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Timestamp: 2018-11-14 07:50:30+00:00

Document:
Landesrecht BW Ministerium für Finanzen und Wirtschaft | Verwaltungsvorschrift (Baden-Württemberg) | Verwaltungsvorschriften des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft zur Haushalts- und Wirtschaftsführung im Haushaltsjahr 2015 (VwV-Haushaltsvollzug 2015) | i. d. F. v. 18.05.2015 | gültig ab 28.10.2015 | gültig bis 24.02.2022
Aktenzeichen: 2-0430.0/43
Gültig ab: 28.10.2015
Fundstelle: GABl. 2015, 17
Verwaltungsvorschriften des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft zur Haushalts- und Wirtschaftsführung im Haushaltsjahr 2015 (VwV-Haushaltsvollzug 2015)
Teil 1 Aktuelle Vollzugsvorschriften 2015
1 Ausgaben für Investitionen, Verpflichtungsermächtigungen, Ausgabereste bei besonderen Ausgabenbereichen
1.1 Ausgaben für Investitionen
1.2 Verpflichtungsermächtigungen
1.3 Freigabe der Ausgabereste bei besonderen Ausgabenbereichen
4 Mehrarbeitsvergütungen, Zulagen für Dienst zu ungünstigen Zeiten, Zeitzuschläge, Überstundenentgelte und Entgelte für Mehrarbeit, Abgeltung von krankheitsbedingt nicht genommenem Urlaub
7 IT-Beschaffungen, Veräußerung entbehrlicher IuK-Geräte, Umsatzsteuer beim Bezug von Lieferungen und sonstigen Leistungen aus dem Ausland
9 Ausführungsbestimmungen für die Bewirtschaftung der Einnahmen und Ausgaben
10 Bestimmungen für die Bewirtschaftung der Personalstellen und der Personalausgaben
12 Kraftfahrzeugbetrieb, Telekommunikation, Ausstattung von Diensträumen
12.1 Kraftfahrzeugbetrieb
12.3 Ausstattung von Diensträumen
13 Zuwendungen und Zuschüsse sowie Zuführungen an Landesbetriebe, an das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), an die Universitäten und Hochschulen
14.1 Sachausgabenbudgetierung
14.2 Personalausgabenbudgetierung
14.3 Budgetierung an Schulen
14.4 Gebäudemanagement
16 Zukunftsoffensiven III und IV (Kap. 1221 und 1222), Zukunftsinvestitionen (Kap. 1223), Projekte aus Zuwendungen der Baden-Württemberg Stiftung gGmbH(Tranche F)
16.1 Zukunftsoffensiven III und IV (Kap. 1221 und 1222), Zukunftsinvestitionen (Kap. 1223), Projekte aus Zuwendungen der Baden-Württemberg Stiftung gGmbH (Tranche F außerhalb der Zukunftsoffensive III)
16.2 Entnahme der für die Ausgaben des jeweiligen Haushaltsjahres erforderlichen Beträge aus dem Allgemeinen Grundstock (Zukunftsinvestitionen Kap. 1223) bzw. den Verwahrabschnitten »Zukunftsoffensive III« und »Zukunftsoffensive IV«
16.3 Aktualisierung der Projektblätter
16.4 Aktualisierung der Bedarfserhebung ZO III und IV
16.5 Verwendungsnachweise und Überleitungsrechnung ZO III und IV
17 Entnahmen aus der Rücklage für Haushaltsrisiken und aus der Rücklage für Sanierungs- und Erhaltungsmaßnahmen
17.1 Rücklage für Haushaltsrisiken (Kap. 1212 Tit. 35901)
17.2 Rücklage für Sanierungs- und Erhaltungsmaßnahmen (Kap. 1212 Tit. 35905)
Verwaltungsvorschriften des Ministeriums
für Finanzen und Wirtschaft zur Haushalts- und Wirtschaftsführung im Haushaltsjahr 2015
(VwV-Haushaltsvollzug 2015)
Vom 22. Januar 2015 – Az.: 2-0430.0/43 –
Fundstelle: GABl. 2015, S. 17
Geändert durch Ergänzende Regelungen vom 18.05.2015 (GABl. 2015, S. 256 und S. 7761)
Teil 1 Aktuelle Vollzugsvorschriften
Ausgaben für Investitionen, Verpflichtungsermächtigungen, Ausgabereste bei besonderen Ausgabenbereichen
Haushaltswirtschaftliche Sperren (§ 41 LHO), globale Minderausgaben
Mehrarbeitsvergütungen, Zulagen für Dienst zu ungünstigen Zeiten, Zeitzuschläge, Überstundenentgelte und Entgelte für Mehrarbeit
Ausführungsbestimmungen für die Bewirtschaftung der Einnahmen und Ausgaben
Kraftfahrzeugbetrieb, Telekommunikation, Ausstattung von Diensträumen
Zuwendungen und Zuschüsse sowie Zuführungen an Landesbetriebe und an das Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Dezentrale Budgetverantwortung, Gebäudemanagement
Über- und außerplanmäßige Ausgaben, Abweichungen von Erläuterungen
Zukunftsoffensiven und Zukunftsinvestitionen, Projekte aus Zuwendungen der Baden-Württemberg Stiftung gGmbH (Tranche F)
Entnahmen aus der Rücklage für Haushaltsrisiken und aus der Rücklage für Sanierungs- und Erhaltungsmaßnahmen
Auf Grund von § 5 Landeshaushaltsordnung (LHO) und § 14 Staatshaushaltsgesetz 2015/16 (StHG) erlässt das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft zum Vollzug des Staatshaushaltsgesetzes und zur Ausführung des Staatshaushaltsplans für das Haushaltsjahr 2015 nachstehende Verwaltungsvorschriften.
In der Koalitionsvereinbarung für die 15. Legislaturperiode haben sich die Regierungsparteien darauf festgelegt, ihre Politik konsequent am Grundgedanken der Nachhaltigkeit auszurichten. Im Koalitionsvertrag zwischen BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und der SPD Baden-Württemberg wird als eine der vier zentralen Aufgaben, die im Vordergrund der Arbeit der Landesregierung stehen, die nachhaltige Konsolidierung des Landeshaushalts genannt.
Im Haushalt 2015/16 werden deutliche Konsolidierungsschritte vollzogen. Ein restriktiver Haushaltsvollzug muss daran anknüpfen.
Die Veranschlagung im Haushaltsplan entbindet nicht von der Verpflichtung, in jedem Einzelfall Notwendigkeit und Umfang von Ausgaben zu prüfen. Die Grundsätze der Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit sind bei allen Maßnahmen strikt zu beachten. Auf einen effektiven und effizienten Mitteleinsatz und eine sparsame und zurückhaltende Ausgabenbewirtschaftung (§§ 3, 7 und 34 LHO sowie VV hierzu) ist zu achten. Zur Sicherstellung eines effektiven und effizienten Mitteleinsatzes sind u. a. betriebswirtschaftliche Informationen aus dem internen Rechnungswesen und leistungsbezogene Messgrößen (z. B. Mengen- oder Qualitätskennzahlen) zu nutzen.
In jedem Einzelplan ist durch rechtzeitig und eigenständig zu bildende Bewirtschaftungsreserven Vorsorge für eventuell auftretende Mehrbelastungen und weitere Haushaltsrisiken zu treffen. Es ist nicht zulässig, Ausgaben oder Maßnahmen, die zu Ausgaben führen, früher zu veranlassen, als es zur sparsamen und wirtschaftlichen Aufgabenwahrnehmung tatsächlich erforderlich ist.
Die VwV-Haushaltsvollzug gliedert sich in zwei Teile:
Teil 1 enthält aktuelle Vollzugsvorschriften für das laufende Haushaltsjahr und die einzuhaltenden Termine. Wesentliche Änderungen gegenüber dem Vorjahr sind durch Randstriche gekennzeichnet.
In Teil 2 sind Regelungen zusammengefasst, die in jedem Jahr in der gleichen Weise gültig sind. Änderungen dieser Bestimmungen sind durch Randstriche gekennzeichnet.
Nach § 34 Abs. 3 LHO bedarf die Leistung von Ausgaben für Investitionen und das Eingehen von Verpflichtungen zur Leistung solcher Ausgaben der Einwilligung des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft. Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft willigt allgemein ein, dass über die Haushaltsansätze für Investitionsausgaben der Hauptgruppe 7 und 8 des Staatshaushaltsplans für 2015 nach Maßgabe der Planerläuterungen und Planunterlagen zunächst wie folgt verfügt wird:
Bei den aus dem Kommunalen Investitionsfonds und dem Wettmittelfonds entnommenen Beträgen bis zur Höhe von 100 v.H. der genannten Haushaltsansätze;
bei den im Rahmen der Zukunftsoffensiven III und IV einschließlich Zukunftsinvestitionen (Kap. 1223) und den Zuwendungen der Baden-Württemberg Stiftung gGmbH außerhalb der Zukunftsoffensiven III und IV zur Verfügung stehenden Beträgen bis zur Höhe von 100 v.H. der genannten Haushaltsansätze;
bei den Komplementärmitteln nach § 27 Abs. 2 Finanzausgleichsgesetz (FAG) bis zur Höhe von 100 v.H. der genannten Haushaltsansätze;
bei durchlaufenden Mitteln bis zur Höhe der dafür zur Verfügung stehenden zweckgebundenen Einnahmen;
bei Investitionsausgaben, die gem. § 6 StHG der dezentralen Finanzverantwortung unterliegen, in die Inanspruchnahme bis zur Höhe von 100 v.H. der genannten Haushaltsansätze. Dabei ist sicher zu stellen, dass die Globalsteuerungsreserve i. H. v. 10% der von der dezentralen Finanzverantwortung gem. § 6 Abs. 3 StHG umfassten Ausgabemittel eingehalten wird. Über die Freigabe der Globalsteuerungsreserve wird je nach Entwicklung der Haushaltslage entschieden;
bei Ansätzen bis zu 200 000 Euro bis zur Höhe des Ansatzes,
bei Ansätzen über 200 000 Euro bis zur Höhe von 50 v.H. des Ansatzes, mindestens bis zu 200 000 Euro.
Haushaltsvorgriffe (§ 37 Abs. 6 LHO) sind vorweg vom Ansatz abzuziehen. Ebenso sind bei Mischfinanzierungen (z. B. durchlaufende Mittel / Landesmittel in einem Titel) die durchlaufenden Mittel vorweg vom Ansatz abzuziehen.
Die allgemeine Einwilligung gilt bis zur Höhe der Verpflichtungen, die auf Grund von Verpflichtungsermächtigungen in den Vorjahren eingegangen worden sind, gegebenenfalls über die nach den vorstehenden Regelungen freigegebenen Beträge hinaus.
Die allgemeine Einwilligung gilt nicht
soweit sich der Verwendungszweck dem Grunde und der Höhe nach nicht eindeutig und abschließend aus den Planerläuterungen und den Planunterlagen ergibt;
sofern zur Deckung des unvorhergesehenen und unabweisbaren Bedürfnisses eine Inanspruchnahme von Verstärkungsmitteln auf Grund von Haushaltsvermerken (z.B. Deckungsfähigkeit oder Erhöhung der Ausgabeermächtigung) erforderlich wird.
Gegebenenfalls sind eingehend begründete Einzelanträge rechtzeitig vor der Einleitung der Investitionsmaßnahmen vorzulegen. Abweichungen von den Planerläuterungen und Planunterlagen sind im Rahmen von Nr. 15.3 zulässig.
Zur Leistung höherer Ausgaben und zum Eingehen von Verpflichtungen hierfür sind ebenfalls Einzelanträge mit eingehender Begründung notwendig.
Nach § 38 Abs. 2 LHO bedarf die Inanspruchnahme der im Haushaltsplan veranschlagten Verpflichtungsermächtigungen der Einwilligung des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft. Im Hinblick auf die Unsicherheiten bei der künftigen Entwicklung der Steuereinnahmen und den haushaltswirtschaftlichen Handlungsbedarf in den kommenden Jahren sind Verpflichtungsermächtigungen nur im absolut notwendigen Umfang in Anspruch zu nehmen.
Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft willigt allgemein ein, dass über die im StHPl. 2015/16 veranschlagten Verpflichtungsermächtigungen nach Maßgabe der im Haushaltsplan angegebenen Fälligkeiten sowie der Planerläuterungen und Planunterlagen wie folgt verfügt wird:
Bei den aus dem Kommunalen Investitionsfonds und aus dem Wettmittelfonds entnommenen Beträgen bis zur Höhe von 100 v.H. der Ansätze;
bei den im Rahmen der Zukunftsoffensiven III und IV einschließlich Zukunftsinvestitionen (Kap. 1223) und den Zuwendungen der Baden-Württemberg Stiftung gGmbH außerhalb der Zukunftsoffensiven III und IV zur Verfügung stehenden Beträgen bis zur Höhe von 100 v.H. der Ansätze;
bei vollständiger Abdeckung der Verpflichtungsermächtigung über durchlaufende Mittel bis zu 100 v.H. der dafür zur Verfügung stehenden zweckgebundenen Einnahmen, die auch in den Folgejahren gesichert sind. Diese allgemeine Einwilligung gilt nicht für Verpflichtungsermächtigungen, die über Komplementärmittel nach § 27 Abs. 2 Finanzausgleichsgesetz (FAG) bzw. über § 2 Ziff. 12 FAG aus der Finanzausgleichsmasse A abgedeckt werden sollen. In diesen Fällen ist jeweils eine gesonderte Einwilligung des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft erforderlich.
bei Verpflichtungsermächtigungen, die gem. § 6 StHG der dezentralen Finanzverantwortung unterliegen, in die Inanspruchnahme bis zur Höhe von 100 v.H.
Bei Mischfinanzierungen sind die durchlaufenden Mittel vorweg vom Ansatz abzuziehen.
Die allgemeine Einwilligung gilt nicht soweit sich der Verwendungszweck dem Grunde und der Höhe nach nicht eindeutig und abschließend aus den Planerläuterungen und den Planunterlagen ergibt. In diesen Fällen und für weitergehende Inanspruchnahmen der Verpflichtungsermächtigungen sind Einzelanträge mit eingehender Begründung erforderlich. Dabei ist anzugeben, in welcher Höhe bereits bestehende Verpflichtungen in den Haushaltsjahren 2016ff. zur Zahlung fällig werden. Die Inanspruchnahme der Verpflichtungsermächtigungen des Staatshaushaltsplans für 2015 und die daraus folgenden Zahlungsfälligkeiten in den Haushaltsjahren 2016ff. sollen in der Regel so bemessen werden, dass die Auszahlungen je Haushaltsjahr unter Berücksichtigung etwa bereits bestehender Zahlungsverpflichtungen 50 v.H. des unter Berücksichtigung von Einsparungen zugunsten der globalen Minderausgaben sich ergebenden Haushaltsansatzes für 2015 nicht übersteigen.
Die Inanspruchnahme der Verpflichtungsermächtigungen darf nicht zu Ausgaben im Haushaltsjahr 2015 führen.
Freigabe der Ausgabereste bei besonderen Ausgabenbereichen
Für Ausgabereste bei Investitionsausgaben und sonstigen Beschaffungsmitteln sowie bei Kap. 1223 Titelgruppe 90 (Wirtschaftliche und technologische Innovationen) aus dem Jahr 2014 wird vorab die Einwilligung nach § 45 Abs. 3 Satz 1 LHO für bis zu 30 v.H. der nach sorgfältiger rechnerischer Ermittlung durch die Ressorts sich ergebenden Beträge erteilt.
Darüber hinaus willigt das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft nach § 45 Abs. 3 Satz 1 LHO allgemein in die Inanspruchnahme von bis zu 80 v.H. der in das Haushaltsjahr 2015 übertragenen Ausgabereste 2014 bei den Titeln der dezentralen Finanzverantwortung (§ 6 Abs. 2 StHG) ein. Mit der Freigabe sollen vorrangig die bestehenden Rechtsverpflichtungen abgedeckt werden.
Im Hinblick auf die vereinzelt nachvollziehbaren Verzögerungen bei der Restebildung kann das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft vor der Entscheidung des Ministerrats über die Inabgangstellung von Ausgaberesten aus dem Haushaltsjahr 2014 in die Inanspruchnahme von Ausgaberesten nach § 45 Abs. 3 LHO einwilligen, sofern die Summe der in das SAP-System eingegebenen Ausgabereste mit dem Ministerium für Finanzen und Wirtschaft abgestimmt ist.
Dabei wird vorausgesetzt, dass die Erwirtschaftung der globalen Minderausgaben sichergestellt ist.
Die von der Landesregierung nach § 41 LHO beschlossene Stellenbesetzungs- und Beförderungssperre gilt nach dem Ministerratsbeschluss vom 23. September 2014 im Jahr 2015 auf der Grundlage der bisherigen Beschlüsse des Ministerrats und der vom Ministerium für Finanzen und Wirtschaft erlassenen Verwaltungsvorschrift weiter. Die Stellenbesetzungs- und Beförderungssperre ist danach
für die im Staatshaushaltsplan 2015/2016 neu geschaffenen Stellen,
für Stellen in den Bereichen der Personalausgabenbudgetierung gemäß § 6a Abs. 1 StHG 2015/16 und
für Landesbetriebe nach § 26 LHO, denen gemäß § 6a Abs. 9 StHG 2015/16 die Flexibilisierungen des § 6a Abs. 6 StHG 2015/16 im Bereich der Stellenbewirtschaftung übertragen wurden,
im Haushaltsjahr 2015 nicht anzuwenden.
Im Einzelnen wird auf die VwV-Besetzungs- und Beförderungssperre vom 11. Dezember 2014 verwiesen.
Globale Minderausgaben (GMA)
Die im Staatshaushaltsplan 2015/16 in den Einzelplänen in der Regel bei Kap. ..01 oder ..02 unter Gr. Nr. 972 für 2015 veranschlagten GMA und Einsparauflagen sind nach Maßgabe der Zweckbestimmungen und der Erläuterungen hierzu innerhalb der Einzelpläne zu erwirtschaften.
GMA sind grundsätzlich bei nichtzwangsläufigen Sachausgaben zu erwirtschaften. Zwangsläufige Sachausgaben können nur mit Einwilligung des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft herangezogen werden.
Auf die Einsparauflagen der globalen Minderausgaben bei den Titeln mit der Gr. Nr. 972 dürfen Einsparungen bei Personalausgabentiteln, die gem. § 6 StHG 2015/16 der dezentralen Finanzverantwortung unterliegen, angerechnet werden.
