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Timestamp: 2020-04-08 17:48:30+00:00

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Dis­zi­pli­nar­maß­nah­men im mehr­glied­ri­gen Ver­bands­we­sen | Rechtslupe
Die Umset­zung einer von einem über­ge­ord­ne­ten Dach­ver­band vor­ge­se­he­nen Dis­zi­pli­nar­maß­nah­me gegen­über dem Mit­glied eines nach­ge­ord­ne­ten Ver­eins, das selbst nicht Mit­glied des Dach­ver­bands ist, bedarf ent­we­der einer Grund­la­ge in der Sat­zung des nach­ge­ord­ne­ten Ver­eins oder einer sons­ti­gen Aner­ken­nung die­ser Mög­lich­keit durch des­sen Mit­glied.
In dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall begehrt der kla­gen­de Fuß­ball­ver­ein, der SV Wil­helms­ha­ven e.V., die Fest­stel­lung, dass der durch das Prä­si­di­um des Nord­deut­schen Fuß­ball­ver­ban­des e.V. beschlos­se­ne Zwangs­ab­stieg der 1. Fuß­ball­mann­schaft (Her­ren) des SV Wil­helms­ha­vens aus der Regio­nal­li­ga Nord zum Ende der Saison2013/​2014 unwirk­sam ist. Der SV Wil­helms­ha­ven ist Mit­glied des Nord­deut­schen Fuß­ball­ver­ban­des, der seit der Sai­son 2012/​2013 für die Durch­füh­rung der Regio­nal­li­ga Nord ver­ant­wort­lich ist. Der Nord­deut­sche Fuß­ball­ver­band ist Mit­glied des Deut­schen Fuß­ball­bun­des e.V. (DFB), in des­sen Ver­ant­wort­lich­keit die Regio­nal­li­ga zuvor fiel. Der DFB ist Mit­glied der Fédé­ra­ti­on Inter­na­tio­na­le de Foot­ball Asso­cia­ti­on (FIFA).
In der Spiel­zeit 2006/​2007 nahm die 1. Fuß­ball­mann­schaft (Her­ren) des SV Wil­helms­ha­ven auf der Grund­la­ge eines zwi­schen dem DFB und dem SV Wil­helms­ha­ven geschlos­se­nen "Zulas­sungs­ver­trags Regio­nal­li­ga" am Spiel­be­trieb der Regio­nal­li­ga Nord teil. Mit Ver­trag vom 01.01.2007 ver­pflich­te­te der SV Wil­helms­ha­ven einen zuvor als Ama­teur bei zwei argen­ti­ni­schen Fuß­ball­ver­ei­nen regis­trier­ten, 1987 gebo­re­nen Fuß­ball­spie­ler mit (jeden­falls auch) ita­lie­ni­scher Staats­an­ge­hö­rig­keit für den Zeit­raum vom 29.01.2007 bis zum 30.06.2007 als Ver­trags­spie­ler im Sin­ne der DFB-Spiel­ord­nung. Bei­de argen­ti­ni­schen Ver­ei­ne bean­trag­ten im Juni 2007 bei der FIFA unter Beru­fung auf das FIFA-Regle­ment "bezüg­lich Sta­tus und Trans­fer von Spie­lern" die Fest­set­zung einer Aus­bil­dungs­ent­schä­di­gung gegen den SV Wil­helms­ha­ven. Die­se pau­scha­le Ent­schä­di­gung bestimmt sich nach der Zuge­hö­rig­keit des über­neh­men­den Ver­eins zu einem Kon­ti­nen­tal­ver­band sowie der Wer­tig­keit der Spiel­klas­se, an der der Ver­ein teil­nimmt. Die Ent­schä­di­gung soll einen Aus­gleich dafür dar­stel­len, dass der über­neh­men­de Ver­ein eige­nen Aus­bil­dungs­auf­wand für den ver­pflich­te­ten Spie­ler erspart hat.
Die zustän­di­ge FIFA Dis­pu­te Reso­lu­ti­on Cham­ber in Zürich sprach am 5.12 2008 dem ers­ten argen­ti­ni­schen Ver­ein, dem der Spie­ler fünf Jah­re ange­hört hat­te, 100.000 € zu, und dem zwei­ten Ver­ein, bei dem er knapp zwei Jah­re gespielt hat­te, 57.500 €. Wei­ter ord­ne­te sie an, dass bei Nicht­zah­lung inner­halb bestimm­ter Fris­ten die Sache auf Bit­te der Par­tei­en der FIFA-Dis­zi­pli­nar­kom­mis­si­on zwecks Ver­hän­gung der not­wen­di­gen dis­zi­pli­na­ri­schen Sank­tio­nen vor­zu­le­gen sei. Der vom SV Wil­helms­ha­ven ange­ru­fe­ne Court of Arbi­tra­ti­on for Sports (CAS) in Lau­sanne bestä­tig­te am 5.10.2009 die­se Ent­schei­dun­gen. Eine nach den Sta­tu­ten der FIFA gegen die CAS, Ent­schei­dung mög­li­che Beschwer­de zum schwei­ze­ri­schen Bun­des­ge­richt leg­te der SV Wil­helms­ha­ven nicht ein.
Da der SV Wil­helms­ha­ven die Aus­bil­dungs­ent­schä­di­gun­gen nicht zahl­te, wand­ten sich die bei­den argen­ti­ni­schen Ver­ei­ne an die FIFA-Dis­zi­pli­nar­kom­mis­si­on. Die­se ver­häng­te am 13.09.2011 gegen den SV Wil­helms­ha­ven Geld­stra­fen, setz­te eine letz­te Zah­lungs­frist für die Aus­bil­dungs­ent­schä­di­gun­gen und ver­füg­te für den Fall der Nicht­zah­lung auf Antrag den Abzug von 6 Punk­ten je Gläu­bi­ger für die ers­te Mann­schaft des SV Wil­helms­ha­ven in der natio­na­len Liga­meis­ter­schaft, ohne dass dafür eine wei­te­re for­ma­le Ent­schei­dung erfor­der­lich war. Der SV Wil­helms­ha­ven zahl­te die Ent­schä­di­gung nicht; die bei­den argen­ti­ni­schen Ver­ei­ne bean­trag­ten den Punkt­ab­zug. Dar­auf­hin ersuch­te die FIFA den DFB um die Durch­füh­rung des Punkt­ab­zugs für die Sai­son 2011/​2012 auf Antrag des einen argen­ti­ni­schen Ver­eins und für die Sai­son 2012/​2013 auf Antrag des ande­ren argen­ti­ni­schen Ver­eins. Der DFB nahm den Punkt­ab­zug für 2011/​2012 in eige­ner Zustän­dig­keit vor und bat, nach­dem die Regio­nal­li­ga viert­klas­sig und der NFV für den Spiel­be­trieb ver­ant­wort­lich gewor­den war, den NFV, den Punkt­ab­zug für 2012/​2013 durch­zu­füh­ren. Dem kam der NFV nach. Die Ver­su­che des SV Wil­helms­ha­ven, sich gegen die Punkt­ab­zü­ge bei dem DFB-Sport­ge­richt und bei dem Ver­bands­ge­richt des NFV zu weh­ren, blie­ben ohne Erfolg.
