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Timestamp: 2020-08-06 15:48:29+00:00

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Hinweise zur Eingriffsbewertung und Kompensationsplanung für Windkraftanlagen, Antennenträgern und vergleichbare Vertikalstrukturen
Zitiervorschlag: Landesamt für Umwelt Naturschutz und Geologie (2006): Hinweise zur Eingriffsbewertung und Kompensationsplanung für Windkraftanlagen, Antennenträger und vergleichbare Vertikalstrukturen
Fachliche Begleitung durch den Arbeitskreis ,,Eingriffsregelung ­ Windkraftanlagen&quot;: Herr Nentwig Herr Fuchs Herr Terhalle Herr Baier Herr v. Görne Herr Presch Herr Raskop Herr Kriedemann Herr Friedrich Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern Landesamt für Umwelt, Naturschutz u. Geologie MecklenburgVorpommern Landesamt für Umwelt, Naturschutz u. Geologie MecklenburgVorpommern Landesamt für Umwelt, Naturschutz u. Geologie MecklenburgVorpommern Kreisverwaltung Nordvorpommern, Untere Naturschutzbehörde Kriedemann Ing.- Büro für Umweltplanung Kriedemann Ing.- Büro für Umweltplanung
1 Aufgaben- und Zielstellung-------------------------------------------------------------------------- 5 2 Standortplanung und Beachtung des Vermeidungs- und Minderungsgebotes ---------- 6 2.1 2.2 2.3 Eignungsgebiete für Windenergieanlagen - Eingriffsbündelung ------------------ 6 Raumordnerische Steuerung der Errichtung von Antennenträgern ------------- 7
Vermeidungs- und Minderungsmaßnahmen auf der Ebene der kommunalen Bauleit- und Genehmigungsplanung ---------------------------------------------------- 7 2.3.1 Antennenträger und andere vertikale Bauwerke ----------------------------------- 7 2.3.2 Windkraftanlagen ---------------------------------------------------------------------- 7 Bestandsaufnahme, -bewertung und ­darstellung ------------------------------------------- 8 Wert- und Funktionselement Landschaftsbild---------------------------------------- 9 Wert- und Funktionselemente Boden, Wasser, Klima und Luft ------------------ 9
3.3 Wert- und Funktionselemente Flora und Fauna ------------------------------------ 10 3.3.1 Flora------------------------------------------------------------------------------------- 10 3.3.2 Fauna------------------------------------------------------------------------------------ 10 4 Ermittlung des Kompensationserfordernisses für unvermeidbare Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes und des Naturhaushaltes -------------------------------------------- 11 4.1 Ermittlung des Kompensationserfordernisses für erhebliche Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes ------------------------------------------- 11 4.1.1 Abgrenzung der visuellen Wirkzone 1 -------------------------------------------- 12 4.1.2 Abgrenzung und Bewertung homogener Landschaftsbildräume innerhalb der visuellen Wirkzone 2----------------------------------------------------------------- 14 4.1.3 Ermittlung der sichtbeeinträchtigten Fläche (F) 3 ------------------------------- 15 4.1.4 Ermittlung des Beeinträchtigungsgrades (B) 4 ---------------------------------- 17 4.1.4.1 Berücksichtigung der Lage der Landschaftsbildräume innerhalb der Wirkzone ---------------------------------------------------------------------------- 17 4.1.4.2 Berechnung des Beeinträchtigungsgrades--------------------------------------- 18 4.1.4.3 Berücksichtigung von Konstruktionsmerkmalen------------------------------- 19 4.1.4.4 Berücksichtigung der Bündelung mit Vorbelastungen bei der Ermittlung des Beeinträchtigungsgrades ---------------------------------------------------------- 19 4.1.5 Ermittlung des Kompensationsbedarfs (K) 5 ------------------------------------- 20 4.1.6 Ermittlung des Kompensationsflächenbedarfes für die Errichtung einer Mehrzahl von Windkraftanlagen innerhalb von regionalen Eignungsgebieten ---------------------------------------------------------------------- 20 Ermittlung des Kompensationserfordernisses für die Beeinträchtigung der Schutzgüter Fauna/ Flora und Boden ------------------------------------------------- 22 Ermittlung des Kompensationserfordernisses beim Ersatz kleinerer durch größere Bauwerke ------------------------------------------------------------------------- 22 Art der Kompensationsmaßnahmen --------------------------------------------------- 23 Umfang und Anrechnung der geplanten Kompensationsmaßnahmen---------- 24
Planung, Umsetzung und Erfolgskontrolle der Kompensationsmaßnahmen----------- 23 5.1 5.2
6. Ausgleichszahlung ---------------------------------------------------------------------------------- 27
Quellenverzeichnis --------------------------------------------------------------------------------- 29
Anlagen -------------------------------------------------------------------------------------------- 35 8.1 8.2 Mustergliederung Antennenträger, Masten, Schornsteine (außer WKA)------ 35 Mustergliederung Windkraftanlagen-------------------------------------------------- 35
1 Aufgaben- und Zielstellung
Mit dem Bau von Windkraftanlagen (WKA) wird ein substanzieller Ausbau regenerativer, d. h. umweltfreundlicher Energieträger vorangetrieben. Ein hinreichend dichtes Netz an Antennenträgern (AT) ist Voraussetzung für den heutigen Kommunikationsstandard. Gleichzeitig führt die Errichtung unmaßstäblicher Vertikalstrukturen zu unvermeidbaren Eingriffen in Natur und Landschaft. Gemäß § 14 Abs. 1 sowie Abs. 2 Ziffern 11, 12 und 13 LNatG M-V1 stellt der Bau von WKA und AT sowie der dazu gehörigen Infrastruktur einen Eingriff in Natur und Landschaft dar. Eingriffe im Sinne des LNatG M-V sind u. a. Veränderung der Nutzung von Grundflächen, welche die ökologische Funktionsfähigkeit des Naturhaushaltes (anlagen- und betriebsbedingte Wirkungen) oder das Landschaftsbild (negative ästhetische Wirkung auf das Landschaftsbild) erheblich oder nachhaltig beeinträchtigen können. Der Verursacher des Eingriffs ist gem. § 15 Abs. 1 LNatG M-V verpflichtet, vermeidbare Beeinträchtigungen des Naturhaushaltes und des Landschaftsbildes zu unterlassen (Vermeidungsgrundsatz) sowie nach § 15 Abs. 4 LNatG M-V unvermeidbare Eingriffe durch Ausgleichs- bzw. Ersatzmaßnahmen zu kompensieren. Die vorliegenden Hinweise standardisieren Umfang und Inhalt der für die Beurteilung der Beeinträchtigung des Landschaftsbildes durch die Errichtung hoher mastartiger Bauwerke (einschließlich WKA) erforderlichen Unterlagen (Eingriffsbewertung und Kompensationsplanung), so dass die von WKA, AT und vergleichbaren Bauwerken ausgehenden Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes nach einer nachvollziehbaren und landesweit einheitlich anzuwendenden Methode bewertet werden können. Die Bewertung der weiteren mit der Errichtung der Anlagen verbundenen Beeinträchtigungen des Naturhaushaltes erfolgt entsprechend der Maßgaben der ,,Hinweise zur Eingriffsregelung&quot;2. Dabei ist zu beachten, dass die hierfür erforderliche Kompensation in der Regel durch die Kompensationsleistungen für das Landschaftsbild im Rahmen der multifunktionalen Kompensation abgeglichen ist. Der Anwendungsbereich der Hinweise erstreckt sich auf mastartige Bauwerke, wie WKA und AT, mit Höhen ab 10 m. Die dargestellte Methodik ermöglicht durch Verwendung der flächendeckend für das Land M ­ V zur Verfügung stehenden Landschaftsbildbewertung eine landesweit einheitliche Berücksichtigung dieses für die Bemessung des Kompensationsumfanges wesentlichen Faktors. Sie entlastet Vorhabensträger und prüfende Behörde von der Notwendigkeit einer eigenständigen, verfahrenstechnisch aufwendigen Landschaftsbildbewertung des Beeinträchtigungsbereiches.
Landesnaturschutzgesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom 22. Oktober 2002 (GVOBl. M-V 2003 S. 1), zuletzt geändert durch Artikel 3 des Gesetzes vom 14.Juli 2006 (GVOBl. M-V S. 560). 2 LUNG (1999): Hinweise zur Eingriffsregelung korrigierte Internetfassung. Schriftenreihe des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie Mecklenburg-Vorpommern, Heft 3
Standortplanung und Beachtung des Vermeidungs- und Minderungsgebotes
Die entscheidende Grundlage zur Vermeidung nicht erforderlicher Eingriffe bzw. Eingriffsintensitäten wird mit der raumordnerischen Steuerung der Anlagenstandorte sowohl für Windkraftanlagen, wie auch für Antennenträger geleistet. Weitere Möglichkeiten der Eingriffsvermeidung und -minderung bietet die örtliche Ebene im Rahmen der Bauleit- und Genehmigungsplanung. Eine konsequente Ausschöpfung aller Vermeidungs- und Minderungsmöglichkeiten bietet die gegenüber Belangen des Naturschutzes und der Landschaftspflege abgestimmte Standortplanung. Ziel dieser Maßnahmen muss es sein, die Beeinträchtigungen der betroffenen Schutzgüter auf das bei Sicherung einer angemessenen Zweckerfüllung unvermeidbare Mindestmaß zu begrenzen.
