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Timestamp: 2019-01-18 23:47:59+00:00

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Unser KfZ Versicherung Lexikon bietet Ihnen eine alphabetische Übersicht der Fachbegriffe und Begriffserklärungen aus den Bereichen Finanzen und Versicherungen, die oftmals von Bedeutung und Interesse sind. Die Begriffe werden kurz und einfach erklärt.
Unser KfZ Versicherung Lexikon haben wir zur besseren Übersicht nach einzelnen Fachbegriffen und Begriffserklärungen alphabetisch aufgelistet und systematisch gegliedert, u.a. Berechtiger Fahrer, Deckungskarte, Doppelkarte, Fahrzeugvollversicherung (Vollkasko), Fahrzeugteilversicherung (Teilkasko), Fahrzeugwechsel, Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung, Kraftfahrzeughalter, Regionalklassen etc. Auf censio.de können Sie eine Autoversicherung Online vergleichen, sparen und abschließen. Unser Versicherungsportal censio.de der Versicherungsvergleich ist bestrebt, dass Versicherungslexikon laufend zu aktualisieren und mit weiteren Begriffen zu vervollständigen. Sollten Sie auf unserem Versicherungslexikon einzelne Fachbegriffe oder Erklärungen nicht finden, kontaktieren Sie uns bitte, denn wir sind bestrebt, unser Autoversicherung Lexikon zu vervollständigen. Wir freuen uns auf Ihre Anregungen und Mithilfe.
Art und Verwendungszweck
Ein adäquater Kausalzusammenhang ist ein direkter Ursachenzusammenhang zwischen Ihrer Handlung (Tun oder Unterlassen) als Unfallverursacher (Schädiger) und dem eingetretenen Schaden.
Beispiel für einen adäquaten Kausalzusammenhang:
Sie verursachen mit Ihrem Auto einen Zusammenstoß mit einem Fußgänger, der sich dabei den Oberschenkel bricht.
Kein adäquater Kausalzusammenhang besteht jedoch, wenn Ihnen als Schädiger die Folgen Ihres Handelns nicht zugerechnet werden können. Also immer dann, wenn es ganz unwahrscheinlich ist, dass diese Folgen eintreten.
Der Krankenwagen mit dem verletzten Fußgänger verunglückt an der nächsten Kreuzung. Da zieht sich dieser weitere Verletzungen zu. Hier besteht kein adäquater Kausalzusammenhang mit dem von Ihnen verursachten Unfall.
Die Allgemeinen Bedingungen für die Kraftfahrtversicherung (AKB) umfassen folgende, rechtlich voneinander getrennte selbstständige Versicherungsarten:
die Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung,
die Fahrzeugversicherung,
die Kraftfahrtunfallversicherung.
Fahrzeuge, die ihrer Zweckbestimmung nach von Motorfahrzeugen mitgeführt werden, also auch Wohnwagen und Auflieger. Sind im Rahmen des Verkehrs-Rechtsschutz nach spezieller Tarifposition zu versichern, soweit nicht ein Pauschalbeitrag, wie in den §§ 26-28, vorgesehen ist oder die Sonderregelung der Spezial-Police zur Anwendung kommt.
Auf Gegenstände im Anhänger, wie insbesondere Ladung, erstreckt sich Rechtsschutz nicht.
Nicht als Anhänger im Sinne der ARB gelten nicht zulassungspflichtige Anhänger und Container, Arbeitsmaschinen, landwirtschaftliche Geräte u. Ä.. Diese werden vom Berufs-Rechtsschutz umfasst.
Im Rahmen der gesetzlichen Regelungen entwickeln alle Kraftfahrtversicherungen eigene Annahmerichtlinien. Diese dienen dazu, die Aufnahme der zu versichernden Risiken besser zu steuern. Die Annahmerichtlinien sind zwischen den einzelnen Versicherungsunternehmen unterschiedlich.
So könnte beispielsweise Ihr Fahrzeug, das sich an einem Standort außerhalb Deutschlands befindet, möglicherweise nicht versichert sein. Ein Beispiel für ein anfragepflichtiges Risiko ist die Kaskoversicherung für ein sehr wertvolles Fahrzeug. Grundsätzlich gilt: Die Annahmerichtlinien eines Kraftfahrtversicherers dürfen die strengen Annahmegrundsätze des Pflichtversicherungsgesetzes nicht verletzen. Sie beschränken sich daher in den meisten Fällen darauf, eine vorläufige Deckung nicht zu erteilen, bzw. auf bestimmte gewerbliche Risiken nicht zu erteilen.
Der Annahme- oder Kontrahierungszwang (Pflicht zur Vertragsannahme) nach § 5 (3) PflVersG gilt für Zweiräder, PKW und Kombis bis zu 1 t Nutzlast. Für diese Fahrzeuge gilt ein Haftpflichtversicherungsantrag als angenommen, wenn die Versicherung Ihren Antrag nicht innerhalb einer Frist von zwei Wochen nach Eingang schriftlich ablehnt oder – bei einer nachweisbaren höheren Gefahr – Ihnen ein Angebot unterbreitet, das vom allgemeinen Unternehmenstarif abweicht.
Dies gilt aber nicht, wenn Sie Taxen, Personenmietwagen (dies sind Miettaxen) oder Selbstfahrervermietfahrzeuge (Mietwagen, die von dem Mieter selbst gefahren werden) versichern wollen.
Der Kontrahierungszwang ist auf die gesetzlichen Deckungssummen beschränkt und hat auch keine automatische vorläufige Deckungszusage zur Folge.
Die Ablehnungsgründe seitens der Versicherung beschränken sich auf:
Beschränkungen im Geschäftsplan der Versicherung,
wenn Sie mögliche Tarifzuschläge ablehnen,
wenn Ihnen ein früherer Vertrag bereits durch die Versicherung gekündigt wurde wegen
– arglistiger Täuschung,
– Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht,
– Nichtzahlung des Erstbeitrages,
– Prämienverzugs oder
– nach einem Versicherungsfall.
Im Antrag für die Kraftfahrtversicherung sind alle risikorelevanten Angaben
zum Fahrzeug,
über Sie als Versicherten,
über den Versicherungsumfang
von Ihnen zu nennen.
Darüber hinaus werden Versicherungsbeginn, Vertragsdauer und individueller Versicherungsbeitrag vereinbart. Möchten Sie die Versicherung wechseln, haben Sie als Antragsteller die Auskunftspflicht zum bisherigen Vertragsstand (Schadenverlauf, Schadenfreiheit etc.).
Der Gesetzgeber verpflichtet die Versicherungsunternehmen, in den Anträgen über die Widerrufs- und Widerspruchsmöglichkeiten durch den Versicherten zu informieren.
Für private Kraftfahrtversicherungsanträge beträgt die Widerrufsfrist 14 Tage nach Unterzeichnung des Antrags, wenn die Vertragslaufzeit länger als 1 Jahr betragen soll.
Möchten Sie, dass über die Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung hinaus auch für Fahrzeug- und Insassenunfallversicherung vorläufige Deckung erteilt werden soll, muss dies im Antrag gesondert vereinbart werden.
Wenn Sie einen Versicherungsantrag unterschreiben, dann liegt nach BGB eine einseitige Willenserklärung vor, die in einen rechtswirksamen Vertrag übergeht, wenn sie von der Versicherung angenommen wird (übereinstimmende Willenserklärung). Der Antrag gilt dann als angenommen, wenn Sie nicht innerhalb von 14 Tagen eine Ablehnung bzw. ein abweichendes Angebot von Ihrer Versicherung erhalten.
Art und Verwendungszweck eines Fahrzeugs ist ein objektives Risikomerkmal, das bestimmt, welcher Tarif für Sie gilt. Hierbei wird berücksichtigt, ob Sie Ihren PKW oder Ihr Motorrad privat oder gewerblich nutzen oder vermieten.
Die Auskunftspflicht ist eine gesetzliche Obliegenheit (VVG §§ 34, 158 d III), wonach Sie, als Versicherungsnehmer, nach Eintritt des Versicherungsfalls dem Versicherungsunternehmen jede Auskunft erteilen müssen, die es benötigt, um die Leistungspflicht festzustellen.
Man unterscheidet allgemeine Ausschlüsse und spezielle Ausschlüsse der Haftpflicht-, der Fahrzeug- und der Insassenunfallversicherung.
