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Timestamp: 2019-10-22 17:51:13+00:00

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BVerwG, 17.03.1989 - 4 C 14.85 - dejure.org
https://dejure.org/1989,275
BVerwG, 17.03.1989 - 4 C 14.85 (https://dejure.org/1989,275)
BVerwG, Entscheidung vom 17.03.1989 - 4 C 14.85 (https://dejure.org/1989,275)
BVerwG, Entscheidung vom 17. März 1989 - 4 C 14.85 (https://dejure.org/1989,275)
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Bauvorbescheid - Babauungsgenehmigung - Baugenehmigung - Bindungswirkung - Nachbar
Zur Rechtsnatur des Bauvorbescheids
BBauG/BauGB § 29; VwGO § 42 Abs. 2
VG Neustadt, 11.04.1983 - 9 K 370/82
OVG Rheinland-Pfalz, 16.08.1984 - 12 A 72/83
NVwZ 1989, 863
NVwZ 1990, 535
DVBl 1989, 673
DÖV 1990, 489
BauR 1989, 454
ZfBR 1989, 170
Die vom Bundesverwaltungsgericht (BVerwG, Urteil vom 17. März 1989 - 4 C 14.85 - DVBl 1989, 673 ) in diesen Fällen geforderte erneute Regelung des Inhalts der Bebauungsgenehmigung in der Baugenehmigung bedeutet lediglich, daß die Behörde den Regelungsinhalt des Vorbescheides übernehmen und zum Bestandteil der Baugenehmigung machen, nicht aber den zugrundeliegenden Regelungsvorgang wiederholen muß.
BVerwG in st. Rspr. Urteil vom 10.05.1968 - IV C 8.67 -, BRS 20 Nr. 142 sowie u.a. Urteile vom 23.05.1975 - 4 C 28.72 -, BRS 29 Nr. 116, vom 9.12.1983 - 4 C 44.80 -, BRS 40 Nr. 176, vom 3.02.1984 - 4 C 39.82 -, BRS 42 Nr. 170 und vom 17.03.1989 - 4 C 14.85 -, BRS 49 Nr. 168 sowie OVG NW, u.a. Beschluß vom 17.10.1986 - 7a ND 6/86 -, BRS 46 Nr. 40.
BVerwG, Urteil vom 9.12.1983 a.a.O., insoweit bestätigt im Urteil vom 17.03.1989 a.a.O..
BVerwG - 4 C 14.85 -, BRS 49 Nr. 168,.
Bauordnung, 6. Aufl., § 74 Rdn.16; Schoch/Schmidt-Aßmann/Pietzner, VwGO , 1996 , § 80 Rdn. 97; Fluck, VerwA 89, 223 (229 ff), ders. in NVwZ 1990, 535;.
BVerwG - 4 C 14.85 -, BRS 49 Nr. 168.
Ein dem Bauherrn zuvor erteilter Bauvorbescheid ist für die Baugenehmigungsbehörde bindend, so dass sie, soweit sein Gegenstand reicht, bei ihrer Entscheidung über die Baugenehmigung nicht anders als im Vorbescheid entscheiden darf (BVerwG, Urt. v. 17.3.1989 - 4 C 14.85 -, NVwZ 1989, 863).
Die gewählte Formulierung verkennt die Rechtsnatur eines Bauvorbescheids, da dieser keine bloße Zusage oder die Ankündigung einer Regelung ist, sondern ein vorweg genommener Teil der Baugenehmigung (vgl. BVerwG, Urt. v. 17.3.1989, a.a.O.;… Urt. vom 9.12.1983 - 4 C 44.80 -, BVerwGE 68, 241, 243 f. = PBauE § 29 BauGB Nr. 5;… Urt. vom 23.5.1975 - 4 C 28.72 -, BVerwGE 48, 242, 244 ff. = PBauE § 29 BauGB Nr. 3;… Sauter, LBO, 3. Aufl., § 57 Rn. 3 m.w.N.).
Insoweit wird der Bauvorbescheid auch als vorweggenommener Teil der Baugenehmigung bezeichnet (BVerwG, Urt. v. 17.03.1989 - 4 C 14.85 - NVwZ 1989, 863).
Das gilt im Verhältnis des immissionsschutzrechtlichen Vorbescheides zur immissionsschutzrechtlichen Genehmigung nicht anders als im Verhältnis des Bauvorbescheides (der Bebauungsgenehmigung) zur Baugenehmigung (zum Baurecht: BVerwG, Urteil vom 09.12.1983 - 4 C 44.80 -, BVerwGE 68, 241, juris; BVerwG, Urteil vom 17.03.1989 - 4 C 14.85 -, DVBl 1989, 673, juris; VG Aachen…, Beschluss vom 26.08.2013 - 3 L 394/13 -, juris, Rn. 24; OVG Berlin-Brandenburg…, Beschluss vom 11.03.2014 - OVG 10 S 13.12 -, juris, Rn. 9).
