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Timestamp: 2016-10-22 17:59:32+00:00

Document:
Gemeinde Oberrieden, 8942 Oberrieden, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanwalt Prof. Dr. Tomas Poledna,
Gemeindeamt des Kantons Z�rich, Abteilung Gemeindefinanzen, Feldstrasse 40, 8090 Z�rich,
Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Z�rich, Neum�hlequai 10, 8001 Z�rich.
Steuerkraftabsch�pfung 2009,
des Kantons Z�rich vom 23. M�rz 2011.
Das Gemeindeamt des Kantons Z�rich stellte mit Verf�gung vom 10. Juni 2009 die massgeblichen Finanzdaten f�r den interkommunalen Steuerkraftausgleich f�r das Jahr 2009 der Gemeinde Oberrieden fest. Die Verf�gung blieb unangefochten. Gest�tzt auf die festgestellten Finanzdaten auferlegte das Gemeindeamt des Kantons Z�rich mit Verf�gung vom 7. August 2009 der Gemeinde Oberrieden eine Steuerkraftabsch�pfung f�r das Jahr 2009 im Betrag von Fr. 6'994'330.--.
Hiergegen gelangte die Gemeinde Oberrieden erfolglos mit Rekurs an die Direktion der Justiz und des Innern bzw. mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 11. Mai 2011 beantragt die Gemeinde Oberrieden beim Bundesgericht, das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich vom 23. M�rz 2011 sei aufzuheben und der Betrag der Steuerkraftabsch�pfung neu auf Fr. 4'896'657.-- festzulegen. Eventuell wird beantragt, die Sache zur Neubeurteilung an das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich zur�ckzuweisen.
Das Gemeindeamt und die Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Z�rich beantragen die Abweisung der Beschwerde. Das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich sowie die Eidgen�ssische Steuerverwaltung verzichten auf eine Stellungnahme. Die Gemeinde Oberrieden h�lt in ihrer Replik an den gestellten Antr�gen fest.
1.2 Der angefochtene Entscheid verpflichtet die Beschwerdef�hrerin zur Ablieferung der Steuerkraftabsch�pfung von Fr. 6'994'330.-- f�r das Jahr 2009 an die kantonale Staatskasse. Sie ist dadurch in qualifizierter Weise in schutzw�rdigen eigenen hoheitlichen Interessen ber�hrt und aufgrund von Art. 89 Abs. 1 BGG zur Beschwerde legitimiert (BGE 135 I 43 E. 1.3 S. 46 f.; Urteil 2C_366/2009 vom 3. M�rz 2010 E. 2.4).
1.3 Soweit sich die Beschwerdef�hrerin �berdies auf die in Art. 50 Abs. 1 BV gesch�tzte Gemeindeautonomie beruft, ist sie gem�ss Art. 89 Abs. 2 lit. c BGG ohne Weiteres zur Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten legitimiert. Es gen�gt hierf�r, dass sie durch den angefochtenen Entscheid in ihrer Stellung als Hoheitstr�gerin ber�hrt ist. Ob ihr die beanspruchte Autonomie tats�chlich zukommt, ist alsdann eine Frage der materiellen Beurteilung (BGE 135 I 43 E. 1.2 S. 45 f. mit Hinweisen; vgl. E. 2 hiernach).
1.4 Auf die fristgerecht eingereichte Beschwerde (Art. 100 Abs. 1 BGG) ist - unter Vorbehalt der nachfolgenden Einschr�nkungen - grunds�tzlich einzutreten.
1.5 Der angefochtene Entscheid st�tzt sich auf kantonales �ffentliches Recht. Vor Bundesgericht kann die Verletzung kantonaler verfassungsm�ssiger Rechte sowie kantonaler Bestimmungen �ber die politische Stimmberechtigung ger�gt werden (Art. 95 lit. c und d BGG), die Verletzung �brigen kantonalen Rechts jedoch nur insoweit, als sie zugleich eine Verletzung von Bundesrecht (mit Einschluss der Verletzung der Bundesverfassung), von V�lkerrecht oder interkantonalem Recht darstellt (Art. 95 lit. a, b und e BGG, vgl. Urteil 2C_572/2010 vom 23. M�rz 2011 E. 2.1). Das Bundesgericht pr�ft dabei die Verletzung von Grundrechten nur insofern, als eine solche R�ge in der Beschwerde vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG).
