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Timestamp: 2016-10-24 23:37:22+00:00

Document:
U 254/06 (06.03.2007)
U 254/06
Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft, Hohlstrasse 552, 8048 Z�rich, Beschwerdef�hrerin,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Felix R�egg, Dahliastrasse 5, 8008 Z�rich.
Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Z�rich vom 29. M�rz 2006.
L.________, geboren 1972, war seit 28. M�rz 1994 mit einem Vollzeitpensum als Revisorin f�r die Firma "X.________ AG" in Y.________ (nachfolgend: Arbeitgeberin 1) erwerbst�tig und in dieser Eigenschaft bei den ELVIA Versicherungen (heute: Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft; nachfolgend: Allianz oder Beschwerdef�hrerin) obligatorisch gegen Unf�lle versichert, als der von ihr gelenkte, vor einem Rotlicht bis zum Stillstand abgebremste Personenwagen am 1. September 1994 von einem nachfolgenden Lieferwagen, welcher nicht mehr rechtzeitig ausweichen konnte, an der linken Ecke der Heckstossstange gerammt wurde. Der am Unfalltag erstbehandelnde Hausarzt Dr. med. O.________, schloss oss�re L�sionen aus, attestierte eine volle Arbeitsunf�higkeit und diagnostizierte ein Schleudertrauma der Halswirbels�ule (HWS) sowie eine Kontusion des thorako-lumbalen �berganges ohne sichtbare Prellmarken (Arztzeugnis UVG vom 12. September 1994). Die Allianz anerkannte ihre Leistungspflicht, erbrachte ein Taggeld und �bernahm die Heilbehandlung. Dr. med. O.________ berichtete am 11. Oktober 1994 �ber eine langsame Regredienz der Beschwerden unter intensiver physiotherapeutischer Behandlung sowie �ber die seit 3. Oktober 1994 wieder erlangte Arbeitsf�higkeit von 50 %. Nach einer erneuten Phase mit voller Arbeitsunf�higkeit ging der behandelnde Rheumatologe Dr. med. R.________ ab 20. Januar 1995 wiederum von einer 50%igen Arbeitsf�higkeit aus und verordnete "nochmals eine Serie Physiotherapie mit Triggerpunktbehandlung und Ultraschall" (Bericht vom 22. Mai 1995). Die Arbeitgeberin 1 l�ste das Arbeitsverh�ltnis mit der Versicherten wegen ungen�gender Leistungen zum 30. April 1995 auf. Am 2. August 1995 berichtete Dr. med. R.________, die letzte Kontrolle bei ihm habe am 12. Juli 1995 stattgefunden. Bei Belastung beklage sich L.________ immer noch �ber vermehrte cervicale Schmerzen. "Objektiv [sei] die HWS jedoch frei beweglich und es [best�nden] praktisch keine Druckdolenzen mehr." Mit einer vollen Arbeitsf�higkeit k�nne ab 1. August 1995 gerechnet werden. Ein Jahr nach dem Unfall sei nochmals eine Kontrolle bei ihm vorgesehen. Mit Arztzeugnis vom 14. September 1995 bescheinigte Dr. med. R.________ der Versicherten eine volle Arbeitsf�higkeit ab 1. September 1995. Gem�ss Schreiben des Rechtsvertreters der L.________ an die Allianz vom 3. September 2003 best�tigte der behandelnde Rheumatologe der Versicherten nur deshalb eine 100%ige Arbeitsf�higkeit, "damit sie stempeln konnte". Demgegen�ber informierte ihr fr�herer Rechtsvertreter die ELVIA Versicherungen (nachmals Allianz) bereits am 15. August 1995 dahingehend, Dr. med. R.________ habe L.________ erkl�rt, dass er sie ab 1. September 1995 als 100 % arbeitsf�hig einstufen werde und sie deshalb bem�ht sein m�sse, ab diesem Datum wieder voll erwerbst�tig zu sein. Weiter ist diesem Schreiben vom 15. August 1995 zu entnehmen, die Versicherte werde sich ab 1. September 1995 selbstst�ndig machen und nebenbei noch eine zus�tzliche Ausbildung absolvieren, um das Diplom als eidgen�ssisch diplomierte Treuh�nderin zu erwerben. Die Schule A.________ hielt am 17. Februar 2004 fest, dass L.________ das erste, zweite und dritte Semester des Berufspr�fungslehrganges f�r Treuh�nder 1995-1997 sehr regelm�ssig besucht und die entsprechenden Kursgelder bezahlt habe. Erst im Oktober 1996 habe sie sich f�r das vierte und f�nfte Semester abgemeldet. Von September 1995 bis Oktober 1996 bezog sie Arbeitslosenentsch�digung. Ab 21. Oktober 1996 war sie mit einem Vollzeitpensum als kaufm�nnische Angestellte in der Buchhaltungsabteilung der Firma "P.________ AG" (nachfolgend: Arbeitgeberin 2) t�tig. Diese Arbeitsstelle k�ndigte die Versicherte zum 31. Oktober 1997 aus eigenem Willen, "um eine neue Herausforderung anzunehmen" (Schreiben der Arbeitgeberin 2 vom 15. M�rz 2004). Im November 1997 nahm sie die selbst�ndige Erwerbst�tigkeit als Treuh�nderin auf. Seit Mai 2000 f�hrt sie die im Handelsregister des Kantons Z�rich eingetragene Einzelfirma "T.________".
