Source: https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-2124.html
Timestamp: 2018-12-15 11:24:33+00:00

Document:
04.12.2018 - 21.02.2018
Richtlinie zur Förderung von Entwicklung und Etablierung der Auftragsforschung in afrikanischen Innovationssystemen, Bundesanzeiger vom 04.12.2018
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) verfolgt mit seiner Afrika-Strategie das Ziel, die Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft zu stärken, um die Anwendungsorientierung der Forschung und die Verwertung von Forschungsergebnissen zu steigern und damit die wirtschaftliche Entwicklung in Afrika zu unterstützen. Gleichzeitig sollen für die deutsche Wirtschaft neue Möglichkeiten geschaffen werden, ihre Handels- und Investitionsbeziehungen auszubauen. Es ist geplant, die Kompetenzen der Akteure des Wissensdreiecks aus Bildung, Forschung und Innovation auf regionaler Ebene zu bündeln und so zur Entwicklung einzelner Regionen in afrikanischen Partnerländern beizutragen. Die Wertschöpfung soll direkt vor Ort erfolgen.
Im diesem Rahmen ist beabsichtigt, mit dieser Fördermaßnahme Projekte zur Entwicklung und Etablierung der Auftragsforschung in afrikanischen Innovationssystemen zu fördern.
Die Kooperation mit afrikanischen Ländern soll verstärkt auf Innovation und Verwertung ausgerichtet werden. Durch die Stärkung der bislang noch eher schwach ausgeprägten Zusammenarbeit zwischen Universitäten/Forschungsinstituten und Unternehmen in den afrikanischen Ländern sollen diese dabei unterstützt werden, Rahmenbedingungen für eine bessere wirtschaftliche Entwicklung in den Regionen zu schaffen.
Die Fördermaßnahme setzt auf verschiedenen Ebenen an. Zum einen können Projekte gefördert werden, welche die Voraussetzungen für Wissenschaft-Unternehmenskooperationen durch Kapazitätsentwicklung an afrikanischen Universitäten, Forschungszentren sowie auch Unternehmen verbessern.
Darüber hinaus können auch Kooperationsprojekte gefördert werden, in denen deutsche und afrikanische Partner im Tandem unentgeltliche „Auftragsforschung“ für afrikanische Unternehmen durchführen, um sich dem Instrument der Auftragsforschung, seinen Stärken und seinem Nutzen für die wirtschaftliche Entwicklung anzunähern. Eine Begleitmaßnahme soll die geförderten Projekte bei der Vernetzung unterstützen, Synergien erschließen, Umsetzungsergebnisse analysieren und Empfehlungen erarbeiten.
Die Fördermaßnahme erfolgt im Rahmen der Strategie der Bundesregierung zur Internationalisierung von Wissenschaft und Forschung, des Aktionsplans des BMBF „Internationale Kooperation“ sowie der Afrika-Strategie des BMBF.
Es werden Forschungsprojekte (bilateral oder als Verbundprojekte) gefördert, die entsprechend des oben beschriebenen Zuwendungszwecks eine hohe Praxisrelevanz sowie folgende Schwerpunkte aufweisen:
Projekte zur Kapazitätsentwicklung in der Wissenschaft-Unternehmenskooperation an afrikanischen Universitäten und Forschungszentren sowie Unternehmen
In diesen Projekten soll der Aufbau von Technologie-Transfer-Strukturen an afrikanischen Universitäten und Forschungszentren vor allem in folgenden Bereichen unterstützt werden:
Technologie-Scouting,
Proaktive Interaktion mit Unternehmen,
Kommerzialisierungsprozesse (Schutzrechte, Lizensierung/Patentierung, Identifikation eines gewerblichen Partners),
Beratung und Support für Verhandlungen und Netzwerkaufbau,
Des Weiteren können Komponenten für Training und Coaching von Wissenschaftlerinnen/Wissenschaftler (im train-the-trainer-Prinzip) gefördert werden:
Professionalisierung und Kooperationsbefähigung,
Projektmanagement und Durchführung von Auftragsforschung für Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft,
Verwertung von Forschungsergebnissen,
Wissenschaftsmarketing,
Aufbau von persönlichen und institutionellen Netzwerken,
Wissenschafts- und Transfermanagement.
