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Timestamp: 2019-11-18 02:18:37+00:00

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Cannabis und Fahrrad fahren - Seite 2 - CopZone
Beitragvon charras » Fr 1. Apr 2016, 21:09
1957 hat geschrieben: Das Gesetz ist nicht schwammig. Es ist glasklar.
Mit schwammig meinte ich, dass im Gesetz eine klare Linie fehlt, und zwar wer unter Einfluss von berauschenden Mitteln steht muss zwingend die Finger vom Rad/KFZ lassen, ansonsten sollte das bestraft werden mMn.
Das ist nicht klar definiert worden sondern man muss Ausfallerscheinungen haben um sich strafbar zu machen. Ok beim KFZ wäre es dann auch ohne Ausfallerscheinungen eine OWI wenn da Grenzwerte überschritten werden.
Jetzt könnte es doch so sein, dass während der Kontrolle der Kontrollierte Bürger noch recht gut beisammen ist und zehn Minuten später auf einmal einen Tick im Kopf bekommt und nicht richtig reagiert, und mit seinem Rad einen Unfall baut oder in parkende Autos fährt,etc.
Da fehlt es mir persönlich an einer klaren Linie, im übrigen auch beim Alkohol denn die 1,6 Promille sind ja auch ein Witz wie ich finde. Hatte nicht die GdP angeregt den Grenzwert für Fahrradfahrer senken, meine da mal etwas gelesen zu haben, könnte mich aber auch täuschen.
Beitragvon Kaeptn_Chaos » Fr 1. Apr 2016, 21:12
Überleg dir, welche drei Lobbys hier das Geld machen und denke dann weiter, warum manche Sachen sind, wie sie sind.
Beitragvon Ghostrider1 » Sa 2. Apr 2016, 00:27
BTMler sagt man nicht, dass heißt BtM-Hasi
Ansonsten ist es klar regelt:
- § 24a StVG fordert ein Kraftfahrzeug, wie es bereits durch 1957 gesagt wurde.
- Ein Fahrzeug ist klar definiert und ein Fahrrad ist ein Fahrzeug.
- die 1,6 Promille regelt die absolute Fahruntüchtigkeit bei einem Radfahrer ( egal ob man sicher steht oder nicht ). Dies wurde durch 2 Gerichtsurteile bestätigt.
- die realtive FU beginnt für alle Fahrzeugführer, ab 0,3 Umdrehung + Ausfallerscheinung
- die relative FU beginnt bei BtM / Medikamente + Ausfallerscheinung
- Ausfallerscheinungen sind vielfältig:
[*]enthemmte Fahrweise (z.B. mit 100 durch die Stadt blockern)
[*]unsicherer Stand
[*]verwaschene Sprache
[*]gedämpftes/verzögertes Denkvermögen
Diese Ausfallerscheinungen müssen alkoholbedingt sein
§ 316 erfasst nicht die Müdigkeit.
§ 315c StGB sanktioniert die Müdigkeit (Abs. 1 Nr. 1b)
Was ist an der ganzen Nummer jetzt unklar?
Kommt ein BtM-Hasi (augenscheinlich) unauffällig auf dem Fahrrad daher und kann der Kontrolle kaum folgen, weil der nicht einmal weiß in welchen Jahr wir leben, ist er fällig.
Es geht noch krasser. Erwische ich einen Radfahrer unter BtM-Einfluss, ohne Ausfallerscheinung, dann melde ich es trotzdem. Gem. § 2/XII StVG ist man verpflichtet, die FE-Behörde darauf hinzuweisen, wenn Hinweise auf eine nicht vorübergehene Beeinträchtigung vorliegen. Ist bei BtM-Konsum, denke ich der Fall. (Bitte keine Diskussion über den medizinischen Nutzen von THC, auch die dürften während der Therapie nicht fahren)
Viel Spaß beim öffnen der Post, nach dem zweiten festgestellten Verstoß
Die GdP ist eine Gewerkschaft, und kann erstmal viel fordern. Es kann auch die DPolG fordern, oder geschlossen der Stab der PD Dresden.
Die GdP forderte 2 Sachen. Einen einheitlichen Wert für die absolute FU, bei 1.1 Promille, und die Aufnahme von Radfahrern in den § 24a StVG.
Wobei die einheitlichen 1.1 Promille m.M.n. wirklich Sinn machen. Über die Alk/BtM Owi läßt sich streiten.
Zuletzt geändert von Ghostrider1 am Sa 2. Apr 2016, 00:41, insgesamt 1-mal geändert.
