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Timestamp: 2016-10-23 01:36:43+00:00

Document:
5E_1/2011 (24.10.2011)
5E_1/2011
vertreten durch die Regierung,
handelnd durch das Departement des Innern , Regierungsgeb�ude, 9001 St. Gallen,
Kl�ger,
handelnd durch das Departement f�r Justiz und Sicherheit, Regierungsgeb�ude, 8500 Frauenfeld,
Bestimmung der interkantonal zust�ndigen Vormundschaftsbeh�rde,
Klage gem�ss Art. 120 Abs. 1 lit. b BGG.
Mit Eingabe vom 7. Juni 2011 stellt der Kanton St. Gallen (Kl�ger) dem Bundesgericht folgende Rechtsbegehren:
1. Es sei der Kanton Thurgau zu verpflichten, die im Kanton St. Gallen durch die Vormundschaftsbeh�rde S.________ SG gef�hrte Vertretungs- und Verwaltungsbeistandschaft (Art. 392 Ziff. 1 und Art. 393 Ziff. 2 ZGB) f�r X.________, zur Weiterf�hrung durch die Vormundschaftsbeh�rde T.________ TG zu �bernehmen;
2. Eventualiter sei der Kanton Thurgau zu verpflichten, durch seine kantonale vormundschaftliche Aufsichtsbeh�rde (Departement f�r Justiz und Sicherheit) die �bernahme und Weiterf�hrung der Vertretungs- und Verwaltungsbeistandschaft (Art. 392 Ziff. 1 und Art. 393 Ziff. 2 ZGB) f�r X.________ durch die Vormundschaftsbeh�rde T.________ TG zu veranlassen.
3. Unter gesetzlicher Kostenfolge.
Zur Begr�ndung der Rechtsbegehren f�hrt der Kl�ger aus, X.________, mit Wohnsitz in S.________ SG, sei am 24. Februar 2005 in das Alters- und Pflegeheim P.________ in T.________ TG eingetreten. Auf Antrag der Heimleitung habe die Vormundschaftsbeh�rde S.________ SG f�r X.________ eine Vertretungs- und Verwaltungsbeistandschaft nach Art. 392 Ziff. 1 und Art. 393 Ziff. 2 ZGB errichtet (Verf�gung vom 7. April 2005). Am 19. Dezember (recte: November) 2009 habe sich X.________ bei der Einwohnerkontrolle in T.________ TG angemeldet, die ihr die Wohnsitznahme bescheinigt habe. Mit Schreiben vom 4. Januar 2010 habe die Vormundschaftsbeh�rde S.________ SG die Vormundschaftsbeh�rde T.________ TG ersucht, die Beistandschaft f�r X.________ zu �bernehmen. Die Vormundschaftsbeh�rde T.________ TG habe die �bernahme abgelehnt und die Sache an die vormundschaftliche Aufsichtsbeh�rde zur Entscheidung �berwiesen. Im anschliessenden Meinungsaustausch h�tten sich die vormundschaftlichen Aufsichtsbeh�rden nicht einigen k�nnen. X.________ sei entgegen der Ansicht des Kantons Thurgau freiwillig in das Alters- und Pflegeheim P.________ eingetreten. Sie habe ihren Lebensmittelpunkt in f�r Dritte erkennbarer Weise im Alters- und Pflegeheim P.________ gefunden und damit ihren Wohnsitz in T.________ TG begr�ndet. Seine Tatsachenbehauptungen belegt der Kl�ger mit den Akten der Vormundschaftsbeh�rde S.________ SG (kl�g.act. I/1-16) und den Akten der vormundschaftlichen Aufsichtsbeh�rde (kl�g.act. II/1-11), die er dem Bundesgericht allesamt einreicht. Er stellt keine weiteren Beweisantr�ge.
In seiner Klageantwort vom 16. August 2011 schliesst der Kanton Thurgau (Beklagter) auf Abweisung der Klage. Zur Begr�ndung des Antrags verweist der Beklagte einleitend auf sein Schreiben vom 4. M�rz 2010, das er zum integrierenden Bestandteil seiner Klageantwort erkl�rt. Er f�hrt aus, ein freiwilliger Eintritt von X.________ in das Alters- und Pflegeheim P.________ k�nne nicht angenommen werden. X.________ sei aufgrund ihres schlechten Gesundheitszustandes und ihrer Pflegebed�rftigkeit in das Alters- und Pflegeheim eingetreten, habe bereits im Zeitpunkt ihres Eintritts keine M�glichkeit mehr gehabt, sich an einem beliebigen Ort aufzuhalten, und sei nach wie vor auf die Betreuung im Heim angewiesen. Es sei deshalb von einer Unterbringung im Heim auszugehen, die keinen Wohnsitz begr�nde. Nach den gesamten Umst�nden k�nne auch nicht angenommen werden, dass X.________ den Ort ihres Heimaufenthalts zum Mittel- oder Schwerpunkt ihrer Lebensbeziehungen gemacht habe. Zum Beweis seiner Sachdarstellung reicht der Beklagte dem Bundesgericht mehrere Belege ein (bekl.act. 1-6). Er stellt keine weiteren Beweisantr�ge.
