Source: https://www.weiterstadt.de/verwaltung-service/aktuelles/coronavirus-informationen/index.php
Timestamp: 2020-06-03 20:13:45+00:00

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Sars-CoV-2 | Stadt Weiterstadt
Coronavirus – die aktuelle Entwicklung für Weiterstadt
Das Coronavirus hält Deutschland und die Welt in Atem. Die Stadt Weiterstadt und der Landkreis Darmstadt-Dieburg haben sich in den vergangenen Tagen und Wochen intensiv vorbereitet, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Auf unserer Webseite informieren wir über die aktuellen Entwicklungen, bieten Hilfsangebote für den Alltag und klären auf, welche Regelungen für Unternehmen und Geschäfte in dieser schwierigen Lage gelten.
Viele Informationen zum Coronavirus in unterschiedlichsten Sprachen bekommen Sie hier.
Das Hessische Kultusministerium hat die Aktualisierung des am 22. April 2020 bekannt gegebenen Rahmenhygieneplans für den Schulbetrieb überarbeitet. Das dürfte für Schüler und Eltern ggf. interessant sein. Wesentliche Änderungen sind:
Die Regelungen für Risikogruppen wurden an die Änderungen des § 3 der 2. Corona-VO angepasst. Dies betrifft insbesondere die schulischen Aufgaben außerhalb des Präsenzunterrichts.
Für die Schulverpflegung wurde ein eigener Abschnitt eingeführt.
In Ergänzung der Hinweise des RKI zum Mund-Nasen-Schutz im öffentlichen Raum wird auf die Maskenpflicht bei der Schülerbeförderung hingewiesen. Dennoch halte ich volle Schulbusse für kontraproduktiv. Leider können jedoch insbesondere für die Schulkinder aus der Riedbahn aktuell keine weiteren Schulbusse angeboten werden.
Sport/Musik/Darstellendes Spiel
sind unter bestimmten Bedingungen erlaubt. Wichtig ist hier, dass eine klare Priorisierung beim Einsatz der Lehrkräfte angegeben ist. Nach dieser sind zunächst der Präsenzunterricht und die Notbetreuung abzudecken, die Angebote im sportlichen und musischen Bereich sind nachrangig. Das klingt absolut nachvollziehbar.
der HEAG mobilo fahren ab dem 2. Juni wieder nach dem regulären Fahrplan. Im Zuge der Corona-Pandemie hatte das Verkehrsunternehmen das ÖPNV-Angebot zeitweise auf Samstags- und Ferienfahrpläne umgestellt. Gleichzeitig mit der Wiederaufnahme des Regelbetriebs setzt die HEAG mobilo bei der Straßenbahn ein neues Betriebskonzept um, um besser auf Störungen reagieren zu können. Bei vielen Linien verschieben sich die Abfahrtszeiten daher um wenige Minuten. Fahrgäste profitieren dabei von einer höheren Fahrplanstabilität. Lediglich die im Fahrplan mit dem Buchstaben „B" gekennzeichneten Verstärkerfahrten entfallen noch bis zu den Sommerferien.
Mehr dazu auf den Seiten der DADINA:
https://www.dadina.de/dadina-aktuell/verkehrsmeldungen/
In den Weiterstädter Schulen (wie in ganz Hessen) werden derzeit nur wenig Präsenz-Unterrichtsstunden angeboten. Das ist zwar ein erster Schritt, auf den viele gewartet haben, doch es stellt Kinder und Eltern weiterhin auf eine harte Probe. Andererseits haben Homeschooling-Projekte zumindest Lerninhalte vermitteln können. Dennoch bleibe ich dabei, dass in der Schule auch insbesondere die sozialen Kontakte wichtig sind.
Gleiches gilt für unsere Kitas, jedoch können wir einen größeren Betreuungsumfang bieten.
Mit Ausnahme einer Kita (Schneppenhausen, da arbeiten wir an einer Lösung) ist es uns gelungen, allen Kindern - auch über die Notbetreuung hinaus - Betreuungszeiten zwischen 16 und 18 Stunden je Woche anzubieten. Die Eltern müssten gestern alle eine Nachricht von ihrer Kita erhalten haben, an welchen Tagen und in welchem Umfang derem Betreuungswunsch entsprochen werden kann. Wer keine Rückmeldung erhalten hat, meldet sich heute bei seiner Kita. Da die letzte Information nicht alle Eltern erreicht hat, hier nochmals mein Schreiben an die Erziehungsberechtigten:
wir haben nun vom Land die wichtigsten Rahmenbedingungen für die Erweiterung der Betreuung ab dem 2. Juni 2020 erhalten. Außerdem konnten wir Ihre Rückmeldungen zum dinglichsten Betreuungsbedarf Ihrer Kinder auswerten. Auf Basis Ihrer Rückmeldungen und der Landesvorgaben haben die kommunalen Krippen und Kitas nun ein gemeinsames Betreuungskonzept bis zur Sommerschließzeit am 24. Juli 2020 erarbeitet.
Wir freuen uns, endlich wieder den Familien eine kleine Entlastung und den Kindern soziale Kontakte und frühe Bildung zu ermöglichen.
So kann weitgehend jedes Kind an mindestens 16 Stunden je Woche wieder seine Krippe oder Kita besuchen!
Ihre Kita wird Sie über die tatsächliche Möglichkeit der Betreuung Ihres Kindes individuell informieren. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir nicht allen Bedarfen der Familien umfänglich entsprechen können. Unsere pädagogischen Mitarbeiter*innen haben in dieser ersten Organisation das Unmögliche möglich gemacht. Hierfür gilt ihnen mein ausdrücklicher Dank!
Um die Ansteckungsgefahr zu minimieren, wurden die Kinder mit ihren Fachkräften in feste Betreuungsgruppen eingeteilt. Diese Zuordnungen bleiben bestehen bis zur Sommerschließung.
Die Notbetreuung (2. Verordnung Corona) wird in den Kitas und in den Krippen täglich in der Zeit von 8 – 16.00 Uhr fortgeführt.
Darüber hinaus werden wir in den Krippen täglich eine zweite Gruppe anbieten können in der Zeit von 8 – 13.00 Uhr. Beide Gruppen sind gebührenpflichtig.
In den Kitas wird es die Möglichkeit der Betreuung geben
a) an zwei Tagen / Woche von 8 – 16.00 Uhr oder
b) an fünf Tagen / Woche von 8:00-11:30 Uhr oder von 12:30 bis 16:00 Uhr
Dies wird zu einer reduzierten Gebühr oder kostenfrei angeboten. Die Entscheidung fällen die politischen Gremien.
Achtung: in der Kita Schneppenhausen kann die Notbetreuung weitergeführt werden. Zudem können Kinder, deren Eltern beide berufstätig sind, an zwei Tagen / Woche betreut werden. Darüber hinaus kann dort keine weitere Betreuung angeboten werden aufgrund der personellen Situation. Dies bedauern wir sehr. Möchten jedoch schon jetzt darauf hinweisen, dass die Personaldecke nach der Sommerpause dort stabilisiert ist!
Etwas abweichend sind auch die Betreuungsmöglichkeiten in der Kita Apfelbaum, da wir hier die eingeschränkte Betreuung in altersgemischten Gruppen organisieren werden. Näheres hierzu erfahren Sie direkt von der Einrichtungsleitung.
Über die getroffenen Hygieneschutzmaßnahmen der Krippe oder Kita, über die individuelle Betreuungsmöglichkeit Ihres Kindes und dem organisatorischen Ablauf (wie etwa die Hol- und Bringsituation) informiert Sie Ihre Kita.
Wichtig ist die Gesunderhaltung Ihrer Kinder sowie aller, die mit dem Kind in häuslicher Gemeinschaft leben. Hierfür müssen sich alle Eltern verpflichten, Erkrankungen sofort zu melden und Kinder müssen bei Anzeichen einer Infizierung die Betreuungsgemeinschaft sofort verlassen.
Wir freuen uns alle auf den Neustart. Hierzu wünschen wir Ihnen, unseren Kolleg*innen und Ihren Kindern alles Gute.
Ralf Möller Bürgermeister"
Mit diesem Platzsharing-Angebot und weiteren Notlösungen, wie beispielsweise der Sperrung eines Spielplatzes, um dort eine Gruppe betreuen zu können, ermöglichen wir einen guten, recht umfassenden, aber vor allem sicheren Start in den eingeschränkten Regelbetrieb.
Ich bedanke mich bei allen, die das ermöglichen und bitte um Verständnis, dass nicht allen Wünschen vollumfänglich nachgekommen werden kann. Das war echt ein Kraftakt. Mehr geht aktuell leider nicht, auch wenn dies nur einen Bruchteil dessen abdeckt, was berufstätige Eltern brauchen. Inwiefern die vom Bundestag beschlossene Lohnfortzahlung für Eltern, die zuhause ihre Kinder betreuen müssen hier greift, vermag ich im Einzelfall nicht zu beurteilen.
Lockerung für die Gastronomie u.a.
Eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums hat bestätigt, dass die Flächen-Regelung in Gaststätten ab 28. Mai aufgehoben werden soll. Seit der Öffnung der Gaststätten galt in Hessen, dass pro fünf Quadratmeter Fläche nur ein Gast im Restaurant sein darf. Das stieß bei vielen Gastronomen auf heftige Kritik. Die übrigen Hygieneregeln sollen weiter gelten.
Aktuell überschlagen sich die Meldungen, welche Bundesländer die weitestgehenden Lockerungen ins Spiel bringen. Thüringen, Sachsen... Auch in Hessen treten Schritt für Schritt weitere Lockerungen der Regeln zum Schutz vor dem Coronavirus in Kraft. Dennoch: Infektionsgeschehen wie in Frankfurt im Umfeld einer freien baptistischen Gemeinde mahnen uns: Das Infektionsrisiko besteht weiter. Es ist nach wie vor wichtig, wachsam zu bleiben und nicht leichtsinnig zu werden. Unser bester gemeinschaftlicher Schutz ist das Einhalten der Hygiene- und Abstandsregeln.
Sachstand in den Hessischen Krankenhäusern
Mit Stand vom 25. Mai, sind in den hessischen Krankenhäusern 10.941 Betten frei (stationäre Betten inklusive der Beatmungs- und Intensiv-Überwachungsbetten). Dies sind 1.100 Betten mehr als beim letzten Briefing (Stand: 19. Mai, 11 Uhr: 9.841). Die Gesamtzahl der COVID-19 Patientinnen und -Patienten in den hessischen Krankenhäusern liegt bei 450, davon sind 112 Personen beatmungs- und intensivüberwachungspflichtig. Derzeit gibt es 804 freie Beatmungsbetten in hessischen Krankenhäusern. Das ist echt klasse und unterscheidet uns von anderen europäischen Ländern.
... und noch was anderes (fast) außerhalb des Corona-Themas:
Radfahren und Alternativen zum Auto sind gerade in Coronazeiten im Trend. Wir wollen hier in Weiterstadt einiges verbessern und haben dazu einen Nahmobilitäts-Check in Auftrag gegeben. Bitte sagt uns eure Meinung, wo wir noch mehr machen können auf
https://www.weiterstadt.de/_media/kategorien/wirtschaft-umwelt-verkehr/Radverkehr/Nah_Mob_Check_Erfassungsbogen_StatusQuo.pdf?m=1587455096&
Die Kinderbetreuung ist derzeit Thema Nummer eins. Wir arbeiten auch am Feiertag und am Wochenende mit Hochdruck daran, möglichst vielen Kindern einen Platz ab dem 2. Juni im sogenannten „eingeschränkten Regelbetrieb" anbieten zu können. Hierfür haben wir eine Bedarfsanfrage gestartet und werten die Rückläufe bis Mitte der Woche aus. Erst danach haben die Eltern die Gewissheit, ob ihrem Betreuungswunsch entsprochen werden kann. Wir bitten diese Kurzfristigkeit zu entschuldigen. Aber zum eingeschränkten Regelbetrieb in Kitas ist voraussichtlich erst ab Montag (25.) mit einer entsprechenden Verordnung zu rechnen.
Die angedachten Rahmenbedingungen bauen auf der bisherigen Notbetreuung auf:Kinder mit Eltern aus systemrelevanten Berufen bleibt bestehen und ist erweitert auf
Kinder von alleinerziehenden Berufstätigen
Kinder, deren Betreuung in einer Kita aufgrund einer Entscheidung des zuständigen Jugendamtes dringend erforderlich ist (Kindeswohl)
Kinder, bei denen ein Härtefall besteht (neu)
Kinder mit Behinderung (neu)
Eine neue Zugangsvoraussetzung ist die Berufstätigkeit des zweiten Elternteils, die wir in Weiterstadt jedoch schon immer so gehandhabt haben. Die für die einzelnen Kinder zu vergebenden, zeitlichen Kontingente stehen dabei in Abhängigkeit zu den vorhandenen Kita-Kapazitäten.
Die Bedarfskomponente wird nicht über das Landesrecht geregelt werden. Parallel zur Verordnung wird das Land nächste Woche ebenfalls Hygieneempfehlungen zur Verfügung stellen. Darin enthalten sollen auch Richtwerte zur Gruppengröße aufgenommen werden, die sich vermutlich an der Hälfte der bisherigen Gruppengröße orientiert. Auch hier wird es keine Vorgaben durch das Land geben. Abweichungen vom gesetzlich vorgeschriebenen Personalschlüssel sollen von Kitas gegenüber dem Jugendamt angezeigt werden.
Zu gesundheits- und arbeitsrechtlichen Aspekten speziell im Hinblick auf Ü60-Arbeitnehmer (Risikogruppen) wird ebenfalls eine Äußerung durch das Land erwartet.
Derzeit gibt es rund 278.000 regulär betreute Kinder in Hessen, rund 55.000 (circa 19 Prozent) davon befinden sich in der Notbetreuung. Das entspricht in etwa auch dem Anteil in Weiterstadt.
All diese Zahlen zeigen jedoch nicht das Schicksal vieler Familien, die gerade jetzt Schutz und Unterstützung brauchen. Dafür muss man auch mal unkonventionelle Wege gehen. Dafür steht ein Team von rund 150 Kolleginnen und Kollegen bereit. Wir unterstützen Betreuungsgemeinschaften, dort wo die Kapazitäten in der Tagespflege, den Krippen, den Kitas oder in den Betreuenden Grundschulen nicht ausreichen.
Die Frage, in welchem Umfang Eltern für die eingeschränkten Leistungen gebührenpflichtig sind, ist noch nicht beantwortet. Unser Ziel ist es, nur die tatsächlich in Anspruch genommenen Leistungen in Rechnung zu stellen. Viele Familien sind ohnehin in einer angespannten finanziellen Lage, sodass es hier sicher ein Entgegenkommen geben wird.
