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Timestamp: 2019-06-24 12:14:15+00:00

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Satzung und Wahlordnung für Pfarrgemeinderäte
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Erläuterungen und Ergänzungen zur Satzung und Wahlordnung
Erläuterungen und Ergänzungen zur Satzung der Pfarrgemeinderäte im Bistum Würzburg und Wahlordnung der Pfarrgemeinderäte, Stand März 2009
§ 2 Bildung von Pfarrgemeinderäten
(1a) In einer Pfarreiengemeinschaft wird ein Gemeinsamer Pfarrgemeinderat gewählt, wenn der Pfarrer und die Mehrheit der bisher bestehenden Pfarrgemeinderäte dies beschließen.
Unter ...bisher bestehenden Pfarrgemeinderäten... ist das Gremium Pfarrgemeinderat, nicht die Person Pfarrgemeinderat zu verstehen. Das heißt, jeder Pfarrgemeinderat (Gremium) stimmt über den Gemeinsamen Pfarrgemeinderat ab. Dabei entscheidet die
Mehrheit der anwesenden Mitglieder (§ 11, Abs. 6)1. Der Gemeinsame Ausschuss/die Projektgruppe der Pfarreiengemeinschaft sammelt die Ergebnisse der einzelnen Abstimmungen.
Bei gleicher Anzahl eines befürwortenden und eines ablehnenden Abstimmungsergebnisses entscheidet das Votum des Pfarrers, ob ein Gemeinsamer Pfarrgemeinderat gewählt wird. Der Gemeinsame Ausschuss/die Projektgruppe gibt dann das Ergebnis bekannt.
§ 4 Kompetenzen
(8) In Pfarreiengemeinschaften nehmen die Pfarrgemeinderäte und Kirchenverwaltungen gemäß ihren Satzungen ihre Aufgabe in den einzelnen Pfarrgemeinden und für diese wahr. Bei ihren Sitzungen kann sich der Pfarrer durch von ihm ernannte Delegierte vertreten lassen. Die Gremien dieser Pfarrgemeinden informieren sich gegenseitig und arbeiten gedeihlich zusammen.
Angelegenheiten, die alle Pfarrgemeinden betreffen, sollen in einer gemeinsamen Sitzung in Anwesenheit des Pfarrers behandelt werden, wobei die Rechte der einzelnen Pfarrgemeinderäte bzw. Kirchenverwaltungen gewahrt bleiben.
Der vierte Satz dieses Absatzes trifft nicht mehr zu. Die Angelegenheiten, die alle Pfarrgemeinden betreffen, werden (bei Einzelpfarrgemeinderäten) vom Gemeinsamen Ausschuss behandelt (es gilt die Geschäftsordnung des Gemeinsamen Ausschusses vom 19.03.2009). Diese Angelegenheiten sind in der Regel bereits in den bestehenden Kooperationsvereinbarungen festgehalten.
(4) Amtliche Mitglieder sind der Pfarrer, und die für die Pfarrei eingesetzten hauptberuflichen pastoralen Mitarbeiter/innen.
Durch die Bildung der Pfarreiengemeinschaften ist diese Aufzählung zu präzisieren.
Einzelpfarrgemeinderat:
Amtliche Mitglieder sind der Pfarrer, der/die Pfarrvikare, die Diakone im Hauptberuf und die auf die Pfarreiengemeinschaft angewiesenen hauptberuflichen pastoralen Mitarbeiter/innen. Die konkrete Zuständigkeit regelt das Pastoralteam. (siehe auch § 9, Abs. 1)
Amtliche Mitglieder sind der Pfarrer, der/die Pfarrvikare, die Diakone im Hauptberuf, die im Territorium eingesetzten Priester mit Seelsorgeauftrag, und die weiteren für die Pfarreiengemeinschaft eingesetzten hauptberuflichen pastoralen MitarbeiterInnen.
(8) Ist eine Pfarrei nicht im Gemeinsamen Pfarrgemeinderat der Pfarreiengemeinschaft vertreten, so ist von den gewählten und amtlichen Mitgliedern eine Vertreterin/ein Vertreter hinzuzuwählen.
Hier ist mit Pfarrei die Wahleinheit (vgl. § 4, Abs. 3 Wahlordnung) gemeint.
(10) Als Mitglieder mit beratender Stimme nehmen an den Sitzungen des Pfarrgemeinderates teil die weiteren in der Pfarrei tätigen Priester und nebenberuflichen Diakone, ein Vertreter/ eine Vertreterin der hauptberuflichen Angestellten der Pfarrgemeinde, ein Mitglied der
