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Timestamp: 2016-10-22 23:50:20+00:00

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5A_198/2012 (24.08.2012)
5A_198/2012
vertreten durch F�rsprecherin Theres St�mpfli,
Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern, Zivilabteilung, 1. Zivilkammer, vom 31. Januar 2012.
X.________ (Ehefrau), Jahrgang 1952, und Y.________ (Ehemann), Jahrgang 1954, heirateten am 1981. Aus der Ehe gingen zwei S�hne hervor, geboren in den Jahren 1987 und 1989. Die Ehefrau besorgte den Haushalt und betreute die Kinder. Als ausgebildete �rztin mit Doktortitel �bte sie zus�tzlich den Beruf einer Psychiaterin aus in einer eigenen Praxis im Wohnhaus der Familie. Der Ehemann hatte sein Studium an der ETH mit dem Diplom eines Ingenieurs beendet und war im Informatikbereich erwerbst�tig. Die Ehegatten leben heute getrennt. Seit Januar 2011 ist die Scheidungsklage rechtsh�ngig.
X.________ (Beschwerdef�hrerin) leitete am 7. September 2009 ein Eheschutzverfahren ein. Y.________ (Beschwerdegegner) stellte ebenfalls Antr�ge zur Regelung des Getrenntlebens. Das Regionalgericht I.________ stellte fest, dass die Ehegatten seit 7. September 2008 getrennt voneinander leben, und regelte die verm�gensrechtlichen Folgen des Getrenntlebens (Entscheid vom 15. August 2011). Beide Parteien erhoben dagegen je Berufung. Streitig waren f�r die Dauer der Aufhebung des gemeinsamen Haushaltes insbesondere die Tragung der Kosten f�r die eheliche Liegenschaft in L.________, die von der Beschwerdef�hrerin allein ben�tzt wird, die Zuweisung der Ferienwohnung in F.________ sowie der Unterhalt. Das Obergericht des Kantons Bern verpflichtete den Beschwerdegegner, den Hypothekarzins und die Steuern sowie s�mtliche Neben- und Unterhaltskosten der ehelichen Liegenschaft zu bezahlen, wobei die Kosten n�her bestimmt wurden (Dispositiv-Ziff. 2 Abs. 2). Es wies die Ferienwohnung beiden Ehegatten zur abwechslungsweisen Ben�tzung zu, ordnete die Nutzungszeiten und verpflichtete den Beschwerdegegner, den Hypothekarzins und die Steuern sowie s�mtliche Nebenkosten der Ferienwohnung zu bezahlen, wobei die Kosten n�her bestimmt wurden (Dispositiv-Ziff. 3). Das Obergericht stellte fest, dass die Ehegatten einander keine Unterhaltsbeitr�ge schulden (Dispositiv-Ziff. 5 des Entscheids vom 31. Januar 2012).
Mit Eingabe vom 5. M�rz 2012 beantragt die Beschwerdef�hrerin dem Bundesgericht, Ziff. 2 Abs. 2, Ziff. 3 und Ziff. 5 des obergerichtlichen Entscheids aufzuheben und die Streitsache zu neuem Entscheid �ber ihre Eventualbegehren an das Obergericht zur�ckzuweisen. Eventuell sei die Ferienwohnung ihr zur alleinigen Nutzung zuzuweisen und eventuell sei der Beschwerdegegner zu verpflichten, ihr r�ckwirkend ab 1. Mai 2009 monatlich vorauszahlbare Unterhaltsbeitr�ge von Fr. 15'000.--, ihre Steuern f�r die Jahre 2007 und 2008 von Fr. 37'742.45 zuz�glich 5 % Zinsen ab 17. April 2011, ihre Steuern ab 2009 und einen Betrag von Fr. 45'000.-- f�r den Kauf eines Autos BMW Touring 330 zu bezahlen. Der Beschwerde sei hinsichtlich der Anordnung der geteilten Nutzung und der Nutzungsordnung f�r die Ferienwohnung die aufschiebende Wirkung zu erteilen. W�hrend das Obergericht auf eine Stellungnahme dazu verzichtet hat, schliesst der Beschwerdegegner auf Abweisung des Gesuchs um aufschiebende Wirkung, soweit darauf einzutreten sei. Die Pr�sidentin der II. zivilrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts hat der Beschwerde die aufschiebende Wirkung im beantragten Umfang zuerkannt (Verf�gung vom 22. M�rz 2012). In der Sache sind keine Vernehmlassungen, hingegen die kantonalen Akten eingeholt worden.
Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Eheschutzentscheid betreffend Ben�tzung einer Ferienwohnung und Unterhalt. Die Beschwerde gem�ss Art. 72 ff. BGG erweist sich als zul�ssig. Es kann dabei nur die Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte ger�gt werden (Art. 98 BGG). Die Beschwerdef�hrerin hat klar und detailliert anhand der Erw�gungen des angefochtenen Entscheids darzulegen, inwiefern verfassungsm�ssige Rechte verletzt worden sein sollen (Art. 106 Abs. 2 BGG; vgl. BGE 133 III 393).
Die Beschwerdef�hrerin beantragt, die Akten des Scheidungsverfahrens beizuziehen, die bereits in erster Instanz ediert worden seien (S. 3 f. Ziff. 4 der Beschwerdeschrift; vgl. act. 451). Das Gesuch um weitere Beweisabnahmen (Art. 55 f. BGG) ist zu begr�nden (vgl. BGE 136 II 101 E. 2 S. 104). Die Beschwerdef�hrerin zeigt nicht auf, inwiefern die Scheidungsakten f�r die Beurteilung ihrer Verfassungsr�gen gegen den Eheschutzentscheid erforderlich sein sollen. Ihrem Beweisantrag kann deshalb nicht entsprochen werden. Die Beschwerdef�hrerin legt auch im Sachzusammenhang nicht dar, was sich aus den Scheidungsakten mehr oder anderes ergeben soll als aus den Akten des Eheschutzverfahrens. Ihrem Verfahrensantrag, f�r die Einreichung zus�tzlicher Belege eine Nachfrist anzusetzen, ist ebensowenig zu entsprechen.
Die Beschwerdef�hrerin hat ihr Eheschutzgesuch am 7. September 2009 gestellt. F�r das erstinstanzliche Verfahren hat damit das bisherige kantonale Prozessrecht gegolten. Der erstinstanzliche Entscheid wurde am 15. August 2011 gef�llt und den Parteien zun�chst im Dispositiv und sp�ter mit Begr�ndung schriftlich er�ffnet. F�r das Rechtsmittelverfahren waren damit die Bestimmungen der am 1. Januar 2011 in Kraft getretenen Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO, SR 272) massgebend (Art. 404 Abs. 1 und Art. 405 Abs. 1 ZPO; vgl. BGE 137 III 127 E. 2 S. 129 f.).
Neben Willk�r in der Rechtsanwendung (Art. 9 BV) und einer Verletzung der Pr�fungs- und Begr�ndungspflicht (Art. 29 Abs. 2 BV) wirft die Beschwerdef�hrerin dem Obergericht vor, es habe seine �berpr�fungsbefugnis nicht ausgesch�pft und nur auf Willk�r gepr�ft, wo ihm eine volle Pr�fung der Rechtsanwendung und der Sachverhaltsfeststellung zugestanden h�tte (Art. 310 ZPO). Die Kognitionsbeschr�nkung sei verfassungswidrig (vorab S. 6 ff. Ziff. 1 der Beschwerdeschrift).
4.1 Mit der Berufung kann gem�ss Art. 310 ZPO "unrichtige Rechtsanwendung" (lit. a) und "unrichtige Feststellung des Sachverhaltes" (lit. b) geltend gemacht werden. Die Berufungsinstanz verf�gt somit �ber eine uneingeschr�nkte Pr�fungsbefugnis in rechtlicher und tats�chlicher Hinsicht (BGE 138 III 374 E. 4.3.1 S. 375).
4.2 Eine Einschr�nkung der Pr�fungsbefugnis kann eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs bzw. eine formelle Rechtsverweigerung bedeuten (vgl. BGE 131 II 271 E. 11.7.1 S. 303). Die Praxis hat indessen anerkannt, dass der Rechtsmittelbeh�rde, der nach der gesetzlichen Ordnung freie Kognition zukommt, eine zur�ckhaltende �berpr�fung geboten sein kann, wo die Natur der Streitsache einer unbeschr�nkten Nachpr�fung des angefochtenen Entscheids entgegensteht. Die Voraussetzung ist namentlich erf�llt, wenn �rtliche, pers�nliche oder technische Verh�ltnisse zu beurteilen sind, die die Erstinstanz aufgrund ihrer N�he zur Sache und ihrer Fachkenntnis in der Regel besser kennt und �berblickt (vgl. BGE 115 Ia 5 E. 2b S. 6; 131 II 680 E. 2.3.2 S. 683 f.).
