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Timestamp: 2018-08-15 11:30:17+00:00

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EGV per Post erhalten, kann statt VA eine Zuweisung folgen? - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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30.06.2015, 16:38 #1
EGV per Post erhalten, kann statt VA eine Zuweisung folgen?
am 29.05. hatte ich einen Termin im Jobcenter. Meine SB schlug mir eine "Maßnahme zur Aktivierung" vor, nachdem ich vorher während einer Weiterbildung längere Zeit krank war (wäre lieber gesund geblieben, es war ein interessantes Projekt, welches es hier lieder nicht mehr existiert).
Nachdem mir die SB die EGV vorgelesen hatte, und ich erklärt hatte, dass ich nicht grundsätzlich arbeitsunwillig sei, teilte ich mit, dass ich die EGV zur Prüfung mitnehmen wolle.
Am 02.06. teilte ich Ihr per Email mit, dass ich grundsätzlich besser finden würde, erst einmal eine einvernehmliche Lösung zu finden, dass ich mich jedoch (entspricht auch fachärztlicher Empfehlung) mit der Stundenanzahl noch überfordert fühlte, betonte jedoch nochmals meine Gesprächsbereitschaft.
Diese EGV stelle ich hier nicht ein, denn am 02.06. sendete mir die SB eine erneute Einladung für den 23.06. An diesem Termin war sie nicht anwesend, die Gespräche wurden zu einem anderen Mitarbeiter umdirigiert. Dieser war erst zwei Tage wieder vor Ort, wusste daher nichts über die Modalitäten des Fernbleibens seiner Kollegin, noch viel über das, was er mit mir verhandeln solle. Ein paar Aussagen von mir hatte er schriftlich aufgenommen, und dann an die SB weitergeleitet, bevor wir das Gespräch einvernehmlich beendeten, im Sinne von ich solle warten, bis die SB sich meldet.
Am 26.06. erhielt ich nun vom Zusteller Pin-Mail per "formaler Zustellung" ein Schreiben vom Jobcenter, welches meine SB offensichtlich am 05.06. bereits einmal versendet hatte, als nicht zustellbar zurückging (ich also davon nichts wissen konnte, ich verstehe nicht, was der Postbote gemacht hatte, ob der - selbst falls ich nicht hier war, einen Zettel zur Abholung hätte deponieren können, wie auch immer...) und nun nochmals von der SB versendet wurde.
Das Schreiben enthielt eine EGV (siehe pdf's). laut welcher ich an einer Maßnahme eines Teams "kreativer Sozialarbeiter" teilnehmen solle, um meine beruflichen Fähigkeiten und eventuelle Hindernisse, aber auch die Gesprächsbereitschaft und Probleme mit dem Jobcenter und anderes zu klären.
Von dieser Maßnahme hatte ich nie vorher gehört, es gab kein Gespräch mit meiner Sachbearbeiterin darüber, nun solle ich unter anderem, nebst all den Sanktionsandrohungen, unterschreiben, dass mir der Inhalt der EGV besprochen wurde. Auch wurde der Termin vom 05.06. als Datum oben auf der EGV nochmals versandt, ebenso wie ein begefügtes Blatt, dass die SB den 15.06. als Datum vermerke, sei bis dahin keine EGV eingetroffen, würde sie einen VA erlassen. Also erfahre ich am 26.06., dass meine EGV am 15.06. bereits unterschrieben beim Jobcenter liegen sollte, Ich finde - selbst wenn die Maßnahme hilfreich sein kann - das geht so nicht, und unterschreibe daher wohl nicht. Auch wegen der Sanktionsandrohungen.
Per Normalpost kam inzwischen Post vom Träger der Maßnahme, die sind ganz nett, haben allerdings ein anderes Konzept, da sollten von Beginn an genauere und längere Coachinggespräche (auch im Sinne der Teilnehmer) stattfinden. Dort hatte ich in eigenem Interesse - auch wenn ich nicht verpflichtet war - schon einmal vorgesprochen, und es sollte noch einmal ein persönliches (kein "offizielles") Gespräch stattfinden. Denn es gibt einen weiteren Punkt neben der Vorgangsweise des Jobcenters, ich hatte eine sehr heftige Virusinfektion (sah zuerst nur wie eine Art Grippe aus), bekam wohl die für mich nicht passenden Antibiotika, und bin nach wie vor gesundheitlich angeschlagen, möchte allerdings möglichst Zeit nutzen, um ganz gesund anstatt (teilweise) arbeitsunfähig zu werden. Dies funktioniert bei entsprechenden Bemühungen auch, u.a. bekam ich Übungen von der Charite' zur Praxis, und so hatte ich jenem Träger einen etwas späteren Beginn vorgeschlagen (z.B. in 2 Monaten).
