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Timestamp: 2020-01-26 03:46:07+00:00

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OLG Hamburg, 10.04.2008 - 6 U 90/05 - dejure.org
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OLG Hamburg, 10.04.2008 - 6 U 90/05 (https://dejure.org/2008,25402)
OLG Hamburg, Entscheidung vom 10.04.2008 - 6 U 90/05 (https://dejure.org/2008,25402)
OLG Hamburg, Entscheidung vom 10. April 2008 - 6 U 90/05 (https://dejure.org/2008,25402)
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Multimodaler Vertrag - Kaigelände, Schadenseintritt
Anwendbarkeit deutschen Seefrachtrechts auf einen Frachtvertrag als Multimodalvertrag i.S.v. § 452 Handelsgesetzbuch (HGB) i.R.e. Seetransportes von Hamburg nach Newark und eines Landtransportes nach Michigan; Automatische Geltung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) ...
HGB, multimodal, Feederschiff, ADSp
LG Hamburg, 03.05.2005 - 411 O 177/04
TranspR 2008, 213
Diese durften sich allerdings darauf verlassen, dass die Streithelferinnen einen Kaiumschlagsbetrieb einschalteten, der durch die Organisation seiner Betriebsabläufe einem Verlust der Transportgüter zuverlässig entgegenwirkte (…vgl. BGHZ 181, 292 Rn. 39; OLG Hamburg, TranspR 2008, 213, 218; Rabe, TranspR 2004, 142, 145; Zarth, EWiR 2010, 59, 60).
Danach ist Nr. 27.2 ADSp als ein Verzicht des Luftfrachtführers auf die Haftungshöchstbeträge im Sinne der Öffnungsklausel des Art. 25 MÜ zu qualifizieren, der auch durch Allgemeine Geschäftsbedingungen des Luftfrachtführers in den Beförderungsvertrag eingeführt werden kann (…BGH, TranspR 2011, 80 Rn. 37; OLG Düsseldorf…, Urteil vom 12. März 2008 - 18 U 160/07, juris Rn. 30 f.; AG Hamburg, TranspR 2007, 328, 329 f.;… MünchKomm.HGB/Ruhwedel aaO Art. 25 MÜ Rn. 4;… aA Koller aaO Art. 25 MÜ Rn. 1; Boettge, TranspR 2007, 306, 308;… Bahnsen in Ebenroth/Boujong/Joost/Strohn aaO Nr. 27 ADSp Rn. 25; ders., TranspR 2010, 19, 22; Vyvers, VersR 2010, 1554; siehe auch OLG Hamburg, TranspR 2008, 213, 218 zu § 660 Abs. 1 HGB und Nr. 27.2 ADSp).
Danach ist Nr. 27.2 ADSp als ein Verzicht des Luftfrachtführers auf die Haftungshöchstbeträge i.S. der Öffnungsklausel des Art. 25 MÜ zu qualifizieren, der auch durch Allgemeine Geschäftsbedingungen des Luftfrachtführers in den Beförderungsvertrag eingeführt werden kann (…OLG Düsseldorf, Urt. v. 12.3.2008 - 18 U 160/07, juris Tz. 30; AG Hamburg TranspR 2007, 328, 329 f.;… MünchKomm.HGB/Ruhwedel aaO Art. 25 MÜ Rdn. 4;… a.A. Koller aaO Art. 25 MÜ Rdn. 1; Boettge, TranspR 2007, 306, 308;… Bahnsen in Ebenroth/Boujong/Jost/Strohn, HGB, 2. Aufl., Nr. 27 ADSp Rdn. 25; siehe auch OLG Hamburg TranspR 2008, 213, 218, zu § 660 Abs. 1 HGB und Nr. 27.2 ADSp).
Ein derartiger "Durchgriff" von Haftungsbeschränkungen aus dem Vertrag zwischen Haupt- und Unterfrachtführer gegenüber dem Absender ist auch nicht nach Treu und Glauben geboten, da den Parteien die nachteiligen Regressmöglichkeiten bei Vertragsschluss mit dem Absender in der Regel bekannt sein dürften (vgl. schon Senat…, Urteil vom 11.01.2007, Az. 6 U 66/06, abgedruckt in TransportR 2007, 253, zitiert nach juris Rz. 30; Urteil vom 10.04.2008, Az. 6 U 90/05, abgedruckt in TransportR 2008, 213, zitiert nach juris Rz. 54).
Es ist zu fingieren, dass zwischen den Parteien für jede Teilstrecke ein gesonderter Vertrag am Ort der Übernahme des Gutes über die Teilstrecke abgeschlossen worden ist und dass keine Vorschriften abbedungen oder besondere Abreden getroffen worden sind (Senat, Urteil vom 10.04.2008, Az. 6 U 90/05, a.a.O., zitiert nach juris Rz. 55;… vgl. auch Koller, a.a.O., § 452a, Rn. 18).