Das Land Hessen plant, Tablets zur Verfügung zu stellen, um es Bewohnern von Pflegeeinrichtungen zu erleichtern, mit ihren Freunden und Verwandten zu sprechen. Da nur den Kreisen und kreisfreien Städten die genauen Belegungszahlen vorliegen, sollen diese auch die Verteilung der Geräte an die einzelnen Einrichtungen vornehmen. Die zum Schutz der Bewohner formulierten, strengen Hygiene- und Besuchsvorschriften hatten die Kommunikation zwischen den Bewohner und der Außenwelt zuletzt stark eingeschränkt.
Kulturschaffende wie Freizeiteinrichtungen wurden besonders hart von der Pandemie getroffen. Da eine Rückerstattung von Eintrittskarten oder Nutzungsentgelten die Veranstalter in den Ruin treiben könnte, hat der Bundesrat beschlossen, dass die Veranstalter stattdessen Gutscheine ausstellen können. Kunden haben das Recht, den Wertgutschein bei einem Nachholtermin oder einer anderen Veranstaltung des Veranstalters einzulösen.
19. Mai 2020, 23:00 Uhr
- Die Hessische Landesregierung hat am gestrigen Montagabend (18.) weitere Lockerungen beschlossen: Ab dem 25. Mai dürfen Kinder wieder ihre Kindertagespflege besuchen. Sie wird vor allem von Eltern mit Kindern unter drei Jahren genutzt. Mit den beschlossenen Lockerungen werden die Eltern weiter entlastet und für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf gesorgt. Das schafft auch mehr Spielraum in den kommunalen Einrichtungen.
- Außerdem hat die Hessische Landesregierung eine Härtefallregelung für diejenigen Familien geschaffen, für die der Wegfall des Betreuungsangebotes in den Einrichtungen der Kindertagesbetreuung eine besondere Härte im Alltag darstellt. Damit wird den Familien und Kindern, bei denen die Betreuung zu Hause nur sehr eingeschränkt funktionieren kann geholfen. Die Entscheidung, ob die Härtefallregelung greift, trifft das Jugendamt des Landkreises Darmstadt-Dieburg. Ebenso dürfen ab dem 25. Mai Kinder mit Behinderung in die Notbetreuung.
- Die Hessische Landesregierung hat außerdem Lockerungen bei den Quarantäne-Bestimmungen für Ein- und Rückreisende beschlossen. Der Beschluss orientiert sich an einer gemeinsamen Entschließung des Bundes und der Länder. Demnach ist eine Ein- oder Rückreise aus einem EU-Mitgliedsstaat, einem Schengen-assoziierten Staat oder Großbritannien sowie Nordirland nach Hessen wieder möglich, ohne sich danach in Quarantäne begeben zu müssen. Allerdings gilt: Wer aus einer Region einreist, in der die Neuinfizierten-Zahl mehr als 50 Fälle pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage aufweist, muss sich in Quarantäne begeben. Die entsprechenden Länder werden im Lagebericht der Bundesregierung ausgewiesen und vom Robert Koch-Institut veröffentlicht.
- Ansonsten gilt die Pflicht, sich in Quarantäne zu begeben, nur noch für Reisende aus Drittstaaten – zunächst bis zum 15. Juni. Eine Quarantäne ist entbehrlich, wenn der Ein- oder Rückreisende nachweisen kann, dass er nicht an COVID-19-infiziert ist oder das Robert Koch-Institut aufgrund der dortigen epidemiologischen Lage die Entbehrlichkeit von Schutzmaßnahmen in Bezug auf Ein- und Rückreisende ausdrücklich festgestellt hat.
- Das Kabinett hat gestern zudem weitere Entscheidungen getroffen. So dürfen heilpädagogische Frühförderstellen mit Einzelangeboten ab dem 25. Mai wieder öffnen. Künftig besteht eine Meldepflicht an das jeweils zuständige Gesundheitsamt für Betriebe, die mehrere Saisonarbeitskräfte in Gemeinschaftsunterkünften unterbringen.
- Seit heute dürfen viele Betriebe wieder öffnen. Unter der Voraussetzung, dass geltende Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden, können Restaurants, Cafés, Bars, Kneipen, Mensen, Hotels und andere Übernachtungsangebote wie Airbnb, Jugendherbergen oder Ferienwohnungen, Campingplätze, Fitnessstudios, Freizeitparks, Kanuverleih und Spielbanken/Spielhallen wieder öffnen.
- Zu den wichtigsten Hygieneregeln gehört, dass immer ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden muss. Ausnahme: Wenn Menschen, die in einem Hausstand leben, mit anderen aus maximal einem weiteren Hausstand unterwegs sind, gilt die Abstandsregel nicht. In Übernachtungsbetrieben und gastronomischen Betrieben ist das Personal im Gastraum sowie in der Küche verpflichtet, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Zudem darf nur eine begrenzte Zahl an Gästen im Innen- und Außenbereich einer Gaststätte oder eines Cafés sitzen, es müssen fünf Quadratmeter pro Gast eingeplant werden. Darüber hinaus müssen die Betriebe auf die Abstands- und Hygieneregeln hinweisen.
- Es wird keine Sperrstunde vorgeschrieben, die Wirte entscheiden selber, wann sie ihre Gaststätte oder ihre Kneipe abends wieder schließen. Diskotheken und Tanzlokale bleiben allerdings geschlossen. Tanzstunden können in kleinen Gruppen und unter Einhaltung der Abstandsregeln wahrgenommen werden. Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die im gleichen Hausstand leben oder, wenn sie nicht zusammenleben, Ehe- oder Lebenspartnerinnen und -partner oder Lebensgefährtinnen und Lebensgefährten sind, dürfen auch miteinander tanzen, ohne den Mindestabstand.
- Übernachtungsbetriebe dürfen wieder Touristen beherbergen, ob im Hotel, in der Jugendherberge oder einer Ferienwohnung. Auch hier gilt, dass diejenigen, die in einem Hausstand leben, mit Freunden oder einer Familie, die zusammen in einem weiteren Hausstand lebt, ein Zimmer oder eine Ferienwohnung gemeinsam mieten dürfen. Dennoch ist auch das ein weiterer Grund, das örtliche Gewerbe, z.B. die Reisebüros zu unterstützen. Die sind ja gerade extrem betroffen.
- Für Fitnessstudios und Übernachtungsbetriebe gelten ein paar zusätzliche Regeln: So dürfen Dusch- und Waschräume und Saunen sowie Schwimmbäder nicht öffnen. Außerdem müssen in Fitnessstudios ausreichend Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt werden und es darf nur kontaktfreier Sport stattfinden.
- Kommenden Donnerstag, 21. Mai, steht der nächste Feiertag an: Himmelfahrt oder auch Vatertag genannt. Seit der Lockerung der Maßnahmen ist wieder mehr möglich. Restaurants, Bars und Kneipen haben jetzt ja unter strengen Auflagen wieder geöffnet. Sport ist seit 9. Mai wieder möglich. Friseure, Kosmetikstudios, Nagelstudios und die Geschäfte haben seit Anfang des Monats geöffnet. Im öffentlichen Raum darf man sich wieder mit Menschen eines weiteren Hausstandes treffen, gemeinsam etwas unternehmen und essen gehen.
- Unter Einhaltung der Abstandsregeln und der Hygieneregeln darf man zu Hause wieder Besuch empfangen. Der Schulbetrieb wurde sukzessive wieder aufgenommen, ab 2. Juni können die Kinderbetreuungseinrichtungen eingeschränkt wieder öffnen und immer mehr Menschen kehren aus dem Homeoffice an den Arbeitsplatz zurück. Wir haben uns ein Stück weit wieder dem normalen Alltag genähert.
- Damit wir die wiedergewonnenen Freiheiten weiterhin genießen können, ist es wichtig, dass die Abstandsregeln und die Hygieneregeln eingehalten werden. Und das gilt auch an Feiertagen, an dem es nicht nur die Väter rauszieht, um gemeinsam mit anderen etwas zu unternehmen. Es spricht nichts dagegen, sich am Feiertag draußen aufzuhalten, in einen Biergarten zu gehen oder eine Radtour zu machen. Wichtig ist, dass man auch an solchen Tagen Abstand zu anderen hält, dass man die Hygieneregeln einhält.
- Neben den Schülern an den weiterführenden Schulen dürfen am Montag, wie von der Landesregierung geplant, auch die Viertklässler in ihre Klassenräume zurückkehren. Eine Schülerin, die zum zweiten Mal vor dem Hessischen Verwaltungsgerichtshof dagegen geklagt hatte, hat ihre Klage heute zurückgezogen. Gut so!
- Die Verordnung zur Beschränkung von sozialen Kontakten und des Betriebes von Einrichtungen und von Angeboten aufgrund der Corona-Pandemie (Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung, CoKoBeV) vom 7. Mai, wurde heute erneut modifiziert. Die wesentlichen Anpassungen sind:
Gastronomiebetriebe müssen Name und Adresse der Gäste im Innen- und (neu) Außenbereich aufnehmen und diese vier Wochen aufbewahren.
An einigen Stellen sind die Anforderungen an die Besucherlisten sowie die ausgeschlossenen Bestimmungen der Datenschutzgrundverordnung ausformuliert worden.
In der Kirche und bei Trauerfeiern ist der Mindestabstand von 1,5 Metern zu einem weiteren Hausstand einzuhalten.
„Mehrgenerationenhäuser, soweit diese nicht dem Wohnen dienen" sind nach § 2 Abs. 1 Ziffer 4 nicht mehr für den Publikumsverkehr verboten.
Nach § 2 Abs. 6 ist seit heute auch der Betrieb von Freizeitparks unter den näher definierten Voraussetzungen zulässig.
- Die AG Kita hat eine Empfehlung für einen gemeinsamen Rahmen der Länder für einen stufenweisen Prozess zur Öffnung der Kindertagesbetreuungsangebote von der Notbetreuung hin zum Regelbetrieb im Kontext der Corona-Pandemie erarbeitet. Ziel ist, jedem Kind so schnell wie möglich wieder frühkindliche Bildungsangebote zur Verfügung zu stellen. Der Öffnungsprozess soll aber an den Verlauf des Infektionsgeschehens jeweils angepasst sein.
Zusammengefasst sind die Schritte im Papier so formuliert:
- In der Phase des eingeschränkten Regelbetriebs stellt sich die Frage, in welchem Umfang der Anspruch auf Betreuung schon gewährleistet werden kann. Folgende Eckpunkte wurden erörtert:
Das bisher auf infektionsschutzrechtlicher Grundlage im Verordnungswege geregelte Betretungsverbot mit Ausnahmen für die Gruppen, die Notbetreuung in Anspruch nehmen können, wird ersetzt.
Das bisher nach § 2 der Zweiten Verordnung zur Bekämpfung des Corona-Virus in der aktuell geltenden Fassung bis 5. Juni 2020 bestehende Betretungsverbot soll dann auf Grundlage einer neuen Verordnung ab 2. Juni 2020 nicht mehr gelten.
- Die Phase des eingeschränkten Regelbetriebs werde sich laut HMSI über Monate hinziehen, da der Übergang zum Regelbetrieb nach aktueller Beschlussfassung von Bund und Ländern entweder
die Verfügbarkeit eines Impfstoffs oder
die „weitgehende Eindämmung" des Pandemiegeschehens voraussetzten.
- Die jetzt zu treffenden Regelungen würden also länger, wahrscheinlich über viele Monate hinweg, in Kraft bleiben.
- Grundsätzlich lebt der Anspruch auf Kinderbetreuung wieder auf, wird aber durch Betriebseinschränkungen auf infektionsschutzrechtlicher Grundlage weiterhin beschränkt. Die Betriebseinschränkungen würden dann an die Stelle des Betretungsverbots treten.
- Die Beschränkungen erfolgen durch:
- Das hat zur Folge, dass Betreuungsangebote nicht in vollem Umfang, sondern nur tageweise und ggfls. in betreuungstäglich kürzerem Umfang zur Verfügung stünden. Dadurch stellt sich erneut die Frage nach der Erhebung der Kostenbeiträge von den Eltern, aber auch die Frage, wie denn die verknappten Betreuungszeiten „rationiert" werden. Hier muss der konkrete Regelungsvorschlag abgewartet werden.
- Sind private Geburtstagsfeiern zulässig? Die Verordnung sagt: Außerhalb des öffentlichen Raums sind Zusammenkünfte nur in einem engen privaten Kreis oder private Veranstaltungen unter Voraussetzungen ... gestattet. Diese Voraussetzungen sind:
- Mindestabstand von 1,5 Meter
- Es dürfen keine Gegenstände zwischen Personen entgegengenommen oder weitergereicht werden (Bierglas...)
- Es bedarfs eines Hygienekonzepts nach den Empfehlungen ds Robert-Koch-Instituts
- max. eine Person je 5qm im Sitzen bzw. 10qm Raumgröße im Stehen
- es muss eine Teilnehmerliste mit Name, Anschrift und Telefonnummer geführt werden, um im Falle eine Infizierung die Kette rückverfolgen zu können
- Wer einen solchen Partykeller für 60 Gäste hat, meldet sich bitte, dann brauchen wir kein Bürgerhaus mehr. Wir haben das mal auf unsere Bürgerhäuser und Grillhütten hochgerechnet. Danach darf man beispielsweise eine Feier mit 6 Personen in der Grillhütte Gräfenhausen zulassen. Das ist lebensfremd. Wir haben uns daher dafür entschieden, Grillhütten und Bürgerhäuser bis zum 5. Juni nicht für private Feiern zur Verfügung zu stellen, da die Gefahr, neue Infektionsherde zu bilden einfach zu groß ist.
- Welcher Vereinssport darf wie ausgeübt werden? Die Verbände erarbeiten derzeit Richtlinien und Hygienekonzepte. Wir bitten daher, diese dann mit unserem Immobilienmanagement abzustimmen. Wir ermitteln dann die jeweiligen Raumgrößen und bestimmen gemeinsam eine maximale Personenzahl. Jeder Verein behält daher die gewohnte Raumreservierung. Wünsche nach einem größeren Raum können wir nur nachkommen, wenn entsprechende Kapazitäten frei sind. Die Vereine sind daher aufgerufen ggf. in einem Intervall Sporttreibenden Trainingsmöglichkeiten anzubieten. Beim Sportbetrieb sollen Risikogruppen im Sinne des RKI keiner besonderen Gefährdung ausgesetzt werden.
- Es soll ja kontaktfreier bzw. kontaktarmer Sport stattfinden. Hier ist jetzt die Kreativität der Verbände, Trainer und Übungsleiter gefragt, dies bei Mannschaftssportarten oder beispielsweise bei Kampfsportarten sinnvoll umzusetzen.
