Source: https://www.ris.bka.gv.at/Dokumente/Justiz/JJR_19961126_OGH0002_0050OB02344_96H0000_001/JJR_19961126_OGH0002_0050OB02344_96H0000_001.html
Timestamp: 2019-04-25 20:23:44+00:00

Document:
RS0106113
5Ob2344/96h; 5Ob2329/96b; 5Ob25/97f; 1Ob226/98m; 5Ob267/98w; 5Ob36/02h; 9ObA109/02y; 6Ob254/05d; 9ObA38/06p; 9ObA60/06y; 9ObA106/06p; 9ObA161/07b; 5Ob166/08k; 9ObA109/09h; 5Ob153/09z; 5Ob124/10m; 5Ob5/11p; 3Ob89/12b; 10ObS63/12f; 5Ob197/12z; 10ObS177/13x; 5Ob55/14w; 1Ob73/14p; 11Os26/14d; 11Os86/14b; 11Os103/14b (11Os104/14z); 10Ob58/14y; 10ObS158/15f; 12Os15/17y; 5Ob175/18y
ABGB §6; ABGB §7; MRG §46a Abs4
Die teleologische Reduktion einer gesetzlichen Regelung erfordert den klaren Nachweis des Gesetzeszwecks, an dem sich die (letztlich Gesetzeswortlaut korrigierende) Auslegung orientieren soll. Im Mietrecht ist dieses Problem besonders schwierig zu lösen, weil sich den gesetzlichen Regelungen kaum einheitliche Wertungsprinzipien entnehmen lassen. Rechtsänderungen stellen meist mühevoll zustandegekommene Kompromisse mit den sich daraus nahezu notwendig einhergehenden Unzulänglichkeiten und Ungereimtheiten dar, sodass der Wille des Gesetzgebers nur allzuleicht verfehlt werden kann, wenn sich die Gesetzesauslegung vom Wortlaut entfernt (hier: § 46a Abs 4 MRG).
TE OGH 1996-11-26 5 Ob 2344/96h
TE OGH 1996-11-26 5 Ob 2329/96b
TE OGH 1997-02-11 5 Ob 25/97f
TE OGH 1998-09-29 1 Ob 226/98m
Veröff: SZ 71/157
TE OGH 2000-04-07 5 Ob 267/98w
Verstärkter Senat; Vgl auch; nur: Im Mietrecht ist dieses Problem besonders schwierig zu lösen, weil sich den gesetzlichen Regelungen kaum einheitliche Wertungsprinzipien entnehmen lassen. Rechtsänderungen stellen meist mühevoll zustandegekommene Kompromisse dar. (T1); Beisatz: Hier: § 12a Abs 1 MRG und § 12a Abs 2 MRG. (T2); Veröff: SZ 73/66
TE OGH 2002-02-26 5 Ob 36/02h
nur: Die teleologische Reduktion einer gesetzlichen Regelung erfordert den klaren Nachweis des Gesetzeszwecks, an dem sich die (letztlich Gesetzeswortlaut korrigierende) Auslegung orientieren soll. (T3)
TE OGH 2002-10-16 9 ObA 109/02y
nur T3; Beisatz: Hier: Teleologischen Reduktion des besonderen Kündigungsschutzes für Betriebsratsmitglieder bei Massenänderungskündigungen ist nicht angezeigt. (T4); Veröff: SZ 2002/137
TE OGH 2005-12-01 6 Ob 254/05d
nur T3; Beisatz: § 245 Abs 1 HGB. (T5); Veröff: SZ 2005/177
TE OGH 2006-07-12 9 ObA 38/06p
Vgl auch; Beisatz: Eine teleologische Reduktion würde den klaren Nachweis voraussetzen, dass eine umschreibbare Fallgruppe von den Grundwertungen oder Zwecken des Gesetzes entgegen seinem Wortlaut gar nicht getroffen wird und dass sie sich von den „eigentlich gemeinten" Fallgruppen so weit unterscheidet, dass die Gleichbehandlung sachlich ungerechtfertigt und willkürlich wäre. (T6); Veröff: SZ 2006/109
TE OGH 2006-07-12 9 ObA 60/06y
nur T3; Beisatz: Hier: § 3 Abs 2 AVRAG. (T7); Veröff: SZ 2007/210
