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Timestamp: 2020-02-21 03:04:24+00:00

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alter Walnussbaum stört Nachbars Neubau Nachbarschaftsrecht Forum 123recht.de
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alter Walnussbaum stört Nachbars Neubau
16.11.2019 Thema abonnieren Zum Thema: Haus Baum
Frage vom 16.11.2019 | 13:52
an meiner Gründstückgrenze Steht ein 40 Jahre alter Walnussbaum der ca 11 m Hoch ist und die Baumkrone auf sein Gründstück ragt
Mein Nachbar hat sein altes Haus abgerissen und baut jeweils eine Doppelhaushälfte auf das Gründstück.
Zwischen dem neuen Haus und der Grundstückgrenze betragen dann nur noch 3 m
Von mir wird nun verlangt, das ich jetzt die Baumkrone zurechtschneiden lasse,alles was 0,5 m von der Gründstückgrenze rüber schaut soll ab. Die Standfestigkeit wäre nicht mehr gegeben und das Gartenamt hat so einen radikal schnitt bzw die Baumfällung nicht zugestimmt.
Alles was dicker als ein Finger ist könnte man jetzt in einem gewissen Maße entfernen aber alles was dicker als ein Finger ist jedoch erst im Frühjahr !
Die Baumkrone ragt zu weit rüber und der Gerüstbauer will sein Gerüst nicht aufstellen.
Mir wird mit kosten bezüglich eines Baustopss gedroht.
Die neue Garage wird 10 cm nah an den Baum gebaut und die Risiken eines Schadens bei einem Sturm wird in Kauf genommen. Mit dem Hinweis das ich für die Schäden aufkomme.
Der Baum war ja schon immer da, und es muss doch klar gewesen sein, wenn ich ein neues Haus näher zum Nachbarn baue, das es mit dem vorhandenem Baum Probleme gibt.
Habe mit einem Schiedsmann im vorfeld gesprochen und ich hoffe das man sich doch irgendwie einigen kann.
Meim Vorschlag wäre das ich soviel entferne wie der Gerüstbauer an Platz braucht. ( ca 70 cm)
Dies würde ich gerne im gleichen Zeitraum erledigen wenn das Gerüst Etappenweise aufgebaut wird. Das was stört wird im gleichen moment von mir beseitigt
im Betracht der Umstände, das er die Lage des Hauses verändert hat, hätte ich paar Fragen an euch bevor wir ein Termin beim Schiedsmann machen
1. wer Zahlt in dem Fall den Baumkronenschnitt ?
2. Falls in anbetracht der Der Dinge am Ende doch einer Baumfällung zugestimmt wird, wer Zahlt da die Bumfällung ?
3. Kann er von mir Baustopkosten verlangen ? Wenn im schlimmsten Fall bis zum Frühjahr gewartet werden muss ?
hatte jemand so einen ähnlichen Problem gehabt oder weiß darüber etwas genauer bescheid ?
Finde nur ähnliche Themen. Aber keins was so richtig zu meinem Problem passt da erst der Baum stört nachdem jemand sein Haus um 2 meter versetzten tut.
Man kauft sich doch kein Haus am Flughafen und beschwärt sich dann wegen dem Fluglärm
würde mich freuen wenn jemand was genaueres weiß
Unbeschreiblich (73998 Beiträge, 32847x hilfreich)
Gibt es bei euch eine Baumschutzzsatzung? Was ganau steht da drin?