- Kreisweit öffnen die Sporthallen und Bürgerhäuser ab Montag (18.), sofern alle Vorbereitungen getroffen wurden.
- Eis darf nun auch wieder in Waffeln verkauft werden und es darf auch im Umkreis von 50 Metern verzehrt werden. Heute in einer Woche können wir auch wieder die Sitzplätze dort nutzen.
- Unser vordringlichstes Anliegen ist es, Eltern und Kindern wieder eine adäquate Betreuung gewährleisten zu können. Ab 2. Juni ist ein eingeschränkter Regelbetrieb unabhängig vom Beruf der Eltern wieder möglich. Jedoch sind auch hier die personellen Kapazitäten, Hygienerichtlinien, Abstände und vieles mehr zu beachten. Dies stellt gerade bei Kindern eine besondere Herausforderung für unsere Fachkräfte dar. Wir werden neue Modelle entwickeln, neue Betreuungszeiten, Abrechnungsmodalitäten und vieles mehr, um weiterhin familienfreundliche Angebote sicherstellen zu können. Dabei möchten wir gerade die Eingewöhnungsphase für die Jüngsten auch berücksichtigen. Wir sind jedoch auch auf private Initiativen angewiesen und unterstützen diese nach Kräften, denn es zeichnet sich bereits jetzt schon ab, dass nicht jedem Betreuungswunsch Rechnung getragen werden kann.
7. Mai 2020, 23:45 Uhr
- Die Corona-Pandemie hat uns Weiterstädter vor große Herausforderungen gestellt. Die zu unserem Schutz notwendigen massiven Einschränkungen haben jedem von uns viel abverlangt. Alle Weiterstädter Bürgerinnen und Bürger haben durch ihre Opferbereitschaft und ihr diszipliniertes Verhalten dazu beigetragen, dass jetzt weitere Lockerungen der Maßnahmen ergriffen werden können.
- Heute hat das Hessische Corona-Kabinett getagt und im Wesentlichen die Ankündigungen von gestern beschlossen und teilweise konkretisiert. Insbesondere die Frage, ab wann was erlaubt ist bzw. wieder öffnen darf, wurde formuliert. Um uns stufenweise wieder den gewohnten Alltag ermöglichen zu können, bedarf es allerdings enger Rahmenbedingungen. Wir müssen Eigenverantwortung übernehmen, indem wir weiter aufeinander Acht geben und uns gegenseitig schützen. Gegenüber Risikogruppen tragen wir alle eine besondere Verantwortung. Wir müssen sorgsam bleiben und Abstands- und Hygieneregeln befolgen, sonst drohen uns wieder neue Beschränkungen.
- Die neuen Regelungen im Einzelnen:
Grundsätzlich gilt, dass die Öffnungen in der nachfolgend dargestellten Form nur denkbar sind, wenn die geforderten Hygienekonzepte und Abstandsregeln eingehalten werden, und so die Anzahl der Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner die Zahl von 145 Infizierten in einer Woche im Landkreis Darmstadt-Dieburg nicht übersteigt.
1. Kontaktbeschränkungen und Veranstaltungen: Um das Virus weiter einzudämmen und die Zahl der Infizierten zu reduzieren, sind weiterhin Kontaktbeschränkungen nötig. Angesichts der niedrigen Infektionsraten können soziale Kontakte schrittweise wieder ermöglicht werden. So ist es ab dem 9. Mai wieder gestattet, sich zusätzlich zu den im eigenen Hausstand lebenden Personen mit Angehörigen eines weiteren Hausstands in der Öffentlichkeit zu treffen.
Für Veranstaltungen gilt die Vereinbarung der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefinnen und -chefs der Länder, Großveranstaltungen bis zum 31. August 2020 zu untersagen. Für Gottesdienste und Demonstrationen gelten bereits Sonderregelungen.
Das hessische Veranstaltungskonzept sieht vor, ab 9. Mai Zusammenkünfte bis 100 Personen unter geregelten Voraussetzungen zu erlauben. Wir können im Ausnahmefall eine höhere Teilnehmerzahl ermöglichen, wenn gewährleistet ist, dass die Einhaltung der Voraussetzungen (bspw. Hygiene- und Abstandsregeln) kontinuierlich überwacht wird.
2. Schulen: Nach den bereits erfolgten Teilöffnungen orientiert sich das nachfolgende Konzept an den Beschlüssen der Kultusministerkonferenz, der Rechtsprechung sowie den Erfahrungen aus den bisher erfolgten Öffnungen.
- Der Stufenplan für die Schulen sieht vor:
- Die Wiederaufnahme des Schulbetriebs der Förderschulen (Anna-Freud-Schule) orientiert sich an den Terminen der Grundschulen und der Sekundarstufen. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass den vier Grundschulen und zwei weiterführenden Schulen in Weiterstadt für die Vorbereitung, u. a. zur Unterrichtsorganisation der Kleingruppen, Raumverteilung, Einsatzplanung der Lehrkräfte und Umsetzung des Hygieneplans, eine angemessene Zeit eingeräumt werden muss.
3. Hochschulen: Die Hochschulen entscheiden ab dem 9. Mai 2020 im Rahmen ihrer Selbstverwaltung über ihre Öffnung. Präsenzveranstaltungen sind ab diesem Zeitpunkt grundsätzlich wieder möglich, gleichzeitig sollten Online-Angebote weiterhin genutzt werden.
4. Kindertagesbetreuung: Parallel zur Öffnung der Grundschulen wird auch die Betreuung in Kindertagesstätten wieder möglich. Wir werden vom System der erweiterten Notbetreuung zu einem Modell des eingeschränkten Regelbetriebes übergehen.
- Den Schwierigkeiten bei der Umsetzung von Abstandsregeln etc. im Bereich der Kinder im Alter von 12 Monaten bis 6 Jahren ist durch eine besonders sorgsame pädagogische Arbeit und Organisation zu begegnen. Dem sind unsere Fachkräfte in den eigenen städtischen sowie dem Sportkindergarten, den beiden der AWO sowie dem katholischen Kindergarten jedoch gewachsen. Dennoch bedarf es nach den Vorstellungen der Landesregierung mehr Vorlaufzeit für die Einrichtungen.
- Ab dem 9. Mai besteht die Möglichkeit, familiäre Betreuungsgemeinschaften aus bis zu drei Familien zu bilden. In einem ersten Schritt erweitert das Land ab dem 11. Mai die Berechtigungen zur Teilnahme an der Notbetreuung.
- Ab dem 2. Juni sollen die Kindertagesstätten dann im eingeschränkten Regelbetrieb wieder für alle Kinder öffnen.
5. Dienstleistung und Handel: Die Verkaufsflächenbegrenzung von 800qm im Einzelhandel entfällt ab dem 9. Mai 2020. Danach werden Segmüller, die Ankermieter im Loop5 sowie alle weiteren Geschäfte wieder komplett öffnen (dürfen). Es gilt die Regel, je angefangener 20qm ist ein Kunde zulässig.
6. Gastronomie und Tourismus: Jetzt kommt die beste Entscheidung des Tages für eine sehr gebeutelte Branche! Ab dem 15. Mai 2020 ist eine Öffnung von Restaurants, Gaststätten, Cafés, Biergärten, Casinos und Spielhallen (innen und außen) unter Beachtung von Abstandsregeln und Hygienekonzepten möglich.
- Tanzlokale und Discotheken bleiben vorerst geschlossen. Pensionen, Privatzimmer und Hotels können ab dem 15. Mai 2020 zu touristischen Zwecken ihren Betrieb wiederaufnehmen.
- Soweit Speisen angeboten werden, gelten die gleichen Voraussetzungen wie für die Gastronomie. Dies gilt auch für die Abstandsregel und die zulässige Personendichte pro Quadratmeter Gastfläche, mit Ausnahme der Gästezimmer. In allen öffentlichen Bereichen (Rezeption, Tagungsräume, Frühstücksraum, Restaurant) müssen die Abstandsregeln zwischen Personal und Gästen sowie der Gäste untereinander eingehalten werden.
- Ebenso ab dem 15. Mai 2020 können Ferienwohnungen und Campingplätze, wie der am Steinrodsee vermietet und genutzt werden. Dauercamping und Zweitwohnungsnutzung bleiben gestattet.
- Freizeitparks können ab diesem Tag ebenfalls wieder ihre Pforten öffnen, wenn sie über ein umfassendes Hygienekonzept verfügen. Schwimmbäder, Thermen und Saunen etc. bleiben geschlossen. Wann sie öffnen dürfen, steht noch nich fest. Unser Hallenbad wird jedoch ohnehin gerade einer Grundreinigung bis Anfang Juni unterzogen, sodass eine Schließung im Winter dann nicht mehr erforderlich ist.
7. Sport und Freizeit: Sport und Gesundheit gehören zusammen. Und darüber sprechen wir ja seit zwei Monaten. Ab dem 9. Mai 2020 kann Sport wieder ausgeübt werden, sofern er u. a. kontaktfrei ausgeübt wird, ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Personen eingehalten wird, Hygiene und Desinfektionsmaßnahmen beachtet und keine Dusch- und Waschräume etc. genutzt werden. Hierfür stellen wir natürlich Hallen und Plätze wieder zur Verfügung. Was jedoch genau möglich ist, sollen die Verbände mitentscheiden.
- Ebenso erlaubt wird der Trainings- und Wettkampfbetrieb des Spitzen- und Profisports in Abstimmung mit den Ligen, sofern diesem ein umfassendes Hygienekonzept zugrunde liegt.
- Indoorspielplätze, Kletter- und Turnhallen, Kegelbahnen einschließlich Bowling und Squash können ab dem 9. Mai 2020 unter vergleichbaren Voraussetzungen wieder ihre Tore öffnen bzw. gespielt werden. Fitnessstudios, wie Matrix oder Body Culture in Gräfenhausen können ab dem 15. Mai 2020 wieder öffnen.
8. Theater, Museen, weitere Kultureinrichtungen: Unter den für Veranstaltungen genannten Voraussetzungen können Theater, Opern- und Konzerthäuser sowie weitere Kultureinrichtungen ebenfalls ab dem 9. Mai 2020 wieder öffnen. Darunter fällt auch unser kommunales Kino. Wann und wie wir öffnen können wird jetzt noch mit den ehrenamtlichen Kräften abgestimmt.
- Davon ausgenommen sind aufgrund der erhöhten Infektionsgefahr weiterhin Veranstaltungen und Konzerte, bei denen Abstandsregeln realistischer Weise nicht eingehalten werden können.
9. Spielhallen, Casinos und Wettbüros: Spielhallen, Casinos und Wettbüros können ebenfalls ab dem 15. Mai 2020 ihre Geschäfte wiederaufnehmen.
6. Mai 2020, 19:15 Uhr
- Nach den Pressekonferenzen der Bundeskanzlerin und des Hessischen Ministerpräsidenten ergibt sich auf Basis des Beschlussvorschlage folgendes Bild für uns: Die wichtigste Maßnahme gerade angesichts der Öffnungen bleibt noch für lange Zeit, Abstand zu halten. Deshalb bleibt es weiter entscheidend, dass wir in der Öffentlichkeit einen Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten. Diese Maßnahme wird ergänzt durch eine Maskenpflicht in bestimmten öffentlichen Bereichen.
- Die Kontaktbeschränkungen sollen grundsätzlich bis zum 5. Juni weiter gelten. Angesichts der niedrigen Infektionszahlen soll der Aufenthalt im öffentlichen Raum jedoch nicht nur alleine, mit den Angehörigen des eigenen Hausstandes oder einer weiteren Person sondern auch mit den Personen eines weiteren Hausstandes gestattet werden. Zwei Familien dürfen sich jetzt also auch zuhause besuchen.
- Gerade wenn weitreichende Öffnungen erfolgt sind, steigt die Gefahr neuer Infizierungen. Deshalb werden die Länder sicherstellen, dass in Landkreisen oder kreisfreien Städten mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb der letzten 7 Tage sofort ein konsequentes Beschränkungskonzept unter Einbeziehung der zuständigen Landesbehörden umgesetzt wird. Das heißt bei uns im Landkreis, dass nicht mehr als etwa 145 Infizierte innerhalb einer Woche registriert werden dürfen, sonst werden die Lockerungen aufgehoben. Derzeit liegen wir bei einem Wert im unteren zweistelligen Bereich.
- Zur Unterstützung der schnellen und möglichst vollständigen Nachverfolgung von Kontakten ist der Einsatz von digitalem „contact tracing" eine wichtige Maßnahme. Der Bund hat für die Entwicklung der entsprechenden App inzwischen entschieden, einen dezentralen Ansatz zu verfolgen und den Einsatz dieser App durch die Bürgerinnen und Bürger nach dem Prinzip der „doppelten Freiwilligkeit" zu ermöglichen. Das bedeutet, dass die europäischen und deutschen Datenschutzregeln strikt eingehalten werden und lediglich epidemiologisch relevante Kontakte der letzten drei Wochen anonymisiert ausschließlich auf dem Handy des Benutzers ohne die Erfassung des Bewegungsprofils gespeichert werden.
- Die Schulen sollen schrittweise eine Beschulung aller Schüler unter Durchführung entsprechender Hygienemaßnahmen bzw. Einhaltung von Abstandsregeln ermöglichen. Diese betreffen sowohl den Unterricht, als auch das Pausengeschehen und die Schülerbeförderung. Die Wiederaufnahme des Unterrichts in Form von teilweisem Präsenzunterricht für Schülerinnen und Schüler hat begonnen und soll in weiteren Schritten gemäß dem Beschluss der Kultusministerkonferenz in der Zuständigkeit der Länder fortgesetzt werden. Ziel ist, dass in Abhängigkeit vom Infektionsgeschehen bis zu den Sommerferien jede Schülerin und jeder Schüler einmal die Schule besuchen kann. Parallel dazu sollen digitale Unterrichtskonzepte und -angebote weiterentwickelt werden.
- Gemäß des Beschlusses der Jugendministerkonferenz vom 27. April 2020 wird die Kinderbetreuung durch eine flexible und stufenweise Erweiterung der Notbetreuung spätestens ab dem 11. Mai in allen Bundesländern eingeführt. Dabei wird sichergestellt, dass bis zu den Sommerferien jedes Kind am Übergang zur Schule vor dem Ende seiner Kita-Zeit noch einmal die Kita besuchen kann. Die Einzelheiten regeln die Länder. In Hessen wird morgen darüber entschieden.
