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Perfekte Facebook-Taufe - PDF
Perfekte Facebook-Taufe
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1 07/2011 September 2011 D 9,50 CH 17,75 sfr A 10,00 L/B 10,00 NL 10,00 Johannes W.Klinger_gründete 1996 die E-Commerce-Plattform Websale. Im e-commerce Magazin spricht er über 15 Jahre Entwicklung und Betrieb von Cloud-Shopsystemen in Deutschland. Eine Publikation der WIN-Verlag GmbH & Co. KG Special Onlinerecht Perfekte Facebook-Taufe Lead-Generierung E-Couponing: Welche Tools führen zu nachhaltigen Leads? Social Commerce & SEO/SEM Wie Location Based Social Networks den Handel beflügeln Sicherheit Guidelines für Web-2.0- Akti vitäten bei KMUs
2 Shouldn t you be demanding more from your SSL solution than just encryption? The world s leading SSL now gives you even more protection. VeriSign SSL, now from Symantec, includes more than just industry-leading authentication and encryption. You can add a daily website malware scan for increased protection. You can make your customers feel more protected and generate more site traffic by displaying the VeriSign seal in search results. All at no extra cost. Chosen by over 93 percent of the Fortune 500, VeriSign SSL is setting a whole new standard for online security and trust. See for yourself with a 30-day free trial at verisign.com/ssl/free-30day-trial Copyright 2011 Symantec Corporation. All rights reserved. Symantec, the Symantec Logo, and the Checkmark Logo are trademarks or registered trademarks of Symantec Corporation or its affiliates in the U.S. and other countries. VeriSign, VeriSign Trust, and other related marks are the trademarks or registered trademarks of VeriSign, Inc. or its affiliates or subsidiaries in the U.S. and other countries and licensed to Symantec Corporation. Other names may be trademarks of their respective owners
3 E D I T O R I A L SCHNELLER MEHR VERKAUFEN. Messen-Herbst dmexco, Mail Order World, Versandhandelskongress, Oktoberfest und gefärbte Blätter: kein Wunder, dass der Herbst als die bunte Jahreszeit gilt. Und um Ihnen, liebe Leser, den Herbst so spannend wie möglich zu gestalten, haben wir wieder ein buntes Potpourri an Themen für Sie zusammengestellt. Viel Spaß damit! Ihre Dunja Koelwel, Chefredakteurin e-commerce-magazin Szene KEEP ON TOP 04 Interview mit Websale Special DISCUSS INNOVATIONS ONLINE-RECHT 08 Rechtliche Fragen bei Facebook-Account-Namen 10 BGH entscheidet über Keyword Advertising 12 Wie werden die neuen Cookie-Gesetze? 14 Produkte & News MAIL ORDER WORLD HALLE 1 STAND 108 Marketing MEET THE COMMUNITY LEAD-GENERIERUNG & TARGETING 16 E-Couponing als Tool zur Lead-Generierung 20 Datenqualität & CRM: Die beiden Unzertrennlichen 22 Experten geben Tipps zur Generierung von Leads 24 Produkte & News Sales MAKE PROFIT SOCIAL COMMERCE & SEO_SEM 26 Location Based Social Networks als Treiber für den stationären Handel 28 Foursquare als Marketingtool 30 Plädoyer für Facebook-Shops 32 Kritikpunkte eines Facebook-Shops 34 Fallbeispiel: Facebook-Shop für Kahla-Porzellan 36 Produkte & News STEIGERN SIE SCHNELL UND EINFACH IHREN UMSATZ. Mit plentymarkets nutzen Sie die ganze Power des Multi-Channel-Vertriebs. Ein System für alle Prozesse des Online-Handels. Infrastruktur UPGRADE YOUR BUSINESS SICHERHEIT 40 Externe & interne Risiken für KMUs im Web Aktuelle Sicherheitsgefahren: Cloud & Mobile Management OPTIMIZE YOUR STRATEGY 44 Was macht eigentlich das neue Institut für Internet und Gesellschaft in Berlin? Rubriken 03 Editorial 38 E-Commerce-Markt: Anbieter/Dienstleister 46 Vorschau und erwähnte Firmen 46 Impressum, Inkasso DAS E-COMMERCE MAGAZIN_8/2011 ERSCHEINT AM 21. OKTOBER Die clevere ecommerce Komplettlösung
4 Szene KEEP ON TOP INTERVIEW Ein einfaches Mittel gegen Cybercrime? Shop-Updates! von Dunja Koelwel Vor 15 Jahren hat Johannes W. Klinger die Shop-Plattform Websale gegründet. Die Entwicklung des Unternehmens spiegelt genau die Weiterentwicklung des kommerziellen Internets wider: bedachtsame Euphorie, kontinuierlich wachsende Zahlen und nach wie vor die Neugier auf nächste Schritte. ecm: Websale besteht nun seit 15 Jahren. Was hat sich Ihrer Auffassung nach in dieser Zeit am meisten im E-Commerce verändert? Johannes W. Klinger: Heute macht der Online-Verkauf deutlich mehr als die Hälfte des gesamten Versandhandelsgeschäfts aus war der Anteil des E- Commerce noch kaum messbar. Parallel zu diesem Erfolg sind natürlich die Ansprüche der Käufer und der Händler an Shopsysteme enorm gestiegen, sei es bei Funktionalitäten, Design, Geschwindigkeit, Auffindbarkeit in Suchmaschinen, Zahlungsarten, Betriebszuverlässigkeit oder Integrationstiefe in nachgelagerte Systeme konnte sich ein Händler mit Besuchern und 50 Verkäufen im Monat schon als überdurchschnittlich erfolgreich bezeichnen. Heute sind Besucher und Bestellungen keine Seltenheit, und der Trend zeigt Johannes W. Klinger_ Gründer und Vorstandsvorsitzender der Shop-Plattform Websale. ungebrochen nach oben. Für uns als Spezialisten für Shopentwicklung und Shopbetrieb bedeutet dies, permanent neue Konzepte und Lösungen für neue und bessere Software zu erstellen und unsere Servercloud ebenso regelmäßig auszubauen. Alle Updates des Websale-Shopsystems werden laufend für alle unsere Versandhändler installiert. Möglich ist das nur, weil wir uns bereits 1996 ein Cloud- Computing-Konzept ausgedacht haben, das wir seither einsetzen, auch wenn wir es damals noch nicht so nannten. Das heißt, die Software für alle Kundenshops läuft auf unseren Servern, und wir spielen die Updates im unterbrechungsfreien Betrieb ein. Mit Neuinstallationen, Updates und Tests, die auch bei Kauf- und Open- Source-Software mehr oder minder regelmäßig anfallen sollten, müssen sich unsere Kunden also nicht belasten. ecm: Websale unterstützt seine Kunden auch bei internationaler Ausrichtung. Welche drei wichtigsten Punkte sollte ein Online-Händler bedenken, bevor er über eine Internationalisierung nachdenkt? Johannes W. Klinger: Erstens sollte er prüfen, ob sein Sortiment zum Zielmarkt passt. Bei Mode oder Designprodukten haben Kunden in Frankreich einen anderen Geschmack als in Deutschland. Damit hängen auch rechtliche Fragen zusammen: Ein Weinversender muss klären, wie der Verkauf von Alkohol im Zielland gesetzlich geregelt ist. Zweitens sollte er Arbeitsaufwand und Sprachkenntnisse für die Betreuung anderssprachiger Kunden berücksichtigen, etwa bei der Beantwortung von Anfragen. Nur ein Shop, bei dem auch der Service dahinter stimmt, wird wirklich erfolgreich werden. Drittens sollte er neben weltweit gültigen Zahlungsarten wie Kreditkarten und Paypal auch landesübliche Vorlieben beachten. Es gibt in etlichen Ländern spezielle Zahlungsarten, die bei den dortigen Kunden eine hohe Verbreitung und Akzeptanz haben, beispielsweise ideal in Holland. ecm: In der Ausgabe 3 des e-commerce Magazins 2011 haben wir darüber berichtet, wie auch zunehmend Onlineshops DDoS-Attacken ausgesetzt sind. Warum werden zunehmend Shops angegriffen? Wer steckt dahinter? Wie können sich Unternehmen schützen? Johannes W. Klinger: Viele Onlineshops sind leichte Ziele, weil sie selten oder gar nicht upgedatet werden. Kriminelle Kreise kennen die Schwachstellen in Shopsoftware teilweise sehr gut, insbesondere aufgrund der laufenden Veröffentlichung des korrigierten Quellcodes bei Open- Source-Shops. Die Täter, das sind Einzelpersonen oder Beihelfer krimineller Strukturen, können ebenso gut irgendwo auf der Welt sitzen wie mitten in Deutschland. Sie zu verfolgen, ist schwierig, weil die Botnetze, die für DDoS-Angriffe benutzt werden, aus Tausenden von Rechnern bestehen können, die auf der ganzen Welt verstreut sind. Wir setzen zum Schutz gegen DDoS-Attacken eine speziell dafür angeschaffte Kombination aus Hardware und Software ein, die ihre Wirksamkeit bereits bei einem Angriff bewie- 4 PUBLIREPORTAGE e-commerce-magazin 07/11