In Höhe der Entnahme aus zweckgebundenen Rücklagen darf keine – auch keine einzelplanspezifische – GMA erwirtschaftet werden.
Ausgaben bei
Titel 633 03
bis zu 2,5 Mio.
– in Tsd. Euro –
Ministerium für Finanzen und Wirtschaft (Teil Wirtschaft)
Zum Nachweis der Einsparungen wird in den Besonderen Bestimmungen zur Rechnungslegung über die Einnahmen und Ausgaben und die Erstellung der Haushaltsrechnung für das Haushaltsjahr 2015 (BBestRech 2015) näheres bestimmt.
Die in den Einzelplänen bei Kap. ..01 oder ..02 Tit. 462 01 und bei der Landeszentrale für politische Bildung veranschlagten globalen Minderausgaben für Personalausgaben gelten durch die Nichtbesetzung der nach § 2 Abs. 1 bis 6 StHG 2015/16 einzusparenden Stellen ab 1. Januar 2015 bzw. ab 1. September 2015 und den Wegfall dieser Stellen als erbracht. Nachweise über die Erwirtschaftung dieser GMA sind deshalb nicht zu führen.
Der Vollzug von kw-Vermerken kann nicht auf die Stelleneinsparungen angerechnet werden. In besonders gelagerten Einzelfällen kann mit Einwilligung des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft der Vollzug eines kw-Vermerks auf die Stelleneinsparung angerechnet werden (z. B. kw-Vermerke, die erst nach Festlegung des Einsparsolls bei der Stelle ausgebracht wurden; vorzeitiger Vollzug eines kw-Vermerks).
Alteinsparverpflichtungen gem. § 2 Abs. 1 StHG 2013/14
Soweit die Zahl der jährlich in Abgang gestellten Stellen aus den alten Stellenabbauprogrammen nicht ausgereicht hat, um die Einsparquote des Einzelplans zu erfüllen, müssen diese Einsparungen grundsätzlich in 2015 erfüllt werden. Für jede zu wenig gestrichene Stelle sind jährlich Sachmittel in Höhe von 41 000 Euro bzw. 47300 Euro im Einzelplan einzusparen. Zum 1. Januar 2015 sind folgende Stelleneinsparungen zu erbringen:
Epl. 04 – KM
Epl. 14 – MWK
Nach § 2 Abs. 1 StHG 2015/16 sind im Zusammenhang mit dem Dienstreisemanagement insgesamt 131,5 Stellen bis 2016 abzubauen, davon in 2015:
Epl. 03 – IM
Die Alteinsparverpflichtungen sowie die Stellen gem. § 2 Abs. 1 StHG 2013/14 und gem. § 2 Abs. 1 StHG 2015/16 sind jeweils ab dem 1. Januar 2015 gesperrt. Übersichten über die ggf. in einem Nachtrag zum Staatshaushaltsplan 2015/16 oder im Staatshaushaltsplan 2017/18 zu streichenden Stellen sind dem Ministerium für Finanzen und Wirtschaft bis zum 4. Mai 2015 zu übersenden.
Stelleneinsparverpflichtungen gem. § 2 Abs. 2 und Abs. 3 StHG 2013/14
Soweit die Zahl der jährlich in Abgang gestellten Stellen aus dem Stellenabbauprogramm gem. § 2 Abs. 2 und Abs. 3 StHG 2013/14 nicht ausgereicht hat, um die Einsparquote des Einzelplans zu erfüllen, müssen diese Einsparungen grundsätzlich in 2015 erfüllt werden (vgl. § 2 Abs. 7 StHG 2013/14). Für jede zu wenig gestrichene Stelle sind jährlich Sachmittel in Höhe von 47300 Euro im Einzelplan einzusparen. Zum 1. September 2015 sind folgende Stelleneinsparungen zu erbringen:
EPL 02 – StM
EPl 03 – IM
EPL 04 – KM
EPL 10 – UM
EPl 13 – MVI
EPL 14 – MWK
Stelleneinsparverpflichtungen gem. § 2 Abs. 2 StHG 2015/16
Nach § 2 Abs. 2 StHG 2015/16 sind im Rahmen des sogenannten 1480-Stelleneinsparprogramms in 2015 folgende Stellen abzubauen:
Epl. 02 – StM
Epl. 05 – JuM
Epl. 06 – MFW
Epl. 08 – MLR
Epl. 09 – SM
Epl. 10 – UM
Epl. 13 – MVI
Epl. 15 – IntM
Stelleneinsparverpflichtungen gem. § 2 Abs. 3 StHG 2015/16
Nach § 2 Abs. 3 StHG 2015/16 sind zur Kompensation der Neustellen im Zusammenhang mit der Regierungsneubildung 2015 folgende Stellen abzubauen:
Die Stellen gem. § 2 Abs. 2 und 3 StHG 2013/14 bzw. 2015/16 sind jeweils ab dem 1. September 2015 gesperrt. Übersichten über die ggf. in einem Nachtrag zum Staatshaushaltsplan 2015/16 oder im Staatshaushaltsplan 2017/18 zu streichenden Stellen sind dem Ministerium für Finanzen und Wirtschaft bis zum 11. September 2015 zu übersenden.
Soweit die Zahl der jährlich in Abgang gestellten Stellen aus den Stellenabbauprogrammen gem. § 2 Abs. 2 und 3 StHG 2015/16 nicht ausgereicht hat, um die Einsparquote des Einzelplans zu erfüllen, müssen diese Einsparungen in den Jahren 2016 bzw. 2017 erfüllt werden. Eine weitere Verlängerung ist grundsätzlich nicht möglich. Für jede zu wenig gestrichene Stelle sind jährlich Sachmittel in Höhe von 47300 Euro im Einzelplan einzusparen.
Mehrarbeitsvergütungen, Zulagen für Dienst zu ungünstigen Zeiten, Zeitzuschläge, Überstundenentgelte und Entgelte für Mehrarbeit, Abgeltung von krankheitsbedingt nicht genommenem Urlaub
Für die bislang beim Festtitel 42201 Bezüge und Nebenleistungen der Beamtinnen und Beamten und Richterinnen und Richter veranschlagten Beträge aufgrund der Mehrarbeitsvergütung und der Zulagen für Dienst zu ungünstigen Zeiten (vgl. Ziffer 1.2 Standarderläuterung) und beim Festtitel 42801 Entgelte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (Beschäftigte) veranschlagten Beträge aufgrund Zeitzuschläge, Überstundenentgelte und Entgelte für Mehrarbeit (vgl. Ziffer 4 Standarderläuterung) sind ab 2013 bei folgenden Festtiteln ausgebracht:
Festtitel 42205
Mehrarbeitsvergütung und Zulagen für Dienst zu ungünstigen Zeiten für Beamtinnen und Beamte und dgl.
Festtitel 42805
Zeitzuschläge, Überstundenentgelte und Entgelte für Mehrarbeit für Beschäftigte
Hier sind auch die Mittel für das Entgelt von Teilzeitbeschäftigten veranschlagt, das anfällt, wenn Teilzeitbeschäftigte vorübergehend über die vereinbarte regelmäßige Arbeitszeit hinaus bis zur regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit einer/eines entsprechenden Vollbeschäftigten arbeiten.
Auf die Titel 42201 und 42801 dürfen diese Mittel nicht gebucht werden. Alle personalverwaltenden Dienststellen sind darauf hinzuweisen.
Ebenso wird darauf hingewiesen, dass die finanzielle Abgeltung von bei Ausscheiden aus dem Beamten- / Richterverhältnis krankheitsbedingt nicht genommenem europarechtlichen Mindesturlaub bei Titel 42201 zu buchen ist (Konsequenzen aus dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom 3. Mai 2012, C-337/10; Urteil des Bundesverwaltungsgericht vom 31. Januar 2013, 2 C 10.12).
Zur Verschlankung der VwV-Haushaltsvollzug wurde, soweit möglich, auf Hinweise zu geltenden Gesetzen, Verordnungen, Ministerratsbeschlüssen usw. verzichtet.
Verpflichtungsermächtigungen (Nr. 1.2)
Dem Ministerium für Finanzen und Wirtschaft ist bis spätestens 10. April 2015 mitzuteilen, welche Verpflichtungen auf Grund von Ermächtigungen für 2014 und früher am 31. Dezember 2014 bestanden haben, aufgegliedert nach Haushaltsjahren, in denen die aus eingegangenen Verpflichtungen resultierenden Zahlungen fällig werden. Diese Angaben dienen gleichzeitig als Unterlagen für die Aufstellung künftiger Haushaltspläne (Nachträge).
Stelleneinsparungen (Nr. 3)
Die ab 1. Januar 2015 für den Stellenabbau gesperrten und in einem Nachtrag zum Staatshaushaltsplan 2015/16 oder im Staatshaushaltsplan 2017/18 zu streichenden Stellen sind dem Ministerium für Finanzen und Wirtschaft umgehend, spätestens bis 4. Mai 2015 mitzuteilen.
Die ab 1. September 2015 für den Stellenabbau gesperrten und in einem Nachtrag zum Staatshaushaltsplan 2015/16 oder im Staatshaushaltsplan 2017/18 zu streichenden Stellen sind dem Ministerium für Finanzen und Wirtschaft umgehend, spätestens bis 11. September 2015 mitzuteilen.
Die Vordrucke sind über den LVN-Informationsdienst (siehe »Haushalt« → »Haushaltsvollzug«) verfügbar.
Über- und außerplanmäßige Ausgaben (Nr. 15)
Nach § 37 Abs. 4 LHO i. V. mit § 7 Abs. 5 StHG 2015/16 ist der Landtag über die geleisteten über- und außerplanmäßigen Ausgaben, soweit sie den Betrag von 100 000 Euro erreichen oder überschreiten, einschließlich der aufgrund allgemeiner Einwilligung des MFW geleisteter üpl/apl Ausgaben (vgl. Nr. 15.4), jährlich zu unterrichten. Auf Wunsch des Ausschusses für Finanzen und Wirtschaft sind darüber hinaus jeweils nachrichtlich auch die Einzelplansummen der über- und außerplanmäßigen Ausgaben bis 100 000 Euro im Einzelfall mitzuteilen.
Gemäß Ziff. II des Landtagsbeschlusses vom 20. Juni 2013 (vgl. Drs. 15/2501) sollen dem Landtag auch nicht in Anspruch genommene Einwilligungen nach § 37 LHO entsprechend der vorstehenden Regelung mitgeteilt werden.
Die Meldungen für das Haushaltsjahr 2015 sind dem Ministerium für Finanzen und Wirtschaft bis spätestens 14. März 2016 zu übersenden. Fehlanzeige ist erforderlich.
Die Vordrucke sind über den LVN-Informationsdienst (siehe »Haushalt« → »Haushaltsvollzug«) verfügbar und sind in elektronischer Form an die Poststelle des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft Poststelle@mfw.bwl.de zu übermitteln. Die an den Landtag zu übersendenden Mehrfertigungen werden vom Ministerium für Finanzen und Wirtschaft erstellt.
Der Termin für die Anmeldung der zur Übertragung vorgesehenen Ausgabereste 2015 wird auf den 14. März 2016 festgesetzt. Näheres wird im Rechnungslegungserlass 2015 geregelt.
Projekte aus Zuwendungen der Baden-Württemberg Stiftung gGmbH »Tranche F« (Nr. 16.1.4)
Die zur Zinsberechnung für das Jahr 2015 notwendigen Unterlagen sind dem Ministerium für Finanzen und Wirtschaft in Papierform und in elektronischer Form der Poststelle@mfw.bwl.de und cc an Stephanie.Goelz@mfw.bwl.de bis spätestens 1. Februar 2016 zu senden (Formblatt und Hinweise dazu siehe LVN-Informationsdienst »Haushalt« → »Haushaltsvollzug«).
ZO III und IV einschließlich Zukunftsinvestitionen (Kap. 1223) (Nr. 16.2)
Dem Ministerium für Finanzen und Wirtschaft sind für die Entnahmen die im gesamten Jahr 2015 geleisteten bzw. noch zu leistenden Ausgaben in einem Betrag mitzuteilen und die Ausdrucke der im SAP-System erfassten Annahmeanordnungen bis spätestens 30. November 2015 dem Ministerium für Finanzen und Wirtschaft in 2-facher Ausfertigung zu übersenden. Die Hinweise des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft zur Abwicklung der Entnahmen können über den LVN-Informationsdienst (siehe »Haushalt« → »Haushaltsvollzug«) abgerufen werden.
ZO III und IV einschließlich Zukunftsinvestitionen Kap. 1223 (Nr. 16.3 bis 16.5)
Die aktualisierten und gegebenenfalls neu angelegten Projektblätter (Exceltabellen) Stand 31. Dezember 2015 für die Zukunftsoffensiven III und IV und für die Zukunftsinvestitionen (Kap. 1223) sowie die Bedarfsmeldungen für 2015 der Zukunftsoffensiven III und IV sind bis spätestens 14. März 2016 an das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft elektronisch (Poststelle@mfw.bwl.de und cc an Stephanie. Goelz@mfw.bwl.de) zu senden.
Die Verwendungsnachweise der Zukunftsoffensiven III und IV für das Jahr 2015 sind dem Ministerium für Finanzen und Wirtschaft bis spätestens 1. Juni 2016 in Papierform, die Überleitungsrechnungen in Papierform und elektronisch (Poststelle@mfw.bwl.de) und cc an Stephanie.Goelz@mfw.bwl.de zu übersenden.
Die Hinweise des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft zu Nr. 16.3 bis 16.5 können über den LVN-Informationsdienst (siehe »Haushalt« → »Haushaltsvollzug«) abgerufen werden.
Zweckentsprechende Entnahmen aus der Rücklage für Haushaltsrisiken Kap. 1212 Tit. 359 01 (Nr. 17.1)
Die betroffenen Ressorts haben für die konkrete Entnahme gem. Nr. 17.1 die im gesamten Jahr 2015 über die Planansätze hinaus geleisteten (Sach-)Ausgaben bzw. die ermittelten Richtsatz-Beträge für die Stellen bis spätestens 5. Januar 2016 dem Ministerium für Finanzen und Wirtschaft (cc: stephanie.goelz@mfw.bwl.de) mitzuteilen. Es wird gebeten hierfür das im LVN-Informationsdienst hinterlegte Formblatt zu verwenden (siehe »Haushalt« → »Haushaltsvollzug«).
Bewilligte, aber nicht benötigte Mittel (frei gewordene Mittel) sind dem MFW jeweils unverzüglich mitzuteilen.
Zweckentsprechende Entnahmen aus der Rücklage für Sanierungs- und Erhaltungsmaßnahmen Kap. 1212 Tit. 35905 (Nr. 17.2)
Die betroffenen Ressorts haben für die Entnahme gem. Nr. 17.2 die im gesamten Jahr 2015 geleisteten bzw. in 2015 noch voraussichtlich zu leistenden Ausgaben in einem Betrag bis spätestens 30. November 2015 dem Ministerium für Finanzen und Wirtschaft (cc: stephanie.goelz@mfw.bwl.de) mitzuteilen. Es wird gebeten hierfür das im LVN-Informationsdienst hinterlegte Formblatt zu verwenden (siehe »Haushalt« → »Haushaltsvollzug«).
Für den Vollzug des Informationstechnischen Gesamtbudgets (IGB) gelten zusätzlich die Richtlinien der Landesregierung für den Einsatz der Informationstechnik (IT) in der Landesverwaltung (e-Government-Richtlinien) und die Bekanntmachung des Innenministeriums hierzu vom 8. Juni 2004 (GABl. S. 510) sowie die Hinweise zur Titelgruppe 69 im Gruppierungsplan der Haushaltssystematik. Bei Abweichungen von den Planerläuterungen und Planunterlagen ist nach Nr. 6.3 der e-Government-Richtlinien zu verfahren; die Nrn. 1.1 viertletzter Absatz und 15.3 dieser Vollzugsvorschriften sind insoweit auf das IGB nicht anzuwenden.
Bei der Veräußerung entbehrlicher IuK-Geräte nach VV Nr. 3 zu § 63 LHO, d. h. ohne Einwilligung des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft – sind nähere, den Verkaufspreis begründende Angaben in die Verkaufsunterlagen aufzunehmen, z. B. Anschaffungspreis, Nutzungsdauer, technische Ausstattung usw.
Bei Lieferungen aus einem anderen EU-Mitgliedstaat ist dem Unternehmer der Rechnungsbetrag ohne Umsatzsteuer zu überweisen. Das Gleiche gilt bei Werklieferungen und sonstigen Leistungen im Inland, wenn der leistende Unternehmer im Ausland (EU-Mitgliedstaat oder Drittland) ansässig ist. Dies gilt unabhängig davon, ob die Leistung für den Hoheitsbereich oder für einen Betrieb gewerblicher Art bezogen wird (vgl. § 3a Abs. 2 UStG). Die jeweilige Dienststelle muss die ihr erteilte Umsatzsteuer-Identifikationsnummer dem leistenden Unternehmer mitteilen.
Die auf den (Netto-)Rechnungsbetrag entfallende Umsatzsteuer ist bei dem zuständigen deutschen Finanzamt anzumelden und an dieses abzuführen. Zu beachten sind im Falle des innergemeinschaftlichen Erwerbs einer Ware die Vorschriften des § 1a Abs. 1 und § 13 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 UStG. Im Fall der Erbringung einer sonstigen Leistung nach § 3a Abs. 2 UStG durch einen im übrigen Gemeinschaftsgebiet ansässigen Unternehmer ist § 13b Abs. 1 i. V.m. Abs. 5 UStG einschlägig, bei allen übrigen sonstigen Leistungen oder Werklieferungen eines im Ausland ansässigen Unternehmers § 13b Abs. 2 Nr. 1 i. V. m. Abs. 5 UStG. Zudem sind die Erklärungspflichten nach § 18 Abs. 1, 2 und 4 a UStG einzuhalten.
Es ist darauf zu achten, dass der in der Bundesrepublik Deutschland geltende Umsatzsteuersatz (19% oder 7%) zum Tragen kommt. Die Auszahlungsanordnung für die Lieferung oder sonstige Leistung und für die abzuführende Umsatzsteuer sind zweckmäßigerweise gleichzeitig zu erstellen und der zuständigen Kasse zur Ausführung mit Fälligkeitstermin zuzuleiten. Rechnungsbetrag und Umsatzsteuer sind aus demselben Titel zu zahlen.