Am 2. Februar 1998 teilte die Allianz der Versicherten mit, gem�ss Bericht des Neurologen Dr. med. I.________, vom 21. Juli 1997 seien nur noch geringe Restbeschwerden des Beschleunigungstraumas vom 1. September 1994 bemerkbar. Die geklagten gesundheitlichen Beeintr�chtigungen (leichte Gef�hlsst�rungen an allen vier Extremit�ten und im Gesicht) k�nne der Facharzt keiner neurologisch erkl�rbaren Ursache zuordnen. Bei voller Arbeitsf�higkeit empfehle er der Versicherten, sich im Falle des Wiederauftretens von vermehrten Beschwerden (Nacken- und Kopfschmerzen sowie Lumbalgien) erneut beim behandelnden Rheumatologen zwecks Einleitung einer weiteren physikalischen Therapie zu melden. Die Allianz betrachtete die unfallbedingte Behandlung am 2. Februar 1998 ohne weitere Anspr�che auf Versicherungsleistungen vorbeh�ltlich des R�ckfallmelderechts als abgeschlossen. Ohne obligatorische Unfallversicherungsdeckung durch die Allianz ereigneten sich am 16. Dezember 1998 und 17. Dezember 1999 zwei neue Strassenverkehrskollisionen, welche bei L.________ zu Beeintr�chtigungen ihrer Gesundheit f�hrten. Eine zus�tzliche Auffahrkollision erfolgte am 16. Februar 1999. Nach umfangreichen medizinischen und erwerblichen Abkl�rungen stellte die Allianz s�mtliche Leistungen zum 13. Juni 1996 ein (Verf�gung vom 16. Juni 2004). Die von Seiten der Versicherten und ihrer obligatorischen Krankenpflegeversicherung erhobenen Einsprachen wies die Allianz mit der Feststellung ab, die Leistungseinstellung sei "sp�testens per 2. Februar 1998" festzulegen (Einspracheentscheid vom 3. Dezember 2004).
Die hiegegen erhobene Beschwerde der L.________ hiess das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich gut, hob den Einspracheentscheid vom 3. Dezember 2004 auf und stellte fest, dass die Allianz �ber den 2. Februar 1998 hinaus leistungspflichtig sei (Entscheid vom 29. M�rz 2006).
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt die Allianz unter Kosten- und Entsch�digungsfolgen zu Lasten der Versicherten die Aufhebung des kantonalen Gerichtsentscheids.
W�hrend L.________ auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliesst, verzichtet das Bundesamt f�r Gesundheit auf eine Vernehmlassung.
2.1 Das kantonale Gericht hat die gesetzlichen Bestimmungen �ber den Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung im Allgemeinen (Art. 6 Abs. 1 UVG) sowie bei R�ckf�llen und Sp�tfolgen (Art. 11 UVV) ebenso zutreffend dargelegt wie die Rechtsprechung zu dem grunds�tzlich f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers vorausgesetzten nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidit�t, Tod; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181, 402 E. 4.3.1 S. 406, 119 V 335 E. 1 S. 337, 118 V 286 E. 1b S. 289, je mit Hinweisen) sowie im Besonderen bei Folgen eines Unfalles mit Schleudertrauma der HWS oder �quivalenten Verletzungen ohne organisch nachweisbare Funktionsausf�lle (BGE 117 V 359; vgl. auch RKUV 2002 Nr. U 456 S. 437, U 76/01). Gleiches gilt f�r die Ausf�hrungen betreffend die Pflicht des Unfallversicherers zum Nachweis der dahingefallenen Kausalit�t bei Leistungseinstellung (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 45, U 355/98, und 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b, U 180/93, je mit Hinweisen). Korrekt sind auch die Hinweise auf die Beweisw�rdigung sowie den Beweiswert von medizinischen Berichten und Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352, 122 V 157 E. 1c S. 160 f. mit Hinweisen). Darauf wird verwiesen.
