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Timestamp: 2019-09-22 03:07:41+00:00

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BFH, 04.06.2008 - I R 62/06 - dejure.org
https://dejure.org/2008,1861
BFH, 04.06.2008 - I R 62/06 (https://dejure.org/2008,1861)
BFH, Entscheidung vom 04.06.2008 - I R 62/06 (https://dejure.org/2008,1861)
BFH, Entscheidung vom 04. Juni 2008 - I R 62/06 (https://dejure.org/2008,1861)
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EStG § 20 Abs. 1 Nr. 1; DBA-Luxemburg Art. 13, Art. 14, Art. 20 Abs. 2 Satz 3 und Abs. 3; Schlussprotokoll zu den Art. 5, 7 und 13 DBA-Luxemburg Abschn. 11 Satz 2
Kein Schachtelprivileg für Gewinnanteile aus einer typisch stillen Beteiligung trotz abkommensrechtlicher Behandlung als Dividenden
Besteuerung von Einkünften aus typisch stillen Beteiligungen im Sinne des Doppelbesteuerungsabkommens mit Luxemburg; Unbeschränkte Steuerpflichtigkeit des Welteinkommens; Besteurung der Gewinnanteile aus einer stillen Beteiligung an einer luxemburgischen I-S.A.
Gewinne aus stiller Beteiligung an einer luxemburgischen Gesellschaft sind steuerpflichtig
Einkünfte aus typisch stiller Beteiligung sind nach dem DBA Luxemburg als Dividenden zu behandeln
Erträge deutscher GmbH aus typisch stiller Beteiligung an einer Luxemburger AG
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BFH vom 04.06.2008, Az.: I R 62/06 (DBA-Luxemburg: Kein Schachtelprivileg bei Einkünften aus einer typisch stillen Beteiligung)" von RiFG Anton Siebenhüter, original erschienen in: EStB 2008, 346.
Kurznachricht zu "Keine DBA-Schachtelfreistellung für Einkünfte aus typisch stiller Beteiligung an Luxemburger AG - Anmerkungen zum Urteil des BFH vom 4.6.2008, I R 62/06" von RA/StB Dr. Tobias Teufel und RA Rudi Hasenberg, original erschienen in: IStR 2008, 724 - 728.
Kurznachricht zu "Eröffnet das BFH-Urteil vom 4.6.2008 - I R 62/06 bereits vor dem VZ 2007 den Zugang zur "Rückfallklausel" des § 50d Abs. 9 Satz 1 Nr. 2 EStG?" von StB/Dipl.-Finw. Siegfried Wagner, original erschienen in: DStZ 2009, 215 - 220.
Zusammenfassung von "Neue Auslegung des DBA-Schachtelprivilegs bei Einkünften aus typisch stillen Beteiligungen" von RA/WP/StB Christian Birker und Dipl.-Kfm. Philipp Seidel, original erschienen in: BB 2008, 344 - 347.
Die strittigen Ausschüttungen seien auch "echte" Dividenden i.S.d. BFH-Urteils vom 04. Juni 2008 (I R 62/06).
Die Ausschüttungen seien aber auch keine "echten" Dividenden i.S.v. Art. 20 Abs. 2 Satz 3 DBA Luxemburg 1958 i.S.d. zur typisch stillen GmbH-Beteiligung ergangenen BFH-Urteils vom 24. Juni 2008 (I R 62/06, BStBl II 2008, 798), denn es müsste sich um Dividenden handeln, die gerade aus der mindestens 25%igen Kapitalbeteiligung herrührten.
Wie im Fall des BFH-Urteils vom 4. Juni 2008 (I R 62/06 "typisch stille Beteiligung") sei daher auch vorliegend die Gewährung des Schachtelprivilegs abzulehnen.
Da keine "echten" Dividenden vorliegen würden, gelten die Grundsätze des BFH-Urteil vom 4. Juni 2008 (I R 62/06), wonach die Gewährung des Schachtelprivilegs jedenfalls für die Klägerin abzulehnen sei.
Allerdings wird nur eine "Teilmenge" dieser Dividenden, eben jene aus direkten Kapitalbeteiligungen, durch die "Schachtelfreistellung" des Art. 20 Abs. 2 Satz 3 DBA-Luxemburg privilegiert (vgl. BFH-Urteil vom 4. Juni 2008 I R 62/06, BFH/NV 2008, 1769).
Sie sind auch nicht wie der Beklagte meint, etwa mit den Gewinnanteilen eines stillen Gesellschafters entsprechend des BFH-Urteils vom 4. Juni 2008 (I R 62/06, BFH NV 2008, 1769) gleichzusetzen, bei denen es sich nicht um so genannte "echte" Dividenden i.S.v. § 20 Abs. 2 DBA Luxemburg 1958 handeln würde.