2.1 Eignungsgebiete für Windenergieanlagen - Eingriffsbündelung In Mecklenburg-Vorpommern sind zur Vermeidung von Nutzungskonflikten mit den Belangen des Naturschutzes, des Fremdenverkehrs und der Naherholung sowie zur Verhinderung einer technischen Überformung der Landschaft in den vier Regionalen Raumordnungsprogrammen (RROP) ab Mitte der 90er Jahre landesweit 110 Eignungsgebiete für Windenergieanlagen (EG WEA) mit einer Fläche von annähernd 10.500 ha für die Windenergienutzung ausgewiesen worden. Die Ausweisung erfolgte auf der Grundlage des ,,Gutachtens zur Ausweisung von Eignungsräumen für die Windenergienutzung in den Regionalen Raumordnungsprogrammen von Mecklenburg-Vorpommern Teil 1: Fachgutachten Windenergienutzung und Naturschutz ­ Darstellung des Konfliktpotentials aus der Sicht von Naturschutz und Landschaftspflege und Teil 2: Fachgutachten Windpotential und Flächenanalyse ­ Ermittlung der nutzbaren Flächen und Abschätzung des technischen Ertragspotentials sind Eignungsgebiete für Windenergieanlagen&quot; im Ergebnis einer mit Öffentlichkeitsbeteiligung durchgeführten regionalplanerischen Gesamtabwägung. Aus regionalplanerischer Sicht weisen diese Eignungsgebiete eine relative Konfliktarmut gegenüber den Schutzgütern des Naturschutzes und der Landschaftspflege auf. Als Ziel der Raumordnung ist im Rahmen von Bauleitplan- und Genehmigungsverfahren zu beachten, dass außerhalb der Eignungsgebiete raumbedeutsame WKA (i. d. R. &gt; 35 m Gesamthöhe) unzulässig sind (Anpassungspflicht). Auf der Ebene der Bauleitplan- und Genehmigungsverfahren bedarf es zusätzlich einer Konkretisierung der Grenzen der Eignungsgebiete durch Berücksichtigung der örtlichen Belange. Mit der Ausweisung der Eignungsgebiete für Windenergieanlagen in den RROP wird eine Bündelung von landschaftsbildrelevanten Eingriffsobjekten erzielt, so dass weite und insbesondere hochwertige Landschaftsbildräume von technischer Überformung verschont bleiben können. Die Ausrichtung der Entwicklung auf die Eignungsgebiete sichert die Erhaltung eines technisch nicht überformten Landschaftsbildes in den landschaftlich hochwertigeren Gebieten des Landes, die insbesondere für die Wahrung der Erholungsbelange (z.B. Tourismus) von Bedeutung sind. Gleichzeitig gewährleistet das Freihalten von großen zusammenhängenden Räumen von Windenergieanlagen auch wandernden und störungsempfindlichen Arten mit
großen Raumansprüchen den notwendigen Lebensraum. Die ausgewiesenen Eignungsgebiete sollen unter Beachtung der standortspezifischen Empfindlichkeit der Landschaft so in Anspruch genommen werden, dass die örtliche Belastung von Natur und Landschaft so gering wie möglich ausfällt und auf den ausgewiesenen Flächen durch die Ansiedlung möglichst vieler leistungsstarker Anlagen ein hoher Anteil erneuerbarer Energie erzeugt wird.
2.2 Raumordnerische Steuerung der Errichtung von Antennenträgern Die Standorte der Antennenträger müssen sich funktionsbedingt in ein Gitternetz vergleichbarer Anlagen einfügen, um dem gesetzlichen Versorgungsauftrag nachkommen zu können. Im Ergebnis mehrerer in den Planungsregionen durchgeführten landesplanerischen Abstimmungen wurde im Konsens mit den Mobilunkbetreibern eine Festlegung räumlich mit den Belangen des Naturschutzes und der Landschaftspflege abgestimmter, gemeinsam von allen Betreibern zu nutzender Maststandorte vorgenommen.
Vermeidungs- und Minderungsmaßnahmen auf der Ebene der kommunalen Bauleit- und Genehmigungsplanung Antennenträger und andere vertikale Bauwerke
Eine Eingriffsvermeidung und ­minderung ist hier insbesondere durch die Nutzung bestehender hoher Gebäude zu erzielen. Darüber hinaus ist eine Eingriffsminderung auch durch eine landschaftsangepasste Mikrostandortsuche, die insbesondere die Anbindung an andere vergleichbar hohe Vertikalstrukturen sucht, um eine optimierte Anlagenbauweise zu erreichen.
Vermeidungs- und Minderungsmaßnahmen können insbesondere die Optimierung technischer Parameter der Anlagen (Höhe, Befeuerung, Anlagentyp, Farbgebung, ggf. Beleuchtung zur Abwehr von Tierverlusten, Ort der Aufstellung der Anlagen im Windpark) darstellen. Falls eine Nachtbefeuerung erforderlich ist, besteht entsprechend der ,,Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Kennzeichnung von Luftfahrthindernissen&quot; (BMVBW, 2004) mit Zustimmung der zuständigen Luftfahrtbehörde die Möglichkeit der Verwendung von Feuer W, rot (100 candeline - cd) oder Blattspitzenhindernisfeuer (10 cd). Diese modernen, dem Stand der Technik entsprechenden Befeuerungsarten tragen weit weniger zur Lichtverschmutzung und Beunruhigung des Nachthimmels bei, als die heute meist verwendete Befeuerung der Gondel mit Leuchtmitteln von 2000 cd Leuchtstärke (Gefahrenfeuer). Innerhalb des visuellen Wirkzonenradius der WKA (Gliederungspunkt 4.1.1) ist eine Darstellung der besonders schutzwürdigen Landschaftsbildelemente und der bestehenden erheblichen Vorbelastungen zur planerischen Vorbereitung der Vermeidungs- und Minderungsmaßnahmen vorzunehmen. Minderungsmaßnahmen bezogen auf Beeinträchtigungen des Land-
schaftserlebens können z.B. situationsgerecht in die Sichtachsen zu Siedlungen bzw. hochwertigen Landschaftsbildbereichen eingebrachte, sichtverschattende Gehölzgruppen sein. Bei der Anordnung der Anlagen im Eignungsgebiet sind insbesondere die dem individuellen Schutzbedürfnis der streng geschützten Arten abzuleitenden Abstände zu berücksichtigen. Befinden sich innerhalb eines Eignungsgebietes gesetzlich geschützte Biotope, Naturdenkmale oder geschützte Landschaftsteile, so ist in der Regel ein Mindestabstand von 100 m einzuhalten (siehe ,,WKA - Hinweise M-V&quot;)3.
Bestandsaufnahme, -bewertung und ­darstellung
Entsprechend des fortschreitenden Planungsstandes bedürfen die Planungsunterlagen einer Darstellung der zu beachtenden naturschutzfachlichen Anforderungen. Die Bestandsaufnahme und -bewertung erfolgte im Rahmen der Ausweisung der Eignungsgebiete im Wesentlichen auf der raumordnerischen Ebene. Im Rahmen von Bauleit- und Genehmigungsplanung sind die für das raumordnerische Eignungsgebietsverfahren erhobenen Daten zum Zwecke der Binnengestaltung der Eignungsgebietsnutzung zu konkretisieren und aktualisieren. Bei der Aktualisierung sind neue Erkenntnisse zum Verhalten von störungsempfindlichen, geschützten Tierarten gegenüber Windkraftanlagen bzw. Antennenträgern zu berücksichtigen. Hier kommt dem Vorhabensträger der Umstand zugute, dass sich die Datenlage zur Verbreitung störungsempfindlicher, streng geschützter Arten im letzten Jahrzehnt deutlich verbessert hat. Zu beachten ist auch, dass vor ca. 10 Jahren noch keine Informationen zur Gefährdung von Fledermäusen durch WKA vorlagen, so dass dieser Aspekt bei der Ausweisung der Eignungsgebiete noch keine Rolle spielen konnte. Die im Rahmen von Praxisuntersuchungen gewonnenen Erkenntnisse über mögliche Beeinträchtigungen machen demgegenüber eine Thematisierung zum Zwecke der Minderung der Beeinträchtigungen erforderlich. Entscheidungserheblich im Rahmen der bauleitplanerischen Ebene bzw. für die Genehmigungsplanung sind insbesondere die Lage der gesetzlich geschützten Biotope einschließlich der typischerweise zu diesen gehörenden Tier- und Pflanzenarten und die im Einflussbereich der WKA lebenden streng geschützten Arten. Im Ergebnis der Untersuchungen können in besonderen Fällen (u.a. Beeinträchtigung des Orts- und Landschaftsbildes bzw. der Avifauna; siehe ,,WKA ­Hinweise M-V&quot;) Entscheidungen zu Art und Maß der baulichen Nutzung im Rahmen der Bauleitplanung erforderlich sein. Ebenso ist diesen Belangen im Rahmen des Genehmigungsverfahrens Rechnung zu tragen. Insbesondere das Repowering (Ersatz kleinerer Windkraftanlagen durch leistungsfähigere, deutlich größere Anlagen zur Steigerung der Energieeffizienz) kann die Auswirkungen auf das Landschaftsbild und ggf. auf die Avifauna messbar erhöhen.
