Source: http://m.hensche.de/Betriebsrat_Verhinderung_Betriebsratsmitglied_in_Elternzeit_LAG_Hamm_10TaBV37-10-u.html
Timestamp: 2017-08-21 02:39:43+00:00

Document:
HENSCHE Arbeitsrecht: 10 TaBV 37/10
Schlag­worte: Elternzeit, Mutterschutz, Betriebsratsmitglied
Akten­zeichen: 10 TaBV 37/10
Ent­scheid­ungs­datum: 15.10.2010
Vor­ins­tan­zen: Arbeitgericht Herne, Beschluss vom 9.03.2010, 2 BV 74/09
2 BV 74/09 ArbG Her­ne
Verkündet am 15.10.2010
auf­grund der münd­li­chen Anhörung vom 15.10.2010
so­wie die eh­ren­amt­li­chen Rich­ter Zy­dek und Kratzsch
Auf die Be­schwer­de des Ar­beit­ge­bers wird der Be­schluss des Ar­beits­ge­richts Her­ne vom 09.03.2010 – 2 BV 74/09 – un­ter Zurück­wei­sung der Be­schwer­de im Übri­gen teil­wei­se ab­geändert.
Dem Ar­beit­ge­ber wird auf­ge­ge­ben, den Be­triebs­rat von den Se­mi­nar­kos­ten in Höhe von 572,10 € für das Se­mi­nar Nr. 1411-810 161, Ti­tel „Sank­ti­onsmöglich­kei­ten des Be­triebs­rats", ge­genüber ver.di b + b frei­zu­stel­len.
Im Übri­gen wird der An­trag des Be­triebs­rats ab­ge­wie­sen.
Die Be­tei­lig­ten strei­ten über die Kos­ten für die Teil­nah­me an ei­ner Schu­lungs­ver­an­stal­tung.
Der Ar­beit­ge­ber be­treibt bun­des­weit Dro­ge­riemärk­te. Auf­grund ei­nes An­er­ken­nungs­ta­rif­ver­tra­ges fin­den im Be­trieb des Ar­beit­ge­bers die Ta­rif­verträge des Ein­zel­han­dels An­wen­dung. Die ein­zel­nen Ver­kaufs­stel­len sind or­ga­ni­sa­to­risch be­stimm­ten Be­zir­ken zu­ge­ord­net, die ih­rer­seits vier in der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land ge­bil­de­ten Ver­triebsbüros un­ter­ge­ord­net sind.
Für den Be­zirk H2/R1 ist der an­trag­stel­len­de Be­triebs­rat, der ursprüng­lich aus sie­ben Mit­glie­dern, seit der Be­triebs­rats­wahl 2010 noch aus fünf Mit­glie­dern be­steht, gewählt. Die Be­tei­lig­te zu 3. ist seit 2003 Be­triebs­rats­vor­sit­zen­de. Der im Be­zirk H2/R1 gewähl­te Be­triebs­rat ist der­zeit für ca. 19 Ver­kaufs­stel­len zuständig, in de­nen ins­ge­samt et­wa 90 Mit­ar­bei­ter/in­nen tätig sind.
In der Ver­gan­gen­heit be­such­te die Be­triebs­rats­vor­sit­zen­de Grund­la­g­en­se­mi­na­re zum Be­triebs­ver­fas­sungs­ge­setz. So nahm sie vom 02.02. bis 06.02.2004 an dem Se­mi­nar „Mensch geht vor!" über per­so­nel­le An­ge­le­gen­hei­ten (BR II) teil. Am drit­ten Se­min­ar­tag wur­den nach dem Se­mi­nar­plan als ei­ner von sechs Punk­ten auch die Durch­set­zungsmöglich­kei­ten des Be­triebs­rats nach § 101 Be­trVG be­han­delt.
Vom 15.03. bis 19.03.2004 nahm die Be­tei­lig­te zu 3. an ei­ner wei­te­ren be­triebs­ver­fas­sungs­recht­li­chen Schu­lungs­ver­an­stal­tung „Agie­ren statt re­agie­ren" über so­zia­le An­ge­le­gen­hei­ten (BR III) teil. Am drit­ten Se­min­ar­tag wur­den nach dem Se­mi­nar­plan als ei­ner von sie­ben Punk­ten auch die Durch­set­zungsmöglich­kei­ten des Be­triebs­rats und der Un­ter­las­sungs­an­spruch be­han­delt. In der vor­an­ge­gan­ge­nen Wahl­pe­ri­ode be­such­te die Be­triebs­rats­vor­sit­zen­de fer­ner das be­triebs­ver­fas­sungs­recht­li­che Grund­la­g­en­se­mi­nar BR IV. Fer­ner nahm sie an wei­te­ren Se­mi­na­ren von ins­ge­samt drei bis vier Ta­gen zu den The­men Ar­beits­zeit und Ein­grup­pie­rung teil.
In sei­ner Sit­zung vom 07.10.2008 be­schloss der Be­triebs­rat, die Be­tei­lig­te zu 3. zu dem von ver.di b + b in H3 ver­an­stal­te­ten Se­mi­nar „Sank­ti­onsmöglich­kei­ten des Be­triebs­rats" vom 16./17.10.2008 zu ent­sen­den. Auf den Se­mi­nar­plan die­ses Se­mi­nars (Bl. 4, 32 f. d. A.) wird Be­zug ge­nom­men.
Zu der Be­triebs­rats­sit­zung vom 07.10.2008 war schrift­lich ein­ge­la­den wor­den. Auf die­se Ein­la­dung (Bl. 86 f. d. A.) so­wie auf das Pro­to­koll der Be­triebs­rats­sit­zung vom 07.10.2008 (Bl. 88 f. d. A.) wird Be­zug ge­nom­men. Ob der Be­schluss des Be­triebs­rats vom 07.10.2008 ord­nungs­gemäß zu­stan­de ge­kom­men ist, weil zwei in Mut­ter­schutz be­find­li­che Be­triebs­rats- bzw. Er­satz­mit­glie­der nicht ge­la­den wur­den, ist zwi­schen den Be­tei­lig­ten strei­tig.
Mit Schrei­ben vom 07.10.2008 (Bl. 90 f. d. A.) teil­te der Be­triebs­rat dem Ar­beit­ge­ber die be­ab­sich­tig­te Ent­sen­dung der Be­triebs­rats­vor­sit­zen­den zu dem Se­mi­nar vom 16./17.10.2008 mit und fügte dem Schrei­ben den The­men­plan und ei­ne Kos­ten­auf­stel­lung bei.
Der Ar­beit­ge­ber ver­wei­ger­te ge­genüber dem Be­triebs­rat ei­ne Kos­tenüber­nah­me mit der Be­gründung, die Se­min­ar­teil­nah­me sei nicht er­for­der­lich.
Den­noch nahm die Be­tei­lig­te zu 3. an dem am 16./17.10.2008 in H3 statt­fin­den­den Se­mi­nar teil.
Der Se­mi­nar­ver­an­stal­ter ver.di b + b über­sand­te am 07.10.2008 an die Be­tei­lig­te zu 3. un­ter der Adres­se: „S1 Dro­ge­rie­markt, V1, K3 25, 43 D1" ei­ne Rech­nung über die Se­min­ar­gebühren in Höhe von 380,00 € zuzüglich 7 % Mehr­wert­steu­er (Bl. 95 d. A.). Mit dem an die Be­tei­lig­te zu 3. un­ter der glei­chen Adres­se ge­rich­te­ten Schrei­ben vom 21.10.2008 teil­te der Se­mi­nar­ver­an­stal­ter fer­ner mit, dass ihm die Rech­nung des Se­mi­nar­ho­tels vom 18.10.2008 für Über­nach­tung und Ver­pfle­gung vor­lie­ge und er ge­genüber dem Se­mi­nar­ho­tel mit ei­nem Be­trag in Höhe von 175,00 € in Vor­la­ge ge­tre­ten sei. In­so­weit wur­de eben­falls um Über­wei­sung ge­be­ten (Bl. 96, 97 d. A.). Wem die Rech­nun­gen vom 07.10.2008 und vom 21.10.2008 tatsächlich zu­ge­gan­gen sind, ist zwi­schen den Be­tei­lig­ten strei­tig.
Da der Ar­beit­ge­ber die Se­min­ar­gebühren und die Kos­ten für Über­nach­tung und Ver­pfle­gung nicht zahl­te, fass­te der Be­triebs­rat auf sei­ner Sit­zung vom 07.08.2009 fol­gen­den Be­schluss:
„TOP 8
Der Be­triebs­rat be­sch­ließt, we­gen der Nicht­be­zah­lung des Se­mi­nars „Sank­ti­onsmöglich­kei­ten des Be­triebs­rats" vom 16.10.-17.10.2008 in H3 von Frau B3, be­sch­ließt der Be­triebs­rat mit der Wah­rung sei­ner In­ter­es­sen die Kanz­lei K2 und M1, H4. 22 – 23 in 42 G1 zu be­auf­tra­gen.
Dafür Da­ge­gen Ent­hal­tun­gen"
Im Be­schwer­de­ver­fah­ren leg­te der Be­triebs­rat fer­ner die Ein­la­dung zur Be­triebs­rats­sit­zung vom 07.08.2009 (Bl. 92 f. d. A.) vor. Ob der Be­triebs­rats­be­schluss vom 07.08.2009 (Bl. 94 d. A.) we­gen feh­len­der Ein­la­dung an das in Mut­ter­schutz be­find­li­che Be­triebs­rats­mit­glied K8 ord­nungs­gemäß ge­fasst wor­den ist, ist zwi­schen den Be­tei­lig­ten strei­tig.
