Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=20.02.1980&Aktenzeichen=VIII%20ZR%2048/79
Timestamp: 2020-04-06 06:27:41+00:00

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BGH, 20.02.1980 - VIII ZR 48/79 - dejure.org
https://dejure.org/1980,2417
BGH, 20.02.1980 - VIII ZR 48/79 (https://dejure.org/1980,2417)
BGH, Entscheidung vom 20.02.1980 - VIII ZR 48/79 (https://dejure.org/1980,2417)
BGH, Entscheidung vom 20. Februar 1980 - VIII ZR 48/79 (https://dejure.org/1980,2417)
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NJW 1980, 1580
ZIP 1980, 250
MDR 1980, 575
Denn Zweck dieser Vorschrift ist es, die Parteien vor einem bloßen Versehen zu schützen, das hier nahe lag (s. BGH Urteil vom 28. Februar 1952 - IV ZR 59/51 - LM ZPO § 272b a.F.Nr. 10); die Partei soll nicht "überrumpelt" werden (BGH Urteil vom 31. Januar 1980 - IX ZR 46/79 - MDR 1980, 575, 576).
Das gelte insbesondere, wenn ein Erlös der Zwangsversteigerung über dem festgestellten Verkehrswert behauptet werde (…vgl. MünchKomm-InsO/Kirchhof 2. Aufl. § 143 Rn. 86; in dem dort Fn. 396 zitierten Urteil des BGH vom 20. Februar 1980 - VIII ZR 48/79, NJW 1980, 1580, 1581 jedoch letztlich offen gelassen).
Aus dem Urteil des Bundesgerichtshofs vom 20. Februar 1980 (aaO S. 1581 unter 2.) kann nicht abgeleitet werden, dass der Vollstreckungsgläubiger oder Anfechtungskläger jedenfalls Umstände darlegen und beweisen muss, aus denen hervorgeht, dass in der Zwangsversteigerung mit Geboten zu rechnen sei, die den Verkehrswert abzüglich bestehen bleibender Belastungen übersteigen.
Hierbei ist grundsätzlich derjenige Wert zu ersetzen, den der Gegenstand zur Zeit der letzten mündlichen Verhandlung in der Tatsacheninstanz hatte (vgl. RGZ 106, 163, 167; Senatsurteil vom 20. Februar 1980 - VIII ZR 48/79, LM KO § 29 Nr. 9 = ZIP 1980, 250;… zur Aufrechnung gegen den Rückgewähranspruch vgl. Mentzel/Kuhn/Uhlenbruck a.a.O. § 37 Rdn. 24).
Liegt eine objektive Gläubigerbenachteiligung vor, ist auch insoweit für die Berechnung des Wertersatzes der Wert maßgebend, den das Grundstück zur Zeit der Schlussverhandlung zweiter Instanz hat (vgl. RGZ 106, 163 [167]; BGH WM 1971, 908 [909]; BGH, NJW 1980, 1580).
Sie ist auch zutreffend (vgl. zur Gläubigerbenachteiligung BGH, Urt. v. 27. September 1990 - IX ZR 67/90, WM 1990, 1981, 1984 m.w.N., zum Wertersatz nach § 37 Abs. 1 KO BGH, Urt. v. 20. Februar 1980 - VIII ZR 48/79, NJW 1980, 1580, 1581).
OLG Saarbrücken, 18.06.2003 - 1 U 167/03
Zur Hinweispflicht des Gerichts bei als unsubstantiiert beurteiltem …
Eine solche Überrumpelung der Partei ist dem Gericht nicht nur auf rechtlichem, sondern auch auf tatsächlichem Gebiet verboten (BGH MDR 1980, 575 f.; Senat NJW-RR 1998, 1609 = OLG-Report 1998, 230).
Maßgeblich ist darüber hinaus nicht, ob eine Rückzahlung an den Kläger über das hinausginge, was dem Insolvenzschuldner im Falle der Nichtvornahme der anfechtbaren Rechtshandlung zugestanden hätte, sondern ob eine solche Rückzahlung über das hinausgehen würde, was den Gläubigern des Insolvenzschuldners im Falle der Nichtvornahme der anfechtbaren Rechtshandlung zur Verfügung gestanden hätte (vgl. BGH ZIP 1987, 1132 = NJW 1987, 2821 , dazu EWiR 1987, 1009 (Balz) ; BGH ZIP 1980, 250 = NJW 1980, 1580; Haarmeyer/Wutzke/Förster , Handbuch zur Insolvenzordnung, 2.Aufl., 1998, S.437).
LAG Hamm, 08.02.1996 - 12 Sa 981/95
Schadensersatzanspruch aus positiver Verletzung des Arbeitsvertrages; Vermutung …

References: BGH 
 § 272
 § 143
 BGH 
 § 29
 § 37
 BGH 
 § 37
 BGH 
 BGH