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Timestamp: 2019-08-18 20:47:28+00:00

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BAG, 20.07.2004 - 9 AZR 570/03 - dejure.org
BAG, 20.07.2004 - 9 AZR 570/03
https://dejure.org/2004,2894
BAG, 20.07.2004 - 9 AZR 570/03 (https://dejure.org/2004,2894)
BAG, Entscheidung vom 20.07.2004 - 9 AZR 570/03 (https://dejure.org/2004,2894)
BAG, Entscheidung vom 20. Juli 2004 - 9 AZR 570/03 (https://dejure.org/2004,2894)
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Krankenhausarzt - leitender Arzt - Privatpraxis
Krankenhausarzt, leitender Arzt, Privatpraxis
Beteiligung an den Einnahmen aus einer privatärztlicher Ambulanz - Hemmung der Rechtskraft bezüglich des gesamten Urteils bei beschränkter Berufungseinlegung - Konkludenter Abschluss einer Arbeitsvereinbarung durch Arbeitsaufnahme und Entgegennahme - Genehmigung des Krankenhausträgers zur Ausübung einer ärztlichen Nebentätigkeit
Ansprüche nachgeordneter Krankenhausärzte gegen leitenden Arzt auf Beteiligung an Einnahmen aus privatärztlicher Liquidation
Zusammenfassung von "Vergütung im Krankenhaus durch Mitarbeiterbeteiligung" von RA Dr. Christopher von Harbou und RA Dr. Thomas Scharpf, original erschienen in: NZA 2008, 333 - 338.
ArbG Bad Hersfeld, 12.12.2001 - 2 Ca 6/01
LAG Hessen, 21.03.2003 - 12 Sa 319/02
NZA 2005, 952 (Ls.)
DB 2005, 1010
Der Berufungskläger kann das Rechtsmittel sogar nach Ablauf der Begründungsfrist bis zum Schluss der Berufungsverhandlung erweitern, soweit die fristgerecht vorgetragenen Berufungsgründe die Antragserweiterung decken (vgl. BAG 20. Juli 2004 - 9 AZR 570/03 - zu A I 1 der Gründe; vgl. auch BGH 28. September 2000 - IX ZR 6/99 - zu I 1 der Gründe mwN, BGHZ 145, 256; 30. April 1996 - VI ZR 55/95 - zu II 1 der Gründe, BGHZ 132, 341; 6. November 1986 - IX ZR 8/86 - zu 4 a bb der Gründe; 16. September 1985 - II ZR 47/85 - zu 2 der Gründe; 24. Oktober 1984 - VIII ZR 140/83 - zu I der Gründe; 8. Oktober 1982 - V ZB 9/82 - zu II 2 der Gründe) .
Allein aus dem Umstand, dass der Berufungsantrag hinter der Beschwer zurückbleibt, lässt sich kein teilweiser Rechtsmittelverzicht oder eine Rechtsmittelbegrenzung entnehmen (vgl. ua. BAG 20. Juli 2004 - 9 AZR 570/03 - zu A I 1 der Gründe; BGH 28. September 2000 - IX ZR 6/99 - zu I 1 der Gründe mwN, BGHZ 145, 256; 27. März 1985 - IVb ZB 20/85 - zu II der Gründe; 24. Oktober 1984 - VIII ZR 140/83 - zu I der Gründe; 27. Oktober 1983 - VII ZR 41/83 - zu 2 a der Gründe, BGHZ 88, 360) .
Für den Abschluss eines Arbeitsvertrags bedarf es der Darlegung korrespondierender d.h. sich deckender Willenserklärungen i.S.d. §§ 145 ff. BGB (…BAG 19.3.2008 - 5 AZR 435/07 - Rn. 10, NZA 2008, 760; 20.7.2004 - 9 AZR 570/03 - zu B IV 2 a der Gründe, AP BGB § 611 Ärzte-Gehaltsansprüche Nr. 65).
Dass dieser Antrag hinter der Beschwer zurückbleibt, ist ohne das Hinzutreten weiterer Umstände nicht als teilweiser Rechtsmittelverzicht zu beurteilen (BAG Urteil vom 20. Juli 2004, Az: 9 AZR 570/03, AP Nr. 65 zu § 611 BGB Ärzte-Gehaltsansprüche; BGH Urteil vom 28. September 2000, Az: IX ZR 6/99, BGHZ 145, 256-265; BAG Urteil vom 20. Juli 2004, Az: 9 AZR 570/03, AP Nr. 65 zu § 611 BGB Ärzte-Gehaltsansprüche; Hessisches LAG, Urteil vom 21. November 2007, Az: 8 Sa 1914/06, zitiert nach juris).
Der Berufungskläger kann daher das Rechtsmittel auch nach Ablauf der Begründungsfrist bis zum Schluss der Berufungsverhandlung erweitern, soweit die fristgerecht vorgetragenen Berufungsgründe die Antragserweiterung decken (BAG Urteil vom 20. Juli 2004, Az: 9 AZR 570/03, AP Nr. 65 zu § 611 BGB Ärzte-Gehaltsansprüche; BGH Urteil vom 28. September 2000, Az: IX ZR 6/99, BGHZ 145, 256-265; Hessisches LAG, Urteil vom 21. November 2007, Az: 8 Sa 1914/06, zitiert nach juris).
