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Timestamp: 2016-10-20 21:36:30+00:00

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97 III 8921. Entscheid vom 2. Dezember 1971 i.S. Konkursmasse der Karl Camenzind AG und Schaufelb�hl.
R�alisation d'un immeuble dans la faillite et dans la proc�dure en r�alisation de gage. Annulation de l'adjudication � cause de la nullit� d'une disposition essentielle de l'�tat des charges. 1. Qualit� de l'administration de la faillite pour recourir contre une d�cision de l'autorit� cantonale de surveillance qui sur plainte de l'adjudicataire (art. 136 bis LP) annule l'adjudication d'un immeuble appartenant � la masse (art. 240 LP). Qualit� du fonctionnaire de l'office des faillites pour recourir personnellement? (consid. 1). 2. D�but du d�lai de la plainte contre l'adjudication (art. 17 al. 2 LP; consid. 2). Annulation d'office de dispositions nulles (consid. 2, 9). 3. Nullit� d'une adjudication qui ne procure pas � l'adjudicataire la propri�t� d'installations d�sign�es dans l'�tat des charges comme accessoires de l'immeuble, pour l'utilisation duquel elles sont essentielles, et qui se trouvent dans le terrain d'un immeuble voisin r�alis� dans une autre proc�dure (consid. 3). 4. Conditions auxquelles l'adjudicataire d'un immeuble acquiert en propri�t� (servitude d'empi�tement; art. 674 CC), par l'adjudication, des installations servant � cet immeuble mais situ�es dans le fonds voisin (r�servoirs de benzine et d'huile pour une colonne d'essence avec les conduites allant jusqu'� la colonne) (consid. 4). 5. Conditions de la naissance d'une servitude fonci�re en cas d'ex�cution forc�e (art. 731 al. 2, 656 al. 2 CC). Quelles servitudes doivent �tre port�es dans l'�tat des charges? (art. 140 al. 1 et 156 LP, art. 34 litt. b. 102 et 125 ORI). Le fonctionnaire charg� de la r�alisation forc�e d'un immeuble n'a pas le droit de pr�voir dans l'�tat des charges la constitution d'une nouvelle servitude grevant cet immeuble. Une telle disposition est nulle car le fonctionnaire outrepasse sa comp�tence mat�rielle. elle ne peut entrer en force ni constituer le fondement de la naissance de la servitude par la voie de l'ex�cution forc�e (consid. 5). 6. Effets de la nullit� d'une telle disposition sur l'adjudication de l'immeuble "dominant" (consid. 6) et sur le reste du contenu de l'�tat des charges (consid. 7). Faits � partir de page 91
BGE 97 III 89 S. 91
A.- Am 31. Dezember 1963 verkauften Karl und Josef Camenzind als Gesamteigent�mer des Grundst�cks IR (Interimsregister) Berikon Nr. 560 eine von diesem Grundst�ck abgetrennte Parzelle von 6,03 a (das neue Grundst�ck IR Nr. 1318) mit der darauf stehenden Autoreparaturwerkst�tte und Tankstelle (Geb�ude Nr. 371) zu Fr. 10'000.-- an die Karl Camenzind AG. Bei diesem Verkauf wurde den Verk�ufern ein Grenzbaurecht f�r das Wohnhaus mit Werkstatt (Geb�ude Nr. 213) auf Grundst�ck Nr. 560, der K�uferin ein N�herbau- und ein Grenzbaurecht f�r die Reparaturwerkst�tte und die Tankstelle auf Grundst�ck Nr. 1318 einger�umt. Die Rechte an den zum Betrieb der Tankstelle n�tigen Benzin- und �ltanks, die mindestens zum Teil im Boden des (Rest-) Grundst�cks Nr. 560 liegen, sowie an den zur Tankstelle f�hrenden Benzin- und �lleitungen wurden damals nicht geordnet. Das BGE 97 III 89 S. 92geschah auch nicht, als im Jahre 1966 bei einer neuen Teilung des Grundst�cks Nr. 560 das diese Nummer behaltende St�ck im Umfang von 18 a, in welchem sich die eben erw�hnten Tanks und Leitungen befinden, ins Alleineigentum von Karl Camenzind �berging.
B.- Am 4. Dezember 1969 wurde �ber die Karl Camenzind AG der Konkurs er�ffnet. Als Konkursverwaltung amtet das Konkursamt Bremgarten. Gegen Karl Camenzind pers�nlich (dessen Konkurs mangels Aktiven eingestellt werden musste) leitete der Gl�ubiger des das Grundst�ck Nr. 560 im 1. Rang belastenden Schuldbriefs �ber Fr. 65'000.-- beim Betreibungsamt Berikon Grundpfandbetreibung ein. F�r das Konkursamt Bremgarten und f�r das Betreibungsamt Berikon handelt in dieser Sache der Konkursbeamte Traugott Schaufelb�hl.
Das - von keiner Seite angefochtene - Lastenverzeichnis f�r das im Konkurs zu verwertende Grundst�ck Nr. 1318 enth�lt im Abschnitt "Beschreibung der Grundst�cke (inkl. Berechtigungen) und der Zugeh�r, Sch�tzungen" u.a. die Bemerkungen:
"Als Zugeh�r zur Autoreparaturwerkst�tte und Tankstelle wird zus�tzlich aufgenommen und verf�gt:
Die Tanks�ule nebst Zubeh�r mit Tankraum f�r Benzin und Diesel�l und Zuleitungsanschl�ssen kompl., auch soweit solche im Nachbargrundst�ck verlegt sind, oder dieses auch nur ber�hren sollten."
