Source: http://jumpcgi.bger.ch/cgi-bin/JumpCGI?id=29.05.2012_5A_473/2011
Timestamp: 2013-05-20 00:01:49+00:00

Document:
Erbvertrag, Anfechtung letztwilliger Verf�gungen,
A.a X.________ (Ehemann), Jahrgang 1918, und Y.________ (Ehefrau), Jahrgang 1923, heirateten am 9. August 1958 in S�o Paolo, Brasilien. Ihre Ehe blieb kinderlos.
1. Durch diesen Erbvertrag werden s�mtliche allenfalls vor dem heutigen Tag errichteten und dieser Vereinbarung widersprechenden letztwilligen Verf�gungen beider Vertragsparteien widerrufen.
2. Jeder Ehegatte setzt f�r den Fall, dass er den anderen �berleben sollte oder bei gleichzeitigem Ableben, als Erben ein:
zu � zu gleichen Teilen die Kinder von D.________, Bruder von X.________, wobei an die Stelle allenfalls vorverstorbener Kinder deren Nachkommen treten,
zu � zu gleichen Teilen die Kinder von C.________, Schwester von X.________, wobei an die Stelle allenfalls vorverstorbener Kinder deren Nachkommen treten,
zu � zu gleichen Teilen die Kinder von B.________, Schwester von X.________, wobei an die Stelle allenfalls vorverstorbener Kinder deren Nachkommen treten,
zu � zu gleichen Teilen die Kinder von A.________, Bruder von Y.________, wobei an die Stelle allenfalls vorverstorbener Kinder deren Nachkommen treten,
3. Jeder Ehegatte ist im Falle des Nachversterbens berechtigt, die Erbenberufung seiner eigenen gesetzlichen Erben durch Verf�gung von Todes wegen im Rahmen der gesetzlichen M�glichkeiten aufzuheben oder beliebig zu �ndern."
Die Ehegatten erkl�rten, dass auf den Nachlass beider Ehegatten das schweizerische Recht anwendbar sein solle (Ziff. III), und ernannten je letztwillig einen Willensvollstrecker (Ziff. IV des Erbvertrags).
A.c Die Ehegatten X.________ und Y.________ schlossen am 11. April 1995 einen �ffentlich beurkundeten Ehevertrag ab. Darin stellten sie zun�chst fest, dass sie 1958 geheiratet h�tten und seit 1991 bzw. 1992 in Appenzell wohnten, dass ihre Ehe kinderlos geblieben sei und dass sie 1958 in einem Ehevertrag nach brasilianischem Recht den G�terstand der absoluten G�tertrennung vereinbart h�tten, den sie hiermit ersetzten (Bst. A). Sie erkl�rten, dass f�r ihre g�terrechtlichen Verh�ltnisse das schweizerische Recht gelten solle, und vereinbarten (Bst. B), was folgt:
"2. Wir heben unseren bisherigen G�terstand auf und begr�nden als unseren neuen G�terstand die allgemeine G�tergemeinschaft gem�ss ZGB Art. 221 ff.
3. Diese G�tergemeinschaft vereinigt s�mtliche unsere Verm�genswerte und Eink�nfte zu einem Gesamtgut, das uns ungeteilt geh�rt.
4. Bei Aufl�sung der Ehe durch den Tod eines Ehegatten f�llt das Gesamtgut ins Alleineigentum des �berlebenden Ehepartners. ... [...]"
Zum Schluss bestimmten die Ehegatten, dass das Original des Ehevertrags in die Erbschaftslade beim Erbschaftssekretariat einzulegen und eine beglaubigte Fotokopie des Ehevertrags dem gem�ss Erbvertrag vom 11. November 1992 eingesetzten Willensvollstrecker zuzustellen sei (Bst. C des Ehevertrags).
A.d Am 10. Juni 2003 verstarb X.________ in Neuilly-sur-Seine, Frankreich. Er war brasilianischer und deutscher Staatsangeh�riger.
A.e Y.________ errichtete am 5. Januar 2005 in Paris, am 2. Februar 2005 in Paris und am 20. April 2005 in S�o Paolo letztwillige Verf�gungen und setzte ihre Nichte AA.________ und ihren Neffen AB.________ als ihre universellen Rechtsnachfolger ein. Sie schenkte ihnen am 1. Februar 2005 Liegenschaften in Paris und am 28. Oktober 2005 Liegenschaften in S�o Paolo.
A.f Am 19. November 2005 starb Y.________ (Erblasserin) in S�o Paolo. Sie war brasilianische Staatsangeh�rige.
A.g Bei den im Erbvertrag als "Erben" genannten Geschwisterkindern handelt es sich im Stamm "A.________" um AA.________ und AB.________ (Beschwerdef�hrer), im Stamm "B.________" um BA.________, BB.________, BC.________, BD.________ und BE.________, Sohn der vorverstorbenen Tochter BF.________ (Beschwerdegegner 1-5), im Stamm "C.________" um CA.________, CB.________ und CC.________ (Beschwerdegegner 6-8) und im Stamm "D.________" um DA.________ und DB.________ (Beschwerdegegner 9 und 10).
Mit Klage vom 8. Februar 2007 beantragten die Beschwerdegegner, die letztwilligen Verf�gungen und die Schenkungen der Erblasserin f�r ung�ltig zu erkl�ren, eventualiter herabzusetzen, soweit dadurch der Erbvertrag zwischen der Erblasserin und ihrem vorverstorbenen Ehemann verletzt sei. Die Beschwerdef�hrer schlossen auf Abweisung der Klage und verlangten widerklageweise die Feststellung, dass sie die einzigen Erben der Erblasserin seien. Das Bezirksgericht Appenzell wies die Klage ab und hiess die Widerklage gut (Urteil vom 12. Oktober 2010). Auf Berufung der Beschwerdegegner hin setzte das Kantonsgericht Appenzell Innerrhoden die letztwilligen Verf�gungen der Erblasserin vom 5. Januar 2005, vom 2. Februar 2005 und vom 20. April 2005 herab, soweit dadurch die Erbenstellung der Beschwerdegegner zu insgesamt � am in der Schweiz gelegenen Nachlass der Erblasserin verletzt ist. Die Widerklage der Beschwerdef�hrer wurde abgewiesen (Entscheid vom 17. Mai 2011).
Mit Eingabe vom 11. Juli 2011 beantragen die Beschwerdef�hrer dem Bundesgericht, die Hauptklage der Beschwerdegegner abzuweisen, die Widerklage gutzuheissen, eventualiter die Entsch�digungsfolgen der beiden vorinstanzlichen Verfahren anders zu verteilen. Auf Ersuchen beider Parteien wurde das Beschwerdeverfahren bis Ende Dezember 2011 sistiert (Pr�sidialverf�gungen vom 12. August und vom 4. November 2011). Eine Einigung konnte nicht erzielt werden. Es sind die kantonalen Akten, hingegen keine Vernehmlassungen eingeholt worden. Gleichwohl haben die Beschwerdegegner eine Beschwerdeantwort eingereicht. Von dieser und allen weiteren Eingaben wurde der jeweiligen Gegenpartei Kenntnis gegeben.
Der angefochtene Entscheid betrifft die Anfechtung von letztwilligen Verf�gungen wegen Unvereinbarkeit mit einem Erbvertrag (Art. 494 Abs. 3 ZGB) und damit eine Zivilsache (Art. 72 Abs. 1 BGG) in einer verm�gensrechtlichen Angelegenheit, deren Streitwert mehr als 16 Mio. Franken (E. IV/2 S. 13 des angefochtenen Entscheids) bzw. �ber 12 Mio. Franken (S. 6 Rz. 5 der Beschwerdeschrift) betr�gt und den gesetzlichen Mindestbetrag �bersteigt (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG). Er ist kantonal letztinstanzlich (Art. 75 BGG), lautet zum Nachteil der Beschwerdef�hrer (Art. 76 Abs. 1 BGG) und schliesst das kantonale Verfahren ab (Art. 90 BGG). Auf die - im Weiteren rechtzeitig erhobene (Art. 100 Abs. 1 BGG) - Beschwerde kann eingetreten werden. Formelle Einzelfragen sind im Sachzusammenhang zu er�rtern.
Die Erblasserin war brasilianische Staatsangeh�rige mit letztem Wohnsitz in S�o Paolo und hinterliess zu ihrem Nachlass geh�rendes Verm�gen, unter anderem Immobilien in der Schweiz (Appenzell) wie auch in Frankreich (Paris) und in Brasilien (S�o Paolo). Es liegt ein internationales Verh�ltnis im Sinne von Art. 1 des Bundesgesetzes �ber das Internationale Privatrecht (IPRG, SR 291) vor. Die international-privatrechtliche Ausgangslage zeigt sich wie folgt:
2.1 Die kantonalen Gerichte haben �ber die internationale Zust�ndigkeit in einem selbstst�ndig er�ffneten Zwischenentscheid entschieden und ihre Zust�ndigkeit f�r die Klage und die Widerklage mit Bezug auf die in der Schweiz gelegenen Verm�genswerte im Nachlass der Erblasserin bejaht (vgl. Art. 51 und Art. 86 ff. IPRG). Der Zust�ndigkeitsentscheid ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen und kann mit dem Endentscheid vor Bundesgericht nicht mehr angefochten werden (Art. 92 Abs. 2 BGG; vgl. BGE 138 III 94 E. 2.1).