1.6 Die Beschwerdef�hrerin macht einen Verstoss gegen das Rechtsgleichheitsgebot (Art. 8 Abs. 1 BV), das Willk�rverbot (Art. 9 BV) sowie das Verh�ltnism�ssigkeitsprinzip (Art. 5 Abs. 2 BV) geltend. Letzterem kommt in der vorliegenden Konstellation neben dem hier ebenfalls angerufenen Willk�rverbot indessen keine selbst�ndige Tragweite zu (BGE 135 I 43 E. 1.3 S. 46; 134 I 153 E. 4 S. 156 ff.), weshalb auf die diesbez�glichen Ausf�hrungen nicht n�her einzugehen ist.
Die Beschwerdef�hrerin r�gt die Verletzung der Gemeindeautonomie (Art. 50 BV). Dabei setzt die Anerkennung eines gesch�tzten kommunalen Autonomiebereichs voraus, dass zum einen der Vollzug der in Frage stehenden Vorschriften den Gemeinden �bertragen ist und zum anderen die Art der zu regelnden Materie �berhaupt Raum f�r ein Selbstbestimmungsrecht der Gemeinden l�sst (BGE 135 I 43 E. 1.2 S. 45 f. mit Hinweisen). Diese beiden Kriterien sind beim hier in Frage stehenden Gesetz vom 11. September 1966 �ber die Staatsbeitr�ge an die Gemeinden und den Finanzausgleich (des Kantons Z�rich; Finanzausgleichsgesetz; LS 132.1; im Folgenden: FAG/ZH) offensichtlich nicht erf�llt: Es geht in der Sache um einen Interessenkonflikt zwischen einander gleichgeordneten Rechtssubjekten, dessen verbindliche Regelung naturgem�ss einem �bergeordneten Organ vorbehalten sein muss. Deshalb sind die einschl�gigen Vorschriften von den kantonalen Beh�rden und nicht von den betroffenen Gemeinden zu handhaben. Diesen Letzteren kann in Bezug auf die finanziellen Ausgleichsleistungen kein Selbstbestimmungsrecht zukommen (BGE 135 I 43 E. 1.2 S. 46). Die Beschwerdef�hrerin bringt dagegen vor, die ausserordentlich hohe (einmalige) Steuerkraftausgleichszahlung habe zu finanziellen Schwierigkeiten bei der Erf�llung von autonomen Aufgabenbereichen und damit zu einem Eingriff in ihre Finanzautonomie gef�hrt. Namentlich sei sie gezwungen gewesen, zur Finanzierung ihrer gesetzlich zugewiesenen Aufgaben das Eigenkapital im Umfang von rund zwei Millionen Franken zu reduzieren. Mit dieser Argumentation verkennt die Beschwerdef�hrerin allerdings, dass die Finanzautonomie der Gemeinden nicht absolut gilt, sondern nur innerhalb der vom �bergeordneten Recht festgelegten Grenzen besteht. Insofern stellt die Steuerkraftabsch�pfung als solches keinen Eingriff in den Autonomiebereich dar, zumal die Erf�llung der Gemeindeaufgaben hierdurch nicht unmittelbar betroffen ist (vgl. BGE 119 Ia 214 E. 3d S. 220). Mangels eines gesch�tzten Autonomiebereichs ist die R�ge der Verletzung von Art. 50 BV unbegr�ndet.
Im Folgenden bleibt nunmehr zu pr�fen, ob und inwieweit der angefochtene Entscheid gegen das Rechtsgleichheitsgebot und das Willk�rverbot verst�sst.
