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Timestamp: 2020-02-24 22:02:32+00:00

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Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz Berlin-Mitte : nichtoffener Wettbewerb für Architekten in Arbeitsgemeinschaft mit Landschaftsarchitekten / Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Petriplatz Berlin ; Ausgrabung ; Besucherzentrum ; Wettbewerb ; Online-Publikation
Datum des Herunterladens: 18.01.2013
Elektronische Ressource (PDF-Format 15,7 MB)
urn:nbn:de:kobv:109-opus-171841
Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz Berlin-Mitte
Archäologisches Besucherzentrum Berlin Mitte Petriplatz
Nichtoffener Wettbewerb für Architekten in Arbeitsgemeinschaft mit Landschaftsarchitekten Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz Berlin Mitte Auslobung
Herausgeber und Wettbewerbsdurchführung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Abteilung Städtebau und Projekte Referat II D Brückenstraße 6 10179 Berlin Wettbewerbsauslobung Inge Schmidt-Rathert, II D 1, Referat Wettbewerbe und Auswahlverfahren Berit Breuer, Dipl.-Ing. Architektur Digitale Bearbeitung Berit Breuer, Dipl.-Ing. Architektur Titelbild Hans-Joachim Wuthenow, 2012 Druck A&W Digitaldruck, Berlin
Anlass und Ziel.........................................................................................7 Teil 1	 1.1	 1.2	 1.3	 1.4	 1.5	 1.6	 1.7	 1.8	 1.9	 1.10	 1.11	 1.12	 1.13	 1.14	 1.15	 1.16	 1.17	 1.18	 2.1	 2.2	 2.3	 2.4	 2.5	 2.6	 2.7	 2.8	 2.9	 2.10	 2.11	 3.1	 3.2	 3.3	 3.4	 3.5	 3.6	 3.7	 3.8	 3.9	 3.10	 3.11	 4.1	 4.2	 Verfahren. ...................................................................................9 . Auslober, Bauherr........................................................................9 Art des Verfahrens.......................................................................9 Richtlinien für Wettbewerbe.........................................................9 Teilnahmeberechtigung..............................................................10 Preisgericht und Vorprüfung...................................................... 11 . Ausgabe der Wettbewerbsunterlagen........................................14 Abgabe der Wettbewerbsarbeiten. ............................................14 . Ortsbesichtigung, Rückfragen....................................................15 Verzeichnis der Wettbewerbsunterlagen. ..................................16 . Geforderte Leistungen...............................................................16 Beurteilungsverfahren und Vorprüfung......................................19 Preise und Anerkennungen........................................................19 Weitere Bearbeitung..................................................................19 Eigentum und Urheberrecht.......................................................20 Verfassererklärung.....................................................................20 Bekanntgabe des Ergebnisses / Ausstellung der Arbeiten............................................................21 Haftung und Rückgabe..............................................................21 Zusammenfassung der Termine. ...............................................22 . Städtebauliche Rahmenbedingungen........................................23 Historische Entwicklung.............................................................26 Ausgrabungen und Archäologische Befunde.............................31 Entwicklung der Planungsüberlegungen....................................33 Planungsvorhaben „Bet- und Lehrhaus“....................................35 Der Wettbewerbsbereich. ..........................................................35 . Technische Infrastruktur.............................................................37 Erschließung und Verkehr..........................................................38 Planerische Rahmenbedingungen.............................................39 Denkmalbereiche und Baudenkmale.........................................42 Das Archäologische Besucherzentrum......................................45 Planungsumfang........................................................................49 Städtebaulich-architektonische Zielsetzung...............................50 Freiflächen / Außenanlagen ......................................................51 Räumliche und funktionale Anforderungen / Technische Ausrüstung..............................................................51 Erschließung / Stellplätze .........................................................54 Baukosten / Wirtschaftlichkeit....................................................55 Nachhaltigkeit / Energieeffizienz / Ökologische Zielsetzung......56 Barrierefreies Bauen..................................................................57 Baurechtliche Vorschriften, Normen und Richtlinien..................57 Raumprogramm.........................................................................58 Beurteilungskriterien des Preisgerichts......................................59 Digitale Anlagen ........................................................................61 Quellenangaben.........................................................................65
Teil 3 	 Wettbewerbsaufgabe...............................................................49
Teil 4 	 Anhang......................................................................................61
Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz / Anlass und Ziel
Im historischen Zentrum Berlins, auf der Spreeinsel, soll im Rahmen einer städtebaulichen Neuordnung der historische Petriplatz wieder hergestellt werden. Bei den im Zusammenhang mit der Baufeldfreimachung von 2007 bis 2009 durchgeführten archäologischen Grabungen sind die Fundamente der mittelalterlichen Lateinschule und der mittelalterlichen, barocken und neogotischen Petrikirche freigelegt worden. Die Wettbewerbsaufgabe umfasst die Planung des Archäologischen Besucherzentrums mit einer Nutzfläche von ca. 2640 qm am Standort der ehemaligen Lateinschule und eines Ossariums als Außenmagazin am Fundort der Gebeine sowie die Gestaltung der Freiflächen, die die archäologischen Befunde berücksichtigt. Im räumlichen Zusammenhang mit dem Ossarium sollen die Kirchenfundamente im Chorbereich der Strackschen Petrikirche und die angrenzenden Befunde sichtbar gemacht werden. Im Vorfeld dieses Verfahrens ist der Wettbewerb „Bet- und Lehrhaus auf dem Petriplatz Berlin“ für die Errichtung eines Sakralbaus auf den Fundamenten der Strackschen Kirche ausgeschrieben worden. Die Umsetzung des Projektes ist zeitlich noch nicht abgesichert. Aus diesem Grund soll in diesem Verfahren so geplant werden, dass der Entwurf des Petriplatzes als Freiraum temporär allein Bestand hat, aber auch den späteren Bau des Sakralbaus berücksichtigt. Das inhaltliche Konzept des Archäologischen Besucherzentrums sieht, neben der Präsentation der Grundmauern der Lateinschule sowie der Ausstellung von sonstigen Grabungsfunden, vor auch die Arbeitsmethoden archäologischer Tätigkeiten zu präsentieren. Die Magazine des Museums für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin bewahren eine der umfangreichsten Sammlungen Europas. In den Werkstätten werden auch die Objekte aus der Schausammlung aus dem Neuen Museum restauriert. Von den Teilnehmern werden gestalterisch und funktional anspruchsvolle Entwürfe erwartet, die sich überzeugend in das heterogene städtebauliche Umfeld eingliedern und eine hohe Nutzungsqualität aufweisen. Für das Besucherzentrum sind Gesamtbaukosten in Höhe von ca. 15,5 Mio. Euro vorgesehen. Die Baudurchführung ist ab 2014 geplant.
Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz / Teil 1 Verfahren
Auslober, Bauherr Land Berlin, vertreten durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Abteilung Hochbau, Referat Projektmanagement Birgitt Kalthöner Fehrbelliner Platz 2 10707 Berlin Bedarfsträger Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Abteilung Städtebau und Projekte Brückenstraße 6 10179 Berlin und Landesdenkmalamt Berlin Klosterstraße 47 10179 Berlin Wettbewerbsdurchführung, Auslobung und Koordination Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Abteilung Städtebau und Projekte Referat II D Brückenstraße 6 10179 Berlin Inge Schmidt-Rathert II D 1 Tel.: +49 (0)30 9025 2032 Fax: +49 (0)30 9025 2535 E-Mail: inge.schmidt-rathert@senstadtum.berlin.de
Die Auslobung erfolgt als nichtoffener einstufiger Wettbewerb für Architekten in Arbeitsgemeinschaft mit Landschaftsarchitekten. Das gesamte Verfahren ist bis zum Abschluss anonym. Kommunikation Die Wettbewerbssprache ist Deutsch. Die Kommunikation mit den Teilnehmern erfolgt über E-Mail.
Dem Wettbewerb liegen die Richtlinien für Planungswettbewerbe (RPW 2008) sowie das Rundschreiben SenStadt VI A Nr. 06 / 2009 (Einführung der RPW 2008) zugrunde, soweit nachstehend nichts anderes ausgeführt ist. Die Architektenkammer wirkt vor, während und nach dem Wettbewerb beratend mit, sie registriert den Wettbewerb. Mit der Registrierung wird be-
stätigt, dass die Auslobungsbedingungen der Richtlinie entsprechen. Die besonderen Bestimmungen für öffentliche Auftraggeber (RPW 2008, § 9) sind anzuwenden. Der Wettbewerb wird bei der Architektenkammer Berlin unter der Registrier-Nr. AKB-2012-15 geführt. Einverständnis Jeder Teilnehmer, Preisrichter, Sachverständige, Vorprüfer und Gast erklärt sich durch seine Beteiligung bzw. Mitwirkung am Verfahren mit den vorliegenden Teilnahmebedingungen und der Anwendung der RPW 2008 einverstanden. Verlautbarungen jeder Art über Inhalt und Ablauf vor und während der Laufzeit des Wettbewerbsverfahrens, einschließlich der Veröffentlichung der Wettbewerbsergebnisse, dürfen nur über die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Referat II D, abgegeben werden. Datenschutz Jeder Teilnehmer, Preisrichter, Sachverständige, Vorprüfer, Gast und Auftragnehmer willigt durch seine Beteiligung bzw. Mitwirkung am Verfahren ein, dass seine personenbezogenen Daten im Zusammenhang mit o.g. Wettbewerb bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt in Form einer automatisierten Datei geführt werden. Diese Einwilligung gemäß § 6 des novellierten Bundesdatenschutzgesetzes ist auf der Verfasser- bzw. auf der Zustimmungserklärung zu bestätigen. Eingetragen werden Name, Anschrift, Telefon, Bankverbindung, Beauftragung im Wettbewerb, Kammermitgliedschaft, Berufsbezeichnung. Nach Abschluss des Verfahrens können auf Wunsch diese Daten gelöscht werden (durch Vermerk auf der Verfassererklärung bzw. durch Mitteilung an den Auslober). Vergabekammer Öffentliche Aufträge, die gemäß den Vergabevorschriften der EU vergeben werden müssen, unterliegen einem Rechtsschutzverfahren. Für die öffentlichen Auftraggeber des Landes Berlin wird dieses Verfahren vor der Vergabekammer des Landes Berlin geführt. Vergabekammer des Landes Berlin Martin-Luther-Straße 105 10825 Berlin Tel.: +49 (0)30 9013 8316 Fax: +49 (0)30 9013 7613
Zur Teilnahme am Wettbewerb wurden neben 10 gesetzten Arbeitsgemeinschaften aus Architekten und Landschaftsarchitekten entsprechend der Ankündigung im EU-Amtsblatt vom 28.07.2012 in einem vorgeschalteten Bewerbungsverfahren (Teilnahmewettbewerb gemäß RPW und VOF) durch ein vom Preisgericht unabhängiges Auswahlgremium 30 Arbeitsgemeinschaften aus Architekten und Landschaftsarchitekten ausgewählt.
Jórunn Ragnarsdóttir Architektin, Stuttgart Peter Brückner Architekt, Tirschenreuth Manfred Ortner Architekt, Berlin Günter Pfeifer Architekt, Freiburg Donata Valentien Landschaftsarchitektin, Weßling Petra Vondenhof-Anderhalten Architektin, Berlin Henning von Wedemeyer Architekt, Berlin Marianne Mommsen Landschaftsarchitektin, Berlin Regula Lüscher Senatsbaudirektorin Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt André Schmitz Staatssekretär Der Regierende Bürgermeister von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten Dr. Christian Hanke Bezirksbürgermeister Bezirksamt Mitte von Berlin Dr. Wolfgang Illert Geschäftsführer Deutsche Stiftung Denkmalschutz Dr. Matthias Wemhoff Museumsdirektor und Landesarchäologe Museum für Vor- und Frühgeschichte Manfred Kühne Abteilungsleiter Städtebau und Projekte Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Fachpreisrichter 		 				 				 				 				 				 				 				 				 				 Stellvertretende		 Fachpreisrichter		 				 				 				 				 Sachpreisrichter		 				 				 				 	 				 				 				 				 				 				 				 				 				 				 				 Stellvertretende		 Sachpreisrichter
Carsten Spallek Bezirksstadtrat Bezirksamt Mitte von Berlin Detlef Laubinger Immobilienfachwirt Brandenburgische Schlösser GmbH Dr. Günther Schauerte Vizepräsident Stiftung Preußischer Kulturbesitz Dr. Christina Haak Stellvertretende Generaldirektorin Staatliche Museen zu Berlin Gregor Hohberg Ev. Kirchengemeinde St. Petri – St. Marien Roland Stolte Ev. Kirchengemeinde St. Petri – St. Marien Dr. Karin Wagner Landesdenkmalamt Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Claudia Maria Melisch Archäologin / Grabungsleiterin Uwe Dechéne Projektvorbereitung und Projektprüfung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Leyla Köymen Projektvorbereitung und Projektprüfung Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Birgitt Kalthöner Projektmanagement Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Andreas Dondit Projektmanagement Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Ralf-Burkhard Hammelbeck Objektmanagement / Kultur Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Knut Kardacki Ministerielle Angelegenheiten des Bauwesens / Bauaufsicht Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Ingeborg Stude Ministerielle Angelegenheiten des barrierefreien Bauens Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Annalie Schoen Hauptstadtreferat Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Elke Kleinwächter-Jarnot Hauptstadtreferat Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Matthias Brückner Wirtschaftsförderung / Förderpolitik Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Forschung Manfred Richter DSK – Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft Steffen Klette Fachbereich Stadtplanung Bezirksamt Mitte von Berlin Heike Mertens Fachbereich Stadtplanung Bezirksamt Mitte von Berlin Christian Spath Stadtplaner / Architekt, Berlin Peter Ostendorff Wettbewerbe und Auswahlverfahren Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Inge Schmidt-Rathert Wettbewerbe und Auswahlverfahren Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Vorprüfung		 	 				 				 				 Kostenprüfung		 Energieeffizienz /		 Nachhaltigkeit 	 	 Kammervertreter		 				 Gäste
N.N. Architekt, Berlin N.N. Landschaftsarchitekt, Berlin N.N. N.N.
Peter Kever Architektenkammer Berlin Dr. Anni Seidel Stadtteilzentrum „Club Spittelkolonnaden“ Thomas Koch Stadtteilzentrum „Club Spittelkolonnaden“ Mitglieder des Abgeordnetenhauses von Berlin Mitglieder der Bezirksverordnetenversammlung Bezirksamt Mitte von Berlin
Der Auslobungstext wird den Teilnehmern vorab in digitaler Form per E-Mail am 20. September 2012 zugesandt. Die digitalen Anlagen zum Wettbewerb stehen gleichzeitig zum Download (durch Erhalt eines Passwortes) zur Verfügung. Die gedruckte Auslobungsbroschüre wird am 26. September 2012 per Post an die Teilnehmer versendet. Die Modelleinsatzplatte wird im Zusammenhang mit der Beantwortung der Rückfragen versendet.
Die Arbeiten müssen bis zum 20. November 2012 um 17 Uhr in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Referat Wettbewerbe und Auswahlverfahren Brückenstraße 6 Jannowitzcenter 10179 Berlin Raum Nr. 4.026 eingegangen sein. (Es gilt nicht das Datum des Poststempels.) Die Wettbewerbspläne sind gerollt in einer eckigen Versandbox abzuliefern.
Das Modell ist bis zum 27. November 2012 um 17 Uhr an gleicher Stelle einzureichen. Das Modell ist in transportgerechter und wieder verwendbarer Verpackung abzuliefern. Der Verfasser trägt die Verantwortung, dass die geforderten Leistungen am 20. November 2012 bzw. am 27. November 2012 (Modell) vorliegen. Die Wettbewerbsarbeiten sind zur Wahrung der Anonymität in verschlossenem Zustand ohne Absender oder sonstigen Hinweis auf den Verfasser, aber mit der Kennzahl und dem Vermerk „Petriplatz“ einzureichen. Bei Zustellung durch Kurierdienst ist der Empfänger als Absender anzugeben. Kennzeichnung der Arbeiten Die Wettbewerbsarbeiten sind in allen Stücken nur durch eine gleichlautende Kennzahl zu bezeichnen. Sie ist aus sechs arabischen Ziffern zu bilden und in einer Größe von 1 cm Höhe und 4 cm Breite auf jedem Blatt und Schriftstück in der rechten oberen Ecke anzubringen. Der Wettbewerbsverfasser hat die Verfassererklärung mit seiner Anschrift in einem verschlossenen und undurchsichtigen Umschlag mit der gleichen Kennzahl abzugeben, mit der er seine Wettbewerbsarbeit gekennzeichnet hat. Dieser Umschlag ist gleichzeitig mit der Wettbewerbsarbeit abzugeben. Die Verfassererklärung ist nicht in digitaler Form einzureichen.