Grundsätzlich ist im Versicherungsvertragsgesetz (VVG) geregelt, dass vorsätzlich herbeigeführte Versicherungsfälle zu Leistungsfreiheit der Versicherung führen können. Durch den Direktanspruch des Geschädigten gegenüber der Versicherung des Schädigers bleibt die Versicherung in solchen Fällen eintrittspflichtig, nimmt aber den Versicherten im Rahmen des Versicherungsvertrags in Regress.
Von der Kraftfahrtversicherung sind weiterhin ausgeschlossen:
Schäden, wenn Sie an Fahrtveranstaltungen und Übungsfahrten teilnehmen, bei denen es auf Höchstgeschwindigkeit ankommt,
für die Fahrzeug- und Insassenunfallversicherung auch Schäden durch Aufruhr, innere Unruhen, Kriegsereignisse, Verfügungen von hoher Hand oder Erdbeben.
Abkürzung für die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungs-Aufsicht. Die BAFin ist dem Bundesministerium der Finanzen unterstellt. Sie ist die staatliche Behörde, die die privaten Versicherungsunternehmen beaufsichtigt.
Versicherungsverträge werden üblicherweise für eine längere Zeit abgeschlossen. Eine Beendigung kann aus verschiedenen Gründen erfolgen:
Wagniswegfall, d. h. das versicherte Risiko fällt weg und die Versicherung wird dadurch gegenstandslos. Ihnen als Versichertem gebührt die Prämie bis zum Zeitpunkt des Wagniswegfalls, z.B. wenn Sie Ihr Fahrzeug abmelden.
Kündigung von einem der Vertragspartner. Wirksam wird eine Kündigung mit Zugang beim Vertragsgegner. Man unterscheidet hierbei die ordentliche bzw. die außerordentliche Kündigung. Die ordentliche Kündigung erfolgt unter Einhaltung einer Kündigungsfrist zu einem im Versicherungsvertrag festgelegten Kündigungstermin unter Einhaltung einer Kündigungsfrist. Die außerordentliche Kündigung erfolgt nach einem bestimmten Anlass (Kündigungsgrund) bereits vor Ablauf des Vertrages.
Gründe hierfür können sein: Prämienverzug, Veräußerung des versicherten Fahrzeugs, Versicherungsfall.
siehe: Versicherungsbeginn
Die Kraftfahrtversicherungen haben eine Reihe unterschiedlicher Risikomerkmale definiert, welche die Höhe des Versicherungsbeitrags wesentlich mitbestimmen. Grund dafür sind folgende Überlegungen: Kein Fahrzeugtyp gleicht genau dem anderen, überall in Deutschland herrschen andere Verkehrsverhältnisse. Jeder Autofahrer hat andere Erfahrungen und nur wenige nutzen ihr Fahrzeug in gleicher Weise, gleich oft bzw. haben die gleiche Kilometerleistung.
Die beitragsbeeinflussenden Faktoren in der Kraftfahrthaftpflicht- und Fahrzeugversicherung sind in den Tarifbestimmungen für die Kraftfahrtversicherung geregelt. Die Beiträge sind abhängig von den fahrzeuggebundenen Risikomerkmalen und von personenbezogenen Risikomerkmalen.
Darüber hinaus legen die meisten Versicherungen zahlreiche weitere unternehmensspezifische Risikomerkmale der Tarifierung zugrunde, die einen Vergleich der einzelnen Tarife sehr schwierig machen.
Beispiele für Risikomerkmale:
Alter des Versicherungsnehmers (Nachlässe),
Fahrzeugalter (Nachlässe, Zuschläge),
jährliche Fahrleistung (Nachlässe, Zuschläge),
Garagennutzung (Nachlässe),
Einschränkung der nutzenden Personen (Nachlässe),
Zweitwagen (Nachlässe).
Davon versprechen sich die Versicherungen eine risikogerechtere Beitragsberechnung. Sie als Versicherter haben durch solche speziellen Risikomerkmale u. U. individuelle Beitragsvorteile.
Fahrer im Sinne des Versicherungsvertrags ist der berechtigte Fahrzeugführer. Er übt die tatsächliche Verfügungsgewalt über das Fahrzeug zum Zeitpunkt eines Unfalls aus.
Nach BGB ist aber auch ein unberechtigter Fahrer zum Ersatz des durch ihn einem Dritten zugefügten Schadens verpflichtet. Verursacht ein nicht berechtigter Fahrer einen Unfall, muss die Versicherung im Rahmen des Direktanspruches dennoch für den Schaden aufkommen. Sie kann aber nach Vorleistung gegenüber einem unberechtigten Fahrer Rückzahlungsforderungen geltend machen.
Das Gleiche gilt bei der Gefährdungshaftung nach StVG: “Benutzt jemand das Fahrzeug ohne Wissen und Willen des Fahrzeughalters, so ist er an Stelle des Halters zum Schadenersatz verpflichtet.”
Besitz ist die tatsächliche Herrschaft einer Person über eine Sache. Anders als beim Eigentümer erhält der Besitzer keine rechtliche Zuordnung der Sache, sondern lediglich eine Beziehung.
Der Dieb erlangt Besitz über eine Sache, die nicht sein Eigentum ist. Zu Gunsten eines Besitzers wird vermutet, dass der Besitzer auch Eigentümer einer Sache ist. Das gilt jedoch nicht gegenüber einem früheren Besitzer, dem die Sache gestohlen wurde, verloren gegangen bzw. abhanden gekommen.
§ 823 Absatz 1 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) regelt die Verschuldenshaftung für alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens, also auch für den Kraftfahrtbereich.
“Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem anderen zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet.”
Die Höhe der Schadenersatzpflicht ist nach BGB nicht begrenzt, jeder Schaden ist also in voller Höhe zu ersetzen. Der Gesetzestext unterscheidet bei Verschulden zwischen Vorsatz und Fahrlässigkeit.
“Vorsätzlich handelt, wer bewusst oder gewollt einen Schaden herbeiführt …”
Vorsatz schließt jede Versicherungssparte aus dem Versicherungsumfang aus.
“Fahrlässig handelt, wer die im Verkehr erforderliche Sorgfalt außer Acht lässt.” (§ 276 Satz 2 BGB)
Der Begriff Verkehr steht hier für alle Lebensbereiche, also auch für den Straßenverkehr.
Wer also schuldhaft im Zusammenhang mit der Nutzung eines Kraftfahrzeugs dem anderen einen Schaden zufügt, ist zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet.
Nicht erfasst sind Schäden, die einem anderen ohne eigenes Verschulden eines Fahrzeugführers, z. B. durch Versagen technischer Vorrichtungen am Fahrzeug, zugefügt werden. Die Haftungs- und Schadenersatzgrundlagen des BGB reichen für den Risikobereich der Kraftfahrzeuge nicht aus. Es bedarf einer verschärften Haftungsgrundlage.
Die Versicherung erteilt Ihnen als Versichertem im Versicherungsfall “Deckung”. Dieses Verhältnis zwischen Haftpflichtversicherer und Versicherungsnehmer ist im Versicherungsvertrag geregelt und ist daher ein “Vertragsverhältnis”, wonach die Versicherung das festgelegte Risiko übernimmt. Bestandteil der Deckung durch die Versicherung ist auch die Abwehr unberechtigter Schadenersatzforderungen und den damit verbundenen Kosten.
Der Direktanspruch des Geschädigten gegenüber der Versicherung kann nicht durch Ausschlüsse und andere Leistungseinschränkungen aufgehoben werden. Dies schließt das Pflichtversicherungsgesetz aus. Der Gesetzgeber stellt hiermit sicher, dass ein durch ein versichertes Fahrzeug Geschädigter in jedem Falle, unabhängig von der jeweiligen Schadenursache oder besonderen Begleitumständen, seinen Schaden ersetzt bekommt.
Ist ein schadenverursachendes Fahrzeug nicht versichert (z.B. ein nicht zugelassenes Fahrzeug mit gestohlenem oder gefälschtem Kennzeichen), können keine Ansprüche im o.g. Sinne durchgesetzt werden. Hier hilft die Verkehrsopferhilfe (VOH).
Auf Grund der gesetzlichen Versicherungspflicht verlangt die Zulassungsstelle vor Zulassung des Kraftfahrzeugs eine Bestätigung, dass für das zuzulassende Fahrzeug eine Haftpflichtversicherung besteht. Deswegen ist die Kraftfahrthaftpflichtversicherung auch eine Pflichtversicherung. Diese auch als “Deckungs-” oder “Doppelkarte” bezeichnete Versicherungsbestätigung erhalten Sie in der Regel nach Unterschrift unter einen Versicherungsantrag durch Ihre Versicherung.
