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Timestamp: 2016-10-24 18:35:27+00:00

Document:
2A.486/2001 (15.03.2002)
X.________, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Michael Hamm, Genferstrasse 24, Postfach 677, 8027 Z�rich,
Internationale Amtshilfe an das Bundesaufsichtsamt f�r den Wertpapierhandel (BAWe) im Fall "debitel AG"
(Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen die Verf�gung der Eidgen�ssischen Bankenkommission vom 26. September 2001)
Am 9. Juli 1999 teilte die deutsche "debitel AG" mit, dass die "Swisscom" eine Mehrheit von 58 % ihrer Aktien �bernehmen und den freien Aktion�ren ein Angebot von 32.-- pro Titel unterbreiten werde. Im Vorfeld dieser Bekanntgabe hatte die Deutsche Bank (Schweiz) AG am 28. Juni 1999 20'000 Titel der "debitel" zu einem Kurs von  27,4985 gekauft.
Am 15. Januar 2001 ersuchte das deutsche Bundesaufsichtsamt f�r den Wertpapierhandel (BAWe) die Eidgen�ssische Bankenkommission (EBK) im Zusammenhang mit dieser Transaktion wegen eines allf�lligen Insiderhandels um Amtshilfe (Art. 38 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 24. M�rz 1995 �ber die B�rsen und den Effektenhandel; B�rsengesetz, BEHG; SR 954.1). Die Bankenkommission holte hierauf die gew�nschten Informationen ein und verf�gte am 26. September 2001, dass dem Gesuch entsprochen und dem Bundesaufsichtsamt mitgeteilt werde, dass der Kauf im Auftrag von X.________ erfolgt sei. Die Aktien seien am 23. M�rz 2000 zu einem Kurs von  40 weiterver�ussert worden; gem�ss den Angaben des Kunden habe dieser bereits bei der Emission am 31. M�rz 1999 entsprechende Titel zeichnen wollen, doch sei eine Zuteilung wegen einer �berzeichnung nicht m�glich gewesen; er habe die Transaktionen im �brigen nach eigenen Angaben aufgrund von "positiven Analysen" veranlasst (Ziff. 1 des Dispositivs). Die Bankenkommission wies das Bundesaufsichtsamt darauf hin, dass diese Informationen ausschliesslich zur direkten Beaufsichtigung der B�rsen und des Effektenhandels verwendet werden d�rften (Ziff. 2 des Dispositivs). Jegliche Weiterleitung an Zweitbeh�rden setze ihre erneute vorg�ngige Zustimmung voraus (Ziff. 4 des Dispositivs). Hingegen gestatte sie bereits jetzt eine allf�lligen Weitergabe an die zust�ndigen Straf(verfolgungs)beh�rden; diese seien jedoch darauf hinzuweisen, dass sich die Verwendung der Information auf den Verwendungszweck, d.h. die Ermittlung und Ahndung eines Insidervergehens, zu beschr�nken habe (Ziff. 3 des Dispositivs).
X.________ hat hiergegen am 7. November 2001 Verwaltungsgerichtsbeschwerde eingereicht mit dem Hauptantrag, die angefochtene Verf�gung aufzuheben; eventuell sei die Amtshilfe an verschiedene Spezialit�tsvorbehalte zu kn�pfen bzw. die Weiterleitung der Informationen an die Strafverfolgungsbeh�rden zumindest vorerst zu verweigern. Er macht im Wesentlichen geltend, die Amtshilfe k�nne mangels Vertraulichkeit des deutschen Aufsichtsverfahrens und wegen Fehlens eines gen�genden Anfangsverdachts nicht gew�hrt werden. Die Eidgen�ssische Bankenkomission beantragt, die Beschwerde abzuweisen.
In Anwendung des B�rsengesetzes ergangene Amtshilfeverf�gungen der Eidgen�ssischen Bankenkommission unterliegen (unmittelbar) der Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht (Art. 39 BEHG; BGE 127 II 323 E. 1 S. 325). Als durch die Amtshilfe betroffener Bankkunde ist der Beschwerdef�hrer hierzu legitimiert (Art. 103 lit. a OG; vgl. BGE 125 II 65 E. 1 S. 69, mit Hinweis). Auf seine frist- und formgerecht eingereichte Eingabe ist einzutreten.
