Source: http://www.nomokanon.de/index.html
Timestamp: 2017-11-24 20:26:32+00:00

Document:
Tübingen - Seit 1998
Herausgeber: Prof. Dr. Richard Puza - Schriftleitung: PD Dr. habil. Stefan Ihli J.C.L.
30.11.2016...Bundesverfassungsgericht entscheidet zum Feiertagsschutz
Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden, dass eine Untersagung von mit dem Charakter des Stillen Feiertags Karfreitag unvereinbaren Veranstaltungen aufgrund dessen besonderen Schutzes dann verfassungswidrig ist, wenn keine Ausnahmen zugunsten solcher Veranstaltungen vorgesehen sind, die für sich den Schutz der Glaubens-, Weltanschauungs- oder Versammlungsfreiheit in Anspruch nehmen können. Lesen Sie mehr...
15.09.2016...Papst Franziskus gleicht den CIC an den CCEO an
Aufgrund zunehmender Migration unierter Christen in Gebiete der lateinischen Kirche nimmt die Relevanz der Bestimmungen des CCEO zu. Um ein Auseinanderklaffen der Bestimmungen zwischen CIC und CCEO zu vermeiden, hat Papst Franziskus in einem jetzt bekannt gemachten Motu proprio einige Bestimmungen des CIC an die parallelen Vorschriften des CCEO angeglichen. Insbesondere wurde bestimmt, dass lateinischen Trauungen mit bzw. unter unierten Katholiken oder Orthodoxen nun nur noch ein Priester gültig assistieren kann. Lesen Sie im Originaltext mehr...
08.09.2015...Papst Franziskus reformiert das Eheprozessrecht
Papst Franziskus hat mit zwei heute veröffentlichten, aber schon auf den 15.08.2015 datierten, jedoch erst am 08.12.2015 in Kraft tretenden Motuproprien das Eheprozessrecht sowohl des CIC als auch des CCEO reformiert und damit der im Oktober 2015 in Rom stattfindenden Bischofssynode vorgegriffen. Ergebnis der Neuregelung ist eine teils erhebliche Vereinfachung der Ehenichtigkeitsverfahren. Dazu trägt zum einen bei, dass nun auch ohne weiteres das Gericht der klagenden Partei zuständig ist; zum anderen wurde die Notwendigkeit abgeschafft, affirmative Urteile von Amts wegen an die zweite Instanz zu übersenden, so dass prinzipiell - wenn keine Partei (einschließlich des Ehebandverteidigers) Berufung einlegt - eine Instanz zur Nichtigerklärung einer Ehe ausreicht. Zudem ist das Geständnis einer Partei künftig grundsätzlich für einen vollen Beweis in der Sache ausreichend, ohne dass es Zeugenaussagen bräuchte, falls die Glaubwürdigkeit der Partei gesichert ist. Daneben wurde ein unter bestimmten Voraussetzungen anwendbares, abgekürztes Verfahren eingeführt, das binnen eines Monats nach einer Hauptverhandlung zu einem vom Bischof selbst gesprochenen Urteil führen soll. Das materielle Recht wurde allerdings nicht novelliert, so dass sich an den Ehenichtigkeitsgründen und ihren Tatbestandsmerkmalen nichts ändert. Lesen Sie selbst:
Änderung des Eheprozessrechts des CIC sowie Änderung des Eheprozessrechts des CCEO (nur lateinisch).
20.11.2014...Bundesverfassungsgericht bestätigt seine Rechtsprechung zu Loyalitätsobliegenheiten im kirchlichen Dienst
Welche Loyalitätsobliegenheiten Gegenstand eines Arbeitsverhältnisses sein können, richtet sich nach einem heute ergangenen Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das dessen ständige Rechtsprechung bestätigt, allein nach den von der verfassten Kirche anerkannten Maßstäben, auf die im Arbeitsvertrag Bezug genommen wird. Die staatlichen Gerichte dürfen sich nicht über das kirchliche Selbstverständnis hinwegsetzen, solange dieses nicht in Widerspruch zu grundlegenden verfassungsrechtlichen Gewährleistungen steht. Erst auf einer zweiten Prüfungsstufe sind die Grundrechte der betroffenen Arbeitnehmer und deren durch das allgemeine Arbeitsrecht geschützte Interessen mit den kirchlichen Belangen und der korporativen Religionsfreiheit der Kirchen zu einem möglichst schonenden Ausgleich zu bringen. Mehr...
08.07.2014...Übertragung der Ordentlichen Sektion der Güterverwaltung des Heiligen Stuhls an das Wirtschaftssekretariat
Mit Motu proprio vom heutigen Tag hat Papst Franziskus die Ordentliche Sektion der Güterverwaltung des Heiligen Stuhls an das Wirtschaftssekretariat übertragen. Dazu hat er die Artikel 172-173 der Apostolischen Konstitution "Pastor bonus" abgeändert und deren Artikel 174-175 gestrichen. Das Motu proprio liegt zur Zeit leider weder auf Latein noch auf Deutsch vor.
03.01.2014...Neuverhandlung der Baulast an Kirchtürmen nötig
Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg hat am 3. Dezember 2013 ein heute bekannt gewordenes Urteil zum Württembergischen Kirchengemeindegesetz von 1887 gefällt, das zu einer Neuaufteilung der Baulast an Kirchtürmen, Turmuhren, Glocken und Läuteanlagen zwischen Kirchen- und bürgerlichen Gemeinden führen wird. Nach diesem Gesetz muss sich eine bürgerliche Gemeinde in dem Maß an der genannten Baulast beteiligen, in dem sie den Kirchturm und die mit ihm verbundenen Einrichtungen für weltliche Zwecke nutzt (z. B. für Zeitanzeige oder Alarmierung). Wie das Gericht nun entschieden hat, seien diese Funktionen heute weitgehend entfallen, so dass die 1887 festgelegte Verteilungsquote der Baulast keinen Bestand mehr haben könne und in jedem Einzelfall neu verhandelt werden müsse. Das Urteil gilt zunächst für die Stadt Gingen an der Brenz, dann aber auch für alle Kommunen auf dem Territorium des ehemaligen Königreichs Württembergs, für die das genannte Gesetz Anwendung findet, dürfte aber zudem darüber hinaus in Gebieten mit ähnlichen gesetzlichen Vorschriften Auswirkungen haben und damit wesentliche negative finanzielle Folgen für alle Kirchengemeinden nach sich ziehen.
13.06.2013...Erstmals muslimische Gemeinschaft als Körperschaft anerkannt
Hessen hat - erstmals in Deutschland - einer muslimischen Gemeinschaft den Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts zuerkannt, und zwar der "Ahmadiyya Muslim Jamaat" (AMJ) in Frankfurt am Main, die in ganz Deutschland etwa 35.000 Mitglieder hat.
25.04.2013...Kündigung wegen Kirchenaustritts ist rechtens
Das Bundesarbeitsgericht hat heute festgestellt, dass die Kündigung eines Sozialpädagogen durch einen Caritasverband wegen Kirchenaustritts rechtens ist. Das kirchliche Selbstbestimmungsrecht komme neben den Kirchen auch den diesen zugeordneten caritativen Einrichtungen zu. In der Grundordnung des kirchlichen Dienstes im Rahmen kirchlicher Arbeitsverhältnisse von 1993 seien die verbindlichen Loyalitätsobliegenheiten festgelegt. Durch die Erklärung des Kirchenaustritts habe sich der Sozialpädagoge insgesamt von der Katholischen Kirche losgesagt und sei nicht nur in einem einzelnen Punkt den Loyalitätsobliegenheiten nicht gerecht geworden. Da der Sozialpädagoge am Verkündigungsauftrag der Kirche teilhabe, habe er darum gekündigt werden dürfen. Die Kündigung sei auch deshalb verhältnismäßig, da es außerhalb kirchlicher Einrichtungen ebenfalls Arbeitsplätze für Sozialpädagogen gebe und da auch nach AGG keine Diskriminierung vorliege, da die entsprechende Bereichsausnahme greife. Lesen Sie mehr...
20.11.2012...Streikverbot in kirchlichen Einrichtungen weitgehend bestätigt
Das Bundesarbeitsgericht hat in zwei Entscheidungen vom heutigen Tage das Streikverbot in kirchlichen Einrichtungen weitgehend bestätigt. Demnach ist ein Streik zum einen nicht zulässig, falls eine Religionsgemeinschaft - wie in den weitaus meisten Fällen - den Dritten Weg der Tariffindung beschreitet und das Ergebnis der KODA-Verhandlungen verpflichtender Mindeststandard für alle betroffenen Einrichtungen ist. Allerdings müssen die Gewerkschaften künftig in das KODA-System einbezogen werden. Lesen Sie die ganze Pressmitteilung hier!
Zudem hat das Bundesarbeitsgericht Streiks sogar dann ausgeschlossen, falls eine Religionsgemeinschaft atypischerweise für sich den Zweiten Weg unter der Prämisse wählt, dass die Tarifparteien zuvor eine Friedenspflicht und ein Schlichtungsabkommen vereinbart haben, was das Gericht als Sonderkonstruktion nicht hinterfragte. Auch hierzu bieten wir Ihnen die gesamte Pressemitteilung hier!
26.09.2012...Verwaltungsgerichtlicher Rechtsstreit um den modifizierten Kirchenaustritt letztinstanzlich entschieden
Im verwaltungsgerichtlichen Rechtsstreit um den Kirchenaustritt des emeritierten Freiburger Kirchenrechtsprofessors Hartmut Zapp ist heute ein abschließendes Urteil ergangen. Das Bundesverwaltungsgericht erklärte, eine Kirchenaustrittserklärung vor staatlichen Behörden könne sich nur auf eine Religionsgemeinschaft insgesamt und nicht nur auf einen Teilbereich derselben beziehen. Demnach sei auch der Zusatz "Körperschaft des öffentlichen Rechts" zu der Bezeichnung der Religionsgemeinschaft, aus der der Antragsteller austreten möchte, irrelevant, somit aber auch kein schädlicher Zusatz, der die Kirchenaustrittserklärung - die keine Modifikationen enthalten darf - ungültig machen würde. Demzufolge gab das Gericht zwar in formaler Hinsicht der Revision des in den Vorinstanzen beigeladenen Professors statt und erklärte damit seine Kirchenaustrittserklärung für rechtsgültig, dies allerdings vor einem anderen inhaltlichen Hintergrund als von diesem angestrebt. Mehr...
