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Timestamp: 2020-07-14 00:26:58+00:00

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Aufgabe der Prüfung ist die Feststellung der natürlichen Spurveranlagung des Jagdhundes im
Hinblick auf seine Eignung und zukünftige Verwendung im vielseitigen Jagdgebrauch und als
Zuchthund. Die Prüfung dient ferner dem Erkennen des Erbwertes der Eltern, dessen Feststellung
durch Prüfung möglichst vieler Wurfgeschwister erleichtert wird. Sie ist eine Notlösung, zu der die
Mitgliedsvereine des JGHV im Jahr 2020 durch den Ausfall der Frühjahrsprüfungen auf Grund der
Corona – Pandemie gezwungen sind.
Die jagdethische Forderung weist dem Jagdhund seine Hauptaufgabe in der Arbeit nach dem
Schuss zu. Darum haben die Richter ihr besonderes Augenmerk auf die Feststellung der Anlagen
und Eigenschaften zu richten, die den sicheren Verlorenbringer ausmachen, nämlich sehr guter
Nasengebrauch, gepaart mit Finder- und Spurwillen, und Wesensfestigkeit, die sich in der Ruhe, in
der Konzentration und im Durchhaltewillen bei der Arbeit zeigt.
Es muss höchste Aufgabe der Richter sein, die Hunde zu erkennen und herauszustellen, die durch
ihre Anlagen für die Zucht des Jagdgebrauchshundes besonders wertvoll sind.
I. Veranstaltung der Prüfung
(1) Für die Prüfung gelten die Rahmenrichtlinien des Jagdgebrauchshundverbandes
(JGHV) sinngemäß – siehe Anhang zu dieser PO
(2) Zur Ausrichtung der Prüfung sind nur die Mitgliedsvereine des JGHV
(Vorstehhundzuchtverbände und – vereine, Prüfungsvereine und Kreisjägerschaften)
a) Die Prüfung darf vorbehaltlich landesgesetzlicher Regelungen nur im Zeitraum 16.07.2020
bis 15.11.2020 abgehalten werden. Das Präsidium des JGHV wird ermächtigt, auf Basis
einer im Vorfeld getroffenen Absprache mit den betroffenen Zuchtvereinen, den
Prüfungszeitraum, je nach weiterer Entwicklung der Corona-Pandemie, zu erweitern oder
zu kürzen. Diese Entscheidung ist nach Beschluss umgehend auf der Homepage des
JGHV, auf seinem Facebook Account, im Verbandsorgan und durch Rundmail an alle
JGHV-Landesverbände und Zuchtverbände zu veröffentlichen. Die Zucht- und
Prüfungsvereine beteiligen sich in diesem Falle ihrerseits mit ihren Medien an der
Verbreitung des Beschlusses.
b) Die Prüfung ist dem Stammbuchamt des JGHV in elektronischer Form mindestens 24
Stunden vor Prüfungsbeginn anzuzeigen. Die Anmeldung enthält Name des Vereines inkl.
EDV-Nummer, Ort der Prüfung, Prüfungsdatum, Name, Richternummer und Adresse des
Prüfungsleiters.
(4) Voraussetzung für eine gewissenhafte und sorgfältige Durchführung der Prüfung sind mit
Hasen hinreichend besetzte Feldreviere.
(5) Die Prüfung kann auch gemeinsam von mehreren Verbandsvereinen abgehalten werden.
In diesem Falle muss ein Verein federführend für die ordnungsgemäße Vorbereitung und
Durchführung der Prüfung sowie für die Berichterstattung verantwortlich zeichnen.
(6) Bei der Notlösung Spurarbeit – Corona 2020 dürfen einer Richtergruppe maximal 6 Hunde
(1) Die Zulassung von Hunden zu der Prüfung richtet sich nach der Satzung und den
Rahmenrichtlinien des JGHV – siehe Anhang zu dieser PO. Hunde, die bereits auf einer
Prüfung ihre Anlage auf der Spur im Prädikat „sehr gut“ oder „hervorragend“ gezeigt haben
oder noch auf einer Anlagenprüfung im Frühjahr 2020 vorgestellt werden konnten, sind von
(2) Die Hunde müssen im vorhergehenden Kalenderjahr gewölft sein. Außerdem werden
Hunde zugelassen, die bis zu drei Monate älter sind.
