Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20131002_OGH0002_0070OB00109_13Z0000_000&IncludeSelf=False
Timestamp: 2020-01-24 23:37:45+00:00

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RIS - Rechtssätze für 7Ob109/13z - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 5Ob23/71 6Ob673/77 6Ob6...
RS0010613
5Ob23/71; 6Ob673/77; 6Ob671/78; 5Ob776/81; 4Ob579/95; 2Ob13/97v; 6Ob21/01h; 10Ob37/05x; 9Ob29/11x; 4Ob96/11p; 4Ob43/11v; 7Ob109/13z; 10Ob47/13d; 4Ob220/13a; 7Ob71/14p; 1Ob84/16h
Nicht durch die Vorschrift des § 364 Abs 2 ABGB gedeckt ist das Eindringen fester Körper größeren Umfanges. Die Grundeigentümer sind daher befugt, mittelbare Einwirkungen auf Grund des Nachbarrechtes abzuwehren, so weit es sich um grob körperliche Immissionen handelt, was für herabfallendes Gestein, Erdreich und größere Äste, nicht aber für fallendes Laub und herabrinnende Hangwässer zutrifft.
SZ 44/22
6 Ob 673/77
Entscheidungstext OGH 20.10.1977 6 Ob 673/77
nur: Nicht durch die Vorschrift des § 364 Abs 2 ABGB gedeckt ist das Eindringen fester Körper größeren Umfanges. (T1); Beisatz: Flüssiger Beton im Zuge einer Bauführung. (T2) = MietSlg 29042
6 Ob 671/78
Entscheidungstext OGH 13.07.1978 6 Ob 671/78
Beisatz: Hobelspäne eines Sägewerksbetriebes. (T3) = SZ 51/114 = EvBl 1978/210 S 664 = MietSlg 30039
5 Ob 776/81
Entscheidungstext OGH 15.12.1981 5 Ob 776/81
nur T1; Beisatz: Der Eigentümer des Grundstückes kann vom Nachbarn jedenfalls zumutbare Vorkehrungen gegen die Einwirkung fester Körper vom Nachbargrund her verlangen, ohne dass ein besonderes Maß der Schädigung vorausgesetzt würde. Es kommt auch nicht darauf an, ob eine größere oder kleinere Teilfläche des Grundstückes beeinträchtigt wird. Auch eine geringfügige Beeinträchtigung erlaubt die Abwehr des Eingriffes durch Ablagerung fester Körper, sofern nicht aus besonderen Gründen eine Duldungspflicht angenommen werden muß. (T4) = MietSlg 33024
4 Ob 579/95
Entscheidungstext OGH 07.11.1995 4 Ob 579/95
Vgl auch; nur T1; Beisatz: Ist der Umfang der eindringenden Stoffe äußerst gering, dann fallen sie unter § 364 Abs 2 Satz 1 ABGB: Das Eindringen solcher Stoffe ist hinzunehmen, solange das ortsübliche Maß nicht überschritten wird. (T5) Veröff: SZ 68/208
2 Ob 13/97v
Entscheidungstext OGH 20.03.1997 2 Ob 13/97v
Vgl auch; Veröff: SZ 74/78
10 Ob 37/05x
Entscheidungstext OGH 03.10.2006 10 Ob 37/05x
Auch; Beis wie T5; Beisatz: Im vorliegenden Fall wurden mehrmals proWoche, gelegentlich auch mehrmals täglich Fußbälle vom Fußballplatz auf die Liegenschaft des Klägers geschossen. (T6)
9 Ob 29/11x
Entscheidungstext OGH 28.06.2011 9 Ob 29/11x
Auch; Veröff: SZ 2011/77
4 Ob 96/11p
Entscheidungstext OGH 09.08.2011 4 Ob 96/11p
Auch; Beisatz: Herabfallendes Laub und Nadeln sind keine grobkörperlichen Immissionen iSd § 364 Abs 2 Satz 2 ABGB. (T7)
4 Ob 43/11v
Entscheidungstext OGH 22.11.2011 4 Ob 43/11v
Vgl auch; Beisatz: Hier: Zum Beseitigungsansprüch bei gefährlichem Überhang. (T8); Bem: Siehe auch RS0127359. (T9)
Auch Beis wie T4; Auch Beis wie T5; Auch Beis wie T7
Auch; Veröff: SZ 2013/108
Vgl aber; Beisatz: Hier: Rechtsmissbräuchliche Klagsführung, wenn in drei Jahren nur vier Mal Bälle auf das Grundstück der Klägerin gelangten. (T10)
7 Ob 71/14p
Entscheidungstext OGH 21.05.2014 7 Ob 71/14p
1 Ob 84/16h
Entscheidungstext OGH 19.10.2016 1 Ob 84/16h
ECLI:AT:OGH0002:1971:RS0010613
JJR_19710224_OGH0002_0050OB00023_7100000_003
Rechtssatz für 8Ob635/92 2Ob558/93 6Ob...
