Source: https://revosax.sachsen.de/vorschrift/12721.1
Timestamp: 2019-08-20 23:36:55+00:00

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Historische Fassung war gültig vom 01.01.2013 bis 30.04.2014
§ 6 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 in Verbindung mit § 6 Abs. 1 Nr. 8, 10 Buchst. b und Nr. 11 des Gesetzes zum Schutz der Kulturpflanzen (Pflanzenschutzgesetz – PflSchG) vom 6. Februar 2012 (BGBl. I S. 148, 1281) in Verbindung mit § 1 Abs. 1 Nr. 1 der Verordnung der Sächsischen Staatsregierung zur Übertragung von Verordnungsermächtigungen im Bereich der Land- und Forstwirtschaft sowie des Verbraucherschutzes ,
(1) Vorbehaltlich des Absatzes 2 befindet sich der im Freistaat Sachsen gelegene Teil des bestimmten Anbaugebiets Sachsen (Anbaugebiet) innerhalb der räumlichen Grenze, die auf der als Anlage 1 angefügten topographischen Karte im Maßstab 1 : 160 000 sowie auf einer bei der zuständigen Behörde niedergelegten Karte im Maßstab 1 : 50 000 dargestellt ist. Das Anbaugebiet umfasst die rechtmäßig mit Reben bepflanzten oder vorübergehend nicht bepflanzten Flächen sowie sonstige nicht mit Reben bepflanzte Flächen in den in Anlage 2 genannten Gemeinden, wenn ihre Eignung zur Erzeugung von Qualitätswein festgestellt wird.
(1) Die Unterstützung für die Umstrukturierung und Umstellung von Rebflächen gemäß Artikel 103q der Verordnung (EG) Nr. 1234/2007 und für Ernteversicherungen gemäß Artikel 103t der Verordnung (EG) Nr. 1234/2007 erfolgt nach Maßgabe des vom Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft erlassenen Regionalen Stützungsprogramms im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel.
(2) Die Umstrukturierung und Umstellung von Rebflächen umfasst die Sortenumstellung, die Anpassung der Anbausysteme an moderne weinbauliche Anforderungen, die Anpassung von Unterstützungseinrichtungen an den Vollerntereinsatz und die Querterrassierung von Rebflächen mit einer Hangneigung von mindestens 30 Prozent. Es können nur Rebflächen berücksichtigt werden, die innerhalb der Abgrenzung des Anbaugebietes liegen und in der Weinbaukartei erfasst sind. Die Mindestparzellengröße, für die auf Antrag eine Umstrukturierungsbeihilfe gewährt werden kann, darf 1 Ar nicht unterschreiten. Die Mindestparzellengröße, die sich aus der Umstrukturierung und Umstellung ergeben muss, darf bei Rebflächen mit einer Hangneigung von mindestens 30 Prozent 3 Ar und bei Rebflächen mit einer Hangneigung von weniger als 30 Prozent 10 Ar nicht unterschreiten.
(3) Auf Antrag werden bis zu 50 Prozent der Kosten einer für das laufende Weinwirtschaftsjahr abgeschlossenen Ernteversicherung gegen Frost oder Hagel bis zu einer versicherten Schadenshöhe von 30 000 EUR je Hektar Rebfläche im Anbaugebiet, wenn der Versicherungsvertrag vor dem 15. Januar des laufenden Weinwirtschaftsjahres abgeschlossen worden ist, erstattet.
(2) Die zuständige Behörde kann auf schriftlichen Antrag genehmigen, dass ein Recht auf Wiederbepflanzung innerhalb eines Betriebes auf eine andere Fläche oder von einem Betrieb auf einen anderen Betrieb übertragen werden kann, sofern die für die Wiederbepflanzung vorgesehene Fläche nach § 7 des Weingesetzes zur Erzeugung von Qualitätswein b. A. oder Landwein geeignet ist.
(1) Zur Herstellung von Qualitätswein b. A. sind die in § 6 Abs. 1 genannten Rebsorten geeignet.
(1) Weinerzeuger, die keinen Qualitätswein herstellen, haben vor Beginn der Herstellung von Landwein oder von Wein ohne geschützte Ursprungsbezeichnung oder geschützte geographische Angabe, bei dem die Angabe des Erntejahres nach Artikel 118z Abs. 1 Buchst. a der Verordnung (EG) Nr. 1234/2007 (Jahrgangswein) oder die Angabe einer oder mehrerer Rebsorten nach Artikel 118z Abs. 1 Buchst. b der Verordnung (EG) Nr. 1234/2007 (Rebsortenwein) in die Kennzeichnung aufgenommen werden soll, bei der zuständigen Stelle eine Betriebsnummer gemäß § 26 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 der Weinverordnung zu beantragen.
Für Einzel- oder Großlagen, die sich über mehrere Gemeinden erstrecken, dürfen zur geographischen Bezeichnung für einen Qualitätswein b. A. nur die in der Anlage 5 festgelegten Gemeindenamen verwendet werden.
nicht abgefülltem Traubenmost,
nicht abgefülltem Wein,
nicht abgefüllten Erzeugnissen, die für die Herstellung von Schaumwein oder Qualitätsschaumwein b. A. bestimmt sind,
nicht abgefülltem Qualitätswein b. A., der aus im Freistaat Sachsen geernteten Weintrauben gewonnen worden ist oder
im Freistaat Sachsen geernteten Weintrauben
ein Begleitpapier auszustellen ist, hat die zur Ausstellung des Begleitpapiers verpflichtete Person in diesem auch die jeweilige Lieferschein- und Rechnungsnummer anzugeben sowie unverzüglich zwei Kopien des Begleitpapiers der für den Verladeort zuständigen Stelle zuzuleiten.
(1) Als Auszeichnung im Sinne von § 30 Abs. 2 Nr. 1 Buchst. b der Weinverordnung werden für jahrgangs- und sortentypische Qualitätsweine, Prädikatsweine, Sekte und Qualitätsperlweine die vom Weinbauverband Sachsen e. V. für diese Erzeugnisse verliehenen Goldenen, Silbernen und Bronzenen Preise anerkannt.
(2) Die zur Prüfung nach Absatz 1 angestellten Partien müssen folgende Mindestmengen in den einzelnen Weinkategorien umfassen:
1. Qualitätswein b. A. 600 Liter,
2. Prädikatswein Kabinett 400 Liter,
3. Prädikatswein Spätlese 400 Liter,
4. Prädikatswein Auslese 200 Liter,
5. Qualitätswein, Prädikatswein bei dem die Bezeichnung „im Barrique gereift“ verwendet wird 200 Liter,
6. Sekt b. A. oder Qualitätsperlwein jeweils 200 Liter und
7. Prädikatswein der Kategorien Beerenauslese, Trockenbeerenauslese oder Eiswein jeweils 100 Liter,
Rebsorten, die im Anbaugebiet zur Erzeugung von Sächsischem Landwein und Qualitätswein b. A. zugelassen sind
Quelle: REVOSax http://revosax.sachsen.de/vorschrift/12721.1 Stand vom 21.08.2019

References: § 6
 § 6
 § 1
 § 7
 § 6
 § 26
 § 30