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Timestamp: 2013-05-22 23:16:22+00:00

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Pfennig (Deutsches Rechtswörterbuch - DRW)
Wort davor: Pfellepfründe
auch in verkürzten Schreibungen penn., pen. sowie dn., d. (für die ursprüngliche Bez. denar), oder in dem entsprechenden Kürzel (pfennig); zu den zahlreichen syntaktisch-phrasematischen Verbindungen vgl. Lasch-Borchling II 1447ff.
Pfennig (I)
eine Münzsorte oder Währungseinheit, auch eine Rechenmünze; offen zu II.
Batzen (I), Denar, Dukaten (I), Florin, Fuß (II 2), Groschen (I), Gulden, Heller, Kreuzer (I), 1Krone (IV), 3Mark (I 1), Münze (II), Pagament (I), 1Ort (XIV).
Pfennig (I 1)
allgemein, als Zahlungsmittel und in Wertbestimmungen; in der Wendung einen Pfennig auf den Kessel (I 2) schlagen Münzen unter Androhung der Kesselstrafe genau nach Vorschrift herstellen (Beleg 1422).
SchwäbWB. I 1032f.; Richthofen,WB. 975 (jeweils mit Umrechnungsangaben zur Valvation); Luschin,AllgMünzk.2 322.
gafolhwitel sceal bion æt hiwisce vi pæninga weorð [das Abgaben-Gewand von (je) einem Haushalt (einer Hufe) soll 6 Pfennig werth sein]
Fundstelle: Liebermann,AgsG. Ine 44.1
so hwer so farah forstilit, ðaz biuzan ðeru mooter leben mag, feorzug pentinga, ðie tuent sol .i., gelte, foruzan haubitgelt inti wirðriun
Datierung: 9. Jh. (Hs.)
Fundstelle: KlAhdSprDm. 56
skiere ward er verchouffet umbe zweinzig phenninge
Datierung: 1060/80
Fundstelle: GenesisW.(Smits) V. 1816
soe is dio meitele dae megum fiouwer pund ende fyf eynza ende sauwen tuede pannyng [dann ist die Magsühne für die Verwandten vier Pfund und fünf Unzen und sechszweidrittel Pfennig]
Fundstelle: WesterlauwersR. I 102
Textarchiv: WesterlauwersR. I 102
sesterciorum phenninche
Fundstelle: AhdGl. II 613, 11
en suin sestein penniggo werht
Fundstelle: CTradWestf. I 25
obolos phenninga
Fundstelle: AhdGl. I 652, 29
nummus phenninc denarius pfenninge
Fundstelle: AhdGl. III 192, 34f.
stater duo didragme phennich
Fundstelle: AhdGl. IV 122, 53
minas pfentinc
Fundstelle: AhdGl. IV 220, 39
virstundi abir he dir giboti dru, so sal he wetti sex phennigi
Fundstelle: MühlhsnRb.2 168
ist ain eschilling fuenfzehen phenning
Fundstelle: ÖLR. Art. 13
thera mutha ek en skilling and eyder nostern fiuwer penningar [so ist die Buße für jede der Öffnungen ein Schilling und für jedes blutende Nasenloch vier Pfennige]
allet dat eyn man stelet by nachte, is et ses penninge wert, men schal ne hengen Datierung: um 1300
Fundstelle: BurgLR. 165
suelen die pfenning, di man nu schierst verniewet, staet beleiben und gestendich sein bis an unser peder [Herzöge von Bayern] tot
hundert gewichte goldes, der sal ein islik hebben achtentich gulden penninge, der sal ein islik werdich sin eines gengen schillinges
Fundstelle: SspLR. III 64
mit zweynhundirt marken pennenge, drie hallir vor den pennyng odir pagemunt
Fundstelle: SiegenUB. I 118
iz ensal och neman ... phenninge uffe eyne andere muntze slan
Fundstelle: GöttingenUB. I 126
heeft de meyere van elken crame eenen penninc
Fundstelle: Diericx 37 Anm.
penninge allerleyer muonte schal men gheven in der stad to Goslar na oreme werde
Datierung: um 1400 (lat. Original 1219)
Fundstelle: GoslarUB. I 415
dessen vorscreven penning schal men slan uppe den ketel
Fundstelle: HansUB. VI 249
wer das aber nicht tät, der verveld uns 72 (pfennig) zu wandl
der feldforster soll alle tage am morgen ausgehen, so er erkennen mag, welcherlei pfenning eine münze ist
Fundstelle: GrW. IV 422
hij zell onser stadt van elken pennincg eynen pennincg toegeven
Fundstelle: UtrechtRBr. I 370
muntz als pfenning oder haller
Datierung: 1464/75
Fundstelle: Tucher,NürnbBaumeisterb. 66
der selben pfening söllen viertzig syben ain lott wegen, eins halben pfenings mynder oder mee ... und viertzehen schilling pfening einen guldin gelten
Fundstelle: Wielandt,BadMünzG. 340
du schalt weten, dat men dorch alle keyser rechte rekent yo eynen gulden pennink vor eynen schillingk, dat ys vor twelff sulueren, vnde achtentich desser penninghe maket eyn gewichte goldes
Fundstelle: Lasch-Borchling II 1447
so gibt man im zum jar für sinen sold: an dinckel 20 müt, an haber 20 müt, an pfennigen 30 (pfund)
Fundstelle: BernStR. VI 1 S. 294
dem gericht zu wette drei pfund, das seint lx schilling ... solcher pfenning, als ... in dem gericht geng und gebe seint
Datierung: vor 1524
Fundstelle: LeipzigSchSpr. 64
dat se ... des erves halven ... noch crutze edder munte, heller edder penninck ... schuldich were
Fundstelle: Dittmer,Sassenrecht 59
wer in dem obern perg umb weingarten kriegen will, der soll das rechtlich thuen und soll ain pfunt pfening auf den rain niderlegen; das soll der richter aufheben und soll darumb recht widergehen lassen
Fundstelle: ÖW. VIII 114
hellingen, penningen ende scellingen moet men valueren nae den pont, te weten twee hellingen maken een penninck
Fundstelle: Fruin,KlSteden II 117
ein pfund pfenning [ist] zwanzig schilling pfenning, ein pfund heller zehen schilling pfenning, ein schilling pfenning zwölf pfenning und ein schilling heller sechs pfenning
Fundstelle: SchriesheimW. 307
würd für ieden thaler zweintzig schilling und für den schilling zwölf pfening gerechnet
Fundstelle: AdelsheimStR. 666
achte pfenni brüchegeld
Datierung: um 1586
Fundstelle: BeitrGoslar XVI 126
ist der so grobe münz, als ducaten ... taler ... ausgeliehen, dafür khlaine münz, als zwaier phening pütschändel ... anzunemen nit schuldig
Fundstelle: NÖLREntw. II 16 § 6
auf sie [jesuiter collegium] hin geb er uns nit für ein pfenning, dann er bekäm nit ein pfenningswerth von ihnen, muesten also selbsten bezahlen
Fundstelle: FreibDiözArch. 5 (1870) 274
malo ist das sechste teil von ein penning, dan 6 malen machen ein penningh
WestdZ. Korrespondenzbl. 15 (1896) 249
diejenigen kleinen scheide-muentzen, welche am werth unter einen kaysergroschen sind, als 8. pfenniger, 6. pfenniger, 4. pfenniger
Fundstelle: Siegel,CJCamb. II 36
zu heben täglich neun pfennige von jedweden zwölf rthlr.
