Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20111013_OGH0002_0010OB00129_11V0000_000&IncludeSelf=False
Timestamp: 2019-12-14 02:34:29+00:00

Document:
RIS - Rechtssätze für 1Ob129/11v - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 5Ob66/84 5Ob70/85 5Ob10...
RS0070440
5Ob66/84; 5Ob70/85; 5Ob102/88; 8Ob570/92; 5Ob91/00v; 4Ob105/00w; 1Ob129/11v
MRG §12 Abs3 Ca
MRG §12a Abs5
Der gemäß § 12 Abs 3 MRG "angemessene" Hauptmietzins kann wertgesichert begehrt werden. Trotz Fehlen einer Wertsicherungsklausel im Bestandvertrag zwischen Vermieter und Unternehmensveräußerer, kann der Vermieter vom Erwerber des Mietrechts den "angemessenen" Hauptmietzins wertgesichert unter sinngemäßer Anwendung des § 16 Abs 4 MRG begehren.
5 Ob 66/84
Entscheidungstext OGH 09.10.1984 5 Ob 66/84
Veröff: SZ 57/153 = EvBl 1985/43 S 208 = MietSlg XXXVI/34
5 Ob 70/85
Entscheidungstext OGH 10.09.1985 5 Ob 70/85
nur: Der gemäß § 12 Abs 3 MRG "angemessene" Hauptmietzins kann wertgesichert begehrt werden. (T1) Veröff: SZ 58/137 = ImmZ 1985,377 = MietSlg XXXVII/34
5 Ob 102/88
Entscheidungstext OGH 14.03.1989 5 Ob 102/88
Veröff: WoBl 1989,119
8 Ob 570/92
Entscheidungstext OGH 18.02.1993 8 Ob 570/92
Auch; Beisatz: Der Vermieter, dem ein neuer Mieter aufgedrängt wurde, soll als Ausgleich nicht nur einen zur Zeit des Unternehmensüberganges angemessenen Mietzins erhalten, sondern sich dessen Angemessenheit, wie im Fall einer Neuvermietung, durch eine Wertsicherungsklausel auf längere Zeit sichern können. (T2)
5 Ob 91/00v
Entscheidungstext OGH 27.04.2000 5 Ob 91/00v
4 Ob 105/00w
Entscheidungstext OGH 15.06.2000 4 Ob 105/00w
1 Ob 129/11v
Entscheidungstext OGH 13.10.2011 1 Ob 129/11v
Auch; Beis wie T2; Beisatz: Hier: Unternehmensverpachtung nach § 12a Abs 5 MRG. (T3)
ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0070440
JJR_19841009_OGH0002_0050OB00066_8400000_002
Rechtssatz für 8Ob570/92 1Ob600/94 5Ob...
RS0070108
8Ob570/92; 1Ob600/94; 5Ob267/98w; 1Ob129/11v
MRG §12a
Zum Ausgleich für den Eintritt des neuen Mieters, den der Vermieter hinnehmen muss, hat der Vermieter das Recht, die Erhöhung des Hauptmietzinses auf den angemessenen Mietzins zu begehren.
1 Ob 600/94
Entscheidungstext OGH 27.02.1995 1 Ob 600/94
5 Ob 267/98w
Entscheidungstext OGH 07.04.2000 5 Ob 267/98w
Verstärkter Senat; Vgl auch; Beisatz: Hier: § 12a MRG. (T1); Veröff: SZ 73/66
Auch; Beisatz: Hier: Unternehmensverpachtung nach § 12a Abs 5 MRG. (T2)
ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0070108
JJR_19930218_OGH0002_0080OB00570_9200000_002
Rechtssatz für 5Ob2363/96b 5Ob10/97z 5...