(3) Hundeführer, die selbst an Corona erkrankt sind oder deren Umfeld erkrankt ist, dürfen
nicht an der Prüfung teilnehmen. Dies gilt auch für den Fall, dass ihr Umfeld oder Teile
ihres Umfeldes in Quarantäne sind.
a) Die Meldung zur Zuchtprüfung ist durch den Eigentümer oder den Führer des betreffenden
Hundes auf dem aktuellen Formblatt 1 (mit ggfls. handschriftlicher Ergänzung: Notlösung
Spurarbeit – Corona 2020) einzureichen.
b) Die Angaben auf dem Formblatt müssen mit der Ahnentafel des Hundes übereinstimmen
und sind mit deutlich lesbarer Druckschrift sorgfältig und vollständig einzutragen und vom
Prüfungsleiter zu überprüfen.
c) Unvollständig ausgefüllte oder unleserliche Formblätter kann der Prüfungsleiter
zurückgeben oder ergänzen.
d) Der Nennung sind eine Ablichtung der aktuellen Ahnentafel sowie Zeugniskopien aller
früher absolvierter Verbandsprüfungen und Leistungszeichen beizufügen.
a) Der Eigentümer eines gemeldeten Hundes muss Mitglied eines dem JGHV angeschlossenen
Vereins sein. Der Führer muss im Besitz eines gültigen Jagdscheines sein. Ausnahmen
hiervon sind nicht zugelassen.
b) Eigentümer und Führer unterwerfen sich mit der Abgabe der Meldung den Bestimmungen
dieser Prüfungsordnung (PO).
c) Ein Führer darf nicht mehr als zwei Hunde führen.
d) Den Veranstaltern ist es gestattet, die Nennungsberechtigung auf die Mitglieder ihres
eigenen Vereins zu beschränken oder ihren Mitgliedern den Vorrang bei der Nennung
e) Nur Zuchtvereine dürfen bei selbstständiger Abhaltung einer Prüfung die Zulassung auf
Hunde ihrer Rasse beschränken. Alle anderen Vereine müssen zu ihren Prüfungen – auch
zu solchen, die sie gemeinsam mit einem Zuchtverein abhalten – alle Hunde zulassen, die
nach den Rahmenrichtlinien an Anlagen- und Zuchtprüfungen teilnehmen dürfen.
(3) Der Führer muss einen ausreichenden Haftpflichtversicherungsschutz für seinen Hund
a) Der Führer des Hundes muss vor Prüfungsbeginn dem Prüfungsleiter die Papiere
(Stammtafel) des Hundes im Original und den Impfpass des Hundes mit Nachweis der vom
Gesetzgeber vorgeschriebenen wirksamen Impfungen übergeben, sowie seinen gültigen
gelösten Jagdschein zur Einsicht vorlegen. Geschieht dies nicht, darf der Hund unter
Verfall des Nenngeldes nicht geprüft werden. Der Prüfungsleiter hat die
Ordnungsmäßigkeit der Unterlagen und Einträge in der Ahnentafel zu überprüfen. Zeigen
sich Mängel in den vorgelegten Unterlagen, kann der Hund unter Verfall des Nenngeldes
b) Die Meldung eines Hundes verpflichtet zur Zahlung von Nenngeld, auch wenn der
betreffende Hund nicht zur Prüfung erscheint, es sei denn, die Nennung wird bis zum
festgesetzten Nennungsschluss widerrufen. Falls das festgesetzte Nenngeld für einen
Hund nicht bis zum Nennungsschluss eingegangen ist, besteht kein Anspruch auf
Zulassung zur Prüfung. Es besteht kein Anspruch auf Rückzahlung des Nenngeldes für
gemeldete, aber nicht erschienene Hunde. Muss die Prüfung aus Gründen des
Seuchenschutzes oder kurzfristiger Erkrankung (auch Quarantäne) der Richter abgesagt
werden und kann kein Ersatztermin benannt werden, so sind durch den Verein 75% des
Nenngeldes innerhalb von 4 Wochen an den Meldenden zurück zu überweisen. Mit Abgabe
der Meldung verzichtet der Meldende in diesem Fall auf 25% des Nenngeldes, das dem
ausrichtenden der Verein zur Abdeckung des Organisationsaufwandes zur Verfügung steht.
