Source: http://www.boschpartner.de/arbeitsbereiche/umweltinformation/umweltbeobachtung/
Timestamp: 2017-10-18 05:44:05+00:00

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Umweltbeobachtung -
Arbeitsbereich Umweltbeobachtung
Die Umweltbeobachtung ist gemäß § 12 BNatSchG gesetzliche Aufgabe des Bundes und der Länder im Rahmen ihrer Zuständigkeiten. Dabei sind der Zustand des Naturhaushalts und seine Veränderungen, die Folgen solcher Veränderungen, die Einwirkungen auf den Naturhaushalt und die Wirkungen von Umweltschutzmaßnahmen auf den Zustand des Naturhaushalts zu ermitteln, auszuwerten und zu bewerten.
Bis Anfang der 1990er Jahre war die Umweltbeobachtung insbesondere von sektoralen Ansätzen geprägt. Mit der 1990 vom Rat von Sachverständigen für Umweltfragen in seinem “Sondergutachten zur allgemeinen ökologischen Umweltbeobachtung” formulierten Anforderung, die Umweltbeobachtung stärker ökosystemar zu konzipieren und mit stärker medien- und sektorübergreifenden Ansätzen auch frühzeitiger Umweltprobleme erkennen zu können, kam es in Deutschland zu einer Intensivierung der politischen Debatte um eine Optimierung und Effektivierung der Umweltbeobachtung bei Bund und Ländern, inkl. der Erleichterung des Datenflusses zwischen Ländern, Bund und Europäischer Union. Diese Diskussion führte u.a. zu einer stärkeren Akzentuierung der Umweltbeobachtung in der Novelle des BNatSchG im Jahr 2002.
Seit 2004 ist die Umsetzung der Umweltbeobachtung nach §12 BNatschG auch im Zusammenhang mit der Überwachung im Rahmen der (Strategischen) Umweltprüfung nach § 14m UVPG, § 9 Abs. 4 ROG sowie § 4c BauGB zu betrachten. Danach müssen die zuständigen Behörden die erheblichen Umweltauswirkungen, die im Zusammenhang mit der Durchführung bestimmter Pläne und Programme (z. B. Hochwasserrisikomanagement-Pläne, Raumordnungspläne, Bauleitpläne) eintreten, frühzeitig ermitteln, um geeignete Maßnahmen zur Abhilfe ergreifen zu können. Zwischen Umweltbeobachtung und der planbezogenen Überwachung im Rahmen der (Strategischen) Umweltprüfung gibt es sinnvolle Schnittstellen: So kann die planbezogene Überwachung sinnvollerweise Daten aus den Umweltbeobachtungen des Bundes und der Länder z. B. zur Beschreibung von Referenzzuständen nutzen. Sie kann aber auch Daten aus eigenen Erhebungen in die landesweite Umweltbeobachtung einfließen lassen.
Die Bosch & Partner GmbH kann in der Umweltbeobachtung auf einen mehr als 20-jährigen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Die politische und wissenschaftliche Diskussion um die Neuausrichtung der Umweltbeobachtung in Nachfolge des Gutachtens des Rats von Sachverständigen für Umweltfragen 1990 haben wir mit unseren F+E-Vorhaben zur ökosystemaren Umweltbeobachtung erheblich mitgeprägt. Seit der Festsetzung der Umweltüberwachung im BauGB machen wir uns diese Erfahrungen nun auch für unsere Arbeitsfelder der Umweltprüfung zunutze.
Wir beraten Sie beim Aufbau von Umweltbeobachtungsprogrammen und der Entwicklung von Umweltbeobachtungskonzepten.
Wir sind selbst in der Datenerhebung im Rahmen von Projekten der Umweltbeobachtung, der Umweltüberwachung und der Erfolgskontrolle aktiv.
Wir entwickeln planbezogene Überwachungsmaßnahmen im Rahmen der (Strategischen) Umweltprüfung.