Antwort vom 17.11.2019 | 07:37
habe vergessen das der Baum in Düsseldorf steht
hier ist die Baumschutzsatzung https://www.duesseldorf.de/stadtrecht/6/68/68-401.html
hab mir diese 2 mal durchgelesen, aber ich werde daraus nicht schlau und irgendwie hilft mir das nicht weiter
Diese zwei Punkte sind aber für mich recht Interessant
Die Garage die neben den Baum gesetzt wird , ist ja eine wasserundurchlässige Schicht
Es ist auf jedenfall ein geschützter Baum ( Art und Stammdurchmesser )
Der Herr vom Gartamt sagte mir Fassadenschnitt sei soweit OK, und das Die Baumkrone Ihn stört wäre sein Problem und er müsste sich was einfallen lassen, dies wäre nicht mein Problem
Baumfällung erstmal verboten, aber die würde sich das ganze nochmal anschauen kommen wenn die Garage gesetzt wurde, und ob der Abstand dann noch wegen Sturm reichen tut wird entschieden
Dies klingt ja erstmal nicht schlecht
Hatte gestern ein Gespräch mit den Bauherren und nun heißt es das das Gartenamt 1m -1,5 m erlaubt hat ) vorher 2,5 m
ob ich das Baugerüst das in 2-3 Wochen gesetzt wird mit benutzen darf , damit ich das weg schneiden kann was zumindest Stört. Muss ich selber mit der Gerüstfirma klären
Aber muss ich mich nun drum kümmern bzw jemand bezahlen der dies macht, oder ist es wirklich deren Problem und die müssen sich drum kümmern
Ich hab im Hinterkopf, wenn es mein Baum ist muss ich Ihn auch stutzen wenn es den Nachbar stören tut und der wenn der Baum zu seinem Haus wächst...
aber in diesem Fall kommt das neue Haus näher an den Baum
vielleicht kann ich mich ja entspannt zurück lehnen und verlangen das die den Baum stutzen so viel wie nötig, damit erspaare ich mir den Ärger mit der Gerüstfirma
Antwort vom 17.11.2019 | 11:10
Zitat (von Slavonac):
Ich kenne solche Probleme aus dem baurechtlichen Bereich wo Nachbarschaftsrecht immer eingebunden ist.
Auch wenn bei Bepflanzungen den vorgeschriebener Grenzabstand (§ 41 NachbG NRW Walnussbaums 2m) nicht eingehalten wurde, gilt eine Verjährungsfrist in der der Nachbar die Beseitigung verlangen kann. Nach §47 NachbG NRW sind das 6 Jahre. Danach müsste der Nachbar für die Kosten aufkommen. Ein Anspruch auf Beseitigung verjährt aber nicht. Trotzdem § gilt (BGB § 910 Überhang) ob er nun den erforderlichen Grenzabstand einhält oder nicht. Den Überhang darf der bauende Nachbar nur selbst entfernen, wenn er dem Baumeigentümer eine angemessene Frist gesetzt hat und diese verstrichen ist. Dabei wären aber auch landesrechtliche Bestimmungen zu berücksichtigen.
Danach müsste der Nachbar das Fällen bezahlen.
§ 5 Baumschutz im Genehmigungsverfahren: In eurer Baumschutz-Satzung §5 steht, dass der Nachbar mit dem Bauantrag auch die Baumbestände der Nachbarn in einem Lageplan anzugeben hat. Es hätte so schon bei der Baugenehmigung mit dem Gartenbauamt und Nachbarn abgeklärt werden könne. Der Inhalt wäre ein Bestandteil der Baugenehmigung. Hat er das nicht gemacht, wäre das nach eurer Baumschutzsatzung eine Ordnungswidrigkeiten § 6 Abs. 5.
Baustopkosten könnte er danach nicht verlagen, wenn er §5 nicht beachtet hat.
So lese ich es daraus.
-- Editiert von Contredit am 17.11.2019 11:27
Antwort vom 17.11.2019 | 18:35
Schlichter (7809 Beiträge, 2670x hilfreich)
Hier geht es doch vordergründig um Besitzstörung durch Dich (in Form der Baumkrone). Da helfen Dir Aussagen wie die sind mit dem Haus herangerückt, nicht weiter.
Die Besitzstörung war auch vorher schon da, nur hat sich bis dahin niemand dafür interessiert.
Die Beseitigung hätte zudem auch nicht verlangt werden können § 910 BGB.
Woraus ergibt sich, dass Du den Baum erst im Frühjahr, wenn er wieder anfängt zu treiben, schneiden darfst?
Ich kenne es nur so, dass man Bäume und Sträucher immer im Herbst schneidet, weil dann ein "ausbluten" unterbleibt.
Antwort vom 17.11.2019 | 19:27
Unparteiischer (9895 Beiträge, 1643x hilfreich)
Der Herr vom Gartamt sagte mir Fassadenschnitt sei soweit OK,
Und den hat der zu machen, der dort eine *Fassade* hinsetzt.
