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Timestamp: 2020-04-06 04:31:55+00:00

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Gesetz über die Beaufsichtigung der Versicherungsunternehmen, §96 VAG 2016, §97 VAG 2016, §98 VAG 2016, §99 VAG 2016, §100 VAG 2016, §101 VAG 2016, §102 VAG 2016, §103 VAG 2016, §104 VAG 2016, §105 VAG 2016, §106 VAG 2016, §107 VAG 2016, §108 VAG 2016, §109 VAG 2016, §110 VAG 2016 | mit Referenzen
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Gesetz über die Beaufsichtigung der Versicherungsunternehmen (VAG 2016) : Solvabilitätskapitalanforderung
(1) Die Solvabilitätskapitalanforderung kann mit Hilfe einer Standardformel oder eines internen Modells ermittelt werden. In beiden Fällen gelten für die Ermittlung der Solvabilitätskapitalanforderung die Vorschriften des § 97
§ 97 Berechnung der Solvabilitätskapitalanforderung § 97 Berechnung der Solvabilitätskapitalanforderung
(2) Die Solvabilitätskapitalanforderung muss so kalibriert werden, dass alle quantifizierbaren Risiken, denen ein Versicherungsunternehmen ausgesetzt ist, widergespiegelt werden. Dabei sind sowohl der aktuelle Geschäftsumfang als auch die in den nächsten zwölf Monaten erwarteten neuen Geschäfte zugrunde zu legen. In Bezug auf den aktuellen Geschäftsumfang deckt die Solvabilitätskapitalanforderung nur unerwartete Verluste ab. Sie entspricht dem Value-at-Risk der Basiseigenmittel eines Versicherungsunternehmens zu einem Konfidenzniveau von 99,5 Prozent über einen Zeitraum von einem Jahr.
(3) Der Betrag der Solvabilitätskapitalanforderung hat mindestens die folgenden Risiken abzudecken:
Das operationelle Risiko umfasst auch Rechtsrisiken. Es umfasst jedoch weder Reputationsrisiken noch Risiken, die sich aus strategischen Entscheidungen ergeben.
der Basissolvabilitätskapitalanforderung gemäß den §§ 100 bis 106
§100-§106 §100-§106
(1) Die Basissolvabilitätskapitalanforderung umfasst einzelne Risikomodule, die gemäß der Anlage 3 aggregiert werden. Sie umfasst mindestens die folgenden Risikomodule:
Versicherungsgeschäfte sind demjenigen versicherungstechnischen Risikomodul zuzuweisen, das der technischen Wesensart der zugrunde liegenden Risiken am besten entspricht.
(3) Jedes der in Absatz 1 genannten Risikomodule wird unter Verwendung des Risikomaßes Value-at-Risk zu dem Konfidenzniveau von 99,5 Prozent über den Zeitraum von einem Jahr kalibriert. Gegebenenfalls sind Diversifikationseffekte beim Aufbau der Risikomodule zu berücksichtigen.
(1) Das Marktrisikomodul deckt das Risiko ab, das sich ergibt aus der Höhe oder der Volatilität der Marktpreise von Finanzinstrumenten, die sich auf die Bewertung des Vermögens und der Verbindlichkeiten des Unternehmens auswirken. Es hat die strukturelle Inkongruenz zwischen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, insbesondere bezüglich deren Laufzeit, angemessen widerzuspiegeln.
(2) Das Marktrisikomodul wird gemäß der Anlage 3 berechnet als eine Kombination der Kapitalanforderungen im Hinblick auf die Sensitivität der Werte von Vermögensteilen, Verbindlichkeiten und Finanzinstrumenten in Bezug auf mindestens folgende Veränderungen:
Zusätzliche Risiken, die entweder durch eine mangelnde Diversifikation des Anlageportfolios oder durch eine hohe Exponierung gegenüber dem Ausfallrisiko eines einzelnen Wertpapieremittenten oder einer Gruppe verbundener Emittenten bedingt sind (Marktrisikokonzentrationen), sind ebenfalls zu berechnen.
(2) Die Anpassung der gemäß § 100 Absatz 3 kalibrierten Standardkapitalanforderung für Aktienanlagen wird als Funktion der aktuellen Höhe eines geeigneten Aktienindexes und eines gewichteten Durchschnitts dieses Indexes berechnet. Der gewichtete Durchschnitt wird über einen angemessenen Zeitraum ermittelt, der für alle Versicherungsunternehmen gleich ist.
der Kapitalanforderung für das operationelle Risiko gemäß § 107
§ 107 Kapitalanforderung für das operationelle Risiko § 107 Kapitalanforderung für das operationelle Risiko
der Anpassung für die Verlustausgleichsfähigkeit der versicherungstechnischen Rückstellungen und latenten Steuern gemäß § 108
§ 108 Anpassung für die Verlustausgleichsfähigkeit der versicherungstechnischen Rückstellungen und latenten Steuern § 108 Anpassung für die Verlustausgleichsfähigkeit der versicherungstechnischen Rückstellungen und latenten Steuern
(2) Die Korrelationskoeffizienten für die Aggregation der in Absatz 1 genannten Risikomodule und die Kalibrierung der Kapitalanforderungen für jedes Risikomodul müssen zu einer Gesamtsolvabilitätskapitalanforderung führen, die den in § 97
genannten Prinzipien genügt.
(4) Der Aufbau und die Spezifikationen für die Risikomodule müssen für alle Versicherungsunternehmen sowohl im Hinblick auf die Basissolvabilitätskapitalanforderung als auch im Hinblick auf Berechnungsvereinfachungen gemäß § 109 Absatz 1
§ 109 Abweichungen von der Standardformel § 109 Abweichungen von der Standardformel , Abs. 1
