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Timestamp: 2019-07-23 19:01:18+00:00

Document:
Student mit Verdienst wohnt mit Mutter: Jobcenter Fragen und möglichkeiten | Erwerbslosenforum Deutschland
Themenstarter H2O2
Datum Start 20 Oktober 2014
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ich habe folgendes Problem und hoffe hier im Forum Hilfe zu finden.
Ich schildere die Situation:
Ich bin volljähriger Student unter 25 Jahren und verdiene Netto ca. 700 Euro. Ich lebe mit meiner Mutter und meiner Schwester (volljährig, unter 25 Jahren) in einer Wohnung.
Meine Mutter und Schwester (Schüler) bilden eine Bedarfsgemeinschaft (Jobcenter). Ich falle wegen meinem verdienst und BAföG-Anspruch aus der Bedarfsgemeinschaft raus (Leistungsausschluss) und werde im Jobcenter Bescheid mit 0,00 Euro angegeben.
Ich decke mit meinem Verdienst selber meinen Lebensunterhalt und helfe meiner Mutter gegebenenfalls falls das Geld knapp wird.
BAföG habe ich beantragt, doch der wurde mit 0,00 Euro "bewilligt". Also durch mein Verdienst und das ich bei meiner Mutter wohne, erhalte ich kein BAföG.
Beim letzten Jobcenter Bescheid stand drin, ich soll nach erhalt des BAföG Bescheid, diese dem Jobcenter einreichen, da geprüft werden kann, ob Anspruch auf einen Zuschuss zu den Kosten der Unterkunft besteht.
Ich erhalte zudem Kindergeld, das bei meiner Mutter angerechnet wird.
Jetzt stellt sich mir die Frage, wie ich aus dieser Situation das beste draus machen kann.
Ich habe schon stundenlang recherché betrieben, doch keine Antwort auf meine Situation gefunden.
Ich zähle jetzt einige Möglichkeiten ein, die mir dazu eingefallen sind. Wenn euch noch mehr und bessere Möglichkeiten einfallen, bitte ich euch, dies zu posten.
Bitte klärt mich auf ob meine Gedanken Sinn ergeben und korrigiert mich.
1.	Ich würde das Kindergeld von meiner Mutter auf meinen Konto weiterleiten lassen, sodass ich damit meinen Lebensunterhalt decken kann. Meine Mutter kann mir mit dem Kindergeld nicht Unterhalt leisten, da Sie selbst kaum Geld hat (Wäre ein Grund zur Abzweigung). Dadurch würde meine Mutter der Beitrag nicht gekürzt werden und Sie würde mehr Geld erhalten. Über Abzweigung habe ich bereits nachgedacht, doch ich weiß nicht ob dies gestattet werden würde, da ich noch bei meiner Mutter wohne.
2.	Ich beantrage Wohngeld, doch da weiß ich auch ob dies mir genehmigt werden würde und zu welchen Satz.
Ich habe Jobcenter bereits meinen BAföG Bescheid zukommen lassen und warte bereits auf eine Antwort ab zu den Zuschuss der Kosten der Unterkunft.
Ich weiß nicht welches sich eher Rentieren würde, Wohngeld oder Zuschuss zu den Kosten der Unterkunft? Oder einfach mal beides beantragen und auf das Ergebnis warten?
Welche alternative gäbe es noch, dass beste aus unserer Situation zu holen?
Für mich wäre es auch überhaupt kein Problem meiner Mutter anteilig Miete zu bezahlen oder Sie auch zu unterstützen, wenn dadurch im Ergebnis mehr Geld zum leben für alle beteiligten bleibt.
Es ist zwar viel Text und schwer zu Verstehen, doch ich hoffe euch macht es nichts aus mir zu helfen.
AW: Student mit verdienst wohnt mit Mutter: Jobcenter Fragen und möglichkeiten
Das wundert mich - die kompletten 184 € werden an Deine Mutter übertragen und ihr als Einkommen angerechnet? Wie kann das sein, wenn das JC gleichzeitig meint, Dir ausrechnen zu wollen, wie hoch ein eventuelller KdU-Zuschuss wäre? Den würdest Du ja nur bekommen, wenn Dein fiktiver Alg-II-Bedarf nicht gedeckt wäre ... MIT Kindergeld. Das passt also irgendwie nicht mit dem Kindergeld als Einkommen Deiner Mutter.
Wie hoch ist denn Dein Anteil an den vom Jobcenter anerkannten Kosten der Unterkunft und Heizung, also der Bedarf? Den genauen Bedarfsanteil an den KdU findest Du im Berechnungsbogen Deiner Mutter ganz vorn (unter "Bedarfe" vor Anrechnung von Einkommen ... dieser KdU-Bedarf ist bei jedem BG-Mitglied gleich hoch); auch wenn Du genullt bist, hast Du diesen "fiktiven" Bedarf.
Du hast ca. 880 € brutto und ca. 700 € netto.
Dein Erwerbstätigenfreibetrag: mindestens 256 € (ggf. mehr, wenn Du höhere Aufwendungen hast, u. a. Fahrtkosten zur Arbeit(?); dazu später ggf. mehr).
700 € netto - 256 € frei/nicht anrechenbar = 444 € zu berücksichtigendes Erwerbseinkommen
444 € Erwerbseink. + 184 € Kindgeld = 628 € Gesamteinkommen
628 € Gesamteinkommen
- 119,40 € ausbildungsbedingter Absetzbetrag nach Alg II-Verordnung § 1 Abs. 1 Nr. 10 (nach BSG 20 % vom BAföG nach § 13 Abs. 1 Nr. 2 und Abs. 2 Nr. 2, also von 597 €!)
= ca. 508,60 € Dein zu berücksichtigendes Einkommen
Dein fiktiver Alg-II-Bedarf: 313 € + anteiliger KdU-Bedarf (so hoch wie bei den anderen BG-Mitgliedern = angemessene KdU geteilt durch Personen)
508,60 € Dein Einkommen (nach Abzug der Freibeträge)
- 313 € Dein fiktiver Regelbedarf
= 195,60 € wären noch übrig für Deinen fiktiven Bedarf an den Kosten der Unterkunft und Heizung.
Jetzt ist halt die Frage, wie hoch Dein fiktiver KdU-Bedarf ist (lt. Berechnungsbogen Deiner Mutter - der KdU-Bedarf steht ganz vorn im Bogen bei den Regelbedarf in der Spalte der Mutter und ist bei allen BG-Mitgliedern gleich hoch)
Ist Dein KdU-Bedarf höher als 195,60 €, dann würdest Du einen KdU-Zuschuss nach § 27 SGB II erhalten (Alternativ ginge auch Wohngeld, weißt Du ja schon).
Ist Dein KdU-Bedarf geringer als 195,60 €, würde ein Teil des Kindergeldes an Deine Mutter übertragen werden und ihr als Einkommen angerechnet werden, da sie die Kindergeldberechtigte ist.
Schau' mal hier in Fallbeispiel Nr. 3 - dort geht es auch um einen Studenten ohne Bafög, mit Erwerbseinkommen und einem Mitbewohner, der Alg II bezieht und halt die Anrechnung von Einkommen, Freibeträge und Bedarf usw.:
*klick* Der Einfluss des BAföGs auf andere Sozialleistungen [Seite 3] - Studis Online
Du musst Deiner Mutter sogar den Miet-, Heizkosten-, Telefon/Internet- und Haushaltsstromanteil geben, damit sie die Überweisungen tätigen kann, denn sie kann es nicht aus ihrem Alg II bestreiten. Deinen Anteil an allem musst Du aus Deinem Einkommen zahlen (inkl. Kindergeld, welches ja schon auf's Konto der Mutter geht, das kann also von Deinem Anteil, Deiner Zahlung abgezogen werden), genauso wie andere Dinge im Haushalt, die Du nicht für Dich selbst besorgst, also auch Lebensmittel und Getränke, wenn Deine Mutter für Dich mit einkauft sowie alle Verbrauchsartikel im Haushalt. Deine Mutter kann dies nicht für Dich mit aus ihrem Regelbedarf (391 €) bestreiten - der reicht gerade mal so, wenn überhaupt, für ihre eigenen Bedarfe.
Vielleicht habe ich Dich ja auch missverstanden und Du gibst ihr den Anteil für diese Kosten ja schon.