§ 4 Rechte und Pflichten der Veranstalter
(1) Die Veranstalter müssen einen verantwortlichen Prüfungsleiter für Vorbereitung und
Durchführung der Prüfung bestimmen. Ein Prüfungsleiter muss in der aktuellen Richterliste
des JGHV als Verbandsrichter für die in der Prüfung zu prüfenden Fachgruppen benannt
sein. Er kann bei dieser Prüfung als VR tätig werden.
(2) Der Prüfungsleiter ist verpflichtet zu überprüfen bzw. überprüfen zu lassen, ob die
Tätowier- bzw. Chipnummer mit der Eintragung auf der Ahnentafel übereinstimmt.
§ 5 Verbandsrichter
(1) Verbandsrichter müssen in der aktuellen Richterliste des JGHV aufgeführt sein und
müssen die Berechtigung für die Fachgruppe (Spurarbeit ) besitzen (beachte OfdVRW
§6(2)). Verbandsrichter, die selbst an Corona erkrankt sind oder deren Umfeld erkrankt ist,
dürfen nicht an der Prüfung teilnehmen. Dies gilt auch für den Fall, dass ihr Umfeld oder
Teile ihres Umfeldes in Quarantäne sind.
(2) Die Richter und Obleute wählt der Vorsitzende des veranstaltenden Vereins oder in seinem
Auftrage der Prüfungsleiter aus. Als Obmann einer Richtergruppe soll nur ein Richter tätig
sein, der mehrere Hunde selbst ausgebildet und mit Erfolg auf Zuchtprüfungen geführt hat.
(3) Nur in Ausnahmefällen darf bei nicht vorauszusehendem Ausfall eines Verbandsrichters ein
erfahrener Jäger, der auch Gebrauchshundführer ist (ggf. ein Richter-anwärter), als Ersatz
– „Notrichter“ – neben zwei Verbandsrichtern in einer Richtergruppe eingesetzt werden.
Dieser Einsatz ist im Formblatt 2 (Meldung) zu begründen. Der Einsatz „ruhender
Verbandsrichter“ ist nicht gestattet. Für eingesetzte Notrichter muss eine
Datenschutzerklärung (siehe Homepage des JGHV) gemeinsam mit den
Prüfungsunterlagen beim Stammbuchamt eingereicht werden.
a) In jeder Richtergruppe müssen bei allen Arbeiten mindestens drei Verbandsrichter tätig
b) Wird ein Richter in seiner Richtergruppe überstimmt und widerspricht seiner Meinung nach
das Urteil dem Sinn und Inhalt der PO, so hat er diesen Tatbestand schriftlich zu
formulieren. Die Stammbuchkommission des JGHV entscheidet über den Vorfall nach
Erhalt der Unterlagen abschließend. Die Verkündung des Urteils ist bis dahin
c) Der Obmann trägt für seine Richtergruppe die Verantwortung. Insbesondere ist er dafür
verantwortlich, dass die Bestimmungen der PO genau eingehalten und sinnvoll ausgelegt
werden. Der Obmann ist der alleinige Sprecher der Richtergruppe. Die übrigen Richter
dürfen dritten Personen gegenüber nur dann Erklärungen in Bezug auf die Prüfung
abgeben, wenn der Obmann damit einverstanden ist.
d) Sobald die Richtergruppe entsprechende Feststellungen untereinander abgestimmt hat,
muss der Obmann oder ein von ihm beauftragter Richter eine Darstellung und vorläufige
Wertung der von dem Hund gezeigten Arbeiten gegenüber Führer und Korona abgeben
(Offenes Richten). Jeder Führer kann von dem Obmann der jeweiligen Richtergruppe
Auskunft über die vergebenen Prädikate und Punkte verlangen, nachdem sein Hund dort
durchgeprüft ist.
