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Timestamp: 2016-10-21 21:58:31+00:00

Document:
Beschwerdef�hrer, alle vertreten durch F�rsprecher
lic. iur. Hans Peter Friedli, Br�hlstrasse 17, 5412 Gebenstorf,
Gemeinderat Windisch, 5210 Windisch, vertreten durch F�rsprecher Dr. Peter Gysi, Bahnhofstrasse 10, Postfach, 5001 Aarau,
Am 19. Juni 1996 beschloss der Einwohnerrat Windisch eine neue Nutzungsplanung Siedlung und Kulturland. Darin wurde das Gebiet "Fahrgut" westlich der Reuss, auf dem sich der Landwirtschaftsbetrieb von A.X.________, B.X.________ und C.X.________ befindet, der Landwirtschaftszone mit �berlagernder Landschaftsschutzzone zugeteilt; entlang des Reussufers wurde ein Streifen als Uferschutzzone ausgeschieden und eine Hecke als Schutzobjekt festgelegt. Die Stimmberechtigten genehmigten die Vorlage am 22. September 1996 an der Urne.
Am 28. Oktober 1996 erhoben A.X.________, B.X.________ und C.X.________ Beschwerde beim Regierungsrat des Kantons Aargau mit dem Hauptantrag, f�r ihren Betrieb eine eigene Nutzungszone (G�rtnereizone) zu schaffen, und verschiedenen Eventualantr�gen, die sich u.a. gegen die Festlegung einer Landschaftsschutzzone richteten. Der Regierungsrat wies die Beschwerde am 29. Oktober 1997 ab, soweit er darauf eintrat. Am 13. Januar 1998 genehmigte der Grosse Rat des Kantons Aargau den Bauzonen- und Kulturlandplan sowie die Bau- und Nutzungsordnung der Gemeinde Windisch.
Am 23. Februar 1997 erhoben A.X.________, B.X.________ und C.X.________ Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Aargau. Darin beantragten sie im Hauptstandpunkt, es sei auf ihrem Betrieb �stlich der Kantonsstrasse (Parzelle Nr. 1666) im Ausmass von f�nf Hektaren und westlich der Kantonsstrasse (Parzelle Nr. 258) im Ausmass von zwei Hektaren eine eigene Nutzungszone (G�rtnereizone analog der Spezialzone f�r die Gem�sebaubetriebe in der Gemeinde Birmenstorf) zu schaffen, die den spezifischen Strukturen sowie den marktgerechten und zukunftsgerichteten Bed�rfnissen des Gem�sebaubetriebes Rechnung trage. Im Eventualstandpunkt beantragten sie u.a., die erw�hnten Fl�chenabschnitte seien in der Landwirtschaftszone zu belassen, jedoch ohne �berlagerung mit einer Landschaftsschutzzone (Antrag Ziff. 1.3.). Nach Durchf�hrung einer Verhandlung mit Augenschein wies das Verwaltungsgericht die Beschwerde am 26. Oktober 2001 ab.
Hiergegen erhoben A.X.________, B.X.________ und C.X.________ am 21. Januar 2002 staatsrechtliche Beschwerde ans Bundesgericht. Sie beantragen, das angefochtene Urteil sei aufzuheben, soweit ihre der Landwirtschaftszone zugewiesenen Parzellen Windisch Nrn. 1666 und 258 im Rahmen der Nutzungsplanung entgegen dem Antrag gem�ss Ziff. 1.3. ihrer verwaltungsgerichtlichen Beschwerde vom 23. Februar 1998 mit einer Landschaftsschutzzone �berlagert werden.
Angefochten ist ein Entscheid des Verwaltungsgerichts als letzter kantonaler Instanz betreffend die Nutzungsplanung der Gemeinde Windisch; hiergegen steht nur das Rechtsmittel der staatsrechtlichen Beschwerde zur Verf�gung (Art. 34 Abs. 3 RPG; Art. 84 Abs. 2, 86 Abs. 1 OG). Die Beschwerdef�hrer sind als Eigent�mer der der Landschaftsschutzzone zugewiesenen Parzellen zur Beschwerde berechtigt (Art. 88 OG). Auf die rechtzeitig erhobene Beschwerde (Art. 89 Abs. 1 OG) ist daher einzutreten.