Mit dem am 10.09.2009 beim Ar­beits­ge­richt ein­ge­lei­te­ten Be­schluss­ver­fah­ren mach­te der Be­triebs­rat dar­auf­hin die Frei­stel­lung der Be­tei­lig­ten zu 3. von den ent­stan­de­nen Kos­ten gel­tend.
Der Be­triebs­rat hat die Auf­fas­sung ver­tre­ten, dass die Teil­nah­me der Be­tei­lig­ten zu 3. an dem strei­ti­gen Se­mi­nar für die Be­triebs­rats­ar­beit er­for­der­lich ge­we­sen sei. Auf die Teil­nah­me an in den vor­an­ge­gan­ge­nen Wahl­pe­ri­oden statt­ge­fun­de­nen Grund­la­g­en­se­mi­na­ren könne der Ar­beit­ge­ber sich nicht be­ru­fen. Dort sei­en die ge­setz­li­chen Re­ge­lun­gen des Be­triebs­ver­fas­sungs­ge­set­zes le­dig­lich grund­le­gend ver­mit­telt wor­den. Bei dem Se­mi­nar vom 16./17.10.2008 han­de­le es sich um ei­ne Kon­kre­ti­sie­rung der Möglich­kei­ten be­triebs­ver­fas­sungs­recht­li­cher Tätig­keit. Die Teil­nah­me sei ins­be­son­de­re we­gen des an­sons­ten ge­richts­be­kann­ten Ver­hal­tens des Ar­beit­ge­bers er­for­der­lich.
dem Ar­beit­ge­ber auf­zu­ge­ben, den Be­triebs­rat von den Se­mi­nar­kos­ten in Höhe von 581,60 € für das Se­mi­nar Nr. 1411-810161, Ti­tel Sank­ti­onsmöglich­kei­ten des Be­triebs­rats, ge­genüber der ver.di b + b frei­zu­stel­len.
Er hat die Auf­fas­sung ver­tre­ten, die Se­min­ar­teil­nah­me sei nicht er­for­der­lich ge­we­sen. Die Be­triebs­rats­vor­sit­zen­de ha­be zum Zeit­punkt der Se­min­ar­teil­nah­me be­reits zahl­rei­che Grund­la­g­en­se­mi­na­re be­sucht. Auch durch ih­re langjähri­ge Tätig­keit im Be­triebs­rat ha­be sie Er­fah­rungs­wis­sen er­wor­ben. Außer­dem könne von ei­nem Be­triebs­rats­mit­glied er­war­tet wer­den, dass es sich durch Lektüre von Ge­set­zes­tex­ten und zur Verfügung ste­hen­den Kom­men­ta­ren und Fach­zeit­schrif­ten wei­ter­bil­de. Ei­ne kon­kre­te Dar­le­gung ei­nes be­triebs­be­zo­ge­nen An­las­ses für den Er­werb wei­te­rer Kennt­nis­se sei nicht er­folgt.
Im Übri­gen hat der Ar­beit­ge­ber das Vor­lie­gen ei­nes wirk­sa­men Be­schlus­ses des Be­triebs­rats zur Ent­sen­dung der Be­triebs­rats­vor­sit­zen­den zu dem strei­ti­gen Se­mi­nar so­wie die Fas­sung ei­nes wirk­sa­men Be­schlus­ses zur Durchführung des vor­lie­gen­den Be­schluss­ver­fah­rens be­strit­ten.
Hilfs­wei­se hat der Ar­beit­ge­ber den Ab­zug von 20 % von den Ver­pfle­gungs­kos­ten für er­spar­te Ei­gen­auf­wen­dun­gen gel­tend ge­macht.
Durch Be­schluss vom 09.03.2010 hat das Ar­beits­ge­richt dem An­trag des Be­triebs­rats statt­ge­ge­ben und zur Be­gründung aus­geführt, die Se­min­ar­teil­nah­me der Be­tei­lig­ten zu 3. sei er­for­der­lich ge­we­sen. Das Ver­hal­ten zwi­schen Be­triebs­rat und Ar­beit­ge­ber sei schwer be­las­tet. Seit dem 01.01.2008 sei­en bis zum Kam­mer­ter­min am 09.03.2010 54 Be­schluss­ver­fah­ren zwi­schen dem Ar­beit­ge­ber und sei­nen im Ge­richts­be­zirk ver­tre­te­nen Be­triebsräten beim Ar­beits­ge­richt Her­ne anhängig ge­macht wor­den. Da­bei sei ge­richts­be­kannt, dass der Ar­beit­ge­ber zu­min­dest in ei­ni­gen die­ser Fälle sei­nen ge­setz­li­chen Ver­pflich­tun­gen nicht nach­ge­kom­men sei. Auch Zwangs­voll­stre­ckungs­ver­fah­ren ge­gen den Ar­beit­ge­ber hätten ein­ge­lei­tet wer­den müssen. Dem An­spruch las­se sich auch nicht die Teil­nah­me der Be­tei­lig­ten zu 3. an Grund­la­g­en­se­mi­na­ren so­wie ein et­wai­ges Er­fah­rungs­wis­sen ent­ge­gen hal­ten. Das Be­strei­ten des Ar­beit­ge­bers über ord­nungs­gemäße Be­schluss­fas­sun­gen des Be­triebs­rats sei er­sicht­lich ins Blaue hin­ein er­folgt. Auch die Höhe der ver­ur­sach­ten Kos­ten sei nicht un­verhält­nismäßig, ein An­lass für ei­ne pau­scha­le Kürzung der Ver­pfle­gungs­kos­ten um 20 % we­gen er­spar­ter Ei­gen­auf­wen­dun­gen be­ste­he nicht.
Ge­gen den dem Ar­beit­ge­ber am 10.04.2010 zu­ge­stell­ten Be­schluss, auf des­sen Gründe ergänzend Be­zug ge­nom­men wird, hat der Ar­beit­ge­ber am 23.04.2010 Be­schwer­de zum Lan­des­ar­beits­ge­richt ein­ge­legt und die­se mit dem am 30.04.2010 beim Lan­des­ar­beits­ge­richt ein­ge­gan­ge­nen Schrift­satz be­gründet.
Der Ar­beit­ge­ber ist nach wie vor der Auf­fas­sung, die Teil­nah­me der Be­tei­lig­ten zu 3. an dem Se­mi­nar vom 16./10.10.2008 sei nicht er­for­der­lich ge­we­sen. Dass das Ver­hal­ten zwi­schen Ar­beit­ge­ber und Be­triebs­rat schwer be­las­tet sei, sei nicht nach­zu­voll­zie­hen. Die in­so­weit ge­mach­ten Ausführun­gen des Ar­beits­ge­richts in dem an­ge­foch­te­nen Be­schluss sei­en un­verständ­lich. Ein kon­kre­ter be­triebs­be­zo­ge­ner An­lass, die Be­tei­lig­te zu 3. zu dem strei­ti­gen Se­mi­nar zu ent­sen­den, ha­be nicht be­stan­den.
Darüber hin­aus sei der gel­tend ge­mach­te Frei­stel­lungs­an­spruch schon des­halb un­be­gründet, weil es an ei­ner In­an­spruch­nah­me des Be­triebs­rats durch den Se­mi­nar­ver­an­stal­ter feh­le. Ei­ne Rech­nung des Se­mi­nar­ver­an­stal­ters, von der die­ser frei­ge­stellt sol­le, sei nicht vor­ge­legt wor­den.
Der Auf­fas­sung des Ar­beits­ge­richts, es be­ste­he kein An­lass für ei­ne pau­scha­le Kürzung der Ver­pfle­gungs­kos­ten um 20 % we­gen er­spar­ter Ei­gen­auf­wen­dun­gen der Be­tei­lig­ten zu 3., sei un­zu­tref­fend. Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ar­beits­ge­richts sei un­ter Rück­griff auf die Lohn­steu­er­richt­li­ni­en ein Ab­zug von 20 % der Haus­halts­er­spar­nis vor­zu­neh­men.
Sch­ließlich müsse nach wie vor mit Nicht­wis­sen be­strit­ten wer­den, dass der Be­triebs­rat in ei­ner ord­nungs­gemäß an­be­raum­ten Be­triebs­rats­sit­zung vom 07.10.2008 ei­nen ord­nungs­gemäßen Be­schluss ge­fasst ha­be, die Be­tei­lig­te zu 3. zu dem strei­ti­gen Se­mi­nar zu ent­sen­den. Be­strit­ten wer­de auch, dass ein ord­nungs­gemäßer Be­triebs­rats­be­schluss zur Ein­lei­tung des vor­lie­gen­den Be­schluss­ver­fah­rens be­ste­he. Ins­be­son­de­re müsse be­strit­ten wer­den, dass die Be­triebs­rats­mit­glie­der S5 und K8 sich zu den Zeit­punk­ten der je­wei­li­gen Be­triebs­rats­sit­zung in Mut­ter­schutz be­fun­den hätten und dass sie während der Zeit des Mut­ter­schut­zes und der sich an­sch­ließen­den El­tern­zeit nicht an Be­triebs­rats­sit­zun­gen hätten teil­neh­men wol­len.
den Be­schluss des Ar­beits­ge­richts Her­ne vom 09.03.2010 – 2 BV 74/09 – ab­zuändern und den An­trag des Be­triebs­rats zurück­zu­wei­sen.