Fundstelle: Schnee,Hoffinanz V 24
pfenning ist heut zu tage an vielen orten der zwoelfte theil eines groschens
Fundstelle: Buder 964
[Übschr.:] edict, worinnen alle fremde pfennige und einige andere kleine muentz-sorten verbothen ... werden
Fundstelle: CCMarch. IV 1 Sp. 1153
zum allerfalsigen gebrauch wird auch eine resolvirung der schwarzen muenz hier vorgetragen, und zwar macht der schilling pfennig in weisser muenz, wie folgt
Fundstelle: Wagner,Civilbeamte I 242 [folgt Umrechnungstabelle]
1 reichsthaler haelt 48 schillinge, 96 sechslinge, 192 witten und 576 pfenninge
Fundstelle: Gadebusch,Staatskunde II 101
Pfennig (I 2)
mit je nach Zeit und Münzstätte unterschiedlichem Münzfuß.
flämisch (II), holländisch (II 1), kölnisch, lübisch (II), Münchner, Prager.
B. Sprenger, Das Geld der Deutschen (Paderborn 1991) 68ff. (Entwicklung und Wert regionaler Pfennigsorten).
sal he geibi sienin rechtin anivanc, daz is ein schillinc mulhuschir phennigi
Fundstelle: MühlhsnRb.2 118
vuonf marc kolschir penninge
Fundstelle: CorpAltdtOrUrk. I 105
van sculden tote lx maercken vlaemscher penninghen Datierung: 1284
Fundstelle: CoutGand I 409
tien pont vlaemscer paenghe
Fundstelle: CorpMnlTekst. I 1476
mit sescich schellinge drier künne münze, dat is zo wißen colscher, eischer ind treischer penninge
Datierung: 13. Jh.?
Fundstelle: GrRA.4 II 226
ainen zehenden ze Malans, giltet fünff schill. mailischer pfenninge
Fundstelle: Mohr,Cod. II 169
mit drey und dreyßig pfundten salzburger pfenning
Fundstelle: Lori,BairBergr. 7
dat wi hebben vorkoft ... rente tvehundert marc unde drittich marc wendescher pennighe umme dre unde twintich hundert marc pennighe derr silven munte
Fundstelle: Strals.2.StB. 36
ther alle Frisa and alle Saxa and alle Dana hethon weron, tha hit thiu sted to Kolne Agrip, ther was vse afte menote and hit ma thene pannig agripiniska pannig [als alle Friesen und alle Sachsen und alle Dänen Heiden waren, da hieß die Stadt Köln Agrippina; dort war unsere gesetzmäßige Münzstätte, und man nannte den Pfennig den agrippinischen Pfennig] Datierung: 1327
Fundstelle: RüstringerR. 134
Textarchiv: RüstringerR. 134
dre houve ... dede gulden veruntvintich scillinghe brunswigescher penninghe alle jar
Fundstelle: DrübeckUB. 63
achte schillinghe niger hildensemescher penninghe ... to betalende
Fundstelle: MarienrodeUB. 363
zwainzichk pfund regensburger pfennige
Fundstelle: OstbairGrenzm. 3 (1959) 52
dat de hemelsgen pennige do to tiden gheliken honoversgen penningen ghulden menliken Datierung: 1392
Fundstelle: HamelnUB. I 496
vmb einen newnen vngerischen guldein ain halbs pfunt münicher, lanczhüter oder ingolsteter pfenning
Fundstelle: MWittelsb. II 583
do schanckt man im hundert pfunt neuwer erffurtsch pfenninge
Fundstelle: Michelsen,Rdm. 523
van elcker manden scollen, die si vercopen, eenen hollantschen penninc Datierung: Ende 14. Jh.
Fundstelle: BredaRbr. 13
Aestergae litike scillinghe thi is xij lyodera panninghen, thet send twene grate and twene liordera panninghen [der Kleine Ostergo-Schilling zählt 12 Leeuwardener Pfennige, das sind zwei Grote und zwei Leeuwardener Pfennig]
Datierung: 2. Hälfte 14. Jh. (Hs. 1464)
Fundstelle: WesterlauwersR. I 424
Textarchiv: WesterlauwersR. I 424
he schal ... uns geven ... drittich schilinge lutteker pennige
Fundstelle: HildeshUB. IV 486
mag man die frenkischen pfennige unsern lawen pfennigen gleich nemen
Fundstelle: ErnestLTA. 9
badnisch pfenning, welcher hundert und acht und sechzig 60 kreuzer gelten
Fundstelle: Wielandt,BadMünzG. 95
die hungerische claine silberin munze, deren ain stuck trei alt pfening oder zwen ietzige wirtzburger pfening galte
Fundstelle: ArchUFrk. 22 (1874) 81
200 pfund gute regenspurger pfenninge
Fundstelle: Kreittmayr,StaatsR. 276
Pfennig (I 3)
in Verbindung mit Adjektiven wie groß, klein, schwer usw., die sich auf den Anteil des Feingehaltes von Edelmetallen in den Münzen (meist Silber, aber auch Kupfer, Gold oder Mischungen daraus) beziehen; pfündiger (I)/pfündischer Pfennig "Pfennigmünze, die auf das Pfund zu 240 Stück berechnet ist" Lasch-Borchling II 1450, böse (I 2) Pfennige Pfennigmünzen, deren Edelmetallgehalt zu gering ist, ewiger Pfennig Pfennigmünze, die über einen möglichst langen Zeitraum mit gleichbleibendem Silbergehalt geprägt wurde (als Reaktion auf die immer häufiger werdenden Münzverrufungen zuerst eingeführt in Braunschweig 1413, vgl. Beleg 1417/26).