... In dem auf die Liegenschaftsbeschreibung und den Abschnitt f�r die grundversicherten Forderungen folgenden Abschnitt "Andere Lasten" f�hrt das Lastenverzeichnis f�r das Grundst�ck Nr. 1318 neben einem Bauverbot zugunsten der Gemeinde nur das Grenz- und N�herbaurecht zulasten von Grundst�ck Nr. 560 und das Grenzbaurecht zugunsten dieses Grundst�cks auf.
Im Lastenverzeichnis f�r das Grundst�ck Nr. 560, das ebenfalls nicht angefochten wurde, findet sich unter "Beschrieb und Sch�tzung des Grundst�ckes und der Zugeh�r" u.a. die Bemerkung:
"Die Tanks�ule nebst Zugeh�r und die im Boden verlegten Benzin- und �l-Tanks, welche zur Nachbarliegenschaft Nr. 371, IR Berikon Nr. 1318 zu Eigentum geh�ren, befinden sich zum Teil auch im Grundeigentum von IR Berikon Nr. 560 und dieser bestehende Zustand muss vernunftsgem�ss so belassen werden, wobei der jetzige BGE 97 III 89 S. 93Eigent�mer und dessen Rechtsnachfolger zugunsten von IR Berikon Nr. 1318 ein entsprechendes Recht einr�umen lassen:
Last: Tanks�ule f�r Benzin und Diesel�l mit entsprechenden im Boden verlegten Tanks und n�tigen Zuleitungen und Einf�llschacht."
... Im Abschnitt "Andere Lasten" werden das Grenz- und N�herbaurecht zugunsten von Nr. 1318 und das Grenzbaurecht zulasten von Nr. 1318 sowie zwei weitere, hier nicht interessierende Dienstbarkeiten erw�hnt.
Auf Grund der f�r jedes Grundst�ck aufgestellten, innert gesetzlicher Frist nicht angefochtenen Steigerungsbedingungen, die je auf das zugeh�rige Lastenverzeichnis verwiesen, wurde am 3. Dezember 1970 zuerst das Grundst�ck Nr. 1318, hierauf das Grundst�ck Nr. 560 versteigert. Das mit Grundpfandschulden von insgesamt Fr. 602'750.-- belastete Grundst�ck Nr. 1318 wurde zu Fr. 100'000.-- Josef Camenzind, dem Bruder Karl Camenzinds, zugeschlagen, das mit insgesamt Fr. 619'980.-- belastete Grundst�ck Nr. 560 zu Fr. 287'000.-- Frau Margit Camenzind, der Ehefrau des Karl Camenzind.
C.- Am 30. Dezember 1970 meldete der Konkurs- und Betreibungsbeamte die mit den Steigerungszuschl�gen erfolgten Hand�nderungen und die Grunddienstbarkeit, die dem jeweiligen Eigent�mer von Grundst�ck Nr. 1318 das in den Lastenverzeichnissen vorgesehene dingliche Recht auf die im Grundst�ck Nr. 560 liegenden Benzin- und �ltanks mit den n�tigen Leitungen und Einf�llsch�chten sichern sollte, zur Eintragung ins Grundbuch an. Das Grundbuchamt Bremgarten teilte dem Konkurs- und Betreibungsbeamten schon am folgenden Tage telephonisch mit, es habe Bedenken gegen die verlangten Eintragungen, weil auf dem eingeschlagenen Wege eine Grunddienstbarkeit nicht errichtet werden k�nne. Nach einer Erkundigung auf dem Grundbuchamt schrieb Josef Camenzind dem Konkurs- und Betreibungsbeamten am 5. Januar 1971, dieser solle bis zum 10. Januar 1971 das f�r die Eintragung n�tige Einverst�ndnis der Frau Margit Camenzind zu einem Dienstbarkeitsvertrag einholen; bei Nichteinhaltung dieses Termins m�sse er (Josef Camenzind) die Annahme der ihm zugeschlagenen Liegenschaft verweigern, weil ein f�r ihn wesentlicher Bestandteil der Steigerungsbedingungen nicht erf�llt worden sei. Hierauf richtete der Konkurs- und Betreibungsbeamte am 6. Januar 1971 an Josef Camenzind und Frau Camenzind ein Schreiben, worin er u.a. betonte, die beiden - �ber die BGE 97 III 89 S. 94Servitutsverh�ltnisse genauestens orientierten - Ersteigerer k�nnten sich nicht auf einen Irrtum berufen; die Nichterf�llung des Kaufs verstiesse gegen Treu und Glauben; die Beschaffung des vom Grundbuchamt verlangten Dienstbarkeitsvertrags sei nicht Sache des Konkurs- bzw. Betreibungsamts; Josef Camenzind werde aufgefordert, bis zum 12. Januar 1971 entweder auf die Eintragung der Dienstbarkeit zu verzichten oder einen unterzeichneten Dienstbarkeitsvertrag vorzulegen; sollte weder das eine noch das andere geschehen, m�sste das Grundbuchamt die Anmeldungen endg�ltig abweisen und m�ssten neue Steigerungen angesetzt werden. W�hrend Frau Camenzind erkl�ren liess, sie sei bereit, die ihr Grundst�ck belastende Dienstbarkeit zu akzeptieren, welche Bereitschaft sie aber nach der (von ihr freilich bestrittenen) Darstellung des Konkurs- und Betreibungsbeamten von einer finanziellen Leistung abh�ngig gemacht hatte, wies Josef Camenzind das Ansinnen des Konkurs- und Betreibungsbeamten zur�ck. Am 25. Januar 1971 wies darauf das Grundbuchamt die beiden Anmeldungen vom 30. Dezember 1070 ab, weil die Begr�ndung der Dienstbarkeit, die einen wesentlichen Teil der Steigerungsbedingungen gebildet habe, nicht in die Zust�ndigkeit des mit der Zwangsverwertung der Grundst�cke betrauten Amts falle.
