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Thread: F.A.M.E. AG (jetzt Deutsche Cannabis AG) - Kurstreiberei (WKN A0BVVK) | LordofShares Börsenforum
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Beitrag #0 von LordofShares am 22.04.2009 22:48 ( 3.852 Beiträge | Status: ok )
F.A.M.E. AG (jetzt Deutsche Cannabis AG) - Kurstreiberei (WKN A0BVVK)
Der Kurs der FAME-Aktien wird derzeit ohne Nachrichten gezielt hochgekauft. Während er Ende März noch bei ca. 20 Cent lag, erreichte er heute im Hoch bereits 69 Cent. Was dahinter steckt ? Höchstwahrscheinlich ein simpler Push, die Aktie soll von "DER AKTIONÄR" "erwähnt" worden sein...
Beitrag #1 von LordofShares am 28.04.2009 10:53 ( 3.852 Beiträge | Status: ok )
Diese Antwort bezieht sich auf den Beitrag von LordofShares am 22.04.2009 22:48
28.04.2009 | 09:58
F.A.M.E. AG / Veröffentlichung einer Mitteilung nach § 21 Abs. 1 WpHG
F.A.M.E. AG: Veröffentlichung einer Stimmrechtsmitteilung nach § 21 Abs. 1
WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil am 22. April 2009 durch Erwerb
von Aktien der F.A.M.E. AG mit Sitz in München die Schwelle von 15 %
überschritten hat. Die DMF Beteiligungen GmbH besitzt nach ihren Angaben
nunmehr direkt 187.948 Stückaktien (16,20 %).
mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der F.A.M.E. AG am 22. April 2009
die Schwelle von 15 % überschritten hat und zu diesem Tag 16,20 % (187.948
Stimmrechte) beträgt. Davon sind ihr nach ihren Angaben 16,20 % (187.948
Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die DMF Beteiligungen
GmbH, Berlin, Deutschland, an der Frau Angelidis sämtliche Anteile hält,
28.04.2009  Finanznachrichten übermittelt durch die DGAP
Emittent:     F.A.M.E. AG
Internet:     http://www.fame.de
Nunja, damit ist das Rätsel um die Kurstreiberei an den Tagen bis zum 22.04. wohl gelöst: Die Griechin hat ihre Beteiligung an FAME auf ca. 16% erhöht - ohne große Rücksicht auf den dafür zu zahlenden Preis. Sie hatte wohl Angst, dass Klaus Käsinger ihr das Ruder bei FAME aus der Hand nehmen könnte. Der hatte seine Beteiligung Anfang Februar auf ca. 15% erhöht. Da ist die Griechin nun drüber...
Beitrag #2 von LordofShares am 29.04.2009 01:54 ( 3.852 Beiträge | Status: ok )
Diese Antwort bezieht sich auf den Beitrag von LordofShares am 28.04.2009 10:53
Heute gab es erstmals seit dem 22.04. wieder Umsätze - offensichtlich eine Reaktion auf die veröffentlichte Stimmrechtsmitteilung - und wieder wurde einfach das aufgekauft, was gerade verfügbar war. Bleibt die Frage, wer da wohl zu diesen überhöhten Preisen gekauft hat. Vielleicht wollte Klaus Käsinger mit der Griechin gleichziehen ? Die Anzahl der gekauften Aktien würde in etwa passen. Oder die Griechin hat nochmal etwas aufgestockt...
Nunja, wie dem auch sei, der FAME AG hilft das alles nicht, die vegetiert weiter vor sich hin und blutet langsam aus...