Der Instruktionsrichter der II. zivilrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts hat den Parteien unter Vorbehalt einer m�ndlichen Verhandlung den Abschluss des Vorbereitungsverfahrens mitgeteilt und eine Frist angesetzt, um zum beabsichtigten Verfahrensablauf Stellung zu nehmen, eine schriftliche Schlussdenkschrift einzureichen und gegebenenfalls Antr�ge auf Erg�nzung der Beweiserhebungen zu stellen (Verf�gung vom 7. September 2011). Beide Parteien haben auf die Durchf�hrung einer m�ndlichen Vorbereitungsverhandlung, auf m�ndliche Parteivortr�ge und auf die Durchf�hrung einer �ffentlichen m�ndlichen Verhandlung verzichtet und der schriftlichen Er�ffnung des Urteils zugestimmt. Sie haben weiter darauf verzichtet, eine Schlussdenkschrift einzureichen, und auch keine Antr�ge auf Erg�nzung des Beweisverfahrens gestellt (Eingaben des Kl�gers vom 13. September 2011 und des Beklagten vom 19. September 2011).
1.1 Die Zust�ndigkeitsvorschriften des Vormundschaftsrechts (hier: Art. 396 ZGB) geh�ren formell zum Privatrecht, sind materiell aber �ffentlich-rechtlicher Natur. Auf staatsrechtliche Klage hin hat das Bundesgericht unter Herrschaft des Bundesrechtspflegegesetzes von 1943 �ber Zust�ndigkeitsfragen in Vormundschaftssachen zwischen Kantonen entschieden (vgl. BGE 129 I 419 E. 1 S. 421; 131 I 266 E. 2.1 S. 267 f.) und namentlich Streitigkeiten - wie die vorliegende - �ber die interkantonale Zust�ndigkeit zur Weiterf�hrung einer Beistandschaft, wenn die verbeist�ndete Person ihren Wohnsitz wechselt, beurteilt (vgl. Urteil 1P.867/2005 vom 4. April 2006 E. 1, in: Praxis 95/2006 Nr. 91 S. 651 f.). Seit Inkrafttreten des Bundesgerichtsgesetzes (BGG, SR 173.110) am 1. Januar 2007 beurteilt das Bundesgericht Streitigkeiten zwischen Bund und Kantonen oder zwischen Kantonen (Art. 189 Abs. 2 BV) auf Klage gem�ss Art. 120 BGG hin, die die bisherige staatsrechtliche Klage ersetzt hat (vgl. Botschaft, Bbl 2001 4202, S. 4351 f.). Die Frage der interkantonalen Zust�ndigkeit f�r die Weiterf�hrung einer Beistandschaft kann dem Bundesgericht somit weiterhin auf dem Klageweg unterbreitet werden (Art. 120 Abs. 1 lit. b BGG).
1.2 Die Klage ist gem�ss Art. 120 Abs. 2 BGG unzul�ssig, wenn ein anderes Bundesgesetz eine Beh�rde zum Erlass einer Verf�gung �ber solche Streitigkeiten erm�chtigt. Ein derartiges Bundesgesetz besteht derzeit f�r Fragen der interkantonalen Zust�ndigkeit in Vormundschaftssachen nicht. Die �nderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches vom 19. Dezember 2008 (Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kindesrecht) wird erst auf den 1. Januar 2013 in Kraft treten (AS 2011 725 767). Nicht anwendbar ist deshalb im vorliegenden Fall die neue Regelung �ber die Pr�fung der Zust�ndigkeit gem�ss Art. 444 ZGB (AS 2011 725 749). Laut Botschaft sollen danach interkantonale Zust�ndigkeitskonflikte nicht mehr auf dem Klageweg dem Bundesgericht, sondern der kantonalen gerichtlichen Beschwerdeinstanz unterbreitet werden, deren Entscheid wiederum mit Beschwerde in Zivilsachen vor Bundesgericht angefochten werden kann (vgl. Botschaft, BBl. 2006 7001, S. 7076 f.).
1.3 Gem�ss Art. 120 Abs. 3 BGG richtet sich das Klageverfahren nach dem Bundesgesetz �ber den Bundeszivilprozess (BZP; SR 273). Der Instruktionsrichter leitet dabei den Schriftenwechsel und bereitet den Rechtsstreit f�r die Hauptverhandlung vor (Art. 5 Abs. 1 BZP). Auf seine Anfrage hin haben die Parteien sich zum in Aussicht gestellten Verfahrensablauf ge�ussert und insbesondere auf die Durchf�hrung der in Art. 66 ff. BZP vorgesehenen m�ndlichen �ffentlichen Verhandlung verzichtet. Der Verzicht ist zul�ssig (vgl. f�r den bisherigen Direktprozess: BGE 121 III 204 E. 1b S. 206). Das Bundesgericht entscheidet deshalb auf dem Weg der Aktenzirkulation, wenn sich Einstimmigkeit ergibt und eine m�ndliche Urteilsberatung weder durch die Abteilungspr�sidentin angeordnet noch von einem Richter verlangt wird (Art. 1 Abs. 2 BZP i.V.m. Art. 58 BGG). Die weiteren formellen Voraussetzungen sind erf�llt. Auf die Klage kann danach eingetreten werden.
