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Timestamp: 2020-02-21 16:15:51+00:00

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§ 57 ZPO: Prozesspfleger
BGH, BESCHLUSS vom 3.5.2016, Az. XII ZB 142/15 a) Daraus folgert die überwiegende Auffassung, dass die Beschwerde eines Beklagten gegen die Bestellung eines Prozesspflegers unzulässig sei, weil es wegen der Stattgabe des Antrages nach § 57 Abs. 1 ZPO an einem vom Amtsgericht zurückgewiesenen Gesuch i.S.d.§ 567 Abs. 1 Nr. 2 ZPO fehle (OLG Bremen FamRZ 2015, 2077 f.; Gehrlein in Prütting/Gehrlein ZPO 8. Aufl. § 57 Rn. 4; Stein/Jonas/Jacoby ZPO 23. Aufl. § 57 Rn. 12; MünchKommZPO/ Lindacher 4. Aufl. §57 Rn. 18; MusielakA/oit/Weth ZPO 13. Aufl. §57 Rn. 4; Thomas/Putzo/Hüßtege ZPO 37. Aufl. § 57 Rn. 5a; HK-ZPO/Bendtsen 6. Aufl. § 57 Rn. 8; Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann ZPO 74. Aufl. § 57 Rn. 9; Wieczorek/Schütze/Hausmann ZPO 3. Aufl. §57 Rn. 18; s. auch zu §567 Abs. 1 Nr. 2 ZPO: RGZ 46, 366, 367; OLG Karlsruhe MDR 2007, 236; OLG
BGH, BESCHLUSS vom 3.5.2016, Az. XII ZB 142/15 Hinzu kommt, dass die Bestellung eines Prozesspflegers nach § 57 Abs. 1 ZPO eine gewisse Eilbedürftigkeit voraussetzt (OLG Bremen FamRZ 2015, 2077, 2078).
BGH, URTEIL vom 1.9.2010, Az. II ZR 115/09 Dem Kläger stand die Möglichkeit offen, die Bestellung eines Prozesspflegers nach § 57 Abs. 1 ZPO bzw. eines Notgeschäftsführers analog § 29 BGB beim Berufungsgericht bzw. beim zuständigen Amtsgericht zu beantragen (vgl. OLG Zweibrücken, GmbHR 2007, 544; Kleindiek in Lutter/Hommelhoff, GmbHG 17. Aufl., vor §35 Rn. 13 ff.; Bork in Stein/Jonas, ZPO, 22. Aufl., § 57 Rn. 4 mwN).
BGH, URTEIL vom 2.11.2009, Az. VI ZR 284/08 Jedoch hat das Revisionsgericht - unabhängig von der Frage, ob § 57 Abs. 1 ZPO grundsätzlich weit auszulegen ist (vgl. BGH, Urteil vom 9. Mai 1962 - IV ZR 4/62 - aaO, 1511) - zu überprüfen, ob das Berufungsgericht das Ermessen unsachgemäß ausgeübt hat, insbesondere ob es den Rechtsbegriff der Gefahr im Verzug verkannt oder die tatsächliche Wertungsgrundlage nicht ausgeschöpft hat (RGZ 105, 401, 403; Käck, aaO, S. 56; vgl. Senat, Urteil vom 1. Februar 1983 -VI ZR 152/81 - NJW 1983, 2033; Hk-ZPO/Kayser, 3. Aufl., § 546 Rn. 19 ff.).
BGH, URTEIL vom 3.5.1982, Az. IVb ZR 739/80 Tunlicherweise ist Jedoch zunächst Gelegenheit zu einer ordnungsgemäßen Vertretung des Prozeßunfähigen zu geben, die es ermöglicht, ein Sachurteil zu erlassen, etwa mittels einer Gebrechlichkeitspflegschaft oder in entsprechender Anwendung des § 57 ZPO (BGH, Urteile vom 13. Oktober 1971 aaO S. 36 und vom 9. Mai 1962 aaO S. 1510 f.).

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 §567
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 § 29
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