Source: http://slideplayer.org/slide/11304966/
Timestamp: 2018-11-16 20:56:44+00:00

Document:
" Arbeit und Beschäftigun" - ppt herunterladen
" Arbeit und Beschäftigun"
Veröffentlicht von:Paula Beltz Geändert vor über 2 Jahren
Präsentation zum Thema: "" Arbeit und Beschäftigun""— Präsentation transkript:
1 " Arbeit und Beschäftigun"
BTHG Reform und Werkstätten DGSP QFAB Manfred Becker m: d: BTHG WfbM © M. Becker
2 1.1.2018 erst „grundsätzlich“ > Übergänge bis 2020
Der Zeitplan 22.9. erste Lesung im Parlament, erste Lesung Bundesrat 28.9. Beratung im Ausschuss Arbeit und Soziales A&S öffentliche Anhörung im Ausschuss A&S abschließende Lesung im Ausschuss A&S 2.12. zweite und dritte Lesung im Bundestag Zustimmung Bundestrat Sofort und soll BTHG TEILWEISE in Kraft treten erst „grundsätzlich“ > Übergänge bis 2020 BTHG WfbM © M. Becker
3 " Arbeit und Beschäftigun"
Bis Januar 2020 Schrittweises Inkrafttreten weiterer Regelungen, insbesondere im SGB XII Januar 2017 1. Stufe der Verbesserungen bei der Einkommens- und Vermögens-heranziehung in der EGH Kabinett Ende 2016 Verabschiedung und „vorgezogenes“ Inkrafttreten der Verbesserungen im Schwerbehindertenrecht Januar 2018 „Grundsätzliches“ Inkrafttreten des SGB IX - neu BTHG WfbM © M. Becker
4 II.6 Inkrafttreten/Außerkrafttreten
(Kabinettsentwurf BTHG, S. 204 – gekürzt) Die BTHG-Reformen treten grundsätzlich zum durch Einführung eines neuen SGB IX-Stammgesetzes in Kraft. Die Änderungen im Schwerbehindertenrecht (gelten sofort). BTHG WfbM © M. Becker
5 Budget für Arbeit und die
II.6 Inkrafttreten/Außerkrafttreten erste Reformschritt bei Einkommens- und Vermögens-Anrechnung in der Eingliederungshilfe und die Erhöhung des Freibetrages für das Arbeitsförderungsgeld treten zum in Kraft, Budget für Arbeit und die Förderung alternativer Beschäftigungsanbieter treten zum in Kraft BTHG WfbM © M. Becker
6 II.6 Inkrafttreten/Außerkrafttreten
Die Übergangszeit bis für die übrigen Rechtsänderungen im SGB XII trägt den Umstellungsprozessen für die neue Personenzentrierung der Leistungen in der Eingliederungshilfe Rechnung. Auch der zweite Reformschritt für spürbare Verbesserungen bei der Einkommens- und Vermögens-Anrechnung in der Eingliederungshilfe tritt zum in Kraft. BTHG WfbM © M. Becker
7 Bei einem Treffen mit der BAG WfbM
sagte BMAS-Staatsekretärin Fahimi am : Auch wenn die Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt vorrangiges Ziel unserer Politik ist, bleibt es dabei, dass die Werkstätten weiterhin ihren Platz als Einrichtungen zur Eingliederung in das Arbeitsleben haben. Das Budget für Arbeit wird die bestehenden Beschäftigungsangebote für Menschen mit Behinderungen und hohem Unterstützungsbedarf ergänzen, aber die Arbeit der Werkstätten nicht ersetzen.“ BTHG WfbM © M. Becker
8 In Werkstätten bleibt im Wesentlichen
alles beim Alten Kobinet-Nachrichten, 10. Juli 2016 (gekürzt) Dr. S. Wendt Rechtsanwältin und Expertin für WfbM-Rechtsfragen kobinbet-nachrichten: Frau Wendt, … Was bringen die derzeitigen Pläne für das Bundesteilhabegesetz BTHG für Werkstattbeschäftigte? Dr. Sabine Wendt: Der BTHG-Entwurf ist ein Schlag ins Gesicht für alle, die es mit der UN-Behindertenrechtskonvention ernst meinen. Es bleibt im Wesentlichen alles beim Alten: Statt Arbeitnehmerrechten und Mindestlohn bleibt das arbeitnehmerähnliche Rechtsverhältnis erhalten, und wird sogar auf "andere Anbieter" als anerkannte Werkstätten für behinderte Menschen ausgedehnt. Die Bundesregierung verhöhnt die Werkstattbeschäftigen, wenn sie den Hungerlohn von 181 Euro monatlich "auskömmlich" nennt. BTHG WfbM © M. Becker
9 kobinet-nachrichten: Warum gibt es diese Diskussion nicht?
