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Timestamp: 2019-03-20 06:59:10+00:00

Document:
Landesrecht Sachsen-Anhalt FHSchulSchulTEV ST | Landesnorm Sachsen-Anhalt | Gesamtausgabe | Verordnung zum Erwerb des schulischen Teils der Fachhochschulreife an allgemeinbildenden Schulen vom 23. März 1995 | gültig ab: 07.04.1995
Verordnung zum Erwerb des schulischen Teils der Fachhochschulreife...
§ 3 - Leistungsbewertung
§ 4 - Feststellung des schulischen Teils der Fachhochschulreife
§ 5 - Zuerkennung der Fachhochschulreife
Anlage - Umrechnungstabelle
juris-Abkürzung: FHSchulSchulTEV ST
Ausfertigungsdatum: 23.03.1995
Gültig ab: 07.04.1995
Fundstelle: GVBl. LSA 1995, 96
Gliederungs-Nr: 2231.41
Verordnung zum Erwerb des
schulischen Teils der Fachhochschulreife
an allgemeinbildenden Schulen
Vom 23. März 1995
Stand: letzte berücksichtigte Änderung: §§ 1, 2 und 5 geändert, § 4 neu gefasst durch Verordnung vom 22. Dezember 2011 (GVBl. LSA S. 892) *
[Es ist gemäß § 2 der Verordnung vom 22.12.2011 (GVBl. LSA S. 892) folgende Übergangsregelung zu beachten:
(1) Diese Verordnung tritt am Tag nach ihrer Verkündung in Kraft. Sie gilt für Schülerinnen und Schüler des allgemeinbildenden Gymnasiums und der Gesamtschule und für Studierende des Abendgymnasiums, die am 1. August 2011 in das erste Kurshalbjahr der gymnasialen Oberstufe eingetreten sind, sowie für Studierende des Kollegs, die ab dem 1. August 2012 in das erste Kurshalbjahr der gymnasialen Oberstufe eintreten.
(2) Schülerinnen und Schüler des allgemeinbildenden Gymnasiums und der Gesamtschule und Studierende des Abendgymnasiums, die am 1. August 2011 in das dritte Kurshalbjahr der gymnasialen Oberstufe eingetreten sind, sowie Studierende des Kollegs, die ab dem 1. August 2012 in das dritte Kurshalbjahr der gymnasialen Oberstufe eintreten, erwerben den schulischen Teil der Fachhochschulreife nach bisherigem Recht.]
Verordnung zum Erwerb des schulischen Teils der Fachhochschulreife an allgemeinbildenden Schulen vom 23. März 1995 07.04.1995
Eingangsformel 07.04.1995
§ 1 - Geltungsbereich 30.12.2011
§ 2 - Voraussetzungen 30.12.2011
§ 3 - Leistungsbewertung 04.07.2003
§ 4 - Feststellung des schulischen Teils der Fachhochschulreife 30.12.2011
§ 5 - Zuerkennung der Fachhochschulreife 30.12.2011
§ 6 - Inkrafttreten 07.04.1995
Anlage - Umrechnungstabelle 11.02.1999
Auf Grund des § 35 Abs. 1 Nr. 5 des Schulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt in der Fassung vom 30. Juni 1993 (GVBl. LSA S. 314), geändert durch Gesetz vom 4. Mai 1994 (GVBl. LSA S. 563), wird verordnet:
Wer die Qualifikationsphase des allgemeinbildenden Gymnasiums, der Gesamtschule, des Abendgymnasiums oder Kollegs verläßt, ohne die allgemeine Hochschulreife erreicht zu haben, erhält bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen den schulischen Teil der Fachhochschulreife zuerkannt.
(1) Der schulische Teil der Fachhochschulreife kann frühestens nach dem Besuch von zwei Kurshalbjahren der Qualifikationsphase zuerkannt werden.
(2) Zur Erfüllung der leistungsmäßigen Voraussetzungen können nur solche Halbjahresleistungen herangezogen werden, die in denselben zwei zeitlich aufeinander folgenden Kurshalbjahren erworben worden sind.
(3) In diesen zwei aufeinander folgenden Kurshalbjahren müssen in zwei von der Schülerin oder dem Schüler oder der oder dem Studierenden zu benennenden Kern- oder Profilfächern je zwei Kurshalbjahre belegt worden sein. Dabei müssen
im allgemeinbildenden Gymnasium, in der Gesamtschule und im Kolleg vier Halbjahresleistungen eingebracht und insgesamt mindestens 40 Punkte in zweifacher Wertung erzielt worden sein. In mindestens zwei der vier Halbjahresleistungen sind mindestens je 5 Punkte in einfacher Wertung nachzuweisen.