Er ver­tei­digt den an­ge­foch­te­nen Be­schluss und ist nach wie vor der Auf­fas­sung, die Se­min­ar­teil­nah­me sei er­for­der­lich ge­we­sen. Zu Recht ha­be das Ar­beits­ge­richt dar­auf ver­wie­sen, dass es ins­be­son­de­re seit dem Jah­re 2008 vielfälti­ge ge­richt­li­che
Aus­ein­an­der­set­zun­gen zwi­schen den Be­tei­lig­ten ge­ge­ben ha­be. In­so­weit ver­weist der Be­triebs­rat im Ein­zel­nen auf 11 zwi­schen den Be­tei­lig­ten anhängi­ge bzw. anhängig ge­we­se­ne Be­schluss­ver­fah­ren, die er im Ein­zel­nen be­zeich­net.
Der Ar­beit­ge­ber könne auch nicht auf ei­ne feh­len­de Rech­nung an den Be­triebs­rat ver­wei­sen. Zwar sei­en die Rech­nun­gen vom 07.10.2008 und 21.10.2008 di­rekt an das S1 Ver­triebsbüro in D1 ge­sandt wor­den. Die­se Rech­nun­gen sei­en aber auch der Be­tei­lig­ten zu 3. über­sandt wor­den. In je­dem Fall ha­be der Ver­an­stal­ter sei­ne For­de­run­gen gel­tend ma­chen wol­len. Die Rech­nun­gen ha­be auch der Be­triebs­rat er­hal­ten. Die Be­triebs­rats­vor­sit­zen­de selbst ha­be die­se Rech­nun­gen an das Ver­kaufsbüro in D1 wei­ter­ge­lei­tet. Sch­ließlich ha­be der Ver­an­stal­ter ver.di b + b mit Schrei­ben vom 10.08.2010 (Bl. 134 d. A.) aus­drück­lich ge­genüber dem Be­triebs­rat die Be­zah­lung der Rech­nun­gen vom 07.10.2008 und vom 21.10.2008 gel­tend ge­macht. Auf das - un­strei­ti­ge - Schrei­ben des Ver­an­stal­ters vom 10.08.2010 (Bl. 134 d. A.) wird Be­zug ge­nom­men.
Der Be­triebs­rat müsse sich auch nicht ei­nen Ab­zug von den Ver­pfle­gungs­kos­ten in Höhe von 20 % der Haus­halts­er­spar­nis ent­ge­gen­hal­ten las­sen. Für die Be­rech­nung der Haus­halts­er­spar­nis sei al­len­falls die So­zi­al­ver­si­che­rungs­ent­gel­t­ord­nung her­an­zu­zie­hen, wo­nach für Mit­tag- und Abend­es­sen ein Be­trag von 2,67 € in An­satz ge­bracht wer­den könne. Ei­ne wei­te­re An­rech­nung ha­be nicht zu er­fol­gen.
Die Be­schlüsse des Be­triebs­rats vom 07.10.2008 und 07.08.2009 sei­en ord­nungs­gemäß zu­stan­de ge­kom­men. Zum Zeit­punkt der Be­triebs­rats­sit­zung vom 07.10.2008 hätten sich die Be­triebs­rats­mit­glie­der S5 und K8 in Mut­ter­schutz be­fun­den. Mit ih­nen sei ab­ge­spro­chen ge­we­sen, dass sie während der Zeit des Mut­ter­schut­zes und der sich an­sch­ließen­den El­tern­zeit nicht an Be­triebs­rats­sit­zun­gen hätten teil­neh­men wol­len. Frau K9 M2 (vor­mals S5) ha­be mit Schrei­ben vom 18.10.2006 (Bl. 143 d. A.) aus­drück­lich mit­ge­teilt:
„Mit die­sem Schrei­ben möch­te ich euch mit­tei­len, das ich während mei­nes Mut­ter­schut­zes (vom 20.10.2006 bis 26.01.2007) und an­sch­ließend während mei­ner El­tern­zeit, die vor­aus­sicht­lich im No­vem­ber 2008 en­det, an den Be­triebs­rats­sit­zun­gen, so­fern ich ge­la­den wer­den soll­te, nicht teil­neh­men wer­de."
Auch Frau D2 K8 ha­be sei­ner­zeit ei­ne schrift­li­che Erklärung ab­ge­ge­ben, die zur­zeit aber nicht mehr auf­find­bar sei. Des­halb ha­be sie mit Schrei­ben vom 16.09.2010 (Bl. 166 d. A.) fol­gen­des bestätigt:
„Ich bestäti­ge hier­mit, dass ich dem Be­triebs­rat Be­zirk 204 zu Be­ginn des Jah­res 2008 schrift­lich mit­ge­teilt ha­be, dass ich auf­grund von Schwan­ger­schaft und Er­zie­hungs­ur­laub von März 2008 bis min­des­tens En­de Au­gust 2009 nicht an den Sit­zun­gen teil­neh­men wer­de."
Die zulässi­ge Be­schwer­de des Ar­beit­ge­bers ist im We­sent­li­chen un­be­gründet. Le­dig­lich der Höhe nach ist sie zu ei­nem Teil be­gründet.
Der vom Be­triebs­rat ge­stell­te Frei­stel­lungs­an­trag ist zulässig.
1. Der Be­triebs­rat ver­folgt sein Be­geh­ren zu­tref­fend im Be­schluss­ver­fah­ren nach den §§ 2 a, 80 Abs. 1, 81 ArbGG. Zwi­schen den Be­tei­lig­ten ist ei­ne be­triebs­ver­fas­sungs­recht­li­che An­ge­le­gen­heit strei­tig. Sie strei­ten nämlich um ei­nen auf die §§ 40 Abs. 1, 37 Abs. 6 Be­trVG gestütz­ten An­spruch auf Frei­stel­lung von Kos­ten, die durch die Schu­lung von Be­triebs­rats­mit­glie­dern ent­stan­den sind (BAG 15.01.1992 – 7 ABR 23/90 – AP Be­trVG 1972 § 40 Nr. 41).
2. Das Ar­beits­ge­richt hat ne­ben dem an­trag­stel­len­den Be­triebs­rat und dem Ar­beit­ge­ber auch zu Recht das an der strei­ti­gen Schu­lungs­ver­an­stal­tung teil­neh­men­de Be­triebs­rats­mit­glied, die Be­tei­lig­te zu 3., am vor­lie­gen­den Ver­fah­ren
be­tei­ligt. Aus § 83 Abs. 3 ArbGG er­gibt sich, dass sich die Be­tei­li­gungs­be­fug­nis nach ma­te­ri­el­lem Be­triebs­ver­fas­sungs­recht be­stimmt. Be­tei­lig­ter in al­len Be­schluss­ver­fah­ren ist da­her, wer von der zu er­war­ten­den Ent­schei­dung in ei­nem be­triebs­ver­fas­sungs­recht­li­chen Recht oder Rechts­verhält­nis un­mit­tel­bar be­trof­fen wird. Die ein­zel­nen Be­triebs­rats­mit­glie­der, die an ei­ner Schu­lungs­maßnah­me teil­neh­men, sind grundsätz­lich aus ab­ge­lei­te­tem Recht be­tei­li­gungs­be­fugt, selbst wenn der Be­triebs­rat von sei­nem Recht Ge­brauch macht, den Ar­beit­ge­ber auf Kos­ten­er­stat­tung an das ein­zel­ne Be­triebs­rats­mit­glied in An­spruch zu neh­men (BAG 15.01.1992 – 7 ABR 23/90 – AP Be­trVG 1972 § 40 Nr. 41; BAG 30.03.1994 – 7 ABR 45/93 – AP Be­trVG 1972 § 40 Nr. 42; Ger­mel­mann/Mat­thes/Prütting/Müller-Glöge, ArbGG, 7. Aufl., § 83 Rn. 60 m.w.N.). Die Be­tei­lig­te zu 3. am vor­lie­gen­den Ver­fah­ren zu be­tei­li­gen, war um­so mehr er­for­der­lich, als sie durch Rech­nun­gen des Se­mi­nar­ver­an­stal­ters vom 07.10.2008 und vom 21.10.2008 di­rekt in An­spruch ge­nom­men wor­den ist. Auch die Ho­tel­rech­nung vom 18.10.2008 ist di­rekt an die Be­tei­lig­te zu 3. ge­rich­tet wor­den.
3. Ent­ge­gen der Rechts­auf­fas­sung des Ar­beit­ge­bers ist der An­trag des Be­triebs­rats nicht we­gen nicht ord­nungs­gemäßer Be­schluss­fas­sung des Be­triebs­rats zur Be­auf­tra­gung sei­ner Ver­fah­rens­be­vollmäch­tig­ten mit der Durchführung des vor­lie­gen­den Be­schluss­ver­fah­rens un­zulässig.
a) Der Ar­beit­ge­ber hat nicht be­strit­ten, dass dem Ver­fah­rens­ver­tre­ter ei­ne Voll­macht im Sin­ne der §§ 80, 81 ZPO zur Ein­lei­tung des vor­lie­gen­den Be­schluss­ver­fah­rens er­teilt wor­den ist. Gemäß § 88 Abs. 2 ZPO war da­nach ein ent­spre­chen­der Nach­weis nicht zu er­brin­gen. Darüber hin­aus liegt ei­ne aus­drück­li­che Voll­macht der Be­tei­lig­ten zu 3. vom 16.06.2010 (Bl. 102 d. A.) vor.
b) Der Be­triebs­rat hat die Ein­lei­tung des Be­schluss­ver­fah­rens und die Voll­machts­er­tei­lung an sei­ne Ver­fah­rens­ver­tre­ter wirk­sam be­schlos­sen.
