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Timestamp: 2020-07-08 04:24:41+00:00

Document:
Lawbrary | BBG - Bundesgesetzüber die Berufsbildung
Bundesgesetzüber die Berufsbildung
Allgemeine Bestimmungen (1 - 11)
Struktur (15 - 19)
Anbieter (20 - 23)
Aufsicht (24 - 24)
Eidgenössische Berufsmaturität (25 - 25)
Höhere Berufsbildung (26 - 29)
Berufsorientierte Weiterbildung (30 - 32)
Allgemeine Bestimmungen (33 - 36)
Berufliche Grundbildung (37 - 41)
Höhere Berufsbildung (42 - 44)
Bildung von Berufsbildungsverantwortlichen (45 - 48)
Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung (49 - 51)
Beteiligung des Bundes an den Kosten der Berufsbildung; Berufsbildungsfonds
Beteiligung des Bundes an den Kosten der Berufsbildung (52 - 59)
Berufsbildungsfonds (60 - 60)
Rechtsmittel, Strafbestimmungen, Vollzug
Rechtsmittel (61 - 61)
Strafbestimmungen (62 - 64)
Vollzug (65 - 71)
Schlussbestimmungen (72 - 74)
vom 13. Dezember 2002 (Stand am 1. Januar 2019)
1Die Be­rufs­bil­dung ist ei­ne ge­mein­sa­me Auf­ga­be von Bund, Kan­to­nen und Or­ga­ni­sa­tio­nen der Ar­beits­welt (So­zi­al­part­ner, Be­rufs­ver­bän­de, an­de­re zu­stän­di­ge Or­ga­ni­sa­tio­nen und an­de­re An­bie­ter der Be­rufs­bil­dung). Sie stre­ben ein ge­nü­gen­des An­ge­bot im Be­reich der Be­rufs­bil­dung, ins­be­son­de­re in zu­kunfts­fä­hi­gen Be­rufs­fel­dern an.
2Die Mass­nah­men des Bun­des zie­len dar­auf ab, die In­itia­ti­ve der Kan­to­ne und der Or­ga­ni­sa­tio­nen der Ar­beits­welt so weit als mög­lich mit fi­nan­zi­el­len und an­de­ren Mit­teln zu för­dern.
3Zur Ver­wirk­li­chung der Zie­le die­ses Ge­set­zes:
ar­bei­ten Bund, Kan­to­ne und die Or­ga­ni­sa­tio­nen der Ar­beits­welt zu­sam­men;
ar­bei­ten die Kan­to­ne und die Or­ga­ni­sa­tio­nen der Ar­beits­welt auch je un­ter sich zu­sam­men.
1Die­ses Ge­setz re­gelt für sämt­li­che Be­rufs­be­rei­che aus­ser­halb der Hoch­schu­len:
die be­ruf­li­che Grund­bil­dung, ein­sch­liess­lich der Be­rufs­ma­tu­ri­tät;
die hö­he­re Be­rufs­bil­dung;
die be­rufs­ori­en­tier­te Wei­ter­bil­dung;
die Qua­li­fi­ka­ti­ons­ver­fah­ren, Aus­wei­se und Ti­tel;
die Bil­dung der Be­rufs­bil­dungs­ver­ant­wort­li­chen;
die Zu­stän­dig­keit und die Grund­sät­ze der Be­rufs-, Stu­di­en- und Lauf­bahn­be­ra­tung;
die Be­tei­li­gung des Bun­des an den Kos­ten der Be­rufs­bil­dung.
2Die­ses Ge­setz gilt nicht für Bil­dun­gen, die in an­de­ren Bun­des­ge­set­zen ge­re­gelt sind.
3Der Bun­des­rat kann im Ein­ver­neh­men mit den Kan­to­nen ein­zel­ne Be­rufs­be­rei­che vom Gel­tungs­be­reich aus­neh­men, so­weit dies im In­ter­es­se ei­ner sinn­vol­len Auf­ga­ben­ver­tei­lung zwi­schen Bund und Kan­to­nen ge­bo­ten ist.
Die­ses Ge­setz för­dert und ent­wi­ckelt:
ein Be­rufs­bil­dungs­sys­tem, das den Ein­zel­nen die be­ruf­li­che und per­sön­li­che Ent­fal­tung und die In­te­gra­ti­on in die Ge­sell­schaft, ins­be­son­de­re in die Ar­beits­welt, er­mög­licht und das ih­nen die Fä­hig­keit und die Be­reit­schaft ver­mit­telt, be­ruf­lich fle­xi­bel zu sein und in der Ar­beits­welt zu be­ste­hen;
ein Be­rufs­bil­dungs­sys­tem, das der Wett­be­werbs­fä­hig­keit der Be­trie­be dient;
den Aus­gleich der Bil­dungs­chan­cen in so­zia­ler und re­gio­na­ler Hin­sicht, die tat­säch­li­che Gleich­stel­lung von Mann und Frau, die Be­sei­ti­gung von Be­nach­tei­li­gun­gen von Men­schen mit Be­hin­de­run­gen so­wie die Chan­cen­gleich­heit und In­te­gra­ti­on von Aus­län­de­rin­nen und Aus­län­dern;
die Durch­läs­sig­keit zwi­schen ver­schie­de­nen Bil­dungs­gän­gen und -for­men in­ner­halb der Be­rufs­bil­dung so­wie zwi­schen der Be­rufs­bil­dung und den üb­ri­gen Bil­dungs­be­rei­chen;
die Trans­pa­renz des Be­rufs­bil­dungs­sys­tems.
1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 2 des BG vom 16. Dez. 2016 (In­te­gra­ti­on), in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2017 6521, 2018 3171; BBl 2013 2397, 2016 2821).
1Zur Ent­wick­lung der Be­rufs­bil­dung för­dert der Bund Stu­di­en, Pi­lot­ver­su­che, die Be­rufs­bil­dungs­for­schung und die Schaf­fung von trag­fä­hi­gen Struk­tu­ren in neu­en Be­rufs­bil­dungs­be­rei­chen.
2Der Bund ist sel­ber in die­sen Be­rei­chen tä­tig, so­weit dies zur Ent­wick­lung der Be­rufs­bil­dung not­wen­dig ist.
3Für Pi­lot­ver­su­che kann der Bun­des­rat nach Rück­spra­che mit den Kan­to­nen und den be­trof­fe­nen Or­ga­ni­sa­tio­nen der Ar­beits­welt nö­ti­gen­falls vor­über­ge­hend von den Be­stim­mun­gen die­ses Ge­set­zes ab­wei­chen.
4Die Qua­li­tät und die Un­ab­hän­gig­keit der Be­rufs­bil­dungs­for­schung müs­sen durch qua­li­fi­zier­te For­schungs­ein­rich­tun­gen ge­währ­leis­tet wer­den.
Der Bund för­dert:
die In­for­ma­ti­on und Do­ku­men­ta­ti­on, so­weit sie von ge­samtschwei­ze­ri­scher oder sprach­re­gio­na­ler Be­deu­tung ist;
die Er­stel­lung von Lehr­mit­teln für sprach­li­che Min­der­hei­ten.
1Der Bund kann Mass­nah­men im Be­reich der Be­rufs­bil­dung för­dern, wel­che die Ver­stän­di­gung und den Aus­tausch zwi­schen den Sprach­ge­mein­schaf­ten ver­bes­sern.
2Er kann ins­be­son­de­re för­dern:
die in­di­vi­du­el­le Mehr­spra­chig­keit, na­ment­lich durch ent­spre­chen­de An­for­de­run­gen an die Un­ter­richtss­pra­chen und die sprach­li­che Bil­dung der Lehr­kräf­te;
den durch die Kan­to­ne, die Or­ga­ni­sa­tio­nen der Ar­beits­welt oder die Un­ter­neh­men un­ter­stütz­ten Aus­tausch von Leh­ren­den und Ler­nen­den zwi­schen den Sprach­re­gio­nen.
Der Bund kann Mass­nah­men im Be­reich der Be­rufs­bil­dung zu Guns­ten be­nach­tei­lig­ter Re­gio­nen und Grup­pen för­dern.
1Die An­bie­ter von Be­rufs­bil­dung stel­len die Qua­li­täts­ent­wick­lung si­cher.
2Der Bund för­dert die Qua­li­täts­ent­wick­lung, stellt Qua­li­täts­stan­dards auf und über­wacht de­ren Ein­hal­tung.
1Vor­schrif­ten über die Be­rufs­bil­dung ge­währ­leis­ten grösst­mög­li­che Durch­läs­sig­keit so­wohl in­ner­halb der Be­rufs­bil­dung als auch zwi­schen der Be­rufs­bil­dung und den üb­ri­gen Bil­dungs­be­rei­chen.
2Die aus­ser­halb üb­li­cher Bil­dungs­gän­ge er­wor­be­ne be­ruf­li­che oder aus­ser­be­ruf­li­che Pra­xi­ser­fah­rung und fach­li­che oder all­ge­mei­ne Bil­dung wer­den an­ge­mes­sen an­ge­rech­net.
Die An­bie­ter der Bil­dung in be­ruf­li­cher Pra­xis und der schu­li­schen Bil­dung räu­men den Ler­nen­den an­ge­mes­se­ne Mit­spra­che­rech­te ein.
1Ge­gen­über pri­va­ten An­bie­tern auf dem Bil­dungs­markt dür­fen durch Mass­nah­men die­ses Ge­set­zes kei­ne un­ge­recht­fer­tig­ten Wett­be­werbs­ver­zer­run­gen ent­ste­hen.
