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Timestamp: 2019-11-21 13:09:49+00:00

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BVerwG, 22.06.1999 - 1 C 16.98 - dejure.org
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BVerwG, 22.06.1999 - 1 C 16.98 (https://dejure.org/1999,1314)
BVerwG, Entscheidung vom 22.06.1999 - 1 C 16.98 (https://dejure.org/1999,1314)
BVerwG, Entscheidung vom 22. Juni 1999 - 1 C 16.98 (https://dejure.org/1999,1314)
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Abkömmling; Arbeitslosenhilfe; ehemaliger Deutscher; Einbürgerung; Einbürgerungsrichtlinien; Niederlassung im Inland; öffentliche Fürsorge; staatliches Einbürgerungsinteresse; Unterhaltsfähigkeit.
Abkömmling - Arbeitslosenhilfe - Ehemaliger Deutscher - Einbürgerung - Einbürgerungsrichtlinien - Niederlassung im Inland - Öffentliche Fürsorge - Staatliches Einbürgerungsinteresse - Unterhaltsfähigkeit
RuStAG § 8 Abs. 1 § 9 § 13; 1. StARegG § 9
VG Hamburg, 11.12.1996 - 7 VG 39/95
OVG Hamburg, 23.02.1998 - Bf III 13/97
BVerwG, 05.08.1998 - 1 B 70.98
BVerwG, 05.08.1998 - 1 PKH 8.98
BVerwGE 109, 142
NVwZ 1999, 1345
FamRZ 1999, 1586
DVBl 2000, 412
DÖV 1999, 960
Da die Vorschrift nicht auf § 8 Abs. 1 Nr. 3 und 4 StAG Bezug nimmt, hängt die Einbürgerung nicht davon ab, dass der Einbürgerungsbewerber sich im Inland niederlässt und dort seine Angehörigen zu ernähren imstande ist (vgl. auch Urteil vom 22. Juni 1999 - BVerwG 1 C 16.98 - BVerwGE 109, 142, 145 ff. = Buchholz 130 § 8 StAG Nr. 54).
vgl. etwa BVerwG, Urteil vom 22. Juni 1999 - 1 C 16.98 -, BVerwGE 109, 142, juris; Hamburgisches OVG, Urteil vom 23. Februar 1998 - Bf III 13/97 -, juris, jew. m. w. N.
- 1 C 16.98 -, a.a.O.
vgl. BVerwG, Urteil vom 22. Juni 1999, a.a.O.; Urteil vom 21. Oktober 1986, a.a.O., jeweils zu der inhaltsgleichen Vorgängerregelung des § 13 RuStAG; OVG NRW, Beschlüsse vom 8. März 2007 - 12 A 48/05 - und vom 9. Oktober 2008 - 12 A 338/08 -.
Auch der Gesetzeszweck des § 9 Abs. 1 1. StAngRegG erlaubt keine Verallgemeinerung, vgl. BVerwG, Urteil vom 22. Juni 1999 - 1 C 16.98 -, a.a.O.
Die Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Staatsangehörigkeitsrecht (StAR-VwV) vom 13. Dezember 2000 (BAnz. 2001, 1418) kann die gesetzlich geregelten Mindestvoraussetzungen der Einbürgerung nicht mit verbindlicher Wirkung über den innerdienstlichen Bereich hinaus interpretieren (BVerwG, Urteil vom 22. Juni 1999 - 1 C 16.98 - BVerwGE 109, 142, 144).
Nach ständiger Rechtssprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. Urteil vom 22. Juni 1999, a.a.O., 143 m.w.N.; Urteil vom 27. Februar 1958 - I C 99.56 - BVerwGE 6, 207, 208) hat die inhaltsgleich gefasste Vorläufervorschrift des § 8 Abs. 1 Nr. 4 RuStAG nicht nur den Zweck, den deutschen Staat von finanziellen Lasten, die durch die Einbürgerung eines Ausländers entstehen könnten, freizuhalten, sondern darüber hinaus auch, dass die Einbürgerungsbewerber gewisse positive Voraussetzungen für ihre wirtschaftliche Integration erfüllen müssen.
Ein Ausländer, der vonöffentlicher Fürsorge lebt, erfüllt die sogenannte Unterhaltsfähigkeit nicht (BVerwG, Urteil vom 22. Juni 1999, a.a.O., 143).
