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Timestamp: 2016-10-24 05:23:19+00:00

Document:
5A_426/2012 (18.07.2012)
5A_426/2012
Vormundschaftsbeh�rde A.________.
A.a X.________ (Mutter) und Z.________ (Vater) sind die nicht verheirateten Eltern von Y.________ (geb. xxxx 1997). Der Vater verf�gt �ber das alleinige Sorgerecht. Im Juni 2008 setzte sich die Mutter mit dem Kind nach Italien ab; im Jahr 2009 konnte das Kind indes in die Schweiz zur�ckgef�hrt werden. Dieser Vorfall veranlasste das Bundesamt f�r Justiz zur Empfehlung eines begleiteten Besuchsrechts der Mutter. Am 27. April 2009 wurde �ber Y.________ eine Beistandschaft im Sinn von Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB errichtet. Der Junge ist nunmehr in der Schul- und Hausgemeinschaft B.________ untergebracht. In der Folge versuchte die Vormundschaftsbeh�rde A.________ das Besuchsrecht der Mutter im Einvernehmen mit den Beteiligten zu regeln. Eine 2009 ausgearbeitete Besuchsrechtsvereinbarung wurde aber nie verbindlich. Die Kontakte mit der Mutter verliefen nicht immer optimal; �berdies liess die Mutter Besuchstage unentschuldigt aus.
A.b Mit Zirkular-Erledigungsbeschluss vom 1. Juli 2011 r�umte die Vormundschaftsbeh�rde der Mutter das Recht ein, ihren Sohn pro Ferienperiode der Schul- und Hausgemeinschaft B.________ an einem Tag zwei Stunden in der "C.________" unter Beisein einer dritten Person zu besuchen. Der Mutter wurde die Weisung erteilt, die Besuche allein ohne weitere Familienangeh�rige vorzunehmen. Die Beist�ndin wurde angewiesen, das Besuchsrecht zu �berwachen, insbesondere die Bedingungen f�r eine im wohlverstandenen Interesse des Kindes gelegene Durchf�hrung des Besuchsrechts f�r alle Beteiligten verbindlich festzulegen und der Vormundschaftsbeh�rde bis zum 31. M�rz 2012 einen Verlaufsbericht �ber das Besuchsrecht einzureichen, eventuell bereits vorher Antrag �ber die �nderung der Massnahme zu stellen.
Eine gegen diesen Entscheid der Vormundschaftsbeh�rde erhobene Beschwerde der Mutter wies das Departement f�r Justiz und Sicherheit des Kantons Thurgau mit Entscheid vom 21. Dezember 2011 ab. Das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau gab seinerseits der von der Mutter gegen den Departementsentscheid erhobenen Verwaltungsgerichtsbeschwerde nicht statt (Entscheid vom 25. April 2012).
Die Mutter hat gegen den ihr am 22. Mai 2012 in voller Ausfertigung zugestellten Entscheid des Verwaltungsgerichts am 4. Juni 2012 (Postaufgabe) beim Bundesgericht Beschwerde in Zivilsachen erhoben. Sie ersucht darum, "eine ehrliche und vollst�ndige Weisung /Beschluss /Entscheid der Beschwerdef�hrerin darzulegen und danach zu vollziehen, vor allem, was die Besuchsrechtsregelung betrifft" (Antrag 1). Ferner verlangt sie sinngem�ss die Absetzung der Beist�ndin (Antrag 2) und die Anh�rung ihres Sohnes durch den Jugendrichter (Antrag 3); schliesslich verlangt sie eine Ausweitung des Besuchsrechts (Ferienrecht, Antrag 4).
1.1 Auf den Antrag, s�mtliche Beist�nde abzusetzen (Antrag 2) ist nicht einzutreten, war doch dieser Punkt nicht Gegenstand des verwaltungsgerichtlichen Verfahrens.
1.2 Nicht einzutreten ist sodann auf die erg�nzenden, ebenfalls rechtzeitig eingereichten, aber in keiner der Amtssprachen (Art. 54 Abs. 1 BGG) verfassten Eingaben der Beschwerdef�hrerin vom 10. Juni 2012 (Art. 54 Abs. 4 i.V.m. Art. 42 Abs. 5 und 6 BGG).