4.3 Nach st�ndiger Praxis zum kantonalen Prozessrecht ist das Obergericht als Appellationsinstanz nicht ohne Not von den Erkenntnissen des Vorrichters abgewichen (ZBJV 123/1987 S. 236 f.). Zu dieser Praxis hat das Bundesgericht unter verfassungsrechtlichem Blickwinkel ausgef�hrt, die Rechtsmittelbeh�rde sei trotz freier Pr�fungsbefugnis nicht gehalten, ihr Ermessen an die Stelle desjenigen der Erstinstanz zu setzen. Sie d�rfe der Erstinstanz in den genannten Bereichen (vgl. E. 4.2 soeben) einen gewissen Beurteilungsspielraum zugestehen und sich darauf beschr�nken, in Ermessensentscheide nur einzugreifen, wenn dazu hinreichender Anlass bestehe (vgl. Urteil 5P.463/2005 vom 20. M�rz 2006 E. 2.2). Diese sog. "Ohne-Not-Praxis" will das Obergericht in Verfahren betreffend vorsorgliche Massnahmen und Eheschutzmassnahmen auch nach Inkrafttreten der Schweizerischen Zivilprozessordnung beibehalten (E. II/8 S. 11 des angefochtenen und des in FamPra.ch 2012 S. 418 ver�ffentlichten Entscheids). Ihre Vereinbarkeit mit der Zivilprozessordnung kann dahingestellt bleiben, zumal sie in der Beschwerdeschrift nicht infrage gestellt wird (Art. 106 Abs. 2 BGG). Die Beschwerdef�hrerin macht vielmehr einzig geltend, sie habe vor Obergericht keinen Ermessensfehler, sondern die unrichtige und unvollst�ndige Feststellung des Sachverhalts und die unrichtige Rechtsanwendung ger�gt (z.B. S. 21 Ziff. 4.5 der Beschwerdeschrift). Ob das Obergericht diese Pr�fungsbefugnis ausgesch�pft hat, wird im Sachzusammenhang zu er�rtern sein.
Das Obergericht hat ausgef�hrt, die Einreichung der Ehescheidungs-klage am 14. Januar 2011 mache das Eheschutzverfahren nicht einfach gegenstandslos und der daf�r zust�ndige Richter habe auch dann die bis zum Eintritt der Rechtsh�ngigkeit der Scheidung notwendigen Massnahmen zu treffen, selbst wenn dar�ber erst nach diesem Zeitpunkt entschieden werden k�nne. Ein anh�ngig gemachtes Eheschutzverfahren sei mit anderen Worten immer zu Ende zu f�hren. Auch wenn die Zust�ndigkeit nur f�r die Zeit bis zur Rechtsh�ngigkeit der Scheidungsklage gegeben sei, wirke der Eheschutzentscheid dar�ber hinaus, bis der f�r die vorsorglichen Massnahmen w�hrend des Scheidungsverfahrens zust�ndige Richter etwas anderes verf�ge (E. III/4 S. 11 f. mit Hinweis auf JANN SIX, Eheschutz, 2008, N. 1.63 mit Hinweis auf BGE 129 III 60 E. 4.2; vgl. nunmehr zur Ver�ffentlichung vorgesehenes Urteil 5A_324/2012 vom 15. August 2012 E. 3.3.2). Die Beschwerdef�hrerin erhebt dagegen keine R�gen (Art. 106 Abs. 2 BGG), so dass auf die Zust�ndigkeitsfrage nicht einzugehen ist. Im vorliegenden Bereich (Art. 98 BGG) kommt der Grundsatz der gerichtlichen Rechtsanwendung von Amtes wegen (Art. 106 Abs. 1 BGG) nicht zum Tragen (vgl. BGE 133 III 589 E. 2 S. 591).
Beide kantonalen Gerichte haben die Ferienwohnung in F.________ den Parteien zur abwechslungsweisen Nutzung zugewiesen und die jeweiligen Nutzungszeiten festgelegt. Die Beschwerdef�hrerin erneuert ihren Antrag, ihr die Ferienwohnung zu alleiniger Nutzung zuzuweisen (S. 8 ff. Ziff. 2 der Beschwerdeschrift).
6.1 Das Obergericht hat festgestellt, die Wohnung in F.________ stehe im h�lftigen Miteigentum beider Parteien und sei von ihnen bisher als Feriendomizil benutzt worden (E. IV/2.1 S. 16). Es hat die Vorbringen der Beschwerdef�hrerin (E. IV/2.2 S. 16 f.) und des Beschwerdegegners (E. IV/2.3 S. 17) insbesondere zu den jeweiligen Interessen an einer Nutzung der Ferienwohnung wiedergegeben. Das Obergericht hat angenommen, eine Zuteilung der Ferienwohnung sei im Rahmen des Eheschutzverfahrens zul�ssig (E. IV/2.4 S. 17 f.). Es ist davon ausgegangen, die erstinstanzliche Zuweisung zur abwechslungsweisen Nutzung mit gerichtlich festgelegten Nutzungszeiten sei eine vertretbare Regelung und deshalb nicht zu �ndern. An der sporadischen ferienm�ssigen Benutzung der Wohnung in F.________ wiesen beide Parteien ein legitimes, identisches Interesse auf (E. IV/2.5 S. 18 des angefochtenen Entscheids).
6.2 Die Beschwerdef�hrerin macht eine mehrfache Verletzung von verfassungsm�ssigen Verfahrensgarantien geltend.
6.2.1 Die Beschwerdef�hrerin r�gt eine Verletzung der Pr�fungs- und Begr�ndungspflicht (S. 8 Ziff. 2.2). Sie wiederholt ihre Vorbringen im Berufungsverfahren (S. 8 ff. Ziff. 2.3) und belegt damit, dass das Obergericht ihre Begr�ndung des Berufungsantrags praktisch vollst�ndig in den angefochtenen Entscheid (E. IV/2.2 S. 16 f.) aufgenommen hat. Es ist in der streitigen Frage auch zu einem klaren Ergebnis gelangt, das die Beschwerdef�hrerin, wie sie das heute zeigt, sachgerecht hat anfechten k�nnen. Eine Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV liegt nicht vor (vgl. BGE 133 III 439 E. 3.3 S. 445; 135 III 513 E. 3.6.5 S. 520 und 670 E. 3.3.1 S. 677).
6.2.2 Eine Verletzung ihres Anspruchs auf rechtliches Geh�r erblickt die Beschwerdef�hrerin darin, dass das Obergericht ihrem Antrag nicht entsprochen habe, der Beschwerdegegner habe die Vertr�ge �ber die Miete von Ferienwohnungen in F.________ herauszugeben (S. 10 Ziff. 2.3c der Beschwerdeschrift). Der Beschwerdegegner hat indessen auch vor Obergericht nicht grunds�tzlich bestritten, dass er in F.________ im Hotel oder in Mietwohnungen seine Wochenenden und Ferien verbracht hat, weil ihm die Ben�tzung der in seinem Miteigentum stehenden Ferienwohnung verweigert wurde (vgl. E. IV/2.3 S. 17 des angefochtenen Entscheids). Insoweit unbestrittene und zugestandene Tatsachen aber bed�rfen unter dem hier anwendbaren Verhandlungsgrundsatz keines Beweises (vgl. BGE 105 II 143 E. 6a/bb S. 145; Urteil 4P.29/2003 vom 25. Juni 2003 E. 2.2.4, in: Praxis 93/2004 Nr. 45 S. 236). Dem Editionsbegehren war also nicht zu entsprechen.
6.2.3 In formeller Hinsicht macht die Beschwerdef�hrerin weiter eine verfassungswidrige Einschr�nkung der Pr�fungsbefugnis geltend, zumal das Obergericht einzig auf BGE 119 II 193 abgestellt habe, der auf Willk�rbeschwerde hin ergangen sei (S. 8 Ziff. 2.1 und 2.2 der Beschwerdeschrift). Das Obergericht hat sich zwar von der Beurteilung des Bundesgerichts leiten lassen, wonach im konkreten Fall die wechselseitige Benutzung des Ferienhauses durch beide Parteien "alles andere als abwegig" bzw. "keineswegs willk�rlich" sei (BGE 119 II 193 E. 3e S. 196). Es hat dann aber erg�nzend angef�gt, dass an der sporadischen ferienm�ssigen Benutzung der Wohnung in F.________ beide Parteien ein legitimes, identisches Interesse aufwiesen. Mit Blick auf diese unmissverst�ndliche Aussage bestehen keine Anhaltspunkte daf�r, das Obergericht habe seine Befugnis zu freier Pr�fung nicht vollst�ndig ausgesch�pft (vgl. E. 4 hiervor).