In tats�chlicher Hinsicht ist unbestritten und ergibt sich auf Grund des Beweisverfahrens Folgendes:
2.1 X.________ wurde am xxxx 1959 geboren. Sie leidet ihren Angaben zufolge an Weichteilrheuma und hat grosse motorische Probleme, die ihr die Erledigung ihrer pers�nlichen Angelegenheiten praktisch verunm�glichen. Als Folge davon f�hlt sie sich massiv gestresst und unter Druck gesetzt, was zu psychischen Problemen gef�hrt hat. Sie kann seit dem Jahre 2002 nicht mehr arbeiten und lebt von einer Invalidenrente und von Erg�nzungsleistungen (kl�g.act. I/1, Anh�rungsprotokoll vom 4. April 2005, und kl�g.act. I/2, Protokoll der Vormundschaftsbeh�rde S.________ SG vom 7. April 2005). "Weichteilrheumatismus" ist ein Sammelbegriff f�r nichtentz�ndliche, schmerzhafte und die Funktion beeintr�chtigende Erkrankungen in den Weichteilen des Bewegungsapparates, oft einhergehend mit Schlafst�rungen und depressiver Verstimmung. M�glichkeiten der Behandlung bestehen in intensivierter Physiotherapie und Psychotherapie sowie in der Abgabe von Analgetika und in kombinierter Schmerztherapie (vgl. PSCHYREMBEL, Klinisches W�rterbuch, 262. Aufl. 2010, Stichwort "Weichteilrheumatismus").
2.2 Am 24. Februar 2005 trat X.________ in das Alters- und Pflegeheim P.________ in T.________ TG ein. Sie k�ndigte ihre Besch�ftigung im "I.________" in St. Gallen von einem Tag in der Woche, um sich ganz auf das Einleben im Heim zu konzentrieren. Gem�ss den Mitteilungen der Heimleitung lebte X.________ vor ihrem Eintritt in das Alters- und Pflegeheim P.________ zwei Monate im Altersheim A.________ und fr�her w�hrend mehreren Monaten in den Psychiatrischen Kliniken R.________ und S.________ SG. Ihre Wohnung an der L.________strasse in S.________ SG gab X.________ per Ende M�rz 2005 auf. Auf Antrag der Heimleitung errichtete die Vormundschaftsbeh�rde S.________ SG f�r X.________ am 7. April 2005 eine Vertretungs- und Verwaltungsbeistandschaft nach Art. 392 Ziff. 1 und Art. 393 Ziff. 2 ZGB (kl�g.act. I/2, Protokoll der Vormundschaftsbeh�rde S.________ SG vom 7. April 2005). Das Alters- und Pflegeheim P.________ hat X.________ gem�ss Angaben ihres Beistandes mit Unterst�tzung ihres Bruders ausgew�hlt (kl�g.act. II/2 bzw. bekl.act. 1, Schreiben des Beistandes vom 22. Dezember 2009).
2.3 Das Alters- und Pflegeheim P.________ heisst richtig "P.________ Haus f�r Pflege und Betreuung" bzw. ab August 2009 "P.________ Raum f�r Pflege & Betreuung". Es ist kein gew�hnliches Alters- und Pflegeheim, sondern hat sich zum Ziel gesetzt, Menschen aller Altersgruppen, mit verschiedenen Krankheitsbildern, sowie Menschen, die den Lebensabend verbringen, umfassend zu betreuen (Leitbild / Zielsetzung / Konzept, S. 2). Zw�lf der insgesamt vierzig Heimpl�tze bilden den Bereich der Betreuung von erwachsenen Menschen mit einer k�rperlichen oder psychischen Beeintr�chtigung. F�r diesen Behindertenbereich besteht ein eigenes Konzept. Danach wird die Betreuung erwachsener Menschen mit Behinderung, die noch nicht pensioniert sind, als weitgehend selbstst�ndiger Bereich innerhalb des auf dem gleichen Areal liegenden "P.________ Haus f�r Pflege und Betreuung" gef�hrt (Konzept, S. 2 Ziff. 1). Aufnahme finden Erwachsene mit psychischer, geistiger oder k�rperlicher Behinderung, sofern sie das Angebot nutzen und mindestens teilweise einer Erwerbst�tigkeit oder Besch�ftigung nachgehen k�nnen. Menschen mit schweren Behinderungen, akut Suchtkranke und solche, die einen geschlossenen Raum ben�tigen, k�nnen nicht aufgenommen werden (Konzept, S. 4 f. Ziff. 5). Das Heim verf�gt �ber Fachpersonal unter anderem aus den Bereichen der Sozialp�dagogik, Psychiatriepflege und Behindertenbetreuung (Konzept, S. 5 f. Ziff. 6.1) und �ber ein breites Angebot, das insbesondere eine Betreuung f�r eine m�glichst selbstst�ndige Lebensgestaltung, interne wie externe und auch gesch�tzte Arbeitspl�tze, ein Kunstatelier u.v.a.m. umfasst (Konzept, S. 7 Ziff. 7; vgl. f�r Einzelheiten: kl�g.act. II/10 bzw. bekl.act. 5).
