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Timestamp: 2018-11-14 03:20:22+00:00

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BGH, URTEIL vom 4.10.2016, Az. IX ZR 119/14 Dieser Ausbeutungsvorsatz kann bei § 138 Abs. 2 BGB nicht allein aus dem auffälligen Missverhältnis gefolgert werden (vgl. BGH, Urteil vom 12. März 1981 - III ZR 92/79, BGHZ80, 153, 159 f.; vom 25. Februar 2011 -VZR 208/09, WuM 2011, 298 Rn. 11 mwN).
BGH, URTEIL vom 4.10.2016, Az. IX ZR 119/14 17	(1)	Eine Vergütungsabrede ist nach ständiger Rechtsprechung gemäß § 138 Abs. 1 BGB sittenwidrig, wenn zwischen Leistung und Gegenleistung ein auffälliges Missverhältnis besteht und weitere Umstände hinzutreten, welche die Sittenwidrigkeit begründen (vgl. BGH, Urteil vom 30. Mai 2000 - IX ZR 121/99, BGHZ 144, 343, 345 unter l.a.; vom 24. Januar 2014 - VZR 249/12, NJW2014, 1652 Rn. 10 mwN; vom 15. Januar 2016 - V ZR 278/14, MDR 2016, 455 Rn. 7), insbesondere etwa eine verwerfliche Gesinnung oder die Ausbeutung der schwierigen Lage oder Unerfahrenheit für das eigene unangemessene Gewinnstreben (BGH, Urteil vom 22. Dezember 1999 -VIII ZR 111/99, WM 2000, 431, 432 unter II.1.).
BGH, URTEIL vom 2.5.2016, Az. XI ZR 76/14 Ein solches Geschäft verstößt gegen die guten Sitten und ist nichtig (§ 138 BGB; vgl. nur BGH, Urteile vom 17. Mai 1988 -VI ZR 233/87, WM 1988, 1380, 1381, vom 14. Juni 2000 - VIII ZR 218/99, WM 2000, 2313, 2314 und vom 28. Januar 2014 - II ZR 371/12, WM 2014, 628 Rn. 10).
BGH, URTEIL vom 2.5.2016, Az. XI ZR 183/14 Ein solches Geschäft verstößt gegen die guten Sitten und ist nichtig (§ 138 BGB; vgl. nur BGH, Urteile vom 17. Mai 1988 -VI ZR 233/87, WM 1988, 1380, 1381, vom 14. Juni 2000 -VIIIZR 218/99, WM 2000, 2313, 2314 und vom 28. Januar 2014 - II ZR 371/12, WM 2014, 628 Rn. 10).
BGH, URTEIL vom 2.5.2016, Az. XI ZR 74/14 Ein solches Geschäft verstößt gegen die guten Sitten und ist nichtig (§ 138 BGB; vgl. nur BGH, Urteile vom 17. Mai 1988 -VI ZR 233/87, WM 1988, 1380, 1381, vom 14. Juni 2000 - VIII ZR 218/99, WM 2000, 2313, 2314 und vom 28. Januar 2014 - II ZR 371/12, WM 2014, 628 Rn. 10).
BGH, URTEIL vom 2.5.2016, Az. XI ZR 189/14 Ein solches Geschäft verstößt gegen die guten Sitten und ist nichtig (§ 138 BGB; vgl. nur BGH, Urteile vom 17. Mai 1988 -VI ZR 233/87, WM 1988, 1380, 1381, vom 14. Juni 2000 - VIII ZR 218/99, WM 2000, 2313, 2314 und vom 28. Januar 2014 - II ZR 371/12, WM 2014, 628 Rn. 10).
BGH, URTEIL vom 2.3.2016, Az. XI ZR 305/14 b)	Zu den Voraussetzungen für die Nichtigkeit der Sicherungsübereignung eines Warenlagers wegen Sittenwidrigkeit gemäß § 138 Abs. 1 BGB (Fortführung von BGH, Urteil vom 9. Juli 1953 - IV ZR 242/52, BGHZ 10, 228).
BGH, URTEIL vom 2.3.2016, Az. XI ZR 305/14 Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (Urteil vom 9. Juli 1953 - IV ZR 242/52, BGHZ 10, 228) seien die im Zusammenhang mit einer Kreditgewährung geschlossenen Sicherungsübereignungsverträge nach § 138 Abs. 1 BGB nichtig, wenn eine Bank, die einem konkursreifen Unternehmen zu dem Zwecke der Sanierung einen Kredit gegen Sicherheitsleistung gewähre, es unterlasse, vor der Krediteinräumung durch einen branchenkundigen Wirtschaftsfachmann eingehend und objektiv prüfen zu lassen, ob das Sanierungsvorhaben Erfolg verspreche, oder wenn die Bank aufgrund einer solchen Prüfung nicht von den Erfolgsaussichten des Vorhabens habe überzeugt sein können.
BGH, URTEIL vom 2.3.2016, Az. XI ZR 305/14 Die allgemeine Vorschrift des § 138 Abs. 1 BGB kommt daneben nur zur Anwendung, wenn das Rechtsgeschäft besondere, über die Gläubigerbenachteiligung hinausgehende Umstände aufweist (vgl. BGH, Urteile vom 5. Juli 1971 - II ZR 176/68, BGHZ 56, 339, 355, vom 9. Juli 1987 - IX ZR 89/86, WM 1987, 1172, 1173, vom 16. März 1995 - IX ZR 72/94, WM 1995, 995 f. mwN, vom 19. März 1998 -IXZR 22/97, BGHZ 138, 291, 299 f. mwN und vom 23. April 2002 - XI ZR 136/01, WM 2002, 1186, 1189).
BGH, URTEIL vom 2.3.2016, Az. XI ZR 305/14 51	(1) Nach dem Leitsatz des Urteils des Bundesgerichtshofs vom 9. Juli 1953 (IV ZR 242/52, BGHZ 10, 228), auf den das Berufungsgericht seine Entscheidung ganz wesentlich gestützt hat, sind die im Zusammenhang mit einer Kreditgewährung geschlossenen Sicherungsübereignungsverträge gemäß § 138 Abs. 1 BGB nichtig, wenn die Bank einem konkursreifen Unternehmen zu dem Zweck der Sanierung einen Kredit gegen Sicherheitsleistungen gewährt, sie dadurch bewirkt, dass möglicherweise Dritte zu ihrem Schaden über die Kreditwürdigkeit des Unternehmens getäuscht werden, und sie sich vor der Krediteinräumung nicht mittels einer eingehenden und objektiven Prüfung durch einen branchenkundigen Wirtschaftsfachmann von den Erfolgsaussichten des Sanierungsvorhabens überzeugt hat.
BGH, URTEIL vom 2.3.2016, Az. XI ZR 305/14 53	(a) Einer derartigen Reduzierung der Anforderungen an die Feststellung der Sittenwidrigkeit eines Sicherungsvertrags mit der Folge seiner Nichtigkeit nach § 138 Abs. 1 BGB steht entgegen, dass die tatsächliche wirtschaftliche Lage des Sicherungsgebers nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ein wesentlicher Aspekt im Rahmen der notwendigen Gesamtwürdigung, insbesondere für die Bejahung der Sittenwidrigkeit, ist (vgl. BGH, Urteil vom 2. Februar 1955 - IV ZR 252/54, NJW 1955, 1272, 1273 f. [zu den Anforderungen an die Prüfung der Lage des Sicherungsgebers durch den Sicherungsnehmer, um die Nichtigkeit der Bestellung weiterer Sicherheiten für bereits eingeräumte Kredite gemäß § 138 Abs. 1 BGB zu vermeiden]; BGH, Urteile vom
BGH, URTEIL vom 2.3.2016, Az. XI ZR 305/14 54	(b) Zudem würde durch eine Ausweitung der Anwendung von § 138 Abs. 1 BGB im Fall von fehlgeschlagenen Sanierungsversuchen die differenzierte Regelung der Gläubigeranfechtung nach dem Anfechtungsgesetz und der Insolvenzanfechtung in §§ 129 ff. InsO, insbesondere der dort vorgesehenen Fristen, überspielt (vgl. BGH, Urteile vom 20. Januar 1971 -VIII ZR 129/69, WM 1971, 441, 443 und vom 9. Juli 1987 - IX ZR 89/86, WM 1987, 1172, 1173), obwohl grundsätzlich eine Anfechtung wegen vorsätzlicher Benachteiligung in Betracht kommt, wenn eine Sicherungsübereignung nicht Bestandteil eines ernsthaften Sanierungsversuchs ist (vgl. BGH, Urteile vom 12. November 1992
BGH, URTEIL vom 5.0.2016, Az. XI ZR 193/99 -8- 14	a) Besteht - wie hier bei einer Verkehrswertüberschreitung von 79,18 % -zwar kein besonders grobes, aber jedenfalls ein auffälliges Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung, kommt die Anwendung des § 138 Abs. 1 BGB zwar in Betracht, wenn weitere Umstände hinzutreten, die in Verbindung mit einem auffälligen Missverhältnis den Vorwurf der sittenwidrigen Übervorteilung begründen (vgl. Senat, Urteil vom 24. Januar 2014 - VZR 249/12, NJW2014, 1652 Rn. 10; BGH, Urteil vom 10. Dezember 2013 - XI ZR 508/12, NJW-RR 2014, 653 Rn. 16).
LG Landshut, Urteil vom 4.8.2015, Az. 41 O 522/14 1. Nach herrschender Auffassung kann ein Vertrag insbesondere dann als sittenwidrig (§ 138 Abs. 1 BGB) einzustufen sein, wenn die Vertragsschließenden bewusst zusammenwirken, um einen Dritten zu schädigen (vgl. nur BGH, Urteil vom 11.12.1963, Az.:
OLG Bamberg, vom 2.7.2015, Az. 5 U 135/14 Besitzt der Betroffene das erforderliche Beurteilungsvermögen, setzt er es aber nicht oder nur unzureichend ein, ist § 138 Abs. 2 BGB unanwendbar (vgl. BGH NJW 06, 3054).
OLG Bamberg, vom 2.7.2015, Az. 5 U 135/14 Wegen der weit greifenden Folgen des Wuchers sind strenge Anforderungen an die für das Vorliegen des subjektiven Tatbestands des § 138 Abs. 2 BGB zu treffenden Feststellungen zu stellen (vgl. BGH NJW-RR 11, 880; BGH NJW 06, 3054, 94, 1275).
OLG München, Beschluss vom 2.4.2015, Az. 31 Wx 81/15 51 a) Die Grenzen für die Zulässigkeit einer Zuwendung von Todes wegen zugunsten einer Person, die vom Erblasser umfassende Vorsorgevollmacht erhalten hat, sind anhand der allgemeinen Vorschriften, insbesondere des § 138 Abs. 1 BGB, zu bestimmen (vgl. BayObLG FamRZ 2003, 713, 715).
OLG München, Beschluss vom 2.4.2015, Az. 31 Wx 81/15 Die Einschränkung der Testierfreiheit durch die Anwendung der Generalklausel des § 138 Abs. 1 BGB kommt nur in Betracht, wenn sich das Verdikt der Sittenwidrigkeit auf eine klare, deutlich umrissene Wertung des Gesetzgebers oder allgemeine Rechtsauffassung stützen kann (BayObLG FamRZ 2003, 713, 715).
BGH, Urteil vom 2.3.2015, Az. XI ZR 378/13 Die streitgegenständlichen Zinssatz-Swap-Verträge sind schließlich, was das Berufungsgericht in anderem Zusammenhang richtig gesehen und der Senat von Amts wegen zu prüfen hat (BGH, Urteil vom 23. Januar 1981 -1 ZR 40/79, NJW 1981, 1439 aE), nicht nach § 138 BGB nichtig.
BGH, Urteil vom 2.3.2015, Az. XI ZR 378/13 69	a) Ein Rechtsgeschäft ist sittenwidrig im Sinne des § 138 BGB und damit nichtig, wenn es nach seinem aus der Zusammenfassung von Inhalt, Beweggrund und Zweck zu entnehmenden Gesamtcharakter mit den grundlegenden Wertungen der Rechtsund Sittenordnung nicht zu vereinbaren ist (BGH, Urteile vom 19. Januar 2001 - VZR437/99, BGHZ 146, 298, 301, vom 17. Januar
OLG Bamberg, vom 1.2.2015, Az. 4 U 60/14 61 Bei der Beurteilung, ob ein auffälliges Missverhältnis im Sinne des § 138 Abs. 2 BGB vorliegt, ist grundsätzlich auf den objektiven Wert der ausgetauschten Leistungen abzustellen (BGH NJW 1988, 130, 131; MüKo-Armbrüster, BGB, 6. Aufl., § 138, Rn. 144).
BGH, URTEIL vom 5.11.2014, Az. V ZR 194/13 -11 - verwerflichen Gesinnung des Begünstigten einen Verstoß gegen die guten Sitten begründet und zur Nichtigkeit des Vertrags nach § 138 Abs. 1 BGB führt (vgl. Senat, Urteil vom 19. Januar 2001 - V ZR 437/99, BGHZ 146, 298, 301 f.).
BGH, URTEIL vom 4.10.2014, Az. IX ZR 267/13 Hierzu hat der für die tatsächlichen Voraussetzungen des § 138 BGB darlegungsund beweispflichtige Beklagte (vgl. BGH, Beschluss vom 31. März 1970 - III ZB 23/68, BGHZ 53, 369, 379; Urteil vom 23. Februar 1995 - IX ZR 29/94, NJW 1995, 1425, 1429; vom 24. Januar 2014, aaO Rn. 10) bisher nicht oder nicht ausreichend vorgetragen.
BGH, URTEIL vom 3.5.2014, Az. VIII ZR 344/13 Auch in diesem Fall ist grundsätzlich auf die Verhältnisse, hier also die Kostenstruktur des Wärmeversorgers, im Zeitpunkt des Vertragsschlusses abzustellen (vgl. BGH, Urteile vom 21. Januar 2010 - Xa ZR 175/07, WM 2010, 410 Rn. 18; vom 4. April 1966 - VIII ZR 20/64, BGHZ 45, 322, 326; Beschluss vom 18. Februar 2003 - KVR 24/01, BGHZ 154, 21, 26; ferner Urteile vom 10. Februar 2012 - VZR 51/11, WM 2012, 2015 Rn. 13; vom 20. September 1993 - II ZR 104/92, BGHZ 123, 281,284; jeweils zu § 138 BGB).
BGH, URTEIL vom 4.4.2014, Az. III ZR 375/12 Eheverträgen nach § 138 BGB und § 242 BGB (Urteil vom 11. Februar 2004 - XII ZR 265/02, BGHZ 158, 81, 94 ff; Beschluss vom 6. Oktober 2004 - XII ZB 110/99, FamRZ 2005, 26, 27) sich bei einem ehevertraglichen Ausschluss des Versorgungsausgleichs im Einzelfall ergebenden Rechtsfolgen der Unwirksamkeit des Ausschlusses des Versorgungsausgleichs oder der Vertragsanpassung betreffen grundsätzlich die 'rechtliche Tragweite des Geschäfts' im Sinne von § 17 Abs. 1 Satz 1 BeurkG, über die der Notar die Beteiligten zu belehren hat (vgl. zu dem Begriff der rechtlichen Tragweite des Geschäfts im Sinne von § 17 Abs. 1 Satz 1 BeurkG: Senat, Urteil vom 2. Juni 2005 - III ZR 306/04, NJW 2005, 2495).
BGH, URTEIL vom 5.4.2014, Az. VIII ZR 162/81 Derartige Vereinbarungen eines Angestellten, Bevollmächtigten oder sonstigen Vertreters einer Partei mit dem Geschäftsgegner zu dem eigenen Vorteil hinter dem Rücken und zu dem Schaden des Geschäftsherren verstoßen gegen die guten Sitten und sind daher nach § 138 Abs. 1 BGB nichtig (BGH, Urteil vom 17. Mai 1988 - VI ZR 223/87, NJW 1989, 26, 27; Urteil vom 18. Februar 2003 - X ZR 245/00, BauR 2004, 337, 340).
BGH, URTEIL vom 5.4.2014, Az. VIII ZR 162/81 Zwar führen sittenwidrige Abreden über an den Vertreter zu leistende Zahlungen nur dann zur Nichtigkeit des Hauptvertrags nach § 138 Abs. 1 BGB, wenn sie auch zu einer für den Geschäftsherren nachteiligen Gestaltung geführt haben (BGH, Urteil vom 1. Januar 1990 - VIII ZR 337/88, NJW-RR 1990, 442, 443; Urteil vom 6. Mai 1999 - VII ZR 132/97, BGHZ 141, 357, 361).
BGH, URTEIL vom 4.4.2014, Az. I ZR 217/12 33	bb)	Vereinbarungen über die Zahlung eines 'Schmiergelds' für die künf- tige Bevorzugung bei der Vergabe von Aufträgen, die Angestellte, Bevollmächtigte oder sonstige Vertreter einer Partei heimlich mit dem anderen Vertragsteil treffen, verstoßen gegen die guten Sitten und sind gemäß § 138 Abs. 1 BGB nichtig (vgl. BGH, Urteil vom 14. Dezember 1972 - II ZR 141/71, NJW 1973, 363; Urteil vom 17. Mai 1988 - VI ZR 233/87, NJW 1989, 26 f.; Urteil vom 6. Mai 1999 - VII ZR 132/97, BGHZ 141, 357, 359).
BGH, Urteil vom 2.3.2014, Az. II ZR 216/13 Das Berufungsgericht (OLG Karlsruhe, ZIP 2013, 1958) hat, soweit für das Revisionsverfahren noch von Bedeutung, ausgeführt, der vollständige Abfindungsausschluss sei wegen Verstoßes gegen § 138 BGB beziehungsweise § 241 Nr. 4 AktG unter dem Gesichtspunkt der sittenwidrigen Knebelung von Anfang an nichtig.
BGH, BESCHLUSS vom 2.3.2014, Az. XI ZR 276/13 21	Bei der Prüfung des § 138 Abs. 1 BGB wird zu bedenken sein, dass eine krasse finanzielle Überforderung ausscheidet, wenn die Bürgenschuld durch den Wert eines dem Bürgen gehörenden Grundstücks abgedeckt ist (BGH, Urteil vom 26. April 2001 - IX ZR 337/98, WM 2001, 1330, 1331 f.).
BGH, BESCHLUSS vom 3.2.2014, Az. XII ZB 19/13 28	2. Dass das Oberlandesgericht die Vereinbarungen nicht nach § 138 BGB für unwirksam gehalten hat, steht mit der Rechtsprechung des Senats (Senatsurteil BGHZ 178, 322 = FamRZ 2009, 198 Rn. 19 ff.) im Einklang und wird von der Rechtsbeschwerde nicht in Frage gestellt.
BGH, URTEIL vom 2.0.2014, Az. II ZR 371/12 10	1. Wenn ein Vertreter kollusiv mit dem Vertragsgegner zu dem Nachteil des Vertretenen ein Geschäft abschließt, verstößt das Geschäft wegen einer sittenwidrigen Kollusion gegen die guten Sitten und ist nichtig (§ 138 BGB; vgl. BGH, Urteil vom 17. Mai 1988 -VI ZR 233/87, NJW 1989, 26 f.; Urteil vom 14. Juni 2000 - VIII ZR 218/99, NJW 2000, 2896, 2697).
OLG Nürnberg, Urteil vom 5.11.2013, Az. 12 U 49/13 a) Gesellschaftsvertragliche Regelungen in Personengesellschaften, die einem Gesellschafter, einer Gruppe von Gesellschaftern oder der Gesellschaftermehrheit das Recht einräumen, einen Mitgesellschafter ohne sachlichen Grund aus der Gesellschaft auszuschließen (sog. „Hinauskündigungsklauseln“) sind grundsätzlich wegen Verstoßes gegen die guten Sitten nach § 138 Abs. 1 BGB nichtig (BGH, Urteil vom 20.01.1977 - II ZR 217/75, BGHZ 68, 212; Urteil vom 13.07.1981 - II ZR 56/80, BGHZ 81, 263; Urteil vom 09.07.1990 - II ZR 194/89, BGHZ 112, 103; Urteil vom 19.09.2005 - II ZR 342/03, BGHZ 164, 107 - Mitarbeitermodell; Urteil vom 19.09.2005 - II ZR 173/04, BGHZ 164, 98 - Managermodell; Urteil vom 19.03.2007 - II ZR 300/05, NJW-RR 2007, 913; Urteil vom 07.05.2007 - II ZR 281/05, NJW-RR 2007, 1256).
BGH, Urteil vom 2.11.2013, Az. XI ZR 508/12 16	(1)	Das	Berufungsgericht	hat wiederum im Ansatz zutreffend erkannt, dass nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs von einem besonders groben Missverhältnis von Leistung und Gegenleistung, das den Schluss auf das - für das Unwerturteil des § 138 Abs. 1 BGB unerlässliche-subjektive Unrechtsmerkmal der verwerflichen Gesinnung des Verkäufers zulässt, erst ausgegangen werden kann, wenn der Wert der Leistung knapp doppelt so hoch ist wie der Wert der Gegenleistung (Senatsurteil vom 18. Dezember 2007 -XI ZR 324/06, WM 2008, 967 Rn. 35; BGH, Urteil vom 19. Januar 2001 -VZR 437/99, BGHZ 146, 298, 303 ff.; Urteil vom 21. März 1997 -VZR 355/95, WM 1997, 1155, 1156).
BGH, Urteil vom 2.11.2013, Az. XI ZR 508/12 Es hat weiter richtig gesehen, dass dann, wenn kein besonders grobes, sondern nur ein auffälliges Missverhältnis besteht, die Anwendung des § 138 Abs. 1 BGB in Betracht kommt, wenn weitere Umstände hinzutreten, die in Verbindung mit dem auffälligen Missverhältnis den Vorwurf der sittenwidrigen Übervorteilung begründen (BGH, Urteil vom 2. Juli 2004 - V ZR 213/03, BGHZ 160, 8, 16 f.; Urteil vom 4. Juni 2013 - II ZR 207/10, WM 2013, 1556 Rn. 25).
BGH, URTEIL vom 4.6.2013, Az. IX ZR 198/10 Gesellschaftsvertrag und Gesellschafterbeitritt waren nicht wegen des von der Schuldnerin betriebenen Schneeballsystems gemäß § 138 BGB sittenwidrig; sittenwidrig war lediglich das von ihr tatsächlich betriebene, nicht aber das mit dem gutgläubigen Beklagten und den anderen Kommanditisten und stillen Gesellschaftern vereinbarte System der Kapitalanlage (vgl. BGH, Urteil vom 21. März 2005 - II ZR 140/03, ZIP 2005, 753, 756; vom 9. Dezember 2010 -IXZR 60/10, NJW2011, 1732 Rn. 11; vom 22. September2011 - IXZR 209/10, NZI 2011, 976 Rn. 12).
BGH, URTEIL vom 2.5.2013, Az. II ZR 207/10 Die hierzu ergangene Rechtsprechung betrifft die Anwendung des § 138 Abs. 1 BGB auf von Kreditinstituten mit privaten Sicherungsgebern geschlossene Bürgschafts- oder Mithaftungsverträge, deren Sittenwidrigkeit im Regelfall bejaht wird, wenn der dem Hauptschuldner persönlich besonders nahe stehenden Sicherungsgeber finanziell krass überfordert wird, da dies die Vermutung begründet, er habe die ihn übermäßig belastende Personalsicherheit allein aus emotionaler Verbundenheit mit dem Hauptschuldner gestellt und der Kreditgeber habe dies in sittlich anstößiger Weise ausgenutzt (vgl. BGH, Urteil vom 25. Januar 2005 -XI ZR 28/04, ZIP 2005, 432, 433; Urteil vom 19. Februar 2013 -XI ZR 82/11, ZIP 2013, 664 Rn. 9).
