Source: http://www.deutschestextarchiv.de/book/view/moser_grundlehren_1778?p=181
Timestamp: 2019-10-15 23:54:31+00:00

Document:
zen sich befindende Werber die Unterthanen eines
Staats aus demselben mit List locken, und als-
dann, mit oder wider ihren Willen, zu Sol-
Wann es aber doch geschiehet, werden ent-
weder die Werber, wann man deren habhafft
werden kan, (auch wohl am Leben,) gestraft,
oder sonst Repressalien gebraucht; woraus so
dann leicht Weitläufftigkeiten entstehen können.
Ob? wann? und wie ferne? Unterthanen
sich in Kriegsdienste auswärtiger Herrn begeben
dörffen oder nicht? kommt auf die selbstbeliebige
Verfassung eines jeden Staats an.
de Bochat (Louis) Dissertation, concer-
nant les Engagemens des Soldats, qui
s'enrollent au service des Souverains
etrangers; im Jourr. litter. Tom. 12.
Part. 1. Art. 12. und der Biblioth. Ger-
maniq. Tom. 11. Art. 1. p. 1. und Tom.
12. Art. 10. p. 142.
Wenigstens kan der angebohrene Landesherr
selbige, bey einem besorgend- oder würcklich
ausgebrochenen Krieg, nach Haus beruffen:
Wiewohl auch alsdann der Dienstherr sich
nicht allemal für verbunden halten will, zu er-
lauben, daß die in seinen Militar-Diensten ste-
hende Personen dem Befehl gehorchen.
zen ſich befindende Werber die Unterthanen eines
Staats aus demſelben mit Liſt locken, und als-
Wann es aber doch geſchiehet, werden ent-
werden kan, (auch wohl am Leben,) geſtraft,
oder ſonſt Repreſſalien gebraucht; woraus ſo
dann leicht Weitlaͤufftigkeiten entſtehen koͤnnen.
ſich in Kriegsdienſte auswaͤrtiger Herrn begeben
doͤrffen oder nicht? kommt auf die ſelbſtbeliebige
Verfaſſung eines jeden Staats an.
de Bochat (Louis) Diſſertation, concer-
s’enrollent au ſervice des Souverains
étrangers; im Jourr. litter. Tom. 12.
Wenigſtens kan der angebohrene Landesherr
ſelbige, bey einem beſorgend- oder wuͤrcklich
Wiewohl auch alsdann der Dienſtherr ſich
nicht allemal fuͤr verbunden halten will, zu er-
lauben, daß die in ſeinen Militar-Dienſten ſte-
hende Perſonen dem Befehl gehorchen.
Deſer-
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[169/0181] Militar-Sachen. zen ſich befindende Werber die Unterthanen eines Staats aus demſelben mit Liſt locken, und als- dann, mit oder wider ihren Willen, zu Sol- daten machen. §. 24. Wann es aber doch geſchiehet, werden ent- weder die Werber, wann man deren habhafft werden kan, (auch wohl am Leben,) geſtraft, oder ſonſt Repreſſalien gebraucht; woraus ſo dann leicht Weitlaͤufftigkeiten entſtehen koͤnnen. §. 25. Ob? wann? und wie ferne? Unterthanen ſich in Kriegsdienſte auswaͤrtiger Herrn begeben doͤrffen oder nicht? kommt auf die ſelbſtbeliebige Verfaſſung eines jeden Staats an. de Bochat (Louis) Diſſertation, concer- nant les Engagemens des Soldats, qui s’enrollent au ſervice des Souverains étrangers; im Jourr. litter. Tom. 12. Part. 1. Art. 12. und der Biblioth. Ger- maniq. Tom. 11. Art. 1. p. 1. und Tom. 12. Art. 10. p. 142. §. 26. Wenigſtens kan der angebohrene Landesherr ſelbige, bey einem beſorgend- oder wuͤrcklich ausgebrochenen Krieg, nach Haus beruffen: §. 27. Wiewohl auch alsdann der Dienſtherr ſich nicht allemal fuͤr verbunden halten will, zu er- lauben, daß die in ſeinen Militar-Dienſten ſte- hende Perſonen dem Befehl gehorchen. Deſer- L 5
URL zu dieser Seite: http://www.deutschestextarchiv.de/moser_grundlehren_1778/181
Zitationshilfe: Moser, Johann Jacob: Erste Grundlehren des jezigen Europäischen Völcker-Rechts, in Fridens- und Kriegs-Zeiten. Nürnberg, 1778, S. 169. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/moser_grundlehren_1778/181>, abgerufen am 15.10.2019.

References: Art. 12
 Art. 1
 Art. 10
 Art. 12
 Art. 1
 Art. 10
 Art. 12
 Art. 1
 Art. 10