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Timestamp: 2017-09-21 01:17:50+00:00

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Abtreibung – Biberkor-Wiki
Die Absaug-Methode ist die häufigste Abtreibungsmethode. In Deutschland werden 86,55% aller Abrüche mit ihr durchgeführt. Sie wird zwischen der 6. und 12. Woche angewandt. Durch den erweiterten Muttermund führt der Arzt einen flexiblen Plastikschlauch in die Gebärmutter ein. Das Kind wird durch einen starken Sog - zehn-bis dreißigfache Kraft eines Staubsaugers - in Stücke gerissen. Zuerst werden die Arme und Beine vom Körper getrennt, dann der Rumpf vom Kopf. Da der Kopf zu groß ist, um durch den Plastikschlauch zu passen, knackt ihn der Arzt mit Spezialinstrumenten wie eine Nuss und saugt die Bruchstücke einzeln ab in ein Gefäß. Der zerfetzte Körper des Kindes wird zum Verbrennungsofen gegeben.
Bei der Ausschabung wird der Gebärmutterhals mit Metallstiften erweitert, damit der Arzt mit den Instrumenten in die Gebärmutter eindringen kann. Die Abort-Zange ergreift das Kind und zieht es aus der Gebärmutter heraus. Dabei wird es in Stücke gerissen. Sind alle Kindsteile entfernt, wird die Gebärmutter mit einer Curette - einem stumpfen Schab- eisen - ausgekratzt. Krankenpfleger setzen die einzelnen Körperteile wieder zusammen, um sie auf Vollständigkeit zu überprüfen und sicherzustellen, dass die Gebärmutter leer ist.
Der § 218 in der Bundesrepublik Deutschland (Stand 01.10.1995) § 218 Schwangerschaftsabbruch (1)	Wer eine Schwangerschaft abbricht wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Handlungen, deren Wirkung vor Abschluss der Einnistung des befruchteten Eies in der Gebärmutter eintritt, gelten nicht als Schwangerschaftsabbruch im Sinne des Gesetzes. (2)	In besonders schweren Fällen ist die Strafe Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren. Ein besonders schwerer Fall liegt in der Regel vor, wenn der Täter 1.	gegen den Willen der Schwangeren handelt oder 2.	leichtfertig die Gefahr des Todes oder einer schweren Gesundheitsschädigung der Schwangeren verursacht. (3)	Begeht die Schwangere die Tat, so ist die Strafe Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder Geldstrafe. (4)	Der Versuch ist strafbar. Die Schwangere wird nicht wegen des Versuchs bestraft.
§ 218 a Straflosigkeit des Schwangerschaftsabbruchs (1)	Der Tatbestand des § 218 ist nicht verwirklicht, wenn 1.	die Schwangere den Schwangerschaftsabbruch verlangt und dem Arzt durch eine Bescheinigung nach § 219 Abs. 2 Satz 2 nachgewiesen hat, dass sie sich mindestens drei Tage vor dem Eingriff hat beraten lassen, 2.	der Schwangerschaftsabbruch von einem Arzt vorgenommen wird und 3.	seit der Empfängnis nicht mehr als zwölf Wochen vergangen sind. (2)	Der mit Einwilligung der Schwangeren von einem Arzt vorgenommene Schwanger- schaftsabbruch ist nicht rechtswidrig, wenn der Abbruch der Schwangerschaft unter Berücksichtigung der gegenwärtigen und zukünftigen Lebensverhältnisse der Schwangeren nach ärztlicher Erkenntnis angezeigt ist, um eine Gefahr für das Leben oder die Gefahr einer schwer wiegenden Beeinträchtigung des körperlichen oder seelischen Gesundheitszustandes der Schwangeren abzuwenden, und die Gefahr nicht auf eine andere für sie zumutbare Weise abgewendet werden kann. (3)	Die Voraussetzungen des Absatzes 2 gelten bei einem Schwangerschaftsabbruch, der mit Einwilligung der Schwangeren von einem Arzt vorgenommen wird, auch als erfüllt, wenn nach ärztlicher Erkenntnis an der Schwangeren eine rechtswidrige Tat nach den §§ 176 bis 179 des Strafgesetzbuches begangen worden ist, dringende Gründe für die Annahme sprechen, dass die Schwangerschaft auf der Tat beruht, und seit der Empfängnis nicht mehr als zwölf Wochen vergangen sind. (4)	Die Schwangere ist nicht nach § 218 strafbar, wenn der Schwangerschaftsabbruch nach Beratung (§ 219) von einem Arzt vorgenommen worden ist und seit der Empfängnis nicht mehr als zweiundzwanzig Wochen verstrichen sind. Das Gericht kann von Strafe nach § 218 absehen, wenn die Schwangere sich zur Zeit des Eingriffs in besonderer Bedrängnis befunden hat.
