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Timestamp: 2019-06-16 04:02:49+00:00

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BVerfG, 11.02.2008 - 2 BvR 2575/07 - dejure.org
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BVerfG, 11.02.2008 - 2 BvR 2575/07 (https://dejure.org/2008,2845)
BVerfG, Entscheidung vom 11.02.2008 - 2 BvR 2575/07 (https://dejure.org/2008,2845)
BVerfG, Entscheidung vom 11. Februar 2008 - 2 BvR 2575/07 (https://dejure.org/2008,2845)
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Verletzung von Art 19 Abs 4 GG durch Nichtzulassung der Berufung im Verwaltungsprozess
Zulässigkeit einer Verneinung der Zulassung einer Berufung durch ein Oberverwaltungsgericht wegen fehlender Tatbestandsvoraussetzungen des § 124 Abs. 2 Nr. 2, Nr. 3 (Verwaltungsgerichtsordnung) VwGO unter Bezugnahme auf die Klärung der Rechtsfrage in der eigenen Rechtsprechung; Zulässigkeit der Ausweisung eines türkischen Staatsangehörigen mit langjährig in Deutschland lebenden Eltern; Anwendung des Art. 28 Abs. 3 Buchst. a der Richtlinie 2004/38/EG vom 29. April 2004 (Unionsbürgerrichtlinie) auf assoziationsberechtigte türkische Staatsangehörige; Inhalt des Grundrechts auf Gewährung effektiven Rechtsschutzes aus Art. 19 Abs. 4 GG
BVerfGG § 93 c Abs. 1; GG Art. 19 Abs. 4; VwGO § 124 Abs. 2 Nr. 3; RL 2004/38/EG Art 28 Abs. 3; ARB Nr. 1/80 Art. 7
D (A), Verfassungsbeschwerde, Rechtsweggarantie, Berufungszulassungsantrag, grundsätzliche Bedeutung, Assoziationsratsbeschluss EWG/Türkei, Assoziationsberechtigte, Türken, Ausweisung, besonderer Ausweisungsschutz, Unionsbürgerrichtlinie
GG Art. 19 Abs. 4; VwGO § 124 Abs. 2 Nr. 4
Ausweisungsschutz für türkische Staatsangehörige hat grundsätzliche Bedeutung
VG Düsseldorf, 10.07.2007 - 22 K 2726/06
Dies bedeutet für die Anwendung des § 124 Abs. 2 VwGO, dass die Anforderungen an die Begründung eines Zulassungsantrages nicht überspannt werden dürfen, so dass die Möglichkeit, die Zulassung eines Rechtsmittels zu erstreiten, für den Rechtsmittelführer leer läuft (…vgl. BVerfG, Beschluss der 1. Kammerdes Ersten Senats vom 8. März 2001 - 1 BvR 1653/99 -, NVwZ 2001, S. 552 ;… Beschluss der 3. Kammerdes Ersten Senats vom 30. Juni 2005 - 1 BvR 2615/04 -, NVwZ 2005, S. 1176 ;… Beschluss der 1. Kammerdes Ersten Senats vom 26. März 2007 - 1 BvR 2228/02 -, NVwZ-RR 2008, S. 1 ; Beschluss der 2. Kammerdes Zweiten Senats vom 11. Februar 2008 - 2 BvR 2575/07 -, [...]).
Die Entscheidung einer derartigen Rechtsfrage durch ein Oberverwaltungsgericht nimmt der Rechtssache nicht die grundsätzliche Bedeutung im Sinne von § 78 Abs. 3 Nr. 1 AsylVfG (vgl. BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Zweiten Senats vom 11. Februar 2008 - 2 BvR 2575/07 - Roth, in: Posser/Wolff, BeckOK VwGO, Stand: 1. Oktober 2007, § 124 Rn. 56).
In Ermangelung einer Begründung, die eine abweichende Beurteilung zuließe, ist davon auszugehen, dass der angegriffene Beschluss auf einer Verkennung der Anforderungen aus Art. 19 Abs. 4 Satz 1 GG an die Entscheidung über die Berufungszulassung beruht (vgl. auch BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Zweiten Senats vom 11. Februar 2008 - 2 BvR 2575/07 -).
- Vgl. VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 12.02.1997- 7 S 430/97 -, NVwZ 1997, 405 ff.; BVerfG (K), Beschluss vom 11.02.2008 - 2 BvR 2575/07 -, juris, Rn. 12; Rennert, NVwZ 1998, 665 [670] m.w.N. -.
cc) Das Bundesverwaltungsgericht hat die Frage im Urteil vom 11. Januar 2011 - 1 C 22.09 - (…NVwZ 2011, S. 939) entgegen der Auffassung des Verwaltungsgerichtshofs nicht entschieden, so dass ihre Klärungsbedürftigkeit und damit auch die grundsätzliche Bedeutung im Sinne des § 124 Abs. 2 Nr. 3 VwGO im Zeitpunkt der Entscheidung über den Zulassungsantrag nicht entfallen war (vgl. dazu BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Zweiten Senats vom 11. Februar 2008 - 2 BvR 2575/07 -, InfAuslR 2008, S. 240).
Zwar weist die Beklagte zu Recht darauf hin, dass eine Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs zu revisiblem Bundesrecht der Rechtssache nicht die grundsätzliche Bedeutung nimmt (BVerfG, B.v. 11.2.2008 - 2 BvR 2575/07 - InfAuslR 2008, 240) und eine Klärung durch das Bundesverwaltungsgericht noch nicht erfolgt ist.
BVerwG, 22.10.2008 - 1 B 5.08
Ablehnung; Ausländer; Ausweisung; Beweisantrag; Beweismittel; eigene Sachkunde; …
Sie verweist auf einen Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 11. Februar 2008 (2 BvR 2575/07), der ausführt, dass die oberverwaltungsgerichtliche Rechtsprechung zu dieser Frage uneinheitlich ist.
Eine solche Bedeutung ist nur dann gegeben, wenn die Rechtssache eine rechtliche oder tatsächliche Frage aufwirft, die für die Berufungsinstanz entscheidungserheblich und im Sinne der Rechtseinheit klärungsbedürftig ist (so BVerfG, Beschl. v. 1. Februar 2008 - 2 BvR 2575/07 -, zit. nach JURIS).
OVG Sachsen-Anhalt, 05.05.2011 - 4 L 259/10
Zur Auslegung des § 10 Abs. 4 AbwAG

References: § 124
 Art. 28
 Art. 19
 § 93
 Art. 19
 § 124
 Art. 7
 Art. 19
 § 124
 § 124
 § 78
 § 124
 Art. 19
 § 124
 § 10