D.- Am 28. Januar 1971 entschloss sich der Konkurs- und Betreibungsbeamte, den durch die Steigerungszuschl�ge bewirkten Eigentums�bergang auf die Ersteigerer ohne die streitige Grunddienstbarkeit zur Eintragung ins Grundbuch anzumelden, was er Josef Camenzind mit Schreiben vom gleichen Tage mitteilte. Das Grundbuchamt Bremgarten fand diese neuen Anmeldungen formell in Ordnung, vollzog die verlangten Eintragungen und zeigte das am 2. Februar 1971 den Ersteigerern und dem anmeldenden Beamten an.
Hierauf f�hrte Josef Camenzind am 8. Februar 1971 gegen das Konkursamt Beschwerde mit den Antr�gen, der am 3. Dezember 1970 erfolgte Zuschlag des Grundst�cks Nr. 1318 an ihn sei als nichtig aufzuheben und es sei das Amt zur Wiederholung der Steigerung zu veranlassen; die vom Konkursamt am 28. Januar 1971 vorgenommene Anmeldung der Hand�nderung des Grundst�cks Nr. 1318 sei als nichtig, eventuell als anfechtbar aufzuheben. Er machte im wesentlichen geltend, der angefochtene Zuschlag leide an einem schweren Verfahrensmangel, weil er ihm nicht die im Lastenverzeichnis umschriebenen BGE 97 III 89 S. 95Rechte verschaffe; es gehe nicht an, einen solchen Zuschlag, wie mit der Anmeldung vom 28. Januar 1971 geschehen, als teilweise g�ltig zu behandeln.
Mit einer weitern, gegen das Grundbuchamt gerichteten Beschwerde verlangte Josef Camenzind die Aufhebung der Eintragung des �bergangs des Grundst�cks Nr. 1318 in sein Eigentum. Das Departement des Innern des Kantons Aargau wies diese Beschwerde am 18. M�rz 1971 "zur Zeit" ab und ordnete an, �ber die betroffenen Grundst�cke d�rfe erst verf�gt werden, wenn �ber die Beschwerde gegen das Konkursamt rechtskr�ftig entschieden sei.
Die untere Aufsichtsbeh�rde f�r Schuldbetreibung und Konkurs wies die Beschwerde Josef Camenzinds gegen das Konkursamt am 8. Juli 1971 ab. Die obere kantonale Aufsichtsbeh�rde, an die der Beschwerdef�hrer rekurrierte, hat dagegen mit Entscheid vom 24. September 1971 den am 3. Dezember 1970 erteilten Zuschlag des Grundst�cks Nr. 1318 an den Beschwerdef�hrer und die dieses Grundst�ck betreffende Grundbuchanmeldung vom 28. Januar 1971 aufgehoben und das Konkursamt angewiesen, "im Sinne der Erw�gungen eine neuerliche Steigerung des Grundst�ckes IR Berikon Nr. 1318 anzuordnen und durchzuf�hren". Sie erachtete den Zuschlag, der auf einem in einem wesentlichen Punkt unrichtigen Lastenverzeichnis basiere, als nichtig, was zur Folge habe, dass die Grundlage f�r die Anmeldung der Hand�nderung beim Grundbuchamt entfalle und die Versteigerung wiederholt werden m�sse...
E.- Gegen den Entscheid der obern kantonalen Aufsichtsbeh�rde f�r Schuldbetreibung und Konkurs hat der Konkursbeamte Schaufelb�hl namens der Konkursmasse der Karl Camenzind AG und im eigenen Namen an das Bundesgericht rekurriert mit dem Antrag auf Abweisung der Beschwerde des Josef Camenzind gegen das Konkursamt Bremgarten.
Dem Rekurs wurde am 29. Oktober 1971 aufschiebende Wirkung erteilt.
Am 13. November 1971 teilte der Konkursbeamte der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer mit, die Br�der Camenzind und Frau Camenzind h�tten die Liegenschaft Nr. 560 samt der Tanks�ule und dem Waschraum auf Nr. 1318 einem Dritten vermietet.
BGE 97 III 89 S. 96
1. Als Konkursverwaltung hat das Konkursamt die Interessen der Masse zu wahren. Es ist daher legitimiert, den diese Interessen ber�hrenden Entscheid der obern kantonalen Aufsichtsbeh�rde im Namen der Masse an das Bundesgericht weiterzuziehen (BGE 96 III 107 Erw. 1, BGE 85 III 91 /92 Erw. 1 mit Hinweisen). Ob der Konkursbeamte, der die Erhebung von Verantwortlichkeitsanspr�chen gegen ihn vermeiden m�chte, auch pers�nlich zum Rekurs legitimiert sei, ist zweifelhaft, da es nicht Aufgabe des Beschwerde- und Rekursverfahrens ist, die Rechtslage im Hmblick auf allf�llige Anspr�che dieser Art klarzustellen (vgl. BGE 91 III 46 Erw. 7 mit Hinweisen). Diese Frage kann jedoch offen bleiben, da der Rekurs ohnehin materiell beurteilt werden muss.
