Source: http://www.freistaat.bayern/dokumente/leistung/406312639446?plz=87719&behoerde=18664436481&gemeinde=667746270679
Timestamp: 2018-10-23 20:47:58+00:00

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Sie sind hier: Pflegebedürftigkeit, Leistungen bei
Pflegebedürftig sind Personen, die gesundheitlich bedingte Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten aufweisen und deshalb der Hilfe durch andere bedürfen. Es muss sich um Personen handeln, die körperliche, kognitive oder psychische Beeinträchtigungen oder gesundheitlich bedingte Belastungen oder Anforderungen nicht selbstständig kompensieren oder bewältigen können. Die Pflegebedürftigkeit muss auf Dauer voraussichtlich für mindestens 6 Monate bestehen.
Verhaltensweisen und psychische Problemlagen: motorisch geprägte Verhaltensauffälligkeiten, nächtliche Unruhe, selbstschädigendes und autoaggressives Verhalten, Beschädigen von Gegenständen, physisch agressives Verhalten gegenüber anderen Personen, verbale Aggression, andere pflegerelevante vokale Auffälligkeiten, Abwehr pflegerischer und anderer unterstützender Maßnahmen, Wahnvorstellungen, Ängste, Antriebslosigkeit bei depressiver Stimmungslage, sozial inadäquate Verhaltensweisen, sonstige, pflegerelevante inadäquate Handlungen;
Verhinderungspflege: Bei Verhinderung der häuslichen Pflegeperson übernimmt die Pflegekasse für Pflegebedürftige des Pflegegrades 2 bis 5 einmal pro Kalenderjahr für höchstens 6 Wochen die Kosten für eine Ersatzpflegekraft bis zu 1.612 €, wenn eine nicht erwerbsmäßig tätige Pflegeperson die Ersatzpflege übernimmt, die mit dem Pflegebedürftigen nicht bis zum zweiten Grad verwandt oder verschwägert ist und nicht mit ihm in häuslicher Gemeinschaft lebt. Bei einer Ersatzpflege durch Pflegepersonen, die mit dem Pflegebedürftigen bis zum zweiten Grad verwandt oder verschwägert sind oder mit ihm in häuslicher Gemeinschaft leben, dürfen die Aufwendungen der Pflegekasse für die Verhinderungspflege regekmäßig den Betrag des Pflegegeldes des festgestellten Pflegegrades für bis zu 6 Wochen nicht überschreiten. Nur wenn nachgewiesen wird, dass der Ersatzpflegeperson im Zusammenhang mit der Pflege tatsächlich Kosten (z. B. Verdienstausfall oder Fahrtkosten) entstanden sind, oder die Ersatzpflege des Familien- oder Haushaltsangehörigen im konkreten Einzelfall der Erzielung von Erwerbseinkommen dient, ist eine Erhöhung des Leistungsbetrages für die Verhinderungspflege auf bis zu 1.612 € möglich. Bei Inanspruchnahme der Verhinderungspflege wird die Hälfte des bisher bezogenen Pflegegeldes fortgewährt. Zusätzlich können noch nicht in Anspruch genommene Mittel der Kurzzeitpflege in Höhe von bis zu 806 € für Verhinderungspflege verwendet werden. Der für die Verhinderungspflege zur Verfügung stehende Leistungsbetrag kann so auf insgesamt bis zu 2.418 € pro Kalenderjahr erhöht werden. Der für die Verhinderungspflege in Anspruch genommene Erhöhungsbetrag wird dann auf den Leistungsbetrag der Kurzzeitpflege angerechnet.
Tages- und Nachtpflege: Darunter versteht man die zeitweise teilstationäre Betreuung im Tagesverlauf in einer Pflegeeinrichtung.
Die Pflegekasse übernimmt die pflegebedingten Aufwendungen der teilstationären Pflege einschließlich der Aufwendungen für Betreuung und die Aufwendungen für die in der Einrichtung notwendigen Leistungen der medizinischen Behandlungspflege pro Kalendermonat bis zu einem Gesamtwert von
Angebote zur Unterstützung im Alltag tragen dazu bei, Pflegepersonen zu entlasten, und helfen Pflegebedürftigen, möglichst lange in ihrere häuslichen Umgebung zu bleiben, soziale Kontakte aufrechtzuerhalten und ihren Alltag weiterhin möglichst selbstständig bewältigen zu können. Angebote zur Unterstützung im Alltag sind:
Angebote, in denen insbesondere ehrenamtliche Helferinnen und Helfer unter pflegefachlicher Anleitung die Betreuung von Pflegebedürftigen mit allgemeinem oder mit besonderem Betreuungbedarf in Gruppen oder im häuslichen Bereich übernehmen (Betreuungsangebote),
Angebote, die der gezielten Entlastung und beratenden Unterstützung von pflegenden Angehörigen oder vergleichbar nahestehenden Pflegepersonen in ihrer Eigenschaft als Pflegende dienen (Angebote zur Entlastung von Pflegenden),
Angebote, die dazu dienen, die Pflegebedürftigen bei der Bewältigung von allgemeinen oder pflegebedingten Anforderungen des Alltags oder im Haushalt, insbesondere bei der Haushaltsführung oder bei der eigenverantwortlichen Organisation individuell benötigter Hilfeleistungen, zu unterstützen (Angebote zur Entlastung im Alltag).
Rechtsgrundlagen, bayernweit: § 36 Sozialgesetzbuch XI (SGB XI)
Rechtsgrundlagen, bayernweit: § 37 Sozialgesetzbuch XI (SGB XI)
Rechtsgrundlagen, bayernweit: § 38 Sozialgesetzbuch XI (SGB XI)
Rechtsgrundlagen, bayernweit: § 39 Sozialgesetzbuch XI (SGB XI)
Rechtsgrundlagen, bayernweit: § 40 Sozialgesetzbuch XI (SGB XI)
Rechtsgrundlagen, bayernweit: § 43 Sozialgesetzbuch XI (SGB XI)
Rechtsgrundlagen, bayernweit: § 43a Sozialgesetzbuch XI (SGB XI)
Rechtsgrundlagen, bayernweit: § 44 Sozialgesetzbuch XI (SGB XI)
Rechtsgrundlagen, bayernweit: § 44a Sozialgesetzbuch XI (SGB XI)
Rechtsgrundlagen, bayernweit: § 45 Sozialgesetzbuch XI (SGB XI)
Rechtsgrundlagen, bayernweit: § 45b Sozialgesetzbuch XI (SGB XI)
Rechtsgrundlagen, bayernweit: Familienpflegezeitgesetz
Rechtsgrundlagen, bayernweit: § 7 Sozialgesetzbuch XI

References: § 36
 § 37
 § 38
 § 39
 § 40
 § 43
 § 43
 § 44
 § 44
 § 45
 § 45
 § 7