den scepenbaren vri luden gift men drittich scillinge to bute pundeger penninge
Fundstelle: Ssp.(Eckh.2)LR. III 45 § 1
weme dath rigesche goth bevolen wert, de sal de marc geten, dat se lodich si bi eme lode, vnde so we darenbouen doyt, dat he et ergere maket twier swarer penninge, de sal der stat gheuen iij mr. suoluers
Fundstelle: RigaStR. 184
ob der munzere einen cupherinen phenninc vorcoufit, dar umbe sol [man] ime sin houbit abe slan
Fundstelle: GörlitzLR. 37 § 2a
ie daz malder ist geslagen an achte schillinge lichter pfennige nach des landes gewonheyt
Fundstelle: ArchHessG. 2 (1838/41) 128
der schol den wein vor aus vorliesen und schol funf marck grosser phenning geben vollichleich und gar
Fundstelle: BrünnRQ. 381
schullen die selben holden den dienst geben vierstund in dem jar alle chottember viertail dienst nvr alt phenning
Fundstelle: OÖUB. VI 169
das súllent si mit alten pfenningen fúrzinsen, vnd dannanthin mit der múntze, so Zouingen geng vnd geb ist
Datierung: vor 1336
Bern (Kt.)
Fundstelle: GrW. I 181
das man auf den perg Zeiring vnd allen pergen mit anndern phenning nicht handle, dan mit grezer phening alain
Fundstelle: SteirGBl. 2 (1881) 170
vnse guldinge mvncze, wo man guldinge pfeninge slet
Fundstelle: LiegnitzUB. 125
sin wergelt sin achczen pfund phundischer pfenning, der ein pfund ein marck silberz macht
Fundstelle: MeißenRB.(Oppitz) IV 44 Dist. 23
dat ... eyn mark wicht bremers silvers scal beholden dre satyn unde ene halve mark lodich, dre penningh wicht eder vere myn scal wesen ane vare ... sos unde druttich schillinghe nyer penninghe scolen weghen ene mark, sos penninghe dar embovene scal wesen ane vare
Datierung: um 1369
Fundstelle: BremUB. III 332
wer den scheffin wieder wufet, der hat verlorn sessig phunt puntziger pennyge yedeme scheffin
Datierung: vor 1370
Fundstelle: WiesbadenMerkerb. 7
und desglichs unsere silbern wißphennige na marczal des goldes dun slahen, einen iglichen uf 9 phennige konings
Datierung: vor 1407
Fundstelle: RTA. VI 140
dat wy scolet ... gheven vor eynen juwelken gulden vertheyn schillinghe gudes peynschen geldes eder veer penninge unde sesteyn schillinghe, de nu to tyden hetet sware penninge
Fundstelle: HamelnUB. II 14
anno xiiijc xiij sloch me erst an den ewigen penningh
Datierung: 1417/26
Fundstelle: BrschwChr. I 225
is de rad desser stad myd anderen steden, alse Lubeke, Wismer vnde Luneborch, ens gheworden, so dat men hir vnde in den erbenomeden steden schal sulueren penninge slaen; eenen groten penningh, de schal xii klene penninge ... gelden
Fundstelle: HambBurspr. 38
creuzgroschen, mertensgroschen ... vnde andir vorslagene pfennige
Fundstelle: HMeißenUB. III 199
der küchenmeister schenckt denselben pedellen von wegen meins gnedigsten hern auch ein schilling silbern pfennige
Fundstelle: ErfurtFreizins 311
hierna volght den prys ende evaluatie van den gouden penningen, die van nu voirtaene loop ende ganck hebben sullen ... den gouden philippus ... den karolus ... den grooten real
Fundstelle: OrdonnPaysBas I 529
von ainem haubt klain vich ain swartzen phenning
Fundstelle: ActaTir. III 117
daß jetz von nun hin alle jar ein guldiner pfenning vom selben gottzhuß fuer ein tribut dem apostolischen stul bezalt soll werden
Fundstelle: Tschudi,ChrHelv. I 40
ain jeder burger ist von seinem hauß 9 schwarze pfenning ... quattemberlich cirk- oder nachtwacht geld zuegeben schuldig
Fundstelle: IngolstadtRefetb. 16r
pfennige, die als eine besondere muentze gelten, sind nach ihrem werthe sehr unterschiedlich. sie werden eingetheilet in leichte und schwere; von jenen gehen 12 auf einen kaysergroschen, von diesen aber machen 12 einen guten groschen. ein leichter pfennig ist der vierte theil eines kreutzers, ihrer dreye machen zween schwere oder gute pfennige Datierung: 1741
Fundstelle: Zedler 27 Sp. 1367
Pfennig (II)
Geldstück, Münze (I 1) (mit unterschiedlichem Aussehen, Gewicht und Edelmetallgehalt); offen zu I; böse Pfennige geringgewichtige Münzen, Falschgeld (Belege 1399, 1467/70, 1801); Pfennige schichten neu geprägte Münzen nach Nominalen sortieren und Fehlprägungen und minderwertige Münzen aussondern (Beleg 1447); auch übtr. (Beleg 1641).
