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Timestamp: 2019-06-17 14:06:41+00:00

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BFH, 10.11.2004 - II R 69/01 - dejure.org
https://dejure.org/2004,678
BFH, 10.11.2004 - II R 69/01 (https://dejure.org/2004,678)
BFH, Entscheidung vom 10.11.2004 - II R 69/01 (https://dejure.org/2004,678)
BFH, Entscheidung vom 10. November 2004 - II R 69/01 (https://dejure.org/2004,678)
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Nachweislast für niedrigen gemeinen Wert
Nachweislast für den niedrigeren gemeinen Wert
Erbschaftsteuer - Nachweis des gemeinen Werts durch Gutachter
Steuerpflichtiger als Träger der Nachweislast hinsichtlich eines niederen gemeinen Wertes eines Grundstücks; Gutachten des örtlich zuständigen Gutachterausschusses oder eines Sachverständigen für die Bewertung von Grundstücken als möglicher Nachweis durch Sachverständigengutachten
Zusammenfassung von "Der Verkehrswertnachweis bei der erbschaftsteuerlichen Immobilienbewertung - Anmerkung zum BFH-Urteil vom 10.11.2004 - II R 69/01 -" von Dipl.-Finanzwirt Dirk Eisele, original erschienen in: DStZ 2005, 338 - 341.
FG Rheinland-Pfalz, 24.07.2001 - 2 K 1704/00
BFHE 207, 352
NJW 2005, 1216 (Ls.)
BB 2005, 314 (Ls.)
DB 2005, 265 (Ls.)
BStBl II 2005, 259
§ 146 Abs. 7 BewG a.F. regelt nicht, wie der Nachweis eines niedrigeren gemeinen Werts zum maßgeblichen Bewertungsstichtag (Zeitpunkt der Entstehung der Steuer: § 9 des Erbschaftsteuergesetzes -ErbStG-) zu führen ist (BFH-Urteil vom 10. November 2004 II R 69/01, Bundessteuerblatt -BStBl- II 2005, 259).
33 Unter Berücksichtigung dieses Grundsatzes kann die Aussage des BFH, der Steuerpflichtige sei grundsätzlich frei in der Wahl, welches der zugelassenen Mittel zum Nachweis eines niedrigeren gemeinen Werts er wähle (vgl. Urteil vom 10. November 2004 II R 69/01, BStBl II 2005, 259), nicht dahingehend verstanden werden, dass es dem Finanzgericht beim Vorliegen sowohl eines vom Steuerpflichtigen beigebrachten Sachverständigengutachtens als auch eines zeitnahen Grundstückskaufvertrages versagt wäre, beide Beweismittel für seine Überzeugungsbildung heranzuziehen.
Er kann den Nachweis durch Sachverständigengutachten regelmäßig nur durch ein Gutachten des örtlich zuständigen Gutachterausschusses oder eines Sachverständigen für die Bewertung von Grundstücken führen (BFH-Urteil vom 10. November 2004 II R 69/01, BFHE 207, 352, BStBl II 2005, 259).
Damit träfe den Steuerpflichtigen im Ergebnis entgegen der gesetzlichen Wertung nicht mehr die Nachweislast, sondern allenfalls noch eine Darlegungs- und Feststellungslast (BFH-Urteil in BFHE 207, 352, BStBl II 2005, 259; Knobel in Viskorf/Knobel/Schuck/Wälzholz, Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz, Bewertungsgesetz, 4. Aufl., § 198 BewG Rz 7).
Der Kläger hat im zweiten Rechtsgang nochmals Gelegenheit zu einem ordnungsgemäßen Nachweis eines niedrigeren gemeinen Werts der ihm übertragenen Miteigentumsanteile (vgl. BFHE 207, 352, BStBl II 2005, 259).
BFH, 11.05.2005 - II R 21/02
Bedarfsbewertung und Mindestwert nach § 146 Abs.6 BewG: Abweichung vom …
Vor dem Hintergrund der jeder Grundstücksbewertung innewohnenden Unsicherheiten und der Tatsache, dass mit den Bodenrichtwerten auf der Basis von Verkaufsfällen eine anerkannt objektive Bewertungsgrundlage vorgegeben wird, ist es im Rahmen eines typisierenden Bewertungsverfahrens nicht zu beanstanden, dass dem Steuerpflichtigen die Nachweislast für einen niedrigeren gemeinen Wert des Grundstücks insgesamt aufgebürdet wird (Beschluss des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 27. Oktober 2004 II B 129/03, BFH/NV 2005, 507 sowie BFH-Urteil vom 10. November 2004 II R 69/01, BFHE 207, 352, BStBl II 2005, 259) und bloße Einwendungen gegen den Bodenrichtwert nicht ausreichen.
Die Nachweislast hierfür obliegt gemäß § 145 Abs. 3 Satz 3 BewG dem Steuerpflichtigen (BFH-Urteil in BFHE 207, 352, BStBl II 2005, 259).
Für die Klägerin bestand auf Grund der Rechtsauffassung des FG bislang keine Veranlassung, einen niedrigeren gemeinen Wert des Grundstücks gemäß § 146 Abs. 6 i.V.m. § 145 Abs. 3 Satz 3 BewG nachzuweisen (vgl. BFH-Urteil in BFHE 207, 352, BStBl II 2005, 259).
Das ist bei Grundstücken regelmäßig der Verkehrswert (BFH-Urteil vom 10. November 2004 II R 69/01, BFHE 207, 352, BStBl II 2005, 259, m.w.N.).
Ob das Gutachten den geforderten Nachweis erbringt, unterliegt der freien Beweiswürdigung des FA und ggf. der Gerichte (Urteil des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 10. November 2004 II R 69/01, BFHE 207, 352, BStBl II 2005, 259).
Für jedes der zum Nachweis gewählten Mittel gilt, dass es grundsätzlich der freien Beweiswürdigung des Gerichts unterliegt (BFH-Urteil vom 10. November 2004 II R 69/01, BFHE 207, 352, BStBl II 2005, 259 und BFH-Beschluss vom 31. August 2006 II B 115/05, BFH/NV 2007, 11).
Dem ist sowohl die Rechtsprechung (vgl. BFH-Urteil vom 10. November 2004 II R 69/01, BFHE 207, 352, BStBl II 2005, 259) als auch die Finanzverwaltung (vgl. R B 198 Abs. 3 Satz 1, Abs. 4 Satz 1 der Hinweise zum ErbStG 2013) gefolgt.
Er kann einen Nachweis durch Sachverständigengutachten regelmäßig nur durch ein Gutachten des örtlich zuständigen Gutachterausschusses oder eines Sachverständigen für die Bewertung von Grundstücken führen (zu § 146 Abs. 7 BewG a.F. BFH-Urteil vom 10. November 2004 II R 69/01, BFHE 207, 352, BStBl II 2005, 259).
Ein solches Gutachten unterliegt der freien Beweiswürdigung des Finanzamts und des Gerichts (…Halaczinsky in Rössler/Troll, BewG, § 198 Rn. 21;… BFH-Beschluss vom 25.11.2010 II B 3/10, BFH/NV 2011, 415; BFH-Urteile vom 05.05.2010 II R 25/09, BStBl. II 2011, 203, und vom 10.11.2004 II R 69/01, BStBl. II 2005, 259).
FG Hessen, 10.01.2008 - 3 K 3229/06
Feststellung des Grundbesitzwerts für Zwecke der Erbschaftsteuer - Ermittlung der …

References: § 146
 § 9
 § 198
 § 146
 § 145
 § 146
 § 145
 § 146
 § 198