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Timestamp: 2019-06-27 11:33:23+00:00

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Rechtsprechung: NVwZ 1986, 293 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: VerfGH Bayern, 09.07.1985 | VerfGH Saarland, 14.02.1985
BVerwG, 05.11.1985 - 6 C 22.84
https://dejure.org/1985,702
BVerwG, 05.11.1985 - 6 C 22.84 (https://dejure.org/1985,702)
BVerwG, Entscheidung vom 05.11.1985 - 6 C 22.84 (https://dejure.org/1985,702)
BVerwG, Entscheidung vom 05. November 1985 - 6 C 22.84 (https://dejure.org/1985,702)
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Verwaltungsverfahren - Wiederaufgreifen - Neue Beweismittel
NVwZ 1986, 293
Diese Wirkung der Rechtskraft auf nachfolgende Verfügungen derselben Behörde gegenüber demselben Betroffenen rechtfertigt sich aus dem Sinn der Rechtskraft, dem Rechtsfrieden zu dienen und das Vertrauen in die Beständigkeit des Rechts zu schützen (Urteil vom 5. November 1985 - BVerwG 6 C 22.84 - a.a.O.; Urteil vom 28. Juli 1989 - BVerwG 7 C 78.88 - Buchholz 316 § 51 VwVfG Nr. 22 = BayVBl. 1989, 759).
Die Rechtskraftwirkung eines Urteils tritt allerdings dann nicht ein, wenn sich die zur Zeit des Urteils maßgebliche Sach- oder Rechtslage verändert hat (BVerwGE 14, 359 ; 35, 234 ;… Beschluß vom 6. März 1962 - BVerwG 7 B 73.61 - a.a.O.; Urteil vom 5. November 1985 - BVerwG 6 C 22.84 - a.a.O.; BVerfGE 47, 146 ;… Redeker/von Oertzen, VwGO, 10. Aufl., 1991, § 121 Rdnr. 10).
Die Rechtskraftwirkung des § 121 VwGO tritt unabhängig davon ein, ob das rechtskräftige Urteil die Sach- und Rechtslage zutreffend gewürdigt hat oder nicht (Urteil vom 5. November 1985 - BVerwG 6 C 22.84 - a.a.O.;… Beschluß vom 19. März 1990 - BVerwG 8 B 27.90 - a.a.O.).
Denn die materielle Bindungswirkung des § 121 VwGO tritt grundsätzlich unabhängig davon ein, ob das rechtskräftige Urteil die Sach- und Rechtslage zutreffend gewürdigt hat oder nicht (…BVerwG, Urt. v. 24.11.1998, a.a.O.;… Urt. v. 08.12.1992, a.a.O.; Urt. v. 05.11.1985 - 6 C 22.84 -, NVwZ 1986, 293).
Die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts geht vielmehr von der Anwendbarkeit dieser Wiederaufgreifensregelung auch in denjenigen Fällen aus, in denen der im Erstverfahren ergangene Bescheid durch eine rechtskräftige Gerichtsentscheidung bestätigt worden ist (BVerwGE 70, 110 [BVerwG 13.09.1984 - 2 C 22/83]; Urteil vom 5. November 1985 - BVerwG 6 C 22.84 - <NVwZ 1986, 293 = ZBR 1986, 127>).
Bei Verpflichtungsklagen ist Streitgegenstand die Rechtsbehauptung des Klägers, er sei durch die rechtswidrige Ablehnung oder Unterlassung des beantragten Verwaltungsakts in seinen Rechten verletzt (vgl. BVerwG, Urteil vom 5. November 1985 - 6 C 22.84 -, Buchholz 316 § 51 Nr. 18; OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 08. Januar 1997 - 7 A 2231/96 -, juris).
Das ist ersichtlich ein anderer Streitgegenstand (vgl. zur Gleichheit des Streitgegenstands z.B. Urteile vom 29. August 1966 - BVerwG 8 C 353.63 - BVerwGE 25, 7; vom 13. September 1984 - BVerwG 2 C 22.83 - BVerwGE 70, 110 [BVerwG 13.09.1984 - 2 C 22/83]; vom 5. November 1985 - BVerwG 6 C 22.84 - Buchholz 316 § 51 VwVfG Nr. 18), so daß aus einer Identität der Streitgegenstände eine Bindungswirkung des Urteils des Verwaltungsgerichts München vom 6. September 1974 für das vorliegende Verfahren auch dann nicht hergeleitet werden könnte, wenn die Klägerin - worauf noch zurückzukommen ist - auch hinsichtlich des ihrem Vater in jenem Verfahren zugesprochenen Anspruchs auf Ausstellung des Vertriebenenausweises dessen Rechtsnachfolgerin geworden sein sollte.
