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Timestamp: 2016-10-26 02:20:38+00:00

Document:
U 101/01 (20.03.2003)
U 101/01
Urteil vom 20. M�rz 2003
Pr�sident Borella, Bundesrichter Meyer und nebenamtlicher Richter Staffelbach; Gerichtsschreiber Hadorn
C.________, 1966, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Urs Rudolf, Ober-Emmenweid 46, 6021 Emmenbr�cke 1,
(Entscheid vom 5. Februar 2001)
Der 1966 geborene C.________ arbeitete seit 1983 bei der Firma A.________ AG, und war bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unf�llen versichert. Am 1. November 1992 verunfallte er mit seinem Auto und erlitt mehrere Verletzungen. Die SUVA erbrachte die gesetzlichen Leistungen, k�rzte diese aber mit Verf�gung vom 4. Mai 1994 um 10 %, da C.________ im Unfallzeitpunkt die Sicherheitsgurten nicht getragen hatte. Dieser reichte hiegegen Einsprache ein, zog sie aber kurz darauf zur�ck.
Mit Verf�gung vom 22. April 1996 stellte die SUVA ihre Leistungen ein und wies eine erneute Einsprache von C.________ mit Entscheid vom 4. November 1996 ab.
Die hiegegen gef�hrte Beschwerde hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern mit Entscheid vom 13. Mai 1998 in dem Sinne gut, dass es die Sache zu weiteren Abkl�rungen an die SUVA zur�ckwies.
Die Anstalt holte ein psychiatrisches Gutachten von Dr. B.________ vom 26. Oktober 1998 sowie eine orthop�dische Expertise von Dr. D.________ vom 22. M�rz 1999 ein. Mit Verf�gung vom 5. November 1999 sprach die SUVA C.________ ab 1. Oktober 1994 eine (um 10 % gek�rzte) Rente auf Basis einer Erwerbsunf�higkeit von 15 % zu, jedoch keine Integrit�tsentsch�digung. Mit Einspracheentscheid vom 13. M�rz 2000 best�tigte die SUVA ihre Verf�gung.
Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern mit Entscheid vom 5. Februar 2001 ab.
C.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren und beantragen, die Sache sei an die SUVA zur�ckzuweisen, damit sie �ber Invalidenrente und Integrit�tsentsch�digung neu befinde. Eventuell sei ihm ab 1. Oktober 1994 eine "ganze" Invalidenrente sowie eine Integrit�tsentsch�digung von mindestens 60 % zuzusprechen. Sodann ersucht er um Gew�hrung der unentgeltlichen Verbeist�ndung und Neufestsetzung der ihm im kantonalen Prozess unter dem selben Titel zugesprochenen Entsch�digung.
Die SUVA schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Das Bundesamt f�r Sozialversicherung verzichtet auf eine Vernehmlassung. Die CSS Versicherung, Krankenkasse von C.________, erkl�rt, sich nicht am Verfahren beteiligen zu wollen.
Die Vorinstanz hat die gesetzlichen Bestimmungen �ber den Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 [in der bis 30. Juni 2001 g�ltig gewesenen, hier anwendbaren Fassung] und Abs. 2 UVG) sowie auf eine Integrit�tsentsch�digung (Art. 24 Abs. 1 und Art. 25 Abs. 1 und 2 UVG; Art. 36 Abs. 1 - 3 UVV) richtig dargelegt. Zutreffend wiedergegeben ist auch die Rechtsprechung zum nat�rlichen (vgl. BGE 119 V 337 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, je mit Hinweisen) sowie zum ad�quaten Kausalzusammenhang im Allgemeinen (vgl. BGE 125 V 461 Erw. 5a, 123 V 103 f. Erw. 3d, je mit Hinweisen) und bei psychischen Unfallfolgen im Besonderen (BGE 115 V 133, insbesondere 140 ff. Erw. 6c und seitherige Rechtsprechung; vgl. ferner BGE 124 V 45 Erw. 5c/bb und 213 f. Erw. 4b). Darauf wird verwiesen. Zu erg�nzen ist, dass das am 1. Januar 2003 in Kraft getretene Bundesgesetz �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 im vorliegenden Fall nicht anwendbar ist, da nach dem massgebenden Zeitpunkt des Erlasses des streitigen Einspracheentscheids (hier: 13. M�rz 2000) eingetretene Rechts- und Sachverhalts�nderungen vom Sozialversicherungsgericht nicht ber�cksichtigt werden (BGE 127 V 467 Erw. 1, 121 V 366 Erw. 1b).