ar [Judas Ischarioth] uuarf dea pendinga danan enti kenc arhenc sih
Datierung: um 810
Fundstelle: MonseeFragm. 37
dero suârôn féndingo, díe sestertia hîezên
dane hilfet die loute / silbir, noch golt daz rôte, / noch miete diu mære, / noch phenninge swære, / noch lantreht, noch pfaht
Datierung: um 1130
Fundstelle: MillstätterSündenkl. V. 154
nû verdampne wir alle Jûdam durch daz er die phenninge nam unt verchoufet sînen hêrren
Datierung: nach 1150
Fundstelle: Prl. V. 303
nu nimet der voget, ir geborn voget, diu wete unde die frouwen unde ain swert unde ain guldîn vingerlîn unde ainen phennich unde ain mantel
SchwäbTrauformel
Fundstelle: MSD. 320
velschet de muntere sine penninge, unde ne halt he se nicht na erme rechte, de wile ne mach he nemande valsches tien, dat he wandel umme dun dorve
Fundstelle: Ssp.(Eckh.2)LR. II 26 § 3
swelh gemælde ein herre an sine phenninge setzet, vnd setzet daz ein ander herre an die sinen die sint valsch vnd ist der herre ein valschær
Fundstelle: Schwsp.(L.)LR. Art. 363 II d
swaz auh verslagener phenninge ist, swelher hande munzze die sin, die ensol niemen waehseln wan der munzmaister
Fundstelle: AugsbStR. Art. 8 § 9
Textarchiv: AugsbStR. Art. 8
swenn auer sylber oder pfenning gelten sol oder ander varund gut
Fundstelle: Schwsp.(Kurzform I/Eckh.) Art. 113a (Kt)
kein man ... sal bose silber noch bose pfenninge in den czuber legen
Fundstelle: FreibergStR. IV § 19
wen man ouch mit aschroten, di man von den pfenningen snidet ... unde mit der schere an hanthafter tat begrifet, iz get im an die hant
Fundstelle: FreibergStR. VI § 23
penninge, die men nuempt lambergelt
Datierung: um 1318
Fundstelle: NrhAnn. 31 (1877) 116
ein pfunt zinses wisser gewanlicher pfenninge
Fundstelle: FRBern. V 538
wer es das der münszmeister ... jeman angriffe, der ... pfenninge beschrotten hette, fünde man hinder dem das abschrot ... den mag der münszmeister zuo rede stossen
Datierung: vor 1332
Fundstelle: StraßbMünzg. 189
der selben phenningen heissent sechse fridphenning oder merzen pfenning,
Datierung: um 1346
Fundstelle: Argovia 64 (1952) 503
den guldenen penninch met den aren ghetekent, die men heet oude scilt
Fundstelle: HansUB. III 181
wer dy sweren pfenninge list uz den lichten, der tut dube
Fundstelle: MeißenRB.(Oppitz) IV 17 Dist. 12
pruet ein munczer eynen valcschen phennig auz ... iz get ym an den halz
Fundstelle: SilleinStRB. 113
wär auch yemand wer der wäre, der dhain valschmüntz sluge oder ain müntz darzuo er nicht recht hette, oderr wer sölich böse pfennige vnd müntz vnder dise newe pfenning brächte ... den sol man darum zuo iren leyb vnd guott greyffen
Fundstelle: Schreiber,UB. II 131
we dar ... sleyt pennynghe sunder des konninges willen ... syn lyff ys yn des konynges gewalth
Fundstelle: JyskeLov III 388
schal neman kopenscop maken van penningen; mer eyn islik scal den penning utgheven unde nemen [für den Nennwert]
Fundstelle: HanseRez. V 564
seuen vnde drittig lodige mark halberstedischer wering, de wo onhe in reiden ouergetalden pennyngen wol to dancke betalet hebbenn
Fundstelle: DrübeckUB. 103
so wollen wir neue pfennige schlagen
Fundstelle: Hirsch,MünzArch. I 91
[de gemeynen uthgave:] de sittende rad ... alszmen de penninge schichtede, 9 1/2 p., 2 1/2 s.
Fundstelle: HildeshUB. VI 741
tha ief kening Kerl thet alle Fresum, thet ma to Iewere an to Stawrum stapelan sette and panning sloge [da verlieh König Karl allen Friesen dieses, daß man zu Jever und zu Stavoren Prägestöcke aufstellen und Münzen schlagen dürfte] Datierung: 1. Hälfte 15. Jh.
Fundstelle: FivelgoR. 172
Textarchiv: FivelgoR. 172
die aufzalmark zu der munz sol haben an der wag x lot, und was der pfenning da entgegen gewogen werden an der aufzal, der sullen sein gleich x s.d.
Fundstelle: Tomaschek,Wien II 67
das solche rechnung an abgang mit überzellen, pösen pfenningen, vergessen an zu schreiben etc. nit wol gesein mag Datierung: 1464/70
Fundstelle: Tucher,NürnbBaumeisterb. 243
[der Rat] schal ... upboren penninge genomet muntepenningh
Fundstelle: ZRG.2 Germ. 59 (1939) 275
[weitere Angaben: ebd. 273-277 zS.]
wilhelmusschilden, davidengulden unde blauwen, ook andere golden penningen
Fundstelle: OstfriesUB. II 237
ob sich zwey zu der heiligen ehe kaufften in diesem dorff, die sollen auch der frohn frey sein das jahr; deß zu einem urkund sollen sie einen pfenning vor das gericht legen
Fundstelle: PfälzW. I 249
ob ainem an sein haus ain lusmaer käm ... sticht in dann der wirt ... zu tod durch ain fenster oder thur, so sollen si denselbn täter mit den fussen aus den dachtrophen ziehn und drei phening auf die wunden legen
Fundstelle: ÖW. VIII 77
in den olden vorganghen jaren, so sloch me pennige, dat nu olde pennigk heten, alse de pennigk myt den bymarcken kusel, seckele, kobrot, puster, dergelick
Fundstelle: BrschwSchichtb. 409
wan ein neuer hüber vfgeschrieben vnd angenommen würdt, soll derselbig ... dem hubschulteiss einen bekanten pfenning geben
Ostpfalz
Fundstelle: GrW. I 798
liessen sie dicke pfening schlagen, deren ainer aines reinischen guldein wert ware. die nennet man ... erstlich joachimstaler, darnach taler
Fundstelle: ArchUFrk. 22 (1874) 80
es gilt aber der pfenning nirgends mehr als da er gemuenzt ist
Fundstelle: Zinkgref II 223
das ander [closter] Melck, genant der klingendte pfenning, von vil gelteinkommen
Fundstelle: FreibDiözArch. 5 (1870) 330
[Neuberufung eines Heimmeiers, indem man mit einem Pfennigstück auf die infrage kommende Person deutet:] der alt hey meyer B.K. weißt mit einem pfenig fort vff W.V.
Fundstelle: Müller,SWendel 363
[weitere Angaben: zS. ebd.]
alda sein erstens mahl den anbeiwesenten knaben zur gedächtnus pfenning ausgeworfen worden
Fundstelle: Strnadt,Grenzbeschr. 453
ob ein unzichtiger gast ainem in sein hauß käm ... und gewünt der würth sein überhant und schlecht ... ihn ze todt, so soll ihn der würth bei den fiessen ziechen auf die gassen und ihm legen 3 (pfennig) auf die wunten, so ist er niemant mehr pflichtig
Fundstelle: ÖW. VIII 1001
man fande in der vestung ... 30000 gulden an lauter schwartzen pfenningen
Fundstelle: Fuhrmann,Öst. II 305
insgemein kan eine jede muentze ein pfening genennet werden
daß diese kupferne pfennige sowohl bey unsern cassen und einnahmen, als im handel und wandel, jedoch bloß in zahlungen, die unter einem dreyer sind, folglich nur zu ein und zwey pfennigen [Bed. I] ... angenommen ... werden sollen
Fundstelle: CSax. I 1002
das recht ..., daß sie acht jahre lang neue slavische pfennige muentzen lassen durfte
Fundstelle: Gadebusch,Staatskunde I 141
Pfennig (III)
Geld; eine bestimmte Menge Geldes, eine bestimmte Summe, je nach Handlungsrahmen in spezialisierteren Bedeutungen wie Preis, Kosten, Aufwendungen, Erlös, Einnahme, Verdienst, Vermögen; übtr. auch: Besitzgier (Mitte 15. Jh.); in zahlreichen phrasematischen Verbindungen: des heiligen Geistes Pfennig Haftgeld bei einem Geschäftsabschluß, Gottespfennig (I 1); mnd. lenede penninge Geldschuld (1270), mnd. bewisede penninge unbestrittene Geldschuld (1270); etwas zu Pfennigen bringen etwas verkaufen (1338); den ersten Pfennig mit dem letzten / den letzten Pfennig mit dem ersten bezahlen eine Summe vollständig bezahlen (1368 uö.); etwas auf den toten Pfennig verkaufen etwas zu einem sehr geringen Preis verkaufen (16. Jh.); bereiter Pfennig Bargeld (1276 uö.).