5 sen hat. Diese Lösung erforderte eine Investition im sechsstelligen Bereich und laufende Nachinvestitionen, aber letztlich bietet nur so ein System einen effektiven DDoS-Schutz. Die Shops unserer Kunden sind aufgrund unseres Software-as-a- Service-Konzepts aus Shoplösung und geschütztem Serverbetrieb also bestmöglich abgesichert. sen Vorgaben mit Datenfeeds unterstützen und umso erfolgreicher wird der Shop verkaufen. Denn bei einer Herangehensweise aus der Sicht von Vertrieb und Marketing stehen strategische Aspekte des Shops im Vordergrund: Verkaufserfolg, Marketingleistungen, Suchmaschinenoptimierung, Produktpräsentation, Benutzerfreundlichkeit und eben Datenqualität. Je größer die Anzahl der Produkte ist, desto mehr Arbeit bedeutet es, die Daten konsistent und vollständig zu halten und auch die Inhalte, zum Beispiel Produktbeschreibungen oder Produktnamen, stets käuferund suchmaschinenoptimal darzustellen. Diese Dinge sind Qualitätsmerkmale für den Online-Vertrieb. Sie sollten daher von der Geschäftsleitung als wichtige Aufgabe identifiziert werden und entsprechende Priorität im Unternehmen bekommen. Dies ist häufig aber nicht der Fall. Ein Beispiel dazu: Ohne Vorgaben zu den Produktbeschreibungen werden diese oft rein technisch aus der Warenwirtschaft in den Shop übernommen für die IT ein erfolgreiches Projekt. Aber häufig sind dann wenig aussagekräftige Texte ohne Keywords oder gar die Produktbeschreibungen eines Herstellers online. Beides ist, was Suchmaschinen betrifft, negativ. Im ersten Fall, weil der Text zu unspezifisch ist, im anderen, weil er in Sachen Ranking in der Suchmaschine in direkter Konkurrenz zum Hersteller und sämtlichen Mitbewerbern steht, die denselben Text verwenden. Die Grundidee von Websale bestand von Anfang an darin, eine Plattform zu schaffen, die jeden Mitarbeiter unserer Kunden optimal in seiner Kernaufgabe unterstützt. Für Versandhändler ist es unserer Erfahrung nach am besten, die IT-Abteilung für das Zusammenspiel zwischen Warenwirtschaft und Shop verantwortlich zu machen und die Warenwirtschaft erweitern zu lassen, um vertrieblich benötigte Felder und Verknüpfungen zu erhalten. Unsere Shoplösung unterstützt die IT bei dieser Aufgabe mit flexiblen Schnittstellen. Um eine erfolgreiche Filiale einzurichten, brauchen Sie das Know-how vieler Experten, etwa Architekten, Innenausstatter, Elektriker. In der E-Commerce-Praxis verlangt die Geschäftsleitung leider oft, dass der IT-Verantwortliche Experte für alles ist, auch wenn es um Marketing- oder Vertriebsaufgaben geht. ecm: Derzeit wird viel darüber geschrieben, wie sich die Kundenbindung durch Facebook, Xing und Twitter erhöhen lässt. Man hat den Eindruck, kein Unternehmen kommt mehr an einer Social-Strategie vorbei. Ist das wirklich so? Wird dieser Trend bleiben? Johannes W. Klinger: Es gibt schon gewisse Möglichkeiten, wenn Versender, die Social Media zur Verkaufsförderung nutzen wollen, die Regeln der sozialen Netzwerke kennen und beachten und diesen Netzwerken auch die notwendigen, durchaus erheblichen Personal- und Zeitressourcen geben. Wenn man Social Media nämlich nur halbherzig betreibt und nicht oder zu spät auf Anfragen oder Kritik reagiert, ist das kontraproduktiv oder gar imageschädigend. Stehen zu wenige Ressourcen zur Verfügung, sollte man den Aufwand eher in den allgemeinen Kundenservice, die Datenqualität oder kreative Newsletter investieren. Dabei ist auch zu beachten, dass Trends eben nur Trends, also zeitlich begrenzt wirksam sind. Langfristig wichtig sind die Megatrends, um die oft weniger Hype betrieben wird, die aber wirklich fundamentale, nachhaltig umsatzrelevante Änderungen mit sich bringen. Aktuell sehen wir drei Megatrends im E-Commerce: die Designund Usability-Revolution durch HTML5, Internationalisierung und Mobile Shops. ecm: Ein Schwerpunkt dieser Ausgabe beschäftigt sich mit dem Thema Datenqualität. Warum ist dieses Thema immer noch so wichtig? Fachmedien predigen doch seit Jahren, dass sich Unternehmen um einen guten Datenbestand bemühen sollen. Was läuft hier immer noch falsch und wie kann man Irrläufer etwas eindämmen? Johannes W. Klinger: Unserer Erfahrung nach liegt der Hintergrund hauptsächlich in einer Herangehensweise, die den Online-Vertrieb in erster Linie als IT- und nicht als Vertriebsthema begreift. Damit bürdet man der IT eine Verantwortung für Themen auf, denen sie nur schwer gerecht werden kann. Die Aufgabe der IT ist es, dafür zu sorgen, dass vorhandene Daten online gestellt werden. Die Qualität der Daten zu sichern, müsste dagegen bereits in der Vorphase Aufgabe des Vertriebs sein. Um eine erfolgreiche Filiale einzurichten, brauchen Sie das Know-how vieler Experten, etwa Architekten, Inneneinrichter, Elektriker. In der E-Commerce- Praxis verlangt aber die Geschäftsleitung leider oft, dass der IT-Verantwortliche Experte für alles ist, auch wenn es um Marketing- oder Vertriebsaufgaben geht. Je früher man aber das Marketing mit einbezieht, desto besser kann die IT des- Marketing und Vertrieb wiederum können vollen Einfluss auf Datenqualität, Aussehen, Inhalte und Produktpräsentation des Shops nehmen. Das unterstützen wir durch die große Gestaltungsfreiheit, die Designer auf der Websale-Plattform haben, und eine ständig wachsende Zahl von Funktionalitäten und Darstellungsmöglichkeiten. Wichtig sind auch frühzeitige Überlegungen zu künftigen Expansionen ob Mobile Commerce, Internationalisierung, Ausweitung der Produktgruppen oder einfach eine Steigerung der Verkäufe. So können rechtzeitig die Shoplösung und dazu passende Serversysteme gesucht werden, die langfristig die Anforderungen an Betriebsqualität, Updating, Support, Funktionen usw. erfüllen, und die dafür benötigten Daten und Ressourcen lassen sich frühzeitig anlegen und im Haus abstimmen. 07/11 e-commerce-magazin PUBLIREPORTAGE 5
6 Szene ADVERTORIAL Kundenverhalten analysieren und auswerten Xerox generiert zusätzliche Bestellungen durch präzise Nutzeranalysen: Mit einer neuen E-Commerce-Lösung analysiert Xerox das Kundenverhalten, um alle Arten von Online-Käufern anzusprechen. Gleichzeitig vereinfacht das Unternehmen den Bestellvorgang. Die Online-Handelsplattform Xerox Direct. Das Prinzip Bürobedarf angeschaut, immer Empfehlungen zu Bürobedarf erhalten reicht im Online-Handel nicht mehr aus. Personalisierungs- und Empfehlungsstrategien zählen zu den entscheidenden Instrumenten, mit denen sich Online-Händler einen Geschäftsvorteil verschaffen. Denn sie verbessern Kundenbindung und -loyalität, reduzieren abgebrochene Kaufprozesse und bewirken mehr Spontaneinkäufe. Neue Online-Handelsplattform statt Einzelanpassungen Diese Vorzüge wollte auch Xerox für sich nutzen und seinen Online-Auftritt rundum erneuern. Denn Xerox Direct (XD), die firmeneigene Verkaufsplattform im Internet, passte über die Jahre immer weniger zu den Anforderungen von Xerox und es entstanden zunehmend höhere Kosten. So plante das Unternehmen, keine Einzelanpassungen vorzunehmen, sondern eine neue Lösung einzuführen. Xerox Direct entschied sich für die En finity Suite von Intershop, um die neuen Anforderungen konsequent bis ins Back-End umzusetzen. Beispielsweise war die neue Suchmaschinenoptimierung für Xerox wichtig, um prägnante URLs zu erzeugen und sowohl mit Suchmaschinen wie Google als auch über Produkt-Suchmaschinen schnell auffindbar zu sein. So bewährt sich die neue Suchmaschinenoptimierung auch, wenn der Online-Shop umstrukturiert wird. Das Projektteam führte die neue Lösung innerhalb der finanziellen Vorgaben und, wie geplant, in vier Monaten ein. Den Nutzerkomfort verbessern Mittels eines Analysepakets lassen sich die Klickraten unkompliziert messen und so Aussagen über das Informations- und Kaufverhalten der Kunden treffen. So überblickt Xerox jederzeit die Entwicklung des Online-Shops und ist bei Bedarf schnell handlungsfähig. Auf diese Weise bereits gewonnene Erkenntnisse haben sich in einem klar strukturierten Seitenaufbau niedergeschlagen. So wurden ein One- Page-Check-Out und ein intuitives Navigationstool eingeführt, damit sich Besucher schneller zurechtfinden. Dazu trägt auch die Advanced-Search bei, die auf der FactFinder-Technologie von Omikron basiert. Gibt ein Kunde im Suchfeld eine Produktbezeichnung ein, wird das passende Ergebnis angezeigt auch bei Tippfehlern, falscher Rechtschreibung oder wenn eine andere Schreibweise hinterlegt ist. Die Lösung zahlt sich aus Xerox verzeichnet seit der Umstellung auf die neue E-Commerce-Lösung deutlich bessere Resultate. So ist der durchschnittliche Bestellwert um 27 Prozent gestiegen, der Order Attachement Value (der zusätzlich zum gesuchten Produkt generierte Bestellwert aufgrund von Produktempfehlungen) um 69 Prozent. Die Order Attachement Rate (die aufgrund von Produktempfehlungen zusätzlich generierte Bestellrate) verbesserte sich um 97 Prozent. Diese Ergebnisse belegen: Die Lösung hat sich für Xerox bereits ausgezahlt. Intershop Communications AG Intershop Tower Jena, Tel.: / HILFREICHE LINKS Weitere Fallbeispiele: Der Online-Shop von Xerox: Details zum Fallbeispiel: 6 ADVERTORIAL e-commerce-magazin 07/11
