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Timestamp: 2020-02-20 04:43:16+00:00

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ePaper Landschaft Bauen & Gestalten - 2020-01
Bundesverband G ar ten-, Landschafts- und Spor tplatzbau e. V. · www.galabau.de Einzelpreis 4 € ISSN 1432-7953 Z 8422 E 01 I 2020 I 53. Jahrgang Januar 2020 Gespräche mit Spitzenpolitikern Bei den Parteitagen von CDU und SPD Seite 4 BGL launcht GaLaBau-Blog Unternehmer berichten von innovativen Projekten Seite 8 Prämierte Gärten in Sachsen Verband vergibt Preise in drei Kategorien Seite 22 Im kleinen Hausgarten Gestalten mit Bäumen Seite 10
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Inhalt | 3 Titelthema 10 Gestalten mit Bäumen im kleinen Hausgarten Dr. Philipp Schönfeld von der LWG Veitshöchheim plädiert dafür, auch in kleinen Hausgärten Bäume zu pflanzen und gibt Tipps, welche Sorten sich dafür eignen und was bei der Pflanzung zu beachten ist. 4 Auf den Parteitagen von CDU und SPD Auf den richtungsweisenden Parteitagen von CDU und SPD haben die Landschaftsgärtner mit zahlreichen Politikern über aktuelle Branchenthemen gesprochen, unter anderem mit CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak. 8 Neuer GaLaBau-Blog Im neuen GaLaBau-Blog werden Unter- nehmerinnen und Unternehmer aus den zwölf Landes verbänden mit ihren innovativen Projekten und Maßnahmen vorgestellt: www.galabau-blog.de 22 Kreative Gestaltungsvielfalt Herausragende landschaftsgärtnerische Leistungen in Privatgarten und öffent- lichem Freiraum wurden mit dem „Preis des sächsischen Garten- und Landschaftsbaus“ ausgezeichnet. 32 Warm durch den Winter Aus der neuen Kollektion: Die Stretch-Jacken und Strickjacken in frischem „GaLaBau green“ gibt es auch in Damenpassform. Inhalt 01 | 2020 m i e h h c ö h s t i e V G W L : o t o f l e t i T Aktuell 4 Landschaftsgärtner auf dem CDU-Parteitag 6 Landschaftsgärtner auf dem SPD-Parteitag 8 BGL launcht GaLaBau-Blog 9 Vorerst keine Maut für leichte Nutzfahrzeuge 9 Keine Städtebauförderung ohne Stadtgrün Thema des Monats 10 Gestalten mit Bäumen im kleinen Hausgarten Recht und Steuern 15 Förderprogramm zur SCR-Nachrüstung 1 6 Kunststoffrasensysteme: DIN-Norm überarbeitet 17 Wissenswertes rund um die Steuertermine 2020 19 Steuererklärungsfristen verlängert 21 Vergabemindestlohn in Berlin GaLaBau intern 22 Preis des sächsischen GaLaBaus 25 Martin GaLa-Bau bekommt „JobErfolg 2019“ 26 Wertvolle Baumversuche für die Praxis 28 Hamburg hat 19 neue Fachagrarwirte Unternehmen und Produkte 29 Sportplätze, Golfplätze, Spielplätze 30 EDV im GaLaBau Marketing 31 So kommen Sie warm durch den Winter 32 Neue Kollektion: „GaLaBau green“ 19 Steuertermine 21 Impressum Diese Ausgabe enthält eine Beilage der Dataflor AG. Wir bitten um freundliche Beachtung.
4 | Aktuell Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner informierte sich bei Andreas Wehle, Präsident des VGL Sachsen (r.), und Horst Bergmann, Geschäftsführer des VGL Sachsen (l.), über die Initiative „Rettet den Vorgarten“. BGL-Präsident Lutze von Wurmb (l.) und Vizepräsident Thomas Banzhaf (r.) sprachen mit CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak unter anderem über den Kompromiss zur Grundrente. Landschaftsgärtner informieren beim Parteitag der CDU D ie Revolution blieb aus: Die Parteivorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer sorgte mit ihrer Grundsatzrede gleich am ersten Tag des 32. Parteitags der CDU Deutschlands in Leipzig für Geschlossenheit und stieß bei den rund 1.000 Dele- gierten auf große Zustimmung. Während nicht wenige Medien im Vorfeld ausführlich über Personalfragen spekuliert hatten, diskutierten die Teilnehmer aus dem ganzen Land in der sächsischen Metropole vor allem inhaltliche Fragen. Marco Wanderwitz MdB, Parlamentari- scher Staatssekretär, diskutierte mit Horst Bergmann (l.), Thomas Banzhaf (2.v.r.) und Andreas Wehle (r.) über Stadtentwicklung und grüne Infrastruktur. Mit dem angenommenen Leitantrag „Nachhaltigkeit, Wachstum, Wohlstand – die Soziale Marktwirtschaft von Morgen“ bekannte sich die Partei klar zu einer freiheitlichen und sozialen Wirtschaftsordnung, die neben wirtschaftlichen Erfolgen auch gesellschaftli- chen Wohlstand, soziale Sicherheit und ökologischen Fortschritt gebracht habe. Mit einem Steuerentlas- tungspaket, das ohne neue Schulden die Abschaffung des „Soli“ und eine Unternehmenssteuerreform umfassen müsse, solle vor allem der Mittelstand ent- lastet werden. Die Partei stelle den Mittelstand ins Zentrum ihrer Politik und fordert u.a. eine Deckelung der Steuerlast von Unternehmen auf 25 Prozent unab- hängig von ihrer Rechtsform. In ihrer „Digitalcharta“ fordert die CDU ein eigenes Digitalministerium, das vor allem innovative digitale Geschäftsmodelle erleichtern, aber auch den Wettbe- werb und die Bürgerzentriertheit im Blick haben solle. Nicht nur Startups, sondern gerade auch der (klassi- sche) Mittelstand in Deutschland werden als Motor für Innovation und Wachstum in diesem Bereich gesehen. Neben einer modernen sozialen Marktwirtschaft und der Digitalisierung hat die Partei ein weiteres Thema in den Mittelpunkt ihrer Politik gerückt: Der Umwelt- und Klimaschutz hat nach den Worten von Annegret Kramp-Karrenbauer höchste Priorität: „Das C ist dabei eine Verpflichtung! Wir haben eine Verpflichtung für diese Schöpfung!“ Eine prosperierende Wirtschaft und ein nachhaltiger Umgang mit Ressourcen seien keine Gegensätze, sondern gehörten zusammen. Über den Beitrag, den die Landschaftsgärtner zu einem bes- seren Stadtklima und damit zum Klimaschutz und zu einem gesunden Lebensumfeld für die Menschen leis- ten, informierten BGL-Präsident Lutze von Wurmb und Auch Mechthild Heil MdB, Vorsitzende des Bauausschusses, besuchte den BGL. Hier im Gespräch mit Thomas Banzhaf, Horst Bergmann und BGL-Referent Thomas Krämer (v.l.) Lutze von Wurmb und Thomas Banzhaf begrüßten auch Sybille Benning MdB und Silvia Breher MdB, die zur stellvertretenden Parteivorsitzenden gewählt wurde, am Stand. Landschaft Bauen & Gestalten · 01/2020
Aktuell | 5 Marie-Louise Dött MdB (2.v.r.) über sprach über Bürokratieentlastung als zentrales Ziel der Mittelstandspolitik. Später besuchte Sybille Benning MdB zusammen mit NRW-Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (2.v.r.) noch einmal den BGL-Stand. BGL-Vizepräsident Thomas Banzhaf, der Präsident des VGL Sachsen, Andreas Wehle, und Präsidiumsmitglied Dieter Vogel hochrangige Mandatsträger und Dele- gierte der Partei. Die Landschaftsgärtner sprachen u.a. mit Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, Generalsekretär Paul Ziemiak, zahlreichen Ministerin- nen und Ministern aus den Ländern sowie Abgeord- neten über Stadtgrün und die konkrete Umsetzung in den Kommunen. Mit der Münsteraner Abgeordneten Sybille Benning, die sich mit großem Einsatz im Deutschen Bundestag für mehr lebendiges Grün in der Stadt stark macht, tauschte sich BGL-Präsident Lutze von Wurmb über die aktuelle Neu gestaltung der Städtebauförderung aus. Daneben waren auch die BGL-Kampagne „Rettet den Vorgarten“ und gute Rah- menbedingungen für die kleinen und mittleren Unter- nehmen im GaLaBau Themen auf dem gut besuchten Parteitagsstand. Anzeige DIE SOFTWARE FÜR BIM IN DER LANDSCHAFT Neue Wege gehen und BIM-Projekte erfolgreich umsetzen. www.computerworks.eu/bim-landschaft © LEONARD GROSCH BA AKENPARK HAMBURG | ATELIER LOIDL GMBH BERLIN Landschaft Bauen & Gestalten · 01/2020
6 | Aktuell Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann MdB im Gespräch mit Martin Erdmann vom FGL Berlin-Brandenburg (r.) und BGL-Justiziar Herbert Hüsgen (l.). Matthias Lösch, Vorstandsvorsitzender des FGL Berlin-Brandenburg (l.) begrüßte mit dem BGL- Tarifausschussvorsitzenden Uwe Keller-Tersch (r.), Bundesumweltministerin Svenja Schulze. Neues Führungsduo will Koalitionsvertrag nachverhandeln „In die neue Zeit“, so hat die SPD ihren mit Spannung erwarteten Parteitag überschrieben. In der Messe Berlin kamen vom 6. bis 8. Dezember die rund 600 Delegierten der SPD und mehr als 4.000 SPD-Mitglieder aus dem gesamten Bundesgebiet zusammen. SPD-Parteitag in Berlin V or Ort waren auch viele nationale und inter- nationale Medienvertreter, die den Parteitag begleiteten und die Reden und Diskussionen zu Themen wie Kindergrundsicherung, Mieten und Klimaschutz einordneten. Auch in den sozialen Netz- werken wurde ausgiebig über den Parteitag diskutiert. Insbesondere die Wahl der beiden Parteivorsitzenden Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken, die auf- grund des Mitgliederentscheids nur noch eine reine Formsache war, wurde mit Spannung erwartet. So erhielt der 67-jährige frühere nordrhein-westfälische Finanzminister 89,2 Prozent der Stimmen. Seine 58-jährige Kollegin aus Baden-Württemberg konnte 75,9 Prozent für sich verbuchen. Zentrales Thema war natürlich die Frage nach der Fortführung der großen Koalition, hier hatte das neue Duo an der Spitze der SPD im Vorfeld mit der Option eines Ausstiegs geworben. In ihrem auf dem Parteitag verabschiedeten Leitantrag einigte sich die SPD dar- auf, die Koalition fortzuführen, gleichzeitig solle aber mit dem Koalitionspartner bei drei Themenfeldern nachverhandelt werden: Das betreffe den Klimaschutz, „massive“ Investitionen in die Infrastruktur und einen Mindestlohn von zwölf Euro. Walter-Borjans machte Uwe Keller-Tersch (l.) im Gespräch mit Delegierten des SPD-Parteitags. Themen waren unter anderem Klimaschutz, Stadtentwicklung und Arbeitsmarktpolitik. Auch Matthias Lösch informierte interessierte Delegierte über die Aktivitäten des BGL – insbesondere über die Neugestaltung der Städtebauförderung. Landschaft Bauen & Gestalten · 01/2020
Aktuell | 7 GRÜN, GROSS, GENIAL! 28. – 31. JANUAR Die Weltleitmesse des Gartenbaus Der BGL-Stand auf dem SPD-Parteitag war ein echter Blickfang. aber noch einmal deutlich, dass ein Ausstieg aus der Groko kein Selbstzweck sei. In den drei Tagen in Berlin wurde natürlich auch neben der großen Bühne über die Themen Klima- schutz, Stadtentwicklung und Arbeitsmarktpolitik gesprochen. Damit in diesen Debatten die Bedeutung von Grün als zentralem Faktor bei der Stadtentwick- lung nicht untergeht, waren BGL und FGL Berlin-Bran- denburg vor Ort. Der BGL-Tarifausschussvorsitzende Uwe Keller-Tersch sowie verschiedene Vertreter des FGL Berlin-Brandenburg um den FGL-Vorsitzenden Matthias Lösch sprachen mit Vertretern der Partei, Abgeordneten und vielen Delegierten. Auch die Neugestaltung der Städtebauförderung, die derzeit zwischen Bund und Ländern verhandelt wird, war ein wichtiges Thema. Die Umweltministerin Svenja Schulze sagte bei ihrem Besuch am BGL-Stand zu, mit der grünen Branche im Gespräch bleiben zu wollen. Wie immer war der BGL-Stand gut besucht und ein willkommener Treffpunkt für politische Gespräche. Landschaft Bauen & Gestalten · 01/2020 Pflanzen Technik Floristik Ausstattung WWW.IPM-ESSEN.DE