Ein sol­cher Be­schluss ist so­wohl zur Ver­fah­rens­ein­lei­tung als auch zur wirk­sa­men Be­auf­tra­gung ei­nes Rechts­an­walts er­for­der­lich (BAG 05.04.2000 – 7 ABR 6/99 – AP Be­trVG 1972 § 78 a Nr. 33; BAG 18.02.2003 – 1 ABR 17/02 – AP Be­trVG 1972 § 77 Be­triebs­ver­ein­ba­rung Nr. 11; BAG 20.04.2005 – 7 ABR 44/04 – AP Be­trVG 1972
§ 38 Nr. 30; BAG 30.09.2008 – 1 ABR 54/07 – AP Be­trVG 1972 § 80 Nr. 71 m.w.N.). Fehlt es dar­an, ist der Be­triebs­rat ge­richt­lich nicht wirk­sam ver­tre­ten, ein Pro­zess­rechts­verhält­nis kommt nicht zu­stan­de. Für den Be­triebs­rat ge­stell­te Anträge wären un­be­acht­lich und als un­zulässig ab­zu­wei­sen.
Zwar hat der Ar­beit­ge­ber erst– und zweit­in­stanz­lich aus­drück­lich be­strit­ten, dass der Ein­lei­tung des vor­lie­gen­den Be­schluss­ver­fah­rens ein wirk­sa­mer Be­schluss des Be­triebs­rats zu­grun­de ge­le­gen ha­be. Im Streit­fall ist aber da­von aus­zu­ge­hen, dass der Be­triebs­rat die Ein­lei­tung des Ver­fah­rens und die Be­auf­tra­gung sei­ner Ver­fah­rens­be­vollmäch­tig­ten wirk­sam be­schlos­sen hat. Der am 07.08.2009 ge­fass­te Be­triebs­rats­be­schluss ist nicht nich­tig.
Ein ord­nungs­gemäßer Be­triebs­rats­be­schluss er­for­dert, dass der Be­schluss nach § 33 Abs. 1 Be­trVG mit der Mehr­heit der Stim­men der an­we­sen­den Mit­glie­der er­fasst wird. Ein Be­triebs­rat ist nur be­schlussfähig, wenn min­des­tens die Hälf­te der Be­triebs­rats­mit­glie­der an der Be­schluss­fas­sung teil­nimmt, § 33 Abs. 2 Be­trVG. Be­triebs­rats­be­schlüsse können auch grundsätz­lich auch nur auf ei­ner ord­nungs­gemäßen Sit­zung des Be­triebs­rats ge­fasst wer­den. Die Be­schluss­fas­sung setzt in­so­weit ei­ne ord­nungs­gemäße La­dung der Be­triebs­rats­mit­glie­der un­ter Mit­tei­lung der Ta­ges­ord­nung vor­aus, § 29 Abs. 2 und 3 Be­trVG.
Die Ein­lei­tung des vor­lie­gen­den Be­schluss­ver­fah­rens und die Be­auf­tra­gung der Ver­fah­rens­be­vollmäch­tig­ten des Be­triebs­rats sind durch den wirk­sa­men Be­schluss des Be­triebs­rats vom 07.08.2009 ge­deckt. Der Be­triebs­rat hat auf sei­ner Sit­zung vom 07.08.2009 mit fünf Stim­men den Be­schluss ge­fasst, we­gen der Nicht­be­zah­lung des Se­mi­nars vom 16./17.10.2008 ein Be­schluss­ver­fah­ren ein­zu­lei­ten und hier­mit sei­ne Ver­fah­rens­be­vollmäch­tig­ten zu be­auf­tra­gen. Das er­gibt sich aus dem Pro­to­koll vom 07.08.2009 (Bl. 94 d. A.).
Ge­gen die Wirk­sam­keit des Be­schlus­ses vom 07.08.2009 kann auch nicht ein­ge­wandt wer­den, dass zu die­ser Sit­zung nicht ord­nungs­gemäß un­ter Mit­tei­lung der Ta­ges­ord­nung ein­ge­la­den wor­den wäre. Zu die­ser Sit­zung sind zwar nur sechs Be­triebs­rats­mit­glie­der ein­ge­la­den wor­den. Ein Be­triebs­rats­mit­glied, die Be­tei­lig­te zu 3., war zum Zeit­punkt der Be­triebs­rats­sit­zung am 07.08.2009 er­krankt, ein wei­te­res Be­triebs­rats­mit­glied be­fand sich zu die­sem Zeit­punkt in Mut­ter­schutz. Im Be­schwer­de­ver­fah­ren hat sich je­doch durch das Schrei­ben des Be­triebs­rats­mit­glieds K8 vom 16.09.2010 als un­strei­tig her­aus­ge­stellt, dass die­ses Be­triebs­rats­mit­glied
be­reits zu Be­ginn des Jah­res 2008 ge­genüber dem Be­triebs­rat schrift­lich mit­ge­teilt hat, dass es auf­grund von Schwan­ger­schaft und Er­zie­hungs­ur­laub von März 2008 bis min­des­tens En­de Au­gust 2009 nicht an Sit­zun­gen teil­neh­men wer­de. Auch der Ar­beit­ge­ber hat die­se Erklärung des Be­triebs­rats­mit­glieds K8 auf­grund sei­ner Erklärun­gen zu Pro­to­koll des Anhörungs­ter­mins vom 15.10.2010 nicht mehr be­strit­ten.
Aus die­ser Erklärung des Be­triebs­rats­mit­glieds K8 vom 16.09.2010 er­gibt sich, dass die La­dung des Be­triebs­rats­mit­glieds K8 zu der Be­triebs­rats­sit­zung vom 07.08.2009 ent­behr­lich war. Das Be­triebs­rats­mit­glied K8 war nämlich zum Zeit­punkt der Be­triebs­rats­sit­zung am 07.08.2009 an der Ausübung sei­nes Be­triebs­rats­amts nach § 25 Abs. 1 Satz 2 Be­trVG zeit­wei­lig ver­hin­dert.
Dass das Be­triebs­rats­mit­glied K8 zum Zeit­punkt der Be­triebs­rats­sit­zung vom 07.08.2009 sich in Mut­ter­schutz bzw. Er­zie­hungs­ur­laub/El­tern­zeit be­fun­den hat, ist zwi­schen den Be­tei­lig­ten un­strei­tig. Es kann auch da­von aus­ge­gan­gen wer­den, dass ein Be­triebs­rats­mit­glied während der Zeit des Mut­ter­schut­zes und der El­tern­zeit nicht au­to­ma­tisch an der Ausübung sei­nes Be­triebs­rats­am­tes im Sin­ne des § 25 Abs. 1 Satz 2 Be­trVG zeit­wei­lig ver­hin­dert ist (BAG 25.05.2005 – 7 ABR 45/04 – AP Be­trVG 1972 § 24 Nr. 13). Eben­so wie im Er­ho­lungs­ur­laub ist ein Be­triebs­rats­mit­glied auch während der Zeit des Mut­ter­schut­zes oder der El­tern­zeit be­rech­tigt, an Be­triebs­rats­sit­zun­gen teil­zu­neh­men. Ei­ne Ver­hin­de­rung im Sin­ne des § 25 Abs. 1 Satz 2 Be­trVG liegt je­doch je­den­falls dann vor, wenn das we­gen Er­ho­lungs­ur­laub, Mut­ter­schutz oder El­tern­zeit ab­we­sen­de Be­triebs­rats­mit­glied dem Be­triebs­rats­vor­sit­zen­den nicht po­si­tiv an­ge­zeigt hat, dass es un­ge­ach­tet der Ab­we­sen­heits­si­tua­ti­on sei­ne Be­triebs­ratstätig­keit durchführen möch­te (LAG Ber­lin 01.03.2005 – 7 TaBV 2220/04 – NZA-RR 2006, 32; LAG Düssel­dorf 26.04.2010 – 16 Sa 59/10 – NZA-RR 2010, 419; Fit­ting/En­gels/Schmidt/Tre­bin­ger/Lin­sen­mai­er, Be­trVG, 25. Aufl., § 25 Rn. 17; GK-Be­trVG/Oet­ker, 9. Aufl., § 25 Rn. 20; Däubler/Kitt­ner/Kle­be/Busch­mann, Be­trVG, 11. Aufl., § 25 Rn. 17; Ri­char­di/Thüsing, Be­trVG, 12. Aufl., § 25 Rn. 8; Düwell, Be­trVG, 3. Aufl., § 25 Rn. 8, 9; Wlotz­ke/Preis/Kreft, Be­trVG, 4. Aufl., § 25 Rn. 10).
Die La­dung des Be­triebs­rats­mit­glieds K8 zu der Be­triebs­rats­sit­zung vom 07.08.2009 ist da­mit je­den­falls auf­grund der aus­drück­li­chen Mit­tei­lung des Be­triebs­rats­mit­glie­des K8, während der El­tern­zeit kei­ne Be­triebs­ar­beit ausüben zu wol­len, zu Recht
un­ter­blie­ben. We­gen der un­ter­las­se­nen La­dung des Be­triebs­rats­mit­glieds K8 ist der Be­triebs­rats­be­schluss vom 07.08.2009 nicht un­wirk­sam.
