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Timestamp: 2017-11-19 10:20:50+00:00

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Ausschreibung - Dienstleistungen von Architekturbüros in München (ID:10562291)
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Dauerausstellungen „Optik" und "Atomphysik“ . Das 1903 gegründete Deutsche Museum ist mit ca. 73.000 qm Ausstellungsfläche das größte naturwissenschaftlich-technische Museum der Welt. Mit...
Herrn La (Zimmernr. 1009)
Deutsches Museum München – Ausstellungsgestaltung Dauerausstellungen „Optik“ und „Atomphysik“.
Dauerausstellungen „Optik" und "Atomphysik“
Das 1903 gegründete Deutsche Museum ist mit ca. 73.000 qm Ausstellungsfläche das größte naturwissenschaftlich-technische Museum der Welt. Mit jährlich rund 1,3 Millionen nationalen und internationalen Besucher/innen ist es das meistbesuchte Museum Deutschlands. Als wissenschaftliche Institution gesamtstaatlicher Bedeutung beherbergt es eine Sammlung von über 107.000 Objekten in über 50 Fachgebieten.
Die Dauerausstellungen präsentieren ein breites thematisches Spektrum in Geschichte, Gegenwart und Zukunft. In seinen Sonderausstellungen beschäftigt sich das Deutsche Museum mit aktuellen Themen an der Schnittstelle von Naturwissenschaft, Technik und Gesellschaft und bietet ein Forum zur Auseinandersetzung mit aktuellen Entwicklungen und ihren Folgen, Potenzialen und Risiken.
Im Rahmen eines umfassenden Sanierungs- und Modernisierungsprogramms für das Deutsche Museum für den Zeitraum 2012 bis 2025 (Masterplan) wird das Ausstellungsgebäude des Deutschen Museums während des laufenden Museumsbetriebs in mehreren Realisierungsabschnitten ertüchtigt und saniert. Die Ausstellungen werden neu gestaltet.
Zwei der in diesem Rahmen neu zu gestaltenden Dauerausstellungen sind die „Atomphysik“ und „Optik“ im 1. OG, Südtrakt des Ausstellungsgebäudes des Deutschen Museums (Brandabschnitt E, Realisierungsabschnitt 1.II). Beiden Ausstellungen liegt ein neues, im Vergleich zu den Vorgängerausstellungen geändertes, inhaltliches Konzept zugrunde.
Die Ausstellungen werden sich zukünftig unmittelbar gegenüber liegen, eine Durchgangszone liegt dazwischen. Beide Ausstellungen sind inhaltlich unabhängig. Die Zusammengehörigkeit als Teilgebiete der Physik soll sich im Gestaltungskonzept widerspiegeln.
1.a) Vorprojekt „Mikroskopisches Theater “
- Interimsverortung eines Vorführbereichs mit Elektronenmikroskop im Zentrum Neue Technologien (ZNT) und Weiterverwendung in der späteren neuen Daueraustellung „Optik“
Voraussichtliche Produktionskosten (KGR. 300, 400 und 600): 40.000,- Euro, einschl. MwSt.
Vorraussichtliche Planungs- und Auführungszeit:
- Planungsbeginn: August 2015
- Abschluss Vorentwurfs- und Entwurfsplanung: ca. 1,5 Monate nach Beauftragung
- Abschluß Ausführungsplanung: 09.10.2015
- Abschluss Ausschreibung und Vergabe: 01.12.2015
- Fertigstellung: 18.2.2016
Größe der Ausstellungsfläche:
- ca. 45qm
Bilder aus der Mikroskopie sind für Besucher jeden Alters gleichermaßen faszinierend und ermöglichen einen Einblick in die unbekannte Welt des Mikrokosmos.
Ohne besondere Vorkenntnisse mitbringen zu müssen können interessierte Besucherinnen und Besucher in der Vorführung (im Vorführbereich) des Elektronenmikroskops der derzeitig bestehenden Dauerausstellung „Optik“ im Deutschen Museum, biologische, chemische und mineralogische Zusammenhänge selbst aus der Perspektive des Forschers betrachten.
Nach aktuellen Planungsstand zu den Sanierungsarbeiten im Deutschen Museum schließt der Bereich Mikroskopie der derzeitigen Dauerausstellung „Optik“ im Realisierungsabschnitt RA 1.II bereits im Zuge der geplanten Beräumungsmaßnahmen für die Projekte des ersten Realisierungsabschnittes RA 1.1. im Oktober 2015.
Damit entfällt die Möglichkeit der derzeit zwei Mal am Tag stattfindenden „Roten-Punkt-Führungen“ der Optik und Elektronenmikroskopie.
Da es sich bei den Führungen um eine der beliebtesten und meistgebuchten Führungen im Deutschen Museum handelt, ist geplant das Elektronenmikroskop in einem Teilbereich des „Zentrum Neue Technologien“ (ZNT) am Standort der jetzigen „Sonderausstellung Chemie“ im Bereich der Empore neu gestaltet wiederaufzubauen.
Der Aufbau der Interimsverortung des Mikroskopischen Theaters im Zentrum Neue Technologien (ZNT) soll bis zum Einsatz in der späteren, ebenfalls neu zu gestaltenden Dauerausstellung „Optik“ im Herbst 2019 (siehe folgend 1.b Daueraustellung „OPTIK“) stehen.
