Source: https://www.elo-forum.org/threads/teamleiter-vom-jc-droht-mit-sanktion.105545/
Timestamp: 2019-01-21 04:39:28+00:00

Document:
Teamleiter vom JC droht mit Sanktion | Erwerbslosenforum Deutschland
Themenstarter Herbert1
Stichworte droht sanktion teamleiter
Edit: Falsch gelesen. Kannst Du das Schreiben mal ohne persönliche Daten einstellen? Arbeiten, die Du aus gesundheitlichen Gründen nicht machen kannst, musst Du nicht annehmen §10 SGBII.
Herbert1 sagte :
Kleiner Tipp: Wenn du zum Vorstellungsgespräch gehst, dann sag dem Typen auch, dass du zur Not auch klagen wirst (auf TVöD). Dann kannst du dir zu 99% sicher sein, dass du den Bürgerarbeitsplatz nicht bekommst
SysW0rm sagte :
an meinem Beispiel wird sehr deutlich das die JC Mitarbeiter Null Respekt von
den Hilfebedürftigen haben und diese regelrecht wie " moderne Sklaven "
Ich werde die Nachricht vom Teamleiter an etliche Pressestellen und Zeitungen
weiterleiten und zudem das Ganze aus meiner Sicht und rein objektiv nach Aktenlage schildern.
Der Gipfel der Drohung ist die Aussage mit der - letztmaligen Chance -
Zudem die Behauptungen und Unterstellungen die überhaupt nicht stimmen.
Zudem werde ich den Sachverhalt einigen Anwälten die sich auf das Sozialrecht spezialisiert haben vortragen.
Ich kenne mich zwar in rechtlichen Dingen nicht besonders aus, aber was sich der Teamleiter da geleistet hat geht eindeutig zu weit.
Vermutlich wird er gedacht haben das der Kunde X bei dieser Einschüchterungsnachricht klein bei gibt.
Ja. Aber dieses Spiel funktioniert nur zu zweit - wenn du also nicht mehr mitspielst, dann klappt das nicht mehr so einfach.
- Niemanden wird deine Story interessieren. Nicht mal mehr Mord und Totschlag ist richtige Schlagzeilen wert.
Und für deinen Ärger wird niemand die Druckermaschine anwerfen.^^
Schlag den TL doch mit seinen eigenen Waffen. Ein guter Anfang dazu wäre, statt Zuweisungen, VV, EGV wegzuwerfen, sie abzuheften.
Das hat den Vorteil, dass man stets weiß wann, was, und weshalb geschrieben wurde.
Die Reaktion des TL entlockt mir nur ein müdes , schließlich hast ihm doch die Steilvorlage für diese Mail geboten,
weil du dich offensichtlich um Kopf und Kragen geschrieben hast.
Vermutlich hast du ihm in epischer Breite dargelegt, warum der Job für dich nicht in Frage kommt,
weshalb du den Vorstellungstermin nicht geschafft hast und wieso du den nächsten Meldetermin nicht wahrnehmen kannst oder willst.
Da ist natürlich Polen offen...^^
Grundsätzlich ist es ja richtig, sich nicht alles gefallen zu lassen,
und ich begrüße es ja auch, dass du dich von ihm nicht in die Ecke treiben lassen möchtest,
aber wenn man diesen JC-Trööten an den Karren fahren will, dann sollte man es subtiler machen.
Administrativ - schließlich soll dein Schreiben doch nicht als Pausenfüller durch alle Büros gereicht werden.
Kalt. Ganz kalt - denn Rache will kalt genossen sein.
Und der TL, der erfährt zuletzt davon - dann aber richtig!
an meinem Beispiel wird sehr deutlich das die JC Mitarbeiter Null Respekt von den Hilfebedürftigen haben und diese regelrecht wie " moderne Sklaven " bevormunden.
Ich werde die Nachricht vom Teamleiter an etliche Pressestellen und Zeitungen weiterleiten und zudem das Ganze aus meiner Sicht und rein objektiv nach Aktenlage schildern.