Eenso kann die Unterstützung bei Strategieprozessen an afrikanischen Universitäten und Forschungszentren sowie Unternehmen Teil dieser Projekte sein, insbesondere zur
Identifizierung innovativer Wertschöpfungsketten und des entsprechenden Forschungsbedarfs,
Durchführung von „technology road map“-Prozessen.
Projekte der gemeinsamen Auftragsforschung für afrikanische Unternehmen
Dort wo bereits entsprechende Strukturen und Kooperationen vorhanden sind, können deutsche und afrikanische Universitäten oder Forschungsinstitute (gegebenenfalls auch in Kooperation mit deutschen Unternehmen) in Tandemprojekten Auftragsforschung für afrikanische Unternehmen durchführen.
Im Zentrum des Projekts sollen anwendungsorientierte gemeinsame Forschungsarbeiten zur Lösung eines technologischen Problems eines oder mehrerer afrikanischer Unternehmen stehen. Darüber hinaus können auch Maßnahmen gefördert werden, die die Kapazitäten der afrikanischen Universitäten oder Forschungsinstitute stärken und Berücksichtigung erforderlicher (Industrie-)Standards und -Arbeitsverfahren vermitteln, um eigenständig Auftragsforschung für Unternehmen durchzuführen.
Begleitmaßnahme
Im Rahmen der Fördermaßnahme soll ein wissenschaftliches Begleitvorhaben gefördert werden. Das Begleitvorhaben soll die Übertragbarkeit von Ergebnissen/Instrumenten/Lösungsansätzen aus den in den Kategorien A und B geförderten Kapazitäts- und Auftragsforschungsvorhaben prüfen, Umsetzungserfahrungen aufnehmen und bewerten, sowie Synergien zwischen den Verbundprojekten erschließen und deren Vernetzung unterstützen. Hierdurch sollen sie zur Erhöhung der Wirksamkeit der Fördermaßnahme beitragen.
Antragsberechtigt sind Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und andere Institutionen, die Forschungsbeiträge liefern, sowie Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft − insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Zum Zeitpunkt der Auszahlung einer gewährten Zuwendung wird das Vorhandensein einer Betriebsstätte oder Niederlassung (Unternehmen) bzw. einer sonstigen Einrichtung, die der Tätigkeit des Zuwendungsempfängers dient (Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen oder andere Institutionen, die Forschungsbeiträge ­liefern) in Deutschland verlangt.
Im Rahmen dieser Förderrichtlinie ist die teilweise Weiterleitung der Zuwendung durch den Zuwendungsempfänger an einen weiteren Zuwendungsempfänger (Letzt-Zuwendungsempfänger) gemäß Nummer 12 VV zu § 44 BHO (VV Nummer 12 zu § 44 BHO) vorgesehen.
KMU oder „KMU“ im Sinne dieser Förderrichtlinie sind Unternehmen, die die Voraussetzungen der KMU-Definition der EU erfüllen (vgl. Anhang I der AGVO bzw. Empfehlung der Kommission vom 6. Mai 2003 betreffend die Definition der Kleinstunternehmen sowie der KMU, bekannt gegeben unter Aktenzeichen K (2003) 1422 (2003/361/EG)): http://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:32003H0361&from=DE].
Der Zuwendungsempfänger erklärt gegenüber der Bewilligungsbehörde seine Einstufung gemäß Anhang I der AGVO.
Für Maßnahmen der Kategorien A und C (siehe Nummer 2) gilt:
Die Projektskizze muss von dem deutschen Antragsteller gemeinsam mit mindestens einem Kooperationspartner aus einem afrikanischen Land eingereicht werden.