Wie's mit Wohngeld aussieht - Du könntest Dir ggf. von der Wohngeldbehörde eine Vorabberechnung durchführen lassen, um die Beträge (eventueller KdU-Zuschuss vom Jobcenter vs. Wohngeld) vergleichen zu können.
Mehr Wohngeld würde aber dann m. E. nichts bringen, wenn es nur dazu führen würde, dass Deiner Mutter (mehr) Kindergeld angerechnet wird (Kindergeld, welches Du selbst nicht zur eigenen Bedarfsdeckung benötigst).
Kindergeld-Abzweigung dürfte schwierig sein, weil Du ja noch daheim lebst. Die Userin @ela1953 wird ggf. dazu noch etwas schreiben.
Ihr Sohn war ausgezogen, es gab eine Kindergeldabzweigung und die Familienkasse wollte es ihr wieder zuordnen, also keine Kindergeldabzweigung mehr, als der Sohn zurückzog. Sie hat es dann geschafft, dass ihr Sohn als "nicht in den Haushalt aufgenommen" galt, weil sie dem vehement widersprochen hatte - sie könne ihren Sohn nicht in den Haushalt aufnehmen, da sie nicht über das nötige Einkommen verfüge, um ihn mit zu versorgen ... und des Sohn eh nicht dauerhaft daheim bliebe, also in absehbarer Zeit ausziehen würde ... Übergangszeit ... oder so ähnlich. Wie gesagt, sie meldet sich ggf. hier noch. Ich weiß nicht mehr so genau, wie das Ganze dann weiterging.
Das wundert mich - die kompletten 184 € werden an Deine Mutter übertragen und ihr als Einkommen angerechnet?
Vermutlich je nachdem, wie man das Kindergeld von Mutter erhält: bar auf die Hand oder per Dauerauftrag...
H2O2 meinte:
1.	Ich würde das Kindergeld von meiner Mutter auf meinen Konto weiterleiten lassen, sodass ich damit meinen Lebensunterhalt decken kann.
Ich verstehe irgendwie nicht, wie Du das jetzt meinst.
Es geht ja darum, dass das JC anscheinend schon das Kindergeld der Mutter als Einkommen komplett anrechnet (Kindergeldübertrag an kindergeldberechtigte Mutter):
Kindergeld, das bei meiner Mutter angerechnet wird.
Das JC interessiert ja nicht, ob die Mutter das Kindergeld dem Studenten weiterleitet (bar oder Überweisung) - sie rechnen es der kindergeldberechtigten Mutter an, sobald die Person, für die Kindergeld gezahlt wird (Sohn) überbedarfsdeckendes Einkommen hat, je nach Höhe dieses "Überschusses" nur ein Teil oder komplett.
Ich meine §1 Abs. 1 Nr. 8 ALG II-VO.
Funktioniert das einwandfrei, wenn das Kind woanders wohnt.
Hier gehört es aber kaum zum Haushalt.
Ich falle wegen meinem verdienst und BAföG-Anspruch aus der Bedarfsgemeinschaft raus (Leistungsausschluss) und werde im Jobcenter Bescheid mit 0,00 Euro angegeben.
Ich decke mit meinem Verdienst selber meinen Lebensunterhalt ...
Das sehen die Familienkassen aber anders. Die lassen keine Abzweigung zu, wenn das "Kind" daheim lebt - das bedeutet dann aus Sicht der Familienkassen "in den Haushalt aufgenommen".
Und einfach so Weiterleitung von den Eltern ans Kind interessiert die Jobcenter wie gesagt nicht.
Der TE wird im Bescheid mit 0 € geführt, weil er Student ist. Ob sein Einkommen (mit Kindergeld) wirklich bedarfsdeckend ist, ist ja noch fraglich (Höhe des KdU-Bedarf fehlt uns noch u. a.).
Deshalb wundert mich ja so sehr, dass das Jobcenter das komplette Kindergeld der Mutter als Einkommen anrechnet. So habe ich es jedenfalls aus dem Eingangsposting verstanden, weil der TE es genau so geschrieben hat.
Funktioniert das einwandfrei, wenn das Kind woanders wohnt
Ja klar funktioniert das einwandfrei, wenn das Kind nicht mehr daheim lebt. Aber hat ja mit dem Fall hier nix zu tun.
Wir reden irgendwie aneinander vorbei, oder?
Vielen Dank für die Antworten. Ich hoffe, dass ich alle Fragen beantworten kann.
Im Abschnitt „Zu berücksichtigendes monatliches Einkommen in Euro“, steht bei: „Einkommen aus – Kindergeld“ bei meiner Mutter 184,00 und bei mir 0,00.
Um es noch mal klarzustellen: Meine Mutter ist Kindergeldberechtigte und bekommt das Kindergeld von mir und meiner Schwester auf ihr Konto überwiesen. Da ich meinen Lebensunterhalte selbst Decke, bleibt mir selbst kaum Geld übrig.
Ja, meine Mutter kriegt selbstverständlich einen Anteil für die Kosten, aber jedoch „nicht offiziell“, d. h. auf die Hand ohne Kenntnis vom Jobcenter.
Was ich jedoch mit:
meinte, war das dies dann evtl. Offiziell geschieht, wenn Jobcenter dies verlangt, falls ich durch diverse Möglichkeiten (Wohngeld, Kindergeld), mehr Geld zur Verfügung hätte.
Also ich würde, falls es legitim wäre, das Kindergeld mit Einverständnis meiner Mutter, auf mich weiterleiten lassen. Dadurch würde theoretisch bei meiner Mutter im oben erwähnten Abschnitt, bei Kindergeld – 0,00 stehen, und da ich aus der BG raus bin, könnten die uns das Geld auch nicht kürzen, und meine Mutter würde 184,00 Euro mehr in der Rechnung kriegen. So viel zur Theorie, jedoch weiß ich nicht ob dies Praktisch umsetzbar ist. Falls es hilft, auch mit einem Abzweigungsantrag.
Also ich habe im neuen Bescheid im Berechnungsbogen geschaut, und da steht tatsächlich 0,00 drin. Im Abschnitt „Bedarfe für Unterkunft und Heizung“ und im kompletten Berechnungsbogen bin ich komplett genullt. Aber falls es hilft, kann ich die „Summer der anerkannten Bedarfe für Unterkunft und Heizung“ von meiner Mutter und/oder Schwester hier nennen (~ 285 Euro, Cent Beträge variieren ).
Ich habe heute einen Brief vom Jobcenter bekommen, dass ein Zuschuss zu den Kosten der Unterkunft nach §27 Abs. 3 SGB II nicht gewährt werden, da mein Einkommen den Bedarf übersteigt. Ich hab dazu nur diese Information bekommen und keine Rechnung dazu.
Hätte ich also einen Anspruch auf Wohngeld und würde ich auch etwas kriegen, wenn ich bei Kosten der Unterkunft nichts kriege?
Gibt es noch weitere möglichkeiten die ich Ausschöpfen könnte?
Bzw. geht hier in meiner Situation vom Jobcenter aus alles rechtens zu?. Bin doch wegen dem Kindergeld von Deinem Beitrag etwas verwirrt.
Ja, das hatte ich schon verstanden, nur ... Du gehörst trotz "Nullung" zur Bedarfsgemeinschaft mit Mutter und Schwester und deshalb wird, auch wenn Du nicht Alg-II-berechtigt bist wegen der dem Grunde nach bafög-förderfähigen Ausbildung, vom JC ausgerechnet, da es das SGB II so bestimmt, ob Du noch einen Teil des Kindergeldes oder das komplette Kindergeld oder gar nichts mehr davon zur eigenen Bedarfsdeckung benötigst.
Nur wenn Du einen Teil nicht mehr benötigst oder das komplette Kindergeld nicht mehr, dann darf halt Kindergeld an Deine Mutter übertragen/ihr selbst angerechnet werden. Es ist völlig irrelevant, ob die Familienkasse das Kindergeld an Deine Mutter oder an Dich überweist oder ob Deine Mutter es an Dich von Hand zu Hand weitergibt. Das ändert nichts an der Kindergeldzuordnung nach dem SGB II.
Allein mit Deinem Verdienst (880 € brutto, ca. 700 € netto) kannst Du, wie gestern schon berechnet, Deinen - nur fiktiven - Alg-II-Bedarf nicht decken.
