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Timestamp: 2020-01-18 23:38:17+00:00

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BGH, 09.11.1989 - IX ZR 269/87 - dejure.org
https://dejure.org/1989,412
BGH, 09.11.1989 - IX ZR 269/87 (https://dejure.org/1989,412)
BGH, Entscheidung vom 09.11.1989 - IX ZR 269/87 (https://dejure.org/1989,412)
BGH, Entscheidung vom 09. November 1989 - IX ZR 269/87 (https://dejure.org/1989,412)
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Inhaltskontrolle der "Allgemeinen Vertragsbedingungen für Krankenhausbehandlungsverträge" - Überprüfbarkeit der Versagung der Wahlleistung bei schuldhaften Vorverhalten eines Benutzer durch allgemeine Geschäftsbedingungen - Grundlage für den Anspruch auf Abschluss eines ...
Kontrolle einzelner Klauseln der von einem Dachverband empfohlenen "Allgemeinen Vertragsbedingungen für Krankenhausbehandlungsverträge"
NJW 1990, 761
NJW-RR 1990, 488 (Ls.)
VersR 1990, 91
BGH, 11.10.2007 - III ZR 63/07
Nachträgliche Anpassung von AGB bei Access-Providern
Vielmehr müssen die vom Verwender beanspruchten Wirkungen der fingierten Erklärung den Kriterien dieser Bestimmungen standhalten (…z.B. J. Becker in Bamberger/Roth, BGB, 2. Aufl., § 308 Nr. 5 Rn. 14;… MünchKommBGB/Basedow, 4. Aufl., § 308 Nr. 5 Rn. 11; Seybold VersR 1989, 1231, 1235;… H. Schmidt in Ulmer/Brandner/Hensen, AGB-Recht, 10. Aufl., § 308 Nr. 5 Rn. 7;… Staudinger/Coester-Waltjen BGB (2006), § 308 Nr. 5 Rn. 2, 4; vgl. auch BGH, Urteil vom 9. November 1989 - IX ZR 269/87 - NJW 1990, 761, 763).
Gleichwohl kann der Ausschluß der Haftung für einfache Fahrlässigkeit für bestimmte Vertragsverletzungen oder für einzelne Schäden nach § 9 AGBG als unangemessen zu beurteilen sein (allg.M.; etwa BGH, Urteil vom 9. November 1989 - IX ZR 269/87, NJW 1990, 761, 764 unter III 1 sowie BGHZ 145, 203, 244).
Dies ist der Fall, wenn die formularmäßige Bestätigung von Tatsachen durch den Kunden zur Folge hat oder auch nur das prozessuale Risiko erhöht, dass die Beweislast, die in bezug auf diese Tatsachen nach den gesetzlichen Beweislastregeln oder den von der Rechtsprechung entwickelten Grundsätzen den Verwender trifft, auf den Kunden überbürdet wird (Erschwerung des Rechtsschutzes; vgl. BGH, NJW 1986, 2574; 1990, 761, 765).
- bei der Beurteilung der Klausel der gesamte Vertragsinhalt berücksichtigt werden muss, insbesondere auch der Inhalt anderer Klauseln mit in Betracht gezogen werden muss (BGH NJW 1990, 761 [764]; BGH NJW-RR 1990, 1075 ).
(1) In der Rechtsprechung ist bislang nicht geklärt, ob und in welchem Umfang Art. 3 GG über § 307 BGB auf privatrechtliche Beziehungen einwirkt, soweit der AGB-Verwender - wie hier - weder aufgrund seiner Organisationsstruktur noch aufgrund der Verfasstheit seiner Anteilseigner nach Art. 1 Abs. 3 GG unmittelbar an die Grundrechte gebunden ist (im Ergebnis offen gelassen in BGH…, Urteil vom 15.1.2013 - XI ZR 22/12, juris Rn. 16; für ein aus Art. 3 Abs. 1 GG abzuleitendes allgemeines Diskriminierungsverbot wohl Urteil vom 9.11.1989 - IX ZR 269/87, juris Rn. 27).
