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Timestamp: 2016-10-25 01:24:38+00:00

Document:
1A.139/2002 (05.03.2003)
W.________, Z�rich, Beschwerdef�hrerin,
vertreten durch Rechtsanw�ltin Nadja Herz,
Schanzeneggstrasse 1, Postfach, 8039 Z�rich,
B.________, Z�rich, Beschwerdegegner,
Trautvetter Wolfer & Frey, N�schelerstrasse 35,
Postfach 4173, 8022 Z�rich,
Postfach 632, 8021 Z�rich,
Baurekurskommission I des Kantons Z�rich,
USG/LSV - Baubewilligung f�r den Betrieb einer Gartenwirtschaft,
Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich vom 8. Mai 2002.
Am 16. Juni 1997 verkaufte die Stadt Z�rich W.________ die denkmalgesch�tzte Liegenschaft des Quartierrestaurants "Eierbrecht" an der Waserstrasse 36 (Grundst�ck Kat. Nr. 4851) in Z�rich-Witikon unter der Auflage, das Geb�ude in engem Einvernehmen mit der Denkmalpflege nach den von der Bausektion der Stadt Z�rich am 7. November 1997 bewilligten Pl�nen umzubauen und zu renovieren.
Am 18. August 1999 erteilte die Bausektion der Stadt Z�rich W.________ die baurechtliche Bewilligung f�r den Betrieb einer Gartenwirtschaft auf der S�dseite des Geb�udes Waserstrasse 36 sowie f�r die bereits erstellte Pergola. Zur Wahrung des Ruhebed�rfnisses der Anwohner wurde der Bewirtungsbetrieb im Freien von 23.00 Uhr bis 07.00 Uhr untersagt und eine weitere Reduktion der Betriebszeiten im Falle berechtigter Klagen vorbehalten. Das Betreiben von Lautsprecher- und Verst�rkeranlagen im Freien wurde verboten.
Gegen diese Bewilligung rekurrierten B.________ und andere Nachbarn des Restaurants "Eierbrecht", weil die geplante Gartenwirtschaft zu �berm�ssigen L�rmimmissionen f�hren w�rde. Die Baurekurskommission nahm einen Augenschein vor und hiess die Rekurse am 17. M�rz 2000 teilweise gut, soweit sie darauf eintrat. Sie �nderte den Beschluss der Bausektion dahingehend ab, dass sie den Bewirtungsbetrieb im Freien von 22.00 bis 07.00 Uhr untersagte. Im �brigen wies sie die Rekurse ab.
Hiergegen erhob B.________ Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich. Das Verwaltungsgericht kam zum Ergebnis, dass die von der geplanten Gartenwirtschaft zu erwartenden L�rmimmissionen in der Wohnzone W2/ES II mit einem Wohnanteil von 90% jedenfalls ab 19.00 Uhr nicht mehr als leicht st�rend im Sinne der Umweltschutzgesetzgebung einzustufen und damit nicht mehr hinzunehmen seien. Es liess offen, ob die Gartenwirtschaft allenfalls tags�ber bewilligungsf�hig w�re, da dies nicht Gegenstand der Beschwerde sei. Das Verwaltungsgericht hiess deshalb die Beschwerde am 24. August 2000 gut und hob die Baubewilligung vom 18. August 1999 sowie den Entscheid der Baurekurskommission auf.
Gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts erhoben W.________ sowie die Stadt Z�rich Verwaltungsgerichtsbeschwerde ans Bundesgericht. Am 15. Mai 2001 hiess das Bundesgericht die Beschwerden gut, hob den angefochtenen Entscheid auf und wies die Sache zu neuer Beurteilung an das Verwaltungsgericht zur�ck.
Mit Verf�gung vom 8. August 2001 gestattete das Verwaltungsgericht W.________, f�r die Dauer des Rechtsmittelverfahrens die Gartenwirtschaft von 7.00 bis 19.00 Uhr zu betreiben. Am 17. April 2002 f�hrte das Verwaltungsgericht einen Augenschein mit Schlussverhandlung durch. Mit Urteil vom 8. Mai 2002 hiess das Verwaltungsgericht die Beschwerde teilweise gut und �nderte den Beschluss der Bausektion der Stadt Z�rich dahingehend ab, dass der Bewirtungsbetrieb im Freien (Gartenwirtschaft) von 19.00 Uhr bis 7.00 Uhr untersagt sei. Im �brigen wies es die Beschwerde ab.
Gegen diesen Entscheid des Verwaltungsgerichts erhob W.________ am 26. Juni 2002 Verwaltungsgerichtsbeschwerde ans Bundesgericht. Sie beantragt, in Gutheissung der Beschwerde sei der angefochtene Entscheid aufzuheben, soweit damit der Bewirtungsbetrieb im Freien ab 19 Uhr untersagt werde, und es sei der Entscheid der Baurekurskommission I vom 17. M�rz 2000 bzw. der Beschluss der Bausektion vom 18. August 1999 (soweit er von der Baurekurskommission I best�tigt wurde) zu best�tigen. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Des Weiteren beantragt die Beschwerdef�hrerin die Durchf�hrung eines Augenscheins.
Das Verwaltungsgericht und der private Beschwerdegegner beantragen, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Die Bausektion der Stadt Z�rich beantragt, die Beschwerde sei gutzuheissen. Das BUWAL verweist auf seine Vernehmlassung im ersten Beschwerdeverfahren, an der es grunds�tzlich festh�lt. Darin war das BUWAL zum Ergebnis gekommen, der Betrieb der Gartenwirtschaft k�nne bis um 22 Uhr bewilligt werden. Den Beteiligten wurde Gelegenheit gegeben, sich zur Stellungnahme des BUWAL zu �ussern.
Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht k�nnen die Verletzung von Bundesrecht - einschliesslich �berschreitung oder Missbrauch des Ermessens - und die unrichtige oder unvollst�ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts ger�gt werden (Art. 104 lit. a und b OG). Hat allerdings - wie im vorliegenden Fall - eine richterliche Beh�rde als Vorinstanz entschieden, ist das Bundesgericht an den festgestellten Sachverhalt gebunden, es sei denn, dieser sei offensichtlich unrichtig, unvollst�ndig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt worden (Art. 105 Abs. 2 OG). Das Bundesgericht wendet im Verfahren der Verwaltungsgerichtsbeschwerde das Bundesrecht von Amtes wegen an, ohne an die Begr�ndung der Parteien gebunden zu sein (Art. 114 Abs. 1 OG in fine). Im vorliegenden Fall ist es allerdings - wie schon das Verwaltungsgericht - an die Erw�gungen gebunden, mit denen es seinen R�ckweisungsentscheid vom 15. Mai 2001 begr�ndet hat. Dieser Grundsatz ist in Art. 66 Abs. 1 OG und Art. 277ter Abs. 2 BStP f�r das Zivil- und Strafverfahren ausdr�cklich festgeschrieben, gilt aber sinngem�ss auch f�r das Verfahren der Verwaltungsgerichtsbeschwerde (BGE 94 I 384 E. 2 S. 388; Entscheid 2A.156/1993 vom 6. Januar 1995 E. 1).
Streitig ist, ob die Immissionen der Gartenwirtschaft zu einer �berschreitung der Planungswerte in der Umgebung f�hren (Art. 25 Abs. 1 USG, Art. 7 Abs. 1 lit. b LSV). Da Belastungsgrenzwerte f�r die �berwiegend durch menschliches Verhalten verursachten L�rmimmissionen von Gastwirtschaften fehlen, muss im Einzelfall beurteilt werden, ob der Betrieb der geplanten Anlage mehr als nur geringf�gige St�rungen verursachen wird, unter Ber�cksichtigung des Charakters des L�rms, des Zeitpunkts und der H�ufigkeit seines Auftretens sowie der L�rmempfindlichkeit bzw. der L�rmvorbelastung der Zone (Art. 40 Abs. 3 LSV i.V.m. Art. 15, 13 Abs. 2 und 23 USG).
Das Verwaltungsgericht kam im angefochtenen Entscheid zum Ergebnis, die Einwirkungen aus der Gartenwirtschaft auf die Wohn- und Arbeitsr�ume des Beschwerdegegners �berstiegen die in einer l�rmempfindlichen Zone der vorliegenden Art �blichen Immissionen deutlich; dies liege am gr�sseren Umfang der Bewerbung der Gartenterrasse und an der kurzen Distanz zu den betroffenen l�rmempfindlichen R�umen. Diese Immissionen k�nnten tags�ber noch als tragbar beurteilt werden; dagegen w�rden die zu erwartenden St�rungen bei einem Betrieb am Abend das zumutbare Mass deutlich �bersteigen. Am Abend sei dem zu dieser Tageszeit ausgepr�gten Ruhe- und Erholungsbed�rfnis der betroffenen Nachbarn Rechnung zu tragen, weshalb die Immissionen schwerer ins Gewicht fielen. �berdies weise die Gartenwirtschaft erfahrungsgem�ss gerade am Abend eine h�here Belegung auf. Die Zulassung des Restaurantbetriebs am Abend w�rde daher zu mehr als bloss geringf�gigen St�rungen f�hren und w�re mit Art. 25 Abs. 1 USG nicht vereinbar.
Die Beschwerdef�hrerin r�gt eine unvollst�ndige und unrichtige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts.
3.1 In erster Linie macht sie geltend, das Verwaltungsgericht habe die tats�chlich auftretenden (geringen) L�rmimmissionen der Gartenwirtschaft, deren Betrieb w�hrend der Dauer des Rechtsmittelverfahrens von 7 Uhr bis 19 Uhr zugelassen worden war, nicht ber�cksichtigt. Der Augenschein habe um 10 Uhr morgens stattgefunden, zu einer Zeit, als sich keine G�ste in der Gartenwirtschaft befanden, und habe somit keinen Aufschluss �ber die tats�chlich vorhandenen L�rmimmissionen geben k�nnen. Stattdessen habe sich das Verwaltungsgericht mit Vermutungen und Allgemeinpl�tzen begn�gt. Es habe deshalb nicht gen�gend ber�cksichtigt, dass es sich um ein ruhiges Quartierrestaurant handle und dass der Betrieb seit der vorzeitigen Inbetriebnahme am 10. August 2001 zu keinerlei Klagen Anlass gegeben habe.
Wie das Bundesgericht in seinem R�ckweisungsentscheid (E.2c/aa) festgehalten hat, ist die abstrakte Beurteilung des L�rms einer Gartenwirtschaft und ihrer St�rungswirkung schwierig. Vor Inbetriebnahme einer solchen Anlage k�nnen nur die L�rmauswirkungen ber�cksichtigt werden, die von der Gartenwirtschaft nach der Lebenserfahrung mindestens zu erwarten sind. Ist die Anlage dagegen bereits im Betrieb, ist zur Ermittlung und Beurteilung ihrer Immissionen in aller Regel ein "Ohrenschein" erforderlich (vgl. Bundesgerichtsentscheide 1A.86/1996 vom 24.Juni 1997 E.5, publ. in URP 1997 495 und RDAF 1998 1 626, und 1A.232/2000 vom 29.M�rz 2001 E.2, publ. in URP 2001 462, ZBL 103/2002 54, Pra 2001 145 868).
Im vorliegenden Fall war der Betrieb der Gastwirtschaft w�hrend der Dauer des Rechtsmittelverfahrens provisorisch bis 19 Uhr gestattet worden. Insofern konnte das Verwaltungsgericht die bei einer Bewirtung am Abend (nach 19 Uhr) auftretenden tats�chlichen L�rmimmissionen nicht feststellen. Dagegen w�re es m�glich gewesen, den Augenschein auf einen anderen Zeitpunkt m�glichst grosser Auslastung der Gartenwirtschaft zu legen (z.B. zur Mittagszeit oder an einem Samstagnachmittag), an dem mit �hnlich hohen L�rmimmissionen zu rechnen ist wie beim abendlichen Betrieb. Dies h�tte jedoch ein Zuwarten bis zum Beginn der Sommersaison bedingt, da ein Augenschein im April, selbst zur Mittagszeit, keinen Eindruck von den Verh�ltnissen an einem warmen Sommerabend vermitteln kann, wenn Hochbetrieb in der Gartenwirtschaft herrscht. Gerade die Beschwerdegegnerin hatte jedoch im Hinblick auf die bevorstehende Sommersaison 2002 auf einen baldigen Entscheid gedr�ngt und h�tte ein weiteres Zuwarten mit dem Augenschein als unzumutbar abgelehnt. Hinzu kommt, dass Einigkeit �ber die Art der zu erwartenden Immissionen (Gespr�che der G�ste, Geklapper von Geschirr und Besteck; keine Musik) und den Charakter der Gartenwirtschaft (bescheidene Gr�sse, �berwiegend lokales, nicht besonders lautes Publikum) bestand. Unter Ber�cksichtigung aller Umst�nde durfte das Verwaltungsgericht deshalb auf eine Feststellung der tats�chlichen L�rmimmissionen der Gartenwirtschaft in den R�umen des Beschwerdegegners verzichten und eine Beurteilung aufgrund der festgestellten �rtlichen Verh�ltnisse und der allgemeinen Lebenserfahrung vorzunehmen.
