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Timestamp: 2013-06-19 04:28:51+00:00

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Expeditionen | Draußen nur Kännchen
18. Juni 2013 § 7 Kommentare
Den Visumzettel habe ich nicht verbummelt, was ich mir selbst hoch anrechne. Eine türkische Grenzbeamtin meinte auf dem Rückweg und bei Einsicht in meinen Reisepass: Oh mei, wie blond ich sei und wie groß und wie deutsch, quasi wie Heidi Klum. Daraufhin erfanden wir den Ausdruck “preparing Heidi”, den wir fürderhin benutzten, wenn ich zum Frischmachen ins Bad musste: “Wait a minute, I gotta prepare Heidi!”
3. Juni 2013 § 13 Kommentare
Serviceblog mal umgekehrt: Tipps gesucht
31. Mai 2013 § 55 Kommentare
Eltern, Großeltern und kinderaffine Menschen aufgepasst!
Ich brauche einen Tipp. Bald treffe ich meine russische Freundin wieder, die ich 1993 bei einem Schüleraustausch zum ersten Mal in Moskau besucht habe. Ein Tag vor unserem Abflug brannte das Weiße Haus, aber wir flogen trotzdem, mit Gottes Beistand. Ich war auf einer Nonnenschule; die Reisebegleitung hatte einen guten Draht nach oben. Alles lief rund, niemand wurde erschossen, einer fiel jedoch fast in ein kratergroßes Schlagloch.
Seither hat sich viel verändert. Nur unsere Freundschaft nicht – sie ist geblieben. Wir waren über all die Jahre in Kontakt, haben uns ein paarmal besucht, sind in Nachtzügen durch Russland gefahren, haben zweimal St. Petersburg gesehen und feiern dieses Jahr 20 Jahre deutsch-russische Freundschaft – auf Zypern. Sie hat mich ins Ferienhaus der Familie eingeladen.
Die Freundin hat inzwischen drei Kinder, alles Jungs. Ich möchte ihnen gerne ein Geschenk mitbringen. Nur was? Ich brauche Tipps. Rahmendaten:
Alter: 3, 6, 10 Jahre alt
Die Jungs sprechen nur Russisch. Deshalb nichts mit Sprache. Oder halt auf Russisch.
wilde Kinder mit Spaß an Sport und Bewegung
im Flugzeug transportabel
22. Mai 2013 § 36 Kommentare
21. Mai 2013 § 35 Kommentare
Als ich Kind war, wohnten wir am Wald.
Rückblickend ist es erstaunlich, wie sorglos meine Eltern waren. Oder vielleicht waren sie gar nicht sorglos, vielleicht hat meine Mutter sich Nachmittag für Nachmittag vor Angst die Nägel abgekaut. Wie auch immer: Schon als ich fünf war, hatte ich einen Aktionsradius von locker ein, zwei Kilometern. Die Straße hinunter und hinein in den Wald, bis zum Bach beim Förster, manchmal auch weiter hinauf, dort, wo wir im Herbst Eicheln und Bucheckern sammelten, weiter den Weg hinauf, hinein ins dichte Geäst, in dem es unterm Tannengrün eine natürliche Grube lag, die wir mit Zweigen bedeckten, in der wir uns versteckten und von der aus wir mit gezogenen Ästen Feinde bestürmten.
Den Weg rechts entlang, am Abzweig vor der Grube, dann ein Stück geradeaus, dort wohnte Maria, die Schulfreundin. Noch ein Stück weiter hinunter ging es links wieder in den Wald, hinter der Schranke steil bergauf, die Knochenbrecherbahn hinauf. Als Erwachsener geht man die Strecke strammen Schrittes in zehn, fünfzehn Minuten. Als Kinder sind wir sie oft gerannt. Die einzige Abmachung: Abends um sechs seid ihr wieder zu Hause.
