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Timestamp: 2019-09-18 01:59:31+00:00

Document:
Freiwilligendienste im Sport (FSJ & BFD) Sportjugend Berlin: Freiwilligendienste im Sport (FSJ & BFD) - (printversion)
Die Sportjugend als Träger der Freiwilligendienste im Sport
Die Sportjugend Berlin ist anerkannter Träger in den Freiwilligendiensten im Sport. Das FSJ, welches ursprünglich nur in karitativen Einrichtungen durchgeführt werden konnte, ist seit 2001 im Bereich des Sports bei der Sportjugend Berlin möglich. Den Bundesfreiwilligendienst führt die Sportjugend Berlin seit 2012 durch. In dieser Dienstform ist ebenso ein Teilzeitdienst für alle über 26 Jahren möglich. Nähere Info dazu finden Sie hier: https://sportjugend-berlin.de/angebote/freiwilligendienste/bundesfreiwilligendienst/
Für Berliner Sportvereine bedeuten die Freiwilligendienste eine große Unterstützung im Vereinsalltag. Neben der Linzenz-Ausbildung zum/zur Übungsleiter/-in, beinhalten das Jahr auch den Erwerb der Jugendleitercard (JuleiCa).
Die JuleiCa bescheinigt den Jugendlichen pädagogische Qualifikation und ehrenamtliches Engagement im Bereich der Kinder-und Jugendarbeit und wird nach festgelegten Standards von Jugendverbänden vergeben. Sie ist ein bundesweit anerkannter Ausweis und hat eine Gültigkeit von drei Jahren.
Als Einsatzstellen in den Freiwilligendiensten kommen Sportvereine, -verbände und -einrichtungen in Frage, die regelmäßig Spiel-, Sport- und Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche organisieren oder sonstige Betreuungsdienste für diese Zielgruppe anbieten. Dies sind in erster Linie Sportvereine, Sportverbände und Sportjugendclubs. Weiterhin sind auch soziale Einrichtungen, die überwiegend sportliche Jugendarbeit leisten bzw. den/die Teilnehmer/-in in diesem Bereich einsetzen wollen, möglich.
Iris Jensen
Pädagogische Begleitung im FSJ, Koordination Ausbildung und Seminare im FSJ, Einsatzstellenberatung
030 30 002 - 194
030 30 002 - 189
i.jensen@sportjugend-berlin.de
Dana Schwichtenberg
Vermietung Ahlbeck, Ehrungen und Freiwilligenpass, Jugendpflegemaßnahmen, Personal und Finanzen Freiwilligendienste
030 30 002 - 172
d.schwichtenberg@sportjugend-berlin.de
030 30 002 - 173
a.arnold@lsb-berlin.de
Informationen für Bewerber/-innen
Der Bewerbungszeitraum für den kommenden Jahrgang ist geöffnet.
Neue Bewerbungen für den Jahrgang 2019/2020 werden entgegengenommen.
Bewerbungsanschreiben (Motivation für den Freiwilligendienst ?, bisheriges sportliches Engagement)
Bewerbungsbogen (siehe PDF Dokument in der rechten Spalte)
Bitte keine Bewerbungsmappen oder Klarsichthüllen verwenden!
Mögliche Einsatzbereiche und Tätigkeiten:
Kinder- und Jugendarbeit im Sportverein (Schwerpunkt Training und Betreuung) Organisation, Verwaltung, Vereinsmanagement, eigenverantwortliche Projekte, Mitarbeit in sport- und bewegungsorientierten Kindertagesstätten, Planung und Durchführung von Schulsport-Arbeitsgemeinschaften
Arbeitszeit/Urlaub/Aus- und Fortbildung:
finanzielle Vergütung in Form eines "Taschengeldes" (Kindergeld läuft weiter, sämtliche Sozialversicherungsabgaben werden vom Träger übernommen)
Ausbildung im Rahmen des FSJ von der Sportjugend finanziert
mind. 25 Tage für Ausbildung (DSB-Übungsleiterlizenz, JuLeiCa, Einführungs-, Zwischen- und Abschlussseminar) im Rahmen der Dienstzeit
Ein Freiwilligendienst ist übrigens auch im eigenen Sportverein möglich. Wenn der Verein noch nicht als Einsatzstelle bei uns anerkannt ist, hilft eine Anfrage beim Vorstand, ob ein Engagement in einem unserer Dienste denkbar ist. Gern stehen wir in diesem Fall beratend zur Seite.
Die Berliner Einsatzstellen (FSJ & BFD) im Sport stellen keine Unterkunft und Verpflegung zur Verfügung. Eine Unterkunft in Berlin bzw. im Umland ist daher empfohlen.
Voraussetzungen für eine Bewerbung sind: Erfahrungen im Sportverein, sportliches Engagement, Fähigkeit zum selbstständigen Arbeiten, Erfüllung der Vollzeitschulpflicht und Freude an der Arbeit mit Kindern. Darüber hinaus müssen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Start des FSJ mindestens 16 Jahre alt sein.
Aktive Einsatzstellen in Berliner Sportorganisationen
Aktive Einsatzstellen Jahrgang 2018/2019
besetzte Stellen 18/19
ALBA Berlin Basketballteam e.V. Basketball 3
Allgemeiner Turn- Verein zu Berlin 1861 e.V. Turnen 1
Athletik- und Ballspielclub Zentrum Berlin e.V. Leichtathletik n. b.
Badmintonverband Berlin-Brandenburg e.V. Badminton
Basketball Berlin Süd e.V. Basketball
Basketball-Gemeinschaft Berlin Zehlendorf e.V. Basketball 1
BC Lions Moabit 21 e.V. Basketball 1
Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Berlin e.V. allg. Jugendarbeit 1
Berlin Tiger- Basketball in Kreuzberg e.V. Basketball 1
Berliner Basketball-Club 90 Köpenick e.V. Basketball 1
Berliner Basketball Verband e.V. Basketball 2
BFC Alemannia 1890 e.V. Fußball 1
BFC Dynamo e.V. Fußball, Kita-Projekt 1
BFC Preussen 1894 e.V Fußball, Handball 1 I 1
Berliner Fußball-Verband e.V. Fußball 9
Berliner Golf Club Gatow Golf 1
Berliner Hockey-Club e.V. Hockey
Berliner Kanu Club Rotation e. V. Kanu 1
Berliner Ruderclub Ägir e.V. Rudern 1
Berliner Rugby Club e.V. Rugby
Berliner Sport-Club e.V. div. Sportarten 3
Berliner Sport Verein 1892 e.V. Fußball, Leichtathletik 1
Berliner Turn- und Freizeitsport- Bund e.V. allg. Jugendarbeit 2
Berliner TSC e.V div. Sportarten 6
Berliner Yacht-Club e.V. Segeln 2
Bildungsstätte der Sportjugend Berlin Jugendbildung 2
Blau-Gelb Köpenick e.V. Kanu/ Wassersport 1
Bogen- und Schießsport Club Olympia e.V. Bogenschießen
Borussia Pankow 1960 e.V. Fußball 1
Budo-Club Randori Berlin e.V. Judo
Charlottenburger TSV von 1858 e.V. Volleyball, Kinderturnen 1
Deutscher Alpenverein Sektion Berlin Klettern 2
FC Internationale Berlin 1980 e.V. Fußball
FC Viktoria 1889 Berlin e.V. Fußball 3
Floorball Verband Berlin-Brandenburg e.V. Floorball 1
Friedenauer TSC 1886 e.V. Fußball 1
Frohnauer SC 1946 e.V. Fußball
FSV Berolina Stralau 1901 e.V. Fußball
FSV Hansa 07 e.V. Fußball 2
FSV Fortuna Pankow 46 e.V. Fußball
Füchse Berlin Reinickendorf e.V. Handball 1
GymArtistic Berlin e.V. Turnen
Heiligenseer Kanu-Club e.V. Kanu 1
Hertha BSC e.V. Fußball 2
Joersfelder Segel-Club e.V. Segeln 1
Kaizen Berlin e.V. Judo n. b.
Kinder in Bewegung (KiB) gGmbH Bewegungserziehung im Kindergarten 12
Köpenicker Hockey-Union e.V. Hockey n. b.
Köpenicker SC e.V. Kanu, Orientierungslauf n. b.