2. Die Vorinstanz ist der Meinung, Josef Camenzind habe seine Beschwerde, die am 8. Februar 1971 der Post �bergeben wurde, innert der zehnt�gigen Frist von Art. 17 Abs. 2 SchKG eingereicht; er habe n�mlich keinen Anlass zur Beschwerdef�hrung gehabt, solange er habe annehmen d�rfen, das Konkursamt werde gem�ss seinem Schreiben vom 6. Januar 1971 beim Ausbleiben einer schriftlichen Vereinbarung �ber die streitige Dienstbarkeit oder eines Verzichts auf diese eine neue Steigerung anordnen; erst durch das Schreiben des Amtes vom 28. Januar 1971, das er am folgenden Tag erhalten haben m�sse, habe er erfahren, dass keine neue Steigerung stattfinden werde, sondern dass das Konkursamt dem Grundbuchamt die Hand�nderung ohne die Dienstbarkeit angemeldet hatte. Ob die zehnt�gige Frist zur Beschwerde gegen den Steigerungszuschlag (Art. 17 Abs. 2, 136 bis SchKG) in einem solchen Falle �hnlich wie dann, wenn der Zuschlag wegen unerlaubter oder gegen die guten Sitten verstossender Machenschaften oder wegen eines nicht voraussehbaren Verfahrensfehlers angefochten wird (vgl. hiezu BGE 47 III 131 ff. Erw. 1, BGE 70 III 11 ff. Erw. 1), nicht vom Steigerungstage, sondern erst von einem sp�tern Zeitpunkt an laufe, kann dahingestellt bleiben, wenn mit der Vorinstanz anzunehmen ist, der am 3. Dezember 1970 erfolgte Zuschlag des Grundst�cks Nr. 1318 an Josef Camenzind sei schlechthin nichtig; denn in diesem Falle ist der Zuschlag ohne R�cksicht darauf, ob die Beschwerdefrist eingehalten wurde, von Amtes wegen aufzuheben. Der in BGE 73 III 26 ausgesprochene BGE 97 III 89 S. 97Grundsatz, dass es den Aufsichtsbeh�rden mit R�cksicht auf den Erwerber nicht gestattet ist, einen Steigerungszuschlag wegen eines nicht vom Erwerber zu verantwortenden Verfahrensfehlers mehr als ein Jahr nach der Steigerung aufzuheben, greift im vorliegenden Falle schon deshalb nicht ein, weil hier der Erwerber selbst die Aufhebung verlangt. Dass der streitige Steigerungszuschlag nicht mehr r�ckg�ngig gemacht werden k�nne, was seine Ung�ltigerkl�rung ausschl�sse (vgl. BGE 94 III 71 Mitte mit Hinweisen, BGE 96 III 105), ist auf Grund der vorliegenden Akten nicht anzunehmen.
3. Das Lastenverzeichnis f�r das Grundst�ck Nr. 1318 bezeichnet die Tanks und Leitungen im Nachbargrundst�ck Nr. 560 als Zugeh�r der Autoreparaturwerkst�tte und Tankstelle auf Nr. 1318. Josef Camenzind durfte also auf Grund des Lastenverzeichnisses und der darauf verweisenden Steigerungsbedingungen erwarten, dass er mit dem Zuschlag des Grundst�cks Nr. 1318 auch das Eigentum an den - f�r den Betrieb der Tankstelle unentbehrlichen - Tanks und Leitungen im Grundst�ck Nr. 560 erwerbe. Hieran �ndert nichts, dass er wusste, dass eine das Recht auf diese Vorrichtungen gew�hrende Dienstbarkeit bis anhin nicht bestanden hatte. Er musste als juristischer Laie nicht damit rechnen, dass das Lastenverzeichnis etwas rechtlich nicht Zul�ssiges vorsehe. Ergibt sich, dass ihm der Zuschlag das Eigentum an den erw�hnten Vorrichtungen nicht verschaffen konnte, so leidet der Zuschlag folglich an einem Mangel, der ihn ung�ltig macht. Hat dagegen Josef Camenzind mit dem Zuschlag das Eigentum an diesen Vorrichtungen erworben, so muss er den Zuschlag gegen sich gelten lassen.
F�r den Entscheid dar�ber, ob Josef Camenzind ein dingliches Recht an den fraglichen Vorrichtungen erworben habe, ist nicht massgebend, wie die Grundbuchbeh�rden die Grundbuchanmeldungen des Konkursamtes behandelt haben; denn bei der Zwangsvollstreckung erfolgt der Rechtserwerb unabh�ngig von der Eintragung im Grundbuch mit dem Zuschlag (Art. 656 Abs. 2, 731 Abs. 2 ZGB).
