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Timestamp: 2019-12-15 14:02:29+00:00

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Rechtsprechung: NVwZ 1994, 482 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: BVerwG, 20.07.1993 | BVerwG, 13.12.1993 | BVerwG, 04.03.1993
BVerwG, 22.11.1993 - 11 C 24.93
https://dejure.org/1993,1992
BVerwG, 22.11.1993 - 11 C 24.93 (https://dejure.org/1993,1992)
BVerwG, Entscheidung vom 22.11.1993 - 11 C 24.93 (https://dejure.org/1993,1992)
BVerwG, Entscheidung vom 22. November 1993 - 11 C 24.93 (https://dejure.org/1993,1992)
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Voraussetzungen für eine Verletzung des Grundsatzes des rechtlichen Gehörs - Voraussetzungen für die Zulassung einer Revision - Anforderungen an die Darlegung von Zulassungsgründen
VG Ansbach, 10.02.1993 - 10 K 92.1626
VGH Bayern, 14.06.1993 - 11 B 93.934
BVerwG, 16.09.1993 - 11 C 24.93
BVerwG, 28.09.1994 - 11 C 24.93
NJW 1994, 674
NVwZ 1994, 482 (Ls.)
DÖV 1994, 916
Ausnahmsweise kann ein Beschluß des Bundesverwaltungsgerichts, der nicht anfechtbar ist, auf eine Gegenvorstellung hin im Wege der "Selbstkorrektur" beseitigt werden, wenn er unter Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör ergangen ist (vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 20. Januar 1984 - BVerwG 9 B 689.81 - NVwZ 1984, 450 und vom 22. November 1993 - BVerwG 11 C 24.93 - NJW 1994, 674; vgl. auch BGH, Beschluß vom 20. Juni 1995 - XI ZB 9/95 - BGHZ 130, 97 [BGH 20.06.1995 - XI ZB 9/95]).
Bei der Gegenvorstellung als einem nicht förmlichen Rechtsbehelf handelt es sich um ein Instrument der Selbstkontrolle eines Gerichts (vgl. Beschluss des erkennenden Senats vom 22. November 1993 - BVerwG 11 C 24.93 - NJW 1994, S. 674).
BVerwG, 23.02.2000 - 5 B 102.99
Grundsätzlicher Ausschluss von Gegenvorstellungen gegen Beschlüsse - …
Ob hiervon in Anlehnung an die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts (vgl. Beschluß vom 8. Juli 1986 - 2 BvR 152/83 - BVerfGE 73, 322 ) Ausnahmen zuzulassen und auch unanfechtbare Entscheidungen auf Antrag im Wege der Selbstkontrolle zu beseitigen sind, wenn sie unter eindeutiger Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör zustande gekommen sind (vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 20. Januar 1984 - BVerwG 9 B 689.81 - NVwZ 1984, 450, vom 22. November 1993 - BVerwG 11 C 24.93 - NJW 1994, 674, vom 25. August 1997 - BVerwG 4 B 85.97 - und vom 28. Oktober 1997 - BVerwG 3 B 188.97 - SGb 1999, 358 ), bedarf hier keiner Entscheidung.
BVerwG, 28.10.1997 - 3 B 188.97
Verwaltungsprozeßrecht - Beseitigung unanfechtbarer das rechtliche Gehör …
Das Bundesverwaltungsgericht hat jedoch in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts (vgl. Beschluß vom 8. Juli 1986 - 2 BvR 152/83 - BVerfGE 73, 322 [BVerfG 08.07.1986 - 2 BvR 152/83]) den Grundsatz aufgestellt, daß auch unanfechtbare Entscheidungen auf Antrag im Wege der Selbstkontrolle zu beseitigen sind, wenn sie unter eindeutiger Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör zustande gekommen sind (…vgl. Beschlüsse vom 20. Januar 1984 - BVerwG 9 B 689.81 - NVwZ 1984, S. 450 und vom 22. November 1993 - BVerwG 11 C 24.93 - NJW 1994, S. 674).
Legitimität des Befreiungskampfes der Kurden unter Führung der PKK in der Türkei
Das ausdrücklich als "Gegenvorstellung" bezeichnete Begehren des Klägers stellt sich als Anregung zu einer Selbstkontrolle des Gerichts dar (vgl. dazu z.B. BVerfGE 73, 322 ; Beschluß vom 22. November 1993 - BVerwG 11 C 24.93 - Buchholz 310 § 144 VwGO Nr. 56).
Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers (in seinem Schriftsatz vom 13. November 2001, Bl. 2 f) ist nunmehr auch in der verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung (…vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 20. Januar 1984 - BVerwG 9 B 689.81 - NVwZ 1984, S. 450; vom 22. November 1993 - BVerwG 11 C 24.93 - NJW 1994, S. 674 und vom 28. Oktober 1997 - 3 B 188/97) und Literatur (vgl. Meyer-Ladewig in Schoch/Schmidt-Aßmann/Pietzner, VwGO, Vorb § 124 Rdnrn. 13 ff m.w.N.) anerkannt, daß unanfechtbare Entscheidungen, die keine Urteile sind, auf die Gegenvorstellung eines Beteiligten hin im Wege der Selbstkontrolle abzuändern sind, wenn sie unter eindeutiger Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör zustande gekommen sind.
Die Gegenvorstellung der Antragstellerin gegen den Beschluß des Senats vom 12. November 1998 wird zurückgewiesen, da das Verfahren rechtskräftig abgeschlossen ist (§ 133 Abs. 5 Satz 3 VwGO) und Gründe, die ausnahmsweise eine Durchbrechung der Rechtskraft rechtfertigen könnten (vgl. BVerwG, Beschluß vom 22. November 1993 - BVerwG 11 C 24.93 - NJW 1994 S. 674; BVerfG, Beschluß vom 12. Januar 1983 - 2 BvR 964/82 - BVerfGE 63 S. 77 ), nicht geltend gemacht werden.
BVerwG, 11.09.2001 - 1 DB 24.01
BVerwG, 16.02.1994 - 11 B 136.93
OVG Schleswig-Holstein, 08.11.2002 - 2 O 128/02
BVerwG, 20.07.1993 - 4 B 110.93
https://dejure.org/1993,3936
BVerwG, 20.07.1993 - 4 B 110.93 (https://dejure.org/1993,3936)
BVerwG, Entscheidung vom 20.07.1993 - 4 B 110.93 (https://dejure.org/1993,3936)
BVerwG, Entscheidung vom 20. Juli 1993 - 4 B 110.93 (https://dejure.org/1993,3936)
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Baugenehmigung - Zivilrechtliche Hindernisse - Rechtsschutzinteresse
NVwZ 1994, 482
Nutzlos ist eine Klage nur, wenn sie dem Kläger offensichtlich keinerlei rechtlichen oder tatsächlichen Vorteil bringen könnte (BVerwG, Urteil vom 18. Dezember 2014 - 7 C 22.12 - NVwZ 2015, 742 ; Beschluss vom 20. Juli 1993 - 4 B 110.93 - NVwZ 1994, 482 ).
Bei der Beteiligtenfähigkeit handelt es sich um eine Sachurteilsvoraussetzung, die vom Gericht in jedem Stadium des Verfahrens von Amts wegen zu prüfen und bei Zweifeln aufzuklären ist, unabhängig davon, ob ihrer Annahme öffentlich- oder zivilrechtliche Hinderungsgründe entgegenstehen (vgl. BVerwG, Urteil vom 28. Februar 1985 - 2 C 14.84 - BVerwGE 71, 73 ; Beschlüsse vom 20. Juli 1993 - 4 B 110.93 - NVwZ 1994, 482 f. …und vom 24. Juli 2008 - 9 B 41.07 - Buchholz 310 § 108 Abs. 1 VwGO Nr. 58 Rn. 4 jeweils m.w.N.).
Erforderlich ist jedoch, dass es sich um ein Hindernis handelt, das sich "schlechthin" nicht ausräumen lässt (…BVerwG, Urt. v. 24.10.1980 - 4 C 3.78 -BVerwGE 61, 128; Beschl. v. 20.7.1993 - 4 B 110.93 - NVwZ 1994, 482).
In tatsächlicher Hinsicht bedürfen hierbei aber nur diejenigen Umstände der Aufklärung, von deren Vorliegen das Rechtsschutzbedürfnis abhängt (vgl. BVerwG, Beschluss vom 20. Juli 1993 - 4 B 110.93 - NVwZ 1994, 482 f.).