2.2 Die kantonalen Gerichte sind davon ausgegangen, dass die Erblasserin und ihr Ehemann im Zeitpunkt der Errichtung von Erbvertrag und Ehevertrag ihren Wohnsitz in der Schweiz hatten, die Erblasserin aber mit letztem Wohnsitz in Brasilien gestorben ist (vgl. Art. 20 IPRG), dass die g�terrechtlichen Verh�ltnisse aufgrund der Rechtswahl im Ehevertrag dem schweizerischen Recht als dem Recht am Wohnsitz beider Ehegatten untersteht (vgl. Art. 52 IPRG), dass der Ehevertrag formg�ltig ist (vgl. Art. 56 IPRG) und dass auch der Erbvertrag die massgebenden Formvorschriften erf�llt (vgl. Art. 93 IPRG). Auf diese Fragen kommen die Parteien vor Bundesgericht nicht mehr zur�ck, so dass sich darauf einzugehen er�brigt (vgl. BGE 135 III 397 E. 1.4 S. 400; 137 III 580 E. 1.3 S. 584).
2.3 Streitig und zu pr�fen ist, welchem Recht der Erbvertrag der Ehegatten untersteht. Weil die Schweiz das Haager �bereinkommen vom 1. August 1989 �ber das auf die Erbfolge anzuwendende Recht (Convention du premier ao�t 1989 sur la loi applicable aux successions � cause de mort) lediglich unterzeichnet, aber nicht ratifiziert hat, und weil zur vorliegenden Frage zwischen der Schweiz und Brasilien keine v�lkerrechtlichen Vertr�ge bestehen, beurteilt sich das anzuwendende Recht nach den Bestimmungen des Bundesgesetzes �ber das Internationale Privatrecht (Art. 1 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 IPRG). Die kantonalen Gerichte haben schweizerisches Erbrecht f�r anwendbar erkl�rt (E. III/2 S. 7 f. des angefochtenen Entscheids). Die Beschwerdef�hrer machen geltend, anwendbar sei nicht schweizerisches, sondern brasilianisches Recht. Danach bestehe ein absolutes Erbvertragsverbot, so dass die von der Erblasserin am 20. April 2005 in S�o Paolo errichtete letztwillige Verf�gung g�ltig sei und sie gest�tzt darauf als Alleinerben zu gelten h�tten (S. 10 ff. Ziff. III/A der Beschwerdeschrift).
Im Zeitpunkt der Errichtung des Erbvertrags am 11. November 1992 hatten die Erblasserin und ihr Ehemann den Wohnsitz in der Schweiz. Am 19. November 2005 starb die Erblasserin mit letztem Wohnsitz in Brasilien. Aus den Wohnsitzverh�ltnissen schliessen die Beschwerde-f�hrer, nach Art. 95 IPRG sei zwar schweizerisches Recht anwendbar, doch werde diese Ausnahmebestimmung aufgrund der getrennten Zust�ndigkeit der f�r den Nachlass zust�ndigen Gerichte (Art. 88 IPRG) durch Art. 91 Abs. 1 IPRG verdr�ngt, so dass brasilianisches Recht anzuwenden sei (S. 11 ff. Rz. 21-27 der Beschwerdeschrift).
3.1 Das auf "Erbvertr�ge und gegenseitige Verf�gungen von Todes wegen" (Marginalie) anwendbare Recht wird in Art. 95 IPRG geregelt. Der Erbvertrag untersteht danach dem Recht am Wohnsitz des Erblassers zur Zeit des Vertragsabschlusses (Abs. 1). Unterstellt ein Erblasser im Vertrag den ganzen Nachlass seinem Heimatrecht, so tritt dieses an die Stelle des Wohnsitzrechts (Abs. 2). Gegenseitige Verf�gungen von Todes wegen m�ssen dem Wohnsitzrecht jedes Verf�genden oder dem von ihnen gew�hlten gemeinsamen Heimatrecht entsprechen (Abs. 3). Vorbehalten bleiben in Abs. 4 die Bestimmungen �ber die Form und die Verf�gungsf�higkeit (Art. 93 und 94 IPRG).
3.2 Gem�ss Art. 95 IPRG besteht keine freie, sondern eine nur beschr�nkte Rechtswahl zugunsten des Heimatrechts des Erblassers (Abs. 2) bzw. des gemeinsamen Heimatrechts der Verf�genden (Abs. 3). Die weitergehende Regelung in Ziff. III des Erbvertrags zwischen der Erblasserin und ihrem Ehemann, wonach auf den Nachlass beider Ehegatten Schweizer Recht zur Anwendung kommen soll, hat deshalb keine Bedeutung und kann lediglich als Best�tigung daf�r verstanden werden, dass die Verf�genden nicht die Anwendung des brasilianischen Rechts als ihr gemeinsames Heimatrecht vereinbart haben. Ob schweizerisches Recht anwendbar ist, beurteilt sich somit allein nach dem "Recht am Wohnsitz" bzw. dem "Wohnsitzrecht" im Sinne von Art. 95 Abs. 1 und 3 IPRG.
3.3 Massgebend f�r den Erbvertrag ist das Recht am Wohnsitz des Erblassers bzw. der Verf�genden zur Zeit des Vertragsabschlusses.
3.3.1 Die Regelung in Art. 95 IPRG weicht mit Bezug auf den Ankn�pfungszeitpunkt vom Erbstatut ab, das sich grunds�tzlich nach dem letzten Wohnsitz, d.h. nach dem Wohnsitz im Zeitpunkt des Todes einer Person richtet (Art. 90 Abs. 1 und Art. 91 Abs. 1 IPRG). Die Abweichung ist bewusst erfolgt. Aus Gr�nden der Verkehrssicherheit und im Interesse der Aufrechterhaltung der im Vertrag getroffenen Anordnungen soll ein sp�terer Wohnsitzwechsel ohne Einfluss auf die Rechtsanwendung bleiben (vgl. Botschaft zum Bundesgesetz �ber das internationale Privatrecht (IPR-Gesetz) vom 10. November 1982, BBl 1983 I 263 S. 391 Ziff. 264.1).
3.3.2 Die gesetzgeberische Absicht kommt zwar nur im Wortlaut von Art. 95 Abs. 1 IPRG ("am Wohnsitz des Erblassers zur Zeit des Vertragsabschlusses") unzweideutig zum Ausdruck, ist jedoch auch im Fall von Art. 95 Abs. 3 IPRG zu beachten. Das Gesetz unterscheidet in Abs. 1 den Erbvertrag, in dem bloss eine Partei als Erblasser auftritt ("des Erblassers"), und in Abs. 3 den Erbvertrag, der gegenseitige Verf�gungen von Todes wegen enth�lt und damit mehrere Erblasser umfasst ("jedes Verf�genden"; vgl. Botschaft, a.a.O., S. 392). Die Unterscheidung �ndert indessen nichts an den in beiden F�llen gleichermassen bestehenden Bindungswirkungen des Erbvertrags, die durch den Wohnsitzwechsel des Erblassers oder auch nur eines der Verf�genden nicht hinf�llig werden d�rfen. Dass sich das anzuwendende Recht sowohl beim einseitigen Erbvertrag als auch beim zwei- oder mehrseitigen Erbvertrag nach dem Wohnsitz des bzw. jedes Erblassers im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses richtet, ist in der Lehre - soweit sie sich dazu �ussert - anerkannt (vgl. GERARDO BROGGINI, Aspetti del nuovo diritto internazionale privato svizzero. Diritto matrimoniale e diritto successorio, in: Repertorio di giurisprudenza patria, Rep 121/1988 S. 191 ff., S. 212; HEINI, Z�rcher Kommentar, 2004, N. 3 und N. 9, DUTOIT, Droit international priv� suisse, 4. Aufl. 2005, N. 4, und SCHNYDER/LIATOWITSCH, Basler Kommentar, 2007, N. 1 und N. 7, je zu Art. 95 IPRG).
3.3.3 Im Zeitpunkt des Abschlusses ihres Erbvertrags hatten die Erblasserin und ihr Ehemann einen gemeinsamen Wohnsitz in der Schweiz, so dass gem�ss Art. 95 Abs. 1 und 3 IPRG das schweizerische Recht anzuwenden ist.
3.4 Die gegenteilige Ansicht, die die Beschwerdef�hrer auf die von ihnen eingeholten Rechtsgutachten st�tzen, kann nicht geteilt werden. Sie weisen allerdings zutreffend darauf hin, dass hier die schweizerischen Gerichte gem�ss Art. 88 Abs. 1 IPRG deshalb zust�ndig sind, weil die Erblasserin eine Brasilianerin mit letztem Wohnsitz in Brasilien war und weil die brasilianischen Beh�rden sich mit dem im Ausland - hier: in der Schweiz und in Frankreich - gelegenen Nachlassverm�gen nicht befassen. Richtig ist auch, dass sich in diesem Fall einer Nachlassspaltung nach verschiedenen Lehrmeinungen das anwendbare Recht grunds�tzlich nach Art. 91 Abs. 1 IPRG bestimmen soll, um dadurch - soweit als m�glich - eine einheitliche Rechtsanwendung sicherzustellen (vgl. HEINI, a.a.O., N. 10, und SCHNYDER/ LIATOWITSCH, a.a.O., N. 7, je zu Art. 88 IPRG). Gegen�ber dem Grundsatz in Art. 90 und Art. 91 IPRG ("Letzter Wohnsitz") bleiben jedoch die Sonderankn�pfungen f�r die Form letztwilliger Verf�gungen (Art. 93 IPRG), f�r die Verf�gungsf�higkeit (Art. 94 IPRG) und f�r die Erbvertr�ge und gegenseitigen Verf�gungen von Todes wegen (Art. 95 IPRG) vorbehalten. Weshalb das allgemeine Erbstatut dem besonderen Erbvertragsstatut vorgehen soll, verm�gen die Beschwerdef�hrer nicht nachvollziehbar zu begr�nden. Gerade weil die Sonderankn�pfung gem�ss Art. 95 IPRG eine Beeintr�chtigung der erbvertraglichen Bindungswirkungen durch Wohnsitzwechsel zu verhindern bezweckt, muss sie dem Erbstatut vorgehen und auch im Fall einer Nachlassspaltung ber�cksichtigt werden, die ihrerseits auf einen Wechsel des Wohnsitzes in einen Staat mit entsprechender Zust�ndigkeitsregelung zur�ckzuf�hren ist. Das Erbvertragsstatut gem�ss Art. 95 IPRG hat als Spezialvorschrift gegen�ber den �brigen erbrechtlichen Kollisionsnormen zu gelten (zur �hnlichen Regelung in Deutschland: STAUDINGER/D�RNER, Kommentar zum B�rgerlichen Gesetzbuch, 2007, N. 62 ff. zu Art. 26 EGBGB; vgl. zum Vorrang der spezielleren gegen�ber der generelleren Vorschrift: FURRER/ GIRSBERGER/SIEHR, Internationales Privatrecht. Allgemeine Lehren, SPR XI/1, 2008, � 5 N. 389 S. 131).