24.09.2012...Allgemeindekret der Deutschen Bischofskonferenz zum Kirchenaustritt in Kraft getreten
Seit 2006 war die Bewertung eines vor staatlichen Behörden in Deutschland erklärten Austritts aus der katholischen Kirche zwischen dem Apostolischen Stuhl und der Deutschen Bischofskonferenz umstritten. Seit heute ist nun ein von der Deutschen Bischofskonferenz erlassenes, von Rom approbiertes allgemeines Dekret in Kraft getreten, das die Rechtsfolgen eines solchen Kirchenaustritts regelt, jedoch nichts zu den eherechtlichen Konsequenzen ausführt. Demnach sind Ausgetretene nicht automatisch exkommuniziert - diese Rechtsfolge träfe sie erst nach einer Feststellung des eigenen Pfarrers, der mit jedem Ausgetretenen nunmehr ein pastorales Gespräch führen soll, dass eine Häresie, Apostasie oder ein Schisma vorliegt. Jedoch trifft die Ausgetretenen eine Reihe von Konsequenzen, die einzeln aufgeführt werden. Damit ist die ständige Haltung der deutschen Bischöfe erneut unmissverständlich klargestellt worden. Lesen Sie das Dekret bei uns im Wortlaut! Mehr...
29.09.2011...Motu proprio "Quaerit semper" ändert Apostolische Konstitution "Pastor bonus"
Mit Wirkung vom 1. Oktober 2011 wird die Zuständigkeit zur Auflösung nicht vollzogener Ehen und für die Erklärung der Nichtigkeit heiliger Weihen von der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung zu einem speziell dafür eingerichteten Büro bei der Römischen Rota verlagert. Mehr...
08.09.2011...Bundesarbeitsgericht entscheidet über Kündigung wegen Loyalitätsverstoßes
Das Bundesarbeitsgericht hat heute über die Kündigung eines Chefarztes eines katholischen Krankenhauses wegen Loyalitätsverstoßes aufgrund Wiederverheiratung nach Scheidung entschieden. Es hat grundsätzlich bejaht, dass die katholische Kirche das Recht hat, besondere Loyalitätsanforderungen an ihre Mitarbeiter zu stellen und ihnen bei einem Verstoß dagegen auch zu kündigen und dass zu diesen Loyalitätsverstößen auch der Abschluss einer nach dem Selbstverständnis der katholischen Kirche ungültigen Ehe gehören kann. Im konkreten Fall wurde allerdings der Kündigungsschutzklage des Chefarztes letztinstanzlich Recht gegeben, da erstens die vorzunehmende Einzelfallprüfung ergeben habe, dass der Dienstgeber über zwei Jahre hinweg ein zunächst uneheliches Zusammenleben des Chefarztes toleriert und erst nach Abschluss der Zivilehe gekündigt habe, weil zweitens das Eingehen einer bürgerlich gültigen Ehe grundrechtlich geschützt sei und da drittens nichtkatholische Mitarbeiter des Krankenhauses auch nach Wiederverheiratung unbeanstandet weiterbeschäftigt würden. Das Urteil dürfte sich an der Entscheidung des EGMR im Fall Schüth orientieren und einerseits weiterhin eine Basis für die Einforderung besonderer Loyalitätsanforderungen bieten, andererseits es aber erfordern, sofort nach Aufnahme einer neuerlichen Lebensgemeinschaft die Kündigung auszusprechen, anderenfalls ein Kündigungsrecht eher nicht mehr bestehen dürfte. In diesem Sinne könnte das Urteil sogar zu schnelleren und häufigeren Kündigungen führen. Lesen Sie hier die Pressemitteilung des Gerichts...
30.06.2011...Prof. Dr. Jean Werckmeister (Strasbourg) ist verstorben
Mit Trauer habe ich erfahren, dass mein Schüler, Kollege und Freund Jean Werckmeister nach langer, schwerer Krankheit verstorben ist. Vor kurzem noch ist sein letztes großes Werk "Décret de Gratien. Causes 27 à 36, Le Marriage" erschienen.
Jean Werckmeister war ein begnadeter Kanonist und Kirchenrechtshistoriker. In der kirchlichen Rechtsgeschichte hat er die französische Tradition bedeutender Professoren wie Jean Gaudemet fortgesetzt. Durch seine Arbeit über Ivo von Chartres' Werk hat er die Entstehung der Kanonistik weiter nach hinten verlegt. Eines seiner großen Themen war aber die Beschäftigung mit dem Dekret Gratians. So hat er sich auch in die vor ein paar Jahren aufgeflammte Diskussion um die Autorschaft und die Entstehungszeit des Gratianischen Dekretes eingebracht.
Das geltende Kirchenrecht beherrschte er wie kaum ein anderer. Er war ein sehr selbstständig denkender Wissenschaftler. In die Diskussion um die wiederverheirateten Geschiedenen brachte er neue Akzente ein. Überhaupt lagen ihm Fragen des Eherechtes am Herzen. Dazu zählt auch das Verhältnis von Recht und Moral.
Er war ein ausgezeichneter Lehrer. Er konnte sein umfangreiches Wissen in die Diskussion sehr gut einbringen.
Ich habe sehr viel mit ihm zusammengearbeitet. Er wird sehr fehlen. Wir werden ihm ein ehrendes Gedächtnis bewahren.
23.09.2010...Kündigung wegen Verstoßes gegen besondere Loyalitätsobliegenheiten kann gegen das Europarecht verstoßen
In einem heute entschiedenen Fall (Schüth vs. Deutschland) hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte ausgeführt, dass eine Kündigung eines Organisten durch eine katholische Kirchengemeinde wegen Verstoßes gegen besondere Loyalitätsobliegenheiten aus dem Arbeitsvertrag dann gegen das Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens nach Art. 8 EMRK verstoßen kann, wenn bei einer Beurteilung über den Loyalitätsverstoß nicht ausreichend geprüft wird, ob die ausgeübte Tätigkeit im Zusammenhang mit dem Verkündigungsauftrag der Kirche steht, wenn keine Prüfung dahingehend stattgefunden hat, ob andere Maßnahmen als eine Kündigung ausreichen würden und wenn keine Abwägung der kirchlichen Interessen des Arbeitgebers und der Interessen des Mitarbeiters nach Schutz seines Familienlebens und Erhalt des Arbeitsplatzes vorgenommen wurde. Gerade in letzterer Hinsicht fand das Gericht besonders beachtlich, dass ein Organist weitgehend nur im kirchlichen Bereich seiner Tätigkeit nachgehen kann. Dem Betroffenen war nach Eingehen einer unehelichen Lebensgemeinschaft nach Trennung von seiner Frau ohne weiteres gekündigt worden. Da in einem ähnlich gelagerten Fall eines leitenden Angestellten der Mormonen in Deutschland (Obst vs. Deutschland) dessen Kündigung vom EGMR ebenfalls heute bestätigt wurde, da hier von deutschen Gerichten eine umfassendere Abwägung aller Interessen vorgenommen worden sei, kann nicht zwingend von einer grundsätzlichen Ablehnung besonderer Loyalitätspflichten durch den EGMR oder von grundlegenden Auswirkungen des Urteils im Fall Schüth auf das deutsche Staatskirchenrecht gesprochen werden. Gleichwohl werden Arbeitsgerichte künftig wohl strengere Prüfmaßstäbe bei der Beurteilung der Zulässigkeit von Kündigungen aus persönlichen Gründen an den Tag legen und wird zu beobachten sein, wie sich die entsprechende Judikatur entwickelt. Bilden Sie sich ein eigenes Urteil und lesen Sie bei uns nach: Urteil Schüth vs. Deutschland, Urteil Obst vs. Deutschland.
10.08.2010..."Omnium in mentem" in Kraft getreten
Wie heute bekannt wurde, ist das Motu proprio "Omnium in mentem" zur Änderung einiger Bestimmungen des Codex Iuris Canonici seit dem 8. April 2010 in Kraft getreten, da es in den Acta Apostolicae Sedis vom 8. Januar 2010 promulgiert worden war (AAS 102 [2010], Nr. 1, S. 8-10). Demnach sind nun neben zwei Änderungen im Weiherecht im Hinblick auf den Diakonat insbesondere die sogenannten Defektionsklauseln im Eherecht gestrichen. Diese Änderung betrifft die cann. 1086 § 1, 1117 und 1124 § 1. Deren Bestimmungen enthalten nun keine Ausnahme mehr vom Grundsatz des "semel catholicus, semper catholicus", nach dem kirchliche Gesetze alle Katholiken lebenslang binden, auch wenn sie nicht mehr Mitglied der katholischen Kirche sein sollten (can. 11). Vielmehr sind nun auch alle, die sich von der Kirche z. B. durch einen Kirchenaustritt abgewandt haben, weiterhin an die Einhaltung der kanonischen Formpflicht gebunden, um zu einer kirchlich gültigen Ehe kommen zu können. Auch gilt für sie das Ehehindernis der Religionsverschiedenheit und das Eheverbot der Konfessionsverschiedenheit. Lesen Sie bei uns wahlweise den lateinischen oder den deutschen Text von "Omnium in mentem". - Der Online-CIC wurde entsprechend angepasst (lateinisch / deutsch)!
