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Timestamp: 2019-01-20 07:13:49+00:00

Document:
Gärtner/in - Ausbildung - Bildungsserver Agrar
Abschrift der Verordnung über die Berufsausbildung zum Gärtner/zur Gärtnerin
Vom 6. März 1996 (BGBl. I 1996, S. 376)
pdf-Datei mit Verordnung und Ausbildungsrahmenplan (barrierearm | 1,6 MB)
Auf Grund des § 25 des Berufsbildungsgesetzes vom 14. August 1969 (BGBl. I S. 1112), der zuletzt durch § 24 Nr. 1 des Gesetzes vom 24. August 1976 (BGBl. I S. 2525) geändert worden ist, in Verbindung mit Artikel 56 des Zuständigkeitsanpassungs-Gesetzes vom 18. März 1975 (BGBl. I S. 705) und dem Organisationserlass vom 17. November 1994 (BGBl. I S. 3667) verordnet das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie:
(1) Der Ausbildungsberuf Gärtner/Gärtnerin wird staatlich anerkannt.
1. Baumschule,
2. Friedhofsgärtnerei,
3. Garten- und Landschaftsbau,
4. Gemüsebau,
5. Obstbau,
6. Staudengärtnerei,
(3) Die Bezeichnung der Fachrichtung tritt ergänzend zur Bezeichnung des Ausbildungsberufes hinzu.
(2) Die in dieser Verordnung genannten Fertigkeiten und Kenntnisse sollen so vermittelt werden, daß der Auszubildende zur Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit im Sinne des § 1 Abs. 2 des Berufsbildungsgesetzes befähigt wird, die insbesondere selbständiges Planen, Durchführen und Kontrollieren einschließt. Diese Befähigung ist auch in den Prüfungen nach den §§ 8 bis 15 nachzuweisen.
1. der Ausbildungsbetrieb, betriebliche Zusammenhänge und Beziehungen,
1.1 Berufsbildung,
1.2 Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes,
1.3 Mitgestalten sozialer Beziehungen,
1.4 Arbeits- und Tarifrecht; Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit;
2. Natur- und Umweltschutz; rationelle Energie- und Materialverwendung;
3. betriebliche Abläufe und wirtschaftliche Zusammenhänge,
3.1 Wahrnehmen und Beurteilen von Vorgängen; Beschaffen und Auswerten von Informationen,
3.2 Planen, Vorbereiten und Kontrollieren von Produktion, Dienstleistungen und Arbeit,
3.3 Erfassen und Beurteilen betriebs- und marktwirtschaftlicher Zusammenhänge;
4. Böden, Erden und Substrate;
5. Kultur und Verwendung von Pflanzen,
5.1 Pflanzen und ihre Verwendung,
5.2 Kultur- und Pflegemaßnahmen,
5.3 Nutzung pflanzlicher Produkte;
6. Maschinen, Geräte und Betriebseinrichtungen; Materialien und Werkstoffe.
1. in der Fachrichtung Baumschule
a) Kulturräume und Kultureinrichtungen,
b) Anlage von Baumschulquartieren und Flächen für Containerkulturen,
c) Vermehrung und Jungpflanzenanzucht,
d) Produktionsverfahren,
e) Roden, Sortieren, Kennzeichnen und Lagern,
f) Verkaufen und Beraten;
2. in der Fachrichtung Friedhofsgärtnerei
b) Vermehrung und Weiterkultur,
c) Grabstätten anlegen, pflegen und erneuern,
d) Trauerbinderei und Dekoration,
e) Verkaufen und Beraten;
3. in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau
a) Vorbereiten, Einrichten und Abwickeln von Baustellen,
b) Ausführen von Erdarbeiten sowie Be- und Entwässerungsmaßnahmen,
c) Herstellen von befestigten Flächen,
d) Herstellen von Bauwerken in Außenanlagen,
e) Ausführen von vegetationstechnischen Arbeiten;
4. in der Fachrichtung Gemüsebau
a) Produktionsräume und Produktionseinrichtungen,
b) Vermehrung und Jungpflanzenanzucht,
c) Produktionsverfahren,
d) Ernten, Aufbereiten und Lagern,
e) Vermarkten;
5. in der Fachrichtung Obstbau
a) Anlegen von Obstpflanzungen,
b) Produktionsverfahren,
c) Ernten, Aufbereiten und Lagern,
d) Vermarkten;
6. in der Fachrichtung Staudengärtnerei
d) Auswählen und Aufbereiten,
7. in der Fachrichtung Zierpflanzenbau
e) Verkaufen und Beraten.
