Source: https://www.rechtslupe.de/stichworte/ruegefrist
Timestamp: 2019-08-23 08:00:38+00:00

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Rügefrist | Rechtslupe
Die zwei­wö­chi­ge Not­frist für die Ein­le­gung der Anhö­rungs­rü­ge (§ 321 a Abs. 2 S. 1 ZPO) beginnt mit der tat­säch­li­chen sub­jek­ti­ven Kennt­nis von der (ver­meint­li­chen) Ver­let­zung des recht­li­chen Gehörs. Nicht maß­geb­lich ist der Zeit­punkt, zu dem dem Pro­zess­be­voll­mäch­tig­ten des Betrof­fe­nen die (angeb­lich) gehörs­ver­let­zen­de Ent­schei­dung wirk­sam per Emp­fangs­be­kennt­nis gem. § 174 BGB zuge­stellt wor­den
Zwar gebie­tet es der Grund­satz der Rechts­weg­er­schöp­fung grund­sätz­lich, dass der Rechts­weg unter Ein­hal­tung der im Pro­zess­recht sta­tu­ier­ten Fris­ten beschrit­ten wur­de. Die ver­fris­te­te Ein­le­gung eines zum Rechts­weg gehö­ren­den Rechts­be­helfs kann dem Beschwer­de­füh­rer jedoch dann nicht ent­ge­gen­ge­hal­ten wer­den, wenn sich das Fach­ge­richt mit dem Rechts­be­helf in der Sache aus­ein­an­der­ge­setzt hat. So auch
Ver­spä­tet erho­be­ne Anhö­rungs­rü­ge
Ist die Anhö­rungs­rü­ge nicht inner­halb der gesetz­li­chen Frist erho­ben wor­den, ist sie nach § 152a Abs. 4 Satz 1 VwGO als unzu­läs­sig zu ver­wer­fen. Gemäß § 152a Abs. 2 Satz 1 VwGO ist die Rüge inner­halb von zwei Wochen nach Kennt­nis von der Ver­let­zung des recht­li­chen Gehörs zu erhe­ben; der Zeit­punkt der Kennt­nis­er­lan­gung ist
Anhö­rungs­rü­ge – und der Beginn der Rüge­frist
Die zwei­wö­chi­ge Not­frist zur Ein­le­gung der Anhö­rungs­rü­ge nach § 321a Abs. 2 Satz 1 ZPO beginnt im Zeit­punkt der Kennt­nis­er­lan­gung von der Mög­lich­keit der Ver­let­zung recht­li­chen Gehörs zu lau­fen. Bei schrift­li­chen Ent­schei­dun­gen fällt der Zeit­punkt der Kennt­nis­er­lan­gung regel­mä­ßig mit der Zustel­lung der Ent­schei­dung zusam­men. Dage­gen ist irrele­vant, zu wel­chem Zeit­punkt die Par­tei
Anhö­rungs­rü­ge – und der Zeit­punkt der Kennt­nis von der Gehörs­ver­let­zung
Eine Anho?rungsru?ge ist bereits unzu­läs­sig, wenn nicht mit­ge­teilt wird, wann der Ver­ur­teil­te von der behaup­te­ten Ver­let­zung des recht­li­chen Gehörs Kennt­nis erlangt hat. Eine Anhö­rungs­rü­ge ist gemäß § 356a Satz 2 StPO inner­halb einer Woche nach Kennt­nis von der Ver­let­zung des Anspruchs auf recht­li­ches Gehör anzu­brin­gen, wobei es ent­schei­dend auf die Kennt­nis
Die Anhö­rungs­rü­ge erweist sich bereits als unzu­läs­sig, wenn dem Vor­brin­gen zur Anhö­rungs­rü­ge nicht zu ent­neh­men ist, wann der Ver­ur­teil­te von der behaup­te­ten Ver­let­zung des recht­li­chen Gehörs Kennt­nis erlangt hat. In Fäl­len, in denen sich – wie hier – die Ein­hal­tung der Frist des § 356a Satz 2 StPO nicht schon aus

References: § 174
 § 152
 § 152
 § 321
 § 356
 § 356