Source: https://www.ferner-alsdorf.de/thema/stgb/
Timestamp: 2017-10-18 00:15:29+00:00

Document:
stgb | Rechtsanwalt Ferner Alsdorf, Aachen | Anwaltskanzlei Ferner Alsdorf
Anwaltskanzlei Ferner Alsdorf > News von Rechtsanwalt Ferner > stgb
Veröffentlicht am 8. Oktober 2017 Kategorien StrafrechtTags Bedrohung, fischer, kommentar, person, stgb
Veröffentlicht am 8. Oktober 2017 Kategorien StrafrechtTags betrug, bundesgerichtshof, klage, stgb, tatsachenbehauptung, zpo
Der Bundesgerichtshof (VI ZR 266/16) konnte nunmehr klarstellen, dass bei einer Strafnorm die strafrechtliche Beurteilung des Vorsatzes im Zivilrecht bindend ist: Ist das Schutzgesetz im Sinne von § 823 Abs. 2 Satz 1 BGB eine Strafnorm, so muss der Vorsatz nach strafrechtlichen Maßstäben beurteilt werden. Dies gilt auch, falls das verletzte Schutzgesetz selbst keine Strafnorm ist, seine Missachtung aber unter Strafe gestellt wird. Führt ein unvermeidbarer Verbotsirrtum gemäß § 17 Satz 1 StGB zur Schuldlosigkeit, so schließt dies auch eine Haftung nach § 823 Abs. 2 BGB aus.
Im Zivilrecht setzt das Verschulden durch vorsätzliches Verhalten das Bewusstsein der Rechtswidrigkeit voraus, welches bei einem Verbotsirrtum fehlt (Senat, Urteil vom 12. Mai 1992 – VI ZR 257/91, BGHZ 118, 201, 208). Ist allerdings das Schutzgesetz im Sinne von § 823 Abs. 2 Satz 1 StGB eine Strafnorm, so muss der Vorsatz nach strafrechtlichen Maßstäben beurteilt werden. Dies gilt auch, falls das verletzte Schutzgesetz selbst keine Strafnorm ist, seine Missachtung aber unter Strafe gestellt wird (Senat, Urteile vom 15. Mai 2012 – VI ZR 166/11, NJW 2012, 3177 Rn. 22; vom 10. Juli 1984 – VI ZR 222/82, NJW 1985, 134 f.). Gemäß § 17 Satz 1 StGB führt ein unvermeidbarer Verbotsirrtum zur Schuldlosigkeit, lässt den Vorsatz jedoch unberührt.
Führt ein unvermeidbarer Verbotsirrtum gemäß § 17 Satz 1 StGB zur Schuldlosigkeit, so schließt dies auch eine Haftung nach § 823 Abs. 2 BGB aus (Senat, Urteile vom 15. Mai 2012 – VI ZR 166/11, NJW 2012, 3177 Rn. 22; vom 10. Juli 1984 – VI ZR 222/82, NJW 1985, 134 f.; BGH, Urteil vom 26. Februar 1962 – II ZR 22/61, NJW 1962, 910, 911; Beschluss vom 24. November 2010 – III ZR 260/09, juris Rn. 9).
Für das Vorliegen eines haftungsausschließenden Rechtsirrtums ist der Anspruchsgegner darlegungs- und beweispflichtig (vgl. Senat, Urteil vom 21. April 2009 – VI ZR 304/07, NJW-RR 2009, 1207 Rn. 23; BGH, Urteil vom 16. Juni 1977 – III ZR 179/15, BGHZ 69, 128, 143 f.).
Veröffentlicht am 25. Juli 2017 Kategorien ZivilrechtTags beschluss, bgb, bundesgerichtshof, haftung, njw, stgb, urteil, Zivilrecht
Veröffentlicht am 25. Juli 2017 Kategorien StrafrechtTags beschluss, bundesgerichtshof, Bundesverfassungsgericht, fischer, njw, nstz, Rechtsprechung, sicherungsverwahrung, stgb, urteil
Veröffentlicht am 24. Juli 2017 24. Juli 2017 Kategorien WirtschaftsrechtTags geldwäsche, stgb, unternehmen
Veröffentlicht am 23. Juli 2017 23. Juli 2017 Kategorien StrafrechtTags bundesgerichtshof, Rechtsprechung, stalking, stgb, suizid
Strafbarkeit wegen des Besitzes jugendpornographischer Bilder weiterlesen
Veröffentlicht am 15. Juli 2017 15. August 2017 Kategorien StrafrechtTags beck, beschluss, besitz, Bundesverfassungsgericht, cache, kinderpornographie, person, Rechtsprechung, stgb, urteil
Veröffentlicht am 16. April 2017 Kategorien PersönlichkeitsrechtTags beleidigung, berufung, bgb, geldentschädigung, hitze, internet, OLG Dresden, person, Rechtsprechung, social media recht, stgb, unterlassungsanspruch, wiederholungsgefahr

References: § 823
 § 17
 § 823
 § 823
 § 17
 § 17
 § 823