Sinnvoll sind solche Coachingespräche ja nur, wenn auch die Energie da ist, bis zum nächsten entsprechende "Hausaufgaben" zu erledigen.
Ich sehe das auch nicht ein, dass mir ein Träger beim Erstgerpräch dort mitteilt, ich sei in einem Projekt bereits drinnen, egal wie viel nun an Stunden, ohne dass ich selbst von meiner Teilnahme eine Ahnung habe bzw. ein Teil der Coachingstunden, welche sinnvoll sein können, schon verstrichen ist, da die Maßnahme ohne mein Wissen schon Wochen früher begann.
1) Ein Widerspruch gegen einen VA müsste doch, nachdem was ich in anderen threads hier gelesen hatte, da keinerlei Gespräch der SB mit mir über diese Maßnahme erfolgte, und mit mir die EGV nicht besprochen wurde, gute Chancen haben?
2) Könnte die SB dann, anstatt einen VA zu senden, eine direkte "Zuweisung" zur Maßnahme versuchen, und wenn ja, gibt es da Widerspruchschancen?
3) Im Falle eines VAs müsste ich dann, da dieser ja sofort gültig ist, also beim Jobcenter und beim SB Antrag auf aufschiebende Wirkung stellen. Müsste ich theoretisch. solange dieser Antrag nicht beantwortet ist, an der Maßnahme teilnehmen?
Diese Maßnahme besteht übrigens aus zwei Teilen, hier sind in der EGV nur die ersten drei Monate erwähnt, laufen die erfolgreich, wird vom Jobcenter um drei Monate verlängert (daher EGV auf sechs Monate datiert), und es stehen stundenlange Bewerbungstage (dort beim Maßnahmenträger vor Ort) an, mehrmals pro Woche, wobei die ev. auch je nach Sinnhaftigkeit - soweit ich bisher heraushörte - gesprächsbereit sind.
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30.06.2015, 18:09 #2
AW: EGV per Post erhalten, kann statt VA eine Zuweisung folgen?
Zitat von freiheit77
Die EV nicht unterschreiben und EVA abwarten... dann sehen wir weiter...
1.) Ja, das wären Angriffspunkte... ob die aW für den EVA dadurch angeordnet wird wissen wir nicht...
2.) wenn du eine "Zuweisung" bekommst [1€Job] dann wäre es ein Bescheid und damit Widerspruch zulässig.. bei einem Angebot sieht es schon anders aus...
https://www.elo-forum.org/weiterbild...10/index2.html
3.) Richtig, solange die aW nicht angeordnet ist, musste dem EVA folgen...gem. § 39 SGB II ...
Wichtig ist, wenn du die Maßnahme antrittst nichts dort unterschreiben und zum Prüfen mitnehmen, dann hier anonymisiert reinstellen...
30.06.2015, 18:34 #3
Was vermutest du bei dieser Aussage?
(daher EGV auf sechs Monate datiert)
Was mich mehr stört ist wieder mal das Zusenden des EGV-Angebotes per Post.
Da würde ich, sobald ein VA kommt, zu allererst mit ansetzen und schlichtweg bestreiten, dass eine persönliche ordnungsgemäße Verhandlung zur konsensualen Einigung über die darin nun enthaltenen Inhalte erfolgte (so wie es ja bereits durch ein Urteil des BSG als Pflicht festgelegt wurde).
Anschliessend würde ich dann zusätzlich die unzulässigen / unbestimmten und sonstwie nicht rechtlich korrekten Inhalte verhackstücken und servieren.
Aber halt alles erst, wenn der VA da ist..
30.06.2015, 18:36 #4
ohh, hab ich übersehen...
30.06.2015, 20:28 #5
Per Normalpost kam inzwischen Post vom Träger der Maßnahme, die sind ganz nett,
Sorry musste gerade schallend lachen.
Die sind genau so lange nett zu dir so lange du nach ihrer Pfeife tanzt und sie durch dich schön abkassieren können.
30.06.2015, 20:45 #6
Hallo with attitude,
danke für die klaren Antworten zu den drei Fragen, das hilft weiter.
