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Timestamp: 2018-07-22 12:26:46+00:00

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§ 7i EStG Erhöhte Abschreibungen für vermietete Baudenkmäler,
§ 10f EStG Erhöhter Sonderausgabenabzug für selbstgenutzte Baudenkmäler.
Erhöhte Absetzungen nach § 7i EStG setzen den Einsatz des Gebäudes zur Einkunftserzielung voraus. Für selbst bewohnte oder unentgeltlich überlassene Gebäude kommt der Sonderausgabenabzug nach § 10f EStG infrage. Dient ein Gebäude weder der Einkunftserzielung (z.B. bei Liebhaberei) noch eigenen Wohnzwecken, kann der Sonderausgabenabzug nach § 10g EStG zum Zuge kommen (Schmidt/Kulosa 3 7i Rz. 1).
Es muss sich um ein Gebäude im Inland handeln, das nach den jeweiligen landesrechtlichen Vorschriften ein Baudenkmal ist (§ 7i Abs. 1 Satz1 EStG).
Die Baumaßnahmen müssen nach Art und Umfang zur Erhaltung oder zur sinnvollen Nutzung des Gebäudes erforderlich sein (§ 7i Abs. 1 Satz 1 EStG).
Begünstigt sind lediglich vom Eigentümer aufgewendete Herstellungskosten.
Erwerben mehrere Personen ein Gebäude als Gemeinschaft und lassen sie es durch einen Bauträger endgültig herstellen, werden in dem Vertrag der Erwerb und die anschließende auf Rechnung und Gefahr der Anleger durchzuführende Herstellung gebündelt. Rechtlich sind die Anleger als Bauherren anzusehen. Sie werden aber nach der Rechtsprechung nicht als Bauherren, sondern als Erwerber des im sogenannten Bauherrenmodell endgültig errichteten Gebäudes beurteilt. Hiernach wären nicht nur die auf den Erwerb entfallenden Aufwendungen, sondern auch die nach dem Kaufvertrag auf Rechnung und Gefahr der Erwerber vom Bauträger aufgewendeten und an die Erwerber im Kaufpreis weitergegebenen Herstellungskosten als Anschaffungskosten zu beurteilen und damit nicht nach § 7i EStG begünstigt.
Beim Erwerb eines Baudenkmals werden daher auch solche Anschaffungskosten begünstigt, die auf die Zeit nach dem Abschluss des Kaufvertrages oder eines gleichstehenden Rechtsakts anfallen (§ 7i Abs. 1 Satz 5 EStG).
Erhält der Erwerber Zuschüsse zu den Herstellungskosten, so mindern diese die Bemessungsgrundlage für die Abschreibung (§ 7i Abs. 1 Satz 7 EStG).
Neubaumaßnahmen sind nicht begünstigt. Es geht um die Erhaltung eines bestehenden Denkmals (BFH, 14.01.2003 - IX R 72/00, BStBl II 2003, 916).
Fällt bei einem vermieteten Baudenkmal Erhaltungsaufwand an, kann dieser auf 2 bis 5 Jahre verteilt als Werbungskosten abgezogen werden (§ 11b EStG).
Nach § 10f EStG sind ausschließlich Baudenkmäler begünstigt, die eigenen Wohnzwecken dienen. Eine Nutzung zu eigenen Wohnzwecken liegt auch vor, wenn Teile einer zu eigenen Wohnzwecken genutzten Wohnung unentgeltlich zu Wohnzwecken überlassen werden. Die übrigen Voraussetzungen zu § 7i EStG (s.o.) wie Einstufung als Baudenkmal, Bescheinigung und Abstimmung mit den Denkmalbehörden gelten entsprechend. Allerdings gilt die Begünstigung des § 10f EStG neben Herstellungskosten auch für Erhaltungsaufwendungen (§ 10f Abs. 2 EStG).
Die Aufwendungen für begünstigte Baumaßnahmen können im Jahr der Maßnahme und den 9 Folgejahren jeweils bis zu 9 % wie Sonderausgaben abgezogen werden.
Begünstigt sind Herstellungs- und Anschaffungskosten grundsätzlich unter den gleichen Bedingungen wie bei der erhöhten Abschreibung nach § 7i EStG (s.o.).
Die Steuervergünstigung nach § 10f EStG steht jeder Person nur einmal im Leben zu.
Zusammenveranlagte Ehegatten können allerdings die Steuervergünstigung für insgesamt 2 Gebäude in Anspruch nehmen.
Es empfiehlt sich, Erhaltungsmaßnahmen eines renovierungsbedürftigen Baudenkmals nach dem Erwerb in eigener Regie vorzunehmen. Würde der bisherige Eigentümer die Renovierung durchführen, erhöht sich entsprechend der Kaufpreis. Den auf die Erhaltungsmaßnahme entfallenden Anteil kann der Erwerber nicht geltend machen, da er für ihn zu den Anschaffungskosten gehört.

References: § 7

§ 10
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