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Timestamp: 2020-08-14 16:09:15+00:00

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kurzfristige Einsätze.....Seite 4 | Erwerbslosenforum Deutschland
kurzfristige Einsätze.....
ela28 meinte:
Ich will aber in ein paar Jahren wenn ich meine Schulden abgebaut habe, noch die Ausbildung zur Pflegefachkraft machen.
Dann habe ich eine Jobgarantie auf Lebenszeit.
wie willst du denn mit H4 bzw. im Geringverdienerbereich Schulden abbauen? Ist das realistisch? Wie viel ist es?
Ggf. wäre vielleicht ein sauberer Schnitt möglich, Ausbildung jetzt forcieren, Gläubiger ins Leere tappen lassen, ggf. Inso, und dann aber eine beruflich vernünftige Zukunft...
Schulden abbauen schön und gut.
was zahlst du denn schon Monatlich vom H4 ab?
Ich würde vom ALG2 keinen Cent abzahlen.
Warum keine Inso
Ich hab noch knapp 13 Monate, dann bin ich mit meiner Inso durch. Und es war damals eine betriebswirtschaftliche Entscheidung, Emotionen dazu hab ich keine. In der Zeit ist kaum was für die Gläubiger rumgekommen, ich hatte im außergerichtlichen Einigungsversuch auch nur 100 EUR angeboten - was ich in den ganzen Jahren nicht durchgehend geschafft hätte. Das einzig tragische: Dieses Jahr werden sie mein Weihnachtsgeld kriegen. Mein AG weiß von der Inso nix. Da das so bleiben soll, lässt sich das Geld auch nicht retten. Meine Gläubiger sind nur zwei Banken und eine beleidigte Psychotherapeutin (mit 40 EURO ) - und zumindest für die Banken zahlen wir alle genug...
Du kannst nicht von dir alleine aus einfach den Einsatz ablehnen , sondern musst diese kurze Frist von deinem Arbeitgeber so lange akzeptieren bis eben das Arbeitsgericht es Rechtskräftig Festgestellt hat das die Frist eben nicht Billigen Ermessen entspricht. [...]
Seit wann muss man etwas akzeptieren, zu dem man nicht verpflichtet ist?
§ 12 II - TzBfG:
Hm. Geht es in diesem Urteil nicht um Freizeitausgleich?
"(...) Der Arbeitgeber legt den Zeitpunkt des Freizeitausgleichs fest. (...)" - BAG Urteil vom 17.01.1995 (3 AZR 399/94).
Muss man ja auch nicht . Wenn man mit etwas nicht einverstanden ist hat man die möglichkeit es Gerichtlich durchzusetzten . Alles andere wird wird ein Eigentor sollte man es einfach verweigern.
Hast du das Urteil den auch mal richtig gelesen ?
Es geht unter anderem um Freizeitausgleich aber auch darum das die einteilung zur Arbeit "Nicht Billigen Ermessen " entsprach.
Der Arbeitgeber legt nicht nur einseitig den "Freizeitausgleich" fest sondern legt auch fest wie der Arbeitnehmer zu Arbeiten hat. Sprich Arbeitsbegin sowie Arbeitsende und sogar die verteilung auf die einzelenen Wochentage sowie die genaue Tätigkiet die der Arbeitnehmer ausführen soll soweit diese Arbeitsbedingungen nicht durch den Arbeitsvertrag, Bestimmungen einer Betriebsvereinbarung, eines anwendbaren Tarifvertrages oder gesetzliche Vorschriften festgelegt sind.
Er nimmt also sein Direktionsrecht nach §106 GewO wahr. Dazu hat er aber §315 BGB zu beachten. Tut er das nicht so muss der Arbeitbnehmer so lange den Weisung des Arbeitgebers nachkommen egal ob zu diesem Zeitpunkt der Arbeitgeber Rechtswidrig handelt , bis der Arbeitnehmer durch Feststellungsklage beim Arbeitsgericht feststellen lassen hat das eben die Weisung des Arbeitgebers " Nicht Billigen Ermessen " entspricht bzw. entsprach . Dies sagt nämlich §315 Abs. 3 BGB . Erst dann wenn es also per Urteil festgestellt wurde braucht der Arbeitnehmer ohne Rechtsfolgen der Anweisungen des Arbeitgebers nicht nachkommen.