Beitragvon malfragen » Sa 2. Apr 2016, 00:40
In wiefern ist denn Müdigkeit rechtlich geregelt?
Ich sage mal das jeder der auch Nachtschichten arbeitet Tage dabei hat wo man früh nicht mehr so fresh ins Auto steigt.
Beitragvon Ghostrider1 » Sa 2. Apr 2016, 00:47
malfragen hat geschrieben: In wiefern ist denn Müdigkeit rechtlich geregelt?
Wenn du auf Grund deiner Müdigkeit eine konkrete Gefahr oder Schaden verursachst.
- Sekundenschlaf ist ein Klassiker
- stark verzögerte Reaktion
- dösig
Die Nachtschicht reicht da schon aus.
Ist aber eher selten, dass man das hat, zumindest bei Pkw. Wenn natürlich der Lkw auf das Stauende auffährt, und der Fahrtenschreiber 13 Stunden oder mehr anzeigt, kann man über einen Anfangsverdacht nachdenken.
Ein Fahrzeug zu führen bedeutet Verantwortung für einen komplexen Vorgang zu übernehmen. Es erfordert nicht umsonst, körperliche und geistige Geeignetheit. Wenn ich total müde bin, muss ich mir ein Taxi holen oder ein 15 Minuten Nickerchen halten.
Beitragvon malfragen » Sa 2. Apr 2016, 01:17
Du ganz ehrlich, Sekundenschlaf hatte ich schon mal.
Ist nix passiert aber ist erschreckend.
Hab dann auch bei nächster Stelle angehalten und erst mal etwas ruhen.
Ich glaube dadurch passieren etliche Unfälle allgemein, weil man es fast nicht merkt bis es passiert.
Beitragvon 1-14-20-9 » Sa 2. Apr 2016, 08:34
BTMler ist doch eine sehr korrekte Bezeichnung, ich sag immer Drogenjunkie oder Kiffer.
Beitragvon charras » Sa 2. Apr 2016, 10:57
Ich möchte mich noch mal ausdrücklich bei Ghostrider1 für seine Ausführungen bedanken und finde es gut wenn doch einige Möglichkeiten vorhanden sind Kiffer von der Teilnahme am Straßenverkehr abzuhalten und davon auch Gebrauch gemacht wird.
Ich werde das auf jeden Fall mal meinem Bekannten zeigen, und vielleicht regt ihn das eine oder andere zum Nachdenken an. Ich muss dabei sagen, dass er auch schon was älter ist (55 Jahre) und trotzdem kifft wie ein Weltmeister. Soll er machen finde halt nur, dass der Straßenverkehr Tabu bleiben muss^^
Ich finde BTMler, BTM-Hasi und was es da vielleicht noch auf das BTMG abzielende Bezeichnungen gibt, nicht gut da dies ja eine willkürliche Unterscheidung ist, und somit wie ich finde diskriminierend ist. Egal wie man zu Cannabis steht (darum soll es auch absolut nicht gehen), ist das Gesetz ja nicht von Gott gegeben. Die ähnlichkeiten zu früheren abfälligen Äußerungen gegenüber Homosexuelle (175er) sind frappierend.
Es handelt sich immerhin um Menschen, und auch Drogengebraucher die laut meiner Lebenserfahrung bei weitem nicht alle abstürzen.
Muss jeder selber wissen wie er das nennen will, nach meinem Empfinden ist das Diskriminierend. Da finde ich Kiffer, Junkie, Alki oder Säufer für Schwerstabhängige angebrachter, aber auch das muss keiner teilen. Oder wie die Österreicher sagen Suchtler, das trifft den Kern dann doch eher!
Trotzdem bedanke ich mich hier im Forum für die Beiträge aller, und wünsche zumindest den meisten hier die im Polizeidienst sind weiterhin alles gute für die doch schwere Aufgabe und Herausforderungen in unserer heutigen Zeit.
Beitragvon ruckizucki » Sa 2. Apr 2016, 16:17
charras hat geschrieben: Ich finde BTMler, BTM-Hasi und was es da vielleicht noch auf das BTMG abzielende Bezeichnungen gibt, nicht gut da dies ja eine willkürliche Unterscheidung ist, und somit wie ich finde diskriminierend ist. Egal wie man zu Cannabis steht (darum soll es auch absolut nicht gehen), ist das Gesetz ja nicht von Gott gegeben. Die ähnlichkeiten zu früheren abfälligen Äußerungen gegenüber Homosexuelle (175er) sind frappierend.