Bei der Lieferung von begünstigten Druckerzeugnissen (vgl. Nr. 49 der Anlage 2 zu § 12 Abs. 2 UStG) ist zu berücksichtigen, dass diese dem ermäßigten Umsatzsteuersatz von derzeit 7% unterliegen.
Die Anzahl und die Kosten von externen Gutachten sind so gering wie möglich zu halten. Insbesondere mit dem Ziel, die Ausgaben für Gutachten im Vergleich zu den Vorjahreswerten zu reduzieren, ist kritisch zu prüfen, ob die Einholung eines externen Gutachtens notwendig und der Aufwand gerechtfertigt ist. Vorrangig soll geprüft werden, ob Gutachten von der Verwaltung selbst oder über die Beauftragung eines Hochschulprofessors durch das MWK (§ 46 Abs. 5 Entwurf Landeshochschulgesetz) erstellt werden können. § 7 LHO bleibt unberührt.
Bei einer Privatisierung oder Umwandlung von Landeseinrichtungen erstellt Referat 57 des MFW die Gutachten.
Ausgaben für Gutachten sind stets bei der Gruppe 526 – Sachverständige, Gerichts- und ähnliche Kosten – zu veranschlagen und zu buchen.
Bei Kabinettsvorlagen mit finanziellen oder personellen Auswirkungen ist das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft stets zu beteiligen. Auf die im »Leitfaden Haushaltscontrolling« festgelegten Grundsätze wird verwiesen.
Im Hinblick auf das Ziel eines dauerhaft ohne Neuverschuldung ausgeglichenen Haushalts und die weiter steigenden Ausgaben insbesondere für Personal und Versorgung hat die Landesregierung ein generelles Moratorium für Mehrausgaben beschlossen. Jede Mehrausgabe oder Verpflichtung zur Leistung von Mehrausgaben, die nicht durch Umschichtungen oder Mehreinnahmen im selben Einzelplan dauerhaft gedeckt werden kann, bedarf der Zulassung einer Ausnahme durch den Ministerrat. Ausgenommen sind unabweisbare Leistungen aufgrund gesetzlicher Verpflichtungen.
Deshalb müssen Vorlagen an den Ministerrat über Maßnahmen, durch die für das Land Verpflichtungen entstehen, für die Ausgaben im Haushaltsplan nicht oder in nicht ausreichender Höhe veranschlagt sind, entsprechende Deckungsvorschläge zu Lasten des Haushaltsplans des betroffenen Geschäftsbereichs enthalten. Andere Deckungsvorschläge und Deckungsvorschläge zu Lasten des Gesamthaushalts sind nur mit vorheriger Zustimmung des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft und der gegebenenfalls betroffenen Ministerien zulässig.
In den Kabinettsvorlagen ist zur Darstellung der einmaligen bzw. mittelfristigen finanziellen Auswirkungen der vorgesehenen Maßnahmen und zur Darstellung der (Gegen-)Finanzierung der Maßnahmen das entsprechende Muster im LVN-Informationsdienst (siehe »Haushalt« → »Haushaltsvollzug«) zu verwenden. Die Grundsätze des Haushaltscontrollings sind zu beachten.
Ablieferungspflichtige Vergütungen für Nebentätigkeiten von Beamtinnen/Beamten (vgl. Landesnebentätigkeitsverordnung in der jeweils geltenden Fassung) und Tarifbeschäftigten (vgl. § 3 Abs. 4 TV-L und die Sonderregelungen dazu, § 24 TVÜ-Länder und § 5 TV-Ärzte) sind bei Kap. 1212 Tit. 11949 als Einnahme zu buchen.
Für die Aufstellung von privaten Kühlschränken in Dienstgebäuden ist grundsätzlich eine angemessene Stromkostenpauschale zu entrichten (§ 52 LHO), die an den Landeshaushalt abzuführen und bei Tit. 11949 des Kapitels der betreffenden Dienststelle zu buchen ist.
Von einer Stromkostenpauschale kann abgesehen werden, wenn für den Betrieb eines privaten Kühlschranks besondere dienstliche Gründe vorliegen (Dienststellen mit überwiegendem Schicht- und Nachtdienst), die Bediensteten überwiegend auf Selbstverpflegung angewiesen sind, entsprechend den Ausstattungsbedarfsplänen ein Fehlbestand besteht und (oder) die Mitbenutzung von bereits vorhandenen Geräten unter Anlegung eines strengen Maßstabs unzumutbar ist.
Für die Ermittlung der Essenspreise in Behördenkantinen gelten die Regelungen der LHO, insbes. die §§ 7, 34 und 61 LHO. Für die Essensteilnahme an sonstigen Einrichtungen (einschließlich Heimen) sind bei der Ermittlung der Kostenbeiträge der Bediensteten und gegebenenfalls Gäste ebenfalls die Regelungen der LHO (insbes. § 7 LHO) entsprechend anzuwenden.
In einzelnen Bereichen bestehende Sonderregelungen bleiben unberührt; ihr Weitergelten ist – auf Anforderung des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft – jeweils bei der Haushaltsaufstellung zu begründen.
Am Ende des Haushaltsjahres noch zur Verfügung stehende Haushaltsmittel dürfen nicht für »Vorratskäufe« oder sonstige nicht notwendige Beschaffungen verwendet werden, um damit den Heimfall der Mittel zu umgehen. Ein Verstoß hiergegen kann zu Disziplinarmaßnahmen und/oder Regressansprüchen führen. Auf den Haushaltsgrundsatz der Notwendigkeit (§ 6 LHO) wird verwiesen.
Für die Beschaffung von Briefpapier, Briefkarten (Glückwunschkarten) und Umschlägen besonders teurer Qualität (Bütten, Japanpost) sowie von Kaffeegeschirr u. ä. »für Repräsentationszwecke« liegt in der Regel kein dienstliches Bedürfnis vor. Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit dürfen daher Haushaltsmittel (z. B. bei Tit. 51101) dafür grundsätzlich nicht in Anspruch genommen werden.
Bei Anordnungen und Buchungen auf Titeln der Gr. Nr. 511 sind geringfügige Überschreitungen der Wertgrenze von 5000 Euro bis zu 10 v.H., die durch Preissteigerungen seit der Veranschlagung im Haushaltsplan eingetreten sind, für die Buchungsstelle unbeachtlich.
Der Regelbetrag für die Veranschlagung von Mitteln für Aufwendungen bei Amtseinführungen usw. (Tit. 52910) beträgt 500 Euro. Eine Überschreitung ist in besonderen Fällen möglich, wenn sichergestellt wird, dass der veranschlagte Gesamtansatz des Haushaltsjahres dadurch nicht überschritten wird. Nr. 9.9 gilt entsprechend.
Bei Ausgaben für Repräsentationen erfordert der Grundsatz der Sparsamkeit besonders strenge Maßstäbe. Dabei sind von jeder/jedem Bediensteten, die/der Haushaltsmittel bewirtschaftet, folgende Grundsätze zu beachten:
Repräsentative Veranstaltungen, wie Grundsteinlegungen, Einweihungen von Gebäuden, Jubiläen oder Empfänge aus persönlichen Anlässen, sollen nur in besonderen Fällen stattfinden. Wenn Ausgaben für Repräsentationen erforderlich werden, müssen sie in einer adäquaten Relation zum jeweiligen Anlass stehen. Auf ein Essen ist im Allgemeinen zu verzichten. Auch bei Arbeitstagungen sollen Bewirtungen grundsätzlich unterbleiben. Gepflogenheiten in Bereichen außerhalb des öffentlichen Dienstes sind kein geeigneter Maßstab.
Bei internen Repräsentationsveranstaltungen ist hinsichtlich der in Betracht kommenden Anlässe und der Höhe der Ausgaben besondere Zurückhaltung erforderlich.
Die Teilnahme an Veranstaltungen, deren Träger das Land ist, beschränkt sich auf die zuständigen Ressorts. Wird das Land durch einen Minister oder seinen Stellvertreter vertreten, so sollen weitere Bedienstete aus den Ministerien in der Regel nicht teilnehmen, Behördenleiter nachgeordneter Behörden nur, soweit der Anlass es gebietet.
An Veranstaltungen, deren Träger nicht das Land ist, nimmt – soweit erforderlich – in der Regel nur ein Vertreter des Landes teil. Auf die Bekanntmachung des Staatsministeriums vom 12. Oktober 1956 (GABl. S. 609) wird hingewiesen, insbesondere darauf, dass die Teilnahme von mehreren Bediensteten derselben Dienststelle grundsätzlich nicht zulässig ist.
Zur Darstellung der zweckentsprechenden, wirtschaftlichen und sparsamen Mittelverwendung gehören insbesondere Angaben über den die Repräsentationsausgaben verursachenden Anlass sowie über die Funktion und die Anzahl der Teilnehmer.
Ausgaben für Repräsentationen dürfen aus Titeln nur geleistet werden, soweit die Zweckbestimmung oder die Erläuterungen dies ausdrücklich zulassen (vgl. insbesondere Festtitel 52901 und 52902).
Der Rechnungshof hat im Zusammenhang mit der Prüfung von Repräsentationsaufwendungen einer Ministerkonferenz darauf hingewiesen, dass dem Grundsatz der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit bei solchen Anlässen mehr Aufmerksamkeit zu widmen sei.
Billigkeitsleistungen bei infolge tariflicher Ausschlussfristen erloschenen Entgeltansprüchen von Beschäftigten aus Kap. 1212 Tit. 44305 kommen nur in ganz besonderen Härtefällen in Betracht. Ein solcher ganz besonderer Härtefall kann angenommen werden, wenn das Schwergewicht des Verschuldens unter Berücksichtigung der Prüfungspflicht der/des Beschäftigten beim Land liegt und in Anbetracht der Vermögensverhältnisse der/des Beschäftigten sowie der Höhe des erloschenen Anspruchs eine unbillige Härte vorliegt.
Bei Ansprüchen unter 250 Euro ist deshalb grundsätzlich eine Leistung ausgeschlossen. Die Zuständigkeit des Landesamts für Besoldung und Versorgung (LBV) erstreckt sich auch auf diesen Bereich. In den übrigen Fällen, in denen das LBV keine Zuständigkeit hat, ist vom zuständigen Fachministerium unter eingehender Darlegung des Sachverhalts die Einwilligung des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft einzuholen und die Zuweisung der erforderlichen Haushaltsmittel zu beantragen. Bei Landesbetrieben nach § 26 LHO sind Billigkeitsleistungen aus den jeweiligen Wirtschaftsplänen zu bestreiten. Die Einwilligung des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft ist gegebenenfalls auch in diesen Fällen erforderlich.
Billigkeitsleistungen infolge erloschener Ansprüche auf Zahlung eines Jubiläumsgeldes können auf Grund des besonderen Charakters dieser Leistung ohne Härtefallprüfung gewährt werden.
Sonstige Billigkeitsleistungen in ganz besonders gelagerten Härtefällen können nur gewährt werden, wenn eine entsprechende Empfehlung des Petitionsausschusses des Landtags vorliegt.
Aufgrund von § 45 Abs. 1 Landespersonalvertretungsgesetzes (LPVG) erhalten Mitglieder der Personalvertretungen bei Reisen, die zur Erfüllung ihrer Aufgaben notwendig sind, Reisekostenvergütung nach den reisekostenrechtlichen Vorschriften. Die Übernahme der Kosten für Schulungs- und Bildungsveranstaltungen ist nur möglich, soweit die Teilnahme des Personalvertretungsmitgliedes objektiv und subjektiv erforderlich ist und die Veranstaltungsdauer angemessen erscheint. Die Entscheidung der Dienststelle über die Kostenübernahme unterliegt dem allgemein geltenden Gebot der sparsamen Verwendung öffentlicher Mittel, insbesondere in Bezug auf die Zahl der zu entsendenden Mitglieder und die Dauer der Schulung.
Wenn bei einer Zweckbestimmung neben Haushaltsmitteln des Landes auch andere Mittel zur Verfügung stehen (z. B. Drittmittel, Mittel aus dem Wettmittelfonds oder aus der Spielbankenabgabe), sind die Landesmittel nachrangig einzusetzen, sofern keine gesetzlichen oder sonstigen rechtlichen Gründe (z. B. Dotationsauflage eines Zuwendungsgebers) entgegenstehen. Dies ist auch bei der Bildung von Ausgaberesten zu beachten.
der Mittelumsetzungen gem. § 50 Abs. 1 LHO,
der kapitel- oder einzelplanübergreifenden Mittelumschichtungen des Programmbudgets Medien im Rahmen der gegenseitigen Deckungsfähigkeit nach § 6 Abs. 1 Nr. 1.2 oder 2.1 StHG 2015/16 sowie
der kapitel- oder einzelplanübergreifenden Mittelumschichtungen des Informationstechnischen Gesamtbudgets im Rahmen der gegenseitigen Deckungsfähigkeit gem. § 6 Abs. 1 Nr. 1.2 oder Nr. 2.2 StHG 2015/16
erfolgt in der Haushaltsrechnung des Landes programmgesteuert. Voraussetzung für die Nachweisung ist, dass die Umsetzungen und Umschichtungen mit der jeweils hierfür vorgesehenen Budgetunterart gebucht wurden. Für Umsetzungen ist die Transaktion FR 87 Budgetunterart UMSE und für Umschichtungen die Transaktion FR 87 Budgetunterart UMSI zu verwenden. Für andere Buchungen dürfen diese Transaktionen nicht verwendet werden.
Die Programmlogik führt ansonsten zu fehlerhaften Auswertungen.
Ein Durchreichen von Mitteln in einen weiteren Deckungskreis ist grundsätzlich nicht möglich. Ein deckungsberechtigter Titel darf erst dann verstärkt werden, wenn seine Mittel verbraucht sind und zur Zahlung aus diesem Titel Mittel benötigt werden. Von dem deckungspflichtigen Titel können maximal Mittel in Höhe des Titelansatzes zur Deckung herangezogen werden. Auf die bisherige entsprechende Vorgehensweise bei der Rechnungslegung wird Bezug genommen.
Hinsichtlich der Auszubildenden nach dem TVA-L BBiG sollte die Ausbildungskapazität auch über den Eigenbedarf hinaus mindestens auf dem bisherigen Niveau beibehalten werden. Auf das am 20. Dezember 2010 von der Landesregierung mit unterzeichnete »Bündnis zur Stärkung der beruflichen Ausbildung und des Fachkräftenachwuchses in Baden-Württemberg 2010–2014« wird verwiesen.
Im Stellenteil (Tit. 42201) des Staatshaushaltsplans sind bei bestimmten Bereichen in mehreren Einzelplänen Vermerke ausgebracht, wonach zum Ausgleich unterschiedlicher Beförderungsverhältnisse in Einzelfällen und mit Zustimmung der Obersten Dienstbehörde Planstellen verschiedener Abschnitte des Stellenplans bzw. verschiedener Kapitel vorübergehend gegenseitig in Anspruch genommen werden dürfen (sog. Durchlaufvermerke). Als vorübergehende Inanspruchnahme gilt ein Zeitraum von höchstens 5 Jahren im Einzelfall. Danach ist die in Anspruch genommene Stelle zurückzugeben. Sofern bei der für die Rückgabe eingeplanten Stelle der Eintritt des Stelleninhabers in den Ruhestand nach § 39 LBG hinausgeschoben wird, verlängert sich der Zeitraum entsprechend.
Zu § 3 StHG 2015/16, § 17 Abs. 5 und 6 LHO und den VV zu § 49 LHO:
Zusätzliche oder neue Aufgaben, die einen Anspruch auf eine höhere Eingruppierung zur Folge haben, können nur übertragen werden, wenn innerhalb der Stellenübersicht eine der höherwertigen Tätigkeit entsprechende besetzbare Stelle zur Verfügung steht oder das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft einer Abweichung von der Stellenübersicht vorher zugestimmt hat. Auf VV Nr. 2.2 zu § 49 LHO wird hingewiesen.
Es ist unzulässig, Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmern lediglich zum Zwecke einer höheren Eingruppierung andere Aufgaben zu übertragen und dadurch möglicherweise andere höher eingestufte Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer von der höher bewerteten Tätigkeit zu entlasten (siehe auch Rundschreiben des Finanzministeriums vom 14. September 1982, Az.: P 7304 – 68/82, betr. Vornahme von Organisationsprüfungen vor der Übertragung höherwertiger Tätigkeiten auf Beschäftigte, und Gl. Nr. 12 der Hinweise des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft zum Arbeits-, Tarif-, Sozialversicherungs- und Zusatzversorgungsrecht).
Sollen in besonders begründeten Einzelfällen auf Stellen für außertariflich Beschäftigte tariflich Beschäftigte oder auf Stellen für Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer außertariflich Beschäftigte geführt werden, so bedarf es, soweit eine abweichende Besetzung nicht allgemein zugelassen wurde, hierzu der Einwilligung des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft gem. § 17 Abs. 6 Sätze 4 und 5 LHO.
Nach § 17 Abs. 6 Sätze 4 und 5 LHO i. V. mit VV Nr. 6 zu § 49 LHO bedürfen Abweichungen von den Stellenübersichten der vorherigen Zustimmung (Einwilligung) des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft. Diese ist dann nicht mehr möglich, wenn die Maßnahme, die zwangsläufig eine Abweichung von der Stellenübersicht zur Folge hat, bereits durchgeführt oder eingeleitet wurde. In diesen Fällen liegt kein unvorhergesehenes und unabweisbares Bedürfnis vor. Der Antrag zur Abweichung von der Stellenübersicht ist vor der Durchführung der geplanten Maßnahme zu stellen und ausreichend zu begründen. Dies gilt auch für ein etwaiges »Hineinwachsen« in eine höherwertige Tätigkeit.
Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft willigt gemäß § 17 Abs. 6 Satz 4 und 5 LHO allgemein ohne Vorlage von Tätigkeitsbeschreibungen in Stellenabweichungen ein, die unmittelbar durch das Inkrafttreten der EntgO Lehrkräfte zum 1. August 2015 notwendig werden. Notwendig bedeutet, dass nur dann eine Abweichung zulässig ist, wenn alle anderen Stellenbewirtschaftungsmaßnahmen ausgeschöpft sind. Satz 6 gilt nicht für den Fall, dass bei angestellten Lehrkräften eine Höhergruppierung möglich ist, die von Beförderungsmöglichkeiten vergleichbarer verbeamteter Lehrkräfte abhängt.