Beitrag #3 von LordofShares am 25.05.2009 10:17 ( 3.852 Beiträge | Status: ok )
Diese Antwort bezieht sich auf den Beitrag von LordofShares am 29.04.2009 01:54
25.05.2009 | 09:48
WpHG am 22. Mai 2009 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil am 20. Mai 2009
durch Erwerb von Aktien der F.A.M.E. AG mit Sitz in München die Schwelle
von 20 % überschritten hat und dass die DMF Beteiligungen GmbH nunmehr
direkt 232.010 Stimmrechte (20,0009%) besitzt.
am 22. Mai 2009 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der F.A.M.E. AG
mit Sitz in München am 20. Mai 2009 die Schwelle von 20 % überschritten hat
und zu diesem Tag 20,0009 % (232.010 Stimmrechte) beträgt. Davon sind ihr
20,0009 % (232.010 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die
25.05.2009  Finanznachrichten übermittelt durch die DGAP
Es war tatsächlich die Griechin. Offenbar hat die einfach zuviel Geld, zumindest noch...
Beitrag #4 von LordofShares am 16.07.2009 12:01 ( 3.852 Beiträge | Status: ok )
Diese Antwort bezieht sich auf den Beitrag von LordofShares am 25.05.2009 10:17
Na sowas: Seit dem 06.07.2009 werden die Aktien der F.A.M.E. AG wieder fortlaufend auf Xetra gehandelt. Wer dafür gesorgt hat, dürfte klar sein. Da ein fortlaufender Xetra-Handel für eine reine Mantelgesellschaft jedoch völlig nutzlos ist, bleibt eigentlich nur eine Erklärung: Hier wird ein großangelegter Abzock-Versuch vorbereitet...
Das erinnert mich an die Cobracrest-Geschichte: Deren Drahtzieher hatten sich damals einen großen Anteil an der (ehemaligen) AEE AG gesichert und anschließend versucht, diesen mittels dümmlichster Pusherei bei den leichtgläubigen Cobracrest-Jüngern abzuladen. Zu diesem Zweck hatten sie die AEE-Aktien sogar zusätzlich im Frankfurter Freiverkehr listen lassen (zuvor waren die Aktien nur in Düsseldorf und Berlin handelbar) - UND - quasi als ultimativen Köder, der auch den letzten Ungläubigen überzeugen soll - einen fortlaufenden Xetra-Handel organisiert...
Beitrag #5 von LordofShares am 12.08.2009 11:58 ( 3.852 Beiträge | Status: ok )
12.08.2009 | 11:52
F.A.M.E. AG: Die F.A.M.E. AG gibt eine Veränderung im Aufsichtsrat bekannt.
F.A.M.E. AG / Personalie
Das Amtsgericht München hat mit Beschluss vom 06.08.2009 Herrn Klaus
Käsinger, Pensionär, Essen, auf Antrag des Vorstands zum
Aufsichtsratsmitglied der F.A.M.E. AG bestellt. Die gerichtliche Bestellung
erfolgt bis zur nächsten Hauptversammlung. Herr Käsinger ersetzt im
Aufsichtsrat den zurück getretenen Manfred Hering.
Nunmehr besteht der Aufsichtsrat aus Meinhard Starostik
(Aufsichtsratsvorsitzender), Rechtsanwalt und vereidigter Buchprüfer,
Berlin, Heinz Raschdorf, Steuerberater und vereidigter Buchprüfer,
Reutlingen, und Klaus Käsinger, Pensionär, Essen.
12.08.2009  Finanznachrichten übermittelt durch die DGAP
Telefon:      +49 (0)89 38 377 19 0
Fax:          +49 (0)89 38 377 19 11
Ein Pensionär also...
Beitrag #6 von LordofShares am 28.04.2010 21:44 ( 3.852 Beiträge | Status: ok )
neuer Alleinvorstand
28.04.2010 | 15:42
F.A.M.E. AG: Veränderung im Vorstand
München, 28.04.2010 - Die F.A.M.E. AG gibt eine Veränderung im Vorstand
bekannt. Demnach hat der Aufsichtsrat zum 01.04.2010 Frau Tülin Meyer,
Berlin, als Alleinvorstand bestellt, nachdem zuvor Dr. Hans Dix zum
31.03.2010 aus dem Vorstand ausgeschieden ist.