8Ob635/92; 2Ob558/93; 6Ob1679/95; 1Ob144/97a; 7Ob218/02p; 4Ob250/06b; 8Ob135/06w; 4Ob196/07p; 6Ob227/07m; 4Ob9/10t; 5Ob133/09h; 4Ob43/11v; 4Ob99/12f; 8Ob78/13y; 7Ob109/13z; 4Ob71/14s; 3Ob156/14h; 2Ob229/14m; 1Ob47/15s; 4Ob257/16x; 6Ob98/17f
2 Ob 558/93
Entscheidungstext OGH 12.01.1995 2 Ob 558/93
6 Ob 1679/95
Entscheidungstext OGH 12.10.1995 6 Ob 1679/95
7 Ob 218/02p
Entscheidungstext OGH 09.10.2002 7 Ob 218/02p
4 Ob 250/06b
Entscheidungstext OGH 13.02.2007 4 Ob 250/06b
8 Ob 78/13y
Entscheidungstext OGH 29.08.2013 8 Ob 78/13y
Entscheidungstext OGH 24.06.2014 4 Ob 71/14s
3 Ob 156/14h
Entscheidungstext OGH 19.11.2014 3 Ob 156/14h
2 Ob 229/14m
Entscheidungstext OGH 22.01.2015 2 Ob 229/14m
1 Ob 47/15s
Entscheidungstext OGH 28.01.2016 1 Ob 47/15s
4 Ob 257/16x
Entscheidungstext OGH 24.01.2017 4 Ob 257/16x
6 Ob 98/17f
Entscheidungstext OGH 25.10.2017 6 Ob 98/17f
JJR_19921029_OGH0002_0080OB00635_9200000_002
Rechtssatz für 8Ob589/91 4Ob268/97h 4O...
RS0031891
8Ob589/91; 4Ob268/97h; 4Ob225/97k; 4Ob292/97p; 6Ob51/01w; 6Ob184/03g; 6Ob71/05t; 6Ob315/05z; 4Ob134/07w; 4Ob195/08t; 9Ob54/08v; 6Ob265/08a; 4Ob51/09t; 2Ob219/09h; 3Ob35/10h; 4Ob201/10b; 9ObA21/11w; 10Ob25/09p; 4Ob74/11b; 4Ob104/11i; 4Ob4/12k; 8Ob128/12z; 4Ob192/12g; 4Ob199/12m; 6Ob38/13a; 10Ob33/13w; 7Ob109/13z; 4Ob135/15d; 1Ob96/17z; 4Ob175/17i; 1Ob47/18w; 4Ob5/19t
Ob nach den besonderen Umständen des jeweiligen Falles Wiederholungsgefahr anzunehmen ist, hat grundsätzlich keine "erhebliche Bedeutung" im Sinne des § 502 Abs 1 ZPO.
