Source: https://www.jusmeum.de/gesetz/malerlackausbv
Timestamp: 2019-08-19 18:21:17+00:00

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Auf Grund des § 25 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 2 Satz 1 der Handwerksordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 24. September 1998 (BGBl. I S. 3074), von dem Absatz 1 durch Artikel 135 Nr. 3 der Verordnung vom 29. Oktober 2001 (BGBl. I S. 2785) geändert worden ist, in Verbindung mit § 1 des Zuständigkeitsanpassungsgesetzes vom 16. August 2002 (BGBl. I S. 3165) und dem Organisationserlass vom 22. Oktober 2002 (BGBl. I S. 4206) verordnet das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung:
Der Ausbildungsberuf Bauten- und Objektbeschichter/Bauten- und Objektbeschichterin sowie der darauf aufbauende Ausbildungsberuf Maler und Lackierer/Malerin und Lackiererin werden gemäß § 25 der Handwerksordnung für die Ausbildung für das Gewerbe Nr. 13, Maler und Lackierer, der Anlage A der Handwerksordnung staatlich anerkannt.
(1) Die Stufenausbildung im Maler- und Lackierergewerbe dauert insgesamt 36 Monate.
(2) Die Ausbildung zum Ausbildungsberuf Maler und Lackierer/Malerin und Lackiererin dauert 36 Monate.
(3) Es kann zwischen den Fachrichtungen
Kirchenmalerei und Denkmalpflege und
(4) Wird die Ausbildung als Stufenausbildung durchgeführt, dauert die Ausbildung in der ersten Stufe zum Ausbildungsberuf Bauten- und Objektbeschichter/Bauten- und Objektbeschichterin 24 Monate. In der darauf aufbauenden zweiten Stufe zum Ausbildungsberuf Maler und Lackierer/Malerin und Lackiererin dauert die Ausbildung weitere zwölf Monate.
(5) Auszubildende, denen der Besuch eines nach landesrechtlichen Vorschriften eingeführten schulischen Berufsgrundbildungsjahres nach einer Verordnung gemäß § 27a Abs. 1 der Handwerksordnung als erstes Jahr der Berufsausbildung anzurechnen ist, beginnen die betriebliche Ausbildung im zweiten Ausbildungsjahr.
(2) Die in dieser Verordnung genannten Fertigkeiten und Kenntnisse sollen so vermittelt werden, dass die Auszubildenden zur Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit im Sinne von § 1 Abs. 2 des Berufsbildungsgesetzes befähigt werden, die insbesondere selbständiges Planen, Durchführen und Kontrollieren einschließt. Diese Befähigung ist auch in den Prüfungen nach den §§ 10 bis 15 nachzuweisen.
Die Berufsausbildung ist entsprechend dem Ausbildungsrahmenplan (Anlagen 1 und 2) während einer Dauer von acht Wochen wie folgt in überbetrieblichen Ausbildungsstätten zu ergänzen und zu vertiefen, sofern dies nicht im Ausbildungsbetrieb erfolgen kann:
im ersten Ausbildungsjahr der Berufsausbildung in zwei Wochen Fertigkeiten und Kenntnisse aus der Anlage 1 im Abschnitt I, laufende Nummern 9 bis 12,
im zweiten Ausbildungsjahr der Berufsausbildung in drei Wochen Fertigkeiten und Kenntnisse aus der Anlage 1 im Abschnitt II, laufende Nummern 7 und 8,
im dritten Ausbildungsjahr der Berufsausbildung in drei Wochen Fertigkeiten und Kenntnisse
aus der Anlage 2 der Fachrichtung A Gestaltung und Instandhaltung die laufenden Nummern 3 bis 6,
aus der Anlage 2 der Fachrichtung B Kirchenmalerei und Denkmalpflege die laufenden Nummern 4 bis 6,
aus der Anlage 2 der Fachrichtung C Bauten- und Korrosionsschutz die laufenden Nummern 3, 5 und 6.
§ 5 Ausbildungsberufsbild Bauten- und Objektbeschichter/Bauten- und Objektbeschichterin
Berufsbildung, Arbeitsrecht und Tarifrecht,
§ 6 Ausbildungsberufsbild Maler und Lackierer/Malerin und Lackiererin
Gegenstand der Berufsausbildung in den Fachrichtungen sind mindestens die folgenden Fertigkeiten und Kenntnisse:
in der Fachrichtung Gestaltung und Instandhaltung:
Durchführen von qualitätssichernden Maßnahmen;
in der Fachrichtung Kirchenmalerei und Denkmalpflege:
Herstellen von Werk- und Beschichtungsstoffen nach historischen Rezepturen,
Ausführen von historischen und gestalterischen Arbeitstechniken,
Durchführen von Instandsetzungsmaßnahmen im Rahmen der Denkmalpflege,
Ausführen von Reproduktionen und Rekonstruktionen nach historischen Vorlagen,
in der Fachrichtung Bauten- und Korrosionsschutz:
Einrichten von Baustellen, Bedienen und in Stand halten von Geräten, Maschinen und Anlagen,
In Stand halten und in Stand setzen von Bauwerken und Anlagen,
Durchführen von Schutz- und Instandsetzungsmaßnahmen an Bauwerken und Bauteilen aus Beton,
Herstellen von Kommunikationsmitteln für Sicherheits- und Leitfunktionen,
§ 7 Ausbildungsrahmenpläne
Die in § 5 genannten Fertigkeiten und Kenntnisse sollen nach der in der Anlage 1 für die berufliche Grundbildung und für die berufliche Fachbildung und die in § 6 genannten Fertigkeiten und Kenntnisse nach der in der Anlage 2 enthaltenen Anleitungen zur sachlichen und zeitlichen Gliederung der Berufsausbildung (Ausbildungsrahmenplan) vermittelt werden. Eine von den Ausbildungsrahmenplänen innerhalb der beruflichen Grundbildung und innerhalb der beruflichen Fachbildung abweichende sachliche und zeitliche Gliederung des Ausbildungsinhaltes ist insbesondere zulässig, soweit betriebspraktische Besonderheiten die Abweichung erfordern.