Frau Meyer wird nun in enger Abstimmung mit dem Aufsichtsrat dafür Sorge
tragen, eine ordentliche Hauptversammlung vorzubereiten. Die Aktionäre
werden auf dieser Hauptversammlung über die Geschäftsjahre 2007 bis 2009,
verschiedene Satzungsänderungen und Wahlen zum Aufsichtsrat beschliessen.
Darüber hinaus wird sich der neue Vorstand vordringlich dafür einsetzen,
für das börsennotierte Unternehmen in Gesprächen mit potentiellen
Investoren die Möglichkeiten einer Neuausrichtung zu prüfen.
28.04.2010 Ad-hoc-Meldungen, Finanznachrichten und Pressemitteilungen
Soso, Frau Meyer will sich also "vordringlich dafür einsetzen, [...] die Möglichkeiten einer Neuausrichtung zu prüfen." Mal abgesehen von der seltsamen Aussage dieses Satzes fragt man sich da doch, was der bisherige Vorstand die ganze Zeit gemacht hat...
Fraglich ist aber vor allem, ob der Vorstand in dieser Angelegenheit überhaupt viel erreichen kann, denn letztendlich entscheiden die "Großaktionäre" (der Pensionär und die Griechin), was mit der Gesellschaft passiert...
Beitrag #7 von LordofShares am 14.07.2010 16:57 ( 3.852 Beiträge | Status: ok )
Eigenkapital weiter geschrumpft
Nach Jahren gibt es nun endlich mal wieder eine aktuelle Bilanz der FAME AG. Gestern wurde der Quartalsfinanzbericht für den Zeitraum vom 01.01.2010 bis zum 31.03.2010 auf der Homepage der Gesellschaft (http://www.fame.de/) veröffentlicht. Dieser enthält auch die Bilanz zum 31.03.2010, derzufolge die FAME AG noch über ein Eigenkapital von ca. 290.000 Euro verfügt, was nur noch ca. 25 Cent/Aktie entspricht. Zum 31.12.2007 waren es noch ca. 490.000 Euro oder ca. 42 Cent/Aktie gewesen...
Beitrag #8 von LordofShares am 12.08.2010 19:20 ( 3.852 Beiträge | Status: ok )
absurder Plan der DMF Beteiligungen GmbH
Was ist denn das jetzt für ein Blödsinn ?
12.08.2010 | 18:01
Aktionär der F.A.M.E. AG stellt Antrag auf Befreiung vom Pflichtangebot gemäß § 35, Abs.1, Satz 1 WpÜG
F.A.M.E. AG / Fusionen & Übernahmen/Übernahmeangebot
Berlin, 12. August 2010 - Der F.A.M.E. AG (ISIN: DE000A0BVVK7) wurde heute,
12. August 2010 von ihrem Aktionär, der DMF Beteiligungen GmbH (DMF)
mitgeteilt, dass die DMF bei der Bundesanstalt für
Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) einen Antrag auf Befreiung von den
Pflichten nach § 35 Abs. 1 Satz 1 WpÜG die Kontrollerlangung zu
veröffentlichen, nach §35 Abs. 2 Satz 1 WpÜG der Bundesanstalt eine
Angebotsunterlage zu übermitteln und nach §§ 35 Abs. 2, Satz 1 i.V.m. 14
Abs. 2 Satz 1 WpÜG ein Pflichtangebot zu veröffentlichen, gestellt hat. Die
DMF beabsichtigt ihren derzeitigen Anteilsbesitz an der F.A.M.E. AG von 20,
5% (Veröffentlichung der Überschreitung der 20%-Marke am 25. Mai 2009)
durch den Kauf von F.A.M.E.-Aktien auf dem organisierten Markt sowie durch
Erwerb neuer Aktien aus dem auszugebenden Kapital auf 75 % und 1 Aktie zu
DMF hat im Antrag erklärt, dass sie zur Sanierung nur dann bereit stünde,
wenn sie in entsprechender Weise die Kontrollmöglichkeit über die Organe
der Gesellschaft hat, was nur durch den Erwerb von 75% und 1 Aktie möglich
Der Antrag wurde von der DMF wie folgt begründet:
Der Gesellschaft droht die alsbaldige Einstellung des Geschäftsbetriebs, da
weder flüssige Mittel noch irgendwelche Einnahmen vorhanden sind. Die
Gesellschaft ist nicht werbend tätig. Durch die Zuführung des frischen
Kapitals ist es Ziel der DMF, die Gesellschaft zu sanieren und neu
auszurichten. Ein Pflichtangebot dagegen würde zu einer Bindung der baren
Mittel der Gesellschaft führen und nicht zur Sanierung zur Verfügung
stehen. Daraus ergäbe sich kein Vorteil für die Altaktionäre.  Nach
Auffassung von DMF ist der Sanierung der Gesellschaft der Vorzug gegenüber
einem Pflichtangebot zu geben. Damit bezieht sich die DMF auf § 9 Satz 3
(WpÜG-Angebotsverordnung).
