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Timestamp: 2017-01-21 17:24:21+00:00

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Verleihung des Erich-Fromm-Preises 2015 an Götz W. Werner - grundeinkommen
Verleihung des Erich-Fromm-Preises 2015 an Götz W. Werner	by grundeinkommen	Am Montag, 23. März 2015 wurde Götz Werner im Stuttgarter Neuen Schloss der Erich Fromm-Preis für die von ihm geprägte Unternehmenskultur und für sein Engagement für ein bedingungsloses Grundeinkommen verliehen. Die Eröffnungsrede von Dr. Rainer Funk, die Laudatio von Prof. Dr. Stephan Jansen und die Fromm-Lecture von Götz Werner finden sie hier dokumentiert.
Mehr dazu finden sie auf der Seite der internationalen Erich-Fromm-Gesellschaft.
13. April 2015	– AKTUELL / Erich Fromm / Götz Werner / NEWS	Post navigation
15. April 2015 - 23:57	Herr Fenner steht mit seinem Kommentar für die vielen Menschen, die vollkommen fantasielos an etwas festhalten wollen, was auf Dauer keinen Bestand haben kann und wird. Und zumindest darin sind sich mal die meisten klugen Köpfe einig.
Ich verstehe nur nicht, wie verbohrt und begrenzt man in seinem Denken und Vorstellungen tatsächlich sein muss, um nicht einmal zu begreifen, dass sich mit Einführung eines BGE nichts für diejenigen verändern würde, die mehr arbeiten und mehr verdienen möchten.
Die für mich so wichtige Verwandlung liegt auch nicht in einem monatlichen „Einkommen“ von bsp. 1000,- EUR (von denen ich gar nicht leben könnte). Vielmehr bin ich überzeugt, dass dadurch ein gesellschaftlicher Wandel möglich werden würde, der – mit der Zeit – die Chance auf ein gesünderes Miteinander bietet.
Ich finde es unerträglich, dass Menschen (jeder Einzelne, vom Kind bis zum Senior) nur noch als Wirtschaftfaktoren gesehen werden und mehr oder weniger ausgegrenzt sind, solange man sie (noch) nicht (oder nicht mehr) für leistungsfähig hält. Ständig werden Personengruppen gegeneinander gestellt – und es funktioniert, das Prinzip von Angst und Schuldgefühl. Selbst bei einem Herrn Fenner, der offenbar Angst hat – ja wovor denn eigentlich – dass er sich nicht mehr beweisen kann?
Ich möchte, dass Menschen selbst entscheiden und sich dabei unterstützen – oder Unterstützung erhalten. Ich denke, das BGE ist ein sehr guter Anfang für so einen gesellschaftlichen Wandel, weil es den teilweise enormen Druck nimmt und Raum für Potenzialentfaltung gibt, wo ein Herr Fenner nur Faulheit sieht. Mich erinnert die Haltung des Herrn Fenner gerade auch an das Thema Zuwanderung. Auf der einen Seite ist da die Abneigung gegen Zuwanderung, oftmals weniger mental, sondern emotional geprägt. Auf der anderen Seite können Länder wie Deutschland oder die Schweiz aber nur mit Zuwanderung überleben, weil wir hier zu wenig Nachkommen produzieren. Tja, mal überlegen, warum ich nicht produzieren mag … Vielleicht möchte ich weder für Kriege, noch für die Wirtschaft produzieren? Auch deshalb möchte ich daran glauben, dass es möglich ist, das BGE einzuführen. Ich möchte erkennen können, dass es Raum für „Mensch sein“ gibt. Denn wenn ich diesen Glauben verliere, werde ich nie Kinder haben.
Antworten	Lennart Thiel
14. April 2015 - 16:39	Guten Tag, meinen Glückwunsch an Herrn Werner und Herrn Fenner, den Kommentatoren der alten Schule. Das Anreizsystem, dass seit der so hoch beschworenen industriellen Revolution, hat für wahr Gewinne, doch zu Kosten einiger Verluste mit sich gebracht!
Es ist wohl kaum zu beschönigen welche Geopolitischen-Ressourcen-Kriege Leid und Fremdbestimmung über ganze Bevölkerungsschichten mit sich gemacht. Die 99%-Theorie hat sich nicht auf den Weg gemacht um zu sagen, die Welt soll bleiben wie sie ist! Sie analysiert eben dies, dass sich die Welt weiterentwickeln muss, dass sich die Balancen verschoben haben und die Anreizsysteme eben nicht mehr für die Breite Masse auszahlt. Hier im Westen, haben wir die einmalige Möglichkeit eine Menschenhaltung weiterzuentwicklen, aus dem protestantistischen Arbeitsethos heraus zu einer Wahrung der Würde jedem einzelnen gegenüber. Wir müssen nicht mehr müssen, wenn das Gleichgewicht stimmt.
