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Timestamp: 2020-07-15 23:57:33+00:00

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BAföG für schwangere Studierende
Das BAföG enthält eine Reihe von Sonderregelungen für schwangere Studierende, die im „Infoblatt zur Förderung nach dem BAföG in den Fällen von Schwangerschaft und Kindererziehung“ zusammengefasst sind.
Bitte beachten Sie, dass BAföG in der Regel nicht von Studierenden mit einer Aufenthaltserlaubnis nach § 16 Aufenthaltsgesetz in Anspruch genommen werden kann. Eine Beratung erhalten Sie im für den Studienort zuständigen BAföG-Amt.
Nach der zwölften Schwangerschaftswoche steht bedürftigen Schwangeren ein Mehrbedarf zu (nach § 21 Abs. 2 SGB II). Damit sollen Mehrkosten für zusätzliche Ernährung, Körperpflege, zusätzliches Fahrgeld, kleinere Änderungen der Bekleidung abgegolten werden. Nicht enthalten sind Kosten für Schwangerschaftsbekleidung, diese müssen gesondert beantragt werden (siehe nächster Punkt). Als bedürftig gilt, wer über ein Einkommen verfügt, das den SGB II-Bedarf (Regelsatz plus angemessene Warmmiete) unterschreitet bzw. geringfügig übersteigt.
Die Höhe des Mehrbedarfs ist einkommensabhängig und beträgt 73,44 € für alleinstehende Schwangere bzw. 66,13 € für Schwangere mit Partner. Siehe Weisungen zu § 27 SGB II (siehe § 27 Leistungen für Auszubildende).
Diese Leistung kann in der Regel nicht von Studierenden mit einer Aufenthaltserlaubnis nach § 16 Aufenthaltsgesetz in Anspruch genommen werden!
Für Umstandskleidung, Klinik- und Stillbedarf, Baby-Erstausstattung inkl. Möbel (z. B. Wickelkommode, Kinderbett) sowie ggf. Haushaltsgeräte, die aufgrund der Kinder erforderlich sind (z. B. Waschmaschine), können Schwangere (auch solche in Ausbildung bzw. im Studium) Leistungen nach § 24 Abs. 3 SGB II beantragen. Voraussetzung ist, dass das Einkommen unter oder nur geringfügig über dem ALG II (Regelleistung plus Warmmiete) liegt. Siehe Hinweise zu § 27 SGB II.
Die Antragstellung erfolgt bei dem für den Wohnort zuständigen Jobcenter. In Hamburg Gemeldete finden ihr Jobcenter hier, alle anderen hier. Beratung dazu erhalten Sie im Beratungszentrum Soziales & Internationales – BeSI.
Die Mittel der Bundesstiftung „Mutter und Kind“ werden verwendet, um schwangeren Frauen in Notlagen unbürokratisch zu helfen und ihnen die Fortsetzung der Schwangerschaft zu erleichtern. Die Stiftung kann vor allem bei der Erstausstattung des Kindes, Umstandsbekleidung, Umzugskosten in die erste eigene Wohnung sowie bei bestimmten Hebammenleistungen finanziell helfen. Die Höhe und Dauer der Unterstützung richten sich nach den besonderen Umständen der persönlichen Notlage. Das Geld wird nicht auf andere Leistungen (z. B. des Zweiten Sozialgesetzbuchs) angerechnet und eine Inanspruchnahme ist auch für internationale Studierende mit einer Aufenthaltserlaubnis zum Zwecke des Studiums gemäß § 16 Aufenthaltsgesetz ohne ausländerrechtliche Konsequenzen möglich.
Beratung und Antragstellung erfolgen bei unterschiedlichen Trägern: In Hamburg beim Diakonischen Werk, dem Sozialdienst katholischer Frauen Hamburg sowie dem Sozialdienst katholischer Frauen Hamburg-Altona und in den jeweiligen Außenstellen. Schwangere mit Wohnsitz in einem anderen Bundesland finden die für sie zuständige Beratungsstelle auf den Internetseiten der Bundesstiftung.
Beim Mutterschaftsgeld handelt es sich um eine Lohnersatzleistung. Es wird während der Schutzfristen gewährt, d. h. sechs Wochen vor und acht (bei Früh- oder Mehrlingsgeburten zwölf) Wochen nach der Entbindung. Das Mutterschaftsgeld wird nach Vorlage einer ärztlichen Bescheinigung von den gesetzlichen Krankenkassen pro Kalendertag bis zu 13 € oder vom Bundesversicherungsamt (einmalig maximal 210 €) gezahlt. Es wird netto ausgezahlt und ist steuer- und sozialabgabenfrei. Reicht das der Höhe nach begrenzte Mutterschaftsgeld als Lohnausgleich nicht aus, zahlt der Arbeitgeber noch einen Zuschuss dazu.
Ausführliche Informationen bietet das Familienportal und die Broschüre „Mutterschutzgesetz - Leitfaden zum Mutterschutz“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Beratung dazu erhalten Sie im Beratungszentrum Soziales & Internationales

References: § 16
 § 21
 § 27
 § 27
 § 16
 § 24
 § 27
 § 16