So­weit der Ar­beit­ge­ber die ord­nungs­gemäße Be­schluss­fas­sung des Be­triebs­rats über die Ein­lei­tung des vor­lie­gen­den Ver­fah­rens zweit­in­stanz­lich wei­ter be­strit­ten hat, ist die­ses Be­strei­ten un­sub­stan­ti­iert. Legt der Be­triebs­rat die Ein­hal­tung der Vor­aus­set­zun­gen für ei­nen wirk­sa­men Be­schluss des Gre­mi­ums über die Ein­lei­tung des Ge­richts­ver­fah­rens im Ein­zel­nen und un­ter Beifügung von Un­ter­la­gen dar, ist ein pau­scha­les Be­strei­ten mit Nicht­wis­sen durch den Ar­beit­ge­ber un­be­acht­lich. Der Ar­beit­ge­ber hätte nach den Dar­le­gun­gen des Be­triebs­ra­tes im vor­lie­gen­den Ver­fah­ren wei­ter vor­tra­gen müssen, in wel­chen ein­zel­nen Punk­ten und wes­halb die Be­haup­tun­gen des Be­triebs­ra­tes nicht als wahr zu er­ach­ten sei­en (BAG 09.12.2003 – 1 ABR 44/02 – AP Be­trVG 1972 § 33 Nr. 1; BAG 30.09.2008 – 1 ABR 54/07 – AP Be­trVG 1972 § 80 Nr. 71). Mit Aus­nah­me der un­ter­las­se­nen La­dung des Be­triebs­rats­mit­glieds K8 ist dies nicht ge­sche­hen. Ins­be­son­de­re nach den Erörte­run­gen im Anhörungs­ter­min vom 15.10.2010 ist die Wirk­sam­keit der Be­schluss­fas­sung des Be­triebs­ra­tes vom 07.08.2009 vom Ar­beit­ge­ber nicht mehr in Fra­ge ge­stellt wor­den.
Der An­trag des Be­triebs­ra­tes auf Frei­stel­lung von Kos­ten für die strei­ti­ge Schu­lungs­ver­an­stal­tung ist im We­sent­li­chen be­gründet.
Le­dig­lich hin­sicht­lich der Höhe des gel­tend ge­mach­ten Frei­stel­lungs­an­spruchs war ein Ab­zug in Höhe von 9,50 € vor­zu­neh­men. In­so­weit er­weist sich der An­trag des Be­triebs­ra­tes als un­be­gründet.
Der Ar­beit­ge­ber ist zur Tra­gung der Schu­lungs­kos­ten für die Teil­nah­me der Be­tei­lig­ten zu 3. an der Schu­lungs­maßnah­me vom 16./17.10.2008 nach § 40 Abs. 1 i.V.m. § 37 Abs. 6 Be­trVG in Höhe von 572,10 € ver­pflich­tet.
1. Nach der Recht­spre­chung der Ar­beits­ge­rich­te ist grundsätz­lich da­von aus­zu­ge­hen, dass die Teil­nah­me von Be­triebs­rats­mit­glie­dern an ei­ner Schu­lungs­ver­an­stal­tung nach § 37 Abs. 6 Be­trVG zur Tätig­keit des Be­triebs­ra­tes im Sin­ne des § 40 Abs. 1 Be­trVG gehört und da­her Schu­lungs­kos­ten als Kos­ten der Be­triebs­ratstätig­keit an­zu­se­hen sind (BAG 15.01.1992 – 7 ABR 23/90 – AP Be­trVG 1972 § 40 Nr. 41; BAG 28.06.1995 – 7 ABR 55/94 – AP Be­trVG 1972 § 40 Nr. 48; Fit­ting, a.a.O., § 40 Rn. 66; ErfK/Koch, 10. Aufl., § 40 Be­trVG Rn. 9 m.w.N.).
Da der Be­triebs­rat grundsätz­lich selbst nicht vermögensfähig ist, geht bei Strei­tig­kei­ten über die Kos­ten des Be­triebs­ra­tes sein An­spruch ge­gen den Ar­beit­ge­ber auf Über­nah­me der Kos­ten oder für den Fall, dass ei­ne Ver­bind­lich­keit ge­gründet wor­den ist, auf Frei­stel­lung von die­ser Ver­bind­lich­keit. So­weit der Be­triebs­rat we­gen der Schu­lungs­kos­ten selbst in An­spruch ge­nom­men wird, hat er ei­nen ent­spre­chen­den Frei­stel­lungs­an­spruch ge­genüber dem Ar­beit­ge­ber. Wird da­ge­gen das Be­triebs­rats­mit­glied selbst in An­spruch ge­nom­men, kann auch dem ein­zel­nen Be­triebs­rats­mit­glied ein Frei­stel­lungs­an­spruch zu­ste­hen. Da­ne­ben kann auch der Be­triebs­rat den Frei­stel­lungs­an­spruch des ein­zel­nen Be­triebs­rats­mit­glieds gel­tend ma­chen (BAG 27.03.1979 – 6 ABR 15/77 – AP ArbGG 1953 § 80 Nr. 7; BAG 04.06.2003 – 7 ABR 42/02 – AP Be­trVG 1972 § 37 Nr. 136; Fit­ting, a.a.O., § 40 Rn. 92 f. m.w.N.). Ein Frei­stel­lungs­an­spruch des Be­triebs­ra­tes ist aber dann un­be­gründet, wenn der Be­triebs­rat we­gen et­wai­ger Schu­lungs­kos­ten bis­her über­haupt noch nicht in An­spruch ge­nom­men wor­den ist (BAG 04.06.2003 – 7 ABR 42/02 – AP Be­trVG 1972 § 37 Nr. 136).
Ob der Be­triebs­rat des vor­lie­gen­den Ver­fah­rens je­doch mit Schrei­ben des Schu­lungs­ver­an­stal­ters vom 07.10.2008 und 21.10.2008 (Bl. 95, 96 f. d.A.) über­haupt in An­spruch ge­nom­men wor­den ist, ob sich die­se Rech­nun­gen an die Be­tei­lig­te zu 3. als Be­triebs­rats­vor­sit­zen­de rich­te­ten, ob­gleich sie an die Adres­se des Ver­triebsbüros des Ar­beit­ge­bers ge­rich­tet wa­ren, konn­te im vor­lie­gen­den Fall of­fen blei­ben. In je­dem Fall hat der Schu­lungs­ver­an­stal­ter in­zwi­schen im Lau­fe des Be­schwer­de­ver­fah­rens den Be­triebs­rat mit Schrei­ben vom 10.08.2010 (Bl. 152 d.A.) un­ter Beifügung der ursprüng­li­chen Rech­nun­gen vom 07.10.2008 und 21.10.2008 aus­drück­lich in An­spruch ge­nom­men. Dies ist vom Ar­beit­ge­ber im Lau­fe des Be­schwer­de­ver­fah­rens nicht mehr be­strit­ten wor­den.
2. Der Frei­stel­lungs­an­spruch hin­sicht­lich der gel­tend ge­mach­ten Se­mi­nar­kos­ten ist nicht schon des­halb un­be­gründet, weil es an ei­nem ord­nungs­gemäßen Be­triebs­rats­be­schluss hin­sicht­lich der Ent­sen­dung der Be­tei­lig­ten zu 3., der Be­triebs­rats­vor­sit­zen­den, zu der strei­ti­gen Schu­lungs­ver­an­stal­tung vom 16./17.10.2008 ge­fehlt hat.
Zwar setzt ei­ne Kos­ten­tra­gungs­pflicht des Ar­beit­ge­bers für ent­stan­de­ne Schu­lungs­kos­ten in for­mel­ler Hin­sicht zunächst vor­aus, dass der Be­triebs­rat die Teil­nah­me des Be­triebs­rats­mit­glieds an der von ihm be­such­ten Schu­lungs­ver­an­stal­tung vor­her ord­nungs­gemäß be­schlos­sen hat. Oh­ne ei­nen ent­spre­chen­den ord­nungs­gemäßen Be­triebs­rats­be­schluss ist der Ar­beit­ge­ber we­der zur Kos­ten­tra­gung noch zur Frei­stel­lung ent­spre­chen­den Kos­ten ver­pflich­tet (BAG 07.06.1989 – 7 ABR 26/88 – AP Be­trVG 1972 § 37 Nr. 67; BAG 08.03.2000 – 7 ABR 11/98 – AP Be­trVG 1972 § 40 Nr. 68; Fit­ting, a.a.O., § 40 Rn. 71; DKK/Wed­de, a.a.O., § 37 Rn. 124 f. m.w.N.).
Ent­ge­gen der Auf­fas­sung des Ar­beit­ge­bers lag der Ent­sen­dung der Be­tei­lig­ten zu 3. zu der Schu­lungs­ver­an­stal­tung vom 16./17.10.2008 je­doch ein wirk­sa­mer Be­triebs­rats­be­schluss vom 07.10.2008 zu­grun­de. Der Ar­beit­ge­ber kann, nach­dem der Be­triebs­rat in der Be­schwer­de­instanz das Pro­to­koll der Be­triebs­rats­sit­zung vom 07.10.2008 so­wie die Ein­la­dung zu die­ser Be­triebs­rats­sit­zung ein­sch­ließlich der ein­zel­nen Ta­ges­ord­nungs­punk­te vor­ge­legt hat (Bl. 86 f. d.A.) die ord­nungs­gemäße Be­schluss­fas­sung des Be­triebs­ra­tes nicht länger be­strei­ten. Der Be­triebs­rats­be­schluss vom 07.10.2008 ist ins­be­son­de­re nicht des­halb un­wirk­sam, weil Ein­la­dun­gen der Be­triebs­rats­mit­glie­der K8 und M2 (vor­mals S5), die sich sei­ner­zeit in Mut­ter­schutz/El­tern­zeit be­fun­den ha­ben, un­ter­blie­ben sind. Der Be­triebs­rat hat im Be­schwer­de­ver­fah­ren ein Schrei­ben des Be­triebs­rats­mit­glieds M2 (vor­mals S5) vom 18.10.2006 (Bl. 143 d.A.) vor­ge­legt, wo­nach Frau M2 mit­ge­teilt hat, dass sie während ih­rer El­tern­zeit, die vor­aus­sicht­lich im No­vem­ber 2008 en­de­te, an Be­triebs­rats­sit­zun­gen nicht mehr teil­neh­men woll­te. Das glei­che gilt für das Be­triebs­rats­mit­glied K8, wo­zu be­reits oben zur ord­nungs­gemäßen Be­triebs­rats­sit­zung und Be­schluss­fas­sung vom 07.08.2009 Ausführun­gen ge­macht wor­den sind. Auf die­se Ausführun­gen kann auch hin­sicht­lich der Be­triebs­rats­sit­zung vom 07.10.2008 Be­zug ge­nom­men wer­den. Da­nach muss von ei­ner
ord­nungs­gemäßen Be­schluss­fas­sung in der Sit­zung vom 07.10.2008 aus­ge­gan­gen wer­den. Der Ar­beit­ge­ber kann die Rich­tig­keit des Be­triebs­rats­be­schlus­ses vom 07.10.2008, nach­dem in der Be­schwer­de­instanz der Be­triebs­rat die ent­spre­chen­den Un­ter­la­gen vor­ge­legt hat, auch nicht länger pau­schal mit Nicht­wis­sen be­strei­ten.