KSV Ajax Neptun Berlin 1879 e.V. Handball
Marzahner Volleyball-Club e.V. Volleyball 1
Oranje Berlin e.V. Fußball
Pfeffersport e.V. div. Sportarten, Kita 0 I 1
Polizei-Sport-Verein Berlin e.V. Handball 1
Pro Sport Berlin e.V. Fitness und Gesundheitssport 3
PSV Olympia Berlin e.V. Judo 1
Reitclub Grunewald e.V. Reiten 1
RSV Eintracht 1949 e.V. Leichtathletik 1
Rudergesellschaft Wiking e.V. Rudern 1
Ruder-Union Arkona Berlin - 1879 - e.V. Rudern 1
SC Siemensstadt e.V. Fußball 1
SC Staaken 1919 e.V. Fußball 1
SC Tegler Forst e.V. Leichtathletik
Schwimm-Gemeinschaft Neukölln e.V. Schwimmen 1
Schwimm-Gemeinschaft Schöneberg e.V. Schwimmen
Seitenwechsel- Sportverein für FrauenLesbenTrans*Inter* und Mädchen e.V. Fußball, Tanzen / allg. Jugendarbeit 1
Special Olympics Deutschland e.V. allg. Jugendarbeit 1
SC Borsigwalde 1890 e.V. Fußball 1
Sportclub Berlin e.V. Eiskunstlauf, Turnen
Sportclub Charis 02 e.V. Judo
Sport Club Charlottenburg e.V. div. Sportarten, Hortbetrieb in Kooperation mit zwei Grundschulen 5 I 4
Sportclub Minerva 1893 e.V. Fußball 1
Sportfreunde Berlin 06 e.V. Kinderturnen, Fußball
SG Einheit Pankow e.V. Basketball 1
SG Narva Berlin e.V. Handball 1
SG Rotation Prenzlauer Berg e.V. Handball, Hockey 1 I 2
Sportgruppe im Bezirksamt Temp.-Schöneb. e.V. Floorball 1
Sportjugend des Landessportbunds Berlin allgemeine Jugendarbeit
Sportschule des Landessportbunds Berlin allgemeine Jugendarbeit 1
SSV Köpenick-Oberspree e.V. Fußball 1
SV Berlin 2000 e.V. Judo
SV Blau-Weiß Berolina Mitte 49 e.V. Fußball 1
SV Empor Berlin e.V. Fußball 3
SV Luftfahrt Ringen e.V. Ringen
SV Rot-Weiß Viktoria Mitte 08 e.V. Fußball, Basketball, Kinderturnen 2
SV Schmöckwitz-Eichwalde e.V. Fußball
Steglitzer Tennis-Klub 1913 e.V. Hockey, Tennis 1 I 1
Tennis-Club 1899 e.V. Blau-Weiß Tennis 1
Tennisclub Berlin Mitte Albert Gutzmann e.V. Tennis, Badminton 2 I 0
Toruko e.V. Karate 1
TSV Rudow 1888 e.V. Handball, Volleyball 1
TSV Tempelhof-Mariendorf e.V. Handball, Volleyball 1 I 1
TuS Lichterfelde Basketball e.V. Basketball 2
TuS Lichterfelde Hockey e.V. Hockey 1
TuS Lichterfelde von 1887 e.V. Leichtathletik, Schwimmen 1
TuS Neukölln 1865 e.V. Basketball , Handball 0 I 1
Turngemeinde in Berlin e.V. Hockey, Schwimmen 1
Verein für Sport- und Jugendsozialarbeit allg. Jugendarbeit 9
VfB Einheit zu Pankow e.V. Fußball 1
VfB Fortuna Biesdorf 1905 e.V. Fußball 1
VfK 1901 e.V. allg. Jugendarbeit 1
VfL Lichtenrade 1894 e.V. Kinderturnen 1
Verein Seglerhaus am Wannsee e.V. Segeln
Volleyballclub Olympia Berlin 93 e.V. Volleyball
Wander-Paddler-Havel e.V. Wassersport, SUP, Kajak
Wasserfreunde Spandau 04 e.V. Schwimmen, Hortbetrieb in Kooperation mit einer Grundschule 1 I 1
Weddinger Wiesel e.V. Basketball 1
Yachtclub Berlin-Grünau e.V. Segeln 1
Zehlendorfer Turn- und Sportverein 1888 e.V. Schwimmen, Hockey, Kinderturnen 1
Die FSJ-Sprecherinnen und Sprecher des Jahrgangs 2018 / 2019
Antonia Weise
Julia Kerber
Vincent-Cedric Voith
Adrian Worlitzer
Florian Bacher (Sport-Club Charlottenburg e.V. - Hockey)
Ich bin Florian, bin 18 Jahre alt und mache derzeit mein FSJ im Sport beim SCC, in der Hockeyabteilung. Nach meiner Schulzeit wusste ich eigentlich genau, dass ich später Polizist werden wollte, nur bräuchte ich das Abitur oder wenigstens die Fachhochschulreife, um in den Gehobenen Dienst zu kommen. Mit damals 17 schon ins Leben starten, das war mir noch zu früh.
Also entschied ich mich für ein FSJ und es sollte die richtige Entscheidung sein. Im FSJ lerne ich mit jüngeren umzugehen, mich durchzusetzen und vor größeren Gruppen zu sprechen. Vor allem aber habe ich Zeit mich zu entwickeln und dafür bekomme ich am Ende sogar noch mein Fachabitur. Für mich ist das FSJ genau das Richtige!
Antonia Weise (Seitenwechsel e.V.)
Mein Name ist Toni. Ich bin 18 Jahre alt und absolviere mein FSJ bei Seitenwechsel e.V., einem Breitensportverein für Mädchen, Frauen, Lesben, Trans und Inter*Menschen. Entschieden habe ich mich dazu ein FSJ zu absolvieren, weil ich für mich herausfinden wollte, ob die Arbeit mit Kindern in Verbindung mit der Vermittlung von Spaß am Sport das Richtige für mich ist. Ich möchte außerdem herausfinden, ob für mich eine Tätigkeit in dieser Richtung im späteren Berufsleben in Frage kommt. Des Weiteren bietet mir das FSJ die Möglichkeit Theorie und Praxis zu vereinen und erlaubt mir mich in vielerlei Hinsicht auszuprobieren und neue sportbegeisterte Menschen kennenzulernen.
Julia Kerber (SG Rotation Prenzlauer Berg e.V. - Handball)
Hallo ich bin Julia, 20 Jahre alt und komme aus Berlin. Ich selbst spiele seit meinem 4. Lebensjahr Handball. 2014 bin ich von Berlin nach Oldenburg gezogen, um dort meine Karriere weiterzuführen. Nach einer schweren Verletzung und mehreren Schulter OPs, ist mir das Spielen nun leider nicht mehr erlaubt, wodurch ich mich nun gern als Trainerin versuchen würde.
Mein FSJ bei Rotation Prenzlauer Berg bietet mir die besten Möglichkeiten Einblicke in diese Tätigkeit zu bekommen und weitere Erfahrungen im Umgang mit Kindern und Jugendlichen zu sammeln. Außerdem bietet mir das FSJ die Möglichkeit mich selbst weiterzuentwickeln und selbstständig zu arbeiten.
Vincent-Cedric Voith (Ruder-Union Arkona Berlin 1879 e.V.)
Mein Name ist Vincent-Cedric Voith, ich bin 18 Jahre alt und mache das FSJ bei meinem Heimat-Ruderverein Ruder-Union Arkona. Ich bin dort als Trainer für die Kids im Verein zuständig. Unser Verein hat dazu noch Kooperationen mit mehreren Schulen in Berlin, an denen ich mit meinem Chef Kindern das Rudern lehre und auf Regatten zum Sieg bringe. Ich nutze das FSJ, um mal ein ganzes Jahr Pause von dem "Schulkram" zu nehmen und etwas neues & anderes zu machen, bevor ich im kommenden Jahr mit einem Studium starte.
Adrian Worlitzer (Sport-Club Charlottenburg e.V. - Volleyball)
Ich bin Adrian, spiele seit vier Jahren Volleyball und mache jetzt mein FSJ beim SCC in der Abteilung Volleyball. Ich mache mein FSJ, um mein Fachabitur zu erhalten und um zu schauen, ob ich vielleicht auch in Zukunft in der Berufsrichtung als Volleyballtrainer arbeiten möchte. Ich möchte daher genauer in dieses Berufsfeld reinschauen und sehen, was es für weitere verschiedene Berufe neben dem Trainerdasein gibt, die etwas mit dem Thema Volleyball und sozialer Arbeit zu tun haben.
FSJ & BFD von A-Z - das Lexikon
K/L/M/N
O/P/Q/R
=>Seminare
Auf Wunsch erhalten die FWD`ler/-innen ein qualifizierendes Abschlusszeugnis, in dem berufsqualifizierende Merkmale aufgeführt werden und Angaben zu Leistungen und Führung während der Dienstzeit aufgenommen werden. Das Zeugnis wird nach Rücksprache mit der Einsatzstelle durch den Träger ausgestellt. Alle FWD`ler/-innen, die mindestens sechs Monate ihres Freiwilligendienstes abgeleistet haben, erhalten zudem eine entsprechende Bescheinigung.
Das FWD (jung) kann von jungen Menschen geleistet werden, die ihre Vollzeitschulpflicht absolviert und das 27. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Zum Start des FSJ muss das 16. Lebensjahr erreicht sein. Es muss in jedem Fall gewährleistet sein, dass die jungen Menschen den Tätigkeiten im FWD körperlich und geistig gewachsen sind. Für die obere Altersgrenze gilt, dass ein/e Teilnehmer/-in das FWD nur antreten kann, sofern er/sie in dem Kalenderjahr, in dem das FWD beginnt, nicht 27 wird. Eine Ausnahme besteht, wenn er/sie das FWD vor Erreichen des 27. Lebensjahres vertragsgemäß beendet (Beispiel: FWD von Januar bis November, 27. Geburtstag im Dezember des gleichen Jahres). Das 27. Lebensjahr darf bei Beginn keinesfalls vollendet sein.
Die Anerkennung als Einsatzstelle wird bei der Landessportjugend desjenigen Bundeslandes beantragt, in dem sich die Einsatzstelle befindet. Im Regelfall ist die Mitgliedschaft im LSB Voraussetzung.
Anerkennung als Träger der Freiwilligendienste im Sport
Träger des FWD im Sport müssen nach dem Jugendfreiwilligendienstegesetz von der zuständigen Landesjugendbehörde als Träger für die Dienste FSJ und BFD anerkannt werden. Derzeit sind sechzehn Jugendorganisationen der Landessportbünde in allen Bundesländern als Träger im Sport anerkannt, in Niedersachsen zudem der ASC Göttingen, der das FSJ in Kooperation mit der Sportjugend Niedersachsen durchführt.
Die fachliche und persönliche Anleitung der FWD’ler/-innen durch die Einsatzstelle ist Bestandteil der im Gesetz vorgeschriebenen pädagogischen Begleitung. Sie beinhaltet die Einarbeitung und die Betreuung während des Einsatzes. Die Einsatzstelle benennt eine Fachkraft als Praxisanleiter/-in, die mit den FWDJ’ler/-innen in ihrem Arbeitsalltag regelmäßig Kontakt hat. Die Fachkraft ist zuständig für die fachliche Einarbeitung und Anleitung der Teilnehmer/-innen sowie für die Klärung des Aufgabengebietes entsprechend den individuellen Fähigkeiten der Freiwilligen (Einarbeitungsphase). Darüber hinaus muss der/die Anleiter/-in auch für persönliche Fragen zur Verfügung stehen, die nicht direkt mit der Tätigkeit zu tun haben, aber im Zusammenhang mit der Reifungsphase des jungen Menschen stehen.