Für die Anwendung von § 17 Abs. 6 Sätze 4 und 5 LHO sind die Grundsätze des Notbewilligungsrechts des Finanzministers nach Art. 81 LV i. V. mit § 37 LHO zu beachten. Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft ist deshalb gehalten, bei der Beurteilung der Voraussetzungen einen sehr strengen Maßstab anzulegen. Es kann in Abweichungen von der Stellenübersicht im Sinne einer Stellenhebung zur höheren Eingruppierung von Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmern dann aus haushaltsrechtlichen Gründen nicht mehr einwilligen, wenn diese Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer auf Grund der von ihnen ausgeübten Tätigkeit tarifrechtlich bereits in einer höheren Entgeltgruppe eingruppiert sind. Von entsprechenden Anträgen ist daher abzusehen. Der tarifrechtliche Zahlungsanspruch kann allerdings nicht unter Hinweis auf das Fehlen der haushaltsmäßigen Grundlage verweigert werden.
Eine Einwilligung ist auch dann nicht mehr möglich, wenn die Eingruppierung in eine höhere Entgeltgruppe auf Grund der ausgeübten Tätigkeit durch Urteil oder Vergleich in einem arbeitsgerichtlichen Verfahren festgestellt wird. Ist die Rechtslage eindeutig, sind solche Verfahren durch Erfüllung des tarifrechtlichen Anspruchs zu vermeiden; insbesondere dürfen die Betroffenen nicht auf den Klageweg verwiesen werden. Auch in diesen Fällen ist von Anträgen nach § 17 Abs. 6 Sätze 4 und 5 LHO abzusehen. In tarifrechtlichen Zweifelsfällen ist das Tarifreferat des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft zu beteiligen. Dabei wird auf VV Nr. 2 und 3 zu § 58 LHO hingewiesen. Empfiehlt das Tarifreferat des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft, wegen des für das Land zu erwartenden nachteiligen Urteils von einem arbeitsgerichtlichen Verfahren abzusehen und den tarifrechtlichen Anspruch zu erfüllen, bedeutet dies keine Einwilligung des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft in die Abweichung von der Stellenübersicht nach § 17 Abs. 6 Sätze 4 und 5 LHO.
Ergeben sich aus einem Urteil rückwirkende, über das laufende Haushaltsjahr hinausgehende Zahlungsverpflichtungen, bedarf es zu deren Erfüllung im Rahmen der Stellenbewirtschaftung keiner besonderen Einwilligung des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft nach § 37 Abs. 1 LHO.
Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft bittet, in solchen Fällen jeweils zu prüfen, ob bei Verstößen gegen haushaltsrechtliche Vorschriften gegen die dafür verantwortlichen Beschäftigten Disziplinarmaßnahmen einzuleiten und/oder Regressansprüche geltend zu machen sind.
Soweit das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft für das vorangegangene Haushaltsjahr in Abweichungen von den Stellenübersichten nach § 17 Abs. 6 Sätze 4 und 5 LHO i.V. mit VV Nr. 6 zu § 49 LHO eingewilligt hat, die der Zustimmung zugrundeliegenden Tatbestände im jetzigen Haushaltsjahr fortbestehen und diese Änderungen lediglich aus zeitlichen oder technischen Gründen nicht bereits im gültigen Staatshaushaltsplan berücksichtigt sind, wird die Einwilligung des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft nach § 17 Abs. 6 Sätze 4 und 5 LHO i.V. mit VV Nr. 6 zu § 49 LHO auch für das jetzige Haushaltsjahr hiermit allgemein erteilt. Dies gilt nicht, soweit sich das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft die Einwilligung für das Folgejahr seinerzeit ausdrücklich vorbehalten hat.
Die Bonusregelung gem. § 3 Abs. 8 StHG 2015/16 ist nur anwendbar, wenn die anderweitige Verwendung/Wiederverwendung einer Beamtin/eines Beamten durch konkrete Maßnahmen des Dienstherrn initiiert wurde. Der Bonus kann nur für volle Jahre rückwirkend gewährt werden, dabei bezieht sich der Jahreszeitraum auf die anderweitige Verwendung/Wiederverwendung einer Beamtin/eines Beamten und nicht auf das Haushaltsjahr. Eine anderweitige Verwendung bzw. Reaktivierung unter zwölf Monate löst keinen Anspruch auf zusätzliche Personal- oder Sachmittel aus Kap. 1212 Tit. 461 01 aus.
Die Anträge an das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft sind von den Ressorts frühestens drei Jahre nach Beginn der anderweitigen Verwendung bzw. der Reaktivierung zu stellen und anschließend im 3-Jahres-Rhythmus vorzulegen. Dabei sind in den Anträgen auch jeweils die getroffenen Maßnahmen/Initiativen des Dienstherrn darzulegen. Sollte die Beamtin/der Beamte vor Ablauf dieses 3-Jahres-Rhythmus in den Ruhestand versetzt werden, kann der Antrag dem Ministerium für Finanzen und Wirtschaft früher übermittelt werden.
Die Ressorts haben im Rahmen des Haushaltsvollzugs Sorge dafür zu tragen, dass auf Grund der Vergabe von Leistungsprämien kein Mehrbedarf an anderer Stelle bzw. kein Mehrbedarf in späteren Haushaltsjahren ausgelöst wird und dass trotz der Vergabe von Leistungsprämien die Erwirtschaftung der globalen Minderausgaben, die im Haushaltsplan 2015 veranschlagt sind, sichergestellt ist.
Leerstellen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer – § 3 Abs. 21 StHG 2015/16
§ 3 Abs. 21 StHG 2015/16 enthält eine Ermächtigung, die finanzneutral die Schaffung von Leerstellen im Rahmen der Ausführung des Haushaltsplans auch für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer des Landes analog den Regelungen von § 50 LHO ermöglicht. Die einschlägigen Verwaltungsvorschriften zu § 50 LHO gelten dabei entsprechend und sind zu beachten.
Bei Vorliegen der Voraussetzungen ist das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft ermächtigt, im Haushaltsvollzug Leerstellen der entsprechenden Entgeltgruppe mit dem Vermerk »künftig wegfallend« zu schaffen.
Wird eine Arbeitnehmerin/ein Arbeitnehmer ohne Entgelt freigestellt oder gegen volle Kostenerstattung zu einer Stelle außerhalb der Landesverwaltung abgeordnet oder zugewiesen und besteht ein unabweisbares Bedürfnis, die Stelle neu zu besetzen, kann das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft eine Leerstelle der entsprechenden Entgeltgruppe mit dem Vermerk »künftig wegfallend« schaffen. Über den weiteren Verbleib ist im nächsten Haushaltsplan zu bestimmen.
Die Anträge an das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft bezüglich der Schaffung von Leerstellen sind ausreichend zu begründen. In den Anträgen an das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft ist für jeden beantragten Personalfall insbesondere darzulegen,
auf welcher Stelle – incl. Angabe Kapitel/Titel (und ggf. Abschnitt) und Wertigkeit (Entgeltgruppe) – und in welchem Umfang (ganze Stelle/halbe Stelle) die Arbeitnehmerin/der Arbeitnehmer bislang geführt wurde;
in welcher Wertigkeit (Entgeltgruppe) und in welchem Umfang (ganze/halbe Stelle) die Leerstelle geschaffen werden soll – incl. Angabe Kapitel/Titel;
Wird eine Arbeitnehmerin/ein Arbeitnehmer, die/der auf einer Leerstelle geführt wird, wieder in der Landesverwaltung verwendet, ist sie/er auf einer freien Stelle ihrer/seiner Entgeltgruppe zu führen. Wie bei der Schaffung von Leerstellen für Beamtinnen und Beamte haben die personalverwaltenden Dienststellen durch personallenkende Maßnahmen deshalb Vorsorge zu treffen, dass bei der Rückkehr von auf Leerstellen geführten Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmern freie und besetzbare Stellen in entsprechender Wertigkeit zur Verfügung stehen. Im Übrigen wird auf Nr. 3.2 und 3.3 der VV zu § 50 LHO verwiesen, die analog anzuwenden sind.
Die Überbrückung eines Ersatzbedarfs durch die alternative Möglichkeit der Beschäftigung von Ersatzkräften – vgl. Ziffer 4 der Verwaltungsvorschrift des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft zu § 49 LHO – bleibt unberührt.
Abweichungen von den Stellenübersichten gem. § 3 Abs. 24 StHG 2015/116
Sofern bisher sachgrundlos befristete Beschäftigungsverhältnisse nach § 14 Absatz 2 Teilzeit- und Befristungsgesetz im Bereich von Daueraufgaben aus dringenden personalwirtschaftlichen Gründen in unbefristete Beschäftigungsverhältnisse umgewandelt werden müssen und die Beschäftigung nicht auf einer Stelle sondern aus Mitteln erfolgt, ist das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft ermächtigt, in Abweichung von der Stellenübersicht im Haushaltsvollzug haushaltsneutral eine Stelle der benötigten Entgeltgruppe zu schaffen.
Die Anträge an das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft bezüglich der Schaffung einer neuen Stelle im Haushaltsvollzug sind ausreichend zu begründen. Für jeden beantragten Personalfall ist insbesondere darzulegen,
dass ursprünglich ein sachgrundlos befristetes Beschäftigungsverhältnis nach § 14 Absatz 2 Teilzeit- und Befristungsgesetz zu Grunde lag;
Gem. § 17 Absatz 6 LHO bedürfen Abweichungen von den Stellenübersichten der Einwilligung des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft. Sie darf nur im Falle eines unvorhergesehenen und unabweisbaren Bedürfnisses erteilt werden. Mit § 3 Absatz 24 StHG wurde eine Ermächtigung über § 17 Absatz 6 LHO hinaus geschaffen, um die finanzneutrale Schaffung von Stellen im Rahmen der Ausführung des Haushaltsplans planmäßig zu ermöglichen. Deshalb ist diese Abweichung von der Stellenübersicht nicht in der Übersicht 1 a der Landeshaushaltsrechnung aufzuführen.
Anpassung der Wertigkeit einer im Stellenplan ausgewiesenen Leerstelle für eine planmäßige Beamtin/einen planmäßigen Beamten – § 3 Abs. 25 StHG 2015/16
Mit § 3 Abs. 25 StHG 2015/16 wird die Möglichkeit der Beförderung von Beamtinnen und Beamten, die sich seit höchstens zwei Jahren in Elternzeit oder Beurlaubung befinden und auf einer Leerstelle geführt werden, eröffnet.
Es existieren drei freie und besetzbare Stellen die für eine Beförderung genutzt werden könnten.
Kommt die/der auf der Leerstelle geführte Beamtin/Beamte (aufgrund ihrer/seiner Beurteilung) dabei nicht zum Zug, ist dies eine Gleichbehandlung mit den anderen nicht beurlaubten Beamtinnen/Beamten und es ist keine weitere Maßnahme notwendig.
Sollte (aufgrund ihrer/seiner Beurteilung) die/der auf der Leerstelle geführte Beamtin/Beamte zur Beförderung ausgewählt werden, so kann diese/r auf ihrer/seiner Leerstelle befördert werden. Nur in diesem Fall rückt die/der an vierter Stelle zur Beförderung heranstehende Beamtin/Beamte nach und kann auf der originären Planstelle befördert werden. Nur in diesem Fall können vier Beförderungen ausgesprochen werden.
Nach erfolgter Beförderung der Beamtin/des Beamten wird das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft ermächtigt, die Wertigkeit der Leerstelle im Rahmen der Ausführung des Haushaltsplans entsprechend anzupassen. Auf das Formblatt zum Antrag auf Anpassung der Wertigkeit einer im Stellenplan ausgewiesenen Leerstelle wird verwiesen.
Durch personallenkende Maßnahmen ist Vorsorge zu treffen, dass bei der Rückkehr der Beamtin/ des Beamten aus der Elternzeit oder Beurlaubung eine entsprechende freie und besetzbare Planstelle zur Verfügung steht.
Die befristete Beschäftigung von Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmern außerhalb der Stellenbewirtschaftung bei Tit. 42801 und außerhalb der Tit. 42751 und 42752 (Aushilfen usw.) ist nur nach Maßgabe der Zweckbestimmung und der Erläuterungen einschlägiger Titel der Gr. Nrn. 428 und 429 zulässig (vgl. § 17 Abs. 5 und 6 LHO i. V. mit den VV zu § 49 LHO). Die in den Erläuterungen angegebene Zahl und die Eingruppierung der insoweit Beschäftigten sind verbindlich.
Die »Grundsätze der Rechtsprechung zur Befristung von Arbeitsverträgen in Vertretungsfällen und bei Aufgaben von begrenzter Dauer (Projekte)« sind im LVN-Informationsdienst (siehe »Haushalt« → »Haushaltsvollzug«) eingestellt. Entstehen aus vorübergehenden Aufgaben Daueraufgaben bzw. fallen die tariflichen oder gesetzlichen Voraussetzungen für befristete Arbeitsverhältnisse weg oder sind sie aufgrund der Rechtsprechung im Einzelfall zweifelhaft geworden, so sind die betroffenen Beschäftigten unverzüglich auf vorhandene bzw. auf die nächsten frei werdenden entsprechend besetzbaren Stellen zu übernehmen. Die Regelung in § 3 Abs. 24 StHG 2015/16 – vgl. Nr. 10.3.9 – bleibt hiervon unberührt. Unbefristet Beschäftigte dürfen grundsätzlich nur auf freien und besetzbaren Stellen geführt werden (VV zu § 49 LHO). Hiervon ausgenommen sind bereits vorhandene Beschäftigte, deren Kosten dauerhaft ausschließlich aus Drittmitteln finanziert werden.
Für die Beamtinnen/Beamten und Richterinnen/Richter, die nach §§ 72 i. V. m. 73 Landesbeamtengesetz (LBG) und § 7 a des Landesrichtergesetzes (LRiG) oder zur Ausübung einer befristeten Auslandstätigkeit ohne Dienstbezüge beurlaubt werden und deren Planstellen wegen des Vorliegens eines unabweisbaren Bedürfnisses neu besetzt werden müssen, werden auf Grund von § 50 Abs. 5 LHO hiermit allgemein die erforderlichen Leerstellen der entsprechenden Besoldungsgruppen mit dem Vermerk »künftig wegfallend« geschaffen. Bei einem unmittelbaren Wechsel von nach Satz 1 aus familiären Gründen beurlaubten Beamtinnen/Beamten in die Elternzeit können diese auf den Leerstellen weiterhin geführt werden.
In den Fällen einer Beurlaubung ist ein Zuschlag zur Versorgung in Höhe von 30 v.H. der ohne die Beurlaubung jeweils zustehenden ruhegehaltfähigen Dienstbezüge zu erheben.
In Fällen einer Beurlaubung an das Land kann aus Kap. 1210 Tit. 67175 (Ziff. 4 der Erläuterung) ein Versorgungszuschlag von bis zu 30 v.H. geleistet werden.
Ab dem Schuljahr 2014/15 ist für neue in den Privatschuldienst beurlaubte Lehrkräfte im Kontext mit der Privatschulförderung nach dem Privatschulgesetz eine Versorgungsabgabe von Privatschulen in Höhe von pauschal 20% auf der Basis des Bruttogehalts eines »Ecklehrers« der Endstufe der Entgeltgruppe 13 TV-L, unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Entgelttabelle samt Tarifsteigerungen zu erheben. Davon zu unterscheiden ist die Besitzstandswahrung für Beurlaubungen vor dem Schuljahr 2014/15, einschließlich der Beurlaubungsverlängerungen dieser Lehrkräfte gemäß der lfd. Nr. 5 zum Erlass des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft vom 23. Dezember 2010, ergänzt durch Erlass vom 19. Dezember 2013.
In § 21 Abs. 1 des LBeamtVGBW sind die ruhegehaltfähigen Dienstzeiten im Beamtenverhältnis und vergleichbare Zeiten definiert. Ruhegehaltfähig ist die Dienstzeit, die die Beamtin/der Beamte vom Tag der ersten Berufung in das Beamtenverhältnis an im Dienst eines inländischen öffentlich-rechtlichen Dienstherrn im Beamtenverhältnis zurückgelegt hat. Dies gilt nicht für die Zeit einer Beurlaubung ohne Dienstbezüge; die Zeit einer Beurlaubung ohne Dienstbezüge ist ruhegehaltfähig, wenn spätestens bei Beendigung des Urlaubs schriftlich zugestanden worden ist, dass dieser öffentlichen Belangen oder dienstlichen Interessen dient und für diese Zeit ein Versorgungszuschlag entrichtet oder mit Zustimmung des Finanz- und Wirtschaftsministeriums von der Erhebung eines Versorgungszuschlags abgesehen wird.
Mit Erlass vom 23. Dezember 2010, ergänzt durch Erlass vom 19. Dezember 2013 und ergänzt durch Erlass vom 14. April 2015, hat das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft festgelegt, dass die Berücksichtigung von Zeiten einer Beurlaubung ohne Dienstbezüge als ruhegehaltfähige Dienstzeit nicht von der Erhebung eines Versorgungszuschlags abhängig gemacht wird bei einer Beurlaubung
zur Wahrnehmung einer Lehrtätigkeit bei einer als Ersatz für eine öffentliche Schule staatlich genehmigten Privatschule (vergleiche Artikel 7 Abs. 4 des Grundgesetzes; § 3 des Privatschulgesetzes). Dies gilt nur für Lehrkräfte, die vor Beginn des Schuljahres 2014/2015 beurlaubt waren und für Verlängerungen solcher Beurlaubungen an denselben Schulträger oder wenn für die Beurlaubung die Versorgungsabgabe entsprechend der Vereinbarung zwischen der Landesregierung und den Privatschulverbänden vom 18. Dezember 2013 entrichtet wird,
zur Ableistung eines freiwilligen sozialen Jahres und eines freiwilligen ökologischen Jahres im Inland nach dem Gesetz zur Förderung von Jugendfreiwilligendiensten vom 16. Mai 2008 (JFDG, § 5 i. V. m. §§ 2,3 u. 4, BGBl. I S. 842),
für eine Tätigkeit als Polizeivollzugsbeamtin/-beamter bei EUROPOL, sofern aus diesem Beschäftigungsverhältnis keine zusätzlichen Versorgungsansprüche entstehen,
im Übrigen, wenn der Versorgungszuschlag unmittelbar und voll aus den Mitteln des Staatshaushaltsplans des Landes gedeckt werden würde, d.h., wenn die Erhebung des Versorgungszuschlags von der aufnehmenden Einrichtung zu einer entsprechenden Erhöhung des bestehenden Landeszuschusses an diese Einrichtung führen würde.