Hinweise für die Planung und Genehmigung von Windkraftanlagen in Mecklenburg Vorpommern (WKA ­ Hinweise M-V) Gemeinsame Bekanntmachung des Ministeriums für Arbeit, Bau- und Landesentwicklung und des Umweltministeriums Amtsbl. M-V (2004) S. 966
3.1 Wert- und Funktionselement Landschaftsbild WKA und AT sind technische Bauwerke, die ähnlich wie hohe Siloanlagen, Hochspannungsfreileitungen, Industriegebäude u. ä. eine Konfrontation von Technik und Landschaft darstellen. Den Grad der Beeinträchtigung des Landschaftsbildes bestimmt neben der Dimension der zu errichtenden Anlage in Höhe und Breite insbesondere die Wertigkeit der betroffenen Landschaft. Eine gesonderte Landschaftsbildbewertung der visuellen Wirkzone (siehe Gliederungspunkt 4.1.1) durch den Planer des Vorhabensträges ist zur Ermittlung des Kompensationsflächenbedarfes nicht erforderlich, da für das Land M-V flächendeckend eine in 2005 aktualisierte Bewertung der Landschaftsbildeinheiten vorliegt. Diese kann für die visuelle Wirkzone der geplanten Anlagen beim LUNG in digitaler Form angefordert werden. Die Landschaftsbildbewertung zur Ermittlung des Kompensationserfordernisses findet auf der Grundlage der im LINFOS verfügbaren Karte ,,Landschaftsbildräume&quot; (Analyse und Bewertung) statt. Zusätzlich können die 3 LINFOS Karten ,,Analyse Landschaftsbildpotenzial (Punkte, Linien und Fläche)&quot; für die Beschreibung und Bewertung hinzugezogen werden. Insbesondere bei Anlagen von über 100 m Gesamthöhe ist eine Fotosimulation von mindestens 5 unterschiedlich weit entfernten Standorten zur Abschätzung der Wirkungen auf die konkreten Sichtbeziehungen von Ortschaften bzw. Erholungsgebieten aus hilfreich.
Untersuchungsgebiet/ visuelle Wirkzone: Zur Ermittlung des Eingriffsumfangs sind grundsätzlich die Anlagen-Standorte sowie die visuelle Wirkzone in die Untersuchung einzubeziehen. Der einzubeziehende Raum ergibt sich aus der Intensität der Wirkungen, die von dem Vorhaben voraussichtlich ausgehen werden. Definition der landschaftsbildwirksamen WKA- bzw. AT-Höhe: Als landschaftsbildwirksame Höhe einer WKA wird die Gesamthöhe (gemessen von der natürlichen Geländeoberkante bis zur Rotorblattspitze) angenommen. Für AT bemisst sich die landschaftsbildwirksame Höhe aus Antennenträger und Antennenaufbau, wenn dessen Durchmesser &gt; 15 cm beträgt und eine Höhe von 1 m übersteigt.
3.2 Wert- und Funktionselemente Boden, Wasser, Klima und Luft Beeinträchtigungen des Wert- und Funktionselementes Boden sind in Hinblick auf diese Eingriffsart nachrangig und beschränken sich auf die Errichtung der Fundamente der Mastanlagen, die Trafostationen der WKA, Technikgebäude der AT und Versiegelungen für Arbeitsflächen und Zufahrten. Bau- als auch betriebsbedingte Beeinträchtigungen der Wert- und Funktionselemente Klima und Luft durch die Errichtung von WKA oder AT können in M-V ausgeschlossen werden. Aus Gründen der Praktikabilität und der Angemessenheit des Untersuchungsaufwandes sowie in Anbetracht der zu prognostizierenden Beeinträchtigungen sind detailliertere Kartierungen für die Schutzgüter Boden, Wasser, Klima, Luft nicht zielführend.
Wert- und Funktionselemente Flora und Fauna Flora
Zur Vermeidung von Beeinträchtigungen geschützter Biotope, Naturdenkmale (ND) oder von geschützten Landschaftsbestandteilen (GLB) ist gemäß der ,,WKA ­ Hinweise M-V&quot; in der Regel ein Mindestabstand von 100 m einzuhalten. Entsprechend Pkt. 5 der ,,WKA ­ Hinweise&quot; ist der Mindestabstand ist zu vergrößern, wenn dies dem individuellen Schutzbedürfnis störungsempfindlicher Tierarten innerhalb der zuvor genannten gesetzlich geschützten Biotope oder Gebiete entspricht. Diese Anforderung macht eine Bestandsaufnahme und Darstellung der benannten Schutzobjekte bei der Planerarbeitung für WKA und AT erforderlich. Felderhebungen zum Schutzgut Flora sind nur zur aktualisierenden Überprüfung der etwa 10 Jahre alten Biotoptypenkartierung und der Überprüfung der aktuelleren Biotopkartierung erforderlich. Beide Kartierungen sind beim LUNG digital abrufbar. Die Aktualisierung kann sich auf die auf Seite 57 der ,,Anleitung für Biotopkartierungen im Gelände&quot; (LAUN, 1998b) dargestellten ,,Hauptgruppen&quot; im 500 m Umfeld der geplanten Anlagenstandorte beschränken. Der aktuelle Stand der Ausweisung von GLB und ND ist bei der zuständigen unteren Naturschutzbehörde abzufragen. Weitergehende floristische Bestandsaufnahmen können zur Vorbereitung der Kompensationsmaßnahmen erforderlich werden. Nicht Bestandteile der Genehmigungsverfahren für WKA und AT sind in der Regel die für den Transport der Bauteile zum Standort erforderlichen Baum- und Heckenfällungen. Die Naturschutzbehörde sollte daher Angaben über diese mittelbaren Folgen des Eingriffs rechtzeitig vom Vorhabensträger anfordern, um vor Erteilung der gesonderten naturschutzrechtlichen Genehmigung noch eingriffsminimierend tätig werden zu können.
Die Errichtung von WKA und AT besitzt für die Teile der Tiergruppen Vögel und Fledermäuse eine nicht unerhebliche Relevanz. Mecklenburg-Vorpommern ist ein sehr bedeutendes Durchzugs-, Rast- und Überwinterungsgebiet für eine Vielzahl von Vogelartengruppen, deren Brutgebiete in Nord- und Osteuropa sowie in Asien liegen. Auch als Brutgebiet für vom Aussterben bedrohte, stark gefährdete und gefährdete Vogelarten besitzt MecklenburgVorpommern in Deutschland einen hervorgehobenen Stellenwert. Der Schutz der Avifauna ist durch internationale Abkommen festgeschrieben (RAMSAR, Europäische Vogelschutzrichtlinie, Afrikanisch-Euroasisches Wasservogelabkommen, Berner Konvention). Bei der Ausweisung der Eignungsgebiete für Windenergieanlagen fanden die Ergebnisse der ,,Analyse und Bewertung des Arten- und Lebensraumpotentials&quot; (I.L.N. 1995) Berücksichtigung. Kriterien waren u. a. die Brutvorkommen störungsempfindlicher Vogelarten, sowie Teillebensräume von Kranichen, Gänsen, Wat- und Wasservögeln sowie die Bedeutung als Vogelzugraum. Die Lebensräume von Tierarten sind in Abhängigkeit verschiedener Parameter mitunter dynamische Gebilde. Seit der Festlegung der Eignungsgebiete können daher entscheidungserhebliche Veränderungen hinsichtlich des Vorkommens von Brutvögeln oder der Nutzung von Teilräumen durch Rastvögel eingetreten sein. Bei gesicherten Hinweisen auf Brutvorkommen
streng geschützter Arten im 2 km Umfeld der geplanten Anlagen (Abfrage bei den Naturschutzfachbehörden) ist eine avifaunistische Kartierung durchzuführen. Die ergänzende Analyse dient materiell vor allem einer Prüfung möglicher Anforderungen an die Aufstellung und Bauart von Windkraftanlagen. Anhaltspunkte für die Erforderlichkeit vertiefter Betrachtungen ergeben sich insbesondere dann, wenn eine Unterschreitung der in den ,,Tierökologischen Abstandskriterien für die Errichtung von Windenergieanlagen in Brandenburg&quot; www.mluv.brandenburg.de/n/tieroeko.htm dargestellten Mindestabstände droht. Berichte über Kollisionen von Fledermäusen mit Rotorblättern von WKA werden zunehmend in der Fachpresse publiziert, z.B.: RAHMEL et al. 1999; DÜRR 2002; TRAPP et al.2002. Die Gefährdung von Fledermäusen durch WKA scheint abhängig von Artenzusammensetzung, Jagd oder Zug stark standortbezogen zu sein. Eine sichere Einschätzung des Ausmaßes der Gefährdung durch Kollision kann zurzeit nicht gegeben werden. Aktuelle Arbeiten (BRINKMANN (2004) deuten aber darauf hin, dass messbar mehr Fledermäuse als Vögel verunglücken. Durch große Windfarmen kann es zu Verlusten von Jagdhabitaten der Fledermäuse kommen. Nur wenige heimische Fledermausarten jagen jedoch regelmäßig im freien Luftraum. Zu nennen sind insbesondere Breitflügelfledermaus, Zweifarbfledermaus, Kleiner Abendsegler und Abendsegler. Einen weitgehenden Schutz der anderen Fledermausarten vor Verlusten bieten hinreichende Abstände zu Hecken, Feldgehölzen, Wäldern und Gewässern. Zur Konfliktminimierung ist daher in der Regel eine Einschätzung der Lage und Bedeutung der Jagdhabitate der Fledermäuse im Eignungsgebiet erforderlich.
