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Timestamp: 2020-07-10 23:34:54+00:00

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BFH, 11.12.2013 - I R 4/13 - dejure.org
https://dejure.org/2013,42693
BFH, 11.12.2013 - I R 4/13 (https://dejure.org/2013,42693)
BFH, Entscheidung vom 11.12.2013 - I R 4/13 (https://dejure.org/2013,42693)
BFH, Entscheidung vom 11. Dezember 2013 - I R 4/13 (https://dejure.org/2013,42693)
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Tatbestands- und Verfassungsmäßigkeit von § 50d Abs. 10 EStG 2002/2009 und der dazu ergangenen Übergangsvorschriften - Auslegung von Doppelbesteuerungsabkommen - Vorrang der prinzipiellen Völkerrechtsfreundlichkeit des GG - Zulässigkeit eines Treaty Override - Vorlage an ...
Tatbestands- und Verfassungsmäßigkeit von § 50d Abs. 10 EStG 2002/2009 und der dazu ergangenen Übergangsvorschriften; Auslegung von Doppelbesteuerungsabkommen; Vorrang der prinzipiellen Völkerrechtsfreundlichkeit des GG; Zulässigkeit eines Treaty Override; Vorlage an das ...
EStG § 15 Abs 1 S 1 Nr 2, EStG § ... 20 Abs 1 Nr 1, EStG § 49 Abs 1 Nr 2 Buchst a, EStG § 49 Abs 1 Nr 5 Buchst a, DBA ITA Art 7, DBA ITA Art 11, DBA ITA Art 24 Abs 2 Buchst a, DBA ITA Art 24 Abs 2 Buchst b, AO § 2 Abs 1, GG Art 2 Abs 1, GG Art 3 Abs 1, GG Art 20 Abs 3, GG Art 25, GG Art 59 Abs 2, GG Art 100 Abs 1, BVerfGG Art 80, EStG § 50d Abs 10 S 1, EStG § 20 Abs 3, EStG § 52 Abs 59a S 8, VtrRKonv Art 26, EStG § 50d Abs 10 S 1, VtrRKonv Art 27, EStG § 52 Abs 59a S 10, GII900742 Art 32, EStG § 52 Abs 59a S 11
§ 50d Abs ... 10 S 1 EStG 2002 vom 19.12.2008, § 52 Abs 59a S 8 EStG 2002 vom 19.12.2008, § 50d Abs 10 S 1 EStG 2009 vom 26.06.2013, § 52 Abs 59a S 10 EStG 2009 vom 26.06.2013, § 52 Abs 59a S 11 EStG 2009 vom 26.06.2013
Tatbestands- und Verfassungsmäßigkeit von § 50d Abs. 10 EStG 2002/2009 und der dazu ergangenen Übergangsvorschriften – Auslegung von Doppelbesteuerungsabkommen – Vorrang der prinzipiellen Völkerrechtsfreundlichkeit des GG – Zulässigkeit eines Treaty ...
Tatbestands- und Verfassungsmäßigkeit von § 50d Abs. 10 EStG 2002/2009 - Zulässigkeit eines Treaty Override - Vorlage an das BVerfG
Steuerliche Behandlung an einen in Italien ansässigen Gesellschafter einer deutschen Personengesellschaft gezahlter Darlehenszinsen; Vorlage an das Bundesverfassungsgericht betreffend die Verfassungsmäßigkeit von § 50d Abs. 10 EStG 2002/2009 und der dazu ergangenen ...
Tatbestands- und Verfassungsmäßigkeit von § 50d Abs. 10 EStG 2002/2009 und der dazu ergangenen Übergangsvorschriften
Doppelbesteuerungsabkommen und das verfassungswidrige "treaty override"
Steuerliche Behandlung von gezahlten Darlehenszinsen an einen in Italien ansässigen Gesellschafter einer deutschen Personengesellschaft
Zur Verfassungswidrigkeit eines sog. "Treaty override"
Vorlage zur Verfassungsmäßigkeit eines Treaty Override
Mitunternehmer-Betriebsstätte
Sonderbetriebsvermögen (Erträge und Ausgaben) im Abkommensrecht
BVerfG - 2 BvL 15/14 (anhängig)
BFHE 244, 1
ZIP 2014, 14
BB 2014, 1624
DB 2014, 398
BStBl II 2014, 791
Zudem ist im Streitfall nicht darüber zu entscheiden, ob die Anwendung von § 50d Abs. 10 EStG gemäß § 52 Abs. 59a Satz 10 EStG i.d.F. des AmtshilfeRLUmsG in allen Fällen, in denen die Einkommen- und Körperschaftsteuer noch nicht bestandskräftig festgesetzt ist, dem verfassungsrechtlichen Vertrauensschutzgebot und damit dem Rechtsstaatsgebot des Art. 20 Abs. 3 GG genügt (vgl. Senatsbeschluss vom 11. Dezember 2013 I R 4/13, BFHE 244, 1, BStBl II 2014, 791).