Hierzu ist die Planung mit der Integration der dafür notwendigen technischen Ausrüstung und Bau eines neuen Vorführungsbereiches notwendig, welches die Gegebenheiten sowohl an der Stelle der Interimsverortung im Zentrum Neue Technologien, als auch bei der späteren Dauerausstellung „Optik“ im 1.OG berücksichtigt.
Die Bestandteile bzw. Elemente des Interims-Aufbaus sollen so konzipiert und gebaut werden, das diese später in einem möglichst großen Umfang in der Dauerausstellung wiederverwendet werden können.
Das Konzept dieses dezidierten Vorführbereichs ist derzeitig, und wird es zukünftig auch, nur durch eine personelle Vermittlung möglich. Die bereits seit vielen Jahren sehr erfolgreiche Rote-Punkt-Führung zur Elektronenmikroskopie soll bei der Interimsverortung sowie späteren Aufbau in der Daueraustellung Optik zu einem mikroskopischen „Theater“ erweitert werden: durch die Kombination unterschiedlicher Mikroskopie-Techniken können wissenschaftliche Zusammenhänge auf unterschiedlichen Größenskalen beobachtet und erläutert werden.
Hierzu werden neben der Elektronen- und Lichtmikroskopie gegebenenfalls weitere Experimentiervorrichtungen aus dem Bereich der Super-Resolution-Mikroskopie oder der Fluoreszenzmikroskopie hinzugefügt.
Die Besucherinnen und Besucher sollen die Vorführung in einem speziell dafür vorgesehenen Publikumsbereich verfolgen können, der eine Kombination aus mobilen und fest installierten Sitz-/Lehnmöglichkeiten bis zu einer Gruppe von 50 Personen bieten soll.
Größe: ca. 45 qm Grundfläche (inkl. Publikumsbereich)
Bestandteile des Mikroskopischen Theaters:
1. Arbeits- und Vorführbereich,
3. Publikumsbereich (mit Absperrung zum Arbeits- und Vorführbereich)
Zu den genannten Bereichen bzw. Bestandteilen des Mikroskopischen Theaters sollen für den technischen Betrieb ein Schrank für Gasflaschen und einen Druckbehälter sowie Stauflächen z.B. für Proben- und Präperationsbedarf und Literatur eingeplant werden. Die Integration der bauseitig vom Deutschen Museum hierzu geplanten und zu beschaffenden Medientechnik (u.a. Großbildschirme inkl. Halterungen, Audioanlage für die Sprachübermittlung bei den Vorführungen) in das Ausstellungskonzept sowie der Planung dieses Ausstellungsbereichs, ist mitunter eine vom Ausstellungsplaner zum benannten Vorprojekt zu erbringende Leistung.
1. b) Dauerausstellung „OPTIK“
Voraussichtliche Produktionskosten (KGR. 300, 400 und 600): 386.000,- Euro, einschl. MwSt.
Voraussichtliche Planungs- und Auführungszeit:
- Planungsbeginn: August 2015,
- Abschluss Vorentwurfsplanung: Dezember 2015,
- Abschluss Entwurfsplanung: Juni 2016,
- Abschluss Ausführungsplanung: Oktober 2017,
- Abschluss Ausschreibung und Vergabe: August 2018,
- Ende Ausführung: 04.03.2019.
- ca. 290 qm
Die Physik und ihrer Unterthemen stellen seit der Gründung des Deutschen Museums einen Kernbereich der Ausstellungen und Sammlungen in den Naturwissenschaften. Ein integraler Bestandteil der Physikabteilung ist die Ausstellung zur Optik und ihrer Phänomene, die wie die Akustik durch physikalische Vorgänge unmittelbar die Sinneswahrnehmung des Menschen anspricht und dadurch für Besucherinnen und Besucher des Museums besonders attraktiv ist. Wie auch andere Bereiche der Physikausstellungen zeichnet sich die Optik durch eine hohe Dichte interaktiver Experimente, durch ein besonderes Konzept zur personellen Vermittlung von Wissenschaft sowie durch eine einzigartige Instrumenten-Sammlung aus.
Ziel der Neugestaltung der Optik ist es, i) eine attraktive Grundlagenausstellung auf einer im Vergleich zur derzeitig im Deutschen Museum bestehenden Dauerausstellung „Optik“ kleineren Grundfläche inhaltlich neu auszurichten und auch unter Berücksichtigung neuerer Entwicklungen in das Konzept der Abteilung Physik zu integrieren und ii) den Teilbereich als einen der zwei inhaltlichen wie räumlichen Hauptzugänge zur darauffolgend im Realisierungsabschnittes RA 2 neu gestalteten Dauerausstellung „Physik“ zu erschließen.
Die allgemeine Botschaft der Abteilung Optik folgt der übergeordneten Botschaft der Abteilung Physik: „Man erkennt die Dinge, indem man Sie macht“. Um die Grundlagen der Physik kennenzulernen und zu verstehen muss man sich selbst von den Zusammenhängen überzeugen. Die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung können aktiv, durch reale Experimente zur Beobachtung phänomenologischer Zusammenhänge, oder Gedankenexperimente und Analogien zur Erschließung theoretischer Konzepte, in die Welt der Physik eintauchen. Dieses Konzept findet seine Umsetzung in der Ausstellung durch eine besonders hohe Dichte an interaktiven Demonstrationen in der Ausstellung.