Ermittlung des Kompensationserfordernisses für unvermeidbare Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes und des Naturhaushaltes
Ermittlung des Kompensationserfordernisses für erhebliche Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes Zur Ermittlung des Kompensationsbedarfs für die Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes sind im Einzelnen sechs Verfahrensschritte durchzuführen:
Abgrenzung der visuellen Wirkzone in Abhängigkeit von der Anlagenhöhe (s. Ziff. 4.1.1) Abgrenzung und Bewertung homogener Landschaftsbildräume innerhalb der visuellen Wirkzone (s. Ziff. 4.1.2) Ermittlung der sichtbeeinträchtigten Fläche (F) (s. Ziff. 4.1.3) Ermittlung der Beeinträchtigungsgrades (B) (s. Ziff. 4.1.4)
Ermittlung des Kompensationsbedarfs (K) aus der sichtbeeinträchtigten Fläche (F), der Schutzwürdigkeit des Landschaftsbildes (S) und dem Beeinträchtigungsgrad (B) (s. Ziff. 4.1.5)
Abgrenzung der visuellen Wirkzone 1
Die naturschutzrechtliche Eingriffsregelung fordert in § 15 LNatG M-V den Ausgleich oder den Ersatz von unvermeidbaren Beeinträchtigungen des Naturhaushaltes und des Landschaftsbildes. Um ein Maß für die erforderliche Kompensation festzulegen, ist die Schwere der Beeinträchtigung zu ermitteln. Die Intensität der Landschaftsbildbeeinträchtigung ist insbesondere abhängig von der Sichtbarkeit des beeinträchtigenden Objektes. Die Wahrnehmbarkeit verringert sich mit zunehmender Entfernung vom Objekt bis zur Unerheblichkeit. Anhand von Erfahrungswerten der tatsächlich gegebenen erheblichen Wahrnehmbarkeit bereits errichteter Anlagen wurden für verschiedene Bauhöhen Wirkzonen festgelegt. Aus den Zahlenpaaren Bauhöhe/Wirkzonenradius wurde über eine Regressionsanalyse nachfolgende Funktionsgleichung ermittelt, mit der für jede beliebige Anlagenhöhe der Wirkzonenradius (Wr) bestimmt werden kann:
Wr= 1/(9x10-5 + (0,011 x 0,952h))
Wr h = Wirkzonenradius in m = Gesamthöhe [Höhe bis zur Flügelspitze (Nabenhöhe + Rotorradius) der WKA bzw. Antennenspitze des AT in m]
Für Anlagen kleiner 25 m Höhe ist für h der Wert von 25 in die Formel einzusetzen!
Abb. 1: Ermittlung des Wirkzonenradius In Tab. 1 sind die berechneten und anschließend gerundeten Werte der visuellen Wirkzonenradien für exemplarische Anlagenhöhen aufgeführt. Für Anlagen mit einer Gesamthöhe&gt; 10 m und &lt; 25 m wird generell der ermittelte Wirkzonenradius für eine Höhe von 25 m zugrunde gelegt. Für Windfarmen ergibt sich die zu untersuchende visuelle Wirkzone anhand der äußeren WKA, um die jeweils der ermittelte Radius abgetragen wird. Je nach Aufstellungskonstellation der WKA ergibt sich für die Windfarm eine unterschiedlich große Fläche. In Ausnahmefällen kann der Wirkzonenradius in Teilbereichen verkürzt bzw. vergrößert werden (z. B. aufgrund der Topographie). In diesen Fällen ist die abweichende Vorgehensweise verbal-argumentativ zu begründen und die veränderte Wirkzonengröße durch Anpassung der anderen Faktoren zu berücksichtigen.
Wirkzone einer Anlage
45000 40000 Wirkzonenfläche [ha] 35000 30000 25000 20000 15000 10000 5000 0 0 20 40 60 80 100 120 140 160 180 200 Anlagen-Höhe [m] Radius der Wirkzone [m] Fläche der Wirkzone [ha]
Abb. 2: Wirkzonenradius (Wr) in Abhängigkeit von der Anlagenhöhe
Gesamthöhe Radius der Fläche der der Anlage Wirkzone Wirkzone [m] [m] [ha] 302 29  25 30 384 46 40 614 119 50 971 296 60 1504 711 70 2265 1611 80 3279 3378 90 4516 6407 100 5870 10824 110 7187 16227 120 8330 21799 130 9227 26749 140 9878 30654 150 10323 33479 160 10616 35403 170 10803 36663 180 10921 37466 190 10994 37970 200 11039 38284
Tab. 1: Ermittlung des Wirkzonenradius (Wr) in Abhängigkeit von der Anlagenhöhe
Abgrenzung und Bewertung homogener Landschaftsbildräume innerhalb der visuellen Wirkzone 2
Innerhalb der Wirkzone sind die in der Landschaftsbildpotenzialanalyse (Quelle: LINFOS) dargestellten und bewerteten Landschaftsbildräume zu übertragen, in ihrer örtlichen Abgrenzung zu überprüfen und evtl. anzupassen. Die Werteinstufung geht entsprechend der Vorgabe in Tabelle 2 als Faktor ,,S&quot; = Schutzwürdigkeit des Landschaftsbildes in die Berechnung der Kompensationsfläche ein (Gliederungspunkt 4.1.5). Bei einer Betroffenheit landschaftlicher Freiräume der höchsten Wertstufe [Wertstufe 4 &gt; 24 km², LINFOS ­ Karte: ,,Kernbereiche landschaftlicher Freiräume (Grundlagen) lfr01&quot;] ist ein Zuschlag von 20 % auf den Faktor (S) zu berücksichtigen. Der Aufschlag von 20 % auf den Wert für die Schutzwürdigkeit des Landschaftsbildes soll Lenkungswirkung hin zur Schonung ungestörter, großflächiger unzerschnittener Landschaftsräume entfalten. Dies trägt dem landesspezifischen Grundsatz nach § 2 Abs. 2 Ziffer 3 LNatG M-V Rechnung. Schutzwürdigkeit der Landschaftsbildräume überbaute, versiegelte Flächen (urban) gering bis mittel mittel bis hoch hoch bis sehr hoch sehr hoch Einstufung der Schutzwürdigkeit 1 2 3 4 5
Tab. 2: Einstufung der Schutzwürdigkeit der Landschaftsbildräume nach der Landschaftsbildpotenzialanalyse
Beispiel für die Abgrenzung der Landschaftsbildräume innerhalb der Wirkzone sowie Markierung und Flächenermittlung der sichtverstellten und sichtverschatteten Bereiche zur Ermittlung der sichtbeeinträchtigten Fläche (F) Ermittlung der sichtbeeinträchtigten Fläche (F) 3
Auf der topographischen Karte sind sichtverstellte und -verschattete Flächen in der visuellen Wirkzone darzustellen. Sichtverstellt sind alle Flächen, aus denen heraus die ästhetische Fernwirkung der WKA und AT nicht wahrgenommen werden kann. Dazu können geschlossene Siedlungsbereiche, Wälder und Forsten sowie lineare Gehölzstrukturen gezählt werden. Sichtverschattung ergibt sich durch die ,,Unterbindung bzw. Unterbrechung der ästhetischen Fernwirkung eines Gegenstandes durch andere Gegenstände in der Landschaft&quot; (NOHL 1993).
Dieses ist der Fall hinter geschlossenen Siedlungsbereichen, Wäldern und Forsten sowie lineare Gehölzstrukturen ab einer Höhe von mindestens 3 m. Gehölzstrukturen, die innerhalb von 5 Jahren die geforderte Höhe erreichen werden, sind als verschattend bzw. verstellend zu berücksichtigen. Innerhalb der als sichtverstellt und -verschattet dargestellten Räume ist eine Wahrnehmung der WKA, AT und anderer hoher Bauwerke nicht zwangsläufig ausgeschlossen, da es sich um einen modellhaften Ansatz handelt. Die Wahrnehmung wird jedoch zumindest durch die vorhandenen Strukturen abgeschwächt und im Idealfall abgedeckt. Die Tiefe der verschatteten Bereiche ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Entscheidend sind die Gesamthöhen der Anlagen und des verschattenden Objektes (z. B. Wald oder Hecke) sowie die Entfernung zum Bauwerk und das Relief innerhalb der Wirkzone. Mit Hilfe des beim Landesvermessungsamt M-V erhältlichen digitalen Höhenmodells und unter Verschneidung mit dem beim LUNG vorhandenen Biotop- und Nutzungstypenkartierung lässt sich die Sichtverschattung entsprechend der Möglichkeiten heutiger geographischer digitaler Informationssysteme differenziert abbilden. Sofern diese Möglichkeiten nicht genutzt werden, ist entsprechend folgender Vorgaben zu verfahren: für Entfernungen bis 2000 m ist eine Verschattungstiefe von 200 m und für Entfernungen darüber hinaus ist eine Verschattungstiefe von 700 m anzunehmen (s. Tab. 3).
Entfernung zur Anlage &lt; 2000 m &gt; 2000 m
Verschattungstiefe 200 m 700 m
Bei Anlagen über 100 m Gesamthöhe sowie einseitigen Baumreihen und lückigen Alleen gehen jeweils die Hälfte der angegebenen Verschattungstiefe in die Flächenermittlung ein.
Tab. 3: Anzuwendende Verschattungstiefen in Abhängigkeit von der Entfernung zur Anlage
Alle sichtverschatteten und -verstellten Flächen sind in der Karte schraffiert darzustellen. Die verbleibenden, nicht schraffierten Flächen sind sichtbeeinträchtigte Flächen (F), unabhängig von der Nutzbarkeit oder Erreichbarkeit durch den Menschen (z. B. Gewässerflächen oder große unzerschnittene Niedermoorgebiete). Die Gesamtgröße der sichtbeeinträchtigten Flächen (F) geht als Faktor in die Berechnung des Kompensationsumfanges ein. Innerhalb der visuellen Wirkzone ist ein Anteil von 20 % des jeweiligen Landschaftsbildraumes als sichtbeeinträchtigt zu berücksichtigen, selbst wenn im Einzelfall dieser Wert unterschritten werden sollte. Diese Regelung wird damit begründet, dass auch über die Wirkzone hinaus und innerhalb der sichtverstellten und ­beeinträchtigten Flächen Beeinträchtigungen entstehen.