3.5 Insgesamt ist das Kantonsgericht zutreffend davon ausgegangen, dass gem�ss Art. 95 Abs. 1 und 3 IPRG das schweizerische Recht anwendbar ist.
Unter Hinweis auf das Erbvertragsverbot im brasilianischen Recht machen die Beschwerdef�hrer eine Sonderankn�pfung im Sinne von Art. 19 IPRG geltend (S. 13 ff. Rz. 28-37 der Beschwerdeschrift).
4.1 Eine "Ber�cksichtigung zwingender Bestimmungen eines ausl�ndischen Rechts" (Marginalie) l�sst Art. 19 IPRG insofern zu, als anstelle des Rechts, das durch dieses Gesetz bezeichnet wird, die Bestimmung eines andern Rechts, die zwingend angewandt sein will, ber�cksichtigt werden kann, wenn nach schweizerischer Rechtsauffassung sch�tzenswerte und offensichtlich �berwiegende Interessen einer Partei es gebieten und der Sachverhalt mit jenem Recht einen engen Zusammenhang aufweist (Abs. 1). Ob eine solche Bestimmung zu ber�cksichtigen ist, beurteilt sich nach ihrem Zweck und den daraus sich ergebenden Folgen f�r eine nach schweizerischer Rechtsauffassung sachgerechte Entscheidung (Abs. 2). Die Ber�cksichtigung zwingender Bestimmungen eines ausl�ndischen Rechts gest�tzt auf Art. 19 IPRG soll nach der Rechtsprechung die Ausnahme bleiben (vgl. BGE 136 III 392 E. 2.2 S. 395). Sie betrifft vor allem das internationale Wirtschaftsrecht, kann aber auch auf dem Gebiet des Erbrechts nicht ausgeschlossen werden (vgl. BUCHER, Commentaire romand, 2011, N. 4 zu Art. 19 IPRG).
4.2 Das Kantonsgericht hat die drei Voraussetzungen gem�ss Art. 19 Abs. 1 IPRG gepr�ft und als nicht erf�llt betrachtet. Es hat einerseits angenommen, es sei unklar, ob das brasilianische Erbvertragsverbot zwingend im internationalen Verh�ltnis anzuwenden sei, wenn die Vertragsparteien den Erbvertrag wie vorliegend an ihrem Wohnsitz in der Schweiz geschlossen h�tten. Die Rechtsgutachter h�tten festgehalten, dass der in der Schweiz abgeschlossene Erbvertrag die brasilianische Rechtsordnung nicht verletze und Erbvertr�ge voraussichtlich mit ihrer Anerkennung in Brasilien rechnen k�nnten. Andererseits seien, so hat das Kantonsgericht daf�rgehalten, keine sch�tzenswerten und �berwiegenden Interessen erkennbar, die die Nichtbeachtung des Erbvertrags zwingend erforderten. Schliesslich fehle dem vorliegenden Sachverhalt auch der enge Zusammenhang zum brasilianischen Recht (E. III/2d S. 7 f. des angefochtenen Entscheids).
4.3 Unter Hinweis auf die von ihnen bestellten Rechtsgutachten machen die Beschwerdef�hrer geltend, das Erbvertragsverbot sei nach brasilianischem Recht zwingend und ein Erbvertrag nach brasilianischer Rechtsauffassung ordre-public-widrig und damit nichtig. Entgegen ihrer Annahme ist es dem Bundesgericht versagt, die Anwendung des ausl�ndischen Rechts in der vorliegend verm�gensrechtlichen Angelegenheit frei zu �berpr�fen (Art. 96 lit. b BGG; vgl. BGE 131 III 418 E. 3.2.1 S. 425 f.; 136 III 392 E. 2.3.1 S. 396). Zul�ssig ist hier lediglich die R�ge willk�rlicher Anwendung des ausl�ndischen Rechts (Art. 9 BV i.V.m. Art. 95 lit. a BGG; vgl. BGE 133 III 446 E. 3.1 S. 447/448; 135 III 614 E. 4.1.3 S. 616).
4.4 Dass das brasilianische Recht ein Erbvertragsverbot kennt, steht unangefochten fest. F�r dessen Ber�cksichtigung gem�ss Art. 19 IPRG ist indessen entscheidend, ob das Erbvertragsverbot brasilianischen Rechts auch auf den zu beurteilenden Sachverhalt zwingend angewendet werden will. Ungeachtet der fehlenden Verfassungsr�gen (Art. 106 Abs. 2 BGG; vgl. BGE 136 I 332 E. 2.1 S. 324) darf die Frage unter Willk�rgesichtspunkten verneint werden. Das brasilianische Erbvertragsverbot z�hlt nach �berwiegender Meinung nicht oder nicht mehr zum ordre public, soweit der Erbvertrag - wie hier - nach dem Recht am Ort des Vertragsabschlusses zul�ssig ist. Der Anwendungsbereich des ordre public im Erbrecht ist insoweit eingeschr�nkt (vgl. FERID/FIRSCHING/D�RNER/HAUSMANN, Internationales Erbrecht, 9 Bde., 4. Aufl., Stand: Mai 2008, N. 48 und N. 103 f�r Brasilien). Der Befund entspricht offenbar einer allgemeinen Tendenz, die f�r andere Staaten mit einem ausdr�cklichen Erbvertragsverbot festgestellt wird (vgl. ANDREA BONOMI, Les pactes successoraux en droit international priv� - Remarques comparatives � la lumi�re des droits fran�ais, italien, espagnol et suisse, in: Les pactes successoraux en droit compar� et en droit international priv�, 2008, S. 11 ff., S. 23 ff.).
4.5 Aus den dargelegten Gr�nden kann nicht davon ausgegangen werden, dass das Erbvertragsverbot nach brasilianischem Recht international zwingend anzuwenden ist. Seine Ber�cksichtigung gem�ss Art. 19 IPRG f�llt deshalb ausser Betracht. Es bleibt somit bei der Anwendbarkeit schweizerischen Rechts.
Die Erblasserin und ihr Ehemann haben am 11. November 1992 einen Erbvertrag und am 11. April 1995 einen Ehevertrag geschlossen. Nach dem Tod ihres Ehemanns hat die Erblasserin mehrfach zugunsten der Beschwerdef�hrer letztwillig verf�gt. Letztwillige Verf�gungen der Erblasserin, die mit ihren Verpflichtungen aus dem Erbvertrag nicht vereinbar sind, unterliegen gem�ss Art. 494 Abs. 3 ZGB der Anfechtung. Welche Verpflichtungen sich aus dem Erbvertrag ergeben und in welchem Verh�ltnis der Erbvertrag und der Ehevertrag zueinander stehen, war im kantonalen Verfahren streitig. Vor Bundesgericht stellen sich noch folgende Fragen:
5.1 Die Ehegatten haben sich gegenseitig als Alleinerben ihres ganzen Nachlasses eingesetzt (Ziff. I) und f�r den Fall des Vorversterbens oder gleichzeitigen Ablebens vereinbart, dass jeder Ehegatte die Geschwisterkinder bzw. deren Nachkommen beider Ehegatten als Erben einsetzt (Ziff. II/2), wobei der zweitversterbende Ehegatte berechtigt ist, die Erbenberufung seiner eigenen gesetzlichen Erben durch Verf�gung von Todes wegen aufzuheben oder zu �ndern (Ziff. II/3 des Erbvertrags). Vor den kantonalen Gerichten haben die Parteien gest�tzt auf Rechtsgutachten die Auffassungen vertreten, der Erbvertrag enthalte eine gegenseitige Erbeinsetzung durch die Ehegatten und eine Erbeinsetzung der Geschwisterkinder durch den zweitversterbenden Ehegatten (so die Beschwerdef�hrer) bzw. die gegenseitige Einsetzung der Ehegatten als Vorerben und die Einsetzung der Geschwisterkinder als Nacherben auf den �berrest (so die Beschwerdegegner). Das Kantonsgericht ist davon ausgegangen, der Erbvertrag enthalte keine Vor- und Nacherbeinsetzung, sondern eine gegenseitige Erbeinsetzung der Ehegatten und eine Erbeinsetzung der Geschwisterkinder durch den zweitversterbenden Ehegatten (E. III/3b S. 9 und E. III/4c Abs. 2 S. 10 des angefochtenen Entscheids). Dem Auslegungsergebnis pflichten die Beschwerdef�hrer bei (S. 16 ff. Ziff. III/B der Beschwerdeschrift), w�hrend die Beschwerdegegner daran weiterhin zweifeln, letztlich aber daf�rhalten, es komme im Endeffekt nicht darauf an, ob sie im Erbvertrag als Nacherben auf den �berrest oder als Schlusserben eingesetzt worden seien (S. 8 ff. Ziff. IV/B der unaufgefordert eingereichten Beschwerdeantwort). In Anbetracht dessen hat sich das Bundesgericht mit dieser Streitfrage nicht mehr zu befassen (vgl. BGE 135 III 513 E. 7.2 S. 525).
