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Timestamp: 2019-11-20 08:52:29+00:00

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Rechtsprechung: 6 C 162.81 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BVerwG, 18.02.1983
https://dejure.org/1983,1724
BVerwG, 14.06.1983 - 6 C 162.81 (https://dejure.org/1983,1724)
BVerwG, Entscheidung vom 14.06.1983 - 6 C 162.81 (https://dejure.org/1983,1724)
BVerwG, Entscheidung vom 14. Juni 1983 - 6 C 162.81 (https://dejure.org/1983,1724)
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Antrag auf Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer - Vorliegen der Voraussetzungen auf Gewährung einer Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen Versäumung der Klagefrist - Anforderungen an das Vorliegen einer ordnungsgemäßen Rechtsbehelfsbelehrung - Fristbeginn nach ...
VG Oldenburg, 15.06.1981 - 4 VG A 77/79
BVerwG, 18.02.1983 - 6 C 162.81
Das Bundesverwaltungsgericht ist bereits in seiner früheren Rechtsprechung (vgl. z. B. BVerwG…, Urteil vom 27.4.1990 - 8 C 70.88 - juris Rn. 17; Urteil vom 14.6.1983 - 6 C 162.81 - juris Rn. 16;… Beschluss vom 28.11.1975 - VII B 151.75 - juris Rn. 2) der Auffassung, dass es keiner Belehrung über den Beginn der Klagefrist bedürfe, die konkrete Berechnung des Laufs der Rechtsmittel vielmehr der eigenen Verantwortung der Betroffenen überlassen bleibe und es nicht möglich sei, in einer Rechtsbehelfsbelehrung auf sämtliche Modalitäten einer Fristberechnung hinzuweisen.
Auch weitere Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts enthalten die Aussage, dass es einer Belehrung über den Beginn der (Klage- oder Widerspruchs)Frist nicht bedürfe (Urteile vom 14.06.1983 - 6 C 162.81 -, juris, Rn. 16; vom 05.07.1985 - 8 C 92.83 -, NVwZ 1985, 900; vom 27.04.1990 - 8 C 70.88 -, NJW 1991, 508 [509]).
BVerwG, Urteil vom 14.6.1983 - 6 C 162.81 -, Buchholz 310 § 60 VwGO Nr. 132; BayVGH, Beschluss vom 2.2.1977 - 685 VII 76 -, BayVBl. 1977, 341.
Eines Hinweises auf die Zustellungsfiktion des § 3 Abs. 2 Halbsatz 1 LZG bedurfte es ebensowenig wie bei einer Zustellung mittels eingeschriebenen Briefes gemäß § 4 VwZG (vgl. zu § 17 Abs. 2 VwZG Beschluß vom 16. November 1973 - BVerwG VII B 58.73 - Buchholz 310 § 58 VwGO Nr. 25 S. 11 ; sowie zu § 4 VwZG Urteile vom 14. Juni 1983 - BVerwG 6 C 162.81 - Buchholz 310 § 60 VwGO Nr. 132 S. 25 m.weit.Nachw. und vom 5. Juli 1985 - BVerwG 8 C 92.83 - Buchholz 340 § 4 VwZG Nr. 11 S. 5 ; ferner BFH, Urteil vom 21. August 1980 - IV R 73/80 - BFHE 131, 443 ).
Zwar könnte der Kläger auf diese Möglichkeit nicht vertrauen, wenn sie nur darauf gestützt wäre, daß die Post den Brief trotz der Adressierungsmängel bei schnellerer Bearbeitung als üblich dennoch rechtzeitig hätte zustellen können (Urteil vom 14. Juni 1983 - BVerwG 6 C 162.81 - Buchholz 310 § 60 VwGO Nr. 132 ); denn führt schon das Fehlverhalten des Absenders üblicherweise zu einer erheblichen Verzögerung, hilft es ihm nicht weiter, wenn die Post ihrerseits einen (weiteren) Fehler begeht, der die Verzögerung ebenfalls bewirken kann (Urteil vom 25. November 1977 - BVerwG 5 C 12.77 - Buchholz 310 § 60 VwGO Nr. 100 ).
Denn weder die Verursachung noch das Verschulden des Klägers werden dadurch ausgeräumt, daß die Wehrbereichsverwaltung die Fristversäumnis möglicherweise noch hätte verhindern können (vgl. Urteile vom 25. November 1977 - BVerwG 5 C 12.77 - BVerwGE 55, 61 [BVerwG 25.11.1977 - 5 C 12/77] = Buchholz 310 § 60 VwGO Nr. 100 S. 28 m.w.N. und vom 14. Juni 1983 - BVerwG 6 C 162.81 - Buchholz 310 § 60 VwGO Nr. 132 S. 25 m.w.N.).
Das Fristversäumnis beruhte entgegen der Auffassung der Beklagten nicht auf einem unabwendbaren Ereignis, sondern hätte bei Anwendung derjenigen Sorgfalt, die für einen gewissenhaften, seine Rechte und Pflichten sachgerecht wahrnehmenden Prozeßführenden geboten und ihm nach den Umständen des Einzelfalls zuzumuten ist (vgl. dazu Urteile vom 25. April 1975 - BVerwG 6 C 231.73 - und vom 14. Juni 1983 - BVerwG 6 C 162.81 - ; Beschluß vom 27. April 1984 - BVerwG 9 B 46.84 - ), vermieden werden können.
Vielmehr rechtfertigen auf derart unzureichender Adressierung beruhende Postverzögerungen nur dann die Wiedereinsetzung, wenn sie unverhältnismäßig lang sind oder auf dem (Mit)Verschulden Dritter etwa im Bereich der Post oder der Gerichtsbarkeit beruhen, denn grundsätzlich kann derjenige, der das Risiko falscher oder unvollständiger Adressierung schuldhaft übernimmt, sich nicht darauf berufen, ein späteres Verhalten eines Dritten sei für die Fristversäumnis ebenfalls kausal gewesen (vgl. BVerwG, Urteil vom 14. Juni 1983 - BVerwG 6 C 162.81 - Buchholz 310 § 60 VwGO Nr. 132, BAG, Urteil vom 2. Juni 1987 - 3 AZR 692/85 - NJW 1987, 3278, jeweils mit weiteren Nachweisen).
Einer Belehrung über den Beginn der Widerspruchsfrist bedurfte es nicht, auch wenn sich der Fristbeginn nach der Zustellungsfiktion des § 4 Abs. 1 VwZG bestimmte (Urteil vom 14. Juni 1983 - BVerwG 6 C 162.81 - Buchholz 310 § 60 VwGO Nr. 132 S. 25 [26 m.weit.Nachw.]).
BVerwG, 25.06.1992 - 6 B 46.91
Erfordernis einer Unterschrift bei der einem Widerspruchsbescheid beigefügten …
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BVerwG, 18.02.1983 - 6 C 162.81 (https://dejure.org/1983,14642)
BVerwG, Entscheidung vom 18.02.1983 - 6 C 162.81 (https://dejure.org/1983,14642)
BVerwG, Entscheidung vom 18. Februar 1983 - 6 C 162.81 (https://dejure.org/1983,14642)
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References: § 60
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