Source: https://gigflip.com/agb
Timestamp: 2017-10-24 05:59:08+00:00

Document:
gigflip.com — Allgemeine Geschäftsbedingungen der Gigflip GmbH | Konzerttickets Eintrittskarten online | Fanbooking | Wunschkonzerte
Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) der Gigflip GmbH
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Allgemeine Geschäftsbedingungen der Gigflip GmbH für Verträge mit Fans von Konzerten über die Nutzung der Plattform gigflip einschließlich des Vorverkaufs von Tickets (Fan-AGB)
Die nachfolgenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) sind Bestandteil des Vertrages über die Nutzung der Gigflip-Website durch Fans einschließlich des Vorverkaufs von Tickets für Konzerte an Fans.
(1) Die Gigflip GmbH (nachfolgend „Gigflip“) betreibt die Internet-Website www.gigflip.com (nachfolgend „Internet-Plattform“), welche das Konzertangebot von Künstlern und die Konzertnachfrage von Fans zusammenführt.
(2) Über die Internet-Plattform können Künstler, Künstlermanager oder sonstige Eventbeteiligte, insbesondere Event- und Künstleragenturen, örtliche Veranstalter oder Tourneeveranstalter (nachfolgend „Initiator“), Konzerte (nachfolgend „Gigs“) initiieren.
(3) Der Gig findet nur statt, wenn sich genügend Konzertinteressenten (nachfolgend „Fans“) im Fanbereich des Internetportals von Gigflip in Abstimmungen (nachfolgend „Votings“) innerhalb einer bestimmten Laufzeit zum Besuch an dem jeweiligen Gig verbindlich verpflichtet haben. Durch das positive Voting des einzelnen Fans kommt zwischen diesem und dem Initiator ein aufschiebend bedingter Konzertbesuchervertrag zustande. Der Konzertbesuchervertrag zwischen Fan und Initiator wird erst wirksam, wenn die für das Voting vom Initiator zuvor festgelegte Anzahl erforderlicher Fan-Stimmen (nachfolgend „kritische Masse an Stimmen“) erreicht wird oder der Initiator sein Optionsrecht ausübt.
(4) Der Initiator hat das Recht auf Bestätigung des Gigs vor Erreichen der kritischen Masse an Stimmen, so dass die aufschiebend bedingt geschlossenen Konzertbesucherverträge unabhängig vom Erfolg des Votings sofort wirksam werden. Durch dieses Optionsrecht kann der Initiator sich jederzeit zur Durchführung des Gigs verpflichten. Die Einzelheiten zum Abschluss des Konzertbesuchervertrages zwischen Initiator und Fan sind in § 6 dieser AGB niedergelegt.
(5) Mit der Initiierung, das heißt dem Erreichen der kritischen Masse an Stimmen oder dem Ausüben des Optionsrecht auf Bestätigung des Gigs vor Erreichen der kritischen Masse an Stimmen, tritt der Initiator als Veranstalter des Gigs in die konkreten weiteren Planungen des Events ein und nutzt die Internet-Plattform zur Realisierung seines initiierten Gigs, indem er die Internet-Plattform gleichzeitig für den Vorverkauf und Vertrieb von Eintrittskarten (nachfolgend „Tickets“) nutzt. Das Ticketing erfolgt über Gigflip in der Form, dass die Tickets im Auftrag und im Namen des Initiators vermittelt werden. Gigflip handelt in diesem Fall als Vermittlerin des Initiators.
(6) Der Initiator organisiert die Gigs, führt sie durch und möchte die Internet-Plattform als Präsentationsplattform sowie für den Ticketvertrieb nutzen. Gigflip ist zu keiner Zeit Veranstalterin der initiierten Gigs, sondern agiert als Community-Portal zwischen Initiator und Fan für Gigs und Vorverkaufsstelle für Tickets.
(1) Die vorliegenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für das Rechtsverhältnis zwischen Gigflip und Fan. Sie regeln die Nutzung der Internet-Plattform durch den Fan und den Kauf von Tickets für den initiierten Gig über die Internet-Plattform.
(2) Es kommt ein Vertragsverhältnis zwischen Gigflip und Fan nur auf der Grundlage dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen zustande. Abweichenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen des Fans wird hiermit widersprochen.
(3) Gigflip ist berechtigt, den Inhalt dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen zu ändern. In diesem Fall wird Gigflip dem Fan den Änderungsvorschlag unter Benennung des Grundes und des konkreten Umfangs in Textform (z. B. per E-Mail) mitteilen. Die Änderungen gelten als genehmigt, wenn der Fan ihnen nicht schriftlich widerspricht. Gigflip wird den Fan auf diese Folge im Mitteilungsschreiben besonders hinweisen. Der Widerspruch muss innerhalb von sechs Wochen nach Zugang der Mitteilung bei Gigflip eingegangen sein. Übt der Fan sein Widerspruchsrecht aus, gilt der Änderungswunsch als abgelehnt. Der Vertrag wird dann ohne die vorgeschlagenen Änderungen fortgesetzt, kann jedoch von beiden Parteien jederzeit fristlos gekündigt werden.
§ 3 Leistungen von Gigflip
(1) Gigflip stellt nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen und im dort beschriebenen Umfang die technischen Voraussetzungen für die Nutzung ihrer Internet-Plattform bereit. Diese eröffnet dem Fan die Möglichkeit für einen Gig zu voten inklusive Ticketkauf.
(2) Dem Fan werden ein Account sowie der Zugang zum Fanbereich der Plattform zur Verfügung gestellt. Im Fanbereich verwalten Fans u. a. ihre persönlichen Einstellungen inkl. ihren bevorzugten Künstlern und Städten, in welchen sie ihre Lieblingskünstler sehen möchten, erhalten eine Übersicht über anstehende Abstimmungen und Konzerte, stimmen in den Votings verbindlich ab und sehen auf einen Blick ihre persönlich anstehenden Events. Die Einzelheiten zur Verfahrensweise und den einzelnen Nutzungsmöglichkeiten werden auf den Internetseiten von Gigflip beschrieben. Ein Anspruch auf Bereitstellung bestimmter Funktionen besteht nicht.
(3) Die auf der Internet-Plattform von Fans veröffentlichten Inhalte werden von Gigflip grundsätzlich nicht geprüft und stellen nicht die Meinung von Gigflip dar. Die Informationen über die Gigs, die dem Fan angezeigt werden, hat der Initiator auf der Internet-Plattform eingestellt. Gigflip haftet daher nicht für die Richtigkeit dieser Informationen. Dies gilt jedoch nicht, wenn Gigflip von der Unrichtigkeit einer solchen Information Kenntnis erlangt (z.B. durch eine Fanbeschwerde) und nicht darauf hinwirkt, dass der Initiator die Information richtig stellt.
(4) Eine bestimmte Erreichbarkeit der Website allgemein ist nicht geschuldet. Gigflip behält sich vor, den bereitgestellten Nutzungsumfang jederzeit beliebig einzuschränken oder zu erweitern oder ganz oder teilweise einzustellen, wie auch Änderungen an Inhalten, Funktionalitäten oder Features, insbesondere im Fanbereich vorzunehmen.
(5) Gigflip führt den Vorverkauf von Tickets für zum Voting freigegebene Gigs des Initiators durch. Die Einzelheiten sind in § 6 und § 7 dieser AGB geregelt. Daneben haben Fans die Möglichkeit, Tickets für bestimmte Gigs im konventionellen Vorverkauf online zu erwerben.
(6) Gigflip ist berechtigt, die Leistungen durch sorgfältig ausgewählte Dritte erbringen zu lassen.
(7) Während Wartungs-, Überarbeitungs-und Reparaturzeiten kann die Erreichbarkeit der Internet Plattform eingeschränkt sein. In diesem Falle hat Gigflip auf der Internet-Plattform darauf hinzuweisen. Sofern zumutbar, wird Gigflip diese Einschränkungen auf die Nachtstunden verlegen. Gigflip behält sich das Recht vor, den bereitgestellten Nutzungsumfang aus technischen oder inhaltlichen Gründen zu ändern oder anzupassen.
(8) Die Nutzung der Internet-Plattform und ihrer Funktionen besteht nur im Rahmen des aktuellen Stands der Technik. Gigflip beschränkt seine Leistungen zeitweilig, wenn dies im Hinblick auf Kapazitätsgrenzen, die Sicherheit oder Integrität der Server erforderlich ist. Gigflip berücksichtigt in diesen Fällen die berechtigten Interessen der Mitglieder, in dem diese beispielsweise vorab informiert werden.
(9) Sofern ein unvorhergesehener Systemausfall das Voting oder andere Funktionen behindert, werden entsprechende Informationen als System-News veröffentlicht.
(10) Gigflip bemüht sich nach bestem Wissen und Gewissen keine Viren oder Schadprogamme zu verbreiten. Technisch kann eine Freiheit von Viren- und/oder jedweder Art von Schadprogrammen jedoch nie 100%-ig sichergestellt werden. Vor der Nutzung des Fanbereichs, insbesondere vor dem Herunterladen von Daten, hat der Fan daher selbst für angemessene Sicherheitsvorrichtungen zu sorgen und insbesondere Virenscanner zu nutzen.
(11) § 10 dieser AGB bleibt von den vorstehenden Regelungen der Absätze 7 bis 10 unberührt.
§ 4 Anmeldung als Fan, Vertragsschluss Nutzungsvertrag
(1) Die Nutzung des Fanbereiches ist passwortgeschützt und erfordert eine dauerhafte Registrierung. Für die Registrierung hat der Fan die angeforderten Pflichtangaben wahrheitsgemäß und vollständig anzugeben. Nicht als Pflichtangaben markierte Angaben sind freiwillig, müssen bei Angabe jedoch ebenfalls wahrheitsgemäß erfolgen. Spätere Änderungen seiner Daten hat der Fan Gigflip unverzüglich online mitzuteilen, d. h. in seinem Nutzerprofil zu ändern. Bis zur Anzeige der Änderung seiner Daten gelten diese gegenüber Gigflip als richtig und vollständig. Insbesondere die vom Fan angegebene E-Mail-Adresse wird als richtig angesehen. An diese Adresse gesendete E-Mails gelten als zugegangen, wenn der Fan sie unter gewöhnlichen Umständen abrufen kann und wenn die E-Mails keine Kündigung, Fristsetzung, Genehmigung oder sonstige mit nachteiligen Rechtsfolgen verbundene Auswirkungen für den Fan haben. Der Fan stellt sicher, dass E-Mails von Gigflip nicht im SPAM-Ordner einsortiert werden.