Nach Art. 38 Abs. 2 BEHG kann die Eidgen�ssische Bankenkommission ausl�ndischen Aufsichtsbeh�rden unter bestimmten Voraussetzungen nicht �ffentlich zug�ngliche Ausk�nfte und sachbezogene Unterlagen �bermitteln. Dabei muss es sich um "Aufsichtsbeh�rden �ber B�rsen- und Effektenh�ndler" handeln, die solche Informationen ausschliesslich zur direkten Beaufsichtigung der B�rsen und des Effektenhandels verwenden (Art. 38 Abs. 2 lit. a BEHG; "Spezialit�tsprinzip") und zudem an ein Amts- oder Berufsgeheimnis gebunden sind (Art. 38 Abs. 2 lit. b BEHG). Die Informationen d�rfen nicht ohne vorg�ngige Zustimmung der schweizerischen Aufsichtsbeh�rde oder nur aufgrund einer generellen Erm�chtigung in einem Staatsvertrag an zust�ndige Beh�rden und Organe, die mit im �ffentlichen Interesse liegenden Aufsichtsaufgaben betraut sind, weitergeleitet werden (Art. 38 Abs. 2 lit. c Satz 1 BEHG; "Prinzip der langen Hand"). Die Weiterreichung an Strafbeh�rden ist untersagt, soweit die Rechtshilfe in Strafsachen ausgeschlossen w�re. Die Aufsichtsbeh�rde entscheidet hier�ber im Einvernehmen mit dem Bundesamt f�r Justiz (Art. 38 Abs. 2 lit. c S�tze 2 und 3 BEHG in Verbindung mit Art. 7 Abs. 6a der �nderung vom 28. Juni 2000 der Organisationsverordnung f�r das Eidgen�ssische Justiz- und Polizeidepartement; AS 2000 1850). Soweit die zu �bermittelnden Informationen einzelne Kunden von Effektenh�ndlern betreffen ("kundenbezogene Informationen"), gilt das Bundesgesetz vom 20. Dezember 1968 �ber das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021). Die Bekanntgabe von Informationen �ber Personen, die offensichtlich nicht in die zu untersuchende Angelegenheit verwickelt sind, ist unzul�ssig (Art. 38 Abs. 3 BEHG; "unbeteiligte Dritte").
3.1 Das Bundesaufsichtsamt f�r den Wertpapierhandel ist eine ausl�ndische B�rsenaufsichtsbeh�rde, der die Bankenkommission im Rahmen von Art. 38 Abs. 2 BEHG Amtshilfe leisten kann (BGE 125 II 65 E. 4 S.71 f.). Entgegen der Ansicht des Beschwerdef�hrers �ndert hieran nichts, dass das Bundesaufsichtsamt nach � 18 des Gesetzes vom 26. Juli 1994 �ber den Wertpapierhandel (WpHG) gehalten sein kann, die �bermittelten Informationen an die Straf(verfolgungs)beh�rden weiterzuleiten (vgl. BGE 125 II 450 E. 3b S. 458). Die Bankenkommission unterliegt einer �hnlichen Regel nach dem schweizerischen Recht: Erh�lt sie Kenntnis von strafbaren Handlungen, ist auch sie verpflichtet, unverz�glich die zust�ndigen Strafverfolgungsbeh�rden zu informieren und diesen Rechtshilfe zu gew�hren (vgl. Art. 35 Abs. 6 BEHG). Es k�me einem unerkl�rlichen Wertungswiderspruch gleich, eine entsprechende Anzeigepflicht - mit der damit verbundenen Befreiung vom Amtsgeheimnis - zwar landesintern f�r die Bankenkommission vorzusehen, die Gew�hrung der Amtshilfe jedoch davon abh�ngig machen zu wollen, dass die nachsuchende ausl�ndische Beh�rde ihrerseits keiner solchen Pflicht unterliegt (BGE 126 II 409 E. 4b/aa S. 413, mit Hinweisen; Urteil 2A.434/2001 vom 15. Februar 2002 i.S. "HIM Furness", E. 3).