BGH, URTEIL vom 2.5.2013, Az. II ZR 207/10 Vielmehr erfordert die bei Anwendung des § 138 Abs. 1 BGB vorzunehmende Gesamtwürdigung die Einbeziehung aller relevanten Umstände, die zur Zeit des Vertragsschlusses gegeben sind (vgl. BGH, Urteil vom 9. Mai 1988 - II ZR 247/87, WM 1988, 1370, 1373; Urteil vom 5. Mai 2003 - II ZR 112/01, ZIP 2003, 1442).
BGH, URTEIL vom 4.2.2013, Az. VII ZR 68/10 Dabei sind die subjektiven Umstände des Tatbestandes des § 138 Abs. 1 BGB häufig einem direkten Nachweis nicht zugänglich und können oft nur aus den objektiven Umständen erschlossen werden, wobei in manchen Fallgestaltungen Art und Ausmaß der objektiven Umstände eine Vermutung für das Vorliegen auch der subjektiven Tatbestandsmerkmale begründen (BGH, Urteil vom 18. Dezember 2008 - VII ZR 201/06, aaO Rn. 11 m.w.N.).
BGH, BESCHLUSS vom 2.0.2013, Az. XI ZR 472/11 Im Übrigen wird es dem in Anlehnung an die Rechtsprechung des Senats zur Haftung eines außerhalb des banküblichen Effektenhandels tätigen gewerblichen Vermittlers von Terminoptionen, der von vornherein chancenlose Geschäfte zu dem ausschließlich eigenen Vorteil vertreibt (vgl. Senatsurteile vom 9. März 2010 -XI ZR 93/09, BGHZ 184, 365 Rn. 25 f., vom 8. Juni 2010 - XI ZR 349/08, WM 2010, 2025 Rn. 41, vom 13. Juli 2010 - XI ZR 57/08, ZIP 2010, 2004 Rn. 37 und - XI ZR 28/09, WM 2010, 1590 Rn. 39, vom 12. Oktober 2010 - XI ZR 394/08, WM 2010, 2214 Rn. 40 und vom 25. Januar 2011 -XI ZR 195/08, WM 2011, 543 Rn. 21 mwN), gehaltenen Vortrag der Klägerin zu einer sittenwidrigen Übervorteilung durch die Beklagte unter dem Gesichtspunkt einer Nichtigkeit der von den Parteien getätigten Devisenoptionsgeschäfte nach § 138 Abs. 2 BGB nachzugehen haben.
BGH, BESCHLUSS vom 2.0.2013, Az. XI ZR 471/11 Im Übrigen wird es dem in Anlehnung an die Rechtsprechung des Senats zur Haftung eines außerhalb des banküblichen Effektenhandels tätigen gewerblichen Vermittlers von Terminoptionen, der von vornherein chancenlose Geschäfte zu dem ausschließlich eigenen Vorteil vertreibt (vgl. Senatsurteile vom 9. März 2010 -XI ZR 93/09, BGHZ 184, 365 Rn. 25 f., vom 8. Juni 2010 - XI ZR 349/08, WM 2010, 2025 Rn. 41, vom 13. Juli 2010 - XI ZR 57/08, ZIP 2010, 2004 Rn. 37 und - XI ZR 28/09, WM 2010, 1590 Rn. 39, vom 12. Oktober 2010 - XI ZR 394/08, WM 2010, 2214 Rn. 40 und vom 25. Januar 2011 -XI ZR 195/08, WM 2011, 543 Rn. 21 mwN), gehaltenen Vortrag der Klägerin zu einer sittenwidrigen Übervorteilung durch die Beklagte unter dem Gesichtspunkt einer Nichtigkeit der von den Parteien getätigten Devisenoptionsgeschäfte nach § 138 Abs. 2 BGB nachzugehen haben.
BGH, URTEIL vom 4.9.2012, Az. VII ZR 56/11 Die Missachtung der gegenständlichen und räumlichen Grenzen führt dagegen zur Nichtigkeit des Verbots gemäß § 138 BGB (vgl. BGH, Urteil vom 18. Juli 2005 - II ZR 159/03, NJW2005, 3061, 3062; Urteil vom 14. Juli 1997 - II ZR 238/96, NJW 1997, 3089, 3090 jeweils m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 4.9.2012, Az. VII ZR 56/11 Zudem widerspricht eine weitergehende geltungserhaltende Reduktion dem mit § 138 BGB verfolgten Zweck, den Betroffenen das Risiko der Nichtigkeit ihrer Vereinbarung zuzuweisen (BGH, Urteil vom 14. Juli 1997 - II ZR 238/96, NJW 1997, 3089, 3090 m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 5.6.2012, Az. V ZR 122/11 21	a) Rechtsgeschäftliche Verfügungsverbote sind allerdings wegen Verstoßes gegen die guten Sitten nach § 138 Abs. 1 BGB nichtig, wenn sie die Verfügungsbefugnis des Schuldners auf übermäßige Dauer einschränken (Senatsbeschluss vom 5. Dezember 1996 - V ZB 27/96, BGHZ 134, 182, 190).
VG München, Urteil vom 4.5.2012, Az. 15 K 11.5270 (BGH FamRZ 2007, 197; BVerwG FEVS 16, 88; BayVGH v. 25.4.2001 Az. 12 ZB 01.553) verstößt ein Rechtsgeschäft, das nach seinem aus Inhalt, Beweggrund und Zweck erkennbaren Charakter darauf angelegt ist, Vermögensverhältnisse zu Schaden des Hilfeträgers zu regeln, i.S. d. § 138 Abs. 1 BGB gegen die guten Sitten und ist nichtig, wobei es auf eine Schädigungsabsicht zulasten des Hilfeträgers nicht ankommt.
BGH, URTEIL vom 4.2.2012, Az. IX ZR 51/11 -7- 13	a) Gegenseitige Verträge können als wucherähnliche Rechtsgeschäfte nach § 138 Abs. 1 BGB sittenwidrig und daher nichtig sein, wenn zwischen Leistung und Gegenleistung objektiv ein auffälliges Missverhältnis besteht und eine verwerfliche Gesinnung des begünstigten Teils hervorgetreten ist, insbesondere wenn dieser die wirtschaftlich schwächere Lage des anderen Teils, dessen Unterlegenheit, bei der Festlegung der Vertragsbedingungen bewusst zu seinem Vorteil ausgenutzt oder sich zu demindest leichtfertig der Erkenntnis verschlossen hat, dass sich der andere Teil nur aufgrund seiner schwächeren Lage auf die ihn beschwerenden Bedingungen eingelassen hat (BGH, Urteil vom 11. Januar 1995 -VIII ZR 82/94, BGHZ 128, 255, 257 f mwN).
BGH, URTEIL vom 4.2.2012, Az. IX ZR 51/11 25	bb) Selbst wenn man von einer kausalen Umschaffung ausginge, würde sie ins Leere gehen, weil die alte Schuld aus dem Immobilienbeschaffungsvertrag infolge des Verstoßes gegen § 138 Abs. 1 BGB nicht bestand (BGH, Urteil vom 25. September 1958, aaO S. 167 f; vom 14. Januar 1972 -VZR 164/69, WM 1972, 384, 386; Beschluss vom 8. November 1978, aaO; MünchKomm-BGB/Berger, aaO, § 488 Rn. 22).
OLG München, Beschluss vom 1.1.2012, Az. 34 Wx 6/12 Im Fall eines wucherischen Geschäfts ist es wegen der gesetzlichen Fassung des § 138 Abs. 2 BGB („sich ... gewähren lässt“) ganz herrschende Meinung, dass die Nichtigkeit auch das Erfüllungsgeschäft ergreift (BGH NJW 1982, 2767/2768; 1994, 1275).
OLG München, Beschluss vom 1.1.2012, Az. 34 Wx 6/12 Es ist, was hier genügt, keineswegs offensichtlich und klar, dass die Rechtsfolge für die dingliche Seite hier anders zu beurteilen wäre, mag auch bei einem „wucherähnlichen“ Rechtsgeschäft (nach § 138 Abs. 1 BGB) die Nichtigkeitsfolge das abstrakte Verfügungsgeschäft regelmäßig nicht erfassen (vgl. BGH NJW 2001, 1127/1129) und das Oberlandesgericht in einem vorausgegangenen Prozess unter den Parteien (Urteil vom 16.4.2008 = 3 U 3171/07, S. 29) offenbar von dieser Rechtsfolge ausgegangen sein.
BGH, URTEIL vom 4.1.2012, Az. III ZR 60/11 Fehlt es damit an jeder tatsächlichen Verschlechterung der Rechtsstellung eines Dritten, besteht unter den vom Berufungsgericht festgestellten Umständen kein hinreichender Anlass, die Treuhandabrede als sittenwidrig im Sinne des § 138 Abs. 1 BGB anzusehen (vgl. BGH, Urteil vom 28. Oktober 2011 - V ZR 212/10, NJW-RR 2012, 18 Rn. 10; Soergel/Hefer-mehl, aaO Rn. 29; Staudinger/Coing, BGB, 11. Aufl., § 138 Rn. 12a).
VGH München, Beschluss vom 1.0.2012, Az. 22 ZB 10.2691 Die Rechtsprechung insbesondere des Bundesgerichtshofs, dass Rechtsgeschäfte zu dem Zweck der Verschiebung von Kostenlasten zu dem Nachteil Dritter oder der Allgemeinheit nach § 138 Abs. 1 BGB sittenwidrig sind, ist auch vom Bundesverfassungsgericht gebilligt worden (vgl. BVerfG vom 24.8.2000 NVwZ 2001, 65/66 m. w. N.).
VGH München, Beschluss vom 1.0.2012, Az. 22 ZB 10.2691 Dass Rechtsgeschäfte zu dem Zweck der Verschiebung von Kostenlasten zu dem Nachteil Dritter oder der Allgemeinheit nach § 138 Abs. 1 BGB sittenwidrig sind, ist bereits hinreichend geklärt (vgl. BVerfG vom 24.8.2000 a. a. O.).
BGH, URTEIL vom 4.11.2011, Az. VII ZR 111/11 § 138 Abs. 1 BGB setzt überdies eine grobe Interessenverletzung von erheblicher Stärke voraus (vgl. BGH, Urteil vom 25. April 2001 -VIII ZR 135/00, BGHZ 147, 279, 287 m.w.N.), die hier nicht vorliegt.
BGH, URTEIL vom 2.10.2011, Az. XI ZR 220/10 Die	Revision	stellt	nicht	in Frage, dass nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ein objektiv auffälliges Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung bei Darlehensverträgen, welches eine Vermutung für die subjektiven Voraussetzungen der Sittenwidrigkeit begründet, in der Regel dann zu bejahen ist, wenn der effektive Vertragszins den marktüblichen Effektivzins relativ um etwa 100% oder absolut um 12 Prozentpunkte überschreitet (vgl. BGH, Urteile vom 13. März 1990 -XIZR 252/89, BGHZ 110, 336, 340, vom 11. Januar 1995 -VIIIZR 82/94, BGHZ 128, 255, 266, vom 20. Februar 1990 -XI ZR 195/88, WM 1990, 534 f„ vom 11. Dezember 1990 -XI ZR 24/90, WM 1991, 271, 272 und vom 4. Mai 1993 -XI ZR 9/93, WM 1993, 1324, 1325, jeweils mwN), wobei in Einzelfällen die Voraussetzungen des § 138 Abs. 1 BGB aufgrund einer Gesamtwürdigung aller weiteren Geschäftsumstände auch zu bejahen sein können, wenn die relative Zinsdifferenz nur zwischen 90% und 100% beträgt (vgl. Senatsurteile vom 20. Februar 1990 - XIZR 195/88, WM 1990, 534, 535 und vom 11. Dezember 1990 -XIZR 24/90, WM 1991, 271, 272, jeweils mwN).
BGH, URTEIL vom 2.10.2011, Az. XI ZR 220/10 Hierfür könnte sprechen, dass eine Bank nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs im Rahmen einer Umschuldung ihre eigenen Interessen nicht ohne Rücksicht auf die wirtschaftlichen Belange des Darlehensnehmers durchsetzen darf, dass sich vielmehr ein Kredit als gemäß § 138 Abs. 1 BGB sittenwidrig und damit nichtig erweisen kann, wenn die Bank die Kreditvergabe von Bedingungen abhängig macht, die unter Abwägung aller Vor- und Nachteile zu einer unverhältnismäßig gesteigerten finanziellen Gesamtbelastung des Kreditnehmers führen (vgl. BGH, Urteil vom 5. November 1987 - III ZR 98/86, WM 1988, 181, 182 f ); auch müssen Kredit- und Bearbeitungsgebühren einer Restschuldversicherung, die nach einem höheren Prozentsatz als die des Hauptkredits berechnet werden, schon jetzt hinsichtlich des überschießenden Teils zu Lasten der Bank in den Äquivalenzvergleich einbezogen werden (BGH, Urteil vom 3. Dezember 1987 - III ZR 103/86, WM 1988, 184, 187).
BGH, URTEIL vom 5.9.2011, Az. V ZR 212/10 Zwar verstößt ein Vertrag, durch den die Vertragsparteien einen Dritten bewusst schädigen, gegen die guten Sitten und ist deshalb nach § 138 Abs. 1 BGB nichtig (BGH, Urteil vom 18. März 1996 - II ZR 10/95, NJW-RR 1996, 869).
BGH, URTEIL vom 5.9.2011, Az. V ZR 212/10 Als speziellere Regelungen gehen diese Bestimmungen der Vorschrift des § 138 BGB grundsätzlich vor (vgl. BGH, Urteil vom 5. Juli 1971 - II ZR 176/68, BGHZ 56, 339, 355; BGH, Urteil vom 13. Juli 1995 - IX ZR 81/94, BGHZ 130, 314, 331; BGH, Urteil vom 23. April 2002 - XI ZR 136/01, WM 2002, 1186 Rn. 33 mwN).
BGH, URTEIL vom 4.8.2011, Az. IX ZR 209/10 -9- den einzelnen Anlegern nicht wegen Sittenwidrigkeit nach § 138 BGB nichtig waren (BGH, Urteil vom 9. Dezember 2010 -IXZR 60/10, ZlnsO 2011, 428 Rn. 11).
BGH, BESCHLUSS vom 4.3.2011, Az. erin eines 9/10 Die Ausschöpfung der angebotenen Beweise ist vor dem rechtlichen Hintergrund unverzichtbar, dass an die Feststellung der subjektiven Voraussetzungen des Wuchertatbestands (§138 Abs. 2 BGB) strenge Anforderungen gestellt werden müssen (vgl. BGH, Urteil vom 8. Februar 1994 -XI ZR 77/93, aaO; Senat, Urteil vom 23. Juni 2006 - VZR 147/05, aaO).
BGH, BESCHLUSS vom 4.3.2011, Az. erin eines 9/10 Es begründet die tatsächliche Vermutung eines Handelns des begünstigten Vertragsteils in verwerflicher Gesinnung; Folge ist die Nichtigkeit des schuldrechtlichen Vertrags nach § 138 Abs. 1 BGB (vgl. Senat, Urteil vom 19. Januar 2001 - V ZR 437/99, BGHZ 146, 298, 306).
BGH, BESCHLUSS vom 3.2.2011, Az. VII ZR 216/08 12	Die Ablehnung der Anwendung des § 138 Abs. 1 BGB auf den vorliegenden Sachverhalt (vgl. das Urteil des Senats vom 18. Dezember 2008 - VII ZR 201/06, BGHZ 179, 213) durch das Berufungsgericht beschwert die Klägerin nicht.
BGH, URTEIL vom 5.1.2011, Az. V ZR 208/09 Wegen der weitgreifenden Folgen des Wuchers sind strenge Anforderungen an die für das Vorliegen des subjektiven Tatbestands des § 138 Abs. 2 BGB zu treffenden Feststellungen zu stellen (BGH, Urteil vom 8. Februar 1994 -XI ZR 77/93, NJW 1994, 1275; Senat, Urteil vom 23. Juni 2006 -V ZR 147/05, NJW 2006, 3054, 3056).
AG Bonn, Urteil vom 3.11.2010, Az. 116 C 84/09 Danach können gegenseitige Verträge, auch wenn der Wuchertatbestand des § 138 II BGB nicht in allen Voraussetzungen erfüllt ist, als wucherähnliche Rechtsgeschäfte nach § 138 I BGB sittenwidrig sein, wenn zwischen Leistung und Gegenleistung objektiv ein auffälliges Mißverhältnis besteht und außerdem mindestens ein weiterer Umstand hinzukommt, der den Vertrag bei Zusammenfassung der subjektiven und objektiven Merkmale als sittenwidrig erscheinen läßt (BGHZ 146, 298; BGH WM 1998, 513), wobei nach der Rechtsprechung zugunsten von Kaufleuten aus dem objektiv vorliegenden auffälligen Missverhältnis von Leistung und Gegenleistung keine Vermutung einer verwerflichen Gesinnung des Vertragspartners folgt (vgl. zu letzterem Palandt-Ellenberger, 68. Auflage, § 138, Rn. 34a, 34 c, m.w.N.).
LG Dortmund, Urteil vom 4.9.2010, Az. 11 S 64/10 Auch wenn keine prozessrechtlichen Mängel vorliegen, kann er nach § 138 BGB nichtig sein (BGH v. 10.03.1955, BGHZ 16, 390).
VG Augsburg, Urteil vom 2.8.2010, Az. 3 K 10.798 Die rechtliche Behandlung der Veräußerung eines Grundstücks als nichtig wegen Verstoßes gegen § 138 Abs. 1 BGB ist auch aus der Sicht der Gewährleistung des Eigentums in Art. 14 Abs. 1 GG verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden (vgl. BVerfG vom 24.8.2000 NVwZ 2001, 65).
LSG München, Beschluss vom 4.7.2010, Az. 11 AS 381/10 Eine vertragliche Vereinbarung, die aber einzig und allein den Zweck hat, dass der Vertragspartner zwangsläufig der Sozialhilfe anheim fallen muss, ist gemäß § 138 BGB nichtig (so für den Fall der Sittenwidrigkeit eines Unterhaltsverzichts unter Ehegatten: Bundesgerichtshof - BGH -, Urteil vom 17.9.1986, BGHZ 86, 82, 86 - NJW 1987, 1546, 1548).
BGH, URTEIL vom 2.5.2010, Az. XI ZR 389/09 18	Im Falle des Vollmachtsmissbrauchs auch unter diesem Gesichtspunkt wären die im Namen der Beklagten abgegebene Willenserklärung zur Errichtung der GbR ebenfalls unwirksam (vgl. BGH, Urteil vom 25. Februar 2002 - II ZR 374/00, WM 2002, 756 f.) und - wie oben unter II 1 a aa dargelegt - der Gesellschaftsvertrag nach § 138 BGB nichtig.
BGH, URTEIL vom 5.2.2010, Az. V ZR 52/09 11	a) Eine Sicherungsabrede kann, darin ist der Klägerin Recht zu geben, unter dem Gesichtspunkt einer ursprünglichen Übersicherung gemäß § 138 Abs. 1 BGB unwirksam sein (BGH, Urt. v. 28. April 1994, IX ZR 248/93, NJW 1994, 1796, 1798; LG Dessau WM 1999, 1711, 1712; MünchKomm-BGB/Oechsler, 5. Aufl. Anh.
LG Nürnberg, Urteil vom 3.2.2010, Az. 14 S 5126/09 Der Entzug des Teilnahmerechts und damit auch des Rede-, Frageund Antragsrechts verstößt gegen § 138 BGB und ist eine unzulässige Verletzung der Rechte aus Art. 14 GG (vgl. Jennißen/Elzer, WEG, § 24 Rn 55; Bärmann/Merle, WEG, 10. Aufl., § 24 Rn 63; LG Regensburg NJW-RR 1991,1169).
BGH, URTEIL vom 5.2.2010, Az. V ZR 60/09 Das Bestehen eines groben Missverhältnisses zwischen den in einem gegenseitigen Vertrag vereinbarten Leistungspflichten begründet nach der Rechtsprechung des Senats die tatsächliche Vermutung einer verwerflichen Gesinnung des Begünstigen, die nach § 138 Abs. 1 BGB zur Nichtigkeit des vereinbarten Vertrags führt (Senat, BGHZ 146, 298, 301).
BGH, URTEIL vom 4.1.2010, Az. IX ZR 18/09 Zu Recht hat das Berufungsgericht dieses Gutachten, welches die Kontrolle des anwaltlichen Billigkeitsermessens durch das Prozessgericht unterstützen soll und der freien richterlichen Würdigung unterliegt (BGH, Urt. v. 11. Dezember 2003 -IXZR 109/00, NJW 2004, 1043, 1046), im Rahmen der Anwendung des § 138 BGB berücksichtigt (vgl. BGH, Urt. v. 4. Juli 2002, aaO S. 2775).
LAG Köln, Urteil vom 5.0.2010, Az. 4 Sa 943/08 Auch die Voraussetzungen der Sittenwidrigkeit (§ 138 BGB) sind nach dem Zeitpunkt der Vornahme des Rechtsgeschäfts zu beurteilen (BGHZ 7, 111; 100, 359; 123, 281).
LAG Köln, Urteil vom 4.0.2010, Az. 7 SaGa 24/09 Besteht somit im nach derzeitiger Einschätzung für die Arrestbeklagte günstigsten Fall in tatsächlicher Hinsicht eine sog. Non-liquet-Situation, wird die Arrestbeklagte mit ihrem Sittenwidrigkeitseinwand gegen den Arrestanspruch keinen Erfolg haben können; denn die Beweislast für die objektiven und subjektiven Voraussetzungen der Sittenwidrigkeit trägt derjenige, der sich auf die Nichtigkeit des Rechtsgeschäfts beruft (BGH NJW 1995, 1429; BGH NJW 1974, 1821; BGH AZ 53, 379; Palandt/Ellenberger, § 138 BGB, Rdnr. 23).
BGH, URTEIL vom 2.10.2009, Az. XI ZR 332/08 Die formularmäßige Bürgschaftserklärung enthält darüber hinaus eine Klausel, nach der die Klägerin den Erlös aus anderen Sicherheiten oder Zahlungen der Hauptschuldnerin oder anderer Verpflichteter zunächst auf den die Bürgschaftssumme überschreitenden Teil der Kredite in Anrechnung bringen darf.Diese Klauseln begründeten unabhängig von ihrer Wirksamkeit, auf die es bei der Prüfung des § 138 Abs. 1 BGB nicht ankommt (BGHZ 136, 347, 355 f.), die Gefahr, dass die Beklagte nach Verwertung der Hypothekenvormerkung aus der Bürgschaft in Anspruch genommen und nicht in der Lage sein würde, die im Kreditvertrag vom 7. September 1994 vereinbarten, auf die nach Verwertung der Hypothekenvormerkung noch offenen Restkreditforderungen entfallenden monatlichen Zinsen zu bezahlen.
BGH, URTEIL vom 5.9.2009, Az. V ZR 178/08 Das Berufungsgericht hat nicht übersehen, dass ein Kaufvertrag, auch wenn der Wuchertatbestand des § 138 Abs. 2 BGB nicht in allen Voraussetzungen erfüllt ist, als wucherähnliches Rechtsgeschäft nach § 138 Abs. 1 BGB sittenwidrig sein kann (vgl. Senat, BGHZ 146, 298, 301 m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 5.9.2009, Az. V ZR 178/08 Zur Feststellung der Sittenwidrigkeit eines Vertrags als wucherähnlichen Geschäfts nach § 138 Abs. 1 BGB ist das subjektive Merkmal eines Handelns des Begünstigten in verwerflicher Gesinnung unerlässlich (Senat, BGHZ 160, 8, 14; Urt. v. 19. Juli 2002, VZR 240/01, NJW2002, 3165, 3166).
BGH, URTEIL vom 5.9.2009, Az. V ZR 178/08 Darauf kann aber nicht verzichtet werden, weil ein grobes Äquivalenzmissverhältnis allein nicht zur Nichtigkeit des Vertrags nach § 138 BGB führt und die tatsächliche Vermutung einer verwerflichen Gesinnung des davon begünstigten Vertragsteils durch den Vortrag besonderer Umstände erschüttert werden kann (Senat, BGHZ 160, 8, 15; Urt. v. 19. Juli 2002, V ZR 240/01, NJW2002, 3165, 3166; Urt. v. 27. September 2002, VZR 218/01, NJW 2003, 283, 284).