letzt (I 11 b), letzt (I 11 c), mindest (V 1), mindest (V 3), 1nächst (V).
deme richtere scal men irdelen op en dat hogeste wedde der pennige, de men eme pleget to wedden
Fundstelle: Ssp.(Eckh.2)LR. II 14 § 1
Textarchiv: SspLR. II 14
swat de jode koft anderes dinges unverholen unde unverstolen bi dages lechte, unde nicht in besloteneme hus, mach he dat getugen selve dridde, he behalt sine penninge dar an, de he dar umme gaf Datierung: 1224/25
Fundstelle: Ssp.(Eckh.2)LR. III 7 § 4
Textarchiv: SspLR. III 7
dat egen, ... dat he gekoft hevet mit sinen penningen
Fundstelle: HalleSchB. I 13
umme lenede pennynge vnde vmme bewisede pennynge schal men iewelkeme manne dachdingen ouer dwernacht
Fundstelle: HambStR. 55
dû muost ez im unz an den jungesten pfenninc widergeben allez daz dû im ze schaden hâst getân, mark für mark
swelh ivde dise gesetzede vber gat den sol bvezzen der weltliche rihter mit alse vil slegen alse diz buoch seit, oder beidvi gerihte mvgen in phenninge [Geldstrafe] vf setzen in der mazze daz si nvit da von ze bozheit werdent
Fundstelle: Schwsp.(L.)LR. Art. 262
kumt auch ain gast in die stat unde git sinen kaufschatz umb beraite phenninge unde kaufet mit den phenningen ainen andern kaufschatz
Fundstelle: AugsbStR. Art. 10 § 4
that beschethene goet, that ein man aldus uor uolghet, that mot he wol uerkopen uor sine penninge Datierung: 1279
Fundstelle: StadeStR. 73
so we dem andren gift des hiligen geistes penning up einen koup ... dat blivet al stede, it ne si also, dat he den penning weder geve, de en untfangen hevet
Fundstelle: Nowgorod(7 Fassungen) 90
swa eyn furste eynen dyenstman hat ... unde der dyenstman daz land robet, synes herren lute schezzet myt unrechte, synem herren phenninge abedrenghet wider der urtiele, die vor uns gevallen ist
uiaticum vanninge
Fundstelle: AhdGl. I 373, 22
daz dehein vorsprech deheinen gedingten pfenning nem
weret oc, dat we unse penninghe welden wederhebben binnen dissen ses jaren, dat scole we en kundighen vore dre manen
Fundstelle: HHildeshUB. IV 38
dat wi ehn und eren erven na der upboringe der lesten penninge ihren bref sollen wedder doen
Datierung: 1328 (Hs. 1590/91)
Fundstelle: JbOldenb. 15 (1906) 193
iz daz ein armer um ein gemaineu wunten uwerwunden wiert, hat er dem wunten nicht phenning czu geben, so schol man in gevangen legen siwen wochen
Fundstelle: BrünnRQ. 363
ein vorsprech, der um phenning ist gedingt, der mag an der sach, da er vorsprech um ist, den der phenning er nimt, nichtes gesten
min gewand han ich geantwrd dem probst, daz er ez ze phenningen bringe
Fundstelle: Indersdorf I 71
ist aber, daz derselb hold ist, dingt ab umb phenning, so gevallent di zwae tail an daz gotshaus und daz dritt den vogt
Fundstelle: GöttweigUB. I 389
wer dem andern sinen win entreit oder sine pfenninge in eime ieglichen winhofe ... wirt ez geklaget ... der sol die pfenninge wider geben und die stat rumen
Datierung: 1341/42?
Fundstelle: WürzbPol. 52
er geben danne pfenning oder pfant umb die buossen
Fundstelle: ZürichStB. I 164
ein herre sol ... richten vmb alles, das den pfennig gewinnen vnd verlieren mag
Fundstelle: GrW. IV 395
daz sol er vnsern ingesessnen, der es in sinem hus mit sinem gesinnd essen wil, vmb den selben pfennig geben, als er es gekovfft hat
Fundstelle: BremgartenStR. 32
vnser hern verbieten ernstlich allerley spele, das ... an ledige pfennige getreten mag
Fundstelle: ErfurtZuchtbf. 126
es sol niemant ... spilen lassen ... kainerlay spil, damit man pfennig gewinnet oder verleust
Fundstelle: KitzbühelStR. 68
dar eyn dem anderen ghelt eder pennig sculdich were, des he bekente, unde en konde der scult mit pennig noch mit ghelde nicht betalen
Fundstelle: OsterwieckStB. 13
was der iude offenbar lihet uff pfand, sy sin gestoln oder geraubet, ob man dy wol in siner gewere vindet unde er ir nicht vorloukent, da vorluset er siner pfenninge nicht an
Fundstelle: MeißenRB.(Oppitz) III 17 Dist. 4
[Verdingung zum] nedersten penning
Fundstelle: Spielmans,KleveDeichr. 54
dat hem voer desse boter ... bitaelt were die ierste pennijnc mitten lesten
Fundstelle: GroningenUB. I 409
wer do muren wil, dem sal seyn nokebuwir helfin, vnd sal ym vnden entwichen eyn ele in seyn erbe, vnd sullen daz mittenandir muren vbir dy erde czwey gadym off gelichen pfennig
Fundstelle: KrakauZftO. 96
burger ..., die pfenninge umb pfenning uff merung usslihend
Fundstelle: KonstanzRbfRotB. 24
kan her das ... bewiesen, das her im die pacht schuldik ist, her sal im pfant ader pfeng gebin
mag er aber der phening nicht gehaben, in gleicher weiss sol er gepeinnigt werden
so maken wii mechtich ... Jacque Vlistman ... te gheven een goet, vry, vaste ende zeker geleide, vrylich te varen ... om hoer broot te winnen ende horen penning huesschelic te verteren
Fundstelle: OstfriesUB. II 669
daz man in feilen kauef umb ire phennige geben wulle
Fundstelle: RTA. IV 151
wy en hebben den borghermeysteren unde rade to B. de vorscr. duzent bremer mark degher unde al betalet, den lesten penningh myt dem ersten
Fundstelle: BremUB. IV 399
so sal man sye ... nicht mit ercze sunder mit pfennigen trosten
Fundstelle: BöhmBergR.(Gelnh.) 219
der es [verstoln gut] koufft hott, der hat sin phening verlorn
ein offener wuocherer ... also daz er offenlich lihet sin phenninge ze der wuchen uf pfant
Fundstelle: FreiburgÜÜbers. Art. 47
das man yne ... redelichen feylen kaueff darinne gebe umbe eynen zytlichen pfennig Datierung: 1422
Fundstelle: HeilbronnUB. I 228
schal de genante marcketmester ... bestellen, dat men gheve vor pennynge peninngeswerd
Fundstelle: WernigerodeUB. 221
[N. gab] sin trüw an eins geswornen eids statt uff der schützen stuben, dass [er] niemer mer gespilen wölt, das den pfänning gewun oder verlure
Fundstelle: SchweizId. V 1117
sall men se verkopen an den meesten penninck Datierung: 1. Hälfte 15. Jh.