Ermittlung des Beeinträchtigungsgrades (B) 4
Der Beeinträchtigungsgrad ist neben der Schutzwürdigkeit des Landschaftsbildes die zweite Bewertungseinheit für die Ermittlung des notwendigen Kompensationsbedarfes. Der Beeinträchtigungsgrad als Faktor ,,B&quot; ist eine Funktion der Gesamthöhe, der Anzahl der Anlagen, des Abstands zwischen Anlagen und Landschaftsbildraum sowie der Bauart. Die Bauart der geplanten Anlagen wird bei der Festlegung des Beeinträchtigungsgrades durch einen Korrekturfaktor berücksichtigt. 4.1.4.1 Berücksichtigung der Lage der Landschaftsbildräume innerhalb der Wirkzone Der Beeinträchtigungsgrad (B) berücksichtigt, dass sich die Wahrnehmbarkeit einer Landschaftsbildbeeinträchtigung mit zunehmender Entfernung zum Standort des Eingriffs exponential verringert. Um dies zu beachten, wird der Faktor ,,mE&quot; = mittlere Entfernung bei der Ermittlung des Beeinträchtigungsgrades eingeführt. Dazu wird (mE) jeweils als Mittelwert der kürzesten und weitesten Entfernung des betrachteten Landschaftsbildraumes zu den nächstgelegenen Anlagen der Windfarm bzw. zum AT ermittelt.
wE + kE 2 wE = weiteste Entfernung kE = Kürzeste Entfernung
Abb. 4: Beispiel für die Ermittlung der mittleren Entfernung (mE)
4.1.4.2 Berechnung des Beeinträchtigungsgrades Der Beeinträchtigungsgrad ist abhängig von der Gesamthöhe, der jeweiligen Anzahl der Anlagen und der Entfernung vom jeweiligen Eingriffsobjekt, hier berücksichtigt über die mittlere Entfernung des jeweils betroffenen Landschaftsbildraumes. Der Beeinträchtigungsgrad wird mit Hilfe nachfolgender Formel ermittelt:
B = (0,09 x H ­ 0,2) x (0,1/mE) Bn = B + (B/100) x n
B Bn H mE n = = = = = Beeinträchtigungsgrad für eine Anlage Beeinträchtigungsgrad für n-Anlagen Gesamthöhe der Anlage mittlere Entfernung des Landschaftsbildraumes Anzahl der Anlagen
Bei einer Mehrzahl von Anlagen ist der Wert von B jeweils auf die der betroffenen Landschaftszone räumlich am nächsten liegende Anlage zu beziehen. In der online ­ Version ist eine Excel ­ Tabelle eingefügt, die nach Doppelklick (Umwandlung in Exel Tabelle) und nach Eingabe der Werte für Höhe (H) und mittlerer Entfernung (mE) den Beeinträchtigungsgrad (B) für die Landschaftsbildeinheit anzeigt.
Berechnung des Beeinträchtigungsgrades (B) Anlagenmittlere Beeinträchtigungsgrad höhe Entfernung [m] [m] 100 3000 0,00029 Eingabefelder Ergebnisfeld (keine Eingabe)
In die Eingabefelder können die Werte für Anlagenhöhe und mittlere Entfernung eingegeben werden. Im Ergebnisfeld erscheint nach Betätigung der &quot;Enter&quot; - Taste der Wert für den Beeinträchtigungsgrad.
Tab. 4: Berechnung des Beeinträchtigungsgrades (B)
4.1.4.3 Berücksichtigung von Konstruktionsmerkmalen Vertikalstrukturen ohne Rotoren verursachen wegen der fehlenden Rotorbewegung geringere Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes. Dies wird durch einen Abschlag von 15 % vom Faktor (B) berücksichtigt. Eingriffsverstärkende Merkmale werden dagegen durch Zuschläge beim Beeinträchtigungsgrad berücksichtigt (s. Tabelle 5a). Grundsätzlich können mehrere Merkmale für ein Vorhaben zutreffen.
Konstruktionsmerkmal Anlagen ohne Rotor Konstruktionsmerkmale Windkraftanlagen oder mastenartige Anlagen mit folgender Befeuerung:
a) nächtliche Befeuerung mit ~ 2000 cd Lichtstärke b) nächtliche Befeuerung mit Feuer W, rot mit ~ 100 cd Lichtstärke c) nächtliche Befeuerung durch Spitzenhindernisfeuer mit ~ 10 cd Lichtstärke
Abschläge von B [%] 15 Zuschläge zu B [%] 30 20 10 20 20 20 10
deutlich wahrnehmbar verschiedene Anlagentypen (z.B. Nabenhöhe, Flügelzahl, Rotordurchmesser) Stahlgittermast oder andere erheblich landschaftsbildwirksame Anlagentypen (z.B. mehrere Antennenplattformen) auffallende Farbgebung (außer Farbkennzeichnung aus Gründen der Flugsicherheit) weiß blitzendes Feuer als Tageskennzeichnung Tab. 5a: Zu- und Abschläge zum Beeinträchtigungsgrad (B)
Berücksichtigung der Bündelung mit Vorbelastungen bei der Ermittlung des Beeinträchtigungsgrades Die Bündelung mit ähnlichen Bauwerken wird durch Abschläge beim Beeinträchtigungsgrad (B) berücksichtigt (s. Tabelle 5b). Mit diesem Bonus soll eine Eingriffsbündelung honoriert und befördert werden. Diese Regelung gilt ausdrücklich nur für AT und andere vergleichbare Vertikalstrukturen, deren Errichtung aus technischen Gründen in direkter Nähe bzw. unter Mitnutzung anderer Bauwerke erfolgen kann.
Bündelung mit Vorbelastungen
Bündelung mit ähnlichem Bauwerk (Abstand &lt; 2,5 H) - Neulast wirkt stärker als Vorlast Bündelung mit ähnlichem Bauwerk (Abstand &lt; 2,5 H) - Neulast ist ähnlich Vorlast Bündelung mit ähnlichem Bauwerk (Abstand &lt; 2,5 H) - Neulast wirkt geringer als Vorlast
Abschläge von B [%] 10 20 30
Tab. 5b: Abschläge zum Beeinträchtigungsgrad (B)
Zu 4.1.4.3 und 4.1.4.4 Die in Tabellen 5a und 5b bezifferten Zu- und Abschläge werden zur Ermittlung des in die Berechnung des Kompensationsflächenbedarfs (K) eingehenden Faktors Beeinträchtigungsgrad (B) aufsummiert.
Ermittlung des Kompensationsbedarfs (K) 5
Der Kompensationsflächenbedarf ,,K,, in Flächenäquivalenten ausgedrückt, errechnet sich anhand der Formel:
K = Kompensationsflächenbedarf für eine Anlage F = sichtbeeinträchtigte Fläche [ha] (s. Ziff. 4.1.3) S = Schutzwürdigkeitsgrad des Landschaftsbildes (s. Ziff. 4.1.2) B = Beeinträchtigungsgrad (s. Abschnitt B, Ziff. 4.1.4)
Der Kompensationsflächenbedarf (K) ist für jeden innerhalb der Abgrenzung der visuellen Wirkzone gelegenen Landschaftsbildraum getrennt zu ermitteln. Die ermittelten Werte sind dann zu addieren. Beim Beeinträchtigungsgrad (B) sind die Korrekturfaktoren für Konstruktionsmerkmale (Tab. 5a) und Bündelungswirkungen (Tab. 5b) zu berücksichtigen. Der ermittelte Wert (K) ist ein Maß für den Wert und die Verletzbarkeit des durch die Errichtung der vertikalen Strukturen betroffenen Landschaftsraumes unter Berücksichtigung einer definierten Anlagenhöhe und konkreter Konstruktionsmerkmale. Im nachfolgenden Arbeitsschritt wird aufgezeigt, wie sich das Kompensationserfordernis für eine Mehrzahl von WKA ermitteln lässt.