2Öf­fent­li­che An­bie­ter, die in Kon­kur­renz zu nicht sub­ven­tio­nier­ten pri­va­ten An­bie­tern ste­hen, ha­ben für ih­re An­ge­bo­te der be­rufs­ori­en­tier­ten Wei­ter­bil­dung Markt-prei­se zu ver­lan­gen.
Die Kan­to­ne er­grei­fen Mass­nah­men, die Per­so­nen mit in­di­vi­du­el­len Bil­dungs­de­fi­zi­ten am En­de der ob­li­ga­to­ri­schen Schul­zeit auf die be­ruf­li­che Grund­bil­dung vor­be­rei­ten.
Zeich­net sich ein Un­gleich­ge­wicht auf dem Markt für be­ruf­li­che Grund­bil­dung ab oder ist ein sol­ches Un­gleich­ge­wicht be­reits ein­ge­tre­ten, so kann der Bun­des­rat im Rah­men der ver­füg­ba­ren Mit­tel be­fris­te­te Mass­nah­men zur Be­kämp­fung tref­fen.
1Zwi­schen den Ler­nen­den und den An­bie­tern der Bil­dung in be­ruf­li­cher Pra­xis wird ein Lehr­ver­trag ab­ge­schlos­sen. Er rich­tet sich nach den Be­stim­mun­gen des Ob­li­ga­tio­nen­rechts1 über den Lehr­ver­trag (Art. 344-346a), so­weit die­ses Ge­setz kei­ne ab­wei­chen­de Re­ge­lung ent­hält.
2Der Lehr­ver­trag wird am An­fang für die gan­ze Dau­er der be­ruf­li­chen Grund­bil­dung ab­ge­schlos­sen. Er­folgt die Bil­dung in be­ruf­li­cher Pra­xis nach­ein­an­der in ver­schie­de­nen Be­trie­ben, so kann der Ver­trag für die Dau­er des je­wei­li­gen Bil­dungs­teils ab­ge­schlos­sen wer­den.
3Der Lehr­ver­trag ist von der zu­stän­di­gen kan­to­na­len Be­hör­de zu ge­neh­mi­gen. Für die Ge­neh­mi­gung dür­fen kei­ne Ge­büh­ren er­ho­ben wer­den.
4Wird der Lehr­ver­trag auf­ge­löst, so hat der An­bie­ter von Bil­dung um­ge­hend die kan­to­na­le Be­hör­de und ge­ge­be­nen­falls die Be­rufs­fach­schu­le zu be­nach­rich­ti­gen.
5Wird ein Be­trieb ge­schlos­sen oder ver­mit­telt er die be­ruf­li­che Grund­bil­dung nicht mehr nach den ge­setz­li­chen Vor­schrif­ten, so sor­gen die kan­to­na­len Be­hör­den nach Mög­lich­keit da­für, dass ei­ne be­gon­ne­ne Grund­bil­dung ord­nungs­ge­mä­ss be­en­det wer­den kann.
6Wird der Ab­schluss ei­nes Lehr­ver­tra­ges un­ter­las­sen oder wird die­ser nicht oder ver­spä­tet zur Ge­neh­mi­gung ein­ge­reicht, so un­ter­liegt das Lehr­ver­hält­nis den­noch den Vor­schrif­ten die­ses Ge­set­zes.
1Die be­ruf­li­che Grund­bil­dung dient der Ver­mitt­lung und dem Er­werb der Fä­hig­kei­ten, Kennt­nis­se und Fer­tig­kei­ten (nach­fol­gend Qua­li­fi­ka­tio­nen), die zur Aus­übung ei­ner Tä­tig­keit in ei­nem Be­ruf oder in ei­nem Be­rufs- oder Tä­tig­keits­feld (nach­fol­gend Be­rufs­tä­tig­keit) er­for­der­lich sind.
2Sie um­fasst ins­be­son­de­re die Ver­mitt­lung und den Er­werb:
der be­rufs­s­pe­zi­fi­schen Qua­li­fi­ka­tio­nen, wel­che die Ler­nen­den da­zu be­fä­hi­gen, ei­ne Be­rufs­tä­tig­keit kom­pe­tent und si­cher aus­zuü­ben;
der grund­le­gen­den All­ge­mein­bil­dung, wel­che die Ler­nen­den da­zu be­fä­higt, den Zu­gang zur Ar­beits­welt zu fin­den, dar­in zu be­ste­hen und sich in die Ge­sell­schaft zu in­te­grie­ren;
der wirt­schaft­li­chen, öko­lo­gi­schen, so­zia­len und kul­tu­rel­len Kennt­nis­se und Fä­hig­kei­ten, wel­che die Ler­nen­den da­zu be­fä­hi­gen, zu ei­ner nach­hal­ti­gen Ent­wick­lung bei­zu­tra­gen;
der Fä­hig­keit und der Be­reit­schaft zum le­bens­lan­gen Ler­nen so­wie zum selbst­stän­di­gen Ur­tei­len und Ent­schei­den.
3Sie schliesst an die ob­li­ga­to­ri­sche Schu­le oder an ei­ne gleich­wer­ti­ge Qua­li­fi­ka­ti­on an. Der Bun­des­rat be­stimmt die Kri­te­ri­en, nach de­nen ein Min­destal­ter für den Be­ginn der be­ruf­li­chen Grund­bil­dung fest­ge­legt wer­den kann.
4Die Bil­dungs­ver­ord­nun­gen re­geln den ob­li­ga­to­ri­schen Un­ter­richt ei­ner zwei­ten Spra­che.
5Der Sport­un­ter­richt rich­tet sich nach dem Sport­för­de­rungs­ge­setz vom 17. Ju­ni 20111.2
2 Fas­sung ge­mä­ss Art. 34 Ziff. 3 des Sport­för­de­rungs­ge­set­zes vom 17. Ju­ni 2011, in Kraft seit 1. Okt. 2012 (AS 2012 3953; BBl 2009 8189).
1Die be­ruf­li­che Grund­bil­dung be­steht aus:
Bil­dung in be­ruf­li­cher Pra­xis;
all­ge­mei­ner und be­rufs­kund­li­cher schu­li­scher Bil­dung;
Er­gän­zung der Bil­dung in be­ruf­li­cher Pra­xis und schu­li­scher Bil­dung, wo die zu er­ler­nen­de Be­rufs­tä­tig­keit dies er­for­dert.
2Die Ver­mitt­lung der be­ruf­li­chen Grund­bil­dung fin­det in der Re­gel an fol­gen­den Lern­or­ten statt:
im Lehr­be­trieb, im Lehr­be­triebs­ver­bund, in Lehr­werk­stät­ten, in Han­dels­mit­tel­schu­len oder in an­de­ren zu die­sem Zweck an­er­kann­ten In­sti­tu­tio­nen für die Bil­dung in be­ruf­li­cher Pra­xis;
in Be­rufs­fach­schu­len für die all­ge­mei­ne und die be­rufs­kund­li­che Bil­dung;
in über­be­trieb­li­chen Kur­sen und ver­gleich­ba­ren drit­ten Lern­or­ten für Er­gän­zun­gen der be­ruf­li­chen Pra­xis und der schu­li­schen Bil­dung.
3Die An­tei­le der Bil­dung ge­mä­ss Ab­satz 1, ih­re or­ga­ni­sa­to­ri­sche Aus­ge­stal­tung und die zeit­li­che Auf­tei­lung wer­den nach den An­sprü­chen der Be­rufs­tä­tig­keit in der ent­spre­chen­den Bil­dungs­ver­ord­nung be­stimmt.
4Die Ver­ant­wor­tung ge­gen­über der ler­nen­den Per­son be­stimmt sich nach dem Lehr­ver­trag. Wo kein Lehr­ver­trag be­steht, be­stimmt sie sich in der Re­gel nach dem Lern­ort.
5Zur Er­rei­chung der Zie­le der be­ruf­li­chen Grund­bil­dung ar­bei­ten die An­bie­ter der Bil­dung in be­ruf­li­cher Pra­xis und der schu­li­schen Bil­dung so­wie der über­be­trieb­li­chen Kur­se zu­sam­men.
1Die be­ruf­li­che Grund­bil­dung dau­ert zwei bis vier Jah­re.
2Die zwei­jäh­ri­ge Grund­bil­dung schliesst in der Re­gel mit ei­ner Prü­fung ab und führt zum eid­ge­nös­si­schen Be­rufs­at­test. Sie ist so aus­ge­stal­tet, dass die An­ge­bo­te den un­ter­schied­li­chen Vor­aus­set­zun­gen der Ler­nen­den be­son­ders Rech­nung tra­gen.
3Die drei- bis vier­jäh­ri­ge Grund­bil­dung schliesst in der Re­gel mit ei­ner Lehr­ab­schluss­prü­fung ab und führt zum eid­ge­nös­si­schen Fä­hig­keits­zeug­nis.
4Das eid­ge­nös­si­sche Fä­hig­keits­zeug­nis führt zu­sam­men mit dem Ab­schluss ei­ner er­wei­ter­ten All­ge­mein­bil­dung zur Be­rufs­ma­tu­ri­tät.
5Die be­ruf­li­che Grund­bil­dung kann auch durch ei­ne nicht for­ma­li­sier­te Bil­dung er­wor­ben wer­den; die­se wird durch ein Qua­li­fi­ka­ti­ons­ver­fah­ren ab­ge­schlos­sen.
