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Timestamp: 2019-05-21 16:46:35+00:00

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Ausländer- & Asylrecht | Rechtsanwalt Neuss – Chambers Of Lions
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Eine Spezialisierung der Tätigkeit des Rechtsanwalts Tuna liegt auf dem Gebiet des Migrationsrechts, also dem Ausländer- und Asylrecht und dem Staatsangehörigkeitsrecht.
Herr Rechtsanwalt Tuna berät und vertritt Ausländer bzw. Migranten und Unternehmen in
Asylrechtliche Angelegenheiten, z. B. Rechtsschutz gegen Ausweisung und Abschiebung, Asylanerkennung, Flüchtlingsanerkennung, Durchführung und Begleitung des Asylverfahrens, Folgeanträge, Unterbringung und Umverteilung von unerlaubt eingereisten Ausländern und Asylbewerbern.
Aufenthaltsrechtliche Angelegenheiten, insbesondere bei Anträgen auf Erteilung von Aufenthaltstiteln, z.B. Aufenthaltserlaubnis, Blaue Karte EU, Erlaubnis zum Daueraufenthalt – EU, Besuchsvisum/Touristenvisum, Familienzusammenführung
Staatsangehörigkeitsrechtliche Angelegenheiten, z.B. Einbürgerung
Angelegenheiten des Arbeitsmarktzugangs für Ausländer, z.B. Arbeitserlaubnis, Anerkennung von ausländischen Berufsabschlüssen/Hochschulabschlüssen
Strafverteidigung bei Verstößen gegen das Aufenthaltsgesetz.
Rechtsanwalt Tuna berät und vertritt Sie im Hinblick auf ausländerrechtliche Maßnahmen jeder Art: Widersprüche, Klagen und Eilanträge gegen Ordnungsverfügungen; Verfahren wegen Befristungen von Ausweisungs- und Abschiebungswirkungen u. a.
Häufige Fragen zum Asylrecht
Wie und wo stelle ich den Asylantrag?
Der Antrag muss persönlich bei einem Bundesamt oder einem Ankunftszentrum gestellt werden. Um die Antragsteller zu unterstützen und über die Rechte und Pflichten in dem Asylverfahren aufzuklären, steht natürlich zum Termin ein Dolmetscher bereit um alle aufkommenden Fragen zu beantworten. Selbstverständlich erhalten Sie alle Unterlagen aus diesem Termin noch persönlich in Ihrer Muttersprache. Natürlich werden bei der Antragstellung alle persönlichen Daten erfasst und Sie sind verpflichtet ihre Identität so gut es geht nachzuweisen (z.B. Geburtsurkunden, Führerscheine, Nationalpass). Alle Originalen Dokumente werden mit einer physikalisch-technischen Urkundenuntersuchung überprüft.
Jeder Antragsteller wird fotografiert und bei Personen ab dem 14. Lebensjahr werden noch Fingerabdrücke genommen, dadurch werden Daten abgeglichen. Diese Daten werden dann überprüft ob es sich um einen Erstantrag, Folgeantrag oder Mehrfachantrag handelt.
Mit Hilfe eines Europäischen Systems wird festgestellt ob ein anderer Europäischer Staat für die Durchführung des Asylverfahrens zuständig sein könnte (Prüfung Dublin-Verfahrens).
Wie stelle ich den Asylantrag? Kann ich den Antrag auch schriftlich stellen?
Der Asylantrag muss eigentlich persönlich erfolgen, nur in Ausnahmefällen kann der schriftliche Asylantrag gestellt werden, dass muss dann beim Bundesamt erfolgen. Die Voraussetzungen werden im AsylG § 14 Abs. 2 wie folgt aufgeführt:
Der Antragsteller ist minderjährig und sein gesetzlicher Vertreter ist nicht verpflichtet, in einer Aufnahmeeinrichtung zu wohnen.
Der Antragsteller besitzt einen Aufenthaltstitel mit einer Gesamtgeltungsdauer von mehr als sechs Monaten.
Der Antragsteller befindet sich
In Haft oder sonstigem öffentlichen Gewahrsam
In einem Krankenhaus bzw. einer Heil- oder Pflegeanstalt
In einer Jugendhilfeeinrichtung
Nach Antragstellung habe ich einen Dublin-Bescheid erhalten. Wie verhalte ich mich bei einem Dublin-Bescheid?
Bei einem Dublin-Bescheid kommt es darauf an, was in Ihrem Bescheid steht.
