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Timestamp: 2020-06-03 10:14:42+00:00

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BGH, 01.12.2009 - VI ZR 221/08 - dejure.org
https://dejure.org/2009,1644
BGH, 01.12.2009 - VI ZR 221/08 (https://dejure.org/2009,1644)
BGH, Entscheidung vom 01.12.2009 - VI ZR 221/08 (https://dejure.org/2009,1644)
BGH, Entscheidung vom 01. Dezember 2009 - VI ZR 221/08 (https://dejure.org/2009,1644)
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StVG § 17 Abs. 1 a. F.; SGB X § 116
Haftungsabwägung bei Motorradunfall wegen Hindernis auf der linken Fahrspur der Autobahn und zur Anrechnung von Renten beim Unterhaltsschaden
Verursachung, Abwägung
Abwägung von Verursachungsbeiträgen und Verantwortungsbeiträgen bei einem tödlichen Zusammenstoß eines Motorradfahrers mit einem auf dem linken Fahrstreifen einer Autobahn liegen gebliebenen Kraftfahrzeugs; Nicht rechtzeitiges Einschalten der Warnblickanlage eines liegen ...
Zur Haftungsabwägung bei tödlichem Motorradunfall wegen Hindernis auf der linken Fahrspur der Autobahn
Haftungsverteilung bei Kollision eines Motorradfahrers mit einem auf dem linken Fahrstreifen einer Autobahn liegen gebliebenen Kraftfahrzeug; Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen wegen entgangenen Unterhalts i.F.e. Bezugs von gesetzlicher Hinterbliebenenrente und ...
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 01.12.2009, Az.: VI ZR 221/08 (Abwägung der Verschuldensanteile - Regress bei Drittleistungen)" von RiLG Dr. Jan Luckey, LL.M., original erschienen in: VRR 2010, 222 - 223.
LG Potsdam, 26.01.2007 - 4 O 306/04
NJW-RR 2010, 839
MDR 2010, 381
NZV 2010, 293
FamRZ 2010, 896
VersR 2010, 642
Die kritische Verkehrslage beginnt für einen Verkehrsteilnehmer dann, wenn die ihm erkennbare Verkehrssituation konkreten Anhalt dafür bietet, dass eine Gefahrensituation unmittelbar entstehen kann (Senatsurteile vom 25. März 2003 - VI ZR 161/02, VersR 2003, 783, 784; vom 1. Dezember 2009 - VI ZR 221/08, VersR 2010, 642 Rn. 16, 21).
Aus den Entscheidungsgründen lässt sich eine Beschränkung der Revision nicht mit der gebotenen Eindeutigkeit (vgl. dazu Senatsurteil vom 1. Dezember 2009 - VI ZR 221/08, VersR 2010, 642 Rn. 11; BGH, Urteil vom 12. November 2004 - V ZR 42/04, NJW 2005, 894, 895, insoweit in BGHZ 161, 115 nicht abgedruckt; Beschluss vom 14. Mai 2008 - XII ZB 78/07, NJW 2008, 2351, 2352) entnehmen.
Die Entscheidung über eine Haftungsverteilung im Rahmen des § 254 BGB oder des § 17 StVG ist zwar grundsätzlich Sache des Tatrichters und im Revisionsverfahren nur darauf zu überprüfen, ob der Tatrichter alle in Betracht kommenden Umstände vollständig und richtig berücksichtigt und der Abwägung rechtlich zulässige Erwägungen zugrunde gelegt hat (…vgl. Senatsurteile vom 13. Dezember 2005 - VI ZR 68/04, VersR 2006, 369 Rn. 16;… vom 16. Oktober 2007 - VI ZR 173/06, VersR 2008, 126 Rn. 16;… vom 17. November 2009 - VI ZR 58/08, VersR 2010, 270 Rn. 11 und vom 1. Dezember 2009 - VI ZR 221/08, aaO Rn. 13, jeweils mwN; BGH, Urteile vom 20. Juli 1999 - X ZR 139/96, NJW 2000, 217, 219 und vom 14. September 1999 - X ZR 89/97, NJW 2000, 280, 281 f.).
Die Urteilsgründe müssen aber erkennen lassen, dass überhaupt eine sachentsprechende Beurteilung stattgefunden hat (…vgl. BAG 27. Mai 2015 - 7 ABR 26/13 - Rn. 29;… 21. August 2014 - 8 AZR 655/13 - Rn. 40, BAGE 149, 47; BGH 1. Dezember 2009 - VI ZR 221/08 - Rn. 18) .