Zwar kann das Rechtsschutzinteresse für eine auf Genehmigungserteilung gerichtete Verpflichtungsklage im Einzelfall fehlen, wenn Ziel der Rechtsverfolgung der Erhalt einer öffentlich-rechtlichen Genehmigung ist, die sich mit Rücksicht auf rechtliche Verhältnisse - ggf. auch auf solche des Zivilrechts - nicht durchsetzen lässt (vgl. BVerwG, B. v. 20.7.1993 - 4 B 110.93 - NVwZ 1994, 482 f. = juris Rn. 3).
Dies ist der Fall, wenn er nicht geeignet ist, zur Verbesserung der subjektiven Rechtsstellung des Klägers beizutragen (vgl. BVerwG, Beschl. v. 20.07.1993 - BVerwG 4 B 110.93 -, juris, RdNr. 3).
VG München, 19.01.2010 - M 16 K 09.5144
BVerwG, 05.03.2001 - 4 B 21.01
Fehlen eines berechtigten Interesses bei Auferlegung von Beschränkungen aus …
VG Sigmaringen, 23.12.2009 - 4 K 2673/09
Eilrechtsschutz; Zurückstellung eines Baugesuches; Rechtsschutzbedürfnis
VG Regensburg, 26.01.2017 - RO 7 K 16.1541
Baugenehmigung, Bescheid, Bauantrag, Verwaltungsverfahren, Gemeinde, …
OVG Hamburg, 21.05.2003 - 2 Bf 100/99
Werbung an Seeschiffcontainer eine bauliche Anlage?
BVerwG, 03.01.1997 - 4 B 230.96
Voraussetzungen der isolierten Aufhebung einer Auflage - Unzulässigkeit der …
BVerwG, 03.01.1997 - 4 B 245.96
Zurückweisen einer Nichtzulassungsbeschwerde - Erhebung von Abweichungsrügen …
VG Sigmaringen, 03.03.2004 - 5 K 1292/03
Übergabe eines Gemeinderatsprotokollauszugs als Umsetzung des …
VGH Bayern, 11.06.2014 - 2 B 13.2555
Eine wirksame artenschutzrechtliche Auflage für ein früheres Vorhaben, die auch …
VG Köln, 29.04.2019 - 5 K 11376/17
Sperrfrist, Einreise- und Aufenthaltsverbot, Rechtsschutzbefürfnis, Bundesamt für …
VG Sigmaringen, 29.08.2018 - 2 K 4074/18
Widerruf einer Betriebsbestimmung für einen Segelflugplatz
VG Ansbach, 16.12.2009 - AN 15 K 08.01492
Fehlendes Rechtsschutzbedürfnis für Klage auf Erteilung einer Befreiung von …
https://dejure.org/1993,2127
BVerwG, 13.12.1993 - 9 B 501.93 (https://dejure.org/1993,2127)
BVerwG, Entscheidung vom 13.12.1993 - 9 B 501.93 (https://dejure.org/1993,2127)
BVerwG, Entscheidung vom 13. Dezember 1993 - 9 B 501.93 (https://dejure.org/1993,2127)
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GG Art. 103 Abs. 1; VwGO § 60, § 82 Abs. 2 Satz 3
NJW 1994, 673
Denn die Wiedereinsetzungsvorschriften sind dann jedenfalls - so auch hier - entsprechend anzuwenden, wenn Sinn und Zweck des Wiedereinsetzungsrechts unter Berücksichtigung des Art. 19 Abs. 4 GG und des Art. 103 Abs. 1 GG dies gebieten (Beschluss vom 13. Dezember 1993 - BVerwG 9 B 501.93 - Buchholz 310 § 60 VwGO Nr. 186 S. 60 f. m.w.N.).
Ihnen liegt der Gedanke zugrunde, dass ein Prozessbeteiligter den schweren prozessualen Nachteil, mit seinem Vorbringen ausgeschlossen zu sein, dann nicht hinzunehmen braucht, wenn er schuldlos gehindert war, entscheidungserhebliche Umstände rechtzeitig vorzubringen (BVerwG NJW 94, 673, 674; Ganter, NJW 94, 164, 167).
Das Rechtsinstitut der Wiedereinsetzung dient dazu, die in Art. 19 Abs. 4 GG verbürgte Garantie auf wirksam Rechtsschutz sowie den Anspruchs der Parteien auf rechtliches Gehör nach Art. 103 I GG zu gewährleisten (BVerfGE 67, 208, 212 = NJW 1984, 2567, 2568 mwN.; BayVerfGH NJW 1994,1857,1858; BGH NJW 1988, 713, 714; BVerwG NJW 1994, 673, 674 f.), um das hieraus folgende Gebot der Herstellung von Einzelfallgerechtigkeit und rechtsstaatlicher Verfahrensgestaltung zu verwirklichen (BVerfG NJW 1992, 38; NJW 1993, 720; NJW 1995, 711).