Die FWD-Träger haben darauf zu achten, dass die fachliche und pädagogische Anleitung durch die Einrichtung gewährleistet wird.
Ansprechpartner für Jugendliche, die ein FWD absolvieren möchten, und für Vereine, die eine FWD-Stelle anbieten möchten, ist die zuständige Landessportjugend, in Niedersachsen auch der ASC Göttingen (=>Träger).
Arbeitgeber für Freiwillige sind i.d.R. die Träger der FWD. Das bedeutet, dass sich die Freiwilligen bei Fragen, die Vereinbarungen, Sozialversicherung, Personalpapiere, Bescheinigungen, Taschengeldauszahlung etc. betreffen, an diese wenden müssen. Wird eine Vereinbarung nach §11,2 JFDG geschlossen, übernimmt die Einsatzstelle die Arbeitgeberfunktionen. Der Träger übernimmt aber Aufgaben der Einsatzstelle in ihrem Namen und auf ihre Rechnung.
Die Tätigkeiten der FWD’ler/-innen variieren je nach Angebot und Kooperationspartner der Einsatzstelle, grundsätzlich gilt aber, dass sie hauptsächlich mit der Betreuung von Kindern und Jugendlichen im Sport zu tun haben müssen (=>Aufgaben im Freiwilligendienst im Sport).
Arbeitsgruppe FWD im Sport
In der vom dsj-Vorstand berufenen AG „FWD im Sport“, die von der Deutschen Sportjugend koordiniert wird, treffen sich Vertreter/innen der Landessportjugenden, um die FWD im Sport weiterzuentwickeln und zu begleiten.
Die Einsatzstellen, die eine spezielle Arbeitskleidung erfordern bzw. wünschen, haben diese den FWD´ler/-innen unentgeltlich zu stellen und dann auch für die notwendige Reinigung/Instandsetzung zu sorgen.
Arbeitslosengeld I/II (Hartz IV)
Das aus dem FWD erzielte Einkommen wird vollständig auf Alg I/Alg II angerechnet.
Für die FWD’ler/-innen sind vom Träger, ggf. im Namen und auf Rechnung der Einsatzstelle, Beiträge zur Arbeitslosenversicherung abzuführen. Bestand in den letzten vier Wochen vor der Ableistung des FWD ein versicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis, sind erhöhte Beiträge zu entrichten. Deswegen verlangen viele Träger, dass zwischen der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses und dem Beginn des FWD mehr als ein Monat liegen oder dass der anfallende Mehrbeitrag von der Einsatzstelle getragen werden muss.
FWD’ler/-innen müssen sich nach § 37b SBG III (Hartz-Gesetz I) spätestens drei Monate vor Ende ihres Freiwilligendienstes persönlich beim Arbeitsamt arbeitssuchend melden, um ihren Anspruch auf Arbeitslosengeld und andere Leistungen zu bewahren.
Arbeitsmarktneutralität
Der Grundsatz der Arbeitsmarktneutralität besagt, dass der Einsatz von FWD’ler/-innen als Ersatz für die Besetzung von Planstellen untersagt ist.
Die Steueridentifikationsnummer, die Sozialversicherungsnummer, die Mitgliedsbescheinigung einer gesetzlichen Krankenkasse sowie ein erweitertes Führungszeugnis sind dem Träger rechtzeitig vorzulegen.
Das Jugendfreiwilligendienstegesetz legt fest, dass die Arbeitsschutzvorschriften für eine Tätigkeit im Freiwilligendienst Anwendung finden: Betriebs- und Gefahrenschutz, Unfallversicherungsschutz, Arbeitsschutz, Frauen- und Mutterschutz, Jugendarbeitsschutz, Schutz von Schwerbehinderten.
Ein Unfall während der Arbeitszeit, auf dem Arbeitsweg und während der Seminare gilt als Arbeitsunfall und ist durch die Einsatzstelle unverzüglich mit Hilfe der entsprechenden Formblätter der Berufsgenossenschaft zu melden. Ein Unfall während der Freizeit gilt als Arbeitsunfall, wenn die Freizeit Teil des Seminarprogramms ist. Der FWD-Träger ist unverzüglich von dem Unfall in Kenntnis zu setzen.
Der/Die FWD’ler/-in hat jede Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer der Einsatzstelle und dem Träger unverzüglich mitzuteilen. Bei einer Arbeitsunfähigkeit von mehr als drei Kalendertagen ist eine ärztliche Bescheinigung über die Arbeitsunfähigkeit und deren Dauer spätestens am darauffolgenden Arbeitstag der Einsatzstelle und dem Träger vorzulegen. Bei Seminaren ist die Vorlage der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bereits am ersten Tag notwendig. Während der Arbeitsunfähigkeit wird das Entgelt für die Dauer von höchstens sechs Wochen weitergezahlt, jedoch nicht über die Beendigung des Vertrages hinaus. Liegt der Einsatzstelle eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vor, so hat sie diese an den FWD-Träger weiter zu leiten. Erkrankt der/die Freiwillige zu Seminarzeiten, so werden diese Zeiten bei vorliegender Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung als Bildungstage anerkannt. Die Bildungstage sind nach Möglichkeit aber nachzuholen.
Ein Freiwilligendienst ist eine ganztägige Hilfstätigkeit. Die Arbeitszeit entspricht der tariflichen Arbeitszeit im öffentlichen Dienst von 39 Stunden wöchentlich. Bei Wochenenddiensten oder anderen Verpflichtungen, die die wöchentliche Arbeitszeit überschreiten, ist für einen entsprechenden Ausgleich zu sorgen. Für Jugendliche unter 18 Jahren gelten die Bestimmungen des Jugendarbeitsschutzgesetzes.
Aufgaben in einem FWD im Sport Zentrale Aufgabenfelder der Teilnehmer/-innen sind
•	Planen, Durchführen, und Auswerten von sportlichen, kulturellen und politischen Vereinsangeboten für Kinder und Jugendliche
•	Pädagogische Betreuung von Kindern und Jugendlichen
•	Kennenlernen und Mitarbeit in den Gremien der Jugendselbstverwaltung
•	Kennenlernen und Begleitung von organisatorischen Rahmenbedingungen für Vereinsangebote mit Kindern und Jugendlichen
•	Gestaltung von Trainingseinheiten, Wettkampfbetreuung
•	Pflege und ggf. Aufbau von Kontakten innerhalb und außerhalb der Einsatzstellen.
Die Tätigkeiten der FWD’ler/-innen liegen damit in den Bereichen Bewegung, Spiel und Sport für Kinder und Jugendliche. Verwaltungs- und Hausmeistertätigkeiten dürfen lediglich eine untergeordnete Rolle spielen.
Aufsichtspflichtige Personen haben die Verpflichtung dafür zu sorgen, dass die ihnen zur Aufsicht anvertrauten Minderjährigen selbst nicht zu Schaden kommen und auch keinen anderen Personen Schaden zufügen. Sie müssen deswegen ständig wissen, wo sich die ihnen zur Aufsicht anvertrauten Minderjährigen befinden und was diese gerade tun. Aufsichtspflichtige Personen müssen vorhersehbare Gefahren vorausschauend erkennen und zumutbare Anstrengungen unternehmen, um die ihnen anvertrauten Minderjährigen vor Schäden zu bewahren. Hintergrund dieser Verpflichtung ist die Annahme, dass minderjährige Kinder und Jugendliche aufgrund ihres Alters sowie ihrer fehlenden körperlichen und geistigen Reife einerseits ihnen selbst drohende Gefahren entweder überhaupt nicht erkennen oder aber nicht richtig einschätzen können und daher besonderen Schutz bedürfen. Andererseits bestehen aus denselben Gründen auch erhöhte Gefahren für andere Personen, die durch unbewusstes und/oder unüberlegtes Verhalten von Minderjährigen in Gefahr gebracht werden oder Schäden erleiden können. Nähere Informationen finden sich unter www.aufsichtspflicht.de. Die Einsatzstelle ist verantwortlich für die Aufsichtspflicht gegenüber minderjährigen FWD’ler/-innen. Dabei sind die Besonderheiten der jeweiligen Einsatzstellen zu beachten. Gleichzeitig sind die Freiwilligen häufig aufsichtspflichtig gegenüber den betreuten Kindern und Jugendlichen. Die Freiwilligen müssen vorsorglich über die gesetzlichen Regelungen, z. B. das Gesetz zum Schutz der Jugend in der Öffentlichkeit (JÖSCHG), belehrt und vor Gefahren gewarnt werden. Aufgabe der Einsatzstelle ist es, das Einhalten der Regeln zu kontrollieren und gegebenenfalls den Träger zu informieren. Der Träger informiert die Freiwilligen in den Bildungsseminaren über das Thema.
Ausfall einer Einsatzstelle
Bei Ausfall der Einsatzstelle ist der Träger bemüht, der/dem Freiwilligen eine andere Einsatzstelle zu vermitteln.
Ausländer/-innen im FWD
Ausländer/-innen zwischen 16 und 26 Jahren können ein FWD ableisten, wenn sie im Besitz einer Aufenthaltserlaubnis oder -berechtigung nach den üblichen ausländerrechtlichen Vorschriften sind. Eine Arbeitserlaubnis benötigen Ausländer/-innen nicht (§ 9 Nr. 16 der Arbeitsgenehmigungsverordnung (ArGV) v. 17.9.1998. Die Bundesagentur für Arbeit betont dies in ihrem Merkblatt 7 „Arbeitsgenehmigung für ausländische Arbeitnehmer“). Die Ausländerbehörden entscheiden im Einzelfall, ob Asylbewerber/-innen oder Ausländer/-innen, die eine Duldung besitzen, ein FWD leisten dürfen.