Um neues Vorbringen handelt es sich, wenn ein sehr allgemein gehaltener Vortrag der ersten Instanz konkretisiert und erstmals substantiiert wird, nicht jedoch, wenn ein bereits schlüssiges Vorbringen aus der ersten Instanz durch weitere Tatsachenbehauptungen zusätzlich konkretisiert, verdeutlicht oder erläutert wird (vgl. BGH, Urteile vom 1. Dezember 2009 - VI ZR 221/08, NJW-RR 2010, 839 Rn. 22;… vom 18. Oktober 2005 - VI ZR 270/04, BGHZ 164, 330, 333, juris Rn. 11;… vom 8. Juni 2004 - VI ZR 199/03, BGHZ 159, 245, 251, juris Rn. 21;… Beschlüsse vom 21. Dezember 2006 - VII ZR 279/05, BauR 2007, 585, juris Rn. 7 = NZBau 2007, 245;… vom 2. April 2009 - V ZR 177/08, NJW-RR 2009, 1236 Rn. 9).
9.) In Höhe von 716, 55 Euro ist die Klägerin allerdings nicht aktiv legitimiert (BGH, Urteil vom 1. Dezember 2009 - VI ZR 221/08 - NJW-RR 201, 839; OLG Frankfurt, Urteil vom 4. Dezember 2018 - 16 U 3/18 - Juris).
Es geht nur um das Maß der Schadensmitverursachung, nicht um das Mitverschulden (BGH 20.1.98 - VI ZR 59/97 - NJW 98, 1137; BGH 13.12.05 - VI ZR 68/04 - NJW 06, 896; BGH 1.12.09 - VI ZR 221/08 - BGH 20.9.11 - VI ZR 282/10 - zusammenfassend Schauseil MDR 08, 360; Beispiele für Verschuldensberücksichtigung: Todsünden des § 315c Abs. 1 Nr. 2 StGB "grob verkehrswidrig und rücksichtlos").
Etwas anders gilt nur dann, wenn ein bereits schlüssiges erstinstanzliches Vorbringen durch weitere Tatsachenbehauptungen lediglich konkretisiert, verdeutlicht und erläutert wird (BGH, Urteil vom 1. Dezember 2009 - VI ZR 221/08, NJW-RR 2010, 839 Rn. 22;… Beschluss vom 21. Dezember 2006- VI ZR 279/05, NJW 2007, 1531 Rn. 7; Urteil vom 8. Juni 2004- VI ZR 199/03, BGHZ 159, 245, 251 mwN).
aa) In die Abwägung einzustellen sind lediglich feststehende, also unstreitige, zugestandene oder nach § 286 ZPO erwiesene Umstände, die sich unstreitig oder nachweislich auf den Unfall ausgewirkt haben (vgl. nur BGH, NJW-RR 2010, 839 - Tz. 13;… Burmann/Heß/Jahnke/Janker, a.a.O., § 17 StVG Rn. 12 m. w. N.).
(1) Nach der Rechtsprechung kann als ein die Betriebsgefahr eines Motorrads erhöhender Umstand grundsätzlich dessen Instabilität und die daraus resultierende Sturzgefahr in Betracht kommen, sofern und soweit sich diese nachweislich als Unfallursache ausgewirkt hat (vgl. BGH, NJW-RR 2010, 839 - Tz. 28 m. w. N.; ferner z. B. OLG Düsseldorf, Urteil vom 14.01.2008 - I-1 U 79/06 - Tz. 42 [juris] m. w. N.).
Aus den Entscheidungsgründen lässt sich eine Beschränkung der Revision nicht mit der gebotenen Eindeutigkeit (…dazu: Senatsurteile vom 17. November 2009 - VI ZR 58/08, VersR 2010, 270 Rn. 7; vom 1. Dezember 2009 - VI ZR 221/08, VersR 2010, 642 Rn. 11;… vom 7. Februar 2012 - VI ZR 133/11, z.V.b. Rn. 3; BGH, Urteil vom 12. November 2004 - V ZR 42/04, NJW 2005, 894, 895, insoweit in BGHZ 161, 115 nicht abgedruckt;… Beschluss vom 14. Mai 2008 - XII ZB 78/07, NJW 2008, 2351 Rn. 16) entnehmen.
Dabei wird der Verursachungsbeitrag des Pkw gebildet durch die Summe der Gefahren, die in der konkreten Unfallsituation von dem Kfz ausgegangen sind und sich bei dem Unfall ausgewirkt haben, und zwar zum Nachteil des Unfallgegners; der Eigenschaden bleibt außer Betracht (BGH NZV 10, 293).
BGH, 14.11.2017 - VI ZR 92/17
Schadensersatz bei Verletzung durch einen Verkehrsunfall: Ausgrenzung späterer …
LG Hamburg, 14.09.2018 - 306 O 15/18
Haftungsverteilung bei Kfz-Unfall: Sorgfaltspflicht des Grundstücksabbiegers; …
LG Detmold, 14.08.2013 - 10 S 34/13
Vorfahrtsverstoß, Setzen des Fahrtrichtungsanzeigers
AG Hechingen, 10.11.2011 - 2 C 295/11

References: § 17
 § 116
 BGH 
 § 254
 § 17
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 § 315
 § 286
 § 17