RS0105712
5Ob2363/96b; 5Ob10/97z; 5Ob17/97d; 5Ob237/99k; 1Ob129/11v
MRG §46a
MRG §46a Abs4
Maßgebliches Kriterium für die in § 46a Abs 4 MRG normierte Zulassung von Eingriffen in Altmietverträge über Geschäftsräumlichkeiten ist nicht das faktische Auseinanderklaffen von seinerzeit vereinbartem und heute erzielbarem Mietzins, sondern die Bindung des Vermieters an einen Mietzins, den er nach der Rechtslage bei Vertragsabschluss gar nicht frei vereinbaren konnte. Die Vertragskorrektur dient also dazu, die aus der mangelnden Vertragsfreiheit des Vermieters resultierenden Nachteile auszugleichen, nicht aber dazu, alle heute nicht mehr marktgerechten Mietzinse für Geschäftslokale anzuheben, mögen sie auch frei vereinbart worden sein. Die Bestandgarantie für Verträge hat in der Rechtsordnung einen so hohen Stellenwert, dass Gesetzesbestimmungen, die vertragliche Rechtspositionen verändern, eher einschränkend auszulegen sind.
5 Ob 2363/96b
Entscheidungstext OGH 12.11.1996 5 Ob 2363/96b
5 Ob 10/97z
Entscheidungstext OGH 28.01.1997 5 Ob 10/97z
nur: Die Bestandgarantie für Verträge hat in der Rechtsordnung einen so hohen Stellenwert, dass Gesetzesbestimmungen, die vertragliche Rechtspositionen verändern, eher einschränkend auszulegen sind. (T1); Beisatz: Hier: § 46 Abs 6 iVm § 12a Abs 7 MRG. (T2) Veröff: SZ 70/12
5 Ob 17/97d
Entscheidungstext OGH 25.02.1997 5 Ob 17/97d
nur T1; Beisatz: Hier: "Fünfzehntel-Anhebung nach § 46a Abs 5 MRG. (T3)
5 Ob 237/99k
Entscheidungstext OGH 14.09.1999 5 Ob 237/99k
nur T1; Beisatz: Hier: § 46a MRG. (T4)
Auch; Beisatz: Diese Zielsetzung gilt für die Anwendungsfälle des § 46a MRG ebenso wie für die Tatbestände des § 12a MRG, zumal beide Bestimmungen eng miteinander verzahnt sind. (T5)
ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0105712
JJR_19961112_OGH0002_0050OB02363_96B0000_003
Rechtssatz für 5Ob2343/96m 5Ob284/97v...
RS0106127
5Ob2343/96m; 5Ob284/97v; 6Ob79/01p; 9Ob103/04v; 6Ob88/06v; 1Ob129/11v
MRG §12 Abs3
MRG §12a Abs1
MRG §12a Abs3
§ 12a Abs 3 MRG ist eine Erweiterung des in § 12a Abs 1 MRG, der seiner Vorläuferbestimmung - § 12 Abs 3 MRG idF vor dem 3.WÄG - entspricht, normierten Grundtatbestandes. Diese Erweiterung des in § 12a Abs 1 MRG normierten Grundtatbestandes wurde vorgenommen, um rechtlichen Umgehungskonstruktionen (Veräußerung von Gesellschaftsanteilen statt Unternehmensveräußerung) zu begegnen, wie sich auch aus der in § 12a Abs 3 letzter Satz MRG angeordneten Beweislastumkehr ergibt; durch die Neuregelung soll es nunmehr dem Mieter nicht mehr freistehen, eine für ihn günstigere Rechtsform für die wirtschaftlich beabsichtigte Unternehmensveräußerung zu wählen.
5 Ob 2343/96m
Entscheidungstext OGH 26.11.1996 5 Ob 2343/96m
5 Ob 284/97v
Entscheidungstext OGH 10.02.1998 5 Ob 284/97v
Auch; nur: Diese Erweiterung des in § 12a Abs 1 MRG normierten Grundtatbestandes wurde vorgenommen, um rechtlichen Umgehungskonstruktionen zu begegnen, wie sich auch aus der in § 12a Abs 3 letzter Satz MRG angeordneten Beweislastumkehr ergibt. (T1) Veröff: SZ 71/17
6 Ob 79/01p
Entscheidungstext OGH 16.05.2001 6 Ob 79/01p
9 Ob 103/04v
Entscheidungstext OGH 02.02.2005 9 Ob 103/04v
nur: § 12a Abs 3 MRG ist eine Erweiterung des in § 12a Abs 1 MRG, der seiner Vorläuferbestimmung - § 12 Abs 3 MRG idF vor dem 3.WÄG - entspricht, normierten Grundtatbestandes. Diese Erweiterung des in § 12a Abs 1 MRG normierten Grundtatbestandes wurde vorgenommen, um rechtlichen Umgehungskonstruktionen (Veräußerung von Gesellschaftsanteilen statt Unternehmensveräußerung) zu begegnen. (T2); Beisatz: Gesellschaftsrechtliche Gestaltungen, die eine Unternehmensveräußerung im engeren Sinn ersetzen und vorher keine Mietzinserhöhung durch den Vermieter ermöglichten, sollten nunmehr durch eine generelle Regelung der Veräußerung eines Unternehmens durch eine natürliche Person gleichgestellt werden. (T3)
6 Ob 88/06v
Entscheidungstext OGH 24.05.2006 6 Ob 88/06v
Ergangen zu § 12 Abs 3 MRG idF vor dem 3.WÄG.
ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0106127
JJR_19961126_OGH0002_0050OB02343_96M0000_001
Rechtssatz für 5Ob2383/96v 1Ob129/11v
RS0106566
5Ob2383/96v; 1Ob129/11v
MRG §46a Abs3
Die Bestimmung des § 46a Abs 3 MRG verweist auf § 12a Abs 5 MRG, womit klargestellt ist, dass die Unternehmensverpachtung als Sonderfall der Unternehmensveräußerung behandelt werden soll. Die zur Veräußerung des vom Hauptmieter im Bestandobjekt betriebenen Unternehmens ergangene Judikatur ist folglich auch auf die Verpachtung des Unternehmens anwendbar.
5 Ob 2383/96v
Entscheidungstext OGH 10.12.1996 5 Ob 2383/96v
ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0106566
JJR_19961210_OGH0002_0050OB02383_96V0000_002
Rechtssatz für 5Ob10/97z 5Ob17/97d 5Ob...
RS0106957
5Ob10/97z; 5Ob17/97d; 5Ob109/97h; 5Ob148/97v; 5Ob63/97v; 5Ob288/97g; 5Ob132/97s; 5Ob434/97b; 5Ob428/97w; 5Ob11/99z; 5Ob148/99x; 5Ob184/01x; 5Ob294/03a; 1Ob129/11v
MRG §12a Abs7
MRG §16 Abs1
MRG §46a Abs5
MRG §46a Abs6
Bei der Beurteilung der Frage, auf welchen Zeitpunkt bei der Ermittlung des angemessenen Hauptmietzinses abzustellen ist, ist davon auszugehen, dass im Übergangsrecht § 46a Abs 6 MRG auf § 12a Abs 7 MRG (Dauerrecht) verweist, wonach bei Ermittlung des nach § 16 Abs 1 MRG zulässigen Hauptmietzinses im Falle der Unternehmensverpachtung (§ 12a Abs 5 MRG) die Verhältnisse bei Beginn des Pachtverhältnisses zugrunde zu legen sind.
Veröff: SZ 70/12
Beisatz: Hier: Die übergangsrechtliche Bestimmung des § 46a Abs 6 MRG verweist auch für den hier nach § 46a Abs 5 MRG zu beurteilenden Fall auf § 12a Abs 7 MRG (Dauerrecht), wonach bei der Ermittlung des nach § 16 Abs 1 MRG zulässigen Hauptmietzinses im Falle der Unternehmensveräußerung die Verhältnisse zum Zeitpunkt der Unternehmensveräußerung maßgebend sind. (T1)
5 Ob 109/97h
Entscheidungstext OGH 22.04.1997 5 Ob 109/97h
Beis wie T1; Veröff: SZ 70/74
5 Ob 148/97v
Entscheidungstext OGH 27.05.1997 5 Ob 148/97v
5 Ob 63/97v
Entscheidungstext OGH 16.09.1997 5 Ob 63/97v
5 Ob 288/97g
Entscheidungstext OGH 02.09.1997 5 Ob 288/97g
5 Ob 132/97s
Entscheidungstext OGH 02.09.1997 5 Ob 132/97s
Auch; Beis wie T1; Beisatz: § 46a Abs 4 MRG: Maßgebend sind die Verhältnisse zum Zeitpunkt der entscheidenden Änderung der Einflussmöglichkeiten. (T2)
5 Ob 434/97b
Entscheidungstext OGH 25.11.1997 5 Ob 434/97b
5 Ob 428/97w
Entscheidungstext OGH 25.11.1997 5 Ob 428/97w
5 Ob 11/99z
Entscheidungstext OGH 09.02.1999 5 Ob 11/99z
Vgl; Beis ähnlich wie T1; Veröff: SZ 72/20
5 Ob 148/99x
Entscheidungstext OGH 31.08.1999 5 Ob 148/99x
5 Ob 184/01x
Entscheidungstext OGH 27.09.2001 5 Ob 184/01x
