Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=18.06.1975&Aktenzeichen=I%20R%2024/73
Timestamp: 2020-01-19 16:02:51+00:00

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BFH, 18.06.1975 - I R 24/73 - dejure.org
BFH, 18.06.1975 - I R 24/73
https://dejure.org/1975,211
BFH, 18.06.1975 - I R 24/73 (https://dejure.org/1975,211)
BFH, Entscheidung vom 18.06.1975 - I R 24/73 (https://dejure.org/1975,211)
BFH, Entscheidung vom 18. Juni 1975 - I R 24/73 (https://dejure.org/1975,211)
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Redaktionskosten - Herstellung von Druckvorlagen - Zeitschrift - Unfertiges Erzeugnis - Immaterielles Wirtschaftsgut - Bilanz - Aktivierung
EStG § 6 Abs. Nr. 2
BFHE 116, 474
DB 1975, 2065
BStBl II 1975, 809
afp 1975, 929
Er muss als Einzelheit ins Gewicht fallen (vgl. BFH-Urteil vom 18. Juni 1975 I R 24/73, BFHE 116, 474, BStBl II 1975, 809).
HGB die Wirtschaftsguteigenschaft voraus (vgl. BFH-Urteile in BFHE 116, 474, BStBl II 1975, 809; vom 13. September 1989 II R 1/87, BFHE 158, 446, BStBl II 1990, 47, unter 2.c;… Hick, NWB Praxishandbuch Bilanzsteuerrecht, 2. Aufl., Rz 4235; Wehner, Betriebs-Berater --BB-- 1984, 1133; vgl. Döllerer, BB 1974, 1541; vgl. Frotscher, § 5 EStG, Freiburg 2011, Rz 221c;… vgl. Hüttemann/Meyer in Großkommentar HGB, 5. Aufl., § 266 Rz 34).
Es entspricht der ständigen Rechtsprechung des BFH, dass Vermögensgegenstand bzw. Wirtschaftsgut jeder greifbare betriebliche Vorteil ist, für den der Erwerber eines Betriebs etwas aufwenden würde (vgl. u.a. BFH-Urteile vom 26. Februar 1975 I R 72/73, BFHE 115, 243, BStBl II 1976, 13; vom 18. Juni 1975 I R 24/73, BFHE 116, 474, BStBl II 1975, 809;… Beschluss des Großen Senats des BFH vom 7. August 2000 GrS 2/99, BFHE 192, 339, BStBl II 2000, 632, unter C.II. und die weiteren Rechtsprechungsnachweise bei Korn, a.a.O., § 4 Rz. 245 bis 254;… Schmidt/Weber-Grellet, a.a.O., § 5 Rz. 93 bis 96;… zum Verhältnis der Begriffe "Vermögensgegenstand" und "Wirtschaftsgut" näher Gschwendtner, Mietereinbauten als Vermögensgegenstand und Wirtschaftsgut im Sinne des Handels- und Steuerbilanzrechts, in Handels- und Steuerbilanzen, Festschrift zum 70. Geburtstag von Heinrich Beisse, 1997, S. 215, 222 f.); das ist bei teilfertigen Bauten und bei der gebotenen typisierenden Betrachtungsweise der Fall.
Bei den Aufwendungen handelt es sich um bloße Vorbereitungskosten für die erfolgreiche Handelsvertreterleistung und nicht um ein aktivierungsfähiges Wirtschaftsgut (…Frotscher in Frotscher, Einkommensteuergesetz, § 5 Rz. 222;… ähnlich: Schulz in Herrmann/ Heuer/ Raupach, Einkommensteuergesetz, Körperschaftsteuergesetz, § 5 Rz. 1490: bloße Gewinnaussichten; vgl. auch BFH-Urteil vom 18. Juni 1975 I R 24/13, BStBl II 1975, 809: Redaktionskosten sind mangels Wirtschaftsguteigenschaft keine "unfertigen Erzeugnisse"; bestätigt in BFH-Urteil vom 2. Juni 1978 III R 8/75, BStBl II 1979, 235).
BFH, 02.06.1978 - III R 8/75
Druckvorlage - Herstellung von Zeitschriften - Immaterielle Wirtschaftsgüter - …
Druckvorlagen, die der Herstellung von Zeitschriften dienen, sind weder unter dem Gesichtspunkt der Herstellungskosten noch als immaterielle Wirtschaftsgüter in die Vermögensaufstellung aufzunehmen (im Anschluß an BFH-Entscheidung vom 18. Juni 1975 I R 24/73, BFHE 116, 474, BStBl II 1975, 809).
In der Körperschaftsteuersache hat der I. Senat des Bundesfinanzhofs (BFH) durch Urteil vom 18. Juni 1975 I R 24/73 (BFHE 116, 474, BStBl II 1975, 809) entschieden.
Das FA hält das Urteil des I. Senats I R 24/73 für unrichtig.
Der I. Senat hat in seinem Urteil I R 24/73 bereits ihre Eigenschaft als Wirtschaftsgut verneint, weil sie im Falle einer Veräußerung des Verlags keine greifbaren Werte seien und bei der Bemessung des Kaufpreises als Einzelheit nicht ins Gewicht fielen.