(2) Im ersten Schritt der Registrierung auf der Internet-Plattform gibt der Fan seine E-Mail-Adresse und persönliches Passwort ein, welches er durch wiederholte Eingabe bestätigt. Daraufhin erhält er eine E-Mail, in der er per Klick auf den enthaltenen Bestätigungslink seine E-Mail-Adresse bestätigt und somit seine Registrierung abschließt (Abschluss des Registrierungsvorgangs). Die Registrierung kann wahlweise auch über die Verknüpfung mit dem eigenen Facebook-Konto („Facebook-Connect“) erfolgen (siehe dazu auch nachfolgend Absatz 8). Bei der Registrierung über Facebook-Connect werden die E-Mail-Adresse und das Passwort des entsprechenden Facebook-Zugangs direkt über die angebundene Facebook-Applikation bestätigt.
(3) Durch den Abschluss des Registrierungsvorganges gibt der Fan ein verbindliches Angebot zum Abschluss eines Vertrages über die Nutzung der Dienste von Gigflip ab. Die Aufforderung zur Bestätigung der E-Mail-Adresse stellt die Annahmeerklärung von Gigflip dar. Der Nutzer ist an sein Angebot 3 Tage gebunden.
(4) Die Nutzung des Fanbereichs ist für die Fans unentgeltlich. Gigflip behält sich vor, bestimmte kostenpflichtige Inhalte/Funktionen bereitzustellen. Auf die Kostenpflichtigkeit solcher Inhalte/Funktionen wird Gigflip ausdrücklich hinweisen. Die allgemeinen Kosten, die beim Zugang zum Internetportal entstehen (z.B. Providergebühren o.ä.), sind vom Fan selbst zu tragen.
(5) Natürliche Personen, welche in der Geschäftsfähigkeit beschränkt sind (z. B. Minderjährige), sind von der Nutzung und Registrierung von Gigflip ausgeschlossen.
(6) Wer bereits als Fan registriert ist, kann nicht nochmals als Fan unter anderem Namen oder anderer Adresse registriert werden (keine Doppelmitgliedschaft).
(7) Gigflip ist auch bei Vorliegen aller Voraussetzungen für die Aufnahme als Fan berechtigt, die Registrierung ohne Angabe von Gründen abzulehnen. Aus dieser Ablehnung erwachsen dem Fan keine Ansprüche gegen Gigflip.
§ 5 Allgemeine Nutzerpflichten des Fans
(1) Der Fan verwaltet seine persönlichen Einstellungen selbst. Er ist für die eingestellten Inhalte allein verantwortlich. Er ist für seine Benutzerdaten und deren Sicherheit verantwortlich. Er stellt sicher, dass seine Benutzerdaten Dritten nicht zugänglich gemacht werden, auch nicht während er im Fanbereich tätig ist.
(2) Informationen, Marken, Markennamen, Kennzeichnungen und sonstige Inhalte des Fanbereiches dürfen ohne vorherige schriftliche Genehmigung von Gigflip weder verändert, kopiert, vervielfältigt, verkauft, vermietet, genutzt, ergänzt noch auf sonstige Weise verwertet werden.
(3) Der Fan ist verpflichtet,
4. jede Nutzung der Leistungen von Gigflip unter dem eigenen Account durch Dritte zu unterbinden,
6. Gigflip unverzüglich unter support.fans@gigflip.com mitzuteilen, wenn eine missbräuchliche Benutzung des Passworts bzw. des Accounts vorliegt oder Anhaltspunkte für eine bevorstehende missbräuchliche Nutzung bestehen, so dass Gigflip den Zugang unverzüglich sperren kann.
(4) Der Fan ist des Weiteren verpflichtet, die Dienste von Gigflip sowie den Fanbereich nicht rechtsmissbräuchlich oder in sittenwidriger Weise zu nutzen und die Gesetze sowie die Rechte Dritter einzuhalten. Dies schließt folgende Pflichten mit ein:
1. Der Fan stellt sicher, dass durch von ihm in das Netzwerk/Internet eingespeiste Daten nicht gegen die gesetzlichen Bestimmungen über den Jugendschutz, die Persönlichkeitsrechte sowie die Schutzrechte, insbesondere Marken-, Firmen- und Urheberrechte, Dritter verstoßen wird. Der Fan wird vor jedem Texteintrag sowie Upload prüfen, ob ihm die erforderlichen Rechte am Werk (z. B. Text, Fotografie, Bild, Grafik, Video, Musikstück, Sample) zustehen. Bei Fotografien und Videos ist die weitere Prüfung erforderlich, ob von den abgebildeten Personen die erforderliche Einwilligung vorliegt; ohne diese Einwilligung darf ein Upload nicht erfolgen.
2. Der Fan unterlässt die Einspeisung von Daten mit sittenwidrigem, diskriminierendem, rassistischem, links- oder rechtsextremem oder religiöse Gefühle verletzendem Inhalt.
3. Der Fan ist verpflichtet, eine übermäßige Belastung der Netze durch ungezielte oder unsachgemäße Verbreitung von Daten zu unterlassen.
(5) Im Fall eines Pflichtverstoßes gemäß Absatz 2 bis 4 ist Gigflip berechtigt, nach seiner Wahl gegebenenfalls betroffene Inhalte mit sofortiger Wirkung vorübergehend zu sperren und/oder zu löschen und/oder den Nutzer vorübergehend auszuschließen und/oder ihm fristlos zu kündigen. Das gleiche gilt, wenn Gigflip von Dritten darauf hingewiesen wird, dass der Fan unter Verstoß gegen die in Absatz 4 enthaltenen Pflichten Inhalte bereithält oder verbreitet, sofern die Behauptung einer Rechtsverletzung nicht offensichtlich unrichtig ist.
(6) Der Fan hat Gigflip den aus einer Pflichtverletzung resultierenden Schaden zu ersetzen, es sei denn, dass er diesen nicht zu vertreten hat. Der Fan stellt Gigflip von Ansprüchen frei, welche gegen Gigflip aufgrund der Inanspruchnahme durch Dritte wegen vom Fan zu vertretender schädigender Handlungen geltend gemacht werden und ersetzt Gigflip den hierdurch entstandenen Schaden.
§ 6 Vertragsverhältnis des Initiators zu den Fans
Die Ausgestaltung des Vertragsverhältnisses zwischen Initiator und Fan richtet sich nach folgenden Rahmenbedingungen:
(1) Durch Einstellen eines Gigs durch den Initiator und Freischaltung zum Voting gibt der Initiator ein Angebot auf Abschluss eines Konzertbesuchervertrages unter der Bedingung ab, dass die kritische Masse an Stimmen im Voting erreicht wird oder er sein Optionsrecht ausübt. Durch sein Voting für den Gig – durch Klicken auf den Button „jetzt abstimmen und erst kaufen, sobald das Voting erfolgreich ist" - nimmt der Fan das Vertragsangebot des Initiators an und bestellt ein Ticket. Der Fan erhält nach der Online-Bestellung automatisch per E-Mail eine Bestätigung seiner Bestellung unter Angabe der Bestellnummer und der Postanschrift von Gigflip.
(2) Das Angebot des Initiators auf Abschluss eines Konzertbesuchervertrages für den eingestellten Gig ist begrenzt auf die angegebene Höchstzahl an Konzertbesuchern. Bei Ausschöpfung des Ticketkontingentes endet das Online-Voting.
(3) Der Initiator hat das Recht auf Bestätigung des Gigs bereits vor Erreichen der kritischen Masse an Stimmen (Optionsrecht), so dass unabhängig vom Erreichen der kritischen Masse an Stimmen der Gig verbindlich durchgeführt wird. Die Bestätigung des Gigs erfolgt durch einseitige Erklärung des Initiators gegenüber dem Fan, so dass der aufschiebend bedingt geschlossene Konzertbesuchervertrag sofort wirksam wird, ohne dass es noch auf das Erreichen der kritischen Masse an Stimmen ankommt. Die Optionserklärung des Initiators wird den Fans durch Gigflip als Boten übermittelt.
(4) Der Konzertbesuchervertrag wird ausschließlich zwischen dem Fan und dem Initiator geschlossen. Gigflip ist nicht selbst Veranstalter der angebotenen Gigs. Diese werden durch den jeweiligen Initiator durchgeführt, der auch Aussteller der Tickets ist.
(5) Durch den Erwerb des Tickets kommen vertragliche Beziehungen im Hinblick auf den Besuch des Gigs ausschließlich zwischen dem Ticketinhaber und dem jeweiligen Initiator zustande. Möglicherweise gelten für den Konzertbesuchervertrag zwischen Initiator und Fan eigene Allgemeine Geschäftsbedingungen des Initiators.
(6) Der Initiator kann sich zur Durchführung des Gigs jederzeit einen Mitveranstalter/örtlichen Veranstalter suchen (sog. Supporter). Im Außenverhältnis zum Fan bleibt ausschließlich der Initiator der alleinige Veranstalter.
(7) Sämtliche Ansprüche bezüglich des Gigs, dessen Gestaltung oder im Zusammenhang mit dem Gig-Besuch sowie Leistungsstörungen des Konzertbesuchervertrages sind - soweit nicht ausdrücklich in diesen AGB anders geregelt – ausschließlich und unmittelbar gegenüber dem Initiator geltend zu machen und nicht gegenüber der im Namen und Auftrag des Initiators handelnden Ticketvermittlerin Gigflip. Dies bezieht sich insbesondere auf Ansprüche im Zusammenhang mit der Verlegung eines Gigs oder Programmänderungen.
(8) Die über die Internet-Plattform vertriebenen Premium-Tickets, die eine zusätzliche Leistung für den Ticketinhaber beinhalten (z.B. Meet and Greet mit dem Künstler; signierte CD des Künstlers etc.) sind sog. Namenspapiere mit Inhaberklausel (§ 808 BGB), die den Fan auf dem Ticket mit Vor- und Nachnamen ausweisen und diesem das Recht ermitteln, an der jeweiligen Veranstaltung teilzunehmen und die Zusatzleistung in Anspruch zu nehmen. Bei Vorlage des Premium-Tickets kann der Initiator sowohl befreiend an den Namensträger als auch an den Inhaber leisten.