Das MFW stimmt ferner zu, dass anlässlich neuer Beurlaubungen von Lehrkräften (Schulleiter oder sonstige Lehrkraft) für den Auslandsschuldienst lediglich ein Versorgungszuschlag auf der Grundlage der halben Bemessungsgrundlage vom Bund zu erheben ist.
In Fällen der Zuweisung von Beamtinnen/Beamten nach § 20 Beamtenstatusgesetz (BeamtStG) gegen volle Kostenerstattung ist ein Zuschlag für die Versorgung (einschl. Beihilfepauschale während der Versorgung) in Höhe von 30 v.H. der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge als Beitrag zu den Versorgungslasten des Landes zu erheben. Die Aufwendungen für Beihilfe während der Zeit der Zuweisung sind mit einem pauschalen Betrag von 200 Euro für jeden angefangenen Kalendermonat der laufenden Zuweisung pro Beamtin/Beamten zu erstatten. In dem pauschalen Betrag sind die individuellen Wahlleistungen nicht enthalten. Die Zahlung ist mit der aufnehmenden Stelle zu vereinbaren und bei Kap. 1210 Tit. 26171 zu vereinnahmen.
Für gegen volle Kostenerstattung an Stellen außerhalb der Landesverwaltung zugewiesene Beamtinnen/Beamte und Richterinnen/Richter, deren Planstelle wegen des Vorliegens eines unabweisbaren Bedürfnisses neu besetzt werden muss, werden nach § 50 Abs. 5 LHO hiermit allgemein die erforderlichen Leerstellen der entsprechenden Besoldungsgruppe mit dem Vermerk »künftig wegfallend« geschaffen. Die Leerstellen sind im nächsten Haushaltsplan auszubringen. Für den Fall der Wiederverwendung der Beamtinnen/Beamten und Richterinnen/Richter gilt § 50 Abs. 6 LHO und VV Nr. 3 hierzu.
Zu steuerrechtlichen Gesichtspunkten in Fällen der Zuweisung wird auf das Schreiben des Finanzministeriums vom 3. November 2006, Az: 1-0300.0/15 verwiesen
In den Fällen der Abordnung mit dem Ziel der späteren Versetzung zu einem anderen Dienstherrn ist ein Zuschlag für die Versorgung in Höhe von 30 v.H. der ruhegehaltfähigen Dienstbezüge zu erheben, wenn nach der Versetzung eine Versorgungslastenverteilung erfolgen wird, bei der die Zeit der Abordnung dem Land zugerechnet wird. Die Aufwendungen für Beihilfe während der Zeit der Abordnung sind mit einem pauschalen Betrag von 200 Euro für jeden angefangenen Kalendermonat zu erstatten. Die Zahlung des Versorgungszuschlags und der Beihilfepauschale ist mit der aufnehmenden Stelle zu vereinbaren und bei Kap. 1210 Titelgruppe 71 zu vereinnahmen.
In Fällen von Abordnungen an das Land mit dem Ziel der späteren Versetzung kann ein Zuschlag für die Versorgung von bis zu 30 v.H. aus Kap. 1210 Tit. 67175 (Ziff. 4 der Erläuterung) gewährt werden. Ein eventuell geforderter Beihilfeersatz ist aus dem jeweiligen Einzelplan (Kap. 02 des jeweiligen Einzelplans Tit. 44101) zu leisten.
Für Abordnungen, die nicht mit dem Ziel der Versetzung erfolgen, ist lediglich ein einheitlicher Satz von 30 v.H. der jeweiligen Dienstbezüge nach dem Recht des abordnenden Dienstherrn zu fordern bzw. zu zahlen. Hier wird keine Erstattung der Beihilfe angefordert. Die Zahlung des Versorgungszuschlags erfolgt jeweils zeitgleich mit der Erstattung der Aktivbezüge. Für den Fall einer Abordnung mit Versetzungsabsicht, bei der die Versetzung nicht erfolgt, ist der Versorgungszuschlag von dem Dienstherrn nachzuzahlen, zu dem die Abordnung erfolgte. Bei einer Abordnung ohne Versetzungsabsicht, die dennoch im unmittelbaren Anschluss eine Versetzung nach sich zieht, ist der Versorgungszuschlag an den aufnehmenden Dienstherrn zurückzuerstatten, sofern die Zeit der Abordnung beim aufnehmenden Dienstherrn als ruhegehaltfähige Dienstzeit berücksichtigt wird.
VV Nr. 2.1 i. V. mit Nr. 1.3 zu § 49 LHO und VV Nr. 4.4.2 zu § 17 LHO sind mit der Maßgabe anzuwenden, dass die Besetzung von Stellen einer Laufbahn mit Tarifbeschäftigten mit einer Tätigkeit, die einer niedrigeren Laufbahn entspricht, bis zur Dauer von zwei Jahren allgemein zugelassen wird, darüber hinaus nur mit Einwilligung des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft bei Vorliegen eines unabweisbaren Bedürfnisses.
131) bis 15, 15Ü
13Ü (St. 4a bis 5), 14
A13 (höherer Dienst)
93) bis 12, 132); KR 9b bis KR 12a
A13 (gehob. Dienst)
12, 132); KR 12a
11; KR 11a, 11b
10; KR 10a
93) (St. 3 bis 5); KR 9c, 9d
1 bis 8, 94); KR 3a bis KR 9a
A9 (gehob. Dienst)
93) (St. 1 und 2); KR 9b
A9 (mittlerer Dienst)
8, 94); KR 7a bis 9a
1 bis 4; KR 3a
Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer mit Tätigkeiten der Entgeltgruppe 13 TV-L, wie sie im Beamtenbereich üblicherweise vom höheren Dienst wahrgenommen werden.
Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer mit Tätigkeiten der Entgeltgruppe 13 TV-L, wie sie im Beamtenbereich üblicherweise vom gehobenen Dienst wahrgenommen werden.
Ohne Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer, die in der Fußnote 4 erwähnt werden.
Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer in Entgeltgruppe 9 TV-L, für die eine besondere Stufenregelung gilt (sog. »kleine E9«).
Nach VV Nr. 7.4 zu § 49 LHO haben Dienststellen, denen gem. Nr. 2 zu § 34 LHO die Bewirtschaftung von Stellen übertragen wurde, zur Überwachung der Inanspruchnahme von Stellen, für jede zu bewirtschaftende Stelle die Art und Zeitdauer der Inanspruchnahme unter Angabe des jeweiligen Stelleninhabers nachzuweisen (Stellenbesetzungsnachweis). Ersatzkräfte sind unter Angabe der betroffenen Stelle entsprechend ihrem Beschäftigungsverhältnis hinter den in den Stellenübersichten aufgeführten Stellen in einem besonderen Abschnitt nachzuweisen. Sämtliche Änderungen, einschließlich der sonstigen Bewirtschaftungsvorgänge, sind fortlaufend einzutragen, so dass jederzeit die Zahl der besetzten oder in Anspruch genommenen Stellen und die Zahl der freien Stellen festgestellt werden kann. Die Durchführung der Stellenbesetzungs- und Beförderungssperre ist ebenfalls förmlich und nachvollziehbar in den Fachakten zu dokumentieren.
Für die im allgemeinen Dienstreiseverkehr eingesetzten Kraftfahrer besteht ein genereller Einstellungsstopp ohne Ausnahmen. Für sonstige Kraftfahrer gilt ein allgemeiner Einstellungsstopp. Bei Wiederbesetzung von Kraftfahrerstellen (persönliche Fahrer oder Fahrer im Kurierdienst) sind die im allgemeinen Dienstreiseverkehr eingesetzten Kraftfahrer – auch aus anderen Verwaltungen – zu verwenden (Ministerratsbeschlüsse vom 14. November 1983 und 8. November 1999).
Inanspruchnahme von Freistellungsjahren (Sabbatjahr) gem. § 69 Abs. 5 LBG – Ausgleich für die Beschäftigung einer zeitlich befristeten Vertretung außerhalb der Kapitel 0405 bis 0428 (Schulbereich) sowie Bereiche der Personalausgabenbudgetierung gemäß § 6 a Abs. 1 StHG 2015/16 und der Landesbetriebe nach § 26 LHO, denen gemäß § 6 a Abs. 9 StHG 2015/16 die Flexibilisierungen des § 6 a Abs. 6 StHG 2015/16 im Bereich der Stellenbewirtschaftung übertragen wurden.
Auf § 3 Abs. 19 StHG 2015/16 wird verwiesen. In Fällen der Teilzeitbeschäftigung nach § 69 Absatz 5 LBG wird damit eine haushaltsneutrale, zeitlich befristete Vertretung während des Freistellungsjahrs/der Freistellungsjahre ermöglicht.
Hierzu wird die Stelle der Beamtin/des Beamten, die/der das Freistellungsjahr bzw. die Freistellungsjahre in Anspruch nimmt, während der Gesamtdauer der Teilzeitbeschäftigung gemäß § 69 Absatz 5 LBG – d.h. sowohl während der Arbeits- als auch während der Freistellungsphase – in Höhe des Unterschieds zwischen dem durch die Beamtin/den Beamten belegten Stellenanteil und dem Stellenanteil, den die Beamtin/der Beamte vor Antritt der Teilzeitbeschäftigung gemäß § 69 Absatz 5 LBG belegt hat, gesperrt.
In der Freistellungsphase werden der Verwaltung dann die hierdurch ersparten Mittel in pauschalierter Form einmalig für die Beschäftigung eines Mittelbeschäftigten oder zur Verstärkung der Abordnungsmittel zur Verfügung gestellt. Hierzu sind dem Ministerium für Finanzen und Wirtschaft im Rahmen der Planaufstellung entsprechende Anträge vorzulegen. Näheres hierzu – insbesondere zur Berechnung und zur Höhe der ersparten Mittel – wird in dem jeweiligen Planausschreiben des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft geregelt.
Wird eine/ein Landesbediensteter abgeordnet, gilt Nummer 10.9.1 entsprechend. Abweichend von Satz 1 Nummer 10.9.1 kann jedoch vereinbart werden, dass die Bezüge bzw. Entgelte gemäß (analog) § 50 Abs. 3 und 4 LHO grundsätzlich bis zur Verkündung des nächsten Haushaltsgesetzes zu Lasten der bisherigen Buchungsstelle weitergezahlt werden, ohne dass die aufnehmende Dienststelle diese Bezüge bzw. Entgelte erstattet.
Verfahren bei der Abordnung bzw. Zuweisung (Übernahme) von Landesbediensteten zu einer Dienststelle des Bundes, eines anderen Landes oder einer Gemeinde und umgekehrt
Wird eine Landesbedienstete/ein Landesbediensteter zu einer Dienststelle der Bundesverwaltung abgeordnet bzw. einer Dienststelle der Bundesverwaltung zugewiesen, so zahlt die bisher zuständige Kasse des Landes die Bezüge bzw. Entgelte so lange weiter, bis die Abordnung bzw. Zuweisung aufgehoben oder die/der Landesbedienstete in den Bundesdienst übernommen wird. Hat die/der Landesbedienstete während der Zeit der Abordnung bzw. Zuweisung Anspruch auf eine Stellenzulage nach § 55 LBesGBW oder auf eine entsprechende Zulage nach tarifrechtlichen Vorschriften, so wird diese Zulage von der zuständigen Kasse des Landes zusammen mit den sonstigen Bezügen ausgezahlt. Die oberste Bundesbehörde, an die die/der Landesbedienstete abgeordnet ist bzw. der sie/er zugewiesen ist, teilt der zuständigen Dienststelle des Landes die Höhe der Stellenzulage und den Zeitpunkt mit, von dem ab die Stellenzulage von der Kasse des Landes zu zahlen ist. Den buchungsmäßigen Nachweis führt die Kasse des Landes.
Die während der Abordnung bzw. Zuweisung gezahlten Bezüge bzw. Entgelte einschließlich der Stellenzulage und etwaiger entrichteter Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung sowie entrichteter Umlagen (einschließlich der darauf entfallenden pauschalen Steuern) und Sanierungsgelder an die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder sind mit Vordruck (zweifach) nach dem Muster im LVN-Informationsdienst (siehe »Haushalt« → »Haushaltsvollzug«) vierteljährlich bei der zuständigen Bundesdienststelle zur Erstattung anzufordern. In dem Formblatt ist die Stellenzulage in der Zeile »Stellen-/ Amtszulage« anzugeben.
Verfahren bei der Abordnung bzw. Zuweisung von Landesbediensteten zu einer Dienststelle eines anderen Landes, einer Gemeinde (eines Gemeindeverbandes) oder an eine sonstige Körperschaft, Anstalt oder Stiftung des öffentlichen Rechts
Wird eine Landesbedienstete/ein Landesbediensteter zu einer Dienststelle im vorstehenden Sinne abgeordnet bzw. zugewiesen, so sind die Erstattung, Auszahlung und der buchungsmäßige Nachweis der Bezüge bzw. Entgelte zwischen dem anderen Land und der Gemeinde usw. und der zuständigen Dienststelle bzw. Kasse des Landes von Fall zu Fall zu regeln. Hierbei soll aus Gründen der Geschäftsvereinfachung möglichst nach der Regelung zwischen Bund und Land verfahren werden. Entsprechend ist bei der Abordnung bzw. Zuweisung von Bediensteten von einer Dienststelle im vorstehenden Sinne zum Land zu verfahren.
Verfahren bei der Versetzung (Übernahme) von Beamtinnen/Beamten oder Richterinnen/Richtern zu einer Dienststelle des Bundes, eines anderen Landes, einer Gemeinde (eines Gemeindeverbandes) oder an eine sonstige Körperschaft, Anstalt oder Stiftung des öffentlichen Rechts und umgekehrt ohne vorherige Abordnung
Wird eine/ein vom Bund versetzte/r (übernommene/r) Beamtin/Beamter oder Richterin/Richter in begründeten Ausnahmefällen im Rahmen des § 49 Abs. 2 BHO rückwirkend bis zu einem Zeitpunkt in eine Beförderungsstelle eingewiesen, der vor dem Wirksamwerden der Versetzung (Übernahme) liegt, so wird auch eine etwaige Nachzahlung auf höhere Bezüge von dem Tag vom Bund erstattet, von dem ab die rückwirkende Einweisung wirksam wird.
Für die Bereiche der Personalausgabenbudgetierung gemäß § 6 a Abs. 1 StHG 2015/16 und für die Landesbetriebe nach § 26 LHO, denen gemäß § 6 a Abs. 9 StHG 2015/16 die Flexibilisierungen des § 6a Abs. 6 StHG 2015/16 im Bereich der Stellenbewirtschaftung übertragen wurden, wird auf Nr. 14.2 hingewiesen.
Familienpflegezeit – vgl. § 3 Abs. 20 StHG 2015/16
Am 1. Januar 2012 ist als Artikel 4 des Gesetzes zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf das Gesetz über die Familienpflegezeit (Familienpflegezeitgesetz – FPfZG) vom 6. Dezember 2011 (BGBl. I S. 2564) in Kraft getreten, das zum 1. Januar 2015 an wesentlichen Stellen geändert wurde. § 15 FPfZG sieht vor, dass die bisherige Fassung des FPfZG vom 6. Dezember 2011 in den Fällen fortgilt, in denen die Voraussetzungen für die Gewährung eines Darlehens nach § 3 Absatz 1 in Verbindung mit § 12 Absatz 1 Satz 1 FPfZG bis einschließlich 31. Dezember 2014 vorlagen. Für diese Altfälle gelten die folgenden Regelungen fort:
Der Aufstockungsbetrag in der Familienpflegezeit ist als vorweggenommene Lohntilgung/-zahlung über die Festtitel 42801 Entgelte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (Beschäftigte) planmäßig auszuzahlen.
Die »Rückzahlung« der Aufstockungsbeträge erfolgt durch einen Einbehalt des Arbeitsentgelts in der Nachpflegephase. Entsprechend Nr. 4.2.1 der VV zu § 35 LHO wird zugelassen, dass der einbehaltene Betrag als Einnahme (Rotabsetzung) beim Ausgabetitel 42801 Entgelte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (Beschäftigte) gebucht wird.
Bei einem Ausscheiden einer/eines Beschäftigten in der Rückzahlungsphase ist der ansonsten einzubehaltende Betrag durch die/den ehemalige/n Beschäftigte/n zurückzuzahlen. Die Rückzahlung ist ebenfalls als Einnahme (Rotabsetzung) beim Ausgabetitel 428 01 Entgelte der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (Beschäftigte) zu buchen.
Die Beiträge zur Familienpflegeversicherung sind von der/dem Beschäftigten zu tragen. Sofern Beschäftigte von der Möglichkeit Gebrauch machen, über die Gruppenversicherung die Risiken des Ausfalls der Rückzahlung abzudecken, ist Folgendes zu beachten:
Das Land bezahlt monatlich die Versicherungsbeiträge und behält diesen Betrag beim monatlichen Entgelt der Beschäftigten ein. Die Abwicklung erfolgt über das LBV. Das LBV ist über die personalverwaltenden Dienststellen entsprechend zu unterrichten.
Die personalverwaltenden Dienststellen haben im Rahmen des Haushaltsvollzugs ergänzend dafür Sorge zu tragen bzw. Folgendes zu beachten:
Während der Familienpflegezeit kann der Stellenanteil in Höhe des Unterschieds zwischen dem belegten Stellenanteil (der Aufstockungsbetrag ist dabei nicht mit zu berücksichtigen) in der Familienpflegephase und dem Stellenanteil, der vor Antritt der Familienpflegezeit belegt war, für eine zeitlich befristete Vertretung während der Familienpflegezeit genutzt werden.
Durch personallenkende Maßnahmen ist Vorsorge zu treffen, dass bei der Rückkehr aus der Familienpflegezeit freie und besetzbare Stellen(anteile) zur Verfügung stehen.