3.2 Die Beschwerdef�hrerin bestreitet weiter die Feststellung des Verwaltungsgerichts, dass es sich um eine ausgesprochen ruhige Wohnzone handle: Zum einen seien Gebiete mit einem Wohnanteil von 90% und L�rmempfindlichkeitszone II gem�ss Zonenplan der Stadt Z�rich nicht die Ausnahme sondern die Regel; zum anderen w�rden in den Sommermonaten betr�chtliche L�rmimmissionen von den nahe gelegenen Schrebergartenarealen ausgehen.
Das Bundesgericht ging bereits in seinem R�ckweisungsentscheid davon aus, es handle sich um eine l�rmempfindliche Zone ohne L�rmvorbelastung (E. 3b S. 8 f. R�ckweisungsentscheid). Das Bundesgericht hielt damals den Hinweis auf die Schreberg�rten westlich der Gartenwirtschaft nicht f�r ausreichend, um die diesbez�glichen Sachverhaltsfeststellungen des Verwaltungsgerichts umzustossen; dann aber kann diese R�ge im vorliegenden Verfahren nicht erneut vorgebracht werden (vgl. oben, E. 1.2).
Der von der Bausektion eingereichte Zonenplan best�tigt, dass es in der Stadt Z�rich zahlreiche Wohnzonen mit einem Wohnanteil von 90% gibt. Dies stellt jedoch die Sachverhaltsfeststellungen des Verwaltungsgerichts nicht in Frage, sondern ist bei der Beurteilung der Zul�ssigkeit der L�rmimmissionen der Gartenwirtschaft mit zu ber�cksichtigen (vgl. unten, E. 4.5).
3.3 Schliesslich r�gt die Beschwerdef�hrerin, das Verwaltungsgericht sei zu Unrecht von einer besonders kurzen Distanz zwischen L�rmquelle und den betroffenen l�rmempfindlichen R�umen ausgegangen; in Wirklichkeit gebe es in der ganzen Stadt Z�rich wohl kaum ein Gartenrestaurant, das nicht im Umkreis von 7 m eine Wohnnutzung aufweise.
Die im Augenscheinsprotokoll festgehaltenen horizontalen Abst�nde zwischen der Westfassade des Beschwerdegegners und der Immissionsquelle sind jedoch nicht streitig (ca. 5,5m zur Gartenterrasse, 6,5 bis 7m den beiden n�chstgelegenen Tischen; mindestens 9,5m zu den weiteren Tischen). Ob eine solche Distanz in Z�rich die Ausnahme oder die Regel bildet, ist f�r die Beurteilung der Zumutbarkeit der konkreten L�rmimmissionen im vorliegenden Fall ohne Bedeutung (vgl. R�ckweisungsentscheid E. 5d).
3.4 Erweist sich die Sachverhaltsfeststellung des Verwaltungsgerichts somit weder als offensichtlich unrichtig noch unvollst�ndig, ist das Bundesgericht daran gebunden (Art. 105 Abs. 2 OG). Auf die Vornahme eines eigenen Augenscheins ist daher zu verzichten.
Die Beschwerdef�hrerin wirft dem Verwaltungsgericht vor, die Erw�gungen des Bundesgerichts zur Abgrenzung zwischen Tages- und Nacht-/Abendbetrieb ignoriert und praktisch aufgrund derselben �berlegungen und Rechtsgrundlagen entschieden zu haben wie beim ersten Entscheid vom 24. August 2000. S�mtliche massgeblichen eidgen�ssischen, kantonalen und kommunalen Gesetze und Verordnungen gingen von einem Beginn der Nachtruhe um fr�hestens 22Uhr aus; die Betriebszeitbeschr�nkung ab 19Uhr sei rechtsverletzend und unverh�ltnism�ssig.
4.1 In seinem ersten Entscheid hatte das Verwaltungsgericht angenommen, die "Nachtruhe" beginne schon ab 19 Uhr, und sich hierf�r auf die Bestimmungen der kommunalen L�rmschutzverordnung zum Gewerbel�rm gest�tzt. Dies hielt das Bundesgericht f�r offensichtlich unrichtig (vgl. R�ckweisungsentscheid E. 4). Dagegen erachtete es eine zeitliche Abstufung der L�rmempfindlichkeit gest�tzt auf die �rtlichen Verh�ltnisse und die allgemeine Lebenserfahrung nicht von vornherein f�r ausgeschlossen und verwies in diesem Zusammenhang auf die Direktive des "Cercle bruit" vom 10.M�rz 1999 "D�termination et �valuation des nuisances sonores li�es � l'exploitation des �tablissements publics", der eine "p�riode d'activit�" von 7.00 bis 19.00 Uhr, eine "p�riode de tranquillit�" von 19 bis 22 Uhr und eine "p�riode de sommeil" von 22 bis 7 Uhr unterscheidet. Diese Betrachtungsweise tr�gt den Vorgaben von Art. 2 Abs. 5 LSV Rechnung, wonach die Belastungsgrenzwerte unter anderem nach der Tageszeit festgelegt werden. Auch die Eidgen�ssische Kommission f�r die Beurteilung von L�rm-Immissionsgrenzwerten hielt 1979 fest, dass eine Differenzierung nach Tag, Abend und Nacht, entsprechend den drei T�tigkeitsphasen Arbeiten, Erholen, Schlafen, ideal w�re. Sie sah jedoch aus Praktikabilit�tsgr�nden von einer solchen Dreiteilung ab und entschied sich f�r eine Zweiteilung mit den Perioden Tag und Nacht (1. Teilbericht, Belastungsgrenzwerte f�r den Strassenverkehrsl�rm, 1979, S. 24 f.). Dagegen darf bei der einzelfallweisen Beurteilung von L�rm, direkt gest�tzt auf Art. 15 USG, dem erh�hten Erholungsbed�rfnis der Bev�lkerung am Abend durchaus Rechnung getragen werden.
