Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_12/vo/1/1188.htm
Timestamp: 2018-11-17 09:36:15+00:00

Document:
1.188 Zwing
Verordnung des Regierungspräsidiums Stuttgart über das Naturschutzgebiet »Zwing« und das ihm zugeordnete Landschaftsschutzgebiet »Egautal südlich von Neresheim« vom 26. Oktober 1992 (GBl. v. 11.12.1992, S. 740).
Auf Grund von §§ 21, 22, 58 und 64 des Naturschutzgesetzes (NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBI. S. 654), zuletzt geändert durch das Biotopschutzgesetz vom 19. November 1991 (GBI. S. 701), wird verordnet:
Die in § 2 näher bezeichneten Flächen auf dem Gebiet der Stadt Neresheim, Ostalbkreis, und der Gemeinden Nattheim und Dischingen, Landkreis Heidenheim, werden zum Natur- und Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Naturschutzgebiet führt die Bezeichnung »Zwing« und das Landschaftsschutzgebiet die Bezeichnung »Egautal südlich von Neresheim«.
Das Naturschutzgebiet »Zwing« umfaßt nach dem Stand vom 26. Februar 1992
auf dem Gebiet der Stadt Neresheim, Gemarkung Neresheim,
die Flurstücke Nrn. 762 (Teil), 765 (Teil), 766, 767, 768, 769, 770, 771, 772 (Teil), 773, 779 (Teil), 780 (Teil), 781, 782, 783, 784, 785, 786, 787, 817 (Teil), 818 (Teil), 822, 823, 823/1, 824, 825, 827 (Teil), 840 (Teil), 841,
auf dem Gebiet der Gemeinde Nattheim, Gemarkung Auernheim,
die Flurstücke Nrn. 207 (Teil), 633 (Teil), 660 (Teil), 665 (Teil), 668 (Teil), 674, 675/1, 675/2, 676, 677, 680, 681, 685 (Teil), 686, 687, 688, 689, 690, 691, 692, 696, 697, 698 (Teil), 700, 701, 702, 703/1, 703/2, 704, 705,
auf dem Gebiet der Gemeinde Dischingen, Gemarkung Dischingen,
die Flurstücke Nrn. 1512 (Teil), 1514 (Teil), 1517 (Teil).
Das Landschaftsschutzgebiet »Egautal südlich von Neresheim« umfaßt nach dem Stand vom 26. Februar 1992
die Flurstücke Nrn. 760/1 (Teil), 760/2, 761, 762 (Teil), 763, 764, 765 (Teil), 772 (Teil), 774, 775, 775/1, 776, 776/1, 776/2, 777, 779 (Teil), 780 (Teil), 788, 789, 790/1, 790/2, 791, 792, 793, 817 (Teil), 818 (Teil), 820, 821/1, 826, 827, 828, 840 (Teil), 842, 846 (Teil), 1049 (Teil), 1049/2, 1049/3, 1049/4, 1049/5, 1049/7, 1049/8, 1049/9, 1049/10, 1050, 1050/1, 1050/2, 1050/3, 1051/1, 1051/2 (Teil), 1051/9, 1051/10 (Teil), 1051/12 (Teil), 1052, 1052/2, 1053/1 1053/2, 1054, 1056, 1056/1, 1056/2, 1058, 1058/1, 1059, 1059/1, 1059/2, 1060, 1060/1, 1060/2, 1061, 1061/1, 1062, 1062/1, 1063, 1063/2, 1063/3, 1063/4, 1064/1, 1064/2, 1065, 1065/1, 1065/2, 1067/1, 1069, 1070, 1071, 1072,
die Flurstücke Nrn. 633 (Teil), 648, 649, 660 (Teil), 663, 664, 665 (Teil), 666, 667, 668 (Teil), 669, 670, 673, 678 (Teil), 679, 682, 685 (Teil), 698 (Teil), 699/1, 699/2,
das Flurstück Nr. 1518 (Teil),
auf dem Gebiet der Gemeinde Dischingen, Gemarkung Frickingen, Flur 1,
die Flurstücke Nrn. 1 (Teil), 38 (Teil), 41 (Teil), 90 (Teil), 92, 93, 94, 95, 96, 97, 98, 99, 100, 101, 102, 103, 104, 105, 106, 107, 108, 109, 110, 111, 112, 113, 115, 116, 117, 118, 120 (Teil), 127, 129 (Teil).
(2) Die Schutzgebiete sind in einer Übersichtskarte des Regierungspräsidiums Stuttgart vom 26. Februar 1992 im Maßstab 1:25000und in einer Flurkarte des Regierungspräsidiums Stuttgart vom 26. Februar 1992 im Maßstab 1:5000 schwarz umgrenzt eingetragen. In der Übersichtskarte ist das Naturschutzgebiet flächig rot angelegt, die Grenzen des Landschaftsschutzgebietes sind grün angeschummert eingetragen. In der Flurkarte sind die Grenzen des Naturschutzgebietes rot, die Grenzen des Landschaftsschutzgebietes grün angeschummert eingetragen. Die Karten sind Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Regierungspräsidium Stuttgart in Stuttgart und bei den Landratsämtern Ostalbkreis in Aalen und Heidenheim in Heidenheim auf die Dauer von drei Wochen, beginnend am achten Tag nach Verkündung dieser Verordnung im Gesetzblatt, zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten öffentlich ausgelegt.