15.12.2009...Defektionsklauseln aus dem kanonischen Eherecht gestrichen
Was seit langem erwartet worden war, wurde heute in Rom verkündet: Die sogenannten Defektionsklauseln des kanonischen Eherechts wurden ersatzlos gestrichen. Demnach spielt es hinsichtlich des Ehehindernisses der Religionsverschiedenheit, der Erlaubnis konfessionsverschiedener Trauungen und insbesondere der Pflicht zur Einhaltung der kanonischen Eheschließungsform keine Rolle mehr, ob ein Katholik durch einen formalen Akt von der katholischen Kirche abgefallen ist. Die Neuregelung hat allerdings keine rückwirkende Kraft, so dass für die Zeit vom Inkrafttreten des CIC/1983 bis heute die Diskussion über die Bewertung von staatlichen Kirchenaustritten anhalten dürfte. Auch ist die Neuregelung bislang nicht in Kraft getreten. Daneben wurden mit dem gleichen päpstlichen Motu proprio auch noch Regelungen des Weiherechts abgeändert, um den Diakonat stärker von den anderen Weihestufen abzugrenzen. Lesen Sie den ganzen lateinischen Originaltext des Motu proprio hier bei uns! (Sobald es einen offiziellen deutschen Text gibt, werden wir diesen anstelle des lateinischen Textes bieten.)
08.05.2009...Stiftung Liebenau bleibt endgültig kirchliche Stiftung staatlichen Rechts
Der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg hat heute in der Berufungsinstanz über den Rechtsstreit um den Rechtsstatus der oberschwäbischen Stiftung Liebenau entschieden. Demnach ist diese Stiftung seit der Verleihung der staatlich-rechtlichen Rechtspersönlichkeit 1873 eine kirchliche Stiftung staatlichen Rechts. Der Streit war daran entbrannt, dass die Stiftung sich von der bischöflichen Stiftungsaufsicht lossagen und nicht-kirchliches Tarifrecht anwenden wollte, um wettbewerbsfähiger zu werden. Das Land Baden-Württemberg hatte dem 2005 mit einer entsprechenden Statusfeststellung und Satzungsänderungsgenehmigung zunächst stattgegeben. Dies verstieß gegen den Willen der Stifter, wie nun nach dem Verwaltungsgericht Sigmaringen auch die nächsthöhere Instanz entschieden hat. Über die kanonische Rechtspersönlichkeit der Stiftung wurde nicht entschieden. Lesen Sie hier bei uns - das erstinstanzliche Urteil über die Statusfeststellung - das erstinstanzliche Urteil über die Satzungsgenehmigung - das zweitinstanzliche Urteil über die Statusfeststellung - das zweitinstanzliche Urteil über die Satzungsgenehmigung.
Update 21.09.2009: Nachdem sowohl das beklagte Land Baden-Württemberg (Berufungskläger) als auch die beigeladene Stiftung Liebenau (gleichfalls Berufungskläger) auf die Einlegung einer Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision verzichtet haben, sind die genannten Urteile rechtskräftig geworden.
25.03.2009...Staatskirchenvertrag zwischen Schleswig-Holstein und dem Heiligen Stuhl
Der Landtag von Schleswig-Holstein hat am 25. März 2009 dem Staatskirchenvertrag zwischen dem Land Schleswig-Holstein und dem Heiligen Stuhl, der am 12. Januar 2009 in Kiel unterzeichnet worden war, zugestimmt. Damit ist eine Ratifizierung des Vertrages in naher Zukunft möglich. NomoK@non bietet Ihnen den Vertragstext hier.
13.05.2008...Christlich-islamischer Dialog als Weg: Katholische und islamische Theologen unterzeichnen "Tübinger Erklärung zur Zusammenarbeit"
Eine "Tübinger Erklärung zur Zusammenarbeit" zwischen der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen und der Theologischen Fakultät der Universität Istanbul konnte am Pfingstsonntag, den 11.05.2008, zum Abschluss einer viertägigen Tagung zum interreligiösen Gespräch an der Universität Tübingen unterzeichnet werden. Für ihre Fakultäten und ihre Lehrstühle unterzeichneten die Erklärung der Inhaber des Tübinger Lehrstuhls für Kirchenrecht, Prof. Dr. Richard Puza, und der Leiter der Abteilung für Islamrecht an der Instanbuler Theologischen Fakultät, Prof. Dr. Abdulaziz Bayindir. Den Kern der Tübinger Erklärung bildet nach Aussage der Unterzeichner die Überzeugung, dass der Dialog der wirksamste Weg der interreligiösen Beziehungen sei. An den beiden Partnerfakultäten soll dieser Dialog in Zukunft durch die Förderung gemeinsamer Lehr- und Forschungsprojekte vorangetrieben werden. Dissertationen stehen dabei im Vordergrund. Mehr...
07.12.2007...Neues Lexikon kirchlicher Amtsbezeichnungen erschienen
Soeben erschienen ist ein neues Standardwerk im Bereich der theologischen Fachlexika: das "Lexikon kirchlicher Amtsbezeichnungen der Katholischen, Evangelischen und Orthodoxen Kirchen in Deutschland", herausgegeben von Prof. Dr. Richard Puza. Insbesondere durch seinen innovativen ökumenischen Ansatz erschließt das Werk sowohl Laien als auch Fachleuten neue Zugänge zur Bedeutung und inhaltlichen Ausfüllung kirchlicher Ämter auf allen Ebenen. Einen umfassenden Verlagsprospekt mit Musterseite können Sie hier abrufen.
07.03.2007...Deutscher Kirchenaustritt entspricht römischen Vorgaben
Papst Benedikt XVI. hat das Schreiben des Päpstlichen Rats für die Gesetzestexte zum Kirchenaustritt als Formalakt approbiert und in den Communicationes 38 (2006), 175-177, bekanntgemacht. Dazu erklärte Pater Prof. Markus Graulich von der Universität der Salesianer in Rom, die Rechtslage in Deutschland sei schon lange geklärt und weitere Konsequenzen seien nicht zu ziehen. Die deutsche Bischofskonferenz hat auf das vor einem Jahr verfasste Schreiben am 24. April vergangenen Jahres reagiert und festgestellt, dass staatlicher Austritt und Glaubensabfall in Deutschland identisch sind. Graulich stimmt dem zu, würde aber begrüssen, wenn Austretende vom zuständigen Seelsorger um eine Versöhnung gebeten werden und ihnen klargemacht wird, was dieser Schritt bedeutet. Jedenfalls müsse die Entscheidung der Gläubigen ernst genommen werden. Damit erscheinen die deutsche und die römische Bewertung des Kirchenaustritts in Deutschland endgültig harmonisiert.
07.12.2006...Bundesgerichtshof bestätigt Beugehaft gegen einen Anstaltsseelsorger
In einem Verfahren wegen Mitgliedschaft in der Vereinigung Al Qaeda war ein Anstaltsseelsorger als Zeuge aufgerufen worden und hatte seine Aussage über Recherchen verweigert, die er bezüglich Adressen von Versicherungen im Internet für den Angeklagten durchgeführt hatte. Der Bundesgerichtshjof bestätigte die daraufhin gegen den Anstaltsseelsorger verhängte Beugehaft. Zwar sei der Zeuge, obwohl nicht geweiht, als Geistlicher im Sinne des § 53 Abs. 1 Nr. 1 StPO anzusehen, weil er im Rahmen seiner hauptamtlichen Tätigkeit im Auftrag der katholischen Kirche selbständig seelsorgerische Aufgaben wahrnehme. Sein Zeugnisverweigerungsrecht erstrecke sich jedoch nur auf Umstände, die ihm in seiner Eigenschaft als Seelsorger anvertraut worden oder bekanntgeworden seien. Dazu gehörten nicht Gespräche, Erkenntnisse oder Tätigkeiten auf den Gebieten des täglichen Lebens bei Gelegenheit der Ausübung von Seelsorge ohne inneren Bezug zu diesem Bereich. Mehr...
24.11.2006...Bundesgerichtshof hält Unauflöslichkeit der katholisch geschlossenen Ehe für grundgesetzwidrig
In einem Urteil vom Oktober 2006 hat der Zwölfte Zivilsenat des Bundesgerichtshofs entschieden, dass im Einzelfall die Unauflöslichkeit der katholisch geschlossenen Ehe dem Grundgesetz und dem ordre public widersprechen kann. Im konkreten Fall war es um ein syrisches Ehepaar gegangen, das in Syrien nach kanonischem Recht geheiratet hatte, sich dann aber in Deutschland aufhielt. Nach syrischem Recht sind Ehen nach dem Recht der Religionsgemeinschaft zu beurteilen, bei der sie abgeschlossen wurden. Demnach wäre eine Scheidung der Ehe nicht möglich gewesen. Für den Fall, dass auch keine Ehenichtigkeitserklärung möglich sein würde, sprach der Bundesgerichtshof der Frau das Recht zu, sich nach deutschem Recht scheiden zu lassen. Alles andere sei ein Verstoß gegen den Schutz der Ehe im Grundgesetz, der auch ein Recht auf Scheidung zur Eingehung einer neuen Ehe beinhalte, und gegen den ordre public. Mehr...
24.11.2006...Schächtung bleibt trotz Tierschutz erlaubt
In einem neuen Urteil hat das Bundesverwaltungsgericht festgehalten, dass das Schächten von Tieren aus religiösen Gründen trotz der Festschreibung des Tierschutzes als Staatsziel im Grundgesetz erlaubt bleibt. Das Gericht folgt damit dem Bundesverfassungsgericht und stärkt so die Religionsfreiheit. Mehr...
20.11.2006...Tagung zum kirchlichen Stiftungswesen
Vom 9. bis 11. November 2006 fand im Tagungshaus Stuttgart-Hohenheim der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart eine Tagung zum Thema "Kirchliche Stiftung zwischen kirchlichem und staatlichem Recht" statt, die in Buchform publiziert werden wird. Vorab können Sie einige Materialien daraus in unserer Rubrik "Abhandlungen" einsehen.
30.10.2006...Lehrmaterialien online
Ab jetzt finden Sie die Lehrmaterialien des Lehrstuhls Kirchenrecht Tübingen in unserer Rubrik "Materialien".
23.10.2006...Erste Römische Konsultation zum Jüdischen und Kanonischen Recht
Zur Ersten Römischen Konsultation zum Jüdischen und Kanonischen Recht sind rund 80 jüdische und katholische Rechtsgelehrte in der Päpstlichen Universität Gregoriana zusammengetroffen. Sie wurde von deutschen und italienischen Instituten organisiert und sollte auf praktische Weise dem Dialog der Religionen dienen. Während der drei Arbeitstage standen Fragen der Normfindung und Interpretation, das Verhältnis von Staat und Kirche sowie von Gnade und Recht auf dem Programm. Beleuchtet wurde auch die Stellung der Frau in beiden Rechtssystemen und die Frage der Feuerbestattung. Im Oktober 2007 ist eine weitere jüdisch-katholische Konferenz in Jerusalem geplant. Auch Prof. Puza hat bei der Konsultation einen Vortrag gehalten, den wir in NomoK@non veröffentlichen. Mehr...
