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Timestamp: 2016-10-25 13:46:04+00:00

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4P.299/2005 (31.01.2006)
Karl Sp�hler,
Am 16. Oktober 1997 schlossen die Z.________ AG als Unternehmerin (urspr�ngliche Kl�gerin) und A.________ (Beschwerdegegner) als Bauherr und Eigent�mer des zu bebauenden Grundst�cks einen Bauwerkvertrag ab. Der Vertrag regelte die von der Z.________ AG zu erbringenden Baumeisterarbeiten. F�r s�mtliche vereinbarte Arbeiten wurde eine Entsch�digung von Fr. 810'118.- festgelegt. Diese Summe enthielt Abbruch- und Erdarbeiten zu je einem Pauschalpreis von Fr. 50'000.- (recte: 50'500.-) bzw. Fr. 29'600.-. Der Kostenaufwand f�r die Baustelleneinrichtung, die Ger�ste, den Baumeisteraushub, die Kanalisationen im Geb�ude, die Beton- und Stahlarbeiten sowie die Maurerarbeiten wurde mittels Einheitspreisen veranschlagt. Die Summe der zu erwartenden Einheitsleistungen und die Pauschalen ergaben den Gesamtbetrag von Fr. 810'118.-.
Da es nach Abschluss der Bauarbeiten zwischen der Z.________ AG und der Bauherrschaft zu Differenzen bez�glich des geschuldeten Werklohnes kam, reichte die Z.________ AG am 2. Mai 2000 beim Bezirksgericht Liestal eine Forderungsklage ein und verlangte, der Beschwerdegegner sei zu verpflichten, ihr Fr. 455'356.70 zuz�glich Zins zu 5 % seit 28. Oktober 1999 zu bezahlen.
Mit Urteil vom 27. Mai 2004 hiess das Bezirksgericht Liestal die Klage teilweise gut und verurteilte den Beschwerdegegner, der Klagpartei Fr. 20'648.55 nebst Zins zu 5 % seit 28. Oktober 1999 zu bezahlen. Ferner traf es die entsprechenden Anordnungen bez�glich der Bauhandwerkerpfandrechte und der h�ngigen Betreibungen (Ziff. 3-7).
Die X.________ AG und - eventuell - die Y.________ AG (Beschwerdef�hrerinnen) beantragen dem Bundesgericht mit staatsrechtlicher Beschwerde, das Urteil des Kantonsgerichts Basel-Landschaft vom 12. Juli 2005, Ziff. I-IV, sei aufzuheben und es sei die Sache im Sinne der bundesgerichtlichen Erw�gungen zur neuen Entscheidung an das Kantonsgericht Basel-Landschaft zur�ckzuweisen. Ferner stellen sie folgende prozessuale Antr�ge:
"1. Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass die im Rubrum aufgef�hrte X.________ AG Rechtsnachfolgerin der bisherigen Kl�gerin Z.________ AG ist und es sei die Parteibezeichnung der Beschwerdef�hrerin/Kl�gerin auf X.________ AG zu �ndern.
2. F�r den Fall, dass sich das Bundesgericht auf den Standpunkt stellen sollte, dass der �bergang des Verfahrens durch Spaltung nicht durch eine Universalsukzession erfolgt und somit ein Parteiwechsel erforderlich ist, sei das Verfahren zu sistieren und es sei der Beschwerdegegner aufzufordern zu erkl�ren, ob er dem Parteiwechsel zustimmt.
3. Sollte sich der Beschwerdegegner weigern, dem Parteiwechsel zuzustimmen, sei davon Vormerk zu nehmen, dass das Verfahren durch die Y.________ AG gef�hrt wird."
Der Beschwerdegegner beantragt, die Beschwerde abzuweisen, soweit auf sie eingetreten werden k�nne. Das Kantonsgericht beantragt Abweisung der Beschwerde.
Parallel zur staatsrechtlichen Beschwerde haben die Beschwerdef�hrerinnen in gleicher Sache eidgen�ssische Berufung eingelegt.
Erhebt eine Partei gleichzeitig staatsrechtliche Beschwerde und Berufung, so ist in der Regel zuerst �ber die staatsrechtliche Beschwerde zu befinden und wird der Entscheid �ber die Berufung ausgesetzt (Art. 57 Abs. 5 OG). Vorliegend besteht kein Anlass, anders zu verfahren.
Vorweg sind die prozessualen Antr�ge der Beschwerdef�hrerinnen zu behandeln.
