Source: https://www.wko.at/branchen/w/gewerbe-handwerk/film-musikwirtschaft/FISA-Richtlinien-2016.html
Timestamp: 2017-10-23 11:30:12+00:00

Document:
FISA Richtlinien 2016 - WKO.at
FISA Richtlinien 2016
Ziel, Zeitplan und die konkreten Änderungen der FISA Richtlinien NEU 2016
Ziel der neuen Richtlinien
Richtlinie 2016 - Neuerungen
Änderungen konkret
Ziel der neuen Richtlienen
Adaption gemäß FISA-Zielen und budgetären Rahmenbedingungen
Planungssicherheit für die gesamte Förderüeriode-sowohl für Filmschaffende als auch für abwickelnde Stellen
Fixer Fördersatz
Die neuen Richtlinien treten mit 1.1.2016 in Kraft
Einreichungen ebenfalls ab 1.1.2016 wieder möglich
Ziel ist, mit den Fördermitteln des Jahres bis zum Ende der Förderperiode auszukommen (keine unterjährige Schließung des Einreichtools.)
Mindestbudgets (National & Koproduktion)
Spielfilme Eur 2.300.000,-
Dokus Eur 350.000,-
Spielfilme Eur 8.000.000,-
Dokus Eur 1.000.000,-
Mindestbudgets Serviceproduktion in Österreich
Spielfilme Eur 1.000.000,- (nur Spielfilme)
Fixer Förderprozentsatz
20% der förderungsfähigen Herstellungskosten
Bei Serviceproduktionen 25% der förderungsfähigen Herstellungskosten. Serviceproduktionsbudget: max. 20% der jährlichen Für FISA zur Verfügung stehenden Mittel.
Maximale Bemessungsgrundlage: 80% der Gesamtherstellungskosten
Mindestestens 5 Drehtage in Österreich (nur für Spielfilme)
Einer der Punkte ist im Bezug auf Verwertung zu erfüllen:
Verleih: Letter of Interest
Verleih/Vertrieb: Minimumgarantie (Höhe dem Projekt angemessen)
Weltvertrieb: Vertrag
Markterweiterung durch österreichisch-ausländische Koproduktion
Diese Förderungsrichtlinien stützen sich weiters auf die Mitteilung der Kommission über staatliche Beihilfen für Filme und andere audiovisuelle Werke 2013/C 332/01 vom 15.11.2013 sowie die Verordnung (EU) Nr. 651/2014 zur Feststellung der Vereinbarkeit bestimmter Gruppen von Beihilfen mit dem Binnenmarkt in Anwendung der Art. 107 und 108 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union ABl. Nr. L 187 vom 26.6.2014, S. 1 (AGVO).
§ 2. (3) Der Förderungswerber muss als Unternehmen oder als Person in der Funktion als Produzent in den letzten fünf Jahren vor Antragstellung mindestens einen vergleichbaren Referenzfilm (programmfüllender Kinofilm) (…) hergestellt und kommerziell angemessen verwertet haben.
§ 2. (4) Einem Unternehmen, das einer Rückforderung aufgrund eines früheren Beschlusses der Europäischen Kommission zur Feststellung der Unzulässigkeit einer Beihilfe und ihrer Unvereinbarkeit mit dem Binnenmarkt nicht nachgekommen ist, wird solange keine Förderung gewährt, bis die unzulässige und inkompatible Beihilfe vollständig rückabgewickelt wurde.
§ 2 (5) Einem Unternehmen in Schwierigkeiten gemäß Artikel 2 Abs. 18 AGVO wird keine Förderung gewährt.
§ 4. (2) Eine Förderung kann weiters gewährt werden, wenn der Film eine österreichisch-ausländische Koproduktion ist und den Bestimmungen eines zwischenstaatlichen Koproduktionsabkommens entspricht. Liegt ein solches Abkommen nicht vor, hat die österreichische lizenzrechtliche, finanzielle, künstlerische und technische Beteiligung jeweils mindestens 20 Prozent zu betragen.
§ 4 (4) Die Herstellungskosten des Films müssen bei Spielfilmen mindestens € 2,3 Mio., bei Dokumentarfilmen mindestens € 350.000 betragen.
§ 4 (5) Spielfilme (ausgenommen Animationsfilme) müssen zumindest fünf Drehtage in Österreich nachweisen.
§ 5 (2) Internationale Produktionen (Spielfilme) müssen zumindest fünf Drehtage in Österreich und mindestens € 1 Mio. an förderungsfähigen Herstellungskosten gemäß Punkt 1b der Anlage 1 nachweisen. Bei internationalen Produktionen gemäß § 5 Abs. 1 müssen die Herstellungskosten bei Spielfilmen mindestens € 8 Mio. und bei Dokumentarfilmen mindestens € 1 Mio. betragen.
§ 6 (5) Ein Transfer von Förderungen an internationale Koproduzenten ist grundsätzlich nicht zulässig.
§ 8 (2) Die Bemessungsgrundlage für die Höhe des Zuschusses beträgt höchstens 80 % der Herstellungskosten.