Fast jeden Sonntag ging ich mit meinen Eltern spazieren. Das war Pflichtprogramm. Im Winter mit Schlitten, im Sommer in kurzer Lederhose. Wir marschierten bis zur Knochenbrecherbahn und noch viel weiter, zum Hexenteich, einem Weiher im Wald, der seinen Namen aus einer Zeit hat, in dem man Leute in ihm ertränkte.
Im Winter konnten wir den Berg hinunter direkt aufs Eis fahren. Eine rasante Schussfahrt! Wenn die Schranke am Wegesende geschlossen war: Nicht vergessen! Kopf einziehen! Ich erinnere mich an Ingo, der einmal mit Karacho dagegen donnerte. Er wurde bewusstlos und bekam, als er wieder bei sich war, vor Schreck Nasenbluten. Wir kühlten die Beule an der Stirn mit Schnee, Gehirnerschütterung, Schleudertrauma. Wer mutig war, legte sich auf den Bauch, Kopf voran den Hügel hinab. Das Eis auf dem Teich: fünfzig, sechzig, siebzig Zentimeter dick. Mit genug Schwung glitten wir auf dem Schlitten bis zum anderen Ufer.
Dort, am anderen Ende: Schiefergestein. Im Sommer nahmen wir uns die flachsten Bruchstücke und ließen sie übers Wasser flitschen. Wir waren gut; dreimal, viermal, bis zu achtmal hüpften sie über die Oberfläche. Es konnte stundenlang so gehen.
Ich kenne jeden Weg in diesem Wald. Den zurück nach Hause, den in die Stadt, den zur Waldgaststätte, die heute verwaist ist, in der damals aber an jedem Sonntag der Damenzirkel mit meiner Oma an seinem Tisch unter der Kuckuksuhr saß, an dem die Großtante die Fliegen mit der Hand fing, und hinter dem ich mich abwechselnd zwischen die alten Damen kuschelte und unter dem hindurch ich nach draußen huschte, zu der kleinen Weide, um die Ziegen zu füttern.
Am Pfingstwochenende war ich nach zehn Jahren wieder dort. Ich war verwundert, wie klein der Weiher ist. Nur fünf Minuten, und man ist einmal drumherum gegangen. Damals aber war er ein Universum.
17. Mai 2013 § 36 Kommentare
Ein Pärchen kommt herein. “Oje”, sagt sie. Und: “Das tut mir jetzt leid für dich.”
Ich denke: “Was ist los? Pseudokrupp? Eitrige Wunden?”
Sie zeigt auf ihr Baby. “Wir hatten gehofft, dass wir niemanden stören müssen.”
Seltsam. Diese Tendenz, dass sich Eltern immer schon im Vorhinein für ihre Kinder entschuldigen. Ich sage: “Ach, erstmal abwarten. Ich habe gute Erfahrung mit Babys auf Reisen.” Habe ich wirklich. Auf einem Nachtflug aus den USA nach Deutschland wurde mir, in einer Reihe mit mehr Sitzabstand, ein Platz neben einer Mutter mit Kind angeboten. Ebenfalls entschuldigend. Es war ein entspannter Flug.
“Ah, du arbeitest in Bern!”, sagt er.
“Nein, sage ich. Ich besuche Freunde.”
“Gleich gibt es eine Viertelstunde Geschrei”, sagt er und deutet auf das Kind. “Aber danach ist erstmal Ruhe.”
“Guten Morgen!”, sagt eine fröhliche Bahnbedienstete mit schwyzerdütschem Einschlag. Sie wolle mich wecken, ich könne aber noch liegen bleiben, der Zug habe 30 Minuten Verspätung.
16. Mai 2013 § 40 Kommentare
Blick von einer Terrasse hinunter. Es gibt unglaublich viele Terrassen in Bern.Kaum biegt man um die Ecke, steht man schon wieder auf einer.
13. Mai 2013 § 86 Kommentare
13. Mai 2013 § 22 Kommentare
7. Mai 2013 § 31 Kommentare
Da ist das Ding! http://t.co/H3ZxHQOLLq— Draußen nur Kännchen (@dieliebenessy) May 06, 2013
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 § 13
 § 55
 § 36
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 § 31