Die Aus­bil­dungs­ent­schä­di­gung zahl­te der SV Wil­helms­ha­ven wei­ter­hin nicht. Dar­auf­hin traf die FIFA-Dis­zi­pli­nar­kom­mis­si­on auf Antrag eines der bei­den argen­ti­ni­schen Ver­ei­ne am 5.10.2012 fol­gen­de Ent­schei­dung:
The club is pro­noun­ced guil­ty of fai­ling to com­ply with a decisi­on of a FIFA body in accordance with art. 64 of the FIFA Disci­pli­na­ry Code (FDC).
The first team of the club is rele­ga­ted to the next lower divi­si­on.
Die­se Ent­schei­dung erklär­te der erneut durch den SV Wil­helms­ha­ven ange­ru­fe­ne CAS am 24.10.2013 für recht­mä­ßig. Dar­auf­hin for­der­te die FIFA den DFB auf, den Abstieg umzu­set­zen, wor­um letz­te­rer wie­der­um den NFV ersuch­te. Des­sen Prä­si­di­um fass­te den hier ange­foch­te­nen Beschluss. In dem Schrei­ben des NFV vom 13.01.2014 heißt es inso­weit:
"(…) der Nord­deut­sche Fuß­ball­ver­band e.V. (NFV) ist als Mit­glied des Deut­schen Fuß­ball­bun­des (DFB) ver­pflich­tet, die von der FIFA getrof­fe­nen recht­li­chen Ent­schei­dun­gen zu voll­zie­hen, und ist aus die­sen Grün­den gehal­ten, die Sank­ti­ons­maß­nah­me der FIFA-Dis­zi­pli­nar-Kom­mis­si­on umzu­set­zen und den Zwangs­ab­stieg (…) zu voll­zie­hen.
Das Prä­si­di­um des NFV hat (…) auf sei­ner letz­ten Sit­zung am 07.12.2013 (…) die Umset­zung der (…) genann­ten Sank­ti­ons­maß­nah­me for­mell beschlos­sen.
Gegen die­se Ent­schei­dung ist die Beschwer­de zum Ver­bands­ge­richt zuläs­sig (…)."
Die Beschwer­de des SV Wil­helms­ha­ven bei dem Ver­bands­ge­richt des NFV gegen den Zwangs­ab­stieg blieb eben­so ohne Erfolg wie die zunächst sowohl gegen den Abzug von sechs Punk­ten in der Spiel­zeit 2012/​2013 als auch gegen den Zwangs­ab­stieg gerich­te­te Kla­ge vor dem Land­ge­richt Bre­men 1. Auf die Beru­fung des SV Wil­helms­ha­ven hat das Han­sea­ti­sche Ober­lan­des­ge­richt in Bre­men, nach­dem die Par­tei­en den Rechts­streit hin­sicht­lich des Punkt­ab­zugs über­ein­stim­mend für erle­digt erklärt hat­ten, die Unwirk­sam­keit des Beschlus­ses, mit dem der Zwangs­ab­stieg ver­fügt wur­de, fest­ge­stellt 2.
Dage­gen rich­tet sich die von dem Ober­lan­des­ge­richt Bre­men zuge­las­se­ne Revi­si­on des NFV, die jetzt vor dem Bun­des­ge­richts­hof im Ergeb­nis ohne Erfolg blieb:
Der dem SV Wil­helms­ha­ven mit Schrei­ben vom 13.01.2014 mit­ge­teil­te Beschluss des Prä­si­di­ums des NFV vom 07.12 2013 ist nich­tig 3; dies war zur Klar­stel­lung aus­zu­spre­chen.
Rechts­feh­ler­frei und inso­weit auch von der Revi­si­on nicht ange­grif­fen ist das Ober­lan­des­ge­richt Bre­men davon aus­ge­gan­gen, dass die Bestä­ti­gung des Zwangs­ab­stiegs durch das Ver­bands­ge­richt des NFV kein den §§ 1025 ff. ZPO unter­fal­len­der Schieds­spruch ist, des­sen Besei­ti­gung einen Auf­he­bungs­an­trag gemäß § 1059 ZPO erfor­der­te 4.
Die Vor­aus­set­zun­gen einer Fest­stel­lungs­kla­ge sind erfüllt.
Zwi­schen den Par­tei­en die­ses Rechts­streits besteht ein im Sin­ne von § 256 Abs. 1 ZPO fest­zu­stel­len­des Rechts­ver­hält­nis.
Unter einem Rechts­ver­hält­nis im Sin­ne von § 256 Abs. 1 ZPO ist eine bestimm­te, recht­lich gere­gel­te Bezie­hung einer Per­son zu ande­ren Per­so­nen oder einer Per­son zu einer Sache zu ver­ste­hen. Dazu kön­nen ein­zel­ne auf einem umfas­sen­de­ren Rechts­ver­hält­nis beru­hen­de Ansprü­che oder Rech­te gehö­ren, wie etwa auch die Mit­glied­schaft in einem Ver­ein oder Ver­band und das sich hier­aus ablei­ten­de Ver­hält­nis eines Ver­eins- oder Ver­bands­mit­glieds zu dem Ver­band 5. Der mit der Kla­ge ange­grif­fe­ne Prä­si­di­ums­be­schluss greift in das Mit­glied­schafts­ver­hält­nis des SV Wil­helms­ha­ven zum NFV ein. Die Fra­ge, ob die­ser Prä­si­di­ums­be­schluss des beklag­ten Ver­eins wirk­sam ist, kann daher zuläs­si­ger­wei­se zum Gegen­stand einer (nega­ti­ven) Fest­stel­lungs­kla­ge gemacht wer­den 6.
Ent­ge­gen der Ansicht der Revi­si­on steht dem nicht ent­ge­gen, dass der Gegen­stand des ange­grif­fe­nen Beschlus­ses der Zwangs­ab­stieg auf einer durch den CAS bestä­tig­ten Ent­schei­dung der FIFA-Dis­zi­pli­nar­kom­mis­si­on beruht. Die Umset­zung des Zwangs­ab­stiegs des SV Wil­helms­ha­ven als sei­nem Mit­glied konn­te wovon ersicht­lich auch der zunächst von der FIFA ange­schrie­be­ne DFB aus­ge­gan­gen ist aus­schließ­lich durch den NFV als Ver­ant­wort­li­chem für die Regio­nal­li­ga Nord bewirkt wer­den. Die Dis­zi­pli­nar­straf­be­fug­nis des Ver­bands gegen­über sei­nem Mit­glied beruht auf der (fort­dau­ern­den) Mit­glied­schaft 7; eine Mit­glied­schaft des SV Wil­helms­ha­ven im DFB und in der FIFA besteht gera­de nicht. Des­halb trifft der Beschluss wenn auch in Umset­zung einer Ent­schei­dung der FIFA eine eige­ne Rege­lung gegen­über dem SV Wil­helms­ha­ven, die unmit­tel­bar in des­sen Mit­glied­schafts­rech­te ein­greift. Ange­sichts des­sen ist es recht­lich uner­heb­lich, falls sich der NFV, wie die Revi­si­on meint, bei der Beschluss­fas­sung nur als "Voll­zugs­or­gan" der FIFA begrif­fen haben soll­te.