Charras, die genutzten Begrifflichkeiten entstehen dadurch, dass man sie im Polizeidienst häufig benutzt. Sie müssen kurz und knapp mit einem Wort die Eigenschaft des Menschen beschreiben, so dass man nicht lange Eklärungen verlieren muss. Es ist eher weniger einer abwertenden Haltung ggü. diesen Personen geschuldet.
Die Diskussion gab es schon tausendfach. Bei Fahndungsausstrahlungen hieß es frühere einfach "Der TV ist Zigeuner". Jeder wusste, nach was er Ausschau halten musste. Heute hieße es politisch korrekt (und hier jetzt überspitzt formuliert) "Angehöriger einer mobilen ethnischen Minderheit aus dem südosteuropäischen Raum". Da bekommt man ja Fransen am Mund vom Wortmehraufwand...
Was ist an Btmler so verkehrt? Nur weil sich mal einer einen Joint reingezogen hat, ist er kein Btmler; jedenfalls wird er bei uns auf der Dienststelle deswegen nicht gleich so genannt. Wird er aber öfters aufgegriffen, vllt. noch mit Gift im Hosensack, ist er eben ein Btmler und darf auch mit Fug und Recht so genannt werden.
Hättest du eine kurze Beschreibung (ein Wort), das
1. einen Gelegenheitskiffer
2. einen Dauerkiffer, der das aber nur zu Hause macht
3. einen deiner Meinung nach "echten" Btmler
treffend, aber deiner Meinung nach nicht diskriminierend beschreibt? Würde mich interessieren.
Beitragvon Ghostrider1 » Sa 2. Apr 2016, 16:49
Bei mir heißen die immer noch Zigeuner. Und bei uns im Bäcker kann man einen Mohrenkopf kaufen.
Klar könnte man BtM-Konsument sagen. BtMi, BtMler, BtM-Hasi haben sich halt eingebürgert.
Ich glaube ja nach Revier gibt es da noch zig andere Versionen.
Beitragvon malfragen » Sa 2. Apr 2016, 17:16
Das einzig richtige Abwertende war die 175er Bezeichnung, wenn auch nicht mehr gebräuchlich was man so lesen kann.
Möchte mal wissen mit welchem recht sich da einige diese Frechheit raus genommen haben.
Beitragvon Kaeptn_Chaos » Sa 2. Apr 2016, 17:41
Für mich ist die Trunkenheitsfahrt auch noch immer die 2,21 Fahrt.
Weiß nicht, was frech daran ist, jemanden nach einem § zu betiteln.
Beitragvon Ghostrider1 » Sa 2. Apr 2016, 17:45
Wird jetzt alles bissel OT.
§ 175 StGB besteht seit 1994 nicht mehr. Waren damals andere Zeiten mit anderen Namensgebungen.
Hat man nix anderes zu tun, als sich an "BTMler" hochzuziehen? Vlt. wäre es wesentlich zielführender darüber nachzudenken, welche Gefahr und tödliche Wirkung ein Fahrzeug betreits bei 50 km/h entfaltet und wie fahrlässig es ist, diese tödliche Gefahr mit zugenebelten Kopft zu bewegen.
Eine 2,21 Fahrt? Den verstehe ich gerade nicht
Beitragvon charras » Sa 2. Apr 2016, 18:14
charras hat geschrieben:
Ich bin was Drogen angeht absolut ein Laie, und außer gelegentlich Alkohol habe ich nie andere Suchtmittel konsumiert. Ich habe selbst in den sechzigern jeglicher Versuchung standgehalten Zigaretten zu rauchen, was zu dieser Zeit nicht selbstverständlich war da man da eher als Sonderling galt, aber das war mir egal denn die anderen haben nicht einen Vater im Jahr 1965 mit gerade mal 40 Jahren an Lungenkrebs verloren da er jahrelang knapp 2- 3 Schachtel Rot Händle am Tag rauchte. Das hat mich geprägt und war mir abschreckendes Beispiel je mit so was anzufangen!
Wie würde ich einen Gelegenheitskonsumenten (Cannabis) sehen bzw. nennen? Ich denke da machen wir wie viele Menschen auf der ganzen Welt eine Entwicklung durch. Vor zwanzig Jahren hätte ich ohne zu zögern gesagt das ist ein Junkie, denn Rauschgift ist Rauschgift egal ob Hasch oder Heroin, da die wie ich damals glaubte eh alle am Ende beim Heroin landen.