Das letzte "und" im letzten Satz passt nicht - oder wirst du zwei Schilderungen vornehmen?
Zudem wird eine "sachliche" Darstellung die Medien eher wenig jucken. Mach' die Sache persönlicher, wie erniedrigt du dich fühlst, welche Probleme das für dich und deine Familie bedeutet. Emotionalisiere und skandalisiere das Ganze. Die musst die "normalen" Schreiberlinge und Storymacher dort abholen, wo sie stehen. Betroffenheitsjournalismus.
Nimm in deinen Verteiler auch unbedingt möglichst viele Parlamentsabgeordnete aus Stadt, Land, Bund und EU hinzu. Auch die Pressestellen der Fraktionen dieser Gebilde sollten in den Verteiler, die jeweiligen Fraktionsvorsitzenden auch.
Und da die Bundesregierung kaum eine Gelegenheit auslässt, vermeintlich fehlende "Menschenrechte" im Ausland (China, Russland, ...) laut öffentlich zu beklagen:
Nimm auch unbedingt die Büros der Auslandsmedien in deinen Verteiler. Die nehmen solche Stories der staatlichen Erniedrigung, der Zwangsarbeit, der Unterbezahlung usw. innerhalb der angeblichen Wirtschaftslokomotive Deutschland auch gelegentlich auf.
Und um nichts anderes als übles deutsches Obrigheitsverhalten handelt es sich deiner Schilderung zufolge. Und das ist eben leider kein Einzelfall, sondern es hat System - u. a. benannt nach dem verurteilten Kriminellen "Hartz".
Die Dienstaufsichts- und Fachaufsichtsbeschwerde darfst du natürlich auch keinesfalls vergessen.
Ich wünsche dir viel Erfolg! Lass' dir nichts gefallen.
Ja, mir hatte man vor über 6 Monaten eine EGV-VA zugestellt, wo Bürgerarbeit als Ziel festgelegt wurde. Gegen diese EGV-VA klage ich aktuell (mit Anwalt). Mittlerweile habe ich die 2. EGV-VA bekommen, wo die Aktivierungsphase um 3 Monate (auf 9 Monate) verlängert wurde (warum auch immer)!
Laut meiner Recherche muss jeder Bürgerarbeitsplatz nach TVöD bezahlt werden, da diese mit Bundeszuschüssen gefördert werden. Demnach ist es egal, ob du bei einem Verein, bei der Stadt selber oder sonst wo eingesetzt wirst. Auf jeden Fall solltest du deinem SB und dem Arbeitgeber auf die Regelung hinweisen!
Ich hatte mir vor 2 Monaten von meinem SB mal einen Bürgerarbeitsplatz-Vorschlag zeigen lassen! Dort sollte man als Energieberater eingesetzt werden! Diese Stelle ist auf keinen eine zusätzliche Arbeit, da es Firmen gibt, die diese Leistungen auch anbieten! Hier gibt es also auch viele Angriffspunkte!
Laut den offiziellen Zahlen, gibt es 4 Bewerber auf 1 Bürgerarbeitsplatz!
==> http://www.elo-forum.org/buergerarbeit/104729-buergerarbeit-tarifvertrag-bezahlt.html
Mir wurde vom JC mitgeteilt, daß man damals eine MÜNDLICHE
Aktivierungsphase vereinbart hat. Mit anderen Worten die Aktiverungsphase
und Bürgerarbeit wurde nie schriftlich in einer Eingliederungsvereinbarung
festgelegt. Der SB hat zwar damals mit mir über das Thema Bürgerarbeit gesprochen, mehr aber nicht. Nun verstehe ich weshalb man mir die damalige EGV nicht vorlegen will, weil ich überhaupt keine gibt.
Das JC beharrt darauf, das dies auch mündlich gilt.