Da der Zwangs­ab­stieg des SV Wil­helms­ha­ven in der hier gege­be­nen Kon­stel­la­ti­on aus­schließ­lich durch den NFV bewirkt wer­den kann, liegt ent­ge­gen der Revi­si­on auch kein soge­nann­tes Dritt­rechts­ver­hält­nis vor, das nur unter beson­de­ren Vor­aus­set­zun­gen 8 zuläs­si­ger Gegen­stand einer Fest­stel­lungs­kla­ge sein kann.
Im Übri­gen geht auch die FIFA zu Recht erkenn­bar davon aus, den Zwangs­ab­stieg nicht selbst umset­zen zu kön­nen, son­dern kon­sti­tu­tiv auf die Mit­wir­kung der ihr ange­hö­ren­den Ver­bän­de ange­wie­sen zu sein. Aus­weis­lich Art. 64 des FIFA-Dis­zi­pli­nar­re­gle­ment (FDC), auf den die FIFA-Dis­zi­pli­nar­kom­mis­si­on ihre Ent­schei­dung gestützt hat, fällt in die Kom­pe­tenz der FIFA (nur), den Ver­ein mit einer Geld­stra­fe zu bele­gen und Sank­tio­nen wie Punkt­ab­zug oder Zwangs­ab­stieg anzu­dro­hen. So heißt es in Art. 64 Abs. 1 FDC, dass ein Klub, der einer ande­ren Par­tei eine Geld­sum­me, zu deren Zah­lung er von der FIFA oder dem CAS ver­ur­teilt wur­de, vor­ent­hält,
mit einer Geld­stra­fe belegt wird,
eine letz­te Frist erhält,
dar­auf hin­ge­wie­sen wird, dass bei Nicht­be­zah­lung ein Punkt­ab­zug oder der Zwangs­ab­stieg in eine tie­fe­re Spiel­klas­se erfolgt.
Gemäß Art. 64 Abs. 2 FDC wird, wenn der Klub die­se letz­te Frist unge­nutzt ver­strei­chen lässt, der ent­spre­chen­de Ver­band auf­ge­for­dert, die ange­droh­ten Sank­tio­nen in die Tat umzu­set­zen. Damit über­ein­stim­mend lau­ten die eng­li­sche und die fran­zö­si­sche Fas­sung des Art. 64 Abs. 2 FDC:
If a club dis­re­gards the final time limit, the rele­vant asso­cia­ti­on shall be requested to imple­ment the sanc­tions threa­tened
bezie­hungs­wei­se
"Si le club ne respec­te pas ce der­nier délai, l’association en ques­ti­on sera tenue d’appliquer les sanc­tions annon­cées.
Falls die FIFA-Dis­zi­pli­nar­kom­mis­si­on der Auf­fas­sung gewe­sen sein soll­te, eine unmit­tel­ba­re Ent­schei­dung über den Zwangs­ab­stieg des SV Wil­helms­ha­ven aus der Regio­nal­li­ga Nord vor­neh­men zu kön­nen, ohne dass hier­für eine (kon­sti­tu­ti­ve) Ent­schei­dung des NFV als deren Ver­an­stal­ter not­wen­dig wäre wor­auf, wie die Revi­si­on gel­tend macht, die For­mu­lie­rung der ent­spre­chen­den Ent­schei­dung hin­deu­ten mag ("The first team of the club is rele­ga­ted to the next lower divi­si­on") , ver­mag dies an der Zustän­dig­keit des NFV zur Umset­zung des Zwangs­ab­stiegs nichts zu ändern. Eine sol­che (unzu­tref­fen­de) Sicht­wei­se der Dis­zi­pli­nar­kom­mis­si­on führt ersicht­lich nicht zur Ent­ste­hung eines unmit­tel­ba­ren Rechts­ver­hält­nis­ses zwi­schen der FIFA und dem SV Wil­helms­ha­ven, auf­grund des­sen die FIFA den Zwangs­ab­stieg selbst bewir­ken könn­te.
Der SV Wil­helms­ha­ven hat auch ein recht­li­ches Inter­es­se an der begehr­ten Fest­stel­lung. Der für das Vor­lie­gen des Fest­stel­lungs­in­ter­es­ses dar­le­gungs- und beweis­be­las­te­te SV Wil­helms­ha­ven muss es nicht hin­neh­men, dass über die Wirk­sam­keit eines ihn unmit­tel­bar in sei­ner Stel­lung als Mit­glied des NFV betref­fen­den Ver­eins­be­schlus­ses Rechts­un­si­cher­heit besteht 9. Zudem ist vor­ge­tra­gen, dass die FIFA-Dis­zi­pli­nar­kom­mis­si­on im Janu­ar 2014 auf Antrag des zwei­ten argen­ti­ni­schen Ver­eins einen wei­te­ren Zwangs­ab­stieg in die nächst­tie­fe­re Spiel­klas­se ver­fügt hat. Sprä­che man dem SV Wil­helms­ha­ven vor­lie­gend das Fest­stel­lungs­in­ter­es­se ab, wäre ein wei­te­rer Zwangs­ab­stiegs­be­schluss des NFV, den der SV Wil­helms­ha­ven wie­der­um durch die Instan­zen hin­durch angrei­fen müss­te, ernst­lich zu erwar­ten. Die Befürch­tung des SV Wil­helms­ha­ven, dass ihm der NFV auf­grund sei­nes ver­meint­li­chen Rechts wei­te­re ernst­li­che Hin­der­nis­se ent­ge­gen­set­zen wird, ist geeig­net, ein Fest­stel­lungs­in­ter­es­se zu begrün­den 10. Umge­kehrt ist nicht damit zu rech­nen, dass der NFV nach Fest­stel­lung der Nich­tig­keit des ers­ten von ihm gefass­ten Zwangs­ab­stiegs­be­schlus­ses einen wei­te­ren Beschluss auf iden­ti­scher Tat­sa­chen- und Rechts­grund­la­ge fas­sen wird. Das Urteil ist somit geeig­net, die gegen­wär­ti­ge Unsi­cher­heit über die recht­li­che Rege­lung der Bezie­hung zwi­schen den Par­tei­en die­ses Rechts­streits zu besei­ti­gen.
Der Zuläs­sig­keit der gegen den Prä­si­di­ums­be­schluss des NFV gerich­te­ten Fest­stel­lungs­kla­ge steht wei­ter nicht ent­ge­gen, dass die Berech­ti­gung der Aus­bil­dungs­ent­schä­di­gun­gen und der Aus­spruch des Zwangs­ab­stiegs durch die FIFA Gegen­stand von durch den SV Wil­helms­ha­ven ange­streng­ten Schieds­ver­fah­ren gewe­sen sind und der SV Wil­helms­ha­ven gegen die jeweils zu sei­nem Nach­teil ergan­ge­nen Schieds­sprü­che des CAS nicht wei­ter vor­ge­gan­gen ist. Das Fort­be­stehen der durch den CAS bestä­tig­ten Ent­schei­dun­gen der FIFA lässt weder das Fest­stel­lungs­in­ter­es­se für die vor­lie­gen­de Kla­ge ent­fal­len noch führt dies dazu, dass dem SV Wil­helms­ha­ven die Kla­ge unter dem Gesichts­punkt der unzu­läs­si­gen Rechts­aus­übung ver­wehrt wäre.