1Für be­son­ders be­fä­hig­te oder vor­ge­bil­de­te Per­so­nen so­wie für Per­so­nen mit Lern­schwie­rig­kei­ten oder Be­hin­de­run­gen kann die Dau­er der be­ruf­li­chen Grund­bil­dung an­ge­mes­sen ver­län­gert oder ver­kürzt wer­den.
2Der Bun­des­rat er­lässt be­son­de­re Be­stim­mun­gen über die fach­kun­di­ge in­di­vi­du­el­le Be­glei­tung von Per­so­nen mit Lern­schwie­rig­kei­ten in zwei­jäh­ri­gen be­ruf­li­chen Grund­bil­dun­gen.
3Der Bund kann die fach­kun­di­ge in­di­vi­du­el­le Be­glei­tung för­dern.
1Das Staats­se­kre­ta­ri­at für Bil­dung, For­schung und In­no­va­ti­on (SBFI)1 er­lässt Bil­dungs­ver­ord­nun­gen für den Be­reich der be­ruf­li­chen Grund­bil­dung. Es er­lässt sie auf An­trag der Or­ga­ni­sa­tio­nen der Ar­beits­welt oder, bei Be­darf, von sich aus.
2Die Bil­dungs­ver­ord­nun­gen re­geln ins­be­son­de­re:
den Ge­gen­stand und die Dau­er der Grund­bil­dung;
die Zie­le und An­for­de­run­gen der Bil­dung in be­ruf­li­cher Pra­xis;
die Zie­le und An­for­de­run­gen der schu­li­schen Bil­dung;
den Um­fang der Bil­dungs­in­hal­te und die An­tei­le der Lern­or­te;
die Qua­li­fi­ka­ti­ons­ver­fah­ren, Aus­wei­se und Ti­tel.
3Die Qua­li­fi­ka­ti­ons­ver­fah­ren für die nicht for­ma­li­sier­ten Bil­dun­gen ori­en­tie­ren sich an den ent­spre­chen­den Bil­dungs­ver­ord­nun­gen.
1 Aus­druck ge­mä­ss Ziff. I 8 der V vom 15. Ju­ni 2012 (Neu­glie­de­rung der De­par­te­men­te), in Kraft seit 1. Jan. 2013 (AS 2012 3655). Die­se Änd. wur­de im gan­zen Er­lass be­rück­sich­tigt.
2 Ein­ge­fügt durch Art. 21 Ziff. 2 des Pu­bli­ka­ti­ons­ge­set­zes vom 18. Ju­ni 2004 (AS2004 4929; BBl 2003 7711). Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 4 des BG vom 26. Sept. 2014, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 3977; BBl 2013 7057).
1Die An­bie­ter der Bil­dung in be­ruf­li­cher Pra­xis set­zen sich für den best­mög­li­chen Ler­ner­folg der Ler­nen­den ein und über­prü­fen die­sen pe­ri­odisch.
2Sie be­dür­fen ei­ner Bil­dungs­be­wil­li­gung des Kan­tons; die­ser darf kei­ne Ge­büh­ren er­he­ben.
1Die Be­rufs­fach­schu­le ver­mit­telt die schu­li­sche Bil­dung. Die­se be­steht aus be­ruf­li­chem und all­ge­mein bil­den­dem Un­ter­richt.
2Die Be­rufs­fach­schu­le hat einen ei­gen­stän­di­gen Bil­dungs­auf­trag; sie:
för­dert die Ent­fal­tung der Per­sön­lich­keit und die So­zi­al­kom­pe­tenz der Ler­nen­den durch die Ver­mitt­lung der theo­re­ti­schen Grund­la­gen zur Be­rufs­aus­übung und durch All­ge­mein­bil­dung;
be­rück­sich­tigt die un­ter­schied­li­chen Be­ga­bun­gen und trägt mit spe­zi­el­len An­ge­bo­ten den Be­dürf­nis­sen be­son­ders be­fä­hig­ter Per­so­nen und von Per­so­nen mit Lern­schwie­rig­kei­ten Rech­nung;
för­dert die tat­säch­li­che Gleich­stel­lung von Frau und Mann so­wie die Be­sei­ti­gung von Be­nach­tei­li­gun­gen von Men­schen mit Be­hin­de­run­gen durch ent­spre­chen­de Bil­dungs­an­ge­bo­te und -for­men.
3Der Be­such der Be­rufs­fach­schu­le ist ob­li­ga­to­risch.
4Die Be­rufs­fach­schu­le kann auch An­ge­bo­te der hö­he­ren Be­rufs­bil­dung und der be­rufs­ori­en­tier­ten Wei­ter­bil­dung be­reit­stel­len.
5Die Be­rufs­fach­schu­le kann sich in Zu­sam­men­ar­beit mit den Or­ga­ni­sa­tio­nen der Ar­beits­welt und den Be­trie­ben an über­be­trieb­li­chen Kur­sen und wei­te­ren ver­gleich­ba­ren drit­ten Lern­or­ten be­tei­li­gen.
6Sie kann Ko­or­di­na­ti­ons­auf­ga­ben im Hin­blick auf die Zu­sam­men­ar­beit der an der Be­rufs­bil­dung Be­tei­lig­ten über­neh­men.
1Die Kan­to­ne, in de­nen die Bil­dung in be­ruf­li­cher Pra­xis er­folgt, sor­gen für ein be­darfs­ge­rech­tes An­ge­bot an Be­rufs­fach­schu­len.
2Der ob­li­ga­to­ri­sche Un­ter­richt ist un­ent­gelt­lich.
3Wer im Lehr­be­trieb und in der Be­rufs­fach­schu­le die Vor­aus­set­zun­gen er­füllt, kann Frei­kur­se oh­ne Lohn­ab­zug be­su­chen. Der Be­such er­folgt im Ein­ver­neh­men mit dem Be­trieb. Bei Un­ei­nig­keit ent­schei­det der Kan­ton.
4Ist ei­ne ler­nen­de Per­son im Hin­blick auf ei­ne er­folg­rei­che Ab­sol­vie­rung der Be­rufs­fach­schu­le auf Stütz­kur­se an­ge­wie­sen, so kann die Be­rufs­fach­schu­le im Ein­ver­neh­men mit dem Be­trieb und mit der ler­nen­den Per­son den Be­such sol­cher Kur­se an­ord­nen. Bei Un­ei­nig­keit ent­schei­det der Kan­ton. Der Be­such er­folgt oh­ne Lohn­ab­zug.
5Das SBFI be­wil­ligt auf An­trag der Be­rufs­ver­bän­de die Durch­füh­rung von in­ter­kan­to­na­len Fach­kur­sen, wenn da­durch das Bil­dungs­ziel bes­ser er­reicht und die Bil­dungs­be­reit­schaft der Lehr­be­trie­be po­si­tiv be­ein­flusst wird, kei­ne über­mäs­si­gen Kos­ten er­wach­sen und für die Teil­neh­men­den kei­ne er­heb­li­chen Nach­tei­le ent­ste­hen.
1Die über­be­trieb­li­chen Kur­se und ver­gleich­ba­re drit­te Lern­or­te die­nen der Ver­mitt­lung und dem Er­werb grund­le­gen­der Fer­tig­kei­ten. Sie er­gän­zen die Bil­dung in be­ruf­li­cher Pra­xis und die schu­li­sche Bil­dung, wo die zu er­ler­nen­de Be­rufs­tä­tig­keit dies er­for­dert.
2Die Kan­to­ne sor­gen un­ter Mit­wir­kung der Or­ga­ni­sa­tio­nen der Ar­beits­welt für ein aus­rei­chen­des An­ge­bot an über­be­trieb­li­chen Kur­sen und ver­gleich­ba­ren drit­ten Lern­or­ten.
3Der Be­such der Kur­se ist ob­li­ga­to­risch. Die Kan­to­ne kön­nen auf Ge­such des An­bie­ters von Bil­dung in be­ruf­li­cher Pra­xis hin Ler­nen­de vom Be­such der Kur­se be­frei­en, wenn die Bil­dungs­in­hal­te in ei­nem be­trieb­li­chen Bil­dungs­zen­trum oder in ei­ner Lehr­werk­stät­te ver­mit­telt wer­den.
4Wer über­be­trieb­li­che Kur­se und ver­gleich­ba­re An­ge­bo­te durch­führt, kann von den Lehr­be­trie­ben oder den Bil­dungs­in­sti­tu­tio­nen ei­ne an­ge­mes­se­ne Be­tei­li­gung an den Kos­ten ver­lan­gen. Or­ga­ni­sa­tio­nen der Ar­beits­welt, die über­be­trieb­li­che Kur­se und ver­gleich­ba­re An­ge­bo­te durch­füh­ren, kön­nen zur Ver­mei­dung von Wett­be­werbs­ver­zer­run­gen von Be­trie­ben, die nicht Mit­glied der Or­ga­ni­sa­ti­on sind, ei­ne hö­he­re Kos­ten­be­tei­li­gung ver­lan­gen.
5Der Bun­des­rat legt die Vor­aus­set­zun­gen für die Kos­ten­be­tei­li­gung und de­ren Um­fang fest.
1Die Kan­to­ne sor­gen für die Auf­sicht über die be­ruf­li­che Grund­bil­dung.
2Zur Auf­sicht ge­hö­ren die Be­ra­tung und Be­glei­tung der Lehr­ver­trags­par­tei­en und die Ko­or­di­na­ti­on zwi­schen den an der be­ruf­li­chen Grund­bil­dung Be­tei­lig­ten.