§ 6 Einweisung der Richter
(1) Vor Beginn jeder Prüfung muss eine eingehende Einweisung (Richterbesprechung) der
Richter, je nach Seuchenlage, in mündlicher oder schriftlicher Form stattfinden. Die Richter
sind auf möglichst gleiche Maßstäbe hinsichtlich der Prüfungsanforderungen einzustimmen,
damit eine weitgehend gleiche Beurteilung für alle Hunde sichergestellt ist.
(2) Nach Beendigung der Prüfung aller Hunde findet keine abschließende Richtersitzung statt.
a) Die einzelnen Richtergruppen haben die Bekanntgabe der Prädikate und Punkte im Feld
vorzutragen. Eine nachträgliche Änderung der ohne Vorbehalt bekannt gegebenen
Zensuren ist nur bei falscher Anwendung der Prüfungsordnung möglich. Der
abschließende Vortrag der Zensuren im Feld gilt als „Preisverleihung“ i.S. der
Einspruchsordnung.
b) Die Prädikate und Punkte der während der Prüfung ausgeschiedenen Hunde, welche die
Prüfung nicht bestandenen haben oder ausgeschlossenen wurden, sind ebenfalls zu
verlesen, soweit sie vor dem Ausscheiden des Hundes erteilt wurden. Hierbei müssen die
betreffenden Obleute den Grund nennen, weshalb und in welchem Fach die Hunde
a) Bei der Verlesung der Prädikate ist hinter jedem Prädikat die entsprechende Punktzahl zu
b) Die Punktzahl (Arbeitspunkte) ist als ganze Zahl in die Zensurentabelle einzutragen.
(5) Die für jeden Hund festgestellten Punkte und das Prüfungsergebnis sind in das Formblatt
3 b - Notlösung Spurarbeit einzutragen, das von drei Richtern und dem Prüfungsleiter zu
(6) Das Prüfungsergebnis ist vom Prüfungsleiter handschriftlich mit Ort und Datum in die
Ahnentafel des Hundes einzutragen, möglichst mit dem Stempel des veranstaltenden
Vereins zu versehen und zu unterschreiben.
(7) Der Prüfungsleiter ist dafür verantwortlich, dass diese Eintragung auf der Ahnentafel bei
allen zur Prüfung angetretenen Hunden erfolgt, auch bei denen, welche die Prüfung nicht
bestanden oder deren Führer die Prüfung abgebrochen haben. Hier muss neben dem
Prüfungsergebnis auch der Grund des Nichtbestehens in Worten angegeben werden.
(8) Zensurenblatt und Ahnentafel sind nach der Prüfung dem Führer jedes Hundes entweder
persönlich auszuhändigen oder innerhalb von 8 Tagen zuzusenden (je nach Seuchenlage
und organisationsbedingten Zwängen).
a) Der Prüfungsleiter muss innerhalb von drei Wochen nach der Prüfung dem Stammbuchamt
die vollständigen Prüfungsunterlagen mittels der aktuellen Formblätter (www.jghv.de –
Service – Formulare) einreichen. Liegt dem Stammbuchamt der Prüfungsbericht mit den
vollständigen Anlagen nicht spätestens am 15. November vor, so hat der veranstaltende
Verbandsverein ein Bußgeld in Höhe von 25,00 € pro Hund (jedoch maximal 150,-€ pro
Prüfung) zu zahlen.
b) Veranstalter und Prüfungsleiter tragen gemeinsam die volle Verantwortung dafür, dass die
Prüfungsberichte innerhalb der festgesetzten Frist beim Stammbuchamt eingehen. Eine
Veröffentlichung im Verbandsorgan erfolgt nicht.
c) Das Stammbuchamt kann dem Prüfungsleiter unvollständige, fehlerhafte oder unleserliche
Formblätter zur Berichtigung zurückgeben.
d) Nichtzahlung der Geldbuße hat Nichteintragung der Prüfung im DGStB zur Folge.
e) Aus verspäteter Eintragung oder aus Nichteintragung abgeleitete Schadensersatz- und
Regressansprüche der geschädigten Führer, Eigentümer und Züchter gehen zu Lasten der
verantwortlichen Vereine.