Grundaussagen zum Verständnis der Optik in der Ausstellung Physik
- Die Optik ist ein Teilgebiet der Physik.
- Die Optik ist die Wissenschaft vom Licht, seiner Entstehung und seiner Ausbreitung.
- Die Wahrnehmung von Licht durch das Auge ist Gegenstand der Physiologie und Psychologie
- Wichtige Teilgebiete der Optik sind die klassische Optik und die Quantenoptik.
Der im Realisierungsabschnitt 1.II geplante Ausstellungteil „Optik I“ behandelt die klassische Optik und gliedert sich die folgenden Vermittlungseinheiten:
(die Titel fassen lediglich die Inhalte zusammen, und bilden keine späteren Bereichs- oder Gruppentitel ab):
1. Kulturgeschichte der Optik
3. Schatzkammer optischer Instrumente
4. Mikroskopisches „Theater“
Räumlich sowie thematisch wird im darauffolgenden Realisierungsabschnitt RA 2 die „Optik II“ als Teilbereich der neuen Dauerausstellung „Physik“ an die Ausstellungsräume der „Optik I“ (Realisierungsabschnitt RA 1) anschließen (zwei Ausgänge).
Die zwei thematischen Übergänge aus dem Ausstellungsteil Optik I“ in die weiteren Teile der Abteilung Physik im RA 2 behandeln komplementäre Modelle zum Verständnis der Natur des Lichts:
1. Licht als Welle, Übergang zum klassischen Elektromagnetismus
2. Licht als Teilchen, Übergang zur Quantenoptik
2. Dauerausstellung „Atomphysik“
Voraussichtliche Produktionskosten: 300.000 Euro, einschl. MwSt.
- ca. 241 qm
Die Atomphysik beschäftigt sich mit dem Aufbau der Atome und deren Eigenschaften. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden in der Forschung im Bereich Atomphysik (sowie in der Quantenmechanik als theoretische Grundlage) wesentliche Erkenntnisse erzielt, die die Physik bis heute maßgeblich prägen und einen entscheidenden Einfluss auf die Entwicklungen in Naturwissenschaft und Technik ausüben.
Nicht immer wurden die gewonnen Erkenntnisse zum Wohle der Menschheit genutzt: Die Entdeckung der Kernspaltung 1938 brachte Massenvernichtungswaffen. Die friedliche Nutzung der Kernenergie - mit all ihren Chancen und Risiken - wird bis zum heutigen Tag kontrovers diskutiert.
Die Pioniere der Quantenphysik konnten diese Entwicklung nicht vorhersehen. Für sie stand die Neugier auf die tieferen Zusammenhänge der Natur an erster Stelle. Diese Suche nach dem Bauplan der Welt in den kleinsten Bereichen führte die Physiker auf immer neue Fragen, die sie mit Hilfe immer raffinierterer Experimente und umfassenderer Theorien zu beantworten suchten.
Die Ausstellung wird sich bis auf einige Ausblicke in Anwendungsgebiete auf die Darstellung der Grundlagen der Atomphysik beschränken. Der Besucher soll über interaktive Experimente den Forschungsprozess spielerisch nachvollziehen und elementare Erkenntnisse gewinnen. Er soll sich aber auch an Originalexponaten die Wege und Irrwege der Forschung im Bereich Atomphysik im Lauf der Geschichte vergegenwärtigen können.
Zusammengefasst soll die Ausstellung Atomphysik:
1. die Grundzüge der Theorie darstellen, verständlich machen (möglichst interaktiv über Demonstrationsexperimente und Simulationen) und elementare Fragen zum Themengebiet Atom- Kern- und Teilchenphysik beantworten
2. anhand von Originalexponaten den Weg zeigen, wie Physiker zu den „revolutionären“ Erkenntnissen in der Welt der kleinsten Teilchen gelangt sind (Praxis der Forschung in Gegenwart und Vergangenheit)
3. mit einigen ausgewählten Beispielen die Bandbreite der Anwendungsmöglichkeiten von Erkenntnissen aus der Atom- und Teilchenphysik darstellen (Vernetzung der Forschung)
4. Themen aufgreifen, die stark im gesellschaftlichen Diskurs präsent sind (Verantwortung der Wissenschaft)
Oder in Kurzform: Was wurde herausgefunden? – Wie wurde es herausgefunden? – Was kann man damit anfangen? – Welche Folgen hat das?
Elemente der Ausstellung sollten allgemeinverständlich sein und jeden ansprechen. Vertiefungsebenen richten sich an naturwissenschaftlich interessierte Besucher mit einschlägigen Grundkenntnissen. Das Deutsche Museum versteht sich auch als außerschulischer Lernort: In diesem Sinne sollen Schüler und Studenten die Ausstellung als Ergänzung zu Schule und Studium nutzen können.
Die Einteilung der Ausstellung erfolgt nach thematischen Gesichtspunkten (nicht chronologisch). Die Ausstellung Atomphysik wird sich mit folgenden Themenbereichen befassen:
1. Im Vorfeld der Atomphysik: Was ist Strahlung?
2.Gibt es Atome wirklich?