8 | Aktuell BGL launcht GaLaBau-Blog Der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V. hat unter dem Namen „Das GaLaBau- Blog“ einen eigenen Verbandsblog gelauncht. Ab sofort geben Unternehmerpersönlichkeiten aus den Landesverbänden in regelmäßig erscheinenden Blogartikeln einen tiefergehenden Einblick in ihren beruflichen Alltag und damit in die Vielfältigkeit der GaLaBau-Branche. die innovative Projekte und die vielfältigen Aufgabengebiete und Lösungsansätze in den GaLaBau-Betrieben aufzeigen: Von der Mitarbeiterbindung, dem Einsatz digitaler Hilfsmittel im betrieblichen Alltag bis hin zum betrieblichen Gesundheitsma- nagement oder der Vereinbarkeit von Familie und Beruf im Betrieb selbst. Denn die Vielfältigkeit des Garten-, Landschafts- und Sport- platzbaus spiegelt sich auch in den Unternehmerpersönlichkeiten wider, die ihre unterschiedlichen Ideen, Werte und Leidenschaf- ten einbringen. Jeder Betrieb ist anders, jeder findet eigene Lösungen für die Herausforderun- gen der Branche. Wie das ganz konkret aussehen kann, können Interessierte ab sofort unter www.galabau-blog.de erfahren. Zusätzlich zu den persönlichen Blogartikeln der Unternehmerin- nen und Unternehmer wird das GaLaBau-Blog mit Hintergrundarti- keln von Experten zu den einzelnen Themenbereichen ergänzt, um so auch aus der Expertenperspektive Impulse und Anregungen für den interessierten Leser in und außer- halb der Branche bereitzuhalten. Hier geht es zum neuen „GaLaBau-Blog“: www.galabau-blog.de Im GaLaBau-Blog werden Unternehmerinnen und Unternehmer aus den zwölf Landes- verbänden mit ihren innovativen Projekten und Maßnahmen vorgestellt. Schwab Rollrasen GmbH Haid am Rain 3 86579 Waidhofen Tel. +49 (0) 82 52/90 76-0 www.schwab-rollrasen.de Landschaft Bauen & Gestalten · 01/2020 Der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V. hat unter dem Namen „Das GaLabau-Blog“ einen eigenen Verbandsblog gelauncht. U nser Ziel ist es, mit dem GaLaBau Blog den Unter- nehmerinnen und Unter- nehmern ein Gesicht im Netz zu geben und digitale Sichtbarkeit zu schaffen. Wir möchten den Lesern einen Blick hinter die Kulissen des unternehmerischen Alltags gewähren und die Menschen in der Branche mit all ihren persönlichen Facetten vorstellen. Mit den Beiträ- gen zeigen wir zudem kontinuier- lich und authentisch die Vielfältig- keit der GaLaBau-Branche“, erklärt BGL-Präsident Lutze von Wurmb. Das GaLaBau-Blog wird des- halb alle zwei bis drei Wochen neue Blogartikel veröffentlichen, Beginnend mit dem nächsten Heft werden wir hier in loser Folge Blog-Beiträge abdrucken. Anzeige DAS RASENGITTER Schwabengitter® I integrierte Dehnfugen längs und quer I hochelastisches Recyclingmaterial I extrem leicht und schnell zu verlegen I in vier verschiedenen Ausführungen I Lieferung innerhalb von 24 Stunden I 10 Jahre Garantie auf Materialbruch
Vorerst keine Maut für leichte Nutzfahrzeuge w Nach Plänen der Euro- päischen Kommission und des Europäischen Parlaments sollte die Lkw-Maut in der gesamten EU auch auf leichte Nutzfahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht zwischen 3,5 und 7,5 Tonnen aus- geweitet werden. Gemeinsam mit der Bauwirtschaft und dem Hand- werk hat sich der BGL vehement gegen diesen Vorstoß ausgespro- chen, der nach der erst kürzlich erfolgten Erweiterung des deut- schen Mautnetzes auf Bundesstra- ßen erhebliche Mehrbelastungen auch für den GaLaBau bedeutet hätte. Im Vergleich zu anderen EU- Ländern, in denen das Mautnetz nur wenige Tausend Kilometer beträgt, sind in Deutschland über 50.000 Kilometer betroffen. Sehr erfreulich ist deshalb, dass die Bundesregierung, in Brüssel durch Bundesverkehrsminister Scheuer vertreten, nun in den Verhandlun- gen eine Sperrminorität erreichen konnte. Damit ist das Vorhaben einstweilen gestoppt, dürfte aber von der EU-Kommission wieder aufgegriffen werden. Der BGL wird das Thema weiter begleiten. Auch wenn die Mauterweiterung aus der Sicht des Transportgewerbes mit Blick auf osteuropäische Konkur- renz, die häufig leichte Nutzfahr- zeuge einsetzt, gefordert wird, darf der GaLaBau nicht durch Maut- kosten in Mitleidenschaft gezogen werden. Keine Städtebauförderung ohne Stadtgrün w Der Deutsche Bundestag hat den Bundeshaushalt für das Jahr 2020 verabschiedet. Im Etat des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) ist mit einem Volumen von 790 Millionen Euro auch die Städtebauförderung enthalten, die eine neue Struktur erhält. Künftig werden die Bundes- finanzhilfen den Kommunen aus Vereinfachungsgründen nicht mehr in sieben sondern nur noch in drei Förderlinien bereitgestellt. „Wir bedauern nach wie vor, dass ‚Zukunft Stadtgrün‘ nicht mehr als eigenständiges Programm weiter besteht. Sehr erfreulich ist aber, dass Grün zur Fördervorausset- zung für jedes Projekt wird. Damit wird aus einer bloßen Option eine Pflicht zur Umsetzung. Angesichts des Klimawandels gibt der Bund damit die richtige Richtung vor“, so BGL-Präsident Lutze von Wurmb. Aus Sicht des Branchenverban- des der Landschaftsgärtner bietet die neue Städtebauförderung viel- versprechende Ansätze. So sind in Landschaft Bauen & Gestalten · 01/2020 allen drei zukünftigen Programmen u.a. Maßnahmen zur grünen Inf- rastruktur beispielsweise zur Auf- wertung des öffentlichen Raumes, zur Erhaltung und Umgestaltung von Platz- und Grünräumen, zur Verbesserung von Angeboten für Gesundheit und Sport bzw. der Umweltgerechtigkeit, zur Reduzie- rung des Wärmeinseleffektes oder zur Begrünung von Grundstücken nach Abrissen förderfähig. Für das kommende Jahr ist bezüglich der Städtebauförderung entscheidend, dass ‚Grün‘ als Fördervorausset- zung auch wirklich ‚gelebt‘ wird, also möglichst viel gestaltetes Grün bei allen beantragten Projek- ten umgesetzt und nicht nur als ‚grünes Kleeblatt‘ berücksichtigt wird. „Sollte dies nicht der Fall sein, muss nachjustiert werden, wir dürfen im Sinne der klimagerech- ten Stadt nicht hinter das Niveau von ‚Zukunft Stadtgrün‘ zurückfal- len, sondern müssen im Gegenteil noch deutlich mehr lebendiges Grün in unsere Städte bringen“, fügt von Wurmb an. Genau auf Ihrer Welle – der Vogelnestbaum »Laola« Er ist eine Weiterentwicklung von dem traditionellen und allseits beliebten Vogelnestbaum, sorgt mit seiner farbenfrohen und abwechslungsreichen Gestaltung für Spielspaß der ganz anderen Qualität und bietet Sicherheit sowie Langlebigkeit in bekannter HUCK-Manier: der Vogelnestbaum »Laola«. Dieses besondere Spielgerät ist ein echter Hingucker. Na, neugierig?  seiltechnik@huck.net  +49 6443 8311-0 W W W. H U C K-S E I LT E C H N I K . D E
10 | Thema des Monats Schattenspender, Struk- turgeber und Blickfang: Gleditsia triacanthos `Sunburst´als Hausbaum. Alle Fotos: LWG Veitshöchheim Gestalten mit Bäumen im kleinen Hausgarten V o n D r . P h i l i p p S c h ö n f e l d , L W G V e i t s h ö c h h e i m Bäume zu pflanzen gehört seit Jahrhunderten zu den beliebtesten und symbolträchtigsten Handlungen der Menschen. Sie sind seitdem – mit wechselnder Bedeutung – ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Siedlungen. Hausbäume werden aus ganz unterschiedlichen Anlässen gepflanzt: Zur Geburt eines Kindes, als Schattenspender, als Sichtschutz, zum Schutz des Hauses vor Unheil oder den Witterungseinflüssen. „Wir brauchen im Garten, am Haus oder in nächster Nachbarschaft ein paar alte Bäume, wenn unser tägliches Lebensgefühl nicht unter seiner natür- lichen Höhe und Kraft bleiben soll.“ Karl Förster I m Zuge der ständig kleiner werdenden Grundstücke wird in den Hausgärten, in Vorgärten und Höfen immer häufiger auf die Pflanzung von Bäumen verzichtet. Dabei wirkt ein Haus ohne Baum häufig kahl und einsam. Dagegen erhalten Gärten, Plätze und Höfe durch einen Baum eine unverwechselbare und stimmungsvolle Atmosphäre. Jeder schöne und erleb- nisreiche Garten sowie jede Anlage benötigt Bäume. Sie sind als Raumbildner auch in kleinen Gärten und Anlagen unverzichtbar, denn das Kennzeichen einer gelungenen Pflanzung ist das reizvolle Wechselspiel zwischen Stauden, Sträuchern, Rasen und Bäumen. Mit guter Planung und sorgfältiger Baumartenwahl lässt sich aber auch in einem kleinen Garten zumin- dest ein Baum pflanzen. Begriff „Kleinbaum“ Für den Privatgarten sind in der Regel nur Klein- bäume geeignet. Eine wirklich exakte Definition des Begriffs „Kleinbaum” existiert nicht. In der Regel zählen dazu alle Arten und Sorten, die nicht mehr als 10 m Höhe erreichen, z. B. Blumen-Esche (Fraxints ornts) oder Schmuck-Eberesche (Sorbts decora). Der Übergang vom Kleinbaum zum Großstrauch ist fließend. Eine Reihe von Arten wachsen in der Jugend strauchförmig und entwickeln sich erst im Alter zu klei- nen — und dann mehrstämmigen — Bäumen wie z. B. der Schlangenhaut-Ahorn (Acer capillipes) oder der Blasenbaum (Koelretteria panictlata). Bei allen Arten und Sorten, die als Kronenveredelungen angezogen werden (meist Kugel- oder Hängeformen), hängt die Wuchshöhe nicht nur von der arteigenen Wuchsstärke und den Standortbedingungen ab, sondern auch von der Stammhöhe (meist zwischen 1,8 und 2,0 m). Diese kann, im Gegensatz zu „normalen” Bäumen, nicht nachträglich durch Aufasten vergrößert werden. Bisher beschränkt sich die Verwendung von Klein- bäumen leider auf wenige Arten und Sorten. Am häufigsten anzutreffen sind der Kugel-Ahorn (Acer platanoides ‘Globosum’), die Kugel-Robinie (Robinia Landschaft Bauen & Gestalten · 01/2020
Thema des Monats | 11 Der Pflaumenblättrige Weißdorn als Einzelpflanze spendet Schatten auf der Terrasse und setzt eine Akzent. psetdoacacia ‘Umbraculifera’), der Rotdorn (Cra- taegts laevigata ‘Paul´s Scarlet‘) und die Blutpflaume (Prtnts cerasifera ‘Nigra’). In den Katalogen der gro- ßen deutschen Baumschulen hingegen finden sich über 100 Arten und Sorten von Kleinbäumen. Dem- entsprechend groß ist die Auswahl an Wuchsformen: aufrecht wachsend oder breit ausladend, säulenförmig oder überhängend. Arten mit lockeren und licht- durchlässigen Kronen stehen neben solchen mit dicht geschlossenen Kronen. Neben ausgesprochen dekora- tiven Arten und Sorten, die uns durch Blüten, Frucht- schmuck und Herbstfärbung erfreuen, gibt es auch solche, die „nur” grün sind. Im PDF-Dokument dieses Beitrages sind 50 Arten/Sorten von bewährten Klein- bäumen zusammengestellt (Download unter: www. lwg.bayern.de/mam/cms06/landespflege/dateien/ kleinbaeume.pdf ). Planungsgrundsätze Das Pflanzen eines Baumes ist eine weit in die Zukunft gerichtete Handlung, die vorausschauen- des Planen verlangt. Deshalb erfordert sowohl die Auswahl der geeigneten Baumart/-sorte als auch des passenden Standorts größte Sorgfalt, will man in späteren Jahren Ärger vermeiden. Bäume sind die Unseren Service können Sie sehen. Ihr Team spürt ihn. Zeigen Sie Ihre Qualität. Außergewöhnliches Design und herausragende Funktionalität – das ist unsere neue Premiumkollek- tion. Entwickelt für höchste Ansprüche in Handwerk, Industrie und Dienstleistung. Natürlich im DBL Mietservice. Rufen Sie an unter +49 800 310 311 0. xklu s i v f ür Mitg d li e e m u n Vorgarten und Hauseingang werden vom Trompetenbaum beschirmt. Landschaft Bauen & Gestalten · 01/2020 DBL – Deutsche Berufskleider-Leasing GmbH Albert-Einstein-Str. 30 | 90513 Zirndorf info@dbl.de | www.dbl.de | www.dbl.de g i S Mit en s u n t e rnehm