2.4 Gem�ss den Berichten des Beistandes, der X.________ regelm�ssig alle vier bis sechs Wochen im Heim besucht hat, �ussert sich X.________ zu Unterkunft und Betreuung durchwegs positiv. Sie lebt gerne im Heim, hat sich sehr gut eingelebt und ist beim Personal wie auch bei den Mitbewohnern gesch�tzt und integriert. Es macht ihr Freude, gibt ihr Befriedigung und f�rdert ihr Selbstvertrauen, dass sie im Malatelier dreimal w�chentlich arbeiten kann sowie den Mitbewohnern aus B�chern vorlesen und vor der Nachtruhe ein Lied singen darf. Sie macht ausserhalb des Heims Spazierg�nge, erledigt kleine Besorgungen in Romanshorn und besucht Verwandte und Bekannte in der Region. Ihr gesundheitlicher Zustand hat sich seit dem Heimeintritt insgesamt verbessert, doch bedarf sie intensiver Betreuung. Auf ihren eigenen Wunsch erledigt X.________ den Zahlungsverkehr selbstst�ndig. Sie verf�gt allein �ber die Vollmacht f�r ihre Post- und Bankkonten. Nach den Feststellungen des Beistandes kommt X.________ diesen Aufgaben zuverl�ssig nach. Sie steht auch pers�nlich mit den Sozialversicherungen in Kontakt. F�r die Invalidenrente, die Erg�nzungsleistungen und die Hilflosenentsch�digung ist in allen Teilen die Ausgleichskasse des Kantons Thurgau zust�ndig (kl�g.act. I/9, Bericht des Beistandes f�r die Zeit vom 1. April 2005 bis 28. April 2006, und kl�g.act. I/14, Bericht des Beistandes f�r die Zeit vom 1. Mai 2006 bis 30. April 2008).
2.5 Weil X.________ im Heim gut integriert ist und - soweit es ihre Mobilit�t zul�sst - an Anl�ssen der �rtlichen Frauengruppe teilnimmt und Konzerte und Gottesdienste im Ort besucht, zu S.________ SG hingegen heute keine institutionellen oder emotionalen Bindungen mehr pflegt, hat der Beistand sie auf einen Wohnsitzwechsel nach T.________ TG angesprochen. Nach seiner Schilderung hat X.________ sehr erfreut reagiert (kl�g.act. II/2 bzw. bekl.act. 1, Schreiben des Beistandes vom 22. Dezember 2009). Sie hat sich am 19. November 2009 bei der Gemeinde T.________ TG angemeldet und die Ausweispapiere hinterlegt. Die Einwohnerkontrolle hat den Zuzug von S.________ SG registriert und den Schriften-Empfangsschein ausgestellt (kl�g.act. II/1 bzw. bekl. act. 1).
Die interkantonale Zust�ndigkeitsstreitigkeit steht vor folgendem rechtlichen Hintergrund:
3.1 F�r die Bestimmung des Wohnsitzes im vorliegenden Fall ist zu beachten, (1.) dass sich der Wohnsitz einer Person an dem Orte befindet, wo sie sich mit der Absicht dauernden Verbleibens aufh�lt (Art. 23 Abs. 1 ZGB), (2.) dass der einmal begr�ndete Wohnsitz einer Person bis zum Erwerbe eines neuen Wohnsitzes bestehen bleibt (Abs. 24 Abs. 1 ZGB), (3.) dass eine verbeist�ndete Person im Erwerb eines neuen Wohnsitzes im Gegensatz zu einer bevormundeten Person nicht eingeschr�nkt ist (Art. 25 Abs. 2 ZGB, e contrario) und (4.) dass die Unterbringung einer Person in einer Anstalt keinen Wohnsitz begr�ndet (Art. 26 ZGB). Dass X.________ unter Beistandschaft steht, hat somit keinen Einfluss auf ihren Wohnsitz. Sie kann ihren Wohnsitz frei begr�nden und wechseln. Ihr Wohnsitz bestimmt sich prim�r nach Art. 23 und Art. 26 ZGB und subsidi�r nach Art. 24 ZGB (vgl. SCHNYDER/MURER, Berner Kommentar, 1984, N. 41 zu Art. 376 und N. 57 zu Art. 396 ZGB; BGE 126 III 415 E. 2c S. 419).