5.2 Das Kantonsgericht ist davon ausgegangen, die Ehegatten h�tten sich gegenseitig verpflichtet, dass der zweitversterbende Ehegatte die Geschwisterkinder des andern Ehegatten als Erben einsetze (Ziff. II/2), w�hrend er mit Bezug auf die eigenen Geschwisterkinder berechtigt sei, eine abweichende Verf�gung von Todes wegen zu treffen (Ziff. II/3 des Erbvertrags). Dass Ziff. II/2 des Erbvertrags keine einseitige und frei widerrufliche, sondern eine die Ehegatten verpflichtende und vertraglich bindende Klausel darstellt (E. III/4c Abs. 4 S. 11 des angefochtenen Entscheids), r�gen die Beschwerdef�hrer nicht als bundesrechtswidrig. Auf diese Frage einzugehen, er�brigt sich damit (E. 2.2 hiervor).
5.3 Streitig bleibt hingegen, ob die Verpflichtung gem�ss Ziff. II/2 des Erbvertrags eine Erbeinsetzung f�r die ganze Erbschaft oder nur f�r einen Teil der Erbschaft beinhaltet und wie sich der sp�tere Abschluss des Ehevertrags auf die erbvertragliche Verpflichtung auswirkt. Das Kantonsgericht ist davon ausgegangen, der zweitversterbende Ehegatte sei verpflichtet, die Geschwisterkinder des andern Ehegatten als Erben des gesamten Nachlassverm�gens einzusetzen. Die erbvertragliche Verpflichtung umfasse nicht bloss eine Erbeinsetzung f�r das Eigengut des erstversterbenden Ehegatten (E. III/4c Abs. 3 S. 10 f.) und sei durch den sp�ter abgeschlossenen Ehevertrag weder ausdr�cklich noch konkludent aufgehoben worden (E. III/4c Abs. 4 S. 11 des angefochtenen Entscheids). Dagegen wenden sich die Beschwerdef�hrer (S. 18 ff. Ziff. III/C). Sie machen geltend, die Erbeinsetzung im Hinblick auf den Tod des �berlebenden Ehegatten beziehe sich nach subjektiver und objektiver Auslegung einzig auf das Eigengut des vorversterbenden Ehegatten. Die Feststellung bzw. Auslegung des Kantonsgerichts, die in Ziff. II/2 des Erbvertrags erfolgte Erbeinsetzung beziehe sich auf das gesamte Nachlassverm�gen des zweitversterbenden Ehegatten, verletze Bundesrecht (vorab S. 20 Rz. 52 der Beschwerdeschrift).
Nach der neueren Rechtsprechung des Bundesgerichts gelten die obligationenrechtlichen Regeln der Vertragsauslegung grunds�tzlich auch f�r Erbvertr�ge. Massgebend ist der �bereinstimmende wirkliche Wille der Parteien (Tatfrage). Bleibt eine tats�chliche Willens�bereinstimmung unbewiesen, sind zur Ermittlung des mutmasslichen Willens der Parteien deren Erkl�rungen aufgrund des Vertrauensprinzips so auszulegen, wie sie nach ihrem Wortlaut und Zusammenhang sowie nach den gesamten Umst�nden verstanden werden durften und mussten (Rechtsfrage). Dabei hat der Wortlaut Vorrang vor weiteren Auslegungsmitteln, es sei denn, er erweise sich aufgrund anderer Vertragsbedingungen, dem von den Parteien verfolgten Zweck oder weiteren Umst�nden als nur scheinbar klar. Den wahren Sinn einer Vertragsklausel erschliesst zudem erst der Gesamtzusammenhang, in dem sie steht. Die Begleitumst�nde des Vertragsabschlusses oder die Interessenlage der Parteien in jenem Zeitpunkt d�rfen erg�nzend ber�cksichtigt werden (vgl. Urteil 5C.70/1999 vom 10. Juni 1999 E. 2b und die seitherige Rechtsprechung, z.B. BGE 133 III 406 E. 2.2 S. 409). F�r die Auslegung eines Ehevertrags gelten die gleichen Grunds�tze (vgl. Urteil 5C.257/2006 vom 22. Dezember 2006 E. 1.1 Abs. 3, in: FamPra.ch 2007 S. 379).
Die erste Auslegungsfrage betrifft das Verh�ltnis zwischen dem Erbvertrag von 1992 und dem Ehevertrag von 1995. Beide kantonalen Gerichte haben angenommen, der sp�ter abgeschlossene Ehevertrag habe weder den Erbvertrag insgesamt noch insbesondere die Verpflichtung des zweitversterbenden Ehegatten gem�ss Ziff. II/2 des Erbvertrags, die Geschwisterkinder des anderen Ehegatten als Erben einzusetzen, aufgehoben. Die Beschwerdef�hrer halten daran fest, der Ehevertrag habe den Erbvertrag aufgehoben bzw. gegenstandslos gemacht.
7.1 In ihrem Ehevertrag vom 11. April 1995 haben die Ehegatten erkl�rt, sie h�tten am 14. Juli 1958 einen Ehevertrag nach brasilianischem Recht geschlossen und sich dem G�terstand der absoluten G�tertrennung unterstellt. Diesen Vertrag wollten sie durch den vorliegenden Vertrag ersetzen (Bst. A). Die Ehegatten haben vereinbart, den bisherigen G�terstand aufzuheben und als neuen G�terstand die allgemeine G�tergemeinschaft gem�ss Art. 221 ff. ZGB zu begr�nden (Bst. B/2). Diese G�tergemeinschaft vereinige s�mtliche Verm�genswerte und Eink�nfte der Ehegatten zu einem Gesamtgut, das den Ehegatten ungeteilt geh�re (Bst. B/3). Bei Aufl�sung der Ehe durch den Tod eines Ehegatten falle das Gesamtgut in das Alleineigentum des �berlebenden Ehepartners (Bst. B/4). Schliesslich haben die Ehegatten bestimmt, dass dem gem�ss Erbvertrag vom 11. November 1992 eingesetzten Willensvollstrecker eine beglaubigte Fotokopie des Ehevertrags zuzustellen sei (Bst. C. des Ehevertrags).
7.2 Gem�ss Art. 513 Abs. 1 ZGB kann der Erbvertrag von den Vertragschliessenden jederzeit durch schriftliche �bereinkunft aufgehoben werden. Das Kantonsgericht hat festgestellt, einziges gemeinsames schriftliches Dokument, das die Ehegatten nach dem Erbvertrag vereinbart h�tten, sei der Ehevertrag von 1995. Dessen Wortlaut lasse sich nicht entnehmen, dass der Erbvertrag aufgehoben worden sei. Ein konkludenter Aufhebungswille der Ehegatten im Ehevertrag bez�glich des Erbvertrags sei nicht nachgewiesen. Der Ehevertrag von 1995 widerrufe wohl den Ehevertrag aus dem Jahr 1958, nicht jedoch den Erbvertrag. W�re es die Absicht der Ehegatten gewesen, auch den Erbvertrag aufzuheben und damit die Beschwerdegegner erbrechtlich nicht zu ber�cksichtigen, h�tten sie dies ebenfalls auf einfache Weise ausdr�cklich mit dem Ehevertrag regeln k�nnen. Im Ehevertrag werde jedoch sogar die Existenz des Erbvertrags noch erw�hnt und vorgesehen, dem im Erbvertrag eingesetzten Willensvollstrecker eine Kopie zuzustellen (E. III/4c Abs. 4 S. 11). Das Kantonsgericht hat daf�rgehalten, dass trotz Vereinbarung der allgemeinen G�tergemeinschaft mit einer Gesamtgutszuweisung an den �berlebenden Ehegatten der Erbvertrag nicht gegenstandslos geworden sei. Denn nur mit der Aufrechterhaltung der Erbeinsetzung des �berlebenden Ehegatten (Ziff. I des Erbvertrags) h�tten die Ehegatten verhindern k�nnen, dass der �berlebende Ehegatte allf�lliges Eigengut des erstversterbenden Ehegatten mit dessen gesetzlichen Erben teilen m�sse (E. III/4c Abs. 5 S. 11). Das Kantonsgericht hat schliesslich er�rtert, weshalb die Ehegatten wohl einen Ehevertrag abgeschlossen h�tten; es hat die Frage aber f�r seinen Entscheid letztlich als nicht relevant bezeichnet (E. III/4c Abs. 6 S. 11 f. des angefochtenen Entscheids).
7.3 Die Feststellung des Kantonsgerichts, der Aufhebungswille der Ehegatten sei nicht nachgewiesen, r�gen die Beschwerdef�hrer als willk�rlich und bundesrechtswidrig.