(2) Einzureichen sind:
a) ein allgemeiner Bericht, in dem die besonderen Vorkommnisse, etwaige Schwierigkeiten
mit der Auslegung der PO usw. aufzuführen sind,
b) das Formblatt 2 (Meldung). Auf diesem Formblatt müssen vollständig und leserlich
(Maschinenschrift) alle Fragen beantwortet werden. Falls die Prüfung von mehreren
Vereinen gemeinsam abgehalten wurde, ist hier anzugeben, welcher Verein federführend
war, Die Prüfungsart: Notlösung Spurarbeit – Corona 2020 ist handschriftlich zu ergänzen.
c) die „Nennungen“ (Formblatt 1) aller zur Prüfung gemeldeten Hunde, einschließlich der
nachgemeldeten, der nicht erschienenen und der nicht prämierten Hunde,
d) die Formblätter 3b - Notlösung Spurarbeit für alle erschienenen Hunde in doppelter
(3) Die Ergebnisse der fristgerecht dem Stammbuchamt gemeldeten Prüfungen werden im
DGStB wurfweise zusammengestellt. In diese Zusammenstellungen sind auch die Hunde
aufzunehmen, welche die Prüfung nicht bestanden haben, wobei der Grund ihres
Nichtbestehens in Worten anzugeben ist.
§ 8 Ordnungsvorschriften
(1) Der veranstaltende Verein trägt zusammen mit dem Prüfungsleiter die volle Verantwortung
für die ordnungsgemäße Durchführung jeder Prüfung.
(2) Prüfungen, die nicht nach den Richtlinien und Vorschriften dieser PO und/oder entgegen
den zum Prüfungszeitpunkt gültigen Infektionsschutzrechtlichen Bestimmungen
durchgeführt wurden, können nicht anerkannt werden. Ihre Ergebnisse werden nicht in
das DGStB eingetragen.
a) Heiße Hündinnen werden nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Prüfungsleiters zur
Prüfung zugelassen. Die Führer heißer Hündinnen sind verpflichtet, dem Prüfungsleiter
und den Richtern ihrer Gruppe vor Beginn der Prüfung Mitteilung von der Hitze ihrer
Hündinnen zu machen.
b) Prüfungsleiter, Richter und Führer haben dafür Sorge zu tragen, dass die Arbeiten anderer
teilnehmender Hunde nicht durch die Anwesenheit einer heißen Hündin beeinträchtigt
(4) Das Führen von Hunden mit Dressurmitteln (z.B. Dressurhalsbänder oder deren
Attrappen), sowie Ortungsgeräten ist nicht zulässig.
(5) Die Führer müssen auf den Prüfungen mit Gewehr und einer ausreichenden Anzahl
Patronen ausgerüstet sein und den gültigen Jagdschein mit sich führen.
a) Alle an der Prüfung teilnehmenden Personen müssen den Anordnungen des
Prüfungsleiters, der Richter und Ordner Folge leisten. Sie dürfen Führer und Hund nicht bei
der Arbeit stören und dürfen die Richter nicht bei der ordnungsgemäßen Durchprüfung der
Hunde behindern. Der Infektionsschutz hat höchste Priorität und ist bei der Planung und
Durchführung der Prüfung zu berücksichtigen und umzusetzen.
b) Die nicht zur Arbeit aufgerufenen Hunde sind an der Leine zu führen. Winselnde oder
sonstigen Lärm verursachende Hunde sind außer Hörweite des arbeitenden Hundes zu
halten. Die Führer sind selbst dafür verantwortlich, dass sie bei Aufruf zur Arbeit mit ihren
Hunden zur Stelle sind.