Wir unterstützen die Identifikation von Schnittstellen unterschiedlicher Monitoringaktivitäten für die Entwicklung kombinierter Monitoringansätze für unterschiedliche Aufgaben.
Projektbeispiele zur Umweltbeobachtung
In der Erstellung von Umweltbeobachtungskonzepten, der Umsetzung von Programmen der Umweltbeobachtung und der Erfolgskontrollen sowie im SUP-Monitoring können wir unsere Tätigkeit auf einen reichen Erfahrungsschatz stützen:
Im Copernicus-Programm der EU-KOM werden seit 1998 Erdbeobachtungsdaten erhoben, verarbeitet und bereitgestellt, um umwelt- und sicherheitsrelevante Fragestellungen zum Status der Erde zu untersuchen. Mehr...
Pilothafte Umsetzung der ökosystemaren Umweltbeobachung / Rhön
Aufbauend auf wissenschaftlichen Vorarbeiten entwickelte die Bosch & Partner GmbH das Konzept der ökosystemaren Umweltbeobachtung von einer anfänglich abstrakten Vorstellung zu einem konkreten Instrument mit Parametersätzen und Methodenbaukasten. Mehr...
Erfolgskontrolle der Renaturierung land- und forstwirtschaftlich genutzter Hoch- und Übergangsmoorflächen
Im Rahmen eines langjährigen Monitoringprogramms erfasste die Bosch & Partner GmbH in Zusammenarbeit mit weiteren Spezialisten stoff- und wasserhaushaltliche sowie biotische Veränderungen nach der Renaturierung eines land- und forstwirtschaftlich genutzten Hoch- und Übergangsmoorkomplexes. Mehr...
Solarpark „Turnow-Preilack“ - Monitoring für die Artenschutz- und Kompensationsmaßnahmen für den Solarpark „Turnow-Preilack“
Auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Lieberose im südlichen Brandenburg wurde der auf 53 MW ausgelegte Solarpark Turnow-Preilack I auf rd. 160 ha realisiert. Das bis zum Jahre 2017 ausgelegte Monitoring soll für die Pflege- und Entwicklungszonen und Kompensationsflächen die Effektivität der Maßnahmen prüfen. Mehr...
Ziel der Studie war die Ermittlung von Synergien beim Monitoring im Rahmen der Strategischen Umweltprüfung (SUP) zwischen der Ebene des Regionalen Flächennutzungsplans (RegFNP) und der kommunalen Ebene. Zentrale Ergebnisse des Vorhabens sind ein Muster-Gesprächsleitfaden und ein Vorschlag für ein Abfragetableau für das kommunale SUP-Monitoring.
Hanusch M. 2010
SUP-Monitoring in der Regionalplanung – Beispiele aus Hessen und Sachsen. UVP-report 4/2009: 223-231.
Hanusch M. 2009
SUP-Monitoring in der Regionalplanung. Erich Schmidt Verlag. Berlin, 266 S.
Hanusch M., Glasson J. 2008
Much ado about SEA/SA monitoring: the performance of English Regional Spatial Strategies, and some German comparisons. Environmental Impact Assessment Review. 28/8: 601-617.
Hanusch, M., Eberle, D., Jacoby, Ch., Schmidt, C., Schmidt, P. (2007)
Umweltprüfung in der Regionalplanung – Arbeitshilfe zur Umsetzung des § 7 Abs. 5 bis 10 ROG. E-Paper der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL). Hannover.
Bovet J., Hanusch M. 2006
Monitoring in der Raumordnungsplanung – Die Überwachung der erheblichen Auswirkungen der Durchführung von Regionalplänen auf die Umwelt. Deutsches Verwaltungsblatt. 21/2006: 1345-1355.