3. Der Ar­beit­ge­ber ist grundsätz­lich zur Tra­gung der Schu­lungs­kos­ten für die Be­tei­lig­te zu 3. für de­ren Teil­nah­me an der Schu­lungs­ver­an­stal­tung vom 16./17.10.2008 ver­pflich­tet.
Zu Recht ist das Ar­beits­ge­richt in dem an­ge­foch­te­nen Be­schluss im Grund­satz da­von aus­ge­gan­gen, dass auf der Schu­lungs­ver­an­stal­tung vom 16./17.10.2008 Kennt­nis­se ver­mit­telt wor­den sind, die für die Ar­beit des Be­triebs­ra­tes er­for­der­lich wa­ren.
a) Nach der ständi­gen Recht­spre­chung des Bun­des­ar­beits­ge­richts ist die Ver­mitt­lung von Kennt­nis­sen und Fähig­kei­ten in Schu­lungs­ver­an­stal­tun­gen dann für die Be­triebs­rats­ar­beit er­for­der­lich, wenn der Be­triebs­rat sie un­ter Berück­sich­ti­gung der kon­kre­ten be­trieb­li­chen Si­tua­ti­on benötigt, um sei­ne der­zei­ti­gen oder demnächst an­fal­len­den Ar­bei­ten sach­ge­recht wahr­neh­men zu können. Hier­zu be­darf es re­gelmäßig der Dar­le­gung ei­nes ak­tu­el­len, be­triebs­be­zo­ge­nen An­las­ses, um an­neh­men zu können, dass die auf der Schu­lungs­ver­an­stal­tung zu er­wer­ben­den Kennt­nis­se der­zeit oder in na­her Zu­kunft von dem zu schu­len­den Be­triebs­rats­mit­glied benötigt wer­den, da­mit der Be­triebs­rat sei­ne Be­tei­li­gungs­rech­te sach- und fach­ge­recht ausüben kann (BAG 09.10.1973 – 1 ABR 6/73 – AP Be­trVG 1972 § 37 Nr. 4; BAG 06.11.1973 – 1 ABR 26/73 – AP Be­trVG 1972 § 37 Nr. 6; BAG 27.09.1974 – 1 ABR 71/73 – AP Be­trVG 1972 § 37 Nr. 18; BAG 06.07.1989 – 7 ABR 26/88 – AP Be­trVG 1972 § 37 Nr. 67; BAG 15.02.1995 – 7 AZR 670/94 – AP Be­trVG 1972 § 37 Nr. 106; BAG 19.07.1995 – 7 ABR 49/94 – AP Be­trVG 1972 § 37 Nr. 110; Fit­ting, a.a.O., § 37 Rn. 140, 14 f.; DKK/Wed­de, a.a.O., § 37 Rn. 92 f.; GK-Be­trVG/We­ber, a.a.O., § 37 Rn. 156 f.; ErfK/Koch, a.a.O., § 37 Be­trVG Rn. 14; Ri­char­di/Thüsing, a.a.O., § 37 Rn. 86 m.j.w.N.). Für die Fra­ge, ob ei­ne sach­ge­rech­te Wahr­neh­mung der Be­triebs­rats­auf­ga­ben die Schu­lung ge­ra­de des zu der Schu­lungs­ver­an­stal­tung ent­sand­ten Be­triebs­rats­mit­glieds er­for­der­lich mach­te, ist dar­auf ab­zu­stel­len, ob nach den ak­tu­el­len Verhält­nis­sen des ein­zel­nen Be­trie­bes
Fra­gen an­ste­hen oder in ab­seh­ba­rer Zu­kunft an­ste­hen wer­den, die der Be­tei­li­gung des Be­triebs­rats un­ter­lie­gen und für die im Hin­blick auf den Wis­sens­stand des Be­triebs­rats und un­ter Berück­sich­ti­gung der Auf­ga­ben­ver­tei­lung im Be­triebs­rat ei­ne Schu­lung ge­ra­de die­ses Be­triebs­rats­mit­glieds ge­bo­ten er­scheint.
Ei­ner kon­kre­ten Dar­le­gung der Er­for­der­lich­keit des ak­tu­el­len Schu­lungs­be­darfs be­darf es al­ler­dings dann nicht, wenn es sich um die Ver­mitt­lung von Grund­kennt­nis­sen im Be­triebs­ver­fas­sungs­recht oder im all­ge­mei­nen Ar­beits­recht für ein erst­mals gewähl­tes Be­triebs­rats­mit­glied han­delt. Kennt­nis­se des Be­triebs­ver­fas­sungs­ge­set­zes als der ge­setz­li­chen Grund­la­ge für die Tätig­keit des Be­triebs­rats sind eben­so wie Kennt­nis­se im all­ge­mei­nen Ar­beits­recht un­ab­ding­bar Vor­aus­set­zung für ei­ne ord­nungs­gemäße Be­triebs­rats­ar­beit (BAG 21.11.1978 – 6 ABR 10/77 – AP Be­trVG 1972 § 37 Nr. 35; BAG 16.10.1986 – 6 ABR 14/84 – AP Be­trVG 1972 § 37 Nr. 58; BAG, 07.06.1989 – 7 ABR 26/88 – AP Be­trVG 1972 § 37 Nr. 67; BAG 20.12.1995 – 7 ABR 14/95 – AP Be­trVG 1972 § 37 Nr. 113; Fit­ting, a.a.O., § 37 Rn. 143 f.; DKK/Wed­de, a.a.O., § 37 Rn. 95 f., GK-Be­trVG/We­ber, a.a.O., § 37 Rn. 164 f.; ErfK/Koch, a.a.O., § 37 Be­trVG Rn. 15 m.w.N.). Die Ver­mitt­lung von Grund-kennt­nis­sen des all­ge­mei­nen Ar­beits­rechts ist stets, oh­ne ei­nen ak­tua­litäts­be­zo­ge­nen An­lass, als ei­ne er­for­der­li­che Kennt­nis­ver­mitt­lung im Sin­ne des § 37 Abs. 6 Be­trVG an­zu­se­hen (BAG 15.05.1986 – 6 ABR 74/83 – AP Be­trVG 1972 § 37 Nr. 54; BAG 16.10.1986 – 6 ABR 14/84 – AP Be­trVG 1972 § 37 Nr. 58; Fit­ting, a.a.O., § 37 Rn. 144; GK-Be­trVG/We­ber, a.a.O., § 37 Rn. 166; DKK/Wed­de; a.a.O., § 37 Rn. 96; ErfK/Koch, a.a.O., § 37 Be­trVG Rn. 15).
Bei der Be­ur­tei­lung der Fra­ge, ob die Ent­sen­dung ei­nes Be­triebs­rats­mit­glieds zu ei­ner Schu­lung er­for­der­lich ist, han­delt es sich um die An­wen­dung ei­nes un­be­stimm­ten Rechts­be­griffs, der dem Be­triebs­rat ei­nen ge­wis­sen Be­ur­tei­lungs­spiel­raum of­fen lässt. Das gilt ins­be­son­de­re für den In­halt der Ver­an­stal­tung als auch für de­ren Dau­er (BAG 15.05.1986 – 6 ABR 74/83 – AP Be­trVG 1972 § 37 Nr. 54; BAG 16.10.1986 – 6 ABR 14/84 – AP Be­trVG 1972 § 37 Nr. 58; BAG 07.06.1989 – 7 ABR 26/88 – AP Be­trVG 1972 § 37 Nr. 67; BAG 15.01.1997 – 7 ABR 14/96 – AP Be­trVG 1972 § 37 Nr. 118; Fit­ting, a.a.O., § 37 Rn. 174; GK-Be­trVG/We­ber, a.a.O., § 37 Rn. 195; DKK/Wed­de, a.a.O., § 37 Rn. 127; ErfK/Koch, a.a.O., § 37 Be­trVG Rn. 13).
b) Un­ter Berück­sich­ti­gung die­ser Grundsätze war da­von aus­zu­ge­hen, dass die Teil­nah­me der Be­tei­lig­ten zu 3. an dem strei­ti­gen Se­mi­nar vom 16./17.10.2008 er­for­der­lich ge­we­sen ist.