6.3 Gem�ss Art. 176 Abs. 1 Ziff. 2 ZGB muss das Gericht auf Begehren eines Ehegatten die Ben�tzung der Wohnung und des Hausrates regeln, wenn die Aufhebung des gemeinsamen Haushaltes begr�ndet ist. Es stellt sich die Frage, ob der Begriff "Wohnung" auch die Ferienwohnung umfasst und bejahendenfalls nach welchen Kriterien deren Ben�tzung zu regeln ist.
6.3.1 Einem Teil der Lehre zufolge kann das Gericht �ber Ferienwohnungen im Eheschutzverfahren keine Regelung treffen (SIX, a.a.O., N. 2.185; DESCHENAUX/STEINAUER/BADDELEY, Les effets du mariage, 2. Aufl. 2009, S. 321 Anm. 182). Anderer Ansicht nach handelt es sich bei der Wohnung im Sinne von Art. 176 Abs. 1 Ziff. 2 ZGB um die eheliche Wohnung gem�ss Art. 162 ZGB und nicht um die enger umschriebene Familienwohnung nach Art. 169 ZGB, die allerdings im Vordergrund stehen d�rfte. Auch die Zweit-, sogar die regelm�ssig ben�tzte Ferienwohnung kann eheliche Wohnung sein, deren Ben�tzung im Eheschutzverfahren zu regeln deshalb nicht ausgeschlossen ist (vgl. HAUSHEER/ REUSSER/GEISER, Berner Kommentar, 1999, N. 12 zu Art. 162, N. 18 zu Art. 169 sowie N. 29 Abs. 2 und N. 32 Abs. 2 zu Art. 176 ZGB; BR�M, Z�rcher Kommentar, 1998, N. 26 zu Art. 159, N. 22 und N. 27 zu Art. 169 sowie N. 36 zu Art. 176 ZGB). Im Rahmen vorsorglicher Massnahmen hat das Bundesgericht ein Bed�rfnis der Ehegatten, die Ben�tzung eines Ferienhauses w�hrend des Scheidungsverfahrens gerichtlich regeln zu lassen, anerkannt (BGE 119 II 193 E. 3e S. 196).
6.3.2 Die Rechtsprechung hat Kriterien entwickelt, wie die Ben�tzung der Familienwohnung im Eheschutzverfahren zu regeln ist. Dieselben Kriterien sollen gelten, wenn es sich um eine eheliche Wohnung handelt, die nicht gleichzeitig Familienwohnung ist (vgl. BR�M, a.a.O., N. 36 Abs. 4 zu Art. 176 ZGB), wobei eine zeitlich alternative Nutzung eher in Betracht gezogen werden k�nne (vgl. HAUSHEER/REUSSER/GEISER, a.a.O., N. 32 Abs. 2 zu Art. 176 ZGB) und bei Ferienwohnungen gar als sinnvoll bezeichnet wird (vgl. SUSANNE BACHMANN, Die Regelung des Getrenntlebens nach Art. 176 und 179 ZGB sowie nach z�rcherischem Verfahrensrecht, 1995, S. 85). Im Falle der Ferienwohnung, die vor der Trennung regelm�ssig gemeinsam genutzt wurde, geht es nicht so sehr darum, dass Kinder in der gewohnten und vertrauten Umgebung bleiben d�rfen, wem es eher zuzumuten ist auszuziehen oder wer aus beruflichen, gesundheitlichen oder altersbedingten Gr�nden in der ehelichen Wohnung bleiben soll. Eine Rolle spielen k�nnen hingegen Affektionsinteressen wie z.B. die Beziehungsn�he zur Ferienwohnung, deren h�herer zeitlicher Nutzungswert oder die M�glichkeit f�r einen Ehegatten, den Unterhalt pers�nlich zu besorgen. Schliesslich sind im Zweifel die Eigentums- oder andere rechtlich geordnete Nutzungsverh�ltnisse zu ber�cksichtigen, wenn die Interessenabw�gung zu keinem eindeutigen Ergebnis f�hrt (vgl. Urteil 5A_766/2008 vom 4. Februar 2009 E. 3, in: FamPra.ch 2009 S. 425 f., mit Hinweisen).
6.3.3 Entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrerin (S. 11 f. Ziff. 2.3e) sind die g�terrechtliche Beurteilung und namentlich g�terrechtliche Anspr�che auf ungeteilte Zuweisung beim Entscheid �ber die Ben�tzung einer ehelichen Wohnung im Eheschutzverfahren nicht zu ber�cksichtigen (vgl. BGE 119 II 193 E. 3e S. 196; 120 II 1 E. 2d S. 3 f.). Die von der Beschwerdef�hrerin angef�hrten Zitate betreffen nicht das Eheschutzverfahren. Nach den Kommentatoren soll eine ungeteilte Zuweisung gem�ss Art. 205 Abs. 2 ZGB vor Aufl�sung des G�terstandes m�glich sein, wenn ein Ehegatte die Aufl�sung des Miteigentums im Sinne von Art. 650 f. ZGB w�hrend der Ehe verlangt (vgl. HAUSHEER/REUSSER/GEISER, Berner Kommentar, 1992, N. 46 zu Art. 201 und N. 29 zu Art. 205 ZGB; DESCHENAUX/STEINAUER/BADDELEY, a.a.O., S. 538 f. N. 1146c). Dass sie die Aufhebung des Miteigentums an der Ferienwohnung verlangt habe, behauptet die Beschwerdef�hrerin selber nicht. Ob sie die ungeteilte Zuweisung der Ferienwohnung dereinst in der g�terrechtlichen Auseinandersetzung zu Alleineigentum gegen Entsch�digung verlangen kann, ist bei der Zuteilung der Ferienwohnung zur Ben�tzung w�hrend des Getrenntlebens deshalb nicht zu ber�cksichtigen.
6.4 Die Beschwerdef�hrerin macht ein Affektionsinteresse geltend mit der Begr�ndung, sie habe die Ferienwohnung 1991 von ihrem Vater als Erbvorempfang unentgeltlich erhalten, der einzige weitere Stockwerkeigent�mer sei ihr Bruder und die Wohnung befinde sich dort, wo sie geboren und aufgewachsen sei (S. 9 f. Ziff. 2.3a-c der Beschwerdeschrift). Die behauptete Beziehungsn�he hat sie gleichwohl nicht daran hindern k�nnen, bereits im Jahre 1995 das h�lftige Miteigentum an der Ferienwohnung dem Beschwerdegegner abzutreten, gemeinsam in die 4 �-Zimmer-Wohnung mit Gartensitzplatz zu investieren und das Dachgeschoss auszubauen. Unstreitig hat der Beschwerdegegner ein angrenzendes Grundst�ck im Halte von 1000 m2 dazugekauft und mit der Familie die Ferien regelm�ssig in F.________ verbracht. Das Obergericht durfte insoweit das Interesse beider Ehegatten an der Ben�tzung der Ferienwohnung willk�rfrei anerkennen. Als nicht ohne Weiteres verst�ndlich erscheint die Darstellung der Beschwerdef�hrerin, der Beschwerdegegner sei �usserst selten in F.________ (S. 9 f. Ziff. 2.3c), wenn sie gleichzeitig vom Beschwerdegegner zum Nachweis seiner h�ufigen Anwesenheit die Vertr�ge �ber die Miete von Ferienwohnungen in F.________ ediert haben will (E. 6.2.2 soeben). Ihr Vorbringen, eine gemeinsame Nutzung sei ihr unzumutbar (S. 10 f. Ziff. 2.3d), ist in Anbetracht der Gr�sse der Wohnung nicht stichhaltig, zumal jeder Ehegatte f�r sich ein abschliessbares Zimmer f�r die zum pers�nlichen Gebrauch dienenden Gegenst�nde sollte beanspruchen k�nnen. Halten sich beide Ehegatten an die gerichtlich festgelegte Nutzungsordnung, wird es auch nicht zu den bef�rchteten Kommunikationsschwierigkeiten und Konfrontationen kommen. Ein gewisses Mass an Anstand und R�cksichtnahme ist wie im Eheleben auch w�hrend des Getrenntlebens geboten. Die Beschwerdef�hrerin best�tigt ferner (S. 12 Ziff. 2.4), dass sie die Ferienwohnung in F.________ auch in naher Zukunft nicht als Wohnsitz beansprucht.
6.5 Insgesamt kann nicht beanstandet werden, wie das Obergericht die Ben�tzung der im h�lftigen Miteigentum beider Parteien stehenden Ferienwohnung geregelt hat. Sein auf Ermessen beruhender Entscheid (zit. Urteil 5A_766/2008 E. 3.3, in: FamPra.ch 2009 S. 426) h�lt der Willk�rpr�fung stand (Art. 9 BV; vgl. zum Begriff: BGE 128 III 4 E. 4b S. 7 und 156 E. 1a S. 157).
