Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F22-07-2004-I_187-2004
Timestamp: 2016-10-26 05:54:57+00:00

Document:
I 187/04 (22.07.2004)
Der 1949 geborene K.________ war seit 1983 bei der Migros als Magaziner angestellt. Am 12. Dezember 1997 verunfallte er bei der Arbeit und zog sich dabei mehrere Prellungen zu. Wegen verschiedener, seit dem Unfall bestehender Beschwerden nahm K.________ keine Erwerbst�tigkeit mehr auf und meldete sich am 8. Juni 1999 zum Leistungsbezug bei der Invalidenversicherung an. Die IV-Stelle des Kantons Z�rich holte u.a. Ausk�nfte der Arbeitgeberin vom 3. August 1999 sowie einen Austrittsbericht der Klinik Z.________ vom 5. Juni 1998 und einen Arztbericht von Dr. med. M.________ vom 14. Juli 1999 ein. Ferner veranlasste sie eine polydisziplin�re Begutachtung durch die Medizinische Abkl�rungsstelle (MEDAS) (Expertise vom 25. Oktober 2001). Gest�tzt darauf teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit Vorbescheid mit, dass er ausgehend von einem Invalidit�tsgrad von 40 % ab Dezember 1998 Anspruch auf eine Viertelsrente bzw. bei Vorliegen eines wirtschaftlichen H�rtefalles eine halbe Rente habe und hielt mit Verf�gung vom 3. Juli 2002 daran fest.
Dagegen liess K.________ Beschwerde erheben und gest�tzt auf zus�tzliche Arztberichte die Ausrichtung einer ganzen Rente beantragen. Mit Entscheid vom 17. Februar 2004 hiess das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich die Beschwerde insoweit teilweise gut, als dem Versicherten bei einem Invalidit�tsgrad von 52 % eine halbe Rente zugesprochen wurde.
K.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren und das Rechtsbegehren erneuern, in Aufhebung des kantonalen Entscheides sei ihm unter Kosten- und Entsch�digungsfolge eine ganze Rente zu gew�hren.
Das kantonale Gericht hat die gesetzlichen Bestimmungen und Grunds�tze zum Begriff der Invalidit�t (Art. 4 Abs. 1 IVG; BGE 116 V 249 Erw. 1b), zu den Voraussetzungen und zum Umfang des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 1 [in der bis 31. Dezember 2003 g�ltig gewesenen Fassung] und 1bis IVG [in Kraft gestanden bis 31. Dezember 2003]) und zur Bemessung des Invalidit�tsgrades bei erwerbst�tigen Versicherten nach der Einkommensvergleichsmethode (Art. 28 Abs. 2 IVG [in der bis Ende 2002 g�ltig gewesenen Fassung]; vgl. BGE 104 V 136 f. Erw. 2a und b; AHI 2000 S. 309 Erw. 1a; vgl. auch BGE 128 V 30 Erw. 1), namentlich die Verwendung von Tabellenl�hnen bei der Ermittlung des trotz Gesundheitssch�digung zumutbarerweise noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen; BGE 126 V 76 f. Erw. 3b mit Hinweis; AHI 2002 S. 67 Erw. 3b) und den in diesem Zusammenhang gegebenenfalls vorzunehmenden behinderungsbedingten Abzug (AHI 1999 S. 181 Erw. 3b; siehe auch BGE 126 V 78 ff. Erw. 5; AHI 2002 S. 67 ff. Erw. 4) zutreffend dargelegt. Dasselbe gilt f�r die Rechtsprechung zur Aufgabe des Arztes bei der Invalidit�tsbemessung (BGE 125 V 261 f. Erw. 4 mit Hinweisen) und zum Beweiswert �rztlicher Berichte und Gutachten (BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweis; AHI 2000 S. 152 Erw. 2c). Darauf wird verwiesen. Richtig ist auch, dass das am 1. Januar 2003 in Kraft getretene Bundesgesetz �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 nach den von der Rechtsprechung entwickelten intertemporalrechtlichen Regeln (BGE 127 V 467 Erw. 1, 121 V 366 Erw. 1b) in materiellrechtlicher Hinsicht auf den vorliegenden Sachverhalt nicht anwendbar ist. Zu erg�nzen ist, dass die am 1. Januar 2004 in Kraft getretenen �nderungen des Bundesgesetzes �ber die Invalidenversicherung vom 21. M�rz 2003 und der Verordnung �ber die Invalidenversicherung vom 21. Mai 2003 nicht zur Anwendung gelangen (BGE 129 V 4 Erw. 1.2).
