Source: http://blogfsv.blogspot.de/2017/02/
Timestamp: 2017-06-29 00:26:29+00:00

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Freiheit statt Vollbeschäftigung: Mitteilungen: Februar 2017
Interessant wird es, wenn Sattelberger angesichts der "Digitalisierung" "eine Riesenaufgabe nicht nur für (Hoch-)Schulen, sondern auch für die betriebliche Weiterbildung und die qualitative Personalplanung" erkennt: "Bildungsinstitutionen und Unternehmen stehen in der Verantwortung, den Erwerb interdisziplinärer Fachkompetenz mit ethisch und moralisch fundierter Lernkultur zu verknüpfen – für eine menschenwürdige Zukunft der Arbeit. Gerade Wirtschaftslenker dürfen hier nicht einem technizistischen Determinismus verfallen."
Sascha LiebermannLabels: Automatisierung, Demokratie, Digitalisierung, Innovation, Nanny-Staat, Thomas Sattelberger
¶ Dienstag, Februar 28, 2017
Labels: Arbeit, Turbobier
Labels: Rayk Anders
¶ Montag, Februar 27, 2017
...darum geht es beim Basic Income trial in Ontario, Canada, folgt man einem Bericht von Apolitical. Wobei noch nicht entscheiden zu sein scheint, wie genau das Projekt angelegt sein wird. Labels: Apolitical, Basic Income, Canada, Feldexperiment, Ontario
...Interview mit Philip Kovce bei n-tv über das mit Daniel Häni gemeinsam verfasste "Manifest zum Grundeinkommen". Siehe auch den Bericht der Schweizerischen Handelszeitung.Labels: Daniel Häni, Handelszeitung, n-tv, Philip Kovce
...darüber schreibt Dalia Marin in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.Labels: Automatisierung, China, Dalia Marin, Roboter
¶ Donnerstag, Februar 23, 2017
Hierzu gab es verschiedene Meldungen in jüngerer Zeit. Die Basic Income News berichteten darüber, ebenso die Süddeutsche Zeitung. Noch hat GiveDirectly die Mittel für dasProjekt nicht zusammen, steht aber offenbar kurz davor. In der Berichterstattung wird hervorgehoben, was die Feldversuche leisten, welche Einsichten sie zutage fördern könnten usw. Über den eigenartigen Charakter solcher Projekte, die Entwicklungshilfevorhaben ähneln, nicht von den Regierungen der Länder, in denen sie stattfinden, finanziell unterstützt werden usw. wird wenig bis gar nichts geschrieben, das ist verwunderlich. Sascha Liebermann hat sich dazu mehrfach geäußert, siehe hier und hierLabels: Basic Income News, Feldexperimente, GiveDirectly, Kenia, Süddeutsche Zeitung
...der englische Guardian über Grundeinkommen und das Projekt in Finnland.Labels: Basic Income, Finnland, The Guardian
¶ Mittwoch, Februar 22, 2017
Hier geht es zum Video.Labels: Bündnis Grundeinkommen, MDR
...unter diesem Titel veröffentlicht Zeit online einen Einblick in den Alltag von Rentnern, deren Rente nicht ausreicht, weil ihr Leben die eine oder andere unerwartete Wendung genommen hat.Labels: Alter, Armut, Rente
"...Beuys ging ja noch weiter. Er sagte, das Denken ist eine kreative Kraft, jeder Mensch hat das Potenzial, Gesellschaft zu gestalten und deshalb hat jeder das Anrecht auf Kredit. Niemand verstand, dass er keinen Bankenkredit meinte, sondern ein bedingungsloses Grundeinkommen."Labels: Andres Veiel, Joseph Beuys, Tagesspiegel
¶ Montag, Februar 20, 2017
Insgesamt 286 EU-Abgeordnete stimmten dafür dieses Konzept, 328 dagegen und acht enthielten sich. Das Konzept war ursprünglich vom Rechtsausschuss des Parlaments angenommen worden. Am Vorabend der Abstimmung betonte die luxemburgische Sozialistin noch einmal, wie wichtig eine Diskussion über die Frage sei, wie man den Bürgern angesichts schwindender Arbeitsplätze ein ausreichendes Einkommen sichern könne."Labels: EurActiv, Europäisches Parlament, Robotik
...ein MDR-Kultur Spezial vom 16. Februar, in dem Gespräche mit Philip Kovce, Wolfgang Strengmann-Kuhn und der Grundeinkommensinitiative Nordhausen geführt werden.Labels: MDR Kultur Spezial