12 | Thema des Monats größten und langlebigsten Pflanzen in jedem Garten und jeder Anlage. Im Gegensatz zu Stauden oder kleineren Sträuchern sind sie ab einer gewissen Standzeit nicht mehr verpflanzbar. Somit ist der erste und wichtigste Schritt die sorgfältige Analyse des vorgesehenen Standorts in Bezug auf die Boden- und Lichtverhältnisse sowie den zur Verfügung stehenden Kronenraum. Der Jungbaum aus der Baumschule lässt kaum erkennen, welche Wuchshöhe, Kronenform und -breite er im Alter erreichen wird. Häufig wird nur die Wuchshöhe angegeben, die für sich allein wenig über den tatsächlichen Platzbedarf eines Baumes aussagt. Oft werden dann Bäume mit vermeintlich kleinen und kugelförmigen Kronen, z. B. Acer platanoides ‘Globo- sum’ gepflanzt. Dabei wird aber oft übersehen, dass diese Sorte im Alter eine Kronenbreite von 5 m und mehr erreichen kann und damit den ihm zugewie- senen Platz u. U. sprengt. Aus diesem Grund ist es wichtig, neben der Wuchshöhe auch die erreichbare Kronenbreite und -form zu kennen. Auch in gestalteri- scher Hinsicht ist die Kronenform wichtig. Bäume mit Zwei Säulen-Hainbuchen flankieren eine Hausfront. kugelförmiger, säulenförmiger oder überhängender Kronenform gehören immer in die Nähe von Gebäuden bzw. in den Siedlungsbereich. Sie wirken in der freien Landschaft oder in landschaftlichen Anlagen mit ihrer „künstlichen” Form störend. Eine Reihe von Sorten fallen durch abweichende Laubfärbung auf. Die Verwendung derartiger Sorten verlangt besonderes Fingerspitzengefühl, damit sie die benachbarten grünen Pflanzen nicht „erschlagen”. Sie stehen am besten einzeln an hervorgehobenen Plätzen. Gelblaubige Sorten eignen sich zur Aufhel- lung dunkler Partien. Rotlaubige Sorten wirken leicht düster und werfen einen tieferen Schatten als grün- laubige Arten. Sie stehen am besten in Einzelstellung. Panaschierte Sorten fügen sich leichter ein, da in ihrer Blattfarbe immer auch noch grün vertreten ist. Keines- falls darf man buntlaubige Bäume mit unterschied- lichen Blattfarben mischen. Dies ergäbe ein völlig uneinheitliches und unruhiges Bild. Soll der Baum in eine befestigte Flächen gepflanzt werden, muss eine ausreichend große Baumgrube vorgesehen werden. Zusätzlich sollte den Wur- zeln mit Hilfe von Wurzelkanälen das Wachstum in benachbarte, nicht befestigte Flächen ermöglicht wer- den. Es ist immer besser, die Auswahl der Baumart auf den örtlichen Boden abzustimmen, anstatt aufwän- dige Maßnahmen zur Veränderung der Bodenverhält- nisse zu ergreifen, die selten dauerhaft wirksam sind. Nur so wird sich der Baum nach einer Hilfestellung in den ersten Jahren im Anschluss an die Pflanzung auf Dauer ohne aufwändige Pflege gut entwickeln. Das schließt natürlich nicht aus, dass man gelegent- lich einmal nachdüngt oder in trockenen Sommern zusätzlich wässert. Der Baum soll im Gleichgewicht mit seinem Standort stehen. Das bedeutet, dass man nicht versucht, durch Pflegemaßnahmen unter allen Umständen einen maximalen Zuwachs zu erreichen, sondern, z. B. in trockenen Jahren, auch einen gerin- geren Zuwachs, früheren Laubfall oder eine geringere Blüte in Kauf nimmt. Bäume sind ein ganz wesentliches Gestaltungsele- ment in der Freiraumplanung. Sie müssen deshalb sehr bewusst und mit einer klaren Vorstellung in Bezug auf ihre Funktion geplant werden. Die Pflan- zung wird nur dann erfolgreich und befriedigend sein, wenn die Bäume die ihnen zugewiesene Aufgabe auch wirklich erfüllen. Im Idealfall kann ein Baum sogar mehrere Funktionen übernehmen: z.B. Schattenbaum, Blütengehölz und markantes Einzelgehölz, etc. Die Begleitpflanzung soll den Baum in seiner Leitfunktion unterstützen. Höhere Gehölze in unmittelbarer Nähe beeinträchtigen die Wirkung. Eine Unterpflanzung mit bodendeckenden Gehölzen, Stauden und Blumenzwie- beln kann hingegen bereichernd wirken und beson- dere Akzente setzen. Die Gestaltungsmöglichkeiten mit Kleinbäumen unterscheiden sich nicht wesentlich von denen der Großbäume: Einzelbaum, Paar, Gruppe (regelmäßig oder unregelmäßig) und Baumreihe bzw. Allee. Klein- bäume übersetzen alle diese Gestaltungsformen ins Kleine, so dass auch in Zusammenhang mit kleinen Gebäuden oder begrenzten Flächen die Maßstäblich- keit gewahrt werden kann. Dr. Philipp Schönfeld LWG Veitshöchheim Institut für Stadtgrün und Landschaftsbau Literatur Coombes, A. J. (2001): Bätme für kleine Gärten. Weltbild (Atgsbtrg) Loidl, H., Bernard, St. (2003): Freirätmen Entwerfen als Land- schaftsarchitekttr. Birkhätser (Basel, Schweiz) Mader, G. (2004): Freiratmplantng. Dettsche Verlagsanstalt (München) Pirc, H. (2009): Kleine Bätme für kleine Gärten. Österreichischer Agrarverlag (Wien) Schönfeld, Ph., Angermüller, F., Adelsberger, A. (2014): Kleine Latbbätme für Hatsgärten tnd Grünanlagen, Faltblatt, Bayeri- sche Landesanstalt für Weinbat tnd Gartenbat (Hrsg.) (Veits- höchheim); Download tnter folgenden Link: http://www.lwg. bayern.de/landespflege/gartendoktmente/merkblaetter/076697/ index.php Wilde, M., Mensing, F. (2001): Unser Hatsbatm. Batmschtlen Harry Menkehorst (Hrsg.), (Hengelo, Niederlande) Landschaft Bauen & Gestalten · 01/2020
• Einzelbaum Ein Solitärbaum kann auch im kleins- ten Garten einen Akzent setzen; sei es in Form eines schönen Blütenbau- mes im Vorgarten, als Schattenspen- der an der Terrasse, zum „Brechen“ der Hausecke oder zur Gliederung der großen Rasenfläche. Gerade in der Einzelstellung können sie ihren Reiz und ihre räumliche Wirkung nach allen Seiten entfalten. Durch eine leichte Erhöhung des Pflanzplatzes lässt sich die Wirkung noch steigern. Betonung der Hausecke durch die mar- kante Kirsche `Kanzan´. Die prächtige Herbstfärbung des Woll- Apfels beeindruckt jedes Jahr aufs Neue. Anzeige Fordern Sie unseren Katalog an! Technisch ausgereift Farbenfroh Robust Das silbergraue Laub der Ölweide bringt mediterrane Stimmung in den Garten. Zieräpfel bieten neben einer reichen Blüte auch dekorative Früchte. • Baumpaare Baumpaare betonen Ein- und Übergänge oder dienen der Rahmung. Sie flankieren Eingänge und Übergänge, Sitzplätze, Treppen, etc. und bilden eine Torsituation. Voraussetzung dafür ist, dass es sich um Bäume der gleichen Art handelt mit gleicher Größe/Alter und vergleichbaren Gesundheitszustand. Die Wirkung hängt auch von der Kronenform ab. Bäume mit säulenförmiger Krone wirken ganz anders als solche mit breiten Kronen. Thema des Monats | 13 Die Ebereschensorte `Dodong´ bietet viele Schmuckaspekte: weiße Blüten, rote Früchte und eine leuchtend orange-rote Herbstfärbung. ® SPOGG Sport-Güter GmbH Schulstraße 27 D-35614 Asslar- Berghausen Tel. 0 64 43/81 12 62 Fax 0 64 43/81 12 69 Die zwei Kugelahorne betonen die Treppe und den Zugang zum kleinen Senkgarten. Landschaft Bauen & Gestalten · 01/2020
14 | Thema des Monats • Baumreihe Eine Baumreihe stellt ein besonders starkes Mittel der Raumbildung dar. Die Raumwirkung lässt sich durch die Wahl der Baumart und des Pflanzab- stands variieren. Baumreihen müs- sen nicht immer gerade verlaufen, sondern können auch entlang einer gekrümmten Linie gepflanzt werden. Ergänzt man die Baumreihe durch eine zweite, parallel dazu verlau- fende, so wandelt sich die Reihe zur wegbegleitenden Allee. • Baumgruppe Baumgruppen (ab drei Stück) bilden je nach Baumart und Pflanzabstand entweder ein dichtes, schattenspen- dendes Dach oder einen lockeren, lichtdurchlässigen Schirm (Hain). Mit ihnen lassen sich kräftige Akzente setzen, unabhängig davon, ob sie regelmäßig oder unregelmäßig ange- legt werden. Rasterförmig gepflanzte Baumgruppen haben immer einen engen Bezug zur Architektur und bestehen aus einer Art oder Sorte in gleichem Alter. Neben der Anordnung im Quadratraster ist auch die „Quin- cux-Form“ seit Jahrhunderten üblich. Hierbei werden die Bäume gleich den fünf Augen eines Würfels angeordnet. Die Thüringische Mehlbeere ist ein bewährter Straßenbaum, aber auch im Garten gut verwendbar. Baumreihen bilden gestalterisch eine starke Grenze, hier sind es Hima- laya-Birken mit ihren blendend weißen Stämmen. Eine Gruppe von Zierkirschen bildet ein lichtes Dach und lädt zum Aufenthalt ein. Weltkongress Gebäudegrün vom 16. bis 18. Juni 2020 in Berlin Im nächsten Jahr findet vom 16. bis 18. Juni der Weltkongress Gebäudegrün (World Congress of Building Greening) in Berlin statt. Er soll an die Erfolge des Weltkon- gresses 2017 anknüpfen, bei dem über 850 Teilnehmer registriert wurden. Geplant sind in fünf parallel ver- laufenden Vortragsreihen etwa 80 Vorträge bzw. Workshops zu aktuel- len Themen rund um die Gebäude- begrünung (Dach-, Fassaden- und Innenraumbegrünung) und deren vielfältigen und zukunftsträchtigen Einsatzmöglichkeiten. Themen- schwerpunkte werden sein u.a. Nachhaltiges Bauen, Klimaanpas- sungsstrategien, Regenwasserbe- wirtschaftung, Biologische Vielfalt, städtische Strategien zur Gebäu- debegrünung, Instandhaltung, Kosten-Nutzen-Betrachtungen. Am dritten Tag finden zudem Exkursi- onen zu verschiedenen Berliner Praxisobjekten statt. Die Ziele der Veranstaltung sind vielfältig: neben Wissenstransfer und Aufzeigen von Best Practice- Beispielen durch Fachleute aus dem In- und Ausland sind es Networking und Erfahrungsaustausch zwischen den Teilnehmenden aus Planung, Politik, Städten, Siedlungswasser- wirtschaft, Industrie, Immobilien- branche und Verbänden. Welt- und Europa-Verbände. Die Schirmherrschaft haben Bundes- minister Horst Seehofer (Bundes- ministerium des Innern, für Bau und Heimat), Bundesministerin Svenja Schulze (Bundesministe- rium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit) und Senatorin Katrin Lompscher (Berliner Senats- verwaltung Stadtentwicklung und Wohnen) übernommen. Die Senats- verwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen unterstützt zudem bei der fachlichen und organisato- rischen Vorbereitung. Save the Date! 16.-18.06.2020 Weltkon- gress Gebäudegrün in Berlin Foto: BuGG www.bugg-congress2020.com Veranstalter des Kongresses ist der Bundesverband GebäudeGrün e.V. (BuGG), flankiert durch die Landschaft Bauen & Gestalten · 01/2020
Recht und Steuern | 15 Förderprogramm zur SCR-Nachrüstung von Handwerker- und Lieferfahrzeugen Seit dem 1. Oktober 2019 ist durch die Veröffentlichung im Bundesanzeiger ein neuer Förderaufruf für die Nachrüstung von leichten Handwerker- und Lieferfahrzeugen („LHLF“, ab 2,8 bis 3,5 Tonnen zulässiges Gesamtgewicht, zGG) und von schweren Handwerker- und Lieferfahrzeugen („SHLF“ ab 3,5 bis 7,5 Tonnen zGG) in Kraft getreten, der bis zum 29. Februar 2020 läuft. D ie neuen Förderaufrufe sind im Bundesanzeiger vom 1.10.2019 (Amtlicher Teil) nachlesbar. Für die Förder- abwicklung ist die Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen (BAV) zuständig. Bei Fragen zur Förderung ist die BAV unter der Hotline 04941 602-788 sowie der Service-E-Mail an (Diesel-HWNR@ bav.bund.de) erreichbar. Am 28. November sind nun Ände- rungen der Richtlinien zur Förde- rung der Stickoxidfilternachrüstun- gen von leichten Handwerker- und Lieferfahrzeugen (LHLF ab 2,8 bis 3,5 Tonnen zulässiges Gesamt- gewicht, zGG) und von schweren Handwerker- und Lieferfahrzeugen (SHLF ab 3,5 bis 7,5 Tonnen zGG) mit Dieselantrieb in Kraft getreten. Nach erfolgter Notifizierung durch die EU-Kommission wurde insbesondere eine Anhebung der maximalen Fördersumme für die Dieselnachrüstung umgesetzt. Demnach erhöht sich die Maximal- förderung für die Nachrüstung von leichten Handwerker- und Lieferfahrzeugen zwischen 2,8 und 3,5 Tonnen mit Stickoxidfiltern von 3.000 Euro auf 3.600 Euro der Sys- tem- und Einbaukosten. Die Maxi- malförderung für die Nachrüstung von schweren Handwerker- und Lieferfahrzeugen zwischen 3,5 und 7,5 Tonnen mit Stickoxidfiltern erhöht sich von 4.000 auf 4.800 Euro. Zudem gelten neben den 65 Städten in der Richtlinie genannten Städten mit Grenzwertüberschrei- tungen auch alle weiteren Städte, die in der Liste des Umweltbundes- amtes 2018 genannt wurden. Im Bereich der beiden Förder- richtlinien für Handwerker- und Lieferfahrzeuge sind seit Juli 2019 Landschaft Bauen & Gestalten · 01/2020 der Nachrüstfirmen Dr. Pley und Baumot-Twintec wurden mittler- weile für Pkw-Typen zugelassen. Darunter finden sich auch zahlrei- che Fahrzeuge, die häufig in Hand- werks- und GaLaBau-Betrieben genutzt werden. Weitere Zulassun- gen auch für Nutzfahrzeuge wur- den angekündigt. Einen Überblick über die vom Kraftfahrtbundesamt zugelassenen Nachrüstsätze gibt es online unter: Anzeige > Fortsetztng atf der folgenden Seite auch Fahrzeuge der Fahrzeugklas- sen M1 und M2 (Pkw-Bauarten) antrags-berechtigt (innerhalb der vorgegebenen Gewichtsgren- zen). Es können also auch sehr schwere „Pkw“ (gemäß Zulas- sung) gefördert werden, wenn sie die Gewichtsgrenze von 2,8 t überschreiten. Innerhalb des aktuellen För- deraufrufes werden Förderan- träge weiterhin nach drei Stufen priorisiert: a. Anträge aus Städten, wo bereits Fahrverbote für Dieselfahrzeuge bestehen b. Anträge aus Kommunen ohne Zufahrtsbeschränkungen mit einer NO2-Belastung von 45 µg/ m3 oder mehr c. Anträge von Antragstellern aus weniger belasteten Kommunen, die sich auf die Nachrüstung von zehn leichten bzw. schweren Handwerker- und Lieferfahr- zeugen oder mehr beziehen, werden bevorzugt gefördert. Kann nicht allen dieser Anträge entsprochen werden, werden sie absteigend nach der Anzahl der nachzurüstenden Fahrzeuge gereiht. (Zu beachten sind feh- lerhafte Formulierungen in der Richtlinie, die fälschlich Bezug auf „schwere Kommunalfahr- zeuge“ nehmen.) Hinweis auf genehmigte Nachrüstsysteme für Nutzfahrzeuge und Pkw Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) hat mittlerweile mehrere Nach- rüstsysteme für Nutzfahrzeuge der Fahrzeughersteller Daimler (einige Sprintermodelle) und VW (Crafter und T5) genehmigt (Nachrüst- firma HJS). Weitere Nachrüstsätze Küpper Blumenzwiebeln & Saaten GmbHHessenring 22 D-37269 Eschwege Tel. (05651) 80 05-0 Fax (05651) 80 05-55www.kuepper-bulbs.deBlumenwiesenRasensamenBlumenzwiebelnBesuchen Sie uns auf der IPM in Essen: Halle 2.0 Stand 2A25