Die Fertigkeiten und Kenntnisse nach § 4 sollen nach den in den Anlagen für die berufliche Grundbildung und für die berufliche Fachbildung enthaltenen Anleitungen zur sachlichen und zeitlichen Gliederung der Berufsausbildung (Ausbildungsrahmenpläne) vermittelt werden. Eine vom Ausbildungsrahmenplan innerhalb der beruflichen Grundbildung und innerhalb der beruflichen Fachbildung abweichende sachliche und zeitliche Gliederung des Ausbildungsinhaltes ist insbesondere zulässig, soweit betriebspraktische Besonderheiten die Abweichung erfordern.
(2) Die Zwischenprüfung erstreckt sich auf die in den Anlagen zu § 5 jeweils in Abschnitt I für das erste Ausbildungsjahr aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse und auf die in den Anlagen zu § 5 jeweils in Abschnitt II unter den laufenden Nummern 1, 2c, 2d, 2e, 3.1c, 3.2a, 3.2e, 4c, 5.1c, 5.2a, 5.2f, 6b, 6d und 6f für das zweite Ausbildungsjahr aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im Berufsschulunterricht entsprechend dem Rahmenlehrplan zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
6. Durchführen von Pflegemaßnahmen an Maschinen, Geräten oder baulichen Anlagen.
2. Natur- und Umweltschutz,
3. rationelle Energie- und Materialverwendung,
4. betriebliche Abläufe,
5. wirtschaftliche Zusammenhänge,
6. Böden, Erden und Substrate,
7. Erkennen von Pflanzen,
8. Bau und Leben der Pflanze,
9. Kultur und Verwendung von Pflanzen,
10. Materialien und Werkstoffe,
11. Maschinen, Geräte und Betriebseinrichtungen,
12. anwendungsbezogene Berechnungen.
§ 9 Abschlussprüfung in der Fachrichtung Baumschule
(1) Die Abschlussprüfung in der Fachrichtung Baumschule erstreckt sich auf die in der Anlage 1a aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im Berufsschulunterricht vermittelten Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist. Sie wird praktisch, schriftlich und mündlich durchgeführt.