Kirchenverwaltung (nach Art. 24, Abs. (2) KiStiftO) und eine Vertreterin/ein Vertreter der in der Pfarrei tätigen Ordensleute.
Um die in den Pfarreien bestehenden kirchlichen Einrichtungen stärker in den Blick der Gemeinde zu bekommen, wurde dieser Artikel ergänzt um den Zusatz: „Pastorales Personal das in der Pfarreiengemeinschaft ausschließlich kategorial (Krankenhaus, Altenheim
... ) tätig ist, nimmt an den Sitzungen des Gemeinsamen Ausschusses mit beratender Stimme teil.“
(1) Der Vorstand besteht aus dem Pfarrer, der/dem Vorsitzenden, der/dem stellvertretenden Vorsitzenden und bis zu drei weiteren Mitgliedern, von denen eines die Schriftführung übernimmt. Dabei ist anzustreben, den Vorstand paritätisch mit Frauen und Männern zu besetzen. Falls sich der Pfarrer im Verhinderungsfall vertreten lassen will, gilt § 4, Abs. 8, Satz 2.
Diese Vertretung können nur hauptberufliche pastorale Mitarbeiter/innen wahrnehmen.
§ 10 Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung
(3) Die/der Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, im Verhinderungsfall die/der stellvertretende Vorsitzende, vertritt den Pfarrgemeinderat bei den Sitzungen der Kirchenverwaltung (vgl. Art. 24, Abs. (3) KiStiftO).
Der Gemeinsame Pfarrgemeinderat legt in der konstituierenden Sitzung die Vertretung in die einzelnen Kirchenverwaltungen fest. Es ist darauf zu achten, dass möglichst Pfarrgemeinderatsmitglieder aus der jeweiligen Pfarrei diese Vertretung übernehmen.
Zusätzlich wird ein Mitglied für die Vertretung in den Gemeinsamen Finanzausschuss gewählt (siehe Geschäftsordnung des Gemeinsamen Finanzausschusses 1.3, in Verbindung mit Geschäftsordnung des Gemeinsamen Ausschusses 2.4).
Bei Einzelpfarrgemeinderäten wird die Vertretung in den Gemeinsamen Finanzausschuss vom Gemeinsamen Ausschuss (des Pfarrgemeinderates) gewählt (siehe Geschäftsordnung des Gemeinsamen Finanzausschusses 1.3).
(4) Wenigstens einmal im Jahr, zweckmäßigerweise vor Erstellung des Haushaltsplans, ist eine gemeinsame Sitzung von Pfarrgemeinderat und Kirchenverwaltung abzuhalten. (5) Für seine Aufgaben erstellt der Pfarrgemeinderat einen Etat (Art. 11, Abs. (5) Ziffer 8, KiStiftO), der mit dem Haushaltsplan der Kirchenstiftung zu koordinieren ist. Die verwaltungstechnischeAbwicklung erfolgt durch die Kirchenverwaltung.
Diese Regelungen sind bei einem Gemeinsamen Pfarrgemeinderat nicht nötig. Der Haushaltsplan für den Gemeinsamen Pfarrgemeinderat der Pfarreiengemeinschaft wird vom Gemeinsamen Finanzausschuss festgelegt (siehe 2.1 Geschäftsordnung des Gemeinsamen Finanzausschusses vom 19.03.2009).
§ 11 Arbeitsweise
(6) Der Pfarrgemeinderat fasst seine Beschlüsse mit der Mehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder. Bei Stimmengleichheit ist der Antrag abgelehnt. Sind in Filialgemeinden Pfarrgemeinderäte gebildet, so ist für gemeinsame Aufgaben der Gesamtgemeinde eine Beschlussfassung nur in einer gemeinsamen Sitzung unter Wahrung der Rechte der einzelnen
Pfarrgemeinden möglich.
Der dritte Satz ... Sind in Filialgemeinden ... ist nicht mehr zutreffend. Für die „gemeinsamen Aufgaben der Gesamtgemeinde“ ist der Gemeinsame Ausschuss zuständig.
§ 12 Ortsausschuss/Gemeinsamer Ausschuss
(1) Der Gemeinsame Pfarrgemeinderat der Pfarreiengemeinschaft richtet für Belange, die in der einzelnen Pfarrei verbleiben, für jede Pfarrei einen Sachausschuss für örtliche Belange (Ortsausschuss) ein.
●Dem Ortsausschuss sollen in der Regel die gewählten Pfarrgemeinderäte des entsprechenden Ortes angehören (siehe § 11, Abs. 02 - Wahlordnung der Pfarrgemeinderäte).