3Ge­gen­stand der Auf­sicht sind dar­über hin­aus ins­be­son­de­re:
die Qua­li­tät der Bil­dung in be­ruf­li­cher Pra­xis, ein­sch­liess­lich der über­be­trieb­li­chen Kur­se und ver­gleich­ba­rer drit­ter Lern­or­te;
die Qua­li­tät der schu­li­schen Bil­dung;
die Prü­fun­gen und an­de­re Qua­li­fi­ka­ti­ons­ver­fah­ren;
die Ein­hal­tung der ge­setz­li­chen Be­stim­mun­gen im Lehr­ver­trag;
die Ein­hal­tung des Lehr­ver­trags durch die Ver­trags­par­tei­en.
4Der Kan­ton ent­schei­det auf ge­mein­sa­men An­trag der An­bie­ter der Be­rufs­bil­dung und der Ler­nen­den über:
die Gleich­wer­tig­keit nicht for­ma­li­sier­ter Bil­dun­gen nach Ar­ti­kel 17 Ab­satz 5;
Fäl­le nach Ar­ti­kel 18 Ab­satz 1.
5Die Kan­to­ne kön­nen im Rah­men ih­rer Auf­sicht ins­be­son­de­re:
wei­ter­ge­lei­te­te Bei­trä­ge nach Ar­ti­kel 52 Ab­satz 2 zwei­ter Satz ganz oder teil­wei­se zu­rück­for­dern;
einen Lehr­ver­trag auf­he­ben.
1Die eid­ge­nös­si­sche Be­rufs­ma­tu­ri­tät schafft die Vor­aus­set­zun­gen für ein Stu­di­um an ei­ner Fach­hoch­schu­le.
2Die er­wei­ter­te All­ge­mein­bil­dung nach Ar­ti­kel 17 Ab­satz 4 kann auch nach dem Er­werb des eid­ge­nös­si­schen Fä­hig­keits­zeug­nis­ses er­wor­ben wer­den.
3Die Kan­to­ne sor­gen für ein be­darfs­ge­rech­tes An­ge­bot an Be­rufs­ma­tu­ri­täts­un­ter­richt.
4Der Be­rufs­ma­tu­ri­täts­un­ter­richt an öf­fent­li­chen Schu­len ist un­ent­gelt­lich. Bund und Kan­to­ne kön­nen pri­va­te An­bie­ter un­ter­stüt­zen.
5Der Bun­des­rat re­gelt die Be­rufs­ma­tu­ri­tät.
1Die hö­he­re Be­rufs­bil­dung dient auf der Ter­ti­är­stu­fe der Ver­mitt­lung und dem Er­werb der Qua­li­fi­ka­tio­nen, die für die Aus­übung ei­ner an­spruchs- oder ei­ner ver­ant­wor­tungs­vol­le­ren Be­rufs­tä­tig­keit er­for­der­lich sind.
2Sie setzt ein eid­ge­nös­si­sches Fä­hig­keits­zeug­nis, den Ab­schluss ei­ner hö­he­ren schu­li­schen All­ge­mein­bil­dung oder ei­ne gleich­wer­ti­ge Qua­li­fi­ka­ti­on vor­aus.
Die hö­he­re Be­rufs­bil­dung wird er­wor­ben durch:
ei­ne eid­ge­nös­si­sche Be­rufs­prü­fung oder ei­ne eid­ge­nös­si­sche hö­he­re Fach­prü­fung;
ei­ne eid­ge­nös­sisch an­er­kann­te Bil­dung an ei­ner hö­he­ren Fach­schu­le.
1Die eid­ge­nös­si­schen Be­rufs­prü­fun­gen und die eid­ge­nös­si­schen hö­he­ren Fach­prü­fun­gen set­zen ei­ne ein­schlä­gi­ge be­ruf­li­che Pra­xis und ein­schlä­gi­ges Fach­wis­sen vor­aus.
2Die zu­stän­di­gen Or­ga­ni­sa­tio­nen der Ar­beits­welt re­geln die Zu­las­sungs­be­din­gun­gen, Lern­in­hal­te, Qua­li­fi­ka­ti­ons­ver­fah­ren, Aus­wei­se und Ti­tel. Sie be­rück­sich­ti­gen da­bei die an­sch­lies­sen­den Bil­dungs­gän­ge. Die Vor­schrif­ten un­ter­lie­gen der Ge­neh­mi­gung durch das SBFI. Sie wer­den in Form ei­nes Ver­wei­ses nach Ar­ti­kel 13 Ab­sät­ze 1 Buch­sta­be g und 3 des Pu­bli­ka­ti­ons­ge­set­zes vom 18. Ju­ni 20041 im Bun­des­blatt ver­öf­fent­licht.2
3Der Bun­des­rat re­gelt Vor­aus­set­zun­gen und Ver­fah­ren der Ge­neh­mi­gung.
4Die Kan­to­ne kön­nen vor­be­rei­ten­de Kur­se an­bie­ten.
2 Vier­ter Satz ein­ge­fügt durch Art. 21 Ziff. 2 des Pu­bli­ka­ti­ons­ge­set­zes vom 18. Ju­ni 2004, in Kraft seit 1. Jan. 2005 (AS 2004 4929; BBl 2003 7711).
1Die Zu­las­sung zu ei­ner eid­ge­nös­sisch an­er­kann­ten Bil­dung an ei­ner hö­he­ren Fach­schu­le setzt ei­ne ein­schlä­gi­ge be­ruf­li­che Pra­xis vor­aus, so­weit die­se nicht in den Bil­dungs­gang in­te­griert ist.
2Die voll­zeit­li­che Bil­dung dau­ert in­klu­si­ve Prak­ti­ka min­des­tens zwei Jah­re, die be­rufs­be­glei­ten­de Bil­dung min­des­tens drei Jah­re.
3Das Eid­ge­nös­si­sche De­par­te­ment für Wirt­schaft, Bil­dung und For­schung (WBF)1 stellt in Zu­sam­men­ar­beit mit den zu­stän­di­gen Or­ga­ni­sa­tio­nen für die eid­ge­nös­si­sche An­er­ken­nung der Bil­dungs­gän­ge und Nach­di­plom­stu­di­en an hö­he­ren Fach­schu­len Min­dest­vor­schrif­ten auf. Sie be­tref­fen die Zu­las­sungs­be­din­gun­gen, Lern­in­hal­te, Qua­li­fi­ka­ti­ons­ver­fah­ren, Aus­wei­se und Ti­tel.
4Die Kan­to­ne kön­nen sel­ber Bil­dungs­gän­ge an­bie­ten.
5Die Kan­to­ne üben die Auf­sicht über die hö­he­ren Fach­schu­len aus, so­weit sie eid­ge­nös­sisch an­er­kann­te Bil­dungs­gän­ge an­bie­ten.
Die be­rufs­ori­en­tier­te Wei­ter­bil­dung dient da­zu, durch or­ga­ni­sier­tes Ler­nen:
be­ste­hen­de be­ruf­li­che Qua­li­fi­ka­tio­nen zu er­neu­ern, zu ver­tie­fen und zu er­wei­tern oder neue be­ruf­li­che Qua­li­fi­ka­tio­nen zu er­wer­ben;
die be­ruf­li­che Fle­xi­bi­li­tät zu un­ter­stüt­zen.
Die Kan­to­ne sor­gen für ein be­darfs­ge­rech­tes An­ge­bot an be­rufs­ori­en­tier­ter Wei­ter­bil­dung.
1Der Bund för­dert die be­rufs­ori­en­tier­te Wei­ter­bil­dung.
2Er un­ter­stützt ins­be­son­de­re An­ge­bo­te, die dar­auf aus­ge­rich­tet sind:
Per­so­nen bei Struk­tur­ver­än­de­run­gen in der Be­rufs­welt den Ver­bleib im Er­werbs­le­ben zu er­mög­li­chen;
Per­so­nen, die ih­re Be­rufs­tä­tig­keit vor­über­ge­hend ein­ge­schränkt oder auf­ge­ge­ben ha­ben, den Wie­der­ein­stieg zu er­mög­li­chen.
3Er un­ter­stützt dar­über hin­aus Mass­nah­men, wel­che die Ko­or­di­na­ti­on, Trans­pa­renz und Qua­li­tät des Wei­ter­bil­dungs­an­ge­bo­tes för­dern.
4Die vom Bund ge­för­der­ten An­ge­bo­te der be­rufs­ori­en­tier­ten Wei­ter­bil­dung und die ar­beits­markt­li­chen Mass­nah­men nach dem Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rungs­ge­setz vom 25. Ju­ni 19821 sind zu ko­or­di­nie­ren.
Die be­ruf­li­chen Qua­li­fi­ka­tio­nen wer­den nach­ge­wie­sen durch ei­ne Ge­samt­prü­fung, ei­ne Ver­bin­dung von Teil­prü­fun­gen oder durch an­de­re vom SBFI an­er­kann­te Qua­li­fi­ka­ti­ons­ver­fah­ren.
1Der Bun­des­rat re­gelt die An­for­de­run­gen an die Qua­li­fi­ka­ti­ons­ver­fah­ren. Er stellt die Qua­li­tät und die Ver­gleich­bar­keit zwi­schen den Qua­li­fi­ka­ti­ons­ver­fah­ren si­cher. Die in den Qua­li­fi­ka­ti­ons­ver­fah­ren ver­wen­de­ten Be­ur­tei­lungs­kri­te­ri­en müs­sen sach­ge­recht und trans­pa­rent sein so­wie die Chan­cen­gleich­heit wah­ren.