im Abendgymnasium von den vier Halbjahresleistungen drei eingebracht und insgesamt mindestens 45 Punkte der dreifachen Wertung erzielt worden sein. Unter diesen einzubringenden Leistungen müssen sich die des zweiten der beiden anzurechnenden Kurshalbjahre befinden. In mindestens zwei der drei Halbjahresleistungen sind mindestens je 5 Punkte in einfacher Wertung nachzuweisen.
(4) Ferner müssen in diesen zwei aufeinander folgenden Kurshalbjahren
im allgemeinbildenden Gymnasium, in der Gesamtschule und im Kolleg in den noch nicht von Absatz 3 erfassten Fächern elf Kurshalbjahre belegt worden sein und als Halbjahresleistungen eingebracht werden. In diesen elf Kurshalbjahren müssen insgesamt mindestens 55 Punkte in einfacher Wertung erreicht worden sein. In mindestens sieben dieser elf Halbjahresleistungen sind mindestens je 5 Punkte in einfacher Wertung nachzuweisen.
im Abendgymnasium in den noch nicht von Absatz 3 erfassten Fächern insgesamt fünf Kurshalbjahre belegt worden sein und als Halbjahresleistungen eingebracht werden. In diesen fünf Kurshalbjahren müssen insgesamt mindestens 50 Punkte in zweifacher Wertung erreicht worden sein. In mindestens drei dieser fünf Halbjahresleistungen sind mindestens je 5 Punkte in einfacher Wertung nachzuweisen.
(5) Unter den nach Absatz 3 und 4 anzurechnenden Halbjahresleistungen müssen sich im allgemeinbildenden Gymnasium, in der Gesamtschule und im Kolleg mindestens befinden:
zwei Halbjahresleistungen aus Deutsch,
zwei Halbjahresleistungen aus ein und derselben Fremdsprache, die als Profilfach belegt wurde,
zwei Halbjahresleistungen aus Geschichte,
zwei Halbjahresleistungen aus Mathematik und
zwei Halbjahresleistungen aus ein und derselben Naturwissenschaft.
(6) Am Abendgymnasium müssen sich unter den nach Absatz 3 und 4 anzurechnenden Halbjahresleistungen befinden:
zwei Halbjahresleistungen aus Mathematik,
zwei Halbjahresleistungen aus Geschichte oder
aus ein und derselben Naturwissenschaft.
(7) Wurden von der oder dem Studierenden am Abendgymnasium zwei Fremdsprachen oder eine Naturwissenschaft und Geschichte gemäß Absatz 3 eingebracht, so muss abweichend von Absatz 6 nur eine Halbjahresleistung aus Deutsch eingebracht werden; wurden zwei Naturwissenschaften gemäß Absatz 3 eingebracht, so muss abweichend von Absatz 6 nur eine Halbjahresleistung aus Mathematik eingebracht werden.
(8) - aufgehoben -
(9) Von themengleichen oder -ähnlichen Kursen kann nur einer angerechnet werden.
(10) Mit 0 Punkten bewertete Kurshalbjahre gelten als nicht belegt.
(11) Wer die Qualifikationsphase nach einem Wiederholungsjahr mit dem Abgangszeugnis verlässt und im ersten Durchgang die Voraussetzungen zum Erwerb des schulischen Teils der Fachhochschulreife erfüllt, erhält die Bescheinigung über den schulischen Teil der Fachhochschulreife auch nach einem gegebenenfalls nicht erfolgreichen Wiederholungsjahr.
(1) Es wird eine Gesamtpunktzahl ermittelt, die sich zusammensetzt aus den Halbjahresleistungen, die gemäß § 2 Abs. 3 bis 6 eingebracht worden sind.
(2) Die Gesamtpunktzahl wird entsprechend der Anlage in eine Durchschnittsnote umgerechnet.
Feststellung des schulischen Teils der Fachhochschulreife
Die Schule stellt für Schülerinnen und Schüler sowie für Studierende, die die Qualifikationsphase verlassen, ohne die allgemeine Hochschulreife erreicht zu haben, bei Nachweis der erforderlichen Voraussetzungen die Bescheinigung über den schulischen Teil der Fachhochschulreife aus.
Zuerkennung der Fachhochschulreife
Die Schulbehörde erkennt auf Antrag die Fachhochschulreife zu, wenn das Zeugnis des schulischen Teils der Fachhochschulreife und ein Nachweis über die erforderliche praktische Ausbildung gemäß den geltenden Regelungen des Kultusministeriums vorgelegt werden.
Magdeburg, den 23. März 1995.

References: § 3

§ 4

§ 5
 § 4
 § 2

§ 1

§ 2

§ 3

§ 4

§ 5

§ 6
 § 35
 § 2