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Timestamp: 2016-10-27 05:01:07+00:00

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4C.354/2005 (08.02.2006)
4C.354/2005 /ruo
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Adriano Vigan�,
Berufung gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Z�rich, I. Zivilkammer, vom 5. September 2005.
A.________ (Kl�ger) arbeitete seit dem 1. Oktober 2001 f�r die B.________ AG (Beklagte) als Versuchsmechaniker. Am 7. April 2003 k�ndigte die Beklagte das Arbeitsverh�ltnis "ordentlich per 30. Juni 2003". Auf Verlangen des Kl�gers begr�ndete sie am 2. Juni 2003 die K�ndigung damit, dass sie f�r die Stelle des Kl�gers einen besser geeigneten Arbeitnehmer gefunden habe.
Der Kl�ger, der an einer schweren Rauchallergie leidet, hatte bereits vor der K�ndigung mit Klage vom 17. Februar 2003 beim Arbeitsgericht Z�rich die Durchsetzung eines umfassenden Rauchverbotes in allen R�umen seiner Arbeitsumgebung verlangt. Nachdem ihm die K�ndigung zugegangen war, �nderte er mit Eingabe vom 17. Juni 2003 seine Begehren und verlangte von der Beklagten eine Entsch�digung wegen missbr�uchlicher K�ndigung gem�ss Art. 336a OR im Umfang von Fr. 10'800.--, entsprechend zwei Monatsl�hnen. Das Arbeitsgericht wies die Klage am 19. April 2005 ab. Gleich entschied auf Berufung des Kl�gers das Obergericht des Kantons Z�rich mit Beschluss vom 5. September 2005.
Der Kl�ger beantragt dem Bundesgericht mit eidgen�ssischer Berufung, den Beschluss des Obergerichts aufzuheben und die Beklagte zu verpflichten, ihm Fr. 10'800.-- zu bezahlen. Eventuell sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Die Beklagte stellt den Antrag, auf die Berufung nicht einzutreten, eventuell diese abzuweisen und den angefochtenen Beschluss des Obergerichts zu best�tigen.
Nach Art. 55 Abs. 1 lit. c OG ist in der Berufungsschrift kurz darzulegen, welche Bundesrechtss�tze der angefochtene Entscheid verletzt und inwiefern er gegen sie verst�sst. Unzul�ssig sind dagegen R�gen, die sich gegen die tats�chlichen Feststellungen und gegen die Beweisw�rdigung der Vorinstanz richten (BGE 130 III 102 E. 2.2 S. 106; 127 III 543 E. 2c S. 547, je mit Hinweisen), es sei denn, es werde zugleich ein offensichtliches Versehen, eine Verletzung bundesrechtlicher Beweisvorschriften (Art. 63 Abs. 2 OG) oder eine unvollst�ndige Ermittlung des Sachverhaltes vorgeworfen (Art. 64 OG). Wer sich auf solche Ausnahmen von der Bindung des Bundesgerichts an die tats�chlichen Feststellungen der letzten kantonalen Instanz beruft und den Sachverhalt gest�tzt darauf berichtigt oder erg�nzt wissen will, hat dar�ber genaue Angaben mit Aktenhinweisen zu machen (Art. 55 Abs. 1 lit. d OG; BGE 115 II 484 E. 2a S. 485 f.). Diese Grunds�tze gelten auch f�r die Berufungsantwort. Soweit die Parteien in ihre Ausf�hrungen tatbest�ndliche Elemente, die in den Feststellungen der Vorinstanz keine St�tze finden, einfliessen lassen, ohne zugleich eine substantiierte R�ge im Sinne der genannten Ausnahmen zu erheben, sind sie damit nicht zu h�ren.
Zu pr�fen bleibt, ob die Vorinstanz gest�tzt auf die von ihr getroffenen tats�chlichen Feststellungen bundesrechtskonform davon ausgehen durfte, die von der Beklagten ausgesprochene K�ndigung sei nicht missbr�uchlich.
2.1 F�r die Rechtm�ssigkeit einer K�ndigung bedarf es grunds�tzlich keiner besonderen Gr�nde, da das schweizerische Arbeitsrecht vom Prinzip der K�ndigungsfreiheit ausgeht (BGE 131 III 535 E. 4.1 S. 538; 127 III 86 E. 2a S. 88; 125 III 70 E. 2a S. 72). Missbr�uchlich ist die K�ndigung nur, wenn sie aus bestimmten unzul�ssigen Gr�nden ausgesprochen wird, welche in Art. 336 OR umschrieben werden, wobei diese Aufz�hlung nicht abschliessend ist. Sie konkretisiert vielmehr das allgemeine Rechtsmissbrauchsverbot und gestaltet dieses mit f�r den Arbeitsvertrag geeigneten Rechtsfolgen aus. Es sind deshalb neben den in Art. 336 OR aufgef�hrten weitere Tatbest�nde denkbar und vom Bundesgericht auch schon mehrfach anerkannt worden (BGE 131 III 535 E. 4.2 S. 538; 125 III 70 E. 2a S. 72 mit Hinweisen). Der Vorwurf der Missbr�uchlichkeit setzt indessen voraus, dass die geltend gemachten Gr�nde eine Schwere aufweisen, die mit jener der in Art. 336 OR ausdr�cklich aufgef�hrten vergleichbar ist (BGE 131 III 535 E. 4.2 S. 538 mit Hinweis; 123 III 246 E. 3b S. 251).
2.2 Die Vorinstanz ging unter Hinweis auf die Erw�gungen des Arbeitsgerichts davon aus, die Klageeinleitung vom Februar 2003 habe nicht den ausschlaggebenden und massgeblichen Grund der K�ndigung dargestellt. Insoweit liegt Beweisw�rdigung vor, welche das Bundesgericht im Berufungsverfahren nicht �berpr�ft (BGE 127 III 73 E. 6a S. 81; 126 III 10 E. 2b S. 13; 119 II 84 E. 3 S. 85). Soweit der Kl�ger gest�tzt auf eine Aussage eines Personalverantwortlichen der Beklagten an der Hauptverhandlung geltend macht, es liege eine Rachek�ndigung vor, kritisiert er in unzul�ssiger Weise die Beweisw�rdigung der Vorinstanz. Wenn er ausf�hrt, die Aussage des Personalverantwortlichen werde nur vom Arbeitsgericht, nicht aber im angefochtenen Beschluss erw�hnt, l�sst er ausser Acht, dass die Vorinstanz durch Verweis die Erw�gungen des Arbeitsgerichts zu ihren eigenen gemacht hat. Davon abgesehen w�re der angefochtene Entscheid nur zu beanstanden, wenn die Aussage des Personalverantwortlichen bei der Bildung der richterlichen �berzeugung auch implizit nicht einbezogen, also in den Akten unentdeckt geblieben oder vergessen worden w�re (BGE 101 Ib 220 E. 1 S. 222). Dass diese Voraussetzung f�r die Annahme eines offensichtlichen Versehens (Art. 63 Abs. 2 OG) gegeben ist, zeigt der Kl�ger nicht auf. Weshalb es gegen Bundesrecht verstossen soll, der nicht prim�r wegen der klageweisen Geltendmachung von Forderungen gegen die Arbeitgeberin ausgesprochenen K�ndigung den Charakter einer Rachek�ndigung im Sinne von Art. 336 Abs. 1 lit. d OR abzusprechen, legt der Kl�ger nicht dar und ist nicht ersichtlich. Insoweit h�lt das angefochtene Urteil daher vor Bundesrecht stand.