Ortsbesichtigung Am 28. September 2012 um 11 Uhr wird eine Begehung des Wettbewerbsgebietes durchgeführt. Der Treffpunkt ist an der Scharrenstraße Ecke Kleine Gertraudenstraße, Berlin Mitte. Im Anschluss findet um 13:30 Uhr unter Führung des Direktors des Museums für Vor- und Frühgeschichte Prof. Dr. Matthias Wemhoff ein Besuch im Langhansbau am Schloss Charlottenburg, Spandauer Damm 22, 14059 Berlin statt. Rückfragen Rückfragen zur Auslobung können schriftlich gestellt werden. Sie müssen bis zum 10. Oktober 2012 um 18 Uhr bei folgender E-Mail-Adresse eingegangen sein: inge.schmidt-rathert@senstadtum.berlin.de Bei den Rückfragen ist auf die entsprechenden Teilziffern der Auslobung, auf die sie sich beziehen, Bezug zu nehmen. Ein Rückfragenkolloquium findet nicht statt. Die Beantwortung der Rückfragen erfolgt in Abstimmung mit dem Preisgericht. Die Zusammenstellung aller eingereichten Fragen und deren Beantwortung wird den Beteiligten am 17. Oktober 2012 per E-Mail zugesandt und ist Bestandteil der Auslobung.
Unterlagen des Wettbewerbs sind: • die vorliegende Auslobung • die Zusammenstellung der Rückfragen und deren Beantwortung • Modelleinsatzplatte im M 1:500 • digitale Daten zum Download (vollständiges Verzeichnis siehe Teil 4 Anhang), u.a. die im Folgenden aufgeführten Planunterlagen und Dokumente: –	 Übersichts- und Lageplan 	 (Hinweis: Eventuell sind Planungenauigkeiten aufgrund von Abweichungen zwischen Vermesserplan, B-Plan und ALK vorhanden. Als Arbeitsgrundlage dient daher der Vermesserplan.) –	 Vermesserplan –	 Fundamentpläne, Geotechnisches Gutachten usw. –	 Testentwurf 2009 und Städtebauliche Studie 2011 –	 Wettbewerb Bet- und Lehrhaus Petriplatz, Siegerentwurf –	 Funktionsschema Archäologisches Besucherzentrum –	 Raumprogramm als .pdf- und .xls-Datei –	 Fotodokumentation, Luftbild Hinweis Jeder Teilnehmer des Verfahrens verpflichtet sich, die vorliegenden digitalisierten Daten und Pläne nur für die Beteiligung am Verfahren zu nutzen. Daten, die im Rahmen der Bearbeitung als Zwischenprodukte anfallen und nicht an den Auslober abgegeben werden, sind nach Abschluss des Wettbewerbes zu löschen.
Von den Teilnehmern werden folgende Leistungen erwartet: Geforderte Leistungen in Papierform 1.	 Städtebauliches landschaftsplanerisches Konzept für den gesamten Wettbewerbsbereich im M 1:500 mit Darstellung von Gesamtsituation, Baukörper, Zufahrt, Erschließung, Außenanlagen bzw. Freiflächen unter Berücksichtigung des Planungsbereiches 	 für das Bet- und Lehrhaus • Freiflächen / Außenanlagen 2.	 Variante 1: Lageplan mit Darstellung der Freiflächengestaltung: Begrünung / Bepflanzung, Wegebefestigung, Oberflächen, Möblierung, Erschließung, Unterbringung Ossarium, Fahrradstellplätze im M 1:200 unter Berücksichtigung des Planungsbereiches für das Bet- und Lehrhaus 3.	 Variante 2: Lageplan wie unter Punkt 2 jedoch mit einem Vorschlag zur temporären Gestaltung im Planungsbereich des Bet- und Lehrhauses, der eine spätere Realisierung zulässt 	 (Es ist möglich die Varianten zusammenzufassen.) 5.	 Erläuternde Schnitte und notwendige Ansichten von Freiraum, abgesenkter Ebene vor der Lateinschule und Ossarium im M 1:200 6.	 Zwei freie Darstellungen zur Visualisierung der Freiflächenplanung
• Archäologisches Besucherzentrum 7.	 EG-Grundriss mit Darstellung der angrenzenden 	 Freiflächen einschließlich der äußeren Erschließung sowie 			 Grundrisse aller weiteren Geschosse im M 1:200 8.	 Ansichten aller Gebäudeseiten und zum Verständnis des Entwurfs 		 e 	 rforderliche Schnitte im M 1:200 9.	 Fassaden- bzw. Systemausschnitt mit Teilansicht im M 1:20 	 (Der Informationsgehalt soll annähernd dem eines Schnittes 	 im M 1:50 entsprechen, beispielhaft zur Vermittelbarkeit von 	 Materialität, Gestaltqualität und zur Ermittlung der Kosten.) 10.	 Zwei räumliche Darstellungen (eine Innenansicht sowie eine 	 Außenansicht) nach freier Wahl 11.	 Prüfpläne (gefaltet): 	 ein Satz der verlangten Grundrisse und Schnitte mit Eintragung 	 – der Raumbezeichnungen gem. Raumprogramm 	 (siehe Formblätter A und B) 	 – der für die Berechnung notwendigen Maße 	 – der Raumgrößen 12. 	Berechnungsergebnisse auf Formblättern (Formblatt A – 	 Raumprogramm, Formblatt B – Gebäudekennwerte, siehe Digitale 		 A 	 nlagen unter 4.1.8 Formblätter): 	 – Nutzflächen NF in der Aufschlüsselung gem. Raumprogramm 	 – Technische Funktionsflächen TF 	 – Überbaute Fläche 	 – Brutto-Grundfläche BGFa 	 – Brutto-Rauminhalt BRIa (V) 	 – Gebäudehüllfläche (A) 	 – Verhältnis Brutto-Grundfläche a / Nutzfläche (BGFa / NF) 	 – Verhältnis A / V 	 Der Rechenweg ist nachvollziehbar auf den Prüfplänen d 	 arzustellen. Folgende Werte werden durch die Vorprüfung e 	 rmittelt: DAF (Dachflächen), HTF (Horizontale Trennflächen), B 	 AF (Basisflächen), AWF (Außenwandflächen), IWF 	 (Innenwandflächen), BAU (Baugrube Neubau). Daher wird eine 	 entsprechende Darstellung auf den Prüfplänen erwartet. 13.	 Erläuterungsbericht (max. 4 DIN A4-Seiten, getrennt von den 	 Plänen) zum Archäologischen Besucherzentrum und zum 	 Freiraum: 	 – Erläuterung und Begründung des Entwurfskonzepts 	 – Aussagen zu Konstruktion und Materialien 	 – Aussagen zur Wirtschaftlichkeit 	 – Aussagen zu Nachhaltigkeit und Energieeffizienz (siehe Pkt. 3.7) 	 – Angaben zum barrierefreien Bauen 	 – Umgang mit den archäologischen Befunden 	 Alle Aussagen sind besonders hinsichtlich kostenrelevanter 	 Überlegungen darzustellen. 14.	 Baubeschreibung nach DIN 276 zu den KG 300, 400 und 500 15.	 Verzeichnis der eingereichten Unterlagen 16.	 Verfassererklärung (siehe Digitale Anlagen unter 4.1.8 Formblätter) 17.	 Modell im M 1:500 unter Verwendung der vorgegebenen 	 Modelleinsatzplatte (Wichtig: Der Bebauungsvorschlag für die 	 Fläche zwischen zu planendem Besucherzentrum und Kleiner 	 Gertraudenstraße soll als vereinfachte Kubatur dargestellt werden.)
Zusätzlich geforderte Leistungen in digitaler Form Zusätzlich sind folgende Leistungen in digitaler Form auf CD-ROM zu erbringen (für Vorprüfung, Ergebnisprotokoll und Veröffentlichung): –	 	 –	 	 –	 	 die Präsentationspläne als Windows-kompatible .tif-Datei(en) in einer Auflösung von bevorzugt 300 dpi (ggf. LZW-komprimiert) die Präsentationspläne als pdf-Datei(en) mit eingebundenen Pixeldarstellungen in einer Auflösung von bevorzugt 300 dpi die geforderten Leistungen nach Nr. 11 (Prüfpläne) als CAD-Datei im Format .dwg oder .dxf (AutoCAD, Version 2000 oder tiefer) oder .pln (ArchiCAD, Version 7 oder tiefer) –	 die ausgefüllten Formblätter zu Nr. 12 (siehe 4.1.8 Digitale 	 Anlagen/Formblätter) als .xls-Datei (Microsoft Excel) –	 die unter Nr. 13 bis 15 aufgeführten geforderten Leistungen Als verbindliche Form der Arbeit gilt der Papierausdruck. Hinweise zu den geforderten digitalen Leistungen „Offene“ Dateien aus Layout-Programmen (z.B. InDesign, QuarkExpress, Illustrator etc.) können nicht berücksichtigt werden. Bildmaterial, das nicht im genannten Windows-kompatiblen .tif-Format vorliegt, kann nicht berücksichtigt werden. Die CD-ROM selbst trägt als Titel nur die sechsstellige Kennzahl, mit der auch die schriftlichen Pläne gekennzeichnet werden (z.B. 123456). Die einzelnen Dateien auf der CD-ROM müssen wie folgt benannt werden: Der erste Teil des Dateinamens ist die sechsstellige Kennzahl, danach folgt ein Unterstrich und anschließend der eigentliche Dateititel, gefolgt von der Formatangabe, z.B. „tif“. Beispiele –	 Lageplan:				 –	 Grundrisszeichnung Erdgeschoss:	 –	 Ansicht:				 –	 Prüfplan:
In den Dateinamen dürfen keine Leer- und Sonderzeichen vorkommen. Die CD-ROM ist für Windows-kompatiblen PC zu erstellen. MacintoshFormate können grundsätzlich nicht verwendet werden. Allgemeine Hinweise Jeder Teilnehmer darf nur eine Arbeit einreichen. Gemäß RPW § 5 Abs. 2 werden Darstellungen, die über die in der Auslobung geforderten Leistungen hinausgehen oder gegen bindende Vorgaben des Auslobers verstoßen, von der Vorprüfung ausgesondert. Farbige Darstellungen sowie erläuternde Skizzen sind zugelassen. Für die Präsentation der Wettbewerbsarbeiten stehen pro Wettbewerbsteilnehmer max. vier 2 m hohe Rolltafeln mit einer Hängefläche von 1,96 m (Breite) x 1,46 m (Höhe) zur Verfügung.
Ausschlusskriterien / Verstoß gegen bindende Vorgaben Die für die Wettbewerbsaufgabe verbindlichen Vorgaben werden im Sinne der Innovation und des Wettbewerbgedankens auf folgende grundsätzliche Anforderungen begrenzt: –	 Einhaltung des Wettbewerbsgrundstückes Wettbewerbsbeiträge, die während der Laufzeit des Wettbewerbes veröffentlicht werden, verstoßen gegen die in § 1 Absatz 4 und § 6 Absatz 2 RPW 2008 geforderte Anonymität und sind von der Beurteilung auszuschließen.
Die Wettbewerbssumme (RPW 2008 § 7 Absatz 2) ist auf der Basis des § 34 HOAI ermittelt. Im Realisierungsteil stehen für Preise und Anerkennungen insgesamt 53.000,– Euro zur Verfügung. Vorgesehen ist folgende Aufteilung: 1. Preis			 17.500,– Euro 2. Preis			 11.700,– Euro 3. Preis			 8.000,– Euro 4. Preis			 5.300,– Euro 3 Anerkennungen à	 3.500,– Euro Über die Preise und Anerkennungen hinaus ist eine Kostenerstattung nicht vorgesehen. Die Preise und Anerkennungen werden nach Entscheidung des Preisgerichts unter Ausschluss des Rechtsweges zugeteilt. Das Preisgericht kann einstimmig eine andere Verteilung beschließen oder Preisgruppen bilden. Die Mehrwertsteuer von derzeit 19% ist in den genannten Beträgen nicht enthalten und wird den inländischen Teilnehmern zusätzlich ausgezahlt.
Das Preisgericht gibt eine schriftliche Empfehlung für die weitere Bearbeitung der Wettbewerbsaufgabe. Bei der Umsetzung des Projekts wird unter Würdigung der Empfehlungen des Preisgerichts einer der Preisträger mindestens mit den Leistungs-
phasen 2 bis 5 gemäß HOAI § 33 und § 38 beauftragt, sofern kein wichtiger Grund einer Beauftragung entgegensteht (RPW 2008 § 8 Absatz 2). Voraussetzung ist, dass die Ausführung der ausgewählten Arbeit im Kostenrahmen möglich ist. Es werden getrennte Verträge für den Architekten und den Landschaftsarchitekten der Arbeitsgemeinschaft abgeschlossen. Die Beauftragung erfolgt stufenweise. Die Beauftragung der jeweils nächsten Stufe kann nur beim Vorliegen der haushaltsrechtlichen Voraussetzungen gem. ABau Teil II, Punkt 23 erfolgen. Ein Rechtsanspruch auf Beauftragung dieser Leistungen besteht nicht. Im Falle einer weiteren Bearbeitung werden durch den Wettbewerb bereits erbrachte Leistungen des Wettbewerbsteilnehmers bis zur Höhe des zuerkannten Preises oder Anerkennung nicht erneut vergütet, wenn der Wettbewerbsentwurf in seinen wesentlichen Teilen unverändert der weiteren Bearbeitung zugrunde gelegt wird (RPW 2008 § 8 Absatz 2). Ein Verhandlungsverfahren im Anschluss an den Wettbewerb mit allen Preisträgern wird nur durchgeführt wenn der Auftraggeber vom Votum des Preisgerichts abweicht. Im Regelfall wird der Auftraggeber nur mit dem ersten Preisträger über die Auftragsvergabe verhandeln. Für Architekten und Landschaftsarchitekten, die nicht Mitglieder der Berliner Architektenkammer sind, gilt § 6 Bau- und Architektenkammergesetz in der neuesten Fassung (http://www.ak-berlin.de/publicity/ak/internet.nsf/ tindex/de_berufsrecht. htm). Den ausländischen Teilnehmern wird die Hinzuziehung eines Kontaktbüros empfohlen. Kunst am Bau Gemäß den Ausführungen in der Allgemeinen Anweisung für die Vorbereitung und Durchführung von Bauaufgaben Berlins (Anweisung Bau) ist beabsichtigt, für diese Baumaßnahme Mittel für „Kunst am Bau“Maßnahmen bereitzustellen.
Durch ihre Unterschrift in der Verfassererklärung versichern die Wettbewerbsteilnehmer, dass sie die geistigen Urheber der Wettbewerbsarbeiten, gemäß den Wettbewerbsbedingungen teilnahmeberechtigt, mit
einer Beauftragung zur weiteren Bearbeitung einverstanden und zur fachund termingerechten Durchführung in der Lage sind. Die Verfassererklärung befindet sich als Formblatt im Download-Bereich unter 4.1.8 Formblätter.
Das Ergebnis des Wettbewerbs wird (unter Vorbehalt der Prüfung der Teilnahmeberechtigung) den Teilnehmern, deren Arbeit mit einem Preis oder einer Anerkennung ausgezeichnet wird, unmittelbar nach der Entscheidung des Preisgerichts mitgeteilt, allen anderen durch Übersendung des Preisgerichtsprotokolls mitgeteilt und der Öffentlichkeit über die Presse bekanntgegeben sowie unter: www.stadtentwicklung. berlin.de/städtebau/baukultur/wettbewerbe angekündigt. Die zur Beurteilung zugelassenen Wettbewerbsarbeiten werden mit den Namen der Verfasser, der Mitarbeiter und Sonderfachleute, den Preisen und Anerkennungen, der Aufnahme in die engere Wahl und dem Preisgerichtsprotokoll öffentlich ausgestellt. Eröffnung, Ort und Dauer der Ausstellung werden den Wettbewerbsteilnehmern und der Presse bekannt gegeben (RPW 2008 § 8 Absatz 1).
Ausgabe der Auslobung per E-Mail / Planunterlagen zum Download				 20. September 2012 Postversand der Auslobungsbroschüre		 26. September 2012 Ortsbesichtigung				 28. September 2012 / 11 Uhr Ortsbesichtigung	(MVF)			 28. September 2012 / 13:30 Uhr Rückfragen per E-Mail bis				 10. Oktober 2012 / 18 Uhr Versand des Rückfragenprotokolls			 17. Oktober 2012 Abgabe der Arbeit					 20. November 2012 Abgabe des Modells					 27. November 2012 Preisgerichtssitzung					 17. und 18. Dezember 2012
Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz / Teil 2 Situation und Planungsvorgaben
Lage im Stadtgebiet Der Standort Petriplatz liegt in der Berliner Innenstadt im Süden des Bezirks Mitte. Historisch gehört er zum Siedlungskern der mittelalterlichen Teilstadt Cölln, stadträumlich ist er Teil der durch die Spreearme umschlossenen Spreeinsel. Südöstlich wird der Wettbewerbsbereich durch die Gertraudenstraße und südwestlich durch die Kleine Gertraudenstraße begrenzt. Im Nordwesten schließt die Scharrenstraße an. Den nordöstlichen Abschluss bildet die neue Verbindungsstraße zwischen Scharrenund Gertraudenstraße (Bezeichnung „Petriplatz“).
Baustruktur der Umgebung Der Petriplatz wird von unterschiedlichen baulichen Strukturen umgeben. Im Nordwesten befindet sich eine langgestreckte sechsgeschossige Wohnzeile aus den 1960er Jahren. Jenseits der einmündenden Brüderstraße blieb der leerstehende denkmalgeschützte Altbau des ehemaligen Kaufhauses Hertzog aus dem Jahr 1908 mit seinen repräsentativen Neobarockfassaden erhalten. Der Gebäudekomplex des früheren DDRBauministeriums entlang der Scharren- / Breite Straße wurde nicht mehr genutzt und wird bis Ende 2013 weitgehend beräumt. Jenseits der achtspurigen Gertraudenstraße befindet sich eine offene Nachkriegsbebauung, die an der Ecke Fischerinsel im Jahr 2001 durch eine achtgeschossige Blockrandbebauung ergänzt wurde. Eine bauliche Fassung des Straßenraumes bis zur Spree ist längerfristig vorgesehen. Zurzeit öffnet sich der Stadtraum hier zur aufgelockerten Bebauung der Fischerinsel, mit dem zurückgesetzten Flachbau einer Schwimmhalle sowie einem 20-geschossigen Wohnhochhaus. Entlang der Gertraudenstraße bestehen Blickbeziehungen über die Spreearme hinweg mit den Hochhäusern um den Spittelmarkt und mit dem Turm des Alten Stadthauses am Molkenmarkt. Im Norden führt die Brüderstraße mit Resten einer gründerzeitlichen und vorgründerzeitlichen Bebauung zum Garten des ehemaligen DDR-Staatsratsgebäudes (1964 erbaut). Die historische Verbindung zum Schloßplatz ist dadurch unterbrochen. Die Scharrenstraße führt im Westen zum Spreekanal, im Osten zur Breiten Straße.
Abb. 2 Luftbild, April 2011 (DDR-Bauministerium noch nicht abgerissen), M 1:7.000
Abb. 3 Lageplan: Wettbewerbsbereich (rote Linie), Planungsbereich Archäologisches Besucherzentrum (rote Schraffur) und Fundamente (orange), M 1:7.000
Die Spreeinsel ist einer der Ursprungsorte der Stadt Berlin. So erfolgte in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts am Übergang über den sumpfigen Unterlauf der Spree die Doppelgründung der beiden Warenumschlagsund Handelsplätze Berlin und Cölln. Das Wettbewerbsgebiet gehört zum historischen Kernbereich von AltCölln, mit der alten Handelsstraße zwischen Gertraudenbrücke und Köllnischem Fischmarkt als Hauptentwicklungslinie. Auf der Freifläche zwischen Gertrauden- und Scharrenstraße waren bereits im 13. Jahrhundert das Cöllnische Rathaus und die von einem Friedhof umgebene erste Petrikirche als Feldsteinkirche errichtet worden. Markt, Rathaus, Kirche und später auch die Lateinschule kennzeichneten den geistlichen und städtischen Mittelpunkt Cöllns und damit den älteren Gründungskern der Doppelstadt Berlin-Cölln. In der offiziellen Gründungsurkunde der Stadt aus dem Jahr 1237 wird der Pfarrer der Petrikirche genannt. Die Erhebung zur Residenzstadt des Kurfürstentums Brandenburg und die Anlage des Schlossbezirks unmittelbar nördlich des Siedlungskerns von Cölln waren prägend für die weitere Entwicklung der Stadt. Im Stadtgrundriss bildete die den Fluss querende alte Handelsstraße, die spätere Gertraudenstraße, die Hauptbezugslinie für die bauliche Entwicklung dieses Bereiches. Den westlichen Abschluss bildeten das Gertraudentor und die Gertraudenbrücke über den westlichen Spreearm, im Osten führte der Mühlendamm hinüber nach Alt-Berlin. Die Breite Straße entwickelte sich nach der Errichtung des Schlosses zur vornehmsten Straße der Residenzstadt. Der einzige erhaltene Spätrenaissancebau Berlins, das Ribbeckhaus, sowie der benachbarte Alte Marstall vermitteln einen Eindruck von dem früheren repräsentativen Charakter dieser Straße. Die Brüderstraße stellte die Verbindung zwischen der Petrikirche und dem seit dem 15. Jahrhundert mehrfach erweiterten Schlosskomplex her und entwickelte sich zu einer repräsentativen Wohnstraße, u.a. für das hier seit dem 17. Jahrhundert ansässige Hofbeamtentum. Entlang der erst im 18. Jahrhundert zwischen Kleiner Gertraudenstraße und Friedrichsgracht durchgebrochenen Scharrenstraße dominierten dagegen kleinere Einzelhäuser in dichter Abfolge.
Abb. 4 Die Spreeinsel mit Schloss, Petrikirche und Fischerkiez (Plan von Bernhardus Schultz, 1688)
Abb. 5 Kurfürstl. Festungsanlage (Lavigne, 1688)
Abb. 6 Die dritte Petrikirche von 1370 aus Richtung Süden (Stridbeck, um 1690)
Abb. 7 Plan de la Ville de Berlin (Schmettau, 1748)
Abb. 8 Ruinen der mittelalterlichen Petrikirche, der Lateinschule nach dem Brand von 1730
Abb. 9 Der Cöllnische Fischmarkt mit dem 1710-1723 errichteten Rathaus, hinten die Gertraudenstraße mit dem Barockbau der Petrikirche (von 1784)
Gegen Ende des 14. Jahrhunderts wurde der Vorgängerbau durch eine gotische dreischiffige Backstein-Hallenkirche in Ost-West-Ausrichtung und diese wiederum nach einer verheerenden Brandkatastrophe im Jahr 1730, der auch die im 14. Jahrhundert errichtete Lateinschule zum Opfer fiel, durch einen Barockbau ersetzt. Dessen zur Brüderstraße hin ausgerichteter Turm stürzte kurz nach der Fertigstellung ein und wurde nicht wiederhergestellt, das Kirchenschiff fiel 1809 einem Brand zum Opfer. Der danach in einem regelmäßigen Raster mit Linden bepflanzte Petriplatz wurde 1853 nach den Plänen des Baumeisters Johann Heinrich Strack erneut mit einer Kirche bebaut. Der 111 m hohe Turm stellte lange Zeit Berlins höchstes Gebäude dar. Die umlaufenden Straßen wurden bis auf einen schmalen grünen Saum um den Sockel der Kirche gepflastert.
Übersicht der Petrikirchen 1 2 3 Erste Kirche Frühgotische Kirche Hochgotische Kirche Die erste Petrikirche wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts errichtet. 1260 bis 1270 entstand eine frühgotische Kirche. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts wurde eine dreischiffige hochgotische Hallenkirche errichtet. Im Jahr 1505 erfolgte der Anbau der Marienkapelle an der Südseite der Kirche. Im 16. und 17. Jahrhundert erfolgten mehrfach bauliche Veränderungen. Im Jahre 1726 wurde mit dem Bau eines 108 Meter hohen Holzturmes begonnen. Dieser Turm brannte jedoch nach einem Blitzschlag im Jahr 1730 noch vor Vollendung ab. Im Jahre 1733 wurde die Kirche ohne Turm wiederaufgebaut. Johann Friedrich Grael wurde mit der Errichtung eines neuen Turmes beauftragt. Dieser stürzte jedoch 1733 ein und zerstörte Teile des Kirchenschiffs. Der Turm blieb unvollendet und erhielt einen Notabschluss. Im Jahr 1809 erfolgte die Zerstörung der barocken Kirche durch Brand. Im Jahr 1846 erfolgte der Beginn des Aufbaus der neugotischen Backsteinkirche nach Plänen von Johann Heinrich Strack. Die Einweihung war 1853. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche stark beschädigt. Im Jahr 1964 erfolgte die Sprengung der Kirche in mehreren Etappen.
Im 19. Jahrhundert wandelte sich die Breite Straße zu einer Geschäftsstraße. Aus dem ursprünglich reinen Wohnquartier Petriviertel wurde ein Geschäftsviertel mit teils großstädtischen Bau- und Nutzungsstrukturen, aber auch noch erheblichen Wohnanteilen. Die bauliche Entwicklung vollzog sich auch jetzt noch weitgehend innerhalb der schon im Mittelalter angelegten Block- und Parzellenstrukturen. Lediglich das Kaufhaus Hertzog entwickelte sich aus kleinen Anfängen zu einem großmaßstäblichen Warenhauskomplex, der bis 1930 den gesamten Block sowie Teile des kleineren Baublocks südlich der Scharrenstraße (ursprünglicher Standort des Cöllnischen Rathauses) einnahm. Nach den umfangreichen Kriegszerstörungen wurde von dem gesamten Komplex lediglich der heute vorhandene Gebäudeteil an der Ecke Brüderstraße / Scharrenstraße in vereinfachter Form wiederaufgebaut. Südlich der Gertraudenstraße blieb der Fischerkiez mit seinen engen Gassen und kleinteiligen Wohnhäusern noch bis über den Zweiten Weltkrieg hinaus bestehen.
Abb. 10 Nordansicht barocke Petrikirche mit dem Entwurf für den noch vor seiner Vollendung eingestürzten Turm (um 1730)
Abb. 11 Ansicht der neogotischen Petrikirche von Südwesten
Abb. 12 Die kriegsbeschädigte Ruine vor Abriss, Blick von Südosten (1957)
Abb. 13 Die Brüderstraße mit der barocken Petrikirche von 1733 (Radierung von 1808)
Abb. 14 Die Gertraudenstraße und die fünfte Petrikirche von 1853 (um 1920)
In der Nachkriegszeit wurde das bis dahin in den Grundzügen erhaltene städtische Gefüge bis zur Unkenntlichkeit überformt. Die kriegszerstörte Ruine der letzten Petrikirche mit ihrem schlank aufragenden neugotischen Turm wurde 1964 gesprengt und abgetragen. Die Gertraudenstraße und die Breite Straße wurden in den 60er Jahren stark aufgeweitet und begradigt, neben der erhaltenen (alten) Gertraudenbrücke von 1894 wurde ein sehr viel breiterer Brückenneubau errichtet. Die Brüderstraße wurde im Norden durch das Staatsratsgebäude vom Schloßplatz getrennt, im Süden dagegen über den früheren Standort der Petrikirche hinweg bis zur Gertraudenstraße verlängert. Auf der Westseite der Breiten Straße entstand im Anschluss an das Staatsratsgebäude ein Verwaltungsgebäude für das Bauministerium der DDR. Im Block zwischen Brüderstraße und Spreekanal wurden die erhaltenen bürgerlichen Wohnhäuser durch eine
Abb. 15 Der Gebäudekomplex des Kaufhauses Hertzog um 1910, vorn die Breite Straße
Abb. 16 Der abgeräumte Petriplatz 1968 mit den dem Neubau des DDR-Bauministeriums und den Resten des alten Fischerkiezes.
Abb. 17 Schwarzpläne von 1940, 1953, 2000
Blockrand-Wohnbebauung mit großzügigem Innenhof ergänzt. Anfang der 70er-Jahre wurde die südwestlich angrenzende Fischerinsel vollständig beräumt und mit frei in einem Grünraum stehenden 18- bis 21-geschossigen Wohnhochhäusern und eingeschossigen Pavillonbauten bebaut. Die früher im leichten Bogen verlaufende, zu den Endpunkten hin sich verschmälernde Scharrenstraße wurde im Zuge dieser Baumaßnahmen ebenfalls erweitert und begradigt. Die übrige Platzfläche wurde planiert und als Parkplatz genutzt. Der Bereich um die ehemalige Petrikirche ist als Bodendenkmal in die Denkmalliste eingetragen (siehe 2.9).
Ausgrabungen und Archäologische Befunde
Bereits in den 1960er Jahren konnten bei Grabungsarbeiten ein Friedhof, der im 13. Jahrhundert vor Errichtung der ersten Steinkirche angelegt worden war, sowie zwei Phasen von Steinbauten von St. Petri aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts nachgewiesen werden. Eine dritte Phase belegte den Neubau aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts, der mehr als 350 Jahre an dieser Stelle stand. Die Funde der Grablegen unter dem spätromanischen Bau aus der Zeit der ersten urkundlichen Erwähnung Cöllns waren von besonderer Bedeutung für die Stadtgeschichte. Von 2007 bis 2009 wurde der Bereich zwischen Gertraudenstraße und Scharrenstraße erneut archäologisch untersucht. Es wurden nun auch die Fundamente der barocken Kirche von 1730 sowie des neugotischen Nachfolgebaus von 1853 nachgewiesen. Petrikirche Die Grundrisse der mittelalterlichen, der barocken und der neugotischen Kirche überdecken sich teilweise, unterscheiden sich jedoch in ihrer Größe und insbesondere ihrer Lage und Ausrichtung. Während der Kirchenbau des 14. Jahrhunderts (und wohl auch sein Vorgänger) diagonal im Platzraum stand und mit dem Chor nach Osten wies, war die Kirche von 1730, errichtet nach einem Entwurf von Grael, mit ihrem Schiff parallel zur Gertraudenstraße ausgerichtet, der mittig in der Achse der Brüderstraße davorgestellte Turm (bzw. nach dessen Einsturz der Eingangsvorbau und der Dachreiter) dagegen nach Norden auf das Stadtschloss bezogen. Der 1853 nach einem Entwurf von J.H. Strack errichtete, deutlich schmalere
und mehr langgestreckte Nachfolgerbau war demgegenüber noch etwas weiter in die Achse der (damaligen) Gertraudenstraße gedreht und mit dem Turm nach Südwesten, dem Chor nach Nordosten und dem Querschiff auf die Achse der Brüderstraße ausgerichtet. Der Zentralbau war einschiffig, kreuzförmig und in Ziegelbauweise gefertigt, der Chor polygonal. Durch die Neutrassierung und Verbreiterung der Gertraudenstraße nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Grundrisse aller drei Generationen von Sakralbauten im Südosten (in geringem Umfang auch im Nordwesten durch die Scharrenstraße) angeschnitten, ihre größere Teilfläche liegt jedoch im Bereich der künftigen Platzfläche des Petriplatzes. Im Bereich des früheren Kirchhofs wurden nördlich der Apsis der letzten Petrikirche aus etwa 3100 Gräbern die Skelette von etwa 3.700 Personen, dazu Überreste von etwa 400 Individuen aus Knochengruben sowie Streuknochen geborgen. Die Evangelische Kirchengemeinde St. Petri – St. Marien sorgte für die Zwischenlagerung der Skelette in einer Friedhofskapelle bzw. in den Grüften der Parochialkirche. Ein Teil der Gebeine soll nach Abschluss der anthropologischen Forschungen in dem neu zu errichtenden Ossarium auf dem Petriplatz untergebracht werden. Lateinschule Aufsehen erregte auch die Freilegung der gut erhaltenen Fundamente der 1730 abgebrannten Cöllnischen Lateinschule. Aus den mit Hausmüll verfüllten Kellern wurden Tausende von Objekten geborgen, die den Alltag dieser Periode beleuchten. Wann die Cöllnische Lateinschule gegründet wurde, ist nicht überliefert. Erstmals erwähnt wurde sie 1442 im Stadtbuch. Die Lateinschule stand mit der Traufseite zur St. Petrikirche und giebelseitig an der Scharrenstraße. Sie hatte ursprünglich zwei Geschosse und war von einer Mauer umschlossen, der Zugang erfolgte über den Kirchhof. Ob das Gebäude, dessen Kern spätgotischen Ursprungs ist, bereits von Anfang an als Schulhaus konzipiert war, ist nicht nachvollziehbar. An den Grundmauern sind mehrere Umbauphasen abzulesen. Die Befunde der archäologischen Grabungen sind im Fundamentplan (siehe Abb. 21 und Digitale Anlagen unter 4.1.2 / Informationspläne) und der Fotodokumentation in den Digitalen Anlagen unter 4.1.9 dargestellt.
Abb. 18 Grabungsfunde Lateinschule (nördlicher Bereich), 2007–2009
Das Gebiet Petriplatz war in die vorbereitenden Untersuchungen für den Entwicklungsbereich „Hauptstadt Berlin“ einbezogen. Im Ergebnis dieser Untersuchungen (1993) stand die Empfehlung, den Bereich zwischen Brüderstraße und Spreekanal schwerpunktmäßig für Wohn- und Mischnutzungen, den Bereich entlang der Gertraudenstraße für städtische Cityfunktionen und den Bereich zwischen Brüderstraße und Spree für kulturelle und wissenschaftliche Nutzungen zu entwickeln. Bereits im Nutzungsstrukturkonzept ist eine Reduzierung der Breiten Straße und der Gertraudenstraße unter Gewinnung zusätzlicher Bauflächen sowie einer öffentlichen Grünfläche an der Stelle des historischen Petri(kirch)platzes dargestellt, die inzwischen zurückgebaut ist. Der Siegerentwurf des 1993/94 durchgeführten internationalen städtebaulichen Ideenwettbewerbs „Spreeinsel“ (Bernd Niebuhr; Überarbeitung 1995) baute auf diesen Überlegungen auf. Abweichend schlug er eine Bebauung anlehnend an die äußeren Abmessungen der letzten Petrikirche vor. Außerdem eine Randbebauung entlang der Südseite der Gertraudenstraße sowie eine Aufspaltung des Verkehrs (einschließlich Straßenbahn) auf die alte und die südliche Teilbrücke der neuen Gertraudenbrücke vor. 1996 wurde von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Umweltschutz und Technologie ein Entwurf des Planwerks Innenstadt vorgelegt. Die Planung wurde in den folgenden Jahren auch unter Beteiligung der Öffentlichkeit intensiv diskutiert. Das Ergebnis stellte sich im Planungsumfeld folgendermaßen dar: eine deutliche Verschmälerung der Brüderstraße und der Gertraudenstraße, diese mit einer Straßenführung allein über die alte Brücke. Im Block zwischen Breiter und Brüderstraße waren eine Randbebauung aus Wohnhäusern auf kleinen Parzellen, im Blockinnenbereich eine öffentliche Grünfläche vorgesehen. Der Grundriss der Petrikirche wurde auf der zwischen neuen Baufeldern verbleibenden Platzfläche freigestellt. In die Straßenraumaufteilung der Gertraudenstraße sollte eine Straßenbahntrasse integriert werden. Das überarbeitete Planwerk wurde am 18.05.1999 durch den Berliner Senat beschlossen.
Abb. 19 Städtebaulicher Ideenwettbewerb, 1. Preis / Überarbeitung 1995, Bernd Niebuhr
Für den Korridor Spittelmarkt – Gertraudenstraße wurde das Planwerk in einem städtebaulichen Gutachten (2001) weiter vertieft. Darin wurden insbesondere die im Planwerk beiderseits der Straße vorgesehenen neuen Baufelder im Hinblick auf ihre genaue Ausformung und Gestaltung weiterentwickelt und Überlegungen zur Finanzierung und zum Zeitrahmen der Realisierung angestellt. Etwa zeitgleich wurde ein Vorentwurf für den Umbau des Straßenkorridors unter Einordnung der Straßenbahn erarbeitet und abgestimmt; Zwischenergebnisse dieses Entwurfsprozesses wurden in das Gutachten übernommen. Das Ergebnis des Gutachtens zeigte innerhalb des Plangebietes geringfügige Abweichungen vom beschlossenen Planwerk, die insbesondere durch die weitere Ausarbeitung der Straßenplanung bedingt sind, sowie Präzisierungen hinsichtlich der Höhenentwicklung der Bebauung und der Abgrenzung der Baufelder. Nach Abschluss des Gutachtens wurden Investorenauswahlverfahren für die beiden im Planwerk vorgeschlagenen neuen Baufelder zwischen Gertraudenstraße und Scharrenstraße durchgeführt. Die in diesem Zusammenhang entstandenen Testentwürfe führten zu einer weiteren Klärung der Rahmenbedingungen für eine künftige Bebauung der relativ beengten Grundstücke und zu den möglichen Nutzungen in diesem Bereich. Im Rahmen eines Gutachtens wurde weiterhin die Funktion und Gestaltung der Straßenräume rund um den geplanten Petriplatz untersucht, um die hier erforderlichen Straßenbreiten zu bestimmen. Aufgrund der bedeutenden Funde, die bei den archäologischen Grabungen im Bereich des Petriplatzes in den Jahren 2007 bis 2009 freigelegt wurden, ist die Bebauungs-, Nutzungs- und Erschließungskonzeption für den Bereich zwischen Gertrauden- und Scharrenstraße nach der ersten Auslegung des Bebauungsplans grundlegend geändert worden. Das südwestlich des Petriplatzes vorgesehene Baufeld wurde erweitert, um die Grundmauern und sonstige Zeugnisse der hier gefundenen mittelalterlichen Lateinschule in die Bebauung integrieren und der Öffentlichkeit in Form eines Besucherzentrums für archäologische Befunde zugänglich machen zu können. Auf die vorgesehene zweite Straßenverbindung zwischen Scharren- und Gertraudenstraße wird aufgrund der durch die Ausgrabungen veränderten Bedingungen verzichtet. Die Planung sieht nunmehr nur noch eine an der nordöstlichen Platzseite verlaufende Straßenverbindung vor, die in beiden Richtungen befahrbar sein soll. Diese Verbindung ist inzwischen realisiert und trägt die Bezeichnung „Petriplatz“. Für den Block zwischen Breiter Straße, Scharrenstraße, Brüderstraße und Neumannsgasse (sowie für die nördlich angrenzenden Flächen des „Staatsratsgartens“) wurde 2001 ein städtebauliches Gutachten zur Neubebauung mit innerstädtischen Wohnformen erarbeitet. Da Teile der vorhandenen Bebauung an der Brüderstraße und der Neumannsgasse weiterhin von der derzeit ansässigen Bundesbehörde benötigt werden, hatten sich die Voraussetzungen für diese Planung grundsätzlich geändert. Deshalb wurde im Jahr 2008 erneut ein städtebauliches Gutachterverfahren unter Beteiligung von vier Architekturbüros zur künftigen Bebauung dieses Blocks durchgeführt.
Die in diesem Verfahren entwickelte Vorzugslösung sieht eine Gliederung des Blocks in drei „Teilblöcke“ vor, die sich um einen blockinternen Fußgängerbereich mit Ausgängen zum Petriplatz, zur Breiten Straße und zur Neumannsgasse gruppieren, mit einem hohen Anteil an Wohnungen im ruhigeren Blockinnenbereich und einer Mischung von Wohnen und Gewerbe an den Blockrändern, insbesondere mit Läden, Restaurants und Dienstleistungseinrichtungen in den Erdgeschosszonen. Das denkmalgeschützte Gebäude des ehemaligen Kaufhauses Hertzog soll und die weiter durch den Bund genutzten Gebäudeteile an der Ecke Brüderstraße / Neumannsgasse können in diesem Konzept zunächst erhalten bleiben. Die Ergebnisse des Verfahrens wurden in das am 11.01.2011 durch den Senat beschlossene Planwerk Innere Stadt übernommen und dienten als Grundlage für die Festsetzungen des B-Plans I-218 in diesem Bereich.
Planungsvorhaben „Bet- und Lehrhaus“
Auf dem Petriplatz soll auch ein Sakralbau mit einer Nutzfläche von etwa 1.200 qm entstehen. Im Vorfeld dieses Verfahrens ist der Wettbewerb „Bet- und Lehrhaus Petriplatz Berlin“ entschieden worden. Die Errichtung des Sakralbaus durch die evangelische Kirchengemeinde St. Marien – St. Petri in Kooperation mit der jüdischen und muslimischen Gemeinde wird als eine wichtige Facette der Wiederbelebung des historischen Ortes gesehen. Offenkundig war, dass eine Rekonstruktion einer Petrikirche nicht sinnvoll ist – die Situation der Kirchen im säkular geprägten Berlin ist in der Gegenwart eine andere und erfordert mehr als den ausschließlichen Rückgriff auf Traditionsbestände. Deshalb ist die Errichtung eines neuen „Bet- und Lehrhauses“ auf den Fundamenten der Strackschen Kirche angedacht. Entstehen soll ein Gebäude, das die drei monotheistischen Religionen Judentum, Islam und Christentum gemeinsam konzipieren, bauen, verantworten und betreiben, ohne ihre eigenen Identitäten zu vermischen. Von der architektonischen Grundidee sollte ein Gebäude geplant werden, das drei getrennte Sakralbereiche für jede der drei Religionen mit einem gemeinsamen Zentralraum (-bereich) verbindet. Im Hinblick auf die Architektur und die ihr zugrunde liegende Idee einer symbolischen Fortschreibung religiösen Lebens aus der Vergangenheit in die Zukunft sollte das Bet- und Lehrhaus „geschossübergreifend“, insbesondere in der Einbeziehung der archäologischen Befunde im Bereich der Strackschen Kirche, gedacht und konzipiert werden. Die Wettbewerbsunterlagen des Siegerentwurfs befinden sich in den Digitalen Anlagen unter 4.1.3.
Grundstück / Größe Der Wettbewerbsbereich war Bestandteil des Straßenflurstücks 658, das die Gertraudenstraße, die Scharrenstraße, den Petriplatz sowie die Baufelder MK 3 und MK 4 des Bebauungsplans I-218 umfasste. Eine Vermessung zur Bildung der neuen Flurstücke wurde bereits durchgeführt und die Grundstücksbildung ist vorbereitet.
Abb. 20 Wettbewerbsbereich (rot), Planungsbereich Archäologisches Besucherzentrum (schwarz) mit Darstellung der nordöstlich angrenzenden Bebauungsplanung (orange)
Der gesamte Wettbewerbsbereich hat eine Größe von ca. 3.400 qm, wobei etwa 800 qm auf den Planungsbereich für das Besucherzentrum und 2.000 qm auf die Platzfläche entfallen. Die im Bebauungsplan festgesetzte Baugrenze des Besucherzentrums zum Petriplatz bildet die historische leicht abknickende Bauflucht des ursprünglichen Baukörpers und die demgegenüber leicht zurückgesetzte spätere südliche Erweiterung ab. Eigentum Die Wettbewerbsfläche befindet sich im Eigentum des Landes Berlin und ist dem Fachvermögen des Straßen- und Grünflächenamtes des Bezirksamtes Mitte von Berlin zugeordnet. Über die Zuordnung zu einem anderen Fachvermögen wird noch entschieden. Topographie Aufgrund der durchgeführten Grabungsarbeiten ist der Wettbewerbsbereich frei von oberirdischen Baulichkeiten (Straßenbelag, Bordsteine usw.). Die Höhenordinaten liegen zwischen ca. 34,20 m NHN und ca. 35,60 m NHN. Die exakte Höhenlage der Geländepunkte ist dem in den Digitalen Anlagen unter Punkt 4.1.2 / Informationspläne zu findenden Vermesserplan zu entnehmen. Die Höhenangaben zu den Fundamenten und den weiteren archäologischen Befunden sind im Fundamentplan (siehe Abb. 21 bzw. Digitale Anlagen unter 4.1.2 / Informationspläne) verzeichnet. Baugrund / Grundwasser Detaillierte Informationen zu den Baugrund- und Gründungsverhältnissen sind der „Geotechnischen Kurzdokumentation / Vorerkundung zu den Baugrund- und Gründungsverhältnissen“ in den Digitalen Anlagen unter 4.1.3 zu entnehmen. Altlasten Das Gebiet ist nicht im Bodenbelastungskataster registriert. Im Zuge der Baufeldberäumung und archäologischen Erkundung wurden die neuzeitlichen Bodenschichten bis zur Ebene der mittelalterlichen Fundamente
Abb. 21 Fundamentplan: grau – geschnittene Mauerwerksfundamente der Strackschen Petrikirche, rot – geschnittene Fundamente / Mauern der Lateinschule
ausgeräumt und durch Z0-Boden ersetzt. Damit ist nicht mit dem Auftreten von Altlasten zu rechnen. Kampfmittel Nach gegenwärtigem Kenntnisstand bestehen keine konkreten Anhaltspunkte auf das Vorhandensein von Kampfmitteln. Es ist deshalb nicht erforderlich, Maßnahmen der Kampfmittelräumung durchzuführen. Vegetation Nach Durchführung der Grabungsarbeiten sind die Freiflächen zwischen Scharrenstraße und Gertraudenstraße unversiegelt. Entlang der Scharrenstraße im Kreuzungsbereich der Brüderstraße sind drei etwa 30 bis 40 Jahre alte Platanen in gutem Zustand vorhanden (siehe Baumkartierung im Vermesserplan / Digitale Anlagen unter 4.1.2).
Im Rahmen der Grundlagenermittlung für den Umbau sämtlicher Straßen im Bereich des Bebauungsplans I-218 sowie für die Neukonzeption des Straßenzuges Mühlendamm – Gertraudenstraße wurde der unterirdische Leitungsbestand detailliert erfasst. Im nördlichen Gehwegbereich der Gertraudenstraße ist eine Bündelung auch übergeordneter Leitungstrassen vorhanden. Aufgrund der durchgeführten Grabungsarbeiten kann innerhalb des Wettbewerbsbereichs davon ausgegangen werden, dass Einschränkungen durch vorhandene Leitungen nicht gegeben sind. Die für die Neuplanung erforderlichen Leitungsbestände sind in den umlaufenden Straßen vorhanden. Der Leitungsbestand ist dem im Anhang beigefügten Leitungsplan (siehe Digitale Anlagen unter 4.1.2 / Leitungsbestand) zu entnehmen.
Der Straßenzug Mühlendamm – Gertraudenstraße ist Teil der Bundesstraße B1 und im Stadtentwicklungsplan Verkehr als großräumige Straßenverbindung (Stufe I) ausgewiesen; eine Abstufung ist gemäß Stadtentwicklungsplan Verkehr beabsichtigt. Die Straße ist mit einer Gesamtbreite von 42 m bis 45 m, richtungsgetrennten Fahrbahnen, drei Fahrstreifen je Richtung, zusätzlichen Park- bzw. Bussonderstreifen und Abbiegespuren im Knotenbereich Breite Straße / Fischerinsel sehr großzügig dimensioniert. Separate Radwege sind nicht vorhanden, die Radfahrer können jedoch die Busspur mitbenutzen. Die Gehwege sind mit 6 m bis 7 m ausreichend breit, jedoch von der Umfeldqualität her unattraktiv. Im Westen steht die alte Gertraudenbrücke in voller Breite für den Fußgängerverkehr zur Verfügung. Die neue Gertraudenbrücke kann im Zuge des Uferweges unterquert werden (Treppen- und Rampenzugänge). Im Übrigen stellt der Straßenzug durch seine Breite und Verkehrsbelastung eine starke Barriere für den Fußgänger-Querverkehr dar. Die angrenzenden Straßen Scharrenstraße, Brüderstraße und die Verbindungsstraße „Petriplatz“ haben keine übergeordnete Verbindungsfunktion und sind nicht Bestandteil des übergeordneten Straßennetzes. ÖPNV Die U-Bahnhöfe Spittelmarkt und Märkisches Museum der Linie U2 sind vom Wettbewerbsbereich etwa 300 m bzw. 400 m entfernt. Die Entfernung zum S-Bahn- und Regionalbahnhof Alexanderplatz liegt bei etwa 1000 m. Das Wettbewerbsgebiet wird darüber hinaus durch Buslinien im Zuge Mühlendamm – Gertraudenstraße und Breite Straße – Fischerinsel bedient. Vorgesehene Straßenplanung Gertraudenstraße Für den Straßenzug Mühlendamm – Gertraudenstraße liegt eine Vorplanung vor (Stand 6/2002), die 2 x 3 Fahrstreifen sowie eine Straßenbahn in Mittellage vorsieht. Die geplante neue Trassenführung liegt im Bereich der vorhandenen öffentlichen Verkehrsfläche und soll, soweit sie sich innerhalb des Geltungsbereichs des Bebauungsplans I-218 befindet, berücksichtigt werden. Die abgestimmte Planung sieht zudem vor, dass die Trasse vor der vorhandenen Schwimmhalle nach Norden etwa auf die Linie der vorhandenen alten Gertraudenbrücke einschwenkt. Die Brücke müsste hierfür in verbreiterter Form neu errichtet werden. Über die Realisierung dieser Maßnahme, die außerhalb des Geltungsbereichs des Bebauungsplans I-218 liegt, ist jedoch noch keine abschließende Entscheidung getroffen worden. Die Breite des in der Vorplanung vorgesehenen Gesamtquerschnitts liegt im Bereich des Petriplatzes bei 44 m. Davon entfallen je 7 m auf die Seitenräume (Gehweg, Baumstreifen (teilweise), Radweg, Sicherheitsstreifen) und je 9 m auf die beiden Richtungsfahrbahnen. Im Mittelstreifen ist die Einordnung der geplanten Straßenbahntrasse vorgesehen, mit Richtungshaltestellen westlich und östlich des Knotens Breite Straße/ Fischerinsel (siehe Digitale Anlagen unter 4.1.3 / 03_B-Plan_I-218_Strassenplanungen.pdf).
