Source: http://blog.burkes.de/2016/02/
Timestamp: 2018-04-26 14:56:52+00:00

Document:
Recht und Steuern in der Ausbildung: Februar 2016
Beispiel für wettbewerbsrechtliche Unterlassung - Web.de
Das ist ein Beispiel für die Fachwirte zum Thema Wettbewerbsrecht. Es handelt sich um ein älteres Urteil des LG Koblenz vom 25.06.2009 (1 O 30/09)
Bei der Entscheidung stützte sich das Gericht auch auf eine Anfang des Jahres in Kraft getretene Neuerung im Wettbewerbsrecht. Ausdrücklich ist dort jetzt klargestellt: Das Angebot einer Ware oder einer Dienstleistung als kostenfrei ist stets unzulässig, wenn hierfür Kosten zu tragen sind.
web.de, Urteil des LG Koblenz vom 25.06.2009
"Bestehensquoten zwischen 15% und 100%"
Eine vierteilige Artikelserie über Missstände bei den Bilanzbuchhalterprüfungen, beginnend hier:
https://www.haufe.de/finance/bilanzbuchhalterpruefung-missstaende/bestehensquoten-zwischen-15-und-100_192_228450.html
Ein intensiver Aufsatz von Dr. Horst Endriss zum Problem vermurkster Bilanzbuchhalter-prüfungsaufgaben und Prüfungsbewertungen - oder allgemein, über Missstände im Bereich Prüfungswesen und was man verbessern könnte
Die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema anhand konkreter Beispiele zeigt sich z.B. in
Teil 2: Gründe für zu schlechte Prüfungsergebnisse
Einer der Probleme ist, dass Lösungshinweise von vielen Korrektoren als Lösungen interpretiert werden. Die Lösungshinweise haben aber öfter mal Fehler.
Ein Problem, das ich über die letzten 25 Jahre hinweg bei allen möglichen Ausbildungen und IHK-Prüfungen gut kenne. Normalerweise sollten Dozenten die Fehler erkennen und ihre eigene "Musterlösung" erstellen.
Wenn dann die Fehler auch noch publiziert werden, wird es besonders verwirrend.
Der Aufsatz wurde im bilanzbuchhalter-forum hier diskutiert: http://www.bilanzbuchhalter-forum.de/showthread.php/5241-Notenstatistik/page2
Dieses Konto stiftet unter Lernenden Verwirrung. Deshalb hier etwas Hintergründe.
I) Bedeutung des Kontos bzw. des Bilanzpostens AiB
Eigentlich ist das Konto "Anzahlungen und Anlagen im Bau" ein Sammelkonto, das zwei Fallgruppen umfasst:
1. Anlagen im Bau
2. Anzahlungen auf Anlagen (ähnlich wie geleistete Zahlungen beim Umlaufvermögen)
Man kann auch zwei getrennte Konten führen, was für die Bilanzklarheit wünschenswert ist. Bei der Steuergehilfenausbildung wird nur das Sammelkonto verwendet.
Zu 1. Anlagen im Bau
Gemeint ist Anlagevermögen, das noch nicht fertig ist:
Werden während eines Wirtschaftsjahres durch den Unternehmer Investitionen im Anlagevermögen vorgenommen, die am Bilanzstichtag noch nicht vollendet sind, so sind diese Aufwendungen dafür unter der Bilanzposition Anlagen im Bau/Anzahlungen auf Anlagen zu aktivieren. Der Bilanzposten zeigt also, dass im Entstehenen befindliches Anlagevermögen existiert (seien es BGA, Maschinen, Gebäude oder Fuhrpark).
Dabei werden Eigenleistungen wie Fremdleistungen berücksichtigt.
a) Eigenleistungen
Dieser Aufsatz von Klaus Schiller spricht mir aus der Seele und klärt das ewige Missverständnis vom Zeugnis-Geheimcode auf. Er kursiert im Internet auch als PDF-Version
Die 2003 angelegte Lernkartei für Abgabenordnung für Steuerfachangestellte habe ich heute redigiert und auf den aktuellen Stand gebracht. Entfernt habe ich die Fragen zur allgemeinen Steuerlehre, da diese in Bayern nur noch in den Zwischenprüfungen, aber nicht in den Abschlussprüfungen vorkommen. Eingefügt habe ich Themen, die in den letzten Jahren bei den Abschlussprüfungen hinzugekommen sind (Beschwer, § 350, Verböserung, § 367 II 2, Offenbare Unrichtigkeiten, § 129 AO). Manche Paragraphenangaben haben sich geändert, z.B. für die Steuernameldung (jetzt § 150 I 3 statt § 150 I 2 AO).