2.3 Wie die kantonalen Gerichte zutreffend erkannten, l�ge dagegen eine nach Art. 336 OR verp�nte Treuwidrigkeit vor, wenn die zahlreichen krankheitsbedingten Absenzen des Kl�gers, welche die Beklagte schliesslich zur K�ndigung bewogen, der Unterlassung einer F�rsorgepflicht zuzuschreiben w�ren, denn die Ausnutzung eigenen rechtswidrigen Verhaltens bildet einen typischen Anwendungsfall des Rechtsmissbrauchs (BGE 125 III 70 E. 2a S. 73). Im Folgenden ist daher zu pr�fen, ob die Beklagte ihren F�rsorgepflichten hinreichend nachgekommen ist.
Die Vorinstanz ging davon aus, die Beklagte habe die ihr im Rahmen der betrieblichen M�glichkeiten zumutbaren Massnahmen zum Schutz des Kl�gers vor Rauchimmissionen ergriffen.
3.1 Das Arbeitsgericht, dessen Erw�gungen die Vorinstanz wiederum durch Verweis �bernimmt, erachtete es als erwiesen, dass die Rauchimmissionen im Betrieb der Beklagten den Kl�ger nicht bloss bel�stigt, sondern diesem Beschwerden und dadurch verschiedentlich dessen Arbeitsunf�higkeit verursacht h�tten. Indessen sei die Beklagte daf�r besorgt gewesen, dass sowohl am Arbeitsplatz des Kl�gers, einem Labor, bestehend aus zwei Werkst�tten und B�roarbeitspl�tzen eine Etage tiefer als die �brigen Gesch�ftsr�ume der Beklagten, als auch in der Toilette und in den weiteren R�umlichkeiten, die der Kl�ger f�r die Verrichtung seiner Arbeit aufzusuchen hatte (Kopierraum und K�che sowie Sitzungszimmer w�hrend den Sitzungen, alle in der oberen Etage), nicht geraucht werden durfte. Damit habe die Beklagte die ihr zumutbaren Massnahmen ergriffen, auch wenn das Rauchen im Lager, im Aufenthaltsraum, in den G�ngen und im Sitzungszimmer, wenn keine Sitzungen stattfanden, gestattet blieb. Dass das Sitzungszimmer sowie die G�nge und das Lager rauchbelastet waren, hat die Beklagte nicht bestritten.
3.2 Nach Auffassung der Vorinstanz ist die Beklagte damit ihrer F�rsorgepflicht nach Art. 328 OR in Verbindung mit Art. 6 des Bundesgesetzes �ber die Arbeit in Industrie, Gewerbe und Handel (Arbeitsgesetz, SR 822.11; ArG) und Art. 19 der Verordnung 3 zum Arbeitsgesetz vom 18. August 1993 (Gesundheitsvorsorge; SR 822.113; ArGV 3) hinreichend nachgekommen. Die langen Absenzen des Kl�gers seien nicht auf Unt�tigkeit der Beklagten beim Nichtraucherschutz, sondern auf dessen Allergie zur�ckzuf�hren.
Der Kl�ger wirft der Vorinstanz eine Verletzung von Art. 328 OR in Verbindung mit Art. 6 ArG und Art. 19 ArGV 3 vor. Soweit er aber zur Begr�ndung anf�hrt, er habe sich regelm�ssig mehrere Stunden im Lager aufhalten m�ssen, um die dort befindlichen Testger�te zu kontrollieren, stellt er Behauptungen auf, die in den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz keine St�tze finden, ohne gleichzeitig eine substanziierte R�ge mit Aktenhinweisen zu erheben, die dem Bundesgericht eine Erg�nzung des Sachverhalts in tats�chlicher Hinsicht erlauben w�rde (BGE 130 III 102 E. 2.2 S. 106; 115 II 484 E. 2a S. 485 f.). Dasselbe gilt f�r sein Vorbringen, er habe sich aus arbeitstechnischen Gr�nden t�glich in die obere Etage begeben m�ssen. Gest�tzt auf die Feststellungen im angefochtenen Entscheid ist nicht davon auszugehen, dass der Kl�ger der Rauchbelastung dieser R�umlichkeiten ausgesetzt war. Zu kl�ren ist somit einzig, ob von der Beklagten verlangt werden kann, neben den von ihr bereits ergriffenen Massnahmen zus�tzlich f�r Rauchfreiheit der G�nge und ein permanentes Rauchverbot im Sitzungsraum besorgt zu sein.