Mein erster Beitrag war etwas länger, kann daher verstehen, wenn jemand dann nicht alles im Kopf hat (wie 6 Monate Dauer).
auch mich stört dieses erklärungslose Zusenden per Post,
und dann, wenn es vielleicht für die SB nicht so einfach sein könnte, ist sie nicht da
(kurz später war sie für die Leiterin des MT, wie diese mitteilte, wieder errreichbar).
Grundsätzlich ein Dank an alle hier, welche dieses Forum ausmachen,
für mich ergab sich dadurch schon einmal die Möglichkeit,
unter die erstere EGV (mit einer Aktivierungsmaßnahme, welche mich nicht weitergebracht hätte),
keine Unterschrift zu setzen und ein anderes Angebot zu bekommen.
Sorry musste gerade schallend lachen. .
die sozialgerichte sind ja leider inzwischen oft durchaus der auffassung, dass es ok ist, wenn die maßnahme nur sehr unkonkret in der EGV steht und die zuweisung dann separat hinterher kommt.
eine einladung direkt vom maßnahmeträger finde ich allerdings wirklich bedenklich und würde schon aus prinzip dagegen vorgehen.
30.06.2015, 21:49 #8
Dazu müsste die EV unterschrieben sein... bzw. eine EVA vorhanden sein... oder Angebot...
es geht hier nicht um eine AGH....
eine einladung direkt vom maßnahmeträger
Kann man getrost als Klopapier verwenden...
30.06.2015, 22:07 #9
Auf der Seite 4 der EGV steht dort,wo die Unterschrift hin soll folgendes:
nicht-erwerbsfähiger Hilfebedürftiger
Deshalb erstmal eine Frage: Bist Du als erwerbsfähig eingestuft oder als nicht erwerbsfähig?
Wenn Du als nicht-erwerbsfähig eingestuft bist, die EGV als VA abwarten und dann Widerspruch mit der Begründung einlegen, das eine EGV nur mit Erwerbsfähigen abgeschlossen werden sollen.
§ 15 Abs.1 SGB 2
Die Agentur für Arbeit soll im Einvernehmen mit dem kommunalen Träger mit jeder erwerbsfähigen leistungsberechtigten Person die für ihre Eingliederung erforderlichen Leistungen vereinbaren...
30.06.2015, 22:37 #10
Hallo AQA Informationsbüro
Solch einen Termin nahm ich bereits einmal wahr, es ist zumindest so, es sind immerhin Sozialarbeiter, tw. auch Streetworker und auch Leute, die beispielsweise dazu ausgebildet sind, an Menschen heranzukommen, bei denen es das Jobcenter es nicht mehr schafft. Mit meiner SB geht fast gar nichts. Klar, es gilt genau Folgendes zu beachten =
Hepp, du scheinst meine Maßnahme davor, vor allem die Hauptbeteiligten vom MT zu kennen ;-)
Ja eben, somit gegenüber dem Jobcenter erst einmal abwarten.
Derzeit bin ich als erwerbsfähig eingestuft, das war im Beitrag 1 mit "arbeitsfähig" etwas umschrieben. Ich hatte mich über dieses Thema mit dem Hausarzt unterhalten und über verschiedene Möglichkeiten, der ist einer von jenen, welche noch zuhören können und geht auch auf die Situation der Menschen ein. Somit hatte ich unter Absprache mit ihm keinen Gang zu einer Untersuchung über meine Erwerbsfähigkeit angestrebt, sondern er verfasst ein Schreiben, in dem er ein stufenweise Wiedereingliederung vorschlug mit Begründung, dass ich noch nicht (ganz) gesund sei, was vollkommen den Tatsachen entspricht, wobei still inkludiert ist, dass ich immerhin soweit wieder bin, dass er mich derzeit nicht krankschreiben würde. Dieses Schreiben erhielt das Jobcenter.
02.07.2015, 11:55 #11
hier noch einige Informationen über deine EGV vom 05.06.2015, mit denen du deine Strategie begründen kannst warum du diese EGV nicht unterschreiben konntest/wolltest
bzw., damit du beim Erhalt des VAs schon mal - vorab - vergleichen kannst ob der VA - inhaltlich(!!!) - der EGV entspricht ...
Achtung, ist sehr viel "trockener" Gesetzestext enthalten! Das sollte dir aber, beim erarbeiten einer Strategie, helfen.
Die EGV bzw. EGV-VA Schritt für Schritt analysiert
Dies ist keine Gewähr, dass ich alle Unstimmigkeiten gefunden und/oder auch die fachlichen/juristischen Folgen korrekt bestimmt habe!
