Source: https://www.ihre-vorsorge.de/expertenforum/forum/detail/ausgleichszahlung-4.html
Timestamp: 2019-07-24 07:27:28+00:00

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ich bin jetzt 51 Jahre alt und habe 385 Monate mit rentenrechtlichen Zeiten.
Kann ich die Auskunft über eine Ausgleichszahlung erhalten, auch wenn ich die Wartezeit von 35 Jahren noch nicht erreicht habe.
Was ist mit der prognostizierten Ausgleichssumme, wenn sich mein Gehalt in den nächsten Jahren deutlich verringert, ich Krankengeld oder Arbeitslosengeld beziehe oder gar gar nicht mehr in die Rentenversicherung einzahle?
Verbleibt es dann trotzdem bei der prognostizierten Ausgleichssumme?
die für diesen Fall erteilte Rentenauskunft zur Ausgleichszahlung (für eine Altersrente ab 63 für langjährig Versicherte) basiert auf der Erwartung, dass die 35 Jahre rechnerisch erreichbar sind - sonst gibt es diese Auskunft erst gar nicht/keine Nachzahlungsmöglichkeit.
> Was ist mit der prognostizierten Ausgleichssumme, wenn sich mein Gehalt in den nächsten Jahren deutlich verringert, ich Krankengeld oder Arbeitslosengeld beziehe oder gar gar nicht mehr in die Rentenversicherung einzahle?
Diese Rentenauskunft/der Ausgleichsbetrag insgesamt hat nur 3 Monate Gültigkeit. Planen Sie ratenweise Einzahlungen nach eigener Einschätzung über die weiteren Jahre (allein schon wegen der steuerlichen Komponente) und Sie 'überzahlen' den später mal tatsächlichen Abschlag, erhalten Sie eine Rückerstattung der zu viel gezahlten Beiträge – oder alles zurück, falls Sie dann gar keine vorgezogene Altersrente/vor der Regelaltersrente erhalten können.
Tut mir leid, aber das sind keine konkreten Antworten.
Ich kann natürlich noch die 35 Jahre Wartezeit „rein rechnerisch“ erreichen. Das könnte auch jemand der erst kurz vor dem 63. Lebensjahr die Wartezeit erfüllt. Reicht diese theoretische Möglichkeit tatsächlich aus, um eine entsprechende Auskunft erhalten zu können?
Dass diese nur 3 Monate Gültigkeit hat, spielt doch zunächst mal gar keine Rolle.
Sie steht aber im Raum. Wenn dort z.B eröffnet wird, dass ich 50000 € einzahlen kann, um die zu erwartenden Abschläge auszugleichen, sich meine tatsächliche Summe aber letztendlich völlig anders gestaltet, weil sich bis zum 63. Lebensjahr eben eine ganz andere Arbeitssituation ergibt (Krankheit, Arbeitslosigkeit, beitragsfreie Selbständigkeit), erfolgt doch meines Wissens nicht automatisch eine Neuberechnung, sondern nur, wenn ich eine neue Auskunft anfordere, oder sehe ich das falsch?
Also könnte ich 50000 € einzahlen, obwohl eine spätere Auskunft, die ich aber nicht anfordere, eine wesentlich geringere Summe ergeben würde?
Oder berechnet die Rentenversicherung mit dem 63. Lebensjahr automatisch neu und erstattet die überzahlte Ausgleichssumme? Wo genau könnte ich das dann nachlesen?
Sie können aufgrund der derzeitigen Situation und einer entsprechenden Prognose der zukünftigen Entwicklung Ihres Rentenkontos einen Abschlag schätzen und diesen durch eine Zahlung ausgleichen.
Damit kaufen Sie quasi die berechnete Zahl an Entgeltpunkten.
Ob diese genau/undgefähr/gar nicht die späteren Abschläge ausgleicht, wird sich dann zeigen.
Wenn Sie die Rente mit 63 noch gar nicht bekommen können, weil die 35 Jahre noch nicht voll sind, dann gehen Sie eben ein wenig später mit geringeren Abschlägen in Rente und die "gekauften" Entgeltpunkte sind dann vermutlich größer als die Abschläge ...