Beide kantonalen Gerichte haben das Wohnhaus der Familie in L.________ der Beschwerdef�hrerin zur alleinigen Ben�tzung zugewiesen. In diesem Zusammenhang musste geregelt werden, wer die aufgrund der Zuteilung der Liegenschaft anfallenden Kosten w�hrend der Aufhebung des gemeinsamen Haushalts zu tragen hat und wie diese Kosten abzugelten sind. Das Obergericht hat die Liegenschaftskosten der Beschwerdef�hrerin (z.B. Kosten f�r kleinere Reparaturarbeiten) und dem Beschwerdegegner (z.B. Hypothekarzins) direkt �berbunden und nicht ziffernm�ssig in einen Unterhaltsbeitrag umgerechnet, den der eine Ehegatte dem anderen zu bezahlen h�tte. Die Beschwerdef�hrerin r�gt die Vorgehensweise als verfassungswidrig, weil das entsprechende Urteil unklar und nicht vollstreckbar sei (S. 13 ff. Ziff. 3 der Beschwerdeschrift).
7.1 Das Obergericht ist davon ausgegangen, die Liegenschaftskosten seien im Rahmen der Bemessung des Geldbeitrages nach Art. 176 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB zu ber�cksichtigen (E. IV/1.4 S. 13 f.). Im Vordergrund st�nden hier Zweckm�ssigkeits�berlegungen und insbesondere die auch nach der Trennung gelebte Regelung. Der Beschwerdegegner als Alleineigent�mer der Liegenschaft in L.________ habe den Hypothekarzins, die Steuern der Liegenschaft und s�mtliche Nebenkosten zu bezahlen, ausmachend im Sinne des Mietrechts die tats�chlichen Aufwendungen, die mit dem Gebrauch der Liegenschaften zusammenhingen, wie Heizungs-, Warmwasser- und �hnliche Betriebskosten, sowie die Kosten f�r �ffentliche Abgaben, die sich aus dem Gebrauch der Sache erg�ben wie Wasser-/Abwasser- und Kehrichtgeb�hren. Der Beschwerdegegner habe zudem s�mtliche Unterhaltskosten f�r den Garten, das Schwimmbad und den restlichen Teil der Liegenschaft zu tragen, ausgenommen die Kosten f�r M�ngel, die durch kleine, f�r den gew�hnlichen Unterhalt erforderliche Reinigungen oder Ausbesserungen behoben werden k�nnten. Diese Kosten f�r kleine Reparaturarbeiten sowie die Pr�mien f�r die Geb�ude-, Hausrat- und Haftpflichtversicherung und die Benutzungsgeb�hren f�r Radio/TV (Kabelfernsehen, Swisscom-TV) und Telefon/Internet gingen zulasten der Beschwerdef�hrerin (E. IV/1.5 S. 14 f.). Deren Begehren, die Nebenkosten der Liegenschaft seien in der H�he des ihr zustehenden Lebensstandards in ihr Budget einzuberechnen und durch Unterhaltsleistungen ab 1. Mai 2009 abzugelten, hat das Obergericht abgewiesen mit der Begr�ndung, es spiele keine Rolle, ob die Beschwerdef�hrerin die Nebenkosten bezahle und ihr diese in Form von Unterhaltsbeitr�gen abgegolten w�rden oder ob der Beschwerdegegner die Nebenkosten selbst �bernehme, die dann nicht im Budget der Beschwerdef�hrerin angerechnet werden k�nnten. Denn in beiden F�llen werde der effektiven Kostentragung bei der Bemessung des Unterhaltsbeitrags Rechnung getragen (E. IV/1.5 S. 15 des angefochtenen Entscheids).
7.2 In rechtlicher Hinsicht wendet die Beschwerdef�hrerin ein, das Eheschutzgericht habe gem�ss Art. 176 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB die Geldbeitr�ge festzusetzen, die der eine Ehegatte dem andern schulde. Diese klare und unmissverst�ndliche Norm werde verletzt, wenn das Obergericht dem Beschwerdegegner nicht bezifferte und nicht bezifferbare Nebenkosten im Sinne von Unterhaltsleistungen auferlege (S. 13 f. Ziff. 3.2). Die Nebenkosten seien zu beziffern, in ihrem Budget einzurechnen und durch Unterhaltsleistungen abzugelten (S. 16 f. Ziff. 3.5 der Beschwerdeschrift).
7.2.1 Aufgrund der Zuteilung von Wohnung und Hausrat anfallende Kosten (Miet- und Hypothekarzinsen, Unterhalt, �ffentliche Abgaben und anderes mehr) sind bei der Bemessung des Geldbeitrages im Sinne von Art. 176 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB zu ber�cksichtigen (vgl. HAUSHEER/ REUSSER/GEISER, a.a.O., N. 35 Abs. 4 zu Art. 176 ZGB). Bei den fraglichen Kosten handelt es sich um Schuldverpflichtungen gegen�ber Dritten, die zum Unterhalt der Familie geh�ren k�nnen (vgl. HAUSHEER/ REUSSER/GEISER, a.a.O., N. 11-12a und N. 23 zu Art. 163 ZGB) und diesfalls im familienrechtlichen Grundbedarf ber�cksichtigt werden (vgl. HAUSHEER/REUSSER/GEISER, a.a.O., N. 25a zu Art. 176 ZGB).
7.2.2 Im Einzelfall sind Zweckm�ssigkeits�berlegungen massgebend. Schuldzinsen f�r Grundpfanddarlehen und dem Eigent�mer erwachsende feste Auslagen, wie �ffentlich-rechtliche Abgaben, sollen in der Regel im Bedarf des Eigent�mer-Ehegatten ber�cksichtigt werden. Sind beide Ehegatten Eigent�mer, kann es zweckm�ssig sein, demjenigen Ehegatten die Bezahlung der Hypothekarzinsen und �brigen festen Kosten zu �berbinden (und auch in seiner Bedarfsberechnung zu ber�cksichtigen), dem das Haus oder die Eigentumswohnung zur Ben�tzung zugeteilt wurde (vgl. BR�M, a.a.O., N. 52 zu Art. 176 ZGB). Wenn etwa die eheliche Wohnung dem einen Ehegatten zugewiesen wird, der andere Ehegatte aber der Mieter der Wohnung ist, soll festgelegt und von vornherein im Unterhaltsbeitrag eingerechnet werden, welcher Ehegatte den Mietzins und die Nebenkosten zu zahlen hat (vgl. B�HLER/SP�HLER, Berner Kommentar, 1980, N. 94 f. zu aArt. 145 ZGB).
7.2.3 Entgegen der Darstellung der Beschwerdef�hrerin ist kein Rechtsanspruch ersichtlich, wonach die Kosten f�r die alleinige Benutzung der ehelichen Liegenschaft in ihrem Grundbedarf einzurechnen und vom Beschwerdegegner als Unterhaltsbeitrag zu bezahlen sind. Willk�rfrei durfte das Obergericht vielmehr dem Beschwerdegegner s�mtliche objektbezogenen Kosten direkt zur Zahlung auferlegen, ist er doch Alleineigent�mer der ehelichen Liegenschaft und bis anhin f�r diese Kosten aufgekommen. Es hat auch kein Anlass bestanden, die Liegenschaftskosten zu beziffern. Da hier - unstreitig (vgl. E. 8 hiernach) - von besonders guten wirtschaftlichen Verh�ltnissen auszugehen und der Unterhalt direkt anhand des Bedarfs der Beschwerdef�hrerin f�r die Weiterf�hrung ihrer bisherigen Lebenshaltung zu ermitteln gewesen ist, spielt die Anrechnung von Drittschulden im Grundbetrag des unterhaltspflichtigen Beschwerdegegners keine Rolle (vgl. Urteil 5A_732/2007 vom 4. April 2008 E. 2.1, betreffend Steuern).