Die “Deckungs-” oder “Doppelkarte” bestätigt Versicherungsschutz ab Fahrzeugzulassung nur für die Haftpflichtversicherung. Versicherungsschutz für das Fahrzeug und die Insassen, die Fahrzeug- und Insassenunfallversicherung, müssen Sie in Ihrem Antrag besonders vereinbaren.
Die Ehegattenregelung, die bei den meisten Versicherern existiert, besagt:
Ein PKW kann in eine bessere Schadenfreiheitsklasse eingestuft werden, wenn auf den/die Ehegatten/-gattin bereits ein PKW zugelassen und dieser mindestens in der SF-Klasse 1/2 eingestuft ist. Außerdem müssen Sie sich mindestens seit einem Jahr im Besitz einer Fahrerlaubnis für PKW oder Motorrad befinden, die von einem EG-Mitgliedsstaat ausgestellt ist.
Für die Ehegatten- sowie für die Führerscheinregelung gilt gleichermaßen:
Ist ein Fahrzeug in Klasse 0 eingestuft und im Verlaufe des Vertrages tritt ein Ereignis im Sinne der o. g. Regelungen ein, kann das Versicherungsverhältnis auf Ihren Antrag zu diesem Zeitpunkt unter den günstigeren Bedingungen neu begründet werden. Dadurch können für Sie weitere Vorteile im Schadenfreiheitsverlauf entstehen.
Der Eigentümer hat die rechtliche Verfügungsgewalt über das Fahrzeug. Er wird namentlich im Kraftfahrzeugbrief bezeichnet.
Das System der Schaden- und Schadenfreiheitsklassen ist ein bewährtes Mittel zur Einstufung der Schadenhäufigkeit eines Versicherungsnehmers.
Wenn Sie Führerscheinneuling sind, dann können Sie noch nicht für langjährige unfallfreie Fahrt belohnt werden und beginnen daher meistens in der Klasse 0.
Die Schadenfreiheit wird zum Ende eines Kalenderjahres bemessen. Als schadenfrei gilt ein Vertrag, wenn innerhalb eines Kalenderjahres kein Schaden gemeldet wurde, für den Entschädigungsleistungen erbracht oder Rückstellungen (Geldbeträge für erwartete Schadenleistungen) gebildet wurden. Je schadenfreies Kalenderjahr verändert sich die Einstufung um eine Klasse. Ein langjährig unfallfreier Kraftfahrer klettert somit jährlich eine Schadenfreiheitsklasse höher und in seinem anteiligen Tarifbeitrag prozentual nach unten. Diese Regelung tritt aber nur dann ein, wenn das Fahrzeug mindestens sechs Monate im Kalenderjahr versichert war. Längere Unterbrechungen des Versicherungsschutzes setzen diese Umstufung aus.
Elementarereignisse sind in der Fahrzeugteilversicherung versichert. Dazu gehören Sturm, Hagel, Blitzschlag und Überschwemmung. Sturm bedeutet eine wetterbedingte Luftbewegung von mindestens Windstärke 8. Bei dieser und den anderen elementaren Gefahren ist nur die unmittelbare Einwirkung der Gefahr auf das Fahrzeug versichert.
Ein ereignisbedingtes Fahrverhalten, das zu Schäden am versicherten Fahrzeug führt, ist hingegen über die Fahrzeugteilversicherung nicht abgedeckt.
Ein Fahrzeug weicht vor einem sturmbedingt umgestürzten Baum aus und landet im Straßengraben. In diesem Fall ist eine Regulierung nur über die Fahrzeugvollversicherung möglich.
Dem Straf- und Bußgeldverfahren vorgeschaltetes Verfahren, in dem festgestellt werden soll, ob gegen den Betroffenen behördlicherseits vorzugehen ist. Die Ermittlungen werden von der Staatsanwaltschaft bzw. Polizei geführt, denen auch die Einleitung des Ermittlungsverfahrens obliegt, die zumeist im Wege einer internen behördlichen Entscheidung erfolgt.
Nach § 823 BGB haftet ein fahrlässig oder vorsätzlich handelnder Schadenverursacher für den Ersatz des durch ihn einem Dritten entstandenen Schaden in vollem Umfang. Der Schädiger haftet mit seinen derzeitigen und zukünftigen Vermögenswerten, um seine Schuld abzutragen.
Messbar bzw. auch gerichtlich feststellbar sind finanzielle Auswirkungen von Unfällen. Solche Folgen können zum Beispiel sein:
Rentenzahlungen bei Personenschäden,
Wiederherstellungskosten bei Umweltschäden,
Wiederherstellungs- bzw. Wiederbeschaffungskosten bei Fahrzeugschäden.
Die Versicherung leistet nach § 10 AKB für berechtigte Schadenersatzansprüche im Rahmen der gesetzlichen Haftungsgrundlagen, aber nur bis zur vereinbarten Versicherungssumme. Sind die finanziellen Schadenersatzverpflichtungen höher als die Versicherungssumme, bleibt der nicht über die Versicherung abgedeckte Teil auf den Schultern des Schuldners. Denn die gesetzliche Schadenersatzpflicht endet nicht mit der Leistungsbegrenzung der
Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung.
Fahrer im Sinne des Versicherungsvertrags ist der berechtigte Fahrzeugführer. Er übt die tatsächliche Verfügungsgewalt über das Fahrzeug zum Zeitpunkt eines Schadenereignisses aus.
Zivilrechtlich handelt lt. § 276 BGB fahrlässig, wer die im Verkehr erforderliche Sorgfalt außer Acht lässt. Anders ausgedrückt: wenn er den objektiven Anforderungen seiner Umgebung (d.h. den beteiligten Personen oder gegenüber fremden Eigentum) nicht gerecht wird. Fahrlässig handelt, wer den Schaden zwar voraussieht, aber hofft, dass er nicht eintritt (sog. bewusste Fahrlässigkeit), aber auch derjenige, der den Schaden nicht voraussieht, ihn aber bei Beachtung der erforderlichen Umgangsnormen hätte voraussehen müssen (unbewusste Fahrlässigkeit).
Die Tarifbestimmungen gehen von drei Fahrzeuggruppen aus:
untere Fahrzeuggruppe: zulassungspflichtige Krafträder und Roller, PKW, Lieferwagen, Krankenwagen, Campingfahrzeuge;
mittlere Fahrzeuggruppe: Personenmietwagen, Taxen, LKWs im Werksverkehr;
obere Fahrzeuggruppe: Busse, alle KFZ des gewerblichen Güterverkehrs.
In § 12 (1) AKB wird der Versicherungsumfang der Fahrzeugversicherung folgendermaßen beschrieben:
“… die Beschädigung, die Zerstörung und der Verlust des Fahrzeugs und seiner unter Verschluss verwahrten oder an ihm befestigten Teile einschließlich der durch die beigefügte Liste als zusätzlich mitversichert ausgewiesenen Fahrzeug- und Zubehörteile …”
Mit dem versicherten Fahrzeug beförderte Sachen (Ladung) gehören nicht zu o. g. versicherten oder versicherbaren Teilen. Prinzipiell sind alle Serienausstattungen, die fest am oder im Fahrzeug eingebaut sind ohne Zusatzbeiträge gegen die im § 12 (1) AKB aufgeführten Gefahren und Schäden mitversichert. Da heute aufgrund des technischen Fortschritts kaum ein Fahrzeugbesitzer zwischen Serien-, Sonder- oder Zusatzausstattung unterscheiden kann, liegt den AKB eine ständig zu aktualisierende “Liste der mitversicherten Fahrzeug- und Zubehörteile” bei.
Diese Liste unterscheidet zwischen:
1. ohne Beitragszuschlag mitversicherte Teile, z.B.
Reserverad usw.
2. ohne Beitragszuschlag mitversicherte Teile bis zu einem Neuwert von insgesamt 4.000 , z.B.
CB-Funk-Gerät
1 Kassettenrecorder usw.
3. gegen Beitragszuschlag versicherbare Teile, z.B.
fest eingebautes Autotelefon mit Antenne
Spezialaufbauten.
4. nicht versicherbare Teile, z. B.:
Soweit nicht nach o.g. Liste eine Befreiung vom Beitragszuschlag vorliegt, ist für die zu versichernden und versicherbaren Teile stets der Neuwert der Beitragsbemessung zugrunde zu legen. Ist im Versicherungsvertrag keine Vereinbarung zu beitragspflichtigen Teilen getroffen bzw. haben Sie nach Vertragsschluss hinzugekommene Teile nicht gemeldet, ist Ihre Versicherung im Schadenfall nicht zum Ersatz der beschädigten, zerstörten entwendeten Teile verpflichtet.