7.3.1 Im Einzelnen wenden die Beschwerdef�hrer ein, der wirkliche Wille der Ehegatten, durch Abschluss des Ehevertrags den Erbvertrag aufzuheben, ergebe sich aus einem Zerw�rfnis des Ehemannes mit seinen Geschwistern, insbesondere mit seinem Bruder D.________, und sp�ter auch mit den Kindern seiner drei Geschwister. Die Beschwerdef�hrer verweisen auf zwei Schreiben des Ehegatten an seinen Bruder, auf Urteile der Gerichte in Frankreich und dabei namentlich auf das Zeugnis von W.________, auf das in diesen Urteilen abgestellt worden sei. Das Kantonsgericht habe diese aus den Akten sich ergebenden Tatsachen nicht ber�cksichtigt und damit den Vorrang der subjektiven vor der objektivierten Auslegung missachtet (S. 24 ff. Rz. 60-65 der Beschwerdeschrift und S. 3 der Noveneingabe).
7.3.2 Die zitierten Schreiben vom 15. Oktober 1992 (bekl. act. 22) und vom 11. August 2000 (bekl. act. 23 mit �bersetzung in bekl. act. 24) an den Bruder D.________ wurden allein vom Ehemann verfasst und unterzeichnet. Desgleichen bezieht sich das Zeugnis von W.________ - wie die Beschwerdef�hrer ausdr�cklich hervorheben - "auf Ausf�hrungen von X.________ im Jahre 1999" (S. 25 Rz. 64 der Beschwerdeschrift). Die Beweismittel m�gen damit allenfalls einen Aufhebungswillen des Ehemannes belegen, sagen jedoch unmittelbar nichts zu einem Aufhebungswillen der Ehefrau und durften zum Nachweis ihres Aufhebungswillens willk�rfrei als nicht beweistauglich betrachtet werden (Art. 9 BV; vgl. zum Begriff: BGE 136 III 552 E. 4.2 S. 560).
7.3.3 Ist der Wille eines der vertragschliessenden Ehegatten, den Erbvertrag aufzuheben, nicht nachgewiesen, erweist sich der Einwand der Beschwerdef�hrer als unbegr�ndet. Denn die einverst�ndliche Aufhebung des Erbvertrags mit verpflichtenden und vertraglich bindenden Klauseln (vgl. E. 5.2 hiervor) setzt (�bereinstimmende) Willenserkl�rungen beider Parteien und damit ihr gegenseitiges Einverst�ndnis voraus (vgl. Urteil 5A_161/2010 vom 8. Juli 2010 E. 3.3, in: ZBGR 92/2011 S. 26). Das Kantonsgericht hat deshalb mit der Annahme, der Aufhebungswille der Ehegatten sei nicht nachgewiesen, kein Bundesrecht verletzt. Im Weiteren gelten die in Frankreich und auch in Brasilien ergangenen Urteile, auf die die Beschwerdef�hrer wiederholt verweisen, aufgrund der Nachlassspaltung (E. 3.4 hiervor) unmittelbar auch nur f�r das in den betreffenden L�ndern je gelegene Nachlassverm�gen, so dass die Beschwerdef�hrer daraus f�r das in der Schweiz gelegene Nachlassverm�gen nichts ableiten k�nnen. Bei diesem Ergebnis kann dahingestellt bleiben, ob die Noveneingabe der Beschwerdef�hrer unter dem Blickwinkel von Art. 99 Abs. 1 BGG zul�ssig ist.
7.4 Was die Beschwerdef�hrer gegen die kantonsgerichtliche Auslegung weiter einwenden (S. 23 ff. Rz. 58-59 und S. 26 ff. Rz. 66-72 der Beschwerdeschrift), erweist sich aus nachstehenden Gr�nden als nicht stichhaltig:
7.4.1 Die Beschwerdef�hrer legen zutreffend dar (S. 28 Rz. 70), dass dieselbe Urkundsperson, die am 11. November 1992 den Erbvertrag der Ehegatten errichtet hatte, auch deren Ehevertrag vom 11. April 1995 verschrieben hat und dass die Urkundsperson die Rechtslage genau gekannt und die Ehegatten dar�ber aufgekl�rt haben d�rfte. In der �ffentlichen Urkunde wird festgehalten, dass die Ehegatten im Jahre 1958 einen Ehevertrag zur Begr�ndung einer absoluten G�tertrennung geschlossen hatten und diesen Vertrag durch den vorliegenden Vertrag ersetzen wollten (Bst. A). Den drei Jahre zuvor geschlossenen Erbvertrag erw�hnt die Urkundsperson ausdr�cklich, aber nur im Zusammenhang mit dem darin eingesetzten Willensvollstrecker, dem eine Kopie des Ehevertrags zuzustellen ist (Bst. C des Ehevertrags). Mit Blick auf die klare gesetzliche Regelung �ber die Aufhebung eines Erbvertrags (Art. 513 Abs. 1 ZGB) muss davon ausgegangen werden, dass die - auch nach Angaben der Beschwerdef�hrer erfahrene und sachkundige - Urkundsperson die Aufhebung des Erbvertrags der Ehegatten f�rmlich stipuliert h�tte, wenn seitens der Ehegatten ausdr�cklich oder auch nur sinngem�ss der Wille ge�ussert worden w�re, dass nicht nur der Ehevertrag von 1958, sondern auch der Erbvertrag von 1992 aufzuheben sei (vgl. BGE 133 III 406 E. 3.3 S. 413). Eine derartige Aufhebungsklausel fehlt im Ehevertrag. Daraus und aus der Schlussbestimmung, wonach der Ehevertrag auch dem im Erbvertrag von den Ehegatten je eingesetzten Willensvollstrecker mitgeteilt werde, durfte das Kantonsgericht somit schliessen, dass die Ehegatten selber vom Weiterbestehen des Erbvertrags ausgegangen sind und folglich dessen Aufhebung nicht gewollt haben.
7.4.2 Die Beschwerdef�hrer machen geltend, die Meistbeg�nstigung der Ehegatten im Erbvertrag, d.h. die gegenseitige Einsetzung als Alleinerben ihres ganzen Nachlasses (Ziff. I des Erbvertrags), sei durch die Meistbeg�nstigung der Ehegatten im Ehevertrag, d.h. durch die Begr�ndung der allgemeinen G�tergemeinschaft (Bst. B/3) verbunden mit der Zuweisung des Gesamtgutes an den �berlebenden Ehegatten (Bst. B/4 des Ehevertrags), vollumf�nglich ersetzt worden (S. 23 Rz. 58 der Beschwerdeschrift). Die Auffassung trifft nicht zu. Die allgemeine G�tergemeinschaft vereinigt gem�ss Art. 222 Abs. 1 ZGB das Verm�gen und die Eink�nfte der Ehegatten zu einem Gesamtgut, mit Ausnahme der Gegenst�nde, die von Gesetzes wegen Eigengut sind. Das gesetzliche Eigengut, das die Gegenst�nde zum ausschliesslich pers�nlichen Gebrauch jedes Ehegatten und dessen Genugtuungsanspr�che umfasst (Art. 225 Abs. 2 ZGB), f�llt beim Tod eines Ehegatten zwingend in die Erbmasse und kann ehevertraglich nicht zugewiesen werden. Soll der �berlebende Ehegatte auch mit Bezug auf das Eigengut des anderen Ehegatten beg�nstigt werden, muss eine Verf�gung von Todes wegen errichtet werden. Wie bereits das Bezirksgericht festgehalten hat (E. 4.3.4 S. 18), haben die Ehegatten trotz ihres hohen Alters mit den Jahrg�ngen 1918 und 1923 nicht definitiv ausschliessen k�nnen, dass nach Abschluss des Ehevertrags je Eigeng�ter von Gesetzes wegen entstehen k�nnten. Zur umfassenden Meistbeg�nstigung war deshalb zus�tzlich die - hier in Ziff. I des Erbvertrags erfolgte - Einsetzung des �berlebenden Ehegatten als Alleinerben des ganzen Nachlasses zweckm�ssig und zur Meistbeg�nstigung notwendig (vgl. HAUSHEER/AEBI-M�LLER, Beg�nstigung des �berlebenden Ehegatten, in: G�ter- und erbrechtliche Planung, 1999, S. 13 ff. Ziff. 5a mit Hinweisen).
7.4.3 Eine (stillschweigende) Aufhebung des Erbvertrags durch den Ehevertrag begr�nden die Beschwerdef�hrer damit, dass andernfalls der Abschluss eines Ehevertrags in Anbetracht der bestehenden erbvertraglichen Meistbeg�nstigung keinen sinnvollen Zweck habe erf�llen k�nnen (S. 26 ff. Rz. 66-72 der Beschwerdeschrift). Die Auffassung kann nicht geteilt werden. Eine ehevertragliche Begr�ndung der allgemeinen G�tergemeinschaft mit einer m�glichst weiten Umschreibung des Gesamtgutes und einer vollumf�nglichen Zuweisung des Gesamtgutes an den �berlebenden Ehegatten kann sich zu dessen Vorsorge aufdr�ngen, wenn die Ehegatten wie hier keine Kinder haben und erhebliche Eigeng�ter vorhanden sind (vgl. AEBI-M�LLER, Die optimale Beg�nstigung des �berlebenden Ehegatten, 2. Aufl. 2007, S. 119 ff. N. 06.61 ff.). Ungeachtet ihrer Eignung zur Meistbeg�nstigung des �berlebenden Ehegatten gew�hrleistet die G�tergemeinschaft beiden Ehegatten �ber die Regeln der gemeinsamen Verwaltung und Verf�gung (Art. 227 ff. ZGB) eine wirksame Kontrolle und damit einen eigentlichen Schutz gegen�ber Eigenm�chtigkeiten oder Fehlern, die ein auf sich allein gestellter Ehegatte in der Besorgung seiner verm�gensrechtlichen Angelegenheiten begehen kann (vgl. HAUSHEER/REUSSER/GEISER, Berner Kommentar, 1996, N. 35 der Vorbemerkungen vor Art. 221 ff. ZGB). Die G�tergemeinschaft birgt mit der grunds�tzlich gemeinsamen Verwaltung und Verf�gung �ber das Gesamtgut w�hrend bestehender Ehe eine gewisse Schwerf�lligkeit in sich (vgl. AEBI-M�LLER, a.a.O., S. 126 N. 06.87), kann aber gerade bei �lteren Ehegatten in guten und gefestigten finanziellen Verh�ltnissen berechtigte Sicherheitsbed�rfnisse befriedigen. Insoweit ist dem Kantonsgericht beizupflichten, dass der Wechsel von der absoluten G�tertrennung zur allgemeinen G�tergemeinschaft mit Blick auf ihre lebzeitigen Wirkungen einem nachvollziehbaren Anliegen der Ehegatten gedient hat.
