Source: https://ordensmuseum.de/historische-oe/der-furstlich-lippischer-leopold-orden/
Timestamp: 2018-12-14 12:50:23+00:00

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Fürstlich Lippischer Leopold-Orden • Virtuelles Ordensmuseum
Achtspitziges, gewölbtes Kreuz. Die Kreuzarme haben auf der VS einen schmalen polierten Rand und Kugeln an den Spitzen. Kreuzarme der VS emailliert; flingiert. RS glatt poliert mit einer senkrechten Nadel. In den Kreuzwinkeln befindet sich je ein silbernes L in lateinischer Schreibschrift. Das VS-Medaillon ist von einem Schriftreif mit doppelter Linieneinfassung umgeben, welcher in erhöhten Buchstaben die Devise „FÜR VERDIENST“ trägt. Unten zwei Rankenverzierungen, getrennt durch einen fünf-zackigen Stern. Das Mittelschild trägt auf weißem Emaillegrund eine Silber vergoldete, rosa emaillierte Lippische Rose. Emaille in zwei Schichten. Perlmuttfarbenes Emaille auf flingierten Untergrund, darauf durchscheinendes rosa Emaille.
12 nachgewiesene Verleihungen vom 2. Mai 1910 bis zum 15. Februar 1916. Auflage 25 Exemplare. Angefertigt zwischen 1910 – 1913 durch die Fa. Godet. (Königl. Hofjuweliere J. Godet und Sohn, Berlin W.)
1) Hans von Dewall,
Major und fürstlicher Flügeladjutant in Detmold, geboren Minden in Westfalen 14.12.1866, Verleihung am 2. Mai 1910.
4) Adolf Jandorf, Grosskaufmann und königlicher Kommerzienrat in Berlin, geboren Wallhausen-Hengstfeld, Württemberg 7.2.1870, Verleihung am 8. August 1911.
8 ) Karl Adolf, Freiherr von der Horst, königlich preussischer Kammerherr und Regierungsrat, Mitglied im königlich preussischen Handelsamt, Rittergutsbesitzer Berlin, geboren Schloss Hollwinkel, Kreis Lübeck 6.6.1870, Verleihung am 20. Februar 1913.
Emailleabsplitterung des unteren linken
Rosenblattes im Zentrum.
§1. Der Orden führt die Bezeichnung Leopold-Orden. Die Verleihung dieses Ordens erfolgt aus freier Höchster Entschließung an Personen, welche sich durch besondere Verdienste um Uns und Unser Land hervorgetan haben.
§2. Der Leopold-Orden wird mit und ohne Krone verliehen. Das Ordenszeichen besteht aus einem silbernen achtspitzigen Kreuze, das auf der Vorderseite in der Mitte auf weißem Grunde die rot emaillierte Lippische Rose, auf der Rückseite auf silbernem Grunde ein „L” mit Krone und die Inschrift: „Für Verdienst” zeigt und in dessen vier Winkeln je ein silbernes „L” erscheint.
§3. Der Orden wird an einem weißen rotgeränderten Bande auf der linken Brust nach dem Lippischen Ehrenkreuze getragen.
§4. Bei der Verleihung des Leopold-Ordens bleibt es außer Betracht, welche sonstige inländische oder auswärtige Dekorationen der zu Begnadende etwa bereits besitzt.
§5. Der Beliehene erhält ein von Uns vollzogenes, von dem Staatsminister gegengezeichnetes Patent.
§6. Nach dem Ableben des Begnadeten ist die verliehene Dekoration an das Staatsministerium zurückzugeben.
§7. Wenn ein mit dem Orden Beliehener sich einer unwürdigen Handlung schuldig macht, so wird demselben in Unserem Auftrage durch das Staatsministerium die Befugnis zur ferneren Tragung des Ordens abgesprochen und die Einziehung der Dekoration verfügt werden.
Leopold. Fürst zur Lippe. Frhr. von Gevekot.
§1. Der Orden führt die Bezeichnung
§3. Der Orden mit der Krone wird ohne Band auf der Mitte der linken Brust, der Orden ohne Krone wird an einem weißen rotgeränderten Bande auf der linken Brust nach dem Lippischen Ehrenkreuze getragen.
Wir fügen Unserem Leopold-Orden ein Kreuz sowie eine silberne und bronzene Medaille hinzu und
bestimmen folgendes:
1. Das Kreuz zum Leopold-Orden besteht in einem silbernen Kreuze, dessen Vorderseite ein „L” mit der Krone und zeigt dessen Rückseite die Inschrift „Für Verdienst” trägt.
2. Die Medaillen zum Leopold-Orden tragen auf der Vorderseite den Kopf des Durchlauchtigsten Stifters und auf der Rückseite die Inschrift „Für Verdienst”.
Gleichzeitig behalten Wir Uns vor, zu diesem Großehrenkreuz bei besonders feierlichen Anlässen Unsern Leopold-Orden mit der Krone in seiner ursprünglichen Stiftungsform, jedoch mit violett emaillierten Kreuzesarmen, an einer silbernen Kette um den Hals zu tragen, auch sollen alle Inhaber des Großehrenkreuzes, die Prinzen Unseres Fürstlichen Hauses oder Mitglieder anderer regierender Häuser sind, berechtigt sein, bei Galaanlässen ein Gleiches zu tun. Die Kette ist aus im ganzen 32 Gliedern zusammengesetzt, welche abwechselnd aus runden Medaillons und gekrönten „L” bestehen, mit welch letzteren viermal gekrönte Doppel-„L” in gleichen Abständen abwechseln. Die Medaillons zeigen das silbereingefasste Mittelschild des Ordens, die rote Rose auf weißem Emaillegrund. Unter dem vorderen gekrönten Doppel-„L” hängt das Ordenszeichen, über diesem schwebt das Stiftungsjahr 1906.
„Sollte wider Erwarten ein mit dem Orden oder Ehrenzeichen Beliehener sich ein unwürdiges Verhalten zu Schulden kommen lassen, so wird demselben in Unserem Auftrage durch das Staatsministerium die Befugnis zur ferneren Tragung des Ordens bezw. Ehrenzeichens abgesprochen und die Einziehung der Dekoration verfügt werden.”
Leopold. Frhr. von Gevekot
8 ) Silberne Medaille zum Leopold-Orden,
Anstelle des runden Medaillons mit der roten Rose im weißen Felde soll fortan auf der Vorderseite inmitten der vier durch je ein „L” verbundenen Kreuzesarme, in mattsilberner Ausführung die Lippische Rose liegen, die in ihrem Kelchinnern das Wappenbild von Schwalenberg zur Erinnerung an den einstigen Paragialbesitz des Hauses Biesterfeld: im roten Feld Schwalbe auf goldenem Stern, birgt, umgeben von einem grünen Band, auf dem in silberner Schrift die Worte stehen: Fideliter sine timore.

References: §1

§2

§3

§4

§5

§6

§7

§1

§3