Jeder von euch hat also einen KdU-Bedarf von 285 €, macht bei 3 Personen also 855 € als angemessen anerkannte KdU? Das wäre aber viel. Du bist wirklich sicher, dass das JC je Person 285 € als Bedarf anerkennt, die KdU sind also nicht unangemessen hoch und werden nicht nur für eine "Übergangszeit" von 6 Monaten übernommen? Ok, ich nehm' die mal:
Du hast einen fiktiven Alg-II-Bedarf von 313 € Regelbedarf + ca. 285 € KdU-Bedarf = 598 €
Du hast anrechenbares Erwerbseinkommen (= nach Abzug des Freibetrags) von 444 €
Dein fiktiver Alg-II-Bedarf ist also höher als Dein anrechenbares Erwerbseinkommen. Und genau deshalb kann und darf es nicht sein, dass Deiner Mutter das volle Kindergeld angerechnet wird, da Du es selbst benötigst:
444 € anrechenb. Erwerbseinkommen + 184 € Kindergeld = 628 € Dein anrechenbares Gesamteinkommen
Auch MIT Kindergeld ist Dein fiktiver Alg-II-Bedarf nicht gedeckt, denn von den 628 € gehen ja noch die 20 % ausbildungsbedingter Absetzbetrag ab nach § 1 Alg II-VO (20 % des Bafög-Satzes eines NICHT mehr bei den Eltern lebenden Stuenten, also 20 % von 597 € = 119,40 €, so hat es das Bundessozialgericht mehrfach bestimmt und das müsste auch dem Jobcenter bekannt sein, da die Bundesagentur für Arbeit es in den für die Jobcenter bestimmten verbindlichen Arbeitsanweisungen so mitgeteilt hat). Dein Erwerbseinkommen ersetzt also das Bafög und der Absetzbetrag ist davon abzuziehen vor Anrechnung (Bafög steht Dir ja nur deshalb nicht zu, weil Dein Verdienst zu hoch ist, dem Grunde nach Bafög-förderfähig bist Du aber):
628 € Dein anrechenbares Gesamteinkommen
= 508,60 € anrechenbares Einkommen hast Du
508,60 € Einkommen
- 313 € Dein Regelbedarf
= 195,60 € hast Du noch übrig für Deinen anteiligen KdU-Bedarf in Höhe von ca. 285 €.
Also bekommst Du - und das prüft das Jobcenter Deinen Angaben zufolge ja gerade bzw. musst Du ihn beantragen - noch einen KdU-Zuschuss nach § 27 SGB II für vom Alg II ausgeschlossene Azubis in Höhe von 285-195,60= 89,40 € vom Jobcenter. Erst mit diesen 89,40 € vom Jobcenter (dieser KdU-Zuschuss nach § 27 SGB II gilt nicht als Alg II) ist Dein fiktiver Bedarf gedeckt.
Damit ist klar, dass Du das Kindergeld für Dich selbst brauchst und das JC es Deiner Mutter nicht als deren Einkommen anrechnen darf. Dass Deiner Mutter das Kindergeld angerechnet wird und Dir gleichzeitig ein KdU-Zuschuss zusteht (siehe Rechnung oben) ist gar nicht möglich, denn den KdU-Zuschuss gibt es nur dann, wenn der KdU-Bedarf nicht gedeckt ist durch eigenes Einkommen.
Ist der Alg-II-Bescheid evtl. nur vorläufig (steht auf Seite 1 des Bescheids) und nicht endgültig? Wenn das JC gerade einen eventuellen KdU-Zuschuss für Dich prüft, dann hört sich das so an, also dass sie, weil sie erst alle Einkommensnachweise benötigen, vorab erst mal das Kindergeld Deiner Mutter angerechnet haben und dann nach der endgültigen Berechnung Dir dann halt den KdU-Zuschuss nachzahlen und das Kindergeld bei Deiner Mutter rausnehmen.
Also ich würde, falls es legitim wäre, das Kindergeld mit Einverständnis meiner Mutter, auf mich weiterleiten lassen.
Überweisungdaten bei der Familienkasse ändern dürfte problemlos gehen.
Ändert aber nichts an der Zuordnung des Kindergeldes. Es ist also nicht zwingend erforderlich, dass es Dir selbst überwiesen wird, denn das Kindergeld muss eh vom Jobcenter Dir zugeordnet werden. Deiner Mutter darf gar kein Kindergeld angerechnet werden, wie die obigen Rechnung zeigt, da Dein Bedarf ohne KdU-Zuschuss eh nicht gedeckt ist - Du brauchst das Kindergeld für Dich selbst und das wird auch das Jobcenter so sehen. Mache das JC bitte auf den ausbildungsbedingten Absetzbetrag aufmerksam. Steht alles ab Randziffer 11.83 und 11.93 hier, das Jobcenter MUSS diese Weisung der BA kennen:
*klick* https://www.arbeitsagentur.de/web/wcm/idc/groups/public/documents/webdatei/mdaw/mdk1/~edisp/l6019022dstbai377935.pdf?_ba.sid=L6019022DSTBAI377938
Oups, lese ich jetzt erst. Also wenn Deine Angaben so stimmen, die Du hier gemacht hast (ca. 880 € brutto, ca. 700 € netto und ca. 285 € KdU-Bedarf), dann ist die Entscheidung definitiv falsch, denn Du deckst Deinen Bedarf nicht und benötigst noch einen KdU-Zuschuss nach § 27 Abs. 3 SGB II.
Da das Schreiben vermutlich ein Bescheid/Verwaltungsakt war, kannst Du noch mal persönlich dort vorsprechen und versuchen, es zu klären, oder Du reichst einen Widerspruch innerhalb der Widerspruchsfrist ein (ich selbst schicke vor dem Widerspruch erst noch mal ein "einfaches" Schreiben hin, um dem JC die Chance zu geben, eine so klare Fehlentscheidung zu ändern ... nee, eigentlich, weil ich weiß, dass eine Widerspruchsbearbeitung lang dauern kann/darf (3 Monate), habe dabei (also bei meinen "einfachen Schreiben") aber die 1-monatige Widerspruchsfrist im Auge und schiebe dann ggf. zeitig einen Widerspruch hinterher, wenn das JC sich nicht bewegt). Dem Bescheid deiner Mutter müsste auch widersprochen werden oder, wenn die Widerspruchsfrist schon vorbei ist, müsste sie einen Überprüfungsantrag nach § 44 SGB X stellen. Begründung als Stichpunkte: Falsche Zuordnung des Kindergeldes als ihr eigenes Einkommen. Der vom Alg II ausgeschlossene Sohn (Student) deckt seinen fiktiven Alg-II-Bedarf nicht durch eigenes Einkommen. Nichtberücksichtigung des ausbildungsbedingten Absetzbetrags (20 % des BAföG-Satzes nach § 13 Abs. 1 Nr. 2 i.V.m. Abs. 2 Nr. 1 BAföG = 597 €) auf dessen Einkommen.
Lass Dir die separate Berechnung zu dem Ablehnungsbescheid des Jobcenters geben ("Berechnung KdU-Zuschuss nach § 27 Abs. 3 SGB II bei Ausschlusstatbeständen" oder wie immer die das bei euch nennen), nach der Dir angeblich "0 € KdU-Zuschuss" zusteht, denn Du musst den Bescheid nachprüfen/nachrechnen können, da hast Du ein Anrecht drauf (ich meine, es sind die § 33 und 35 SGB X, bitte noch mal googlen). "Steht Ihnen nicht zu" ist keine hinreichende Begründung für einen Bescheid ... eine genaue Berechnung schon eher und die wäre für Dich auch nachprüfbar ... nur würde da nicht "0 Euro KdU-Zuschuss" bei herauskommen nach den Beträgen, die Du hier hinsichtlich Deines Erwerbseinkommens und Deines KdU-Bedarfs gepostet hast.
Oder hast Du ggf. noch anrechenbares Vermögen, weil Dein Vermögensfreibetrag überschritten ist (150 € pro Lebensjahr + 750 €)?
Bzw. geht hier in meiner Situation vom Jobcenter aus alles rechtens zu?
Super, vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Jetzt weiß ich, dass ich eine Rechtsgrundlage hätte.