§ 219 Beratung der Schwangeren in einer Not- und Konfliktlage (1)	Die Beratung dient dem Schutz des ungeborenen Lebens. Sie hat sich von dem Bemü- hen leiten zu lassen, die Frau zur Fortsetzung der Schwangerschaft zu ermutigen und ihr Perspektiven für ein Leben mit dem Kind zu eröffnen; sie soll ihr helfen, eine verantwortliche und gewissenhafte Entscheidung zu treffen. Dabei muss der Frau bewusst sein, dass das Ungeborene in jedem Stadium der Schwangerschaft auch ihr gegenüber ein eigenes Recht auf Leben hat und dass deshalb nach der Rechtsordnung ein Schwangerschaftsabbruch nur in Ausnahmesituationen in Betracht kommen kann, wenn der Frau durch das Austragen des Kindes eine Belastung erwächst, die so schwer und außergewöhnlich ist, dass sie die zumutbare Opfergrenze übersteigt. Die Beratung soll durch Rat und Hilfe dazu beitragen, die in Zusammenhang mit der Schwangerschaft bestehende Konfliktlage zu bewältigen und einer Notlage abzuhelfen. Das Nähere regelt das Schwangerschaftskonfliktgesetz. (2)	Die Beratung hat nach dem Schwangerschaftskonfliktgesetz durch eine anerkannte Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle zu erfolgen. Die Beratungsstelle hat der Schwangeren nach Abschluss der Beratung hierüber eine mit dem Datum des letzten Beratungsgesprächs und dem Namen der Schwangeren versehene Bescheinigung nach Maßgabe des Schwangerschaftskonfliktgesetzes auszustellen. Der Arzt, der den Abbruch der Schwangerschaft vornimmt, ist als Berater ausgeschlossen.
Aus zahlreichen Studien, die auf Nachuntersuchungen von Tausenden von Frauen beruhen, geht eindeutig hervor: -	Das Komplikationsrisiko eines Schwangerschaftsabbruchs ist sehr gering. Wenn der Ein- griff frühzeitig durchgeführt wird, beträgt das Risiko ernster Komplikationen unter 1%. -	Das Risiko ist um ein Mehrfaches geringer, als dasjenige der einzigen Alternative, der Geburt. -	Behauptete Spätfolgen wie Sterilität, Probleme bei späteren Schwangerschaften oder Brustkrebs konnte nicht nachgewiesen werden.