7 Geschäftskunden Zalando vertraut ø Mehr über Kommunikationslösungen für Unternehmen unter o2business.de oder
8 Special DISCUSS INNOVATIONS ONLINERECHT Vorsicht bei der Taufe: Falsche Namen machen Ärger von RA Jan Lennart Müller Je beliebter Facebook bei Firmen und Privatpersonen wird, desto mehr rücken auch rechtliche Belange ins Rampenlicht: Was muss bei der Wahl eines Facebook-Accounts rechtlich beachtet werden? Und was kann man tun, wenn eigene Rechte verletzt wurden? Rechtsanwalt Jan Lennart Müller_ ist in der IT-Recht Kanzlei München beschäftigt. Seine Schwerpunkte sind das IT-, Wettbewerbsund Urheberrecht. Knapp 20 Millionen Deutsche nutzen das Online-Netzwerk Facebook. Jedes Mitglied egal ob Privatperson oder Unternehmen kann eine eigene Profilseite, mit (s)einem Namen anlegen. Doch es gilt auch hier, einige rechtliche Aspekte zu berücksichtigen. > WORUM GEHT ES BEI FACEBOOK-IDS EIGENTLICH? Zwar können auf Facebook beliebig viele gleichnamige Profile angelegt werden, jedoch lässt sich die Subdomain nur einmal vergeben. Hierbei verhält es sich so, dass ein Facebook-Nutzer auf Antrag einen Nutzernamen (=Subdomain com/firmenname) registrieren lassen kann, sobald dieser 25 Fans auf seinem Profil hat. Bei Vergabe der Subdomain tritt Exklusivität ein, da nur noch dieser eine Nutzer die Subdomain nutzen kann. Diese Subdomains sind daher ein kostbares Gut und werden gerne von unbefugten Personen registriert. Viele Unternehmen müssen feststellen, dass die von ihnen begehrten IDs nicht mehr verfügbar sind, weil ihnen findige Internetnutzer zuvor gekommen sind. Die Vorteile einer solchen Adresse liegen auf der Hand: Zum einen ist sie kürzer als die herkömmliche Profiladresse (die sich hinter einer Zahlen-ID verbirgt) und zum anderen ermöglicht der Name auch ein besseres Suchmaschinen- Ranking. Dieses Phänomen der Regis trierung von Profilen und Nutzernamen auf Facebook und anderen Social Networks erinnert an die Fälle des Domain Grabbing; hierbei reservieren sich Personen Internetadressen mit Firmen-, Marken- oder Namensbestandteilen, um sie im zeitlichen Nachgang an den jeweiligen Firmen-, Marken- oder Namensträger wieder zu verkaufen. Grundsätzlich gilt wie im Bereich der Domainnamen-Registrierung das Prinzip first come, first served. Dieser Grundsatz erfährt jedoch dort Durchbrechungen, wo der Registrierende gegen Wettbewerbs-, Marken-, Firmen- oder Namensrechte verstößt. Betroffene Unternehmen sind nicht schutzlos gestellt, ihnen stehen unter anderem Unterlassungsansprüche zur Seite, um ihre berechtigten Interessen durchzusetzen. Im Einzelnen muss der registrierende Nutzer eines Profils, etwa eines Nutzernamens auf Facebook, folgende rechtliche Vorgaben beachten, möchte er eine kostspielige rechtliche Auseinandersetzung verhindern: 1. Markenrecht: Bei Marken und geschäftlichen Bezeichnungen gewähren die 14, 15 MarkenG einen Schutz vor der Verwendung von identischen oder ähnlichen Kennzeichen, ferner kommt ein Schutz im Falle der Gefahr von Verwechslungen der Zeichen in Betracht. Voraussetzung für markenrechtliche Ansprüche ist allerdings, dass die Nutzung im geschäftlichen Verkehr erfolgt, dies ist nicht per se gegeben, da zahlreiche IDs von privaten Personen zu privaten Zwecken verwendet werden. 2. Wettbewerbsrecht: Weiter können wettbewerbsrechtliche Ansprüche aus dem UWG eingreifen, wenn der Nutzer durch die Verwendung der Facebook-ID Internetnutzer in relevanter Weise irreführt. In Betracht kommt zudem eine unlautere gezielte Behinderung, wenn die Facebook-ID lediglich zum Zweck registriert wird, den Mitbewerber an der Verwendung der ID zu hindern. Voraussetzung eines wettbewerbsrechtlichen Anspruchs ist allerdings ein konkretes Wettbewerbsverhältnis zwischen dem Nutzer der ID und dem Berechtigten. 3. Namensrecht: Die registrierenden Facebook-Nutzer müssen zudem das Namensrecht gemäß 12 BGB beachten, hiernach ist eine Namensanmaßung nicht gestattet. Diese liegt vor, wenn ein anderer unbefugt den gleichen Namen gebraucht und hierdurch Grundsätzlich gilt bei Facebook-Accounts das Prinzip fi rst come, fi rst served. Dieser Grundsatz erfährt jedoch dann Durchbrechungen, wenn der Registrierende gegen Rechte Dritter verstößt. eine Zuordnungsverwirrung ausgelöst wird, die schutzwürdige Interessen des Namensträgers verletzt. 4. Firmenrecht: Benutzt jemand einen Firmennamen als Facebook-Profil beziehungsweise Nutzername, kommt als weiterer Anspruch 37 Abs. 2 HGB in Betracht. Die Relevanz dieser Vorschrift war bislang überschaubar. 8 e-commerce-magazin 07/11
9 5. Facebook-Nutzungsbedingungen: Ganz unabhängig von den genannten gesetzlichen Ansprüchen verstößt derjenige Nutzer, der sich eines unberechtigten Profils beziehungsweise Nutzernamens bedient, eventuell gegen Facebook-Regeln. Neben Fake-Accounts verbietet Facebook auch die Nutzung von Sonderzeichen oder Gattungsbegriffen (Beispiel: facebook.com/computer). Es drohen somit auch Konsequenzen durch Facebook selbst (zum Beispiel das Löschen des Accounts). > WIE KANN ICH ALS VERLETZTER REAGIEREN? Sieht der Betroffene seine Rechte verletzt, so stehen ihm zwei Möglichkeiten offen: Das direkte Vorgehen gegen den Facebook-Account-Inhaber oder aber ein indirektes Vorgehen über eine Meldung der Rechtsverletzung an den Netzwerkbetreiber Facebook. 1. Vorgehen gegen den Verursacher (= Account-Inhaber): Der Betroffene könnte mittels der unter Punkt II aufgezeigten Ansprüche gegen den Facebook-Account-Nutzer vorgehen. Problematisch ist allerdings, dass oftmals nicht die Identität des Nutzers in Erfahrung gebracht werden kann, der die ID geklaut hat, da in der Mehrzahl der Fälle kein ordnungsgemäßes Impressum vorgehalten wird. 2. Vorgehen über Facebook: Das Vorgehen über Facebook hat einen Vorteil: Es entfällt eine komplizierte Ermittlung des verantwortlichen Account-Inhabers. Darüber hinaus hat Facebook kein Interesse an der Unterhaltung von rechtsverletzenden Facebook-Accounts, da das Netzwerk ein erhebliches finanzielles Interesse daran hat, seinen Business-Kunden ein seriöses Umfeld auf Facebook zu bieten. Der Nachteil dieses Vorgehens besteht darin, dass eine gewisse Zeit vergehen kann, bis eine Reaktion seitens Facebook erfolgt. Andererseits kann dieser Weg beschritten werden, ohne sich einem Kostenrisiko auszusetzen. Ein Ausnahmefall lag kürzlich einer Entscheidung des Kammergerichts Berlin zugrunde (Urteil vom , Az.: 5 W 71/11). Der Eigentümer eines historischen Gebäudes stellte eine Seite auf Facebook, mit der er für die Nutzung des Gebäudes für Events warb. In diesem Gebäude befand sich früher ein berühmtes Stummfilmkino; der Markenname des Kinos wurde jedoch später vom Gebäude gelöst und durch ein anderes Kino weitergeführt. Hier erlaubte das Gericht dem Eigentümer des Gebäudes, dieses unter dem alten Namen zu bewerben, da dies im historischen Kontext zu rechtfertigen sei und der Eigentümer überdies kein neues Kino im Gebäude betrieb. Das Gericht führte aus: Die Verwendung eines verwechslungsfähigen Namens eines Kinos für ein historisch bedeutsames und architektonisch schutzwürdiges Gebäude kann kennzeichenrechtlich hinzunehmen sein, wenn in dem Gebäude früher unter dieser Bezeichnung ein bekanntes ehema liges Stummfilmkino betrieben wurde, aus dem Zusammenhang des Gebrauchs dieses Namens das Gebäude als ein solches ehemaliges Stummfilmkino erkennbar bleibt und in dem Gebäude nicht der Betrieb eines Kinos mit (aktuellen) Tonfilmen aufgenommen wird. Ferner argumentierte das KG Berlin: Hinsichtlich der Angaben der Nutzerkonten [...] auf den Netzwerk- Plattformen ist davon auszugehen, dass damit die Örtlichkeit selbst in ihren historischen und architektonischen Bezügen bezeichnet werden soll. Dies muss der Antragsgegnerin nach wie vor erlaubt sein. Diese Entscheidung ist jedoch atypisch. Grundsätzlich gilt auch auf Facebook: Wählt ein Nutzer einen Namen als Profil-URL oder Nutzernamen auf Facebook aus, der gegen Marken-, Firmen-, Wettbewerbs- oder Bürgerliches Recht verstößt, so drohen kostenpflichtige Abmahnungen mit Unterlassungs- und Schadensersatzansprüchen. > FAZIT Auf Facebook gilt also: Vorsicht bei der Taufe! Wer Account-Namen mit fremden Federn schmückt, könnte eine unliebsame Überraschung erleben. Viele Unternehmen haben sich noch nicht ihr Profil oder Nutzernamen auf Facebook gesichert; es ist eine Frage der Zeit, bis die ersten Streitigkeiten um Facebook-IDs die Gerichte beschäftigen werden. Quelle: Fotolia/Fiber optics Péter Mács