Die über die Internet-Plattform vertriebenen Tickets, die keine Premium-Tickets sind, sind sog. kleine Inhaberpapiere (§ 807 BGB), die dem Inhaber das Recht vermitteln, an der jeweiligen Veranstaltung teilzunehmen. Schuldner der beiden verbrieften Rechte ist ausschließlich der Initiator, nicht Gigflip. Aussteller der Tickets ist der Initiator.
(9) Soweit Gigflip im Namen des Initiators (Veranstalter) Dienstleistungen aus dem Bereich der Freizeitveranstaltungen anbietet, insbesondere Eintrittskarten für Veranstaltungen, liegt kein Fernabsatzvertrag gemäß § 312b BGB vor. Dies bedeutet, dass ein Widerrufs- und Rückgaberecht nicht besteht. Jede Bestellung von Eintrittskarten ist damit unmittelbar nach Angebotsannahme durch den Fan bindend, vorausgesetzt die kritische Anzahl an Fan-Stimmen wird erreicht oder der Initiator übt sein Optionsrecht nach Absatz 3 aus, und verpflichtet zur Abnahme und Bezahlung der bestellten Tickets.
Ein Widerrufsrecht besteht nicht bei Verträgen zur Erbringung von Dienstleistungen im Zusammenhang mit Freizeitbetätigungen, wenn der Vertrag für die Erbringung einen spezifischen Termin oder Zeitraum vorsieht (§ 312 g Absatz 2 Satz 1 Nr. 9 BGB). Bei den von Gigflip im Namen des Initiators angebotenen Tickets handelt es sich um Tickets für Freizeitveranstaltungen, die an einem bestimmten Termin stattfinden. Ein Widerrufsrecht besteht daher nicht.
Dies bedeutet, dass der Fan mit jedem Voting verbindlich und unwiderruflich ein Ticket bestellt, vorausgesetzt die kritische Anzahl an Fan-Stimmen wird erreicht oder der Initiator übt sein Optionsrecht nach Absatz 3 aus, und zur Abnahme und Bezahlung der bestellten Tickets verpflichtet ist.
§ 8 Wunschzettel
(1) Der Fan hat neben dem Voting die Möglichkeit, sich Künstler in eine bestimmte Stadt zu wünschen. Um seinen Wunsch auszusprechen, muss der Fan auf ein auf der Internet-Plattform angelegtes Künstlerprofil gehen und dort angeben, in welcher Stadt er den Künstler gerne sehen möchte und die Höhe des Preises benennen, die er für ein Ticket für einen Gig dieses Künstlers auszugeben bereit wäre.
(2) Voraussetzung für die Abgabe eines Wunsches ist die Registrierung (die Erstellung eines Accounts) des Fans auf der Internet-Plattform und eine Anmeldung (einloggen auf der Internet-Plattform). Es ist vom Fan nur ein Wunsch pro Künstler möglich. Sofern der Fan sich den Künstler noch nicht gewünscht hat, wird das Künstlerprofil in dem Zustand „Künstler noch nicht gewünscht“ angezeigt. Nachdem der Fan sich den Künstler gewünscht hat, wird das Künstlerprofil in dem Zustand „Künstler bereits gewünscht“ angezeigt.
(3) Der Fan kann seinen Wunsch bearbeiten. Er kann die angegebene Stadt und die Höhe des Ticketpreises ändern. Ein Löschen des Wunsches ist nicht möglich.
(4) Im Unterschied zum Voting ist die Abgabe eines Wunsches jedoch für den Fan nicht verbindlich. Der Wunsch soll dem Künstler zeigen, wie viele Fans er in welcher Stadt hat und ihn dazu bringen, dass er für die entsprechende Stadt einen Gig initiiert. Sofern der Gig wie von dem Fan gewünscht initiiert und ein Voting gestartet wird, besteht für den Fan dennoch keine Verpflichtung, an dem Voting teilzunehmen. Das Voting läuft nach Maßgabe des § 6 ab, unabhängig davon, ob der Künstler zuvor auf dem Wunschzettel der Fans angegeben wurde.
(5) Für einen Künstler besteht ebenfalls keine Verpflichtung, einen Gig überhaupt oder in einer bestimmten Stadt zu initiieren, weil ein entsprechender Gig von einem Fan gewünscht wurde oder eine Stadt zu den Top-Wünschen gehört, d.h. diejenige Stadt ist, welche die meisten Fans bei ihrem Wunsch angegeben haben. Dementsprechend ist die Abgabe eines Wunsches keine Garantie für die Initiierung des gewünschten Gigs oder für dessen Stattfinden. Mit der Abgabe eines Wunsches erhöht der Fan lediglich die Chance darauf, dass der von ihm gewünschte Künstler in der von ihm gewünschten Stadt auftritt. Je mehr Wünsche es für einen bestimmten Künstler und eine bestimmte Stadt gibt, desto wahrscheinlicher ist es, dass der Künstler zum Initiator wird und ein Voting für den gewünschten Gig startet, da er weiß, dass er in dieser Stadt eine große Anzahl von Fans hat, die einen Gig besuchen würden.
(6) Der Fan kann seinen Wunsch auf Facebook, Twitter oder per E-Mail teilen und auf diese Art und Weise andere Fans von seinem Wunsch in Kenntnis setzen. Dadurch erhöht er die Chance, dass auch diese sich den Künstler ebenfalls in diese Stadt wünschen und die von ihm gewünschte Stadt zu den Top-Wünschen gehört.
§ 9 Ticketkauf: Lieferung, Preise, Rückgabe
(1) Gigflip vertreibt die Tickets im Auftrag des jeweiligen Initiators als Vermittlerin gemäß den nachstehenden Grundsätzen.
(2) Nach Erreichen der kritischen Masse an Stimmen oder Ausübung des Optionsrechts nach § 6 Absatz 3 dieser AGB werden die aufschiebend bedingt geschlossenen Konzertbesucherverträge voll wirksam, so dass Gigflip im Auftrag und Namen des Initiators als dessen Vermittlerin die Tickets ausstellt und an die Fans vertreibt.
(3) Die genannten Ticketpreise verstehen sich inklusive der aktuellen gesetzlichen Umsatzsteuer als Gesamtpreise. Der Gesamtpreis ist nach Wirksamwerden des Vertrages (Bedingungseintritt) sofort zur Zahlung fällig.
(4) Bis zur vollständigen Bezahlung aller Forderungen bleiben die von Gigflip gelieferten Tickets Eigentum des Initiators. Ein Anspruch auf Benutzung des Tickets besteht nur, wenn das Ticket vollständig bezahlt ist.
(5) Während des Votings muss der Fan auswählen, ob er im Falle eines erfolgreichen Votings per Kreditkarte, SEPA-Lastschrift, Sofortüberweisung, PayPal oder selbst per Vorkasse zahlt, soweit nicht explizit von Gigflip eine alternative Zahlungsweise angeboten wird. Seine Stimme wird nur gespeichert, wenn er alle relevanten Zahlungsinformationen angibt und den Bestellprozess vollständig abschließt. Für die genannten Zahlungsmethoden Kreditkarte, SEPA-Lastschrift und PayPal stimmt der Fan zu, dass Gigflip ihn ohne weitere Zustimmung in Höhe des Werts der bestellten Tickets belasten wird. Erfolgt ein Vorverkauf im Anschluss an ein erfolgreiches Voting, behält sich Gigflip vor, weitere Zahlungsmittel anzubieten. Für die Zahlungsmethode SEPA-Lastschrift gilt die Vorlauffrist gemäß COR1 Verfahren und der Fan stimmt zu, dass Gigflip ihn spätestens einen Tag vor dem Fälligkeitstermin über den fälligen Betrag und das Datum der Fälligkeit informiert. Kosten, die bei der Bezahlung mit Lastschrift oder Kreditkarte durch Nichtausführung oder Rückgängigmachung der Belastungsbuchung oder Ablehnung der Einlösung einer Einzugsermächtigung entstehen, werden dem Fan gesondert in Rechnung gestellt.
(6) Die Lieferung des Tickets erfolgt an die vom Fan angegebene E-Mail-Adresse. Die Zustellung der Tickets findet ausschließlich auf dem elektronischen Weg statt. Ein Versand per Post und/oder Fax und/oder auf sonstige Weise erfolgt nicht.
(7) Die Tickets werden nur dann versandt, wenn die Bezahlung über die vom Fan gewählte Zahlungsmethode erfolgt ist und der Künstler bzw. Veranstalter die Freigabe der Ticketdetails (Festlegung der Location und des Gig-Beginns spätestens sieben Tage vor dem Termin des Gigs) erteilt hat.
(8) Die Tickets beinhalten neben den Rahmendaten zum Gig eine Ticket-ID und einen Buchungscode („Ticketdaten“).
(9) Gigflip stellt dem Ticketerwerber auf dessen Wunsch per E-Mail eine Rechnung im pdf-Format zu.
(10) Gigflip ist berechtigt, eine Bestellung des Fan zu stornieren (einseitiges Rücktrittsrecht), wenn der Fan gegen vom Initiator oder von Gigflip aufgestellte spezifische Bedingungen verstößt, auf die im Rahmen des Vorverkaufs hingewiesen wurde oder diese zu umgehen versucht (z.B. Verstoß gegen Beschränkung der Ticketmenge pro Fan, Verstoß gegen die Urkundenbedingungen, insbesondere gegen Weiterveräußerungsverbote, Umgehungsversuch durch Anmeldung und Nutzung mehrerer Nutzerprofile etc.). Die Erklärung der Stornierung/des Rücktritts kann auch konkludent durch Gutschrift der gezahlten Beträge erfolgen. Auf das vorbenannte Rücktrittsrecht finden die §§ 346 ff. BGB unter Ausschluss von § 350 BGB Anwendung.
(11) Neben dem Ticketerwerb durch Votings haben Fans die Möglichkeit, Tickets für bestimmte Gigs im konventionellen Vorverkauf online zu erwerben. Auch in diesem Fall tritt Gigflip nicht als Veranstalterin, sondern allein als Vertreterin bzw. Vermittlerin des jeweiligen Initiators auf. Das Angebot zum Erwerb des Tickets wird in diesem Fall durch Anklicken des Buttons „zahlungspflichtig bestellen“ abgegeben. Die Annahme des Angebots erfolgt durch Gigflip für den Initiator durch Übersendung einer Annahmeerklärung per E-Mail. Im Übrigen gelten die Regelungen in § 6 und § 7 dieser AGB entsprechend, jedoch mit dem Unterschied, dass der geschlossene Konzertbesuchervertrag zwischen Initiator und Fan nicht aufschiebend bedingt ist.
(12) Der Fan hat beim Erhalt der Tickets diese auf die Richtigkeit der Angaben wie Datum, Preis, Beginn und Veranstaltungsort zu prüfen. Die Rückgabe von Tickets ist bei Falschlieferungen gestattet. Der Fan hat Gigflip unverzüglich nach Erhalt des Tickets per E-Mail an support.fans@gigflip.com Falschlieferungen anzuzeigen. Der Fan erhält in diesem Fall ein neues Ticket zugesandt.
(13) Sofern ein Gig trotz Erreichens der kritischen Masse an Stimmen oder Ausübung des Optionsrechts nach § 6 Absatz 3 dieser AGB nicht durchgeführt wird (Absage, Ausfall), ist Gigflip vom Initiator mit der Rückabwicklung der Ticketverkäufe, die über die Gigflip-Internet-Plattform vertrieben wurden, beauftragt und führt diese durch. Gigflip übernimmt in einem solchen Fall allein die Rückabwicklung im Rahmen des Vertrages zwischen Fan/ Initiator und erstattet im Auftrag und Namen des Initiators den Kartenpreis.
§ 10 Besondere Bestimmungen für den Erwerb von Premium-Tickets
(1) Für bestimmte Gigs kann der Fan ein Premium-Ticket nach § 6 Absatz 10 Satz 2 dieser AGB erwerben. Diese Gigs sind mit einem entsprechenden Hinweis auf die Personalisierung des Premiumtickets gekennzeichnet. Das Angebot des Initiators auf Premium-Tickets ist begrenzt auf eine angegebene Höchstzahl. Pro Fan kann nur ein Premium-Ticket auf seinen Namen erworben werden.
(2) Der Fan, der ein Premium-Ticket erworben hat, kann seine Rechte und Pflichten aus dem Konzertbesuchervertrag mit dem Initiator nur auf einen Dritten übertragen (sog. Umpersonalisierung), wenn der Initiator der Umpersonalisierung zuvor schriftlich zugestimmt hat. Gigflip ist als bloße Vermittlerin von Tickets nicht zur Zustimmung nach Satz 1 berechtigt.
(3) Sofern der Fan eine Umpersonalisierung nach Absatz 2 wünscht, hat er dem Initiator seinen Vor- und Nachnamen unter Vorlage eines kopierfähigen amtlichen Lichtbildausweises sowie den Namen des einzutretenden Dritten schriftlich und spätestens drei Tage vor dem Veranstaltungsbeginn anzuzeigen. Nach Zustimmung des Initiators zur Umpersonalisierung nach Absatz 2 und Prüfung der Übereinstimmung der Namensdaten auf dem Ausweisdokument mit denen auf dem Premium-Ticket stellt Gigflip dem Fan ein neues umpersonalisiertes Premium-Ticket aus. Das ursprünglich ausgestellte Premium-Ticket ist gesperrt und berechtigt nicht mehr zum Einlass.
(2) Jede Vertragspartei kann den Nutzungsvertrag jederzeit ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist ordentlich kündigen.
(3) Die Kündigung des Nutzungsvertrages lässt die zwischen Initiator und Fan geschlossenen Rechtsbeziehungen unberührt. Die Abwicklung bestellter Tickets erfolgt trotz Kündigung dieses Vertrages nach § 7 dieser AGB.
(5) Kündigungen sind schriftlich oder durch Mitteilung in Textform (zum Beispiel per E-Mail an support.fans@gigflip.com ) zu erklären.
(1) Soweit sich aus diesen AGB - d. h. den vorstehenden und den nachfolgenden Bestimmungen - nichts anderes ergibt, haften die Vertragsparteien bei einer Verletzung von vertraglichen und außervertraglichen Pflichten nach den einschlägigen gesetzlichen Vorschriften.
(2) Gigflip leistet Schadenersatz oder Ersatz vergeblicher Aufwendungen, gleich aus welchem Rechtsgrund (z. B. aus rechtsgeschäftlichen und rechtsgeschäftsähnlichen Schuldverhältnissen, Pflichtverletzung und unerlaubter Handlung), nur in folgendem Umfang:
b) Bei grober Fahrlässigkeit haftet Gigflip gegenüber Unternehmern in Höhe des typischen und bei Vertragsabschluss vorhersehbaren Schadens. Gegenüber Verbrauchern haftet Gigflip bei grober Fahrlässigkeit unbeschränkt.
c) Bei fahrlässiger Verletzung einer so wesentlichen Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Vertragspartner regelmäßig vertrauen darf (Kardinalpflicht), haftet Gigflip nur in Höhe des bei Vertragsabschluss typischerweise vorhersehbaren Schadens. Befindet sich Gigflip mit seiner Leistung in Verzug, so haftet Gigflip wegen dieser Leistung auch für Zufall unbeschränkt, es sei denn, dass der Schaden auch bei rechtzeitiger Leistung eingetreten wäre.
Im Übrigen ist die Haftung für einfache Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
(3) Soweit die Haftung von Gigflip ausgeschlossen oder beschränkt ist, gilt dies auch für die persönliche Haftung der gesetzlichen Vertreter, leitenden Angestellten und Erfüllungsgehilfen von Gigflip.
§ 13 Kommunikationsgrundsätze
Sämtliche Kommunikation im Fanbereich und auch hinsichtlich sonstiger Beziehungen zwischen Fan und Gigflip erfolgen elektronisch, d. h. über die in den Nutzerdaten des Fans hinterlegte E-Mail-Adresse oder durch das Veröffentlichen von Hinweisen auf der Internet-Plattform. Für vertragliche Zwecke erhält der Fan, elektronische Kommunikation von Gigflip. Alle Zustimmungen, Benachrichtigungen, Veröffentlichungen und andere Kommunikation durch Gigflip erfolgen elektronisch, es sei denn, zwingend anzuwendende gesetzliche Vorschriften sehen eine andere Form der Kommunikation (z. B. Schriftform) vor.
(1) Sollten einzelne Bestimmungen dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen unwirksam sind oder werden, wird dadurch die Wirksamkeit der Bedingungen im Übrigen nicht berührt.
(2) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts und kollisionsrechtlicher Bestimmungen. Alleiniger Erfüllungsort für Lieferung, Leistung und Zahlung ist Berlin, sofern der Fan Unternehmer im Sinne von § 14 BGB ist.
(3) Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus und im Zusammenhang mit dem diesen Allgemeinen Geschäftsbedingungen zugrundeliegendem Nutzungsvertrag ist bei Verträgen mit Kaufleuten, juristischen Personen des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtlichen Sondervermögen Berlin.
Allgemeine Geschäftsbedingungen der Gigflip GmbH für Verträge mit Initiatoren von Konzerten über die Nutzung der Plattform gigflip einschließlich des Vorverkaufs von Tickets (AGB für Initiatoren von Konzerten)
Die nachfolgenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB“) sind Bestandteil des Vertrages über die Nutzung der Gigflip-Website durch Initiatoren einschließlich des Vorverkaufs von Tickets für Konzerte für Initiatoren.
(4) Der Initiator hat das Recht auf Bestätigung des Gigs vor Erreichen der kritischen Masse an Stimmen, so dass die aufschiebend bedingt geschlossenen Konzertbesucherverträge unabhängig vom Erfolg des Votings sofort wirksam werden. Durch dieses Optionsrecht kann der Initiator sich jederzeit zur Durchführung des Gigs verpflichten. Die Einzelheiten zum Vertragsmodell zwischen Initiator und Fan sind in § 7 dieser AGB niedergelegt.
(5) Mit der Initiierung, das heißt dem Erreichen der kritischen Masse an Stimmen oder dem Ausüben des Optionsrechts auf Bestätigung des Gigs vor Erreichen der kritischen Masse an Stimmen, tritt der Initiator als Veranstalter des Gigs in die konkreten weiteren Planungen des Events ein und nutzt die Internet-Plattform zur Realisierung seines initiierten Gigs, indem er die Internet-Plattform gleichzeitig für den Vorverkauf und Vertrieb von Eintrittskarten (nachfolgend „Tickets“) nutzt (nachfolgend „Vorverkauf von Tickets bei Voting“). Das Ticketing erfolgt über Gigflip in der Form, dass die Tickets im Auftrag und im Namen des Initiators vermittelt werden. Gigflip handelt in diesem Fall als Vermittlerin des Initiators. Die Einzelheiten zum Vorverkauf beim Voting sind in § 8 dieser AGB niedergelegt.
(6) Der Initiator hat das Recht nach dem Erreichen der kritischen Masse an Stimmen oder dem Ausüben des Optionsrechts auf Bestätigung des Gigs vor Erreichen der kritischen Masse an Stimmen und seiner Freigabe der Tickets zur Lieferung an die im Voting teilnehmenden Fans, die Tickets auch in den klassischen Vorverkauf auf der Internet-Plattform von Gigflip für die Fans zu stellen, die nicht an dem Voting teilgenommen haben (nachfolgend „klassischer Vorverkauf außerhalb des Votings“). Das Ticketing im klassischen Vorverkauf außerhalb des Votings erfolgt über Gigflip in der Form, dass die Tickets im Auftrag und im Namen des Initiators vermittelt werden. Gigflip handelt in diesem Fall als Vermittlerin des Initiators. Die Einzelheiten zum klassischen Vorverkauf außerhalb des Votings sind in § 9 dieser AGB niedergelegt.
(7) Der Initiator organisiert die Gigs, führt sie durch und möchte die Internet-Plattform als Präsentationsplattform sowie für den Ticketvertrieb nutzen. Gigflip ist zu keiner Zeit Veranstalterin der initiierten Gigs, sondern agiert als Community-Portal für Gigs und Vorverkaufsstelle für Tickets.
(1) Die vorliegenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für das Rechtsverhältnis zwischen Gigflip und dem Initiator. Sie regeln die Nutzung der Internet-Plattform durch den Initiator und die Durchführung des Vorverkaufs von Eintrittskarten für den initiierten Gig über die Internet-Plattform.
