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Timestamp: 2020-02-24 09:05:55+00:00

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§ 234 ZPO: Wiedereinsetzungsfrist
Titel 4: Folgen der Versäumung; Rechtsbehelfsbelehrung; Wiedereinsetzung in den vorigen Stand
(1) Die Wiedereinsetzung muss innerhalb einer zweiwöchigen Frist beantragt werden. Die Frist beträgt einen Monat, wenn die Partei verhindert ist, die Frist zur Begründung der Berufung, der Revision, der Nichtzulassungsbeschwerde oder der Rechtsbeschwerde einzuhalten.
§ 235 ZPO
BGH, BESCHLUSS vom 1.9.2016, Az. IX ZR 199/16 Die zweiwöchige Wiedereinsetzungsfrist des § 234 Abs. 1 Satz 1 ZPO begann wenige Tage nach der am 4. August 2016 erfolgten Zustellung des die Prozesskostenhilfe versagenden Senatsbeschlusses vom 14. Juli 2016 (vgl. BGH, Beschluss vom 20. Januar 2009 -VIII ZA 21/08, NJW-RR 2009, 789 Rn. 6 f).
BGH, BESCHLUSS vom 2.8.2016, Az. XI ZA 13/15 Eine Wiedereinsetzung kommt zwar grundsätzlich darüber hinaus in Betracht, sofern auch der verspätete Eingang des Prozesskostenhilfeantrags nebst Anlagen unverschuldet ist und innerhalb der Frist des § 234 ZPO nachgeholt wird (BGH, Beschlüsse vom 21. Februar 2002 - IX ZA 10/01, NJW 2002, 2180, vom 2. April 2008 - XII ZB 131/06, NJW-RR 2008, 1518 Rn. 13 und vom 20. Mai 2015 -VII ZB 66/14, juris Rn. 7).
BGH, BESCHLUSS vom 2.4.2016, Az. XI ZB 4/16 -5- und 4 ZPO, und den erforderlichen Nachweisen bei Gericht einreicht (BGH, Beschluss vom 14. Juli 2015 - II ZA 29/14, juris Rn. 2 mwN) und, sofern ihr Antrag erfolglos ist, nach Ablauf einer anschließenden Überlegungsfrist von wenigen Tagen (BGH, Beschluss vom 9. September 2015 -VIIZR111/15, juris Rn. 2 aE) innerhalb der Frist des § 234 Abs. 1 ZPO einen Antrag nach §§ 236, 78 Abs. 1 ZPO stellt (BGH, Beschluss vom 15. September 2015 -VI ZB 2/14, juris Rn. 7).
BGH, BESCHLUSS vom 4.0.2016, Az. IX ZA 24/15 Das Rechtsstaatsprinzip ist durch die Anwendung des § 234 Abs.3 ZPO etwa dann verletzt, wenn der Partei eine fehlerhafte Urteilsausfertigung zugestellt wurde (BGH, Beschluss vom 7. Juli 2004 -XII ZB 12/03, NJW-RR 2004, 1651, 1653), wenn das Gericht über einen rechtzeitig gestellten Prozesskostenhilfeantrag nicht innerhalb eines Jahres entschieden (BGH, Beschluss vom 12. Juni 1973 -VIZR 121/73, NJW 1973, 1373) oder eine ablehnende Entscheidung über einen Prozesskostenhil-feantrag nicht zugestellt hat (BGH, Beschluss vom 20. Februar 2008 -XII ZB 179/07, NJW-RR 2008, 878 Rn. 15 f), und wenn das Gericht bei einer Partei durch seine Verfahrensweise über einen längeren Zeitraum das Vertrauen erweckt hat, der eingelegte Rechtsbehelf sei zulässig (BGH, Urteil vom 15. Dezember 2010 -XII ZR 27/09, NJW 2011, 522 Rn. 37; BAG NJW 2004, 2112, 2114) oder ein gestellter Wiedereinsetzungsantrag sei begründet (vgl. BVerfG, NJW 2004, 2149, 2150).
BGH, BESCHLUSS vom 4.11.2015, Az. V ZB 28/03 8	aa)	Ein Hinweis gemäß § 139 ZPO ist stets dann angezeigt, wenn die Angaben zu innerhalb der Frist des § 234 Abs. 1 ZPO vorgebrachten Wiedereinsetzungsgründen erkennbar unklar oder ergänzungsbedürftig sind (vgl. BGH, Urteil vom 24. Juni 1985 - II ZR 69/85, VersR 1985, 1140; Beschluss vom 4. Oktober 1988 -VIZB 21/88, NJW-RR 1989, 126, 127; Beschluss vom 21. Oktober 2010 - IX ZB 73/10, NJW 2011,458 Rn. 19, 21).
BGH, BESCHLUSS vom 4.5.2015, Az. III ZR 168/15 Die zweiwöchige Wiedereinsetzungsfrist des § 234 Abs. 1 Satz 1 ZPO begann wenige Tage nach der am 1. Juni 2015 erfolgten Zustellung des die Prozesskostenhilfe versagenden Senatsbeschlusses vom 28. Mai 2015 (vgl. BGH, Beschluss vom 20. Januar 2009 - VIII ZA 21/08, NJW-RR 2009, 789 Rn. 6 f).
BGH, BESCHLUSS vom 3.4.2015, Az. VII ZB 66/14 7	bb) Eine Wiedereinsetzung kommt zwar grundsätzlich darüber hinaus in Betracht, sofern auch der verspätete Eingang des Prozesskostenhilfeantrags nebst Anlagen unverschuldet ist und innerhalb der Frist des § 234 ZPO nachgeholt wird (BGH, Beschluss vom 2. April 2008 -XIIZB 131/06, aaO Rn. 13
BGH, BESCHLUSS vom 2.2.2015, Az. VI ZB 71/14 Das Berufungsgericht durfte den Antrag der Beklagten auf Wiedereinsetzung auch nicht wegen des Ablaufs der einjährigen Ausschlussfrist nach § 234 Abs.3 ZPO verwerfen, weil die Ursache der Fristüberschreitung nicht in der Sphäre der Beklagten, sondern in der des Gerichts lag (vgl. BGH, Beschluss vom 20. Februar 2008 - XII ZB 179/07, VersR 2008, 1088 Rn. 15 mwN).
OLG München, Beschluss vom 3.10.2014, Az. 10 U 3222/14 Der Klägerin war auf ihren formund fristgerechten Antrag hin Wiedereinsetzung gegen die Versäumung der Frist zur Begründung der Berufung zu gewähren, nachdem der Antrag innerhalb der Frist von 2 Wochen nach Behebung des Hindernisses bei Gericht einging und mit der versäumten Prozesshandlung verbunden ist und die Berufung begründet wurde, §§ 234 I 1, 236 II 2 HS 1 ZPO (vgl. BGHZ 30, 226), zuletzt ergänzend mit Schriftsatz vom 24.10.2013.
BGH, BESCHLUSS vom 2.9.2014, Az. XI ZB 13/13 20	b) Die Nachholung dieser fehlenden Angaben nach Ablauf der Frist des § 234 Abs. 1 Satz 1 ZPO ist nicht möglich (vgl. BGH, Beschluss vom 5. Oktober 1999 -VI ZB 22/99, NJW 2000, 365, 366).
BGH, BESCHLUSS vom 4.5.2013, Az. III ZB 84/12 Die Umstände, aus denen sich ergibt, auf welche Weise und durch wessen Verschulden es zur Versäumung der Frist gekommen ist, müssen durch eine geschlossene, aus sich heraus verständliche Schilderung der tatsächlichen Abläufe innerhalb der Frist des § 234 ZPO dargelegt werden (BGH, Beschlüsse vom 3. Juli 2008 - IX ZB 169/07, NJW 2008, 3501 Rn. 15 und vom 12. Mai 1998 -VI ZB 10/98, NJW 1998, 2678, 2679; jeweils mwN).
BGH, BESCHLUSS vom 4.4.2013, Az. IX ZB 272/11 Hiergegen spricht nicht die ständige Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, dass das Hindernis nach § 234 Abs. 2 ZPO behoben ist, sobald die bisherige Ursache der Verhinderung beseitigt oder ihr Fortbestehen nicht mehr unverschuldet ist (BGH, Beschluss vom 16. Februar 1987 - II ZB 2/87, VersR 1987, 764; vom 18. September 1991 -XIIZB 51/91, FamRZ 1992, 48, 49; vom 30. April 1997 -XII ZB 36/96, FamRZ 1997, 997, 998).
BGH, BESCHLUSS vom 2.3.2013, Az. II ZB 21/11 16	Ist eine Partei wegen Mittellosigkeit gehindert, die Berufungsfrist einzu- halten, entfällt das Hindernis für die Einlegung des Rechtsmittels grundsätzlich mit der Bekanntgabe des Beschlusses über die Bewilligung der Prozesskostenhilfe, so dass der Lauf der Antragsfrist des § 234 Abs. 1 ZPO zu diesem Zeitpunkt beginnt (§ 234 Abs. 2 ZPO; vgl. BGH, Beschluss vom 28. November 2012 - XII ZB 235/09, NJW 2013, 697 Rn. 10).
BGH, BESCHLUSS vom 3.2.2013, Az. IV ZB 21/12 Für den Vortrag der Wiedereinsetzungsgründe läuft eine eigene Zweiwochenfrist, für die der Fristbeginn nach § 234 Abs. 2 ZPO gesondert zu ermitteln ist (BGH, Beschluss vom 2. Dezember 1998 -XII ZB 133/98, NJW-RR 1999, 430, 431).
BGH, BESCHLUSS vom 2.2.2013, Az. VI ZB 68/12 Der fehlende Einfluss einer Anhörungsrüge auf den Fristenlauf, insbesondere auch auf die Wiedereinsetzungsfrist gemäß § 234 Abs. 1 ZPO, ist entgegen der Auffassung der Rechtsbeschwerde geklärt (vgl. BGH, Beschluss vom 24. Juni 2009 - IV ZB 2/09, r+s 2010, 40, 41 f. mwN).
BGH, BESCHLUSS vom 2.1.2013, Az. XI ZB 15/12 Die Darlegung, wann das der Fristwahrung entgegenstehende Hindernis behoben worden ist, ist entbehrlich, wenn die Wahrung der Frist des § 234 ZPO aktenkundig ist (BGH, Beschluss vom 5. Dezember 1979 - VIII ZB 42/79, VersR 1980, 264).
BGH, BESCHLUSS vom 3.11.2012, Az. XII ZB 169/12 Zivilsenats des Bundesgerichtshofs vom 19. Juni 2007 (BGHZ 173, 14 = FamRZ 2007, 1640) beginnt die Monatsfrist des § 234 Abs. 1 Satz 2 ZPO zur Nachholung der Berufungsbegründung erst mit der Mitteilung der Wiedereinsetzungsentscheidung.
BGH, BESCHLUSS vom 3.11.2012, Az. XII ZB 169/12 14	Zutreffend hat das Beschwerdegericht allerdings darauf hingewiesen, dass der Senat in seiner Entscheidung vom 11. Juni 2008 (XII ZB 184/05 -NJW-RR 2008, 1313 Rn. 10 ff., 14) - als obiter dictum - zu dem Ausdruck gebracht hat, dass die Wiedereinsetzungsfrist gemäß § 234 Abs. 1 Satz 2 ZPO seiner Auffassung nach bereits mit Bekanntgabe des Prozesskostenhilfebeschlusses zu laufen beginnt (ebenso für die Beschwerdebegründung in einer Familienstreitsache OLG Zweibrücken FamRZ 2012, 1238).
BGH, BESCHLUSS vom 3.10.2012, Az. XII ZB 235/09 Ist eine Partei wegen Mittellosigkeit gehindert, die Berufungsfrist einzuhalten, entfällt das Hindernis für die Einlegung des Rechtsmittels grundsätzlich mit der Bekanntgabe des Beschlusses über die Bewilligung der Prozesskostenhilfe, so dass der Lauf der Zwei-Wochen-Frist des § 234 Abs. 1 Satz 1 ZPO zu diesem Zeitpunkt beginnt (st. Rspr. vgl. etwa BGHZ 173, 14 = FamRZ 2007, 1640 Rn. 10 mwN).
BGH, BESCHLUSS vom 3.10.2012, Az. IX ZR 268/12 Ist schon die Einlegungsfrist von Berufung oder Revision versäumt worden, genügt es jedenfalls, wenn die Monatsfrist nach § 234 Abs. 2 ZPO erst in dem Moment anläuft, in dem die Wiedereinsetzung in die Einlegungsfrist mitgeteilt wird (BGH, Beschluss vom 19. Juni 2007 -XIZB 40/06, BGHZ 173, 14 Rn. 18 ff; vom 29. Mai 2008 - IX ZB 197/07, BGHZ 176, 379 Rn. 6).