(2) Der Prüfling soll in der praktischen Prüfung in insgesamt höchstens fünf Stunden fünf komplexe Prüfungsaufgaben durchführen und jeweils in einem Prüfungsgespräch erläutern. Der Bereich Pflanzenproduktion soll dabei mit mindestens drei Aufgaben und der Bereich Ernte und Vermarktung mit mindestens einer Aufgabe vertreten sein. Der Prüfling soll zeigen, dass er die erworbenen Fertigkeiten und Kenntnisse praxisbezogen unter Verwendung geeigneter Maschinen, Geräte und technischer Einrichtungen anwenden kann. Dem Prüfling soll Gelegenheit gegeben werden, diese Maschinen, Geräte und technischen Einrichtungen vor der Prüfung kennenzulernen. Bei der praktischen Prüfung sollen die betrieblichen Ausbildungsschwerpunkte angemessen berücksichtigt werden. Für die Prüfungsaufgaben kommen insbesondere in Betracht:
1. aus dem Bereich Pflanzenproduktion:
a) Vermehren von Gehölzen,
b) Anlegen von Baumschulquartieren,
c) Durchführen von Arbeiten an der Pflanze,
d) Aufschulen und Aufpflanzen,
e) Durchführen von Pflanzenschutzmaßnahmen,
f) Durchführen von Düngungs- und Bewässerungsmaßnahmen;
dabei sind Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit, Natur- und Umweltschutz, rationelle Energie- und Materialverwendung, Wahrnehmen und Beurteilen von Vorgängen sowie Beschaffen und Auswerten von Informationen einzubeziehen;
2. aus dem Bereich Ernte und Vermarktung:
a) Gehölze roden und ballieren,
b) Gehölze sortieren und kennzeichnen,
c) Gehölze lagern und versandfertig machen,
d) Verkaufen und Beraten;
(3) Der Prüfling soll in dem Prüfungsfach Kulturführung mündlich, in den Prüfungsfächern Pflanzenkenntnisse, Betriebliche Zusammenhänge sowie Wirtschafts- und Sozialkunde schriftlich geprüft werden. Im Prüfungsfach Kulturführung soll der Ablauf von verschiedenen Kulturen im Mittelpunkt stehen. Es kommen Fragen und Aufgaben, die sich auf praxisbezogene Fälle beziehen sollen, insbesondere aus folgenden Gebieten in Betracht:
1. im Prüfungsfach Kulturführung:
a) Bau und Leben der Pflanze,
b) Grundlagen der Züchtung,
d) Arbeiten an der Pflanze,
e) kultursteuernde Maßnahmen,
f) Böden, Erden und Substrate,
g) Düngung und Bewässerung,
h) Pflanzenschutz,
i) Ernte, Aufbereitung und Lagerung,
k) Planen, Vorbereiten und Kontrollieren von Produktion, Dienstleistungen und Arbeit;
2. im Prüfungsfach Pflanzenkenntnisse:
a) Erkennen und Benennen von Pflanzen,
b) Arten und Sorten marktwichtiger Gehölze und ihre Verwendung,
c) typische Absatz- und Blühtermine,
d) Wildkräuter und Unkräuter,
e) Artenschutz;
3. im Prüfungsfach Betriebliche Zusammenhänge:
a) natürliche und wirtschaftliche Standortfaktoren,
b) Kulturräume und andere bauliche Anlagen,
c) Maschinen, Geräte, technische Einrichtungen,
d) Materialien und Betriebsmittel,
e) anwendungsbezogene Berechnungen,
f) Vermarktung,
g) Natur- und Umweltschutz,
h) rationelle Energie- und Materialverwendung,
i) einschlägige Rechtsvorschriften,
k) Einflussfaktoren auf die menschliche Arbeit,
l) Informationsbeschaffung und -auswertung,
m) Aufwendungen und Erträge;
1. im Prüfungsfach Kulturführung 60 Minuten,
2. im Prüfungsfach Pflanzenkenntnisse 60 Minuten,
3. im Prüfungsfach Betriebliche Zusammenhänge 90 Minuten,
Prüfung nach Absatz 2: 60 Prozent,
Prüfung nach Absatz 3: 40 Prozent.
§ 10 Abschlussprüfung in der Fachrichtung Friedhofsgärtnerei
(1) Die Abschlussprüfung in der Fachrichtung Friedhofsgärtnerei erstreckt sich auf die in der Anlage 2a aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im Berufsschulunterricht vermittelten Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist. Sie wird praktisch, schriftlich und mündlich durchgeführt.