Du bist wirklich sicher, dass das JC je Person 285 € als Bedarf anerkennt, die KdU sind also nicht unangemessen hoch und werden nicht nur für eine "Übergangszeit" von 6 Monaten übernommen?
Ist der Alg-II-Bescheid evtl. nur vorläufig (steht auf Seite 1 des Bescheids) und nicht endgültig?
Ja, der Bescheid ist endgültig und läuft noch bis zum 30.11.2014.
Hab gerade noch im alten Bescheid nachgeschaut, wo ich noch in der BG war.
Also: "Summe der anerkannten Bedarfe für Unterkunft und Heizung" betrugen: ~ 258 Euro für mich.
Da das Schreiben vermutlich ein Bescheid/Verwaltungsakt war, kannst Du noch mal persönlich dort vorsprechen und versuchen, es zu klären, oder Du reichst einen Widerspruch innerhalb der Widerspruchsfrist ein (ich selbst schicke vor dem Widerspruch erst noch mal ein "einfaches" Schreiben hin, um dem JC die Chance zu geben, eine so klare Fehlentscheidung zu ändern ..
/Dem Bescheid deiner Mutter müsste auch widersprochen werden oder, wenn die Widerspruchsfrist schon vorbei ist, müsste sie einen Überprüfungsantrag nach § 44 SGB X stellen. Begründung als Stichpunkte: Falsche Zuordnung des Kindergeldes als ihr eigenes Einkommen. Der vom Alg II ausgeschlossene Sohn (Student) deckt seinen fiktiven Alg-II-Bedarf nicht durch eigenes Einkommen. Nichtberücksichtigung des ausbildungsbedingten Absetzbetrags (20 % des BAföG-Satzes nach § 13 Abs. 1 Nr. 2 i.V.m. Abs. 2 Nr. 1 BAföG = 597 €) auf dessen Einkommen.
Meine Mutter hat inzwischen einen Weiterbewilligungsantrag bekommt, da die Leistungen bis zum 30.11.2014 bewilligt worden sind. Soll ich vor dem Weiterbewilligungsantrag einen Brief ggf. einen Überprüfungsantrag stellen? Ich könnte im Weiterbewilligungsantrag im Abschnitt Kindergeld, nur meine Schwester eintragen und mich auslassen(Weiß nicht ob dies zu Problemen führen könnte, da wir den Kindergeldbescheid dazu legen müssen).
Lass Dir die separate Berechnung zu dem Ablehnungsbescheid des Jobcenters geben
Ich werde jetzt gleich einen Schreiben aufsetzten und dies fordern.
Und wie sieht es mit Wohngeld aus? Sollte ich das auch beantragen oder erstmal einen Vorabberechnung durchführen lassen? Aber wie Du schriebst, wenn es zur Anrechnung des Kindergelds kommt, und es eher zu unserem Nachteil dadurch wäre, würde ich die KdU erkämpfen.
Um genau zu sein, bekomme ich 820 Brutto vom Arbeitgeber und 75 Euro Unterhalt vom Vater (Unterhalt wird im Bescheid angerechnet). Ansonsten kein Einkommen bzw. Vermögen.
Was merkwürdig ist, dass im Brief vom Jobcenter wegen den Zuschuss zu den Kosten der Unterkunft noch drin steht, dass die Kosten für das Studenten-Ticket (Wertmarke für Nahverkehr ca. 35 Euro Monatlich, 200 Euro pro Semester) berücksichtigt worden seien, doch nach Deiner Rechnung, bin ich selbst ohne Berücksichtigung für das Ticket unter den KdU.
Sollte ich mir doch lieber zu meinem Fall einen Anwalt engagieren oder es mit den Rechtsgrundlagen und Rechnung die Du aufgezählt hast, es selber versuchen?
Ja, ich würde für den zurückliegenden Zeitraum bzw. laufenden Bewilligungsabschnitt jetzt einen Überprüfungsantrag stellen, ganz unabhängig vom Weiterbewilligungsantrag. Dem Weiterbewilligungsantrag würde ich dann aber ein Schreiben beifügen, dass ihr einen solchen Antrag wegen Falschberechnung gestellt habt und dieser bitte zur Kenntnis genommen werden soll bei der Erstellung des Weiterbewilligungsbescheids.
*grübel* Aber stimmt eigentlich, Du hast Recht. Eigentlich könnt ihr das auch zusammen machen, also Überprüfungsantrag plus Weiterbewilligungsantrag, denn heute ist der 21.10., also sollte bald eh der Weiterbew.antrag gestellt werden.
Das mit dem Kindergeld Deiner Schwester versteh' ich gerade nicht.
Kindergeld muss auch im Weiterbew.antrag als Einkommen angegeben werden, also auch Deines, weil Deine Mutter es ja auch tatsächlich für Dich erhält.
Da müsstest Du Dich erkundigen, ob das Wohngeldamt bei Dir solch eine Vorabberechnung macht (also ohne direkten Antrag). Irgendwie muss man ja die Möglichkeit haben, zu vergleichen, ob nun Wohngeld oder KdU-Zuschuss nach § 27 SGB II höher ausfällt.
KdU-Zuschuss vom Jobcenter erkämpfen musst Du ja nicht, wenn das Jobcenter erkannt hat, dass Dein bereinigtes Einkommen nicht bedarfsdeckend ist - dann hat sich auch die Sache mit dem aktuellen Kindergeld als Einkommen Deiner Mutter erledigt.
Vergiss nicht, auch gegen den Zuschuss-Ablehnungsbescheid Widerspruch einzulegen. Eigentlich wäre die Argumentation die selbe wie bei der Kindergeldanrechnung/Kindergeldübertrag bei Deiner Mutter.
Es liegt ja in beiden Fällen daran, dass Dein Einkommen nicht korrekt freibetragsberechnet wurde. Hätte das JC es richtig gemacht, wäre kein Kindergeld übertragen worden an Deine Mutter und Dir wäre auch der KdU-Zuschuss bewilligt worden.
*grrrrrrrrrrrrrrrr* Dann noch mal rechnen. Von Anfang an richtige Angaben sind wirklich sehr wichtig hier. Gerade, weil es ja um anrechenbares Einkommen und Freibetragsberechnung geht. Es ist zum Beispiel auch wichtig, ob der Arbeitgeber einem Verpflegung bereitstellt, denn diese kann ebenfalls als Einkommen angerechnet werden. Oder Fahrgeld z.B.. Du musst hier wirklich alles ganz genau mitteilen zu Deiner Einkommenssituation, sonst hilft alles Nachrechnen nichts und die Berechnung erfolgt ggf. auf einer Grundlage, die gar nicht den Tatsachen entspricht. Ist natürlich saublöd für den, der hier antwortet :S
820 € brutto = ca. 656 € netto? Stimmt das?
Ich warte lieber noch, bis Du das bestätigst.
Dein Erwerbstätigenfreibetrag wären dann jedenfalls nicht 256 €, sondern 244 €.
Die wären im ausbildungsbedingten Absetzbetrag nach § 1 Abs. 1 Nr. 10 Alg II-Verordnung von 119,40 € schon mit berücksichtigt ... wenn denn das JC den überhaupt abgesetzt hätte.
Wahrscheinlich meint Dein JC aber, dass sie die Fahrtkosten bereits mit dem Freibetrag auf's Erwerbseinkommen berücksichtigt hätten, dort sind nämlich im Grundfreibetrag auch Kosten für den Weg zur Arbeitsstätte(!) mit drin.
Jetzt überleg' doch mal: Das Jobcenter, sagt, Du hättest OHNE Kindergeld so viel anrechenbares Einkommen, das Du Deinen fiktiven Gesamtbedarf deckst. Das ist doch gar nicht möglich, auch wenn das JC Dir (fälschlicherweise) nicht den ausbildungsbedingten Freibetrag von 119,40 € abgezogen hat vom anrechenbaren Einkommen.
Dein Verdienst muss ja trotzdem um den Erwerbstätigenfreibetrag bereinigt werden und da kommt so wenig Gesamteinkommen bei raus (bereinigtes Erwerbseinkommen plus 75 € Unterhalt), dass Dein Gesamtbedarf von 598 € auch nicht gedeckt wäre, also auch, wenn die die 119,40 € nicht abziehen. Hier ist doch voll der Wurm bei deren Berechnung drin.
