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Timestamp: 2016-10-27 05:18:45+00:00

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2C_28/2014 (21.07.2014)
2C_28/2014 � � Urteil vom 21. Juli 2014
Amt f�r Migration und Integration des Kantons Aargau, Rechtsdienst, Bahnhofplatz 3C, 5001 Aarau 1 F�cher.
gerichts des Kantons Aargau, 2. Kammer, vom 21. November 2013.
A.a.�A.________ wurde 1985 geboren und ist kosovarischer Staatsangeh�riger. Er reiste am 13. Januar 1996 im Rahmen des Familiennachzugs in die Schweiz ein, worauf er die Aufenthaltsbewilligung erhielt. Seit dem 29. M�rz 2000 ist er im Besitz der Niederlassungsbewilligung.
A.b.�Strafrechtlich trat A.________ zun�chst folgendermassen in Erscheinung:
- 28. Juni 2004: Busse von Fr. 1'500.-- wegen mehrfacher grober Verletzung der Verkehrsregeln, mehrfacher Verletzung von Verkehrsregeln sowie Nichtmitf�hrens des F�hrerausweises, begangen am 21. M�rz 2004;
- 2. Februar 2005: Gef�ngnisstrafe von 60 Tagen und Busse von Fr. 2'000.-- wegen mehrfachen vorschriftswidrigen Motorfahrens und mehrfacher grober Verletzung der Verkehrsregeln, begangen am 15. Juli 2004;
- 22. Juni 2005: Busse von Fr. 560.-- wegen Verursachens von unn�tigem L�rm durch zu schnelles Beschleunigen/Anfahren, Missachtung der allgemeinen H�chstgeschwindigkeit innerorts um ca. 10 - bis 20 km/h, Vornahme einer Verrichtung, welche die Bedienung des Fahrzeugs erschwert, Nichtbeherrschens des Fahrzeugs und Nichttragens der Sicherheitsgurte als Fahrzeuglenker, begangen am 6. November 2004, 31. Dezember 2004 und 21. Februar 2005.
A.c.�Das Amt f�r Migration und Integration des Kantons Aargau (nachfolgend: Amt f�r Migration und Integration) erliess am 15. Juli 2005 eine formelle Verwarnung und ermahnte A.________, sich k�nftig wohl zu verhalten. Es wies darauf hin, eine weitere wesentliche Bestrafung aufgrund neuer Delinquenz k�nne die Androhung der Ausweisung aus der Schweiz oder die Ausweisung selbst zur Folge haben.
�In der Folge wurde A.________ erneut straff�llig:
- 16. Juni 2006: Gef�ngnisstrafe von 14 Tagen und Busse von Fr. 500.-- wegen Entwendung eines Personenwagens zum Gebrauch, F�hrens eines Personenwagens trotz Entzugs des F�hrerausweises und Nichtbeachtens des Vorschriftssignals "Verbot f�r Motorwagen", begangen am 29. M�rz 2006;
- 21. August 2006: Busse von Fr. 600.-- wegen Widerhandlung gegen das Bundesgesetz vom 26. M�rz 1931 �ber Aufenthalt und Niederlassung der Ausl�nder (ANAG; BS 1 121), begangen in der Zeit vom 1. Juni 2006 bis 26. Juli 2006.
A.d.�Am 19. Juni 2007 erliess das Amt f�r Migration und Integration eine weitere Verwarnung und ermahnte A.________, sich k�nftig wohl zu verhalten. Sollten weitere Verurteilungen folgen, werde die Anordnung von weitergehenden ausl�nderrechtlichen Massnahmen gepr�ft.
�Zwischen dem 12. Oktober 2007 und 26. Oktober 2007 verb�sste A.________ die am 16. Juni 2006 ausgesprochene Gef�ngnisstrafe in Halbgefangenschaft.
�Es folgten weitere Straftaten:
- 13. Mai 2008: Busse von Fr. 1'000.-- wegen �berlassens eines Motorfahrzeugs an eine Person ohne F�hrerausweis, begangen am 28. November 2007;
- 14. Mai 2009: Busse von Fr. 100.-- wegen Verwendens eines Telefons ohne Freisprecheinrichtung w�hrend der Fahrt, begangen am 27. Februar 2009;
- 11. August 2009: Busse von Fr. 60.-- wegen Nichttragens der Sicherheitsgurten durch den Fahrzeugf�hrer, begangen am 1. Juni 2009;
- 11. Mai 2010: Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren wegen mehrfacher qualifizierter Widerhandlung gegen das BetmG (SR 812.121), begangen zwischen 4. April 2008 und Ende Juni 2008, Verurteilung best�tigt durch Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau vom 17. Februar 2011 und Urteil des Bundesgerichts 6B_286/2011 vom 29. August 2011. Der Widerruf des bedingten Vollzugs der am 2. Februar 2005 ausgesprochenen Gef�ngnisstrafe von 60 Tagen wurde nach durchgef�hrtem Rechtsmittelverfahren bis vor Bundesgericht und R�ckweisung an das Obergericht (Urteil des Bundesgerichts 6B_286/2011 vom 29. August 2011), welches die Berufung betreffend den Widerruf erneut abwies, rechtskr�ftig mit Urteil des Bundesgerichts 6B_798/2011 vom 30. M�rz 2012.
A.e.�W�hrend der erw�hnten Gerichtsverfahren wurde A.________ wie folgt verurteilt:
- 12. August 2010: Busse von Fr. 160.-- wegen Nichttragens der Sicherheitsgurten durch den Fahrzeugf�hrer und Unterlassens der Richtungsanzeige, begangen am 3. Mai 2010;
- 5. Mai 2011: Busse von Fr. 160.-- wegen Nichttragens der Sicherheitsgurten durch den Fahrzeugf�hrer und Verwendens eines Telefons ohne Freisprecheinrichtung w�hrend der Fahrt, begangen am 10. Dezember 2010.