7.3 Die Beschwerdef�hrerin wendet gegen die obergerichtliche Regelung ein, es sei eine dem�tigende Zumutung f�r sie, ihrem tyrannischen Ehemann die auf ihren Namen lautenden Rechnungen ihres Unterhalts schicken zu m�ssen, damit er sie zahle, wenn er es denn tun werde (S. 16 f. Ziff. 3.5 der Beschwerdeschrift). Es w�re wohl m�glich gewesen, die tats�chlichen Hypothekarzinsen und Liegenschaftssteuern sowie die Unterhaltskosten in Prozenten des Eigenmietwertes (z.B. 20 %) bzw. die Nebenkosten in Prozenten des Liegenschaftswertes (z.B. 1 %) im Unterhaltsbedarf der Beschwerdef�hrerin einzurechnen (vgl. SIX, a.a.O., N. 2.94 mit Hinweisen) und durch den Beschwerdegegner im Rahmen von Unterhaltsbeitr�gen abgelten zu lassen. Die blosse M�glichkeit einer anderen L�sung bedeutet indessen nicht, dass die vom Obergericht getroffene - offenbar gerichts�bliche (Urteil 5P.271/1989 vom 26. Februar 1990 Ziff. 4a S. 4 und E. 5 S. 13 f.) - Regelung als willk�rlich erscheint. Zu beachten ist dabei zun�chst, dass sich die Beschwerdef�hrerin einer direkten Bezahlung der Hypothekarzinsen und der Liegenschaftssteuern durch den Beschwerdegegner nicht widersetzt hat und deshalb ohnehin eine Ausscheidung der Kosten vorzunehmen war. Weiter ist bei der von der Beschwerdef�hrerin vorgeschlagenen L�sung unklar, was geschieht, wenn sich die Hypothekarzinsen oder andere Kosten ver�ndern. Zudem handelt es sich bei der Familienwohnung um eine Liegenschaft mit elf Zimmern, Umschwung und Schwimmbad, so dass sich die Neben- und Unterhaltskosten mit den durchschnittlichen Prozentregeln nur schwer d�rften erfassen lassen. Schliesslich ist zu ber�cksichtigen, dass die Beschwerdef�hrerin die Liegenschaft nur deshalb zur Ben�tzung f�r sich allein erhalten hat, weil sie ihre Arztpraxis in der Liegenschaft f�hrt und wegen des Getrenntlebens nicht ihre wirtschaftliche Existenz verlieren sollte (E. IV/21-26 S. 7 f. des erstinstanzlichen Entscheids). Mit R�cksicht darauf erscheint es nicht als willk�rlich, dass die Beschwerdef�hrerin mit dem Beschwerdegegner in Zweifelsf�llen abzurechnen hat.
7.4 Die Beschwerdef�hrerin r�gt die obergerichtliche Kostenaufteilung als nicht vollstreckbar und unklar (S. 14 ff. Ziff. 3.3 der Beschwerdeschrift). Es trifft zu, dass keine Eheschutzmassnahmen erlassen werden sollen, die nur schwer oder �berhaupt nicht vollstreckbar sind (z.B. BGE 114 II 18 E. 6 S. 25). Aber ungeachtet der gew�hlten L�sung (E. 7.3 soeben) kann es im Falle der Zuteilung der Wohnung dazu kommen, dass ein Ehegatte die objektbezogenen Schulden des anderen Ehegatten (z.B. den Hypothekarzins) bezahlen muss, um die Zwangsvollstreckung eines Dritten abzuwenden, und sp�ter eine R�ckforderung gegen den s�umigen Ehegatten zu erheben hat (vgl. BR�M, a.a.O., N. 52 Abs. 6 zu Art. 176 ZGB). Die Aufteilung der Kosten ist zudem insoweit klar, als der Beschwerdegegner alles an Neben- und Unterhaltskosten bezahlt, was nicht ausdr�cklich der Beschwerdef�hrerin auferlegt worden ist. Da der Scheidungsprozess bereits h�ngig ist, k�nnen die Ehegatten allf�llige Zweifelsf�lle ohne Weiterungen und zus�tzliches Verfahren durch ihre jeweiligen Rechtsvertreter bereinigen lassen. Pers�nlicher Kommunikation zwischen den Ehegatten, die angeblich erschwert sein soll, bedarf es somit nicht.
7.5 Insgesamt kann die auf Ermessen beruhende Regelung der Kosten, die aufgrund der Zuteilung der Liegenschaft anfallen, unter Willk�rgesichtspunkten nicht beanstandet werden (Art. 9 BV; vgl. zum Begriff: BGE 128 III 4 E. 4b S. 7 und 156 E. 1a S. 157).
Beide kantonalen Gerichte haben der Beschwerdef�hrerin die geforderten Unterhaltsbeitr�ge verweigert. Die Beschwerdef�hrerin erneuert ihre Begehren, der Beschwerdegegner sei zu verpflichten, ihr r�ckwirkend ab 1. Mai 2009 monatlich vorauszahlbare Unterhaltsbeitr�ge von Fr. 15'000.--, ihre Steuern f�r die Jahre 2007 und 2008 von Fr. 37'742.45 zuz�glich Zins, ihre Steuern ab 2009 und einen Betrag von Fr. 45'000.-- f�r den Kauf eines BMW Touring 330 zu bezahlen. Zur Hauptsache beantragt sie, den angefochtenen Entscheid wegen Verfahrensm�ngeln aufzuheben und die Sache zur�ckzuweisen (S. 17 ff. Ziff. 4 der Beschwerdeschrift).
8.1 Das Obergericht hat den Inhalt des erstinstanzlichen Entscheids (E. IV/4.1 S. 21 f.) und die dagegen erhobenen Einw�nde der Beschwerdef�hrerin (E. IV/4.2 S. 22 f.) wiedergegeben. Es ist davon ausgegangen, in Anbetracht der finanziell sehr guten Verh�ltnisse sei der Unterhalt nach der einstufig-konkreten Methode, d.h. entsprechend den tats�chlichen Bed�rfnissen im Rahmen der massgebenden Lebenshaltung direkt zu ermitteln, wobei gewisse Pauschalierungen unumg�nglich und zul�ssig seien (E. IV/4.3 S. 23 f.). Die Erstinstanz habe die Methode korrekt angewendet und die guten wirtschaftlichen Verh�ltnisse mit einer Verdreifachung des Grundbetrags auf Seiten der Beschwerdef�hrerin ber�cksichtigen d�rfen (E. IV/4.4 Abs. 1 S. 24 f.). Das Obergericht hat die erstinstanzliche Feststellung, die Beschwerdef�hrerin erziele ein Nettoeinkommen von Fr. 10'000.-- bei einem monatlichen Bedarf von Fr. 7'420.--, nicht beanstandet und die Unterhaltsbegehren deshalb abgewiesen (E. IV/4.4 S. 25 ff. des angefochtenen Entscheids).
8.2 Die Beschwerdef�hrerin macht eine mehrfache Verletzung von verfassungsm�ssigen Verfahrensgarantien geltend.
8.2.1 Die Beschwerdef�hrerin r�gt, das Obergericht setze sich mit ihren belegten Vorbringen insbesondere zur tats�chlichen Lebensweise und ihrem Lebensbedarf in keiner Weise auseinander (vorab S. 20 Ziff. 4.5 der Beschwerdeschrift). Es trifft zu, dass das Obergericht die Pauschalierung des Grundbedarfs f�r angemessen gehalten und ein Eingreifen in den erstinstanzlich festgesetzten Bedarf abgelehnt hat, weil der Vorrichter seine K�rzungen von einzelnen Ausgabepositionen ausf�hrlich begr�ndet und sich dabei unter anderem auf die erstinstanzlich durchgef�hrten Parteiverh�re gest�tzt habe (E. IV/4.4 Abs. 1 S. 25 des angefochtenen Entscheids). Die aus Art. 29 Abs. 2 BV ableitbare Pflicht, Urteile zu begr�nden, schliesst nicht aus, dass das Obergericht auf die Begr�ndung der ersten Instanz verweist, soweit es deren Urteil best�tigt und auch mit der Begr�ndung einig geht. Denn in diesem Fall weiss die Beschwerdef�hrerin, aus welchen Gr�nden das Obergericht ihrem Antrag nicht gefolgt ist. Sie kann die Gr�nde im erstinstanzlichen Urteil nachlesen. Die Beschwerdef�hrerin r�gt auch nicht formell gen�gend, dass sie vor Obergericht beachtliche Gr�nde vorgebracht habe, zu denen die erste Instanz nicht Stellung nahm, sei es, dass diese Gr�nde vor erster Instanz noch nicht vorgebracht wurden, aber trotzdem vor zweiter Instanz neu haben vorgebracht werden d�rfen, oder sei es, dass sie vor erster Instanz schon vorgetragen wurden, diese aber dazu in der Entscheidbegr�ndung nicht Stellung bezog. Eine Verletzung der verfassungsm�ssigen Pr�fungs- und Begr�ndungspflicht ist somit nicht dargetan (Art. 106 Abs. 2 BGG; vgl. BGE 103 Ia 407 E. 3a S. 409 f.; 123 I 31 E. 2c S. 34).
