Source: http://slideplayer.org/slide/916203/
Timestamp: 2017-01-23 12:59:36+00:00

Document:
Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie ppt herunterladen
Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie 24.10.08.
Veröffentlicht von:Anne Boerger
Präsentation zum Thema: "Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie 24.10.08."— Präsentation transkript:
Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie 2
2 Informationswissenschaft im FB Informatik und Informationswissenschaft 3
Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie 4
4 Universität Nürnberg-Erlangen This document will be published under the following Creative-Commons-License:Creative-Commons-License: Wem gehört Wissen? Zur Vereinbarkeit von Wissensökonomie und Wissensökologie Rainer Kuhlen German UNESCO Chair in Communications Fachbereich Informatik und Informationswissenschaft Universität Konstanz - Deutschland 5
Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie Commons Wem gehört Wissen? Wem Information? 6
6 Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie Wem gehört Wissen? Everyone says that the ownership and control of information is one of the most important forms of power in contemporary society …. It is intellectual property, not the regulation of cyber-smut, that provides the key to the distribution of wealth, power and access in the information society. The intellectual property regime could make - or break - the educational, political, scientific and cultural promise of the Net. J. Boyle : A politics of intellectual property: Environmentalism for the net? (http://www.law.duke.edu/boylesite/intprop.htm )http://www.law.duke.edu/boylesite/intprop.htm 7
7 Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie Wem gehört Wissen? Ideen, Fakten, Theorien, … sind grundsätzlich frei (können auch nicht für sich geschützt werden) Geschützt sind die Werke, sofern sie Ideen, Fakten, Theorien, … in einer wahrnehmbaren und kommunizierbaren Form darstellen Ein Urheberrechtsschutz bezieht sich nicht auf die Werke in ihrer materiellen Gestalt, sondern nur auf die Werke, sofern sie Ideen, Fakten, Theorien transportieren Wissen Informationsprodukte 8
Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie Wem gehört Wissen? Eher: Wem gehört Information? 9
Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie Wem gehört Wissen? Eher: Wem gehört Information? In juristischer Hinsicht ist es eindeutig,....that ideas and facts of themselves cannot be protected aber the architecture or structure or way in which they are presented can be. It is therefore not enough to point to ideas or facts... that are to be found in HBHG [das Gral-Buch] and DVC [das da- Vinci-Code-Buch von Brown]. It must be shown that the architecture or structure is substantially copied. 10
Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie Wem gehört Wissen? Eher: Wem gehört Information? Übernahme von Ideen erlaubt, wenn sie zur Entwicklung neuer eigenständiger Werke führen Der Vorwurf des Plagiatswurde letztlich zurückgewiesen. Die Entlehnungen bzw. wörtliche Wiedergaben einiger Stellen aus Browns Buch rechtfertige in einer fiktionalen Umgebung nicht den Vorwurf der Copyright-Verletzung. Es seien, legitimerweise nur einige Ideen und Fakten übernommen worden. Judge Peter Smith J hat in seiner Urteilsbegründung selber einen geheimen Code über kursiv geschriebene Buchstaben eingebaut - gelöst unter: 11
11 Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie Wem gehört Wissen? Wissen ist frei und frei verfügbar. Wissen kann niemandem gehören, ebenso wenig wie die Luft niemandem gehören kann. Wissen, in der klassischen Formulierung von Thomas Jefferson, eignet sich nicht für Eigentum.Thomas Jefferson Verfügbar ist Wissen allerdings nur dann, wenn man Zugriff auf die Wissen repräsentierenden Informationsprodukte hat. Wissen ein Commons, ein Allmende-Gut 12
12 Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie Wem gehört Wissen? Wissen ist frei und frei verfügbar. Wissen kann niemandem gehören, ebenso wenig wie die Luft niemandem gehören kann. Wissen, in der klassischen Formulierung von Thomas Jefferson, eignet sich nicht für Eigentum.Thomas Jefferson Verfügbar ist Wissen allerdings nur dann, wenn man Zugriff auf die Wissen repräsentierenden Informationsprodukte hat. Wissen ein Commons, ein Allmende-Gut 13
Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie Wem gehört Wissen? Wem gehört Information? Commons Luft Wasser fossile Brennstoffe der öffentliche Raum Wissen …. ist unveräußerliches öffentliches Eigentum private Rechte zu Nutzung des Commons aber über Kompensationsleistungen zugunsten der Allgemeinheit 14
Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie Wem gehört Wissen? Wem gehört Information? private Rechte zu Nutzung des Commons aber über Kompensationsleistungen zugunsten der Allgemeinheit Beispiel Öl unter der irreversiblen Verwaltung eines National Oil Trust (Alaska Permanent Fund - APF) common heritage rights of ownership of oil 25 % ausgeschüttet an die Einwohner Alaska, ca. $ in % für Straßen, Ausbildung und andere soziale Dienste 15
Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie Wem gehört Wissen? Wem gehört Information? private Rechte zu Nutzung des Commons aber über Kompensationsleistungen zugunsten der Allgemeinheit Beispiel LuftVorschlag für einen EU Sky Trust Reorganisation des CO2-Emissionshandels Gedeckelt werden die Emissionen und ausgeschüttet wird an die BürgerInnen. …. Denn es sind die BürgerInnen, die allesamt die gleichen Anspruchsrechte zur Nutzung der Atmosphäre haben. …. Davon zahlen die BürgerInnen als Konsumenten dann höhere Preise für energieintensive Produkte und Dienstleistungen. [Wer wenig verbraucht, hat einen Nettogewinn.] 16
Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie Wem gehört Wissen? Wem gehört Information? private Rechte zu Nutzung des Commons aber über Kompensationsleistungen zugunsten der Allgemeinheit Beispiel Wissen bislang weitgehend private Aneignung der Rechte über Verträge - nicht nur ohne Kompensation, sondern durch öffentlich Zusatzleistungen komplizierter, da es sich hier nicht um ein nicht- erneuerbares Commons handelt 17
Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie Wer oder was reguliert Wissen? 18
18 Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie Wer oder was reguliert Wissen? Umgang mit Wissen und Information law code norms market Nach: Lawrence Lessig: Code and other laws of cyberspace. Basic Books, Perseus Books Group: New York 1999, second edition 2006 19
19 Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie Starke IPR-Re- gulierungen Schwache IPR- Regulierungen [ bezüglich Recht und Technik (Code) Markt und Normen ] Wissensökonomie Wissensökologie Verknappungsstrategien verwertungs-orientiert private Aneignung des Gewinns hohe Produktivität Öffnungsstrategien Langzeitsicherung Anreicherung des Commons Open Innovation entwicklungs-orientiert [ bezüglich Recht und Technik (Code) Markt und Normen ] Wer oder was reguliert Wissen? 20
Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie Von den zwei Informationsmärkten 21
21 Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie proprietäre kommerzielle Verwertungsmärkte öffentliche freie Austauschmärkte Handel mit Waren Objekte Teile des Commons Objekte reklamiert als Private Eigentumsrechte verbleibt als Eigentum im Commons Wer oder was reguliert Wissen? Von den zwei Informationsmärkten 22
22 Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie Von den zwei Informationsmärkten Private Eigentumsrechte Eigentum im Commons exklusiver kommerzieller Nutzungsrechte mit der Konsequenz Entschädigung an die Öffentlichkeit und mit der Konsequenz der vielfältigen Verknappung und Möglichkeit der Entwicklung freie Nutzung einfache kommerzielle Nutzungsrechte mit der Konsequenz Wer oder was reguliert Wissen? 23
23 Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie Von den zwei Informationsmärkten proprietäre kommerzielle Verwertungsmärkte öffentliche freie Austauschmärkte Handel mit Waren Objekte Teile des Commons Objekte reklamiert als Private Eigentumsrechte verbleibt als Eigentum im Commons exklusiver kommerzieller Nutzungsrechte mit der Konsequenz Entschädigung an die Öffentlichkeit und mit der Konsequenz der vielfältigen Verknappung und Möglichkeit der Entwicklung freie Nutzung einfache kommerzielle Nutzungsrechte mit der Konsequenz 24
Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie Modell der kommerziellen Verwertungsmärkte 25
Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie über Steuergelder finanziert sekundärer Retailmarkt über Steuergelder finanziert primärer Verlaufsmarkt: Bibliotheken über Steuergelder finanziert 25 In Anlehnung an: Open Access - die Revolution im wissenschaftlichen Publizieren? Vortrag von Dr. Rafael Ball im Rahmen des FZJ-Kolloquiums am 30. April Klassisches Verwertungsmodell der Wissenschaftsverlage Autor/Urheber in Bildung und Wissenschaft über Steuergelder finanziert nutzt personelle und technische Infrastruktur über Steuergelder finanziert stellt Wissen in Werken dar Stellt Werke i.d.R. kostenlos den Verlagen bereit über Steuergelder finanziert zahlt für Publi- kation oft Druckzuschüsse Commons öffentlich finanziert privat angeeignet über Steuergelder finanziert Peer Review durch Wissenschaftler tritt i.d.R. alle Verwertungs- rechte den Verlagen ab b Werke werden von Verlagen aufberei- tet und öffentlich zugänglich gemacht 26
26 Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie Marktversagen Rigoroses Ausnutzen der Monopol- situationen Monopole der Anbieter und der Produkte vor allem bezüglich der Transaktionskosten der technologischen und methodischen Innovationen vor allem der Geschäfts- und Organisationsmodelle Verknappung Preispolitik Technik (DRM) Umwandlung des Urheberrechts in ein Verwerterrecht Unzureichendes Aus- nutzen der Potenziale der IKT IKT= Informations- und Kommunikationstechnologien 27
Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie Der weltweit operierende Konzern mit Beschäftigten steigerte seinen Umsatz 2005 um 7 % auf 7,54 Milliarden, den Gewinn vor Steuern um 9 % auf 1,02 Milliarden und die Kapitalverzinsung pro Aktie um 11 %. Informationsökonomisches – Verknappung, Verwertung Gewinn nach Steuern zwischen 20 und 30% 28
Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie Eine Geschichte der fortschreitenden Privatisierung und Kommerzialisierung von Wissen und Information, d.h. der Umwandlung von öffentlichen Gütern in private. Rechte der Urheber an elektronischen Publikationen werden mit Blick auf die Verwertung zu Rechten der Verwerter Transformation der Rechte mit der Konsequenz der Verknappung 29
29 Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie Übertragung der Verwertungsrechte – Einräumung von Nutzungsrechten Der bisherigen Geschäftspraxis der Informationswirtschaft liegt zugrunde, dass die Verwertungsrechte der Urheber per Vertrag den Vertretern der Kultur-/Informationswirtschaft (nun als Nutzungsrechte) überlassen werden. Können/dürfen durch die Überlassung von Nutzungsrechten Eigentumsrechte an einem Commons entstehen ? Mit dem Anspruch exklusiver Nutzung – d.h. dem Recht, andere von der Nutzung auszuschließen das ist ein klassisches Eigentumsrecht. aber 30
Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie Aktuelle (urheberrechts- verursachte) Probleme beim Umgang mit Wissen und Information 31
Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie als Ergebnis des Ersten und Zweiten Korbs – Gesetz geworden 2003 bzw. Anfang 2008 Aktuelle Probleme beim Umgang mit elektronischen Publikationen § 52a Öffentliche Zugänglichmachung für Unterricht und Forschung § 52b Wiedergabe von Werken an elektronischen Leseplätzen in Bibliotheken, Archiven und Museen § 53a Kopienversand auf Bestellung § 53 Abs. 2 Nr. 2 UrhG zur Zulässigkeit elektronischer Archive § 95b UrhG zur Durchsetzung der Privatkopie bei technischen Schutzmaßnahmen § 31a UrhG Unbekannte Nutzungsarten: Archivregelung Änderung des § 53 Abs. 5 UrhG zur Erweiterung des Rechts der elektronischen Archivkopie (§ 53 Abs. 2 Nr. 2 UrhG) auf elektronische Datenbankwerke § 49 UrhG zu Elektronischen Pressespiegeln § 52a UrhG zur Verlängerung der Befristung in § 137k § 95b UrhG zur Neubewertung der technischen Schutzmaßnahmen (DRM) 32
Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie Urheberrecht - 2. Korb – Probleme für Bildung und Wissen- schaft – Schranke in § 52a für Unterricht und Forschung nur kleine Teile eines Werkes nur für die Nutzung IM Unterricht nur für die bestimmt abgegrenzten Teilnehmer von Kursen für die Nutzung genau definierter Forschungsgruppen befristet bis Ende 2006 – verlängert bis 2008 (?) ohne direktes oder indirektes kommerzielles Interesse Nutzung in Schulen nur mit expliziter Zustimmung der Rechtsinhaber Nutzung von Filmen erst nach 2 Jahren der Verwertung in Filmtheatern 33
Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie Urheberrecht - Zweiter Korb – Schranke in § 52b Wiedergabe von Werken in Bibliotheken nur von speziellen Leseplätzen in der Bibliothek nur ohne direktes oder indirektes kommerzielles Interesse Nutzung muss vergütet werden (über Verwertungsgesellschaften) kein Zugang (auch kein geschützter) aus dem Campus, aus einer Schule geschweige denn von zu Hause nicht in Bildungseinrichtungen 34
Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie Urheberrecht - Zweiter Korb – Probleme für Bildung und Wissenschaft – Schranke in § 53a - Kopienversand nur Einzelbestellung nur kleine Teile Versand via klassischer Post oder Fax Elektronischer Versand nur als grafische Datei Elektronischer Versand ist in keiner Form erlaubt, wenn kommerzielle Inhaltsanbieter selber auf den Endkundenmärkten mit entsprechenden Angeboten tätig sind (wie z.B. Science Direct/Elsevier) Rückkehr zur klassischen analogen Fernleihe 35
Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie Verknappung – Verunsicherung – Verzicht - Beispiele 36
Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie Verknappung – Verunsicherung – Verzicht – Beispiel 1 Wissenschafts -zentrum mit urhr- geschütztem Material eReader für summer school erlaubt wegen § 52a verboten wegen § 53a Aktions- bündnis Biblio- thek mit Passwort 37
Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie Verknappung – Verunsicherung – Verzicht – Beispiel 1 Wissensc hafts- zentrum mit urhr- geschützte m Material eReader für summer school erlaubt wegen § 52a verboten wegen § 53a Aktions- bündnis Bibli o- thek 38
Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie Verknappung – Verunsicherung – Verzicht – Beispiel 1 Wissensc hafts- zentrum mit urhr- geschützte m Material eReader für summer school erlaubt wegen § 52a verboten wegen § 53a Aktions- bündnis Bibli o- thek 39
Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie Verknappung – Verunsicherung – Verzicht – Beispiel 1 Wissenschafts- zentrum mit urhr- geschütztem Material eReader für summer school erlaubt wegen § 52a verboten wegen § 53a Aktions- bündnis Biblio- thek Ergebnis die Vorsicht siegt: gemischter Reader, klassische Kopien und einige eTexte 40
Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie Verknappung – Verunsicherung – Verzicht – Beispiel 2 Wissen- schaftler Begutachtung eines DFG-Antrags Ergebnis ? 3 in der UB 4 über das Web 5 über Order subito über kommerzielle Anbieter – auch als eText nur über hard copy bis zu 3 Wochen Lieferfrist zwischen 38 und 64 Einsicht nur der 7 aus UB und Web nachgewiesene Literatur Einsicht von 12 Referenzen 41
41 Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie Hochschul- lehrer mit Teilen urhr- geschützten Materials Powerpoints für Auszubildende dennoch erlaubt, wenn ordentlich zitiert, durch § 51 Zitatrecht? verboten, wenn Wegfall von § 53a MPI-Geistiges Eigentum mit Passwort wäre ja eine öffent- liche Zugänglich- machung (§ 19a) aber öffentliche Zugänglich- machung dort nicht erwähnt ? Verknappung – Verunsicherung – Verzicht – Beispiel 3 derzeit - bis Ende 2008) erlaubt durch § 52a UrhG vermutlich doch verboten (???) 42
42 Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie Alternativen 43
Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie Verkauf, Lizenz von Informations- objekten Kommerzielle Verwertung Freeconomics Verfahren der Öffentlichmachung von Informationsobjekten Tausch- börsen Open Access Informationsobjekte frei Rendite nur über Mehrwerte, Zusatz- leistungen oder assoziierte oder Nebenprodukte Google- Dienste Creative Commons ohne monetäre Kosten für Nutzer Alternativen Aufbereitung/Metadaten Hypertextifizierung Dossiers, Summaries Werbung/Marketing Organisation des Reviewing Organisation der OA Institutional Repositories ….. 44
44 Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie Open Access Dienste/Leistungen 45
Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie e-Print-Server Beispiel Physik: Direkt-/Primär-/Sekundärpublikation auf eigener Website Beispiel: Primärpublikation in (derzeit 3686) Open-Access-Zeitschriften (Stand ) - Impact-factor: Open Citation Project: Sekundärpublikationen in Open-Access-Repositories und OA- Plattformen OpenDoar: Erfolgsfaktoren (CIRSS-Report): https://www.ideals.uiuc.edu/bitstream/2142/8981/5/Palmer%20et%20al%20Mellon%20Report.pdfhttp://www.opendoar.org/ https://www.ideals.uiuc.edu/bitstream/2142/8981/5/Palmer%20et%20al%20Mellon%20Report.pdf Open-Access-Universitätsverlage AG der Univ-Verlage Beispiel: Open Access - Initiativen - Publikationsformen 46
