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Timestamp: 2018-02-25 21:36:47+00:00

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Rechtsprechung - Suchergebnis - 25.02.2018 22:36h
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Allgemeine Grundsätze Gesellschaftssteuern - Haftungsrecht Geschäftsführerhaftung
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Einkommenssteuer Körperschaftssteuer Gesellschaftssteuern - Verdeckte Gewinnausschüttung Geschäftsführerhaftung
1. Der Haftungsschuldner, der als alleiniger Vertreter einer Gesellschaft zur Anfechtung der dieser gegenüber ergangenen Steuerfestsetzungen in der Lage war, ist im Haftungsverfah-ren nach § 166 AO mit verfahrensoder materiellrechtlichen Einwendungen gegen die Steu-erfestsetzungen ausgeschlossen, wenn er diese ohne Einspruchseinlegung bestandskräftig werden ließ.
2. Die Berufung auf eine Weisungsgebundenheit gegenüber dem (Mehrheits)Gesellschafter führt nicht zum Ausschluss einer Haftung. Entscheidend ist allein die vom Gesetz eröffnete Möglichkeit der Anfechtung. Im Interesse einer reibungslosen Abwicklung der Steuerfest-setzung und der Steuererhebung obliegt es dem in § 166 AO genannten Personenkreis, sel-ber dafür Sorge zu tragen, wie sie diese Rechtsmittelbefugnis sicherstellen wollen.
3. Bezahlt ein Gesellschafter-Geschäftsführer nach Leistungsinhalt und -umfang unspezifi-zierte Rechnungen, die er der Gesellschaft in seiner Eigenschaft als Einzelunternehmer ge-stellt hat, zumal ohne dass hierüber schriftliche Verträge geschlossen oder zumindest Nie-derschriften gemäß § 35 Abs. 4 Satz 2 GmbHG aufgenommen wurden, verstößt er gegen seine Pflichten als Geschäftsführer und bewirkt verdeckte Gewinnausschüttungen. Wird die Gesellschaft dadurch außerstande gesetzt, die aus diesem Grund absehbar später fällig werdenden Steuern zu zahlen, stellt bereits dies eine Pflichtverletzung iSd § 69 AO dar.
Aktenzeichen: 1V59/07 Paragraphen: AO§34 AO§69 AO§166 AO§191 FGO§69 BGB§181 GmbHG§6 GmbHG§35 GmbHG§43 Datum: 2007-06-29
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1 K 6201/03
1) Die Haftung nach §§ 34, 35, 59 AO setzt voraus, dass zwischen der Pflichtverletzung und dem Steuerschaden eine adäquate Kausalität besteht.
2) Die adäquate Kausalität ist nicht gegeben, wenn nicht festgestellt werden kann, dass der Steuerschuldner, nachdem die Steuer entstanden ist, in der Lage gewesen ist, diese zu bezahlen.
3) Das FA trifft die objektive Feststellungslast für den Nachweis der adäquaten Kausalität zwischen der Pflichtverletzung und dem Steuerschaden.
Aktenzeichen: 1K6201/03 Paragraphen: AO§35 AO§69 AO§34 Datum: 2007-06-18
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7 K 3484/04 H(L)
Entrichtet ein GmbH-Geschäftsführer die einzubehaltende Lohnsteuer nicht zum gesetzlichen Fälligkeitstermin, indiziert die Nichtentrichtung der Steuer die Schuldhaftigkeit der damit verbundenen Pflichtverletzung. (Leitsatz der Redaktion)
Aktenzeichen: 7K3484/04 Paragraphen: Datum: 2007-06-06
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Gesellschaftssteuern - Haftung Geschäftsführer
VII R 21/05
AO 1977 §§ 69, 34
EStG § 38 Abs. 3, § 41a Abs. 1 Satz 1 Nr. 2
Aktenzeichen: VIIR21/05 Paragraphen: AO§69 AO§34 EStG§38 EStG§41a GmbHG§35 Datum: 2005-11-22
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6 K 2803/04
Streitig ist die Rechtmäßigkeit eines Haftungsbescheides.