Von mir wird nun verlangt,
Schreibt der Nachbar/Bauherr dir das?
was dicker als ein Finger ist jedoch erst im Frühjahr !
Das glaub ich nicht. Wahrscheinlich bis Ende Februar. Also in der Winterzeit.
Antwort vom 18.11.2019 | 12:48
der §910 BGB ist für deine Zwecke doch offenbar genau der Richtige.
Der Nachbar fordert dich jetzt auf bzw. setzt dir eine Frist, den Baum zu beschneiden. Du machst das einfach nicht (hat ja keine Genehmigung vom Gartenbauamt, so wie ich das verstehe => solltest du wirklich lassen).
Dann hat dein Nachbar ds Recht, selbst zu bBeschneiden. Auch er wird dafür aber eine Genehmigung des Gartenbauamtes benötigen.
Du kannst ihm anbieten, den entsprechenden Antrag mit zu unterschreiben, der besagt dass er beschneiden darf - man will ihm ja keine Steine in den Weg legen, gelle?
Es gibt dann zwei bis drei Möglichkeiten:
1. Er beschneidet den Baum so, wie es ihm passt, ohne sich um Genehmigung zu scheren. Dann macht er sich der Sachbeschädigung an deinem Baum schuldig, aber wegen guter Nachbarschaft sollte man darüber vielleicht nicht lange streiten. Jedenfalls kannst du das Gartenbauamt informieren, wenn die Standfestigkeit nicht mehr gegeben zu sein scheint. Folge wäre (zumindest in Hamburg) vermutlich, dass der Nachbar eine kräftige Strafe zu zahlen hat und eine Ersatzpflanzung auf seinem Grundstück machen muss. Und du bist den Baum los - oder willst du den etwa behalten? Dann kannst du dem Nachbarn eine Ersatzpflanzung auf deinem Grundstück, aber mit ordentlich Grenzabstand, anbieten.
Schadenersatz wegen der Fällkosten kann nicht anfallen, da der Nachbar kein Recht auf Fällung hatte.
2. Er stellt den Antrag und bekommt auch keine Genehmigung. Dann bist du, da ja voll mitwirkungsbereit, nicht zu Schadenersatz wegen Baustopp verpflichtet: Das BGB sieht ausdrücklich nicht vor, dass DU das Ganze zurückschneiden musst sondern nur, dass dir die Gelegenheit gegeben werden muss.
Der Fall "bis drei" wäre, dass dein Nachbar im Gegensatz zu dir eine Genehmigung für den gewünschten Schnitt bekommt und losschnippelt..
Der Nachbar könnte anschließend versuchen, die Kosten des Schnitts von dir als Schadenersatz zu verlangen. Diese Forderung kann man dann an die Gemeinde weitergeben, da deren erratische Entscheidungen ja nur dazu führten, dass du braver Bürger nicht selbst zurückgeschnitten und die ganzen Kosten vermieden hast.
Da müsste man dann mal genauer prüfen, wie das wohl angehen kann. Das ist dann Verwaltungsrecht.
-- Editiert von quiddje am 18.11.2019 12:56
Antwort vom 20.11.2019 | 13:43
Ich sehe hier an ganz anderes Problem, für den Bauherren.....
Es scheint durchaus möglich, dass der Baum sein Bauvorhaben in der jetzigen Planung verhindert.
Antwort vom 20.11.2019 | 17:10
Sehe ich auch so. Ausser es sind im Bauantrag + Genehmigungsverfahren die Bäume ordentlich bezeichnet worden.
Mich irritiert ein wenig ihre Rechtsauffassung. Der Baum steht absolut rechtswidrig. In BW müssen mindestes
12 m Grenzabstand sein. Dann hinzustehen und zu sagen, alles was mit dem Baum zu tun hat, ist nun Sache des Nachbarn und natürlich soll er auch alle Kosten übernehmen.
Besser wäre es gewesen, den richtigen Abstand auszuwählen, und das macht man als Pflanzenliebhaber. Fällkosten- und Folgekosten belaufen sich je nach dem zwischen 2 bis 4.000 Euro.
Da Sie Baumeigentümer sind, sind dies ihre Kosten.