Mit Beginn des Freiwilligendienstes erhalten die Freiwilligen vom Träger einen FWD-Ausweis, bei dessen Vorlage Vergünstigungen gewährt werden können. Dazu ist zumeist ein Lichtbild erforderlich. Mit dem Ausweis können sie Vergünstigungen bei Einrichtungen des Bundes und zum Teil beim Besuch von kulturellen Einrichtungen oder Veranstaltungen erhalten. Nachlass wird ebenfalls häufig bei Zeitkarten im öffentlichen Personennahverkehr gewährt.
Beginn des Freiwilligendienstes im Sport
Der Beginn eines FWD-Jahres liegt in der Regel zwischen August und Oktober eines Jahres. Genaue Termine können bei den jeweiligen FWD-Trägern erfragt werden. In manchen Bundesländern ist ein FWD-Beginn auch zum Schulhalbjahr möglich, zum Teil sind die Anfangszeiten ganz ins Belieben von FWD’ler/-in und Einsatzstelle gestellt.
Jede/r FWD’ler/-in wird zu Beginn des FWD über die Einsatzstellen bei der Berufsgenossenschaft (in einigen Bundesländern Verwaltungsberufsgenossenschaft) versichert. Die Folgen von Arbeits- und Wegeunfällen sind somit abgesichert.
Die Teilnehmer/-innen sind von der Berufsschulpflicht befreit. In der Regel verlangt die zuständige Berufsschule zu Beginn des FWD die Bescheinigung für das FWD.
Eine Bescheinigung über Art und Dauer der Beschäftigung muss zu Beginn und nach Vollendung des Freiwilligen Sozialen Jahres vom Träger des FWD ausgestellt werden. Einsatzstellen können keine Bescheinigung über die Teilnahme an einem FWD ausstellen. Eine Abschlussbescheinigung kann nur bei einer Mindesteinsatzzeit von 6 Monaten erteilt werden. Diese Bescheinigung ersetzt jedoch kein Zeugnis über die Art und die Qualität der geleisteten Arbeit (Abschlusszeugnis).
Die Bescheinigung enthält Folgendes:
Vor- und Zuname, Anschrift und Geburtsdatum
den Verpflichtungszeitraum zum FWD
die Erklärung, dass die Bestimmungen des FWD-Gesetzes im Verpflichtungszeitraum beachtet werden/wurden
die Bezeichnung des Trägers und der Einsatzstelle, die Bezeichnung der Zulassungsbehörde und des Zulassungsbescheides.
Auch Freiwillige, die lange krank waren, erhalten eine Bescheinigung über die Ableistung des FWD.
Die Betreuung in den Einsatzstellen erfolgt über die Anleitung vor Ort. Zudem übernehmen die Träger eine Reihe von Betreuungsaufgaben (Organisation der Seminare, Ansprechpartner für alle Probleme, organisatorische Fragen etc. Bildungsjahr).
=>Bescheinigung, Zeugnis.
Das Bewerbungsverfahren wird vom Träger auf der Landesebene organisiert, bundesweite Regelungen gibt es hier nicht. Zumeist werden von den Bewerbern ein Bewerbungsschreiben und/oder das Ausfüllen eines (vorgegebenen) Bewerbungsbogens, ein Lebenslauf, Passfoto und das letzte Zeugnis erbeten.
Das FWD ist im Gesetz als soziales Bildungsjahr beschrieben, das Orientierung gibt und Kompetenzen vermittelt. Mindestens 25 Seminartage sind durchzuführen. Die pädagogische Begleitung liegt in der Hand des FWD-Trägers und geht über die Seminararbeit hinaus (Einsatzstellenbesuche, Konfliktregelung und anderes). Ziel ist es, soziale Erfahrungen zu vermitteln, zu reflektieren und das Verantwortungsbewusstsein für das Gemeinwohl zu stärken.
Bundesarbeitskreis FWD (BAK-FWD)
Im Bundesarbeitskreis Freiwilliges Soziales Jahr sind die bundeszentralen freien Trägerverbände des FWD organisiert. Das FWD im Sport wird von der Deutschen Sportjugend vertreten. Jährlich nehmen etwa 30.000 junge Menschen an einem FWD bei Trägern teil, die dem BAK-FWD angeschlossen sind.
Bundestutorat FWD im Sport
Die Deutsche Sportjugend ist die bundeszentrale Dachorganisation der Träger für das Freiwillige Soziale Jahr im Sport und führt das Bundestutorat. Die Koordinierungsstelle befindet sich im Haus des deutschen Sports (Otto-Fleck-Schneise 12, 60528 Frankfurt am Main).
Personenbezogene Daten der Teilnehmenden dürfen vom Träger des FWD nur erhoben, verarbeitet und genutzt werden, soweit dies zur Begründung, Durchführung, Beendigung oder Abwicklung des Teilnehmerverhältnisses erforderlich ist. Das betrifft vor allem die Planung, den Einsatz und die Einsatzorte.
Dauer des Freiwilligendienstes im Sport
Ein FWD dauert mindestens sechs, höchstens achtzehn Monate. Eine Verlängerung bis zu 24 Monaten ist möglich, wenn dies im Rahmen eines besonderen pädagogischen Konzeptes begründet ist. Bei manchen Trägern ist nur die Ableistung eines 12-monatigen FWD möglich. Ein Jugendfreiwilligendienst (FSJ und BFD) kann bis zu einer Höchstdauer von 18 Monaten auch bei verschiedenen Trägern in Abschnitten geleistet werden. Die Mindestdauer bei demselben Träger beträgt sechs Monate. Der Träger kann auch ein „unterbrochenes“ FWD anbieten, das in mindestens dreimonatige Abschnitte gegliedert ist. Der Träger kann auch einen kombinierten Jugendfreiwilligendienst im In- und Ausland für eine Höchstdauer von bis zu 18 zusammenhängenden Monaten anbieten – mit Einsatzabschnitten im Inland (mindestens drei Monate) und Ausland (mindestens drei, höchstens 12 Monate).
Die Deutsche Sportjugend ist die bundeszentrale Dachorganisation der Träger für das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) im Sport (Bundestutorat). Die Deutsche Sportjugend ist der größte Jugendverband in Europa und führt das jugendpolitische Mandat des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Sie gestaltet ein flächendeckendes Angebot der freien Jugendhilfe, das ganzheitliche Jugendarbeit im Sport leistet und flexibel auf die Bedürfnisse junger Menschen reagiert. Sie entwickelt unter aktiver Mitbestimmung junger Menschen innovative Rahmenbedingungen im Jugendsport und leistet damit ergebnisorientiert Jugendhilfe.
Als Dienstfahrten gelten angeordnete Fahrten zur Erledigung von dienstlichen Angelegenheiten. Die Kosten werden durch die Einsatzstelle erstattet. Die persönliche Eignung der FWD’ler/-innen, das Vorhandensein eines gültigen Führerscheines und eine Fahrpraxis ist durch die Einsatzstelle zu prüfen, sofern die Dienstfahrt nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln durchgeführt wird. Die Fahrtüchtigkeit und Betriebsbereitschaft des Dienstfahrzeugs ist durch die Einsatzstelle zu gewährleisten. Wird die Nutzung des Privatfahrzeugs der Freiwilligen vereinbart, ist unbedingt darauf zu achten, dass das Fahrzeug über die Einsatzstelle oder den Träger versichert ist.
Dienstpflichten
Alle öffentlich-rechtlichen Verpflichtungen, insbesondere zum Schutz der FWD’ler/-innen, haben der Träger und die Einsatzstelle zu erfüllen. Der Träger hat den/die FWD’ler/-in vor Schaden und Eigentumsverlust sowie selbstverständlich auch vor Schaden an Leben und Gesundheit zu schützen. Die Vereinbarung regelt dazu das Rechtsverhältnis zwischen dem Träger des FWD und der Einsatzstelle. Die Einsatzstelle informiert die Teilnehmer/-innen zu Beginn des Einsatzes darüber, welche Tätigkeiten sie übernehmen dürfen und welche nicht. Sie informiert weiterhin darüber, welche Fachkräfte für die Anleitung zuständig sind.
=>Arbeitszeiten
Einarbeitungsphase
Der überwiegende Teil der FWD’ler/-innen steht zum ersten Mal im Arbeitsleben. Deshalb ist in der Einarbeitungsphase eine sorgfältige Anleitung in der Einrichtung erforderlich. Verantwortlich dafür sind die Personen, die die Anleitung übernommen haben. Manche Träger unterstützen die Einsatzstellen mit einer entsprechenden Checkliste.
=>Aufgaben im FWD im Sport
Die Einsatzsorte befinden sich im gesamten Bundesgebiet. Nähere Informationen gibt es beim Träger, der häufig eine Liste freier Einsatzstellen auf seiner Homepage bereit hält.
Als Einsatzstellen im Sport kommen Vereine und Sporteinrichtungen in Frage, die regelmäßig Spiel-, Sport- und Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche organisieren, wie z.B. Sportvereine und -verbände sowie Sportschulen und Bildungseinrichtungen. Einsatzstellen müssen sich vom zuständigen FWD-Träger anerkennen lassen.
Der FWD-Träger betreut die Freiwilligen während des FWD in der Einsatzstelle und vergewissert sich, ob die Rahmenbedingungen für einen FWD-Einsatz eingehalten werden. Er unterstützt die Einsatzstelle und den/die Anleiter/-in im Rahmen der Beschäftigung der Freiwilligen und berät die Freiwilligen individuell bei Schwierigkeiten (vgl. Einsatzstellenbesuch).
Einsatzstellenumlage
Durch eine festgelegte Einsatzstellenumlage beteiligt sich die Einsatzstelle an der Gesamtfinanzierung des einzelnen FWD-Platzes. Näheres regelt eine Vereinbarung zwischen dem regionalen Träger des FWD und der Einsatzstelle (=>Vereinbarung).
Für die Dauer von 6 Wochen werden den FWD’ler/-innen im Krankheitsfall das Taschengeld und die Sachleistungen weiter gezahlt. Bei einer Krankheit, die länger währt, übernimmt die Krankenversicherung die gesetzlich geregelten Leistungen (=>Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, Krankenkasse).
