Source: https://www.lexetius.com/AufenthG/20
Timestamp: 2018-07-17 02:16:14+00:00

Document:
§ 20 AufenthG. Forschung
[Titelei] [Inhalt] [Quellen] [<] § 20 AufenthG [>]
Abschnitt 4. Aufenthalt zum Zweck der Erwerbstätigkeit
Paragraf 20. Forschung
1§ 20. Forschung.
2(1) [1] Einem Ausländer wird eine Aufenthaltserlaubnis nach der Richtlinie (EU) 2016/801 zum Zweck der Forschung erteilt, wenn
2. die Forschungseinrichtung sich schriftlich zur Übernahme der Kosten verpflichtet hat, die öffentlichen Stellen bis zu sechs Monate nach der Beendigung der Aufnahmevereinbarung entstehen für
[2] In den Fällen des Satzes 1 Nummer 1 Buchstabe a ist die Aufenthaltserlaubnis innerhalb von 60 Tagen nach Antragstellung zu erteilen.
(2) [1] Von dem Erfordernis des Absatzes 1 Nr. 2 soll abgesehen werden, wenn die Tätigkeit der Forschungseinrichtung überwiegend aus öffentlichen Mitteln finanziert wird. [2] Es kann davon abgesehen werden, wenn an dem Forschungsvorhaben ein besonderes öffentliches Interesse besteht. [3] Auf die nach Absatz 1 Nr. 2 abgegebenen Erklärungen sind § 66 Abs. 5, § 67 Abs. 3 sowie § 68 Abs. 2 Satz 2 und 3 und Abs. 4 entsprechend anzuwenden.
(4) [1] Die Aufenthaltserlaubnis wird für mindestens ein Jahr erteilt. 3[2] Nimmt der Ausländer an einem Unions- oder multilateralen Programm mit Mobilitätsmaßnahmen teil, so wird die Aufenthaltserlaubnis für mindestens zwei Jahre erteilt. 4[3] Wenn das Forschungsvorhaben in einem kürzeren Zeitraum durchgeführt wird, wird die Aufenthaltserlaubnis abweichend von den Sätzen 1 und 2 auf die Dauer des Forschungsvorhabens befristet; die Frist beträgt in den Fällen des Satzes 2 mindestens ein Jahr.
5(5) 6[1] Eine Aufenthaltserlaubnis nach Absatz 1 berechtigt zur Aufnahme der Forschungstätigkeit bei der in der Aufnahmevereinbarung bezeichneten Forschungseinrichtung und zur Ausübung von Tätigkeiten in der Lehre. [2] Änderungen des Forschungsvorhabens während des Aufenthalts führen nicht zum Wegfall dieser Berechtigung. 7[3] (weggefallen)
8(6) Absatz 1 gilt nicht für Ausländer,
91. die sich in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union aufhalten, weil sie einen Antrag auf Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft oder auf Gewährung subsidiären Schutzes im Sinne der Richtlinie 2004/83/EG oder auf Zuerkennung internationalen Schutzes im Sinne der Richtlinie 2011/95/EU gestellt haben, oder die in einem Mitgliedstaat internationalen Schutz im Sinne der Richtlinie 2011/95/EU genießen,
104. deren Forschungstätigkeit Bestandteil eines Promotionsstudiums ist,
115. die von einer Forschungseinrichtung in einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union an eine deutsche Forschungseinrichtung als Arbeitnehmer entsandt werden,
126. die eine Erlaubnis zum Daueraufenthalt - EU oder einen Aufenthaltstitel, der durch einen anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union auf der Grundlage der Richtlinie 2003/109/EG erteilt wurde, besitzen,
137. die auf Grund von Übereinkommen zwischen der Europäischen Union und ihren Mitgliedstaaten einerseits und Drittstaaten andererseits ein Recht auf freien Personenverkehr genießen, das dem der Unionsbürger gleichwertig ist, oder
