Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=10.03.1999&Aktenzeichen=2%20StR%20613%2F98
Timestamp: 2019-04-21 15:09:27+00:00

Document:
BGH, 10.03.1999 - 2 StR 613/98 - dejure.org
§ 168 c Abs. 5 StPO; § 239 a Abs. 1 StGB
Unterlassene Benachrichtigung der Verteidiger der Beschuldigten (Vernehmung durch Ermittlungsrichter); Gefährdung des Untersuchungszweckes; Widerspruch; Gewicht der Anwesenheitsrechten der Verfahrensbeteiligten (Verhältnismässigkeit; Zuwarten); Erpresserischer Menschenraub (Sich Bemächtigen)
Gemeinschaftlicher schwerer Raub / Versuch der gemeinschaftlichen schweren räuberischen Erpressung und gemeinschaftlicher erpresserischer Menschenraub
StGB § 239 a; StPO § 168 c Abs. 5, § 251
NJW 1999, 3133 (Ls.)
NStZ 1999, 417
StV 1999, 357
(() Die ständige Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs mit der immer wieder gebrauchten Begründung, dass die Nichtanwendung der "Ausnahmevorschrift" (BGH NJW 99, 3133) des § 53 Abs. 2 Satz 2 StGB "insbesondere" (etwa BGH VRS 43, 423) oder "jedenfalls" (etwa BGH StV 86, 58) dann der besonderen Begründung bedarf, wenn nach den besonderen Umständen des Falles eine Gesamtstrafe als das schwerere Übel erscheint, ist aus den vom KG a.a.O. angeführten Gründen dahin zu verstehen, dass ausschließlich in diesen Fällen eine besondere Begründung gefordert werden kann.

References: § 168
 § 239
 § 239
 § 168
 § 251
 § 53
 BGH 
 BGH