Source: https://www.kirkel.de/rathaus-service/abwasserwerk/
Timestamp: 2020-01-28 07:24:33+00:00

Document:
Abwasserwerk | Gemeinde Kirkel
Abwasserwerk – Eigenbetrieb –
Das Abwasserwerk der Gemeinde Kirkel ist seit dem 01. Januar 1998 ein Eigenbetrieb gemäß § 1 EigVO. Dabei handelt es sich um ein gemeindliches wirtschaftliches Unternehmen ohne Rechtspersönlichkeit.
Werkleitung und Techn. Ansprechpartner
Hr. Ralf Kunz, Rathaus Zimmer 25,
Telefon: (06841) 8098-53
E-Mail: Abwasserwerk@Kirkel.de
Das gemeindliche Abwassersystem erstreckt sich über eine Gesamtlänge von rd. 76 km
(Altstadt ~ 14 km, Kirkel-Neuhäusel ~32 km und Limbach ~ 30 km).
Davon sind ca. 64 km Mischwassersystem (Schmutz- und Regenwasser werden in einem Kanal gemeinsam abgeführt) und ca. 12 km Trennsystem (ca. 9 km Regenwasserkanäle und ca. 3 km Schmutzwasserkanäle). Die Dimensionen der Kanäle reichen von Ø 200 [mm] bis 2400 [mm], sowie einigen Sonderprofilen.
Zum Transport des Abwassers werden im Gemeindegebiet 6 Pumpstationen betrieben.
Die anfallenden Abwässer werden wie folgt abgeführt
Die Kanäle der Gemeindebezirke Altstadt und Limbach sind an die Zentralkläranlage Limbach angeschlossen. Diese Kläranlage nimmt noch die Abwässer von Niederbexbach und Neunkirchen-Kohlhof und künftig auch von Teilen aus Oberbexbach und Kleinottweiler auf.
Das Industriegebiet Zunderbaum, sowie der ehem. Gleisbauhof sind über die Kanalisation der Stadt Homburg an die Kläranlage Homburg des EVS angeschlossen.
Der Ortsteil Kirkel-Neuhäusel ist über einen Sammler des Entsorgungsverbandes Saar-Bereich Abwasser, an die Zentralkläranlage bei Blieskastel-Bliesdalheim angebunden.
Weitere Informationen zu den EVS-Kläranlagen finden Sie auf der Homepage des Entsorgungsverband Saar EVS.
Für den Einbau von Gartenwasserzählern in der Gemeinde Kirkel gilt :
Es kann jeder handelsübliche und geeichte Wasserzähler für Kaltwasser eingebaut werden (Wasserinstallateur, Baumarkt, o.ä.). Der Wasserzähler soll an einem frostfreien und leicht zugänglichen Ort montiert werden; gegebenenfalls sind Rohrleitungen und Wasserzähler durch geeignete Isolierung vor Frost zu schützen. Die Montage erfolgt vorteilhaft an der Innenwand des Kellers. Nach dem Wasserzähler ist keine Entnahmestelle im Haus mehr zulässig. An der Entnahmestelle im Garten ist kein Bodenablauf mit Anschluss an den Kanal gestattet. Das entnommene Wasser darf ausschließlich zur Bewässerung des Gartens verwendet und nicht dem öffentlichen Abwassernetz zugeführt werden.
Die Zählerstände sind jährlich spätestens bis zum 30. Januar des Folgejahres bei den Mitarbeitern des Abwasserwerkes, Zimmer 25, per Telefon (06841) 809853, per Fax (06841) 809871 oder per E-Mail Abwasserwerk@kirkel.de anzugeben. Die Abrechnung erfolgt jährlich. Für die Abrechnung wird ein Verwaltungskostenbeitrag gemäß §16 der Satzung erhoben (z.Z. 10,23€). Eine Erstattung kann nur erfolgen, wenn der Erstattungsbetrag größer ist als der Verwaltungskostenbeitrag.