In Werkstätten bleibt im Wesentlichen alles beim Alten Dr. S. Wendt Rechtsanwältin und Expertin für WfbM-Rechtsfragen Es bleibt dabei, dass die Werkstattbeschäftigten den Kopf für eine Misswirtschaft der Werkstatt hinhalten müssen, da sie nur dann bezahlt werden, wenn nach Abzug aller Unkosten etwas für sie aus dem Arbeitsergebnis übrig bleibt. International steht das deutsche Werkstattsystem als menschenrechtswidrig in der Kritik: Der UN-Fachausschuss hat 2015 empfohlen, Schritte zur Abschaffung der WfbM einzuleiten. Aber es gibt keine Diskussion über eine Brückenfunktion der Werkstätten für behinderte Menschen für einen Arbeitsmarkt ohne Segregation. kobinet-nachrichten: Warum gibt es diese Diskussion nicht? Dr. Sabine Wendt: Schuld ist die starke Lobby derjenigen, die am Erhalt des WfbM-Systems verdienen: die WfbM-Angestellten mit Ver.di, und auch die Wirtschaft verdient am Niedriglohnsystem. Reha-Träger und BMAS haben ebenfalls ein Interesse am Systemerhalt…. BTHG WfbM © M. Becker
10 Chancen außerhalb der Werkstatt
Kabinettsentwurf Begründung S. 196 Mit diesem Gesetz sollen vor allem den Menschen mit Behinderungen, die heute einen Anspruch auf Leistungen in einer WfbM haben, Chancen außerhalb der Werkstatt eröffnet werden. Das Gesamtprogramm wird damit abgerundet. BTHG WfbM © M. Becker
11 Kabinettsentwurf 28.6.16 - Begründung S. 196
Für Menschen mit Behinderungen, die dauerhaft voll erwerbs-gemindert sind, wird die Möglichkeit eröffnet, entweder in einer WfbM oder bei einem anderen Leistungsanbieter zu arbeiten oder eine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt aufzunehmen. Die Zulassung anderer Leistungsanbieter erfolgt mit Maßgaben unter den strengen Zulassungskriterien für WfbM. So sollen ein hoher Qualitätsstandard gesichert und Verdrängungseffekte regulär Beschäftigter vermieden werden. BTHG WfbM © M. Becker
12 § 60 Andere Leistungsanbieter
Kabinettsentwurf § 60 Andere Leistungsanbieter Menschen mit Behinderungen, die Anspruch auf Leistungen nach den §§ 57, 58, [=WfbM] haben, können diese auch bei einem anderen Leistungsanbieter in Anspruch nehmen. Die Vorschriften für Werkstätten für behinderte Menschen gelten mit folgenden Maßgaben für andere Leistungsanbieter: BTHG WfbM © M. Becker
13 § 60 Andere Leistungsanbieter
bedürfen nicht der förmlichen Anerkennung, (Dr. Harry Fuchs, Düsseldorf, Änderungsvorschläge zum Referentenentwurf BTHG) Fuchs: muss im Wettbewerb mit WfbM gleichen Bedingungen, besonders bei Qualität und Wirksamkeit der Leistung unterworfen werden. Dies ginge über Pflicht zu Versorgungsvertrag mit Kostenträger BTHG WfbM © M. Becker
14 § 60 Andere Leistungsanbieter Andere Leistungsanbieter
2. müssen nicht über eine Mindestplatzzahl und die für die Erbringung der Leistungen in WfbM erforderliche räumliche und sächliche Ausstattung verfügen Fuchs: Verzicht auf jede Qualitätsanforderung hinsichtlich räumlicher und sächlicher Ausstattung geht nicht. Auch diese Angebote unterliegen der Qualitätssicherung nach § 37-neu SGB IX BTHG WfbM © M. Becker
15 § 60 Andere Leistungsanbieter
3. können ihr Angebot auf Leistungen nach [§§ 57 oder 58] oder Teile solcher Leistungen beschränken, Fuchs: es bedarf aber einer Verpflichtung zur Vernetzung mit den übrigen Leistungsangeboten. Der Berechtigte darf bei der Koordination mehrerer Leistungsteile nicht alleine bleiben oder auf Beratungsstellen angewiesen sein. BTHG WfbM © M. Becker
16 § 60 Andere Leistungsanbieter