Flächennutzungsplan Der Flächennutzungsplan Berlin (FNP) stellt die nordöstliche Umgebung des Wettbewerbsgebietes als Sonderbaufläche – Hauptstadtfunktionen (H) – dar. Unter Beachtung des Vorrangs der Hauptstadtfunktionen können auf dafür geeigneten Teilflächen auch Wohn- und Mischnutzungen entwickelt werden. Die Flächen südwestlich der Brüderstraße sind zusammen mit dem Bereich Fischerinsel als Wohnbaufläche höchster Dichte dargestellt. Entsprechend der generalisierenden Darstellung des FNP ist die Freifläche des Petriplatzes in die umgebenden Bauflächen einbezogen. Der FNP stellt weiterhin die Trasse für eine U-Bahn vom Alexanderplatz zum Potsdamer Platz dar, die das Wettbewerbsgebiet im Osten tangiert. Die Darstellungen des FNP werden durch den Bebauungsplan I-218 konkretisiert. Landschaftsprogramm Die im Landschaftsprogramm (LaPro) für den Bereich Petriplatz dargestellten Ziele und Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege beziehen sich im Wesentlichen auf die Lage im dicht bebauten Innenstadtbereich und die daraus abgeleitete Notwendigkeit von kompensatorischen Maßnahmen des Immissionsschutzes, des Erhalts von Vegetationsflächen und der Beseitigung unnötiger Bodenversiegelungen, der Entwicklung von Freiflächen, Wegeverbindungen und begrünten Straßenräumen, der besseren Erschließung vorhandener Freiräume sowie der Verbesserung der Aufenthaltsqualität von Straßen und Plätzen und der Schaffung gemeinsam nutzbarer privater Freiräume. Entwicklungsmaßnahme „Hauptstadt Berlin“ Das Wettbewerbsgebiet liegt im Bereich der Entwicklungsmaßnahme „Hauptstadt Berlin – Parlaments- und Regierungsviertel“. Mit der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme wird neben der Ansiedlung der Hauptstadtfunktionen die Unterbringung von Wohnungen, wohnungsnaher Infrastruktur, Einzelhandel, Handwerk, Gastronomie und Einrichtungen für Kultur und Wissenschaft angestrebt. Gemäß § 166 BauGB hat die Gemeinde für den Entwicklungsbereich ohne Verzug Bebauungspläne aufzustellen und alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um die vorgesehene Entwicklung zu verwirklichen. Bezirkliche Bereichsentwicklungsplanung (BEP) Die vom Bezirk Mitte am 18.11.2004 beschlossene Bereichsentwicklungsplanung zeigt den Block zwischen Breite Straße und Brüderstraße als allgemeines Wohngebiet und den Block zwischen Brüderstraße und Friedrichsgracht als Mischgebiet mit hohem Wohnanteil. Die drei kleineren Blöcke zwischen Gertrauden- und Scharrenstraße sind – unter Aussparung des Petriplatzes – als Kerngebiet dargestellt, die Flächen südlich der Gertraudenstraße als Wohn- bzw. Mischgebiet. Planwerk Innenstadt und Planwerk Innere Stadt Das vom Berliner Senat 1999 als überbezirkliche Planungsvorgabe beschlossene „Planwerk Innenstadt“ verfolgt im Bereich Gertraudenstraße / Fischerinsel das Ziel, zu signifikanten Verbesserungen der städtebaulichen Situation unter Erhalt der verkehrlichen Funktionsfähigkeit zu kommen. Im Einzelnen sieht das Planwerk hier folgende Ziele und Maßnahmen vor:
–	 Verschiebung der Gertraudenstraße auf die frühere Trasse unter Aufgabe der neuen Gertraudenbrücke, –	 beidseitige Bebauung der Gertraudenstraße mit neuen Wohn- und Geschäftshäusern, –	 Schaffung eines Stadtplatzes an der Stelle der ehemaligen Petrikirche, –	 Bebauung an der Mühlendammbrücke (analog zur historischen Mühlenbebauung), –	 Wohnbebauung auf der westlichen Seite der Breiten Straße unter Rückbau dieser Straße. Am 11. Januar 2011 hat der Senat einen Bericht zum Planwerk Innere Stadt an das Abgeordnetenhaus beschlossen. Das neue Planwerk (siehe Digitale Anlagen unter 4.1.3) schreibt die Ziele des Planwerks Innenstadt unter Berücksichtigung dieser Weiterentwicklungen, aber auch der neuen Ansätze für das „Zukunftsprojekt Historische Mitte“ mit dem Ziel der Rekonstruktion ausgewählter Orte und der Einbindung „archäologischer Fenster“ fort. In der Plandarstellung werden die Ziele für die Gertraudenstraße, die Breite Straße, den Petriplatz und die Bebauung der schmalen Baublöcke beiderseits dieses Platzes beibehalten. Im Block zwischen Breite Straße und Brüderstraße wird dagegen eine gegenüber dem Planwerk Innenstadt im Blockinnenbereich beiderseits einer internen Durchwegung ergänzte und verdichtete Bebauung dargestellt. Das Plangebiet ist Teil des im Planwerk ausgewiesenen „städtebaulichen Handlungsraums Historische Mitte“. Alt und Neu sollen hier authentisch nebeneinander stehen. Dazu sollen verschiedene Planungsstrategien beitragen, angefangen von der Inszenierung historischer Spuren und archäologischer Fenster, über die kritische Rekonstruktion bis hin zur direkten Anknüpfung an die Spuren der Stadtplanung des 20. Jahrhunderts, je nach ihren lokalen Entwicklungspotenzialen. Für das Areal um den Petriplatz soll dabei die Berücksichtigung archäologischer Spuren die entscheidende Rolle spielen. Der Planungsprozess konzentriert sich auf fünf Adressen, von denen jede eine eigene Bedeutung für den Facettenreichtum der historischen Mitte hat. Planungsrecht Das Wettbewerbsgebiet liegt im Geltungsbereich des Bebauungsplans I-218, der auf der Grundlage des Planwerks Innenstadt die aktuellen städtebaulichen Planungsziele für das Wettbewerbsgebiet und seine Umgebung festlegt. Wesentliches Ziel des Bebauungsplans ist die städtebauliche Neuordnung im Bereich der Gertrauden- und der Breiten Straße. Der Bebauungsplan trifft u.a. folgende Festsetzungen: –	 Neuabgrenzung der Straßenverkehrsfläche der Gertraudenstraße im Abschnitt zwischen Breiter Straße und Kleiner Gertraudenstraße durch Festsetzung einer neuen Straßenbegrenzungslinie, mit einer Gesamtbreite von 44,00 m auf Höhe des Petriplatzes bzw. 39,75 m im Bereich der anschließenden Neubauflächen (hier weist der Bebauungsplan Flächen in einer Arkadenzone aus, die mit Gehrechten für die Allgemeinheit zu belasten sind),
Abb. 22 Bebauungsplan I-218
–	 Festsetzung einer rund 2.000 qm großen Fläche des Petriplatzes zwischen Scharren- und Gertraudenstraße als öffentliche Verkehrsfläche mit der besonderen Zweckbestimmung „Stadtplatz“, –	 Festsetzung einer neuen Straßenverkehrsfläche an der nordöstlichen Schmalseite des Petriplatzes zur Verbindung von Scharrenstraße und Gertraudenstraße und Festsetzung der Bebauung (MK 3 und MK 4) beidseits des Petriplatzes. Mit dem Bebauungsplan I-218 wird das städtebauliche Ziel verfolgt, die über viele Jahrhunderte bis zu den Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs bestehenden, noch auf die Gründungsphase Cöllns zurückgehenden Stadtstrukturen wieder aufzunehmen und damit einen wichtigen Baustein der stadtgeschichtlichen Identität Berlins zurückzugewinnen. Ziel des Bebauungsplans I-218 ist es, die besondere Bedeutung dieses Ortes unter Einbeziehung archäologischer Spuren wieder erlebbar zu machen. Der Petriplatz soll in historischer Kontur, aber in zeitgemäßer Gestaltung neu entstehen. Er wird umgeben von vorhandenen und neuen Gebäuden, mit einer urbanen Mischung aus Wohnungen, Läden, Gaststätten und Büros. Um das städtebauliche Ziel zu erreichen, prägende Strukturen aus der Zeit der Stadtgründung unter Berücksichtigung der noch vorhandenen archäologischen Spuren zu reaktivieren, werden zwischen Gertrauden- und Scharrenstraße geschlossene und raumwirksame Blockränder in annähernd historischen Maßen und Abgrenzungen entstehen, wie sie vom hohen Mittelalter bis zum zweiten Weltkrieg vorhanden waren. Das Baufeld für das Archäologische Besucherzentrum nimmt die Konturen der Cöllnischen Lateinschule auf, mit einem leichten Versatz zwischen dem Ursprungsbau und einer späteren Erweiterung. Um eine möglichst breite räumliche Fassung für den Platz zu erreichen und die Gertraudenstraße optisch zu verengen, ragt das Baufeld in deren Gehwegbereich hinein. Die Fußgänger werden in einer 6 Meter hohen Arkade geführt.
Die differenzierten Höhenfestsetzungen für das archäologische Besucherzentrum orientieren sich an dieser Umgebungsbebauung. Maßstabsgebend ist die Einbindung in den städtebaulichen Kontext der Umgebung mit strukturbestimmenden, denkmalgeschützten Gebäuden, wie das ehemalige Kaufhaus Hertzog mit einer Traufhöhe von 18 Metern, das Geschäftsgebäude Gertraudenstraße 10 – 12 mit einer Traufhöhe von 21,50 Metern und einer Gesamthöhe von 25 Metern, das Gebäude in der Scharrenstraße mit einer Traufhöhe von 11 Metern und einer Gesamthöhe von 14 Metern. Im Übrigen ist die Ausbildung der Staffelgeschosse erforderlich, um eine ausreichende Belichtung der gegenüberliegenden Bebauung zu gewährleisten. Das Berliner Abgeordnetenhaus stimmte dem vom Senat am 24.05.2011 vorgelegten Entwurf des Bebauungsplans I-218 (siehe auch Digitale Anlagen unter 4.1.3 / B-Plan und Begründungstext) zu. Bauordnungsrecht Der Planung ist die Bauordnung des Landes Berlin BauOBln, www.stadtentwicklung.berlin.de/service/gesetzestexte/de/bauen.shtml in der aktuellen Fassung zugrunde zu legen. Die Genehmigung des Bauvorhabens erfolgt durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin.
In der Denkmalliste des Landes Berlin werden die folgenden in der näheren Umgebung gelegenen Orte und Gebäude aufgeführt: Denkmalbereiche (Ensembles) –	 Breite Straße 30–37 / Schloßplatz 7 –	 Gertraudenstraße 10–12, Friedrichsgracht 50 / 53–55, Kleine Gertraudenstraße 3–5, Oberwasserstraße / Scharrenstraße 16a/17 Baudenkmale –	 Schloßplatz 7 / Breite Straße 30–31 und 37 (Neuer Marstall mit Quergebäude an der Spree und Wohnhaus an der Breiten Straße) –	 Breite Straße 36 (Alter Marstall) –	 Breite Straße 35 (Ribbeck-Haus) –	 Breite Straße 32–34 (Zentral- und Landesbibliothek) –	 Brüderstraße 10 („Galgenhaus“) –	 Brüderstraße 11/12 (Wohn- und Geschäftshaus) –	 Brüderstraße 13 (Nicolai-Haus) –	 Brüderstraße 26 / Ecke Scharrenstraße (ehem. Kaufhaus Hertzog) –	 Gertraudenstraße 10–12 (Geschäftsgebäude) –	 Friedrichsgracht 53–55 (Gemeindehaus St. Petri) –	 Mühlendammschleuse Bodendenkmal –	 Petriplatz, mehrere Bauphasen der Petrikirche, Friedhof, 13. Jahrhundert bis Neuzeit
Abb. 23 Denkmalbereiche und Baudenkmale (Ausschnitt aus der Denkmalkarte / Legende)
Einzeldenkmale in der Brüderstraße Eines der beiden letzten erhaltenen barocken Bürgerhäuser in Alt-Cölln ist das im Volksmund „Galgenhaus“ genannte, 1688 für den Kammerrat von Happe errichtete Wohnhaus Brüderstraße 10. Die heutige klassizistische Fassadengestaltung des dreigeschossigen, fünfachsigen Putzbaus stammt von 1805. Nach seiner klassizistischen Umgestaltung diente das Gebäude der nahen Petrikirche als Propstei. Im Inneren des Gebäudes sind zahlreiche barocke Ausstattungselemente erhalten geblieben. Als eines der wenigen erhaltenen Berliner Beispiele der gehobenen Wohnkultur um 1800 besitzt das Gebäude zugleich stadt- und baugeschichtliche Bedeutung. Das Nicolai-Haus (Brüderstraße 13) ist eines der bedeutendsten Zeugnisse der Berliner Architektur und Kulturgeschichte. Zusammen mit dem Galgenhaus vermittelt es einen Eindruck von Aussehen und Ausstattung barocker Bürgerhäuser in Berlin. Der Schriftsteller, Verleger und Buchhändler Friedrich Nicolai, der das Haus 1787 kaufte, und sein Schwiegersohn Gustav Parthey machten es im frühen 19. Jahrhundert zu einem geistigen Mittelpunkt der Berliner Aufklärung. 1674 auf zwei mittelalterlichen Grundstücken unter Verwendung älterer Bausubstanz errich-
tet, erhielt das dreigeschossige Gebäude seine heutige Gestalt bei einem Umbau um 1710. Die den Hof rahmenden Neben- und Rückflügel entstanden, wie auch die siebenachsige Hauptfassade, um 1787. Sie umgrenzen eine der letzten erhaltenen barocken Hofanlagen in Berlin. Seine baugeschichtliche Bedeutung bezieht das Haus weiterhin aus seiner teilweise originalen Innenausstattung sowie dem 1968 eingebauten Treppenhaus des von Schinkel errichteten Weydinger-Hauses an der Unterwasserstraße. Der Garten hinter dem Haus wurde mit den Rückgebäuden im Krieg zerstört. Das Nicolai-Haus wurde im Jahr 2011 von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz erworben. Das Wohn- und Geschäftshaus Brüderstraße 11/12 wurde 1905 vom Architekturbüro Reimer & Körte für die Berlinische Feuer-Versicherungsanstalt entworfen. Das anstelle von zwei schmalen Bürgerhäusern errichtete repräsentative Gebäude überragt mit seinen vier hohen Geschossen die älteren Nachbarhäuser deutlich, nimmt jedoch in der neobarocken Gliederung der siebenachsigen Sandsteinfassade auf diese Bezug. Das Gebäude steht für den Wandel der Brüderstraße vom Wohngebiet zum Geschäftsviertel Anfang des 20. Jahrhunderts. Heute hat die Landesvertretung des Freistaates Sachsen hier ihren Sitz. Ein weiteres Zeugnis der Entwicklung zum Geschäftsviertel Anfang des 20. Jahrhunderts ist der auf dem Grundstück Brüderstraße 26 / Ecke Scharrenstraße erhaltene Bauteil des Kaufhauses Hertzog. Das 1908/09 errichtete viergeschossige Gebäude mit seinen nach Kriegszerstörung um 1960 vereinfacht wieder aufgebauten repräsentativen Neobarockfassaden ist der letzte erhaltene Bestandteil des Kaufhauskomplexes, der noch in den 1930er Jahren den gesamten Baublock sowie Teile des südöstlich angrenzenden Blocks zwischen Scharren- und Gertraudenstraße einnahm, und gehört zu den letzten historischen Vertretern dieser Bauart in Berlin. Denkmalbereich Gertraudenstraße/ Friedrichsgracht An der Gertraudenbrücke besetzt das Geschäftsgebäude Gertraudenstraße 10–12 mit seinen markanten Giebeln wirkungsvoll den Übergang auf die Spreeinsel. Das 1897–98 von Georg Roensch und Max Jakob in gotisierenden Formen errichtete Gebäude ist das letzte der repräsentativen Geschäftshäuser an der Gertraudenstraße. Das Gebäude hatte nur leichte Kriegsschäden und wurde nach dem Krieg als Bürohaus genutzt. In seiner architektonischen Eigenart und städtebaulichen Funktion ist es ein wichtiges Beispiel der gewerblichen Repräsentationsarchitektur der Jahrhundertwende an einer der prominenten Geschäftsstraßen der Stadt. Das zur Gertraudenstraße orientierte Geschäftshaus überragt die kleinmaßstäbliche drei- bis viergeschossige Bebauung der zur Scharrenstraße orientierten Blockhälfte. Die zur Scharrenstraße ausgerichteten, um 1880 entstandenen Wohnhäuser Kleine Gertraudenstraße 3–5 / Scharrenstraße 16a/17 wurden 1975, zusammen mit dem Geschäftshaus Gertraudenstraße 10–12, als „Traditionsinsel“ saniert und im Inneren vor allem für Büronutzungen vollständig umgebaut. Die in spätklassizistischer Tradition stehenden Putzfassaden wurden im Zuge der Sanierung teilweise frei rekonstruiert. Im Gegensatz zum Geschäftshaus Gertraudenstraße 10–12 sind die Gebäude Kleine Gertraudenstraße 3–5 / Scharrenstraße 16a/17 nicht als Baudenkmale in die Berliner Denkmalliste eingetragen.
