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Timestamp: 2020-08-11 03:55:40+00:00

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(nur Gemeinschaftskunde) (pdf 177 kB) - lehrer.uni
MIT ACHTJÄHRIGEM
Gymnasium mit achtjährigem Bildungsgang
Die Schülerinnen und Schüler lernen Beispiele mittelalterlicher lateinischer Dichtung kennen. In diesen Liedern
begegnen sie einer einstmals lebendigen Tradition des Lateinischen. Sie erfahren, dass dieses Latein nicht nur die
Sprache der Wissenschaft und der Liturgie, sondern auch Ausdrucks- und Verständigungsmittel in anderen Lebensbereichen war. Die Lebensnähe der Themen und der Eindruck einer gesprochenen Sprache ermöglichen den
Jugendlichen einen unmittelbaren Zugang. In der Zusammenarbeit der Fächer Latein und Musik erkennen die
Schülerinnen und Schüler, wie Carl Orff, ein Komponist unseres Jahrhunderts, Themen, Sprache und Gestaltung
lateinischer Lieder musikalisch interpretiert.
Macht der Fortuna
Natürlicher Sprachrhythmus
Einzel- und Wechselgesang
Musikalische Gestaltung durch Carl Orff
Die melodische Erfindung
Die Satztechnik
Analogien zwischen Text und Musik
Die musikalische „Inszenierung“ der Textvorlage
Vergleich mit mittelalterlichen Vertonungen
Wechselhaftigkeit des Schicksals, Ausgeliefertsein des
Menschen, Rad der Fortuna (Vergleich mit bildlichen Darstellungen)
Schönheit der Geliebten, körperliche Liebe, Treue - Untreue, Freuden der Liebe, Liebe und Frühling
Weingenuss, Freude am Spiel, Glück und Unglück im
Verspottung von allem Ernsten, Feierlichen und Übertriebenen,
Anprangerung von Missständen, besonders in der Kirche
und der Geistlichkeit
Bibel, antike Dichtung und Lebensphilosophie
Auch Binnenreim
Kurze Kola, vorwiegend Parataxe
Weitere Stilmittel der antiken Rhetorik
Litaneiartige Aufzählung und Variation eines Motivs
Tonrepetitionen, formelhafte Wendungen, psalmodierende
Melodieführung, Deklamatorik
Singen und Hören geeigneter Beispiele
Transfer für Orgelpunkt, Bordun, Ostinato, Mixturklänge,
Wechsel- und Pendelklänge in eigenen Gestaltungen
Formale Affinitäten
Statische Architektonik, Steigerungsmittel, parodistische
Hymnische Gesänge, Vitalität des Rhythmus
Visuelle Umsetzung der Orffschen Komposition (Verfilmung)
Tänzerische oder szenische Darstellungsversuche
„In Taberna“
Die deutsche und die europäische Geschichte sind mitgeprägt durch ein reiches kulturelles jüdisches Erbe und die
jahrhundertelange Feindschaft von Christen gegenüber Juden. Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich mit
jüdischer Literatur und Kultur und suchen, wo die Möglichkeit gegeben ist, persönliche Begegnungen mit Juden.
Im Erinnern an den Holocaust kann die Einsicht in das Verhängnis eines tief verwurzelten Antisemitismus und Antijudaismus wachsen; dies soll Schülerinnen und Schüler für die geistige Auseinandersetzung mit dem wiedererwachenden Rechtsradikalismus stärken.
Mehr als tausend Jahre Juden in Deutschland
Wenn möglich mit Spurensuche in der näheren Umgebung
Bedeutende jüdische Persönlichkeiten in Politik, Wirtschaft, Kultur; jüdische Gemeinden;
Miteinander, Gegeneinander, Ausgrenzung, Assimilation
Jüdische Gottesdienste, Feste und Bräuche
Lyrik, Kurzgeschichten, Autobiographien (z.B. Ernst Toller, Eine Jugend in Deutschland; Primo Levi, Ist das ein
Mensch?)
Synagogenbauten, Jiddische Lieder
Literatur, Bildende Kunst und Musik
Wurzeln der Judenfeindschaft in Deutschland
Ausgrenzung, Entrechtung, Vertreibung und
Vernichtung der Juden durch den NS-Staat
Erinnern im Schatten des Holocaust als Tor zur
Antijüdische Tendenzen im Neuen Testament; angebliche
jüdische Vergeltungsethik
Juden als „Gottesmörder“,
Pogrome und ausgrenzende Gesetzgebung
Gobineau und seine Rezeption
Boykott, Nürnberger Gesetze, Pogrome, Holocaust / Shoa,
Reaktionen der Bevölkerung, Versagen der Kirche und
Hilfsaktionen einzelner
Gemeinsame Wurzeln von Christen und Juden
Das besondere Verhältnis der Deutschen zum Staat Israel
Orts- bzw. Regionalgeschichte und nach Möglichkeit Begegnung mit jüdischen Mitschülerinnen und Mitschülern
Woche der Brüderlichkeit, Gestaltung eines Erinnerungstages
Schändung jüdischer Friedhöfe und Bedrohung jüdischer
Offener und versteckter Antisemitismus und Rassismus,
besonders im Rechtsradikalismus
LPE 9.9.1
Nach Auschwitz: Juden und Christen
Auseinandersetzung mit der Rolle der Kirche im Dritten Reich
Literatur, andere Texte und Medien
Der Nationalsozialismus: Verführung und Terror
Partnerschaft und Geschlechtlichkeit sind zentrale Themen in der Persönlichkeitsentwicklung. Die Schülerinnen
und Schüler erhalten Gelegenheit, ihre Kenntnisse ihrem Entwicklungsstand entsprechend zu vertiefen und über ihre Erfahrungen zu reflektieren.