In der Fahrzeugteilversicherung sind Schäden am versicherten Fahrzeug
Elementarereignisse wie Sturm, Hagel, Blitzschlag, Überschwemmung,
Zusammenstoß des versicherten Fahrzeugs mit Haarwild,
Bruchschäden an der Fahrzeugverglasung,
Haarwildschäden:
Tiere, die unter dem Oberbegriff “Haarwild” bezeichnet werden, sind in § 2 des Bundesjagdgesetzes aufgeführt: “Wisent, Elch-, Rot-, Dam-, Silka-, Reh-, Gams-, Stein-, Muffel- und Schwarzwild, Hase, Schneehase, Wildkaninchen, Biber, Murmeltier, Wildkatze, Luchs, Fuchs, Marder, Iltis, Hermelin, Wiesel, Nerz, Dachs, Fischotter, Seehund.”
Zusammenstöße mit so genannten Zucht- oder Masttieren sind im Umfang der Fahrzeugteilversicherung nicht abgedeckt. Ist das Fahrzeug durch derartige Tiere unverschuldet zu Schaden gekommen, ist nach dem BGB ein Tierhalter oder -hüter evtl. haftbar. Kann ein solcher nicht ermittelt oder haftbar gemacht werden, dann bleibt nur die Fahrzeugvollversicherung als mögliche Abdeckung von Ersatzleistungen.
Während die Haftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben ist, besteht zur Abdeckung von Sachschäden am eigenen Fahrzeug keine Versicherungspflicht. Gerade im privaten Bereich ist ein Teil der Fahrzeuge finanziert. Reparatur oder gar Wiederbeschaffung eines Kraftfahrzeugs nach einem Schadenfall sind in den wenigsten Fällen einkalkuliert. Eine Fahrzeugversicherung sichert Ihnen, je nach vereinbartem Versicherungsumfang, die Möglichkeit der fachgerechten Reparatur oder Wiederbeschaffung des Kraftfahrzeugs und entlastet Sie wirtschaftlich spürbar.
Die allgemeinen Ausschlüsse gemäß VVG treffen in vollen Umfang auch auf die Fahrzeugvollversicherung zu. Damit sind Schäden durch Vorsatz und in Abweichung von der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung auch durch grobe Fahrlässigkeit in der Fahrzeugversicherung nicht versichert.
bewusst herbeigeführter Unfallschaden (Vorsatz),
Übermüdung am Steuer (grobe Fahrlässigkeit).
Des Weiteren besteht Leistungsfreiheit der Versicherung bei “reinen Reifenschäden” und bei Unterschlagung des versicherten Fahrzeugs durch denjenigen, dem der Vsie als Versicherungsnehmer das Fahrzeug zur Nutzung überlassen haben.
Die Fahrzeugvollversicherung bietet zusätzlich zu den versicherten Gefahren und Schäden der Fahrzeugteilversicherung Deckung für
Unfallschäden am versicherten Fahrzeug,
Schäden durch mut- oder böswillige Handlungen betriebsfremder Personen.
Durch Gesetz oder Vereinbarung bestimmter Zeitpunkt, ab dem der Gläubiger Geldleistung fordern kann.
Erstbeiträge sind nach Zahlungsaufforderung mit Zustellung des Versicherungsscheines, >Folgebeiträge> am 1. des vertraglich festgelegten Fälligkeitsmonates fällig, d.h. zu zahlen.
Die Dauer des Führerscheinbesitzes stellt in der Kraftfahrzeughaftpflicht- bzw. Fahrzeugversicherung ein subjektives Gefahrenmerkmal dar. Ein “Führerscheinneuling” ist statistisch gesehen häufiger in Unfälle verwickelt als ein erfahrener Kraftfahrer. Nicht umsonst hat der Gesetzgeber den Führerschein auf Probe bzw. Motordrosselungen bei jungen Motorradfahrern festgelegt. Die Kraftfahrtversicherungen belegen den Fahranfänger mit einem höheren Versicherungsbeitrag als den Erfahrenen.
Die Führerscheinregelung besagt:
Ein PKW kann in die SF 1/2 eingestuft werden, wenn der Versicherungsnehmer selbst mindestens drei Jahre im Besitz einer PKW– oder Motorrad-Fahrerlaubnis ist, die von einem EG-Mitgliedsstaat ausgestellt wurde.
Kraftfahrzeuge stellen durch ihre große Anzahl, ihre Konstruktion und mögliche Geschwindigkeit eine Gefahrenquelle dar, die auch ohne ein menschliches Verschulden Schäden herbeiführen kann. Hier reicht die Haftung nach BGB nicht aus. Der Gesetzgeber verschärft die Haftung auf Schäden, die durch den Betrieb des Kraftfahrzeuges entstehen können, weil der Betrieb eines Fahrzeugs bereits eine “Gefahr” darstellt, deshalb Gefährdungshaftung.
Die Haftungsgrundlagen sind im Straßenverkehrsgesetz StVG geregelt.
Der Geltungsbereich für die Kraftfahrtversicherung ist durch die Kfz-Pflichtversicherungsverordnung für alle Kraftfahrtversicherer in Deutschland einheitlich definiert:
“Die Kraftfahrtversicherung gilt für Europa und für die außereuropäischen Gebiete, die zum Geltungsbereich der europäischen Wirtschaftsgemeinschaft gehören.”
“In der Kraftfahrt-Haftpflichtversicherung kann eine Erweiterung, in der Fahrzeug- und Kraftfahrt-Unfallversicherung können auch sonstige Änderungen des Geltungsbereichs vereinbart werden.”
Für Sie, als Versicherungsnehmer bedeutet dies die Notwendigkeit einer genauen Prüfung des Bedingungsinhalts vor Vertragsabschluss, ob der angebotene Geltungsbereich Ihren Bedarf abdeckt.
Die Wahrnehmung rechtlicher Interessen wird als “gerichtlich” (Beschränkung auf Gerichtsverfahren im Sozialgerichts-Rechtsschutz, Steuer-Rechtsschutz) bezeichnet, wenn sie vor Gerichten erfolgt, d.h. in Form von z.B. Mahnbescheid, Klage, Widerklage, einstweilige Verfügung, Arrest, Beweissicherungsverfahren. Die Wahrnehmung von Gläubigerinteressen gegen einen Konkurs- oder Vergleichsschuldner (z.B. Beantragung eines Konkursverfahrens, Anmeldung einer Forderung zur Konkurstabelle, Vertretung in der Gläubigerversammlung) gilt als “gerichtlich”.
Geschädigter ist diejenige Person, die unschuldig durch eine andere Person (Dritter) zu Schaden gekommen ist. Er hat nach den gesetzlichen Haftpflichtbestimmungen (hier im Besonderen § 823) das Recht auf Schadenersatz.
Halter = Fahrzeughalter
Die Haftpflichtversicherung ist eine Schadenversicherung. Sie leistet für Schäden, die Sie als Versicherungsnehmer oder die mitversicherten Personen aufgrund gesetzlicher Haftpflichtbestimmungen privatrechtlichen Inhalts anrichten. Gleichzeitig wehrt sie aber auch unberechtigte Forderungen von dritten Personen Ihnen gegenüber ab (passiver Rechtsschutz) und sie prüft vorher die Verpflichtung zur Haftung.
Da es keinen Versicherungswert (siehe Hausrat-, Wohngebäudeversicherung) gibt, ist die vereinbarte Versicherungssumme reine Höchsthaftungsgrenze für das Versicherungsunternehmen. In der Kraftfahrzeughaftpflicht können Sie auch eine unbegrenzte Deckung erhalten, wobei bei Personenschäden zumeist eine Obergrenze von 8.000.000 € pro Person vereinbart ist.
Gesetzliche Versicherungspflicht besteht u.a. für die Kraftfahrthaftpflichtversicherung, vereidigte Buchprüfer, bauvorlageberechtigte Entwurfsverfasser und Statiker, Möbelverkehrsunternehmer, Wirtschaftsprüfer, Wirtschaftsprüfergesellschaften, Steuerberater und Notare, für amtlich anerkannte Sachverständige und Prüfer für den Kfz-Bereich.
“Haftung” ist das in den Haftungsgrundlagen (BGB, StVG, WHG) rechtlich begründete Verhältnis eines Schädigers gegenüber einem Geschädigten (=”Rechtsverhältnis”) und bildet die Grundlage für den Ersatz eines entstandenen Schadens.
