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Timestamp: 2019-10-20 23:20:03+00:00

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BFH, 20.10.2004 - I R 11/03 - dejure.org
https://dejure.org/2004,773
BFH, 20.10.2004 - I R 11/03 (https://dejure.org/2004,773)
BFH, Entscheidung vom 20.10.2004 - I R 11/03 (https://dejure.org/2004,773)
BFH, Entscheidung vom 20. Januar 2004 - I R 11/03 (https://dejure.org/2004,773)
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KStG § 8 Abs. 1, § 13 Abs. 2; EStG § 3c, § 5 Abs. 1 Satz 1; HGB § 240 Abs. 1 und 2, § 242 Abs. 1, § 246 Abs. 1, § 249 Abs. 1 Satz 1; BGB § 397; II. WoBauG § 88
Passivierungspflicht für Darlehen auch bei Rangrücktritt
Passivierung bei Rangrücktritt und so genannter "haftungsloser" Darlehen - Einnahmen i.S. des § 3c EstG
Passivierung eines Darlehens bei Rangrücktritt und so genannter "haftungsloser" Darlehen
Passivierung der Darlehensverbindlichkeit
Erfordernis der Passivierung von Darlehensverbindlichkeiten bei Rangrücktritt eines Darlehensgläubigers; Passivierungspflicht bei haftungslosen Darlehen; Darlehensaufnahmen als Einnahmen im Sinne des Einkommensteuergesetzes (EStG); Anforderungen an die Ermittlung des ...
Passivierung bei Rangrücktritt
HGB § 240 Abs. 1, 2, § 242 Abs. 1, § 246 Abs. 1, § 249 Abs. 1 Satz 1
Passivierungspflicht für Darlehen bei Rangrücktritt
EStG § 5 Abs. 2a, § 3c; HGB § 246 Abs. 1
Passivierung einer Darlehensverbindlichkeit auch bei Rangrücktritt eines Darlehensgläubigers
BFHE 207, 295
ZIP 2005, 492 (Ls.)
BB 2005, 313 (Ls.)
BB 2005, 545
DB 2005, 259
DB 2007, 13
BStBl II 2005, 581
Ob die Darlehen dann als Eigenkapital auszuweisen wären, wenn sie nur aus einem künftigen Liquidationsüberschuss zurückzuzahlen wären, kann offenbleiben (vgl. Urteile des Bundesgerichtshofs --BGH-- vom 8. Januar 2001 II ZR 88/99, BGHZ 146, 264; Goette, DStR 2001, 179; vgl. auch BGH-Urteil vom 21. März 1988 II ZR 238/87, BGHZ 104, 33, 40; Berg/Schmich, GmbHR-Kommentar zum Senatsurteil in BFHE 207, 295, BStBl II 2005, 581, juris).
Der BFH habe insbesondere ausgeführt, dass die Prognose, bei derartigen Verbindlichkeiten würden die Voraussetzungen für eine spätere Geltendmachung der Forderung mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht eintreten, im Allgemeinen nicht möglich sei (Verweis auf BFH-Urteile vom 30. März 1993 IV R 57/91, Bundessteuerblatt - BStBl - II 1993, 502; vom 20. Oktober 2004 I R 11/03, BStBl II 2005, 581).
Dies gilt auch für Verbindlichkeiten hinsichtlich deren - wie im Streitfall - eine Rangrücktrittsvereinbarung abgeschlossen worden ist, die dazu führt, dass die Verbindlichkeiten auch aus sonstigem Vermögen zu bedienen sind (…vgl. BFH a. a. O.; BFH-Urteil vom 20. Oktober 2004 I R 11/03, BFHE 207, 295, BStBl II 2005, 581 mit weiteren Nachweisen zur Rechtsprechung des BFH; BMF-Schreiben vom 8. September 2006, BStBl I 2006, 497;… Weber-Grellet in Schmidt, EStG, 30. Auflage, 2011, § 5 Rdnr. 315).
Eine derartige betrieblich begründete Verbindlichkeit muss in der Handels- und Steuerbilanz ausgewiesen werden, solange nicht der Gläubiger dem Schuldner aus betrieblicher Veranlassung die Schuld gem. § 397 BGB erlässt oder sich ergibt, dass die Verbindlichkeit aus sonstigen Gründen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht erfüllt zu werden braucht (BFH, BStBl II 2005, 581).
Denn zwischen den Eingliederungszuschüssen einerseits sowie den Lohnzahlungen an die Arbeitnehmerinnen andererseits besteht nicht ein lediglich mittelbarer Zusammenhang (vgl. dazu BFH-Urteil vom 20. Oktober 2004 I R 11/03, BFHE 207, 295, BStBl II 2005, 581, m.w.N.; HHR/Desens, § 3c EStG Rz 38, unter Hinweis auf die Abziehbarkeit von Fortbildungs- und Bewerbungskosten trotz Bezug von Arbeitslosengeld sowie die Abziehbarkeit von Lehrgangskosten trotz Bezug zu einer angestrebten Auslandstätigkeit, für die steuerfreie Auslandszuschläge gezahlt werden;… vgl. dazu BFH-Urteil vom 28. Oktober 1994 VI R 70/94, BFH/NV 1995, 505), sondern ein unmittelbarer wirtschaftlicher Zusammenhang.