Nach Gew�hrung des rechtlichen Geh�rs am 24. April 2012 widerrief das Amt f�r Migration und Integration am 2. November 2012 die Niederlassungsbewilligung und wies A.________ aus der Schweiz weg.
�Am 14. Dezember 2012 heiratete A.________ die Schweizer B�rgerin B.________ (geb. 1994 in U.________). Seit dem 3. Januar 2013 befindet er sich im Strafvollzug.
�Die gegen die Verf�gung vom 2. November 2012 erhobene Einsprache wies das Amt f�r Migration und Integration am 15. Mai 2013 ab. Das Verwaltungsgericht des Kantons Aargau (nachfolgend: Verwaltungsgericht) best�tigte diesen Entscheid mit Urteil vom 21. November 2013.
A.________ erhebt am 10. Januar 2014 Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht mit den Antr�gen, das angefochtene Urteil aufzuheben und vom Widerruf der Niederlassungsbewilligung sowie von der Wegweisung aus der Schweiz abzusehen; eventuell sei die Sache zur Neubeurteilung an das Verwaltungsgericht zur�ckzuweisen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragt A.________ die unentgeltliche Prozessf�hrung mit seinem Rechtsvertreter als unentgeltlichem Rechtsbeistand.
�Mit Schreiben vom 28. Januar 2014 meldete sich A.________ pers�nlich (nicht �ber seinen Rechtsvertreter) beim Bundesgericht und reichte Unterlagen ein.
�Das Verwaltungsgericht, das Amt f�r Migration und Integration und das Bundesamt f�r Migration beantragen die Abweisung der Beschwerde. A.________ hat sich hierauf nicht mehr vernehmen lassen.
Das Gesuch um Gew�hrung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde ist mit Pr�sidialverf�gung vom 16. Januar 2014 gegenstandslos erkl�rt worden.
1.1.�Angefochten ist der letztinstanzliche, verfahrensabschliessende Entscheid eines kantonalen Gerichts auf dem Gebiet des �ffentlichen Rechts, welcher grunds�tzlich der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten unterliegt (vgl. Art. 82 lit. a, Art. 86 Abs. 1 lit. d, Art. 90 BGG). Gegen Entscheide �ber den Widerruf einer Niederlassungsbewilligung ist die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten zul�ssig, weil grunds�tzlich ein Anspruch auf das Fortbestehen dieser Bewilligung gegeben ist (BGE 135 II 1 E. 1.2.1 S. 4). Ob der Anspruch auf Weiterbestehen der Niederlassungsbewilligung im konkreten Fall zu bejahen ist, bildet Gegenstand der materiellen Beurteilung (BGE 137 I 284 E. 1.3 S. 287). Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist somit zul�ssig, soweit sie sich auf den Widerruf der Niederlassungsbewilligung bezieht. Gegen die Wegweisung ist die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ausgeschlossen (Art. 83 lit. c Ziff. 4 BGG), weshalb auf den Antrag, von der Wegweisung abzusehen, nicht einzutreten ist.
1.2.�Die �brigen Sachurteilsvoraussetzungen (Form, Frist und Legitimation gem�ss Art. 42, Art. 100 Abs. 1 und Art. 89 Abs. 1 BGG) sind erf�llt. Auf die Beschwerde ist mit der genannten Einschr�nkung (vgl. E. 1.1 am Ende) einzutreten.
Der Beschwerdef�hrer hat am 28. Januar 2014 eine pers�nliche Stellungnahme mit Unterlagen an das Bundesgericht gesandt. Es ist zu pr�fen, ob diese Eingabe ber�cksichtigt werden kann.
�Das angefochtene Urteil ist dem Beschwerdef�hrer nach dessen Angaben am 28. November 2013 zugegangen. Die Beschwerdefrist betr�gt 30 Tage (Art. 100 Abs. 1 BGG). Sie hat am 29. November 2013 zu laufen begonnen und unter Ber�cksichtigung des Fristenstillstands vom 18. Dezember 2013 bis 2. Januar 2014 (Art. 46 Abs. 1 lit. c BGG) am 13. Januar 2014 geendet. Die Eingabe vom 28. Januar 2014 (gleichentags der Post �bergeben) ist somit versp�tet. Im bundesgerichtlichen Verfahren ist es nicht zul�ssig, die Beschwerde nach Ablauf der Beschwerdefrist noch zu erg�nzen (BGE 132 I 42 E. 3.3.4 S. 47). Das Schreiben kann auch nicht als Replik gewertet werden, weil dem Beschwerdef�hrer die Stellungnahmen der �brigen Verfahrensbeteiligten erst mit Verf�gung vom 28. Februar 2014 zugestellt wurden. Die Eingabe des Beschwerdef�hrers vom 28. Januar 2014 ist daher unbeachtlich.
3.1.�Mit der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann eine Rechtsverletzung nach Art. 95 und Art. 96 BGG ger�gt werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist folglich weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden (BGE 139 II 404 E. S. 415). In Bezug auf die Verletzung von Grundrechten gilt eine qualifizierte R�ge- und Substanziierungspflicht (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 136 II 304 E. 2.5 S. 314).
3.2.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt zugrunde (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz von Amtes wegen berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinn von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG). Es ist hierf�r nicht erforderlich, dass die Korrektur f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend ist; diese Voraussetzung gilt nur f�r die beschwerdef�hrende Partei, welche die Feststellung des Sachverhalts gest�tzt auf Art. 97 Abs. 1 BGG beanstandet ( CLAUDE-EMMANUEL DUBEY, La proc�dure de recours devant le Tribunal f�d�ral, in: Bellanger/Tanquerel (Hrsg.), Le contentieux administratif, 2013, S. 161).