10 Special DISCUSS INNOVATIONS ONLINERECHT Keyword Advertising Buchung Marken Dritter zulässig von RA Claus Volke Der BGH hat im Januar diesen Jahres das Urteil über die Zulässigkeit des Buchens fremder Marken als Keyword gefällt. Die Entscheidungsgründe wurden aber erst vor kurzem veröffentlicht und beantworten Fragen, die nun seit über sechs Jahren offen waren, überraschend deutlich. Claus Volke_ ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Informationstechnologierecht und gewerblichen Rechtsschutz und Lehrbeauftragter für IT- Recht. Er ist Inhaber der Kanzlei volke2.0. Seit Jahren war vor deutschen Gerichten die Frage umstritten: Kann ein Unternehmer die Marke eines Dritten, im Regelfall die eines Wettbewerbers, bei Google als Keyword angeben und buchen, so dass bei der Eingabe dieser Marke als Suchbegriff durch den Internet user neben den Suchergebnissen (beziehungsweise über diesen) AdWords- Anzeigen für den Unternehmer und des Internetangebots erscheinen? Auch zwei Unternehmen, die über Onlineshops Waren verkauften, stritten um diese Frage über drei Instanzen und beschäftigen sogar den Europäischen Gerichtshof. > URTEIL Mit der Entscheidung (Urteil vom 13. Januar 2011, Az.: I ZR 125/07) stellt der Bundesgerichthof nunmehr abschließend Kriterien auf, die Klarheit schaffen. So äußert das Gericht: Gibt ein Dritter ein mit einer Marke identisches Zeichen ohne Zustimmung des Markeninhabers einem Suchmaschinenbetreiber gegenüber als Schlüsselwort an, damit bei Eingabe des mit der Marke identischen Zeichens als Suchwort in die Suchmaschine ein absatzfördernder elektronischer Verweis (Link) zur Website des Dritten als Werbung für der Gattung nach identischer Waren oder Dienstleistungen in einem von der Trefferliste räumlich getrennten entsprechenden gekennzeichneten Werbeblog erscheint (AdWords-Werbung), liegt darin keine Benutzung der fremden Marke im Sinne von Art. 5 Abs. 1 Satz 2 Buchst. a MarkenRL, 14 Abs. 2 Nr. 1 MarkenG, wenn die Anzeige selbst weder das Zeichen noch sonst einen Hinweis auf den Markeninhaber oder auf die von diesem angebotenen Produkte enthält, der angegebene Domainname vielmehr auf eine andere betriebliche Herkunft hinweist. Die Richter machen deutlich, dass bereits die Darstellung in Internetsuchmaschinen wesentliches Merkmal der Beurteilung ist. Durch die räumliche Trennung der beiden verschiedenen Leistungen, zum einen die Trefferliste und zum anderen die daneben oder darüber stehende, mit Anzeige deutlich gekennzeichnete AdWords-Werbung, wird ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal geschaffen. > DAS GERICHT IM EINZELNEN Der Verkehr, der eine Trennung der Werbung von der eigentlich nachgefragten Leistung aus dem Bereich von Presse und Rundfunk kennt, unterscheidet zwischen den Fundstellen in der Trefferliste und den als solchen gekennzeichneten Anzeigen. Ihm ist klar, dass eine notwendige Bedingung für das Erscheinen der Anzeige vor allem deren Bezahlung durch den Werbenden ist... Diese Begründung überzeugt, da die Prinzipien dieses Trennungsgebots zum Beispiel in der Print-Werbung seit vielen Jahren dem tatsächlichen Standard entspricht und auch rechtlich nicht zu beanstanden ist. So ist aus der Sicht des Wettbewerbsrechts zum Beispiel in der Regel eine Werbung auch im redaktionellen Teil zulässig, wenn diese entsprechend deutlich gekennzeichnet ist. Im Sinne des Wettbewerbsrechts ist eine Werbung auch im redaktionellen Teil in der Regel zulässig, wenn diese entsprechend deutlich gekennzeichnet ist. > WANN DARF MAN WELCHE KEYWORDS SCHALTEN? Das Gericht präzisiert die Anforderungen weiter, indem es in diesem Urteil noch einmal deutlich macht, dass es immer dann zulässig ist, eine solche Anzeige zu schalten, auch unter der Verwendung des Keywords (Marke eines Dritten) wenn die Anzeige selbst weder das Zeichen noch sonst einen Hinweis auf den Markeninhaber oder auf die von diesem angebotenen Produkte enthält und der angegebene Domainname auf eine andere vertriebliche Herkunft hinweist. Im Detail führt das Gericht aus: Gibt ein Internetnutzer den als Schlüsselwort gebuchten Begriff als Suchwort ein, erscheint nach den Feststellungen des Berufungsgerichts die Anzeige der Beklagten in einem mit der Überschrift Anzeigen gekennzeichneten, deutlich abgesetzten besonderen Werbeblock. Weder der Anzeigentext noch 10 e-commerce-magazin 07/11
11 der aufgeführte Link. enthalten einen Hinweis auf das eingegebene Markenwort. Der angegebene Domain-Name ist vielmehr ausdrücklich mit einem anderen, als solches auch erkennbaren Zeichen (. ) gekennzeichnet. Eine Verbindung zwischen dem Suchwort und der Anzeige in der Weise, dass das mit dem Suchwort übereinstimmende Zeichen auf die Herkunft der in der Anzeige beworbenen Produkte oder auf wirtschaftliche Verbindungen der Unternehmen hinweisen könnte, stellt der Internetnutzer auch nicht deshalb her, weil beim Erscheinen der Werbung der Suchbegriff in der Suchzeile sichtbar bleibt > BUCHUNG VON KEYWORDS: UNTERSCHEIDUNG In einer weiteren Entscheidung (Urteil vom 13. Januar 2011, Az.: I ZR 46/08) zur Frage der Markenrechtsverletzung durch die Buchung von Keywords nimmt der BGH nochmals eine rechtliche Unterscheidung zwischen der markenrechtlichen Unzulässigkeit der Verwendung von geschützten Marken und der zulässigen Nutzung als Keyword für angezeigte Werbeanzeigen vor:..eine Beeinträchtigung der Herkunftsfunktion kann anzunehmen sein, wenn ein als Suchwort verwendetes verwechslungsfähiges Zeichen als Metatag im HTML- Code oder auch in Weiß-auf-Weiß-Schrift auf der Internetseite dazu benutzt wird, das Ergebnis des Auswahlverfahrens in Gestalt der Trefferliste einer Internetsuchmaschine zu beeinflussen und den Nutzer auf diese Weise zu der Internetseite des Verwenders zu führen Bei den Ergebnissen der Trefferlis te wird für den Internetnutzer in der Regel nicht hinreichend deutlich, ob der Verwender eines mit einer geschützten Marke übereinstimmenden Metatags, der identische oder ähnliche Produkte anbietet, im Verhältnis zum Markeninhaber Dritter oder vielmehr mit diesem wirtschaftlich verbunden ist. Es besteht die Gefahr, dass der Internetnutzer das Angebot in der Trefferliste aufgrund der dort gegebenen Kurzhinweise mit dem Angebot des Markeninhabers verwechselt und sich näher mit ihm befasst > DER WERBEMARKT WIRD SICH VERÄNDERN Wenn die oben angegebenen Vorgaben eingehalten werden, und dies war in der Praxis in nahezu allen streitigen Fällen Tipps zur Keyword-Auswahl Sollten Sie die Verwendung einer geschützten Marke eines Mitbewerbers als Keyword planen, so muss die erreichte AdWord-Anzeige ausdrücklich als Anzeige gekennzeichnet sein und sich von der Trefferliste der Suchergebnisse deutlich abheben und die AdWord-Anzeige selbst die Marke nicht enthalten und Ihre Internet-Domain unterhalb und oder innerhalb der Werbeanzeige genannt werden ohnehin schon gegeben, ist das Buchen einer Marke eines Dritten als Keyword in entsprechenden Suchdienstangeboten zur Schaltung einer Werbeanzeige nunmehr zulässig. Wird dies den Online-Werbemarkt in diesem Bereich verändern? Ja, denn zunächst werden die Mitbewerber, die ohnehin eine optimale Platzierung ihrer AdWords-Anzeigen verfolgen, alle Mitbewerber buchen, worauf diese dann Das Buchen einer Marke eines Dritten als Keyword in entsprechenden Suchdienstangeboten zur Schaltung einer Werbeanzeige ist zulässig. entsprechend durch eigene Buchungen reagieren werden. Darüber hinaus können nun auch kleine Anbieter und Branchenneulinge in den jeweiligen Bereichen durch die Buchung der Keywords der bekannten Markeninhaber ihr Produkt einer breiten Masse vorstellen. AUTHORIZED PARTNER