1.	Perforation: Die Wandung der Gebärmutter ist in der Schwangerschaft so weich, dass sie mit jedem Gerät (Saugrohr oder Curette) schon bei ganz geringem Druck durchstoßen werden kann. Folge: Starke Blutung, innere Blutung, Bauchfellentzündung. Manchmal ist die sofortige Entfernung der Gebärmutter notwendig. 2.	Andere Folgen einer starken Blutung: Mangelnde Fähigkeit der Gebärmutter, sich zusammenzuziehen, mangelnde Blutgerinnung (z. B. nach Einspritzen von 20 % Koch- salzlösung oder bei Blutungsneigung). Bluttransfusionen und manchmal auch die Entfernung der Gebärmutter sind die notwendigen Maßnahmen. Unbedingte Voraus- setzung ist das Vorhandensein einer Blutbank und eines ständig operationsbereiten Operationssaales und -personals. 3.	Gefahr der örtlichen Betäubung: Auch bei korrekter Dosierung geschieht es immer wieder, dass Menschen auf das eingespritzte Mittel allergisch reagieren. Tod durch Atemstillstand oder Herzstillstand auf Grund einer allergischen Schockreaktion kann eintreten. 4.	Narkosezwischenfälle aller Art, Bewusstseinsverlust bis zum Herz- oder Atemstillstand. Erforderlich ist die ununterbrochene Bereitschaft eines Wiederbelebungsteams.
1.	Entzündung der Gebärmutter und der Eileiter bis zur tödlich verlaufenden Bauch- fellentzündung durch Verschleppung von Krankheitserregern. 2. Verschleppung von Blutgerinnseln - Thrombosen - Embolien.
1.	Folge der entstandenen Entzündung nach der Ausheilung: Verschluss beider Eilei- ter und damit anschließende Sterilität (irreparabler Verschluss beider Eileiter), besonders nach dem Abbruch der ersten Schwangerschaft. 2.	Fehlgeburten: Entzündungen bewirken Veränderungen in der Gebärmutter und am Gebärmutterhals; nachfolgende Schwangerschaften halten nicht mehr; es kommt zu ungewollten Fehlgeburten. 3.	Auch Einrisse am Gebärmutterhals (Cervixinsuffizienz) können zu Fehl- oder Frühge- burten führen. 4.	Mangelnder Reifegrad des Kindes: Diese oft narbigen Veränderungen in der Gebär- mutter beinhalten das Risiko eines mangelnden Reifegrades des Kindes (Low Birth Wight Baby). 5.	Missbildungen: Die Veränderungen in der Gebärmutter haben oft die mangelnde Ver- sorgung des Kindes zur Folge. Diese ist wiederum die Ursache für gehäufte Missbildungen nach Abtreibungen. 6.	Erythroblastose: Wenn der Rhesusfaktor nicht vor dem Schwangerschaftsabbruch be- stimmt wurde, kann bei rh-negativen Müttern eine Antikörperbildung einsetzen. Bleibt diese Frau ohne Anti-D-Prophylaxe, so kommt es bei weiteren Schwangerschaften zu Früh- oder Fehlgeburten. 7.	Störung weiterer Schwangerschaften durch Blutungen. 8.	Schwere psychische Schäden: Manche Frauen brauchen bis zu einem Jahr, um nervlich das Geschehen zu verarbeiten. Bei anderen kommt es zu Nervenerkrankungen, die zu einem Daueraufenthalt in Nervenkliniken führen können.
1.	Angstgefühle und Alpträume, Angst vor plötzlichen Todesfällen als Sühne für die Schuld 2.	Schlaflosigkeit 3.	Depressionen mit Selbstmordversuchen 4.	Häufiges Weinen und Schreikrämpfe 5.	Störungen in den mitmenschlichen Beziehungen 6.	Eheprobleme 7.	"Erscheinungen" des getöteten Kindes in gleichaltrigen Kindern 8.	Verdrängungen (hochkommende Erinnerungen werden ins Unterbewusste verdrängt, wo sie vegetativ-neurotische Störungen bewirken: Unterleibsschmerzen, Kopf- und Rückenschmerzen, Schwindel) 9.	Psychosen (Geisteskrankheiten) Oft werden diese psychischen Störungen begleitet von körperlichen Beschwerden, wie Herzrhythmus-Störungen, Blutdrucklabilität, Migräne-Anfällen, Magen- und Darmstörungen, Sexualstörungen. In vielen Fällen erweisen sich die psychischen Krankheiten als therapie-resistent, d.h. sie sind nur schwer bzw. gar nicht zu heilen.
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References: § 218
 § 218

§ 218
 § 218
 § 219
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