¶ Freitag, Februar 17, 2017
Und was ist mit erworbenen Ansprüchen? Das ist eine eminent politische Frage. Das BGE könnte einen Teil dieser Ansprüche ersetzen, den Teil, der darüber hinaus besteht, nicht. Es könnte eine Umwandlung der Ansprüche angestrebt werden, wenn das politisch gewollt ist. Oder das Rentenversicherungssystem wird beibehalten, die Rente aber stärker besteuert. Wege sind viele denkbar. Aber wie ist es mit der heutigen Rente, worüber reden wir da? Die Deutsche Rentenversicherung verfügt über entsprechende Daten (siehe hier, S. 34). So betrug die durchschnittliche Altersrente in Westdeutschland in 2015 787 € (Männer 1040, Frauen 580). Vergleicht man diese Werte mit den von Straubhaar - und früher schon von anderen - ins Spiel gebrachten 1000 Euro BGE pro Monat und Person, lässt sich leicht erkennen, dass Frauen sich erheblich besserstellen würden, Männer würden auf dem heutigen Niveau etwa verbleiben. Auf Haushalte bezogen würde sich die Lage erheblich verändern, da BGEs in einem Haushalt kumulieren, also sich addieren. Ein weiterer Effekt des BGE ist, dass es immer zur Verfügung steht, so wird der Einzelne in den Stand gesetzt, Vermögen aufzubauen, wenn er es will. In Haushalten wirkt dies noch stärker möglich und würde gerade denjenigen zugutekommen, die heute am wenigsten dazu in der Lage sind. Dafür spielt es eine entscheidende Rolle, dass ein BGE für Erwachsene wie Kinder gleichermaßen hoch ist und kein Unterschied in der Höhe gemacht wird. Dann erst würde es Alleinerziehenden auch helfen.
Sell zitiert wieder den Beitrag von Hoffmann. Nun, Thomas Straubhaar spricht von 1000 Euro BGE im Monat. Werden wir konkret. Eine alleinerziehende Mutter mit einem Kind hätten 2000, eine mit zwei Kindern 3000 Euro zur Verfügung. Wäre das eine Verschlechterung? Der hier zitierte junge Mann könnte sehr wohl weitersuchen, ohne sich den Regularien der Jobcenter unterwerfen zu müssen. Er könnte Beratungsangebote annehmen, die wirkliche Angebote sind, ohne Rechtsfolgenbelehrung wie heute. Wäre das keine Verbesserung? Würde die Befreiung von Druck nicht ihm vielleicht am meisten helfen? Zugleich ist das BGE Ausdruck eines starken Solidargefühls, weil es jedem zuallererst etwas zutraut. Auch das würde der junge Mann spüren können. Dasselbe gilt für den Langzeitarbeitslosen, der nicht mehr ausgeschlossen würde und sich angesichts des heute herrschenden Erwerbsideals als Gescheiterter sehen muss. Da sehe ich mehr Chancen als Probleme, die Probleme haben wir doch heute, nicht mit BGE. Sell knüpft an die von Hoffmann zitierte Passage zu den Anfängen der Hartz-Reform an:
Sascha LiebermannLabels: Alleinerziehende, Arbeitslosigkeit, Bedürftigkeit, Familie, Langzeitarbeitslose, Rente, Rentenversicherung, Stefan Sell
¶ Donnerstag, Februar 16, 2017
"Was machen wir, wenn sich zum Beispiel Pflegekräfte entschließen, weniger zu arbeiten?"... ...fragte sich laut einem Bericht von fnweb Kai Eicker-Wolf vom Deutschen Gewerkschaftsbund in einer Diskussion mit Wolfgang Strengmann-Kuhn (MdB, Bündnis 90/ Die Grünen) über das Bedingungslose Grundeinkommen in Bensheim. Was wie eine besorgte Frage klingt, kann durchaus als Drohung verstanden werden, anders ausgedrückt: Wenn wir Menschen nicht dazu drängen, so Eicker-Wolf, Erwerbsarbeit aufzunehmen, dann werden bestimmte Aufgaben nicht erledigt. "Sicherstellen" kann man das Erledigen von Aufgaben dann nur, wenn bei Nicht-Erwerbstätigkeit Einkommensentzug folgt. Genau das ist im heutigen Gefüge der Fall, wenn jemand keinen Arbeitsplatz findet bzw. im Leistungsbezug (ALG II) nicht bereit ist, seinen Pflichten nachzukommen. Doch, stellen wir so wirklich "sicher", dass für alle Aufgaben, die erwerbsförmig erledigt werden sollen, sich jemand bereiterklärt, sie zu übernehmen?