Antwort vom 20.11.2019 | 17:25
Der Baum steht absolut rechtswidrig.
Weil sich der Baum vor >40 Jahren dazu entschlossen hat an dieser Stelle Wurzeln zu schlagen?
Selbst wenn wir annehmen, dass der Baum vor 40 Jahren bewusst dort gepflanzt worden wäre, ist der Beseitigungsanspruch vor rund 37 Jahren verjährt.
-- Editiert von spatenklopper am 20.11.2019 17:26
Antwort vom 20.11.2019 | 17:41
<<<40 Jahren dazu entschlossen hat an dieser Stelle Wurzeln zu schlagen?<<<<
Als Grundstückseigentümer ist man auch für Aussaat verantwortlich. Man hat dies zu beseitigen.
<<Selbst wenn wir annehmen, dass der Baum vor 40 Jahren bewusst dort gepflanzt worden wäre, ist der Beseitigungsanspruch vor rund 37 Jahren verjährt.<<<
Verjährung heilt nicht den Zustand der Rechtswidrigkeit. Hier gibt es sehr viele Urteile dazu. Wo käme man dahin, denke einmal folgerichtig, würde doch alles auf den Kopf stellen.
Der Ansatzpunkt des RA wird auch in diese Richtung laufen, angenommen es gibt bei diesem Bauvorhaben ein Bauverbot, wegen diesem rechtswidrigen Baum. So kann Schadensersatz gefordert werden. Welcher Eigentümer lässt es zu, daß sein Baugrundstück entwertet wird. Und das noch in Düsseldorf, ist ja nicht MCPomm. Was kostet da 1qm Bauland ?
-- Editiert von Rosenfreund am 20.11.2019 17:42
Antwort vom 20.11.2019 | 18:14
Besser wäre es gewesen, den richtigen Abstand auszuwählen,
Hast du gelesen, warum dieser Baum nun stört?
Wo käme man dahin, denke einmal folgerichtig, würde doch alles auf den Kopf stellen.
Manchmal kommt es mir so vor, als sähen Juristen die Welt von *auf dem Kopf stehend*.
Wo kämen wir hin? Auf einem 15 bis 20 m breiten Grundstück in BaWü stünden alle Bäume rechtswidrig.
Das gibts nichtmal in McPomm
Der Ansatzpunkt des RA wird auch in diese Richtung laufen
Welcher RA?
angenommen es gibt bei diesem Bauvorhaben ein Bauverbot,
Gibt es nicht. Es wird gebaut.
Welcher Eigentümer lässt es zu, daß sein Baugrundstück entwertet wird.
Wird doch nicht.
Antwort vom 20.11.2019 | 18:16
Schon mal auf die Idee gekommen, dass die Rechtslage vor rund 40 Jahren eine andere gewesen sein könnte, bzw. das es möglicherweise damals überhaupt keine dementsprechenden Gesetze, Verordnungen , oder Satzungen gab?
Verjährung heilt nicht den Zustand der Rechtswidrigkeit. .... Wo käme man dahin, denke einmal folgerichtig, würde doch alles auf den Kopf stellen.
Wenn wir schon bei auf den Kopf stellen sind, hast Du doch bestimmt auch eine Erklärung dafür, weshalb in der Baumschutzsatzung von Düsseldorf (welche es übrigens auch erst seit 1986 gibt), nirgends steht, dass die Satzung für "rechtswidrige" Bäume keine Gültigkeit hat.
Im Gegenteil, dort wird jeglichen Bäumen, welche in der Satzung genannten Kriterien entsprechen, Schutz gewährt, egal wo sie stehen.
Hier gibt es sehr viele Urteile dazu.
Bei der Garage wage ich das, am geplanten Standort, zu bezweifeln.
-- Editiert von spatenklopper am 20.11.2019 18:19
Antwort vom 20.11.2019 | 18:52
<<<Wenn wir schon bei auf den Kopf stellen sind, hast Du doch bestimmt auch eine Erklärung dafür, weshalb in der Baumschutzsatzung von Düsseldorf (welche es übrigens auch erst seit 1986 gibt), nirgends steht, dass die Satzung für "rechtswidrige" Bäume keine Gültigkeit hat.