c) Um unnötige Menschenansammlungen zu vermeiden, ist die Zahl der Zuschauer so gering
als möglich zu halten. Der Richterobmann kann die Teilnahme von Zuschauern ganz oder
in Teilen untersagen
(7) Von der Prüfung kann unter Verlust des Nenngeldes ausgeschlossen werden:
a) wer bei der Meldung seines Hundes wissentlich falsche Angaben macht,
b) wer einen nicht zur Arbeit aufgerufenen Hund frei herumlaufen lässt,
c) wer mit seinem Hund beim Aufruf nicht anwesend ist,
d) wer die Hitze seiner Hündin wissentlich verschweigt oder wer sich den besonderen
Anordnungen des Prüfungsleiters und der Richter nicht fügt.
e) wer die aus Gründen des Infektionsschutzes empfohlenen Mindestabstände nicht einhält
oder durch sein sonstiges Verhalten die Gesundheit von Richtern oder anderen
Prüfungsteilnehmern gefährdet.
(8) Für Einsprüche gegen das Prüfungsergebnis ist die Einspruchsordnung anzuwenden.
(9) Jeder Versuch, eine Entscheidung der Richter oder eine auf einen Einspruch erfolgte
Entscheidung der Einspruchskammer nachträglich anzufechten, ebenso wie jede die
Unparteilichkeit der Verbandsrichter angreifende unberechtigte Kritik, kann von dem
prüfungsausrichtenden Verbandsverein durch den Verlust der Mitgliedschaft oder das
Verbot des Führens bei diesem Verein, auf Zeit oder für immer, geahndet werden. Das
Ergebnis eines solchen Verfahrens ist dem Geschäftsführer des JGHV mitzuteilen.
(1) Muss- und Sollbestimmungen
a) Diese PO enthält „Muss“- und „Soll“ - Bestimmungen.
b) Die Mussbestimmungen sind auch in der negativen Form – z.B. „darf nicht“ – bei der
Durchprüfung der Hunde, aber auch hinsichtlich aller anderen Bestimmungen dieser PO
unbedingt und in allen Einzelheiten zu befolgen. Ein Hund, welcher eine Mussbestimmung
nicht erfüllt, kann in dem betreffenden Fach nur „nicht genügend“ (0 Punkte) erhalten.
c) Die Nichterfüllung einer Sollbestimmung über die Arbeiten eines Hundes hat eine
entsprechende Minderung der Bewertung zur Folge.
(2) Prädikate
a) Die Verbandsrichter haben für die Arbeiten eines jeden Hundes das Prädikat festzulegen.
Da sich die natürlichen Anlagen beim jungen Hund bei verschiedenen Gelegenheiten oft
unterschiedlich zeigen, ist für die abschließende Urteilsfindung der gewonnene
Gesamteindruck unter Berücksichtigung des Alters und des Ausbildungsstandes des
Hundes bestimmend.
b) Hunde können die Prüfung nur bestehen, wenn sie in der Spurarbeit mindestens das
Prädikat genügend erreicht haben.
c) Zensuren für Form und Haarwert dürfen nicht vergeben werden. Eine Untersuchung auf
körperliche Mängel wird nicht durchgeführt.
d) Gerichtet wird im „vier Punkte System“. Die Note „hervorragend“ wird nicht vergeben.
e) Die Verbandsrichter haben über jeden Arbeitsgang eines Hundes Notizen zu machen. Die
Richter haben bei den Notizen über die Arbeit der Hunde festzuhalten, wie oft er auf der
Hasenspur gearbeitet hat, sowie Schwierigkeiten und Länge dieser Spurarbeit.
f) Den einzelnen Prädikaten entsprechen folgende Punkte:
genügend 2 Punkte
nicht genügend 0 Punkte
nicht geprüft -----
g) Der Richterobmann hat aus den Prädikaten aller Richter seiner Gruppe das endgültige
Prädikat zu ermitteln.
II. Ordnung für „Notlösung Spurarbeit – Corona 2020“
(1) Die Prüfung Notlösung Spurarbeit – Corona 2020 ist eine Zuchtprüfung, zu der die
natürlichen jagdlichen Anlagen des Junghundes durch entsprechende Vorbereitung soweit
geweckt sein sollen, dass Spurwille und Spursicherheit beurteilt werden können.
