Source: http://it-sec.de/ger/Aktuelles-Termine/it.sec-blog/(id)/515/(tag)/Privacy%20by%20Design
Timestamp: 2017-08-21 17:54:36+00:00

Document:
01.08.2017 08:25
Tags: Art. 25 DSGVO , Datenschutzgrundverordnung , DSGVO , Privacy by Default , Privacy by Design
Das Prinzip der datenschutzfreundlichen Technik (Privacy by Design und Privacy by Default) dient der Erhöhung der Datensicherheit der von einer Datenerhebung betroffenen Person. Die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) legt dieses Datenschutzprinzip als Schutzmaßnahme personenbezogener Daten in Art. 25 Abs. 1 DSGVO (Privacy by Design) und Art. 25 Abs. 2 DSGVO (Privacy by Default) fest.
Der Schutz der personenbezogenen Daten soll zum einen schon bei Entwicklung eines Datenverarbeitungssystems erreicht werden (Privacy by Design). Zum anderen sollen durch geeignete Voreinstellungen nur die absolut notwendigen Datenverarbeitungen mit der eingesetzten Technik getätigt werden (Privacy by Default).
Die Pflicht, diese zwei Prinzipien umzusetzen, gilt für jeden Verantwortlichen, der eine Software einsetzt bzw. nutzt. Das heißt, wenn ein Unternehmen beispielsweise einen Auftrag zur Erstellung einer mobilen Applikation erteilt, muss es dafür Sorge tragen, dass der Auftragnehmer sich bereits bei der Programmierung nach den Prinzipien Privacy by Design und Default richtet. Tut es dies nicht, droht ein Bußgeld von bis zu 10 Millionen Euro oder bis zu 2% des gesamten Jahresumsatzes des vergangenen Geschäftsjahres.
Doch eine Umsetzung der Prinzipien kann nicht nur ein Bußgeld verhindern, sondern auch tatsächliche Vorteile für ein Unternehmen generieren. Sofern bereits im Vorhinein die Prinzipien Privacy by Design und by Default berücksichtigt werden, muss nicht im Nachhinein eine ggf. kostspielige Anpassung des Systems erfolgen.
Änderung der Datenschutzrichtlinie bei Twitter
Tags: Datenschutzgrundverordnung , Do not track-Funktion , DSGVO , Privacy by Default , Privacy by Design , Telemediendienst , Twitter
Zum 18.06.2017 hat Twitter seine Datenschutzrichtlinie angepasst und damit sowohl Positives als auch Negatives für seine Nutzer erzeugt.
Zum Einen gibt es für den Benutzer nun in den Einstellungen der Anwendung die Möglichkeit, in höherem Maß über die von Twitter erhobenen Daten sowie deren Nutzung zu bestimmen. Und darüber hinaus auch die Möglichkeit, zu bestimmen, in welcher Form durch den Anbieter geworben und auf Daten auf dem Handy, sofern der Dienst mobil genutzt wird, zugegriffen werden darf. Also ob die geschaltete Werbung personalisiert werden soll oder nicht. Damit wird dem Nutzer eine höhere Kontrolle im Umgang mit seinen Daten ermöglicht.
Daneben wird aber die ‚Do-Not-Track‘-Funktion, welche von verschiedenen Browsern angeboten wird, nicht mehr unterstützt bzw. durch den Dienst überhaupt nicht mehr zugelassen. Mit dieser Funktion konnte der Nutzer ursprünglich in seinem Browser einstellen, dass er durch keinen Dienst nachverfolgt werden möchte. Eine solche klare Entscheidung für oder gegen das Tracking über den Browser erscheint benutzerfreundlich und gut verständlich. Alternativ bietet Twitter jetzt sehr detaillierte Einstellungen zur Privatsphäre in der Anwendung an. Dies birgt aber für den Nutzer ein höheres Risiko, aus den vielen gebotenen Wahlmöglichkeiten möglicherweise nicht die für ihn Vorteilhafteste auszuwählen. Zudem könnte dies dem Prinzip von Privacy by Default widersprechen, wenn die Nutzer die Einstellungen zum Schutz ihrer Daten erst noch vornehmen müssen und diese nicht schon voreingestellt sind.
