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Timestamp: 2020-04-02 09:17:31+00:00

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BVerwG, 12.08.1999 - 4 C 3.98 - dejure.org
https://dejure.org/1999,913
BVerwG, 12.08.1999 - 4 C 3.98 (https://dejure.org/1999,913)
BVerwG, Entscheidung vom 12.08.1999 - 4 C 3.98 (https://dejure.org/1999,913)
BVerwG, Entscheidung vom 12. August 1999 - 4 C 3.98 (https://dejure.org/1999,913)
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Trinkwasserversorgung; Wassergewinnungsanlage; Planfeststellung; Vorkehrungen; Selbstverwaltungsbefugnis, gemeindliche.
Planfeststellung - Recht eines anderen - Gemeinde - Träger öffentlicher Interessen - Träger eigener Rechte - Trinkwasserversorgung - Selbstverwaltungsbefugnis - Abwehrrecht
Umweltrecht - Vorkehrungen zum Schutz einer Trinkwasserversorgungsanlage
Art. 28 Abs. 2 GG; § 75 Abs. 2 VwVfG
Verfassungsrecht, Verwaltungsverfahrensrecht, Unvorhersehbare Auswirkungen eines Straßenbaus auf Trinkwasserversorgung
VG Stuttgart, 18.09.1996 - 8 K 1345/94
VGH Baden-Württemberg, 20.03.1997 - 8 S 3188/96
BVerwG, 17.04.1998 - 4 B 113.97
NVwZ 2000, 675
DVBl 2000, 791
DÖV 2000, 422
BauR 2000, 857
NuR 2000, 320
ZfBR 2000, 204
Erst wenn diese Belastungen ein solches Gewicht erreichen, dass der Gemeinde die Erfüllung ihrer eigenen Aufgaben unmöglich gemacht oder zumindest in konkreter Weise erheblich erschwert wird, kann ein Eingriff in das Selbstverwaltungsrecht möglich sein (…vgl. zum Ganzen BVerwG, Urt. v. 29.6.1983 - 7 C 102.82 -, NVwZ 1983, 610 f.; Beschl. v. 21.1.1993 - 4 B 206.92 -, NVwZ 1993, 884; v. 15.4.1999 - 4 VR 18.98 (4 A 45.98) -, NVwZ-RR 1999, 554; Urt. v. 12.8.1999 - 4 C 3.98 -, NVwZ 2000, 675).
Auch wird nicht in ausreichendem Maße dargelegt, dass es sich bei dort verlaufenden Wanderwegen um öffentliche Einrichtungen der Gemeinde handelt, deren Nutzbarkeit durch das Vorhaben der Beigeladenen erheblich beeinträchtigt wird (vgl. hierzu Urteil vom 12. August 1999 - BVerwG 4 C 3.98 - Buchholz 316 § 75 VwVfG Nr. 18 S. 3 f.).
vgl. BVerwG, Urteile vom 27. März 1992 - 7 C 18.91 -, BVerwGE 90, 96 (100) = juris, Rn. 20, und vom 12. August 1999 - 4 C 3.98 -, Buchholz 316 § 75 VwVfG Nr. 18, S. 1 (3 f.) = juris, Rn. 11, st. Rspr.
Das Fehlen eines subjektiv öffentlich-rechtlichen Anspruchs auf Einhaltung des Verbots der Grundwasserbeeinträchtigung steht nicht entgegen, dass sowohl der Grundstückseigentümer hinsichtlich seiner Eigenwasserversorgungseinrich-tung aus Art. 14 GG als auch die Gemeinde hinsichtlich ihrer Trinkwasserversorgungseinrichtung als einer unter dem Schutz der Selbstverwaltungsgarantie des Art. 28 Abs. 2 Satz 2 GG stehenden öffentlichen Einrichtung der Daseinsvorsorge auch im Planfeststellungsverfahren zur Abwehr rechtswidriger Beeinträchtigungen berechtigt ist (…BVerwG, Urt. v. 16.3.2006 - 4 A 1001.04 - NVwZ 2006, 1055; Urt. v. 12.8.1999 - 4 C 3.98 - NVwZ 2000, 675).
Mit Ausnahme der vom Verwaltungsgericht in seinem Urteil vom 31.7.2010 - 2 K 192/08 - rechtskräftig erkannten Mängel ist die Abwägung auch hinsichtlich der öffentlichen Trinkwasserversorgung und der Eigenwasserversorgung einzelner Bürger wie auch kommunaler Einrichtungen und Gebäude auf der Gemarkung der Klägerin und in der Gemeinde Kappel-Grafenhausen fehlerfrei (zur Rügebefugnis der Klägerin als Trägerin der öffentlichen Trinkwasserversorgung vgl. BVerfG, Beschl. v. 7.6.1977 - 1 BvR 108/73 - NJW 1977, 1960; BVerwG, Urt. v. 12.8.1999 - 4 C 3.98 - NVwZ 2000, 675; Beschl. v. 27.1.1988 - 4 B 12.88 - ZfW 1988, 408;… Urt. v. 22.5.1987 - 4 C 56.83 - BVerwGE 78, 40;… Urt. v. 15.4.1977 - 4 C 3.74 - BVerwGE 52, 226).
3.2 Die Beschwerde macht geltend, das Urteil des Normenkontrollgerichts stehe in Widerspruch zu dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 12. August 1999 - BVerwG 4 C 3.98 - Buchholz 316 § 75 VwVfG Nr. 18 = NVwZ 2000, 675.
Vor allem aber kann die Klägerin geltend machen, durch das planfestgestellte Vorhaben in ihrer öffentlichen Trinkwasserversorgung als einer kommunalen Einrichtung der Daseinsvorsorge betroffen zu sein (zur Berücksichtigung dieses Belangs vgl. BVerwG, Urt. v. 12.08.1999 - 4 C 3/98 -, DVBl. 2000, 791, 792).
Da die öffentliche Wasserversorgung einwandfreies, gesundes Trinkwasser erfordert, kann die Gemeinde im Rahmen eines wasserrechtlichen Genehmigungsverfahrens oder auch bei privatnützigen wasserrechtlichen Planfeststellungsverfahren im Einzugsbereich ihrer Brunnen jede rechtswidrige Beeinträchtigungen des Grundwassers durch Dritte abwehren (vgl. BVerwG, Urt. v. 12.08.1999 - 4 C 3.98 - Buchholz 316 § 75 VwVfG Nr. 18 S. 3 f).
Wo dies möglich ist, müssen Beeinträchtigungen des Trinkwassers vermieden werden (BVerwG, Urt. v. 12.08.1999, a.a.O.).
Dabei ist dieser Schutz verstärkt, wenn die betroffenen Gebäude der Erfüllung kommunaler Aufgaben der Daseinsvorsorge dienen (BVerwG, Urt. v. 12.08.1999 - 4 C 3/98 -, DVBl. 2000, 791, 792).

References: Art. 28
 § 75
 § 75
 § 75
 Art. 14
 Art. 28
 § 75
 § 75