(2) Abweichenden Geschäftsbedingungen des Initiators wird hiermit widersprochen. Sie gelten nur, wenn dies ausdrücklich schriftlich vereinbart wurde. Es kommt ein Vertragsverhältnis nur auf der Grundlage dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen zustande. Initiatoren können nur Personen sein, die bei Abschluss der Verträge in Ausübung ihrer gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit handeln (Unternehmer i.S.v. § 14 BGB).
(1) Gigflip stellt nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen und im dort beschriebenen Umfang die technischen Voraussetzungen für die Nutzung ihrer Internet-Plattform bereit. Diese eröffnet dem Initiator die Möglichkeit, sich unmittelbar oder mittelbar an die Fans zu wenden und für einen Gig zu werben sowie Tickets durch Gigflip als Vermittler verkaufen zu lassen.
(2) Dem Initiator wird ein Account sowie der Zugang zum Initiator-/ Veranstalterbereich der Plattform (nachfolgend „Initiatorbereich“) zur Verfügung gestellt, in dem er seinen geplanten Gig darstellen und bewerben kann. In diesem verwaltet der Initiator u. a. seine persönlichen Einstellungen inkl. der eingestellten Votings bzw. Gigs und erhält eine Übersicht über anstehende und laufende Abstimmungen. Die Einzelheiten zur Verfahrensweise und den einzelnen Nutzungsmöglichkeiten werden auf den Internetseiten von Gigflip beschrieben. Ein Anspruch auf Bereitstellung bestimmter Funktionen besteht nicht.
(3) Die auf der Gigflip-Plattform von Initiatoren veröffentlichten Inhalte werden von Gigflip grundsätzlich nicht geprüft und stellen nicht die Meinung von Gigflip dar.
(4) Gigflip betreibt Öffentlichkeitsarbeit für ihre Internet-Plattform im Allgemeinen und nicht für einen speziellen Initiator oder Gig.
(5) Gigflip führt den Vorverkauf von Tickets für den ausgewählten und zum Voting freigegebenen Gig des Initiators durch. Die Einzelheiten sind in § 8 dieser AGB geregelt.
(8) Die Nutzung der Internet-Plattform und ihrer Funktionen besteht nur im Rahmen des aktuellen Stands der Technik. Gigflip beschränkt seine Leistungen zeitweilig, wenn dies im Hinblick auf Kapazitätsgrenzen, die Sicherheit oder Integrität der Server erforderlich ist. Gigflip berücksichtigt in diesen Fällen die berechtigten Interessen des Initiators, indem dieser beispielsweise vorab informiert wird.
(10) Gigflip bemüht sich nach bestem Wissen und Gewissen keine Viren oder Schadprogramme zu verbreiten. Technisch kann eine Freiheit von Viren- und/oder jedweder Art von Schadprogrammen jedoch nie 100%-ig sichergestellt werden. Vor der Nutzung des Initiatorbereichs, insbesondere vor dem Herunterladen von Daten, hat der Initiator daher selbst für angemessene Sicherheitsvorrichtungen zu sorgen und insbesondere Virenscanner zu nutzen.
(11) § 12 dieser AGB bleibt von den vorstehenden Regelungen der Absätze 7 bis 10 unberührt.
§ 4 Anmeldung als Initiator, Vertragsschluss
(1) Die Nutzung des Initiatorbereiches ist passwortgeschützt und erfordert eine dauerhafte Registrierung. Für die Registrierung hat der Initiator die angeforderten Pflichtangaben wahrheitsgemäß und vollständig anzugeben. Nicht als Pflichtangaben markierte Angaben sind freiwillig, müssen bei Angabe jedoch ebenfalls wahrheitsgemäß erfolgen. Spätere Änderungen seiner Daten hat der Initiator Gigflip unverzüglich online mitzuteilen, d. h. in seinem Nutzerprofil zu ändern. Bis zur Anzeige der Änderung seiner Daten gelten diese gegenüber Gigflip als richtig und vollständig. Insbesondere die vom Initiator angegebene E-Mail-Adresse wird als richtig und an diese Adresse gesendete E-Mails als zugegangen (wenn der Initiator sie unter gewöhnlichen Umständen abrufen kann) angesehen, sofern die E-Mails keine Kündigung, Fristsetzung, Genehmigung oder sonstige mit nachteiligen Rechtsfolgen verbundene Auswirkungen für den Initiator haben. Der Initiator stellt sicher, dass E-Mails von Gigflip nicht im SPAM-Ordner einsortiert werden.
(2) Im ersten Schritt der Registrierung auf der Internet-Plattform gibt der Initiator seine E-Mail-Adresse und Passwort ein. Daraufhin erhält er eine E-Mail, in der er per Klick auf den enthaltenen Bestätigungslink seine E-Mail-Adresse bestätigt. Nach der Bestätigung wird er aufgefordert, weitere Profilinformationen zu hinterlegen, die er speichert (Abschluss des Registrierungsvorganges). Im Anschluss werden alle Informationen aus der Registrierung, die der Initiator angegeben hat, durch Gigflip validiert. Erst wenn im Rahmen der Validierung der Zugang des Initiators freigegeben wurde, erhält der Initiator den vollen Zugriff auf das Angebot von Gigflip, u.a. auf die Funktion Votings online zu stellen und zu verwalten.
(3) Durch den Abschluss des Registrierungsvorganges gibt der Initiator ein verbindliches Angebot zum Abschluss eines Vertrages über die Nutzung der Dienste von Gigflip ab. Die Aufforderung zur Bestätigung der E-Mail-Adresse stellt nur dann eine Annahmeerklärung dar, wenn dies in der Bestätigungsmail ausdrücklich durch Gigflip erklärt wird. Ein Vertragsabschluss und damit eine vertragliche Bindung über die einzelnen Leistungen kommt immer erst dann zustande, wenn Gigflip das Angebot ausdrücklich oder konkludent annimmt. Eine konkludente Annahme liegt in der Freischaltung des Initiators für die Funktion „Votings online stellen und verwalten“. Der Initiator ist an sein Angebot 10 Tage gebunden.
(4) Natürliche Personen, welche in der Geschäftsfähigkeit beschränkt sind (z.B. Minderjährige), sind von der Nutzung und Registrierung von Gigflip ausgeschlossen.
(5) Wer bereits Initiator registriert ist, kann nicht nochmals als Initiator unter anderem Namen oder anderer Adresse registriert werden (keine „Doppelmitgliedschaft“).
(6) Gigflip ist auch bei Vorliegen aller Voraussetzungen für die Aufnahme als Initiator berechtigt, die Registrierung ohne Angabe von Gründen abzulehnen. Aus dieser Ablehnung erwachsen dem Initiator keine Ansprüche gegen Gigflip.
§ 5 Einstellen von Gigs durch den Initiator
(1) Vom Initiator gespeicherte Votings werden vor der Veröffentlichung durch Gigflip validiert. Ist die Validierung erfolgreich, wird das Voting zur Veröffentlichung freigegeben. Ist die Validierung nicht erfolgreich, wird das Voting nicht zur Veröffentlichung freigegeben. In beiden Fällen erhält der Initiator eine E-Mail zur Kenntnisnahme, sobald die Validierung abgeschlossen ist. Ein Anspruch auf Freigabe von Votings zur Veröffentlichung besteht nicht.
(2) Der Initiator hat auf der Internet-Plattform bei Einstellung seines Gigs zum Voting die von Gigflip vorgegebenen Eingabefelder und Abfragen zum Gig wahrheitsgemäß auszufüllen. Diese umfassen insbesondere
a) die Angabe über die „kritische Masse an Stimmen“, bei deren Erreichen der Gig veranstaltet wird und damit die aufschiebende Bedingung der geschlossenen Konzertbesucherverträge eingetreten ist;
b) die wahlweise Angabe darüber, ob in dem Vertragsverhältnis zwischen dem Initiator und dem Fan für die Teilnahme der Fans an dem Gig die allgemeinen gesetzlichen Regeln oder von Gigflip zur Verfügung gestellte Allgemeine Konzertvertragsbedingungen (nachfolgend „Besucher-AGB“) gelten sollen;
c) die Angabe über die Höchstzahl an Konzertbesuchern des Gigs;
d) die wesentlichen Angaben über den Gig, insbesondere über Ort, Datum und Uhrzeit der Veranstaltung sowie Eintrittskartenpreis (Gesamtpreis inklusive Umsatzsteuer, Gigflip-Provision (brutto), Payment-Kosten) sowie
e) die Angabe über die Höchstzahl an Premium-Tickets und den Leistungszusatz für Premium-Tickets, welche eine zusätzliche Leistung für den Ticketinhaber beinhalten (z.B. Meet and Greet mit dem Künstler; signierte CD des Künstlers etc.).
Eine Richtigkeitsgewähr für die zu Verfügung gestellten Besucher-AGB wird nicht übernommen. Nach Zustimmung von Gigflip besteht auch die Möglichkeit, die eigenen Veranstaltungsbedingungen zu verwenden.
(3) Soweit der Initiator den Beginn des Konzertes noch nicht exakt festlegen kann, so kann er im Voting Setup zwischen den Startzeiten Frühmorgens (0 bis 6 Uhr), Morgens (6 bis 12 Uhr), Mittags (12 bis 14 Uhr), Nachmittag (14 bis 18 Uhr) und Abends (18 bis 22 Uhr) sowie Nachts (22 bis 24 Uhr) wählen. Unter Konzertbeginn ist der Beginn des Hauptacts/Headliners zu verstehen. Davon zu trennen ist die Einlasszeit und die Zeit bis zum Konzertbeginn, in der je nach Gig auch Vorbands spielen können.
(4) Ist ferner die Spielstätte des Gigs beim Start des Votings nicht bekannt, so ist der regionale Ort (Stadt, Gemeinde) anzugeben. Die Spielstätte darf in diesen Fällen maximal 15 km vom Ortskern des angegebenen Ortes entfernt liegen und muss sich noch in der angegebenen politischen Stadt/Gemeinde befinden.
(5) Die Angaben in den Eingabefeldern und zu den Abfragen zum Gig sind verbindlich einzuhalten. Sie gelten darüber hinaus als verbindliche Veranstalterdaten (Gigdaten) gegenüber den Fans und stellen die wesentlichen Vertragsbestandteile des (aufschiebend bedingten) Konzertbesuchervertrages zwischen Initiator und Fan dar.