(2) Der Prüfling soll in der praktischen Prüfung in insgesamt höchstens fünf Stunden fünf komplexe Prüfungsaufgaben durchführen und jeweils in einem Prüfungsgespräch erläutern. Die Bereiche Grabanlage sowie Pflanzenproduktion, Trauerbinderei und Dekoration sollen dabei mit je mindestens zwei Aufgaben vertreten sein. Der Prüfling soll zeigen, dass er die erworbenen Fertigkeiten und Kenntnisse praxisbezogen unter Verwendung geeigneter Maschinen, Geräte und technischer Einrichtungen anwenden kann. Dem Prüfling soll Gelegenheit gegeben werden, diese Maschinen, Geräte und technischen Einrichtungen vor der Prüfung kennenzulernen. Bei der praktischen Prüfung sollen die betrieblichen Ausbildungsschwerpunkte angemessen berücksichtigt werden. Für die Prüfungsaufgaben kommen insbesondere in Betracht:
1. aus dem Bereich Grabanlage:
a) Grabstätte planen, Flächen aufteilen und vermessen,
b) Boden bearbeiten und Grab bepflanzen;
2. aus dem Bereich Pflanzenproduktion, Trauerbinderei und Dekoration:
a) Vermehren von Pflanzen,
b) Durchführen von Arbeiten an der Pflanze,
c) Durchführen von Bewässerungs-, Düngungs- und Pflanzenschutzmaßnahmen,
d) Herstellen von Trauerbinderei,
e) Durchführen von Dekorationen;
1. im Prüfungsfach Grabanlage und Kulturführung:
b) Grundlagen der Züchtung; Vermehrung und Weiterkultur,
c) Arbeiten an der Pflanze,
d) Böden, Erden und Substrate,
e) Bewässerung, Düngung, Pflanzenschutz,
f) Grabstätten anlegen, pflegen und erneuern,
g) einschlägige Gestaltungsrichtlinien und Friedhofsrecht,
h) Planen, Vorbereiten und Kontrollieren von Produktion, Dienstleistungen und Arbeit;
b) Arten und Sorten marktwichtiger Pflanzen und ihre Verwendung,
c) typische Absatz- und Pflanztermine,
c) Maschinen, Geräte und technische Einrichtungen,
d) Materialien, Werkstoffe und Betriebsmittel,
f) Auftragsabwicklung und Verkauf,
m) Grundlagen der Kalkulation;
1. im Prüfungsfach Grabanlage und Kulturführung 60 Minuten,
§ 11 Abschlussprüfung in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau
(1) Die Abschlussprüfung in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau erstreckt sich auf die in der Anlage 3a aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im Berufsschulunterricht vermittelten Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist. Sie wird praktisch, schriftlich und mündlich durchgeführt.
(2) Der Prüfling soll in der praktischen Prüfung in insgesamt höchstens fünf Stunden ein landschaftsgärtnerisches Gesamtwerk erstellen, das aus fünf komplexen Prüfungsaufgaben besteht. Das Gesamtwerk ist in einem Prüfungsgespräch zu erläutern, das sich auf die fünf Prüfungsaufgaben beziehen muss. Der Prüfungsbereich Baustellenabwicklung und Bautechnik soll dabei mit mindestens drei Aufgaben und der Bereich Vegetationstechnik mit mindestens einer Aufgabe vertreten sein. Der Prüfling soll zeigen, dass er die erworbenen Fertigkeiten und Kenntnisse praxisbezogen unter Verwendung geeigneter Maschinen, Geräte und technischer Einrichtungen anwenden kann. Dem Prüfling soll Gelegenheit gegeben werden, diese Maschinen, Geräte und technischen Einrichtungen vor der Prüfung kennenzulernen. Bei der praktischen Prüfung sollen die betrieblichen Ausbildungsschwerpunkte angemessen berücksichtigt werden. Für die Prüfungsaufgaben kommen insbesondere in Betracht:
1. aus dem Bereich Baustellenabwicklung und Bautechnik:
a) Ausführungspläne sowie Leistungsverzeichnisse lesen und auf die Baustelle übertragen,
b) Durchführen von Erdarbeiten,
c) Durchführen von Entwässerungsarbeiten,
d) Herstellen von befestigten Flächen,
e) Be- und Verarbeiten von Naturstein,
f) Bauen mit Betonfertigteilen,
g) Aufstellen und Montieren von Ausstattungsgegenständen;
2. aus dem Bereich Vegetationstechnik:
a) Pflanzungen vorbereiten und Durchführen,
b) Flächen für Ansaaten vorbereiten und ansäen,
c) Pflegemaßnahmen durchführen;
dabei sind Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit, Natur- und Umweltschutz, rationelle Energie- und Materialverwendung, Wahrnehmen und Beurteilen von Vorgängen sowie Beschaffen und Auswerten von Informationen einzubeziehen.
