Source: https://forum.piratenpartei.de/t/deutsche-wollen-mehr-staat/4354
Timestamp: 2019-11-21 13:02:01+00:00

Document:
Deutsche wollen mehr Staat - Smalltalk - Forum Piratenpartei Deutschland
Deutsche wollen mehr Staat
Fulleren October 30, 2019, 12:53pm #1
Umfrage zur Wirtschafts- und Sozialpolitik: Deutsche wollen mehr Staat -...
Sorge über Ungleichheit, Ablehnung von Privatisierungen, Angst vor sozialem Abstieg - eine Umfrage zeigt: Die Deutschen wünschen sich eine Abkehr vom wirtschaftsliberalen Kurs der Regierung.
Die Deutschen wünschen sich eine Abkehr vom wirtschaftsliberalen Kurs der Regierung.
Radler October 30, 2019, 6:24pm #2
Ja, die soziale Ungleichheit wird wohl das nächste Thema nach den Klima-Diskussionen.
Und da wird es darauf ankommen, wer dort die Rolle der “Grünen” übernehmen kann und Zugewinne bei Wahlen einfährt.
Wird sich die SPD wieder fangen, oder ist die Linkspartei inzwischen die Partei mit dem sozialerem Programm?
Wir Piraten hätten da ja mit BGE und der humanen Flüchtlings-/Migrationspolitik alle Chancen auch etwas vom Wähler-Kuchen abzubekommen, aber genau da gibt es ja wohl einige wenige große Kritiker aus den eigenen Reihen.
Also wieder nicht unser Thema…
Schwer wird es ausser für uns dann auch für die FDP werden.
Bei der Klimapolitik keine großen Chancen, bei der Arm-Reich Schere noch weniger.
Das Thema könnte übrigens schneller hoch kommen als bisher gedacht, wenn Merz für die CDU ans Ruder kommt und event. sogar noch Kanzler wird.
Tensor October 30, 2019, 7:13pm #3
Ne - das kann nicht wahr sein. Das bedeutet doch die Beschneidung der “Freiheit”.
Aber vielleicht bringt die Beschneidung der “Freiheit” einiger “wichtiger Menschen” tatsächlich mehr echte Freiheit für die ganz große Mehrheit.
(Thema = soziale Ungleichheit. )
Wie kommst du denn darauf? Mit Friedrich Merz wird alles besser - VIEL besser. Er wird Geld von der deutschen Bevölkerung einsammeln und über Blackrock gewinnbringend anlegen, um die Staatsfinanzen zu sanieren.
Merz4Chancellor! MoreBrain4All.
CraWler October 30, 2019, 7:53pm #4
Der Neoliberalismus ist am Ende und spätestens bei der nächsten Wirtschaftskrise wird das Thema Soziales massiv in den Mittelpunkt rücken. FFF und Klima wird dann etwas mehr in den Hintergrund treten.
Gerade mit dem BGE haben wir da ein völlig anderes Zukunftsprogramm als die Altparteien welche trotz digitalisierung und robotik immer noch an “Vollbeschäftigung” glauben.
D.h sollten das Thema Grundeinkommen genau dann von uns wieder viel offensiver und radikaler nach Vorne getragen werden. Da wir damit ein Alleinstellungsmerkmal haben hätten wir damit auch kaum Konkurrenz von den anderen Parteien zu fürchten.
Damit wäre dann auch das Thema Freiheit für das Individuum in den Mittelpunkt gestellt, im Gegensatz zu anderen Sozialstaatsmodellen welche die individuelle Freiheit und Selbstbestimmung des Individuums weniger berücksichtigen.
Tensor October 31, 2019, 9:01am #5
“Zustimmung zur Aussage: “Die Ungleichverteilung von Einkommen und Vermögen in Deutschland wird zunehmend zu einem Problem für den sozialen Zusammenhalt in der Bevölkerung.””
Dann ein schickes Balkendiagramm: 49% stimmen dem voll und ganz zu 38% stimmen eher zu, 11% eher nicht und 1% gar nicht.
Jetzt würde mich in der Tag mal interessieren, wo sich einige Diskutanten dieses Forums hier einordnen und erinnere an den Monumentalthread
Neues Alternatives Wirtschaftssystem in unser Parteiprogramm übernehmen um auch diese Lücke zu stopfen Politik
Ja ich habe mich hinreißen lassen. Letztendlich aber ein schönes Beispiel, wie man sich ohne weiteres radikalisieren kann.
Flummi October 31, 2019, 11:39am #6
Genau das wäre der falsche Weg. Den Menschen ist derzeit nur bekannt, dass es immer nur ans eigene Portemonnaie geht, weswegen das “abgeben an andere” sicherlich keine Werbung für Piraten ist. Ganz im Gegenteil, die wären weiterhin unwählbar. Würde das System in dem wir zur Zeit leben ein anderes sein, also eines das sich tatsächlich Sozial gäbe, wäre hier ganz sicher etwas zu holen. Für die meisten ist ja im Moment nicht mal vorstellbar, dass sich Renten, Löhne usw. auf ein Niveau begeben, welches eine Teilhabe in der Gesellschaft langfristig sichern würde.
Nein, die Themen Flüchtlingspolitik oder BGE sind allenfalls Tretminen, keine Argumente um gewählt zu werden. Das hat mit den Kritikern an den eigenen Ansichten aber weniger zu tun. Ich wette sogar, diese Kritiker haben ganz sicher nichts gegen beide Vorstellungen, wenn die Rahmenbedingungen andere wären. Die Kritiker haben das Ohr vielmehr nur näher an der Realität, nicht im Wolkenkuckucksheim.
