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Timestamp: 2016-10-28 16:12:54+00:00

Document:
U 26/00 (21.08.2001)
Pr�sident Lustenberger, Bundesrichter Ferrari und nebenamtliche Richterin Rumo-Jungo; Gerichtsschreiberin Berger
W.________, 1960, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanwalt Peter Gubelmann, Pestalozzistrasse 24, 8032 Z�rich,
A.- Die 1960 geborene W.________ arbeitete seit Februar 1992 als Pflegehelferin in der Klinik X.________ und war in dieser Eigenschaft bei der National Versicherungsgesellschaft (nachfolgend: National) obligatorisch gegen die Folgen von Unf�llen und Berufskrankheiten versichert. Laut Unfallmeldung vom 25. Juni 1996 erlitt sie am 30. Mai 1996 anl�sslich eines internen Fortbildungskurses "Basale Stimulation" an beiden Ohren Verletzungen, welche zu starkem Ohrenpfeifen f�hrten. Die National kl�rte ihre Leistungspflicht ab und holte dazu einen Bericht des Dr. med. Z.________, Klinik und Poliklinik Y.________ f�r Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Deutschland, vom 11. Juli 1996, einen Bericht des behandelnden Arztes Dr. med. P.________, Internist, Deutschland, vom 22. Juli 1996, sowie Schilderungen �ber den Hergang des Ereignisses vom 30. Mai 1996 bei der Versicherten und beim Leiter des Fortbildungskurses ein. Ferner zog sie Berichte des Dr. med. E.________, Hals-Nasen-Ohrenarzt, Deutschland, vom 7. Juni 1996, des Prof. Dr. med. S.________, Krankenhaus A.________, Abteilung f�r Neurologie, Deutschland, vom 5. Juli 1996 sowie des Dr. med. O.________, Arzt f�r Hals-Nasen-Ohrenkrankheiten, Deutschland, vom 10. Juli 1996 bei. Daraufhin lehnte sie die Erbringung jeglicher Versicherungsleistungen ab (Verf�gung vom 9. August 1996). Hieran hielt sie - nach dem Beizug von Berichten des Prof. Dr. med. R.________, Klinik und Poliklinik Y.________ f�r Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Deutschland, vom 30. Oktober 1996, des Prof. Dr. med. N.________, Hals-Nasen-Ohren-Klinik C.________, Deutschland, vom 2. Januar 1997, sowie der Kursunterlagen "Basale Stimulation" - mit Einspracheentscheid vom 10. M�rz 1997 fest.
B.- Dagegen liess W.________ beim Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich unter Vorlegung eines Berichts des Dr. med. E.________ vom 22. Juli 1997 Beschwerde erheben und beantragen, die National sei in Aufhebung des Einspracheentscheides zur Ausrichtung der gesetzlichen Leistungen zu verpflichten. Das kantonale Gericht wies die Beschwerde mit Entscheid vom 24. November 1999 ab.
C.- W.________ l�sst Verwaltungsgerichtsbeschwerde f�hren und das vorinstanzliche Rechtsbegehren erneuern. Eventualiter beantragt sie die R�ckweisung der Sache an die Vorinstanz zur weiteren Abkl�rung und Neubeurteilung.
Die National schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, w�hrend die als Mitinteressierte beigeladene Intras Krankenkasse auf eine Stellungnahme verzichtet. Das Bundesamt f�r Sozialversicherung l�sst sich nicht vernehmen.