BGH, BESCHLUSS vom 4.2.2012, Az. V ZB 35/12 2	Soweit mit dem Fristverlängerungsgesuch eine Verlängerung der Frist des § 18 Abs. 1, Abs.3 Satz 2 FamFG zur Nachholung der versäumten Rechtshandlung begehrt wird, fehlt es an einer gesetzlichen Bestimmung über die Verlängerbarkeit dieser Frist (vgl. BGH, Urteil vom 19. Juni 2007 -XI ZB 40/06, BGHZ 173, 14, 22 Rn. 20, zu § 234 Abs. 1 Satz 2 ZPO).
BGH, URTEIL vom 2.1.2012, Az. XI ZR 192/11 Wäre der Gläubiger nämlich zwecks Hemmung der Verjährung gehalten, die öffentliche Zustellung der Klage zu betreiben, so wäre die Gefahr, dass die betroffene Partei erst nach Ablauf der gesetzlichen Ausschlussfrist des § 234 Abs.3 ZPO Kenntnis vom Verfahren (öffentliche Zustellung der Klageschrift) und der gegen sie ergangenen Entscheidung (öffentliche Zustellung eines Versäumnisurteils) erlangt, besonders groß, weil bei öffentlichen Zustellungen die Wahrscheinlichkeit, dass der Zustellungsadressat von der öffentlichen Zustellung tatsächlich Kenntnis erlangt, gering ist (BGH, Urteil vom 19. Dezember 2001 -VIII ZR 282/00, BGHZ 149, 311, 320).
BGH, BESCHLUSS vom 4.9.2011, Az. III ZB 31/11 23	bb) Die angefochtene Entscheidung stellt sich auch nicht deshalb im Ergebnis als richtig dar, weil der Kläger die Berufungsbegründung - ungeachtet der unzutreffenden Verwerfung seines Rechtsmittels und ihrer Anfechtung -nach Ablehnung des Prozesskostenhilfeantrags mit Beschluss vom 26. Oktober 2010 innerhalb der Frist des § 234 Abs. 1 Satz 2 ZPO nebst einer Überlegungsfrist von drei bis vier Tagen (vgl. z.B. BGH, Beschluss vom 20. Januar 2009 - VIII ZA 21/08, NJW-RR 2009, 789 Rn. 6 mwN) hätte nachholen müssen.
VGH München, Beschluss vom 4.7.2011, Az. 11 ZB 11.1362 Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (vgl. z.B. BGH vom 8.11.1989 Az. IVb ZB 110/89 <juris>; vom 26.5.1993 Az. XII ZB 70/93 <juris>; vom 20.1.2009 Az. VIII ZB 76/08 <juris>) ist dem Rechtsschutzsuchenden allerdings nach der Bekanntgabe einer Entscheidung, durch die ihm gegenüber die Bewilligung von Prozesskostenhilfe für ein Verfahren abgelehnt wurde, in dem er sich nicht selbst vertreten kann, eine 'Überlegungszeit' von maximal vier Werktagen einzuräumen, ehe die Frist nach § 234 Abs 1 ZPO (sie entspricht sowohl ihrer Funktion als auch ihrer Länge nach der in § 60 Abs. 2 Satz 1 VwGO geregelten Frist) zu laufen beginnt, innerhalb derer eine Verfahrenshandlung, die nur durch eine postulationsfähige Person wirksam vorgenommen werden kann, nachgeholt werden muss.
BGH, BESCHLUSS vom 3.6.2011, Az. XII ZB 88/11 Dabei ist ein Hindernis nicht erst bei Kenntnis des wahren Sachverhalts entfallen; es ist im Sinne von § 234 Abs. 2 ZPO auch behoben, sobald die Unkenntnis und damit die Verhinderung nicht mehr unverschuldet ist (BGH Beschlüsse vom 16. September 2003 - X ZR 37/03 - NJW-RR 2004, 282, 283; vom 13. Juli 2004 - XIZB 33/03- NJW-RR 2005, 76, 77 und Senatsbeschluss vom 7. Februar 1996 -XII ZB 107/94 - FamRZ 1996, 934).
BGH, BESCHLUSS vom 3.5.2011, Az. X ZR 3/11 8	Dass inzwischen (mit Ablauf des 4. Februar 2011) die Frist des § 234 Abs.3 ZPO überschritten ist, steht der Wiedereinsetzung nicht entgegen, weil dies nicht den Beklagten anzulasten ist (vgl. BGH, Beschluss vom 20. Februar 2008 - XII ZB 179/07, NJW-RR 2008, 878).
BGH, BESCHLUSS vom 4.3.2011, Az. 1 ZA 21/10 -8- von drei bis vier Tagen entscheiden, ob sie das Rechtsmittel auf eigene Kosten durchführen will, und anschließend innerhalb der zweiwöchigen Frist des § 234 Abs. 1 ZPO um Wiedereinsetzung in den vorigen Stand nachsuchen und die versäumte Prozesshandlung nachholen (vgl. BGH, Beschluss vom 20. Januar 2009 - VIII ZA 21/08, NJW-RR 2009, 789 Rn. 6).
BGH, BESCHLUSS vom 4.2.2011, Az. III ZB 72/10 Jedenfalls sind sie innerhalb der für die Wiedereinsetzung geltenden Zweiwochenfrist des § 234 Abs. 1 ZPO vorzubringen (z.B. Senat aaO; BGH, Beschlüsse vom 13. Juni 2007 - XII ZB 232/06, NJW 2007, 3212 Rn. 8 und vom 5. Oktober 1999 - VI ZR 22/99, BGHR ZPO §234 Abs. 1 Begründung 12; Zöller/Greger, ZPO, 28. Aufl., § 236 Rn. 6a).
BGH, BESCHLUSS vom 4.0.2011, Az. IX ZB 214/09 10	b)	Die	Würdigung	des	Berufungsgerichts,	wonach	die	Wiedereinset- zungsfrist des § 234 Abs. 1 Satz 1 ZPO nicht beachtet ist, begegnet - ungeachtet etwaiger Erkundigungspflichten des Beklagten (vgl. BGH, Beschl. v. 1. März 1994, aaO; v. 29. September 1999, aaO S. 144)- im Ergebnis keinen rechtlichen Bedenken.
BGH, BESCHLUSS vom 4.0.2011, Az. IX ZB 214/09 Zum notwendigen Inhalt eines Wiedereinsetzungsgesuchs gehört Sachvortrag, demzufolge der Antrag rechtzeitig nach der Behebung des Hindernisses (§ 234 Abs. 2 ZPO) gestellt wurde (BGH, Beschl. v. 10. Dezember 1996 - VI ZB 16/96, NJW 1997, 1079; v. 13. Dezember 1999 - II ZR 225/98, NJW 2000, 592).
BGH, BESCHLUSS vom 4.11.2010, Az. V ZA 17/09 1	1.	Das erneute Prozesskostenhilfegesuch des Schuldners vom 12. April 2010 ist zwar als zulässige, weil innerhalb der in § 234 ZPO bestimmten Frist bei Gericht eingegangene, Gegenvorstellung (vgl. BGH, Beschluss vom 26. April 2001 - IX ZB 25/01, MDR 2001, 1007) gegen den Beschluss des Senats vom 11. März 2010 auszulegen; diese ist aber in der Sache unbegründet.
BGH, BESCHLUSS vom 2.5.2010, Az. VI ZA 3/09 Unterbleibt die fristgerechte Rechtsmittelbegründung wegen wirtschaftlichen Unvermögens, ist die Frist unverschuldet versäumt, wenn die Partei bis zu deren Ablauf einen vollständigen Prozesskostenhilfeantrag einreicht oder der ohne Verschulden der Partei unvollständige Antrag innerhalb der Frist des § 234 ZPO ergänzt wird (vgl. BGH, Beschlüsse vom 21. Februar 2002 - IX ZA 10/01- NJW 2002, 2180; vom 31. August 2005 -XIIZB 116/05- NJW-RR 2006, 140, 141; vom 22. Februar 2007 - VII ZA 7/06 - FamRZ 2007, 809).
BGH, BESCHLUSS vom 4.5.2010, Az. III ZB 63/09 Jedenfalls sind sie innerhalb der für die Wiedereinsetzung geltenden Zweiwochenfrist des § 234 Abs. 1 ZPO vorzubringen (z.B. BGH, Beschlüsse vom 13. Juni 2007 - XII ZB 232/06 - NJW2007, 3712 Rn. 8 und vom 5. Oktober 1999 -VI ZR 22/99 - BGHR ZPO § 234 Abs. 1 Begründung 12; Zöller/Greger, ZPO, 28. Aufl., § 236 Rn. 6a).
BGH, BESCHLUSS vom 4.11.2009, Az. V ZB 87/09 1. Wenn die rechtzeitige Vornahme einer fristwahrenden Handlung wegen wirtschaftlichem Unvermögens unterbleibt, so ist die Frist unverschuldet versäumt, sofern die Partei bis zu deren Ablauf um Prozesskostenhilfe nachsucht oder - im Falle eines fehlenden Verschuldens - der Antrag auf Prozesskostenhilfe noch später - innerhalb der Frist des § 234 ZPO - gestellt wird (BGH, BeschI. v. 21. Februar 2002, IX ZA 10/01, NJW 2002, 2180; Hk-ZPO/Saenger, 3. Aufl., § 233 Rdn. 24; Stein/Jonas/Roth, ZPO, 22. Aufl., § 234 Rdn. 8; Zöller/Greger, ZPO, 28. Aufl., § 233 Rdn. 23, Stichwort 'Prozesskostenhilfe'; v. Pentz NJW 2003, 858, 859 f.).
BGH, BESCHLUSS vom 2.2.2009, Az. VIII ZB 74/08 Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (vgl. BGHZ 173, 14, Tz. 23; BGH, Beschluss vom 26. Mai 2008 - II ZB 19/07, NJW-RR 2008, 1306, Tz. 16) beginne die Monatsfrist des § 234 Abs. 1 Satz 2 ZPO für einen Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gegen die Versäumung der Berufungsbegründungsfrist - und damit ebenso für die Nachholung der Berufungsbegründung - erst mit der Mitteilung der positiven Entscheidung über den Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gegen die Versäumung der Berufungsfrist zu laufen, da die Begründung des Rechtsmittels dessen Einlegung voraussetze und ohne dieses sinn- und zwecklos sei.
BGH, BESCHLUSS vom 2.0.2009, Az. VIII ZA 21/08 Dann beginnt die zweiwöchige Frist des § 234 Abs. 1 ZPO für das Wiedereinsetzungsgesuch und die damit zu verbindende Einlegung des Rechtsmittels (ständige Rechtsprechung des BGH seit BGHZ 4, 55, 57 f.; zuletzt etwa Beschluss vom 19. Juli 2007 - IX ZB 86/07, MDR 2008, 99; Beschluss vom 3. Juli 2008 - III ZA 8/08, juris, Tz. 14, jeweils m.w.N.).
BGH, BESCHLUSS vom 1.6.2008, Az. II ZA 4/08 Unterbleibt wegen des wirtschaftlichen Unvermögens einer Partei die rechtzeitige Einlegung eines Rechtsmittels, ist die Frist unverschuldet versäumt, wenn die Partei bis zu dem Ablauf der Rechtsmittelfrist um die Bewilligung der Prozesskostenhilfe nachsucht oder, sofern der Antrag auf Prozesskostenhilfe noch innerhalb der Frist des § 234 ZPO gestellt wird, sie an der Versäumung kein Verschulden trifft (st.Rspr. vgl. BGH, Beschl. v. 6. Juli 2007 -IX ZA 10/06, FamRZ 2006, 1522; v. 21. Februar 2002 - IX ZA 10/01, NJW2002, 2180 m.w.Nachw.).
BGH, BESCHLUSS vom 3.5.2008, Az. XII ZB 184/05 21	Hatte ein Rechtsmittelführer sein Rechtsmittel bereits rechtzeitig eingelegt und Prozesskostenhilfe lediglich für die Durchführung des Rechtsmittels beantragt, müsste - nach bewilligter Prozesskostenhilfe - die Wiedereinsetzungsfrist des § 234 Abs. 1 Satz 2 ZPO, in der nach § 236 Abs. 2 Satz 2 ZPO die Rechtsmittelbegründung nachzuholen ist, ohnehin mit der Zustellung des über den Prozesskostenhilfeantrag befindenden Beschlusses beginnen (vgl. BGH Beschluss vom 29. Juni 2006 - III ZA 7/06 - FamRZ 2006, 1271).