Zitat von @Onkel Tom bei CD
[...] die SB`s befassen sich in ihren Meetings oder Teamgesprächen auch damit, wie sie das SGB zu ihren Gunsten gegen den erwerbslosen nutzen. Über § und deren Auslegung kann man außerhalb der JC-Stuben gern diskutieren, aber ich empfehle nicht, beim SB damit zu kommen.
Besser kommt es mit Begriffen aus den § zu kommen, ohne den § selbst zu benennen.
Quelle: Bitte helft mir! Habe VA bekommen in dem die DAA mir einen Ein-Euro-Job suchen darf!
Ich bin ein alter "Abstauber"! Sollte ich gute Formulierungen/Argumente/Urteile lesen dann kopiere ich mir diese und oft zitiere ich diese auch.
Sollte einer der Zitierten damit nicht einverstanden sein (obwohl ich meistens den Urheber nenne, bitte ich darum, dass mir ein entsprechender Hinweis gemacht wird. Danke.
Deine EGV
... da dir schon am 05.06., also 3 Tage nach dem Erstgespräch, die EGV per Post zugesandt wurde, sollte dir das weiterhelfen ...
Beschluss: https://www.elo-forum.org/einglieder...ml#post1906086
Quelle: https://www.elo-forum.org/einglieder...ml#post1863309 #9
Beschluss: https://www.elo-forum.org/erfolgreic...ml#post1896485
Berlit in LPK SGB II, zu § 15 RN 19, 5.Aufl. S.369/370
Zitat von mehrere Zitate
https://www.jurion.de/Urteile/BSG/19...8_5a-RKnU-1_87
https://www.jurion.de/Urteile/BSG/20...B-5-R-386_07-B
Die Laufzeit der EGV / des EGV-VA kann nicht berechnet werden
Beim nächsten Mal bitte - sofern du das Erstell- und "gültig bis"-Datum wieder anonymisierst - mach einen Vermerk (in der EGV, und nicht unbedingt irgendwo im Beitrag) über wie viele Monate die EGV gültig ist oder nimm fiktive Werte, z. B. Datum 01.11.xxxx bis 15.03.yyyy!
OK, du hast die Gültigkeitsdauer im Beitrag "versteckt".
Das Amt unterbreitet Ihnen VV, soweit geeignete Stellenangebote vorliegen.
... das ist deren gesetzlich geregelte Aufgabe. Diese Zusage wird die nicht hindern auch ungeeignete VVs zu unterbreiten.
Zitat von SG Hannover Az. S 45 AS 2773/13 ER v. 26.09.2013
1. Schon durch die Verwendung des unbestimmten Rechtsbegriffs der Angemessenheit von Kosten bleibt völlig offen, ob und in welchem Umfang überhaupt Kosten für die Teilnahme des Antragstellers an der Maßnahme übernommen werden würden (vgl. zur Übernahme angemessener Bewerbungskosten LSG Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 04.04.2012 - L 15 AS 77/12 B ER unter RN 7 bis 9.Link: https://openjur.de/u/341450.html).
Quelle: s14.denied/file/d/3423/okeviln3_pdf.htm
Urteil als Download: okeviln3.pdf - denied
Übernahme angemessener Bewerbungskosten
Zitat von LSG NI-HB Az. L 15 AS 77/12 B ER v. 04.04.2012 Beschluss
7 Hinsichtlich der Bewerbungskosten enthält der hier in Rede stehende Bescheid des Antragsgegners vom 27. Januar 2012 folgende Regelung:
8 "Das Jobcenter unterstützt Ihre Bewerbungsaktivitäten durch Übernahme von angemessenen und nachgewiesenen Kosten für schriftliche Bewerbungen nach Maßgabe des § 16 Abs. 1 SGB II i. V. m. § 45 SGB II, sofern Sie diese zuvor beantragen (Erstattungen erfolgen nur nach Vorlage von Originalquittungen)."