2Die Zu­las­sung zu Qua­li­fi­ka­ti­ons­ver­fah­ren ist nicht vom Be­such be­stimm­ter Bil­dungs­gän­ge ab­hän­gig. Das SBFI re­gelt die Zu­las­sungs­vor­aus­set­zun­gen.
Der Bund kann Or­ga­ni­sa­tio­nen för­dern, die an­de­re Qua­li­fi­ka­ti­ons­ver­fah­ren ent­wi­ckeln oder an­bie­ten.
Nur In­ha­be­rin­nen und In­ha­ber ei­nes Ab­schlus­ses der be­ruf­li­chen Grund­bil­dung und der hö­he­ren Be­rufs­bil­dung sind be­rech­tigt, den in den ent­spre­chen­den Vor­schrif­ten fest­ge­leg­ten Ti­tel zu füh­ren.
1Das eid­ge­nös­si­sche Be­rufs­at­test er­hält, wer die zwei­jäh­ri­ge Grund­bil­dung mit ei­ner Prü­fung ab­ge­schlos­sen oder ein gleich­wer­ti­ges Qua­li­fi­ka­ti­ons­ver­fah­ren er­folg­reich durch­lau­fen hat.
2Es wird von der kan­to­na­len Be­hör­de aus­ge­stellt.
1Das eid­ge­nös­si­sche Fä­hig­keits­zeug­nis er­hält, wer die Lehr­ab­schluss­prü­fung be­stan­den oder ein gleich­wer­ti­ges Qua­li­fi­ka­ti­ons­ver­fah­ren er­folg­reich durch­lau­fen hat.
1Das eid­ge­nös­si­sche Be­rufs­ma­tu­ri­täts­zeug­nis er­hält, wer ein eid­ge­nös­si­sches Fä­hig­keits­zeug­nis be­sitzt und die vom Bund an­er­kann­te Be­rufs­ma­tu­ri­täts­prü­fung be­stan­den oder ein gleich­wer­ti­ges Qua­li­fi­ka­ti­ons­ver­fah­ren er­folg­reich durch­lau­fen hat.
3Die Kan­to­ne sor­gen für die Durch­füh­rung der Be­rufs­ma­tu­ri­täts­prü­fun­gen und stel­len die Zeug­nis­se aus. Er­gän­zend kann auch der Bund sol­che Prü­fun­gen durch­füh­ren.
1 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. II 2 des Hoch­schul­för­de­rungs- und -ko­or­di­na­ti­ons­ge­set­zes vom 30. Sept. 2011, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 4103; BBl 2009 4561).
1Die Kan­to­ne sor­gen für die Durch­füh­rung der Qua­li­fi­ka­ti­ons­ver­fah­ren.
2Das SBFI kann Or­ga­ni­sa­tio­nen der Ar­beits­welt auf de­ren An­trag die Durch­füh­rung der Qua­li­fi­ka­ti­ons­ver­fah­ren für ein­zel­ne Lan­des­tei­le oder für die gan­ze Schweiz über­tra­gen.
1Für die Prü­fun­gen zum Er­werb des eid­ge­nös­si­schen Fä­hig­keits­zeug­nis­ses, des eid­ge­nös­si­schen Be­rufs­at­tests und des eid­ge­nös­si­schen Be­rufs­ma­tu­ri­täts­zeug­nis­ses dür­fen von den Kan­di­da­tin­nen und Kan­di­da­ten und von den An­bie­tern der Bil­dung in be­ruf­li­cher Pra­xis kei­ne Prü­fungs­ge­büh­ren er­ho­ben wer­den.
2Für un­be­grün­de­tes Fern­blei­ben oder Zu­rück­tre­ten von der Prü­fung und für die Wie­der­ho­lung der Prü­fung sind Ge­büh­ren zu­läs­sig.
1Die eid­ge­nös­si­sche Be­rufs­prü­fung und die eid­ge­nös­si­sche hö­he­re Fach­prü­fung rich­ten sich nach den Vor­schrif­ten über die­se Prü­fun­gen (Art. 28 Abs. 2).
2Der Bund sorgt für die Auf­sicht über die Prü­fun­gen.
1Wer die eid­ge­nös­si­sche Be­rufs­prü­fung be­stan­den hat, er­hält einen Fach­aus­weis. Wer die eid­ge­nös­si­sche hö­he­re Fach­prü­fung be­stan­den hat, er­hält ein Di­plom.
2Der Fach­aus­weis und das Di­plom wer­den vom SBFI aus­ge­stellt.
3Das SBFI führt ein öf­fent­li­ches Re­gis­ter mit den Na­men der In­ha­be­rin­nen und In­ha­ber der Fach­aus­wei­se und der Di­plo­me.
1Wer an ei­ner hö­he­ren Fach­schu­le die Prü­fung be­steht oder ein gleich­wer­ti­ges Qua­li­fi­ka­ti­ons­ver­fah­ren er­folg­reich durch­läuft, er­hält ein Di­plom der Schu­le.
2Das Prü­fungs­ver­fah­ren und das gleich­wer­ti­ge Qua­li­fi­ka­ti­ons­ver­fah­ren rich­ten sich nach den Min­dest­vor­schrif­ten (Art. 29 Abs. 3).
1Als Be­rufs­bild­ne­rin oder Be­rufs­bild­ner gilt, wer in der be­ruf­li­chen Grund­bil­dung die Bil­dung in be­ruf­li­cher Pra­xis ver­mit­telt.
2Be­rufs­bild­ne­rin­nen und Be­rufs­bild­ner ver­fü­gen über ei­ne qua­li­fi­zier­te fach­li­che Bil­dung so­wie über an­ge­mes­se­ne päd­ago­gi­sche und me­tho­disch-di­dak­ti­sche Fä­hig­kei­ten.
3 Der Bun­des­rat legt die Min­dest­an­for­de­run­gen an die Bil­dung der Be­rufs­bild­ne­rin­nen und Be­rufs­bild­ner fest.
4Die Kan­to­ne sor­gen für die Bil­dung der Be­rufs­bild­ne­rin­nen und Be­rufs­bild­ner.
1Lehr­kräf­te, die in der be­ruf­li­chen Grund­bil­dung, der hö­he­ren Be­rufs­bil­dung und der be­rufs­ori­en­tier­ten Wei­ter­bil­dung un­ter­rich­ten, ver­fü­gen über ei­ne fach­li­che und ei­ne päd­ago­gi­sche und me­tho­disch-di­dak­ti­sche Bil­dung.
2Der Bun­des­rat legt die Min­dest­an­for­de­run­gen an die Bil­dung der Lehr­kräf­te fest.
Für die Bil­dung von an­de­ren Be­rufs­bil­dungs­ver­ant­wort­li­chen wie Prü­fungs­ex­per­tin­nen und Prü­fungs­ex­per­ten so­wie von wei­te­ren in der Be­rufs­bil­dung tä­ti­gen Per­so­nen kann der Bund An­ge­bo­te be­reit­stel­len.
Art. 48 Förderung der Berufspädagogik; Eidgenössisches Hochschulinstitut für Berufsbildung (Institut)
1Der Bund för­dert die Be­rufs­päd­ago­gik.
2Er führt zu die­sem Zweck ein In­sti­tut auf Hoch­schul­stu­fe, das fol­gen­de Auf­ga­ben hat:
Bil­dung und Wei­ter­bil­dung von Be­rufs­bil­dungs­ver­ant­wort­li­chen, ins­be­son­de­re von Lehr­kräf­ten, so­weit nicht die Kan­to­ne zu­stän­dig sind;
For­schung, Stu­di­en, Pi­lot­ver­su­che und Dienst­leis­tun­gen im Be­reich der Be­rufs­bil­dung und der be­rufs­ori­en­tier­ten Wei­ter­bil­dung.
3Der Bun­des­rat kann das In­sti­tut mit wei­te­ren Auf­ga­ben von ge­samtschwei­ze­ri­schem In­ter­es­se be­trau­en.
4Der Bun­des­rat re­gelt das In­sti­tut. Durch ei­ne ge­eig­ne­te Un­ter­glie­de­rung nimmt er auf die Be­dürf­nis­se der Kan­to­ne und der Sprach­re­gio­nen Rück­sicht.
5Für Rech­nung, Vor­an­schlag und Fi­nanz­pla­nung des In­sti­tuts gilt das Fi­nanz­haus­halts­ge­setz vom 6. Ok­to­ber 19892. Der Bun­des­rat kann in be­son­de­ren Fäl­len Ab­wei­chun­gen vor­se­hen, so­weit es die Auf­ga­ben des In­sti­tuts recht­fer­ti­gen.
6Für Bil­dungs­an­ge­bo­te und Dienst­leis­tun­gen des In­sti­tuts kann ei­ne Ge­bühr er­ho­ben wer­den. Der Bun­des­rat er­lässt die Aus­füh­rungs­be­stim­mun­gen.
7Der Bun­des­rat kann an Stel­le des In­sti­tuts oder in Er­gän­zung da­zu zu­sam­men mit den Kan­to­nen ei­ne ent­spre­chen­de Ein­rich­tung schaf­fen oder be­ste­hen­de an­er­ken­nen.
8Das In­sti­tut ar­bei­tet mit ge­eig­ne­ten Bil­dungs­in­sti­tu­tio­nen zu­sam­men.
1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 1 des BG vom 18. Ju­ni 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (AS 2010 5003; BBl 2009 7207).
