Source: http://www.verwaltung.uni-halle.de/KANZLER/ZGST/ABL/MAGISTER/Theol_hf.htm
Timestamp: 2018-01-23 00:19:03+00:00

Document:
12. Jahrgang, Nr. 10 vom 17. September 2002, S. 13
Fachspezifische Bestimmungen zur Magisterprüfungsordnung der Martin-Luther-Universität Halle–Wittenberg (Fächerkatalog)
der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg vom 15.05.2002
für das 2. Hauptfach „Evangelische Theologie“
(1) Gemäß § 2 Abs. 3 ist die Kenntnis einer alten Sprache (Latinum oder Graecum oder Hebraicum) gefordert. Für den Erwerb von Griechisch bzw. Hebräisch kann die Regelstudienzeit um ein Semester verlängert werden.
(2) Gemäß § 6 Abs. 3 dauert die mündliche Prüfung in der Regel 20 Minuten.
(3) Gemäß § 7 Abs. 1 können für Klausurarbeiten 3 Themen zur Auswahl gestellt werden.
(4) Gemäß § 7 Abs. 3 beträgt die Dauer der Klausurarbeiten 180 Minuten.
Zeugnis über die Ablegung der erforderlichen Sprachprüfung in Latein oder Griechisch oder Hebräisch;
Zwei Proseminarscheine, von denen mindestens einer benotet sein muss, wahlweise aus den Disziplinen Altes Testament oder Neues Testament und Kirchengeschichte oder Systematische Theologie oder Praktische Theologie.
(2) Gemäß § 16 sind zwei mündliche Prüfungen abzulegen, wobei jeweils eine Prüfung im Bereich Altes Testament oder Neues Testament und eine Prüfung im Bereich Kirchengeschichte oder Systematische Theologie zu wählen ist.
Die Zwischenprüfung soll innerhalb von vier Wochen abgeschlossen sein.
(1) Gemäß § 20 Abs. 2 gelten für die Magisterprüfung folgende Zulassungsvoraussetzungen:
Drei benotete Leistungsscheine (zwei Seminarscheine und eine Vorlesungsprüfung) aus verschiedenen Bereichen, wobei einer aus einem biblisch-exegetischen Fach (Altes Testament, Neues Testament) kommen muss.
Der Nachweis über erfolgreich abgelegte Bibelkundeprüfung (im Alten Testament oder Neuen Testament).
(2) Gemäß § 21 Abs. 1 besteht die Magisterprüfung aus zwei Klausuren und zwei mündlichen Prüfung aus jeweils verschiedenen Bereichen.
Bei der Anmeldung zur Prüfung ist anzugeben, welche Bereiche aus den Hauptdisziplinen a bis d und f für die Klausurarbeiten bzw. die mündliche Prüfung gewählt werden, wobei ein biblisches Fach zu berücksichtigen ist.
Die Klausurarbeiten erfolgen unter Aufsicht. Die Arbeitszeit beträgt für jede Klausur drei Stunden. Für die Klausurarbeiten werden jeweils drei Themen mit Angabe der Hilfsmittel zur Auswahl gestellt, von denen eins auszuwählen ist. Sie werden durch zwei Mitglieder des Prüfungsausschusses bewertet. Aus beiden Einzelbewertungen wird eine Gesamtnote gebildet.
Anforderungen bei den Klausuren:
In den biblischen Fächern sind anhand eines Bibeltextes Grundfragen der Einleitung, der biblischen Theologie und Zeitgeschichte zu behandeln.
In der Kirchen- und Dogmengeschichte sind Kenntnisse in Reformationsgeschichte und/oder einer anderen kirchengeschichtlichen Epoche nachzuweisen sowie die Fähigkeit, kirchen- und dogmengeschichtliche Fragen in ihrem Zusammenhang zu sehen.
In der Systematischen Theologie ist die Fähigkeit zur eigenständigen Bearbeitung grundlegender dogmatischer und/oder theologisch-ethischer Fragen zu erweisen.
In der Praktischen Theologie ist die Fähigkeit nachzuweisen, wichtige kirchliche Handlungsfelder in ihren gegenwärtigen Erscheinungsformen zu beschreiben, ihre Probleme zu diskutieren und Lösungsansätze zu entwickeln.
Die mündliche Prüfung umfasst zwei Fächer. Der Kandidat bzw. die Kandidatin wählt unter Ausschluss der für die Klausuren gewählten Fächer aus den Hauptdisziplinen:
Ökumenik und Allgemeine Religionsgeschichte.
Die zusätzliche Prüfung in den an der Theologischen Fakultät gelehrten Spezialfächern ist möglich. Eine solche Prüfung wird nicht in den Notendurchschnitt eingerechnet.
Anforderungen bei der mündlichen Prüfung:
Die mündliche Prüfung erstreckt sich jeweils auf das Grundwissen und ein selbstgewähltes Spezialgebiet:
in den Fächern Altes und Neues Testament Kenntnis von Inhalt und Aufbau der biblischen Bücher sowie zentraler Einzeltexte und wesentlicher thematischer Aussagen,
in der Kirchen- und Dogmengeschichte Überblick über den gesamten Verlauf und vertiefte Kenntnisse in einer Epoche,
in den Fächern Dogmatik und Ethik Kenntnis und Anwendungsvermögen der grundlegenden Probleme und Begriffe sowie Fähigkeiten zu ihrer theologiegeschichtlichen Einordnung,
im Fach Praktische Theologie ein Überblick über Bedingungen und Formen des Handelns im Auftrag der Kirche,
im Fach Ökumenik und Allgemeine Religionsgeschichte ein Überblick über Geschichte und gegenwärtigen Stand der ökumenischen Bewegung einschließlich der Grundfragen des interkonfessionellen und interreligiösen Dialogs.
(3) Gemäß § 21 Abs. 4 sind zuerst die Klausuren und dann die mündlichen Prüfungen zu erbringen. Die Prüfungen erfolgen am Ende des Semesters und sind in max. 4 Wochen abzuschließen.
Die fachspezifischen Bestimmungen für das 2. Hauptfach "Evangelische Theologie" treten zum 01.10.2002 in Kraft.

References: § 2
 § 6
 § 7
 § 7
 § 16
 § 20
 § 21
 § 21