8 Mit dieser Regelung hat der Antragsgegner keine Bestimmung im Sinne des § 15 Abs. 1 S. 2 Nr. 1 SGB II über die Erstattung von Bewerbungskosten getroffen. Abgesehen davon, dass eine unzutreffende Rechtsgrundlage genannt wird (einschlägig wäre § 16 Abs. 1 SGB II i. V. m. § 45 SGB III), lässt die gewählte Formulierung unter Verwendung des unbestimmten Rechtsbegriffs der Angemessenheit völlig offen, ob und ggf. in welcher Höhe die Kosten für schriftliche Bewerbungen erstattet werden. Letztlich wird lediglich eine Prüfung des zu stellenden Kostenerstattungsantrags anhand der einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen in Aussicht gestellt. Selbst wenn diese Bestimmungen zutreffend benannt worden wären, wäre der Adressat des Verwaltungsakts nicht in die Lage versetzt worden, die Voraussetzungen und die Höhe des ihm zustehenden Anspruchs festzustellen. Denn § 45 SGB III spricht lediglich von der Erstattung angemessener Kosten, einer erforderlichen Entscheidung des Leistungsträgers über den Umfang der zu erbringenden Leistungen und die Möglichkeit der Festlegung von Pauschalen. Der Antragsteller ist durch fragliche Regelung auch beschwert, da sie ihm die Verpflichtung zur vorherigen Beantragung der Kostenerstattung auferlegt und sie zudem in Verbindung mit den weiteren Regelungen dazu führt, dass der Antragsteller die erforderlichen Eigenbemühungen mit entsprechendem Kostenrisiko durchzuführen hat.
Link: https://openjur.de/u/341450.html
Zitat von Berlit in LPK-SGB II, 5. Auflage, § 15 Rn. 14
Quelle: https://www.elo-forum.org/einglieder...ml#post1838827 #2
Zusätzlich sind auch noch andere Einschränkungen bei der Unterstützung durch das Amt enthalten:
... durch die Übernahme von angemessenen nachgewiesenen Kosten für schriftliche Bewerbungen
=> wenn du dich auf VVs innerhalb von 3 Kalender-Tagen bewerben musst, wie kannst du an Sonn-/Feiertagen einen Nachweis für das versenden mit vorab gekauften Briefmarken für diese Bewerbung erbringen? Da trägst DU das Risiko, dass SBchen dir unterstellt; diese Quittung (über 10 Briefmarken) war für private Briefe ... erstatte ich nicht!! Oder, du wartest bis zur nächsten Öffnung der Poststelle und überschreitest deswegen die VV-Bewerbungsfrist ... und wirst mit 30% sanktioniert bzw. ALG1 wird gesperrt.
... bei Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung (...) zur Eingliederung (...) notwendig und die Beschäftigung zur Überwindung der Hilfebedürftigkeit geeignet ist.
=> wenn sich erst nach dem VG herausstellt, dass die Stelle nicht ausreicht um deine Hilfebedürftigkeit zu überwinden (d.h. dich komplett aus dem Leistungsbezug zu bringen) bekommst du die Bewerbungskosten auch nicht erstattet.
... Das JC verpflichtet sich zu [Grammatik!! zu der] Übernahme der (...)
=> siehe dazu weiter oben das SG Hannover Az. S 45 AS 2773/13 ER (2.)!
Dem MT wird Zugriff auf VerBIS eingeräumt.
... das schreit doch geradezu nach einem
https://www.elo-forum.org/zeitarbeit...ml#post1618903 #920
Die Userin Minimina hat zwei Textvorlagen und ein Gerichtsurteil für die Widerrufung der Datenweitergabe eingestellt unter: https://www.elo-forum.org/alg-ii/113...ml#post1450438 (Danke @0zymandias)
Zusätzlich kannst du auch noch einen Antrag stellen, auf
Information zu: Vorlagen: Löschantrag von Daten bei AfA/JC
der Beitrag unter dem Link =>
Rückfrage vom Jobcenter wegen Job #2
wurde in der Zwischenzeit gelöscht.
Die Datei ist aber noch unter =>
"Widerspruch - Antrag auf Löschung bereits erhobenen, aber nicht erforderlichen Daten gemäß § 84 Abs. 2 SGB X"
"w_loeschung_Daten.doc" zum downloaden vorhanden.
https://www.elo-forum.org/alg-ii/113...ml#post1450438 #16
Zitat von Als Ergänzung (in "Vorlagen: Löschantrag von Daten bei AfA/JC"), damit das Amt die Daten bei nächster Gelegenheit nicht wieder in VerBIS einträgt
Sollten Sie Daten meinerseits nach dieser Aufforderung nicht löschen mache ich von meinem Auskunftsrecht Gebrauch und fordere Sie auf mir mitzuteilen;
welche Daten in Ihren Beständen verbleiben,
warum Sie diese weiterhin speichern und
wann mit einer Löschung zu rechnen ist.
Hinsichtlich solcher Daten bestehe ich auf einer Sperrung der Datensätze gemäß § 35 III i. V. m. § 28 IV, § 30 III BDSG.