Im Gegenteil, dort wird jeglichen Bäumen, welche in der Satzung genannten Kriterien entsprechen, Schutz gewährt, egal wo sie stehen.<<<<
Schutz nun für jeden Baum. Das wird für den Walnussbaumeigentümer nun zum Bumerang. Er wird ihn nicht fällen dürfen, obwohl er gerne möchte. Sein Nachbar hat Rechte und wird diese sicherlich einklagen. Ich habe schon ein bißchen weiter gedacht. Eigentum verpflichtet, hier in diesem Fall könnte ein Richter entscheiden, dass es jährliche Ausgleichszahlungen gibt, je nachdem wie die Klageforderung formuliert ist, und welcher Schaden entsteht. Der Baum steht in einem Wohngebiet und ist vermutlich nicht ortsüblich. Walnussbäume sind Landbäume.
Ein cleverer RA bekommt es hin.
<<<Hast du gelesen, warum dieser Baum nun stört?<<<
Heisst dass im Umkehrschluss, der Eigentümer darf sein Grundstück niemals anders verwerten, nur weil ein Baum dort steht, wo er niemals hätte stehen dürfen ? Das käme doch einer Enteignung gleich. Dann frage auch wer diesen Zustand geschaffen hat und warum so fahrlässig. Der Baumeigentümer weiß doch wie hoch und breit dieser Baum wird.
<<Wo kämen wir hin? Auf einem 15 bis 20 m breiten Grundstück in BaWü stünden alle Bäume rechtswidrig.<<<
Das ist die Konsequenz, nicht jedes Grundstück ist groß genug für jede Baumart. Wer kleine Grundstücke hat, kann keinen Wald pflanzen. In der Höhe sind die Bäume aufgrund von Schattenwurf auch reglementiert.
Wer Photovoltaik auf dem Dach hat, kennt dieses leidige Thema.
-- Editiert von Rosenfreund am 20.11.2019 18:59
-- Editiert von Rosenfreund am 20.11.2019 19:01
Antwort vom 20.11.2019 | 20:08
Ich ziehe einen Zug zurück. Es soll auch mal noch eine Garage gebaut werden.
@Rosenfreund
Der TE @Slavonac ist der Baumeigentümer. DER will den Baum weder fällen noch schneiden noch versetzen noch aussäen. Er will, dass der Baum dem Schutz unterliegt, den er hat und das Düsseldorfer Gartenbauamt ihm schon gegeben hat.
Offenbar stehst du tatsächlich auf dem Kopf.
Der Baum steht in einem Wohngebiet und ist vermutlich nicht ortsüblich.
Wo hast du das gelesen? In Düsseldorf sind auch unübliche Walnussbäume geschützt.
Was wäre ein in Düsseldorf ortsüblicher Baum?
der Eigentümer darf sein Grundstück niemals anders verwerten,
Doch, der Nachbar als Bauherr darf. Aber eben nicht alles und nicht jedes. Vor allem nicht gegen geschützte Bäume. Und das Verlangen des Bauherren, dass der Baumeigentümer selbst Hand an seinen Baum legt, kann der gern haben.
Wir wissen ja, verlangen kann man alles--- nur mit dem Bekommen siehts dann oft mau aus.
Schon recht: Nicht jedes Grundstück ist groß genug für jede Baumart. Du kennst hier aber nicht die Größe der beiden Grundstücke. Dass an dem Walnussbaum gar nicht rumgeschnippelt werden darf, behauptet hier übrigens niemand.
Die Konsequenz wird hier so sein, wie weiter oben schon geschrieben wurde.
Noch hat der TE außer seinem Baum auch das Gartenamt, die Stadt Düsseldorf mit ihrer Satzung, und wahrscheinlich auch den Schiedsmann für Walnussbaum-Fragen auf seiner Seite.
Jo. So würde ich das jetzt auch mal angehen...
Antwort vom 20.11.2019 | 20:23
Wenn das hier schriftlich vorliegt ja ->
Die Standfestigkeit wäre nicht mehr gegeben und das Gartenamt hat so einen radikal schnitt bzw die Baumfällung nicht zugestimmt.
