Source: http://fuerstuttgart.de/docs/muster-informationsfreiheitssatzung-stadt-stuttgart/
Timestamp: 2017-09-22 06:24:20+00:00

Document:
Piraten in den Gemeinderat – Piratenpartei für Stuttgart – Muster-Informationsfreiheitssatzung Stadt Stuttgart
Anke Daiber
Martin Eitzenberger
David Münzing
Nikolai Kliewer
Landesweites Grundsatzprogramm
Bürgerbeteiligung, Mitbestimmung
Besserer Bürgerhaushalt
Forderung nach Einführung einer Bürgerbefragung
Forderung nach Ausgestaltung des Petitionsrechts für die Stadt
Transparenz, offene Verwaltung
Inklusionskultur
Abschaffung von Sperrzeiten
Skate-Park Öffnungszeiten ausweiten
Downhill-Strecke für Stuttgart
Public Viewing in der Innenstadt
Kein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen
Restaurierung Villa Berg
Weitere Privatisierung öffentlicher Räume stoppen
SMS-Notruf
Neubürgermappen
Finanzierung Klinikum Stuttgart
Gerechte Preispolitik in den Bäderbetrieben
Informationssystem für Ergebnisse von Lebensmittelkontrollen
Verbraucherinformation vor Ort durch Smiley-System für Restaurants, Fleischereien und Bäcker
Maßnahmen zur Mietpreissenkung und Leerstandsbekämpfung
Durchführung von Bürgerbefragungen
Jobcenter - Einteilung nach Berufsgruppen
Ein-Euro-Jobs - keine Konkurrenz zum ersten Arbeitsmarkt
Förderung der Cross-Cluster-Politik und Entstehung virtueller Cluster
Stuttgart 21 muss endlich transparent werden
Muster-Informationsfreiheitssatzung Stadt Stuttgart
Gebührenfreier Kirchenaustritt
Kommunalpolitisches Grundsatzprogramm für Baden-Württemberg
Ausbau von Studentenwohnungen
Verantwortliche Nutzung freiwerdender städtische Bauflächen
Familienorientierte Wohnraumförderung
Anteil sozialer Wohnungsbau
Städtische Wohnungsbaugesellschaften
Verkehrsbehinderung durch Stuttgart 21
Stuttgart 21 Brandschutz an Leistungsfähigkeit anpassen
Kosten von Stadtbahnumbaumaßnahmen für Stuttgart 21
Keine städtischen Mittel für Stuttgart 21 Werbung
Keine City-Maut
Radwegenetz ausbauen
Rechtsabbiegerpfeile
Stadtwerke als teilweise Einwohnergenossenschaft
Kommunale Netze
Datenschutzschulungen für kommunale Mitarbeiter
Datenherausgabe durch Bürgerämter nur nach Zustimmung
Bildung, Familienpolitik
Einrichtung von Sammelbörsen für Musikinstrumente und Werkzeuge
Keine Bundeswehr an Schulen
Förderung von Familienzentren
Kommunal vernetztes Online-Anmeldesystem
Vernetzung von Familien mit Migrationshintergrund verbessern
Elternbildung besser nutzen
Sprachförderung im Hinblick auf die Einschulung
Kulturelle Vielfalt nutzen
Vereinbarung von Beruf und Familie
Benchmarking und Best Practices zur Qualitätssteigerung
Städtische Eigenbetriebe als Vorbild betrieblicher KiTas
Gleichrangige Unterstützung von Trägern
Kontinuierliche Instandhaltungsmaßnahmen
Qualität vor Quantität beim Neubau von KiTas
Ausbau der Betreuung
Mitarbeiter mit Migrationshintergrund
Höherer Anteil männlicher Erzieher in der Betreuung
Mehr Personal in der Betreuung
101% - Lieber ein Platz zu viel als einer zu wenig
Freiwillige Inanspruchnahme des Betreuungsangebotes
Chancengleichheit bei der frühkindlichen Bildung
Selbstbestimmtes Leben - spielerisch Voraussetzungen erlernen
Mischfunktionalität
Ausgleichsbepflanzung
Förderung des kleinteiligen Einzelhandels
Vereinfachtes Studententicket zwischen Universitätsstädten
Stufenweise Fahrpreissenkung nach dem Vorbild der 365 € Jahreskarte
Bessere Anbindung der Stadtteile an den Nahverkehr
Gäubahn als S-Bahn-Strecke
Bessere Anbindung von Birkach und Asemwald an das Netz des ÖPNV
Tangentialverbindung Bad Cannstatt - Nordbahnhof
Veröffentlichung von Fahrgasterhebungen
Ausbau des Nahverkehrsnetzes
Weitblick bei Neu- und Umbauten
Freigängerkatzen und Katzenhilfe
Erneuerbare Energie für öffentliche Gebäude und Flächen
Einführung einer Lebensmittelabfallverordnung
Versammlungsrecht stärken
Informationsfreiheitssatzung der Stadt Stuttgart – Entwurf der Piratenpartei
Version vom 12. Januar 2014
Entwurf einer Informationsfreiheits- und Transparenzsatzung für die Landeshauptstadt Stuttgart der Piratenpartei Stuttgart zur Regelung des Zugangs zu Informationen der Stadt Stuttgart und ihrer Verwaltungs- und Regelungskompetenz aus Sicht der Bürgerschaft: Informationsfreiheits- und Transparenzsatzung Stuttgart (IfTS S).
