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Timestamp: 2018-01-16 21:35:33+00:00

Document:
Universität Halle - Amtsblatt 2003, Nr. 8 vom 16. Dezember 2003
13. Jahrgang, Nr. 8 vom 16. Dezember 2003, S. 30
Studienordnung für den Studiengang Werkstoffwissenschaft
am Fachbereich Ingenieurwissenschaften
vom 31.03.2003
Aufgrund des § 11 Abs. 1 sowie der §§ 77 Abs. 3 Nr. 11 und 88 Abs. 2 Nr. 1 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt (HSG LSA) in der Fassung vom 1. Juli 1998 (GVBl. LSA S. 300), zuletzt geändert durch Anlage laufende Nummer 219 zum Vierten Rechtsbereinigungsgesetz vom 19. März 2002 (GVBl. LSA S. 130) hat die Martin-Luther-Universität Halle–Wittenberg die folgende Studienordnung für den Studiengang Werkstoffwissenschaft am Fachbereich Ingenieurwissenschaften an der Martin-Luther-Universität Halle–Wittenberg erlassen.
§ 2 Studienvoraussetzungen und Studienbeginn
§ 3 Studienziel
§ 4 Regelstudienzeit und Aufbau des Studiums
Anlage 1: Modellstudienplan für den Studiengang Werkstoffwissenschaft
Anlage 2: Ordnung für die berufspraktische Ausbildung im Studiengang Werkstoffwissenschaft - Praktikumsordnung -
Diese Studienordnung regelt auf der Grundlage der Diplomprüfungsordnung vom 31.03.2003 (ABl. 2003, Nr. 5, S. 35) Ziel, Inhalt und Aufbau des Studiums im Studiengang Werkstoffwissenschaft mit den Vertiefungen "Werkstofftechnik", "Kunststofftechnik" und "Medizinische Materialien" am Fachbereich Ingenieurwissenschaften der Martin-Luther-Universität Halle–Wittenberg.
(1) Voraussetzung ist das Zeugnis der allgemeinen oder fachgebundenen Hochschulreife oder eine gemäß § 34 Abs. 2 und 5 HSG LSA anerkannte Hochschulzugangsberechtigung.
(2) Der reguläre Studienbeginn liegt im Wintersemester.
Regelstudienzeit und Aufbau des Studiums
(2) Dem Studienaufbau liegt ein grobmodulares Konzept (4 Module mit Submodulen) zugrunde:
Modul 2: Vertiefung ingenieurwissenschaftlicher Grundlagen (4. + 5. Semester)
Modul 4: Diplomarbeit (9. Semester)
das Grundstudium, das mit der Diplom-Vorprüfung abgeschlossen wird, mit Lehrveranstaltungen über 4 Semester
(1. - 4. Semester)
das Hauptstudium, das mit der Diplomprüfung abgeschlossen wird, mit Lehrveranstaltungen über 4 Semester
sowie einem Semester für die Diplomarbeit
(5. - 9. Semester)
(3) Das Lehrangebot erstreckt sich über acht Semester und umfasst Lehrveranstaltungen im Gesamtumfang von 170 Semesterwochenstunden (SWS). Davon entfallen auf das Grundstudium 98, auf das Hauptstudium 72 Semesterwochenstunden.
(1) Im Modul 1 werden neben natur- und ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen bereits fachspezifische Grundlagen vermittelt, im Modul 2 erfolgt eine studiengangsspezifische Vertiefung der Grundlagen. Die Module 3 und 4 vermitteln die für die spätere Berufstätigkeit erforderlichen spezifischen Kenntnisse. Neben der Absolvierung von Pflichtfächern haben die Studierenden die Möglichkeit, Wahlpflichtfächer zu belegen, die ihren spezifischen Interessen und den Erfordernissen einer späteren beruflichen Tätigkeit entsprechen. In diesem Studienabschnitt sollen sich die Studierenden verstärkt auf selbständiges wissenschaftliches Arbeiten konzentrieren. Diesem Anliegen entsprechen insbesondere
zwei Studienarbeiten mit einem Bearbeitungsumfang von jeweils ca. 300 Stunden und
(2) Eine hinreichende Breite der Ausbildung ist dadurch zu gewährleisten, dass beide Studienarbeiten und die Diplomarbeit durch mindestens zwei verschiedene Themenstellerinnen und Themensteller betreut werden sollen.