BGH, URTEIL vom 2.5.2009, Az. XI ZR 539/07 In die Prüfung, ob ein Vertrag gemäß § 138 Abs. 1 BGB unwirksam ist, sind auch Klauseln einzubeziehen, die nach §§ 307 bis 309 BGB unwirksam oder nach § 305c Abs. 1 BGB nicht Vertragsbestandteil geworden sind (BGHZ 136, 347, 355 f.).
BGH, BESCHLUSS vom 2.4.2009, Az. IX ZR 151/08 1., insoweit in BGHZ 155, 199 nicht abgedruckt; siehe außerdem Kreft in Festschrift für Karsten Schmidt S. 965 ff) sind ebenso wie die streitige Nichtigkeit gemäß § 138 Abs. 1 BGB (vgl. dazu BGH, Urt. v. 3. April 1963 -VIIIZR 217/61, LM BGB §779 Nr. 19; v. 2. Juni 1989 -VZR 316/87, WM 1989, 1478 f) grundsätzlich vergleichsfähig.
BGH, URTEIL vom 3.3.2009, Az. I ZR 5/07 Es hat vielmehr die Frage der Wirksamkeit des Vertrags selbständig beurteilt und sich lediglich hinsichtlich der Darlegung der Gründe für seine Beurteilung, der Vertrag sei wegen Sittenwidrigkeit nach § 138 Abs. 1 BGB nichtig, in verfahrensrechtlich zulässiger Weise auf die Erwägungen in den den Parteien bekannten Entscheidungen des Landgerichts Mannheim und des Oberlandesgerichts Karlsruhe bezogen (vgl. BGH, Urt. v. 8.11.1990-1 ZR 49/89, NJW-RR 1991, 830).
FG Münster, Urteil vom 3.3.2009, Az. 12 K 3308/07 wegen Sittenwidrigkeit (§ 138 Bürgerliches Gesetzbuch) ohne Rechtsgrund erfolgten (vgl. Bundesgerichtshof – BGH – Urteil vom 13.03.2008 III ZR 282/07, NJW 2008, 1942).
BGH, URTEIL vom 1.3.2009, Az. II ZR 255/08 -8- Maßstab des § 138 BGB zu messenden (vgl. BGHZ 106, 336, 338 f.) Mindeststandard an Mitwirkungsrechten und damit Rechtsschutzmöglichkeit sicherstellen muss.
BGH, URTEIL vom 1.3.2009, Az. II ZR 255/08 16	b) Die mit einer Schiedsklausel getroffene Anordnung des schiedsrichterlichen Verfahrens auch für Beschlussmängelstreitigkeiten muss sich allerdings an § 138 Abs. 1 BGB messen lassen: 17	Die Schiedsvereinbarung unterliegt nach altem wie nach neuem Recht als Unterfall des Prozessvertrages (BGHZ 99, 143, 147) materiellen Gültigkeitsgrenzen (MünchKommZPO/Münch, 3. Aufl. § 1029 Rdn. 15 ff.), die durch § 138 Abs. 1 BGB - der neben § 1025 Abs. 2 ZPO a.F. Anwendung findet - gezogen werden.
BGH, URTEIL vom 1.3.2009, Az. II ZR 255/08 Nach § 138 Abs. 1 BGB (dazu BGHZ 106, 336, 338 f.) sind Schieds-vereinbarungen nichtig, wenn sie eine übermäßige Einschränkung des Rechtsschutzes zu dem Gegenstand haben.
LAG Hamm, Urteil vom 3.2.2009, Az. 6 Sa 1372/08 Ein auffälliges Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung, das sowohl der spezielle Straftatbestand als auch der zivilrechtliche Lohnwucher nach § 138 Abs. 2 BGB und das wucherähnliche Rechtsgeschäft nach § 138 Abs. 1 BGB voraussetzen (BAG 24. März 2004 - 5 AZR 303/03; 23. Mai 2001 - 5 AZR 527/99; BAG 22. März 1989 - 5 AZR 151/88; BGH 22. April 1997 - 1 StR 701/96), liegt im Streitfall ebenso vor wie der subjektive Tatbestand der Sittenwidrigkeit nach § 138 BGB.
LAG Hamm, Urteil vom 3.2.2009, Az. 6 Sa 1372/08 Ein Rechtsgeschäft verstößt gegen § 138 Abs. 1 BGB, wenn es nach seinem aus der Zusammenfassung von Inhalt, Beweggrund und Zweck zu entnehmenden Gesamtcharakter mit den guten Sitten nicht zu vereinbaren ist (BGH 28. Februar 1989 - IX ZR 130/88; BGH 6. Mai 1999 - VII ZR 132/97).
LAG Hamm, Urteil vom 3.2.2009, Az. 6 Sa 1284/08 Ein auffälliges Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung, das sowohl der spezielle Straftatbestand als auch der zivilrechtliche Lohnwucher nach § 138 Abs. 2 BGB und das wucherähnliche Rechtsgeschäft nach § 138 Abs. 1 BGB voraussetzen (BAG 24. März 2004 - 5 AZR 303/03; 23. Mai 2001 - 5 AZR 527/99; BAG 22. März 1989 - 5 AZR 151/88; BGH 22. April 1997 - 1 StR 701/96), liegt im Streitfall ebenso vor wie der subjektive Tatbestand der Sittenwidrigkeit nach § 138 BGB.
LAG Hamm, Urteil vom 3.2.2009, Az. 6 Sa 1284/08 Ein Rechtsgeschäft verstößt gegen § 138 Abs. 1 BGB, wenn es nach seinem aus der Zusammenfassung von Inhalt, Beweggrund und Zweck zu entnehmenden Gesamtcharakter mit den guten Sitten nicht zu vereinbaren ist (BGH 28. Februar 1989 - IX ZR 130/88; BGH 6. Mai 1999 - VII ZR 132/97).
LG Köln, Urteil vom 4.2.2009, Az. 37 O 653/08 Auch verstößt es nicht gegen § 138 BGB, wenn durch Anordnung der Vor- und Nacherbschaft erreicht wird, dass nach dem Tod des Behinderten sein Erbanteil an einen Familienangehörigen fällt und der Aufwendungsersatzanspruch nach § 102 SGB XII des Sozialträgers nicht durchgesetzt werden kann, weil die Nacherben nicht Erben des behinderten Kindes sondern des Erblassers sind (BGHZ 123, 368, 373; van de Loo in: NJW 1990, 2852; Nieder in: NJW, 1994, 1264).
LG Düsseldorf, Urteil vom 1.1.2009, Az. 7 O 11/09 Bei § 138 Abs. 1 BGB genügt, dass der Kreditgeber die schwächeren M des anderen Teils bewusst zu seinem Vorteil ausnutzt oder sich leichtfertig der Erkenntnis verschließt, dass der Kreditnehmer sich nur wegen seiner schwächeren M auf die drückenden Bedingungen einlässt (Palandt/Heinrichs, BGB, 67. Auflage 2008, § 138 Rn. 25; BGH, NJW 1981, 1206, 1207).
BGH, URTEIL vom 5.1.2009, Az. V ZR 130/08 Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs kann ein ehevertraglicher Verzicht auf nachehelichen Unterhalt mit der Folge, dass der Träger der Sozialhilfe belastet wird, nach § 138 Abs. 1 BGB sittenwidrig sein, wenn die Vertragsschließenden bewusst eine Unterstützungsbedürftigkeit zu Lasten der Sozialhilfe herbeiführen (BGH, Urt. v. 9. Juli 1992, XII ZR 57/91, NJW 1992, 3164; Urt. v. 25. Oktober 2006, XII ZR 144/04, NJW 2007, 904, 905; Urt. v. 5. November 2008, XII ZR 157/06, Rdn. 35 ff., zur Veröffentlichung in BGHZ bestimmt).
BGH, URTEIL vom 4.11.2008, Az. VII ZR 201/06 Dabei sind die subjektiven Umstände des Tatbestandes des § 138 Abs. 1 BGB häufig einem direkten Nachweis nicht zugänglich und können oft nur aus den objektiven Umständen erschlossen werden, wobei in manchen Fallgestaltungen Art und Ausmaß der objektiven Umstände eine Vermutung für das Vorliegen auch der subjektiven Tatbestandsmerkmale begründen (BGH, Urteil vom 6. Mai 2003 - XI ZR 226/02, NJW 2003, 2230).
BGH, URTEIL vom 2.11.2008, Az. XI ZR 454/07 22	b) Zwar dürfen sittenwidrige Rechtsgeschäfte in aller Regel nicht mit einem gerade noch zulässigen Inhalt aufrechterhalten werden, weil sonst der Schutzzweck und die Abschreckungsfunktion des § 138 Abs. 1 BGB unterlaufen würden (siehe etwa BGHZ 68, 204, 207; BGH, Urteil vom 13. März 1979 - KZR 23/77, NJW 1979, 1605, 1606).
ArbG Bielefeld, Urteil vom 2.11.2008, Az. 3 Ca 2703/08 Offen gelassen hat es in derselben Entscheidung, ob entsprechend der Auffassung des Bundesgerichtshofs (BGH vom 22.04.1997 - 1 StR 701/96 in: AP Nr. 52 zu § 138 BGB) zu § 302 a StGB a. F., jetzt § 291 StGB n.F., bei 63 v.H. - das BAG spricht von 2/3 – des Tariflohnes von einem auffälligen Missverhältnis auszugehen ist.
BGH, URTEIL vom 3.10.2008, Az. XII ZR 157/06 Die Beurteilung, ob ein Ehevertrag wegen einer derartigen Lastenver- teilung sittenwidrig und deshalb nach § 138 Abs. 1 BGB nichtig ist, erfordert indes zusätzlich eine Gesamtwürdigung, die neben den objektiv vorliegenden individuellen Verhältnissen beim Vertragsschluss die subjektiv von den Ehegatten mit der Abrede verfolgten Zwecke sowie die sonstigen Beweggründe zu berücksichtigen hat, die den begünstigten Ehegatten zu seinem Verlangen nach der ehevertraglichen Gestaltung veranlasst und den benachteiligten Ehegatten bewogen haben, diesem Verlangen zu entsprechen (Senatsurteil BGHZ 158, 81, 100).
LG Köln, Urteil vom 5.9.2008, Az. 8 O 256/06 56Nach Auffassung des Gerichts ergibt sich aus den genannten, die Beklagte einseitig belastenden Vertragsregelungen ein auffälliges Missverhältnis zwischen Bindung und Erfolgsbeteiligung beider Parteien, das dem Vertrag einen Ausbeutungscharakter verleiht und ihn damit als sittenwidrig im Sinne des § 138 Abs. 1 BGB erscheinen lässt (vgl. LG Berlin, ZUM 2007, 754 ff.).
LG Köln, Urteil vom 3.6.2008, Az. 2 O 230/07 Diese Rechtsfolgen bestehen aber nicht nur in der Anordnung der Nichtigkeit des Rechtsgeschäfts gemäß § 138 BGB, sondern auch in dem im Rahmen des Schenkkreissystems in der Rechtsprechung inzwischen anerkannten (vgl. BGH, NJW 2006, 45; BB 2008, 1013; OLG Köln, NJW 2006, 3288) generellen Ausschluss der Kondiktionssperre des § 817 Satz 2 BGB.
BGH, URTEIL vom 5.5.2008, Az. V ZR 83/07 15	aa)	Ein	Kaufvertrag	ist nach ständiger Rechtsprechung des Senats als wucherähnliches Rechtsgeschäft nach § 138 Abs. 1 BGB nichtig, wenn zwischen Leistung und Gegenleistung objektiv ein auffälliges Missverhältnis besteht und eine verwerfliche Gesinnung des Begünstigten hervorgetreten ist oder ein anderer Umstand hinzukommt, der den Vertrag bei Zusammenfassung der subjektiven und objektiven Merkmale als sittenwidrig erscheinen lässt (Senat, BGHZ 146, 298, 301 f.; Urt. v. 29. Juni 2007, VZR 1/06, NJW 2007, 2841).
BGH, URTEIL vom 2.4.2008, Az. XI ZR 409/06 Zivilsenats des Bundesgerichtshofs auch für den Anspruch auf Rückzahlung des auf Zinsen und Nebenkosten entfallenden Zahlungsanteils, wenn der Kreditnehmer einen nach § 138 Abs. 1 BGB nichtigen Ratenkreditvertrag vorzeitig in einer Summe ablöst (vgl. BGH, Urteil vom 7. Dezember 1989 - Ill ZR 270/88, WM 1990, 134 f.).
ArbG Dortmund, Urteil vom 3.4.2008, Az. 10 Ca 279/08 49Abzustellen sei auch nicht auf den Zeitpunkt des Vertragsschlusses, sondern auf den streitgegenständlichen Zeitraum (vergleiche BAG Urteil vom 23.05.2001 – 5 AZR 527/99, EzA § 138 BGB Nr.29 = ArbuR 2001, 509 ; BAG Urteil vom 24.03.2004 – 5 AZR 303/03, BAGE 110, 79-89 = AP Nr. 59 zu § 138 BGB = DB 2004, 1432 = NZA 2004, 971 sowie Erfurter Kommentar zu dem Arbeitsrecht, 8. Auflage, Rd. Nr. 3 zu § 612 BGB).
ArbG Dortmund, Urteil vom 3.4.2008, Az. 10 Ca 279/08 51Von diesem Richtwert gehen in der Arbeitsgerichtsbarkeit soweit ersichtlich auch die Instanzgerichte aus (vergl. LAG Berlin, Urteil vom 20.02.1998 – 6 Sa 145/97, NZA-RR 1998, 392= ArbuR 1998, 468 = LAGE § 138 BGB Nr 11; LAG Berlin, Urteil vom 28.02.2007 – 15 Sa 1363/06; Arbeitsgericht Bremen – Bremerhaven, Urteil vom 12.12.2007 – 9 Ca 9331/07; vgl. auch Erfurter Kommentar zu dem Arbeitsrecht, aaO; Reinecke NZA 2000 Beilage zu Heft 3, Seite 23, 32).
BGH, URTEIL vom 4.3.2008, Az. VII ZR 140/07 Das gilt nicht nur im Anwendungsbereich von § 138 BGB (vgl. BGH, Urteile vom 23. Januar 1981 -1 ZR 40/79, NJW 1981, 1439 und vom 28. April 1986 - II ZR 254/85, NJW 1986, 2944, 2945), sondern auch bei § 134 BGB (vgl. BGH, Urteile vom 12. Januar 1970 -VIIZR 48/68, BGHZ 53, 152, 158 f.; vom 23. September 1982 -VII ZR 183/80, BGHZ 85, 39, 47; vom 22. Januar 1986 -VIII ZR 10/85, NJW 1986, 2360, 2361; vom 5. Mai 1992 - X ZR 134/90, BGHZ 118, 182, 191 und vom 1. Februar 2007 - III ZR 281/05, NJW 2007, 1130).
BGH, URTEIL vom 4.3.2008, Az. VII ZR 42/07 Das gilt nicht nur im Anwendungsbereich von § 138 BGB (vgl. BGH, Urteile vom 23. Januar 1981 -1 ZR 40/79, NJW 1981, 1439 und vom 28. April 1986 - II ZR 254/85, NJW 1986, 2944, 2945), sondern auch bei § 134 BGB (vgl. BGH, Urteile vom 12. Januar 1970 -VIIZR 48/68, BGHZ 53, 152, 158 f.; vom 23. September 1982 -VII ZR 183/80, BGHZ 85, 39, 47; vom 22. Januar 1986 -VIII ZR 10/85, NJW 1986, 2360, 2361; vom 5. Mai 1992 -XZR 134/90, BGHZ 118, 182, 191 und vom 1. Februar 2007 - III ZR 281/05, NJW 2007, 1130).
LG Düsseldorf, Urteil vom 5.2.2008, Az. 13 O 343/06 70Ein Rechtsgeschäft ist nach § 138 Abs. 1 BGB nichtig, wenn es nach seinem aus der Zusammenfassung von Inhalt, Beweggrund und Zweck zu entnehmenden Gesamtcharakter mit den guten Sitten nicht zu vereinbaren ist (BGHZ 146,298 ff).
BGH, URTEIL vom 4.0.2008, Az. III ZR 239/06 Nicht zu folgen ist dem Berufungsgericht bereits in der Einschätzung, ein aufgrund eines 'Lockvogelangebots' (oder 'Lockangebots', vgl. OLG Frankfurt am Main NJW-RR 2001, 1364) geschlossener Partnervermittlungsvertrag sei gemäß § 138 Abs. 1 BGB sittenwidrig und nichtig.
BGH, URTEIL vom 4.0.2008, Az. III ZR 239/06 Für die Beurteilung als sittenwidrig im Sinne des § 138 Abs. 1 BGB ist vielmehr entscheidend, ob das Rechtsgeschäft nach seinem aus Inhalt, Beweggrund und Zweck zu entnehmenden Gesamtcharakter mit den grundlegenden Wertungen der Rechtsund Sittenordnung unvereinbar ist (BGFIZ 110 aaO; 146, 298, 301; BGH, Urteil vom 14. Mai 1998 aaO; Urteil vom 29. Juni 2005 - VIII ZR 299/04 -NJW 2005, 2991, 2992 m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 4.0.2008, Az. III ZR 239/06 Ist daher ein Rechtsgeschäft durch arglistige Täuschung (oder widerrechtliche Drohung) zustande gekommen, so kann § 138 BGB neben § 123 BGB nur dann anwendbar sein, wenn weitere Umstände als die unzulässige Willensbeeinflussung hinzutreten, die das Geschäft seinem Gesamtcharakter nach als sittenwidrig erscheinen lassen (BGH, Urteil vom 14. Dezember 1987 - II ZR 166/87 - NJW 1988, 902, 903; Urteil vom 7. Juni 1988 - IX ZR 245/86- NJW 1988, 2599, 2601 zur Drohung; Urteil vom 26. September 1995 - XI ZR 159/94- NJW 1995, 3315; Versäumnisurteil vom 4. Juli 2002 -IXZR
BGH, URTEIL vom 2.11.2007, Az. XI ZR 324/06 des § 138 Abs. 1 BGB unerlässliche - subjektive Unrechtsmerkmal der verwerflichen Gesinnung des Verkäufers zu (BGHZ 146, 298, 303 ff.; 160, 8, 14).
LG Köln, Urteil vom 1.11.2007, Az. 13 S 301/07 Im Übrigen hat das BVerfG mit Beschluss vom 9.5.1984 (NJW 1984, 2345) auch bereits entschieden, dass die Frage, ob ein Rechtsgeschäft gegen die guten Sitten verstößt (§ 138 BGB) und welche Rechtsfolgen sich aus dessen Nichtigkeit ergeben (§§ 812, 817 BGB), die ordentlichen Gerichte zu entscheiden haben.
LG Köln, Urteil vom 3.6.2007, Az. 9 S 88/07 Ein Rechtsgeschäft ist nach § 138 Abs. 1 BGB nichtig, wenn es nach seinem von Inhalt, Beweggrund und Zweck geprägten Gesamtcharakter mit den guten Sitten nicht zu vereinbaren ist (BGHZ 146, 298, 301; 107, 92, 97; 86, 82, 88) und gegen das Anstandsgefühl aller billig und gerecht Denkenden verstößt (vgl. nur BGH NJW 2005, 2991, 2992).
LG Mönchengladbach, Urteil vom 5.5.2007, Az. 7 O 9/07 Soweit über § 138 BGB dann doch wieder zu dem Teil analog § 74 Abs. 2 HGB eine angemessene Entschädigung zu demindest für Fremdgeschäftsführer ― dies war der Beklagte allerdings nicht ― konstruiert wird (Baumbach/Hueck-Zöllner/Noack GmbHG § 35 Rn. 197 ff.) widerspricht dies der Entscheidung BGHZ 91, 1 ff., bei der ebenfalls die Zahlung einer Entschädigung nicht vereinbart war (vgl. auch BGH ZIP 2005, 1068).
BGH, URTEIL vom 1.4.2007, Az. II ZR 281/05 19	a) Nach der ständigen Rechtsprechung des Senats sind in den Personengesellschaften und der GmbH ebenso wie in der Publikumsgesellschaft gesellschaftsvertragliche Regelungen, die einem Gesellschafter, einer Gruppe von Gesellschaftern oder der Gesellschaftermehrheit das Recht einräumen, einen Mitgesellschafter ohne sachlichen Grund aus der Gesellschaft auszuschließen ('Hinauskündigungsklausel'), grundsätzlich wegen Verstoßes gegen die guten Sitten nach § 138 Abs. 1 BGB nichtig (BGHZ 81, 263, 266 ff.; 105, 213, 216 f.; 112, 103, 107 f.; BGHZ 164, 98, 101 und 107, 110 f.; Urt. v. 8. März 2004 - II ZR 165/02, ZIP 2004, 903, 904 f.; v. 14. März 2005 - II ZR 153/03, ZIP 2005, 706, 707; v. 19. März 2007 - II ZR 300/05, ZIP 2007, 862).
BGH, URTEIL vom 4.3.2007, Az. IX ZR 59/06 -6- Insolvenzanfechtung gegenüber § 138 Abs. 1 BGB vorrangig (BGH, Urt. v. 18. Februar 1993 - IX ZR 129/92, WM 1993, 738, 739 f.; v. 11. November 1993 -IX ZR 257/92, WM 1994, 171, 174, insoweit in BGHZ 124, 76 nicht abgedruckt).
LG Bonn, Urteil vom 4.3.2007, Az. 6 S 378/06 6Die Kammer folgt zwar bei der rechtlichen Bewertung von Schenkkreisen der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (Urteile vom 10.11.2005 – III ZR 72/05 und III ZR 73/05), der nach die Vereinbarung eines Schenkkreises – weil auf ein sogenanntes Schneeballsystem gerichtet – sittenwidrig und damit gemäß § 138 Abs. 1 BGB nichtig war (vgl. auch BGH NJW 1997, 2314 [2315]).
LG Düsseldorf, Urteil vom 2.2.2007, Az. 6 O 389/06 30Eine solche Verpflichtung ist grundsätzlich nicht gem. § 138 BGB i.V.m.Art. 12 GG nichtig (BGH, aaO.).
LG Krefeld, Urteil vom 4.0.2007, Az. 3 O 443/06 Nach der Rechtsprechung des BGH findet eine geltungserhaltende Reduktion ihre Grenzen nämlich dort, wo die Sittenwidrigkeit einer wettbewerbsbeschränkenden Regelung nicht allein in der zeitlichen Ausdehnung liegt, sondern weitere zur Anwendbarkeit des § 138 BGB führende Gründe hinzutreten ( BGH, NJW 1997, 3089; OLG Düsseldorf, ZIP 1999, 311).
LG Köln, Urteil vom 2.10.2006, Az. 11 S 463/05 Zwar kann nach neuer höchstrichterlicher Rechtsprechung der Grund- und Schutzzweck der Nichtigkeitssanktion (§ 138 Abs. 1 BGB) ausnahmsweise gegen eine Konditionssperre gem. § 817 Satz 2 BGB sprechen (BGH NJW 2006, 45, 46).
LG Köln, Urteil vom 2.10.2006, Az. 11 S 463/05 Gerade einem solchen sittenwidrigen Verhalten steuere § 138 Abs. 1 BGB entgegen, indem er für entsprechende Vereinbarungen Nichtigkeit anordne (BGH NJW 2006, 45, 46).