aa) Ent­ge­gen der Rechts­auf­fas­sung des Ar­beit­ge­bers geht die Be­schwer­de­kam­mer da­von aus, dass auch ei­ne ver­tie­fen­de Schu­lung der Be­tei­lig­ten zu 3. über „Sank­ti­onsmöglich­kei­ten des Be­triebs­ra­tes", wie sie auf dem Se­mi­nar vom 16./17.10.2008 be­han­delt wor­den sind, dem Grun­de nach er­for­der­lich sein kann, auch wenn die Be­tei­lig­te zu 3. auf­grund ih­rer vor­he­ri­gen Teil­nah­me an Grund­la­gen­schu­lun­gen im Be­triebs­ver­fas­sungs­ge­setz über ent­spre­chen­de Grund­kennt­nis­se verfügte. Auch Wie­der­ho­lungs- und Ver­tie­fungs­schu­lun­gen über be­triebs­ver­fas­sungs­recht­li­che Fra­gen können zur Auf­fri­schung und Er­wei­te­rung der bis­he­ri­gen Kennt­nis­se bei ei­nem kon­kre­ten, ak­tu­el­len be­triebs­be­zo­ge­nen An­lass er­for­der­lich sein (LAG Hamm 10.03.2006 – 10 TaBV 154/05 -; BVerwG 11.07.2006 – 6 BP 8.06 – AP BPers­VG 46 Nr. 27; Fit­ting, a.a.O., § 37 Rn. 145, 156; DKK/Wed­de, a.a.O., § 37 Rn. 106; GK-Be­trVG/We­ber, a.a.O., § 37 Rn. 194, 175 m.w.N.).
bb) Ent­ge­gen der Rechts­auf­fas­sung des Ar­beit­ge­bers liegt auch ein kon­kre­ter, ak­tu­el­ler be­triebs­be­zo­ge­ner An­lass vor, die Be­triebs­rats­vor­sit­zen­de, die Be­tei­lig­te zu 3., zu der Schu­lungs­ver­an­stal­tung vom 16./17.10.2008 zu ent­sen­den. Der Be­triebs­rat hat un­wi­der­spro­chen vor­ge­tra­gen, dass zwi­schen den Be­tei­lig­ten zum Zeit­punkt der Be­schluss­fas­sung über die Ent­sen­dung der Be­tei­lig­ten zu 3. zu der strei­ti­gen Schu­lungs­ver­an­stal­tung zahl­rei­che ar­beits­ge­richt­li­che Be­schluss­ver­fah­ren anhängig ge­we­sen sind, weil der Ar­beit­ge­ber – je­den­falls nach Auf­fas­sung des Be­triebs­ra­tes – sei­nen be­triebs­ver­fas­sungs­recht­li­chen Pflich­ten nicht ord­nungs­gemäß nach­ge­kom­men ist. Die sei­ner­zeit anhängi­gen ar­beits­ge­richt­li­chen Be­schluss­ver­fah­ren hat der Be­triebs­rat im Be­schwer­de­ver­fah­ren im Ein­zel­nen kon­kret be­zeich­net und auch mit­ge­teilt, wel­cher Streit­ge­gen­stand dem je­wei­li­gen Ver­fah­ren zu­grun­de lag. Hier­nach kann es nicht be­an­stan­det wer­den, wenn der Be­triebs­rat in der kon­kre­ten Si­tua­ti­on im Ok­to­ber 2008 sei­ne Be­triebs­rats­vor­sit­zen­de, die Be­tei­lig­te zu 3., zu ei­ner ver­tie­fen­den Schu­lung über et­wai­ge Sank­ti­onsmöglich­kei­ten des Be­triebs­ra­tes ge­genüber dem Ar­beit­ge­ber ent­sen­den woll­te.
cc) Ent­ge­gen der Auf­fas­sung des Ar­beit­ge­bers kann die Er­for­der­lich­keit der Teil­nah­me der Be­tei­lig­ten zu 3. an der strei­ti­gen Schu­lungs­ver­an­stal­tung vom 16./17.10.2008 auch nicht des­halb in Ab­re­de ge­stellt wer­den, weil die Be­tei­lig­te zu 3. in der Ver­gan­gen­heit an Grund­la­gen­schu­lun­gen im Be­triebs­ver­fas­sungs­recht teil­ge­nom­men hat und auf­grund ih­rer Mit­glied­schaft im Be­triebs­rat seit 2003 über ent­spre­chen­des Er­fah­rungs­wis­sen verfügt. Zwar darf ein Be­triebs­rat trotz des ihm zu­ste­hen­den Be­ur­tei­lungs­spiel­raums bei der Ent­sen­dung von Be­triebs­rats­mit­glie­dern zu Schu­lungs­ver­an­stal­tun­gen die bis­he­ri­gen vom je­wei­li­gen Be­triebs­rats­mit­glied er­wor­be­nen Fähig­kei­ten, Kennt­nis­se und Er­fah­run­gen grundsätz­lich nicht außer Acht las­sen (BAG 19.03.2008 – 7 ABR 2/07 – EzB Be­trVG § 37 Nr. 17 = AuR 2008, 362; LAG Hamm 10.12.2008 – 10 TaBV 125/08 – AuA 2009, 303; ErfK/Koch, a.a.O., § 37 Rn. 15). Auch wenn die Be­tei­lig­te zu 3. an Grund­la­gen­schu­lun­gen zum Be­triebs­ver­fas­sungs­recht teil­ge­nom­men hat, auf de­nen u.a. die Durch­set­zungsmöglich­kei­ten des Be­triebs­ra­tes gemäß § 101 Be­trVG so­wie die Durch­set­zungsmöglich­kei­ten des Be­triebs­ra­tes bei der Mit­be­stim­mung in so­zia­len An­ge­le­gen­hei­ten ein­sch­ließlich des Un­ter­las­sungs­an­spruchs be­han­delt wur­den, kann nicht un­berück­sich­tigt blei­ben, dass die­se Grund­la­gen­schu­lun­gen der Be­tei­lig­ten zu 3. zum Zeit­punkt des Ent­sen­de­be­schlus­ses des Be­triebs­ra­tes und der Se­min­ar­teil­nah­me der Be­tei­lig­ten zu 3. be­reits mehr als vier Jah­re zurück­la­gen. Darüber hin­aus war zu berück­sich­ti­gen, dass die auf dem Se­mi­nar vom 16./17.10.2008 be­han­del­ten The­men ausführ­li­cher und in­ten­si­ver be­spro­chen wor­den sind, als dies auf Grund­la­gen­schu­lun­gen möglich ist. Die auf dem Se­mi­nar vom 16./17.10.2008 be­han­del­ten The­men nah­men im­mer­hin ei­nen Zeit­raum von zwei Ta­gen ein, während die glei­chen The­men in den Grund­la­gen­schu­lun­gen, an de­nen die Be­tei­lig­te zu 3. im Jahr An­fang 2004 teil­ge­nom­men hat­te, le­dig­lich je­weils an ei­nem Tag als ein Punkt von meh­re­ren Punk­ten be­han­delt wur­den. Darüber hin­aus war die die Grund­kennt­nis­se der Be­tei­lig­ten zu 3. ver­tie­fen­de Schu­lung ins­be­son­de­re un­ter Berück­sich­ti­gung der kon­kre­ten Verhält­nis­se des Be­trie­bes des Ar­beit­ge­bers not­wen­dig. Be­reits das Ar­beits­ge­richt hat dar­auf hin­ge­wie­sen, dass das Verhält­nis zwi­schen dem Ar­beit­ge­ber und des an­trag­stel­len­den Be­triebs­ra­tes min­des­tens seit zwei Jah­ren auf­grund zahl­rei­cher seit dem 01.01.2008 statt­ge­fun­de­nen Be­schluss­ver­fah­ren schwer be­las­tet ist. Im Be­schwer­de­ver­fah­ren hat der Be­triebs­rat die­ses Vor­brin­gen näher kon­kre­ti­siert und die seit 2008
anhängi­gen Be­schluss­ver­fah­ren un­ter nähe­rer Be­zeich­nung des je­wei­li­gen Streit­ge­gen­stan­des im Ein­zel­nen kon­kret auf­geführt. Das Ar­beits­ge­richt hat fer­ner be­reits dar­auf hin­ge­wie­sen, dass in ei­nem Ver­fah­ren die Zwangs­voll­stre­ckung ein­ge­lei­tet wer­den muss­te, weil der Ar­beit­ge­ber sei­nen in ei­nem ge­richt­li­chen Ver­gleich nie­der­ge­leg­ten Aus­kunfts­pflich­ten nicht nach­ge­kom­men ist. Wenn der Be­triebs­rat un­ter die­sen Vor­aus­set­zun­gen ei­ne ver­tie­fen­de Schu­lung sei­ner Be­triebs­rats­vor­sit­zen­den über Sank­ti­onsmöglich­kei­ten ge­gen den Ar­beit­ge­ber für er­for­der­lich hält, kann dies nicht be­an­stan­det wer­den. Ge­ra­de auf­grund der kon­kre­ten Strei­tig­kei­ten zwi­schen den Be­tei­lig­ten des vor­lie­gen­den Ver­fah­rens be­stand wei­ter­ge­hen­der, über die Grund­la­gen­schu­lung hin­aus­ge­hen­der Schu­lungs­be­darf.
4. Der Be­triebs­rat hat die er­stat­tungsfähi­gen Kos­ten für die strei­ti­ge Schu­lungs­ver­an­stal­tung auch aus­rei­chend nach­ge­wie­sen.
Hier­zu hat er die Rech­nung des Schu­lungs­ver­an­stal­ters ver.di b + b vom 07.10.2008 so­wie die Ho­tel­rech­nung vom 18.10.2008 vor­ge­legt. Hier­aus er­ge­ben sich Se­mi­nar­kos­ten in Höhe von 380,-- € zuzüglich Mehr­wert­steu­er so­wie Über­nach­tungs- und Ver­pfle­gungs­kos­ten in Höhe von 175,-- €, die der Schu­lungs­ver­an­stal­ter für die Be­tei­lig­te zu 3. vor­ge­legt hat.