(3) Lehrfächer und Stundenaufteilung
Lehrfach SWS
(gesamt) davon
V/Ü/Pr Abschluss
Mathematik 18 12/6/0 P
Informatik 6 3/3/0 L
Physik 8 5/1/2 P
Chemie 8 8/0/0 P
Technische Mechanik 8 4/4/0 P
Werkstoffkunde 6 3/3/0 L
Konstruktionslehre 4 2/2/0 L
Elektrotechnik 6 3/2/1 P
Grundlagen der Technischen Thermodynamik 3 2/1/0 L
Fachspezifische Wahlpflichtfächer 10 variabel L
Studiengangsspezifische Vertiefung 21 variabel
Summe Grundstudium: 98
Fachspezifische Wahlpflichtfächer (es sind 10 SWS zu wählen)
Zellbiologie 2 2/0/0 L
Mikrobiologie 2 2/0/0 L
Biochemie 6 4/2/0 L
Praktikum Chemie 2 0/0/2 L
Umweltschutz für Ingenieure 6 4/2/0 L
Grundkurs Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik 2 2/0/0 L
Übungen Physik 2 0/2/0 L
Praktikum Werkstoffkunde 2 0/0/2 L
Grundlagen der Werkstoffwissenschaft 4 3/1/0 P
Werkstoffprüfung 4 4/0/0 P
Struktur und Gefüge / Mikroskopie 5 3/0/2 P
Oberflächencharakterisierung 2 2/0/0 L
Metallische Werkstoffe 3 2/1/0 P
Messtechnik 3 2/1/0 L
Grundlagen der Strömungsmechanik und Rheologie 3 2/1/0 L
Werkstoffmechanik 4 3/1/0 P
Praktikum Werkstoffcharakterisierung 8 0/0/8 L
Anorganisch-nichtmetallische Werkstoffe 3 2/1/0 P
Polymere Werkstoffe 3 2/1/0 P
Einführung in die Fertigungstechnik 3 2/1/0 L
Verbundwerkstoffe 1 1/0/0 L
Mechanik der Verbunde 3 2/1/0 P
Korrosion / Korrosionsschutz 3 2/0/1 P
Grundlagen der Qualitätssicherung 2 2/0/0 L
Werkstoff-Praktikum 3 0/0/3 L
Einführung in die Betriebswirtschaftslehre 2 2/0/0 L
Spezielle Gebiete der Naturwissenschaften 4 variabel L
Vertiefungsfächer (Submodule) 24 variabel P
Wahlpflichtfächer 6 variabel L
Summe Hauptstudium 72
Spezielle Gebiete der Naturwissenschaften (es sind 4 SWS zu wählen)
Elektrochemie 2 2/0/0 L
Festkörperthermodynamik 2 2/0/0 L
Chemie der Kunststoffe 2 2/0/0 L
Physik der Kunststoffe 2 2/0/0 L
Biochemie 2 2/0/0 L
Biophysik 2 2/0/0 L
Zellbiologie und mikroskopische Anatomie 4 2/0/2 L
Vertiefungsfächer (Submodule) beinhalten Vorlesungen, Übungen und Praktika aus den folgenden Gebieten im Umfang von jeweils 8 SWS, die jeweils mit einer Teilprüfung abgeschlossen werden (wobei sich die Fachnote aus dem arithmetischen Mittel der Teilprüfungen ergibt):
A: Technologie der Anorganisch-nichtmetallischen Werkstoffe
Mikrostrukturelles Werkstoffdesign
B: Kunststoffkunde
C: Werkstoffe in der Medizin
Die Veranstaltungen, die in den Fächergruppen A, B und C wählbar sind, werden im Vorlesungsverzeichnis ausgewiesen.
Es sind drei Vertiefungsfächer (Submodule) zu wählen. Durch entsprechende Wahl sind folgende Vertiefungen möglich:
Vertiefung Werkstofftechnik
zwei Vertiefungsfächer der Gruppe A
ein Vertiefungsfach aus Gruppe A, B oder C
Vertiefung Kunststofftechnik
zwei Vertiefungsfächer der Gruppe B
Vertiefung Medizinische Materialien
zwei Vertiefungsfächer der Gruppe C
Wahlpflichtfächer (es sind insgesamt 6 SWS zu wählen)
Höhere Technische Mechanik,
Struktur und Mikromechanik der Polymere,
Spezielle Anorganisch-nichtmetallische Werkstoffe,
Elektronenmikroskopie,
Spezielle Methoden der Werkstoffdiagnostik,
Heterogene Polymere,
Kunststoffrecycling,
CAD in der Kunststofftechnik,
Schadensfallanalyse,
Spezielle Kapitel der Strömungsmechanik,
Biomedizinische Informationssysteme,
Praktikum Biophysik,
Nicht belegte Einzellehrveranstaltungen der Vertiefungsfächer.