Wird mit schwerbehinderten Beschäftigten Altersteilzeitarbeit gem. dem TV ATZ BW vom 10. August 2012 vereinbart, ist bezüglich der Inanspruchnahme von Stellenbruchteilen Folgendes im Haushaltsvollzug zu beachten:
Stellen für Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer, denen aufgrund von TV ATZ BW vom 10. August 2012 als Schwerbehinderte Altersteilzeitarbeit in Form des Teilzeitmodells bewilligt ist, gelten für die gesamte Dauer der Altersteilzeitarbeit mit einem Stellenanteil von 50 v.H. als besetzt. Zudem können aus der Stelle die Aufstockungsleistungen gem. § 5 TV ATZ BW gezahlt werden. Darüber hinaus ist die Besetzung mit einer/einem weiteren Arbeitnehmerin/Arbeitnehmer mit bis zu 50 v.H. Teilzeit auf derselben Stelle während der gesamten Dauer der Altersteilzeitarbeit zulässig.
Auf Stellen für Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer, denen aufgrund des TV ATZ BW vom 10. August 2012 als Schwerbehinderte Altersteilzeitarbeit in Form des Blockmodells bewilligt ist, darf während der Freistellungsphase der/des in Altersteilzeit befindlichen schwerbehinderten Tarifbeschäftigten zusätzlich eine Ersatzkraft geführt und gezahlt werden; während der Arbeitsphase sind 50 v.H. der Stelle mit Blick auf die Beschäftigung einer Ersatzkraft in der Freistellungsphase gesperrt. Zudem können aus der Stelle die Aufstockungsleistungen gem. § 5 TV ATZ BW gezahlt werden.
Für am 30. September 2012 bestehende Altersteilzeitarbeitsverhältnisse gelten die Regelungen zur haushaltsmäßigen und stellenrechtlichen Behandlung in Abschnitt III b der Durchführungshinweise zum Tarifvertrag zur Regelung der Altersteilzeitarbeit (TV ATZ) vom 5. Mai 1998 in der zuletzt geltenden Fassung (abgedruckt in Gl. Nr. 4.11.1 der Hinweissammlung des MFW zum Arbeits- und Tarifrecht, Sozialversicherungsrecht und Zusatzversorgungsrecht) fort.
Nach § 5 Abs. 7 Satz 1 StHG 2015/16 ist vor der Übernahme von Bürgschaften, Garantien oder sonstigen Gewährleistungen sowie vor der Gewährung von Zuschüssen im Rahmen der Förderung der gewerblichen Wirtschaft einschließlich des Fremdenverkehrs und von Darlehen die Zustimmung des Ausschusses für Finanzen und Wirtschaft des Landtags erforderlich, wenn die Finanzhilfe 500 000 Euro oder mehr beträgt. Fälle, die der Zustimmung des genannten Ausschusses bedürfen, sind daher dem Ministerium für Finanzen und Wirtschaft rechtzeitig mitzuteilen. Auf Satz 2 Nr. 4 wird in diesem Zusammenhang hingewiesen. Zu Satz 3 a. a. O. ergeht nach Abschluss des Haushaltsjahres eine besondere Umfrage.
Bei der Aussonderung von Dienstkraftfahrzeugen und Beschaffung von Ersatzfahrzeugen ist VV Nr. 6 zu § 63 LHO zu beachten.
Wird für Fahrzeuge, deren Aussonderung im laufenden Haushaltsjahr nicht vorgesehen war, aus besonderen Gründen eine Ersatzbeschaffung erforderlich, so ist dem Finanz- und Wirtschaftsministerium mit dem Antrag auf Bewilligung über- oder außerplanmäßiger Mittel ein Aussonderungsgutachten vorzulegen. Nach Feststellung der Aussonderungsnotwendigkeit dürfen grundsätzlich wertsteigernde Reparaturen (z. B. Tauschmotor, Tauschgetriebe usw.) nicht mehr ausgeführt werden.
Hinsichtlich der Buchung der Entgelte für die kostenpflichtige Benutzung von Dienstkraftfahrzeugen, des Ersatzes von Kraftfahrzeug-Instandsetzungskosten und dergleichen wird auf VV Nr. 4.2.2 zu § 35 LHO hingewiesen. Erlöse aus dem Verkauf ausgesonderter Dienstkraftfahrzeuge und eventuell vorhandener Anbaugeräte werden grundsätzlich zentral bei Kap. 1212 Tit. 132 01 gebucht. Ausnahmen sind im Einvernehmen mit dem Ministerium für Finanzen und Wirtschaft möglich.
Zahl und Art der in den Erläuterungen zu den Titeln der Gr. Nr. 514 und etwa bei anderen Gruppen angegebenen Dienstkraftfahrzeuge sind bindend. Der Ist-Bestand an Dienstkraftfahrzeugen darf hiernach das im Staatshaushaltsplan angegebene Soll nicht übersteigen.
Die in den Erläuterungen zu den Titeln der Gr. Nr. 527 angegebene Zahl der privateigenen Kraftfahrzeuge mit Zulassung zum Dienstreiseverkehr soll nicht überschritten werden. Auf die allgemeinen Verwaltungsvorschriften des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft zum Landesreisekostengesetz (LRKGVwV) vom 30. November 2009 (GABl. S. 307), insbesondere Nr. 6 zu § 6 LRKGVwV, wird hingewiesen.
Im Übrigen wird auf die Verwaltungsvorschrift des Finanz- und Wirtschaftsministeriums zum Kraftfahrzeugbetrieb des Landes (VwVKfz) in der jeweils geltenden Fassung verwiesen.
Auf die Verwaltungsvorschrift über die Gestaltung und Benutzung der Telekommunikation (Dienstanschlussvorschrift DAV) in der jeweils geltenden Fassung, insbesondere die Ausführungen zur haushaltsmäßigen Behandlung der Ausgaben für TK-Einrichtungen, wird hingewiesen. In der Kosten- und Leistungsrechnung der einzelnen angeschlossenen Dienststellen werden die anteiligen Fernsprechkosten berücksichtigt.
Ausstattung von Diensträumen
Für die Verausgabung von Mitteln zur Ausstattung von Diensträumen gelten die in der Anlage 4 zum Planausschreiben 2015/16 vom 29. Januar 2014 genannten Höchstsätze und Richtpreise. Innerhalb der Höchstsätze kann das genannte Ausstattungssoll nach Bedürfnissen des Einzelfalls verändert werden. Werden nur Einzelgegenstände benötigt, ist der entsprechende Richtpreis maßgebend.
Bei den Höchstsätzen bzw. Richtpreisen ist berücksichtigt, dass bei der Erteilung von Sammelaufträgen erhebliche Preisnachlässe gewährt werden. Diesem Umstand ist durch Zusammenfassung von Einzelaufträgen Rechnung zu tragen. Kosten für eingebaute Einrichtungsgegenstände werden nur in Ausnahmefällen bei den Baukosten nachgewiesen (vgl. Anlage 2 DAW). Die Höchstsätze für die Ausstattung von Diensträumen ermäßigen sich in diesem Fall entsprechend.
Zuwendungen und Zuschüsse sowie Zuführungen an Landesbetriebe, an das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), an die Universitäten und Hochschulen
An Zuschussempfänger, die vom Land ganz oder teilweise unterhalten werden, dürfen Zuschüsse grundsätzlich nur insoweit und nicht eher geleistet werden (§ 34 Abs. 2 S. 1 LHO), als dies zur Liquiditätssicherung erforderlich ist. Mit den Zuführungen an Landesbetriebe ist entsprechend zu verfahren. Die vollständige Auszahlung der veranschlagten Zuschüsse bzw. Zuführungen ohne Liquiditätsbedarf ist unzulässig. Gegen sachgerechte zeitanteilige Auszahlungen (z.B. entsprechend VV Nr. 7 zu § 44 LHO) bestehen keine Einwendungen.
Abweichende Regelungen in Gesetzen oder auf Grund von Gesetzen bleiben unberührt.
Landesbetriebe (§ 26 LHO) haben die dem LBV entstehenden Aufwendungen für die Festsetzung, Berechnung und Auszahlung der Gehälter und Entgelte zu erstatten. Die Erstattungsbeträge werden vom Ministerium für Finanzen und Wirtschaft aufgrund von KLR-Daten jährlich festgelegt und vom LBV unmittelbar bei den Landesbetrieben angefordert.
Die Beihilfeaufwendungen bei den Landesbetrieben werden grundsätzlich nicht mehr nach dem tatsächlichen Istaufwand, sondern nur noch pauschal abgerechnet und zum 1. Oktober 2015 von den Landesbetrieben durch das LBV angefordert. Die Jahrespauschale beläuft sich auf 2390 Euro pro Beamtin/Beamten.
Von allen Landesbetrieben (§ 26 LHO) ist als Beitrag zu den Versorgungslasten des Landes ein Versorgungszuschlag entsprechend den veranschlagten Mitteln in 2015 von 34,3 v.H. der ruhegehaltsfähigen Dienstbezüge der planmäßigen Beamtinnen/Beamten an das LBV abzuführen.
Sonderregelung IT-Baden-Württemberg (BITBW)
Für Beamtinnen und Beamte, welche im Jahr 2015 im Zusammenhang mit einer Stellenübertragung von einem Landesbetrieb zum BITBW versetzt werden (Umsetzung gem. § 50 LHO bzw. § 8 Abs. 10 StHG 2015/16), gehen auch die Mittel für die Versorgungsrücklage, den Versorgungszuschlag, die Beihilfe und die Kosten für die Verwaltungskostenerstattung an BITBW über. Die Erstattung an das LBV übernimmt BITBW
Personalausgaben für Beamte, welche vom IZLBW oder von einem Landesbetrieb zum BITBW versetzt werden, sind nicht mit einer Untergruppe zu buchen.
Für Beamtinnen und Beamte, welche im Zusammenhang mit einer Stellenübertragung von einer Landesbehörde zum BITBW versetzt werden (Umsetzung gem. § 50 LHO bzw. § 8 Abs. 10 StHG 2015/16), wird – bis zur endgültigen Ermittlung des Personalbestands – von der Erhebung der Versorgungsrücklage, des Versorgungszuschlags, der Beihilfe und sonstigen Kosten verzichtet.
Personalausgaben für Beamte, die im Jahr 2015 von Landesbehörden zum BITBW versetzt werden, sind unter der Untergruppe 60 zu buchen.
Für Beschäftigte gelten die o.a. Regelungen hinsichtlich der Verwaltungskostenerstattung an das LBV analog.
Werden durch die Landesoberkasse (LOK) oder durch den Landesbetrieb Competence Center (LCC) Dienstleistungen für einen Landesbetrieb erbracht, hat dieser der LOK bzw. dem LCC die entstandenen Aufwendungen ebenfalls zu erstatten. Die Erstattungsbeträge werden vom Ministerium für Finanzen und Wirtschaft festgelegt und von der LOK bzw. vom LCC jährlich unmittelbar bei den Landesbetrieben angefordert.
Aufgrund des Haushaltsvermerks bei Kap. 1212 Tit. 461 01 kann das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft zu Lasten dieser Haushaltsstelle Mittel zu den Landesbetrieben und Anstalten zur Deckung der durch die Reform der Zusatzversorgung verursachten Mehrausgaben in analoger Anwendung von § 50 Abs. 1 LHO umsetzen. Voraussetzung ist, dass zuvor sämtliche Einsparungs- und Deckungsmöglichkeiten im Rahmen der Wirtschaftspläne ausgeschöpft wurden und dies in den Umsetzungsanträgen entsprechend dargelegt wird.
Aufgrund des Haushaltsvermerks bei Kap. 1212 Tit. 461 01 kann das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft zu Lasten dieser Haushaltsstelle Mittel zu Zuschussempfängern zur Finanzierung einer Tarif- und Besoldungserhöhung, die nach Ausschöpfung aller Einspar- und Deckungsmöglichkeiten nicht im Rahmen des Wirtschaftsplans gedeckt werden kann, in analoger Anwendung von § 50 Abs. 1 LHO aus diesem Ansatz Mittel zur Verstärkung der entsprechenden Ausgabetitel umsetzen.
Ein Antrag auf Mittelumsetzung sollte insbesondere Angaben zu den eingeplanten Personalausgaben 2015, den nach der Tarifeinigung bzw. aufgrund des Besoldungsanpassungsgesetztes erwarteten Personalausgaben 2015 und den bereits vorgenommenen Einspar- und Deckungsmöglichkeiten enthalten.
Bei der Bemessung von Zuwendungen sind die gleichen strengen Maßstäbe anzulegen, wie sie nach dieser Verwaltungsvorschrift für die Landesverwaltung gelten.
Um auch den Bereich der Zuwendungen für erforderliche Vorsorge- und Einsparmaßnahmen offen zu halten, ist von den Ressorts in eigener Verantwortung zu prüfen, ob eine Kürzung der Zuwendungen von vornherein oder die Aufnahme eines Haushaltsvorbehalts nach Nr. 5.5 der VV zu § 44 LHO für einen Teil der Zuwendung in Betracht kommt.
Soweit die Zuwendungsbescheide mit einem Haushaltsvorbehalt versehen werden, ist das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft damit einverstanden, wenn darin als Grund für das Wirksamwerden des Vorbehalts »die nachhaltige Gefährdung des Ausgleichs des Landeshaushalts« angegeben wird. Die Bewilligungsbescheide können somit ggf. nach § 49 Abs. 2 Nr. 1 i.V.m. § 36 Abs. 2 Landesverwaltungsverfahrensgesetz (LVwVfG) widerrufen werden.
Bei Zuwendungen ist das Besserstellungsverbot zu beachten (Nummer 2.2.5 der VV zu § 44 LHO und Nummern 1.3 der ANBest-I und ANBest-P der VV zu § 44 LHO). Hierbei gilt – nach näherer Maßgabe der VV zu § 44 LHO – unter anderem, dass Mehrausgaben, die sich gegenüber dem TV-L und den für das Land maßgebenden sonstigen Tarifverträgen aus der Anwendung anderer Tarifverträge (z.B. des TVöD) ergeben, grundsätzlich nicht förderfähig sind. Im Zuwendungsverfahren kann – unter Beachtung der VV zu § 44 LHO – zur Verfahrenserleichterung hilfsweise bei Anwendern des TVöD/VKA ein pauschaler Abschlag in Höhe von 3,5 v.H. und bei Anwendern des TVöD/Bund ein pauschaler Abschlag in Höhe von 2 v.H. von den Personalausgaben vorgenommen werden.
Auf die Regelungen der Nr. 13 und Nr. 14 der VV zu § 74 LHO wird verwiesen.
Durch das KIT-Weiterentwicklungsgesetz vom 26. Mai 2012 wurde die Rechtsform des KIT neu ausgestaltet. Danach ist es eine rechtsfähige Körperschaft des öffentlichen Rechts und nicht mehr zugleich staatliche Einrichtung und somit auch nicht mehr Teil der unmittelbaren Landesverwaltung. Zum 1. Januar 2013 erfolgte in dem im KIT-Weiterentwicklungsgesetz geregelten Umfang der Übergang von Vermögen und Personal auf das KIT.
Vor diesem Hintergrund erfolgt ab dem Haushaltsjahr 2013 die Bereitstellung von Mitteln aus dem Landeshaushalt an das KIT (Universitätsbereich) durch Auszahlungen zur Verrechnung zu Gunsten einer gesondert bei der LOK eingerichteten Buchungsstelle (Sonderkonto KIT). Von dieser Buchungsstelle wiederum wird das KIT die dort für fällige Zahlungen erforderlichen Beträge bedarfsgerecht abrufen.
Soweit Landeressorts bzw. Landeseinrichtungen beabsichtigen, dem KIT (Universitätsbereich) Mittel aus dem Landeshaushalt bereitzustellen, ist das konkrete Verfahren vorab zwischen dem KIT und dem MFW abzustimmen.
Sachausgabenbudgetierung
Für die bisherigen Pilotämter zur Erprobung der Sachausgabenbudgetierung bzw. der Sachmittelschöpfung werden ergänzende Verwaltungsvorschriften zur Haushalts- und Wirtschaftsführung im Haushaltsjahr 2015 erlassen. Im Übrigen gelten die VwV-Haushaltsvollzug 2015, soweit für sie in der o.g. Ergänzung oder an anderer Stelle keine besonderen Bestimmungen getroffen sind (vgl. Einführungserlass des Finanzministeriums vom 30. Dezember 1994, Az: O 1009 – 5/02).
Dem Grundgedanken der dezentralen Finanzverantwortung ist durch eine weitgehende Dezentralisierung der Bewirtschaftung und damit auch Übertragung von Verantwortlichkeiten auf nachgeordnete Behörden Rechnung zu tragen.
Durch die dezentrale Budgetierung wird ein effektiverer und effizienterer Mitteleinsatz angestrebt. Bei der Überprüfung der Umsetzung dieses Ziels sind die zur Verfügung stehenden Informationen aus der Kosten- und Leistungsrechnung einschließlich sonstiger leistungsbezogener Informationen (z.B. Messgrößen zu Verwaltungsleistungen) zu nutzen und für eine Bewertung der Zielerreichung heranzuziehen.
In den Bereichen der Personalausgabenbudgetierung gemäß § 6 a Abs. 1 StHG 2015/16 gelten ergänzend zu § 6 a StHG 2015/16 die folgenden Regelungen.
Sie ersetzen die bisherige Verwaltungsvorschrift zur Personalausgabenbudgetierung 2013/14 vom 30. April 2013, Az. 2-0430.9-51/6, GABl. 2013, S. 197. Soweit in diesem Abschnitt oder an anderer Stelle keine besonderen Bestimmungen getroffen sind, gelten die übrigen Bestimmungen der VwV-Haushaltsvollzug 2015.
Die in den Erläuterungen der Titel der Obergruppen 42 und 45 (ohne Gruppen 421 und 424, Tit. 422 03, 42702, 45952, 45953 und Titel in Titelgruppen) veranschlagten besonders zu überwachenden Personalausgaben sind in die gegenseitige Deckungsfähigkeit nach § 6 a Abs. 3 StHG 2015/16 einbezogen. Nr. 1 der VV zu § 51 LHO ist insoweit nicht anzuwenden. Nr. 2 der VV zu § 51 LHO bleibt unberührt.
Abweichend von der VV Nr. 2.2 zu § 50 LHO sind Abordnungen zu Landesdienststellen auch zulässig, soweit die Finanzierung bei der aufnehmenden Dienststelle im Rahmen des Personalausgabenbudgets nach § 6 a Abs. 2 StHG 2015/16 unter Berücksichtigung der Flexibilisierungsregelungen nach § 6 a Abs. 3 bis 5 StHG 2015/16 sichergestellt ist. Nr. 2.1 der VV zu § 50 LHO bleibt unberührt.