BfDI zum Datenschutz beim automatisierten und vernetzten Fahren
Tags: BfDI , Datenschutz , eCall-Technologie , eSafety-Initiative , Fahrzeugdaten , Fahrzeuge , Privacy by Default , Privacy by Design , Verordnung (EU) 2015/758
Die Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationssicherheit (BfDI) hat am 1. Juni 2017 ein Positionspapier veröffentlicht, das datenschutzrechtliche Empfehlungen zum automatisierten und vernetzten Fahren ausspricht (vgl. https://www.bfdi.bund.de/SharedDocs/Publikationen/Allgemein/DatenschutzrechtlicheEmpfehlungenVernetztesAuto.html?nn=5217154).
Die 13 Empfehlungen sind im Wesentlichen Umsetzungen der Datenschutzgrundverordnung für den Betrieb intelligenter Fahrzeuge. So darf die Datenverarbeitung im Fahrzeug und für datenbasierte Dienste nur im notwenigen Umfang auf personenbezogene Daten zugreifen (Empfehlung 3). Nach dem Grundsatz "Privacy by default" müssen datenschutzfreundliche Voreinstellungen etabliert werden (Empfehlung 9). Die Systeme müssen einen wirksamen Schutz vor Cyber-Angriffen bieten (Empfehlung 13). Die Empfehlungen gehen nicht ins Detail, sind aber hilfreiche Richtlinien bei der Gestaltung datenschutzkonformer IT-Systeme in intelligenten Fahrzeugen.
Die 13 Empfehlungen wurden anlässlich eines Symposiums zum Datenschutz im automatisierten und vernetzten Fahrzeug auf Einladung der BfDI veröffentlicht. In ihrer Eröffnungsrede wies die BfDI darauf hin, moderne Fahrzeuge würden bereits jetzt Daten zum Fahrverhalten und den zurückgelegten Wegen sammeln, aus denen sich Persönlichkeitsprofile erstellen ließen. Fahrer müssten daher die volle Hoheit über die Verwendung personalisierter Fahrzeugdaten haben. Über jede Datenverwendung müsse im Sinne einer vollständigen Transparenz unterrichtet werden (Näheres finden Sie unter https://www.bfdi.bund.de/DE/Infothek/Pressemitteilungen/2017/13_SymposiumAutomatisiertesFahren.html).
Die Fahrzeugindustrie, die nach dem Diesel-Abgasskandal viel Vertrauen verloren hat, versucht solches wiederzugewinnen.
BMW hat in einer Pressemitteilung vom 30. Mai 2017 erklärt, der „Schutz der Fahrzeugdaten gehöre zum Verständnis von Premium beim hochvernetzten Fahrzeug“ (vgl. unter https://www.press.bmwgroup.com/deutschland/article/detail/T0271366DE/bmw-group-startet-bmw-cardata:-neue-und-innovative-services-fuer-den-kunden-%E2%80%93-sicher-und-transparent?language=de). Kunden sollten die Möglichkeit erhalten zu entscheiden, was mit den Daten passiere. Das soll mit BMW CarData möglich sein. Fahrzeugdaten, wie der durchschnittliche Kraftstoffverbrauch, würden verschlüsselt über eine im Fahrzeug eingebaute SIM-Karte an BMW-Server übertragen, von wo Service-Anbieter nach Einwilligung des Kunden diejenigen Daten verschlüsselt beziehen könnten, die sie für ihre Dienstleistungen benötigen. Per Mausklick könne der Fahrer Datenfreigaben erteilen, sie ablehnen oder bereits erteilte Freigaben entziehen. Der Fahrer könne auch jederzeit über ein Portal einen Report über weitergegebene Daten anfordern.