3.2 Das Bundesaufsichtsamt hat zugesichert, die �bermittelten Angaben nur zur �berwachung des Effektenhandels bzw. im Zusammenhang mit den in seinem Gesuch genannten Vorkommnissen zu gebrauchen und vor einer Weitergabe jeweils um die Zustimmung der Bankenkommission zu ersuchen. Der angefochtene Entscheid enth�lt die hierf�r n�tigen Vorbehalte (vgl. Ziff. 2 und 4 des Dispositivs). Das Bundesaufsichtsamt hat sich in seiner Erkl�rung vom 28. September 1998 zu deren Einhaltung verpflichtet (vgl. BGE 125 II 65 E. 9b/aa S. 76 und BGE 125 II 450 E. 3c S. 458), auch wenn es in seinem Ersuchen noch einmal darauf hinweist, dass es nach dem deutschen Recht zu einer Weiterleitung an die Straf(verfolgungs)beh�rden gehalten sein k�nnte und deshalb bereits jetzt um die entsprechende Bewilligung nachsuche. F�r den Fall, dass die Bankenkommission ihre Zustimmung nicht erteilen kann, sichert es "best efforts" zu. Gest�tzt hierauf darf auf die Einhaltung des Spezialit�tsgrundsatzes und des Prinzips der "langen Hand" vertraut werden. Das B�rsengesetz verlangt diesbez�glich keine v�lkerrechtlich verbindliche Zusage. Solange ein ersuchender Staat sich effektiv an den Spezialit�tsvorbehalt h�lt und keine Anhaltspunkte ersichtlich sind, dass er dies im Einzelfall nicht zu tun bereit sein k�nnte, steht der Amtshilfe insofern nichts entgegen. Bloss wenn die ausl�ndische Aufsichtsbeh�rde im Rahmen ihrer "best-efforts"-Erkl�rungen tats�chlich nicht in der Lage ist, dem Spezialit�tsvorbehalt bzw. dem Prinzip der langen Hand angemessen Nachachtung zu verschaffen, muss die Bankenkommission die Praxis ihr gegen�ber allenfalls �berdenken (BGE 127 II 142 E. 6b S. 147 f.; 126 II 409 E. 4b/bb S. 413, 126 E. 6b/bb S. 139, mit Hinweis; im Verh�ltnis zu Deutschland: Urteil 2A.162/2001 vom 10. Juli 2001 i.S. "Immediate Entertainment", E. 3).
3.3 An dieser Beurteilung �ndert das vom Beschwerdef�hrer eingereichte Parteigutachten nichts, wonach das Bundesaufsichtsamt in seiner Erkl�rung nicht detailliert genug dargelegt habe, wie es eine m�glichen Verletzung des Spezialit�tsvorbehalts zu verhindern gedenke: Bis zum Beweis des Gegenteils darf die EBK davon ausgehen, dass sich das Bundesaufsichtsamt im Interesse einer funktionierenden Zusammenarbeit an die ihr gegebenen Zusicherungen halten und im zwischenstaatlichen Verkehr mit der erforderlichen Zur�ckhaltung operieren wird. Die Tatsache, dass es theoretisch immer zu Indiskretionen und damit verbundenen Amtsgeheimnisverletzungen kommen kann, l�sst die Amtshilfe nicht als unzul�ssig erscheinen, solange entsprechende Pflichtverletzungen nicht als Regel hingenommen werden. Art. 38 Abs. 2 lit. b BEHG verlangt, dass die ersuchende Beh�rde an das Amtsgeheimnis gebunden sein muss, nicht, dass dieses �berhaupt nicht verletzt werden kann. Soweit Vertreter der Staatsanwaltschaft - wie der Beschwerdef�hrer behauptet - die M�glichkeit haben sollten, Anh�rungen vor dem Bundesaufsichtsamt beizuwohnen, versteht es sich von selbst, dass dies f�r jene F�lle nicht gelten kann, in denen die Bankenkommission einer Weiterleitung der entsprechenden Information an die Straf(verfolgungs)beh�rden noch nicht zugestimmt hat; hierin l�ge eine Missachtung der Zusicherung, die EBK vor der mit der Weiterleitung verbundenen "Entspezialisierung" um ihre Zustimmung anzugehen. Wie bereits dargelegt, darf bis zum Beweis des Gegenteils jedoch vermutet werden, dass sich das Bundesaufsichtsamt nach Treu und Glauben verhalten und vor dem Beizug von Vertretern der Staatsanwaltschaft die Schweiz um die hierf�r im Rahmen der Amtshilfe erforderliche "Entspezialisierung" ersuchen wird. Soweit das Bundesaufsichtsamt gest�tzt auf l�nderrechtliche Pressebestimmungen zur Preisgabe von Informationen gehalten sein k�nnte, h�tte es die von ihm in Aussicht gestellten "best efforts" zu �ben. Die entsprechenden Bestimmungen, welche eine G�terabw�gung vorsehen (vgl. Assmann/Schneider, Wertpapierhandelsgesetz, 2. Aufl., K�ln 1999, Rz. 22 zu � 8), lassen dies ohne Weiteres zu.
