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Timestamp: 2019-04-26 15:04:39+00:00

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BGH, 12.10.1972 - VII ZR 51/72 - dejure.org
BGH, 12.10.1972 - VII ZR 51/72
Anspruch auf Restwerklohn - Bau einer Versickerungsanlage - Streit um die Höhe einer Vergütung
Aufwendungen des Auftraggebers bei eigener Mängelbeseitigung
BGHZ 59, 328
NJW 1973, 46
DB 1972, 2457
BauR 1973, 52
Der Beauftragte hat nach herrschender Meinung keinen Anspruch auf Ersatz eigener Arbeitsleistung, weil er seinen Dienst unentgeltlich angeboten hat (BGHZ 59, 328, 331;… BGH, Urt. v. 14. Dezember 1987, II ZR 53/87, NJW-RR 1988, 745, 746;… Bamberger/Roth/Czub, BGB, 2. Aufl., § 670 Rdn. 9;… Erman/Ehmann, BGB, 11. Aufl., § 60 Rdn. 6;… MünchKomm-BGB/Seiler, aaO, § 670 Rdn. 20).
Aufwendungen sind freiwillige Vermögensopfer für die Interessen eines anderen (BGHZ 59, 328, 329 f.;… MünchKomm/Keller BGB 2. Aufl. § 256 Rdn. 3;… Staudinger/Selb BGB 12. Aufl. § 256 Rdn. 4;… s. auch Larenz, Lehrbuch des Schuldrechts Bd. I 14. Aufl. § 13 I, S. 185).
Aufwendungen sind freiwillige Vermögensopfer für die Interessen eines anderen (BGH vom 12. Oktober 1972 - VII ZR 51/72 - BGHZ 59, 328 = NJW 1973, 46; BGH vom 26. April 1989 - IVb ZR 42/88 - NJW 1989, 2816 = LM Nr. 27 zu § 1606 BGB).
Unter "Aufwendung" ist die freiwillige Aufopferung von Vermögenswerten im Interesse eines anderen zu verstehen (BGHZ 59, 328, 329; BGH NJW 1960, 1568;… Palandt/Heinrichs, BGB, 61. Aufl 2002, § 256 RdNr 1).
Wann das im einzelnen der Fall ist, muß freilich, wie der Senat bereits aus früherem Anlaß entschieden hat (BGHZ 59, 328, 330), nach Sinn und Zweck der für das jeweilige Rechtsverhältnis geltenden Normen beurteilt werden.
Mit diesem Rechtsgedanken wäre es - wie im Falle BGHZ 59, 328 - unvereinbar, wenn die Erstattungspflicht des Auftraggebers allein davon abhinge, ob die örtliche Bauaufsicht - etwa bei einem "Einmannbüro" - von dem Architekten persönlich oder - bei einem größeren Büro - von einem dort angestellten Architekten ausgeführt wird.
Es kann dahinstehen, ob einer Anwendung des § 257 Satz 1 BGB im Streitfall bereits entgegensteht, dass der vom Kunden dem Reisebüro geschuldete Reisepreis, der mit Reisewerten bezahlt werden soll, keine Aufwendung im Sinne von § 257 Satz 1 BGB darstellt, weil es an einem freiwilligen Vermögensopfer im Interesse eines anderen fehlt (vgl. BGH, Urteil vom 12. Oktober 1972 - VII ZR 51/72, BGHZ 59, 328, 329 f.; Urteil vom 26. April 1989 - IVb ZR 42/88, NJW 1989, 2816, 2818;… MünchKomm.BGB/Krüger, 7. Aufl., § 256 Rn. 2;… Staudinger/Bittner, BGB [2014], § 256 Rn. 5;… einschränkend auf "in der Regel fremdnützig" Lorenz in Bamberger/Roth, Beck'scher Online-Kommentar BGB, 42. Edition, Stand 1. Februar 2017, § 256 Rn. 5).
Den Stundenumfang zu schätzen entspricht auch der in der landgerichtlichen Entscheidung zitierten Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes, wonach Schwierigkeiten bei der Bewertung der eigenen Arbeitsleistung des Bestellers mit Hilfe des § 287 ZPO zu bewältigen sind (vgl. Urteil des BGH vom 12.10.1972, Az.: VII ZR 51/72).
AG Hagen, 21.10.2002 - 10 C 335/02
Schadensregulierung bei Kraftfahrzeugschäden - Ersatz von Gutachtenkosten; …

References: § 670
 § 60
 § 670
 § 256
 § 256
 § 13
 BGH 
 § 1606
 BGH 
 § 256
 § 257
 § 257
 § 256
 § 256
 § 256
 § 287
 BGH