(2) Bei der Notlösung Spurarbeit – Corona 2020 sind folgende Fächer zu prüfen:
Fach Fachwertziffer
Spurarbeit ohne
Schussfestigkeit ohne
(3) Festzustellen sind:
a) Die Art des Jagens (spurlaut, sichtlaut, fraglich, stumm, waidlaut) ist festzustellen.
Spurlautes, sichtlautes oder stummes Jagen kann nur am Hasen oder Fuchs gewertet
Da der Laut für die Zucht und jagdliche Verwendung des Hundes wichtig ist, sollte er nach
Möglichkeit auch festgestellt werden.
b) Der an anderem Haarwild gezeigte Laut ist zusätzlich auf der Zensurentafel zu vermerken
und vom Richterobmann abzuzeichnen. Stummes Verfolgen auf Sicht von anderem
Haarwild ist unter Bemerkungen zu dokumentieren.
c) Eine Wesensüberprüfung, über die Feststellung der Schussfestigkeit hinaus, wird nicht
d) Die Identität (Chip- oder Tätowierungskontrolle) erfolgt zu Prüfungsbeginn. Hierzu legt der
Hundeführer seinen Hund ab oder bindet ihn an und tritt 5 Meter zurück. Ein Richter
überprüft im Anschluss die Identität des Hundes. Hunde, die sich nicht berühren lassen
oder sich aggressiv zeigen, werden nicht weiter geprüft. Der Hund erhält im
Prüfungszeugnis den Vermerk: „Identitätskontrolle nicht durchführbar“. Davon ausgehend,
dass der Hundeführer den genannten Hund vorstellt, wird auch in diesen Fällen ein
Prüfungszeugnis erstellt und dem genannten Hund zugeordnet.
(4) Die Hunde sind einzeln zu prüfen. Jedem Hund kann, je nach Wildbesatz, mehrfach
Gelegenheit gegeben werden, seine Anlagen zu zeigen.
§ 11 Die einzelnen Prüfungsfächer
(1) Spurarbeit
a) Die Spurarbeit wird auf der vom Hunde nasenmäßig wahrgenommenen Spur des für ihn
nicht oder nicht mehr sichtbaren Hasen oder Fuchses geprüft. Dem Führer ist es gestattet,
den Hund bis zu 30 Meter an einer Leine zu arbeiten.
b) Zu beurteilen ist der Spurwille und die Spursicherheit.
c) Der Spurwille ist daran erkennbar, wie der Hund sich auf die Arbeit einstellt und unter
Berücksichtigung der jeweiligen Umstände (Bodenbeschaffenheit, Wetter u.a.) die Spur
anfällt, willig und beherrscht arbeitet und sich bemüht, sie auch unter schwierigen
Gegebenheiten weiterzubringen. Über den Spurwillen gibt auch Aufschluss, ob der Hund
nach dem sichtigen Verfolgen beim Außersichtkommen des Hasen oder Fuchses die Spur
ruhig sucht und aufnimmt, oder ob er abbricht oder gar planlos umhersucht.
d) Die Spursicherheit zeigt sich in der Verhaltensweise des Hundes, wie er als Ausdruck
seiner Wesensstabilität den Spurwillen (Beutewillen) beherrscht, das heißt, vor allem bei
schwierigen Gegebenheiten in ruhiger Gangart den Fortgang der Spur sucht und sie auf
diese Weise selbstständig und sicher vorwärts bringt.
e) Bei der Urteilsfindung müssen mehr der Spurwille, die Spursicherheit und die Schwierigkeit
als die Länge der Spur berücksichtigt werden. Ein Hund, der (auch bei einer längeren
Spurarbeit) bei der ersten Schwierigkeit die Arbeit sofort abbricht, kann für diese
Einzelarbeit kein „sehr gut“ erhalten.
f) Die Spurarbeit muss auf ganzer Länge weitgehend einsehbar sein.
