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Timestamp: 2020-07-09 21:18:51+00:00

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Bundesgerichtshof, Beschluss vom 16. August 2012, Az.: I ZR 199/11
Nach Einführung der Zulassungsrevision durch die ZPO-Reform ist die Sprungrevision von einer Zulassung durch das Revisionsgericht abhängig, die an dieselben Zulassungskriterien wie die Revision anknüpft (BT-Drucks. 14/4722, S. 109). Im Antrag auf Zulassung der Sprungrevision müssen daher gemäß § 566 Abs. 2 Satz 3 ZPO die Voraussetzungen für die Zulassung der Sprungrevision nach § 566 Abs. 4 Satz 1 ZPO - in gleicher Weise wie in der Begründung der Nichtzulassungsbeschwerde gemäß § 544 Abs. 2 Satz 3 ZPO die Zulassungsgründe nach § 543 Abs. 2 ZPO - dargelegt werden (vgl. BGH, Beschluss vom 16. Oktober 2009 - IX ZR 46/08, WM 2008, 2225 Rn. 4; Zöller/Heßler, ZPO, 29. Aufl., § 566 Rn. 5; Musielak/Ball, ZPO, 8. Aufl., § 566 Rn. 6).
III. Die Beklagte macht vergeblich geltend, eine Zulassung der Sprungrevision sei allein schon deshalb geboten, weil sie in der Zulassungsschrift abschließend unter Ziffer IV ausdrücklich die Verletzung der Art. 5 Abs. 1 Satz 2, Art. 12 Abs. 1 GG gerügt habe. Es widerspräche den Intentionen des § 566 Abs. 2 und 4 ZPO, wenn die Zulässigkeit des Antrags auf Zulassung der Sprungrevision allein deshalb verneint würde, weil unter Ziffer IV der abschließende Satz fehle "Die vorstehenden Ausführungen gebieten gemäß § 566 Abs. 4 Nr. 2 ZPO die Zulassung der Sprungrevision zur Sicherung einheitlicher Rechtsprechung"; dies verstehe sich nach den Ausführungen in der Zulassungsschrift von selbst. Im Falle einer Nichtzulassungsbeschwerdebegründung wäre ein solcher Satz ausreichend, da ausdrücklich die Verletzung der Art. 5 Abs. 1 Satz 2, 12 Abs. 1 GG gerügt werde und Grundrechtsverstöße nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs eo ipso die Zulassung der Revision geböten.
§ 50 UrhG muss über den Wortlaut hinaus auch nach Sinn und Zweck der gewollten Privilegierung interpretiert werden. Damit streitet zu Gunsten der von der Beklagten vertretenen Auffassung insbesondere Art. 5 Abs. 1 Satz 2 GG 6
(Berufsausübung) sowie Art. 12 Abs. 1 GG. Die durch Zufall erfolgte Zuschaltung des masturbierenden Mannes soll, wie die Eingangspassage des vorstehend zitierten Textes zeigt, auf die Folgen globaler Vernetzung hinweisen. Diese Intention wird durch Art. 5 Abs. 1 Satz 2 GG geschützt.
LG Berlin, Entscheidung vom 27.09.2011 - 16 O 474/10 - 9
Beschluss v. 16.08.2012
Az: I ZR 199/11
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09.07.2020 - 23:18 Uhr
LG Dortmund, Urteil vom 15. Januar 2016, Az.: 3 O 610/15 - BPatG, Beschluss vom 5. März 2009, Az.: 30 W (pat) 81/06 - OLG Hamm, Beschluss vom 16. Mai 2011, Az.: I-8 AktG 1/11 - OLG Köln, Urteil vom 22. November 2005, Az.: 9 U 210/04 - BPatG, Beschluss vom 28. Mai 2003, Az.: 9 W (pat) 19/03 - BPatG, Beschluss vom 25. Juli 2011, Az.: 28 W (pat) 501/11 - BPatG, Beschluss vom 5. Februar 2009, Az.: 30 W (pat) 176/06 - LAG Düsseldorf, Beschluss vom 21. November 2007, Az.: 12 Sa 1311/07 - OLG Düsseldorf, Urteil vom 28. März 2003, Az.: 16 U 79/02 - OLG Hamm, Urteil vom 18. Dezember 2012, Az.: 4 U 73/12

References: § 566
 § 566
 § 544
 § 543
 § 566
 § 566
 Art. 5
 Art. 12
 § 566
 § 566
 Art. 5

§ 50
 Art. 5
 Art. 12
 Art. 5