Seit Einführung der gesplitteten Abwassergebühr 1999 werden Schmutz- und Regenwasser getrennt veranlagt. Der Schmutzwasseranteil wird nach der verbrauchten Trinkwassermenge berechnet. Für den Niederschlagswasseranteil werden die bebauten und befestigten Flächen Ihres Grundstückes, von denen das Niederschlagswasser - direkt oder indirekt - in die Kanalisation fließen kann, als Basis für die Gebührenberechnung herangezogen.
Alle Änderungen der bebauten oder befestigten Flächen eines Grundstückes sind dem Abwasserwerk der Gemeinde Kirkel mitzuteilen. Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass Sie gemäß § 19 der Abgabensatzung Abwasserbeseitigung verpflichtet sind, die zu den Berechnungsgrundlagen der Gebühren erforderlichen Auskünfte zu erteilen.
Gemäß §14 Abs. 8 c) der Satzung der Gemeinde Kirkel über die Erhebung von Abgaben für die öffentliche Abwasseranlage und über die Abwälzung der Abwasserabgabe - Abgabensatzung Abwasserbeseitigung - fallen für wasserdurchlässig befestigte Flächen keine Oberflächenentwässerungsgebühren an. Sollten Sie sich einen Pflasterstein auswählen, ist darauf zu achten, dass die Versickerungsfähigkeit durch ein unabhängiges Prüfinstitut nachgewiesen wurde. Das Gutachten ist dann beim Abwasserwerk vorzulegen.
Regenwassernutzung - Brauchwasseranlagen
Das Abwasserwerk der Gemeinde Kirkel fördert die Nutzung von Regenwasser als Brauchwasser, indem die Fläche des Niederschlagswassers, das von den bebauten oder befestigten Flächen in den ortsfesten Auffangbehälter (Zisterne) eingeleitet wird, erlassen wird. Dabei wird eine Fläche von 20 m²; je 0,5 m³; Behältervolumen abgezogen, wenn die Zisterne eine Brauchwasseranlage speist. Nach § 14 Abs. 1 ff sind auch die aus privaten Versorgungsanlagen zugeführten Wassermengen gebührenpflichtig. Für die Ermittlung der Schmutzwassergebühren aus Ihrer Anlage ist ein Zwischenzähler einzubauen. Es kann jeder handelsübliche und geeichte Kalt-Wasserzähler eingebaut werden. Bei der Installation einer Frischwassernachspeisung in die Zisterne wird ebenfalls ein Zwischenzähler erforderlich.
Für die Ermittlung der Abwassergebühren aus Brauchwasseranlagen sind die Stände der Brauchwassermesser (bzw. der Zwischenzähler) jeweils zum 31.Dezember abzulesen und uns bis spätestens 31. Januar des Folgejahres mitzuteilen.
Schutz vor Rückstau ist ein sehr komplexes Thema, bei dem die Lage der Leitungen auf dem Grundstück und im Gebäude eine wesentliche (eigentlich die entscheidende) Rolle spielen, so dass immer der Einzelfall betrachtet werden muss.
Wann und warum kommt es zum Rückstau
Ein Rückstau im Kanal ist grundsätzlich nicht auszuschließen:
Die Kanäle sind auf einen bestimmten Starkregen ausgelegt, sind aber bei einem darüber hinaus gehenden Platzregen überlastet. Dies gilt auch für die private Entwässerung auf dem Grundstück. Bei einem extremen Niederschlagsereignis, von dem niemand wissen kann, wo und mit welcher Intensität der Regen fällt, füllen sich binnen kurzer Zeit die Abwasserrohre- die Folge: Einstau der Leitungen.