Der Halter eines Kraftfahrzeuges hat die wirtschaftliche Verfügungsgewalt über das Fahrzeug. In dieser besonderen Verantwortung haftet er verschärft nach den Grundsätzen des Straßenverkehrsgesetzes (StVG). Der Halter des Fahrzeuges wird im Kraftfahrzeugschein dokumentiert.
Für die Haftung auf Grundlage des Straßenverkehrsgesetz (StVG) ist jedem Fahrzeughalter eine begrenzte Schadenersatzpflicht auferlegt. Sie beträgt für Personenschäden: 600.000 €/ max. 36.000 € Rente jährlich; (ab zwei Geschädigten 3.000.000 €. 180.000 € Rente jährlich), Sachschäden: 100.000 €.
Für reine Vermögensschäden und für Schmerzensgeld sieht die Gefährdungshaftung des Halters nach dem StVG keine Schadenersatzpflicht vor.
Fonds, die die Zusammensetzung eines bestimmten, in der Regel repräsentativen Indizes vollständig oder in hoher Übereinstimmung nachbilden. Die Performance des Fonds sollte die Entwicklung des Indizes widerspiegeln.
Werden Insassen eines Fahrzeugs durch die schuldhafte Herbeiführung eines Unfalls verletzt oder getötet, ist die gesetzliche Haftpflichtversicherung des Verursachers zum Ersatz des daraus entstandenen Schadens verpflichtet. Diese Regelung birgt drei Risiken:
Kann kein Schuldiger ermittelt werden (z. B. Fahrerflucht), kann auch kein Anspruch durchgesetzt werden.
Liegt für den Verursacher ein unabwendbares Ereignis vor, kann er sich von der Haftung befreien (z.B. ein neuer Reifen platzt aus unbekannter Ursache).
Wenn Personen Insassen eines Fahrzeugs sind, das aufgrund eines technischen Versagens diese Personenschäden verursachte, so können bei nichtgewerbsmäßiger Beförderung keine Forderungen gegenüber dem Halter des Fahrzeugs durchgesetzt werden (Fahrgemeinschaften, Tramper, Familienangehörige).
Die Insassenunfallversicherung komplettiert also den Versicherungsschutz für das Kraftfahrzeug.
Unabhängig von der Schuldfrage und unabhängig von Zahlungen anderer Versicherungen leistet die Insassenunfallversicherung im Rahmen des vereinbarten Versicherungsumfangs. Versicherbar sind in der Insassen-Unfallversicherung Versicherungssummen bei Tod, Dauerfolgen (Invalidität), Tagegeld und Krankenhaustagegeld mit Genesungsgeld.
Darüber hinaus gewähren die Versicherungsgesellschaften beitragsfrei ein zusätzliches Krankenhaustagegeld, wenn die versicherten Personen im Schadenfall ihrer Anschnallpflicht nachgekommen sind.
Eine versicherte Leistung wird fällig, wenn die versicherten Personen durch einen Unfall Schaden nehmen, der in “ursächlichem Zusammenhang” mit dem Lenken, Benutzen, Behandeln, dem Be- und Entladen sowie Abstellen des Kraftfahrzeugs steht. Unfälle beim Ein- und Aussteigen sind mitversichert.
Die Internationale (grüne) Versicherungskarte dient Ihnen im Ausland zum Nachweis einer Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung. Sie sollte bei Fahrten ins Ausland mitgeführt werden, da einige Staaten (z.B. Polen) bei Grenzübertritt diesen Nachweis verlangen.
In jedem Land gibt es für den Schadenfall Abwicklungsstellen (so genannte Grüne-Karte-Büros). In Deutschland nimmt diese Funktion der Verband der Schadenversicherer wahr.
In den AKB ist dazu bestimmt:
“… In der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung gilt die Deckungssumme, die in dem jeweiligen Land gesetzlich vorgeschrieben ist, mindestens jedoch in Höhe der vertraglich vereinbarten Versicherungssummen.”
(In Deutschland mindestens gesetzliche Deckung nach Pflichtversicherungsgesetz)
Der Standard-Bedingungstext lautet: “Führt der Unfall zu einer dauernden Beeinträchtigung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit (Invalidität) des Versicherten, entsteht Anspruch auf Kapitalleistung aus der für den Invaliditätsfall versicherten Summe. Hat der Versicherte das 65. Lebensjahr vollendet, wird die Leistung als Rente erbracht.
Die Invalidität muss innerhalb eines Jahres nach dem Unfall eingetreten sowie spätestens vor Ablauf einer Frist von weiteren drei Monaten ärztlich festgestellt und geltend gemacht sein.”
Bitte beachten Sie, dass auch hier Abweichungen von Versicherer zu Versicherer vorliegen können.
Kausalität wird auch als ursächlicher Zusammenhang bezeichnet. Versicherungsrechtlich besteht also der Zusammenhang zwischen Schadenereignis und eingetretenem Schaden dadurch, dass das Ereignis als Ursache des Schadens anzusehen ist. Dieser Zusammenhang ist die Voraussetzung für die Leistungspflicht durch die Versicherung.
Die Verordnung regelt für alle Versicherer einheitlich:
Geltungsbereich der Versicherung,
Versicherte Schäden,
Versicherte Personen,
Obliegenheiten des Versicherten vor Eintritt des Versicherungsfalles,
Obliegenheiten des Versicherten nach Eintritt des Versicherungsfalles,
vorläufige Deckung.
Für Sie als Versicherungsnehmer bedeutet dies die Sicherheit, bei jedem in Deutschland tätigen Versicherungsunternehmen eine Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung zu vergleichbaren “Allgemeinen Bedingungen” abschließen zu können.
Besonderheit: Die in der Kfz-Pflichtversicherungsverordnung festgelegten Grundsätze sind Mindestanforderungen. Sie können im Kundeninteresse erweitert werden. So können der Geltungsbereich erweitert, Ausschlüsse und Obliegenheiten aber nur reduziert werden.
In Kürze finden Sie hier ein ausführliches Lexikon zum Thema Kfz-Versicherung. Noch ein bisschen Geduld – dann bleiben keine Fragen offen.
Zu den Zweigen der Kraftfahrtversicherung gehören:
die Fahrzeugversicherung (Fahrzeugvoll-, bzw. Fahrzeugteilversicherung),
die Insassenunfallversicherung.
Zu Fahrzeugen im Sinne des Gesetzes zählen Kraftwagen, Motorräder, Kleinkrafträder, Mopeds, Mofas und Fahrzeuge mit Hilfsmotor sowie Rasenmäher mit Benzinmotor und einer Aufsitzmöglichkeit.
In § 10 Absatz 1 der Allgemeinen Bedingungen für die Kraftfahrtversicherung heißt es:
“Die Versicherung umfasst die Befriedigung begründeter und Abwehr unbegründeter Schadenersatzansprüche, die aufgrund gesetzlicher Haftpflichtbestimmungen privatrechtlichen Inhalts gegen den Versicherungsnehmer oder mitversicherte Personen erhoben werden …”
Der Nutzen für Sie als Kunden besteht darin, dass Ihre Haftpflichtversicherung die Berechtigung von Schadenersatzansprüchen Ihnen gegenüber bzw. einer mitversicherten Person prüft.
Sind die Ansprüche berechtigt, leistet Ihre Haftpflichtversicherung und tritt damit an die Stelle des nach BGB oder StVG Schadenersatzpflichtigen.
Ebenso lehnt Ihre Versicherung nach Prüfung und Feststellung fehlender gesetzlicher Haftungsgrundlagen unberechtigte Schadenersatzansprüche ab. Die reinen Anwalts- und Gerichtskosten, die bei der Abwehr der gegnerischen Schadenersatzforderungen entstehen, belasten den Vertrag nicht.
Krankenhaustagegeld wird für jeden Kalendertag gezahlt, an dem Sie sich als Versicherter wegen des Unfalles in medizinisch notwendiger, vollstationärer Heilbehandlung befinden, längstens jedoch für zwei Jahre vom Unfalltag an gerechnet.
“Genesungsgeld wird für die gleiche Anzahl von Kalendertagen gezahlt, für die Krankenhaustagegeld geleistet wird, längstens jedoch für 100 Tage.”
Darüber hinaus gewähren die Versicherungsgesellschaften beitragsfrei Leistungen, wenn die versicherten Personen im Schadenfall ihrer Anschnallpflicht nachgekommen sind. Diese Leistung kann in Form eines zusätzlichen Krankenhaustagegeldes gezahlt werden. Die Leistungszeiträume sind abhängig von den jeweiligen Versicherungsbedingungen Ihrer Versicherung.