3.2 Die Vertretung durch einen Beistand wird von der Vormundschaftsbeh�rde am Wohnsitz der Person angeordnet, die der Beistandschaft bedarf (vgl. Art. 396 Abs. 1 ZGB), w�hrend die Anordnung einer Verm�gensverwaltung durch die Vormundschaftsbeh�rde des Ortes erfolgt, wo das Verm�gen in seinem Hauptbestandteil verwaltet worden oder der zu vertretenden Person zugefallen ist (vgl. Art. 396 Abs. 2 ZGB). Besteht - wie hier - eine sog. kombinierte Beistandschaft, ist f�r die Zust�ndigkeit im Einzelfall zu kl�ren, ob die Massnahme mehr pers�nlichkeitsorientiert ist (Vertretung) oder das verm�gensrechtliche Element (Verwaltung) im Vordergrund steht (vgl. SCHNYDER/MURER, a.a.O., N. 49 f., und GEISER, Basler Kommentar, 2010, N. 7, je zu Art. 396 ZGB). Im Falle der kombinierten Beistandschaft �ber X.________ sind sich die Parteien einig, dass das Bed�rfnis nach pers�nlicher Betreuung (vgl. Art. 392 Ziff. 1 ZGB) die Notwendigkeit des Verm�gensschutzes (vgl. Art. 393 Ziff. 2 ZGB) �berwiegt (S. 8 f. Ziff. 2 der Klageschrift und S. 2 Abs. 2 der Klageantwort). Davon abzuweichen, besteht f�r das Bundesgericht auch auf Grund des Beweisverfahrens (vgl. E. 2.4 hiervor) kein Anlass. Die Zust�ndigkeit der Vormundschaftsbeh�rde beurteilt sich deshalb nicht nach dem Ort der Verm�gensverwaltung, sondern nach dem Wohnsitz von X.________.
3.3 Die f�r die Anordnung der Beistandschaft in Art. 396 ZGB getroffene Regelung ist auch f�r die �bertragung einer Beistandschaft zu ber�cksichtigen, soweit es sich um eine personenbezogene Beistandschaft handelt. Hat die verbeist�ndete Person an einem neuen Ort rechtlichen Wohnsitz begr�ndet, besteht f�r die Vormundschaftsbeh�rden sowohl des urspr�nglichen als auch des neuen Wohnsitzes das Recht bzw. die Pflicht eine auf Dauer angelegte, personenbezogene Beistandschaft abzugeben bzw. zu �bernehmen (vgl. SCHNYDER/ MURER, a.a.O., N. 58 f., und GEISER, a.a.O., N. 12, je zu Art. 396 ZGB). Entscheidend f�r die Zust�ndigkeit der Vormundschaftsbeh�rde zur Weiterf�hrung der Beistandschaft ist somit, ob X.________ mit ihrem Eintritt in das Alters- und Pflegeheim P.________ in T.________ TG einen neuen Wohnsitz in T.________ TG erworben hat (vgl. Art. 23 und Art. 26 ZGB) oder S.________ SG als ihr bisheriger Wohnsitz bestehen geblieben ist (vgl. Art. 24 ZGB).
3.4 Keinen Wohnsitz begr�ndet gem�ss Art. 26 ZGB die Unterbringung einer Person in einer Erziehungs-, Versorgungs-, Heil- oder Strafanstalt. Als Anstalten im Gesetzessinne gelten �ffentliche oder private Einrichtungen, die einem vor�bergehenden Sonderzweck (z.B. Pflege, Heilung, Erziehung, Strafverb�ssung, Kur, Ferien) und nicht dem allgemeinen Lebenszweck dienen. Es muss sich nicht um eine geschlossene Anstalt handeln (vgl. zum Begriff: BGE 127 V 237 E. 2b und E. 2c S. 239 ff.; D. STAEHELIN, Basler Kommentar, 2010, N. 7, und EIGENMANN, Commentaire romand, 2010, N. 2 ff., je zu Art. 26 ZGB). Die Parteien sind sich darin einig, dass das Alters- und Pflegeheim P.________, in dem X.________ seit ihrem Eintritt am 24. Februar 2005 lebt, die Tatbestandsvoraussetzungen einer Anstalt erf�llt (S. 10 Ziff. 3.1 der Klageschrift und S. 4 Abs. 4 der Klageantwort). Davon abzuweichen, besteht f�r das Bundesgericht auch auf Grund des Beweisverfahrens kein Anlass. Ungeachtet der von den Parteien und hier verwendeten Bezeichnung handelt es sich beim Alters- und Pflegeheim P.________ nicht um ein gew�hnliches Altersheim, das auch Pflegedienstleistungen erbringt. Betreuung und Pflege bilden vielmehr einen eigenst�ndigen Bereich und stehen f�r X.________ im Vordergrund (vgl. E. 2.3 hiervor). Die Sonderregelung �ber den "Aufenthalt in Anstalten" gem�ss Art. 26 ZGB ist auf die Bestimmung des Wohnsitzes von X.________ und damit f�r die Zust�ndigkeit der Vormundschaftsbeh�rden zur (Weiter-) F�hrung der Beistandschaft anwendbar.