2.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt, dass in einem Schreiben der SUVA-Sachbearbeiterin an Kreisarzt Dr. E.________ vom 10. Juni 1999 ein Bericht des "UAU" vom 20. Mai 1999 erw�hnt werde, der gewisse Bef�rchtungen zum orthop�dischen Gutachten von Dr. D.________ �ussere. Dieser Bericht finde sich nicht in den Akten. Der Beschwerdef�hrer schliesst nicht aus, dass dort f�r ihn vorteilhafte Angaben enthalten sein k�nnten. Da die Vorinstanz sich f�r diesen Bericht nicht weiter interessiert habe, sei der Sachverhalt unrichtig festgestellt worden.
2.2 Die Abk�rzung "UAU" bezeichnet eine die Schadenabteilung der Kreisagentur beratende Fachstelle "Unfallabteilung Unfall" der SUVA in Luzern. Sie erf�llt weit gehend administrative Aufgaben und ist keine medizinische Fachstelle. Ihre �usserungen sind somit W�rdigungen von medizinischen Berichten oder Gutachten durch eine anstaltsinterne Stelle und besitzen als Stellungnahmen zum Sachverhalt keinen f�r die Gerichte erheblichen fachlichen Beweiswert. Zudem sind Sozialversicherungsgerichte in der Beweisw�rdigung frei (Art. 108 Abs. 1 lit. c UVG; Ueli Kieser: Das Verwaltungsverfahren in der Sozialversicherung, Schulthess Polygrafischer Verlag, 1999, N 452 ff.). Unabh�ngig davon, ob sich der erw�hnte Bericht in den Akten befand oder nicht, pr�ft das Sozialversicherungsgericht die bestehenden medizinischen Unterlagen zum Sachverhalt frei, so dass die Vorinstanz zu Recht nicht auf der Beschaffung dieses Belegs beharrt hat. Ausschlaggebend ist, dass der angefochtene, hier zu �berpr�fende Gerichtsentscheid nicht auf Unterlagen beruht, von welchen der Beschwerdef�hrer keine Kenntnis gehabt h�tte (vgl. BGE 115 V 297 ff.).
Zur Hauptsache ist umstritten, ob der ad�quate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den psychischen Leiden erf�llt sei. Der Beschwerdef�hrer macht geltend, das kantonale Gericht habe diesen zu Unrecht verneint. Es liege ein schwerer Unfall im Sinne der Rechtsprechung zur ad�quaten Unfallkausalit�t psychischer Leiden vor. Zudem w�ren die massgeblichen Kriterien selbst dann erf�llt, wenn der Unfall bloss als mittelschwer klassiert werden sollte.
3.1 Gem�ss den polizeilichen Akten kollidierte das Auto des Beschwerdef�hrers zuerst seitlich mit dem Wagen einer Drittperson, schleuderte hierauf an eine gegen�ber liegende Mauer und von dort aus wieder zur�ck �ber die Fahrbahn, um zuletzt mit einer Geschwindigkeit 58,4 bis 67,9 km/h in einen Baum zu prallen. Dabei entstanden schwere Sch�den an der Karosserie des Autos. Der Beschwerdef�hrer erlitt laut Bericht des Spitals F.________ vom 25. November 1992 eine wenig dislozierte transverse Azetabulumfraktur, eine Rippenfraktur rechts, eine Lungenkontusion beidseits und eine Blasentamponade.
3.2 Im Urteil G. vom 5. Januar 2000, U 103/99, erachtete das Eidgen�ssische Versicherungsgericht einen Sturz aus rund drei Metern H�he r�ckw�rts auf den Boden als mittelschweren Unfall. Als mittelschwer im Grenzbereich zu den schweren Unf�llen qualifizierte das Gericht im Urteil S. vom 9. April 2002, U 368/01, eine Frontalkollision mit anschliessenden weiteren Kollisionen von Drittfahrzeugen, anl�sslich deren die Mutter der Versicherten sich Rippenfrakturen zuzog, der Vater im Rahmen einer Nachfolgeoperation verstarb und die Versicherte Sch�rfwunden mit Glassplittern im Gesicht und am Thorax, vom Sicherheitsgurt verursachte Prellungen der linken Schulter, Sch�rfwunden und eine Kontusion am linken Unterschenkel, eine Distorsion des linken oberen Sprunggelenks sowie einen Unfallschock erlitt. Der Unfall eines Versicherten, der auf einer Baustelle bei einem Steinschlag von einem Stein am Kopf getroffen worden war, worauf er in einen Bach st�rzte und dort bewusstlos liegen blieb, sich hierbei ein Sch�del‑Hirntrauma, eine Impressionsfraktur des Sch�dels mit Rissquetschwunde und einen Durariss zuzog, wurde den schwereren Unf�llen innerhalb des mittleren Bereichs zugerechnet (Urteil S. vom 18. Juli 2002, U 265/00).