Der neogotische Rohziegelbau des Gemeindehauses St. Petri (Friedrichsgracht 53–55) bezieht sich mit wenigen gliedernden Sandsteinelementen architektonisch auf die 30 Jahre zuvor entstandene Petrikirche. Das repräsentativ wirkende fünfgeschossige Gebäude spiegelt die damalige Bedeutung der traditionsreichen Innenstadtgemeinde wider und besitzt somit gleichermaßen architektur- wie kirchenhistorische Bedeutung. Zum Denkmalbereich gehört ebenfalls die Gertraudenbrücke, die den früheren Verlauf der Gertraudenstraße markiert. Bodendenkmal Petriplatz Im Ergebnis der archäologischen Grabungen von 2007 bis 2009 wird das Bodendenkmal um konstituierende Bestandteile in unmittelbarer Umgebung der Petrikirche und des Friedhofes ergänzt, die einen inhaltlichen Zusammenhang mit dem bereits eingetragenen Bodendenkmal aufweisen. Das erweiterte Bodendenkmal hat die Bezeichnung: „Petriplatz, mehrere Bauphasen der Petrikirche, Friedhof 13. Jahrhundert bis Neuzeit; auf der westlichen Seite des Petriplatzes: mittelalterliche Bodenschichten als Beleg für den Wandel vom Holz- zum Steinbau; Fundamente mittelalterlicher Schulgebäude sowie angrenzendes Straßenpflaster und Fundamente der Toreinfahrt; Fundamente eines mittelalterlichen Gebäudekellers mit partiellem Rollsteinpflaster, mittelalterlicher Ziegelbrunnen; auf der östlichen Seite des Petriplatzes: Fundamente des mittelalterlichen Cöllnischen Rathauses, Fundament der Ratswaage, Fundamente von frühneuzeitlichen Bürgerhäusern, Treppe des Kaufhauses Hertzog.“ Im näheren Umfeld des Petriplatzes befinden sich weitere archäologische Fundstellen. Aufgrund dieser Funde wird der gesamte Geltungsbereich des Bebauungsplans I-218 vom Fachgebiet Archäologische Denkmalpflege des Landesdenkmalamtes Berlin als archäologisches Verdachtsgebiet der Bodendenkmalpflege eingestuft. In sämtlichen bislang nicht unterkellerten oder durch Leitungstrassen tiefgründig gestörten Bereichen ist hier mit Bodendenkmälern zu rechnen, die gemäß Denkmalschutzgesetz Berlin (DSchGBln) der Erhaltungs- und Dokumentationspflicht unterliegen.
Das Archäologische Besucherzentrum
Konzeption des Archäologischen Besucherzentrums aus Sicht des Nutzers Das Haus vermittelt die Erforschung von Geschichte auf der Basis archäologischer Quellen. Dabei ist der Besucher nicht in einem Museum, in dem die Ergebnisse der Forschung gezeigt werden. Vielmehr ist er Gast in einem touristischen Besucherzentrum, in dem Interessierte, die Bearbeitung archäologischer Befunde und deren Erforschung erleben können. Zunächst soll der Weg in den Bereich der Fundamente der Lateinschule führen. Archäologie hat immer zwei unterschiedliche Forschungsgegenstände: Befunde und Funde. Befunde sind Strukturen wie Mauern und Gruben, die auf ein Gebäude hinweisen oder eine anderweitige Nutzung der Fläche durch den Menschen belegen. Diese Befunde sind ortsfest und werden mit der Ausgrabung weitgehend zerstört. Am Petriplatz sind neben den Mauern auch noch Teile der originalen Schichtung erhalten geblieben. Hier bekommt der Besucher das Grundprinzip der relativen Chronologie vermittelt: Die Schichten, die andere Schichten überziehen oder schnei-
den, sind jünger als diese. Auf diesem Prinzip beruht die gesamte Rekonstruktion von Nutzungs- oder Bauabfolgen. In den Befunden finden sich häufig Funde. Funde sind alle aus den Schichten heraus lösbaren Teile, die mit der menschlichen Nutzung in Verbindung stehen. Die Funde sind die Basis eines jeden archäologischen Hauses. Mit ihnen beschäftigt sich der Gast des Zentrums auf seinem weiteren Weg. Unmittelbar zum Auftakt des Rundgangs werden die neuen, häufig erst gerade aus dem Boden geborgenen Funde der Berliner Landesarchäologie gereinigt und für die weitere Behandlung in der Werkstatt vorbereitet. Insbesondere die zahlreichen Keramikscherben werden gewaschen und getrocknet. Im Boden der Stadt wird viel Eisen in stark korrodiertem Zustand gefunden. Für die Entscheidung, ob es sich um einen alten Nagel oder um ein interessantes Einzelstück handelt, ist zunächst das Röntgen des Fundes notwendig. Daher sollte auch der Röntgenraum in diesem Bereich angesiedelt sein. Die Fundreinigung soll weitgehend einsichtig geplant werden. Gewaschene Funde werden auf Tabletts präsentiert. Der Besucher erhält Informationen über die aktuelle Grabung, aus der die Funde stammen. Die Röntgenbilder werden in Bezug zu dem untersuchten Objekt gezeigt. In der nächsten Ebene befindet sich die Restaurierungswerkstatt des Museums. Ein großer Teil der Arbeitstische ist einsehbar. Die Restaurierung der gerade in Bearbeitung befindlichen Objekte wird erläutert. Fotos verschiedener Zustände dokumentieren die Arbeitsschritte. Nun folgen die Magazine des Archäologischen Besucherzentrums. Ein Bereich sollte einsehbar sein. Das Magazin ist in gewisser Weise das Herzstück des Hauses. Hier werden die „Bodenfunde“ bewahrt. Zahlreiche Objekte sind attraktiv und präsentabel. Diese können als „Studiensammlung“ präsentiert werden. Es ist denkbar, dass diese Präsentationsform nicht auf ein Stockwerk beschränkt ist, sondern dass aus dieser Funktion ein attraktives Hauptmerkmal des gesamten Gebäudes entwickelt wird. So könnten beispielsweise Bereiche geplant werden, in denen Funde von der einen Seite dem Besucher präsentiert und von der anderen Seite für die wissenschaftliche Arbeit genutzt werden. Es ist ausdrücklich gewünscht, dass mit der Idee der „Studiensammlung“ kreativ gearbeitet wird, es müssen nur die genannten Magazinflächen erreicht werden und eine gute Zugänglichkeit für die Bearbeiter sollte gewährleistet sein. Mit dieser Funktion könnte auch ein Akzent nach außen gesetzt werden. Insbesondere bei Beleuchtung könnte z. B. eine Ansammlung von größeren Gefäßen wie ein Wahrzeichen für das Haus nach außen wirken. Vorzusehen sind auch ein Ausstellungsraum und ein Vortragssaal. Diese beiden Flächen sollen bei Bedarf auch gemeinsam genutzt werden können. Eine Aussichtsterrasse, die einen Ausblick auf den Petriplatz bietet, ist wünschenswert. Das Archäologische Besucherzentrum hat mehrere Funktionen und Vermittlungsstränge. Durch die Kombination mit der Werkstatt und den Magazinen des Museums für Vor- und Frühgeschichte ist eine generelle Einführung in das archäologische Arbeiten möglich. Als wesentliche Grundkonstante wird die Geschichte des konkreten (Petri-)Platzes vermittelt und in die Gesamtentwicklung Berlins eingebunden. Dies beginnt bei der Erläuterung der Befunde. Hier wird die Geschichte des Petriplatzes, der Kirchen und der Lateinschule erzählt. Des weiteren werden exempla-
risch Funde vom Petriplatz gezeigt (im Röntgenbild, in der Dokumentation der Rekonstruktion, in einem Teil des Schaumagazins). Der Petriplatz öffnet das Tor zur Geschichte Berlins. Seine Geschichte wird im Bezug zur Stadtgeschichte erläutert. Am „Fundeingang“ gibt es nur Berliner Funde, deren Fundort im Kontext der Stadtgeschichte vermittelt wird. In der Studiensammlung werden Berliner Funde besonders hervorgehoben und mit Wiedererkennungswert präsentiert. Die Studiensammlung wird wesentlich davon geprägt, Schaufenster für Berlinfunde in ihrer ganzen Vielfalt zu sein. Auch die Ausstellungen werden in der Regel zu Themen aus Berliner Ausgrabungen gestaltet werden. Kooperationspartner Wesentlicher Bestandteil des inhaltlichen und organisatorischen Konzeptes für das Archäologische Besucherzentrum ist die Präsenz und Mitwirkung des Museums für Vor- und Frühgeschichte in Form einer „gläsernen Werkstatt der Archäologie“. Das Museum für Vor- und Frühgeschichte wird seine bisher im Langhansbau des Charlottenburger Schlosses untergebrachten Arbeits- und Magazinräume aufgeben und beabsichtigt mit diesen Räumen in den Neubau des Archäologischen Besucherzentrums am Petriplatz zu ziehen. Damit würde neben der im Besucherzentrum vorgesehenen Ausstellung archäologischer Funde mit der Präsentation der Lateinschulenfundamente als zentralem Objekt, die einmalige Chance bestehen, archäologische Arbeitsprozesse einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Durch die Kooperation mit dem Museum für Vor- und Frühgeschichte ist gewährleistet, dass die hohen inhaltlichen Ansprüche, die an das Archäologischen Besucherzentrum als neue touristische Einrichtung zu stellen sind, auch umgesetzt werden. Trägerschaft für das Archäologische Besucherzentrum Es ist geplant, im Jahr 2013 eine Betreibergesellschaft für die wirtschaftliche und inhaltliche Organisation zu gründen. Diese ist für die Umsetzung des laufenden Geschäftsbetriebs / Objektbewirtschaftung und der Steuerung der organisatorischen und inhaltlichen Arbeit des Besucherzentrums verantwortlich. Als Gesellschafter für die zu gründende Betreibergesellschaft sind u.a. die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) und das Land Berlin vorgesehen. Darüber hinaus soll eine Institution der Tourismuswirtschaft eingebunden werden. Zur Unterstützung der inhaltlichen Arbeit und konzeptionellen Entwicklung des Besucherzentrums soll in den Statuten der Gesellschaft ein Beirat, bzw. Aufsichtsrat eingerichtet werden. Dadurch werden verbundene Akteure, wie die DSD, zuständige Fachverwaltungen, Vertreter der Tourismuswirtschaft, der Kirchen und des Museums für Vor- und Frühgeschichte in die Gestaltung des Besucherzentrums eingebunden.
Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz / Teil 3 Wettbewerbsaufgabe
Im historischen Zentrum Berlins, auf der Spreeinsel, soll im Rahmen einer städtebaulichen Neuordnung der Petriplatz wieder räumlich hervorgehoben werden. Die im Zusammenhang mit der Baufeldfreimachung durchgeführten archäologischen Grabungen haben umfangreiche und bedeutende neue Erkenntnisse zur ältesten Stadtgeschichte Berlins erbracht. Mit der Freilegung der Fundamente der mittelalterlichen, barocken und neogotischen Petrikirche und der mittelalterlichen Lateinschule sind nunmehr Zeugnisse früher Stadtentwicklung vorhanden, die durch die Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg und die verkehrsgerechte Stadtumgestaltung in DDR-Zeiten unauffindbar wurden. Die Wettbewerbsaufgabe umfasst die Planung eines Archäologischen Besucherzentrums mit Außenmagazin (Ossarium) und die Gestaltung der Freiflächen auf dem Petriplatz. Im Vorfeld dieses Verfahrens wurde von der Kirchengemeinde St. Petri – St. Marien der Wettbewerb „Bet- und Lehrhaus auf dem Petriplatz Berlin“ für die Errichtung eines Sakralbaus auf den Fundamenten der Strackschen Kirche ausgeschrieben (Die Wettbewerbsunterlagen des Siegerentwurfs befinden sich in den Digitalen Anlagen unter 4.1.3). Da die Realisierung dieses Bauvorhabens noch nicht gesichert ist, ist es erforderlich, dass der Entwurf des Petriplatzes als Freiraum temporär allein Bestand hat, aber auch den späteren Bau des Sakralbaus zulässt. Das Archäologische Besucherzentrum Als ein bis zu 7-geschossiger Baukörper soll das Archäologische Besucherzentrum mit einer Nutzfläche von ca. 2.640 qm über den Fundamenten der ehemaligen Lateinschule errichtet werden. Der Bebauungsplan setzt eine Rückstaffelung der oberen Geschosse fest, um die städtebauliche Einbindung in die Umgebung zu gewährleisten und die Belichtung der vorhandenen Bebauung nicht unvertretbar zu beeinträchtigen. Zum Petriplatz hin soll der Wettbewerbsentwurf sowohl auf die künftig den Platzrand insgesamt prägende Traufkante von 18,00 m als auch auf das Wettbewerbsergebnis für das Bet- und Lehrhaus Bezug nehmen. Es ist kein Ausschlussgrund, wenn zu dieser Seite hin die Rückstaffelung gemäß Bebauungsplan nicht eingehalten wird. Zur Gertraudenstraße und zur Scharrenstraße gelten die Festsetzungen des Bebauungsplans. Das inhaltliche Konzept des Archäologischen Besucherzentrums geht davon aus, neben der teilweisen Präsentation der Grundmauern der Lateinschule und den Fundamenten der Petrikirche sowie der Ausstellung von sonstigen Grabungsfunden, auch die Arbeitsmethoden archäologischer Tätigkeiten zu präsentieren. Den Besuchern sollen die Methoden archäologischer Arbeit durch die Präsenz und Mitwirkung des Museums für Vor- und Frühgeschichte (MVF) in Form einer „gläsernen Werkstatt der Archäologie“ näher gebracht werden. Der Besucher kann miterleben, wie Funde sortiert, gereinigt, gelistet und beschriftet sowie restauriert, konserviert und verwahrt werden. Stadtgeschichte und Archäologie sollen zeitgemäß, interaktiv, kompetent und barrierefrei vermittelt werden. Es sollen temporäre Ausstellungen zu stadthistorischen Themenschwerpunkten und
laufenden Grabungen stattfinden. Seminare, Kolloquien und Fachtagungen sollen möglich sein. Es wird von einer jährlichen Besucherzahl von ca. 40.000 Personen ausgegangen. Das Archäologische Besucherzentrum ist Teil eines Blocks. Von den Wettbewerbsteilnehmern ist auch ein Bebauungskonzept für den Bereich zwischen Besucherzentrum und Kleiner Gertraudenstraße nachzuweisen. Die funktionale Nutzbarkeit muss für die Fläche geprüft werden. Außenanlagen Um die Bollensteinbelagsreste und die Außenwand der Lateinschule, die Kirchenfundamente und weitere in diesem Areal vorhandene Befunde zeigen zu können (siehe Digitale Anlagen unter 4.1.3 / 02_Testentwurf bzw. 03_Städtebauliche Studie), ist eine abgesenkte Ebene (– 1,50 m) im Bereich zwischen ehemaliger Lateinschule und Petrikirche angedacht. Für die Gestaltung dieser Freifläche sind die Präsentation der Befunde, eine hohe Aufenthaltsqualität und die Beachtung der zwei erhaltenswerten Bäume an der Scharrenstraße maßgeblich. Auf dem Petriplatz soll ein Ossarium entworfen werden. Das Ossarium ist vorzugsweise im Eckbereich Scharrenstraße / Verbindungsstraße „Petriplatz“ – dem Fundort der Gebeine – ca. 3,00 m unter Straßenniveau vorzusehen. Das Ossarium soll von oben einsehbar sein, die Begehbarkeit ist nur für die Forschung und erforderliche Servicearbeiten vorzusehen. Ein Teil der 3.700 gefundenen Gebeine sollen im Ossarium untergebracht werden. Die übrigen Knochenfunde verbleiben in der Parochialkirche. Die akzeptierte Lagerungsart – möglichst einzeln in Nischen (T = 50 cm / B = 40 cm / H = 30 cm) – ergibt den Raumbedarf. Es ist entwurfsabhängig, wie viele dieser Nischen in den 70 qm (inkl. 10 qm Technik) untergebracht werden können. Entscheidend ist das Konzept und die würdevolle Verwahrung. Auch die Fundamente des Chorbereiches der Strackschen Petrikirche und die unmittelbar angrenzenden Befunde sollen einsehbar sein. Die Begehbarkeit ist nur für Wartungsarbeiten erforderlich. Die im Wettbewerbsergebnis zum Bet- und Lehrhaus vorgesehene Terrasse zwischen Scharrenstraße und Verbindungsstraße „Petriplatz“ ist keine Wettbewerbsvorgabe. Die angedachte Erschließung des Bet- und Lehrhauses von der Scharrenstraße muss zu einem späteren Zeitpunkt entsprechend überarbeitet werden.