Fundstelle: NrhAnn. 24 (1872) 166
soe sal men den vrede bestaden op den minnesten penninck
Fundstelle: Vollenhove II 158
dese betalinge en sal ... alleenlic met naecten penningen [geschien]
Fundstelle: BredaRbr. 67
dy universitett mag dießes freymargkts vil weniger entperen denn der gemeyne burger, wenne studenten czeren unnd kouffen alle umbe den tegelichen pfennig Datierung: 1470
Fundstelle: LeipzUnivUB. 186
welke summe geldes ... Acke ... hefft betaelt ... den erste pennynck myt den lesten, unde den mynnesten myt den meesten
Fundstelle: OstfriesUB. II 2
so auch ainer begert im ainem alten stollen zu verleichen und unser perkhmaister das zu thuen nit vermaint, so mag der oder dieselben umb recht auf irn pfenning anrueffen und erleutern lassen, ob in pillich gelichen werde oder nit
Fundstelle: Worms,SchwazBergb. 168
des sal hij [meender] hebben de clachtboeten, manissen ende den vierden penninck van den aenbrengen
Fundstelle: Stallaert II 70
es soll kainer hie zu Weidling, weder hausgenossen noch inleut, weingärten umb halbpaw besten, auch kainer in seinem haus zwen weinzurl haben, die auf einen phening pauen
Fundstelle: ÖW. VII 953
verclaringe van sekere penningen, die eenige particuliere persoenen up huer goet vercoft hebben
Fundstelle: InfHollant 33
das sie dann, wann ... sie verlust, in dieselben stett ... ziehen, darinnen ... iren pfening zeren ...söllen Datierung: 1544
Fundstelle: AdelsheimStR. 643
da jemand darwidder [Kreditaufnahmeverbot] thun wuerde, das derselbig seiner pfenningen verlustig sein solle
Fundstelle: Wigand,Minden II 287
soll von dem holtz den landleuten, wes sie zu ihrer beschedigten deiche, damme vnd schlusen an strauch vnd pfalen beduerfftig, vmb ein zimblichen billichen pfenning vbergeben ... werden
Fundstelle: DithmUB. 261
dieselben sollen solche proviant ... im lager um ein zimlichen pfenning dem kriegs-volck zu nutz verkauffen
Fundstelle: Moser,KreisAbsch. I 277
es sollen auch nit zween weinzierl in aim haus sein die da auf ainen pfening pauen, es sei uber velt oder aber bestant
Fundstelle: ÖW. VII 844
aller fürkauf ist verpotten allenthalben im landgericht, was den pfening beriert, man sol es alles ghen markt bringen, wuerde aber ainer uberfahren, der soll als vil zü wandl geben als das pfenbert werth ist
so der fällig thail solche pfant nach dem anpot zu seinen handen nicht lösst, so soll sie der richter dem clager an beraiter phening statt einantworten
Fundstelle: ÖW. VII 750
höf und güeter ... dem spitl zu Rotweil verkauft umb ein spat ... und todten pfennig Datierung: 16. Jh.
Fundstelle: GrW. VI 332
welcher in jemands ingefrideten gueteren ... betretten wurde ... der soll dryffache straff lyden, an zyt und pfenningen
Fundstelle: BernStR. VII 2 S. 774
den beiderseits vereinbarten pfenning wegen ab- und zugang des lehnträgers inwendig dreißig negstfolgenden tagen völlig abzuzahlen Datierung: 1616
Fundstelle: RhW. II 1 S. 143
den khauff umb eines rechtes pfennigs und werts seczen
Fundstelle: MHungJurHist. IV 2 S. 290
die meisterlosen taglöhner, so in irem lidlohn die schrancken der billigkeit überschrytend, und sich deß alten, inen bestimten pfennings nit ersettigen laßen wellend
Fundstelle: BernStR. VII 1 S. 470
[daß] der schuldner ... nach verfliessung gesagter zehen jahren von der ansprach, forderung und ... besitzung gaentzlich ledig und loß auch geringsten pfenning fuerbas nicht schuldig seyn solle
Fundstelle: Leu,EidgR. III 77
es soll sich auch kein ritter ... dem feindt gefänglich oder sonst ergeben. da es aber wider verhoffen beschehen solt, so soll der orden ihne zu erledigen, kein pfenning zu geben schuldig seyn
Fundstelle: FreibDiözArch. 16 (1883) 116
dem publico liegt daran, daß gerechtes und gutes bier gemacht, folglich dem gemeinen mann sein pfennig vergolten werde
Fundstelle: Wagner,Civilbeamte II 58
Pfennig (IV)
Abgabe, Zins.
Pfennig (IV 1)
in Bargeld zu entrichtende Abgabe oder Zinszahlung, in der Wendung (den Käsedienst) zu Pfennig legen (eine Naturalabgabe) in ein Pfenniggeld (I) umwandeln.