Nach ständiger Rechtsprechung des BFH beschränkt sich die Haftung des Geschäftsführers einer GmbH im Umfang auf den Betrag, mit dem die Gesellschaft bei unzureichender Liquidität im Zeitpunkt der Fälligkeit der Steuerforderungen das Finanzamt gegenüber anderen Gläubigern benachteiligt hat ("anteilige Tilgungsquote"). Denn sofern die Mittel einer GmbH zur Tilgung sämtlicher Verbindlichkeiten nicht ausreichen, sind die rückständigen Säumniszuschläge vom Geschäftsführer in ungefähr dem gleichen Verhältnis zu tilgen wie die Verbindlichkeiten gegenüber anderen Gläubigern. Ist dies nicht geschehen, so liegt im Umfang des die durchschnittliche Tilgungsquote unterschreitenden Differenzbetrages eine schuldhafte Pflichtverletzung vor, für die der Geschäftsführer als Haftungsschuldner einzustehen hat (= Haftungssumme). (Leitsatz der Redaktion)
Aktenzeichen: 6K2803/04 Paragraphen: Datum: 2005-10-13
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Gesellschaftssteuern - Haftung Geschäftsführerhaftung
8 K 5395/01
8 K 5677/01
Streitig ist, ob der Kläger als faktischer Geschäftsführer der G GmbH (im folgenden GmbH) wegen rückständiger Umsatzsteuer samt Säumniszuschlägen gemäß §§ 34, 35 , 69 der Abgabenordnung (AO) haftet.
1. Die steuerlichen Verpflichtungen einer GmbH zur Zahlung der fälligen Umsatzsteuer hat der Geschäftsführer der GmbH zu erfüllen (§ 34 Abs. 1 AO i. V. m. § 35 Abs. 1 GmbHG). Dabei wird dem formellen Geschäftsführer gem. § 34 AO der faktische Geschäftsführer einer GmbH gemäß § 35 GmbHG gleichgestellt, wenn er mit dem entsprechenden Anschein einer Berichtigung tatsächlich nach Außen hin auftritt, obwohl er formell nicht zum Geschäftsführer der GmbH bestellt worden ist.
2. Bei unzureichenden Zahlungsmitteln, die nicht zur gleichzeitigen Bezahlung aller fälligen Schulden einer GmbH ausreichen, besteht für den Geschäftsführer lediglich die Verpflichtung, die fällige Umsatzsteuer nebst Nebenleistungen etwa in gleicher Weise zu bezahlen, wie die Forderungen anderer Gläubiger befriedigt werden. (Leitsatz der Redaktion)
Aktenzeichen: 8K5395/01 8K5677/01 Paragraphen: AO§34 Datum: 2005-09-12
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Allgemeine Grundsätze Gesellschaftssteuern - Verspätungszuschläge Haftungsrecht Geschäftsführerhaftung
16.11.2004 VII R 8/04
Geschäftsführerhaftung für Säumniszuschläge
Grundlage der Haftung ist, was die strittigen Säumniszuschläge angeht, § 69 Satz 2 der Abgabenordnung (AO 1977) i.V.m. § 34 Abs. 1 AO 1977, § 35 Abs. 1 des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG). Danach haftet der Geschäftsführer auch für die Säumniszuschläge, die infolge von Pflichtverletzungen gemäß § 240 AO 1977 entstanden sind, sofern er als gesetzlicher Vertreter der Gesellschaft pflichtwidrig nicht dafür gesorgt hat, dass die Steuern zum Ablauf des Fälligkeitstages entrichtet werden. Nach § 69 Satz 2 AO 1977 ist die Haftung bei Säumniszuschlägen also nicht davon abhängig, dass der Haftungsschuldner unmittelbar dafür Verantwortung trägt, dass ein Anspruch auf Zahlung von Säumniszuschlägen entstanden ist, d.h. die Säumnis des Steuerschuldners eingetreten oder weiter aufrecht erhalten worden ist. Folglich haftet ein Geschäftsführer auch für nach Sequestration des Vermögens der von ihm vertretenen Gesellschaft entstehende Säumniszuschläge. (Leitsatz der Redaktion)
AO 1977 §§ 34 Abs. 1, 69 Satz 2, 191 Abs. 1, 227, 240
Aktenzeichen: VIIR8/04 Paragraphen: AO§34 AO§69 AO§191 AO§227 AO§240 Datum: 2004-11-16
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Gesellschaftssteuern - Betriebsübernahme Haftung
28.10.2004 6 V 680/04
Firmenübernahme, Firmenfortführung - Haftung nach § 25 HGB
1. Wer ein unter Lebenden erworbenes Handelsgeschäft unter der bisherigen Firma mit oder ohne Beifügung eines das Nachfolgeverhältnis andeutenden Zusatzes fortführt, haftet nach § 25 Abs. 1 HGB für alle im Betrieb des Geschäfts begründeten Verbindlichkeiten des früheren Inhabers.