Siehe unter Altenteiler.
Die Meldepflicht gehört zu Ihrer vertraglichen Obliegenheit als Versicherungsnehmer, eingetretene Versicherungsfälle unverzüglich zu melden. Bei einigen Sparten bestehen hierzu Fristen.
Die Minderungspflicht gehört zu Ihrer gesetzlichen Obliegenheit als Versicherungsnehmer oder der mitversicherten Personen, zur Schadenminderung beizutragen.
Ihre Versicherung ist verpflichtet, leistungspflichtige Schäden mindestens bis zur Höhe der gesetzlichen Deckungssummen bzw. Mindestdeckungssummen abzudecken. Diese betragen für
Personenschäden 2.500.000 €,
Sachschäden 500.000 €,
Vermögensschäden 50.000 €.
Höhere Versicherungssummen können vereinbart werden.
Eine natürliche Person ist jeder Mensch. Wesentliches Merkmal ist nach dem Grundgesetz die Rechtsfähigkeit ab Geburt.
Verletzen Sie als Versicherungsnehmer nach einem Versicherungsfall Ihre Obliegenheiten gegenüber Ihrer Versicherung, kann das zum Verlust Ihres Versicherungsschutzes führen. Der Verlust des Versicherungsschutzes hängt davon ab, ob
Sie an der Obliegenheitsverletzung ein Verschulden trifft,
Ihre Obliegenheitsverletzung Einfluss auf die Feststellung der Leistungspflicht und den Umfang der Leistung hatte.
Pflichtversicherungsgesetz = PflVersG
Ein Personenschaden liegt vor, wenn durch ein Schadenereignis eine oder mehrere Personen verletzt oder getötet werden. Die gesetzliche Schadenersatzpflicht erstreckt sich bei Personenschäden nicht nur auf die Kosten der Wiederherstellung der Gesundheit bzw. Bestattung, sondern auf alle daraus resultierenden Folgekosten. Ersatzpflichtige Kosten aus Personenschäden können sein:
Arzt- bzw. Krankenhauskosten,
Medikamente, Heil- und Hilfsmittel,
Renten aller Art,
Das Pflichtversicherungsgesetz (PflVersG) regelt die generelle Versicherungspflicht für Kraftfahrzeuge. Mit diesem Gesetz wird sichergestellt, dass bei Einhaltung aller rechtlichen Grundsätze jeder Geschädigte im Rahmen der Leistungspflicht des Kraftfahrzeughaftpflichtversicherers entschädigt wird.
Das Pflichtversicherungsgesetz bestimmt auch die Mindestversicherungssummen (gesetzliche Deckung) für die Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung in Deutschland.
Für einen Geschädigten besteht ein gesetzlicher “Direktanspruch” gegenüber der Haftpflichtversicherung des Schädigers. Dies stellt eine Besonderheit unter den Haftpflichtversicherungen dar.
Rechtsgrundlagen Kraftfahrtversicherung
Nur wenige Versicherungssparten sind mit so vielen Gesetzen, Verordnungen und Bestimmungen hinterlegt, wie die Kraftfahrtversicherung. Die Besonderheiten des Massenrisikos “Kraftfahrzeug” bedingen einen festen Gesetzes- und Verordnungsrahmen, der die aktuellen Erfordernissen berücksichtigen muss.
Die grundlegenden Tatbestände, die eine Schadenersatzpflicht auslösen, sind allgemein im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) sowie speziell in anderen Gesetzen (z.B. Straßenverkehrsgesetz) geregelt.
Die Tarifierung in der Kraftfahrzeughaftpflicht- bzw. Fahrzeugversicherung ist durch die unterschiedlichen Regionalklassen gekennzeichnet. Unterschiedliche Regionen haben unterschiedliche Fahrzeugdichten, damit unterschiedliche Unfallhäufigkeiten. Typklassen und Regionalklassen sind abhängig von statistischen Entwicklungen innerhalb der sie bestimmenden Risikofaktoren und unterliegen daher einem jährlichen Änderungsdienst.
Nach Vorliegen von Unfall- und Unfallfolgestatistiken werden Veränderungen bei Typ- und Regionalklassen nach oben wie nach unten vorgenommen. Je niedriger die Typ- bzw. Regionalklasse desto günstiger der Versicherungsbeitrag.
Während es bei den Typklassen in der Regel keine Abweichungen zwischen den Versicherungen gibt, können bei den Regionalklassen die Einstufungen zwischen den Versicherungsunternehmen unterschiedlich sein.
Reine Reifenschäden sind weder in der Fahrzeugteilversicherung noch in der Fahrzeugvollversicherung abgedeckt. Reifenschäden werden nur ersetzt, wenn durch dasselbe Schadenereignis auch weitere ersatzpflichtige Schäden am versicherten Fahrzeug auftreten.
Beispiel für Leistungseinschränkung:
Reifen am versicherten Fahrzeug werden zerstochen.
Beispiel für Leistung:
Bei einem Fahrzeugbrand verbrennen die Reifen am versicherten Fahrzeug mit.
Gilt ein Versicherungsvertrag nicht als schadenfrei, wird er für das auf die Schadenmeldung (oder für das auf die erstmalige Entschädigungsleistung oder Rückstellung) folgende Kalenderjahr in der Schadenfreiheit neu eingestuft. Diese schadenbedingte Umstufung ist in den meisten Fällen mit einer Erhöhung des Beitragssatzes und damit mit einer Erhöhung des zu zahlenden Beitrags verbunden.
Der neu eingestufte Versicherungsvertrag muss wiederum ein Jahr schadenfrei verlaufen, damit im kommenden Jahr eine Besserstufung erfolgen kann. Während die Umstufung nach einem schadenfreien Kalenderjahr von SF-Klasse zu SF-Klasse in Einzelschritten erfolgt, wird die schadenbedingte Rückstufung durch Überspringen mehrerer Klassen nach unten vorgenommen.
Jedes Versicherungsunternehmen legt die Rückstufungsschritte eigenständig fest. Es gibt keine verbandseinheitlichen Regeln mehr. Haftpflicht- und Fahrzeugvollversicherung haben einen voneinander unabhängigen Schadenverlauf. Ein regulierter Haftpflichtschaden hat keinerlei Auswirkungen auf die Schadenfreiheit in der Fahrzeugvollversicherung und umgekehrt.
Ein Sachschaden liegt vor, wenn “Sachen” durch ein Schadenereignis beschädigt oder zerstört werden. Die gesetzliche Schadenersatzpflicht erstreckt sich auf die Kosten von Reparatur bzw. Wiederbeschaffung der beschädigten oder zerstörten Sachen sowie Folgekosten.
Ersatzpflichtige Kosten aus Sachschäden können sein:
Reparatur des beschädigten Fahrzeugs,
Ersatz beschädigter oder zerstörter Ladung,
Wertminderungsausgleich.
Schadenersatz ist der Ausgleich des einer Person entstandenen Schadens durch eine andere Person. Die Pflicht zum Schadenersatz ist gesetzlich in § 823 BGB geregelt.
Der Geschädigte hat den Anspruch, dass vom Schädiger der frühere Zustand in wirtschaftlich gleichwertiger Weise wiederherzustellen ist. Es gilt in erster Linie der Grundsatz der Naturalherstellung (§ 249 BGB). Da dies jedoch in den Fällen von Personen- und Sachschäden nur selten möglich ist, kann von vornherein Schadenersatz in Form einer Geldleistung beansprucht werden (§ 249 BGB).
Der Schadenfall ist in der Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung die Forderung von Schadenersatz gegenüber dem Versicherten oder den im Vertrag mitversicherten Personen durch einen Dritten. Werden Ihnen gegenüber Schadenersatzforderungen gestellt, übergeben Sie das Problem Ihrer Versicherung. Die Versicherung übernimmt dann die Prüfung der Haftungsfrage für Sie, lehnt unberechtigte Forderungen des Dritten ab oder bezahlt berechtigte Forderungen im Rahmen des Vertrages (Leistungsumfang und Deckungssumme).
Die bei der Abwehr von Schadenersatzforderungen entstehenden Kosten (Anwalt und Gericht) werden nicht auf die Deckungssumme angerechnet.
