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Timestamp: 2019-06-25 21:01:51+00:00

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BSG, 26.09.2006 - B 1 KR 20/05 R - dejure.org
https://dejure.org/2006,2288
BSG, 26.09.2006 - B 1 KR 20/05 R (https://dejure.org/2006,2288)
BSG, Entscheidung vom 26.09.2006 - B 1 KR 20/05 R (https://dejure.org/2006,2288)
BSG, Entscheidung vom 26. September 2006 - B 1 KR 20/05 R (https://dejure.org/2006,2288)
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Krankenversicherung - Voraussetzungen für Kostenübernahme von Fahrkosten bei ambulanter Behandlung seit 1. 1. 2004
Krankenversicherung; Voraussetzungen für Kostenübernahme von Fahrkosten bei ambulanter Behandlung seit 1.1.2004; Zurverfügungstellung der Leistungen nach Maßgabe eines allgemeinen Leistungskatalogs unter Beachtung des Wirtschaftlichkeitsgebotes und de ...
Fahrtkosten/Methadontherapie
Im Rahmen des § 60 SGB V, der Ansprüche auf Fahrkosten abschließend regelt (…BSG SozR 4-2500 § 60 Nr. 5 RdNr 14;… BSG SozR 4-2500 § 60 Nr. 2 RdNr 12; BSG SozR 4-2500 § 60 Nr. 1 RdNr 9;… BSG SozR 4-2500 § 60 Nr. 7 RdNr 12) , kommt als Anspruchsgrundlage für den Kläger allein § 60 Abs. 1 S 3 SGB V (dazu a) und § 60 Abs. 2 S 1 Nr. 4 SGB V (dazu b) in Betracht.
Es ist verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden, dass die GKV Versicherten Leistungen nur nach Maßgabe eines allgemeinen Leistungskatalogs unter Beachtung des Wirtschaftlichkeitsgebots zur Verfügung stellt, soweit diese Leistungen nicht der Eigenverantwortung der Versicherten zugerechnet werden (…vgl zB BSGE 96, 153 = SozR 4-2500 § 27 Nr. 7, RdNr 28 f; BSG SozR 4-2500 § 60 Nr. 1 RdNr 14 mwN;… Waßer in: Schlegel/Voelzke, jurisPK-SGB V, 3. Aufl 2016, § 60 RdNr 71).
a) Im Rahmen des § 60 SGB V (in der ab 1.1.2004 geltenden Fassung von Art. 1 Nr. 37 des Gesetzes zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung vom 14.11.2003 , BGBl I 2190) , der Ansprüche auf Fahrkosten abschließend regelt (…BSG SozR 4-2500 § 60 Nr. 5 RdNr 14;… BSG SozR 4-2500 § 60 Nr. 2 RdNr 12; BSG SozR 4-2500 § 60 Nr. 1 RdNr 9) , kommt als Anspruchsgrundlage für die Klägerin als Sonderrechtsnachfolgerin des Versicherten § 60 Abs. 1 S 3 SGB V in Betracht.
Denn die GKV stellt den Versicherten Leistungen nur nach Maßgabe eines allgemeinen Leistungskatalogs unter Beachtung des Wirtschaftlichkeitsgebots zur Verfügung (…BSG SozR 4-2500 § 60 Nr. 4 RdNr 27; BSG SozR 4-2500 § 60 Nr. 1 RdNr 12 ff;… vgl auch BVerfGE 115, 25, 45 f = SozR 4-2500 § 27 Nr. 5 RdNr 26) .
Dazu gehört die Übernahme von Fahrkosten aus finanziellen Gründen gerade nicht (BSG SozR 4-2500 § 60 Nr. 1 RdNr 14) .
b) Nach dem Rechtsgedanken des § 60 Abs. 1 S 1 SGB V (idF des GMG) müssen in allen Fällen des § 60 SGB V die Fahrten im Zusammenhang mit einer Leistung der KK aus zwingenden medizinischen Gründen notwendig sein, um einen Anspruch auf Übernahme der Kosten zu begründen (vgl BSG SozR 4-2500 § 60 Nr. 1 RdNr 13).
a) Im Rahmen des § 60 SGB V (in der ab 1.1.2004 geltenden Fassung von Art. 1 Nr. 37 des Gesetzes zur Modernisierung der Gesetzlichen Krankenversicherung vom 14.11.2003 , BGBl I 2190), der Ansprüche auf Fahrkosten abschließend regelt (vgl zuletzt BSG…, Urteil vom 2.11.2007 - B 1 KR 4/07 R, RdNr 13, zur Veröffentlichung in SozR vorgesehen; BSG SozR 4-2500 § 60 Nr. 1 RdNr 9), kommt als Anspruchsgrundlage für die Klägerin allein § 60 Abs. 1 Satz 3 SGB V in Betracht.
Mit der Änderung des § 60 SGB V zum 1.1.2004 hat der Gesetzgeber vielmehr stärker als zuvor auf die medizinische Notwendigkeit der im Zusammenhang mit der KKn-Leistung erforderlichen Fahrt abgestellt und die Möglichkeit der KKn, Fahrkosten generell in Härtefällen zu übernehmen, verfassungskonform beseitigt (vgl im Einzelnen BSG SozR 4-2500 § 60 Nr. 1 RdNr 13 f).