3.3 In �bereinstimmung mit dieser Kasuistik ist vorliegend von einem mittelschweren Ereignis auszugehen, das nahe zum Bereich der schweren Unf�lle liegt. Je nach den konkreten Umst�nden des Einzelfalls kann es in derartigen Situationen zur Anerkennung der ad�quaten Kausalit�t psychischer Leiden gen�gen, wenn eines der Kriterien nach BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa erf�llt ist, namentlich wenn es in besonders ausgepr�gter Weise vorliegt. Kommt keinem Einzelkriterium besonderes bzw. ausschlaggebendes Gewicht zu, m�ssen mehrere Kriterien herangezogen werden (BGE 115 V 140 f. Erw. 6c/bb).
3.4 Dem Unfallablauf im vorliegenden Fall ist eine gewisse Dramatik nicht abzusprechen. Trotzdem fehlen dem Ereignis Elemente, welche eine besondere Eindr�cklichkeit des Unfalles zu begr�nden verm�chten. Insbesondere k�nnen die vom Beschwerdef�hrer vorgebrachten Gr�nde, die seine Pers�nlichkeit betreffen, nicht in die Beurteilung der Ad�quanz der psychischen Beschwerden zum Unfall einbezogen werden, da sie das subjektive Erleben des Unfalles und der Unfallfolgen betreffen. Das Unfallereignis ist vielmehr objektiviert zu betrachten (BGE 124 V 213 Erw. 4b). Selbst wenn w�hrend des Ablaufs grosse Kr�fte auf den K�rper des Beschwerdef�hrers eingewirkt haben, sind jedoch die Art und Schwere der Verletzung nicht von besonderem Ausmass. Es wurden keine existentiellen Organe betroffen. Die Behandlung der k�rperlichen Leiden war sodann entgegen den Ausf�hrungen des Beschwerdef�hrers nicht von erheblicher Dauer, verlief komplikationslos und f�hrte aus somatischer Sicht rasch zu einem befriedigenden Ergebnis. Gem�ss Bericht des Spitals F.________ vom 25. November 1992 wurde der Versicherte am 19. November 1992, somit knapp drei Wochen nach dem Unfall, wohlauf und gut mobilisiert entlassen. Hingegen fiel bald nach dem Unfallereignis die Verweigerungshaltung des Versicherten zu seiner Genesung auf. Laut Bericht desselben Spitals vom 3. M�rz 1993 w�re von Seiten der klinischen Untersuchung und des radiologischen Bildes ein voller Einsatz in sp�testens sechs Wochen m�glich gewesen, wenn der Beschwerdef�hrer die Physiotherapie motiviert und konsequent durchgef�hrt h�tte. Solche Verletzungen der Schadenminderungspflicht, die durch die Unfallfolgen nicht erkl�rt werden k�nnen, sprechen gegen die Ad�quanz des weiteren Verlaufes. Entgegen den Vorbringen des Versicherten ist auch das Kriterium der k�rperlichen Dauerbeschwerden nicht gegeben. Das von ihm aufgef�hrte, von der Klinik f�r Orthop�die erw�hnte chronische Schmerzsyndrom ist im Zusammenhang mit der durch Dr. B.________ im Gutachten vom 26. Oktober 1998 diagnostizierten anhaltenden Schmerzst�rung gem�ss ICD‑10 F 45.4 bei den hier gegebenen medizinischen Verh�ltnissen als psychogenes, mit einer "resignierten, pessimistischen Grundeinstellung" vergesellschaftetes Leiden zu sehen, das die Erfolgsaussichten der versuchten Rehabilitation trotz weitgehendst gelungenem medizinischen Behandlungsresultat im Keime erstickt. Die vom Beschwerdef�hrer geltend gemachten und von den �rzten als glaubhaft bezeichneten Schmerzen in der linken H�fte sind nicht dermassen ausgepr�gt, dass deswegen die Arbeitsf�higkeit, entgegen den Vorbringen in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�r k�rperlich angepasste T�tigkeiten erheblich beeintr�chtigt w�re. Die Kriterien von Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunf�higkeit sind demnach nicht erf�llt. �rztliche Fehlbehandlung hat nicht stattgefunden. Damit ist der ad�quate Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den psychischen Leiden zu verneinen, wie die Vorinstanz im einzelnen zutreffend erwogen hat.