Naja, die Kündigung erfolgte nachdem ich mich Freitag morgen krank gemeldet hatte...8.07 bekam ich noch ne SMS vom Dispo mit neuen Einsätzen...9.14 meldete ich mich dann per E-Mail krank und am nächsten Tag lag die Kündigung im Kasten.
Warum meldet man sich den per Mail Krank ?
Habt Ihr alle Angst mit eurer Firma zu telefonieren ?
Hab ja hier schon des öfteren gelesen das sich die Leute per SMS oder E-Mail arbeitsunfähig melden.....
Naja, ich habe jetzt Kündigungsschutzklage eingereicht, sowie Lohnklage, weil die Abrechnung vom März viele Fehler hatte, außerdem stimmten die Urlaubstage nicht die auf meiner Kündigung angegeben war nicht...laut meiner Kündigung hätte ich noch 12 Tage, laut meiner aktuellen Abrechnung aber 17 Tage... Ja außerdem klagte ich noch gegen die ungerechtfertigte Abmahnung da sie auch viele Formfehler hat und darauf das ich ein qualifiziertes Zeugnis habe....ich halte euch auf dem laufenden was dabei rausgekommen ist...
Bis auf die Kündigungsschutzklage hast du sicherlich vorab alle ansprüche schriftlich mit Frist bei deinem Arbeitgeber geltend gemacht oder ? Falls nicht bekommst du vom Anwalt der gegenseite nämlich die nicht eingehaltene Ausschlussfrist um die Ohren gehauen.
Muss man ja auch nicht . Wenn man mit etwas nicht einverstanden ist hat man die möglichkeit es Gerichtlich durchzusetzten . Alles andere wird wird ein Eigentor sollte man es einfach verweigern. [...]
Ok. Und anhand welcher "Anspruchsgrundlage", willst du "was" durchsetzen?
Es geht unter anderem um Freizeitausgleich aber auch darum das die Einteilung zur Arbeit "Nicht Billigen Ermessen " entsprach.[...]
Ja -war aber nicht die Vollversion, sondern ein Auszug.
Evtl. könntest du die entsprechende Passage ja noch nachreichen?
[...], bis der Arbeitnehmer durch Feststellungsklage beim Arbeitsgericht feststellen lassen hat das eben die Weisung des Arbeitgebers " Nicht Billigen Ermessen " entspricht bzw. entsprach.
Reden wir eigentlich von der Feststellungsklage nach § 256 ZPO?
Wenn ja, welches Rechtsverhältnis oder welche Urkunde (§ 256 I ZPO) soll denn in so einem Fall gerichtlich überprüft werden?
durch setzen das man in dem falle halt nicht verpflichtet ist den weisungen des arbeitgebers nachzukommen wenn die einteilung zur arbeit ( hier das nicht einhalten der 4 tages frist ) nicht billigen ermessen entspricht.
Ich zittere auszugsweise aus dem Urteil von 1999 ....
Aus § 315 BGB ergibt sich insbesondere, daß der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer rechtzeitig mitteilen muß, wann er den Freizeitausgleich erhält. Dem Arbeitnehmer muß es ermöglicht werden, sich ausreichend darauf einstellen und die zusätzliche Freizeit sinnvoll nutzen zu können.
(1) Das Erfordernis einer rechtzeitigen Ankündigung findet sich auch in Art. 1 § 4 BeschFG 1985. Diese gesetzliche Vorschrift regelt Besonderheiten der variablen Arbeitszeit, wenn Arbeitgeber und Arbeitnehmer vereinbart haben, daß die Arbeitsleistung entsprechend dem Arbeitsanfall zu erbringen ist. Nach Art. 1 § 4 Abs. 2 BeschFG 1985 ist der Arbeitnehmer zur Arbeitsleistung nur verpflichtet, wenn der Arbeitgeber ihm die Lage seiner Arbeitszeit jeweils mindestens vier Tage im voraus mitteilt. Die in Art. 1 § 4 BeschFG 1985 geregelte Vertragsgestaltung belastet zwar den Arbeitnehmer stärker als der in § 3 Nr. 2 Abs. 2 MTV vorgesehene Freizeitausgleich für Mehrarbeitsstunden. Dies rechtfertigt aber nur eine kürzere Ankündigungsfrist und nicht ihren völligen oder nahezu völligen Wegfall.