SWS = Semesterwochenstunden (Verteilungsplan der SWS in der Anlage 1)
L = Leistungsnachweis (erfolgreiche Teilnahme)
(4) Es wird von jeder Studentin bzw. von jedem Studenten erwartet, dass sie bzw. er sich eigenverantwortlich fachsprachliche Kenntnisse zumindest in Englisch aneignet.
(5) Für die Fachabschlüsse sowie für die Bearbeitung und Bewertung der Studienarbeiten und der Diplomarbeit gilt die Diplomprüfungsordnung des Fachbereiches.
(6) Über die bestandene Diplom-Vorprüfung wird ein Zeugnis ausgestellt.
(1) Für das Studium im Studiengang Werkstoffwissenschaft sind insgesamt 20 Wochen berufspraktischer Tätigkeit erforderlich, die studienbegleitend in Form eines Industrie- bzw. Betriebspraktikums als Grund- und Fachpraktikum zu absolvieren sind. Die Praktikantin bzw. der Praktikant führt eigenverantwortlich mit der sie bzw. ihn beschäftigenden Einrichtung Absprachen zur Durchführung des Praktikums.
(2) Das Grundpraktikum beträgt mindestens 8, maximal 12 Wochen und ist spätestens bis zur Diplom-Vorprüfung nachzuweisen. Es wird empfohlen, das Grundpraktikum möglichst vor Studienbeginn abzuleisten (Vorpraktikum).
(3) Das Fachpraktikum beträgt mindestens 8, maximal 12 Wochen und ist in der Regel nach der Diplom-Vorprüfung zu absolvieren.
(4) Berufspraktische Tätigkeiten vor Aufnahme des Studiums können mit insgesamt bis zu 12 Wochen angerechnet werden.
(5) Die Studierenden sollten im Hinblick auf die Einhaltung der Regelstudienzeit das Fachpraktikum in Blöcken von 4 - 6 Wochen in der vorlesungsfreien Zeit zwischen den Semestern absolvieren.
Das gesamte Fachpraktikum ist bis zum Beginn der Diplomarbeit nachzuweisen.
(6) Die Anerkennung abgeleisteter Industriepraktika erfolgt durch das Praktikantenamt des Fachbereiches Ingenieurwissenschaften.
Weitere Informationen zu Inhalt und Organisation des Industriepraktikums sind der "Ordnung für die berufspraktische Ausbildung im Studiengang Werkstoffwissenschaft" in der Anlage 2 zu entnehmen.
(7) Wird das Fachpraktikum bzw. Teile davon mit einer Studienarbeit gekoppelt, ersetzt die von der Betreuerin bzw. dem Betreuer anerkannte Studienarbeit den Praktikumsbericht. Die Zeiten für die beiden Tätigkeiten müssen jedoch eindeutig getrennt ausgewiesen werden. Das Prüfungs- und Praktikantenamt des Fachbereiches erhält darüber von der Betreuerin bzw. von dem Betreuer einen schriftlichen Bescheid.
(2) Mit der studienbegleitenden Fachberatung sollen die Studierenden insbesondere in Fragen der Studiengestaltung, der Studienmethodik und der Wahl der Fächer, der Studienarbeiten und zur Wahl der Diplomthemenstellung unterstützt werden.
(1) Diese Studienordnung tritt am 01.10.2003 in Kraft und gilt für alle Studierenden, die ab Wintersemester 2003/2004 im Studiengang Werkstoffwissenschaft an der Martin-Luther-Universität Halle–Wittenberg eingeschrieben worden sind.
(2) Für Studierende, die zum Wintersemester 2003/2004 das vierte Fachsemester beginnen, gilt die Studienordnung für den Studiengang Werkstoffwissenschaft vom 15.02.1999 (ABl. 2000, Nr. 2, S. 20) bzw. die Studienordnung für den Studiengang Biomedizinische Materialien vom 16.11.1998 (ABl. 2000, Nr. 2, S. 40).
