Source: https://www.tasso.net/Tierschutz/Tierschutz-Inland/Kastration-von-Katzen/Katzenschutzverordnungen/Staedte-und-Gemeinden?utm_source=gelsenkirchen&utm_campaign=tassonewsletterregional&utm_medium=email
Timestamp: 2019-02-23 22:41:18+00:00

Document:
Viele Städte und Gemeinden haben bereits Kastrationsverordnungen erlassen
© TASSO e.V. / Alexandra Mancuso
Abgemagert und ausgehungert: So geht es vielen Streunerkatzen.
Seit 2008 begegnen Städte und Gemeinden dem Problem der wachsenden Streunerkatzen-Kolonien mit Kastrationssatzungen auf ordnungsrechtlicher Basis im Rahmen der Gefahrenabwehr. 2013 wurde mit Einfügung des § 13b in das Tierschutzgesetz auch eine Möglichkeit geschaffen, auf tierschutzrechtlicher Basis eine entsprechende Verordnung zu erlassen:
§ 13b Tierschutzgesetz
Inzwischen haben neun Bundesländer (Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen, Niedersachsen) per Landesverordnung Ihren Kommunen die gesetzliche Grundlage geschaffen, kommunale Katzenschutzverordnungen nach § 13b Tierschutzgesetz zu erlassen.
Während die Verordnungen nach dem Polizei- und Ordnungsrecht primär das Ziel verfolgen, die von großen Streunerkatzen-Populationen ausgehenden potentielle Gefahren für die öffentliche Sicherheit abzuwehren, haben Katzenschutzverordnungen nach dem Tierschutzrecht den Schutz von Leben und Gesundheit der freilebenden Katzen als Ziel („Verordnung zum Schutz freilebender Katzen“).
Unabhängig von Ihrer Rechtsgrundlage beinhalten die bisher erlassenen Verordnungen eine Kastrations-, Kennzeichnungs- und meist auch Registrierungspflicht für Besitzerkatzen mit Freigang. Damit wird der Zweck verfolgt, dass freilaufende Hauskatzen sich nicht mehr mit Streunerkatzen vermehren und so zur Verschärfung des Problems beitragen. Langfristig sollen so die Populationen der Streunerkatzen stabilisiert beziehungsweise verkleinert und im Falle einer Verordnung gemäß §13b Tierschutzgesetz vor allem das Leid dieser Katzen eingedämmt werden.
Die Regelung nach § 13b Tierschutzgesetz ist natürlich ein Schritt in die richtige Richtung. Da bisher nur wenige Städte und Kommunen eine solche Katzenschutzverordnung erlassen haben, fordern wir weiterhin bundesweit einheitlich gesetzliche Regelungen zur Kastrations, -Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Hauskatzen mit Freigang.
Hinweis: Alle Städte und Gemeinden, die Regelungen zum Katzenschutz nach § 13b Tierschutzgesetz erlassen haben, sind in der folgenden nach Bundesländern sortierten Liste mit einem * gekennzeichnet.
Noch keine Kastrationspflicht vorhanden.
Bromskirchen*
Buseck*
Frankenberg (Eder)*
Jesberg*
Lohfelden*
Lorsch*
Michelstadt *
Amt-Schwaan*
Eilsen (Samtgemeinde)
Lüchow (Samtgemeinde)
Papenteich (Samtgemeinde)*
Sottrum* (Samtgemeinde mit sieben Gemeinden)
Südstedt
Tostedt* (Samtgemeinde)
Wesendorf (Samtgemeinde)*
Wunstorf*
Kreis Borken*
Kreis Coesfeld *
Ennepe-Ruhr-Kreis*
Mühlheim an der Ruhr*
Oberbergischer Kreis*
Rhein-Sieg-Kreis*
Unna* (Kreis mit 10 Städten und Gemeinden)
Maifeld (Samtgemeinde)
Amt Nordsee-Treene /Kreis Nordfriesland*
Mölln*
Landkreis Altenburger Land*
Landkreis Eichsfeld*
Landkreis Gotha*
780.286 „Gefällt mir“-Angaben

References: § 13

§ 13
 § 13
 §13
 § 13
 § 13