Meyer U., Schönthaler K. 2004
Die Anwendung von Zielen und Indikatoren im Rahmen der ökosystemaren Umweltbeobachtung. In: Wiggering H., Müller F. Umweltziele und Indikatoren - Wissenschaftliche Anforderungen an ihre Festlegung und Fallbeispiele, GUG-Schriftenreihe "Geowissenschaften und Umwelt". Berlin Heidelberg: 535-554.
Mattern k., Hain B., Schönthaler K. 2003
Ökosystemare Umweltbeobachtung. In: Deutsches MAB-Nationalkomitee (Hrsg.): Voller Leben. UNESCO-Biosphärenreservate - Modellregionen für eine nachhaltige Entwicklung. ISBN 3-540-20080-0, Berlin: 233-245.
Integrated Environmental Monitoring – an Ecosystem Based Approach. In: German MAB National Committee (Ed.): Full of life. UNESCO Biosphere Reserves – Model Regions for Sustainable Development. ISBN 3-540-20077-0, Berlin: 122-128.
Ökosystemare Umweltbeobachtung - Vom Konzept zur Umsetzung. Broschüre zum F+E-Vorhaben. Umweltbundesamt & Bayerisches Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen (Hrsg.). ISBN 3-910088-65-1 (deutsch und englisch), Schweinfurt, 35 S.
Schönthaler K. 2001
Raumbezug in der ökosystemaren Umweltbeobachtung; Anforderungen an die modellhafte Umsetzung im Biosphärenreservat Rhön; Umweltchem Ökotox 13 (2): 107-116.
Schönthaler K., Köppel J. 1999
Modellhafte Umsetzung der ökosystemaren Umweltbeobachtung in der Rhön - Bestandteil des Konzeptes Ökologische Umweltbeobachtung des Bundes und der Länder. In: Blaschke (Hrsg.) 1999: Umweltmonitoring und Umweltmodellierung - GIS und Fernerkundung als Werkzeug einer nachhaltigen Entwicklung, Heidelberg: 23-37.
Schönthaler K., Kerner F.-H., Köppel J., Spandau L. 1999
Concept for Integrated Environmental Monitoring - Scientific Approach, UBA-Texte 55/99, Berlin.
Schönthaler K., Kerner F.-H., Köppel J., Spandau L. 1997
Konzeption für eine Ökosystemare Umweltbeobachtung - Wissenschaftlich-fachlicher Ansatz, UBA-Texte 32/97, Berlin.
Schönthaler K., Kerner F.-H., Köppel J., Spandau L. (1996)
Konzeption für die Ökologische Umweltbeobachtung in Biosphärenreservaten - Statusbericht. In: Erdmann K.-H., Nauber, J. (Hrsg.): Beiträge zur Ökosystemforschung und Umwelterziehung, MAB-Mitteilungen 38, Bonn: 145-150.
Marika Bernrieder
Vortrag zur Projektumsetzung sowie Konzeption und Organisation der Fachtagung Moor-Monitoring Mooseurach 1993-2010 in Zusammenarbeit mit der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und der Heidehof Stiftung GmbH, 14.10.2011, Königsdorf
SUP-Monitoring in der Raumordnungsplanung
Seminare: Monitoring und Erfolgskontrolle - Teil 1 der Naturschutz-Akademie Hessen, 09.02.2010.
Monitoring in der Strategischen Umweltprüfung
im Soziogeographischen Forschungsseminar der Universität Leipzig, 09.07.2008, Leipzig
Monitoring environmental impacts of regional plans
2nd International Congress on Environmental Planning and Management, 5.-10.08.2007, Technische Universität Berlin
Monitoring nach der Wasserrahmenrichtlinie am Beispiel der Flussgebietseinheit Elbe
UVP-Kongress, 14./15.09.2006, Paderborn
SEA monitoring of spatial plans in Germany
Special Conference on Strategic Environmental Assessment (SEA) der International Association for Impact Assessment, 26.-30.09.2005, Prag

References: § 12
 §12
 § 14
 § 9
 § 4
 § 7