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Timestamp: 2018-03-18 06:30:59+00:00

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SB droht mit Ein-Euro-Job - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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25.05.2016, 19:33 #1
SB droht mit Ein-Euro-Job
da ich neu bin, hoffe ich mal, dass ich das richtige Unterforum erwischt habe :)
Kurz zu mir: Ich bin "dank" einiger privaten und krankheitlichen Umstände nun schon mehrere Jahre beim JC. Ich übe allerdings fast genauso lange einen Minijob aus (Gebäudereinigungskraft mit ca. 390 €/Monat bei 1,75 Stunden täglich - ausser Sonntags - von 6:00 bis 7:45). Durch Mitlesen in Foren und diverser INet-Seiten bin ich nicht ganz blauäugig im SGB. Aber sicherlich nur mit gefährlichem Halbwissen ;)
Bei letzten Termin war ich (natürlich) mit einem (noch unverfahrenen) Beistand. Zuerst kam mein neues ärztliches Gutachten zur Sprach. Das Fazit daraus, ich bin voll einsatzfähig, empfohlen werden wegen gesundheitlicher Probleme Bürojobs, was ich auch mal gelernt habe und danach Mediendesigner war.
Danach gings los. Er wolle mich in einen Maßnahme/Ein-Euro-Job stecken. Ich wäre ja schon so lange im Hause und auch bekannt. Oder ich soll versuchen meinen Minijob aufzustocken, so dass ich über 450 Euro käme, dann bräuchte ich die Maßnahme/Ein-Euro-Job (was genau er will, hat er nicht gesagt - ich ahne aber nichts Gutes) nicht machen und er würde mich in Ruhe lassen. Er würde mich in 2 Monaten wieder einladen. Davon ab, dass er mich mit Sicherheit nicht in Ruhe lässt, liess er klar durchblicken, dass es ihm um seine Statistik geht.
Ich frage mich aber jetzt schon, was, wie und ob ich überhaupt für Ein-Euro-Job in Frage komme. Bei Maßnahmen, wie z.B. die beliebten Bewerbungsmaßnahmen, weiss ich (hoffentlich), wie ich mich davor "drücken" kann. a) bin ich (fast) perfekt am Compi und formulieren kann ich auch - sonst hätte ich nicht jahrelang Mediendesigner sein können. Spätestens bei der NIchtunterschriften beim Träger dürfte wohl Schluss sein.
Meine große Sorge ist aber der EinEuroJob. Ich bin/war der Meinung, dass dort nur solche ALGIIer teilnehmen "dürfen", die keinen Job haben, damit sie sich an das "Arbeiten wieder gewöhnen" und auch soziale Kontakte aufbauen können. Oder ist das nicht so? Immerhin stehe ich jeden Morgen um halb 5 auf, da braucht mich niemand an Arbeit gewöhnen und Freunde und Bekannte habe ich wahrscheinlich mehr, als der SB selbst. Was soll also ein Ein-Euro-Job für mich "bringen", ausser die Verschönerung der Statistik?
Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit man mir einen Ein-Euro-Job verpassen darf?
Dieser Ein-Euro-Job setzt mir ganz schön zu - jetzt schon und ich will im nächsten Gespräch, wenn es dazu kommt, schon frühzeitig dem ein Riegel vorschieben (wenn es geht).
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25.05.2016, 19:43 #2
AW: SB droht mit Ein-Euro-Job
Bis jetzt sind das doch erst einmal Drohungen, um Dich in Angst und Schrecken zu versetzen.
Der 1-Euro-Job ist als letztes Mittel gedacht, einen ELO angeblich in den Arbeitsmarkt zu bringen.
Du hast nen Job, dem Du an 6 Tagen / Woche nachgehst.
Bekommst Du was an Papier auf die Hand, bitte hier anonymisiert einstellen.
25.05.2016, 21:49 #3
Mal ganz grob gesagt, eine AGH (1 Teuro Verblödung) ist für diejenigen die keinen Schulabschluss, oder keine abgeschlossene Berufsausbildung und vor allem für die, die noch nie versicherungspflichtig gearbeitet haben. Aber selbst für Letztere müsste vorrangig eine Ausbildung angeboten werden, damit sie eine berufliche Erstausbildung bekommen. Du bist mit deinem Minijob weit entfernt von einer AGH und das weiß dein SB. Es geht nur darum dich einzuschüchtern und gefügig zu machen, damit du schön brav alles machst was dein SB nach JC-Gusto mit dir machen möchte. Vorbeugend kannst du deinem SB schriftlich & nachweisbar zukommen lassen er möge dir bitte schriftlich & rechtsmittelfähig mitteilen dass du deinen Minijob wegen einer "Maßnahme" kündigen sollst! Du wirst dann sehen dass da nichts kommen wird, aber beim nächsten Termin weiter gemeckert wird um dich zum aufgeben zu bewegen. Deshalb weiter mit Beistand erscheinen und nichts vor Ort unterschreiben sondern alles zum prüfen mitnehmen.