Bei der Beschäftigung mit dem Entwicklungsprozess des Kindes wird ihnen die Bedeutung der Familie in unserer
Gesellschaft bewusst. Sie setzen sich mit dem Wertewandel im Bereich der Geschlechtlichkeit auseinander und erkennen, dass sie mit der ihnen zugewachsenen Freiheit verantwortlich umgehen müssen.
Partnerschaft und Geschlechtlichkeit
Bedeutung der Geschlechtlichkeit
Entwicklung und Sozialisation von Kindern und
Frühkindliche Entwicklung: Biologische
Bedürfnisse des Säuglings und des Kleinkindes
Wandel von Einstellungen zu Geschlechtlichkeit
Die Gefahr der Immunschwäche AIDS
Die Bewertung von Treue und Partnerwechsel
Freundschaft zwischen Jugendlichen, feste Beziehungen,
Ehe und Familie (Auswertung von empirischen Untersuchungen, Jugendstudien)
Integrativer Bestandteil der Persönlichkeit und Grundelement menschlichen Verhaltens
Familienplanung, Empfängnisregelung: Verantwortung
Risiken für die Gesundheit des Ungeborenen
Mögliche gesundheitliche und psychische Folgen eines
Gesellschaftlicher Wandel im Rollenverständnis
Beispiele aus verschiedenen Lebensbereichen (Kindererziehung, Beruf, Pflege)
Gesetzliche Bestimmungen zum Schutz von Jugendlichen
Schwangerschaftsabbruch: rechtliche und ethische
Bedeutung der Familie als Erziehungs- und Lebensraum
Angeborenes Verhalten, Reifungsprozess, Bezugsperson,
Urvertrauen, Hospitalismus
Die Bedeutung der Familie in Konkurrenz zu Miterziehern, z.B. Medien
Auseinandersetzung mit Normen und Werten im Jugendalter: Gewinnung eines eigenen Standpunkts (Pubertätskonflikte)
Wertewandel und Wertevielfalt:
Freiheitschancen und Probleme
Umgang mit HIV-Positiven und AIDS-Kranken
Wert der christlichen Ehe
Biologie n-Profil
Biologie s-Profil
LPE 9.5.1
Verantwortete Partnerschaft - Vertrauen suchen und finden
Verantwortete Partnerschaft: Sexualität - Liebe - Ehe
An exemplarischen Beispielen soll der Zusammenhang der Lebensbedingungen auf der Einen Welt sichtbar gemacht werden. Dabei wird deutlich, dass Leben für alle Menschen nur möglich ist, wenn auch die Menschen der
reichen Länder zu teilen lernen. Aus dieser Erkenntnis sind Ansätze zu einer Ethik der Selbstbegrenzung mit anderen ethischen Handlungsansätzen in Verbindung zu bringen, die den Zusammenhang von Frieden und Gerechtigkeit im Blick haben. Es kommt vor allem darauf an, Zugänge für eigene Handlungsmöglichkeiten zu eröffnen und
dabei die Kräfte des eigenen Engagements zu stärken.
Beispiele für den Zusammenhang der Lebensbedingungen:
Energieverbrauch und seine ökologischen
Konsumgewohnheiten in den nördlichen
Ländern und ihre Folgen für die Welternährung
Historische Zusammenhänge:
Der Kolonialismus und seine Folgen für das
Die Rolle Deutschlands in Europa und der
Ethische Orientierung:
Lebensstil der Selbstbegrenzung als Befähigung zum Teilen
Der Zusammenhang von Gerechtigkeit und
Frieden im Nord-Süd-Verhältnis
Weltanschauliche / religiöse Orientierung:
Erwärmung der Erdatmosphäre; Klimaveränderung
Nahrungsmittelproduktion und Hunger
Fluchtursachen von Asylbewerbern in Deutschland und
An einem ehemaligen Kolonialland Strukturen wirtschaftlicher Abhängigkeit von den Industrienationen aufzeigen
Soziale Situation in Deutschland im Ost-West-Vergleich,
„Neue Armut“ in Deutschland und Europa
Erfahrungen sammeln mit Menschen und Gruppen, die einen solidarischen Lebensstil praktizieren, Aufenthalt an
einem „Lernort“
Verbindung zu örtlichen Gruppen, die Projekte des DritteWelt-Handels betreiben
Abfassung eines Referates, Verfassen von Zeitungstexten
und Leserbriefen
Sozialethik und Soziallehre
Hoffnungsbilder, Utopien in den Religionen und in
philosophischen Ansätzen
LPE 9.7.1
Frieden und Gerechtigkeit: Leben und Teilen in der Einen Welt
Zukunftshoffnung - Weltgestaltung
Kurzreferat, Erörtern
Deutschland und der Nord-Süd-Gegensatz
Soziale Gerechtigkeit: Armut und Reichtum
Zeitungen übernehmen wichtige Funktionen in der pluralistisch-demokratischen Gesellschaft. In Schrift und Bild
vermitteln sie Interpretationen der Wirklichkeit und beeinflussen so die Meinungs- und Willensbildung der Bürger.
Sie sind ein Forum der öffentlichen Auseinandersetzung, der Kritik und Kontrolle. Bei der Arbeit mit der Zeitung
sollen die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass dieses Medium auch ihre Lebenswelt betrifft. Auf diese Weise
sollen Hemmschwellen gegenüber der Zeitungslektüre abgebaut werden. Die Schülerinnen und Schüler sollen angeregt und befähigt werden, das Angebot des Mediums Zeitung kontinuierlich, rationell und kritisch zu nutzen.