A. Ziel der Satzung
Die Satzung soll das Verwaltungshandeln der Landeshauptstadt Stuttgart durch Vorgaben für Informationsfreiheit für alle Menschen transparenter gestalten. Beteiligungsrechte werden dadurch gestärkt.
B. Lösungsweg
Durch die Verabschiedung der Stuttgarter Informationsfreiheits- und Transparenzsatzung im Stuttgarter Gemeinderat soll der allgemeine und bedingungslose Zugang zu bestimmten amtlichen Informationen geschaffen werden unter verfassungsgemäßer Berücksichtigung des Daten- und Geheimnisschutzes. Die Regelungen des Informationsfreiheitsgesetzes des Bundes und eines evtl. entsprechenden Gesetzes des Landes Baden-Württemberg sowie das Subsidiaritätsprinzip sind zu beachten.
Verabschiedung eines weitreichenden und bürgerfreundlichen Informationsfreiheits- und/oder Transparenzgesetzes durch das Land Baden-Württemberg.
D. Finanzielle Auswirkungen auf den städtischen Haushalt
Der anfänglich höhere Vollzugsaufwand durch zusätzliche Personal- und Sachkosten wird erfahrungsgemäß in späteren Jahren Kostenersparnisse im Bereich der Rechtspflege und der Justiz bringen. Ein Teil der Zusatzkosten kann durch Gebührenerhebung abgedeckt werden. Zusätzliche Personalkosten bei dem Beauftragten für Informationsfreiheit liegen ungefähr in der Größenordnung von einer halben Stelle. Dies muss im Stuttgarter Haushaltsaufstellungsverfahren berücksichtigt werden.
E. Kosten für Bürger
Zusätzliche öffentliche Informationsdienstleistungen können in sozial verträglicher Weise für Informationssuchende Zusatzkosten in Form von Gebühren bedeuten. Diese geringfügigen finanziellen Belastungen haben jedoch für die Lebenshaltung und die Wirtschaft in Stuttgart keine negativen Auswirkungen. Der Stuttgarter Gemeinderat möge deshalb beschließen, dem nachstehenden Satzungsentwurf seine Zustimmung zu erteilen:
Informationsfreiheits- und Transparenzsatzung Stuttgart (IfTS S)
Version vom 31.12.2013
§ 1 Zweck der Satzung, Anwendungsbereich
(1) Zweck dieser Satzung ist es, den kommunalen Rahmen für den freien Zugang zu den vorgehaltenen städtischen Informationen mit Hilfe von auskunftspflichtigen Stellen (v.a. säkulare Körperschaften des öffentlichen Rechts) zu gewährleisten. Betroffen von der Auskunftspflicht sind auch kommunale Anstalten des öffentlichen Rechts sowie diejenigen Unternehmen, die ganz oder anteilig zur Stadt gehören.
(2) Die durch diese Satzung eingeführte Auskunftspflicht erstreckt sich ausschließlich auf Informationen, die den Wirkungskreis der Kommune betreffen. § 29 VwVfG und § 25 SGB X müssen bei der Erfüllung der städtischen Auskunftspflicht beachtet werden.
