Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=VerfGH%20Rheinland-Pfalz&Datum=16.03.2001&Aktenzeichen=VGH%20B%2014/00
Timestamp: 2019-06-16 18:14:25+00:00

Document:
VerfGH Rheinland-Pfalz, 16.03.2001 - VGH B 14/00 - dejure.org
https://dejure.org/2001,9321
VerfGH Rheinland-Pfalz, 16.03.2001 - VGH B 14/00 (https://dejure.org/2001,9321)
VerfGH Rheinland-Pfalz, Entscheidung vom 16.03.2001 - VGH B 14/00 (https://dejure.org/2001,9321)
VerfGH Rheinland-Pfalz, Entscheidung vom 16. März 2001 - VGH B 14/00 (https://dejure.org/2001,9321)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2001,9321) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Art 101 Abs 1 S 2 GG, Art 103 Abs 1 GG, Art 6 Abs 1 S 1 Verf RP, Art 6 Abs 2 Verf RP, § 546 Abs 1 S 2 Nr 1 ZPO
Fachgerichtliche Abweisung einer gegen eine einstweilige Anordnung auf Ehegattenunterhalt iSv ZPO § 620 Nr 6 gerichteten Vollstreckungsgegenklage unter nachträglicher Berücksichtigung des auf dem Versorgungsausgleich beruhenden Rentenbezugs verletzt nicht das rechtliche Gehör und den Anspruch auf den gesetzlichen Richter
AG Mayen - 8 F 252/99
OLG Koblenz, 23.10.2000 - 13 UF 200/00
NJW-RR 2001, 1218
DVBl 2001, 937 (Ls.)
Der Verfassungsgerichtshof ist danach befugt, die Durchführung des bundesrechtlich geregelten Verfahrens durch die Gerichte an den Grundrechten der Landesverfassung zu messen, soweit diese den gleichen Inhalt haben wie die entsprechenden Rechte des Grundgesetzes - GG - (vgl. VerfGH RP, Beschluss vom 16. März 2001 - VGH B 14/00 -, AS 29, 89 [91 f.]; Beschluss vom 11. Mai 2006 - VGH B 6/06 -, AS 33, 186 [188]; ferner BVerfGE 96, 345 [372]).
Ist dies der Fall, so liegt nämlich der Entscheidung in Wahrheit kein materielles Bundesrecht zugrunde, dessen Anwendung gemäß § 44 Abs. 2 Satz 1 VerfGHG der landesverfassungsgerichtlichen Kontrolle entzogen ist (vgl. VerfGH RP, Beschluss vom 16. März 2001 - VGH B 14/00 -, AS 29, 89 [91 f.]).
Ist dies der Fall, so liegt nämlich in Wahrheit kein materielles Bundesrecht zu Grunde, dessen Anwendung der landesverfassungsgerichtlichen Kontrolle entzogen ist (vgl. VerfGH RP, Beschluss vom 16. März 2001 - VGH B 14/00 -, AS 29, 89 [91 f.]).
Der Verfassungsgerichtshof greift nur dann korrigierend ein, wenn ein Gericht bei der Anwendung der maßgeblichen verfahrensrechtlichen Vorschriften die Bedeutung und Tragweite des Grundrechts verkennt oder willkürlich entscheidet (vgl. VerfGH RP, Beschluss vom 16. März 2001 - VGH B 14/00 -, AS 29, 89 [95 f.]).
wendung der landesverfassungsgerichtlichen Kontrolle entzogen ist (vgl. VerfGH RP, Beschluss vom 16. März 2001 - VGH B 14/00 -, AS 29, 89 [91 f.]; Beschluss vom 24. Oktober 2001 - VGH B 12/01 -, AS 29, 215 f.; Beschluss vom 13. Juli 2012 - VGH B 10/12 -, AS 41, 110 [113 f.]).
Eine Verletzung des Art. 6 Abs. 2 LV kann deshalb nur dann festgestellt werden, wenn im Einzelfall besondere Umstände deutlich machen, dass Vorbringen überhaupt nicht zur Kenntnis genommen oder doch bei der Entscheidung ersichtlich nicht erwogen worden ist (vgl. VerfGH RP, Beschluss vom 16. März 2001 - VGH B 14/00 -, AS 29, 89 [92 f.]; BVerfGE 47, 182 [187 f.]; 86, 133 [146]; 96, 205 [216 f.]).
Ein Beteiligter kann aufgrund von Art. 6 Abs. 2 LV nicht beanspruchen, dass das Gericht seiner Rechtsansicht folgt (vgl. VerfGH RP, Beschluss vom 16. März 2001 - VGH B 14/00 -, AS 29, 89 [92 f.]; BVerfGE 86, 133, [145 f.]; 96, 205, [216 f.]).