Zeitung und Schüler
Befragung der Schülerinnen und Schüler zu Einstellungen
gegenüber Zeitungen und zu bisherigem Leseverhalten
Arbeit mit einer Zeitung oder verschiedenen Zeitungen im
Themenbezogener Zugang möglich: Bewertung von Nachrichten, Kommentaren und Werbung zum Thema Umwelt
(in Zusammenarbeit mit dem Fach Chemie)
Nutzung von Verlagsangeboten (Projekt „Zeitung in der
Schule“)
Zeitungstypen nach Erscheinungsweise, Verbreitungsgebiet
Umfang und graphische Gestaltung der Sparten
Verhältnis Anzeigenteil - redaktioneller Teil
Vergleich der Titelseiten verschiedener Zeitungen, unterschiedliche Leserschichten als Adressaten
Neugestaltung einer Titelseite durch Veränderung des
Layout (u.U. mit Hilfe des Computers)
Verhältnis Text - Photos - graphische Darstellungen
Unterscheidung von informierenden und kommentierenden Texten
Analyse der jeweiligen sprachlichen Mittel
Wirkung von Bildern und Karikaturen
Formulieren von Schlagzeilen und Bildunterschriften in
Besuch eines Verlages / einer Druckerei
Vom Ereignis zur Nachricht: Bedeutung von Agenturen,
Redakteuren, Korrespondenten
Moderne Satz- und Drucktechniken
Art. 5 GG, Landespressegesetz
Informations-, Meinungsbildungs- und Kontrollfunktion
Gespräch mit Journalisten: Presse und andere Massenmedien, Rollenverständnis und Verantwortung von Journalisten, innere und äußere Pressefreiheit, Bedeutung von Anzeigenaufträgen, Pressekonzentration
Journalistische Gestaltungsmittel
Politische Funktion und Verantwortung der Presse
Arbeitsteiliges Umschreiben von Artikeln einer Zeitung in
Jugendsprache, Verfassen eigener Texte, Entwurf eines
Interviews und Befragung von Experten, Formulierung
von Leserbriefen, Entwurf von Kleinanzeigen, Photoreportage
Die Schülerinnen und Schüler machen sich die Einbindung des Individuums in ein vielfältiges gesellschaftliches
Beziehungsgeflecht bewusst und setzen sich mit den Problemen von Identitätsfindung und Identitätsbewahrung
auseinander. Sie lernen die Einflüsse der Familie und anderer gesellschaftlicher Gruppen auf das Verhalten des einzelnen kennen und befassen sich mit zentralen Fragen der Familienpolitik. Durch die Beschäftigung mit Veränderungen im Rollenverständnis von Mann und Frau reflektieren sie Aspekte des sozialen Wandels. Sie erkennen die
Bedeutung der Massenmedien für die Bewusstseinsbildung in der modernen Gesellschaft und entwickeln die Bereitschaft zu einem kritischen und verantwortungsvollen Umgang mit dem Medienangebot.
Gruppenformen und Verhalten in Gruppen
z.B. formelle / informelle Gruppen
Kinder und Jugendliche in GleichaltrigengrupIdentitätsbildung
Gruppendruck und Selbstbestimmung
Zusammenleben von Jugendlichen verschiedener Nationa¾ lität
3 Art. 6 GG
Vermittlung von Normen und Werten, emotionaler Spannungsausgleich, Daseinsvorsorge, Zukunftssicherung
Formen der Familie und andere Lebensformen
Kernfamilie, Alleinerziehende
Gesellschaftlicher Wandel im Rollenverständnis von Mann
Rechtliche und tatsächliche Rollenverteilung
Art. 3 GG, Eherecht im Wandel
Bewertung von Hausarbeit, Erziehungsarbeit und Erwerbsfrüher und heute
Bemühungen zur Überwindung geschlechtsz.B. Quotenregelungen, Erziehungsurlaub für Mütter und
spezifischer Benachteiligungen
5 Zusammenarbeit mit dem Fach Deutsch
Heranführen an regelmäßige Zeitungslektüre
Printmedien und audio-visuelle Medien
Unterschied zwischen öffentlich-rechtlichen und privaten
Konsumgewohnheiten von Jugendlichen
[ Informationsfreiheit und Medienangebot ]
[ Art. 5 GG
Spannungsverhältnis zwischen Verantwortung gegenüber
der Öffentlichkeit und kommerziellen Interessen ]
Der Einzelne und das Recht
Die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass sich ihre Rechte und Pflichten mit zunehmendem Alter erweitern,
und verstehen dabei die Schutz- und Ordnungsfunktion des Rechts. Sie befassen sich mit der Aufgabe der Gerichte,
Konflikte in der Gesellschaft angemessen zu lösen und den Rechtsfrieden zu schaffen. Sie erkennen den Wert der
zahlreichen Rechtsgarantien; dabei soll ihre Bereitschaft gefördert werden, sich für die Verwirklichung rechtsstaatlicher Grundsätze einzusetzen. Am Beispiel der allgemeinen Wehrpflicht befassen sie sich mit dem Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes. Sie erkennen, dass Grundrechte nur unter Wahrung rechtsstaatlicher Prinzipien eingeschränkt werden können.