3. Wie ist ein Atom aufgebaut?
4. Was ist Quantenphysik?
5. Welchen Ursprung und Wirkung hat die Kernstrahlung?
6. Welche Struktur hat der Atomkern?
7. Was sind Elementarteilchen?
Die Entwurfsplanung der Ausstellungen „Optik“ und „Atomphysik“ beinhaltet die Entwicklung eines gestalterischen Konzeptes, welches auf der Grundlage des durch die Kuratoren erstellten Ausstellungskonzeptes und deren Objektrecherchen zu erstellen ist. Es wird eine verschränkte Entwicklung im Dialog vor Ort erwartet, da es Teil des Grundverständnisses des Kuratorenteams ist, dass Inhalte und gestalterische Umsetzung nicht getrennt aufzufassen sind, sondern sich gegenseitig durchdringen.
Von daher wird eine konstruktive Zusammenarbeit mit dem Ausstellungsteam sowieweiteren Fachbeteiligten vorausgesetzt.
Folgende Leistungen sind seitens des Auftragnehmers im Auftragsfall zu erbringen:
Leistungen der Objektplanung Innenräume gem. § 34 HOAI, Leistungen der Lichtgestaltung (szenografisch) inkl. szenisches Einleuchten, Leistungen der Grafik, Leistungen des Produktdesigns und der Integration von Demonstrationen und Medien, Leistungen der Vitrineneinrichtung.
Die detaillierte Aufgabenbeschreibung erhalten die ausgewählten Bieter des Verhandlungsverfahrens mit der Aufforderung zur Angebotsabgabe.
Leistungen der Objektplanung Innenräume gem. § 34 HOAI - Leistungsphasen 1-9, Leistungen der Lichtgestaltung (szenografisch) inkl. szenisches Einleuchten - analog HOAI - Leistungsphasen 1-3, Leistungen der Grafik - analog HOAI - Leistungsphasen 1-8, Leistungen des Produktdesigns (entspricht nicht der Entwicklung und Gestaltung von Demonstrationen, sondern lediglich deren optische Anpassung an die Ausstellung) und der Integration von Demonstrationen und Medien - anlaog HOAI-Leistungsphasen 1-5, Leistungen der Vitrineneinrichtung (besondere Leistung) für die Ausstellungsgestaltung der Dauerausstellungen „Optik“ und „Atomphysik“.
Die Gestaltung der Dauerausstellung ist eine Maßnahme im denkmalgeschützten Ausstellungsgebäude des Deutschen Museums. In der Planung und für die Ausführung ist zu berücksichtigen, dass der Museumsbetrieb außerhalb des Ausstellungsbereiches aufrechterhalten werden muss und die dafür erforderlichen Sicherungsvorkehrungen vorzusehen sind.
99909-2015
15.023.04
Unternehmen, die an einer Bewerbung interessiert sind, obliegt es, ihr Interesse beim Deutschen Museum per E-Mail anzuzeigen (vergabe-ag@deutsches-museum.de) sowie (kostenfrei) den Bewerbungsbogen (s. Ziffer III.2.1) anzufordern. Es wird darum gebeten die konkrete Bezeichnung der Ausstellung(en) anzugeben, für welche sich das Unternehmen interssiert. Im Zuge der Interessensbekundung bzw. Anforderung des Bewerbungsbogens wird der Interessent gebeten, eine E-Mail-Adresse anzugeben, über die die gesamte Korrespondenz im Vergabeverfahren (z. B. Mitteilungen der Vergabestelle zu Änderungen oder Ergänzungen des Verfahrens oder seiner Bestimmungen sowie Antworten auf Bieterfragen) abgewickelt wird.
Der Bewerbungsbogen ist zwingend zu verwenden.
Bieterfragen und Auskunftsersuchen können bis zu dem in Ziffer IV.3.3) genannten Zeitpunkt an das Deutsche Museum per E-Mail (vergabe-ag@deutsches-museum.de) gerichtet werden.
Die Bewerbungsunterlagen (Bewerbungsbogen mit Anlagen) müssen zum genannten Schlusstermin, in einem verschlossenen Umschlag mit beiliegendem Aufkleber mit der sichtbaren Kennzeichnung "Teilnahmeantrag zum VOF-Verfahren Ausstellungsgestaltung Dauerausstellungen "Optik" und "Atomphysik"", beim Deutschen Museum vorliegen. Die Bewerbungsunterlagen sind termingerecht entweder auf dem Postweg oder persönlich, in einem verschlossenen Umschlag beim Deutschen Museum, Zentralabteilung des Deutschen Museums, Bereich Ausstellungsgestaltung, zu Hd. Herrn La, Museumsinsel 1, 80538 München einzureichen. Nach 18.00 Uhr können Unterlagen auch persönlich an der Hauptpforte des Bibliotheksgebäudes abgegeben werden. Für den rechtzeitigen Eingang sind die Bewerber verantwortlich.
Nichtrechtzeitig eingegangene Teilnahmeanträge werden ausgeschlossen.