2.2 Im Weiteren setzt die Leistungspflicht des Unfallversicherers voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein ad�quater Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als ad�quate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuf�hren, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als beg�nstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181 mit Hinweis). Bei der Beurteilung der Ad�quanz von organisch nicht (hinreichend) nachweisbaren Unfallfolgesch�den ist rechtsprechungsgem�ss (BGE 127 V 102 E. 5b/bb S. 103 mit Hinweisen) wie folgt zu differenzieren: Es ist zun�chst abzukl�ren, ob die versicherte Person beim Unfall ein Schleudertrauma der Halswirbels�ule, eine dem Schleudertrauma �quivalente Verletzung (SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 E. 2, U 183/93) oder ein Sch�del-Hirntrauma erlitten hat. Ist dies nicht der Fall, gelangt die Rechtsprechung gem�ss BGE 115 V 133 E. 6c/aa S. 140 zur Anwendung. Ergeben die Abkl�rungen, dass die versicherte Person eine der soeben erw�hnten Verletzungen erlitten hat, muss beurteilt werden, ob die zum typischen Beschwerdebild einer solchen Verletzung geh�renden Beeintr�chtigungen (vgl. dazu: BGE 119 V 335 E. 1 S. 337, 117 V 359 E. 4b S. 360) zwar teilweise vorliegen, im Vergleich zur psychischen Problematik aber ganz in den Hintergrund treten. Trifft dies zu, sind f�r die Ad�quanzbeurteilung ebenfalls die in BGE 115 V 133 E. 6c/aa S. 140 f�r Unf�lle mit psychischen Folgesch�den aufgestellten Grunds�tze massgebend; andernfalls erfolgt die Beurteilung der Ad�quanz gem�ss den in BGE 117 V 359 E. 6a S. 366 und 369 E. 4b S. 382 festgelegten Kriterien ( BGE 123 V 98 E. 2a S. 99 mit Hinweisen). Gleiches gilt, wenn die im Anschluss an den Unfall auftretenden psychischen St�rungen nicht zum typischen Beschwerdebild eines HWS-Traumas geh�ren. Erforderlichenfalls ist vorg�ngig der Ad�quanzbeurteilung zu pr�fen, ob es sich bei den im Anschluss an den Unfall geklagten psychischen Beeintr�chtigungen um blosse Symptome des erlittenen Traumas oder aber um eine selbstst�ndige (sekund�re) Gesundheitssch�digung handelt, wobei f�r die Abgrenzung insbesondere Art und Pathogenese der St�rung, das Vorliegen konkreter unfallfremder Faktoren oder der Zeitablauf von Bedeutung sind (RKUV 2001 Nr. U 412 S. 79, U 96/00). Wie das Eidgen�ssische Versicherungsgericht in dem in RKUV 2002 Nr. U 465 S. 437, U 164/01, publizierten Urteil schliesslich dargelegt hat, ist die Ad�quanz des Kausalzusammenhangs nur dann im Sinne von BGE 123 V 98 E. 2a S. 99 unter dem Gesichtspunkt einer psychischen Fehlentwicklung nach Unfall zu beurteilen, wenn die psychische Problematik bereits unmittelbar nach dem Unfall eindeutige Dominanz aufweist. Wird die Rechtsprechung gem�ss BGE 123 V 98 E. 2a S. 99 in einem sp�teren Zeitpunkt angewendet, ist zu pr�fen, ob im Verlaufe der ganzen Entwicklung vom Unfall bis zum Beurteilungszeitpunkt die physischen Beschwerden gesamthaft nur eine sehr untergeordnete Rolle gespielt haben und damit ganz in den Hintergrund getreten sind. Nur wenn dies zutrifft, ist die Ad�quanz nach der Rechtsprechung zu den psychischen Unfallfolgen (BGE 115 V 133) zu beurteilen.
Streitig und zu pr�fen ist, ob die Versicherte �ber den Zeitpunkt des von der Allianz auf den 2. Februar 1998 festgesetzten folgenlosen Fallabschlusses hinaus Anspruch auf weitere Versicherungsleistungen hat.
Das kantonale Gericht bejahte einen Anspruch auf Versicherungsleistungen �ber den Terminierungszeitpunkt hinaus, ohne die Ad�quanz des Kausalzusammenhanges zwischen den anhaltend geklagten Beschwerden und dem versicherten Unfallereignis vom 1. September 1994 zu pr�fen. Demgegen�ber bestreitet die Beschwerdef�hrerin ab dem Zeitpunkt der Leistungseinstellung das Vorhandensein einer anspruchsbegr�ndenden Gesundheitsst�rung, welche in einem nat�rlichen und ad�quatkausalen Zusammenhang mit dem Unfall vom 1. September 1994 steht.
5.1 Mit Blick auf die Frage nach dem nat�rlichen Kausalzusammenhang ist zun�chst klarzustellen, dass der die Beschwerdegegnerin wiederholt untersuchende Neurologe Dr. med. I.________ in seinem Bericht vom 21. Juli 1997, wie vom kantonalen Gericht korrekt wiedergegeben, einzig die drei Diagnosen "[1.] Gef�hlsst�rungen mit Pruritus an allen vier Extremit�ten unklarer �tiologie, [2.] anamnestisch Gef�hlsst�rungen im Gesicht links unklarer �tiologie [sowie 3.] Status nach Beschleunigungstrauma der HWS am 1. September 1994" stellte. Hinsichtlich der ersten beiden Diagnosen brachte der Facharzt unmissverst�ndlich zum Ausdruck, dass diese subjektiv geklagten Befindlichkeitsst�rungen der Versicherten urs�chlich nicht erkl�rbar seien, also auch nicht mit dem im Sozialversicherungsrecht �blichen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181 mit Hinweisen) als nat�rlich kausale Folgen des Unfalles vom 1. September 1994 beurteilt werden k�nnten. Der dritten Diagnose betreffend "Status nach Beschleunigungstrauma der HWS am 1. September 1994" ist schliesslich einzig die Feststellung zu entnehmen, dass die Beschwerdegegnerin am 1. September 1994 tats�chlich eine HWS-Distorsion erlitten hat. Dar�ber, ob die zeitlich nach diesem Unfall aufgetretenen Beschwerden allesamt mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit in einem nat�rlichen Kausalzusammenhang mit dem angeblich ausl�senden Ereignis stehen, sagt diese Diagnose nichts aus. Denn nicht jede nach einem Unfall aufgetretene gesundheitliche St�rung ist - nach der Formel "post hoc, ergo propter hoc" - zwangsl�ufig auch als unfallbedingt zu qualifizieren (vgl. BGE 119 V 335 E. 2b/bb i.f. S. 341 f.).