148. die eine Blaue Karte EU nach § 19a oder einen Aufenthaltstitel, der durch einen anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union auf Grundlage der Richtlinie 2009/50/EG erteilt wurde, besitzen.
15(7) [1] Nach Abschluss der Forschungstätigkeit wird die Aufenthaltserlaubnis um bis zu neun Monate zur Suche einer der Qualifikation des Forschers entsprechenden Erwerbstätigkeit verlängert, sofern der Abschluss von der aufnehmenden Einrichtung bestätigt wurde und diese Erwerbstätigkeit nach den Bestimmungen der §§ 18, 19, 19a, 20 und 21 von einem Ausländer aufgenommen werden darf. [2] Die Aufenthaltserlaubnis berechtigt während dieses Zeitraums zur Ausübung einer Erwerbstätigkeit.
16(8) [1] Einem Ausländer, der in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union internationalen Schutz im Sinne der Richtlinie 2011/95/EU genießt, kann eine Aufenthaltserlaubnis zum Zweck der Forschung erteilt werden, wenn die Voraussetzungen des Absatzes 1 erfüllt sind und er sich mindestens zwei Jahre nach Erteilung der Schutzberechtigung in diesem Mitgliedstaat aufgehalten hat. [2] Absatz 5 gilt entsprechend.
[1. August 2015–1. August 2017]
[1. Dezember 2013–1. August 2015]
[1. August 2012–1. Dezember 2013]
[1. Januar 2009–1. August 2012]
[28. August 2007–1. Januar 2009]
1. 28. August 2007: Artt. 1 Nr. 14, 10 Abs. 1 des Gesetzes vom 19. August 2007.
2. 1. August 2017: Artt. 1 Nr. 13 Buchst. a, 2 des Gesetzes vom 12. Mai 2017.
3. 1. August 2017: Artt. 1 Nr. 13 Buchst. b Doppelbuchst. aa, 2 des Gesetzes vom 12. Mai 2017.
4. 1. August 2017: Artt. 1 Nr. 13 Buchst. b Doppelbuchst. aa, Doppelbuchst. bb Dreifachbuchst. aaa, Dreifachbuchst. bbb, 2 des Gesetzes vom 12. Mai 2017.
5. 1. August 2017: Artt. 1 Nr. 13 Buchst. c, Buchst. d, 2 des Gesetzes vom 12. Mai 2017.
6. 1. August 2017: Artt. 1 Nr. 13 Buchst. d Doppelbuchst. aa, 2 des Gesetzes vom 12. Mai 2017.
7. 1. August 2017: Artt. 1 Nr. 13 Buchst. d Doppelbuchst. bb, 2 des Gesetzes vom 12. Mai 2017.
8. 1. August 2017: Artt. 1 Nr. 13 Buchst. e Doppelbuchst. aa, 2 des Gesetzes vom 12. Mai 2017.
9. 1. August 2017: Artt. 1 Nr. 13 Buchst. e Doppelbuchst. bb, 2 des Gesetzes vom 12. Mai 2017.
10. 1. August 2017: Artt. 1 Nr. 13 Buchst. e Doppelbuchst. cc, 2 des Gesetzes vom 12. Mai 2017.
11. 1. August 2017: Artt. 1 Nr. 13 Buchst. e Doppelbuchst. dd, 2 des Gesetzes vom 12. Mai 2017.
12. 1. August 2017: Artt. 1 Nr. 13 Buchst. e Doppelbuchst. ee, 2 des Gesetzes vom 12. Mai 2017.
13. 1. August 2017: Artt. 1 Nr. 13 Buchst. e Doppelbuchst. ee, 2 des Gesetzes vom 12. Mai 2017.
14. 1. August 2017: Artt. 1 Nr. 13 Buchst. e Doppelbuchst. ee, 2 des Gesetzes vom 12. Mai 2017.
15. 1. August 2017: Artt. 1 Nr. 13 Buchst. f, 2 des Gesetzes vom 12. Mai 2017.
16. 1. August 2017: Artt. 1 Nr. 13 Buchst. f, 2 des Gesetzes vom 12. Mai 2017.
Umfeld von § 20 AufenthG
§ 19d AufenthG. Mobiler-ICT-Karte
§ 20a AufenthG. Kurzfristige Mobilität für Forscher

References: § 20
 § 66
 § 67
 § 68
 § 19
 § 20

§ 19

§ 20