Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=X%20ZR%2031/88
Timestamp: 2019-03-26 11:29:54+00:00

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BGH, 18.04.1989 - X ZR 31/88 - dejure.org
Aufrechnung - Unstreitige Forderung - Zulässigkeit der Aufrechnung - Unwirksamkeit einer Klausel - AGB - Teilunwirksamkeit - Teilnichtigkeit - Vollnichtigkeit
Mögliche Teilnichtigkeit einer AGB-Bestimmung - Aufgabe von BGHZ 92, 312
Aufrechnungseinschränkung in AGB
BGHZ 107, 185
NJW 1989, 3215
NJW-RR 1990, 59 (Ls.)
ZIP 1989, 783
MDR 1989, 810
BB 1989, 1295
DB 1989, 1563
Die Teilunwirksamkeit einer AGB-Bestimmung kann aber dessen ungeachtet zur Unwirksamkeit der ganzen Bestimmung führen, wenn der Rest im Gesamtgefüge des Vertrages nicht mehr sinnvoll wäre (BGHZ 107, 185, 191; Senatsurteil vom 28. Mai 1984 - III ZR 63/83 - NJW 1984, 2816, 2817).
Die unzulässige Vertragsstrafenregelung wegen schuldhaft vertragswidrigen Verhaltens des Arbeitnehmers kann ohne weiteres aus § 12 des Arbeitsvertrags herausgestrichen werden, wobei die restliche Regelung nach dem "blue-pencil-test" verständlich und wirksam bleibt (vgl. BGH 18. April 1989 - X ZR 31/88 - BGHZ 107, 185, 190; 7. Juni 1989 - VIII ZR 91/88 - BGHZ 108, 1, 12;… Palandt/Heinrichs BGB Vorb v § 307 Rn. 11 mwN).
Für den Fall, daß das Berufungsgericht - ggfs. nach ergänztem Vortrag der Parteien - bei seiner tatrichterlichen Auslegung (vgl. dazu BGHZ 106, 19, 25 f.; BGHZ 107, 185, 190 f. m.w.N.;… ferner MünchKomm./Kötz aaO § 6 AGBG Rdn. 9 ff.;… Stein aaO § 6 AGBG Rdn. 11) zu dem Ergebnis gelangen sollte, daß Nr. 6 Abs. 3 aaO in dieser eingeschränkten Weise als Kundenschutzklausel zu verstehen ist, weist der Senat vorsorglich darauf hin, daß diese Vertragsbestimmung keinen durchgreifenden Bedenken begegnen würde.
Der Fall der unbestrittenen Forderungen wird daher sinngemäß mitumfaßt (vgl. für den umgekehrten Fall der ausschließlichen Anführung unbestrittener Forderungen BGHZ 107, 185, 189).
b) Die Unwirksamkeit von Satz 1 der Klausel Nr. 4 führt zur Unwirksamkeit auch von Satz 2 dieser Klausel, da beide Sätze inhaltlich nicht voneinander trennbar sind (vgl. BGH, Urteil vom 18. April 1989 - X ZR 31/88 = BGHZ 107, 185, 190 f; BGH, Urteil vom 28. Mai 1984 - III ZR 63/83 NJW 1984, 2816, 2817).
Die dort aus der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zur Aufrechterhaltung des zulässigen Teils einer AGB-Bestimmung (vgl. BGHZ 106, 19, 25; 107, 185, 190; 109, 197, 203) abgeleiteten Gründe gelten hier in gleicher Weise.
Trotz ihrer sprachlichen Zusammenfassung in einer Vorschrift sind beide Regelungen inhaltlich voneinander trennbar und einzeln aus sich heraus verständlich (vgl. BGH, Urteil vom 18. April 1989 - X ZR 31/88, BGHZ 107, 185, 191 zur sprachlichen Zusammenfassung in einem Satz).
Es handelt sich um inhaltlich von dem übrigen Vertragstext trennbare, aus sich heraus verständliche Regelungen, die jeweils einer gesonderten Wirksamkeitsprüfung zugänglich sind (vgl. in diesem Zusammenhang BGHZ 106, 19, 25 f; 107, 185, 190 f; 109, 197, 203;… BGH, Urt. v. 16. Januar 1992 - IX ZR 113/91, WM 1992, 391, 392 f;… Ulmer/Brandner/Hensen aaO. § 6 Rdn. 12).
BGH, 25.06.1992 - VII ZR 128/91
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BGH, 02.02.1995 - IX ZR 250/93
Sicherungsübereignung - Anschlußzession
KG, 08.12.2003 - 8 U 28/03
Formularmäßiger Gewerberaummietvertrag: Wirksamkeit der Vereinbarung einer …

References: § 12
 BGH 
 § 307
 § 6
 § 6
 § 6