2.1 Nach Lage der medizinischen Akten, insbesondere gest�tzt auf das polydiziplin�re MEDAS-Gutachten vom 25. Oktober 2001, in welchem eine sich auf die Arbeitsf�higkeit auswirkende Anpassungsst�rung mit l�ngerer depressiver Reaktion und �bergang in eine somatoforme Schmerzst�rung, ein lumbospondylogenes Syndrom bei m�ssigen degenerativen Ver�nderungen sowie Skoliose und ein cervicobrachiales Schmerzsyndrom bei beginnenden degenerativen Ver�nderungen diagnostiziert wurden, ist davon auszugehen, dass der Beschwerdef�hrer sowohl in seiner bisherigen T�tigkeit als Magaziner wie auch in allen r�ckenangepassten T�tigkeiten eine Einschr�nkung der zumutbaren Arbeitsf�higkeit von 40 % aufweist.
2.2 Die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde dagegen erhobenen Einw�nde verm�gen zu keinem anderen Schluss zu f�hren. Bereits die Vorinstanz hat mit einl�sslicher und �berzeugender Begr�ndung erwogen, dass der MEDAS-Expertise (vom 25. Oktober 2001) voller Beweiswert zuzuerkennen ist (BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweis). Auch f�r erg�nzende medizinische Abkl�rungen bleibt kein Raum, zumal die MEDAS-Gutachter die gesundheitlichen Beeintr�chtigungen sowohl aus somatischer wie auch aus psychiatrischer Sicht untersuchten. Dabei kamen sie zum Schluss, aus organischen Gr�nden w�re dem Versicherten eine mittelschwere T�tigkeit ganztags m�glich, w�hrend die psychosomatische Entwicklung, welche in eine somatoforme Schmerzst�rung �bergegangen sei, dazu gef�hrt habe, dass er bei zumutbarer Willensanstrengung in der zuletzt ausge�bten wie auch in allen r�ckenadaptierten T�tigkeiten eine 60 %ige Arbeitsf�higkeit aufweise.
2.2.1 Soweit geltend gemacht wird, der Arzt des Spitals W.________ habe in einem Bericht vom 10. Juli 2002 festgestellt, dass der Versicherte zu 100 % arbeitsunf�hig sei, und die Spezialisten der Klinik G.________ h�tten ihn am 15. Oktober 2003 aus rein psychischer Sicht als zu 50 % arbeitsunf�hig beurteilt, ist dem Beschwerdef�hrer zu entgegnen, dass f�r die Frage, ob und inwiefern der versicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer Restarbeitsf�higkeit auf dem ihr nach ihren F�higkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch sozialpraktisch zumutbar und f�r die Gesellschaft tragbar ist (BGE 127 V 298 Erw. 4c mit Hinweisen), die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu erfolgende Beurteilung entscheidend ist. Haben, wie vorliegend, die erw�hnten begutachtenden Fachpersonen allein aufgrund der Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerzst�rung eine Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit attestiert, darf sich die Verwaltung - und im Streitfall das Gericht - die �rztlichen Einsch�tzungen und Schlussfolgerungen zur Restarbeitsf�higkeit nicht unbesehen ihrer konkreten sozialversicherungsrechtlichen Relevanz und Tragweite zu eigen machen (zur Publikation in BGE 130 V vorgesehenes Urteil vom 12. M�rz 2004 [I 683/03] Erw. 2.2.5).
2.2.2 Nicht stichhaltig ist sodann das Vorbringen, massgeblich sei der Umstand, dass die Psychiater Dr. med. S.________ und Dr. med. H._______ eine ganze Arbeitsunf�higkeit best�tigt haben. Einerseits ist zu beachten, dass es sich beim MEDAS-Gutachten vom 25. Oktober 2001 verglichen mit den Berichten von Dr. med. S.________ vom 13. und 21. Juli 1999 um die sowohl zeitlich aktuellere als auch fach�rztlich umfassendere Abkl�rung handelt. Andererseits wurde bereits im vorinstanzlichen Verfahren ausgef�hrt, Dr. med. H._______ habe bei der Attestierung einer Arbeitsunf�higkeit von 50 % auch einen Unfall vom 18. September 2002 ber�cksichtigt, welcher sich nach der Verf�gung vom 3. Juli 2002 zugetragen habe und somit in Verfahren ausser Acht zu bleiben habe.
Hinsichtlich der erwerblichen Auswirkungen der festgestellten Arbeitsunf�higkeit des Versicherten hat es mit dem kantonalen Gericht, wogegen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nichts vorgebracht wird, sein Bewenden damit, dass der vorgenommene Einkommensvergleich (Valideneinkommen von Fr. 60'450.- und Invalideneikommen von Fr. 28'970.-) zu einem Invalidit�tsgrad von 52 % f�hrt und der Beschwerdef�hrer somit Anspruch auf eine halbe Rente hat. Da kein f�r die Zusprechung einer ganzen Invalidenrente erforderlicher Erwerbsunf�higkeitsgrad resultiert, ist der angefochtene Entscheid nicht zu beanstanden.

References: BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE