Source: http://awo-schwanger.de/finanzielle-hilfen/index.html
Timestamp: 2019-02-22 23:39:38+00:00

Document:
Hilfen für Frauen ohne deutschen Pass
Mutterschutz/ Mutterschaftsgeld und Arbeitgeberzuschuss für Erwerbstätige
Mutterschaftsgeld und Arbeitgeberzuschuss für Erwerbstätige
Elterngeld/ElterngeldPlus/Partnerschaftsbonus/ Elternzeit
Mit dem Elterngeld soll Ihre Leistung für die Betreuung und Erziehung des Kindes eine finanzielle Anerkennung durch die Gesellschaft erfahren. Sowohl die Mutter als auch der Vater können das Elterngeld in Anspruch nehmen.
Mütter oder Väter ohne Einkommen, Hausfrauen/Hausmänner, Arbeitslose oder Studierende erhalten ein Jahr ein Mindestelterngeld von 300 Euro. Es wird nicht mit dem BAföG verrechnet.
Elterngeld wird auf Sozialleistungen wie Arbeitslosengeld II, Kindergeldzuschlag und Sozialhilfe als Einkommen angerechnet.
Anspruch auf Elterngeld haben Personen, die:
Ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland haben,
nicht freizügigkeitsberechtigte Ausländer/Ausländerin, wenn sie eine Niederlassungserlaubnis besitzt oder eine Aufenthaltserlaubnis, die zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit berechtigt.
die Personensorge für das Kind haben,
mit dem Kind in einem Haushalt leben und nicht erwerbstätig sind oder nicht mehr als 30 Stunden wöchentlich Teilzeitarbeit leisten.
Fällt eine der Voraussetzungen für den Anspruch auf Elterngeld im Laufe eines Lebensmonats weg, z. B. Aufnahme einer Vollbeschäftigung, dann endet die Zahlung mit Ablauf dieses Lebensmonats.
BERECHNUNG ZUM ARBEITSLOSENGELD II
Beispiel: Alleinerziehende, schwangere Frau mit drei Kindern
I. Bedarf (West)
Regelsätze des Arbeitslosengelde II Beispiel Persönlich
Regelsatz Haushaltsvorstand 409,00 Euro Euro
Regelsatz Partner Euro
Regelsatz Kind bis 5 Jahren 237,00 Euro Euro
Regelsatz Kind ab 6 Jahren 291,00 Euro Euro
Regelsatz Kind ab 14 Jahren 311,00 Euro Euro
Regelsatz Kind ab 18 327,00 Euro Euro
Mehrbedarf Schwangerschaft 17% 69,53 Euro Euro
Mehrbedarf für Alleinerziehende 36% 1 Kind bis 7 Jahre 147,24 Euro Euro
Miete incl. Nebenkosten ca. 650,00 Euro Euro
Heizungspauschale 110,00 Euro Euro
Bedarf: 2551,77 Euro Euro
Kindergeld 805,00 Euro Euro
Wohngeld Euro Euro
Lohn/Gehalt Euro Euro
Arbeitslosengeld Euro Euro
Unterhaltsvorschuß 300,-- Euro Euro
Einkünfte: 1105,00 Euro Euro
III. Hilfebedarf:
I. Bedarf 2551,77 Euro Euro
II. Einkünfte abzügl. 1105,00 Euro Euro
III. Hilfebedarf 1446,77 Euro Euro
Regelsätze für Kinder/ Familienangehörige:
1 Kind bis zur Vollendung des 5. Lebensjahres 237,00 Euro
ab dem 6. Lebensjahres 291,00 Euro
Ehepaar/ Lebenspartner je 368,00 Euro
Regelsätze 7/14
der Antrag wird vor der Entbindung bei einer Schwangerschaftsberatungsstelle im Bundesland des Wohnsitzes der schwangeren Frau gestellt und
Sozialleistungen für Frauen ohne deutschen Pass (Asylbewerberinnen, Migrantinnen, Touristinnen)
Überblick über mögliche finanzielle Hilfen und die Bedingungen, die dafür erfüllt werden müssen:
Finanzielle Hilfen / Leistungen
Aufenthaltsberechtigung/ Aufenthaltserlaubnis
Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchungen sowie weitere medizinische Betreuungen; Übernahme der Entbindungskosten, wenn Sie Mitglied in einer Krankenkasse bzw. familienversichert sind oder ALG II beziehen.
192,- Euro pro Monat für das 1., 2. und
198,- Euro für das 3. Kind
223,- Euro für jedes weitere Kind
Aufenthaltsberechtigung/ Aufenthaltserlaubnis:
aber nicht erwerbstätig
oder nicht mehr als 30 Stunden/ Woche.
300 Euro des Elterngeldes werden nicht auf das Familieneinkommen/ Sozialgeld oder ALG II angerechnet, wenn die Frau vorher gearbeitet hat.
12 Monate 65 % des Nettoeinkommens der letzten 12 Monate vor der Geburt (maximal 1800 €) oder
ein Jahr 300 Euro pro Monat - wird bei ausschließlichem ALG II Bezug vor der Schwangerschaft als Einkommen angerechnet.
Zwei Partnermonate können hinzu kommen.
vorläufige Aufenthalts-
Leistungen von der Krankenkasse, dem Sozialamt oder von der zuständigen Behörde nach dem Asylbewerberleistungsgesetz
(Asyl-BLG) von der ersten Vorsorgeuntersuchung bis zur Geburt.