Entlassungsgeld wird nicht gezahlt.
Ermäßigungen in öffentlichen Verkehrsmitteln
Gegen Vorlage des FWD-Ausweises oder einer durch den Träger ausgestellten FWD-Bescheinigung können Teilnehmer/-innen des FWD im öffentlichen Personennahverkehr in der Regel dieselben Ermäßigungen erhalten wie Schüler/-innen, Studierende und Auszubildende. Zum Erwerb einer ermäßigten BahnCard 50 sind Kinder bis einschließlich 17 Jahre sowie Jugendliche im Alter von 18 bis einschließlich 26 Jahre, sofern sie sich in einem Ausbildungsverhältnis befinden und dies durch geeignete Nachweise (z. B. Schüler-, Studentenausweis, Kindergeldbescheinigung) belegt wird, berechtigt. Nach Auskunft der Deutschen Bahn wird bei Vorlage eines FWD-Ausweises und ggf. der Kindergeldbescheinigung eine ermäßigte BahnCard ausgestellt.
Der EFD gehört, ähnlich wie weltwärts, zu den internationalen Freiwilligendiensten und stellt kein FSJ dar. Deutsche Jugendliche haben die Möglichkeit, auch im Sport einen Freiwilligendienst in einem anderen Land durchzuführen, die verfügbaren Plätze sind aber begrenzt. Jugendliche benötigen sowohl eine Entsende-, als auch eine Aufnahmeorganisation. Nähere Informationen finden sich auf www.freiwilligendienste-im-sport.de.
Die Einsatzstelle benennt eine Fachkraft für die Anleitung und Begleitung der/des Freiwilligen. Näheres regelt die Vereinbarung.
Fahrlässigkeit setzt Vorhersehbarkeit und Vermeidbarkeit voraus. Fahrlässig handelt demnach sowohl derjenige, der einen Schaden zwar voraussieht, aber hofft, er werde nicht eintreten (bewusste Fahrlässigkeit), als auch der, der den Schaden nicht voraussieht, ihn aber bei Anwendung der üblichen Sorgfalt hätte voraussehen müssen (unbewusste Fahrlässigkeit). Grobe Fahrlässigkeit liegt vor, wenn diese Sorgfaltspflicht in besonders grobem Maße missachtet worden ist. Fügt jemand einem Dritten rechtswidrig und schuldhaft einen Schaden zu, so haftet er hierfür. Fahrlässig verursachte Schäden werden vielfach über eine Haftpflichtversicherung reguliert.
Fahrlässiges Handeln kann zugleich den Tatbestand einer Straftat erfüllen (z. B. fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung, unterlassene Hilfeleistung). Strafbar macht sich, wer einen Straftatbestand rechtswidrig und schuldhaft erfüllt. Schuldhaft bedeutet, Vorsatz oder Fahrlässigkeit. Vorsatz heißt: Wissen und Wollen der Straftat. Fahrlässig handelt, wer die Sorgfalt außer Acht lässt, zu der er nach den Umständen und seinen persönlichen Verhältnissen verpflichtet und fähig ist, und deshalb nicht erkennt, dass er eine Straftat vermeiden kann (sogenannter subjektiver Maßstab).
Grob fahrlässiges oder vorsätzliches Verhalten einer Mitarbeiterin/eines Mitarbeiters kann arbeitsrechtlich relevant sein, insbesondere für den Rückgriff des Arbeitgebers gegen den/die Freiwilligen.
Den Antrag auf Anerkennung als FWD-Einsatzstelle für Vereine, Bewerbungsvordrucke für Interessierte und andere Formulare gibt es i.d.R. beim Träger.
Freistellung für Arbeitssuche
Freiwillihe können Freistellung/Freizeit zur Arbeitssuche beanspruchen (entsprechend § 629 BGB i.V. mit § 616 BGB). Der Anspruch muss angemessen sein in der Häufigkeit, der Länge und dem Zeitpunkt. Die betreffende Zeit muss nicht nachgearbeitet werden.
Nach dem FWD-Gesetz ist eine Vergütung des Freizeitausgleichanspruches in Geld nicht möglich. Mehrarbeit wird in Freizeit ausgeglichen.
Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) im Sport
Ein FÖJ kann selbstverständlich auch im Sport geleistet werden, wenn die dafür erforderlichen Voraussetzungen in der Einsatzstelle vorhanden sind. Die Freiwilligen im FÖJ verantworten nicht nur Sportangebote, sondern bearbeiten Projekte zu Umwelt- und Klimaschutz sowie Energiesparen im Sportverein. Sie sind beispielsweise zuständig für Sport in der Natur, Natur in den Sportstätten und nachhaltiges Sportstätten- sowie Eventmanagement.
Bei manchen Trägern sind Fristen einzuhalten. Informationen hierüber erteilt die jeweilige Landessportjugend, welche als Träger fungiert.
Das FSJ kann im europäischen und auch im außereuropäischen Ausland geleistet werden, wenn der Träger seinen Sitz in der Bundesrepublik Deutschland hat. Im Rahmen des FSJ im Sport werden derzeit (Stand: August 2008) keine derartigen Stellen angeboten. =>weltwärts
Der Träger entscheidet, ob die Notwendigkeit der Vorlage eines Führungszeugnisses besteht, um die „persönliche Eignung“ der Freiwilligen sicherzustellen. Mit der Vorschrift zur persönlichen Eignung des § 72a SGB VIII soll der präventive Schutz von Kindern und Jugendlichen in den Arbeitsbereichen der Kinder- und Jugendhilfe verbessert werden. Die Vorschrift zielt darauf ab, Personen mit einschlägigen Vorstrafen keinen Zugang zu Arbeitsbereichen der Kinder- und Jugendhilfe zu ermöglichen.
Praxisgebühr und Zuzahlungen für Rezepte sind auch von Freiwilligen zu entrichten, sofern sie das 18. Lebensjahr vollendet haben. Der Eigenanteil für Zahnersatz entfällt im Regelfall wegen des geringen Einkommens der Freiwilligen. Freiwillige, die nicht bei ihren Eltern wohnen, gelten als Bezieher/-innen von niedrigem Einkommen und können über das Sozialamt die Befreiung oder Ermäßigung von Rundfunkgebühren (Hörfunk und Fernsehen) beantragen. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit einer Ermäßigung der Telefonanschluss- sowie der Telefongrundgebühren. Die Befreiung liegt im Ermessen der zuständigen Stellen.
Gesetzliche Grundlage für das FWD ist das Jugendfreiwilligendienstegesetz.
Bei Minderjährigen ist eine arbeitsmedizinische Untersuchung nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz vorgeschrieben. Ein Gesundheitszeugnis bei Volljährigen ist nicht verpflichtend, sollte aber im Eigeninteresse des Bewerbers/der Bewerberin vorgelegt werden. Im Fall eines Arbeitsunfalls mit Folgeschäden kann so der Nachweis geführt werden, dass die Verletzung nicht schon vorher vorhanden war.
Die Einsatzstelle informiert die Freiwilligen zu Beginn des Einsatzes darüber, welche Tatbestände im Rahmen der Dienstpflicht durch eine Haftpflichtversicherung abgesichert sind.
Hilfstätigkeit
FWD´ler/-innen üben eine Hilfstätigkeit aus. Von daher ergeben sich Abgrenzungen in der Arbeit zu ausgebildeten Fachkräften. Auf der Ebene einer Hilfskraft darf FWD´ler/-innen Verantwortung übertragen werden. Die Übertragung von Aufgaben ist jeweils im Einzelfall zu klären. Dabei ist die persönliche Reife der Freiwilligen zu berücksichtigen.
Es wird empfohlen, den Bewerber/innen während des Bewerbungsverfahrens die Gelegenheit zur Hospitation in der entsprechenden Einsatzstelle zu geben. Auch während des FWD-Bildungsjahres sind Hospitationen in anderen Einrichtungen in Abstimmung mit der Einsatzstelle und dem Träger zu ermöglichen.
Alle aktuellen Informationen zu den Freiwilligendiensten im Sport findet man unter www.freiwilligendienste-im-sport.de. Die Träger haben zudem häufig eigene Internetseiten mit länderspezifischen Informationen.
Bei Jugendlichen unter 18 Jahren findet das Jugendarbeitsschutzgesetz Anwendung.
Jugendfreiwilligendienstegesetz (JFDG)
Das Gesetz zur Förderung der Jugendfreiwilligendienste hat zum 1. Juni 2008 das FSJ-Gesetz abgelöst. Es regelt die Bedingungen, unter denen ein FSJ geleistet werden kann. (=>JFDG)
Die Jugendleiter/in-Card ist ein Ausweis für ehrenamtliche Mitarbeiter/-innen in der Jugendarbeit. Dieser Ausweis legitimiert gegenüber den Erziehungsberechtigten der minderjährigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der Jugendarbeit und gegenüber staatlichen und nichtstaatlichen Stellen, von denen Beratung und Hilfe angeboten wird. Die Jugendleiter/in-Card erhalten Mitarbeiter/innen in der Jugendarbeit, die ehrenamtlich tätig sind (im Sinne des § 73 KJHG). Sie müssen mindestens 16 Jahre alt und für ihre ehrenamtliche Arbeit nach festgelegten Standards qualifiziert sein. Manche Träger integrieren diese Qualifizierung in die Bildungstage des FWD.
Kadersportler/-innen
Sonderregelung für kaderangehörige Spitzensportler finden beim BFD Anwendung.