BGH, URTEIL vom 5.5.2006, Az. V ZR 147/05 Das folgt nicht zuletzt daraus, dass wegen der weitgreifenden Folgen des Wuchers - die Nichtigkeit erstreckt sich hier nicht nur auf das Grundgeschäft, sondern auch auf die abstrakten Erfüllungsleistungen (vgl. Senat, Urt. v. 24. Mai 1985, VZR 47/84, NJW 1985, 3006, 3007) - strenge Anforderungen an die zu dem subjektiven Tatbestand des § 138 Abs. 2 BGB zu treffenden Feststellungen gerechtfertigt sind (vgl. BGH, Urt. v. 8. Februar 1994, XI ZR
BGH, URTEIL vom 5.5.2006, Az. V ZR 147/05 Die Sache ist nicht zur Endentscheidung reif, weil sich anhand der von dem Berufungsgericht getroffenen Feststellungen nicht beurteilen lässt, ob der zwischen den Parteien geschlossene Vertrag als wucherähnliches Rechtsgeschäft im Sinne des § 138 Abs. 1 BGB nichtig ist (vgl. Senat, BGHZ 146, 298, 301).
BGH, URTEIL vom 2.3.2006, Az. XI ZR 330/05 Dem Versäumnisurteil liege eine Auslegung des § 138 Abs. 1 BGB zugrunde, die das Bundesverfassungsgericht mit Beschluss vom 19. Oktober 1993 (BVerfGE 89, 214) für verfassungswidrig erklärt habe.
BGH, URTEIL vom 2.3.2006, Az. XI ZR 330/05 Zivilsenat im ersten Revisionsurteil (BGHZ 151, 316, 318 ff.) ausgeführt hat, gemäß § 138 Abs. 1 BGB nichtig.
BGH, URTEIL vom 2.3.2006, Az. XI ZR 330/05 Die gegen den Kostenfestsetzungsbeschluss vom 2. Dezember 1992 gerichtete Vollstreckungsabwehrklage ist aber zulässig (vgl. BGHZ 5, 251, 252 f.; Zöller/Herget, ZPO 25. Aufl. § 104 Rdn. 21 Stichwort: Vollstreckungsgegenklage) und begründet, weil er, ebenso wie das Urteil vom 14. Oktober 1992, auf einer Auslegung des § 138 Abs. 1 BGB beruht (vgl. hierzu Bethge, in: Maunz/Schmidt-Bleibtreu/Klein/Bethge, BVerfGG § 79 Rdn. 65), die mit den vom Bundesverfassungsgericht (BVerfGE 89, 214 ff.) gesetzten Maßstäben nicht vereinbar ist.
BGH, URTEIL vom 3.3.2006, Az. IV ZR 139/05 Für dieses sachlichrechtliche Begehren kommen Ansprüche aus der Sicherungsabrede (vgl. Wenzel, Sicherung von Krediten durch Grundschulden Rdn. 2410, 2421, 2426 m.w.N.), § 812 Abs. 1 BGB i.V. mit § 138 BGB, § 826 BGB oder cic in Betracht (vgl. BGHZ 151, 316, 327; BGH, Urteil vom 7. Mai 1987 - IX ZR 198/85 - NJW-RR 1987, 1291 unter 1).
BGH, URTEIL vom 4.10.2005, Az. Ill ZR 73/05 11	Dem Berufungsgericht ist jedenfalls darin zuzustimmen, dass der Grund und der Schutzzweck der Nichtigkeitssanktion (§ 138 Abs. 1 BGB) hier - ausnahmsweise- gegen eine Kondiktionssperre gemäß §817 Satz 2 BGB sprechen (vgl. zu einer solchen Einschränkung des § 817 Satz 2 BGB im Hinblick auf den Zweck eines Verbotsgesetzes in Verbindung mit dem Grundsatz von Treu und Glauben: BGHZ 111,308, 312 f einerseits, BGHZ <Senat> 118, 142, 150, <X.
BGH, URTEIL vom 4.10.2005, Az. III ZR 72/05 11	Dem Berufungsgericht ist jedenfalls darin zuzustimmen, dass der Grund und der Schutzzweck der Nichtigkeitssanktion (§ 138 Abs. 1 BGB) hier - ausnahmsweise - gegen eine Kondiktionssperre gemäß §817 Satz 2 BGB sprechen (vgl. zu einer solchen Einschränkung des §817 Satz 2 BGB im Hinblick auf den Zweck eines Verbotsgesetzes in Verbindung mit dem Grundsatz von Treu und Glauben: BGHZ 111, 308, 312 f einerseits, BGHZ <Senat> 118, 142, 150, <X.
BGH, URTEIL vom 1.8.2005, Az. II ZR 342/03 Danach sind in den Personengesellschaften und der GmbH gesellschaftsvertragliche Regelungen, die einem Gesellschafter, einer Gruppe von Gesellschaftern oder der Gesellschaftermehrheit das Recht einräumen, einen Mitgesellschafter ohne sachlichen Grund aus der Gesellschaft auszuschließen, grundsätzlich wegen Verstoßes gegen die guten Sitten nach § 138 Abs. 1 BGB nichtig (BGHZ 81, 263, 266 ff.; 105, 213, 216 f.; 112, 103, 107 f.; Urt. v. 8. März 2004- II ZR 165/02, ZIP 2004, 903, 904; v. 14. März 2005 - II ZR 153/03, ZIP 2005, 706).
BGH, URTEIL vom 3.5.2005, Az. VIII ZR 299/04 aa) Ein Rechtsgeschäft ist nach § 138 Abs. 1 BGB nichtig, wenn es nach seinem aus der Zusammenfassung von Inhalt, Beweggrund und Zweck zu entnehmenden Gesamtcharakter mit den guten Sitten nicht zu vereinbaren ist (BGHZ 146, 298, 301; 107, 92, 97; 86, 82, 88).
BGH, URTEIL vom 3.5.2005, Az. VIII ZR 299/04 - 10- schluß eine arglistige Täuschung - wie hier über die zu erwartenden Geldgewinne - zugrunde, müssen zudem besondere Umstände zu der durch arglistige Täuschung bewirkten Willensbeeinflussung hinzukommen, die das Geschäft nach seinem Gesamtcharakter als sittenwidrig erscheinen lassen, damit § 138 Abs. 1 BGB neben § 123 BGB anwendbar ist (BGH, Urteil vom 26. September 1995 - XI ZR 159/94, WM 1995, 1950 = NJW 1995, 3315, unter II 1 b; Urteil vom 23. Februar 1995 - IX ZR 29/94, NJW 1995, 1425 = WM 1995, 1064, unter II 2 d bb; vgl. auch Urteil vom 4. Juli 2002 - IX ZR 153/01, NJW 2002, 2774 = WM 2003, 89, unter I 2, zur widerrechtlichen Drohung).
BGH, URTEIL vom 3.4.2005, Az. VIII ZR 368/03 Dies gilt etwa für den Nachweis der Arglist gemäß § 123 BGB (BGH, Urteil vom 13. Mai 1957 - II ZR 56/56, NJW 1957, 988; Baumgärtel/Laumen, aaO, §123 Rdnr. 1, 3 m.w.Nachw.), der subjektiven Voraussetzungen des § 138 BGB (BGHZ 95, 81, 85; Baumgärtel/Laumen, aaO, § 138 Rdnr. 1 m.w.Nachw.),
LG Köln, Urteil vom 5.3.2005, Az. 20 O 503/03 Ein Rechtsgeschäft ist gemäß § 138 Abs. 1 BGB nichtig, wenn es nach seinem aus der Zusammenfassung von Inhalt, Beweggrund und Zweck zu entnehmenden Gesamtcharakter mit den guten Sitten nicht vereinbar ist (vgl. BGHZ 106, 269 (272); BGH NJW 1995, 1425).
LG Köln, Urteil vom 5.3.2005, Az. 20 O 503/03 Daraus, dass der Herzkreis sittenwidrig im Sinne des § 138 BGB ist, folgt noch nicht, dass zwingend ein Schadensersatzanspruch aus § 826 BGB besteht, da beide Vorschriften sich in ihren Voraussetzungen und Rechtsfolgen unterscheiden (OLG Celle, NJW 1996, 2660 (2661)).
BGH, URTEIL vom 2.0.2005, Az. XI ZR 325/03 a)	Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs hängt die Anwendung des § 138 Abs. 1 BGB auf von Kreditinstituten mit privaten Sicherungsgebern geschlossene Bürgschafts- und Mithaftungsverträge regelmäßig entscheidend vom Grad des Mißverhältnisses zwischen dem Verpflichtungsumfang und der finanziellen Leistungsfähigkeit des dem Hauptschuldner persönlich nahe stehenden Bürgen oder Mitverpflichteten ab (BGHZ 136, 347, 351; 146, 37, 42; 151, 34, 36 f.; zuletzt Senatsurteil vom 11. Februar 2003 - XI ZR 214/01, ZIP 2003, 796, 797 und Senat BGHZ 156, 302, 307 m.w.Nachw.).
BGH, URTEIL vom 2.0.2005, Az. XI ZR 28/04 a)	Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs hängt die Anwendung des § 138 Abs. 1 BGB auf von Kreditinstituten mit privaten Sicherungsgebern geschlossene Bürgschafts- oder Mithaftungsverträge regelmäßig entscheidend vom Grad des Mißverhältnisses zwischen dem Verpflichtungsumfang und der finanziellen Leistungsfähigkeit des dem Hauptschuldner persönlich nahe stehenden Bürgen oder Mitverpflichteten ab (BGHZ 136, 347, 351; 146, 37, 42; 151, 34, 36 f.; zuletzt Senatsurteil vom 11. Februar 2003 - XI ZR 214/01, ZIP 2003, 796, 797 und Senat BGHZ 156, 302, 307 m.w.Nachw.).
BGH, URTEIL vom 5.0.2005, Az. V ZR 260/03 Die Voraussetzungen des § 138 Abs. 1 BGB liegen nicht vor, da sich ein besonders grobes Mißverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung, welches die Vermutung für die erforderliche verwerfliche Gesinnung des begünstigten Vertragspartners begründet (Senat, BGHZ 146, 298, 302 ff.), weder aus dem Gutachten des gerichtlich bestellten Sachverständigen noch aus der klägerseits vorgelegten Wertermittlung ergibt.
BGH, URTEIL vom 2.10.2004, Az. I ZR 83/72 Das entspricht der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zu § 138 Abs. 1 BGB (vgl. u.a. BGH, Urt. v. 08.03.2000 - II ZR 308/98, NJW 2000, 2584 f.; Urt. v. 12.05.1998 - KZR 18/97, BB 1998, 1554 ff.).
LG Essen, Urteil vom 4.10.2004, Az. 10 S 552/03 12Die damit verbundene bewußte Irreführung des Verbrauchers in dem Bestreben, sich so auf reellem Weg nicht erzielbare finanzielle Vorteile zu sichern, muss als sittenwidrig bezeichnet werden, § 138 BGB ( so auch AG Bad Iburg NJW - RR 2004, 1059 ).
BGH, URTEIL vom 3.8.2004, Az. XII ZR 22/02 Auch im Rahmen eines gewerblichen Miet- oder Pachtvertrages ist die Anwendung des § 138 Abs. 1 BGB auf Bürgschafts- und Mithaftungsverträge zwischen dem Vermieter oder Verpächter einerseits und einem privaten Sicherungsgeber andererseits regelmäßig entscheidend vom Grad des Mißverhältnisses zwischen dem Verpflichtungsumfang und der finanziellen Leistungsfähigkeit des Bürgen oder Mitverpflichteten abhängig (vgl. zur Anwendung des § 138 Abs. 1 BGB auf Mithaftungsverträge zwischen Kreditinstituten und privaten Sicherungsgebern BGH, Urteil vom 4. Dezember 2001 - XI ZR 56/01 -NJW 2002, 744, 745 f. m.w.N.).
AG Siegburg, Urteil vom 3.8.2004, Az. 4 C 805/03 Die Anwendung des § 138 Abs. 1 BGB erfordert weder das Vorliegen einer Schädigungsabsicht noch das Bewusstsein der Sittenwidrigkeit (BGH, Urteil vom 27. Januar 1988, NJW 1988, 1373, 1374; BGH, Urteil vom 7. Januar 1993, NJW 1993, 1587-1589), so dass die objektiven und subjektiven Voraussetzungen des § 817 Satz 2 BGB mit der Rechtsfolge der allgemein ausgeschlossenen Rückforderung des Geleisteten gegeben sind.
BGH, URTEIL vom 3.6.2004, Az. XII ZR 257/01 -11 - rieht im übrigen bedenkenfrei erörterte - Frage des subjektiven Verstoßes der Bank gegen § 138 BGB (vgl. dazu BGHZ 32, 361,366) nicht mehr an.
BGH, URTEIL vom 5.6.2004, Az. V ZR 213/03 Die Rechtsprechung (grundsätzlich zuletzt Senat BGHZ 146, 298) läßt auf der objektiven Grundlage eines besonders groben Mißverhältnisses von Leistung zu Gegenleistung den Schluß auf das - für das Unwerturteil des § 138 Abs. 1 BGB unerläßliche (Senatsurt. v. 19. Juli 2002, V ZR 240/01, WM 2003, 154) - subjektive Unrechtsmerkmal der verwerflichen Gesinnung zu.
BGH, URTEIL vom 3.5.2004, Az. XII ZR 11/01 Zutreffend ist allerdings der Ansatz des Berufungsgerichts, daß ein Vertrag als wucherähnliches Geschäft nach § 138 Abs. 1 BGB nichtig ist, wenn Leistung und Gegenleistung in einem auffälligen Mißverhältnis zueinander stehen und weitere sittenwidrige Umstände hinzutreten, z.B. eine verwerfliche Gesinnung des durch den Vertrag objektiv Begünstigten (BGHZ 141, 257, 263).
LG Krefeld, Urteil vom 2.5.2004, Az. 12 O 31/03 Ist, wie hier, die erbrachte Leistung das verabredete Honorar bei weitem nicht wert, ist eine solche formularmäßige Klausel gemäß § 138 Abs. 1 BGB nichtig, weil sie darauf abzielt, ein anstößiges Mißverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung zu sichern (OLG Celle aaO).
LG Köln, Urteil vom 4.5.2004, Az. 15 O 797/01 Rechtsgeschäfte, die, wie das Vorliegende, einen Betrug vorbereiten, sind jedoch gem. § 138 I BGB wegen Sittenwidrigkeit nichtig (BGH, NJW-RR 1990, 1521, 1522).
AG Königswinter, Urteil vom 5.3.2004, Az. 10 C 136/03 unter § 138 BGB fallen würden, werden von der Beklagten nicht behauptet und würden dem Netzbetreiber auch nicht zur Last fallen (vgl. BGH in NJW 2002, 361 ff.).
AG Bonn, Urteil vom 4.3.2004, Az. 6 C 538/03 Selbst wenn die Beauftragung eines Rechtsanwalts ein von der Rechtsordnung mißbilligtes Ziel verfolgt, dieser Mandatsvertrag etwa wegen Verstoßes gegen die guten Sitten (§ 138 BGB) nichtig ist, hat die Rechtsprechung die aufgrund des Mandatsvertrages erteilte Vollmacht für rechtsgültig gehalten (OLG Köln, MDR 1974, Seite 310 mit Verweis auf OGHBrZ NJW 1951, Seite 72).
LG Düsseldorf, Urteil vom 2.3.2004, Az. 4a O 212/03 Neben dem in § 138 Abs. 2 BGB hervorgehobenen Fall des Wuchers, soll auch der § 138 Abs. 1 BGB den Schwächeren gegen wirtschaftliche und intellektuelle Übermacht schützen (BGH, NJW 1981, 1206).
LG Essen, Urteil vom 3.11.2003, Az. 1 S 193/03 10Grundsätzlich unterliegt bis zur Grenze des § 138 BGB die Festlegung einer Vorfälligkeitsentschädigung der freien Gestaltung der Parteien (BGH NJW 2003, 2230, 2231).
BGH, URTEIL vom 3.10.2003, Az. VIII ZR 218/01 Wenn der Vertreter und sein Geschäftsgegner 'hinter dem Rücken' des Vertretenen und zu dessen Schaden gehandelt haben, ist ihre Absprache sittenwidrig (§ 138 Abs. 1 BGB) und daher nichtig (vgl. BGH, Urteil vom 17. Mai 1988 - VI ZR 233/87, NJW 1989, 26 unter II m.w.Nachw.).
BGH, BESCHLUSS vom 4.6.2003, Az. IX ZR 131/00 Die Stundensatzvereinbarung in dem schriftlichen Vertrag der Parteien vom 1. März 1996 war sittenwidrig (§ 138 Abs. 1 BGB), weil sie zu einer Honorarforderung des Beklagten führte, welche die gesetzlichen Gebühren um mehr als das Siebzehnfache überstieg (vgl. dazu bei Vereinbarung von Pauschalhonoraren in Fällen mit kleineren und mittleren Streitwerten BGHZ 144, 343, 346; BGH, Urt. v. 4. Juli 2002 - IX ZR 153/01, NJW 2002, 2774, 2775; zu Stundensatzvereinbarungen BGH, Urt. v. 3. April 2003 -IX ZR 113/02, Umdruck S. 9).
BGH, URTEIL vom 4.4.2003, Az. IX ZR 218/02 bb) Im Falle einer ursprünglichen Übersicherung können Sicherstellungsverträge gemäß § 138 Abs. 1 BGB unwirksam sein, wenn bereits bei Vertragsschluß sicher ist, daß im noch ungewissen Verwertungsfall ein auffälliges Mißverhältnis zwischen dem realisierbaren Wert der Sicherheit und der gesicherten Forderung bestehen wird (BGH, Urt. v. 12. März 1998 aaO S. 685; vgl. Ganter, in Schimansky/Bunte/Lwowski, Bankrechts-Handbuch 2. Aufl. § 90 Rn. 352).
BGH, URTEIL vom 2.4.2003, Az. XI ZR 226/02 nachteiligten im Falle des § 138 Abs. 2 BGB oder das Zutagetreten einer verwerflichen Gesinnung des Begünstigten im Falle des § 138 Abs. 1 BGB (BGHZ 128, 255, 257 f.; 141, 257, 263; 146, 298, 301 f.; jeweils m.w.Nachw.).
BGH, URTEIL vom 1.4.2003, Az. II ZR 112/01 Für die Beurteilung, ob ein Vertrag sittenwidrig und damit gemäß § 138 Abs. 1 BGB nichtig ist, sind allein die Umstände zur Zeit des Vertrags- Schlusses maßgebend (BGHZ 107, 92, 96 ff.; Urt. v. 5. März 1998 -1 ZR 250/95, BGHR § 138 BGB, Gesellschaftsvertrag 1, Sittenwidrigkeit).
BGH, URTEIL vom 3.2.2003, Az. IV ZR 278/01 c) Die Darlegungsund Beweislast dafür, daß die von der Streithelferin berechneten Fallpauschalen in einem auffälligen Mißverhältnis zu dem Marktpreis für vergleichbare Operationen in anderen reinen Privatkliniken stehen, hat das Berufungsgericht zutreffend der Beklagten auferlegt, da sie die Nichtigkeit der Krankenhausaufnahmeverträge gemäß § 138 BGB einwendet (vgl. BGHZ 53, 369, 379; BGH, Urteile vom 4. Juli 1974 - III ZR 66/72 - NJW 1974, 1821 unter II 3; vom 26. Februar 2002
BGH, URTEIL vom 3.1.2003, Az. XII ZR 142/00 Richtig ist zwar, daß auch eine psychische Bedrängnis eine Zwangslage im Sinne des § 138 Abs. 2 BGB darstellen kann (vgl. etwa BGH Urteil vom 22. Januar 1991 - VI ZR 107/90 - BGHR BGB § 138 Abs. 1 Zwangslage 2).
BGH, URTEIL vom 3.1.2003, Az. XII ZR 142/00 Ein Rechtsgeschäft, welches den Wuchertatbestand des § 138 Abs. 2 BGB nicht erfüllt, kann gleichwohl nach § 138 Abs. 1 BGB nichtig sein, wenn ein auffälliges Mißverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung besteht und weitere Umstände hinzutreten, insbesondere der Begünstigte aus verwerflicher Gesinnung gehandelt hat (vgl. etwa BGH Urteil vom 21. März 1997 - V ZR 355/95 - BGHR BGB § 138 Abs. 1 Mißverhältnis 6).
LG Duisburg, Urteil vom 2.1.2003, Az. 24 O 22/02 87Nach der seit einigen Jahren ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH) kann eine Regelung im Verhältnis zwischen Gesellschaftern, die einem oder mehreren von ihnen das Recht gibt, anderen deren Anteil an der Gesellschaft ohne Grund zu entziehen, nach § 138 BGB nichtig sein, wenn diese Regelung ihrem Gehalt nach eine sittenwidrige Benachteiligung des Gesellschafters enthält, dessen Geschäftsanteil entzogen werden soll (siehe dazu BGH Z 112, S. 103 ff., 107; BGH Z 125, S. 74 ff., 79 ).
BGH, URTEIL vom 5.0.2003, Az. V ZR 137/02 Diesen Maßstab zieht die Rechtsprechung heran, um bei Prüfung eines wucherähnlichen, nach § 138 Abs. 1 BGB nichtigen Rechtsgeschäfts auf das subjektive Merkmal einer verwerflichen Gesinnung zu schließen (vgl. Senat, BGHZ 148, 298, 302 m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 3.11.2002, Az. VIII ZR 123/02 Denn eine verwerfliche Gesinnung muß schon dann bejaht werden, wenn sich der Begünstigte zu demindest leichtfertig der Einsicht verschließt, daß sich der andere Teil nur unter dem Zwang der Verhältnisse oder den in § 138 Abs. 2 BGB genannten Umständen auf den ungünstigen Vertrag eingelassen hat (BGH aaO S. 303).
BGH, URTEIL vom 5.9.2002, Az. V ZR 253/01 Zwar verkennt es nicht die Voraussetzungen, unter denen nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes, insbesondere auch des Senats, eine vertragliche Regelung nach § 138 Abs. 1 BGB nichtig sein kann, wenn zwischen Leistung und Gegenleistung ein besonders grobes Mißverhältnis besteht (siehe nur Senat, BGHZ 146, 298, 301 f.).
BGH, URTEIL vom 5.9.2002, Az. V ZR 243/01 - 15- Ein Mißbrauch der Vertretungsmacht kommt in zwei Erscheinungsformen in Betracht: Ein Fall sittenwidrigen Verhaltens mit der Folge der Nichtigkeit des vorgenommenen Rechtsgeschäfts gemäß § 138 Abs. 1 BGB liegt vor, wenn der Vertreter mit dem Geschäftsgegner arglistig zu dem Nachteil des Vertretenen zusammenwirkt (BGH, Urt. v. 17. Mai 1988, VI ZR 233/87, NJW 1989, 26 f.; Urt. v. 8. März 1989, IVaZR 353/87, NJW-RR 1989, 642; Staudinger/Schilken, BGB [2001], § 167 Rdn. 93, 100; MünchKomm-BGB/Schramm, 4. Aufl., § 164 Rdn. 107).
BGH, URTEIL vom 2.9.2002, Az. IX ZR 443/00 Der Bürgschaftsvertrag vom 9. Juli 1995 ist nicht gemäß § 138 Abs. 1 BGB wegen Sittenwidrigkeit nichtig, obwohl die Höhe der übernommenen Verbindlichkeit von 1,6 Mio.DM die Beklagte finanziell kraß überforderte; denn sie hatte als Gesellschafterin ein unmittelbares Interesse an der Gewährung des Darlehens (vgl. BGHZ 137, 329, 336 f.; BGH, Urteil vom 18. September 2001 - IX ZR 183/00, WM 2001, 2156, 2157; vom 15. Januar 2002 - XI ZR 98/01, WM 2002, 436).
BGH, URTEIL vom 5.6.2002, Az. V ZR 240/01 Danach kann ein auf den entgeltlichen Erwerb eines Grundstücks gerichtetes Rechtsgeschäft, das den Wuchertatbestand des § 138 Abs. 2 BGB nicht in allen Punkten erfüllt, auch dann gegen die guten Sitten verstoßen und damit nach § 138 Abs. 1 BGB nichtig sein, wenn ein auffälliges Mißverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung besteht und weitere Umstände hinzutreten, insbesondere der Begünstigte aus verwerflicher Gesinnung gehandelt hat (vgl. nur Senat, BGHZ 146, 298, 301).
