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Timestamp: 2019-11-18 04:52:16+00:00

Document:
juris - Fachportal Steuerrecht - Keine Erhöhung des Kapitalkontos des Kommanditisten durch Hinzurechnung des Investitionsabzugsbetrages
Aktenzeichen: 13 K 2320/15 F
Normen: § 7g EStG, § 15a EStG
Keine Erhöhung des Kapitalkontos des Kommanditisten durch Hinzurechnung des Investitionsabzugsbetrages
Das FG Münster hat entschieden, dass der nach § 7g Abs. 2 EStG im Wirtschaftsjahr der Anschaffung oder Herstellung des begünstigten Wirtschaftsguts hinzuzurechnende Betrag sich nicht auf das Kapitalkonto des Kommanditisten i.S.v. § 15a EStG auswirkt.
Nach Auffassung des Finanzgerichts ist der Hinzurechnungsbetrag nach § 7g Abs. 2 EStG nicht in die Berechnung des Kapitalkontos einzubeziehen. Dieses setze sich allein aus dem in der Steuerbilanz der KG enthaltenen Kapitalkonto des Kommanditisten und einer etwaigen Ergänzungsbilanz zusammen. Außerbilanzielle Korrekturen beeinflussten das Kapitalkonto dagegen nicht, da es sich nicht um Bilanzpositionen handele. Der Investitionsabzugsbetrag habe weder Einfluss auf das Betriebsvermögen der KG noch auf die Außenhaftung des Kommanditisten. Diese Sichtweise entspreche auch dem Regelungszweck des § 15a EStG, der eine Verlustzurechnung nach der tatsächlichen wirtschaftlichen Belastung des Kommanditisten darstellen solle.
Das FG Münster hat wegen grundsätzlicher Bedeutung die Revision zum BFG zugelassen (AZ.: IV R 26/19).

References: § 7
 § 15
 § 7
 § 15
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