Vgl; Beisatz: Bei der Erhöhung des Hauptmietzinses nach § 46a Abs 5 MRG ist von den Verhältnissen im Zeitpunkt des die Mietzinsanhebung rechtfertigenden Ereignisses auszugehen und der damals angemessene Mietzins nach dem Verbraucherpreisindex bis zum Zeitpunkt der Geltendmachung des Anhebungsanspruchs aufzuwerten. (T3)
5 Ob 294/03a
Entscheidungstext OGH 13.01.2004 5 Ob 294/03a
ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0106957
JJR_19970128_OGH0002_0050OB00010_97Z0000_001
RS0106958
5Ob10/97z; 5Ob17/97d; 5Ob148/97v; 5Ob63/97v; 5Ob288/97g; 5Ob132/97s; 5Ob184/01x; 1Ob129/11v
Festhalten am Wortlaut des § 46a Abs 6 iVm § 12a Abs 7 MRG, demzufolge es auch bei der Verpachtung eines Unternehmens vor dem 1. 3. 1994 bei der Ermittlung des nach § 16 Abs 1 MRG zulässigen Hauptmietzinses auf die Verhältnisse bei Pachtbeginn ankommt. Dies erlaubt, im Falle von "Altverträgen", den damals angemessenen Hauptmietzins bis zur Zeit des nunmehrigen Anhebungsbegehrens entsprechend den damals in Mietverträgen üblichen Wertmessern (Indexklauseln) zu valorisieren. Damit wird für die Anwendung des § 46a Abs 3 MRG eine Ausgangslage hergestellt, die in etwa einer potentiellen Neuvermietung durch die Hauseigentümer (zB an den Pächter) zur Zeit der tatsächlichen Verpachtung des Unternehmens durch die Mieter entspricht.
Beisatz: Diese Grundsätze gelten auch für den Fall, dass eine "Fünfzehntel-Anhebung" nach § 46a Abs 5 MRG zulässig ist. (T1)
nur: Festhalten am Wortlaut des § 46a Abs 6 iVm § 12a Abs 7 MRG, demzufolge es auch bei der Verpachtung eines Unternehmens vor dem 1. 3. 1994 bei der Ermittlung des nach § 16 Abs 1 MRG zulässigen Hauptmietzinses auf die Verhältnisse bei Pachtbeginn ankommt. (T2)
Vgl auch; Beisatz: Die Aufwertung nach dem Verbraucherpreisindex lässt keinen Raum für die Berücksichtigung temporärer Sonderentwicklungen der durchschnittlichen Mietzinse für Geschäftslokale - sei es generell oder an einem bestimmten Standort. (T3)
Auch; Beisatz: Diese Erwägungen gelten ebenso für den Regeltatbestand des § 12a MRG. (T4)
ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0106958
JJR_19970128_OGH0002_0050OB00010_97Z0000_002
Rechtssatz für 4Ob3/09h 1Ob129/11v 5Ob...
RS0124979
4Ob3/09h; 1Ob129/11v; 5Ob3/19f
Die Anhebung des Hauptmietzinses im Fall der Unternehmensverpachtung nach § 12a Abs 5 MRG ist - im Gegensatz zur Unternehmensveräußerung - nicht befristet.
5 Ob 3/19f
Entscheidungstext OGH 20.02.2019 5 Ob 3/19f
ECLI:AT:OGH0002:2009:RS0124979
JJR_20090324_OGH0002_0040OB00003_09H0000_001

References: §12
 §12
 § 12
 § 16
 OGH 
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 § 12
 OGH 
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 § 12
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 §46
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