- Für Krankenhäuser, Pflegeheime, Senioren- und Behinderteneinrichtungen haben Bund und Länder bereits vereinbart, dass nach den jeweiligen lokalen Gegebenheiten und in den jeweiligen Institutionen besondere Schutzmaßnahmen unter Hinzuziehung von externem Sachverstand ergriffen werden. Dabei wurde betont, dass auch zu berücksichtigen ist, dass entsprechende Regularien nicht zu einer vollständigen sozialen Isolation der Betroffenen führen dürfen. Vor diesem Hintergrund der niedrigen Infektionszahlen wird nunmehr beschlossen, dass in alle Konzepte bzw. die erlassenen Allgemeinverfügungen zu den Kontaktbeschränkungen bezüglich dieser Einrichtungen eine Regelung aufgenommen werden soll, die jedem Patienten/Bewohner einer solchen Einrichtung die Möglichkeit des wiederkehrenden Besuchs durch eine definierte Person ermöglicht wird, sofern es aktuell kein aktives SARS-Cov-2Infektionsgeschehen in der Einrichtung gibt.
- Auch in der Pandemie soll in Industrie und Mittelstand sicheres Arbeiten möglichst umfassend ermöglicht werden. Die Arbeitgeber haben eine besondere Verantwortung für ihre Mitarbeiter, um sie vor Infektionen zu schützen. Infektionsketten, die im Betrieb entstehen, sind schnell zu identifizieren. Das gilt natürlich auch für Weiterstadt als Arbeitgeber. Deshalb haben Bund und Länder bereits beschlossen, dass jedes Unternehmen in Deutschland auch auf Grundlage einer angepassten Gefährdungsbeurteilung sowie betrieblichen Pandemieplanung ein Hygienekonzept umsetzen muss. Dies bleibt aktuell. Wir leben weiter in der Pandemie, deshalb müssen nicht erforderliche Kontakte in der Belegschaft und mit Kunden vermieden werden, allgemeine Hygienemaßnahmen umgesetzt und die Infektionsrisiken bei erforderlichen Kontakten durch besondere Hygiene- und Schutzmaßnahmen minimiert werden. Dies wird auch bei uns mit der Öffnung der Verwaltung am kommenden Montag so umgesetzt.
- Alle Geschäfte können unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen wieder öffnen. Damit fällt die 800 qm-Regelung für größere Geschäfte wie Segmüller, Medimarkt oder die Ankermieter im Loop weg. Dabei ist wichtig, dass eine maximale Personenzahl (Kunden und Personal) bezogen auf die Verkaufsfläche vorgegeben wird, die einerseits der Reduzierung der Ansteckungsgefahr in den Geschäften durch Sicherstellung von Abständen dient, aber auch darauf abzielt, den Publikumsverkehr im öffentlichen Raum und im ÖPNV insgesamt zu begrenzen. Wir nehmen hier aktuell 20qm pro Person als Grundlage an.
- Der Sport- und Trainingsbetrieb im Breiten- und Freizeitsport unter freiem Himmel wird unter den Bedingungen, die im Beschluss der Sportministerinnen und Sportminister der Länder zum stufenweisen Wiedereinstieg in den Trainings- und Wettkampfbetrieb vorgesehen sind, wieder erlaubt. Details dazu kommen jedoch erst morgen. Sicher ist jedoch, dass Fitnessstudios vorerst noch nicht öffnen dürfen, was jedoch in Aussicht gestellt wurde. Wir stellen dafür selbstverständlich unsere Sportanlagen zur Verfügung.
- Die Sonderstellung von Berufssportlerinnen und Berufssportlern erfordert– auch rechtlich – eine gesonderte Beurteilung. Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefinnen und -chefs der Länder halten die Fortsetzung des Spielbetriebes in der 1. und 2. Fußballbundesliga für die dort startberechtigten 36 Vereine auf deren Kosten ab der zweiten Maihälfte für vertretbar. Die DFL legt die konkreten Spieldaten fest.
- Die Länder werden in eigener Verantwortung vor dem Hintergrund des jeweiligen Infektionsgeschehens und landesspezifischer Besonderheiten über die schrittweise Öffnung der Gastronomie und des Beherbergungsgewerbes für touristische Nutzung (insbes. Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen) mit Auflagen auf der Grundlage von gemeinsamen Hygiene- und Abstandskonzepten der Wirtschaftsministerkonferenz entscheiden.
- Wie Bund und Länder bereits beschlossen haben, sind Großveranstaltungen wie z.B. Volksfeste, größere Sportveranstaltungen mit Zuschauern, größere Konzerte, Festivals, Dorf-, Stadt-, Straßen-, Wein-, Schützenfeste oder Kerb-Veranstaltungen derzeit untersagt. Wegen der immer noch gegebenen Unsicherheit des Infektionsgeschehens ist davon auszugehen, dass dies auch mindestens bis zum 31. August so bleiben wird. Die Personenzahl von 100 Gästen ist als Richtlinie dabei vorgeschlagen. Daher haben viele Vereine interessante Initiativen entwickelt. Lasst euch überraschen und unterstützt das bitte!
5. Mai 2020, 23:30 Uhr
- Morgen ist mal wieder ein Tag mit neuen Entscheidungen für weitere Lockerungen des Lockdown. Es wird über Schule, Sport- und Vereinsgeschehen und über Gastronomie sowie die Öffnung für weitere Berufsgruppen gesprochen.
- Presseberichten zufolge streben die Wirtschaftsminister der Länder unter Auflagen in einem Korridor vom 9. bis 22. Mai eine bundesweite kontrollierte Öffnung des Gastgewerbes an. Bis zum 22. Mai sollte die Gastronomie im gesamten Bundesgebiet offen sein - ab dem 9. Mai je nach Bundesland und Region entsprechend gestaffelt öffnen. Für touristische Beherbergungen werde eine Öffnung bis Ende Mai angepeilt.
- Gute Nachrichten für Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern: Ab dem 18. Mai soll es in eingeschränktem Umfang wieder Präsenzunterricht geben, und zwar in den 4. Jahrgangsstufen an Grundschulen, in der Sekundarstufe I (also den weiterführenden Schulen), der Einführungsphase der Sekundarstufe II, in Intensivklassen an weiterführenden und beruflichen Schulen sowie für Berufsschülerinnen und Berufsschüler, die eine duale Ausbildung absolvieren. Bei ihrer Entscheidung orientiere sich die Landesregierung an den zwischenzeitlich gefassten Beschlüssen der Kultusministerkonferenz, dem Urteil des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs zum Unterricht für die 4. Klassen sowie den Erfahrungen aus den schriftlichen Abiturprüfungen.
- Ein weiterer Schritt für den 2. Juni geplant: Dann sollen die Jahrgangsstufen 1-3 sowie Vorklassen, Vorlaufkurse und Intensivklassen an den Grundschulen den Schulbetrieb in eingeschränktem Umfang ebenso wiederaufnehmen dürfen wie die restlichen vollschulischen Formen der beruflichen Schulen. Die Wiederaufnahme des Schulbetriebs der Förderschulen orientiert sich an den Terminen der Grundschulen und der Sekun­dar­stufen.
- Der Plan des Kultusministeriums stehe unter dem Vorbehalt der Beschlüsse der Konferenz der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder mit der Bundeskanzlerin morgen. Nachdem auch das Kabinett in Wiesbaden zugestimmt habe, sollen die Schulen am Donnerstag offiziell über die weiteren Schritte informiert werden.
- Es hatte sich bereits am Donnerstag angekündigt: Hessen lockert einige Beschränkungen, sogar deutlich mehr, als gestern noch angekündigt. Demnach dürfen ab Montag, 4. Mai, in Hessen unter anderem Museen, Tierparks und Friseure öffnen. Kinder dürfen wieder auf die Spielplätze.
Öffnen dürfen in Hessen ab Montag, 4. Mai, unter Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln:
- Spielplätze, Bolzplätze & Tummelplätze (Tummelplätze sind nach dem Duden = Ort, an dem Menschen einer bestimmten Kategorie sich besonders gern aufhalten, an dem sie sich wohlfühlen, sich frei entfalten, sich ihren Bedürfnissen entsprechend verhalten können.)
Für Weiterstadt heißt das konkret, wir öffnen im Laufe des Montags:
- Bolzplätze,
- Skateranlage,
- Basketball-Feld
- Hundewiesen in Weiterstadt und Braunshardt
Vereinsanlagen müssen jedoch weiterhin geschlossen bleiben. Gleiches gilt für Fitnessstudios und das Hallenbad.
Bei der Nutzung der Spielplätze sind jedoch die Kontaktbeschränkungen zu beachten. So blöd es klingt, das gilt auch beispielsweise auf Bolzplätzen. Demnach darf man nur mit einer weiteren Person oder mit mehreren, sofern man im selben Haushalt lebt, sich dort aufhalten.
- Museen, Ausstellungen, Schlösser und Gedenkstätten.
Gruppenaktivitäten oder -führungen (beispielsweise im Schloss Braunshardt) könnten nicht angeboten werden.
- Tierparks, wie die Kellerranch, Zoos und Botanische Gärten
- Fahrschulen (Klassen C1, C1E, C, CE, T, D1, D1E, D, oder DE)
- Friseure und andere Dienstleister im Bereich der Körperpflege wie zum Beispiel Kosmetik-, Nagel- und Tattoo-Studios sowie Massagepraxen.
Dabei müssen die Anbieter für die gesamte Dauer des Kundenkontakts eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Auch für Kunden sei das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung zwingend vorgeschrieben. Diese dürfe nur abgenommen werden, wenn die Inanspruchnahme der Dienstleistung nur ohne Mund-Nasen-Bedeckung erfolgen könne.
- Medizinische Eingriffe und Operationen in Kliniken und ambulanten Praxen, die bislang untersagt waren, wenn sie nicht zwingend notwendig waren, dürfen laut der Verordnung wieder vorgenommen werden.
- In allen Gesundheitseinrichtungen wie zum Beispiel Krankenhäusern und Arztpraxen müsse eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden. Diese Pflicht gilt auch in Ladenstraßen und überdachten Einkaufszentren, wie dem Loop 5.
- Außerdem werde der Präsenzunterricht bei der Ausbildung von Tarifbeschäftigten und Beamten im Öffentlichen Dienst wieder aufgenommen, wenn der Abschluss im Jahr 2020 vorgesehen ist.
- Bewohner in unseren Alten- und Pflegeheimen in Braunshardt und Gräfenhausen dürfen ab Montag wieder sehr eingeschränkt Besuche erhalten.
- Am Mittwoch gehen die Beratungen zwischen der Bundeskanzlerin und den Regierungschefs der Bundesländer in die nächste Runde. An diesem Tag sollen dann Konzepte zur Öffnung von Kitas, Schulen, Sportstätten, Restaurants und Gaststätten erörtert werden.
- Die Trauerhallen in Weiterstadt, Braunshardt und Gräfenhausen/Schneppenhausen werden bis zum 11. Mai alle wieder geöffnet.
Was es bei der Öffnung der Trauerhallen zu beachten gilt, steht in der Dritten Verordnung zur Bekämpfung des Corona-Virus, kurzum, die bekannten Abstandsgebote und Hygienevorschriften.
28. April 2020, 22:00 Uhr
- Die Achte Verordnung zur Anpassung der Verordnungen zur Bekämpfung des Corona-Virus ist da. Mit dieser Verordnung - die noch nicht verkündet ist - werden alle Verordnungen bis zum 10. Mai verlängert. Zudem finden sich insbesondere Neuregelungen zu Pflegeheimen, zu den Berufsgruppen für die Notbetreuung, zur Religionsausübung und weiterem mehr.
- Kirchen dürfen ab dem 1. Mai wieder öffnen. Auch Besuche in Alten- und Pflegeheimen sind mit Auflagen ab dem 4. Mai wieder erlaubt. Die Möglichkeit, an Sonntagen einzukaufen, um das Einkaufsgeschehen an den Werktagen zu entzerren, wird auf die Zeit von 13 bis 18 Uhr beschränkt. An Feiertagen bleiben die Geschäfte ganz geschlossen.
- Die Kirchen und Religionsgemeinschaften haben eigene Konzepte zur Einhaltung der Abstandsregeln, der Hygiene und der Steuerung des Zutritts erarbeitet und zusammen mit den Ländern und dem Robert Koch-Institut abgestimmt. Nach der Verordnung sind Gottesdienste und religiöse Zusammenkünfte dann wieder möglich, wenn
- Die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregelungen macht es möglich, Gottesdienste und religiöse Zusammenkünfte wieder durchzuführen. Auch wenn das nicht im gewohnten Rahmen sein wird, so können die Menschen gemeinsam ihren Glauben leben und zu Eucharistie und Abendmahl zusammenkommen.
- Das Kabinett hat außerdem entschieden, dass auch Zusammenkünfte bei Trauerfeierlichkeiten und Bestattungen möglich sind – entsprechend der Regelungen für Gottesdienste.
- Die Lockerung der Besuchsregelung in Alten- und Pflegeheimen soll mit einem möglichst umfassenden Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner sowie der Pflegenden einhergehen. Das gilt ab 4. Mai auch für St. Ludwig in Braunshardt und das AWO-Seniorenheim im Ohlystift in Gräfenhausen. Folgende Maßnahmen werden getroffen:
- Die Landesregierung hat darüber hinaus weitere kleinere Anpassungen der Corona-Verordnungen beschlossen. Unter anderem wurde eine Regelung für Ausnahmen vom Mindestabstandsgebot bei richterlichen Amtshandlungen und Gerichtsverhandlungen getroffen, die den Sitzungsbetrieb in den Gerichten unter Pandemiebedingungen sicherstellt. Zudem können die überbetrieblichen und betrieblichen Berufsbildungseinrichtungen zur Wahrnehmung der Angebote für prüfungsrelevante Lehrgänge des Abschlussjahres 2020 wieder öffnen und an den Hochschulen Präsenzveranstaltungen stattfinden, für die spezielle Lehr- und Arbeitsräume notwendig sind.
- Die Mitarbeiter*innen der Stadtverwaltung Weiterstadt freuen sich, die städtischen Einrichtungen nach und nach wieder für Publikumsverkehr öffnen zu können. Hierzu werden aktuell die erforderlichen Vorbereitungen zum Schutz von Gästen und Personal getroffen. Sobald alle Vorkehrungen abgeschlossen sind - voraussichtlich ab 11. Mai - sind Erledigungen nach vorheriger telefonischer Terminabsprache oder per Mail auch wieder in unseren Einrichtungen möglich.
26. April 2020, 22:30 Uhr
- Nach vier Wochen verzeichnet das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen 76.500 bewilligte Anträge auf Soforthilfe im Wert von mehr als 728 Millionen Euro. Obwohl der erste Ansturm bewältigt scheint, erreichen tägliche neue Anträge das Ministerium. Da das Geld als Einnahme zählt, muss das Geld versteuert werden, sollte das Unternehmen für das Jahr 2020 einen Gewinn ausweisen. Gut die Hälfte der ausgezahlten Soforthilfe fließt in die Dienstleistungsbranche. Das Regierungspräsidium Kassel nimmt bis Ende Mai Anträge online entgegen. Insgesamt 80 Prozent der von der IHK befragten, hessischen Unternehmen haben mittlerweile Soforthilfe beantragt oder haben dies vor.