Unter dem Begriff der öffentlichen Fürsorge fallen nach gefestigter Rechtssprechung nicht nur klassische Sozialhilfe (Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem BSHG), sondern auch fürsorgeähnliche Leistungen wie etwa Arbeitslosenhilfe (BVerwG, Urteil vom 22. Juni 1999, a.a.O., 143; Beschluss vom 5. Mai 1997 - 1 B 94.97 - DÖV. 1997, 836; VGH BW, Urteil vom 23. Juli 1998 - 13 S 2212/96 - InfAuslR 1998, 509, zur Arbeitslosenhilfe, wobei über die Einbürgerungsschädlichkeit von Wohngeldbezug nicht entschieden wurde).
Auf die nur im Falle aktueller Bedarfsdeckung überhaupt relevant werdende zusätzliche Prognose , ob sie ihren Lebensunterhaltsbedarf auch in absehbarer Zukunft eigenständig decken können wird, ohne zumindest auf ergänzende Leistungen nach dem SGB II angewiesen zu sein, oder ob eine gegenwärtige Lebensunterhaltssicherung voraussichtlich unbeständig sein wird (vgl. BVerwG, Urt. v. 22. Juni 1999 - 1 C 16.98 -, BVerwGE 109, 142, 144, juris Rdnr. 12; zu der insoweit parallelen Anforderung aus § 8 Abs. 1 Nr. 4 StAG), kommt es daher im vorliegenden Fall nicht an.
Derartige Leistungen sind in jedem Fall anspruchsschädlich (vgl. bereits BVerwG, Urt. v. 22. Juni 1999 - 1 C 16.98 -, BVerwGE 109, 142, 143, juris Rdnr. 9, für die mit dem Arbeitslosengeld II vergleichbare Vorläuferleistung Arbeitslosenhilfe; …und Beschl. v. 5. Mai 1997 - 1 B 94.97 -, juris Rdnr. 4, für die ebenfalls steuerfinanzierte Hilfe zum Lebensunterhalt nach dem früheren BSHG).
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts gehört die selbständige Unterhaltsfähigkeit im Sinne des § 8 Abs. 1 Nr. 4 StAG zu den gesetzlichen Mindestvoraussetzungen, die erfüllt sein müssen, damit das den Einbürgerungsbehörden nach § 8 Abs. 1 StAG eingeräumte Ermessen eröffnet ist (stRspr, siehe z.B. Urteile vom 22. Juni 1999 - BVerwG 1 C 16.98 - BVerwGE 109, 142 = Buchholz 130 § 8 StAG Nr. 54 S. 2 …und vom 27. Mai 2010 - BVerwG 5 C 8.09 - Buchholz 130 § 11 StAG Nr. 6 Rn. 24 …sowie Beschluss vom 8. Dezember 2008 - BVerwG 5 B 58.08 - Buchholz 130 § 10 StAG Nr. 4 Rn. 7).
Denn § 8 StAG sieht, anders als § 10 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 StAG, insoweit keine Ausnahme vor (vgl. BVerwG, Urteil vom 22. Juni 1999 a.a.O.. S. 144; VGH München, Beschluss vom 21. April 2004 - 5 ZB 03.1744 - ; OVG Berlin, Beschluss vom 9. Oktober 1995 - 5 M 25.95 - ).
vgl. BVerwG, Urteil vom 22. Juni 1999, - 1 C 16.98 -, BVerwGE 109, 142, juris; Urteil vom 21. Oktober 1986, - 1 C 44.84 -, BVerwGE 75, 86; OVG NRW, Beschlüsse vom 21. Mai 2010 - 12 A 1870/09 -, vom 9. Oktober 2008 - 12 A 338/08 -, vom 8. März 2007 - 12 A 48/05 - und vom 31. März 2005.
Entsprechendes gilt auch für die in der Begründung des Zulassungsantrags in Bezug genommene Anmerkung von Silagi, StAZ 2000, 52, zum Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 22. Juni 1999 - 1 C 16.98 -, a.a.O., in dem eine entsprechende Anwendung des § 13 RuStAG auf Einbürgerungsbewerber, die ihren dauernden Aufenthalt bereits in Deutschland haben, abgelehnt worden ist.
vgl. BVerwG, Urteil vom 22. Juni 1999 - 1 C 16.98 -, BVerwGE 109, 142 ff., Urteil vom 21. Oktober 1986.
VG Köln, 05.07.2013 - 10 K 33/12
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References: § 8
 § 9
 § 13
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