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Timestamp: 2017-06-26 12:18:02+00:00

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Tacheles Rechtsprechungsticker KW 47/2015 | Rechtsanwalt König in Göttingen für Strafrecht Arbeitsrecht Sozialrecht Ausländerrecht
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1. 1 Landessozialgericht Baden-Württemberg, Urteil vom 12.11.2015 – L 7 AS 228/12
Zum Anspruch auf ALG II ( hier verneinend aufgrund von Einkommen )
Quelle: http://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=181681&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
1. 2 Landessozialgericht Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 05.11.2015 – L 3 AS 479/15 B ER – rechtskräftig
1. Der Leistungsausschluss gilt auch für den Fall, dass das Aufenthaltsrecht sei-nes Ehemannes nach § 2 Abs. 2 Nr.1a FreizügG/EU in Folge des über sechs Monate dauernden Aufenthalts und nicht erbrachter Nachweise über eine Erfolg versprechende Arbeitsuche weggefallen ist, sich beide also bis zur Entscheidung der Ausländerbehörde nach § 5 Abs. 4 Satz 1 FreizügG/EU über das Nichtbestehen eines Freizügigkeitsrechts noch in der Bundesrepublik Deutschland aufhalten dürften und sie erst nach einer entsprechenden Feststellung der Ausländerbehörde (§ 7 Abs.1 Satz 1 FreizügG/EU) ausreisepflichtig wären.
2. § 7 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 bis 3 SGB II schließt nach dem insoweit eindeutigen Wortlaut ( … ausgeschlossen sind …) einen an sich unter den Voraussetzungen des Abs. 1 bestehenden Anspruch auf Grundsicherungsleistungen nach dem SGB II für den dort genannten Personenkreis aus, so dass der ausdrücklich genannte und vom Leistungsausschluss betroffene Personenkreis nicht zu den nach § 7 Abs. 1 Satz 1 SGB II erwerbsfähigen Leistungsberechtigten gehört.
5. Die gegenteilige Auffassung (vgl. LSG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 22.06.2015 – L 19 AS 717/15 B ER und 17.08.2015 – L 19 AS 1265/15 B ER, L 19 AS 1266/15 B; LSG Hessen, Beschluss vom 07.04.2015 – L 6 AS 62/15 B ER; LSG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 19.03.2015 – L 31 AS 1258/ 1, in dem ausgeführt ist: "Wer nur zum Sozialleistungsmissbrauch eingereist ist, ist nach keiner Regelung des SGB II vom Leistungsbezug ausgeschlossen, da § 7 Abs. a Satz 2 Nr. 2 SGB II nur tatsächlich Arbeitsuchende betrifft.") ist aus den oben genannten Gründen weder mit dem Wortlaut und dem eindeutigen Regelungsgehalt der Vorschrift noch mit ihrem Sinn und Zweck vereinbar.
1. 3 Bayerisches Landessozialgericht, Urteil vom 13.10.2015 – L 11 AS 382/15
Grundsicherung für Arbeitsuchende – Aufhebung der Leistungsbewilligung für die Vergangenheit und Zukunft – Zeitpunkt der Bekanntgabe des Verwaltungsakts – Leistungsausschluss wegen Aufenthalts außerhalb des zeit- und ortsnahen Bereichs – Reise nach Afrika
Erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die mit denen ihnen zur Verfügung stehenden Verkehrsmitteln den Jobcenter von ihrem aktuellen, außerhalb des Wohnsitz liegenden Aufenthaltsortes regelmäßig nicht innerhalb von 75 Minuten erreichen können, halten sich außerhalb des zeit- und ortsnahen Bereiches iSv § 7 Abs 4a SGB II auf ( (vgl Urteil des Senats vom 16.01.2013 – L 11 AS 583/10; Bay LSG, Urteil vom 15.12.2009 – L 10 AL 395/05 ). Demnach gehört Afrika nicht zum zeit- und ortsnahen Bereich.