16 | Recht und Steuern NO2-Grenzwertüberschreitungen Das Umweltbundesamt sammelt und bewertet die Messda- ten aus über 500 Messstationen deutschlandweit. Die unten- stehende Liste zeigt die maximalen NO2-Werte je Gemeinde, die 2017 den Grenzwert von 40 Mikrogramm NO2 pro Kubikmeter Luft im Jahresmittel überschritten haben. Aachen Augsburg Backnang Bensheim Berlin Bielefeld Bochum Bonn Darmstadt Dinslaken Dortmund Duisburg Düren Düsseldorf Essen Esslingen am Neckar Frankfurt am Main Freiburg im Breisgau Gelsenkirchen Giessen Gladbeck Hagen Halle (Saale) Hamburg Hannover Heidenheim a. d. Brenz Heilbronn Herne Herrenberg Hildesheim Hürth Kiel Koblenz Köln Leinfelden- Echterdingen Leipzig Leonberg Leverkusen Limburg a.d. Lahn Ludwigsburg Ludwigshafen am Rhein Mainz Mannheim Mönchengladbach Mühlacker Mülheim an der Ruhr München Neuss Nürnberg Oberhausen Offenbach am Main Oldenburg Osnabrück Overath Paderborn Pleidelsheim Regensburg Reutlingen Schwerte Siegen Solingen Stuttgart Tübingen Walzbachtal Wiesbaden Witten Wuppertal www.kba.de/DE/Typgenehmigung/ Typgenehmigungen/Typgeneh- migungserteilung/ABE_NOX/ ABE_NOx.html. Nach Angaben der Hersteller sollen die Nachrüstsätze seit Ende Oktober oder bzw. November 2019 verfügbar sein. Interessierte Betriebe sollten sich bei ihren Kfz- Werkstätten nach der Verfügbarkeit erkundigen. Förderung von PKW-Nachrüstungen Zahlreiche GaLaBau-Betriebe nutzen auch Fahrzeuge mit Pkw-Zulassung. Abgesehen von wenigen schweren Pkw (über 2,8 Tonnen) werden diese hinsichtlich der Nachrüstung aber nicht durch den Bund gefördert. Zur Förderung im Pkw-Bereich (unter 2,8 Tonnen) sind die Angebote der Fahrzeug- hersteller zu nutzen. Bislang gibt es aber nur Zusagen von Daimler und VW zur Förderung der Nach- rüstung ihrer Kunden. Die Hersteller begrenzen ihre Förderung auf einen Zuschuss von 3.000 Euro nur auf Halter in den 15 „Intensivstädten“ (Städte mit NO2-Werten über 50 µg/m3, teils mit Umland, je nach Fahrzeugher- steller sind weitere Sonderregelun- gen zu beachten). Kunststoffrasensysteme: DIN-Norm überarbeitet w Neben einer grundsätzlichen redakti- verwendet werden. Die Schichtdicke beträgt jeweils mindestens 8 cm. Für vorgefertigte Elastikschichten sind im Abschnitt 4.6 für den Einbau Anforderungen ganz neu in die Norm aufgenommen wor- den. Danach sind vorgefertigte Bahnen und Platten auf Stoß zu verlegen, an den Stößen dürfen die Fugenbreiten höchstens 3 mm betragen. Die Bahnen und Platten müssen plan aufliegen und die einzelnen Elemente müssen dauerhaft form- und kraftschlüssig miteinander verbunden werden. Der Höhen- versatz zwischen den Einzelelementen der vorgefertigten Elastikschicht darf höchstens 2 mm betragen. Landschaft Bauen & Gestalten · 01/2020 onellen Überarbeitung und einer Anpassung an die aktuellen Gestaltungsregeln sind gegenüber der bisherigen Version aus dem Jahr 2014 in der aktualisierten Ausgabe 2019- 12 der DIN 18035-7 verschiedene Anforde- rungen konkretisiert und ganz neu ergänzt worden. Im Abschnitt 4.1 werden zunächst einmal die möglichen Bauweisen von Kunststoff- rasensystemen in Abhängigkeit vom Schicht- aufbau definiert. Unterschieden werden nach der neuen Tabelle 1 die Bauweisen A und B. Bei der Bauweise A ist eine Elastikschicht auf einer Asphaltschicht herzustellen. Hierbei kann die Elastikschicht entweder aus vorge- fertigten Bahnen bzw. Platten oder aber im Ortseinbauverfahren hergestellt werden. Bei der Bauweise B ist anstelle der Asphalt- und Elastikschicht eine gebun- dene elastische Tragschicht (ET-Schicht) herzustellen. Ansonsten weisen beide Bauweisen einen gleichen Aufbau mit jeweils identischen Anforderungen an den Baugrund, die Trag- schicht ohne Bindemittel und den Kunst- stoffrasenbelag auf. Gestrichen wurde die bisherige Nivellier- schicht ohne Bindemittel. Stattdessen ist die Tragschicht ohne Bindemittel nunmehr grundsätzlich zweilagig auszuführen. Die untere Lage ist bei Verwendung einer Kör- nung 0/32 mm mit einer Schichtdicke von mindestens 12 cm herzustellen. Bei Verwen- dung einer Körnung 0/45 mm beträgt die Mindestschichtdicke 15 cm. Für die obere Lage der Tragschicht ohne Bindemittel kön- nen die Körnungen 0/16 mm oder 0/22 mm
Wissenswertes rund um die Steuertermine 2020 S c h o n f r i s t e n – S ä u m n i s z u s c h l ä g e – S t u n d u n g Recht und Steuern | 17 Steuerpflichtigen, wenn er selbst dadurch an der pünktlichen Zahlung gehindert war und es dem Steuerpflichtigen seit seiner Erkrankung bis zum Ablauf der Zahlungsfrist nicht möglich war, einen Vertreter mit der Zahlung zu beauftragen, • bei einem bisher pünktlichen Steuerzahler, dem ein offenbares Versehen unterlaufen ist, oder • in sonstigen Fällen der sach- lichen oder persönlichen Unbilligkeit. Die Säumniszuschläge werden in der Regel zumindest teilweise, manchmal sogar ganz erlassen, wenn dem Steuerschuldner die rechtzeitige Zahlung der Steuer wegen Überschuldung und Zah- lungsunfähigkeit unmöglich war oder bei Fälligkeit der Steuer die Voraussetzungen für einen Erlass der Hauptschuld gegeben waren. Ein Erlass der Säumniszuschläge bei Übertreten der Schonfrist ist ausgeschlossen, wenn der Steuer- pflichtige grundsätzlich seine Zah- lungen am letzten Tag der Schon- frist leistet. Die Schonfristen sollen nicht missbräuchlich ausgenutzt werden. Bei rechtzeitiger Erteilung einer Einzugsermächtigung fallen keine Säumniszuschläge an. Anzeige > Fortsetztng atf der folgenden Seite S teuertermine geben den Fälligkeitstag an, an dem die Steuerzahlungen auf dem Konto der Finanzkasse einge- gangen sein müssen. Gemäß § 224 der Abgabenordnung (kurz: AO) gelten als Tag der Zahlung: • bei Einzahlung am Schalter der Finanzkasse der Tag des Ein- gangs beim Finanzamt. fallen, und damit schieben sich auch die Schonfristen entspre- chend hinaus. Säumniszuschläge dürfen nicht erhoben werden, bevor eine Steu- eranmeldung, zum Beispiel für Umsatzsteuer oder Lohnsteuer, abgegeben worden ist. Erst mit Abgabe der Steuererklärung wird nämlich die Steuer fällig. • bei Überweisung auf ein Konto Würde zum Beispiel die Umsatz- des Finanzamtes der Tag, an dem der Betrag dem Finanzamt gutge- schrieben wird. • bei Schecks gilt die Zahlung erst am dritten Tag nach Eingang als geleistet. • bei Vorliegen einer Einzugser- mächtigung am Fälligkeitstag. Werden diese Termine nicht einge- halten, werden Säumniszuschläge in Höhe von einem Prozent auf den abgerundeten rückständigen Steu- erbetrag für jeden angefangenen Monat nach dem Fälligkeitstag erhoben. Säumniszuschläge auf abzugsfähige Betriebssteuern sind als Betriebsausgaben abzugsfä- hig. Säumniszuschläge, die auf nicht abzugsfähige Steuern (zum Beispiel Einkommensteuer, Körper- schaftsteuer, die Gewerbesteuer, Zweitwohnungsteuer) entfallen, dagegen nicht. Aus Vereinfachungsgründen ist in § 240 Abgabenordnung bestimmt, dass ein Säumnis- zuschlag dann nicht erhoben wird, wenn bis zu drei Tage nach Fälligkeit gezahlt wird – die so genannte Zahlungsschonfrist. Achtung: Das Gesetz kennt nur für Zahlungen eine Schonfrist, nicht aber für die verspätete Abgabe von Steuererklärungen. Die Zahlungsschonfrist gilt nicht bei Barzahlungen oder bei der Übergabe oder Übersendung von Schecks. Die Fälligkeitstermine verschieben sich nach § 193 BGB, wenn sie auf einen Sonnabend, Sonntag oder gesetzlichen Feiertag Landschaft Bauen & Gestalten · 01/2020 steuervoranmeldung für April 2020 nach Dauerfristverlängerung anstatt am 10. Juni 20020 erst am 17. Juni 2020 abgegeben, fielen Säumniszuschläge erst an, wenn die Zahlung nach dem Tag der Abgabe einginge. Jedoch könnte das Finanzamt ab dem 13. Juni 2020 einen Verspätungszuschlag gemäß § 152 AO (im Ermessen der Finanzbehörde, bis zu 25.000 Euro) erheben. (Zur Erinnerung: Monatliche Umsatzsteuervoranmeldungen sind regelmäßig nur dann abzuge- ben, wenn die Vorjahres-Umsatz- steuerschuld mehr als 7.500 Euro betrug, in allen anderen Fällen ist der Voranmeldungszeitraum das Kalendervierteljahr, mit zwei Aus- nahmen: Existenzgründer haben ihre Voranmeldungen im Jahr der Gründung sowie im Folgejahr monatlich abzugeben. Außerdem kann das Finanzamt den Unter- nehmer von der Verpflichtung zur Abgabe der Voranmeldungen und Entrichtung der Vorauszahlungen befreien, wenn die Steuer für das vorangegangene Kalenderjahr nicht mehr als 1.000 Euro betrug. Lohnsteueranmeldungen bezie- hungsweise die Umsatzsteuervor- anmeldungen müssen regelmäßig nach amtlich vorgeschriebenem Vordruck auf elektronischem Weg übermittelt werden!) Entstandene Säumniszuschläge können erlassen werden: • bei plötzlicher Erkrankung des
18 | Recht und Steuern 2020 Gruppe A Gruppe B fällig letzter Schon - fristtag fällig letzter Schon- fristtag Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember Januar 2021 10. 11. 11. 10. 10. 11. 10. 12. 10. 10. 11. 10. 10. 15. 14. 14. 13. 15. 14. 13. 15. 13. 15. 14. 13. 15. 15. 20. 15. 20. 15. 20. 15. 20. Nicht-bundeseinheitliche Feiertage bleiben bei der Ermittlung der Steuer- termine unberücksichtigt. Hinsichtlich der Ökosteuertermine wenden Sie sich bitte an das zuständige Finanzamt beziehungsweise Ihren Steuerberater. Exkurs Von den zusätzlichen Abgabe- fristen des Umsatzsteuergesetzes seien insbesondere noch folgende angesprochen: Innergemeinschaftliche Lie- ferungen/Dreiecksgeschäfte: Monatliche Meldung; jeweils bis zum 25. Tag des Folgemonats muss die Zusammenfassende Meldung (ZM) an das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) auf elektronischem Weg übermittelt werden. Achtung: Unter bestimmten Voraussetzun- gen kommt die kalendervierteljäh- rige Übermittlung in Betracht. Die Berechnung hierfür ist kompliziert, erkundigen Sie sich daher bitte bei Ihrem Steuerberater. Sonstige Leistungen im Sinne des § 3a Abs. 2 UStG: Vierteljähr- liche Meldung; und zwar bis zum 25. Tag nach Ablauf jedes Voran- meldungszeitraums (Kalender- vierteljahr/Monat). Achtung: Hier wird ebenfalls keine Dauerfristver- längerung gewährt! Hinsichtlich bestehender Ausnahmen bei der ZM sollte sich das Unternehmen von seinem Steuerberater diesbe- züglich Rat beraten lassen. Für einen Meldezeitraum, in dem keine der vorbezeichneten Lieferungen oder sonstigen Leis- tungen ausgeführt wurden, ist eine Zusammenfassende Meldung nicht zu übermitteln. Kleinunternehmer im Sinne des § 19 Abs. 1 UStG trifft keine Ver- pflichtung zur Abgabe der ZM. Die Fälligkeitstermine sind unterschiedlich: Der Zahlungstermin ist jeweils auf dem Steuerbescheid zu erkennen. Die Schonfristen gelten auch hier. Die Säumniszuschläge betra- gen ebenfalls 1 v.H. Gruppe A a) Regelmäßige Termine zum 10. jeden Monats: • Umsatzsteuer (sofern die Steuer des Vorjahres über 7.500 Euro betrug). Für die Fälligkeitstermine der Gruppen A) und B) und den letzten Tag der Schonfrist 2020 gilt die nebenstehende Tabelle, wobei die örtlichen Feiertage nicht eingearbeitet worden sind. • Lohnsteuer und Lohnkirchen- Stundung steuer (sofern die einbehaltene Steuer des Vorjahres über 4.000 Euro betrug). b) Regelmäßige Termine zum 10.1., 10.4., 10.7., 10.10.: • Umsatzsteuer (sofern die Steuer des Vorjahres mehr als 1.000 Euro und höchstens 7.500 Euro betrug). • Lohnsteuer, Lohnkirchensteuer und Solidaritätszuschlag (sofern die einbehaltene Lohnsteuer des Vorjahres mehr als 1.000 Euro, aber nicht mehr als 4.000 Euro betragen hat (Wenn die Vorjahressteuer nicht höher war als 1.000 Euro, ist auf Antrag der Voranmeldungszeitraum das Kalenderjahr). c) Regelmäßige Termine zum 10.3., 10.6., 10.9., 10.12.: • Einkommensteuer-, Kirchen- steuer-, Körperschaftsteuer- und Solidaritätszuschlagvorauszah- lungen Gruppe B: Regelmäßige Termine zum 15.2., 15.5., 15.8., 15.11.: • Gewerbesteuervorauszahlungen • Grundsteuer • Zweitwohnungsteuer • verschiedene Kommunalabgaben Gruppe C: Regelmäßige Termine zum 25. eines Folgemonats: Zusammenfas- sende Meldungen bei innergemein- schaftlichen Umsätzen. Achtung: keine Wiedergabe in der nebenste- henden Übersicht. Es empfiehlt sich, bei Zahlungs- schwierigkeiten einen Stundungs- antrag zu stellen. § 222 AO sagt dazu: „Die Finanzbehörden können Ansprüche aus dem Steuerschuld- verhältnis ganz oder teilweise stunden, wenn die Einziehung bei Fälligkeit eine erhebliche Härte für den Schuldner bedeuten würde und der Anspruch durch die Stun- dung nicht gefährdet erscheint. Die Stundung soll in der Regel nur auf Antrag und gegen Sicherheitsleis- tung gewährt werden.