(3) Der Prüfling soll in dem Prüfungsfach Landschaftsgärtnerische Arbeiten mündlich, in den Prüfungsfächern Pflanzenkenntnisse, Betriebliche Zusammenhänge sowie Wirtschafts- und Sozialkunde schriftlich geprüft werden. Im Prüfungsfach Landschaftsgärtnerische Arbeiten sollen landschaftsgärtnerische Außenanlagen im Mittelpunkt stehen. Es kommen Fragen und Aufgaben, die sich auf praxisbezogene Fälle beziehen sollen, insbesondere aus folgenden Gebieten in Betracht:
1. im Prüfungsfach Landschaftsgärtnerische Arbeiten:
b) Erdarbeiten sowie Be- und Entwässerungsmaßnahmen,
e) Bau und Leben der Pflanze, vegetationstechnische Arbeiten,
f) Bewässerung, Düngung, Pflanzenschutz,
g) Pflege- und Unterhaltungsmaßnahmen,
h) Planen, Vorbereiten und Kontrollieren von Dienstleistungen und Arbeit;
b) Gattungen und Arten von Pflanzen, ihre Anzucht und Verwendung,
c) heimische Pflanzen und ihre Lebensräume, Artenschutz,
d) Wildkräuter und Unkräuter;
b) bauliche Anlagen,
c) Maschinen und Geräte,
f) Auftragsbeschaffung,
1. im Prüfungsfach Landschaftsgärtnerische Arbeiten 60 Minuten,
§ 12 Abschlussprüfung in der Fachrichtung Gemüsebau
(1) Die Abschlussprüfung in der Fachrichtung Gemüsebau erstreckt sich auf die in der Anlage 4a aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im Berufsschulunterricht vermittelten Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist. Sie wird praktisch, schriftlich und mündlich durchgeführt.
(2) Der Prüfling soll in der praktischen Prüfung in insgesamt höchstens fünf Stunden fünf komplexe Prüfungsaufgaben durchführen und jeweils in einem Prüfungsgespräch erläutern. Der Bereich Pflanzenproduktion soll dabei mit mindestens drei Aufgaben und der Bereich Ernte und Aufbereitung mit mindestens einer Aufgabe vertreten sein. Der Prüfling soll zeigen, dass er die erworbenen Fertigkeiten und Kenntnisse praxisbezogen unter Verwendung geeigneter Maschinen, Geräte und technischer Einrichtungen anwenden kann. Dem Prüfling soll Gelegenheit gegeben werden, diese Maschinen, Geräte und technischen Einrichtungen vor der Prüfung kennenzulernen. Bei der praktischen Prüfung sollen die betrieblichen Ausbildungsschwerpunkte angemessen berücksichtigt werden. Für die Prüfungsaufgaben kommen insbesondere folgende Gebiete in Betracht:
a) Anzucht von Jungpflanzen,
b) Flächen ausmessen und zur Pflanzung oder Aussaat vorbereiten,
c) Durchführen von Pflanzungen,
d) Durchführen von Direktsaaten,
e) Durchführen von Arbeiten an der Pflanze,
f) Durchführen von Pflanzenschutzmaßnahmen,
g) Durchführen von Düngungs- und Bewässerungsmaßnahmen;
2. aus dem Bereich Ernte und Aufbereitung:
a) Ernten von Gemüse,
b) Aufbereiten und Sortieren von Gemüse,
c) Kennzeichnen und Verpacken von Gemüse;
dabei sind Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit, Natur- und Umweltschutz, rationelle Energie- und Materialverwendung, Wahrnehmen und Beurteilen von Vorgängen, Beschaffen und Auswerten von Informationen sowie Vermarkten einzubeziehen.