Der Beschwerdef�hrer macht eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs geltend. Aufgrund der formellen Natur dieses Anspruchs ist die R�ge vorab zu behandeln (BGE 138 I 232 E. 5.1 S. 237).
4.1.�Der Beschwerdef�hrer beanstandet, dass die Vorinstanz in antizipierter Beweisw�rdigung seinen Antrag auf pers�nliche Anh�rung seiner Ehefrau und seiner selbst abgewiesen hat. Die Vorinstanz habe ihre Begr�ndungspflicht verletzt, indem sie sein Vorbringen, die Ehefrau habe im Zeitpunkt des Eheschlusses keine Kenntnis �ber den Widerruf der Niederlassungsbewilligung gehabt, als nicht glaubhaft abgetan habe. Aufgrund der Tatsache, dass das Ehevorbereitungsverfahren schon vor dem Widerruf der Niederlassungsbewilligung am 2. November 2012 initiiert worden sei, erscheine das Nichtwissen der Ehefrau nicht von vornherein unglaubhaft.
4.2.�Im Gegensatz zu den Vorbringen des Beschwerdef�hrers wies die Vorinstanz den Antrag auf pers�nliche Anh�rung nicht mit der Begr�ndung ab, das geltend gemachte Nichtwissen der Ehefrau um den Widerruf der Bewilligung sei nicht glaubhaft. Diese Erw�gung ist vielmehr Teil der Interessenabw�gung, in der die Vorinstanz die ehelichen Verh�ltnisse des Beschwerdef�hrers w�rdigte (vgl. E. 3.3.2 des vorinstanzlichen Urteils). Den Antrag auf Anh�rung und Zeugenbefragung wies die Vorinstanz mit der Begr�ndung ab, die Interessenlage des Beschwerdef�hrers ergebe sich vollumf�nglich aus den Akten und es best�nden keine Unklarheiten hinsichtlich des rechtserheblichen Sachverhalts, welche die Durchf�hrung einer Partei- oder Zeugenbefragung erforderlich machen w�rden (vgl. E. 3.5 des vorinstanzlichen Urteils).
�Die Begr�ndung der Vorinstanz betreffend Notwendigkeit einer Partei- oder Zeugenbefragung ist korrekt. Rechtsprechungsgem�ss liegt keine Verletzung des rechtlichen Geh�rs vor, wenn ein Gericht auf die Abnahme beantragter Beweismittel verzichtet, weil es auf Grund der bereits abgenommenen Beweise seine �berzeugung gebildet hat und ohne Willk�r in vorweggenommener Beweisw�rdigung annehmen kann, dass seine �berzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht ge�ndert w�rde (vgl. BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236; 134 I 140 E. 5.3 S. 148). Dies trifft hier zu, ist doch nicht ersichtlich, inwiefern eine Befragung des Beschwerdef�hrers und seiner Frau den rechtserheblichen Sachverhalt h�tte ver�ndern k�nnen. Das Wissen (m�ssen) der Ehefrau um den Widerruf der Bewilligung ergibt sich aus dem zeitlichen Ablauf der Ereignisse, wie er in den Akten festgehalten ist. Das Vorbringen, B.________ habe sich ohne Wissen um den bevorstehenden Widerruf der Niederlassungsbewilligung zur Ehe mit dem Beschwerdef�hrer entschlossen, ist als materielle Frage im Rahmen der Interessenabw�gung zu pr�fen.
5.1.�Gem�ss Art. 63 Abs. 1 lit. a AuG (SR 142.20) i.V.m. Art. 62 lit. b AuG kann die Niederlassungsbewilligung widerrufen werden, wenn die ausl�ndische Person zu einer l�ngerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde. Als l�ngerfristig im Sinn von Art. 62 lit. b AuG gilt eine Freiheitsstrafe, deren Dauer ein Jahr �berschreitet (BGE 139 I 145 E. 2.1 S. 147). Mehrere unterj�hrige Strafen d�rfen bei der Berechnung nicht kumuliert werden; indessen spielt es keine Rolle, ob die Strafe bedingt, teilbedingt oder unbedingt ausgesprochen wurde (BGE 139 I 16 E. 2.1 S. 18). Dieser Widerrufsgrund gilt auch f�r Personen, welche - wie der Beschwerdef�hrer - im Zeitpunkt des Widerrufs (vgl. BGE 137 II 10 E. 4.2 S. 12) mehr als 15 Jahre ununterbrochen und ordnungsgem�ss in der Schweiz gelebt haben (vgl. Art. 63 Abs. 2 AuG).
�Es ist unbestritten, dass der Beschwerdef�hrer durch die Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten einen Widerrufsgrund im Sinn von Art. 63 Abs. 2 AuG i.V.m. Art. 62 lit. b AuG gesetzt hat.
5.2.�Liegt ein Widerrufsgrund vor, ist zu pr�fen, ob die Massnahme verh�ltnism�ssig ist (vgl. Art. 96 Abs. 1 AuG). Dabei sind namentlich die Schwere des Verschuldens, der Grad der Integration sowie die dem Betroffenen drohenden Nachteile zu ber�cksichtigen (BGE 139 I 31 E. 2.3.1 S. 33; 139 I 16 E. 2.2.1 S. 19; 135 II 377 E. 4.3 S. 381). Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts sind umso strengere Anforderungen an eine fremdenpolizeiliche Massnahme zu stellen, je l�nger eine ausl�ndische Person in der Schweiz anwesend war. Die Niederlassungsbewilligung einer ausl�ndischen Person, die sich schon seit langer Zeit hier aufh�lt, soll nur mit besonderer Zur�ckhaltung widerrufen werden; allerdings ist dies bei wiederholter bzw. schwerer Straff�lligkeit selbst dann nicht ausgeschlossen, wenn sie hier geboren ist und ihr ganzes bisheriges Leben im Land verbracht hat (vgl. BGE 139 I 31 E. 2.3.1 S. 33 f.; 135 II 377 E. 4.3 S. 381; Urteile 2C_819/2013 vom 24. Januar 2014 E. 3.3; 2C_740/2013 vom 10. Januar 2014 E. 3.2).