Für Maßnahmen der Kategorie B gilt:
Die Projektskizze muss von dem deutschen Antragsteller gemeinsam mit mindestens zwei Kooperationspartnern aus afrikanischen Ländern eingereicht werden. Von afrikanischer Seite müssen mindestens eine Universität oder ein außeruniversitäres Forschungsinstitut sowie ein Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft beteiligt sein.
Im Sinne von Qualität in der Wissenschaft ist dem BMBF die Förderung von Geschlechtergerechtigkeit in den Wissenschaften ein besonderes Anliegen. Projektskizzen, die einen Beitrag Umsetzung des Ziels 5 der Agenda 2030 der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung: „Geschlechtergleichstellung erreichen und alle Frauen und Mädchen zur Selbstbestimmung befähigen“ leisten. Diese werden daher besonders begrüßt.
Grundsätzlich können sich auch internationale Forschungsinstitute mit Sitz in Afrika beteiligen.
Die Teilnahme weiterer Partner an dem Vorhaben ist möglich, sofern dies von Vorteil für das Vorhaben ist und weitere Partner eigene Mittel einbringen.
Vorhaben, die im Rahmen dieser Bekanntmachung beantragt werden, sollten das Potenzial für eine langfristige und nachhaltige Kooperation mit dem jeweiligen Partnerland aufweisen.
Die Partner eines Verbundprojekts regeln ihre Zusammenarbeit in einer schriftlichen Kooperationsvereinbarung. Verbundpartner, die Forschungseinrichtungen im Sinne von Artikel 2 (83) AGVO sind, stellen sicher, dass im Rahmen des Verbunds keine indirekten (mittelbaren) Beihilfen an Unternehmen fließen. Dazu sind die Bestimmungen von Abschnitt 2.2 der Mitteilung der Kommission zum Unionsrahmen für staatliche Beihilfen zur Förderung von FuEuI vom 27. Juni 2014 (ABl. C 198 vom 27.6.2014, S.1) zu beachten. Vor der Förderentscheidung über ein Verbundprojekt muss eine grundsätzliche Übereinkunft über weitere vom BMBF vorgegebene Kriterien nachgewiesen werden (vgl. BMBF-Vordruck Nr. 01102).
Die Förderung nach dieser Richtlinie erfolgt in Form von nichtrückzahlbaren Zuschüssen. Die Zuwendungen werden im Wege der Projektförderung
für Projekte der Kategorien A und C in der Regel mit maximal 300 000 Euro sowie für die in der Regel maximale Dauer von 24 Monaten gewährt;
für Projekte der Kategorie B können die Zuwendungen im Wege der Projektförderung in der Regel mit maximal 500 000 Euro sowie für die in der Regel maximale Dauer von 24 Monaten gewährt.
Bemessungsgrundlage für Hochschulen, Forschungs- und Wissenschaftseinrichtungen und vergleichbare Institutionen, die nicht in den Bereich der wirtschaftlichen Tätigkeiten fallen, sind die zuwendungsfähigen projektbezogenen Ausgaben (bei Helmholtz-Zentren − HZ − und der Fraunhofer-Gesellschaft − FhG − die zuwendungsfähigen projektbezogenen Kosten), die unter Berücksichtigung der beihilferechtlichen Vorgaben individuell bis zu 100 % gefördert werden können.
Bei nichtwirtschaftlichen Forschungsvorhaben an Hochschulen und Universitätskliniken wird zusätzlich zu den zuwendungsfähigen Ausgaben eine Projektpauschale in Höhe von 20 % gewährt (dies gilt nicht für Vorhaben der Kategorien A und C).
Für die Festlegung der jeweiligen zuwendungsfähigen Ausgaben bzw. Kosten muss die AGVO berücksichtigt werden (siehe Anlage).
Vorhabenbezogene Ausgaben/Kosten für studentisches und/oder wissenschaftliches Personal des deutschen und afrikanischen Partners werden bezuschusst.
