Source: http://www.abrechnung-dental.de/goz/5120-provisorischer-brueckenanker-direktes-verfahren-mit-abformung
Timestamp: 2020-08-04 19:41:08+00:00

Document:
(1) 13,50 € (2.3) 31,05 € (3.5) 47,24 €
okklusale Anpassung
Eingliederung des provisorischen Brückenankers
temporäre Wiederbefestigung einer alio loco hergestellten definitiven Brücke (z. B. im Not- oder Vertretungsdienst) als Analogposition
Diese Art der provisorischen Versorgung ist auch als „Sofortprovisorium“ bekannt und wird in der Regel mithilfe einer zuvor durchgeführten Abformung oder einer vorbereiteten Tiefziehfolie (Formteil) hergestellt. Sie dient dem Schutz eines beschliffenen Zahnes und der temporären Sicherung der Kaufunktion. Die Einschränkung der Abrechnungsbestimmung im Hinblick auf die eingeschlossene Entfernung des Provisoriums trifft nicht zu, wenn die provisorische Brücke definitiv befestigt werden musste. In diesem Fall ist die Entfernung der Brücke gesondert berechnungsfähig, da sie dem Leistungsumfang der Nummer 2290 entspricht.
Die Anfertigung einer provisorischen Stiftkrone im Zusammenhang mit einer provisorischen Brücke ist in der Leistungsbeschreibung der GOZ nicht aufgeführt. Sie wird daher nach § 6 Abs. 1 berechnet. Provisorische Brückenanker in Form von Inlays oder Teilkronen sind nach dieser Nummer zu berechnen.
Die zahnärztlichen Maßnahmen bei dieser Gebührennummer umfassen die Abfor mung, Anprobe, okklusale Anpassung, ggf. notwendige Korrekturen und die Eingliederung. Treten zusätzliche zahntechnische Laborleistungen hinzu, sind diese nach § 9 berechnungsfähig.
Die Nr. 5120 ist je prov. Krone nur bei einer prov. Brücke zu berechnen.
Werden in bestimmten Fällen keine prov. Brückenglieder (bzw. Spannen) hergestellt, sind die prov. Kronen nicht nach Nr. 5120, sondern nach den Nrn. 2260 oder 2270 zu berechnen. Bei Kronen mit Ankern ist die prov. Krone nach 2270 (nicht 5120), ebenso Nr. 2270 bei Teleskopkronen, berechenbar.
Wenn die provisorische Brücke definitiv befestigt werden musste, ist die Entfernung des Provisoriums gesondert nach GOZ-Nr. 2290 berechnungsfähig.
Die Anfertigung eines provisorischen Brückenankers mit Stiftverankerung wird analog nach § 6 Abs. 1 berechnet.
Ein im indirekten Verfahren hergestelltes, laborgefertigtes Provisorium wird je Zahn oder Implantat nach Nummer 7080 berechnet, vorausgesetzt, die Tragezeit beträgt mehr als drei Monate.
Eine Leistung nach der Nr. 5120 GOZ ist mit Versicherten der GKV im Rahmen von andersartigem Zahnersatz vereinbarungsfähig.
Für zahntechnische Leistungen, die nicht mit der Vergütung für die Nrn. 5120 und 5140 GOZ abgegolten sind, besteht Anspruch auf Auslagenersatz nach § 9 GOZ (zum Beispiel Tiefziehschiene zur Schaffung einer Hohlform oder Form- bzw. Oberflächenveränderungen wegen funktioneller, prothetischer oder gnathologischer Veränderungen). Materialkosten (zum Beispiel Abformmaterial) sind nach § 4 Abs. 3 GOZ berechnungsfähig.
Die Neuanfertigung infolge von Verlust oder fehlender Möglichkeit der Wiederherstellung ist nach Nrn. 5120 bzw. 5140 GOZ vereinbarungsfähig.
Die Nr. 2197 GOZ ist je provisorischer Ankerkrone zusätzlich berechnungsfähig, wenn das Provisorium adhäsiv befestigt wird.
Provisorische Kronen, die nicht unmittelbar an eine Lücke angrenzen, sind nach der Nr. 2270 GOZ berechnungsfähig.
Die Versorgung eines Brückenankers mit einer provisorischen Stiftkrone ist nicht in der GOZ beschrieben; sie ist gem. § 6 Abs. 1 GOZ zu berechnen.

References: § 6
 § 9
 § 6
 § 9
 § 4
 § 6