2.1 Die Beschwerdef�hrer fechten vor Bundesgericht nur noch die �berlagerung ihrer Parzellen Nr. 1666 (im Ausmass von f�nf Hektaren) und Nr. 258 (im Ausmass von zwei Hektaren) mit der Landschaftsschutzzone an. Diese Zone ist in � 29 der Bau- und Nutzungsordnung der Gemeinde Windisch vom 19. Juni 1996 (BNO) wie folgt umschrieben:
1. Die Landschaftsschutzzone ist der Landwirtschaftszone (...) �berlagert. Sie dient der Erhaltung der Landschaft in ihrem Aussehen und ihrer Eigenart.
2. Die landwirtschaftliche Nutzung im bisherigen Umfang wird gew�hrleistet. Nicht gestattet sind l�ngerdauernde, grossfl�chige Kulturen unter Glas, Kunststoffabdeckungen und Folientunnels, Christbaumkulturen, sowie der produzierende Gartenbau mit Nadelgeh�lz-Baumschulen, Staudeng�rten, usw.
3. Zus�tzlich zu den Vorschriften der Grundnutzungszone sind Bauten, Anlagen sowie Terrainver�nderungen (Abtragungen, Aufsch�ttungen, Ablagerungen) verboten.
4. Landwirtschaftliche Kleinbauten, die der Bewirtschaftung dienen (wie Fahrnisbauten und Weidunterst�nde) und auf den Standort angewiesen sind, k�nnen bewilligt werden, wenn sie den Zielen des Landschaftsschutzes nicht widersprechen und keine �berwiegenden �ffentlichen Interessen entgegenstehen.
An dem vom Verwaltungsgericht durchgef�hrten Augenschein erl�uterten die Vertreter der Gemeinde diese Bestimmung dahingehend, dass Folientunnels oder saisonale, grossfl�chige Kunststoffabdeckungen zul�ssig sind, solange sie nur kurzfristig benutzt werden. Unzul�ssig seien dagegen Vorrichtungen, welche �rtlich und zeitlich pr�gend sind, d.h. Kunststoffabdeckungen d�rften nicht l�nger als ein halbes Jahr auf dem Feld liegen. Gew�chsh�user und begehbare Plastiktunnels seien unzul�ssig. Hagelschutznetze wurden vom Vertreter des Baudepartements f�r zul�ssig erkl�rt.
2.2 Die Nutzungsplanung der Gemeinde schr�nkt die zul�ssige Nutzung der Parzellen der Beschwerdef�hrer ein und stellt somit eine �ffentlich-rechtliche Eigentumsbeschr�nkung dar. Diese ist nur zul�ssig, wenn sie auf einer gesetzlichen Grundlage beruht, im �ffentlichen Interesse liegt und verh�ltnism�ssig ist (Art. 26 Abs. 1 BV i.V.m. Art. 36 Abs. 1-3 BV). Wiegt ein Grundrechtseingriff schwer, ist eine klare und eindeutige formell-gesetzliche Grundlage erforderlich (Art. 36 Abs. 1 BV; BGE 126 I 112 E. 3c S. 116 mit Hinweisen; 124 II 538 E. 2a S. 540; 119 Ia 362 E. 3a S. 366); wiegt er weniger schwer, gilt das Erfordernis der gesetzlichen Grundlage als erf�llt, wenn sich der angefochtene Entscheid ohne Willk�r auf die von ihm angef�hrte Norm st�tzen l�sst (BGE 124 II 538 E. 2 S. 540 f., mit Hinweisen). In jedem Fall frei pr�ft das Bundesgericht das Vorliegen eines �ffentlichen Interesses und die Verh�ltnism�ssigkeit (BGE 126 I 219 E. 2c S. 222; 121 I 117 E. 3c S. 121). Die tats�chlichen Feststellungen des Verwaltungsgerichts pr�ft das Bundesgericht nur auf Willk�r hin.