“ Bestehen zum Beispiel höhere Forderungen aus fälligen Rechnun- gen gegenüber Öffentlichen Auf- traggebern und entsteht dadurch eine Liquiditätslücke, so kann die- ser nachzuweisende Umstand auch einen Stundungsantrag begründen. Eine Stundung von einbehal- tenen Steuerabzugsbeträgen, wie zum Beispiel Lohnsteuer, ist grundsätzlich ausgeschlossen. Dieses ist auch verständlich, da es sich um Beträge handelt, die den Arbeitnehmern weniger ausgezahlt worden sind und somit keine eige- nen Steuern des Unternehmers darstellen. Die Stundungszinsen betragen gemäß § 238 AO 0,5 v.H. für jeden vollen Monat, dies sind 6% p.a. Dieser Zinssatz wird heute als zu hoch und damit als verfas- sungswidrig angesehen, der BFH hat die Frage dem Bundesverfas- sungsgericht vorgelegt. Ob eine Entscheidung zugunsten der Steu- erpflichtigen fällt, ist offen. Sie sollten daher für Ihre Kalkulation weiter von dem oben angegebenen Zinssatz ausgehen. Gruppe D: Sören Flohr, Steuerberater, Unregelmäßige Termine bei Zah- lungen nach Steuerbescheiden. Wirtschaftsprüfer, SRP Steuer- beratung Köln Landschaft Bauen & Gestalten · 01/2020
Recht und Steuern | 19 Steuererklärungsfristen verlängert und Verspätungszuschlag neu geregelt Durch das Gesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens sind unter anderem die Abgabefristen für die Steuererklärungen für das Jahr 2018 verlängert worden. B isher galt der 31. Mai als Abgabetermin für die Steuererklärungen aus dem Vorjahr. Nunmehr besteht eine gesetzlich festgeschriebene Frist von sieben Monaten nach Ablauf des Kalenderjahres/ des Besteuerungsstichtages, d. h. dass die Steuerer- klärungen erst bis zum 31. Juli des Folgejahres einge- reicht bzw. übermittelt werden müssen (§ 149 Abs. 2 AO). Besonderheiten bestehen bei Land- und Forstwirten, die den Gewinn nach einem vom Kalenderjahr abwei- chenden Wirtschaftsjahr ermitteln; auch hier wurden die gültigen Fristen um zwei Monate verlängert. Die gesetzliche Neuregelung sieht für steuerlich beratene Steuerpflichtige eine grundsätzliche Frist- verlängerung bis Ende Februar des zweiten auf den Besteuerungszeitraum folgenden Jahres vor (§ 149 Abs. 3 AO). Eine darüberhinausgehende Fristverlängerung wird von den Finanzbehörden zukünftig nur in begründeten Einzelfällen, wenn der Steuerpflichtige ohne Verschul- den daran gehindert war seine Steuererklärung frist- gerecht bei der Finanzbehörde einzureichen, gewährt. Die gesetzliche Neuregelung stellt die Festsetzung eines Verspätungszuschlags weiterhin in das Ermes- sen der Finanzbehörde. Ein Verspätungszuschlag kann gemäß § 152 Abs. 1 AO gegen denjenigen festgesetzt werden, der seiner Verpflichtung zur Abgabe einer Steuererklärung nicht oder nicht fristgemäß nach- kommt. Mit dem Gesetz zur Modernisierung des Besteuerungsverfahrens wird die bis dahin geltende Ermessensentscheidung seitens der Finanzbehörde durch die Einführung eines automatischen Verspä- tungszuschlags gemäß § 152 Abs. 2 AO stark einge- schränkt. Für Besteuerungszeitpunkte ab 2018 heißt das, dass die Finanzbehörde in vielen Fällen nicht mehr selbst entscheidet, ob ein Verspätungszuschlag festgesetzt wird, sondern viel mehr ein Automatismus diesen ganz ohne Zutun festsetzt. In der Tabelle auf folgenden Seite ist alles Wesent- liche zu den aktuell gültigen Regeln zum Verspätungs- zuschlag auf einen Blick zusammengefasst. Praxistipp: Wenn zukünftig die Festsetzung eines automati- schen Verspätungszuschlags droht, ist eine fristge- rechte Einreichung einer geschätzten Steuererklärung zu Gunsten des Fiskus in die Überlegung einzube- ziehen, damit die automatische Festsetzung eines Verspätungszuschlags vermieden werden kann. Eine spätere Korrektur der Erklärung zu Gunsten des Steu- erpflichtigen bleibt dann ohne Sanktionen. > Fortsetztng atf der folgenden Seite Steuertermine Januar 2020 Anzeige Steuerarten für Zeitraum Termin letzer Tag Schonfrist Umsatzsteuer Lohnsteuer, Lohnkirchen st. Vorauszahlungen Einkommen-, Körperschafts-, Kirchensteuer, Solidaritätszuschl. Vorauszahlungen Gewerbe-, Grundsteuer 10.01.20 15.01.20 Dezember 2019 (ohne Fristverläng.) November 2019 (mit Fristverläng.) Dezember 2019 10.01.20 15.01.20 keine keine keine keine keine keine Bitte beachten: Regionale Feiertage sind nicht berücksichtigt. Die Schonfrist gilt nicht bei Barzahlung oder bei Übergabe oder Übersendung von Schecks. Landschaft Bauen & Gestalten · 01/2020 Ihr Partner für: • Beratung • Verkauf • Wartung • Ersatzteile Telefon: +49 2593 / 95 20 95-0 www.kneilmann-geraetebau.de
20 | Recht und Steuern Zeitpunkt für automatischen Verspätungszuschlag Abgabe nach 14 Monaten nach Ablauf des Kalenderjahrs/ des Besteuerungszeit- punkts – unabhängig davon, ob der Steuer- pflichtige steuerlich beraten ist. In Beraterfällen: nach Ablauf der Frist für eine Vorabanforderung Ausnahme von der Automatik Wenn die FinVerw eine Steuer auf 0 E oder eine Steuererstattung festsetzt, greift nicht der automatische Verspätungszuschlag. Die Festsetzung des Verspätungszu- schlags steht vielmehr im Ermessen der Finanzbehörden. Kein automatischer Verspätungszuschlag Die Festsetzung des Verspätungszuschlags steht im Ermessen der Finanzbehörden. Erklärungen Höhe des Verspätungszuschlags Steuererklärungen, die sich auf ein Kalen- derjahr beziehen (z. B. Einkommensteuer-, Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer- oder Umsatzsteuererklä- rung), und Steuerer- klärungen, die sich auf einen gesetzlich bestimmten Zeitpunkt beziehen (z. B. Erb- schaftsteuererklärung oder Erklärungen zur Feststellung von Einheits- und Grundbesitzwerten) Erklärungen zu geson- dert festzustellenden einkommensteuer- pflichtigen oder körperschaftsteuer- pflichtigen Einkünften Erklärungen zur gesonderten Fest- stellung von Besteu- erungsgrundlagen, Erklärungen zur Festsetzung des Gewerbesteuer- messbetrags und Zerlegungserklärungen Vierteljährlich oder monatlich abzuge- bende Steueran- meldungen (z. B. Umsatzsteuer-Vor- anmeldungen) und jährlich abzugebende Lohnsteueranmeldun- gen 0,25% der um die festgesetzten Vor- auszahlungen und die anzurechnenden Steuerabzugsbeträge verminderten fest- gesetzten Steuer; mindestens 25 E für jeden angefangenen Monat der eingetrete- nen Verspätung. Ein Verspätungszu- schlag darf höchstens 25.000 Euro betragen. 0,0625% der positiven Summe der festge- stellten Einkünfte; mindestens 25 E für jeden angefangenen Monat der eingetrete- nen Verspätung. Ein Verspätungszu- schlag darf höchstens 25.000 E betragen. 25 E für jeden ange- fangenen Monat der eingetretenen Verspätung. Ein Verspätungszu- schlag darf höchstens 25.000 E betragen. Die Dauer und die Häufigkeit der Frist- überschreitung sowie die Höhe der Steuer sind bei der Festset- zung eines Verspä- tungszuschlags zu berücksichtigen. Ein Verspätungszu- schlag darf höchstens 25.000 E betragen. Zusammenfassende Meldungen entfällt entfällt Bereits ab 2017 kann für die verspä- tete Abgabe einer Zusammenfassenden Meldung kein Ver- spätungszuschlag mehr anfallen. Andere Sanktionsmaßnahmen kommen jedoch nach wie vor in Betracht. Landschaft Bauen & Gestalten · 01/2020
Recht und Steuern | 21 Vergabemindestlohn: GaLaBau in Berlin sieht massiven Angriff auf die Tarifautonomie Mit der geplanten Erhöhung des Berliner Vergabemindestlohns von 9,00 Euro um 38,9 Prozent auf 12,50 Euro wird der Senat erstmals das gewachsene Tarifgefüge vieler seiner Dienstleister außer Kraft setzen. W as wir jahrelang befürchtet haben, tritt jetzt ein: Der Vergabe- mindestlohn wird zum politischen Geschenkeladen – und verliert damit jeden Bezug zur tatsächli- chen Wertschöpfungsentwicklung in der Branche“, kritisiert Oliver Hoch, Hauptgeschäftsführer des GaLaBau-Fachverbandes für Berlin und Brandenburg. Der Verband sieht einen massi- ven Angriff auf die gewachsenen Tarifstrukturen der Branche. Er hatte bereits im Februar 2019 ausführlich zum damaligen Gesetz- entwurf Stellung genommen, aber niemals eine Antwort oder ein Gesprächsangebot erhalten. Gleich zwei Lohngruppen werden nun in Frage gestellt. Tarifvorstandssprecher Jürgen Schrabbe: „Wir verbringen viele Stunden mit unserem Sozialpart- ner, um bundesweit verträgliche Tariflöhne auszuhandeln. Für die Arbeitnehmer im strukturschwa- chen Osten ist der bundesein- heitliche Flächentarifvertrag ein großer Segen, da sie so von den Möglichkeiten der wirtschaftlich stärkeren Regionen im Westen partizipieren. Der politische Ein- griff wird nun die der untersten Lohngruppen ausgerechnet dort in Frage stellen, wo die Möglichkeiten Der Verband fordert vom Land: 1. Achtung der Tarifstruktur aller Auftragnehmer. 2. Abschaffung der unsinnigen Vergabemindestlöhne. 3. Stattdessen konsequente Nichtberücksichtigung aller Bieter, die bereits mit dem Angebot untertarifliche Löhne erkennen lassen. Anzeige sehr begrenzt sind. In die Breite unserer Auftraggeber sind die resultierenden Preissteigerungen hier in der Region nicht vermit- telbar. Das Land Berlin hat in der Branche einen Auftragsanteil von vielleicht zehn Prozent – viel zu wenig, um preisbestimmend zu wirken! Unterschiedliche Löhne für unterschiedliche Auftraggeber sind im Unternehmen aber kaum umsetzbar.“ Geschäftsführer Hoch vermisst im Vorgehen des Senates jede Ehr- lichkeit: „Seit Jahren werden Auf- träge stets an den billigsten Bieter vergeben, obwohl eigentlich das optimale Preis-Leistungs-Verhältnis zu prüfen ist. Das Vergabegesetz wurde jüngst sogar dahingehend verändert, die fachliche Prüfung der Preisbildung vor der Vergabe weiter zurückzunehmen. Eine uner- trägliche Doppelmoral! Wir haben einen staatlichen Mindestlohn in Höhe von derzeit 9,19 Euro. Seine Einhaltung konsequent zu prüfen und die Vergabe an Lohndumper auszuschließen, wäre eine Aufgabe der Politik. Stattdessen treffen die Maßnahmen nun gerade die Unternehmen, die selbst um den Abschluss marktgerechter Tarife kämpfen – und bereit sind, diese konsequent einzuhalten.“ Impressum | Herausgeber: Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e.V. | Verantwortlich: Dr. Robert Kloos | Redaktion: Andreas Stump (BGL) | Verlag: GaLaBau-Service GmbH | Anschrift für Herausgeber, Verlag und Redaktion: Haus der Landschaft, Alexander-von-Humboldt-Str. 4, 53604 Bad Honnef, Telefon 02224 7707-0, Fax 7707-77, E-Mail bgl@galabau.de, www.galabau.de | Anzeigen: signum[kom – Agentur für Kommunikation, Lessingstr. 25, 50825 Köln, www.landschaft-bauen-und-gestalten.de | Anzeigenleitung: Jörg Hengster, Telefon 0221 92555-12, j.hengster@signum-kom.de | Anzeigenberatung: Anja Schweden, Telefon 0221 92555-12, a.schweden@signum-kom.de, Anna Billig (a.billig@signum-kom.de) | Druck: Strube Druck & Medien OHG, Stimmerswiesen 3, 34587 Felsberg. Seit 1. November 2019 gilt die Anzeigen preisliste Nr. 40. Die Zeitschrift erscheint mo nat lich. Keine Haftung für unverlangte Sendungen aller Art. Namentlich gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Mei nung des Herausgebers wieder. ISSN 1432-7953 Rainpro Vertriebs - GmbH für Beregnungsausrüstung D-21407 Deutsch Evern · Schützenstraße 21+5 Tel.: 0 41 31 / 97 99-0 · www.rainpro.de
