Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=10.07.2015&Aktenzeichen=V%20ZR%20198%2F14
Timestamp: 2020-01-28 19:44:39+00:00

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BGH, 10.07.2015 - V ZR 198/14 - dejure.org
https://dejure.org/2015,22874
BGH, 10.07.2015 - V ZR 198/14 (https://dejure.org/2015,22874)
BGH, Entscheidung vom 10.07.2015 - V ZR 198/14 (https://dejure.org/2015,22874)
BGH, Entscheidung vom 10. Juli 2015 - V ZR 198/14 (https://dejure.org/2015,22874)
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ZPO § 543 Abs. 2; WEG § 16 Abs. 3, § 25 Abs. 2
§ 543 Abs 2 ZPO, § 16 Abs 3 WoEigG, § 25 Abs 2 WoEigG
Beschlussanfechtungsklage im Wohnungseigentumsverfahren: Beschränkte Revisionszulassung; Mehrheitsbeschluss über die Änderung des Kostenverteilungsschlüssels für bestimmte Betriebskosten
WEG §§ 16 Abs. 3, 25 Abs. 2
Abdingbarkeit des Kopfprinzips für Beschlüsse über Betriebskosten
Beschränkung der Revisionszulassung auf einzelne Beschlussmängelgründe bei der wohnungseigentumsrechtlichen Beschlussmängelklage
Beschränkte Revisionszulassung bei Beschlussmängelklage, abdingbares Kopfstimmprinzip
Beschränkte Revisionszulassung auf einzelne Beschlussmängel/Abdingbarkeit des Kopfstimmprinzips bei Beschluss über die Änderung des Verteilungsschlüssels für Betriebskosten
Betriebskosten des gemeinschaftlichen Eigentums: Kopfstimmprinzip abdingbar!
Beschlussfassung in der Wohnungseigentümergemeinschaft - und das Kopfstimmprinzip
Wohnungseigentumsrechtliche Beschlussmängelklage - und die beschränkte Revisionszulassung
§ 25 Abs. 2 WEG: Kopfstimmprinzip auch im Sachbereich des § 16 Abs. 3 WEG abdingbar
Abdingbarkeit des Kopfstimmprinzips bei Änderung von Kostenverteilungsschlüsseln
Abdingbarkeit des Kopfstimmprinzips
Kopfprinzip für Änderung der Kostenverteilung in der WEG nicht zwingend
Kopfstimmprinzip: Ist es im Bereich des § 16 Abs. 3 WEG abdingbar? (IMR 2015, 413)
Kurznachricht zu "Rechtsprechung zum Wohnungseigentumsrecht - Anmerkung zum Urteil des BGH vom 10.07.2015" von Dr. Andrik Abramenko, original erschienen in: ZfIR 2015, 770 - 773.
Kurznachricht zu "Zur Disponibilität des Kopfstimmprinzips (§ 25 Abs. 2 WEG) im Anwendungsbereich des § 16 Abs. 3 WEG - Anmerkung zum Urteil des BGH vom 10.07.2015" von Dr. Johannes Peters, original erschienen in: NotBZ 2015, 461 - 462.
AG Hamburg-Blankenese, 04.09.2013 - 539 C 8/13
NJW 2015, 3371
MDR 2015, 1056
DNotZ 2015, 922
NZM 2015, 785
ZMR 2015, 876
Rpfleger 2015, 690
Nach der Rechtsprechung des Senats kann die Revision auf einzelne Beschlussmängelgründe beschränkt werden (Senat, Urteil vom 10. Juli 2015 - V ZR 198/14, NZM 2015, 785 Rn. 7), also auch auf rechnerisch selbstständige und abgrenzbare Teile der Jahresabrechnung, die alleiniger Gegenstand einer Beschlussanfechtungsklage sein können (…vgl. Senat, Versäumnisurteil vom 11. Mai 2012 - V ZR 193/11, NZM 2012, 566 Rn. 15 mwN).
Daraufhin sind Beschlüsse sorgfältig zu überprüfen (vgl. Senat, Beschluss vom 19. September 2002 - V ZB 30/02, BGHZ 152, 46, 53 f.;… Urteil vom 28. Oktober 2011 - V ZR 253/10, BGHZ 191, 245 Rn. 12; Urteil vom 10. Juli 2015 - V ZR 198/14, NZM 2015, 785 Rn. 13).
Majorisierende Beschlüsse können insbesondere unter dem Blickwinkel der Willkür, des Rechtsmissbrauchs oder einer unbilligen Benachteiligung Einzelner ordnungsmäßiger Verwaltung widersprechen (vgl. Senat, Urteil vom 10. Juli 2015 - V ZR 198/14, NZM 2015, 785 Rn. 13 aE).
So ist auch der Beschluss des Senats vom 19. September 2002 (V ZB 30/02, BGHZ 152, 46, 61 ff.) zu verstehen (vgl. bereits Senat…, Urteil vom 28. Oktober 2011 - V ZR 253/10, BGHZ 191, 245 Rn. 12; Urteil vom 10. Juli 2015 - V ZR 198/14, NZM 2015, 785 Rn. 13).