Was ist dieses Gleichgewicht? Der Niedriglohnsektor für die Industie oder die Mutter mit drei Jobs? Polemik möchte ich mir verkneifen, jedoch ein kleiner Seitenhieb sei mir erlaubt, woher wissen Sie lieber Herr Fenner, was DIE Menschen antreibt/anreizt??
Und woher haben Sie dieses Zitat: “Warum soll ich noch jeden Tag aufstehen, wenn mir der erwirtschaftete Überschuss ja eh wieder weggenommen wird, und dem gegeben wird, der schon seit drei Jahren nicht mehr früh aufgestanden ist?”
Es gibt verschiedenste Ansätze, sich zu einer Arbeit zu motivieren, wissen Sie wieviele Menschen sie gerne ehrenamtlich um Alte und Flüchtlinge, um Benachteiligte und Ausgegrenzte bemühen, ohne einen Cent zu erhalten?!
Wenn Sie sich eingehender mit der Materie befasst hätten, wären Sie nicht mehr auf dem Stand von 1797, sondern wüssten, wie eine Verteilung für alle zum Vorteil kommen kann! Ich sage bewusst KANN, da es sich wie bei dieser Preisverleihung, um einen revolutionären Bewusstseinsprozess handelt, bei dem jede, ich betone JEDE Angst mitgenommen und beachtet werden muss, besonders Ihre! Und geistige Revolutionen dauern Generationen.
Ich empfehle Ihnen daher folgenden anschaulichen Filme, da dieses Thema recht gewaltig ist und es daher nicht mit einem kleinen Kommentar getan ist:
Arbeitskreise und Grundeinkommen:
https://www.youtube.com/watch?v=wZWPK81oYec
Grundeinkommen ein Kulturimpuls:
Ich bedanke mich für Ihren Anstoß, da er mich bewegt hat dazu Stellung zu beziehen. Und hoffe bald konstruktiv von Ihnen zu hören. Wenn Sie weiterhin Kritik erheben, interessiert mich Ihre konstruktive Sicht!
Lennart Thiel
p.s. Der Wikipediaartikel mit weiterführenden Links:
BGE wird diskutiert:
„In der CDU diskutiert derzeit eine Kommission das Modell von Dieter Althaus. Der ehemalige CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla sagte in einem Interview, er halte das Modell zwar für visionär, weil „jede Form von Sozialbürokratie“ wegfalle: „keine Formulare mehr, keine Bedürftigkeitsprüfung“. Ein Bürgergeld könne aber auch dazu führen, dass Menschen „sich endgültig aus der Arbeitsgesellschaft zurückziehen“.[86] Die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung unter dem Vorsitz von Bernhard Vogel hält das Konzept für finanzierbar.[17]
SPD-Generalsekretär Hubertus Heil kritisierte die Althaus-Pläne für ein Grundeinkommen als „Stilllegungsprämie“. Menschen würden „als nutzlos abgestempelt“ und „mit Geld abgefunden“.[87] Stephan Lessenich erarbeitete für die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung eine Expertise zum Grundeinkommen.[88] Die Projektgruppe „Grundeinkommen“ der Rhein-Erft-SPD erarbeitet ein Konzept eines Solidarischen Grundeinkommens mit konkreten Überlegungen zu Finanzierung und Einführung.[89]
Die Partei Die Linke will das Bedingungslose Grundeinkommen diskutieren. Dabei werden Vorstöße seitens der so genannten Emanzipatorischen Linken für ein BGE von der Sozialistischen Linken abgelehnt. Die Parteivorsitzende und Bundestagsabgeordnete Katja Kipping engagiert sich besonders für ein BGE; sie auch ehemalige Sprecherin des Netzwerk Grundeinkommen. Offiziell möchte Die Linke jedoch eine sanktionsfreie Grundsicherung einführen. Darüber hinaus wird das Projekt in Bundes- und Landesarbeitsgemeinschaften der Partei diskutiert.