4.2 Das Verwaltungsgericht hat den Beginn der abendlichen Ruhephase auf 19 Uhr festgelegt, unter Berufung auf Ziff. 31 Abs. 1 Anh. 6 LSV, die Bestimmungen der kommunalen L�rmschutzverordnung �ber gewerbliche L�rmarten und die Richtlinie des "Cercle bruit". Diese Begr�ndung ist problematisch, sind doch die Bestimmungen der LSV und der kommunalen L�rmschutzverordnung �ber Gewerbel�rm nicht auf den L�rm von Gartenwirtschaften �bertragbar (vgl. R�ckweisungsentscheid E. 4). Der Hinweis auf die Richtlinie des "Cercle bruit" ist dagegen sachgerecht: Diese Richtlinie ist nicht nur auf �ffentliche Lokale mit Musikspiel zugeschnitten (Pkt. 3.1., S1, S5), sondern umfasst alle L�rmimmissionen von Gastst�tten, einschliesslich den L�rm von G�sten einer Gartenwirtschaft (vgl. Pkt. 3.1., S6). Zwar erscheint es nicht zwingend, den Beginn der abendlichen Ruhephase auf 19 Uhr festzulegen, d.h. auf einen Zeitpunkt kurz nach Ladenschluss, in dem sich viele Menschen noch auf dem R�ckweg von der Arbeit befinden. Diese zeitliche Abstufung der L�rmempfindlichkeit l�sst sich aber durchaus vertreten, vor allem in ruhigen Wohnvierteln ausserhalb des Gesch�ftszentrums. Zumindest im Ergebnis ist deshalb die Grenzziehung des Verwaltungsgerichts zwischen dem Tages- und dem Abendbetrieb der Gartenwirtschaft nicht zu beanstanden.
4.3 Allerdings darf die abendliche Ruhephase nicht gleichbedeutend mit Nachtruhe sein, d.h. es sind geringere Anforderungen an das Ruhebed�rfnis der Bev�lkerung zu stellen als im Zeitraum nach 22Uhr. Zwischen 19 und 22Uhr sind die meisten Personen noch aktiv: Sie kochen, essen, unterhalten sich, lesen, h�ren Radio, schauen fern, musizieren oder betreiben Sport, und sind daher weniger l�rmempfindlich als zur Schlafenszeit. Die Richtlinie des "Cercle bruit", auf die sich das Verwaltungsgericht bezieht, enth�lt deshalb - soweit es �berhaupt Grenzwerte aufstellt (z.B. f�r die Musikerzeugung) - abgestufte Grenzwerte f�r den Abend, die zwischen denen f�r die Tages- und die Nachtzeit liegen.
4.4 Zudem muss dem unterschiedlichen St�rungspotential der verschiedenen L�rmarten Rechnung getragen werden. Die zeitliche Abstufung (Tages-, Abend- und Nachtzeit) darf deshalb nicht schematisch, f�r alle L�rmarten gleich, gehandhabt werden. So sehen beispielsweise die Belastungsgrenzwerte f�r Strassenverkehrs-, Flug- und Eisenbahnl�rm strengere Grenzwerte lediglich f�r die Nacht (ab 22 Uhr) vor, gehen also davon aus, dass diese L�rmarten am Abend, zwischen 19 und 22 Uhr, zumindest nicht wesentlich st�render sind als w�hrend der Tageszeit. Dagegen sind nach Anhang 6 LSV f�r Gewerbel�rm die niedrigeren Grenzwerte f�r die Nachtruhe schon ab 19 Uhr einzuhalten. Der Verordnungsgeber hat damit der Tatsache Rechnung getragen, dass der L�rm von Gewerbebetrieben nach 19 Uhr regelm�ssig nicht mehr toleriert wird. Dies gilt jedoch nicht in gleichem Masse f�r Ger�usche, die mit Freizeitaktivit�ten verbunden sind. Gerade an warmen Sommerabenden, an denen es noch lange hell ist, verbringen viele Personen ihren Feierabend im Freien, im Garten, auf dem Balkon oder in Gartenwirtschaften. Sie produzieren dabei zwangsl�ufig L�rm, der jedoch zur Wohnnutzung geh�rt und in der Regel nicht als st�rend empfunden wird. Auch das Verwaltungsgericht hat in seinem Entscheid anerkannt, dass die von der Gartenwirtschaft ausgehenden Ger�usche nicht von grunds�tzlich anderer Art seien als die Ger�usche, die w�hrend der warmen Jahreszeit in den G�rten privater Liegenschaften verursacht werden und zweifellos auch in einer ruhigen Wohnzone zu dulden sind. In seinem R�ckweisungsentscheid hatte das Bundesgericht daher dem Verwaltungsgericht aufgetragen zu pr�fen, ob der L�rm der Gartenwirtschaft nach Ausmass und H�ufigkeit das in einer ruhigen Wohnzone Zumutbare �bersteige (R�ckweisungsentscheid E.5b).
4.5 Das Verwaltungsgericht kam in seinem Entscheid zum Ergebnis, dass die von der Gartenterrasse verursachten Immissionen in den Wohn- und Arbeitsr�umen des Beschwerdegegners wahrnehmbar seien und am Abend zu St�rungen f�hrten, die das in einer ruhigen Wohnzone ohne L�rmvorbelastung zumutbare Mass deutlich �berstiegen. Es begr�ndete dies mit der N�he der l�rmempfindlichen R�ume des Beschwerdegegners zur L�rmquelle, der am Abend zu erwartenden hohen Auslastung der Gartenwirtschaft und deren Lage in einer ruhigen Wohnzone mit L�rmempfindlichkeitsstufe II.
Diese Erw�gungen lassen keine Rechtsfehler erkennen: Das Haus des Beschwerdegegners ist mit demjenigen der Beschwerdef�hrerin zusammengebaut und ist nach Westen orientiert, d.h. zur Gartenwirtschaft hin. Es weist grosse Fenster an der Westfassade auf, die nur wenige Meter von der Gartenterrasse entfernt sind. Ist deshalb davon auszugehen, dass die Gespr�che der G�ste in den R�umen des Beschwerdegegners deutlich wahrgenommen werden k�nnen, ist es nachvollziehbar, dass dies am Abend - nachdem der Beschwerdegegner bereits den ganzen Tag �ber den L�rmimmissionen der Gartenwirtschaft ausgesetzt war - als st�rend empfunden wird, selbst wenn es sich um eine "Quartierbeiz" mit eher ruhigem Publikum handelt.