Was für ein Auswand wäre das, permanent zu prüfen und ggf nachzusteuern ... aber wer mag, kann das natürlich alle paar Jahre mal machen, vor allem wenn es plötzliche Gehaltsprünge gibt ...
Das ist genau die Frage. Reicht die erstmalige Auskunft aus, um den Betrag durch zweimal jährliche Einzahlung über mehrere Jahre zu erreichen, auch wenn das Arbeitsleben sich grundsätzlich ändert oder muss jährlich eine neue Auskunft angefordert werden, um nur die realen Ausgleichssummen einzahlen zu können?
Was würde passieren, wenn die 50000 € basierend auf der ersten Auskunft eingezahlt wurden, sich aber mit dem 63. Lebensjahr aufgrund einer evtl. Nachberechnung, ausgehend vom Rententräger, z.B. nur 35000 € eingezahlt werden durften? Ist eine solche Nachberechnung von Amts wegen überhaupt vorgesehen? Es wäre schön, wenn ein Experte unter Benennung der einschlägigen §§ dazu Stellung nehmen könnte.
Die DRV hat Ihnen in dieser Situation ermöglicht, X Entgeltpunkte zu kaufen.
Basta, aus diesen Entgeltpunkten haben Sie einen Rentenanspruch.
Aus der Summe der Entgeltpunkte werden mit dem Zugangsfaktor (bringt den Abschlag ins Spiel) die persönlichen Entgeltpunkte und aus diesen wird die Rente errechnet und gut ist.
Wenn Sie der Meinung sind, die Ausgelichszahlung war nicht ausreichend, können Sie den Prozess kurz vor dem Rentenbeginn noch einmal durchspielen und ggf. neu einzahlen.
Wenn es zuviel war, dann ist's halt so.
Was eingezahlt ist, bleibt drin.
Genau da habe ich andere Informationen!
Daher frage ich ja hier gezielt nach. Gibt es gar unterschiedliche Verfahrensweisen der einzelnen Rententräger?
Daher bitte nicht nur behaupten, sondern rechtlich auch belegen, ggf. durch Hinweise auf die entsprechenden Ausführungsbestimmungen!
Hallo Anleger, mit dem Antrag zum Ausgleich von Rentenminderungen (§187a SGB VI) geben Sie zunächst lediglich eine Absichtserklärung ab. Besteht die theoretische Möglichkeit, dass Sie die erforderlichen 35 Jahre mit rentenrechtlichen Zeiten erreichen können, erstellt die DRV eine Prognoseberechnung auf Grundlage der derzeitigen Verhältnisse (derzeitiges vom Arbeitgeber bescheinigtes AEG). Eventuelle Änderungen Ihres Status (Krankheit / Arbeitslosigkeit) können natürlich nicht vorhergesehen werden und werden dem entsprechend nicht berücksichtigt. Entschließen Sie sich für Teilzahlungen (maximal 2 Teilzahlung im Kalenderjahr), so müssen Sie diese immer jeweils neu beantragen und es erfolgt eine Hochrechnung unter den dann vorliegenden Voraussetzungen und Konditionen. Nach § 187a, Abs.3, Satz 3 SGB VI erfolgt keine Erstattung von gezahlten Beiträgen!
Entgegen anderer Meinungen hier im Forum, ist dann bei Teilzahlung für jedes Jahr einer geplanten Zahlung eine erneute Auskunft zu beantragen.
Es wurde hier auch schon die Ansicht vertreten, dass man einfach im nächsten Jahr die nächste Rate mit den bekannten Kontodaten einzahlt.
Das Problem im nächsten Jahr ist jedoch, dass das Durchschnittsentgelt i.d.R. steigt, und damit mit dem gleichen Betrag weniger Entgeltpunkte gekauft werden können.
Eine weitere Rentenauskunft zur Ermittlung des fraglichen Betrages soll nicht mehr notwendig sein.