Es könnte sein dass der Asylantrag unzulässig ist bzw. abgelehnt wird oder die Abschiebung in dem zuständigen Staat angeordnet wird. Es ist natürlich wichtig sich schon im Vorfeld um einen Rechtsbeistand zu kümmern, sobald Sie solch einen Bescheid bekommen da auch Fristen beachtet werden müssen. Sie haben nur 1. Woche Zeit den Bescheid vor dem Verwaltungsgericht anzufechten. Der Bescheid wird den betroffenen Personen direkt zugestellt. In den unten stehenden Hinweisen in der Belehrung sind die Fristen notiert, an diese sich gehalten werden sollte. Das Dublin-Verfahren findet vor der Prüfung des Asylantrages statt, da es ein Zuständigkeitsverfahren ist. Da die Klage gegen die Entscheidung im Dublin-Verfahren keine aufschiebende Wirkung hat, stoppt sie nicht die Abschiebung, diese kann auch während des laufenden Klageverfahrens vollzogen werden. Daher muss zusätzlich zur Klage Eilrechtsschutz beantragt werden. Dies geschieht mit einem Antrag auf Anordnung der aufschiebenden Wirkung der Klage (Antrag nach § 80 Absatz 5 der Verwaltungsgerichtsordnung). Vor einer gerichtlichen Entscheidung im Eilverfahren ist eine Überstellung nicht zulässig (§ 34a Absatz 2 des Asylverfahrensgesetzes bzw. des neuen Asylgesetzes). Es ist wichtig, die Rechtsbehelfsbelehrung am Ende des Bescheides genau zu lesen. In der Belehrung finden sich Hinweise zum möglichen Rechtsschutz, zu laufenden Fristen und die Anschrift des zuständigen Verwaltungsgerichts, an das sowohl die Klage als auch der Eilantrag zu richten sind.
Ich bin illegal in Deutschland und möchte einen Asylantrag stellen? Soll ich mich davor von einem Rechtsanwalt beraten lassen?
Erst einmal ist zu sagen, dass es strafbar ist sich nach § 95 des Aufenthaltsgesetzes (AufenthG) illegal in Deutschland aufzuhalten. Jeder Flüchtling kann einen Asylantrag stellen, wenn er verfolgt (z.B. psychische oder physische Gewalt etc.) oder aus politischen Gründen aus seinem Heimatland geflüchtet ist.
Sie können sich aber auch noch vor Asylantragstellung an einen Rechtsanwalt widmen, der Ihnen eine erste Einschätzung geben kann, ob ein Asylantrag erfolgversprechend sein kann. Gegebenenfalls kann der Anwalt auch prüfen, ob nicht ein Antrag bei der zuständigen Ausländerbehörde in Frage kommt.
Wenn der Bescheid negativ ist sollte man anwaltlichen Rat hinzuziehen, falls man dagegen vorgehen möchte.
Ich habe vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge einen Ablehnungsbescheid erhalten. Was ist nun zu tun? Welche Fristen sind zu beachten?
Mit jedem eingegangenen Asylantrag wird die Feststellung des Antrags genau überprüft. Natürlich bestehen hinsichtlich des Antrages sowie für Anerkennung und Ablehnung verschiedene Entscheidungswege zur Verfügung. Der Asylantrag kann in vollem Umfang oder nur teilweise abgelehnt werden. Falls der Antrag abgelehnt wird, dann wird in dem Bescheid eine Frist genannt zur freiwilligen Ausreise. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge hat mehrere Möglichkeiten über den Antrag zu entscheiden zum Beispiel:
Unzulässiger Asylantrag die Dublin-III- Verordnung
Kein neues Asylverfahren nach dem Folgeantrag
Anerkennung als Asylberechtigter bzw. als Flüchtling
Anerkennung als subsidiär Schutzberechtigter
Feststellung von anderen nationalen Abschiebungsverboten
Ablehnung als offensichtlich unbegründet
Falls Sie einen Ablehnungsbescheid bekommen betragen die Klagefristen meist 1-2 Wochen. Deshalb empfehlen wir falls Sie dagegen angehen wollen, sollten Sie Kontakt zu einem Anwalt aufnehmen.
Ich habe einen positiven Bescheid vom Bundesamt erhalten. Allerdings habe ich lediglich den subsidiären Schutz zuerkannt bekommen. Was ist zu tun und welche Fristen sind zu beachten?