20.06.2006...Strafrechtliche Verfolgung von religiös begründeter Verweigerung des Pflichtschulbesuchs ist verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden
Das Bundesverfassungsgericht hat in einem Beschluss erklärt, es sei verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden, wenn Eltern, die aus religiösen Gründen ihre Kinder nicht in die staatliche Pflichtschule schicken, strafrechtlich verfolgt werden. Die Beschwerdeführer hatten sich insbesondere gegen den Sexualkundeunterricht und für einen am biblischen Schöpfungsbericht ausgerichteten Unterricht ausgesprochen und ihre Kinder zuhause unterrichtet. Das Bundesverfassungsgericht entschied, der staatliche Erziehungsauftrag und das Ziel, Kinder mit einem pluralistischen Meinungsspektrum vertraut zu machen, hätten Vorrang vor dem Erziehungsrecht der Eltern. Mehr...
10.02.2006...Zeugen Jehovas in Berlin endgültig Körperschaft des öffentlichen Rechts
Das Bundesverwaltungsgericht hat am 10.02.2006 eine Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision gegen ein Urteil des Berliner Oberverwaltungsgerichts vom 02.12.2004 zurückgewiesen. Damit ist dieses Urteil rechtskräftig und die Zeugen Jehovas erhalten somit in Berlin endgültig den Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts. Zur Entscheidung des OVG Berlin vgl. die untenstehende Meldung. Mehr...
24.03.2005...OVG Berlin erkennt Zeugen Jehovas Körperschaftsstatus zu
Das Oberverwaltungsgericht Berlin hat in einer Entscheidung die Voraussetzungen für die Verleihung des Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts an die Zeugen Jehovas als gegeben angesehen, das Land Berlin ist im Rechtsstreit unterlegen. Nachdem das BVerfG eine für die Zeugen Jehovas negative Entscheidung des BVerwG aufgehoben und das BVerwG daraufhin die Sache an das OVG Berlin zurückverwiesen hatte, ging es nunmehr um die Klärung der Frage, ob das OVG Berlin in seiner ursprünglichen, für die Zeugen Jehovas damals schon positiven Entscheidung von einem zu großzügigen Religionsbegriff ausgegangen war und eventuelle Gefährdungspotentiale für die Allgemeinheit zu gering eingeschätzt hatte. Konkret ging es dabei vor allem um die Frage der Verweigerung von Bluttransfusionen an Kinder von Mitgliedern der Zeugen Jehovas. Das OVG Berlin urteilte dazu, aus der Aktenlage ergebe sich kein Gefährdungspotential. Ein solches habe auch die Enquete-Kommission des Bundestages "Sogenannte Sekten und Psychogruppen" nicht erbracht. Vielmehr akzeptierten die Zeugen Jehovas zwangsweise Bluttransfusionen, weswegen die Frage der Bluttransfusionen auch keinen Hinderungsgrund für die Zuerkennung des Sorgerechts durch die Familiengerichte darstelle. Eine intern andere Haltung als nach außen im Prozess dargetan sei nicht erkennbar. Weiterhin sieht das OVG Berlin keine Unterdrückung von Kontakten Ausgetretener zu in der Gemeinschaft der Zeugen Jehovas verbliebenen Familienmitgliedern. Entsprechende Aussteigerberichte seien sehr zurückhaltend zu bewerten. Schließlich sieht das OVG Berlin auch keine Erziehungsmaßstäbe der Zeugen Jehovas, die eine Entwicklung der Kinder zu eigenverantwortlichen Persönlichkeiten behinderten.
20.08.2004...Diskussionsforum zum Kirchenrecht
Haben Sie auch ungelöste Rechtsfragen aus Ihrer täglichen Berufspraxis? Dann teilen Sie doch Ihr Fachwissen und Ihre Probleme mit anderen Kanonisten. Diskutieren Sie mit im neuen Forum zu Kirchenrecht und Theologie, das Sie hier finden!
20.08.2004...Rechtssammlung der Diözese Rottenburg-Stuttgart im Internet
Die Diözese Rottenburg-Stuttgart hat ihre Sammlung des diözesanen Rechts ins Internet gestellt. Sie finden Sie hier.
02.08.2004...Neue Konkordate in NomoK@non aufgenommen
Sie finden jetzt neu bei uns die Konkordate mit dem Land Brandenburg sowie mit der Freien Hansestadt Bremen. Auch einige neue Urteile und andere Dokumente wurden aufgenommen, darunter die Liturgie-Instruktion "Redemptionis sacramentum".
24.09.2003...Bundesverfassungsgericht urteilt zum Kopftuch einer Lehrerin
Das Bundesverfassungsgericht hat im langjährigen Streit um das Kopftuch einer Lehrerin muslimischen Bekenntnisses entschieden, dass der Frau bei gegenwärtiger Rechtslage das Tragen des Kopftuches nicht verboten werden dürfe, da dies einen Eingriff in ihre Berufs- und Religionsfreiheit darstelle. Ein solcher Grundrechtseingriff bedürfe eines entsprechenden Gesetzes. Dem Landesgesetzgeber sei daher eine Regelung aufgetragen, mit der er auf die wachsende gesellschaftliche Pluralität zu reagieren habe. Dafür böten sich ihm zwei Wege. Er könne entweder Symbole als Ausdruck persönlicher Religiosität grundsätzlich zulassen, soweit nicht missioniert werde, oder religiöse Symbole grundsätzlich aus der Schule ausschließen. Das Gericht bestreitet in seiner knapp mit 5 zu 3 Stimmen ergangenen Entscheidung nicht, daß das Kopftuch auf Schüler indoktrinierend wirken kann und daher in deren negative Religionsfreiheit eingreift, hält dies aber für wissenschaftlich nicht erwiesen und sieht daher keine konkrete oder abstrakte Gefährdungslage. Das Kopftuch sei lediglich Ausdruck der persönlichen Glaubensüberzeugung der Lehrerin und habe daher einen anderen Rang als ein staatlicherseits angebrachtes Kruzifix. Das Gericht verwies die Angelegenheit an das Bundesverwaltungsgericht zurück, trug diesem aber nicht auf, ob es auf der momentanen Rechtslage eine Entscheidung zu fällen oder das Verfahren bis zum etwaigen Erlaß eines Landesgesetzes ruhen zu lassen habe.
Gegen die Mehrheitsmeinung erging ein Minderheitsvotum in scharfer Form. Darin wird betont, das Urteil kläre den Sachverhalt nicht, gebe dem Gesetzgeber und dem Bundesverwaltungsgericht keine Leitlinien an die Hand und verkenne, daß eine Gefährdungslage nicht gegeben sein müsse. Dies sei ebenso wie der eingeforderte Gesetzesvorbehalt überraschend und stehe im Widerspruch zum Beamtenrecht und der ständigen Rechtsprechung hierzu. Ein Beamter habe eingeschränkte Grundrechte, da er den Staat repräsentiere. Daher müsse er neutral sein, was bereits vor seiner Einstellung sichergestellt werden müsse.
Mit dem Urteil ist somit die Angelegenheit noch nicht abschließend geklärt. Etwaige neue Gesetze könnten zu einem Verbot des Tragens auch anderer religiöser Symbole wie Kreuze durch Lehrer, insoweit sie Beamte sind, führen. Lesen Sie mehr...
28.06.2003...Nachsynodales Apostolisches Schreiben "Ecclesia in Europa"
Mit der Publikation des Nachsynodalen Apostolischen Schreibens "Ecclesia in Europa" hat heute die Sonderversammlung der Bischofssynode über Europa ihren Abschluss gefunden. Lesen Sie den Text hier...
21.05.2003...Keine Kirchensteuerermäßigung für aus der Kirche Ausgetretene
Das Bundesverwaltungsgericht hat die Praxis der evangelischen Kirche gebilligt, die einer Unternehmerin, die 1999 aus der evangelischen Kirche ausgetreten war, keine Ermäßigung der Kirchensteuer auf Unternehmensgewinne gewährt hatte, die vor ihrem Kirchenaustritt entstanden waren. Mehr...
23.04.2003...Festakt für Prof. Puza
Am 17. Oktober 2003 finden aus Anlaß des 60. Geburtstages von Prof. Dr. Richard Puza sowohl ein Symposion zum Thema "Der Schutz der Kulturgüter - eine Aufgabe für Staat und Kirche" als auch ein Festakt mit Übergabe einer Festschrift statt. Lesen Sie Detailinformationen hier.
23.04.2003...Neue Studienordnung für die kanonistischen Fakultäten
Mit Dekret der Kongregation für das katholische Bildungswesen wurde die Studienordnung für die kanonistischen Fakultäten reformiert; insbesondere wurde die verpflichtende Studiendauer für das Lizentiat auf drei Jahre erhöht. Lesen Sie den englischen Text des Dekrets, das auch die neu verpflichtenden Studieninhalte nennt, hier.
24.02.2003...Internationale Tagung in Stuttgart / Tübingen: Unité des nations, pluralisme religieux et construction européenne
Am 8. und 9. April 2003 ist Prof. Puza Mitveranstalter einer internationalen Tagung zum Thema "Unité des nations, pluralisme religieux et construction européenne" in Stuttgart bzw. Tübingen, auf die wir herzlich einladend hinweisen möchten. Alle weiteren Detailinformationen finden Sie hier. Wir freuen uns auf Ihr Kommen zu dieser Veranstaltung!
Update: Den Hauptvortrag von Prof. Dr. Joseph Maïla, Paris, zum Thema "Der Einfluss Europas: Der Mittelmeerraum und die Europäische Union" finden Sie in einer deutschen Zusammenfassung hier dokumentiert.