(2) Prüfung der Schussfestigkeit
Zur Prüfung der Schussfestigkeit sind grundsätzlich vom Führer, während der Suche
seines Hundes in dessen Nähe (Schrotschussentfernung) mindestens 2 Schrotschüsse
mit einem Zeitabstand von wenigstens 20 Sekunden abzugeben. Lässt sich dabei das
Verhalten des Hundes nicht sicher beurteilen, so ist die Prüfung der Schussfestigkeit
frühestens nach 30 Minuten zu wiederholen. Eine Wiederholung der Prüfung der
Schussfestigkeit ist nach einem eindeutig gezeigten Verhalten nicht zulässig.
Bei der Prüfung der Schussfestigkeit im Feld kann sich die Reaktion auf den Schuss in
verschiedenen Formen (positiv/negativ) äußern. Bei der Beurteilung der
Schussfestigkeit wird unterschieden in:
• Leicht schussempfindlich
• Schussempfindlich
• Stark schussempfindlich
• Schussscheu
a) Schussfest ist ein Hund, wenn er keinerlei negative Reaktionen (Einschüchterung/
Ängstlichkeit) auf den Schuss zeigt und seine Arbeit (Suche) freudig fortsetzt.
b) Leicht schussempfindlich ist ein Hund, bei dem nur eine allgemeine Einschüchterung
erkennbar ist, ohne dass der Hund sich in der Weiterarbeit (Suche) stören lässt.
c) Schussempfindlich ist ein Hund, der unter Zeichen der Ängstlichkeit Schutz bei seinem
Führer sucht oder negativ beeindruckt die Weiterarbeit verweigert aber innerhalb einer
Minute seine Arbeit (Suche) wieder aufnimmt. Weite und Tempo der Suche werden durch
die Schussabgabe negativ beeinflusst.
d) Stark schussempfindlich ist ein Hund, der unter Zeichen der Ängstlichkeit Schutz bei
seinem Führer sucht oder negativ beeindruckt die Weiterarbeit verweigert und erst nach
mehr als einer Minute seine Arbeit (Suche) wieder aufnimmt. Weite und Tempo der Suche
werden durch die Schussabgabe negativ beeinflusst.
e) Schussscheu ist ein Hund, wenn er, statt bei seinem Führer Schutz zu suchen, wegläuft
und sich damit der Einwirkung seines Führers und der Arbeit (Suche) entzieht.
f) Stark schussempfindliche und schussscheue Hunde können die Prüfung nicht bestehen.
Sie sind aber im Interesse der Zucht durchzuprüfen.
g) Wenn der Hund sich angesichts der Waffe vom Führer – nicht oder nicht weit genug löst
(Schrotschussentfernung), gilt er als „nicht durchgeprüft“. Gleiches gilt für Hunde, die ohne
Anzeichen von Ängstlichkeit bereits nach Abgabe des ersten Schusses die Weiterarbeit
verweigern. Der Hund kann in diesen Fällen die Prüfung nicht bestehen. In beiden Fällen
ist im Zweifel eine erneute Prüfung der Schussfestigkeit frühestens nach 30 Minuten
IV. Anhang zur PO Notlösung Spurarbeit – Corona 2020 Rahmenrichtlinien des JGHV
Die Rahmenrichtlinien gelten für sämtliche Prüfungen und Leistungszeichen, so auch für die
Notlösung Spurarbeit – Corona 2020 aller Verbandsvereine (siehe Anhang VZPO/VGPO).
 Führen nur mit Jagdschein Hauptversammlung 2015
 Prüfungswiederholungen Hauptversammlung 1990
 PO – Wasser des JGHV – Teil A / B Hauptversammlung 2017
 Einspruchsordnung Hauptversammlung 2015
 Zulassung zu Prüfungen entsprechend
§ 23 der Satzung des JGHV Hauptversammlung 2010
 Verbot der Richtertätigkeit bei Befangenheit Hauptversammlung 2010
 Tätigkeit der Verbandsrichter des JGHV Hauptversammlung 2015
 Höchstzahl der an einem Tag zu prüfenden Hunde Hauptversammlung 2010
 Einhaltung von Rechtsvorschriften in den Bundesländern Hauptversammlung 2011

References: § 4

§ 5

§6

§ 6

§ 8

§ 11

§ 23