8.2.2 Insbesondere gegen die Pauschalierung ihres Grundbedarfs wendet die Beschwerdef�hrerin gest�tzt auf Art. 152 ZPO eine Verletzung ihres Anspruchs auf Beweis ein (S. 17 Ziff. 4.2 der Beschwerdeschrift). Die angerufene Bestimmung ist im erstinstanzlichen Verfahren nicht anwendbar gewesen (E. 3 hiervor). Im Berufungsverfahren ergibt sich die M�glichkeit, Beweise abzunehmen, aus Art. 316 Abs. 3 ZPO, dessen willk�rliche Anwendung die Beschwerdef�hrerin nicht r�gt, geschweige denn begr�ndet (Art. 106 Abs. 2 BGG; vgl. BGE 138 III 374 E. 4.3.2 S. 376). Das Obergericht hat festgehalten, bei einer Selbstst�ndigerwerbenden wie der Beschwerdef�hrerin sei die finanzielle Verflechtung zwischen Privathaushalt und Unternehmen regelm�ssig gross, der Gewinnausweis relativ leicht beeinflussbar und die Bestimmung der Leistungskraft schwierig, so dass sich ein einigermassen zuverl�ssiges Resultat nur durch ein Gerichtsgutachten ermitteln lasse, dessen Einholung aber den Rahmen des summarischen Eheschutzverfahrens sprenge (E. IV/4.4 Abs. 3 S. 25 f. des angefochtenen Entscheids). Die Ausf�hrungen gelten f�r das erstinstanzliche Verfahren gem�ss bisherigem Prozessrecht und entsprechen der bundesgerichtlichen Verfassungsrechtsprechung. Selbst eine wenigstens sinngem�ss erhobene R�ge der Geh�rsverweigerung erwiese sich deshalb als unbegr�ndet (vgl. Urteil 5P.252/2005 vom 4. August 2005 E. 2.1, in: SZZP 2006 S. 74 f.).
8.2.3 Schliesslich wendet die Beschwerdef�hrerin allgemein und im Zusammenhang mit praktisch jeder R�ge in der Sache ein, das Obergericht habe seine Pr�fungsbefugnis nicht ausgesch�pft (vorab S. 19 f. Ziff. 4.4 und 4.5 der Beschwerdeschrift). Es trifft zu, dass das Obergericht an mehreren Stellen der Urteilsbegr�ndung festh�lt, es seien "die getroffenen Regelungen jedenfalls nicht willk�rlich" (E. IV/4.4 Abs. 1 S. 25) bzw. das von der Vorinstanz festgestellte Einkommen der Beschwerdef�hrerin wie auch ihr Bedarf seien "nicht willk�rlich und demnach auch nicht zu beanstanden" (E. IV/4.4 Abs. 7 S. 27 des angefochtenen Entscheids). Eine blosse Willk�rpr�fung, wo freie Pr�fungsbefugnis vorgeschrieben ist, bedeutete eine Rechtsverweigerung, und wenn das Obergericht seine "Ohne-Not-Praxis" neu als Willk�rpr�fung verstehen wollte, w�re die so verstandene Praxis mit verfassungsrechtlichen Verfahrensgarantien nicht mehr vereinbar (E. 4 hiervor). Es entscheidet sich indessen nicht anhand der verwendeten Worte und Formulierungen, sondern nach dem Gehalt des Urteils, ob das Obergericht seine freie Pr�fungsbefugnis ausgesch�pft oder verfassungswidrig beschr�nkt hat (vgl. zur Auslegung: BGE 115 II 187 E. 3b S. 191; 116 II 196 E. 1b S. 198). Unter diesem Blickwinkel verdeutlichen die Urteilserw�gungen, dass es das Obergericht jeweilen nicht beim Befund "nicht willk�rlich" hat bewenden lassen, sondern daran eine - wenn auch - kurze Begr�ndung (E. 8.2.1 soeben) angeschlossen hat, die auf eine freie Pr�fung schliessen l�sst. Eine verfassungswidrige Einschr�nkung der von Gesetzes wegen freien Pr�fung auf Willk�r, wie sie die Beschwerdef�hrerin r�gt, kann bei genauer Betrachtungsweise nicht bejaht werden.
8.3 Das Obergericht hat angenommen, in Anbetracht der finanziell sehr guten Verh�ltnisse sei der Unterhalt nach der einstufig-konkreten Methode, d.h. entsprechend den tats�chlichen Bed�rfnissen im Rahmen der massgebenden Lebenshaltung direkt zu ermitteln, wobei gewisse Pauschalierungen unumg�nglich und zul�ssig seien (E. IV/4.3 S. 23 f. des angefochtenen Entscheids). Die Beschwerdef�hrerin r�gt die Anwendung der einstufig-konkreten Methode als willk�rlich (vorab S. 17 f. Ziff. 4.2 der Beschwerdeschrift).
8.3.1 Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts hat in sehr guten wirtschaftlichen Verh�ltnissen, in denen die durch das Getrenntleben entstehenden Mehrkosten ohne weiteres gedeckt werden k�nnen, die unterhaltsberechtigte Person Anspruch darauf, dass der Unterhalts-beitrag so festgelegt wird, dass der bisherige Lebensstandard weitergef�hrt werden kann. Die sonst anzuwendende Berechnungsweise der Gegen�berstellung von Eink�nften und Existenzminima erweist sich diesfalls als unzweckm�ssig. Es ist vielmehr direkt vom Bedarf der unterhaltsberechtigten Partei f�r die Weiterf�hrung ihrer bisherigen Lebenshaltung auszugehen (vgl. BGE 115 II 424 E. 3 S. 426 f.; Urteil 5P.138/2001 vom 10. Juli 2001 E. 2a/bb, in: FamPra.ch 2002 S. 333, und die seitherige st�ndige Rechtsprechung; FABIENNE HOHL, Quelques lignes directrices de la jurisprudence du Tribunal f�d�ral en mati�re de fixation des contributions d'entretien, in: Droit de la famille et nouvelle proc�dure, 2012, S. 89 ff., S. 95).
8.3.2 Bei der einstufig-konkreten Methode geht es nicht um eine Gegen�berstellung der jeweiligen Einkommen und um eine gerechte Aufteilung des Einkommens�berschusses. Weil direkt auf den Bedarf des unterhaltsberechtigten Ehegatten f�r die Weiterf�hrung seines bisherigen Lebensstandards abgestellt wird, kommt es auf die genaue H�he des dem unterhaltspflichtigen Ehegatten verbleibenden tats�chlichen Einkommens nicht an (vgl. Urteil 5P.138/2001 vom 10. Juli 2001 E. 2a/bb, in: FamPra.ch 2002 S. 334). Es verschl�gt deshalb nichts, dass die Beschwerdef�hrerin wiederholt hervorhebt, der Beschwerdegegner verf�ge bei einem gesch�tzten Jahreseinkommen von mehr als einer Million Franken �ber bessere finanzielle Mittel als sie selber, es bestehe mithin ein eklatantes Missverh�ltnis, was Willk�r bedeute (z.B. S. 19 f. Ziff. 4.3 und 4.4 der Beschwerdeschrift). Das von ihr zitierte Urteil betrifft einen Fall, wo erstinstanzlich nach der Methode des betreibungsrechtlichen Existenzminimums mit �berschussverteilung gerechnet wurde und die Zweitinstanz das betreibungsrechtliche Existenzminimum mit dem geb�hrenden Unterhalt gleichsetzte und damit den Anspruch des unterhaltsberechtigten Ehegatten auf Fortf�hrung der (weit h�heren) bisherigen Lebenshaltung willk�rlich missachtete (vgl. Urteil 5A_363/2010 vom 1. Dezember 2010 E. 2.2, vorab E. 2.2.3). Hier liegen keine mittleren Verh�ltnisse vor und lautet die Frage deshalb einzig dahin gehend, ob der ihrer Lebenshaltung entsprechende Bedarf der Beschwerdef�hrerin gedeckt ist.
8.3.3 Die kantonalen Gerichte sind von einem gleichsam minimalen Bedarf in der H�he des dreifachen betreibungsrechtlichen Grundbetrags ausgegangen und haben die geltend gemachten und anerkannten Budgetpositionen hinzugerechnet. Die Beschwerdef�hrerin wendet sich grunds�tzlich gegen diese vereinfachte Berechnung ihres Bedarfs durch Vervielfachung des Grundbetrags. Auch in der Anwendung der einstufig-konkreten Methode sind indessen gewisse Pauschalierungen unumg�nglich, weil es nahezu unm�glich ist, f�r Auslagepositionen wie den t�glichen Bedarf die entsprechenden Zahlen nachtr�glich noch zu ermitteln bzw. vorzulegen. Insoweit ist der Beschwerdef�hrerin beizupflichten: Sollte es ihr gelungen sein, wie sie das behauptet, den konkreten Bedarf glaubhaft zu machen (vgl. E. 8.5 sogleich), erwiese sich dessen Pauschalierung methodisch als unzul�ssig (vgl. HAUSHEER/SPYCHER, Handbuch des Unterhaltsrechts, 2. Aufl. 2010, N. 02.22-.26 S. 52 ff. und N. 02.65c S. 76 f. mit Hinweisen).