2 [AS 1990 985, 1995 836 Ziff. II, 1996 3042, 1997 2022 An­hang Ziff. 2 2465 An­hang Ziff. 11, 1998 1202 Art. 7 Ziff. 3, 2847 An­hang Ziff. 5, 1999 3131, 2000 273 An­hang Ziff. 7, 2001 707 Art. 31 Ziff. 2, 2002 2471, 2003 535 3543 An­hang Ziff. II 7 4265 5191, 2004 1633 Ziff. I 6 1985 An­hang Ziff. II 3 2143. AS 2006 1275 Art. 64]. Sie­he heu­te das Fi­nanz­haus­halt­ge­setz vom 7. Okt. 2005 (SR 611.0).
Art. 48a Gewerbliche Leistungen
1Das In­sti­tut kann Drit­ten ge­werb­li­che Leis­tun­gen er­brin­gen, wenn die­se Leis­tun­gen:
2Ge­werb­li­che Leis­tun­gen sind auf der Grund­la­ge ei­ner Kos­ten- und Leis­tungs­rech­nung zu min­des­tens kos­ten­de­cken­den Prei­sen zu er­brin­gen. Das WBF kann für be­stimm­te Leis­tun­gen Aus­nah­men zu­las­sen, wenn da­durch die Pri­vat­wirt­schaft nicht kon­kur­ren­ziert wird.
1 Ein­ge­fügt durch An­hang Ziff. 1 des BG vom 18. Ju­ni 2010, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (AS 2010 5003; BBl 2009 7207).
1Die Be­rufs-, Stu­di­en- und Lauf­bahn­be­ra­tung un­ter­stützt Ju­gend­li­che und Er­wach­se­ne bei der Be­rufs- und Stu­dien­wahl so­wie bei der Ge­stal­tung der be­ruf­li­chen Lauf­bahn.
2Sie er­folgt durch In­for­ma­ti­on und durch per­sön­li­che Be­ra­tung.
1Die Be­rufs-, Stu­di­en- und Lauf­bahn­be­ra­te­rin­nen und -be­ra­ter wei­sen sich über ei­ne vom Bund an­er­kann­te Fach­bil­dung aus.
2Der Bun­des­rat er­lässt Min­dest­vor­schrif­ten für die An­er­ken­nung der Bil­dungs­gän­ge.
1Die Kan­to­ne sor­gen für ei­ne Be­rufs-, Stu­di­en- und Lauf­bahn­be­ra­tung.
2Sie sor­gen für die Ab­stim­mung der Be­rufs-, Stu­di­en- und Lauf­bahn­be­ra­tung auf die ar­beits­markt­li­chen Mass­nah­men ge­mä­ss Ar­beits­lo­sen­ver­si­che­rungs­ge­setz vom 25. Ju­ni 19821.
1Der Bund be­tei­ligt sich im Rah­men der be­wil­lig­ten Kre­di­te an­ge­mes­sen an den Kos­ten der Be­rufs­bil­dung nach die­sem Ge­setz.
2Er leis­tet haupt­säch­lich Pau­schal­bei­trä­ge an die Kan­to­ne zur Fi­nan­zie­rung der Auf­ga­ben nach Ar­ti­kel 53. Die Kan­to­ne lei­ten die­se Bei­trä­ge in dem Aus­mass an Drit­te wei­ter, in dem die­sen die ge­nann­ten Auf­ga­ben über­tra­gen sind.
3Den Rest sei­nes Bei­trags leis­tet der Bund an:
Kan­to­ne und Drit­te für die Fi­nan­zie­rung von Pro­jek­ten zur Ent­wick­lung der Be­rufs­bil­dung und zur Qua­li­täts­ent­wick­lung (Art. 54);
Kan­to­ne und Drit­te für be­son­de­re Leis­tun­gen im öf­fent­li­chen In­ter­es­se (Art. 55);
Drit­te für die Durch­füh­rung von eid­ge­nös­si­schen Be­rufs­prü­fun­gen und eid­ge­nös­si­schen hö­he­ren Fach­prü­fun­gen so­wie für Bil­dungs­gän­ge hö­he­rer Fach­schu­len (Art. 56);
Per­so­nen, die Kur­se ab­sol­viert ha­ben (Ab­sol­ven­tin­nen und Ab­sol­ven­ten), die auf eid­ge­nös­si­sche Be­rufs­prü­fun­gen oder eid­ge­nös­si­sche hö­he­re Fach­prü­fun­gen vor­be­rei­ten (Art. 56a).
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I des BG vom 16. Dez. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 5143; BBl 2016 3089).
1Die Pau­schal­bei­trä­ge an die Kan­to­ne wer­den zur Haupt­sa­che auf der Grund­la­ge der An­zahl Per­so­nen be­mes­sen, die sich in der be­ruf­li­chen Grund­bil­dung be­fin­den. Sie tra­gen zu­dem dem Um­fang und der Art der Grund­bil­dung so­wie dem An­ge­bot an hö­he­rer Be­rufs­bil­dung an­ge­mes­sen Rech­nung. Der Bun­des­rat kann wei­te­re Kri­te­ri­en be­rück­sich­ti­gen.1
2Die Pau­schal­bei­trä­ge wer­den für fol­gen­de Auf­ga­ben ge­leis­tet:
An­ge­bo­te an:
Fach­kun­di­ger in­di­vi­du­el­ler Be­glei­tung von Ler­nen­den in zwei­jäh­ri­gen be­ruf­li­chen Grund­bil­dun­gen (Art. 18 Abs. 2),
Mass­nah­men zur Vor­be­rei­tung auf die be­ruf­li­che Grund­bil­dung (Art. 12),
Be­rufs­fach­schu­len (Art. 21),
über­be­trieb­li­chen Kur­sen und Kur­sen an ver­gleich­ba­ren Lern­or­ten (Art. 23),
all­ge­mein bil­den­dem Un­ter­richt für die Vor­be­rei­tung auf die Be­rufs­ma­tu­ri­tät (Art. 25),
vor­be­rei­ten­den Kur­sen für die eid­ge­nös­si­schen Be­rufs­prü­fun­gen und die eid­ge­nös­si­schen hö­he­ren Fach­prü­fun­gen (Art. 28),
Bil­dungs­gän­gen an hö­he­ren Fach­schu­len (Art. 29),
be­rufs­ori­en­tier­ter Wei­ter­bil­dung (Art. 30-32),
Ver­an­stal­tun­gen der Bil­dung für Be­rufs­bild­ne­rin­nen und Be­rufs­bild­ner (Art. 45),
Qua­li­fi­zie­rung der Be­rufs-, Stu­di­en- und Lauf­bahn­be­ra­te­rin­nen und -be­ra­ter (Art. 50);
die Durch­füh­rung von Prü­fun­gen und an­de­ren Qua­li­fi­ka­ti­ons­ver­fah­ren (Art. 40 Abs. 1) un­ter Vor­be­halt von Ar­ti­kel 52 Ab­satz 3 Buch­sta­be c.
1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II 4 des BG vom 6. Okt. 2006 über die Neu­ge­stal­tung des Fi­nanz­aus­gleichs und die Auf­ga­ben­tei­lung zwi­schen Bund und Kan­to­nen (NFA), in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 5779; BBl 2005 6029).
Die Bei­trä­ge für Pro­jek­te zur Ent­wick­lung der Be­rufs­bil­dung nach Ar­ti­kel 4 Ab­satz 1 und die Bei­trä­ge für Pro­jek­te zur Qua­li­täts­ent­wick­lung nach Ar­ti­kel 8 Ab­satz 2 sind be­fris­tet.
1Als be­son­de­re Leis­tun­gen im öf­fent­li­chen In­ter­es­se gel­ten na­ment­lich:
Mass­nah­men zur För­de­rung der tat­säch­li­chen Gleich­stel­lung von Frau und Mann so­wie der Bil­dung und be­rufs­ori­en­tier­ten Wei­ter­bil­dung von Men­schen mit Be­hin­de­run­gen (Art. 3 Bst. c);
die In­for­ma­ti­on und Do­ku­men­ta­ti­on (Art. 5 Bst. a);
die Er­stel­lung von Lehr­mit­teln für sprach­li­che Min­der­hei­ten (Art. 5 Bst. b);
Mass­nah­men zur Ver­bes­se­rung der Ver­stän­di­gung und des Aus­tau­sches zwi­schen den Sprach­ge­mein­schaf­ten (Art. 6);
Mass­nah­men zu Guns­ten be­nach­tei­lig­ter Re­gio­nen und Grup­pen (Art. 7);
Mass­nah­men zur In­te­gra­ti­on Ju­gend­li­cher mit schu­li­schen, so­zia­len oder sprach­li­chen Schwie­rig­kei­ten in die Be­rufs­bil­dung (Art. 7);
Mass­nah­men zur För­de­rung des Ver­bleibs im Be­ruf und des Wie­der­ein­stiegs (Art. 32 Abs. 2);
Mass­nah­men zur För­de­rung der Ko­or­di­na­ti­on, der Trans­pa­renz und der Qua­li­tät des Wei­ter­bil­dungs­an­ge­bo­tes (Art. 32 Abs. 3);
För­de­rung an­de­rer Qua­li­fi­ka­ti­ons­ver­fah­ren (Art. 35);
Mass­nah­men, die der Si­che­rung und Er­wei­te­rung des Lehr­stel­len­an­ge­bo­tes die­nen (Art. 1 Abs. 1).