Fehlende Nachweise, Angaben oder Erklärungen können - soweit nicht ausdrücklich anders vermerkt - von der Vergabestelle nachgefordert werden, wenn deren Fehlen zum Ausschluss des Teilnahmeantrages führen würde oder sie zur Beurteilung der Eignung des Bewerbers erforderlich sind. Dies gilt auch für solche Nachweise, Angaben oder Erklärungen, die nicht schon mit dem Teilnahmeantrag, sondern erst mit dem Angebot oder auf Verlangen der Vergabestelle vorzulegen sind. Eine Nachforderung kann insbesondere unterbleiben, wenn sich aus den vorliegenden Nachweisen, Angaben oder Erklärungen die Unzuverlässigkeit oder eine unzureichende Eignung des Bewerbers/Bieters ergibt. Eine Nachforderung kann weiterhin auch unterbleiben, wenn der Bewerber/Bieter nach den mitgeteilten Auswahlkriterien offensichtlich keine Chance auf den Erhalt des Zuschlags hat. Nachgeforderte Nachweise, Angaben oder Erklärungen sind binnen der in der Nachforderung bestimmten Frist (i.d.R. sechs Kalendertage) vollständig nachzureichen.
Aus Gleichbehandlungsgründen werden die Eignungsmerkmale aus nachgereichten Nachweisen, Angaben oder Erklärungen bei der der Auswahlentscheidung (s. Ziffer IV.1.2) nicht positiv (verbessernd) berücksichtigt.
Die Auswahlentscheidung wird auf der Grundlage der bereits aus dem Teilnahmeantrag erkennbaren Eignungsmerkmale getroffen. Lediglich soweit die Anwendung eines Auswahlkriteriums von mehreren Nachweisen, Angaben oder Erklärungen abhängig ist, bleiben die bereits aus dem Teilnahmeantrag erkennbaren Eignungsmerkmale in der Auswahlentscheidung erhalten, wenn deren Wertbarkeit durch die nachgereichten Nachweise, Angaben oder Erklärungen nachgewiesen wird.
Im Falle einer Mehrfachbeteiligung wird von allen betroffenen Unternehmen spätestens mit dem Angebot der Nachweis über die Gewährleistung und Sicherung des Geheimwettbewerbs zu führen sein. Betroffen sind
Unternehmen, die sich als Mitglied einer oder mehrerer Bietergemeinschaft(en) und/oder Einzelbieter an dem Vergabeverfahren parallel beteiligen. Betroffen sind auch solche Bieter, die denselben Nachunternehmer wie ein anderer Bieter unterbeauftragen möchten oder die entweder selbst Nachunternehmer eines anderen Bieters sind oder einen anderen Bieter als Nachunternehmer unterbeauftragen möchten. Betroffen sind auch konzernverbundene oder sonst eng verknüpfte Unternehmen (z.B. bei Identität der handelnden oder leitenden Personen), die sich parallel an dem Vergabeverfahren beteiligen.
Für den Fall, dass ein Bewerber/Bieter einen Teil des Auftrags als Unterauftrag an einen Nachunternehmer zu vergeben beabsichtigt, werden hierzu Angaben und Erklärungen erst im Angebot verlangt, soweit nicht der Bewerber/Bieter sich zum Nachweis oder zur Ergänzung seiner Eignung auf die Kapazitäten (Fähigkeiten und/oder Mittel) des Nachunternehmers berufen will; dann gilt Ziffer III.2.1).
Im Übrigen hat der Bewerber/Bieter im Angebot den Teil des Auftrages, den er unterbeauftragen möchte, zu benennen und mit dem Angebot eine von dem Nachunternehmer unterzeichnete Verpflichtungserklärung im Original (kein Fax, keine Farb-/Kopie) einzureichen, in der sich der Nachunternehmer gegenüber dem Auftraggeber dazu verpflichtet, im Auftragsfall die für ihn vorgesehenen Teilleistungen auszuführen. Auf gesondertes Verlangen der Vergabestelle sind die in Ziffern III.1.1), III.2.1), III.2.2) und III.2.3) genannten Nachweise, Angaben und Erklärungen auch für den Nachunternehmer vorzulegen.
Die Vergabestelle behält sich vor, ohne hierzu verpflichtet zu sein, die Unterlagen, Erklärungen und Angaben der Bewerber/Bieter eigenständig zu überprüfen und hierzu Informationen, Erkundigungen sowie
Bescheinigungen einzuholen. Die Vergabestelle behält sich weiterhin vor, ohne hierzu verpflichtet zu sein, von den Bietern während des Vergabeverfahrens weitere Unterlagen oder Nachweise (z.B. Bestätigungen,
Bescheinigungen, Registerauszüge) zur Überprüfung der geforderten Erklärungen und Angaben anzufordern, insbesondere: beglaubigte Auszüge aus dem Handels-, Berufs-, Bundeszentral-, Gewerbe-, Korruptions- oder sonstigen Registern; Unbedenklichkeitsbescheinigungen des Finanzamtes und der Sozialversicherungsträger oder vergleichbarer Einrichtungen; Jahresabschlüsse, Bilanzen und/oder Gewinn- und Verlustrechnungen ggf. mit Testat oder Bestätigung eines vereidigten Wirtschaftsprüfers oder Steuerberaters; Bankauskünfte; Bestätigungsschreiben der Auftraggeber über die vertragsgemäße Ausführung der benannten Referenzleistungen; Qualifikationsnachweise für die benannten und/oder verantwortlichen Personen; eine Aufstellung über die technischen Ressourcen (Geräteliste) sowie Originale oder Beglaubigungen der in Kopie vorgelegten Unterlagen und Nachweise. Bieter aus anderen EU-Mitgliedsstaaten können, wenn sie über einen geforderten Nachweis nicht verfügen, gleichwertige Nachweise aus ihrem Heimatstaat vorlegen. Amtliche Nachweise (Bescheinigungen, Beglaubigungen, Zeugnisse) gelten nur dann als gleichwertig, wenn sie von der in diesem Staat zuständigen Stelle unter Einhaltung der dafür einschlägigen Vorschriften ausgestellt wurden und den Anforderungen gegebenenfalls bestehender und einschlägiger zwischen- oder überstaatlicher Regelungen, Vereinbarungen und Richtlinien zur gegenseitigen Anerkennung entsprechen.