2. Maßgeblich für eine Firmenfortführung ist die Außenwirkung auf das Publikum. Ob eine Fortführung der alten Firma vorliegt, beurteilt sich nach der Auffassung des Geschäftsverkehrs auch danach, ob das Klangbild der alten Firma im Kern erhalten bleibt und ob der Verkehr die neue Firma noch mit der alten identifiziert. Die vom Übernehmer verwendete Bezeichnung muss firmenmäßig so geführt werden, dass der Verkehr daraus entnehmen muss, es handle sich um die vom Übemehmer übernommene Firma. Wie der Wegfall eines Vornamens oder die Hinzufügung eines Gesellschafterzusatzes ist die Hinzufügung eines einzelnen Anfangsbuchstabens für die Firmenfortführung unschädlich. Unerheblich ist das Fortbestehen der Firma beim übertragenden Unternehmen. (Leitsatz der Redaktion)
Aktenzeichen: 6V680/04 Paragraphen: HGB§25 Datum: 2004-10-28
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Gesellschaftssteuern - Einlagen Haftung
07.10.2004 IV R 50/02
1. Das Kapitalkonto in der Gesamthandsbilanz wird durch Einlagen in das Gesellschaftsvermögen bzw. durch Entnahmen aus dem Gesellschaftsvermögen bestimmt.
2. Die Kommanditeinlage ist i.S.d. § 15a Abs. 1 Satz 2 EStG erst dann "geleistet", wenn sie tatsächlich erbracht ist. Die im Innenverhältnis gegenüber der KG bestehende Einlageverpflichtung, die "ausstehende Einlage" des Kommanditisten, reicht hierfür nicht aus. Dem Gesellschaftsvermögen muss etwas von außen zugeflossen sein, was den bilanziellen Unternehmenswert mehrt, also die Aktiva des Unternehmens erhöht oder die Passiva mindert und so Einfluss auf das "Kapitalkonto" nimmt.
3. Diese Grundsätze gelten nicht nur für die Bestimmung der Außenhaftung wegen noch nicht voll erbrachter Hafteinlage nach § 15a Abs. 1 Satz 2 EStG, sondern auch für die Bestimmung des Kapitalkontos i.S.d. § 15a Abs. 1 Satz 1 EStG anhand der tatsächlich geleisteten bedungenen Einlage. Sie betreffen zudem nicht nur Einlageverpflichtungen, die auf eine Bareinzahlung in das Gesellschaftsvermögen gerichtet sind und auf die im Wege einer Sacheinlage geleistet werden soll, sondern sie gelten auch für originäre Sacheinlageverpflichtungen. (Leitsatz der Redaktion)
HGB §§ 167, 169, 171
Aktenzeichen: IVR50/02 Paragraphen: EStG§10d EStG§15a HGB§167 HGB§169 HGB§171 Datum: 2004-10-07
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Sonstige Steuergebiete Gesellschaftssteuern - Lohnsteuer Geschäftsführerhaftung
24.08.2004 VII R 50/03
AO 1977 §§ 166, 34, 69
Aktenzeichen: VIIR50/03 Paragraphen: AO§166 AO§34 AO§69 EStG§41a Datum: 2004-08-24
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14 K 5376/01
Haftung wegen erzeugten Rechtsscheins.
Unterliegt eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts als solche der Besteuerung, ergibt sich nach ständiger Rechtsprechung die persönliche gesamtschuldnerische Haftung der Gesellschafter für die Steuerschulden und die steuerlichen Nebenleistungen aus dem Rechtsgedanken der §§ 421, 427 BGB.
