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Timestamp: 2018-08-18 07:05:53+00:00

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Der Sonntag wird nicht bezahlt - Nur als Überstunden ??? - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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ein Bekannter erzählte mir, dass seine Partnerin die im Stadtimbiss arbeitet, für die Sonntagsschicht keinen Lohn mehr erhält. Diese Stunden werden komplett dem Arbeitszeitkonto gutgeschrieben und müssen abgefeiert werden. Sie hat inzwischen 160 Überstunden und bekommt keine Möglichkeit zum abfeiern. Ist das alles so Rechtens was dort der Arbeitgeber macht ? Ach so, Sie arbeitet dort seit 10 Jahren in Vollzeit, der Arbeitsvertrag wurde aber vor einigen Monaten zu einer 38. Std. Woche abgeändert.
14.10.2007, 16:55 #2
Wer erschöoft ist, aber kaum Freizeit erhält, der sollte wegen erheblichen gesundheitlichen Gefahren (burn out Syndrom) den Arzt aufsuchen.
Im Arbeitszeitschutzgesetz steht (auszugsweise):
§ 1 Zweck des Gesetzes: Zweck des Gesetzes ist es,
1. die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Arbeitnehmer bei der Arbeitszeitgestaltung zu gewährleisten ............
§ 10 Sonn - und Feiertagsbeschäftigung. (1) Sofern die Arbeiten nicht an Werktagen vorgenommen werden können, dürfen Arbeitnehmer an Sonn - und Feiertagen abweichend von § 9 (Sonn - und Feiertagsruhe) beschäftigt werden
1. in Not - und Retungsdiensten sowie bei der Feuerwehr
4. in Gaststätten und anderen Einrichtungen zur Bewirtung und Beherbergung sowie im Haushalt
5. Musikaufführungen
6. nicht gewerbliche Aktionen
7. Sport un d Freizeit
8. Rundfunk und medien
9. Messen und ausstellungen
10. Verkehrsbetriebe
11. energie und wasserversorgung
12. Landwirtschaft
13. Bewachungsgewerbe
14. Reinigung in Ausnahmefällen
15. zur Verhütung des Verderbs
16. zur Vermeidung von Zerstörung
§ 11 Ausgleich für Sonn - und Feiertagsbeschäftigung. (1) Mindestens 15 Sonntage im Jahr müssen beschäftigungsfrei bleiben.
(3) werden Arbeitnehmer an einem Sonntag beschäftigt, müssen sie einen Ersatzruhetag haben, der innerhalb eines den Beschäftigungstag einschließenden Zeitraums von zwei Wochen zu gewähren ist. ²Werden Arbeitnehmer an einem auf einen werktag fallenden Feiertag beschäftigt, müssen sie einen Ersatzruhetag haben, der innerhalb eines den Beschäftigungstag einschließenden Zeitraums von acht Wochen zu gewähren ist.
(4) Die Sonn - und Feiertagsruhe des § 9 oder der Ersatzruhetag des Absatzes 3 ist den Arbeitnehmern unmittelbar in Verbindung mit einer Ruhezeit nach § 5 (ununterbrochene Ruhezeit von mindestens 11 Stunden) zu gewähren, soweit dem technische oder arbeitsorganisatorische Gründe nicht entgegen stehen.
Diese Texte habe ich - teilweise gekürzt - aus dem ArbZG abgetippt. In klammern befinden sich sinngemäße Texte zu angegebenen §. Für dich wichtige Textpassagen habe ich in fettes rot gehalten.
14.10.2007, 17:15 #3
Und ich habe noch dies hier gefunden:
# Für die Arbeit am Sonntag gibt es einen Ausgleich durch einen freien Werktag innerhalb von 2 Wochen, bei Feiertagen innerhalb von 8 Wochen
# Grundsätzlich gilt, dass die Sozialpartner, also Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretungen, Spielraum bei der Gestaltung der Sonntagsarbeit haben. Erkundigen Sie sich deshalb, welche Regelungen bei Ihnen gelten
# Die Anzeige, Beantragung und Genehmigung für die Sonntagsarbeit ist bei den Gewerbeaufsichtsämtern bzw. den Arbeitsschutzämtern vorzunehmen. Ihnen unterliegt im Rahmen des Arbeitsschutzes auch die Überwachung von Sonn- und Feiertagsruhe
http://www.arbeitsratgeber.com/sonntagsarbeit_0179.html
Weiter unten im Link gibt's auch einige Urteile zum Thema.
Ergänzung: Oh, das hattest Du auch schon, Borgi. Sorry...
14.10.2007, 18:09 #4
Also ist der Arbeitgeber mit dem unbezahlten Sonntag im Recht, oder wie soll man das verstehen. Der Ersatzruhetag sollte dann aber so schnell wie möglich vom AG genehmigt werden. Da würde sich wohl der Folgetag (Montag) der besten eignen.
14.10.2007, 18:12 #5
Von "unbezahlt" war in den Antworten nicht die Rede, es ging lediglich um die eigentliche Sonntagsarbeit.
14.10.2007, 20:23 #6
Da täuscht du dich, siehe Beitrage 1, ich zitiere; "ein Bekannter erzählte mir, dass seine Partnerin die im Stadtimbiss arbeitet, für die Sonntagsschicht keinen Lohn mehr erhält."
Ich denke, so einfach geht das nicht...
14.10.2007, 20:44 #7
Deshalb schrieb ich ja, in den Antworten war nicht die Rede von unbezahlt. Im ersten Beitrag, also der Frage, natürlich schon.
Er schloss aus den Antworten, dass das "unbezahlt" in Ordnung gehe, siehe sein Beitrag von 18:09.
Sorry, dann hab ich dich falsch verstanden..
man müßte mal den Arbeitsvertrag sehen.
15.10.2007, 02:42 #9
Ich denke ohne den Arbeitsvertrag zu kennen, ist es nur ein Rätselraten.
15.10.2007, 09:42 #10
Maßgeblich ist die 38 Std. Woche, die arbeitsvertraglich festgelegt ist.
Wird ein Arbeitszeitkonto geführt, werden darüber hinaus geleistete Stunden dort gutgeschrieben. Dafür ist es erstmal unerheblich, an welchem Wochentag die Stunden geleistet wurden. Überstundenzuschläge und Zuschläge für Sonntagsarbeit sind jedoch bei der monatl. Abrechnung zu berücksichtigen.
Wenn in diesem Imbissbetrieb keine saisonalen Schwankungungen bzgl. der Arbeitszeit zu erwarten sind, sollte die Betreffende immer mal ihre angesammelten Stunden als Urlaub zwischendurch abfeiern.
bezahlt, nur, sonntag, ueberstunden, Überstunden

References: § 1

§ 10
 § 9

§ 11
 § 9
 § 5