In Bezug auf Kindergeld und Kinderfreibeträge sowie weitere kinderbezogene Leistungen ist die Ableistung eines FWD gleichbedeutend mit Zeiten der Schul- und Berufsausbildung. Die Leistungen werden während des Freiwilligenjahres gewährt, es sei denn, das Gesamteinkommen des Kindes übersteigt die jährlich neu festgelegte Einkommensgrenze (in 2008 lag diese bei 7.680 € pro Jahr). Für Teilnehmer/-innen am FWD kann deshalb bis zum 25. Lebensjahr Kindergeld beantragt werden. Zur Beantragung erhalten die Teilnehmer/-innen nach Vertragsabschluss eine Bescheinigung, die bei der örtlichen Familienkasse des Arbeitsamts von den Eltern einzureichen ist. Auch für den Ortszuschlag, die Waisenrente und den BAFÖG-Antrag von Geschwistern wird diese Bescheinigung eingereicht (=>Bescheinigung).
Das Kinder- und Jugendhilfegesetz ist die Grundlage für die fachliche Weiterentwicklung und Förderung der Jugendhilfe. In § 11 (1) SGB VIII heißt es: „Jungen Menschen sind die zur Förderung ihrer Entwicklung erforderlichen Angebote der Jugendarbeit zur Verfügung zu stellen. Sie sollten an den Interessen junger Menschen anknüpfen und von ihnen mit bestimmt und mit gestaltet werden, sie zur Selbstbestimmung befähigen und zu gesellschaftlicher Mitverantwortung und zu sozialem Engagement anregen und hinführen“. In diesem Sinne ist das FWD ein Angebot im Rahmen der Jugendhilfe. Das FWD wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert. Soziale Dienste im In- und Ausland sollen jungen Menschen die Möglichkeit bieten, in der Praxis das Verantwortungsbewusstsein für das Gemeinwohl zu stärken sowie soziale und interkulturelle Erfahrungen zu sammeln und ihre Persönlichkeit weiter zu entwickeln. Für die pädagogische Begleitung im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen oder Ökologischen Dienstes werden deswegen nicht rückzahlbare Zuschüsse im Wege der Festbetragsfinanzierung je Monat und Teilnehmer/-in gewährt. Die Gelder werden von der Bundestutorat beantragt und den Trägern weitergeleitet.
Bei Konflikten zwischen FWD´ler/-in und Einsatzstelle, welche nicht zwischen den beiden Parteien gelöst werden können, ist der Träger zu informieren.
Während der Dauer des FWD sind die Teilnehmer/-innen in der gesetzlichen Krankenversicherung als eigenständige Mitglieder versichert; sie können nicht in der Familienversicherung bleiben. FWD’ler/-innen, die privat versichert sind, können den Vertrag während des FWD ruhen lassen und anschließend zu den selben Konditionen wieder in die private Versicherung zurückwechseln. Die FWD’ler/innen beantragen also die Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenkasse. Mitgliedschaft in einer Privatkasse ist nicht möglich. Als Arbeitgeber ist i.d.R. der Träger anzugeben; das Datum des Dienstantritts ist zu nennen. Die Krankenkasse schickt dem Träger dann ein Formular zu, das ausgefüllt (Bestätigung der Angaben) umgehend an die Krankenkasse zurückgeschickt werden muss. Daraufhin meldet die Krankenkasse die versicherungspflichtige Tätigkeit an die Bundesversicherungsanstalt für Angestellte. Diese schickt der Dienststelle das Versicherungsnachweisheft und den FWD’ler/-innen - meist ein wenig später - den Sozialversicherungsausweis, der sofort in Kopie dem Träger vorzulegen ist. In der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung besteht beispielsweise für Student/-innen der Anspruch auf eine beitragsfreie Familienversicherung. Wird die Versicherung über die Mutter oder den Vater durchgeführt, besteht der Anspruch bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres (ein Tag vor dem 25. Geburtstag).
Die FWD-Bezüge werden i.d.R. bis zur Dauer von sechs Wochen von der Einsatzstelle fortgezahlt (=>Arbeitsunfähigkeit, Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall). Bei Krankheit braucht der Träger die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, um ggf. dem Zuschussgeber die Gründe für das Fehlen der FWD’ler/-innen nachzuweisen. Bei Krankheiten während des Urlaubs gelten die Regelungen des Bundesurlaubsgesetzes.
=>Arbeitsunfähigkeit
=>vorzeitiges Ausscheiden
Leistungen im FWD
Nach dem Gesetz dürfen den FWD’ler/-innen folgende Leistungen gewährt werden: Taschengeld, Arbeitskleidung, Sozialversicherungsbeiträge, Unterkunft und Verpflegung, ggf. gem. jeweils gültiger Sachbezugsverordnung Geldersatzleistungen.
FWD’ler/-innen sind arbeitsrechtlich keine Arbeitnehmer/-innen. Steuerrechtlich gehören das Taschengeld (Barlohn) sowie unentgeltliche Verpflegung und Unterkunft zu den Einnahmen aus nichtselbständiger Tätigkeit. Aus diesem Grund haben FWD’ler/-innen, wie alle übrigen Arbeitnehmer/-innen, der entgeltzahlenden Stelle gem. §§ 38 ff EstG eine Lohnsteuerkarte vorzulegen.
Obwohl die Ableistung eines FWD kein Arbeitsverhältnis ist, wird es hinsichtlich der öffentlich-rechtlichen Schutzvorschriften vom Gesetzgeber einem Arbeitsverhältnis gleichgestellt. Entsprechend gilt das Mutterschutzgesetz. Fragen des Mutterschutzgeldes etc. sind nach Aussagen des BMFSFJ nicht eindeutig geklärt.
Beim FWD handelt es sich um eine Vollzeitbeschäftigung. Daraus ergibt sich, dass die volle Arbeitskraft der Einrichtung zur Verfügung gestellt wird. Nebentätigkeiten sind über die Einsatzstelle beim Träger zu beantragen und von dort zu genehmigen. Es liegt im Ermessen des Trägers, im Einzelfall darüber zu entscheiden. Als Faustregel gilt - analog zur Bundesnebentätigkeitsverordnung - bis 1/5 der Wochenarbeitszeit noch als Nebentätigkeit. Die Gesamtwochenarbeitszeit darf 48 Stunden nicht überschreiten.
Nichteinhaltung von Regelungen
Bei Nichteinhaltung von FWD-Regelungen können bei groben und wiederholten Verstößen folgende Konsequenzen eintreten:
Bei schuldhaften Verhalten der Einsatzstelle:
- Fristlose Kündigung und Entzug der Anerkennung als Einsatzstelle
- Nachzahlung für entstandene Aufwendungen des Trägers
- Rückzahlung öffentlicher Zuschüsse
- Anzeige wegen Betrug und Veruntreuung öffentlicher Gelder
- unter Umständen Weiterzahlung der monatlichen Beiträge
Bei schuldhaftem Verhalten der Freiwilligen:
- Rückzahlung von Kindergeld
Das Jugendfreiwilligendienstegesetz verlangt, dass die pädagogische Begleitung von einer regionalen oder überregionalen Beratungs- und Betreuungsstelle durch pädagogische Mitarbeiter/-innen sichergestellt wird. Die pädagogische Begleitung umfasst die an Lernzielen orientierte fachliche Anleitung der FWD’ler/-innen durch die Einsatzstelle, die individuelle Betreuung durch pädagogische Kräfte des Trägers und durch die Einsatzstelle sowie die Seminararbeit. Die pädagogische Begleitung hat das Ziel, die Jugendlichen auf den Einsatz in ihren neuen Aufgabenfeldern vorzubereiten und ihnen zu helfen, Eindrücke zu reflektieren und Erfahrungen zu analysieren. .
Ziel des FWD ist es, die ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen zu unterstützen. Insbesondere die Seminare bieten den Freiwilligen die Möglichkeit zur gleichberechtigten Mitbestimmung. Grundsätze der Partizipation sind vom BAK-FWD erarbeitet worden und werden derzeit von verschiedenen Trägerverbünden erprobt. (vgl. Partizipation)
Personalunterlagen
Die meisten Träger benötigen neben dem Bewerbungsbogen auch einen ausgefüllten Personalbogen, der nach Zusage für einen Stellenantritt ausgefüllt werden muss. Ferner werden dann benötigt: Lohnsteuerkarte, Kopie des Sozialversicherungsausweises, ein zusätzliches Passbild für den FWD-Ausweis, Mitgliedsbescheinigung der Krankenkasse, bei Minderjährigen arbeitsmedizinische Untersuchung nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz (Gesundheitszeugnis), i.d.R. ein zusätzliches Passbild für den Übungsleiterausweis und Kopie eines Erste-Hilfe-Ausweises.
Persönliches Training im Dienst
Das eigene Training ist kein Teil des FWD und muss deswegen außerhalb der Dienstzeiten stattfinden. Natürlich ist es möglich, nach Absprache beispielsweise nachmittags zu trainieren und als Ausgleich abends oder am Wochenende zu arbeiten.
Pflichten der Einsatzstelle
Die Aufgaben der Einsatzstelle sind
Einsatz der FWD´ler/-innen in Tätigkeitsfeldern der sportlichen Jugendarbeit und in der Betreuung von Kindern und Jugendlichen
Fachliche und persönliche Anleitung
Gewährung von 26 Arbeitstagen Urlaub und Freistellung an 25 Arbeitstagen für Bildungsseminare und zentrale Treffen (gerechnet auf ein 12-monatiges FWD)
Zahlung der Einsatzstellenumlage
Kooperation mit dem Träger
Wenn Einsatzstellen und Träger übereinkommen, Verträge nach §11,2 JFDG abzuschließen, übernimmt die Einsatzstelle weitere Pflichten, die z.T. an den Träger delegiert werden können.
Pflichten der Träger
Die Aufgaben der Träger sind:
die persönliche Betreuung und Qualifizierung der FWD´ler/-innen,
die Durchführung und Finanzierung der gesetzlich vorgeschriebenen begleitenden Seminare von 25 Arbeitstagen bei 12 Monaten Dienstzeit,
die Auswahl und Anerkennung der Einsatzstellen,
die Auswahl und Vermittlung der Freiwilligen,
die Auszahlung des Taschengeldes
die Anmeldung und Finanzierung der FWD´ler/-innen bei der Sozialversicherung, d.h., Kranken-, Arbeitslosen- und Rentenversicherungsbeiträge abzuführen und eine Haftpflichtversicherung abzuschließen.