7.5 Insgesamt kann die kantonsgerichtliche Annahme nicht beanstandet werden, dass der Ehevertrag von 1995 den Erbvertrag von 1992 nicht aufgehoben hat, dass die beiden Vertr�ge sich erg�nzen und sinnvoll nebeneinander bestehen k�nnen und dass der �berlebende Ehegatte auch nach Abschluss des Ehevertrags gem�ss Ziff. II/2 des Erbvertrags verpflichtet ist, die Geschwisterkinder des anderen Ehegatten als Erben einzusetzen. In Anbetracht dessen kann dahingestellt bleiben, ob der behauptete (konkludente) Aufhebungswille der Ehegatten �berhaupt in der gesetzlich vorgeschriebenen Form hinreichend zum Ausdruck gebracht worden ist (vgl. BGE 121 III 118 E. 4b/bb S. 124; 122 III 361 E. 4 S. 366).
In ihrem Erbvertrag haben sich die Ehegatten gegenseitig als Alleinerben eingesetzt (Ziff. I). F�r den Fall des Vorversterbens oder des gleichzeitigen Ablebens haben sie sich verpflichtet, dass der zweitversterbende Ehegatte die Geschwisterkinder des anderen Ehegatten als Erben einsetzt (Ziff. II/2-3 des Erbvertrags). Streitig ist, ob die Verpflichtung gem�ss der Ziff. II/2 des Erbvertrags eine Erbeinsetzung f�r die ganze Erbschaft oder nur f�r einen Teil der Erbschaft beinhaltet.
8.1.1 Beide kantonalen Gerichte haben festgestellt, die Ehegatten h�tten sich mit der gegenseitigen Einsetzung als Alleinerben (Ziff. I des Erbvertrags) in erster Linie maximal beg�nstigen wollen. Das Kantonsgericht hat erg�nzt, hinzu komme die unbestrittene Tatsache, dass der Stamm des Ehemannes zu dessen Lebzeiten und zu dessen Gunsten auf Familienverm�gen verzichtet habe. Zum Zeitpunkt des Erbvertragsabschlusses sei es der Wille der Ehegatten gewesen, dass ihre Verm�genswerte anteilsm�ssig an die beiden St�mme der Ehegatten gingen, wenn sie beide verstorben seien. Die entsprechende Ziff. II/2 des Erbvertrags stelle gerade bei kinderlosen Ehepaaren eine �bliche Nachlassregelung dar (E. III/4c Abs. 1 S. 10 des angefochtenen Entscheids).
8.1.2 Das Bezirksgericht hat festgestellt, als die Ehegatten den Erbvertrag abgeschlossen h�tten, habe ihr Verm�gen aufgrund der ehevertraglich im Jahre 1958 vereinbarten absoluten G�tertrennung aus ihren beiden Eigeng�tern bestanden. Die umfangreichen Verm�genswerte der Ehegatten k�men zum ganz �berwiegenden Teil aus der Verm�gensmasse des Ehemannes, der als deutscher Unternehmer j�discher Abstammung sein Verm�gen durch eine rechtzeitige Flucht aus Nazi-Deutschland habe retten k�nnen. So sei es gut nachvollziehbar, dass sein Verm�gen grunds�tzlich nach dem Tod des zweiten Ehegatten zum gr�ssten Teil wieder an seine Familie habe zur�ckgehen sollen. Nachdem die Ehegatten gem�ss dem Ehevertrag aus dem Jahre 1958 lediglich �ber ihre jeweiligen Eigeng�ter verf�gt h�tten, sei es naheliegend, dass der Erbvertrag ebenfalls lediglich die Eigeng�ter bzw. die Nachlassg�ter des erstversterbenden Ehegatten habe erfassen sollen. So habe der �berlebende Ehegatte zeitlebens wohl als Alleineigent�mer die volle Verf�gungsbefugnis �ber das Verm�gen haben sollen, jedoch habe das verbleibende Eigengut des erstverstorbenen Ehegatten teilweise wieder in die Ursprungsfamilie zur�ckfliessen sollen. Insgesamt war f�r das Bezirksgericht damit erstellt, dass gem�ss Erbvertrag von 1992 das jeweilige Eigengut in den Nachlass habe fallen sollen, das im Jahre 1992 erheblich gr�sser gewesen sei als nach Errichtung des Ehevertrags im Jahre 1995. Da gem�ss Erbvertrag lediglich das Eigengut des erstverstorbenen Ehegatten an die Familienmitglieder habe verteilt werden sollen und dieser Nachlass praktisch kein Verm�gen mehr umfasst habe, sei die Erblasserin keinen Beschr�nkungen in ihrer eigenen Nachlassplanung unterstellt gewesen (E. 5.3.4 S. 24 f. des bezirksgerichtlichen Urteils).
8.1.3 Das Kantonsgericht ist davon ausgegangen, durch die gegenseitige Einsetzung als Alleinerben sei der �berlebende Ehegatte Alleineigent�mer und vollumf�nglich Verf�gungsberechtigter des gesamten Nachlassverm�gens des erstversterbenden Ehegatten geworden (E. III/4c Abs. 2 S. 10). Dass die Ehegatten mit dem Erbvertrag nur die anteilsm�ssige Verteilung des jeweiligen Nachlassverm�gens des erstversterbenden Ehegatten auf die beiden St�mme gewollt h�tten, wie dies das Bezirksgericht annehme, k�nne dem Wortlaut der Ziff. II/2 des Erbvertrags ("Jeder Ehegatte setzt f�r den Fall, dass er den anderen �berleben sollte oder bei gleichzeitigem Ableben, als Erben ein") nicht entnommen werden. Die in Ziff. II/2 des Erbvertrags erfolgte Erbeinsetzung k�nne sich vom Wortlaut her nur auf das gesamte Nachlassverm�gen des zweitversterbenden Ehegatten beziehen. Eine Aufspaltung des Nachlassverm�gens des zweitversterbenden Ehegatten in zwei Teile "Verm�gen Ehemann" und "Verm�gen Ehefrau" h�tte ausdr�cklich im Erbvertrag geregelt werden m�ssen. Die Beschwerdef�hrer machten denn auch nicht geltend, es sei der Wille der Ehegatten gewesen, dass bei Erstversterben der Ehefrau und Zweitversterben des Ehemannes die Beschwerdef�hrer lediglich einen Viertel des "Verm�gens Ehefrau" erhalten h�tten, w�hrend die restlichen drei Viertel des "Verm�gens Ehefrau" und zus�tzlich das gesamte Verm�gen des Ehemannes an die Beschwerdegegner geflossen w�ren (E. III/4c Abs. 3). Als Ergebnis hat das Kantonsgericht festgehalten, dass der Erbvertrag das Nachlassverm�gen der Erblasserin nicht in zwei Verm�gensteile mit unterschiedlicher Erbfolge aufgespaltet habe, sondern die in ihm geregelte Erbeinsetzung f�r das ganze Verm�gen, welches die Erblasserin vor ihrem Tod besessen habe, also ihr eigenes Verm�gen als auch das Verm�gen, das sie aus der g�terrechtlichen Zuweisung erhalten habe, bindende Wirkung gehabt habe. Die Erblasserin habe mit ihren letztwilligen Verf�gungen, welche sie nach dem Ableben ihres Ehemannes zugunsten der Beschwerdef�hrer errichtet habe, die erbrechtlichen Anspr�che der Beschwerdegegner verletzt. Sie sei im Umfang von drei Vierteln ihres gesamten Nachlassverm�gens nicht berechtigt gewesen, dar�ber letztwillig zu verf�gen (E. III/4d S. 12 des angefochtenen Entscheids).
8.2 Die Beschwerdef�hrer schliessen sich der Auffassung des Bezirksgerichts an und machen geltend, die erbvertragliche Erbeinsetzung der Geschwisterkinder habe lediglich das jeweilige Eigengut des erstversterbenden Ehegatten betroffen. Unter dem Titel "Subjektive Auslegung" erblicken die Beschwerdef�hrer Verfassungsverletzungen, namentlich Willk�r, darin, dass das Kantonsgericht einen �bereinstimmenden wirklichen Willen der Ehegatten, die Erbeinsetzung der Geschwisterkinder auf das Eigengut des erstversterbenden Ehegatten zu beschr�nken, verneint bzw. nicht festgestellt habe (S. 21 ff. Rz. 54-72 der Beschwerdeschrift).
