Source: http://www.ref-ag.ch/wikiref/arbeitszeit_und_ueberstunden.html
Timestamp: 2018-01-19 19:29:59+00:00

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«Die Arbeits- und Präsenzzeit richtet sich im Grundsatz und in erster Linie nach den Anforderungen der Stelle». Dieser Satz findet sich im DLD und DLM und gilt entsprechend für alle Mitarbeitenden der Kirchgemeinde. Die Arbeits- und Präsenzzeit kann je nach Stellenprofil und je nach Jahreszeit stark schwanken. Eine Sekretariatsmitarbeiterin kann eher von regelmässigen Arbeitszeiten und freien Wochenende ausgehen als ein Sigrist, dessen Dienste besonders an Sonn- und Feiertagen gefragt sind und auch Abendeinsätze beinhalten.
Das kirchliche Recht geht von einer durchschnittlichen Arbeitszeit von 42 Stunden pro Woche bei einem 100 Prozent-Pensum aus. Die Jahresarbeitsstunden – in denen auch die Ferien und die Feiertage enthalten sind – belaufen sich damit auf 2'184 Stunden (42 Std. * 52 Wochen). Bei den Ordinierten ist vorübergehende Mehrarbeit zulässig; bei den nicht Ordinierten führt dies zu Überstunden.
Die Kirchenpflege sollte von allen Mitarbeitenden regelmässige Stundenabrechnungen verlangen. So kann sie rechtzeitig Massnahmen einleiten, wenn zu viele Überstunden anfallen oder wenn sich Ferienguthaben anhäufen.
Bei einer Überschreitung der Arbeitszeit spricht man von Überstunden (oder Überzeit).
§ 25 Abs. 5 DLD und § 36 DLM
Die Mitarbeitenden der Kirchgemeinden sind grundsätzlich verpflichtet, Überstunden zu leisten, wenn diese:
▪notwendig sind
▪den Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin physisch und psychisch nicht überfordern
▪zumutbar sind
Vorgehen, wenn regelmässig zu viel Arbeitszeit geleistet wird
Wenn von Mitarbeitenden regelmässig zu hohe Arbeitszeiten geleistet werden, sollten folgende Massnahmen geprüft werden:
▪Anordnen von geeigneten Weiterbildungen um die Mitarbeiterin oder den Mitarbeiter zu befähigen, die Arbeit innert der vorgesehenen Zeit zu bewältigen
▪Überprüfen des Arbeitsumfangs und allenfalls Reduktion der Aufgaben im Funktionsbeschrieb
▪Aufstockung der Stellenprozente oder Schaffung neuer Stellen
Grundsätzlich sind alle Mitarbeitenden und die Kirchenpflege gehalten, dafür zu sorgen, dass keine Überstunden anfallen beziehungsweise dass sie rasch wieder kompensiert werden. In manchen Fällen lassen sich aber hohe Überstundenguthaben nicht vermeiden. Dies betrifft zum Beispiel Stellvertretungen für abwesende Kolleginnen oder Kollegen oder Mehraufwand durch Projektarbeit. Bei nicht Ordinierten sind solche Überstunden mindestens mit dem üblichen Stundenansatz zu entschädigen. Bei den Ordinierten ist dies während einem laufenden Arbeitsverhältnis nicht vorgesehen.
§ 25 Abs. 5 DLD und § 36 Abs. 2 DLM
Obwohl § 25 Abs. 5 DLD etwas anderes vermuten lässt, sind auch bei Ordinierten in einem Fall Überstunden auszuzahlen: Wenn sich die Überstunden nicht bis zum Ende des Dienstverhältnisses abbauen lassen. Viele Ordinierte verzichten freiwillig auf eine Entschädigung der Überstunden nach Ende der Anstellung bei einer Kirchgemeinde. Ein solcher Verzicht sollte schriftlich festgehalten werden, um spätere Nachforderungen auszuschliessen.
§ 25 DLD und § 35 DLM
(Das DLM verweist auf die Arbeitszeit für kantonale Angestellte. Diese wird vom Regierungsrat festgelegt und ist in der Zusammenfassung der Anstellungsbedingungen zu finden).
Arbeitszeit der Ordinierten
Lohn und Arbeitszeit der Katechetinnen und Katecheten

References: § 25
 § 36

§ 25
 § 36
 § 25

§ 25
 § 35