Erstellen einer schriftlichen Vereinbarung zwischen Trägerin, Einsatzstelle und der/dem FWD´ler/-in. Ausstellen eines FWD-Ausweises,
Öffentlichkeitsarbeit, Auswertung und Dokumentation,
Ausstellen einer Bescheinigung (und auf Verlangen eines Zeugnisses) über den Freiwilligendienst.
Wenn Einsatzstellen und Träger übereinkommen, Verträge nach §11,2 JFDG abzuschließen, übernimmt die Einsatzstelle einen Teil dieser Pflichten, die z.T. wieder an den Träger delegiert werden können.
Das FWDwird bei einigen Ausbildungen und Studiengängen als Vorpraktikum anerkannt.
Im FWD im Sport gibt es keine Probezeit, wenn der Vertrag dies nicht explizit regelt.
Der FWD ist kein Ausbildungsverhältnis (Rechtsverhältnis). Es führt also zu keinem Schul- oder Berufsabschluss. Sein Qualifizierungswert liegt in den Bereichen der sozialen Erfahrung und sozialen Bildung sowie der Chance der beruflichen Orientierung und der persönlichen Entwicklung. Im FWD im Sport wird darüber hinaus eine Übungsleiterausbildung mit Lizenzierung angeboten, z. T. auch der Erwerb der Juleica.
Die deutsche Sportjugend und ihre Träger haben sich dazu verpflichtet, die vom Bundesarbeitskreis FWD (BAK FWD) verabschiedeten Qualitätsstandards umzusetzen. (vgl. Qualitätsstandards: Träger- Einsatzstelle / Pädagogische Betreuung)
Die pädagogischen Grundlagen des FWD im Sport, die mit dem BMFSFJ und dem BAK FWD abgestimmt sind, sind in einer Rahmenkonzeption festgehalten.
=> Gesetzliche Grundlagen
Zwischen FWD’ler/-in, FWD-Träger und der Einsatzstelle wird eine privatrechtliche Vereinbarung abgeschlossen. Es handelt sich dabei weder um ein Arbeits- noch um ein Ausbildungsverhältnis: das entstehende Rechtsverhältnis ist ein Dauerschuldverhältnis eigener Art. Es wird geprägt durch eine gegenseitige Interessenwahrungspflicht: eine Fürsorgepflicht des Trägers und eine Treuepflicht der FWD’ler/innen. An die arbeitsrechtlichen Regeln wird sinnentsprechend und unter Berücksichtigung der Besonderheiten angeknüpft. Bezüglich der öffentlich-rechtlichen Schutzvorschriften ist das FWD einem Arbeitsverhältnis gleichgestellt (=>Arbeitsschutzvorschriften).
Werden Unterkunft und / oder Verpflegung nicht von der Einsatzstelle gestellt, können Geldersatzleistungen in Form von Kostenerstattungen bis zur Höhe der jeweils gültigen Sachbezugswerte gezahlt werden (=>Unterkunfts-/Verpflegungspauschale).
Die Teilnahme am FWD ist nicht an einen bestimmten Schulabschluss gebunden, nur die Vollzeitschulpflicht muss absolviert sein. =>Berufsschulpflicht
FWD´ler/innen haben wie alle anderen Mitarbeiter/-innen in einer Einrichtung über die persönlichen Verhältnisse der Betreuten- auch über die Zeit des Einsatzes hinaus – strenges Stillschweigen gegenüber Außenstehenden zu wahren. Die Bestimmungen der §§ 5 und 43 Bundesdatenschutzgesetz finden Anwendung.
Neben der Arbeit in den Einrichtungen ist ein wesentlicher Bestandteil des FWD die Teilnahme an den von den Trägern organisierten Bildungsangeboten.
Die laut Gesetz für ein 12-monatiges FWD vorgeschriebenen 25 Seminartage teilen sich u.a. in ein Einführungs-, ein Zwischen- und ein Abschlussseminar auf, deren Mindestdauer je fünf Tage beträgt. Das Zwischenseminar wird häufig zur Übungsleiter/innen-Ausbildung genutzt. Wird ein FWD von mehr als 12 Monaten abgeleistet, erhöht sich die Zahl der Seminartage um mindestens einen Tag pro zusätzlichem FWD-Monat.
Das Einführungsseminar wird möglichst innerhalb von zwei Monaten nach Beginn des FWD veranstaltet. Das Zwischenseminar – meist in Form eines Lizenzerwerbs – wird noch möglichst in der ersten Hälfte des FWD-Jahres durchgeführt, damit der/die Teilnehmer/in seine erworbenen Fachkenntnisse möglichst früh in seine Arbeit einbringen kann und die Einsatzstelle einen kompetenten Übungsleiter hat. Im Abschlussseminar, das möglichst in den letzten zwei oder drei Monaten des FWD stattfindet, geht es um die Reflexion der Erfahrungen, die von den Teilnehmer/innen während des FWD gemacht wurden. Jedes Seminar wird am Ende der Woche mit den Gruppenmitgliedern ausgewertet. Die Arbeitzeit beträgt während des Seminars täglich mindestens acht Lerneinheiten (LE), was sechs Zeitstunden entspricht. Gearbeitet wird in der Regel vormittags und nachmittags, manchmal auch abends. Während der Freizeit besteht die Möglichkeit zu kreativer Betätigung oder zu sportlichen Aktivitäten - teilweise mit Anleitung eines/einer Referenten/in oder Teilnehmers/in. Die Gestaltung der Abende und sonstiger freier Zeit wird teilnehmend von Referent/innen begleitet, aber weitgehend Teilnehmern/innen bzw. der Gruppe überlassen.
Die Seminarteilnahme gilt als Arbeitszeit und ist Pflicht. Der Urlaub ist außerhalb der Seminarzeiten zu planen. Die Seminare sind für die Teilnehmer/innen kostenlos; sie werden von den Trägern organisiert. Die Teilnehmer/innen wirken an der inhaltlichen Gestaltung und der Durchführung der Seminare aktiv mit (=>Bildungsjahr). Ausführliche Informationen zu Seminaren finden sich unter Bildungskonzept.
Freiwillige, die Seminartage verpassen, müssen diese im Regelfall nachholen, damit die ordnungsgemäße Durchführung des FWD bescheinigt werden kann. Genaue Regelungen über Optionen trifft der Träger. Dabei zu beachten ist jedoch, das die Bildungstage dokumentiert werden und in etwa mindestens acht Lerneinheiten umfassen. Es ist möglich, Bildungstage beispielsweise in zwei halbe Tage zu unterteilen.
FWD’ler/innen sind in der Arbeitslosen-, Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung pflichtversichert. Alle Geld- und Sachbezüge der Freiwilligen sind sozialversicherungspflichtig. Der Träger – bei Vereinbarungen nach § 11,2 JFDG: die Einsatzstelle – trägt die Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteile für die Sozialversicherung.
Taschengeld und Sachbezüge sind steuerlich zu veranlagen. In der Regel fallen wegen des steuerfreien Jahreseinkommens keine Steuern an. Es können aber Steuern anfallen bei Nebentätigkeiten oder anderen zusätzlichen Einkünften. Auch wenn steuerrechtlich eigentlich kein Arbeitsverhältnis vorliegt, ist in jedem Fall zu empfehlen, die entsprechenden Leistungen auf der Lohnsteuerkarte einzutragen.
Bei der Vergabe eines Studienplatzes durch die ZVS dürfen denjenigen, die ein FWD ableisten, keine Nachteile entstehen (§ 18 des Staatsvertrages). Das heißt: Ein zugesagter Studienplatz bleibt erhalten, ggf. aber nicht die Zusage des Ortes. Bei den entsprechenden Ausbildungsinstituten (z.B. Fachhochschulen) sollten wegen spezifischer Sonderregelungen bezüglich Anrechnung/Anerkennung Informationen eingeholt werden.
Tätigkeiten im Freiwilligendienst im Sport
Die/der Freiwillige erhält ein monatliches Taschengeld, welches steuerlich wie Lohn und Gehalt bewertet wird.
=>Bescheinigung
=>Fristen
Derzeit (Stand: Juni 2011) sind als FWD-Träger im Sport anerkannt:
Baden-Württembergische Sportjugend
Bremer Sportjugend
Sportjugend Mecklenburg-Vorpommern
Sportjugend Niedersachsen // ASC Göttingen von 1846 e. V.
Sportjugend Nordrhein-Westfalen
Sporjugend Sachsen
Sportjugend Sachsen-Anhalt
Thüringer Sportjugend.
(vgl. auch Pflichten der Träger)
Grundsätzlich ist ein Trägerwechsel innerhalb des FWD im Sport möglich (z.B. bei Ausfall einer Einsatzstelle), nicht aber der Wechsel zu einem Träger einer anderen Organisation. Ein Trägerwechsel nach sechs Monaten ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich. => Dauer des FWD
U2-Umlage
Träger müssen für Freiwillige keine U2-Umlage an die Krankenkassen abführen.
=> Freizeitausgleich. Für Minderjährige sind Überstunden laut Jugendarbeitsschutzgesetz § 8 verboten. Möglich ist nur das Vorarbeiten für einen freien Tag zwischen Feiertagen und Wochenenden, allerdings täglich höchstens eine halbe Stunde.
Im Zwischenseminar werden die Teilnehmer/-innen durch die Teilnahme an Jugend- und Übungsleiterlehrgängen auf ihre Tätigkeit im Sport fachlich vorbereitet und erwerben eine DOSB-Lizenz oder die Übungsleiter-Jugend-Lizenz. Die Übungsleiter-C-Lizenz Breitensport (Ausrichtung Kinder und Jugendliche) wird empfohlen, ist aber in den meisten Bundesländern nicht vorgeschrieben, da individuelle Vorerfahrungen oder bereits bestehende Lizenzen in die Entscheidung über die Wahl der neuen Lizenz einbezogen werden. Die Lizenz ist Grundlage der fachlichen Arbeit während der Dienstzeit und darüber hinaus.