8.2.1 Die Beschwerdef�hrer berufen sich auf die Feststellung des Kantonsgerichts, es sei zum Zeitpunkt des Erbvertragsabschlusses der Wille der Ehegatten gewesen, "dass ihre Verm�genswerte anteilm�ssig an die beiden St�mme der Ehegatten gehen, wenn sie beide verstorben sind". Entgegen dieser zutreffenden Feststellung sei das Kantonsgericht dann aber davon ausgegangen, der ganze Nachlass des zweitversterbenden Ehegatten gehe an die Geschwisterkinder und nicht bloss das Verm�gen, das der zweitversterbende Ehegatte beim Tod des erstversterbenden Ehegatten habe erhalten sollen (S. 22 Rz. 56 der Beschwerdeschrift). Der behauptete Widerspruch liegt nicht vor. Die Wendung "ihre Verm�genswerte" meint "die Verm�genswerte der Ehegatten" und damit "alle Verm�genswerte" oder "das Verm�gen insgesamt". Auch der Gesamtzusammenhang (vgl. E. 8.1.3) verdeutlicht, dass das Kantonsgericht klar zu unterscheiden gewusst hat, ob die Ehegatten "ihre Verm�genswerte" (so der angefochtene Entscheid) oder "ihre jeweiligen Verm�genswerte" (so offenbar die Beschwerdef�hrer) an ihre Geschwisterkinder weitervererben wollten.
8.2.2 In tats�chlicher Hinsicht ist erstellt, dass die Ehegatten einander maximal beg�nstigen wollten und dass ihr Verm�gen �berwiegend von der Seite des Ehemannes stammte und zu dessen Eigengut geh�rte. Die Beschwerdef�hrer schliessen daraus, die Ehegatten h�tten beabsichtigt, das einzig bedeutsame Verm�gen des Ehemannes vorwiegend dessen Verwandten zukommen zu lassen (S. 21 f. Rz. 54 und 55 der Beschwerdeschrift). Wie die Beschwerdef�hrer andernorts hervorheben (S. 28 Rz. 70), d�rfte der beurkundende Notar die Rechtslage genau gekannt und die Ehegatten dar�ber aufgekl�rt haben. Er hat ausdr�cklich eine Einsetzung der Ehegatten "als Alleinerben ihres ganzen Nachlasses" (Ziff. I des Erbvertrags) stipuliert und die Erbeinsetzung der Geschwisterkinder (Ziff. II/2 des Erbvertrags) in keiner Weise auf einen Teil des Nachlasses des zweitversterbenden Ehegatten beschr�nkt, obwohl das Gesetz vorsieht, dass eine Erbeinsetzung auch nur f�r einen Bruchteil statt f�r die ganze Erbschaft erfolgen kann (vgl. Art. 483 ZGB). Gerade mit Blick auf die klare gesetzliche Regelung muss davon ausgegangen werden, dass die - auch nach Angaben der Beschwerdef�hrer erfahrene und sachkundige - Urkundsperson eine Einschr�nkung oder einen Vorbehalt f�r die Weitervererbung an die Geschwisterkinder in Ziff. II/2 des Erbvertrags angebracht h�tte, wenn seitens der Ehegatten ausdr�cklich oder auch nur sinngem�ss der Wille ge�ussert worden w�re, dass im Gegensatz zu Ziff. I die Geschwisterkinder als Erben nicht des "ganzen Nachlasses" des zweitversterbenden Ehegatten eingesetzt werden sollten (vgl. BGE 133 III 406 E. 3.3 S. 413).
8.2.3 Die Beschwerdef�hrer werfen dem Kantonsgericht vor, es habe die Interessenlage der Parteien nicht ber�cksichtigt, meinen aber offenkundig allein das Interesse des Ehemannes (S. 22 Rz. 57 der Beschwerdeschrift). Dass die Erbeinsetzung der Geschwisterkinder auf das Eigengut des erstversterbenden Ehegatten h�tte beschr�nkt werden wollen, widerspricht offenkundig den Interessen der Ehefrau, h�tten ihre Geschwisterkinder doch nur ihr Eigengut und damit praktisch nichts erhalten, wenn sie vor ihrem Ehemann gestorben w�re. Massgebend ist indessen das Interesse der Parteien und damit beider Ehegatten im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses, auf das das Kantonsgericht willk�rfrei abstellen durfte. Da das Verm�gen der Ehegatten zwar �berwiegend, aber nicht ausschliesslich vom Ehemann stammte, ist die Annahme nicht zu beanstanden, die Aufteilung des ganzen Nachlasses des zweitversterbenden Ehegatten zu drei Vierteln an die Geschwisterkinder des Ehemannes und zu einem Viertel an die Geschwisterkinder der Ehefrau entspreche der Interessenlage der Ehegatten im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses und sei von den Ehegatten als gerecht empfunden worden.
8.2.4 Die Beschwerdef�hrer berufen sich weiter auf Absichten, die die Ehegatten mit dem Abschluss ihres Ehevertrags im Jahre 1995 verfolgt h�tten. Das nachtr�gliche Verhalten der Ehegatten lasse auf ihren tats�chlichen Willen im Zeitpunkt des Erbvertragsabschlusses schliessen, die Erbeinsetzung der Geschwisterkinder auf die jeweiligen Eigeng�ter bzw. das Eigengut des erstversterbenden Ehegatten zu beschr�nken (S. 25 Rz. 64 der Beschwerdeschrift). Da beider Ehegatten gemeinsame Absichten nicht nachgewiesen sind (E. 7.3 hiervor), taugt der sp�tere Abschluss des Ehevertrags willk�rfrei nichts zur Feststellung des �bereinstimmenden wirklichen Willens der Ehegatten beim Abschluss des Erbvertrags.
8.2.5 Aus den dargelegten Gr�nden erweist sich die auf Beweisw�rdigung beruhende Ermittlung des wirklichen Willens der Ehegatten nicht als verfassungswidrig, namentlich nicht als willk�rlich (Art. 9 BV; vgl. zum Begriff: BGE 136 III 552 E. 4.2 S. 560).
8.3 Die Beschwerdef�hrer wenden sich dagegen, dass das Kantonsgericht von einem klaren Wortlaut des Erbvertrags ausgegangen ist. Unter dem Titel "Objektivierte Auslegung" machen sie geltend, bereits aus dem Wortlaut ergebe sich, dass sich die Erbeinsetzung der Geschwisterkinder nur auf das Eigengut des erstversterbenden Ehegatten beziehe (S. 29 ff. Rz. 73-78 der Beschwerdeschrift).
8.3.1 Der Erbvertrag sieht vor, dass sich die Ehegatten gegenseitig als Alleinerben "ihres ganzen Nachlasses" einsetzen (Ziff. I) und dass jeder Ehegatte f�r den Fall, dass er den anderen �berleben sollte oder bei gleichzeitigem Ableben, die Geschwisterkinder als Erben einsetzt (Ziff. II/2 des Erbvertrags). Von einer Beschr�nkung der Erbeinsetzung auf "Eigengut" eines Ehegatten, wie die Beschwerdef�hrer sie behaupten, ist im gesamten Vertragstext nirgends die Rede. Es wird im Gegenteil in Ziff. I verdeutlicht, dass sich die Erbeinsetzung auf den ganzen Nachlass bezieht. Weitere Vertragsbestimmungen nehmen Bezug auf das "Nachlassverm�gen" (Ziff. II/4) und auf den "Nachlass" (Ziff. III des Erbvertrags).
8.3.2 Richtig ist, dass in Ziff. II/2 des Erbvertrags nicht ausdr�cklich erw�hnt wird, worauf sich die Erbeinsetzung der Geschwisterkinder bezieht. Insoweit ist den Beschwerdef�hrern beizupflichten, dass der Wortlaut scheinbar offen l�sst, ob der zweitversterbende Ehegatte die Geschwisterkinder als Erben seines ganzen Nachlasses (so das Kantonsgericht) oder nur des Eigenguts des erstversterbenden Ehegatten (so die Beschwerdef�hrer) einsetzt. Auszugehen ist von der gesetzlichen Regelung, wonach der Erblasser f�r die ganze Erbschaft oder f�r einen Bruchteil einen oder mehrere Erben einsetzen kann (Art. 483 Abs. 1 ZGB) und der Teil, �ber den er nicht verf�gt hat, an die gesetzlichen Erben f�llt (Art. 481 Abs. 2 ZGB). Die erbvertragliche Einsetzung der Geschwisterkinder als Erben bedeutet, dass die Ehegatten die gesetzliche Erbfolge nicht gewollt haben und ihre noch lebenden Geschwister als gesetzliche Erben (Art. 458 Abs. 3 ZGB) von der Erbschaft ausgeschlossen haben (vgl. die Beschwerdef�hrer 1, 7 und 11 im bundesgerichtlichen Verfahren 5P.372/2005 betreffend Massregeln zur Sicherung des Erbganges). Gerade diese Geschwister erbten nun aber kraft Gesetzes (Art. 481 Abs. 2 ZGB) den Rest des Nachlasses, wenn die Ehegatten, wie das die Beschwerdef�hrer behaupten, nur das jeweilige Eigengut des erstversterbenden Ehegatten an die Geschwisterkinder h�tten weiter vererben wollen. Dass die Ehegatten diese Erbfolge nicht gewollt haben k�nnen, bestreiten die Beschwerdef�hrer zu Recht nicht. Auch unter dem Blickwinkel der gesetzlichen Regelung und dem erbvertraglichen Ausschluss der Geschwister als gesetzliche Erben ist davon auszugehen, dass die Erbeinsetzung der Geschwisterkinder nicht f�r einen Bruchteil der Erbschaft, sondern f�r den ganzen Nachlass des zweitversterbenden Ehegatten erfolgt ist.