Vor allem, der Minijob wäre doch ausbaubar und mit freiwilliger Einzahlung in die Rentenversicherung noch unangreifbarer für das JC. Das würde ich aber nicht mit dem SB besprechen, da dies deine private Sache ist.
26.05.2016, 09:45 #4
Wie schon gesagt, bin ich nicht blauäugig. D.h. einschüchtern lasse ich mich ansich nicht und ne Unterschrift bekommen die vor Ort erst recht nicht,
Der SB meinte, mein Job wäre kein Hindernis. Nun, es wird aber Hindernis: Fahrt vom AG nach Hause, Umziehen (Arbeitsklamotten), Duschen (ich bin immer so dreckig nach Feierabend :D ), Fahrt zum Träger = alles zusammen so 4-5 Stunden - von unverhoffenten Überstunden (bzw. -minuten mal ganz zu schweigen). Da bleibt wohl nicht mehr viel Zeit für deren tollen Hilfen ;)
Surfing, deine Ausführungen, wem Ein-Euro-Job / AGHs zugesprochen werden deckt sich mit meinem Halbwissen. Nur möchte ich da nicht auflaufen, indem ich was behaupte, was nicht stimmt.
Ich möchte auch mit meiner Frage Argumente sammeln, die ich beim Gespräch sofort in den Raum werfe, damit ich nicht den "Kampf" hinterher habe um diese K.acke wieder loszuwerden.
26.05.2016, 10:03 #5
Er würde mich in 2 Monaten wieder einladen. Davon ab, dass er mich mit Sicherheit nicht in Ruhe lässt, liess er klar durchblicken, dass es ihm um seine Statistik geht.
Klar geht es um die Statistik. Du kommst mit Deinem Minijob nicht auf die 15 Wochenstunden und somit bist Du immer noch in der Arbeitslosenstatistik. Mit einer Maßnahme/Ein-Euro-Job wärst Du draußen. Ganz alleine darum geht es dem.
26.05.2016, 12:06 #6
Du kannst natürlich auch anders argumentieren: Der SB soll sein Eingliederungskonzept dir vorlegen, wie Du "integriert" werden sollst. Ich wette der hat keines! Er weiß nur dass eine AGH für die Statistik gut ist, deine Integration ist dem egal.
Weisungen:
AGH nach § 16d SGB II sind unter Berücksichtigung des § 3 Abs. 1 Satz 3 SGB II immer nachrangig gegenüber Vermittlung in Arbeit oder Ausbildung, Qualifizierung und anderen Eingliederungsinstrumenten. AGH dürfen Maßnahmen der Berufsausbildung, der Berufsvorbereitung oder der beruflichen Weiterbildung nicht ersetzen oder unterlaufen. Erst wenn der Einsatz der vorrangigen Instrumente eine unmittelbare Integration in den Ausbildungs- oder Arbeitsmarkt nicht mit hinreichender Erfolgsaussicht unterstützen kann, soll die Förderung von AGH in Betracht gezogen werden. Das gilt auch für Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung nach § 16 Abs. 1 SGB II i.V.m. § 45 SGB III. So kann z. B. ein Praktikum bei Arbeitgebern nur im Rahmen einer Maßnahme bei einem Arbeitgeber gem. § 16 Abs. 1 SGB II i.V.m. § 45 SGB III gefördert werden.
http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&...,d.d24&cad=rja
29.05.2016, 19:18 #7
Ich versteh die Panik nicht, die viele hier wegen Ein-Euro-Jobs haben.
Ich wurde schon mehreren zugewiesen. Dann vereinbart man da brav einen Termin - und das war es.
In der Praxis schaut es nämlich, zumindest hier in meiner Stadt, so aus, dass dort mehrere Leute zugewiesen werden und der Träger sich dann den besten rauspicken kann. Wenn man ganz dezent gewisse gesundheitliche Einschränkungen erwähnt oder kleine Kinder oder wie bei Dir einen bestehenden Job..., dann kommt ein paar Tage später der Anruf: Tut uns furchtbar leid, wir haben uns für jemand anderen entschieden.
War bei mir noch bei jedem Ein-Euro-Job so - obwohl das natürlich eigentlich nicht so laufen dürfte. Aber hier läuft es so, dass selbst für sowas nur völlig problemfreie, gesunde Menschen genommen werden - am besten noch mit einer Ausbildung im entsprechenden Bereich.
Daher: Don't panic.
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