(2) Keinesfalls ist es zulässig, den Arbeitnehmer erst zwischen 15.00 und 17.00 Uhr davon in Kenntnis zu setzen, ob er am folgen den Tag zur Arbeitsleistung verpflichtet ist oder Freizeitausgleich erhält. Dem Arbeitnehmer bleibt dann nicht mehr genügend Zeit, seine persönliche Terminplanung darauf einzurichten und die ihm eingeräumte Freizeit entsprechend seinen Vorstellungen und Interessen sinnvoll nutzen zu können. Die verspätete Ankündigung der Beklagten entwertete weitgehend den eingeräumten Freizeitausgleich.
e) Da der von der Beklagten festgelegte Freizeitausgleich nicht billigem Ermessen entsprach, ist ihre Leistungsbestimmung nach § 315 Abs. 3 Satz 1 BGB unverbindlich. Damit hat die Beklagte nicht innerhalb der in § 3 Nr. 2 Abs. 2 MTV vorgeschriebenen Frist von drei bzw. sechs Monaten Freizeitausgleich gewährt. Verlangt der Arbeitgeber Freizeitausgleich, so muß er ihn innerhalb der tarifvertraglich festgelegten Frist durchführen. Wenn er dies pflichtwidrig unterläßt, verbleibt es bei der grundsätzlichen Regelung des § 3 Nr. 3 Abs. 1 MTV, wonach Mehrarbeit, die nicht durch bezahlte Freizeit abgegolten wird, zu vergüten ist. Damit steht die Veränderung der geschuldeten Leistung, die der Arbeitgeber mit der Ausübung seiner Ersetzungsbefugnis herbeiführen möchte, unter einer auflösenden Bedingung, die im vorliegenden Fall eingetreten ist.
III. Bei einer Vorverlegung der Arbeitszeit durch Freizeitausgleich liegt kein Fall des § 615 BGB vor (vgl. BAG Urteil vom 28. November 1973 BAGE 25, 426, 430 = AP Nr. 2 zu § 19 MTB II), so daß die Tatbestandsvoraussetzungen des Art. 1 § 11 Abs. 4 Satz 2 AÜG nicht erfüllt sind. Unter welchen Voraussetzungen eine Umgehung des Art. 1 § 11 Abs. 4 Satz 2 AÜG in Betracht kommt, kann offenbleiben, weil ein fristgerechter Freizeitausgleich fehlt und die Klageforderung deshalb ohnehin begründet ist.
Es gibt sogar eine etwas neuere Rechtssprechung dazu . BAG, Urteil vom 26. 1. 2011 - 5 AZR 819/09
In diesem heist es ......
Wie wir alle wissen enthällt der Tarifvertrag BAP und IGZ keine Ankündigungsfrist für eine Arbeitseinteilung bzw. Kundeneinsatz
Da diese 4 Tage nur per Tarifvertrag herrab gesetzt werden können und es diese in den Tarifverträgen nicht vorhanden sind, so bleibt es bei der gesetzlichen Ankündigungsfrist von 4 tagen.
ja. reden wir.....
Das Rechtsverhältnis ( hier das Direktionsrecht ) welches sich aus der Urkunde ( hier Arbeitsvertrag ) ergibt.
Du kannst nicht einfach die Arbeit verweigern auch wenn dein Arbeitgeber rechtswidrig handeln sollte . Dies ergibt sich zwingend aus §315 Abs. 3 BGB
Ich zittiere .....
Mit dem Fettgedruckten ist nicht das Urteil des BAG gemeint sondern das Urteil welches du selbst über das Arbeitsgericht erzwingst.
Du kanst dich bei der Feststellungsklage bei deiner Begründung nämlich aber dann auf diese beiden Urteile beziehn
2.123.710

References: § 12
 §106
 §315
 §315
 § 256
 § 315
 Art. 1
 § 4
 Art. 1
 § 4
 Art. 1
 § 4
 § 3
 § 315
 § 3
 § 3
 § 615
 § 19
 Art. 1
 § 11
 Art. 1
 § 11
 §315