(6) Nachträgliche Änderungen der Veranstalterdaten durch den Initiator sind lediglich vor Freischaltung des Votings zum Gig möglich.
(7) Eine nachträgliche Änderung der Veranstalterdaten ist zudem ausnahmsweise zur Konkretisierung oder Richtigstellung der bereits vorhandenen Inhalte nach vorheriger Genehmigung durch Gigflip möglich, soweit diese von Gesetz wegen oder zum Schutze der Rechte Dritter erforderlich sind. Etwaige Mehrkosten, welche Gigflip durch oder im Zusammenhang mit Änderungen nach diesem Absatz entstehen, trägt der Initiator und werden gesondert in Rechnung gestellt.
(8) Nach Freischaltung und Veröffentlichung des Votings kann der Initiator das Datum des Gigs einmalig ändern. In diesem Falle ist der Fan, der seine Stimme bereits abgegeben hat, zum Rücktritt vom Konzertbesuchervertrag berechtigt.
§ 6 Allgemeine Nutzerpflichten des Initiators
(1) Der Initiator verwaltet seine persönlichen Einstellungen sowie die Einstellung des Gigs und die Durchführung des Votings selbst. Er ist für die eingestellten Inhalte allein verantwortlich. Der Initiator ist verpflichtet, die von ihm auf der Internet-Plattform eingestellten Inhalte laufend zu aktualisieren und Gigflip über evtl. Änderungen unverzüglich zu informieren. Er räumt Gigflip das zeitlich und sachlich unbeschränkte Recht ein, Angaben zu dem von ihm eingestellten Gig - insbesondere für Werbezwecke - zu nutzen.
(2) Informationen, Marken, Markennamen, Kennzeichnungen und sonstige Inhalte des Initiatorbereiches dürfen ohne vorherige schriftliche Genehmigung von Gigflip weder verändert, kopiert, vervielfältigt, verkauft, vermietet, genutzt, ergänzt noch auf sonstige Weise verwertet werden.
(3) Der Initiator ist verpflichtet,
6. Gigflip unverzüglich unter support.artists@gigflip.com mitzuteilen, wenn eine missbräuchliche Benutzung des Passworts bzw. des Accounts vorliegt oder Anhaltspunkte für eine bevorstehende missbräuchliche Nutzung bestehen, so dass Gigflip den Zugang unverzüglich sperren kann.
(4) Der Initiator ist des Weiteren verpflichtet, die Dienste von Gigflip sowie den Initiator- / Veranstalterbereich nicht rechtsmissbräuchlich oder in sittenwidriger Weise zu nutzen und die Gesetze sowie die Rechte Dritter einzuhalten. Dies schließt folgende Pflichten mit ein:
1. Der Initiator stellt sicher, dass durch von ihm in das Netzwerk/Internet eingespeiste Daten nicht gegen die gesetzlichen Bestimmungen über den Jugendschutz, die Persönlichkeitsrechte sowie die Schutzrechte, insbesondere Marken-, Firmen- und Urheberrechte, Dritter verstoßen wird. Der Initiator wird vor jedem Texteintrag sowie Upload prüfen, ob ihm die erforderlichen Rechte am Werk (z. B. Text, Fotografie, Bild, Grafik, Video, Musikstück, Sample) zustehen. Bei Fotografien und Videos ist die weitere Prüfung erforderlich, ob von den abgebildeten Personen die erforderliche Einwilligung vorliegt; ohne diese Einwilligung darf ein Upload nicht erfolgen.
2. Der Initiator unterlässt die Einspeisung von Daten mit sittenwidrigem, diskriminierendem, rassistischem, links- oder rechtsextremem oder religiöse Gefühle verletzendem Inhalt.
3. Der Initiator ist verpflichtet, eine übermäßige Belastung der Netze durch ungezielte oder unsachgemäße Verbreitung von Daten zu unterlassen.
4. Der Initiator beachtet die gesetzlichen Vorgaben des Datenschutzes und der Datensicherheit. Er darf E-Mail-Adressen und sonstige Daten von Fans, die er durch die Nutzung der Website erhält, für keine anderen Zwecke nutzen als für die vertragliche und vorvertragliche Kommunikation im Rahmen der Internet-Plattform.
(5) Im Fall eines Pflichtverstoßes gemäß Absatz 2 bis 4 ist Gigflip berechtigt, nach ihrer Wahl gegebenenfalls betroffene Inhalte, insbesondere vom Initiator veranlasste Votings, mit sofortiger Wirkung vorübergehend zu sperren und/oder zu löschen und/oder den Initiator vorübergehend auszuschließen und/oder ihm fristlos zu kündigen. Das gleiche gilt, wenn Gigflip von Dritten darauf hingewiesen wird, dass der Initiator unter Verstoß gegen die in Absatz 4 enthaltenen Pflichten Inhalte bereithält oder verbreitet, sofern die Behauptung einer Rechtsverletzung nicht offensichtlich unrichtig ist.
(6) Der Initiator hat Gigflip den aus einer Pflichtverletzung resultierenden Schaden zu ersetzen, es sei denn, dass er diesen nicht zu vertreten hat. Der Initiator stellt Gigflip von Ansprüchen frei, welche gegen Gigflip aufgrund der Inanspruchnahme durch Dritte wegen vom Initiator zu vertretender schädigender Handlungen geltend gemacht werden und ersetzt Gigflip den hierdurch entstandenen Schaden.
§ 7 Vertragsverhältnis des Initiators zu den Fans
Die Nutzung der Gigflip-Internet-Plattform setzt voraus, dass folgende zwingende Rahmenbedingungen für die Ausgestaltung des Vertragsverhältnisses zwischen Initiator und Fan zugrunde gelegt werden:
(1) Durch Einstellen eines Gigs zum Voting durch den Initiator und Freischaltung zum Voting gibt der Initiator ein Angebot auf Abschluss eines Konzertbesuchervertrages unter der Bedingung ab, dass die kritische Masse an Stimmen im Voting erreicht wird oder er sein Optionsrecht ausübt. Durch sein Voting für den Gig nimmt der Fan das Vertragsangebot des Initiators an. Das Angebot des Initiators auf Abschluss eines Konzertbesuchervertrages für den eingestellten Gig ist begrenzt auf die angegebene Höchstzahl an Konzertbesuchern.
(2) Der Initiator hat das Recht auf Bestätigung des Gigs bereits vor Erreichen der kritischen Masse an Stimmen (Optionsrecht), so dass unabhängig vom Erreichen der kritischen Masse an Stimmen der Gig verbindlich durchgeführt wird. Die Bestätigung des Gigs erfolgt durch einseitige Erklärung des Initiators gegenüber dem Fan, so dass der aufschiebend bedingt geschlossene Konzertbesuchervertrag sofort wirksam wird, ohne dass es noch auf das Erreichen der kritischen Masse an Stimmen ankommt. Die Optionserklärung des Initiators wird den Fans durch Gigflip als Boten übermittelt.
(3) Der Konzertbesuchervertrag wird ausschließlich zwischen dem Fan und dem Initiator geschlossen. Gigflip ist nicht selbst Veranstalter der angebotenen Gigs. Diese werden durch den jeweiligen Initiator durchgeführt, der auch Aussteller der Tickets ist. Durch den Erwerb des Tickets kommen vertragliche Beziehungen im Hinblick auf den Besuch des Gigs ausschließlich zwischen dem Ticketinhaber und dem jeweiligen Initiator zustande.
(4) Der Initiator kann sich zur Durchführung des Gigs jederzeit einen Mitveranstalter/örtlichen Veranstalter suchen (sog. Supporter). Im Außenverhältnis zum Fan bleibt der Initiator alleiniger Veranstalter.
(5) Der Initiator wird alles unterlassen, was nach freier Überzeugung von Gigflip den unzutreffenden Eindruck erwecken könnte, dass Gigflip Veranstalter des Gigs sei, für den Gigflip als Vermittlerin die Tickets vertreibt. Macht Gigflip geltend, dass ein solcher Eindruck durch Maßnahmen des Initiators entstehen kann, wird der Initiator die entsprechende Maßnahme unverzüglich unterlassen und alle sonst geeigneten Maßnahmen ergreifen, um diesen Eindruck und seine Wirkungen zu beheben.
(1) Mit dem Anlegen eines Künstlerprofils gibt der Initiator den Fans die Möglichkeit, sich den Künstler in eine bestimmte Stadt zu wünschen. Der Fan kann angeben, in welcher Stadt er den Künstler gerne sehen möchte und die Höhe des Preises benennen, die er für ein Ticket für einen Gig dieses Künstlers auszugeben bereit wäre.
(2) Im Unterschied zum Voting ist die Abgabe eines Wunsches jedoch für den Fan nicht verbindlich. Sofern der Gig wie von dem Fan gewünscht initiiert und ein Voting gestartet wird, besteht für den Fan dennoch keine Verpflichtung, an dem Voting teilzunehmen. Das Voting läuft nach Maßgabe des § 5 ab, unabhängig davon, ob der Künstler zuvor auf dem Wunschzettel der Fans angegeben wurde.
(3) Für den Initiator besteht ebenfalls keine Verpflichtung, einen Gig überhaupt oder in einer bestimmten Stadt zu initiieren, weil ein entsprechender Gig von einem Fan gewünscht wurde oder eine Stadt zu den Top-Wünschen gehört, d.h. diejenige Stadt ist, welche die meisten Fans bei ihrem Wunsch angegeben haben.
(4) Die Wünsche sollen dem Initiator zeigen, in welcher Stadt und zu welchem Ticketpreis die Initiierung eines Gigs erfolgreich wäre und ihm so helfen, seine zukünftigen Gigs zu planen.
§ 9 Vorverkauf von Tickets bei Voting
(1) Gigflip vertreibt die Tickets an Fans, die erfolgreich gevotet haben, so dass die kritische Masse an Stimmen erreicht ist oder der Initiator sein Optionsrecht nach § 7 Abs. 2 dieser AGB ausgeübt hat, im Auftrag des jeweiligen Initiators als Vermittlerin gemäß den nachstehenden Grundsätzen.
(2) Nach Erreichen der kritischen Masse an Stimmen oder Ausübung des Optionsrechts nach § 7 Abs. 2 dieser AGB werden die aufschiebend bedingt geschlossenen Konzertbesucherverträge voll wirksam, so dass Gigflip im Auftrag und Namen des Initiators als Vermittlerin die Tickets ausstellt und an die Fans vertreibt.