4.1 Wie jedes staatliche Handeln muss auch die Amtshilfe verh�ltnism�ssig sein (BGE 125 II 65 E. 6a S. 73). Verboten sind reine Beweisausforschungen ("fishing expeditions"), wobei indessen nicht die gleich strengen Regeln gelten k�nnen wie bei der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen. Die ersuchende Beh�rde muss im Amtshilfeverfahren den relevanten Sachverhalt darstellen, die gew�nschten Ausk�nfte bzw. Unterlagen konkret bezeichnen und den Grund ihres Ersuchens nennen. Dabei ist zu beachten, dass ihr in der Regel die �berwachung des Marktgeschehens schlechthin obliegt, weshalb an diesem breiten Auftrag zu messen ist, ob ein hinreichender Anlass f�r das Gesuch besteht (BGE 125 II 65 E. 6b S. 73 f.).
4.2 Das Bundesaufsichtsamt ersucht wegen des Verdachts eines Insiderhandels im Umfeld der Bekanntgabe der Mehrheitsbeteiligung der "Swisscom" an der "debitel" und dem damit verbundenen �bernahmeangebot an die freien Aktion�re um Amtshilfe. Der Beschwerdef�hrer kaufte am 28. Juni 1999 - wenige Tage vor der entsprechenden Verlautbarung - 20'000 "debitel"-Titel, was rund 40 % des an diesem Tag erreichten Umsatzes entsprach. Er ver�usserte diese am 23. M�rz 2000, wobei er einen Gewinn von 240'000.-- zu realisieren vermochte, was etwa 43 % der urspr�nglich investierten Summe
gleichkam. Gest�tzt hierauf bestand - entgegen den Einwendungen des Beschwerdef�hrers - hinreichender Anlass, dem Amtshilfeersuchen des Bundesaufsichtsamts zu entsprechen:
4.2.1 F�r die aufsichtsrechtliche (Vor-)Abkl�rung, ob Insiderinformationen ausgenutzt wurden, ist in erster Linie entscheidend, dass das umstrittene Gesch�ft in einem zeitlichen Zusammenhang mit der Bekanntgabe einer vertraulichen Information erfolgt ist (vgl. BGE 126 II 409 E. 5b/aa S. 414, 126 E. 6a/bb S. 137). Dabei muss sich weder notwendigerweise der Kurs der betroffenen Aktie auf eine bestimmte Art entwickelt haben, noch ein spezifisches Handelsvolumen erreicht worden sein (Urteil 2A.434/2002 vom 15. Februar 2002 i.S. "HIM Furness", E. 4.3). Der Gesetzgeber hat die Amtshilfe geschaffen, um den b�rsenrechtlichen Aufsichtsbeh�rden zu erm�glichen, im Vorfeld strafrechtlicher Ermittlungen ad�quat und zeitgerecht zum Schutz der zusehends vernetzten M�rkte kooperieren zu k�nnen (vgl. BGE 125 II 450 E. 3b S. 457). Die verschiedenen Transaktionen lassen sich �usserlich nicht in verd�chtige und unverd�chtige unterteilen. Auch wenn im Zeitpunkt, in dem die Vorabkl�rungen (vgl. BGE 125 II 65 E. 5b S. 73) aufgenommen werden, erst abstrakte Hinweise auf eine m�gliche Verletzung b�rsenrechtlicher Vorschriften bestehen, bleibt die Amtshilfe zul�ssig (vgl. BGE 125 II 65 E. 6b/bb S. 74, 450 E. 3b S. 457). F�r diese sind weder merklich erh�hte Kurse noch gesteigerte Handelsvolumen begriffsnotwendig; einzig f�r die Weiterreichung der in Amtshilfe �bermittelten Angaben an die Straf(verfolgungs)beh�rden hat das Bundesgericht entschieden, dass es konkreterer, �ber Kursschwankungen und auff�llige Handelsvolumen hinausgehender Anhaltspunkte bed�rfe (BGE 127 II 323 E. 7b/bb S. 335). Der Kurs der "debitel"-Aktie stieg ab Ende Juni 1999 im Vorfeld der umstrittenen Ad-hoc-Meldung innert weniger Tage um rund 15 % von  26.25 auf mehr als  31.--, wobei gleichzeitig auch die Transaktionsvolumen zunahmen. Es bestand damit hinreichender Anlass, Amtshilfe zu leisten.