(3) Das Recht auf Akteneinsicht oder Auskunft über den Inhalt der von der Kommune gespeicherten Daten kann nicht durch Rechtsgeschäft ausgeschlossen oder beschränkt werden.
(1) Jeder Mensch hat Anspruch auf Zugang zu den von dieser Satzung erfassten Informationen (Informationsfreiheit). Antragsteller sind Menschen weiblichen, männlichen oder unklaren Geschlechts, d. h. natürliche Personen.
(2) Auskunftspflichtige Stellen sind im Zweifel die obersten städtischen Behörden. Gremien, die diese Behörden beraten oder ihnen zuarbeiten, gelten als Teile der auskunftspflichtigen Stellen.
(3) Amtliche Informationen sind alle materiellen und immateriellen Aufzeichnungen, die unabhängig von der Art ihrer Speicherung amtlichen Zwecken dienen. Entwürfe und Notizen, die nicht Bestandteile eines amtlichen Vorgangs werden sollen, stellen keine amtlichen Informationen dar.
(4) Dritte sind Personen, über oder durch die personenbezogene Daten oder andere Informationen vorliegen.
II. Informationszugang auf Antrag
§ 3 Anspruch auf Zugang zu Informationen
➔ wenn das Bekanntwerden der Information nachteilige Auswirkungen haben kann auf föderale oder internationale Beziehungen, auf Belange der inneren oder äußeren Sicherheit, auf Kontroll- oder Aufsichtsaufgaben der Finanz-, Wettbewerbs- oder Regulierungsbehörden, es sei denn, diese sind nur am Rande und in geringem Umfang berührt und/oder können durch möglichst minimales Schwärzen behoben werden, auf die Durchführung eines laufenden Gerichtsverfahrens, auf den Anspruch einer Person auf ein faires Verfahren oder auf die Durchführung strafrechtlicher, ordnungswidrigkeitsrechtlicher oder disziplinarischer Ermittlungen,
➔ wenn das Bekanntwerden der Information die öffentliche Sicherheit unstrittig und erheblich gefährden kann,
➔ wenn und solange die notwendige Vertraulichkeit bei Verschlusssachen zwischen Behörden bei Beratungen beeinträchtigt werden kann,
➔ wenn die Information einer durch Rechtsvorschrift oder durch die Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum materiellen und organisatorischen Schutz von Verschlusssachen geregelten Geheimhaltungs- oder Vertraulichkeitspflicht oder einem Berufs- oder besonderen Amtsgeheimnis unterliegt,
➔ wenn das Bekanntwerden der Information geeignet wäre, fiskalische Interessen der Kommune im Wirtschaftsverkehr oder wirtschaftliche Interessen der Sozialversicherungen erheblich zu beeinträchtigen,
➔ bei vertraulich erhobener oder übermittelter Information, soweit das Interesse des Dritten an einer vertraulichen Behandlung im Zeitpunkt des Antrags auf Informationszugangs noch fortbesteht und dieser das einer Schlichtungsstelle überzeugend darlegen kann
➔ und gegenüber den Nachrichtendiensten sowie den Bundes- und Landesbehörden, soweit sie Aufgaben im Sinne des § 10 Nr. 3 des Sicherheitsüberprüfungsgesetzes wahrnehmen und die Auskunft deren Aufgabenfüllung erheblich beeinträchtigen würde.
§4 Schutz des behördlichen Entscheidungsprozesses
(1) Der Antrag auf Informationszugang soll abgelehnt werden für Entwürfe zu Entscheidungen sowie für Arbeiten und Beschlüsse zu ihrer unmittelbaren Vorbereitung, soweit und solange durch die vorzeitige Bekanntgabe der Informationen der Erfolg der Entscheidung oder bevorstehender behördlicher Maßnahmen vereitelt würde. Ergebnisse der Beweiserhebung und Gutachten oder Stellungnahmen Dritter dienen regelmäßig nicht der unmittelbaren Entscheidungsvorbereitung nach Satz 1.
(2) Der Antragsteller soll über den Abschluss des jeweiligen Verfahrens informiert werden.