Allerdings wäre es vorstellbar, dass der Kläger in Deutschland in seiner Funktion als Mitunternehmer der atypisch stillen Gesellschaft und für diese eine eigene Betriebsstätte unterhalten hat, welcher sein Gewinnanteil zuzurechnen wäre (s. zu einer sog. Mitunternehmerbetriebsstätte z.B. Senatsurteil vom 12. Juni 2013 I R 47/12, BFHE 242, 107; Senatsbeschlüsse vom 13. November 2013 I R 67/12, BFHE 243, 361, BStBl II 2014, 172; vom 11. Dezember 2013 I R 4/13, BFHE 244, 1, jeweils m.w.N.).
Das so verstandene "Nebeneinander" bilateraler Vereinbarungen in Form eines DBA und nationaler Steuernormen bedingt zugleich ein Nebeneinander der tatbestandlichen Voraussetzungen mit der Folge, dass die im Abkommen --abweichend von den nationalen Vorschriften-- definierten Begriffe abkommensautonom auszulegen sind (Gosch, ISR 2013, 87; derselbe in Lüdicke, Vermeidung der Doppelbesteuerung und ihre Grenzen, Forum der Internationalen Besteuerung, Bd. 42, 1 ff.; Lehner in Vogel/Lehner, DBA, 6. Aufl., Grundlagen Rz 113b, m.w.N.; aus der Senatsrechtsprechung z.B. Senatsbeschluss vom 11. Dezember 2013 I R 4/13, BFHE 244, 1, BStBl II 2014, 791, m.w.N.).
Ebenso kann dahinstehen, ob die Vorschrift und die dazu ergangenen Anwendungsvorschriften in § 52 Abs. 59a Satz 8 EStG 2002 n.F./2009 a.F. sowie in § 52 Abs. 59a Satz 10 und 11 EStG 2009 n.F. verfassungswidrig sind (s. dazu Senatsbeschluss vom 11. Dezember 2013 I R 4/13, BFHE 244, 1, BStBl II 2014, 791).
Ein ggf. verfassungswidriger "treaty override" (vgl. dazu Vorlagebeschluss des BFH vom 11. Dezember 2013 I R 4/13, BFH/NV 2014, 614) kann im Streitfall nicht angenommen werden, da eine Überschreibung des DBA nicht vorliegt, wenn eine Anwendung des § 50d Abs. 10 Sätze 1 und 2 EStG keine Umqualifikation der Einkünfte gegenüber den Regelungen des DBA zur Folge hat.
Im Übrigen gelten die vom BFH in seinen Vorlagebeschlüssen geäußerten verfassungsrechtlichen Bedenken gegen einen durch § 50d Abs. 8 (…BFH-Beschluss vom 10. Januar 2012 I R 66/99, BFH/NV 2012, 1056) und § 50d Abs. 10 EStG (BFH-Beschluss vom 11. Dezember 2013 I R 4/13, BFH/NV 2014, 614) bewirkten "treaty override" bei der Beurteilung des § 50d Abs. 9 Satz 1 Nr. 1 EStG entsprechend (vgl. Klein/Hagena, in Herrmann/Heuer/Raupach, § 50d EStG Anm. 121); auf die Gründe wird insoweit Bezug genommen.