Abwarten ob was kommt. Alles andere kostet nur unnütz deine Nerven. Ich wette darauf die werden sich nicht melden und wenn dann ist das vorm SG gleich wider vom Tisch gefegt.
Also ruhig Blut. Ich weiß das ist nicht einfach,aber da mußt du durch.
Aktivierungsphase vereinbart hat.
Und wie lief deine Aktivierungsphase ab?
Das JC beharrt darauf, das dies auch mündlich gilt
Und wie wollen die das nachweisen
ich bin sicher das in den nächsten Tagen ein eher " unschöner " Brief vom JC kommen wird. Kann jemand durch Urteile oder durch die Bestimmungen in Sachen Bürgerarbeit darlegen, daß eine Aktivierungsphase in der EGV
genannt sein muß. Es kann doch nicht sein, daß man die Aktiverungsphase
auch mündlich vereinbaren kann, oder etwa doch ?. Ich habe dazu nie meine Einwilligung geäußert.
wie gewohnt die regelmäßigen Termine beim SB und ab und zu VV.
Mehr nicht. Ich denke bei der Aktiverungsphase kann das JC selbst entscheiden, wie die aussehen soll.
Nein, während der Aktivierungsphase nimmt man in der Regel an einer Maßnahme teil, meist 2 mal in der Woche bei einem Maßnahmeträger.
Bürgerarbeit mit vorheriger Aktivierungsphase bedarf der schriftlichen Zuweisung.
An deiner Stelle würde ich den Vorstellungstermin aber wahrnehmen und dort darauf hinweisen, dass du die vorgeschriebene Aktivierungsphase noch nicht durchlaufen hast und deshalb kaum die Bürgerarbeit antreten kannst.
Irgend wo im Netz glaube, sogar hier im Forum, gibt es ein Urteil das folgendes aussagt:
Ohne EGV auch keine Pflichtverletzung. EGV werden schriftlich Erstellt.
Lies auch mal diesen Linkhttps://www.google.com/url?q=http:/...ds-cse&usg=AFQjCNFKHvfc0FhpARdR26-HSgHemOPYSA
laut dem BMAS : Fragen und Antworten
Ist es erforderlich, den Beginn der Aktivierungsphase mit dem Teilnehmer in einer
Eingliederungsvereinbarung festzuhalten?
Die Notwendigkeit, mit jedem Teilnehmer zu Beginn der Aktivierungsphase eine
Eingliederungsvereinbarung abzuschließen, folgt unmittelbar aus § 15 Absatz 1 SGB II.
ist somit die Aussage vom JC falsch, daß man die Aktivierungsphase auch mündlich vereinbaren kann, obwohl ich wie bereits erwähnt nie mündlich oder schriftlich meine Einwilligung dazu gegen habe ?
Ja und die Aktivierungsphase muss sich deutlich von der sonst üblichen Vermittlung unterschieden, das war bei dir nicht der Fall.
Eigentlich sind die Bürgerarbeitsplätze von etlichen Arbeitslosen recht begehrt, die Aktivierungsphase hingegen wurde von allen nur als notwendiges sehr lästiges Übel betrachtet. Bei der Nachbesetzung der Stellen kann es jetzt schon mal vorkommen, dass man die Aktivierungsphase unter den Tisch fallen läßt, da beschwert sich normalerweise keiner.
Das - Ja - gibt mir erstmal ein gutes Gefühl. Abgesehen davon sind rein mündliche " gegenseitige " Vereinbarungen selbst anscheinend laut dem SGB nicht zulässig. Diesbezüglich werde ich mich noch genauer erkundigen, sofern den nächten Tagen die Anhörung wegen der möglichen Sanktion im Briefkasten landet.
Im Prinzip habe ich nichts gegen Bürgerarbeit, wenn meine eigenen Interessen und Anliegen hierbei auch beachtet werden.