Daß eine so weitgehende Einschränkung auch der Hauptleistungspflichten, die der Vertrag vom 7. Juli 1986 dem Beklagten auferlegte, die Erreichung des Vertragszwecks gefährdete (vgl. hierzu insbesondere BGHZ 103, 316, 324 [BGH 03.03.1988 - X ZR 54/86]; Urteil vom 9. November 1989 aaO. unter III 2 a;… Paulusch aaO. S. 188 f), liegt auf der Hand.
Mit der abgegebenen Erklärung wird der vom Kläger zu führende Beweis der Tatsache, nicht über die Risiken des Investments aufgeklärt worden zu sein, wie gerade die angefochtene Entscheidung zeigt, erschwert und seine Beweisposition durch die gegen sich gerichtete Bestätigung, deren Unrichtigkeit er zu widerlegen hat, verschlechtert (ähnlich: BGH, Urteile vom 9. November 1989 - IX ZR 269/87, NJW 1990, 761, 766 und vom 20. April 1989 - IX ZR 214/88, NJW-RR 1989, 817 f).
Dabei ist der Senat von dem Grundsatz ausgegangen, dass die Wirksamkeit der Klausel nach § 307 Abs. 1 Satz 1 BGB voraussetzt, dass der Verwender am Ergebnis der Erklärungsfiktion unter den besonderen Formvorgaben der Nr. 7 Abs. 3 Satz 1 AGB-Banken ein berechtigtes Interesse hat (vgl. BGH, Urteil vom 9. November 1989 - IX ZR 269/87, NJW 1990, 761, 763).
Insbesondere muss auch der Inhalt anderer Klauseln in Rechnung gestellt werden (BGH, Urteil vom 09.11.1989 - IX ZR 269/87 -, Rn. 38 mwN, juris).
a) Die bisher vom Bundesgerichtshof noch nicht ausdrücklich entschiedene Frage, ob Ausschlußfristen als Haftungsbegrenzungen im Sinne des § 11 Nr. 7 AGBG anzusehen sind (vgl. BGH, Urteil vom 9. November 1989 - IX ZR 269/87 = NJW 1990, 761, 764 m.w.Nachw. zum Streitstand im Schrifttum), kann auch im Streitfall offenbleiben.
BGH, 21.01.1999 - III ZR 289/97
Formularmäßige Vereinbarung von Ausschlußfristen für die Geltendmachung von …
BGH, 02.12.1992 - VIII ARZ 5/92
Formularmäßige Übertragung der Pflicht zur Vornahme von Schönheitsreparaturen bei …
BGH, 02.12.1999 - III ZR 132/98
Unzulässigkeit einer AGB-Klausel, wonach ein Haftpflichtanspruch erlischt, wenn …
BGH, 19.12.1995 - III ZR 233/94
Wirksamkeit einer Wahlleistungsvereinbarung bei stationärer Krankenhausbehandlung
LG Berlin, 08.05.2008 - 21 S 1/08
Girovertrag: Kontrahierungszwang eines privaten Kreditinstituts
OLG Köln, 22.10.1999 - 6 U 35/99
Klausel in Versicherungsbedingungen
BFH, 25.11.1993 - V R 64/89
Auch für ein reines Belegkrankenhaus kann unter den Voraussetzungen des § 4 Nr. …
LG Düsseldorf, 07.12.2016 - 12 O 75/16
Glaukom-Früherkennung (Grüner Star) - Augenärzte dürfen keine Unterschrift …
OLG Düsseldorf, 21.03.2002 - 6 U 122/01
Inhaltskontrolle einer Einverständniserklärung des Versenders mit den …
LG Hamburg, 10.01.2008 - 334 O 259/07
Anspruch auf Besitzüberlassung bei Doppelvermietung
AG Frankenthal, 13.03.2014 - 3a C 225/13
Wahlleistungsvereinbarungen zwischen Patient und Krankenhausträger: Anforderung …

References: § 308
 § 308
 § 308
 § 308
 § 9
 BGH 
 Art. 3
 § 307
 Art. 1
 Art. 3
 § 307
 § 11
 § 4