22 | GaLaBau intern Gruppenfoto der Preisträger des Wettbewerbs „Preis des sächsischen Garten- und Landschaftsbaus“ 2019 Sieger im Wettbewerb „Preis des sächsischen Garten- und Landschaftsbaus“ geehrt In Dresden wurden die Sieger des Wettbewerbs „Preis des sächsischen Garten- und Landschaftsbaus“ 2019 geehrt. Insgesamt hatten sich zehn sächsische Fachbetriebe des Garten- und Landschaftsbaus mit ihren Projekten um die Auszeichnung beworben. In drei Kategorien wurden die Sieger gekürt. Darüber hinaus wurden drei Sonderpreise vergeben. L andwirtschaftsminister Thomas Schmidt freut sich über die Leistungsfähigkeit der Branche in Sachsen: „Die eingereichten Beiträge haben auch dieses Mal wieder eindrucksvoll gezeigt, dass die Garten- und Landschaftsbaubetriebe im Freistaat Maßstäbe setzen. Das gilt für Neu- und Umgestaltung privater Hausgärten genauso wie für die Gestaltung öffentlicher Freiräume.“ Andreas Wehle, Präsident des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Sachsen e.V., ergänzt: „Wir ehren mit dem Wettbe- werb kreative Gestaltungsvielfalt, handwerkliches Können und landschaftsgärtnerische Leistungsfähig- keit. Es ist gut, dass der Freistaat diesen Wettbewerb unterstützt.“ Hintergrund: Der „Preis des sächsischen Garten- und Land- schaftsbaus“ wird im Wechsel mit dem Wettbewerb „Gärten in der Stadt“ vom Verband Garten-, Land- schafts- und Sportplatzbau Sachsen e. V. ausgelobt und vom Sächsischen Landesamt für Umwelt, Land- wirtschaft und Geologie gefördert. Der Wettbewerb erfährt große Resonanz in der breiten Öffentlichkeit sowie im Berufsstand auch über Sachsens Ländergren- zen hinaus. Im Nachgang zur Preisverleihung erscheint eine Broschüre, in der alle Gartenprojekte vorgestellt sowie die beteiligten Garten- und Landschaftsbauun- ternehmen benannt werden. 1. Preis Kategorie „Außenanlagen des Wohn- und Arbeitsumfeldes“ Preisträger: Hansel GmbH Garten- und Landschaftsbau, Dresden Projekt: Klein aber Fein-Kost Müller! / Feinkost Müller KG/ Weißer Hirsch Dresden Unaufdringlich, ästhetisch, funktio- nell und außerordentlich hochwer- tig wurde der öffentliche Bereich eines seit 1940 bestehenden sächsischen Dresdner Feinkost- geschäftes umgestaltet. Das Ziel der Modernisierung, die kreative Gestaltung des Außenraumes als Fortführung des hohen Niveaus des Verkaufsangebotes im Inneren, gelang auf beispielhafte Weise. Mit gestalterischen Ideen, einem Licht- und Farbkonzept, das sich am Corporate Design des Unter- nehmens orientiert, wurde auf kleiner Fläche Großes geleistet. Das Gefälle des öffentlichen Geh- weges wurde mit einem Hochbeet abgefangen. Fensterlaibungen sind mit Sitzbänken versehen. Zwei neben den sichtgeschützten Aufenthaltsbereichen platzierte Sumpfeichen strukturieren das Objekt zusätzlich. Das Bauvorha- ben im öffentlich stark frequentier- ten Raum während des laufenden Geschäftsbetriebes abzuwickeln, meisterte die ausführende Firma auf ideale Weise. Das Projekt überzeugt aufgrund seiner klaren Formen sowie dem Zusammenspiel der Materialien korrespondierend mit einer attraktiven Bepflanzung. Dicht an den öffentlichen Ver- kehrsbereich angrenzend, gelang es auf engem Raum ein Refugium mit hoher Aufenthaltsqualität zu schaffen. Die Qualität der Ausfüh- rung aller baulichen Details und der Bepflanzung sorgt für ein hoch- wertiges Wohn- und Arbeitsumfeld in der Innenstadt. Wie es mit dem Projekt gelingt, die handwerkliche Leistungsvielfalt sowie hohe Quali- tät landschaftsgärtnerischer Arbei- ten auch auf kleiner Fläche der Öffentlichkeit zu demonstrieren, beeindruckte die Jury. Landschaft Bauen & Gestalten · 01/2020
GaLaBau intern | 23 1. Preis Kategorie „Landschaftsgärtnerische Spezialgebiete“ Preisträger: Eyßer Schöne Gärten e. K., Dresden Projekt: Paradiesisch baden im Vier-Jahreszeiten-Pool in die bestehende Planung aufzu- nehmen und umzusetzen. Neben der hohen Fachkompetenz in der Ausführung der Arbeiten würdigt die Jury deshalb mit diesem Preis auch die enorme Flexibilität des Galabau-Unternehmens in der sich ändernden Planung, so dass ein Garten der Vielfalt entstand. 1. Preis Kategorie „Private Hausgärten“ Preisträger: Thümer-Landschaftsbau GmbH, Dresden Projekt: Grüne Eleganz / Hausgarten Pelzer, Dresden Der prämierte Privatgarten befindet sich oberhalb des Klein- zschachwitzer Ufers. Er umgibt ein, von großformatigen Glasflächen geprägtes, modernes Architekten- haus und rahmt auf herausragende Weise den sich von hier aus eröff- nenden Blick auf die gegenüberlie- genden Elbhänge mit dem Dresd- ner Fernsehturm und der Kirche „Maria am Wasser“ ein. Eine Integration des angrenzenden Galeriewaldes lässt die Großge- hölze maßgeblich zur Raumwir- kung der Gesamtanlage beitragen. Die schlichte räumliche Gliederung des Gartens übernehmen gestal- terische Elemente in höchster Material- und Ausführungsqualität: darunter ein Pool, mehrere Corten- stahl-Elemente sowie Einfassungen erhöhter Pflanzbeete. Dunkelgraue Großformatplatten aus geschlif- fenem Basalt charakterisieren die befestigten Außenflächen um das Gebäude herum. Garagenvorbe- reich, Eingangsachse, Terrassen und die Treppenstufen hin zum tiefer liegenden Rasen sind alle im gleichen Material gehalten. Ein Highlight des Gartens ist die vor dem Haus als Solitäre plat- zierte 40 Jahre alte Hainbuche mit breitkugeliger Krone. Zirka 1.650 Frühblüher, 1.500 Stauden sowie drei Großsträucher im hinteren Gartenbereich setzen pflanzliche Akzente und lösen in ihrer Locker- heit die strenge Geometrie des Gartens auf. Eine weitere Besonderheit der Anlage ist das edle Farbkonzept, das sich stimmig zur Architektur des Hauses zeigt und Innen- und Außenraum gekonnt miteinander verknüpft. Dies wird insbeson- dere durch die Verwendung einer gläsernen Absturzsicherung zur Elbseite hin geschafft. Die Glas- scheibenkonstruktion ermöglicht einen weiten Ausblick ins benach- barte Elbtal und schafft dadurch einen fließenden Übergang in den Naturraum. Besondere Raffinesse erlangt die Konstruktion durch die Verwendung von „smartem“ Glas, das auf Knopfdruck mittels ange- legter Spannung seine Transparenz ändert. Die Qualität der Ausfüh- rung aller bautechnischen Details und der Bepflanzung machen den Garten zu einem Wohlfühlort. Mit diesem Projekt wird die Gestaltung eines vormals gänzlich verwilderten Gartengrundstückes unterschiedlichen Höhenniveaus an einem Mehrfamilienhaus in Mei- ßen gewürdigt. Zentraler Punkt des Gartens ist ein ganzjährig nutz- barer detailreicher Pool, der über verschiedene Quellsteine, einen kleinen Wasserfall sowie eine leistungsfähige Gegenstromanlage verfügt. Der Flachwasserbereich lässt sich vom Tiefwasser trennen, so dass ihn auch Kinder gefahrlos nutzen können. Eine Halbrund- Sitzbank, ein Grillplatz, zwei in den Hang gebaute Gewölbekeller sowie mehrere Treppenanlagen und Trockenmauern aus Naturstein erzeugen ein spannungsgeladenes Gartenbild. Verschiedenste Natur- materialien, geschwungene For- men und ganzjährig üppige Pflanz- flächen spiegeln die zahlreichen Urlaubseindrücke der Bauherren im sächsischen Zuhause wieder. Die Herausforderung für den Landschaftsgärtner bestand unter anderem darin, die vielgestaltigen Nutzungswünsche unterschied- licher Altersgruppen sowohl von Bauherrenseite als auch von Seiten der Mietparteien zufriedenstellend umzusetzen. Mehrfach galt es, baubegleitende Kundenwünsche > Fortsetztng atf der folgenden Seite Anzeigen für den Garten- und Landschaftsbau www.rita-bosse.de Besuchen Sie uns auf der IPM in Essen · Halle 7 · Stand 7C18 Landschaft Bauen & Gestalten · 01/2020
24 | GaLaBau intern Sonderpreis Kategorie „Private Hausgärten“ Firma: Projekt: EdGarden GmbH, Bahretal Ostseegarten auf der Insel Rügen Ein Ferienhaus mit typischem Reetdach in Dranske auf der Insel Rügen wurde mit einem im maritimen Stil gestalteten Außenbereich weiter aufgewertet. Die landschaftsgärt- nerische Herausforderung bestand dabei unter anderem in der Materialbeschaffung, denn in der Gestaltung sollte der lokale Bezug zur sächsischen Heimat des Bauherren gewährleistet sein. Die Jury würdigt das hohe Engagement des Galabaubetriebes sowie die hochwertige Ausführung aller Arbeiten mit den unterschiedlichsten Materialien dar- unter Naturstein, Cumaru-Holz und Cortenstahl. Beeindruckt war die Jury von der exakten Ausführung aller Flächenan- schlüsse, den filigranen Holzarbeiten sowie der gelungenen grenzfreien Integration des Gartens in die natürliche Umge- bung über Obstgehölze und eine Mäh- und Gehölzkante. Sonderpreis Kategorie „Außenanlagen des Wohn- und Arbeitsumfeldes“ Firma: Projekt: Grünanlagen Uwe Pügner, Schwarzenberg Scharnhorstplatz Chemnitz Der Chemnitzer Scharnhorstplatz ist eine als Gartendenkmal erfasste städtebaulich bedeutsame Grünanlage. Mit ihrer streng geometrischen Flächenaufteilung war die Ursprungsanlage an die Formensprache der „Lenné-Meyer-Schule“ angelehnt. Mehrfach wurde die Platzanlage in der Vergangenheit teils stark überformt und ehemals wassergebundene Wege zum großen Teil mit Asphalt überzogen. Die Umgestaltung des Scharnhorstplatzes mit zeitge- mäßen Erholungsangeboten erfolgte vor dem Hintergrund, den vorhandenen historischen Altbaumbestand – vorwiegend Eichen, Kastanien, Linden und Eschen – weitestgehend als raumwirksame und historisch wertvolle Vegetation zu erhalten. Eine aus der Zeit der Anlage des Platzes stammende Eiche wurde im Wurzelbereich in einem Durchmesser von zirka zehn Metern entsiegelt und sorg- sam mit Stauden, Ziergräsern und Blumenzwiebeln unterpflanzt. Als schützende, funktionelle und gestalterische Rahmung dieser Schmuckpflanzung dient ein „Sitzring“ aus maßgefertigten Granit- blöcken, der teilweise mit Holzauflagen bestückt ist. Die Jury würdigt die unter Nutzung natürlicher Materialien erfolgte hochwertige und denkmalgerechte Umgestaltung der Anlage, die als Stadtteilplatz eine wichtige Funktion der Freiraum- und Freizeit- nutzung einnimmt. Sonderpreis Kategorie „Private Hausgärten“ Firma: Projekt: Minimalismus in Grün / Privatgarten am perspektive.grün GmbH, Dresden Schwielowsee Der mit einem Sonderpreis gewürdigte Garten wird von seiner repräsentativen und naturnahen Alleinlage am Ufer des Schwielowsee geprägt. Ziel der Garten- gestaltung war es, einen Ort der Ruhe und Erholung zu schaffen. So basierte das Konzept auf einer klaren Formensprache, die durch werthaltige Materialien und Pflanzen unterstützt wird. Die Materialwahl besteht aus den Komponenten Holz, Travertin ‚Silver Blue‘ und Stahl. Der Naturstein findet sich an der Treppenan- lage, in Form von Sitzblöcken, als Mauerstein und vor dem Hauseingang als Bodenplatte wieder. Sibirisches Lärchenholz begleitet den Garten bis hinunter zum privaten Bootssteg, der zum mit Kies und Findlingen gestalteten Strandabschnitt führt. Die Jury würdigt das Gesamtkonzept zur Schaffung einer sehr hochwertigen komplexen Gartenanlage und die fachlich einwand- freie Ausführung sowohl der baulichen als auch der attraktiven Pflanzarbeiten. Landschaft Bauen & Gestalten · 01/2020