Eine über den Gesetzeswortlaut hinausgehende entsprechende Anwendung der Wiedereinsetzungsvorschriften ist daher immer dann zulässig und geboten, wenn die Durchsetzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör dies erfordert (BVerfGE 22, 83, 88 f. = NJW 67, 1267;… BGH aaO.; BGHZ 53, 310 = NJW 1970, 900; BVerwG NJW 1994, 673, 674 mwN.).
Ihre Anwendung ist zulässig, sofern der betroffenen Partei trotz der Beschränkung ausreichend Gelegenheit geblieben ist, sich zur Sache zu äußern, die unterbliebene Äußerung aus von ihr zu vertretendem Grund versäumt wurde und sie zuvor auf die Folge einer Fristversäumung hingewiesen wurde (BVerfG, B. v. 13.12.1993 - 9 B 501.93, NJW 1994, 673).
Dem liegt der allgemeine Gedanke zugrunde, daß ein Prozeßbeteiligter den schweren prozessualen Nachteil, mit entscheidungserheblichem Vorbringen ausgeschlossen zu sein, dann nicht hinzunehmen braucht, wenn er schuldlos gehindert war, entscheidungserhebliche Umstände rechtzeitig vorzubringen (BVerwG, Beschluß vom 13.12.1993 - 9 B 501.93 - VBlBW 1994, 189).
Dem liegt der allgemeine Gedanke zugrunde, dass ein Prozessbeteiligter den schweren prozessualen Nachteil, mit entscheidungserheblichem Vorbringen ausgeschlossen zu sein, dann nicht hinzunehmen braucht, wenn er schuldlos gehindert gewesen ist, entscheidungserhebliche Umstände rechtzeitig vorzubringen (vgl. Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts --BVerwG-- vom 13. Dezember 1993 9 B 501/93, Neue Juristische Wochenschrift --NJW-- 1994, 673, m.w.N.;… Kopp/Schenke, Verwaltungsgerichtsordnung, 12. Aufl., § 57 Rz. 13;… Redeker/von Oertzen, Verwaltungsgerichtsordnung, 12. Aufl., § 57 Rz. 12).
OVG Nordrhein-Westfalen, 24.03.2006 - 13 E 240/06
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand bei Versäumung der Frist in einem …
BVerwG, Beschluss vom 13.12.1993 - 9 B 501/93 -, NWVBl.
VerfG Brandenburg, 21.12.2006 - VfGBbg 41/06
Wegen fehlender Rechtswegerschöpfung unzulässige Verfassungsbeschwerde - Erlass …
Ob eine analoge Anwendung von § 60 Abs. 1 VwGO, die für richterliche Fristen erwogen wird (…vgl. Kopp / Schenke , Verwaltungsgerichtsordnung, 14. Auflage 2005, Rn. 5 zu § 60 m.w.N.;… Bier , in: Schoch/Schmidt-Aßmann/Pietzner, Verwaltungsgerichtsordnung, Rn. 9 zu § 60), mit Blick auf die Besonderheiten des verfassungsgerichtlichen Verfahrens und der daher auch nur entsprechenden Heranziehung der Vorschriften der Verwaltungsgerichtsordnung (§ 13 Abs. 1 VerfGGBbg) geboten ist, kann im Ergebnis offenbleiben (vgl. zur Berücksichtigung verspäteten Vorbringens und zur entsprechenden Anwendung der Wiedereinsetzungsvorschriften: BVerwG NJW 1994, 673).