Die besondere Rechtsstellung von Kindern und
Rechtsprechung durch Gerichte
[ Ablauf eines gerichtlichen Verfahrens
Urteilsfindung ]
Die Bundeswehr als Wehrpflichtarmee
und das Recht auf Kriegsdienstverweigerung
[ Soldaten als Staatsbürger in Uniform ]
Arbeitsteilige Erarbeitung einzelner Bestimmungen z.B.
des BGB, JÖSchG, JArbSchG, StVZO oder des Ausländerrechts
Altersgrenzen z.B. im Öffentlichen Recht und im Zivilrecht
Bedeutung von Verfahrensregeln
[ Besuch der Hauptverhandlung eines Strafprozesses
StPO, Jugendgerichtsgesetz
Rechtsmittel und Rechtswegegarantie
Richterliche Unabhängigkeit und Bindung an das Gesetz
Schuld als Voraussetzung für Strafe ]
Art. 3, 4 III und 12a GG
Vorbereitung eines Gespräches mit Fachleuten
G, LPE 6: Internationale Probleme ]
Wehrpflicht- und Berufsarmee
Wehrgerechtigkeit und die Frage einer allgemeinen
Feststellen der Gewissensentscheidung, Dauer des Ersatzdienstes
[ Beispiele für Rechte und Pflichten, z.B. nach dem Soldatengesetz ]
Die Schülerinnen und Schüler machen sich die ökonomische und ökologische Dimension der Knappheit bewusst
und erhalten einen Einblick in die Funktionsweise von Markt und Wettbewerb. Sie untersuchen Produktionsprozesse im Unternehmen; dabei wird ihnen die Tragweite des technologischen Wandels für Arbeitsabläufe und Arbeitsplatzangebot bewusst. Am Beispiel der Tarifpolitik lernen sie die Rolle von Interessenverbänden in einer pluralistischen Gesellschaft kennen.
Ökologische Verantwortung von Anbietern
Gesetzliche Regelungen, z.B. Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen
Bedeutung der Werbung
5 Betriebserkundung im Produktions- oder
Berufsorientierung (Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt)
Eth, LPE 5: Arbeitswelt und Berufsleben
Beispiele für technologischen Wandel und seine Auswirkungen auf den Arbeitsplatz
Spannungsverhältnis zwischen Leistungsprinzip und Arbeit als Selbstverwirklichung
EDV als Basistechnologie
lean production, just in time
Bestimmungsgründe für Investitionen
Zusammenhang zwischen Gewinn, Investitionen und Beschäftigung
Interessenvertretung und Interessenausgleich
Ablauf einer Tarifauseinandersetzung (Falluntersuchung)
Löhne als Nachfrage- und Kostenfaktor, Sicherung der
Durchsetzungskraft von Verbänden im Wirtschaftsbereich
[ Begründungen für Mitbestimmung
Veränderungen durch den Europäischen Binnenmarkt ]
Produktion und Arbeitsteilung
[ Mitbestimmung der Arbeitnehmer ]
Die Schülerinnen und Schüler machen sich mit Grundzügen der politischen Ordnung in der Bundesrepublik
Deutschland vertraut. Sie lernen Möglichkeiten und Grenzen der Mitwirkung am politischen Willensbildungsprozess kennen und gewinnen Einsicht in die besondere Bedeutung von Parteien in einer repräsentativen Demokratie.
Sie erhalten Einblick in die Aufgaben von Bund, Land und Gemeinde im politischen System der Bundesrepublik
Die Analyse von Entscheidungsprozessen eröffnet ihnen Einsicht in die Wege der Entscheidungsfindung in Verfassungsrecht und Verfassungswirklichkeit. Sie sollen dafür gewonnen werden, ihre Rechte und Pflichten als Bürgerinnen und Bürger verantwortlich wahrzunehmen.
Der politische Willensbildungsprozess
Prinzip der repräsentativen Demokratie:
Art. 20,21,28,38 GG
Befragung: Einstellungen Jugendlicher zu Parteien
Parteibegriff: Abgrenzung zu Verbänden und Bürgerinitiativen
Parteiendemokratie und Parteienstaat
Untersuchung einer Bundestags-, Landtags- oder Kommunalwahl (Kandidatenauswahl, Wahlkampf)
Analyse eines Wahlzettels
Aktuelles Wahlrecht: Vergleich mit historischen Beispielen
G, LPE 2: Die Weimarer Republik
Befunde der Wahlforschung
Diskussion um Erweiterung der Beteiligungsmöglichkeiten
Politische Entscheidungsprozesse im Bund und im
Regierungsbestellung und Kontrolle der Regierung
Mitwirkung des Bürgers am Willensbildungsprozess
[ Stellung und Aufgaben der Gemeinde ]
Grundgesetz oder Landesverfassung
Verfassungsrechtlicher Rahmen und verfassungspolitische
Gewaltenteilung und Gewaltenverschränkung zwischen
Untersuchung eines aktuellen Beispiels der Gesetzgebung:
Formelle und informelle Wege der Entscheidung
Rollen der beteiligten Organe und Gruppen
Unterschiedliche Interessenberücksichtigung
Simulationsspiel: Parlamentarischer Entscheidungsprozess
Besuch einer Gemeinderatssitzung oder einer kommunalen
Erstellung eines Fragenkatalogs für ein Gespräch mit politisch Verantwortlichen
Wahl des Gemeinderates, Bürgermeisterwahl
Ausweitung des Kommunalwahlrechts auf ausländische
[ Exemplarische Erarbeitung:
Kompetenzverteilung und Interessenkonflikte zwischen
Gemeinde, Kreis, Land und Bund ]
Die schnelle Zunahme des Wissens, die hohe Differenzierung und die komplexen Strukturen in allen Bereichen von
Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und Technik erfordern in zunehmendem Maße übergreifendes Denken in
Zusammenhängen. In komplexen Systemen bilden die ablaufenden Prozesse ein Wirkungsnetz. Die Schülerinnen
und Schüler lernen zum einen, das betrachtete System zu modellieren, d.h. Annahmen über die Wechselwirkungen
quantitativ zu beschreiben, und simulieren dann die dynamischen Prozesse mit einem Rechner. Zum anderen prüfen sie die Rechnerergebnisse kritisch hinsichtlich ihrer Tragfähigkeit. Dabei werden ihnen Möglichkeiten und
Grenzen der Modellbildung bewusst.