3.5 Wer trotz Art. 26 ZGB am Ort der Anstalt Wohnsitz erwerben will, muss freiwillig dorthin gegangen sein und in f�r Dritte erkennbarer Weise die Absicht bekundet haben, am entsprechenden Ort auf Dauer zu verweilen (vgl. Urteil 5C.16/2001 vom 5. Februar 2001 E. 4a, in: Praxis 90/2001 Nr. 131 S. 787 f.; BGE 135 III 49 E. 6.2 S. 56; 137 II 122 E. 3.6 S. 126 f.). Die Streitfrage lautet somit dahingehend, ob die unter Beistandschaft stehende X.________ freiwillig in das Alters- und Pflegeheim eingetreten ist und in T.________ TG ihren rechtlichen Wohnsitz begr�ndet hat (so der Kl�ger) oder ob X.________ im Alters- und Pflegeheim untergebracht worden ist und in T.________ TG auch keinen rechtlichen Wohnsitz begr�ndet hat (so der Beklagte).
Zum ersten Streitpunkt, ob X.________ im Alters- und Pflegeheim P.________ untergebracht wurde oder in das Alters- und Pflegeheim P.________ freiwillig eingetreten ist, ergibt sich Folgendes:
4.1 Die Rechtsprechung betrachtet als "Unterbringung in einer Anstalt" die Einweisung durch Dritte. Die betroffene Person tritt nicht aus eigenem Willen in die Anstalt ein. Eine Begr�ndung des Wohnsitzes am Anstaltsort ist unter diesen Umst�nden regelm�ssig ausgeschlossen. Eine andere Sichtweise ist einzunehmen, wenn sich eine urteilsf�hige m�ndige Person aus freien St�cken, d.h. freiwillig und selbstbestimmt zu einem Anstaltsaufenthalt unbeschr�nkter Dauer entschliesst und �berdies die Anstalt und den Aufenthaltsort frei w�hlt. Sofern bei einem unter solchen Begleitumst�nden erfolgenden Anstaltseintritt der Lebensmittelpunkt in die Anstalt verlegt wird, wird am Anstaltsort ein neuer Wohnsitz begr�ndet. Als freiwillig und selbstbestimmt hat der Anstaltseintritt auch dann zu gelten, wenn er vom "Zwang der Umst�nde" (etwa Angewiesensein auf Betreuung, finanzielle Gr�nde) diktiert wird (vgl. die Zusammenfassung der Rechtsprechung in BGE 133 V 309 E. 3.1 Abs. 2 S. 312 und 134 V 236 E. 2.1 Abs. 2 S. 239, mit Hinweisen).
4.2 X.________ ist nicht nur m�ndig, sondern auch urteilsf�hig. Letzteres ist unter den Parteien unbestritten und wird durch die T�tigkeitsberichte ihres Beistandes eindr�cklich belegt (vgl. E. 2.4 hiervor). Davon abgesehen d�rfen an die Urteilsf�higkeit im Bereich der Wohnsitzfrage keine strengen Anforderungen gestellt werden (vgl. BGE 127 V 237 E. 2c S. 240; 134 V 236 E. 2.1 Abs. 1 S. 239).
4.3 X.________ wurde bei der Auswahl des Heims von ihrem Bruder unterst�tzt (vgl. E.2.2 hiervor). Der Beistand berichtet, dass X.________ "das Heim mit Unterst�tzung ihres Bruders B.________ ausgew�hlt" habe (kl�g.act. II/2 bzw. bekl.act. 1, Schreiben des Beistandes vom 22. Dezember 2009). Die W�rdigung der Beweisurkunde durch den Beklagten, dass die Verbeist�ndete das Heim "mit Hilfe bzw. unter Einwirkung ihres Bruders ausgew�hlt hat" (S. 4 Abs. 2 der Klageantwort), findet weder im Wortlaut des Schreibens noch in den �brigen Akten eine Grundlage und entspricht auf Grund der tats�chlichen Gegebenheiten auch nicht der Lebenserfahrung. Zum einen ist X.________ in einer Grossfamilie aufgewachsen. Sie hat vier Schwestern und drei Br�der, die allesamt in der n�heren und weiteren Region "Ostschweiz" wohnhaft sind (kl�g.act. I/6, Erbteilungsakt vom 2. Juli 1997). In Anbetracht dessen �berzeugt es wenig, dass der Heimeintritt "unter Einwirkung" eines Geschwisters allein h�tte erfolgen k�nnen. Zum anderen hat die Heimleitung berichtet, dass X.________ zuvor in einem anderen Heim und in verschiedenen psychiatrischen Kliniken gelebt habe (vgl. E. 2.2 hiervor). Eine Versorgung durch den Bruder, wie sie der Beklagte ant�nt, w�re deshalb naheliegenderweise in eine dieser bereits bekannten Institutionen erfolgt und nicht in ein den Beteiligten fremdes Heim. Es ist insgesamt davon auszugehen, dass X.________ das Alters- und Pflegeheim P.________ "mit Unterst�tzung" bzw. "mit Hilfe" ihres Bruders ausgew�hlt hat. Blosse Unterst�tzung oder Hilfeleistung beeintr�chtigt die Freiheit des Willensentschlusses nicht (vgl. BGE 127 V 237 E. 2c S. 241; 134 V 236 E. 2.3 S. 240 f.).