DMF beabsichtigt, sofort nach Erteilung der Befreiung und Ablauf der
Erklärungsfrist für die Aktionäre über die Ausübung des Bezugsrechtes,
290.000 neue Aktien zu 1EUR und, bis zum Ablauf der Frist für die Erhöhung
des genehmigten Kapitals, das ist der 07. Dezember 2010, insgesamt bis zu
580.000 Aktien des genehmigten Kapitals zu erwerben. DMF beabsichtigt, der
Gesellschaft ein verbindliches Zeichnungsangebot nach Erteilung der
Genehmigung durch die BaFin vorzulegen.
Fr. Tülin Meyer, Vorstand
www.fame.de
12.08.2010 Ad-hoc-Meldungen, Finanznachrichten und Pressemitteilungen
Die DMF Beteiligungen GmbH hält laut der Adhoc aktuell 20,5% der FAME-Aktien, das entspricht knapp 240.000 Stück. Nach der Erteilung des Sanierungsprivilegs will sie dann 290.000 neue FAME-Aktien zu je 1 Euro übernehmen sowie bis zu 290.000 weitere neue FAME-Aktien bis Anfang Dezember 2010. Damit hätte die DMF dann insgesamt ca. 820.000 FAME-Aktien. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass sich die Gesamtzahl der FAME-Aktien durch die Ausgabe der neuen FAME-Aktien um bis zu 50% erhöhen würde ! D.h. falls die DMF wirklich 580.000 neue FAME-Aktien erwerben würde, gäbe es danach insgesamt 1,74 Mio. FAME-Aktien. 820.000 FAME-Aktien würden dann also nichtmal 50% des Grundkapitals entsprechen ! Die DMF will aber laut der Adhoc auf über 75% der FAME-Aktien kommen ! Wie das geschehen soll, bleibt wohl für immer das Geheimnis der DMF...
Die andere Ungereimtheit des Plans der DMF ist natürlich die hohe Diskrepanz zwischen dem aktuellen Buchwert von nur noch ca. 25 Cent/FAME-Aktie (siehe den vorigen Beitrag) und dem Ausgabepreis der neuen FAME-Aktien in Höhe von je 1 Euro. Nichtmal Griechen sind so dumm und kaufen zigtausend neue Aktien zum 4-fachen Wert der alten Aktien ! Damit würden sie den übrigen FAME-Aktionären zigtausend Euro schenken !
Fazit: Die Sache stinkt - und zwar gewaltig ! Ich gehe davon aus, dass dieser Plan so nie umgesetzt wird und diese Adhoc nur dem Pushen des Aktienkurses dient. Denn durch die Kapitalerhöhung zu 1 Euro würde sich der Buchwert der FAME-Aktien von aktuell 25 Cent auf ca. 50 Cent praktisch verdoppeln...
Beitrag #9 von MFC500 am 12.08.2010 22:36 ( 146 Beiträge | Status: ok )
Diese Antwort bezieht sich auf den Beitrag von LordofShares am 12.08.2010 19:20
Die Sache stinkt - und zwar gewaltig !
das war/ist auch mein sofortiger Eindruck. Einen Aufschlag von >100% auf den letzten Kurs (den noch wesentlich höheren Aufschlag auf den Buchwert hast du bereits erwähnt) - wofür? Ganz davon abgesehen, daß diese Miniaufkapitalisierung das Unternemen auch nicht weit brächte. Aus meiner Sicht ein reiner Push, um Aktien abzuladen.