8 Ob 589/91
Entscheidungstext OGH 28.01.1993 8 Ob 589/91
Auch; Beisatz: Hier: Fortbestehen der Wiederholungsgefahr. (T1)
4 Ob 292/97p
Entscheidungstext OGH 07.10.1997 4 Ob 292/97p
6 Ob 71/05t
Entscheidungstext OGH 19.05.2005 6 Ob 71/05t
Beisatz: Die angebotene Unterlassungsverpflichtung umfasste nicht alles, was der Kläger begehren konnte: Weiterbestand der Wiederholungsgefahr. (T2)
6 Ob 315/05z
Entscheidungstext OGH 26.01.2006 6 Ob 315/05z
4 Ob 134/07w
Entscheidungstext OGH 07.08.2007 4 Ob 134/07w
Ähnlich; Beisatz: Hier: Wiederholungsgefahr nach § 2 UWG. (T3)
4 Ob 195/08t
Entscheidungstext OGH 15.12.2008 4 Ob 195/08t
6 Ob 265/08a
Entscheidungstext OGH 14.05.2009 6 Ob 265/08a
Beisatz: Der Oberste Gerichtshof hat bereits ausgesprochen, dass es bei einer Verurteilung im medienrechtlichen Entschädigungsverfahren zum Schadenersatz im Einzelfall bei Hinzutreten besonderer weiterer Umstände allenfalls möglich sein kann, von einem gebeugten Willen des Täters und damit vom Fehlen einer Wiederholungsgefahr auszugehen (6 Ob 306/03y). (T4)
4 Ob 51/09t
Entscheidungstext OGH 21.04.2009 4 Ob 51/09t
2 Ob 219/09h
Entscheidungstext OGH 18.12.2009 2 Ob 219/09h
4 Ob 201/10b
Entscheidungstext OGH 15.12.2010 4 Ob 201/10b
9 ObA 21/11w
Entscheidungstext OGH 28.02.2011 9 ObA 21/11w
8 Ob 128/12z
Entscheidungstext OGH 27.11.2012 8 Ob 128/12z
4 Ob 192/12g
Entscheidungstext OGH 28.11.2012 4 Ob 192/12g
Auch; Beisatz: Hier: Bildnisschutz nach § 78 UrhG. (T5)
4 Ob 199/12m
Entscheidungstext OGH 28.11.2012 4 Ob 199/12m
6 Ob 38/13a
Entscheidungstext OGH 04.07.2013 6 Ob 38/13a
Beisatz: Hier: Wiederholungsgefahr vertretbar verneint. (T6)
Beisatz: Hier: Unterlassungsanspruch nach § 28 KSchG. (T7)
1 Ob 47/18w
Entscheidungstext OGH 30.04.2018 1 Ob 47/18w
ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0031891
JJR_19930128_OGH0002_0080OB00589_9100000_001
Rechtssatz für 4Ob87/94 4Ob106/94 10Ob...
RS0037660
4Ob87/94; 4Ob106/94; 10Ob63/01i; 7Ob199/01t; 6Ob6/03f; 4Ob247/03g; 7Ob4/05x; 4Ob103/06k; 3Ob127/06g; 4Ob227/06w; 4Ob148/07d; 4Ob177/07v; 9Ob78/07x; 9ObA104/07w; 4Ob99/08z; 4Ob171/08p; 17Ob40/08v; 4Ob34/09t; 4Ob50/10x; 1Ob2/11t; 1Ob147/11s; 9ObA56/11t; 1Ob181/12t; 2Ob173/12y; 7Ob109/13z; 3Ob93/14v; 1Ob150/14m; 9Ob40/15w; 5Ob130/15a; 7Ob81/16m; 10Ob13/17k; 8Ob101/16k; 1Ob211/17m; 3Ob195/17y; 1Ob124/18v; 5Ob18/19m
ZPO §503 E3
KSchG §28a
MSchG §51
UWG §44
Der Unterlassungsanspruch wird durch zwei Elemente konkretisiert: Eine Unterlassungspflicht und die Gefahr, dass dieser Unterlassungspflicht zuwidergehandelt wird. Fehlt eines dieser Elemente, dann besteht kein Unterlassungsanspruch.