5.3.�Der Beschwerdef�hrer ist mit einer Schweizer B�rgerin verheiratet und lebt mit ihr - soweit es der Strafvollzug zul�sst - in ungetrennter Ehe. Die Notwendigkeit einer Interessenabw�gung ergibt sich somit auch aus Art. 8 Ziff. 2 EMRK. Danach ist ein Eingriff in das von Art. 8 Ziff. 1 EMRK gesch�tzte Familienleben statthaft, wenn er gesetzlich vorgesehen ist und in einer demokratischen Gesellschaft f�r die nationale oder �ffentliche Sicherheit, f�r das wirtschaftliche Wohl des Landes, zur Aufrechterhaltung der Ordnung, zur Verh�tung von Straftaten, zum Schutz der Gesundheit oder der Moral oder zum Schutz der Rechte und Freiheiten anderer notwendig ist. Die Konvention verlangt insofern eine Abw�gung der sich gegen�berstehenden privaten Interessen an der Bewilligungserteilung und den �ffentlichen Interessen an deren Verweigerung, wobei Letztere in dem Sinne �berwiegen m�ssen, dass sich der Eingriff als notwendig erweist (BGE 139 I 145 E. 2.2 S. 147 f.; 135 I 153 E. 2.2.1 S. 156; 135 I 143 E. 2.1 S. 147; 122 II 1 E. 2 S. 6 mit Hinweisen).
6.1.�Ausgangspunkt f�r das migrationsrechtliche Verschulden ist die vom Strafgericht ausgesprochene Strafe (BGE 134 II 10 E. 4.2 S. 23; 129 II 215 E. 3.1 S. 216). Der Beschwerdef�hrer und die Vorinstanz gehen �bereinstimmend, jedoch zu Unrecht davon aus, die am 11. Mai 2010 durch das Bezirksgericht Baden ausgesprochene Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren sei erst mit Urteil des Bundesgerichts 6B_798/2011 vom 30. M�rz 2012 best�tigt und damit rechtskr�ftig geworden. Aus diesem Urteil geht klar hervor, dass Streitgegenstand nur der Widerruf des bedingten Strafvollzugs der am 2. Februar 2005 ausgesprochenen Gef�ngnisstrafe von 60 Tagen bildete. Die Verurteilung zu dreieinhalb Jahren Freiheitsstrafe hatte das Bundesgericht bereits mit Urteil 6B_286/20011 vom 29. August 2011 best�tigt, was das Obergericht in seinem Urteil vom 27. Oktober 2011 korrekt festgehalten hat. Das Bundesgericht hat den Sachverhalt diesbez�glich korrigiert (vgl. E. 3.2). Das Urteil des Obergerichts vom 27. Oktober 2011 hat nicht die verfahrensausl�sende Verurteilung durch das Bezirksgericht Baden vom 11. Mai 2010, sondern den Widerruf des bedingten Strafvollzugs der am 2. Februar 2005 ausgesprochenen Gef�ngnisstrafe von 60 Tagen zum Gegenstand; es ist daher nur im Hinblick auf die Legalprognose des Beschwerdef�hrers von Belang. Da sich dessen Vorbringen im Zusammenhang mit diesem Urteil nicht auf die Legalprognose beziehen, ist darauf nicht einzugehen.
6.2.�Der Beschwerdef�hrer ist zu einer Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt worden, weil er von April 2008 bis Juni 2008 insgesamt 1'400 Gramm Kokain, davon 504 Gramm reines Kokain, in Umlauf gesetzt und dabei bandenm�ssig gehandelt hat. Es lag somit ein schwerer Fall gem�ss Art. 19 Abs. 1 BetmG (SR 812.121, in der bis zum 30. Juni 2011 g�ltigen Fassung; AS 1975 1220, nachfolgend: aBetmG) i.V.m. Art. 19 Ziff. 2 lit. a (Wissen um die Gef�hrdung der Gesundheit vieler Menschen aufgrund der Menge der Bet�ubungsmittel) und b (Bandenm�ssigkeit) aBetmG vor. Das Obergericht stufte das Verschulden des Beschwerdef�hrers im Urteil vom 17. Februar 2011 als mittelschwer bis schwer ein, was vom Bundesgericht im Urteil 6B_286/2011 vom 29. August 2011 E. 3.4.5 best�tigt wurde.
6.3.�Die Vorinstanz hat korrekt dargelegt, dass die vom Strafgericht verh�ngte Strafe zwar Ausgangspunkt des migrationsrechtlichen Verschuldens bildet, dieses jedoch erst in einem zweiten Schritt, nach Ber�cksichtigung weiterer Elemente wie etwa der Art des begangenen Delikts (d. h. der Rechtsgutverletzung) oder einer erneuten Delinquenz nach Beendigung der Untersuchungshaft, zu beurteilen ist. Migrationsrechtliches und strafrechtliches Verschulden sind nicht deckungsgleich. Im Unterschied zum strafrechtlichen Verschulden, welches sich haupts�chlich auf den jeweils verwirklichten Straftatbestand bezieht, beurteilt sich das migrationsrechtliche Verschulden anhand der gesamten (strafrechtlich relevanten) Verfehlungen der betroffenen Person. Aus der Perspektive des letztinstanzlichen kantonalen Gerichts und des Bundesgerichts erstreckt sich diese Betrachtung in zeitlicher Hinsicht �ber die gesamte Zeit des Aufenthalts, mithin auch �ber das verfahrensausl�sende Delikt hinaus bis zum angefochtenen Urteil. Das migrationsrechtliche Verschulden ist somit das Ergebnis einer Gesamtbetrachtung des deliktischen Verhaltens, wobei das Alter der betroffenen Person bei der (jeweiligen) Tatbegehung ebenso eine Rolle spielt wie die Art, Anzahl und Frequenz der Delikte (Urteil 2C_1076/2013 vom 2. Juni 2014 E. 4.1).