Dabei durfte das Verwaltungsgericht davon ausgehen, dass es sich bei der Wohnzone W2 mit einem Wohnanteil von 90%, die der L�rmempfindlichkeitsstufe II zugeordnet wurde, um eine l�rmempfindliche Zone handelt, in der der Erhaltung der Wohnqualit�t grosses Gewicht beizumessen ist. Zwar trifft es zu, dass Wohngebiete mit einem Wohnanteil von 90% und Empfindlichkeitsstufe II in der Stadt Z�rich grossfl�chig vorhanden sind. Insofern unterscheidet sich das vorliegende Wohngebiet nicht von zahlreichen anderen Wohngebieten der Stadt Z�rich. Zu ber�cksichtigen ist auch, dass Art. 6 Abs. 4 der Z�rcher Bau- und Zonenordnung eine Herabsetzung des vorgeschriebenen Wohnanteils von 90% auf bis zu 50% (in zweigeschossigen Wohnzonen) zugunsten von Betrieben und Einrichtungen erlaubt, welche vorwiegend die in einem n�heren Umkreis wohnende Bev�lkerung mit Dingen oder Dienstleistungen des allt�glichen Bedarfs gestattet. Derartige Quartierversorgungsbetriebe, zu denen auch Quartierrestaurants geh�ren k�nnen, sind also auch in Wohngebieten mit einem Wohnanteil von 90% grunds�tzlich zul�ssig und sogar erw�nscht. Dennoch bringt der hohe Wohnanteil zum Ausdruck, dass der Wohnnutzung gegen�ber anderen Nutzungsarten klar der Vorrang einzur�umen ist, d.h. dem Schutz der Wohnqualit�t ein grosser Stellenwert zukommt. Auch die Zuordnung zur Empfindlichkeitsstufe II best�tigt, dass es sich um eine l�rmempfindliche Zone handelt, in der keine st�renden Betriebe zugelassen werden d�rfen.
Die Beschwerdef�hrerin und die Bausektion der Stadt Z�rich machen jedoch geltend, der Beschwerdegegner habe die M�glichkeit, dem L�rm auszuweichen, indem er nach 19Uhr seinen Gartensitzplatz an der Waserstrasse aufsuche oder die Fenster auf der l�rmabgewandten Nord- oder Ostfassade �ffne.
5.1 In seinem R�ckweisungsentscheid (E. 5c) hatte das Bundesgericht dem Verwaltungsgericht aufgegeben, bei der erneuten Pr�fung alle Umst�nde des Falles zu ber�cksichtigen, und in diesem Zusammenhang auch allf�llige Ausweichm�glichkeiten des Beschwerdegegners (Gartensitzplatz, Vorhandensein von Fenstern auf der l�rmabgewandten Seite der Wohnung) erw�hnt. Da es sich nicht um eine die R�ckweisung tragende Erw�gung handelt, ist im vorliegenden Entscheid nochmals zu pr�fen, ob und inwiefern bei der Beurteilung von L�rmimmissionen derartige Ausweichm�glichkeiten der Nachbarn zu ber�cksichtigen sind.
5.2 Das Verwaltungsgericht hat festgestellt, dass sich der Gartensitzplatz des Beschwerdef�hrers auf der r�ckw�rtigen Seite seines Hauses befindet und vom L�rm des Restaurants nicht ber�hrt wird. Im Haus des Beschwerdegegners befinden sich drei gr�ssere Wohn- und Arbeitsr�ume; alle R�ume weisen neben den Fenstern nach Westen (zum Gartenrestaurant) und nach S�den auch eines oder mehrere Fenster nach Osten oder Norden auf, lassen sich also auf der l�rmabgewandten Seite bel�ften.
Das Verwaltungsgericht hielt diese Ausweichm�glichkeiten jedoch f�r unbeachtlich. Gem�ss Art. 25 Abs. 1 USG m�ssten die Planungswerte in der "Umgebung" der Anlage eingehalten werden, d.h. �berall dort, wo der L�rm auf l�rmempfindliche Gebiete oder Geb�ude trifft. Als massgebliche Empfangspunkte bezeichne die L�rmschutz-Verordnung insbesondere die offenen Fenster l�rmempfindlicher R�ume (Art. 39 Abs. 1 und 41 Abs. 1 LSV); dagegen seien die zu den Geb�uden geh�renden Aufenthaltsorte im Freien grunds�tzlich nicht gesch�tzt (Art. 39 Abs. 2 und 41 Abs. 2 LSV e contrario). Aufgrund dieser Systematik falle die L�rmbelastung, welche die Liegenschaft des Beschwerdef�hrers ausserhalb seines Hauses erfahre, von vornherein nicht in Betracht. Andererseits verm�ge der Umstand, dass das Haus auch auf der vom L�rm abgewandten Seite Fenster besitzt, nichts daran zu �ndern, dass an den dem Restaurant zugewandten Fenstern l�rmempfindlicher R�ume keine unzumutbare L�rmbelastung auftreten d�rfe. Mit Blick auf diese Rechtslage seien die in Frage stehenden Ausweichm�glichkeiten nicht von Bedeutung. Die von der st�dtischen Baubeh�rde erw�hnte Praxis der kantonalen L�rmschutzfachstelle, nach welcher eine Baubewilligung erteilt werden k�nne, wenn die l�rmschutzrechtlichen Anforderungen an wenigstens einem vom L�rm abgewandten Fenster pro Raum erf�llt seien, beziehe sich auf die Erstellung l�rmempfindlicher Geb�ude in l�rmbelasteten Gebieten (Art. 22 USG; Art. 31 LSV), nicht aber auf die Errichtung l�rmiger Anlagen, und k�nne deshalb nicht herangezogen werden.
5.3 Das BUWAL teilt grunds�tzlich die Sichtweise des Verwaltungsgerichts. Es weist allerdings darauf hin, dass auch nach der Richtlinie des "Cercle bruit" die Messung an demjenigen offenen Fenster l�rmempfindlicher R�ume vorzunehmen sei, das eine ausreichende L�ftung erm�gliche und am wenigsten dem L�rm der Gastst�tte ausgesetzt sei (Richtlinie Pkt. 3.5). Diese Bestimmung folge unmittelbar auf diejenige �ber die zeitliche Dreiteilung der St�rungsempfindlichkeit und stehe m�glicherweise mit dieser in einem Zusammenhang.