Veröff: SZ 67/161
10 Ob 63/01i
Entscheidungstext OGH 08.05.2001 10 Ob 63/01i
Vgl auch; Beisatz: Die Geltendmachung von Unterlassungsansprüchen setzt zum einen entweder rechtsgeschäftliche Unterlassungspflichten oder rechtswidrige Eingriffe in geschützte Rechtsgüter voraus, zum anderen aber auch Wiederholungsgefahr. Ein vorbeugender Unterlassungsanspruch wird bejaht, wenn ein Eingriff in eine fremde Rechtssphäre unmittelbar und konkret droht. (T1)
6 Ob 6/03f
Entscheidungstext OGH 20.02.2003 6 Ob 6/03f
4 Ob 247/03g
Entscheidungstext OGH 20.01.2004 4 Ob 247/03g
Auch; Beisatz: Kann es zum Beispiel aus rechtlichen Gründen, etwa wegen Wegfalls der Verbotsnorm, zu keinem Verstoß mehr kommen, besteht kein Unterlassungsanspruch. Auf Änderungen der Rechtslage in Bezug auf Verbotsnormen ist in jeder Lage des Verfahrens Rücksicht zu nehmen. (T2)
Vgl auch; Beis wie T1 nur: Ein vorbeugender Unterlassungsanspruch wird bejaht, wenn ein Eingriff in eine fremde Rechtssphäre unmittelbar und konkret droht. (T3)
4 Ob 103/06k
Entscheidungstext OGH 12.07.2006 4 Ob 103/06k
Beisatz: Für einen Unterlassungsanspruch materiell erforderlich sind Wiederholungsgefahr und Erstbegehungsgefahr. (T4)
Veröff: SZ 2006/105
3 Ob 127/06g
Entscheidungstext OGH 13.09.2006 3 Ob 127/06g
Auch; Beisatz: Der Unterlassungsanspruch setzt eine materielle Unterlassungspflicht und eine Begehungsgefahr voraus. (T5)
4 Ob 148/07d
Entscheidungstext OGH 13.11.2007 4 Ob 148/07d
Auch; Beis wie T2; Beisatz: Hier: UWG-Novelle 2007. (T6)
9 Ob 78/07x
Entscheidungstext OGH 08.02.2008 9 Ob 78/07x
nur: Der Unterlassungsanspruch wird durch zwei Elemente konkretisiert: Eine Unterlassungspflicht und die Gefahr, dass dieser Unterlassungspflicht zuwidergehandelt wird. (T7)
4 Ob 50/10x
Entscheidungstext OGH 11.05.2010 4 Ob 50/10x
1 Ob 181/12t
Entscheidungstext OGH 11.10.2012 1 Ob 181/12t
Vgl auch; Beis wie T1; Beis wie T3
Auch; nur T7; Beis wie T1 nur: Die Geltendmachung von Unterlassungsansprüchen setzt zum einen entweder rechtsgeschäftliche Unterlassungspflichten oder rechtswidrige Eingriffe in geschützte Rechtsgüter voraus. (T8)
3 Ob 93/14v
Entscheidungstext OGH 23.07.2014 3 Ob 93/14v
Beisatz: Hier: Lärmimmissionen durch Hundegebell. (T9)
Auch; Beisatz: Hier: Unterlassungsanspruch der Servitutenklage. (T10)
9 Ob 40/15w
Entscheidungstext OGH 29.07.2015 9 Ob 40/15w
Beis ähnlich wie T1; Beisatz: Die Möglichkeit einer vorbeugenden Unterlassungsklage besteht auch in einem Verbandsprozess gemäß § 28a KSchG. (T11)
Beisatz: Hier: Ankündigung einer Bank, bei Kreditverträgen keine „Negativzinsen“ an Kreditnehmer zu zahlen. (T12); Veröff: SZ 2017/36
8 Ob 101/16k
Entscheidungstext OGH 30.05.2017 8 Ob 101/16k
Vgl auch; Beis wie T1; Beis wie T11; Beisatz: Es kommt nicht darauf an, ob sich der beklagte Unternehmer bis zum Zeitpunkt des Schlusses der mündlichen Verhandlung erster Instanz bereits rechtswidrig verhalten hatte. Es genügt das Vorliegen einer Erstbegehungsgefahr, die vom Kläger zu behaupten und zu beweisen ist. (T13)
ECLI:AT:OGH0002:1994:RS0037660
JJR_19940712_OGH0002_0040OB00087_9400000_004
Rechtssatz für 2Ob13/97v 1Ob285/01w 7O...