46 Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie Open-Access Modellüberlegenheit 47
Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie Alle Argumente sprechen (theoretisch und objektiv) für Open Access Senkung von Transaktionskosten Volkswirtschaftlicher Nutzen durch freie (auch gebührenfreie) Nutzung Höherer Verbreitungsgrad Höherer Zitierungsgrad der Arbeiten und höherer Impact-Faktor der OA- Medien Höhere Publikationswahrscheinlichkeit für jüngere Wissenschaftler Aber: OA - das elektronischen Räumen angemessene Publikations- und Nutzungsmodell 48
Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie Die Argumente sprechen (theoretisch und objektiv) für Open Access Aber: Die objektiven Gründe zählen – zumindest für eine geraume Zeit – im Wissenschaftssystem nicht unbedingt Das gegenwärtige kommerzielle Publikationssystem ist ein Hierarchie-, Reputations- und damit Macht-Sicherungsinstrument für bestehende kontraproduktiv gewordene Wissenschaftsstrukturen OA - das elektronischen Räumen angemessene Publikations- und Nutzungsmodell 49
Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie Alles geht in Richtung Publikationsformen im Open- Access-Paradigma Modelle im Open-Access-Paradigma Golden road Primärpublikation in speziellen Open-Access-Zeitschriften bzw. in hybriden Zeitschriften (halb freie, halb gebührenpflichtige Nutzung) Auch Modell für Verlagswirtschaft? Erste Hinweise Springer Open Choice Modell Verdichteter Hinweis Springer Science+Business Media vereinbart Oktober 2008 Kauf von BioMed Central Group (www.biomedcentral.com)www.biomedcentral.com erwirbt-biomed-central-group-10610/ trotzdem: 50
Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie mittelfristig: Alles geht in Richtung Publikationsformen im Open- Access-Paradigma Green road Sekundärpublikation (nach/oder ohne eine Embargofrist) in Open- Access-Repositories – bislang in erster Linie von den Bibliotheken betrieben Auch Modell für Verlagswirtschaft? Skepsis von Seiten der Verlagswirtschaft - STM – Brussel Declaration mehr oder weniger geduldet – Praxis Elsevier (aber nicht in der Originalpublikationsversion) könnte durchgängiges Public- Private-Geschäftsmodell werden Wirtschaft zuständig für Technik und Bereitstellung – Bibliotheken für Contentaufbereitung/Metadaten Modelle im Open-Access-Paradigma 51
51 Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie Freeconomics-Modelle einer commons-based economy 52
Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie Open-Access-Publikationen als Marketing-Instrument für den Anbieter, den Verlag, insgesamt bzw. für das jeweilige konkrete Informationsobjekte, das frei gestellt wird, aber ergänzend auch gegen Entgelt kommerziell erworben werden kann. Geschäftsmodelle – Paralleles Marketingmodell kommerziell frei Stand 53
Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie Die Basisinformation wird auch von den kommerziellen Anbietern frei zur Verfügung gestellt bzw. wird zeitgleich von nicht-kommerziellen Open-Access-Anbietern bereitgestellt.. Innovationsmodell - Finanzierung über Mehrwertleistungen kommerzieller Verlage Die mehrwerterzeugende Aufbereitung führt zu Produkten, die als Ware wie andere gehandelt werden können. 54
Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie hypertextuelle Verlinkung mit anderen Ressourcen (so wie jetzt schon bei CrossRef), kollaborative Dienste im Web 2.0-Paradigma vertikale Kompilation thematisch zusammengehöriger Wissensobjekte bzw. (zeit)horizontale Kompilation von Wissensobjekten über einen definierten Zeithorizont (vergleichbar den traditionellen State-of-the- Art-Berichten) Werbung (?) über innovative Mehrwerte, komparativ gegenüber der Bereitstellung der Basisinformation, wie z.B. über Innovationsmodell - Finanzierung über Mehrwertleistungen kommerzieller Verlage 55
Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie Kommerzielle Anbieter, Verlage, für Aufbau und Betrieb der öffentlichen Open-Access-Repositories, z.B. der Bibliotheken oder Fachgesellschaften, per Vertrag zuständig Finanzierung und Betrieb nach einem Public-Private- Partnership Modell Öffentliche Institutionen (Bibliotheken) zahlen den Verlagen die Kosten für die Produktion von Primärpublikationen (in erster Linie Zeitschriften) die Öffentlichkeit trägt die Kosten 56
