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Timestamp: 2018-07-23 02:32:05+00:00

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KFZ-Versicherung absetzen - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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10.02.2011, 15:54 #1
lese mich seit einigen Tagen durch das Internet bezüglich der KFZ-Versicherung bei Aufstockern. So genau verstehe ich das nicht. Wir kriegen ergänzendes ALG 2 seit Juni 2010. Seit der Zeit ist mein Mann zwar Vollzeit beschäftigt aber natürlich reicht das Einkommen trotzdem nicht immer. Jetzt wurde auch noch die KFZ-Versicherung erhöht. Und mein Mann ist seit Januar krankgeschrieben, weil er am Knie operiert werden muss. Der OP-Termin steht auch schon und so kriegen wir ab dem 25. Februar Krankengeld. Noch weniger Geld.
Jetzt zur eigentlichen Frage: Wenn ich jetzt beantrage die KFZ-Versicherung von dem Einkommen abzusetzen, erhöht sich dann der Freibetrag, um die Summe, die monatlich für die KFZ-Versicherung bezahlt wird? Wie genau sollte ich da vorgehen? Den § 11 Absatz 2 erwähnen? Ist es möglich das auch rückwirkend überprüfen zu lassen?
Meine SB meinte mal zu mir, dass wäre alles in der Versicherungspauschale enthalten.
Gibt es eigentlich eine Auflistung darüber was mit den 100 Euro bzw. den 30 Euro abgegolten ist?
Viele Fragen...ich weiß...bitte klärt mich auf. Achja, mein Mann kriegt Reisekosten von seinem AG erstattet, könnten die sich deswegen querstellen?
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10.02.2011, 16:05 #2
AW: KFZ-Versicherung absetzen
Die KFZ-Versicherung ist nicht in der Versicherungspauschale enthalten, sondern wird als gesetzlich vorgeschriebene Versicherung zusätzlich vom Einkommen abgesetzt. Das kannst Du per Überprüfungsantrag noch 4 Jahre rückwirkend durchsetzen.
Für die auf dem Arbeitsmarkt notwendige Flexibilität ist ein Fahrzeug erforderlich reicht normalerweiser als Begründung, eine Mindermeinung verlangt aber, daß das Fahrzeug zur Erzielung des Einkommens notwendig sein muß.
10.02.2011, 16:20 #3
Wenn Dein Mann mehr als 400€ verdient, müsst Ihr rechnen. KFZ-Versicherung, Fahrkosten(Kiloetergeld), irgendwas war da noch, mal auf biddy warten.
Wenn das mehr als 100€ sind, könnt Ihr auch mehr absetzen.
(2) Vom Einkommen sind abzusetzen 1.auf das Einkommen entrichtete Steuern,
3.Beiträge zu öffentlichen oder privaten Versicherungen oder ähnlichen Einrichtungen, soweit diese Beiträge gesetzlich vorgeschrieben oder nach Grund und Höhe angemessen sind; hierzu gehören Beiträgea)zur Vorsorge für den Fall der Krankheit und der Pflegebedürftigkeit für Personen, die in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht versicherungspflichtig sind,
6.für Erwerbstätige ferner ein Betrag nach § 30,
8.bei erwerbsfähigen Hilfebedürftigen, deren Einkommen nach dem Vierten Abschnitt des Bundesausbildungsförderungsgesetzes oder § 71 oder § 108 des Dritten Buches bei der Berechnung der Leistungen der Ausbildungsförderung für mindestens ein Kind berücksichtigt wird, der nach den Vorschriften der Ausbildungsförderung berücksichtigte Betrag.
(3) Nicht als Einkommen sind zu berücksichtigen 1.Einnahmen, soweit sie alsa)zweckbestimmte Einnahmen,
2.Entschädigungen, die wegen eines Schadens, der nicht Vermögensschaden ist, nach § 253 Abs. 2 des Bürgerlichen Gesetzbuchs geleistet werden.
(4) Abweichend von den Absätzen 1 bis 3 wird der Teil des Pflegegeldes nach dem Achten Buch, der für den erzieherischen Einsatz gewährt wird, 1.für das erste und zweite Pflegekind nicht,
2.für das dritte Pflegekind zu 75 vom Hundert,
3.für das vierte und jedes weitere Pflegekind in voller Höhe berücksichtigt.
10.02.2011, 17:10 #4
sein Erwerbseinkommen übersteigt 400 Euro. KFZ sind ca. 60 Euro monatlich zahlen wir aber nur alle 3 Monate. Wie kann man Fahrtkosten nachweisen? Also gelten die 100 Euro Freibetrag selbst wenn davon nur 30 Euro Versicherungspauschale sind? Immerhin übersteigt unsere KFZ-Versicherung diese 30 Euro? Riesterrente bezahlen wir auch und die würde angeblich auch unter die Pauschale fallen.