Dem SV Wil­helms­ha­ven ist im hie­si­gen Ver­fah­ren ins­be­son­de­re nicht ent­ge­gen zu hal­ten, dass er auch bei Fest­stel­lung der Unwirk­sam­keit des Zwangs­ab­stiegs­be­schlus­ses wei­ter­hin zur Zah­lung der durch den ers­ten Schieds­spruch des CAS bestä­tig­ten Ent­schä­di­gun­gen an die bei­den argen­ti­ni­schen Ver­ei­ne ver­pflich­tet blei­ben könn­te. Die Klä­rung der Fra­ge, ob die ent­schä­di­gungs­be­rech­tig­ten Ver­ei­ne aus dem jeweils zu ihren Guns­ten ergan­ge­nen Schieds­spruch des CAS im Inland gegen den SV Wil­helms­ha­ven voll­stre­cken könn­ten, oder ob inso­weit Beden­ken mit Rück­sicht auf den ord­re public bestehen, wäre gege­be­nen­falls einem auf Aner­ken­nung und Voll­stre­ckung aus­län­di­scher Schieds­sprü­che gerich­te­ten Ver­fah­ren nach Maß­ga­be von § 1061 ZPO vor­be­hal­ten. Ent­ge­gen der Auf­fas­sung der Revi­si­on besteht auch kei­ne die Zuläs­sig­keit der wegen des Zwangs­ab­stiegs­be­schlus­ses erho­be­nen Fest­stel­lungs­kla­ge gegen den NFV infra­ge stel­len­de vor­ran­gi­ge Ver­pflich­tung des SV Wil­helms­ha­ven, die Nicht­an­er­ken­nung des zuguns­ten der argen­ti­ni­schen Ver­ei­ne ergan­ge­nen Schieds­spruchs des CAS über die Aus­bil­dungs­ent­schä­di­gung im Inland fest­stel­len zu las­sen. Die Fra­ge, ob und gege­be­nen­falls wie der SV Wil­helms­ha­ven wegen der Nicht­zah­lung der Ent­schä­di­gun­gen ver­eins­recht­lich zu beur­tei­len­den Dis­zi­pli­nar­maß­nah­men aus­ge­setzt sein kann, ist strikt von der Fra­ge zu tren­nen, ob den argen­ti­ni­schen Ver­ei­nen auf­grund des Schieds­spruchs des CAS ein Ent­schä­di­gungs­an­spruch gegen den SV Wil­helms­ha­ven zusteht, den sie nach den Regeln des Zivil­rechts durch­set­zen kön­nen. Dass dem von der FIFA imple­men­tier­ten Sank­ti­ons­we­sen die Vor­stel­lung zugrun­de lie­gen dürf­te, auf die­se Wei­se sei­en eige­ne Zwangs­voll­stre­ckungs­maß­nah­men der zur Ent­schä­di­gung berech­tig­ten Ver­ei­ne mit­hil­fe staat­li­cher Orga­ne (fak­tisch) nicht mehr erfor­der­lich 11, ist inso­weit recht­lich ohne Belang.
Auch im Übri­gen bestehen kei­ner­lei Anhalts­punk­te dafür, dass der SV Wil­helms­ha­ven das gegen den NFV geführ­te Ver­fah­ren zweck­ent­frem­det oder sich sonst­wie rechts­miss­bräuch­lich ver­hal­ten hät­te.
Der SV Wil­helms­ha­ven hat die Fest­stel­lungs­kla­ge nicht ver­früht erho­ben. Die zutref­fen­den Aus­füh­run­gen des Ober­lan­des­ge­richts Bre­men dazu, dass der SV Wil­helms­ha­ven den ver­bands­in­ter­nen Rechts­weg mit der Anru­fung des Ver­bands­ge­richts erschöpft habe 12, greift die Revi­si­on zu Recht nicht an. Ihre dar­über hin­aus­ge­hen­den Erwä­gun­gen dazu, dass der SV Wil­helms­ha­ven sich im Zusam­men­hang mit den Ver­fah­ren vor dem CAS nicht mit allen zur Ver­fü­gung ste­hen­den (Rechts)Mitteln gewehrt und kei­ne Beschwer­de zum schwei­ze­ri­schen Bun­des­ge­richt erho­ben habe, sind wie schon das Ober­lan­des­ge­richt Bre­men rechts­feh­ler­frei fest­ge­stellt hat unter dem Gesichts­punkt des vor­ran­gi­gen Beschrei­tens des ver­bands­in­ter­nen Rechts­wegs gegen den Beschluss des Prä­si­di­ums des NFV ohne Belang.
Die Fest­stel­lungs­kla­ge ist auch begrün­det.
Der dem SV Wil­helms­ha­ven mit Schrei­ben vom 13.01.2014 mit­ge­teil­te Beschluss des Prä­si­di­ums des NFV ist nich­tig. Für den mit ihm ange­ord­ne­ten Zwangs­ab­stieg fehlt es in der hier maß­geb­li­chen Fas­sung der Sat­zung des NFV, die der Bun­des­ge­richts­hof selbst aus­le­gen kann 13, an einer Grund­la­ge. Der SV Wil­helms­ha­ven hat sich auch nicht auf ande­re Wei­se einer Sank­ti­on in Form des durch den NFV beschlos­se­nen Zwangs­ab­stiegs wegen der Nicht­zah­lung von Aus­bil­dungs­ent­schä­di­gun­gen nach dem FIFA-Regle­ment "bezüg­lich Sta­tus und Trans­fer von Spie­lern" unter­wor­fen.
Ein Ver­eins­be­schluss ist nich­tig, wenn die Beschluss­fas­sung gegen das Gesetz, die guten Sit­ten oder zwin­gen­de Vor­schrif­ten der Sat­zung ver­stößt 14. Beschlüs­se, die in Aus­übung der aus der Ver­eins­au­to­no­mie gemäß Art. 9 GG her­ge­lei­te­ten Sank­ti­ons­ge­walt 15 Dis­zi­pli­nar­maß­nah­men zum Gegen­stand haben, bedür­fen einer hin­rei­chend bestimm­ten Grund­la­ge, damit der Regel­un­ter­wor­fe­ne einen even­tu­ell dro­hen­den Rechts­nach­teil erken­nen und ent­schei­den kann, ob er die­sen hin­neh­men bezie­hungs­wei­se ob er sein Ver­hal­ten danach ein­rich­ten will 16. Dies gilt unab­hän­gig davon, ob die Unter­wer­fung unter die Dis­zi­pli­nar­ge­walt kraft Ver­eins­mit­glied­schaft unmit­tel­bar aus der Sat­zung des Ver­eins oder etwa bei Maß­nah­men gegen­über Nicht­mit­glie­dern aus einer Unter­wer­fung durch rechts­ge­schäft­li­chen Ein­zel­akt 17 folgt.
Dahin­ste­hen kann unter dem Gesichts­punkt eines Ver­sto­ßes des Zwangs­ab­stiegs­be­schlus­ses gegen die Sat­zung des NFV, ob der NFV den in sei­ner Sat­zung in Ver­bin­dung mit sei­ner RuVO vor­ge­se­he­nen Weg zur Ver­hän­gung einer Ver­eins­stra­fe ein­ge­hal­ten hat 18. Denn die Sat­zung des NFV ent­hält schon nicht die erfor­der­li­che Grund­la­ge für die hier zu beur­tei­len­de Ent­schei­dung gegen­über dem SV Wil­helms­ha­ven.
