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Timestamp: 2017-06-26 08:36:01+00:00

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Analyse der rechtlichen Bedeutung nach dem ersten Grindadráp
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24. Mai 2017: Kommentar von Robert Read, Chief Operations Officer von Sea Shepherd GroßbritannienEine Analyse der rechtlichen Bedeutung des ersten Grindadráp nach der Verurteilung von Sea Shepherds Captain Jessie Treverton wegen des Zufügens unnötigen Leids für Delfine nach dem färöischen Tierschutzgesetz. Das Grindadráp vom 21. Mai 2017 war auch die erste Jagd nach dem außergewöhnlichen Gerichtsprozess gegen Sea Shepherd Kapitänin Jessie Treverton (Großbritannien), am 24. November 2016. Die färöische Staatsanwaltschaft in Tórshavn beschuldigte Jessie Treverton des Verstoßes gegen färöische Tierschutzgesetze, durch das „Zufügen unnötigen Leids“ für eine Delfinschule. Dies bezog sich auf eine Aktion Trevertons und zweier weiterer weiblicher Crewmitglieder aus Frankreich am 17. September 2014, bei der Jessie erfolgreich die Leben von 200 Weißseitendelfinen vor einem Grindadráp rettete, indem sie die Tiere mit Hilfe des Sea Shepherd-Schlauchboots SPITFIRE von den Inseln wegtrieb. Daraufhin wurde die SPITFIRE von dänischem Militär mit Schlauchbooten verfolgt und gestoppt. Die färöische Polizei konfiszierte die SPITFIRE und verhaftete die 3 Frauen.Nachdem der Prozess mehrmals vom dänischen Gericht auf den Färöern verschoben wurde, fand Captain Trevertons Anhörung letztendlich am 24. November 2016 statt, bei welcher sie schuldig befunden wurde, einer Schule von Delfinen unnötiges Leid zugefügt zu haben. Die Strafe betrug 5.500 dänische Kronen (etwa 740 €) oder 8 Tage im Gefängnis sowie die Übernahme der Gerichtskosten (bis heute wurde weder die Geldstrafe beglichen, noch die Gefängnisstrafe verbüßt).Nach dem Urteil sagte Treverton: „Wenn es bedeutet, dass das Treiben der Delfine in Sicherheit gegen die Tierschutzgesetze verstößt, dann nehme ich das Urteil gerne an. Wenn dieses Gesetz auf mich zutrifft, dann muss es ebenfalls auf die Färinger zutreffen. Ein Präzedenzfall, der bedeutet, dass das Treiben von Delfinen gegen färöische Gesetze verstößt, wurde geschaffen.“Dieses Urteil bedarf nach dem vergangenen Grindadráp näherer Untersuchung. Jessie Treverton wurde unter färöischem Gesetz verurteilt - lagtingslov nr. 9 af 14. marts 1985 med senere ændringer om værn af dyr § 19, jf. § 1 (zu Deutsch: Das Urteil der Løgting Nummer 9 des 14. März 1985, mit späterer Änderung bezüglich des Tierschutzes §19 cf. §1).Jessie Treverton und die beiden französischen Crewmitglieder wurden beschuldigt, die SPITFIRE am 17. September 2014 für 12-15 Minuten (zwischen etwa 15:10 Uhr und 15:30 Uhr) unverantwortlich bei hoher Geschwindigkeit genutzt zu haben, um eine Delfinschule aus dem Nolsoyarfjørd zu treiben und diese dabei unnötigen Anstrengungen, Stress und Leid ausgesetzt zu haben.Während der Verhandlung wurde dem dänischen Richter die Expertenmeinung des dänischen Veterinärgesundheitsrats (Ministerium für Gesundheit und Ernährung) vom färöischen Staatsanwalt präsentiert.Der dänische Veterinärgesundheitsrat wurde zu folgenden Punkten befragt:1. Das Verhalten der Angeklagten (Treiben der Delfinschule für 12 Minuten bei hoher Geschwindigkeit) könnte dazu führen, dass die Schule von 200 Tieren an Tempo zunimmt und teilweise oder komplett die Richtung ändert – warum?Die Meinung der Experten: „Schnelles Fahren mit einem stark motorisierten Schlauchboot sorgt für großen Lärm unter Wasser, welcher zum genannten Verhalten der Delfine führen kann. Die Geschwindigkeit ist höchstwahrscheinlich unangenehm für die Tiere, und falls sie bereits mit Booten in Kontakt gewesen oder gejagt worden sind, könnten sie die Geräusche mit dem Risiko getroffen oder getötet zu werden verknüpfen.