24.02.2003...Verstärkte Sorgfaltspflicht für Sektenbeauftragte
Der III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat entschieden, daß Sektenbeauftragte von Kirchen, die Körperschaften des öffentlichen Rechts sind, bei öffentlichen Äußerungen eine verstärkte Sorgfaltspflicht hinsichtlich deren Wahrheitsgehalts haben. Bei Mißachtung der Sorgfaltspflicht könne den Dienstgeber eine Haftung für entstandene Schäden treffen. Mehr...
07.02.2003...Rota-Ansprache von Papst Johannes Paul II.
Papst Johannes Paul II. hat sich in seiner diesjährigen Ansprache an die Mitglieder der Rota Romana erneut für eine unverbrüchliche Treue der Ehepartner auch bei Eheproblemen ausgesprochen. Den vollständigen Redetext finden Sie (auf Englisch) hier.
07.02.2003...Vertrag zwischen der BRD und dem Zentralrat der Juden
Einen wichtigen Schritt hin vom Staatskirchen- zum Religionsrecht markiert der neu abgeschlossene Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Zentralrat der Juden in Deutschland. Lesen Sie den Vertragstext jetzt bei uns!
01.01.2003...Einen guten Start...
... ins neue Jahr wünscht Ihnen NomoK@non! Viel Erfolg und Gottes Segen für Sie! Uns wünschen wir weiterhin so treue und interessierte Leser wie bisher - vielen Dank!
02.08.2002...Aktualisierungen
Heute finden Sie zahlreiche neue Aufsätze und Rezensionen, neue Urteile und auch das Programm des kommenden Semesters auf unseren Lehrstuhlseiten. Und natürlich wünschen wir allen unseren Lesern erholsame Ferientage! Besuchen Sie unsere Seiten auch nach dem Urlaub wieder.
17.07.2002...Bundesverfassungsgericht bestätigt Lebenspartnerschaftsgesetz
Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden, daß das neue Lebenspartnerschaftsgesetz nicht dem grundgesetzlichen Schutz der Familie widerspricht. Hauptargument dabei ist, daß dem Rechtsinstitut Ehe nichts von seinem Schutz dadurch genommen wird, daß ein neues Rechtsinstitut für Menschen geschaffen wird, die ohnehin nicht heiraten. Die Entscheidung fiel allerdings nicht einstimmig. Lesen Sie mehr...
04.07.2002...Lehrerin darf nicht mit Kopftuch unterrichten
In letzter Instanz hat das Bundesverwaltungsgericht den Fall der aghanischstämmigen Lehrerin Fereshta Ludin entschieden, die als Muslimin mit Kopftuch unterrichten wollte. Dies war ihr unter Verweis auf die Neutralitätspflicht des Staates, die besonderen Loyalitätsobliegenheiten von Beamten und die Vorbildfunktion der Lehrer untersagt worden. Dies wurde jetzt vom Gericht bestätigt. Die Beschwerdeführerin, die vorgebracht hatte, sie trage das Kopftuch nicht aus religiösen Gründen, sondern "um ihre Reize zu bedecken", wird dagegen u. U. das Bundesverfassungsgericht anrufen. Das Bundesverwaltungsgericht blieb mit dem Urteil seiner ständigen Rechtsprechung treu. Bereits in den 80er Jahren hatte es einem Lehrer das Tragen von Bhagwan-Kleidung untersagt. Lesen Sie mehr...
31.01.2002...LER-Kompromiß steht
Nachdem alle Verfahrensbeteiligten zugestimmt haben, tritt der vom Bundesverfassungsgericht vorgeschlagene Kompromiß zum LER-Unterricht in Brandenburg in Kraft. Ein entsprechendes neues Schulgesetz will die Landesregierung von Brandenburg bis zum kommenden Schuljahr vorbereiten.
31.01.2002...Neue Strafrechtsnormen veröffentlicht
Die vom Vatikan erlassenen neuen, verschärften Normen zur Behandlung von Vergehen gegen das sechste Gebot und die Verunehrung der Sakramente wurden nunmehr veröffentlicht. Mehr...
31.01.2002...Papst gegen Ehescheidung
In seiner jährlichen Ansprache an die Rota Romana hat sich Papst Johannes Paul II. scharf gegen die Scheidung von Ehen gewandt und allen Anwälten und Richtern nahegelegt, ihre Teilnahme an Scheidungsverfahren zu verweigern. Mehr...
15.01.2002...Bundesverfassungsgericht erlaubt Schächten
Das Bundesverfassungsgericht hat einer Verfassungsbeschwerde eines muslimischen Metzgers stattgegeben, der das Schächten erlaubt bekommen wollte. Das Gericht erklärte, entsprechende Ausnahmen vom Tierschutzgesetz seien nicht mit dem Hinweis abzuwehren, daß der Islam als ganzer das Schächten nicht zwingend vorschreibe. Das Tierschutzgesetz erlaube das Schächten, wenn Religionsgemeinschaften ihren Mitgliedern zwingend den Verzehr nur geschächteten Fleisches vorschrieben. Eine Religionsgemeinschaft sei aber nicht nur der Islam als ganzer, sondern auch seine Teilströmungen, von denen einige durchaus auf dem Schächten bestünden. Mehr...
02.01.2002...Neues Kruzifixurteil
Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof gab der Klage eines Lehrers statt, der sich gegen das Aufhängen von Kruzifixen in den Klassenräumen gewandt hatte, in denen er zu unterrichten hatte. Der Freistaat Bayern hatte auf seine besondere Loyalitätspflicht als Beamter verwiesen, durch die die Gewissensfreiheit eingeschränkt werde. Das Gericht erkannte jedoch für den Einzelfall schwerwiegende Gewissensgründe, die die Loyalitätspflicht überwögen. Das anderslautende Urteil der Vorinstanz wurde damit aufgehoben.
01.01.2002...Alles Gute!
NomoK@non wünscht seinen Lesern ein gutes, gesegnetes neues Jahr und dankt herzlich für das gezeigte Interesse!
11.12.2001...Bundesverfassungsgericht macht Kompromißvorschlag zu LER
Das Bundesverfassungsgericht hat seinen lange erwarteten Kompromißvorschlag zum Brandenburgischen Schulfach "LER" gemacht. Demnach müßten die Verfassungsbeschwerden zurückgezogen und ein Gesetz verabschiedet werden, das vorsieht, daß Religionsunterricht regulär in den Stundenplan aufgenommen wird, falls zumindest 12 Schüler teilnehmen wollen. Allerdings sollen sich Religionsunterricht und LER zeitlich nicht überschneiden. Eine Benotung für den Religionsunterricht ist nur auf Antrag der Kirchen vorgesehen, die Versetzungsrelevanz der Note ist dem Belieben der Landesregierung anheim gestellt. Zudem müßte sich ein Schüler gegebenenfalls vom LER-Unterricht abmelden, wenn er nicht an beiden Fächern teilnehmen möchte. Eine zumindest gleiche Stellung der Fächer dürfte somit nicht erreicht werden, abgesehen davon, daß die eigentliche Rechtsfrage ohnehin ungeklärt bleiben wird.
07.12.2001...Neue Verfahrensregeln bei schweren Vergehen von Priestern
Die Kongregation für die Glaubenslehre hat offenbar schon im Sommer neue, geheime Verfahrensregeln bei "schweren Vergehen" von Priestern erlassen. Dazu zählen neben dem Bruch des Beichtgeheimnisses insbesondere sexuelle Verfehlungen von Klerikern, besonders an Minderjährigen, wobei der Begriff des Minderjährigen auf alle Menschen unter 18 Jahren ausgedehnt wurde. In derartigen Verfahren haben die Diözesanbischöfe offensichtlich nunmehr die Pflicht, direkt die Glaubenskongregation zu informieren, die dann entscheidet, ob sie das Verfahren selber führt oder an das zuständige Diözesangericht abgibt. Während der Dauer des Verfahrens kann der Beschuldigte vom Diözesanbischof von seinem Amt suspendiert werden. Alle diesbezüglichen Verfahren sind geheim zu führen.
30.10.2001...USA: Schweigeminute in Schulen erlaubt
Der Supreme Court der USA hat es abgelehnt, über eine Beschwerde einer Menschenrechtsvereinigung aus Virginia zu verhandeln, die sich unter Berufung auf das First Amendment zur Amerikanischen Verfassung (Trennung von Staat und Religion) dagegen gewandt hatte, daß an den Schulen des Bundesstaates täglich eine Schweigeminute abgehalten wird, in der die Schüler beten oder einfach schweigen können.
25.10.2001...Islamischer Religionsunterricht in Berlin bleibt erlaubt
Das Verwaltungsgericht Berlin sprach der Islamischen Föderation Berlin das Recht zu, einen Religionsunterricht mit zwei Wochenstunden in den Berliner Schulen anzubieten. Das entspricht einer Eilentscheidung des Gerichts von August. Die Entscheidung baut auf das Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes vom Vorjahr auf, das als Vorentscheidung die Islamische Föderation als Religionsgemeinschaft anerkannt hatte. Das Verwaltungsgericht urteilte nun, der Islamischen Föderation seien keine Verstöße gegen das Grundgesetz nachzuweisen. Es genüge, wenn die Grundwerte des Staates nicht angezweifelt würden. Unschädlich sei, daß innerislamisch keine Gleichberechtigung gelehrt werde; auch innerhalb der katholischen Kirche gebe es keine Gleichberechtigung. Obwohl in Berlin der Religionsunterricht in alleiniger Verantwortung der Religionsgemeinschaften steht, forderte die Islamische Föderation selbst zu Kontrollbesuchen im Religionsunterricht auf.
21.09.2001...Heiliger Stuhl und Saarland schließen Abkommen zu katholischen Schulen
In Ergänzung eines Abkommens vom 21. Februar 1975 haben der Heilige Stuhl und das Saarland ein Abkommen über die Förderung katholischer privater Schulen abgeschlossen. Demnach erhalten katholische Schulträger für Oberschulen und Erweiterte Realschulen einen staatlichen Zuschuß.