(3) Für Studierende, die zum Wintersemester 2003/2004 das höchstens dritte Fachsemester beginnen, gilt die Studienordnung für den Studiengang Werkstoffwissenschaft vom 31.03.2003.
(4) Gleichzeitig treten die Studienordnungen Werkstoffwissenschaft vom 15.02.1999 bzw. Biomedizinische Materialien vom 16.11.1998 vorbehaltlich § 8 Abs. 2 außer Kraft.
Halle (Saale), 17. Juni 2003
Vom Akademischen Senat am 11.06.2003 beschlossen und vom Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt am 15.08.2003 zur Kenntnis genommen.
Lehrgebiete der Diplom-Vorprüfung
Lehrgebiet SWS Semester
Mathematik 18 5 P 5 P 4 P 4 P
Informatik 6 6 L - - -
Physik 8 4 2 2 P -
Chemie 8 3 P 3 P 2 P -
Technische Mechanik 8 4 4 P - -
Werkstoffkunde 6 - 4 2 L -
Konstruktionslehre 4 - - 4 L -
Elektrotechnik 6 - 4 2 P -
Grundlagen der Technischen Thermodynamik 3 - - 3 L -
Fachspezifische Wahlpflichtfächer 10 3 3 4 L -
Studiengangsspezifische Vertiefung 21 - - - 21
Summe: 98 25 25 23 25
Fachspezifische Wahlpflichtfächer
(wahlweise 10 SWS)
Zellbiologie 2 2 L - - -
Mikrobiologie 2 - 2 L - -
Biochemie 6 - - 6 L -
Praktikum Chemie 2 - - 2 L -
Umweltschutz für Ingenieure 6 3 3 L - -
Grundkurs Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik 2 - - 2 L -
Übungen Physik 2 - 1 1 L -
Praktikum Werkstoffkunde 2 - - 2 L -
Grundlagen der Werkstoffwissenschaft 4 - - - 4 P
Werkstoffprüfung 4 - - - 4 P
Struktur und Gefüge / Mikroskopie 5 - - - 5 P
Oberflächencharakterisierung 2 - - - 2 L
Metallische Werkstoffe 3 - - - 3 P
Messtechnik 3 - - - 3 L
Modul 2 Modul 3
Grundlagen der Strömungsmechanik und Rheologie 3 3 L - - -
Werkstoffmechanik 4 4 P - - -
Praktikum Werkstoffcharakterisierung 8 8 L - - -
Anorganisch-nichtmetallische Werkstoffe 3 3 P - - -
Polymere Werkstoffe 3 3 P - - -
Einführung in die Fertigungstechnik 3 3 L - - -
Verbundwerkstoffe 1 - 1 L - -
Mechanik der Verbunde 3 - - 2 1 P
Korrosion / Korrosionsschutz 3 - - 2 1 P
Grundlagen der Qualitätssicherung 2 - 2 L - -
Werkstoff-Praktikum 3 - 3 L - -
Einführung in die Betriebswirtschaftslehre 2 - - 2 L -
Spezielle Gebiete der Naturwissenschaften 4 - 4 L - -
Vertiefungsfächer 24 - 6 10 8 P
Wahlpflichtfächer 6 - - 2 4 L
Summe: 72 24 16 18 14
Spezielle Gebiete der Naturwissenschaften (zu wählen sind 4 SWS)
Festkörperthermodynamik
Zellbiologie und mikroskopische Anatomie
Vertiefungsfächer beinhalten Vorlesungen, Übungen und Praktika aus den folgenden Gebieten im Umfang von jeweils 8 SWS, die jeweils mit einer Teilprüfung abgeschlossen werden (wobei sich die Fachnote aus dem arithmetischen Mittel der Teilprüfungen ergibt):
Es sind drei Vertiefungsfächer zu wählen. Durch entsprechende Wahl sind folgende Vertiefungen möglich:
Zwei Studienarbeiten im Hauptstudium;
Diplomarbeit im 9. Semester;
In Lehrgebieten, die Praktika beinhalten, ist die erfolgreiche Teilnahme an diesen Praktika Zulassungsvoraussetzung zur Prüfung in dem entsprechenden Lehrgebiet;
Berufspraktische Ausbildung (Industrie- bzw. Betriebspraktikum) mit insgesamt 20 Wochen Dauer (wovon das Grundpraktikum von mindestens 8, maximal 12 Wochen Dauer bereits vor Studienbeginn abgeleistet werden kann).