3.1 Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet die Bemessung einer Steuerkraftabsch�pfung im Rahmen des Finanzausgleichs unter unterschiedlich finanzstarken Gemeinden des Kantons Z�rich. Hierf�r wurde ein Ausgleichsfonds eingerichtet, an welchen Gemeinden mit einer �berdurchschnittlichen Steuerkraft ihren Beitrag leisten (� 14 FAG/ZH). Ablieferungspflichtig sind Gemeinden, deren Steuerkraft pro Einwohner das Kantonsmittel um mehr als 15 Prozent �bersteigt (� 15 Abs. 1 FAG/ZH). Die Beitragsh�he der Gemeinden bestimmt sich nach Massgabe ihrer absoluten Steuerkraft. Dabei handelt es sich um den auf einen Steuerfuss von 100 Prozent umgerechneten Ertrag der allgemeinen Gemeindesteuern und der Quellensteuern des jeweils letzten Jahres, deren Ergebnisse bekannt sind (� 39 Abs. 1 FAG/ZH und � 10 Abs. 1 der Verordnung vom 29. November 1978 [des Kantons Z�rich] zum Finanzausgleichsgesetz [LS 132.11]; im Folgenden: FAV/ZH). Ersterer ergibt sich aus dem Brutto-Soll der per Ende des letzten Jahres vorl�ufig abgerechneten Steuern; dieser Betrag wird erg�nzt durch den Mehr- oder Minderertrag zwischen der definitiven Steuerabrechnung des vorangegangenen Jahres und der dieser vorangegangenen vorl�ufigen Steuerabrechnung (� 10 Abs. 2 FAV/ZH). Die Quellensteuer wird in gleicher Weise erfasst (� 10 Abs. 3 FAV/ZH). Zum Bruttoertrag sind sodann die Soll-�nderungen aus fr�heren Jahren und die Einnahmen aus Steuerausscheidungen mit anderen Gemeinden hinzuzurechnen; abzuz�hlen sind hingegen Abz�ge (Skonti, Herabsetzungen, Erlasse, Abschreibungen und Zinsausgaben) sowie die im Ausscheidungsverfahren ausbezahlten Nettobeitr�ge (� 10 Abs. 4 FAV/ZH). Die Gemeinden melden den kantonalen Beh�rden bis Mitte M�rz die f�r die Berechnung der absoluten Steuerkraft erforderlichen Angaben (� 11 FAV/ZH in der zum Verf�gungszeitpunkt in Kraft stehenden Fassung [GS I 107 ff., 109]). Die Direktion der Justiz und des Innern er�ffnet den Gemeinden mittels Festsetzungsverf�gung bis sp�testens 31. Juli die massgeblichen Finanzdaten, namentlich die absolute Steuerkraft des Vorjahres (� 17 FAG/ZH bzw. � 12 FAV/ZH). Diese rekursf�hige Verf�gung bildet die Grundlage f�r die bis Ende September erfolgende Berechnung der geschuldeten Steuerkraftabsch�pfung, welche ihrerseits in Form einer Verf�gung er�ffnet wird (� 17 FAG/ZH). Gem�ss � 17 Satz 3 FAG/ZH berichtigt die f�r das Gemeindewesen zust�ndige Direktion "die Festsetzung nachtr�glich im Zusammenhang mit der Rechnungspr�fung durch die Bezirksr�te".
3.2 Strittig ist im vorliegenden Verfahren die H�he der Steuerkraftabsch�pfung zu Lasten der Beschwerdef�hrerin f�r das Jahr 2009. Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, der am 7. August 2009 verf�gte Steuerabsch�pfungsbetrag von Fr. 6'994'330.-- sei zu berichtigen, da sich die zugrunde liegenden Finanzdaten seit Erlass der Festsetzungsverf�gung vom 10. Juni 2009 zu ihren Ungunsten ge�ndert h�tten. Konkret seien sowohl eine Steuerr�ckforderung im Betrag von Fr. 4'605'613.95 als auch eine Reduktion der Einnahmen aus der Quellensteuer im Betrag von Fr. 3'438'143.-- unber�cksichtigt geblieben. Die genannten Minderertr�ge sind betragsm�ssig nicht bestritten. Uneinigkeit besteht jedoch dar�ber, ob die Ausf�lle nachtr�glich bei der Berechnung des Absch�pfungsbetrages im Rahmen der Verf�gung vom 7. August 2009 h�tten ber�cksichtigt werden m�ssen. Mit anderen Worten ist die Frage der korrekten buchhalterischen Abgrenzung der vorerw�hnten Ertragsausf�lle zu kl�ren. Nach Ansicht der Beschwerdef�hrerin hat sich die Absch�pfungsforderung f�r das Jahr 2009 um Fr. 3'503'427.-- erh�ht, weil die vorgenannten Ertragsminderungen zu Unrecht unber�cksichtigt geblieben seien.