20.09.2001...Vatikan verbietet Vorbereitungskurse für Diakoninnen
In einer gemeinsamen Notifikation der Kongregation für die Glaubenslehre, der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung und der Kongregation für den Klerus wurden in einigen Ländern, darunter auch in Deutschland, entstandene Vorbereitungskurse für Diakoninnen verboten. Diese weckten falsche Erwartungen bei den Frauen, die nicht geweiht werden könnten. Es gebe andere Betätigungsfelder für den Dienst von Frauen in der Kirche. Die Ordinarien sollten dies umsetzen und ihren Diözesanen erklären. Mehr...
27.08.2001...Herbert Haag gestorben
Die Katholisch-Theologische Fakultät der Eberhard-Karls-Universität Tübingen trauert um ihr emeritiertes Mitglied Prof. Dr. Herbert Haag, der am 23. August im Alter von 86 Jahren in Luzern gestorben ist. Der Alttestamentler hatte über die Grenzen der universitären Theologie hinaus als streitbarer Theologe Bekanntheit erlangt. Er lehrte von 1960-1980 in Tübingen.
01.08.2001...Niederlage für Fundamentalisten in Ägypten
Ein Gericht hat den von einem religiös fundamentalistischen Anwalt gestellten Antrag abgelehnt, die Zwangsscheidung der Ehe einer ägyptischen Schriftstellerin auszusprechen, die angeblich in ihren Werken unislamische Inhalte verbreitet habe. Nach der Scharia darf ein Muslim zwar mit einer Nichtmuslimin, nicht aber mit einer häretischen Muslimin verheiratet sein. Der Ehemann der Schriftstellerin sei daher von ihr zu trennen, hatte der Anwalt argumentiert.
30.07.2001...In North Carolina können die Zehn Gebote in Schulen aufgehängt werden
Beide Kammern des Parlamentes des US-Bundesstaates North Carolina haben beschlossen, daß in den Klassenräumen der Schulen die Zehn Gebote aufgehängt werden können, und der Gouverneur wird das Gesetz unterschreiben. Die Zehn Gebote seien ein "Dokument von historischer Bedeutung für die Ausformung der Vereinigten Staaten". Daher verstoße ihre Anbringung nicht gegen die Amerikanische Verfassung. Dies ist umso interessanter, als der Supreme Court 1980 in der Sache Stone et al. vs. Graham (449 U.S. 39) die Anbringung der Zehn Gebote ausdrücklich als verfassungswidrig bezeichnet hatte selbst unter Beifügung eines entsprechenden Hinweises auf die lediglich säkulare Anbringungsabsicht (die ähnlich begründet war wie jetzt: "Die säkulare Anwendung der Zehn Gebote geht klar hervor aus ihrer Aneignung als fundamentaler juristischer Codex der westlichen Zivilisation und als gemeinsames Gesetz der Vereinigten Staaten."). Gegen das neue Gesetz in North Carolina wurden bereits Klagen angekündigt.
23.07.2001...Glaubenskongregation verneint Gültigkeit der Taufe der Mormonen
Auf eine Anfrage (dubium) aus den USA hin hat die Kongregation für die Glaubenslehre erklärt, die durch die Mormonen (Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage) gespendete Taufe sei ungültig. Zwar werde dabei auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft. Aber die Trinitätstheologie der Mormonen sei nicht der christlichen Lehre entsprechend. Unter Vater, Sohn und Heiligem Geist verstünden Mormonen drei Gottheiten, die sich zu einer einzigen vereint hätten und nicht die drei göttlichen Personen. Mehr (italienischer Kommentar)...
20.07.2001...BVerfG möchte außergerichtliche Einigung bei LER
Das Bundesverfassungsgericht hat die Verfahrensbeteiligten der Normenkontrollklage bzw. Verfassungsbeschwerde gegen das Schulfach "LER" in Brandenburg aufgefordert zu erklären, ob sie zu einer durch das Gericht vermittelten schiedlich-friedlichen Einigung bereit wären. Eine höchstrichterliche Entscheidung der anstehenden staatskirchenrechtlichen Streitpunkte wäre damit umgangen.
18.07.2001...Lebenspartnerschaftsgesetz kann vorläufig in Kraft treten
Das Bundesverfassungsgericht hat den Erlaß einer einstweiligen Anordnung gegen das Inkrafttreten des Lebenspartnerschaftsgesetzes für homosexuelle Paare zum 1. August 2001 abgelehnt. Zum einen könnten bei späterer Nichtigerklärung des Gesetzes geschlossene Lebenspartnerschaften samt ihren Rechtsfolgen rückabgewickelt werden. Zum anderen werde das Rechtsinstitut Ehe durch das Rechtsinstitut Lebenspartnerschaft nicht berührt. Dies deutet auf die Richtung der erst in mehreren Monaten zu erwartenden Hauptsacheentscheidung hin. Mehr...
27.06.2001...Neuer Fuldaer Bischof
Nachfolger des vergangenes Jahr überraschend gestorbenen Fuldaer Bischofs Dyba wird der Paderborner Weihbischof Heinz Josef Algermissen. Fulda ist Suffraganbistum von Paderborn.
26.06.2001...Zweimal aktuelles Staatskirchenrecht
Vor dem Bundesverfassungsgericht hat mit der mündlichen Verhandlung die Normenkontrollklage bzw. Verfassungsbeschwerde in Sachen Religionsunterricht bzw. "LER" in Brandenburg einen entscheidenden Fortschritt gemacht. Mit einem Urteil kann allerdings nicht vor Herbst gerechnet werden. -- Vor dem Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg in Mannheim unterlag die muslimische Lehramtsbewerberin Fereshta Ludin, die mit Kopftuch unterrichten wollte und aufgrund dessen Signalwirkung nicht in den Staatsdienst übernommen wurde. Ob die damit auch zweitinstanzlich unterlegene Klägerin Revision vor dem Bundesverwaltungsgericht einlegen wird, ist noch offen. In Nordrhein-Westfalen gibt es staatlich angestellte Lehrerinnen muslimischen Glaubens, die offiziell mit Kopftuch unterrichten.
04.06.2001...Bischofssynode: Neue Dokumente
Jetzt online: Sowohl Lineamenta als auch Instrumentum laboris der X. Ordentlichen Generalversammlung der Bischofssynode unter dem Motto "Der Bischof als Diener des Evangeliums Jesu Christi für die Hoffnung der Welt", die vom 30. September bis 27. Oktober 2001 stattfinden wird.
01.06.2001...Neu: Staatskirchenrechtliche Datenbanksuche
NomoK@non bietet Ihnen dank Unterstützung unseres Kooperationspartners staatskirchenrecht.de, des führenden deutschen staatskirchenrechtlichen Internet-Portals, jetzt neu eine fachspezifische Datenbanksuche. Finden Sie staatskirchenrechtlich relevante Begriffe in Urteilen, Artikeln und Rechtsquellen unter diesem Link!
25.05.2001...Erneut Personalentscheidungen in Rom
Papst Johannes Paul II. hat erneut zahlreiche Personalentscheidungen innerhalb der römischen Kurie getroffen. Im einzelnen berief er neu:
- in den Kardinals- und Bischofsrat der Sektion für die Beziehungen mit den Staaten im Staatssekretariat: Giovanni Battista Kardinal Re;
- in den Päpstlichen Rat für die Laien: Antonio José González Kardinal Zumárraga, Desmond Kardinal Connell, Julio Terrazas Kardinal Sandoval, Francisco Alvarez Kardinal Martínez, José da Cruz Kardinal Policarpo, François Xavier Kardinal Nguyên Van Thuân;
- in den Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen: Ignace Moussá I. Kardinal Daoud, Francisco Alvarez Kardinal Martinez, Lubomyr Kardinal Husar, Sergio Kardinal Sebastiani;
- in das Präsidialkomitee des Päpstlichen Rates für die Familie: Marian Kardinal Jaworski, Francisco Javier Kardinal Errázuriz Ossa, Bernard Kardinal Agré, Cláudio Kardinal Hummes, Jorge Mario Kardinal Bergoglio, Edward Michael Kardinal Egan;
- in den Päpstlichen Rat für Gerechtigkeit und Frieden: Theodore Edgar Kardinal McCarrick, Oscar Andrés Kardinal Rodríguez Maradiaga, Bernard Kardinal Agré, Jorge Maria Kardinal Mejía;
- in den Päpstlichen Rat "Cor Unum": Ignacio Antonio Kardinal Velasco Garcia, Cláudio Kardinal Hummes;
- in den Päpstlichen Rat der Seelsorge für die Migranten und Menschen unterwegs: Geraldo Majella Kardinal Agnelo, Pedro Rubiano Kardinal Sáenz;
- in den Päpstlichen Rat für die Pastoral im Krankendienst: José Kardinal Saraiva Martins;
- in den Päpstlichen Rat für die Interpretation von Gesetzestexten: Ignace Moussa I. Kardinal Daoud, Agostino Kardinal Cacciavillan, Zenon Kardinal Grocholewski, Mario Francesco Kardinal Pompedda;
- in den Päpstlichen Rat für den Interreligiösen Dialog: Cláudio Kardinal Hummes, Sergio Kardinal Sebastiani, Crescenzio Kardinal Sepe, Jorge Maria Kardinal Mejía;
- in den Päpstlichen Rat für die Kultur: Ivan Kardinal Dias, Louis-Marie Kardinal Billé, Cláudio Kardinal Hummes, José da Cruz Kardinal Policarpo, Jorge Maria Kardinal Mejia, Walter Kardinal Kasper;
- in den Päpstlichen Rat für die sozialen Kommunikationsmittel: Audrys Juozas Kardinal Backis, Oscar Kardinal Andrés, Rodríguez Kardinal Maradiaga, Bernard Kardinal Agré, Crescenzio Kardinal Sepe;
- in die Verwaltung der Güter des Apostolischen Stuhls: Theodore Edgar Kardinal McCarrick, Cormac Kardinal Murphy-O'Connor, Karl Kardinal Lehmann;
- in die Präfektur der wirtschaftlichen Angelegenheiten des Hl. Stuhls: Louis-Marie Kardinal Billé, Severino Kardinal Poletti;
- in die Päpstliche Kommission für die Kulturgüter der Kirche: Ivan Kardinal Dias, Geraldo Kardinal Majella Agnelo, Audrys Juozas Kardinal Backis, Severino Kardinal Poletto, Jorge Maria Kardinal Mejía;
- in die Päpstliche Kommission für Lateinamerika: Antonio José Kardinal González Zumárraga, Francisco Javier Kardinal Errázuriz Ossa, Julio Kardinal Terrazas Sandoval, Oscar Andrés Kardinal Rodríguez Maradiaga, Ignacio Antonio Kardinal Velasco Garcia, Juan Luis Kardinal Cipriani Thorne, Cláudio Kardinal Hummes, Agostino Kardinal Cacciavillan.