GaLaBau intern | 25 Martin GaLa-Bau erhält Auszeichnung „JobErfolg 2019“ Für ihre herausragenden und beispielgebenden Leistungen bei der Beschäftigung von chronisch Erkrankten und behinderten Menschen erhält die Firma Martin GaLa-Bau die Auszeichnung „JobErfolg – Menschen mit Behinderung am Arbeitsplatz“. Die feierliche Preisverleihung mit rund 100 Gästen aus Politik, Sozialwesen und Wirtschaft fand am 3. Dezember 2019 in Lappersdorf bei Regensburg statt. Der jährliche „JobErfolg“ würdigt Arbeitgeber aus der Privatwirtschaft und des Öffentlichen Dienstes in Bayern, die sich durch die Beschäftigung von Per- sonen mit Beeinträchtigung besonders auszeichnen. Der Preis trägt dazu bei, Vorurteile abzubauen und behinderte Menschen in den Arbeitsmarkt zu integ- rieren. Nun empfing die Martin GaLa-Bau GmbH aus Funkendorf bei Prebitz, Landkreis Bayreuth, den Preis „JobErfolg 2019“ von Holger Kiesel, Beauftragter der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung. Der oberfränkische Fachbetrieb im Garten- und Landschaftsbau wurde 2012 von Geschäftsführer Martin Regner aus dem elterlichen Betrieb als eigen- ständiges Unternehmen gegründet. Unter dem Motto „Alles im grünen Bereich“ richtet sich das umfangrei- che Dienstleistungsspektrum vorwiegend an Inhaber von Privatgärten, Bauträger sowie gewerbliche Kunden in der Region Bayreuth. Das außergewöhnliche Engagement, die Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben massiv zu fördern, entwickelte sich nach einem persönlichen Schicksalsschlag des Geschäftsführers: 2015 erlitt Martin Regner einen Reitunfall mit einem schweren Schädel-Hirn-Trauma und kämpfte sich nach mehreren Operationen, monatelangem Krankenhausaufenthalt und zahlreichen Rehabilitationsmaßnahmen zurück ins Leben. Michelle Regner: „Durch dieses Ereignis hat es bei uns Klick gemacht. Seit dieser Zeit geben wir vor- rangig Personen mit Schwerbehinderung eine Chance. Denn wir haben selbst die Erfahrung gemacht, wie schwierig es ist, mit gewissen Einschränkungen am Arbeitsmarkt teilzunehmen. In enger Zusammenarbeit mit den Ämtern konnten wir damit schon einigen Men- schen helfen, im Berufsleben Fuß zu fassen.“ Derzeit arbeiten zwölf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Firma – davon fünf mit Behinderung. Mit einer Schwer- behindertenquote von rund 40 Prozent liegt das Unter- nehmen damit weit über dem Durchschnitt. „Jeder hilft jedem und viele unserer Arbeiter verstehen sich auch Martin Sandkühler, stellv. Regionalvorsitzender Oberpfalz im Ver- band Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern, zusammen mit den Preisträgern Michelle und Martin Regner (v.l.) bei ihrer Auszeichnung mit dem „JobErfolg 2019“. Foto: Martin GaLa-Bau GmbH privat sehr gut. ,Einer für alle, alle für einen‘, das trifft es bei uns auf den Punkt. Somit spiegelt der JobErfolg auch die Zufriedenheit und das Vertrauen unserer Mit- arbeiter wider“, ergänzt Martin Regner. Der Preis wird seit 2005 vom Bayerischen Landtag, dem Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales sowie dem Beauftragten der Bayeri- schen Staatsregierung im Rahmen des Welttages für Menschen mit Behinderung verliehen. Die Preisverlei- hungen der letzten Jahre zeigen auf beeindruckende Weise, wie vielfältig sich Menschen in ihrem Beruf einbringen und wie aufgeschlossene Arbeitgeber es verstehen, die Kenntnisse und Talente auch von behin- derten Personen für ihren unternehmerischen Erfolg zu nutzen. Anzeige Landschaft Bauen & Gestalten · 01/2020 Schwab Rollrasen GmbH Haid am Rain 386579 WaidhofenTel. +49 (0) 82 52/90 76-0 www.schwab-rollrasen.deI perfekte Spitzenqualität aus BayernI über 300 Rasenvariationen erhältlichI Lieferung innerhalb von 24 StundenI auch mit flexiblem VerlegeserviceI komplette Produktion in DeutschlandI jetzt auch als Wildkräuterrasen
26 | GaLaBau intern Dr. Axel Schneidewind, Leiter des Kompetenzzentrums Garten- und Landschaftsbau Quedlinburg, gab zahlreiche Tipps für die Baumpflegepraxis. Ein wichtiger Bestandteil des Straßenbaum-Tages sind die praktischen Übungen wie hier zum Pflanzschnitt. Wertvolle Baumversuche für die Praxis Einen umfassenden Überblick zu Versuchen rund um den Straßenbaum gab es am 29. Oktober auf dem 23. Ditfurter Straßenbaum-Tag in Quedlinburg. Mit Blick auf über 25 Jahre Versuchsarbeit erhielten die Teilnehmer zahlreiche Tipps für die Baumpflegepraxis. Ditfurter Straßenbaum-Tag in Quedlinburg D ie Landesanstalt für Landwirtschaft und Gar- tenbau Sachsen-Anhalt (LLG) hatte gemeinsam mit dem Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Sachsen-Anhalt eingeladen und Dr. Axel Schneidewind, Leiter des Kompetenzzentrums Gar- ten- und Landschaftsbau Quedlinburg, nutzte die Gelegenheit, um einen Überblick über die Ergebnisse bisheriger Straßenbaum-Versuche zu geben. Auf rund 30 Hektar Versuchsflächen steht in der LLG eindeutig der Straßenbaum im Mittelpunkt der Versuchsarbeit – und das schon seit über 20 Jahren. So sind im Laufe der Jahre sehr viele praxisnahe Frage- stellungen in Quedlinburg untersucht worden. Langjährige Alleebaumprüfung Bewässerung – und bieten interessante Vergleiche. Es zeigt sich, welche Bäume gut damit klarkommen (zum Beispiel Acer platanoides) und welche weniger gut (Rosaceen wie Pyrts, Sorbts oder Crataegts). Die Bäume wurden auch jeweils in vier Varianten aufge- pflanzt: ohne Pflegeschnitte, als Kopfbaum und unter- schiedlich stark aufgeastet – die Unterschiede sind immer noch zu sehen. Vor allem bei Linde zeigen sich starke Rindenschäden durch Sonnenbrand (wegen des fehlenden Stammschutzes). Relativ jung ist der zweite Straßenbaumversuch zu Klimawandel und Baumsortimenten der Zukunft. Von 2014 bis 2018 wurden auf dem Versuchsgelände 54 Baumarten und -sorten aufgepflanzt. Besonders eindrücklich ist die umfangreiche Stra- Empfehlungen für die Praxis ßen- und Alleebaumprüfung. Bereits 1995 wurden die ersten Bäume aufgepflanzt, bis 1997 gab es jährliche Erweiterungen. Insgesamt umfassen die Eignungsprü- fungen nun 44 Baumgattungen, 103 Arten sowie 279 Sorten und Hybriden, wie Schneidewind ausführte. Das Besondere ist auch, dass die Bäume inzwischen aus ihrer Jugendphase herausgewachsen sind. Mehr als 1.500 Bäume wachsen hier – seit 20 Jahren ohne Dr. Axel Schneidewind blickt zurück auf über 25 Jahre Versuchsarbeit an der LLG. Dabei hat er zahl- reiche Fragestellungen aus der Baumpflegepraxis untersucht und klare Empfehlungen herausgegeben. Schwerpunkte waren zum Beispiel die Versuche zu Baumverankerungen und deren Verwendung (Emp- fehlung: 3-Bock-Verwendung, bei Standorten mit hoher Windbelastung sollten diese drei Jahre stehen), Anzeige Landschaft Bauen & Gestalten · 01/2020
Baumanbindematerialien (Empfehlung: Kokosstrick oder -kordel) oder Stamm- und Rindenschutzmaß- nahmen (Empfehlung: Schilfrohrmatte oder weißer Stammanstrich, wichtig bei letzterem ist die Vorreini- gung, wie ein weiterer Versuch gezeigt habe). Die Versuchsberichte hat Schneidewind in der jährlich erscheinenden Reihe „Versuche in der Lan- despflege“ (herausgegeben von der Forschungsgesell- schaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau, FLL) veröffentlicht. Ausführliche Beiträge von ihm finden sich auch in verschiedenen Ausgaben des „Jahrbuch der Baumpflege“ (Haymarket Media). Bewässerung ist aktuelles Thema Schneidewind stellte aber auch einige Baumver- suche vor, die in den letzten Monaten und Jahren in Quedlinburg neu angelegt wurden. Angesichts des Klimawandels gewinnt die Bewässerung von Stadtbäu- men immer mehr an Bedeutung. Von großem Interesse ist daher die Eignungsprüfung mobiler Tropfbewässe- rung für Bäume. Sieben verschiedene Bewässerungs- säcke sind an der LLG seit 2017 im Test. Gemessen werden dabei neben der Handhabung, Haltbarkeit und Standfestigkeit der Säcke auch die Rindentemperatur und Bodenfeuchte. Die Auswertung des Versuches soll im nächsten Jahr nach der Vegetationsperiode erfolgen. Problem Überfüllung Ein häufiges Problem in der Praxis ist die Überfül- lung von Bestandsbäumen. Um hierzu Daten erheben zu können, hat Schneidewind 2017 einen „Überfül- lungsversuch“ angelegt. Dazu wurden Bestandsbäume (2008 als 3 x v 16/18 gepflanzt) verschiedener Gattun- gen unterschiedlich stark überfüllt. Zusätzlich wurden Wurzelabgrabungen durchgeführt. Der Versuch muss mindestens zehn Jahre stehen, so Schneidewind. Denn Bäume reagieren langsam. Zu tiefe Pflanzungen „95 Prozent aller Bäume werden zu tief gepflanzt“, konstatierte Schneidewind. Um dieses Praxisproblem und die daraus resultierenden Baumschäden zu demonstrieren und dokumentieren, hat er im Früh- jahr 2019 einen weiteren Versuch aufgepflanzt: Fünf verschiedene Baumarten (Acer platanoides ‘Emerald Queen’, Carpints bettlts ‘Fastigiata’, Qtercts cer- ris, Tilia cordata ‘Greenspire’ und Tilia tomentosa ‘Brabant’) wurden mit je vier Wiederholungen fachge- recht, 25 Zentimeter zu tief und 40 Zentimeter zu tief gepflanzt. „Wir wollen im Versuch das Extreme zei- gen“, so Schneidewind. Aber es gehe ihm auch darum, belastbare Daten zu bekommen. Der Versuch ist auf mindestens fünf Jahre angelegt – auch wenn Schneide- wind selbst im nächsten Jahr in den Ruhestand geht. Er hofft, dass seine Nachfolge bis dahin geregelt ist und die Straßenbäume weiterhin eine hohe Wertschät- zung – auch im Versuchswesen – erfahren. Autorin: Martina Borowski, Erstveröffentlichung in TASPO 46/2019, www.taspo.de Landschaft Bauen & Gestalten · 01/2020 Neuer Vorstand in der Region Südlicher Oberrhein GaLaBau intern | 27 Tobias Sköries, Michael Drescher, Stephan Irslinger, Andreas Jackobs (v.l.) und Dominik Bartsch (nicht auf dem Foto) bilden zusammen den neuen Vorstand der Region Südlicher Oberrhein. Foto: VGL-BW Neuer Vorsitzender der Region Südlicher Oberrhein vom Verband Garten-, Landschafts- und Sport- platzbau Baden-Württemberg e.V. (VGL) ist Stephan Irslinger, Irslinger Freiraumgestaltung GmbH in Hoh- berg. Neu dabei sind außerdem der stellvertretende Regionalvorsitzende Michael Drescher, Steinhart GmbH in Kirchzarten, und der Regionalbeauf- tragter Öffentlichkeitsarbeit Dominik Bartsch, Pfefferer Baumkultur GmbH in Müllheim. Der Regionalvorsitzende Andreas Jackobs, Jackobs & Staenke GmbH und Co. KG in Müllheim, sowie der Regionalbeauftragte Ausbildung Tobias Sköries, Böcherer Gartenbau in Denzlingen, sind wiedergewählt. VGL Bayern: Kontinuität in den Regionalgruppen Oberbayern und Oberpfalz Georg Weißmüller, Regio- nalvorsitzender Oberpfalz, Anton Robl und Martin Sandkühler, beide stellver- tretende Regionalvorsit- zende Oberpfalz (v.l.), wur- den in ihren Ehrenämtern bestätigt. Foto: Jochen Henning, VGL Bayern Der Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern e.V. (VGL Bayern) veranstaltete im November 2019 mehrere Regionalversamm- lungen im Freistaat. Dabei wurden Rainer Neuhauser, Vorsitzender der Regionalgruppe Oberbayern, Georg Weißmüller, Vorsitzender der Regi- onalgruppe Oberpfalz, sowie Anton Robl und Martin Sandkühler, beide stellvertretende Regionalvorsitzende Oberpfalz, in ihren Ehrenämtern bestätigt. DBG-Verwaltungsrat: August Forster verabschiedet Auf der 44. Verwaltungsratssitzung der Deutschen Bundesgartenschau- Gesellschaft (DBG) wurde August Forster, ehemaliger BGL-Präsident und stellvertretender Vorsitzender und Sprecher des Bezirksverbands Rheinland-Süd im Verband GaLaBau NRW, für sein jahrelanges Engage- ment um die Bundesgartenschauen verabschiedet. BGL-Präsident Lutze von Wurmb dankte August Forster (r.) für sein Engagement.