Mangels ad�quater Kausalit�t der psychischen Beschwerden zum Unfall ist auch dem mit der Schmerzst�rung begr�ndeten Begehren um Ausrichtung einer Integrit�tsentsch�digung nicht stattzugeben. Richtigerweise macht der Beschwerdef�hrer nicht geltend, es sei ihm auf Grund der physischen Leiden eine Integrit�tsentsch�digung zuzusprechen. Dr. D.________ h�lt in seinem Gutachten vom 22. M�rz 1999 fest, dass sich an Hand der objektiven Befunde kein unfallbedingter Integrit�tsschaden ableiten lasse.
5.1 Weiter macht der Beschwerdef�hrer geltend, dass das von der SUVA auf Grund der DAP-Datenbl�tter f�r zumutbar gehaltene Jahreseinkommen von Fr. 48'750.- nicht zu realisieren sei. Er leide an chronischem Dauerschmerz, welcher die Leistungsf�higkeit selbst in einer zumutbaren leichten T�tigkeit einschr�nke. Gesunde kr�ftige Bewerber w�rden auch auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt bevorzugt. Er spreche schlecht Deutsch, verf�ge �ber keine berufliche Ausbildung und sei seit 1992 ohne Arbeit. Selbst bei der Aus�bung von Hilfsarbeiten m�sse er gewisse T�tigkeiten von Dritten ausf�hren lassen.
5.2 Das kantonale Gericht ging mit der SUVA davon aus, dass der Beschwerdef�hrer seinen fr�heren Beruf als Hilfsmaurer nicht mehr aus�ben, leichtere Arbeiten aber ohne zeitliche Einschr�nkungen verrichten k�nne. Diese Beurteilungen beruhen auf den Gutachten von Dr. D.________ vom 5. Oktober 1993 und 22. M�rz 1999 sowie auf den Berichten der Kreis�rzte Dr. G.________ vom 20. Juni 1995 und Dr. H.________ vom 14. M�rz 1996. Dr. D.________ hielt fest, die Klagen des Versicherten �ber Beschwerden in der linken H�fte deckten sich mit dem objektiven Befund (Gutachten vom 5. Oktober 1993). In einer wechselbelasteten T�tigkeit mit der M�glichkeit zu h�ufigem Stellungswechsel zwischen Stehen und Sitzen sei jedoch eine ganzt�gige Arbeitst�tigkeit zumutbar, wobei selbst das Heben und Tragen von Lasten bis 20 kg problemlos ausgef�hrt werden k�nne (Gutachten vom 22. M�rz 1999). Auch die Kreis�rzte hielten einen ganzt�gigen Arbeitseinsatz f�r zumutbar. Die Vorinstanz hat diese Beurteilungen zu Recht als �berzeugend qualifiziert und darauf abgestellt.
5.3 F�r die Bemessung des Invalidit�tsgrades gingen SUVA und Vorinstanz von einem Jahreseinkommen von Fr. 57'200.- aus. Diese Annahme wird vom Versicherten zu Recht nicht mehr in Frage gestellt. Streitig und zu pr�fen bleibt, ob von dem auf Fr. 48'750.- festzulegenden hypothetischen Invalideneinkommen, wie der Beschwerdef�hrer sinngem�ss gelten macht, ein leidensbedingter Abzug vorzunehmen ist.
5.3.1 Nimmt ein Versicherter nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder keine ihm an sich zumutbare neue Erwerbst�tigkeit auf, k�nnen f�r die Bestimmungen des hypothetischen Invalideneinkommens entweder Tabellenl�hne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE; dazu BGE 124 V 321) oder L�hne von in Frage kommenden T�tigkeiten in verschiedenen Betrieben aus der Region des Versicherten beigezogen werden. Solche Verdienste sind in den so genannten DAP‑Zahlen (Dokumentation �ber Arbeitspl�tze) der SUVA festgehalten (dazu RKUV 1999 Nr. U 343 S. 412). Wird das Invalideneinkommen auf diesem Weg ermittelt, ist gegebenenfalls dem Umstand Rechnung zu tragen, dass namentlich Personen, welche bisher k�rperliche Schwerarbeit verrichtet haben und aus gesundheitlichen Gr�nden nicht mehr voll leistungsf�hig sind, das durchschnittliche Lohnniveau gesunder Arbeitnehmer im fraglichen Wirtschaftszweig h�ufig nicht erreichen. Beruhen die Tabellenl�hne oder die DAP‑Zahlen auf f�r gesunde Mitarbeiter ermittelten Angaben, kann sich ein leidensbedingter Abzug rechtfertigen. Ob und allenfalls in welchem Umfang ein solcher zu veranschlagen ist, muss im Einzelfall an Hand der tats�chlichen Behinderung im noch m�glichen T�tigkeitsbereich entschieden werden (RKUV 1999 Nr. U 343 S. 413 Erw. 4b/cc).
