Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=27.10.1998&Aktenzeichen=X%20R%20191/96
Timestamp: 2019-12-15 10:34:27+00:00

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BFH, 27.10.1998 - X R 191/96 - dejure.org
BFH, 27.10.1998 - X R 191/96
https://dejure.org/1998,2946
BFH, 27.10.1998 - X R 191/96 (https://dejure.org/1998,2946)
BFH, Entscheidung vom 27.10.1998 - X R 191/96 (https://dejure.org/1998,2946)
BFH, Entscheidung vom 27. Januar 1998 - X R 191/96 (https://dejure.org/1998,2946)
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Vertragspension - Vorsorgeaufwendungen - Kürzung - Vorwegabzug - Arbeitgeberanteil - Steuerfreier Zuschuß
EStG § 10 Abs. 3 Nr. 2 S. 1, 2 lit. a cc
Der Vorwegabzug ist demnach eingeführt worden, um insbesondere selbständig Tätigen einen Ausgleich dafür zu bieten, dass sie die Kosten ihrer Zukunftssicherung allein aufbringen müssen (Urteile des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 12. Oktober 1994 X R 260/93, BFHE 175, 563, BStBl II 1995, 119; vom 27. Oktober 1998 X R 191/96, BFH/NV 1999, 608; vom 19. Mai 1999 XI R 64/98, BFHE 189, 361, BStBl II 2001, 64;… BFH-Beschlüsse vom 13. Juli 1998 X B 35/98, BFH/NV 1999, 169;… vom 28. Mai 1999 X B 186/98, BFH/NV 1999, 1332;… Söhn in Kirchhof/Söhn/Mellinghoff, Kommentar zum Einkommensteuergesetz, Stand November 1990, § 10 Rdnr. P 14).
Der Vorwegabzug ist eingeführt worden, um insbesondere selbständig Tätigen einen Ausgleich dafür zu bieten, dass sie die Kosten ihrer Zukunftssicherung allein aufbringen müssen (BFH-Urteile vom 12. Oktober 1994 X R 260/93, BFHE 175, 563, BStBl II 1995, 119; vom 27. Oktober 1998 X R 191/96, BFH/NV 1999, 608; vom 19. Mai 1999 XI R 64/98, BFHE 189, 361, BStBl II 2001, 64;… Beschlüsse vom 13. Juli 1998 X B 35/98, BFH/NV 1999, 169;… vom 28. Mai 1999 X B 186/98, BFH/NV 1999, 1332;… Söhn in Kirchhof/Söhn/Mellinghoff, Einkommensteuergesetz, Stand November 1990, § 10 Rdnr. P 14).
Der Senat kann dahingestellt lassen, wann zivilrechtlich ein Anwartschaftsrecht auf Altersversorgung entsteht (vgl. hierzu Urteile des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 27. Oktober 1998 X R 191/96, BFH/NV 1999, 608; vom 29. November 1989 X R 183/87, BFHE 159, 80, BStBl II 1990, 218; vgl. z.B. auch Urteile des Bundesgerichtshofs --BGH-- vom 18. Dezember 1967 V ZB 6/67, BGHZ 49, 197, 201, und vom 24. März 1994 X ZR 108/91, Neue Juristische Wochenschrift --NJW-- 1994, 3099, 3100, m.w.N.) und ob, ggf. unter welchen Voraussetzungen eine Blankettzusage auf Altersversorgung einen zivilrechtlich durchsetzbaren Anspruch begründet (vgl. zur Abgrenzungsproblematik Urteile des Bundesarbeitsgerichts --BAG-- vom 17. Mai 1966 3 AZR 477/65, Nachschlagewerk des Bundesarbeitsgerichts -Arbeitsrechtliche Praxis- --AP-- Nr. 110 zu § 242 BGB Ruhegehalt; vom 13. März 1975 3 AZR 446/74, AP Nr. 167 zu § 242 BGB Ruhegehalt; vom 23. November 1978 3 AZR 708/77, AP Nr. 181 zu § 242 BGB Ruhegehalt; Der Betrieb --DB-- 1979, 364; vom 19. Juni 1980 3 AZR 958/79, DB 1981, 431; vom 12. Dezember 1989 3 AZR 783/87, nicht veröffentlicht --NV--; Höfer, Gesetz zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung, Kommentar, Arbeitsrecht, ART Rdnrn. 193, 194).