2.1 Sie machen geltend, mit Tagebucheintrag vom 22. Juni 2005 seien die Aktiven und das Fremdkapital der urspr�nglichen Kl�gerin, der Z.________ AG, infolge Fusion auf die "X.________ AG", Z�rich, �bergegangen. Die Fusion bewirke eine Universalsukzession. Die Rechtsnachfolge aufgrund von Gesamtnachfolge gelte nicht als Parteiwechsel. Die gleichen Grunds�tze kenne das basellandschaftliche Zivilprozessrecht. Nach der Fusion sei folglich die X.________ AG Kl�gerin im kantonalen Verfahren geworden.
Mit Tagebucheintrag ebenfalls vom 15. Juli 2005 seien gest�tzt auf den Spaltungsvertrag vom 18. April 2005 die Aktiven und Passiven, die sich auf das operative Gesch�ft der (alten) X.________ AG bezogen h�tten, also insbesondere auch die Werkvertragsforderung gegen�ber dem Beschwerdegegner und die damit zusammenh�ngenden Aktiven und Passiven, auf die "W.________ AG" �bertragen worden. In der alten X.________ AG, die in der Folge auf "Y.________ AG" umfirmiert worden sei, seien nur die Liegenschaften verblieben.
2.2 Diesen Ausf�hrungen der Beschwerdef�hrerinnen ist beizupflichten. Zu unterscheiden sind die beiden Teile der Transaktion:
2.2.1 Die Fusion bewirkt eine Universalsukzession. Mit der Eintragung ins Handelsregister gehen alle Aktiven und Passiven der �bertragenden Gesellschaft von Gesetzes wegen auf die �bernehmende Gesellschaft �ber (Art. 22 des Bundesgesetzes vom 3. Oktober 2003 �ber Fusion, Spaltung, Umwandlung und Verm�gens�bertragung [Fusionsgesetz, FusG ; SR 221.301]; Tsch�ni/Meinhardt/ Papa, Basler Kommentar, N. 6 zu Art. 22 FusG; Vogel/Heiz/Behnisch, Fusionsgesetz, Kommentar, Z�rich 2005, N. 6 zu Art. 22 FusG). Wie die Beschwerdef�hrerinnen zutreffend bemerken, gilt die Rechtsnachfolge aufgrund von Gesamtnachfolge nicht als Parteiwechsel (Art. 17 Abs. 3 BZP i.V.m. Art. 40 OG). Folglich wurde im Zuge des ersten Teils der Transaktion (Fusion) die (alte) X.________ AG durch Universalsukzession Gl�ubigerin der eingeklagten Forderung und - ohne dass die Zustimmung der Gegenpartei erforderlich w�re - Klagpartei im vorliegenden Verfahren (vgl. Tsch�ni/Meinhardt/ Papa, a.a.O., N. 16 zu Art. 22 FusG).
2.2.2 Die Spaltung bewirkt eine partielle Universalsukzession. Mit der Eintragung ins Handelsregister gehen alle im Inventar aufgef�hrten Aktiven und Passiven von Gesetzes wegen auf die �bernehmende Gesellschaft �ber (Art. 52 FusG; Watter/B�chi, Basler Kommentar, N. 3 zu Art. 52 FusG; Vogel/Heiz/Behnisch, a.a.O., N. 6 und 7 zu Art. 52 FusG). Dabei ist mit der beinahe einhelligen Lehre "partiell" dahingehend zu verstehen, dass es sich qualitativ um eine vollwertige Universalsukzession handelt, die aber quantitativ auf die im Inventar genannten Verm�genswerte beschr�nkt ist. "Partiell" bezieht sich mithin nur auf den Umfang der Universalsukzession, nicht auf deren Rechtswirkungen (Watter/B�chi, a.a.O., N. 4 ff. zu Art. 52 FusG, die mit �berzeugenden Argumenten die teilweise anders lautenden, aber nicht weiter begr�ndeten Ausf�hrungen der Botschaft, BBl 2000 4445, widerlegen, und N. 12 mit Hinweisen; Vogel/Heiz/Behnisch, a.a.O., N. 10 zu Art. 52 FusG mit Hinweisen; Lukas Glanzmann, Umstrukturierungen: Eine systematische Darstellung des schweizerischen Fusionsgesetzes, Bern 2006, S. 254, Rz. 658; Anderer Meinung scheint zu sein: Hanspeter Kl�y, Das Fusionsgesetz - ein �berblick, Der Bernische Notar 2004, S. 185 ff., S. 234, wiewohl auch er anerkennt, dass die gem�ss Inventar �bertragenen Verm�gensteile uno actu, unter Dispensation von den Vorschriften �ber die Singularsukzession, �bergehen). Demgem�ss ist auch die Spaltung als Gesamtnachfolge im Sinne von Art. 17 Abs. 3 BZP zu betrachten und gilt somit nicht als Parteiwechsel. Im vorliegenden Fall bedeutet dies, dass die abgespaltene W.________ AG, die sp�ter in "X.________ AG" umfirmiert wurde, Kl�gerin geworden ist, ohne dass es einer Zustimmung des Beschwerdegegners bed�rfte.