12 Special DISCUSS INNOVATIONS ONLINERECHT Die neuen Cookie-Gesetze : Was kommt, was wird? von RA Dr. Robert Selk Cookies sind im Internet aus verschiedenen Gründen kaum noch wegzudenken und führen deswegen zu zahlreichen juristischen Fragestellungen. Ganz aktuell gibt es in Deutschland einen Gesetzesentwurf, nach dem unter anderem die langerwartete Einwilligungspflicht kommen soll. Dr. Robert Selk_ LL.M. ist Rechtsanwalt sowie Fach anwalt für IT-Recht und Partner der Kanzlei Dr. Schmid, Dr. Selk & Hoffmann in München. Cookies werden zu verschiedenen Zwecken eingesetzt, ein wichtiger Einsatzzweck ist die (Re-)Identifizierung von Webseitenbesuchern, aber etwa auch die Ausgestaltung eines Warenkorbes. Weil damit datenschutzrechtliche Fragestellungen berührt sein können, nahm der Gesetzgeber schon vor vielen Jahren eine Pflicht der Webseitenanbieter in das Gesetz auf, die Besucher vor Beginn des Nutzungsvorgangs über den Einsatz von Cookies informieren zu müssen. Diese Regelung findet sich im Telemediengesetz (TMG). Schon diese Regelung stieß bei der praktischen Umsetzung oft auf Schwierigkeiten, meist findet man in so genannten Datenschutzerklärungen auf den Webseiten mehr oder minder ausführliche Hinweise zum Einsatz von Cookies. Erst 2009 gab es eine Änderung im EU- Recht, wonach EU-Mitgliedsstaaten verpflichtet wurden, bis Ende Mai 2011 ihre jeweiligen nationalen Gesetze bei der Speicherung von Informationen oder dem Zugriff auf Informationen, die bereits im Endgerät eines Teilnehmers oder Nutzers gespeichert sind, zu ändern: Dies sei nur noch gestattet, wenn der betreffende Teilnehmer oder Nutzer auf der Grundlage von klaren und umfassenden Informationen, die er ( ) erhält, seine Einwilligung gegeben hat. Das Ablegen von Informationen in Cookies würde unter diese Regelung fallen: Denn in Cookies werden Informationen auf dem Endgerät des Nutzers dessen PC abgelegt. Durch die Formulierung Informationen im Endgerät eines Nutzers geht die Pflicht aber über Cookies hinaus: Alle Informationen ob personenbezogene oder nicht, spielt keine Rolle, die auf dem Nutzergerät abgelegt werden, fallen unter diese Vorgabe. Bislang musste also nur informiert werden, neu ist die Pflicht für die Anbieter, vor dem Einsatz etwa von Cookies sich dazu vom jeweiligen Besucher eine Einwilligung einzuholen. Betrachtet man die strengen formalen Anforderungen an eine solche elektronische Einwilligung im deutschen Recht, stellt sich die Frage, wie dieser Pflicht praxisgerecht nachgekommen werden soll. > WAS IST PASSIERT? Der deutsche Gesetzgeber kam der Pflicht zur rechtzeitigen Umsetzung der EU-Vorgaben nicht nach, ist damit also im Verzug. Grund dürfte die derzeit parallel anstehende, sehr grundlegende Überarbeitung der Haupt-Richtlinie für Datenschutz, die von 1995 stammt, auf EU-Ebene zu sein. Diese dürfte weitere Änderungsvorgaben mit sich bringen, womit es sich durchaus anbieten würde, deren Überarbeitung abzuwarten, um sodann alle Änderungsvorgaben in einem Rutsch in deutsches Recht umzusetzen. Nunmehr gibt es seit wenigen Wochen einen konkreten Vorschlag für eine Überarbeitung des deutschen Rechts (BR-Drucksache 156/11). Dieser stammt Schon bisher waren Verstöße gegen die Vorschriften des TMG mit Bußgeldern belegt, hier bleibt der Gesetzesentwurf konsequent und lässt auch viele der Neuregelungen unter einen Bußgeldtatbestand fallen. allerdings nicht von der Bundesregierung, sondern dem Bundesrat. Dieser legte seinen Vorschlag der Regierung vor, die dazu Stellung zu nehmen hat. Es ist zu betonen, dass es sich um einen Gesetzesvorschlag handelt. Wie es mit diesem weitergeht, ist offen. Klar ist lediglich, dass der deutsche Gesetzgeber schnellmöglich die EU-rechtlichen Vorgaben umzusetzen hat, da ansonsten ein Vertragsverletzungsverfahren der EU gegenüber Deutschland droht. Was aber enthält der deutsche Gesetzesentwurf für Vorgaben? Inhaltlich lässt sich der Gesetzesentwurf zweiteilen: Zum einen wird in einem neuen 13 Abs. 8 TMG die oben angesprochene Vorgabe betreffend Cookies und sonstiger Informationen im Endgerät des Nutzers umgesetzt. Neben der reinen vorherigen Unterrichtung des Nutzers über den Einsatz von Cookies muss zudem neu vor Einsatz eines Cookies oder ähnliches der Nutzer darin einwilligen. Da letztlich kaum eine Webseite noch ohne Cookies auskommt, hätte dies weitreichende Konsequenzen. Dabei ist gemäß der EU-Richtlinienvorgabe im derzeitigen deutschen Gesetzesvorschlag nicht nur der Einsatz von Cookies umfasst, sondern die Neuregelung beträfe jegliche Informationen, die der Anbieter im Endgerät des Nutzers ablegt oder darauf zugreift. Genau genommen würden damit auch s oder andere Nachrichten darunterfallen, da diese in der Regel 12 e-commerce-magazin 07/11
13 lokal beim Nutzer auf dessen Gerät gespeichert werden, etwa in Outlook. Insofern dürfte aber die in dem neuen 13 Abs. 8 geregelte Ausnahme ( dies gilt nicht, wenn der alleinige Zweck die Durchführung der Übertragung einer Nachricht über ein elektronisches Kommunikationsnetz ist ( ) ) greifen, im übrigen ebenfalls eine EU-rechtliche Vorgabe. > TECHNISCHE EINWILLIGUNG Die Vorgabe in der EU-Richtlinie ist betreffend der Einwilligung großzügiger formuliert, scheint danach doch auch eine Art technische Einwilligung denkbar, etwa per Browsereinstellung zu Cookies, die der Nutzer ja selbst aktiv konfigurieren kann: Ein dortiges Akzeptieren von Cookies könnte die Einwilligung darstellen, eine gegenteilige Einstellung im Browser dagegen hieße, dass der Nutzer keine Einwilligung erteilt hat. Im Kontext einer solchen technischen Einwilligung stellen sich spannende Fragen, etwa, wie mit Fällen umzugehen ist, in denen mehrere Personen denselben Computer verwenden: Liegt eine per Gesetz bewusst und eindeutig zu erklärende Einwilligung vor, wenn der Folgenutzer die technischen Einstellungen des Vornutzers unbesehen übernimmt? Wieviel Erklärungsbewusstsein ist nötig, damit in technischen Einstellungen eine Einwilligung liegen kann? Wie kann sich der Anbieter absichern, da eine technisch erklärte Einwilligung wirksam ist? Derzeit greift der deutsche Gesetzesentwurf den Gedanken einer solchen technischen Einwilligung nicht auf. Ob eine technische Einwilligung den formalen Anforderungen an eine elektronische Einwilligung genügen würde, wäre derzeit ebenfalls fraglich. Die Gesetzesbegründung ist zu diesem gesamten Absatz insgesamt leider nicht ergiebig. Es bleibt damit sowohl dem Gesetzeswortlaut sowie der Gesetzesbegründung nach offen, wie die Anbieter die Einwilligungspflicht umsetzen sollen und ob eine technische Lösung denkbar ist oder nicht. Zum zweiten schafft der Gesetzesentwurf ohne dass dazu EU-rechtliche Vorgaben bestünden Vorgaben für Anbieter, die ihren Nutzern das Einstellen von user generated content ermöglichen, ebenso wie Anbietern, die die Einrichtung eines Nutzerkontos vorsehen. So soll der Begriff des Nutzerkontos im Gesetz neu eingeführt, ebenso wie dies scheint einer der Hauptanliegen des Gesetzesentwurfs zu sein die Hinweise und Unterrichtungspflichten von Anbietern, die Webseiten mit nutzergenerierten Inhalten bereitstellen, deutlich erhöht, aber auch konkretisiert werden. Bemerkenswert ist neben kleineren Änderungen insbesondere eine explizite Löschpflicht des Anbieters betreffend Nutzerkonten sowie der Umstand, dass solche Anbieter standardmäßig Benutzerkonten mit der höchsten Sicherheitseinstellung versehen müssen; ein Weniger an Sicherheitseinstellungen muss der Nutzer selbst veranlassen, was aber nicht für Nutzer möglich sein soll, die unter 16 Jahre alt sind (was inzident nunmehr auch die Erhebung des Alters als personenbezogenes Datum voraussetzt). Schon bisher waren zahlreiche Verstöße gegen die Vorschriften des TMG bußgeldbewehrt, hier bleibt der Gesetzesentwurf konsequent und lässt viele der Neuregelungen einem Bußgeldtatbestand unterfallen. > UND NUN? Ob die Bundesregierung den Gesetzesvorschlag aufgreift, bleibt abzuwarten. Bezüglich der Cookie- Einwilligung hat der Gesetzgeber im Grundsatz kaum Handlungsspielraum, hätte er doch schon Ende Mai 2011 die EU- Richtlinie in nationales Recht umsetzen müssen. Spannend bleibt die Frage, wie der Gesetzgeber mit der Frage einer technischen Einwilligung umgehen wird, die in der Praxis den Umgang mit der Einwilligungspflicht erleichtern würde. Betreffend der anderen Regelungsvorschläge zu Nutzerkonten und nutzergenerierten Inhalten bleibt eine gewisse Skepsis angebracht, was eine zeitnahe Aufnahme in das deutsche Recht Umsetzung angeht: Wie erwähnt, wird auf EU-Ebene schon seit 2009 die EU-Datenschutzrichtline von 1995 grundlegend überarbeitet und soll auch Regelungen zu obigen Themen enthalten. Selbst wenn der derzeitige Gesetzesentwurf des Bundesrates fast schon mustergültig die derzeitigen von der EU geäußerten Schlagworte aufgreift und umzusetzen versucht, wäre fraglich, ob der deutsche Gesetzgeber nicht die finale Überarbeitung der EU-Datenschutz-Richtlinie abwartet und sich sodann sogleich an deren Vorgaben orientiert. BESUCHER 17:00 h 18:00 h 19:00 h 20:00 h UMSATZ BESUCHE Ziel: 7.225,80 (+15%) 8.500,99 Vergleich: 5.661,99 (+33,4%) ECONDA SHOP MONITOR High-End Web-Analyse für Online-Shops 35% 7% 8% 29% 10% 11% Sehen Sie, was in Ihrem Shop passiert. Anschaulich und blitzschnell. Nutzen Sie das ganze Optimierungs-Potenzial für Shop und Online-Marketing. Maximieren Sie Ihren Erfolg im E-Commerce. Über E-Commerce-Unternehmen vertrauen econda. Jetzt kostenlos testen: / test Besuchen Sie econda: 21. / dmexco Stand G / MOW Stand 408 THE POWER OF WEB ANALYTICS