Da die Kürzung des Vorwegabzugs nicht von der Höhe der künftigen Altersversorgung abhängt (vgl. BTDrucks 8/292, S. 21; BFH-Urteil in BFH/NV 1999, 608), kommt es auf die Höhe der entsprechenden Aufwendungen der H-GmbH nicht an.
Der Arbeitgeber darf die Zusage nicht mehr nach seinem freien Belieben entziehen können (BFH-Urteile vom 27. Oktober 1998 X R 191/96, BFH/NV 1999, 608; vom 29. November 1989 X R 183/87, BFHE 159, 80, BStBl II 1990, 218; vgl. z.B. auch Urteil des Bundesgerichtshofs --BGH-- vom 24. März 1994 X ZR 108/91, BGHZ 125, 334, 338, Neue Juristische Wochenschrift --NJW-- 1994, 3099, m.w.N.).
Die verbindliche Zusage jedoch ist dadurch gekennzeichnet, dass damit ein noch zu verwirklichender Sachverhalt künftig in einem bestimmten Sinne beurteilt wird (BFH-Urteil vom 27. Oktober 1998, Az.: X R 191/96, BFH/NV 1999, 608), um nicht zuletzt Gestaltungsalternativen überdenken zu können.
Der Vorwegabzug ist daher auch dann zu kürzen, wenn die zugesagte Versorgungsanwartschaft für das Versorgungskonzept des Steuerpflichtigen relativ unbedeutend ist (Senatsurteil vom 27. Oktober 1998 X R 191/96, BFH/NV 1999, 608).
FG Niedersachsen, 15.01.2002 - 13 K 95/98
Kürzung des Sonderausgaben-Vorwegabzugs bei Leistung steuerfrei behandelter …
Für Arbeitnehmer, die bereits in den Genuss der Steuerfreistellung nach § 3 Nr. 62 EStG gekommen sind, wird der Vorwegabzug aber durch die Kürzung eingeschränkt (BFH-Urteil vom 27. Oktober 1998 X R 191/96, BFH/NV 1999, 608; BFH-Urteil vom 8. März 1984 IX R 14/80, Juris).
Der Vorwegabzug soll insbesondere selbständig Tätigen einen Ausgleich dafür bieten, dass sie die Kosten ihrer Zukunftssicherung allein aufbringen müssen (BFH-Urteile vom 12.10.1994 X R 260/93, BStBl II 1995, 119; vom 27.10.1998 X R 191/96, BFH/NV 1999, 608; vom 19.05.1999 XI R 64/98, BStBl II 2001, 64; vom 16.10.2002 XI R 61/00, BStBl II 2003, 183 …und vom 16.10.2002 XI R 71/00, a.a.O.).
Der Frage, ob der Höchstbetrag (der sog. Vorwegabzug) wegen der Anwartschaftsrechte des Kl auf eine Altersversorgung zu mindern ist oder nicht, kommt grundsätzliche Bedeutung zu (Hinweis auf die Urteile des FG Baden-Württemberg vom 15. Dezember 1994 14 K 361/91 - rechtskräftig - EFG 1995, 709; des FG Düsseldorf vom 27. Oktober 1995 14 K 2060/95 E - Revision eingelegt: BFH-Az.: X R 8/96 - EFG 1996, 59; des FG Rheinland-Pfalz vom 17. Oktober 1996 4 K 1321/95 -Revison eingelegt BFH-Az.: X R 191/96- EFG 1997, 275; Beschluß des FG München vom 4. November 1996 6 V 1560/96 - rechtskräftig - EFG 1997, 472; Urteil des FG Düsseldorf vom 21. Januar 1998 13 K 6825/94 - nicht rechtskräftig, BFH-Az.: X R 35/98 - EFG 1998, 868).
Der Vorwegabzug ist somit eingeführt worden, um insbesondere selbstständig Tätigen einen Ausgleich dafür zu bieten, dass sie die Kosten ihrer Zukunftssicherung allein aufbringen müssen (BFH-Urteile vom 12.10.1994 X R 260/93, BStBl II 1995, 119; vom 27.10.1998 X R 191/96, BFH/NV 1999, 608; vom 19.5.1999 XI R 64/98, BStBl II 2001, 64).
FG Hamburg, 02.07.2004 - II 39/03
Einkommensteuerrecht: Kürzung des Vorwegabzuges für Vorsorgeaufwendungen

References: § 10
 § 10
 § 10
 § 242
 § 242
 § 242
 § 3