2Bei­trä­ge für Leis­tun­gen im öf­fent­li­chen In­ter­es­se wer­den nur ge­währt, wenn die Leis­tun­gen län­ger­fris­tig an­ge­legt sind und be­son­de­rer För­de­rung be­dür­fen, da­mit sie er­bracht wer­den.
3Der Bun­des­rat kann wei­te­re Leis­tun­gen im öf­fent­li­chen In­ter­es­se fest­le­gen, für die Bei­trä­ge ge­währt wer­den kön­nen.
4Der Bun­des­rat legt die Kri­te­ri­en für die Ge­wäh­rung der Bei­trä­ge fest.
Der Bund kann die Durch­füh­rung von eid­ge­nös­si­schen Be­rufs­prü­fun­gen und eid­ge­nös­si­schen hö­he­ren Fach­prü­fun­gen so­wie Bil­dungs­gän­ge hö­he­rer Fach­schu­len, die von Or­ga­ni­sa­tio­nen der Ar­beits­welt an­ge­bo­ten wer­den, mit Bei­trä­gen un­ter­stüt­zen.
Art. 56a Beiträge an Absolventinnen und Absolventen von vorbereitenden Kursen
1Der Bund kann an Ab­sol­ven­tin­nen und Ab­sol­ven­ten von Kur­sen, die auf eid­ge­nös­si­sche Be­rufs­prü­fun­gen oder eid­ge­nös­si­sche hö­he­re Fach­prü­fun­gen (Art. 28) vor­be­rei­ten, Bei­trä­ge leis­ten.
2Die Bei­trä­ge de­cken höchs­tens 50 Pro­zent der an­re­chen­ba­ren Kurs­ge­büh­ren.
3Der Bun­des­rat legt die Vor­aus­set­zun­gen für die Bei­trags­be­rech­ti­gung, den Bei­trags­satz so­wie die an­re­chen­ba­ren Kurs­ge­büh­ren fest.
4Der Bund kann auf An­trag hin Teil­neh­men­den von Kur­sen, die auf eid­ge­nös­si­sche Be­rufs­prü­fun­gen oder eid­ge­nös­si­sche hö­he­re Fach­prü­fun­gen vor­be­rei­ten, Teil­bei­trä­ge ge­wäh­ren. Der Bun­des­rat re­gelt die Ein­zel­hei­ten.
Art. 56b Informationssystem
1Das SBFI führt ein In­for­ma­ti­ons­sys­tem, um die Zah­lung von Bei­trä­gen nach Ar­ti­kel 56a zu kon­trol­lie­ren und dies­be­züg­li­che Sta­tis­ti­ken zu er­stel­len und aus­zu­wer­ten.
2Es be­ar­bei­tet im In­for­ma­ti­ons­sys­tem fol­gen­de Da­ten:
An­ga­ben zur Iden­ti­fi­ka­ti­on von Emp­fän­ge­rin­nen und Emp­fän­gern der Bei­trä­ge nach Ar­ti­kel 56a Ab­sät­ze 1 und 4;
An­ga­ben zur Iden­ti­fi­ka­ti­on von Ab­sol­ven­tin­nen und Ab­sol­ven­ten von eid­ge­nös­si­schen Be­rufs­prü­fun­gen und eid­ge­nös­si­schen hö­he­ren Fach­prü­fun­gen nach Ar­ti­kel 28;
die Ver­si­cher­ten­num­mer nach Ar­ti­kel 50c des Bun­des­ge­set­zes vom 20. De­zem­ber 19462 über die Al­ters- und Hin­ter­las­se­nen­ver­si­che­rung von den Per­so­nen nach den Buch­sta­ben a und b;
An­ga­ben über den emp­fan­ge­nen Bei­trag nach Ar­ti­kel 56a Ab­sät­ze 1 und 4;
An­ga­ben über die ab­sol­vier­ten vor­be­rei­ten­den Kur­se;
An­ga­ben über die ab­sol­vier­ten eid­ge­nös­si­schen Be­rufs­prü­fun­gen und eid­ge­nös­si­schen hö­he­ren Fach­prü­fun­gen.
3Der Bun­des­rat er­lässt Be­stim­mun­gen zu Or­ga­ni­sa­ti­on und Be­trieb des In­for­ma­ti­ons­sys­tems und zu Si­cher­heit, Dau­er der Auf­be­wah­rung und Lö­schung der Da­ten.
4Er kann Drit­te mit der Füh­rung des In­for­ma­ti­ons­sys­tems und der Be­ar­bei­tung der Da­ten be­auf­tra­gen.
1Bei­trä­ge nach den Ar­ti­keln 53-56 wer­den nur ge­währt, wenn das zu sub­ven­tio­nie­ren­de Vor­ha­ben:
be­darfs­ge­recht ist;
zweck­mäs­sig or­ga­ni­siert ist;
aus­rei­chen­de Mass­nah­men zur Qua­li­täts­ent­wick­lung ein­sch­liesst.
2Der Bun­des­rat kann wei­te­re Be­din­gun­gen und Auf­la­gen vor­se­hen. Er re­gelt die Be­mes­sung der Bei­trä­ge.
Der Bund kürzt be­wil­lig­te Bei­trä­ge oder ver­wei­gert neue Bei­trä­ge, wenn die Bei­trags­emp­fän­ger ih­re Auf­ga­ben und Pflich­ten nach die­sem Ge­setz in er­heb­li­cher Wei­se ver­nach­läs­si­gen oder ver­let­zen.
Art. 59 Finanzierung und Bundesanteil
1Die Bun­des­ver­samm­lung be­wil­ligt je­weils mit ein­fa­chem Bun­des­be­schluss für ei­ne mehr­jäh­ri­ge Bei­trags­pe­ri­ode:
den Zah­lungs­rah­men für:
die Pau­schal­bei­trä­ge an die Kan­to­ne nach Ar­ti­kel 53,
die Bei­trä­ge nach Ar­ti­kel 56 an die Durch­füh­rung eid­ge­nös­si­scher Be­rufs­prü­fun­gen und eid­ge­nös­si­scher hö­he­rer Fach­prü­fun­gen so­wie an Bil­dungs­gän­ge hö­he­rer Fach­schu­len,
die Bei­trä­ge nach Ar­ti­kel 56a an Ab­sol­ven­tin­nen und Ab­sol­ven­ten von vor­be­rei­ten­den Kur­sen;
den Ver­pflich­tungs­kre­dit für:
die Bei­trä­ge nach Ar­ti­kel 54 an Pro­jek­te zur Ent­wick­lung der Be­rufs­bil­dung und zur Qua­li­täts­ent­wick­lung,
die Bei­trä­ge nach Ar­ti­kel 55 an be­son­de­re Leis­tun­gen im öf­fent­li­chen In­ter­es­se.
2Als Richt­grös­se für die Kos­ten­be­tei­li­gung des Bun­des gilt ein Vier­tel der Auf­wen­dun­gen der öf­fent­li­chen Hand für die Be­rufs­bil­dung nach die­sem Ge­setz. Von sei­ner Kos­ten­be­tei­li­gung ent­rich­tet der Bund höchs­tens 10 Pro­zent als Bei­trag nach den Ar­ti­keln 54 und 55 an Pro­jek­te und Leis­tun­gen.
1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I des BG vom 16. Dez. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2018 (AS 2017 5143; BBl 2016 3089).
1Zur För­de­rung der Be­rufs­bil­dung kön­nen Or­ga­ni­sa­tio­nen der Ar­beits­welt, die für Bil­dung und Wei­ter­bil­dung so­wie Prü­fun­gen zu­stän­dig sind, ei­ge­ne Be­rufs­bil­dungs­fonds schaf­fen und äuf­nen.
2Die Or­ga­ni­sa­tio­nen um­schrei­ben den För­de­rungs­zweck ih­res Be­rufs­bil­dungs­fonds. Ins­be­son­de­re sol­len sie die Be­trie­be in ih­rer Bran­che in der be­rufs­s­pe­zi­fi­schen Bil­dung un­ter­stüt­zen.1
3Der Bun­des­rat kann auf An­trag der zu­stän­di­gen Or­ga­ni­sa­ti­on de­ren Be­rufs­bil­dungs­fonds für al­le Be­trie­be der Bran­che ver­bind­lich er­klä­ren und die­se zur Ent­rich­tung von Bil­dungs­bei­trä­gen ver­pflich­ten. Da­bei gel­ten sinn­ge­mä­ss die Be­stim­mun­gen des Bun­des­ge­set­zes vom 28. Sep­tem­ber 19562 über die All­ge­mein­ver­bind­lich­er­klä­rung von Ge­samt­ar­beits­ver­trä­gen.
4Vor­aus­set­zung für die Ver­bind­lich­er­klä­rung ist, dass:
sich min­des­tens 30 Pro­zent der Be­trie­be mit min­des­tens 30 Pro­zent der Ar­beit­neh­men­den und der Ler­nen­den die­ser Bran­che be­reits fi­nan­zi­ell am Bil­dungs­fonds be­tei­li­gen;
die Or­ga­ni­sa­ti­on über ei­ne ei­ge­ne Bil­dungs­in­sti­tu­ti­on ver­fügt;
die Bei­trä­ge aus­sch­liess­lich für die bran­chen­ty­pi­schen Be­ru­fe er­ho­ben wer­den;
die Bei­trä­ge für Mass­nah­men in der Be­rufs­bil­dung ein­ge­setzt wer­den, die al­len Be­trie­ben zu­gu­te kom­men.