5.2 Entgegen der Vorinstanz ist aus dem Bericht des Dr. med. I.________ vom 21. Juli 1997 zu schliessen, dass damals - abgesehen von einer noch eigenverantwortlich ohne �rztliche �berwachung allm�hlich zu reduzierenden medikament�sen Therapie geringf�giger unfallbedingter Restbeschwerden mit Magnesiocard - die Heilbehandlung bei voller Arbeitsf�higkeit abgeschlossen war. Die "nach dem Unfall aufgetretenen Konzentrations- und Ged�chtnisst�rungen [waren] weitgehend verschwunden." Die kaum mehr bemerkbare, haupts�chlich belastungsabh�ngige Cervico-Cephalgie und gelegentlich eine Lumbalgie bedurften keiner weiteren �rztlichen oder physikalischen Behandlung mehr. Dr. med. I.________ empfahl einzig f�r den Fall, dass es zu vermehrten Beschwerden kommen sollte, eine erneute Konsultation beim Rheumatologen Dr. med. R.________. Die Arbeitgeberin 2 best�tigte mit Schreiben vom 15. M�rz 2004, dass die Beschwerdegegnerin vom 21. Oktober 1996 bis 31. Oktober 1997 ihr Vollzeitpensum ohne auffallende Absenzen absolviert habe. W�hrend die Versicherte ab November 1997 die selbst�ndige Erwerbst�tigkeit aufnahm, ersuchte ihr damaliger Rechtsvertreter die ELVIA Versicherungen (nachmals Allianz) am 27. November 1997, "die Integrit�tsentsch�digung zu verf�gen, damit [er] anschliessend den Direktschaden mit der Winterthur Versicherung [zust�ndige Haftpflichtversichererin] definitiv erledigen [k�nne]". Auch dies l�sst darauf schliessen, dass im Zeitpunkt der Leistungsterminierung per 2. Februar 1998 keine behandlungsbed�rftigen Unfallfolgen mehr vorlagen. Mit Blick auf die von der Haftpflichtpflichtversichererin vorgeschlagene Zahlung per Saldo aller Anspr�che war die Beschwerdegegnerin vor allem aus finanziellen Gr�nden nicht einverstanden, indem sie in erster Linie auf ihre neurologisch nicht objektivierbaren, subjektiv jedoch weiterhin geklagten Sensibilit�tsst�rungen verwies. Insbesondere ist dem Schreiben der Versicherten vom 7. August 1998 entsprechend den tats�chlichen Verh�ltnissen mit keinem Wort zu entnehmen, dass sie seit dem 1. September 1994 ununterbrochen an behandlungsbed�rftigen Unfallfolgen leide.
5.3 Noch vor dem zweiten, nicht bei der Allianz versicherten Unfall vom 16. Dezember 1998 begab sich die Beschwerdegegnerin im November 1998 in die Behandlung des Allgemeinmediziners Dr. med. S.________. Dieser hielt in seinem Bericht vom 31. Oktober 2000 ausdr�cklich fest: "Damals [im November 1998] stand ein somatisches Leiden im Vordergrund, das nicht in einem urs�chlichen Zusammenhang mit dem durchgemachten Autounfall am 1. September 1994 stand." Erst die Frontalkollision vom 16. Dezember 1998 verursachte dann erneut behandlungsbed�rftige unfallbedingte Gesundheitsst�rungen (Folgen einer HWS-Distorsion und Knieprellung gem�ss Bericht der Neuropsychologin Dr. phil. C.________, vom 24. Mai 2000, S. 3). Wegen den Auswirkungen dieses nicht bei der Allianz versicherten und selbst verschuldeten Unfalles (Nichtgew�hren des Vortritts an entgegenkommendes Fahrzeug beim Linksabbiegen) attestierte Dr. med. S.________ der Beschwerdegegnerin ab 17. Dezember 1998 erneut eine volle Arbeitsunf�higkeit. Bei der Frontalkollision vom 16. Dezember 1998 handelte es sich um den schwersten der drei Strassenverkehrsunf�lle vom 1. September 1994, 16. Dezember 1998 und 17. Dezember 1999. Dies ist aus den Tatsachen zu schliessen, dass aktenkundig - im Gegensatz zu den �brigen beiden Unf�llen - am 16. Dezember 1998 gem�ss Unfallrapport die Polizei an die Unfallstelle beigezogen wurde, dass beide Unfallfahrzeuge abgeschleppt werden mussten, dass die Versicherte nach diesem Ereignis sofort die Notfallstation des Spitals aufsuchte (Bericht der Dr. phil. C.________ vom 24. Mai 2000, S. 3) und dass an den verunfallten Fahrzeugen nach Polizeisch�tzung ein Sachschaden von total ca. Fr. 14'000.- entstand.
