Source: https://www.kfz-versicherungsvergleich.co/bgh-guenstigeres-anmiet-angebot-ist-zu-akzeptieren/
Timestamp: 2019-05-22 19:46:41+00:00

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BGH: Günstigeres Anmiet-Angebot ist zu akzeptieren - KFZ-Versicherungsvergleich.co
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Folglich kam die Revision vor dem BGH, die jedoch nur zum Teil zulässig wurde: Der Geschädigte könne nur diejenigen Mietwagenkosten als erforderlichen Herstellungsaufwand verlangen, die ein verständiger, wirtschaftlich denkender Mensch in der Lage des Geschädigten für zweckmäßig und notwendig halten durfte.
Auch gelte,
im Rahmen des § 254 Abs. 2 S. 1 BGB (Schadensminderungspflicht) komme es auf diejenigen Maßnahmen zur Schadensminderung an, die ein ordentlicher und verständiger Mensch anstelle des Geschädigten ergreifen würde.
Weiter führte der BGH aus, dass die Grundentscheidung des § 249 Abs. 2 S. 1 BGB hiervon nicht unzulässig unterlaufen würde, den Geschädigten davon zu befreien, die Schadenbeseitigung dem Schädiger anvertrauen zu müssen, und ihm die Möglichkeit zu eröffnen, sie in eigener Regie durchzuführen.
Es schade auch nicht, dass es sich bei den angebotenen Tarifen um Sondertarife handelte, welche nur aufgrund der Vermittlung der gegnerischen Versicherung zustande kamen.
Etwas anderes ergäbe sich auch nicht aus der Rechtsprechung des Senats zur fiktiven Abrechnung von Reparaturkosten. Denn die zur Abrechnung fiktiver Reparaturkosten ergangene Rechtsprechung könne auf die Mietwagenproblematik nicht übertragen werden.
Dem BGH war bewusst, dass günstige Tarife oft nur deshalb zustande kommen, weil es besondere Vereinbarungen zwischen Versicherer und Autovermieter gibt.
Für die Zukunft wird dieses Urteil dazu führen, dass die Versicherer ihre Vorgehensweise intensivieren, den Geschädigten möglichst umgehend nach dem Unfall auf günstigere Anmietmöglichkeiten zu verweisen.
Hat jedoch der Geschädigte bereits einen Ersatzwagen angemietet, geht eine solche Verweisung ins Leere.
Zweifelhaft bleibt, ob der BGH vom Geschädigten für den Fall eines günstigeren Vermittlungsangebots verlangen würde, dass einen bereits angemieteten Ersatzwagen zurückgibt und dann günstiger anmietet.
Praktisch bedeutet die Entscheidung des BGH, dass ein Geschädigter in seinen Rechte eingeschränkt wird, insbesondere darin, dass der Geschädigte Herr des Restitutionsgeschehens ist.
Hier überzeugt die Argumentation des BGH nicht. Denn im Rahmen seiner Wahlfreiheit bezüglich Schadensminderung ist es für den Geschädigten wichtig, zu bestimmen, wer sein Fahrzeug repariert oder wo er Ersatz beschafft. Genauso ist es für den Geschädigten aber auch wichtig zu bestimmen, wo er ein Ersatzfahrzeug anmietet.
In der Praxis wird es nicht leichter, ausstehende Mietwagenkosten durchzusetzen und macht in vielen Fällen anwaltliche Hilfe unumgänglich.
Schlagworte: Angebot, günstig, Mietwagen
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References: § 254
 BGH 
 § 249
 BGH 
 BGH 
 BGH