VerfGH Rheinland-Pfalz, 02.11.2006 - VGH B 27/06
Idar-Obersteiner Oberbürgermeisterwahl kann stattfinden
Aufgrund von Art. 6 Abs. 2 LV ergibt sich jedoch keine Pflicht der Gerichte, der von einer Partei vertretenen Rechtsansicht zu folgen (VerfGH RP, NJW-RR 2001, 1218 [1219]).
Der Verfassungsgerichtshof ist befugt, die Durchführung des bundesrechtlich geregelten Verfahrens durch die Gerichte an den Grundrechten der Verfassung für Rheinland-Pfalz - LV - zu messen, soweit diese den gleichen Inhalt wie die entsprechenden Rechte des Grundgesetzes - GG - haben (vgl. VerfGH RP, Beschluss vom 16. März 2001 - VGH B 14/00 -, AS 29, 89 [91 f.]; Beschluss vom 11. Mai 2006 - VGH B 6/06 -, AS 33, 186 [188]; Urteil vom 24. Februar 2014 - VGH B 26/13 -, AS 42, 157 [162]; ferner BVerfGE 96, 345 [372]).
Ist dies der Fall, so liegt nämlich der Entscheidung in Wahrheit kein materielles Bundesrecht zugrunde, dessen Anwendung gemäß § 44 Abs. 2 Satz 1 VerfGHG der landesverfassungsgerichtlichen Kontrolle entzogen ist (vgl. VerfGH RP, Beschluss vom 16. März 2001 - VGH B 14/00 -, AS 29, 89 [91 f.]; Urteil vom 24. Februar 2014 - VGH B 26/13 -, AS 42, 157 [163]; Beschluss vom 15. Juli 2015 - VGH B 19/15 -, AS 43, 412 [417]).
Ebenso kann ein Beteiligter aufgrund von Art. 6 Abs. 2 LV nicht beanspruchen, dass das Gericht seiner Rechtsansicht folgt (zum Ganzen VerfGH RP, Beschluss vom 16. März 2001 - VGH B 14/00 -, AS 29, 89 [92 f.]; Beschluss vom 4. Dezember 2001 - VGH B 15/01 -, AS 29, 224 [226]).
VerfGH Rheinland-Pfalz, 04.12.2001 - VGH B 15/01
Verletzung rechtlichen Gehörs durch Nichtberücksichtigung eines Beweisangebots im …
Dies macht sie jedoch nicht unzulässig, weil die Einschränkung der Antragsbefugnis durch die sogenannte Bundesrechtsklausel in § 44 Abs. 2 Satz 1 VerfGHG nicht für die Durchführung des gerichtlichen Verfahrens gilt (§ 44 Abs. 2 Satz 2 VerfGHG, vgl. VerfGH Rh-Pf, NJW-RR 2001, 1218 [1219]).
Denn es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Anhörung der Beschwerdeführerin das Gericht zu einer anderen, für sie günstigeren Entscheidung veranlasst hätte (vgl. hierzu: VerfGH Rh-Pf, NJW-RR 2001, 1218 [1219]).
Anhörungsrüge; Befangenheit; Befangenheitsantrag; Beschluss; Besetzung; …
Ebenso wenig kann ein Beteiligter aufgrund Art. 103 Abs. 1 GG oder Art. 6 Abs. 2 LV beanspruchen, dass ein Gericht seiner Rechtsansicht folgt (vgl. BVerfG, Beschluss vom 19. Mai 1992 - 1 BvR 986/91 -, BVerfGE 86, 133; VerfGH RP, Beschluss vom 16. März 2001 - VGH B 14/00 -, AS 29, 89 [92]).
OVG Rheinland-Pfalz, 15.05.2015 - 2 A 10037/15
Frist für die Meldung einer Erkrankung als Berufskrankheit; Anforderungen an eine …
Art. 103 Abs. 1 GG bzw. Art. 6 Abs. 2 LV verschaffen den am Prozess Beteiligten ein Recht, sich zu allen entscheidungserheblichen Tatsachen zweckentsprechend und erschöpfend erklären zu können und umfasst gleichzeitig die Pflicht des Gerichts, die Ausführungen der am Prozess Beteiligten zur Kenntnis zu nehmen und in Erwägung zu ziehen (vgl. BVerfG, Beschluss vom 8. November 1978 - 1 BvR 158/78 -, BVerfGE 50, 32 [35]; Beschluss vom 15. Januar 1980 - 2 BvR 920/79 -, BVerfGE 53, 109 [113]; VerfGH RP, Beschlüsse vom 16. März 2001 - VGH B 14/00 -, AS 29, 89 [92] …und vom 28. Februar 2003 - VGH B 27/02 -, Rn. 16, juris).

References: § 546
 § 620
 § 44
 Art. 6
 Art. 6
 Art. 6
 § 44
 Art. 6
 § 44
 Art. 103
 Art. 6

Art. 103
 Art. 6