a) Dabei kann im Kern auf das Erkenntnis des österreichischen Verfassungsgerichtshofs vom 23. Juni 2014 SV2/2013, ECLI:AT:VFGH:2014:SV2.2013, zurückgegriffen werden, das (auf Vorlage des österreichischen Verwaltungsgerichtshofs, s. dazu auch Senatsbeschluss vom 11. Dezember 2013 I R 4/13, BFHE 244, 1, BStBl II 2014, 791, dort unter B.II.3.b cc aaa der Entscheidungsgründe; Aigner/Kofler/Tumpel, Spektrum der Rechtswissenschaft 2014, 1) zu einer mit dem Streitfall vergleichbaren Ausgangsfrage (jedoch im Hinblick auf gewerbliche Einkünfte und die dafür vereinbarte Anrechnungsmethode einerseits und Einkünfte aus selbständiger Arbeit und die dafür vereinbarte Freistellungsmethode andererseits bezogen auf das Abkommen zwischen der Republik Österreich und dem Fürstentum Liechtenstein zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiete der Steuern vom Einkommen und vom Vermögen vom 5. November 1969, [österreichisches] BGBl Nr. 24/1971) ergangen ist.
Mit Blick auf § 20 Abs. 1 AStG bezieht er sich auf jüngere Vorlagen des Bundesfinanzhofs (BFH) an das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) zu Normen, die ein Treaty Override anordnen (vgl. Kraft/Schreiber, Treaty Override und Hinzurechnungsbesteuerung - Bestandsaufnahme und Handlungsbedarf, FR 2015, 328, und die anhängigen BVerfG-Verfahren 2 BvL 1/12, 2 BvL 15/14 und 2 BvL 21/14 zu den Vorlagebeschlüssen des BFH vom 10. Januar 2012 I R 66/09, BFHE 236, 304, vom 11. Dezember 2013 I R 4/13, BStBl II 2014, 791 und vom 20. August 2014 I R 86/13, BStBl II 2015, 18).
Vielmehr sind die Einkünfte unbeschadet ihrer innerstaatlichen Einordnung als gewerbliche unter die spezielleren Einkunftsarten des jeweiligen DBA (z. B. Zinseinkünfte, Einkünfte aus Grundvermögen oder nicht selbständige Arbeit) zu subsumieren (vgl. BFH-Urteile vom 27. Februar 1991 I R 15/89, BStBl II 1991, 444; vom 31. Mai 1995 I R 74/93, BStBl II 1995, 683; vom 16. Oktober 2002 I R 17/01, BStBl II 2003, 631;… vom 17. Oktober 2007 I R 5/06, BStBl II 2009, 356, vom 7. Dezember 2011 I R 5/11, BFH/NV 2012, 556; BFH, Vorlagebeschluss vom 11. Dezember 2013 I R 4/13, BStBl II 2014, 791).
Und selbst diese nationale Einkünftequalifikation schlägt nach nunmehr ständiger Rechtsprechung des BFH nicht auf die abkommensrechtliche Ebene durch, so dass entgegen der nationalen Einordnung als gewerbliche Einkünfte für Abkommenszwecke zuvörderst die spezielleren Einkünfte-Artikel (z. B., Zinsen, Dividenden, Lizenzen) anzuwenden sind, mit der dann verbundenen Frage der (isolierten) Zuordnung dieser Sondervergütungen zu einer Betriebsstätte im Rahmen der Betriebsstättenvorbehalte der Art. 10 Abs. 4, Art. 11 Abs. 4, Art. 12 Abs. 3 OECD-MA (z. B. BFH-Urteil vom 27. Februar 1991 I R 15/89, BStBl II 1991, 444; BFH-Vorlagebeschluss vom 11. Dezember 2013 I R 4/13, BStBl II 2014, 791).
Dies gilt - ungeachtet einer möglichen Verfassungswidrigkeit wegen Verstoßes gegen das Rückwirkungsverbot (vgl. dazu BFH, Vorlagebeschluss vom 11. Dezember 2013 I R 4/13, BStBl II 2014, 791) - sowohl für § 50d Abs. 10 EStG in der Fassung des Jahressteuergesetzes 2009 vom 19. Dezember 2008, BGBl I 2008, 2794 (a. F.), als auch in der Fassung des Amtshilferichtlinie-Umsetzungsgesetzes vom 26. Juni 2013, BGBl I 2013, 1809 (n. F.).
Gesellschafterfremdfinanzierung: Einschaltung einer inländischen …

References: § 50
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 § 15
 § 49
 § 49
 § 2
 § 50
 § 20
 § 52
 § 50
 § 52
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 Art. 20
 § 52
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 Art. 10
 Art. 11
 Art. 12
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