“2. Der Rat wurde zu seiner Meinung befragt, ob gleiche Handlungen durch die Personen in der SPITFIRE als „unangemessenes Behandeln von Tieren, Misshandeln von Tieren oder schweres Missbrauchen von Tieren zu betrachten seien und ob das Verhalten Misshandlungen und/oder Leiden und/oder Schmerz und/oder Überanstrengung für die Schule oder einzelne Tiere verursacht haben könnte.“Die Meinung der Experten: „Tiere müssen richtig behandelt und so gut wie möglich vor Schmerz, Leiden, Angst, schweren Verletzungen und starkem Unwohlsein geschützt werden und weder durch Überanstrengung, noch Misshandlung unnötigem Leid ausgesetzt werden. Tiere müssen ebenfalls unter Berücksichtigung ihres Verhaltens, ihrer Psyche und ihrer Gesundheit behandelt werden.“3. Die Experten wurden zu ihrer Meinung befragt, ob gleiche Handlungen als „unangemessenes Behandeln von Tieren, Misshandeln von Tieren oder schweres Missbrauchen von Tieren zu betrachten seien und ob das Verhalten Misshandlungen und/oder Leiden und/oder Schmerz und/oder Überanstrengung für die Schule oder einzelne Tiere verursacht haben könnte.“Der dänische Veterinärgesundheitsrat kam zu der Entscheidung, dass „die Tiere in ihrem Verhalten gestört wurden, wodurch Angst entfacht wurde, welche in den Tieren deutliches Unwohlsein und Leid auslöste.“Basierend auf den Entscheidungen von Dänemarks eigenem Gesundheits- und Veterinäramt in einem dänischen Gerichtshof in der Hauptstadt der Färöer, entschied das Gericht, dass das 12-minütige Treiben einer Delfinschule am 17. September 2014 durch ein einziges Sea Shepherd-Schlauchboot für Leid und Überanstrengung der Delfine gesorgt hatte und, dass Jessie Treverton schuldig wegen Tierquälerei in Verbindung mit Paragraph 1 - lagtingslov nr. 9 af 14. marts 1985 med senere ændringer om værn af dyr § 19, jf. § 1] – wäre.Dies war ein historisches Urteil des dänischen Richters. Dieser benutzte ein bestehendes färöisches Tierschutzgesetz von 1980, welches in dieser Form nie auf einen färöischen Grindadráp-Teilnehmer angewandt wurde, um eine einzige ausländische Person (Jessie Treverton) in einem 8,5 Meter langen Schlauchboot (SPITFIRE) für schuldig zu befinden, weil sie Delfinen unnötigem Leid aussetzte, indem sie sie schnell, innerhalb von 15 Minuten, von einem Tötungsstrand wegtrieb (und somit ihre Leben vor einem drohenden Grindadráp rettete). Es gab keine Beweise für etwaige Verletzungen der Delfine durch Jessie Trevertons Handeln an diesem Tag in 2014.Im Vergleich dazu wurde in dieser Woche, am 21. Mai 2017, nach dem mehrfach verschobenen Gerichtstermin, eine Schule Grindwale von anfangs 5, später 20 färöischen Booten (darunter Schlauch- und Schnellboote), über 3 Stunden lang getrieben, was Stress und Desorientierung für die Wale bedeutete, sodass sie vorsätzlich durch eine „Wand aus Lärm“ (von all den Bootsmotoren) gestrandet und getötet werden konnten. Die Tötungen dauerten mindestens 10 Minuten, in denen die Tiere in dem Blut ihrer toten oder sterbenden Verwandten schwimmen mussten, auf eine Art, die nicht einmal in den schlimmsten Schlachthäusern der EU akzeptiert werden würde.Im August 2016 lieferte Jessie Treverton, in Erwartung