Lineares, exponentielles, beschränktes,
Modellieren, Simulieren und Auswerten bei
Wurf, Satellitenbewegung
Biotische Faktoren und ihre Wirkung auf eine Population
Wachstum, Dynamik
Ausgewählte Daten zur wirtschaftlichen Entwicklung
Anwendungsbereich und Grenzen eines Modells
Einsatz eines Programms zur Modellentwicklung und
Team Teaching, Gruppenarbeit
Wechselbeziehungen zwischen Modell und Experiment
Indikatoren: Definition und Grenzen ihrer Aussagekraft,
z.B. Bruttoinlandsprodukt und ökologische Folgekosten
Vergleich der Simulationsergebnisse mit der Realität
Verantwortungsbewusster Umgang mit Ergebnissen
Rahmenbedingungen der Wirtschaftspolitik in der
Bundesrepublik Deutschland: Stabilisierungspolitik
Wachstumsfunktionen, Modellbildung
Kinematik einfacher geradliniger Bewegungen
Wirkung von abiotischen und biotischen Umweltfaktoren auf Lebewesen
Aspekte der Ökologie
Das Zusammenwachsen Europas wirkt sich in vielen Bereichen des täglichen Lebens aus und wird im individuellen
wie auch im regionalen und nationalen Kontext erfahren. Die Schülerinnen und Schüler lernen die historischen Ursachen und aktuellen Zusammenhänge der politischen Entwicklung in Europa, auch im Hinblick auf die Veränderungen in Mittel- und Osteuropa, kennen und sehen ein, wie die unterschiedlichen nationalen Einstellungen zu Europa von den jeweiligen geschichtlichen Erfahrungen und von kulturellen und regionalen Besonderheiten geprägt
sind. Hierbei können sie sich der Einbindung in ihre eigene Kultur bewusst werden und zu einem besseren Verständnis der Lebensweise und Haltung anderer Nationen gelangen. Dies fördert die Entwicklung von Kooperationsbereitschaft und Toleranz.
Darüber hinaus soll das Bewusstsein für die gemeinsamen Wurzeln unseres europäischen kulturellen Erbes geweckt und zugleich das Interesse für die Vielfalt seiner Ausprägungen gestärkt werden. Dies ist eine Voraussetzung
dafür, dass die Schülerinnen und Schüler zu einer wachsenden Einsicht in die Notwendigkeit kultureller Dialogfähigkeit gelangen.
Das gemeinsame Erbe:
Sprachliche Beziehungen
Renaissance und Aufklärung als europäische
Entstehung der bürgerlichen Gesellschaft
Einflüsse von Fremdsprachen auf die Entwicklung des
deutschen Wortschatzes; Lehnwörter, Fremdwörter
Wirkung und Verbreitung mythologischer Stoffe über
Tradierung von literarischen Gattungen und Motiven
Begründung der abendländischen Ethik durch Sokrates
Universalität des Menschenbildes
Fundament für eine Werteordnung
Mönchtum als Träger und Vermittler kulturellen Erbes;
Stoffe mittelhochdeutscher Literatur; Themen der Kunst;
Liturgische Texte (lateinische Messen), Choral
Historische Bedeutung von Feudalsystem und ständischer
Die Entstehung einer weltlichen Kultur und die Rückwendung zur Antike
Descartes, Hobbes, Locke, Kant
Literatur und literarische Öffentlichkeit
Herausbildung demokratischer Staatsformen (Verfassungsstaat)
Entwicklung und Institutionen
Chancen und Probleme aus der Sicht verschiedener Länder
Die EU und die übrigen europäischen Länder
Nationale und regionale Eigenheiten:
Großbritannien - Insel vor dem Festland
Russland - ein Land im Umbruch
Das deutsch-französische Verhältnis und die europäische
Selbstverständnis („Inselmentalität“): Haltung und Vorbehalte gegenüber Europa im Spiegel der englischen Presse
Die besondere Zeitung: The European
Das deutsch-russische Verhältnis in Geschichte und
Partnerregionen von Baden-Württemberg
Alsace; Cataluña; Emilia Romagna; Lombardia; RhôneAlpes; der mittlere Ural; Wales
Zuwanderung aus der Dritten Welt; Migration innerhalb
Konzeption einer verbindlichen Sozialordnung
Ambivalenz der ethnischen, kulturellen und sprachlichen
Nationalismus und der Wille zur politischen Einheit
LPE 10.13
Europa im Wandel - Wirtschaftsethik
Europa im Wandel, Herausforderung für Christen
Einfluss von Fremdsprachen auf die Entwicklung des deutschen
Die Grundlegung der modernen Welt und die Wende zur europäischen Neuzeit
Die Begründung der bürgerlichen Gesellschaft und die Französische Revolution
Die europäische Einigung und die Bundesrepublik Deutschland
Themenbereiche / Landeskunde
Rezeption von Kultur und Literatur
Literatur, Die Ethik des Sokrates
Philosophische Ansätze zur Begründung von Ethik: Sokrates,
Die Versorgung der wachsenden Weltbevölkerung mit Nahrungsmitteln, Rohstoffen und Energie ist heute ein
Grundproblem der Menschheit. Die derzeitige Energieversorgung, hauptsächlich aus fossilen Rohstoffen, ist verbunden mit massiven Auswirkungen auf die Umwelt und hat insbesondere einen stetig wachsenden CO2-Gehalt der
Atmosphäre zur Folge. Der dadurch und durch weitere Spurengase bedingte anthropogene Treibhauseffekt hat mit
hoher Wahrscheinlichkeit negative Auswirkungen auf das Klima.