Die Gewährung von vorhabenbezogenen Sachmittelzuschüssen (z. B. Verbrauchsmaterial, Geschäftsbedarf, Geräte) für den deutschen und afrikanischen Partner ist in begrenztem Umfang möglich.
Für die Förderung von Reisen und Aufenthalten deutscher Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und Expertinnen und Experten gilt:
Die An- und Abreisekosten/-ausgaben inklusive notwendiger Visa (bei Flugtickets: Economy-Class) bis zum und vom Zielort im Partnerland sowie die Aufenthaltsausgaben/-kosten werden gemäß den jeweils geltenden Regularien der Einrichtung bzw. des Unternehmens übernommen.
Für die Förderung von Reisen und Aufenthalten ausländischer Projektwissenschaftlerinnen und Projektwissenschaftler und Expertinnen und Experten gilt:
Die An- und Abreisekosten/-ausgaben (bei Flugtickets: Economy-Class) nach Deutschland werden übernommen. Der Aufenthalt in Deutschland wird mit einer feststehenden Pauschale in Höhe von 104 Euro pro Tag bzw. 2 300 Euro pro Monat bezuschusst. Beiträge zur Krankenversicherung und gegebenenfalls anderen Versicherungen sind durch diese Pauschale bereits abgedeckt und vom ausländischen Partner selbst zu entrichten.
Bei notwendigen Reisen zwischen Projektpartnern innerhalb Afrikas werden auch An- und Abreisekosten/-ausgaben für innerafrikanische Reisen übernommen. Der Aufenthalt in einem anderen afrikanischen Land wird in einem ­solchen Fall dann ebenfalls bezuschusst. Hierbei wird eine Pauschale pro Tag gemäß der Länderliste (http://www.internationales-buero.de/media/content/Tagespauschalen_IB_neu.pdf) für die Unterbringung und Verpflegung vor Ort veranschlagt.
Grundsätzlich nicht übernommen oder bezuschusst wird die übliche Grundausstattung der teilnehmenden deutschen Einrichtungen.
Die Zuwendung einschließlich der Zuschüsse für die afrikanischen Partner wird an den deutschen Zuwendungsempfänger geleistet. Im Rahmen dieser Förderrichtlinie ist die teilweise Weiterleitung der Zuwendung durch den Zuwendungsempfänger an einen weiteren Zuwendungsempfänger (Letzt-Zuwendungsempfänger) gemäß Nummer 12 VV zu § 44 der BHO vorgesehen. Eine Weiterleitung der Zuwendung ist gemäß VV Nummer 13a.2 zu § 44 BHO nicht möglich für Zuwendungsempfänger, deren Bemessungsgrundlage die zuwendungsfähigen projektbezogenen Kosten sind.
Bestandteil eines Zuwendungsbescheids auf Kostenbasis werden grundsätzlich die „Nebenbestimmungen für Zuwendungen auf Kostenbasis des BMBF an gewerbliche Unternehmen für FuE4-Vorhaben“ (NKBF 2017).
Zur Durchführung von Erfolgskontrollen im Sinne von VV Nummer 11a zu § 44 BHO sind die Zuwendungsempfänger verpflichtet, die für die Erfolgskontrolle notwendigen Daten dem BMBF oder den damit beauftragten Institutionen zeitnah zur Verfügung zu stellen. Die Informationen werden ausschließlich im Rahmen der folgenden Evaluation verwendet, vertraulich behandelt und so anonymisiert veröffentlicht, dass ein Rückschluss auf einzelne Personen oder Organisationen nicht möglich ist.