5.4 Gem�ss Art. 39 Abs. 1 LSV werden die L�rmimmissionen bei Geb�uden in der Mitte der offenen Fenster l�rmempfindlicher R�ume ermittelt. Dagegen pr�zisiert die LSV nicht, an welchem von mehreren Fenstern eines l�rmempfindlichen Raums die Messung vorzunehmen ist. Eine vergleichbare Frage stellt sich auch im Rahmen von Art.22 USG: Gen�gt es, wenn die Immissionsgrenzwerte nur an einem von mehreren Fenstern eines Raumes eingehalten sind (vgl. dazu Robert Wolf, USG-Kommentar, Art.22 Rn24 mit Hinweisen zur kantonalen Praxis).
F�r die Auslegung des Verwaltungsgerichts und des BUWAL spricht die �berlegung, dass die Belastungsgrenzwerte in der gesamten (l�rmempfindlichen) Umgebung einer Anlage einzuhalten sind (Art. 25 Abs. 1 USG). Die Nachbarn einer neuen l�rmerzeugenden Anlage sind grunds�tzlich nicht verpflichtet, selbst Massnahmen zur Verminderung des L�rms zu ergreifen (Anne-Christine Favre, La protection contre le bruit dans la loi sur la protection de l'environnement, Diss. Lausanne 2002, S. 153 f.). Dies gilt erst Recht f�r passive Schallschutzmassnahmen, die den Aussenl�rm nicht ver�ndern, sondern nur Auswirkungen auf den L�rmpegel im Innern der betroffenen R�ume haben (vgl. BGE 122 II 33 E. 5c S. 40). Derartige Massnahmen, die eine Abkehr vom Grundsatz der Ursachenbek�mpfung darstellen, sieht das Gesetz nur ausnahmsweise bei �ffentlichen oder konzessionierten Anlagen vor (vgl. Art. 20 Abs. 1 und Art. 25 Abs. 3 USG: Einbau von Schallschutzfenstern). Dann aber darf von den Nachbarn auch nicht verlangt werden, auf die �ffnung bestimmter Fenster oder die Nutzung bestimmter R�ume zur Hauptbetriebszeit einer benachbarten Gartenwirtschaft zu verzichten. Aus Art. 39 Abs. 1 LSV l�sst sich zudem ableiten, dass die Messung immer am offenen Fenster vorgenommen wird, ohne R�cksicht darauf, ob dieses als L�ftungsfenster benutzt wird oder �berhaupt ge�ffnet werden kann (BGE 122 II 33 E. 3b S. 37).
Allerdings ist zu ber�cksichtigen, dass Art.39 Abs.1 LSV nur eine messtechnische Bestimmung ist, die keine Aussage zur Beurteilung des jeweils gemessenen L�rms enth�lt. Bei der Festlegung der in den Anh�ngen zur LSV enthaltenen Belastungsgrenzwerte f�r Strassen-, Eisenbahn- oder Flugl�rm wurden Schallmessungen bei Versuchspersonen im Raum vorgenommen; der f�r den Belastungsgrenzwert massgebliche Aussenpegel wurde anschliessend berechnet, i.d.R. mit einer Differenz von 15dB(A), was der �ffnung nur eines Fensterspalts entspricht (vgl. BUWAL, Belastungsgrenzwerte f�r den L�rm der Landesflugh�fen, Bern 1998, S.37; Favre, a.a.O. S.179). Die so berechneten Belastungsgrenzwerte werden zwar an den offenen Fenstern gemessen, enthalten aber eine Aussage �ber sch�dliche oder l�stige Einwirkungen (bzw. darunter liegende St�rungen bei den Planungswerten) im Rauminnern bei gekippten Fenstern. Dann aber darf auch bei der einzelfallweisen Beurteilung von L�rmimmissionen, f�r die keine Grenzwerte bestehen, ber�cksichtigt werden, dass die Fenster einer Wohnung in aller Regel nicht st�ndig bzw. nicht vollst�ndig offen stehen und der im Innern der R�ume wahrgenommene L�rm entsprechend reduziert wird.
Dies �ndert allerdings nichts daran, dass die so berechneten Planungswerte an allen Fenstern l�rmempfindlicher R�ume einzuhalten sind, d.h. keine Verpflichtung der Anwohner besteht, auf die �ffnung bestimmter Fenster zu verzichten. Dann aber durfte das Verwaltungsgericht auch bei der hier vorzunehmenden einzelfallweisen Beurteilung der Zumutbarkeit der L�rmimmissionen gem�ss Art.25 Abs.1 USG davon absehen, die Ausweichm�glichkeiten des Beschwerdegegners zu ber�cksichtigen.
5.5 Dies bedeutet allerdings nicht, dass Ausweich- und Schutzm�glichkeiten der l�rmbetroffenen Personen �berhaupt keine Rolle spielen: Diese sind bei der Beurteilung der Verh�ltnism�ssigkeit von Emissionsbegrenzungen und namentlich bei der Erteilung von Erleichterungen gem�ss Art.25 Abs.2 USG zu ber�cksichtigen: Im Rahmen der nach dieser Bestimmung vorzunehmenden umfassenden Interessenabw�gung ist auch zu pr�fen, ob die vom L�rm gest�rten Nachbarn diesem zwingend ausgesetzt sind oder ihm ohne eine erhebliche Einschr�nkung ihres Wohnkomforts ausweichen k�nnen (vgl. BGE 126 II 480 E. 7 S. 494: Verzicht auf weitere vorsorglichen Emissionsbegrenzungen unter Ber�cksichtigung der M�glichkeit der betroffenen Bev�lkerung, dem L�rm des Schiessstandes an einigen wenigen Tagen im Jahr auszuweichen).
Das Bundesgericht hatte dem Verwaltungsgericht auch aufgetragen, das Vorverhalten des Nachbarn zu pr�fen. Das Verwaltungsgericht kam zum Ergebnis, dass die Vereinbarung eines N�her- und Grenzbaurechts zwischen dem Beschwerdegegner und der Stadt Z�rich aus dem Jahre 1978 nicht zur Folge habe, dass dieser erh�hte Immissionen hinnehmen m�sse. Die diesbez�gliche Begr�ndung des Verwaltungsgerichts ist weder bundesrechtswidrig noch willk�rlich (vgl. dazu Favre, a.a.O. S. 153 f.). Gleiches gilt f�r die Ausf�hrungen zum Rekursverzicht des Beschwerdegegners vom 9. Dezember 1998 (angefochtener Entscheid E. 6 S. 17 f.).
