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Timestamp: 2020-02-19 15:43:28+00:00

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BFH, 08.07.1998 - I R 23/97 - dejure.org
https://dejure.org/1998,199
BFH, 08.07.1998 - I R 23/97 (https://dejure.org/1998,199)
BFH, Entscheidung vom 08.07.1998 - I R 23/97 (https://dejure.org/1998,199)
BFH, Entscheidung vom 08. Juli 1998 - I R 23/97 (https://dejure.org/1998,199)
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Schätzungsbescheid - Gegenstand des Klagebegehrens - Herabsetzung der Steuer
Finanzgerichtsordnung; Bezeichnung des Klagebegehrens bei Anfechtung eines Schätzungsbescheids
FG Köln, 22.02.1996 - 13 K 5062/95
BFHE 186, 309
NVwZ-RR 1999, 815
BStBl II 1998, 628
Wie der Bundesfinanzhof (BFH) im Urteil vom 8. Juli 1998 I R 23/97 (BFHE 186, 309, BStBl II 1998, 628) ausgeführt habe, werde der Gegenstand des Klagebegehrens durch den Antrag auf Aufhebung eines Schätzungsbescheides dann nicht hinreichend bezeichnet, wenn Anhaltspunkte dafür vorlägen, dass der Kläger tatsächlich nur eine Herabsetzung der festgesetzten Steuer begehre.
Das Gericht muss in die Lage versetzt sein, das Klagebegehren zu ermitteln, um die Grenzen seiner Entscheidungsbefugnis zu bestimmen (vgl. Beschluss des Großen Senats des BFH in BFHE 129, 117, BStBl II 1980, 99, unter II. 2.;… ebenso BFH-Urteile vom 31. Januar 1996 II R 95/93, BFH/NV 1996, 564; in BFH/NV 2000, 1480, und in BFHE 186, 309, BStBl II 1998, 628, sowie in BFH/NV 2000, 198;… vom 18. Mai 1999 X R 20/98, BFH/NV 1999, 1603).
Gleiches gilt, wenn der Kläger sein Begehren durch Angabe von Umsatz, Vorsteuer und Gewinn näher umschreibt (BFH-Urteile in BFHE 182, 273, BStBl II 1997, 462; in BFHE 186, 309, BStBl II 1998, 628;… in BFH/NV 1999, 1603, …und vom 22. April 1998 XI R 31-32/97, BFH/NV 1998, 1245).
b) Dagegen soll der Gegenstand des Klagebegehrens durch den Antrag auf "Aufhebung" eines Schätzungsbescheids jedenfalls dann nicht hinreichend bezeichnet sein, wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der Kläger tatsächlich nur eine Herabsetzung der festgesetzten Steuer begehrt (vgl. BFH-Urteil in BFHE 186, 309, BStBl II 1998, 628).
Der Hinweis des FA auf das BFH-Urteil in BFHE 186, 309, BStBl II 1998, 628 verfängt bereits deshalb nicht, weil der Kläger im Streitfall die Aufhebung eines die beantragte Änderung ablehnenden Bescheids und nicht die Aufhebung eines Schätzungsbescheids begehrt.
Anders als in dem dem BFH-Urteil in BFHE 186, 309, BStBl II 1998, 628 zugrunde liegenden Sachverhalt, liegen zudem im Streitfall keine Anhaltspunkte dafür vor, dass der Kläger nur eine teilweise Aufhebung des Ablehnungsbescheids sowie der nachfolgenden Einspruchsentscheidung begehren könnte.
Da das Gericht nach § 96 Abs. 1 Satz 2 FGO nicht über das Klagebegehren hinausgehen darf, muss es in die Lage versetzt werden, die Grenzen seiner Entscheidungsbefugnis zu bestimmen (ebenso BFH-Urteile vom 31. Januar 1996 II R 95/93, BFH/NV 1996, 564, und in BFHE 186, 309, BStBl II 1998, 628, sowie in BFH/NV 2000, 198;… ferner vom 18. Mai 1999 X R 20/98, BFH/NV 1999, 1603).
Der BFH hat wiederholt entschieden, dass der Gegenstand des Klagebegehrens hinreichend bestimmt ist, wenn ein Kläger die Herabsetzung der Steuerschuld bzw. einer bestimmten Besteuerungsgrundlage auf einen genau bezeichneten Betrag beantragt (BFH-Urteil vom 17. Oktober 1990 I R 118/88, BFHE 162, 534, BStBl II 1991, 242) oder wenn er sein Begehren durch Angabe von Umsatz, Vorsteuer und Gewinn näher umschreibt (BFH-Urteile vom 23. Januar 1997 IV R 84/95, BFHE 182, 273, BStBl II 1997, 462; in BFHE 186, 309, BStBl II 1998, 628;… in BFH/NV 1999, 1603, …und vom 22. April 1998 XI R 31-32/97, BFH/NV 1998, 1245).
Der Ausschlussfrist nach § 65 Abs. 2 Satz 2 FGO muss insbesondere nicht das Setzen einer einfachen Frist nach § 65 Abs. 2 Satz 1 FGO vorausgegangen sein (BFH-Urteil vom 08.07.1998 - I R 23/97, BFHE 186, 309, BStBl II 1998, 628, unter II.2.c bb, Rz 16).
Der Kläger muss zur Bestimmung des Streitgegenstands substantiiert darlegen, inwieweit der angefochtene Verwaltungsakt rechtswidrig sei und ihn in seinen Rechten verletze (BFH vom 8. Juli 1998 I R 23/97, BFHE 186, 309, BStBl II 1998, 628; vom 26. November 1979 GrS 1/78, BFHE 129, 117, BStBl II 1980, 99, 102).
Das " Aufhebungs "-Begehren ist in der Regel dahin zu verstehen, dass der Kläger - abweichend vom Wortlaut der Klagschrift - nicht eine vollständige Aufhebung, sondern nur eine inhaltliche Änderung des angefochtenen Bescheides begehrt (BFH vom 8. Juli 1998 I R 23/97, BFHE 186, 309, BStBl II 1998, 628; vom 23. Januar 1997 IV R 84/95, BFHE 182, 273, BStBl II 1997, 462).
Die Präzisierung wird mangels anderer Anhaltspunkte der Bezugnahme auf das Einspruchsverfahren zu entnommen (vgl. BFH vom 8. Juli 1998 I R 23/97, BFHE 186, 309, BStBl II 1998, 628).
Grundsätzlich nicht ausreichend sind die Ankündigung eines Sachvortrags, die Ankündigung einer nachzureichenden Steuererklärung, der allgemeine Hinweis, die Besteuerungsgrundlagen seien zu hoch geschätzt worden, oder der Antrag auf "Aufhebung" eines Schätzungsbescheides, wenn der Sache nach erkennbar und typischerweise eine Herabsetzung der Steuer nach Maßgabe von noch abzugebenden Steuererklärungen begehrt wird (BFH in BFHE 186, 309, BStBl II 1998, 629).
Die Befreiung setzt jedoch voraus, dass die GmbH eigenen Grundbesitz verwaltet (BFH-Urteil vom 22. Januar 1992 I R 61/90, BFHE 167, 144, BStBl II 1998, 628).
Abweichendes kann hingegen gelten, wenn mit der Klage entgegen ihrem Wortlaut erkennbar keine Aufhebung, sondern eine nicht näher bezeichnete Abänderung des Steuerbescheids begehrt wird (BFH-Urteil vom 8. Juli 1998 I R 23/97, BStBl II 1998, 628;… BFH-Beschluss vom 25. Mai 2000 XI B 10/99, BFH/NV 2000, 1362 ).
Der Hinweis, die Besteuerungsgrundlagen seien zu hoch geschätzt, reicht nach ständiger Rechtsprechung des BFH (vgl. BFH in BStBl II 1998, 628) ebenso wenig wie der Hinweis auf die Einspruchsentscheidung.
Das genügt indessen, da Angaben zum Umfang der begehrten Korrektur fehlen, den Anforderungen des § 65 Abs. 1 FGO nicht (vgl. BFH in BStBl II 1998, 628).
Versäumt der Kläger die Ausschlussfrist, ist die Klage --wenn keine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zu gewähren ist (§ 56 FGO)-- unzulässig (s. Senatsurteil vom 8. Juli 1998 I R 23/97, BFHE 186, 309, BStBl II 1998, 628).
Er ließ daher den Gegenstand des Klagebegehrens nicht erkennen (s. Senatsurteil in BFHE 186, 309, BStBl II 1998, 628).
b) Unter dem Gesichtspunkt der Bezeichnung des Klagebegehrens hat der Kläger --ebenso wie in der früheren Gesetzesfassung unter dem der Bezeichnung des Streitgegenstands (s. zur Inhaltsgleichheit dieser Begriffe: Entscheidungen des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 12. September 1995 IX R 78/94, BFHE 178, 549, BStBl II 1996, 16;… vom 27. November 1995 X B 52/95, BFH/NV 1996, 421, und vom 8. Juli 1998 I R 23/97, BFH/NV 1998, 1575, 1576;… Gräber, Finanzgerichtsordnung, 4. Aufl., 1997, § 65 Rz. 31, m.w.N.)-- das Ziel der Klage hinreichend deutlich zum Ausdruck zu bringen, d.h. bei Anfechtungsklagen substantiiert darzulegen, inwiefern der angefochtene Verwaltungsakt seiner Meinung nach rechtswidrig ist und ihn in seinen Rechten verletzt (seit BFH-Beschluss vom 26. November 1979 GrS 1/78, BFHE 129, 117, BStBl II 1980, 99, unter C. II. 2., ständige Rechtsprechung;… s. z.B. BFH-Urteil vom 27. Juli 1999 VIII R 55/98, BFH/NV 2000, 196, 197, und die dort. Nachw.).
BFH, 14.06.1999 - I B 174/98
Im einzelnen wird dazu auf das Senatsurteil vom 8. Juli 1998 I R 23/97 (BFHE 186, 309, BStBl II 1998, 628) hingewiesen.
Im einzelnen wird dazu auf das Senatsurteil in BFHE 186, 309, BStBl II 1998, 628 hingewiesen.
FG München, 14.04.2014 - 7 K 2547/13
Unzulässigkeit der Klage, § 65 Abs. 1 FGO
FG München, 11.12.2003 - 13 K 4981/03
Bezeichnung des Gegenstands des Klagebegehrens; Einkommensteuer 1999; …
FG Sachsen-Anhalt, 23.05.2002 - 2 K 125/02
Kostentragung bei unsubstantiierter Klageeinreichung durch vollmachtlosen …
FG Sachsen, 23.05.2002 - 2 K 125/02
Anforderungen an die Klageeinreichung durch einen vollmachtlosen Vertreter; …
FG Sachsen, 23.05.2002 - 2 K 124/02
BFH, 15.10.2008 - I B 133/08
Bezeichnung des Klagebegehrens bei Schätzungsbescheiden
Antrag auf Verlängerung der Ausschlussfrist nach § 65 Abs. 2 FGO
FG München, 07.01.2008 - 14 K 672/07
Pflicht zur Bescheidung über einen Antrag auf Fristverlängerung vor Ablauf einer …
BFH, 24.10.2001 - X R 39/99
FG München, 27.11.2008 - 15 K 2064/08
Anforderungen an die Verlängerung der Ausschlussfrist nach § 65 Abs. 2 S. 2 FGO
FG Hamburg, 17.12.2002 - V 39/98
Zulässige Klage nur bei Konkretisierung des Klagebegehrens
FG Saarland, 07.03.2005 - 1 K 381/04
Antrag auf Verlängerung der Frist nach § 65 Abs. 2 FGO
FG München, 19.02.2009 - 7 K 2643/08
Keine Verlängerung der Ausschlussfrist zur Bezeichnung des Klagegenstandes durch …
FG Sachsen-Anhalt, 09.07.2014 - 3 K 776/10
Ausreichende Bezeichnung des Klagebegehrens bei Anfechtung von …
FG München, 10.10.2013 - 5 K 2748/12
§ 56 FGO: Versäumung der Wiedereinsetzungsfrist
FG München, 09.07.2013 - 5 K 2748/12
Ausschlussfrist zur Bezeichnung des Klagebegehrens - Versäumung der …
FG München, 08.10.2009 - 1 K 4351/06
FG München, 08.12.2008 - 7 K 139/08
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FG München, 16.05.2007 - 10 K 2628/06
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FG München, 07.06.2006 - 5 K 612/06
FG München, 08.03.2006 - 1 K 507/05
FG München, 14.02.2006 - 5 K 3318/05
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FG München, 12.05.2015 - 15 K 36/14
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FG München, 10.01.2013 - 5 K 99/12
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FG München, 11.06.2012 - 8 K 3225/11
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Bloßes Aufhebungsverlangen zur Bezeichnung des Gegenstands des Klagebegehrens …
FG München, 24.07.2003 - 13 K 3084/03
Bezeichnung des Klagebegehrens; Umsatzsteuer 1999
FG Hamburg, 01.07.2003 - III 108/03
Sachurteilsvoraussetzungen einer Klage; schriftliche Prozessvollmacht als …
FG Sachsen, 09.10.2002 - 2 K 452/02
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FG München, 05.08.2002 - 13 K 804/02
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FG München, 05.06.2002 - 13 K 1214/02
Hinreichendes Zumausdruckbringen de Klageziels
FG München, 07.01.2002 - 13 K 2100/01
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FG München, 07.01.2002 - 13 K 2813/01
Vorlage einer Prozeßvollmacht; Bezeichnung des Klagebegehrens; gesonderter und …
FG München, 28.08.2001 - 13 K 5743/00
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FG München, 29.11.2000 - 6 K 3268/99
Bezeichnung des Klageziels
FG Hamburg, 12.07.2000 - I 737/99
FG Köln, 26.02.1999 - 13 K 6460/98
FG München, 21.06.2010 - 8 K 3938/09
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FG München, 01.12.2006 - 6 K 3025/05
FG München, 18.03.2002 - 6 K 2670/00
Wiedereinsetzung wegen Versäumnis der Frist zur Vollmachtvorlage
FG München, 22.10.2003 - 13 K 2289/03
Bezeichnung des Klagebegehrens; Wiedereinsetzung in den vorigen Stand
FG Sachsen-Anhalt, 09.10.2002 - 2 K 452/02
FG München, 11.04.2002 - 13 K 3614/01
Unzulässigkeit einer Klage bei Nichtbezeichnung des Klagebegehrens
FG München, 14.07.1999 - 7 K 1852/99
Entgegenstehen der Unmöglichkeit der Fertigung einer Steuererklärung einem auf …

References: § 96
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