(3) Der Prüfling soll in dem Prüfungsfach Anbau mündlich, in den Prüfungsfächern Pflanzenkenntnisse, Betriebliche Zusammenhänge sowie Wirtschafts- und Sozialkunde schriftlich geprüft werden. Im Prüfungsfach Anbau soll der Produktionsablauf von verschiedenen Gemüsearten im Mittelpunkt stehen. Es kommen Fragen und Aufgaben, die sich auf praxisbezogene Fälle beziehen sollen, insbesondere aus folgenden Gebieten in Betracht:
1. im Prüfungsfach Anbau:
e) Frucht- und Nutzungsfolgen,
f) Arbeiten an der Pflanze,
g) Böden, Erden und Substrate,
h) Düngung und Bewässerung,
i) Pflanzenschutz,
k) Ernte, Aufbereitung, Lagerung und Vermarktung, l) Planen, Vorbereiten und Kontrollieren von Produktion, Dienstleistungen und Arbeit;
b) Arten und Sorten von Gemüse, ihre Verwendung und Marktbedeutung,
c) Anbau- und Absatzzeiten,
e) Sortenschutz,
f) Artenschutz;
im Prüfungsfach Anbau: 60 Minuten,
im Prüfungsfach Pflanzenkenntnisse: 60 Minuten,
im Prüfungsfach Betriebliche Zusammenhänge: 90 Minuten,
im Prüfungsfach Wirtschafts- und Sozialkunde: 60 Minuten.
§ 13 Abschlussprüfung in der Fachrichtung Obstbau
(1) Die Abschlussprüfung in der Fachrichtung Obstbau erstreckt sich auf die in der Anlage 5a aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im Berufsschulunterricht vermittelten Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist. Sie wird praktisch, schriftlich und mündlich durchgeführt.
(2) Der Prüfling soll in der praktischen Prüfung in insgesamt höchstens fünf Stunden fünf komplexe Prüfungsaufgaben durchführen und jeweils in einem Prüfungsgespräch erläutern. Der Bereich Produktion soll dabei mit mindestens drei Aufgaben und der Bereich Ernte und Aufbereitung mit mindestens einer Aufgabe vertreten sein. Der Prüfling soll zeigen, dass er die erworbenen Fertigkeiten und Kenntnisse praxisbezogen unter Verwendung geeigneter Maschinen, Geräte und technischer Einrichtungen anwenden kann. Dem Prüfling soll Gelegenheit gegeben werden, diese Maschinen, Geräte und technischen Einrichtungen vor der Prüfung kennenzulernen. Bei der praktischen Prüfung sollen die betrieblichen Ausbildungsschwerpunkte angemessen berücksichtigt werden. Für die Prüfungsaufgaben kommen insbesondere in Betracht:
1. aus dem Bereich Produktion:
b) Flächen ausmessen und zur Pflanzung vorbereiten,
d) Erstellen von Stützkonstruktionen,
a) Ernten von Obst,
b) Sortieren von Obst,
c) Kennzeichnen und Verpacken von Obst;
dabei sind Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit, Natur- und Umweltschutz, rationelle Energie- und Materialverwendung, Wahrnehmen und Beurteilen von Vorgängen sowie Beschaffen und Auswerten von Informationen sowie Vermarkten einzubeziehen;
(3) Der Prüfling soll in dem Prüfungsfach Anbau mündlich, in den Prüfungsfächern Pflanzenkenntnisse, Betriebliche Zusammenhänge sowie Wirtschafts- und Sozialkunde schriftlich geprüft werden. Im Prüfungsfach Anbau soll der Produktionsablauf verschiedener Obstarten im Mittelpunkt stehen. Es kommen Fragen und Aufgaben, die sich auf praxisbezogene Fälle beziehen sollen, insbesondere aus folgenden Gebieten in Betracht:
a) Bau und Leben der Pflanze, Entwicklungsphasen der Obstgehölze,
c) Vermehrung und Anzucht,
d) Unterlagen und ihr Einfluss auf die Obstarten,
e) Produktionsverfahren,
f) Anbau- und Pflanzsysteme,
g) Arbeiten an der Pflanze,
h) Maßnahmen zur Wachstums- und Ertragsregulierung,
i) Maßnahmen zum Schutz der Pflanzung,
k) Böden, Erden und Substrate,
l) Düngung und Bewässerung,
m) Pflanzenschutz,
n) Ernte, Aufbereitung, Lagerung und Vermarktung,
o) Planen, Vorbereiten und Kontrollieren von Produktion, Dienstleistungen und Arbeit;
b) Arten und Sorten von Obst, ihre Verwendung und Marktbedeutung,
d) Sorten- und Unterlagenkombinationen,
e) Wildkräuter und Unkräuter,
f) Sortenschutz,
g) Artenschutz;
1. im Prüfungsfach Anbau: 60 Minuten,
2. im Prüfungsfach Pflanzenkenntnisse: 60 Minuten,
3. im Prüfungsfach Betriebliche Zusammenhänge: 90 Minuten,
4. im Prüfungsfach Wirtschafts- und Sozialkunde: 60 Minuten.
§ 14 Abschlussprüfung in der Fachrichtung Staudengärtnerei
(1) Die Abschlussprüfung in der Fachrichtung Staudengärtnerei erstreckt sich auf die in der Anlage 6a aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im Berufsschulunterricht vermittelten Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist. Sie wird praktisch, schriftlich und mündlich durchgeführt.
(2) Der Prüfling soll in der praktischen Prüfung in insgesamt höchstens fünf Stunden fünf komplexe Prüfungsaufgaben durchführen und jeweils in einem Prüfungsgespräch erläutern. Der Bereich Pflanzenproduktion soll dabei mit mindestens drei Aufgaben und der Bereich Aufbereitung und Vermarktung mit mindestens einer Aufgabe vertreten sein. Der Prüfling soll zeigen, dass er die erworbenen Fertigkeiten und Kenntnisse praxisbezogen unter Verwendung geeigneter Maschinen, Geräte und technischer Einrichtungen anwenden kann. Dem Prüfling soll Gelegenheit gegeben werden, diese Maschinen, Geräte und technischen Einrichtungen vor der Prüfung kennenzulernen. Bei der praktischen Prüfung sollen die betrieblichen Ausbildungsschwerpunkte angemessen berücksichtigt werden. Für die Prüfungsaufgaben kommen insbesondere in Betracht:
a) Vermehren von Stauden,
b) Anlegen von Staudenquartieren,
d) Durchführen von Pflanzenschutzmaßnahmen,
e) Durchführen von Düngungs- und Bewässerungsmaßnahmen;
2. aus dem Bereich Aufbereitung und Vermarktung:
a) Stauden auswählen und kennzeichnen,
b) Stauden verpacken und verkaufsfertig machen,
c) Staudenpflanzungen anlegen;
dabei sind Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit, Natur- und Umweltschutz, rationelle Energie- und Materialverwendung, Wahrnehmen und Beurteilen von Vorgängen, Beschaffen und Auswerten von Informationen sowie Verkaufen und Beraten einzubeziehen.