Dabei muss dieser Vortrag auch ausreichend substantiiert sein (vgl. OLG Celle NJW-RR 2000, 178, vgl. zum Ganzen auch Senat, Urteil vom 10.04.2008, Az. 6 U 90/05, a.a.O., zitiert nach juris Rz. 57).
In seinem Urteil vom 10.04.2008, Az. 6 U 90/05, hat der Senat zwar die Auffassung vertreten, Ziff. 27.2 ADSp sei schon nach ihrem Wortlaut nicht auf das Seehandelsrecht anwendbar, da sie nur §§ 425 ff., 461, aber nicht §§ 606, 607, 659, 660 HGB erwähne (TranspR 2008, 213, 218).
Entgegen der Auffassung der Klägerin ist der Haftungshöchstbetrag nicht aus § 431 Abs. 1 HGB zu entnehmen, wonach sich die Grundhaftung auf immerhin 8, 33 SZR für jedes Kilogramm des Rohgewichts beläuft, da der Umschlag im Seehafen grundsätzlich keine eigenständige Teilstrecke i.S.d. § 452 S. 1 HGB darstellt (…vgl. BGH, Urteil v. 03.11.2005 - I ZR 325/02 -, juris Rn. 15f.;… BGH, Urteil v. 18.10.2007 - I ZR 138/04 -, juris Rn. 19; OLG Hamburg, Urteil v. 10.04.2008 - 6 U 90/05 -, juris Rn. 46).
Ob Ziff. 27.2 ADSp als die bei Güterschäden speziellere Norm (…vgl. BGH, Urteil v. 15.02.2007 - I ZR 118/04 -, juris Rn. 16;… Koller, Transportrecht, 8. Aufl., Rdnr. 8) ihrem Wortlaut nach überhaupt auf das Seehandelsrecht anwendbar ist, da sie nur die §§ 425ff., 461 Abs. HGB erwähnt, nicht aber §§ 606, 607, 659, 660 HGB a.F. (vgl. OLG Hamburg, Urteil v. 10.04.2008 - 6 U 90/05 -, juris Rn. 67;… einschränkend für den multimodalen Transport: OLG Hamburg, Urteil v. 16.07.2009 - 6 U 173/08 -, juris Rn. 47), kann hier dahinstehen.
Auch die systematische Auslegung spricht also dafür, im Seehandelsrecht qualifiziertes Verschulden der "Leute" des Verfrachters nicht für einen Fortfall der Haftungsbeschränkung ausreichen zu lassen (vgl. eingehend Rabe, TranspR 2004, 142 - 146; vgl. auch Herber, Seehandelsrecht, S. 332; Entscheidungen des Senats TranspR 2008, 125, 128 und TranspR 2008, 213, 217).
Der Senat ist jedoch mit dem hanseatischen Oberlandesgericht Hamburg der Auffassung, dass diese Rechtsprechung auf den umgekehrten Fall eines Verlusts oder einer Beschädigung auch beim Beladen des Schiffes anwendbar ist (OLG Hamburg, Urteil vom 10.04.2008, Az.: 6 U 90/05, Rn.46/47, zitiert nach Juris).
Die dort geregelte unbegrenzte Haftung in Fällen qualifizierten Verschuldens gilt nur für "die vorstehenden Haftungsbefreiungen und -begrenzungen", also nur solche die in den ADSp vereinbart wurden, nicht aber für gesetzliche Beschränkungen (so auch das Hanseatische OLG Hamburg in den Urteilen vom 10.04.2008, Az.: 6 U 90/05, Rn. 67/68, …und vom 16.07.2009, Az.: 6 U 173/08, Rn. 47, jeweils zitiert nach Juris).
Ebenso hat der Senat entschieden in einem Fall, in dem nur im Unterfrachtvertrag die Höchsthaftung nach dem US COGSA vereinbart war (TranspR 2008, 213, 216) sowie zu einer Binnenschiffskollision, in dem nur im Unterfrachtvertrag ein Haftungsausschluss wegen nautischen Verschuldens vereinbart war (TranspR 2014, 228, 233).
Frachtführerhaftung im multimodalen Transport: Kontamination von Garnen mit …
LG Darmstadt, 20.01.2010 - 7 S 136/09
Frachtführer, ausführender - Ersetzung

References: § 452
 Art. 25
 Art. 25
 Art. 25
 § 660
 Art. 25
 Art. 25
 Art. 25
 § 660
 § 452
 § 431
 § 452