�Nach dem Gesagten ist massgebliche Ausgangslage f�r die Beurteilung des migrationsrechtlichen Verschuldens nicht - wie der Beschwerdef�hrer geltend macht - das (strafrechtlich betrachtet) mittelschwere bis schwere Verschulden in Bezug auf das verfahrensausl�sende Bet�ubungsmitteldelikt, sondern die verh�ngte Strafe von dreieinhalb Jahren. Dieses Strafmass beinhaltet in migrationsrechtlicher Hinsicht bereits ein erhebliches Verschulden, liegt es doch weit �ber der Grenze von einem Jahr, welche f�r die M�glichkeit des Widerrufs massgeblich ist (vgl. E. 5.1).
�Davon ausgehend sind die �brigen Umst�nde zu w�rdigen, welche mit der deliktischen T�tigkeit des Beschwerdef�hrers zusammenh�ngen und welche das �ffentliche Interesse an einer Wegweisung erh�hen oder relativieren k�nnen.
6.4.�Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts und des EGMR wird im Zusammenhang mit Bet�ubungsmitteldelikten, welche nicht der Sucht des T�ters oder der T�terin entspringen, eine strenge Praxis verfolgt. Danach �berwiegt bei Bet�ubungsmitteldelikten von einer gewissen Schwere regelm�ssig das �ffentliche Interesse an einer Beendigung des Aufenthalts (BGE 139 I 145 E. 2.5 S. 149 f. mit Hinweisen auf die Rechtsprechung des EGMR; vgl. auch BGE 131 II 352 E. 4.3.1 S. 360; 129 II 215 E. 7 S. 221 ff.; 125 II 521 E. 4a/aa S. 527). In diesem Zusammenhang ist zu bemerken, dass der "Drogenhandel" zu den Anlasstaten geh�rt, die gem�ss Art. 121 Abs. 3 lit. a BV zum Verlust aller Rechtsanspr�che auf Aufenthalt in der Schweiz f�hren sollen. Diese Bestimmung ist zwar gem�ss bundesgerichtlicher Rechtsprechung nicht unmittelbar anwendbar (BGE 139 I 16 E. 4.3.2 S. 26), doch ist den darin enthaltenen verfassungsrechtlichen Wertungen bei der Auslegung des Gesetzes insoweit Rechnung zu tragen, als dies zu keinem Widerspruch zu �bergeordnetem Recht f�hrt (zur "praktischen Konkordanz" bei der Anwendung dieser Norm vgl. BGE 139 I 31 E. 2.3.2 S. 34; 139 I 145 E. 2.5 S. 150).
�Durch die Inverkehrsetzung von 1'400 Gramm Kokain hat der Beschwerdef�hrer die Gesundheit vieler Menschen aufs Spiel gesetzt, was er, der bei der Tatbegehung 22 Jahre alt war, auch wissen musste. Zwar wirkt der Umstand, dass er die Tat als junger Erwachsener begangen hat, leicht verschuldensmindernd (im migrationsrechtlichen Sinn); zu seinen Ungunsten sprechen aber die Vorstrafen und Verwarnungen (vgl. Urteil des EGMR�
Trabelsi gegen Deutschland�vom 13. Oktober 2011 [Nr. 41548/06], �� 57 f.). Im �brigen hat die Vorinstanz zu Recht festgehalten, dass die Spende von Fr. 5'000.-- aus dem Gewinn des Kokainhandels zugunsten einer gemeinn�tzigen Institution am begangenen Unrecht nur wenig �ndert.
6.5.�Als weiteres Kriterium bei der Interessenabw�gung erachtet es das Bundesgericht als massgeblich, ob die Anlass zu fremdenpolizeilichen Massnahmen gebende Verurteilung das erste Straferkenntnis gegen die betroffene Person darstellt. Dies erscheint deswegen als bedeutsam, weil ein R�ckfallt�ter - anders als ein erstmals verurteilter Delinquent - durch sein Verhalten zum Ausdruck gebracht hat, dass er sich sogar durch die gegen ihn ausgesprochene Strafe nicht von weiteren kriminellen Handlungen abhalten l�sst (BGE 139 I 145 E. 3.8 S. 154).
�Die verfahrensausl�sende Verurteilung erfolgte nach zahlreichen Strafen und zwei Verwarnungen. Weder die Bussen, welche der Beschwerdef�hrer bezahlen musste, noch die beiden Verwarnungen, noch die in Halbgefangenschaft verb�sste Gef�ngnisstrafe von 14 Tagen hielten ihn davon ab, das schwere Bet�ubungsmitteldelikt zu begehen, welches zum Widerruf der Niederlassungsbewilligung f�hrte. Wie aus dem Urteil des Obergerichts vom 17. Februar 2011 hervorgeht, ver�bte der Beschwerdef�hrer die Straftaten vorwiegend w�hrend laufender Probezeiten. Seine Unbelehrbarkeit ist offensichtlich: Nach der Verurteilung durch das Bezirksgericht Baden vom 11. Mai 2010 beging er erneut Verkehrsregelverletzungen, derentwegen er schon mehrmals verurteilt worden war, und noch am 21. Juni 2012 und am 5. Juli 2012, als ihm der Widerruf der Bewilligung bereits in Aussicht gestellt worden war, erschien er nicht zu den Vorladungen des Betreibungsamts, weshalb er am 29. November 2012 noch wegen Ungehorsams des Schuldners im Betreibungs- und Konkursverfahren zu einer Busse von Fr. 200.-- verurteilt wurde.