4. Die kantonale Aufsichtsbeh�rde in Grundbuchsachen vertrat in ihrer Verf�gung vom 18. M�rz 1971 die Auffassung, die fraglichen Tankanlagen und Leitungen seien im Sinne von Art. 676 ZGB Zugeh�r der Autoreparaturwerkst�tte (und damit des Grundst�cks Nr. 1318, auf dem diese steht); daher BGE 97 III 89 S. 98gelte Nachbarrecht gem�ss Art. 681 ff. (gemeint offenbar: 691 ff.) ZGB, so dass das dingliche Recht auf diese Anlagen ohne Eintragung als Dienstbarkeit habe entstehen k�nnen. Bei der Autoreparaturwerkst�tte handelt es sich jedoch kaum um ein Werk, bei den Tanks im Nachbargrundst�ck kaum um Leitungen im Sinne des Art. 676 ZGB. (Zum Begriff der Zugeh�r im Sinne von Art. 676 ZGB vgl. im �brigen BGE 97 II 40.) Auf jeden Fall aber kann der Eigent�mer der Autoreparaturwerkst�tte seinen Anspruch auf diese Vorrichtungen nicht auf Art. 691 ff. ZGB st�tzen; das schon deswegen nicht, weil es sich dabei offensichtlich nicht um Durchleitungen im Sinne dieser Bestimmungen handelt. Dass diese Vorrichtungen dem jeweiligen Eigent�mer des Grundst�cks Nr. 1318 geh�ren und folglich von Josef Camenzind mit diesem Grundst�ck erworben wurden, kann vielmehr nur angenommen werden, wenn zugunsten dieses Grundst�cks eine Dienstbarkeit besteht, die dem jeweiligen Eigent�mer des Grundst�cks Nr. 1318 ein dingliches Recht auf den Bestand der fraglichen Vorrichtungen verleiht (Art. 674 Abs. 1 und 2 ZGB; �berbaudienstbarkeit). Sonst haben diese Vorrichtungen als Bestandteile des Grundst�cks Nr. 560 zu gelten, in dessen Boden sie versenkt sind (Art. 642, 667 ZGB). Zugeh�r des Grundst�cks Nr. 1318 im Sinne von Art. 644 ZGB k�nnen diese Vorrichtungen nicht sein, weil sie keine beweglichen Sachen sind (Art. 644 Abs. 2 ZGB).
Nach Art. 674 Abs. 3 ZGB besteht unter den dort genannten Voraussetzungen freilich ein Anspruch auf Zuweisung des dinglichen Rechts auf den �berbau (oder des Eigentums am Boden) gegen angemessene Entsch�digung. Dieser Anspruch, der den Charakter einer Realobligation hat (MEIER-HAYOZ, 4. Aufl., Systemat. Teil, N. 157, und 3. Aufl., N. 52 ff. und 73 zu Art. 674 ZGB), kann nach BGE 78 II 131 ff. auch dann bestehen, wenn beide Grundst�cke bei Erstellung der die Grenze �berschreitenden Baute oder Vorrichtung dem gleichen Eigent�mer geh�rten und erst sp�ter in verschiedene H�nde gelangten. Dem Eigent�mer des Grundst�ckes, von dem die �berragende Baute oder Vorrichtung ausgeht, kann in einem solchen Fall das dingliche Recht auf den �berbau (oder das Eigentum am Boden) gegen angemessene Entsch�digung zugewiesen werden, wenn die Umst�nde es rechtfertigen (BGE 78 II 136 oben). Josef Camenzind braucht sich jedoch mit dem so umschriebenen Anspruch nicht zu begn�gen, nachdem das BGE 97 III 89 S. 99Lastenverzeichnis die fraglichen Vorrichtungen vorbehaltlos als Zugeh�r des von ihm ersteigerten Grundst�cks bezeichnet hatte. Dabei bliebe es auch dann, wenn man f�r m�glich halten wollte, dass ihm der Richter das dingliche Recht auf den �berbau im Hinblick auf die besondern Umst�nde des Falles entsch�digungslos einr�umen k�nnte (vgl. hiezu LEEMANN, 2. Aufl., N. 10 zu Art. 674 ZGB, und MEIER-HAYOZ, 3. Aufl., N. 15 zu Art. 674 ZGB, wo "Erwerber des �berbauten Grundst�cks" statt "Erwerber des �berbauenden Grundst�cks" zu lesen ist; gegen die Zulassung von Ausnahmen von der Entsch�digungspflicht ein Entscheid des luzernischen Obergerichts vom 5. November 1953, SJZ 1956 S. 50 Nr. 30 = Maximen X Nr. 170, unter Hinweis auf BGE 44 II 467 ff. und BGE 78 II 139 Erw. 8). Wie der Richter die Entsch�digungsfrage beurteilen w�rde, l�sst sich nicht sicher voraussehen.
5. Eine Grunddienstbarkeit, wie sie n�tig w�re, um die Tanks und Leitungen im Grundst�ck Nr. 560 zu Bestandteilen des Grundst�cks Nr. 1318 zu machen und damit dem Eigent�mer dieses Grundst�cks das Eigentum anjenen Vorrichtungen zu verschaffen, war von den Eigent�mern der beiden Grundst�cke vor deren Versteigerung nicht errichtet worden. Die Br�der Camenzind hatten es bei den von ihnen vorgenommenen Grundst�cksteilungen unvorsichtigerweise unterlassen, die Rechte an jenen Vorrichtungen zu ordnen. Ein Dienstbarkeitsvertrag wurde auch sp�ter nicht abgeschlossen. Es kann sich daher nur noch fragen, ob eine Dienstbarkeit der erw�hnten Art mit der Versteigerung der beiden Grundst�cke entstanden sei.
a) Nach dem bereits angef�hrten Art. 656 Abs. 2 ZGB erlangt im Falle der Zwangsvollstreckung der Erwerber das Eigentum schon vor der Eintragung im Grundbuch mit dem Steigerungzuschlag. Dieser Grundsatz gilt nach Art. 731 Abs. 2 ZGB mangels einer abweichenden Regelung f�r den Erwerb einer Grunddienstbarkeit entsprechend. Es ist also grunds�tzlich m�glich, dass bei der Zwangsverwertung eines Grundst�cks mit dem Steigerungszuschlag eine Grunddienstbarkeit entsteht, die vorher nicht bestanden hatte, aber in dem - die Grundlage der Versteigerung bildenden - rechtskr�ftigen Lastenverzeichnis aufgef�hrt war (LIVER, N. 41 zu Art. 731 ZGB; im gleichen Sinne auch schon LEEMANN, Die Bedeutung der Lastenbereinigung bei der Zwangsverwertung von Grundst�cken, BGE 97 III 89 S. 100SJZ 18, 1921/22, S. 38 a.E., sowie HOLLIGER, Die Lastenbereinigung in der Spezialexekution, BlSchK 1952 S. 14 lit. c).