Das Angebot ist in allen Bestandteilen in deutscher Sprache abzugeben. Anderssprachigen Erklärungen und Nachweisen ist eine beglaubigte deutsche Übersetzung von einem vereidigten oder öffentlich bestellten
Übersetzer beizufügen.
Es ist vorgesehen, nach Abschluss des Auswahlverfahrens von den zur Verhandlung geladenen Bewerbern einen Lösungsvorschlag nach § 20 Abs. 2 VOF erarbeiten zu lassen. Die Aufgabenbeschreibung wird mit der Aufforderung zur Angebotsabgabe zur Verfügung gestellt. Die Erarbeitung der Lösungsvorschläge wird gemäß § 20 Abs. 3 VOF vergütet.
16.04.2015 - 14:00 Uhr
03.08.2015 - 04.03.2019
Seitens des Auftraggebers ist eine BauRisk-All in One-Versicherung (Kombinierte Bauleistungs- und Haftpflicht-Versicherung) für alle Auftragnehmer, d. h. alle Architekten, Ingenieure, Gutachter, Sonderfachleute, Sicherheitskoordinatoren, Projektmanager (Projektsteuerer, -controller, -entwickler, -developer) etc., nach deutschem Recht abgeschlossen.
Die Versicherungssumme in der Planungs-Haftpflicht-Versicherung beträgt 10.000.000 EUR pauschal für Personen und sonstige Schäden (Sach- und Vermögensschäden), zweifach maximiert während der Gesamtlaufzeit des Bauprojektes.
Der Selbstbehalt beträgt 5.000 EUR je Versicherungsfall. Bei Personenschäden wird kein Selbstbehalt in Abzug gebracht.
In diesem Zusammenhang wurde eine Beteiligung der Dienstleistungserbringer in Höhe von 5,95 ‰ ihrer jeweiligen Brutto-Honorarsumme errechnet.
Diesbezüglich wird die Erklärung des Bewerbers zur Bereitschaft an der finanziellen Beteiligung bzgl. des Abschlusses der BauRisk-All in One-Versicherung im Auftragsfall verlangt.
Zusätzlich ist seitens des Bewerbers für den Bereich der Ausstellungen, der nicht in der BauRisk-All in One-Versicherung beinhaltet ist, der Nachweis einer bestehenden Berufshaftpflichtversicherung zu führen. Deckungssummen der Berufshaftpflichtversicherung für für Personen- und Sachschäden: 3.000.000 EUR, für Vermögensschäden: 3.000.000 EUR bei einem in der EG zugelassenen Haftpflichtversicherer oder Kreditinstitut.
Ein Nachweis der Versicherung über die geforderte Berufshaftpflichtversicherungsdeckung bzw. eine schriftliche Erklärung des Versicherers zur Erhöhung der Berufshaftpflichtversicherung im Auftragsfall sollte bereits mit den Bewerbungsunterlagen eingereicht werden, ist jedoch spätestens vor Zuschlagserteilung zu erbringen.
Die Bewerber haben als Teilnahmeantrag einen Bewerbungsbogen auszufüllen und einzureichen. Der Bewerbungsbogen kann beim Deutschen Museum per E-Mail unter vergabe-ag@deutsches-museum.de angefordert werden und muss zwingend verwendet werden.
1) Angaben zum Unternehmen (Name, Rechtsform, Anschrift),
2) Eigenerklärung, dass keine Ausschlussgründe gemäß § 4 Abs. 6 und 9 VOF vorliegen,
3) Angaben zur beruflichen Befähigung der Büroinhaber/Geschäftsführer (§ 5 Abs. 5 a VOF),
4) Erklärung über rechtliche und wirtschaftliche Verknüpfungen zu anderen Unternehmen (§ 4 Abs. 2 VOF) und zu Abhängigkeiten von Ausführungs- oder Lieferinteressen (§ 2 Abs. 3 VOF),
5) Erklärung über die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen (§ 4 Abs. 2 VOF) und/oder die Berufung auf die Kapazitäten anderer Unternehmen (§ 5 Abs. 6 VOF).
Ein Teilnahmeantrag, der keine ordnungsmäßige und eindeutige Bezeichnung des Bewerbers enthält (s. Bewerbungsbogen) und/oder nicht im Original unterzeichnet und eingereicht wurde (z.B. per E-Mail, per Fax oder als Farb-/Kopie), gilt als nicht abgegeben; eine Nachforderung ist für diesen Fall ausgeschlossen.