1.- a) Nach Art. 6 Abs. 1 UVG werden die Versicherungsleistungen, soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt, bei Berufsunf�llen, Nichtberufsunf�llen sowie Berufskrankheiten gew�hrt. Als Unfall gilt die pl�tzliche, nicht beabsichtigte sch�digende Einwirkung eines ungew�hnlichen �usseren Faktors auf den menschlichen K�rper (Art. 9 Abs. 1 UVV). Das Begriffsmerkmal der Ungew�hnlichkeit bezieht sich nicht auf die Wirkung des �usseren Faktors, sondern nur auf diesen selber. Ohne Belang f�r die Pr�fung der Ungew�hnlichkeit ist somit, dass der �ussere Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich zog. Der �ussere Faktor ist ungew�hnlich, wenn er den Rahmen des im jeweiligen Lebensbereich Allt�glichen oder �blichen �berschreitet. Ob dies zutrifft, beurteilt sich im Einzelfall, wobei grunds�tzlich nur die objektiven Verumst�ndungen in Betracht fallen (BGE 122 V 233 Erw. 1, 121 V 38 Erw. 1a, je mit Hinweisen). Nach Lehre und Rechtsprechung kann das Merkmal des ungew�hnlichen �usseren Faktors auch in einer unkoordinierten Bewegung (RKUV 1999 Nr. U 333 S. 199 Erw. 3c/aa und Nr. U 345 S. 422 Erw. 2b; Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, S. 176 f.) oder in einer (im Hinblick auf die Konstitution und berufliche oder ausserberufliche Gew�hnung der betreffenden Person) ausserordentlichen �beranstrengung (vgl. BGE 116 V 139 Erw. 3b; RKUV 1994 Nr. U 180 S. 38 Erw. 2) bestehen. Mit dem Erfordernis der Pl�tzlichkeit ist zwar nicht notwendig verbunden, dass die sch�digende Einwirkung auf einen blossen Augenblick beschr�nkt sei, wohl aber muss sie pl�tzlich eingesetzt haben und eine einmalige gewesen sein (EVGE 1943 S. 69).
b) Die einzelnen Umst�nde des Unfallgeschehens sind nach der unter altem Recht zum Unfallbegriff ergangenen Rechtsprechung, welche auch f�r den Unfallbegriff gem�ss der erw�hnten Legaldefinition nach neuem Recht gilt, von der den Anspruch erhebenden Person glaubhaft zu machen. Kommt sie dieser Forderung nicht nach, indem sie unvollst�ndige, ungenaue oder widerspr�chliche Angaben macht, die das Bestehen eines unfallm�ssigen Schadens als unglaubw�rdig erscheinen lassen, besteht keine Leistungspflicht der Unfallversicherung. Im Streitfall obliegt es dem Gericht, zu beurteilen, ob die einzelnen Voraussetzungen des Unfallbegriffs erf�llt sind. Der Untersuchungsmaxime entsprechend hat es von Amtes wegen die notwendigen Beweise zu erheben und kann zu diesem Zwecke auch die Parteien heranziehen. Wird auf Grund dieser Massnahmen das Vorliegen eines Unfallereignisses nicht wenigstens mit Wahrscheinlichkeit erstellt - die blosse M�glichkeit gen�gt nicht -, so hat dieses als unbewiesen zu gelten, was sich zu Lasten der den Anspruch erhebenden Person auswirkt (BGE 116 V 140 Erw. 4b, 114 V 305 Erw. 5b, 111 V 201 Erw. 6b; RKUV 1990 Nr. U 86 S. 50; B�hler, Der Unfallbegriff, in: Alfred Koller [Hrsg.], Haftpflicht- und Versicherungsrechtstagung 1995, St. Gallen 1995, S. 267).
Bei sich widersprechenden Angaben der versicherten Person �ber den Unfallhergang ist auf die Beweismaxime abzustellen, wonach die so genannten spontanen "Aussagen der ersten Stunde" in der Regel unbefangener und zuverl�ssiger sind als sp�tere Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachtr�glichen �berlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein k�nnen. Wenn die versicherte Person ihre Darstellung im Laufe der Zeit wechselt, kommt den Angaben, die sie kurz nach dem Unfall gemacht hat, meistens gr�sseres Gewicht zu als jenen nach Kenntnis einer Ablehnungsverf�gung des Versicherers (BGE 121 V 47 Erw. 1a mit Hinweisen).
Eine mit besonderer Beweiskraft ausgestattete "Aussage der ersten Stunde" liegt indessen dann nicht vor, wenn die erste schriftliche Fixierung des Unfallablaufes erst l�ngere Zeit nach dem Ereignis erfolgt. Diesfalls ist vielmehr zu beachten, dass das menschliche Erinnerungsverm�gen vor allem mit Bezug auf Einzelheiten eines Geschehens relativ rasch verblasst. Eine nach Monaten erstmals zu Protokoll oder zuhanden der �rztlichen Krankengeschichte erkl�rte Unfallschilderung darf deshalb nicht von vornherein als glaubw�rdiger qualifiziert werden als sp�tere Darstellungen. Ferner kann dieser Beweisw�rdigungsgrundsatz erst zur Anwendung gelangen, wenn von zus�tzlichen Beweismassnahmen keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (B�hler, a.a.O., S. 267 f.).