Wie das Verwaltungsgericht auf S. 9 seines Entscheides zutreffend ausgef�hrt hat, ist die Gemeinde gem�ss Art. 14 RPG, � 13 Abs. 1 und � 15 Abs. 1 des aargauischen Gesetzes vom 19. Januar 1993 �ber Raumplanung, Umweltschutz und Bauwesen (Baugesetz; BauG) erm�chtigt und verpflichtet, das Gemeindegebiet verschiedenen Nutzungszonen zuzuteilen und Art und Mass der Nutzung zu regeln; sie kann u.a. Schutzzonen ausscheiden (Art. 17 Abs. 1 RPG; � 15 Abs. 2 lit. e und � 40 Abs. 3 lit. a BauG). Derartige Schutzzonen sind insbesondere f�r Schutzobjekte des Natur-, Heimat-, Ortsbild- und Denkmalschutzes auszuweisen (� 40 Abs. 3 lit. a BauG), u.a. um naturnahe Landschaften vor neuen Beeintr�chtigungen zu sch�tzen und bestehende zu vermindern (� 40 Abs. 1 lit. d BauG). Zu nennen ist ferner Art. 16 Abs. 3 i.V.m. Art. 16a Abs. 1 2. Satz RPG zur Ausweisung von Landwirtschaftszonen mit beschr�nkter Nutzung (vgl. dazu unten, E. 5.2). Diese Bestimmungen stellen eine hinreichende gesetzliche Grundlage f�r die Ausweisung einer Landschaftsschutzzone dar, die durch den Nutzungsplan und � 29 BNO - einem formellen Gesetz der Gemeinde - konkretisiert wird. Es kann deshalb offen bleiben, ob die �berlagerung mit einer Landschaftsschutzzone einen schweren oder einen leichten Eingriff in das Grundeigentum darstellt.
4.1 Die Beschwerdef�hrer verneinen das �ffentliche Interesse an einer Unterschutzstellung der von ihnen bezeichneten Fl�chen beiderseits der Kantonsstrasse: Diese l�gen unmittelbar neben der sehr stark befahrenen Kantonsstrasse und den bereits bestehenden �konomie- und Wohngeb�uden; in diesem Bereich gen�ge die Ausweisung einer reinen Landwirtschaftszone gem�ss Art.16 RPG und � 24 BNO zur Erhaltung der Landschaft und des Erholungsraums. Sie weisen darauf hin, dass Windisch �ber weitere ausgedehnte und un�berbaute Gebiete verf�ge. Der �ffentliche Wanderweg liege am gegen�berliegenden Reussufer; das "Fahrgut" - auf dem nur private Wege best�nden - komme somit als Naherholungsgebiet nicht in Betracht. Die diesbez�glichen Feststellungen des Verwaltungsgerichts seien daher willk�rlich.
4.2 Das Verwaltungsgericht hielt fest, dass es sich beim "Fahrgut" um eine Ebene entlang der Reuss handle, die im S�den durch das Waldgebiet "D��gerli" und im Norden durch den Prallhang der Reuss abgegrenzt werde. Die Ebene werde durch die Kantonsstrasse durchschnitten und sei - mit Ausnahme einer Geb�udegruppe beidseits der Kantonsstrasse - un�berbaut. Der s�d�stliche Teil des "Fahrguts" (ab der Kantonsstrasse) sowie der Uferstreifen im nordwestlichen Teil geh�rten zum Perimeter des BLN-Gebiets "Reusslandschaft" (Art. 1 der Verordnung vom 10. August 1977 �ber das Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkm�ler i.V.m. Anhang Ziff. 1305 [VBLN; SR 451.11.]). Das "Fahrgut" befinde sich zudem im Einzugsbereich des Dekrets �ber den Schutz der Reuss und ihres Ufers vom 17. M�rz 1966, das einen 25 m breiten Streifen entlang der Reuss mit einer Sperrzone belegt. Aufgrund des Augenscheins und der Akten kam das Verwaltungsgericht zum Ergebnis, dass die offene Kulturlandschaft im "Fahrgut", auch ausserhalb des BLN-Gebiets, zumindest regional schutzw�rdig sei. Das Landschaftsbild und die geomorpholoische Typologie der Schotterterrasse zwischen Prallhang und Reuss begr�ndeten ein eminentes �ffentliches Interesse an der Freihaltung dieses Gebiets. Die Durchschneidung durch die Kantonsstrasse stehe im Zusammenhang mit dem Fluss�bergang und beeintr�chtige zusammen mit den �berbauten bzw. �berbaubaren Teilgebieten am westlichen Br�ckenkopf das Erscheinungsbild nicht wesentlich.