(1) Zugang zu personenbezogenen Daten darf nur gewährt werden, soweit das Informationsinteresse des Antragstellers das schutzwürdige Interesse des Dritten am Ausschluss des Informationszugangs überwiegt oder der Dritte eingewilligt hat. Besondere Arten personenbezogener Daten im Sinne des § 3 Abs. 9 BDSG dürfen nur übermittelt werden, wenn der Dritte ausdrücklich eingewilligt hat (die „besonders schützenswerten Daten“).
(2) Das Informationsinteresse des Antragstellers überwiegt nicht bei Informationen aus Unterlagen, soweit sie mit dem Dienst- oder Amtsverhältnis oder einem Mandat des Dritten in Zusammenhang stehen und bei Informationen, die einem Berufs- oder Amtsgeheimnis unterliegen.
(3) Das Informationsinteresse des Antragstellers überwiegt das schutzwürdige Interesse des Dritten am Ausschluss des Informationszugangs in der Regel dann, wenn sich die Angabe auf Name, Titel, akademischen Grad, Berufs- und Funktionsbezeichnung, Büroanschrift und berufliche Telekommunikationsnummer bzw. Telekommunikationsadresse beschränkt und der Dritte als Gutachter, Sachverständiger oder in vergleichbarer Weise eine Stellungnahme in einem Verfahren abgegeben hat.
(4) Name, Titel, akademischer Grad, Berufs- und Funktionsbezeichnung, Büroanschrift und berufliche Telekommunikationsnummer bzw. Telekommunikationsadresse von Bearbeitern und Bearbeiterinnen sind vom Informationszugang nicht ausgeschlossen, soweit sie Ausdruck und Folge der amtlichen Tätigkeit sind und kein Ausnahmetatbestand erfüllt ist.
§ 6 Schutz von Immaterialgüterrechten und Betriebs- oder Geschäftsgeheimnissen
Der Anspruch auf Informationszugang besteht nicht, soweit ihm ein dokumentiertes Immaterialgüterrecht Dritter entgegensteht und das Interesse des Auskunftssuchenden nicht überwiegt. Zugang zu Betriebs- oder Geschäftsgeheimnissen darf nur gewährt werden, soweit der Betroffene eingewilligt hat oder nach einem gescheiterten Güteversuch bei Überwiegen des öffentlichen Interesses.
§ 7 Antragsverfahren
(1) Gewünschte Informationen werden den Menschen von den informationspflichtigen Stellen der Kommune auf Antrag kurzfristig zugänglich gemacht. Die Behörden sind verpflichtet, die inhaltliche Richtigkeit der Informationen zu prüfen, wenn es Informationen aus ihrem eigenen Informationspool sind, nicht jedoch bei der Weitergabe von Informationen Dritter als Mittler.
(2) Um die Anzahl der Anträge zu begrenzen, veröffentlicht die städtische Verwaltung insbesondere in öffentlicher Sitzung gefasste Beschlüsse mit allen Protokollen und Unterlagen, Verträge, Dienstanweisungen, Handlungsempfehlungen, Subventions- und Zuwendungsbescheide, Haushalts-, Bewirtschaftungs-, Organisations-, Geschäftsverteilungs- und Aktenpläne, Statistiken, Gutachten, Berichte, Verwaltungsvorschriften, öffentliche Pläne, insbesondere Unterlagen über geplante Bauvorhaben, Entscheidungen in Gerichtsverfahren, an denen die Kommune beteiligt ist, sowie alle weiteren Informationen von öffentlichem Interesse auf ihren eigenen kommunalen Internetseiten.
(3) Der Antrag auf Informationszugang muss deutlich erkennen lassen, zu welchen Informationen Zugang gewünscht wird. Ist der Antrag zu unbestimmt, so ist der antragstellenden Person dies innerhalb eines Monats mitzuteilen und Gelegenheit zur Präzisierung zu geben. Kommt die antragstellende Person der Aufforderung zur Präzisierung nach, beginnt der Lauf der Frist zur Beantwortung von Anträgen erneut. Die Informationssuchenden sind bei der Stellung und Präzisierung von Anträgen durch die Bezirksämter zu unterstützen.