5.1 Der Arbeitgeber ist gem�ss Art. 328 Abs. 1 OR verpflichtet, die Pers�nlichkeitsg�ter des Arbeitnehmers zu achten und zu sch�tzen und auf dessen Gesundheit geb�hrend R�cksicht zu nehmen. Er hat sich jedes durch den Arbeitsvertrag nicht gerechtfertigten Eingriffs in die Pers�nlichkeitsrechte zu enthalten und diese auch gegen Eingriffe Vorgesetzter, Mitarbeiter oder Dritter zu sch�tzen. Diese F�rsorgepflichten bilden das Korrelat der Treuepflicht des Arbeitnehmers (Art. 321a OR; Rehbinder, Berner Kommentar, N. 1 f. zu Art. 328 OR; Vischer, Der Arbeitsvertrag, Schweizerisches Privatrecht VII/4, 3. Auflage, S. 168).
5.2 Der Arbeitgeber hat zum Schutz von Leben und Gesundheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer jene Massnahmen zu treffen, die nach der Erfahrung notwendig, nach dem Stand der Technik anwendbar und den Verh�ltnissen des Betriebes angemessen sind, soweit sie ihm mit R�cksicht auf das einzelne Arbeitsverh�ltnis und die Natur der Arbeitsleistung billigerweise zugemutet werden k�nnen (Art. 328 Abs. 2 OR). Art. 328 Abs. 2 OR bezieht sich jedoch nicht nur auf Massnahmen zum Schutz vor Berufsunf�llen, sondern ganz allgemein vor Gesundheitssch�digungen, die sich aus der Berufsaus�bung ergeben k�nnen (Brunner/B�hler/Waeber/Bruchez, Kommentar zum Arbeitsvertragsrecht, 3. Auflage, N. 14 zu Art. 328 OR, S. 124; Wyler, Droit du travail, S. 217 und 221 f.). Zu diesem Schutz hat der Arbeitgeber die erforderlichen und geeigneten Massnahmen zu treffen. Dazu geh�rt die Pflicht, f�r eine einwandfreie Beschaffenheit der Arbeitsr�ume zu sorgen, so dass Leben und Gesundheit der Arbeitnehmer nicht gef�hrdet sind. Seine Pflicht erstreckt sich aber auch auf andere R�ume, mit denen der Arbeitnehmer in Ber�hrung kommt, z.B. Zug�nge zur Arbeitsst�tte, Treppen, Stege, Notausg�nge, Aufz�ge, H�fe, Korridore, Pausen-, Wasch-, Bade- und Ankleider�ume, Toiletten, K�che etc. (Staehelin, Z�rcher Kommentar, N. 16 zu Art. 328 OR).
5.3 Aus dieser allgemeinen F�rsorgepflicht wurde bereits vor Einf�hrung spezifischer Vorschriften zum Schutze vor Passivrauchen in der Lehre abgeleitet, Arbeitnehmer, welche die nicht mehr bestreitbare Gesundheitssch�digung durch Passivrauchen nicht auf sich nehmen wollten, h�tten aus Art. 328 OR gegen�ber dem Arbeitgeber den Anspruch, dass dieser sie auch dann durch ein Rauchverbot im Betrieb sch�tzt, wenn ein solches aus betrieblichen Gr�nden nicht erforderlich ist (Rehbinder, a.a.O., N. 7 zu Art. 328 OR, mit Hinweisen; Erich Janutin, Gesundheit im Arbeitsrecht, Diss. Z�rich 1991, S. 181).