4.3 Diese Einsch�tzung ist aufgrund der Pl�ne und der Akten nachvollziehbar: Das "Fahrgut", das im Norden und Osten von der Reuss und im S�den und Westen vom Wald bzw. der Kantonsstrasse umschlossen wird, erscheint als einheitliche, im Wesentlichen unber�hrte Gel�ndekammer, die nur im Bereich der Fluss�berquerung eine kleine, relativ kompakte �berbauung aufweist. Der s�dliche Teil des "Fahrguts" geh�rt zum BLN-Objekt Reusslandschaft, einer Landschaft von besonderer Sch�nheit und nationaler Bedeutung. In der Beschreibung des Bundesinventars wird der Abschnitt zwischen Windisch und Birmenstorf besonders hervorgehoben, wo der Fluss die Kalk- und Keuperformationen eines Ausl�ufers des Faltenjuras durchbricht. Der n�rdliche Teil des "Fahrguts" grenzt unmittelbar an das BLN-Objekt an und bildet mit ihm eine in sich abgeschlossene, landschaftlich und geologisch einheitliche Gel�ndekammer. Mit der Gemeinde und den kantonalen Beh�rden ist damit von einem gewichtigen �ffentlichen Interesse an der Erhaltung des "Fahrguts" in seinem jetzigen Zustand auszugehen. Dies gilt auch dann, wenn Windisch - wie die Beschwerdef�hrer geltend machen - �ber weitere un�berbaute, naturnahe Fl�chen verf�gt und das "Fahrgut" nicht intensiv als Naherholungsgebiet benutzt wird.
Der Eindruck einer einheitlichen, im Wesentlichen unber�hrten Gel�ndekammer zwischen Wald und Reuss w�rde zerst�rt oder jedenfalls stark beeintr�chtigt, wenn auf der gesamten, von den Beschwerdef�hrern bezeichneten Fl�che von insgesamt 7 ha entlang der Kantonsstrasse landwirtschaftliche Bauten, Gew�chsh�user oder grossfl�chige und dauerhafte Kunststoffabdeckungen zul�ssig w�ren. Die angeordnete Eigentumsbeschr�nkung liegt somit im �ffentlichen Interesse.
5.1 Die Beschwerdef�hrer berufen sich auf das �ffentliche Interesse an der Erhaltung und Sicherung geeigneter Fl�chen f�r die Landwirtschaft (Art. 3 Abs. 2 lit. a und Art. 6 Abs. 2 lit. a RPG; Art. 26 und 30 der Raumplanungsverordnung vom 22. August 2000 [RPV; SR 700.1]) und machen geltend, es handle sich beim "Fahrgut" um sehr gute Fruchtfolgefl�chen. Die zitierten Bestimmungen gebieten jedoch nur die Sicherung und Freihaltung von gen�genden geeigneten Kulturlandfl�chen; diesen Zweck erf�llt auch die mit einer Landschaftsschutzzone �berlagerte Landwirtschaftszone.
5.2 Auch aus Art. 16a Abs. 1 RPG und Art. 34 ff. RPV k�nnen die Beschwerdef�hrer nichts f�r sich ableiten: Diese Bestimmungen umschreiben die allgemeine Zonenkonformit�t von Bauten und Anlagen in der Landwirtschaftszone. Kantone und Gemeinden k�nnen jedoch die Zonenkonformit�t im Rahmen von Art. 16 Abs. 3 RPG enger umschreiben, wie sich aus Art. 16a Abs. 1 2. Satz RPG ergibt (vgl. Bundesamt f�r Raumentwicklung, Neues Raumplanungsrecht, Erl�uterungen zur Raumplanungsverordnung und Empfehlungen f�r den Vollzug, Bern 2001, Abschlag I. Ziff. 2.3.1. S. 28); umgekehrt haben sie die M�glichkeit, Intensivlandwirtschaftszonen auszuweisen, in denen Bauten und Anlagen �ber Art. 16a Abs. 1 RPG hinaus bewilligt werden k�nnen, namentlich f�r die bodenunabh�ngige Produktion (Art. 16a Abs. 3 RPG; Erl�uterungen zur Raumplanungsverordnung, a.a.O., Abschlag II). Die zust�ndigen Planungsbeh�rden k�nnen damit den verschiedenen Funktionen der Landwirtschaftszone angemessen Rechnung tragen (Art. 16 Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 RPG).