4.1 Die Beschwerdef�hrerin macht zun�chst eine Verletzung des Rechtsgleichheitsgebotes gem�ss Art. 8 Abs. 1 BV geltend. Sie st�tzt sich dabei auf die im Schrifttum postulierte sog. Finanzgleichheit im Sinne einer Analogie zum allgemeinen Gleichheitsgebot ab (vgl. ANNA PIPPIG, Verfassungsrechtliche Grundlagen des Finanzausgleichs, 2002, S. 226 f., S. 231 f.). Demnach sollen Gemeinden in Bezug auf ihre Finanzverh�ltnisse nach Massgabe ihrer Gleichheit bzw. Ungleichheit behandelt werden. Das aus der Finanzgleichheit abzuleitende Gebot der Sachgerechtigkeit verlange die vollst�ndige Erfassung der massgeblichen Faktoren, die Unbeeinflussbarkeit der Vergleichsmassst�be sowie die Vergleichbarkeit der zahlenm�ssigen Grundlagen (PIPPIG, a.a.O., S. 242 f.).
4.2 Gem�ss bundesgerichtlicher Rechtsprechung verlangt das Rechtsgleichheitsgebot (Art. 8 Abs. 1 BV), dass Gleiches nach Massgabe seiner Gleichheit gleich und Ungleiches nach Massgabe seiner Ungleichheit ungleich behandelt wird; es ist verletzt, wenn rechtliche Unterscheidungen getroffen werden, f�r die ein vern�nftiger Grund in den zu regelnden Verh�ltnissen nicht ersichtlich ist, oder Unterscheidungen unterlassen werden, die sich aufgrund der Verh�ltnisse aufdr�ngen (BGE 136 II 120 E. 3.3.2 S. 127 mit Hinweisen).
4.3 Wie die Vorinstanz zu Recht erkannt hat, bezieht sich die Bemessung des Steuerkraftausgleichs stets auf eine in der Vergangenheit liegende Rechnungsperiode. Massgebend sind dabei die zu einem bestimmten Zeitpunkt fixierten Finanzdaten. Es liegt in der Natur der Sache, dass sich zwischen diesen vorl�ufigen und den erst sp�ter vorliegenden definitiven Abrechnungen der Steuereinnahmen Differenzen ergeben k�nnen. Die nachtr�glich eingetretenen Differenzen werden bei der Steuerkraftberechnung in den Folgejahren ber�cksichtigt. Dieses Vorgehen f�hrt einerseits zum vollst�ndigen - wenn auch teilweise verz�gerten - Einbezug aller massgeblichen Faktoren auf der Einnahmenseite, andererseits erm�glicht es die Vergleichbarkeit der zahlenm�ssigen Grundlagen, indem die Bemessungsbasis vereinheitlicht wird. So gesehen dient die Abstrahierung bzw. Objektivierung mittels Stichdatum geradezu der Verwirklichung des Gleichbehandlungsgebotes, indem die tats�chlichen Finanzverh�ltnisse der einzelnen Gemeinden - wenn auch provisorisch - vergleichbar werden.
