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Timestamp: 2018-01-20 05:12:56+00:00

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Das wichtigste zum Waffengesetz 1996 - Shoot Buddies Club Austria
Das wichtigste zum Waffengesetz 1996
Feb 6 Feb 7 Andreas Schmutz
Hier kurz zusammengefasst das Wichtigste zum Waffengesetz 1996 im Überblick.
Kategorie A [§ 17 & § 18]: Verbotene Waffen und Kriegsmaterial – Flinten mit einer Gesamtlänge von weniger als 90 Zentimeter oder einer Lauflänge von weniger als 45 Zentimeter. Flinten mit Vorderschaftrepetiersystem (Pumpgun), Waffen mit Schalldämpfer oder Scheinwerfer. Schlagringe, Totschläger, Stahlruten, Munition für FFW mit Hohlspitze.
Kategorie B [§ 19 bis § 29]: Genehmigungspflichtige Schußwaffen – Faustfeuerwaffen, Repetierflinten, Selbstladeflinten, Selbstladebüchsen (auch Kleinkaliber).
Kategorie C [§ 30 bis § 35]: Meldepflichtige Schußwaffen – Gewehre mit gezogenem Lauf, soferne sie nicht Kiregsmaterial oder genehmigungspflichtige Waffen sind.
Kategorie D [§ 30 bis § 35]: Sonstige Schußwaffen – Alle Flinten, soferne sie nicht verbotene Waffen oder genehmigungspflichtige Waffen sind.
Ausnahmebestimmung für bestimmte Waffen [§ 45 bis § 47] – Schußwaffen mit Luntenschloß, Radschloß oder Steinschloß, einschüßige Vorderlader mit Perkussionsschloß. Schußwaffen die vor 1871 erzeugt worden sind. Druckluft- oder CO2-Waffen unter 6mm Kaliber. Zimmerstutzen, andere minderwirksame Waffen (Softgun, Armbrust, Bogen, Steinschleuder).
Waffendokumente:
Waffenpass – Berechtigt zum Erwerb, Besitz und zum Führen genehmigungspflichtiger Waffen (wird in der Realität so gut wie nicht mehr ausgestellt)
Waffenbesitzkarte – Berechtigt zum Erwerb und Besitz genehmigungspflichtiger Waffen, nicht aber zum Führen von Waffen! Das Tragen einer Waffe in der eigenen Wohnung oder seinem eingefriedetem Grundstück zählt nicht als Führen einer Waffe.
Jagdkarte – Berechtigt zum Erwerb ohne Abkühlphase (3-tägige Frist) von Waffen der Kategorie C und D sowie deren Führen im Rahmen der Jagdberechtigung.
Wer mehr als 20 Schußwaffen besitzt oder Munition in größeren Mengen verwahrt (ab etwa 5000 Schuß), hat die zuständige Behörde darüber zu informieren und mitzuteilen wie für die sichere Verwahrung gesorgt wird [§ 41].
Das Verbringen von einem Ort zum anderen lediglich zum Zweck des Transportes ist kein Führen! Voraussetzung ist, dass sich die Waffe in einem geschlossenen Behältnis befindet. Dieses muss verschlossen aber nicht versperrbar sein! Eine Schußwaffe darf beim Transport nicht geladen sein [§ 7]. Der Transport muss immer auf direktem Wege stattfinden!
Für die Benützung von Schußwaffen auf behördlich genehmigten Schießstätten sind die Bestimmungen über das Überlassen, den Besitz und das Führen von Schußwaffen sowie die Bestimmungen über das Überlassen und den Erwerb von Munition für Faustfeuerwaffen nicht anzuwenden. Waffenverbote haben jedoch ihre Gültigkeit!
Verwahrung von Schußwaffen:
Waffen müssen immer sorgfältig und sicher verwahrt werden [§ 8 (1) 2]. § 3 (1) besagt das eine Schußwaffe immer sicher zu verwahren ist, wenn ihr Besitzer sie in zumutbarer Weise vor unberechtigtem Zugriff schützt. Genaue Details können im Waffengesetz nachgelesen werden. Grundlegend ist die Zielrichtung der Bestimmungen wohl auf Menschen im selben Haushalt gerichtet. Auch fremde Personen (Handwerker, etc.) dürfen keinen Zugriff zur Waffe erlangen. Daraus ist abzuleiten das es nicht reicht die Waffe vor unbefugtem Gebrauch zu schützen, sondern die Waffe muss für alle Personen die diese nicht besitzen dürfen, unzugänglich sein!
Das Gesetz fordert ein versperrtes Behältnis. Es muss nicht unbedingt ein Stahlschrank sein, ein der Anzahl und Gefährlichkeit angepasster, massiver Schrank mit entsprechendem Schloss ist aber jedenfalls notwendig. Wichtig ist ebenfalls das der Schlüssel, oder sonstige zum Öffnen nötiger Vorrichtungen, soweit als möglich verhindert wird. Grundsätzlich können Waffen nicht nur zu Hause verwahrt werden, sondern auch an jenem Ort, der mit der Rechtfertigung im Zusammenhang steht. Waffe und Munition muss in Österreich nicht getrennt voneinander aufbewahrt werden (das ist ein Irrglaube).
Überprüfung der Verwahrung:
Nach § 4 der 2. Durchführungsverordnung werden Inhaber von Waffenbesitzkarten und Waffenpässen in der Regel alle 5 Jahre von Organen des öffentlichen Sicherheitsdienstes kontrolliert.Dabei wird festgelegt ob die Daten der Dokumente und Waffennummern mit denen der Behörde übereinstimmen. Ebenfalls wird die richtige Verwahrung der Waffen überprüft.
Quellenachweise: Skriptum Waffenführerschein (Professional Arms)
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References: § 18
 § 29
 § 35
 § 35
 § 47
 § 3
 § 4