8.4 Das Obergericht ist der Darstellung der Beschwerdef�hrerin gefolgt und davon ausgegangen, ihr Bruttoeinkommen als selbstst�ndigerwerbende �rztin belaufe sich auf j�hrlich rund Fr. 152'000.--. Nicht geteilt hat das Obergericht die Annahme, das Nettoeinkommen betrage lediglich Fr. 50'000.-- bzw. Fr. 59'000.-- j�hrlich bzw. unter Fr. 5'000.-- monatlich (E. IV/4.4 Abs. 4 S. 26). Es hat angenommen, das Nettoeinkommen bei einer Arbeitst�tigkeit von 100 % im Beruf der Beschwerdef�hrerin betrage gerichtsnotorisch nicht weniger als Fr. 10'000.-- monatlich und die von der Erstinstanz anerkannten rund Fr. 32'000.-- an berufsbedingten Auslagen j�hrlich seien nicht zu beanstanden (E. IV/4.4 Abs. 5-7 S. 26 f. des angefochtenen Entscheids). Stichhaltiges wendet die Beschwerdef�hrerin dagegen nicht ein. Sie macht geltend, der Praxisaufwand und der Privataufwand liessen sich teilweise nicht trennen, weil Praxis und Wohnung im gleichen Haus l�gen. Es m�sse von den Bruttoeinnahmen ausgegangen und der korrekt ermittelte Aufwand abgezogen werden, woraus sich der ungedeckte Bedarf erg�be. Denn ob Praxis- oder Privataufwand, sie habe Anspruch auf ihre bisherige Lebensf�hrung als �rztin wie als Privatperson (S. 29 Ziff. 4.7 der Beschwerdeschrift). Willk�r vermag die Beschwerdef�hrerin damit nicht darzutun. Denn ob von den Bruttoeinnahmen aus der beruflichen T�tigkeit zun�chst der berufsbedingte Aufwand und vom daherigen Nettoeinkommen der private Aufwand abgezogen wird oder ob den Bruttoeinnahmen der berufsbedingte und der private Aufwand unausgeschieden gegen�bergestellt wird, macht rechnerisch keinen Unterschied und m�sste zum gleichen Ergebnis f�hren.
8.5 Den erstinstanzlich auf monatlich Fr. 7'420.-- festgesetzten (privaten) Bedarf hat das Obergericht nicht beanstandet. Es hat nur mehr einzelne Aufwandpositionen er�rtert und zur Hauptsache auf den erstinstanzlichen Entscheid verwiesen (E. IV/4.4 Abs. 7 S. 27 des angefochtenen Entscheids). Die Beschwerdef�hrerin ficht erneut praktisch jede einzelne Aufwandposition an (S. 20 ff. Ziff. 4.5a-i) und schliesst mit einer �bersicht "Total Bedarf Praxis und Privat" von j�hrlich Fr. 278'827.-- (S. 28 f. Ziff. 4.6 der Beschwerdeschrift).
8.5.1 Vorweg macht die Beschwerdef�hrerin einen Basisbedarf von rund Fr. 4'700.-- monatlich geltend. Die angerechnete Pauschale von Fr. 3'600.-- in der H�he des dreifachen betreibungsrechtlichen Grundbetrags sei ungen�gend und willk�rlich (S. 17 f. Ziff. 4.2 und S. 21 Ziff. 4.5a der Beschwerdeschrift). Die Beschwerdef�hrerin geht von einem unzutreffenden minimalen Bedarf aus. Sie rechnet hier Positionen hinein, die die kantonalen Gerichte zus�tzlich zum verdreifachten Grundbetrag ber�cksichtigt haben, z.B. unter der Rubrik "Weiterbildung" oder "ungedeckte Gesundheitskosten" (E. IV/56 S. 18 f. des erstinstanzlichen Entscheids). Die Beschwerdef�hrerin setzt sich damit nicht auseinander, so dass die vorgenommene Pauschalierung des minimalen Bedarfs nicht zu beanstanden ist.
8.5.2 Die Beschwerdef�hrerin behauptet, die Personalkosten f�r Haush�lterinnen und G�rtner samt Sozialversicherungsbeitr�gen geh�rten zu ihrem angestammten Bedarf (S. 22 Ziff. 4.5b der Beschwerdeschrift). Das Obergericht hat ihr darin beigepflichtet und festgehalten, die Aufwendungen f�r G�rtner und Haush�lterinnen in L.________ und F.________ z�hlten zu den "Wohnkosten", die der Beschwerdegegner f�r die Liegenschaften in L.________ und F.________ gesamthaft zu tragen habe (E. IV/4.4 Abs. 1 S. 25 des angefochtenen Entscheids). Willk�rfrei durfte die (zus�tzliche) Ber�cksichtigung der entsprechenden Aufwandpositionen im Bedarf der Beschwerdef�hrerin abgelehnt werden.
8.5.3 Willk�r und eine Verletzung der Wirtschaftsfreiheit erblickt die Beschwerdef�hrerin darin, dass die kantonalen Gerichte ihre Beitr�ge an Berufsorganisationen und die Kosten berufsbedingter Supervisionen gestrichen h�tten (S. 22 f. Ziff. 4.5c und 4.5d der Beschwerdeschrift). Entgegen ihrer Darstellung haben die kantonalen Gerichte diese Aufwandpositionen in der Praxisbuchhaltung ber�cksichtigt und mangels irgendwelcher Belege mit Fr. 3'000.-- eingesetzt (E. IV/53 S. 16 des erstinstanzlichen Entscheids). Dass sie diese Positionen irgendwie oder im geltend gemachten Betrag von Fr. 16'400.-- durch Belege glaubhaft gemacht h�tte, obwohl diese Substantiierung des Aufwandes von der Sache her tats�chlich m�glich gewesen w�re, r�gt die Beschwerdef�hrerin vor Bundesgericht nicht.
8.5.4 Beide kantonalen Gerichte haben die Zusprechung eines Geldbetrags f�r den Kauf eines bisher zur Verf�gung stehenden Fahrzeuges abgelehnt mit der Begr�ndung, die g�terrechtliche Auseinandersetzung d�rfe nicht vorweggenommen werden (E. IV/4.4 Abs. 9 S. 28 des angefochtenen Entscheids). Wie die Beschwerdef�hrerin einr�umt, hat ihr w�hrend der Ehe nicht der Beschwerdegegner ein Fahrzeug zur Verf�gung gestellt, sondern dessen Firma (S. 23 Ziff. 4.5e der Beschwerdeschrift). Willk�rfrei durften die kantonalen Gerichte deshalb annehmen, der Anspruch auf ein Fahrzeug st�tze sich auf G�terrecht und nicht auf Unterhaltsrecht. Die Beschwerdef�hrerin legt dar, abgesehen von rund Fr. 700'000.-- und von der Wohnung in F.________ als Eigeng�tern bestehe das Gesamtverm�gen der Ehegatten von mehr als 30 Mio. Fr. aus w�hrend der Ehe ge�ufneten Ersparnissen (S. 27 der Beschwerdeschrift). �ber ihre g�terrechtlichen Anspr�che aber hat nicht das Eheschutzgericht zu entscheiden, selbst wenn es - wie hier - mit Wirkung per 1. September 2009 die G�tertrennung angeordnet hat (E. III/3 S. 11 des angefochtenen Entscheids). Die g�terrechtliche Auseinandersetzung ist Sache des ordentlichen Gerichts (vgl. BGE 116 II 21 E. 1b S. 24).
8.5.5 Desgleichen in die g�terrechtliche Auseinandersetzung hat das Obergericht die Forderung f�r r�ckst�ndige Steuern aus den Jahren 2007 und 2008 verwiesen (E. IV/4.4 Abs. 8 S. 27 des angefochtenen Entscheids). Es trifft grunds�tzlich zu, wie das die Beschwerdef�hrerin hervorhebt (S. 25 f. Ziff. 4.5h), dass Steuern auf Einkommen und Verm�gen, das dem Unterhalt der Familie dient, auch zum Unterhalt geh�ren (vgl. BGE 114 II 393 E. 4b S. 395). Entscheidend ist indessen, dass Schulden f�r r�ckst�ndige Steuern nicht den Unterhalt betreffen, der den laufenden Bedarf decken soll. Bestehende Steuerschulden sind aus Verm�gen zu zahlen, mit dem sich das G�terecht befasst (vgl. HAUSHEER/BRUNNER, Handbuch des Unterhaltsrechts, 2. Aufl. 2010, N. 03.113 S. 120 f.). Die geltend gemachten Steuerschulden der Jahre 2007 und 2008 sind vor der gerichtlichen Anordnung der G�tertrennung per 1. September 2009 entstanden und d�rfen deshalb vollumf�nglich in der g�terrechtlichen Auseinandersetzung ber�cksichtigt werden (vgl. Urteil 5A_54/2011 vom 23. Mai 2011 E. 2.3.2, in: FamPra.ch 2011 S. 982 f.). Dem entspricht das obergerichtliche Vorgehen, das somit nicht als willk�rlich erscheint.
8.5.6 Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, es best�nden offene Anwaltskosten, die die in GB 22.04.10/23 budgetierten bereits heute �berstiegen. Anwaltskosten aber geh�rten zum Unterhalt (S. 24 Ziff. 4.5f der Beschwerdeschrift). Bei "GB 22.04.10/23" handelt es sich um einen "Zusammenzug Praxisunkosten und Lebensbedarf 2009". Darin sind Anwaltskosten im Betrag von Fr. 24'271.10 unter Hinweis auf Beleg Nr. 2 verzeichnet. Der Beleg Nr. 2 betrifft die Honorarrechnung f�r die Anwaltst�tigkeit in der Zeit vom 3. Oktober 2008 bis 30. April 2009 (Bundesordner Nr. / 09 5200 in den kantonalen Akten). Da die Beschwerdef�hrerin ihre Unterhaltsbeitr�ge ausdr�cklich r�ckwirkend erst ab 1. Mai 2009 beantragt hat, erscheint es nicht als willk�rlich, dass die kantonalen Gerichte Anwaltskosten aus der Zeit vor dem 1. Mai 2009 nicht zum Unterhalt gerechnet haben (vgl. E. IV/56 S. 18 a.E. des erstinstanzlichen Entscheids). Denn ein Anspruch auf Prozesskostenvorschuss f�r bereits aufgelaufene Kosten darf im Grundsatz ausser Betracht bleiben (vgl. B�HLER/SP�HLER, a.a.O., und Erg�nzungsband, 1991, je N. 287 zu aArt. 145 ZGB; HINDERLING/STECK, Das schweizerische Ehescheidungsrecht, 4. Aufl. 1995, S. 551 Anm. 2; MICHEL CZITRON, Die vorsorglichen Massnahmen w�hrend des Scheidungsprozesses, 1995, S. 120). Ausnahmen oder weitergehende Anwaltskosten hat die Beschwerdef�hrerin offenbar weder belegt noch glaubhaft gemacht, obwohl die Substantiierung von Anwaltskosten von der Sache her tats�chlich m�glich w�re. Gegenteiliges wird in der Beschwerdeschrift jedenfalls nicht dargetan.
8.5.7 Mit Bezug auf die laufenden Steuern des Jahres 2009 hat das Obergericht festgehalten, daf�r w�rden Fr. 2'400.-- monatlich im Bedarf ber�cksichtigt (E. IV/4.4 Abs. 8 S. 27 des angefochtenen Entscheids). Die Beschwerdef�hrerin r�gt, der Betrag sei zu knapp und die Steuerlast werde nach Einrechnung der Alimente auf rund Fr. 50'000.-- anwachsen (S. 24 f. Ziff. 4.5g der Beschwerdeschrift). Das kantonal eingesetzte Steuerbetreffnis erscheint nicht willk�rlich tief gesch�tzt, zumal keine Alimente von Fr. 15'000.-- monatlich einzurechnen waren. Der eingereichten Berufungsbeilage Nr. 5 kann kein Fr. 28'800.-- (12 Mt. x Fr. 2'400.--) �bersteigender Betrag entnommen werden. Willk�r ist deshalb zu verneinen. Der mutmassliche Steuerbetrag l�sst sich in der Regel ohne Weiteres belegen und glaubhaft machen. Dass sie Entsprechendes im kantonalen Verfahren vorgekehrt h�tte oder �bersehen worden w�re, behauptet die Beschwerdef�hrerin vor Bundesgericht nicht.
8.5.8 W�hrend das Obergericht einen monatlichen �berschuss von Fr. 2'580.-- errechnet hat, der als Sparquote der Beschwerdef�hrerin verbleibt, verlangt die Beschwerdef�hrerin, ihr einen monatlichen Sparbetrag von Fr. 4'000.-- zu belassen (S. 26 f. Ziff. 4.5i der Beschwerdeschrift). Entgegen ihrem auch in diesem Zusammenhang unberechtigten Vorwurf hat das Obergericht die verlangte Sparquote erw�hnt (E. IV/4.2 Abs. 6 S. 23) und in die rechtliche Pr�fung einbezogen (E. IV/4.3 Abs. 2 S. 24 des angefochtenen Entscheids). Die Beschwerdef�hrerin behauptet vor Bundesgericht nicht, sie habe eine Sparquote von Fr. 4'000.-- glaubhaft gemacht, wie ihr das im erstinstanzlichen Verfahren oblegen h�tte (vgl. HAUSHEER/SPYCHER, a.a.O., N. 02.61c S. 74 und N. 02.65d S. 77). Eine Sparquote sollte sich auch der H�he nach beispielsweise mit Bankunterlagen belegen und insoweit wenigstens glaubhaft machen lassen. Dass die kantonalen Gerichte lediglich Fr. 2'500.-- statt der behaupteten Fr. 4'000.-- als monatliche Sparquote ber�cksichtigt haben, erscheint deshalb nicht als willk�rlich.
8.5.9 Unter Willk�rgesichtspunkten kann die Festsetzung des monatlichen Bedarfs der Beschwerdef�hrerin auf Fr. 7'420.-- insgesamt nicht beanstandet werden. Die Beschwerdef�hrerin �bersieht, dass im Eheschutzverfahren zwar die Glaubhaftmachung gen�gt (vgl. BGE 127 III 474 E. 2b/bb S. 478; 133 III 393 E. 5.1 S. 396), Glaubhaftmachen aber mehr ist als blosses Behaupten (vgl. BGE 120 II 393 E. 4c S. 397 f.; 138 III 252 E. 3.1 S. 257).
8.6 Die Beschwerdef�hrerin wendet schliesslich ein, der monatliche Bedarf von Fr. 7'420.-- entspreche nicht der Lebenshaltung, die ihr als �rztin und Ehegattin eines mehrfachen Million�rs zustehe. Das Obergericht habe eine Zwangsbedarfsrechnung gesch�tzt und damit die einstufig-konkrete Methode der Unterhaltsberechnung falsch angewendet (vorab S. 21 Ziff. 4.5a der Beschwerdeschrift). Entgegen ihrer Behauptung hat das Obergericht ihr Vorbringen weder stillschweigend �bergangen noch eingeschr�nkt gepr�ft. Es hat vielmehr beachtet, dass in diesem Bedarf von Fr. 7'420.-- die Wohnkosten, d.h. die Hypothekarzinsen, Steuern, Neben-, Unterhalts- und Betriebskosten der Liegenschaft in L.________ und der Ferienwohnung in F.________ nicht enthalten sind, die der Beschwerdegegner direkt zu bezahlen hat, jedoch der Beschwerdef�hrerin unmittelbar zu Gute kommen (E. IV/4.4 Abs. 1 S. 25 und E. IV/4.4 Abs. 7 S. 27 des angefochtenen Entscheids). Dass ihr zus�tzlich zum Bedarf von Fr. 7'420.-- monatlich eine Liegenschaft in L.________ und eine Ferienwohnung in F.________, einschliesslich Haush�lterinnen und G�rtner, unentgeltlich zur Verf�gung stehen, blendet die Beschwerdef�hrerin bei der Beurteilung der ihr zustehenden Lebenshaltung aus. Willk�r vermag sie mit ihrem Einwand nicht darzutun.
8.7 Das angenommene Einkommen von Fr. 10'000.-- (E. 8.4) deckt den Unterhaltsbedarf von Fr. 7'420.-- pro Monat (E. 8.5). Die verlangte Kontrollrechnung, wonach der j�hrliche Privataufwand von Fr. 89'040.-- (12 Mt. x Fr. 7'420.--) und der j�hrliche Praxisaufwand von rund Fr. 32'000.-- (E. IV/53 S. 17 des erstinstanzlichen Entscheids) zusammenzuz�hlen und vom Bruttojahreseinkommen von Fr. 152'000.-- abzuziehen sind (E. 8.4 soeben), ergibt freie Mittel von Fr. 30'960.-- j�hrlich oder Fr. 2'580.-- monatlich und damit ebenfalls die vom Obergericht getrennt ermittelte Sparquote. Unter Willk�rgesichtspunkten kann die Verweigerung von Unterhaltsbeitr�gen insgesamt nicht beanstandet werden (Art. 9 BV; vgl. zum Begriff: BGE 136 III 552 E. 4.2 S. 560).
Die Beschwerde muss abgewiesen werden, soweit darauf einzutreten ist. Die Beschwerdef�hrerin wird damit kostenpflichtig, hingegen nicht entsch�digungspflichtig, da der Beschwerdegegner nicht zur Vernehmlassung eingeladen und sein Antrag, der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu verweigern, abgewiesen worden ist (vgl. Art. 66 Abs. 1 und Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG).

References: Art. 72
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 Art. 405
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 Art. 310
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 Art. 29
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 Art. 176
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 Art. 162
 Art. 169
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 Art. 159
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 Art. 205
 Art. 650
 Art. 201
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 Art. 152
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 Art. 66
 Art. 68