Hat ja keinen Zweck - die können schreiben, was sie wollen: Ihr bzw. Du brauchst die Berechnung für Dich selbst, also die Einkommens- und Bedarfsberechnung für Dich, die zur Ablehnung des KdU-Zuschusses und zum vollen Kindergeldübertrag an Deine Mutter geführt hat. Die MÜSSEN Dir diese Berechnung geben. Die wird separat gemacht und es kostet einen "Klick", die auszudrucken.
Das musst Du jetzt selbst entscheiden; das kann ich für dich nicht und das will ich auch nicht.
Ich würde das, wäre ich Du, natürlich selbst mit den Infos, die ich Dir gegeben habe, machen - logisch. Die Rechtsgrundlage ist ja auch eindeutig.
Ich kann aber verstehen, wenn Du noch andere Meinungen hören möchtest. Es wäre also schön, wenn sich noch ein anderer User hier zum Thema äußern würden.
Den Artikel aus studis.online hattest Du ja gelesen, zu dem ich verlinkt hatte, nehme ich an. Die Berechnung ist genauso.
Das ist auch wirklich jetzt Dein gesamtes Einkommen, Dein Verdienst vom AG und die 75 € Unterhalt ... und Vermögen hast Du nicht, ja?
Und die 285 € werden auch wirklich nicht nur bis Ende des laufenden Bewilligungsabschnitts anerkannt als KdU-Bedarf für die BG-Mitglieder (= 855 € Miete plus Heizkostenbedarf), sondern die sind auch im nächsten Bewilligungsabschnitt noch angemessen, weil ihr bisher keine Kostensenkungsaufforderung erhalten habt, ist das so?
Unterhalt wird im Bescheid angerechnet
??? Ich dachte, Du bist genullt im Bescheid. Bei wem werden denn die 75 € angerechnet? Oder meinst Du den alten Bescheid/Berechnungsbogen?
Kannst Du den Ablehnungsbescheid (KdU-Zuschuss) ggf. hier mal anonymisiert einstellen? Vielleicht auch den Berechnungsbogen, in dem Du genullt bist?
Ich mach' jetzt erst mal Schluss, bin müd'. Gucke morgen wieder rein.
Wenn das Einkommen des Sohnes. Nicht nachgewiesen wird, dann rechnet das Jobcenter das Kindergeld sofort der Mutter an.
Weil das hier der Fall ist, also die volle Kindergeldanrechnung bei der Mutter, hatte ich vermutet, der Bescheid sei vorläufig, bis einkommensmäßig alles geklärt ist. Ich hatte aber auch angenommen, das Studium sei eben erst aufgenommen worden und wg. einer eventuell noch ungeklärten Einkommenssituation (Bafög ja oder nein, Unterhalt Vater, Erwerbseinkommensnachweis usw.) dieser Änderungsbescheid erlassen worden, aber es scheint so, als liefe das schon länger so. ??
Gab es denn mal die Situation, siehe @ela1953, dass es eine Aufforderung vom Jobcenter gab, Dein Einkommen nachzuweisen, und Du bist dem aus irgendwelchen Gründen nicht nachgekommen?
Ich meinte damit, dass ich nur meine Schwester angebe und mich Auslass. Aber hat sich ja soweit geklärt, dass ich alle Einnahmen angeben muss.
Ich werde mal zuerst einen Brief mit den Rechtsgrundlagen von dir, an unseren Sachbearbeiter schicken, wegen des Kindergeldes.. Mal sehen was er dazu sagt und ggf. dann einen Überprüfungsantrag stellen.
Ich habe heute an unseren Jobcenter den Brief, mit der bitte, mir doch mal die Rechnung vorzulegen, in den Briefkasten geworfen.
*grrrrrrrrrrrrrrrr* Dann noch mal rechnen.
Tut mir leid, hatte grob Überschlagen.
Brutto stimmt, netto kann ich Dir erst am Ende des Monats genau nennen, da ich meinen ersten Gehalt kriege. Ich kriege noch 75 Euro Unterhalt vom Vater, weiß aber nicht, in welche Kategorie Einkommen man das zuordnen kann.
Hier ist doch voll der Wurm bei deren Berechnung drin.
Du hast Recht, zum Glück ist Dir das aufgefallen.
Ja, richtig und kein Vermögen.
Verstehe ich jetzt nicht ganz was Du meinst. Die 285 Euro pro Person, sind bis zum 30.11.2014 bewilligt worden, meine Mutter muss ja jetzt einen Weiterbewilligungsantrag stellen.
Im neuen Bescheid ab dem 01.10.2014 bin ich wie bereits erwähnt, komplett genullt. Aber Jobcenter weiß das ich die 75 Euro kriege, und die werden glaub ich auch irgendwie bei meiner Mutter dazu angerechnet. Ich komme mit den Berechnungen vom Jobcenter nicht ganz zureicht. Vielleicht kommst du da besser zurecht.
Ich schicke es Dir und wenn es noch jemand braucht per Privat Nachricht.
Also ich bin seit dem 01.10.2014 aus der BG raus. Jobcenter wusste davon ein halbes Jahr früher, dass ich Studieren werden und nebenbei einen verdienst von 820 Euro Brutto habe.
Soweit war alles in Ordnung (vielleicht wurde früher auch falsch gerechnet, aber mir kam da alles OK vor) als ich noch in der BG war, nur jetzt wo ich den neuen Bescheid angeschaut habe, kam es mir etwas merkwürdig vor, und ich habe mich hier ans Forum gewandt.
Ich kann dir leider keine Privaten Nachrichten schicken ...
Kann ich bestätigen! Keine Chance für eine Abzweigung, solange das "Kind" bei seinen Eltern wohnt. Die Rechtsgrundlage wollte mir die Kindergeldkasse nicht nennen. Meinten, dass ist eben so und legen den Hörer auf! Ähnlich unqulifiziert hat mir dies auch schon eine RinSG in einer Mündlichen erzählt. Kein § nichts?
Allerdings dürfte man nun eventuell diese fiktive Bedarfsberechung aufgrund der BSG Rechtsprechung vom 23.07.2014 - B 8 SO 14/13 R; B 8 SO 31/12 R; B 8 SO 12/13 R, dahingehend gerichtlich kippen können, dass das volljährige Kind hier nicht mehr einfach nur fiktiv mit der Regelbedarfsstufe 3 (80%), sondern mit der Regelbedarfsstufe 1 (100%) gerechnet wird. Erhöht sich sodann der fiktive Regelsatzbedarf von 80% auf 100%, sinkt auch das angeblich bedarfsübersteigende Kindergeld, was diese Strolche der Mutter oder Vater als ihr eigenes Einkommen anrechnen.
So nebenbei erschließt sich mir die Rechtsgrundlage des anrechnen von Kindergeld seit 2008 aber nicht mehr, weil seit dem ausdrücklich geregelt ist, dass das Kindergeld ausschließlich nur für das Kind gezahlt wird und nach dem Einkommenssteuerecht auch anrechnungsfrei zusteht. Wenn es also nicht bedürftig ist, dann dürfte doch das Kindergeld auch nicht als fiktives Einkommen gerechnet werden. Ein Kind was nach § 7 Abs. 3 Nr. 4 SGB II nicht mehr bedürftig ist, ist doch auch dem JC oder der Mutter keine Rechenschaft mehr dergestalt schuldig, was es verdient!
Irgendwie sehe ich keine anwendbare Rechtsgrundlage für die Anrechnung von Kindergeld eines erwachsenen Kindes gegenüber der Mutter oder Vater. Wohngeld für das erwachsene und nicht mehr zur BG gehörende Kind erhält ja auch der Hauptmieter (Mutter oder Vater) und dennoch kommt hier keiner auf den perversen Gedanken einen dem fiktiv übersteigenden "Wohngeld-Bedarf" des Kindes dem Empfänger (Mutter oder Vater) als Einkommen anzurechnen.