Quelle: http://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=181582&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
1. 4 Bayerisches Landessozialgericht, Beschluss vom 27.10.2015 – L 11 AS 561/15 NZB – rechtskräftig
2. Das BSG ist im Urteil vom 29.04.2015 – B 14 AS 19/14 R von der Verfassungsmäßigkeit der Sanktionsregelungen ausgegangen, so dass dem Vorlagebeschluss des SG Gotha vom 26.05.2015 – S 15 AS 5157/14 – keine entscheidende Bedeutung beizumessen ist.
Anmerkung zu1.): a. A. SG Berlin, Urt. v. 06.08.2015 – S 156 AS 17196/13; SG Halle (Saale), Beschluss v. 26.08.2015 – S 5 AS 2835/15 ER; SG Trier, Urteil vom 30.01.2015 – S 4 AS 150/14; offen gelassen: SG Aachen, Beschluss vom 16.06.2015 – S 14 AS 513/15 ER
Anmerkung zu 2.): a. A. SG Dresden, Urteil vom 10.08.2015 – S 20 AS 1507/14
1. 5 Bayerisches Landessozialgericht, Beschluss vom 21.10.2015 – L 11 AS 562/15 B ER – rechtskräftig
Zur Leistungsgewährung für einen Umzug außerhalb des Bereichs des alten JC – überörtlicher Umzug – bzw. die Zusicherung der Übernahme von Umzugskosten – Rechtsschutz – Anordnungsgrund im Verfahren des einstweiligen Rechtsschutzes für rückwirkende Leistungsansprüche ( hier beides verneint )
3. Ein Anordnungsgrund für Zeiträume vor einer gerichtlichen Entscheidung ist daher nur ausnahmsweise anzunehmen, wenn ein noch gegenwärtig schwerer, irreparabler und unzumutbarer Nachteil glaubhaft gemacht wird, und ein besonderer Nachholbedarf durch die Verweigerung der Leistungen in der Vergangenheit auch in der Zukunft noch fortwirkt oder ein Anspruch eindeutig besteht (vgl Beschluss des Senates vom 12.04.2010 – L 11 AS 18/10 B ER). Ein solcher besonderer Nachholbedarf ist nicht glaubhaft dargestellt worden.
1. 6 Landessozialgericht Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 22.10.2015 – L 4 AS 431/15 B ER – rechtskräftig
Quelle: http://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=181340&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
1. 7 Landessozialgericht Sachsen-Anhalt, Urteil vom 26.08.2015 – L 4 AS 335/11 – rechtskräftig
3. Der zugeflossene Betrag ist – bereinigt um die hieraus zu bestreitenden Nachlassverbindlichkeiten – als einmalige Einnahme im Sinne von § 11 Abs. 3 SGB II zu berücksichtigen.
Quelle: http://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=181453&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
1. 8 Landessozialgericht Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 27.10.2015 – L 4 AS 652/15 B ER und – L 4 AS 653/15 B – rechtskräftig
Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung und Antrag auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe abgelehnt – Anordnungsgrund – Erbschaft – Nachlassverbindlichkeiten – einmalige Einnahme im Sinne von § 11 Abs. 3 SGB II – Schulden – Barmittel – PKW Honda – geerbtes Haus samt Grundstück –
1. 9 Landessozialgericht Sachsen-Anhalt, Urteil vom 26.08.2015 – L 4 AS 83/14 – rechtskräftig
Die Pkw-Schenkung ist als einmalige Einnahme gemäß § 11 Abs. 3 Satz 3 SGB II auf einen Zeitraum von sechs Monaten gleichmäßig aufzuteilen und monatlich mit einem entsprechenden Teilbetrag bei der Berechnung des Leistungsanspruchs zu berücksichtigen – § 11a Abs. 5 SGB II – keine zweckbestimmte Einnahme im Sinne von § 11 Abs. 3 Nr. 1a SGB II a.F. oder § 11a Abs. 3 Satz 1 SGB II n.F. – kein besonderer Verwendungszweck vereinbart
Quelle: http://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=181492&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
Anmerkung: ähnlich im Ergebnis: LSG Mecklenburg-Vorpommern, Beschluss vom 12.12.2013 – L 8 AS 9/13 B ER – Eine grobe Unbilligkeit im Sinne des § 11a Abs. 5 Nr. 1 SGB II liegt nicht vor in einem Fall, in dem die Mutter eines SGB-II-Leistungsbeziehers ihrem 61-jährigen Sohn, ohne hierzu rechtlich oder sittlich verpflichtet zu sein, einen Betrag in Höhe von 5000 € in bar für die Beschaffung eines Kfz zuwendet.