In seiner Funktion als Keimzelle der Stadt und durch die erhaltenen authentischen archäologischen und baulichen Zeugen verschiedener Phasen der Stadtgeschichte kommt dem Bereich eine wichtige stadtgeschichtliche und touristische Bedeutung zu. Die Aktivierung der untergenutzten Fläche für eine neue innerstädtische Nutzung ist von gesamtstädtischem Interesse. Über die verkehrliche Funktion hinaus besitzt der Straßenzug Leipziger Straße – Spittelmarkt – Gertraudenstraße – Mühlendamm eine wichtige stadträumliche Funktion als Bindeglied zwischen dem Bereich um den Alexanderplatz, dem historischen Stadtzentrum, der Friedrichstadt und dem Potsdamer / Leipziger Platz.
Von den Teilnehmern werden gestalterisch und funktional anspruchsvolle Entwürfe erwartet, die eine hohe Nutzungsqualität aufweisen und sich überzeugend mit dem heterogenen städtebaulichen Umfeld auseinandersetzen. Der Neuplanung kommt an diesem historischen Standort eine besondere Bedeutung zu. Es soll ein Stadtbild prägender Ort entwickelt werden, der sich auf besondere Art und Weise mit den archäologischen Befunden und dem historischen Kontext auseinandersetzt. Es soll auf die historische Situation Bezug genommen werden, ohne diese zu rekonstruieren. Ein attraktiver unverwechselbarer Stadtraum soll entstehen.
Maßgeblich für die Gestaltung des Freiraumes ist die Herausstellung der archäologischen Befunde in der Konzeption der Freiraumplanung. Der Standort erfordert mit seiner hohen gesellschaftspolitischen, geschichtlichen und städtebaulichen Bedeutung eine gestalterische Akzentuierung als lebendiger, identitätsstiftender Ort im Zentrum Berlins. Die Erlebbarkeit und Unverwechselbarkeit des Ortes ist von großer Bedeutung. Die Wettbewerbsteilnehmer sollen sich damit auseinandersetzen, inwieweit die archäologischen Befunde mit ihrem Konzept für die Freiraumplanung sichtbar gemacht werden können. Die individuelle Gestaltung und der gemeinschaftliche Kontext, der Stadtraum, die Architektur und der Freiraum müssen sich wechselseitig beleben und ein Ganzes bilden. Die stadträumliche Einbindung und die Unverwechselbarkeit des Freiraumes sind die Herausforderungen an die Entwurfsbearbeitung. Die Konzeption des gesamten Petriplatzes soll so geplant werden, dass der Entwurf temporär allein Bestand hat, aber auch den späteren Bau des Betund Lehrhauses (siehe Digitale Anlagen unter 4.1.3). zulässt. Von den Wettbewerbsteilnehmern sind folgende Varianten zu entwerfen: –	 Freiflächengestaltung mit Sakralbau –	 Temporäre Gestaltung bis zur Realisierung des Sakralbaus Es ist wünschenswert, die im Vermesserplan dargestellten drei großen Bäume an der Scharrenstraße zu erhalten. Wenn archäologische Befunde in den Freiflächen sichtbar gemacht werden sollen, müssen Maßnahmen für die Witterungsbeständigkeit angedacht werden.
Räumliche und funktionale Anforderungen / Technische Ausrüstung
Archäologisches Besucherzentrum Bei allen Räumen sind lichte Raumhöhen von min. 3,00 m vorzusehen. Für repräsentative Bereiche sind größere Raumhöhen denkbar. Alle Räume können tagesbelichtet sein. (Weitere Hinweise zur technischen Ausrüstung befinden sich in den Digitalen Anlagen unter 4.1.4 / Raumprogramm.)
Grabungsflächen Lateinschule (362 qm) für die Allgemeinheit frei zugängliche Ausstellung, Besichtigung der ergrabenen Befunde im Bereich der ehem. Lateinschule, Zugang barrierefrei Möbellager (20 qm) Lager zum Publikumsbereich Grabungsflächen, Ausstellungsutensilien Infobereich / Foyer (48 qm) Infotresen und Tickets, Bookshop, Garderobe, Zugang behindertengerecht, Nähe Servicebereich, Nähe Wachschutz Anlieferung / Schleuse (20 qm) Zwischenlagerung Leihobjekte, Verpackungskisten, Vorbereitung für Trans-port/Rückgabe Servicebereich (50 qm) Verkauf kalter und warmer Getränke, Kaffeeautomat, 2 Tische und Stühle Vorbereitung Service (12 qm) Lager, Schränke, Kühlschrank, Arbeitsflächen Pädagogischer Dienst (25 qm) Aufenthalts- und Dienstraum, Unterbringung Wachschutz Ausstellung / Fundeingang (88 qm) Fundeingang, Ausstellung gewaschener Funde, Möglichkeit zur Sortierung der Funde erf., Ausstellungsbeleuchtung, ggf. Ausstellung, Anlieferung Schaudepot (50 qm) Schaudepot für Besucher betretbar, abzutrennen vom restl. Depot (Magazine), Deckentraglast 1000 Kn/qm Restaurierungswerkstatt / Keramik (32 qm) 2 Arbeitsplätze, Einblick in Restaurierungswerkstatt, direkte Verbindung mit Ausstellung / Anlieferung, Erreichbarkeit ohne Benutzung des Besucherbereiches erf. Tiefkühllager (16 qm) Kühltruhen, Lage angrenzend zum Labor, Oberflächen gefliest Eisenmagazin (70 qm) Spezialmagazin, möglichst fensterlos, Klimatisierung, Schleuseneingang / Spezialtür mit luftdichtem Abschluss Röntgenanlage (24 qm) / Dunkelkammer (4 qm) / Schaltraum (2 qm) Röntgenanlage mit separatem Schaltraum und davon abgehend, Dunkelkammer, Lage angrenzend zum Labor, Dunkelkammer mit Nassbzw. Handentwicklung Labor (40 qm) Funduntersuchung, Fundwäsche, Eisenkonservierung, Lage angrenzend zur Restaurierungswerkstatt / Keramik, Wasserbereich vom Laugenbereich trennbar vorsehen (Schiebetür)
Konservierung / Restauration (100 qm) Großraumwerkstatt, 5 Arbeitsplätze um mittige Fundablagemöglichkeit gruppiert, Einblick in die Werkstatt für Besucher, Anschluss an zentrale Absauganlage Kompressorraum (6 qm) Aufstellraum Kompressor Feinstrahlraum (18 qm) Fundsäuberung, Funduntersuchung, Lage gegenüber Konservierung / Restauration, zentrale Absaugung Tischlerei / Ausstellungsvorbereitung (40 qm) Vorbereitung Versand, Verpackung, Ausstellungsvorbereitung, Lage gegenüber Konservierung / Restauration Werkstattleiter (20 qm) Arbeits-/ Aufenthaltsbereich Leiter, Handbibliothek Mikroskopierraum / Fotoraum (18 qm) Mikroskopieren, Fotoentwicklung PC-Raum Dokumentation (18 qm) EDV gestützte Dokumentation, PC-Arbeitsplätze Lagerraum (15 qm) Materiallagerraum, keine Chemikalien Aufenthaltsraum Restauration inkl. Teeküche (40 qm) Aufenthaltsraum Restauratoren, Magaziner und sonstiges Personal, Ausblick entspr. ASR Umkleideraum Restauration (12 qm) Umkleidemöglichkeit Restauratoren geschlechtergetrennt Studiensammlung mit Arbeitsplätzen und Magazin (915 qm) Fundlagerung, offene Magazinierung, in Teilbereichen Einblick durch Besucher, 6000 lfd. Regalmeter, zu integrieren sind 3 Arbeitsplätze für Depotverwaltung, 1 Arbeitsplatz für Praktikanten/Volontäre, Regalsysteme, Deckentraglast 1000 Kn/qm, ggf. RLT-Anlage, natürliche Be-und Entlüftung, Ausblick nach ASR Gastwissenschaftler (35 qm) 3 Arbeitsplätze für Gastwissenschaftler, PC Arbeitsplätze Lager Verpackung (25 qm) Lagerung von Verpackungsmaterial Ausstellungsfläche (217 qm) Sonderausstellungsfläche, Wechselausstellungen, Lage angrenzend zu Vortrag / Saal (räumliche Verbindung gewünscht), Ausstellungsbeleuchtung Vortrag / Saal (96 qm) Vorträge, Veranstaltungen, Lage angrenzend zu Ausstellungsfläche (räum-
liche Verbindung gewünscht), Bestuhlung variabel, 90 Sitzplätze, teilbar, Teeküche Büro Leitung (20 qm) Leiterbüro und 1 Arbeitsplatz für Treuhandstiftung Verwaltung (15 qm) allgemeine Verwaltung, Bürobestuhlung Technik (75 qm) Betriebsraum RLT, TGA Technik (25 qm) Betriebsraum Heizung, Elt., Anschluss Fernwärmenetz, Wärmetauscher, HA Starkstrom, Schwachstrom Abstellraum (3,50 qm) Gebäude, Aufzugsnähe Toiletten / Duscheinrichtung (61 qm) Besucher WC: 3 WC, 2 PP/HWB, D/H getrennt Behinderten WC: nach DIN 18024 und 18025 Damen WC mit Dusche: je 2 WC/HWB/Duschanlage Herren WC mit Dusche: je 1WC/PP/HWB/Duschanlage Damen WC: je 2 WC/HWB Herren WC: je 1 WC/PP/HWB Aufzug Tiefpart./ EG-DG, max. 16 Pers./1250 kg, getrennt nutzbar für Besucher/ Mitarbeiter (Schlüssel), behindertengerecht Außenanlagen Ossarium (70 qm inkl. 10 qm Technik) Außenmagazin des Museums für Vor- und Frühgeschichte, Lagerung von Gebeinen in Nischen (T = 50 cm / B = 40 cm / H = 30 cm), auf Höhe ca. – 3,00 m, von oben einsehbar, nicht öffentlich zugänglich, untergebracht nordöstlich des Chorbereiches der Strackschen Petrikirche von 1853– 1964, im räumlichen Zusammenhang sollen die Kirchenfundamente und die angrenzenden Befunde sichtbar gemacht werden
Erschließung Archäologisches Besucherzentrum Der Haupteingang ist entwurfsabhängig zu planen. Er soll gut auffindbar sein. Die barrierefreie Erschließung muss gewährleistet sein. Die Anlieferung sollte vorzugsweise von der Scharrenstraße und ebenerdig erfolgen. Die Anlieferung erfolgt mit 7,5 t LKWs über Europaletten. Stellplätze Es sind 10 Fahrradstellplätze auf der Wettbewerbsfläche nachzuweisen. PKW-Stellplätze für Besucher und Mitarbeiter sind auf dem Gelände nicht vorgesehen. Stellplätze für mobilitätseingeschränkte Personen sollen auf dem Straßenland nachgewiesen werden.
Nach der Landeshaushaltsordnung ist der Bauherr verpflichtet, seine Mittel sparsam und wirtschaftlich zu verwenden. Die Wirtschaftlichkeit des Entwurfes ist daher ein entscheidendes Kriterium bei der Beurteilung der Wettbewerbsarbeiten. Dies bezieht sich auf: –	 Baukosten –	 Instandhaltungskosten –	 Kosten des laufenden Betriebs Es wird vorausgesetzt, dass bei der Planung umweltfreundliche Baustoffe verwendet und technische Systeme auf ein Minimum reduziert werden (die Verwendungsverbote und -beschränkungen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt sind zu beachten, siehe Digitale Anlagen unter 4.1.7). Die Planung hat sich am Prinzip des kostensparenden Bauens zu orientieren. Hierzu sind folgende Kriterien zu berücksichtigen: –	 kompakte, klare und funktionale Grundrissorganisation, Reduzierung der Verkehrsfläche auf ein notwendiges Maß; –	 Verzicht auf aufwendige Konstruktionen; –	 Minimierung der Oberfläche, Kompaktheit; –	 Reduktion der Materialwahl, Instandsetzungsfähigkeit, –	 Alterungsfähigkeit des Materials. Eine wesentliche Fragestellung des Wettbewerbs ist es, welche architektonische und konstruktive Konzeption die Teilnehmer vorschlagen, um das von ihnen dargestellte Entwurfskonzept unter den genannten Kosten- und Qualitätsanforderungen zu realisieren. Um eine Beurteilung der Wettbewerbsbeiträge unter diesen Gesichtspunkten zu ermöglichen, werden konkrete Aussagen zur Konstruktion und zum Ausbau erwartet. Um die Vergleichbarkeit der Wettbewerbsbeiträge zu gewährleisten, ist dabei – neben der Darstellung des Entwurfsansatzes in Skizzen und Textform – eine Beschreibung der Konstruktion und Materialien (Baubeschreibung in Anlehnung an DIN 276 (neu), Kostengruppen 300, 400 und 500, siehe 1.10 Geforderte Leistungen) gefordert. Dabei soll auch die baukonstruktive und gebäudetechnische Grundkonzeption beschrieben und dargestellt werden. Hierzu sind konkrete Aussagen zu folgenden Bauteilen zu machen: –	 Konstruktion (Tragsystem, Ausbaustruktur) –	 Gebäudehülle (Fassade, Dach) –	 Technische Gebäudeausrüstung (Heizen und Lüften, Wärmerückgewinnung, Tageslichtnutzung, Beleuchtung) Für die Baumaßnahme Besucherzentrum sind Gesamtkosten (KG 300 + KG 400) von ca. 9,14 Mio. Euro vorgesehen. Es erfolgten bereits Abstimmungen mit Statikern zur konstruktiven Lösung der Gründung des Neubaus im Bereich der historischen Fundamente. Die Kostenschätzung schließt den Mehraufwand für die besonderen Anforderungen der Gründung mit ein.
Übersicht Gesamtbaukosten Besucherzentrum KG 200		 Sicherung Grabungen		 KG 300 (Besonderheiten)	Pfahlgründung / Ossarium	 KG 300 / 400	 Bauwerk				 KG 500		 Außenanlagen			 KG 600		 Ausstattung				 KG 700		 Baunebenkosten			 			 Baukosten gesamt gerundet
450.000 Euro 1.240.000 Euro 9.140.000 Euro 900.000 Euro 780.000 Euro 2.982.200 Euro 15.500.000 Euro
In der Freiflächenvariante „Temporäre Gestaltung bis zur Realisierung des Sakralbaus“ sind für die Grundfläche des Bet- und Lehrhauses (ohne Sockel ca. 650 qm) Kosten von 50,00 Euro/qm (brutto) anzusetzen.