Die weitere Diskussion um durch Fahrzeuge bzw. in Fahrzeugen generierte Daten bleibt spannend.
ADCERT Anwendbarkeit Art. 17 DSGVO Art. 25 DSGVO Art. 26 DSGVO Art. 32 DSGVO Art. 9 DSGVO Audit Aufsichtsbehörde Auftragsverarbeitung Auskunftsrecht Automatisierte Einzelentscheidung Autsch BAG BDSG-Neu Begrifflichkeiten Beherbergungsstätten Benachrichtigungspflicht Beschäftigtendatenschutz besondere Kategorien personenbezogener Daten betrieblicher E-Mail-Account betrieblicher Internetzugang Betroffenenrechte BfDI BGH biometrische Daten Biometrische und genetische Daten Brexit Bundesarbeitsgericht Bußgeld Cloud CNIL Compliance Cookie Datenlöschung Datenpanne Datenschutz Datenschutz Grundverordnung Datenschutzgrundverordnung Datenschutzprinzipien Datenschutzverletzung Datenübermittlung Datenübermittlung in Drittstaaten Datenverarbeitung Do not track-Funktion Donald Trump Dritter Drittstaat ohne angemessenes Datenschutzniveau DSAnpUG-EU DSGVO dynamische IP-Adresse eCall-Technologie Einwilligung Einwilligungserklärung Entsorgung Erhebung personenbezogener Daten Erwägungsgrund 48 der DSGVO eSafety-Initiative EU-Datenschutz-Grundverordnung EuGH Facebook Fahrzeugdaten Fahrzeuge Fernmeldegeheimnis Fluggastdaten Gemeinsam Verantwortliche Home Office Informationspflichten Informationssicherheit IP-Adresse IT-Forensik IT-forensische Untersuchung IT-Sicherheit Joint Control Kanada Konzern konzerninterner Datentransfer Leistungs- und Verhaltenskontrolle Löschung personenbezogener Daten Marktortprinzip Meldepflicht Meldescheine Microsoft One Stop Shop Passwörter. 2016 Personalausweiskopien personenbezogene Daten Privacy by Default Privacy by Design Privacy Shield Privatnutzung Privatnutzungsverbot Profiling Recht auf Berichtigung Recht auf Datenübertragbarkeit Recht auf Einschränkung Recht auf Löschung Rechte der betroffenen Person Sicherheitsvorfälle kritische Infrastrukturen IT-Sicherheitsbeauftragten ISMS Siegel Sony PSN Standardvertragsklauseln Technische & organisatorische Maßnahmen technische & organisatorische Maßnahmen Telemediendienst Telemediengesetz TKG TMG Tracking Tracking Tools Twitter Übermittlung personenbezogener Daten Überwachungssoftware Umsetzungsfrist unpersonalisierter Benutzer-Account Unternehmensgruppe USA Vereinbarung Vernichtung von Datenträgern Verordnung (EU) 2015/758 Vertrag zur Auftragsverarbeitung Videoüberwachung Vorteile Webseite Webseiten Webtrecking Werbung Widerrufsrecht Widerspruchsrecht Zertifikat Zertifizierung Zulässigkeit § 15 TMG § 26 BDSG-Neu § 32 BDSG § 42a BDSG § 42b BDSG § 88 TKG
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betrieblicher E-Mail-Account (1)
betrieblicher Internetzugang (1)
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Leistungs- und Verhaltenskontrolle (1)
Privatnutzung (2)
Privatnutzungsverbot (1)
§ 26 BDSG-Neu (1)
§ 32 BDSG (1)

References: Art. 25
 Art. 25
 Art. 25
 Art. 17
 Art. 25
 Art. 26
 Art. 32
 Art. 9
 BGH 
 EuGH 
 § 15
 § 26
 § 32
 § 42
 § 42
 § 88

§ 26

§ 32