Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=FamRZ%202004,%20363
Timestamp: 2020-01-22 05:16:58+00:00

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Rechtsprechung: FamRZ 2004, 363 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: BGH, 07.11.2003 | BGH, 05.11.2003 | BGH, 03.11.2003
https://dejure.org/2003,1433
BGH, 07.11.2003 - V ZR 141/03 (https://dejure.org/2003,1433)
BGH, Entscheidung vom 07.11.2003 - V ZR 141/03 (https://dejure.org/2003,1433)
BGH, Entscheidung vom 07. November 2003 - V ZR 141/03 (https://dejure.org/2003,1433)
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EGBGB Art. 233 § 5 Abs. 2 Satz 1; ZPO § 540 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1
EGBGB Art. 233 § 5 Abs. 2; ZPO § 540 Abs. 1
Kein gutgläubig lastenfreier Erwerb bei versehentlich gelöschter Eintragung eines Mitbenutzungsrechtes nach
Untergang eines Wegerechts und Überfahrtrechts an einem Grundstück durch gutgläubigen lastenfreien Erwerb; Anspruch auf Grundbuchberichtigung; Deklaratorische Bedeutung der Grundbucheintragung eines Rechts; Unbeachtlichkeit bezüglich von Zweifeln über Eintragung vor oder ...
Wege- und Überfahrtrecht; Ausschluss der Richtigkeitsvermutung des Grundbuchs
Ausschluß des Grundbuchberichtigungsanspruchs bei versehentlicher Löschung eines Wege- und Überfahrtrechts; Anforderungen an den Tatbestand des Berufungsurteils bei Bezugnahme auf die erstinstanzlichen Feststellungen
Wegerecht aus Versehen gelöscht: § 892 BGB anwendbar?
Fortbestand des gelöschten Mitbenutzungsrechts
MDR 2004, 391 (Ls.)
NJ 2004, 221
FamRZ 2004, 363 (Ls.)
WM 2004, 894
Rpfleger 2004, 152
Diese Feststellungen sind gemäß § 559 ZPO Grundlage der revisionsrechtlichen Nachprüfung, da das Berufungsgericht sie gemäß § 540 Abs. 1 Nr. 1 ZPO in Bezug genommen hat und die Feststellungen seiner eigenen Sachverhaltsdarstellung nicht widersprechen (vgl. BGH, Urteile vom 7. November 2003 - V ZR 141/03, WM 2004, 894, 895 …und vom 11. Januar 2011 - XI ZR 220/08, WM 2011, 309 Rn. 13).
Zumindest liegen insoweit widersprüchliche Feststellungen vor, so dass das Berufungsurteil keinen Bestand haben kann (vgl. BGH, Urt. v. 7. November 2003 - V ZR 141/03, WM 2004, 894, 895).
Da die Begründung des Wege- und Überfahrtrechts nach § 321 Abs. 1 Satz 3 ZGB der Zustimmung des Grundstückseigentümers bedurfte, ist es durch Art. 233 § 5 Abs. 1 EGBGB mit dem bisherigen Inhalt und Rang in ein arteigenes dingliches Recht an den betroffenen Grundstücken übergeleitet worden (vgl. BGH, Urteil vom 7. November 2003, V ZR 141/03, VIZ 2004, 334 ).
Im Umfang ihrer Widersprüchlichkeit kommt den tatsächlichen Feststellungen keine Beweiskraft und damit auch keine Bindung für das Revisionsgericht zu (BGH, Urteile vom 19. November 1998 - IX ZR 116/97, NJW 1999, 641, 642 mwN; vom 7. November 2003 - V ZR 141/03, WM 2004, 894, 895;… vgl. auch Senat, Urteile vom 24. Juni 2014 - VI ZR 560/13, VersR 2014, 1095 Rn. 42;… vom 22. Dezember 2015 - VI ZR 124/14, juris Rn. 48;… Zöller/Heßler, ZPO, 31. Aufl. § 540 Rn. 5).