1. 10 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 17.11.2015 – L 2 AS 1821/15 B ER – rechtskräftig
Grundsicherung nach dem SGB II – Einstweiliger Rechtsschutz – Mietschuldenübernahme ( ablehnend wegen unangemessener KdU ) – Anordnungsgrund – Staffelmietvereinbarung
2. Der Auffassung, dass bereits eine Bedarfsunterdeckung bei glaubhaft gemachter Hilfebedürftigkeit den Kernbereich des Grundrechts auf Gewährleistung eines menschenwürdigen Existenzminimums berührt, so dass ein Anordnungsgrund bereits dann vorliege, wenn der Antragsteller nicht über bedarfsdeckende Mittel verfügt (so aber der 7. Senat des LSG NRW, vgl. Beschluss vom 17.06.2015 – L 7 AS 704/15 B ER, L 7 AS 705/15 B ) folgt der erkennende Senat nicht.
3. Mietrückstände allein begründen noch keine unmittelbare Gefährdung des Grundrechts aus Art.13 Grundgesetz (GG). Diese Gefährdung ist nicht bereits gegeben, wenn die privatrechtliche Verpflichtung zur Mietzahlung nicht mehr erfüllt werden kann. Sie tritt frühestens ein, wenn auch der Verlust der Wohnung unmittelbar droht (Beschluss des erkennenden Senates vom 05.11.2015 – L 2 AS 1723/15 B ER ). Dies setzt bei erstmaliger außerordentlicher Kündigung des Mietvertrages zumindest ein auf Räumung der Wohnung gerichtetes konkretes Handeln des Vermieters voraus (ständige Rechtsprechung des erkennenden Senates, vgl. zuletzt Beschluss vom 03.11.2015 – L 2 AS 1101/15 B ER, L 2 AS 1102/15 B ).
4. Der mit der Schuldenübernahme bezweckte langfristige Erhalt der Wohnung kann nur dann gerechtfertigt sein, wenn die (künftigen) laufenden Kosten dem entsprechen, was weiterhin vom Träger der Grundsicherung als angemessene Kosten der Unterkunft zu übernehmen ist (vgl. BSG, Urteil vom 17.06.2010 – B 14 AS 58/09 R, zur wortgleichen Vorgängerregelung des § 22 Abs. 5 a.F.; vgl. LSG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 03.02.2012 – L 19 AS 2233/11 B ER ). Dem hat sich der Senat bereits angeschlossen (siehe Beschluss vom 11.03.2014 zum Az. L 2 AS 276/14 B ER ).
Anmerkung: ebenso im Ergebnis: LSG NRW, Beschluss v. 03.11.2015 – L 2 AS 1821/15 B ER, L 2 AS 1102/15 B
1. 11 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 09.11.2015 – L 6 AS 239/15 B – rechtskräftig
Grundsicherung nach dem SGB II- Aufforderung zur Rentenantragstellung durch das Jobcenter – Bewilligung von PKH – Rentenverfahren ist noch nicht bestandskräftig abgeschlossen
1. Die angefochtene Aufforderung zur Rentenantragstellung ist nicht gem. § 39 Abs. 2 SGB X erledigt. Der Antragsteller ( AST ) hat gegen den Rentenbescheid Widerspruch eingelegt, das Rentenverfahren ist noch nicht bestandskräftig abgeschlossen. Vielmehr hat der Rentenversicherungsträger ausdrücklich erklärt, dass bei Rücknahme des Bescheides die Altersrente für langjährige Versicherte bewilligt werden könne (vgl. BSG Urteil vom 19.08.2015 – B 14 AS 1/15 R ).