Ob für eine Dis­zi­pli­nar­maß­nah­me eines Ver­eins eine Grund­la­ge in der Sat­zung die­ses Ver­eins bestehen muss abge­se­hen von den noch zu erör­tern­den ande­ren Wegen einer Über­nah­me der Regeln oder ob es aus­reicht, wenn der über­ge­ord­ne­te Ver­band, dem das betrof­fe­ne Ver­eins­mit­glied nicht ange­hört, eine ent­spre­chen­de Bestim­mung in sei­ner Sat­zung hat, ist strei­tig. Ent­schei­dun­gen des Reichs­ge­richts könn­te ent­nom­men wer­den, dass eine Regel- und Sank­ti­ons­un­ter­wor­fen­heit des Mit­glieds des nach­ge­ord­ne­ten Ver­eins unter die Regeln des über­ge­ord­ne­ten Ver­bands allein aus der Mit­glied­schaft des Ver­eins in einem Dach­ver­band fol­gen soll 19.
Das OLG Karls­ru­he ver­tritt die Auf­fas­sung, es genü­ge für eine Dis­zi­pli­nar­maß­nah­me eines Ver­eins eine Grund­la­ge in der Sat­zung des über­ge­ord­ne­ten Ver­bands 20. Die herr­schen­de Mei­nung hält dage­gen, wenn kei­ne ande­re Zurech­nung vor­liegt, eine Klau­sel in der Sat­zung des unter­ge­ord­ne­ten Ver­eins für erfor­der­lich 21.
Zutref­fend ist die herr­schen­de Mei­nung. Danach bedarf es für die Umset­zung einer von einem über­ge­ord­ne­ten Dach­ver­band vor­ge­se­he­nen Dis­zi­pli­nar­maß­nah­me gegen­über dem Mit­glied eines nach­ge­ord­ne­ten Ver­eins, das selbst nicht Mit­glied des Dach­ver­bands ist, ent­we­der einer Grund­la­ge in der Sat­zung des nach­ge­ord­ne­ten Ver­eins oder einer sons­ti­gen Aner­ken­nung die­ser Mög­lich­keit durch des­sen Mit­glied. Regeln eines über­ge­ord­ne­ten Ver­bands gel­ten grund­sätz­lich nur für des­sen Mit­glie­der. Sie erstre­cken sich nicht allein auf­grund der Mit­glied­schaft eines nach­ge­ord­ne­ten Ver­eins in dem über­ge­ord­ne­ten Ver­band auf die Mit­glie­der des nach­ge­ord­ne­ten Ver­eins.
Dabei folgt der Bun­des­ge­richts­hof nicht der Ein­schät­zung des OLG Karls­ru­he, dass der sat­zungs­mä­ßi­ge Zweck des über­ge­ord­ne­ten Ver­bands anders nicht zu errei­chen sei. Es ist durch­aus mög­lich, ent­spre­chen­de Klau­seln in die Sat­zung des jewei­li­gen Ver­eins auf­zu­neh­men, nach denen bestimm­te Regeln aus der Sat­zung des über­ge­ord­ne­ten Ver­bands auch für und gegen die Mit­glie­der des nach­ge­ord­ne­ten Ver­eins gel­ten sol­len. Das muss aber jeden­falls wenn die Ver­eins­dis­zi­pli­nar­ge­walt betrof­fen ist aus­drück­lich gesche­hen. Denn nur so kann die nöti­ge Trans­pa­renz her­ge­stellt wer­den. Ent­hält die Sat­zung des unter­ge­ord­ne­ten Ver­eins dage­gen kei­ne ent­spre­chen­den Klau­seln, fehlt es für eine Maß­nah­me der Ver­eins­dis­zi­pli­nar­ge­walt an der erfor­der­li­chen Trans­pa­renz. Einem Ver­eins­mit­glied kann dann nicht ange­son­nen wer­den, nicht nur die Sat­zung sei­nes Ver­eins zur Kennt­nis zu neh­men, son­dern sich auch noch die Sat­zung des über­ge­ord­ne­ten Ver­bands mög­li­cher­wei­se auch einer drit­ten Ebe­ne zu beschaf­fen und zu lesen.
Viel­mehr ist es einer­seits Sache der Mit­glie­der­ver­samm­lung des nach­ge­ord­ne­ten Ver­eins, bei Beschluss­fas­sun­gen über die Sat­zung die Zuge­hö­rig­keit des Ver­eins zu einem Dach­ver­band zu berück­sich­ti­gen; ande­rer­seits haben die Reprä­sen­tan­ten des Ver­eins in der Mit­glie­der­ver­samm­lung des Dach­ver­bands den erfor­der­lich Ein­fluss auf des­sen Sat­zung zu neh­men, soweit sie auch in dem unter­ge­ord­ne­ten Ver­ein gel­ten soll.
Ent­ge­gen der Ansicht der Revi­si­on exis­tiert kei­ne für die vor­lie­gend zu beur­tei­len­de Kon­stel­la­ti­on rele­van­te (mehr­fa­che), hin­rei­chend kla­re Sat­zungs­ver­wei­sung inner­halb der soge­nann­ten Ver­bands­py­ra­mi­de.
§ 3 Nr. 1 der DFB-Sat­zung bestimmt unter ande­rem, dass der DFB Mit­glied der FIFA und auf­grund die­ser Mit­glied­schaft den Bestim­mun­gen der FIFA unter­wor­fen und zur Umset­zung der Ent­schei­dun­gen der FIFA-Orga­ne ver­pflich­tet ist. Des Wei­te­ren heißt es soweit hier von Inter­es­se , dass die Sta­tu­ten, das Regle­ment betref­fend Sta­tus und Trans­fer von Fuß­ball­spie­lern (…) und die Spiel­re­geln für den DFB, sei­ne Mit­glie­der (…) sowie die Ver­ei­ne sei­ner Mit­glieds­ver­bän­de ver­bind­lich sind. Gemäß § 14 Nr. 1 lit. b) der DFB-Sat­zung sind die Mit­glieds­ver­bän­de ver­pflich­tet, die Sat­zung und die für sie ver­bind­li­chen Ord­nun­gen und Beschlüs­se des DFB zu befol­gen; § 14 Nr. 1 lit g) sta­tu­iert in Ver­bin­dung mit § 34 Abs. 4 5. Spie­gel­strich und § 3 Nr. 1 der DFB-Sat­zung die Pflicht der Mit­glieds­ver­bän­de des DFB, Ent­schei­dun­gen der Orga­ne der FIFA zu voll­zie­hen.