�Im Gegensatz zu dem, was der Beschwerdef�hrer vorbringt, kann bei den von ihm begangenen Straftaten nicht nur von Bagatelldelikten gesprochen werden: Er wurde immer wieder wegen grober Verkehrsregelverletzung verurteilt; zudem hat er einen Personenwagen zum Gebrauch entwendet. Ausschlaggebend ist hier aber die Anzahl und Frequenz der Delikte, welche eine nicht tolerable Geringsch�tzung der Rechtsordnung erkennen lassen.
6.6.�Der Beschwerdef�hrer macht geltend, seit der Begehung des Bet�ubungsmitteldelikts im April 2008 seien mehr als f�nfeinhalb Jahre verstrichen. Damit sei der Richtwert von f�nf Jahren erf�llt, um von einem verminderten �ffentlichen Interesse an der Wegweisung auszugehen. Dabei bezieht sich der Beschwerdef�hrer auf die Erw�gung der Vorinstanz, wonach als Richtwert ein Wohlverhalten von f�nf Jahren bestanden haben m�sse, um ein vermindertes �ffentliches Interesse an der Wegweisung anzunehmen. Nach Auffassung der Vorinstanz beginnt die "Frist" des Wohlverhaltens erst ab der letzten rechtskr�ftigen Verurteilung zu laufen. Bei einer Verurteilung durch das Bundesgericht sei ein allf�lliges Wohlverhalten bereits seit der kantonal letztinstanzlichen Verurteilung zu ber�cksichtigen. Diese sei im vorliegenden Fall am 27. Oktober 2011 erfolgt, weshalb nach Abzug der im Strafvollzug verbrachten Zeit ein Wohlverhalten von 14 Monaten zu ber�cksichtigen sei.
6.6.1.�Die Ausf�hrungen der Vorinstanz sind nicht zutreffend. Der Beschwerdef�hrer weist zu Recht darauf hin, dass gem�ss der Rechtsprechung des Bundesgerichts und des EGMR im Rahmen der Interessenabw�gung die Natur und die Schwere der begangenen Delikte sowie die seit der Tatbegehung verstrichene Zeit und das seitherige Verhalten der betreffenden Person zu ber�cksichtigen sind (BGE 139 I 145 E. 2.4; vgl. auch Urteil 2C_496/2013 vom 15. November 2013 E. 3.4). Auch aus der zugrunde liegenden Rechtsprechung des EGMR geht klar hervor, dass der Zeitpunkt der Tatbegehung massgeblich ist. Das entsprechende Kriterium lautet "le laps de temps qui s'est �coul� depuis l'infraction et la conduite du requ�rant durant cette p�riode" (Urteil des EGMR�
Trabelsi gegen Deutschland�vom 13. Oktober 2011 [Nr. 41548/06] � 55). Mit "Tatbegehung" sind jene Delikte gemeint, welche die ausl�nderrechtliche Massnahme ausgel�st haben. Sp�ter begangene Delikte werden als Verhalten gew�rdigt, welches die betroffene Person in der "seit der Tatbegehung verstrichenen Zeit" an den Tag gelegt hat. Beim Widerrufsgrund der l�ngerfristigen Freiheitsstrafe nach Art. 62 lit. b AuG ist f�r den Beginn des (allf�lligen) Wohlverhaltens jener Zeitpunkt massgeblich, in dem die verfahrensausl�senden Straftaten abgeschlossen waren. Das Abstellen darauf erlaubt es auch, ein Delikt in die Interessenabw�gung einzubeziehen, welches w�hrend des betreffenden Strafverfahrens begangen wurde (vgl. dazu Urteil 2C_496/2013 vom 15. November 2013 E. 3.4). Dies erscheint sachgerecht und es ist kein Grund ersichtlich, von dieser Rechtsprechung abzuweichen. Der Zeitpunkt der letzten rechtskr�ftigen Verurteilung durch das erst- oder zweitinstanzliche Strafgericht kann f�r die zeitliche Beurteilung des Wohlverhaltens auch deshalb nicht herangezogen werden, weil die beschuldigte Person keinen direkten Einfluss auf den Zeitpunkt der Verurteilung hat.
6.6.2.�Im �brigen hat es das Bundesgericht stets abgelehnt, zur Frage, nach welcher Zeitspanne ein Wohlverhalten bei der Verh�ltnism�ssigkeitspr�fung von Widerrufsentscheiden positiv ins Gewicht f�llt, einen festen Richtwert festzulegen oder zu best�tigen. Im Urteil 2C_486/2013 vom 4. November 2013 E. 4.2 hat es die Frage offen gelassen, ebenso im Urteil 2C_501/2013 vom 8. November 2013 E. 3.2. Im bereits zitierten Urteil 2C_496/2013 vom 15. November 2013 E. 3.4 erwog das Bundesgericht, es k�nne ohnehin nicht schematisch nach einer Dauer des Wohlverhaltens von f�nf Jahren davon ausgegangen werden, der Widerruf der Niederlassungsbewilligung sei unverh�ltnism�ssig. Das von der Vorinstanz zitierte Urteil 2C_817/2012 vom 19. Februar 2013 betraf eine andere Konstellation, welche entgegen den vorinstanzlichen Erw�gungen nicht mit dem hier zu beurteilenden Verhalten nach der Tatbegehung vergleichbar ist: In jenem Fall ging es um die Frage, nach welcher Dauer des Wohlverhaltens�
im Ausland�(nach erfolgter Wegweisung) eine Neubeurteilung des Fernhalteinteresses angezeigt ist. Anders als die Vorinstanz annimmt, hat das Bundesgericht auch dort keine Dauer von f�nf Jahren des Wohlverhaltens festgelegt, deren Erf�llung den Anspruch auf Familiennachzug wiederaufleben lassen w�rde. Es hat lediglich der Tatsache Rechnung getragen, dass der Gesuchsteller seinerzeit altrechtlich f�r drei Jahre aus der Schweiz ausgewiesen worden war. Gem�ss jenem Urteil ist f�r die Neubeurteilung des Fernhalteinteresses Voraussetzung, dass bereits Entfernungsmassnahmen ergriffen worden sind und Wirkung gezeigt haben: "Soweit die ausl�ndische Person, gegen welche die Entfernungsmassnahme ergriffen wurde, nach wie vor einen Rechtsanspruch auf die Erteilung der Bewilligung hat, kann eine Neubeurteilung angezeigt sein, wenn sie sich seit der Verurteilung bzw. Strafverb�ssung bew�hrt und sich f�r eine angemessene Dauer in ihrer Heimat klaglos verhalten hat, sodass eine Integration in die hiesigen Verh�ltnisse nunmehr absehbar und eine allf�llige R�ckfallgefahr vernachl�ssigbar erscheint. Die generalpr�ventiven �berlegungen verlieren an Bedeutung, soweit die Entfernungs- bzw. Fernhaltemassnahme gegen den Fehlbaren ergriffen, durchgesetzt und f�r eine der Schwere der Tat angemessene Zeitdauer aufrechterhalten wurde" (Urteil 2C_817/2012 vom 19. Februar 2013 E. 3.2.1). Diese Erw�gungen zeigen klar, dass die Bew�hrung im Ausland nicht auf die vorliegende Konstellation �bertragen werden kann.