5.4 Mit der nunmehr geltenden Fassung von Art. 328 OR erfolgte eine Angleichung an die entsprechenden Bestimmungen des �ffentlichen Rechts (insbesondere Art. 6 Abs. 1 ArG, aber auch Art. 82 des Bundesgesetzes vom 20. M�rz 1981 �ber die Unfallversicherung [UVG; SR 832.20], wonach ein Arbeitgeber verpflichtet ist, Massnahmen zur Verh�tung von Berufsunf�llen zu ergreifen). Darin wird zum Ausdruck gebracht, dass es sich im Grunde um eine einheitliche Pflicht handelt (Staehelin, a.a.O., N. 15 zu Art. 328 OR mit Hinweis). Art. 6 Abs. 1 ArG und der gest�tzt darauf erlassene Art. 19 ArGV 3 k�nnen daher, sofern das Arbeitsverh�ltnis nicht dem Arbeitsgesetz untersteht und dessen Bestimmungen daher im Rahmen von Art. 342 Abs. 2 OR nicht direkt Anwendung finden, zur Konkretisierung von Art. 328 Abs. 2 OR herangezogen werden.
5.4.1 Nach Art. 19 ArGV 3 hat der Arbeitgeber im Rahmen der betrieblichen M�glichkeiten daf�r zu sorgen, dass die Nichtraucher nicht durch das Rauchen anderer Personen bel�stigt werden. Wie der Titel "Nichtraucherschutz" anzeigt, sollen mit dieser Bestimmung Nichtraucher und Nichtraucherinnen vor Bel�stigungen durch Passivrauchen bewahrt werden. Das Arbeitsgericht hob zutreffend hervor, der Schutzbereich umfasse auch die subjektive Empfindung der Bel�stigung und damit mehr als die blosse Gesundheit und das entsprechende Risiko.
5.4.2 Der Bereich, wo Rauchen erlaubt ist, ist unter Ber�cksichtigung der L�ftungs- und Bel�ftungsm�glichkeiten so anzuordnen, dass der Rauch ohne Bel�stigung f�r Nichtraucher und Nichtraucherinnen abgezogen werden kann. Auf Verlangen betroffener nichtrauchender Arbeitnehmer ist unter Umst�nden ein geeignetes Rauchverbot zu erlassen (vgl. Tobias Jaag/Markus R�ssli, Schutz vor Passivrauchen: verfassungsrechtliche Aspekte, in: AJP 2006 S. 21 ff., S. 22; Seco, Wegleitung zur Verordnung 3 zum Arbeitsgesetz, 319-1).
5.4.3 Die Schutzmassnahmen des Arbeitgebers sollen den Betriebsablauf und das Arbeitsklima im Betrieb nicht beeintr�chtigen und keine Diskriminierung der Raucherinnen und Raucher darstellen. Die Verh�ngung eines Rauchverbots ist aber stets zul�ssig, sofern es der Betriebssicherheit oder dem Schutz des Nichtrauchers dient (Roger Baumberger, Rauchen am Arbeitsplatz, Diss. Z�rich, Bern 2002, S. 93 und S. 114 mit Hinweisen).
5.4.4 Die Voraussetzungen f�r die �ffentlichrechtliche Anordnung von Massnahmen zum Schutze des Arbeitnehmers sind analog den privatrechtlichen geregelt: F�r die Anordnung entsprechender Massnahmen muss ein praktisches Bed�rfnis bestehen, sie m�ssen dem aktuellen Stand der Technik entsprechen und angesichts der Eigenheit des Betriebes verh�ltnism�ssig sein. Ob die letztgenannte Voraussetzung gegeben ist, beurteilt sich nach Art und Gr�sse des Betriebes einerseits und dem Ausmass der Risiken andererseits. Die auferlegten Massnahmen m�ssen f�r den Betrieb wirtschaftlich tragbar sein und deren Kosten in einem vern�nftigen Verh�ltnis zu deren Wirksamkeit stehen, wobei aber dem Gesundheitsschutz stets erste Priorit�t zukommt (Scheidegger/Pitteloud, in: Geiser/von Kaenel/Wyler, Arbeitsgesetz, N. 15 und 19 zu Art. 6 ArG).