Die Anzahl der schadenfreien Jahre stellt ein subjektives Gefahrenmerkmal für die Tarifierung in der Kraftfahrzeughaftpflicht- bzw. Fahrzeugvollversicherung, nicht jedoch der Teilversicherung, dar. Sie drücken sich in den Schadenfreiheitsklassen mit dem jeweilig festgelegten Schadenfreiheitsrabatt in Prozent aus.
Die Einordnung in eine bestimmte Schadenfreiheitsklasse ist von tatsächlich unfallfrei gefahrenen Kalenderjahren abhängig. Für Ihre Versicherung gilt ein unfallfrei gefahrenes Kalenderjahr als schadenfreies Kalenderjahr, wenn sie für das versicherte Fahrzeug keine Leistungen erbringen bzw. keine Rückstellungen bilden musste. Je mehr schadenfreie Jahre Sie haben, je höher die Schadenfreiheitsklasse, desto günstiger Ihr Versicherungsbeitrag.
Eine unverzügliche, vollständige Schadenmeldung ist die beste Voraussetzung für eine schnelle Schadenregulierung. Bei Sachschäden am Fahrzeug sollten Sie kurzfristig in Abstimmung mit Ihrer Versicherung den Schadenumfang begutachten und vor Reparatur des Schadens die Kostenübernahme durch Ihre Versicherung vereinbaren.
Nicht immer lohnt es sich, jeden entstandenen Schaden über Ihre Versicherung regulieren zu lassen.
Wenn Sie jeden kleinen Schaden über Ihre Versicherung regulieren, so kann sich dies für lange Zeit beitragsbelastend auswirken.
Wenn die Haftpflichtversicherung einen gegnerischen Anspruch reguliert, wird oft erst nach Abschluss der Regulierung die Höhe der Ersatzleistung deutlich. Um Ihnen die Möglichkeit der Selbstregulierung zu geben, ist die Versicherung verpflichtet, Sie bei Schadenersatzleistungen unter 500 darüber zu informieren und die Möglichkeit des Schadenrückkaufs anzubieten. Nach dieser Mitteilung haben Sie sechs Monate Zeit, den bereits regulierten Schaden zurückzukaufen.
Eine Rückkaufmöglichkeit eines regulierten Schadens in der Fahrzeugversicherung (Voll- und Teilkasko) ist grundsätzlich nicht gegeben.
Schädiger ist im Sinne der gesetzlichen Haftungsbestimmungen derjenige, der den Schaden verursacht hat. Im Rahmen der Verschuldenshaftung muss dem Schädiger vom Geschädigten bewiesen werden, dass er den Schaden tatsächlich verursacht hat.
siehe: Verschulden
Die Vereinbarung von Selbstbeteiligungen im Rahmen der Fahrzeugversicherung für den Schadenfall ist unter zwei Aspekten zu sehen:
Sie haben mit der Vereinbarung einer Selbstbeteiligung eine direkte Einflussmöglichkeit auf die Höhe Ihres Versicherungsbeitrages.
Es gilt die Regel: Je höher die Selbstbeteiligung, desto geringer der Beitrag. Die Versicherungen bieten unterschiedliche Selbstbeteiligungen bzw. Selbstbeteiligungskombinationen an.
Aufgrund der sozialen Bedeutung der Haftpflichtversicherung, die zum einen das Vermögen des Schädigers vor Schadenersatzansprüchen schützt und zum anderen dem Geschädigten bei berechtigten Ansprüchen eine Ersatzleistung garantiert, erkennt der Gesetzgeber die
Beiträge als Vorsorgeaufwendungen im Rahmen des Sonderausgabenabzuges an. Die Abzugsmöglichkeit gilt grundsätzlich für alle Beiträge zu Haftpflichtversicherungen und damit auch für die Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung.
In § 7 Satz 1 StVG heißt es:
“Wird bei dem Betrieb eines Kraftfahrzeugs ein Mensch getötet, der Körper oder die Gesundheit eines Menschen verletzt, oder eine Sache beschädigt, so ist der Halter des Fahrzeugs verpflichtet, dem Verletzten den daraus entstehenden Schaden zu ersetzen.”
Darüber hinausgehende Schäden, wie z.B. Vermögensschäden sind demnach nicht ersatzpflichtig.
Der Verschuldensgrundsatz des BGB wird hier durch die Gefahr des Betriebs eines Kraftfahrzeugs ersetzt, deshalb spricht man auch von der Gefährdungshaftung oder Haftung ohne Verschulden.
Werden durch ein Ereignis nach § 7 Satz 1 StVG eigene Insassen verletzt oder getötet, so haftet der Halter entsprechend § 12 StVG nur, wenn diese Personen geschäftsmäßig befördert wurden.
Bei unabwendbaren Ereignissen können sich sowohl Fahrzeughalter als auch Fahrer vom Haftungsvorwurf entlasten.
Ein angetrunkener Fußgänger betritt zwischen ordnungsgemäß parkenden Autos die Fahrbahn, stürzt und verletzt sich an einem der abgestellten Fahrzeuge erheblich.
Führt ein Unfall zu einer Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit, so wird für die Dauer der ärztlichen Behandlung Tagegeld gezahlt.
Die Tarifgruppe ist ein subjektives Gefahrenmerkmal zur Tarifierung in der Kraftfahrthaftpflicht- bzw. Fahrzeugversicherung. Ausgehend von der derzeitig ausgeübten Tätigkeit (nicht vom ursprünglich erlernten Beruf) ordnen die Versicherungen Ihre Kunden in eine der 3 Tarifgruppen ein:
Behördenangestellte, Beamte – Tarifgruppe B,
Landwirte (Agrarier) – Tarifgruppe A,
übrige Berufszweige – Tarifgruppe R.
Führt der Unfall innerhalb eines Jahres zum Tode, entsteht Anspruch auf Leistung nach der für den Todesfall vereinbarten Summe. Bei Versicherten unter 14 Jahren beträgt die Leistung für den Todesfall höchstens 5.000 €.
Die Typklasse ist ein objektives Risikomerkmal für die Tarifberechnung in der Kraftfahrthaftpflicht- und Fahrzeugversicherung. Sie vereinigt Art, Aufbau, Hersteller, Typ, Neuwert, Ausstattung, Hubraum, Motorleistung sowie Schadenhäufigkeit des Fahrzeugs. Typklassen und Regionalklassen sind abhängig von statistischen Entwicklungen innerhalb der sie bestimmenden Risikofaktoren und unterliegen daher einem jährlichen Änderungsdienst.
Je niedriger die Typ- bzw. Regionalklasse, desto günstiger der Versicherungsbeitrag. Während es bei den Typklassen in der Regel keine Abweichungen zwischen den Versicherungen gibt, können bei den Regionalklassen die Einstufungen zwischen den Versicherungsunternehmen unterschiedlich sein.
siehe: Straßenverkehrsgesetz
“… durch ein unmittelbar von außen her plötzlich mit mechanischer Gewalt einwirkendes Ereignis …” einen Schaden am versicherten Fahrzeug zur Folge hat. Brems-, Betriebs- und reine Bruchschäden sind keine Unfallschäden.
Führt eine dieser Ursachen zu einem Unfallschaden im Sinne o. g. Definition, dann sind die Folgeschäden durch diesen Unfall über die Fahrzeugvollversicherung gedeckt, nicht aber der verursachende Fahrzeugdefekt.
Durch einen Bruch der Antriebsachse gerät das Fahrzeug außer Kontrolle und prallt gegen einen Baum. Unfallschäden am versicherten Fahrzeug werden ersetzt, nicht aber die gebrochene Antriebsachse.
Sie haben bei Veräußerung Ihres Fahrzeugs die gesetzliche Verpflichtung, dies Ihrer Versicherung unverzüglich mitzuteilen.
Der Käufer tritt automatisch in den bestehenden Versicherungsvertrag (außer Insassen-Unfall) mit allen Rechten und Pflichten ein. Sowohl für den Käufer als auch für die Versicherung ergibt sich daraus ein außerordentliches Kündigungsrecht mit einer Umsetzungsfrist von einem Monat.
Mit der Veräußerung Ihres Fahrzeugs ist die erworbene Schadenfreiheit für Sie nicht verloren. Versichern Sie ein anderes Fahrzeug, das derselben oder niedrigeren Fahrzeuggruppe angehört wie das veräußerte, kann die Schadenfreiheit in Kraftfahrthaftpflicht- und Fahrzeugvollversicherung für das erworbene Fahrzeug übernommen werden.
Auch wenn Sie Ihr veräußertes Fahrzeug nicht durch ein neues ersetzen, kann die Schadenfreiheit auf ein anderes Ihrer Fahrzeuge, z.B. auf den bisher schlechter eingestuften Zweitwagen, angerechnet werden.