Dies ist nicht der Fall, wenn und soweit die Partei, der die Fristwahrung obliegt, oder ihr Prozessbevollmächtigter durch fahrlässiges Verhalten zu einer nicht bloß geringfügigen Zustellungsverzögerung beigetragen haben; als geringfügig sind in der Regel (vorwerfbare) Zustellungsverzögerungen bis zu 14 Tagen anzusehen (BHG NJW-RR 1995, 254; ZIP 2000, 1140), gemessen vom Tag des Ablaufs der Verjährungsfrist (BGH WM 1983, 985/986; NJW 1986, 1347/1348; WM 1993, 1738/1739; WM 2004, 894/897; NJW 2005, 291/292).
https://dejure.org/2003,1405
BGH, 07.11.2003 - V ZR 65/03 (https://dejure.org/2003,1405)
BGH, Entscheidung vom 07.11.2003 - V ZR 65/03 (https://dejure.org/2003,1405)
BGH, Entscheidung vom 07. November 2003 - V ZR 65/03 (https://dejure.org/2003,1405)
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Inhalt eines Mitbenutzungsrechtes nach
Anspruch auf Grundbuchberichtigung; Begründung eines Wegerechts und Überfahrtsrechts; Anwendbarkeit des Zivilgesetzbuches der DDR (ZGB-DDR); Begründung einer stillschweigenden Verpflichtung zur Bestellung einer Dienstbarkeit; Erforderlichkeit eines Mitbenutzungsrechts ...
EGBGB Art. 233 § 5; ZPO §§ 548 319
Inhalt eines einzutragenden Mitbenutzungsrechts; Beginn der Revisionsfrist bei Klarstellung des Berufungsurteils hinsichtlich der Zulassung der Revision
Inhalt des einzutragenden dinglichen Rechts
Mitbenutzungsrecht nach Abveräußerung
Art. 233 § 5 EGBGB; §§ 319, 548 ZPO
Eintragung eines Wege- und Überfahrtrechts auf Grundlage eines Mitbenutzungsrechts nach § 321 Abs. 1 ZGB (Prof. Dr. Ingo Fritsche; Neue Justiz 5/2004, S. 219-220)
NJ 2004, 219
WM 2004, 891
(1) Eine derartige stillschweigende Verpflichtung hat der Senat bislang in Fällen angenommen, in denen Teile eines Grundstücks verkauft worden sind, der Verkäufer aber auf die weitere Nutzung von Anlagen auf dem verkauften Grundstücksteil angewiesen war (Senat, Urteile vom 12. Mai 1999 - V ZR 183/98, VIZ 1999, 489 und vom 7. November 2003 - V ZR 65/03, VIZ 2004, 278, 279).
Die Unterschiede zur Grunddienstbarkeit ergeben sich gerade daraus, dass das Mitbenutzungsrecht als arteigenes dingliches Recht (BGH, Urteil vom 7. November 2003, a.a.O.), wie dargestellt nicht abstrakt an das Eigentum sondern individuell an die Nutzung des herrschenden Grundstück anknüpft.
Mangels landesgesetzlicher Regelung bestimmt sich der Inhalt des einzutragenden dinglichen Rechts nach dem, was im konkreten Fall als Inhalt des Mitbenutzungsrechts nach § 321 Abs. 1 ZGB vereinbart wurde (BGH, Urteil vom 7. November 2003, V ZR 65/03, WM 2004, 891 ff. zum Fall nachträglicher Eintragung).
Das Beschwerdegericht verkennt, daß von dem Grundsatz, wonach die Berichtigung eines Urteils gemäß § 319 ZPO auf den Beginn und den Lauf von Rechtsmittelfristen keinen Einfluß hat, eine Ausnahme u.a. auch dann gilt, wenn die Partei erst durch die Berichtigung davon Kenntnis erlangt, daß das Rechtsmittel ausdrücklich zugelassen ist (BGH, Urteil vom 7. November 2003 - V ZR 65/03 - BGH-Report 2004, 286).
Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn die Partei durch die Berichtigung erstmals bzw. höher beschwert wird (BGHZ 67, 284, 287;… BGH Urt. v. 9. November 1994, XII ZR 184/93, NJW 1995, 1033; v. 5. November 1998, VII ZB 24/98, NJW 646, 647) oder den richtigen Rechtsmittelgegner erfährt (BGHZ 113, 228, 231); ferner, wenn sie erst durch die Berichtigung davon Kenntnis erlangt, daß das Rechtsmittel ausdrücklich zugelassen ist (Senat, Urt. v. 7. November 2003, V ZR 65/03, Umdruck S. 10 f., zur Veröffentlichung vorgesehen).
Denn die Kläger sind insoweit durch das Berufungsurteil nicht beschwert (vgl. zur Beschwer als Zulässigkeitsvoraussetzung BGH, Urteile vom 21. Juni 1968 - IV ZR 594/68, BGHZ 50, 261, 263; vom 7. November 2003 - V ZR 65/03, WM 2004, 891 unter II 3 b aa mwN).
Ein solches Mitbenutzungsrecht kann zwar, worauf die Revision im Ansatz mit Recht hinweist, auch konkludent vereinbart werden (Senatsurt. v. 12. Mai 1999, V ZR 183/98, VIZ 1999, 489; Senatsurt. v. 7. November 2003, V ZR 65/03, Umdruck S. 6, zur Veröffentlichung vorgesehen).