VerfG Brandenburg, 21.12.2006 - VfGBbg 7/06
Rechtswegerschöpfung; Vorabentscheidung; Wiedereinsetzung; Fristversäumung
https://dejure.org/1993,4492
BVerwG, 04.03.1993 - 8 B 186.92 (https://dejure.org/1993,4492)
BVerwG, Entscheidung vom 04.03.1993 - 8 B 186.92 (https://dejure.org/1993,4492)
BVerwG, Entscheidung vom 04. März 1993 - 8 B 186.92 (https://dejure.org/1993,4492)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1993,4492) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
VG Frankfurt/Main, 21.05.1992 - II/1 E 197/91
NJW 1994, 746
"Auch wenn der Einleitung des behördlichen Disziplinarverfahrens gegen einen Bundesbeamten erhebliche Bedeutung zukommt, weil etwa einerseits durch die Einleitung des Disziplinarverfahrens die Fristen für ein Verbot einer Disziplinarmaßnahme wegen Zeitablaufs nach den Absätzen 1 bis 3 des § 15 BDG unterbrochen werden (§ 15 Abs. 4 BDG) und andererseits die Sechsmonatsfrist für einen Antrag auf ein gerichtliches Fristsetzungsverfahren nach § 62 BDG in Lauf gesetzt wird, ergibt sich hieraus nach Ansicht des Senats nicht, dass die Einleitungsverfügung in den Akten wie eine gerichtlich verfügte Fristsetzung, die nach der Bestimmung des § 56 VwGO zuzustellen und daher für ihre Wirksamkeit von dem Richter voll zu unterschreiben ist (vgl. BVerwG, Beschl. v. 4.3.1993 - BVerwG 8 B 186.92 -, NJW 1994, 746 = Buchholz 310 § 87 b VwGO Nr. 1 = NVwZ 1994, 482), in jedem Fall von dem Dienstvorgesetzten mit vollem Namen unterschrieben werden muss.
vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 5. September 1997- 1 B 166.97 -, juris, Rn. 12 f., und vom 4. März 1993 - 8 B 186.92 -, juris, Rn. 4; BSG, Urteil vom 1. Juli 2010 - B 13 R 58/09 R - juris, Rn. 49 in Bezug auf die Betreibensaufforderung nach § 102 Abs. 2 SGG; W.-R. Schenke, in: Kopp/Schenke, VwGO, 24. Aufl. 2018, § 87b Rn. 6; Ortloff/Riese, in: Schoch/Schneider/Bier, VwGO, 14. Lfg.
vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 5. September 1997- 1 B 166.97 -, juris, Rn. 12 f., und vom 4. März 1993 - 8 B 186.92 -, juris, Rn. 4; BSG, Urteil vom 1. Juli 2010 - B 13 R 58/09 R - juris, Rn. 49 in Bezug auf die Betreibensaufforderung nach § 102 Abs. 2 SGG; Hessischer VGH, Beschluss vom 28. August 1997- 12 ZU 1381/96.A -, juris, Rn. 7; W.-R. Schenke, in: Kopp/Schenke, VwGO, 24. Aufl. 2018, § 87b Rn. 6; Schmid, in: Sodan/Ziekow, VwGO, 4. Auflage 2014, § 87b Rn. 22.
vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 5. September 1997- 1 B 166.97 -, juris, Rn. 12 f., und vom 4. März 1993 - 8 B 186.92 -, juris, Rn. 4; BSG, Urteil vom 1. Juli 2010 - B 13 R 58/09 R - juris, Rn. 49 in Bezug auf die Betreibensaufforderung nach § 102 Abs. 2 SGG; Hessischer VGH, Beschluss vom 28. August 1997- 12 ZU 1381/96.A -, juris, Rn. 7; Czybulka/Kluckert, in: Sodan/Ziekow, VwGO, 4. Auflage 2014, § 56 Rn. 8.
Das Verwaltungsgericht hat zwar durch die zeitgleich mit der Ladung erfolgte Fristsetzung (vgl. GA Bl. 30 ff.) materiell-rechtlich von der Vorschrift des § 87 b VwGO Gebrauch gemacht, die entsprechende Verfügung ist jedoch nicht mit dem vollen Namen des Richters, sondern nur mit dessen Paraphe unterzeichnet, so dass ein Verweis auf § 87 b VwGO nicht zulässig ist (vgl. zu diesem Erfordernis BVerwG, Beschl. v. 4.3.1993 - 8 B 186.92 -, NJW 1994, 746;… Sodan/Ziekow, VwGO, 3. Aufl., § 87 b Rnr. 10;… Posser/Wolff, VwGO, 1. Aufl., 2008, § 87 b Rnr. 9).