(3) Gigflip und der Initiator stellen klar und vereinbaren, dass der Vorverkauf der Tickets im Wege der Vermittlung die Stellung des Initiators als Veranstalter unberührt lässt. Der Initiator erklärt sich damit einverstanden, dass jedes von Gigflip ausgestellte Ticket auf der Vorderseite insbesondere einen ausdrücklichen, deutlich wahrnehmbaren Hinweis darauf enthält, dass ausschließlich der Initiator die jeweilige Veranstaltung veranstaltet und ausschließlich er dem Besucher für die in jeder Hinsicht ordnungsgemäße Durchführung der Veranstaltung haftet.
(4) Der Initiator hat bei Erreichen der kritischen Masse an Stimmen oder Ausübung des Optionsrechts nach § 7 Abs. 2 dieser AGB Gigflip die erforderlichen konkreten Informationen zum Gig, insbesondere die wesentlichen Angaben zu Ort, Zeit und Preis für die Ticketgestaltung unverzüglich zu übermitteln, spätestens jedoch eine Woche vor dem Veranstaltungstermin. Damit gibt der Initiator die Ticketerstellung frei. Gigflip erstellt für den Initiator auf Basis der von diesen übermittelten Daten die Tickets und liefert diese an die vom Fan angegebene E-Mail-Adresse für den Initiator aus. Die Zustellung der Tickets findet ausschließlich auf dem elektronischen Weg statt, d.h. die Tickets werden ausschließlich von Gigflip an die vom Fan angegebene E-Mail-Adresse versendet, nachdem der Gig von dem Initiator freigegeben wurde, weil der Gig aufgrund der erreichten kritischen Masse an Stimmen oder Ausübung des Optionsrechts nach § 7 Abs. 2 dieser AGB durchgeführt wird. Ein Versand per Post und/oder Fax und/oder auf sonstige Weise erfolgt nicht.
(5) Gigflip wird die Tickets nur dann versenden, wenn die Bezahlung über die vom Fan gewählte Zahlungsmethode erfolgt ist und der Initiator die Freigabe der Ticketdetails (Festlegung der Location und des Gig-Beginns spätestens sieben Tage vor dem Termin des Gigs) erteilt hat.
(6) Die Tickets beinhalten neben den Rahmendaten zum Gig eine Ticket-ID, einen Buchungscode („Ticketdaten“) sowie den Eintrittskartenpreis (Gesamtpreis inklusive Umsatzsteuer, Gigflip-Provision (brutto), Payment-Kosten).
(7) Gigflip und der Initiator kommen darin überein, dass die nach diesem Vertrag vertriebenen Premium-Tickets, die eine zusätzliche Leistung für den Ticketinhaber beinhalten (z.B. Meet and Greet mit dem Künstler; signierte CD des Künstlers etc.), sog. Namenspapiere mit Inhaberklausel (§ 808 BGB) sind, die den Fan auf dem Ticket namentlich ausweisen und diesem das Recht vermitteln, an der jeweiligen Veranstaltung teilzunehmen und die Zusatzleistung in Anspruch zu nehmen. Bei Vorlage des Premium-Tickets kann der Initiator sowohl befreiend an den Namensträger als auch an den Inhaber leisten.
Gigflip und der Initiator kommen weiter darin überein, dass die nach diesem Vertrag vertriebenen Tickets, die keine Premium-Tickets sind, sog. kleine Inhaberpapiere (§ 807 BGB) sind, die dem Inhaber das Recht vermitteln, an der jeweiligen Veranstaltung teilzunehmen.
Schuldner der beiden verbrieften Rechte ist ausschließlich der Initiator, nicht Gigflip. Aussteller der Tickets ist der Initiator.
(8) Sofern Umpersonalisierungen von Premium-Tickets auf einen Dritten vorzunehmen sind, erfolgt dies ausschließlich über Gigflip.
1. Der Initiator hat seine Zustimmung zur Umpersonalisierung gegenüber Gigflip schriftlich anzuzeigen.
2. Der Initiator hat bei seiner Zustimmung zur Umpersonalisierung Gigflip die Vor- und Nachnamen sowie eine kopierfähige Ausweiskopie des Premium-Karteninhabers und Vor- und Nachnamen des Dritten mitzuteilen. Gigflip nimmt daraufhin einen Abgleich darüber, ob der auf dem Premium-Ticket angegebene Name mit dem Namen auf dem Ausweisdokument übereinstimmt vor und trägt bei Übereinstimmung der Daten das Premium-Ticket auf den Dritten um.
3. Sofern Anfragen von Fans zur Umpersonalisierung direkt an Gigflip herangetragen werden, leitet Gigflip diese an den Initiator weiter. Gigflip ist als bloße Vermittlerin nicht zur Zustimmung zur Umpersonalisierung berechtigt.
4. Die Anzeige nach Nr. 1 und die Mitteilung nach Nr. 2 sind Gigflip spätestens zwei Tage vor Veranstaltungsbeginn zu übermitteln.
(9) Gigflip stellt dem Ticketerwerber auf dessen Wunsch eine Rechnung per E-Mail im pdf-Format zu.
(10) Sofern ein Gig trotz Erreichens der kritischen Masse an Stimmen oder Ausübung des Optionsrechtes nach § 7 Abs. 2 dieser AGB nicht durchgeführt wird, beauftragt der Initiator Gigflip mit der Rückabwicklung der Ticketverkäufe, die über die Internet-Plattform vertrieben wurden.
§ 10 Klassischer Vorverkauf außerhalb Voting
(1) Gigflip vertreibt die Tickets im klassischen Vorverkauf außerhalb des Votings im Auftrag des jeweiligen Initiators als Vermittlerin gemäß den nachstehenden Grundsätzen.
(2) Der Initiator hat das Recht nach seiner Freigabe der Tickets gem. § 8 Abs. 4 dieser AGB die Tickets in den klassischen Vorverkauf auf der Internet-Plattform von Gigflip zu stellen, wenn er Gigflip zuvor damit beauftragt hat. Gigflip wird in diesem Falle im Auftrag und Namen des Initiators als Vermittlerin die Tickets ausstellen und an die Fans, die am klassischen Vorverkauf außerhalb des Votings teilgenommen haben, vertreiben. § 8 Absatz 3 dieser AGB gilt entsprechend.
(3) Die Beauftragung zum klassischen Vorverkauf außerhalb des Votings nach der Ticketfreigabe gem. Absatz 2 kann frühestens zum Zeitpunkt der Einstellung des Gigs zum Voting oder bis spätestens zwei Stunden vor Veranstaltungsbeginn erfolgen.
(4) Der Initiator ist verpflichtet, zur Wahrung der Auslastung und Sicherheit des Veranstaltungsortes eine Limitierung der Anzahl der Tickets vorzunehmen.
(5) Gigflip liefert die gemäß § 8 Absatz 4 erstellten Tickets an die vom Fan angegebene E-Mail-Adresse für den Initiator aus. Die Zustellung der Tickets findet ausschließlich auf dem elektronischen Weg statt, d.h. die Tickets werden ausschließlich von Gigflip an die vom Fan angegebene E-Mail-Adresse versendet. Ein Versand per Post und/oder Fax und/oder auf sonstige Weise erfolgt nicht.
(6) Gigflip wird die Tickets erst dann versenden, wenn die Bezahlung über die vom Fan gewählte Zahlungsmethode erfolgt ist.
(7) Gigflip und der Initiator kommen darin überein, dass die nach diesem Vertrag vertriebenen Tickets außerhalb des Votings („Standard-Tickets“), ebenso sog. kleine Inhaberpapiere (§ 807 BGB) sind, die dem Inhaber das Recht vermitteln, an der jeweiligen Veranstaltung teilzunehmen. Schuldner des verbrieften Rechts ist ausschließlich der Initiator, nicht Gigflip. Aussteller der Tickets ist der Initiator.
(8) § 8 Absatz 6, 9 und 10 dieser AGB gelten entsprechend.
§ 11 Provisionen, Erlösauskehr, Aufwandsentschädigung, Abrechnung
(1) Die Anmeldung als Initiator bei Gigflip ist kostenlos.
(2) Gigflip erhält für den Verkauf eines jeden Tickets unter Nutzung der Internet-Plattform eine Provision/ein Vermittlungsentgelt in Höhe von 15% des​ Ticketpreises, ​mindestens jedoch 1,50 EUR pro Ticket,​ zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer. Ein Ticket gilt als verkauft, wenn die kritischen Masse an Fan-Stimmen erreicht wird (Bedingungseintritt) oder das Optionsrecht nach § 7 Abs. 2 dieser AGB ausgeübt wird, so dass der Gig stattfindet.
(3) Nach dem Wirksamwerden des Konzertbesuchervertrages zwischen dem Initiator und dem Fan (Bedingungseintritt) eintretende Änderungen, Rückabwicklungen, Stornierungen, sonstige Aufhebungen oder Leistungsstörungen dieses Vertrages haben auf den Provisionsanspruch von Gigflip keinen Einfluss. Der Anspruch auf Provision/Vermittlungsentgelt bleibt auch bestehen, wenn eine Veranstaltung aus Gründen, die Gigflip nicht zu vertreten hat, ausfällt.
(4) Gigflip bedient sich zur Abwicklung des Zahlvorganges eines Payment-Anbieters. Die Kosten des Payment-Anbieters weist Gigflip auf ihrer Internetplattform sichtbar für den registrierten Initiator aus.
(5) Gigflip wird die Ticket-Erlöse abzüglich der in Absatz 2 geregelten Provision (brutto) und abzüglich der Payment-Kosten des Payment-Anbieters nach dem Termin des Gigs an das vom Initiator angegebene Konto nach Maßgabe der nachstehenden Regelungen auskehren.
(6) Die Abrechnung der Ticketerlöse erfolgt spätestens innerhalb von 30 Tagen nach dem Gig. Hierzu erstellt Gigflip einen Rechnungsbeleg und schickt diesen per E-Mail an die vom Initiator hinterlegte E-Mail-Adresse. Der Initiator ist verpflichtet, Einwendungen gegen die von Gigflip erteilten Abrechnungen spätestens eine Woche nach Rechnungserhalt in Textform gegenüber Gigflip geltend zu machen.
(7) Die Auszahlung der im Rahmen der Abrechnung ermittelten Differenz zwischen Ticketgesamtpreis und Payment-Kosten sowie Provision (brutto) erfolgt jeweils zum 15. des auf den Abrechnungsmonat folgenden Monats. Eine Teilausschüttung der Differenz zwischen Ticketgesamtpreis und Payment-Kosten sowie Provision (brutto) bezüglich der eingenommenen Eintrittsgelder ist auf Auffordern des Initiators ab 30 Tagen nach Erreichens der kritischen Masse an Stimmen oder der Ausübung des Optionsrechts nach § 7 Abs. 2 dieser AGB möglich, wobei die Höhe zwischen den Vertragsparteien individuell ausverhandelt wird.