5.4 Die echtzeitliche Aktenlage bei Fallabschluss durch die Allianz spricht daf�r, dass (sp�testens) zum 2. Februar 1998 keine unfallbedingten objektivierbaren Beeintr�chtigungen der Gesundheit mehr vorhanden waren, welche einen Anspruch auf Versicherungsleistungen begr�ndeten. Soweit die Versicherte gegen�ber dem ab November 1998 behandelnden Dr. med. S.________ das bei der Allianz versicherte Unfallereignis vom 1. September 1994 als das schwerste und folgenreichste schilderte (Bericht vom 31. Oktober 2000) und gegen�ber der Neuropsychologin sogar verlauten liess, ca. zwei Monate nach dem eben genannten Unfall sei "eine Verschiebung von drei Rippen im unteren Brustwirbels�ulen-Bereich festgestellt" worden (Bericht der Dr. phil. C.________ vom 24. Mai 2000, S. 2), finden sich in den umfangreichen - insbesondere medizinischen - Akten keine Anhaltspunkte f�r diese Behauptungen. Auch zur Begr�ndung der von der Beschwerdegegnerin im Schreiben vom 4. Dezember 2003 vertretenen Auffassung, sie habe die in der Schule A.________ 1995 begonnene Ausbildung zur eidgen�ssisch diplomierten Treuh�nderin aus unfallbedingten gesundheitlichen Gr�nden abbrechen m�ssen, lassen sich den Akten keine Hinweise entnehmen. Abweichend von der Darstellung der Versicherten best�tigte die Schule A.________ am 17. Februar 2004, dass die Beschwerdegegnerin die ersten drei Semster "sehr regelm�ssig besucht" habe und sich erst im Oktober 1996 f�r das vierte und f�nfte Semester abgemeldet habe. Diese Abmeldung fiel offensichtlich mit der Annahme einer neuen beruflichen Herausforderung bei der Arbeitgeberin 2 ab 21. Oktober 1996 zusammen. Diese Buchhaltungst�tigkeit erf�llte die Versicherte bis zum 31. Oktober 1997 ohne auffallende Absenzen. Wiederum im Widerspruch zu ihrer eigenen subjektiven Schilderung vom 4. Oktober 2003 kam es im ersten Halbjahr 1997 nicht zu einer Verschlimmerung der objektivierbaren Beschwerden. Vielmehr stellte Dr. med. I.________ anl�sslich seiner eingehenden neurologischen Untersuchungen im Juli 1997 fest, dass die nach dem Unfall aufgetretenen Konzentrations- und Ged�chtnisst�rungen inzwischen weitgehend verschwunden seien. Die subjektiv geklagten Gesundheitsst�rungen (Juckreiz an allen vier Extremit�ten, Gef�hlsst�rungen im Gesicht und Zuckungen in den Beinen), welche die Beschwerdegegnerin in einem urs�chlichen Zusammenhang mit dem versicherten Unfallereignis vom 1. September 1994 sah und zum Zwecke deren Abkl�rung sie sich im Sommer 1997 nochmals eingehend bei Dr. med. I.________ untersuchen liess, waren nach der Beurteilung des damals aufgesuchten Neurologen vom 21. Juli 1997 objektiv nicht erkl�rbar und standen somit nicht mit dem Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit in einem nat�rlichen Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 1. September 1994.
5.5 Entgegen dem angefochtenen Entscheid ist demnach davon auszugehen, dass weder am 2. Februar 1998 (Zeitpunkt der Leistungseinstellung) noch unmittelbar vor dem zweiten Unfall vom 16. Dezember 1998 Arbeitsunf�higkeit und/oder behandlungsbed�rftige objektivierbare gesundheitliche Beschwerden vorhanden waren, welche mit dem Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit in einem urs�chlichen Zusammenhang mit dem Unfall vom 1. September 1994 standen.
5.6 Obwohl nach dem zweiten und dritten Unfall beigezogene �rzte wiederholt eine Teilkausalit�t des versicherten Unfalles vom 1. September 1994 in Bezug auf die in der Folge der sp�teren Unfallereignisse geklagten Beschwerden bejahten, braucht die Frage, ob es sich bei den am 2. Februar 1998 und seither subjektiv ge�usserten Befindlichkeitsst�rungen zumindest teilweise um nat�rlich kausale Folgen des versicherten Unfalles handelt, nicht abschliessend gekl�rt zu werden. Eine R�ckweisung der Sache zwecks weiterer Abkl�rung dieser Frage er�brigt sich. Denn selbst wenn auf Grund erg�nzender medizinischer Untersuchungen der nat�rliche Kausalzusammenhang zu bejahen w�re, fehlt es - wie die nachstehenden Erw�gungen zeigen - jedenfalls an der Ad�quanz des Kausalzusammenhanges.