Aber wenn man mich anhand von massiven Druck, der sich schon auf meine Psyche sehr negativ auswirkt, zu irgendwas zwingen will was ich nicht möchte, erzeugt man bei mir nur Gegendruck. Das hat auch meine zuständige Sachbearbeiterin erkannt. Wenn ich etwas nicht möchte und zudem nicht zumutbar ist widerlege ich das mit schriftlichen Fakten.
Es gibt solche und solche Sachbearbeiter. Meine ist im Grunde sehr nett und sehr entgegenkommend, obwohl sie sich natürlich an die Weisungen vom JC halten muß. Nun bin ich sehr gespannt was die nächsten Tage und Wochen seitens des Jobcenters mittels Brief bei mir ankommt. Sollte mir tatsächlich ein Sanktionsbescheid zukommen, werde ich mit allen mir verfügbaren Mitteln gegen diesen Teamleiter vorgehen !!!!!!!!!
Dessen Unterstellungen, Behaupten und massiver Drohung mit einer Sanktion kommt in meinen Augen fast schon einer Straftat gleich .
Ich bin innerlich so aufgewühlt und unruhig das ich kurz davor bin den Namen dieses Teamleiters und das JC beim Namen zu nennen.
Aber ich denke jeder hat eine zweite Chance verdient. Der hat sich sicher auch nur auf die mündlichen Aussagen einer anderen Person verlassen.
Zudem möchte ich Frau XXX "danken", das sie sich nicht persönlich an mich gewandt hat, sondern sich gleich beim Vorgesetzen beschwert hat.
Meiner eigentlichen SB möchte ich tatsächlich wirklich danken, das sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten mir auch entgegenkommt und helfen will.
Dafür vielen Dank Frau XXX
Die Wahrscheinlichkeit das dies von den genannten Personen tatsächlich gelesen wird ist sicher äußerst gering. Die werden sich wohl kaum auch noch in ihrer Freizeit mit den Belangen ihrer Kunden auseinandersetzen bzw nachlesen was das " faule Pack " in bekannten Foren sich gibt.
Bei der Nachbesetzung der Stellen kann es jetzt schon mal vorkommen, dass man die Aktivierungsphase unter den Tisch fallen läßt, da beschwert sich
Da stellt sich mir die Frage, ob der Job denn tatsächlich zusätzlich ist, wenn die so dringend Frischfleisch haben wollen. Und zusätzlich, sowie wettbewerbsneutral und im öffentlichen Interesse haben solche Bürgerarbeitsplätze zu sein.
gibt es eine Frist bis wann das JC die Anhörung zum Eintritt einer möglichen Sanktion dem jeweiligen Kunden zukommen lassen muß ?
Gibt es ebenso eine Frist wenn man eine Dienstaufsichtsbeschwerde einreichen will ? Ich denke die richtet man an den Geschäftsführer des zuständigen
Jobcenters. Stimmt das ?
Eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen einen Beteiligten (hier TL) kannste gemäß Art. 17 GG (Petitionsrecht) zu jeder Zeit in einem Verwaltungsverfahren bei dem Behördenleiter einreichen. Diese soll aber begründet und hinreichend bestimmt sein; sprich es muss klar hervorgehen was du mit der Beschwerde begehrst. Weiterhin sollte die Beschwerde den Zusatz eines konkreten Abhilfeantrages beinhalten, z.B. Anordnung das dies oder jenes aufgehoben wird ...
Ich bin gespannt was nun in nächster Zeit passieren wird.
Ich denke wenn jedes JC mit ihren Kunden, was natürlich NIE der Fall sein wird, so
umgehen würde wie das JC Berlin mit Ralf Boes, dann würden solche
formulierten Nachrichten wie in meinem Fall oder allgemein massive Sanktionsandrohungen nicht an der Tagesordnung stehen.
Soweit ich das verfolgt habe faßt das JC Berlin Ralph Boes mit " Samthandschuhen " an und hat sogar Sanktionen ohne Gegenwehr von
Boes zurückgenommen ( angeblich aufgrund von Formfehlern )
Das JC Berlin will anscheinend nicht der " indirekte Helfer " sein, daß die Sanktionen vielleicht irgendwann als verfassungswidrig eingestuft werden.
