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Timestamp: 2018-03-25 01:30:06+00:00

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Tierische Nebenprodukte bei der Schlachtung- Risiken bei der Nutzung und Entsorgung - PDF
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1 Tierische Nebenprodukte bei der Schlachtung- Risiken bei der Nutzung und Entsorgung zur VO (EG) Nr. 1069/2009 bei der Geflügelschlachtung Dr. Mirjam Jasper LK Celle 1
2 Gliederung Vortrag 1. Einleitung 2. rechtliche Grundlagen Bewertung einzelner Vorgaben 5. Zusammenfassung 2
3 Einleitung In der industriellen Geflügelschlachtung hat der Bereich der TNP- Gewinnung einen sehr hohen Stellenwert. Durch die vollautomatisierten Anlagen wird die Ausbeute maximiert, die Überwachung z.t. vereinfacht, die Schwerpunkte i.r. der Überwachung verlagert (Kennzeichnung, Rückverfolgbarkeit), zeitgleich das Risiko für den Verbraucher gesenkt und die Nachhaltigkeit der Ressourcen gefördert. Nachteil der vollautomatisierten Hochleistungsanlagen (> Tiere /h) ist nicht die Kategorisierung an sich, sondern die Form der Entsorgung, weil diese nicht mehr individuell auf die einzelnen Flöcke eingestellt werden können, damit das fortschrittliche System vielfach ausgehebelt wird- und ein erhöhter amtlicher Kontrollaufwand entsteht. 3
4 Rechtliche Grundlagen Kat-1 Material gem. Art. 8 VO (EG) Nr. 1069/2009 best. Stoffe, Umweltkontaminanten, Rückstände verbotener Stoffe, resp. deren Anwendung, SRM Kat-2 Material gem. Art. 9 VO (EG) Nr. 1069/2009 Höchstmengen-/Grenzwertüberschreitungen bei Stoffen oder Kontaminanten, Stoffe der VO (EG) Nr. 470/2009 und VO(EG) Nr. 37/2010 Bei Anzeichen für eine auf Mensch oder Tier übertragbare Krankheit (OIE-Seuche) Kat -3 Material gem. Art. 10 VO (EG) Nr. 1069/2009 Schlachtung im Schlachthof, amtl. Kontrolle SU = Schlachttauglichkeit, amtl. Kontrolle FU = Genussuntauglichkeit, TK und Teile des TK werden tauglich oder untauglich beurteilt, wenn keine Anzeichen für auf Mensch oder Tier übertragbare Krankheit vorliegt VO (EG) Nr. 854/2004 in Bezug zur VO EG (Nr.) 1069/2009 4
5 Schlachttauglichkeit Anlieferung Prüfung SU, LMKinfo, Identität Entladen Gülle Betäuben Entfernen der Doa`s, Kümmerer, kachektischer Tiere und Tiere mit Anzeichen übertragbarer KH Entbluten Blut Brühen, Rupfen, Köpfe ziehen Federn, Köpfe 5
6 Umhängen Füße in Warteschleife Genuss(un)tauglichkeit amtl. Kontrolle 1 Anzeichen von übertragbaren KH, degenerative KH, technisch bedingte Verwürfe, Kümmerer, usw. Evisceration techn. Verlust der Eingeweidepakete amtl. Kontrolle 2 Prüfung aller Eingeweidepakete: Anzeichen von übertragbaren KH, degenerative KH, technisch bedingte Verwürfe Evisceration von best. Restorganen und -Innereien, Trennung der Eingeweidepakete, Innereienverarbeitung Kühlung 6
11 Bewertung einzelner Vorgaben Lungen können gem. Art. 10 Buchst. a der VO EG (Nr.) 1069/2009 als Kat 3 eingestuft werden (schlacht-/genusstauglich, kommerziell nicht verwertbar). Lungenabsauger fördert nur noch Reste vor I-A- Wäscher. Technologische Weiterentwicklung, Lungen gelangen nicht in Sammelbehälter (contra NI-Erlass ) Weiterentwicklung des Schlachtprozesses bei der Gewinnung von Ständern als LM Kat 3 gem. Art. 10 b iii) der VO EG (Nr.) 1069/2009 gefüllte, d. h. nicht entleerte und nicht gereinigte Därme werden gem. Art. 10 b i) der VO EG (Nr.) 1069/2009 als Kat 3 eingestuft BMELV Erlass / Frage 22 Leitlinie der EK 2004, Magen-Darm-Inhalt dagegen als Kat. 2 gem. Art. 9 a) der VO EG (Nr.) 1069/
12 Zusammenfassung Die Risiken lassen sich für den Verbraucher aufgrund der standardisierten, hochtechnologisierten Geflügelschlachtung und der damit verbundenen optimalen Überwachung hinsichtlich der TNP- Gewinnung deutlich senken. Die Nutzbarkeit der TNP wird stetig verbessert und damit die Nachhaltigkeit erhöht. Nachteil der vollautomatisierten Anlagen ist die z.t. fehlende Möglichkeit, die Bänder entsprechend der Kategorie umzuleiten. Der personelle Aufwand und die amtliche Kontrolle korrelieren dann mit dem Grad der Entsorgung des entspr. Flockes, wenn das TNP unterschiedlich entsorgt werden muss. Die technologischen und wissenschaftlichen Erkenntnisse sollten rechtlich schneller angepasst werden. Cave: Einschränkung Art. 7 Abs. 3 der VO (EG) Nr. 1069/
13 Ich danke Ihnen sehr für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche uns eine anregende Diskussion! 13

References: Art. 8
 Art. 9
 Art. 10
 Art. 10
 Art. 10
 Art. 10
 Art. 9
 Art. 7