Das Grundgesetz erlaubt es nämlich, die Leistungen der GKV auf einen abgeschlossenen Katalog zu begrenzen (stRspr, zB BSG SozR 4-2500 § 60 Nr. 1 RdNr 14 mwN;… BVerfGE 115, 25 = SozR 4-2500 § 27 Nr. 5 RdNr 24 ff).
Wie der Senat entschieden hat, sollte die Regelung die Möglichkeit für KKn ausschließen, Fahrkosten zur ambulanten Behandlung generell in Härtefällen zu übernehmen; dies ist von Gesetzes und von Verfassungs wegen nicht zu beanstanden, weil die GKV den Versicherten Leistungen nur nach Maßgabe eines allgemeinen Leistungskatalogs unter Beachtung des Wirtschaftlichkeitsgebotes zur Verfügung stellt (so BSG SozR 4-2500 § 60 Nr. 1 RdNr 12 ff;… vgl auch BverfGE 115, 25, 46 f = SozR 4-2500 § 27 Nr. 5 RdNr 26).
§ 60 SGB V benennt abschließend die Hauptleistungen, für die eine Fahrt des Versicherten aus zwingenden medizinischen Gründen notwendig sein muss (Abs. 2 Satz 1 Nr. 1: stationäre Leistungen; Verlegung; Abs. 2 Satz 1 Nr. 2: Rettungsfahrten zum Krankenhaus; Abs. 2 Satz 1 Nr. 3: Krankentransporte; Abs. 2 Satz 1 Nr. 4: Krankenhausbehandlung ersetzende Behandlungen; Abs. 1 Satz 3: ambulante Behandlungen; anders dagegen Abs. 5: Verweisung auf § 53 Abs. 1 bis 3 SGB IX bei Leistungen zur medizinischen Rehabilitation, hier nicht einschlägig; vgl auch BSG SozR 4-2500 § 60 Nr. 1 RdNr 13).
Dies ist von Gesetzes und von Verfassungs wegen nicht zu beanstanden, weil die GKV den Versicherten Leistungen nur nach Maßgabe eines allgemeinen Leistungskatalogs unter Beachtung des Wirtschaftlichkeitsgebotes zur Verfügung stellt (BSG SozR 4-2500 § 60 Nr. 1 RdNr 12 ff;… vgl auch BVerfGE 115, 25, 46 f = SozR 4-2500 § 27 Nr. 5 RdNr 26).
Die Regelung sollte die Möglichkeit für KKn ausschließen, Fahrkosten zur ambulanten Behandlung generell in Härtefällen zu übernehmen; dies ist von Gesetzes und von Verfassungs wegen nicht zu beanstanden, weil die GKV den Versicherten Leistungen nur nach Maßgabe eines allgemeinen Leistungskatalogs unter Beachtung des Wirtschaftlichkeitsgebotes zur Verfügung stellt (BSG SozR 4-2500 § 60 Nr. 1 RdNr 12 ff;… vgl auch BVerfGE 115, 25, 45 f = SozR 4-2500 § 27 Nr. 5 RdNr 26).
Die Krankentransportrichtlinien enthalten grundsätzlich eine gesetzeskonforme Konkretisierung der Ausnahmen i.S.d. § 60 Abs. 1 Satz 3 SGB V; die Beschränkung der Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) auf einen abgeschlossenen Katalog ist auch grundsätzlich verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden (BSG v. 26. September 2006 - B 1 KR 20/05 R, SozR 4-2500 § 60 Nr. 1).
Denn abweichend von der bis zum 31. Dezember 2003 geltenden Regelung, wonach undifferenziert Fahrtkosten in "Härtefällen" zu zahlen waren, hat der Gesetzgeber in § 60 Abs. 1 SGB V in der ab dem 1. Januar 2004 geltenden Fassung des Gesetzes zur Modernisierung der gesetzlichen Krankenversicherung vom 14. November 2003 (GMG, BGBl. I 2190) stärker auf die medizinische Notwendigkeit der im Zu-sammenhang mit der Krankenkassenleistung erforderlichen Fahrt abgestellt und die Möglichkeit der Krankenkassen, Fahrtkosten generell in Härtefällen zu übernehmen, verfassungskonform beseitigt (BSG vom 26. September 2006 - B 1 KR 20/05 R, SozR 4-2500 § 60 Nr. 1).
Daher muss gerade die Beförderung (nicht: Fahrt) zur (ambulanten) Behandlung aus medizinischen Grün-den unerlässlich sein (BSG vom 26. September 2006 - B 1 KR 20/05 R, SozR 4-2500 § 60 Nr. 1 unter Rdz. 13).
Sozialhilfe - Krankenhilfe - Fahrkosten zur ambulanten Behandlung - …
LSG Schleswig-Holstein, 03.07.2015 - L 5 KR 112/15
Krankenversicherung - Fahrkostenübernahme nach § 8 Abs 3 S 2 KT-RL (juris: KrTRL …
LSG Thüringen, 01.12.2009 - L 6 KR 1179/06
LSG Thüringen, 26.06.2012 - L 6 KR 401/09
LSG Thüringen, 31.01.2012 - L 6 KR 306/07
SG Mainz, 28.11.2006 - S 6 KR 140/05
Anforderungen an das Vorliegen eines Anspruchs gegenüber einer gesetzlichen …
SG Detmold, 07.09.2010 - S 21 AS 1703/10
BSG, 01.03.2007 - B 1 KR 15/07 B

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 § 8