RS0107625
2Ob13/97v; 1Ob285/01w; 7Ob218/02p; 1Ob279/02i; 1Ob169/06v; 4Ob43/11v; 8Ob79/13w; 8Ob78/13y; 7Ob109/13z; 9Ob7/18x
Nachbarrechtliche Ansprüche sind ausgeschlossen, wenn es sich um Elementarereignisse handelt, die ohne menschliches Zutun eintreten. Es löst auch nicht schon jegliche Waldbewirtschaftung eine Immissionshaftung für Steinschlaggefahr oder Lawinengefahr aus. Wird aber eine im Hinblick auf das Naturwirken besonders gefährliche Nutzungsart gewählt, kann eine nachbarrechtliche Verantwortlichkeit bestehen.
Auch; Beisatz: Ob die hier zu beurteilenden Regenfälle jeweils beziehungsweise insgesamt als Elementarereignis zu werten sind, ist eine Frage des Einzelfalls und nicht verallgemeinerungsfähig. (T1)
Beisatz: Gewittrige Regenschauer, die alle zwei Jahre beziehungsweise dreimal in zehn Jahren zu erwarten sind, sind keineswegs außergewöhnliche Ereignisse. (T2)
Beisatz: Auch Niederschläge, die statistisch einmal in zehn Jahren stattfinden, können durchaus nicht als Elementarereignis, dessen Folgen nicht abgewendet werden können, gewertet werden. (T3)
Vgl auch; nur: Nachbarrechtliche Ansprüche sind ausgeschlossen, wenn es sich um Elementarereignisse handelt, die ohne menschliches Zutun eintreten. (T4)
1 Ob 279/02i
Entscheidungstext OGH 25.03.2003 1 Ob 279/02i
Auch; Beisatz: Steuert jemand einige Zeit hindurch den natürlichen Abfluss aus einem Teich, hält er diese Vorkehrungen instand und verschafft damit dem Nachbarn einen Vorteil für dessen Grundstück, weil das Teichwasser dieses nicht oder in geringerem Ausmaß als infolge der natürlichen Abflussverhältnisse überflutete, erwächst dem Nachbarn kein Rcht, dass dieser Zustand erhalten bliebe. Auch § 39 WRG verbietet nur jene Änderungen der natürlichen Abflussverhältnisse, die sich zum Nachteil des Nachbarn auswirkten. (T5)
1 Ob 169/06v
Entscheidungstext OGH 17.10.2006 1 Ob 169/06v
nur T4; Beisatz: Nach der eine unmittelbare Zuleitung bewirkenden willkürlichen Änderung der natürlichen Abflussverhältnisse von Oberflächenwasser kann eine auf § 364 Abs 2 zweiter SatzABGB gestützte Eigentumsfreiheitsklage des durch eine solche Maßnahme - wenn auch nur im Fall selten wiederkehrender katastrophaler Niederschläge - beeinträchtigten Nachbarn als Eigentümer eines unverbauten, landwirtschaftlichen Zwecken dienenden Grundstücks nur dann scheitern, wenn dessen Unterlassungsbegehren nach den jeweiligen Umständen des Einzelfalls als Rechtsmissbrauch (Schikane) zu beurteilen ist. Gegenteiliges gilt nur dann, wenn sich eine willkürliche Änderung der natürlichen Abflussverhältnisse auf das Grundstück eines Nachbarn nur geringfügig auswirkt und diese Folge kein Vernünftiger als nennenswerten Nachteil ansähe. (T6)
Veröff: SZ 2006/152
Vgl; Beisatz: Aus einem bloßen Naturwirken kann durch (bewusstes) Aufrechterhalten dieses Zustands eine unmittelbare Zuleitung werden. (T7)
8 Ob 79/13w
Entscheidungstext OGH 29.08.2013 8 Ob 79/13w
Vgl; Veröff: SZ 2013/79
nur T4; Vgl Beis wie T3
9 Ob 7/18x
Entscheidungstext OGH 30.10.2018 9 Ob 7/18x
ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0107625
JJR_19970320_OGH0002_0020OB00013_97V0000_001
Rechtssatz für 4Ob193/00m 3Ob162/00w 6...