c) Der mangelnde Nachweis eines die Merkmale des Unfalles erf�llenden Ereignisses l�sst sich nur selten durch medizinische Feststellungen ersetzen. Diesen kommt im Rahmen der Beweisw�rdigung f�r oder gegen das Vorliegen eines unfallm�ssigen Geschehens in der Regel nur die Bedeutung von Indizien zu (RKUV 1990 Nr. U 86 S. 51 Erw. 2). Dabei ist zu beachten, dass sich der medizinische Begriff des Traumas nicht mit dem Unfallbegriff deckt. Ein traumatisches Ereignis schliesst zwar eine pathologische Ursache aus, umfasst jedoch neben dem eigentlichen Unfall im Rechtssinne auch Ereignisse, denen der Charakter der Ungew�hnlichkeit und/oder der Pl�tzlichkeit abgeht (B�hler, a.a.O., S. 266 Fn 375, S. 268; Maurer, a.a.O., S. 175 f.).
2.- Streitig und zu pr�fen ist zun�chst, ob das Ereignis vom 30. Mai 1996 die Merkmale der Ungew�hnlichkeit und der Pl�tzlichkeit erf�llt und mithin ein Unfall im Sinne von Art. 9 Abs. 1 UVV vorliegt.
a) Laut Unfallmeldung vom 25. Juni 1996 erlitt die Beschwerdef�hrerin w�hrend des Fortbildungskurses vom 30. Mai 1996 Ohrverletzungen, welche ein starkes "Ohren-Pfeifen" zur Folge hatten. Dr. med. P.________ diagnostizierte anl�sslich der Erstbehandlung vom 5. Juni 1996 einen akuten Tinnitus, der nach Angabe der Versicherten nach einem Gong aufgetreten sei (Bericht vom 22. Juli 1996). Am 18. Juni 1996 wurde diese von Prof. Dr. med. S.________ untersucht, der berichtete, nach deren Aussagen habe ein Gong zu einem eher hochfrequenten und hellen Dauerton im rechten Ohr gef�hrt (Bericht vom 5. Juli 1996). Ferner erw�hnte die Beschwerdef�hrerin auch gegen�ber dem sie ab dem 18. Juli 1996 behandelnden Prof. Dr. med. R.________ den L�rmimpuls infolge eines Gongs (Bericht vom 30. Oktober 1996). Sie selber beschrieb den Hergang am 29. Juli 1996 wie folgt: "Am 30. Mai 1996 ging es im Rahmen des Kurses ("Basale Stimulation") (...) um den Teilbereich "Vibratorische Wahrnehmung und Stimulation". (...) Neben Massagen mit einem Massageger�t und Schlagen auf Xylophone in verschiedenen Tonh�hen von hoch bis tief, wurden auch Experimente mit 2 Gongs mit einem Durchmesser von etwa 1,20 Meter und einer Trommel durchgef�hrt. Aufgabe und Ziel dieser Versuche war die Wahrnehmung der Vibration im K�rper. Beim Gongtest stellte sich eine Person zwischen die beiden Gongs, die dann von 2 Personen im Takt oder abwechselnd mit verschiedener Lautst�rke angeschlagen wurden, von leicht bis ganz stark. In unserer Gruppe wurde ein Gong vom Heilp�dagogen Herrn Kronbach angeschlagen, der andere abwechselnd von einem Kursteilnehmer. Jeder Kursteilnehmer stand jeweils einmal etwa 10 bis 15 Minuten zwischen den beiden Gongs. Als ich zwischen den beiden Gongs stand und die starken Schl�ge erfolgten, musste ich mir ab einer bestimmten Lautst�rke die Ohren zuhalten, da ich die Lautst�rke nicht mehr aushielt. Der Heilp�dagoge rief bzw. schrie mir fast zu, dass er noch lauter anschlagen k�nne. Die gesamte �bung dauerte etwa 30 Minuten. Die �bung mit der Trommel wurde von der Heilp�dagogin Frau Fischer vorgef�hrt. Ich legte abwechselnd die Fingerspitzen oder die Handinnenfl�che auf die Trommel, w�hrend sie darauf schlug. Die Schwingungen waren zu sp�ren. Die Heilp�dagogin erw�hnte, dass man auch mit dem Ohr auf der Trommel die Schwingungen sehr gut wahrnehmen k�nne (...). Daraufhin legte ich meinen Kopf seitlich mit dem rechten Ohr in meinen gebeugten rechten Arm auf die Trommel. Die Heilp�dagogin schlug auf die Trommel. Ein Schlag war so stark, dass ich blitzartig den Kopf hochriss. Ich versp�rte einen starken Schmerz als ob mein Trommelfell gerissen w�re."