Ermittlung des Kompensationsflächenbedarfes für die Errichtung einer Mehrzahl von Windkraftanlagen innerhalb von regionalen Eignungsgebieten
Die der Berechnung des Kompensationserfordernisses zugrunde zu legende Anlagenanzahl ist abhängig zu machen von der maximalen Aufnahmekapazität des regionalen Eignungsgebietes. Dabei entspricht es dem naturschutzrechtlichen Vermeidungsgebot, die u. a. unter Berücksichtigung von Aspekten des Naturschutzes und der Landschaftspflege ausgewählten Eignungsgebiete optimal zu nutzen. Die visuelle Wirkung einer Mehrzahl von im engen räumlichen Zusammenhang stehender Anlagen ist nicht dem Vielfachen der Wirkung einer Anlage gleichzusetzen. Vielmehr nimmt die Beeinträchtigung des Landschaftsbildes durch eine neu hinzukommende Anlage unterproportional gegenüber der Anzahl der vorhandenen Anlagen zu. So wird bezogen auf die Gesamtfläche die Belastung von Natur und Landschaft so gering wie möglich gehalten. Die regionalen Eignungsgebiete bündeln insofern die Eingriffe bei gleichzeitig effektiver Energieausnutzung und ­ableitung. Unter Berücksichtigung der maximal zu errichtenden Anlagenzahl lassen sich am ehesten beide Grundsätze maximaler
Energieausbeute und die geringst mögliche Beeinträchtigung von Naturhaushalt und Landschaftsbild aufeinander abstimmen. Eine Eingriffsermittlung unter Berücksichtigung der gesamten Anlagenzahl und unter Festsetzung der jeweiligen Einzelstandorte findet im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens statt. Das Kompensationserfordernis ist danach ein gemittelter Wert, der von der ersten bis zur letzten Windkraftanlage ein gleiches und an der individuellen Eingriffsschwere im jeweiligen Eignungsgebiet ausgerichtetes Kompensationserfordernis zur Folge hat. Nur bei Bebauungsplänen, in denen die Einzelstandorte der WKA rechtlich verbindlich festgesetzt werden, kann bei der Kompensationsermittlung entsprechend verfahren werden. Bei Vorhaben, die die Gesamtkapazität des Eignungsgebietes nicht auslasten und wo nicht im Rahmen des Bebauungsplans eine Eingriffsbeurteilung unter Berücksichtigung der gesamten max. Anlagenzahl erfolgt, wird empfohlen, die Eingriffsbeurteilung und Kompensationsermittlung unter Einschluss des jeweils bereits vorhandenen Bestandes bzw. bereits genehmigter WKA durchzuführen. Dabei gilt der Grundsatz je optimaler ­ unter energetischen Gesichtspunkten und unter Beachtung des naturschutzrechtlichen Vermeidungsgebotes ­ der Standort genutzt wird, umso geringer fällt das Kompensationserfordernis für eine Einzelanlage aus. Zeitparallele Genehmigungsverfahren unterschiedlicher Vorhabenträger sollten entsprechend dieser Grundsätze auf der Grundlage einer gemeinsamen Eingriffsbeurteilung erfolgen. Beispielrechnung Innerhalb eines Eignungsgebietes für Windenergieanlagen sollen 5 WKA gleicher Höhe und Bauart errichtet werden. Es handelt sich um 3-flüglige Anlagen mit einem Rotordurchmesser von 80 m und einer Nabenhöhe von 85 m. Die Anlagen erhalten eine nächtliche Befeuerung mit 2000 cl Lichtstärke.
Landschaftsbildraum LB Schutzwürdigkeitsgrad (S) des Landschaftsbildes mittlere Entfernung (mE) der Landschaftsbildräume in m Zu- und Abschläge zum Beeinträchtigungsgrad (s Tabelle 5a) Beeinträchtigungsgrad (s. Gliederungspunkt 4.1.4.2) Beeinträchtigungsgrad (B) unter Berücksichtigung der Konstruktionsmerkmale und Anzahl der Anlagen
3 6.872 30%
2 4.229 30%
4 4.581 30%
3 5.462 30%
0,0004590
0,0004185
Größe des LB [ha] LB verstellt/verschattet [ha] Sichtbeeinträchtigte Fläche (F) [ha] Kompensationsflächenbedarf für die einzelnen Landschaftsbildräume (K = F x S x B) [ha] Gesamtflächenbedarf (K)
4.449 2.269 2.180 1,85
15.293 3.212 12.081 11,09
2.503 1.577 926 1,55
5.561 2.725 2.836 0,60
Der Kompensationsflächenbedarf (K) für die Errichtung der 5 WKA von 125 m Höhe (Höhe Rotorspitze) im konkreten Landschaftsraum beträgt 15,09 ha Kompensationsflächenäquivalente. Hieraus ergibt sich je WKA ein Kompensationsbedarf von 3,018 ha Flächenäquivalente.
Ermittlung des Kompensationserfordernisses für die Beeinträchtigung der Schutzgüter Fauna/ Flora und Boden Die vorliegenden Hinweise normieren die Ermittlung des Kompensationserfordernisses für die Beeinträchtigung des Landschaftsbildes bei mastartigen Eingriffen einschließlich Windkraftanlagen. Die Ermittlung des Kompensationserfordernisses für die Schutzgüter Fauna/ Flora und Boden wird auch für die benannten Anlagentypen auf der Grundlage der ,,Hinweise zur Eingriffsregelung&quot; (LUNG, 1999) realisiert. Dabei ist zu beachten, dass die ermittelten Kompensationsbedarfe für die Schutzgüter Fauna/ Flora und Boden in der Regel auf dem Wege der multifunktionalen Kompensation im Rahmen der Maßnahmen für das Landschaftsbild umgesetzt werden können. Kompensationsmaßnahmen für Bodenversiegelung bzw. Biotop- und Artenbeeinträchtigung können in der Regel im Umfeld von WKA nicht erbracht werden, da biotopschaffende bzw. aufwertende Maßnahmen im unmittelbaren Umfeld der Anlagen nicht hinzunehmende Gefährdungen der Fauna hervorrufen. So führt die häufig angewandte Eingrünung der Mastfüße von WKA bzw. die Randbegrünung der Zufahrtswege zu einer Erhöhung der Arten- und Individuenzahl an Kleinsäugern, Kleinvögeln und Insekten. Damit erhöht sich die Attraktivität der Windparks für Greifvögel und Fledermäuse. Durch Flügelschlag besonders gefährdet sind Seeadler und Rotmilan, da sie artspezifisch scheinbar ein sehr gering ausgeprägtes Meideverhalten gegenüber WKA besitzen.
Ermittlung des Kompensationserfordernisses beim Ersatz kleinerer durch größere Bauwerke Bei einem sogenannten Repowering von WKA (Ersatz kleinerer WKA durch größere und leistungsstärker Anlagen) oder einer Erhöhung eines Antennenträgers oder anderen Bauwerkes wird eine Eingriffsbewertung auf Grundlage der neu zu errichtenden Anlagen durchgeführt. Die Kompensation für die zurückgebauten Bauwerke wird auf den neu bilanzierten
Kompensationsumfang angerechnet, wenn sie nachweislich erfolgreich erbracht wurde und materiellrechtlich gesichert ist. Eine Vergrößerung der Bauhöhe unter 10 % bedarf nur dann einer erneuten Kompensationsermittlung, wenn wesentliche Änderungen der Bauart vorgenommen oder Schwellenwerte für eine eingriffsverstärkende Art der Kennzeichnung als Luftfahrthindernis überschritten werden.
Planung, Umsetzung und Erfolgskontrolle der Kompensationsmaßnahmen
Die Ergebnisse der Bewertung und Planung sind zusammengefasst im Landschaftspflegerischen Begeleitplan (LBP) darzustellen. Dieser beinhaltet auch die Darstellung der Kompensationsmaßnahmen (Ausführungs-/ Pflanzplan). Die zur Erfolgssicherung erforderlichen Bedingungen (planerische Festsetzungen, Nachweis der tatsächlichen langfristigen Flächenverfügbarkeit, Nachweis der technischen Umsetzbarkeit der Maßnahmen) sind im Text hervorzuheben, damit sie von der Genehmigungsbehörde als Nebenbestimmung der Genehmigung übernommen werden können.
5.1 Art der Kompensationsmaßnahmen Als Kompensation für die Errichtung von mastartigen Anlagen sind vorrangig Maßnahmen zur Wiederherstellung bzw. Neugestaltung des Landschaftsbildes durchzuführen, da hier die Hauptwirkung zu erwarten ist. Potenzielle Kompensationsmaßnahmen und -ziele sind nachfolgend sowie in Anlagen 11 und 12 der ,,Hinweise zur Eingriffsregelung&quot; (LUNG 1999) aufgeführt. In folgender Reihenfolge sind nachstehende mögliche Kompensationsmaßnahmen auf ihre Durchführbarkeit zu prüfen: Rückbau von funktionslosen technischen Strukturen (nicht mehr genutzte Feuerwachttürme, alte Antennenträger, Schornsteine, Hochsiloanlagen, wasserbauliche Anlagen u. a. das Landschaftsbild erheblich beeinträchtigende Gebäude im Außenbereich etc.) innerhalb der Wirkzone oder des betroffenen Landschaftsbildraumes (Ersatz). Bei Rückbaumaßnahmen landschaftsbildstörender Anlagen ist mindestens der mit Hilfe dieses Modells errechnete Ersatzflächenbedarf auf die Kompensation anzurechnen, die für die Errichtung des zu beseitigenden Objektes zu erbringen wäre. Als potenzielle Kompensationsziele stehen natürlich nur solche Anlagen zur Verfügung, für die nicht anderweitige Abrissverpflichtungen bestehen. In zweiter Priorität sollten Maßnahmen durchgeführt werden, die zur Anreicherung mit landschaftsbildwirksamen Strukturen führen, z. B. die Anlage oder Wiederherstellung von Hecken, Baumreihen, oder Alleen unter Verwendung von standortgerechten und einheimischen Arten bei der Gehölzauswahl. Grundsätzlich sind jedoch auch nicht auf Gehölz-
pflanzungen ausgerichtete Maßnahmen, wie die Anlage von naturnahen Wiesen und Weiden auf ehemaligen Ackerstandorten möglich, wenn das Nutzungs- und Pflegemanagement vertraglich für die Standzeit der WKA/AT gesichert ist und mit dieser Maßnahme die Wiederherstellung eines ursprünglichen typischen Landschaftsbildzustandes (u. a. s. Gutachtliche Landschaftsrahmenpläne: LAUN 1996a, LAUN 1996b, LAUN 1997 sowie LAUN 1998a) erreicht werden kann. Die wichtigsten Kompensationsmaßnahmetypen sind in Tabelle 8 aufgeführt. Folgende Kompensationsmaßnahmen können im Einzelfall in Betracht kommen:
Eingrünung ,,negativ wirkender Ortsränder&quot; oder störender Einzelbauten (z. B. landwirtschaftliche Betriebe mit Stallanlagen, Siloanlagen, etc.), Wiederherstellung oder Neuanlage wertvoller Landschaftsbildbestandteile, wie z. B. Feldhecken, Wallhecken, Baumreihen, Alleen, Streuobstwiesen, Feldgehölze, naturnahe Waldränder, Neuanlage naturnaher Laubwälder, Gewässerrandbepflanzungen oder flächenhafte Aufwertung und Entwicklung des Erscheinungsbildes strukturarmer Flächennutzungen durch naturschutzgerechte Nutzung, Renaturierung, Wiedervernässung u. ä. Maßnahmen.