Ohne meiner vorherigen, ausdrücklichen und schriftlicher Genehmigung untersage ich Ihnen jedwede zukünftige Speicherung meiner, vom Bundesbeauftragten für Datenschutz, bemängelter Daten gemäß § 28 IV, § 4 I, II BDSG.
... das muss dem/der SB aber nicht unter die Nase gerieben werden! Du zeigst damit, dass du mit der Anzahl an BEWERBUNGEN so nicht einverstanden bist, da diese zu hoch sind. Sollte der/die SB sich auf eine niedrigere Anzahl an BewerbungsBEMÜHUNGEN einlassen ... .
(... bewerben ...) auf geringfügige Beschäftigungsverhältnisse (...)
... aha, Bewerbungskosten werden aber nur für sozialversicherungspflichtige Stellen erstattet!!
... was sucht das unter deinen Bemühungen???
Solltest du - das ist die Aufgabe des Arbeitgebers!!! - den Eingliederungszuschuss nicht beantragen, kannst du mit 30% sanktioniert werden !
Wenn, dann gehört das unter "Allgemeine Hinweise", aber nicht zu deinen Bemühungen.
Sie bewerben sich zeitnah, d. h. spätestens am dritten Arbeits-(??) :-))) Tage (...)
VV beigefügte Antwortmöglichkeit
(...) füllen Sie die dem VV beigefügte Antwortmöglichkeit aus und legen diese vor.
... wer übernimmt die anfallenden Kosten?
02.07.2015, 20:17 #12
Das sind sehr klare Ausführungen.
Manches für mich ist noch neu,
Der Text half mir auch, wieder zu mir zu kommen, Heute fand jenes Gespräch beim MT statt, und so erfuhr ich einige Details, welche mir beim nächsten JC/SB Kontakt helfen.
Doch ansonsten war das Gespräch recht zeitaufwendig für Kleinigkeiten, welche nichts brachten, und verlief auch nicht gerade einfühlsam von denen.
Wie auch immer, nach diesem Gespräch waren deine klar aufgegliederten Zeilen und Themen wieder aufbauend.
Auf die einzelnen Teile davon genauer einzugehen, da fühle ich mich derzeit etwas überfordert.
Bin mit einem Schmunzeln und tw. lautem Lachen - und somit Dank an alle dabei Beteiligten
auf den thread Das Anti-ZAF-Bewerbungsschreiben gestoßen ... auch das macht Mut für alle, denen
- wie auch mir - schon einmal etwas völlig Unpassendes angeboten wurde.
Ch/freiheit77
03.07.2015, 12:36 #13
es freut mich, dass ich - und nicht der MT bzw. das Amt (AfA/JC) - deinen Gedanken wieder etwas Struktur gegeben habe . Wenn es nach dem Amt geht, haben eLBs sowieso keine (Struktur) !
Da noch kein Himmel vom Meister ... ( ... Himmel <-> Meister ) ... gefallen ist, nimm dir die Zeit um die ganzen Informationen in Ruhe zu verstehen!
Bei mir hat es auch eine ganze Weile gedauert, bis ich aus der Erfahrung / dem Wissen eine Checkliste erarbeiten konnte um die EGVs zu analysieren, und mit meinen Textbausteinen und den - auf den Einzelfall angepassten - Kommentaren die Mit-Usern zu unterstützen !
Ich denke, du wirst im Anti-ZAF-Thread auf ein paar weitere Checklisten treffen.
#1450 Wichtig! ;-)
04.07.2015, 11:15 #14
es war an sich off topic zu erwähnen, doch da nun nochmals auf "Struktur" zu sprechen kommst
1) jenes Gespräch am Donnerstag mit dem MT verlief so,
dass dank des Wissens, dass ich mich nicht so einfach deren und das JC's Vorstellungen fügen muss,
aufgrund von möglichen sachlichen Angriffspunkten in der EGV
(ich erwähnte einfach, dass diese nicht bloß formal sind, sondern inhaltlich),
sah die Sache komplett anders aus gegenüber früheren Zeiten.
2) Wenn es nach dem Amt geht ... für mich ist es vor allem der Unterschied,
auch auf meine Rechte nun zu achten,
gegenüber früher, das war wie ein Rechtloser, der sich unter angedrohten Zwängen fügen muss,
aber letztlich selber wenig zu entscheiden hat.
Es posten hier auch user, die wollen einen bestimmten Job, andere nicht,
manche unterschreiben eine für sie sehr günstige EGV (mit wenig Pflichten), andere nicht =>
wenn die Antragssteller selber entscheiden, ist das etwas vollkommen anderes.