18.05.2001...Papst besetzt Kongregationen neu
Papst Johannes Paul II. hat zahlreiche Positionen in den römischen Kongregationen neu besetzt. Insbesondere wurden dabei die neuen Kardinäle berücksichtigt. Im einzelnen wurden berufen:
- in die Kongregation für die Glaubenslehre: Ignace Kardinal Moussa I Daoud, Giovanni Battista Kardinal Re, Ivan Kardinal Dias, Desmond Kardinal Connell, Zenon Kardinal Grocholewski, Walter Kardinal Kasper
- in die Kongregation für die Orientalischen Kirchen: Varkey Kardinal Vithayathil, Lubomyr Kardinal Husar, Karl Kardinal Lehmann, Agostino Kardinal Cacciavillan, Walter Kardinal Kasper
- in die Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung: Ivan Kardinal Dias, Juan Luis Kardinal Cipriani Thorne, Cláudio Kardinal Hummes, Jorge Mario Kardinal Bergoglio, Cormac Kardinal Murphy-O'Connor, François Xavier Kardinal Nguyên Van Thuân, José Kardinal Saraiva Martins, Mario Francesco Kardinal Pompedda
- in die Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsverfahren: Janis Kardinal Pujats, Juan Luis Kardinal Cipriani Thorne, Jorge María Kardinal Mejía
- in die Kongregation für die Bischöfe: Desmond Kardinal Connell, Louis-Marie Kardinal Billé, Karl Kardinal Lehmann, Agostino Kardinal Cacciavillan, Zenon Kardinal Grocholewski, José Kardinal Saraiva Martins
- in die Kongregation für die Evangelisierung der Völker: Wilfrid Fox Kardinal Napier, Bernard Kardinal Agré, Ignacio Antonio Kardinal Velasco García, François Xavier Kardinal Nguyên Van Thuân, Agostino Kardinal Cacciavillan
- in die Kongregation für den Klerus: Marian Kardinal Jaworski, Johannes Joachim Kardinal Degenhardt, Oscar Andrés Kardinal Rodríguez Maradiaga, Jorge Mario Kardinal Bergoglio, Severino Kardinal Poletto, Sergio Kardinal Sebastiani, Crescenzio Kardinal Sepe
- in die Kongregation für die Institute des Geweihten Lebens und die Gesellschaften des Apostolischen Lebens: Francisco Javier Kardinal Errázuriz Ossa, Wilfrid Fox Kardinal Napier and Jorge Mario Kardinal Bergoglio
- in die Kongregation für das Katholische Bildungswesen: Christoph Kardinal Schönborn, Johannes Joachim Kardinal Degenhardt, Ivan Kardinal Dias, Pedro Kardinal Rubiano Sáenz, Audrys Juozas Kardinal Backis and Josá Kardinal da Cruz Policarpo
16.05.2001...Papstwahlordnung bei NomoK@non
Jetzt neu bei NomoK@non: Das geltende Papstwahlrecht in der Apostolischen Konstitution "Universi Dominici Gregis" von 1996 im lateinischen und deutschen Text!
21.03.2001...Neue Rezensionen, bessere Zeitschriftenschau!
Erneut wurden zahlreiche Rezensionen aus der Revue de droit canonique in NomoK@non aufgenommen. Ebenso wurde die Zeitschriftenschau hinsichtlich der neuen Jahrgänge der Revue de droit canonique durch die Aufnahme von Zusammenfassungen der enthaltenen Artikel entscheidend verbessert.
19.03.2001...Vatikan spricht mit Lefebvristen
Nach Presseberichten versucht die vatikanische Kommission "Ecclesia Dei", das Schisma Marcel Lefebvres zu überwinden. Die Anhänger der Priesterbruderschaft "St. Pius X." seien jederzeit zur Rückkehr in die katholische Kirche bereit, wenn sie die Messe auf Latein lesen dürften und ihre Exkommunikationen aufgehoben würden.
19.03.2001...Neues Urteil zur Loyalitätspflicht kirchlicher Angestellter
In unserem Urteilsdienst finden Sie jetzt ein neues Urteil des Bundesarbeitsgerichtes zur Loyalitätspflicht kirchlicher Angestellter. Mehr...
15.03.2001...Ordentliche Bischofssynode: Termine und Präsidenten festgelegt
Die 10. Ordentliche Generalversammlung der Bischofssynode zum Thema: "Der Bischof als Diener des Evangeliums Jesu Christi für die Hoffnung der Welt" wird vom 30. September - 27. Oktober 2001 stattfinden. Als Präsidenten delegierte der Papst Giovanni Battista Kardinal Re, Präfekt der Kongregation für die Bischöfe, Bernard Kardinal Agre, Erzbischof von Abidjan, und Ivan Kardinal Dias, Erzbischof von Bombay. Zum Generalrelator ernannte der Papst Edward Kardinal Egan, Erzbischof von New York, zum Spezialsekretär Marcello Semeraro, Bischof von Oria (Italien).
14.03.2001...Papst ermahnt die deutschen Kardinäle
In einem an die deutschen Kardinäle gerichteten Schreiben ermahnt der Papst zur Disziplin hinsichtlich Ausbildung in den theologischen Fakultäten, Ökumene und Mitarbeit von Laien. Die bisherigen diesbezüglichen Dokumente werden in Erinnerung gerufen, auch die jüngste umstrittene Erklärung "Dominus Iesus". Mehr...
14.03.2001...Bischofswechsel in Österreich
Der bisherige Bischof von Graz-Seckau, Johann Weber, trat bereits mit 74 Jahren zurück. Sein Nachfolger wurde der Bischof von Gurk-Klagenfurt, Dr. Egon Kapellari, der auch Diözesanadministrator seiner bisherigen Diözese wurde.
09.03.2001...Papst spricht zu den Mitgliedern der Rota Romana
In seiner traditionellen Ansprache an die Mitglieder der Rota Romana zur Eröffnung von deren Gerichtsjahr behandelte Papst Johannes Paul II. dieses Mal die lehramtliche Haltung zu Ehe und Familie nach Tradition und kanonischer Gesetzgebung. Mehr...
06.03.2001...Kooperationsvertrag zwischen NomoK@non und staatskirchenrecht.de abgeschlossen
Tübingen / Köln. NomoK@non, die Online-Zeitschrift zum Staatskirchenrecht und Kirchenrecht und die Internetdatenbank staatskirchenrecht.de haben am Wochenende ein Kooperationsabkommen unterzeichnet. Die beiden führenden Online-Dienstleister zum Staatskirchenrecht und Kirchenrecht stellen damit ihre bisherige Zusammenarbeit auf neue Grundlagen. NomoK@non wird die staatskirchenrechtlich relevanten Teile seiner Inhalte in der Datenbank zweitveröffentlichen. Staatskirchenrecht.de soll umgekehrt über die Generierung von Nutzerabfragen die Internetpräsenz von NomoK@non weiter verstärken. Zudem empfiehlt staatskirchenrecht.de Autoren und Wissenschaftlern die Online-Zeitschrift als vorrangiges Publikationsorgan. Die beiden Portalanbieter planen zudem die Entwicklung eines Geschäftsmodells, mit dessen Hilfe sich staatskirchenrechtliche Inhalte von Fachverlagen mit der Internettechnologie verknüpfen lassen.
06.03.2001...Update: Kardinal-Seite jetzt mit Titelkirchen
Unsere Seite mit den neuen Kardinälen nennt jetzt auch bei jedem Kardinal seine Titelkirche. Die Kardinäle werden von ihrer Titelkirche im Laufe der nächsten Wochen Besitz ergreifen.
05.03.2001..."Regierung" des Vatikanstaates neu besetzt
Im Zuge der Veröffentlichung des neuen Grundgesetzes des Staates der Vatikanstadt hat Papst Johannes Paul II. die darin vorgesehenen Leitungsgremien wie folgt bestätigt oder neu besetzt:
Präsident der Päpstlichen Kommission für den Staat der Vatikanstadt: Edmund Casimir Kardinal Szoka
Mitglieder der Päpstlichen Kommission für den Staat der Vatikanstadt: Andrzej Maria Kardinal Deskur, Carlo Kardinal Furno, Lorenzo Kardinal Antonetti, Angelo Kardinal Sodano, Giovanni Battista Kardinal Re und Agostino Kardinal Cacciavillan
Präsident des Governatorats des Governatorates des Staates der Vatikanstadt: Edmund Casimir Kardinal Szoka
Generalsekretär des Governatorates des Staates der Vatikanstadt: Msgr. Gianni Danzi, Titularbischof von Castello
Stellvertretender Generalsekretär des Governatorates des Staates der Vatikanstadt: Msgr. Giorgio Corebbini
Generalrat des Staates der Vatikanstadt: Marchese Don Giulio Sacchetti
Staatsräte des Staates der Vatikanstadt: Bischof Francesco Saverio Salerno, Don Alessandro Torlonia, Prof. Gian Carlo Perone, Prof. Dr. Alberto Quadrio Curzio, Dr. Ing. Francesco Rebecchini, Dr. Francesco Silvano, Prof. Dr. Angelo Caloia, Virgil Dechant
05.02.2001...Neue Vatikan-Verfassung
Der Vatikanstaat erhält ein neues "Grundgesetz", das die Gewaltenteilung stärker betont. Gleichzeitig verlautete in Pressemeldungen, Papst Johannes Paul II. plane eine grundsätzliche Kurienreform mit Vergrößerung des Kardinalskollegiums und häufigerer Abhaltung der Bischofssynoden, die dann zu einer Art Kirchenparlament würden. Mehr...