§ 10 Zwischenprüfung für den Ausbildungsberuf Bauten- und Objekt- beschichter/Bauten- und Objektbeschichterin
(1) Während der Berufsausbildung zum Bauten- und Objektbeschichter/zur Bauten- und Objektbeschichterin ist zur Ermittlung des Ausbildungsstandes eine Zwischenprüfung durchzuführen. Sie soll am Ende des ersten Ausbildungsjahres stattfinden.
(2) Die Zwischenprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage 1 Abschnitt I für das erste Ausbildungsjahr aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im Berufsschulunterricht entsprechend den Rahmenlehrplänen zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
(3) Der Prüfling soll in insgesamt höchstens acht Stunden eine Arbeitsaufgabe, die einem Kundenauftrag entspricht, durchführen und innerhalb dieser Zeit in insgesamt höchstens zehn Minuten hierüber ein Fachgespräch führen. Weiter soll er in insgesamt höchstens 180 Minuten Aufgaben, die im Zusammenhang mit der Arbeitsaufgabe stehen, schriftlich lösen. Für die Arbeitsaufgabe kommt insbesondere das Beschichten von Oberflächen unter Berücksichtigung von Gestaltungsgrundsätzen in Betracht.
(4) Hierbei soll der Prüfling zeigen, dass er die Arbeitsaufgabe planen, notwendige Werkstoffe und Werkzeuge festlegen, den Arbeitsplatz einrichten, den Unfallschutz, den Gesundheitsschutz bei der Arbeit und den Umweltschutz beachten kann.
§ 11 Abschlussprüfung für den Ausbildungsberuf Bauten- und Objekt- beschichter/Bauten- und Objektbeschichterin
(1) Die Abschlussprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage 1 in den Abschnitten I und II aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im Berufsschulunterricht vermittelten Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
(2) Der Prüfling soll in Teil A der Prüfung in insgesamt höchstens 14 Stunden eine Arbeitsaufgabe, die einem Kundenauftrag entspricht, durchführen und dokumentieren und innerhalb dieser Zeit in insgesamt höchstens zehn Minuten hierüber ein Fachgespräch führen. Hierfür kommt insbesondere in Betracht:
Beschichten, Bekleiden, Applizieren und in Stand setzen eines Objektes.
Dabei soll der Prüfling zeigen, dass er den Arbeitsablauf unter Beachtung gestalterischer, wirtschaftlicher, technischer und organisatorischer Vorgaben selbständig und kundenorientiert planen, Arbeitszusammenhänge erkennen, Arbeitsergebnisse kontrollieren und dokumentieren sowie Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit sowie zum Umweltschutz durchführen kann. Durch das Fachgespräch soll der Prüfling zeigen, dass er fachbezogene Probleme und deren Lösungen darstellen, die für die Arbeitsaufgabe relevanten fachlichen Hintergründe aufzeigen sowie die Vorgehensweise bei der Ausführung der Arbeitsaufgabe begründen kann. Das Ergebnis der Arbeitsaufgabe ist mit 85 Prozent und das Fachgespräch ist mit 15 Prozent zu gewichten.
(3) Der Prüfling soll in Teil B der Prüfung in den nachfolgend genannten Prüfungsbereichen Oberflächentechnik, Instandsetzung sowie Wirtschafts- und Sozialkunde schriftlich geprüft werden. In den Prüfungsbereichen Oberflächentechnik und Instandsetzung sind insbesondere fachliche Probleme mit verknüpften informationstechnischen, technologischen und mathematischen Kenntnissen zu analysieren, zu bewerten und zu lösen.
Für den Prüfungsbereich Oberflächentechnik kommt insbesondere in Betracht:
Beschreiben der Vorgehensweise zur Herstellung von Oberflächen. Dabei soll der Prüfling zeigen, dass er die Arbeitsschritte für die Ausführung des Kundenauftrages planen, Applikations-, Putz- und Klebetechniken anwenden, Werk-, Hilfs- und Beschichtungsstoffe sowie Werkzeuge, Geräte und Arbeitshilfen unter ökologischen, ökonomischen und gestaltungstechnischen Gesichtspunkten einsetzen und Flächen-, Kosten- und Mengenberechnungen durchführen kann.
Für den Prüfungsbereich Instandsetzung kommt insbesondere in Betracht:
Beschreiben der Vorgehensweise zur Vorbereitung und Instandsetzung von Untergründen und Oberflächen. Dabei soll der Prüfling zeigen, dass er die Arbeitsschritte für die Ausführung des Kundenauftrages planen, Befestigungs-, Armierungs- und Beschichtungssysteme, Dämm- und Trockenbausysteme auswählen, Werkzeuge und Geräte einsetzen sowie Material- und Zeitbedarf ermitteln kann.
(4) Für Teil B der Prüfung ist von folgenden zeitlichen Höchstwerten auszugehen:
1. im Prüfungsbereich Oberflächentechnik 150 Minuten,
2. im Prüfungsbereich Instandsetzung 150 Minuten,
1. Prüfungsbereich Oberflächentechnik 40 Prozent,
2. Prüfungsbereich Instandsetzung 40 Prozent,
§ 12 Zwischenprüfung für den Ausbildungsberuf Maler und Lackierer/Malerin und Lackiererin
(2) Für die Berufsausbildung zum Maler und Lackierer/zur Malerin und Lackiererin nach § 6 Nr. 1 bis 3 dieser Verordnung gilt die Abschlussprüfung im Ausbildungsberuf Bauten- und Objektbeschichter/Bauten- und Objektbeschichterin als Zwischenprüfung im Sinne des § 39 der Handwerksordnung. Die inhaltlichen Anforderungen der Zwischenprüfung nach Absatz 1 ergeben sich aus § 11 Abs. 1 bis 4 dieser Verordnung.