Die in § 6 a Abs. 6 StHG 2015/16 genannten Flexibilisierungen bei der Stellenbewirtschaftung sind nach Maßgabe der nachstehenden Erläuterungen anzuwenden:
Vor der Durchführung von Maßnahmen nach § 6a Abs. 6 StHG 2015/16 ist deren Finanzierbarkeit aus dem Personalausgabenbudget unter Berücksichtigung der Flexibilisierungsregelungen nach § 6 a Abs. 3 bis 5 StHG 2015/16 sicherzustellen. Bei Maßnahmen, die sich über mehrere Budgetzeiträume erstrecken, ist zu gewährleisten, dass die finanziellen Auswirkungen auch in den Folgebudgets erwirtschaftet werden.
In den Fällen des § 6 a Abs. 6 Nr. 2 StHG 2015/16 (Vorab-Beförderung) setzt die Bezahlung der Bezüge aus dem nächst höheren Amt voraus, dass die Beamtinnen und Beamten im Wege einer regulären Beförderungsmaßnahme in ein entsprechendes Amt eingewiesen worden sind. Dies kann unter den Voraussetzungen des § 6 a Abs. 6 Nr. 2 StHG 2015/16 schon vorab erfolgen, ohne dass zum Zeitpunkt der Beförderungsmaßnahme eine planmäßige freie und besetzbare Stelle zur Verfügung steht.
Ausscheiden im Sinne des § 6 a Abs. 6 Nr. 2 StHG 2015/16 bedeutet, dass das aktive Beamtenverhältnis zum Land Baden-Württemberg beendet wird. Versetzungen innerhalb der Landesverwaltung Baden-Württemberg, Beurlaubungen oder Abordnungen stellen kein Ausscheiden in diesem Sinne dar.
Beförderungen im Nachzug von Vorab-Beförderungen sind nicht zulässig.
Die nach § 6 a Abs. 6 Nr. 2 StHG 2015/16 vorab beförderten Beamtinnen und Beamten sind auf den nach § 6 a Abs. 8 StHG 2015/16 geschaffenen ku-Stellen zu führen.
Dringende dienstliche Gründe im Sinne des § 6 a Abs. 6 Nr. 3 StHG 2015/16 für die Beschäftigung von zusätzlichen Beamtinnen und Beamten, Richterinnen und Richtern oder Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sind insbesondere Krankheits- und Mutterschaftsvertretungen oder die Einarbeitung der Nachfolgekraft der Stelleninhaberin oder des Stelleninhabers.
Die nach § 6 a Abs. 6 Nr. 3 und 4 StHG 2015/16 zusätzlich beschäftigten Beamtinnen und Beamten, Richterinnen und Richter oder Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie die nach § 6 a Abs. 6 Nr. 5 StHG 2015/16 zusätzlich übernommenen Laufbahnbewerberinnen und Laufbahnbewerber sind auf den nach § 6 a Abs. 8 StHG 2015/16 geschaffenen kw-Stellen zu führen. Die personalverwaltenden Stellen haben rechtzeitig Vorsorge zu treffen, dass bei Ablauf der Frist freie und besetzbare Stellen zur Verfügung stehen oder eine Beschäftigung als Ersatzkraft nach Nr. 4 der VV zu § 49 LHO möglich ist.
Für die nach § 6a Abs. 6 Nr. 4 StHG 2015/16 zusätzlich beschäftigten Beamtinnen und Beamten und Richterinnen und Richter sind die Aufwendungen für Beihilfe während der Zeit der Doppelbesetzung mit einem pauschalen Betrag von 200 Euro für jeden angefangenen Kalendermonat dem Gesamthaushalt zu erstatten. Die Zahlung ist bei Kap. 1210 Titelgruppe 71 zu vereinnahmen.
Vor der Durchführung von Maßnahmen, die aus der Nichtanwendung der Stellenbesetzungssperre oder der Beförderungssperre resultieren, ist deren Finanzierbarkeit aus dem Personalausgabenbudget unter Berücksichtigung der Flexibilisierungsregelungen nach § 6 a Abs. 3 bis 5 StHG 2015/16 sicherzustellen.
Die Gesamtverantwortung der Beauftragten für den Haushalt der jeweiligen Einzelpläne bleibt unberührt.
Auf Verlangen des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft sind Über- oder Unterschreitungen des Personalausgabenbudgets zu erläutern.
Die Personalvertretung ist über die Durchführung der Personalausgabenbudgetierung im Rahmen ihrer allgemeinen Aufgaben im Sinne des § 68 Abs. 1 LPVG rechtzeitig und umfassend gemäß § 68 a LPVG zu informieren.
Wurde bei einer Dienststelle ein Wirtschaftsausschuss im Sinne des § 68 b LPVG eingerichtet, so ist dieser gemäß § 68 b Abs. 2 LPVG ebenfalls über die Durchführung der Personalausgabenbudgetierung zu unterrichten.
Bei den Landesbetrieben nach § 26 LHO, denen gemäß § 6 a Abs. 9 StHG 2015/16 die Flexibilisierungen des § 6 a Abs. 6 StHG 2015/16 im Bereich der Stellenbewirtschaftung übertragen wurden, gelten § 6 a Abs. 8 StHG 2015/16 und die Ziffern 14.2.2 bis 14.2.5 und 14.2.7 dieser Vollzugsvorschriften entsprechend mit der Maßgabe, dass die Finanzierung der Maßnahmen im Rahmen des Zuschusstitels sicherzustellen ist.
Budgetierung an Schulen
Für die Budgetierung an Schulen gelten die Bestimmungen der Verwaltungsvorschrift des Kultusministeriums zur Personalausgabenbudgetierung an Schulen (VwV-PAB). Die Bestimmungen der VwV-Haushaltsvollzug 2015 gelten, soweit in der VwV-PAB oder an anderer Stelle keine besonderen Bestimmungen getroffen sind.
Dienststellen, die effektiv zu zusätzlichen Einsparungen bei Flächen z.B. durch Rückgabe von nicht mehr benötigten Räumen an den Landesbetrieb Vermögen und Bau Baden-Württemberg verhelfen, können gem. § 8 Abs. 6 StHG 2015/16 mit Zustimmung des Landesbetriebs Vermögen und Bau Baden-Württemberg und des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft auf die Dauer von höchstens 5 Jahren eine zusätzliche Ausgabeermächtigung in Höhe von bis zu 50 v.H. der konkreten Einsparungen erhalten. Entsprechendes gilt für Mehreinnahmen. Die entsprechenden Mittel werden vom Ministerium für Finanzen und Wirtschaft in sinngemäßer Anwendung von § 50 Abs. 1 LHO von Kap. 1209 in den Haushalt der nutzenden Dienststelle umgesetzt. Über Einzelheiten des Verfahrens informiert das örtlich zuständige Amt des Landesbetriebs Vermögen und Bau Baden-Württemberg. Anträge sind dort unter Hinweis auf § 8 Abs. 6 StHG zu stellen.
Zur Erprobung eines finanziellen Anreizsystems im Bereich der Gebäudebewirtschaftung kann das MFW bei Kap. 1209 Tit. 517 01 und Tit. 517 05 erzielte Betriebskosteneinsparungen, die sich aus einem optimierten Nutzverhalten ergeben, bis zur Hälfte der jeweils nutzenden Dienststelle überlassen. Die Ausgabeermächtigung der jeweiligen Dienststelle erhöht sich entsprechend. Die entsprechenden Mittel gelten als umgesetzt im Sinne von § 50 Absatz 1 LHO. Das Nähere regelt das MFW.
Bei Wiedereinstellungen im Bereich des operativen Gebäudemanagements haben die Ressorts stets kritisch zu prüfen, ob die erforderlichen Leistungen für den Hausdienst am Markt wirtschaftlicher eingekauft werden können. Bei der Überprüfung leistet der Landesbetrieb Vermögen und Bau Baden-Württemberg Amtshilfe. Gegebenenfalls sind die entsprechenden Personalmittel nach Kap. 1209 umzusetzen.
Für Anträge auf Einwilligung in über- und außerplanmäßige Ausgaben und Verpflichtungsermächtigungen gemäß § 37 Abs. 1 bzw. § 38 Abs. 1 LHO sind ausschließlich die Formblätter »Muster zu § 37 LHO« bzw. »Muster zu § 38 LHO« zu verwenden. Sie sind über den LVN-Informationsdienst (siehe »Haushalt« → »Haushaltsrecht/LHO/Antrag«) verfügbar. In den Anträgen auf Einwilligung in außerplanmäßige Ausgaben ist neben der Haushaltsstelle auch die Funktionskennzahl anzugeben.
Die Anträge sind ausreichend zu begründen. Die Begründung muss den Sachverhalt und die Voraussetzung eines unvorhergesehenen und unabweisbaren Bedürfnisses in sachlicher und zeitlicher Hinsicht klar erkennen lassen (VV Nr. 2 zu § 37 LHO). Nach § 37 Abs. 3 LHO sollen über- und außerplanmäßige Ausgaben durch Einsparungen innerhalb des Einzelplans ausge-glichen werden. Die Deckungsvorschläge müssen realisierbar und zur Vermeidung eines Fehlbetrags geeignet sein.
Anträge auf Einwilligung in über- und außerplanmäßige Ausgaben und Verpflichtungsermächtigungen sind grundsätzlich nur noch in elektronischer Form zu stellen. Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft wird eine Fertigung der Einwilligung samt Antrag direkt der Landesoberkasse zuleiten, welche diese zum Zwecke der Rechnungslegung ausdruckt und bereithält (VV Nr. 8.1.2 zu § 80 LHO).
Für die Anlage bewilligter außerplanmäßiger Finanzpositionen ist mit dem Antrag des Ressorts auf Neuanlage dem LCC (in SAP bzw. im Kassenverfahren PROfiskal) stets auch der Antrag auf Einwilligung und die Einwilligung des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft zu übermitteln. In Zweifelsfällen ist vor der Anlage der Finanzpositionen durch den LCC beim zuständigen Haushaltsreferat des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft nachzufragen.
Vor der Einwilligung in über- und außerplanmäßige Ausgaben und Verpflichtungsermächtigungen, die nicht von § 37 Abs. 1 Satz 4 LHO i.V. mit § 7 Abs. 1 und 3 StHG 2015/16 erfasst werden, ist das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft nach § 47 a Abs. 3 der Geschäftsordnung des Landtags (LTGO) gehalten, beim Landtag anzufragen, ob dieser rechtzeitig über eine Bewilligung in einem Nachtragshaushalt entscheiden kann.
In einem Urteil vom 11. Oktober 2007 hat der Staatsgerichtshof hierzu festgestellt, wenn nach den zeitlichen Verhältnissen ein Nachtragshaushalt noch möglich erscheint, der Finanzminister der Konsultationspflicht nach § 47 a LTGO nur genügt, wenn er mit der Anfrage zugleich den Entwurf eines Nachtragshaushalts vorlegt. Es sei dann Sache des Landtags zu entscheiden, ob der Nachtrag noch fristgerecht in dem vereinfachten Verfahren nach § 47 a LTGO von ihm beschlossen werden kann.
Auch aus diesem Grund sind Anträge auf Einwilligung in über- und außerplanmäßige Ausgaben (Verpflichtungsermächtigungen) rechtzeitig zu stellen, d. h. bevor eine Maßnahme eingeleitet oder eine Zusage gemacht wird, die zu einer über- oder außerplanmäßigen Ausgabe (Verpflichtung) führt. Dies gilt auch bei Abweichungen von den Stellenübersichten nach § 17 Abs. 6 Sätze 4 und 5 LHO (vgl. Nr. 10.3).
Die Anträge sind unverzüglich einzureichen, sobald eine unvorhergesehene und unabweisbare Maßnahme »haushaltsreif« geworden ist. Dabei ist darzulegen, wann eine Maßnahme eingeleitet, eine Verpflichtung eingegangen und entsprechende Auszahlungen geleistet werden müssen. Im Hinblick auf das Urteil des Staatsgerichtshofs vom 11. Oktober 2007 ist in Fällen des § 47 a Abs. 3 LTGO auch der Zeitbedarf für die Aufstellung eines Nachtragsentwurfs zu berücksichtigen. Der Beschluss des Ministerrats zur Aufstellung eines Nachtragsentwurfs muss vor der Anfrage nach § 47 a Abs. 3 LTGO erfolgen. Auf Nr. 9.1 wird hingewiesen
Bei erschöpfender Aufzählung sind die in den Planerläuterungen aufgeführten Maßnahmen als solche – im Gegensatz zu den Betragsangaben – bindend. Im Falle eines unvorhergesehenen und unabweisbaren Bedürfnisses, das aktenkundig zu machen ist, kann im Rahmen der verfügbaren Mittel von den in den Erläuterungen aufgeführten Maßnahmen abgewichen werden. Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft ist zu unterrichten, wenn die Abweichung im Einzelfall 20 000 Euro überschreitet.
Dies kann z.B. der Fall sein, wenn anstelle einer Investitionsmaßnahme eine wirtschaftlichere Leasingmaßnahme in Betracht kommt.
Aus dem von der Veranschlagung abweichenden Ergebnis der Wirtschaftlichkeitsprüfung (z. B. Kauf oder Leasing) ergibt sich ggf. ein unabweisbares und unvorhergesehenes Bedürfnis. In diesem Fall bedarf es der Einwilligung des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft nach § 37 Abs. 1 LHO in über- bzw. außerplanmäßige Ausgaben bei Tit. 518 02 sowie in erforderliche Verpflichtungsermächtigungen.
Dies gilt auch für ÖPP / PPP-Maßnahmen. Zur haushaltsrechtlichen und haushaltstechnischen Handhabung wird auf das Schreiben des Finanzministeriums vom 24. Juli 2009 verwiesen (siehe LVN-Informationsdienst »Haushalt« → Haushaltsrecht).
Für die Überschreitung von Personalausgaben, die gemäß § 3 Abs. 7 StHG 2015/16 nicht planmäßig sind, ist nach den allgemein gültigen Regelungen ein üpl-Antrag zu stellen. Die Personalausgaben sind deshalb zu überwachen. Zur Unterstützung der Überwachung dieser Personalausgaben werden Informationen auf der Basis der eingeführten SAP-Software elektronisch bereitgestellt. Die haushaltsrechtliche Freigabe zur Nutzung des Systems für die Überwachungs- und Nachweispflichten der Personalausgaben wird erteilt sofern eine eindeutige Zuordnung gegeben ist.
Bei den nachstehenden Titeln und Titelgruppen willigt das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft in etwaige überplanmäßige Ausgaben allgemein ein:
Tit. 44102, Tit. 44103 und Tit. 44621 sowie Tit. der Gr.Nrn. 441 u. 446 Tit. Gr.
Beihilfen aufgrund der Beihilfeverordnung bzw. Beihilfen zu den Kosten der Pflege auf Grund der Beihilfeverordnung u. dgl.
Tit. 44301
Tit. 44302
Heilfürsorgeleistungen (im Epl. 03)
Tit. 45901
Ersatz von Sachschäden an Beamtinnen/Beamte, Richterinnen/Richter und Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer (auch aus Billigkeitsgründen)
Tit.Gr. 61
Tit.Gr. 62
Jubiläumsgaben und Jubiläumsgelder
Kap. 0306 Tit. 43801
Ruhelöhne für ehemalige Waldarbeiterinnen/Waldarbeiter
Kap. 0307 Tit. 43801
Dabei wird erwartet, dass überplanmäßige Ausgaben innerhalb des Einzelplans gedeckt werden; Einsparungen bei diesen Titeln können nicht zur Deckung anderer Mehrausgaben verwendet werden. Die überplanmäßigen Ausgaben sind in die Übersicht 1 zur Landeshaushaltsrechnung aufzunehmen; bezüglich der Einwilligung ist auf diese Vollzugsvorschriften zu verweisen.
Für die unter Nr. 15.4 genannten Ausgaben kann auf die Führung von Haushaltsüberwachungslisten für Ausgaben (HÜL-A) verzichtet werden. Dennoch ist die Entwicklung dieser Ausgaben, mit Ausnahme der Titel der Gr.Nrn. 441 und 446, in geeigneter Weise zu überwachen, um sie gegebenenfalls in einem Nachtrag etatisieren zu können.
Im Rahmen des § 6 a Abs. 5 StHG 2015/16 willigt das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft allgemein in etwaige überplanmäßige Ausgaben bei den gemäß § 6 a Abs. 2 StHG 2015/16 in das Personalausgabenbudget einbezogenen Titeln ein.
Bei deckungsfähigen Ausgaben (§ 20 LHO) können sich beim Rechnungsabschluss trotz Einhaltung der den einzelnen mittelbewirtschaftenden Stellen zugewiesenen planmäßigen und überplanmäßigen Haushaltsmittel bei deckungsberechtigten Titeln unvorhergesehen überplanmäßige Ausgaben dann ergeben, wenn Wenigerausgaben einer Dienststelle bei deckungspflichtigen Titeln, die sie für Mehrausgaben bei deckungsberechtigten Titeln verwendet hat, durch überplanmäßige Ausgaben einer anderen Dienststelle ganz oder teilweise aufgezehrt worden sind. Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft willigt allgemein in solche überplanmäßige Ausgaben unter der Voraussetzung ein, dass Einwilligungen zu überplanmäßigen Ausgaben bei deckungspflichtigen Titeln vorliegen, die dort mindestens in Höhe der bei den deckungsberechtigten Titeln entstandenen überplanmäßigen Ausgaben nicht in Anspruch genommen sind. Von dieser Einwilligung können nur die Ministerien Gebrauch machen.
Für die durch die gegenseitige Deckungsfähigkeit nach § 6 Abs. 1 Nr. 2 bis 5 StHG 2015/16 zu einem Budget zusammengefassten Titel können aufgrund der erweiterten Bewirtschaftungsmöglichkeiten überplanmäßige Ausgaben nur noch in ganz besonders gelagerten Ausnahmefällen in Betracht kommen.
Wenn die in Relation zum Gesamtbudget außergewöhnliche Höhe der unvorhergesehenen und unabweisbaren Mehrausgabe eine überplanmäßige Ausgabe ausnahmsweise rechtfertigt, wird das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft von einem rechtzeitig gestellten Antrag ausgehen, auch wenn bei Einzeltiteln im Rahmen der Deckungsfähigkeit schon Ausgaben über den Ansatz hinaus geleistet worden sind. In diesen Fällen ist aber – in entsprechender Anwendung der VV zu § 37 LHO – besonders zu begründen, warum die von deckungspflichtigen Titeln abgezogenen Mittel später bei diesen Titeln doch noch benötigt werden. Nr. 15.7 bleibt unberührt.