4.4 Dass X.________ wegen ihrer Krankheit (vgl. E. 2.1) in einem daf�r geeigneten Heim wie dem Alters- und Pflegeheim P.________ (vgl. E. 2.3) der intensiven Betreuung bedarf (vgl. E. 2.4 hiervor) und insoweit auf Grund der Umst�nde zu einem Heimeintritt gezwungen war, ist nicht streitig und durch das Beweisverfahren erstellt. Dieser "Zwang der Umst�nde" macht den Eintritt von X.________ in das Alters- und Pflegeheim indes weder unfreiwillig noch fremdbestimmt im Sinne der Rechtsprechung (E. 4.1 soeben). Die gegenteilige Auffassung des Beklagten st�tzt sich entweder auf kantonale Entscheide, die von der bundesgerichtlichen Rechtsprechung abweichen (z.B. Entscheide des Justiz- und Polizeidepartements des Kantons St. Gallen, in: ZVW 52/1997 S. 97 ff. E. 2c S. 100 und 56/2001 S. 340 ff. E. 2c S. 342) oder eigentliche Sonderf�lle betreffen. Es ist n�mlich denkbar, dass ein Eintritt in eine spezialisierte Klinik nicht mehr als freiwillig und selbstbestimmt angesehen werden k�nnte, wenn die Patientin wegen ihres Leidens gezwungen ist, die Dienste gerade dieser Klinik in Anspruch zu nehmen; das Fehlen einer freien Anstaltswahl k�me insofern einer "Unterbringung" gleich (so BR�CKNER, Das Personenrecht des ZGB, 2000, S. 103 N. 360). Wie es sich damit verh�lt, kann dahingestellt bleiben. Mit Blick auf das Leitbild und das Angebot des Alters- und Pflegeheims P.________ (vgl. E. 2.3 hiervor) kann nicht angenommen werden, X.________ sei in ihrer Wahl eingeschr�nkt gewesen und h�tte kein ebenso geeignetes anderes Heim finden k�nnen.
4.5 Als Zwischenergebnis kann festgehalten werden, dass der Eintritt von X.________ in das Alters- und Pflegeheim P.________ auf einem eigenen freien Willensentschluss im Sinne der bundesgerichtlichen Rechtsprechung beruht hat.
Der zweite Streitpunkt betrifft die Frage, ob X.________ am Anstaltsort in T.________ TG einen neuen Wohnsitz erworben hat oder ihr bisheriger Wohnsitz in S.________ SG bestehen geblieben ist.
5.1 Gem�ss Art. 23 Abs. 1 ZGB befindet sich der Wohnsitz einer Person an dem Ort, wo sie sich mit der Absicht dauernden Verbleibens aufh�lt. F�r die Begr�ndung des Wohnsitzes m�ssen somit zwei Merkmale erf�llt sein: ein objektives �usseres, der Aufenthalt, sowie ein subjektives inneres, die Absicht dauernden Verbleibens. Nach der Rechtsprechung kommt es nicht auf den inneren Willen, sondern darauf an, welche Absicht objektiv erkennbar ist (vgl. zuletzt: BGE 137 II 122 E. 3.6 S. 126 f. mit Hinweisen). Eine Person hat ihren Lebensmittelpunkt dort, wo sich ihre Lebensinteressen nach den konkreten Umst�nden objektiv betrachtet konzentrieren (vgl. BGE 136 II 405 E. 4.3 S. 409 f.).
5.2 Seit ihrem Eintritt in das Alters- und Pflegeheim P.________ am 24. Februar 2005 lebt X.________ tats�chlich in T.________ TG. Indizien daf�r, dass sie auf Dauer daselbst zu leben gewillt ist, ergeben sich daraus, dass sie ihre Besch�ftigung im "I.________" in St. Gallen sofort und ihre bisherige Wohnung in S.________ SG ab M�rz 2005 aufgegeben hat (vgl. E. 2.2 hiervor). Die vorausgesetzte Dauerhaftigkeit des Aufenthalts ist unwidersprochen erf�llt.
5.3 Das Beweisverfahren hat ausreichend Indizien daf�r ergeben, dass X.________ den Mittelpunkt ihrer Lebensinteressen im Alters- und Pflegeheim P.________ gefunden hat und beibehalten will. Ungeachtet der Notwendigkeit der Betreuung hat sich X.________ im Heim gut integriert und ist allseits beliebt. Sie nimmt aktiv am Heimleben teil (z.B. Vorlesen, Singen u.�.) und nutzt die Angebote des Heims (z.B. Arbeit im Malatelier). Nach der Wahrnehmung Dritter befindet sich ihr Lebensmittelpunkt im Alters- und Pflegeheim P.________ (vgl. E. 2.4 hiervor). Hinzu kommt, dass X.________ - soweit es ihre Mobilit�t zul�sst (vgl. E. 2.1 hiervor) - an Anl�ssen der �rtlichen Frauengruppe teilnimmt und Konzerte und Gottesdienste im Ort besucht (vgl. E. 2.5 hiervor).