BGH, BESCHLUSS vom 4.4.2008, Az. IX ZB 197/07 gung einer Berufung Veranlassung für ihre Begründung besteht, ist § 234 Abs. 2 ZPO zwecks Angleichung der Situation von bemittelten und unbemittelten Berufungsklägern bei der Verwirklichung des Rechtsschutzes dahin auszulegen, dass die Ursache der Verhinderung für die Einreichung der Berufungsbegründung nicht die Mittellosigkeit der Partei ist, sondern die fehlende Entscheidung über die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gegen die Versäumung der Berufungsfrist (BGH, Beschl. v. 19. Juni 2007 -XIZB 40/06, NJW 2007, 3354 ff, zur Veröffentlichung in BGHZ 173, 14).
BGH, BESCHLUSS vom 1.4.2008, Az. II ZB 19/07 Denn die Monatsfrist des § 234 Abs. 1 Satz 2 ZPO für einen Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gegen die Versäumung der Berufungsbegründungsfrist beginnt - ebenso wie für die Nachholung der Berufungsbegründung - erst mit der Mitteilung der positiven Entscheidung über den Antrag auf Wiedereinsetzung gegen die Versäumung der Berufungsfrist zu laufen, weil die Begründung des Rechtsmittels dessen Einlegung voraussetzt und ohne diese sinn- und zwecklos wäre (BGH, Beschl. v. 19. Juni 2007 - XI ZB 40/06, NJW 2007, 3354, 3356).
BGH, BESCHLUSS vom 3.3.2008, Az. XII ZB 131/06 -7- Eingang des Prozesskostenhilfeantrags unverschuldet ist und innerhalb der Frist des §234 ZPO nachgeholt wird (BGH Beschluss vom 21. Februar 2002 - IX ZA 10/01 - NJW2002, 2180).
BGH, BESCHLUSS vom 4.1.2008, Az. V ZB 107/07 11	aa)	Da	zur Angabe der die Wiedereinsetzung begründenden Tatsachen und damit zu dem notwendigen Inhalt eines Wiedereinsetzungsgesuchs grundsätzlich Sachvortrag gehört, aus dem sich ergibt, dass der Antrag rechtzeitig nach der Behebung des Hindernisses (§ 234 Abs. 2 ZPO) gestellt worden ist (BGH, Beschl. v. 16. September 2003, X ZR 37/03, BGHReport 2004, 57 m.w.N.), scheitert das Wiedereinsetzungsgesuch vom 26. Juli 2007 schon daran, dass entgegen § 236 Abs. 2 Satz 1 ZPO weder darlegt noch glaubhaft gemacht worden ist, wann der Verfahrensbevollmächtigte mit der Sache betraut worden ist und wann er sich mit ihr erstmals befasst hat.
BGH, BESCHLUSS vom 4.1.2008, Az. IX ZB 192/06 § 234 Abs. 1 Satz 1 ZPO gilt nicht (BGH, Beschl. v. 8. März 2007, aaO).
BGH, BESCHLUSS vom 4.11.2007, Az. III ZB 73/07 2	1. Die Umstände für die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand sind glaubhaft gemacht, wenn die zur Glaubhaftmachung vorgelegte eidesstattliche Versicherung (§ 234 ZPO) eine ausreichende Wahrscheinlichkeit für den in ihr dargestellten Sachverhalt ergibt (vgl. BGH, Beschluss vom 17. Januar 2002 - VII ZB 32/01 - NJW 2002, 1429 f).
BGH, BESCHLUSS vom 4.10.2007, Az. IX ZR 114/07 höchstrichterlich geklärt, dass die Hemmung - unabhängig davon, ob die Prozesskostenhilfe zu Recht oder zu Unrecht verweigert worden ist (BGHZ 37, 113, 118f) - jedenfalls nach Ablauf einer Überlegungsfrist endet, die in Anlehnung an § 234 Abs. 1 Satz 1 ZPO zu berechnen ist (BGHZ 70, 235, 239 f, 98, 295, 301).
BGH, BESCHLUSS vom 4.6.2007, Az. V ZB 48/06 Richtig ist auch, dass der Gesetzgeber mit der Schaffung von § 234 Abs. 1 Satz 2 ZPO den gegen die Verfassungsmäßigkeit der früheren Regelung bestehenden Bedenken (BGH, Beschl. v. 9. Juli 2003, XII ZB 147/02, NJW 2003, 3275, 3276) hat Rechnung tragen wollen.
BGH, BESCHLUSS vom 2.5.2007, Az. XI ZB 40/06 10	aa) Liegt das Hindernis - wie hier - in der Mittellosigkeit der Partei, entfällt es zwar für die Berufungseinlegung grundsätzlich mit der Bekanntgabe des Beschlusses über die Bewilligung der Prozesskostenhilfe, so dass der Lauf der Zwei-Wochen-Frist des § 234 Abs. 1 Satz 1 ZPO zu diesem Zeitpunkt beginnt (vgl. Senatsbeschluss vom 8. Februar 1994 -XI ZB 1/94, VersR 1994, 1324; BGH, Beschlüsse vom 2. Oktober 1985 -IVbZB 62/85, VersR 1986, 40, 41 und vom 21. März 2006 - VI ZB 31/05, VersR 2006, 1141, 1142).
BGH, BESCHLUSS vom 2.5.2007, Az. XI ZB 40/06 Lediglich vereinzelt wird in der Literatur die Neuregelung des § 234 Abs. 1 Satz 2 ZPO für verfassungsgemäß gehalten (ausdrücklich: Bischoff FamRB 2005, 47, 48; ohne nähere Begründung:	Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann,	ZPO	65. Aufl. § 236 Rdn. 14); diese Auffassung wird in instanzgerichtlichen Entscheidungen geteilt (vgl. etwa OLG Stuttgart OLGR 2006, 677).
BGH, BESCHLUSS vom 2.5.2007, Az. XI ZB 40/06 20	Die Ungleichbehandlung zwischen mittelloser und vermögender Partei wird außerdem dadurch deutlich verschärft, dass die auf Prozesskostenhilfe angewiesene Partei - anders als die vermögende - keine Verlängerung der Berufungsbegründungsfrist erreichen kann, weil die Frist des § 234 Abs. 1 Satz 2 ZPO keine Begründungs-, sondern eine Wiedereinsetzungsfrist ist (Greger NJW-Sonderheft BayObLG 2005, 36, 37), für die § 224 ZPO eine Verlängerung verbietet.
BGH, BESCHLUSS vom 4.1.2007, Az. VII ZA 7/06 Unterbleibt die fristgerechte Rechtsmitteleinlegung wegen wirtschaftlichen Unvermögens, ist die Frist unverschuldet versäumt, wenn die Partei bis zu deren Ablauf einen vollständigen Prozesskostenhilfeantrag einreicht oder der ohne Verschulden der Partei unvollständige Antrag innerhalb der Frist des §234 ZPO ergänzt wird (vgl. BGH, Beschluss vom 21. Februar 2002 - IXZA 10/01, NJW 2002, 2180; Beschluss vom 31. August 2005 -XII ZB 116/05, NJW-RR 2006, 140).
BGH, BESCHLUSS vom 4.0.2007, Az. IX ZR 176/05 4	Es kann offen bleiben, ob an der auf einer verfassungskonformen Auslegung der Vorschriften zur Wiedereinsetzung beruhenden Rechtsprechung (BGH, Beschl. v. 9. Juli 2003 -XII ZB 147/02, NJW 2003, 2375 ff; v. 25. September 2003 - III ZB 84/02, NJW 2003, 3762 f; v. 17. Juni 2004 - IX ZB 208/03, NJW 2004, 2902 f) auch nach der Einfügung des § 234 Abs. 1 Satz 2 ZPO durch das Erste Justizmodernisierungsgesetz vom 1. Juli 2004 festzuhalten ist (dahin tendierend etwa Knauer/Wolf NJW 2004, 2857, 2863; Born NJW 2005, 2042, 2044).
BGH, BESCHLUSS vom 4.11.2006, Az. IX ZB 67/06 Unterbleibt die rechtzeitige Vornahme einer fristwahrenden Handlung - wie hier die Einlegung der Rechtsbeschwerde - wegen des wirtschaftlichen Unvermögens einer Partei, so ist die Frist nur dann unverschuldet versäumt, sofern die Partei bis zu deren Ablauf um Bewilligung der Prozesskostenhilfe unter Verwendung der vorgeschriebenen Vordrucke und Beifügung aller erforderlichen Unterlagen nachsucht oder - im Falle eines fehlenden Verschuldens - der Antrag innerhalb der Frist des § 234 ZPO gestellt wird (vgl. BGH, Beschl. v. 21. Februar 2002 - IX ZA 10/01, NJW 2002, 2180).
BGH, BESCHLUSS vom 3.8.2006, Az. IV ZB 16/06 Dies hat die betroffene Partei jedoch regelmäßig hinzunehmen, weil der Gesetzgeber im Wiedereinsetzungsverfahren dem Beschleunigungsgedanken besonderes Gewicht beigemessen und für die versäumte Prozesshandlung hier lediglich die Monatsfrist des § 234 Abs. 1 Satz 2 ZPO vorgesehen hat (vgl. dazu auch BGH aaO).
BGH, BESCHLUSS vom 4.6.2006, Az. IX ZA 10/06 Die	Voraussetzungen, unter denen der Antrag auf Prozesskostenhilfe auch noch später - innerhalb der Frist des § 234 ZPO - gestellt werden kann (vgl. BGH, Beschl. v. 21. Februar 2002 - IX ZA 10/01, NJW2002, 2180), liegen ebenfalls nicht vor.
BGH, BESCHLUSS vom 2.9.2005, Az. V ZB 111/05 Damit begann auch die Frist für die Wiedereinsetzung nach § 234 Abs. 2 ZPO zu laufen (BGH, Beschl. v. 7. Februar 1996, XII ZB 107/94, FamRZ 1996, 934, 935), die somit am 7. Februar 2005 ablief.10	Das Wiedereinsetzungsgesuch vom 4. April 2005 war daher verspätet und schon aus diesem Grunde als unzulässig zu verwerfen.
BGH, BESCHLUSS vom 4.9.2005, Az. IX ZA 12/05 Die Nachholung dieser fehlenden Angaben nach Ablauf der Frist des § 234 ZPO ist nicht möglich (BGH, Beschl. v. 5. Oktober 1999 - VI ZB 22/99, NJW 2000, 365, 366; v. 21. Februar 2002 - IX ZA 10/01, aaO S. 2181).
BGH, BESCHLUSS vom 3.7.2005, Az. XII ZB 116/05 Denn selbst wenn ein vollständiger Prozesskostenhilfeantrag nicht innerhalb der Berufungsfrist eingegangen ist, bleibt es bei einer unverschuldeten Versäumung der Berufungsfrist, sofern auch der verspätete Eingang des Prozesskostenhilfeantrags unverschuldet ist und innerhalb der Frist des §234 ZPO nachgeholt wird (BGH, Beschluss vom 21. Februar 2002 - IX ZA 10/01 - NJW 2002, 2180 f.).
BGH, BESCHLUSS vom 2.11.2004, Az. XI ZB 20/04 Abgesehen davon müssen die für die Wiedereinsetzung bedeutsamen Tatsachen innerhalb der Frist des § 234 Abs. 1 ZPO vorgetragen werden (BGH, Beschluß vom 23. Oktober 2003 - V ZB 28/03, NJW 2004, 367, 369).
BGH, BESCHLUSS vom 2.10.2004, Az. XI ZB 4/04 c)	Entgegen der Ansicht der Klägerin hat das Oberlandesgericht auch nicht verkannt, daß es nach § 234 Abs. 2 ZPO auf die Kenntnis oder das Kennenmüssen der Behebung des Hindernisses durch die Partei selbst oder ihren Anwalt ankommt (vgl. BGH, Urteil vom 15. März 2000 - VIII ZR 217/99, NJW-RR 2000, 1591 m.w.Nachw.).
BGH, BESCHLUSS vom 3.9.2003, Az. VIII ZB 39/03 Es mag offenbleiben, ob es sich bei diesem Beschwerdevorbringen nur um eine zulässige Ergänzung der Begründung des im Schriftsatz vom 17. Februar 2003 grundsätzlich konkludent gestellten Wiedereinsetzungsantrages oder um einen neuen, erst nach Ablauf der Frist des § 234 Abs. 1 ZPO vorgetragenen und damit nicht zu berücksichtigenden Sachverhalt handelt (vgl. dazu BGH, Beschluß vom 27. September 1989 - IVb ZB 73/89, VersR 1989, 1316).