Wenn der Zuwendungsempfänger seine aus dem Forschungsvorhaben resultierenden Ergebnisse als Beitrag in einer wissenschaftlichen Zeitschrift veröffentlicht, so soll dies so erfolgen, dass der Öffentlichkeit der unentgeltliche elektronische Zugriff (Open Access) auf den Beitrag möglich ist. Dies kann dadurch erfolgen, dass der Beitrag in einer der Öffentlichkeit unentgeltlich zugänglichen elektronischen Zeitschrift veröffentlicht wird. Erscheint der Beitrag zunächst nicht in einer der Öffentlichkeit unentgeltlich, elektronisch zugänglichen Zeitschrift, so soll der Beitrag – gegebenenfalls nach Ablauf einer angemessenen Frist (Embargofrist) – der Öffentlichkeit unentgeltlich elektronisch zugänglich gemacht werden (Zweitveröffentlichung). Im Fall der Zweitveröffentlichung soll die Embargofrist zwölf Monate nicht überschreiten. Das BMBF begrüßt ausdrücklich die Open Access-Zweitveröffentlichung von aus dem Vorhaben resultierenden wissenschaftlichen Monographien.
Erstkontakt für diese Bekanntmachung:
Telefax: +49 22 8/38 21-14 11
Fachliche/Regionen bezogene Fragen sollten darüber hinaus auch an die zuständigen Kolleginnen und Kollegen gerichtet werden:
Region Nordafrika: http://www.internationales-buero.de/de/Nordafrika_nahost_tuerkei.php
Region Subsahara-Afrika: http://www.internationales-buero.de/de/subsahara_afrika.php
Grazyna Sniegocka
Telefon: +49 2 28/38 21-18 11
Telefax: +49 2 28/38 21-14 11
E-Mail: grazyna.sniegocka@dlr.de
In der ersten Verfahrensstufe sind dem Projektträger bis spätestens 21. Februar 2019 zunächst Projektskizzen in englischer Sprache in schriftlicher und/oder elektronischer Form über das Skizzentool PT- Outline (https://ptoutline.eu/app/contractafrica) vorzulegen.
Der Umfang der Projektskizze sollte zehn Seiten nicht überschreiten (Abschnitte I bis VII). In der Skizze sollen folgende Aspekte des Projekts dargestellt werden:
Projektskizzen der Kategorie A sollten folgende Gliederung aufweisen:
aussagekräftige Zusammenfassung (Ziele, Schwerpunkte, Verwertung der Ergebnisse)
Darstellung des Vorhabenziels
Angaben zum Stand der angewendeten Methoden
erwartete Ergebnisse und deren Verwertung
Projektskizzen der Kategorie B sollten folgende Gliederung aufweisen:
Darstellung des der wissenschaftlichen und technischen Arbeitsziele Vorhabenziels
Beiträge der internationalen Partner, Erfahrungen der beteiligten Partner in der internationalen Zusammenarbeit, bisherige Zusammenarbeit
erwartete wissenschaftliche Ergebnisse und deren Verwertung
Projektskizzen der Kategorie C sollten folgende Gliederung aufweisen:
Angaben zum Stand zum Stand der Wissenschaft und Technik und der angewendeten Methoden
Die eingegangenen Projektskizzen der Kategorie A werden nach folgenden Kriterien bewertet:
fachliche Qualität und Originalität des Vorhabens und Stimmigkeit des Kapazitätsentwicklungskonzepts
Nutzen und Verwertbarkeit der zu erwartenden Ergebnisse
Die eingegangen Projektskizzen der Kategorie B werden nach folgenden Kriterien bewertet:
wissenschaftlicher Nutzen und Verwertbarkeit der zu erwartenden Ergebnisse, insbesondere hinsichtlich der Wertschöpfung, des Innovationsbeitrags und der Transferfähigkeit in Afrika
Die eingegangenen Projektskizzen der Kategorie C werden nach folgenden Kriterien bewertet:
Entsprechend der oben angegebenen Kriterien und Bewertung werden die für eine Förderung geeigneten Projektideen auch unter Beteiligung externer Gutachterinnen und Gutachter ausgewählt. Das Auswahlergebnis wird den Interessenten schriftlich mitgeteilt.