6.1 Zun�chst gilt hinsichtlich des Zeitpunktes der Ad�quanzpr�fung, dass sich bei Schleudertraumen oder schleudertrauma�hnlichen Verletzungen der HWS und Sch�del-Hirntraumen die daf�r massgebenden Kriterien grunds�tzlich nach Abschluss des normalen, unfallbedingt erforderlichen Heilungsprozesses beurteilen lassen (Urteil des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts U 158/05 vom 8. August 2005, E. 3.1 mit Hinweisen), was solange nicht m�glich ist, wie von einer Fortsetzung der �rztlichen Behandlung noch immer eine Besserung erwartet werden kann (Urteil des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts U 11/06 vom 12. Oktober 2006, E. 4.1 mit Hinweis).
6.2 Dieser Zeitpunkt war (sp�testens) im Februar 1998 - dreieinhalb Jahre nach der Auffahrkollision vom 1. September 1994 - erreicht. Gut einen Monat nach dem Unfall bestand die Behandlung gem�ss Bericht des Dr. med. O.________ vom 11. Oktober 1994 bei langsamer Regredienz der Beschwerden und Wiederaufnahme der Arbeit zu 50 % ab 3. Oktober 1994 nur noch in Physiotherapie und gelegentlichen Arztkonsultationen alle sieben bis zehn Tage. Im November 1994 kamen noch chiropraktorische Massnahmen dazu (Bericht des Dr. med. O.________ vom 14. November 1994). Dr. med. R._______, welcher die Versicherte am 23. November 1994 erstmals rheumatologisch behandelte, empfahl therapeutisch einzig vermehrte k�rperliche Bet�tigung (Spazieren, Velofahren, Home-Trainer) sowie Haltungs- und Kr�ftigungsgymnastik. Vor�bergehend erh�hte er dennoch die Arbeitsunf�higkeit f�r drei bis vier Wochen auf 100 % (Bericht vom 24. November 1994). �bereinstimmend mit dem behandelnden Rheumatologen verneinte Dr. med. I.________ gem�ss Bericht vom 2. Dezember 1994 die Notwendigkeit einer neuropsychologischen Abkl�rung. Hinsichtlich der weiterhin indizierten Physiotherapie riet er zu aktiven Massnahmen wie Haltungs- und Lockerungsgymnastik. Auch der Neurologe bef�rwortete eine sukzessive Wiederaufnahme der angestammten Arbeitst�tigkeit ab Mitte Januar 1995, mithin viereinhalb Monate nach dem Unfall. Bei anhaltender Physiotherapie und einer Arbeitsf�higkeit von 50 % ab 23. Januar 1995 fanden noch alle zwei Wochen Arztkonsultationen statt (Bericht des Dr. med. O.________ vom 10. Februar 1995). Bereits am 2. August 1995 - elf Monate nach dem Unfall - berichtete Dr. med. R.________, die letzte Kontrolle bei ihm habe am 12. Juli 1995 stattgefunden. Bei Belastung klage die Beschwerdegegnerin noch �ber vermehrte cervicale Schmerzen. Objektiv sei die HWS jedoch frei beweglich und es best�nden praktisch keine Druckdolenzen mehr. Vorl�ufig sei die Physiotherapie beendet. Mit einer vollen Arbeitsf�higkeit sei medizinisch-theoretisch ab 1. August 1995 zu rechnen. Vorgesehen sei noch eine Kontrolle bei ihm ein Jahr nach Unfall. Ab 1. September 1995 war die Versicherte wieder voll arbeitsf�hig. Obwohl sie am 18. Dezember 1995 nochmals ein Beschwerde-Rezidiv mit voller Arbeitsunf�higkeit ab 11. Dezember 1995 anmeldete, war die entsprechende Behandlung bereits Ende Januar 1996 wieder abgeschlossen. Soweit im Sommer 1997 noch die subjektiv geklagten Sensibilit�tsst�rungen durch den Neurologen Dr. med. I.________ eingehend abgekl�rt wurden, fand dieser keine behandlungsbed�rftigen objektivierbaren Gesundheitssch�den mehr, welche in einem urs�chlichen Zusammenhang mit dem Unfall vom 1. September 1994 standen.
6.3 Mit Blick auf die erzielten Heilbehandlungsergebnisse stellte die Allianz bei gegebener Aktenlage zu Recht darauf ab, dass von einer Fortsetzung der Behandlung ab 2. Februar 1998 prognostisch keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes (vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG) mehr zu erwarten war, zumal allein die Hoffnung auf eine positive Beeinflussung der Beschwerden hief�r nicht gen�gt (Urteil des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts U 11/06 vom 12. Oktober 2006, E. 4.3 mit Hinweis). Nach dem als leicht zu qualifizierenden HWS-Distorsionstrauma vom 1. September 1994 (vgl. E. 7.1 nachstehend) spricht das anfangs Februar 1998 gezeigte Resultat angesichts der zwischenzeitlich durchgef�hrten Behandlungen gegen weiter erzielbare Fortschritte. Bei den Beschwerden der hier vorliegenden Art ist nach unfallmedizinischer Erfahrung nicht anzunehmen, dass sich hieran durch weitere Therapien noch etwas �ndern w�rde (Urteil des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts U 11/06 vom 12. Oktober 2006, E. 4.3 mit Hinweis). War demnach von einer Fortsetzung der Heilbehandlung ab 2. Februar 1998 keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten, erfolgte die von der Allianz vorgenommene Ad�quanzpr�fung unter den gegebenen Umst�nden im richtigen Zeitpunkt.