30.01.2001...Verbessertes Layout der Artikel
Alle unsere Artikel und Rezensionen sind jetzt mit Randnummern versehen, was die Zitierung erleichtert. Als zusätzliche Hilfe finden Sie jeweils zu Anfang eines jeden Dokuments einen Vorschlag für die Zitierweise.
28.01.2001...Papst ernennt weitere Bischöfe zu Kardinälen
Beim Angelusgebet gab Papst Johannes Paul II. bekannt, daß neben den 37 eine Woche zuvor genannten noch weitere Personen zu Kardinälen ernannt werden, darunter überraschend auch zwei Deutsche: der Bischof von Mainz, Dr. Karl Lehmann, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, und der Erzbischof von Paderborn, Dr. Johannes Joachim Degenhardt. Mehr...
22.01.2001...Bischof Kamphaus erhält weitere Frist für Verbleib in der Schwangerenberatung
Bischof Kamphaus von Limburg konnte in Gesprächen mit Kardinal Ratzinger sowie Kardinal Re erreichen, daß er noch bis Ende des Jahres in der staatlichen Schwangerenkonfliktberatung bleiben und Beratungsscheine ausstellen darf. Dann sollen die Erfahrungen mit den unterschiedlichen Modellen in Limburg und in den übrigen deutschen Bistümern verglichen werden und auf dieser Basis eine endgültige Entscheidung getroffen werden. Beachten Sie in diesem Zusammenhang unsere schon ältere, jetzt entsprechend ergänzte Zusammenstellung von Dokumenten über die Auseinandersetzung um die Schwangerschaftskonfliktberatung. Mehr...
21.01.2001...37 neue Kardinäle ernannt
Beim Angelusgebet am 21. Januar hat Papst Johannes Paul II. die Namen von 37 neu ernannten Kardinälen bekannt, die ihre neue Würde am 21. Februar im Konsistorium empfangen werden. Mehr...
06.01.2001...Heiliges Jahr abgeschlossen
Mit der Schließung der Heiligen Pforte des Petersdomes hat Papst Johannes Paul II. das Große Jubiläum, das Heilige Jahr 2000, feierlich abgeschlossen. Gleichzeitig veröffentlichte er zum Beginn des dritten christlichen Jahrtausends das Apostolische Schreiben "Novo Millennio Ineunte". Mehr...
01.01.2001...Ein gutes neues Jahr!
NomoK@non wünscht seinen Lesern alles Gute und Gottes Segen für das neue Jahr, den Start ins dritte christliche Jahrtausend !
19.12.2000...Bundesverfassungsgericht entscheidet zum Religionsgemeinschaftsrecht
Im Rechtsstreit der Zeugen Jehovas gegen das Land Berlin um Anerkennung als Körperschaft des öffentlichen Rechts hat das Bundesverfassungsgericht entgegen dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts von 1997 zwar entscheiden, daß die Ablehnung der staatlichen Wahlen durch die Zeugen Jehovas nicht gegen eine Anerkennung spreche, da dies noch keine Absicht erkennen lasse, die staatliche Ordnung umzustürzen. Auch sei trotz Weltuntergangserwartung eine Dauerhaftigkeit der Religionsgemeinschaft gegeben. Dennoch haben die Zeugen Jehovas keinen vollständigen Erfolg errungen, weil das Bundesverwaltungsgericht jetzt prüfen muß, ob die Grundrechte anderer durch die Zeugen Jehovas gefährdet sind, was gegen eine Anerkennung sprechen würde. Konkret geht es dabei um die Ablehnung von Bluttransfusionen auch für Kinder und um Zwangsmaßnahmen der Zeugen Jehovas gegenüber Austrittswilligen. Unterdessen hat das Land Berlin bekräftigt, den Zeugen Jehovas auch weiterhin keinen Körperschaftsstatus zuerkennen zu wollen. Mehr...
04.12.2000...ZevKR bei staatskirchenrecht.de
staatskirchenrecht.de, eine der wichtigsten kirchenrechtlichen Seiten des deutschsprachigen Internets, wächst: die Datenbank, die durchsucht werden kann und bisher schon alle Leitsätze der Entscheidungen in Kirchensachen enthielt, wird jetzt sukzessive um Aufsätze aus der Zeitschrift für evangelisches Kirchenrecht ergänzt. Mehr...
30.11.2000...Glaubenskongregation veröffentlicht Richtlinien für Heilungsgebete
Die Kongregation für die Glaubenslehre hat eine Instruktion über die Gebete um Heilung durch Gott veröffentlicht. Mehr...
23.11.2000...Nicht jeder darf schächten
Um entgegen dem Tierschutzgesetz schächten zu dürfen, muß nachgewiesen werden, daß eine zwingende Vorschrift der eigenen Religionsgemeinschaft vorliegt. Mitgliedschaft in einem islamischen Regionalverband reicht nicht aus. Das hat das Bundesverwaltungsgericht entschieden. Mehr...
13.11.2000...NomoK@non in neuem Design
NomoK@non wächst und wächst, sowohl was die Inhalte anbetrifft als auch hinsichtlich der Leserschar. Das freut uns natürlich sehr (vielen Dank allen Autoren und Lesern !). Andererseits hat dies die Hauptseite von NomoK@non zwischenzeitlich unübersichtlich werden lassen. Da wir Ihre Freude am Lesen von NomoK@non weiterhin erhalten möchten, haben wir uns für ein neues, übersichtlicheres Design entschieden. Es setzt sich zudem vom Design unserer übrigen Lehrstuhl-Homepage ab und zeigt damit: Das Kind "NomoK@non" ist erwachsen geworden. Viele von Ihnen lesen NomoK@non nicht so sehr als Publikation des Lehrstuhles für Kirchenrecht in Tübingen, sondern ganz neutral als Internetzeitschrift. Dementsprechend haben wir auch unseren "Urteilsdienst" in die Zeitschrift integriert, der bisher nur über einen Link zu unserer eigentlichen Lehrstuhl-Homepage erreichbar war. Zudem finden Sie nicht mehr nur im Rahmen unserer Lehrstuhl-Homepage, sondern jetzt auch hier aktuelle Meldungen. In diesem Zusammenhang möchten wir Sie einladen, unseren Newsletter zu abonnieren, der Sie (unregelmäßig und kostenlos) über unsere Homepage und das Kirchenrecht auf dem Laufenden hält. Verwenden Sie dazu bitte das Formular in der linken Spalte. Wir freuen uns auf Rückmeldungen Ihrerseits zum neuen Design und wünschen viel Freude beim Lesen !
13.11.2000...Neue Rezensionen
Wir bieten Ihnen wiederum mehrere neue französische Rezensionen ! Mehr...
13.11.2000...Glaubenskongregation nimmt Stellung zu "Donum vitae"
Die Kongregation für die Glaubenslehre hat in einem durch den Apostolischen Nuntius in Deutschland, Erzbischof Giovanni Lajolo, an neun katholische Frauen übermittelten Brief Stellung zum Verein "donum vitae" genommen. Die Frauen hatten in Rom nachgefragt, ob die Unterstüzung von "Donum vitae" einem Katholiken erlaubt sei. Mehr...
13.11.2000...Glaubenskongregation definiert den Begriff der "Schwesterkirchen"
In einer Note hat die Kongregation für die Glaubenslehre die Definition des Begriffs der Schwesterkirchen" in Erinnerung gerufen. Mehr...
13.11.2000...PCI nimmt Stellung zum Kommunionempfang durch wiederverheiratete Geschiedene
Der Päpstliche Rat zur Interpretation von Gesetzestexten hat eine Erklärung zum Kommunionempfang durch wiederverheiratete Geschiedene abgegeben. Mehr...
Januar 2000...Papst Johannes Paul II. eröffnet das Gerichtsjahr 2000 der Romana Rota
In seiner jährlichen Ansprache an die Mitarbeiter der Romana Rota zur Eröffnung des Gerichtsjahres bekräftigte Papst Johannes Paul II. die Unauflöslichkeit der Ehe, verbunden mit dem Hinweis, daß es auch dem Papst selber nicht möglich sei, eine gültige und vollzogene Ehe unter Getauften aufzulösen. Für ein Ehenichtigkeitsurteil dürfe nicht von einer heute in der Gesellschaft allgemein vorhandenen Ablehnung der Unauflöslichkeit der Ehe ausgegangen werden; nachzuweisen sei vielmehr nach wie vor ein positiver, die Unauflöslichkeit ausschließender Willensakt. Mehr...
16.11.1999...Wechsel an der Spitze des höchsten kirchlichen Gerichtshofes
An der Spitze des höchsten Gerichtshofes der katholischen Kirche, der Apostolischen Signatur, gab es einen Wechsel. Der bisherige Präfekt, Erzbischof Zenon Grocholewski, wurde Nachfolger des Präfekten der Kongregation für das katholische Bildungswesen, Pio Kardinal Laghi, der aus Altersgründen zurücktrat (can. 354 CIC). Neuer Präfekt der Apostolischen Signatur ist seit 16. November 1999 Erzbischof Mario Francesco Pompedda, bisher Dekan des Gerichtshofes der Römischen Rota.
November 1999...Dokumente zum Ad-limina-Besuch der deutschen Bischöfe
Im November 1999 haben die deutschen Bischöfe turnusgemäß in drei Gruppen ihren Ad-limina-Besuch beim Papst abgestattet. Lesen Sie hier den Text der Ansprachen des Papstes an...
... die erste Gruppe
...die zweite Gruppe
...die dritte Gruppe
Oktober 1999...Dokumente zur Sonderversammlung der Bischofssynode für Europa
Vom 1. bis 23. Oktober 1999 hat sich eine Sonderversammlung der Bischofssynode zum zweiten Mal mit der Situation der Kirche in Europa befaßt. Lesen Sie hier...
... die Lineamenta
... das Instrumentum laboris
... die Relatio ante disceptationem
... die Botschaft der Synode
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References: EGMR 
 Art. 8
 EGMR 
 EGMR 
 § 1
 § 1
 § 53