- Diese Meldung hat uns veranlasst, bei einigen örtlichen Unternehmen nachzufragen. Danach liegen zwar schon oft Bewilligungsbescheide vor, die Zuschüsse sind jedoch noch nicht ausgezahlt. Gerade jetzt, wo Läden wieder öffnen und Hygienevorschriften einhalten müssen, sind Investoren erforderlich. Andere, beispielsweise die Krippen, fallen durch sämtliche Raster. Wir honorieren die Maßnahmen der Landes- und Bundesregierung, dennoch muss genau hingeschaut und nachgesteuert werden. Die Wirtschaftsförderung der Stadt Weiterstadt und die des Landkreises Darmstadt-Dieburg vermitteln gerne und nehmen auch Hinweise entgegen, wo noch Unterstützung gebraucht wird. Das geben wir dann gerne an die entsprechenden Stellen weiter.
- Ab morgen gilt die Maskenpflicht in Bussen und Bahnen, sowie in Geschäften und Verwaltungen. Das wirft natürlich viele Fragen auf. Wir haben versucht, Antworten auf häufig gestellte Fragen zusammenzufassen:
Zu dieser Frage schreibt das HMSI: "Die Pflicht, eine Maske zu tragen richtet sich an die Kunden und Mitarbeiter. Eine Pflicht, für das Tragen einer Maske zu sorgen, wurde nicht etabliert. Allerdings dürfte, spätestens durch entsprechende Aushänge, ein Verstoß gegen die Maskentragepflicht auch das Hausrecht tangieren." Nach dieser Einschätzung haben die ÖPNV-Bediensteten und Ladenbesitzer die Möglichkeit, über das jeweilige "Hausrecht" die Maskenpflicht bei den Kund/innen durchzusetzen. Inwieweit aber ÖPNV-Bedienstete oder Ladenbesitzer gezwungen werden können, ihr "Hausrecht" anzuwenden, wenn diese es nicht tun, bleibt in einem Graubereich. Daher unsere Empfehlung: Lasst es uns einfach machen, ohne wenn und aber...
Sofern die gesundheitlichen Beeinträchtigung oder eine Behinderung nicht offensichtlich sind, empfiehlt das HMSI ein ärztliches Attest. Das HSMI schreibt: "Das Mitführen einer ärztlichen Bescheinigung wird empfohlen. Damit ist insbesondere gewährleistet, dass in der Öffentlichkeit keine Diskussionen über die konkreten, gesundheitlichen Beeinträchtigungen geführt werden müssen, gleichzeitig aber bei offensichtlicher Unfähigkeit, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, keine ärztliche Bescheinigung beigebracht werden muss." In diesem Sinne: Je strikter sich alle daran halten, umso schneller können wir zur ersehnten Normalität zurück kehren. Es liegt an uns.
24. April 2020, 20:15 Uhr
- Die Schulpflicht für Viertklässler in Hessen wird in der Corona-Pandemie vorläufig außer Kraft gesetzt. Das geht aus einer Entscheidung des Verwaltungsgerichtshof in Kassel von heute (24.) hervor. Damit gaben die Richter dem Eilantrag einer Schülerin aus Frankfurt Recht, die sich gegen eine Landesverordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie richtet. Die Viertklässler würden im Vergleich zu Schülern, denen aus Gründen des Infektionsschutzes der Schulbesuch bis zum 3. Mai weiter untersagt werde, ohne hinreichenden Grund ungleich behandelt und in ihrem Grundrecht verletzt. Der Beschluss ist unanfechtbar. (Aktenzeichen: 8 B 1097/20.N)
- Die Entscheidung gilt für Schüler der 4. Jahrgangsstufe der Grundschulen, der Sprachheilschulen und der Schulen mit Förderschwerpunkten und damit für folgende Schulen in Weiterstadt: Carl-Ulrich-Schule, Weiterstadt; Schlossschule, Gräfenhausen; Wilhelm-Busch-Schule, Schneppenhausen; Astrid-Lindgren-Schule, Braunshardt; Anna-Freud-Schule, Weiterstadt.
- Mit rund 110.000 Schülerinnen und Schülern wird am Montag der Schulbetrieb in Hessen schrittweise wieder starten. Um größtmöglichen Schutz im Klassenraum und rund um den Schulbetrieb zu gewährleisten, werden Schulen in Hessen mit einer persönlichen Schutzausrüstung, bestehend aus Mund-Nase-Schutz, Schutzhandschuhen, Schutzkittel sowie Händedesinfektionsmitteln, ausgestattet. Mit dieser Versorgung sind die Schulen in der Lage, je nach den örtlichen Gegebenheiten, die Hygieneschutzbestimmungen bestmöglich einzuhalten. Alle Schulen wurde bereits im Vorfeld ein schulischer Hygieneplan sowie Hinweise zum Umgang mit Behelfs- und Alltagsmasken übersendet. Um die Einhaltung von Abstands- und Hygieneregeln zu gewährleisten, wurden die Klassen auf eine maximale Größe von 15 Schülerinnen und Schülern verkleinert.
- Ab kommendem Montag (27.) dürfen nunmehr auch die Kinder von Lehrkräften in Kitas und Krippen betreut werden.
- Da eine Öffnung unseres Hallenbades aktuell nicht in Aussicht gestellt werden kann, werden die jährlichen Wartungsarbeiten jetzt vorgezogen. Damit schaffen wir die Voraussetzungen, dass wir im Winter nicht noch einmal schließen müssen. Vorausgesetzt, ein Badebetrieb ist bis dahin wieder möglich. Natürlich verlängert sich die Gültigkeit der Jahreskarten für die Dauer der derzeitigen Schließung.
- Weiterstädter Vereine erhalten den städtischen Zuschuss für Übungsleiter, Jugendarbeit oder laufende Unterhaltungskosten in den kommenden Wochen und nicht wie üblich erst im Herbst. Damit wollen wir die Liquidität der Träger unseres ehrenamtlich getragenen Rückgrats der Gesellschaft stärken.
- Die Zahl der positiv auf eine Infektion mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 getesteten Menschen steigt in Hessen weiter an. Ab kommendem Montag gilt auch in Hessen im öffentlichen Personennahverkehr oder im Publikumsbereich von Geschäften, Bank- und Postfilialen die Verpflichtung, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Die Städte und Gemeinden im Landkreis Darmstadt-Dieburg haben sich heute darauf verständigt, dass dies auch für die städtischen Dienststellen und Einrichtungen, wie Rathäuser oder das Stadtbüro gelten soll. Ab nächster Woche heißt es also auch bei uns: Einlass nur mit entsprechendem Schutz. Das wichtigste Gebot bleibt allerdings das Abstandhalten, um die Verbreitung des Virus' nach Möglichkeit zu unterbinden.
- Mit Stand vom 23. April sind in den hessischen Krankenhäusern 11.870 Betten frei (stationäre Betten inklusive der Beatmungs- und Intensiv-Überwachungsbetten). Dies sind 1.505 Betten weniger als noch am Dienstag beim letzten Briefing (20.04.2020: 13.375). Die Gesamtzahl der COVID-19 Patientinnen und –Patienten in den hessischen Krankenhäusern liegt bei 865, davon sind 225 Personen beatmungs- und intensivüberwachungspflichtig. Die Zahl der zur Verfügung stehenden Betten mit Beatmung konnte erneut erhöht werden und liegt jetzt bei 2.228 (Bestand aller Plankrankenhäuser in Hessen). Derzeit gibt es 889 freie Beatmungsbetten in hessischen Krankenhäusern. In den Kreiskliniken in Groß-Umstadt werden Stand heute sechs Menschen stationär behandelt, in Jugenheim sind zehn Menschen auf Intentsiv.
- Die Kontaktpersonennachverfolgung von COVID-19-Patientinnen und -Patienten stellt die zuständigen Gesundheitsämter vor große personelle Herausforderungen. Daher hat die Bundesregierung das Ziel ausgegeben, die Gesundheitsämter zu verstärken. Das Land Hessen arbeitet in enger Abstimmung mit den 24 Gesundheitsämtern mit großem Einsatz daran, diese Verstärkung umzusetzen und für die Gesundheitsämter kurzfristig geeignete Personen zur Unterstützung zu finden.
- Die Siebente Verordnung zur Anpassung der Verordnungen zur Bekämpfung des Corona-Virus ist da. Hierin geht es um das Tragen von Masken bzw. Mund-Nasen-Schutz ab kommendem Montag, 27. April. Einen Überblick über die Verordnungen finden Sie hier.
- Mit der Lockerung der Corona-Maßnahmen führen jetzt alle Bundesländer eine Maskenpflicht ein. Auch die Bundesregierung empfiehlt das Tragen von Alltagsmasken beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr (eine Pflicht seitens des Bundes gibt es allerdings nicht, braucht es nun auch nicht mehr, da ALLE Bundesländer es für sich geregelt haben).
- Aktuell werden im Landkreis Darmstadt-Dieburg 307 Schülerinnen und Schüler in 92 Gruppen betreut, und zwar 288 Schülerinnen und Schüler in 82 Gruppen an 47 Grund- und zwei Sprachheilschulen. 19 Schülerinnen und Schüler wurden an zehn weiterführenden Schulen betreut, auch bei uns in Weiterstadt.
- Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) macht Hoffnung! Denn es hat eine klinische Studie für einen möglichen Impfstoff gegen Covid-19 erlaubt. Die Zulassung erhielt das Mainzer Biontech-Unternehmen. Der Impfstoff soll nun an 200 gesunden Freiwilligen getestet werden. In Deutschland werden nach Angaben von PEI-Präsident Cichutek 2020 voraussichtlich insgesamt vier klinische Studien mit einem Impfstoffkandidaten starten. Dass bereits in diesem Jahr ein erster zugelassener Impfstoff für die allgemeine Bevölkerung bereit steht, hält er allerdings für unwahrscheinlich.
- Nach langen Verhandlungen einigen sich Union und SPD auf ein höheres Kurzarbeitergeld. Zudem soll in der Gastronomie die Mehrwertsteuer auf Speisen gesenkt werden.Wegen der schweren wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise sind Hunderttausende Beschäftigte in Kurzarbeit. Bisher galt: Die Bundesagentur für Arbeit ersetzt einen Teil des weggefallenen Nettoeinkommens: Bei kinderlosen Beschäftigten 60 Prozent und bei Beschäftigten mit Kindern 67 Prozent.
Nun soll das Kurzarbeitergeld für diejenigen, die derzeit um mindestens 50 Prozent weniger arbeiten, ab dem 4. Monat des Bezugs auf 70 Prozent des pauschalierten Netto-Entgelts erhöht werden. Ab dem 7. Monat wird es auf 80 Prozent erhöht. Für Haushalte mit Kindern liegen die Zahlen höher, bei 77 beziehungsweise 87 Prozent. Die Regelung soll bis Ende des Jahres gelten.
- Die Politik hat bereits milliardenschwere Hilfsprogramme für die Wirtschaft beschlossen, um Jobs und Firmen zu erhalten. Geplant sind nun eine zusätzliche steuerliche Entlastungen für kleine und mittelständische Unternehmen. Konkret geht es um die sogenannten Verlustverrechnung. Absehbare Verluste für dieses Jahr sollen mit Steuer-Vorauszahlungen aus dem vergangenen Jahr verrechnet werden dürfen.
- Wir haben heute erstmals keine neuen Fälle im Landkreis, was aber nicht heißt, dass das die Regel sein wird. Es ist gut, dass wir weiterhin ein lineares Wachstum haben. Das zeigt, dass die Maßnahmen, die Bund und Land getroffen haben, wirken. Auch wenn seit gestern einige Lockerungen in Kraft getreten sind, ist es wichtig, dass sich jeder Einzelne an das Kontaktverbot, das Abstandsgebot und die Hygieneregeln des Robert Koch-Instituts hält, um sich und andere zu schützen.
- Bereits heute Mittag haben verschiedene Medien gemeldet, dass es nun auch in Hessen eine Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen geben soll. Gesundheitsminister Kai Klose sagte dazu in einer Pressekonferenz, dass das Corona-Kabinett heute Abend über das Tragen von Masken im öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen beraten wird. Klose betonte ausdrücklich, dass beim Tragen von Masken keine OP-Masken gemeint sind. Diese sind nach wie vor ausschließlich medizinischem Personal vorbehalten. Gemeint ist das Tragen von Alltagsmasken beim Einkaufen und bei der Nutzung des ÖPNV.
- Das wurde heute Abend beschlossen: Die Landesregierung hat eine Maskenpflicht für Hessen beschlossen. Sie gilt ab dem 27. April 2020, dem kommenden Montag also. Die Hessen müssen dann eine Maske für Mund und Nase tragen, wenn sie in Bus und Bahn unterwegs sind oder den Publikumsbereich von Geschäften, Bank- und Postfilialen betreten.
- Was mit Masken gemeint ist? Dazu heißt es beim Land Hessen: "Als Mund-Nasen-Schutz zählt jeder Schutz vor Mund und Nase, der auf Grund seiner Beschaffenheit unabhängig von einer Kennzeichnung oder zertifizierten Schutzkategorie geeignet ist, eine Ausbreitung von übertragungsfähigen Tröpfchenpartikeln oder Aerosolen durch Husten, Niesen oder Aussprache zu verringern." Doch es gibt Ausnahmen: Die Pflicht gilt demnach nicht für Kinder unter sechs Jahren oder Menschen, die aufgrund einer gesundheitlichen Beeinträchtigung oder einer Behinderung keinen Mund-Nasen-Schutz tragen können. Ein wiederholter Verstoß kann mit einem Bußgeld von 50 Euro belegt werden.
- „Kontaktbeschränkungen und die Abstandsregeln werden durch das Tragen einer Alltagsmaske nicht außer Kraft gesetzt", betonen Ministerpräsident Volker Bouffier und Sozialminister Kai Klose. Klose wies zudem darauf hin: „Bei dem Mund-Nasen-Schutz, den die Bürgerinnen und Bürger tragen, sollte es sich um sogenannte Alltagsmasken handeln. Die professionellen medizinischen Masken müssen dem medizinischen Personal vorbehalten sein."
- Für Geschäfte in Hessen heißt es zur Maskenpflicht: "Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entbehrlich, soweit anderweitige Schutzmaßnahmen, insbesondere Trennvorrichtungen, getroffen werden." Darauf wird sich auch die Stadtverwaltung Weiterstadt einstellen.