7.1 Das Bundesgericht stuft Auffahrkollisionen vor einem Fussg�ngerstreifen oder einem Lichtsignal regelm�ssig als mittelschwere, im Grenzbereich zu den leichten Unf�llen liegende Ereignisse ein (RKUV 2003 Nr. U 489 S. 360 E. 4b mit Hinweisen, U 193/01). Entgegen sp�ter davon abweichenden Behauptungen (vgl. z.B. das Schreiben des Rechtsvertreters der Beschwerdegegnerin vom 7. September 2001 an die beteiligten Privat- und Sozialversicherer, S. 3 oben) ist gest�tzt auf die Unfallmeldung UVG vom 6. September 1994 sowie die Schadenanzeige vom 9. September 1994 an die CAP Rechtsschutz Versicherung nach der Beweismaxime der "Aussage der ersten Stunde" (BGE 121 V 45 E. 2a S. 47, RKUV 2004 Nr. U 524 S. 546 ff. E. 3.3.4, je mit Hinweisen) davon auszugehen, dass bei der Auffahrkollision vom 1. September 1994 die Versicherte (und nicht ihr Freund) am Steuer des vor einem Rotlicht still stehenden Personenwagens ihres Freundes (Halter dieses Fahrzeuges) sass. Obwohl am linksseitigen Heck dieses Personenwagens ein gesch�tzter Schaden von rund Fr. 9'500.- entstand und sich die Beschwerdegegnerin noch am Unfallort �ber Schwindel und Kopfschmerzen beklagte, wurde die Polizei nicht an die Unfallstelle beigezogen und musste das Unfallfahrzeug nicht abgeschleppt werden. Vielmehr setzte die Versicherte anschliessend mit ihrem Freund den Weg in die Stadt B.________ fort und begab sich nach einer Kaffeepause in leicht gebessertem Zustand zur Arbeit (Bericht der Dr. phil. C.________ vom 24. Mai 2000, S. 2). Eine sehr heftige Kollision l�sst sich somit ausschliessen. Der Unfall ist daher - im Rahmen der nach objektiven Gesichtspunkten (BGE 124 V 29 E. 5c/aa S. 44, 115 V 133 E. 6 S. 139) und ohne Ber�cksichtigung der Pers�nlichkeitsstruktur der versicherten Person (RKUV 2000 Nr. U 394 S. 313, U 248/98; Urteil des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts U 462/04 vom 13. Februar 2006, E. 2.3 mit diversen Hinweisen) vorzunehmenden Kategorisierung - als mittelschwer zu bezeichnen. Die Ad�quanz des Kausalzusammenhanges ist folglich zu bejahen, falls ein einzelnes der unfallbezogenen Kriterien (besonders dramatische Begleitumst�nde oder besondere Eindr�cklichkeit des Unfalls; Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzung; ungew�hnlich lange Dauer der �rztlichen Behandlung; Dauerbeschwerden; �rztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert; schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen; erheblicher Grad und lange Dauer der Arbeitsunf�higkeit) in besonders ausgepr�gter Weise gegeben ist oder die zu ber�cksichtigenden Kriterien insgesamt in geh�ufter oder auffallender Weise erf�llt sind (BGE 117 V 359 E. 6b S. 367 f. mit Hinweis).