BGH, URTEIL vom 5.6.2002, Az. V ZR 240/01 Damit läßt sich nicht vereinbaren, daß das Berufungsgericht bei Prüfung des subjektiven Merkmals der Sittenwidrigkeit, für das die in § 138 Abs. 2 BGB genannten Umstände in ihren Auswirkungen auf die freie Willensentschließung ebenfalls Bedeutung erlangen (vgl. Senat, BGHZ 146, 298, 302; Urt. v. 21. März 1997, VZR 355/95, WM 1997, 1155, 1157), feststellt, der Kläger habe sich wegen seiner 'Position der Verhandlungsschwä-che' und seiner 'zugleich eingeschränkten körperlichen und psychischen Leistungsfähigkeit' nicht von den - nun für ihn nachteiligen - Wertvorstellungen lösen können, die Grundlage der von ihm betriebenen Erbauseinandersetzung gewesen seien.
BGH, URTEIL vom 5.6.2002, Az. V ZR 240/01 Schwächesituation des Klägers jedenfalls nicht bewußt, so daß die subjektiven Voraussetzungen des § 138 Abs. 2 BGB nicht erfüllt sind (vgl. Senat, Urt v. 24. Mai 1985, VZR 47/84, NJW 1985, 3006, 3007; BGH, Urt. v. 8. Februar 1994, XI ZR 77/93, NJW 1994, 1275).
BGH, URTEIL vom 4.6.2002, Az. IX ZR 326/99 Damit verstößt die Bürgschaft auch aus diesem Grunde gegen die guten Sitten und ist gemäß § 138 Abs. 1 BGB nichtig (vgl. BGHZ 136, 347, 352 f; BGH, Urt. v. 8. Oktober 1998 - IX ZR 257/97, WM 1998, 2327, 2328; v. 27. Januar 2000 -IXZR 198/98, WM 2000, 410, 412).
BVerfG, Urteil vom 4.6.2002, Az. 1 BvR 1905/02 Sie zwingt die Gerichte zu einer Verfeinerung und Konkretisierung der einschlägigen zivilrechtlichen Normen und hat insoweit dazu geführt, dass im Rahmen der Generalklausel des § 138 Abs. 1 BGB rechtssatzmäßig typisierbare Fallgruppen (vgl. BVerfGE 89, 214 <232>) gebildet worden sind, die der weiteren Rechtsanwendung zugrunde gelegt werden können.
BGH, URTEIL vom 3.6.2002, Az. XII ZR 314/00 2.	Zutreffend ist zwar der Ausgangspunkt des Oberlandesgerichts, daß ein Vertrag als wucherähnliches Geschäft nach § 138 Abs. 1 BGB nichtig ist, wenn Leistung und Gegenleistung in einem auffälligen Mißverhältnis zueinander stehen und weitere sittenwidrige Umstände hinzukommen, z.B. eine verwerfliche Gesinnung des durch den Vertrag objektiv Begünstigten (st.Rspr., vgl. BGHZ 141,257, 163 m.N.).
BGH, URTEIL vom 5.6.2002, Az. V ZR 97/01 b)	Zutreffend führt das Berufungsgericht auch aus, daß die Voraussetzungen eines wucherischen Rechtsgeschäfts nach §138 Abs. 2 BGB nicht festzustellen sind (vgl. Senat, BGHZ 98, 246, 248, Urt. v. 24. Mai 1985, V ZR 47/84, WM 1985, 1269, 1270).
BGH, URTEIL vom 3.5.2002, Az. IV ZR 168/01 Die Vorschrift des § 138 Abs. 1 BGB will den Sicherungsgeber insbesondere nicht davor bewahren, einen Vermögensgegenstand als Sicherheit zu geben, bei dessen Verwertung er neben wirtschaftlichen auch persönliche Nachteile, wie etwa den Verlust des langjährig genutzten Eigenheimes, erleidet (im Anschluß an BGH, Urteil vom 26. April 2001 - IX ZR 337/98 - NJW 2001, 2466).
LG Bonn, Urteil vom 5.0.2002, Az. 10 O 356/01 Selbst wenn der Kreis der Hauptverbindlichkeiten entgegen dieser Klausel gemäß §§ 9, 6 Abs. 1 AGBG auf diejenigen Verbindlichkeiten zu begrenzen wäre, die Anlaß der Bürgschaft waren (sog. 'Anlaßrechtsprechung' vgl. BGHZ 130, 19 (33)), so müsste dies in Anbetracht des § 138 Abs. 1 BGB außer Betracht bleiben.
BGH, Urteil vom 5.0.2001, Az. V ZR 437/99 Diese Überlegung steht im Einklang mit der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes, auch bei anderen auf Leistungsaustausch gerichteten Vertragsverhältnissen die Schlußfolgerung auf eine verwerfliche Gesinnung grundsätzlich schon dann eingreifen zu lassen, wenn allein der objektive Tatbestand des § 138 Abs. 1 BGB durch ein entsprechendes Äquivalenzmißverhältnis erfüllt ist (vgl. für Kreditverträge: BGHZ 98, 174, 178; 104, 102, 107; für Maklerverträge: BGHZ 125, 135, 140; BGH, Urt. v. 30. Mai 2000, IX ZR 121/99, NJW 2000, 2669, 2670; für Finanzierungsleasing: BGHZ 128, 255, 267).
BGH, Urteil vom 5.0.2001, Az. V ZR 437/99 Entscheidend ist hier vielmehr der Schutz des Übervorteilten vor einem Mißbrauch der Vertragsfreiheit durch § 138 Abs. 1 BGB (vgl. BGHZ 80, 153, 156).
BGH, Urteil vom 4.11.1999, Az. IX ZR 36/98 Ein Bürgschaftsvertrag ist grundsätzlich dann gemäß § 138 Abs. 1 BGB nichtig, wenn der Bürge sich in einem Umfang verpflichtet, der seine gegenwärtigen und künftig zu erwartenden Vermögensverhältnisse übersteigt, und durch weitere, dem Gläubiger zurechenbare Umstände - insbesondere durch Beeinträchtigung der Entscheidungsfreiheit - zusätzlich so erheblich belastet wird, daß ein unerträgliches Ungleichgewicht zwischen den Vertragspartnern hervorgerufen wird (BGHZ 132, 328, 329 f; 136, 347, 350 f; 137, 329 f, 332 f).
BGH, Urteil vom 3.10.1999, Az. VIII ZR 269/98 Zeitlicher Bezugspunkt für die Prüfung, ob die Optionsklausel die Beklagte unangemessen benachteiligt, ist der Zeitpunkt des Vertragsabschlusses; wurde die Beklagte durch die Optionsklausel nach dem ursprünglichen Vertragsinhalt unangemessen benachteiligt, so ist die Klausel von Anfang an unwirksam und kann nicht durch eine nachträgliche freiwillige Erhöhung der Gegenleistungen der Klägerin Wirksamkeit erlangt haben (vgl. BGH, Urteile vom 23. November 1983 aaO und vom 13. März 1997 aaO unter III 4 d dd jeweils für die gleichgelagerte Frage im Rahmen der Prüfung des § 138 Abs. 1 BGB).
BGH, URTEIL vom 5.11.1998, Az. V ZR 373/97 Die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs hat diese Möglichkeit neben der Sanktion des § 138 BGB eröffnet, um dem von einem sittenwidrigen Verhalten Betroffenen umfassenden Rechtsschutz zu gewähren und die erlittenen Nachteile schadensersatzrechtlich auszugleichen (vgl. BGH, Urt. v. 5. Dezember 1974, II ZR 24/73, WM 1975, 325, 328; ebenso MünchKomm-BGB/ Mertens, 3. Aufl., § 826 Rdn. 92; vgl. auch BGHZ 99, 101, 106 f).
BGH, URTEIL vom 4.9.1998, Az. IX ZR 257/97 Für die Beurteilung, ob und in welchem Maße der Bürge durch die von ihm übernommene Verpflichtung finanziell überfordert wird - also die Grundvoraussetzung dafür, daß der Vertrag nach § 138 Abs. 1 BGB zu beanstanden oder die Leistungspflicht des Bürgen gemäß § 242 BGB einzuschränken ist -, hat somit der Vermögenserwerb durch eine spätere Erbschaft zunächst außer Betracht zu bleiben (vgl. BGHZ 134, 325, 332) .
BGH, BESCHLUSS vom 4.8.1998, Az. IX ZR 204/97 Eine Sittenwidrigkeit des Kaufvertrages (§ 138 BGB) entfällt zu demindest, weil nach dem vorliegenden Sachund Streitstand nicht von einer verwerflichen Gesinnung der Kläger auszugehen ist (vgl. BGH, Urt. v. 21. März 1997 - V ZR 355/95, WM 1997, 1155, 1156).
BGH, BESCHLUSS vom 4.8.1998, Az. IX ZR 178/97 Die Voraussetzungen für eine Sittenwidrigkeit der Sicherungsabtretung gemäß § 138 Abs. 1 BGB wegen Gläubigergefährdung (BGHZ 10, 228, 232 ff; BGH, Urt. v. 16. März 1995 - IX ZR 72/94, NJW 1995, 1668 f) oder wegen ursprünglicher ÜberSicherung (BGH, Urt. v. 12. März 1998 - IX ZR 74/95, WM 1998, 856, 857), die die Beklagte darzulegen und zu beweisen hat (BGH,
BGH, URTEIL vom 4.4.1998, Az. I ZR 10/96 Für die Beurteilung als sittenwidrig i.S. des § 138 Abs. 1 BGB ist entscheidend, ob das Rechtsgeschäft seinem Inhalt nach mit den grundlegenden Wertungen der Rechtsoder Sittenordnung unvereinbar ist und alle Beteiligten sittenwidrig handeln, das heißt die Tatsachen kennen oder sich zu demindest ihrer Kenntnis grob fahrlässig verschließen, welche die Sittenwidrigkeit des Rechtsgeschäfts begründen (BGH, Urt. v. 6.12.1989 - VIII ZR 310/88, NJW 1990, 567, 568).
BGH, URTEIL vom 4.3.1998, Az. IX ZR 232/96 Sollte sich eine anfängliche Übersicherung ergeben, wobei Bewertungsunschärfen und -risiken angemessen Rechnung zu tragen ist (vgl. BGH, Urt. v. 4. Dezember 1997 - IX ZR 47/97, WM 1998, 248, 250), hat dies nicht ohne weiteres eine Sittenwidrigkeit der Änderungsvereinbarung nach § 138 Abs. 1 BGB zur Folge.
BGH, URTEIL vom 4.3.1998, Az. IX ZR 232/96 Wie bei allen Rechtsgeschäften ist auch für ein Sicherungsgeschäft, das zu einer anfänglichen Übersicherung führt, ein Verstoß gegen § 138 Abs. 1 BGB nur zu bejahen, wenn das Geschäft im Zeitpunkt seines Abschlusses nach seinem aus der Zusammenfassung von Inhalt, Beweggrund und Zweck zu entnehmenden Gesamtcharakter mit den guten Sitten nicht zu vereinbaren ist (vgl. allgemein BGHZ 86, 82, 88; 120, 272, 275; 125, 206, 209 sowie insbesondere BGH, Urt. v. 12. März 1998 -IX ZR 74/95, z.V.b.).
BGH, URTEIL vom 4.2.1998, Az. IX ZR 22/97 Die allgemeine Vorschrift des § 138 Abs. 1 BGB kommt daneben nur zur Anwendung, wenn das Rechtsgeschäft besondere, über die Gläubigerbenachteiligung hinausgehende Umstände aufweist (BGHZ 56, 339, 355; 130, 314, 331; BGH, Urt. v. 4. März 1993 - IX ZR 151/92, NJW 1993, 2041 f).
BGH, URTEIL vom 4.2.1998, Az. I ZR 250/95 Für die Beurteilung, ob ein Vertrag nach § 138 BGB sittenwidrig ist, sind allein die Umstände zur Zeit des Vertragsschlusses maßgebend (vgl. BGHZ 107, 92, 96 f. m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 5.9.1997, Az. V ZR 74/96 Ein Rechtsgeschäft ist nach § 138 Abs. 1 BGB nichtig, wenn es nach seinem aus der Zusammenfassung von Inhalt, Beweggrund und Zweck zu entnehmenden Gesamtcharakter mit den guten Sitten nicht zu vereinbaren ist (vgl. z.B. BGHZ 86, 82, 88; 107, 92, 97).
BGH, URTEIL vom 1.6.1997, Az. II ZR 238/96 In der bisherigen, eine nur quantitativ wirkende Nichtigkeit anerkennenden Rechtsprechung der verschiedenen Senate des Bundesgerichtshofs ist stets ausgesprochen worden, daß die genannte geltungserhaltende Reduktion ihre Grenze dort findet, wo die Sittenwidrigkeit einer wettbewerbsbeschränkenden Regelung nicht allein in der zeitlichen Ausdehnung liegt, sondern weitere zur Anwendbarkeit des § 138 BGB führende Gründe hinzutreten (vgl. z.B. Sen.Urt. v. 28. April 1986 - II ZR 254/85, NJW 1986, 2944, 2945; Sen.Urt. v. 29. Oktober 1990 - II ZR 241/89, WM 1990, 2121, 2123; BGH, Urt. v. 17. Oktober 1973 - VIII ZR 91/72, LM BGB § 138 (Bb) Nr. 35; ferner Paulusch aaO Rdnr. 148 ff. m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 2.6.1997, Az. XI ZR 267/96 b)	Eine Auffassung in Rechtsprechung und Literatur verneint unter Berufung auf den Grundsatz der Vertragstreue einen Anspruch des Darlehensnehmers auf vorzeitige Auflösung des Kreditvertrages; vielmehr unterlägen die Modalitäten eines Aufhebungsvertrages der freien Vereinbarung der Parteien und seien lediglich am Maßstab der Sittenwidrigkeit gemäß § 138 BGB zu prüfen (OLG Karlsruhe
BGH, URTEIL vom 4.5.1997, Az. IX ZR 233/96 aa) Allerdings war die Abrede, den Schuldenstand der LMC F|^m^ GmbH unzutreffend darzustellen, darauf gerichtet, einen anderen durch Täuschung zu einer ihm ungünstigen Willenserklärung zu veranlassen, und deshalb nach § 138 Abs. 1 BGB nichtig (vgl. BGHZ 60, 102, 104 f; BGH, Urt. v. 14. Dezember 1987 - II ZR 166/87, NJW 1988, 902, 903; v. 15. Mai 1990 - VI ZR 162/89, WM 1990, 1324, 1325).
BGH, Urteil vom 2.3.1997, Az. XI ZR 191/96 Ein Rechtsgeschäft ist nach § 138 Abs. 1 BGB nichtig, wenn es nach seinem aus der Zusammenfassung von Inhalt, Beweggrund und Zweck zu entnehmenden Gesamtcharakter mit den guten Sitten nicht vereinbar ist (vgl. BGHZ 106, 269, 272; BGH, Urteil vom 23. Februar 1995 - IX ZR 29/94, WM 1994, 1064, 1070).
BGH, URTEIL vom 3.0.1997, Az. VIII ZR 2/96 aa) Im Ausgangspunkt weist die Revision zwar zu Recht darauf hin, daß das Berufungsgericht zur Beurteilung der Frage, ob ein objektiv auffälliges Mißverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung im Sinne des § 138 BGB vorliegt, nicht sogleich auf den effektiven Jahreszins eines vergleichbaren Kreditvertrages hätte abstellen dürfen; zu Recht führt die Revision aus, daß vielmehr zunächst als Vergleichsmaßstab marktübliche vergleichbare Leasingraten heranzuziehen gewesen wären (Senat, BGHZ 128, 255, 260 f).
BGH, BESCHLUSS vom 4.10.1996, Az. IX ZR 204/95 4 Die tatrichterliche Feststellung, die Bürgschaft verstoße nicht gegen die guten Sitten (§ 138 Abs. 1 BGB), ist aus Rechtsgründen nicht zu beanstanden (vgl. BGH, Urt. v. 30. März 1995 - IX ZR 98/94, NJW 1995, 1886, 1887).
BGH, Urteil vom 2.10.1996, Az. XI ZR 274/95 12 die Begründung der Mithaftung eines Ehegatten im Lichte des § 138 Abs. 1 BGB wirksam ist, ist daher auch im Bereich öffentlich geförderter Darlehen aufgrund einer Gesamtwürdigung aller objektiven und subjektiven Umstände des Einzelfalls vorzunehmen (vgl. Senatsurteil BGHZ 120, 272, 275).
BGH, URTEIL vom 4.0.1996, Az. IX ZR 171/95 Zivilsenat des Bundesgerichtshofes für die Anwendung des § 138 Abs. 1 BGB stets abgestellt (BGHZ 120, 272, 276 f; BGH, Urt. v. 22. Januar 1991 - XI ZR 111/90, ZIP 1991, 224, 226 unter c und d cc; v. 26. April 1994 - XI ZR 184/93, WM 1994, 1022, 1024).
BGH, URTEIL vom 4.0.1996, Az. IX ZR 171/95 Hierbei sind - wie stets im Rahmen des § 138 Abs. 1 BGB - alle Umstände des Einzelfalles zu berücksichtigen, die im maßgeblichen Zeitpunkt des Vertragsschlusses (vgl. hierzu BGHZ 100, 353, 359) zu erkennen waren.
BGH, URTEIL vom 4.0.1996, Az. IX ZR 171/95 § 138 Abs. 1 BGB führen kann, darf nicht darauf abgestellt werden, ob jeder einzelne auch bei Ausfall des anderen die Verpflichtung allein erfüllen kann (BGH, Urt. v. 16. März 1989 - III ZR 37/88, NJW 1989, 1665, 1666 f).
BGH, URTEIL vom 4.0.1996, Az. IX ZR 171/95 Gemäß dieser Rechtsprechung kommt es bei ausgeprägter Unterlegenheit des Vertragspartners entscheidend darauf an, auf welche Weise der Vertrag zustande gekommen ist (BVerfGE 89, 214, 235); die in § 138 Abs. 2 BGB genannten Umstände werden in diesem Zusammenhang als typische Merkmale für eine Verhandlungsunterlegenheit hervorgehoben, die richterliche Korrektur erfordert (aao S. 233).
BGH, Urteil vom 2.4.1995, Az. XI ZR 165/94 Das ist im rechtlichen Ansatz nicht zu beanstanden: Es ist anerkannt, daß nicht nur § 138 BGB, sondern auch der Grundsatz von Treu und Glauben eine immanente Grenze vertraglicher Gestaltungsmacht bezeichnet und die Befugnis zu richterlicher Inhaltskontrolle begründet (BVerfG NJW 1994, 36, 39 m.w.Nachw.).
BGH, Urteil vom 3.4.1995, Az. XI ZR 195/94 1.	Das Berufungsgericht hat rechtsfehlerfrei angenommen, daß der Bürgschaftsvertrag nicht allein wegen einer finanziellen Überforderung der Beklagten gegen die guten Sitten verstößt und deshalb wirksam ist (§ 138 BGB; vgl. BGHZ 132, 328, 329 f; 136, 347, 350 f; BGH, Urt. v. 6. Oktober 1998 - XI ZR 244/97, WM 1998, 2366, 2367).
BGH, URTEIL vom 3.2.1995, Az. IV ZR 241/94 a)	Ein Rechtsgeschäft ist nur dann nach § 138 Abs. 1 BGB nichtig, wenn es nach seinem aus der Zusammenfassung von Inhalt, Beweggrund und Zweck zu entnehmenden Gesamtcharakter mit den guten Sitten nicht zu vereinbaren ist (BGHZ 86, 82, 88; 107, 92, 97).
BGH, URTEIL vom 1.2.1995, Az. II ZR 3/94 Allerdings hat der Senat früher auf diese Grundsätze zurückgegriffen, wenn die Übertragung eines Anteils wegen sittenwidriger Übervorteilung nichtig ist (§ 138 BGB) oder die Nichtigkeit infolge Anfechtung wegen Irrtums (§ 119 BGB) oder arglistiger Täuschung (§ 123 BGB) eintritt (§ 142 Abs. 1 BGB) und ein solcher Rechtsmangel von dem übertragenden Gesellschafter geltend gemacht wird (vgl. BGHZ 55, 5, 8; Sen.Urt. v. 13. März 1975 - II ZR 154/73, WM 1975, 512,
BGH, URTEIL vom 4.2.1995, Az. IX ZR 72/94 Kennt der begünstigte Gläubiger die Umstände, die den Schluß auf einen bevorstehenden Zusammenbruch des Schuldners aufdrängen, so handelt er schon dann sittenwidrig, wenn er sich über diese Erkenntnis mindestens grob fahrlässig hinwegsetzt (RGZ 143, 48, 51 f; BGHZ 10, 228, 233 f; 20, 43, 50 f; BGH, Urt. v. 2. November 1955 - IV ZR 103/55, LM § 138 BGB (Cb) Nr. 5 unter 2 = WM 1955, 1580).
BGH, URTEIL vom 4.2.1995, Az. IX ZR 72/94 Unterläßt er diese gebotene Prüfung, so trifft ihn der Vorwurf, sich leichtfertig über die Gefährdung der anderen Gläubiger durch Kredittäuschung hinweggesetzt zu haben (BGHZ 10, 228, 233; Johannsen in An. LM § 138 BGB (Bb) Nr. 7).
BGH, URTEIL vom 4.1.1995, Az. IX ZR 42/94 Die Annahme einer Sittenwidrigkeit nach § 138 Abs. 1 BGB setzte mindestens voraus, daß der Beklagte als der mit dem anwaltlichen Gebührenrecht besser Vertraute die infolge der Unerfahrenheit mit diesem Recht schwächere Lage der Klägerin bewußt zu seinem Vorteil ausgenutzt oder sich leichtfertig der Erkenntnis verschlossen hat, daß die Klägerin sich nur wegen ihrer Unerfahrenheit auf für sie grob nachteilige vertragliche Bestimmungen einließ (vgl. BGH, Urt. v. 25. Oktober 1979 - III ZR 182/77, NJW 1980, 445, 446; Palandt/Heinrichs aaO § 138 Rdn. 25).
BGH, URTEIL vom 4.1.1995, Az. IX ZR 42/94 b)	Bei der Überprüfung des Vertrages anhand von § 138 Abs. 1 BGB ist davon auszugehen, daß die tatsächlichen Voraussetzungen der Sittenwidrigkeit von der Partei darzutun und zu beweisen sind, die sich auf sie beruft (vgl. BGHZ 53, 369, 379; BGH, Urt. v. 29. Juni 1979 - Ill ZR 156/77, NJW 1979, 2089; Baumgärtel/Laumen, Handbuch der Beweislast im Privatrecht 2. Aufl. Bd. 1 § 138 Rdn. 1).
BGH, URTEIL vom 4.1.1995, Az. IX ZR 42/94 aa) Ein Rechtsgeschäft ist nach § 138 Abs. 1 BGB nichtig, wenn es nach seinem aus der Zusammenfassung von Inhalt, Beweggrund und Zweck zu entnehmenden Gesamtcharakter mit den guten Sitten nicht zu vereinbaren ist (vgl. BGHZ 106, 269, 272; Palandt/Heinrichs aaO § 138 Rdn. 7, 8, 23).
BGH, Urteil vom 3.0.1995, Az. VIII ZR 82/94 Diese Beurteilung hält der revisionsrechtlichen Überprüfung, der die Voraussetzungen des § 138 Abs. 1 BGB in vollem Umfang unterliegen (vgl. BGH, Urteil vom 13. März 1990 - XI ZR 252/89 = NJW 1990, 1595), nicht in allen Punkten stand.