Ein unmittelbarer wirtschaftlicher Zusammenhang setzt voraus, dass die Einnahmen und die Aufwendungen durch dasselbe Ereignis veranlasst sind (BFH-Urteil vom 20. Oktober 2004 I R 11/03, BFHE 207, 295, BStBl II 2005, 581, zu § 3c EStG).
Das bedeutet nicht, dass ein finaler oder zeitlicher Zusammenhang zwischen Einnahme und Ausgabe erforderlich ist, wohl aber dass eine eindeutige, klar abgrenzbare Beziehung zwischen Ausgabe und Einnahme besteht (…vgl. Köhler in Berger/Steck/Lübbehüsen, a.a.O., § 3 Rz 87;… Feierabend in Moritz/Jesch, a.a.O., § 3 Rz 121; BFH-Urteil in BFHE 207, 295, BStBl II 2005, 581, zu § 3c EStG).
Demgegenüber besteht ein lediglich mittelbarer Zusammenhang mit Einnahmen u.a. dann, wenn Ausgaben auch und nicht aufteilbar im Zusammenhang mit anderen Einnahmen stehen (BFH-Urteil in BFHE 207, 295, BStBl II 2005, 581, zu § 3c EStG).
Diese seien daher weiterhin bilanziell auszuweisen (BFH, Urteil vom 20. Oktober 2004 I R 11/03, BStBl 2005, 581).
Denn ein so vereinbarter Rangrücktritt führe lediglich zu einer veränderten Rangordnung, nicht hingegen zu einer Minderung der Verbindlichkeiten des Schuldners insgesamt (vgl. BFH, Urteile vom 20. Oktober 2004 I R 11/03, BFHE 207, 295;… vom 16. Mai 2007 I R 36/06, BFH/NV 2007, 2252;… vom 14. Januar 2010 IV R 13/06, BFH/NV 2010, 1483; Pfützenreuter, Anmerkung zum Urteil des BFH vom 30. November 2011 I R 100/10, jurisPR-SteuerR 14/2012;… BMF vom 8. September 2006, a.a.O.).
Eine Verbindlichkeit verkörpert eine dem Inhalt und der Höhe nach bestimmte Leistungspflicht, die erzwingbar ist und zudem eine wirtschaftliche Belastung darstellt (Urteile des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 20. Oktober 2004 I R 11/03, BFHE 207, 295, BStBl II 2005, 581; vom 18. Dezember 2002 I R 17/02, BFHE 201, 234, BStBl II 2004, 126).
Es sind darüber hinaus alle derzeitigen und künftigen Vermögensmehrungen, die unter eine Einkunftsart des § 2 Abs. 1 EStG 1990 fallen (Senatsurteil vom 20. Oktober 2004 I R 11/03, BFHE 207, 295, BStBl II 2005, 581).
Eine Verbindlichkeit verkörpert eine dem Inhalt und der Höhe nach bestimmte Leistungspflicht, die erzwingbar ist und zudem eine wirtschaftliche Belastung darstellt (Senatsurteile vom 18. Dezember 2002 I R 17/02, BFHE 201, 234, BStBl II 2004, 126; vom 20. Oktober 2004 I R 11/03, BFHE 207, 295, BStBl II 2005, 581).
c) Eine betrieblich begründete Verbindlichkeit muss in Handelsbilanz und Steuerbilanz ausgewiesen werden, solange nicht der Gläubiger dem Schuldner aus betrieblicher Veranlassung die Schuld gemäß § 397 des Bürgerlichen Gesetzbuches erlässt oder sich ergibt, dass die Verbindlichkeit aus sonstigen Gründen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht erfüllt zu werden braucht (Urteil des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 30. März 1993 IV R 57/91, BFHE 170, 449, BStBl II 1993, 502; Senatsurteil in BFHE 207, 295, BStBl II 2005, 581).
Diese sind daher weiterhin bilanziell auszuweisen (vgl. Senatsurteil in BFHE 207, 295, BStBl II 2005, 581; BFH-Urteile in BFHE 170, 449, BStBl II 1993, 502; vom 10. November 2005 IV R 13/04, BFHE 211, 294, BStBl II 2006, 618; Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen --BMF-- vom 8. September 2006, BStBl I 2006, 497).
FG Hessen, 13.02.2013 - 4 K 1346/11
Keine Steuerfreiheit von an Arbeitgeber gezahlte Eingliederungszuschüsse nach § 3 …
FG Rheinland-Pfalz, 15.09.2005 - 4 K 2436/02
Zur Schenkungsteuerpflicht eines Verzichts auf eine wertlose Darlehensforderung …

References: § 8
 § 13
 § 3
 § 5
 § 240
 § 242
 § 246
 § 249
 § 397
 § 88
 § 3
 § 240
 § 242
 § 246
 § 249
 § 5
 § 3
 § 246
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 § 397
 § 3
 § 3
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 § 2
 § 397
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