Beitrag #10 von MFC500 am 13.08.2010 07:58 ( 146 Beiträge | Status: ok )
noch eine Anmerkung: seit wann kündigt man vorher an, wenn man seinen Anteil über den Markt aufstocken möchte? Wahrscheinlich weil man gern mehr bezahlen möchte...
Beitrag #11 von LordofShares am 13.08.2010 11:35 ( 3.852 Beiträge | Status: ok )
Diese Antwort bezieht sich auf den Beitrag von MFC500 am 13.08.2010 07:58
Richtig, das kommt noch dazu. So nach dem Motto: "Liebe FAME-Aktionäre, verkauft uns eure FAME-Aktien bloß nicht zu billig !"
Und auch das passt nicht: Die DMF hält derzeit nach eigenen Angaben 20,5% der FAME-Aktien. Die Schwelle für die Abgabe eines Pflichtangebots liegt jedoch bei 30%. D.h. die DMF hätte noch in aller Stille 9,5% der FAME-Aktien kaufen (bzw. sich diese durch Kauf-Optionen sichern) können, bevor sie ihre Pläne hätte offenbaren müssen. Dies wäre auch das in solchen Fällen übliche Vorgehen gewesen...
Beitrag #12 von MFC500 am 13.08.2010 13:41 ( 146 Beiträge | Status: ok )
Diese Antwort bezieht sich auf den Beitrag von LordofShares am 13.08.2010 11:35
Die DMF hält derzeit nach eigenen Angaben 20,5% der FAME-Aktien. Die Schwelle für die Abgabe eines Pflichtangebots liegt jedoch bei 30%. D.h. die DMF hätte noch in aller Stille 9,5% der FAME-Aktien kaufen (bzw. sich diese durch Kauf-Optionen sichern) können, bevor sie ihre Pläne hätte offenbaren müssen. Dies wäre auch das in solchen Fällen übliche Vorgehen gewesen...
Genau das meinte ich. Aber ok, Weihnachten steht vor der Tür...
Beitrag #13 von MFC500 am 19.08.2010 16:49 ( 146 Beiträge | Status: ok )
Diese Antwort bezieht sich auf den Beitrag von MFC500 am 13.08.2010 13:41
19.08.2010 - Der F.A.M.E. AG wurde von ihrem Aktionär, der DMF Beteiligungen GmbH (DMF) mitgeteilt, dass sich die DMF und mit ihr befreundete Investoren dazu bereit erklärt haben, ab sofort 290.000 Aktien aus dem genehmigten Kapital zu zeichnen bzw. nach der Zeichnung ins Depot aufzunehmen. Bis zum 7. Dezember verfügt die F.A.M.E AG noch über ein genehmigtes Kapital in Höhe von 580.000 EUR (§ 5, Abs. 5, Satzung F.A.M.E. AG idF. v. 11.01.2008). Mit der Zeichnung der 290.000 Aktien würde sich das Grundkapital der F.A.M.E. AG auf 1.450.000 Aktien à 1 EUR Nennwert erhöhen. Die Kapitalerhöhung soll in der Weise erfolgen, dass der DMF anschließend weniger als 30 % der Aktienanteile an der F.A.M.E. AG direkt zuzurechnen sind, so dass der gegenüber der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) bereits gestellte Antrag der DMF auf Befreiung von der Abgabe eines Pflichtangebots an die Aktionäre hiervon unberührt bliebe.