Dies ist der Fall, wenn ein fremder Dritter bei Fortführung des Unternehmens diesen Gegenstand im Rahmen der Kaufpreisbemessung berücksichtigen würde (BFH-Urteil vom 18. Juni 1975 I R 24/73, BFHE 116, 474, BStBl II 1975, 809).
BFH, 10.08.1989 - X R 176/87
Güterfernverkehrsgenehmigungen sind selbständig bewertbare immaterielle …
Der II. Senat des BFH führt in seinem Urteil in BFHE 155, 132, BStBl II 1989, 82 unter Bezugnahme auf das zum Ertragsteuerrecht ergangene BFH-Urteil vom 18. Juni 1975 I R 24/73 (BFHE 116, 474, 478, BStBl II 1975, 809) aus, daß ein immaterieller Wert nur dann ein konkretes immaterielles Wirtschaftsgut ist, "wenn er als werthaltige greifbare Einzelheit gegenüber dem Geschäftswert abgegrenzt werden kann".
Gegen eine Aktivierung der Anwartschaft sprechen auch nicht die von der Klägerin angeführten BFH-Urteile vom 26. Februar 1975 I R 72/73 (BFHE 115, 243, BStBl II 1976, 13), vom 18. Juni 1975 I R 24/73 (BFHE 116, 474, BStBl II 1975, 809) und vom 23. November 1978 IV R 20/75 (BFHE 126, 448, BStBl II 1979, 143); denn diese Urteile betreffen nicht den Gewinnausweis im Rahmen eines gegenseitigen Vertrages, sondern die Frage, ob ein Wirtschaftsgut infolge einer Anschaffung zu aktivieren ist.
BFH, 28.10.1987 - II R 224/82
Immaterielle Wirtschaftsgüter - Leseringe - Belieferungsrechte - Geworbene …
In den von dem FA zitierten entschiedenen Fällen der Annahme eines immateriellen Wirtschaftsguts aufgrund Anerkennung durch die Verkehrsanschauung sind dagegen tatsächliche (Tonträger) oder rechtliche (Verlagsrecht, Brennrecht) Verhältnisse gegeben, die gegenüber dem Geschäftswert ungeachtet des Abschlusses eines gegenseitigen Vertrages eine "greifbare Einzelheit" darstellen (vgl. BFH-Urteil vom 18. Juni 1975 I R 24/73, BFHE 116, 474, 478, BStBl II 1975, 809).
Voraussetzung für die Annahme eines immateriellen Wirtschaftsguts ist somit, daß ein immaterieller Wert als "Einzelheit" gegenüber dem Geschäftswert in Erscheinung tritt (vgl. BFHE 116, 474, 478, BStBl II 1975, 809) und daß die Verkehrsanschauung die Bewertungsfähigkeit dieses als Einzelheit in Erscheinung tretenden immateriellen Wertes anerkennt.
BFH, 28.05.1979 - I R 1/76
Keine Aktivierung von Leistungsschutzrechten, wenn ein Schallplattenhersteller …
Wesentlich für das Vorliegen von "unfertigen Erzeugnissen" ist, ob sich das Endprodukt in der Weise in seiner Entstehung befindet, daß das bis dahin hergestellte bereits teilweise mit dem Fertigprodukt identisch ist und sich ihm gegenüber lediglich als ein "Weniger" darstellt (vgl. dazu BFH-Urteil vom 18. Juni 1975 I R 24/73, BFHE 116, 474, BStBl II 1975, 809).
BFH, 22.01.1992 - I R 43/91
FG München, 11.12.2001 - 6 K 3656/98
Zur (phasengleichen) Aktivierung von Ansprüchen auf Genussrechtsvergütungen; …
FG Münster, 15.06.2011 - 6 K 5167/06
Behandlung eines unter dem Teilwert liegenden Ankaufpreises
BFH, 11.03.1976 - IV R 176/72
Planungskosten für ein Betrievbsgebäude als Teil der Herstellungskosten
BFH, 28.03.1990 - II R 30/89
Zur Schaffung eines immateriellen Wirtschaftsgutes durch Aufwendungen des …
BFH, 13.09.1989 - II R 1/87
Provisionszahlungen an Handelsvertreter für die Beschaffung von Aufträgen …
BFH, 31.03.1976 - I R 85/74
Erwerb von Anteilen an Kapitalgesellschaft - Kaufmann - Ausschaltung eines …
BFH, 25.03.1992 - II B 12/91
Grundsätzliche Bedeutung der Frage der Abgrenzung immaterieller Werte vom …
BFH, 10.08.1989 - X R 177/87
Immaterielle Wirtschaftsgüter - Selbständige Bewertung - …
BFH, 01.10.1975 - I R 207/73
Aufwendungen einer Zuckerrübenfabrik - Zuckergewinnung - Trocknen von …
FG Berlin-Brandenburg, 14.08.2012 - 13 K 13012/09
Gewährung von Investitionszulage für digitale Druckvorlagen

References: § 6
 § 5
 § 266
 § 4
 § 5
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