RS0114254
4Ob193/00m; 3Ob162/00w; 6Ob84/05d; 4Ob50/10x; 1Ob43/10w; 4Ob88/11m; 1Ob181/12t; 10Ob28/13k; 6Ob38/13a; 2Ob173/12y; 7Ob109/13z; 3Ob93/14v; 6Ob231/16p; 4Ob219/18m
Ob ein Unterlassungsbegehren berechtigt ist, hängt nicht davon ab, ob sich der Beklagte im Zeitpunkt des Schlusses der Verhandlung erster Instanz rechtswidrig verhält, sondern es kommt allein darauf an, ob die Gefahr künftiger Rechtsverletzungen (Erstbegehungsgefahr, Wiederholungsgefahr) besteht. Einem auf das Fehlen einer rechtskräftigen Baubewilligung abstellenden Unterlassungsbegehren ist daher trotz Vorliegens der rechtskräftigen Baubewilligung bei Schluss der Verhandlung erster Instanz stattzugeben, wenn der Beklagte nicht beweist, dass eine neuerliche Rechtsverletzung bei Aufhebung der vor den Gerichtshöfen des öffentlichen Rechts noch anfechtbaren Baubewilligung nicht äußerst unwahrscheinlich ist.
3 Ob 162/00w
Entscheidungstext OGH 30.10.2000 3 Ob 162/00w
Vgl auch; Beisatz: Hier: Frage der Wirkung der Erteilung der Baubewilligung bei einer Unterlassungsexekution zur Durchsetzung des Verbotes, Gebäudeteile, für die keine rechtskräftige Baubewilligung vorliegt, Dritten zur Weiterbenützung zu überlassen. (T1)
Auch; Beisatz: Der Unterlassungsanspruch setzt die Feststellung schon erfolgter Störungen oder doch zumindest die Gefahr künftiger Störungen voraus, denen mit vorbeugender Unterlassungsklage begegnet werden kann. Hier: Die vertragswidrige, dem Bebauungsplan widersprechende Bauweise und die Vermietung der (zu vielen) Wohneinheiten indiziert in ausreichender Weise die schon erfolgte Erweiterung der Servitut und damit die Wiederholungsgefahr bzw Gefahr eines künftigen Eingriffs in das Eigentumsrecht. (T2)
Auch; nur: Ob ein Unterlassungsbegehren berechtigt ist, hängt nicht davon ab, ob sich der Beklagte im Zeitpunkt des Schlusses der Verhandlung erster Instanz rechtswidrig verhält, sondern es kommt allein darauf an, ob die Gefahr künftiger Rechtsverletzungen (Erstbegehungsgefahr, Wiederholungsgefahr) besteht. (T3)
Beisatz: Hier: Unterlassung irreführender Äußerungen. (T4)
1 Ob 43/10w
Entscheidungstext OGH 06.07.2010 1 Ob 43/10w
Vgl auch; nur ähnlich T3; Beis wie T4; Beisatz: Dass das Verhalten des Beklagten bei Schluss der Verhandlung erster Instanz rechtmäßig war, hat für die Beurteilung der Wiederholungsgefahr keine Bedeutung, solange die Möglichkeit besteht, dass sich die Verhältnisse neuerlich ändern und das Verhalten dadurch wieder rechtswidrig wird. (T5)
Beisatz: Gegebenenfalls aber für den Umfang der Unterlassungspflicht. (T6)
Auch; nur T3; Beis wie T2
Auch; Beis wie T2 nur: Der Unterlassungsanspruch setzt die Feststellung schon erfolgter Störungen oder doch zumindest die Gefahr künftiger Störungen voraus, denen mit vorbeugender Unterlassungsklage begegnet werden kann. (T7)
Auch; nur T3; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Lärmimmissionen durch Hundegebell. (T8)
4 Ob 219/18m
Entscheidungstext OGH 27.11.2018 4 Ob 219/18m
ECLI:AT:OGH0002:2000:RS0114254
JJR_20001003_OGH0002_0040OB00193_00M0000_001

References: § 364
 OGH 
 § 364
 OGH 
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 § 364
 OGH 
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 § 364
 OGH 
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 § 502
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 § 2
 OGH 
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 OGH 
 § 78
 OGH 
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 § 28
 OGH 
 §503
 §28
 §51
 §44
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 28
 OGH 
 OGH 
 § 39
 OGH 
 § 364
 OGH 
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