11.07.2015, 17:08 #15
Eine Ergänzung von meiner Seite aus meiner Erfahrung =
wer über keine Informationen verfügt, geht anfangs leicht irrtümlich davon aus,
dass ihm/ihr alles Relevante schon mitgeteilt werde beim JC.
Das sind allerdings hauptsächlich Menschen, welche nicht hierher finden.
Tatsache ist in solchen Fällen, es läuft umgekehrt. Dieses ständige scheinbare Gefühl, gar nichts selber wirklich entscheinden zu können oder dürfen, weil der/die SB ohnehin schon entschieden hat, wo es lang geht,
und die gleichzeitige Einwirkung auf den Antragssteller mit Drohungen durch Gesetze, Sanktionen und Vorschriften
kann eines vom Allerwesentlichsten zerstören = das Selbstbewusstsein.
Und genau dieses benötige ich vor allem, wenn ich mich mit JC und ähnlichen Themen auseinandersetzen muss
und mit Fragen meiner Gegenwart, meines Wertes und der Zukunft.
13.07.2015, 19:30 #16
es gab nun ein Treffen mit der SB und 2 Mitarbeitern jener "kreativen Sozialarbeiter" wie deren Firmennamen aussagt.
Ich erklärte der SB, dass die 2 Bewerbungen pro Monat im Text der vorliegenden EGV derzeit sinnlos seien, und auch keine Klarheit über das Fahrtgeld bestünde,
denn angesichts einer eventuell drohenden wesentlich schlimmeren Maßnahme wollte ich erst einmal über die vorliegende Sache verhandeln.
Die beiden Bewerbungen nahm sie heraus, das Fahrtgeld wird vom MT direkt ausbezahlt.
Nun ging es um die Frage, EGV unterschreiben oder nicht?
An sich gibt es in dieser EGV fast nichts, was die SB sanktionieren kann bei meinen Pflichten (selber Text wie ursprünglich, doch ohne die 2 Bewerbungen).
Ich argumentierte, dass ich eine andere Lösung vorschlage = sie solle mir dies als Zuweisung zusenden.
Sie antwortete, die per Post an mich versendete EGV sei bereits eine Zuweisung.
Da ich nach wie vor gesundheitlich angeschlagen bin, dh. bei längeren Diskussionen sehr ermüde, fehlte mir einerseits die Kraft, präzise und länger
zu argumentieren, das Gespräch und die Wartezeit davor waren ohnehin schon ca. 1h.
Andererseits möchte ich eventuell wieder einmal die Chance, eine selbstständige Tätigkeit in dem künstlerischen Bereich zu versuchen, aus welchem ich ursprünglich komme.
Dazu werde ich sicher finanzielle Unterstützung von Seiten des JC benötigen, über die Möglichkeiten soll ich mich den Mitarbeitern des MT in der Zeit der Maßnahme klärend unterhalten.
Daher unterschrieb ich die EGV, auch weil ich kaum annehme, dass das JC eine freiberufliche Tätigkeit fördern würde, wenn die mir das als VA zustellen müssen,
auch wenn ich schon einen Tag nach der Unterschrift den ganzen dazugehörigen Energieschweif an Drohungen, Pflichten usw. (quasi Zwangseingliederung in ein System) in meinem Geist wahrnahm.
1) War die ursprüngliche EGV hier (siehe Beitrag 1 im thread) welche ich postalisch erhielt, tatsächlich eine Zuweisung,
oder hat die SB geschummelt, um leichter zu einer Unterschrift zu kommen.
Im SGB 2 fand ich keine genaue Beschreibung, was eine Zuweisung ist.
2) Generell wurden die Altersstufen für Pensionierungen hinaufgesetzt, da hatte ich nun einmal nachgesehen, und mich gefragt, ob wir uns den wirklich solange mit dem JC abplagen müssen?
Von Berufstätigen, die arbeitslos werden, weiß ich, dass sie ab 58 "ausgesteuert" werden können.
Doch weiß jemand, wie das generell läuft, bis zu welchem Alter ist es nötig, sich mit dem JC herumzuschlagen, falls ich keine andere Lösung findet? Über 60 jährige hatte ich m.E. noch nie im JC bewusst wahrgenommen.
3) Die SB meinte beim Gespräch, als ich zuerst meinte, ich wolle die EGV zur Prüfung mitnehmen, sie hätte ja nur den einen Teil herausgenommen, den "Rest" würde ich ohnehin schon kennen,
daher nicht mehr darüber nachzudenken brauchen.