Die Beschwerdef�hrerin macht nunmehr geltend, aufgrund der tiefen Steuerertragslage im Jahr 2010 habe sie von vornherein keine Steuerkraftabsch�pfung f�r diese Steuerperiode leisten m�ssen. Somit sei die Kompensationsm�glichkeit weggefallen. Der Entlastungsmechanismus (Ber�cksichtigung des Mehr- oder Minderertrages zwischen der definitiven Steuerabrechnung des vorangegangenen Jahres und der dieser vorangegangenen vorl�ufigen Steuerabrechnung im Sinne von � 10 Abs. 2 FAV/ZH) wirke vorliegend gegen die Beschwerdef�hrerin, indem sie die im Jahr 2009 zu viel geleisteten Ausgleichsbeitr�ge im Jahr 2010 nicht zu ihren Gunsten habe verrechnen k�nnen. Deshalb sei sie im Vergleich zu den auch im Jahr 2010 ausgleichspflichtigen Gemeinden ohne sachlichen Grund und damit in Verletzung des Finanzgleichheitsgebotes benachteiligt worden.
Mit dieser Argumentation �bersieht die Beschwerdef�hrerin jedoch, dass beim interkommunalen Finanzausgleich grunds�tzlich eine periodische Betrachtungsweise angezeigt ist. Insbesondere liegt kein rechtliches Dauerverh�ltnis vor. Insofern ist unter dem Aspekt der Gleichbehandlung von Beginn weg nur ein Vergleich im Rahmen der jeweiligen Steuerperiode zul�ssig. Die massgebende Vergleichsgr�sse bildet somit die Behandlung der anderen ausgleichspflichtigen Gemeinden in Bezug auf das Jahr 2009; der von der Beschwerdef�hrerin herangezogene perioden�bergreifende Vergleich geht in Folge dessen an der Sache vorbei. In Bezug auf das Jahr 2009 ist keine Ungleichbehandlung ersichtlich und wird von der Beschwerdef�hrerin zu Recht auch nicht geltend gemacht. Zu ber�cksichtigen ist weiter, dass es der Beschwerdef�hrerin - wie jeder anderen Gemeinde - im Anschluss an die als fehlerhaft bezeichnete Festsetzungsverf�gung vom 10. Juni 2009 freistand, ein Rechtsmittel zu ergreifen, was diese jedoch unterliess (vgl. E. 6 hiernach). Im �brigen erschliesst sich aus den Ausf�hrungen der Beschwerdef�hrerin nicht mit der n�tigen Klarheit (vgl. E. 1.5 hiervor), ob sich die gesunkene Steuerkraft des Jahres 2010, welche letztlich zum Wegfall der Ausgleichspflicht gef�hrt hat, aufgrund der Verrechnung der f�r das Vorjahr zu hoch in Rechnung gestellten Ertr�ge ergab oder ob hierf�r externe Gr�nde bestehen. Schliesslich gilt es festzuhalten, dass ohnehin sachliche Gr�nde f�r das dem interkommunalen Finanzausgleich zugrunde liegende Konzept, wonach die Ausgleichsbeitr�ge aufgrund der provisorischen Steuerertr�ge zu einem bestimmten Stichtag bemessen werden, gegeben sind (vgl. E. 4.4 hiernach), weshalb von vornherein keine Verletzung des Gleichbehandlungsgebotes vorliegen w�rde.
4.4 Die Beschwerdef�hrerin macht in Anlehnung an die Literatur geltend, das Prinzip der Finanzgleichheit beinhalte auch ein Gebot der Zeitgerechtigkeit, verstanden im Sinne einer permanenten inhaltlichen Anpassung und Erneuerung des Finanzausgleichsrechts an die tats�chlichen Bedingungen (PIPPIG, a.a.O., S. 263 ff.). Dieses Gebot sei verletzt, indem nicht die aktuellsten Finanzdaten, sondern diejenigen im Zeitpunkt des Stichtages zur Bemessung des Absch�pfungsbeitrages f�r das Jahr 2009 verwendet worden seien. Materielle Gleichheit zwischen den Gemeinden lasse sich jedoch nur erzielen, wenn die relevanten Wertungen aufgrund der aktuellen Verh�ltnisse vorgenommen werden. Im Lichte des Gleichheitsgebotes sei namentlich � 17 Satz 3 FAG/ZH zu lesen. Diese Norm verlange "in maiore ad minus" nicht nur bei der Pr�fung der Jahresrechnung durch den Bezirksrat eine Anpassung der Bezugsverf�gung, sondern bereits dann, wenn zwischen der Festsetzungsverf�gung und dem Bezug klar werde, dass die Finanzkraft der ablieferungspflichtigen Gemeinde nicht den urspr�nglichen Annahmen entspreche.