Rechtstipp: SG Augsburg, Urteil v. 20.11.2014 – S 16 AS 1480/10 – Grundsicherung für Arbeitsuchende – Rechtswidrigkeit der Aufforderung zur Beantragung einer vorgezogenen Altersrente bzw der Rentenbeantragung durch den Grundsicherungsträger – bindender Rentenbescheid – Überprüfungsverfahren nach § 44 SGB X
2. 1 SG Berlin, Beschluss vom 12.11.2015 – S 61 AS 22013/15 ER
1. Bei der Bewertung ob eine einmalige oder laufende Einnahme nach § 11 SGB II vorliegt, kommt es auf den Rechtsgrund der Einnahme an ( Anlehnung an BSG, Urteil vom 24.4.2015, B 4 AS 32/14 R).
Anmerkung: S. a. dazu Beitrag von RA Kay, Füßlein, Berlin: Anrechnung einer Kindergeldnachzahlung als laufende Einnahme?: http://www.ra-fuesslein.de/wordpress/?p=768
Rechtstipp: ebenso zur Kindergeldnachzahlung: LSG NRW, Beschluss vom 28.05.2014 – L 19 AS 1860/13 B; offen gelassen LSG NRW, Beschluss vom 14.08.2015 – L 7 AS 1321/14 B ; LSG Berlin-Brandenburg, Urteil v. 17.09.2015 – L 31 AS 1571/15 ; ebenso zum ALG I: SG Duisburg, Urt. v. 28.4.2014 – S 49 AS 2522/13; SG Augsburg, Urteil vom 06.06.2014 – S 15 AS 58/14, zur Witwenrente: SG Augsburg, Urt. v. 10.03.2015 – S 11 AS 1263/14 – Berufung anhängig beim BAY LSG Az. L 9 AS 247/15; zur Nachzahlung von polnischer Rente: LSG NRW, Beschl. v. 01.04.2015 – L 19 AS 2233/14 B und aktuell zur Krankengeldnachzahlung – Bay LSG, Beschluss vom 15.07.2015 – L 11 AS 389/15 NZB ; SG Hannover, Beschluss v. 27.07.2015 – S 48 AS 2399/15 ER ( Krankengeldnachzahlung in Anlehnung an BSG, Urt. v. 24.4.2015 – B 4 AS 32/14 R); LSG NRW v. 22.7.2013 – L 2 AS 738/13 B – ( Nachzahlung von Verletztenrente ); a. A. zur Elterngeldnachzahlung: SG Augsburg, Urteil vom 21.08.2015 – S 8 AS 126/15
2. 2 SG Hamburg, Beschluss vom 13.11.2015 – S 34 AS 4077/15 ER
Versagung von Leistungen rechtswidrig – Erwerbsfähigkeit – Mitwirkungspflicht – Mitwirkungsaufforderung – § 66 Abs. 3 SGB I – Anordnungsanspruch
2. 3 SG Mainz, Beschluss vom 12.11.2015 – S 12 AS 946/15 ER
Sozialgericht Mainz: Ausschluss von Ausländern von Hartz IV ist verfassungswidrig – spanischen Staatsangehörigen
Quelle: http://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/mainz/nachrichten-mainz/sozialgericht-mainz-ausschluss-von-auslaendern-von-hartz-iv-ist-verfassungswidrig_16393308.htm
Anmerkung: a. A. wohl im Ergebnis: LSG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 05.11.2015 – L 3 AS 479/15 B ER – rechtskräftig – Der Leistungsausschluss nach § 7 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 SGB II verstößt nicht gegen das Recht der Europäischen Union, wie der Europäische Gerichtshof (EuGH) mittlerweile mit Urteil vom 15.09.2015 (C-67/14) entschieden hat (vgl. hierzu Beschlüsse des Senats vom 31.03.2014 – L 3 AS 598/13 B ER, 04.11.2014 – L 3 AS 487/14 B ER, 12.03.2015 – L 3 AS 110/15 B ER und LSG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 13.10.2015 – L 6 AS 454/15 B ER, L 6 AS 455/15 B).