Der subsidiäre Schutz greift ein, wenn weder der Flüchtlingsschutz noch die Asylberechtigung gewährt werden können.
Dadurch dass es in Syrien nicht mehr sicher ist und dort Krieg herrscht wird vielen aus diesem Land der subsidiäre Schutz gewährt. Bei dem subsidiären Schutz handelt es sich um einen Schutz der nur für Personen gewährt wird die aus einem Herkunftsland kommen wo Gefahr droht. Es kann natürlich auch ernsthafter Schaden entstehen von den staatlichen und nicht staatlichen Akteuren. Laut des Asylgesetzes § 4 Subsidiärer Schutz Abs. 1 gilt ernsthafter Schaden bei:
Die rechtlichen Grundlagen und Folgen des subsidiären Schutzes nach § 4 Abs. 1 AsylG.
Eine Aufenthaltserlaubnis für ein Jahr
Bei Verlängerung: jeweils für zwei weitere Jahre
Niederlassungserlaubnis nach fünf Jahren ( die Asylverfahrensdauer wird eingerechnet ) möglich, wenn weitere Voraussetzungen, wie etwa die Sicherung des Lebensunterhaltes sowie ausreichende Deutschkenntnisse, erfüllt sind.
Jedoch kann in vielen Fällen, insbesondere bei syrischen Staatsangehörigen, geraten werden, gegen den Bundesamtsbescheid zu klagen. Insbesondere Männer im Wehrdienstalter haben weiterhin gute Chancen, gerichtlich die Flüchtlingseigenschaft gem. § 3 AsylG anerkannt zubekommen.
Wann ist ein Visum für die Einreise nach Deutschland notwendig?
Grundsätzlich gilt, wer einen längeren Aufenthalt bis zu 90 Tagen in Deutschland plant, muss ein Visum für die Einreise beantragen.
Ausgenommen sind davon jedoch EU- Bürger die lediglich der Meldepflicht beim zuständigen Einwohnermeldeamt unterliegen. Weiterhin gelten Ausnahmen bei den Schengener Staaten. Jedoch gibt es auch hier Unterschiede:
Schengener Staaten die kein Visum benötigen aber sich beim einem Aufenthalt bis zu 90 Tagen beim Einwohnermeldeamt melden müssen:
Belgien, Bulgarien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Liechtenstein, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Schweiz, Slowenien, Spanien, Tschechischen Republik, Ungarn und Zypern
Neben den EU und Schengen Saaten gibt es weitere gesonderte Regelungen bei der Einreise aus verschiedenen Ländern:
Länder bei denen das Visum nach der Einreise in Deutschland beantragt werden kann:
Australiens, Israels, Japans, Kanadas, Neuseelands, Südkoreas und der Vereinigten Staaten von Amerika
Länder bei denen das Visum nach der Einreise beantragt werden kann, soweit in der Zeit keine Erwerbstätigkeit in Deutschland aufgenommen werden soll:
Andorra, Brasilien, El Salvador, Honduras, Monaco und San Marino
Ist ihr Land nicht aufgezählt wurden sollten Sie in jedem Fall ein Visum vor der Einreise beantragen. Um sicher zu gehen, können Sie auch auf der Website des Auswärtigen Amts eine Liste der Länder finden, die ein Visum für die Einreise benötigen:
Für genauere Informationen und Fragen zum Thema Visum nehmen Sie am besten Kontakt zu einem Anwalt auf.
Schengen Visum und Nationales Visum? Was ist der Unterschied?
Das Schengen Visum ist vom nationalen Visum zu unterscheiden.
Das Schengen Visum ist lediglich für einen kurzen Aufenthalt gedacht und gilt daher nur bis zu drei Monaten. Es dient vor allem für berufliche Angelegenheiten oder einen Urlaub. Dabei darf der Aufenthalt nicht länger als drei Monate dauern. Überschreitet der Zweck ihrer Einreise die Dauer von drei Monaten, weil Sie hier möglicherweise ein Studium oder eine Erwerbstätigkeit aufnehmen, müssen Sie ein nationales Visum beantragen.
Wie und wo kann ich ein Visum beantragen?
Der Antrag ist bei der zuständigen Auslandsvertretung in ihrem Land zu stellen. Im Internet finden Sie meist auf der zugehörigen Website die Visumsantragsformulare und weitere wichtige Informationen, die Sie in jedem Fall beachten sollten, um ein schnelles Visumverfahren zu ermöglichen. Wie oben genannt sollten Sie dabei beachten, welcher Zweck ihre Ausreise hat. Für einen längeren Aufenthalt über drei Monate gelten andere Bestimmungen, als für einen kurzfristigen geschäftlichen oder freizeitlichen Aufenthalt.