Selbst wenn die Umset­zung einer FIFA, Ent­schei­dung durch den NFV grund­sätz­lich unter die­se Rege­lun­gen in der DFB-Sat­zung zu fas­sen wäre 22, müss­ten sie aber auch für Mit­glie­der des NFV, die wie der SV Wil­helms­ha­ven nicht Mit­glie­der des DFB sind, ver­bind­lich sein. Inso­weit kommt es (allein) auf die Sat­zung des NFV an. Es ist Sache des unter Beru­fung auf die Ver­eins­au­to­no­mie im Sin­ne von Art. 9 GG Ver­eins­ge­walt aus­üben­den Ver­eins, sei­nen inso­weit unter­wor­fe­nen Mit­glie­dern zu ver­deut­li­chen, wel­che Rech­te und gege­be­nen­falls Ver­pflich­tun­gen er im Zusam­men­hang mit Regeln eines (inter­na­tio­na­len) Dach­ver­bands und bei Ver­stö­ßen gegen die­sel­ben hat. An einer die­se Vor­aus­set­zun­gen erfül­len­den Bestim­mung fehlt es in der Sat­zung des NFV.
In § 3 der Sat­zung des NFV wer­den nach der Fest­stel­lung sei­ner Mit­glied­schaft im DFB sei­ne Auf­ga­ben benannt. Danach oblie­gen ihm unter ande­rem "a) die Ver­tre­tung der Belan­ge des Fuß­ball­sports (…), b) die Rege­lung aller fuß­ball­tech­ni­schen Ange­le­gen­hei­ten (…) und e) die Durch­füh­rung des Spiel­be­triebs der beim NFV ein­ge­rich­te­ten Ligen und Wett­be­wer­be (…)" . § 4 der Sat­zung benennt als Rechts­grund­la­gen für die Erle­di­gung der Auf­ga­ben, soweit hier von Inter­es­se, die Sat­zung und die Ord­nun­gen des DFB in den jeweils gül­ti­gen Fas­sun­gen sowie die Sat­zung des NFV und die dazu­ge­hö­ri­gen Ord­nun­gen.
Die Umset­zung von Sank­tio­nen der FIFA wegen der Nicht­zah­lung von Aus­bil­dungs­ent­schä­di­gun­gen lässt sich bei der gebo­te­nen objek­ti­ven Aus­le­gung, die eine Berück­sich­ti­gung von außer­halb der Sat­zung lie­gen­den Umstän­den nur unter engen Vor­aus­set­zun­gen zulässt 23, kei­nem der in § 3 der Sat­zung des NFV genann­ten Auf­ga­ben­be­rei­che zuord­nen. Ins­be­son­de­re kann dies nicht unter die "Durch­füh­rung des Spiel­be­triebs" gefasst wer­den. Die Zah­lung der Aus­bil­dungs­ent­schä­di­gun­gen ist unstrei­tig kei­ne Vor­aus­set­zung für die Spiel­be­rech­ti­gung des frag­li­chen Spie­lers. Die Revi­si­on ver­tritt zwar die Ansicht, die Gleich­heit von Wett­be­werbs­be­din­gun­gen sei (unge­schrie­be­ne) Grund­la­ge für die Durch­füh­rung des Spiel­be­triebs in der Regio­nal­li­ga im Sin­ne der Sat­zung des NFV. Die­se wer­de (auch) durch das Aus­bil­dungs­ent­schä­di­gungs­sys­tem der FIFA gewähr­leis­tet, etwa weil die­ses der Siche­rung der Chan­cen­gleich­heit und des fai­ren Wett­be­werbs die­nen und das "Leer­kau­fen" klei­ne­rer, wirt­schaft­lich schwä­che­rer Aus­bil­dungs­ver­ei­ne durch gro­ße, finanz­star­ke Ver­ei­ne, die auf die­se Wei­se Aus­bil­dungs­kos­ten erspa­ren, ver­hin­dern soll 24. Dage­gen spricht jedoch zum einen, dass der NFV in § 1 (1) sei­ner Spiel­ord­nung für die unter sei­ner Ver­ant­wor­tung oder Mit­wir­kung durch­ge­führ­ten Spie­le ledig­lich auf die Aus­tra­gung nach den vom DFB aner­kann­ten Spiel­re­geln der FIFA, nicht aber auf das Regle­ment bezüg­lich Sta­tus und Trans­fer von Spie­lern ver­weist. Zum ande­ren müss­te sich eine der­ar­ti­ge (unter­stell­te) Inten­ti­on des NFV und eine außer­dem dar­aus fol­gen­de Sank­tio­nie­rungs­mög­lich­keit bei Nicht­zah­lung der Aus­bil­dungs­ent­schä­di­gun­gen mit hin­rei­chen­der Deut­lich­keit für den SV Wil­helms­ha­ven als Mit­glied des NFV erge­ben. (Jeden­falls) dar­an fehlt es.
Dar­auf, ob eine soge­nann­te dyna­mi­sche Ver­wei­sung auf die Sat­zung des in der Ver­bands­py­ra­mi­de über­ge­ord­ne­ten Ver­eins wirk­sam wäre 25, kommt es nach alle­dem für die Ent­schei­dung des Rechts­streits nicht an.
Der SV Wil­helms­ha­ven hat sich auch nicht auf ande­re Wei­se einem durch den NFV aus­ge­spro­che­nen Zwangs­ab­stieg wegen Nicht­zah­lung der nach dem FIFA-Regle­ment bezüg­lich Sta­tus und Trans­fer von Spie­lern anfal­len­den Aus­bil­dungs­ent­schä­di­gun­gen unter­wor­fen, ins­be­son­de­re nicht durch die Teil­nah­me an der Regio­nal­li­ga unter beson­de­rer Berück­sich­ti­gung des mit dem DFB geschlos­se­nen Zulas­sungs­ver­trags oder durch die Betei­li­gung an den von der FIFA in die­sem Zusam­men­hang vor­ge­se­he­nen Ver­fah­ren.
Zwar ist eine Unter­stel­lung unter die Dis­zi­pli­nar­ge­walt eines Ver­eins durch ver­trag­li­che Ver­ein­ba­rung mög­lich 26. Der von der Revi­si­on inso­weit ange­führ­te, 2006 abge­schlos­se­ne "Zulas­sungs­ver­trag Regio­nal­li­ga" stellt aber unab­hän­gig davon, dass er gemäß § 7 i.V.m. § 4 (1) nur zeit­lich befris­tet für die Sai­son 2006/​2007 galt und allein Rechts­be­zie­hun­gen zwi­schen dem SV Wil­helms­ha­ven und dem DFB regel­te kei­ne hin­rei­chend bestimm­te Grund­la­ge dar, der der SV Wil­helms­ha­ven als Regel­un­ter­wor­fe­ner ent­neh­men konn­te, wel­cher Rechts­nach­teil ihm im Fal­le der Nicht­zah­lung von Aus­bil­dungs­ent­schä­di­gun­gen droh­te.