Die sich in­so­weit er­ge­ben­den Kos­ten in Höhe von 581,60 € hat der Ar­beit­ge­ber aber nicht in vol­ler Höhe zu tra­gen. Die Be­schwer­de des Ar­beit­ge­bers ist in­so­weit be­gründet, als der Be­triebs­rat die Frei­stel­lung von mehr als 572,10 € ver­langt. In Höhe von 9,50 € war der ent­spre­chen­de An­trag des Be­triebs­ra­tes ab­zu­wei­sen.
Dass der Ar­beit­ge­ber im Hin­blick auf die Er­for­der­lich­keit der Schu­lungs­teil­nah­me der Be­tei­lig­ten zu 3. den Be­triebs­rat auch von den über­nom­me­nen Über­nach­tungs- und Ver­pfle­gungs­kos­ten frei­stel­len muss, er­gibt sich aus den vor­ste­hen­den Ausführun­gen. Der Be­triebs­rat muss sich je­doch Auf­wen­dun­gen für Über­nach­tungs-und Ver­pfle­gungs­kos­ten an­rech­nen las­sen, die die Be­tei­lig­te zu 3. we­gen der Schu­lungs­teil­nah­me zu Hau­se er­spart hat.
a) In der Recht­spre­chung des Bun­des­ar­beits­ge­richts ist an­er­kannt, dass der Ar­beit­ge­ber be­rech­tigt ist, von den Ver­pfle­gungs­kos­ten er­spar­te Ei­gen­auf­wen­dun­gen der Schu­lungs­teil­neh­mer ab­zu­zie­hen. Er­fah­rungs­gemäß wird nämlich ei­ne Haus­halts­er­spar­nis ge­ge­ben sein, wenn ein An­gehöri­ger ei­nes Fa­mi­li­en­haus­hal­tes für meh­re­re Ta­ge die häus­li­che Ver­pfle­gung nicht in An­spruch nimmt. Bei der An­rech­nung die­ser Haus­halts­er­spar­nis konn­te der Ar­beit­ge­ber nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ar­beits­ge­richts nach den früher gel­ten­den Lohn­steu­er­richt­li­ni­en ver­fah­ren (vgl. BAG 29.01.1974 – 1 ABR 34/73 – AP Be­trVG 1972 § 37 Nr. 8; BAG 30.03.1994 – 7 ABR 45/93 – AP Be­trVG 1972 § 40 Nr. 42, un­ter B. II. 2. b) der Gründe; BAG 28.06.1995 – 7 ABR 55/94 – AP Be­trVG 1972 § 40 Nr. 48, un­ter B. II. 4. a) der Gründe; Fit­ting, a.a.O., § 40 Rn. 59; GKK-Wed­de, a.a.O., § 40 Rn. 64, 83; GK-Be­trVG/We­ber, a.a.O., § 40 Rn. 44 m.w.N.). Mit die­ser Re­ge­lung wird der Er­fah­rungs­tat­sa­che Rech­nung ge­tra­gen, dass die Nicht­i­n­an­spruch­nah­me häus­li­cher oder Kan­ti­nen­ver­pfle­gung während ei­ner Dienst­rei­se je­den­falls in der Re­gel zu Ein­spa­run­gen führt, die sich der be­tref­fen­de Ar­beit­neh­mer an­rech­nen las­sen muss. Ei­ne sol­che An­rech­nung der Haus­halts­er­spar­nis steht bei Be­triebs­rats­mit­glie­dern auch in Ein­klang mit § 40 Abs. 1 Be­trVG. Bei den da­nach vom Ar­beit­ge­ber zu tra­gen­den Kos­ten der Be­triebs­ratstätig­keit kann es sich nur um die tatsächlich ent­ste­hen­den bzw. ent­stan­de­nen Kos­ten han­deln, die sich hier aus den ent­stan­de­nen Auf­wen­dun­gen für Un­ter­kunft und Ver­pfle­gung abzüglich der Ein­spa­run­gen in Fol­ge nicht in An­spruch ge­nom­me­ner häus­li­cher oder Kan­ti­nen­ver­pfle­gung er­rech­nen. Die Berück­sich­ti­gung die­ser Haus­halts­er­spar­nis ist auch we­gen des Begüns­ti­gungs­ver­bo­tes des § 78 Satz 2 Be­trVG ge­bo­ten; oh­ne den Ab­zug der Haus­halts­er­spar­nis würden Be­triebs­rats­mit­glie­der we­gen ih­rer Tätig­keit fi­nan­zi­el­le Vor­tei­le er­la­gen, die sie sonst nicht hätten.
b) Ent­ge­gen der Rechts­auf­fas­sung des Ar­beit­ge­bers konn­te im vor­lie­gen­den Fall die An­rech­nung er­spar­ter Ver­pfle­gungs­kos­ten je­doch nicht in Höhe von 20 % der tatsächlich ent­stan­de­nen Ver­pfle­gungs­auf­wen­dun­gen er­fol­gen.
Zwar hat das Bun­des­ar­beits­ge­richt nach sei­ner frühe­ren Recht­spre­chung (a.a.O.) ei­nen Ab­zug für Haus­halts­er­spar­nis in Höhe von 20 % nach den früher gel­ten­den Lohn­steu­er­richt­li­ni­en für an­ge­mes­sen er­ach­tet. Die von 1990 bis 1995 gel­ten­den Lohn­steu­er­richt­li­ni­en stel­len je­doch für das Jahr 2008, das Jahr, in dem die
Schu­lungs­ver­an­stal­tung statt­fand, für die Be­mes­sung der Haus­halts­er­spar­nis kei­nen ge­eig­ne­ten An­halts­punkt mehr dar (LAG Ba­den-Würt­tem­berg 06.02.2003 – 19 TaBV 3/02 – n.v.; LAG Nürn­berg 25.02.2003 – 2 TaBV 24/02 – LAG­Rep 2003, 243 = ARSt 2003, 244; LAG Hamm 13.01.2006 – 10 TaBV 65/05 – NZA-RR 2006, 249; LAG Köln 25.04.2008 – 11 TaBV 10/08 – AE 2009, 135 = EzB Be­trVG § 37 Nr. 9). Viel­mehr ist nach Auf­fas­sung der Be­schwer­de­kam­mer in­zwi­schen die So­zi­al­ver­si­che­rungs­ent­gelt­ver­ord­nung in der bis zum 31.12.2008 gülti­gen Fas­sung ein ge­eig­ne­ter An­halts­punkt, um die Haus­halts­er­spar­nis für den vor­lie­gen­den Fall fest­zu­stel­len. Die So­zi­al­ver­si­che­rungs­ent­gelt­ver­ord­nung stellt ei­ne ge­ne­rel­le, auf Durch­schnitts­wer­te ab­ge­stimm­te Be­stim­mungs­größe dar und wird jähr­lich an­ge­passt. Sie ist da­mit ein rea­litäts­na­her Wert der Verkösti­gung und des­halb ein ge­eig­ne­ter Maßstab für die Haus­halts­er­spar­nis auch bei der Teil­nah­me an Schu­lungs­ver­an­stal­tun­gen.
Nach dem un­wi­der­spro­chen ge­blie­be­nen Vor­brin­gen der Be­tei­lig­ten zu 3. anläss­lich der Anhörung vor der Be­schwer­de­kam­mer vom 23.07.2010 war der Ar­beit­ge­ber da­nach le­dig­lich be­rech­tigt, die anläss­lich der Schu­lungs­teil­nah­me der Be­tei­lig­ten zu 3. vom 16./17.10.2008 ent­stan­de­nen Ver­pfle­gungs­kos­ten in Höhe von ins­ge­samt 55,-- € um 9,50 € zu kürzen. Die­ser Be­trag er­rech­net sich, da die Be­tei­lig­te zu 3. zwei Mit­tag­es­sen, ein Abend­es­sen und ein Frühstück in An­spruch ge­nom­men hat. Der amt­li­che Wert für ein Frühstück be­trug nach §§ 2 Abs. 1 und 6 der bis zum 31.12.2008 gel­ten­den So­zi­al­ver­si­che­rungs­ent­gelt­ver­ord­nung 1,50 €, für ein Mit­tag-und Abend­es­sen je­weils 2,66 €. Bei der In­an­spruch­nah­me ei­nes Frühstücks, zwei Mit­tag­es­sen und ei­nem Abend­es­sen er­rech­net sich in­so­weit ein Be­trag von 9,50 €, der als Haus­halts­er­spar­nis in Ab­zug zu brin­gen war.
Für die Zu­las­sung der Rechts­be­schwer­de zum Bun­des­ar­beits­ge­richt be­stand kei­ne Ver­an­las­sung, §§ 92 Abs. 1 Satz 2, 72 Abs. 2. ArbGG.
We­gen der Möglich­keit der Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de wird auf § 92a ArbGG ver­wie­sen
Zy­deck
/N.Bg.
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References: § 101
 § 40
 § 83
 § 40
 § 40
 § 83
 § 88
 § 78
 § 77

§ 38
 § 80
 § 33
 § 33
 § 29
 § 25
 § 25
 § 24
 § 25
 § 25
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 § 33
 § 80
 § 40
 § 37
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 § 37
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 § 37
 § 37
 § 37
 § 101
 § 37
 § 40
 § 40
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 § 40
 § 40
 § 40
 § 78
 § 37
 § 92