Die Beschwerdef�hrerin r�gt ferner eine Verletzung des Verh�ltnism�ssigkeitsgrundsatzes, weil das Verwaltungsgericht nicht gepr�ft habe, ob mildere Massnahmen als die angeordnete Betriebszeitbegrenzung gen�gen w�rden. Anl�sslich des Augenscheins habe die Beschwerdef�hrerin diverse Vorschl�ge gemacht, z.B. den Vorschlag, die Gartenbeiz an zwei Abenden pro Woche geschlossen zu halten oder die Pl�tze geringf�gig nach S�den zu verschieben. Auf diese Vorschl�ge sei das Verwaltungsgericht nicht eingegangen.
In E. 4b des angefochtenen Entscheids hat das Verwaltungsgericht - wenn auch im Zusammenhang mit dem Vorsorgegebot - gepr�ft, ob weitere Massnahmen zur Verminderung der Emissionen m�glich seien und hat dies verneint. Insbesondere hielt es die Errichtung einer L�rmschutzwand �stlich der Gartenterrasse f�r unpraktikabel und �sthetisch unbefriedigend; weitere betriebliche Massnahmen - wie den Verzicht auf Musik auch im Restaurant und die Verwendung von ger�uschmindernden Sets f�r die Gartentische - habe die Beschwerdef�hrerin schon realisiert. Andere Massnahmen seien nicht ersichtlich und auch von den Parteien nicht genannt worden.
Diese Feststellung entspricht der Aktenlage: Am Augenschein erl�uterte die Beschwerdef�hrerin, dass sie ihren Mitarbeitern jeweils zwei Tage pro Woche frei geben m�sse, weshalb das Restaurant jeweils Montags und Dienstags geschlossen sei. Es handelte sich dabei um den bereits bestehenden Zustand und nicht um einen Verbesserungsvorschlag. Schon in ihrer Beschwerde vom 6. November 2000 (S. 15) war die Beschwerdef�hrerin von einer �ffnung an nur 5 Tagen in der Woche ausgegangen. Der angebliche Vorschlag, die Gartentische weiter nach S�den zu r�cken, ist im Protokoll nicht vermerkt und auch in der Stellungnahme der Beschwerdef�hrerin ans Verwaltungsgericht vom 31. Oktober 2001 nicht enthalten. Dann aber musste das Verwaltungsgericht diese Massnahme auch nicht von Amtes wegen pr�fen (vgl. R�ckweisungsentscheid E. 6).
Die Beschwerdef�hrerin und die Bausektion beantragen, den angefochtenen Entscheid gest�tzt auf Art.25 Abs.2 USG aufzuheben, sofern das Bundesgericht zum Ergebnis kommen sollte, die Planungswerte seien �berschritten. Diese Bestimmung lautet:
"Besteht ein �berwiegendes �ffentliches, namentlich auch raumplanerisches Interesse an der Anlage und w�rde die Einhaltung der Planungswerte zu einer unverh�ltnism�ssigen Belastung f�r das Projekt f�hren, so k�nnen Erleichterungen gew�hrt werden. Dabei d�rfen jedoch unter Vorbehalt von Absatz 3 die Immissionsgrenzwerte nicht �berschritten werden."
"Die Vollzugsbeh�rde gew�hrt Erleichterungen, soweit die Einhaltung der Planungswerte zu einer unverh�ltnism�ssigen Belastung f�r die Anlage f�hren w�rde und ein �berwiegendes �ffentliches, namentlich auch raumplanerisches Interesse an der Anlage besteht. Die Immissionsgrenzwerte d�rfen jedoch nicht �berschritten werden."
8.1 Das Verwaltungsgericht lehnte das Bestehen eines �ffentlichen Interesses i.S.v. Art. 25 Abs. 2 USG ab, weil andernfalls auch alle Einkaufs- und Gewerbebetriebe, deren Dienstleistungen einem gr�sseren oder auch nur beschr�nkten Publikum dienlich seien, nach den erleichterten Bestimmungen dieser Vorschrift beurteilt werden m�ssten, und eine sinnvolle Abgrenzung kaum m�glich w�re.
Im vorliegenden Fall handelt es sich allerdings nicht um einen beliebigen Dienstleistungsbetrieb, sondern um eine denkmalgesch�tzte Liegenschaft, in der schon seit Anfang des 20. Jahrhunderts ein Restaurant mit Gartenwirtschaft (damals auf der anderen Seite des Hauses) betrieben wurde. Nach dem Tod der P�chterin in Jahre 1994 suchte die Stadt lange nach M�glichkeiten, das traditionelle Quartierrestaurant zu erhalten und verzichtete deshalb auf den Verkauf der Liegenschaft zwecks Einbaus von Eigentumswohnungen (vgl. die in den Akten liegenden Artikel des Quartier-Anzeigers aus den Jahren 1995-1999: "Wer rettet das Restaurant Eierbrecht?", "Daumendr�cken f�rs Eierbrecht: Letzte Chance zur Restaurant-Rettung", "Restaurant Eierbrecht trotz Verkauf gerettet", "Neues Leben im Restaurant Eierbrecht"). Ein Interesse der �ffentlichkeit am Fortbestand des Restaurants mit Gartenwirtschaft belegt auch die von der Beschwerdef�hrerin eingereichte Petition mit �ber 1000 Unterschriften, die sich f�r den Erhalt der "Gartenbeiz Eierbrecht" einsetzt.
8.2 Die Beschwerdef�hrerin wird im angefochtenen Entscheid jedoch nicht verpflichtet, die Gartenwirtschaft ganz zu schliessen, sondern darf diese bis 19 Uhr bewirtschaften. Insofern ist das �ffentliche Interesse am Fortbestand des traditionellen Quartierrestaurants mit Terrasse im Freien nicht ber�hrt. Das �ffentliche Interesse, die Gartenwirtschaft "Eierbrecht" auch am Abend nach 19 Uhr besuchen zu k�nnen, ist nicht allzu hoch zu gewichten: Unstreitig gibt es in Witikon noch andere Gartenwirtschaften, die nach 19 Uhr aufgesucht werden k�nnen. Das Restaurant "Eierbrecht" liegt auch nicht direkt am See oder an einem anderen beliebten Ausflugsort, an dem die Bewirtung auch am Abend sichergestellt werden m�sste.