Manche mögen es eben bürokratischer als andere:)
Wer im kommenden Jahr einen neuen Antrag stellen will, möge das tun - ist nicht verboten.
Wer diesen Aufwand scheut, soll eben bezugnehmend auf die frühere Auskunft die nächste Rate einzahlen und bekommt von seiner DRV hoffentlich nicht nochmals das Antragsgedöhns zugeschickt.
Ist man dann der Meinung dass die Durchschnittsentgelte um 3% gestiegen sind, kann man seine Rate um 3% erhöhen und sich bevor man die letzte Rate zahlt nochmals eine Detailberechnung kommen lassen.
Ihr wisst aber schon alle dass 100 € mehr Rente eine NZ von ca 25.000 € erfodern und dass es kaum "lebensentscheidend" sein wird wenn man vielleicht 100 € weniger eingezahlt hat als theoretisch möglich gewesen wäre.
Viel Spaß und ein gutes WE.
Es spielt aber keine Rolle ob das „lebensentscheidend“ ist oder nicht. Meine Rentenversicherung lässt durch das Grundsatzreferat antworten, dass bei Ratenzahlung über mehrere Jahre, in jedem Jahr eine neue Auskunft anzufordern ist. Wie das in der Praxis läuft, weiß ich allerdings nicht, denn das müsste der Rententräger von Amts wegen, in jedem Jahr nach einer eingegangen Zahlung einen neuen V0210 anfordern. Schwer zu glauben!
Meine DRV macht so was bisher nicht.....so gesehen mag es da vielleicht unterschiedliche Verfahrensweisen zu geben.
Ich würde als Bürger zumindest nicht in vorauseilendem Gehorsam jedes Jahr freiwillig einen erneuten Antrag stellen und abwarten ob die Behörde wirklich die Muße hat diesen Antrag immer wieder zu fordern.
Die DRV Bund bestätigt den Eingang von freiwilligen Beiträgen (will das Finanzamt sehen!) und rechnet vor, wieviel Restbetrag noch gezahlt werden kann. Einen neuen V0210 hat sie bei bisher zwei Bestätigungen nicht angefordert.
Ich denke, die Rückzahlung betrifft den Fall, dass Sie nach Erhalt der Auskunft gem. Par. 187 a SGB VI (Ausgleichsbetrag z.B. 50000 Euro, sollen z.B. 9 EP entsprechen) insgesamt z.B. 54000 Euro eingezahlt haben, die dann z.B. 9,3 EP entsprechen. Dann würde Ihnen der Teil der Einzahlungen, der den 0,3 EP entspräche, rückerstattet.
Wenn Ihre tatsächliche Erwerbsbiografie nicht der in der Auskunft angenommenen Biografie entspricht, haben Sie entweder mehr aufgebaut ( aus unerwarteter Alozeit entstand weniger Anwartschaft als aus prognostizierter Beschäftigung bis Rentenbeginn) oder weniger (Lohnsteigerung nicht berücksichtigt). In letzterem Fall könnten Sie eine neue Auskunft mit späterem Rentenbeginn anfordern, um den Rest auszugleichen.
Die Einzahlungen, die für die in der Auskunft bezifferten EP nötig waren, bleiben drin. Sie gehen ja bei dieser freiwilligen Zahlung die Wette auf Ihre Langlebigkeit ein (Amortisierung der Einzahlungen nach 15-20 Jahren nach Beginn der Rente, je nachdem, ob Sie steuerliche Effekte einrechnen oder nicht)
Es betrifft den Fall, dass ich in der ersten Auskunft 50000 Euro genannt bekomme, ich eine Ratenzahlung über mehrere Jahre in Betracht ziehe und sich durch wechselnde Umstände im Arbeitsumfeld bei einer Neuberechnung nach Jahren, z.B. nur 35000 € Ausgleichssumme ergeben. Wird denn überhaupt von Amts wegen eine Neuberechnung veranlasst, die eine geringere Summe ergeben könnte, bevor diese eingezahlt wurde und was wäre, wenn bis dahin z.B. schon 40000 € eingezahlt wurden? Das eine Erstattung erfolgt, wenn mehr als 50000 € eingezahlt wurden ist mir schon bewusst aber wird denn überhaupt von Amts wegen nachkontrolliert, wenn die 50000 € eingehalten werden? Das ist hier die, meiner Meinung nach, nicht eindeutig beantwortete Frage.