Die wissen natürlich alle das bundesweit in allen JC Stellen wegfallen werden,
sofern es keine Sanktionen mehr gibt, und die SB im schlimmsten Fall selbst auf der anderen Seite des Tisches sitzen werden.
Wenn die Sanktionen weg sind wird sich als erstes die Büchse der Pandora
( so nannte ein Hartz 4 Empfänger die Zeitarbeit, kann man bei youtube
nachschauen ) ganz von selbst ohne staatliches zutun Schritt für Schritt schließen.
1. Gesundheitlich (un)zumutbare Arbeiten, sind von einem Amtsarzt festzustellen. Ergo - das Jobcenter wird eine amtsärztliche Untersuchung veranlassen/erbitten. Wenn Du eine Arbeit aus gesundheitlichen Gründen ablehnst, wird dem JC keine andere Wahl bleiben.
2. Bürgerarbeit bzw. Aktivierungsphase! Wenn Du keine Kenntnis über eine Aktivierungsphase hast, dann hast Du keine Kenntnis darüber. Gegenteiliges möge man Dir bitte vorweisen!
3. Hört auf mit diesen "Bürgerarbeit muss nach Tariflohn bezahlt werden!" Phrasen. Das ist so leicht gesagt wie "P-Konto darf keine Extrakosten bedeuten!" Alleine bei dem P-Konto gab es vor Jahren schon Gerichtsurteile, die jenes sagten - kürzlich hat sogar der BGH darüber entschieden und noch heute gibt es Institute, die diesem Urteil nicht gefolgt sind.
Frage dazu. Das muss also in einer EGV stehen? Ein Eintrag in deren System, ohne dies demjenigen mitzuteilen, reicht definitiv nicht aus?
Nein, liebe Gelibeh - reicht nicht aus! Es ist ein "Projekt" - hierfür gibt es klare Regeln.
Aber man muss HIER auch mehr Fakten haben - sprich: eingestellte Schreiben!
Da Herbert mich ange-pn-t hat hier mal meine Einschätzung:
Hallo Herbert – wie versprochen: ich habe mir das Thema Bürgerarbeit mal angesehen.
Leider kenne ich mich da im Detail auch nicht aus und kann nur das tun, was jeder tun muss:
Googeln, Infos sammeln und lesen, nachdenken.
Hilfreich ist es immer, wenn Ratsuchende FAKTEN liefern und man nicht seitenlange Diskussionen
lesen muss. (man = ich ;-) Wissen ist Macht – Ohne Wissen = Ohn-Macht.
Zudem gibt es von deiner Seite mehrere Themen – und alle „reißen“ etwas nur an.
Einiges sind – wie ich es überflogen habe – ja noch „halbgare Kopfszenarien“ – also noch nix wirklich passiert … außer Drohszenarien.
Aber du hast zu BÜRGERARBEIT konkret hier nachgefragt - ich versuche mal auf meine Weise zu „dröseln“, was bisher an
Infos da ist und wie meine persönliche Einschätzung hier ist – vieles wurde dir bereits hier schon genannt.
„Die Notwendigkeit, mit jedem Teilnehmer zu Beginn der Aktivierungsphase eine
Eingliederungsvereinbarung abzuschließen, folgt unmittelbar aus § 15 Absatz 1 SGB II.“
Falsch. AUFPASS! WO genau liest sich das so, wie von dir interpretiert?
Man muss bei Gesetzestexten sehr genau hinschauen – hier heißt es:
Die Agentur für Arbeit SOLL im Einvernehmen mit dem kommunalen Träger mit jeder erwerbsfähigen leistungsberechtigten
Person die für ihre Eingliederung erforderlichen Leistungen vereinbaren …
SOLL heißt nicht müssen. Bei „Maßnahmen“ ist es so, dass diese auch OHNE eine EGV zugewiesen werden können. Zugewiesen = Zuweisung.