8.3 Die Beschwerdef�hrerin macht allerdings geltend, dass die Rentabilit�t und damit die Existenz des Restaurants als Ganzes gef�hrdet sei, wenn ihr der abendliche Betrieb der Gartenwirtschaft nicht bewilligt werde. Dann aber w�re die Betriebszeitbeschr�nkung am Abend als unverh�ltnism�ssige Belastung zu qualifizieren und das �ffentliche Interesse an der Erhaltung der traditionellen "Quartierbeiz" gegen�ber dem Interesse an einer integralen Gew�hrleistung des L�rmschutzes abzuw�gen, unter Ber�cksichtigung auch der Ausweichm�glichkeiten des Beschwerdegegners (vgl. oben, E. 5.5).
Die Beschwerdef�hrerin hat jedoch ihre Behauptung, die wirtschaftliche Existenz des Restaurants h�nge von der M�glichkeit der abendlichen �ffnung der Gartenwirtschaft ab, nicht n�her erl�utert und belegt: In ihrer Beschwerde vom 6. November 2000 (S. 15) hatte sie ausgef�hrt, sie rechne dank der Gartenwirtschaft in den Sommermonaten mit einem Mehrumsatz von rund Fr. 250'000.-- (40 Pl�tze � je Fr. 75.--/Tag bei 5 Tagen pro Woche und einer Auslastung von 60%); m�sse sie dauerhaft auf diese Einnahmen verzichten, w�re die weitere Existenz des Quartierrestaurants in Frage gestellt. Diese Zahlen gehen jedoch von einer vollst�ndigen Schliessung der Gartenwirtschaft aus. Der zu erwartende Umsatzausfall aufgrund der abendlichen Schliessung um 19 Uhr wurde von der Beschwerdef�hrerin nicht beziffert, und zwar weder in ihrer Stellungnahme ans Verwaltungsgericht noch in ihrer jetzigen Beschwerde ans Bundesgericht. Das Restaurant wurde bereits im Herbst 1999 er�ffnet; die Gartenwirtschaft durfte seit August 2002 tags�ber betrieben werden. Auch wenn die Gartenwirtschafts-Saison 2002 somit sehr kurz war, h�tte sie doch erste Anhaltspunkte f�r den Umsatz der Gartenwirtschaft (tags�ber) und des Restaurants (tags�ber und abends) und erste R�ckschl�sse auf die Rentabilit�t des Betriebs mit den bisher bewilligten �ffnungszeiten geben k�nnen.
8.4 Die Beschwerdef�hrerin hat nach dem Gesagten die Existenzgef�hrdung f�r das gesamte Restaurant "Eierbrecht" durch die Schliessung der Gartenwirtschaft ab 19 Uhr nicht gen�gend substantiiert. Ist somit lediglich das �ffentliche Interesse am abendlichen Betrieb der Gartenwirtschaft zu ber�cksichtigen, so �berwiegt dieses das �ffentliche Interesse an der integralen Gew�hrleistung des L�rmschutzes nicht. Das Verwaltungsgericht hat deshalb Erleichterungen i.S.v. Art. 25 Abs. 2 USG im Ergebnis zu Recht abgelehnt.
Schliesslich macht die Beschwerdef�hrerin eine Verletzung der Wirtschaftsfreiheit und der Rechtsgleichheit geltend, weil es in der ganzen Stadt Z�rich kein Gartenrestaurant gebe, das vor 22 Uhr schliessen m�sse. Sie hat eine Liste von Gartenwirtschaften in Witikon und Umgebung eingereicht, die mit der streitigen Gartenbeiz vergleichbar seien und ebenfalls in einer Wohnzone mit einem Wohnanteil von 90% liegen.
Aus der Zusammenstellung geht jedoch nicht hervor, ob es sich bei den genannten Gartenwirtschaften ebenfalls um neue Anlagen handelt, welche die Planungswerte respektieren m�ssen, oder um Altanlagen, die nur die Immissionsgrenzwerte einhalten m�ssen. Auch die L�rmvorbelastung (z.B. durch Strassen- oder Eisenbahnl�rm) und die �rtlichen Verh�ltnisse (N�he zu l�rmempfindlichen R�umen; M�glichkeit von baulichen L�rmschutzmassnahmen, etc.) sind unbekannt. Schliesslich kann auch die L�rmempfindlichkeit der Nachbarschaft von Fall zu Fall verschieden sein: Wird eine Baubewilligung, welche den Betrieb einer Gartenwirtschaft bis 22 oder 23 Uhr gestattet, nicht angefochten, so wird sie rechtskr�ftig und die Beh�rden k�nnen nur noch im Fall berechtigter Klagen einschreiten.
Zu beurteilen war im vorliegenden Fall die Zumutbarkeit der L�rmimmissionen des abendlichen Betriebs der Gartenwirtschaft "Eierbrecht" aufgrund der konkreten �rtlichen Verh�ltnisse. Es ist davon auszugehen, dass das Verwaltungsgericht, sollte es erneut einen gleich gelagerten Fall zu beurteilen haben, wiederum im gleichen Sinne entscheiden w�rde. Eine Verletzung des Rechtsgleichheitsgebots liegt somit nicht vor.
Nach dem Gesagten ist die Verwaltungsgerichtsbeschwerde abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens tr�gt die Beschwerdef�hrerin die Gerichtskosten und hat den privaten Beschwerdegegner f�r die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens zu entsch�digen (Art. 156 und 159 OG).
Die Beschwerdef�hrerin hat den privaten Beschwerdegegner f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 2'500.-- zu entsch�digen.
Dieses Urteil wird den Parteien, der Bausektion des Stadtrates Z�rich, der Baurekurskommission I des Kantons Z�rich und dem Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich, 1. Abteilung, 1. Kammer, sowie dem Bundesamt f�r Umwelt, Wald und Landschaft schriftlich mitgeteilt.

References: in fine
 Art. 66
 Art. 277
 Art. 7
 Art. 15
 Art. 25
 Art. 2
 Art. 15
 Art. 6
 Art. 25
e contrario
 Art. 31
 Art. 39
 Art.22
 Art.22
 BGE 
 Art. 20
 Art. 25
 Art. 39
 Art.39
 Art.25
 Art.25
 BGE 
 Art.25
 Art. 25
 Art. 25