Bei Bündnis 90/Die Grünen wird das bedingungslose Grundeinkommen intensiv diskutiert. Auf dem baden-württembergischen Landesparteitag im Oktober 2007 gab es eine klare Mehrheit für eine negative Einkommensteuer zur Finanzierung eines bedingungslosen Grundeinkommens (in Höhe von 420 Euro für Erwachsene).[18] Auf dem Bundesparteitag im November setzte sich allerdings der Vorschlag einer Grünen Grundsicherung durch. Sie sieht eine Reform des bisherigen Systems bedarfsgeprüfter Transfers mit einer vergleichbaren Erhöhung des ALG II vor. 40 % der Delegierten stimmten für das Grundeinkommen. Gleichwohl sind im Beschluss des Bundesparteitags mehrere Grundeinkommenselemente enthalten: die schrittweise Einführung eines Grundeinkommens für Kinder (bedingungslose Kindergrundsicherung), der Ökobonus (ein Grundeinkommen finanziert aus Ökosteuern), ein temporäres Grundeinkommen (Brückenexistenzsicherung) und beim Arbeitslosengeld II der Verzicht auf jegliche finanzielle Sanktionen, die dazu führen, dass das Einkommen unterhalb des Existenzsicherungsniveaus sinkt.[90] In der Partei beschäftigt sich das Grüne Netzwerk Grundeinkommen mit dem Grundeinkommen.[91] Darin engagieren sich mehrere Bundestagsabgeordnete, wie der sozialpolitische Sprecher der Bundestagsfraktion der Grünen Wolfgang Strengmann-Kuhn die frauenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion der Grünen Monika Lazar und Arfst Wagner.[92] In dem Wahlprogramm zur Bundestagswahl 2013 fordern Bündnis 90/Die Grünen die Einrichtung einer Enquete-Kommission im Deutschen Bundestag, die sich mit dem Grundeinkommen beschäftigen soll.[93]“
Antworten	Romy Gröschner
14. April 2015 - 12:50	Dann müsstest du jetzt schon auswandern, denn harte Arbeit lohnt sich in Deutschland schon lange nicht mehr so, wie du es beschreibst bzw. wie es zu Zeiten der Industriellen Revolution einmal der Fall war. Geld für sich arbeiten zu lassen, lohnt viel mehr. Wo ist denn bitte der Lohn harter Arbeit, wenn ein Frau als Alten- bzw. Krankenpflegerin VOLLZEIT arbeiten geht und trotzdem noch zum Amt gehen muss, da Sie sonst nicht genügend Geld für sich und ihren Sohn zum Leben hat? Wo lohnt sich harte Arbeit, wenn Menschen die ihr ganzes Leben gearbeitet haben (oder Kinder groß gezogen haben…das ist volkswirtschafltich ebenso wertvoll und wichtig) und die als Renter trotzdem noch weiter arbeiten müssen, weil ihre mikrige Rente nicht ausreicht um ein würdevolles Leben im Alter zu verbringen, das heisst sich im Winter nicht zwischen einer warmen Wohnung und einer warmen Mahlzeit entscheiden müssen? Harte Arbeit lohnt sich für viele Menschen in diesem Land eben nicht mehr…und deshalb bleiben sie zuhause…was ich nachvollziehen kann. Diese Menschen würden auch bei einem BGE zuhause bleiben, dass mag sein, aber anders als von dir vorgebracht, wird einem nicht „weggenommen“ was man verdient. Das ist falsch und da solltest du dich besser informieren was die Ausgestaltung des BGE betrifft. Ein gutes Beispiel dafür was für Sinnvolle Dinge Menschen mit Ihrem Grundeinkommen machen ist Michael, der diese Initiative ins Leben gerufen hat: https://www.mein-grundeinkommen.de/start.
PS: Glaubst du wirklich die UNO hat mit hunderten Millionen hungernden Menschen, Millionen Flüchtlingen, Klimawandelkonsequenzen, etc. nicht genug zu tun? Die größten Feinde des BGE sind die elitären Schichten dieser Welt…sie haben Angst, dass die Menschen Zeit finden über Dinge nachzudenken, dass sie Zeit und Ruhe finden das System zu überdenken anstatt gefangen wie die Mäuse im Hamsterrad zu rennen bis sie nicht mehr können…
Antworten	Marianne E. Meyer
26. April 2015 - 20:54	Genauso isses! Das Grundeinkommen wäre easy machbar, wenn unsere Regierungen vorsichtiger mit dem Geld der Steuerzahler umgehen würden, statt es an korrupte Bänker und sinnlose Subventionen zu verschwenden. Es bliebe genug übrig, um allen Bürgern ein menschenwürdiges Leben zu garantieren. Jeder könnte seine Arbeit nach Gusto verrichten und brauchte nicht in einem missliebigen, höher bezahlten Job zu versauern. Zudem würde der Binnenmarkt würde boomen!