Ja, das hatte ich auch so verstanden, nur sah ich den Grund nicht dafür, warum Du einmal Kindergeld (das für Dich), einfach nicht angeben wolltest, denn es sind ja zufließende Einnahmen an die kindergeldberechtigte Mutter (die dann vom JC nach dem SGB II dem Kind zugeordnet in der Höhe, in der es Kindergeld noch zur eigenen Bedarfsdeckung benötigt, also am Beispiel Deiner Schwester das volle Kindergeld) und müssen daher angegeben werden. Aber schrieb ich ja schon und ist ja auch geklärt. Mich hatte auch die Ich-Form irritiert - Deine Mutter ist doch Vertreter der Bedarfsgemeinschaft, ja? Oder schreibst Du nur deshalb "ich", weil Du meist die Formulare/Weiterbewilligungsanträge ausfüllst bei euch? Ok.
Der Unterhalt ist sonstiges Einkommen. Nach Unterhalt wird ja ebenfalls im Weiterbew.antrag gefragt.
Mir kommen 285 € halt viel vor und deshalb die Frage, ob das Jobcenter darüber schon mal "gemeckert" hat, also dass die Kosten der Unterkunft ggf. "unangemessen" hoch sind und nur für einen begrenzten Zeitraum übernommen/anerkannt werden. Aber wenn bei euch nie eine Kostensenkungsaufforderung angekommen ist, ist ja alles ok.
m neuen Bescheid ab dem 01.10.2014 bin ich wie bereits erwähnt, komplett genullt. Aber Jobcenter weiß das ich die 75 Euro kriege, und die werden glaub ich auch irgendwie bei meiner Mutter dazu angerechnet.
Das ist nicht möglich bzw. darf nicht sein und kann es mir auch nicht vorstellen, dass das Jobcenter hier Kindesunterhalt bei der Mutter anrechnet, da höchstens das Kindergeld an das kindergeldberechtigte Elternteil übertragen werden darf, soweit es das "Kind" nicht zur eigenen Bedarfsdeckung benötigt, aber niemals anderes Einkommen des Kindes, denn Du bist Deiner Mutter ja nicht zu Unterhalt verpflichtet und außerdem ist ja Dein Einkommen eh nicht bedarfsdeckend, wie wir festgestellt haben.
Meinst Du hier vielleicht mit "bei der Mutter angerechnet", dass ja jetzt , wo Dein Bedarf genullt ist, also nicht berücksichtigt wird, Deine Mutter natürlich weniger Alg II insgesamt für sich und Deine Schwester erhielt als früher für euch alle 3, als Du noch in der BG warst und auch noch kein Erwerbseinkommen hattest? Das hätte ja nichts mit "Anrechnung bei der Mutter" zu tun, sondern damit, dass Du vom Alg II ausgeschlossen bist ab dem Studium und deshalb gibt's halt insgesamt weniger Alg II.
Kann es evtl. sein, dass der Betrag, der sonst noch bei Deiner Mutter angerechnet wird (also neben Deinem vollen Kindergeld), ein eventueller Kindergeldübertrag von der Schwester ist, weil sie recht hohen Unterhalt bekommt und deshalb aus der BG fällt, aber im Bescheid nicht genullt ist, weil dem Grund nach Alg-II-anspruchsberechtigt? Das erkennt man daran, dass ziemlich am Ende des Berechnungsbogens in der Spalte Deiner Schwester bei den Kosten der Unterkunft so was ähnliches steht wie
285 € Einkommensüberhang
- 285 € Bedarf Kosten der Unterkunft und Heizung
= 0 € Bedarf
Das deutet dann schon auf einen Kindergeldübertrag an die Mutter hin.
Das einzusetzende Einkommen Kindergeld der Schwester wurde dann schon weiter oben im Berechnungsbogen "zurechtgekürzt" (das restl. Kindergeld der Mutter angerechnet), so dass unten im Berechnungsbogen für die Schwester Null Euro Alg II herauskommen.
Könntest Du mal nachsehen bzw. bekommt sie überhaupt so viel Kindesunterhalt, dass ihr Bedarf mit Kindergeld gedeckt sein könnte?
Bevor ich auf deinen Post eingehe, würde ich Dir gerne die Sachen zukommen lassen, damit du es Dir selbst anschauen kannst. Doch leider hast Du private Nachrichten gesperrt...
Kontaktier mich bitte, damit ich Dir die Sachen zukommen lassen kann.
Ok, bin eben erst rein und habe mir dann mal die Berechnungsbögen angesehen (alt und neu bzw. Änderung ab Oktober = Ausschluss des Studenten).
@all zur Info:
H2O2 hat mir die Berechnungsbögen per E-Mail zukommen lassen.
Die Schwester hat kein bedarfsdeckendes Einkommen (hatte ich noch als Möglichkeit gesehen, ist aber nicht so), der Mutter wird, wie von H2O2 bereits mitgeteilt, das komplette Kindergeld von H2O2 abzüglich Versicherungspauschale (für die Mutter), also 154 €, als ihr eigenes Einkommen zugeordnet (nach meiner Berechnung ja falsch, da der Student das Kindergeld selbst benötigt).
Berechnungsbogen alt (H2O2 noch Alg-II-berechtigt):
Deine Mutter und Deine Schwester erhalten den Mehrbedarf für dezentrale Warmwasseraufbereitung. Das sind nach § 21 Abs. 7 SGB II 2,3 % von 391 € für Deine Mutter (8,99 €) und 2,3 % von 313 € (7,20 €) für Deine Schwester.
In Deiner Spalte steht in der Zeile "Mehrbedarfe zum Lebensunterhalt - Energie Warmwasser" jedoch: "0,00 €" - wo ist Dein Mehrbedarf für die Warmwasseraufbereitung? Der fehlt! (Und der fehlt vermutlich dann auch in der fiktiven Einkommens- und Bedarfsberechnung eines nicht mehr Alg-II-berechtigten Studenten, der aber noch zur BG gehört)
Da müsstest Du also für den vergangenen Zeitraum schon mal einen Überprüfungsantrag nach § 44 SGB X stellen. Begründung: Fehlender Mehrbedarf für dezentrale Warmwasseraufbereitung für H2O2.
Ich würde das so machen, dass Deine Mutter ihn stellt, weil sie ja Vertreter der Bedarfsgemeinschaft ist, Du aber mit im Absenderfeld auftauchst und auch mit unterschreibst.
Ob das zwingend nötig ist, müssten andere hier mal beantworten.
@all: Ich habe früher immer im Namen auch meiner damals minderjährigen Kinder Widersprüche gestellt, also sie mit erwähnt, das reichte ja, aber das H2O2 volljährig ist, sollte er mit als Antragsteller genannt werden, auch ggf. dann später im Widerspruch, oder?
Wenn Dein Mehrbedarf schon länger fehlt, also auch in den Bewilligungsbescheiden davor, dann musst Du diese Zeiträume ebenfalls im Überprüfungsantrag benennen ("Bescheid vom ...", Bescheid vom ...").
Ihr würdet dann, wenn ihr den Überprüfungsantrag noch in 2014 stellt, Nachzahlungen rückwirkend bis zum 1.1.2013 nachgezahlt bekommen (§ 40 Abs. 1 SGB II zur Verkürzung des ansonsten 4-jährigen Nachzahlungszeitraums auf nur noch ein Jahr ... man rechnet dann ab Jahresbeginn, also 1.1.2014, ein Jahr zurück = 1.1.2013).
Berechnungsbogen neu (Änderung - H2O2 ab Oktober Student, nicht mehr Alg-II-berechtigt):
Die 75 € Unterhalt vom Vater werden nicht bei Deiner Mutter berücksichtigt, so viel schon mal dazu.
Es wird aber, wie Du ja schon erwähnt hattest, Dein Kindergeld komplett Deiner Mutter als Einkommen zugeordnet. Darauf erhält sie einen Freibetrag: 30 € Versicherungspauschale; es werden als 154 € angerechnet.
Diese 154 € Einkommen Deiner Mutter werden jetzt nach der Bedarfsanteilsmethode horizontal auf die Alg-II-Berechtigten verteilt (genauso wie es auch mit Erwerbseinkommen der Eltern in einer Bedarfsgemeinschaft gemacht wird).
Je nach Grad der individuellen Hilfebedürftigkeit erhält jede dieser Personen einen bestimmten Prozentsatz der 154 € als Einkommen zugeordnet: Deiner Mutter werden von den 154 € anrechenbarem Kindergeld, welches Du angeblich nicht benötigst (haha ^^), 99,41 € zugeordnet, Deiner Schwester 54,59 €.