(4) Der Antragsteller kann wählen, ob ihm von der Kommune Auskunft erteilt, Akteneinsicht gewährt oder die Informationsträger zugänglich gemacht werden sollen. Als geeigneter Informationsträger gilt auch eine aktuelle Internetseite im Eigenbetrieb oder Auftrag der Stadt. Der Antrag kann wahlweise schriftlich, mündlich oder elektronisch bei der Fachbehörde oder bei einem Bezirksamt gestellt werden. Eine Begründung kann bei Bedarf nachgereicht werden.
§ 8 Ablehnung des Antrags
(1) Über den Antrag auf Informationszugang entscheidet im Zweifel die Fachbehörde, die zur Verfügung über die begehrten Informationen berechtigt ist. Betrifft der Antrag Daten Dritter im Sinne von § 5 dieser Satzung, muss er begründet werden. Bei gleichförmigen Anträgen von mehr als 50 Personen gelten die §§ 17-19 VwVfG entsprechend.
(2) Besteht ein Anspruch auf Informationszugang nur zum Teil, so ist dem Antrag in dem Umfang stattzugeben, in dem der Informationszugang ohne Preisgabe der geheimhaltungsbedürftigen Informationen oder ohne unverhältnismäßigen Verwaltungsaufwand möglich ist. Entsprechendes gilt, wenn sich der Antragsteller in den Fällen, in denen Belange Dritter berührt sind, mit einer Unkenntlichmachung der diesbezüglichen Informationen einverstanden erklärt.
(3) Die prüfende Behörde gibt einem Dritten, dessen Belange durch den Antrag auf Informationszugang berührt sind, schriftlich Gelegenheit zur Stellungnahme innerhalb eines Monats, sofern Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass er ein schutzwürdiges Interesse am Ausschluss des Informationszugangs haben kann. Der Dritte erhält schriftlich Mitteilung über die Entscheidung der Behörde nach Absatz 1. Der Informationszugang darf erst erfolgen, wenn die Entscheidung dem Dritten gegenüber bestandskräftig ist oder die sofortige Vollziehung angeordnet worden ist und seit der Bekanntgabe der Anordnung an den Dritten zwei Wochen verstrichen sind. Absatz 6 gilt entsprechend.
(4) Die Bekanntgabe einer Entscheidung, mit der der Antrag ganz oder teilweise abgelehnt wird, hat innerhalb einer Frist von vier Wochen zu erfolgen. Soweit die Behörde den Antrag ganz oder teilweise ablehnt, hat sie mitzuteilen, ob und wann der Informationszugang ganz oder teilweise zu einem späteren Zeitpunkt möglich sein wird.
(5) Der Antrag kann auch abgelehnt werden, wenn der Antragsteller nachweislich bereits über die begehrten Informationen verfügt oder sich diese in zumutbarer Weise aus allgemein zugänglichen Quellen beschaffen kann, in letzterem Fall ist dem Antragsteller die Fundstelle mitzuteilen.
(6) Gegen die ablehnende Entscheidung sind Widerspruch und Verpflichtungsklage zulässig. Ein Widerspruchsverfahren ist nach den Vorschriften der Verwaltungsgerichtsordnung durchzuführen.
III. Verbreitung von Informationen
§ 9 Aktive Unterrichtung der Öffentlichkeit durch die Kommune
(1) Die Nutzung, Weiterverwendung und Verbreitung der Informationen nach § 2 Absatz 1 dieser Satzung ist frei, sofern höherrangiges Recht oder spezialgesetzliche Regelungen nichts anderes bestimmen. Das gilt auch für Gutachten, Studien und andere Dokumente, die in die Entscheidungen der Behörden einfließen oder ihrer Vorbereitung dienen. Die informationspflichtigen Stellen der Stadt unterrichten die Bürgerschaft in angemessenem Umfang aktiv und systematisch über ihre Verwaltungstätigkeit. Sie verbreiten deshalb Informationen und Daten, die für ihre Dienstleistungen im Namen der Bürgerschaft von Bedeutung sind und über die sie selbst verfügen können. Hierzu gehören zumindest die in § 7 Absatz 2 dieser Satzung aufgezählten Informationen.
(2) Die Verbreitung von Informationen soll in für die Bürgerschaft verständlicher Darstellung und leicht zugänglichen Formaten erfolgen. Hierzu sollen hauptsächlich elektronische Kommunikationsmittel verwendet werden.