�Es kommt hinzu, dass die seit der Tatbegehung verstrichene Zeit je nach Schwere der Straftat und des migrationsrechtlichen Verschuldens k�rzer sein kann oder l�nger sein muss, um das Interesse an der Beendigung des Aufenthalts zu relativieren. Dies ergibt sich aus dem Grundsatz, dass die Interessenabw�gung nach den Umst�nden des Einzelfalls vorzunehmen ist (BGE 135 I 153 E. 2.1 S. 155). Auch aus diesem Grund w�re das schematische Abstellen auf eine feste Dauer des Wohlverhaltens mit der Praxis des Bundesgerichts nicht vereinbar.
6.6.3.�Zwischen der Begehung der Tat und dem angefochtenen Urteil sind ca. f�nfeinhalb Jahre verstrichen, wovon der Beschwerdef�hrer einen Monat in Untersuchungshaft verbrachte. Die Zeit des Rechtsmittelverfahrens nach dem erstinstanzlichen Widerruf kann jedoch nicht vollumf�nglich ber�cksichtigt werden, da sie nur auf der aufschiebenden Wirkung des Rechtsmittels beruht und ebenfalls von Zuf�lligkeiten abh�ngt (Urteile 2C_496/2013 vom 15. November 2013 E. 3.4; 2C_578/2011 vom 1. Dezember 2011 E. 3.4.5). Deswegen wird das �ffentliche Interesse am Widerruf der Bewilligung nicht relativiert dadurch, dass sich der Beschwerdef�hrer seit der Begehung des Bet�ubungsmitteldelikts nur noch geringf�gige Delikte hat zuschulden kommen lassen.
�Schliesslich wurde dem Beschwerdef�hrer im Urteil des Obergerichts vom 27. Oktober 2011, best�tigt mit Urteil des Bundesgerichts 6B_798/2011 vom 30. M�rz 2012, eine schlechte Legalprognose ausgestellt. Praxisgem�ss muss im Fall von schwerer Straff�lligkeit, wozu Drogendelinquenz aus rein finanziellen Motiven geh�rt, auch ein geringes R�ckfallrisiko nicht hingenommen werden (BGE 139 I 31 E. 2.3.2 S. 34; 130 II 176 E. 4.2-4.4 S. 185 ff.; 125 II 521 E. 4a S. 527). Zudem d�rfen bei ausl�ndischen Personen, die sich - wie der Beschwerdef�hrer - nicht auf das FZA berufen k�nnen, generalpr�ventive Gesichtspunkte ber�cksichtigt werden (Urteil 2C_373/2014 vom 20. Mai 2014 E. 2.1.1).
6.7.�
Nach den vorstehenden Erw�gungen besteht aus sicherheitspolizeilichen Gr�nden ein erhebliches Interesse an der Beendigung des Aufenthalts.
7.1.�Der Beschwerdef�hrer reiste im Alter von zehn Jahren in die Schweiz ein und verbrachte somit einen grossen Teil seines Lebens hier. Die lange Aufenthaltsdauer von fast 18 Jahren spricht f�r ein erh�htes Interesse an einem Verbleib in der Schweiz. Immerhin hat der Beschwerdef�hrer seine ersten zehn Lebensjahre und damit einen grossen Teil der Kindheit in Kosovo verbracht, so dass durchaus Ankn�pfungspunkte zu seinem Herkunftsland bestehen.
7.2.�Dem Beschwerdef�hrer ist grunds�tzlich zugute zu halten, dass er sich bem�ht, am wirtschaftlichen Leben in der Schweiz teilzunehmen, indem er eine eigene Unternehmung gegr�ndet hat und sich im Strafvollzug kaufm�nnisch weiterbildet. Die (nach einer privaten Schuldensanierung verbliebene) Schuld von Fr. 100'000.-- bei der Sozialversicherung des Kantons Aargau und die Verurteilung zu einer Busse von Fr. 600.--, weil er eine ausl�ndische Person ohne Arbeitsbewilligung besch�ftigt hatte, lassen dennoch Zweifel an seiner beruflichen Integration aufkommen.
