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Timestamp: 2019-06-19 12:15:49+00:00

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BFH, 04.12.2001 - III R 47/00 - dejure.org
https://dejure.org/2001,964
BFH, 04.12.2001 - III R 47/00 (https://dejure.org/2001,964)
BFH, Entscheidung vom 04.12.2001 - III R 47/00 (https://dejure.org/2001,964)
BFH, Entscheidung vom 04. Dezember 2001 - III R 47/00 (https://dejure.org/2001,964)
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Einkommensteuer - Eltern - Kind - Ausbildung - Weiterbildungsmaßnahme - Bildungsmaßnahme - Arbeitsförderungsgesetz - AFG - Arbeitsamt
Einkommensteuer; Ausbildungshilfen nicht stets auf Abzugsbetrag nach § 33a Abs. 1 EStG anrechenbar
FG Rheinland-Pfalz, 29.08.2000 - 2 K 3074/99
BFHE 197, 233
NJW 2002, 1367
BB 2002, 399
DB 2002, 512
BStBl II 2002, 195
Divergieren Gesetzeswortlaut und Zweck des Gesetzes, rechtfertigt dies eine teleologische Reduktion (vgl. dazu BFH-Urteil vom 4. Dezember 2001 III R 47/00, BFHE 197, 233, BStBl II 2002, 195;… Tipke/Kruse, Abgabenordnung-Finanzgerichtsordnung, 16. Aufl., § 4 AO Tz. 381).
Der Senat setzt sich mit dieser Auslegung auch nicht in Widerspruch zu seinem Urteil vom 4. Dezember 2001 III R 47/00 (BFHE 197, 233, BStBl II 2002, 195), in dem er auf die konkrete Unterhaltspflicht im Rahmen des § 1610 Abs. 2 BGB abgestellt hat; dieser Fall betraf die Auslegung des § 33a Abs. 1 Satz 4 EStG, d.h. die Frage, ob und inwieweit der Abzugsbetrag nach § 33a Abs. 1 EStG um Ausbildungshilfen gemindert werden kann; eine Anrechnung ist hier aber nur dann möglich, wenn die Ausbildungshilfe Leistungen abdeckt, zu denen die Eltern gesetzlich verpflichtet sind; hiermit kann anders als bei § 33a Abs. 1 Satz 1 EStG insoweit nur die konkrete gesetzliche Unterhaltspflicht gemeint sein.
(1) Eine teleologische Reduktion zielt darauf ab, den Geltungsbereich einer Norm mit Rücksicht auf ihren Gesetzeszweck gegenüber dem zu weit gefassten Wortlaut einzuschränken (BFH-Urteile vom 20. März 2003 IV R 42/00, BFHE 202, 438, BStBl II 2003, 798; vom 4. Dezember 2001 III R 47/00, BFHE 197, 233, BStBl II 2002, 195; vom 20. November 2006 VIII R 47/05, BFHE 216, 103, BStBl II 2008, 69).
BFH, 30.10.2003 - III R 24/02
Eltern schulden im Rahmen ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit sowohl ihren minderjährigen als auch den volljährigen Kindern nach § 1610 Abs. 2 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) eine angemessene Berufsausbildung (vgl. Urteil des BFH vom 4. Dezember 2001 III R 47/00, BFHE 197, 233, BStBl II 2002, 195).
Nichts anderes kann für den Ausbildungsfreibetrag gelten, der ebenfalls --jedenfalls zum Teil-- verfassungsrechtlich verbürgt ist (vgl. BFH-Urteil in BFHE 197, 233, BStBl II 2002, 195, unter II. 1.).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH) sind Eltern dann, wenn sie ihre Pflicht, ihrem Kind eine angemessene --d.h. seinen Neigungen und Fähigkeiten entsprechende-- Berufsausbildung zu gewähren, erfüllt haben, im Allgemeinen nicht verpflichtet, die Kosten für eine weitere Ausbildung zu tragen (vgl. z.B. Urteile vom 29. Juni 1977 IV ZR 48/76, BGHZ 69, 190; vom 14. Juli 1999 XII ZR 230/97, Zeitschrift für das gesamte Familienrecht --FamRZ-- 2000, 420; vgl. zur Unterhaltspflicht bei einer Zweitausbildung auch das BFH-Urteil vom 4. Dezember 2001 III R 47/00, BFHE 197, 233, BStBl II 2002, 195, unter II. 4. der Gründe).
g) Soweit der erkennende Senat vom Normzweck her die Anrechnungsregelung in § 33a Abs. 1 Satz 4 EStG (vgl. dazu Urteil vom 4. Dezember 2001 III R 47/00, BFH/NV 2002, 435) und in § 33a Abs. 2 Satz 2 EStG (…Urteil vom 17. Oktober 2001 III R 3/01, BFH/NV 2002, 258) einschränkend ausgelegt hat, liegt im Streitfall kein vergleichbarer Sachverhalt vor.
Der gesetzgeberische Gestaltungsspielraum wird jedenfalls dann noch nicht überschritten, wenn die Absetzbarkeit derartiger Aufwendungen auf mindestens die Hälfte der üblicherweise anfallenden Kosten begrenzt wird (vgl. auch Urteil des erkennenden Senats in BFH/NV 2002, 435, unter II. 1. der Gründe, m.w.N.).
Der Gesetzgeber kann sich dabei am Regelfall orientieren und muss nicht außergewöhnliche Umstände besonders berücksichtigen (BFH-Urteil in BFH/NV 2002, 435, m.w.N.).
Eine teleologische Reduktion kommt hingegen grundsätzlich nicht in Betracht, wenn der weite Wortlaut der Vorschrift Folge einer bewussten rechtspolitischen Entscheidung des Gesetzgebers ist (BFH-Urteil vom 4. Dezember 2001 III R 47/00, BFHE 197, 233, BStBl II 2002, 195, m.w.N.).
BFH, 04.12.2003 - III R 32/02
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References: § 33
 § 4
 § 1610
 § 33
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 § 1610
 § 33
 § 33
 § 48
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