Siehe "Geht der Gesellschaft die Arbeit aus?" (und auch hier) Sascha LiebermannLabels: Kai Eicker-Wolf, Pflege, Roberto de Lapuente, Wolfgang Strengmann-Kuhn
¶ Mittwoch, Februar 15, 2017
...darüber berichtet das manager magazin.Labels: Indien, manager magazin
Auf S. 69: "Even if the public had been made to understand more of the complexities of results, as long as there is a significant political block believing that any work disincentive is unacceptable, the NIT experiments were bound to give ammunition to NIT opponents. To that extent it was a mistake for any guaranteed income supporters to agree to the ex- periments in the first place. [...]
Eisenring folgt denen, die, wie Widerquist demonstriert, die Ergebnisse so rezipieren, wie sie zu ihren normativen Vorstellungen passen. Das wird den Ergebnissen aber nicht gerecht. Davon abgesehen weist er selbst darauf hin, dass die damalige Situation in den USA nicht der heutigen entsprach. Ja, wäre zu ergänzen, es war ja nicht einmal ein BGE und schon gar kein allgemeines. Einen wunden Punkt in Straubhaars Überlegungen scheint er zu treffen, wenn er ihm vorhält, auf eine Umfrage als Beleg dafür zu verweisen, was Menschen mit einem BGE machen würden. Er wisse sicher welchen Erkenntniswert Umfragen haben. Recht hat er diesbezüglich.
Sascha LiebermannLabels: Christoph Eisenring, Evelyn L. Forget, Karl Widerquist, Negative Einkommensteuer, Negative Income Tax Experiments
¶ Dienstag, Februar 14, 2017
Eine neue Veröffentlichung zur Diskussion um ein Bedingungsloses Grundeinkommen, hrsg. von Thomas Meyer und Udo Vorholt, in der Reihe Dortmunder politisch-philosophische Diskurse mit Beiträgen von Ute Fischer, Götz Werner, Christian Neuhäuser und Sascha Liebermann. Erschienen ist der schmale Band im projektverlag.Labels: Christian Neuhäuser, Götz Werner, projektverlag, Sascha Liebermann, Thomas Meyer, Udo Vorholt, Ute Fischer
Sascha LiebermannLabels: Anke Hassel, Fallrekonstruktion, Paternalismus, Schulpflicht
¶ Montag, Februar 13, 2017
Manche werden ihn aus dem Fernsehen kennen, Harald Lesch, Professor für Theoretische Astrophysik an der LMU München, ist einem breiteren Publikum durch seine zahlreichen Sendungen und Veröffentlichungen in diesem Feld bekannt geworden. Nun hat er sich zum Bedingungslosen Grundeinkommen geäußert. Vertrauen sei wichtig, Misstrauen zerstörerisch. Ein BGE würde Kontinuität ermöglichen. Daran, dass ein BGE zu Faulheit führe, glaube er nicht. Falls es doch welche würden, müssten wir das eben aushalten. "Die Suche nach Wahrheit ist keine Bundesligasaison" - zur Forderung nach mehr Wettbewerb an den Universitäten. Bachelor und Master sind eine Vernichtung an Vertrauen. Das BGE könnte ein interessanter Versuch werden.Labels: Harald Lesch, Hochschule, Misstrauen, Universität, Wissenschaft
Sascha LiebermannLabels: Nikolaus Blome, Richard David Precht, ZDF
¶ Donnerstag, Februar 09, 2017
Siehe dazu auch "Nordhäuser BGE-Partei für 1000 Euro Grundeinkommen" Labels: Bündnis Grundeinkommen, Ostthüringer Zeitung, Thüringer Allgemeine
Und das in den Bundestagwahlkampf hinein. Labels: Natascha Kohnen, SPD Bayern
¶ Mittwoch, Februar 08, 2017
...ein Beitrag von Georg Schürmann, Geschäftsleiter der Triodos Bank Deutschland.Labels: Georg Schürmann, Triodos Bank
Siehe die Kurzdarstellung von Kate McFarlandLabels: citizen's income, Kate McFarland, Parliament, United Kingdom
¶ Dienstag, Februar 07, 2017
...in dem Beitrag "Kein Geldregen für alle. Bedingungsloses Grundeinkommen funktioniert nur in kleinem Maßstab". Das Beispiel in dem Beitrag lässt sich ja einfach auf andere Situationen übertragen.Labels: 3Sat nano
...meldet das Bündnis Grundeinkommen.Labels: Bündnis Grundeinkommen, Landtagswahl, Saarland
¶ Montag, Februar 06, 2017
...deswegen sind Frauen von
Altersarmut besonders betroffen. So erklärt das Stephan Lenhardt in einem
Videoclip der tagesschau #kurzerklärt (ab Minute 2).
