Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=VGH%20Baden-W%C3%BCrttemberg&Datum=27.09.1995&Aktenzeichen=6%20S%202522/94
Timestamp: 2019-07-23 06:25:03+00:00

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VGH Baden-Württemberg, 27.09.1995 - 6 S 2522/94 - dejure.org
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VGH Baden-Württemberg, 27.09.1995 - 6 S 2522/94 (https://dejure.org/1995,5958)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 27.09.1995 - 6 S 2522/94 (https://dejure.org/1995,5958)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 27. September 1995 - 6 S 2522/94 (https://dejure.org/1995,5958)
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(Zeitlicher Geltungsbereich des BSHG § 97F: 1993-06-23); zwingender Charakter der Zuständigkeitsregelungen; Nothilfe und Nachrang der Sozialhilfe; Frist zur Anmeldung der Erstattungsansprüche des Nothelfers
§ 97 Abs 2 BSHG vom 23.06.1993, § 103 BSHG, § 121 BSHG, § 2 Abs 1 BSHG, § 155 AFG, § 121 S 2 BSHG
VG Sigmaringen, 27.07.1994 - 5 K 1734/92
VBlBW 1995, 428 (Ls.)
Bereite Mittel lägen in diesem Fall nicht vor (BVerwG, Urteil vom 29.09.1971 - V C 2.71, VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 27.09.1995 - 6 S 2522/94).
vgl. VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 27. September 1995 - 6 S 2522/94 -, Juris.
LSG Nordrhein-Westfalen, 25.02.2008 - L 20 SO 63/07
Das unbedingte, endgültige Geltendmachen des Erstattungsanspruches gegenüber dem Sozialhilfeträger müsse, wenngleich nicht umgehend, so doch aber zügig erfolgen, nachdem der Nothelfer Kenntnis vom fehlenden Krankenversicherungsschutz und der möglichen Sozialhilfebedürftigkeit des Betroffenen erlangt habe (ähnlich VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 27.9.1995 - 6 S 2522/94), es sei denn, besondere Umstände des Einzelfalls rechtfertigten eine längere Frist.
Über gesetzlich begründete Kompetenzen und Zuständigkeiten darf sich die Exekutive grundsätzlich nicht hinwegsetzen (…BVerwG, Urt. v. 17.10.1996 - 3 A 1.95 -, BVerwGE 102, 119 [124]; VGH BW, Urt. v. 27.09.1995 - 6 S 2522/94 -, Juris).
Keinesfalls mussten die Ansprüche auf Krankenversicherungsleistungen erst noch begründet werden, was der Annahme des Vorliegens "bereiter Mittel" entgegenstünde (vgl. VGH Mannheim, Urteil vom 27. September 1995 - 6 S 2522/94 -, zit. n. JURIS).
Das unbedingte, endgültige Geltendmachen des Erstattungsanspruches gegenüber dem Sozialhilfeträger muss wenngleich nicht umgehend, so doch aber zügig erfolgen, nachdem der Nothelfer Kenntnis vom fehlenden Krankenversicherungsschutz und der möglichen Sozialhilfebedürftigkeit des Betroffenen erlangt hat (ähnlich VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 27.9.1995 - 6 S 2522/94), es sei denn besondere Umstände des Einzelfalls rechtfertigen eine längere Frist.
Es kommt daher auf die besonderen Umstände des Einzelfalles an, die durch die Interessen des Nothelfers und der in Not geratenen Person, aber auch durch die Belange des Leistungsträgers bestimmt werden (BVerwG, Urteil vom 27.01.1971 - V C 74/70 = BVerwGE 37, 133 = FEVS 18, 121; VGH Mannheim, Urteil vom 27.09.1995 - 6 S 2522/94;… Grube-Wahrendorf, SGB XII, § 25 Rn. 16).
Die durch das Gesetz zur Umsetzung des Föderalen Konsolidierungsprogramms vom 23.06.1993 (BGBl. I S. 944) mit Wirkung vom 27.06.1993 bzw. vom 01.01.1994 neugefaßten Bestimmungen sind auf vor seinem Inkrafttreten begründete und vor diesem Zeitpunkt auch bereits abgeschlossene Hilfefälle nicht anwendbar (Senat, Urt. vom 27.09.1995 - 6 S 2522/94 - m.w.N.).

References: § 97

§ 97
 § 103
 § 121
 § 2
 § 155
 § 121
 § 25