§ 1 (1) des Zulas­sungs­ver­trags, der i.V.m. § 2 (1) zu sehen ist, wonach der Teil­neh­mer hier: der SV Wil­helms­ha­ven die in § 1 genann­ten Rechts­grund­la­gen in ihrer jewei­li­gen Fas­sung als für sich ver­bind­lich aner­kennt, bestimmt als Rechts­grund­la­gen für die Durch­füh­rung der Spie­le neben den Amt­li­chen Spiel­re­geln der FIFA und den Sat­zun­gen und Ord­nun­gen des DFB und sei­ner Mit­glieds­ver­bän­de, soweit sie Ver­bind­lich­keit bean­spru­chen (ins­be­son­de­re …), auch die Grund­sät­ze über den Sta­tus und Ver­eins­wech­sel von Fuß­ball­spie­lern (natio­nal und inter­na­tio­nal). Unter­stellt, hier­mit soll­ten die Grund­sät­ze (auch) der FIFA gemeint sein, so ver­pflich­tet sich der Teil­neh­mer durch § 5 (1) lit. f) des Zulas­sungs­ver­trags des Wei­te­ren (nur) dazu, die Bestim­mun­gen über den Sta­tus und den Wech­sel von Fuß­ball­spie­lern ein­schließ­lich der Rege­lun­gen über Aus­bil­dungs- und För­de­rungs­ent­schä­di­gun­gen in ihrer jeweils gül­ti­gen Fas­sung anzu­er­ken­nen und zu erfül­len. Selbst wenn davon aus­zu­ge­hen wäre, dass die­se Bezug­nah­me für sich genom­men hin­rei­chend auf die ent­spre­chen­den Bestim­mun­gen der FIFA ein­schließ­lich der Rege­lun­gen über Ent­schä­di­gun­gen ver­wie­se, fehl­te es aber an einem hin­rei­chend bestimm­ten Hin­weis dar­auf, dass die Nicht­er­fül­lung sol­cher Ent­schä­di­gun­gen durch den Teil­neh­mer an der Regio­nal­li­ga zu der Anord­nung einer oder meh­re­rer Dis­zi­pli­nar­maß­nah­men durch die FIFA füh­ren kann, die der Ver­an­stal­ter der Regio­nal­li­ga oder, im vor­lie­gen­den Fall mit dem NFV, sogar ein an dem Zulas­sungs­ver­trag unbe­tei­lig­ter Drit­ter sodann ver­hängt. Selbst wenn eine Dele­ga­ti­on der Dis­zi­pli­nar­ge­walt in Betracht käme, oder wenn der die Dis­zi­pli­nar­ge­walt Aus­üben­de Regu­la­ri­en eines über­ge­ord­ne­ten Dach­ver­bands her­an­zie­hen woll­te, so müss­te dies für den Regel­un­ter­wor­fe­nen hin­rei­chend deut­lich und ohne Zwei­fel im Vor­aus erkenn­bar sein 27.
Eine Unter­wer­fung des SV Wil­helms­ha­ven unter die Sank­ti­ons­ge­walt des NFV wegen der Nicht­zah­lung von Aus­bil­dungs­ent­schä­di­gun­gen ent­spre­chend den Regu­la­ri­en der FIFA ergibt sich auch nicht aus der Teil­nah­me an der Regio­nal­li­ga.
Zwar ent­spricht es all­ge­mei­ner Üblich­keit, dass die Regeln, denen sich Teil­neh­mer an sport­li­chen Wett­kämp­fen zu unter­wer­fen haben, in weit­ge­hend stan­dar­di­sier­ten Sport- und Wett­kampf­ord­nun­gen der (Spitzen)Verbände fest­ge­legt sind, die nicht nur sie selbst, son­dern auch die ihnen ange­schlos­se­nen Ver­bän­de und Ver­ei­ne und häu­fig sogar nicht ver­bands­an­ge­hö­ri­ge Ver­an­stal­ter den von ihnen aus­ge­schrie­be­nen und orga­ni­sier­ten Wett­kämp­fen zugrun­de legen; sol­che Regeln bean­spru­chen glei­cher­ma­ßen Gel­tung für sämt­li­che Teil­neh­mer, ohne Rück­sicht dar­auf, wie die­se ver­eins­recht­lich gebun­den sind. Auch betrifft dies nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs nicht nur Spiel­re­geln der jewei­li­gen Sport­art im engs­ten Sin­ne, son­dern auch sol­che Regeln, die der Gewähr­leis­tung der kör­per­li­chen Inte­gri­tät der Teil­neh­mer, der Rege­lung von Klas­si­fi­ka­ti­ons- und Qua­li­fi­ka­ti­ons­fra­gen, der Her­stel­lung glei­cher Start- und Wett­kampf­be­din­gun­gen, dem Anse­hen der jewei­li­gen Sport­art in der Öffent­lich­keit und der Sicher­stel­lung der orga­ni­sa­to­ri­schen Durch­füh­rung eines gere­gel­ten Sport- und Wett­kampf­be­triebs die­nen und von deren Befol­gung durch alle am orga­ni­sier­ten Sport Teil­neh­men­den glei­cher­ma­ßen jeder akti­ve Sport­ler aus­geht; die­se wie­der­um gewin­nen, da mit ihrer aus­schließ­lich frei­wil­li­gen Befol­gung nicht gerech­net wer­den kann, Sinn und Bedeu­tung erst durch die Sank­tio­nen, mit denen die ein­schlä­gi­ge Spiel- oder Sport­ord­nung einen Regel­ver­stoß belegt 28.
Bei den hier in Rede ste­hen­den Rege­lun­gen über Aus­bil­dungs­ent­schä­di­gun­gen und die damit im Zusam­men­hang ste­hen­den Sank­ti­ons­be­stim­mun­gen der FIFA han­delt es sich aber weder um Spiel­re­geln im enge­ren Sin­ne noch um Regeln, die der Her­stel­lung glei­cher Sport- und Wett­kampf­be­din­gun­gen oder der Sicher­stel­lung eines gere­gel­ten Sport- und Wett­kampf­be­triebs in der Regio­nal­li­ga im Sin­ne der genann­ten Bun­des­ge­richts­hofs­recht­spre­chung die­nen. Wie bereits aus­ge­führt, besteht die Spiel­be­rech­ti­gung des frag­li­chen Spie­lers unab­hän­gig von der (Zah­lung der) Aus­bil­dungs­ent­schä­di­gung und gege­be­nen­falls ihrer Durch­set­zung, so dass der unmit­tel­ba­re Sport- und Wett­kampf­be­trieb hier­von unab­hän­gig ist. Selbst wenn die Aus­bil­dungs­ent­schä­di­gun­gen im wei­tes­ten Sin­ne der Her­stel­lung glei­cher Bedin­gun­gen die­nen soll­ten, so betref­fen sie den kon­kre­ten sport­li­chen Wett­kampf in der Liga nicht der­art selbst­ver­ständ­lich und unmit­tel­bar, dass sie eben­so wenig wie mit ihnen ver­knüpf­te Sank­tio­nie­rungs­be­stim­mun­gen zu den Regeln zähl­ten, von deren Befol­gung glei­cher­ma­ßen jeder Wett­be­werbs­teil­neh­mer (auch ohne aus­drück­li­che Bestim­mung) aus­geht.
Nichts ande­res folgt zuletzt aus der Betei­li­gung des SV Wil­helms­ha­ven an dem Ver­fah­ren zur Fest­set­zung der Ent­schä­di­gun­gen vor der zustän­di­gen Kam­mer der FIFA oder aus der Durch­füh­rung des von der FIFA vor­ge­se­he­nen Rechts­be­helfs­ver­fah­rens gegen den Aus­spruch des Zwangs­ab­stiegs. Indem der SV Wil­helms­ha­ven ver­sucht hat, zunächst auf die Ent­schei­dung über die Aus­bil­dungs­ent­schä­di­gun­gen Ein­fluss zu neh­men, sich sodann gegen deren Fest­set­zung durch die FIFA vor dem CAS zu weh­ren und eben­so, nament­lich mit der Anru­fung des CAS, den Aus­spruch des Zwangs­ab­stiegs durch die FIFA zu besei­ti­gen, hat er sich nicht ex post der Straf­ge­walt des NFV wegen eines Ver­sto­ßes gegen die Regeln der FIFA zur Zah­lung von Aus­bil­dungs­ent­schä­di­gun­gen unter­wor­fen 29.
