See kei­nen aus­nahms­wei­se verkürz­ten „klei­nen“ Ur­laubs­an­spruch be­gründen woll­ten, wenn der Ar­beit­neh­mer in Zei­ten ei­nes ei­gent­lich zu leis­ten­den Bord­diens­tes an ei­ner Wehrübung teil­nimmt oder er­krankt.
Bord er­wor­ben wer­den kann, führt zu kei­nem an­de­ren Aus­le­gungs­er­geb­nis. Übe­rein­stim­men­de Stel­lung­nah­men der Ta­rif­ver­trags­par­tei­en können bei der Er­mitt­lung des ob­jek­ti­ven Ta­ri­fin­halts hilf­reich sein. Der Wil­le der Ta­rif­ver­trags­par­tei­en, wie er in der ge­mein­sa­men Stel­lung­nah­me vom 6. März 2009 ge-äußert wur­de, hat sich je­doch nicht in Wort­laut und Zu­sam­men­hang der Ta­rif­vor­schrif­ten nie­der­ge­schla­gen. Auf sie kommt es bei der Aus­le­gung des nor­ma­ti­ven Teils ei­nes Ta­rif­ver­trags ent­schei­dend an (vgl. zB BAG 5. Au­gust 2009 - 10 AZR 1006/08 - Rn. 21 mwN, AP TVG § 4 Nr. 32). Aus dem ein­deu­ti­gen ta­rif­li­chen Wort­laut des § 22 Abs. 7 An­la­ge IV MTV-See aF er­gibt sich viel­mehr, dass sich der klei­ne Ur­laubs­an­spruch auf Zei­ten, in de­nen der Ar­beit­neh­mer Dienst an Land leis­tet, be­schränkt.
ur­laubs­an­spruch nach dem MTV-See Se­nat 16. De­zem­ber 2008 - 9 AZR 164/08 - Rn. 40 mwN, AP BUrlG § 7 Nr. 40 = EzA BUrlG § 7 Nr. 120).
b) Der An­spruch des Klägers auf Gut­schrift von wei­te­ren 13 Ta­gen auf sei­nem Frei­zeit­kon­to be­ruht auf § 22 Abs. 1, 6 und 8 der An­la­ge IV MTV-See aF. Auf­grund der Na­tur des An­spruchs kann er während des be­ste­hen­den Heu­er­verhält­nis­ses nicht fällig iSd. ta­rif­li­chen Aus­schluss­frist wer­den. Sonst würde der mit § 22 Abs. 8 An­la­ge IV MTV-See aF ver­folg­te Zweck, dass der Beschäftig­te je­der­zeit ei­ne verläss­li­che und zu­tref­fen­de Aus­kunft über die Höhe sei­nes noch of­fe­nen Ur­laubs­an­spruchs er­hal­ten kann, nicht er­reicht. Da­mit un­terfällt auch der ta­rif­li­che Ur­laubs­an­spruch des Klägers nicht der ta­rif­li­chen Aus­schluss­frist. Er wird während des be­ste­hen­den Heu­er­verhält­nis­ses vor Gewährung des Ur­laubs nicht fällig iSv. § 34 MTV-See (vgl. zu § 22 MTV-See Lin­de­mann/Bemm See­manns­ge­setz und Man­tel­ta­rif­ver­trag für die deut­sche See­schiff­fahrt 6. Aufl. § 32 Rn. 20). Der Ur­laubs­an­spruch nach § 22 An­la­ge IV MTV-See aF ent­steht oh­ne War­te­zeit mit Be­ginn des Heu­er­verhält­nis­ses oder - bei schon be­ste­hen­dem Heu­er­verhält­nis - mit Be­ginn des Ka­len­der­jah­res. Be­reits zu die­sem Zeit­punkt kann der Beschäftig­te den Ur­laub vom Ree­der ver­lan­gen. Grif­fe die ta­rif­li­che Aus­schluss­frist ein, müss­te der Ar­beit­neh­mer in­ner­halb ei­ner Frist von drei Mo­na­ten nach Be­ginn des Heu­er­verhält­nis­ses oder nach Jah­res­be­ginn sei­nen Ur­laubs­an­spruch schrift­lich gel­tend ma­chen. Das ent­spricht nicht dem in § 22 An­la­ge IV MTV-See aF und § 23 MTV-See zum Aus­druck ge­brach­ten Wil­len der Ta­rif­ver­trags­par­tei­en. Dort ha­ben die Ta­rif­ver­trags­par­tei­en den Ur­laubs­an­spruch zeit­lich nicht be­fris­tet, ihn al­so we­der an das Ka­len­der­jahr noch an ei­nen Über­tra­gungs­zeit­raum ge­bun­den.
5. Der Kläger hat­te für das Ka­len­der­jahr 2006 nach § 22 Abs. 6 An­la­ge IV MTV-See aF An­spruch auf ins­ge­samt 150 Ur­laubs­ta­ge. Im Um­fang von 91 Ta­gen sind die Frei­zeit­ansprüche durch Gewährung sog. Ur­laubs nach § 362 Abs. 1 BGB er­lo­schen. Dem Frei­zeit­kon­to des Klägers wa­ren dem­nach mit Wir­kung vom 1. Ja­nu­ar 2007 noch 59 Ur­laubs­ta­ge aus dem Jahr 2006 gut­zu­schrei­ben. Die Be­klag­te schrieb dem Frei­zeit­kon­to nach den nicht an-ge­grif­fe­nen und da­mit bin­den­den Fest­stel­lun­gen des Lan­des­ar­beits­ge­richts (§ 559 Abs. 2 ZPO) 39 Ta­ge aus dem Jahr 2006 gut. In die­sem Um­fang ist der An­spruch des Klägers auf Gut­schrift der Ansprüche im Frei­zeit­kon­to nach § 362 Abs. 1 BGB erfüllt. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt hat die Be­klag­te fer­ner rechts­kräftig ver­ur­teilt, das Frei­zeit­kon­to des Klägers per 1. Ja­nu­ar 2007 um sie­ben wei­te­re Ta­ge zu erhöhen. Der Kläger kann des­halb noch be­an­spru­chen, dass sei­nem Frei­zeit­kon­to wei­te­re 13 Ta­ge gut­ge­schrie­ben und die Ver­dienstab­rech­nun­gen seit Ja­nu­ar 2007 ent­spre­chend geändert wer­den.
Fal­tyn
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References: § 22
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 § 4
 § 10
 § 1
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 § 4
 § 22
 § 7
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 § 34
 § 22
 § 32
 § 22
 § 22
 § 23
 § 22
 § 362
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