Die Bereitschaft zur Zeichnung des genehmigten Kapitals begründet die DMF damit, dass die BaFin zunächst weitere Aussagen zur drohenden Sanierungsunfähigkeit der Gesellschaft mitsamt Sanierungsgutachten und Sanierungskonzept eines Wirtschaftsprüfers anforderte. Dies vorzubereiten und den Befreiungsantrag entsprechend zu ergänzen, würde aus Sicht von DMF zeitlich Ressourcen binden, die dringend für die Sicherung der weiteren Existenz der Gesellschaft benötigt werden. Um hier keine Zeit zu verlieren, wird beabsichtigt, parallel zu dem Antrag um Befreiung das Kapitalerhöhungsverfahren zu eröffnen. So sei laut DMF sichergestellt, dass die F.A.M.E. AG erste Schritte zur Durchführung eines Business Plans zum Einstieg in den Markt für regenerative Energien aufnehmen kann. Das Angebot der DMF ist an drei verschiedene Voraussetzungen geknüpft:
1. Die BaFin muss zustimmen, dass das vorgeschlagene Kapitalerhöhungsverfahren parallel zum Antragsbefreiungsverfahren stattfinden kann.
2. Das neue und vorhandene Kapital darf ausschließlich für Investitionen im Bereich der regenerativen Energien mit einem anfänglichen Schwerpunkt auf den Erwerb von Windkraftanlagen in der Bundesrepublik Deutschland verwendet werden.
3. Während der anfänglichen Investitionsperiode soll die Kapitalerhöhung unter Ausnutzung nur der Hälfte des genehmigten Kapitals durchgeführt werden.
F.A.M.E. AG Schillstr. 9 10785 Berlin ir@fame.de
DMF hält bislang 20,5%, entsprechend rund 238 T Aktien (bei GK iHv 1,16 Mio). Bei Zeichnung von 290 T Aktien hielten sie insgesamt 528 T Aktien, entsprechen 36,4% (!) bezogen auf das erhöhte GK. Da sie unter der Schwelle von 30% bleiben wollen, müssen sie rund 93 T Aktien verkaufen. Oder sie haben´s schon getan (siehe die Umsätze seit der letzten Mitteilung). Das hört sich jedenfalls schon ganz anders an als zuletzt. Nun, mich verwundert´s nicht.
Beitrag #14 von LordofShares am 19.08.2010 17:43 ( 3.852 Beiträge | Status: ok )
Das wird ja immer abenteuerlicher. Jetzt sollen die neu auszugebenden Aktien also zusätzlich auch an verschiedene "befreundete Investoren" verteilt werden, damit die DMF nach der Kapitalerhöhung unter der 30%-Grenze bleibt. Ob der Griechin bewusst ist, dass bei der Berechnung des Stimmrechtsanteils nicht nur die direkt gehaltenen, sondern auch die indirekt zuzurechnenden Stimmrechte zählen ? D.h., im Prinzip ist es unerheblich, wie die Aktienpakete konkret verteilt sind. Wenn die DMF zusammen mit den "befreundeten Investoren" über 30% kommt, wird das Pflichtangebot fällig...
Abgesehen davon handeln die DMF sowie die "befreundeten Investoren" auch gegen jede wirtschaftliche Vernunft. Wie dumm muss man eigentlich sein, um frisches Kapital in eine Gesellschaft zu stecken, die einem nur zu 20% gehört, OHNE seine Beteiligung an dieser Gesellschaft in angemessenem Umfang erhöhen zu können ?
Die Halter der übrigen 80% freut das natürlich, irgendjemand saniert IHRE Gesellschaft auf seine Kosten, ohne dass sie auch nur einen Cent dazulegen müssen, und ohne dass sie viel von ihrer Gesellschaft abgeben müssen. So etwas habe ich in all den Jahren an der Börse noch nicht erlebt...
P.S.: Inzwischen wundert mich nicht mehr, dass Griechenland ohne Milliardenhilfen pleite gegangen wäre...
Beitrag #15 von MFC500 am 19.08.2010 17:56 ( 146 Beiträge | Status: ok )
Diese Antwort bezieht sich auf den Beitrag von LordofShares am 19.08.2010 17:43
Inzwischen wundert mich nicht mehr, dass Griechenland ohne Milliardenhilfen pleite gegangen wäre...