5.2 Umfang und Anrechnung der geplanten Kompensationsmaßnahmen Der Umfang der gemäß § 15 Abs. 5 LNatG M-V erforderlichen Kompensationsleistung wurde in den Kapitel 4.1.5 und 4.1.6 ermittelt. Nachfolgend werden Hinweise zur Anrechenbarkeit konkreter Maßnahmentypen auf den ermittelten Kompensationsumfang gegeben. Grundsätzlich ist zu beachten, dass die erforderliche Kompensation für die Schutzgüter Fauna/ Flora und Boden im Regelfall durch die Kompensationsleistungen für das Landschaftsbild im Rahmen der multifaktorellen Kompensation erbracht werden kann. Der erforderliche Nachweis ist in der Bilanzierung von Kompensationsbedarf und konkreten Kompensationsmaßnahmen zu erbringen. Zur Ermittlung des anrechenbaren Kompensationsumfangs werden die in Tab. 8 aufgeführten Kompensationswertzahlen mit den jeweiligen Flächengrößen multipliziert und ergeben das Flächenäquivalent, das dem nach Hinweisen des Kapitel 4.1 dieses Regelwerks ermittelten Kompensationsflächenbedarf (K) in Flächenäquivalenten gegenübergestellt wird. Es ist sicherzustellen, dass die angestrebte Verbesserung oder Neugestaltung des Landschaftsbildes möglichst auch die beeinträchtigten Biotopfunktionen und Artbeeinträchtigungen kompensiert, um den Verzicht auf zusätzliche Maßnahmen möglich zu machen. Die Einstufung der Kompensationswertzahl innerhalb der angegebenen Spanne richtet sich nach den in den ,,Hinweisen zur Eingriffsregelung&quot; (LUNG 1999) genannten Kriterien. Danach ist die Kompensationswertzahl dem mittleren (oberen) Bereich der angegebenen Spanne zuzuordnen, wenn eines (zwei) der in Gliederungspunkt 2.6.1 der Anlage 10 ,,Wertigkeit geplanter Kom-
pensationsmaßnahmen&quot; benannten Kriterien für die Kompensationsmaßnahme erfüllt ist (sind). Bei der Neuanlage/ Ergänzung einer Baumreihe oder Allee und Pflanzung von Solitärbäumen in markanter Lage wird je nach Pflanzqualität und Kompensationswertzahl der Maßnahme ein Flächenäquivalent von 50 m² bis 87,5 m² pro Baum zugrunde gelegt. Der Wert ergibt sich aus dem in Anlage 11 der ,,Hinweise zur Eingriffsregelung&quot; (LUNG 1999) angegebenen Flächenäquivalent von 25 m² multipliziert mit der Kompensationswertzahl zwischen 2 und 3,5 (je nach Wertigkeit der Maßnahme). Die in Anlage 11 für die Anerkennung der Wertstufen zu erfüllenden Rahmenbedingungen sind im Genehmigungsbescheid abzusichern. Um auf armen Böden bessere Anwuchsbedingungen zu erzielen, ist dort ein geringerer Stammumfang von 14 bis 16 cm mit einer entsprechenden Bodenverbesserung vorzusehen. Sträucher sollten eine Mindestgröße von 60 bis 100 cm und Heister von 150 bis 200 cm aufweisen, um eine schnelle Landschaftsbildwirksamkeit zu erzielen. Dies gilt auch bei Waldpflanzungen. Bei Störungen der Kompensationsmaßnahme ist entsprechend der ,,Hinweise zur Eingriffsregelung&quot; zusätzlich ein Leistungsfaktor zu berücksichtigen. Beispiel: Als Kompensationsmaßnahme wird die Pflanzung einer 260 m langen, dreireihigen Feldhecke mit Überhältern angesetzt. Der Abstand zwischen den Gehölzreihen beträgt 1,50 m. Zu beiden Seiten der Pflanzung wird ein Saum von jeweils 3 m ausgebildet. Die Breite der Hecke beträgt demnach 9 m. Bei der Pflanzung von mehrreihigen Hecken mit Überhältern ist nach Tabelle 10 ein Wertfaktor von 2 anzusetzen. Die Kompensationswertzahl liegt demnach zwischen 2,0 und 3,5. Breite x Länge der Hecke x Kompensationswertzahl = Kompensationsflächenäquivalent 9 m × 260 m × 3,0 = 7 020 m² Aufgrund der überdurchschnittlichen qualitativen Ausprägung (Saum, Überhälter) und der Verbundfunktion wird der Kompensationswertzahl im oberen Bereich mit 3,0 angesetzt.
Qualitative Anforderung
Flächenäquivalent (Kompensationswertzahl × Fläche)
Flächengebundene Maßnahmen Wald u. Feldgehölz mit standortheimischen Baum- und Straucharten Flächenanteile: 40 % Sträucher (60 100 cm), 55 % 5-j. v. Sämlinge, 5% 2,0 ­ 3,5 × Grundfläche Heister (150 - 200 cm), Pflanzverband 1 x 1,5 m 4,0 ­ 5,0 x Grundfläche 2,0 ­ 3,5 × Grundfläche
Bruchwald (einschl. Wiederherstellung des natürlichen Wasserhaushaltes Feldhecken
Breite: mind. 3 Reihen, Sträucher (60 100 cm), in die mittlere Reihe alle 8 12 m einen Heister (200 - 250 cm), Pflanzverband 1 x 1,5 m Waldmantel, mindestens 10 m breit Flächenanteile: 60 % Sträucher (60 100 cm), 35 % 5-j. v. Sämlinge, 5 % Heister (150-200 cm), Pflanzverband 1 x 1,5 m Streuobstwiese Hochstamm, 12 - 14 cm StU, Pflanzverband 8 m x 10 m Umwandlung von Acker in naturnahes Lt. Förderrichtlinie naturschutzgerechte Grünland Grünlandnutzung M-V Vegetationsmanagement zur Neuanlage Entwicklungsziel lt. GLRP nach Abund Wiederherstellung historischer Land- stimmung mit UNB nutzungsformen (z. B. Seggenriede, Feuchtgrünland, Heiden, Magerrasen) Dauerhafte Sukzessionsfläche Nutzungsfreiheit Baumreihe und Allee Pflanzabstand in der Reihe 8 m ­ 12 m Hochstamm, 16 - 18 cm Stammumfang
2,0 × Grundfläche
1,5 × Grundfläche 1,0 ­ 1,5 × Grundfläche 1,0 ­ 3,5 × Grundfläche
1,0 ­ 1,5 × Fläche
2,0 ­ 3,5 x Fläche (25 m² Fläche/ Baum) 2,0 ­ 3,5 x Fläche (25 m² Fläche/ Baum)
Auf ärmeren Böden ist die Pflanzung kleinerer Qualitäten (14 - 16 cm Stammumfang) mit umfangreicher Bodenverbesserung sinnvoll.
Hochstamm 14 - 16 cm Stammumfang
3,5 x Fläche (25 m² Fläche/ Baum) Einzelbäume bzw. Baumgruppen in mar- Hochstamm 16 ­ 18 cm Stammumfang kanter, landschaftsprägender Solitärlage:
Zuordnung der Wertzahlen und Flächenäquivalente zu den wichtigsten Kompensationsmaßnahmetypen
6. Ausgleichszahlung Nach § 16 Abs. 7 LNatG M-V bemisst sich die Höhe der Ausgleichszahlung an den Kosten, die der Verursacher für Ersatzmaßnahmen aufzuwenden hätte. Als Kostenkomponenten sind dabei zu berücksichtigen: · · · · Planungs-, Verwaltungs- u. sonstige Kosten (Steuern und. Abgaben), Kosten für Herstellung, Pflege und Unterhaltung, Kosten für den Grunderwerb oder die dingliche Sicherung sowie Kosten für die Erfolgskontrolle.
Die Kosten für Planung, Verwaltung und Erfolgskontrolle werden pauschal mit 10 % der Kosten für Herstellung, Pflege und Unterhaltung (vgl. §§ 15 ­ 17 HOAI, Leistungsphasen 5 9) angesetzt. Für die bei der Berechnung der Ausgleichszahlung zu berücksichtigenden Kostenkomponenten werden für unterschiedliche Maßnahmentypen und unter Zugrundelegung ortsüblicher Grundstückspreise Durchschnittswerte ermittelt. Die Kosten für Herstellung, Pflege und Unterhaltung sind von der Art und Umfang der Maßnahme abhängig. Bei der Preisbildung ist ausschließlich von auf Gehölzpflanzungen ausgerichtete Maßnahmen auszugehen. Die nachfolgend aufgeführten Preise resultieren aus öffentlichen Ausschreibungen bzw. Auswertungen von Kostenkatalogen (STRAßENBAUVERWALTUNG 1997, BERGER &amp; ROTH 1994). Die Preise sind noch aktuell, da die Preisentwicklung in diesem Bereich in den letzten Jahren stagniert hat. Die DM-Preise wurden in Euro umgerechnet.