TE OGH 2008-02-07 9 ObA 161/07b
TE OGH 2008-09-09 5 Ob 166/08k
Auch; Beisatz: Die Mietzinserhöhung nach § 46a Abs 2, 4 MRG ist in den dem auslösenden Umstand folgenden 15 Kalenderjahren vorzunehmen. Die Rechtsansicht, § 46a Abs 2 MRG sei einschränkend dahin auszulegen, dass dem Vermieter eingeräumt werde, in 15 Kalenderjahren, die aber nicht unmittelbar aneinander anschließen müssen, den Mietzins auf das angemessene Zinsausmaß anzuheben, widerspricht dessen Wortlaut. (T8)
TE OGH 2009-11-16 9 ObA 109/09h
Vgl; Beisatz: Die teleologische Reduktion stellt bei zu weit geratenen gesetzlichen Tatbeständen das Gegenstück zur Analogie dar. Sie verschafft der ratio legis gegen einen überschießend weiten Gesetzeswortlaut Durchsetzung, indem sich die (letztlich den Gesetzeswortlaut korrigierende) Auslegung am Gesetzeszweck orientiert. (T9); Beisatz: Hier: § 4 Z 1 lit a ASGG. (T10);
Veröff: SZ 2009/150
TE OGH 2009-11-24 5 Ob 153/09z
Vgl; Beis ähnlich wie T6; Beis ähnlich wie T9; Bem: Teleologische Reduktion von § 13 AnfO abgelehnt. (T11);
Veröff: SZ 2009/155
TE OGH 2010-09-23 5 Ob 124/10m
Vgl auch; Beisatz: Die teleologische Reduktion ist im Mietrecht grundsätzlich problematisch. (T12)
TE OGH 2011-05-26 5 Ob 5/11p
Vgl; nur T3; Beis wie T6; Beis ähnlich wie T9
TE OGH 2012-07-24 10 ObS 63/12f
Vgl; Veröff: SZ 2012/74
TE OGH 2012-10-23 5 Ob 197/12z
TE OGH 2014-04-23 5 Ob 55/14w
nur T3; Beisatz: Eine teleologische Reduktion des § 59 Abs 3 AußStrG um den Verweis auf § 60 Abs 2 JN ist ausgeschlossen, setzt dies doch den klaren Nachweis des Gesetzeszwecks voraus, an dem sich die letztlich den Gesetzeswortlaut korrigierende Auslegung orientieren soll. Davon kann hier aber deshalb nicht ausgegangen werden, weil der Gesetzgeber durch den Verweis auf § 60 Abs 2 JN diese Bestimmung ganz bewusst zum Maßstab für die Bewertung des Entscheidungsgegenstands durch das Rechtsmittelgericht machen wollte. (T13)
TE OGH 2014-05-22 1 Ob 73/14p
TE OGH 2014-09-16 11 Os 26/14d
Vgl; Beisatz: Antrag auf Aufhebung wegen Verfassungswidrigkeit jener Bestimmungen der StPO, die im Spannungsverhältnis zu Art 6 Abs 3 lit d zweiter Fall MRK stehen. (T14)
TE OGH 2014-10-28 11 Os 86/14b
TE OGH 2014-11-25 11 Os 103/14b
TE OGH 2015-02-24 10 Ob 58/14y
Auch; nur ähnlich T3; Veröff: SZ 2015/10
TE OGH 2016-01-19 10 ObS 158/15f
TE OGH 2017-05-18 12 Os 15/17y
ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0106113

References: §6
 §7
 §46
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 § 12
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 § 245
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 § 3
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 § 46
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 § 4
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 § 13
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 § 59
 § 60
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