Wie der Regierungsrat in seiner Vernehmlassung zu Recht hervorgehoben hat, ist die Landschaft in den letzten Jahrzehnten durch Bauten und Anlagen sowie die Intensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung in ihren inneren Funktionen und im �usseren Erscheinungsbild stark umgestaltet worden; sie hat an Nat�rlichkeit verloren und ist zu einer mit Technik durchsetzen Kulturlandschaft geworden (vgl. hierzu auch Bericht des Bundesrats vom 22. Mai 1996 �ber die Grundz�ge der Raumordnung Schweiz, Ziff. 231 S. 24 und Ziff. 24 S. 28 f.). Um naturnahe Landschaften und Erholungsr�ume auch in Zukunft zu erhalten (vgl. Art. 3 Abs. 2 lit. d RPG), m�ssen deshalb Gegenmassnahmen ergriffen werden. Die wenigen noch unbelasteten und unzerschnittenen Landschaften sind vorrangig freizuhalten (Grundz�ge der Raumordnung Schweiz, Ziff. 341, S. 57). Hierzu gen�gt die pauschale Zuweisung einer Landschaft in die Landwirtschaftszone nicht in jedem Fall: Soll eine schleichende Zersiedlung und Zerschneidung der Landschaft durch landwirtschaftliche Bauten und Anlagen verhindert und die Fl�chen naturnah - ohne den Einsatz permanenter Kunststoffabdeckungen und �hnlicher Vorrichtungen - bewirtschaftet werden, m�ssen Einschr�nkungen vorgesehen werden. Dabei steht der Planungsbeh�rde ein weiter Ermessensspielraum zu: Sie kann das Gebiet einer Landwirtschaftszone zuweisen und die Zonenkonformit�t von Bauten und Anlagen gegen�ber Art. 16a Abs. 1 RPG, Art. 34 ff. RPV beschr�nken, oder sie kann - wie im vorliegenden Fall geschehen - die Landwirtschaftszone mit einer Landschaftsschutzzone �berlagern.
6.1 Im Wesentlichen r�gen die Beschwerdef�hrer, die angefochtene Planung sei unverh�ltnism�ssig, weil sie die zuk�nftige Entwicklung ihres Landwirtschaftsbetriebs verhindere. Die Landschaftsschutzzone sei bis eng zu den bestehenden Geb�uden hin gezogen worden. Die zwischen den heute bestehenden Geb�uden liegenden freien Fl�chen w�rden als Man�vrierfl�che und Abstellplatz ben�tigt. Eine bauliche Betriebsanpassung sei daher - entgegen den Feststellungen des Verwaltungsgerichts - nicht m�glich. Zwar verf�ge der Betrieb auch �ber Fl�chen ausserhalb der Gemeinde Windisch. Sowohl aus wirtschaftlichen als auch aus raumplanerischen Gr�nden seien bauliche Erweiterungen jedoch nur in unmittelbarer N�he des Betriebszentrums m�glich. Die in der Gemeinde Windisch liegende Betriebsfl�che von 13,5 Hektaren k�nne als eigenst�ndiger Betrieb gef�hrt werden. Im Hinblick auf die Betriebsnachfolge und die Aufteilung des heutigen - im Gesamteigentum dreier Familien stehenden - Gesamtbetriebes m�sse diese Eigenst�ndigkeit mit entsprechenden Entwicklungsm�glichkeiten gewahrt bleiben.