Pfenniggeld (I).
enphangen von einem jare an sweigcinsen und von zwein jaren an erbcinsen und an andern pfenningen
Fundstelle: SchweizId. V 1111
der selbn gult schol man all jar dienen drei schilling phenning auf sand Polten tag ... di andern phenning lignt auf achzehen chesn, der man dient sechs ze weinachtn und zwelf ze sunnwentn
Fundstelle: SPöltenUB. I 376
sol man den pfefer alder pfenning geben
Fundstelle: Pupikofer I Urk. 88
auch sullen sie ... an wachen, an graben und an allen andern notlichen buwen ... der sie notdorfftig sind ... einen pfennig tragen als der ander ungeverlich
Fundstelle: HeilbronnUB. I 124
das sye den ewigen phenning, den sy gekouft haben, ewichlichin behalden sullen Datierung: 1373
Fundstelle: BerlinStB. 58
daz ist der einige pfennig, den do burger und seldener gent
Fundstelle: SchlettstStR. 80
die alten rechtungen an pfenningen an haber an kernen
Fundstelle: ToggenburgArch. 3
wie vnser jägermeister ... zu in chomen sein, vnd habend an si geuodert pfening, vnd andre vngewondliche ding
Fundstelle: MBoica XVII 62
so haben wir ... mit gemeinem rät einen pfenning von der mäss wines uff úns gesetzet
Fundstelle: ArchBern 14 (1896) 681
das abtt Jacob zu Krembsmünster den kes dinst auf allen des goczhaus guetern ... zu phenning gelegt hat
Fundstelle: OÖUrb. II 277
welich vleischacker von den vleischtischen den kirchen gelten sollen ... es sei unslitt oder phening
Datierung: 1440/47
Fundstelle: ÖW. XII 432
zu solchem einnehmen und ausgeben desselben baaren pfennigs sollen etzliche vom lande und städten verordnet werden
Fundstelle: CDSiles. 27 S. 193
[am Vieh müssen die armen Hausleute] eren noetpenninck soiken to betalinge des pennyncks
Fundstelle: BreckerfeldUB. I 109
ein gewisser pfennig oder antheil des werths ... welches man tranck-steuern ... muehl-accisen und dergleichen zu nenen pfleget
Fundstelle: Seckendorff,Fürstenstaat (1737) 498
[landgerichts-erscheinung] der marktrichter [wird] in das gerichtshauß eingelaßen, worinnen aber dem hund ein eier und schmalz, dem marktrichter entgegen nach eingebrachten landgerichtshaber, sogenannten pfenning, ablesung derer landgerichtlichen privilegien ... eine käßsuppen zu essen vorgetragen wirdet
Fundstelle: BeitrSteirG. 25 (1893) 101
wir han guter under unserm pflug, die den herren zu sant G. wedder pfening noch heller geben
Pfennig (IV 2)
böser (III 1) Pfennig: eine Verbrauchssteuer.
wer aber win von zapfen schenkt oder verkouft ... der sol den bösen pf[ennig] gen und daz ungelt
Fundstelle: SchweizId. V 1126
den phenningern von dem boesen phenning
Fundstelle: BernStRechn.(1430/52) 174
auch behalden wir vns beuor den poesen pfening, offen perkhwerch, landtraysen, schatzueng, gezoege vnd alle ander oberkait, die vns als landsfùrsten pillichen zusteen sùllen
Fundstelle: RappoltsteinUB. V 243
so hat ain landtsfürst von der statt Freyburg kain sonder einkomen, allain jetzo die landtsteuern und den pösen pfening
Fundstelle: Stolz,OVorderöstLande 155
der landvogt gebot ... in sinem gebiete von jeder moß wynes ein rappen zu geben, derselbe rapp wart genannt der boesz pfennig, das was ein gros schatzung
Fundstelle: Scherz-Oberlin 175
Pfennig (IV 3)
güldener Pfennig: eine Judensteuer.
Opferpfennnig (III).
geben wir yme ... in den driu unsern steden zuo Geilnhausen, zuo Frideberg und zuo Franckford uff yedem juden der drier stede unsern gulden phennig, dez sy uns phlichtig sint zuo geben
Fundstelle: WetzlarUB. I 655
Pfennig (IV 4)
1gemeiner ( A X 1/ 2) Pfennig: eine direkte Reichssteuer, tw. als Vermögenssteuer, tw. als Kopfgeld (I) errechnet.
HRG.1 I 1503f.
als ... ein gemeyner pfenning durch das gantz rych vier iar lang die nechsten nacheinander werende verwilligt vnnd zugesagt ist
Fundstelle: HMeißenUB. III 297
schatzmeistere des gemeinen pfennings [folgt Aufzählung]
Fundstelle: RAbsch. II 17
als wir [Kaiser Maximilian] ytzund auf den tag zu Worms ... zu widerstant der tuercken vnd erhaltung des reichs, eynen gemeinen pfennig vier jare ... durch das reich zu geben ... geordnet haben
Fundstelle: RAbsch. II 18
der stadtschreiber von s. Gallen bringt ... an, der römische könig verlange von ihnen den gemeinen pfenning
Fundstelle: EidgAbsch. III 1 S. 529
daß ... hertzog Moritz zu Sachsen, zu erlegung des gemeinen pfennigs in die kriegs-truhen, bedencken ... nicht gehabt Datierung: 1542
Fundstelle: Moser,KreisAbsch. I 6
daß der gemein pfenning ... eingezogen ... werde
Fundstelle: RAbsch. II 463
[Bezug auf den Reichstag 1542:] dass mittelst der vmblag nach dem gemeinen pfenning das reich teutscher nation zweymal hundert tausend mann besolden und zu feld erhalten mögen
Fundstelle: Gothein,Colloqu. 85
ihr [einnehmer] officium bestunde [im Jahr 1542] hauptsaechlich darinn ... den gemeinen pfenning von den crays-staenden getreulich einzubringen
Fundstelle: Moser,StaatsR. 27 S. 465
bei den eigentlichen reichssteuern gab es zweierlei arten der umlage und erhebung, jene des gemeinen pfennigs und der roemermonate
Fundstelle: Lang,Steuerverf. 182
gemeiner pfennig bedeutet ueberhaupt die concurrenz der staende des reichs mit gelde ... insonderheit aber zeigt er eine vermoegenssteuer an, die jeder mittelbare oder unmittelbare reichsunterthan ehedem dem kayser entrichten mußte
Fundstelle: RepRecht VIII 15
Pfennig (IV 5)
in Verbindung mit Zahlwörtern dritter, vierter (usw.) Pfennig ein Drittel, Viertel (usw.) als Anteil einer Abgabe, eines Zinses.