7.2 Der Unfall vom 1. September 1994 hat sich aktenkundig weder unter besonders dramatischen Begleitumst�nden ereignet, noch war er - objektiv betrachtet - von besonderer Eindr�cklichkeit. Es bestehen sodann keinerlei Anzeichen f�r eine �rztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen verschlimmert h�tte. Ferner vermag die Diagnose eines Schleudertraumas sowie einer HWS-Distorsion - auch unter Ber�cksichtigung der zus�tzlich diagnostizierten Kontusion des thorako-lumbalen �berganges bei ausdr�cklich festgestelltem Fehlen von sichtbaren Prellmarken sowie angesichts des Ausschlusses eines Kopfanpralls - das Kriterium der Schwere oder der besonderen Art der erlittenen Verletzung f�r sich allein nicht zu begr�nden (RKUV 2005 Nr. U 549 S. 238 E. 5.2.3 mit Hinweisen, U 380/04). In Anbetracht des Umstandes, dass das Schleudertrauma der HWS, welches weder oss�re L�sionen noch objektivierbare neurologische Ausfallerscheinungen zur Folge hatte, sondern sich im Wesentlichen nebst den geklagten Nackenschmerzen im typischen Beschwerdebild (vgl. BGE 117 V 359 E. 4b S. 360) ersch�pfte, muss das Kriterium der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzung als nicht erf�llt qualifiziert werden. Eine ungew�hnlich lange Dauer der �rztlichen Behandlung lag nicht vor. Denn bereits im Sommer 1995 kam es zu einem ersten vorl�ufigen Abschluss der Heilbehandlung bei voller Arbeitsf�higkeit ab 1. September 1995. Weitere vor�bergehende Beschwerde-Rezidive bedurften weder anhaltender ambulanter noch station�rer Behandlung. Zudem ist eine Behandlungsbed�rftigkeit (im Sinne medikament�ser Schmerz- und Physiotherapie) w�hrend zwei bis drei Jahren nach einem Schleudertrauma der HWS respektive �quivalenten Verletzungen mit �hnlichem Beschwerdebild durchaus �blich (Urteil des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts U 330/03 vom 19. Mai 2004, E. 2.3.2 mit Hinweis). Ebenso sind ein schwieriger Heilverlauf und erhebliche Komplikationen zu verneinen, zumal es bereits ein Jahr nach dem Unfall zum ersten mehrmonatigen behandlungsfreien Intervall bei voller Arbeitsf�higkeit kam. Auch was Grad und Dauer der Arbeitsunf�higkeit betrifft, ist dieses Kriterium, wenn �berhaupt als erf�llt, so sicher nicht als ausgepr�gt zu betrachten. Schon einen Monat nach dem Unfall war die Beschwerdegegnerin wieder 50 % arbeitsf�hig. Nach einigen Wochen erneut voller und anschliessend gut siebenmonatiger teilweiser Arbeitsunf�higkeit attestierte ihr Dr. med. R.________ ab 1. September 1995 wiederum eine volle Arbeitsf�higkeit. Obwohl weitere vor�bergehende Phasen mit voller Arbeitsunf�higkeit folgten, bestand ab 1. September 1995 keine andauernde Einschr�nkung der Arbeitsunf�higkeit mehr. In Anbetracht der langen Perioden uneingeschr�nkter Leistungsf�higkeit kommt dem Grad und der Dauer der Arbeitsunf�higkeit in Bezug auf die Ad�quanzbeurteilung ungeachtet des Verlaufs seit Februar 1998 keine erhebliche Bedeutung zu (vgl. SZS 2001 S. 439 f.). Das Kriterium betreffend Grad und Dauer der Arbeitsunf�higkeit ist daher h�chstens als nicht in ausgepr�gter Weise erf�llt zu betrachten. Was schliesslich das Kriterium der Dauerbeschwerden betrifft, kann dieses bejaht werden, soweit auf die subjektiv geklagten Befindlichkeitsst�rungen abzustellen ist. Insbesondere angesichts des schon weniger als ein Jahr nach dem Unfall aufgetretenen behandlungsfreien Intervalles ist jedoch auch dieses Kriterium, gleich wie das Kriterium von Grad und Dauer der Arbeitsunf�higkeit, nicht in besonders ausgepr�gter Weise erf�llt. Da somit weder eines der f�r die Ad�quanzbeurteilung massgebenden Kriterien in besonders ausgepr�gter Weise erf�llt ist noch die zu ber�cksichtigenden Kriterien in geh�ufter oder auffallender Weise gegeben sind, ist die Unfallad�quanz der �ber den 2. Februar 1998 hinaus geklagten Beschwerden zu verneinen.
7.3 Nach dem Gesagten hat die Allianz mit Einspracheentscheid vom 3. Dezember 2004 zu Recht festgestellt, dass das Unfallereignis vom 1. September 1994 nach der allgemeinen Lebenserfahrung und unter Einbezug der unfallmedizinischen Erkenntnisse (BGE 117 V 359 E. 6a S. 366 mit Hinweis) nicht geeignet war, einen Gesundheitsschaden zu verursachen, welcher �ber den Terminierungszeitpunkt (2. Februar 1998) hinaus einen Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung begr�ndet.
Soweit die Allianz mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde sinngem�ss die Zusprechung einer Parteientsch�digung beantragt, ist diesem Antrag nicht zu entsprechen. Nach Art. 159 Abs. 2 OG darf im Verfahren der Verwaltungsgerichtsbeschwerde obsiegenden Beh�rden oder mit �ffentlichrechtlichen Aufgaben betrauten Organisationen in der Regel keine Parteientsch�digung zugesprochen werden. In Anwendung dieser Bestimmung hat das Eidgen�ssische Versicherungsgericht der SUVA und den privaten UVG-Versicherern keine Parteientsch�digungen zugesprochen, weil sie als Organisationen mit �ffentlichrechtlichen Aufgaben zu qualifizieren sind (BGE 112 V 356 E. 6 S. 361 mit Hinweisen). Demnach hat die obsiegende Allianz keinen Anspruch auf eine Parteientsch�digung.
In Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird der Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Z�rich vom 29. M�rz 2006 aufgehoben.

References: BGE 
 BGE 
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 BGE 
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 BGE 
 Art. 19
 BGE 
 Art. 159