(1) Versicherungsunternehmen können eine vereinfachte Berechnung für ein Untermodul oder Risikomodul verwenden, wenn Art, Umfang und Komplexität der Risiken dies rechtfertigen und es unverhältnismäßig ist, von dem Versicherungsunternehmen insoweit die Anwendung der Standardberechnung zu verlangen. Die vereinfachten Berechnungen müssen gemäß § 97 Absatz 2 kalibriert werden.
(2) Mit Genehmigung der Aufsichtsbehörde können Versicherungsunternehmen bei der Berechnung der versicherungstechnischen Module eine Untergruppe von Parametern durch unternehmensspezifische Parameter ersetzen. Derartige Parameter werden auf der Grundlage interner Daten des Unternehmens oder auf der Grundlage von Daten, die direkt für die Geschäfte dieses Unternehmens relevant sind, unter Verwendung standardisierter Methoden kalibriert. Die verwendeten Daten müssen genau, vollständig und angemessen sein.
alle sonstigen Kreditrisiken, die nicht vom Spread-Risiko gemäß § 104 Absatz 2 Satz 1 Nummer 4
§ 104 Marktrisikomodul § 104 Marktrisikomodul , Abs. 2, Satz. 1
(2) Die Anpassung der gemäß § 100 Absatz 3
§ 100 Aufbau der Basissolvabilitätskapitalanforderung § 100 Aufbau der Basissolvabilitätskapitalanforderung , Abs. 3
kalibrierten Standardkapitalanforderung für Aktienanlagen wird als Funktion der aktuellen Höhe eines geeigneten Aktienindexes und eines gewichteten Durchschnitts dieses Indexes berechnet. Der gewichtete Durchschnitt wird über einen angemessenen Zeitraum ermittelt, der für alle Versicherungsunternehmen gleich ist.
(1) Die Kapitalanforderung für das operationelle Risiko deckt operationelle Risiken ab, soweit diese nicht bereits in den in § 100
§ 100 Aufbau der Basissolvabilitätskapitalanforderung § 100 Aufbau der Basissolvabilitätskapitalanforderung
genannten Risikomodulen berücksichtigt werden. Sie ist gemäß § 97 Absatz 2
§ 97 Berechnung der Solvabilitätskapitalanforderung § 97 Berechnung der Solvabilitätskapitalanforderung , Abs. 2
(1) Die in § 99 Nummer 3
§ 99 Struktur der Standardformel § 99 Struktur der Standardformel
genannte Anpassung für die Verlustausgleichsfähigkeit der versicherungstechnischen Rückstellungen und latenten Steuern berücksichtigt den möglichen Ausgleich unerwarteter Verluste durch eine gleichzeitige Verringerung der versicherungstechnischen Rückstellungen, der latenten Steuern oder eine Kombination von beidem.
(1) Versicherungsunternehmen können eine vereinfachte Berechnung für ein Untermodul oder Risikomodul verwenden, wenn Art, Umfang und Komplexität der Risiken dies rechtfertigen und es unverhältnismäßig ist, von dem Versicherungsunternehmen insoweit die Anwendung der Standardberechnung zu verlangen. Die vereinfachten Berechnungen müssen gemäß § 97 Absatz 2
Ist die Berechnung der Solvabilitätskapitalanforderung nach der Standardformel nicht zweckmäßig, weil das Risikoprofil des Versicherungsunternehmens wesentlich von den der Standardformel zugrunde gelegten Annahmen abweicht, kann die Aufsichtsbehörde dem Unternehmen aufgeben, bei der Berechnung der versicherungstechnischen Risikomodule eine Untergruppe der für die Standardformel verwendeten Parameter durch unternehmensspezifische Parameter zu ersetzen. Bei der Berechnung dieser spezifischen Parameter hat das Unternehmen die Anforderungen des § 97 Absatz 2
und des § 109 Absatz 2 Satz 2 und 3
§ 109 Abweichungen von der Standardformel § 109 Abweichungen von der Standardformel , Abs. 2
§ 97 Berechnung der Solvabilitätskapitalanforderung§ 97 Berechnung der Solvabilitätskapitalanforderung
§ 109 Abweichungen von der Standardformel§ 109 Abweichungen von der Standardformel, Abs. 1
§ 104 Marktrisikomodul§ 104 Marktrisikomodul, Abs. 2, Satz. 1
§ 100 Aufbau der Basissolvabilitätskapitalanforderung§ 100 Aufbau der Basissolvabilitätskapitalanforderung, Abs. 3
§ 100 Aufbau der Basissolvabilitätskapitalanforderung§ 100 Aufbau der Basissolvabilitätskapitalanforderung
§ 97 Berechnung der Solvabilitätskapitalanforderung§ 97 Berechnung der Solvabilitätskapitalanforderung, Abs. 2
§ 99 Struktur der Standardformel§ 99 Struktur der Standardformel
§ 109 Abweichungen von der Standardformel§ 109 Abweichungen von der Standardformel, Abs. 2
§100-§106§100-§106
§ 107 Kapitalanforderung für das operationelle Risiko§ 107 Kapitalanforderung für das operationelle Risiko
§ 108 Anpassung für die Verlustausgleichsfähigkeit der versicherungstechnischen Rückstellungen und latenten Steuern§ 108 Anpassung für die Verlustausgleichsfähigkeit der versicherungstechnischen Rückstellungen und latenten Steuern

References: §96
 §97
 §98
 §99
 §100
 §101
 §102
 §103
 §104
 §105
 §106
 §107
 §108
 §109
 §110
 § 97

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§100
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 § 108

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§ 109

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§ 100

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§ 109

§100

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