Zudem muss, wer gegenüber der Finanzbehörde als Gesellschafter einer Personengesellschaft auftritt, sich nach dem Maß des von ihm erzeugten Rechtsschein als solcher behandeln lassen. Das heißt, er muss sich so behandeln lassen, als ob die Gesellschaft bestanden hätte, die dem Haftungsbescheid zugrunde liegenden Steuern für die Gesellschaft entstanden wären und er selbst Gesellschafter gewesen wäre. (Leitsatz der Redaktion)
BGB §§ 421, 427
Aktenzeichen: 14K5376/01 Paragraphen: BGB§421 BGB§427 Datum: 2004-04-01
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Gesellschaftssteuern - Geschäftsführer Geschäftsführerhaftung Sonstiges
11.3.2004 VII R 52/02
Inhaftungsnahme eines nominell bestellten Geschäftsführers neben der Haftung sog. "faktischer Geschäftsführer" - Ergänzung von Ermessenserwägungen durch die Finanzbehörde während des finanzgerichtlichen Verfahrens
Aktenzeichen: VIIR52/02 Paragraphen: AO§34 AO§35 AO§69 FGO§102 Datum: 2004-03-11
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Gesellschaftssteuern Sonstige Steuergebiete - Geschäftsführer Geschäftsführerhaftung Insolvenz
8.3.2004 2 V 145/03
Mit der Bestellung eines vorläufigen Insolvenzverwalters ohne Auferlegung eines allgemeinen Verfügungsverbotes verliert der Geschäftsführer einer GmbH nicht seine Stellung als gesetzlicher Vertreter der GmbH. Der Geschäftsführer haftet deshalb grundsätzlich für nach diesem Zeitpunkt anzumeldende und abzuführende Steuern
InsO §§ 191, 69, 34
Aktenzeichen: 2V145/03 Paragraphen: InsO§191 InsO§69 InsO§34 AO§22 Datum: 2004-03-08
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Gesellschaftssteuern Sonstige Steuergebiete - Insolvenz Haftung
4.3.2004 2 V 362/03
Mit der Bestellung eines vorläufigen Insolvenzverwalters ohne Auferlegung eines allgemeinen Verfügungsverbotes verliert der Vorstand einer AG nicht die Leitung der AG. Der Vorstand haftet deshalb grundsätzlich für nach diesem Zeitpunkt anzumeldende und abzuführende Steuern
Aktenzeichen: 2V362/03 Paragraphen: InsO§191 InsO§69 InsO§34 AO§22 Datum: 2004-03-04
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23.02.2004 9 K 9368/02
Haftung eines „faktischen“ Geschäftsführers für rückständige Betriebssteuern. (Leitsatz der Redaktion)
AO §§ 34, 35
Aktenzeichen: 9K9368/02 Paragraphen: AO§34 AO§35 Datum: 2004-02-23
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22.01.2004 9 K 9544/00
Die Beteiligten streiten um die Frage, ob der Kläger als ehemaliger Mitgeschäftsführer einer Fa. A-GmbH mit Sitz in Berlin (künftig: GmbH) für rückständige Abgaben dieser Gesellschaft vom Beklagten persönlich in Haftung genommen werden kann. (Leitsatz der Redaktion)
Aktenzeichen: 9K9544/00 Paragraphen: AO§34 Datum: 2004-01-22
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9.12.2003 13 K 4177/03
Grob fahrlässig im Sinne des § 69 AO handelt, wer die Sorgfalt, zu der er nach seinen persönlichen Kenntnissen und Fähigkeiten verpflichtet und im Stande ist, in ungewöhnlich großem Maße verletzt. Dazu gehört, dass er unbeachtet lässt, was im gegebenen Falle jedem hätte einleuchten müssen, oder die einfachsten, ganz nahe liegenden Überlegungen nicht anstellt, nicht jedoch, dass er im Falle steuerrechtlich nicht einfacher Erwägungen die falschen Schlüsse zieht. (Leitsatz der Redaktion)
Aktenzeichen: 13K4177/03 Paragraphen: AO§69 Datum: 2003-12-09
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Steuerstraftaten Gesellschaftssteuern - Steuerhinterziehung Geschäftsführer Geschäftsführerhaftung
9.12.2003 VI R 35/96
Zahlungen aufgrund einer Haftungsinanspruchnahme als Erwerbsaufwendungen - Aufteilung von Aufwendungen auf mehrere Einkunftsarten Zahlungen aufgrund einer Haftung wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung Dritter können bei einem GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführer zu Erwerbsaufwendungen führen.
AO 1977 § 71, § 144 Abs. 3 Nr. 2
Aktenzeichen: VIR35/96 Paragraphen: AO§71 AO§144 EStG§9 EStG§12 Datum: 2003-12-09
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Umsatzsteuer Gesellschaftssteuern - Haftung Veranlagung Geschäftsführer Geschäftsführerhaftung
04.09.2003 3 K 7676/00
Strittig ist, ob der Kläger als einer von zwei Geschäftsführern der FZ-..... GmbH für nicht abgeführte Umsatzsteuer alleine in Haftung genommen werden durfte.