b) Ins Lastenverzeichnis aufzunehmen sind die Dienstbarkeiten, die das zu verwertende Grundst�ck belasten (Art. 140 Abs. 1 und Art. 156 SchKG, Art. 34 lit. b, 102 und 125 VZG). Nur solche Dienstbarkeiten k�nnen Gegenstand der Bereinigung der dieses Grundst�ck treffenden Lasten sein. Soweit im Lastenverzeichnis Grunddienstbarkeiten zugunsten des zu verwertenden Grundst�cks aufgef�hrt werden, wie das in den vorliegenden Lastenverzeichnissen hinsichtlich der Grenz- und N�herbaurechte geschehen ist, handelt es sich der Sache nach nur um beschreibende Angaben, die nicht Gegenstand des Lastenbereinigungsverfahrens sein und an der Rechtskraft des Lastenverzeichnisses nicht teilnehmen k�nnen. Dementsprechend k�nnen infolge der Zwangsverwertung eines Grundst�cks nur solche Dienstbarkeiten entstehen, die in dem f�r das fragliche Verfahren erstellten Lastenverzeichnis als Lasten aufgef�hrt sind (vgl. LIVER, LEEMANN und HOLLIGER a.a.O.). Grunddienstbarkeiten zugunsten des verwerteten Grundst�cks und zulasten eines andern, vom betreffenden Verfahren nicht erfassten Grundst�cks k�nnen mit dem Zuschlag bei der Zwangsversteigerung nicht entstehen (in diesem Sinne auch LIVER, N. 42 zu Art. 731 ZGB). Die streitige �berbaudienstbarkeit kann also - wenn �berhaupt - nur im Zusammenhang mit der Zwangsverwertung des Grundst�cks Nr. 560, das sie belasten soll, entstanden sein.
c) Der Fall, dass zulasten eines zwangsweise verwerteten Grundst�cks mit dem Zuschlag eine neue Dienstbarkeit entsteht, kann eintreten, wenn eine im Grundbuchauszug aufgef�hrte oder eine von einem Ansprecher angemeldete und vom Betreibungsamt gem�ss Art. 34 lit. b und 36 Abs. 2 VZG ins Lastenverzeichnis aufgenommene bzw. von der Konkursverwaltung im Kollokationsverfahren (vgl. Art. 125 Abs. 2 VZG) anerkannte Dienstbarkeit in Wirklichkeit nicht besteht, aber im Lastenbereinigungs- bzw. Kollokationsverfahren nicht bestritten wird, so dass das Lastenverzeichnis in diesem Punkte rechtskr�ftig wird (vgl. den nicht ver�ffentlichten Entscheid vom 22. August 1968 i.S. Dobler, wo das unangefochtene Lastenverzeichnis ein erloschenes Kaufrecht als Last auff�hrte). Solche Dienstbarkeiten hat das Amt, das die Zwangsverwertung BGE 97 III 89 S. 101durchf�hrt, mit dem Zuschlag zur Eintragung ins Grundbuch anzumelden (vgl. Art. 68 Abs. 2, 102 und 130 Abs. 1 VZG).
d) Die streitige �berbaudienstbarkeit war zur Zeit der Erstellung des Lastenverzeichnisses f�r das Grundst�ck Nr. 560 weder im Grundbuch eingetragen, noch hatte die Eigent�merin des Grundst�cks Nr. 1318, dem sie dienen soll, bzw. die f�r deren Konkursmasse handelnde Konkursverwaltung sie auf die Ausschreibung hin, die im Pfandverwertungsverfahren gem�ss Art. 138 und 156 SchKG erfolgt war, als das Grundst�ck Nr. 560 treffende Last angemeldet. Vielmehr hat der die Pfandverwertung durchf�hrende Beamte im Lastenverzeichnis f�r das Grundst�ck Nr. 560 von sich aus verf�gt, dass der jetzige Eigent�mer von Nr. 560 und dessen Rechtsnachfolger zugunsten von Grundst�ck Nr. 1318 die Last �bernehmen, hinsichtlich der Tanks�ule mit den im Boden versenkten Tanks und Zuleitungen und mit dem Einf�llschacht den bestehenden Zustand weiterhin zu dulden.
Mit dieser Anordnung hat der Beamte offensichtlich den Rahmen seiner sachlichen Zust�ndigkeit �berschritten. Die Errichtung neuer Belastungen geh�rt unzweifelhaft nicht zur Verwaltung, Bewirtschaftung und Verwertung des Grundst�cks, die dem Betreibungsbeamten in der Betreibung auf Pfandverwertung obliegen (Art. 102 Abs. 3, 133 ff., 155 Abs. 1 und 156 SchKG, Art. 16 ff., 28 Abs. 2, 29 ff., 101 und 102 VZG). Es kann schlechterdings nicht Sache des Betreibungsbeamten sein, zulasten des von ihm als Pfand zu verwertenden Grundst�cks eine Dienstbarkeit zu errichten; das auch dann nicht, wenn diese Dienstsbarkeit einem Grundst�ck zugute kommen soll, das in einem andern Verfahren von ihm ebenfalls zu verwerten ist, und wenn der Eigent�mer dieses andern Grundst�cks die Errichtung der Dienstbarkeit auf Grund des Gesetzes h�tte verlangen k�nnen. Es w�re freilich - wie schon angedeutet - zweckm�ssig gewesen, wenn die Eigent�mer der beteiligten Grundst�cke zu einer Zeit, da sie �ber ihre Grundst�cke noch frei verf�gen konnten, eine solche Dienstbarkeit errichtet h�tten. Der Vollstreckungsbeamte ist jedoch nicht befugt, das nachzuholen, was die Eigent�mer vern�nftigerweise h�tten tun sollen, aber eben vers�umt haben. Durch eine solche Anordnung k�nnten die Gl�ubiger von das Grundst�ck Nr. 560 belastenden Pfandrechten zugunsten der Konkursgl�ubiger der Karl Camenzind AG benachteiligt werden.