6.2 Das Verwaltungsgericht ging davon aus, dass eine bauliche Betriebsanpassung nicht ausgeschlossen sei, weil die �berbauten Teile des "Fahrguts" von der �berlagerung ausgenommen seien. Diese Feststellung ist jedenfalls nicht willk�rlich: Auch wenn die Grenze der Landschaftsschutzzone dicht an der �berbauungsgrenze gezogen wurde, umfasst das Hofareal samt Umgel�nde eine relativ grosse Fl�che, auf der die �konomie- und Wohngeb�ude des Betriebs Platz finden k�nnen. Notfalls m�ssten bestehende, den aktuellen Bed�rfnissen des Gem�seanbaus nicht mehr gen�gende Bauten umgebaut oder ersetzt werden. Landwirtschaftliche Kleinbauten, die der Bewirtschaftung dienen (wie Fahrnisbauten und Weidunterst�nde) l�sst � 29 Abs. 3 BNO unter gewissen Voraussetzungen auch innerhalb der Landschaftsschutzzone zu. Die �brigen, in der Gemeinde Gebenstorf liegenden Fl�chen der Beschwerdef�hrer erw�hnte das Verwaltungsgericht nicht als alternativen Standort f�r Betriebsgeb�ude, sondern im Zusammenhang mit den Einschr�nkungen des Gem�sebaus: Diese, nicht den Nutzungseinschr�nkungen von � 29 Abs. 2 BNO unterliegenden Fl�chen stellen sicher, dass der Gem�sebaubetrieb bei Bedarf intensiviert werden kann, z.B. durch Verwendung von mehrj�hrigen Kunststoffabdeckungen oder Gew�chsh�usern, und deshalb in seiner Existenz nicht bedroht ist.
6.3 Die Beschwerdef�hrer r�gen, das Verwaltungsgericht habe die Bed�rfnisse eines am Markt ausgerichteten, rationell produzierenden Gem�sebaubetriebs verkannt und nicht ber�cksichtigt, dass es auch aus �kologischer Sicht sinnvoll sei, Gem�se "vor Ort" in zentraler Lage mitten im Siedlungsgebiet zu produzieren. In diesem Zusammenhang werfen sie dem Verwaltungsgericht eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs vor, weil es - entgegen dem Antrag der Beschwerdef�hrer - keine auf den Gem�sebau spezialisierte Fachleute angeh�rt habe.
6.3.1 Es liegt grunds�tzlich im pflichtgem�ssen Ermessen des Gerichts zu entscheiden, ob es �ber gen�gende eigene Sachkunde zur Beurteilung der anstehenden Fragen verf�gt, oder ob es auf die Auskunft externer Fachleute angewiesen ist. Im vorliegenden Fall wirkte Verwaltungsrichter Hagenbuch als Fachrichter f�r Landwirtschaft am Urteil mit, der �ber spezielle landwirtschaftliche Kenntnisse verf�gte. Hinzu kommt, dass die zust�ndigen Fachbeh�rden des Kantons schon an der Nutzungsplanung der Gemeinde Windisch, am Beschwerdeverfahren vor dem Regierungsrat und am verwaltungsgerichtlichen Verfahren beteiligt waren. Auch wenn in erster Linie die Abteilung Raumplanung des Baudepartements am Verfahren mitwirkte und nicht eine Fachstelle f�r Landwirtschaft, ist davon auszugehen, dass diese in der Lage war, die anstehenden landwirtschaftlichen Fragen sachkundig zu beurteilen. Das Verwaltungsgericht konnte deshalb willk�rfrei von der Anh�rung eines Fachmann f�r Landwirtschaft bzw. Gem�sebau absehen. Es liegt somit keine Verletzung des rechtlichen Geh�rs (Art. 29 Abs. 2 BV) vor.
6.3.2 Der Vorwurf der Beschwerdef�hrer, dass die Ausf�hrungen von Richter Hagenbuch am Augenschein keinen Niederschlag im Urteil gefunden h�tten, trifft nicht zu: Vielmehr ber�cksichtigte das Verwaltungsgericht in der Interessenabw�gung das �ffentliche Interesse am Anbau von Gem�se "vor Ort" zur Vermeidung langer Transportwege und anerkannte, dass die Landschaftsschutzzone die Beschwerdef�hrer in ihrem Gem�sebau einschr�nke und insbesondere die zuk�nftige Anpassung an die Marktbed�rfnisse behindere. Es hielt diese Einschr�nkungen jedoch im Hinblick auf das gewichtige �ffentliche Interesse am Erhalt des "Fahrguts" in seiner heutigen Ausgestaltung f�r verh�ltnism�ssig.