5.4.5 Soweit die �ffentlichrechtlichen Bestimmungen auf das Arbeitsverh�ltnis anwendbar sind und dem Arbeitnehmer konkrete Schutzrechte gew�hren, die Inhalt eines Einzelarbeitsvertrages sein k�nnten, begr�nden sie f�r den Arbeitnehmer nach Art. 342 Abs. 2 OR einen zivilrechtlichen Anspruch. Ein Teil der Lehre leitet aus dem beidseitig zwingenden Charakter (Art. 361 OR) von Art. 342 Abs. 2 OR ab, zu Lasten des Arbeitgebers k�nnten im Anwendungsbereich der �ffentlich-rechtlichen Bestimmungen keine weitergehenden Schutzmassnahmen vereinbart oder aus Art. 328 Abs. 2 OR abgeleitet werden (Rehbinder, a.a.O., N. 18 zu Art. 328 OR; Rehbinder/Portmann, a.a.O., 3. Aufl., N. 9 und 10 zu Art. 328 OR). Indessen umfasst Art. 342 Abs. 2 OR nach seinem Wortlaut nicht nur dem Arbeitgeber, sondern auch dem Arbeitnehmer auferlegte �ffentlich-rechtliche Pflichten. Durch die beidseitig zwingende Ausgestaltung wird lediglich sichergestellt, dass auch der Arbeitgeber allf�lligen �ffentlich-rechtlichen Verpflichtungen des Arbeitnehmers Nachachtung verschaffen kann. Damit ist mit Blick auf den mit den �ffentlich-rechtlichen Normen verfolgten Zweck durchaus vereinbar, dass sich der Arbeitgeber zu Schutzmassnahmen verpflichtet, die �ber die �ffentlich-rechtlichen Schutzvorschriften hinausgehen. Ebenso ist nicht auszuschliessen dass Art. 328 Abs. 2 OR zu einem weiterreichenden Schutz als das �ffentliche Recht verpflichtet (Streiff/von Kaenel, Arbeitsvertrag, 6. Aufl., N. 6 zu Art. 328 OR; Staehelin, a.a.O., N. 52 zu Art. 328 OR).
5.5 Zu beachten ist, dass im zu beurteilenden Fall weder der allgemeine Schutz vor dem Passivrauchen (vgl. hiezu Tobias Jaag/Markus R�ssli, a.a.O., S. 21 ff.) noch der generelle Schutz des Arbeitnehmers vor der Bel�stigung durch Tabakrauch (vgl. hiezu Art. 19 ArGV 3; Seco, Wegleitung zur Verordnung 3 zum Arbeitsgesetz, 319-1) zur Debatte steht. Es geht vielmehr darum, den voraussehbaren Ausbruch der Rauchallergie und damit den Eintritt einer Gesundheitssch�digung des gegen Rauch allergischen Arbeitnehmers zu verh�ten. In diesem Zusammenhang k�nnen weitergehende Massnahmen gerechtfertigt erscheinen als in Bezug auf den Schutz "gew�hnlicher" Nichtraucher (Werner Stocker, Hat der Nichtraucher �berhaupt "Rechte"?, in BJM 1980 S. 169 ff., S. 170; Roger Baumberger, a.a.O., S. 114 mit Hinweisen; vgl. auch Jochen Lessmann, Rauchverbote am Arbeitsplatz, Stuttgart 1991, S. 292; Wank, Erfurter Kommentar zum Arbeitsrecht, 6. Auflage, M�nchen 2006, N. 20 zu � 618 BGB mit weiteren Hinweisen).