- Das Corona-Virus stellt auch das Familienleben auf eine harte Probe: Mütter und Väter müssen Home Office, Home Schooling und Haushalt unter einen Hut bringen. Manche Familien dürfen aufgrund einer Quarantäneauflage das Haus nicht verlassen und sind auf Unterstützung von außen angewiesen – viele könnten buchstäblich eine dritte Hand gebrauchen. Kindern und Jugendlichen fehlen in dieser Ausnamesituation oft externe Bezugspersonen, denen sie sich anvertrauen können. Der Landkreis reagiert darauf mit einem neuen und kostenlosen Angebot für Kinder, Jugendliche und Familien, das ab sofort zur Verfügung steht.
- „Die Dritte Hand" ist ein Unterstützungsangebot des Landkreises Darmstadt-Dieburg, das Kinder, Jugendliche und Familien in dieser schwierigen Zeit begleitet. Das zentrale Familientelefon 06151/881-8100 ist montags bis freitags jeweils zwischen 10 und 15 Uhr erreichbar. Hinter dem neuen Service stehen Expertinnen und Experten aus den Disziplinen Kitafachberatung, Jugendsozialarbeit an Schulen und Beratung für Eltern, Kindern und Jugendliche beim Landkreis Darmstadt-Dieburg. Bei Bedarf können sich sowohl Kinder, Jugendliche und Familien als auch Mitarbeitende öffentlicher Institutionen direkt an das Expertenteam beim LaDaDi wenden.
20. April 2020, 23:00 Uhr
- Die Kompostierungsanlagen und die Wertstoffhöfe öffnen kreisseit ab Donnerstag, 23. April. Donnerstags sind jedoch sowohl der Recyclinghof als auch die Kompostierungsanlage in Weiterstadt geschlossen. Die Anlagen öffnen hier erst am Freitag (24.). Es gibt also keine Zusatztermine.
- Die DADINA vermeldet keinen unmittelbaren Handlungsbedarf aufgrund der neuen Verordnungen und präsentiert ihren Fahrplan weitestgehend unverändert. Heute startet jedoch der Ferienfahrplan ohne Spätfahrten an Freitagen und Samstagen. Busunternehmen sind angehalten, Haltestangen und andere potenzielle Übertragungsflächen regelmäßig zu desinfizieren. Auch im öffentlichen Personennahverkehr ist das Tragen von Masken empfohlen. Hier findet sich eine Übersicht der Fahrplananpassungen.
- Ministerpräsident Volker Bouffier hat heute noch einmal daran erinnert, dass die Corona-Krise noch lange nicht überstanden ist. „Die Gefahr dauert an", unterstrich er zu Beginn einer Pressekonferenz und appellierte erneut an die Vernunft der Bürger. Die Lockerungen der Corona-Regeln dürften nicht ausgenutzt werden, jeder Einzelne müsse weiter verantwortlichen handeln, so Bouffier. Sollten die Abstandsregeln und die Hygienevorschriften nicht eingehalten werden, könnten die Lockerungen auch wieder rückgängig gemacht werden. Das will niemand. Aber das hängt von der Disziplin der Menschen ab. Laut Bouffier soll die in Hessen geltende Grenze für Großveranstaltungen bei 100 Leuten liegen. Eine endgültige Entscheidung soll in den kommenden zehn Tagen fallen.
- Das Land Hessen startet jetzt mit einem neuen Förderprogramm „Weiterführung der Vereins- und Kulturarbeit", um die finanziellen Folgen der Corona-Pandemie für die hessische Vereins- und Kulturlandschaft abzufedern. Je nach Situation des einzelnen Vereins kann dieser bis zu 10.000 Euro finanzielle Unterstützung beantragen. Alle ehrenamtlichen Bereiche sind von den notwendig gewordenen Einschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Virus-Pandemie betroffen: zum Beispiel unsere Sport- und Kulturvereine, die Tierschutzinitiative oder Nachbarschaftshilfen. Die finanziellen Auswirkungen der Corona-Virus-Pandemie auf gemeinnützige Vereine sind teilweise erheblich und können schnell existenzbedrohend werden, weil Vereine aufgrund des Vereins- und Steuerrechts nicht wie etwa Kapitalgesellschaften Rücklagen bilden, auf die sie in Krisenzeiten zurückgreifen können. Parallel zur Landesförderung werden wir die städtischen Zuschüsse auf Bitte auch früher auszahlen. Die Mittel können ab 1. Mai beim fachlich zuständigen Ministerium beantragt werden. Der Antrag ist online abrufbar. Dabei ist zu beachten, dass finanzielle Notlagen, die bereits vor dem 11. März bestanden haben, davon nicht abgedeckt werden. Mehr Infos hier.
- Nach massiver Kritik sollen Telefon-Krankschreibungen wegen Erkältungen in der Corona-Krise nun doch weiterhin möglich sein. Das teilte der Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses im Gesundheitswesen, Josef Hecken, mit. Der Bundesausschuss, der mit Vertretern von Ärzten, Kliniken und gesetzlichen Krankenkassen besetzt ist, werde sich im Laufe des Tages erneut mit dem Thema befassen und mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Verlängerung der Regelung bis zum 4. Mai beschließen. Ärzte könnten "im Vorgriff auf diese Entscheidung" weiterhin aufgrund telefonischer Anamnese Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ausstellen.
- Mit der vierten Verordnung zur Bekämpfung des Corona-Virus lockert Hessen ab Montag auch einige der bestehenden Schutzmaßnahmen für den Handel. Um unseren Ordungsämtern die Anwendung zu erleichtern, haben Wirtschafts- und Sozialministerium ihre Auslegungshinweise aktualisiert. „Die Lockerung der Einschränkungen heißt nicht, dass die Bedrohung durch das Virus vorbei ist – im Gegenteil: Wenn wir jetzt leichtsinnig werden, gefährden wir unsere gemeinsamen Erfolge bei der Bekämpfung der Pandemie, die nur durch die Kontaktverbote und drastischen Maßnahmen erreicht werden konnten. Deshalb müssen wir bei jeder Lockerung mit äußerster Vorsicht und Augenmaß vorgehen", sagten Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir und Sozialminister Kai Klose.
- Das Virus ist weiter da und kann eine zweite Ansteckungswelle auslösen, die zu einer wieder steigenden Zahl schwerer Erkrankungen und Todesfällen führt. Um die Ausbreitung des Virus weiter zu bremsen, müssen wir Menschenansammlungen mit ihrer großen Ansteckungsgefahr unbedingt vermeiden. Der Mindestabstand von 1,50 m zu anderen Personen ist unbedingt einzuhalten. Ob und wie weitere schrittweise Lockerungen nach dem 4. Mai möglich sind, entscheidet sich auch daran, ob wir uns alle auch weiterhin so gut an die Vorsichtsmaßnahmen halten wie in den letzten Wochen. Es darf jetzt auf keinen Fall Sorglosigkeit ausbrechen.
- Geschäfte mit weniger als 800 qm Verkaufsfläche können bei strikter Anwendung der Abstands- und Hygieneregeln wieder öffnen. Angesichts der Tatsache, dass sich die Mehrzahl der Nachbarländer für diesen Weg entschieden hat, wird Hessen auch größeren Einzelhändlern unter strengen Bedingungen die Öffnung erlauben: Sie müssen ihre Verkaufsfläche auf 800 qm reduzieren, und zwar so, dass die Abtrennung unmissverständlich und klar ist und auch durchgesetzt wird. Das sah ja letzte Woche noch ganz anders aus. Wie die großen Ankermieter im Loop oder Segmüller das umsetzen muss noch definiert werden.
- Die ganzen Lockerungen stehen jedoch unter dem Vorbehalt, dass sich die Betreiber an die Vorschriften in Bezug auf Hygiene und Abstände halten. Hier ist unser Ordnungsamt zwar aktiv und führt Kontrollen durch und trifft Vereinbarungen, aber bei einer dreistelligen Zahl von Einzelhändlern in Weiterstadt sind wir auch auf die soziale Kontrolle durch Sie/Euch angewiesen. Wir sehen es weder als Anschwärzen noch als Denunzieren, wenn Sie sich um das Wohl der Kunden und Angestellten sorgen.
17. April 2020, 23:00 Uhr
- Das Land Hessen hat die Verordnungen zur Bekämpfung des Corona-Virus entsprechend der Lockerungen, die sukzessive ab Montag, 20. April, beginnen, sowie der Verlängerung der Maßnahmen, die bis 19. April gültig sind, heute Mittag modifiziert.
- Das bisherige Kontaktverbot bleibt bis zum 3. Mai bestehen. Das bedeutet, auch weiterhin dürfen sich Personen maximal zu zweit oder nur mit Personen des eigenen Hausstands in der Öffentlichkeit aufhalten. Der Mindestabstand von 1,5 Metern muss eingehalten werden. Verstöße gegen diese Beschränkungen werden entsprechend geahndet.
- Ab Montag dürfen alle Geschäfte, die nicht mehr als 800m² Verkaufsfläche haben, unter Einhaltung des Abstandsgebots und der Hygieneregeln des Robert-Koch-Instituts (RKI) öffnen. Das Land hat deutlich dargestellt, dass die 800m²-Regelung strikt angewandt wird und eine Verkleinerung der Verkaufsfläche durch Absperrungen nicht die Möglichkeit eröffnet, Geschäfte, die über eine Verkaufsfläche von mehr als 800m² verfügen, zu öffnen.
- Einzelne Geschäfte in Einkaufspassagen und Einkaufszentren dürfen ebenfalls öffnen, wenn ihre Verkaufsfläche max. 800m² beträgt. D.h. ab nächster Woche dürfen kleinere Geschäfte im Loop wieder öffnen. Details zu Zugangsbeschränkungen, maximale Anzahl der Besucher etc. werden derzeit vom Centermanagement geprüft.
- Neu ist, dass ab Montag auch Eisdielen Eis verkaufen dürfen. Bislang waren sie davon ausgenommen. Das Eis darf nur in Bechern verkauft werden, nicht in Waffeln. Außerdem darf das Eis im Umkreis von 50 Metern um die Eisdielen nicht verzehrt werden. Das Land hat für morgen (18.) Auslegungshinweise zum Thema Eisdielen angekündigt.
- Kantinen dürfen wieder öffnen. Restaurants, Bars und Kneipen bleiben jedoch weiterhin geschlossen. Die Abholung und Lieferung von Speisen bleibt weiter erlaubt.
- Am 27. April beginnt der Unterricht in Hessen zuerst mit den Abschlussklassen der Haupt-, Real- und Berufsschulen, den vierten Klassen der Grundschulen sowie der Förderschulen. Außerdem kommen die zwölften Klassen der Gymnasien zurück in die Schulen - mit Ausnahme der G8-Jahrgänge, die ihre schriftlichen Abiturprüfungen schon hinter sich haben. Alle anderen Altersstufen müssen sich noch länger gedulden. Um das Infektionsrisiko zu senken, sollen künftig maximal 15 Schüler zusammen unterrichtet werden. Dafür sollen Klassen geteilt werden. Es findet kein Sportunterricht statt.
- Kindertagesstätten bleiben weiterhin geschlossen. Die Landesregierung hat jedoch beschlossen, die Notbetreuung weiter auszubauen. Einen Anspruch auf Kinderbetreuung erhalten ab dem 20. April auch alleinerziehende Berufstätige.
- Die Stadtverwaltung bleibt weiterhin im Notbetrieb. Das Rathaus und die meisten Außenstellen bleiben vorerst bis zum 4. Mai geschlossen. Danach ist eine sukzessive Öffnung vorgesehen. Dennoch ist eine telefonische Terminvereinbarung weiterhin möglich. In der Übergangszeit setzen wir viele Maßnahmen um, die die Sicherheit von Beschäftigten und Kunden gewährleisten sollen.
- Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zieht bei der Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie in Deutschland eine positive Zwischenbilanz und sagte heute Vormittag „der Ausbruch ist – Stand heute – wieder beherrschbar geworden." Der Lockdown zu dem sich Bund und Länder entschieden hätten, sei erfolgreich gewesen. Seit dem 12. April gebe es täglich mehr Genesene als neu Infizierte. Durch die getroffenen Maßnahmen konnte das dynamische Wachstum gestoppt werden und zu einem linearen Wachstum zurück gebracht werden. Dazu haben auch wir Weiterstädter unseren Beitrag geleistet, indem wir uns überwiegend an die Vorgaben gehalten haben. Danke dafür.
- Deutschland schneide im internationalen Vergleich gut ab. „Das macht uns demütig, aber nicht übermütig", sagte Spahn. Es sei gelungen, die Zahl der Intensivbetten „Richtung 40.000" zu erhöhen. Man könne die aktuelle Zahl von etwa 10.000 freien Intensivbetten aber nicht auf Dauer halten. Auch der Krankenhausbetrieb solle ab Mai schrittweise zu einer „neuen Normalität" zurückkehren, in der auch aufgeschobene Operationen nachgeholt werden. Anfangs sollten aber weiterhin etwa 25 bis 30 Prozent der Intensivbetten für Coronavirus-Patienten freigehalten werden. Deutschland habe bislang 1,7 Millionen Coronavirus-Tests durchgeführt. Die derzeitige Kapazität von derzeit 350.000 Tests pro Woche könne theoretisch verdoppelt werden. Es sei aber wichtig, zielgerichtet zu testen. In der kommenden Zeit wolle man besonders auf Tests in Pflegeeinrichtungen und im medizinischen Bereich setzen.
- Eine Aufhebung der weltweiten Reisewarnung sollte nach Ansicht von Außenminister Heiko Maas europaweit abgestimmt werden. In Deutschland werde man die Sachlage Ende April erneut prüfen. Alle EU-Staaten hätten letztlich dasselbe Problem angesichts des eingeschränkten Flugverkehrs, der Ausgangssperren in vielen Ländern und auch der Frage, ob Staatsbürgerinnen und Staatsbürger bei einer Reise überhaupt wieder ins eigene Land zurückkehren könnten.
- Die gute Nachricht des Tages: Die Reproduktionsrate ist auf 0,7 gesunken. Demnach infiziert ein Erkrankter weniger als einen anderen. Man war ja ursprünglich von Werten jenseits von drei ausgegangen.
16. April 2020, 21:30 Uhr
- Im Landkreis Darmstadt-Dieburg sind 315 Menschen an Corona erkrankt, 8 mehr als gestern, 9 davon wohnen in Weiterstadt. Es gab nur 30 neue Fälle in den letzten 7 Tagen und 192 Genesene insgesamt.
- In Hessen gibt es insgesamt 6.470 Fälle (+123). Es sind 187 Menschen in Hessen an COVID-19 verstorben (Stand heute: 16. April, 7.45 Uhr).
