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Timestamp: 2019-06-27 01:14:32+00:00

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FG Münster, 03.04.2014 - 5 K 383/12 U - dejure.org
FG Münster, 03.04.2014 - 5 K 383/12 U
https://dejure.org/2014,8518
FG Münster, 03.04.2014 - 5 K 383/12 U (https://dejure.org/2014,8518)
FG Münster, Entscheidung vom 03.04.2014 - 5 K 383/12 U (https://dejure.org/2014,8518)
FG Münster, Entscheidung vom 03. April 2014 - 5 K 383/12 U (https://dejure.org/2014,8518)
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Vorsteuerabzug aus einer Vorausrechnung über den Kauf eines Blockheizkraftwerks, dessen Lieferung vom Verkäufer in betrügerischer Absicht von vornherein nicht beabsichtigt war
UStG § 14c; UStG § 15 Abs 1 Satz 1 Nr 1
Umsatzsteuer - Kein Vorsteuerabzug im Fall des § 14c UStG
Vorsteuerabzug aus dem Kauf eines Blockheizkraftwerks im Rahmen eines betrügerischen Schneeballsystems
BB 2014, 1237
EFG 2014, 877
Denn nach den vom FG festgestellten objektiven Umständen hatte A von vornherein nicht die Absicht, (auch) das vom Kläger in Rechnung gestellte Blockheizkraftwerk zu liefern (vgl. Rz 36 f. der Vorentscheidung; s. auch FG Münster, Urteil vom 3. April 2014 5 K 383/12 U, EFG 2014, 877, Rz 59 f.; Sächsisches FG, Urteil in EFG 2015, 1652, Rz 17 f.).
bb) Die in einer Rechnung über ein planmäßig nicht geliefertes Blockheizkraftwerk gesondert ausgewiesene Umsatzsteuer ist kein gesonderter Steuerausweis i.S. von § 14c Abs. 2 Satz 2 UStG (a.A. FG Münster, Urteil vom 3. April 2014 5 K 383/12 U, Entscheidungen der Finanzgerichte 2014, 877).
bb) Die in einer Rechnung über ein planmäßig nicht geliefertes Blockheizkraftwerk gesondert ausgewiesene Umsatzsteuer ist kein gesonderter Steuerausweis i.S. von § 14c Abs. 2 Satz 2 UStG (a.A. FG Münster, Urteil vom 3. April 2014 5 K 383/12 U, EFG 2014, 877).
Das Finanzgericht Münster entschied in seinem Urteil vom 3. April 2014 (5 K 383/12 U, Entscheidungen der Finanzgerichts -EFG- 2014, 877), dass ein Vorsteuerabzug gemäß § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 UStG immer dann ausscheide, wenn der Lieferer von Anfang an beabsichtige, keine Lieferung vorzunehmen, sondern im Rahmen eines betrügerischen Schneeballsystems lediglich Rechnungen mit gesondertem Steuerausweis erstelle.
Diese Auffassung hat das FG Münster seiner Entscheidung (in EFG 2014, 877) zugrunde gelegt.
Das Finanzgericht Münster lehnte im Urteil vom 3. April 2014 (Aktenzeichen 5 K 383/12 U, EFG 2014, 877, rkr.) den Vorsteuerabzug aus der Anzahlungsrechnung mit der Begründung ab, es liege keine gesetzlich geschuldete Steuer im Sinne von § 15 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 S. 1 UStG vor.
In diesem Zusammenhang verweist der Beklagte auf die Urteile des erkennenden Senats vom 03.04.2014 (5 K 383/12 U und 5 K 3875/12 U) sowie das Urteil des FG Baden-Württemberg vom 19.09.2014 (9 K 2914/12).
Bei einer Vorauszahlungsrechnung ist deren gesonderte ausgewiesene Steuer gem. § 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 Satz 3 UStG grundsätzlich bereits abziehbar, wenn eine Rechnung vorliegt und die Zahlung - wie im Streitfall - geleistet worden ist (FG Münster, Urt. vom 03.04.2014 - 5 K 383/12 U, EFG 2014, 877).

References: § 14
 § 15
 § 14
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 § 15
 § 15
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