b) Auffallend ist, dass die ersten schriftlichen Berichte �ber das Ereignis vom 30. Mai 1996 einzig die Gongschl�ge erw�hnen, w�hrend die Versicherte in ihrer Schilderung vom 29. Juli 1996 von Gong- sowie Trommelschl�gen berichtet. Im Arztbericht, der nach dieser Schilderung erfolgte, war alsdann ebenfalls von Gong- und Trommelschl�gen die Rede (Bericht des Prof. Dr. med. N.________ vom 2. Januar 1997). Allerdings datieren die ersten schriftlichen Berichte bereits fast einen Monat nach dem Ereignis, sodass nicht mehr klar von einer mit besonderer Beweiskraft ausgestatteten "Aussage der ersten Stunde" ausgegangen werden kann. Immerhin erscheint es erstaunlich, dass der augenf�llige Vorfall eines einzelnen besonders starken Trommelschlages mit blitzartigem Hochreissen des Kopfes und Schmerzen "als ob das Trommelfell gerissen w�re", nicht bereits gegen�ber den �rzten, sondern erstmals gegen�ber der Versicherung erw�hnt wurde. Wenn genau der Trommelschlag f�r die starken Schmerzen und hernach f�r den Tinnitus urs�chlich war, h�tte die Beschwerdef�hrerin diesem Ereignis von Anfang an sicher gr�ssere Bedeutung zugemessen und es auch gegen�ber den behandelnden �rzten erw�hnt, was aber offenbar nicht geschehen ist.
Geht man gleichwohl von den Angaben der Beschwerdef�hrerin aus, so musste sich diese bereits beim Anschlagen der Gongs ab einer bestimmten Lautst�rke die Ohren zuhalten. Nach den Gongschl�gen und dem Abh�ren eines besonders starken Trommelschlags mit dem rechten Ohr versp�rte sie starke Ohrenschmerzen und das Gef�hl "Watte in den Ohren zu haben". Ferner h�rte sie auf beiden Ohren schlechter, empfand einen gleichbleibenden hohen Pfeifton in beiden Ohren und es traten Kopfschmerzen auf. Leidet nun aber die Beschwerdef�hrerin seit diesem Ereignis in beiden Ohren an Tinnitus, so kann jedenfalls nicht bloss der erw�hnte einzelne besonders starke Trommelschlag Ursache daf�r sein, sondern m�ssen auch die Gongschl�ge mitgewirkt haben, denn der Trommelschlag konnte zweifellos bloss das rechte Ohr sch�digen. Damit fehlt diesen Vorkommnissen das Begriffselement der Pl�tzlichkeit nach Art. 9 Abs. 1 UVV (vgl. Erw. 1a hiervor), denn die Beschwerdef�hrerin war den Gongschl�gen w�hrend 10 bis 15 Minuten und hernach den Trommelschl�gen einige Minuten lang ausgesetzt.
Nichts anderes ergibt sich, wenn umgekehrt auf die �rztlichen Angaben abgestellt wird. Nach den �bereinstimmenden Berichten der Dr. med. E.________ (vom 7. Juni 1996) und Prof. Dr. med. S.________ (vom 5. Juli 1996) litt die Versicherte zun�chst nur am rechten Ohr an einem Tinnitus, und zwar auf Grund von Gongschl�gen (Prof. Dr. med. S.________) bzw. einer L�rmbelastung (Dr. med. E.________). Erst am 6. Juni 1996 stellte sich auch links ein Tinnitus ein. Ist aber am 30. Mai 1996 einzig das rechte Ohr, und zwar nur infolge der Gongschl�ge (ohne Trommelschl�ge) verletzt worden, wovon nach den Arztberichten auszugehen ist, fehlt es am Element der Pl�tzlichkeit im Sinne von Art. 9 Abs. 1 UVV, weil die Gongschl�ge einige Minuten lang andauerten.