Beim Einstieg in das Thema erfahren die Schülerinnen und Schüler, dass Kenntnisse über die naturwissenschaftlichen Zusammenhänge von Klimaveränderungen unverzichtbar für eine kritische Auseinandersetzung mit diesem
Problem sind. Das Ineinandergreifen verschiedener Disziplinen lässt sie einsehen, dass man ohne fächerübergreifendes Denken und Arbeiten keine Strategien zur Problemlösung finden kann. Dabei erleben sie das Spannungsfeld
zwischen Ökologie und Ökonomie und erkennen, dass jeder Einzelne ebenso wie die Gesellschaft als ganze einen
Beitrag zum Schutz der Erdatmosphäre leisten muss und dass sofortiges Handeln dringend geboten ist.
Energieversorgung in Industrie- und Entwicklungsländern
Energiebedarfs- und Bevölkerungsentwicklung
Möglichkeiten und Problematik der Energieversorgung
SO2-, NOx- Emissionen
Vorkommen, Vorrat, Entstehung
Gewinn an Lebensqualität durch den technischen Fortschritt
Auswirkungen auf die Biosphäre, saurer Regen, Waldschäden
Zusammensetzung, Aufbau und Strahlungshaushalt der Erdatmosphäre
Anthropogener Treibhauseffekt und seine Ursachen
Kohlenstoffkreislauf und seine Beeinflussung
Möglichkeiten zur Verringerung der Treibhausgase
Ozonzerstörung in der Stratosphäre und Verringerung der Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW)
Ethische Maßstäbe und verantwortliches Handeln
Mögliche Zunahme von Naturkatastrophen
Bildung und Zersetzung von Karbonaten,
Rationelle Energieanwendung und Energiesparen
Verantwortliches Handeln in Konfliktbereichen
LPE 10.2
LPE 10.4
LPE 3.4
Bedeutung von Werten und Normen für gelingendes Zusammenleben
Natürliche Grundlagen menschlichen Lebens auf der Erde: Die
Wärmelehre und Energetik
Belastung und Schutz der Biosphäre
Begründungen ethischen Handelns
Angesichts einer zunehmenden Vielfalt von moralischen Werten und Normen werden sich die Schülerinnen und
Schüler der Notwendigkeit einer argumentativen Begründung von ethischem Handeln bewusst. Sie lernen unterschiedliche Begründungsansätze kennen, setzen sich mit dem Problem der Rechtfertigung moralischen Handelns
und der Begründbarkeit moralischer Normen auseinander und überprüfen ihre Anwendbarkeit auf gegenwärtige
Probleme. Dabei gewinnen sie auch ein Gespür für die jeweilige fachspezifische Fragestellung, Argumentationsstruktur und Methode. Die kritische Auseinandersetzung mit religiösen und philosophischen Begründungen ethischen Handelns fördert bei den Schülerinnen und Schülern die Bereitschaft und Fähigkeit zum rationalen
Argumentieren und hilft ihnen bei ihrer eigenen moralischen Standortsuche und Lebensbewältigung. Sie werden
sich der Unverzichtbarkeit moralischer Grundwerte für das menschliche Zusammenleben bewusst.
Notwendigkeit einer Begründung ethischen
Werte- und Normenwandel
Das Problem des ethischen Relativismus
Werte und Normen als Stabilisierung sozialer
Religiöse Begründungen ethischen Handelns
Suche nach Normen aus biblisch-christlichen
Fallbeispiel: Alltagsmoral
Maßstäbe christlicher Ethik als Angebot für eigene Entscheidungen
Philosophische Begründungen ethischen Handelns
Der ethische Sinn des Sokratischen Philosophierens
Die Stoa: Der Mensch als Gemeinschaftswesen
- Gleichheit der Menschen - soziale Verpflichtung
Die Aufklärung: die moralische Autonomie des
Die Begründung der Ethik aus dem langfristigen Egoismus
Die Überwindung des Egoismus im Mitleid
Argumentationsformen ethischen Begründens
Das dialektische Gespräch als philosophische
Das Problem des naturalistischen Fehlschlusses
Schöpfungstheologie und Naturrechtsdenken
Dekalog, Ethos der Bergpredigt
Barocklyrik, Kirchenlied
Unterscheidung von Zielnormen und konkreten Handlungsanweisungen
Seneca, ep. 47
Barock, Aufklärung
Cicero / Seneca
Begründungsansätze von Ethik
Kultur und Propaganda im Zeitalter der Französischen Revolution
Mit der Herausbildung einer Öffentlichkeit im Zeitalter der Aufklärung gewinnt die Verbreitung von Ideologien eine immer größere Bedeutung.
Am Emanzipationsprozess des Bürgertums im ausgehenden 18. Und beginnenden 19. Jahrhundert erfahren die
Schülerinnen und Schüler, wie die neuen bürgerlichen Werte die Kulturproduktion geprägt haben und welche Wege beschritten wurden, die neuen Ideen einer breiten Öffentlichkeit nahe zu bringen.
Die Beschäftigung mit dem Thema soll sie befähigen, die weltanschauliche Dimension kultureller Äußerungsformen aufzuspüren und einzuordnen.