(8) Sofern die Veranstaltung trotz Erreichens der kritischen Masse an erforderlichen Fan-Stimmen oder der Ausübung des Optionsrechts nach § 7 Abs. 2 dieser AGB nicht durchgeführt wird, findet eine Auskehrung des Ticketerlöses an den Initiator nicht statt, da bei Rückabwicklung der Ticketverkäufe die eingenommenen Eintrittsgelder vollständig an die Fans zurücküberwiesen werden. Die gemäß Absatz 2 entstandene Provision (brutto) sowie die Payment-Kosten werden dem Initiator in Rechnung gestellt und per E-Mail an die hinterlegte E-Mail-Adresse versandt. Der Initiator kommt ohne weitere Mahnung nach Ablauf von 14 Tagen nach Zugang der Rechnung in Verzug.
(9) Der Initiator darf gegen die Payment-Kosten und/oder Gigflip-Provisionen mit Forderungen aus noch nicht erteilten Gutschriften und mit fälligen und/oder zukünftigen Forderungen nur dann aufrechnen, wenn diese Forderungen rechtskräftig festgestellt oder unbestritten sind.
(10) Gigflip behält sich das Recht vor, für die Löschung von Votings oder Inhalten oder für die Sperrung des Initiators wegen Verstoßes gegen die AGB eine Aufwandspauschale in Höhe von 2.500,00 EUR brutto zu berechnen, soweit der Initiator den Verstoß zu vertreten hat; es sei denn, er weist nach, dass ein Schaden überhaupt nicht oder in wesentlich geringerer Höhe entstanden ist.
(11) Dem Initiator ist es untersagt, ohne schriftliche Zustimmung von Gigflip Ansprüche gegen Gigflip an Dritte abzutreten.
(12) Die auf die Eintrittsberechtigung (Eintrittskarte) entfallende Umsatzsteuer ist vom Initiator selbständig an das zuständige Finanzamt abzuführen.
(1) Der Initiator räumt Gigflip das zeitlich, sachlich und räumlich unbeschränkte Recht ein, Logos und Bildmaterial (bspw. Austragungsort, Bühnenbauten, Künstler, Gruppen, Schauspieler) unentgeltlich für die Bewerbung und Nachberichterstattung des Votings, des Ticketvorverkaufs und des Gigs in on- und offline-Medien, insbesondere auf der Internet-Plattform, zu verwenden. Der Initiator leistet Gewähr dafür, dass er zur Einräumung der vorbezeichneten Rechte (Nutzungsrechte) befugt ist und diese Rechte frei von Rechten Dritter sind. Gigflip übernimmt jedoch keine Pflichten im Hinblick auf das Marketing und die Werbung für die Gigs und trägt keine Verantwortung für deren Erfolg. Gigflip kann darüber hinaus nicht für den Nichtverkauf bzw. das erfolglose Voting eines Gigs zur Verantwortung gezogen werden.
(2) Der Initiator kann mit vorheriger Genehmigung von Gigflip auf allen für den jeweiligen Gig relevanten Werbemitteln (bspw. Ankündigungsplakaten, Presseanzeigen, etc.) die Anbindung an das Internet-Portal unter Beachtung der Corporate Identity von Gigflip kenntlich machen und auf das Voting auf der Internet-Plattform hinweisen. Die vorherige Genehmigung von Gigflip bedarf der Schriftform. Gigflip stellt im Fall von Satz 1 dieser Klausel die üblichen Druckvorlagen hierfür zur Verfügung. Der Initiator stellt eine rechtlich einwandfreie Gestaltung der Hinweise und Anzeigen sicher und wird insbesondere alle wettbewerbsrechtlich erforderlichen Gebührenhinweise, insbesondere für sämtliche Telekommunikationsdienstleistungen (bspw. Internetnutzungskosten) und eventuelle Vorverkaufsgebühren veranlassen.
(1) Der Nutzungsvertrag einschließlich des Vorverkaufs von Tickets läuft auf unbestimmte Zeit.
(2) Jede Vertragspartei kann den Nutzungsvertrag einschließlich des Vorverkaufs von Tickets jederzeit ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist ordentlich kündigen.
(3) Sollte der Initiator einen Gig zum Voting eingestellt haben, wird eine ausgesprochene Kündigung - egal von welcher Vertragspartei - erst nach Ablauf des Votings wirksam. Erreicht das Voting die kritische Masse an Stimmen oder wird das Optionsrecht nach § 7 Abs. 2 dieser AGB ausgeübt, so wird die Kündigung erst am Folgetag des Termins, an dem der Gig stattfindet, wirksam. In diesem Fall ist bis zu diesem Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Kündigungserklärung der vorliegende Vertrag ordnungsgemäß gemäß dieser AGB durchzuführen. Für die Abwicklung des Ticketverkaufes, die Abrechnung der Provision, der Payment-Kosten, der Aufwandspauschalen und der Erlösauskehr gelten unbeschadet der Kündigung § 8 und § 9 dieser AGB.
(4) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor, wenn der Initiator die Tickets nach Erreichen der kritischen Masse an Stimmen oder Ausübung seines Optionsrechtes nach § 7 Abs. 2 dieser AGB nicht fristgerecht freigibt gem. § 8 Abs. 4 dieser AGB.
(5) Kündigungen sind schriftlich oder durch Mitteilung in Textform (zum Beispiel per E-Mail an support.artists@gigflip.com ) zu erklären.
§ 14 Haftung, Freistellung
(5) Gigflip bleibt der Einwand des Mitverschuldens offen. Der Initiator hat insbesondere die Pflicht zur Datensicherung nach dem aktuellen Stand der Technik.
(6) Der Initiator stellt Gigflip von sämtlichen Ansprüchen frei, die andere Initiatoren, Fans oder sonstige Dritte gegenüber Gigflip geltend machen
a) wegen Verletzung ihrer Rechte durch von dem Initiator in die Gigflip-Internet-Plattform eingestellte Angebote und Inhalte oder
b) wegen Verletzung ihrer Rechte im Zusammenhang mit der Durchführung der Veranstaltung (Gig).
Der Initiator übernimmt hierbei die Kosten der notwendigen Rechtsverteidigung von Gigflip einschließlich sämtlicher Gerichts- und Anwaltskosten in gesetzlicher Höhe. Dies gilt nicht, wenn die Rechtsverletzung von dem Initiator nicht zu vertreten ist. Der Initiator ist verpflichtet, Gigflip für den Fall einer Inanspruchnahme durch Dritte unverzüglich, wahrheitsgemäß und vollständig alle Informationen zur Verfügung zu stellen, die für die Prüfung der Ansprüche und eine Verteidigung erforderlich sind.
§ 15 Informations- und Kommunikationsgrundsätze
(1) Die Vertragsparteien arbeiten kooperativ und loyal zusammen und informieren sich bei maßgeblichen Änderungen gegenseitig unverzüglich.
(2) Sämtliche Kommunikation im Initiatorbereich und auch hinsichtlich sonstiger Beziehungen zwischen Initiator und Gigflip erfolgen elektronisch, d. h. über die in den Nutzerdaten des Veranstalters hinterlegte E-Mail-Adresse oder durch das Veröffentlichen von Hinweisen auf der Internet-Plattform. Im Einzelfall wird Gigflip den Initiator auch telefonisch kontaktieren. Für vertragliche Zwecke erhält der Initiator elektronische Kommunikation von Gigflip. Alle Zustimmungen, Benachrichtigungen, Veröffentlichungen und andere Kommunikation durch Gigflip erfolgen elektronisch, es sei denn, zwingend anzuwendende gesetzliche Vorschriften erfordern eine andere Form der Kommunikation (z. B. Schriftform).
Die Vertragsparteien verpflichten sich, über alle während der Zusammenarbeit bekannt werdenden Geschäftsbeziehungen und sonstigen geschäftlichen bzw. betrieblichen Tatsachen und die Provision auch nach Beendigung des Vertragsverhältnisses Stillschweigen zu bewahren.
(1) Sollten einzelne Bestimmungen dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen unwirksam sind oder werden, wird dadurch die Wirksamkeit der Bedingungen im Übrigen nicht berührt. Die Vertragsparteien werden die Bedingungen dann mit einer wirksamen Ersatzregelung durchführen, die dem mit der weggefallenen Bestimmung verfolgten Zweck am nächsten kommt.
(2) Gigflip ist berechtigt, den Inhalt dieser Allgemeinen Geschäftsbedingungen zu ändern. In diesem Fall wird Gigflip dem Initiator den Änderungsvorschlag unter Benennung des Grundes und des konkreten Umfangs in Textform (z.B. per E-Mail) mitteilen. Die Änderungen gelten als genehmigt, wenn der Initiator ihnen nicht schriftlich widerspricht. Gigflip wird den Initiator auf diese Folge im Mitteilungsschreiben besonders hinweisen. Der Widerspruch muss innerhalb von sechs Wochen nach Zugang der Mitteilung bei Gigflip eingegangen sein. Übt der Initiator sein Widerspruchsrecht aus, gilt der Änderungswunsch als abgelehnt. Der Vertrag wird dann ohne die vorgeschlagenen Änderungen fortgesetzt, kann jedoch von beiden Parteien jederzeit fristlos gekündigt werden.
(3) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts und kollisionsrechtlicher Bestimmungen. Alleiniger Erfüllungsort für Lieferung, Leistung und Zahlung ist Berlin.
(4) Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus und im Zusammenhang mit dem diesen Allgemeinen Geschäftsbedingungen zugrundeliegendem Nutzungsvertrag ist bei Verträgen mit Kaufleuten, juristischen Personen des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtlichen Sondervermögen Berlin.

References: § 6

§ 3
 § 6
 § 7
 § 10

§ 4

§ 5

§ 6
 § 312

§ 8
 § 6

§ 9
 § 6
 § 350
 § 6
 § 7
 § 6

§ 10
 § 6
 § 7

§ 13
 § 14
 § 7
 § 8
 § 9
 § 14
 § 8
 § 12

§ 4

§ 5

§ 6

§ 7
 § 5

§ 9
 § 7
 § 7
 § 7
 § 7
 § 7

§ 10
 § 8
 § 8
 § 8
 § 8

§ 11
 § 7
 § 7
 § 7
 § 7
 § 8
 § 9
 § 7
 § 8

§ 14

§ 15