BGH, BESCHLUSS vom 2.8.2003, Az. X ZR 37/03 Denn ein Hindernis ist nicht erst bei Kenntnis des wahren Sachverhalts entfallen; ein Hindernis ist im Sinne von § 234 Abs. 2 ZPO auch behoben, sobald das Fortbestehen der Ursache der Verhinderung nicht mehr unverschuldet ist (BGH, Beschl. v. 18.10.2000 - XIIZB163/00, FamRZ 2001, 416; Beschl. v. 13.12.1999 - II ZR 225/98, NJW 2000, 592 m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 4.6.2003, Az. IX ZR 113/01 3.	Nach dem Zugang des die Prozeßkostenhilfe ablehnenden Beschlusses hatte der Kläger noch eine kurze, nach dem Rechtsgedanken des § 234 Abs. 1 ZPO mindestens zwei Wochen betragende Frist, nunmehr eine ordnungsgemäße Klage zu erheben (eingehend dazu BGH, Urt. v. 22. März 2001, aaO S. 1039 f).
BGH, BESCHLUSS vom 3.6.2003, Az. XII ZB 147/02 So läßt sie beispielsweise die einjährige Ausschlußfrist des § 234 Abs.3 ZPO nicht gelten, wenn das Gericht über die rechtzeitig beantragte Prozeßkostenhilfe erst nach Ablauf dieser Frist entschieden hat (vgl. BGH, Beschluß vom 12. Juni 1973 - VI ZR 121/73 - NJW 1973, 1373 unter Hinweis auf BVerfG NJW 1967, 1267 f.), und gewährt Wiedereinsetzung auch gegen die Versäumung von Fristen, die nicht zu den in § 233 ZPO be-zeichneten Notfristen und Rechtsmittelfristen gehören (vgl. BVerfG aaO NJW 1967, 1267, 1268 m.N.).
LAG Köln, Beschluss vom 5.2.2002, Az. 4 Ta 306/01 Lediglich zulässig ist eine bloße Vervollständigung und Ergänzung nach Ablauf der Frist des § 234 Abs. 1 ZPO (BGH NJW 1997, 2120).
BGH, Urteil vom 4.1.2002, Az. 18 EU 4/00 § 234 Abs.1, 2, § 236 ZPO (vgl. BGH, Beschl. v. 6. Februar 1957 - IV ZB 19/57, RzW 1957, 162; auch Beschl. v. 1. Dezember 1967 - IV ZB 625/67, RzW 1968, 142) spätestens bis Ende Januar 2001 die Restitutionsklage durch einen Rechtsanwalt beim Oberlandesgericht München einreichen müssen (vgl. in diesem Zusam-
BGH, Urteil vom 4.10.1999, Az. 7 U 33/99 Da es sich bei den Angaben, die die Erfüllung der eigenen Sorgfaltspflicht des Anwalts betreffen, um wesentliche Punkte des Wiedereinsetzungsantrags handelt, können diese nur innerhalb der zweiwöchigen Frist des § 234 Abs. 1 ZPO geltend gemacht werden (BGH, Beschluß vom 22. Januar 1992 -VIII ZB 35/91 - VersR 1992, 899, 900 m.w.N.).
BGH, Urteil vom 4.0.1999, Az. 8 U 940/98 Es ist fraglich, kann aber offenbleiben, ob der nachträglich vorgetragene Sachverhalt zu dem Aufbau der Handakte berücksichtigt werden könnte, weil alle Umstände, die für die Frage von Bedeutung sind, auf welche Weise und durch wessen Verschulden es zu der Versäumung einer Frist gekommen ist, grundsätzlich innerhalb der Zweiwochenfrist des § 234 Abs. 1 ZPO darzulegen und ggf.glaubhaft zu machen sind (vgl. BGH, Beschluß vom 27. September 1989 - IVb ZB 73/89 - BGHR ZPO § 234 Abs. 1 Begründung 2).
BGH, BESCHLUSS vom 3.11.1998, Az. XII ZB 133/98 5 der zweiwöchigen Frist des § 234 Abs. 1 ZPO vorgebracht werden müssen (vgl. etwa Senatsbeschluß vom 20. Mai 1992 - XII ZB 43/92 - BGHR ZPO § 234 Abs. 1 Begründung 6 sowie den im angefochtenen Beschluß zitierten Beschluß des BGH vom 12. Mai 1998 - VI ZB 10/98 - z.V.b.).
BGH, BESCHLUSS vom 3.10.1998, Az. XII ZR 262/98 Die Wiedereinsetzungsfrist des § 234 Abs. 2 ZPO beginnt mit der Behebung des Hindernisses zu laufen und nicht etwa erst mit der Übermittlung des Beschlusses, durch den die beantragte Prozeßkostenhilfe mit Rücksicht auf die veränderten wirtschaftlichen Verhältnisse versagt wird (vgl. Senatsbeschluß vom 13. Juli 1988 - IVb ZR 19/88 = BGHR ZPO § 234 Abs. 2 Prozeßkostenhilfe 1; MünchKomm/Feiber ZPO § 234 Rdn. 22; Stein/Jonas/Roth ZPO 21. Aufl. § 234 Rdn. 7; OLG Frankfurt am Main NJW-RR 1988, 255, 256).
BGH, BESCHLUSS vom 2.10.1998, Az. VI ZB 21/98 7 ginn der Frist des § 234 ZPO nämlich noch eine zusätzliche kurze Frist für die Überlegung zu, ob er das Rechtsmittel auf eigene Kosten durchführen will (BGHZ 4, 55, 57/58; 26, 99, 100; 41, 1; Senatsbeschluß vom 6. Februar 1979 - VI ZR 13/79 - VersR 1979, 444; BGH, Beschlüsse vom 30. April 1982 - V ZB 6/82 - VersR 1982, 757; vom 28. November 1984 - IV b ZB 119/84 - NJW 1986, 257, 258 und vom 8. November 1989 - IV b ZB 110/89 - NJW-RR 1990, 451, jeweils m.w.N.).
BGH, BESCHLUSS vom 4.10.1998, Az. XII ZB 204/96 1. Zutreffend ist der Ausgangspunkt des Berufungsgerichts, daß die Wiedereinsetzungsfrist des § 234 ZPO bereits an dem Tage beginnt, an dem der verantwortliche Anwalt bei Anwendung der unter den gegebenen Umständen von ihm zu erwartenden Sorgfalt die eingetretene Säumnis hätte erkennen können (BGH Beschluß vom 12. Oktober 1989 - I ZB 3/89 - BGHR ZPO § 234 Abs. 2 Fristbeginn 1).
BGH, BESCHLUSS vom 2.5.1998, Az. XI ZB 13/98 Soweit in der vorgelegten eidesstattlichen Versicherung der Gehilfin K. ausgeführt wird, daß die Anweisung erteilt worden sei, im Fristenkalender notierte Fristen erst zu streichen, wenn der fristwahrende Schriftsatz per Telefax an das Gericht gesandt wurde 'und eine Einzelfaxbestätigung vom Faxgerät mit '0.K.'-Vermerk ausgedruckt wurde', handelt es sich um das - an die Gründe des Beschlusses des Berufungsgerichts vom 25. Februar 1998 angepaßte - Nachschieben einer neuen Begründung, die nach Ablauf der Frist des § 234 ZPO - auch im Beschwerdeverfahren - nicht mehr zulässig ist (BGH, Beschluß vom 4. Mai 1994 - XII ZB 21/94, NJW 1994, 2097 f.).
BGH, BESCHLUSS vom 2.4.1998, Az. VI ZB 10/98 Zu diesen Tatsachen gehören auch diejenigen, die die Einhaltung der Frist des § 234 Abs. 1 ZPO ergeben (BGHZ 5, 157, 160).
BGH, BESCHLUSS vom 3.2.1998, Az. XII ZB 152/97 Dabei kann dahinstehen, ob die Fristversäumnis nicht bereits bei der gebotenen Überprüfung der Beschwerdefrist anläßlich der Fertigung der Beschwerdeschrift vom 9. Mai 1997 hätte erkannt werden können, so daß der erst am 1. Juli 1997 eingegangene Wiedereinsetzungsantrag gemäß § 234 ZPO verspätet wäre (vgl. BGH, Beschluß vom 6. Juli 1994 - VIII ZB 12/94 - NJW 1994, 2831).
BGH, BESCHLUSS vom 3.3.1997, Az. XII ZB 36/96 Spätestens als der Beklagte das Schreiben des Jugendamtes erhielt, begann deshalb die Zwei-Wochen-Frist des § 234 Abs. 1 ZPO zu laufen (vgl. für einen ähnlich gelagerten Fall Senatsbeschluß vom 22. Februar 1995 - XII ZB 22/95 - BGHR ZPO § 234 Abs. 2 Fristbeginn 7 = FamRZ 1995, 800, m.N.).
BGH, BESCHLUSS vom 4.0.1997, Az. III ZB 72/96 Dem liegt die Überlegung zugrunde, daß einer Partei oder einem Rechtsanwalt, die die Berufungsbegründungsfrist bereits versäumt haben, besondere Anstrengungen zuzu demuten sind, um die Berufungsbegründung nunmehr alsbald, und zwar in der Frist des § 234 Abs. 1 ZPO, vorzulegen (BGH aaO).
BGH, Beschluss vom 3.0.1997, Az. XII ZB 197/96 Ob die Klägerin schon die zweiwöchige Frist für die Anbringung des Wiedereinsetzungsgesuchs (§ 234 Abs. 1 ZPO) nicht eingehalten hat, wie das Oberlandesgericht angenommen hat, kann dahingestellt bleiben (vgl. dazu BGH, Beschluß vom 6. Juli 1994 - VIII ZB 12/94 - NJW 1994, 2831, 2832).
BGH, BESCHLUSS vom 3.9.1996, Az. XII ZB 152/96 Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs sind nämlich alle Umstände, die für die Frage von Bedeutung sind, auf welche Weise und durch wessen Verschulden es zu einer Fristversäumung gekommen ist, innerhalb der Zweiwochenfrist des § 234 Abs. 1 ZPO darzulegen; im Zeitpunkt des Eingangs der Beschwerdebegründung war diese Frist bereits verstrichen (vgl. BGHR ZPO § 234 Abs. 1 Begründung 1-6).
BGH, BESCHLUSS vom 3.9.1996, Az. XII ZB 145/96 Die Frist des § 234 Abs. 1 ZPO begann, wie in dem angefochtenen Beschluß zutreffend ausgeführt, am 14. Juni 1996, nämlich zu dem Zeitpunkt, als der Prozeßbevollmächtigte des Beklagten erkannte oder bei Anwendung der gebotenen Sorgfalt hätte erkennen können, daß die Berufungsfrist versäumt war (ständige Rechtsprechung, vgl. BGH Beschlüsse vom 19. Dezember 1988 - II ZR 243/88 vom 13. Mai 1992 - VIII ZB 3/92 = BGHR ZPO § 234 Abs. 1 Fristbeginn 2 und 3).
BGH, BESCHLUSS vom 3.6.1996, Az. XII ZB 67/96 Anknüpfungspunkt für den Beginn der zweiwöchigen Wiedereinsetzungsfrist des § 234 Abs. 1 ZPO ist daher die Bekanntgabe des Beschlusses, der den Antrag nach § 78b ZPO zurückweist (ebenso MünchKomm-ZPO/Feiber § 234 Rdn. 19; Baum-bach/Lauterbach/Hartmann ZPO 54. Aufl. § 234 Rdn. 11; s.a. Senatsbeschluß vom 6. Juli 1988 - IVb ZB 147/87 - BGHR ZPO § 233 Prozeßkostenhilfe 5 = FamRZ 1988, 1152, 1153).
BGH, BESCHLUSS vom 4.2.1996, Az. V ZB 4/96 Der Beachtlichkeit des weiteren Vorbringens der Klägerin steht auch nicht entgegen, daß dieses nicht innerhalb der Frist des § 234 Abs. 1 ZPO erfolgt ist (vgl. BGH, Beschl. v. 14. Juni 1978, VIII ZB 6/78, VersR 1978, 942; Beschl. v. 25. März 1987, IVb ZB 39/87, BGHR ZPO § 234 Abs. 1 Begründung I und v. 20. Mai 1992, XII ZB 43/92, BGHR ZPO § 234 Abs. 1 Begründung 6).