Ich glaube nicht, daß die hier agierenden Griechen so dumm sind. Aber das wird die Zeit zeigen
Bzgl des Pflichtangebotes kann ich mir zudem nicht vorstellen, daß ihnen die 30%-Problematik (Zurechnung von Stimmrechten) unbekannt ist. Ergo bleibt als einzige Lösung der von mir zuvor skizzierte Weg.
Beitrag #16 von LordofShares am 19.08.2010 19:59 ( 3.852 Beiträge | Status: ok )
Diese Antwort bezieht sich auf den Beitrag von MFC500 am 19.08.2010 17:56
Hmmm, Aktien für unter 1 Euro auf den Markt werfen, um später mehr neue Aktien für 1 Euro beziehen zu können ? Das wäre ja der Gipfel der Dummheit, so etwas halte ich für ausgeschlossen. Wenn die DMF jetzt tatsächlich Aktien verkaufen würde, wäre das der klare Beweis dafür, dass dieser ganze Irrsinn reine Anlegerverarsche war...
Dasselbe würde übrigens auch gelten, wenn ihnen die Sache mit der Zurechnung von nicht selbst gehaltenen Stimmrechten tatsächlich bekannt sein sollte. Das wäre dann quasi die Sollbruchstelle des tollen Plans, und die böse BaFin wäre mal wieder an allem schuld...
Beitrag #17 von MFC500 am 19.08.2010 20:57 ( 146 Beiträge | Status: ok )
Diese Antwort bezieht sich auf den Beitrag von LordofShares am 19.08.2010 19:59
Aus strategischer Sicht kann so etwas schon Sinn machen. Allerdings, und das habe ich vorhin leise angedeutet ("Oder sie haben´s schon getan"), tippe ich weiter darauf, daß es ein reiner Push war/ist, um Aktien abzuladen. Die 30%-Problematik können sie jedenfalls auf die - angeblich - beabsichtigte Art und Weise nicht beseitigen. Was bleibt, wäre ein Verkauf von überzähligen Aktien wie beschrieben oder das Abblasen der ganzen Angelegenheit.
Beitrag #18 von LordofShares am 20.08.2010 11:22 ( 3.852 Beiträge | Status: ok )
Diese Antwort bezieht sich auf den Beitrag von MFC500 am 19.08.2010 20:57
Na das ist ja witzig: Im wallstreet:online-Forum steht der Thread zur F.A.M.E. AG mittlerweile im Insolvenzen-Forum. Ein Versehen, oder weise Voraussicht ?
Beitrag #19 von LordofShares am 07.09.2010 19:02 ( 3.852 Beiträge | Status: ok )
DMF Beteiligungen überschreitet 25%-Meldeschwelle
07.09.2010 | 17:32
WpHG am 07.09.2010 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil am 03.09.2010
25 % überschritten hat und dass die DMF Beteiligungen GmbH nunmehr direkt
310.000 Stimmrechte (26,7241%) besitzt.
am 07.09 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der F.A.M.E. AG mit Sitz
in München am 03.09.2010 die Schwelle von 25 % überschritten hat und zu
diesem Tag 26,7241% (310.000 Stimmrechte) beträgt. Davon sind ihr 26,7241 %
(310.000 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die DMF
Beteiligungen GmbH, an der sie sämtliche Anteile hält, zuzurechnen.
07.09.2010 Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche
Zitat von MFC500:
Ich glaube nicht, daß die hier agierenden Griechen so dumm sind.
Bist Du nun immernoch dieser Meinung ? Die Griechin hat offensichtlich nach wie vor zuviel Geld und kauft weiterhin FAME-Aktien zu Preisen, die ein Mehrfaches über dem Buchwert liegen. Wer zweifelt da noch daran, dass sie tatsächlich bereit wäre, 580.000 Euro für 580.000 neue FAME-Aktien zu verballern ? FAME-Aktien sind meiner Meinung nach eine Wette auf die wirtschaftliche Unvernunft der Griechen - und sie scheint tatsächlich aufzugehen...

References: § 21
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 § 9
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