4. sind nicht verpflichtet, leistungsberechtigten Menschen mit Behinderungen Leistungen nach [§§ 57 oder 58] zu erbringen, wenn und solange die Leistungsvoraussetzungen vorliegen. Fuchs: so kann sich ein Leistungsanbieter trotz fortbeste-henden Leistungsbedarfs und Leistungsvoraussetzungen - ohne weiteres - vom Leistungsberechtigten trennen. Das sollte - wenn überhaupt - nur zulässig sein, wenn die Anschlussleistung nahtlos gesichert ist. BTHG WfbM © M. Becker
17 § 60 Andere Leistungsanbieter
(3) Eine Verpflichtung des Leistungsträgers, Leistungen durch andere Leistungsanbieter zu ermöglichen, besteht nicht. Fuchs: § 17 SGB I verpflichtet die Leistungsträger, dass jeder Berechtigte die ihm zustehende Sozialleistung in zeitgemäßer Weise, umfassend und zügig erhält. § 36 SGB IX verpflichtet die Rehabilitationsträger, die fachlich erforderlichen Rehabilitationsdienste und -einrichtungen in ausreichender Zahl und Qualität zur Verfügung zu stellen. Dies korrespondiert Art. 26 Abs. 2 Satz 2 UN-BRK. Fazit: Absatz 3 sollte gestrichen werden. BTHG WfbM © M. Becker
18 § 60 Andere Leistungsanbieter
(4) Für das Rechtsverhältnis zwischen dem anderen Leistungsanbieter und dem Menschen mit Behinderungen gilt § 221 entsprechend. (§ 221 = § 138 alt: Rechtsstellung und Arbeitsentgelt behinderter Menschen in WfbM) Fuchs: (§ 222 wird nicht angewendet.) Danach würden den Berechtigten bei anderen Leistungsanbietern - unabhängig von deren Größe - die Mitwirkungs- und Mitbestimmungs-rechte nach § 14-neu der Werkstätten-MitwirkungsVO vorenthalten. Es wird künftig - entgegen der Begründung - nicht nur alternative kleinere Leistungsanbieter geben. BTHG WfbM © M. Becker
19 „Budget für Arbeit“ Kabinettsentwurf 28.6.16 - Begründung S. 196
Künftig sollen Arbeitgeber, die bereit sind, dauerhaft voll erwerbsgeminderte Menschen, die Anspruch auf Leistungen im Arbeitsbereich einer WfbM haben, zu beschäftigen, durch ein „Budget für Arbeit“ unterstützt werden, mit dem ein unbefristeter Lohnkostenzuschuss zum Ausgleich der dauerhaften Minderleistung des behinderten Beschäftigten und eine im Einzelfall notwendige Anleitung und Begleitung am Arbeitsplatz finanziert werden können. BTHG WfbM © M. Becker
20 Kabinettsentwurf 28.6.16 - Begründung S. 196
Menschen mit Behinderungen, die sich für eine Förderung durch das Budget für Arbeit entscheiden, haben ein Rückkehrrecht in die WfbM. Soweit die Betroffenen Leistungen der Eingliederungshilfe beziehen, wird das Budget für Arbeit vom Träger der Eingliederungshilfe erbracht. Mit dem Budget für Arbeit greift dieses Gesetz erfolgreiche Projekte aus den Bundesländern auf (MB: stimmt nur mit Einschränkungen, gerade erfolgreiche Modelle sind weniger Vorbild) BTHG WfbM © M. Becker
21 Fuchs: besser: Zugang für alle nicht erwerbsfähigen
§ 61 Budget für Arbeit Menschen mit Behinderungen, die Anspruch auf Leistungen nach § 58 (WfbM-Arbeitsbereich) haben, denen von einem privaten oder öffentlichen Arbeitgeber ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis mit einer tarifvertraglichen oder ortsüblichen Entlohnung angeboten wird, erhalten mit Abschluss dieses Arbeitsvertrages als Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben ein Budget für Arbeit. Fuchs: besser: Zugang für alle nicht erwerbsfähigen BTHG WfbM © M. Becker
22 (2) Das Budget für Arbeit umfasst einen
Lohnkostenzuschuss an den Arbeitgeber zum Ausgleich der Leistungsminderung des Beschäftigten und die Aufwendungen für die wegen der Behinderung erforderliche Anleitung und Begleitung am Arbeitsplatz. BTHG WfbM © M. Becker
23 höchstens jedoch 40 % der monatlichen Bezugsgröße .. .