(1) Wesentlicher Schutzzweck des Naturschutzgebietes »Zwing« ist der Erhalt und die Wiederherstellung der typischen, zusammenhängenden, großflächigen Wacholderheiden und Kalkmagerwiesen, der naturnahen Kalkbuchenwälder, Steppenheiden und Säume mit ihrem Wechsel zur offenen Landschaft, der extensiv bewirtschafteten Äcker und Grünländer als Lebensraum für eine Vielzahl von Lebensgemeinschaften mit einer großen Anzahl selten gewordener und besonders geschützter Tier- und Pflanzenarten.
(2) Wesentlicher Schutzzweck des Landschaftsschutzgebietes »Egautal südlich von Neresheim« ist die Erhaltung eines besonders wertvollen Talraumes wegen seines reizvollen Landschaftsbildes und als Lebensraum für eine Vielzahl von Tier- und Pflanzenarten sowie die Sicherung der Umgebung des Naturschutzgebietes.
13. im Bereich der Wacholderheiden, der Kalkmagerwiesen und der Steppenheide
- land- und forstwirtschaftliche Produkte zu lagern;
14. zu reiten, mit Ausnahme auf den in der Flurkarte braun angelegten Wegen und Straßen;
16. das Gebiet außerhalb der vorhandenen Wege mit Fahrrädern zu befahren;
17. das Gebiet mit Ausnahme der vorhandenen Wege und Pfade zu betreten;
19. Luftfahrzeuge jeglicher Art zu starten oder zu landen.
4. der Naturgenuß oder der besondere Erholungszweck der Landschaft beeinträchtigt wird.
(1) Handlungen, die den Charakter des Gebietes verändern oder dein besonderen Schutzzweck (§ 3 Abs. 2) zuwiderlaufen können, bedürfen der schriftlichen Erlaubnis der unteren Naturschutzbehörde.
8. Anlage oder Veränderung von Flugplätzen einschließlich Modellfluggeländen;
12. Durchführen von Kahlschlägen über 4 ha im Wald;
14. Beseitigung oder Änderung von wesentlichen Landschaftsteilen wie Bäume, Hecken, Gebüsche und Feldgehölze, Heideflächen, Ufergehölze und ähnliche Naturerscheinungen, die zur Zierde und Belebung des Landschaftsbildes und im Interesse der Tierwelt Erhaltung verdienen.
für die ordnungsmäßige Ausübung der Jagd mit der Maßgabe, daß auf den Wacholderheiden, den Kalkmagerwiesen und der Steppenheide
- keine Hochsitze erstellt werden,
- keine Fütterungs- und Kirrplätze angelegt werden,
- keine Wildäcker angelegt werden;
2. für die ordnungsmäßige land- und forstwirtschaftliche Nutzung in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang, ausgenommen Maßnahmen nach § 4 Abs. 2 Ziff.13;
4. für Pflegemaßnahmen, die von der höheren Naturschutzbehörde oder der von ihr beauftragten Stelle im Wald im Einvernehmen mit dem zuständigen Staatlichen Forstamt - angeordnet werden;
für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsmäßigen Bewirtschaftung land- und forstwirtschaftlicher Grundstücke;
3. für die ordnungsmäßige Unterhaltung der Straßen, Wege, Schienenwege, Plätze und Gewässer, ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Ziff. 14;
Schutz- und Pflegemaßnahmen werden in dem Naturschutzgebiet in einem Pflegeplan oder durch Einzelanordnung der höheren Naturschutzbehörde - im Wald im Einvernehmen mit dem zuständigen Staatlichen Forstamt - festgelegt. Ziel der Schutz- und Pflegemaßnahmen ist der Erhalt der Beweidbarkeit der Wacholderheide, die Förderung naturnaher Steppenheide- und Kalkbuchenwälder, die Förderung traditioneller Bewirtschaftungsweisen der landwirtschaftlichen Flächen sowie der Erhalt und die Förderung der Lebensräume seltener Tier- und Pflanzenarten.
(1) Für den Bereich des Naturschutzgebietes kann das Regierungspräsidium nach § 63 NatSchG Befreiung von den Vorschriften dieser Verordnung erteilen.
1. Ordnungswidrig im Sinne des § 64 Abs. 1 Nr. 2 NatSchG handelt,
wer in dem Naturschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig eine der nach § 4 Abs. 1 und 2 in Verbindung mit § 6 Abs. 1 dieser Verordnung verbotenen Handlungen vornimmt;
3. wer in dem Landschaftsschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig
a) entgegen § 22 Abs. 3 NatSchG in Verbindung mit § 4 Abs. 3 bzw. § 6 Abs. 2 dieser Verordnung Handlungen vornimmt, die den Charakter des Gebietes verändern oder dem Schutzzweck zuwiderlaufen;
· die Landschaftsschutzverordnung »Zwing« des Landratsamtes Aalen vom 5. Dezember 1968, veröffentlicht im Gemeinsamen Amtsblatt für den Landkreis Aalen, die Städte Aalen und Ellwangen vom 20. Dezember 1968,
· die Landschaftsschutzverordnung »Heide am Kühberg und am Buck« des Landratsamtes Heidenheim vom 20. März 1978, veröffentlicht im GBI. 1978, S. 204, außer Kraft, soweit sie im Geltungsbereich dieser Verordnung liegen.

References: § 2
 § 4
 § 5
 § 63
 § 64
 § 4
 § 6
 § 22
 § 4
 § 6