Ob das Ent­schä­di­gungs­sys­tem der FIFA wor­auf das Ober­lan­des­ge­richt Bre­men abge­stellt hat – in sei­ner kon­kre­ten Aus­ge­stal­tung mit Blick auf die zu Art. 45 AEUV ergan­ge­ne Recht­spre­chung des Gerichts­hofs der Euro­päi­schen Uni­on Bestand hät­te, ist für die Ent­schei­dung des vor­lie­gen­den Recht­streits uner­heb­lich und kann daher vom Bun­des­ge­richts­hof offen gelas­sen wer­den.
Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 20. Sep­tem­ber 2016 – II ZR 25/​15
Ama­teur­fuß­ball – und das FIFA-Regle­­ment Der Bun­des­ge­richts­hof hat der Kla­ge des SV Wil­helms­ha­ven e.V. gegen den Nord­deut­schen Fuß­ball­ver­band e.V. wegen der Anord­nung eines Zwangs­ab­stiegs statt­ge­ge­ben und dabei über die Gren­zen…
LG Bre­men, Urteil vom 25.04.2014 – 12 O 129/​13, SpuRt 2014, 174 = CaS 2014, 178[↩]
OLG Bre­men, Urteil vom 30.12.2014 – 2 U 67/​14, SpuRt 2015, 74 = CaS 2015, 49[↩]
vgl. BGH, Urteil vom 09.11.1972 – II ZR 63/​71, BGHZ 59, 369, 371 f.[↩]
vgl. BGH, Urteil vom 23.04.2013 – II ZR 74/​12, BGHZ 197, 162 Rn. 17 f. mwN[↩]
BGH, Urteil vom 23.04.2013 – II ZR 74/​12, BGHZ 197, 162 Rn. 27 mwN[↩]
vgl. BGH, Urteil vom 02.07.2007 – II ZR 111/​05, ZIP 2007, 1942 Rn. 36[↩]
vgl. BGH, Urteil vom 02.12 2002 – II ZR 1/​02, ZIP 2003, 343, 344 f.[↩]
vgl. BGH, Urteil vom 23.09.1996 – II ZR 126/​95, ZIP 1996, 2071, 2072[↩]
vgl. für die Per­so­nen­ge­sell­schaft BGH, Urteil vom 09.04.2013 – II ZR 3/​12, ZIP 2013, 1021 Rn. 10 sowie Urteil vom 07.02.2012 – II ZR 230/​09, ZIP 2012, 917 Rn. 24[↩]
vgl. BGH, Urteil vom 13.01.2010 – VIII ZR 351/​08, NJW 2010, 1877 Rn.19[↩]
vgl. Haas, in Höfling/​Horst/​Nolte, Fuß­ball Motor des Sport­rechts, 2014, S. 65, 67 ff. zur Effi­zi­enz des "von der FIFA geschaf­fe­nen eige­nen, welt­weit ope­rie­ren­den Voll­stre­ckungs­sys­tems abseits staat­li­cher Kon­trol­le"[↩]
vgl. zu die­sem grund­sätz­li­chen Erfor­der­nis BGH, Urteil vom 27.02.1954 – II ZR 17/​53, BGHZ 13, 5; Urteil vom 06.03.1967 – II ZR 231/​64, BGHZ 47, 172, 174[↩]
vgl. BGH, Urteil vom 23.04.2013 – II ZR 74/​12, BGHZ 197, 162 Rn. 24 mwN[↩]
BGH, Urteil vom 09.11.1972 – II ZR 63/​71, BGHZ 59, 369, 372[↩]
vgl. BGH, Urteil vom 28.11.1994 – II ZR 11/​94, BGHZ 128, 93, 99[↩]
BGH, Urteil vom 06.03.1967 – II ZR 231/​64, BGHZ 47, 172, 175[↩]
BGH, Urteil vom 28.11.1994 – II ZR 11/​94, BGHZ 128, 93, 105 f.[↩]
vgl. zur gericht­li­chen Nach­prüf­bar­keit des sat­zungs­ge­mä­ßen Ver­fah­rens BGH, Urteil vom 06.03.1967 – II ZR 231/​64, BGHZ 47, 172, 176[↩]
JW 1906, 416, 417; RGZ 143, 1, vgl. aber auch BGH, Urteil vom 18.09.1958 – II ZR 332/​56, BGHZ 28, 131, 133 ff.[↩]
OLG Karls­ru­he, OLGZ 1970, 300, 303 f.; sie­he auch LG Heil­bronn, NZG 1998, 783; wohl auch OLG Koblenz, SpuRt 2015, 29, 30[↩]
Staudinger/​Weick, BGB, Neu­be­ar­bei­tung 2005, § 25 Rn. 12; Münch KommBGB/​Reuter, 7. Aufl., vor § 21 Rn. 133; Rei­chert, Ver­eins- und Ver­bands­recht, 13. Aufl., Rn. 503; Sum­me­rer in Fritzweiler/​Pfister/​Summerer, Pra­xis­hand­buch Sport­recht, 3. Aufl., Rn. 211; View­eg, Norm­set­zung und anwen­dung deut­scher und inter­na­tio­na­ler Ver­bän­de, 1990, S. 336 ff.; Heer­mann NZG 1999, 325, jeweils mwN; sie­he auch BayO­bLGZ 1986, 528, 534[↩]
zwei­felnd But­te, Das selbst­ge­schaf­fe­ne Recht des Sports im Kon­flikt mit dem Gel­tungs­an­spruch des natio­na­len Rechts, 2010, S. 136 f.[↩]
vgl. BGH, Urteil vom 13.10.2015 – II ZR 23/​14, ZIP 2015, 2217 Rn. 24, zVb in BGHZ 207, 144[↩]
eben­so Orth/​Stopper, SpuRt 2015, 51, 53[↩]
zwei­felnd BGH, Urteil vom 10.10.1988 – II ZR 51/​88, WM 1988, 1879, 1882; Urteil vom 28.11.1994 – II ZR 11/​94, BGHZ 128, 93, 100[↩]
vgl. BGH, Urteil vom 28.11.1994 – II ZR 11/​94, BGHZ 128, 93, 97 mwN[↩]
BGH, Urteil vom 24.11.1994 – II ZR 11/​94, BGHZ 128, 93, 105 ff.[↩]
BGH, Urteil vom 28.11.1994 – II ZR 11/​94, BGHZ 128, 93, 97 f.[↩]
vgl. BGH, Urteil vom 18.09.1958 – II ZR 332/​56, BGHZ 28, 131, 134 f.[↩]

References: art. 64
 § 1059
 § 256
 § 256
 Art. 64
 Art. 64
 Art. 64
 Art. 64
 § 1061
 Art. 9

§ 3
 § 14
 § 14
 § 34
 § 3
 Art. 9
 § 3
 § 4
 § 3
 § 1
 § 7
 § 4

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 § 2
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 § 5
 Art. 45
 § 25
 § 21