Ansonsten sollte man nochmals einen Antrag stellen und sich dann mit der schriftlichen Ablehnung zurücklehnen.
-- Editiert von spatenklopper am 20.11.2019 20:29
Antwort vom 20.11.2019 | 21:39
12 m Grenzabstand sein.
Sorry aber 12 m Grenzabstand findest sich in Wohngebieten in keiner BauO. In diesem Fall gilt: § 41 NachbG NRW – Grenzabstände für bestimmte Bäume, Sträucher und Rebstöcke (Walnuss 2 m Grenzabstand)
§ 47 NachbG NRW die Verjährungsfrist in der der Nachbar die Beseitigung verlangen kann beträgt 6 Jahre. Heilt zwar eine Rechtswidrigkeit nicht, verteilt die Kostentragungspflicht aber anders.
BGB § 910 Überhang. Den Überhang darf der bauende Nachbar nur selber entfernen, wenn er dem Baumeigentümer eine angemessene Frist gesetzt hat und diese verstrichen ist. Dabei wären aber auch landesrechtliche Bestimmungen zu berücksichtigen.
Welcher Eigentümer lässt es zu, daß sein Baugrundstück entwertet wird. Und das noch in Düsseldorf, ist ja nicht MCPomm. Was kostet da 1qm Bauland ?
Baumschutzsatzung https://www.duesseldorf.de/stadtrecht/6/68/68-401.html
Bauschutzsatzung Düsseldorf:
(laut Satzung auch Walnuss ist geschützt)
§ 5 Baumschutz im Genehmigungsverfahren (Bauherrplicht)
§ 6 Abs. 5. Ordnungswidrigkeiten (wenn Bauherr §5 nicht beachtet hat)
Ich schließe daraus, dass der alte Walnussbaum mehr Rechte hat als so mancher Bauherr. Auch wenn er längst seine Blätter abwirft u. ein bisschen kahl in den Winter geht.
-- Editiert von Contredit am 20.11.2019 21:43
Antwort vom 20.11.2019 | 22:38
@contredit
Ich korregiere von 12 m in BaWü auf 8 m für WalnussBäume. Was genau in NRW festgeschrieben ist, hat mich nicht interessiert. Kann ja der Fragesteller selber einmal ermitteln.
Der Fragesteller schreibt ja in Grenznähe, also muss es ziemlich nah sein. Zu nah also, bei Rechtswidrigkeit zählt jeder cm. Und wie du schon schreibst, hat es Auswirkungen auf der Kostenseite.
Das der Baum sehr viele Rechte hat, ist ja schon herausgearbeitet worden. Mit diesen Baumrechten, gehen die Pflichten auf dem Baumeigentümer über. Welche Folgekosten es tatsächlich sind, wird sich noch zeigen. So wie es aussieht, darf er den Baum nicht fällen. Das bedeuet auch, dass er für den Schutz des Baumes Geld aufwenden muss. Mancher Baumbesitzer musste sogar ein teures Stützsystem dem lieben Baum geben, weil dieser nun ein Kulturdenkmal wurde.
Bauherrpflicht im Para 5 Baumschutz im Genehmigungsverfahren. Hier wissen wir nicht welche Angaben der Bauherr tatsächlich gemacht. Gehen wir davon aus, er hat alles richtig gemacht.
Ortsüblich bedeutet, Waldbäume und landwirtschaftlich genützte Bäume, dazu gehört auch die Walnuss, sind in einem Wohngebiet nicht ortsüblich, weil diese Art von Bäumen, nicht in der Höhe und Breite dort hinpassen.
Auch hier gibt es Urteile welche Art von Pflanzen als ortsüblich angesehen werden.
Stadtbäume sind ebenso definiert.
Antwort vom 21.11.2019 | 11:32
Hier wissen wir nicht welche Angaben der Bauherr tatsächlich gemacht. Gehen wir davon aus, er hat alles richtig gemacht.
Wer im Laufe der Planung und des Baugenehmigungsverfahrens eine Garage, in 10 cm Entfernung von einem, durch die Baumschutzsatzung geschützten Baum plant und dieses den entsprechenden Behörden nicht mitteilt, hat also alles richtig gemacht?