BGH, BESCHLUSS vom 3.4.1995, Az. IV ZB 8/95 Mithin laufe die Wiedereinsetzungsfrist des § 234 Abs. 2 ZPO schon ab 15. November 1994 (BGH, Beschluß vom 13. Mai 1992 - VIII ZB 3/92 - NJW 1992, 2098, 2099 unter II 2).
BGH, BESCHLUSS vom 3.3.1995, Az. VIII ZR 137/94 Vor allem aber wäre Voraussetzung für die Gewährung von Wiedereinsetzung gegen die Versäumung der Revisionsbegründungsfrist, daß der Kläger entweder innerhalb dieser Frist alle für die Entscheidung über sein früheres Prozeßkostenhilfegesuch erforderlichen Unterlagen beigebracht hätte und deswegen nicht mit der Versagung der Prozeßkostenhilfe zu rechnen brauchte (vgl. BGH - Beschluß v. 26. Juni 1991 - XII ZR 49/91 = NJW-RR 1991, 1532, 1533 m.weit.Nachw.; Thomas/Putzo aaO § 233 Rdn. 37) oder aber innerhalb der Wiedereinsetzungsfrist des § 234 ZPO dargetan hätte, daß er hierzu unverschuldet nicht in der Lage war (BGH - Beschluß v. 4. Juli 1959 - III ZA 11/59 = LM ZPO § 233 (Hb) Nr. 12; Thomas/Putzo aaO).
BGH, BESCHLUSS vom 3.3.1995, Az. VIII ZR 86/94 Vor allem aber wäre Voraussetzung für die Gewährung von Wiedereinsetzung gegen die Versäumung der Revisionsbegründungsfrist, daß der Kläger entweder innerhalb dieser Frist alle für die Entscheidung über sein früheres Prozeßkostenhilfegesuch erforderlichen Unterlagen beigebracht hätte und deswegen nicht mit der Versagung der Prozeßkostenhilfe zu rechnen brauchte (vgl. BGH - Beschluß v. 26. Juni 1991 - XII ZR 49/91 = NJW-RR 1991, 1532, 1533 m.weit.Nachw.; Thomas/Putzo aaO § 233 Rdn. 37) oder aber innerhalb der Wiedereinsetzungsfrist des § 234 ZPO dargetan hätte, daß er hierzu unverschuldet nicht in der Lage war (BGH - Beschluß v. 4. Juli 1959 - III ZA 11/59 = LM ZPO S 233 (Hb) Nr. 12; Thomas/Putzo aaO).
BGH, BESCHLUSS vom 3.3.1995, Az. VIII ZR 85/94 Vor allem aber wäre Voraussetzung für die Gewährung von Wiedereinsetzung gegen die Versäumung der Revisionsbegründungsfrist, daß der Kläger entweder innerhalb dieser Frist alle für die Entscheidung über sein früheres Prozeßkostenhilfegesuch erforderlichen Unterlagen beigebracht hätte und deswegen nicht mit der Versagung der Prozeßkostenhilfe zu rechnen brauchte (vgl. BGH - Beschluß v. 26. Juni 1991 - XII ZR 49/91 = NJW-RR 1991, 1532, 1533 m.weit.Nachw.? Thomas/Putzo aaO § 233 Rdn. 37) oder aber innerhalb der Wiedereinsetzungsfrist des § 234 ZPO dargetan hätte, daß er hierzu unverschuldet nicht in der Lage war (BGH - Beschluß V. 4. Juli 1959 - III ZA 11/59 = LM ZPO § 233 (Hb) Nr. 12? Thomas/Putzo aaO).
BGH, BESCHLUSS vom 3.3.1995, Az. XII ZB 62/95 Die Wiedereinsetzungsfrist des § 234 Abs. 1 ZPO ist eine gesetzliche Frist, die nicht verlängert werden kann (§ 224 Abs. 2 ZPO; BGH, Urteil vom 27. März 1980 - IX ZR 67/77 -VersR 1980, 582).
BGH, BESCHLUSS vom 3.2.1995, Az. XII ZB 192/94 a) Es kann dahinstehen, ob die mit der sofortigen Beschwerde vorgelegte Bestätigung der erstinstanzlichen Pro-zeßbevollmächtigten des Beklagten als neuer, außerhalb der Frist für den Wiedereinsetzungsantrag (§ 234 Abs. 1 ZPO) vorgebrachter Sachverhalt anzusehen ist, der nicht berücksichtigt werden kann (vgl. dazu Senatsbeschlüsse vom 27. September 1989 - IVb ZB 73/89 - und vom 20. Mai 1992 - XII ZB 43/92 - BGHR ZPO § 234 Abs. 1 Begründung 2 und 6; BGH, Beschluß vom 26. November 1991 - XI ZB 10/91 - BGHR
BGH, BESCHLUSS vom 2.11.1994, Az. VI ZB 28/94 Zwar muß die Glaubhaftmachung nicht schon bei Stellung des Wiedereinsetzungsantrags gemäß § 234 Abs. 1 ZPO erfolgen, sondern kann noch während des Verfahrens über den Antrag nachgeholt werden, wie sich aus § 236 Abs. 2 Halbsatz 1 ZPO ergibt (BGH, Urteil vom 18. März 1992 - VI ZR 101/91 - NJW 1992, 1898, 1999).
BGH, Beschluss vom 2.10.1994, Az. VI ZB 24/94 Grundsätzlich sind nämlich alle Umstände, die für die Frage von Bedeutung sind, auf welche Weise und durch wessen Verschulden es zu der Versäumung der Frist gekommen ist, mit dem Wiedereinsetzungsgesuch innerhalb der Zweiwochenfrist des § 234 Abs. 1 ZPO darzulegen und ggf.glaubhaft zu machen (BGH, Beschlüsse vom 14. Februar 1991 - VII ZB 8/90 - VersR 1991, 897 = NJW 1991, 1359; vom 28. Februar 1991 - IX ZB 95/90 -VersR 1991, 1308, 1309 und vom 26. November 1991 - XI ZB 10/91 - VersR 1992, 983).
BGH, BESCHLUSS vom 5.8.1994, Az. V ZB 18/94 7 cc) Soweit die Klägerin mit Schriftsatz vom 4. Februar 1994 ihr Vorbringen noch darauf gestützt hat, sie sei in der von der Geschäftsstelle vertretenen Rechtsauffassung durch die Auffassung einer Richterin am Oberlandesgericht vom 4* November 1993 in einer anderen Sache bestärkt worden, kann sie damit schon deshalb nicht gehört werden, weil alle Umstände, die für die Frage des Verschuldens bedeutsam sind, grundsätzlich innerhalb der Zweiwochenfrist des § 234 Abs. 1 Satz 1 ZPO darzulegen und glaubhaft zu machen sind (st. Rspr. z.B. Beschl. v. 28. Februar 1991, IX ZB 95/90, BGHR ZPO § 234 Abs. 1 - Begründung 4 m.N.).
BGH, BESCHLUSS vom 3.2.1994, Az. XII ZB 2/94 Soweit die sofortige Beschwerde erstmals geltend macht, wegen einer Zusammenarbeit mit dem erstinstanzlichen Prozeßbevollmächtigten über den vorliegenden Rechtsstreit hinaus sei ausnahmsweise eine derartige Überwachung nicht erforderlich gewesen (vgl. dazu BGHZ 105, 116), kann dies ebenfalls nicht berücksichtigt werden, weil es nach Ablauf der Zweiwochen-frist des § 234 Abs. 1 ZPO vorgebracht worden ist (vgl. Senatsbeschluß BGHR aaO).
BGH, BESCHLUSS vom 4.1.1994, Az. VII ZB 25/93 Ergänzende Angaben, die der Beschwerdeführer zur Begründung seines Wiedereinsetzungsgesuches nach Ablauf der Frist des § 234 Abs. 1 ZPO erst in der Beschwerdeinstanz vorträgt, sind zu berücksichtigen, wenn das Erstgericht eine gebotene Aufklärung unterlassen hat (BGH, Beschluß vom 22. September 1977 - IV ZB 14/77 = VersR 1977, 1099; Beschluß vom 9. Juli 1985 - VI ZB 10/85 = VersR 1985, 1184; MünchKomm ZPO/Feiber, § 236 Rdn. 11 m.w.N.).
BGH, BESCHLUSS vom 2.1.1994, Az. XI ZB 1/94 Es oblag dem erstinstanzlichen Anwalt, rechtzeitig vor Ablauf der Zweiwochenfrist des § 234 Abs. 1 ZPO Verbindung mit dem beigeordneten Rechtsanwalt aufzunehmen, um sicherzustellen, daß dieser das Mandat übernahm, die zu beachtenden Fristen überwachte und das Rechtsmittel fristgerecht einlegte (vgl. BGH, Beschluß vom 14. November 1990 aaO).
BGH, BESCHLUSS vom 3.4.1993, Az. XII ZB 70/93 Auf diesen Grundsätzen beruht die ständige, auch vom erkennenden Senat geteilte Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, nach der eine solche Überlegungsfrist von bis zu vier Werktagen zuzubilligen ist (seit BGHZ 4, 55, 57; vgl. die weiteren Nachweise in den Senatsbeschlüssen vom 28. November 1984 - IVb ZB 119/84 -FamRZ 1985, 370, vom 9. Januar 1985 - IVb ZB 142/84 -EzFamR Nr. 1'zu § 234 ZPO und vom 8. November 1989 - IVb ZB 110/89 - FamRZ 1990, 279, 280).
BGH, BESCHLUSS vom 3.2.1993, Az. XII ZB 4/93 Denn alle Umstände, die für die Frage von Bedeutung sind, auf welche Weise und durch wessen Verschulden es zu der Versäumung einer Frist gekommen ist, sind grundsätzlich innerhalb der Zweiwochenfrist des § 234 Abs. 1 ZPO darzulegen und gegebenenfalls glaubhaft zu machen (BGH VersR 1978, 942; ständige Senatsrechtsprechung, vgl. Beschlüsse vom 27. September 1989 *- IVb ZB 73/89 - und vom 20. Mai 1992 - XII ZB 43/92 - BGHR ZPO § 234 Abs.1, Begründung 2 und 6).
BGH, BESCHLUSS vom 3.1.1993, Az. XII ZB 158/92 Denn alle Umstände, die für die Frage von Bedeutung sind, auf welche Weise und durch wessen Verschulden es zur Versäumung einer Frist gekommen ist, sind grundsätzlich innerhalb der Zweiwochenfrist des § 234 Abs. 1 ZPO darzulegen (vgl. BGHZ 2, 342; Senatsbeschluß BGHR ZPO § 234 Abs. 1 Begründung 2; BGH NJW 1991, 1892 und 1993, 697).
BGH, BESCHLUSS vom 3.0.1993, Az. IV ZB 15/92 Denn alle Umstände, die für die Frage von Bedeutung sind, auf welche Weise und durch wessen Verschulden es zu der Versäumung der Frist gekommen ist, müssen grundsätzlich mit dem Wiedereinsetzungsgesuch innerhalb der Zweiwochenfrist des § 234 Abs. 1 ZPO dargelegt und glaubhaft gemacht werden (BGH, Beschluß vom 14. Februar 1991 - VII ZB 8/90 - BGHR ZPO § 234 Abs. 1 Begründung 3).
BGH, URTEIL vom 1.0.1993, Az. II ZR 32/92 Di Wiedereinsetzungsfrist des § 234 Abs. 2 ZPO beginnt mit dem A lauf des Tages zu laufen, an dem der Rechtsanwalt Anlaß hatte zu prüfen, ob das Ende der Berufungsbegründungsfrist in den A ten richtig festgehalten worden ist (BGH, Beschl. v. 31. Janu 1990 - VIII ZB 44/89, LM § 234 [B] ZPO Nr. 29 = NJW-RR 1990, 830).
BGH, BESCHLUSS vom 4.11.1992, Az. V ZB 36/92 Alle Umstände, die für die Frage bedeutsam sind, auf welche Weise und durch wessen Verhalten es zu der Versäumung der Frist gekommen ist, sind grundsätzlich mit dem Wiedereinsetzungsgesuch innerhalb der Zweiwochenfrist des § 234 Abs. 1 ZPO darzulegen und glaubhaft zu machen (vgl. z.B. BGH, Beschl. v. 25. März 1987, IVb ZB 39/87, NJW-RR 1987, 900 m.w.N.).
BGH, BESCHLUSS vom 3.11.1992, Az. VIII ZB 36/92 Solche Angaben sind auch nicht innerhalb der Zwei-Wochen-Frist des § 234 Abs. 1 ZPO nachgeholt worden, so daß das Gesuch nicht den an die Zulässigkeit zu stellenden Anforderungen entspricht (vgl. MünchKomm, ZPO-Feiber, § 236 Rdn. 10; BGH, Beschluß vom 18. September 1991 - XII ZB 51/91 = FamRZ 1992, 48, 49).