§ 13 Gesellenprüfung für den Ausbildungsberuf Maler und Lackierer/Malerin und Lackiererin in der Fachrichtung Gestaltung und Instandhaltung
(1) Die Gesellenprüfung erstreckt sich auf die in den Anlagen 1 und 2 aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im Berufsschulunterricht vermittelten Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
(2) Der Prüfling soll in Teil A der Prüfung in insgesamt höchstens 20 Stunden eine Arbeitsaufgabe, die einem Kundenauftrag entspricht, durchführen und dokumentieren und innerhalb dieser Zeit in insgesamt höchstens 15 Minuten hierüber ein Fachgespräch führen. Für die Arbeitsaufgabe kommt insbesondere in Betracht:
Dabei soll der Prüfling zeigen, dass er die Arbeitsabläufe unter Beachtung wirtschaftlicher, technischer und organisatorischer Vorgaben selbständig und kundenorientiert planen, Arbeitszusammenhänge erkennen, Arbeitsergebnisse kontrollieren und dokumentieren sowie Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit sowie zum Umweltschutz durchführen kann. Durch das Fachgespräch soll der Prüfling zeigen, dass er fachbezogene Probleme und deren Lösungen darstellen, die für die Arbeitsaufgabe relevanten fachlichen Hintergründe aufzeigen sowie die Vorgehensweise bei der Ausführung der Arbeitsaufgabe begründen kann. Das Ergebnis der Arbeitsaufgabe ist mit 85 Prozent und das Fachgespräch ist mit 15 Prozent zu gewichten.
(3) Der Prüfling soll in Teil B der Prüfung in den nachfolgend genannten Prüfungsbereichen Gestaltung, Instandhaltung und Bautenschutz sowie Wirtschafts- und Sozialkunde schriftlich geprüft werden. In den Prüfungsbereichen Gestaltung sowie Instandhaltung und Bautenschutz sind fachliche Probleme mit verknüpften informationstechnischen, technologischen und mathematischen Kenntnissen zu analysieren, zu bewerten und zu lösen. Dabei soll der Prüfling zeigen, dass er die Arbeitssicherheits-, Gesundheitsschutz- und Umweltschutzbestimmungen berücksichtigen, die Verwendung von Werk-, Hilfs-, Beschichtungsstoffen und Bauteilen planen sowie Werkzeuge, Geräte, Maschinen und Anlagen zuordnen, Herstellerangaben beachten und qualitätssichernde Maßnahmen einbeziehen kann.
Beschreiben der Vorgehensweise bei der Durchführung von Fassaden-, Raum- oder Objektgestaltungen; Umsetzen von dekorativen und kommunikativen Gestaltungen; Anwenden von Übertragungstechniken. Dabei soll der Prüfling zeigen, dass er die Ausführung des Kundenauftrages planen, Farbentwürfe und Materialpläne erstellen, dabei Oberflächen- und Materialstrukturen, Oberflächeneffekte und Kontraste einbeziehen, Farbordnungssysteme auswählen sowie Produktinformationen nutzen, Stilepochen und -merkmale erkennen sowie Präsentationstechniken einsetzen kann.
1. im Prüfungsbereich Gestaltung 120 Minuten,
2. im Prüfungsbereich Instandhaltung und Bautenschutz 180 Minuten,
1. Prüfungsbereich Gestaltung 35 Prozent,
2. Prüfungsbereich Instandhaltung und Bautenschutz 45 Prozent,
(8) Hat der Prüfling die Prüfung nach Absatz 7 nicht bestanden, erfüllt er in dieser Prüfung jedoch die Anforderungen nach § 11, so hat er den Abschluss Bauten- und Objektbeschichter/Bauten- und Objektbeschichterin erreicht. Die Anforderungen nach § 11 gelten dann als erfüllt, wenn in dieser Prüfung in Teil A sowie in einem der fachbezogenen Prüfungsbereiche in Teil B (Absatz 3 Nr. 1 und 2) jeweils mindestens eine ausreichende Leistung erbracht wurde. Außerdem darf in keinem der fachbezogenen Prüfungsbereiche eine ungenügende Leistung erbracht worden sein.
§ 14 Gesellenprüfung für den Ausbildungsberuf Maler und Lackierer/Malerin und Lackiererin in der Fachrichtung Kirchenmalerei und Denkmalpflege
(2) Der Prüfling soll in Teil A der Prüfung in insgesamt höchstens 24 Stunden eine Arbeitsaufgabe, die einem Kundenauftrag entspricht, durchführen und dokumentieren und innerhalb dieser Zeit in insgesamt höchstens 15 Minuten hierüber ein Fachgespräch führen. Für die Arbeitsaufgabe kommt insbesondere in Betracht:
Instandsetzen und Gestalten eines Objektes unter Anwendung von historischen und gestalterischen Arbeitstechniken einschließlich Reproduktion nach historischen Vorlagen.
(3) Der Prüfling soll in Teil B der Prüfung in den nachfolgend genannten Prüfungsbereichen Gestaltung, Instandsetzung und Reproduktion sowie Wirtschafts- und Sozialkunde schriftlich geprüft werden. In den Prüfungsbereichen Gestaltung sowie Instandsetzung und Reproduktion sind fachliche Probleme mit verknüpften informationstechnischen, technologischen und mathematischen Kenntnissen zu analysieren, zu bewerten und zu lösen. Dabei soll der Prüfling zeigen, dass er die Arbeitssicherheits-, Gesundheitsschutz- und Umweltschutzbestimmungen berücksichtigen, die Verwendung von Werk-, Hilfs-, Beschichtungsstoffen und Bauteilen planen sowie Werkzeuge, Geräte, Maschinen und Anlagen zuordnen, Herstellerangaben beachten und qualitätssichernde Maßnahmen einbeziehen kann.