BGH, Urteil vom 3.0.1995, Az. VIII ZR 82/94 aa) Danach werden - wie bereits erwähnt - zur Feststellung des objektiven Tatbestandes des § 138 Abs. 1 BGB, d.h. des Mißverhältnisses zwischen Leistung und Gegenleistung, der effektive Jahreszins, der sich aus den vereinbarten Belastungen (= Vertragskosten) des Darlehensnehmers aus dem zu überprüfenden Vertrag ergibt, mit dem marktüblichen effektiven Jahreszins eines entsprechenden Kredits verglichen, der anhand des in den Monatsberichten der Deutschen Bundesbank ausgewiesenen Schwerpunktzinses und einer durchschnittlichen Bearbeitungsgebühr von derzeit 2,5 % berechnet wird (vgl. u.a. BGH, Urteile vom 11. Dezember 1990
BGH, Urteil vom 3.0.1995, Az. VIII ZR 82/94 20 aa) Handelt es sich bei dem Leasingnehmer um einen privaten Endverbraucher, so ist in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zur Sittenwidrigkeit von Ratenkrediten (vgl. BGHZ 98, 174, 178; 104, 102, 107) eine solche verwerfliche Gesinnung zu vermuten, wenn der objektive Tatbestand des § 138 Abs. 1 BGB vorliegt.
BGH, URTEIL vom 4.9.1994, Az. III ZR 165/93 In Betracht kommt daher auch, worauf die Revision zu Recht hinweist, ein Insichgeschäft des Yves Z Da freilich nach dem Beklagtenvorbringen die von Yves Z^BI getätigte Transaktion in erster Linie dazu diente, ihm die Vermögensvorteile aus seinen Scheckveruntreuungen zu sichern, stellt sich insoweit die Frage eines Vollmachtsmißbrauchs sowie einer Sittenwidrigkeit des Insichgeschäfts nach § 138 Abs. 1 BGB (vgl. BGH Urteil vom 15. Mai 1990 - VI ZR 162/89 - WM 1990, 1324, 1325 f).
LG Düsseldorf, Urteil vom 2.2.1994, Az. 7 O 232/93 42Es kann dahinstehen, ob die Hauptschuld in dem von der Beklagten zu 2} am 6.6.1991 unterzeichneten Bürgschafts­vertrag ausreichend bestimmt ist und ob dieser Vertrag schon mangels einer solchen ausreichenden Bestimmtheit unwirksam ist (so bei einer vergleichbaren Klausel: OLG Stuttgart, WM 1991, 1256 f.; anders die diese Entschei­dung abändernde Entscheidung des BGH in NJW 1992, 896, 897 f.); denn jedenfalls ist der von den Parteien ge­schlossene Bürgschaftsvertrag gem. § 138 Abs. 1 BGB nich­tig.
BGH, vom 4.1.1994, Az. IX ZR 227/93 Ein Rechtsgeschäft ist nach § 138 Abs. 1 BGB nur dann nichtig, wenn es in seinem aus der Zusammenfassung von Inhalt, Beweggrund und Zweck zu entnehmenden Gesamtcharakter den guten Sitten widerspricht, wobei allein auf die Umstände bei VertragsSchluß abzustellen ist (BGHZ 86, 82, 88; 107, 92, 97; BGH, Urt. v. 16.. Januar 1992, aaO S. 235).
BGH, Urteil vom 2.1.1994, Az. XI ZR 77/93 1.	Nicht zu beanstanden ist der Ausgangspunkt: Anders als bei sittenwidrigen Geschäften gemäß § 138 Abs. 1 BGB erstreckt sich im Falle des Wuchers nach § 138 Abs. 2 BGB die Nichtigkeit nicht nur auf das Darlehen als Grundgeschäft, sondern auch auf die abstrakten Erfüllungsleistungen (BGH, Urteil vom 8. Juli 1982 - III ZR 1/81 = ZIP 1982, 1181, 1183 m.w.Nachw.).
BGH, Urteil vom 2.9.1993, Az. XI ZR 200/92 Mißbräuchliche Praktiken, die sich in bestimmten Kreisen herausgebildet haben, sind im Rahmen des § 138 Abs. 1 BGB nicht zu beachten (BGHZ 10, 228, 232; 16, 4, 12).
BGH, URTEIL vom 2.4.1993, Az. X ZR 79/92 Grundsätzlich verstößt das weder gegen die guten Sitten (§ 138 BGB) noch gegen Treu und Glauben (§ 242 BGB; BGHZ 64, 288, 290).
BGH, URTEIL vom 2.4.1993, Az. XI ZR 9/93 7 der Marktzins; diese Überschreitung hat jedoch nur Richtwertfunktion: Eine relative Zinsdifferenz zwischen 90% und 100% rechtfertigt die Anwendung des § 138 Abs. 1 BGB, wenn den Kreditnehmer belastende sonstige Umstände hinzukommen (BGH, Urteil vom 24. März 1988 aaO und Urteil vom 16. November 1989 - III ZR 162/88 - WM 1990, 393, 394).
BGH, URTEIL vom 4.0.1993, Az. IX ZR 199/91 Die Anwendung des § 138 Abs. 1 BGB erfordert weder das Vorliegen einer Schädigungsabsicht noch das Bewußtsein der Sittenwidrigkeit (BGH, Urt. v. 27. Januar 1988 - VIII ZR 155/87, NJW 1988, 1373, 1374; Staudinger/Dilcher, BGB 12. Aufl. § 138 Rdnr. 32, 16; RGRK/Krüger-Nieland/Zöl-ler, BGB 12. Aufl. § 138 Rdnr. 73, 30; MünchKomm/Mayer-Maly, BGB 2. Aufl. § 138 Rdnr. 111 f).
BGH, URTEIL vom 2.5.1992, Az. XI ZR 236/91 Jedenfalls dann, wenn die Beteiligung an einem solchen ohne Mitwirkung der kreditgebenden Bank entwickelten Modell - wie hier - den Abschluß gerade eines Festkredit- und eines Kapitallebensversicherungsvertrages voraussetzt, ist ein solcher Kredit aus der Sicht des Kreditnehmers, auf die es insoweit entscheidend ankommt (Senatsurteile BGHZ 111, 117, 121 und vom 4. Dezember 1990 - XI ZR 340/89, WM 1991, 179, 180), mit einem Ratenkredit nicht vergleichbar und darf deshalb im Rahmen des § 138 Abs. 1 BGB daran nicht gemessen werden.
BGH, URTEIL vom 2.4.1992, Az. XI ZR 237/91 Jedenfalls dann, wenn die Beteiligung an einem solchen ohne Mitwirkung der kreditgebenden Bank entwickelten Modell - wie hier - den Abschluß gerade eines Festkredit- und eines Kapitallebensversicherungsvertrages voraussetzt, ist ein solcher Kredit aus der Sicht des Kreditnehmers, auf die es insoweit entscheidend ankommt (Senatsurteile BGHZ 111, 117, 121 und vom 4. Dezember 1990 - XI ZR 340/89, WM 1991, 179, 180), mit einem Ratenkredit nicht vergleichbar und darf deshalb im Rahmen des § 138 Abs. 1 BGB daran nicht gemessen werden.
BGH, Urteil vom 2.4.1992, Az. XI ZR 235/91 - ii - (Senatsurteile BGHZ 111, 117, 121 und vom 4. Dezember 1990 - XI ZR 340/89, WM 1991, 179, 180), mit einem Ratenkredit nicht vergleichbar und darf deshalb im Rahmen des § 138 Abs. 1 BGB daran nicht gemessen werden.
BVerfG, Urteil vom 4.10.1991, Az. 1 BvR 12/92 3. a) Die zivilgerichtliche Rechtsprechung setzt der Freiheit von Ehegatten zur privatautonomen Gestaltung ihrer unterhaltsrechtlichen Beziehungen im Scheidungsfall durch Eheverträge unter Berufung auf § 138 Abs. 1 BGB dort Grenzen, wo die Vereinbarung objektiv zwangsläufig zur Sozialhilfebedürftigkeit eines Ehegatten führt (vgl. BGH, FamRZ 1983, S. 137; NJW 1991, S. 913 <914>; NJW 1992, S. 3164 <3165>; OLG Hamm, FamRZ 1989, S. 398; OLG Köln, FamRZ 1990, S. 634; OLG Celle, NdsRpfl 1990, S. 250; OLG Hamm, NJW-RR 1999, S. 950).
BGH, URTEIL vom 3.10.1991, Az. IV ZR 164/90 Dementsprechend kann auch eine ehebedingte Zuwendung, durch die langjährige Dienste nachträglich vergütet werden, die ein Ehegatte dem anderen vor und nach der Eheschließung geleistet hat, im Rahmen des objektiv Angemessenen als entgeltlich anzusehen sein (vgl. dazu Senatsurteil vom 15.3.1989 - IVa ZR 338/87 - FamRZ 1989, 732 = LM BGB § 2325 Nr. 23; auch BGH Urteil vom 19.12.1989 - IVb ZR 91/80 - NJW 1990, 703 zu § 138 BGB).
BGH, URTEIL vom 2.3.1991, Az. IV ZR 104/90 Bestünde eine derartige Verpflichtung unter Lebenden, und wäre der Kaufvertrag bewußt darauf gerichtet, diese Verpflichtung zu verletzen, dann dürfte es sich um eine Verleitung zu dem Vertragsbruch (BGHZ 103, 235, 241 und öfter) handeln, die in Rechtsprechung und Schrifttum als Anwendungsfall des § 138 Abs. 1 BGB anerkannt ist.
BGH, Urteil vom 2.11.1990, Az. XI ZR 69/90 Die Grundlagen für die Beurteilung der Sittenwidrigkeit nach § 138 Abs. 1 BGB müssen aber im Zeitpunkt des Vertragsschlusses feststehen und erkennbar sein (vgl. BGH, Urteil vom 30. Juni 1983 - III ZR 114/82 = NJW 1983, 2692).
BGH, URTEIL vom 2.9.1990, Az. IX ZR 9/90 17 Unzuverlässigen Schuldnern gegenüber können auch schärfere Einschränkungen im Hinblick auf das Knebelungsverbot nach § 138 Abs. 1 BGB vertretbar sein (vgl. BGHZ 19, 12, 19).
BGH, URTEIL vom 4.9.1990, Az. IX ZR 270/89 Entscheidunqsgründe Der Tatrichter hat nicht geprüft, ob die Globalabtretungen vom 27. Dezember 1979 und vom 25. Juni 1981 wegen sittenwidriger Knebelung der GmbH oder wegen Gefährdung ihrer Gläubiger gemäß § 138 BGB oder wegen Übersicherung gemäß § 9 AGBG nach den im Urteil des Bundesgerichtshofs vom 29. November 1989 - VIII ZR 228/88 (ZIP 1990, 25 = JZ 1990, 490 mit Anmerkung von Weber) dargelegten Gründen unwirksam sind, und trifft auch keine Feststellungen, die dem Senat die Entscheidung darüber erlauben.
BGH, Urteil vom 2.5.1990, Az. XI ZR 280/89 Der Bundesgerichtshof bejaht zwar eine solche Vermutung bei der Prüfung der Sittenwidrigkeit von Konsumentenratenkrediten nach § 138 Abs. 1 BGB (BGHZ 98, 174, 178).
BGH, URTEIL vom 3.4.1990, Az. IV ZR 55/89 Das Berufungsgericht geht zutreffend davon aus, daß ein zweiseitiges Rechtsgeschäft auch dann als sittenwidrig und daher gemäß § 138 Abs. 1 BGB als nichtig anzusehen sein kann, wenn die Beteiligten mit ihm den Zweck verfolgen, in bewußtem und gewolltem Zusammenwirken schuldrechtliche Rechte Dritter zu vereiteln (z.B. RGZ 81, 86, 89; BGHZ 60, 102, 104; BGH Urteil vom 14.12.1987 - II ZR 166/87 - NJW 1988, 902, 903).
BGH, URTEIL vom 2.2.1990, Az. XI ZR 252/89 I1 • Diese Beurteilung hält der revisionsrechtlichen Überprüfung, der die Voraussetzungen des § 138 Abs. 1 BGB in vollem Umfang unterliegen (BGH, Urteil vom 24. September 1987 - III ZR 188/86, WM 1987, 1354, 1355 zu II m.w.Nachw.),
BGH, URTEIL vom 2.2.1990, Az. XI ZR 252/89 Da es sich bei der Überschreitung um 100% nicht um eine starre Grenze, sondern nur um einen Richtwert handelt, ist die Anwendung des § 138 Abs. 1 BGB auch noch zu billigen, wenn die relative Zinsdifferenz zwischen 90% und 100% liegt und die von der Bank festgelegten sonstigen Kreditbedingungen die Belastung des Kreditnehmers ins Untragbare steigern (BGHZ 104, 102, 105 m.w.Nachw.).
BGH, URTEIL vom 2.2.1990, Az. XI ZR 252/89 Er hat lediglich entschieden, daß eine solche zusätzliche Regelgrenze jedenfalls nicht bereits bei 11,5 Prozentpunkten anzusetzen wäre (BGH, Urteil vom 13. Juli 1989 - III ZR 77/88, WM 1989, 1675, 1676 zu II 2; BGH, Urteil vom 25. Januar 1990 - III ZR 100/89, Urteilsabdruck S. 5 f.), daß aber im Einzelfall ein absoluter Unterschied von 13,58 Prozentpunkten bei einer relativen Zinsdifferenz von 83,72% für eine Anwendung des § 138 Abs. 1 BGB genügen kann, wenn außerdem der Kredit zu wesentlichen Teilen der Ablösung zinsgünstigerer anderer Darlehen dient (BGHZ 104, 102, 106).
BGH, URTEIL vom 4.0.1990, Az. III ZR 26/89 b)	Kenntnis von der materiellen Unrichtigkeit ihrer Vollstreckungstitel hat die Beklagte zu demindest durch die Ausführungen des Berufungsgerichts zu § 138 Abs. 1 BGB erlangt (vgl. insoweit Senatsurteil BGHZ 101, 380, 385 zu
BGH, URTEIL vom 4.11.1989, Az. III ZR 270/88 BGB § 197 Leistet ein Ratenkreditnehmer, der den nach § 138 Abs. 1 BGB objektiv nichtigen Kreditvertrag für wirksam hält, seine Restschuld zur vorzeitigen Ablösung in einer Summe, so verjährt sein Anspruch auf Rückzahlung des auf Zinsen und Nebenkosten entfallenden Zahlungsanteils nach § 197 BGB (Weiterentwicklung von BGHZ 98, 174).
BGH, URTEIL vom 4.11.1989, Az. III ZR 270/88 1.	Das Berufungsgericht hat die beiden Ratenkreditverträge der Parteien - unter Berufung auf die Rechtsprechung des erkennenden Senats zu § 138 Abs. 1 BGB, insbesondere auf seine Urteile vom 24. März 1988 (III ZR 24/87 = WM 1988, 647 und III ZR 30/87 = WM 1988, 645 = BGHZ 104, 102) - für nichtig erachtet, jedoch die Frage, in welcher Höhe die Kläger deswegen Erstattung rechtsgrundloser Zahlungen verlangen konnten, unentschieden gelassen mit der Begründung, die Bereicherungsansprüche seien auf jeden Fall gemäß § 197 BGB verjährt.
BGH, URTEIL vom 4.10.1989, Az. III ZR 162/88 b)	Kenntnis von der materiellen Unrichtigkeit ihres Vollstreckungstitels hat die Beklagte zu demindest durch die Ausführungen der Vorinstanzen zu § 138 Abs. 1 BGB erlangt (vgl. insoweit Senatsurteil BGHZ 101, 380, 385 zu II 3 b).
BGH, URTEIL vom 4.10.1989, Az. III ZR 144/88 b)	Kenntnis von der materiellen Unrichtigkeit ihres Vollstreckungstitels hat die Beklagte zu demindest durch die Ausführungen der Vorinstanzen zu § 138 Abs. 1 BGB erlangt (vgl. insoweit Senatsurteil BGHZ 101, 380, 385 zu II 3b).
BGH, URTEIL vom 4.9.1989, Az. III ZR 34/88 Die - hier versäumte - Möglichkeit einer Anfechtung schließt allerdings eine Anwendung des § 138 Abs. 1 BGB nicht völlig aus; bei Hinzukommen besonderer Umstände kann Sittenwidrigkeit angenommen werden (BGH Urteil vom 9. Juli 1987 aaO).
BGH, BESCHLUSS vom 4.8.1989, Az. IX ZR 114/88 Die Erwägungen der Instanzgerichte zu § 138 Abs. 1 BGB werden durch die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs gedeckt (vgl. BGHZ 94, 105, 113 ff; 98, 303, 314 ff).
BGH, BESCHLUSS vom 4.8.1989, Az. IX ZR 115/88 3 Die Erwägungen der Instanzgerichte zu § 138 Abs. 1 BGB werden durch die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs gedeckt (vgl. BGHZ 94, 105, 113 ff; 98, 303, 313 ff).
BGH, URTEIL vom 4.6.1989, Az. III ZR 77/88 Da es sich hierbei nicht um eine starre Grenze handelt, ist eine Anwendung des § 138 Abs. 1 BGB auch dann noch zu billigen, wenn die relative Zinsdifferenz zwischen 90 % und 100 % liegt und die von der Bank festgelegten sonstigen Kreditbedingungen die Belastung des Kreditnehmers ins Untragbare steigern (Senatsurteil BGHZ 104, 102, 105 m.w.Nachw.).
BGH, URTEIL vom 4.6.1989, Az. III ZR 77/88 SS Zinsdifferenz erheblich geringer sei als 100 %, auch ein absoluter Zinsunterschied von mehr als 12 % schon die objektiven Voraussetzungen des § 138 Abs. 1 BGB erfüllen (Nachweise in BGHZ 104, 102, 106).
BGH, BESCHLUSS vom 4.6.1989, Az. 1 PBvU 1/79 kreditgeschäft beurteilt, die objektiven Voraussetzungen des § 138 Abs. 1 BGB erfüllt (vgl. BGHZ 104, 102, 105 m.w. Nachw.).
BGH, URTEIL vom 4.6.1989, Az. III ZR 78/88 d)	In der Rechtsprechung der Oberlandesgerichte wird zunehmend die Auffassung vertreten, bei Ratenkreditverträgen aus Hochzinsperioden könne auch ein absoluter Zinsunterschied von mehr als 12 Prozentpunkten die objektiven Voraussetzungen des § 138 Abs. 1 BGB erfüllen; auf die relative Zinsdifferenz komme es dann nicht mehr entscheidend an (vgl. die Nachweise im Senatsurteil BGHZ 104, 102, 106).
BGH, URTEIL vom 4.2.1989, Az. III ZR 37/88 b)	Auch wenn sich aus dem Vertragsinhalt objektiv kein erhebliches Mißverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung ergibt, kann die Tatsache, daß ein Vertragspartner seine vertraglichen Verpflichtungen aufgrund seiner wirtschaftlichen Verhältnisse voraussichtlich niemals wird erfüllen können, einen Verstoß gegen § 138 Abs. 1 BGB begründen, wenn hinzukommt, daß dem Schuldner diese Tatsache bei VertragsSchluß nicht hinreichend bewußt wird, etwa weil er, gerade volljährig geworden, noch völlig unerfahren ist (vgl. BGH Urteile vom 25. März 1966 - VIII ZR 225/65 = NJW 1966, 1451 und vom 10. März 1982 - VIII ZR 222/81 = NJW 1982, 1457).
BGH, URTEIL vom 4.0.1989, Az. IX ZR 124/88 Ein Rechtsgeschäft ist nur dann wegen Sittenverstoßes nach § 138 Abs. 1 BGB nichtig, wenn es nach seinem aus der Zusammenfassung von Inhalt, Zweck und Beweggrund zu entnehmenden Gesamtcharakter gegen die guten Sitten verstößt (BGHS 86, 82, 88).
BGH, URTEIL vom 2.0.1989, Az. XI ZR 54/88 a) Ihre Überprüfung scheidet nicht etwa deshalb aus, weil sie als eine - der freien Vereinbarung zwischen den Parteien unterliegende, in ihrer Wirksamkeit nur durch die Grundsätze des § 138 BGB beschränkte - Preisabrede anzusehen wäre (vgl. dazu BGHZ 93, 358, 360 ff.? 95, 362, 370; BGH, Urteil vom 24. November 1988 - III ZR 188/87 , WM, 1988, 1780, 1*782).
BGH, URTEIL vom 4.11.1988, Az. III ZR 195/87 8 b)	Kenntnis von der materiellen Unrichtigkeit ihres Vollstreckungstitels hat die Beklagte zu demindest durch die Ausführungen der Vorinstanzen zu § 138 Abs. 1 BGB erlangt (vgl. insoweit Senatsurteil BGHZ 101, 380, 385 zu II 3b).
BGH, URTEIL vom 1.4.1988, Az. II ZR 316/87 Dementsprechend verstoßen Miet-und Pachtverträge mit Prostituierten nur dann gegen § 138 Abs. 1 BGB, wenn diese wirtschaftlich ausgebeutet oder in ihrer Selbständigkeit beeinträchtigt werden oder wenn der Zins in einem auffälligen Mißverhältnis zu dem objektiven Pachtwert steht (vgl. BGHZ 63, 365, 366 f.).
BGH, URTEIL vom 4.2.1988, Az. III ZR 24/87 1.	Die Revision wendet sich in der Hauptsache nur gegen die Auffassung des Berufungsgerichts, für den Zinsvergleich nach § 138 Abs. 1 BGB (vgl. Senatsurteile BGHZ 80, 153, 160; 98, 174, 176) sei der aufgrund des Schwerpunktzinses berechnete Marktzinssatz um insgesamt drei Prozentpunkte zu erhöhen, wenn - wie hier - ein besonders langfristiger Kreditvertrag aus der Niedrigzinsperiode der Jahre 1975-1979 beurteilt werden müsse.
BGH, URTEIL vom 4.2.1988, Az. III ZR 30/87 Ein auffälliges Mißverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung als objektive Voraussetzung der Anwendung des § 138 Abs. 1 BGB (vgl. BGHZ 80, 153, 160; 98, 174, 176) hat das Berufungsgericht im Ergebnis zutreffend bejaht.
BGH, URTEIL vom 4.2.1988, Az. III ZR 30/87 9 In der Rechtsprechung der Oberlandesgerichte wird zunehmend die Auffassung vertreten, bei Ratenkreditverträgen aus Hochzinsperioden könne bereits ein absoluter Zinsunterschied von mehr als 12 Prozentpunkten die objektiven Voraussetzungen des § 138 Abs. 1 BGB erfüllen; auf die relative Zinsdifferenz komme es dann nicht mehr entscheidend an (OLG Köln NJW-RR 1987, 1136, 1137; ZIP 1987, 363, 364; KG MDR 1985, 582; OLG Stuttgart WM 1985, 349, 352; OLG Celle WM 1985, 995; OLG Bremen NJW 1986, 1499; OLG Frankfurt am Main NJW-RR 1987, 998; vgl. ferner OLG Hamm NJW-RR 1986, 46; OLG Karlsruhe NJW RR 1986, 217, 218; Palandt/Heinrichs 47. Aufl. § 138 BGB An. 2 b aa).
BGH, BESCHLUSS vom 4.2.1988, Az. IX ZR 241/86 5 Darlegung der Umstände, aus denen sich für jeden einzelnen der in Betracht kommenden Kreditverträge die Unwirksamkeit nach § 138 Abs. 1 BGB ergeben soll; daß der von der Klägerin verlangte Kreditzins nicht unerheblich über dem Marktzins für Ratenkredite lag, begründet nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs für sich noch nicht den Vorwurf der Sittenwidrigkeit (vgl. dazu BGHZ 80, 153 ff; 98, 174 ff; BGH, Urt. v. 5. März 1987 - III ZR 43/86, WM 1987, 613, 614 ff m. w. N. ) .
BGH, URTEIL vom 4.0.1988, Az. III ZR 249/86 1. Im Anschluß an die Rechtsprechung des erkennenden Senats zu dem Konsumentenkredit (vgl. BGHZ 80, 153, 160; 98, 174, 176) ist das Berufungsgericht bei der Prüfung des § 138 Abs. 1 BGB davon ausgegangen, daß zur Ermittlung des Verhältnisses zwischen Leistung und Gegenleistung die von den Parteien vereinbarten Kreditkosten der bei Ratenkreditverträgen marktüblichen Kostenbelastung gegenüberzustellen sind.
BGH, URTEIL vom 3.11.1987, Az. IVa ZR 153/86 Voraussetzung für die Anwendung von § 138 Abs. 2 BGB ist freilich auch, daß es sich überhaupt um ein Austauschgeschäft (und nicht um eine Schenkung) handelt (vgl. BGH Urteil vom 8.7.1982 - III ZR 1/81 - NJW 1982, 2767).
BGH, URTEIL vom 1.11.1987, Az. II ZR 166/87 Grundsätzlich ist davon auszugehen, daß ein zweiseitiges Rechtsgeschäft auch dann sittenwidrig im Sinne des § 138 Abs. 1 BGB ist, wenn die Beteiligten mit ihm den Zweck verfolgen, in bewußtem und gewolltem Zusammenwirken schuldrechtliche Rechte Dritter zu vereiteln (vgl. BGHZ 60, 102, 104/105; RGZ 62, 137, 138/139; 81, 86, 89/90; Staudinger/ Dilcher, BGB, 12. Aufl., § 138 An. 53/54; Krüger-Nieland/ Zöllner in BGB-RGRK, 12. Aufl., § 138 Nr. 183; Soergel/ Hefermehl, BGB, 11. Aufl., § 138 Rdnr. 155; Palandt/ Heinrichs, BGB, 46. Aufl., § 138 An. 5 t).
BGH, Urteil vom 4.10.1987, Az. III ZR 98/86 Oktober 1980 für nichtig erachtet hat, hält das angefochtene Urteil der revisionsgerichtlichen Überprüfung - der die Voraussetzungen des § 138 Abs. 1 BGB in vollem Umfang unterliegen (BGH, Urteil vom 24. September 1987 - Ill ZR 188/86 = WM 1987, 1354 zu II m.w.Nachw.)
BGH, Urteil vom 4.10.1987, Az. III ZR 98/86 9 anzusetzen wäre (Urteil vom 13. Juli 1989 - III ZR 77/88 = WM 1989, 1675, 1677 zu II 2.), daß aber im Einzelfall ein absoluter Unterschied von 13,58 Prozentpunkten - bei einer relativen Zinsdifferenz von nur 83,72% - für eine Anwendung des § 138 Abs. 1 BGB genügen kann, wenn außerdem der Kredit zu wesentlichen Teilen der Ablösung zinsgünstigerer anderer Darlehen diente (BGHZ 104, 102, 106).
BGH, Urteil vom 4.10.1987, Az. III ZR 98/86 Bei der Sittenwidrigkeitsprüfung nach § 138 Abs. 1 BGB hat der Bundesgerichtshof der Tatsache, daß ein Kredit zu wesentlichen Teilen der externen Umschuldung diente, nicht nur in der zitierten Entscheidung BGHZ 104, 102, sondern auch in seinem Urteil vom 5. November 1987 - III ZR 98/86 (= WM 1988, 181) wesentliche Bedeutung beigemessen.
BGH, Urteil vom 4.10.1987, Az. III ZR 98/86 Sogar dort, also bei Identität des Kreditgebers, hat der Bundesgerichtshof (BGHZ 99, 333, 336/337) eine Anwendung des § 138 Abs. 1 BGB auf den neuen Kredit nur dann für geboten erachtet, wenn der Kreditgeber die Nichtigkeit des Erstvertrags positiv gekannt und mit dem neuen Kreditvertrag das Ziel verfolgt hat, sich den unberechtigten Gewinn aus dem sittenwidrigen Erstvertrag zu sichern.
BGH, Urteil vom 4.10.1987, Az. III ZR 98/86 Wenn es um die Beurteilung eigener Kreditverträge geht, muß eine Bank das Risiko, daß ihre Vertragskonditionen der späteren Inhaltskontrolle nach § 138 Abs. 1 BGB nicht standhalten, selbst tragen, auch wenn die Maßstäbe dafür im Zeitpunkt des Vertragsschlusses von der Rechtsprechung im einzelnen noch nicht festgestellt worden waren; hinsichtlich ihrer eigenen Kreditkostenansprüche genießt die Bank gegenüber der Fortentwicklung der Rechtsprechung keinen Vertrauensschutz (BGH, Urteil vom 30. Juni 1983 - III ZR 114/82 = WM 1983, 951).
BGH, URTEIL vom 4.8.1987, Az. III ZR 188/86 Ob nach dem unstreitigen Vertragsinhalt und den festgestellten Umständen ein Verstoß gegen § 138 Abs. 1 BGB vorliegt, ist eine Rechtsfrage (RGZ 128, 92, 95; BGH Urteile vom 6. Mai 1954 - IV ZR 53/54 = LM BGB § 138 (Cd) Nr. 2 und vom 14. Juli 1969 - VIII ZR 245/67 = WM 1969, 1255, 1257).
BGH, URTEIL vom 3.10.1986, Az. I ZR 209/84 Hatte damit die Klägerin die Beschränkung des Wettbewerbs nach Vertragsende danach nicht unentgeltlich hinzunehmen, ist sie allerdings auch in ihrer wirtschaftlichen Betätigungsfreiheit im Sinne des § 138 BGB nach Lage des Falles nicht unangemessen beschränkt (vgl. auch OLG München, BB 1963, 1194 und KG, MDR 1974, 144).
BGH, URTEIL vom 4.9.1986, Az. III ZR 163/85 Die Revision macht geltend, auch wenn der Vertragszins den Marktzins um mehr als das Doppelte übersteige, sei § 138 Abs. 1 BGB nicht immer anwendbar; notwendig sei vielmehr die Überschreitung gewisser absoluter Mindestschwellenwerte: das Verdikt der Sittenwidrigkeit sei nicht gerechtfertigt, wenn der Vertragszins deutlich unter 20 % bleibe und der Unterschied zwischen Markt- und Vertragszins weniger als 12 Prozentpunkte betrage (vgl. OLG Stuttgart ZIP 1984, 1201, 1206; WM 1985, 973, 974) .
BGH, BESCHLUSS vom 4.8.1986, Az. III ZR 12/86 § 138 BGB könnte hier nur dann herangezogen werden, wenn zu der (angeblichen) unzulässigen Willensbeeinflussung weitere Umstände hinzu kämen, die das Geschäft zu einem sittenwidrigen stempeln würden (BGH Urteil vom 9. Februar 1977 - VIII ZR 258/75 - Betrieb 1977, 766, 767).
BGH, URTEIL vom 1.3.1986, Az. II ZR 254/85 liehe Bedeutung zukommt (vgl. z.B. BGHZ 13» 334, 338; 20, 345, 351 f.; 24, 72, 76 ff.; 26, 349, 353; 70, 313, 324; BGH, Urt. v. 26. April 1972 - IV ZR 18/71, NJW 1972, 1414, 1413)« Dies gilt auch fUr das Verständnis dessen, was heute unter 'guten Sitten' im Sinne von § 138 Abs. 1 BGB zu verstehen ist (BGHZ 70, 313, 324; BGH,
BGH, URTEIL vom 1.3.1986, Az. II ZR 254/85 Zwar ist in der Rechtsprechung anerkannt, daß sich auch die Berufung auf die Nichtigkeit nach § 138 BGB ausnahmesweise als unzulässige Rechtsaus-Ubung darstellen kann, doch muß dies auf besonders gelagerte Ausnahmefälle beschränkt bleiben, sollen nicht sittenwidrige Geschäfte auf dem Umweg über den Grundsatz von Treu und Glauben im praktischen Ergebnis wieder Wirksamkeit erlangen (BGH, Urt. v. 23. Januar 1981 - I ZR 40/79, NJW 1981, 1439, 1440).
BGH, URTEIL vom 4.2.1986, Az. IX ZR 88/85 Denn die Würdigung, ob der festgestellte Sachverhalt einen Verstoß gegen die guten Sitten enthält, ist eine - ohne Rücksicht auf die Beweislast - von Amts wegen zu klärende Rechtsfrage (RGZ 128, 92, 95; BGH Urt. v. 6. Mai 1954 - IV ZR 53/54, LM § 138 BGB (Cd) Nr. 2; Baumgärte1/Laumen, Handbuch der Beweislast im Privatrecht Bd. 1, § 1.39 Rdn. 1).
BGH, BESCHLUSS vom 3.5.1985, Az. IVa ZR 249/84 Gründe, weshalb diese Verpflichtung der Beklagten etwa wegen Verstoßes gegen § 138 BGB unwirksam sein sollte oder weshalb die Unwiderruflichkeit der Vollmacht nicht hätte vereinbart werden können (vgl. BGH WM 1971, 956), zeigt das Berufungsgericht nicht auf.Die Hilfsbegründung trägt jedoch das angefochtene Urteil.
BGH, URTEIL vom 5.4.1985, Az. V ZR 55/84 Erfolgt die Dienstbarkeitsbestellung zur Sicherung schuldrechtlicher Bierbezugsverpflichtungen, dann finden allerdings die von der Rechtsprechung entwickelten Grundsätze über die zulässigen Höchstlaufzeiten von Bierlieferungsverträgen (§ 138 Abs. 1 BGB) auf die Sicherungsabrede Anwendung (vgl. BGHZ 74, 293, 298, 299).
BGH, URTEIL vom 5.11.1984, Az. V ZR 66/83 Lägen die Voraussetzungen von § 138 Abs. 2 BGB vor, so würde das dazu führen, daß die Erfüllungsgeschäfte (hier die erklärten Auflassungen) nichtig sind (vgl. RGZ 109, 201, 202; BGH Urteil vom 8. Juli 1982,
BGH, BESCHLUSS vom 3.10.1984, Az. IVb ZB 772/80 Die Anwendung des § 138 BGB kann daher allenfalls dann in Betracht kommen, wenn im Einzel fall über die unzulässige Willensbeeinflussung hinaus weitere Umstände hinzugetreten sind (vgl. BGHZ 60, 102, 104).
BGH, URTEIL vom 5.2.1984, Az. V ZR 155/83 Daher ist regelmäßig auch die zeitlich unbegrenzt geltende MSicherungsdienstbarkeit” von der Nichtigkeitssanktion des § 138 Abs. 1 BGB bedroht (BGHZ 74, 293, 298, 299; Senatsurteil vom 13. Juli 1979 aaO NJW 1979, 2150; BGH-Urteil vom 25. März 1980 aaO NJW 1981, 345).
BGH, URTEIL vom 4.0.1984, Az. III ZR 69/83 Es geht im Rahmen des § 138 Abs. 1 BGB nicht um Sanktionen für ein unsittliches Verhalten, sondern allein um die Frage der Sittenwidrigkeit eines Rechtsgeschäfts (BGHZ 53, 375).
BGH, BESCHLUSS vom 4.11.1983, Az. in zr 51/8 Zivilsenats (Zusammenfassung bei Hiddemann WM 1975, 942; ferner BGHZ 74, 293, 298) liegt eine Sittenwidrigkeit im Sinne des § 138 BGB erst dann vor, wenn eine Gesamtwürdigung des Vertrags nach Inhalt, Motiv und Zweck ergibt, daß die wirtschaftliche Bewegungsfreiheit des Gastwirts in unvertretbarer Weise eingeengt wird.
BGH, URTEIL vom 3.11.1983, Az. IVa-ZR-160/82 Der Bundesgerichtshof hat ihn stets als sittenwidrig und daher gemäß § 138 Abs. 1 BGB als nichtig angesehen (BGHZ 67, 119, 122 ff).
BGH, URTEIL vom 4.5.1983, Az. III ZR 114/82 Mit Recht ist das Berufungsgericht davon ausgegangen, daß der Ratenkreditvertrag vom 10. März 1976 nach der Rechtsprechung des erkennenden Senats (BGHZ 80, 153; Urteile vom 8. Juli 1982 - III ZR 21/81, 35/81 und 60/81 - WM 1982, 1023, 919, 921; Urteil vom 2. Dezember 1982 - III ZR 90/81 * NJW 1983, 1420) als wucherähnliches Geschäft gemäß § 138 Abs. 1 BGB sittenwidrig und daher nichtig ist.
BGH, URTEIL vom 4.10.1982, Az. III ZR 61/81 Auch ohne ein solches Mißverhältnis kann ein Vertrag nach § 138 Abs. 1 BGB sittenwidrig sein, wenn ein Vertragspartner in subjektiv vorwerfbarer Weise die Unerfahrenheit des anderen ausnutzt und weitere sittlich verwerfliche Umstände hinzutreten (BGH Urteil vom 25. März 1966 - VIII ZR 225/65 - NJW 1966, 1451; RGZ 147, 344).
BGH, URTEIL vom 4.6.1982, Az. III ZR 35/81 Nach der ständigen Rechtsprechung des erkennenden Senats (zusammenfassend BGHZ 80, 153) kann die Frage, ob ein Ratenkreditvertrag als wucherähnliches Geschäft nach § 138 Abs. 1 BGB nichtig ist, nur aufgrund einer Gesamtwürdigung aller objektiven und subjektiven Geschäftsumstände entschieden werden.
BGH, URTEIL vom 3.4.1982, Az. VIII ZR 123/81 8 unter dem Gesichtspunkt des § 138 Abs. 1 BGB zu beanstanden ist; doch das Hinzutreten weiterer Umstände kann die Sittenwidrigkeit eines Preisverlangens herbeiführen (BGH, Urt. v. 16. Juni 1971 - KZR 11/70 = LM BGB § 138 (C c) Nr.4).
BGH, URTEIL vom 4.4.1982, Az. III ZR 11/81 a) Wenn dieser Kreditvertrag gemäß § 138 BGB wegen Sittenwidrigkeit nichtig war, konnte er durch Bestätigung nach § 141 BGB nur Gültigkeit erlangen, wenn die Gründe für diese Sittenwidrigkeit nicht mehr fortbestanden (BGHZ 60, 102, 108).
BGH, URTEIL vom 4.4.1982, Az. III ZR 11/81 Wenn sich - wie hier beim wucherähnlichen Kreditgeschäft nach § 138 Abs. 1 BGB -die Sittenwidrigkeit aus einer Gesamtwürdigung einer Mehrzahl von objektiven und subjektiven Einzelumständen ergibt (st.Rspr des Senats, grundlegend zuletzt BGHZ 80, 153), so muß bei Wegfall eines dieser Umstände geprüft werden, ob nicht trotzdem die weiterwirkenden übri gen allein oder in Verbindung mit hinzutretenden neuen Umständen auch das neu vorgenommene Rechtsgeschäft als sittenwidrig erscheinen lassen.
BGH, URTEIL vom 4.4.1982, Az. III ZR 11/81 Anders als beim Wuchertatbestand des § 138 Abs. 2 BGB (BGHZ 80, 153, 159 zu I, 2) handelt es sich bei den einzelnen Umständen, deren Gesamtwürdigung beim wucherähnlichen Kreditgeschäft zur Sittenwidrigkeit nach § 138 Abs. 1 BGB führt, nicht stets um notwendige Tatbestandsmerkmale, die nebeneinander erfüllt sein müssen.
BGH, URTEIL vom 5.5.1981, Az. v zr 80/80 b) Das Berufungsgericht hat auch übersehen, daß nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes unabhängig vom Wuchertatbestand des § 138 Abs. 2 BGB ein Rechtsgeschäft wegen Sittenwidrigkeit nach $138 Abs. 1 BGB nichtig ist, wenn ein auffälliges Mißverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung besteht und eine verwerfliche Gesinnung des Begünstigten hinzutritt, weil er etwa die schwierige Lage des Vertragspartners bewußt ausnützt oder sich der Erkenntni verschließt, daß sein Vertragspartner nur aus einer Zwangslage heraus einen übermäßig nachteiligen Vertrag schließt (vgl. als Beispiele neuerer Rechtsprechung BGH Urteile vom 22. Januar 1976, II ZR 90/75 = WM 1976, 289, 290; vom 22. Juli 1976, III ZR 48/74 = WM 1976, 1158, 1160; vom 21. März 1977, II ZR 96/75 = WM 1977, 582, 583).
BGH, vom 4.2.1981, Az. III ZR 92/79 Daher ist auch in der Rechtsprechung anerkannt, daß zu dem objektiv auffälligen Mißverhältnis von Leistung und Gegenleistung ein subjektives Tatbestandselement, insbesondere eine verwerfliche Gesinnung des Gläubigers, hinzutreten muß, um ein sittenwidriges Geschäft im Sinne des § 138 Abs. 1 BGB bejahen zu können (BGH NJW 1951, 397; 1957, 1274).
BGH, vom 4.2.1981, Az. III ZR 92/79 Zwar hat § 138 BGB nach den heutigen Rechtsvor— Stellungen auch die Funktion, mit den Grundsätzen der herrschenden Rechtsund Sozialmoral auch den wesentlichen Grundsätzen und grundlegenden Maßstäben der Rechtsordnung gegenüber einem Mißbrauch der Vertragsfreiheit Achtung zu verschaffen (vgl. BGHZ 68, 1, 4).
BGH, URTEIL vom 1.6.1980, Az. K ZR 19/79 Unter dem Gesichtspunkt des § 138 BGB ist es deshalb ohne Hinzutreten besonderer Umstände nicht zu beanstanden, wenn der Verpächter dem Pächter eine ausschließliche Bierbezugsverpflichtung auferlegt (vgl. BGHZ 54, 145, 155).
BGH, BESCHLUSS vom 4.2.1980, Az. in zr 64/79 Dilcher aaO § 138 Rdn. 99; so auch BGH LM § 138 (Aa) BGB Nr.15 zu § 138 Abs. 1 BGB).
BGH, URTEIL vom 5.0.1980, Az. V ZR 54/78 Ein Rechtsgeschäft kann gegen die guten Sitten verstoßen und damit nach § 138 Abs. 1 BGB nichtig sein, wenn ein auffälliges Mißverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung besteht und der begünstigte Teil aus verwerflicher Gesinnung gehandelt hat (BGH-Urt. v. 19. April 1971 - II ZR 79/69 - WM 1971, 858 unter 3; BGH-Urt. v. 14. Juli 1969 - VIII ZR 245/67 - WM 1969, 1255, 1257 unter 4 b; vgl. Hackl, BB 1977, 1412).
BGH, URTEIL vom 5.5.1979, Az. V ZR 191/76 auf bestehende oder künftige Rechte Dritter dem Schutzzweck des § 138 BGB unterliegt; insoweit ist aber Voraussetzung, daß beide Vertragspartner sittenwidrig zu dem Nachteil des Dritten handeln (vgl. BGH Urteile vom 27. Januar 1966, VII ZR 16/64, WM 1966, 495, 496 und vom 9. Juli 1964, VII ZR 257/62, WM 1964, 1086, 1087).
BGH, URTEIL vom 5.4.1979, Az. V ZR 70/78 13	- nach dem aus Inhalt, Motiv und Zweck zu entnehmenden Gesamtcharakter des Vertrages läßt sich entscheiden, ob der Vertrag gegen § 138 Abs. 1 BGB verstößt (vgl. BGH Urt. v. 14. Juni 1972, VIII ZR 14/71 - WM 1972, 1224, 1225).
BGH, URTEIL vom 4.0.1979, Az. III ZR 119/77 Trotz der formalen Trennung des von der Klägerin als Versicherungsnehmerin geschlossenen Versicherungsvertrags vom Darlehensvertrag zwischen den Parteien gehören beide Verträge für die Beurteilung der Sittenwidrigkeit nach § 138 BGB zusammen (so auch Canaris NJW 1978, 1891, 1895 unter Hinweis auf die gesetzliche Wertung, wie sie jetzt in § 302 a Abs. 1 Satz 2 StGB Ausdruck gefunden hat; Freund und Reich NJW 1977, 636 in ihren ablehnenden Anmerkungen zu OLG München NJW 1977, 152).
BGH, URTEIL vom 4.10.1978, Az. III ZR 61/77 Die auf Grund dieses Sachverhalts geschlossenen Mitarbeiterverträge sind deshalb sittenwidrig und nichtig (§ 138 BGB), ohne daß es einer Anfechtung wegen arglistiger Täuschung (§ 123 BGB) bedurfte (vgl. das Senatsurteil BGHZ 71, 358, 366).
BGH, URTEIL vom 4.8.1977, Az. III ZR 167/75 In seinen genannten Entscheidungen hat der erkennende Senat sich ferner auf den Standpunkt gestellt, daß ein solcher Vertrag nicht allgemein gegen die guten Sitten (§ 138 Abs. 1 BGB) verstößt (vgl. Insbesondere BGHZ 69, 297 ff).
BGH, URTEIL vom 4.8.1977, Az. III ZR 164/75 a) Nach § 138 Abs. 1 BGB ist ein Rechtsgeschäft nichtig, das gegen die guten Sitten verstößt, d.h. gegen das Anstandsgefühl aller billig und gerecht Denkenden (BGHZ 10, 228, 232).
BGH, URTEIL vom 1.2.1977, Az. II ZR 96/75 c)	Da der Leistung des Beklagten keine Gegenleistung der Klägerin gegenüberstand, kann hier nicht ohne weiteres die Rechtsprechung herangezogen werden, wonach wucherähnliche Rechtsgeschäfte, bei denen zwischen Leistung und Gegenleistung ein auffälliges Mißverhältnis besteht, der weitere Tatbestand des § 138 Abs. 2 BGB aber nicht gegeben ist, nach § 138 Abs. 1 BGB nichtig sind, wenn der begünstigte Teil aus verwerflicher Gesinnung handelt, insbesondere eine schwierige Lage des Vertragsgegners aus-nutzt (vgl. BGH, Urt. v. 14. 7. 1969 - VIII ZR 245/67,
BGH, URTEIL vom 1.2.1977, Az. II ZR 96/75 Dem entspricht es, daß es nach ständiger Rechtsprechung nicht möglich ist, ein nach § 138 Abs. 2 BGB wegen Wuchers nichtiges Rechts** geschäft durch Herabsetzung der überhöhten Leistung aufrechtzuerhalten (vgl. BGH, Urt. v. 30. 5. 1958 - V ZR 280/56, LM BGB § 139 Nr. 14).
BGH, URTEIL vom 2.6.1976, Az. VI ZR 122/75 Dabei können Erwägungen platzgreifen, die in weiterem Sinne denen verwandt sind, die die neuere Rechtsprechung veranlaßt haben, angesichts der ünverbotenheit der Prostitution nur noch solche Randgeschäfte im Sinne des § 138 BGB vom Rechtsschutz auszunehmen, welche durch deren anstößigen Charakter geprägt sind (vgl. das oben zu BGHZ 63, 365 Ausgeführte).
BGH, URTEIL vom 2.5.1976, Az. VI ZR 68/75 Daher kann auch nicht gesagt werden, daß die Einwilligung der Klägerin, wollte man auf sie die Bestimmung des § 138 BGB analog anwenden (vgl. dazu BGHZ 29, 33, 36) nichtig wäre.
BGH, Urteil vom 3.10.1975, Az. VIII ZR 164/74 Für die Wasserversorgung kann grundsätzlich nichts anderes gelten« Es verstößt daher im allgemeinen nicht gegen den Gleichheitssatz, wenn ein kommunaler Wasserversorgungsbetrieb den Wasserpreis für den Großabnehmer wie für den Normalverbraucher nach dem übereinstimmenden Gebrauchswert der Leistung (pro cbm Wasser) und nicht nach den unterschiedlich hohen Selbstkosten ausrichtet« Seine Grenze findet dieses den Gemeinden eingeräumte Ermessen allerdings dort, wo sie unter mißbräuchlicher Ausnutzung ihrer Monopolstellung von Großabnehmern überhöhte Preise verlangen, wo also Leistung und Gegenleistung in einem auffälligen Mißverhältnis zueinander stehen (§ 138 Abs« 1 BGB)« Dabei ist der Wert der Leistung nicht nur nach dem für alle Abnehmer gleichen Gebrauchswert, sondern auch nach dem Umfang der gegenüber den einzelnen Vertragspartnern erbrachten Eigenaufwendungen, in denen sich die unterschiedliche Kostendegression niederschlägt, zu bemessen (vgl. dazu BGH Urteil vom 16. Juni 1971 - KZR 11/70 = LM BGB § 138 ßSoJ Nr. 4).