14 Special DISCUSS INNOVATIONS PRODUKTE & NEWS Recht auf Online-Marktplätzen EuGH: L Oréal versus ebay Die Betreiber von Internet-Marktplätzen haben in Zukunft eine höhere Verantwortlichkeit für die von ihren Nutzern begangenen Markenrechtsverstöße, wenn sie aktiv an der Bewerbung teilhaben. L Oréal und ihre verbundenen Unternehmen hatten in England ebay International sowie ebay Europe und ebay UK sowie einige gewerbliche ebay Händler in England wegen des Angebots von Waren der Firma L Oréal ohne deren Zustimmung zum Verkauf mittels des von ebay betriebenen Online-Marktplatzes verklagt. Bei den in Streit stehenden Verkaufsvorgängen ging es unter anderem um den Verkauf von Markenfälschungen, Parallelimporten und markenrechtlich unzulässigen Umverpackungen. Diese Verkäufe wurden teilweise auch über Google beworben. Im folgenden werden die wichtigsten Fragen und ihre Beantwortung durch den Gerichtshof summarisch zusammengefasst: Kann ein Markeninhaber dem Betreiber einer Online-Plattform verbieten, seine Marke bei einem Internetreferenzdienst wie Google als Suchwort zu erwerben und dann damit einen Link zu sponsern, der auf die Anzeigen der eigenen Online-Plattform führt? Ja, unter gewissen Umständen. Der Markeninhaber kann dem Betreiber des Online- Marktplatzes dann verbieten, ein mit der Marke identisches Schlüsselwort bei einem Internetreferenzdienst zu verwenden, falls aus der damit verlinkten Werbung für einen Internetnutzer nicht oder nur schwer zu erkennen ist, ob diese Waren von dem Markeninhaber selbst stammen oder vielmehr von einem Dritten. Die angezeigte Werbung muss auf jeden Fall über die Identität des Betreibers des online-marktplatzes sowie darüber informieren, dass die mit der Anzeige beworbenen Markenprodukte mittels seines Marktplatzes zum Verkauf angeboten werden. Wie verhält es sich, wenn die Marke nicht als Schlüsselwort verwendet wird, sondern lediglich Individuelle-Server-Lösungen. Das Internet ist der unangefochtene Wachstumsmarkt. Ständig gibt es neue Anwendungen und Technologien. Um mit der rasanten Entwicklung Schritt zu halten, benötigen Sie individuell angepasste Webserver-Strukturen, die voller Leistung und Einsatz-Perspektiven stecken. Dazu gehören Internetanwendungen, bei denen die Hochverfügbarkeit im Vordergrund steht oder sehr zugriffsstarke Projekte, bei denen mittels Lastverteilung alle eingehenden Anfragen auf mehrere Server verteilt werden. Bei internet24 stehen persönliche Ansprechpartner kompetent und zuverlässig zur Verfügung sei es bei der Auswahl neuer Produkte, der individuellen Konfiguration von Servern oder der kurzfristigen Problembehebung. internet24 ist der Partner für eine genau auf Ihre Anforderungen zugeschnittene Serverlösung. Informieren Sie sich zu unseren individuellen Serverlösungen unter oder Telefon +49 (0)3 51 / internet24 GmbH Bayrische Straße Dresden Telefon +49 (0)3 51 /
15 auf der Webseite des Online-Marktplatzes verwendet wird? Der Gerichtshof hält daran fest, dass der Betreiber des Online-Marktplatzes die Marke in diesem Fall nicht selbst in markenrechtlichem Sinne benutzt. Der Betreiber ist hier lediglich Vermittler und seine Verantwortlichkeit für seine Hosting-Dienste ist nach der Richtlinie über den elektronischen Geschäftsverkehr zu ermitteln. In dem Fall, in dem der Betreiber eines Online- Marktplatzes sich darauf beschränkt, die Daten der Kunden rein technisch und automatisch zu verarbeiten, seine Dienstleistung also neutral ist, kann er sich grundsätzlich auf Art. 14 Abs. 1 Buchst. a der Richtlinie über den elektronischen Geschäftsverkehr berufen. Er wird also von der Verantwortung für die von einem Nutzer gespeicherten Informationen freigestellt, sofern er weder tatsächliche Kenntnis von der rechtswidrigen Tätigkeit oder Information hatte, noch sich Tatsachen oder Umständen bewusst war, aus denen die rechtswidrige Tätigkeit oder Information offensichtlich wurde. Der Fall wird dann anders beurteilt, wenn der Betreiber des On line- Marktplatzes aktiv tätig wird, beispielsweise weil er dem Nutzer hilft, die Präsentation der betreffenden Verkaufsangebote zu optimieren oder diese Angebote zu bewerben. In diesem Fall kann er sich nicht auf die vorgenannte Ausnahme im Bereich der Verantwortlichkeit berufen. Er kann dann also zur Beseitigung der Verletzung, ggf. Schadensersatz verpflichtet werden. Verlangt Art. 11 der Richtlinie zur Durchsetzung der Rechte des geistigen Eigentums von den Mitgliedsstaaten, den Inhabern von bspw. Markenrechten die Möglichkeit einzuräumen, dem Betreiber einer Webseite bzw. eines Online- Marktplatzes, durch den ihre Rechte verletzt wurden, gerichtliche Anordnungen dahingehend erteilen zu lassen, dass die Betreiber dieser Webseiten Maßnahmen ergreifen um künftige Rechtsverletzungen zu vermeiden? Der Gerichtshof bestätigt, dass es nationalen Gerichten möglich sein muss, Anbietern eines Onlinedienstes und auch Betreibern von Online- Marktplätzen Maßnahmen aufzugeben, die nicht nur die mittels dieses Marktplatzes hervorgerufenen Verletzungen beenden, sondern auch wirksam dazu beitragen, dass erneuten Verletzungen vorgebeugt wird. Es wird klargestellt, dass von einem Anbieter eines On linedienstes nicht verlangt werden kann, aktiv alle Angaben eines jeden seiner Kunden zu überwachen, um jeder künftigen Verletzung von Rechten des geistigen Eigentums über die eigene Seite vorzubeugen. Des Weiteren darf keine Maßnahme aufgegeben werden, die eine Schranke für den rechtmäßigen Handel errichtet. Daher darf dem Anbieter des betreffenden Onlinedienstes nicht auferlegt werden, allgemein und dauerhaft den Onlinedienst einzustellen. Es dürfte nicht einmal verlangt werden, auf diesem Marktplatz grundsätzlich keine Waren unter der verletzten Marke mehr zum Verkauf anbieten zu lassen. Simone Schäfer ist Rechtsanwältin bei Vossius & Partner, einer Münchner Kanzlei mit Strategien zum Schutz und zur gerichtlichen Durchsetzung von Marken, Patenten, Designs und Urheberrechten. Sie hält Vorträge zum EU-Designrecht und ist Co-Autorin einer Formularkommentars. Urheberrecht Europäische Komission will die Nutzung von Filmen im Internet rechtlich anpassen Nach Ansicht der EU-Kommission hat sich die audiovisuelle Mediennutzung innerhalb der Gemeinschaft durch die aktuellen technischen Möglichkeiten des Internets grundlegend geändert. Gerade bei der Verwertung von Filmen gelten die alten Regeln bezüglich der üblichen Verwertungskette: Kino, Video/DVD/ Blu Ray, Video on Demand, Pay- TV und Free-TV kaum noch. Insbesondere die zeitlichen Grenzen der verschiedenen Verwertungsfenster verschwimmen zunehmend. Zudem dürfe die wachsende Möglichkeit einer grenzüberschreitenden Verwertung und der sich daraus ergebenden Fragen der Lizenzierung nicht aus den Augen verloren werden. Ein wichtiger Bestandteil der Überlegungen der Kommission ist somit die Verwertung der Rechte in diesem neuen Kontext. Die an der Schaffung der Filme und sonstigen audiovisuellen Inhalte Beteiligten sollen auch zukünftig angemessen entlohnt werden. Die Möglichkeiten des Internets stellen nicht zuletzt die Verwerter von Filmmaterial vor ein nicht zu unterschätzendes Problem. Die grenzüberschreitende Nutzung und die sich da raus ergebenden Fragen der Lizenzierung sind auf europäischer Ebene aktuell tatsächlich nur unzureichend geklärt. Es gibt nun einmal nicht mehr nur noch wenige Sendeunternehmen pro Land, sondern eine unüberschaubare Anzahl von verschiednen Anbietern. Aber auch die klassischen Fernsehsender haben durch die neuen Technologien jedenfalls die Möglichkeit, über das Gebiet des eigentlichen Sendelandes hinaus Inhalte zu verbreiten. Auch, wenn das Ergebnis noch lange nicht absehbar ist, kann es nur begrüßt werden, wenn Europa sich dieser spannenden und wirtschaftlich wichtigen Fragen annimmt. erklärt Sascha Faber, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Gewerblichen Rechtsschutz und Urheber- und Medienrecht der Kanzlei volke2.0. Durch ein Grünbuch (KOM 2011) 427/3 mit dem für europäische Verhältnisse bekannt sperrigen Titel über den Online-Vertrieb von audiovisuellen Werken in der Europäischen Union: Chancen und Herausforderungen für den digitalen Binnenmarkt regt die Kommission nun zur Beteiligung an einer Vielzahl darin geäußerter Fragen zu diesem Thema an. Die Stellungnahmefrist läuft bis zum 18. November