2.3 Dies anerkannt auch der Beschwerdegegner. Er bestreitet aber, dass die im Fusions- resp. Spaltungsplan aufgef�hrten Forderungen mit zwei Ausnahmen (Forderungen �ber Fr. 613.85 und Fr. 4'994.40) mit den eingeklagten Forderungen identisch seien, so dass es f�r die anderen Forderungen an der Beschwerdelegitimation fehle.
Es trifft zwar zu, dass anhand der von den Beschwerdef�hrerinnen eingereichten Unterlagen nicht exakt nachvollzogen werden kann, dass die von der Z.________ AG an die durch Fusion bzw. Spaltung an die �bernehmenden Gesellschaften �bergegangenen Forderungen im Einzelnen den eingeklagten Forderungen entsprechen. Im Kontoauszug der X.________ AG vom 12. Mai 2005 (Beschwerdebeilage 3) ist unter dem Sammelkonto "1114 Debitoren Sammelkonto Hu" ein Debitorenbetrag von Fr. 720'598.83 verbucht. Dass in diesem Betrag die eingeklagten Forderungen enthalten seien, soll sich nach der Behauptung der Beschwerdef�hrerinnen aus der Debitoren-F�lligkeitsliste der Z.________ AG per Dezember 2004 ergeben. Diese Liste (Beschwerdebeilage 5) f�hrt unter der Nr. 23291 zulasten des Beschwerdegegners einen ausstehenden Betrag von Fr. 467'350.40 auf. Die einzelnen der acht aufgef�hrten Positionen lassen sich indessen nicht schl�ssig den einzelnen Positionen der Klagforderung zuordnen, und die Beschwerdef�hrerinnen zeigen dies auch nicht auf. Entgegen der Auffassung des Beschwerdegegners folgt daraus aber nicht, dass die Legitimation der Beschwerdef�hrerinnen streckenweise verneint werden m�sste. Entscheidend ist, dass der zulasten des Beschwerdegegners aufgef�hrte Schuldbetrag von Fr. 467'350.40 den eingeklagten Betrag von Fr. 455'356.70 �bersteigt, mithin nicht angenommen werden kann, die Z.________ AG habe vor der Fusion die Klagforderung (teilweise) abgeschrieben. Die Klagforderung ist vielmehr umfangm�ssig vom verbuchten Debitorensaldo zulasten des Beschwerdegegners gedeckt, was f�r die Bejahung des �bergangs der Klagforderung im Rahmen der Fusion gen�gt.
Sodann wird im Spaltungsvertrag vom 18. April 2005 (Beschwerdebeilage 11) dargelegt, dass der gesamte operative Betriebsteil �bertragen werde und somit s�mtliche Aktiven und Passiven, die sich nach dem gepr�ften Zwischenabschluss der �bertragenden Gesellschaft ergeben, mit Ausnahme der im nachstehenden Inventar genannten Aktiven und Passiven auf die neu zu gr�ndende Gesellschaft (die W.________ AG) �bergehen (Ziffer 3.2). In diesem nachstehenden Inventar werden aber die Forderungen gegen�ber dem Beschwerdegegner nicht aufgef�hrt. Sie gingen somit - in �bereinstimmung damit, dass sie aus dem �bertragenen operativen Betriebsteil stammen -, auf die W.________ AG, die sp�ter in "X.________ AG" umfirmiert wurde, �ber.
Es hat sich demnach ergeben, dass die X.________ AG zufolge der erw�hnten Transaktionen Gl�ubigerin der eingeklagten Forderungen geworden ist und - ohne zustimmungsbed�rftigen Parteiwechsel - als Kl�gerin und legitimierte Beschwerdef�hrerin im vorliegenden Prozess auftreten kann. Der prozessuale Hauptantrag (Ziffer 1) erweist sich als begr�ndet.