Das Ganze können wir aber ja wieder vergessen, denn es wäre nur dann richtig, wenn Du das für Dich bestimmte Kindergeld nicht benötigen würdest. Das Jobcenter geht davon aus. Und ich bin mir sicher, dass das nicht stimmt. Selbst wenn man nur Dein Erwerbseinkommen normal "freibetragsberechnet", brauchst Du Dein Kindergeld für Dich. Und erst recht, wenn - was das JC vermutlich gaaaaaaaaar nicht berücksichtigt hat - wenn man den ausbildungsbedingten Absetzbetrag nach § 1 Abs. 1 Nr. 10 Alg II-Verordnung (119,40 €) noch berücksichtigt.
Zu berücks. Erwerbseinkommen tritt hier an die Stelle von BAföG, genauso wie es ist, wenn jemand Unterhalt in Höhe des BAföG-Bedarfs von den Eltern statt BAföG erhält. Man erhält ja dann nur deshalb kein BAföG, weil das Einkommen zu hoch ist ... aber dieses Einkommen soll ja halt den BAföG-Bedarf decken, also muss auch bei Erwerbseinkommen oder hohem Unterhalt der ausbildungsbedingte Absetzbetrag berücksichtigt werden vor Anrechnung (wie im Link von studis.online beschrieben).
Den ersten Schritt hast Du ja jetzt gemacht:
Die Einkommens- und Bedarfsberechnung des vom Alg-II-Ausgeschlossenen beantragt, um den Bescheid überprüfen zu können.
Jetzt musste warten ...
Wenn die sich zu lange Zeit lassen, müsstest Du mal drängeln, denn immerhin ist - nach meiner Berechnung unter Heranziehung Deiner Angaben zur Verdiensthöhe (es müssten so gerundet ca. 656 € netto sein, habe einen Gleitzonenrechner benutzt [brutto von 450-850 €]; bei meinem Verdienst stimmt der bis auf den Cent) weder der Bedarf Deiner Mutter, noch der Deiner Schwester und auch nicht Dein eigener "fiktiver" (KdU-Zuschuss nach § 27 SGB II) gedeckt.
Wenn sich also an den Einkommensangaben nichts Großartiges ändern sollte, weil zum Beispiel in der Lohnabrechnung des Arbeitsgebers was von 1000 € Fahrkosten und Vollverpflegung am Arbeitsplatz (ist Einkommen) plus eventuellem dicken Bonus steht - nur mal überspitzt gesagt -, dann müsste es m. M. n. so bleiben, wie ich bisher schrieb. KdU-Zuschuss-Ablehnung ist falsch, Anrechnung des Kindergeldes bei der Mutter auch falsch.
Super, vielen Dank das es so schnell ging!
Ich habe gerade in den alten Berechnungsbögen geschaut, aber dort fehlt die Zeile mit „Energie Warmwasser“. Die steht bei uns, erst seit dem 01.09.2014 drin. Ich such mir morgen alle Berechnungen zusammen und vergleich mal die „Summe Bedarfe zur Sicherung des Lebensunterhalts“.
So habe ich und meine Mutter es immer gehandhabt, was auch immer geklappt hat.
Das Problem wie oben beschrieben, auch in den Berechnungen in den Jahren von 2013, steht nichts von der Zeile „Energie Warmwasser“. Ich müsste morgen die Summen vergleichen, wenn es was bringt.
Immerhin ist das korrekt.
Man lernt nie aus. Hatte davor noch nie von der Methode gehört
Ich hab wie gestern bereits erwähnt, die Aufforderung dem Jobcenter überreicht. Mal schauen wie lange die brauchen.
Aber jetzt hab ich die Gewissheit, dass hier was nicht stimmt.
Bin schon ganz verwirrt wegen den nächsten Schritten.
Also ich werde jetzt erst mal auf die Berechnung warten. Sollte ich solange einen Überprüfungsantrag nach § 44 SGB X stellen, wegen falscher Zuordnung des Kindergeldes und fehlenden „Energie Wasser“ Betrag?
Ich schreibe mal morgen eine Mail ans Rathaus, ob die eine Vorabberechnung machen bezüglich des Wohngeldes. Sollte ich dabei erwähnen, dass ich KdU und Wohngeld miteinander vergleichen will? Lieber gleich einen Wohngeld Antrag stellen? Ich weiß nur nicht, ob ich mit KdU oder Wohngeld besser dran bin, hatten darüber in den letzten Posts geschrieben.
Es wird sich bis zum 01.10.2015 – also 1 Jahr, nichts an meinem Verdienst ändern.
Ich habe gerade in den alten Berechnungsbögen geschaut, aber dort fehlt die Zeile mit „Energie Warmwasser“. Die steht bei uns, erst seit dem 01.09.2014 drin.
Seltsam ... ich weiß zwar, dass es "ganz früher" die Zeile "Warmwasser" nicht gab, weil das Programm A2LL es nicht hergab, aber dafür waren dieser Mehrbedarf damals unter "Mehrbedarf für aufwändige Ernährung" mit aufgeführt.
Hat sich da bei euch irgend etwas geändert ab September 2014?
Dezentral, also unabhängig von der Heizung, wurde euer Warmwasser ja bestimmt immer schon aufbereitet, wenn es schon länger ein und die selbe Wohnung ist? Hatte das Jobcenter irgendwelche Infos von euch zur Heizung in Verbindung mit der Warmwasseraufbereitung benötigt und erhalten für den letzten Bewilligungsabschnitt? Im Erstantrag wurde angegeben, ich welcher Form Warmwasser aufbereitet wird, ja? Ich meine, da musste was angekreuzt werden zum Thema. Habt ihr noch eine Kopie vom KdU-Formular zum Erstantrag?
Ist aber gerad' nicht so wichtig. Überprüfungsantrag muss ja auf jeden Fall gestellt werden. Wenn der Mehrbedarf in den alten Bescheiden nicht aufgeführt ist als Bedarf, dann muss also für alle 3 BG-Mitglieder nachgezahlt werden für den zurückliegenden Zeitraum, also bis zum 1.1.2013 zurück und für Dich dann der fehlende Mehrbedarf sowieso auch aktuell und halt schau'n, ob dieser Mehrbedarf bei Dir auch bei der KdU-Zuschussberechnung mit berücksichtigt wurde (vermutl. ja nicht).
Warum steht der Mehrbedarf eigentlich ab dem 1.9. mit drin, wenn doch euer Bewilligungsabschnitt bis zum 30. November geht und somit am 1. Juni begonnen hat? Hattet ihr für den Zeitraum ab dem 1.9. einen Änderungsbescheid erhalten? Was war denn der Grund dafür, also was für eine Änderung gab's im September?
Da die Regelbedarf 2013 geringer waren, z.B. für Deine Mutter noch 382 statt heute 391 €, würde ich jetzt nicht die Summen vergleichen, sondern einfach nur nach Beträgen für Warmwasseraufbereitung im Berechnungsbögen suchen. Hier findest Du die damals gültigen Mehrbedarfs-Beträge der vergangenen Jahre:
*klick* https://www.harald-thome.de/media/files/RB-Warmwasser-Mehr-Bedarf-2011-2012-2013-2014.pdf
Irgendwo in den alten Berechnungsbögen muss also was von "8,79 € (Deine Mutter) und 7,04 € (Du und Schwester, wenn schon 18 Jahre) bzw. 4,05 € (Du und Schwester, wenn damals noch unter 18 Jahre) stehen.
Alternativ kannst Du mir die Berechnungsbögen ab dem 1.1.2013 (bzw. auch ggf. der ab September 2012, weil der Bewilligngszeitraum ja in 2013 hineinreicht) mailen, dann schau' ich mal nach.
Das gäbe vermutlich dann ein "Huddelmuddel". Um denen die falsche Zuordnung des Kindesgeldes vor Augen halten zu können, müsstest Du ja die - so wie es aussieht - falsche Berechnung (Deine Person betreffend, die Du ja angefordert hattest) haben, um zu sagen "hier und da und an dieser Stelle ist die Berechnung falsch und genau deshalb habe ich KEIN Einkommen, welches über meinen fiktiven Bedarf hinausgeht und daher kann auch meiner Mutter nicht das Kindergeld als deren Einkommen zugeordnet werden".