6.4 Zu Recht: Die bauliche Entwicklung des Betriebs auf dem bestehenden Hofgel�nde wird durch die Landschaftsschutzzone eingeschr�nkt aber nicht verunm�glicht. Die Beschwerdef�hrer k�nnen die bisherige Nutzung des "Fahrguts" zum Gem�seanbau weiterf�hren; insbesondere gestattet � 29 Abs. 2 BNO in der Auslegung des Gemeinderats die Verwendung von saisonalen Kunststoffabdeckungen und Hagelschutznetzen. Beschr�nkt werden lediglich neue Gem�seanbaumethoden, die Gew�chsh�user oder langfristige Kunststoffabdeckungen erfordern (z.B. Rhabarber und Spargel). Diese Einschr�nkungen erscheinen angesichts des �ffentlichen Interesses am Schutz des "Fahrguts" als verh�ltnism�ssig, zumal die Beschwerdef�hrer �ber weitere, nicht diesen Beschr�nkungen unterliegenden Betriebsfl�chen verf�gen. Sofern hierdurch die M�glichkeiten der Aufteilung des bestehenden Gesamtbetriebs in mehrere, wirtschaftlich selbst�ndige Teilbetriebe beschr�nkt werden, ist dies hinzunehmen.
Schliesslich r�gen die Beschwerdef�hrer eine Verletzung des Rechtsgleichheitsgebots. Es entspreche der Praxis der Aargauer Gemeinden - beispielsweise der Nachbargemeinde Gebenstorf - im Bereich bestehender Anlagen einen weiteren Umkreis nicht mit der Landschaftsschutzzone zu �berlagern (sog. "Siedlungsei"). Es gehe nicht an, dass im selben Kanton Landwirte bei Erlass von Landschaftsschutzzonen unterschiedlich behandelt w�rden.
7.1 Wie das Verwaltungsgericht zutreffend ausgef�hrt hat, liegt eine gegen Art. 8 Abs. 1 BV verstossende rechtsungleiche Behandlung nur vor, wenn die n�mliche Beh�rde gleichartige F�lle unterschiedlich beurteilt. Es besteht somit keine Verpflichtung der Gemeinde Windisch, die Beschwerdef�hrer in ihrer Nutzungsplanung gleich zu behandeln wie sie in der benachbarten Gemeinde Gebenstorf behandelt werden. Die Behauptung der Beschwerdef�hrer, auch die Gemeinde Windisch habe im Gebiet "Lindhof" ein "Siedlungsei" um den dortigen landwirtschaftlichen Betrieb herum ausgespart, trifft nicht zu: Aus dem Nutzungsplan Kulturland ergibt sich, dass auch hier eine Grenzziehung entlang den bestehenden Bauten mit Umgel�nde vorgenommen wurde.
7.2 Die Beschwerdef�hrer verkennen zudem die Bedeutung des so genannten "Siedlungseis". Wie aus dem Schreiben des Baudepartement des Kantons Aargau, Abteilung Raumentwicklung, vom 8. Februar 2002 hervorgeht, fehlen gesetzliche Vorgaben zur Frage, ob und wie bestehende Bauten innerhalb einer Landschaftsschutzzone in der kommunalen Nutzungsplanung zu behandeln sind. Es gibt allerdings eine Empfehlung der Abteilung Raumentwicklung, bestehende Bauten mit einem Symbol auszusparen; bei diesem Vorgehen wird die Interessenabw�gung im Planverfahren nicht abschliessend vorgenommen, sondern im Detail erst im Baubewilligungsverfahren festgelegt. Als derartiges Symbol gilt das "Siedlungsei" in ovaler oder runder Form, sei es mit gestrichelter oder durchgezogener Linie. Die Anordnung eines "Siedlungseis" im Bereich bestehender Anlagen bedeutet somit nicht, dass der gesamte Innenraum des "Eis" von der Landschaftsschutzzone ausgenommen und �berbaubar ist, sondern beh�lt die konkrete Abgrenzung von Landwirtschafts- und Landschaftsschutzzone dem Baubewilligungsverfahren vor . Diese kann im Ergebnis grossz�giger, aber auch restriktiver ausfallen als eine feste Abgrenzung in gewissem Abstand von der vorhandenen �berbauung.