2.4 Damit wird der prozessuale Eventualantrag (Ziffer 2), das Verfahren zu sistieren und den Beschwerdegegner aufzufordern zu erkl�ren, ob er dem Parteiwechsel zustimmt, hinf�llig.
2.5 Das Gleiche gilt f�r den prozessualen Subeventualantrag (Ziffer 3), wonach - sollte sich der Beschwerdegegner weigern, dem Parteiwechsel zuzustimmen - davon Vormerk zu nehmen sei, dass das Verfahren durch die Y.________ AG gef�hrt werde.
Dieser Antrag hat sich indessen in einer (eventuellen) Beschwerdef�hrung durch die Y.________ AG niedergeschlagen. Nachdem sich ergeben hat, dass die (neue) X.________ AG Gl�ubigerin der eingeklagten Forderung ist und als Kl�gerin und legitimierte Beschwerdef�hrerin im vorliegenden Prozess auftreten kann (Erw�gung 2.3), scheiden die n�mlichen Eigenschaften f�r die Y.________ AG aus. Sie besitzt demnach kein rechtlich gesch�tztes Interesse an der Beschwerdef�hrung. Auf ihre Beschwerde ist mangels Legitimation nicht einzutreten.
Das Nichteintreten auf die Beschwerde der Y.________ AG zieht die entsprechenden Kostenfolgen nach sich (vgl. Erw�gung 7). Daran �ndert nichts, dass die Beschwerdeerkl�rung nur "eventuell" erfolgte. Denn die bedingte Anfechtung eines Entscheids ist nach dem Grundsatz, dass Prozesshandlungen im Allgemeinen bedingungsfeindlich sind (Guldener, Schweizerisches Zivilprozessrecht, 3. Aufl., Z�rich 1979, S. 262), nur in Ausnahmef�llen zul�ssig (vgl. BGE 127 II 306 E. 6c S. 312 mit Hinweisen; 101 Ib 216 E. 2). Die blosse Unsicherheit �ber die Parteieigenschaft bzw. Legitimation vermag keine Ausnahme zu begr�nden. Auf die im Namen der Y.________ AG erhobene Beschwerde ist daher - mit Kostenfolgen - nicht einzutreten.
Die folgenden Erw�gungen beziehen sich auf die im Namen der X.________ AG (diese wie auch die urspr�ngliche Kl�gerin nachfolgend Beschwerdef�hrerin genannt) erhobene Beschwerde.
In einer ersten R�ge wird die "willk�rliche Verneinung der aus der Behauptungslast folgenden Pflichten" geltend gemacht. Das angefochtene Urteil werfe der Beschwerdef�hrerin vor, sie habe ihre Behauptungslast ungen�gend wahrgenommen. Im Schluss des Kantonsgerichts, in Anbetracht dieses Ergebnisses er�brigten sich die von den Parteien in den Rechtsschriften gef�hrten Auseinandersetzungen �ber die Anforderung an die Substanziierung, liege eine Verletzung sowohl des Anspruchs auf rechtliches Geh�r als auch des Willk�rverbots. Es sei zumindest krass widerspr�chlich, wenn das angefochtene Urteil die Durchf�hrung einer Expertise verweigere und gleichzeitig sage, den Beweisen (gemeint u.a. Expertise) sei der Umfang und die Ursache des Mehraufwandes nicht zu entnehmen.
Soweit diese R�ge �berhaupt verst�ndlich ist, erweist sie sich als unbegr�ndet. Die Beschwerdef�hrerin st�sst sich an der Nichtabnahme der beantragten Expertise. Vorgelagert zur Beweisf�hrung greift die Behauptungslast, das heisst die Parteien m�ssen - bis zum prozessual zul�ssigen Zeitpunkt - die rechtsbegr�ndenden bzw. rechtsaufhebenden Tatsachen behaupten (Vogel/Sp�hler, Grundriss des Zivilprozessrechts, 8. Aufl., Bern 2006, Kap. 10, Rz. 54, S. 264). Nach der Verhandlungsmaxime st�tzt das Gericht seinen Entscheid auf Tatsachen, die von den Parteien form- und fristgerecht behauptet und - soweit beweisbed�rftig - bewiesen worden sind. Zuerst m�ssen sie aber rechtskonform behauptet werden. Wenn das Kantonsgericht zum Schluss gelangte, die Beschwerdef�hrerin habe ihre Behauptungslast ungen�gend wahrgenommen, so kann dies nicht mit der Begr�ndung, eine beantragte Expertise sei nicht abgenommen worden, als willk�rlich oder als Verletzung des rechtlichen Geh�rs ger�gt werden.