5Die Bil­dungs­bei­trä­ge rich­ten sich in Art und Hö­he nach dem für die Kos­ten der Be­rufs­bil­dung be­stimm­ten Bei­trag der Mit­glie­der der ent­spre­chen­den Or­ga­ni­sa­ti­on. Der Bun­des­rat legt die ma­xi­ma­le Hö­he fest; da­bei kann er die Höchst­be­trä­ge nach Bran­chen dif­fe­ren­zie­ren.
6Be­trie­be, die sich be­reits mit­tels Ver­bands­bei­trag an der Be­rufs­bil­dung be­tei­li­gen, in einen Be­rufs­bil­dungs­fonds ein­be­zah­len oder sonst nach­weis­bar an­ge­mes­se­ne Bil­dungs- oder Wei­ter­bil­dungs­leis­tun­gen er­brin­gen, dür­fen nicht zu wei­te­ren Zah­lun­gen in all­ge­mein ver­bind­lich er­klär­te Bil­dungs­fonds ver­pflich­tet wer­den.
7Das SBFI führt die Auf­sicht über die all­ge­mein ver­bind­lich er­klär­ten Fonds. Die De­tails über Rech­nungs­le­gung und Re­vi­si­on wer­den in der Ver­ord­nung ge­re­gelt.
1 Fas­sung des zwei­ten Sat­zes ge­mä­ss An­hang Ziff. 13 des BG vom 20. Ju­ni 2014 über die Wei­ter­bil­dung, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 689; BBl 2013 3729).
1Rechts­mit­tel­be­hör­den sind:
ei­ne vom Kan­ton be­zeich­ne­te kan­to­na­le Be­hör­de für Ver­fü­gun­gen kan­to­na­ler Be­hör­den und von An­bie­tern mit kan­to­na­lem Auf­trag;
das SBFI für an­de­re Ver­fü­gun­gen von Or­ga­ni­sa­tio­nen aus­ser­halb der Bun­des­ver­wal­tung;
2Im Üb­ri­gen rich­tet sich das Ver­fah­ren nach den all­ge­mei­nen Be­stim­mun­gen über die Bun­des­ver­wal­tungs­rechts­pfle­ge.
1 Fas­sung ge­mä­ss An­hang Ziff. 35 des Ver­wal­tungs­ge­richts­ge­set­zes vom 17. Ju­ni 2005, in Kraft seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).
2 Auf­ge­ho­ben durch An­hang Ziff. 35 des Ver­wal­tungs­ge­richts­ge­set­zes vom 17. Ju­ni 2005, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2007 (AS 2006 2197 1069; BBl 2001 4202).
1Mit Bus­se wird be­straft, wer Per­so­nen bil­det:
oh­ne Be­wil­li­gung nach Ar­ti­kel 20 Ab­satz 2;
oh­ne den Lehr­ver­trag (Art. 14) ab­zu­sch­lies­sen.
2Bei leich­tem Ver­schul­den kann statt der Bus­se ei­ne Ver­war­nung aus­ge­spro­chen wer­den.
einen ge­schütz­ten Ti­tel führt, oh­ne die er­for­der­li­chen Prü­fun­gen be­stan­den oder ein gleich­wer­ti­ges Qua­li­fi­ka­ti­ons­ver­fah­ren er­folg­reich durch­lau­fen zu ha­ben;
einen Ti­tel ver­wen­det, der den Ein­druck er­weckt, er oder sie ha­be die ent­spre­chen­de Prü­fung be­stan­den oder ein gleich­wer­ti­ges Qua­li­fi­ka­ti­ons­ver­fah­ren er­folg­reich durch­lau­fen.
2Die Straf­be­stim­mun­gen des Bun­des­ge­set­zes vom 19. De­zem­ber 19861 ge­gen den un­lau­te­ren Wett­be­werb blei­ben vor­be­hal­ten.
Die Straf­ver­fol­gung ob­liegt den Kan­to­nen.
1Der Bun­des­rat er­lässt die Aus­füh­rungs­be­stim­mun­gen, wo das Ge­setz die Zu­stän­dig­keit nicht an­ders re­gelt.
2Er kann die Zu­stän­dig­keit zum Er­lass von Vor­schrif­ten auf das WBF oder auf das SBFI über­tra­gen.
3Die Kan­to­ne und in­ter­es­sier­ten Or­ga­ni­sa­tio­nen wer­den an­ge­hört vor dem Er­lass von:
Aus­füh­rungs­be­stim­mun­gen;
Bil­dungs­ver­ord­nun­gen.
4Der Bund hat die Ober­auf­sicht über den Voll­zug die­ses Ge­set­zes durch die Kan­to­ne.
So­weit der Voll­zug nicht dem Bund zu­ge­wie­sen ist, ob­liegt er den Kan­to­nen.
Bund und Kan­to­ne kön­nen Or­ga­ni­sa­tio­nen der Ar­beits­welt Voll­zugs­auf­ga­ben über­tra­gen. Die­se kön­nen für Ver­fü­gun­gen und Dienst­leis­tun­gen Ge­büh­ren er­he­ben.1
1 Satz ein­ge­fügt durch Ziff. II des BG vom 17. Dez. 2004, in Kraft seit 5. Okt. 2005 (AS 2005 4635; BBl 2004 145).
1Der Bun­des­rat re­gelt die An­er­ken­nung aus­län­di­scher Di­plo­me und Aus­wei­se der Be­rufs­bil­dung im Gel­tungs­be­reich die­ses Ge­set­zes.
2Zur För­de­rung der in­ter­na­tio­na­len Zu­sam­men­ar­beit und Mo­bi­li­tät in der Be­rufs­bil­dung kann der Bun­des­rat in ei­ge­ner Zu­stän­dig­keit in­ter­na­tio­na­le Ver­ein­ba­run­gen ab­sch­lies­sen.
1Der Bun­des­rat be­stellt ei­ne eid­ge­nös­si­sche Be­rufs­bil­dungs­kom­mis­si­on.
2Sie setzt sich aus höchs­tens 15 Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­tern von Bund, Kan­to­nen, Or­ga­ni­sa­tio­nen der Ar­beits­welt so­wie der Wis­sen­schaft zu­sam­men. Die Kan­to­ne ha­ben für drei Mit­glie­der das Vor­schlags­recht.
3Sie wird von der Staats­se­kre­tä­rin oder dem Staats­se­kre­tär des SBFI ge­lei­tet.
4Das SBFI führt das Se­kre­ta­ri­at.
1Die Be­rufs­bil­dungs­kom­mis­si­on hat fol­gen­de Auf­ga­ben:
sie berät die Bun­des­be­hör­den in all­ge­mei­nen Fra­gen der Be­rufs­bil­dung, in Fra­gen der Ent­wick­lung und der Ko­or­di­na­ti­on und de­ren Ab­stim­mung mit der all­ge­mei­nen Bil­dungs­po­li­tik;
sie be­ur­teilt Pro­jek­te zur Ent­wick­lung der Be­rufs­bil­dung nach Ar­ti­kel 54, Ge­su­che um Bei­tra­ge für be­son­de­re Leis­tun­gen im öf­fent­li­chen In­ter­es­se nach Ar­ti­kel 55 und um Un­ter­stüt­zung im Be­reich der Be­rufs­bil­dung nach Ar­ti­kel 56 so­wie For­schung, Stu­di­en, Pi­lot­ver­su­che und Dienst­leis­tun­gen im Be­reich der Be­rufs­bil­dung und der be­rufs­ori­en­tier­ten Wei­ter­bil­dung nach Ar­ti­kel 48 Ab­satz 2 Buch­sta­be b.
2Sie kann von sich An­trä­ge stel­len und gibt zu den zu be­ur­tei­len­den Pro­jek­ten zu­han­den der Sub­ven­ti­ons­be­hör­de Emp­feh­lun­gen ab.
Der Bun­des­rat setzt ei­ne eid­ge­nös­si­sche Be­rufs­ma­tu­ri­täts­kom­mis­si­on ein.1 Die Kom­mis­si­on ist be­ra­ten­des Or­gan in Fra­gen der Be­rufs­ma­tu­ri­tät, ins­be­son­de­re in Fra­gen der An­er­ken­nung von Qua­li­fi­ka­ti­ons­ver­fah­ren.
1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I 6.2 der V vom 9. Nov. 2011 (Über­prü­fung der aus­ser­par­la­men­ta­ri­schen Kom­mis­sio­nen), in Kraft seit 1. Jan. 2012 (AS 2011 5227).
1Die gel­ten­den kan­to­na­len und eid­ge­nös­si­schen Bil­dungs­ver­ord­nun­gen sind in­nert fünf Jah­ren nach In­kraft­tre­ten die­ses Ge­set­zes an­zu­pas­sen be­zie­hungs­wei­se zu er­set­zen.
2Nach bis­he­ri­gem Recht er­wor­be­ne ge­schütz­te Ti­tel sind wei­ter­hin ge­schützt.
3Die Um­stel­lung auf Pau­schal­bei­trä­ge nach Ar­ti­kel 53 Ab­satz 2 fin­det stu­fen­wei­se in­nert vier Jah­ren statt.
4Die Kos­ten­be­tei­li­gung des Bun­des wird in­nert vier Jah­ren stu­fen­wei­se auf den in Ar­ti­kel 59 Ab­satz 2 fest­ge­leg­ten An­teil er­höht.

References: Art. 34
 Art. 21
 Art. 21

Art. 48
 Art. 7
 Art. 31
 Art. 64

Art. 48

Art. 56

Art. 56

Art. 59