Wenn die sich jetzt Ewigkeiten Zeit lassen, bis Du die Berechnung in Händen hältst, solltest Du wirklich Druck machen bzw. Deine Mutter, dass es eilt, da euch sonst die Möglichkeit genommen würde, den Bescheid (Ablehnung Deines KdU-Zuschusses) auf Richtigkeit überprüfen zu können und innerhalb der Widerspruchsfrist (1 Monat nach Eingang der Ablehnung bei euch) einen Widerspruch einzulegen.
Wenn sich jetzt herausstellen sollte, dass auch bis zum 1.1.2013 zurück euch wirklich kein Mehrbedarf für Warmwasseraufbereitung gewährt wurde, könnt ihr jetzt aber schon einen Überprüfungsantrag für die vergangenen Bewilligungsabschnitte stellen. Du könntest darin auch den letzten Bewilligungsbescheid ab dem 1.6.-30.11.2014 mit aufnehmen, ja - dann hätte man das Thema "Mehrbedarf Warmwasser" schon mal "weg", auch wenn es das JC eventuell nervt, weil dann für den letzten Bew.abschnitt ab dem 1.6.2014 (der ja auch schon von der Überprüfung wegen Warmwasser betroffen wäre) wieder ein anderes Schreiben von euch kommen wird (Kindergeld Mutter), meine ich, es wäre nicht schlecht, die Themen "Warmwasser" und "Kindergeldanrechnung" und Deine "Falschberechnung" auseinanderzuhalten.
Du könntest aber auch den Überprüfungsantrag wg. Mehrbedarf Warmwasser nur für die Bewilligungszeiträume vor dem noch aktuell laufenden Bewilligungszeitraum stellen und mit dem Ü'antrag ab dem Bew.zeitraum 1. Juni., also dem aktuellen, noch warten bis Du die Berechnung vom Jobcenter hast. Dann kann man in diesen Überprüfungsantrag für den letzten Bescheid, in dessen Bewilligungszeitraum Du in den ersten Monaten noch kein Student warst (und fälschlicherweise auch keinen Warmwassermehrbedarf erhalten hast, Deine Mutter und Schwester aber schon) und ab dem Monat Oktober Student warst dann alles komplett auflisten:
Mehrbedarf Warmwasser, Kindergeldeinkommen Deiner Mutter.
Ja - ich glaube, so würde ich es machen. Jetzt Überprüfungsantrag für die Bescheide vor dem 1. Juni 2014 und nach Erhalt der Berechnung, die Du angefordert hattest, dann die Überprüfung des Bewilligungszeitraums ab dem 1. Juni 2014, wozu dann auch der falsche Änderungsbescheid ab Deinem Studium gehört. Und Widerspruch innerhalb der Widerspruchsfrist wg. Ablehnung KdU-Zuschuss.
Wenn das JC sich dafür zu lange Zeit lässt, muss man über eine einstweilige Anordnung beim SG nachdenken (die Rechtspfleger helfen dabei, eine aufzusetzen), denn volle Kindergeldanrechnung bei Deiner Mutter und Dir fehlender KdU-Zuschuss läuft ja weiter und bis das JC mal die Anträge bzw. Widerspruch bearbeitet ...
Ja, das weiß ich eben auch nicht, womit Du besser fahren würdest, weil ich nicht sagen kann, wie viel Wohngeld Du erhalten könntest. Denk aber dran, dass Wohngeld, welches mitsamt Deinem anderen Einkommen höhere als Dein fiktiver Alg-II-Bedarf ist, dann Deiner Mutter wirklich angerechnet werden dürfte - also nicht das Wohngeld für Dich, sondern das überschüssige Kindergeld. Du hättest also nichts von "mehr Wohngeld als KdU-Zuschuss", wenn Du mit dem KdU-Zuschuss Deinen Bedarf ebenso decken könntest und sich kein Kindergeldübertrag an Deine Mutter ergeben würde.
Du könntest dem Wohngeldantrag ja den Ablehnungsbescheid zeigen (KdU-Zuschuss), denn die wissen ja gar nichts vom Deinem Überprüfungsantrag und dass sie bitte mal vorabrechnen sollen, was Dir so ungefähr zustehen würde, damit Du entscheiden kannst, ob sich einen Antragstellung überhaupt lohnt oder so ähnlich. Ich weiß nicht, ob sie es bei euch machen; es gibt aber Ämter, die so verfahren, wenn man drum bittet.
Könntest bei der Gelegenheit auch nachfragen, wie lange bei denen eine "normale" Wohngeldantrag-Bearbeitung dauert ... das können nämlich unter Umständen Monate sein ...
Mir fällt gerade ein, dass Deine Mutter den Wohngeldantrag stellen müsste, da sie ja Hauptmieter ist. Es würde denn bei der Berechnung nur Deine Person berücksichtigt werden, die beiden Alg-II-Empfänger würden herausgerechnet werden.
Nee, ich meinte nicht in Zukunft, sondern jetzt aktuell so nach dem Motto "oups, ich habe ganz zu vergessen zu erwähnen, dass der AG mit noch 1000 € Provision monatlich gibt" oder ähnliche "Scherze" und Du also doch ganz augenscheinlich trotz Erwerbstätigenfreibetrag und Abzug des ausbildungsbedingten Absetzbetrags bedarfsdeckendes Einkommen hast und das Kindergeld wirklich nicht nötig und es deshalb zu Recht (leider) Deiner Mutter angerechnet wird ...
Nee, ist ja nicht so
Es gab dieses Jahr für alle Bewohner eine erhöhte Nebenkostenabrechnung, die aber vom Jobcenter erstattet wurde. Kann sein, dass es darin ausgeführt wird. Damit kenne ich mich aber nicht so gut aus, da weiß mein Vater besser Bescheid, ich hol mir alle Informationen von ihm, wenn ich ihn das nächste mal sehe.
Dezentral, also unabhängig von der Heizung, wurde euer Warmwasser ja bestimmt immer schon aufbereitet, wenn es schon länger ein und die selbe Wohnung ist?
Ja, wir wohnen bereits mehrere Jahre in der Wohnung.
Hatte das Jobcenter irgendwelche Infos von euch zur Heizung in Verbindung mit der Warmwasseraufbereitung benötigt und erhalten für den letzten Bewilligungsabschnitt? Im Erstantrag wurde angegeben, ich welcher Form Warmwasser aufbereitet wird, ja? Ich meine, da musste was angekreuzt werden zum Thema. Habt ihr noch eine Kopie vom KdU-Formular zum Erstantrag?
Das weiß ich leider nicht.. wie oben erwähnt, werde ich meinen Vater fragen.
Meine Mutter war im August aus der BG für 2 Tage ausgeschieden, Jobcenter hat sie dann wieder reingenommen.
Ich lass dir alle relevanten Berechnungsbögen zukommen, die ich hier habe.
Vielen Dank für das Angebot. Ich werde dir heute Nacht noch eine Mail zukommen lassen.
Dann werde ich das mit dem Überprüfungsantrag bezüglich des Mehrbedarf für Warmwasseraufbereitung vor 01.06.2014 machen, während ich auf die Berechnung wegen KdU warte.
Ich suche alle Unterlagen raus die wichtig sein könnten und setzte mich mit meinem Vater in Verbindung, da er uns mit dem Papierkram von Jobcenter bis dato geholfen hat.
Wenn das JC sich dafür zu lange Zeit lässt, muss man über eine einstweilige Anordnung beim SG nachdenken (die Rechtspfleger helfen dabei, eine aufzusetzen), denn volle Kindergeldanrechnung bei Deiner Mutter und Dir fehlender KdU-Zuschuss läuft ja weiter und bis das JC mal die Anträge bzw. Widerspruch bearbeitet
Das verstehe ich jetzt nicht so ganz, kann ich beim SG einfach eine einwillige Anordnung beantragen und die Rechtspfleger helfen mir dabei? Oder meinst du einen Beratungsschein damit ich zum Anwalt gehen kann?
Dann werde ich wohl auf KdU setzten und ggf. deinen Vorschlag mit der Vorabrechnung ausprobieren

References: § 1
 § 13
 § 27
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 §27
 § 1
 § 27
 § 27
 § 27
 § 44
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 § 27
 § 33
 § 44
 § 13
 § 27
 § 1
 § 7
 § 21
 § 44
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 § 44