Nach Auskunft der Abteilung Raumentwicklung sind die Gemeinden nicht verpflichtet, eine derartige symbolische Abgrenzung festzulegen. Sie haben auch die M�glichkeit, die Grenze zwischen der Landschaftsschutzzone und der Landwirtschaftszone bereits im Kulturlandplan fest abzugrenzen, mit der Folge, dass ausserhalb der Abgrenzung die Vorschriften der Landschaftsschutzzone gelten und innerhalb jene der Landwirtschaftszone. Ob eine feste oder eine symbolische Begrenzung vorliege, sei eine Frage der Auslegung, f�r die in erster Linie die Gemeinde zust�ndig sei. Schliesslich bestehe auch die M�glichkeit, bestehende Bauten ohne Aussparung mit der Landschaftsschutzzone zu �berlagern, z.B. bei untergeordneten oder st�renden Bauten oder zonenfremden Bauten. Diese Bauten werden dann zonenwidrig, mit der Folge, dass bauliche Massnahmen - auch f�r die landwirtschaftliche Nutzung - nur im Rahmen der Besitzstandsgarantie zul�ssig sind.
Im vorliegenden Fall gehen sowohl die Gemeinde als auch das Verwaltungsgericht vom Vorliegen einer festen Abgrenzung aus, welche in einem bestimmten Abstand von den bestehenden Bauten verl�uft. Eine Ausnahme gilt f�r das Lagergeb�ude Nr. 484 nordwestlich der Kantonsstrasse, das mit der Landschaftsschutzzone �berlagert ist. Diese Form der Abgrenzung von Landwirtschafts- und Landschaftsschutzzone liegt nach dem Gesagten im gemeindlichen Ermessen.
Die staatsrechtliche Beschwerde erweist sich somit als unbegr�ndet und ist abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens tragen die Beschwerdef�hrer die Gerichtskosten. Nach Art. 159 Abs. 2 OG - der nach der Praxis auch im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde Anwendung findet - darf obsiegenden Beh�rden oder mit �ffentlichrechtlichen Aufgaben beauftragten Organisationen in der Regel keine Parteientsch�digung zugesprochen werden. Diese Norm beruht auf der �berlegung, dass derartige Parteien in der Lage sind, ihren Rechtsstreit selbst, ohne Zuzug eines Rechtsbeistandes, zu f�hren. Eine Ausnahme wird f�r kleinere und mittlere Gemeinden gemacht, die �ber keinen eigenen Rechtsdienst verf�gen und sich in komplexeren Angelegenheiten durch einen Rechtsanwalt vertreten lassen m�ssen (Poudret, Commentaire de la loi f�d�rale d'organisation judiciaire du 16 d�cembre 1942, Bern 1992, Art. 159 N. 3 S. 161). Diese Voraussetzungen treffen auf die Gemeinde Windisch zu. Die Beschwerdef�hrer sind daher verpflichtet, sie f�r die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens zu entsch�digen.
Die Beschwerdef�hrer haben die Gemeinde Windisch f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 1'500.-- zu entsch�digen.
Dieses Urteil wird den Beschwerdef�hrern, dem Gemeinderat Windisch, dem Regierungsrat, dem Grossen Rat und dem Verwaltungsgericht des Kantons Aargau, 4. Kammer, schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 84
 Art. 36
 BGE 
 Art. 14
 Art. 16
 Art. 16
 Art.16
 Art. 6
 Art. 26
 Art. 16
 Art. 34
 Art. 16
 Art. 16
 Art. 16
 Art. 3
 Art. 16
 Art. 34
 Art. 8
 Art. 159
 Art. 159