Rechtstipp: SG Mainz, Beschluss vom 2. September 2015 (Az.: S 3 AS 559/15 ER): Die aus § 7 Abs. 2 Satz 2 Nr. 2 SGB II hervorgehende Ausschlussregelung ist als verfassungswidrig einzuschätzen und im Rahmen eines Hauptsacheverfahrens gemäß Art. 100 Abs. 1 Satz GG in Verbindung mit den §§ 13 Nr. 11 und 80 ff. BVerfGG auszusetzen und dem Bundesverfassungsgericht vorzulegen.
2. 4 SG Aurich , Gerichtsbescheid vom 17.08.2011- S 35 AS 46/11
Wohnungserstausstattung – Backofen – Doppelkochplatten – soziokulturelles Existenzminimum
Quelle: http://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=181628&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
Rechtstipp: SG Gelsenkirchen , Urt. v. 31.01.2011 – S 27 AS 411/09 – veröffentlicht im Thomé Newsletter 6.10.2013, Punkt 4: http://tacheles-sozialhilfe.de/startseite/tickerarchiv/d/n/1207/
Ein Herd ist zu den für eine geordnete Haushaltsführung erforderlichen Haushaltsgeräten zu zählen (vgl. hierzu LSG NRW, Urt. v. 02.03.2009 – L 19 AS 78/08) und zwar auch bei einfachen Lebensverhältnissen bei einem alleinstehenden Hilfebedürftigen. Dieser muss sich nicht darauf verweisen lassen, die Versorgung mit einer Kochgelegenheit mit einer Doppelkochplatte sei ausreichend (vgl. hierzu LSG Sachsen- Anhalt, Beschl. v. 18.12.2008 – L 2 B 449/08 AS ER).
2. 5 Sozialgericht Aachen, Urteil vom 13.10.2015 – S 11 AS 168/15
Arbeitslosengeld II – Unterkunft und Heizung – Angemessenheitsprüfung – Vier-Personen-Haushalt – Wohnflächengrenze – schlüssiges Konzept des Grundsicherungsträgers – Mietobergrenze – kostenunangemessene Unterkunft – Umzug erforderlich aufgrund medizinischer Gründe – Zustimmung nach § 22 Abs. 4 SGB II
Quelle: http://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=181586&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
2. 6 Sozialgericht Aachen, Urteil vom 13.10.2015 – S 11 AS 663/15
Arbeitslosengeld II – Ansprüche des Vermieters eines Leistungsberechtigten gegen den Grundsicherungsträger wegen Mietschulden – keine Begründung von Rechtsansprüchen des Vermieters gegen den Grundsicherungsträger durch § 22 Abs 7 SGB 2 nF – auch nicht durch Erklärung der Übernahme der Mietkosten und der direkten Überweisung an den Vermieter – keine zivilrechtliche Haftung des Grundsicherungsträgers
Quelle: http://sozialgerichtsbarkeit.de/sgb/esgb/show.php?modul=esgb&id=181585&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=
Rechtstipp: Zur Rechtsfrage, ob ein Vermieter gegenüber dem Grundsicherungsträger Anspruch auf Zahlung rückständiger Miete hat, ist ein Verfahren beim BSG unter dem Az. B 14 AS 33/15 R anhängig.