Schriftlich – für deren Inhalt gibt es Vorgaben (Geschäftsanweisungen googeln)
Und ERWERBSFÄHIG muss man sein, d.h. die Erwerbsfähigkeit und deren Umfang müssen klar sein.
Also: die von dir verwendeten Vokabeln „Notwendigkeit, jeder Teilnehmer, zu Beginn der Aktivierungsphase und „ist“ abzuschließen … fehlen in dem § 15 völlig.
DAMIT kann man schlecht argumentieren.
Auch der VDK schreibt in einer Info zur Bürgerarbeit (siehe pdf Anlage): „Sie soll die „Ein-Euro-Jobs“ teilweise ersetzen.
Ziel ist, wie bei allen Maßnahmen der Arbeitsverwaltung, die Integration in den ersten Arbeitsmarkt.
Alle arbeitslos gemeldeten Bürger (§16 SGB III) die Hartz IV Leistungen beziehen (§ 7 SGB II) und trotz intensiver Bemühungen
nicht auf dem normalen Arbeitsmarkt eine Beschäftigung finden,
können im Wege einer zwingend vorgeschriebenen Eingliederungsvereinbarung (§ 15 Abs. 1 SGB II) zur Bürgerarbeit verpflichtet werden.
Die Auswahl trifft das Jobcenter. Eine Verweigerung der Arbeit löst eine Sanktion aus.“
ICH sehe allein aus dem § 15 hier KEINE ZWANGSVORSCHRIFT für eine EGV.
Das Projekt Bürgerarbeit hat m.E. auch ganz eigene Regelungen.
(PS: mich pers. stört auch das Wort "verpflichtet" - ich denke, wegen Aktivierung etc. KANN das nur einvernehmlich laufen!)
Wie wir alle aus der Praxis wissen, neigen die SBs dazu, der EGV gleich einen VA folgen zu lassen, ist man nicht von Anfang an „brav“. Nun … bei VA hat man bessere Ausgangsmöglichkeiten als bei einer selbst unterzeichneten EGV. Das sollte nun jedem klar sein!
In diesem Infoblatt heißt es jedoch weiter: „Zwingend vorgeschrieben ist eine 6-monatige Aktivierungsphase an die sich die Beschäftigung anschließt.
Die Beschäftigung selbst ist eine reguläre sozialversicherungspflichtige Beschäftigung mit einem Mindestbruttogehalt von 900 € bei 30 Wochenstunden und 600 € bei 20 Wochenstunden.
Der Arbeitgeber erhält zusätzlich noch den Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung.
Ansonsten gelten die jeweils gültigen tarifvertraglichen Regelungen (Tarifvertrag) oder die ortsübliche Bezahlung.
Auch hier gilt wie bei den Ein-Euro-Jobs, dass die Arbeit zusätzlich und im öffentlichen Interesse sein muss.“
DAS sehe ich nach den bisherigen Infos über das Thema auch so!
In dem 2. Pdf (Fragen und Antworten …) steht dies auch klar so drin – allerdings auch (ohne EGV!), dass Sanktionen möglich sind („Fördern und Fordern“) – allein aus dem SGB heraus.
Allerdings: nur bei Ablehnung ZUMUTBARER Maßnahmen oder Bürgerarbeit „ohne wichtigen Grund“.
HIERAUF sollten wir uns stützen! Dazu braucht es aber mehr Infos deinerseits.
NUN wäre es also hilfreich, dass du ein paar Fakten ohne großes Drumherum KLAR stellst, sonst können wir noch Tage rum eiern … bitte der Reihe nach.
a) hast du einen Vermittlungsvorschlag erhalten über Bürgerarbeit – oder was für ein Schriftstück.
Bitte hier mal einstellen.
b) HANDELT es sich überhaupt um BÜGERARBEIT – was ist die Bezeichnung des Jobs, den du machen sollst …
wer ist der „Träger“?