Aber ist es nicht so, dass Eltern, insbesondere Frauen, wenn Kinder auf die
Welt kommen, vielmehr arbeiten als vorher? Weil sie rund um die Uhr nicht nur
den Bedürfnissen der Kinder nachkommen, sondern darüber hinaus für das Wohlbefinden
der Familie Sorge tragen?
Aber mit Arbeit ist doch
Erwerbsarbeit gemeint, könnte hier eingewandt werden. Eben, das ist ja das
Problem. Altersarmut ist das Resultat eines verengten Arbeitsbegriffes, der nur
erwerbsförmige Leistungen als Leistung anerkennt. Die anderen fallen einfach
Das würde ein
Bedingungsloses Grundeinkommen ändern.
Labels: Altersarmut, Erwerbstätigkeit, Frauen
...ein Beitrag von Stephan Lorenz zum Bedingungslosen Grundeinkommen für die Freie Presse Sachsen. Auch Sascha Liebermann wurde für diesen Artikel interviewt.Labels: Freie Presse Sachsen, Sascha Liebermann, Stephan Lorenz
¶ Freitag, Februar 03, 2017
Abgesehen von dem schon oben erwähnten Punkt, dass es beim BGE nicht hauptsächlich um den "Arbeitsmarkt" geht, ist die indirekte Verklärung, die Hüther hier vornimmt, ebensowenig haltbar. Betrachtet man die Entwicklung von Arbeitsvolumen und Erwerbstätigkeit, bietet sich ein Bild, das erheblich differenzierter ist und von einem lang anhaltenden Trend eines sinkenden Arbeitsvolumens zeugt (siehe hier, S. 47 und meinen Kommentar hier). Hüther folgert:
Genau dazu setzt Hüther dann aber an: "Dabei hat sich die zweite industrielle Revolution Ende des 19. Jahrhunderts als Startpunkt einer schier unglaublichen (und inklusiven) Wohlstands- und Wohlfahrtsstory erwiesen. Auch heute läuft es rund in der deutschen Wirtschaft. Insbesondere auf dem deutschen Arbeitsmarkt jagt ein Rekord den anderen, wobei sich ebenfalls die Qualität der Arbeit gewandelt hat: Nicht der Subsistenzerhalt, sondern vielmehr die Hoffnung auf ein erfülltes Leben ist für viele Menschen heute die Triebfeder des Arbeitens. Technologischer Fortschritt hat dies erst ermöglicht und er wird ebenso in Zukunft dazu führen, dass noch mehr Menschen einer entlohnten sinnstiftenden Arbeit nachgehen können. Die Unabdingbarkeit des bedingungslosen Grundeinkommens lässt sich nicht herleiten."
Das stimmt, siehe hierzu auch meinen Kommentar. "Ist das Experiment zu klein, könnten Teilnehmer wegziehen, ist das Experiment zu groß, könnte es beispielsweise durch ein Referendum wieder umgekehrt werden. Selbst wenn die Schweizer sich also für ein Bedingungsloses Grundeinkommen entschieden hätten, wer könnte ihnen garantieren, dass sie sich auch im Alter auf die entsprechenden Zahlungen verlassen könnten und sich der Volkswille nicht nach einigen Dekaden wieder in eine andere Richtung verschiebt?"
Weiter geht es in dieser Passage: "Die vorhandene Evidenz ist damit kaum zu interpretieren, die simple Forderung nach mehr empirischen Befunden greift aber ebenfalls zu kurz. Teilnehmer reagieren in beiden Fällen mit verzerrtem Verhalten auf die Experimente. Einen Test kann es praktisch nicht geben – die Einführung des Grundeinkommens bleibt eine Reise in die institutionelle Ungewissheit."
Sascha LiebermannLabels: Arbeitsvolumen, Demokratie, Familie, Feldexperiment, focus, Institut der deutschen Wirtschaft, Konrad Adenauer Stiftung, Michael Hüther
fragt Joachim Wilde, Professor an der Universität Osnabrück, in einem Beitrag für die Neue Osnabrücker Zeitung.Labels: Anreiz, Einkommensteuer, Joachim Wilde, Neue Osnabrücker Zeitung, Sanktionen
¶ Donnerstag, Februar 02, 2017
...einige Leserbriefe zum Beitrag von Heinrich Alt "Das Grundeinkommen verstößt gegen die Menschenwürde" in der Süddeutschen Zeitung.Labels: Heinrich Alt, Menschenwürde, Süddeutsche Zeitung
¶ Mittwoch, Februar 01, 2017
Labels: David Calnitsky, Evelyn L. Forget, Manitoba, Mincome

References: BGE 
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