Beschreiben der Vorgehensweise bei der Gestaltung von Bauwerken, Räumen und Objekten. Dabei soll der Prüfling zeigen, dass er für die Ausführung des Kundenauftrages Ornamente entwickeln und übertragen, Entwürfe farbig gestalten, dekorative und historische Mal-, Schrift- und Arbeitstechniken auswählen und zuordnen kann. Dabei sollen Stilepochen und Farbordnungen berücksichtigt werden.
Für den Prüfungsbereich Instandsetzung und Reproduktion kommt insbesondere in Betracht:
Beschreiben der Vorgehensweise bei der Konservierung, Instandsetzung und Instandhaltung von historischen Oberflächen und Untergründen. Dabei soll der Prüfling zeigen, dass er die Ausführung des Kundenauftrages unter Beachtung von Richtlinien zur Denkmalpflege planen, Befunde analysieren, historische Arbeitstechniken und Rezepturen für Werk- und Beschichtungsstoffe unter Beachtung von Merkblättern, technischen Richtlinien und Normen berücksichtigen sowie Flächen, Kosten und Mengen berechnen kann.
2. im Prüfungsbereich Instandsetzung und Reproduktion 180 Minuten,
2. Prüfungsbereich Instandsetzung und Reproduktion 45 Prozent,
§ 15 Gesellenprüfung für die Berufsausbildung Maler und Lackierer/Malerin und Lackiererin in der Fachrichtung Bauten- und Korrosionsschutz
(2) Der Prüfling soll in Teil A der Prüfung in insgesamt höchstens 20 Stunden zwei Arbeitsaufgaben, die Kundenaufträgen entsprechen, durchführen und dokumentieren und innerhalb dieser Zeit in insgesamt höchstens 15 Minuten über eine der Arbeitsaufgaben ein Fachgespräch führen. Für die Arbeitsaufgaben kommen insbesondere in Betracht:
Instandsetzen oder Beschichten eines Objektes aus Metall unter Anwendung von Techniken zur Oberflächenvorbereitung und
Instandsetzen oder Beschichten eines Objektes aus Beton oder mineralischen Baustoffen unter Anwendung von Techniken zur Oberflächenvorbereitung und Bauwerkserhaltung.
Dabei soll der Prüfling zeigen, dass er die Arbeitsabläufe unter Beachtung gestalterischer, wirtschaftlicher, technischer und organisatorischer Vorgaben selbständig und kundenorientiert planen, Arbeitszusammenhänge erkennen, Arbeitsergebnisse kontrollieren und dokumentieren sowie Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit sowie zum Umweltschutz durchführen kann. Durch das Fachgespräch soll der Prüfling zeigen, dass er fachbezogene Probleme und deren Lösungen darstellen, die für die Arbeitsaufgabe relevanten fachlichen Hintergründe aufzeigen sowie die Vorgehensweise bei der Ausführung der Arbeitsaufgabe begründen kann. Das Ergebnis der Arbeitsaufgabe ist mit 85 Prozent und das Fachgespräch ist mit 15 Prozent zu gewichten.
(3) Der Prüfling soll in Teil B der Prüfung in den nachfolgend genannten Prüfungsbereichen Korrosionsschutz, Bautenschutz sowie Wirtschafts- und Sozialkunde schriftlich geprüft werden. In den Prüfungsbereichen Korrosionsschutz und Bautenschutz sind fachliche Probleme mit verknüpften informationstechnischen, technologischen und mathematischen Kenntnissen zu analysieren, zu bewerten und zu lösen. Dabei soll der Prüfling zeigen, dass er die Arbeitssicherheits-, Gesundheitsschutz- und Umweltschutzbestimmungen berücksichtigen, die Verwendung von Werk-, Hilfs-, Beschichtungsstoffen und Bauteilen planen sowie Werkzeuge, Geräte, Maschinen und Anlagen zuordnen, Herstellerangaben beachten und qualitätssichernde Maßnahmen einbeziehen kann.
Für den Prüfungsbereich Korrosionsschutz kommt insbesondere in Betracht:
Beschreiben der Vorgehensweise bei der Durchführung von Korrosionsschutzmaßnahmen an Objekten aus Metall und an Stahlbauwerken. Dabei soll der Prüfling zeigen, dass er die Ausführung des Kundenauftrages planen, Korrosionsschutzsysteme entsprechend der Belastung von Objekten und Bauwerken sowie erforderliche Entrostungsverfahren, Maßnahmen zur Oberflächenvorbereitung, Beschichtungssysteme und metallische Überzüge auswählen und beschreiben, den Einsatz von Anlagen und Geräten, Gerüsten und Maßnahmen zum Schutz der Umwelt unter Beachtung von Normen, technischen Richtlinien und Merkblättern einbeziehen, sowie Flächen, Kosten und Mengen berechnen kann.
Für den Prüfungsbereich Bautenschutz kommt insbesondere in Betracht:
Beschreiben der Vorgehensweise bei der Instandsetzung und Beschichtung von Bauteilen und Bauwerken aus Beton. Dabei soll der Prüfling zeigen, dass er die Ausführung des Kundenauftrages planen, die Ermittlung und Diagnose von Schäden durchführen, Instandsetzungs-, Untergrundvorbereitungsverfahren und Materialien unter Beachtung von Normen, technischen Regeln und Merkblättern auswählen und beschreiben sowie Flächen, Kosten und Mengen berechnen kann.
1. im Prüfungsbereich Korrosionsschutz 180 Minuten,
2. im Prüfungsbereich Bautenschutz 120 Minuten,
1. Prüfungsbereich Korrosionsschutz 45 Prozent,
2. Prüfungsbereich Bautenschutz 35 Prozent,
(2) Ist ein Berufsgrundbildungsjahr nach den Vorschriften der Berufsgrundbildungsjahr-Anrechnungs-Verordnung anzurechnen, sind die bisherigen Vorschriften auf die Ausbildungsverhältnisse, die vor dem 1. August 2004 beginnen, weiter anzuwenden, es sei denn, die Vertragsparteien vereinbaren die Anwendung der Vorschriften dieser Verordnung.
(3) Auf Berufsausbildungsverhältnisse, die in der Zeit vom 1. August 2003 bis zum 31. Juli 2004 beginnen, sind die Vorschriften der in § 17 Satz 2 genannten Verordnung weiter anzuwenden, wenn für die Ausbildung in diesen Ausbildungsberufen nach Landesrecht der Besuch eines schulischen Berufsgrundbildungsjahres vorgesehen ist.
Anlage 1 (zu § 7) Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Bauten- und Objektbeschichter/zur Bauten- und Objektbeschichterin
(Fundstelle: BGBl. I 2003, 1071 - 1076)
I. Berufliche Grundbildung - 1. Ausbildungsjahr
Lfd. Nr. Teil des Ausbildungsberufsbildes Fertigkeiten und Kenntnisse, die unter Einbeziehung selbständigen Planens, Durchführens und Kontrollierens zu vermitteln sind Zeitlicher Richtwert in Wochen im 1. Ausbildungsjahr
Grundfunktionen des ausbildenden Betriebes wie Angebot, Beschaffung, Fertigung und Verwaltung, erklären
Wünsche und Einwände von Kunden entgegennahmen und weiterleiten
Kunden auf Pflegeanleitungen hinweisen
6 Umgang mit Informations- und Kommunikationstechniken
Datenschutz anwenden
7 Auftragsübernahme, Planung, Vorbereitung und Organisation von Arbeitsaufgaben, Arbeiten im Team
Farbmuster erstellen und Farbwirkungen erkennen
Pläne und Zeichnungen lesen und anwenden
Mengen ermitteln, insbesondere anhand von Zeichnungen und Plänen
Arbeitsschritte planen und Arbeitsmittel festlegen
Arbeitsaufgaben mit betrieblich beteiligten Personen durchführen
8 Einrichten von Arbeitsplätzen
Wasser- und Energieversorgung veranlassen, Sicherheitsmaßnahmen beim Umgang mit elektrischem Strom ergreifen
9 Bedienen und in Stand halten von Geräten, Werkzeugen, Maschinen und Anlagen
Werkzeuge und Geräte auswählen, handhaben und in Stand halten
Geräte, Maschinen und Anlagen einrichten und unter Verwendung der Schutzeinrichtungen bedienen
Störungen an Geräten, Maschinen und Anlagen erkennen, Störungsbeseitigung veranlassen
10 Be- und Verarbeiten von Werk-, Hilfs- und Beschichtungsstoffen sowie von Bauteilen
Werk-, Hilfs- und Beschichtungsstoffe sowie Bauteile nach Arten und Eigenschaften unterscheiden und dem Arbeitsauftrag zuordnen
Werk-, Hilfs- und Beschichtungsstoffe sowie Bauteile für die Bearbeitung auswählen und auf Fehler prüfen
Werk-, Hilfs- und Beschichtungsstoffe sowie Bauteile transportieren und umweltgerecht lagern
Werk-, Hilfs- und Beschichtungsstoffe sowie Bauteile für die Bearbeitung am Arbeitsplatz bereitstellen und zwischenlagern
Werk- und Hilfsstoffe sowie Bauteile von Hand formgebend be- und verarbeiten sowie Verbindungen herstellen
11 Prüfen, Bewerten und Vorbereiten von Untergründen
Untergründe durch Sichtprüfung beurteilen
Schutzmaßnahmen für nicht zu bearbeitende Flächen, Bauteile und Objekte ausführen
Verfahren für die Entschichtung von Untergründen anwenden
Untergründe für nachfolgende Bearbeitungen reinigen
Grundierungen für Schutz- und Festigungsmaßnahmen auftragen
12 Herstellen, Bearbeiten, Behandeln und Gestalten von Oberflächen
Beschichtungsstoffe auftragsbezogen auswählen und vorbereiten
Beschichtungen ausführen, insbesondere durch Streichen, Rollen und Spritzen
Oberflächen in unterschiedlichen Techniken gestalten
Dämmmaterialien verarbeiten
Klebearbeiten ausführen
Vorlagen für kommunikative und dekorative Gestaltungselemente herstellen, maßstabsgerecht übertragen und anwenden
13 Durchführen von qualitätssichernden Maßnahmen
II. Berufliche Fachbildung - 2. Ausbildungsjahr
Lfd. Nr. Teil des Ausbildungsberufsbildes Fertigkeiten und Kenntnisse, die unter Einbeziehung selbständigen Planens, Durchführens und Kontrollierens zu vermitteln sind Zeitlicher Richtwert in Wochen im 2. Ausbildungsjahr
fertiggestellte Arbeiten übergeben
Kundenwünsche in die Auftragsausführung einbeziehen und dokumentieren
Überholungs- und Erneuerungsintervalle erläutern
Serviceleistungen einordnen und darstellen
2 Umgang mit Informations- und Kommunikationstechniken
Informationen erfassen, aufbereiten, bewerten und dokumentieren
3 Auftragsübernahme, Planung, Vorbereitung und Organisation von Arbeitsaufgaben, Arbeiten im Team
Zeichnungen und Farbpläne erstellen
technische Regelwerke, Herstellerrichtlinien, berufsspezifische Vorschriften, Verordnungen und Gesetze anwenden
örtliche Gegebenheiten als Voraussetzung für den Arbeitsbeginn prüfen
Witterungs- und Klimabedingungen für die Durchführung von Arbeiten berücksichtigen
Arbeitsabläufe unter Berücksichtigung ergonomischer und ökologischer Gesichtspunkte festlegen und vorbereiten
Einsatz von Arbeitsmitteln unter Beachtung der Vorschriften planen und Sicherungsmaßnahmen durchführen
4 Einrichten von Arbeitsplätzen
Baustellensicherungsmaßnahmen durchführen, Sicherheits- und Gesundheitspläne beachten
Abplanungen und Einhausungen herstellen
Betriebssicherheit von Arbeitshilfen beurteilen, insbesondere Gerüste, fahrbare Arbeitsbühnen und Hubarbeitsbühnen
Gefahrstoffe erkennen, Schutzmaßnahmen ergreifen, umweltgerecht lagern und Entsorgen veranlassen
Abfallstoffe lagern und Entsorgung veranlassen
geräumten Arbeitsplatz übergeben
5 Bedienen und in Stand halten von Geräten, Werkzeugen, Maschinen und Anlagen
Mess- und Prüfgeräte auswählen, handhaben und in Stand halten
Arbeitshilfen einrichten und bedienen, insbesondere Hubarbeitsbühnen und Steighilfen
Geräte, Maschinen und Anlagen, insbesondere zur Untergrunderstellung und -vorbereitung, Reinigung, Ent- und Beschichtung, auswählen, einrichten und bedienen
Geräte, Maschinen und Anlagen, insbesondere zur Herstellung und Gestaltung von Oberflächen, auswählen, einrichten und bedienen
Anlagen zur Klimatisierung auswählen, einrichten und bedienen
Geräte, Maschinen und Anlagen warten
6 Be- und Verarbeiten von Werk-, Hilfs- und Beschichtungsstoffen sowie von Bauteilen
Werk-, Hilfs- und Beschichtungsstoffe sowie Bauteile auftragsbezogen auswählen, für Be- und Verarbeitung vorbereiten und bereitstellen
Beschichtungsstoffe nach Eigenschaften, Zusammensetzung und Verträglichkeit auswählen, für die Verarbeitung zubereiten, bereitstellen und aufbringen
Werk- und Hilfsstoffe sowie Bauteile, insbesondere unter Einsatz von Geräten und Maschinen formgebend be- und verarbeiten
Werkstoffe und Bauteile befestigen und lösen
Ausbau- und Montagearbeiten ausführen, insbesondere Systemelemente und Bauteile ein- und ausbauen
7 Prüfen, Bewerten und Vorbereiten von Untergründen
Untergründe und Oberflächen auf Haftfestigkeit und auf Eignung als Träger für nachfolgende Bearbeitungstechniken beurteilen
Untergründe auf ihre Beanspruchung und zur Befestigung von Konstruktionen, Baugruppen und -teile beurteilen
Untergründe und Oberflächen mit mechanischen, thermischen, physikalischen und chemischen Bearbeitungsverfahren vorbereiten
Untergründe, insbesondere durch Aufbringen von Putzen, Spachtel- und Ausgleichsmassen sowie durch Einsatz von Trockenbau-Baustoffen, vorbereiten
Maßnahmen für den vorbeugenden Holz- und Bautenschutz durchführen
Dämm- und Isolierstoffe verarbeiten
Baufugen in unterschiedlichen Techniken ausbilden und abdichten
8 Herstellen, Bearbeiten, Behandeln und Gestalten von Oberflächen
Oberflächen durch Erst-, Erneuerungs- und Überholungsbeschichtungen mit festen, pastosen oder flüssigen Stoffen herstellen
Oberflächen mit Mustern, Werkzeugstrukturen und durch Beschichtungsstoffe gestalten
Schriften und Symbole nach Vorgabe umsetzen
metallische Applikationen herstellen
Oberflächen pflegen und konservieren
Instandhaltungs- und Instandsetzungarbeiten durchführen
Tätigkeitsnachweise erstellen, Zeitaufwand und Materialverbrauch erfassen
Arbeits- und Zwischenergebnisse kontrollieren, bewerten und dokumentieren
Anlage 2 (zu § 7) Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Maler und Lackierer/zur Malerin und Lackiererin
(Fundstelle: BGBl. I 2003, 1077 - 1082)
A. Fachrichtung Gestaltung und Instandhaltung
(§ 6 Nr. 1 Buchstabe e)
Kundenberatung durchführen
Instandhaltungsvorschläge unterbreiten
Instandsetzungsintervalle erläutern
Auswirkungen der Kundenzufriedenheit auf das Betriebsergebnis berücksichtigten
(§ 6 Nr. 1 Buchstabe f)
branchenspezifische Software einsetzen
Aufmaß nach Normen und Richtlinien erstellen
Informationen zu Materialvorgaben, Zeitrichtwerten und Leistungsbeschreibungen beschaffen, beurteilen und umsetzen
Fachbegriffe für technische und gestalterische Arbeitsaufgaben anwenden
3 Entwerfen und Ausführen von Gestaltungsarbeiten
(§ 6 Nr. 1 Buchstabe g)
Raumkonzepte und Fassadengestaltungen entwerfen
Flächen bekleiden, insbesondere Tapezier-, Klebe- und Spannarbeiten durchführen
Räume und Flächen mit Beschichtungsstoffen sowie mit Decken-, Wand- und Bodenbelägen gestalten
Oberflächeneffekte mit Beschichtungsstoffen, Lasuren, Applikationen, Bronzetechniken und Blattmetallauflagen herstellen
Formen, Abgüsse und Dekorelemente modellieren sowie montieren
Dekorations- und Restaurierungsarbeiten unter Beachtung der Stilepochen durchführen, insbesondere in Räumen und an Fassaden
Putz- und Stuckoberflächen nach Gestaltungsvorgaben herstellen
4 Herstellen von Beschriftungen und Kommunikationsmitteln
(§ 6 Nr. 1 Buchstabe h)
Entwürfe für kommunikative und dekorative Gestaltungen anfertigen und umsetzen, insbesondere Schriften, Zeichen, bildliche Darstellungen und Ornamente
Werbeträger herstellen
Siebdruckverfahren und digitale Medien anwenden
Sicherheitskennzeichnungen und Straßenmarkierungsarbeiten durchführen
5 Durchführen von Maßnahmen zum Holz- und Bautenschutz
(§ 6 Nr. 1 Buchstabe i)
vorbeugende Holz- und Bautenschutzmaßnahmen durchführen, insbesondere mit Hydrophobierungs-, Imprägnierungs- und Festigungsmitteln
Schäden durch holzzerstörende Pilze und Insekten an Holzkonstruktionen und -bauteilen beseitigen
Abdichtungsarbeiten an Bauwerken und Bauteilen durchführen
Spezialbeschichtungen und Versiegelungen durchführen, insbesondere Kunstharzbeläge
vorbeugenden Brandschutz an Holz- und Stahlbauteilen durchführen
Schutz- und Instandhaltungsbeschichtungen auf Metalloberflächen durchführen
Schutz- und Instandhaltungsbeschichtungen auf Beton- und Porenbetonoberflächen aufbringen
Natursteine, Sichtmauerwerk und Betonoberflächen reinigen
Flächen aus Faserzement unter Berücksichtigung der gesundheitsgefährdenden Eigenschaften versiegeln
gerissene Putzoberflächen in Stand setzen
6 Durchführen von Energiesparmaßnahmen, Ausbau- und Montagearbeiten
(§ 6 Nr. 1 Buchstabe k)
Systemelemente und Bauteile sowie Fertigteile und -elemente, einschließlich Unterkonstruktionen, montieren
Bau- und Reparaturverglasungsarbeiten durchführen
Dämmungen und Trennschichten einbauen
Beschichtungs- und Montagetechniken zur Reduktion von Wärmeverlusten anwenden
Wärmedämm-Verbundsysteme erstellen
Kälte- und Feuchteschutzsysteme auswählen und einsetzen
(§ 6 Nr. 1 Buchstabe l)
Mess- und Prüfergebnisse bewerten
Witterungs- und klimatische Messungen objektbezogen dokumentieren und bewerten
B. Fachrichtung Kirchenmalerei und Denkmalpflege
(§ 6 Nr. 2 Buchstabe e)
2 Umgang mit Informations- und Kommunikationserstellentechniken
(§ 6 Nr. 2 Buchstabe f)
Aufmaß nach Normen und Richtlinien
Informationen zu Materialvorgaben, Zeitrichtwerten und Leistungsbeschreibungen des Arbeitsauftrages beschaffen, beurteilen und anwenden
Fachbegriffe für kunsthistorische und restauratorische Arbeitsaufgaben anwenden
fotografische Dokumentationen von Objekten erstellen
3 Herstellen von Werk- und Beschichtungsstoffen nach historischen Rezepturen
(§ 6 Nr. 2 Buchstabe g)
Pigmente, Farb- und Füllstoffe unter Berücksichtigung der Farbtonveränderung, Alterung und Metamerie auswählen
Reinigungs- und Lösemittelgemische sowie Reinigungs- und Lösemittelgele herstellen
Bindemittel vorbereiten, insbesondere Leime, Öle, Harze und Wachse
Beschichtungsstoffe zubereiten, insbesondere Kalk-, Kasein- und Emulsionsfarben
Überzugsmittel herstellen
Kreidegründe und Polimente herstellen
Putzmörtel, Stuck- und Steinersatzmassen herstellen
4 Ausführen von historischen und gestalterischen Arbeitstechniken
(§ 6 Nr. 2 Buchstabe h)
Fresco- und Seccomalerei lasierend und deckend ausführen
Pinsel-, Spritz- und Spachteltechniken ausführen
Fassmalerei mit wässrigen und öligen Bindemitteln sowie Lackbindemitteln ausführen
Imitationstechniken nach Vorlage ausführen, insbesondere Maserierung, Marmorierung und Brokatmalerei
Illusionsmalerei nach Vorlage ausführen, insbesondere Graumalerei
Blattmetall-, Bronze- und Verzierungstechniken auf Poliment, Öl, Leim und Wachs ausführen
Gestaltungstechniken in Putz und Stuck ausführen
Handdrucktechniken ausführen
historische Schriftformen zuordnen und als Pinselschrift ausführen
5 Durchführen von Instandsetzungsmaßnahmen im Rahmen der Denkmalpflege
(§ 6 Nr. 2 Buchstabe i)
Ausstattungsgegenstände objektgerecht demontieren, einlagern, sichern und montieren
Verankerungsmöglichkeiten von Gerüsten und Arbeitsbühnen prüfen und beurteilen, insbesondere im Hinblick auf die Bewahrung erhaltenswerter Substanz
Befunduntersuchungen, -protokolle und -berichte entsprechend den Richtlinien der Denkmalschutzbehörden erstellen
mechanische, chemische und physikalische Reinigungsverfahren im Hinblick auf die Bewahrung erhaltenswerter Substanz auswählen und anwenden
Fassungen und Fassungsträger sichern, festigen und konservieren
Maßnahmen zur Instandsetzung von Untergründen unter Berücksichtigung historischer Anforderungen durchführen
