Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=FamRZ%202017,%20142
Timestamp: 2019-12-08 12:33:57+00:00

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BGH, 12.10.2016 - XII ZB 246/16 - dejure.org
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BGH, 12.10.2016 - XII ZB 246/16 (https://dejure.org/2016,38971)
BGH, Entscheidung vom 12.10.2016 - XII ZB 246/16 (https://dejure.org/2016,38971)
BGH, Entscheidung vom 12. Januar 2016 - XII ZB 246/16 (https://dejure.org/2016,38971)
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FamFG §§ 34 Abs. 2 und 3, 278
§ 278 Abs. 1 Satz 1 und 2 FamFG, § ... 68 Abs. 3 Satz 1 FamFG, § 68 Abs. 3 Satz 2 FamFG, § 34 Abs. 3 FamFG, § 278 FamFG, § 278 Abs. 5 bis 7 FamFG, § 278 Abs. 1 Satz 3 FamFG, § 26 FamFG, § 278 Abs. 1 Satz 1 FamFG, § 34 Abs. 3 Satz 1 FamFG, § 278 Abs. 6, 7 FamFG, § 276 FamFG, § 74 Abs. 7 FamFG
§ 34 Abs 2 FamFG, § 34 Abs 3 FamFG, § 278 FamFG
Betreuungssache: Unverhältnismäßigkeit der Vorführung des Betroffenen zur persönlichen Anhörung und deren zwangsweise Vollziehung
Unverhältnismäßigkeit der Vorführung des Betroffenen vor der erstmaligen Bestellung eines Betreuers oder der Anordnung eines Einwilligungsvorbehalts
Erstmalige Bestellung eines Betreuers, Vorführung des Betroffenen, Unverhältnismäßigkeit
Betreuungsrecht - Vorführung des Betroffenen zur persönlichen Anhörung und deren zwangsweise Vollziehung
Vorführung des Betroffenen unverhältnismäßig
AG Worms, 26.01.2016 - 41 XVII 533/15
NJW 2017, 332
MDR 2017, 480
FGPrax 2017, 26
FamRZ 2017, 142
Zum anderen soll durch sie auch sichergestellt werden, dass sich das Gericht vor der Entscheidung einen persönlichen Eindruck von dem Betroffenen verschafft, durch den es in die Lage versetzt wird, das eingeholte Sachverständigengutachten zu würdigen (…vgl. Senatsbeschlüsse vom 27. Februar 2019 - XII ZB 444/18 - MDR 2019, 626 Rn. 9 und vom 12. Oktober 2016 - XII ZB 246/16 - FamRZ 2017, 142 Rn. 9).
Da die Anhörung in Betreuungssachen aber nicht nur der Gewährung rechtlichen Gehörs, sondern auch der Sachverhaltsaufklärung dient, darf das Betreuungsgericht grundsätzlich nur nach § 34 Abs. 3 FamFG verfahren, wenn und soweit die gemäß § 278 Abs. 5 bis 7 FamFG zu Gebote stehende Vorführung des Betroffenen unverhältnismäßig ist und zudem alle zwanglosen Möglichkeiten ausgeschöpft sind, den Betroffenen anzuhören bzw. sich von ihm einen persönlichen Eindruck zu verschaffen (Senatsbeschluss vom 12. Oktober 2016 - XII ZB 246/16 - FamRZ 2017, 142 Rn. 9 mwN).
Im Übrigen sind hier auch keine Umstände ersichtlich, die eine Unverhältnismäßigkeit der Vorführung begründen könnten (vgl. dazu Senatsbeschluss vom 12. Oktober 2016 - XII ZB 246/16 - FamRZ 2017, 142 Rn. 12 mwN).
Diese Anhörung konnte mithin weder die Funktion erfüllen, dem Betroffenen Gelegenheit zu geben, sich zu dem Sachverständigengutachten und den sich daraus ergebenden neuen Umständen zu äußern (…vgl. Senatsbeschluss vom 21. November 2018 - XII ZB 57/18 - juris Rn. 6 mwN), noch hat das Amtsgericht die im Rahmen seiner Amtsermittlungspflicht (§ 26 FamFG) gebotene kritische Überprüfung des Gutachtens anhand des in einer Anhörung gewonnenen persönlichen Eindrucks vorgenommen (vgl. Senatsbeschlüsse vom 12. Oktober 2016 - XII ZB 246/16 - FamRZ 2017, 142 Rn. 11 …und vom 6. November 2013 - XII ZB 650/12 - FamRZ 2014, 293 Rn. 13 mwN).

References: § 278
 § 68
 § 34
 § 278
 § 278
 § 278
 § 26
 § 278
 § 34
 § 278
 § 276
 § 74

§ 34
 § 34
 § 278
 § 34
 § 278