BGE 97 III 89 S. 102
Verf�gungen, mit denen das Amt offensichtlich seine sachliche Zust�ndigkeit �berschreitet, sind schlechthin nichtig (BGE 30 I 183 = Sep.ausg. 7 S. 39; BGE 50 III 3 /4, BGE 52 III 11 Nr. 3, BGE 76 III 50, BGE 79 III 6 Nr. 2; JAEGER, N. 9 zu Art. 17 SchKG; IMBODEN, Nichtige Betreibungshandlungen, BlSchK 1944 S. 135; B. WEISS, Nichtigkeit, Anfechtbarkeit und Widerruf von Betreibungshandlungen, Z�rcher Diss. 1957, S. 20, 24; SCHWANDER Nichtige Betreibungshandlungen, BlSchK 1954 S. 9). Das Lastenverzeichnis f�r das Grundst�ck Nr. 560 konnte daher mit Bezug auf das darin vorgesehene �berbaurecht zugunsten des Grundst�cks Nr. 1318 nicht rechtskr�ftig werden und deshalb nicht die Grundlage f�r die Entstehung einer solchen Dienstbarkeit auf dem Wege der Zwangsvollstreckung abgeben.
Die Annahme, das Lastenverzeichnis sei in diesem Punkte mangels einer Bestreitung rechtskr�ftig geworden, verbietet sich um so eher, als das Betreibungsamt die Dienstbarkeit, die der Ersteigerer nach seiner Ansicht auf sich nehmen und mit der die Grundpfandgl�ubiger sich nach seiner Meinung abfinden sollten, nicht in dem f�r die Dienstbarkeiten, Vormerkungen usw. bestimmten Abschnitt des Lastenverzeichnisses (unter "B. Andere Lasten"), sondern nur in dem der Grundst�cksbeschreibung gewidmeten Abschnitt auff�hrte. Durch die in diesem Abschnitt enthaltene Bemerkung wurden die Grundpfandgl�ubiger nicht mit der gebotenen Klarheit auf die fragliche Last, deren Bestand den Steigerungspreis zu ihren Ungunsten beeinflussen konnte, aufmerksam gemacht. Sie wurden damit in ihrem Rechte beeintr�chtigt, sich gegen die vorgesehene Belastung durch Bestreitung (Art. 140 Abs. 2 und 156 SchKG) oder durch Beschwerde zu wehren oder allenfalls den doppelten Aufruf (Art. 142 und 156 SchKG) zu verlangen.
6. Da die Bestimmungen des Lastenverzeichnisses f�r das Grundst�ck Nr. 560 �ber die Einr�umung eines �berbaurechts zugunsten des Grundst�cks Nr. 1318 nichtig sind, nicht rechtskr�ftig werden und folglich nicht die Grundlage f�r die Entstehung jenes Rechts durch den Zuschlag des Grundst�cks Nr. 560 im Pfandverwertungsverfahren bilden konnten, erweist sich auch das Lastenverzeichnis f�r das Grundst�ck Nr. 1318 als nichtig, soweit es vorsieht, dass der Ersteigerer dieses Grundst�cks zusammen mit diesem auch die zur Tanks�ule geh�renden Vorrichtungen im Nachbargrundst�ck erwerbe; denn diese Rechtsfolge h�tte nur eintreten k�nnen, wenn der Ersteigerer BGE 97 III 89 S. 103des Grundst�cks Nr. 560 die im Lastenverzeichnis f�r dieses Grundst�ck vorgesehene �berbaudienstbarkeit h�tte auf sich nehmen m�ssen (Erw. 4 hiervor). Ist das Lastenverzeichnis f�r das Grundst�ck Nr. 1318, das die Grundlage f�r die Versteigerung dieses Grundst�cks bildete, im erw�hnten - gem�ss Erw�gung 3 hievor f�r den Ersteigerer wesentlichen - Punkte nichtig, so leidet auch der Zuschlag dieses Grundst�cks am gleichen Mangel. Die Vorinstanz hat daher diesen Zuschlag und die darauf beruhende Grundbuchanmeldung zu Recht aufgehoben und eine neue Steigerung des Grundst�cks Nr. 1318 im Konkurs der Karl Camenzind AG angeordnet.
Angesichts der Nichtigkeit des Zuschlags kann dahingestellt bleiben, ob die Vermietung des Grundst�cks Nr. 560 und der Tanks�ule sowie des Waschraums auf Nr. 1318, von der im Schreiben des Konkursamtes vom 13. November 1971 die Rede ist, als Genehmigung des Steigerungszuschlags und der zweiten Grundbuchanmeldung durch Josef Camenzind gedeutet werden k�nnte und ob die vom Konkursamt neu vorgebrachten Tatsachen im vorliegenden Rekursverfahren �berhaupt geh�rt werden k�nnen (was mindestens zweifelhaft ist; vgl. Art. 79 Abs. 1 OG). Eine schlechthin nichtige Verf�gung kann n�mlich durch nachtr�gliche Genehmigung nicht g�ltig werden. (Allein schon aus diesem Grunde kann auch nichts darauf ankommen, dass jeder der beiden Ersteigerer das Steigerungsprotokoll f�r die von ihm ersteigerte Liegenschaft unterzeichnet hat.)