Schadstellen gemäß den Anforderungen der Denkmalpflege beurteilen und ausbessern; Ausbesserungen begrenzen und angleichen
Abnahme von Fassungen und Übermalungen nach Vorgabe durchführen
Arbeitsproben und Konzepte für Arbeitsabläufe erstellen, unter Berücksichtigung von Voruntersuchungen, Messdaten und Materialeigenschaften
6 Ausführen von Reproduktionen und Rekonstruktionen Berücksichtigung von Untergründen, nach historischen Vorlagen
(§ 6 Nr. 2 Buchstabe k)
historische Räume und Objekte erfassen und darstellen
historische Arbeitstechniken unter Materialien und Werkzeugen analysieren, zeitlich einordnen und rekonstruieren
Beschichtungsaufbau und Materialien von historischen Fassungen bestimmen und rekonstruieren
Ornamente aus Form und Elementen europäischer Stilepochen entwickeln und konstruieren
Abformungen und Abgüsse herstellen
(§ 6 Nr. 2 Buchstabe l)
Mess- und Prüfergebnisse dokumentieren und bewerten
Instandsetzungs-, Instandhaltungs-, Wartungs-, Sicherungs- und Reinigungsmaßnahmen dokumentieren, kontrollieren und überwachen
C. Fachrichtung Bauten- und Korrosionsschutz
(§ 6 Nr. 3 Buchstabe e)
Auswirkungen der Kundenzufriedenheit auf das Betriebsergebnis berücksichtigen
(§ 6 Nr. 3 Buchstabe f)
Informationen zu Materialvorgaben, Zeitrichtwerten und Leistungsbeschreibungen des Arbeitsauftrages beschaffen, beurteilen und umsetzen
3 Einrichten von Baustellen, Bedienen und in Stand halten von Geräten, Maschinen und Anlagen
(§ 6 Nr. 3 Buchstabe g)
Anlagen und Geräte zur Klimatisierung und technischen Belüftung einrichten, bedienen und warten
Abplanungen und Einhausungen zum Schutz gegen Witterungseinflüsse und zur Vermeidung von Beeinträchtigungen der Umwelt durch Immissionen, Emissionen und Beschädigungen auswählen, auf-, um- und abbauen
Arbeitssicherheit und Einsatzmöglichkeiten von Gerüsten und Arbeitsplattformen beurteilen, insbesondere Fahr-, Trag-, Hänge- und Auslegergerüste
Strahlanlagen einrichten, bedienen und warten
Förder- und Transporteinrichtungen montieren, bedienen und in Stand halten
4 In Stand halten und in Stand setzen von Bauwerken und Anlagen
(§ 6 Nr. 3 Buchstabe h)
Bauwerksabdichtungen durchführen, insbesondere mit bituminösen, zement- und kunststoffgebundenen Abdichtungsmitteln, Dichtungsbahnen und Dichtstoffen
Verfahren zur Trockenlegung von Bauwerken und Bauteilen durchführen
Verfahren zur Austrocknung von Bauwerken und Bauteilen durchführen
Bauteil-, Dehnungs- und Anschlussfugen in Stand halten und sanieren sowie Glasversiegelung durchführen
Spezialbeschichtungen ausführen, insbesondere zum Schutz gegen Durchfeuchtung, chemische Beanspruchung und aggressive Medien
Beschichtungstechniken für den vorbeugenden Brandschutz ausführen
5 Durchführen von Korrosionsschutzmaßnahmen
(§ 6 Nr. 3 Buchstabe i)
Schadensdiagnose durchführen, Korrosionsart und -grad bestimmen
Korrosionsschutzverfahren entsprechend der Beanspruchung von Objekten und Anlagen auswählen, Entrostungsverfahren festlegen
Oberflächen für Korrosionsschutzmaßnahmen vorbereiten, insbesondere durch Strahlverfahren
Beschichtungen entsprechend der Korrosivitätskategorien aufbringen
metallische Überzüge herstellen, insbesondere Metallspritzen und Duplexverfahren
Metallverbindungstechniken anwenden, insbesondere Kleben
Behälter und Objekte auskleiden
Rohre und Rohrleitungen umhüllen
6 Durchführen von Schutz- und Instandsetzungsmaßnahmen an Bauwerken und Bauteilen aus Beton
(§ 6 Nr. 3 Buchstabe k)
Schadensdiagnose durchführen, Schadensumfang und -art unter Beachtung statischer Auswirkungen berücksichtigen
Schutz- und Instandsetzungsverfahren entsprechend der Beanspruchung der Betonbauwerke und -bauteile auswählen
Verfahren für die Vorbereitung von Betonuntergründen auswählen und anwenden
Korrosionsschutzmaßnahmen an frei liegenden Bewehrungsstählen durchführen
Betonoberflächen mit Betonspachtelmassen in Stand setzen, insbesondere Fehl- und Ausbruchstellen ausspachteln und ausgießen sowie Flächen reprofilieren
Imprägnierungen, Beschichtungen sowie Versiegelungen als Betonoberflächenschutz aufbringen
Kunstharzbeläge und -estriche auf Betonoberflächen aufbringen
Risse an Betonbauwerken und -bauteilen sanieren, insbesondere durch Injektionen und Armierungen
7 Herstellen von Kommunikationsmitteln für Sicherheits- und Leitfunktionen
(§ 6 Nr. 3 Buchstabe l)
Sicherheitskonzepte erstellen und umsetzen
Sicherheitskennzeichnungen herstellen
Straßenmarkierungen ausführen
(§ 6 Nr. 3 Buchstabe m)
Kontrollflächen anlegen
Rückstellmuster anfertigen
2003, 1064 (1546): BGBl I

References: § 25
 § 1
 § 25
 § 27
 § 1

§ 5

§ 6

§ 7
 § 5
 § 6

§ 10

§ 11

§ 12
 § 6
 § 39
 § 11

§ 13
 § 11
 § 11

§ 14

§ 15
 § 17
 § 7
 § 7