Source: https://findok.bmf.gv.at/findok?segmentId=cea1c706-5bd2-43d6-9ca3-cfc4a4f14ed3
Timestamp: 2019-08-20 20:27:52+00:00

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In den Fällen des § 3 Abs. 9 UStG 1994 wird der Ort der Lieferung in das Einfuhrland verlegt, wenn der Lieferer oder sein Beauftragter Schuldner der Einfuhrumsatzsteuer ist. Dies ist der Fall, wenn die Lieferkondition "verzollt und versteuert" lautet und somit die Anmeldung durch den Lieferer oder dessen Beauftragten erfolgt. Zum Abzug der Einfuhrumsatzsteuer ist diesfalls der Lieferer berechtigt.
Der Schuldner der Einfuhrumsatzsteuer ist Unternehmer (§ 2 UStG 1994), im Inland zur Umsatzsteuer erfasst und die Gegenstände werden für sein Unternehmen eingeführt. Ob die Gegenstände "für sein Unternehmen eingeführt werden", richtet sich nach § 12 UStG 1994.
Die Vorsteuer betreffend die Einfuhrumsatzsteuer, die über das Abgabenkonto entrichtet wird, wird zum gleichen Zeitpunkt wirksam, in dem die Einfuhrumsatzsteuer fällig wird. Die zB in den Kalendermonat Oktober fallenden Einfuhrumsatzsteuer-Schuldigkeiten werden Ende November/Anfang Dezember auf dem Finanzamtskonto eingebucht und am 15. Dezember fällig. Die entsprechende Einfuhrumsatzsteuer-Vorsteuer wird somit am 15. Dezember wirksam. Dies gilt - im Gegensatz zu den übrigen Vorsteuern - auch, wenn die UVA zu einem früheren Zeitpunkt (zB bereits am 2. November) beim Finanzamt eingereicht wird.
§ 20 Abs. 2 Z 2 UStG 1994, Umsatzsteuergesetz 1994, BGBl. Nr. 663/1994
§ 18 Abs. 2 Z 6 UStG 1994, Umsatzsteuergesetz 1994, BGBl. Nr. 663/1994
VwGH 04.10.1973, 0351/73
UStR 2000, Umsatzsteuerrichtlinien 2000 Rz 1858
UStR 2000, Umsatzsteuerrichtlinien 2000 Rz 1859a
ZK, Zollkodex Art. 202 ff
Umsatzsteuer, Beförderungslieferungen, Verlagerung des Lieferortes, Lieferkonditionen, Einfuhr von Bestandteilen, eingeführte Bestandteile, ausländischer Werklieferer, inländische Werklieferer, Abzug der Einfuhrumsatzsteuer beim Reihengeschäft, Beispiele zu Reihengeschäften, Wiederausfuhr nach Bearbeitung, letzter Abnehmer, Nachweis der Entrichtung der Einfuhrumsatzsteuer, Entrichtungsnachweis, Aufzeichnungspflichten, zollamtlicher Originalbeleg, Originalbeleg, Einfuhrumsatzsteuer bei pauschalierten Land- und Forstwirten, indirekte Vertretung, EUSt, EUSt-neu, Neuregelung der Einfuhrumsatzsteuer, vorschriftswidrige Verbringung, Entzug der zollamtlichen Überwachung, Einfuhr für das Unternehmen, Versendungslieferungen, Schuldner der Einfuhrumsatzsteuer, verzollt und versteuert, Abzug der Einfuhrumsatzsteuer, Einfuhrumsatzsteuer-Abzug, Werklieferungen ausländischer Unternehmer, Werklieferungen, Einfuhr der Bestandteile, Rechtslage, Übergang der Steuerschuld, Reihengeschäft, inländische Lohnveredler, Werklieferer, ausländischer Auftraggeber, Wiederausfuhr, Ausfuhrnachweis, Entrichtung der Einfuhrumsatzsteuer, entrichtete Einfuhrumsatzsteuer, Nachweisführung, erforderliche Belege, Eingangsabgabenbescheid, Entrichtungstag, Mitteilung nach Art. 221 ZK, Entrichtungsvermerk des Spediteurs, Tagesauszug, Tagesauszüge, Inhaber einer Sammelbewilligung, Ersatzbelege, Sammelanmeldung, Korrekturen der Einfuhrumsatzsteuer, Minderung der Einfuhrumsatzsteuer, Pauschalierung, Nichtannahme des Liefergegenstandes, Einfuhrumsatzsteuer-Neuregelung, keine nachträgliche Berichtigung, ordnungsgemäße Überführung, Zollanmeldung, Zuständigkeitsverlagerung, Einbuchung der Einfuhrumsatzsteuer-Schuld.
Findok-Nr: 19969.15, aufgenommen am: 22.11.2018 10:22:24, zuletzt geändert am: 22.03.2019, Dokument-ID: b9b7b43c-a7a6-44fb-a910-07a499812784, Segment-ID: cea1c706-5bd2-43d6-9ca3-cfc4a4f14ed3

References: § 3
 § 12

§ 20

§ 18
 Art. 202
 Art. 221