Der Sachzusammenhang und die systematische Verknüpfung zwischen Art. 15 Abs. 4 Satz 1 DBA-Schweiz 1992 und Art. 24 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 Buchst. d DBA-Schweiz 1992 sprechen dafür, dass die Fiktion des Tätigkeitsortes hier wie dort gleichermaßen einschlägig ist (vgl. zur einheitlichen Auslegung von Verteilungs- und Methodenartikel im DBA-Luxemburg Senatsurteil vom 4. Juni 2008 I R 62/06, BFHE 222, 255, BStBl II 2008, 793, unter II. 3. a).
Die Zwischenausschüttung sei auch keine echte Dividende, weil entsprechend des BFH-Urteils vom 04.06.2008 I R 62/06, BFHE 222, 255.
BStBl II 2008, 793 die Dividende i. S. des Art. 20 Abs. 2 Satz 3 DBA-Luxemburg enger als die Dividende i. S. des Art. 13 DBA-Luxemburg auszulegen sei, es an einer Vermögensmehrung auf Ebene der SICAV fehle und auch hinsichtlich der Ertragsausgleichserträge von einer Substanzausschüttung auszugehen sei.
Soweit sich der Beklagte für diese Unterscheidung auf das BFH-Urteil vom 04.06.2008 I R 62/06, BFHE 222, 255, BStBl. 2008, 793 beruft, gibt das BFH-Urteil allenfalls das Gegenteil her.
Ein solches Verständnis verträgt sich prinzipiell auch dann nicht mit den allgemeinen Grundsätzen für die Auslegung völkerrechtlicher Verträge (vgl. Art. 31 Abs. 1 des Wiener Übereinkommens über das Recht der Verträge vom 23. Mai 1969 --WÜRV--, BGBl II 1985, 927, in innerstaatliches Recht transformiert seit Inkrafttreten des Zustimmungsgesetzes vom 3. August 1985, BGBl II 1985, 926, am 20. August 1987, BGBl II 1987, 757), wenn es sich mit den abkommensrechtlichen Regelungszwecken besser vereinbaren ließe (…s. dazu Vogel in Vogel/Lehner, a.a.O., Einl. Rz 105 ff.; abgrenzend für einen entsprechend weitgefassten Abkommenswortlaut z.B. Senatsurteil vom 4. Juni 2008 I R 62/06, BFH/NV 2008, 1769, zur amtlichen Veröffentlichung bestimmt).
Denn es ist nicht erkennbar, dass Art. 20 Abs. 2 Satz 3 und Abs. 3 DBA-Luxemburg 1958/1973 aus sich heraus ein von Art. 13 DBA-Luxemburg 1958/1973 abweichendes Begriffsverständnis geböte (vgl. dazu ausdrücklich: BFH vom 04. Juni 2008 I R 62/06, BStBl II 2008, 793, Rn. 10).
Das vom Beklagten zitierte BFH-Urteil vom 04.06.2008 (I R 62/06, BStBl II 2008, 793), das Einkünfte aus einer typisch stillen Beteiligung betraf, kann nicht ohne Weiteres auf sämtliche fiktiven Dividenden übertragen werden.
Auch sprechen die Sachzusammenhänge und die systematischen Verknüpfungen zwischen dem sog. Verteilungsartikel des Art. 6 DBA-Spanien einerseits und dem sog. Methodenartikel des Art. 23 Abs. 1 DBA-Spanien andererseits dafür, dass beiden Regelungen ein einheitliches Verständnis des Begriffs der Betriebstätte zugrunde liegt, auch wenn sich der Verteilungsartikel in erster Linie an den jeweiligen Quellenstaat, der Methodenartikel aber an den Wohnsitzstaat richtet (s. auch Senatsurteil vom 4. Juni 2008 I R 62/06, BFHE 222, 255, BStBl II 2008, 793, zu der Abkommenslage bei typisch stillen Beteiligungen nach Abschn. 11 Satz 2 des Schlussprotokolls i.d.F. des Ergänzungsprotokolls vom 15. Juni 1973, BGBl II 1978, 111, zu den Art. 5, 7 und 13 DBA-Luxemburg).
BFH, 19.05.2010 - I R 75/09
Freistellung, nicht Anrechnung nach Art. 23 Abs. 2 DBA-USA 1989 a. F. für aus …

References: § 20
 Art. 13
 Art. 14
 Art. 20
 Art. 5
 § 50
 Art. 20
 Art. 20
 § 20
 Art. 15
 Art. 24
 Art. 20
 Art. 13
 Art. 31
 Art. 20
 Art. 13
 Art. 6
 Art. 23
 Art. 5
 Art. 23