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Timestamp: 2019-11-17 22:00:53+00:00

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§ 3 PatG:
BGH, URTEIL vom 2.11.2014, Az. X ZR 151/12 Berücksichtigt man, dass schematische Darstellungen, wie sie üblicherweise in Patentschriften zu finden sind, regelmäßig nur das Prinzip der beanspruchten Vorrichtung offenbaren, nicht aber exakte Abmessungen (BGH, Beschluss vom 16. Oktober2012 -XZB 10/11, GRUR 2012, 1242 Rn. 9 -Steckverbindung; Benkard/Melullis, Patentgesetz, 10. Aufl., §3 PatG Rn. 27; Benkard/Scharen, § 14 PatG Rn. 29; Busse/Keukenschrijver, Patentgesetz, 7. Aufl., § 14 PatG Rn. 47; Schulte/Moufang, Patentgesetz, 9. Aufl., § 34 PatG Rn. 309), ist Figur 1 dahin zu interpretieren, dass auch bei dem in der D3 offenbarten Mischer die Schnecke bis zu dem Auslaufschieber reicht.
BGH, URTEIL vom 4.2.2014, Az. X ZR 128/12 Es entspricht einhelliger Auffassung in Rechtsprechung und Literatur, dass schematische Darstellungen, wie sie üblicherweise in Patentschriften zu finden sind, regelmäßig nur das Prinzip der beanspruchten Vorrichtung offenbaren, nicht aber exakte Abmessungen (Benkard/Melullis, Patentgesetz, 10. Aufl., § 3 PatG Rn. 27; Benkard/Scharen, § 14 PatG Rn. 29; Busse/Keukenschrijver, Patentgesetz, 7. Aufl., § 14 PatG Rn. 47; Schulte/Moufang, Patentgesetz, 9. Aufl., §34 PatG Rn. 309; BGH, Beschluss vom 16. Oktober2012 -XZB 10/11, GRUR 2012, 1242 Rn. 9 - Steckverbindung).
LG Düsseldorf, Urteil vom 4.2.2009, Az. 4a O 78/08 Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes ist über das Beschriebene hinaus durch eine zu dem Stand der Technik gehörende Schrift im Sinne des § 3 Abs. 2 S. 2 PatG und des Art. 54 Abs. 2 EPÜ alles als offenbart und damit als vorweggenommen anzusehen, was für den Fachmann als selbstverständlich oder nahezu unerlässlich zu ergänzen ist oder was er bei aufmerksamer Lektüre der Schrift ohne Weiteres erkennt und in Gedanken gleich mitliest (vgl. BGH GRUR 1993, 330 – Elektronische Steckverbindung).
BGH, Urteil vom 2.5.2001, Az. X ZR 159/98 Ohne Kenntnis des Verfahrens hätte er auch ein dem Verfahren entsprechendes Produkt nicht hersteilen können, und eine neuheitsschädliche Vorwegnahme des Produkts ist schon aus diesem Grunde zu verneinen (Sen., BGHZ 103, 150 - Fluoran; Benkard, Patentgesetz Gebrauchsmustergesetz, 9. Aufl., §3 PatG Rdn. 51, 52; Busse, Patentgesetz, 5. Aufl., §3 Rdn. 116, 117; Rogge, GRUR 1996, 931, 933 mit Fn.13).
BGH, URTEIL vom 2.10.1998, Az. X ZR 137/94 Der 'formelle' Charakter des Neuheitsbegriffs (vgl. Bernhardt/Kraßer, Lehrbuch des Patentrechts 4. Aufl. 1986, § 17 I 1. S. 150; Benkard/ Ullmann, Patentgesetz und Gebrauchsmustergesetz 9. Aufl. 1993, § 3 PatG Rdn. 4) führt auch nach geltendem Recht notwendig zu einer gewissen Starrheit, die Einzelfallwertungen zurückdrängt (Bernhardt/Kraßer aaO S. 152; vgl. zu dem früheren Recht BGHZ 50, 213, 217 - Schwenkverschraubung) und eine typisierende Betrachtung der in Betracht kommenden Sachverhalte erfordert.
BGH, BESCHLUSS vom 4.8.1985, Az. X ZB 22/84 Die lediglich auf die Prüfung der Neuheit des Schutzbegehrens abstellende Betrachtungsweise des Bundespatentgerichts verkennt jedoch, daß eine ältere nachveröffentlichte Patentan- meldung bei der Prüfung der erfinderischen Tätigkeit außer Betracht zu bleiben hat (<> 4 Satz 2 PatG 81) . Nicht nur der über den Inhalt einer gemäß § 3 Abs. 2 PatG 81 als Stand der Technik geltenden älteren Anmeldung hinausgehende Teil des Schutzbegeh-rens ist auf erfinderische Tätigkeit zu prüfen, sondern der gesamte Gegenstand der Anmeldung, auch soweit er in den Unterlagen der älteren Anmeldung beschrieben ist (vgl. BGH GRUR 1984, 272, 274 - Isolierglasscheibenrandfugenfüllvorrichtung).
BGH, BESCHLUSS vom 4.5.1970, Az. x ZB 2/70 auf sämtliche in Betracht kommenden Patentkategorien bezogen werden können» Dem entspricht auch die verfahrensrechtliche Regelung, die es dem Anmelder (Erfinder oder seinem Rechtsnachfolger, § 3 Satz 1, § 9 Satz 1 PatG) überläßt, die Patentansprüche zu formulieren (§ 26 Abs. 1 Satz $ PatG) und im Rahmen der objektiven Gegebenheiten die ihm zweckmäßig erscheinende Patentkategorie zu bestimmen (vgl. dazu BGH GRUR 1967, 241, 242 - Mehrschichtplatte BPatGE 7, 1,6; Benkard, Patentgesetz und Gebrauchsmustergesetz 5» Auflage, Rdn»
BVerfG, vom 1.8.1967, Az. 1 BvL 5/70 Seit langem wird die patentfähige Erfindung als eine Rechtsposition angesehen, die - schon vor der Patenterteilung - zwar noch kein ausschließliches Recht am Erfindungsgedanken, wohl aber bereits Schutzansprüche in der Person des Erfinders entstehen läßt und schon Gegenstand von Rechtsgeschäften sein kann (vgl. RGZ 29, 49 (51); 37, 41 (42 f.); 77, 81 (82); BGHZ 47, 132 (136); Benkard, Patentgesetz und Gebrauchsmustergesetz, 6. Aufl., 1973, Einl. PatG Rdnr. 22 und § 3 PatG Rdnrn.
BVerfG, vom 1.8.1967, Az. 1 BvL 5/70 Hierbei muß berücksichtigt werden, daß die fertige und verlautbarte Erfindung die Grundlage für das Recht auf das Patent (§ 3 PatG) bildet, das durch die Anmeldung verwirklicht wird (BGHZ 47, 132 (141)).

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