"Ausnahmeregelung: Bei einem Einkommen über 400 Euro können auf Antrag statt der 100-Euro-Grundpauschale auch die tatsächlichen höheren Kosten geltend gemacht werden (Nachweis erforderlich). Die Grundpauschale deckt die nachfolgenden Aufwendungen ab:
Beiträge für gesetzlich vorgeschriebene Versicherungen (z.B. Kfz-Versicherung),
Altersvorsorgebeiträge insbesondere zur Riester-Rente,
private Versicherungen (Haftpflicht, Hausrat, Rechtsschutz) 30 Euro,
Werbungskosten (15,33 Euro oder tatsächliche Kosten),
für den Weg zwischen Wohnung und Arbeitsstätte 20 Cent pro Entfernungskilometer.
Einige Absetzbeträge (z.B. Kfz-Versicherung) oder die 30 Euro-Pauschale gelten aber auch für andere Einnahmen, z.B. bei Einkommen aus Rente, Kindergeld, Alg I, Krankengeld, Vermietung und Verpachtung.
Zur Gewährung der 30 Euro-Pauschale für angemessene private Versicherungen Die Pauschale ist vom Einkommen jeder volljährigen Person abzusetzen. Die 30 Euro-Pauschale ist bereits in dem Grundfreibetrag bei Erwerbseinkommen von 100 Euro nach § 11 Abs. 2 Satz 2 SGB II enthalten; sie kann daher nicht ein weiteres Mal gewährt werden. Eine Prüfung, ob jemand tatsächlich Aufwendungen für private Versicherungen hat, ist nicht vorzunehmen. Bezieht eine Person Einkünfte aus mehreren Einkommensarten ist die Pauschale nur einmal zu gewähren. Die Pauschale ist auch vom Kindergeld für volljährige Kinder abzusetzen. Die Pauschale ist vom Kindergeld des Kindergeldberechtigten abzusetzen, wenn dieses wegen anderweitiger Bedarfsdeckung des Kindes bei ihm als Einkommen zu berücksichtigen ist. Wird einmaliges Einkommen auf mehrere Monate verteilt, ist für jeden Monat die Pauschale zu berücksichtigen. Beziehen in einer Bedarfsgemeinschaft mehrere volljährige Personen Einkommen ist für jede Person die Pauschale von deren Einkommen abzusetzen. Bei Einkünften aus Vermietung bzw. Verpachtung werden die notwendigen Ausgaben (wie z.B. anteilige Grund- und Gebäudesteuern, anteilige Schuldzinsen, eine Pauschale von 10 % für Instandhaltung/-setzung und 1 % für Bewirtschaftung) berücksichtigt."
Also Kfz-Versicherung: ca. 60 Euro
Riesterrente: 20 Euro
Wenn ich jetzt die Werbungskosten und die Versicherungspauschale dazu nehme, liegen wir über 100 Euro. Ob die sich darauf einlassen?
10.02.2011, 17:35 #6
Zitat von Maggie1978
Fahrtkosten werden normalweise pauschal berechnet: km vom Wohnort bis zum Arbeitsort x 0,20 Euro x 19 Tage (bei Vollzeit).
Die Vers. Pauschale ist nicht für die KFZ-Vers., sondern den ganzen anderen Kram wie Hausrat, Haftpflicht usw.
KFZ-Vers: Es wird nur die Haftpflicht berücksichtigt, nicht Kasko, Schutzbrief etc. pp.
10.02.2011, 17:49 #7
Er arbeitet zwar Vollzeit aber auf Montage und fährt deswegen nicht jeden Tag zur Arbeit. Zumindestens die meiste Zeit. Da er bei einer Zeitarbeitsfirma eingestellt ist, kann es natürlich auch passieren, dass er auch mal woanders eingesetzt werden kann. Passiert zwar selten ist aber auch schon mal vorgekommen. Dann müsste ich die 4 Euro für den Schutzbrief im Quartal noch abziehen. Wenn meine Berechnungen unten so stimmen, würden wir mit ca. 20 Euro im Monat drüber liegen ohne Fahrtkosten, die müsste ich noch berechnen.
10.02.2011, 17:51 #8
Er arbeitet zwar Vollzeit aber auf Montage und fährt deswegen nicht jeden Tag zur Arbeit. .
Dann am besten vom Arbeitgeber eine Bescheinigung über den/die Einsatzorte geben lassen.
absetzen, kfzversicherung
Absetzen von Gewerkschaftsbeitrag auf ALGII nur bei über 100 Euro Aufwendungen ? Jesaja ALG II 10 05.07.2010 17:29

References: § 11
 § 30
 § 71
 § 108
 § 253
 § 11