Die Rechtskraftwirkung, die zeitlich grundsätzlich nicht begrenzt ist (BVerwG, Urteil vom 8.12.1992, BVerwGE 91, 256 ff.; Bay. VGH, BayVBl. 1975, 115, 116), tritt auch bei sachlicher Unrichtigkeit der verwaltungsgerichtlichen Entscheidung ein (vgl. BVerwG, Urteil vom 8.12.1992, BVerwGE 91, 256 ff.; Urteil vom 26.7.1996 - 8 C 18.95 - Buchholz 448.0 § 5 WPflG Nr. 23 m.w.Nachw.; Urteil vom 5.11.1985 - 6 C 22.84 - Buchholz 316 § 51 VwVfG Nr. 18; Beschluss vom 19.3.1990 - 8 B 27.90 - Buchholz 406.11 § 127 BBauG/BauGB Nr. 60; Urteil vom 24.11.1998 - 9 C 53.97 - BVerwGE 108, 30).
Die unterlegene Behörde hat zur Bewahrung des Rechtsfriedens die gegen sie ergangene gerichtliche Entscheidung loyal zu beachten (vgl. BVerwG, Urteil vom 5. November 1985 - BVerwG 6 C 22.84 - Buchholz 316 § 51 VwVfG Nr. 18; Urteil vom 28. Juli 1989 - BVerwG 7 C 78.88 - Buchholz 316 § 51 VwVfG Nr. 22).
Die Rechtskraftwirkung des § 121 VwGO tritt nämlich unabhängig davon ein, ob das rechtskräftige Urteil die Sach- und Rechtslage zutreffend gewürdigt hat oder nicht (Urteil vom 5. November 1985 - BVerwG 6 C 22.84 - Buchholz 316 § 51 VwVfG Nr. 18;… Urteil vom 8. Dezember 1992, a.a.O., S. 259).
Die unterlegene Behörde hat zur Bewahrung des Rechtsfriedens die gegen sie ergangene gerichtliche Entscheidung loyal zu beachten (vgl. Urteil vom 5. November 1985 - BVerwG 6 C 22.84 - Buchholz 316 § 51 VwVfG Nr. 18; Urteil vom 28. Juli 1989 - BVerwG 7 C 78.88 - Buchholz 316 § 51 VwVfG Nr. 22).
https://dejure.org/1985,5137
VerfGH Saarland, 14.02.1985 - Lv 4/84 (https://dejure.org/1985,5137)
VerfGH Saarland, Entscheidung vom 14.02.1985 - Lv 4/84 (https://dejure.org/1985,5137)
VerfGH Saarland, Entscheidung vom 14. Februar 1985 - Lv 4/84 (https://dejure.org/1985,5137)
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Anspruch eines Richters auf Ermäßigung seiner Arbeitszeit; Anspruch eines Richters auf Ermäßigung der Dienstzeit auf die Hälfte; Anspruch eines Richters auf Entscheidung über einen Antrag durch den Minister für Rechtspflege; Begriff des Grundrechtes; Zuständigkeit des Verfassungsgerichtshofes des Saarlandes; Abgrenzung der Zuständigkeit der Verfassungsgerichtshöfe der Länder von der des Bundesverfassungsgerichts
NJW 1986, 916
Danach konnte der Verfassungsgerichtshof nur angerufen werden, wenn das Grundgesetz das vom Beschwerdeführer als verletzt behauptete Recht nicht schützte, also wenn die Verfassung des Saarlandes einen weiteren Grundrechtsschutz vermittelte als das Grundgesetz (SaarlVerfGH, Beschl. v. 14.02.1985 - Lv 4/84 -, NJW 1986, 916, betreffend die in Art. 110 Satz 1 und Art. 111 Satz 2 SaarlVerf garantierte Unversetzbarkeit des Richters gegen seinen Willen, die gemäß Art. 33 Abs. 5 i.V.m.

References: § 51
 § 121
 § 121
 § 121
 § 51
 § 51
 § 5
 § 51
 § 127
 § 51
 § 51
 § 121
 § 51
 § 51
 § 51
 Art. 110
 Art. 111
 Art. 33