Die Vermittlung der neuen bürgerlichen Werte in
Die Herausbildung einer politischen Öffentlichkeit in den politischen Clubs
Die „revolutionäre Erziehung“ des Volkes
Spiele, Plakate, Lieder
Formulierung revolutionärer Werte:
Freiheits- und Gleichheitsforderungen
Rationalität und Leistungsgedanke
Nationbegriff
Verbreitetes Analphabetentum,
anschauliche Vermittlungsformen und Verbreitungstechniken: u.a. „Gänsespiel“ (politisches
Brettspiel von 1791)
Spielkarten, Karikaturen, Revolutionslieder
Feste, Kalenderreform, Theater
Bezüge zum täglichen Leben („Fruchtmonat“); angestrebte
Verinnerlichung der neuen Ordnung (Ritualisierung,
Zwang zum Revolutionstheater)
Sansculottentracht, Freiheitsbäume, revolutionäre
Souvenirs; Heroisierung der Römischen Republik
Bürgerliche Wertvorstellungen in Aufklärung /
Das neue Bewusstsein in der Literatur
Natur, Religion, Liebe
Als Einstieg eignen sich zwei kurze Texte von Christian
Fürchtegott Gellert: „Der baronisierte Bürger“ und die erste Vorlesung aus „Moralische Vorlesungen und Erzählungen“
Ganymed, Werther
Gesellschaft und Individuum; Fremdbestimmung und Selbstbestimmung; Geniegedanke
Begriff der Humanität
Emilia Galotti, Die Räuber, Kabale und Liebe, Der Hofmeister (Referate), Prometheus
Beethovens Weg zum freien Künstler
Der ethische Anspruch der Sinfonie Beethovens
Literatur und bürgerliche Öffentlichkeit
Die Theaterleidenschaft des späten 18. Jhdts. in sozialer,
politischer und bewusstseinsgeschichtlicher Sicht
(Kontrastierung einschlägiger Passagen in „Wilhelm
Meister“ und „Anton Reiser“)
Die Formensprache des Klassizismus als Ausdruck bürgerlich-revolutionärer Kunst
Aufbegehren des Individuums
Verklärung der Revolution und des Bürgerlichen
Rationalität und Utopien
J.L. David; das revolutionäre Denkmal
Bezüge der Tonsprache Beethovens zur französischen Revolutionsmusik
Architekturvorstellungen (Boullée, Ledoux)
Herausbildung einer literarischen Öffentlichkeit in
Der Einfluss bürgerlicher Ideen auf die russische
Westlich geprägte Schriftsteller
Vertreter des Bürgertums als literarische Helden
Turgenev, Puškin (biographischer Überblick, Auszüge aus
Briefen und Werken)
Der „kleine Mann“ in der russischen Literatur am Beispiel
von Puškins „Stancionnyj smotritel“
ARB 1 - 3
Einblicke in die Epoche Aufklärung / Sturm und Drang
Die Emanzipation des Dritten Standes zur Nation
Betrachten und Interpretieren von Malerei und Graphik des 19.
und 20. Jahrhunderts; Plastik und Bauten des 19. Und 20. Jahrhunderts
Die Menschenrechte - Idee und Verwirklichung
Die Idee eines naturgegebenen Rechts lässt sich bis in das antike Denken zurückverfolgen; als konkrete Forderung
gewann das Bekenntnis zu unveräußerlichen individuellen Menschenrechten in der Neuzeit zunehmende politische
Gestaltungskraft und prägte die Herausbildung des modernen Rechtsstaates.
Die Schülerinnen und Schüler erkennen den hohen Wert einklagbarer Grundrechte im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland. Sie machen sich bewusst, dass es sich dabei um Rechte handelt, die in der Geschichte mühsam
erkämpft werden mussten, um deren Ausgestaltung stets von neuem gerungen werden muss und die noch keineswegs in allen Teilen der Welt Anerkennung gefunden haben. Ihnen wird deutlich, dass die Gewährleistung von
Grundrechten nicht allein von rechtsstaatlichen Vorkehrungen abhängig ist, sondern dass jeder einzelne Bürger
durch einen verantwortungsvollen Umgang mit seinen Rechten zu deren Erfüllung beitragen muss. Die beispielhafte Beschäftigung mit einzelnen Grundrechten führt zu der Einsicht, dass sie zueinander in ein Spannungsverhältnis
treten können und dass es immer wieder abzuwägen gilt, ab wann die Wahrnehmung von Individualrechten die
Rechte anderer oder das Wohl der Allgemeinheit gefährdet.
Herleitung und Begründung der Menschenrechte
Mythos und Religion als älteste rechtliche Regelungsprinzipien
Naturrechtsvorstellungen in der Antike (Platon, Aristoteles)
ius naturale - ius civile (Cicero)
Fortbildung der Naturrechtsidee im Mittelalter (Thomas
von Aquin)
Menschenrechtserklärungen als Vorläufer rechtsstaatlich
anerkannter Grundrechte (Virginia Bill of Rights, Déclaration des Droits de l’Homme et du Citoyen)
Rechtspositivismus im 19. Jahrhundert
Werthaftigkeit des Grundgesetzes (Art. 1 in Verbindung
mit Art. 79 III GG)
Historische Beispiele und Grundrechtskatalog des Grundgesetzes im Vergleich
Mögliche Gesichtspunkte: Grundrechte als Freiheits- und
Abwehrrechte, politisch-gesellschaftliche Mitwirkungsrechte, Gleichheitsrechte
Grundrechte als unmittelbar geltendes Recht
Vertiefung an einem Beispiel:
Überwindung der Sklaverei in den Vereinigten Staaten von
Amerika, Bürgerrechtsbewegung
Behandlung an ausgewählten Beispielen
Bürgerlich-liberale Tradition des Eigentumsrechtes (John
Locke; Art. 14 I GG)
Sozialbindung des Eigentums (Art. 14 II GG)
Probleme bei der Anwendung des Eigentumsrechtes im
Gefolge der Wiedervereinigung Deutschlands
Arten der Grundrechte und Schritte zu ihrer Verwirklichung
Grundrechte in ihrem Spannungsverhältnis
Recht und Rechtsordnung der Bundesrepublik Deutschland
Die Schülerinnen und Schüler befassen sich mit grundlegenden Theorien zur Begründung staatlicher Gewalt. Sie
lernen die Bedeutung des Rechts zur Ausgestaltung der Beziehungen zwischen Individuen sowie zwischen Bürger
und Staat kennen und machen sich den Stellenwert von Grundrechten im modernen Verfassungsstaat bewusst.