Zukunftsoffensiven III und IV (Kap. 1221 und 1222), Zukunftsinvestitionen (Kap. 1223), Projekte aus Zuwendungen der Baden-Württemberg Stiftung gGmbH(Tranche F)
Zukunftsoffensiven III und IV (Kap. 1221 und 1222), Zukunftsinvestitionen (Kap. 1223), Projekte aus Zuwendungen der Baden-Württemberg Stiftung gGmbH (Tranche F außerhalb der Zukunftsoffensive III)
Übertragung der Bewirtschaftungsbefugnis und Verwendung der Mittel der Zukunftsoffensiven III und IV (Kap. 1221 und 1222), Zukunftsinvestitionen (Kap. 1223) und Wirtschaftliche und technologische Innovationen (Kap. 1223 Titelgruppe 90)
Für die Durchführung der Maßnahmen wird den Ministerien die Bewirtschaftungsbefugnis für die in Kap. 1221 bis 1223 des StHPl. 2015/16 ihrem Geschäftsbereich zugeordneten Titelgruppen übertragen (VV Nr. 2 zu § 34 LHO). Ausgenommen hiervon sind die bei Kap. 1221 Tit. 517 91 und 518 91 veranschlagten Bewirtschaftungskosten und Mieten im Rahmen des Informatik-Sonderprogramms. Diese Ausgaben werden vom Landesbetrieb Vermögen und Bau Baden-Württemberg bewirtschaftet.
Für die Durchführung der einzelnen Maßnahmen für wirtschaftliche und technologische Innovationen (Kap. 1223 Titelgruppe 90) überträgt das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft die Bewirtschaftungsbefugnis den zuständigen Fachressorts, die damit auch für den Haushaltsvollzug zuständig und verantwortlich sind.
Die Ressorts werden ermächtigt, im Rahmen der vom Ministerrat beschlossenen und in den Haushaltsplänen veranschlagten Maßnahmen und Haushaltsbeträge unter Beachtung der Grundsätze von Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit Verpflichtungen einzugehen und Ausgaben zu leisten. Die erforderlichen Mittel gelten insoweit bis zur Entnahme aus dem Grundstock bzw. Umbuchung aus dem Verwahrabschnitt oder Abruf der Bundesmittel und Vereinnahmung in Kap. 1223 bei den entsprechenden Titeln als zugewiesen. Voraussetzung für die Inanspruchnahme von Mitteln und Verpflichtungsermächtigungen ist das Vorliegen ausreichender Haushaltsunterlagen, bei Maßnahmen nach Art. 91 b GG zusätzlich die Sicherstellung der Mitfinanzierung des Bundes.
Sofern sich bei der Verwendung der Mittel aus der Nichteinhaltung der steuerrechtlichen Rahmenbedingungen oder bundesrechtlichen Vorgaben finanzielle Folgen für das Land ergeben, sind diese grundsätzlich vom jeweiligen Ressort innerhalb seines Haushalts zu decken.
Verwendung nicht mehr benötigter Mittel
Wenn Mittel für konkret beschlossene oder im Haushalt veranschlagte Vorhaben der Zukunftsoffensiven III und IV (Kap. 1221 und 1222) und der Zukunftsinvestitionen (Kap. 1223) nicht benötigt werden, ist die Höhe der nicht benötigten Mittel dem Ministerium für Finanzen und Wirtschaft umgehend mitzuteilen. Die Verwendung nicht benötigter Mittel für andere, bereits konkret beschlossene Projekte oder zur Finanzierung neuer Projekte bedarf stets der Einwilligung des Ministerrats.
Die Baden-Württemberg Stiftung gGmbH hat dem Land Baden-Württemberg Mittel für die Zukunftsoffensive III (Vertrag vom 21. November 2001), für die Biotechnologieoffensive (Vertrag vom 3. März 2003) sowie für die Zukunftsoffensive IV (Rahmenvertrag vom 2. Mai 2005) zugewendet.
Mit Vertrag zwischen der Baden-Württemberg Stiftung gGmbH und dem Land Baden-Württemberg vom 21. Dezember 2012 wurden o.g. Verträge zu den Zukunftsoffensiven III und IV sowie für die Biotechnologieoffensive geändert.
Durch die Anpassung der Zuwendungsverträge wurden die Mittelverwendungsmöglichkeiten erweitert. Die in den Zuwendungsverträgen enthaltenen, steuerrechtlich für die Gemeinnützigkeitsprüfung jedoch nicht (mehr) notwendigen Einschränkungen, dass keine Vorhaben finanziert werden dürfen, zu denen das Land verpflichtet ist und die mit den Mitteln der Stiftung finanzierten Projekte neu sein müssen, sind entfallen. Es verbleibt beim Hauptkriterium, dass die Mittel nur ausschließlich für gemeinnützige Zwecke im Sinne der Abgabenordnung verwendet werden dürfen.
Unabhängig davon sind die sonstigen Förderkriterien entsprechend den jeweiligen Zuwendungsbescheiden zu beachten.
Projekte aus Zuwendungen der Baden-Württemberg Stiftung gGmbH (Tranche F)
Bei der Bewirtschaftung dieser Mittel ist neben dem jeweiligen Zuwendungsvertrag mit der Baden-Württemberg Stiftung gGmbH die Rahmenvereinbarung zur Zinsberechnung vom 14. Februar 2002 zu beachten. Die Ressorts werden ermächtigt, im jeweils ersten Monat des Quartals im Rahmen des Mittelabflussplans Ausgaben bereits vor Eingang der (Abschlags-) Zahlung der Baden-Württemberg Stiftung gGmbH zu leisten.
Bezüglich der sich aus II. 3. der Rahmenvereinbarung ergebenden Verpflichtung der Ressorts wird im LVN-Informationsdienst (siehe »Haushalt« → »Haushaltsvollzug«) ein Formblatt mit entsprechenden Hinweisen zur Verfügung gestellt.
Entnahme der für die Ausgaben des jeweiligen Haushaltsjahres erforderlichen Beträge aus dem Allgemeinen Grundstock (Zukunftsinvestitionen Kap. 1223) bzw. den Verwahrabschnitten »Zukunftsoffensive III« und »Zukunftsoffensive IV«
Zur Entnahme der im jeweiligen Haushaltsjahr erforderlichen Beträge aus dem Allgemeinen Grundstock – Unterabschnitt Gebäudeversicherungserlös (Zukunftsinvestitionen Kap. 1223) sowie aus den Verwahrabschnitten »Zukunftsoffensive III« und »Zukunftsoffensive IV« und zur Buchung als Einnahme sind dem Ministerium für Finanzen und Wirtschaft bis spätestens 1. Dezember des jeweiligen Haushaltsjahres für die entsprechenden Einnahmetitel die im gesamten Haushaltsjahr geleisteten bzw. noch zu leistenden Ist-Ausgaben in einem Betrag mitzuteilen. Die Hinweise des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft zur Abwicklung der Entnahmen können über den LVN-Informationsdienst (siehe »Haushalt« → »Haushaltsvollzug«) abgerufen werden.
Das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft erstellt auf der Basis der Angaben der Ressorts über die Verwendung der Mittel der Zukunftsoffensiven des Landes zum Stand 31. 12. einen Sachstandsbericht.
Zur Erstellung dieses Berichts werden die Ressorts gebeten, die Projektblätter (Exceltabellen) über die Verwendung der Mittel der Zukunftsoffensiven III und IV und der Zukunftsinvestitionen (Kap. 1223) entsprechend zu aktualisieren und gegebenenfalls neu hinzugekommene Projekte entsprechend aufzunehmen. Für die »Zukunftsinvestitionen« ist in gleicher Weise zu verfahren. Es wird gebeten, die aktualisierten und gegebenenfalls neu angelegten Projektblätter (Exceltabellen) bis spätestens Mitte März an das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft in Papierform und elektronisch zu senden. Die Hinweise des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft zur Aktualisierung der Projektblätter können über den LVN-Informationsdienst (siehe »Haushalt« → »Haushaltsvollzug«) abgerufen werden.
Aktualisierung der Bedarfserhebung ZO III und IV
Das Land meldet jährlich der Baden-Württemberg Stiftung gGmbH Anfang April den voraussichtlichen Jahresbedarf an Mitteln der Zukunftsoffensiven III und IV. Die Ressorts werden gebeten, die Bedarfserhebung der Zukunftsoffensiven III und IV um den Mittelabruf für den Zeitraum vom 1. 01.–31. 12. aufgrund der im Dezember erfolgten Entnahmen aus dem Verwahrabschnitt (Nr. 16.2) sowie die Mittelbedarfsprognose für das folgende Haushaltsjahr entsprechend zu ergänzen. Die aktualisierten Übersichten sind bis spätestens Mitte März in Papierform und elektronisch an das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft zu senden. Die Hinweise des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft können über den LVN-Informationsdienst (siehe »Haushalt« → »Haushaltsvollzug«) abgerufen werden.
Verwendungsnachweise und Überleitungsrechnung ZO III und IV
Zwischen dem Land Baden-Württemberg und der Baden-Württemberg Stiftung gGmbH wurde vereinbart, dass das Land einmal jährlich gebündelt durch das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Verwendungsnachweise der Ressorts zu den Projekten, die im Rahmen der Zukunftsoffensiven III bzw. IV durchgeführt werden, vorlegt. Die Verwendungsnachweise sind der Baden-Württemberg Stiftung gGmbH jeweils bis zum 30. 6. eines Jahres vorzulegen; für die termingerechte Vorlage der Verwendungsnachweise sind die Ressorts verantwortlich.
In den Verwendungsnachweisen müssen die »erhaltenen ZO III- bzw. ZO IV-Mittel im Kalenderjahr« mit den tatsächlichen Entnahmen aus dem Verwahrabschnitt und die »Ausgaben im Kalenderjahr« mit den Ist-Ausgaben bei Kap. 1221 bzw. 1222 übereinstimmen. Um den entsprechend notwendigen Abgleich durchzuführen ist das Formblatt zur Überleitungsrechnung zu verwenden. Die Hinweise des Ministeriums für Finanzen und Wirtschaft zu den Verwendungsnachweisen und zur Überleitungsrechnung können über den LVN-Informationsdienst (siehe »Haushalt« → »Haushaltsvollzug«) abgerufen werden.
Rücklage für Haushaltsrisiken (Kap. 1212 Tit. 35901)
Die Rücklage dient der Vorsorge für unvorhersehbare Personalmehrausgaben und Mehrausgaben im Zusammenhang mit der Flüchtlingsaufnahme und – unterbringung.
Über die Planansätze hinaus können mit Einwilligung des MFW bis zur Höhe der Entnahmen bei Kap. 1212 Tit. 35901 Ausgaben in den betroffenen und in ggf. außerplanmäßig einzurichtenden Titeln geleistet beziehungsweise Verpflichtungen eingegangen werden. Im Zusammenhang mit der Aufgabenerfüllung bei der Flüchtlingsaufnahme und – unterbringung zwingend erforderliche Planstellen und andere Stellen können mit Einwilligung des MFW geschaffen werden. Ggf. außerplanmäßig einzurichtende Titel, Planstellen und andere Stellen gelten als planmäßig.
Mehrausgaben im Zusammenhang mit der Flüchtlingsaufnahme und –unterbringung
Für haushaltsreife Maßnahmen sind die entsprechenden Einwilligungsanträge (incl. haushaltsystematischen Angaben) dem MFW rechtzeitig und vollständig vorzulegen.
Dabei ist insbesondere darzustellen,
dass es sich um Mehrausgabenbedarfe im Zusammenhang mit der Flüchtlingsaufnahme und -unterbringung handelt (zweckentsprechende Verwendung);
dass unter Beachtung von Deckungskreisen, Verstärkungsvermerken etc. die Planansätze nicht ausreichen, um diese Mehrausgabenbedarfe bzw. Verpflichtungen finanzieren zu können;
wie sich der Mehrbedarf/die Verpflichtung je beantragter Finanzposition ableitet und begründet.
Sofern Planstellen bzw. andere Stellen beantragt werden, ist darzustellen wie sich das zwingende Erfordernis zur Schaffung von befristeten Neustellen incl. ihrer Wertigkeiten begründet. Sofern erforderlich, ist hinsichtlich der Überprüfung der tariflichen Eingruppierung dem MFW eine »Tätigkeitsdarstellung und -bewertung – Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmer« (Vordruck »LBV TDBA« in der jeweils aktuellen Fassung ist im Intranet des LBV abrufbar) vorzulegen.
Bei der Berechnung der Personalausgabenbedarfe sind die bei der Beantragung geltenden Richtsätze (ggf. zeitanteilig) ab dem Zeitpunkt der Schaffung der Stellen zugrunde zu legen und entsprechend (jährlich) zu berücksichtigen. Zusätzlich sind die Zuführungen an den Versorgungsfonds (6000 Euro pro Jahr / Stelle) zu berücksichtigen.
Die im LVN-Informationsdienst hinterlegten Formblätter können für die Antragstellung verwendet werden (siehe »Haushalt« → »Haushaltsvollzug«).
Nach Einwilligung durch das MFW können die Ausgaben geleistet, Stellen geschaffen und Verpflichtungen eingegangen werden.
Das MFW merkt die zweckentsprechende Verwendung der Rücklagenmittel in der Höhe der bewilligten Beträge vor. Die betroffenen Ressorts haben für die konkrete Entnahme gem. Nr. 17.1 die im gesamten Jahr 2015 über die Planansätze hinaus geleisteten (Sach-)Ausgaben bzw. die ermittelten Richtsatz-Beträge für die Stellen bis spätestens 5. Januar 2016 dem Ministerium für Finanzen und Wirtschaft (cc: stephanie.goelz@mfw.bwl.de) mit beigefügtem Vordruck mitzuteilen. Dies gilt nicht für die Maßnahmen, für die bereits eine Rücklagenentnahme beantragt wurde, und die im Rahmen des Nachtrags 2015/16 bei den unmittelbar betroffenen Titeln in den jeweiligen Einzelplänen veranschlagt sind. Die diesbezüglich erteilten Einwilligungen sind gegenstandslos.
Unvorhersehbare Personalmehrausgaben
Das MFW kann im Rahmen der haushaltsrechtlich zulässigen Gesamtsteuerung der Personalausgaben Beträge für unvorhergesehene Personalmehrausgaben aus der Rücklage entnehmen (vgl. insbesondere § 3 Abs. 7 letzter Satz StHG 2015/16).
Rücklage für Sanierungs- und Erhaltungsmaßnahmen (Kap. 1212 Tit. 35905)
In Höhe der zweckentsprechenden Entnahmen erhöhen sich die Ausgabeermächtigungen bei den von der Entnahme begünstigten Titeln bzw. Titelgruppen (vgl. jeweiligen Verstärkungsvermerk).
Hinsichtlich der Leistung von Ausgaben für Investitionen (§ 34 Abs. 3 LHO) bei den begünstigten Titeln wird auf Nr. 1.1, letzter Aufzählungspunkt, verwiesen.
Soweit bei den begünstigten Titeln Verpflichtungen zur Leistung von Ausgaben in künftigen Haushaltsjahren zu Lasten der Rücklagemittel eingegangen werden sollen, bedarf dies der Einwilligung des MFW.
Das MFW willigt allgemein ein, bei den begünstigten Titeln bzw. Titelgruppen Ausgaben vor Anordnung der entsprechenden Entnahmen zu leisten, soweit im Übrigen die nach dieser VwV erforderlichen Einwilligungen durch das MFW erteilt wurden.
Die Ressorts haben für die Buchung der zweckentsprechenden Entnahme durch das MFW die im gesamten Jahr 2015 geleisteten bzw. in 2015 voraussichtlich noch zu leistenden Ausgaben in einem Betrag bis spätestens 30. November 2015 dem Ministerium für Finanzen und Wirtschaft (cc: stephanie.goelz@mfw.bwl.de) mit beigefügtem Vordruck mitzuteilen.
Sofern im Rahmen des zur Verfügung stehenden Volumens infolge einer trotz sorgfältigen Prüfung zu geringen Mittelanforderung Vorgriffe entstehen, erteilt das Ministerium für Finanzen und Wirtschaft bei Vorliegen der Voraussetzungen des § 37 Abs. 1 LHO allgemein die Einwilligung nach § 37 Abs. 1 LHO.
Um Ausgabereste bzw. Vorgriffe zu vermeiden, ist darauf zu achten, dass nur in der Höhe Beträge angefordert werden, in der auch tatsächlich Ausgaben im laufenden Haushaltsjahr anfallen.
Vorschrift vom 18.05.2015, gültig ab 18.05.2015 bis 27.10.2015
Vorschrift vom 22.01.2015, gültig ab 25.02.2015 bis 17.05.2015
http://www.landesrecht-bw.de/jportal/?quelle=jlink&docid=VVBW-VVBW000010262&psml=bsbawueprod.psml&max=true
http://www.landesrecht-bw.de/jportal/?quelle=jlink&query=VVBW-MFW-20150122-SF&psml=bsbawueprod.psml&max=true

References: § 5
 § 14
 § 34
 § 27
 § 6
 § 6
 § 38
 § 27
 § 2
 § 6
 § 45
 § 45
 § 45
 § 41
 § 6
 § 26
 § 6
 § 6
 § 6
 § 2
 § 2
 § 2
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 § 2
 § 2
 § 2
 § 37
 § 7
 § 37
 § 63
 § 3
 § 1
 § 13
 § 3
 § 13
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 § 18
 § 12
 § 7
 § 3
 § 24
 § 5
 § 7
 § 26
 § 45
 § 50
 § 6
 § 6
 § 39
 § 3
 § 17
 § 49
 § 49
 § 17
 § 17
 § 49
 § 17
 § 17
 Art. 81
 § 37
 § 17
 § 58
 § 17
 § 37
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 § 49
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 § 49
 § 3
 § 3

§ 3
 § 50
 § 50
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 § 49
 § 3
 § 14
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 § 3
 § 17
 § 3
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 § 49
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 § 21
 § 3
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 § 50
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 § 17
 § 49
 § 34
 § 69
 § 6
 § 26
 § 6
 § 6
 § 3
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 § 69
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 § 55
 § 49
 § 6
 § 26
 § 6
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 § 35
 § 5
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 § 63
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 § 8
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 § 36
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 § 74
 § 6
 § 6
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 § 51
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 § 68
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 Art. 91
 § 3
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