Ich brauche kein Visum für die Einreise nach Deutschland, möchte aber längerfristig in Deutschland bleiben, was ist zu beachten?
Wenn Sie kein Visum benötigen aber längerfristig in Deutschland bleiben möchten, können Sie eine befristete oder unbefristete Aufenthaltserlaubnis erteilt bekommen.
Welche Aufenthaltszwecke gibt es im AufenthG?
Es gibt vier Kategorien von Aufenthaltszwecken, die im AufenthG enthalten sind:
Familiäre Gründe: bei Nachzug von Kindern oder aus ehelichen Gründen. Auch der Nachzug von Eltern minderjähriger Kinder und anderen Familienmitgliedern können einen Aufenthaltszweck darstellen
Ausbildungszwecke: Berufsausbildung und Studium
Erwerbstätigkeit: Aufnahme einer Beschäftigung, selbstständigen Tätigkeit oder auch Forschungstätigkeiten
Völkerrechtliche/humanitäre/politische Gründe: Asyl, Abschiebungsschutz und Duldung
Wie funktioniert der Ehegattennachzug? Wann und wo ist der Antrag zu stellen?
Für einen Ehegattennachzug müssen Sie zunächst in ihrem Heimatland einen Aufenthaltstitel für Deutschland beantragen. Diesen können Sie entweder in der deutschen Botschaft beantragen oder in einem deutschen Konsulat. Die Beantragung kann einige Zeit dauern. Sobald Sie in Deutschland eingereist sind, ist es wichtig, dass Sie ihren Ehegatten beim Einwohnermeldeamt und bei der Ausländerbehörde anmelden. Bringen Sie stets zur Anmeldung alle wesentlichen Unterlagen und Dokumente mit, wie z.B. Pässe und Heiratsurkunde. Bei Unklarheiten ist es zu empfehlen einen Anwalt hinzuziehen.
Muss der nachziehende Ehegatte einen Deutschkurs im Ausland absolvieren?
Ihr Ehepartner muss für den Ehegattennachzug vor der Einreise einfache Deutschkenntnisse nachweisen können, damit ihr Ehepartner schneller in das gesellschaftliche Leben in Deutschland integriert werden kann. Hier gibt es allerdings auch Ausnahmefälle:
Wenn Sie im Besitz der Blauen Karte EU sind
Wenn Sie in Deutschland als Hochqualifizierter, Selbstständiger oder Forscher arbeiten
Wenn aufgrund bestimmter Qualifikationen ein geringer Integrationsbedarf besteht
Wenn Sie Staatsangehöriger Australiens, Israels, Japans, Kanadas, der Republik Korea, Neuseelands oder der Vereinigten Staaten von Amerika sind
Trifft eine dieser Ausnahmen ggf. auf Sie zu, ist es zu empfehlen sich bei einem Anwalt diesbezüglich abzusichern, damit beim Ehegattennachzug keine Komplikationen auftreten.
Die Ausländerbehörde hat meinen Antrag auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis abgelehnt. Wie verhalte ich mich?
Bei einer Ablehnung der Aufenthaltserlaubnis ist es anzuraten, sich direkt an einen Anwalt zu wenden. Dieser kann meistens das weitere Vorgehen besser einschätzen und spezialisierte auf die individuellen Ablehnungsgründe eingehen.
Wurde der Antrag auf eine Aufenthaltserlaubnis von der deutschen Botschaft oder vom Konsulat abgelehnt, können Sie gegen Ablehnungsgründe vorgehen. Dazu geben Sie eine Art Stellungnahme aus ihrer Sicht, zu den genannten Ablehnungsgründen ab. In Folge dessen wird der Antrag auf eine Aufenthaltserlaubnis entweder bewilligt oder Sie erhalten einen erneuten Ablehnungsbescheid. Kommt es zu einem erneuten Ablehnungsbescheid, können Sie jetzt nur noch innerhalb von einem Monat Klage erheben. Im Gerichtsverfahren entscheidet sich dann letztendlich, ob die Aufenthaltserlaubnis bewilligt wird oder nicht.

References: § 14
 § 80
 § 95
 § 4
 § 4
 § 3