Es trifft zu, dass die Festlegung eines bestimmten Stichtages in einem Spannungsverh�ltnis zum Gebot der Zeitgerechtigkeit steht und naturgem�ss mit einer gewissen Pauschalierung einhergeht, welche im Einzelfall zu einer periodenbezogenen Mehrbelastung f�hren kann. Allerdings gebietet die Dynamik der Finanzverh�ltnisse bzw. das Gebot der Rechtssicherheit, Einfachheit, Planbarkeit und Transparenz des Finanzausgleichssystem die Festsetzung eines verbindlichen Stichtages bzw. einer Rechnungsperiode f�r die Berechnung des Absch�pfungsbetrages. Pauschalierung bzw. Schematisierung sind bei Finanzausgleichssystemen praktisch unvermeidlich und verfassungsrechtlich zul�ssig (vgl. Urteil 2C_572/2010 vom 23. M�rz 2011 E. 5.5.4 mit Hinweis). Insbesondere ist es auch in anderen Verh�ltnissen mit finanziellen Auswirkungen (Steuern, Subventionen) nicht selten, dass Leistungen nach den Verh�ltnissen an einem bestimmten Stichtag oder nach denjenigen des Vorjahres bemessen werden. Eine exakt zeitgerechte Bemessung w�re zudem h�chst unpraktikabel, da h�ufig infolge von Rechtsmittelverfahren der genaue Steuerbetrag erst etliche Jahre sp�ter feststeht. Das im Sinne der Beschwerdef�hrerin verstandene Gebot der Zeitgerechtigkeit mag eine Idealvorstellung sein, es kann aber nicht als geltendes Verfassungsrecht betrachtet werden. Zu ber�cksichtigen ist sodann, dass dem kantonalen Gesetzgeber unter dem Aspekt von Art. 8 BV ein grosser Gestaltungsfreiraum zuzugestehen ist (BGE 135 I 130 E. 6.2 S. 137 mit Hinweisen). Namentlich ist � 17 FAG/ZH bzw. dessen Auslegung durch die Vorinstanz, wonach nachtr�gliche Korrekturen der rechtskr�ftig festgesetzten Finanzdaten nur im Zusammenhang mit der Rechnungspr�fung durch den Bezirksrat, nicht aber auf einfaches Begehren der betroffenen Gemeinde zul�ssig sind, unter Gleichheitsaspekten nicht zu beanstanden, zumal sachliche Gr�nde f�r die Festlegung eines verbindlichen Stichtages sprechen und die Regelung f�r alle Gemeinden gleichermassen gilt. Somit erweist sich die R�ge der Verletzung des Gleichbehandlungsgebotes gem�ss Art. 8 Abs. 1 BV als unbegr�ndet.
Die Beschwerdef�hrerin erachtet den vorinstanzlichen Entscheid in verschiedener Hinsicht als willk�rlich.
5.1 Wer das Willk�rverbot anruft, muss dartun, dass und inwiefern der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft (BGE 135 IV 43 E. 4.2 S. 48; 133 III 393 E. 6 S. 397). Es gen�gt nicht, bloss die eigene Auffassung darzulegen und zu behaupten, die entgegengesetzte Auffassung sei willk�rlich, ohne darzulegen, worin die offensichtliche Unhaltbarkeit der angefochtenen Entscheidung liegen soll (BGE 133 II 396 E. 3.2 S. 400). Willk�r liegt sodann nur vor, wenn nicht bloss die Begr�ndung eines Entscheids, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist; dass eine andere L�sung ebenfalls als vertretbar oder gar zutreffender erscheint, gen�gt nicht (BGE 134 II 124 E. 4.1 S. 133 mit Hinweisen).