Insoweit ist der Kläger durch das Berufungsurteil nicht beschwert (vgl. zur Beschwer als Zulässigkeitsvoraussetzung BGH, Urteile vom 21. Juni 1968 - IV ZR 594/68, BGHZ 50, 261, 263; vom 7. November 2003 - V ZR 65/03, WM 2004, 891 unter II 3 b aa mwN).
Denn der Kläger ist insoweit durch das Berufungsurteil nicht beschwert (vgl. zur Beschwer als Zulässigkeitsvoraussetzung BGH, Urteile vom 21. Juni 1968 - IV ZR 594/68, BGHZ 50, 261, 263; vom 7. November 2003 - V ZR 65/03, WM 2004, 891 unter II 3 b aa mwN).
Das sind zum einen die Mitbenutzer, die sich mit dem Grundstückseigentümer über die Mitbenutzung verständigt, diese Verständigung aber weder ausdrücklich noch konkludent in einer anderen Vereinbarung (…dazu: Senat, Urt. v. 12. Mai 1999, V ZR 183/98, VIZ 1999, 489; Urt. v. 7. November 2003, V ZR 65/03, VIZ 2004, 278, 279;… Urt. v. 14. November 2003, V ZR 72/03, VIZ 2004, 193, 194) schriftlich festgehalten und deshalb im Ergebnis allein die rechtliche Absicherung des Gewollten durch ein Mitbenutzungsrecht versäumt haben.
https://dejure.org/2003,4922
BGH, 05.11.2003 - XII ZB 105/03 (https://dejure.org/2003,4922)
BGH, Entscheidung vom 05.11.2003 - XII ZB 105/03 (https://dejure.org/2003,4922)
BGH, Entscheidung vom 05. November 2003 - XII ZB 105/03 (https://dejure.org/2003,4922)
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Entscheidung des originären Einzelrichters beim Oberlandesgericht über eine Beschwerde in einer Sache; Wirksamkeit der Zulassung einer Rechtsbeschwerde; Verletzung des Verfassungsgebots des gesetzlichen Richters
FamRZ 2004, 363
In einer Sache, der er grundsätzliche Bedeutung beimißt, darf der originäre Einzelrichter nicht selbst entscheiden, sondern muß das Verfahren gemäß § 568 Satz 2 Nr. 2 ZPO der mit drei Richtern besetzten Kammer übertragen (BGHZ 154, 200; Senatsbeschluß vom 5. November 2003 - XII ZB 105/03 - FamRZ 2004, 363).
https://dejure.org/2003,5391
BGH, 03.11.2003 - II ZB 35/02 (https://dejure.org/2003,5391)
BGH, Entscheidung vom 03.11.2003 - II ZB 35/02 (https://dejure.org/2003,5391)
BGH, Entscheidung vom 03. November 2003 - II ZB 35/02 (https://dejure.org/2003,5391)
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Rechtsbeschwerde gegen Auferlegung der Kosten des Rechtsstreits; Entscheidungskompetenz eines Einzelrichters in Fällen grundsätzlicher Bedeutung; Recht auf gesetzlichen Richter
Dieser Begriff ist weit auszulegen und umfasst auch die Zulassungsgründe der Fortbildung des Rechts und der Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung (BGHZ 154, 200, 202 und BGH, Beschl. v. 3. November 2003, II ZB 35/02, FamRZ 2004, 363).
Der Begriff der grundsätzlichen Bedeutung in § 568 Satz 2 Nr. 2 ZPO ist im weitesten Sinne zu verstehen; der Kollegialspruchkörper ist auch dann zur Entscheidung berufen, wenn die Fortbildung des Rechts oder die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung eine Entscheidung des Rechtsbeschwerdegerichts erfordert (BGH, Beschl. v. 11. September 2003, XII ZB 188/02, NJW 2003, 3712; BGH, Beschl. v. 3. November 2003, II ZB 35/02, FamRZ 2004, 363; Beschl. v. 10. November 2003, II ZB 14/02, NJW 2004, 448, 449; Senat , Beschl. v. 16. Juli 2009, V ZB 45/09, [...]).

References: Art. 233
 § 5
 § 540
 Art. 233
 § 5
 § 540
 § 892
 § 559
 § 540
 § 321
 Art. 233
 § 5
 § 540
 Art. 233
 § 5

Art. 233
 § 5
 § 321
 § 321
 § 319
 BGH 
 § 568
 § 568