In einer zweiten R�ge wird die "Verletzung des rechtlichen Geh�rs und Willk�r bei der Substanziierungspflicht" geltend gemacht. Das Kantonsgericht habe die Frage der Anforderungen an die Substanziierungspflicht offen gelassen, weil die Beschwerdef�hrerin nicht dargelegt habe, in welchen Bereichen Bestellungs�nderungen und aus welchen konkreten Begebenheiten sie erfolgt seien. Vor allem, wenn aus letzterem Grund eine Klage abgewiesen werde, sei es verfassungswidrig, die Frage der Substanziierung offen zu lassen. Der Vorwurf des Kantonsgerichts an die Beschwerdef�hrerin, ihre Behauptungslast bez�glich Umfang und Ursache der Mehrforderung ungen�gend wahrgenommen zu haben, sei nicht nur unrichtig, sondern offensichtlich unhaltbar, d.h. willk�rlich und aktenwidrig. In der Klagbegr�ndung an das Bezirksgericht Liestal sei auf vielen Seiten im Einzelnen dargelegt, worin die Mehrleistungen bestanden h�tten. Dabei h�tten die Ausf�hrungen in der Klagschrift eine Erg�nzung durch die sehr zahlreichen gleichzeitig eingereichten Beilagen erfahren, was nach der ZPO/BL nicht unzul�ssig sei. Zum Beleg der Aktenwidrigkeit werden in der Beschwerde auf elf Seiten die Ziffern 13 bis 26 der Klagschrift w�rtlich zitiert, ohne aber im Einzelnen aufzuzeigen, welche konkreten Behauptungen bez�glich Umfang und Ursache der Mehrforderung das Kantonsgericht willk�rlich ausser Acht gelassen haben soll.
Darauf ist nicht einzutreten. Es ist nicht Aufgabe des Bundesgerichts, in der (zitierten) Klagschrift und den umfangreichen Klagbeilagen nachzuforschen, welche konkreten Behauptungen zu Umfang und Ursache der Mehrforderung daraus zu entnehmen sind, die das Kantonsgericht aber willk�rlich �bergangen haben soll. Immerhin zeigt eine Durchsicht der zitierten Ziffern der Klagschrift, dass zwar die angeblich erbrachten und fakturierten Leistungen der Beschwerdef�hrerin aufgef�hrt werden, indessen keine Ausscheidung der Mehrleistungen erfolgt, die �ber die aufgrund des Werkvertrags vom 16. Oktober 1997 zu erbringenden Leistungen hinaus gehen. Entsprechend fehlen Behauptungen zur Ursache solcher Mehrleistungen. Was die umfangreichen Klagbeilagen anbelangt, welche die Ausf�hrungen der Klage erg�nzt haben sollen, ist zudem in keiner Weise dargetan, dass das basellandschaftliche Zivilprozessrecht es gen�gen l�sst, wenn die Behauptungen erst den Beilagen entnommen werden k�nnen. Im Gegenteil bestimmt � 104 Abs. 2 lit. c ZPO/BL, dass die schriftliche Klage eine "kurze und deutliche Darstellung der Tatsachen, welche das Rechtsbegehren begr�nden", enthalten soll. Die Behauptungen m�ssen demnach der Klagschrift selber, nicht erst den Beilagen zu entnehmen sein (Staehelin/Sutter, Zivilprozessrecht, Z�rich 1992, � 13 Rz. 8, S. 137). Entsprechend befanden denn auch beide kantonale Instanzen, dass die Klagbegr�ndung die Anforderungen von � 104 Abs. 2 lit. c ZPO/BL mit blossen Verweisen auf Rechnungen und Rapporte nicht erf�lle.