5.4 Der soeben geschilderte Sachverhalt �ber die Lebensverh�ltnisse von X.________ im Alters- und Pflegeheim P.________, aber auch im Anstaltsort T.________ TG selber bestreitet der Beklagte nicht. Er wendet sich gegen die Darstellung des Beistandes, dass X.________ zu S.________ SG heute keine institutionellen oder emotionalen Bindungen mehr pflegt. Er weist darauf hin, dass sie nach wie vor ihren Psychiater in St. Gallen habe (S. 5 Abs. 4 der Klageantwort mit Hinweis auf bekl.act. 5). Beim zitierten Beleg handelt es sich um eine Schreibkarte mit dem Logo des Heims, mit der die Sachbearbeiterin den Beklagten f�r den offenbar nachgefragten Arztbericht an Dr. med. D.________ in T.________ TG oder an den Psychiater Dr. E.________ in St. Gallen verwiesen hat (bekl.act. 5). Es kann daraus geschlossen werden, dass X.________ f�r die allgemeinmedizinischen Fragen offenbar von einem Hausarzt vor Ort behandelt wird. Dieses Indiz l�sst wiederum darauf schliessen, dass sich der Lebensmittelpunkt f�r Dritte erkennbar in T.________ TG befindet. Dagegen spricht nicht, dass X.________ f�r ihr psychisches Wohlbefinden den bisherigen Arzt des Vertrauens beibehalten hat. Ein derartiges Patientenverhalten entspricht vielmehr der Lebenserfahrung.
5.5 Insgesamt ist auf Grund der Vielzahl der Indizien davon auszugehen, dass X.________ auf Dauer (E. 5.2) und f�r Aussenstehende erkennbar im Alters- und Pflegeheim P.________ in T.________ TG (E. 5.3) mehr als lose Beziehungen pflegt und zu verweilen beabsichtigt. In �bereinstimmung mit der Sachdarstellung des Kl�gers und entgegen der Tatsachenbehauptungen des Beklagten kann festgehalten werden, dass X.________ in T.________ TG einen neuen rechtlichen Wohnsitz begr�ndet hat. Dem Einwohnerkontrollamt kann insoweit kein Vorwurf gemacht werden, dass es die Papiere von X.________ entgegengenommen und ihr die Wohnsitznahme in T.________ TG bescheinigt hat.
Aus den dargelegten Gr�nden muss die Klage gutgeheissen werden. Der Beklagte wird infolgedessen verpflichtet, die �bernahme und Weiterf�hrung der von der Vormundschaftsbeh�rde S.________ SG errichteten und bisher gef�hrten Vertretungs- und Verwaltungsbeistandschaft (Art. 392 Ziff. 1 und Art. 393 Ziff. 2 ZGB) f�r X.________ durch die Vormundschaftsbeh�rde T.________ TG zu veranlassen.
Mit Bezug auf die Kosten- und Entsch�digungsfolgen im Klageverfahren kann davon ausgegangen werden, dass beide Parteien in ihrem amtlichen Wirkungskreis, ohne dass es sich um ihr Verm�gensinteresse gehandelt hat, das Bundesgericht in Anspruch genommen haben. Anhaltspunkte, die das Gegenteil nahelegen k�nnten, sind nicht ersichtlich. Die Parteien werden deshalb nicht kostenpflichtig. Eine Parteientsch�digung ist nicht zuzusprechen, da der Kl�ger in seinem amtlichen Wirkungskreis obsiegt und im �brigen auch nicht anwaltlich vertreten ist (vgl. Art. 69 BZP i.V.m. Art. 66 Abs. 4 und Art. 68 Abs. 3 BGG).
Die Klage wird gutgeheissen. Der Kanton Thurgau wird verpflichtet, die �bernahme und Weiterf�hrung der von der Vormundschaftsbeh�rde S.________ SG errichteten und bisher gef�hrten Vertretungs- und Verwaltungsbeistandschaft (Art. 392 Ziff. 1 und Art. 393 Ziff. 2 ZGB) f�r X.________ durch die Vormundschaftsbeh�rde T.________ TG zu veranlassen.
Es werden weder Gerichtskosten auferlegt noch Parteientsch�digungen zugesprochen.

References: Art. 120
 Art. 393
 Art. 393
 Art. 392
 Art. 393
 Art. 396
 BGE 
 Art. 120
 Art. 120
 Art. 444
 Art. 120
 Art. 66
 BGE 
 Art. 58
 Art. 392
 Art. 393
e contrario
 Art. 23
 Art. 26
 Art. 24
 Art. 376
 Art. 396
 BGE 
 Art. 396
 Art. 396
 Art. 396
 Art. 392
 Art. 393
 Art. 396
 Art. 396
 Art. 23
 Art. 26
 Art. 24
 Art. 26
 BGE 
 Art. 26
 Art. 26
 Art. 26
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 23
 BGE 
 BGE 
 Art. 393
 Art. 69
 Art. 66
 Art. 68
 Art. 393