(1) Die praktische Ausbildung in Industriebetrieben fördert entscheidend das Verständnis berufspraktischer Abläufe. Als wichtige Voraussetzung für ein erfolgreiches Studium im Hinblick auf die spätere berufliche Tätigkeit ist sie ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung.
(2) In der Studienvorbereitung sollen die künftigen Studierenden die wichtigsten charakteristischen Produkte des jeweiligen Betriebes mit ihren wesentlichsten Gebrauchswerteigenschaften sowie die Methoden, Verfahren und Ausrüstungen zu ihrer Herstellung kennenlernen.
(3) Im Verlauf des Studiums soll das Praktikum die erworbenen theoretischen Kenntnisse ergänzen und in ihrem Praxisbezug vertiefen.
2. Dauer und Inhalte der berufspraktischen Ausbildung
Die berufspraktische Ausbildung beträgt insgesamt 20 Wochen, ist in Form eines Industrie- bzw. Betriebspraktikums zu absolvieren und und gliedert sich in das Grundpraktikum und das Fachpraktikum.
(1) Das Grundpraktikum beträgt mindestens 8, maximal 12 Wochen und ist spätestens bis zur Diplom-Vorprüfung nachzuweisen. Es wird empfohlen, das Grundpraktikum möglichst vor Studienbeginn abzuleisten. Die ununterbrochene Tätigkeitsdauer in einem Unternehmen sollte mindestens 3 Wochen betragen.
(2) Die Studienbewerberinnen und Studienbewerber bzw. die Studierenden niederer Semester erhalten durch die Tätigkeit in der industriellen Praxis einen Einblick in wichtige Gebiete der späteren Berufswelt
manuelle und maschinelle Bearbeitung von metallischen und nichtmetallischen Werkstoffen;
Kennenlernen der Charakterisierung von Werkstoffen; Kennenlernen von Verfahren der Werkstoffprüfung und -diagnostik sowie zur Strukturaufklärung;
Kennenlernen der Arbeitsprinzipien sowie einiger wichtiger Analysenverfahren und -geräte zur Charakterisierung und Prüfung von Werkstoffen; Kennenlernen des technologischen Aufbaus, der prozesstechnischen Zusammenhänge und des Betriebes von kompletten Apparaten und Anlagen in Laboratorien; Mitarbeit beim Aufbau oder Betreiben von Laboranlagen;
(1) Das Fachpraktikum beträgt mindestens 8, maximal 12 Wochen. Es kann in Blöcken von 4 - 6 Wochen in der vorlesungsfreien Zeit zwischen den Semestern in der Regel nach bestandener Diplom-Vorprüfung absolviert werden und ist bis zum Beginn der Diplomarbeit nachzuweisen.
(3) Im Fachpraktikum erhalten die Studentinnen und Studenten einen Überblick über die industriellen Tätigkeitsbereiche des späteren Berufslebens. Sie erwerben Fertigkeiten auf studiengangsbezogenen Teilgebieten, werden an betriebsorganisatorische und betriebswirtschaftliche Probleme herangeführt und erhalten die Möglichkeit, das gewünschte spätere Einsatzgebiet sachkundiger zu beurteilen. Darüber hinaus wird der Einblick in das Unternehmensmanagement und die sozialen Probleme der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vertieft.
(4) Die Praktikantin bzw. der Praktikant kann das Fachpraktikum weitgehend individuell gestalten, wobei die nachfolgend genannten typischen Arbeitsgebiete besonders empfohlen werden:
Technische Verfahren der Werkstofferzeugung, -be- und -verarbeitung, technologische Abläufe und Verfahrensschritte der Metallverarbeitung oder glastechnischer und keramischer Produktionsverfahren,
Tätigkeit in chemischen, biochemischen, biotechnologischen und mikrobiologischen Laboratorien bzw. Technika,
Tätigkeit in Konstruktions- und Entwicklungsabteilungen,
Tätigkeiten in Einrichtungen, die sich mit der Be- und Verarbeitung medizinischer Materialien beschäftigen (z. B. Dentallabore, orthopädische und optische Werkstätten usw.),
Wartung und Einsatzvorbereitung von Geräten der Mess- und Automatisierungstechnik sowie der Medizintechnik,
(2) Für das Praktikum kommt jeder Betrieb infrage, der die Ausübung der vorgesehenen Tätigkeiten ermöglicht.