§ 612 I BGB greift ein, wenn der Dienstleistende seine Dienste dem Dienstempfänger mit dessen Wissen und Wollen erbringt und keine Abrede besteht, wie diese Dienstleistung zu bezahlen ist (vgl. BAG vom 20.7.2004, 9 AZR 570/03).
Dabei gilt § 612 BGB sowohl bei einer Mehrarbeit gegenüber dem Vertragsarbeitgeber als auch bei Sonderleistungen gegenüber Dritten, die nur im Zusammenhang mit dem Arbeitsverhältnis erbracht werden (vgl. BAG vom 20.7.2004, a. a. O.: Ansprüche des bei einem Krankenhaus angestellten Arzt gegenüber seinem Chefarzt wegen der Leistung ärztlicher Dienste;… vgl. auch Schaub, Arbeitsrechtshandbuch, 16. Aufl., § 67 Rn. 23: Ansprüche des Arbeitnehmers gegen ein Tochterunternehmen seines Vertragsarbeitgebers wegen der Übernahme der Geschäftsführung).
Stets ist zu klären, ob im vorliegenden Fall eine Vergütungserwartung besteht oder nicht (vgl. für den Fall einer nicht gegenüber dem Vertragsarbeitgeber erbrachten Sonderleistung: BAG 20.7.2004, a. a. O., juris Rn. 38).
ArbG Düsseldorf, 26.01.2010 - 7 Ca 7397/09
Mitarbeiterbeteiligung, Chefarzt, Berufsordnung, Vertrag zugunsten Dritter
Der Sachverhalt unterscheidet sich insoweit von dem, der der Entscheidung des BAG vom 20.07.2004 (Aktenzeichen 9 AZR 570/03) zu Grunde lag.
Die Berufsordnung begründet als Standesrecht keine zivilrechtlich durchsetzbaren Zahlungsansprüche (vgl. BAG 20.07.2004 - 9 AZR 570/03; v. Harbou/Scharpf NZ 2008, 333/335).
Nach der Auffassung des BAG (vom 20.07.2004 - 9 AZR 570/03) kommt ein Anspruch nach § 612 BGB in Betracht, wenn die ärztliche Tätigkeit nicht zu den Dienstaufgaben gehörte und sie den Umständen nach gegen eine Vergütung zu erwarten ist.
Das ist aber bei den vom Kläger geltend gemachten Zeitraum angefallenen Rufbereitschaften von in der Regel fünfmal pro Monat nicht der Fall (vgl. auch BAG vom 20.07.2004, 9 AZR 570/03, EzA § 611 BGB 2002 Krankenhausarzt Nr. 2 Rn. 35 ff.).
LAG Köln, 12.05.2009 - 4 Ta 111/09
Soweit die Beklagte zu 2. auf die Urteile des Landesarbeitsgerichts Hamm vom 17.02.2000 - 17 Sa 1772/99 - und des Bundesarbeitsgerichts vom 20.07.2004 - 9 AZR 570/03 - hingewiesen hat, so hat das Landesarbeitsgericht Hamm (…in Rn. 299) ausdrücklich seine sachliche Zuständigkeit bejaht.
LAG Sachsen, 27.08.2010 - 2 Sa 635/09
Unbegründete Stufenklage zur krankenhausrechtlichen Mitarbeiterbeteiligung an …
Offen bleiben kann demnach, ob landesgesetzliche Regelungen überhaupt einen unmittelbaren Rechtsanspruch der Mitarbeiter auf Beteiligung begründen (ablehnend etwa v. Harbou/Scharpf Vergütung im Krankenhaus durch Mitarbeiterbeteiligung NZA 2008, 333, 335 unter Bezugnahme auf BAG vom 20.07.2004 - 9 AZR 570/03 - Juris; so bereits übrigens BAG vom 03.08.1983 - 5 AZR 306/81 - Juris).
LAG Köln, 24.01.2014 - 4 Sa 529/13
Urlaubsabgeltung für Resturlaubstage
Es sei nur darauf hingewiesen, dass im vorliegenden Zusammenhang dieses nach Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts voraussetzt, dass der Vertrag zwischen dem Chefarzt und dem Krankenhaus mehr als nur Rahmenregelungen über die Mitarbeiterbeteiligung enthält (vgl. dazu z. B. BAG 20.07.2004 - 9 AZR 570/03 - Rn. 22;… 14.01.1981 - 5 AZR 853/78 - Rn. 28).
ArbG Essen, 07.04.2011 - 3 Ca 174/11
Anspruch eines nachgeordneten Arztes gegen einen Chefarzt eines Krankenhauses auf …
Der Anspruch rechtfertigt sich aus der vom leitenden Arzt eingegangenen Verpflichtung (BAG 20.Juli 2004 - 9 AZR 570/03 - EzA § 611 BGB 202 Krankenhausarzt Nr. 2).

References: BGH 
 BGH 
 § 611
 § 611
 BGH 
 § 611
 § 611
 BGH 

§ 612
 § 612
 § 67
 § 612
 § 611
 § 611