Mit der Lernkartei für Abgabenordnung können Sie die wichtigsten Lerninhalte zur Prüfungsvorbereitung oder zur Wiederholung auffrischen.
Hier geht es zur kostenlosen Lernkartei :
"Abgabenordnung Wiederholungsfragen"
Labels: Abgabenordnung, Prüfung und Prüfungsvorbereitung, Steuerfachangestellte
ebook-version 4/3-Rechnung für Steuerfachangestellte jetzt endlich da
Die Print-Versionsvorschau habe ich hier schon gezeigt, wer das mit der amazon-Vorschau vergleicht, erkennt sofort den Formatierungssalat bei der Vorschau.
Und die Kindle-Version? Entspricht die Vorschau vielleicht der Kindle-Version und ist diese bei der Konvertierung so daneben geraten?
In Wirklichkeit ist auch die herunterladbare Kindle-Version ordentlich formatiert und nicht so chaotisch gelayoutet, wie in der Vorschau. Das kann jeder kontrollieren, indem er sich eine Leseprobe auf das Kindle lädt. Dort sind zwar die Einrückungen nicht so stark wie in der Print-Version, was aber o.k. ist und der Verlag wahrscheinlich absichtlich bei der Umformatierung machte. Ansonsten ist die Kindle-Version wie die Print-Version, inhaltlich wie formal. Die Überschriften sind nicht (wie in der amazon-Vorschau) eingerückt und zu groß geraten, die Texte in den Tabellen oder umrandeten Kästen kleben nicht am Rand, wie in der Vorschau, und vor allem: bei den Beispielen sind die Lösungen vorhanden, so wie es sein soll. In der Vorschau sind sie verschluckt.
Durch das Gesetz zur Bekämpfung von Zahlungsverzug wurde fast unbemerkt der § 288 BGB massiv geändert. Und zwar schon 2014. Seit damals gibt es eine Pauschale für Mahnkosten sowie bei Nicht-Verbrauchern einen höheren Verzugszins.
In Gesprächen mit Lehrerkollegen und Schülern merkte ich, dass das vielen unbekannt ist. Kein Wunder - bei der Änderungsflut in den letzten 25 Jahren muss das eine oder andere untergehen, es sei denn man liest Tag und Nacht Newsletter.
Außerdem hat sich eine missverständliche Formulierung in das Gesetz geschliche, die wohl jeden zum Stolpern bringt, der den § 288 BGB liest.
Für alle Schuldverhältnisse die ab dem 29.07.2014 entstanden sind, hat der
Gesetzgeber eine neue Verzugspauschale für den Gläubiger eingeführt:
Bei Verzug darf der Gläubiger eine Verzugspauschale in Höhe von 40 Euro verlangen. Es ist nicht möglich, mittels Vereinbarungen im Vorfeld (wie z.B.
durch AGBs) sich gegen diese Pauschale auszuschließen (§288 (5) und BGB).
Für Nichtverbrauchergeschäfte (Handelsgeschäfte etc.) wurde der Verzugszinssatz angehoben auf 9 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz, so steht e sjetzt auch in § 288 BGB.
Aber Achtung - das gilt gem. EGBGB Art. 229 § 34 S. 1 nur für Schuldverhältnisse, die nach dem 28.07.2014 entstanden sind, als diese Erhöhung eingeführt wurde. Bei vorher entstandenen Dauerschuldverhältnissen (z.B. Mietvertrag) gilt er nur für Gegenleistungen, die nach dem 30.06.2016 zu erbringen sind (also einzelne Mietzins-Monate). Siehe EGBGB Art. 229 § 34 S. 2
Der § 288 selbst enthält keinen Hinweis darauf, dass die dort genannten 9 % nur für "Neufälle" gilt. Das ist miserabel gelöst.
Rechtslage insgsamt (§ 288 BGB)
Ausbildungskosten: Steuerliche Geltendmachung als Sonderausgaben oder Werbungskosten
Veröffentlicht am 24. Juni 2014 von Haufe eCampus Redaktion (ecampus.haufe.de/..)
Äußerst gründlicher und sehr gut gelungener Artikel über das Problem, ob Ausbildungskosten zu den Sonderausgaben oder zu den Werbungskosten gehören, welche Vor- und Nachteile das hat und wie man taktieren kann.
Der Artikel ist mehr für den Eigenbedarf interessant, weniger als Lernstoff für die Steuerfachgehilfen, die nur Grundkenntnisse für die Abgrenzung SA oder WK haben müssten. Allerdings fördert es im letzteren Fall das Verständnis und hilft dadurch, sich die Grundregeln besser zu merken.

References: § 350
 § 367
 § 129
 § 150
 § 150
 § 288
 § 288
 § 288
 Art. 229
 § 34
 Art. 229
 § 34
 § 288