(3) Die Anforderungen an die Unterrichtung der Bürgerschaft können auch dadurch erfüllt werden, dass Verknüpfungen zu privaten Internetseiten eingerichtet werden, auf denen die zu verbreitenden Informationen leicht und stets aktuell zu finden sind. Die Stadt veröffentlicht regelmäßig einmal im Jahr einen Bericht über die Fortschritte bezüglich der rechtspraktischen städtischen Informationsfreiheit. Der Bericht enthält aktuelle Informationen über die Qualität des satzungsgetragenen Transparenzprozesses und über dabei aufgedeckte Mängel.
(4) Der Gemeinderat wird ermächtigt, durch Verordnung die zur Ausführung dieser Satzung erforderlichen Bestimmungen zu treffen, insbesondere zu Einzelheiten der Veröffentlichung wie konkrete Datenformate oder Verfahrensabläufe zur Erfüllung der Veröffentlichungspflicht.
§ 10 Gebühren und Auslagen
(1) Der Zugang zum Informationsregister ist kostenlos und anonym. Er wird über öffentliche Kommunikationsnetze bereitgestellt. Zugang zum Informationsregister wird in ausreichendem Maße in öffentlichen Räumen gewährt. Hat die antragsstellende Person keine Auswahl zum Übermittlungsweg getroffen, ist regelmäßig die kostengünstigste Form der Übermittlung zu wählen.
(2) Die Auslagen von privaten informationspflichtigen Stellen werden gegebenenfalls von der Kommune erstattet und kostenrechtlich überwacht.
(3) Die Gebühren sind auch unter Berücksichtigung des Verwaltungsaufwands so zu bemessen, dass der Informationsanspruch nach § 3 dieser Satzung von der Bürgerschaft wirksam in Anspruch genommen werden kann. Auf Antrag eines Sozialleistungsempfängers muss ein Gebührenerlass erfolgen.
(4) Über die Höhe der Gebühren für eine kostenpflichtige Auskunft ist der Antragsteller vorab zu informieren.
§ 11 Kommunaler Informationsfreiheitsbeauftrage(r)
(1) Die Kommune ernennt eine(n) städtischen Informationsfreiheitsbeauftragte(n), an die/den sich alle Personen wenden können, die der Ansicht sind, dass die ihnen von dieser Satzung gewährten Rechte durch die kommunale Verwaltung nicht oder nicht vollständig gewährt worden sind.
(2) Die oder der kommunale Informationsbeauftragte soll diese Rechte innerhalb der öffentlichen Verwaltung durchsetzen. Sie oder er hat das Recht zur vollständigen Einsicht in die Unterlagen und das Recht, sich bei Konflikten direkt an das Bürgermeisteramt zu wenden. Sie oder er veröffentlicht den Jahresbericht nach § 9 Absatz 4 dieser Satzung.
(3) Kommunaler Informationsauftrag und Datenschutzauftrag sind inhaltlich und personell aufeinander abzustimmen.
§ 12 Subsidiaritätsprinzip
Bundesdeutsche, landesrechtliche und europäische Rechtsvorschriften, die einen weitergehenden Zugang zu Informationen ermöglichen oder ihre Grundlage in besonderen Rechtsverhältnissen haben, bleiben von dieser Satzung unberührt.
Diese Informationsfreiheits- und Transparenzsatzung tritt am ……………………………… in Kraft.
Für die aktive Veröffentlichung von Informationen durch die Stadt wird ab diesem Zeitpunkt eine Übergangsfrist von zwei Jahren festgelegt, bis zu deren Ablauf die Umsetzung erfolgt sein muss.
Stuttgart 21 muss endlich transparent werden Maßnahmen zur Mietpreissenkung und Leerstandsbekämpfung
eMail: infopiratenpartei-stuttgart.de
Website: www.Piraten-Stuttgart.de
Kandidatenfotos: Michael Guiard
Übersicht & Einleitung

References: § 1
 § 29
 § 25

§ 3
 § 10

§4
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§ 6

§ 7

§ 8
 § 5

§ 9
 § 2
 § 7

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 § 9

§ 12