●Der Pfarrer oder der/die von ihm delegierte hauptberufliche Mitarbeiter/in.
●Weitere Personen, die vom Ortsausschuss hinzugewählt werden. Zur Legitimation werden
diese Personen vom Gemeinsamen Pfarrgemeinderat bestätigt.
●Mit beratender Stimme nimmt ein Mitglied der Kirchenverwaltung an den Sitzungen teil (analog § 5, Abs.10). Es ist nicht vorgesehen, dass alle Kirchenverwaltungsmitglieder dem Ortsausschuss angehören, da eine Vermengung der Aufgaben nicht vorgesehen
ist. Der Ortsausschuss ist für die Dauer der Wahlperiode des Pfarrgemeinderates eingesetzt.
Arbeitsweise/Kompetenzen
Der Gemeinsame Pfarrgemeinderat legt die gemeinsamen pastoralen Aufgaben fest. Hierbei kann evtl. Rückgriff auf die vormalige Kooperationsvereinbarung genommen werden. In allen übrigen Angelegenheiten ist der Ortsausschuss zuständig. Er wird wie
ein Sachausschuss behandelt (siehe § 13 Sachausschüsse).
Der Ortsausschuss kann Arbeitsgruppen mit weiteren Mitgliedern bilden, die projektbezogen arbeiten (z. B. Pfarrfest, Gestaltung der Fronleichnamsprozession, etc.).
(2) Die Pfarrgemeinderäte in einer Pfarreiengemeinschaft bilden einen Gemeinsamen Ausschuss, der auf Grundlage einer Vereinbarung die gemeinsamen Angelegenheiten beschließt.
Siehe Geschäftsordnung für den Gemeinsamen Ausschuss der Pfarrgemeinderäte einer Pfarreiengemeinschaft vom 15.09.2007.
Es gibt im Bistum Würzburg keine Mustergeschäftsordnung für den Pfarrgemeinderat.
§ 4 Vorbereitung der Wahl (Wahlordnung)
(3) Der Wahlausschuss beschließt die Zahl der zu Wählenden.
Bei einem Gemeinsamen Pfarrgemeinderat muss der Wahlausschuss zusätzlich die Wahleinheiten feststellen. Die Zahl der Wahleinheiten entspricht der Zahl der bestehenden Pfarrgemeinderäte (Gremien). Wurde bisher bereits ein Gemeinsamer Pfarrgemeinderat gewählt, so gilt dieses Gebiet als eine Wahleinheit.
§ 5 Aufgaben des Wahlausschusses
(5) Dieser Wahlvorschlag ist zwei Wochen lang zur Einsicht offen zulegen. Er ist außerdem vorher in den Gottesdiensten eines Sonntags in der Pfarreiengemeinschaft bzw. Pfarrei und in sonstiger geeigneter Weise, z. B. durch Anschlag oder im Pfarrbrief oder in einer gesonderten
Mitteilung an alle Wahlberechtigten der Pfarreiengemeinschaft bzw. Pfarrei mitzuteilen.
Die Offenlegung soll am Verwaltungssitz der Pfarreiengemeinschaft und in den übrigen Pfarrbüros erfolgen.
§ 11 Feststellung des Wahlergebnisses
(0)2 Bei der Wahl eines Gemeinsamen Pfarrgemeinderates in der Pfarreiengemeinschaft gilt:
Damit möglichst jede Pfarrei im Gemeinsamen Pfarrgemeinderat vertreten ist, gilt zunächst aus jeder Pfarrei der Kandidat/die Kandidatin als gewählt, der/die im Vergleich zu den anderen Kandidaten/Kandidatinnen aus dieser Pfarrei/Filiale/Kuratie die meisten Stimmen erhalten
hat. Er/sie sollte dem entsprechenden Ortsausschuss angehören. Die weiteren Plätze werden nach der Anzahl der erhaltenen Stimmen (ohne Rücksicht auf die Pfarreizugehörigkeit) vergeben. Bei Stimmengleichheit entscheidet das Los.
Hier gilt als Pfarrei die Wahleinheit (analog § 4, Abs. 3 Wahlordnung).
Würzburg, 10.03.2009
Dr. Karl Hillenbrand
1Wenn nichts anderes angegeben, beziehen sich die Angaben auf die Satzung der Pfarrgemeinderäte.
2Der Fehlerteufel hat zugeschlagen. Bitte korrigieren Sie in Ihrer Wahlordnung S. 19, § 11 Feststellung des Wahlergebnisses
die erste Absatznummerierung von Ziffer (1) in Ziffer (0).

References: § 2

§ 4
 § 9
 § 4
 Art. 24
 § 4

§ 10
 Art. 24

§ 11

§ 12
 § 11
 § 5
 § 13

§ 4

§ 5

§ 11
 § 4
 § 11