1.3 In der Beschwerde ist in Auseinandersetzung mit den Erw�gungen des angefochtenen Entscheids darzulegen, welche Rechte der beschwerdef�hrenden Partei durch das kantonale Gericht verletzt worden sind (Art. 42 Abs. 2 BGG; BGE 134 II 244 E. 2.1 S. 245), wobei eine allf�llige Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte vom Bundesgericht nicht von Amtes wegen gepr�ft wird, sondern nur dann, wenn solche R�gen in der Beschwerdeschrift ausdr�cklich erhoben und begr�ndet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 135 III 232 E. 1.2 S. 234). Wird eine Sachverhaltsfeststellung beanstandet, muss in der Beschwerdeschrift dargelegt werden, inwiefern diese Feststellung willk�rlich oder durch eine andere Rechtsverletzung im Sinn von Art. 95 BGG (z.B. Art. 29 Abs. 2 BV oder Art. 8 ZGB) zustande gekommen ist (vgl. BGE 133 II 249 E. 1.2.2 und 1.4.3 S. 255) und inwiefern die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 in fine BGG; BGE 135 I 19 E. 2.2.2 S. 22). Auf rein appellatorische Kritik am Sachverhalt tritt das Bundesgericht nicht ein.
Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, es seien diverse Besuchsrechtsregelungen vorhanden, jedoch werde keine vollzogen. Nach den Ausf�hrungen des angefochtenen Entscheids ist aktenkundig, dass die Beschwerdef�hrerin ihren Sohn am 12. Oktober 2011, 19. Dezember 2011 und am 28. Januar 2012 getroffen hat. Die Beschwerdef�hrerin geht somit nicht auf die Erw�gungen des angefochtenen Entscheids ein und legt damit nicht rechtsgen�glich dar, inwiefern Bundesrecht verletzt worden sein soll. Soweit die Beschwerdef�hrerin behauptet, ihren Sohn am 19. Dezember 2011 nicht getroffen zu haben ist darauf nicht einzutreten, zumal sie nicht darlegt, inwiefern die Vorinstanz den Sachverhalt in Missachtung von Art. 9 BV oder in Verletzung einer anderen bundesrechtlichen Vorschrift festgestellt haben soll (E. 1.3).
Die Beschwerdef�hrerin verlangt die Anh�rung ihres Sohnes durch den Jugendrichter und r�gt damit sinngem�ss eine Verletzung des Anh�rungsrechts des Kindes durch die kantonalen Instanzen. Das Verwaltungsgericht h�lt dazu fest, dass der Sohn der Parteien im Zuge des erstinstanzlichen Verfahrens am 10. Juli 2011 von der Sekret�rin der Vormundschaftsbeh�rde zum geplanten und schliesslich angeordneten begleiteten Besuchsrecht angeh�rt worden ist. Die Beschwerdef�hrerin geht auf diese Erw�gung nicht rechtsgen�glich ein (E. 1.3). Sie legt insbesondere nicht rechtsgen�glich dar, inwiefern mit der Ber�cksichtigung der allein durch die Sekret�rin der Vormundschaftsbeh�rde vorgenommenen Anh�rung des Sohnes der Parteien Bundesrecht verletzt worden sein soll. Darauf ist nicht einzutreten.
Im �brigen setzt sich die Beschwerdef�hrerin nicht mit den Erw�gungen des angefochtenen Entscheids auseinander. Indem sie einfach behauptet, der Sachverhalt sei unkorrekt festgestellt worden, legt sie nicht dar, inwiefern dieser willk�rlich (Art. 9 BV) oder in Verletzung von Vorschriften des Bundesrechts festgestellt worden sein soll. Auf die insoweit ungen�gend begr�ndete Beschwerde ist nicht einzutreten.
Auf die offensichtlich ungen�gend begr�ndete und damit unzul�ssige Beschwerde ist somit in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG durch den Einzelrichter nicht einzutreten.
Da keine Gerichtskosten erhoben werden, die Beschwerdef�hrerin keinen Anwalt mit der Wahrung ihrer Interessen betraut hat und ihr somit insoweit keine ausgewiesenen Kosten entstanden sind, wird das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gegenstandslos.
Dieses Urteil wird den Parteien, der Vormundschaftsbeh�rde A.________ und dem Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 308
 Art. 42
 BGE 
 BGE 
 Art. 95
 Art. 29
 Art. 8
 BGE 
in fine
 BGE 
 Art. 9
 Art. 108