§ 61 Budget für Arbeit Der Lohnkostenzuschuss beträgt bis zu 75 % des vom Arbeitgeber regelmäßig gezahlten Arbeitsentgeltes, höchstens jedoch 40 % der monatlichen Bezugsgröße .. . (Zuschuss max €, Folge: Abzug bei Brutto über 1549 €) Dauer und Umfang der Leistungen bestimmen sich nach den Umständen des Einzelfalls. (=ggf. unbefristet!) Durch Landesrecht kann von dem Prozentsatz der Bezugsgröße … nach oben abgewichen werden. Fuchs: führt zu regional völlig unterschiedlichen, evt. unzureichenden Förderhöhen BTHG WfbM © M. Becker
24 § 61 Budget für Arbeit (3) Ein Lohnkostenzuschuss ist ausgeschlossen, wenn zu vermuten ist, dass der Arbeitgeber die Beendigung eines anderen Beschäftigungsverhältnisses veranlasst hat, um den Lohnkostenzuschuss zu erhalten. (4) Die am Arbeitsplatz wegen der Behinderung erforderliche Anleitung und Begleitung kann von mehreren Leistungsberechtigten gemeinsam in Anspruch genommen werden. BTHG WfbM © M. Becker
25 § 61 Budget für Arbeit (5) Eine Verpflichtung des Leistungsträgers, Leistungen zur Beschäftigung bei privaten oder öffentlichen Arbeitgebern zu ermöglichen, besteht nicht. Fuchs: gem. § 49 SGB IX auch Anspruch auf Hilfen zur Erlangung eines Arbeitsplatzes einschließlich Leistungen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung. BTHG WfbM © M. Becker
26 § 62 Wahlrecht des Menschen mit Behinderungen
Auf Wunsch des Menschen mit Behinderungen werden die Leistungen nach den §§ 57 und 58 von einer anerkannten WfbM, von dieser zusammen mit einem oder mehreren anderen Leistungsanbietern oder von einem oder mehreren anderen Leistungsanbietern erbracht. BTHG WfbM © M. Becker
27 § 62 Wahlrecht des Menschen mit Behinderungen
Begründung S. 264 Der Mensch mit Behinderungen kann auch einzelne Module bei unterschiedlichen Anbietern wählen, etwa Leistungen der beruflichen Bildung in der WfbM und Leistungen zur Beschäftigung bei einem anderen Leistungsanbieter und umgekehrt. Aus dem Wunschrecht des Menschen mit Behinderungen ergibt sich die Verpflichtung der WfbM, mit anderen Leistungsanbietern zusammenzuarbeiten und Leistungen anzubieten. BTHG WfbM © M. Becker
28 § 62 Wahlrecht des Menschen mit Behinderungen
Fuchs: Nach der Begründung soll sich aus dem Wunschrecht des Menschen mit Behinderungen eine Verpflichtung der Werkstatt ergeben, mit anderen Leistungsanbietern zusammenzuarbeiten und Leistungen anzubieten. Aber im § 62 keine entsprechende Regelung enthalten. Aus der Praxis solche gesetzliche Regelung durchaus sinnvoll. Sie muss dann allerdings auch für die anderen Leistungs-anbieter gelten, die aber in § 60 von einer solchen Zusammenarbeitsverpflichtung frei gestellt werden. BTHG WfbM © M. Becker
29 (Was ist, wenn der „Nein“ sagt?)
§ 62 Wahlrecht des Menschen mit Behinderungen (2) Werden Teile einer Leistung im Verantwortungs-bereich einer WfbM oder eines anderen Leistungs-anbieters erbracht, so bedarf die Leistungserbringung der Zustimmung des unmittelbar verantwortlichen Leistungsanbieters. (Was ist, wenn der „Nein“ sagt?) Ausschreibungen der Leistungen im EB/BBB durch die Bundesagentur für Arbeit fraglich BTHG WfbM © M. Becker
30 Einkommen der WfbM-Beschäftigten
Kabinettsentwurf Begründung S. 200 Einkommen der WfbM-Beschäftigten Freibetrag in § 83 SGB XII Absatz 3 Satz 2 wird ab von 25 % des übersteigenden Betrages des Arbeitsentgeltes auf 50 % erhöht. (Also eine Verdoppelung des Freibetrages) Somit werden rund 26 Euro des Arbeitsentgeltes monatlich weniger auf die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung angerechnet und sich die Leistungen der Grundsicherung entsprechend erhöhen. BTHG WfbM © M. Becker
Herunterladen ppt "" Arbeit und Beschäftigun""

References: § 60
 § 60
 § 60
 § 60
 § 37
 § 60
 § 60
 § 60
 § 17
 § 36
 Art. 26
 § 60
 § 221
 § 138
 § 14

§ 61
 § 58

§ 61
 § 61
 § 61
 § 49
 § 62
 § 62
 § 62
 § 62
 § 60

§ 62
 § 83