Sorry aber auch Bauherren müssen über den Tellerrand (=Grundstücksgrenze) sehen, ansonsten kann ihm nämlich nicht nur die Planung, sondern auch sämtliche Kosten um die Ohren fliegen.
Antwort vom 21.11.2019 | 12:58
Ich korregiere von 12 m in BaWü auf 8 m für WalnussBäume
Egal. Der Baum, um den sich hier alles dreht, steht in Düsseldorf/am Rhein.
Was genau in NRW festgeschrieben ist, hat mich nicht interessiert
Dann kommt eben solcher *** raus.
Kann ja der Fragesteller selber einmal ermitteln.
Hat er längst. Kann man alles lesen. Er ist sogar mit Experten für alte Bäume um den Baum herumgegangen. Alle Unterlagen für die Bauabsichten des Nachbars wurden gesichtet.
So wie es aussieht, darf er den Baum nicht fällen
Mein Gott nochmal: Er will ihn auch auf keinen Fall fällen!
Dann stimmt was anderes nicht. Was durchaus sehr viel schlimmer sein kann.
sind in einem Wohngebiet nicht ortsüblich, weil diese Art von Bäumen, nicht in der Höhe und Breite dort hinpassen.
Unsinn. In Düsseldorf passt der Baum hin, dort hat er den Schutz.
Wenn du über Bäume und Kulturdenkmäler und Photovoltaik in BaWü schreiben willst--- gerne.
Aber bitte mit einem neuen Beitrag.
Was du hier beiträgst, hat mit dem Baum von @Slavonac nichts zu tun.
Antwort vom 21.11.2019 | 13:12
Hallo zusammen, das ist hier eine rege Diskussion geworden
Beide Gründstücke sind ca 500 qm gleich groß , der Baum steht auf der Grenze aber noch auf meinem Gründstück
Die Baumfällung steht erstmal nicht zur Debatte
hatte die Tage noch ein Gespäch mit den neuen Nachbarn und nun hieß es auf einmal das 1m -1,5 m rückschnitt vollkommen ausreichen würden ( vorher 2,5)
1,5 m sind auch kein Fassadenschnitt, dies ist doch viel zu viel
von mir wird verlangt das ich mich mit den Gerüstbau Leuten in Verbindung setzen soll und erfragen soll ob ich das Gerüst mitbenutzen darf um diese 1,5 m entfernen zu können
das ist zwar ein alter Baum, aber mit einer recht zierlichen Baumkrone ( max 8 m ) verstehe nicht das man da so übertreiben muss.
Um den ganzen ärger aus dem weg zu gehen wäre es mir lieber wenn die es machen würden
Das Gartenamt sagte mir wenn die Baumkrone das Gerüst behindert , wäre es sein Problem und er müsste sich Gedanken machen
Nachbar ist aber der Meinung, dein Baum also sieh zu das dies weg kommt was stören tut.
Der nächste ärger wird definitiv entstehen wenn die Fertiggarage gesetzt wird
Antwort vom 21.11.2019 | 13:24
Du musst differenzieren, denn es sind eben viele verschiedene Rechtsgebiete hier betroffen.
Das Amt hat insofern Recht, dass es das Problem des Bauherren ist und er, solltest Du den genehmigten Rückschnitt nicht machen, ihn selbst machen muss.
Ganz so einfach ist es nicht, siehe oben.
Wenn er den Rückschnitt macht / machen lässt, kann er sich aber die Kosten dafür von Dir wiederholen.
Als erstes stellst DU einen Antrag auf Rückschnitt des Baumes, das Amt gibt Dir dann schriftlich, wie weit und vor allem wann (in der Regel von Oktober bis Ende Februar) Du / oder jemand anderes das machen darf.
Da die Walnuss Tiefwurzler (Pfahlwurzler) ist, könnte der Garagenanbau so sogar klappen.
-- Editiert von spatenklopper am 21.11.2019 14:02
Antwort vom 21.11.2019 | 17:19
Verlangen kann man viel und alles--- ob derjenige das bekommt, ist nicht gesagt.
Ich bin kein Gartenbauamt, aber das sage ich auch. Genauso!
Du bist hier wirklich im Recht. Dein alter Baum auch.
Ich stimme @spatenklopper zu.