schuldig gesprochen zu werden, hochauflösendes Videomaterial, welches von Dritten aufgenommen wurde, an die färöische Polizei und verlangte eine Untersuchung auf mehrere Verstöße des färöischen Tierschutzgesetzes durch die Teilnehmer des Grindadráp in Hvannasund im Juli 2016. Bis heute gab es keine Antwort von der färöischen Staatsanwaltschaft oder Polizei auf das Beweisvideo. Ebenfalls ist sich Sea Shepherd keiner Untersuchungen oder laufender Verfahren gegen irgendeine färöische Person bewusst.Wenn man all die oben genannten Punkte betrachtet, muss folgende Schlussfolgerung getroffen werden: Die dänische Staatsanwaltschaft, der dänische Richter und die Polizei haben sich dazu entschlossen, die färöischen Tierschutzgesetze seit 30 Jahren in puncto Grindadráp zu ignorieren - nur, um das gleiche Gesetz zu nutzen, um eine Sea Shepherd-Kapitänin zu beschuldigen, Delfinen unnötigem Leid und Stress ausgesetzt zu haben, um ihnen das Leben zu retten. Außerdem werden sowohl dänische, als auch färöische Steuergelder ausgegeben, um sowohl das Grindadráp durch färöische Patrouillenschiffe und Schlauchboote, die auch bei der Jagd zum Einsatz kommen, zu unterstützen, als auch das Einschreiten gegen das Töten von Grindwalen und Delfinen durch Sea Shepherd, durch dänische Polizei, Marine, Schiffe und Helikopter, zu verhindern. Des Weiteren akzeptieren das dänische Gericht, die dänische Polizei und die färöische Staatsanwaltschaft, dass das Grindadráp zukünftig von Natur aus unnötiges Leiden für die Wale und Delfine bedeutet, nur um diese barbarische Tradition fortzuführen.Am 8. Mai 2017 hat Sea Shepherd Niederlande, mit der formellen Hilfe von 27 Abgeordneten des Europäischen Parlaments, offiziell Klage bei der Europäischen Kommission eingereicht, ein Vertragsverletzungsverfahren wegen Unterstützung des Abschlachtens von Grindwalen und anderer Wale gegen Dänemark einzuleiten. Es ist Aufgabe der Europäischen Kommission sicherzustellen, dass Dänemark zur Verantwortung gezogen wird. Sea Shepherd hat der Europäischen Kommission alle dafür nötigen Beweise geliefert.Bitte unterzeichnet und teilt schnellstmöglich unsere Petition, um zu fordern, dass die Europäische Kommission Dänemark davon abhält, weiterhin das Abschlachten von Walen zu unterstützen.http://www.thepetitionsite.com/de/383/959/352/hold-denmark-accountable-for-the-slaughter-of-pilot-whales/ Zurück	Weiter SAM SIMON: Operation Milagro III im Golf von KalifornienDie SAM SIMON ist zu OPERATION MILAGRO III (2016/2017) aufgebrochen, um den unmittelbar vom Aussterben bedrohten Golftümmler, den gefährdeten Totoaba und andere Meerestiere im Golf von Kalifornien zu retten. In diesem Video erfahrt ihr etwas über die Geschichte und die Eigenschaften des Anti-Wildererschiffs SAM SIMON und die täglichen Arbeiten der Sea Shepherd Crew an Bord. https://sea-shepherd.de/1956-operation-milagro-3https://www.youtube.com/watch?v=FalRGvTHDjA00Marine Debris CampaignPlastikmüll erstickt unsere Meere. Wissenschaftler gehen von weltweit ca. 100-150 Millionen Tonnen Plastikmüll aus. 8-10 Millionen kommen jährlich hinzu. Somit stellt die Vermüllung eine der größten Bedrohungen unserer Ozeane dar. Aus diesem Grund hat Sea Shepherd Deutschland die MARINE DEBRIS CAMPAIGN ins Leben gerufen. Die Kampagne hat einen internationalen Ansatz und richtet sich an Organisationen bzw. Wassersportschulen sowie an alle Privatpersonen auf der ganzen Welt, die mit uns gegen die Plastikflut aktiv werden wollen.

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