5.1 Sodann r�gt die Beschwerdef�hrerin eine willk�rliche antizipierte Beweisw�rdigung. Sie bestreitet, dass die beantragte Expertise ein offensichtlich untaugliches Beweismittel sei. Die Expertise h�tte aufgrund der urspr�nglichen Pl�ne zumindest die sichtbaren Mehr- bzw. Zusatzleistungen feststellen und deren Wert sch�tzen k�nnen. Damit k�nne aber auch auf die Vielzahl von Personen- und Maschineneins�tzen geschlossen werden. Dasselbe gelte f�r den Materialaufwand. Ein Beweismittel d�rfe nur dann wegen Untauglichkeit nicht abgenommen werden, wenn es vollumf�nglich, d.h. hier f�r alle aufgef�hrten Mehrleistungen, untauglich sei. Das behaupte aber selbst das Kantonsgericht nicht. Es spreche nur davon, "viele der aufgef�hrten Leistungen" k�nnten nicht mehr ermittelt werden. Somit h�tte die Einholung der Expertise nicht verweigert werden d�rfen, ansonsten eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs und eine willk�rliche antizipierte Beweisw�rdigung vorliege. Die zur Expertise beantragten Punkte seien auch rechtserheblich. F�r sein Vorgehen k�nne das Kantonsgericht keine sachlichen Gr�nde angeben, was ebenfalls eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs indiziere. Es st�tze sich mit Bezug auf die Feststellbarkeit der strittigen Leistungen auf blosse Vermutungen. Es habe verkannt, dass es einem Experten m�glich sei, von den am Bau festgestellten Zusatzarbeiten auf die dazu n�tig gewesenen Personen- und Maschineneins�tze sowie auf den zus�tzlichen Materialaufwand zu schliessen. Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 9 BV w�rden verletzt. Der Entscheid sei auch willk�rlich, weil er gegen den Gerechtigkeitsgedanken verstosse. Es seien sehr viele Mehrleistungen am Bau vollbracht worden. Wenn nun verhindert werde, dass ein Unternehmer deren quantitativen und qualitativen sowie wertm�ssigen Auswirkungen - zum Beispiel durch eine Expertise - beweisen k�nne, so sei dies unter dem Gerechtigkeitsgedanken �usserst stossend, werde doch damit in willk�rlicher Weise gleichzeitig die Findung des materiellen Rechts verweigert.
5.2 Der Anspruch auf rechtliches Geh�r nach Art. 29 Abs. 2 BV umfasst insbesondere das Recht des Betroffenen, sich vor Erlass eines in seine Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu �ussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisantr�gen geh�rt zu werden und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu �ussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 127 I 54 E. 2b; 126 I 15 E. 2a/aa S. 16; 118 Ia 17 E. 1c). Indessen gilt der formale, im vorliegenden Verfahren angerufene Anspruch auf Abnahme und W�rdigung der angebotenen Beweise in seiner verfassungsrechtlichen Ausgestaltung nicht unbeschr�nkt. Nach der Rechtsprechung darf vielmehr das Beweisverfahren geschlossen werden, wenn die noch offenen Beweisantr�ge offensichtlich untauglich sind oder eine rechtsunerhebliche Tatsache betreffen, oder wenn das Gericht aufgrund der bereits abgenommenen Beweise seine �berzeugung gebildet hat und willk�rfrei davon ausgehen darf, diese w�rde durch weitere Beweiserhebungen nicht ersch�ttert (antizipierte Beweisw�rdigung; vgl. BGE 131 I 153 E. 3 S. 157; 124 I 208 E. 4a S. 211, je mit Hinweisen; 122 II 464 E. 4a; 119 Ib 492 E. 5b/bb S. 505 f.).
Das Bundesgericht greift in eine antizipierte Beweisw�rdigung nur ein, wenn sie willk�rlich und damit offensichtlich unhaltbar ist, namentlich wenn sie eine prozessuale Vorschrift oder einen unumstrittenen Grundsatz des Beweisrechts krass verletzt oder sonst wie in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft (BGE 129 I 8 E. 2.1; 124 I 208 E. 4a). Inwiefern dies zutreffen soll, ist in der staatsrechtlichen Beschwerde klar und detailliert aufzuzeigen (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG).
5.3 Das Kantonsgericht verzichtete auf die Einholung der Expertise zun�chst mit der Begr�ndung, die Durchsicht der Regierapporte und des Ausmasses vom 12. M�rz 1999 lasse vermuten, dass viele der aufgef�hrten Leistungen zum heutigen Zeitpunkt bzw. schon nach Abschluss der Bauarbeiten nicht mehr sichtbar seien bzw. waren. Nebst anderem handle es sich vor allem bei den Regierapporten um Auflistungen einer Vielzahl von Personen- und Maschineneins�tzen, welche naturgem�ss keine Spuren hinterliessen, die im Nachhinein konkret einer Zusatzarbeit zugeordnet werden k�nnten. Auch betreffend den Materialaufwand m�sse bezweifelt werden, inwiefern eine Abgrenzung des allenfalls zus�tzlichen vom urspr�nglich Veranschlagten ermittelt werden k�nnte.