OVG Niedersachsen, 13.05.2005 - 3 ZD 1/05
Verfügung zur Einleitung eines Disziplinarverfahrens
Auch wenn der Einleitung des behördlichen Disziplinarverfahrens gegen einen Bundesbeamten erhebliche Bedeutung zukommt, weil etwa einerseits durch die Einleitung des Disziplinarverfahrens die Fristen für ein Verbot einer Disziplinarmaßnahme wegen Zeitablaufs nach den Absätzen 1 bis 3 des § 15 BDG unterbrochen werden (§ 15 Abs. 4 BDG) und andererseits die Sechsmonatsfrist für einen Antrag auf ein gerichtliches Fristsetzungsverfahren nach § 62 BDG in Lauf gesetzt wird, ergibt sich hieraus nach Ansicht des Senats nicht, dass die Einleitungsverfügung in den Akten wie eine gerichtlich verfügte Fristsetzung, die nach der Bestimmung des § 56 VwGO zuzustellen und daher für ihre Wirksamkeit von dem Richter voll zu unterschreiben ist (vgl. BVerwG, Beschl. v. 4.3.1993 - BVerwG 8 B 186.92 -, NJW 1994, 746 = Buchholz 310 § 87 b VwGO Nr. 1 = NVwZ 1994, 482), in jedem Fall von dem Dienstvorgesetzten mit vollem Namen unterschrieben werden muss.
Vgl. BVerwG, Beschluß vom 4. März 1993 - 8 B 186.92 -, Buchholz 310 § 87b VwGO Nr. 1 m.w.N.; BGH, Urteil vom 22. Oktober 1993 - V ZR 112/92 -, NJW 1994, 55 (Nr. 16); Baumbach/Lauterbach, ZPO, 54. Aufl. 1996, § 129 Rdnrn. 17, 31-33. Zweifelnd neuerdings BFH, Beschluß vom 29. November 1995 - X B 56/95 -, NJW 1996, 1432 (Nr. 24).
Vgl. BVerwG, Beschluß vom 4. März 1993, a.a.O.; Beschluß vom 17. November 1994 - 1 B 42.94 -, Buchholz 310 § 130a VwGO Nr. 11. Ohne eine diesen Anforderungen entsprechende Anhörung, die der Verwirklichung des Gebotes zur Gewährung rechtlichen Gehörs (Art. 103 Abs. 1 des Grundgesetzes) dient, ist eine Entscheidung durch Gerichtsbescheid nicht zulässig.
BVerwG, 07.01.2013 - 8 B 57.12
Unzulässige Klageerhebung wegen Identität des Streitgegenstandes
Dem Erfordernis der richterlichen Urteilsunterzeichnung wird zwar durch die Beifügung eines den Namen abkürzenden Handzeichens (Paraphe) nicht genügt (Beschluss vom 4. März 1993 - BVerwG 8 B 186.92 - Buchholz 310 § 87b VwGO Nr. 1 = NJW 1994, 746;… Kopp/Schenke, VwGO, 18. Aufl. 2012, § 117 Rn. 2).
BVerwG, 17.11.1994 - 1 B 42.94
Anhörungsmitteilung - Unterzeichnung der gesetzten Frist - Nichterfolgen einer …
Es kann daher offenbleiben, ob eine bloße Paraphe überhaupt ausreicht (vgl. dazu Beschluß vom 4. März 1993 - BVerwG 8 B 186.92 - Buchholz 310 § 87 b VwGO Nr. 1 m.w.N.).
OVG Niedersachsen, 26.04.2019 - 8 LB 12/17
Berufsunfähigkeitsrente - Berufung - Rechtsanwaltsversorgung, Berufsunfähigkeit, …
Die erstinstanzliche Fristsetzung nach § 87b Abs. 2 VwGO ist wirkungslos, weil sie nur paraphiert wurde (vgl. BVerwG, Beschl. v. 4.3.1993 - 8 B 186/92 -, NJW 1994, 746, juris Rn. 4).
BVerwG, 05.09.1997 - 1 B 166.97
Verwaltungsprozeßrecht - Zurückweisung des ergänzenden Vorbringens bzw. …

References: § 144
 § 124
 § 108
 Art. 103
 § 60
 § 82
 Art. 19
 Art. 103
 § 60
 Art. 19
 Art. 103
 BGH 
 BGH 
 § 57
 § 57
 § 60
 § 60
 § 60
 § 15
 § 62
 § 56
 § 87
 § 102
 § 87
 § 102
 § 87
 § 87
 § 102
 § 56
 § 87
 § 87
 § 87
 § 87
 § 15
 § 62
 § 56
 § 87
 § 87
 § 129
 § 130
 § 87
 § 117
 § 87
 § 87