14. April 2015 - 10:08	Guten Tag
Gratulation an Götz Werner für diesen Preis! Leider ist der Preis nicht ein international anerkannter, der bescheinigt, dass man sich für die Menschenrechte eingesetzt hat, wie der Pulitzer-, Nobel-Preis oder der Right Livelihood Award. Mehr noch: der Preis kommt von einer Gesellschaft, die sich das Grundeinkommen implizit auf die Fahne geschrieben hat. Da erstaunt es ja keinen, dass Götz Werner diesen Preis bekommen sollte.
Wenn das BGE wirklich so eine tolle, menschenrechtwahrende und kopernikanische Idee wäre, hätte Götz Werner schon lange den Nobel Preis für Frieden und Philippe van Parijs den Nobel Preis für Wirtschaftswissenschaften bekommen müssen. Die UNO hätte schon lange solche Programme in ihre Chartas aufnehmen müssen und IMF und Weltbank müssten sich jetzt mit einer Auszahlung eines BGEs an alle „Erdenbürger“ auseinandersetzen.
Da dies alles nicht der Fall ist, der Nobel Preis für Frieden an tatsächlich würdige Vertreter geht, wie King und Gandhi, der Nobel Preis für Wirtschaftswissenschaften an wahre Wissenschafter geht, wie Mundell und Kahneman, die UNO sich auf die richtige Aufgabe konzentriert Entwicklung und Arbeitsplätze zu fördern, und der IMF und die Weltbank nur Kredite sprechen, wenn diese auch sinnvoll sind, und wieder zurückkommen, beschleicht mich der Verdacht, dass das mit dem Grundeinkommen doch nicht so eine weltverändernde Idee ist, sondern eher ein Hirngespinst, ja ein Schreckgespenst, in den Köpfen einiger anthroposophischer Zeitgenossen und Menschen, die mit Biolandwirtschaft die ganze Menschheit ernähren wollen.
Während sich seit der Grundeinkommensforderung durch Paine im späten 18. Jahrhundert eigentlich nicht viel an der Anspruchshaltung der BGE-Befürworter getan hat, hat sich enormes in der realen Wirtschaft und Gesellschaft getan. Die ganze industrielle Revolution fand statt, die den Menschen Wohlstand, Frieden und Glück bescherte. Hätten wir damals 1797 die Flinte ins Korn geworfen und gesagt: „So, jetzt geben wir jedem Grundeinkommen!“, wir wären niemals so weit gekommen, wie wir es durch den Kapitalismus und den protestantischen Arbeitsethos gekommen sind. Wir hätten einfach aufgegeben, und grosse Teile der Bevölkerung würden noch heute auf einem malthusianischen Existenzniveau herumdümpeln. Stattdessen haben wir dank harter Arbeit und guten Anreizen, das grösste Projekt der Geschichte, nämlich die industrielle Revolution verwirklicht. Umverteilung mag für eine Generation logisch klingen und Sinn machen (vielleicht für diese ominöse „Generation Grundeinkommen“). Dann aber hat sich die Umverteilung tot gelaufen und alle sind gleich arm. Niemand hat einen Anreiz mehr sich anzustrengen, da ihm das, was er verdient ja eh wieder weggenommen wird und den anderen gegeben wird, die nicht arbeiten.
Genau so gehen würde es mit dem BGE: Die Menschen würden einsehen, dass faule Hänger einfach so durchfinanziert würden und würden sich fragen: „Warum soll ich noch jeden Tag aufstehen, wenn mir der erwirtschaftete Überschuss ja eh wieder weggenommen wird, und dem gegeben wird, der schon seit drei Jahren nicht mehr früh aufgestanden ist?“
Das Grundeinkommen mag Sinn machen für Menschen, die nicht arbeiten wollen, denn sie kommen so ohne Anstrengungen und ohne sich rechtfertigen zu müssen zu einer Gratis-Existenz.
Alle anderen werden sich aber fragen, warum diese auserwählten Zöglinge sich das herausnehmen dürfen und alle anderen, inklusive mir, nicht.
Verkommt das Einkommen zum Bürgerrecht, will ich nicht mehr in der Schweiz oder in Deutschland leben. Ich ziehe dann heraus in die weite Welt irgendwo hin, wo sich harte Arbeit noch lohnt, und wo jeder es schaffen kann, sich seinen Traum durch harte Arbeit zu erschaffen.

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