Solche abtrennbaren Teile des Streitstoffs können auch einzelne Beschlussmängelgründe sein (vgl. zum Ganzen: Senat, Urteil vom 10. Juli 2015 - V ZR 198/14, ZWE 2015, 410 Rn. 7).
Dafür reicht es aus, dass der von der Zulassungsbeschränkung betroffene Teil des Streits in tatsächlicher Hinsicht unabhängig von dem übrigen Streitstoff beurteilt werden kann und nach einer Zurückverweisung eine Änderung des von der beschränkten Zulassung erfassten Teils nicht in die Gefahr eines Widerspruchs zu dem nicht anfechtbaren Teil gerät (st. Rspr., vgl. Senat, Urteil vom 10. Juli 2015 - V ZR 198/14, ZWE 2015, 410 Rn. 7; BGH…, Beschluss vom 15. April 2014 - XI ZR 356/12, juris Rn. 4).
Solche abtrennbaren Teile des Streitstoffs können auch einzelne Beschlussmängelgründe sein (Senat…, Urteil vom 8. Juli 2016 - V ZR 261/15, NJW 2017, 666 Rn. 9; Urteil vom 10. Juli 2015 - V ZR 198/14, NJW 2015, 3371 Rn. 7).
Diese Regelung ist Ausdruck der Privatautonomie der Wohnungseigentümer und lässt ihnen und dem teilenden Eigentümer bei der Ordnung des Gemeinschaftsverhältnisses weitgehend freie Hand (st. Rspr., vgl. nur Senat, Urteil vom 10. Juli 2015 - V ZR 198/14, NJW 2015, 3371 Rn. 13; Senat…, Urteil vom 10. Dezember 2010 - V ZR 60/10, NJW 2011, 679 Rn. 7).
Demgegenüber ist eine Beschränkung der Zulassung auf einzelne Rechtsfragen oder Anspruchselemente nicht zulässig (…z.B. Senatsbeschluss vom 16. Dezember 2010 - III ZR 127/10, WM 2011, 526 Rn. 5 m.zahlr.w.N.; BGH, Urteil vom 10. Juli 2015 - V ZR 198/14, NJW 2015, 3371 Rn. 7).
Solche abtrennbaren Teile des Streitstoffs können auch einzelne Beschlussmängelgründe sein (Senat, Urteil vom 10. Juli 2015 - V ZR 198/14, ZWE 2015, 410 Rn. 7).
Die Revision der Beklagten, die sich infolge der zulässigerweise beschränkten Revisionszulassung (vgl. hierzu Senat, Urteil vom 10. Juli 2015 - V ZR 198/14, NJW 2015, 3371 Rn. 7) nur dagegen wendet, dass das Berufungsgericht die von ihr auf den Kaufpreisrückzahlungsanspruch geleisteten Prozesszinsen von 30.398,84 EUR nicht auf den Anspruch des Klägers auf Herausgabe der aus dem Kaufpreis gezogenen Nutzungen von 47.732,05 EUR (§ 819 Abs. 1, § 818 Abs. 4, § 292, § 987 BGB) angerechnet hat, ist in der Hauptsache begründet.
Zwar ist die gesetzliche Regelung in § 25 Abs. 2 S. 1 WEG, wonach jeder Wohnungseigentümer eine Stimme hat (sog. "Kopfstimmrecht"), grundsätzlich durch Vereinbarung der Wohnungseigentümer gem. § 10 Abs. 2 S. 2 WEG abdingbar, soweit nicht das Wohnungseigentumsgesetz in Einzelfällen die Abstimmung nach Köpfen vorsieht (st. Rspr., vgl. etwa BGH, Beschluss vom 19.09.2002 - V ZB 30/02, BGHZ 152, 46 = NZM 2002, 997; Fortführung durch BGH, Urteil vom 28.10.2011, BGHZ 191, 245 = ZWE 2012, 80; BGH, Urteil vom 10.07.2015 - V ZR 198/14, NZM 2015, 785; BayObLG…, Beschluss vom 19.12.2001 - 2Z BR 15/01, ZMR 2002, 527, Rn. 23 bei juris; BayObLG, Beschluss vom 23.12.1981 - 2Z 11/81, Rpfleger 1982, 143; OLG Hamm, Beschluss vom 25.02.1986 - 25 W 406/86, WE 1990, 70; OLG Zweibrücken, Beschluss vom 10.07.1989 - 3 W 72/89, OLGZ 1990, 186 = ZMR 1990, 30; OLG Karlsruhe, Beschluss vom 01.09.1983 - Justiz 1983, 412; Staudinger/Häublein (2018), WEG, § 25, Rn. 36, 40 m.w.N.; Merle, in: Bärmann, WEG, 14. Auflage 2018, § 25, Rn. 130; Schultzky, in: Jennißen, WEG, 5. Auflage 2017, § 25, Rn. 8; Hügel/Elzer, in: Hügel/Elzer, WEG, 2. Auflage 2018, § 25, Rn. 3 m.w.N.; Chr.

References: § 543
 § 16
 § 25

§ 543
 § 16
 § 25

§ 25
 § 16
 § 16
 BGH 
 § 16
 BGH 
 § 818
 § 292
 § 987
 § 25
 § 10
 § 25
 § 25
 § 25
 § 25