Das weitere Schicksal der Bebauungsgenehmigung ist dann wegen der Zweitregelung ihres Inhalts in der Baugenehmigung für die Rechtsstellung des Dritten ohne Bedeutung (vgl. insbesondere BVerwG, Urteil vom 17.03.1989, a.a.O., juris, Rn. 15).
Er hat vielmehr die Vereinbarkeit mit dem Bauplanungsrecht erneut geprüft (s.a. BVerwG, Urteil vom 17.03.1989, a.a.O., Rn. 16; Nds. OVG…, Beschluss vom 13.04.2011, a.a.O., Rn. 12).
In Übereinstimmung mit revisiblem Recht sieht das Berufungsgericht einen Vorbescheid als einen vorweg genommenen Teil der Baugenehmigung an, soweit er die Vereinbarkeit mit den städtebaulichen Vorschriften zum Inhalt hat (BVerwG, Urteil vom 17. März 1989 - 4 C 14.85 - Buchholz 406.19 Nachbarschutz Nr. 88 S. 40).
Zwar hat der Senat in seinem Urteil vom 17. März 1989 - BVerwG 4 C 14.85 - (Buchholz 406.19 Nachbarschutz Nr. 88 - DVBl 1989, 673; vgl. auch Urteil vom 9. Dezember 1983 - BVerwG 4 C 44.80 - BVerwGE 68, 241) die Auffassung vertreten, daß der Inhalt einer noch nicht bestandskräftigen Bebauungsgenehmigung in der Baugenehmigung erneut geregelt werden müsse.
Denn auch der Klägerin gegenüber wäre der Beklagte in einem Baugenehmigungsverfahren an seine Beurteilung der planungsrechtlichen Zulässigkeit eines Freizeitbades auf dem Grundstück der Beigeladenen im Bauvorbescheid gebunden, sobald dieser ihr gegenüber unanfechtbar geworden ist (vgl. BVerwG, Urteil vom 17. März 1989, a.a.O.).
Er ist insoweit vorweggenommener Teil der Vollgenehmigung (vgl. BVerwG, Urteil vom 17.03.1989, Az.: 4 C 14/85 - NVwZ 1989, 863).
Ihm gegenüber tritt die Bindungswirkung nur bei Bestandskraft ein (BVerwG, Urteil vom 17.03.1989, Az.: 4 C 14/85 - juris, Tz. 15;… kritisch, aber im Ergebnis zustimmend Redeker, NVwZ 1998, S. 589).
In einem gestuften Verwaltungsverfahren - wie dies im Verhältnis Vorbescheid - Vollgenehmigung zu sehen ist - entzieht nicht eine aufschiebende Wirkung, sondern allein eine Aufhebung des Vorbescheides einer Vollgenehmigung, in welche die Feststellungen aufgrund der Bindungswirkung ohne erneute Prüfung übernommen wurden, die Legitimationsgrundlage (…vgl. BVerwG, a.a.O.; Urteil vom 09.12.1983, Az.: 4 C 44.80 - juris, Tz. 15; Urteil vom 17.03.1989, Az.: 4 C 14/85 - juris, Tz. 11).
Die Übernahme hätte dann die Erledigung des Vorbescheids und damit dessen Unwirksamwerden nach § 43 Absatz 2 LVwVfG zur Folge (so auch noch VGH Bad.-Württ., Urteil vom 09.12.1993, Az.: 5 S 2340/93 - juris, Tz. 18; offengelassen BVerwG, Urteil vom 17.03.1989, a.a.O., Tz. 15).
Soweit mit einem Vorbescheid die Vereinbarkeit des Vorhabens mit dem öffentlichen (Bau-)Recht punktuell festgestellt worden ist - hier also hinsichtlich der Frage der bauplanungsrechtlichen Zulässigkeit der vier in den zu der Bauvoranfrage eingereichten Bauvorlagen eingezeichneten Windenergieanlagen -, kann für die Geltungsdauer des Vorbescheids die Genehmigung auch im Fall einer zwischenzeitlichen Rechtsänderung nicht mehr versagt werden (dazu etwa BVerwG, Urteil vom 17.3.1989 - 4 C 14.85 -, DVBl. 1989, 673, juris Rdn. 9 ff.; Bay. VGH, Urteil vom 4.11.1996 - 1 B 94.2923 -, BayVBl. 1997, 341 m.w.N., sog. relative Bestandskraft).
Auslegung einer Bauvoranfrage; Kollision einer Baulast mit einer bereits …
BVerwG, 01.12.1995 - 4 B 268.95
Divergenz als Revisionszulassungsgrund - Bindungswirkung eines Bauvorbescheids …
BVerwG, 16.02.1998 - 4 B 199.97
Anforderungen an die Begründung einer Nichtzulassungsbeschwerde - Überprüfbarkeit …
VG München, 30.07.2009 - M 8 SN 09.2952
Nachbarklage gegen Baugenehmigung für Kindergarten; Bindungswirkung eines …
VGH Bayern, 25.07.2000 - 15 B 98.226
VG München, 11.01.2010 - M 8 K 08.2045

References: § 29
 § 42
 § 74
 § 80
 § 29
 § 29
 § 57
 § 43