4.2.2 Ob der Beschwerdef�hrer tats�chlich von Insiderinformationen profitiert hat, bildet nicht Gegenstand des Amtshilfeverfahrens. Er wendet deshalb vergeblich ein, die umstrittene Transaktion sei von ihm in der Absicht einer l�ngerfristigen Investition gest�tzt auf eigene Marktbeobachtungen get�tigt worden. Es wird am Bundesaufsichtsamt liegen, aufgrund seiner Untersuchungen und gest�tzt auf die eingeholten Ausk�nfte abzukl�ren, ob b�rsenrechtliche Bestimmungen verletzt worden sind und allenfalls Anlass besteht, - nach Einholen der Zustimmung der Bankenkommission - die Straf(verfolgungs)beh�rden zu informieren (BGE 126 II 409 E. 5b/aa S. 415). Die Bankenkommission kann diese Abkl�rungen nicht vorwegnehmen (BGE 127 II 142 E. 5a S. 145). Die Amtshilfe ist deshalb nicht schon dann unverh�ltnism�ssig, wenn der betroffene Kunde - wie hier - in mehr oder weniger plausibler Weise darzutun vermag, dass er seinen Kaufentscheid gest�tzt auf �ffentlich zug�ngliche Informationen getroffen hat (unver�ffentlichte E. 4 von BGE 125 II 83 ff.), sondern nur, wenn er einen entsprechenden Anfangsverdacht klarerweise zu entkr�ften in der Lage ist, er etwa mit dem Gesch�ft wegen eines umfassenden Verm�gensverwaltungsauftrags offensichtlich und unzweifelhaft nichts zu tun hat (BGE 127 II 323 E. 6b/aa S. 332 f.). Dass dies hier der Fall gewesen w�re, behauptet der Beschwerdef�hrer zu Recht nicht.
4.2.3 Die vom Bundesaufsichtsamt �bermittelten Angaben waren im �brigen gen�gend detailliert und belegt; weitere Abkl�rungen seitens der Bankenkommission - wie etwa die Einholung zus�tzlicher Charts - er�brigten sich, auch wenn zwischen dem umstrittenen Gesch�ft und dem Amtshilfeersuchen relativ viel Zeit vergangen ist: Art. 38 Abs. 2 BEHG setzt nicht voraus, dass das Amtshilfegesuch in einem unmittelbaren zeitlichen Zusammenhang mit der umstrittenen Transaktion erfolgt; unter Umst�nden rechtfertigt sich ein solches auch erst, nachdem anderweitige Ermittlungen im In- und Ausland ergeben haben, dass Insiderinformationen ausgenutzt worden sein k�nnten.
Die Bankenkommission hat nicht nur dem Gesuch um Amtshilfe entsprochen, sondern gleichzeitig - im Einvernehmen mit dem Bundesamt f�r Justiz - dem Bundesaufsichtsamt auch die Bewilligung erteilt, die entsprechenden Informationen an die zust�ndigen Straf(verfolgungs)beh�rden weiterzuleiten. Zu Recht macht der Beschwerdef�hrer geltend, dies sei unverh�ltnism�ssig:
5.1 Die Bankenkommission kann die entsprechende Zustimmung im Amtshilfeentscheid selber bloss erteilen, falls die aufsichtsrechtlichen Ermittlungen im Empf�ngerstaat bei Einreichung des Ersuchens hinreichend fortgeschritten sind oder sich die Notwendigkeit einer Weitergabe schon zu diesem Zeitpunkt gen�gend konkret abzeichnet (BGE 127 II 323 E. 7b/bb S. 334, mit Hinweisen). Hierf�r bedarf es neben auff�lliger Kursverl�ufe zus�tzlicher Elemente, welche eine strafrechtlich relevante Verhaltensweise mit einer minimalen Wahrscheinlichkeit nahe legen. Dabei sind zwar keine allzu hohen Anforderungen zu stellen, doch m�ssen ausser Kursvariationen oder Transaktionen in einem verd�chtigen Zeitraum weitere Indizien bestehen, die auf ein m�glicherweise strafbares Verhalten im Einzelfall hindeuten. Entsprechende Bewilligungen sollen mit Blick auf das Verh�ltnism�ssigkeits- und Spezialit�tsprinzip nicht aufs Geratewohl erteilt werden (BGE 127 II 142 E. 7 S. 148 f., 323 E. 7b/bb S. 335; 126 II 409 E. 6b/cc S. 420).