BGH, URTEIL vom 3.0.1975, Az. VIII ZR 126/73 Die Verträge verstießen daher nicht gegen die guten Sitten (§ 138 Abs. 1 BGB), soweit nicht etwa durch die Höhe des Mietpreises oder durch besondere Vereinbarungen die Person, der die Wohnung gewährt ist, ausgebeutet oder sonst beeinträchtigt werde (BGH Urteil vom 17. April 1970-1 ZR 124/68 = NJW 70, 1179 = WM 1970, 824).
BGH, URTEIL vom 5.5.1974, Az. V ZR 169/72 empfängers erfüllt grundsätzlich noch nicht den Tatbestand des § 138 BGB (vgl. BGHZ 57, 394, 396).
BGH, URTEIL vom 4.5.1974, Az. II ZR 148/72 Die Gesellschafter haben bei der Bewertung ihrer Einlagen grundsätzlich zwar freie Hand (BGHZ 17, 130, 134); die Grenzen, die §138 BGB der Vertragsfreiheit insoweit setzt, sind nicht schon dann überschritten, wenn die Einlage niedriger als der objektive Verkehrswert bewertet wird.
BGH, URTEIL vom 5.4.1974, Az. V ZB 14/73 Während das Landgericht den Kaufvertrag vom 28. April 1967 wegen Sittenwidrigkeit (§ 138 Abs. 2 BGB) als nichtig ansah, hat das Oberlandesgericht seine Unwirksamkeit aus fehlender Vertretungsmacht des Pflegers S^H^abgeleltet: Es läßt offen, ob die Pflegerbe-stellung trotz mehrfacher Mängel rechtswlrksam war (Hinweis auf BGHZ 41, 303, 309)* Jedenfalls habe sich der Wirkungskreis und damit die Vertretungsmacht des Pflegers für den Vater nicht auf den Abschluß eines Vertrags wie den umstrittenen erstreckt.
BGH, URTEIL vom 1.6.1973, Az. II ZR 125/71 daß der Frachtführer in allgemeinen Geschäftsbedingungen die Haftung für grobes Verschulden seiner leitenden Angestellten ausschließt oder beschränkt (BGH LM Nr. 30 zu Allg. Geschäftsbedingungen, Urt. v. 13* 3* 69 -II ZR 38/67)* Ein solcher Angestellter ist der Setzschiffer aber regelmäßig nicht, weil er im allgemeinen nicht gleichsam Repräsentant des Frachtführers ist (vgl. auch BGH LM Nr. 1 zu § 138 BGB (Cc), Urt. v. 13* 3* 56 -I ZR 132/53$ wonach der Kapitän eines Seeschiffes nicht als leitender Angestellter des Reeders anzusehen ist; ebenso bereits RGZ 120, 42, 46 und RG HansRGZ B Nr. 163)* Vielmehr ist der Setzschiffer grundsätzlich dem Kreis der nicht leitenden Angestellten und Arbeiter eines Unternehmens zuzurechnen.
BGH, URTEIL vom 5.5.1973, Az. V ZR 187/71 Zivilsenat in seiner Grundsatzentscheidung vom 31. März 1970, III SR 23/68 für Verfügungen von Todes wegen ausgeführt hat (BGHZ 53, 369; s. auch Urteil vom 17. März 1969, III ZR 188/65, BGIIZ 52, 17, sowie die Zusammenstellung von Johannsen, WM 1971, 918 ff), geht es im Rahmen des § 138 BGB nicht entscheidend um die Beurteilung des Verhaltens einer Person und um Sanktionen für unsittliches Verhalten, sondern allein um die Präge der Sittenwidrigkeit eines Rechtsgeschäfts.
BGH, URTEIL vom 4.5.1973, Az. III ZR 51/79 Nur erhebliche Verstöße gegen wesentliche Vorschriften des Standesrechts begründen daher die Sittenwidrigkeit und damit die Nichtigkeit einer Gebührenvereinbarung nach § 138 BGB (BGHZ 34, 64, 77; 39, 142, 148).
BGH, URTEIL vom 4.5.1973, Az. III ZR 51/85 Vielmehr stellt jede Vereinbarung, durch die die Höhe des Vergütungsanspruchs des Rechtsanwalts vom Ausgang der von ihm vertretenen Sache oder sonst vom Erfolg seiner anwaltlichen Tätigkeit abhängig gemacht wird, eine Erfolgshonorarvereinbarung dar, die grundsätzlich nicht nur standeswidrig (vgl. § 52 der anwaltlichen Standesrichtlinien), sondern regelmäßig auch zugleich nach § 138 Abs. 1 BGB nichtig ist (vgl. BGHZ 34, 64, 71 ff.; 39, 142, 145 ff.; 51, 290, 293 f.; Senatsurteile vom 5. April 1976 - III ZR 79/74 = LM BRAGebO § 3 Nr. 6 c = WM 1976, 1135, 1137 und vom 19. Juni 1980 - Ill ZR 91/79 = BGHWarn 1980 Nr. 165 = NJW 1980, 2407,
BGH, URTEIL vom 4.5.1973, Az. III ZR 91/79 Sind aber die die Sittenwidrigkeit eines Rechtsgeschäfts prägenden Umstände den Parteien bekannt, so ist es für die Anwendung des § 138 Abs. 1 BGB unerheblich, ob sie sich auch der Sittenwidrigkeit bewußt waren oder ob sie, in falscher Bewertung der Umstände, ihr Verhalten für zulässig erachtet haben (BGH Urteil vom 22. Januar 1976 -II ZR 90/75 = WM 1976, 289, 291).
BGH, URTEIL vom 4.5.1973, Az. III ZR 91/79 Sind aber die die Sittenwidrigkeit eines Rechtsgeschäfts prägenden Umstände den Parteien bekannt, so ist es für •die Anwendung des § 138 Abs. 1 BGB unerheblich, ob sie sich auch der Sittenwidrigkeit bewußt waren oder ob sie, in falscher Bewertung der Umstände, ihr Verhalten für zulässig erachtet haben (BGH Urteil vom 22. Januar 1976 -II ZR 90/75 = WM 1976, 289, 291).
BGH, URTEIL vom 1.1.1973, Az. II ZR 69/70 1. Bei der Beurteilung der von der Revision in erster Linie zur Überprüfung gestellten Präge, ob die Einlage und das Beteiligungsverhältnis der Klägerin zu niedrig festgesetzt worden sind und der Gesellschaft svertrag insoweit gegen die guten Sitten verstößt (§ 138 BGB), ist davon auezugehen, daß die Gesellschafter sowohl bei der Bewertung ihrer Einlagen als auch bei der Bestimmung des Vermögens-, Gewinn und Verlustanteils grundsätzlich freie Hand haben (vgl. BGHZ 17, 130, 134).
BGH, URTEIL vom 4.5.1972, Az. II ZR 113/70 i Verstoß gegen die guten Sitten gekannt hätte, den Versicherungsschutz nicht hätte übernehmen können, ohne daß der Vertrag nach § 138 BGB nichtig gewesen wäre (BGH VersR 1962, 659).
BGH, URTEIL vom 4.5.1972, Az. II ZR 113/70 Hier handelt es sich nicht um ein Ausfuhrverbot, durch das mittelbar auch deutsche Interessen geschützt würden und das schon deshalb zur Anwendung des § 138 BGB führen könnte (BGHZ 34, 169, 177), sondern um ein Verbot, das die Erhaltung des künstlerischen Erbes im Ursprungsland und, wie das Berufungsgericht darlegt, den Schutz des Landes vor einer Ausplünderung durch ausländische Kunstliebhaber, außerdem, wie hinzuzufügen ist, durch Händler bezweckt.
BGH, URTEIL vom 4.10.1971, Az. VIII ZR 235/71 Das Berufungsgericht hat offengelassen, ob eine derartige Vereinbarung im Rahmen der im Privatrecht geltenden Vertragsfreiheit zwar möglicherweise zulässig (vgl. dazu BGH aaO S. 1840), hier jedoch nach § 138 BGB wegen Sittenwidrigkeit nichtig wäre.
BGH, URTEIL vom 4.10.1971, Az. VII ZR 235/71 Dafür ist vielmehr maßgebend, ob sie nach Inhalt, Zweck und Beweggrund als gegen das Anstandsgefühl aller billig und gerecht Denkenden verstößt (BGH Urteil vom 21. Mai 1957 (VIII ZR 226/56) LM § 138 BGB (Ba) Nr. 2 und vom 2. Februar 1955 (IV ZR 252/54) LM § 138 BGB (Bb) Nr. 4).
BGH, URTEIL vom 4.10.1970, Az. VII ZR 34/69 Ausnahmen sind jeweils nur dann anerkannt worden, wenn es nach den besonderen Jmstän-den des Einzelfalles an der für einen Verstoß gegen die guten Sitten nach § 138 BGB notwendigen verwerflichen Gesinnung der beteiligten Bank fehlte (BGHZ 32, 361, 366; BGH NJW I960, 1003; WM 1962, 13, 15).
BGH, URTEIL vom 4.10.1970, Az. VII ZR 34/69 !b für einen Sittenverstoß noch § 138 BGB gegeben (BGH NJW 1969, 318, 320).
BGH, URTEIL vom 3.8.1970, Az. VIII ZR 239/68 allein betrachtet nicht die Nichtigkeit des Vertrages nach sich, die vielmehr nur unter den besonderen Voraussetzungen des § 138 BGB gegeben wäre« Wenn das Berufungsgericht diese Voraussetzungen verneint, so erscheint das nach Lage der Sache unbedenklich* Denn die Koppelung der Wohnungsvermittlung mit einem Möbelkauf kann nicht ohne weiteres als gegen das Anstandsgefühl aller billig und gerecht Denkenden verstoßend angesehen werden* Dabei kann: dahinstehen, ob eine solche Werbung gegen Wettbewerbsgrundsätze verstößt (s. hierzu OLG Nürnberg in BB 1964, 530 = WRP 1964, 242)* Dem Berufungsgericht ist darin beizutreten, daß die Voraussetzungen für die Annahme eines sittenwidrigen Handelns gegenüber dem Beklagten jedenfalls nicht vorliegen (s. dagegen den vom Landgericht Essen entschiedenen Pall in BB 1963, 1315)» Der Beklagte war in keiner Weise einen Zwang unterworfen oder von der Klägerin unter Druck gesetzt worden«.
BGH, URTEIL vom 2.11.1969, Az. VI ZU 50/68 ~ 7 - /Gd7 Nr. 22 = WM 1963, 1093)o Schon deshalb kommt es im vorliegenden Fall auf die von der Revision angeführte Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs nicht entscheidend an, die die Anwendung des §138 BGB hei Knebelung des Schuldners durch übermäßige Sicherungsvertrage oder bei einer Gläubigergefährdung betrifft (BGHZ 10, 232,
BGH, URTEIL vom 3.4.1968, Az. VIII ZR 133/66 185; Urt® v® 2® April 1962 -XI ZK 80/60 - LM § 276 (Dh) Hr® 4; Urteile des erkennenden Senats vom 4o November 1964 - LM BGB § 652 Hr® 4 und vom 220 Februar 1967 - IM BGB § 652 Nr® 23)? sind allgemeine Geschäftsbedingungen nicht nur unter dem Gesichtspunkt des § 138 BGB (namentlich Monopolmißbrauch), sondern vor allem auch nach § 242 BGB danach zu beurteilen, ob sie mit den Grundsätzen von Treu und Glauben in Einklang stehen (vgl® Fischer Anm® zu BGHZ 22? 90 in LM Allg® Geschäftobedingungen Hr. 1 und Liesecke An. zu BGHZ 38? 183 in LM BGB § 276 (Db) Nr® 5)o Es geht nicht an, daß mit Hilfe sorgfältig ausgeklügelter AGB eigene Interessen in einer gegen die guten Sitten verstoßenden Weiso rücksichtslos durchgesetzt werden® Anstößige Klauseln können daher keine Anerkennung finden® Auf sie darf sich niemand berufen0
BGH, URTEIL vom 1.1.1968, Az. II ZR 26/66 H viel anders als in zwei Pallen, in denen der Senat einseitige bedingungslose Hechte zur Ausschließung von Mitgesellschaf-tern unter dem Gesichtspunkt des § 138 BGB als rechtlich unbedenklich angesehen hatte: In dem einen Pall, in dem der Ausschließungsberechtigte seinen Mitgescllschaftern die gesellschaftliche Beteiligung unentgeltlich unter dieser Voraussetzung eingeräumt hatte (BGHZ 34, 80, 83), und in dem anderen, in dem in einem Gesellschaftsvertrag der Übergang des Anteils eines Gesellschafters auf seine Erben mit der Maßgabe vereinbart war, daß diesen von den übrigen Mitgesellschaftern ohne besonderen Grund gekündigt werden konnte (BGH WM 1962, 462).
BGH, URTEIL vom 5.1.1967, Az. V ZR 88/65 Entscheidungsgründe: 1o Das Berufungsgericht verneint zwar im Gegensatz zu dem Landgericht eine Nichtigkeit des Kaufvertrags vom 8» August 1958 nach § 138 Abs. 2 BGB, weil die subjektiven Voraussetzungen dieser Vorschrift nicht hinreichend erwiesen seien« Es hält jedoch die Voraussetzungen der Rechtsprechung für gegeben, nach der ein Rechtsgeschäft, bei dem Leistung und Gegenleistung in einem auffälligen Mißverhältnis stehen, die subjektiven Voraussetzungen des § 138 Abs« 2 BGB aber nicht erfüllt sind, dann nach § 138 Abs« 1 BGB nichtig ist, v/enn zu dem Mißverhältnis eine verwerfliche Gesinnung des begünstigten Teils’derart hinzutritt, daß das Rechtsgeschäft nach Inhalt, Beweggrund und Zweck gegen das Anstandsgefühl aller billig und gerecht Denkenden verstößt (BGH NJW 1951 , 397 Nr. 1; LM § 138 - Ba - BGB Nr. 2; RGZ 15o, 1, 3).
BGH, URTEIL vom 4.1.1967, Az. III ZR 226/64 2. Da hiernach Leistung und Gegenleistung in auffälligem Mißverhältnis zueinander stehen, greift § 138 Abs. 1 BGB ein, wenn eine verwerfliche Gesinnung des begünstigten Vertragsteils - das ist der Beklagte - gegenüber dem anderen Teil in der Vereinbarung hervortritt (RGZ 150, 1; BGH NJW 1951, 397; LM zu BGB § 138 Ba Nr. 2); für einen Sittenverstoß ausreichend ist daher die verwerfliche Gesinnung des einen Beteiligten gegenüber dem Vertragspartner (LM zu BGB § 138 Be Nr. 1; BGH Urteil vom 23. März 1964 - III ZR 50/63 - S. 19 und 23).
BGH, URTEIL vom 2.2.1965, Az. V ZE 65/62 in der Regel auch wertmindernd aus? und zwar um so mehr? je geringer die Aussichten auf eine Preisfreigabe in absehbarer Zeit sind (vgl» das von der Revision angeführte Urteil BGH2 13? 45? 4?); daher kann der seinerzeitige innere Wert nicht nach einem Verkaufspreis bemessen werden? der nach der späteren Aufhebung der Preisotopvorschriften erzielbar wurdeo Darüberhinaus ist die Fragestellung bei § 138 BGB eine wesentlich andere als bei der Pflichtteilaberechnung (vglo hierzu BGHZ aaO)?
BGH, Urteil vom 1.2.1964, Az. III ZR 50/63 Denn die Erklärung der Beklagten vom 21. September 1951 unterliegt - wie oben unter I ausgefCihrt - zu demindest materiellrechtlich ausschließlich dem deutschen Recht, so daß auch die eachliehrechtliehe Prüfung, ob das Rechtsgeschäft wegen Sittenverstoß es nichtig ist, sich allein nach § 138 BGB auszurichten hat, wie dies* auch vom Berufungsgericht geschehen ist» Soweit 'der Bundesgerichtshof in seinem von der Revision angezogenen Urteil in BGHZ 22, 162 (= IM Art. 30 EGBGB mit Anm.) bei der Prüfung der Sittenwidrigkeit auch im Ausland herrschende Anschauungen berücksichtigt hat, geschah dies nur im Zusammenhang mit der Prüfung und Würdigung des in jetäem Pall zur Anwendung kommenden ausländischen Rechts in Beziehung auf Art. 30 EGBGB, worum cs im jetzigen Rechtsstreit nicht geht.
BGH, vom 5.5.1962, Az. V ZR 40/61 -7- nach § 138 BGB; vielmehr muß sowohl im Pall des Abs, 2 wie des Abs. 1 aaO noch in subjektiver Hinsicht eine verwerfliche Gesinnung des Vertragsgegners hinzukommen (BGH, Urt. v. 5. März 1951 - IV ZR 107/50 = NJW 1951, 397), hier etwa, daß der Beklagte jene geistige Beeinträchtigung des Klägers erkannt und sich bewußt zunutze gemacht hätte.
BGH, Urteil vom 2.8.1961, Az. VI ZR 268/61 Wie es zutreffend ausgeführt hat, wäre ein solcher Sachverhalt nur für die Anwendung des § 138 BGB von Bedeutung, könnte aber keine Schadensersatzansprüche eines Gläubigers rechtfertigen (RGZ 143, 48, 50 fj BGHZ 10, 228, 232).
BGH, Urteil vom 3.6.1961, Az. V ZR 99/60 1 wie nach Abs. 2 von § 138 BGB einmal ein auffälliges Mißverhältnis zv/ischen Leistung und Gegenleistung sei, wobei die objektiven V/erte der beiderseitigen Leistungen im Zeitpunkt des Kaufabschlusses einander gegenüberzustellen seien, und darüber hinaus entweder die Erfüllung eines der übrigen Tatbestandsmerkmale von Absatz 2 (Ausbeutung von Notlage, Leichtsinn oder Unerfahrenheit) oder ein sonstiges subjektives Moment, das Sittenwidrigkeit nach Absatz 1 begründet, insbesondere eine verwerfliche Gesinnung des begünstigten Partners, die in der bewußten Ausnutzung der schwierigen Lage des anderen Teils liegen kann (BGH LM Nr. 2 zu § 138 (B a) BGB).
BGH, Urteil vom 2.6.1961, Az. VI ZE 236/60 11 wird (vgl. BGH VIII ZR 331/56 vom 13» Mai 1958 * IM BGB § 138 (C b) Nr* 11)* Ferner steht es im vorliegenden Falle nicht zur Entscheidung, ob einzelne SicherungsVerträge wegen Verstoßes gegen die guten Sitten (§ 138 BGB) nichtig sind, was zur Folge hätte, daß der Konkursverwalter die Sicherungen zur Konkursmasse ziehen könnte.
BGH, Urteil vom 4.11.1959, Az. II ZR 62/58 (§ 138 BGB) völlig freie Hand haben (BGHZ 17, 130, 134); nach dem Vortrag beider Parteien kann aber nicht angenommen werden * daß ein Wert des Kahnes in Höhe von 85*000 DM ihrer Vereinbarung zugrundegelegt r/erden sollte» Geht man trotzdem von einem Wert von 85*000 DM aus, so sind 4/10 des Wertes des amgebauten Schiffes 108*000 DM* Der Kläger hat dann nur rund 2/3 dieses Wertes bezahlt«
BGH, vom 1.5.1959, Az. TII ZR 80/58 Zwar kann auch ein Vergleich nach § 138 BGB nichtig sein (BGH NJW 31, 397)« Hierfür fehlen im vorliegenden Fall jedoch die Voraussetzungen.
BGH, Urteil vom 2.1.1959, Az. VIII ZR 142/58 BGB § 138 Bc Ein Rechtsgeschäft, aus dem der eine Vertragsteil unter Ausnutzung des Mangels an Urteilsvermögen und der erheblichen Willensschwäche des anderen Teiles übermäßige Vermögensvorteile zieht, verliert nicht deshalb seinen sittenwidrigen Charakter im Sinne des § 138 Abs. 1 BGB, weil das Angebot zu dem Geschäftsabschluß von der benachteiligten Partei ausgegangen ist (Weiterführung von BGH Urt. v. 17. Februar 1959, VIII ZR 142/58, LM Nr. 3 zu § 138 Ba).
BGH, Urteil vom 3.4.1958, Az. V ZK 146/58 § 138 BGB umfaßt außer den Fällen beiderseitigen sitten-widrigen Verhaltens anerkanntermaßen auch in Abs. 1 diejenigen Fälle einseitiger Sittenwidrigkeit, *bei denen das Anstößige gerade im Verhalten des einen Vertragsteils gegen den anderen besteht (BGH IM Nr. 1 zu BGB § 138 Bc; BGB RGRK 11• Auf1, § 138 An. 7).
BGH, Urteil vom 1.3.1958, Az. II ZR 197/57 Damit sind auch die subjektiven Voraussetzungen für die Nichtigkeit der in Rede stehenden Tauschgeschäfte der Parteien nach § 138 Abs. 1 BGB gegeben (RGZ 160, 52, 58; BGH BB 1953, 695).
BGH, Urteil vom 2.4.1957, Az. VIII ZR 65/56 Auch wenn von der Auffassung ausgegangen wird, daß der in § 138 Abs 2 BGB verwandte Begriff 'Notlage” eine dringende Not erfordert, welche die wirtschaftliche Existenz bedroht (BGB RGRK 10, Aufl § 138 Anm 2 mit Hachw, vgl dazu aber BGH aaO), läßt sich aus den vom Berufungsgericht angeführten Gründen eine derartige Notlage des Klägers zur Zeit des Abschlusses des Vertrages nicht verneinen- Las Berufungsgericht übersieht, daß der Kläger für eine zehnköpfige Familie zu sorgen hatte und deswegen danach strebte, sich wieder als Unternehmer in der gewerblichen Wirtschaft zu betätigen, weil er nach seiner Angabe in abhängiger Stellung nicht so viel verdienen konnte, wie er zur Bestreitung des Unterhalts seiner großen Familie benötigte.
BGH, Urteil vom 5.10.1955, Az. V ZR 61/54 der Erschütterung dieser Währung und auf das allgemeine Festhalten an Sachwerten im einen Falle für Herbst 1945, im anderen für März 1946 verwiesen wird, so handelt es sich jeweils nur um Einzelerwä-gungenv Der entscheidende Teil bezieht sich dagegen auf die Frage, welche Einsicht in diesem Falle von den mit der Amtsvormundschaft betrauten Behörden gefordert werden konnte«, Daß insofern an die beruflich ständig mit der Wahrnehmung fremder Interessen beauftragten Beamten und Angestellten der betreffenden Behörden ganz andere Anforderungen gestellt werden können als an Menschen einfacher Lebenskreise bei Erledigung der eigenen Privatangelegenheiten, bedarf keiner näheren Ausführungen«, Eine Vera lgemeinerung der Grundsätze in dem Sinne, dass jedes Veräußerungsgeschäft über einen bleibenden Sachwert, insbesond re über ein Grundstück gegen Reichsmark, ein auffälliges Mißverhältnis der beiden Leistungen i.S« des § 138 Abs 2 BGB zu dem Inhalt habe, ist keinesfalls zulässig ( vgl dazu auch BGHZ 5, 12 zur Beurteilung des Problems im allgemeinen)„
BGH, URTEIL vom 5.5.1930, Az. V ZR 11/79 Von diesem Grundsatz ergeben sich - unabhängig von einem etwaigen Verstoß gegen §138 BGB - jedoch Ausnahmen (vgl. BGH Urteil vom 28. November 1962, VIII ZR 236/61 = MDR 1963, 303, 304).

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 § 17
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 § 24
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 § 305
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 §779
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 § 1029
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 § 1025
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 § 817
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 § 612
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 § 134
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 § 104
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 § 79
 § 812
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 § 826
 §817
 § 817
 §817
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 § 9
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 Art. 30
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