3. 1 LSG Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 18.11.2015 – L 8 SO 281/15 B ER
Soweit ein Leistungsausschluss nach dem SGB II anzunehmen ist, wird zu prüfen sein, ob ein Anspruch auf Gewährung vorläufiger Leistungen nach dem SGB XII in Betracht kommt. Zwar schließt auch § 23 Abs. 3 SGB XII den Anspruch eines Ausländers auf Leistungen nach dem Dritten Kapitel des SGB XII aus, sofern dieser eingereist ist um Sozialleistungen zu erlangen, oder sich sein Aufenthaltsrecht allein aus dem Zwecke der Arbeitssuche ergibt, der Ausschluss umfasst jedoch nicht ohne weiteres Ermessensleistungen, wenn diese im Einzelfall gerechtfertigt sind (vgl. LSG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 28. Juli 2014 — L 19 AS 948/14 B ER )
Quelle: Rechtsanwälte Beier & Beier, Gröpelinger Heerstraße 387, 28239 Bremen: http://www.kanzleibeier.eu/lsg-nds-bremen-pkh-bewilligung-fuer-lettischen-eu-buerger-bei-zweifeln-an-leistungsanspruechen-des-sgb-ii-oder-sgb-xii/
4. 1 Landessozialgericht Hamburg, Urteil vom 23.09.2015 – L 2 AL 20/14 – Die Revision wird zugelassen
Zum Anspruch des Klägers auf Gewährung eines Gründungszuschusses – § 93 Abs. 1 SGB III – Ermessensfehlerhaft- Eingliederungsvereinbarung – negative Vermittlungsprognose – Einzelfallbetrachtung –
5. 1 SG Mainz, Urteil vom 22.09.2015, Aktenzeichen S 14 KG 1/15
6. Erbe und Sozialleistung – Bedürftigentestament: Können Hartz-IV-Empfänger erben? Einbeitrag von Deutsche Anwaltauskunft
B 4 AS 47/14 R (http://tinyurl.com/pfarggc)
Geiger in Unterkunfts- und Heizkosten nach dem SGB II – Das Handbuch – 3. Aufl., Stand: 1. Mai 2015 (Fachhochschulverlag), Seite 102:
"Betriebsstrom für Heizanlagen ist daher auch nach dem 1.4.2011 als Bestandteil der Heizkosten i. S. von § 22 SGB II zu übernehmen (so zutreffend SG Altenburg vom 20.10.2014 – S 27 AS 4108/11, Revision unter-B 4 AS 47/14 R)."
S. Tacheles Rechtsprechungsticker KW 06/2015 unter Pkt. 5.1 – http://tinyurl.com/nodtq8u
9. Übersicht zum Zugang zum Arbeitsmarkt und zu Leistungen des SGB II und III etc.für Asylempfänger
10. Arbeitserlaubnis verweigert: Das muss oft nicht sein! – Probleme nach Inkrafttreten des „Asylverfahrensbeschleunigungs
Probleme nach Inkrafttreten des „Asylverfahrensbeschleunigungsgesetzes“.
Momentan mehren sich die Rückmeldungen, dass Ausländerbehörden bei der Erteilung von Arbeitserlaubnissen immer häufiger ablehnen, weil sie das Gesetz so auslegen, als gebe es kein Ermessen mehr. Das muss oft nicht sein – entspricht aber dem Geist, den das "Asylverfahrensbeschleunigungsgesetz" zumindest zwischen den Zeilen verströmt.
• aktualisierte tabellarische Übersicht „Arbeitserlaubnis für Menschen mit BüMA, Aufenthaltsgestattung und Duldung“
• aktualisierte tabellarische Übersicht: „Praktikum für Menschen mit BüMA, Aufenthaltsgestattung und Duldung“
weiterlesen: http://www.ra-fuesslein.de/wordpress/?p=760
Gemeinsame Stellungnahme des Deutschen Richterbundes und des Bundes
Deutscher Sozialrichter zum Referentenentwurf eines Neunten Gesetzes zur
Änderung des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch – Rechtsvereinfachung
(Bearbeitungsstand 12.10.2015)
http://www.drb.de/cms/index.php?id=941&L=%2Fproc%2Fself%2Fenviron
http://www.drb.de/cms/fileadmin/docs/Stellungnahmen/2015/DRB_151113_Stn_Nr_23_AEnderung_SGBII_Rechtsvereinfachung.pdf
http://www.drb.de/cms/index.php?id=886&L=0%20%2522 Autor des Rechtsprechungstickers: Willi 2 von Tacheles – alias Detlef Brock

References: § 2
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 § 7
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 § 7
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 Art. 100
 § 22
 § 22
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 § 93
 § 22