Hast du nachgeprüft, ob diese „Bürgerarbeit“ den gängigen Vorgaben entspricht (Zusätzlichkeit!)?
c) hattest du KENNTNIS davon – ist es irgendwo mal besprochen und festgehalten worden,
dass es bei Euch dieses „Modellprojekt“ gibt … DU ein „Auserwählter“ sein sollst …
und welches Verfahren … Spielregeln … es hierzu nun gibt?
Laut BVA Internet: Hinweise für Grundsicherungsstellen sind hierzu eben mehrere „Phasen“ notwendig.
Dazu gibt es auf der Seite auch einen LEITFADEN.
Wenn dir das alles „nicht bekannt“ vorkommt und du völlig „überrascht“ vom Thema Bürgerarbeit bist, hat man wohl die Vorgaben nicht eingehalten.
Der TL spricht aber von einem „gesundheitsangepassten Arbeitsplatzes“.
WIE kommt das hier zustande und was hat das mit Bürgerarbeit zu tun.
Es ist unumgänglich, dass du dich klar ausdrückst und auch mal deine Zuweisung/VV einstellst.
Auch die RFB ist wichtig zu lesen!
Wenn er von einem „gesundheitsangepassten Arbeitsplatz“ spricht, habe ich im Kopf: aha, hier haben Gespräche stattgefunden,
es ist ein „normaler Arbeitsplatz“, ein „normaler VV“, die gesundheitlichen Einschränkungen
sind bekannt und berücksichtigt worden.
DAS wäre aber ein ganz anderer Fakt!
Also bitte Aufklärung hier!
Das, was dir der TL da so salopp unterstellt, ist – ich gehe davon aus, dass deine Version hier stimmt – schlicht eine Frechheit.
Jedoch würde ICH hier (noch) keine Kraft in eine Beschwerde setzen.
Diese dümmlichen Unterstellungen kann ich dir gern bei einem Antwortschreiben „nebenbei“ weg-formulieren
ICH würde auch nicht viel Energie in die ganzen gesetzlichen Fakten stecken, sondern das Augenmerk legen auf
a) die Vorschriften zur Bürgerarbeit und Aktivierung wurden nicht eingehalten,
b) dir war das Ganze überhaupt nichtbekannt und nicht vorgestellt worden,
mithin bist du nicht einbezogen worden und
c) NACHWEIS deines wichtigen Grundes: gesundheitlich nicht zumutbar.
„Nebenbei“ die Unterstellungen wegformulieren.
ICH bin auch der Meinung: was zumutbar ist und was nicht, bestimme erst einmal ICH.
Ist jemand anderer Meinung, kann er mit mir streiten, notfalls vorm SG.
Zwangsarbeit in Deutschland gibt es (noch) nicht!
Allerdings brauchst du da schon konkrete und nachvollziehbare, ärztlich zu belegende Gründe!
Fazit: bitte alle Fakten klären – wie oft haben „wir“ hier schon Zeit und Mühen eingesetzt und am Ende vom Lied war alles anders,
als seitenlang geschildert und tagelang diskutiert. *seufz*
Ich würde nicht lang mit Gesetzestexten streiten und winken - sondern, wenn nicht zumutbar, dann dies ordentlich belegen.
Bürgerarbeit_Fragen.pdf
Bürgerarbeit VDK.pdf
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Dann könntest Du mal nach dem entsprechenden Thread des Forenwesens 'Vader' schauen ... Der hat dieses Vorstellungsgespräch im vergangenen Jahr(?) (2012?) sehr hübsch absolviert ... und fein einfühlsam & ausführlich davon berichtet ... Den wollten sie, wie es nach seinen Berichten ausschaute, da auch unbedingt haben.​
nureinKunde sagte :
Da scheint Herbert ja viele PN versendet zu haben!

References: §10
 § 15
 Art. 17
 BGH 
 § 15
 § 15
 § 15