Die Beschäftigung mit Aufgaben und Rolle des Bundesverfassungsgerichts ermöglicht ihnen ein vertieftes Verständnis für den hohen Wert der Rechtsstaatlichkeit. Sie erkennen, dass der Wandel von Wertvorstellungen in der
Gesellschaft zu Veränderungen von Rechtsnormen führen kann, die sich in der politischen Auseinandersetzung und
im Rahmen der Verfassungsordnung weiterentwickeln.
Recht und staatliche Gewalt
Naturzustand und Naturrechte
Arten von Grundrechten
Stellenwert der Grundrechte im Grundgesetz
Bindung staatlichen Handelns an Recht und
Die Stellung des Bundesverfassungsgerichts in der
Rechtsordnung der Bundesrepublik Deutschland
Rechtsprechung im Spannungsverhältnis zwischen Recht und Politik
Wandel von Wertvorstellungen und die Veränderung von Rechtsnormen
Verwirklichung von Individualrechten und staatliches Gewaltmonopol
G, LPE 2: Die Begründung der bürgerlichen Gesellschaft
5 z.B. Thomas Hobbes
L, ARB 4: Cicero
5 Grundgesetz und Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts
z.B. Menschenrechte, Bürgerrechte, Freiheitsrechte,
Gleichheitsrechte, Beteiligungsrechte: Spannungsverhältnis und immanente Schranken
Fundamentalnorm der Menschenwürde (Art. 1 GG)
Wesensgehaltsgarantie (Art. 19 II GG), Schutzauftrag des
Staates (Art. 1 I GG)
Art. 1 III und Art. 20 GG
Analyse eines abgeschlossenen oder aktuellen Verfahrens
Abstrakte und konkrete Normenkontrolle, Verfassungsbeschwerden, Organstreitigkeiten, Verbot verfassungswidriger Parteien
Politische Selbstbeschränkung als Problem der Verfassungsgerichtsbarkeit
z.B. Familienrecht
Weltanschauliche Neutralität des Staates (aktuelle Entscheidungen des BVerfG) und Grenzen der Rechtsänderung
(Art. 1, Art. 20, Art. 79 III GG)
Die Schülerinnen und Schüler lernen die verfassungsrechtlichen Voraussetzungen der Sozialen Marktwirtschaft
kennen und setzen sich mit der Notwendigkeit ihrer ökologischen Regulierung auseinander. Sie erkennen die Bedeutung weltwirtschaftlicher Verflechtungen und des Europäischen Binnenmarktes für die Volkswirtschaft der
Bundesrepublik Deutschland. Sie befassen sich wahlweise entweder mit Zielen, Trägern und Instrumenten der Stabilisierungspolitik oder der Strukturpolitik. Dabei erkennen sie Reichweite und Grenzen der Umsetzung wirtschafts- und umweltpolitischer Ziele in praktische Politik.
Soziale Marktwirtschaft in der Bundesrepublik
Verfassungsrechtlicher Rahmen und rechtliche
Grundgesetz und neue Staatsziele
Sozialgesetzgebung, Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen, Gesetzgebung zum Umweltschutz
Freier Markt und staatliche Regulierung: soziaKontroverse Beurteilung des Umfangs staatlicher Intervention
le und ökologische Erfordernisse
Exportabhängigkeit, Rohstoffarmut, Stellung in der internationalen Arbeitsteilung (Globalisierung), europäischer
¾ Binnenmarkt, Währungsunion
3 Aktuelle Problemlage, z.B. Arbeitslosigkeit
Referat: Bestandsaufnahme in der Gemeinde oder im Kreis
Ausgewählte Daten zur wirtschaftlichen Entz.B. Bruttoinlandsprodukt und ökologische Folgekosten,
Prioritäten der Stabilisierungspolitik
Stabilitätsgesetz, Gutachten des Sachverständigenrates,
Jahreswirtschaftsberichte: aktuelle Probleme bei der Umsetzung des Zielkatalogs, Zielkonflikte
Reichweite und Grenzen stabilitätspolitischer
Interdependenz und aktuelles Zusammenwirken, z.B. in
der Finanz- und Steuerpolitik, Geldpolitik, Beschäftigungspolitik, Lohnpolitik
Entscheidungen im Gefolge der deutschen Einigung
Aktuelle Diskussion, z.B. Wirtschaftsstandort Deutschland
Formen und Ursachen des Strukturwandels
Technologischer Wandel, wachsende Bedeutung des tertiären Sektors, Konzentrationsprozesse
Strukturpolitische Ziele und Instrumente
Strukturerhaltung, Strukturanpassung, Innovation;
sektorale und regionale Ansätze
EU, Bund und Länder als Träger
Instrumente: z.B. Erhaltungssubventionen, Innovationsförderung und Technologietransfer
Infrastrukturpolitik, Arbeitsmarktpolitik, Umweltpolitik
Möglichkeiten und Grenzen der Strukturpolitik
Herausforderung für die Strukturpolitik bei der Entwicklung der Wirtschaft in den neuen Bundesländern
Spannungsverhältnis zwischen Strukturerhaltung und
Lehrplan Neigungsfach Wirtschaft
Komplett als pdf-File 82 KB - Johann-Sebastian-Bach
PDF-Dokument - Durchblick
LPE-FAQ - SSV Klapf
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Kernlehrplan Jahrgangsstufe 5
Hegau-Bodensee-Hochrhein
S1- Halloween-Party - Gymnasium Essen

References: Art. 5
 Art. 6

Art. 3
 Art. 5

Art. 3

Art. 20
 Art. 79
 Art. 14

Art. 1
 Art. 20
 Art. 20
 Art. 79