Aber: Kein Kinder- und Elterngeld!
Wenn Sie Hilfe nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (Asyl-BLG) erhalten, dann gilt diese Regelung unter Umständen eingeschränkt.
Keine staatliche/n Hilfen / Unterstützung, d.h., die Kosten für die medizinische Versorgung müssen selbst getragen werden. Deshalb sollte - wenn möglich - vor der Geburt eine eigene, gesonderte Versicherung abgeschlossen werden.
In besonderen Notfällen hilft auch das örtliche Sozialamt
...erwerbstätig sind und Beiträge zur Sozialversicherung bezahlen:
bekommen Sie sechs Wochen vor und acht Wochen nach der Geburt Mutterschaftsurlaub;
bei einer Mehrlingsgeburt erhalten Sie nach der Geburt zusätzlich vier Wochen Mutterschaftsurlaub. Bei einer Frühgeburt verlängert sich die Bezugsdauer um den Zeitraum, um den der Mutterschaftsurlaub nicht in Anspruch genommen werden konnte. Während des Mutterschaftsurlaubs erhalten Sie Mutterschaftsgeld in Höhe Ihres Nettolohns.
...Erziehungsurlaub machen wollen (möglich bis zu drei Jahre pro Kind):
bleibt Ihre Stelle in dieser Zeit für Sie erhalten, sofern sie nicht befristet ist.
Achtung: Alle hier aufgeführten Leistungen beziehen sich auf den Zeitpunkt 01.01.2012. Sie können sich jederzeit ändern! Sie gelten für Ausländerinnen und Deutsche gleichermaßen.
Wenn Sie sich entschieden haben, erwerbstätig zu sein, eine Ausbildung oder ein Studium zu absolvieren, brauchen Sie eine gute und verlässliche Kinderbetreuung entweder in einem Kindergarten/einer Kindertagestätte oder in der Tagespflege. Ab August 2013 wird es einen Rechtsanspruch auf Betreuung ab dem ersten Lebensjahr geben. Aber auch dann wird es in den unterschiedlichen Bundesländern ein begrenztes Angebot und Engpässe geben. Daher empfiehlt es sich möglichst früh - am besten schon vor der Geburt - um einen Betreuungsplatz zu bemühen.
Für diesen Fall gibt es besondere Regelungen beim BAföG und im Sozialgesetzbuch § 27 SGB II und SGB XII:
Sie können ein Urlaubssemester auf Grund der Geburt des Kindes beantragen. Das Kind und Sie erhalten für den Zeitraum Leistungen nach dem SGB XII. Gemäß §19 SGB XII sind ihre Eltern in der Zeit nicht unterhaltspflichtig
SGB II § 21 Abs., 17% Mehrbedarfszuschlag für Schwangere ab der 13. Schwangerschaftswoche (zusätzlich zum BAföG)
SGB II § 23 Abs.3 einmalige Leistungen wie Umstandskleidung, Erstausstattung des Babys, Hausrat (zusätzlich zum BAföG),
SGB II § 21, 36% Mehrbedarf als allein erziehende Studentin bis zum 7. Lebensjahr des Kindes (147,24 € zusätzlich zum BAföG)
Das Kind hat nach dem SGB XII einen eigenen Anspruch auf den Regelsatz in Höhe von 237,-- Euro bis zum 5. Lebensjahr, 291,--Euro bis zum 14. Lebensjahr und ab dem 14. Lebensjahr 311,--Euro sowie 327 Euro ab dem 18 lebensjahr
und der Hälfte der Miete und Heizkosten (Mutter plus Kind)
Leider wurde im §27 SGB II keine Einrichtungsbeihilfe für Auszubildende/ Schüler/ Studenten festgeschrieben.
Als angemessen gilt:
ein Semester für die Schwangerschaft
je ein Semester pro Lebensjahr des Kindes
ein Semester für das 6. und 7. Lebensjahr
ein Semester für das 8. bis 10. Lebensjahr
Die Verlängerung der Förderhöchstdauer wird als Zuschuss geleistet
(Neue gesetzliche Regelung ab 01.01.17 für Kinder bis 12 Jahre und ab 01.07.2017 für Kinder vom 12. bis 18. Lebensjahr)
Bis zur Vollendung des 18 Lebensjahres. (Gilt seit dem 01.07.2017)
Besonderheit bei Bezug von ALG II:
Für Alleinerziehende, die ALG II erhalten gelten besondere Regelungen ab dem Tag, an dem das Kind 12 Jahre alt wird. Die Neuregelungen finden sich im § 1 Abs. 1a UVG:
Das bedeutet, wenn das Kind durch den Bezug von UVG keine Hilfebedürftigkeit im Sinne des ALG II mehr hat, oder der alleinerziehenede Elternteil 600,00€ brutto verdient, kann UVG nach dem 12. Geburtstag des Kindes beantragt werden.
"Eltern bleiben Eltern" Broschüre des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
„Die Beistandschaft“ Broschüre des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend "Informationen für Eltern,die nicht miteinander verheiratet sind" Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe- AGJ, Mühlendamm 3, 10178 Berlin Internet: www.agj.de
Zum Seitenanfang Seite drucken zuletzt geändert: 07.08.2017

References: § 27
 §19
 § 21
 § 23
 § 21
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 § 1