7. Die Nichtigkeit der Bestimmung �ber die "Zugeh�r"-Eigenschaft der Tanks und Leitungen im Grundst�ck Nr. 560 zieht nicht die Nichtigkeit des ganzen Lastenverzeichnisses f�r das Grundst�ck Nr. 1318 nach sich. Zwischen dieser Bestimmung einerseits und den Angaben �ber die Grundpfandrechte und die sonstigen Lasten anderseits besteht kein innerer Zusammenhang. Das Lastenbereinigungsverfahren �ber die Grundpfandrechte und sonstigen Lasten konnte durch die nichtige Bestimmung �ber die Zugeh�rigkeit der Tanks und Leitungen zum Grundst�ck Nr. 1318 nicht beeinflusst werden. Abgesehen von der erw�hnten nichtigen Bestimmung wurde das Lastenverzeichnis also mit dem unben�tzten Ablauf der Frist f�r die Anfechtung des Kollokationsplans im Konkurs der Karl Camenzind AG, dessen Bestandteil es ist, rechtskr�ftig (Art. 20 Abs. 2 OR analog). Insoweit ist es daher gem�ss Art. 65 und 130 Abs. 1 VZG grunds�tzlich auch f�r die zweite Steigerung massgebend.BGE 97 III 89 S. 104
An die Stelle der nichtigen Bestimmung kann die Bemerkung treten, dem Ersteigerer bleibe es vorbehalten, den Anspruch aus Art. 674 Abs. 3 ZGB auf Zuweisung eines den Fortbestand der Tankanlage und der Zuleitungen sowie des Einf�llschachtes gew�hrleistenden dinglichen Rechts auf eigenes Risiko geltend zu machen (zur Frage, gegen wen dieser Anspruch zu richten ist, vgl. MEIER-HAYOZ, 3. Aufl., N. 75 zu Art. 674 ZGB, mit Hinweisen).
8. (Kosten der Versteigerung vom 3. Dezember 1970.)
9. Das Beschwerdeverfahren, in dem der an das Bundesgericht weitergezogene Entscheid der kantonalen Aufsichtsbeh�rde ergangen ist, bezog sich nur auf die Verwertung des Grundst�cks Nr. 1318 im Konkurs der Karl Camenzind AG, nicht auf die Verwertung des Grundst�cks Nr. 560 im Pfandverwertungsverfahren gegen Karl Camenzind pers�nlich. Das Bundesgericht hatte die Frage, ob die im Lastenverzeichnis f�r das Grundst�ck Nr. 560 enthaltene Verf�gung auf Errichtung eines �berbaurechts zugunsten von Grundst�ck Nr. 1318 g�ltig oder nichtig sei, im vorliegenden Entscheid nur als Vorfrage zu pr�fen. In das Pfandverwertungsverfahren betreffend das Grundst�ck Nr. 560 von Amtes wegen einzugreifen, ist es mangels eines dieses Verfahren betreffenden Entscheides der kantonalen Aufsichtsbeh�rde nicht befugt (BGE 94 III 69 /70, best�tigt in BGE 97 III 11). Der f�r dieses Verfahren zust�ndige Betreibungsbeamte wird sich jedoch auf Grund der im vorliegenden Entscheid angestellten Erw�gungen ernstlich �berlegen m�ssen, ob er nicht Anlass habe, den Zuschlag des Grundst�cks Nr. 560 an Frau Camenzind und die darauf gest�tzte Grundbuchanmeldung von sich aus als nichtig aufzuheben (zur Aufhebung nichtiger Verf�gungen durch das Amt selbst vgl. BGE 97 III 5 Erw. 2 mit Hinweisen). Die kantonalen Aufsichtsinstanzen, denen die unmittelbare Aufsicht �ber die Betreibungs- und Konkurs�mter zusteht, k�nnten auch ausserhalb eines Beschwerdeverfahrens oder aber auf Beschwerde (Anzeige) eines Grundpfandgl�ubigers hin in diesem Sinne eingreifen.
94 III 71 suite... ,
97 II 40,
94 III 69,
art. 140 al. 1 et 156 LP,
Art. 676 ZGB,
art. 136 bis LP suite... ,
Art. 691 ff. ZGB,
Art. 674 Abs. 1 und 2 ZGB,
Art. 642, 667 ZGB,
Art. 644 ZGB,
Art. 731 Abs. 2 ZGB,
Art. 140 Abs. 1 und Art. 156 SchKG,
Art. 34 lit. b, 102 und 125 VZG,
Art. 34 lit. b und 36 Abs. 2 VZG,
Art. 65 und 130 Abs. 1 VZG

References: art. 674
 art. 34

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 Art. 17
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 Art. 676
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 Art. 681
 Art. 676
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 Art. 691
 Art. 644
 Art. 674
 Art. 674
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 Art. 674
 Art. 674
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 Art. 656
 Art. 731
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 Art. 156
 Art. 34
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 Art. 125
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 Art. 68
 Art. 138
 Art. 16

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 Art. 65
 Art. 674
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art. 140

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art. 136

Art. 691

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Art. 65