BGH, BESCHLUSS vom 2.11.1992, Az. X ZB 17/92 Für eine entsprechende Büroorganisation ihres Prozeßbevollmächtigten gibt das Vorbringen zu dem Wiedereinsetzungsantrag der Beklagten nichts her, mit dem - innerhalb der Zweiwochenfrist des § 234 Abs. 1 ZPO - grundsätzlich alle Umstände darzulegen und gegebenenfalls glaubhaft zu machen sind, die für die Frage Bedeutung haben, auf welche Weise und durch wessen Verschulden es zu der Fristversäumung gekommen ist (BGH Beschl. v. 27.9.1989 - IVb ZB 73/89, VersR 1989, 1316).
BGH, BESCHLUSS vom 3.11.1992, Az. XII ZB 133/92 5 deutung sind, auf welche Weise und durch wessen Verschulden es zur Versäumung einer Frist gekommen ist, sind grundsätzlich innerhalb der Zweiwochenfrist des § 234 Abs. 1 ZPO darzulegen (vgl. BGHZ 2, 342; Senatsbeschluß BGHR ZPO § 234 Abs. 1 Begründung 2 m.w.N.;BGH NJW 1991, 1892 und 1992, 697), die aber bei Einlegung der sofortigen Beschwerde bereits verstrichen war.
BGH, BESCHLUSS vom 4.9.1992, Az. VII ZB 2/92 Einer Partei oder einem Rechtsanwalt, die die Berufungsbegründungsfrist bereits versäumt haben, sind besondere Anstrengungen zuzu demuten, um die Berufungsbegründung nunmehr alsbald, und zwar in der Frist des § 234 Abs. 1 ZPO, vorzulegen (vgl. BGH, Beschluß vom 28. September 1977 - VIII ZB 30/77 = VersR 1977, 1101, 1102 und ständig).
BGH, BESCHLUSS vom 3.8.1992, Az. XII ZB 89/92 Alle Umstände, die für die Frage von Bedeutung sind, auf welche Weise und durch wessen Verschulden es zur Versäumung einer Frist gekommen ist, sind grundsätzlich innerhalb der Zweiwochenfrist des § 234 Abs. 1 ZPO darzulegen, die bei Einlegung der sofortigen Beschwerde längst verstrichen war (vgl. dazu BGHZ 2, 342; Senatsbeschluß BGHR ZPO § 234 Abs. 1 Begründung 2 m.w.N.).
BVerfG, Urteil vom 3.3.1992, Az. 2 BvR 410/93 Ebensowenig geht es an, hierin eine Sorgfaltspflichtverletzung des Absenders zu erblicken, die das 'Hindernis' im Sinne von § 234 Abs. 2 ZPO behebt und damit die Zweiwochenfrist für die Stellung des Wiedereinsetzungsantrags in Lauf setzt (zu dem 'Anlaß' für die Wahrnehmung eigener Interessen als Wegfall des Hindernisses für die Stellung eines Wiedereinsetzungsantrags vgl. BVerfGE 42, 120 <127>; 86, 280 <285>).
BVerfG, Urteil vom 1.2.1992, Az. 2 BvR 106/93 Ebensowenig geht es an, hierin eine Sorgfaltspflichtverletzung des Absenders zu erblicken, die das 'Hindernis' im Sinne von § 234 Abs. 2 ZPO 'behebt' und damit die Zweiwochenfrist für die Stellung des Wiedereinsetzungsantrags in Lauf setzt (zu dem 'Anlaß' für die Wahrnehmung eigener Interessen als Wegfall des Hindernisses für die Stellung eines Wiedereinsetzungsantrags, vgl. BVerfGE 42, 120 <127>; 86, 280 <285>).
BGH, BESCHLUSS vom 3.0.1992, Az. VTII ZB 35/91 Ist der Wiedereinsetzungsantrag - wie hier - darauf gerichtet, die Fristversäumung mit einem dem Büropersonal unterlaufenen Fehler zu erklären, so handelt es sich bei Angaben, die die Erfüllung der eigenen Sorgfaltspflicht des Anwalts betreffen, um wesentliche Punkte des Wiedereinsetzungsantrages, die nur innerhalb der Frist des § 234 Abs. 1 ZPO geltend gemacht werden können (vgl. BGH, Beschlüsse vom 23. Juni 1981 - VI ZR 40/80 = VersR 1981, 853, vom 9. Mai 1984 - VIII ZB 7/84 = VersR 1984, 666, vom 26. November 1984 - II ZB 4 + 5/84 = VersR 1985, 168 und vom 25. März 1987 - IVb ZB 39/87 = BGHR ZPO § 234 Abs. 1 - Begründung 1).
BGH, BESCHLUSS vom 3.11.1991, Az. VIII ZB 34/91 Da der Beklagten Gelegenheit gegeben werden muß, ihren Vortrag insoweit zu ergänzen und glaubhaft zu machen, und eine solche Ergänzung auch noch nach Ablauf der zweiwöchigen Frist des § 234 Abs. 1 ZPO möglich ist (vgl. BGH, Urteil vom 24. Juni 1985 aaO), war die Sache unter Aufhebung des angefochtenen Beschlusses zur erneuten Prüfung und Entscheidung an das Berufungsgericht zurückzuverweisen.
BGH, BESCHLUSS vom 3.10.1989, Az. Ivb SB 110/89 Hierfür stand ihr nach der Verweigerung der Prozeßkostenhilfe nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes noch eine kurze Überlegungsfrist zu, die üblicherweise auf drei bis vier Tage bemessen wird, jedenfalls aber die hier in Anspruch genommenen zwei Tage betrug (Senatsbeschluß vom 28. November 1984 - IVb ZB 119/84 - FamRZ 1985, 370 m.w.N.; vgl. auch Senatsurteil BGHZ 100, 203, 206 und Senatsbeschluß vom 9. Januar 1985 - IVb ZB 142/84 - EzFamR Nr. 1 zu § 234 ZPO).
BGH, BESCHLUSS vom 4.8.1989, Az. IX ZB 53/89 Einer Partei oder einem Rechtsanwalt, die die Frist für eine befristete Prozeßhandlung versäumt haben, sind besondere Anstrengungen zuzu demuten, um nunmehr alsbald und zwar in der Frist des § 234 Abs. 1 ZPO die Prozeßhandlung nachzuholen (BGH, Beschl. v. 13. Juli 1988 - IVa ZR 303/87, BGHR § 236 Abs. 2 Satz 2 Halbs. 1 'Prozeßhandlung, nachgeholte 2'; Beschl. v. 28. September 1977 aaO).
BGH, BESCHLUSS vom 4.8.1989, Az. IX ZB 53/89 Die zweiwöchige Frist des § 234 ZPO beginnt in dem Zeitpunkt, in dem das Weiterbestehen des Hindernisses, das die Fristwahrung verhindert hat, nicht mehr unverschuldet ist (BGH, Beschl. v. 16. Februar 1987 - II ZB 2/87, VersR 1987, 764).
BGH, BESCHLUSS vom 4.8.1989, Az. IX ZB 82/89 Er hätte nach dem Gesetz nur die Möglichkeit gehabt, in der Frist von zwei Wochen (§ 234 Abs. 2 ZPO) zusammen mit einem Wiedereinsetzungsantrag die Berufungsbegründungsschrift vorzulegen, nachdem die Ablehnung seines Verlängerungsantrags durch den Vorsitzenden ihm bekannt geworden war (§ 233 ZPO; BGH Beschl. v. 16. Oktober 1986 - III ZB 30/86, BGHR ZPO § 236 Abs. 2 Satz 2 Halbs. 1 'Prozeßhandlung, nachgeholte 1'; Beschl. v. 28. September 1977 - VIII ZB 32/77, VersR 1977, 1101, 1102).
BGH, BESCHLUSS vom 3.4.1989, Az. IVb ZB 42/89 Alle Umstände, die für die Frage bedeutsam sind, auf welche Weise und durch wessen Verschulden es zur Fristversäumnis gekommen ist, müssen grundsätzlich mit dem Wiedereinsetzungsantrag innerhalb der Zwei-Wochen-Frist des § 234 Abs. 1 ZPO dargelegt werden (vgl. Senatsbeschluß vom 25. März 1987 - IVb ZB 39/87 - BGHR ZPO § 234 Abs. 1 - Begründung 1 m.w.N.).
BGH, BESCHLUSS vom 5.4.1989, Az. IVb ZB 22/89 Zu der 'Angabe der die Wiedereinsetzung begründenden Tatsachen' im Sinne dieser Vorschrift - notwendiger Inhalt jedes Wiedereinsetzungsgesuches - gehört auch Sachvortrag, aus dem sich ergibt, daß das Wiedereinsetzungsgesuch nach Behebung des Hindernisses (§ 234 Abs. 2 ZPO) rechtzeitig gestellt wird (vgl. RGZ 100, 268, 269 f; BGHZ 5, 157, 160; BGH VersR 1974, 249; Stein/ Jonas/Schumann ZPO 20. Aufl. § 236 Rdn. 5; AK-ZPO/Ankermann § 236 Rdn. 4; Thomas/Putzo ZPO 15. Aufl. § 236 An. 3 a; Borgmann/Haug Anwaltshaftung 2. Aufl. § 57 Nr. 4 b (9) S. 358).
BGH, BESCHLUSS vom 3.4.1989, Az. VIII ZB 1/89 II. 1. a) Das Berufungsgericht geht im rechtlichen Ansatz zutreffend davon aus, daß alle Umstände, die für die Frage von Bedeutung sind, auf welche Weise und durch wessen Verschulden es zu der Versäumung der Frist gekommen ist, grundsätzlich mit dem Wiedereinsetzungsantrag innerhalb der Zweiwochenfrist des § 234 Abs. 1 ZPO darzulegen und gegebenenfalls glaubhaft zu machen sind (vgl. BGH, Beschluß vom 25. März 1987 - IVb ZB 39/87, NJW-RR 1987, 900; vom 9. Mai 1984 - VIII ZB 7/84, VersR 1984, 666; vom 14. Juni 1978 - VIII ZB 6/78, VersR 1978, 942).
BGH, BESCHLUSS vom 2.9.1988, Az. IVb ZB 171/88 Alle Umstände, die für die Frage von Bedeutung sind, auf welche Weise und durch wessen Verschulden es zu der Fristversäumung gekommen ist, sind grundsätzlich mit dem Wiedereinsetzungsgesuch innerhalb der Zweiwochenfrist des § 234 Abs. 1 ZPO darzulegen und ggf.glaubhaft zu machen (vgl. BGH VersR 1978, 942).
BGH, BESCHLUSS vom 2.4.1988, Az. IX ZB 40/88 Alle Umstände, die für die Frage von Bedeutung sind auf welche Weise und durch wessen Verschulden es zur Versäumung der Frist gekommen ist, sind grundsätzlich mit dem Wiedereinsetzungsgesuch innerhalb der Zweiwochenfrist des § 234 Abs. 1 ZPO darzulegen und gegebenfalls glaubhaft zu machen (vgl. BGH, Beschl. v. 14. Juni 1978 - VIII ZB 6/7b, VersR 1978, 942; v. 25. März 1987 - IVb ZB 39/87, BGHR ZPO § 234 Abs. 1 Begründung 1).
BGH, BESCHLUSS vom 4.6.1987, Az. V ZB 1/87 Z einschlägigen Einzelheiten teilweise erst mit Schriftsatz vom 18. November 1986, also nach Ablauf der zweiwöchigen Frist des § 234 Abs. 1 ZPO vorgetragen; dabei handelt es sich aber nicht um die Geltendmachung eines neuen selbständigen Wiedereinsetzungsgrundes, sondern nur um eine Ergänzung und Erläuterung der Angaben zu dem fristgerecht vorgebrachten Grund, was zulässig ist (BGH Beschl. v. 24. Juni 1985, II ZR 69/85, VersR 1985, 1140, 1141 m.w.N. und v. 26. Februar 1986, VIII ZB 1/86, VersR 1986, 702).
BGH, BESCHLUSS vom 3.2.1987, Az. IVb ZB 39/87 Alle Umstände, die für die Frage von Bedeutung sind, auf welche Weise und durch wessen Verschulden es zu der Versäumung der Frist gekommen ist, sind grundsätzlich mit dem Wiedereinsetzungsgesuch innerhalb der Zweiwochenfrist des § 234 Abs. 1 ZPO darzulegen und gegebenenfalls glaubhaft zu machen (vgl. BGH VersR 1978, 942).