5.2 Vorliegend sind keine solchen Hinweise ersichtlich: Die Bankenkommission beruft sich einzig auf den auff�lligen Kursverlauf und die vom Beschwerdef�hrer gekaufte Menge von 20'000 Titeln; dies gen�gt f�r die Bewilligung zur Weiterleitung der umstrittenen Informationen an die Straf(verfolgungs)beh�rden zurzeit jedoch nach dem bereits Gesagten ebenso wenig wie die Tatsache, dass der Beschwerdef�hrer beim Verkauf der Titel - fast neun Monate nach dem Bekanntwerden des �bernahmeangebots - einen Gewinn von etwas mehr als 40 % seiner investierten Mittel zu realisieren vermochte. Aus den Akten geht unzweideutig hervor, dass der Beschwerdef�hrer bereits im Rahmen der Emission der "debitel"-Titel ein gr�sseres Aktienpaket f�r eine l�ngerfristige Investition kaufen wollte, seine Order wegen einer �berzeichnung indessen nicht honoriert werden konnte. In der Folge hat er sich immer wieder f�r den Titel interessiert und entsprechende Marktbeobachtungen gemacht, bevor er am 28. Juni 1999 ein Aktienpaket kaufte, welches 40 % des an diesem Tag erreichten Umsatzes entsprach. Dieser Umstand w�re, f�r sich alleine betrachtet, zwar allenfalls geeignet, ein entsprechendes Indiz zu begr�nden, jedoch nicht bei W�rdigung der gesamten Umst�nde im vorliegenden Fall. Bei einer Ausnutzung von Insiderinformationen h�tte der Beschwerdef�hrer, um keine Aufmerksamkeit zu erregen, wohl eher unter mehreren Malen kleinere Mengen gekauft. Die vorliegenden Elemente reichen deshalb, um dem Bundesaufsichtsamt hinsichtlich des entsprechenden Kaufs Amtshilfe zu leisten; �ber die Bewilligung zur Weitergabe an die Strafbeh�rden ist hingegen - gest�tzt auf weitere Angaben der deutschen Beh�rden - gegebenenfalls erst sp�ter zu entscheiden (vgl. bei einer �hnlichen Ausgangslage: BGE 127 II 142 E. 8d S. 150). Es ist dem Bundesaufsichtsamt zuzumuten, sollte es aufgrund seiner Vorabkl�rungen die den Beschwerdef�hrer betreffenden Informationen an die Straf(verfolgungs)beh�rden weiterleiten wollen, vorg�ngig erneut um die erforderliche Zustimmung der Bankenkommission zu ersuchen (BGE 127 II 323 E. 7b/bb S. 335). Es er�brigt sich unter diesen Umst�nden, zu pr�fen, ob die Bankenkommission und das Bundesamt f�r Justiz das Vorliegen der doppelten Strafbarkeit zu Recht bejaht haben.
6.1 Die Beschwerde ist damit teilweise gutzuheissen und Ziffer 3 (in Verbindung mit dem Vorbehalt in Ziffer 4) der angefochtenen Verf�gung aufzuheben; im �brigen ist sie unbegr�ndet und der angefochtene Entscheid zu best�tigen.
6.2 Dem Verfahrensausgang entsprechend ist dem Beschwerdef�hrer eine reduzierte Gerichtsgeb�hr aufzuerlegen (Art. 156 in Verbindung mit Art. 153 und Art. 153a OG). Eine Anpassung des Kostenentscheids der Vorinstanz rechtfertigt sich nicht. Die Eidgen�ssische Bankenkommission hat den Beschwerdef�hrer f�r das bundesgerichtliche Verfahren im Rahmen von dessen Obsiegen jedoch angemessen zu entsch�digen (Art. 159 OG).
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird teilweise gutgeheissen, und Ziffer 3 sowie der entsprechende Vorbehalt in Ziffer 4 der Verf�gung der Eidgen�ssischen Bankenkommission vom 26. September 2001 werden aufgehoben; im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen.
Die Eidgen�ssische Bankenkommission hat den Beschwerdef�hrer f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 2'000.-- zu entsch�digen.

References: BGE 
 BGE 
 Art. 38
 Art. 7
 Art. 38
 BGE 
 Art. 35
 BGE 
 BGE 
 Art. 38
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 38
 BGE 
 Art. 153
 Art. 153