28 | GaLaBau intern 19 frisch ausgebildete Fachagrarwirte Baumpflege und Baumsanierung erhielten in der Hamburger Landwirt- schaftskammer ihr Prüfungszeugnis. Foto: Marrett-Foßen/FGL HH Baumpflege und Baumsanierung: Hamburg hat 19 neue Fachagrarwirte 2019 haben in Hamburg 19 Baumpfleger erfolgreich ihre Prüfung zum Fachagrarwirt Baumpflege und Baumsanierung abgelegt. Ihr Abschlusszeugnis erhielten sie im Rahmen einer Freisprechungsfeier am 5. Dezember in der Landwirtschaftskammer. Anders als in anderen Bundesländern führt in der Elbmetropole seit 2003 der Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hamburg (FGL HH) die Vorbereitungskurse zur Fachagrarwirt-Prüfung durch. I n der Hansestadt Hamburg finden die Lehrgänge für angehende Fachagrarwirte Baumpflege und Baum- sanierung im zweijährigen Rhythmus im Hamburger Haus des Landschaftsbaus (HHL) statt. Ein Modell, das sich bewährt hat: „Der Anstoß, die Weiterbildung zum Fachagrarwirt über den Hamburger Fachverband anzubieten, kam von einigen Mitgliedsbetrieben. Der Vorbereitungslehrgang ist für die Baumpflegeunter- nehmen eine große Chance, ihre Mitarbeiter optimal fortzubilden und so dem Fachkräftemangel effektiv entgegenzuwirken“, sagt Thomas Schmale, Vorsitzen- der des FGL HH. Interdisziplinär und berufsbegleitend: So lernen Fachagrarwirte in Hamburg Am 5. Dezember 2019 nahmen in der Landwirt- schaftskammer Hamburg 19 frisch ausgebildete Fach- agrarwirte Baumpflege und Baumsanierung ihre Zeug- nisse entgegen. Zuvor hatten sie sich von April bis Oktober im Lehrgang des FGL HH auf die anspruchs- volle Prüfung vorbereitet. Gelernt wird in Hamburg hauptsächlich berufsbegleitend, immer Montag- und Mittwochabend. Insgesamt sechs Wochen jedes Vorbereitungskurses sind als Blockunterricht konzi- piert. In dieser Zeit werden die Teilnehmer von ihren Betrieben freigestellt. Rund 85 Prozent des Unterrich- tes findet im HHL statt. Entweder in den modernen Räumlichkeiten oder im 15.000 Quadratmeter großen Außengelände, wo die Referenten mit den künftigen Fachagrarwirten Baumpflege und Baumsanierung in die Praxis einsteigen und verschiedene Arbeitstechni- ken und Themen vertiefen. „Unsere Referenten sind ausnahmslos Experten auf ihrem jeweiligen Fachge- biet. Sie sind Baumpfleger, Biologen, Sachverständige oder Mitarbeiter von Behörden wie den Bezirksäm- tern Altona und Harburg. Wir kooperieren auch mit weiteren Institutionen, zum Beispiel dem Institut für Baumpflege Hamburg, dem Institut für Botanik der Uni Hamburg oder dem Thünen-Institut für Forstgenetik in Großhansdorf. Hier finden ebenfalls Unterrichts- einheiten statt“, berichtet Dr. Michael Marrett-Foßen, Geschäftsführer des FGL HH. Die Teilnahme an den Vorbereitungslehrgängen ist nicht ausschließlich Ver- bandsmitgliedern vorbehalten. Anmelden können sich auch selbstständige Baumpfleger oder Mitarbeiter von Baumpflegebetrieben, die nicht dem Fachverband angeschlossen sind. Bei der Feier für die freigesprochenen Fachagrar- wirte am 5. Dezember betonte Marrett-Foßen die große Bedeutung der Baumpflege für den Klima- schutz: „Bäume sind die wirkungsvollsten CO2-Filter, die wir auf der Erde haben. Als Baumpfleger betreiben Sie Klimaschutz am lebenden Objekt. Direkter und unmittelbarer geht es nicht!“ Zum Ende der Veran- staltung überreichte der Verbandgeschäftsführer den Absolventen je einen kleinen Klimabaum Gingko biloba (Fächerblattbaum), verbunden mit der Aufgabe, diesen an einem geeigneten Standort einzupflanzen. „Werden Sie zum Guerilla-Gärtner und suchen Sie einen guten Platz für Ihren Baum! Auf dass er gesund altern und wie Sie einen wichtigen Beitrag zu einem gesunden Klima leisten kann“, so Dr. Marrett-Foßen. Der nächste Vorbereitungslehrgang für angehende Fachagrarwirte Baumpflege und Baumsanierung star- tet im Frühjahr 2021 in Hamburg und wird rechtzeitig vorher vom Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hamburg angekündigt. Landschaft Bauen & Gestalten · 01/2020
Unternehmen & Produkte | 29 Sportplätze, Golfplätze, Spielplätze Neue Gestaltungsmöglichkeiten mit dem Hally-Gally- Spielplatztrampolin Maximus VI und Maximus IX Mit den beiden Trampolinen Maximus VI und Maximus IX von Hally-Gally erhält jeder Bewegungsparcours eine neue Gestaltungsmöglichkeit. Wie die römischen Ziffern bereits verraten, gibt es das Spielplatztrampolin in sechs oder neun Metern Länge. Beim Maximum IX (9 x 2,25 m) handelt es sich um ein Spielgerät mit Überbreite, bei dem die Kunststoffglieder im Fallschutz eingebaut sind. Geliefert werden die Trampoline in Drei-Meter-Teilen. Das Zusammen- Das Trampolin Maximus vor dem Adidas-Campus in Herzogenaurach. schrauben, Einhängen der Matte und Aufkleben der Fallschutzplatten erfolgt bauseits vor Ort. Die Matte ist für eine leichte Reinigung von oben aushängbar. Die Trampoline sind laut Hersteller barrierefrei und auf Wunsch durch abgeschrägte Fallschutzplatten auf der Schmalseite für Rollstuhlfahrer noch besser befahrbar. Maximus VI und Maximus IX sind wie die anderen Hally-Gally-Trampoline ebenfalls mit einer Reihe Fall- schutz ausgestattet. Wie auf dem Foto zu sehen ist, kann das Trampolin auch ohne Fallschutzplatten geliefert werden und der Fallschutzbereich optimal der Umgebung angepasst werden. Ein solches Trampolin Maximus befindet sich übrigens auch vor dem Adi- das-Campus im mittelfränkischen Herzogenaurach. Hier hat die deutsche Nationalmannschaft Anfang Juli ihr EM-Stammquartier für 2020 bezogen. Das Team von Bundestrainer Joachim Löw wird nicht am Spielort in Mün- chen, sondern im Adidas-Campus logieren und trainieren. www.hally-gally-spielplatzgeraete.de Die Texte in „Unternehmen & Produkte“ basieren auf Mitteilungen der Herstellerfirmen und stehen außerhalb der Verantwortung der Redaktion. Die Themen der kommenden Ausgaben: Februar 2020 März 2020 April 2020 Rund um den Privatgarten Erdbau und Bodenbearbeitung Schwimm- und Gartenteiche Pools, Saunen Landschaft Bauen & Gestalten · 01/2020 Das Rainpro System „24“ hilft Vereinen ihre laufenden Betriebs- und Wartungskos- ten zu reduzieren. Schlüssige Kombination aus effizienter Bewässerung und leichter Handhabung Rainpro bietet unter der Bezeichnung System „24“ ein neues Konzept zur effektiveren Sportplatzberegnung an. Im Gegensatz zu den in Deutsch- land verbreiteten sogenannten 10 + 2 Systemen mit 10 Randregnern und 2 Vollkreisregnern mit großen 1 1/2´´Anschlüssen werden für das Rainpro „24“ System 24 kleinere und günstigere 1´ Versenkregner verwendet. Durch verbesserte Düsentechnik und eine optimierte Anordnung der Regner auf dem Spielfeld können die Laufzeiten im Vergleich zu dem her- kömmlichen 10 + 2 Systemen, um ein gutes Drittel verkürzt werden. Damit ist das Rainpro System „24“ nicht nur deutlich umweltfreundlicher wegen seines geringeren Wasserverbrauchs sondern auch ökonomisch nachhal- tiger durch reduzierte Wasser- und Stromkosten (Pumpenlaufzeiten). Ein weiterer Vorteil ist die vergleichsweise geringen Systemanforde- rungen an die Wasserversorgung. Mit lediglich 9,5 m3/h und 6,9 bar am Spielfeldrand sind die Anforderungen an die Leistung der Druckerhö- hungsanlage mit Trennfunktion geringer, es reicht i.d.R. eine 4 kW Anlage. www.rainpro.de Warm und geschützt durch den Winter Die Temperaturen sinken. Die Profis draußen sind Kälte und Frost ausge- setzt. Hier einige Tipps, um das Team mit komfortabler Kleidung effektiv zu schützen. Einen Ausfall durch Erkältungskrankheiten der Mitarbeiter kann sich kaum ein Betrieb leisten. Eine wichtige Präventivmaßnahme ist die richtige Berufskleidung. Hier können beispielsweise lange Parka oder Pilotjacken, wie sie im Mietservice der DBL in den Kollektionen Kansas Icon Two oder DBL Meisterstück erhältlich sind, das Joboutfit der Profis in der kalten Jahreszeit schützend ergänzen. Sinnvoll ist zudem, immer mehrere Lagen zu kombinieren. Neben wärmenden Jacken und Westen sind heute moderne Funktionstextilien wie Softshell- und Fleecejacken beliebt. Diese lassen sich nach dem bewähr- ten Zwiebelprinzip locker über dem Sweatshirt und unter dem Parka tragen. Vorteil: Die regionalen DBL Partner statten die Betriebe fle- xibel aus und übernehmen auch die fachgerechte Pflege aller eingesetzten Kleidungsstücke. www.dbl.de Sieht gut aus, ist hochfunktional und bringt die Profis gut geschützt durch die kalte Jahreszeit – moderne wärmende Berufsklei- dung. Hier Kansas Icon Two im Mietservice der DBL.
30 | Unternehmen & Produkte Anzeigen W U P P E R T A L mit hochwertigen vulkanischen Rohstoffen Baumsubstrate nach FLL Bundesweit morgen* lieferbar von 9 Standorten. www.link-substrate.de *auch ohne Prime-Mitgliedschaft IPM MESSE ESSEN 2020 Halle 3, Stand 3B31 www.arpo-online.de info@arpo-online.de I H R S TA R K E R PA RT N E R I N V E RM I E T UN G , S E RV I C E & V E R K AU F w w w.m iche ls - on l ine.de Bagge r, Rad lade r, Dumpe r, Wa lzenzüge , Rü t te lp la t ten , u .v.a .m . Sommer ® DONGIL Gummiketten Europas No.1 im Ersatz k i n h c e t e i r t s u d n I & - u a B Tel.: 0 35 81 / 31 88 40 Fax: 0 35 81 / 31 88 41 www.bau-industrietechnik.de EDV im GaLaBau Mit der Plantafel alle Projekte im Blick Viele Aufträge bedeuten auch gleichzeitig viel Planung. Beson- ders bei gleichzeitig laufenden Aufträgen verliert man dann schnell einmal den Überblick. Welcher Mitarbeiter ist wann auf welcher Baustelle? Welche Maschinen kommen wo zum Ein- satz? Ohne den richtigen Plan kommt es hier schnell einmal zu „Doppelbuchung“ – und das wirft die ganze Planung durcheinander. Damit genau so etwas nicht passiert, gibt es aus dem Hause Rita Bosse die Plantafel. Schnell und einfach kann man alle Projekte in der Zeitüber- sicht platzieren, per Drag’n’Drop an einen anderen Zeitpunkt verschieben oder die Länge eines Projektes verlängern bzw. verkürzen. Dank der verschiedenen Ansichten erkennt man auf den ersten Blick, wo es zu Eng- pässen kommen kann und wo die Mitarbeiter „noch Luft“ haben. www.rita-bosse.de – IPM: Halle 7, Stand 7C18 Mit der Plantafel alle Projekte im Blick. Apps zur Vernetzung von Baustelle und Büro Mangelnder Informationsaustausch zwi- schen Baustelle und Büro verursacht viele Fehler und Probleme – dabei gibt es dafür einfache digitale Lösungen. Die DATAflor Apps verwandeln das Smartphone oder Tablet, ob Apple oder Android-Gerät, ganz einfach in ein mobiles Büro. Mitarbeiter auf der Baustelle können auf alle wichtigen Büroinformationen zugreifen, Probleme selbst klären und schneller Entscheidun- gen treffen. Auch die Baustellendokumen- tation kann komplett digital erfolgen, von der mobilen Zeiterfassung und Lieferscheinbuchung bis hin zur digitalen Unterschrift von Tagesberichten und Bautagebüchern. Die Datenübertragung ins Büro erfolgt in Echtzeit, um sofort gegensteuern zu können, wenn etwas aus dem Ruder läuft. Die Abrechnung erfolgt nach modernen monatlichen Abo-Modellen. www.dataflor.de Smartphone oder Tablet als mobiles Büro. Kommunikationsmanager und individuelle Auswertungen Die neue Generation X1.1 wurde in jeder Hinsicht überarbeitet und verbessert, um Kunden eine auf sie zugeschnittene Softwarelö- sung zu bieten. Die kommenden Neuerungen umfassen unter anderem eine Auswertungs- Schnittstelle für individuell auf den Kunden ausgerichtete Aus- wertungen und erweitertes TAPI für das Kundensupportmodul. Es erkennt Anrufer automatisch und ordnet deren Anfragen frei definierbaren Kategorien zu. Diese Anfragen lassen sich mit dem Kalender verknüpfen, verschiedenen Mitarbeitern zuordnen und mit Links zu Adressen, Projekten, Mitarbeitern, Geräten und vielem mehr versehen. Es hebt damit die Zusammenarbeit mit Kunden und Inte- ressenten auf eine neue Ebene. Eine Testversion kann von mexxsoft.com heruntergeladen werden. www.mexxsoft.com Die 2. Generation bietet viele Neuerungen. Landschaft Bauen & Gestalten · 01/2020
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Neue Kollektion: „GaLaBau green“ Strickjacke „GaLaBau green“ by Mascot Strickpullover/Strickjacke, grasgrün/grün in moderner, körpernaher Passform. Material: Polyester. Brusttasche, 2 Vorder- taschen, Elastikband an den Handgelenken und der Unterkante, Verschluss mit Reißverschluss und inwendiger Wetterschutzleiste, Reflexeffekte. Inkl. Signum. Art.-Nr. 750508 Herren-Passform. Größen: XS-4XL. 3XL, 4XL: 54,90 € Art.-Nr. 750509 Damen-Passform. Größen: XS-4XL. 3XL, 4XL: 54,90 € 44,90 € Stretch-Jacke „GaLaBau green“ by Mascot Leichte, wasserabweisende Stretchjacke, grasgrün/grün, moderne und körpernahe Passform, ergonomisch geschnitten. Der Vier-Wege Stretchstoff mit geringem Gewicht ist in alle Richtungen elastisch. Material: 92% Polyester / 8% Elastolefin. Brusttasche, 2 Vordertaschen, abnehmbarer ID-Kartenhalter, Druckknopfregulierung an den Handgelenken und der Unterkante, Reflexeffekte. Inkl. Signum. Art.-Nr. 750504 Herren-Passform. Größen: XS-4XL. 3XL: 89,90 €, 4XL: 119,90 € Art.-Nr. 750505 Damen-Passform Ladies Fit. Größen: XS-3XL. 3XL: 99,90 € 79,90 € Bestellschein „So kommen Sie warm durch den Winter “ GaLaBau-Service GmbH Haus der Landschaft Claudia Bott 53602 Bad Honnef Fax 02224 7707-967 E-Mail c.bott@galabau.de Artikelbezeichnung Softshell-Jacke „Winter“ Wintermütze Winterjacke-2in1 „Experte“ Funktionsunterhemd „Hamar“ Funktionsunterhose „Moss“ Winterstiefel „Renzo S3“ Stretch-Jacke „GaLaBau green“, Herren-Passform Stretch-Jacke „GaLaBau green“, Damen-Passform Strickjacke „GaLaBau green“, Herren-Passform Strickjacke „GaLaBau green“, Damen-Passform Mindestbestellwert: 30,00 Euro netto Absender / Lieferanschrift Datum / Unterschrift Art.Nr. 750323 750026 750021 750030 750031 750146 750504 750505 750508 750509 Größe Preis € / Stück Anzahl/Stück Gesamt € Einheitsgröße 4,90 61,90 75,90 Ges. Bestellsumme: Die Lieferung aller Artikel erfolgt umgehend. Das Angebot gilt solange der Vorrat reicht. Alle Preise gelten zuzüglich der gesetzlichen USt. und Versandkosten. Für Satz und Druckfehler übernehmen wir keine Haftung. Änderungen und Irrtümer vorbehalten. Gerichtsstand ist Bad Honnef.

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