In der zweiten Verfahrensstufe werden die Verfasser der positiv bewerteten Projektskizzen aufgefordert, vollständige förmliche Förderanträge vorzulegen. Bei Verbundprojekten sind die Förderanträge in Abstimmung mit dem vorgesehenen Verbundkoordinator vorzulegen.
Dem förmlichen Förderantrag ist zwingend eine Vorhabenbeschreibung in deutscher Sprache beizufügen. Diese sollte den Umfang von fünfzehn Seiten nicht überschreiten.
Die Arbeits- und Finanzierungspläne werden insbesondere nach den in Nummer 7.2.2 Teil II und III genannten Kriterien bewertet.
Die förmlichen Förderanträge sind mit Hilfe des elektronischen Antragssystems „easy-Online" zu erstellen: https://foerderportal.bund.de/easyonline/.
Richtlinien, Merkblätter, Hinweise und Nebenbestimmungen können unter der Internetadresse https://foerderportal.bund.de/easy/easy_index.php?auswahl=easy_formulare&formularschrank=bmbf abgerufen werden. Das BMBF behält sich vor, sich bei der endgültigen Förderentscheidung gegebenenfalls durch Expertinnen und Experten beraten zu lassen.
Aus der Vorlage eines förmlichen Förderantrags kann kein Rechtsanspruch auf eine Förderung abgeleitet werden. Eingereichte Förderanträge werden nicht zurückgesendet. Entsprechend der oben angegebenen Kriterien und Bewertung wird nach abschließender Antragsprüfung über eine Förderung entschieden.
Für die Bewilligung, Auszahlung und Abrechnung der Zuwendung sowie für den Nachweis und die Prüfung der Verwendung und die gegebenenfalls erforderliche Aufhebung des Zuwendungsbescheids und die Rückforderung der gewährten Zuwendung gelten die §§ 23 und 44 BHO und die hierzu erlassenen Allgemeinen Verwaltungsvorschriften sowie die §§ 48 bis 49a des Verwaltungsverfahrensgesetzes, soweit nicht in dieser Förderrichtlinie Abweichungen von den Allgemeinen Verwaltungsvorschriften zugelassen wurden. Der Bundesrechnungshof ist gemäß § 91 BHO zur Prüfung berechtigt.
Bonn, den 22. November 2018
Auf Grund europarechtlicher Vorgaben wird jede Einzelbeihilfe über 500 000 Euro auf einer speziellen Internetseite veröffentlicht (vgl. Artikel 9 AGVO).
40 Mio. Euro pro Unternehmen und Vorhaben, die überwiegend die Grundlagenforschung betreffen (Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe i Ziffer i, ii AGVO); dies ist der Fall, wenn mehr als die Hälfte der beihilfefähigen Kosten des Vorhabens aufgrund von Tätigkeiten in der Grundlagenforschung anfallen;
20 Mio. Euro pro Unternehmen und Vorhaben, die überwiegend die industrielle Forschung betreffen (Artikel 4 Absatz 1 Ziffer i, ii AGVO); dies ist der Fall, wenn mehr als die Hälfte der beihilfefähigen Kosten des Vorhabens aufgrund von Tätigkeiten in der industriellen Forschung oder von Tätigkeiten in der industriellen Forschung und der Grundlagenforschung anfallen;
15 Mio. Euro pro Unternehmen und Vorhaben, die überwiegend die experimentelle Entwicklung betreffen (Artikel 4 Absatz 1 Ziffer i, iii AGVO); dies ist der Fall, wenn mehr als die Hälfte der beihilfefähigen Kosten des Vorhabens aufgrund von Tätigkeiten in der experimentellen Entwicklung anfallen;
7,5 Mio. Euro pro Studie für Durchführbarkeitsstudien zur Vorbereitung von Forschungstätigkeiten (Artikel 4 Absatz 1 Buchstabe i Ziffer i, vi AGVO).
− Förderung nach Artikel 25 AGVO –
Beihilfefähige Kosten sind: Artikel 25 Absatz 3 AGVO):

References: § 44
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 § 91