16 Marketing MEET THE COMMUNITY LEAD-GENERIERUNG, TARGETING & DATENQUALITÄT Kachelofen statt Streufeuer von Torsten Engelken E-Coupoming ist an sich eine gute Idee nur greift sie etwas zu kurz. Spannender und nachhaltiger wird das Ganze, wenn man Tools zur Lead-Generierung kombiniert. Doch wie sehen diese These Experten aus der Praxis? Experten-Meinungen zu Couponing Aline Eckstein (kommissarische Bereichsleiterin ECC Handel), Dr. Daniel Glassner (CEO Groupon Central Europe), James Scott (Managing Director EMEA ChannelAdvisor), Stephan Zimprich (E-Commerce- Experte der Kanzlei Field Fisher Waterhouse), Axel Hesse (Gründer Gutscheinpony) (v.l.n.r.) Mit Rabattangeboten bei Social-Shopping-Sites sind User alles andere als zufrieden. Die anfangs gefeierten Gutschein-Vermittler etablieren sich schlechter als ursprünglich angenommen. Bei den Deals halten sich selbst bereits angemeldeten User zurück so das Ergebnis einer aktuellen Studie der Marktforscher von Lightspeed Research. Warum? Die Angebote sind ihnen nicht attraktiv genug - meinen die Lightspeed-Analysten. Was sollte man hier also ändern? Dr. Daniel P. Glasner, CEO Groupon Central Europe, Anbieter für lokale Gutscheine. Grundsätzlich ist die Akzeptanz bei Internetnutzern nach wie vor sehr hoch Groupon begeistert und überrascht Konsumenten rund um den Globus. Groupon dient hierbei als Brückenkopf, weil es hochwertige lokale Unternehmen und interessierte lokale Konsumenten zusammenbringt, das macht Groupon so spannend, denn es präsentiert jeden Tag flächendeckend in allen großen deutschen Städten hochwertige Angebote aus den Bereichen Gastronomie, Wellness, Freizeit, Beauty, Handel und Reisen. Diese ausgewählten Deals haben einen Rabatt von bis zu 80 Prozent, sind exklusiv nur bei Groupon erhältlich und in der Regel nur für 24 Stunden zu kaufen. Neuerdings ist auch das Mobile Grouponing möglich: Mit der mobilen Groupon App für iphone, ipod Touch und Android Smartphones können Kunden bequem von unterwegs aus Gutscheine erwerben, verwalten und sofort einlösen. Die Groupons lassen sich bei unseren Partnern ganz unkompliziert direkt vom Bildschirm des mobilen Endgeräts vorzeigen und umgehend einlösen. Wir wollen das Leben unserer Nutzer auf Groupon abbilden und jedem Einzelnen relevante Deals offerieren. Was wir in den USA bereits anbieten, sind die Smart Deals, hierbei bekommen die User stärker auf sie zugeschnittene Angebote. Grundsätzlich sind wir stets darauf bedacht, unseren Nutzern nicht nur hochwertige, sondern immer wieder auch abwechslungsreiche Deals anzubieten. Täglich sagenhafte Deals. Senationelle Rabatte für Wellness, Gastronomie oder Sport! So oder ähnlich lesen sich Tausende von Anzeigen im Internet. Die Rabatt-Netzwerke im Internet boomen, das Geschäft mit den Vorteilscodes, Aktionsnummern oder E-Coupons hat Konjunktur. Die Geschäftsmodelle mögen sich in den Details unterscheiden, sie alle haben aber gemeinsam, dass auf den entsprechenden Websites Tages- Schnäppchen für Waren und Dienstleistungen angeboten werden. Die kann ein Interessent aber nur nutzen, wenn er oder sie sich auf der Seite mit persönlichen Daten registrieren. Technisch abgewi ckelt wird der Deal dann über elektronische Gutscheine für die Interessenten und eine automatische Provisionszahlung des betreffenden Händlers oder Dienstleisters an die E-Coupon- Plattform. > NACHHALTIGKEIT GENERIEREN Für Händler und Dienstleister ist E-Couponing eine hervorragende Möglichkeit, um Daten von Personen zu erhalten, die sich für das jeweilige Angebot interessieren. So weit, so gut! Die entscheidende Frage ist aber nun, wie nachhaltig dieses Interesse beziehungsweise wie wertvoll das Datenmaterial dann auch ist, das bei den Regis trierungsvorgängen gesammelt wird. Bildhaft ausgedrückt: entfachen die durch E-Coupons erzeugten Daten lediglich ein Strohfeuer beim Kunden und Interessenten oder ent- 16 e-commerce-magazin 07/11
17 steht dadurch um im Bild zu bleiben die lang anhaltende Wärme eines Kachelofens? Im Grunde muss man sich nur die Rabattschlacht auf den Websites näher anschauen, beziehungsweise die Menge dieser Seiten kurz überschlagen, um zu vermuten, dass der Wert der Daten, die durch die Registrierung generiert werden, eher gering sein dürfte. Für das Gewinnen von qualifizierten Interessenten ist jedenfalls mehr notwendig. Hierzu bedarf es einer stabilen Verbindung von Werbekontakt und Dialog, effizient gesteuert durch ein ausgefeiltes Tool. Ein solches Tool sollte einen nachhaltigen Dialog erzeugen können, mit dem sozusagen elektronische Laufkundschaft zu Stammkundschaft wird. > BASIS FÜR LÄNGERFRISTIGEN KUNDENDIALOG Couponing wurde in Deutschland erst durch die Abschaffung von Rabattgesetz und Zugabeverordnung ab August 2001 wieder grundsätzlich möglich. Fortan regelt eine Vielzahl an Gesetzen das Couponing. Nur in einem Dialog, der gleichzeitig das Anfangsinteresse verstärkt und weitergehendes Vertrauen schafft, werden Daten generiert, die geschäftlich nachhaltig und konform mit den Datenschutzgesetzen sind, indem der jeweilige Interessent ausdrücklich die Erlaubnis für einen weiteren Kontakt zum Aufbau einer Kundenbeziehung gibt (Permission). Interessentengewinnungstools generieren genau solche Datensätze, die eine solide Grundlage für den weiteren Dialogaufbau bilden können. So lassen sich vorher festgesetzte Kampagnenziele punktgenau definieren und erreichen. Dabei werden bei der Abfrage von Interessentendaten immer auch ökonomische und psychologische Größen beachtet. Man will zwar aussagekräftige Daten von den Interessenten erheben, jedoch müssen sich zum einen die dabei entstehenden Kosten in einem vernünftigen Rahmen zum Ergebnis halten und zum anderen darf man den Verbrauchern mit der Abfrage nicht die Zeit stehlen, dann brechen sie nämlich den Vorgang vorzeitig ab und man hat überhaupt keine Daten. Mit den Daten, die durch ein solches Tool entstehen, sind die bei E-Couponing generierten Informationen von der Qualität her nicht zu vergleichen. Letztere sollten deshalb unbedingt qualitätsbezogen aufgebaut werden. Insofern liegt es nahe, E-Couponing- Ak tivitäten durch ein leis tungsfähiges Lead-Generierungstool zu ergänzen. E-Coupons können als kostengünstig durchführbare Anreizaktionen eingesetzt werden, um Datensätze über Interessenten zu erzeugen. Da derzeit das Thema in aller Munde ist und E-Coupons bei den Usern auf große Beliebtheit stoßen, sollten Unternehmen die generierten Daten für den weiteren Dialog zu den potenziellen Neukunden nutzen. > DUO AUS E-COUPONING & LEAD-GENERIERUNG Für die Werbetreibenden ist ein solches effektives Duo aus E-Couponing und Lead-Generierung damit mehr als rentabel. Sie können eine solide Adressdatenbank mit Datensätzen von hoher Qualität aufbauen und für die Vergabe von Gutscheinen zusätzliche Bedingungen stellen, denk- Online-Händler aus allen Teilen Europas fordern* Eine internationale elektronische Bezahllösung über Online Banking auf Basis der SEPA-Überweisung Die Einführung des elektronischen Mandats für SEPA-Lastschriften MyBank wird es Kunden ermöglichen, europaweit SEPA-Zahlungen über ihr Online Banking in Auftrag zu geben. Mehr Infos unter MyBank Torsten Engelken_ ist seit 2010 Deutschland-Chef des Vermarkters Ad Pepper Media. Zuvor war Engelken unter anderem für RMS, DSF und AOL tätig. Der Bezahlservice von EBA CLEARING, der die Anforderungen der europäischen Online-Händler erfüllt *Quelle: Position Paper: Online Payments in Europe Key issues and requirements of Web Merchants in Europe, 15. Juni 2011