(4) Hinweise über geeignete Ausbildungsbetriebe geben
(5) Das Praktikantenverhältnis wird durch Abschluss eines Ausbildungsvertrages zwischen dem Ausbildungsbetrieb und der Praktikantin bzw. dem Praktikanten begründet.
Im Ausbildungsvertrag (Praktikantenvertrag) sind alle Rechte und Pflichten der Praktikantin bzw. des Praktikanten und des Ausbildungsbetriebes festgelegt.
(1) Es liegt auch im Interesse der Industrie, die Studentinnen und Studenten während ihrer Ausbildungszeit zu fördern und ihnen eine vielseitige und lehrreiche Praktikantentätigkeit zu ermöglichen. Die Betreuung sollte in der Regel von einer Ausbilderin bzw. einem Ausbilder (möglichst Meisterin bzw. Meister oder Ingenieurin bzw. Ingenieur) übernommen werden, die bzw. der entsprechend den Ausbildungsmöglichkeiten des Betriebes und unter Berücksichtigung dieser Praktikumsordnung für eine sinnvolle Ausbildung sorgt.
(2) Hochschulpraktikantinnen und Hochschulpraktikanten sind nicht berufsschulpflichtig. Eine freiwillige Teilnahme an Kursen bzw. Unterricht nach der Arbeitszeit ist zulässig und zu empfehlen.
(1) Die Praktikantinnen und Praktikanten haben sowohl während des Grund- als auch des Fachpraktikums über ihre Tätigkeit einen Arbeitsbericht zu führen und nach Beendigung des Praktikums dem Praktikantenamt vorzulegen (siehe Punkt 7.).
im Grundpraktikum
(2) Der Praktikantenbescheinigung ist der Arbeitsbericht gemäß Punkt 6. als Anhang beizufügen.
(3) Die Anerkennung des Industriepraktikums erfolgt durch die Leiterin bzw. den Leiter des Praktikantenamtes am Fachbereich Ingenieurwissenschaften. Sie bzw. er entscheidet (unter Umständen nach Rücksprache mit der fachlich zuständigen Professorin bzw. dem fachlich zuständigen Professor), inwieweit die praktische Tätigkeit den Richtlinien entspricht, das heißt ob und in welchem Umfang sie als Praktikum akzeptiert wird (siehe auch Punkt 3).
(5) Es können zusätzliche Ausbildungswochen vorgeschrieben werden, wenn Prakikantenbescheinigungen und Berichte eine ausreichende Durchführung des Praktikums nicht erkennen lassen. Ausfallzeiten durch Krankheit oder sonstige Abwesenheit sind nachzuholen. Feiertage gelten nicht als Fehltage.
(2) Die Bescheinigung des Betriebes über das Praktikum ist in deutscher oder englischer Sprache oder in amtlich beglaubigter deutscher Übersetzung vorzulegen.
Der Arbeitsbericht ist in deutscher Sprache abzufassen; im Ausnahmefall ist auch ein englischsprachiger Bericht zulässig.
(4) Wird kein Arbeitsentgelt gezahlt, besteht ebenfalls Arbeitslosenversicherungspflicht, deren Beiträge jedoch vom Arbeitgeber übernommen werden.
Krankenversicherungspflicht über das Beschäftigungsverhältnis liegt dann vor, wenn kein anderweitiger Versicherungsschutz, z. B. über die Eltern, besteht.
Genaue Auskunft sollte bei der zuständigen Krankenkasse eingeholt werden.
(5) Die Praktikantin bzw. der Praktikant sollte beachten, dass die oben genannten Versicherungen keine Haftpflichtversicherung beinhalten. Die Martin-Luther-Universität Halle–Wittenberg haftet nicht für Schäden, die die Praktikantin bzw. der Praktikant während ihrer bzw. seiner Praktikantentätigkeit verursacht.
(8) Eine Unfallversicherung während des Praktikums besteht für eingeschriebene Studierende der Martin-Luther-Universität Halle–Wittenberg bei der zuständigen Berufsgenossenschaft für das Unternehmen.
Bei Erkrankungen steht der Krankheit der Praktikantin bzw. des Praktikanten die Krankheit eines von ihr bzw. ihm überwiegend allein zu versorgenden Kindes gleich.

References: § 11

§ 2

§ 3

§ 4
 § 34
 § 8