- In Deutschland gibt es 130.450 (+2.866) Menschen, die am Corona-Virus erkrankt sind, davon sind 3569 verstorben (Stand: 16. April, 7.45 Uhr).
- Der heutige Tag war für uns alle von der Frage geprägt, was genau die Beschlüsse von gestern konkret bedeuten. Alles neu auf Bundesebene Beschlossene gilt zunächst bis zum 3. Mai. Über das weitere Vorgehen wird ab 30. April alle zwei Wochen entschieden.
- Kontaktbeschränkungen werden auch für Hessen zunächst bis 3. Mai verlängert.
- Die ab 20. April geltenden Neuregelungen sollen jetzt in Verordnungen gefasst werden. Diese Verordnungen sollen spätestens morgen Abend (17.) vorliegen.
- Es wird keine Schutzpflicht (Masken) für die Allgemeinheit in Hessen geben, sondern nur Empfehlungen.
- In den kommenden 14 Tagen sollen in Hessen Heime Schutzkonzepte entwickeln, damit Besuch von Familienangehörigen möglich wird. Das gilt dann natürlich auch für das Ohlystift in Gräfenhausen und St. Ludwig in Braunshardt.
- Schulstart (erster Schritt) in Hessen soll der 27. April sein. Das gilt für Abschlussklassen (v.a. Hauptschule und Fachoberschule/Berufsschulen/Jahrgangsstufe 12), Qualifikationsklassen (z.B. 10/11 in Oberstufe), letzte Klasse Grundschulen (4. Klasse). Rund 1/8 der Schüler in Hessen wird damit im ersten Schritt wieder zur Schule gehen. Dann sollen jeweils in 14-Tages-Schritten weitere Schulklassen Schritt für Schritt folgen.
- Hygienestandards, Schülerbeförderung etc. muss alles noch geklärt werden. Ob es landesweite Standards gibt, ist noch offen. Klassen sollen geteilt werden, um wenige Schüler beieinander zu haben.
- Hochschulen beginnen in Hessen am 20. April, mehrheitlich digital.
- In Hessen öffnen in jedem Falle Bibliotheken und Archive ab 20. April. Auch die schrittweise Öffnung der Stadtbücherei in Weiterstadt mit Außenstelle in Gräfenhausen wird voraussichtlich Ende April wieder unter Einhaltung der Hygienevorschriften ihren Betrieb mit Einschränkungen (Öffnungszeiten, Anzahl Gäste...) aufnehmen.
- Die Notbetreuung in den Kitas wird wie gehabt weitergehen. Alleinerziehende Berufstätige sollen ebenfalls eine Berechtigung für Notbetreuung bekommen. Größere Weiterungen für Hessen sind nicht geplant.
- Großveranstaltungen sind bis 3. Mai wegen des Kontaktverbots noch ausgeschlossen und werden bis 31. August ab bestimmter Teilnehmerzahl verboten sein. Es ist noch keine weitergehende Entscheidung über zulässige Maximalgröße in Hessen getroffen. Das Heinerfest wurde abgesagt.
- Sicher ist, dass keine Festivals, Sportveranstaltungen in Stadien etc. stattfinden können.
- Freizeitparks/Zoos etc. sollen geschlossen bleiben. Inwieweit eine Teilöffnung der Kellerranch unter Auflagen möglich ist, wird noch geprüft.
- Die 800m²-Regelung für den Einzelhandel wird auch in Hessen ab kommenden Montag, 20. April, umgesetzt. Pro 20 m² darf sich ein Kunde im Ladengeschäft aufhalten. Was das genau bedeutet, wer öffnen darf und wer nicht, steht noch nicht fest. Der Wirtschaftsminister ist dafür, keine Teilöffnungen von Betrieben über 800 m² zuzulassen. Ob einzelne Läden im Loop öffnen können, wird nach Vorlage der Verordnung am Wochenende entschieden werden.
- Eisdielen sollen nun auch wieder liefern dürfen. Ob ein Thekenverkauf möglich ist, steht noch nicht fest.
- Der Staat kann eigentlich Gottesdienste nicht verbieten. Daher soll mit allen Glaubensgemeinschaften bis nächste Woche für Hessen eine Vereinbarung über mögliche Lockerungen geschlossen werden.
- Entscheidungen über sämtliche Sportthemen wurden bundesweit auf den 30. April verschoben.
- Gute Nachrichten für alle Gartenfreunde: Sowohl Kompostierungsanlage als auch Recyclinghof öffnen am kommenden Donnerstag (23.) wieder dauerhaft ihre Pforten für Privatanlieferer.
16. April, 9:00 Uhr
- An 24 Schulen wurden gestern 44 Kinder betreut. An 33 Schulen gab es keinen Bedarf.
- In einer Telefonkonferenz der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefs der Bundesländer wurde sich gestern darauf verständigt, dass die Ausgangsbeschränkungen bis Sonntag, 3. Mai verlängert werden. Großveranstaltungen wie zum Beispiel Konzerte und Festivals sind bis zum 31. August 2020 untersagt. Auch Fußballspiele sind davon betroffen, diese sollen ohne Publikum stattfinden. Konkrete Regelungen etwa zur Größe von Veranstaltungen, sollen von den Ländern getroffen werden.
- Der Schulbetrieb soll ab Montag, 4. Mai, schrittweise wieder aufgenommen werden. Zunächst ist geplant mit den Abschlussklassen, den Klassen, die im kommenden Jahr Prüfungen ablegen und den obersten Grundschulklassen zu starten. Anstehende Prüfungen sind bereits vorher möglich. Die Kultusministerkonferenz soll bis 29. April ein Konzept vorlegen, wie der Unterricht unter besonderen Hygiene- und Schutzmaßnahmen, insbesondere unter Berücksichtigung des Abstandsgebots, wieder aufgenommen werden kann.
- Die Kinderbetreuungseinrichtungen bleiben weiterhin geschlossen, da hier die unter anderem die Abstandsregeln nicht eingehalten werden können. Näheres dazu respektive zur möglichen Ausweitung der Notbetreuung in den kommenden Tagen.
- Ab Montag (20.) dürfen Ladengeschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 m² wieder öffnen. Dies gilt unabhängig von der Verkaufsfläche auch für Kfz-Händler, Fahrradhändler und Buchhandlungen. Friseurgeschäfte dürfen ab Montag, 4. Mai, unter Nutzung von persönlicher Schutzausrüstung öffnen. Restaurants, Bars und Kneipen sollen wie bisher grundsätzlich geschlossen bleiben.
- Der Bund und die Länder empfehlen den Bürgerinnen und Bürgern zudem, beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr Alltagsschutzmasken zu tragen. Eine allgemeine Maskenpflicht soll es weiterhin nicht geben.
- Am 30. April wollen die Bundeskanzlerin und die Regierungschef erneut zusammen „kommen", um die Lage zu bewerten.
- Den teilweise zeitgleich ausgestrahlten Pressekonferenzen der Bundeskanzlerin und des Ministerpräsidenten haben wir folgende wesentlichen Inhalte entnommen:
- Grundsätzlich bleibt es bei einer gemeinsamen Linie aller Bundesländer, die jedoch Details, wie Umsetzungszeiten eigenverantwortlich festlegen.
- Das Gesundheitssystem ist stabil. Die Maßnahmen haben im großen und ganzen die gewünschte Wirkung - Eindämmung der Ausbreitung des Virus - erzielt.
- Jede Infektionskette muss auch weiterhin nachverfolgt werden können. Dafür wird auch weiter an einer Tracing App gearbeitet.
- Kontaktbeschränkungen bleiben für weitere zwei Wochen bis zum 4. Mai bestehen. Das betrifft die Anzahl von max. zwei Personen und den Mindestabstand von 1,5 besser 2 Metern.
- Das Tragen einer Maske wird nur empfohlen, also nicht zwingend vorgeschrieben. Gerade im ÖPNV oder in Geschäften könnte es jedoch Teil einer Auflage sein.
- Die Schulen sollen schrittweise ab dem 4. Mai wieder öffnen. Die Länder werden nun Konzepte zur Öffnung erarbeiten.
- Die Kitas bleiben offensichtlich länger nur für Kinder von Eltern in systemrelevanten Berufen geöffnet.
- Ab kommendem Montag (20.) dürfen Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von bis zu 800 qm mit guten Sicherheitskonzepten wieder öffnen. Zudem dürfen Eisdielen einen Lieferservice anbieten. Friseure sollen ab 4. Mai wieder öffnen dürfen. Gaststätten bleiben hingegen, mit Ausnahme von Abhol- und Lieferservice, weiter geschlossen.
- Großveranstaltungen werden bis 31. August abgesagt. Was das für unsere Vereinsfeste bedeutet, können wir noch nicht beurteilen.
15. April, 7:45 Uhr
- aktuelle Fallzahlen für Weiterstadt: 9 (+1 seit letztem Update)
Stand: 14. April, 8:15 Uhr
Alles wartet heute auf eine Entscheidung der Bundesregierung, gemeinsam mit den Ministerpräsidenten der Länder, wie es in den nächsten Woche weitergeht.
Ein Blick ins benachbarte Ausland:
Die Ausgangsbeschränkungen werden in Frankreich, bis zum 11. Mai, um vier weitere Wochen ausgedehnt. Das Ende der Ausgangsbeschränkungen sei dann aber nur möglich, wenn sich die Menschen weiter verantwortungsbewusst verhalten, so Macron.
Eine anonymisierte Auswertung von Telekommunikationsprofilen macht deutlich, dass die Deutschen trotz der Einschränkungen des öffentlichen Lebens wieder mobiler werden. Während im März noch ein Rückgang der Mobilität um fast 40% verzeichnet wurde, lag sie am Ostersonntag nur noch bei lediglich 22%.
Das Phänomen wird im allgemeinen auf Verdruss-Erscheinungen und das bessere Wetter zurückgeführt.
Und zum Schluss etwas Interessantes zum spielen: Satellitenbilder zeigen Orte vor/während Corona.
Mit Satellitendaten von Planet Labs zeigt der Spiegel internationale Orte vor und während der Pandemie im Vergleich. Station 7 (Venedig) fand ich sehr beeindruckend. Die Planeten-Selfies gibt es hier zu sehen.
- Das Robert-Koch-Institut (RKI) wird keine neuen Risikogebiete mehr ausweisen. Reiserückkehrer - egal woher - werden per Verordnung zur zweiwöchigen Quarantäne verpflichtet.
- Voraussichtlich nächste Woche Mittwoch (15.) wird die Bundesregierung gemeinsam mit den Ministerpräsidenten der Länder über die Situation nach den Osterferien beraten.
- Sowohl Recyclinghof als auch Kompostierungsanlage bleiben (leider) zunächst bis Ende der Osterferien geschlossen. Der Betreiber hat uns heute zugesichert, eine Öffnung für Ende April/Anfang Mai anzustreben. Ein Ende ist also in Sicht. Sowohl schwarze als auch grüne Tonnen werden ja planmäßig abgeholt. Bitte schont unsere Umwelt und vermeidet wilden Müll!
- Ein herzliches DANKESCHÖN an alle, die jetzt gerade "über sich hinauswachsen" und dennoch am Boden bleiben, ihre Kinder zu Hause betreuen und vieles organisieren, um über die Runden zu kommen. Wir wissen, wie schwer es fällt, gerade jetzt bei dem schönen Wetter und dem bevorstehenden höchsten Kirchenfest zu Hause zu bleiben, auf Besuche zu verzichten und sich in vielen Bereichen einzuschränken.
- Wir danken natürlich auch allen, die sich jetzt ganz aktiv für andere einsetzen - ehrenamtlich oder hauptberuflich. Die Palette reicht von der Nachbarschaftshilfe, sei es nur die Frage, ob alles in Ordnung ist oder man etwas besorgen könne, bis hin zu den Menschen in "systemrelevanten Berufen". Wir in Weiterstadt haben daher die Gebührenbefreiung für Kinderbetreuung auch als Wertschätzung für die 12 Eltern erteilt, die eine Betreuung in Anspruch nehmen müssen, um ihrer Arbeit für die Gesellschaft jetzt nachgehen zu können. Für alle Ehrenamtlichen, die jetzt so wertvolle Arbeit leisten, wird es - sobald möglich - ein Helferfest geben. Hierfür haben wir einen Ort ausgesucht, der wie kein anderer für Hilfsbereitschaft und Solidarität steht: Die Kellerranch!
- BITTE haltet jetzt noch durch, wenn´s auch schwer fällt! Seid bitte weiterhin so aufmerksam und umsichtig, meldet uns Probleme, Hilfebedürftige und gerne auch Orte, wo wir genauer hinsehen müssen. Bitte achtet auch weiterhin auf euch, denn damit schützt ihr auch andere, eure Freunde und Verwandte.
- Wir wünschen euch und euren Familien frohe Ostern und bleibt vor allem gesund!
8. April 2020, 22:15 Uhr
- Von insgesamt 251 Erkrankten im Landkreis Darmstadt-Dieburg sind mittlerweile 153 wieder genesen. In Hessen gibt es insgesamt 4.965 Fälle (+128 im Vergleich zum Vortag). In Deutschland gibt es 103.228 (+4.003) Menschen, die am Corona-Virus erkrankt sind, davon sind 1.861 verstorben (Stand: 8. April, 8 Uhr). Mehr Infos gibt es hier.
- Eine neue App hilft dem Robert-Koch-Institut (RKI) besser einzuschätzen, wo und wie schnell sich das Virus in Deutschland verbreitet. Wer einen Fitness-Tracker besitzt, kann diesen mit der App koppeln und so Daten an das RKI übertragen. Die App trackt die Verbreitung bestimmter Symptome. Eine ausreichend große Stichprobe in Kombination mit den Covid-19-Meldedaten erlauben den Wissenschaftlern Rückschlüsse auf die Verbreitung des Virus. Eine ähnliche Karte erlaubt in den USA bereits die Abbildung von Grippewellen. Die App erkennt Symptome, führt aber keinen Covid-19-Nachweis. Sie ersetzt keine Tests und warnt den Nutzer auch nicht, dass er krank sein könnte.
- Vor dem Hintergrund anderslautender Medienberichte hat das Hessische Sozialministerium heute klargestellt, dass weiterhin das Gebot der Minimierung sozialer Kontakte gem. § 1 Abs. 1 der 3. Corona-Verordnung gilt. Ein Picknick ist zumindest an besser frequentierten Orten ein Verstoß hiergegen. Nach § 1 Abs. 2 S. 3 der 3. Corona-Verordnung bleiben Picknicks verboten.