Nach dem Gesagten ist massgeblich, ob das zum Schutze des Kl�gers Notwendige nach dem Stand der Technik realisierbar und der Beklagten unter Ber�cksichtigung der gesamten Umst�nde billigerweise zumutbar war.
6.1 Diese Rechtslage hat die Vorinstanz verkannt, indem sie annahm, die Beklagte sei mit den angeordneten Rauchverboten ihrer F�rsorgepflicht hinl�nglich nachgekommen, obwohl feststeht, dass der Kl�ger als Allergiker wegen der verbleibenden Rauchimmissionen gesundheitlich derart beeintr�chtigt war, dass er verschiedentlich der Arbeit fernbleiben musste. Das kann nur bedeuten, dass die getroffenen Massnahmen zum Schutz der Gesundheit des Arbeitnehmers objektiv nicht gen�gten. Unter diesen Umst�nden ist eine Verletzung der F�rsorgepflicht nicht schon deswegen ausgeschlossen, weil die Beklagte bereits vergleichsweise ausgedehnte Massnahmen zum Schutz des Kl�gers ergriffen hat. Ausschlaggebend ist vielmehr, ob mit zus�tzlichen der Beklagten zumutbaren Massnahmen eine Beeintr�chtigung der Gesundheit und damit der Arbeitsf�higkeit des Kl�gers h�tte vermieden werden k�nnen.
6.2 Den tats�chlichen Feststellungen im angefochtenen Entscheid kann weder entnommen werden, ob die beantragten weiteren Rauchverbote f�r die G�nge und das Sitzungszimmer �berhaupt geeignet gewesen w�ren, die durch Rauchimmissionen bedingten Absenzen abzuwenden, noch ob entsprechenden Rauchverboten gegebenenfalls technische, betriebliche oder wirtschaftliche Gr�nde entgegenstanden, die eine Durchsetzung der Rauchverbote unzumutbar erscheinen liessen.
6.3 Da die tats�chlichen Feststellungen keinen Aufschluss dar�ber geben, ob das zum Schutze des Arbeitnehmers Notwendige der Beklagten zumutbar gewesen w�re, l�sst sich nicht beurteilen, ob die Vorinstanz mit ihrer Rechtsauffassung, die Beklagte habe "die ihr im Rahmen der betrieblichen M�glichkeiten zumutbaren Massnahmen ergriffen", Bundesrecht verletzt. Der Beschluss der Vorinstanz ist daher in Gutheissung des Eventualantrags des Kl�gers aufzuheben und die Sache zur Erg�nzung des Sachverhalts im Sinne der Erw�gungen und zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen (Art. 64 Abs. 1 OG).
Liegt der Streitwert - wie im vorliegenden Fall - unter Fr. 30'000.--, so sind keine Gerichtskosten zu erheben (Art. 343 Abs. 3 OR). Da der Kl�ger mit seinem Eventualantrag durchdringt, hat ihm die Beklagte aber eine Parteientsch�digung zu entrichten (BGE 115 II 30 E. 5c S. 42 mit Hinweis).
In Gutheissung der Berufung wird der Beschluss des Obergerichts des Kantons Z�rich, I. Zivilkammer, vom 5. September 2005 aufgehoben und die Sache zur Erg�nzung des Sachverhalts und zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckgewiesen.

References: Art. 336
 Art. 55
 BGE 
 Art. 336
 Art. 336
 Art. 336
 Art. 336
 Art. 336
 Art. 328
 Art. 6
 Art. 19
 Art. 328
 Art. 6
 Art. 19
 Art. 328
 Art. 328
 Art. 328
 Art. 328
 Art. 328
 Art. 328
 Art. 328
 Art. 328
 Art. 6
 Art. 82
 Art. 328
 Art. 6
 Art. 19
 Art. 342
 Art. 328
 Art. 19
 Art. 6
 Art. 342
 Art. 342
 Art. 328
 Art. 328
 Art. 328
 Art. 342
 Art. 328
 Art. 328
 Art. 328
 Art. 19