Antrag stellen. Beim Gartenbauamt. Dann abwarten.
Antwort vom 21.11.2019 | 22:30
@Spatenklopfer
Das ist doch alles Spekulation. Wissen Sie tatsächlich, dass der Bauherr gelogen hat ? Das wissen Sie von wem ?
Der Bauherr darf bauen, eben mit Auflagen und Restriktionen. Der Baumeigentümer muss nun mehr Pflichten erfüllen die rund um den Baum geschehen. Und dies die nächsten 150 Jahre und diese Verpflichtung geht auf die Erben oder Neukäufer über.
Der Baum wird 25 m hoch und die Krone wird breiter. Eine Sturmversicherung wird höchwahrscheinlich vom Versicherer abgelehnt, hier kommt wieder der Umstand der Rechtswidrigkeit ins Spiel. Der Nachbar hat ihn auf diesen Umstand schon hingewiesen. Das regelmässige Auslichten von Totholz, sowie Baumprüfung stehen dann immer wieder an. Ein Baum kostet Geld, und dieser wird je älter er wird, richtig Geld kosten. Fällen geht nicht, ja ich weiss der Baumeigentümer will gar keine, aber die elegante Chance hat er schon vor längerer Zeit verpasst.
Okay, dass wollte hier niemand wissen, ich führe dies hier nun an, weil die Tragweite einer Baumschutzordnung nicht erkannt wird.
Warum so beleidigend ? Wenn Sie meinen Text nicht erfassen können, können Sie auch drüber lesen.
Antwort vom 22.11.2019 | 17:39
Ich kann den Text erfassen.
Es geht im Beitrag von @Slavonac um JETZT. Nicht um das, was seine Erben mit dem Baum machen. Auch nicht um das, was er schon vor Jahren hätte machen können.
Der Bauherr darf bauen, eben mit Auflagen und Restriktionen.
Darauf kann man sich doch einigen. Ja. so ist das. Hat niemand dem Nachbar abgesprochen.
Das kann sogar bedeuten, dass der Bauherr einen von ihm Beauftragten vom Gerüst aus die überhängenden Äste schneiden lässt und dass die noch zu positionierende Garage evtl. eben nicht dorthin gesetzt wird, wo der Bauherr es jetzt möchte. Und dass der Baumeigentümer das Schneiden zulassen muss.
Ich verstehe durchaus und kann es meist auch schnell erfassen, dass es hier nicht um das üble-iche Nachbarschaftsstreit- Geschreibe geht, sondern auch um Baurecht und um Naturschutz. Und die Baumsatzung von Düsseldorf.
Dass es dabei zu kollidierenden Interessenslagen kommt, ist auch üblich. Und sogar verständlich. Dass ein Bauherr sein Grundstück nach Baurecht bis auf den letzten cm ausreizt, ist auch hinzunehmen.
Es mag Spekulation sein, aber hier scheint der Bauherr nicht mit dem Widerstand des Baumeigentümers gerechnet zu haben.
Dass Walnussbäume Rückschnitt im Winter vertragen, weiß ich auch schon länger, manche erholen sich sogar besser als erwartet davon. Die wenigsten Eigentümer möchten aber Hand und Säge anlegen an die Ungetüme.
Ich lese nicht drüber, weil ich vermeiden möchte, dass mit solchen Beiträgen Fragesteller verunsichert werden.
Antwort vom 26.11.2019 | 09:41
Es ist ja nicht mal der Widerstand des Baumeigentümers, den "Strich durch die Planung" hat ja erstmal das Gartenbauamt gemacht.
Ich habe nirgends geschrieben das gelogen wurde, nur hat bei der Planung jemand nicht alle Gegebenheiten berücksichtigt und das weiß ich aus der Schilderung, dem Sachverhalt und der aufgekommenen Problematik.
Wäre alles berücksichtigt worden, würde der TE hier nicht schreiben, das Gartenbauamt würde Blümchen pflanzen und der Bauherr in seiner Fertiggarage das Richtfest feiern.
-- Editiert von spatenklopper am 26.11.2019 09:43
Antwort vom 27.11.2019 | 20:52
Nachbars Neubau
Baum stört den Sat-Empfang des Nachbarn
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