Das Kantonsgericht blieb aber bei dieser Begr�ndung nicht stehen, sondern f�hrte weiter aus, auch wenn man diese Zweifel ausser Acht liesse und eine zuverl�ssige Ermittlung von Existenz und Umfang der Mehrleistung in einem vern�nftigen Zeit- und Kostenrahmen f�r m�glich hielte, bliebe die Frage nach der Zuordnung der Mehrleistungen ungekl�rt, da diese auch vom Experten nicht mehr ermittelt werden k�nnte. Denn wie sollte der Experte eine m�ndliche Auftragserteilung seitens der Bauherrschaft oder die unvorhergesehenen Ereignisse, welche aufgrund der sehr allgemein gehaltenen Behauptungen zudem nur sehr vage bekannt seien, dem heute fertig gestellten Bauwerk entnehmen k�nnen? So behaupte die Beschwerdef�hrerin denn auch nicht, dass eine Expertise die Ursachen kl�ren w�rde. Da jedoch f�r die Entsch�digungspflicht die vertragliche Vereinbarung massgeblich sei und f�r die geforderte Mehrverg�tung entweder eine Bestellungs�nderung oder der Eintritt ausserordentlicher Umst�nde sowie der daraus entstandene Mehraufwand, mithin die Ursache, die Existenz und der Umfang der Mehrverg�tungsforderung nachzuweisen seien, w�rde auch die Expertise die entscheidenden Informationen nicht liefern.
5.4 Das Kantonsgericht bezweifelte mithin die Tauglichkeit der Expertise zum Beweis von Existenz und Umfang der Mehrleistungen, liess diese Frage aber letztlich offen, da jedenfalls auch die Expertise nicht beweisen k�nnte, welche Ursache die Mehrleistungen h�tten. Indem die Beschwerdef�hrerin sich nur gegen den ersten Teil der Begr�ndung, der letztlich f�r den Verzicht auf die Expertise gar nicht ausschlaggebend war, richtet, vermag sie keine Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV oder Art. 9 BV darzutun (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG; vgl. BGE 129 I 185 E. 1.6 mit Hinweis). Nachdem das Kantonsgericht die Rechtsauffassung vertrat, der Beschwerdegegner m�sse allf�llige Mehrleistungen nur verg�ten, wenn sie auf Bestellungs�nderungen oder dem Eintritt ausserordentlicher Umst�nde beruhten, mithin zun�chst die Ursache der angeblichen Mehrleistungen dargetan sein m�sste, was aber in keiner Weise der Fall sei, ist es verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden, wenn es auf die Einholung einer Expertise zu Existenz und Umfang allf�lliger Mehrleistungen verzichtete. Wenn schon die Grundlage eines Entsch�digungsanspruchs f�r Mehrleistungen weder - wie das Kantonsgericht annahm - rechtsgen�glich behauptet, geschweige denn erwiesen war, bestand keine Notwendigkeit, �ber das Quantitativ Beweis zu erheben. Dies st�sst sich auch nicht am Gerechtigkeitsgedanken.
Schliesslich r�gt die Beschwerdef�hrerin eine willk�rliche Beweisw�rdigung. Das Kantonsgericht habe zwar die als Auskunftspersonen befragten Mitarbeiter der Beschwerdef�hrerin, die ausgesagt h�tten, dass alle Bauleistungen im Auftrag und mit Zustimmung des Bauherrn erfolgt seien, richtig zitiert, aber nicht gew�rdigt. Es habe ihnen lediglich die Aussage des Bauleiters, der ausgesagt habe, dass die Ausf�hrung dem urspr�nglichen Bauprojekt entsprochen habe, gegen�bergestellt. Diese Aussage sei aber falsch.
Die R�ge ist unbegr�ndet und gibt im �brigen die Aussagen verk�rzt und ungenau wieder. Gem�ss dem angefochtenen Urteil sagten zwei Auskunftspersonen aus, es habe bei den Baumeisterarbeiten Abweichungen vom urspr�nglich Vereinbarten gegeben und es seien vor Ort Auftr�ge vom Bauherrn oder der Bauleitung erteilt worden. Zudem h�tten sie der Bauleitung wiederholt die Regierapporte vorgelegt, seien jedoch auf sp�ter oder auf eine Ber�cksichtigung der Arbeit im Ausmass vertr�stet worden (Urteil S. 11 E. 14). Weder unterliess das Kantonsgericht eine W�rdigung dieser Aussagen noch w�rdigte es die Aussagen des Bauleiters in willk�rlicher Weise. Das Kantonsgericht stellte vielmehr die Aussagen der Auskunftspersonen und diejenigen des Bauleiters einander gegen�ber und schloss, wie schon das Bezirksgericht, dass sie widerspr�chlich seien. In Beachtung der jeweiligen Interessenlage der Auskunftspersonen k�nnten insgesamt gewisse Zweifel aufkommen, ob nicht tats�chlich ein Mehraufwand von der Beschwerdef�hrerin geleistet worden sei, ein sicherer Beweis liege indessen nicht vor. Die Aussagen verm�chten auf keinen Fall Bestand und H�he einer allf�lligen Forderung zu beweisen.