5.3.2 Vorliegend basiert das gesch�tzte Invalideneinkommen auf DAP‑Zahlen, welche die SUVA f�r drei konkrete Verweisungsberufe erhoben hat: Hilfsarbeiter in der Produktion einer Biskuit‑Fabrik, Chauffeur des Personalbusses eines Handels‑ und Lagerbetriebs, Chauffeur einer Grossw�scherei. Bei den Chauffeur‑Berufen ist der Beschwerdef�hrer im Vergleich mit gesunden Personen, welche die selben Arbeiten ausf�hren, wegen seines gesch�digten linken H�ftgelenks in der Tat benachteiligt. Daher ist nicht auf die Arbeit eines Chauffeurs abzustellen, wie bereits die Vorinstanz erkannt hat. Die T�tigkeit als Hilfsarbeiter in der Produktion einer Biskuit‑Fabrik sowie weitere, leidensangepasste Arbeiten erscheinen jedoch als zumutbar, ohne dass von einer nennenswerten Benachteiligung die Rede sein k�nnte. Der Beschwerdef�hrer vermag hier die gleichen Leistungen zu erbringen wie gesunde Konkurrenten. Deshalb haben SUVA und Vorinstanz zu Recht keinen leidensbedingten Abzug vorgenommen. Deren Invalidit�tssch�tzung von 15 % ist demzufolge nicht zu beanstanden.
Der Beschwerdef�hrer r�gt weiter, dass das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern das Anwaltshonorar f�r die unentgeltliche Verbeist�ndung zu Unrecht von Fr. 2'400.- auf Fr. 2'200.- reduziert habe, Die Vorinstanz hat dem Rechtsvertreter im Vergleich zu seiner Kostennote eine Stunde Aufwand weniger zugestanden mit der Begr�ndung, diese Zeit entfalle auf Verrichtungen nach der Urteilsf�llung, welche nicht zu entsch�digen seien. Der Beschwerdef�hrer l�sst vortragen, dass nach Zustellung eines Urteils in der Regel zwingend anwaltliche Verrichtungen wie Lesen des Urteilsspruchs und der Erw�gungen, Zustellung des Urteils an den Klienten, Besprechung mit dem Klienten und Aufkl�rung �ber die Konsequenzen, Aktenr�cksendung und Archivierung anfielen, und zwar unabh�ngig davon, ob ein Rechtsmittel ergriffen werde oder nicht. Diese Verrichtungen seien selbstverst�ndliche Bestandteile der Anwaltst�tigkeit und daher auch im Rahmen der unentgeltlichen Prozessf�hrung zu entsch�digen.