(3) Der Prüfling soll in dem Prüfungsfach Kulturführung mündlich, in den Prüfungsfächern Pflanzenkenntnisse, Betriebliche Zusammenhänge sowie Wirtschafts- und Sozialkunde schriftlich geprüft werden. Im Prüfungsfach Kulturführung soll der Produktionsablauf verschiedener Kulturen im Mittelpunkt stehen. Es kommen Fragen und Aufgaben, die sich auf praxisbezogene Fälle beziehen sollen, insbesondere aus folgenden Gebieten in Betracht:
i) Aufbereitung und Lagerung,
b) Arten und Sorten marktwichtiger Stauden und ihre Verwendung,
1. im Prüfungsfach Kulturführung: 60 Minuten,
§ 15 Abschlussprüfung in der Fachrichtung Zierpflanzenbau
(1) Die Abschlussprüfung in der Fachrichtung Zierpflanzenbau erstreckt sich auf die in der Anlage 7a aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im Berufsschulunterricht vermittelten Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist. Sie wird praktisch, schriftlich und mündlich durchgeführt.
(2) Der Prüfling soll in der praktischen Prüfung in insgesamt höchstens fünf Stunden fünf komplexe Prüfungsaufgaben durchführen und jeweils in einem Prüfungsgespräch erläutern. Der Bereich Pflanzenproduktion soll dabei mit mindestens drei Aufgaben und der Bereich Pflanzenverwendung mit mindestens einer Aufgabe vertreten sein. Der Prüfling soll zeigen, dass er die erworbenen Fertigkeiten und Kenntnisse praxisbezogen unter Verwendung geeigneter Maschinen, Geräte und technischer Einrichtungen anwenden kann. Dem Prüfling soll Gelegenheit gegeben werden, diese Maschinen, Geräte und technischen Einrichtungen vor der Prüfung kennenzulernen. Bei der praktischen Prüfung sollen die betrieblichen Ausbildungsschwerpunkte angemessen berücksichtigt werden. Für die Prüfungsaufgaben kommen insbesondere in Betracht:
a) Vermehren von Zierpflanzen,
b) Vorbereiten und Durchführen von Pflanzungen,
e) Durchführen von Düngungs- und Bewässerungsmaßnahmen,
f) Durchführen von Ernte- und Aufbereitungsmaßnahmen;
2. aus dem Bereich Pflanzenverwendung:
a) Bepflanzen von Gefäßen,
b) Durchführen und Pflegen von Innenraumbegrünungen,
c) Bepflanzen von Rabatten,
d) Binden von Sträußen;
(3) Der Prüfling soll in dem Prüfungsfach Kulturführung mündlich, in den Prüfungsfächern Pflanzenkenntnisse, Betriebliche Zusammenhänge sowie Wirtschafts- und Sozialkunde schriftlich geprüft werden. Im Prüfungsfach Kulturführung soll der Ablauf verschiedener Kulturen im Mittelpunkt stehen. Es kommen Fragen und Aufgaben, die sich auf praxisbezogene Fälle beziehen sollen, insbesondere aus folgenden Gebieten in Betracht:
b) Arten und Sorten marktwichtiger Zierpflanzen und ihre Verwendung,
b) Kulturräume und technische Einrichtungen,
Auf Berufsausbildungsverhältnisse, die bei Inkrafttreten dieser Verordnung bestehen, sind die bisherigen Vorschriften weiter anzuwenden, es sei denn, die Vertragsparteien vereinbaren für Berufsausbildungsverhältnisse im ersten und im zweiten Ausbildungsjahr die Anwendung der Vorschriften dieser Verordnung.
Gleichzeitig treten die §§ 1 bis 12 und § 23 der Verordnung über die Berufsbildung im Gartenbau vom 26. Juni 1972 (BGBl. I S. 1027), die zuletzt durch die Verordnung vom 29. Juli 1994 (BGBl. I S. 1890) geändert worden ist, außer Kraft; § 24 wird gestrichen.
Bonn, den 6. März 1996

References: § 25
 § 24
 § 1
 § 4
 § 5
 § 5

§ 9

§ 10

§ 11

§ 12

§ 13

§ 14

§ 15
 § 23
 § 24