8.3.3 Die Beschwerdef�hrer machen geltend, der Wille der Ehegatten sei dahingehend auszulegen, den Geschwisterkindern habe nur das jeweilige Familienverm�gen erhalten bleiben sollen. Selbst wenn der behauptete Wille bestanden h�tte, w�re er durch Ziff. II/2 des Erbvertrags nicht verwirklicht worden. Denn danach ginge ein Viertel des Eigenguts des erstversterbenden Ehemannes an die Geschwisterkinder der Ehefrau und drei Viertel des Eigenguts der Ehefrau an die Geschwisterkinder des Ehemannes. Das "Verm�gen Ehemann" bzw. das "Verm�gen Ehefrau" w�rde nicht der jeweiligen Familie erhalten, sondern anteilsm�ssig an die beiden St�mme der Ehegatten gehen. Die Ehegatten haben - entgegen der Annahme der Beschwerdef�hrer - in Ziff. II/2 des Erbvertrags nicht beide Erbg�nge separat geregelt, sondern einen einheitlichen Erbgang f�r den ganzen Nachlass des zweitversterbenden Ehegatten.
8.3.4 Schliesslich verweisen die Beschwerdef�hrer auf die Begleitumst�nde und auf ihre entsprechenden Ausf�hrungen unter dem Titel "Subjektive Auslegung" (S. 31 Rz. 79 der Beschwerdeschrift). Feststellung und Beurteilung der behaupteten Begleitumst�nde des Vertragsschlusses betreffen Tatfragen (vgl. BGE 133 III 61 E. 2.2.1 S. 67). Deren Beantwortung beruht auf Beweisw�rdigung, die das Bundesgericht lediglich auf Willk�r hin �berpr�fen kann (Art. 97 Abs. 1 BGG; vgl. BGE 137 I 58 E. 4.1.2 S. 62; 137 III 226 E. 4.2 S. 234), so dass auf bereits Gesagtes (E. 8.2 hiervor) verwiesen werden kann.
8.3.5 Insgesamt kann die kantonsgerichtliche Auslegung nicht beanstandet werden. Die Erbeinsetzung der Geschwisterkinder gem�ss Ziff. II/2 des Erbvertrags bezieht sich auf den ganzen Nachlass des zweitversterbenden Ehegatten.
Als Ergebnis kann festgehalten werden, dass der Ehevertrag von 1995 den Erbvertrag von 1992 nicht aufgehoben hat und dass der Erbvertrag den zweitversterbenden Ehegatten verpflichtet, die Geschwisterkinder des anderen Ehegatten als Erben seines ganzen Nachlasses einzusetzen (E. 7 und E. 8 hiervor). Im Umfang von drei Vierteln ihres Nachlasses (Ziff. II/2-3 des Erbvertrags) war die Erblasserin deshalb gebunden und sind ihre letztwilligen Verf�gungen herabzusetzen, mit denen sie nach dem Tod ihres Ehemannes die Beschwerdef�hrer als Alleinerben ihres ganzen Nachlasses eingesetzt hat (Art. 494 Abs. 3 ZGB; vgl. BGE 101 II 305 E. 3b S. 311 ff.). Bei diesem Ergebnis ist auf die Frage ihrer Verf�gungsf�higkeit nicht einzugehen (vgl. S. 33 Ziff. III/D der Beschwerdeschrift).
Mit ihrem Eventualantrag verlangen die Beschwerdef�hrer, es "seien die Entsch�digungsfolgen der beiden vorinstanzlichen Verfahren anders zu verteilen" (S. 4 Ziff. 4). Zur Begr�ndung machen sie geltend, die Beschwerdegegner h�tten mit ihren Begehren den Streitwert vor Bezirksgericht auf rund 40 Mio. Fr. festgelegt (Wert des Nachlasses in der Schweiz, in Frankreich und in Brasilien), vor Kantonsgericht aber auf 12 Mio. Fr. herabgesetzt (Wert des Nachlasses in der Schweiz). Diese Reduktion sei bei der Regelung der Kosten- und Entsch�digungsfolgen zu ber�cksichtigen (S. 33 f. Ziff. IV der Beschwerdeschrift).
10.1 Die Beschwerdef�hrer st�tzen sich auf Art. 67 und Art. 68 Abs. 5 BGG. Die Bestimmungen sehen vor, dass das Bundesgericht die Kosten des vorangegangenen Verfahrens anders verteilen kann, wenn der angefochtene Entscheid ge�ndert wird (Art. 67 BGG), und dass der Entscheid der Vorinstanz �ber die Parteientsch�digung vom Bundesgericht je nach Ausgang des Verfahrens best�tigt, aufgehoben oder ge�ndert wird (Art. 68 Abs. 5 BGG). Die Regelung entspricht praktisch w�rtlich den bisherigen Art. 157 und Art. 159 Abs. 6 des Bundesrechtspflegegesetzes von 1943 (OG; BS 3 531). Obschon sie mit Bezug auf die kantonale Parteientsch�digung etwas missverst�ndlich formuliert ist, kommt eine neue Festsetzung und Verlegung der kantonalen Kosten und Parteientsch�digungen nach st�ndiger Rechtsprechung nicht in Frage, wenn das Bundesgericht - wie hier - die Beschwerde abweist und den angefochtenen kantonalen Entscheid nicht ab�ndert (vgl. BGE 81 II 534 E. 7 S. 543; 99 Ib 211 E. 5 S. 215; 126 II 54 E. 8 S. 61).
10.2 Die kantonale Kosten- und Entsch�digungsregelung kann hingegen mit Beschwerde angefochten werden. Sie beruht hier auf dem bisherigen kantonalen Zivilprozessrecht (E. II/1 S. 6 des angefochtenen Entscheids; vgl. Art. 404 f. der am 1. Januar 2011 in Kraft getretenen Schweizerischen Zivilprozessordnung, ZPO, SR 272). Die Anwendung des kantonalen Rechts kann das Bundesgericht auf Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte, namentlich auf Willk�r hin �berpr�fen (Art. 95 BGG; vgl. BGE 134 II 349 E. 3 S. 351; 134 III 379 E. 1.2 S. 382/383), wenn und soweit entsprechende R�gen erhoben und begr�ndet werden, d.h. klar und detailliert anhand der Erw�gungen des angefochtenen Entscheids dargelegt wird, inwiefern verfassungsm�ssige Rechte verletzt sein sollen (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 134 I 83 E. 3.2 S. 88). Die Beschwerdef�hrer erw�hnen zwar einzelne Bestimmungen des kantonalen Rechts, z.B. Art. 50 ZPO/AI, erheben gegen deren Anwendung aber keinerlei Verfassungsr�gen. Ihre Kritik ist appellatorisch und deshalb unzul�ssig (vgl. BGE 136 II 489 E. 2.8 S. 494). Davon abgesehen gen�gt auch der Eventualantrag in formeller Hinsicht nicht. Das Erfordernis, vor Bundesgericht bezifferte Rechtsbegehren zu stellen (vgl. BGE 134 III 235 E. 2 S. 236 f.), gilt auch f�r die Anfechtung der Kosten- und Entsch�digungsfolgen des kantonalen Verfahrens (vgl. BGE 135 III 513 E. 11.3, nicht ver�ffentlicht).
10.3 Auf die Beschwerde kann insgesamt nicht eingetreten werden, soweit sie sich gegen die Regelung der Kosten und Entsch�digungen f�r die kantonalen Verfahren richtet.
Aus den dargelegten Gr�nden muss die Beschwerde abgewiesen werden, soweit darauf einzutreten ist. Die Beschwerdef�hrer haben damit die Gerichtskosten zu tragen (Art. 66 Abs. 1 und 5 BGG), werden hingegen nicht entsch�digungspflichtig. Die Kosten f�r unaufgefordert eingereichte Rechtsschriften, freigestellte Stellungnahmen und gemeinsame Gesuche mit �bereinstimmenden Antr�gen hat im vorliegenden Fall jede Partei selber zu tragen (Art. 68 Abs. 1, 2 und 4 BGG).
Die Gerichtskosten von Fr. 25'000.-- werden den Beschwerdef�hrern unter solidarischer Haftbarkeit auferlegt.

References: Art. 221
 Art. 1
 Art. 51
 Art. 86
 BGE 
 Art. 20
 Art. 52
 Art. 56
 Art. 93
 BGE 
 Art. 95
 Art. 91
 Art. 95
 Art. 95
 Art. 95
 Art. 95
 Art. 91
 Art. 95
 Art. 95
 Art. 95
 Art. 95
 Art. 88
 Art. 91
 Art. 88
 Art. 90
 Art. 91
 Art. 95
 Art. 95
 Art. 26
 Art. 95
 Art. 19
 Art. 19
 Art. 19
 BGE 
 Art. 19
 Art. 19
 BGE 
 Art. 95
 BGE 
 Art. 19
 BGE 
 Art. 19
 Art. 494
 BGE 
 BGE 
 Art. 221
 Art. 513
 BGE 
 Art. 99
 BGE 
 Art. 222
 Art. 221
 BGE 
 Art. 483
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 67
 Art. 68
 Art. 157
 Art. 159
 BGE 
 Art. 404
 BGE 
 BGE 
 Art. 50
 BGE 
 BGE 
 BGE