1. Nach ständiger Rechtsprechung des BFH ergibt sich die Verantwortlichkeit des Geschäftsführers für die Erfüllung der steuerlichen Pflichten der GmbH alleine aus seiner Bestellung zum Geschäftsführer, ohne Rücksicht darauf, ob sie auch tatsächlich ausgeübt werden kann. Auf sein eigenes Unvermögen, seinen Aufgaben als Geschäftsführer nachzukommen, kann sich niemand berufen. Wer langfristig den Anforderungen, die an einen gewissenhaften Geschäftsführer zu stellen sind, nicht oder nicht mehr entsprechen kann, muss vielmehr von der Übernahme des Geschäftsführeramtes absehen oder es niederlegen.
2. Damit stellt eine langfristige Krankheit auch kein sachgerechtes Auswahlkriterium für die alleinige Inanspruchnahme eines von mehreren Geschäftsführern dar. (Leitsatz der Redaktion)
AO §§ 34,69
Aktenzeichen: 3K7676/00 Paragraphen: AO§34 AO§69 Datum: 2003-09-04
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Gesellschaftssteuern - Geschäftsführer Geschäftsführerhaftung
07.08.2003 VII 124/00
Bei einer Verteilung der Geschäfte einer GmbH auf mehrere Geschäftsführer kann die Verantwortlichkeit eines Geschäftsführers für die Erfüllung steuerlicher Pflichten, die diesem nicht zugewiesen sind, zwar nicht aufgehoben, aber begrenzt werden. Voraussetzung ist jedoch eine vorweg getroffene, eindeutige - und deshalb schriftliche - Klarstellung, welcher Geschäftsführer für welchen Bereich zuständig ist, damit nicht im Haftungsfall jeder Geschäftsführer auf die Verantwortlichkeit eines anderen verweist.
EStG § 44 AO § 44
Aktenzeichen: VII124/00 Paragraphen: EStG§44 AO§44 Datum: 2003-08-07
Link: pdf.php?db=steuerrecht&nr=2376
18.06.2003 4 K 2106/01
1. Sorgt der Geschäftsführer einer Komplementär GmbH an den jeweiligen Fälligkeitszeitpunkten nicht für die Abführung der Lohnsteuer, so verwirklicht er den Haftungstatbestand in der Regel vorsätzlich oder grobfahrlässig i.S.d. § 69 AO.
2. Der gesetzliche Vertreter des Arbeitgebers ist bei nicht ausreichenden Mitteln nur dann nicht zur Kürzung der auszuzahlenden Löhne und zur abgesonderten Bereithaltung der darauf entfallenden Steuern verpflichtet, wenn zwischen den Zeitpunkten der Lohnzahlung und der Lohnsteuerfälligkeit eine unvorhergesehene Verschlechterung der Liquidität eingetreten ist. (Leitsatz der Redaktion)
Aktenzeichen: 4K2106/01 Paragraphen: AO§69 Datum: 2003-06-18
Link: pdf.php?db=steuerrecht&nr=2524
Berufsrecht Gesellschaftssteuern Prozeßrecht - Steuerberaterhaftung Anlagevermögen Rechtsmittelrecht Klageänderung
27.5.2003 23 U 185/02
a) Ein Steuerberater hat im Rahmen seines Auftrages seinen Mandanten umfassend zu beraten und ungefragt über alle bedeutsamen steuerlichen Einzelheiten und deren Folgen zu unterrichten.
b) Zu dem Anlagevermögen zählen die Gegenstände, die dazu bestimmt sind, auf Dauer dem Betrieb zu dienen. Zum Umlaufvermögen gehören demgegenüber die zum Verbrauch oder sofortigen Verkauf bestimmten Wirtschaftsgüter.
c) Eine Klageänderung Im Berufungsverfahren kann nur auf Tatsachen gestützt werden, die ohnehin nach § 529 ZPO der Entscheidung zugrunde zu legen sind (§ 533 Nr. 2 ZPO).
ZPO §§ 529, 533
Aktenzeichen: 23U185/02 Paragraphen: ZPO§529 ZPO§533 Datum: 2003-05-27
Link: pdf.php?db=steuerrecht&nr=1519
19.3.2003 2 K 320/98
Haftung eines Geschäftsführers wegen schuldhafter, grob fahrlässiger Pflichtverletztzung.
