Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=28.08.2013&Aktenzeichen=XI%20R%205%2F11
Timestamp: 2019-05-26 04:28:51+00:00

Document:
BFH, 28.08.2013 - XI R 5/11 - dejure.org
https://dejure.org/2013,27545
BFH, 28.08.2013 - XI R 5/11 (https://dejure.org/2013,27545)
BFH, Entscheidung vom 28.08.2013 - XI R 5/11 (https://dejure.org/2013,27545)
BFH, Entscheidung vom 28. August 2013 - XI R 5/11 (https://dejure.org/2013,27545)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2013,27545) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
§ 1 Abs 1 Nr 1 UStG 1999, § 13a Abs 1 Nr 1 UStG 1999, § 14 Abs 2 UStG 1999, § 14 Abs 3 UStG 1999, § 16 UStG 1999
Keine Sperrwirkung für das allgemeine Besteuerungsverfahren bei Umsätzen nach § 59 Nr. 2 UStDV
Zum Verhältnis Regelbesteuerungs-/Vorsteuervergütungsverfahren
Nicht unter das Vergütungsverfahren fallende Vorsteuerbeträge
Vorsteuervergütungsverfahren und allgemeines Besteuerungsverfahren
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BFH vom 28.08.2013, Az.: XI R 5/11 (Verhältnis von allgemeinem Besteuerungsverfahren und Vorsteuervergütungsverfahren)" von RegDir Christian Sterzinger, original erschienen in: UR 2013, 875 - 880.
Der erkennende Senat, der diese Frage bisher offen gelassen hatte (vgl. BFH-Urteil vom 28. August 2013 XI R 5/11, BFHE 243, 51, BStBl II 2014, 497, Rz 35, zu § 14 Abs. 2 und 3 UStG a.F.), schließt sich dieser Auffassung an.
Denn auch ein im Ausland ansässiger Unternehmer, der gemäß § 18 Abs. 3 Satz 1 UStG eine Umsatzsteuererklärung für das Kalenderjahr abzugeben hat, ist berechtigt und verpflichtet, alle in diesem Kalenderjahr abziehbaren Vorsteuerbeträge in dieser Steuererklärung geltend zu machen (BFH-Urteil vom 28. August 2013 XI R 5/11, BFHE 243, 51, BStBl II 2014, 497).
Die Verpflichtung zur Abgabe einer Steuererklärung umfasst aber nach § 18 Abs. 3 Satz 1 i.V.m. § 16 Abs. 1 Satz 4 UStG auch die nach § 14c Abs. 1 UStG geschuldeten Steuerbeträge (BFH-Urteil in BFHE 243, 51, BStBl II 2014, 497, entgegen Abschn. 18.15. Abs. 1 Satz 2 UStAE).
aa) Besteht für den Unternehmer die Verpflichtung, Voranmeldungen und die Jahressteuererklärung im Regelbesteuerungsverfahren abzugeben, hat er auch den Anspruch auf Vorsteuerabzug in diesem Verfahren geltend zu machen (BFH-Urteil in BFHE 243, 51, BStBl II 2014, 497).
Dasselbe gilt für einen im Ausland ansässigen Unternehmer, der gemäß § 14c Abs. 1 UStG Umsatzsteuer schuldet; denn die Verpflichtung zur Abgabe einer Steuererklärung umfasst nach der gesetzlichen Regelung des § 18 Abs. 3 Satz 1 i.V.m. § 16 Abs. 1 Satz 4 UStG auch die nach § 14c UStG geschuldeten Steuerbeträge (BFH-Urteil in BFHE 243, 51, BStBl II 2014, 497; a.A. Abschn. 18.15. Abs. 1 Satz 2 UStAE).
cc) Der am Urteil des XI. Senats in BFHE 243, 51, BStBl II 2014, 497 geäußerten Kritik (z.B. Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen --BMF-- vom 24. April 2014 IV D 3-S 7359/13/10002 (2014/0374149), BStBl I 2014, 863; Sterzinger, Umsatzsteuer-Rundschau 2013, 878) schließt sich der Senat für die hier entscheidungserhebliche Fallgestaltung des § 14c Abs. 1 UStG nicht an.
Liegen die Voraussetzungen des Vergütungsverfahrens vor, ist dieses nach der Rechtsprechung des BFH vielmehr zwingend anzuwenden (BFH-Urteile vom 14. April 2011 V R 14/10, BFHE 233, 360, BStBl II 2011, 834, Rz 26, sowie vom 28. August 2013 XI R 5/11, BFHE 243, 51, BStBl II 2014, 497, Rz 41).
Zwar geht der Bundesfinanzhof in seiner ständigen Rechtsprechung davon aus, dass eine aus § 13 b Abs. 2 UStG resultierende Steuerschuld dazu führt, dass der Steuerpflichtige berechtigt ist, im Rahmen der nach § 18 Abs. 3 UStG abzugebenden Steuererklärung alle in dem Kalenderjahr entstandenen Vorsteuerbeträge geltend zu machen (BFH, Urteil vom 14.04.2011 - V R 14/10, BStBl. II 2011, 834; Urteil vom 28.08.2013 - XI R 5/11, BStBl. II 2014, 497).

References: § 1
 § 13
 § 14
 § 14
 § 16
 § 59
 § 14
 § 18
 § 18
 § 16
 § 14
 § 14
 § 18
 § 16
 § 14
 § 14
 § 13
 § 18