c) Neben dem Element der Pl�tzlichkeit ist auch jenes der Ungew�hnlichkeit nicht erf�llt: Die Gong- und Trommelschl�ge waren wohl sehr laut und die Beschwerdef�hrerin hielt ihr Ohr sehr nahe an die Trommel, was grunds�tzlich un�blich ist. Da indessen die durchgef�hrte �bung gerade darin bestand, die Tonschwingungen zu sp�ren, rechneten die Kursteilnehmenden mit einer gewissen Lautst�rke oder mussten jedenfalls damit rechnen. Als die Beschwerdef�hrerin das rechte Ohr an die Trommel hielt, war sie auf einen Trommelschlag gefasst. Im Rahmen dieser �bungen erfolgte mithin nichts Ungew�hnliches, das �ber den geplanten Inhalt des Kurses hinausging. Ferner kann die Versicherte nicht von der Un�blichkeit des gesamten Kurses oder einer einzelnen �bung auf die Ungew�hnlichkeit des Gong- oder Trommeltones schliessen. Die Frage ist einzig, ob im Rahmen des geplanten Kurses ein ungew�hnliches Ereignis auftrat, was selbst bei hoher Lautst�rke der Gong- und Trommelschl�ge nicht der Fall ist, weil genau dies der Gegenstand der geplanten �bung war und somit im Rahmen des Erwarteten lag. Es verh�lt sich vorliegend nicht anders als in den folgenden F�llen, in welchen das Eidgen�ssische Versicherungsgericht das Begriffsmerkmal der Ungew�hnlichkeit ebenfalls auf Grund des im Rahmen der konkreten T�tigkeit Voraussehbaren verneint hat: Fahrt mit einer rotierenden Vergn�gungsbahn mit sich �ndernden Geschwindigkeiten, bei denen der K�rper zufolge h�ufiger und rascher �nderungen der Bewegungsabl�ufe stark belastet wird (RKUV 1996 Nr. U 253 S. 205 Erw. 6a); Zusammenstoss zwischen zwei Scootern, weil bei diesen Vergn�gungsfahrten die Kollision mit anderen Teilnehmern gesucht und eben auch in Kauf genommen wird, dass ein Aufprall unerwartet erfolgt (RKUV 1998 Nr. U 311 S. 468 f. Erw. 3b).
d) Ist mithin das Vorliegen eines Unfallereignisses zu verneinen, er�brigt sich die Vornahme weiterer Sachverhaltsabkl�rungen.
3.- Es bleibt zu pr�fen, ob eine unfall�hnliche K�rpersch�digung vorliegt.
a) Die Vorinstanz hat die Bestimmungen �ber die K�rpersch�digungen, welche auch ohne ungew�hnliche �ussere Einwirkung den Unf�llen gleichgestellt sind (Art. 6 Abs. 2 UVG, Art. 9 Abs. 2 UVV in der vorliegend anwendbaren, bis 31. Dezember 1997 geltenden Fassung) und die dazu ergangene Rechtsprechung (BGE 123 V 43 Erw. 1 mit Hinweisen) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.
b) Weil f�r das Vorliegen einer den Unf�llen gleichgestellten K�rpersch�digung mit Ausnahme des ungew�hnlichen Faktors s�mtliche Unfallbegriffselemente erf�llt sein m�ssen, kann vorliegend allein schon wegen des Fehlens des Elements der Pl�tzlichkeit nicht von einer unfall�hnlichen K�rpersch�digung die Rede sein. Eine solche m�sste im �brigen selbst bei Bejahen der Pl�tzlichkeit verneint werden, da bedingt durch das Ereignis vom 30. Mai 1996 ein Tinnitus, jedoch keine der in Art. 9 Abs. 2 UVV aufgez�hlten K�rpersch�digungen aufgetreten ist. Diese Liste ist abschliessend (BGE 123 V 45 Erw. 2b, 116 V 139 f. Erw. 4a, 147 Erw. 2b, je mit Hinweisen), weshalb Erweiterungen durch Analogieschl�sse nicht zul�ssig sind (BGE 114 V 303 Erw. 3e). Was die Beschwerdef�hrerin dagegen vorbringt, vermag zu keinem anderen Ergebnis zu f�hren. Insbesondere liegt auch keine unberechtigte Unterscheidung zwischen der in der Liste der unfall�hnlichen K�rpersch�digungen aufgef�hrten Trommelfellverletzung und dem darin nicht genannten Tinnitus vor, da es sich hierbei um zwei unterschiedliche Krankheitsbilder handelt, die folglich rechtlich auch unterschiedlich behandelt werden d�rfen.

References: Art. 6
 BGE 
 Art. 9
 Art. 9
 Art. 9
 Art. 9
 Art. 9