Das Kantonsgericht nahm damit durchaus eine W�rdigung der Aussagen vor. Es ber�cksichtigte einerseits namentlich die Interessenlage der Auskunftspersonen, die Mitarbeiter der Beschwerdef�hrerin waren, anderseits aber auch, dass der Bauleiter auf Fragen nach Mehraufwand tendenziell zur�ckhaltend und ausweichend geantwortet habe. Der Vorwurf, es habe auf eine offensichtlich falsche Aussage des Bauleiters abgestellt, gebricht schon daran, dass dieser - entgegen der verk�rzten Wiedergabe durch die Beschwerdef�hrerin - nicht aussagte, die Ausf�hrung habe dem urspr�nglichen Bauprojekt entsprochen, sondern - wie dem angefochtenen Urteil zu entnehmen ist (E. 14) - die Ausf�hrung habe "grunds�tzlich" dem urspr�nglichen Bauprojekt entsprochen, wobei er eine rollende Planung bestritt. Die Regierapporte seien ihm zu sp�t vorgelegt worden, er habe zu diesem Zeitpunkt ihre Richtigkeit nicht mehr nachvollziehen k�nnen. Es ist nicht ersichtlich und nicht schl�ssig aufgezeigt, inwiefern das Kantonsgericht in Willk�r verfallen sein soll, wenn es aufgrund der Gegen�berstellung der Aussagen des Bauleiters und der Aussagen der Auskunftspersonen schloss, letztere lieferten keinen sicheren Beweis f�r Bestand und H�he einer allf�lligen Forderung.
Fehl geht schliesslich der Vorwurf der Beschwerdef�hrerin, das Kantonsgericht h�tte die Aussagen des Bauleiters und auch der anderen "Zeugen" (welcher?) im Hinblick auf die Frage w�rdigen m�ssen, ob die effektiv durchgef�hrten Bauleistungen mit Zustimmung des Bauherrn stattgefunden h�tten, was sie aber nicht vorgenommen und daher willk�rlich gehandelt habe. Zum einen ist es Sache der beweispflichtigen Partei anzugeben, zu welchen Tatsachen ein von ihr angerufener Zeuge zu befragen sei. Zum andern scheint vorliegend die Frage, ob der Bauherr Mehraufwand in Auftrag gegeben bzw. genehmigt habe, gerade Gegenstand der Befragungen des Zeugen und der Auskunftspersonen gewesen zu sein. Indessen liegt kein Zugest�ndnis des Bauleiters vor, dass Mehrleistungen mit Zustimmung des Bauherrn erfolgt seien. Folglich konnte das Kantonsgericht auch keine entsprechende W�rdigung vornehmen.
Auf die staatsrechtliche Beschwerde ist nicht einzutreten, soweit sie von der Y.________ AG erhoben wird. Die von der X.________ AG erhobene staatsrechtliche Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Bei diesem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten unter solidarischer Haftbarkeit den Beschwerdef�hrerinnen aufzuerlegen, die zudem den Beschwerdegegner f�r das bundesgerichtliche Verfahren zu entsch�digen haben (Art. 156 Abs. 1 und 7 sowie Art. 159 Abs. 2 OG).
Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 7'500.-- wird unter solidarischer Haftbarkeit den Beschwerdef�hrerinnen auferlegt.
Die Beschwerdef�hrerinnen haben den Beschwerdegegner f�r das bundesgerichtliche Verfahren unter solidarischer Haftbarkeit mit Fr. 8'500.-- zu entsch�digen.

References: Art. 22
 Art. 22
 Art. 40
 Art. 22
 Art. 52
 Art. 52
 Art. 52
 Art. 52
 Art. 17
 BGE 
 Art. 29
 Art. 9
 Art. 29
 BGE 
 Art. 29
 Art. 9
 BGE 
 Art. 159