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Timestamp: 2016-10-27 18:35:39+00:00

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Gestaltungsfragen rund um die UG (haftungsbeschränkt) - "UG - aber richtig!"
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Gründung & GestaltungGestaltung
Unternehmergesellschaft und Künstlersozialkasse
für Künstler, Designer, Grafiker etc. haben? Was sollten
Gesellschafter-Geschäftsführer der Unternehmergesellschaft dabei beachten?
Die Künstlersozialversicherung ist die gesetzliche Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung für selbstständige Publizisten, Sänger, Künstler, Designer, Webdesigner, Grafiker,
Werbefotografen etc. Rechtsgrundlage ist das „Gesetz über die Sozialversicherung der selbständigen Künstler und Publizisten“ (Künstlersozialversicherungsgesetz, kurz: KSVG).
Vergleichbar mit einem Arbeitnehmer zahlen auch die o.g. Versicherten circa die Hälfte ihrer Beiträge selbst. Die andere Hälfte wird durch den Bund und die Unternehmen, die Aufträge an
die oben genannten Berufsgruppen vergeben, getragen.
Deutlicher: Im Regelfall muss das Auftrag gebende Unternehmen – neben dem Honorar, das vom Künstler, Designer, Webdesigner, Grafiker, Werbefotografen etc. berechnet wird – Beiträge an die
Künstlersozialkasse melden und zahlen. Diese Beiträge werden Künstlersozialabgabe genannt.
Familienangehörigen bzw. nahen Angehörigen zu beachten?
Vorab: Es ist grundsätzlich erlaubt, dass Angehörige des/der Gesellschafter(s) in der Unternehmergesellschaft (UG)
mitarbeiten, an die Unternehmergesellschaft Darlehen vergeben (alternativ:
Darlehen der UG in Anspruch nehmen) oder
Räume an die Unternehmergesellschaft vermieten.
Das Problem im täglichen Leben besteht nun jedoch häufig darin, dass nahestehende Angehörige miteinander anders umgehen als mit fremden Dritten, beispielsweise schließt der alleinige
Gesellschafter-Geschäftsführer mit seiner Unternehmergesellschaft eventuell einen Geschäftsführervertrag zu anderen
Konditionen ab als mit einer fremden Gesellschaft.
Damit nun derartige Regelungen und weitere Gestaltungen (z.B. Kauf- und Beraterverträge) zwischen der Unternehmergesellschaft (UG) und Angehörigen vom Finanzamt steuerlich anerkannt werden, sind
unbedingt bestimmte Formalia zu beachten bzw. einzuhalten. mehr lesen
dient bei der Unternehmergesellschaft die Geschäftsordnung? Wer kann sie erlassen und wie ist sie in der
Praxis zu verfassen?
0 Kommentare Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt): Übergang zur GmbH
Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt): Übergang zur GmbHWas
passiert, wenn das Stammkapital einer Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)
den Betrag von EUR 25.000 erreicht hat?
Grundsätzlich ist das Stammkapital einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) oder Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) der im Gesellschaftsvertrag festgelegte Gesamtbetrag bzw. die Summe aller
Stammeinlagen (§3 Absatz 1 Nr. 3 und 4 GmbHG, §5 GmbHG).
Da §5a Absatz 1 GmbHG kodifiziert, dass eine Gesellschaft, die mit einem Stammkapital gegründet wird, das den Betrag
des Mindeststammkapitals gemäß §5 Absatz 1 GmbHG unterschreitet, die Firma abweichend von §4 GmbHG die Bezeichnung „Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)“ oder „UG (haftungsbeschränkt)“ aufweisen muss, ist daraus für die Praxis abzuleiten, dass eine Unternehmergesellschaft
(haftungsbeschränkt) nur mit einem Stammkapital von bis zu maximal EUR 24.999 gegründet werden kann. Ab einem Stammkapital von EUR 25.000 wird nämlich eine „normale“ GmbH errichtet. mehr lesen
Wann kann die Festlegung eines abweichenden Wirtschaftsjahres anstelle des Kalenderjahres bei einer Unternehmergesellschaft Sinn machen?Ist das Geschäftsjahr der Unternehmergesellschaft zwingend das Kalenderjahr? Nein! Bei der Unternehmergesellschaft kann bereits bei Gründung der Zeitraum des Geschäftsjahres gewählt werden.
Gemäß §8 Absatz 1 KStG und §8b EStDV gilt grundsätzlich: Das Wirtschaftsjahr umfasst einen Zeitraum von zwölf Monaten. Zur Auswahl stehen:
Geschäftsjahr identisch mit dem Kalenderjahr,
Geschäftsjahr abweichend vom Kalenderjahr („abweichendes Wirtschaftsjahr“),
Rumpf-Wirtschaftsjahr.
In der Praxis dürfte dieser Gestaltungsspielraum jedoch ausgehebelt sein, da die Verwendung des Muster-Gründungsprotokolls keine Möglichkeit zur Festlegung eines abweichenden
Geschäftsjahres bietet.
Nur im Rahmen der individuellen Satzung kann durch entsprechende Formulierung beliebig vom Kalenderjahr abgewichen werden.
Kann die Unternehmergesellschaft als Komplementärin einer Kommanditgesellschaft bzw. „& Co. KG“ fungieren?
Da es sich bei der Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) um eine Variante der GmbH handelt, spricht nichts
dagegen, dass sie auch als Komplementärin – d.h. persönlich und unbegrenzt haftende Gesellschafterin – einer
Kommanditgesellschaft fungieren kann.
Das Ziel einer derartigen gesellschaftsrechtlichen Konstruktion besteht darin, Haftungsrisiken für die hinter der Gesellschaft stehenden Personen zu begrenzen
oder auszuschließen. Die o.g. Haftung der Komplementärin (also der Unternehmergesellschaft) ist ja auf
deren eingesetztes Stammkapital begrenzt.

References: §5
 §5
 §5
 §4
 §8
 §8