Mittlerweile muss ich aber gestehen hat sich das Bild komplett gewandelt, liegt an persönlichen Erfahrungen mit Menschen die kiffen und z.b. Bankdirektoren sind, oder andere seriöse Berufe haben.
Mein Bekannter z.b. der in meinen Augen ziemlich viel kifft, ist beim Versorgungsamt angestellt und dort sogar in höherer Position, ich glaube Teamleiter oder so etwas. Der ist 55 Jahre hat Frau und Kinder/Enkelkinder ein Haus mit Garten und kifft aber oft nach Feierabend.
Den würde ich als Kiffer bezeichnen, ohne das abwertend zu sehen. Ich sehe aber im Tischtennisverein, dass er absolut nicht auffällt und weder äußerlich noch geistige Defizite hat. Tischtennis spielt er auch sehr gut, Reaktionsvermögen passt auch so weit, man kann auch mit ihm in der Kneipe sitzen und gute tiefgründige Gespräche führen.
Da finde ich irgendwie BTMer als zu abwertend, da ja nicht differenziert wird um welche Droge es sich handelt. Ein BTMer kann ein Heroinkonsument sein, ein Crackraucher oder von diesem neuen gefährlichen Rauschgift Crystal oder wie das heißt.
Zurück zum Gelegenheitskonsumenten, den würde ich als Genußkiffer bezeichnen. Jemand der jeden Tag zuhause kifft und sein Leben nicht auf die Reihe bekommt würde ich als Problemkiffer ansehen, und die anderen mit Beikonsum oder alleinigen Konsum von Rauschgift (harte Drogen) sind Rauschgiftsüchtige.
Ich glaube in der Gesellschaft zieht man gerade eine neue Grenze, zwischen Alkohol, Tabak und Cannabis vs. harte Drogen. Insbesondere in den letzten zwei Jahren wurde man mit Cannabisthemen im Fernseher so dermaßen zubombadiert, das es schon langweilig ist immer und immer wieder dieses Thema zu hören.
Da scheint ein Bedarf zu bestehen, und weswegen die Politik dem gesellschaftlichen Wandel nicht Rechnung trägt weiß ich nicht, ist mir aber auch egal da ich eh nichts davon habe. Möchte das nicht bewerten, es fällt mir nur so auf und sollte vielleicht in anderen Diskussionsrunden genauer erläutert werden.
Aber wenn ich nun recht überlege, dann verstehe ich warum der Einfachheit halber solche Abkürzungen genannt werden, und ich erinnere mich mal, in den neunziger Jahren einen Anhalter mitgenommen zu haben (würde ich heute nie mehr machen^^), und wir kamen in eine Polizeikontrolle.
Während der Kontrolle hörte ich wie der Beamte zu dem anderen BTMK sagte, und der Tramper deswegen zur Kontrolle mit aufs Revier musste. Was da passiert ist weiß ich nicht, ich bin ja weiter gefahren da es ja nur ein Anhalter war.
Denke mal BTMK steht für Betäubungsmittelkonsument. Wenn es auf der Dienststelle einfacher ist diverse Vergehen abzukürzen oder mit einem kurzen Wort zu umschreiben ist das in Ordnung.
Muss ich als Bürger nicht gut finden, dürfen andere aber auch gerne anders sehen. Habe da keine Probleme mit und beharre auch nicht auf meiner Meinung. Da ich noch nie kriminell in meinem Leben war, komme ich auch nicht in den Genuss mit irgendeinem Wort betitelt zu werden ( außer vielleicht "da kontrollieren wir einen alten Sack," , ist Spaß und keine Ahnung ob es wirklich passiert da meine letzte Polizeikontrolle schon 12 Jahre zurück liegt, bin irgendwie nicht mehr interessant für euch... ).
Wollte eigentlich nur kurz Antworten nun ist es doch mehr geworden, hoffe das ist ok ^^
Beitragvon malfragen » Sa 2. Apr 2016, 19:36
Kaeptn_Chaos hat geschrieben: Für mich ist die Trunkenheitsfahrt auch noch immer die 2,21 Fahrt.
Das ist doch was anderes, da wurde ja etwas sträfliches verübt.
Da würde mich die Bezeichnung auch nicht stören.
Aber andere mit Paragraphen zu bezeichnen aufgrund der Wahl des Partners ist Frechheit, grosse sogar.

References: § 24

§ 316

§ 315
 § 2
 § 24

§ 175