Pflanzung einer 3-reihigen Feldhecke (Kalkulationsgrundlage: 400 ­ 800 m) Pflanzverband: Reihenabstand 1,5 m, Abstand innerhalb der Reihe 1,0 m, innerhalb der mittleren Reihe alle 10 m ein Heister. Sträucher: 60 ­ 100 cm, 2 x verpflanzt Heister: 200 ­ 250 cm, 2 x verpflanzt. Sicherung der Heister mit schräg stehendem Pfahl. Wildschutzzaun (1,60 m Höhe). Bodenvorbereitung (bodenverbessernde Stoffe und organische Dünger einarbeiten), Liefern und Pflanzen der Gehölze, 3-jährige Pflege. Kosten (netto): 6,18 /m² (STRAßENBAUVERWALTUNG 1997) 6,02 /m² (BERGER &amp; ROTH 1994) Mittelwert 6,10 /m²
Entwicklung eines naturnahen Laubmischwaldes durch Sukzession (Kalkulationsgrundlage: 0,3 ­ 1 ha) Aushagerung im 1. Jahr durch Mahd. Schutzzaun zur angrenzenden Nutzung. Bodenvorbereitung, Initialpflanzung auf 10 % der Fläche mit Sträuchern (60 ­ 100 cm, 2 x verpflanzt) und Heistern (150 ­ 200 cm, 1-jährig, verpflanzt). Liefern und Pflanzen der Gehölze, 3-jährige Pflege. Kosten (netto): 1,97 /m²
Pflanzung eines naturnahen Laubmischwaldes (Kalkulationsgrundlage: 0,3 ­ 1 ha) Pflanzverband: Reihenabstand 1,5 m, Abstand innerhalb der Reihe 1,0 m, Pflanzung von Heistern im Kernbereich der Fläche. 40 % Sträucher: 60 ­ 100 cm, 2 x verpflanzt, 55 % 5-jährige, verpflanzte Sämlinge, 5 % Heister: 150 ­ 200 cm, 2 x verpflanzt. Sicherung der Heister mit schräg stehendem Pfahl. Wildschutzzaun (1,60 m Höhe). Bodenvorbereitung (bodenverbessernde Stoffe und organische Dünger einarbeiten), Liefern und Pflanzen der Gehölze, 3-jährige Pflege. Kosten (netto): 3,09 /m² (STRAßENBAUVERWALTUNG 1997) 1,99 /m² (BERGER &amp; ROTH 1994) Mittelwert 2,54 /m² 3-reihige Feldhecke Sukzession/Initialpflanzung Feldgehölz/Laubmischwald 6,10 /m² 1,97 /m² 2,54 /m²
Mittelwert Herstellungskosten: 3,54 /m² Für Grunderwerb können nach den Angaben des Statistischen Landesamtes MecklenburgVorpommern (1999) bei einer Flächengröße von 0,1 bis 1,0 ha landwirtschaftlicher Fläche mit einer durchschnittlichen Ertragsmesszahl von 37 (von 100) Kosten von 5.443,- DM/ha bis 8.456,- DM/ha angenommen werden. Dies entspricht einer Spanne von ca. 2.783,- /ha bis 4.323,- /ha. Um die Entwicklung bei den Grundstückspreisen zu berücksichtigen wird ein Preis von 5.000,- /ha angenommen. Die Höhe der Ausgleichszahlung ergibt sich aus folgenden Kostenkomponenten: · · · Planungsleistungen, Verwaltung und Erfolgskontrolle 10 % von 3,54 /m² Herstellung, Pflege und Unterhaltung Grunderwerb oder dingliche Sicherung Summe 0,35 /m² 3,54 /m² 0,50 /m² 4,39 /m²
Die Berechnung bezieht sich auf Kompensationsmaßnahmen mit Kompensationswertstufen von 1,0 bis 1,5 (Sukzession) und 2,0 bis 3,0 bzw. 3,5 (Gehölzmaßnahmen). Da es sich i. d. R. um kleinflächigere Maßnahmen handelt, wird ein durchschnittlicher Wert von 1,5 angesetzt. Das Flächenäquivalent bzw. der Ausgleichsbetrag/m² ist durch 1,5 zu teilen: 4,39 /m² : 1,5 = 2,93 /m² (für das Jahr 2003) Es ergibt sich somit unter Berücksichtigung der Kosten, die der Verursacher für Kompensationsmaßnahmen hätte aufwenden müssen, eine Ausgleichszahlung von 2,93 /m². Bei Berücksichtigung der allgemeinen Teuerungsrate von 2,5 % je Jahr sind 2005 3,08 /m² und 2006 3,16 /m² zu entrichten.
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Anlagen Mustergliederung Antennenträger, Masten, Schornsteine (außer WKA) Mustergliederung Windkraftanlagen
Anlage 8.1 Mustergliederung Antennenträger, Masten, Schornsteine (außer WKA) 1. 1.1 1.2 1.2.1 Vermeidung/Minderung Raumordnerische Abstimmung gemeinsamer Netzstandorte (nur für AT) (Gliederungspunkt 2.2)
Standortoptimierung auf (Bauleitplanungs-) und Genehmigungsebene (Gliederungspunkt 2.3.1)
Optimierung der Bauart (Gliederungspunkt 2.3.1)
Bestandserfassung Abgrenzung der visuellen Wirkzone (Gliederungspunkt 4.1.1) Abgrenzung und Bewertung homogener Landschaftsbildräume (Gliederungspunkte 3.1 und 4.1.2)
Erfassung eingriffsrelevanter Daten (Flora/ Fauna, Boden, Wasser, Klima und Luft)
3. 3.1 3.2 3.3 3.4 3.5.
Eingriffsbewertung Ermittlung der sichtverstellten, -verschatteten und -beeinträchtigten Bereiche
(Gliederungspunkt 4.1.3)
Ermittlung des Beeinträchtigungsgrades (Gliederungspunkt 4.1.4) Berücksichtigung von Konstruktionsmerkmalen, landschaftlichen Freiräumen und Vorbelastungen (Gliederungspunkte 4.1.2 ,4.1.4.3 und 4.1.4.4) Ermittlung des Kompensationsbedarfs Landschaftsbild (Gliederungspunkt 4.1.5) Ermittlung des Kompensationsbedarfs Fauna/ Flora und Boden (Gliederungspunkt 4.2)
Kompensationsmaßnahmen Darstellung der geplanten Kompensationsmaßnahmen (Gliederungspunkt 5.1) Darstellung der Anrechnung der geplanten Kompensationsmaßnahmen (Gliederungspunkt 5.2)
4.2.1 Maßnahmen zur Wiederherstellung des Landschaftsbildes 4.2.2 Maßnahmen zur Kompensation sonstiger Beeinträchtigungen (Hinweise zur Eingriffsregelung)
Gegenüberstellung von Eingriff ­ Kompensation Maßnahmen zur Erfolgssicherung (Hinweise zur Eingriffsregelung, Anlage 16,
Ziffer 4.)
Ausgleichszahlung nach §§ 15 Abs. 6 und 16 Abs. 7 und 8 LNatG M-V Zweckgebundene Verwendung der Ausgleichszahlung für Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege möglichst in der vom Eingriff betroffenen Landschaftszone und Hinweise zur Ermittlung der Höhe der ggf. erforderlichen Ausgleichszahlung (Gliederungspunkt 6)
Darstellung folgender Informationen in einer oder mehrerer Karte(n) · · · Landschaftsbildanalyse einschl. landschaftlicher Freiräume Landschaftsbildrelevante Strukturen und Vorbelastungen/ sichtverstellte und -verschattete Bereiche Kompensationsmaßnahmen
Anlage 8.2 Mustergliederung Windkraftanlagen 1. 1.1 1.2 Vermeidung/ Minderung Landesweit regionalplanerisch festgelegte Eignungsgebiete für Windenergienutzung (Gliederungspunkt 2.1) Standortoptimierung auf Bauleitplanungs- und Genehmigungsebene (Gliederungspunkt 2.3.2)
1.2.1 Optimale Ausnutzung der Eignungsgebiete 1.2.2 Bauart und Anzahl der WKA
Bestandserfassung Abgrenzung der visuellen Wirkzone in Abhängigkeit von der Höhe der WKA
(Gliederungspunkt 4.1.1)
Abgrenzung und Bewertung homogener Landschaftsbildräume (Gliederungspunkte 3.1 und 4.1.2)
Erfassung der Wert- und Funktionselemente Boden, Wasser, Klima und Luft
(Gliederungspunkt 3.2)
Erfassung der Artengruppen Vögel und Fledermäuse (Gliederungspunkt 3.3.2)
Ermittlung des Beeinträchtigungsgrades (Gliederungspunkt 4.1.4) Berücksichtigung von Konstruktionsmerkmalen, landschaftlichen Freiräumen und Vorbelastungen (Gliederungspunkte 4.1.2, 4.1.4.3 und 4.1.4.4) Ermittlung des Kompensationsbedarfes Landschaftsbild (Gliederungspunkte
4.1.5 und 4.1.6)
Ermittlung des Kompensationsbedarfes Fauna/ Flora und Boden (Gliederungspunkt 4.2)
Darstellung folgender Informationen in Kartenform · · · · Landschaftsbildanalyse einschl. landschaftlicher Freiräume Landschaftsbildrelevante Strukturen und Vorbelastungen/ sichtverstellte und -verschattete Bereiche, besondere Sichtbeziehungen evtl. faunistische Daten Kompensationsmaßnahmen
(Änderung PreschWEA-Druckfassung UM 05_06-06 11_15-08-06_1.­)

References: § 14
 § 15
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 § 2
 § 15
 § 16
 § 8
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