BGH, BESCHLUSS vom 4.9.1986, Az. III ZB 30/86 Einer Partei oder einem Rechtsanwalt, die die Berufungsbegründungsfrist bereits versäumt haben, sind aber besondere Anstrengungen zuzu demuten, um die Berufungsbegründung nunmehr alsbald, und zwar in der Frist des § 234 Abs. 1 ZPO, vorzulegen (vgl. BGH Beschl. v. 28. September 1977 - VIII ZB 32/77 = VersR 1977, 1101, 1102).
BGH, BESCHLUSS vom 5.6.1986, Az. V ZB 14/85 5 Die Frist des § 234 Abs. 1 ZPO beginnt im Sinn des § 234 Abs. 2 ZPO dann zu laufen, wenn entweder das der Wahrung der versäumten Frist entgegenstehende Hindernis tatsächlich behoben ist oder wenn sein Weiterbestehen nicht mehr als unverschuldet angesehen werden kann (st.Rspr. im Anschluß an BGHZ 4, 389, 890, 396 ff; s. etwa BGH, Beschlüsse v. 10. November 1956, IV ZB 178/56, LM ZPO § 232 Nr. 27 = VersR 1978, 825 und v. 9,' Mai 1980, I ZR 89/79, LM ZPO § 234 (A) Nr. 15 Bl. 2 R = NJW 1980, 1846, 1848).
BGH, BESCHLUSS vom 3.4.1986, Az. IVb ZB 40/86 Mit dem Wiedereinsetzungsgesuch sind innerhalb der Frist des § 234 Abs. 1 ZPO grundsätzlich alle Umstände darzutun und glaubhaft zu machen, die für die Frage von Bedeutung sind, auf welche Weise und durch wessen Verschulden es zu der Fristversäumung gekommen ist (vgl. BGH Beschluß vom 14. Juni 1978 - VIII ZB 6/78 = VersR 1978, 942; Senatsbeschluß vom 27. Februar 1985 - IVb ZB 153/84).
BGH, BESCHLUSS vom 3.2.1986, Az. IVb ZB 103/85 Deshalb begann nunmehr der Lauf der zweiwöchigen Frist des § 234 Abs. 1 ZPO für den Wiedereinsetzungsantrag (vgl. BGH VersR 1978, 825).
BGH, BESCHLUSS vom 3.0.1986, Az. IVb ZB 122/85 So ist in der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs anerkannt, daß die Frist des § 234 Abs. 1 ZPO auch mit der formlosen Mitteilung der stattgebenden Entscheidung über das Prozeßkostenhilfegesuch an die Partei oder ihren Vertreter zu laufen beginnt (vgl. BGHZ 30, 226, 229 in Anschluß an RGZ 157, 168; BGH LM ZPO § 234 /B/ Nr. 17; zuletzt BGH VersR 1985, 68, 69 m.w.N.).
BGH, BESCHLUSS vom 3.6.1985, Az. viii zb 4/85 Ein durch Armut des Klägers bestehendes Hindernis an der Einlegung der Berufung war mit der Zustellung des Beschlusses über die Gewährung der Prozeßkostenhilfe am 5. Dezember 1984 behoben? von diesem Zeitpunkt an lief die Zweiwochenfrist des § 234 ZPO (vgl. BGH, Beschluß vom 31. Januar 1978 - VI ZB 7/77, VersR 1978, 449).
BGH, BESCHLUSS vom 5.4.1985, Az. IVb ZB 58/85 Die Frist des § 234 Abs. 1 ZPO beginnt, sobald die Partei oder ihr Prozeßbevollmächtigter erkannt hat, daß die erforderliche fristgebundene Handlung versäumt ist (vgl. BGH Beschluß vom 29. Juni 1982 - VI ZB 6/82 - VersR 1982, 971 m.w.N.).
BGH, BESCHLUSS vom 3.1.1985, Az. IVb ZB 152/84 Mit dem Wiedereinsetzungsgesuch sind innerhalb der Zweiwochenfrist des § 234 Abs. 1 ZPO grundsätzlich alle Umstände darzulegen und gegebenenfalls glaubhaft zu machen, die für die Frage von Bedeutung sind, auf welche Weise und durch wessen Verschulden es zu der Versäumung der Frist gekommen ist (vgl. BGH VersR 1978, 942).
BGH, BESCHLUSS vom 3.1.1985, Az. IVb ZB 152/84 Da die Zweiwochenfrist des § 234 Abs. 1 ZPO im Zeitpunkt der Beschwerdeeinlegung bereits abgelaufen war, ist die Nachschiebung des neuen Sachverhalts nicht zulässig; er muß außer Betracht bleiben (vgl. dazu BGH VersR 1981, 61; 1982, 802; 1984, 667).
BGH, BESCHLUSS vom 3.9.1984, Az. VIII ZB 11/84 Der Senat kann diesen Vortrag für seine Entscheidung berücksichtigen, weil damit die Angaben in dem am 15. März 1984, also noch während der Zweiwochenfrist des § 234 ZPO, eingegangenen Schriftsatz in noch zulässiger Weise ergänzt und erläutert werden (vgl. BGH, Beschluß vom 9. Oktober 1980 - Ill ZB 18/80, VersR 1981, 61, 62; Urteil vom 7. Mai 1982 - V ZR 233/81, YersR 1982, 802, 803).
BGH, BESCHLUSS vom 4.3.1983, Az. IX ZB 16/83 muß innerhalb einer zweiwöchigen Frist beantragt werden, die mit dem Tage beginnt, an dem das Hindernis behoben ist (§ 234 Abs.1, 2 ZPO) oder - was gleichbedeutend ist -wenn sein Weiterbestehen nicht mehr als unverschuldet angesehen werden kann (BGH LM ZPO § 232 Nr. 27; § 234 Nr. 13; NJW 1980, 1846, 1848).
BGH, URTEIL vom 4.2.1983, Az. IX ZR 82/82 Sie muß - auch in Entschädigungssachen (BGH RzW 1957, 162) - innerhalb einer zweiwöchigen Frist beantragt werden, die mit dem Tage beginnt, an dem das Hindernis behoben ist (§ 234 Abs.1, 2 ZPO) oder - was gleichbedeutend ist - wenn sein Weiterbestehen nicht mehr als unverschuldet angesehen werden kann (BGH LM ZPO § 232 Nr. 27; § 234 Nr. 13; NJW 1980, 1847, 1848).
BGH, URTEIL vom 4.0.1983, Az. IX ZR 19/82 a) § 234 Abs.3 ZPO ist auch auf Wiedereinsetzungsanträge gegen die Versäumung der Klagefrist des § 210 BEG anzuwenden (BGH RzW 1964, 40; 1965, 367).
BGH, BESCHLUSS vom 2.3.1981, Az. VI ZB 17/80 Dies kann insbesondere dann eintreten, wenn die das Armenrecht beantragende Partei es schuldhaft unterläßt, im Armenrechtsverfahren eine gerichtliche Auflage zu erfüllen (BGH, Urt.v.10. Juli 1957 - IV ZR 126/57 - LM § 234 ZPO Nr. 19).
BGH, URTEIL vom 4.0.1981, Az. III ZR 168/79 Es kann offen bleiben, ob dem Kläger nun für die Einreichung des Zahlungsbefehl santrags noch eine (in Anlehnung an § 234 Abs. 1 ZPO bemessene) Frist von zwei Wochen oder ausnahmsweise eine längere Frist zur Verfügung stand (vgl. BGHZ 70, 235, 239, 240)..Denn durch die am 3. Januar 1975 erfolgte Zustellung des Zahlungsbefehls an das beklagte Land wurde die Verjährung in Jedem Falle gemäß § 209 Abs. 2 Nr. 1 BGB in der Fassung, die bis zu dem 30. Juni 1977 galt, unterbrochen.
BGH, BESCHLUSS vom 2.2.1980, Az. Yi zb 15/79 Eine Wiedereinsetzung gegen die Versäumung dieser Jahresfrist des § 234 Abs.3 ZPO ist grundsätzlich ausgeschlossen (BGH Beschl. v. 19. Februar 1976 - VII ZR 16/76 « VersR 1976, 728 * MDR 1976, 569 « LM ZPO § 234 /C7 Nr. 4); dies sieht auch die ab 1. Juli 1977 geltende Neufassung des § 233 ZPO nicht vor.
BGH, BESCHLUSS vom 4.6.1979, Az. vix zb 7/79 Von diesem Zeitpunkt an gilt das Hindernis für die Einhaltung der Rechtsmittelfrist im Sinne des § 234 Abs. 2 ZPO als behoben (BGH NJV 1974, 994; 1975, 1744 Nr. 6; 1976, 627, 628; VersR 1977, 258; 1977, 643, 644 1978, 255; 1978, 665).
BGH, BESCHLUSS vom 1.5.1979, Az. ivb zb 565/80 Diese Frist beginnt nach § 234 Abs. 2 ZPO mit dem Tage der Behebung des Hindernisses, das heißt dem Zeitpunkt, an dem das der Fristwahrung entgegenstehende Hindernis tatsächlich aufhört zu bestehen, oder von dem ab das Weiterbestehen des Hindernisses nicht mehr als unverschuldet angesehen werden kann (BGHZ 4, 389; BGH LM ZPO § 234 (B) Nr. 19).
BGH, BESCHLUSS vom 1.5.1979, Az. ivb zb 565/80 Deshalb begann die 2-Wochenfrist des § 234 Abs. 1 ZPO bereits mit dem Tage, an dem die Prozeßbevollmächtigten, deren Verschulden sich die Antragstellerin zurechnen lassen muß (§ 85 Abs. 2 ZPO), die Versäumung der Berufungsbegründungsfrist hätten bemerken müssen (vgl. BGH NJW 1976, 627, 628; Baumbach/Lauterbach/Albers/ Hartmann, ZPO 38. Aufl. § 234 An. 2).
BGH, BESCHLUSS vom 5.11.1978, Az. V ZB 16/78 Die Frist des § 234 Abs. 1 ZPO war durch die Gerichtsferien gehemmt (BGHZ 26, 99).
BGH, BESCHLUSS vom 3.6.1978, Az. XII ZB 62/91 Denn alle Umstände, die für die Frage von Bedeutung sind, auf welche Weise und durch wessen Verschulden es zur Versäumung einer Frist gekommen ist, sind grundsätzlich innerhalb der Zweiwochenfrist des § 234 Abs. 1 ZPO darzulegen und gegebenenfalls glaubhaft zu machen (BGHZ 2, 342; Senatsbeschluß vom 27. September 1989 - IVb ZB 73/89 -BGHR ZPO § 234 Abs. 1 Begründung 2 m.N.).
BGH, BESCHLUSS vom 2.0.1978, Az. VI ZB 7/77 1. Das Berufungsgericht geht zutreffend davon aus, daß das in der Armut einer Partei zu sehende Hindernis i.S. von § 234 Abs. 2 ZPO dann behoben ist, wenn dieser oder ihrem Prozeßbevollmächtigten der die Armenrechtsbewilligung enthaltende Beschluß zugegangen ist (BGH Beschl. v. 10. Mai 1961 - IV ZB 142/61 * LM ZPO § 234 /B7 Nr. 14 und Beschluß vom 25. Juni 1963 - VI ZB 5/63 e LM ZPO § 234 /§7 Nr. 17).
BGH, BESCHLUSS vom 1.8.1977, Az. ii zb 5/77 /fr 2. Nimmt man mit dem Berufungsgericht an, die Zweiwochenfrist für die Stellung des Wiedereinsetzungsantrages (§ 234 Abs. 1 ZPO) habe nicht schon mit dem Ablauf der Berufungsbegründungsfrist am 24. Mai 1976 (vgl. dafür die Beschlüsse BGH VIII ZB 3/74 v.
BGH, URTEIL vom 2.2.1977, Az. VI ZR 142/75 Die vom Bundesverfassungsgericht in seinem Beschluß vom 6. Juni 1967 (BVerfGE 22, 83, 86 ff = NJW 1967, 1267) zu § 234 Abs. 1 ZPO aufgestellten Grundsätze stehen dem jedenfalls nicht entgegen.
BGH, URTEIL vom 5.11.1976, Az. III ZR 94/89 Der Bundesgerichtshof hat einem Kläger, dessen Armenrechtsgesuch abgelehnt worden war, in Anwendung des Rechtsgedankens von § 234 Abs. 1 ZPO eine mindestens zweiwöchige Frist zur Vorbereitung der Klage zugebilligt (BGHZ 70, 235, 240).