1. Grob fahrlässig handelt, wer die Sorgfalt, zu der er nach seinen persönlichen Kenntnissen und Fähigkeiten verpflichtet und imstande ist, in ungewöhnlich grobem Maße verletzt. Dazu gehört, dass er unbeachtet lässt, was im gegebenen Falle jedem hätte einleuchten müssen, oder die einfachsten, ganz naheliegenden Überlegungen nicht anstellt.
2. Nach der Rechtsprechung des BFH gilt darüber hinaus, dass der Geschäftsführer nicht einwenden kann, er verfüge nicht über die notwendigen steuerrechtlichen Fachkenntnisse. Denn bei Übernahme der Geschäftsführertätigkeit besteht die Pflicht zur Aneignung von Kenntnissen über elementarste handels- und steuerrechtliche Pflichten und zur Einholung entsprechender Informationen. Bedient sich ein Geschäftsführer mangels eigener steuerlicher Sachkunde einer Hilfsperson, so hat er grundsätzlich die Pflicht zur laufenden Überwachung.
3. Bedient sich der Geschäftsführer eines Steuerberaters, braucht er sich dessen Verschulden nicht zurechnen zu lassen, wenn er bei gewissenhafter Ausübung seiner Überwachungspflichten keinen Anlass findet, die steuerliche Korrektheit der Arbeit des steuerlichen Beraters in Frage zu stellen, so dass es dann im Hinblick auf die ihm durch die Vorschrift des § 34 Abs. 1 AO auferlegten Pflichten an einer grob fahrlässigen Pflichtverletzung fehlt. (Leitsatz der Redaktion)
Aktenzeichen: 2K320/98 Paragraphen: Datum: 2003-03-19
Link: pdf.php?db=steuerrecht&nr=1729
Steuerstraftaten Gesellschaftssteuern - Steuerhinterziehung Geschäftsführerhaftung
9.8.2002 VI R 41/96
EStG § 42d AO 1977 § 191 Abs. 1
Aktenzeichen: VIR41/96 Paragraphen: EStG§42d AO§191 Datum: 2002-08-09
Link: pdf.php?db=steuerrecht&nr=817
2.11.2001 VII RB 155/01
AO 1977 § 191, § 69, § 34 InsO § 93 HGB § 128
Aktenzeichen: VIIRB155/01 Paragraphen: AO§191 AO§69 AO§34 InsO§93 HGB§128 Datum: 2001-11-02
Link: pdf.php?db=steuerrecht&nr=417
Sonstige Steuergebiete Gesellschaftssteuern - Lohnsteuer Haftungsrecht Altersversorgung Einkommenssteuer
18.10.2001 3 K 3644/98
1. Gemäß § 42 d Abs. 1 Nr.1 EStG haftet der Arbeitgeber für die Lohnsteuer, die er einzubehalten und abzuführen hat. Arbeitgeber und Arbeitnehmer sind, soweit die Haftung des Arbeitgebers reicht, Gesamtschuldner.
2. Nach § 19 Abs. 1 Nr. 1 EStG zählen zu den Einkünften aus nichtselbständiger Tätigkeit Gehälter, Löhne sowie andere Bezüge und Vorteile, die für eine Beschäftigung im öffentlichen oder privaten Dienst gewährt werden. Beiträge die vom Arbeitgeber auf ein Ruhestandskonto des Arbeitnehmers bei einem selbständigen Pensionsfonds geleistet werden und auf die der Arbeitgeber kein Zugriffsrecht hat, bereichern den Arbeitnehmer.
3. Die Leistungen in diesen Pensionsfond fließen nach wirtschaftlicher Betrachtung dem Arbeitnehmer i.S.d. § 11 EStG zu. (Leitsatz der Redaktion)
§§ 11, 19, 42 d EStG § 2 LStDV
Aktenzeichen: 3K3644/98 Paragraphen: EStG§11 EStG§42d EStG§19 LStDV§2 Datum: 2001-10-18
Link: pdf.php?db=steuerrecht&nr=942

References: § 166
 § 166
 § 35
 § 69
 § 38
 § 41
 § 35
 § 34
 § 35
 § 69
 § 34
 § 35
 § 240
 § 69
 § 25
 § 25
 § 15
 § 15
 § 15
 § 69
 § 71
 § 144
 § 44
 § 44
 § 69
 § 529
 § 34
 § 42
 § 191
 § 191
 § 69
 § 34
 § 93
 § 128
 § 42
 § 19
 § 11
 § 2