7.3.�Der Beschwerdef�hrer beruft sich auf die Ehe mit einer Schweizerin. Es trifft zwar zu, dass es der Ehefrau kaum zumutbar w�re, ihm in seine Heimat zu folgen. Dies bedeutet aber nicht, dass der Widerruf der Bewilligung zwingend unverh�ltnism�ssig ist: Rechtsprechungsgem�ss werden unter dem Aspekt des Ehe- und Familienlebens die Dauer der ehelichen Beziehung und weitere Gesichtspunkte ber�cksichtigt, welche R�ckschl�sse auf deren Intensit�t zulassen (Geburt und Alter allf�lliger Kinder, Kenntnis der Tatsache, dass die Beziehung wegen der Straftat unter Umst�nden nicht in der Schweiz wird gelebt werden k�nnen; vgl. BGE 135 II 377 E. 4.3 S. 381).
�Die Ehe wurde erst nach dem Widerruf der Niederlassungsbewilligung geschlossen. Entgegen den Vorbringen des Beschwerdef�hrers musste die Ehefrau wissen, dass definitiv mit dem Entzug der Niederlassungsbewilligung zu rechnen war und folglich die Gefahr bestand, dass die Ehe nicht in der Schweiz w�rde gelebt werden k�nnen. Bereits am 24. April 2012 hatte das Amt f�r Migration und Integration dem Beschwerdef�hrer den Widerruf der Niederlassungsbewilligung in Aussicht gestellt und ihm diesbez�glich das rechtliche Geh�r gew�hrt. Der Beschwerdef�hrer �ussert sich nicht dazu, wann er seine Frau kennengelernt hat, macht aber jedenfalls nicht geltend, das Ehevorbereitungsverfahren sei bereits vor der Einleitung des Widerrufsverfahrens am 24. April 2012 angehoben worden. Wenn es der Beschwerdef�hrer unterliess, seine Braut �ber die bevorstehenden bzw. drohenden migrationsrechtlichen Massnahmen zu informieren, kann er jetzt daraus keinen Vorteil ziehen. Im Zeitpunkt des Eheschlusses am 14. Dezember 2012 musste die Ehefrau um die drohende Wegweisung im Bild sein. Dies ergibt sich auch daraus, dass sie um den bevorstehenden Strafvollzug wusste, was der Beschwerdef�hrer nicht abstreitet.
�Auch die Berufung auf die eheliche Beistandspflicht ist unbehelflich und es ist nicht willk�rlich, wenn die Vorinstanz hinsichtlich der (bei einer Wegweisung dahinfallenden) finanziellen Unterst�tzung der Ehefrau durch den Beschwerdef�hrer auf andere Unterst�tzungsm�glichkeiten hingewiesen hat. Die Ehe des Beschwerdef�hrers hatte im Zeitpunkt des angefochtenen Urteils weniger als ein Jahr gedauert und war kinderlos. Der Kontakt zwischen den Eheleuten kann von Kosovo aus ohne gr�ssere Schwierigkeiten mit gelegentlichen Besuchen und den heute zur Verf�gung stehenden Kommunikationsmitteln aufrecht erhalten werden.
7.4.�Zusammenfassend verm�gen die privaten Interessen des Beschwerdef�hrers das erhebliche �ffentliche Interesse an seiner Wegweisung nicht aufzuwiegen. Der Widerruf der Niederlassungsbewilligung erweist sich damit als verh�ltnism�ssig.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde als unbegr�ndet abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
8.1.�Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der unterliegende Beschwerdef�hrer gem�ss Art. 66 Abs. 1 BGG grunds�tzlich kostenpflichtig; er hat indessen um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege ersucht. Gem�ss Art. 64 Abs. 1 BGG befreit das Bundesgericht eine Partei, die nicht �ber die erforderlichen Mittel verf�gt, auf Antrag von der Bezahlung der Gerichtskosten und von der Sicherstellung der Parteientsch�digung, sofern ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint. Wenn es zur Wahrung ihrer Rechte notwendig ist, bestellt das Bundesgericht der Partei einen Anwalt oder eine Anw�ltin (Art. 64 Abs. 2 erster Satz BGG). Praxisgem�ss sind Prozessbegehren als aussichtslos anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten betr�chtlich geringer sind als die Verlustgefahren und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden k�nnen; eine Partei soll einen Prozess, den sie auf eigene Rechnung und Gefahr nicht f�hren w�rde, nicht deshalb anstrengen k�nnen, weil er sie nichts kostet (BGE 138 III 217 E. 2.2.4; 129 I 129 E. 2.3.1 S. 135 mit Hinweisen).
�In Anbetracht der Sach- und Rechtslage waren dem Rechtsmittel keine realistischen Erfolgsaussichten beschieden: Der Beschwerdef�hrer war zu einer Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt worden; im Zeitpunkt des angefochtenen Urteils war er seit einem knappen Jahr verheiratet, und er ist kinderlos. Bei dieser Ausgangslage war abzusehen, dass die Interessenabw�gung zuungunsten des Beschwerdef�hrers ausfallen w�rde, was dieser, anwaltlich vertreten, auch wissen musste. Die Beschwerde erweist sich damit als aussichtslos. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist abzuweisen und die (umst�ndehalber reduzierten) Gerichtskosten sind dem Beschwerdef�hrer aufzuerlegen.
8.2.�Ausgangsgem�ss ist keine Parteientsch�digung zuzusprechen (Art. 68 BGG).
Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Verwaltungsgericht des Kantons Aargau, 2. Kammer, und dem Bundesamt f�r Migration schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 82
 Art. 86
 Art. 90
 Art. 42
 Art. 100
 Art. 89
 Art. 95
 Art. 96
 BGE 
 Art. 95
 Art. 97
 BGE 
 Art. 63
 Art. 62
 Art. 62
 BGE 
 Art. 63
 Art. 63
 Art. 62
 Art. 96
 BGE 
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 19
 Art. 19
 EGMR 
 BGE 
 Art. 121
 BGE 
 EGMR 
 EGMR 
 Art. 62
 BGE 
 Art. 66
 Art. 64