Die Planung soll unter dem Aspekt des energieoptimierten Bauens im Sinne eines innovativen energie- und kosteneffizienten Gebäudekonzeptes nach EnEV (derzeit EnEV 2009) sowie EEWärmeG erfolgen. Die Anforderungen der EnEV sind gemäß den Vorgaben des Berliner Energiestandards um 30% zu unterschreiten (entspricht somit voraussichtlich der EnEV 2012). Der Einsatz von regenerativen Energien ist mit dem Ziel zu prüfen, einen möglichst hohen Anteil an der Deckung des Strom- und Wärmebedarfs aus diesen zu ermöglichen. Bei der Entwurfsbearbeitung sind die Planungsprinzipien der Nachhaltigkeit anzuwenden, die eine ausgewogene Beachtung ökologischer, ökonomischer und sozialer Aspekte erfordern. Folgende Ziele hinsichtlich der Nachhaltigkeit sind zu berücksichtigen: –	 Sicherstellung eines geringen Energiebedarfs (Gebäude, Anlagentechnik) –	 Optimierung der Tageslichtnutzung –	 sehr gute akustische Raumeigenschaften und Sprachverständlichkeit –	 langfristige und flexible Nutzungsqualität –	 Kosteneffizienz bei Baukosten –	 Minimierung der Betriebskosten –	 bedarfsgerechte natürliche Lüftung bzw. bedarfsgerechte hocheffiziente Lüftungsanlagen (wo erforderlich) –	 Reduktion von Immissionen und Emissionen –	 Kompaktheit (A/V) der Gebäudeform und Zonierung der Nutzungsbereiche –	 hohe thermische Qualität, Fugendichtheit und wärmebrückenfreie Konstruktionen der Gebäudehülle –	 Einsatz von Steuerungs- und Regelungsstrategien –	 Prüfung des Einsatzes solarer Energienutzung (Duschwasser, Heizungsunterstützung, Strom) –	 Prüfung der Regen- und Grauwassernutzung
Ökologische Planungskriterien Prinzipien des ökologischen Bauens sind in den „Ökologischen Kriterien für Bauwettbewerbe“ beschrieben (Stand Juli 2007, siehe Digitale Anlagen unter 4.1.6). Für die Konstruktion und Bauausführung sollen danach nur Materialien und Bauteile zur Anwendung kommen, die hinsichtlich Gewinnung, Transport, Verarbeitung, Funktion und Beseitigung eine hohe Gesundheits- und Umweltverträglichkeit sowie eine hohe Lebensdauer aufweisen. Die umweltgerechte und nachhaltige Ausbildung des Baukörpers ist eine wesentliche Voraussetzung für den Entwurfsbeitrag.
Barrierefreies Bauen ist als selbstverständliche Qualitätsanforderung gemäß den Grundsätzen des Handbuches „Barrierefreies Planen und Bauen in Berlin“ und des Handbuches „Design for all – Öffentlicher Freiraum Berlin“ (www.senstadt.berlin.de/bauen/barrierefreies_bauen/de/handbuch) im Wettbewerb umzusetzen. Die unterschiedlichen Nutzeranforderungen sollen hinsichtlich motorischer, sensorischer oder kognitiver Art Berücksichtigung finden. Funktionsbereichen wie Erschließung, Orientierung, Versammlungsräume, Gastronomieräume, Aufenthaltsräume und Sanitärräume ist besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Freiflächen Auch im Außenraum sind die Prinzipien des barrierefreien Bauens konsequent anzuwenden. Für die Erschließung der Besucher ist eine barrierefreie Konzeption nach DIN 18040-1 erforderlich. Die Erschließung der öffentlichen Freiflächen aus dem Straßenraum sollte sich durch eindeutige Orientierung bzw. selbsterklärende Auffindbarkeit auszeichnen.
Der Planung sind insbesondere zugrunde zu legen: –	 Bauordnung Berlin und ergänzende Vorschriften (BauOBerlin) –	 Verordnung über Bauvorlagen, bautechnische Nachweise und das 	 Verfahren im Einzelnen (Bauverfahrensverordnung – BauVerfVO) –	 Musterverordnung über den Bau und Betrieb von Versammlungsstätten (MVStättV) –	 Gesetz zum Schutz von Denkmalen in Berlin (Denkmalschutzgesetz Berlin – DSchG Bln) –	 Verordnung über Arbeitsstätten (ArbStättV) –	 DIN 18040-1 Barrierefreies Bauen –	 DIN 18024-1 und DIN 18024-2 Barrierefreies Bauen –	 Baumschutzverordnung (BaumSchVO) Des Weiteren sind die im Anhang aufgeführten Richtlinien zu beachten.
Das Funktionsschema zur Anordnung der Räume für das Archäologische Besucherzentrum sowie das vollständige Raumprogramm befinden sich in den Digitalen Anlagen unter 4.1.4.
RaumNr. 1.0. 1.1.1. 1.1.2. 1.1.3. 1.2. 1.3.1. 1.3.2. 1.4. 1.5. 1.6. 1.7.1. 1.7.2. 1.8. 1.9. 1.10. 1.11.1. 1.11.2. 1.11.3. 1.12. 1.13. 1.14. 1.15. 1.16. 1.17. 1.18. 1.19. 1.20. 1.21.1. 1.21.2. 1.22.1. 1.22.2. 1.22.3. 1.22.4. 1.23. 1.24. 1.25. 1.26. 1.27. 1.28. 1.29. 1.30.1. 1.30.2. 1.30.3. 1.30.4. 1.30.5. 1.30.6. Raumbezeichnung / Nutzung Anzahl Fläche je Räume Raum (in qm) Archäologisches Besucherzentrum / Überbauung Lateinschule Ausstellung 1 53,00 Grabungsfläche 1 228,00 Grabungsfläche 1 81,00 Möbellager 1 20,00 Infobereich / Foyer Anlieferung / Schleuse Servicebereich Vorbereitung Service Pädagogischer Dienst Ausstellung Fundeingang Restaurierungswerkstatt Keramik Tiefkühllager Eisenmagazin Röntgenanlage Dunkelkammer Schaltraum Labor Konservierung / Restaurierung Kompressorraum Feinstrahlraum Tischlerei/Ausstellungsvorbereitung Werkstattleiter Mikroskopierraum / Fotoraum PC-Raum / Dokumentation Lagerraum Aufenthaltsraum Restaurierung inkl. Teeküche Umkleideraum Restaurierung Studiensammlung mit Arbeitsplätzen und Magazin Gastwissenschaftler Schaudepot Lager Verpackung Ausstellungsfläche Vortrag / Saal Büro Leitung Verwaltung Technik Technik Abstellraum Besucher WC Behinderten WC Damen WC mit Dusche Herren WC mit Dusche Damen WC Herren WC 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 2 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 1 2 2 48,00 20,00 68,00 50,00 12,00 25,00 22,00 66,00 32,00 16,00 70,00 24,00 4,00 2,00 40,00 363,00 100,00 6,00 18,00 40,00 20,00 18,00 18,00 15,00 40,00 6,00 287,00 915,00 35,00 50,00 25,00 1.025,00 217,00 96,00 313,00 20,00 15,00 75,00 25,00 3,50 138,50 13,00 5,00 8,50 8,50 6,50 6,50 61,00 2.637,50 Summe
2.0. 2.1. 2.2.
Außenanlagen Außenmagazin MVF (Ossarium) Platzfläche
70,00 70,00 entwurfsabhängig
Architektonische Gestaltung –	 Städtebau / stadträumliche Gestaltung –	 Gestalterische Einbindung in die nähere Umgebung 	 (Bezug zur Planung Bet- und Lehrhaus) –	 Baukörper, Gestaltung, Ablesbarkeit –	 Funktionale / architektonische Qualität des Innenraums –	 Gestaltung des Außenraums Funktionen Archäologisches Besucherzentrum –	 Erschließung (außen und innen) –	 Außenraumbezüge, Orientierung, Qualitäten –	 Funktionale Zuordnung –	 Räumliche Qualitäten –	 Raumzuschnitte, Belichtung, Belüftung Freiflächen / Außenanlagen –	 Zuwegung / Zuordnung –	 Orientierung, Qualitäten –	 Nutzung, Funktion Realisierbarkeit –	 Programmerfüllung –	 Nachhaltigkeit und Energieeffizienz –	 Wirtschaftlichkeit von Bau und Betrieb –	 Genehmigungsfähigkeit –	 Einhaltung des Kostenrahmens Die Reihenfolge der Kriterien stellt keine Gewichtung dar.
Archäologisches Besucherzentrum Petriplatz / Teil 4 Anhang
00_auslobung_petriplatz.pdf
4.1.1	 Lageplan / Arbeitsplan 01_Lageplan auf Grundlage der ALK, des B-Plans und des Lageplans vom Vermessungsbüro Zech und Ruth 	 (Hinweis: Eventuell sind Planungenauigkeiten aufgrund von Abweichungen zwischen Vermesserplan, B-Plan und ALK vorhanden. Als Arbeitsgrundlage dient daher der Vermesserplan.) 	 	 CAD-Dateien
01_lageplan_petriplatz.dwg/.dxf				 (vAutoCAD 2000)
01_uebersichtsplan_petriplatz.pdf				 02_lageplan_petriplatz.pdf				 (M 1:500) (M 1:200)
02_Vermesserplan vom Vermessungsbüro Zech und Ruth 	 	 CAD-Dateien
01_vermesserplan_petriplatz.dwg/.dxf			 (vAutoCAD 2000)
01_vermesserplan_petriplatz.pdf				 (M 1:200)
4.1.2	 Informationspläne 01_Überlagerungsplan mit Leitungsbestand
01_Leitungsbestand.dwg/.pdf				 (M 1:200)
02_Fundamentplan (Jordi Keller Architekten) 	 CAD-Datei
01_Fundamentplan.dxf (mit Abbildung Laserscan)
01_Grundriss.pdf						 02_Schnitte_1.pdf					 03_Schnitte_2.pdf					 (M 1:100) (M 1:100) (M 1:100)
4.1.3	 Weitere Planungsunterlagen 01_Geotechnische Kurzdokumentation (Vorerkundung zu den Baugrund- und Gründungsverhältnissen) / Schichtenverzeichnisse
01_Geotechnische_Kurzdokumentation.pdf
02_Vorüberlegungen: Testentwurf 2009 (Jordi Keller Architekten) / Perspektiven (Nöfer Architekten)
01_Testentwurf.pdf 	 02_Gesamtperspektiven.pdf
03_Städtebauliche Studie 2011 (Jordi Keller Architekten)
01_Vorstudie_2011_3D_mit_Sakralbau.pdf 02_Vorstudie_2011_3D_ohne_Sakralbau.pdf 03_Vorstudie_EG.pdf 04_Vorstudie_GR_Grabungsgeschoss.pdf 05_Vorstudie_2011_Schemaplan.pdf 06_Vorstudie_Schnitte_01.pdf 07_Vorstudie_Schnitte_02.pdf
04_ Wettbewerb Bet- und Lehrhaus, Siegerentwurf, 9/2012 	 (Architekten: Kuehn Malvezzi) 	 CAD-Dateien
01_EG.dwg 	 02_ZG.dwg 	 03_OG_1.dwg 	 04_OG_2.dwg 	 05_OG_2.dwg 	 06_DACH.dwg 	 07_Ansichten.dwg 	 08_SCHNITT_A.dwg 	 09_SCHNITT_B.dwg
01_WB_Bet_Lehrhaus_Erlaeuterung.pdf 	 02_WB_Bet_Lehrhaus_Planunterlagen.pdf
05_Bebauungsplan I-218
01_B-Plan_I-218.pdf 02_B-Plan_I-218_Begruendung.pdf 03_B-Plan_I-218_Strassenplanungen.jpg 04_B-Plan_I-218_Querschnitt_Gertraudenstrasse.pdf
06_Bericht Tragwerksplanung zu Gründungsvarianten
01_Tragwerksplanung_Gruendung.pdf
07_Unterlagen Modellbau
Die Unterlagen zum Modellbau (Einsatzplatte im M 1:500, Fotos des Umgebungsmodells und CAD-Daten) werden im Zusammenhang mit der Beantwortung der Rückfragen versendet.
01_Funktionsschema_Besucherzentrum.pdf 	 02a_Raumprogramm_Besucherzentrum.pdf 	 02b_Raumprogramm_Abkuerzungen.pdf
4.1.5	 Vorschriften im Internet –	 Bauordnung Berlin und ergänzende Vorschriften BauOBerlin 	 (BauOBln) vom 29. September 2005, zuletzt geändert durch 	 Gesetz vom 29. Juni 2011 (GVBl. S. 315, in Kraft getreten am 10. Juli 2011)
–	 Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) vom 7. August 2008, zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes 	 vom 12. April 2011 (BGBl. I S. 619)
–	 Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) vom 12. August 2004, zuletzt geändert durch Artikel 4 der Verordnung vom 19. Juli 2010 	 (BGBl. I S. 960)
–	 Ausführungsvorschriften zu § 50 der Bauordnung für Berlin (BauOBln) über Stellplätze für Kraftfahrzeuge für schwer Gehbehinderte und Behinderte im Rollstuhl und Abstellmöglichkeiten für Fahrräder (AV Stellplätze) vom 11. Dezember 2007
4.1.6	 Richtlinien als .pdf –	 Richtlinien über Flächen für die Feuerwehr auf Grundstücken
01_Richtlinie_ffwg_bbg.pdf
–	 Ökologisches Bauen, Anforderungen an Baumaßnahmen, 	 Leitfaden SenStadt 2007
02_OekoLeitfadenBlnE_bf_2007.pdf
–	 Grundsätze für die Betriebswassernutzung, Rundschreiben SenStadt VI C Nr. 1/2003
03_Grundsaetze_betriebswassernutzung.pdf
04_Planungshilfe_energiesparendes_bauen.pdf
–	 Hinweise zur Planung und Ausführung von Raumlufttechnischen Anlagen für öffentliche Gebäude (RLT-Anlagenbau 2004)
05_Hinweise_RLT_Anlagen_2004.pdf
–	 Planung, Ausführung und Betrieb der Kälteanlagen in öffentlichen Gebäuden (Kälte 2007)
06_Kaelte_Anlagen_2007.pdf
4.1.8	 Formblätter –	 Verfassererklärung (siehe Teil 1 Pkt 1.15) 	 (PDF-Formular, d.h. Text kann direkt in das Formblatt eingeben und danach ausgedruckt werden. Das PDF-Formular kann mit dem Acrobat-Reader aber nicht gespeichert werden)
000000_verfassererklaerung_petriplatz.pdf
000000_A_formblatt_raumprogramm.xls 000000_B_formblatt_gebaeudekennwerte.xls
4.1.9	 Bilddokumentation –	 Bilddokumentation als .jpg-Dateien
01_Ausgrabung_2007-2009 02_Fotodokumentation_2012
–	 Luftbild, Stand 2011 als .tif-Datei
01_luftbild_2011.tif
Literatur –	 Archäologie in Berlin und Brandenburg 2009, Auszug Claudia Maria Melisch, herausgegeben von der Archäologischen Gesellschaft in Berlin und Brandenburg e.V. in Zusammenarbeit mit dem Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseum und dem Landesdenkmalamt Berlin, in Kommision beim Konrad Theiss Verlag, 2011 –	 Vom Planwerk zum Bauwerk, Spittelmarkt – Gertraudenstraße, Hrsg. Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Abt. II, Berlin, 2001 –	 Begründung zum Bebauungsplan I-218, Hrsg. Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Abt. II, Berlin, 2011 –	 Historische Straßen und Plätze heute – Berlin, Hauptstadt der DDR, 7. bearbeitete Auflage, Waltraud Volk, Berlin, o.J. –	 Bauzaundokumentation „Petriplatz und Breite Straße“, Spath + Nagel, Büro für Städtebau, Hrsg. Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Berlin, 2009 Internet –	 Internetseiten der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
http://www.stadtentwicklung.berlin.de http://www.stadtentwicklung.berlin.de/staedtebau/projekte/petriplatz_breitestr
Abbildungsnachweis 	 Titelbild: Hans-Joachim Wuthenow 	 	 Abbildungen: 1–3, 17, 20, 22–23: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Berlin; 4, 5: Landesarchiv Berlin; 6: Waltraud Volk, Historische Straßen und Plätze heute – Berlin, Hauptstadt der DDR, 7. bearbeitete Auflage, Berlin 1980; 7: Landesarchiv Berlin; 8: J.G. Reinbeck: Umständliche Nachricht, von dem Erschrecklichen Brande in der Königl. Residentz-Stadt Berlin, 1730; 9: Stich von Rosenberg, 1784; 10: Quelle unbekannt; 11: Johannes Rabe del. J.M. sculp.; 12: Quelle unbekannt; 13: Kupferstichkabinett, SMPK; 14: J. Schacht (Hrsg.): Historische Luftaufnahmen von Berlin, 8. Aufl., Berlin, 1994; 15: Waltraud Volk, Historische Straßen und Plätze heute – Berlin, Hauptstadt der DDR, 7. bearbeitete Auflage, Berlin 1980; 16: Waltraud Volk, Historische Straßen und Plätze heute – Berlin, Hauptstadt der DDR, 7. bearbeitete Auflage, Berlin 1980; 18: Claudia Maria Melisch; 19: Städtebaulicher Ideenwettbewerb „Spreeinsel“, 1995, Bernd Niebuhr 21: Jordi und Keller Architekten, Berlin; Fotodokumentation im Digitalen Anhang: Landesdenkmalamt Berlin; Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, Berlin; Claudia Maria Melisch; Hans-Joachim Wuthenow

References: § 9
 § 6
 § 5
 § 1
 § 6
 § 7
 § 34
 § 33
 § 38
 § 8
 § 8
 § 6
 § 8
 § 166
 § 50