BGH, Urteil vom 2.9.1976, Az. VI ZR 249/75 C beschwerten Partei nicht immer durch Verweisung auf einen Wiedereinsetzungsantrag gewahrt werden können, hat der Senat bereits in BGHZ 17, 152 ausgeführt; wegen der in § 234 Abs. 1 ZPO auf nur zwei Wochen bemessenen Antragsfrist und insbesondere wegen des Ausschlusses einer Wiedereinsetzung nach Ablauf eines Jahres (§ 234 Abs.3 ZPO) bringt dieser Weg gegenüber der Möglichkeit der Einlegung eines Rechtsmittels für die beschwerte Partei Nachteile mit sich.
BGH, BESCHLUSS vom 3.5.1976, Az. viii zb 47/75 a)	Obwohl dieses Vorbringen nicht in der Zweiwochenfrist des § 234 ZPO gebracht und glaubhaft gemacht worden war, ist es zu berücksichtigen, weil es schon in der Berufungsinstanz durch Rückfrage hätte herbeigeführt werden können (BGHZ 2, 342; BGH Beschluß vom 22. September 1971
BGH, BESCHLUSS vom 4.1.1976, Az. VII ZR 16/76 Das Bundesverfassungsgericht hat lediglich eine Wiedereinsetzung gegen den Ablauf der - echten - Wiedereinsetzungsfrist des § 234 Abs. 1 ZPO für zulässig erachtet (BVerfGE 22, 83).
BGH, BESCHLUSS vom 3.8.1975, Az. V ZB 17/75 Zivilsenat den Standpunkt vertreten, das der Fristwahrung entgegenstehende Hindernis sei im Sinne des § 234 ZPO nicht nur dann behoben, wenn es tatsächlich aufgehört habe zu bestehen, sondern auch dann, wenn sein Weiterbestehen nicht mehr als unverschuldet angesehen werden könne (Urt. v. 31. Januar 1952 -IV ZR 104/51 - BGHZ 4, 389, 396).
BGH, BESCHLUSS vom 1.5.1974, Az. VII ZB 12/74 § 234 Abs. 2 ZPO mit dem Tage, an dem der Prozeßbevollmächtigte der Klägerin bei Anwendung der von ihm zu verlangenden äußersten Sorgfalt hätte erkennen müssen, daß die Berufungsbegründungsfrist versäumt war (vgl. BGH Beschluß vom 10. November 1956 - IV ZB 178/56 = LM ZPO Nr. < zu § 232 und vom 29. April 1974 - VII ZB 1/74 -).
BGH, BESCHLUSS vom 1.11.1973, Az. viii zb 26/73 3.	Obwohl das nicht in der Zweiwochenfrist des § 234 ZPO vorgetragen und glaubhaft gemacht worden war, ist die Ergänzung des Vorbringens der Klägerin zulässig, weil sie schon in der Berufungsinstanz durch Rückfrage hätte herbeigeführt werden können (BGH Beschl. vom 22. September 1971 - V ZB 7/71 = NJW 1971, 2269 m.w.Nachw.).
BGH, BESCHLUSS vom 2.11.1973, Az. vii zb 1/74 Diese Frist begann gemäß § 234 Abs. 2 ZPO in dem Augenblick zu laufen, in dem Rechtsanwalt Dr. BHUB bei Anwendung der von ihm zu verlangenden äußersten Sorgfalt hätte erkennen müssen, daß die Berufungsfrist versäumt war (vgl. BGH, Beschluß vom 10. November 1956 - IV ZB 178/56 = LM ZPO § 232 Nr. 27).
BGH, BESCHLUSS vom 3.6.1972, Az. viii zb 16/72 Da der unbemittelten Partei die Rechtsverteidigung und Rechtsverfolgung im Vergleich mit der bemittelten Partei nicht unverhältnismäßig erschwert werden darf, ist der armen Partei Wiedereinsetzung in den vorigen Stand zu erteilen, wenn nach Bewilligung des Armenrechts die Frist des § 234 ZPO versäumt wird (BVerfGE 21, 83, 86).
BGH, BESCHLUSS vom 1.6.1971, Az. Til ZR 191/70 Sie kann allenfalls geltend machen, daß sie zur rechtzeitigen Vorlage der erforderlichen Nachweise infolge eines unabwendbaren Zufalls nicht in der Lage gewesen sei, muß das aber innerhalb der Frist des § 234 ZPO dartun (BGH LM Nr. 5 zu § 233 (Ha) ZPO; Nr. 12 zu § 233 (Hb) ZPO).
BGH, URTEIL vom 2.3.1969, Az. VI ZR 287/67 Daß eine solche Anweisung bestand und zuverlässig beachtet wurde, hat der Kläger nicht, wie erforderlich, innerhalb der Frist des § 234 Abs. 1 ZPO behauptet und glaubhaft gemacht (vgl. BGH Beschluß vom 20. März 1967 - VII ZR 3/67 - VersR 1967, 507).
BGH, URTEIL vom 4.5.1968, Az. m ZR 210/67 16 Ergänzend ist noch zu bemerken: Das Bundesverfassungsgericht hat neuerdings (BVerfGE 22, 83 = NJW 1967, 1267 = DRiZ 1967, 235) entschieden, mit Rücksicht auf die Art« 3, 20 GG müsse einem unbemittelten Kechtsmittelkläger im Zivilprozeß bei gegebenen Umständen Wiedereinsetzung gegen die Versäumung der Prist des § 234 ZPO gewährt werden.
BGH, Urteil vom 3.10.1967, Az. VIII ZB 42/67 Wenn also die Unvollständigkeit des Gesuchs auch keine Ursache für die Fristversäumung bildet, so soll die Wiedereinsetzung doch versagt werden, wenn die unvollständigen Angaben des Gesuchs zu einer Verzögerung der Entscheidung des Berufungsgerichts führen oder führen können und die Unvollständigkeit der Angaben dem Antragsteller anzulasten ist (vgl. auch BGH Urt. vom 10. Juli 1957 - IV ZR 126/57 -LM Nr. 19 zu § 234 ZPO).
BGH, vom 3.2.1962, Az. IV ZB 18/62 Die Prist des § 234 ZPO wird nicht durch die Zustellung des das Armenrecht versagenden oder das Armenrecht gewährenden Beschlusses in lauf gesetzt, sondern dadurch, daß die Umstände, die es bislang unmöglich machten, die Prist zu wahren, andere geworden sind (BGH LM ZPO § 233 Hr. 16), in dem hier zu entscheidenden Pall dadurch, daß dem Kläger das Armenrecht versagt und daß eine genügende Zeit verstrichen war, in der er sich überlegen konnte, ob er das Rechtsmittel ohne Armenrecht führen wollte.
BGH, vom 3.2.1962, Az. IV ZB 18/62 Hur die Prist des § 234 ZPO wird durch die Perien gehemmt (BGHZ 26, 99).
BGH, Urteil vom 4.1.1962, Az. VX ZR 153/62 Ob die Wiedereinsetzüngsfrist bereits mit der Bekanntgabe der Armenrechtsentscheidung an den Anwalt (so BGH LM § 234 ZPO Nr. 1; BGH2 4, 55) oder-erst dann beginnt, wenn die Partei selbst davon Kenntnis erhält (vgl. Johannsen zu BGH LM § 234 Nr. 20), bedarf hier keiner Entscheidung.
BGH, Urteil vom 4.1.1962, Az. VX ZR 153/62 Allerdings hat das Reichsgericht in ständiger Rechtsprechung (RG JW 1895, 518; 11, 988; 30, 3312; RGZ 149, 379) die Auffassung vertreten, eine ablehnende Armen-rechtsentscheidung setze die Wiedereinsetzungsfrist dann nicht in Lauf, wenn diese Entscheidung unrichtig und auf Grund von Gegenvorstellungen abzuändern sei» Dieser Rechtsprechung ist der Bundesgerichtshof bisher gefolgt (BGH LM § 234 ZPO Nr» 3).
BGH, Urteil vom 2.1.1961, Az. VI ZR 111/60 Run kann zwar nach Ablauf der zweiwöchigen Prist des § 234 ZPO für einen Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand neues Vorbringen zur Begründung des Wiedereinsetzungsgesuchs zugelassen v/erden, wenn es ohnehin Sache des Gerichts gewesen wäre, weitere Äusserungen gemäß § 139 ZPO anzufordern (BGHZ 2, 342).
BGH, Beschluss vom 2.9.1959, Az. VI ZB 2/60 Zutreffend ist das Berufungsgericht zwar davon ausgegangen, daß das durch die Armut einer Partei begründete Hindernis an der Wahrung der Eechtsmittelfriat von dem Zeitpunkt an nicht mehr unverschuldet ist, in dem die Partei es schuldhaft unterläßt, eine ihr im Armenrechtsverfahren vom Gericht gemachte Auflage zu erfüllen, und daß von diesem Zeit- punkt an die Prist des ä 234 ZPO zu laufen beginnt (BGH LM Nr« 19 zu § 234 ZPO).
BGH, Urteil vom 4.4.1959, Az. VIII ZR 183/58 Die Frist des § 234 ZPO beginnt mit dem Zeitpunkt zu laufen, in dem die Unkenntnis von dem die Versäumung der Berufungsfrist begründenden Umstand keine unverschuldete mehr ist (vgl. BGH Beschluß vom 14. Februar 1955 - III ZB 18/54 - NJW 1955, 671).
BGH, vom 2.10.1957, Az. VIII ZB 14/57 Denn der erste das Armenrechtsgesuch zurückweisende Beschluß des Oberlandesgerichts ist den erstinstanzlichen Frozeßbovollmächtigten des Beklagten am 4« September 1957 zugegangen, wie sich aus dem Absendevermerk vom 3* September 1957 in Verbindung mit der Erklärung im Wiedereinsetzungsgesuch ergibt, daß der Beschluß den Anwälten des Beklagten am 4« September 1957 zugegangen sei» Mit Ablauf dieses Tages begann indessen die Frist des § 234 ZPO noch nicht zu laufen (BGHZ 4, 55)« Es kann unterstellt werden, daß dem Beklagten die Nachricht von der Ablehnung des Armenrechtsgesuchs durch seine Anwälte am folgenden Tage, also am 5« September 1957, hätte zugehen müssen, und daß er sie nicht früher erhalten hat« Ihm sind dann noch zwei Wochentage als überlegungsfrist zuzubilligen, nämlich der 6« und 7« September 1957, mit deren Ablauf das Hindernis als behoben anzusehen ist, das in seiner Armut zu.erblicken ist» Ohne Berücksichtigung des Umstandes,' daß der 7« September 1957 ein Sonnabend war, und ohne Beachtung des Einflusses der Gerichtsferien wäre entgegen 'der Auffassung des Berufungsgerichts die erst nach Ablauf des 7« September 1957 beginnende zweiwöchige Frist des § 234 ZFO am 21« September 1957 noch nicht abgelaufen gewesen, als der Beklagte sein Wiederoinsetzungsgesuch ein-leichte und die versäumte Frozeßhandlung nachholte« Rechtlich fchlsem ist schon danach die Erwägung des angefochtenen Beschlusses, eine verspätete Einlegung des Rechtsmittels hätte hur noch einige Tage nach dem 31« August 1957 als entschuldigt angesehen werden können»
BGH, vom 2.10.1957, Az. VIII ZB 14/57 — 6 -• Unabhängig von vorstehenden Erwägungen kann dem Berufungsgericht auch deshalb nicht beigotreten werden, weil die zweiwöchige Frist des § 234 ZPO durch den Lauf der Gerichtsferien nach § 223 Abs« 1 ZPO gehemmt wurde, da sie keine Notfrist ist (BGHZ 7» 194, 196) und es sich nicht um eine Perien-sache handelt« Der Lauf der Frist war also bis zu dem Ablauf des 15c September 1957 gehemmt (RG JW 1909, 728, 729 mit Nachweisen!
BGH, vom 1.8.1957, Az. VII ZR 298/56 In der neueren Rechtsprechung ist wiederholt betont worden, dass die Zweiwochenfrist des § 234 ZPO nicht nur dann zu laufen beginnt, wenn das Hindernis beseitigt worden ist, sondern auch dann, wenn sein Weiterbestehen nicht mehr als unverschuldet angesehen werden kann (BGHZ 4, 389, 396j BGE IV SB. 126/57, Urteil vom Io. Juli 1957 - zur Veröffentlichung bestimmt -), In dieser Hinsicht kommt hier in Präge, ob dem Kläger zuzu demuten war, schon zu einem frü-

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 § 139
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