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Timestamp: 2018-07-16 20:06:02+00:00

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Abfindung für Änderungskündigung
05.12.2007 14:16 |
Im Jahr 2003 wurde ich unter Anwendung eines Sozialplans "degradiert"
Der Wortlaut des Arbeitgebers ist wie folgt:
In Abänderung Ihres derzeit gültigen Arbeitsvertrages wird mit
Ihnen folgendes vereinbart:
....Als Ausgleich für die Ihnen zukünftig entgehenden Gehaltszahlungen erhalten Sie in Anwendung des Sozialplans eine Abfindung in Höhe von xxx.xxx Euro.
( Diese Abfindung bezieht sich auf 5 Jahre)
Die Abfindung wurde im Januar 2004 einmalig gezahlt und beträgt ca. 2 Jahresgehälter = Zusammenballung von Einkünften ???
Das Finanzamt lehnt eine verminderte Besteuerung dieser Abfindung ab, mit der Begründung: " Eine Entschädigung im Sinne
der § 24 Nr. 1a, §34 Abs. 1 und 2 EstG setzt voraus, dass das zugrunde liegende Arbeitsverhältnis beendet wird ( vgl. BFH,
BStBI II 2002, 181)
Da aber bereits meine Prämien für mehrere Jahre zu einem niedrigeren Steuersatz abgerechnet werden, verstehe ich nicht,
dass die Abfindung für mehrere Jahre voll versteuert werden soll.
Frage:1 Zieht die Fünftelregelung des § 34 EstG nur bei
Entschädigungen des §24 Nr. 1 a EstG?
Frage: 2 Steht mir die Fünftelregelung oder eine verminderte
Besteuerung zu?
Vielen Dank im voraus für eine Beantwortung. Ich habe noch 3 Wochen Zeit bei dem Finanzgericht zu klagen.
Frage: 3 Raten Sie zur Klage????
Die Fünftelregelung gilt für Entschädigungen i. S. des § 24 Nr. 1 EStG (§ 34 Abs. 2 Nr. 2 i. V. mit Abs. 1 EStG).
Eine begünstigte Entschädigung i. S. der Fünftelregelung setzt in der Tat voraus, dass das zugrunde liegende Arbeitsverhältnis beendet wird (BFH v. 10.10.2001, BStBl 2002 II S. 181).
Im vorliegenden Fall kann sich das Finanzamt m. E. jedoch nicht mit Erfolg auf den vom BFH entschiedenen Fall berufen.
Dort ging es um einen Betriebsübergang nach § 613a BGB, wo der neue Arbeitgeber in das bestehende Arbeitsverhältnis eingetreten und dieses damit nicht beendet worden ist.
Der Betriebsübergang hat dabei nach Ansicht hat des BFH nicht zur endgültigen Beendigung des bestehenden Arbeitsverhältnisses geführt; dieses wurde vielmehr gemäß § 613 a BGB mit einem neuen Arbeitgeber und mit teilweise geänderten Konditionen fortgesetzt. § 613 a BGB schütze den Bestand des bisherigen Arbeitsverhältnisses und führe zu dessen Fortsetzung.
Diese Grundsätze sind auf Ihren Fall jedoch keineswegs übertragbar, denn eine Änderungskündigung stellt arbeitsrechtlich eine echte Kündigung dar, verbunden mit dem Angebot des Abschlusses eines neuen Arbeitsvertrages zu geänderten Bedingungen.
Das ursprüngliche Arbeitsverhältnis ist damit zunächst einmal beendet worden, sodass die Vorgabe des BFH erfüllt ist und die Fünftelregelung Anwendung findet, da das Jahreseinkommen mit den außerordentlichen Einkünften (Abfindung) höher ist als das vergleichbare Jahreseinkommen des Vorjahres und die Abfindung zusammengeballt in einem Jahr gezahlt worden ist.
Sie sollten daher innerhalb der noch laufenden Klagefrist bei dem Finanzgericht Klage gegen die Einspruchsentscheidung einlegen.
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References: § 24
 §34
 § 34
 §24
 § 24
 § 613
 § 613
 § 613