Im Weiteren sind zugleich mit dem Bewerbungsbogen (als Anlage) von den Bewerbern vorzulegen:
1) ein aktueller Auszug aus dem Handels- oder Berufsregister (Kopie genügt), der den zum Zeitpunkt der Abgabe aktuellen Stand wiedergibt und nicht älter als 6 Monate ist, oder für den Fall, dass eine Eintragung im Handels- oder Berufsregister entfällt, eine Darstellung zur Gründung, zur Rechtsform, zu den Inhabern und zum bisherigen Bestehen des Unternehmens des Bewerbers,
2) Beschreibung der Geschäftsfelder und des Leistungsspektrums des Unternehmens (max. 1 Seite DIN A4),
3) Beschreibung der Struktur und Organisationsform des Unternehmens (max. 1 Seite DIN A4),
4) falls zutreffend: nähere Angaben zu gegebenenfalls vorliegenden Ausschlussgründen (§ 4 Abs. 6 oder 9 VOF),
5) falls zutreffend: Erklärung zu Verknüpfungen oder Abhängigkeiten (§ 4 Abs. 2 und § 2 Abs. 3 VOF),
6) falls zutreffend: Erklärung zur Zusammenarbeit (§ 5 Abs. 6 VOF).
Im Falle der Bewerbung einer Bewerber/Bietergemeinschaft sind die vorbenannten Eignungsnachweise jeweils von jedem einzelnen und für jedes einzelne Mitglied vorzulegen; dies gilt insbesondere für den Bewerbungsbogen.
Für den Fall, dass sich ein Bewerber zum Nachweis oder zur Ergänzung seiner Eignung auf die Kapazitäten (Fähigkeiten und/oder Mittel) eines anderen Unternehmens (Drittunternehmen) berufen will, ist zugleich mit dem Teilnahmeantrag eine von dem Drittunternehmen unterzeichnete Verpflichtungserklärung im Original (kein Fax, keine Farb-/Kopie) einzureichen, in der sich das Drittunternehmen gegenüber dem Auftraggeber dazu verpflichtet, dem Bewerber im Auftragsfall diese Kapazitäten tatsächlich zur Verfügung zu stellen. Des Weiteren sind zugleich mit dem Teilnahmeantrag die vorbenannten Eignungsnachweise auch für dieses Drittunternehmen vorzulegen. Es wird darauf hingewiesen, dass jedes Unternehmen, welches mit dem Bewerber personenverschieden ist, als Drittunternehmen gilt; hierzu zählen auch konzernverbundene Unternehmen und Mutter-/Tochtergesellschaften sowie Nachunternehmer, auf die sich der Bewerber zum Nachweis oder zur Ergänzung seiner Eignung berufen will (zu sonstigen Nachunternehmern s. u. Ziffer VI.3).
In bzw. mit dem Bewerbungsbogen (s. Ziffer III.2.1) sind u. a. folgende weiteren Angaben bzw. Erklärungen zu machen:
1) Gesamtjahresumsatz sowie Jahresumsatz mit Planungsleistungen im Bereich der Ausstellungsgestaltung von Museums-, Kunst- oder Technikausstellungen unter Einschluss des Anteils bei gemeinsam mit anderen Unternehmen ausgeführten Aufträgen in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren (§ 5 Abs. 4 c VOF),
2) Tabellarische Liste der wesentlichen in den letzten 3 Kalenderjahren erbrachten Leistungen mit Angabe der Baukosten, des Auftragwertes, der Leistungszeit und Benennung des Auftraggebers (§ 5 Abs. 5 b VOF),
3) Personelle Ausstattung des Bewerbers (Mitarbeiterzahl) in den letzten 3 abgeschlossenen Kalenderjahren gegliedert nach Berufsgruppen (§ 5 Abs. 5 d VOF),
4) Technische Büroausstattung des Bewerbers (§ 5 Abs. 5 e VOF),
Es ist keine Eignungsanforderung, dass der Bewerber bereits seit 3 Jahren bestanden und am Markt tätig gewesen ist; "Newcomer” sind zugelassen. Soweit Angaben aus den vergangenen Jahren gefordert sind, haben Newcomer diese Angaben entsprechend ihrem Gründungsdatum oder dem Datum ihrer Tätigkeitsaufnahme zumachen.
Bei Bewerber-/Bietergemeinschaften ist der Bewerbungsbogen von jedem einzelnen Mitglied einzureichen, wobei darin die für das Mitglied jeweils zutreffenden Angaben und Erklärungen zu machen sind. Die Bewerbungsbögen aller Mitglieder werden sodann bei der Prüfung und Wertung des Teilnahmeantrages der Gemeinschaft durch die Vergabestelle kumulativ berücksichtigt.
In bzw. mit dem Bewerbungsbogen (s. Ziffer III.2.1) sind u. a. folgende weiteren Angaben bzw. Erklärungen zumachen:
1) Benennung des für die Leistungserbringung vorgesehenen Personals, der jeweiligen Qualifikation und Befähigung sowie der Entscheidungsbefugnis (§ 5 Abs. 5 c VOF). Vorlage eines Nachweises, dass von dem für die Leistungserbringung vorgesehenem Personal eine Person die berufliche Qualifikation als Architekt oder Innenarchitekt aufweist. Im Weiteren sind zugleich mit dem Bewerbungsbogen die Nachweise zum beruflichen Werdegang und zur fachlichen Qualifikation und zu den persönlichen Referenzen des für das Projekt vorgesehenen Personals vorzulegen.