ob eyn hus durch fuyers not gebrochen wirt ... wenne man dasselbe hus widir buwen wil, dem sal man von der stat wegen den vierden pfenning zu hulfe geben
Fundstelle: BreslUB. 102
daz der zehende pfennyng, der da vellet von wynungelt sin halber ist
Fundstelle: Erler,NeustadtWeinstr. I 276
ein scholtis in dorffern adir in steten, der den dritten pfenning hat von deme gerichte, was syn hogister broch ist, den her irwerben mag an deme gerichte
Fundstelle: MagdebFr. I 2, 18
verstorven beyde hande, soe vervelt den hern 2 kurmede, ind sal man asdan dat guet myt den zwelfte pennynk wynnen weder aen de hande
Fundstelle: SPantaleonUrb. 341
weri aber daz jemand under inen lägint frigi gueter oder manlehen man kovffti oder verkoffti die, dem hab dehein herr nach ze fragen vmb den dritten pfenning
alle panden, dye geset zyn, salmen opbieden drie rechtedaghen onderenighe, ende des vierden dages salmense hem toewysen den vyfften penning min dan syn waerd is
Fundstelle: BolswardStB. 1455 Kap. 30
als von einer steuer wegen und hilfe ec. die dann zugesagt worden, doch des dritten pfennings minder
Fundstelle: BairLT. VIII 319
käme auch wer von außen, der sothanes herweide zu recht einforderte, derselbe soll dem heiligen geist davon den vierten pfennig geben
Fundstelle: Wigand,Beitr. 176
so man jherlich bethe und geschoß besetzt, den zwentzigsten pfennig oder reisgelt aufflegen wurde
Fundstelle: Krautheim 209
wo se des ock eyne schrift uth dem hundersten pennynckboke getagen producerten lesen leten, vormeldende, dat des anthwordesman vorfaren vormals tho thwen tiden de rente von 900 marck hern Gerdt am hundersten pennynck gekortet hedden
Fundstelle: LübRatsurt. III 330
das die vom adell ... den zehenden pfenningk von den gelttpechten ... entrichten
die juden aber den 10. pfenning ihres jerlichen einkommens versteuren ... sollen
Fundstelle: BrfFriedrFromm. II 987
das nur allain auf den [stollen] zu Dittmansdorff di hülffe der stollensteur, als nemblich der vierde pfennig erfolgen [soll]
Fundstelle: Zivier,SchlesBgw. 306
idt schall ock dat ampt uth eines erbaren raths begünstigung tho empfahung des dritten pfennings von den bröckengelden beföget syn
Fundstelle: Stieda-Mettig 391
wann nemblich ein guett durch ordenlichen khauffcontract und dergleichen in eines andern gewalt khombt, so folgt der obrigkhait wegen solcher veränderung widerumb der zechende pfennig darvon
Fundstelle: OÖLTfl.(Strätz) III 10 § 4
C.K., aufseher, hat noch keine besoldung, sondern den dritten pfenning
Fundstelle: Voigt,BeitrHambVwg. I 32
sollen hinfüran alle grundobrigkheiten von deme waß nach abzug der schulden denen außlendischen erben verbleibt den zehenten pfening für die abfahrt zu nemben befuegt sein
Fundstelle: NÖLO. V 2, 3 § 6
desgleichen ist es mit dem neundten, vierdten pfenning, wassergeldt, schachtsteuer, bergförderung
Fundstelle: Span,BergurthelBO. 19
das die herrschafften vnd andere perkhrechts-inhaber ... nur die helffte des zehenten pfenings das ist den zwainzigisten pfening alß von einhundert gulden fünff gulden von den weingärtten zu fordern berechtiget
Fundstelle: Radkersburg 55
[abzugs-recht:] auf den 20ten pfennig
Fundstelle: BrschwWolfenbPromt. III 7
der vierte pfennig wird auch zu stolln-schaechten und lichtloechern vom tage nider entrichtet
Fundstelle: Schwarz,LausWB. IV 40
gruben, in deren verliehenem felde, wegen ermangelnder anbrüche, kein stollenhieb ausgeübt werden kann, geben dem stollner dafür den vierten theil (vierten pfennig) der kosten, welche er ... auf den forttrieb des stollens durch ihre gebäude verwendet
Fundstelle: PreußALR. II 16 § 409
abschatzung bedeutet in den boehmischen rechten den dritten pfennig des kaufschillings einer erbschaft
Fundstelle: RepRecht I 102
Pfennig (V)
Strafgeld; in der Wendung blutiger (II 1) Pfennig Strafgeld für eine Körperverletzung, metonymisch: Körperverletzung.
was phening, vall und wandl so voran nit gemelt sein, darumben sich unser lantrichter mit dem gewandleten man an den gewondlichen wandlsteten nit verainen mag, das soll zu I. in der lantschranne mit recht außtragen werden
Fundstelle: ÖW. VI 32
die lantrichter haben ... zu straffen ... dieperei, nottzern und pluetigen phening
Fundstelle: ÖW. VI 307
all puß, vell und wendel sind meins herren, außgezogen der plutig pfening, der ist ain phunt ain pfening, der ist des lantrichter
Fundstelle: ÖW. X 122
ez nympt nyemant ain phunt vnd ain phennig für ain totslag, er hab dann den pan. der phennig, den man geit zu dem pfûnt, der haist der plûtig phennig. ob er den nicht mit recht nympt, der mag auch nicht mit recht richten vber menschenplût
Fundstelle: SteirLRO. Art. 119
Pfennig (VI)
3Mark (I 2).
hy man wegeð, swa man deð gold wið penegas
Fundstelle: Wulfstan,Hom.(Napier) 240
hole penninge [Bed. I] hildensemesch, dar eyn M uppe steyt, 1/2 ferd. wecht 7 1/2 quentin 1 penning
Fundstelle: GöttingenStat. 149
item er soll pfening [Bed. II] machen, schlahen und müntzen, die da halten sechs pfening fyns silbers
Pfennig (VII)
ein kleines Landmaß in Westfriesland.
pfennigpfenniggleich.
ausführl. Beekman,DijkR. II 1300f.
hebben an beyde zyden angeomen de voorsz. zylroeden, van W. ende H. zylen tot M. zyll vorz., int jaer van vierenartich pondesmate pondesmate ende pennynck pennyngh gelijck, op to grauen ende to ruymen
Fundstelle: Beekman,DijkR. II 1301
een saete lands groet wesende xxii penninghe huyer, elck penninge es ouergegeuen voor vii stuuers
Fundstelle: Beekman,DijkR. II 1300
Pfennig (VIII)
in Rechtssprichwörtern.
penninge scal men vernien, alse nie herren komet
Fundstelle: Ssp.(Eckh.2)LR. II 26 § 1
des mynsken leuent myt penningen nicht ys tho vorgeldende
Datierung: vor 1517
Langenbecksche Glosse
Fundstelle: HambStR. 293
Wort danach: Pfennigabgabe

References: Art. 13
 § 6
 § 1
 § 2
 § 3
 Art. 363
 Art. 8
 § 9
 Art. 8
 Art. 113
 § 19
 § 23
 § 1
 § 4
 Art. 262
 Art. 10
 § 4
 Art. 47
 § 4
 § 6
 § 409
 Art. 119
 § 1