5.2 Die Beschwerdef�hrerin macht zun�chst geltend, allein der Umstand, dass sie eine Steuerkraftabsch�pfung zu leisten habe, die im Betrag von �ber zwei Millionen Franken keinerlei Grundlage in den tats�chlichen Finanzverh�ltnissen der Gemeinde habe, laufe in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwider. Indessen beschr�nken sich die Ausf�hrungen der Beschwerdef�hrerin im Wesentlichen auf eine Darlegung der eigenen Auffassung. Entgegen ihrer Auffassung versteckt sich die Vorinstanz "nicht hinter einer den realen Sachverhalt ausblendenden formellen Gesetzesh�rigkeit". Vielmehr legte diese im Einzelnen dar, inwiefern die Rechtsauffassung der Beschwerdef�hrerin unzutreffend ist. Wie die vorstehenden Erw�gungen gezeigt haben, erweist sich der angefochtene Entscheid auch im Ergebnis als haltbar. Von einer geradezu stossenden Ungerechtigkeit kann somit nicht gesprochen werden.
5.3 Die Beschwerdef�hrerin bringt weiter vor, das Z�rcher Steueramt habe sich bei der R�ckforderung der Quellensteuer unbegr�ndet sehr viel Zeit gelassen und m�sse demzufolge den Umstand vertreten, dass die Festsetzung der Finanzdaten per 10. Juni 2009 zu hoch ausgefallen sei. Indessen schreibt das einschl�gige kantonale Recht vor, dass die definitive Abrechnung der Quellensteuer zuhanden der Gemeinden jeweils im zweiten und dritten Quartal des Nachjahres erfolgen soll (vgl. Rz. 99 der Weisung der Finanzdirektion [des Kantons Z�rich] zur Durchf�hrung der Quellensteuer f�r ausl�ndische Arbeitnehmer vom 30. September 2005 [Z�rcher Steuerbuch Teil 1 Nr. 28/051]). Diese Vorgabe wurde vorliegend eingehalten, indem die definitive Quellensteuerabrechnung am 22. Juni 2009 der Beschwerdef�hrerin mitgeteilt wurde. Hinzu kommt, dass die Mitteilung w�hrend der Rekursfrist der Festsetzungsverf�gung vom 10. Juni 2009 zu liegen kam und es, wie bereits erw�hnt, der Beschwerdef�hrerin offen stand, gegen die Festsetzungsverf�gung fristgerecht zu rekurieren (vgl. E. 6 hiernach). In Folge dessen geht der Vorwurf des willk�rlichen Handelns fehl.
Schliesslich ist der Schluss der Vorinstanz nicht zu beanstanden, die Beschwerdef�hrerin habe die Rekursfrist gegen die Festsetzungsverf�gung vom 10. Juni 2009 ungenutzt verstreichen lassen, womit diese in Rechtskraft erwachsen sei: Zum Verf�gungszeitpunkt waren der Gemeinde die Folgen der Steuerr�ckforderung vom Mai 2009 bereits bekannt, derweil ihr die definitive Quellensteuerabrechnung vom 22. Juni 2009 w�hrend der laufenden Rekursfrist zugestellt worden ist. Entgegen der Darstellung der Beschwerdef�hrerin musste ihr klar gewesen sein, welche Bedeutung die Festsetzungsverf�gung bzw. die im selben Zeitraum bekannt gewordenen Ertragsminderungen auf die Berechnung der Absch�pfung haben w�rde. Die festgelegten Finanzdaten sind demnach unangefochten in Rechtskraft erwachsen, weshalb sich die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten auch aus diesem Grund als unbegr�ndet erweist.
Die Beschwerde ist somit als unbegr�ndet abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Die Gerichtskosten (Art. 65 BGG) sind entsprechend dem Verfahrensausgang und mit Blick auf die betroffenen Verm�gensinteressen (Art. 66 Abs. 4 BGG) der Beschwerdef�hrerin aufzuerlegen. Der Kanton Z�rich erh�lt keine Parteientsch�digung zugesprochen (Art. 68 Abs. 3 BGG).

References: Art. 89
 Art. 50
 Art. 89
 BGE 
 Art. 50
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 8