6.2 Gem�ss Art. 108 Abs. 1 lit. f UVG ist das Recht, sich verbeist�nden zu lassen, gew�hrleistet. Wo die Verh�ltnisse es rechtfertigen, wird ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bewilligt. Demnach besteht von Bundesrechts wegen auch im kantonalen Verfahren Anspruch auf Entsch�digung f�r den unentgeltlichen Rechtsvertreter. Die Bemessung dieser Entsch�digung jedoch ist mangels bundesrechtlicher Bestimmung dem kantonalen Recht �berlassen, mit welchem sich das Eidgen�ssische Versicherungsgericht grunds�tzlich nicht zu befassen hat (Art. 128 OG in Verbindung mit Art. 97 Abs. 1 OG und Art. 5 Abs. 1 VwVG). Es darf die H�he der Entsch�digung nur daraufhin �berpr�fen, ob die Anwendung der f�r ihre Bemessung einschl�gigen kantonalen Bestimmungen, sei es bereits auf Grund ihrer Ausgestaltung oder aber auf Grund des Ergebnisses im konkreten Fall (RKUV 1993 Nr. U 172 S. 144), zu einer Verletzung von Bundesrecht gef�hrt hat (Art. 104 lit. a OG). Dabei f�llt praktisch nur das fr�her aus Art. 4 Abs. 1a BV abgeleitete, nunmehr in Art. 9 BV verankerte Willk�rverbot in Betracht (BGE 125 V 408 Erw. 3a mit zahlreichen Hinweisen; SVR 2001 AHV Nr. 4 S. 11 Erw. 2). Nach der Rechtsprechung, die auch unter der Herrschaft des Art. 9 BV gilt (SVR 2001 AHV Nr. 4 S. 12 Erw. 2 am Ende), ist eine Entsch�digung dann willk�rlich, wenn sie eine Norm oder einen klaren und unumstrittenen Rechtsgrundsatz offensichtlich schwer verletzt, sich mit sachlichen Gr�nden schlechthin nicht vertreten l�sst oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft (BGE 125 V 409 Erw. 3a mit Hinweisen). Willk�r kann in zwei Erscheinungsformen auftreten, n�mlich als klare und schwere Verletzung kantonalen Rechts �ber die Bemessung der Entsch�digung oder als schlechthin unhaltbare Bet�tigung in dem vom Bundes- und kantonalen Recht er�ffneten Ermessensbereich (AHI 1999 S. 183 Erw. 3a am Ende). Im letzteren Fall kann die Festsetzung eines Anwaltshonorars wegen Verletzung von Art. 9 BV oder Art. 29 Abs. 3 BV nur aufgehoben werden, wenn sie ausserhalb jedes vern�nftigen Verh�ltnisses zu den mit Blick auf den konkreten Fall notwendigen anwaltlichen Bem�hungen steht und in krasser Weise gegen das Gerechtigkeitsgef�hl verst�sst (nicht ver�ffentlichtes Urteil der I. �ffentlichrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts in Sachen X. vom 22. Juni 2000, 1P.201/2000). Willk�r liegt schliesslich nur vor, wenn nicht bloss die Begr�ndung eines Entscheides, sondern das Ergebnis selber unhaltbar ist (vgl. BGE 125 I 168 Erw. 2a, 123 I 5 Erw. 4a, je mit Hinweisen).
6.3 Im kantonalen Verfahren reichte der Anwalt des Beschwerdef�hrers eine Kostennote ein, worin er f�r seine Aufwendungen insgesamt Fr. 2400.- zuz�glich Spesen geltend machte. Die Vorinstanz anerkannte diese Rechnung nur im Umfang von Fr. 2200.- Ob die dazu angef�hrte Begr�ndung (Erw. 6.1 hievor) willk�rlich ist, kann offen bleiben. Entscheidend ist, dass jedenfalls das Ergebnis, d.h. die Zusprechung eines Honorars von Fr. 2200.- (bzw. der Auszahlung von 85 % davon gem�ss entsprechenden kantonalen Vorschriften f�r die unentgeltliche Verbeist�ndung) in Anbetracht der erfolgten anwaltlichen Bem�hungen nicht derart krass unangemessen ist, dass von Ermessensmissbrauch oder von Willk�r gesprochen werden m�sste. Damit hat die Vorinstanz bei ihrer Reduktion des Honorars Bundesrecht nicht verletzt (Art. 104 lit. a OG).
Das Verfahren ist kostenlos (Art. 134 OG). Die unentgeltliche Verbeist�ndung kann dem Beschwerdef�hrer gew�hrt werden, da die entsprechenden Voraussetzungen (BGE 125 V 202 Erw. 4a) erf�llt sind. Der Versicherte wird jedoch auf Art. 152 Abs. 3 OG hingewiesen, wonach er dem Gericht Ersatz zu leisten haben wird, falls er dereinst dazu im Stande sein sollte.
Zufolge Gew�hrung der unentgeltlichen Verbeist�ndung wird Rechtsanwalt Urs Rudolf f�r das Verfahren vor dem Eidg. Versicherungsgericht aus der Gerichtskasse eine Entsch�digung von Fr. 2'500.- (einschliesslich Mehrwertsteuer) ausgerichtet.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Luzern, dem Bundesamt f�r Sozialversicherung und der CSS Versicherung zugestellt.
Luzern, 20. M�rz 2003
Der Pr�sident der III. Kammer: Der Gerichtsschreiber:

References: Art. 25
 Art. 36
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 108
 Art. 97
 Art. 5
 Art. 4
 Art. 9
 Art. 9
 Art. 9
 Art. 29
 BGE 
 Art. 152