Das Kanalnetz der Gemeinde kann nicht darauf ausgerichtet werden, dass es jeden Starkregen oder Wolkenbruch sofort ableiten kann. Wollten die Kommunen die Kanalisation auch für weitergehende Starkregenereignisse dimensionieren, würden die Rohre der Kanalisation so groß und teuer werden, dass die Bürger, die sie ja über Abwassergebühren mit bezahlen müssen, unvertretbar belastet würden. Deshalb muss bei solch starkem Regen eine kurzzeitige Überlastung des Entwässerungsnetzes und damit ein Rückstau in die Grundstücksentwässerungsanlagen in Kauf genommen werden.
Grundsätzlich muss sich jeder Grundstücksbesitzer in eigener Verantwortung gegen solche Rückstauereignisse schützen. Bei nicht fachgerechter Ausführung der Grundstücksentwässerung (z.B. fehlende oder fehlerhafte Rückstausicherung), kann es dann zu Schäden im Gebäude kommen.
Rechtsgrundlagen-Satzung, DIN-Vorschriften und techn. Regelwerke
Gemäß § 13 Satzung der Gemeinde Kirkel über die Entwässerung der Grundstücke, den Anschluss an die öffentliche Abwasseranlage und deren Benutzung (Abwassersatzung), muss der Anschlussnehmer sich gegen einen evtl. Rückstau aus dem Kanalsystem durch geeignete Absperrvorrichtungen absichern. Fehlt diese Sicherung und es kommt durch einen Rückstau zu Schäden, so sind diese vom Anschlussnehmer selbst zu tragen.
Die technischen Bestimmungen für Entwässerungsanlagen in Gebäuden und auf Grundstücken sind in den entsprechenden DIN- Normen bzw. in der entsprechenden europäischen Norm jeweils in der neuesten Fassung enthalten.
Was darf NICHT in die Toilette? *
Hygieneartikel und Windeln sorgen nicht nur in den Abflussrohren und Kanälen für Verstopfungen. Sie setzen sich auch in den Sieben und Rechen der Kläranlagen fest. Die Folge: aufwändige Reparatur- bzw. Reinigungsarbeiten an den betroffenen Maschinenteilen.
Richtige Entsorgung: Restabfalltonne
Feuchttücher bestehen aus Vlies und sind extrem reiß-, wring- und wasserfest. Sie zersetzen sich nicht wie Toilettenpapier. Über die Toilette entsorgt, verursachen diese Tücher Schäden an den Pumpen und massive Störungen im Kläranlagenbetrieb. Auch für die gesonderte Entsorgung des Materials entstehen jährlich hohe Kosten.
Medikamente / Chemikalien
Kläranlagen sind nicht darauf ausgelegt, Chemikalien oder die in Medikamenten enthaltenen Wirkstoffe abzubauen. Diese Stoffe gelangen daher zu einem großen Teil in unsere Flüsse und Bäche und belasten dort Tiere und Pflanzen.
Fette und Öle setzen sich in den Kanalrohren ab und stören außerdem die biologische Reinigung des Abwassers. Dadurch wird eine gesonderte Behandlung nötig, was nicht nur einen hohen Arbeitsaufwand mit sich bringt, sondern auch die Betriebskosten der Kläranlagen erhöht.
Essensreste, die über die Toilette entsorgt werden, erhöhen den Aufwand und die Kosten für die Abwasserreinigung. Sie führen außerdem in der Kanalisation zu Gestank und Rattenbefall.
Richtige Entsorgung: Biotonne
*Quelle: EVS Klolektüre
Aktuelle Meldungen aus dem Abwasserwerk
Download der Datei: Hinweise zum Einbau von Gartenwasserzählern
Download der Datei: Anmeldung eines Gartenwasserzählers
Download der Datei: Meldebogen Zählerstand Gartenwasser
Download der Datei: Fragebogen zur Niederschlagswassergebühr
Download der Datei: Hinweise beim Einbau von Regenwassernutzungsanlagen
Download der Datei: Antrag auf Absetzung bei Zisternen gem. §15,4
Download der Datei: Lastschrifteinzug bei Brauchwasseranlagen

References: § 1
 §16
 § 19
 §14
 § 14
 § 13
 §15