§8 (3) Die Förderung beträgt maximal 20 Prozent der förderungsfähigen Herstellungskosten.
Die Förderung für internationale Produktionen gemäß § 5 beträgt maximal 25 Prozent der förderungsfähigen Herstellungskosten.
§8 (5) Reduzieren sich die vertraglich vereinbarten förderungsfähigen Herstellungskosten und/oder die Herstellungskosten des österreichischen Produzenten, reduziert sich die Fördersumme aliquot. Bei internationalen Produktionen gemäß § 5 Abs.1 reduziert sich die Fördersumme aliquot zu
den reduzierten förderungsfähigen Herstellungs-kosten unabhängig von den Herstellungskosten, solange letztere die Mindestsumme von € 8 Mio. nicht unterschreiten.
von § 9 (5): Im Förderungsantrag muss das Vorliegen der Förderungsvoraussetzungen nachgewiesen bzw. glaubhaft gemacht werden. In letzterem Fall ist der Nachweis bis zum Zeitpunkt der Förderungsvertragserstellung nachzureichen.
§ 9 (7) Bei mehreren an einem Tag vorliegenden vollständigen Anträgen ist für die Reihenfolge der Zeitpunkt ihres Eingangs entscheidend.
§9 (9) Die Umsetzung des Projekts muss der Einreichung entsprechen. Kommt es bis zum Zeitpunkt der Förderungsvertragserstellung zu einer nachträglichen Änderung von mehr als 20 Prozent der förderungsfähigen Herstellungskosten und/oder Herstellungskosten des österreichischen Produzenten, muss der Förderungsantrag zurückgezogen und erneut eingebracht werden.
§ 10 (1) (…) Über Förderungsanträge ist wird in der Regel binnen einer Frist von längstens sieben Wochen ab Vorliegen der budgetären Bedeckung entschieden. Unabhängig von dieser Entscheidung durch den Bund, kann die aws dem Förderungswerber eine Bestätigung, dass das eingereichte Projekt die Förderungs-voraussetzungen erfüllt, übermitteln.
§ 11 (1) Die Förderungsmittel werden (…) in der Regel in drei Teilbeträgen angewiesen: (…), wobei die letzte Rate mindestens 10 Prozent der Förderung betragen muss.
§ 11 (5) Bei der dritten Auszahlung ist vorzulegen ein vom geförderten Unternehmen erstellter und unterfertigter Nachweis des Schlusskostenstandes (…). Die deutsche Sprachfassung gemäß § 4 Abs. 6 muss der „aws“ vor Auszahlung der letzten Rate vorgelegt, sowie die Verwertung gemäß § 4 Abs. 7 nachgewiesen werden. Die letzte Auszahlung erfolgt erst nach detaillierter Schlusskostenprüfung.
§ 11 (8) (…) Werden die im Vertrag vereinbarten förderungsfähigen Herstellungskosten und/oder die Herstellungskosten des österreichischen Produzenten nicht in der vollen Höhe erreicht, wird der Zuschuss aliquot gekürzt.
Anlage 1 der Richtlinien „Filmstandort Österreich“ Grundsätze sparsamer Wirtschaftsführung Vorkosten (…) Bereits zur Gänze von anderen Förderstellen geförderte Projektentwicklungskosten können nicht als förderungsfähige Herstellungskosten anerkannt werden.
Gagen und Löhne Handelt es sich bei den intern verrechneten Leistungen um Sachleistungen (Materialmiete etc.), muss der angegebene Wert durch ein eingeholtes Vergleichs-angebot belegbar sein. Als förderungsfähig können intern verrechnete Leistungen nur bis zu einer Höhe, die 30% der Herstellungskosten entspricht, anerkannt werden.
Teil D: Verwertung
Verleih: Letter of Interest 1
Verleih/Vertrieb: Minimumgarantie (Höhe dem Projekt angemessen) 3
Weltvertrieb: Vertrag 2
Markterweiterung durch österreichisch-ausländische Koproduktion 2
Richtlinienverantwortung, Presseanfragen
Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW)
T +43 1 711 00 – 5133
F +43 1 711 00 – 93 5133
E wolfgang.schneider@bmwfw.gv.at www.bmwfw.gv.at
Mag. Georg Möstl
Allgemeine Auskunft, kultureller Eigenschaftstest - Location Austria
Opernring 3/2
T +43 (0)1 588 58 - 35
F +43 (0)1 586 8659
E fisa@location-austria.at www.locationaustria.at
Mag. (FH) Julia Schmölz
Allgemeine Auskunft, wirtschaftliche Beurteilung - Austria Wirtschaftsservice GmbH (aws)
T +43 1 501 75 – 567
F +43 1 501 75 – 900
E j.buchroithner@awsg.at www.awsg.at
FISA Richtlinie 2016 kurz (PDF)
FISA Richtlinie 2016 Langfassung (PDF)

References: Art. 107

§ 2

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