Ob Elternteile während des FWD an volljährige Kinder Ausbildungsunterhalt zahlen müssen, ist gesetzlich nicht eindeutig geregelt; die Gerichte müssen hier Einzelfallentscheidungen treffen.
Urlaub/Urlaubsgeld
Der Urlaubsanspruch ist in der Vereinbarung geregelt. Die Freiwilligen erhalten – bezogen auf ein 12-monatiges FWD – 26 Werktage Urlaub. Der Urlaub soll frühestens drei Monate nach Dienstantritt gewährt werden. Bei einem kürzeren FWD ermäßigt sich der Urlaubsanspruch entsprechend 1/12 des Jahresurlaubs für jeden vollen Monat. Bruchteile von Urlaubstagen werden auf einen vollen Tag gerundet.
Urlaubsgeld wird nicht gezahlt.
Arbeitgeberanteile werden nicht gewährt.
Das Gesetz regelt, dass Verpflegung oder eine entsprechende Geldersatzleistung bis zur Höhe des jeweils gültigen Sachbezugswertes gewährt werden kann (=>Unterkunfts-/Verpflegungspauschale).
=>Sozialversicherung. Der Träger (bei Verträgen nach §11,2 JFDG: die Einsatzstelle) übernimmt die Kosten für die berufsgenossenschaftliche Unfallversicherung. Die Einsatzstelle ist dafür verantwortlich, dass der/die Freiwillige versichert ist, wenn er oder sie im eigenen Pkw oder Dienstwagen Aufträge der Dienststelle ausführt. Für den Einsatz des Freiwilligen im Ausland, etwa bei Begleitung von Jugendgruppen, ist der Versicherungsschutz durch die Einsatzstelle sicherzustellen. In manchen Bundesländern gewährleistet der Träger zudem eine Schlüssel- und Haftpflichtversicherung.
Im FWD werden in einer Vereinbarung zwischen der/dem Freiwilligen, dem FWD-Träger und der Einsatzstelle die gegenseitigen Verpflichtungen festgelegt. Der Umfang der gegenseitigen Pflichten und Rechte ist sowohl gesetzlich vorgeschrieben als auch durch besondere Absprachen der Partner bestimmt. Die Vereinbarung regelt die gegenseitigen Rechte und Pflichten z.B. Urlaub, Arbeitszeit, Leistungen, Probezeit. Die Vereinbarung legt zudem fest, in welcher Weise Träger und Einsatzstellen die Ziele des Dienstes, insbesondere soziale Kompetenz, Persönlichkeitsbildung sowie die Förderung der Bildungs- und Beschäftigungsfähigkeit der Freiwilligen gemeinsam verfolgen. Vereinbarungen können sowohl nach §11,1 JFDG als auch nach §11,2 JFDG geschlossen werden. Die Unterschiede betreffen die Übernahme von Pflichten durch die Einsatzstelle. Übernimmt die Einsatzstelle Aufgaben als Arbeitgeber, so fällt auf einen Teil der von der Einsatzstelle an den Träger gezahlten Beiträge keine Umsatzsteuer an, da die Gelder vom Träger nur im Namen und auf Rechnung der Einsatzstelle an den Freiwilligen oder die Sozialversicherungsträger weitergeleitet werden.
Die Verwaltungsarbeiten erledigt der Träger, sofern Vereinbarungen nach §11,1 JFDG abgeschlossen sind. Bei Vereinbarungen nach §11,2 JFDG informiert der Träger die Einsatzstelle über die zu erledigenden Formalia.
Die Vereinbarung enthält Informationen über die Möglichkeit, ein FWD vorzeitig zu beenden.
Die Waisenrente (Halb- oder Vollwaisenrente) wird während der Teilnahme am FWD weitergezahlt.
Wartezeit ZVS
Das FWD wird als Wartezeit bei der Vergabe von Studienplätzen durch die ZVS angerechnet. Vgl. auch Studienplatz.
Weltwärts ist ein entwicklungspolitischer Freiwilligendienst für junge Menschen zwischen 18 und 28 Jahre, der vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert wird und es jungen Menschen ermöglicht, sich mit finanzieller Unterstützung für 6 bis 24 Monate ehrenamtlich in Entwicklungsländern zu engagieren. „Weltwärts“ ist kein FSJ. Derzeit werden einzelne Plätze von mehreren Trägern im Sport eingerichtet. Nähere Infos und eine Stellenbörse auf www.weltwaerts.de.
Im FWD gibt es kein Weihnachtsgeld.
=>Arbeitszeit
Wochenenddienste können im Rahmen der betriebsüblichen Dienstpläne abgeleistet werden. Allerdings sind mindestens zwei freie Wochenenden im Monat zu gewährleisten. Bei Jugendlichen unter 18 Jahren findet das Jugendarbeitsschutzgesetz Anwendung.
FWD’ler/-innen können Wohngeld beziehen. Wohngeld wird allerdings nicht für Wohnraum gezahlt, der nur während einer vorübergehenden Abwesenheit vom Familienhaushalt genutzt wird. Wenn eine Person also zur Ableistung eines FWD den elterlichen Haushalt verlässt, um an einem anderen Ort nur für ein Jahr zu wohnen, gilt sie als vorübergehend abwesend und hat keinen Anspruch auf Wohngeld. Ausschlaggebend ist, dass die Verlegung des Lebensmittelpunkts auf Dauer angelegt ist. Dies ist dem zuständigen Amt gegenüber zu begründen.
=>Abschlusszeugnis
Zielsetzung Freiwilligendienst
Das FWD im Sport ist als Bildungs- und Orientierungsjahr zu verstehen, dessen Ziele darin bestehen, die Bereitschaft junger Menschen für ein freiwilliges gesellschaftliches Engagement und die Übernahme von Verantwortung zu fördern. Das FWD im Sport vermittelt dabei Einblicke in ein Berufsfeld, in dem die Teilnehmer/-innen erste berufliche Erfahrungen sammeln und/oder sich für eine ehrenamtliche Tätigkeit entscheiden können.
Das JFDG sieht vor, dass in den zwischen Freiwilligen, Einsatzstellen und Trägern geschlossenen Vereinbarungen auch Zielvereinbarungen aufgenommen werden. Diese orientieren sich im Regelfall an den Zielen, die in der Rahmenkonzeption benannt sind.
=>Seminar, Übungsleiterausbildung
Zulassung/Einstellung der Teilnehmer/-innen
Über die Zulassung von Freiwilligen entscheidet der Träger in Kooperation mit den Einsatzstellen.
Wochenend- und Feiertagszuschläge werden nicht gezahlt.
Die Gesamtkosten für FWD’ler/innen werden zumeist durch das Bundesfamilienministerium bezuschusst, so dass die Einsatzstellen sich nur mit einem Teil an den Gesamtkosten beteiligen müssen. In manchen Bundesländern gibt es weitere Zuschüsse. Die Abrechnung der Zuschüsse erfolgt über den Träger.
Neue Einsatzstelle werden
Einsatzstelle im Freiwilligen Sozialen Jahr im Sport werden
Freiwilliges Engagement von Jugendlichen und jungen Erwachsenen ist in Deutschland in vielfältigen Formen möglich. Ob in der Ökologie, der Kultur, im sozialen Bereich oder im Sport: überall haben junge Menschen die Möglichkeit, sich zu engagieren. Wir möchten Sie dazu aufrufen und ermuntern, jungen Menschen im Sport einen Freiwilligendienst zu ermöglichen und als Einsatzstelle aktiv zu werden. Die Sportjugend hat ausschließlich positive Erfahrungen mit dem Modell des freiwilligen Engagements junger Menschen gemacht. Durchschnittlich sind um die 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer für 12 Monate im FSJ im Sport engagiert. Gemeinsam mit Ihnen wollen wir die Möglichkeiten der Verbands- und Vereinsstrukturen nutzen, um engagierte und sportlich interessierte Jugendliche direkt anzusprechen und für das FSJ im Sport zu gewinnen.
Das ist ihr Gewinn als Einsatzstelle
Unterstützung in der täglichen Praxis, Übernahme von Trainingsgruppen, Verwaltungsaufgaben, Öffentlichkeitsarbeit u.a.
Gewinnung qualifizierter Übungsleiter/-innen
gesellschaftliche Anerkennung, weil Sie jungen Menschen eine Chance geben und freiwilliges Engagement fördern
Freiwillige als Brücke zu jungen Zielgruppen
Gewinnung von jungen Ehrenamtlichen, auch für die Zeit nach dem FSJ
Das bieten wir Ihnen als Einsatzstelle
fachlich- pädagogische Beratung und Begleitung der Einsatzstellen und Freiwilligen
Organisation der Seminar- und Bildungstage der Freiwilligen, Durchführung von 15 zentralen Ausbildungstagen
Hilfe bei der Vermittlung motivierter junger Menschen
gesetzliche Absicherung und rechtliche Klärung
Lohn- und Personalbewirtschaftung, u.a. Auszahlung des Taschengeldes und Abführen der Sozialversicherungsbeiträge
Das erwarten wir von Ihnen als Einsatzstelle
Tätigkeitsfeld in der Kinder- und Jugendarbeit im Sport (Umfang: 39 Wochenstunden)
Teamarbeit und Aufgaben, in denen Freiwillige Kompetenzen für den Lebens- und Berufsweg erwerben können
fachliche und pädagogische Anleitungen für die Freiwilligen
Freistellung der Freiwilligen für mind. 25 Bildungstage (sportartspezifische ÜL-
Ausbildung und Aus- und Fortbildung im FSJ)
Einsatzstellenbeitrag (400,- € Brutto pro Monat)
Beteiligung an Evaluation, Qualitätssicherung und Zertifizierung

References: §11
 § 37
 § 629
 § 616
 § 72
 § 73
 § 11
 §11
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 § 11
 § 8
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