Die rechtl. Arbeitsanweisungen zu Par. 187a SGB VI (4.4) sind eindeutig:
"In § 187a Abs. 3 S. 3 SGB VI ist geregelt, dass eine Erstattung von Beiträgen nach § 187a Abs. 1 SGB VI, die rechtswirksam entrichtet sind, nicht erfolgt. Das gilt auch, wenn
der Versicherte die Erklärung nach § 187a Abs. 1 S. 2 SGB VI später "widerruft",
Das Erstattungsverbot des § 187a Abs. 3 S. 3 SGB VI findet auch keine Anwendung, wenn nur deshalb zu hohe Beiträge gezahlt worden sind, weil in der Auskunft nach § 109 Abs. 5 S. 4 SGB VI der zugrunde gelegte Umrechnungsfaktor höher ist als der im Zeitpunkt der Beitragszahlung maßgebende Umrechnungsfaktor und der Beitragsaufwand sich somit vermindert hat."
Wenn Sie also aus Ihrer einmalig erstellten Auskunft heraus letztlich mehr Abschlag ausgeglichen haben, als es Ihre tatsächliche Biografie bis zum Rentenbeginn hergegeben hätte, haben Sie Ihre Anwartschaft sozusagen optimiert.
Dies träfe aber auch ein, wenn die Biografie exakt wie in der Auskunft gelaufen wäre, Sie aber bis zum Rentenbeginn der Ausgleichsauskunft schwerbehindert geworden wären oder Sie einfach später, als in der Auskunft benannt, in Rente gehen...
Es betrifft den Fall, dass ich in der ersten Auskunft 50000 Euro genannt bekomme, ich eine Ratenzahlung über mehrere Jahre in Betracht ziehe und sich durch wechselnde Umstände im Arbeitsumfeld bei einer Neuberechnung nach Jahren, z.B. nur 35000 € Ausgleichssumme ergeben.
Hallo Anlager,
was wollen Sie eigentlich erreichen mit Ihren wiederholten Anfragen?
Eine möglichst optimale Rentensteigerung - mit ggf. zu viel gezahlten Beiträgen/bei aktuell exorbitanter 'Rendite'(je mehr ums so besser gezahlt, da saug ich doch das Maximum ab) - oder nur auf die Korinthe genau gezahlten Cent für die Rente? Abhängig vom schmelzenden/verfügbaren Kapital ...und dann, wenn alle?
Irgendwie erschließt sich mir Ihr Kapitaleinsatz/finanzielle Strategie dem Grunde nach nicht, zumal Sie auf Jahre bereit sind, eine unbestimmte Summe ohne sofortige Wiederkehr so einfach erst mal vom Konto abzuzwacken ... ;-)
Zudem, Sie können jederzeit die jährlichen Einzahlungen bremsen/einstellen, wenn sich Ihre freien Mittel nach unten bewegen. ...und natürlich auch die ggf. erhaltenen Steuererstattungen aus den zu hohen geltende gemachten Altersvorsorgeaufwendungen dem Finanzamt erstatten *g
Ihnen geht es nur ums 'Prinzip'/nicht Verwaltungsvereinfachung - richtig? :-)
Im Gegensatz zu Ihnen haben andere hier das eventuell mögliche Szenario sehr wohl verstanden.
Und ja, es geht tatsächlich ums Prinzip. Denn es können sich bei langfristig unterstellten Einkünften durchaus große Änderungen ergeben und dann kann es schon sehr wichtig sein, wie dann seitens der Rentenversicherung mit diesen Änderungen umgegangen wird.
Modi 1969 hat das jetzt dankenswerterweise sehr gut erklärt.
Von daher ist Ihr Beitrag einfach mehr als überflüssig.

References: § 187
 § 187
 § 187
 § 187
 § 187
 § 109