Der 1963 gegründete Verein “Verkehrsopferhilfe” (VOH) tritt bei so genannten Fahrerfluchtschäden und Fällen des “Nichtversichertseins” ein.
Finanziert werden diese Leistungen durch den in § 12 PflVersG für die Mitglieder des HUK-Verbandes vorgeschriebenen Entschädigungsfond. Voraussetzung ist, dass das am Unfall beteiligte Fahrzeug des Schädigers nicht ermittelt werden kann und dem Verkehrsopfer gegen den Schädiger bzw. dessen Versicherung Schadenersatzansprüche zustünden, wenn sie bekannt wären.
Eintrittspflicht der VOH ist nicht nur in Fahrerfluchtfällen gegeben, sondern auch, wenn falsche Angaben zur Person gemacht wurden oder ein gefälschtes Kennzeichen benutzt wurde. Außerdem wenn der Geschädigte es fahrlässig unterließ, Kennzeichen und Namen der Beteiligten zu notieren.
Die Höhe der Leistungspflicht unterliegt einigen Einschränkungen, die in § 12 PflVersG beschrieben sind.
Ein Vermögensschaden ist ein Schaden, der weder auf einen Personen- noch auf einen Sachschaden zurückzuführen ist. Man bezeichnet diese Schäden auch als echte Vermögensschäden.
Vermögensschäden, die ursächlich mit einem Personen- oder Sachschaden zusammenhängen, bezeichnet man als unechte Vermögensschäden. Die Regulierung unechter Vermögensschäden durch die Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung erfolgt über die laut Vertrag festgelegten Deckungssummen für Personen- oder Sachschäden.
Ersatzpflichtige Kosten aus Vermögensschäden können sein:
Taxikosten nach “Zuparken”,
Blockieren einer Waschanlage durch Schlüsselverlust.
Ob für die genannten Schadenbeispiele auch Deckung durch die Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung besteht, hängt von der Prüfung der gesamten Umstände des Schadenfalls ab.
Das Verschulden ist im Zivilrecht eine der Grundvoraussetzungen, die einem Schädiger nachgewiesen werden muss, damit er für einen von ihm verursachten Schaden eintreten muss. Eine Ausnahme bildet hier die Gefährdungshaftung; hier haftet der Schädiger ohne Verschulden allein aus dem Besitz einer Sache (in der Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung aus dem Halten eines Fahrzeugs).
Der Gesetzgeber unterscheidet das Verschulden aus Vorsatz oder Fahrlässigkeit.
Grundsätzlich haftet jeder Bürger in Deutschland nach den allgemeinen zivilrechtlichen Grundsätzen des Bürgerlichen Gesetzbuches BGB. Die Haftung nach § 823 Absatz 1 setzt für die Haftung und damit für die Schadenersatzpflicht Verschulden voraus; deshalb spricht man von Verschuldenshaftung.
In § 823 werden Tatbestände beschrieben, die eine Schadenersatzpflicht aus dem Verschulden heraus zur Folge haben. Diese sind:
Rechtsgutverletzung,
Widerrechtlichkeit,
adäquater Kausalzusammenhang,
Es gibt viele Anlässe und Gelegenheiten, das Versicherungsunternehmen zu wechseln, so z.B.:
Kündigung zum Vertragsablauf,
Kündigung nach Schaden,
Wiederanmeldung nach Stilllegung.
Grundlage für die Risikoeinstufung sind in erster Linie die Angaben im Versicherungsantrag. Darüber hinaus hat der “neue” Versicherer die Möglichkeit einer so genannten Vorversichereranfrage. Diese Anfrage verschafft Erkenntnisse über
aktuelle Schadenfreiheit,
Schadenverlauf im letzten Jahr.
Neben dem Versicherungsnehmer als Vertragspartner sind auch Halter, Eigentümer und Fahrer des im Versicherungsvertrag bezeichneten Kraftfahrzeugs mitversichert. Der Halter des Fahrzeuges wird im Kraftfahrzeugschein dokumentiert. Der Eigentümer hat die rechtliche Verfügungsgewalt, er wird namentlich im Kraftfahrzeugbrief bezeichnet.
Fahrer im Sinne des Versicherungsvertrages ist der berechtigte Fahrzeugführer. Er übt die tatsächliche Verfügungsgewalt über das Fahrzeug zum Zeitpunkt eines Schadenereignisses aus.
Darüber hinaus sind im beruflichen Bereich weitere Personen mitversichert: Beifahrer, Omnibusschaffner, Arbeitgeber, Dienstherr (mit Zustimmung des Versicherungsnehmers).
Alle versicherten Personen können ihre Versicherungsansprüche selbstständig geltend machen.
In der Insassenunfallversicherung sind versicherte Personen
“… die berechtigten Insassen des im Vertrag bezeichneten Fahrzeugs ….”
Der vorläufige Versicherungsschutz (vorläufige Deckung) für die Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung besteht ab dem Tag der Zulassung. Da Sie die dafür notwendige Versicherungsbestätigung bei der Zulassung des Fahrzeugs vorlegen müssen, ist jedes Fahrzeug nach der Zulassung haftpflichtversichert.
Für die anderen Kraftfahrtversicherungsarten besteht dieser gesetzlich vorgeschriebene Automatismus nicht. Wenn Sie hierfür die vorläufige Deckung wünschen, so muss diese gesondert beantragt werden. Sie kann ab Tag der Zulassung oder für einen späteren Termin vereinbart werden.
Der eigentliche Versicherungsschutz beginnt mit der Einlösung des Versicherungsscheines durch Zahlung des Beitrages mit dem Tag des vereinbarten Versicherungsbeginns. Zahlen Sie den Erstbeitrag nicht innerhalb von zwei Wochen nach Erhalt des Versicherungsscheines, erlischt auch die vorläufige Deckung rückwirkend.
Der Versicherungsfall ist das Ereignis, das einen Schaden zur Folge hat, der objektiv unter
die Haftung Ihrer Versicherung fällt. Allerdings müssen Sie als Versicherter jeweils vor, aber auch nach dem Versicherungsfall einige Obliegenheiten beachten und einhalten.
Der Versicherungsnehmer (VN) ist der Vertragspartner des Versicherungsunternehmens (VU) für einen abgeschlossenen Versicherungsvertrag. Das VU übernimmt die Gefahrtragung hinsichtlich der Übernahme des vereinbarten Risikos. Als Gegenleistung hat der VN in erster Linie die Prämienzahlungspflicht. Auch für die Änderungen oder Kündigung von Verträgen ist der VN der einzige Partner des VU.
siehe: Pflichtversicherungsgesetz
Ihre Beiträge als Versicherungsnehmer einschließlich sonstiger von Ihrer Versicherung erhobenen Gebühren unterliegen der Versicherungssteuer, einer öffentlich-rechtlichen Abgabe, ähnlich der Umsatzsteuer beim Verkauf von Waren. In der Kraftfahrtversicherung beträgt sie 16 %.
Die Kraftfahrtversicherungen in Deutschland bieten verschiedene Versicherungssummen bzw. Summenkombinationen für die Haftpflichtversicherung an. Einheitlich für alle Versicherungen sind die Mindestdeckungssummen. Sie sind im Pflichtversicherungsgesetz festgeschrieben und dienen der Grundabsicherung. Neben den Mindestversicherungssummen gibt es die so genannte unbegrenzte Deckung:
8 Mio. € je verletzte oder getötete Person, Sachschäden und Vermögensschäden in voller Höhe. Nur im Rahmen der unbegrenzten Deckung können Schädiger und Geschädigter sicher sein, dass jeder entstandene und ersatzpflichtige Schaden, falls er versichert ist, auch in vollem Umfang reguliert wird.
Das Versicherungsvertragsgesetz (VVG) ist die wichtigste Rechtsgrundlage für den Versicherungsvertrag im Allgemeinen. Es geht als Spezialgesetz den allgemeinen Rechtsvorschriften vor und ergänzt sie.
den allgemeinen Teil für sämtliche Versicherungszweige,
den Vorschriften für die gesamte Schadenversicherung,
den Vorschriften zu einzelnen Schadenversicherung wie Feuer, Hagel, Tier, Transport, Haftpflicht und Rechtsschutz,
den Vorschriften zu den Personenversicherung wie Lebensversicherung, Krankenversicherung und Unfallversicherung.
|Stand: 31.03.2009| ]

References: § 5

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 § 10
 § 276
 § 12
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 § 2
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 § 7
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