56 Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie Schlussfolgerungen Thesen 57
Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie Konsequenzen für die Märkte für elektronische Publikationen im Wissenschaftsbereich Scheinbar paradoxe These: Je freier der Zugriff zu Wissen und Information gemacht wird, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass auch in der Wirtschaft damit verdient werden kann. Schlussfolgerungen anders: Geschäfts- und Organisationsmodelle der Informations- wirtschaft werden in der Wissenschaftskommunikation nur unter Anerkennung des Open-Access-Paradigma möglich sein. 58
58 Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie Schlussfolgerungen langfristig eine (tendenziell vollständige) Entwicklung der Informationswirtschaft in Richtung einer commons- based-economy – Commons, aber mit Vergabe privater Lizenzrechten ein Überdenken/ein Infragestellen des kommerziellen Markt-Primats für den Umgang mit Wissen und Information alternativ: eine vollständige Übernahme des Publikationsgeschehens in den Bereich des Commons ohne Lizenzierung privater Rechte 59
Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie Schlussthese - negativ – zur Diskussion Gesellschaften, die mehr Energie darauf verwenden, sich um die Sicherung der Eigentumsverhältnisse von bestehendem Wissen und Information zu kümmern bzw. um die Sicherung von Verwertungsansprüchen, als auf die Rahmenbedingungen, die die Produktion von neuem Wissen begünstigen, und um die Nachhaltigkeit von Wissen, die zukünftigen Generationen den Zugriff auf das Wissen unserer Gegenwart sind in einer ökonomischen, wissenschaftlichen, politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Abwärtsentwicklung. 60
Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie Schlussthese - positiv– zur Diskussion Gesellschaften, die in der Lage sind, ihre Wissenswirtschaft nach Prinzipien einer Wissensökologie zu organisieren Nachhaltigkeit – Sicherung des Commons Wissen intergenerationelle Gerechtigkeit globaler Ausgleich Kompensation für private Nutzungsrechte am Commons Wissen haben ökonomische, wissenschaftlichen politischen kulturelle und gesellschaftliche Entwicklungsperspektiven 61
Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie Diskussion Folien unter This document will be published under the following Creative-Commons-License:Creative-Commons-License: 62
Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie CC als Möglichkeit, informationelle Autonomie/ Selbstbestimmung von Autoren zurückzugewinnen im Rahmen des Urheberrechts, aber mit Verzicht auf einige Verwertungsrechte 63
63 Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie Wem gehört Wissen? Brief Thomas Jefferson an Isaac McPherson, Monticello :Thomas Jefferson If nature has made any one thing less susceptible than all others of exclusive property, it is the action of the thinking power called an idea, which an individual may exclusively possess as long as he keeps it to himself; but the moment it is divulged, it forces itself into the possession of every one, and the receiver cannot dispossess himself of it. Its peculiar character, too, is that no one possesses the less, because every other possesses the whole of it. He who receives an idea from me, receives instruction himself without lessening mine; as he who lights his taper at mine, receives light without darkening me. Herunterladen ppt "Wem gehört Wissen? Wissensökonomie und Wissensökologie 24.10.08."
Ähnliche Präsentationen Regulierungsformen des Umgangs mit Wissen und Information – DIPF
Kommerzielle Verwertung oder freier Austausch – Bern
Rainer Kuhlen German UNESCO Chair in Communications Fachbereich Informatik und Informationswissenschaft Universität Konstanz - Deutschland Kooperation,
Nicht ein verknappendes Urheberrecht ist ein starkes Urheberrecht 1 CC-Lizenz Nicht ein verknappendes Urheberrecht ist ein starkes Urheberrecht sondern.
1 Rainer Kuhlen Fachbereich Informatik und Informationswissenschaft Universität Konstanz CC Informationswissenschaft - herausgefordert durch Markt, Recht,

References: § 52
 § 52
 § 53
 § 53
 § 95
 § 31
 § 53
 § 49
 § 52
 § 137
 § 95
 § 52
 § 52
 § 53
 § 52
 § 53
 § 52
 § 53
 § 52
 § 53
 § 52
 § 53
 § 51
 § 53
 § 52