Du bist viel zu kreativ. Das wäre ja eine Polemik die sogar ziehen würde. Ob das so durchgehen würde?
Der Neoliberalismus ist am Ende und spätestens bei der nächsten Wirtschaftskrise wird das Thema Soziales massiv in den Mittelpunkt rücken.
Die nächsten Bankenkrise kommt bestimmt. Nee falsch, die nächste Bankenkrise ist uns sicher, sie steht ja schon in den Startlöchern. Aber auch hier, ein BGE wird uns keine einzige Stimmen bringen, es wird das Gegenteil bewirken. Warum? Weil es erstens Geld kosten wird, und zweitens alles andere - und zwar das was da erneut zusammen brechen wird - als Systemrelevant markiert wird. Mit Utopischen Ideen wird man keinen einzigen Cent gewinnen. Und ein BGE ist eine Utopische Vorstellung.
Na klar habe ich eine Meinung dazu. Passend hierzu ist die gestrige Schlagzeile in der Tageszeitung. Der Bund der Steuerzahler - mit der Einleitung für den Leser: “Teurer als geplant wird es meistens dann, wenn der Staat bauen lässt” - zum Thema “Millionengräber”.
Ja solche “Vereine” sind halt die Totengräber für jede weitere fortschrittliche Entwicklung. Privatpersonen können sich eben schwer vorstellen, dass Finanzen eines Staates etwas gänzlich anderes sind als das was die berühmt, berüchtigte Schwäbische Hausfrau so tun könnte. Investitionen in Infrastruktur sind eben eine sehr, sehr langfristige Anlage. Etwas das in der heutigen schnellen Wirtschaft schwer vorstellbar ist.
Aber wisst ihr, allein die Überschrift Deutsche wollen mehr Staat ist schon eine tolle Polemik. Impliziert es doch automatisch diverse Abwehrreaktionen in der Art: “Och nee, nicht schon wieder Kommunismus”.
Eine Überschrift mit: “Deutsche wollen Veränderungen” würde man schon ganz anders einleiten. Sozialer eben. Und so liest sich dann auch der Artikel. Denn “Forum New Economy”? Kennt ihr?
Ja wird heute gegründet. Komisch, nicht wahr?
https://newforum.org/
Radler October 31, 2019, 12:36pm #7
Sehe ich für die Zukunft völlig anders! Es muss und wird gezwungenermaßen eine andere Sozial- und Migrationspolitik geben. Die Frage ist nur, welche Partei der Nutznießer dieser Diskussionen sein wird?
Da verweise ich auf den Klimawandel. Noch vor 3 oder 4 Jahren, als Flüchtlinge das beherrschende Thema waren, hätte der Klimaschutz keine großen Prozente gebracht.
Natürlich wird ein BGE oder eine Sicherung des Sozialsystems durch Einwanderung nicht nur Zustimmung bekommen, ebenso wie der Klimaschutz es ja auch nicht tut.
Aber es wird in der Zukunft bei Wahlentscheidungen einen wesentlich größeren Anteil bekommen.
Flummi October 31, 2019, 12:44pm #8
Sehe ich für die Zukunft völlig anders!
Wie Du sagst - ZUKUNFT - etwas das noch nicht erreicht wurde. Wir leben aber im Jetzt und Heute. Natürlich darf das Thema “Migrationspolitik” zum Beipiel nicht vergessen werden. Einzig die Querverweise brauchen andere Bewertungen. Dann ist eben nicht “wichtig” so und so viele in Deutschland/Europa aufzunehmen, es muss dann eben wichtig werden, wie man anderen ein Leben zu Hause ermöglichen kann. Ohne die Gönnerhafte Hilfe der EU beispielsweise, die mehr Schaden anrichtet als hilft. Besser wäre echte Hilfe, ohne die Interessen der Wirtschaft.
Wir müssen es verstehen lernen die wirklichen Ursachen zu benennen, um im Grunde die Problematik vom “kleinen” endlich hin auf das große Problem zu lenken.
GG79 October 31, 2019, 5:33pm #9
Die Wähler im Westen sind zu zahlreich, um die egoistische, fremden- und klimafeindliche Politik einiger ostdeutschen Schreihälse noch länger zu tolerieren.
Natürlich braucht es eine weltoffene Sozialpolitik und da sind auch die Wähler zu finden.
Trump ist doch der Erste, der mit seiner nationalen Politik im Graben landet.
Selbst wenn er wiedergewählt würde, hätte er bei der nächsten Halbzeit keine Mehrheit mehr.
Die Klimaproblematik ist viel zu extrem, als dass er daran nicht scheitern würde.
Und bei der Piratenpartei sind die Mehrheiten derer, die sich zumindest im Wahlkampf BY engagieren, auch ganz klar und eindeutig.
bemaki October 31, 2019, 7:59pm #10
wenn es darum ging, das Thema Grundeinkommen offensiv und radikal nach vorne zu tragen, waren leider meine Piraten die Allerersten, die die Flucht ergriffen. Wie wäre es denn, statt der grünen Kindergrundsicherung ein bGE ab Geburt zu fordern und statt einer Grundsicherung im Alter die ganze Rentenberechnungskonstruktion infrage zu stellen? Statt Zwangsberentung und gesetzliche Befristung des Arbeitsalters ein bGE und die Freiheit, solange und soviel zu arbeiten.

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