18 Marketing MEET THE COMMUNITY LEAD-GENERIERUNG, TARGETING & DATENQUALITÄT Axel Hesse, Gründer von GutscheinPony, einem Internetportal, das kumuliert Gutscheine und Gutscheincodes für über Onlineshops aufzeigt. Das Timing stimmt nicht. Die Konsumenten sind auf der Suche nach sofortigen Sparmöglichkeiten und das meist parallel bei der Kaufabwicklung im Netz. Der User möchte einen Gutschein nicht auf Halde liegen haben, wo die Gefahr besteht, dass es nie zur Einlösung kommt. Damit der Ablauf reibungslos und schnell funktioniert, wird bei uns auf eine Registrierung verzichtet. Stephan Zimprich, E-Commerce-Experte der Kanzlei Field Fisher Waterhouse in Hamburg Die rechtlichen Rahmenbedingungen für mobile einlösbare Couponing-Angebote sind derzeit innovationshemmend. Dies betrifft insbesondere die Nutzung von Standortdaten der User, die nicht praxistauglich ausgestaltet ist. Selbst wenn eine Einwilligung des Nutzers vorliegt, muss dieser regelmäßig von der Ortung in Kenntnis gesetzt werden. Das ist technisch kaum umsetzbar und wird der mobilen Nutzungssituation nicht gerecht. Die geplante Neuregelung des Telekommunikationsgesetzes dürfte die Anforderungen weiter verschärfen, weil der Gesetzgeber für die Ortung eine handschriftliche Einwilligung vorsieht, die einen Medienbruch bedeutet. Dies ist nicht allein aus Anbietersicht unerfreulich, sondern behindert auch die Entwicklung neuer Märkte und damit die wirtschaftliche Entwicklung insgesamt. Die so genannten Location Based Services bergen ein enormes Potenzial. Der Gesetzgeber sollte sich bemühen, hier nicht nur die Risiken, sondern auch die Chancen zu sehen. Dipl.-Kff. Aline Eckstein, kommissarische Bereichsleiterin am ECC Handel Denn sie wissen nicht, was sie tun ist einer der häufigsten Kommentare, wenn es um das Nutzungsverhalten von Onlinern im Web 2.0 geht. Dass es sich hierbei eventuell um einer Verzerrung der Tatsachen handelt, wird häufig nicht berücksichtigt. Insbesondere die Digital Natives, denen ein verantwortungsloser Umgang mit Daten unterstellt wird, wissen mehrheitlich sehr genau, was sie tun. Sie kennen die Tools und entsprechenden Funktionen aus dem Effeff sie sind ja damit aufgewachsen und stellen Daten deutlich selektiver ins Netz als dies zunächst den Anschein hat. Das zeigen nicht zuletzt aktuelle Studienergebnisse über die eher zurückhaltende Akzeptanz von Location-Based Services bei Jugendlichen. Ungeachtet dessen liegt jedoch ein grundsätzliches Interesse an mobilen Werbemaßnahmen bei den Konsumenten vor. Dies zeigen unter anderem die aktuellen Ergebnisse der Studie Mobile Advertising am Point of Sale Folgestudie zum Potenzial und Einsatz mobiler Werbemaßnahmen im Handel des ECC Handel. Laut einer Konsumentenbefragung sind 40 Prozent an mobiler Werbung interessiert. Wichtig beim Mobile Advertising ist jedoch, dass exakt auf die Bedürfnisse der Konsumenten eingegangen wird. Gerade bei der Etablierung eines neuen Kanals liegt ein hoher Informationsbedarf und Sicherheitsanspruch seitens der Konsumenten vor. Deutlichen Mehrwert sehen die Konsumenten unter anderem wie so häufig in monetären Preisnachlässen, beispielsweise in Form mobiler Coupons. Der Preisnachlass ist jedoch nicht allein ausschlaggebend für die Nutzung beziehungsweise den Erwerb des Coupons. Sicherheit, Abrufmechanismen (Push- oder Pull-Mechanismen) und weitere Faktoren werden hierbei zu kaufrelevanten Aspekten. Nur wenn das Gesamtkonzept stimmt (Rabatt, Gestaltung, Abruf usw.) werden mobile Coupons sich langfristig auch im bisher so Coupon-resistenten Deutschland etablieren. Das ECC Handel bereitet derzeit eine Studie vor, die Mobile Couponing als Location-based Service näher unter die Lupe nimmt, um herauszufinden, welche Faktoren die Akzeptanz dieser neuen Werbeform positiv beeinflussen. James Scott, Managing Director EMEA, ChannelAdvisor, ein Multichannel-Software-Provider Wie auch in herkömmlichen Marketing-Kampagnen muss man die Interessen und demographischen Details seiner Social-Community verstehen. Facebook liefert hierzu viele Informationen zur eigenen Fangemeinde und damit Input zu effektiven Couponing-Aktionen. Zuerst muss natürlich eine entsprechende Fangemeinde aufgebaut werden der Channel- Advisor blog facebookcommercestrategies.com liefert die aktuellsten Informationen dazu und zeigt, welche Retailer hierbei am erfolgreichsten sind. bar wäre beispielsweise ein Mindestumsatz. Außerdem wird der Abverkauf für den Werbetreibenden gefördert, da die Gutscheine bewirken, dass der (neue und interessierte) Kunde das Geschäft beziehungsweise den Online-Shop betritt und ihm oder ihr dann zusätzliche Angebote präsentiert werden können. So lassen sich auf überzeugende Weise Neukunden gewinnen und bestehende Kundenbeziehungen weiter fes tigen. > ZAHLEN FÜR QUALIFIZIERTE LEADS Für die Werbetreibenden ist aber ein Interessentengewinnungstool noch aus einem anderen Grund vorteilhaft. Da nur der jeweilige qualifizierte Lead bezahlt wird, ist für sie das Werberisiko grundsätzlich eher überschaubar. Die Performance einer Gutschein-Aktion kann dabei durch nur einmal verwendbare Barcodes auf den E-Coupons leicht gemessen und evaluiert werden. Fazit für Online-Shops: E-Couponing ist an sich eine sehr gute Idee, die aber leider etwas zu kurz greift. Durch die Kombination mit einem leistungsfähigen Interessentengewinnungstool bekommt E-Couponing dann erst die richtige Nachhaltigkeit für Unternehmen. Quelle: Fotolia/Realistic Smoke SSilver 18 e-commerce-magazin 07/11
19 Neue Horizonte im Handel mit Ihren Multichannel-Lösungen. Der Handel geht neue Wege und die EuroCIS geht voran: mit Ihren Technologien für E-Commerce und Multichannel. Nutzen Sie das enorme Potenzial, das Ihnen dieser exklusive Top-Event bietet. Kommen und präsentieren Sie Ihre Lösungen einem hochkarätigen Fachpublikum. Treffen Sie die Entscheider des Handels dort, wo die Entscheidungen fallen. Auf der EuroCIS 2012, dem einzigartigen internationalen Business-Netzwerk für Retail Technology. Informationen und Anmeldung unter EuroCIS The Leading Trade Fair for Retail Technology Düsseldorf, Germany Ideeller Träger: Messe Düsseldorf GmbH Postfach Düsseldorf Germany Tel. +49(0)211/ Fax +49(0)211/
20 Marketing MEET THE COMMUNITY LEAD-GENERATION, TARGETING & DATENQUALITÄT Datenqualität und CRM - die beiden Unzertrennlichen von Dr. Christiana Klingenberg Nur optimale Daten erlauben es, alle auf den Kunden bezogenen Daten auf einen Datensatz zu verdichten. Und nur dies ermöglicht eine wirklich ganzheitliche Sicht auf den Kunden. Der Weg zu diesen Daten führt über einen Drei-Stufen-Plan. Top-Event für Unternehmer! Von der Idee zum erfolgreichen Unternehmen! Zwei Tage Experten-Know-how, Business- Kontakte, Geschäftsideen und vieles mehr für die Karriere als Unternehmer. Highlights: Vortragsprogramm, START-Beraterlounge, Visitenkartenparty Messe Essen Customer Relationship Management kurz CRM boomt. Kein Wunder, denn CRM-Systeme können maßgeblich zu erfolgreichen und stabilen Kundenbeziehungen beitragen. Ein intelligent aufgesetztes CRM-System allein reicht dafür nicht aus. Auch die Qualität der darin enthaltenen Daten muss stimmen. Nach einer aktuellen CRM-Studie der Züricher intelligent systems solutions (i2s) planen über die Hälfte der befragten Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, in CRM-Projekte zu investieren. Als Projektziele geben 88 Prozent der Befragten die Verbesserung der Datenqualität an. Gleichzeitig stellt Datenqualität für 28 Prozent der Befragten jedoch auch das Hauptproblem während des Betriebs eines CRM-Systems dar. Dieses Ergebnis stimmt nachdenklich, ist Datenqualität in Form korrekter und dublettenfreier Daten doch unabdingbare Voraussetzung für erfolgreiches Kundenbeziehungsmanagement egal ob auf analytischer oder auf operativer Ebene. Beim analytischen CRM ist eine hohe Datenqualität elementar, um valide Auswertungen im Rahmen von Business Intelligence durchführen zu können. Denn sind schon die Analysen verfälscht, lassen sich darauf aufbauend keine sinnvollen strategischen Entscheidungen treffen. Im Bereich des operativen CRMs dagegen werden qualitativ hochwertige Daten unter anderem für zielgruppengerechte Marketingmaßnahmen und Serviceangebote sowie für den Aufbau einer intensiven und stabilen Kundenbeziehung benötigt. > NICHTS GEHT OHNE HOCHWERTIGE DATEN Eine schlechte Datenbasis kann schnell zu unzufriedenen Kunden führen und im schlimmsten Fall zum Abbruch der Geschäftsbeziehung. Zugleich leidet die Motivation der Mitarbeiter. Denn sie sind es, die den Ärger der Kunden zu spüren bekommen, falls sie deren Bedürfnisse aufgrund fehlender oder inkonsistenter Daten nicht befriedigen können. Auch haben sie den Mehraufwand, wenn sie wegen fehlenden Vertrauens in den Datenbestand jeden Eintrag vor der Kontaktaufnahme manuell prüfen. Generell gilt: Korrekte und dublettenfreie Daten sind die grundsätzliche Voraussetzung für den so genannten Single View of Customer. Nur optimale Daten erlauben es, alle auf den Kunden bezogenen Daten auf einen Datensatz zu verdichten. Und nur dies ermöglicht eine ganzheitliche Sicht. > DER DATENQUALITÄTS- PROZESS Egal, ob ein neues CRM-System aufgesetzt, ein bestehendes optimiert oder zwei oder mehr unabhängige Systeme zu einem CRM-System zusammengefasst werden sollen Datenqualität 20 e-commerce-magazin 07/11

References: BGH 
 BGH 
 Art. 5
 BGH 
 Art. 14
 Art. 11