Gibt es hier ein gutes Gegenargument, dennoch nicht sofort entscheiden zu müssen aus dem Druck der Situation heraus, vielleicht einfach "ich möchte dennoch mein Recht zur Prüfung wahrnehmen"?
13.07.2015, 19:46 #17
13.07.2015, 20:20 #18
Daher unterschrieb ich die EGV,
und viel Spaß in der Maßnahme...
13.07.2015, 21:23 #19
Da bedanke ich mich doch höflich
für die beiden so hilfreichen und verständnisvollen Antworten
16.09.2015, 11:29 #20
inzwischen ist der erste Teil dieser Maßnahme abgeschlossen (bis 14.09.),
die Zeit war sehr angenehm, ich hatte in der gesamten Zeit nur 8 Termine an Einzelgesprächen, und auch dies zu persönlichen Themen, 2 Wochen war ich krank.
Am 08.09. fand die Informationsveranstaltung zum Teil 2 der Maßnahme teil, ich teilte mit, dass ich mir dies auch "vorstellen könne"
(ansonsten wäre ich wohl "arbeitsunwillig"), jedoch mich erst informieren wolle.
Die Zahl der Stunden, an denen wir teilnehmen sollen, steigt bis auf 30 pro Woche schrittweise an,
allerdings immer in kleinere Einheiten (derzeit bei 2h) gebündelt, sodaß auch viel an Pausen und Fahrzeit dazukommt. Ich teilte nach der Veranstaltung mit, dass ich mit der SB darüber sprechen möchte,
auch mit dem Gedanken, eine Berücksichtigung meines nach wie vor angeschlagenen
Gesundheitszustandes in die EGV-Verhandlungen einzubringen.
Somit teilte ich der SB tags darauf wahrheitsgemäß mit, dass mit dem Träger keine für mich entsprechende gesundheitliche Lösung gefunden werden konnte.
Daraufhin erhielt ich kurze Zeit später eine Email,
dass ein Mitarbeiter jener Maßnahme mündlich zusagte, dass auf meinen Gesundheitszustand eingegangen werden würde, und sie sendete mir eine EGV zu.
Meine E-mail Antwort war, dass eine mündliche Zusage nicht von Belang sei.
Als pdf das Schreiben, die ersten drei Seiten setzte ich an den Schluß, ich gehe davon aus, dass sich dies -
da eine EGV zum Unterschreiben beiliegt - nicht als bereits gültige Zuweisung interpretieren lässt.
Darin sehe ich grundsätzlich die Fahrkosten nicht garantiert,
schon einmal ein erster wichtiger Angriffspunkt.
Zwar lag dem Schreiben noch ein hier nicht abdokumentierter Antrag zur Fahrtkostenabtretung bei, doch das ist keine Garantie für Zahlungen.
In der EGV zum ersten Teil, welche ich unterschrieb, steht von 2 Stunden pro Woche, solange ich die zweite nicht unterschreibe und kein VA (droht ab 23.09.) vorliegt, muss ich auch nicht mehr Stunden wahrnehmen.
Ich hatte oft genug hier gelesen, dass nur ein Vertrag gültig sein kann (die erste EGV wurde über den gesamten Projektzeitrahmen angelegt), somit denke ich gilt das auch wenn hier ein Projektteil in einen zweiten übergeht, der zweite jedoch einer anderen EGV bedarf = nicht unterschrieben, daher nicht gültig.
Auch fanden außer der Antwortemail der SB keinerlei persönliche Verhandlungen zwischen ihr und mir statt,
um eine EGV zustande zu bringen.
Ein Gang zum Amtsarzt wurde vom Träger vorgeschlagen, dazu bekam ich Formulare zugesendet (dazu las ich separat gerade von den letzten Tage aktuell hier, dass ich mich an den Bundesdatenschutzbeauftragten wenden kann).
Frage = könnte auch ein Angriffspunkt zu EGV/VA sein, dass vor Beginn des zweiten Projektteiles mein Gesundheitszustand nicht ausreichend geprüft wurde, auch wenn diese Prüfung geplant ist ? Zumal es auch inzwischen wieder zu einer erneuten Krankschreibung gekommen war.
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Komplexes Stalkingproblem: kann ich eine neue Sozialwohnung erhalten? Babaloo Allgemeine Fragen 1 19.09.2012 15:04

References: § 39

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 § 45
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 § 28
 § 30
 § 28
 § 4