2) Überzeugende und nachvollziehbare Beschreibung des Qualitätsmanagementsystems des Bewerbers, wonach eine ordnungs- und vertragsgemäße Auftragsausführung zu erwarten ist. Benennung von durchgeführten Fortbildungen des Bewerbers zur Sicherstellung der Qualität (§ 5 Abs 5 f VOF). Bei Bewerber-/Bietergemeinschaften ist die Beschreibung für die Gemeinschaft insgesamt vorzunehmen unter jeweils gesonderter Darstellung der Qualitätssicherungsmaßnahmen der einzelnen Mitglieder und deren Zusammenwirken im Falle der Auftragserteilung.
3) Angabe (im Beiblatt zum Bewerbungsbogen) und Beschreibung (in einer selbsterstellten Anlage) von maximal 3 ausgewählten Referenzen des Bewerbers über abgeschlossene Bauvorhaben aus den vergangenen 10 Jahren (Abschluss der Bauleistungen nicht vor dem 1.4.2005 und nicht nach dem 31.03.2015), bei denen der Bewerber Leistungen erbracht hat, die mit den ausgeschriebenen Leistungen vergleichbar sind. Als vergleichbare Referenzleistung gelten Planungsleistungen der Objektplanung Innenräume der Leistungsphasen 3 bis 8 für Museums-, Kunst- oder Technikausstellungen von gewisser Dauer und mitvergleichbarer Größe (ab 200 m2) und Schwierigkeit (z.B. Projektumfang, Denkmalschutz, laufender Betrieb, schwierige Rahmenbedingungen). Diese Leistungsinhalte sind keine Mindestanforderungen, sondern Vergleichbarkeitskriterien, deren Maß der Erfüllung bei der Auswahlentscheidung (s. Ziffer IV.1.2) berücksichtigt wird. Berücksichtigt wird außerdem, ob und in welchem Maße der vom Bewerber benannte Projektleiter an der Ausführung der Referenzleistungen wesentlich (als Projektleiter mit Führungsverantwortung) mitgewirkt hat.
Als Referenzleistungen gelten die bisher vom Bewerber selbst erbrachten Leistungen. Anerkannt werden auch die Referenzleistungen von Rechtsvorgängern oder Drittunternehmen sowie persönliche Referenzen des Büroinhabers oder Projektleiters, wenn der Bewerber mit dem Teilnahmeantrag nachweist, dass ihm die maßgeblichen Mittel (z.B. Personal und technische Ausstattung) und das wesentliche Know-How (Wissen und Erfahrung) aus diesen Referenzen tatsächlich zur Verfügung stehen. Für diesen Nachweis ist darzustellen, wie der Bewerber die Mittel und das Know-How bei der Auftragsausführung einsetzen kann und einzusetzen plant.
Die Referenzleistungen sind anhand der Angaben im Beiblatt zum Bewerbungsbogen (Referenz 1 bis 3) und mittels einer selbst erstellten Beschreibung als Anlage zum Bewerbungsbogen übersichtlich und prüfbar darzustellen. Aus den Referenzangaben müssen folgende Informationen hervorgehen:
— Bezeichnung und Ort des Referenzprojektes,
— Ansprechpartner mit aktueller Telefonnummer,
— Projektumfang (Baukosten),
— Planungs- und Bauzeit,
— aussagekräftiges Bild- und Textmaterial zum Bauvorhaben,
— aussagekräftige Beschreibung der Entwicklung und Planung von Medienstationen und/oder Demonstrationen,
— Beschreibung der vom Bewerber selbst erbrachten Leistungen (Aufgabenbeschreibung), woraus ersichtlich wird, ob und welche Planungsleistungen in welchen Leistungsphasen und in welchen Leistungsbereichen (z. B. Objektplanung Innenräume, Szenografie, Lichtplanung, Grafik, Produktdesign u. Gestaltung und Entwicklung von Demonstrationen und Medienelementen) erbracht wurden,
— Angaben zum eingesetzten Personal (inkl. freie Mitarbeiter),
— Besonderheiten und Schwierigkeiten der Projektdurchführung (z.B. laufender Betrieb, schwierige Rahmenbedingungen, Auszeichnungen).
Zugleich ist dem Teilnahmeantrag für jede benannte Referenz eine Bestätigung des Auftraggebers (Kopie genügt) beizufügen, in der Aussagen des Auftraggebers zur Termin- und Kosteneinhaltung des Bewerbers und zur Qualität der Leistung des Bewerbers enthalten sind.
4) Verpflichtungserklärung des Bewerbers zum Nachweis der Verfügbarkeit im Auftragsfall. Im Bewerbungsbogen ist die Abrufzeit anzugeben, innerhalb derer der Bewerber seine persönliche Präsenz und Verfügbarkeit vor Ort gewährleisten kann und durch welche Maßnahmen die örtliche Präsenz gewährleistet wird.

References: § 34
 § 34
 § 20
 § 20
 § 4
 § 2