- Täglich erreichen uns Fragen zur Sinnhaftigkeit von selbstgenähten Masken. Das muss jeder für sich entscheiden, dennoch hier einige grundlegende Hinweise: Wichtig ist, dass die selbstgenähte Maske aus Baumwolle (zweilagig) sein muss, die bei mindestens 60 Grad waschbar ist. Einige Menschen sind verunsichert, weil es Meldungen im Internet gibt, dass man Masken nicht selbst herstellen darf. Das ist so nicht richtig. Richtig ist, dass die selbstgenähten Masken keinen medizinischen Schutz darstellen und auch nicht von medizinischem Personal getragen werden dürfen. Als Privatperson darf man diese Masken tragen, die zwar einen selbst nicht vor einer Ansteckung mit SARS-CoV-2 schützen, jedoch die Ansteckungsgefahr für andere minimieren.
- Die Gremienarbeit in Weiterstadt wird fortgesetzt. Derzeit trifft der Magistrat seine Entscheidungen im Umlaufbeschluss-Verfahren. Jeder Stadtrat bzw Stadträtin bekommt die Unterlagen zugeschickt, entscheidet und gibt uns ein Formular im Umlaufbeschluss zurück. Das funktioniert auch gut. Die Hessische Gemeindeordnung sieht das jedoch nicht für die Stadtverordnetenversammlung vor. Daher wird es im Mai eine Sitzung mit allen erforderlichen hygienischen Sicherheitsmaßnahmen geben. Alle Fraktionen haben sich jetzt darauf verständigt, dass das Gremium in reduzierter Personenzahl, nach dem Proporz der regulären Sitzverteilung zusammentrifft. Damit werden Mandatsträger, die möglicherweise in Quarantäne sind oder einer Risikogruppe angehören geschützt und anstehende Entscheidungen können dennoch getroffen werden.
7. April 2020, 22:00 Uhr
- Vielleicht ist es einfach nur Glück. Aber auch das haben bekanntlich ja auch gerne die Tüchtigen. Das Gesundheitsamt Darmstadt hat jetzt erstmals wieder seit mehr als einer Woche die Fallzahlen vom Wochenende auf die Städte und Gemeinden im Landkreis Darmstadt-Dieburg runtergebrochen. Danach ist die Anzahl, trotz fast einer Verdopplung auf Kreisebene, in Weiterstadt unverändert bei 7 geblieben. Wenn man jetzt davon ausgeht, dass seit fast 10 Tagen keine neuen (offiziell registrierten) Infizierten dazu gekommen sind, zwei damals schon genesen waren, dann sind die verbleibenden 5 wahrscheinlich entweder auch wieder gesund oder zumindest kurz davor.
Das ist wirklich eine Nachricht, das Hoffnung macht und uns alle motivieren soll, jetzt noch etwas auszuhalten, um dann wieder langsam aber sicher in das normale Leben zurück zu kehren.
- Die Kreiskliniken suchen nach wie vor dringend medizinische Helferinnen und Helfer beziehungsweise medizinisches Personal. Die Kreiskliniken haben dazu bereits einen Aufruf gestartet. Es haben sich daraufhin auch Menschen gemeldet. Dennoch braucht es immer noch weitere Helferinnen und Helfer. Denn die dynamische Verbreitung des Corona-Virus stellt uns alle vor große Herausforderungen. Erwartbar ist in den kommenden Wochen ein steigender Bedarf an Behandlungen von Patienten. Die Kreiskliniken wollen für den Extremfall gewappnet sein. Gesucht werden Ärztinnen und Ärzte sowie Krankenpflegerinnen und Krankenpfleger, die bereits im Ruhestand sind sowie medizinisches Personal, das in Elternzeit ist. Auch Medizinstudenten werden gesucht. Wer unterstützen möchte, kann sich bei Christoph Wurst unter der 0173 / 2821670 oder per E-Mail an c.wurst@kreiskliniken-dadi.de melden.
- Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KV) plant die Einrichtung von COVID-Praxen. In diesen Praxen sollen dann ausschließlich Menschen, die Symptome haben oder bereits positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurden, behandelt werden. Damit möchte die KV die hausärztlichen Praxen entlasten. Wann die ersten COVID-Praxen eingerichtet werden und wo, steht aktuell noch nicht fest. Zumindest eine Weiterstädter Praxis hat sich dafür beworben. Sobald feststeht, wo diese zentralen Anlaufstellen eingerichtet werden, teilen wir dies mit.
- In Zeiten von Corona dürfen wir die „normalen" Notfälle nicht vergessen, die bei Tag und Nacht die Krankenhäuser erreichen und sofortiges Handeln erfordern. Auch wenn das öffentliche Leben eingeschränkt ist, gilt es daher, die Versorgung mit lebensrettenden Blutkonserven im Blick zu behalten. Blutspende-Termine finden weiterhin statt - unter Einhaltung strenger hygienischer Maßnahmen und unter Berücksichtigung eines vernünftigen Distanzmanagements. Weitere Infos hier.
- Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat in einer Pressekonferenz heute Vormittag zur aktuellen Lage in Deutschland berichtet. Die Zahl der Neuinfizierten steigt langsamer an als in den vergangenen Wochen. Dennoch ist das kein Grund zur Entspannung. Das Durchschnittsalter der Erkrankten liegt bei 48 Jahren, Männer und Frauen erkranken gleich. Mit 52 Prozent ist Husten eines der häufigsten Symptome, gefolgt von Fieber (42 Prozent) und 22 Prozent der Infizierten haben Schnupfen. Aus Studien weiß man auch, dass zwei Prozent der Infizierten eine Lungenentzündung entwickeln. Es sind bis jetzt 1.607 Menschen an COVID-19 verstorben. Das durchschnittliche Alter der Verstorbenen beträgt 80 Jahre. Das RKI geht davon aus, dass die Anzahl der Verstorbenen in den kommenden Tagen und Wochen stark ansteigen wird, weil immer mehr alte Menschen in den Alten- und Pflegeheimen an COVID-19 erkranken und gerade diese Menschen zur Hochrisikogruppe gehören.
- Auf der einen Seite gibt es in den europäischen Nachbarländern weitere Verschärfungen der Restriktionen. In Frankreich ist ab morgen (8.) Individualsport im Freien tagsüber verboten. Auf der anderen Seite kündigen nach Österreich auch Dänemark und Norwegen Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen nach Ostern an.
- Das Bundesministerium der Finanzen und die obersten Finanzbehörden der Länder haben verschiedene steuerliche Erleichterungen beschlossen, um die von der Corona-Krise unmittelbar und nicht unerheblich betroffenen Steuerpflichtigen zu entlasten. Ziel ist es, die Liquidität bei Unternehmen zu verbessern, die durch die Corona-Krise in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind. So wird für die Betroffenen die Möglichkeit eingeräumt, Steuerzahlungen in der Regel zinslos zu stunden. Das gilt auch für die Gewerbesteuerpflichtigen in Weiterstadt. Dies verschafft den Steuerpflichtigen eine Zahlungspause gegenüber dem Finanzamt bzw. der Stadtverwaltung. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Vorauszahlungen zur Einkommen-, Körperschaft- und zur Gewerbesteuer herabzusetzen. Ebenso können die Finanzämter die Sondervorauszahlung für die Dauerfristverlängerung bei der Umsatzsteuer für krisenbetroffene Unternehmern herabsetzen und erstatten. Neben diesen Maßnahmen soll bei den Betroffenen bis zum Ende des Jahres von der Vollstreckung rückständiger Steuerschulden abgesehen werden.
6. April 2020, 20:15 Uhr
- Der Anstieg der Fallzahlen ist weiterhin rückläufig! Heute gab es nur 6 (jetzt 237) neue Infizierte im Landkreis und nur 60 in einer Woche. Und das haben wir alle Ihrer Fürsorge für sich und andere zu verdanken. In Hessen gibt es (Stand: 6. April, 14 Uhr) insgesamt 4.668 Fälle (+101 im Vergleich zum Vortag). In Deutschland gibt es 95.391 (+3.677) Menschen, die am Corona-Virus erkrankt sind, davon sind 1.434 verstorben (Stand: 6. April, 8 Uhr)
- Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz hat heute angekündigt, dass in Österreich ab dem 14. April kleinere Läden unter strengen Auflagen öffnen dürfen: Nach Ostern soll in Österreich in der Corona-Krise der langsame Weg zurück in Richtung Normalität beginnen. Ziel sei es, dass ab dem 14. April kleine Geschäfte sowie Bau- und Gartenmärkte unter strengen Auflagen wieder öffnen dürfen. Ab 1. Mai sollen dann alle Geschäfte, Einkaufszentren und Friseure wieder öffnen dürfen. Hotels und die Gastronomie sollen frühestens Mitte Mai folgen.
- Die Ausgangsbeschränkungen werden allerdings bis Ende April verlängert, die Schulen bleiben bis Mitte Mai zu. Veranstaltungen sollen bis Ende Juni nicht stattfinden. Zudem wird das Tragen eines Mundschutzes künftig nicht nur in Supermärkten und Drogerien zur Pflicht. Kurz kündigte an, dass ab dem 13. April auch in öffentlichen Verkehrsmittel eine Mundschutz-Pflicht gelte. Österreich war mit den Auflagen ja etwas früher als wir in Deutschland, daher könnte das ein Zeichen dafür sein, dass wir diesen Weg auch einschlagen können, wenn wir jetzt noch zwei Wochen aus-, durch- und uns an die Regeln halten. Wir haben es selbst in der Hand.
- Gute Nachrichten von der Kellerranch. Nach den gestrigen Meldungen in verschiedenen Medien hat eine Welle der Hilfsbereitschaft eingesetzt, unser Tierheim auch in diesem schwierigen Zeiten einen Betrieb aufrecht zu erhalten. Gemeinsam mit Sponsoren, ganz viel ehrenamtlicher Unterstützung, noch mehr Herzblut, einer städtischen Unterstützung, aber vor allem Ihrer Spenden, ist der Fortbestand für die nächste Zeit gesichert.
- In einer Videokonferenz hat Minister Klose die aktuellen Zahlen aus Hessen bekanntgegeben und einen Überblick über die Anzahl der Krankenhausbetten in hessischen Kliniken sowie die Anzahl der Patienten, die an SARS-CoV-2 erkrankt sind und stationär behandelt werden, gegeben. In Hessen gibt es insgesamt 13.272 freie Betten in den Kliniken, davon sind 1900 Betten mit Beatmungskapazität. Derzeit werden in Hessen 951 Menschen, die an SARS-CoV-2 erkrankt sind, in hessischen Krankenhäusern behandelt. Davon werden 250 beatmet. Das ist wirklich ein gutes Zeichen, dass es diese Kapazitäten gibt.
- Entgegen mancher Meldungen, die in den Medien und vor allem über Social Media in der vergangenen Tagen verbreitet wurden, verstößt das Tragen einer Nasen-Mund-Maske nicht gegen das Vermummungsverbot in Deutschland. Abschließend geklärt wurde allerdings noch nicht, ob man solch eine Maske beim Autofahren tragen darf. Hinweis: Es gibt nach wie vor keine Masken-Pflicht in Deutschland. Jedoch ist das Tragen einer Nasen-Mund-Maske sinnvoll, um andere zu schützen. Die Masken stellen einen mechanischen Schutz dar und können das unkontrollierte Fliegen von Tröpfchen, die beim Reden, Husten und Niesen herumfliegen, eindämmen.
- Dank der großen Umsicht vieler Menschen breitet sich das Coronavirus bei uns hier nach wie vor langsamer aus als befürchtet. Heute erneut nur ein Anstieg von 8 Personen auf jetzt 231 im Landkreis Darmstadt-Dieburg. Das schafft Kapazitäten in den Krankenhäusern und hilft den wenigen schwer Erkrankten, die stationär behandelt, wenn nicht gar beatmet werden müssen auch in den kommenden Tagen.
- Experten waren davon ausgegangen, dass ein Infizierter durchschnittlich zwei bis drei weitere Menschen ansteckt, oft ohne zu wissen, dass er selbst das Virus in sich trägt. Dank der angeordneten Schutzmaßnahmen, an die sich überwiegend auch gehalten wird, breitet sich das Virus also nicht wie befürchtet exponentiell, sondern nur linear aus.
- Neben dem großen Zusammenhalt der Bevölkerung, der enormen Hilfsbereitschaft und der Umsicht, hat die aktuelle Lage jedoch auch Schattenseiten entwickelt. Es gibt viele Betrugsversuche im Kontext der Corona-Krise: Das Hessen CyberCompetenceCenter – CERT-Hessen hat heute aktuell darüber informiert, dass verstärkt Betrugsversuche und Versuche zur Verbreitung von Schadsoftware im Kontext der Corona-Pandemie beobachtet werden.
Zudem warnen die Bundesagentur für Arbeit und die IHK Darmstadt vor Phishing-Mails an Arbeitgeber zum Thema Kurzarbeitergeld. Weitere Infos hier.
- Auch Schulen warnen vor betrügerischen Anrufen eines Callcenters aus Magdeburg. Die Anrufer geben vor, im Auftrag der Schule Spenden für neue Sportgeräte zu sammeln. Sollten derartige Anrufe eingehen, werden die Adressaten gebeten, die Polizei hiervon in Kenntnis zu setzen.
- Das Land Hessen hat seine Unterstützungsleistungen für kleine Unternehmen, die wegen der Corona-Pandemie in eine Krise geraten sind, erweitert: neuerdings können auch 'natürliche Personen' sowie Freiberufler Darlehen zwischen 3.000 und 35.000 Euro zu günstigen Konditionen beantragen. Eine Hausbank wird hierfür nicht benötigt. Der Kredit wird in Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern direkt bei der Wirtschafts- und Infrastrukturbank (WIBank) online beantragt. Weitere Infos hier.
- Die IHK Darmstadt hat eine Liste der wichtigsten Fragen und Antworten für Mieter und Vermieter rund um Gewerbemieten zusammengestellt. Weitere Infos hier.
3. April 2020, 23:00 Uhr
- Im Landkreis Darmstadt-Dieburg wurden erstmals mehr Genesene (14) als Neuerkrankte (8) gemeldet. Das ist wirklich ein gutes Zeichen. Dennoch sollte das nicht als Zeichen gewertet werden, die Hygieneempfehlungen des Robert-Koch-Instituts und die Ausgangsbeschränkungen des Landes Hessen zu vernachlässigen. Es gilt weiterhin: Zuhause bleiben und Abstand halten.
- Die Anzahl an Infizierten (Stand 3. April, 14:00 Uhr): Darmstadt-Dieburg: 215 (+8 im Vergleich zum Vortag), Hessen: 4.097 (+215), Deutschland: 79.696 (+6.174)
- In Deutschland werden immer mehr Menschen auf das Virus getestet. Auch wenn der Bedarf sicher noch höher ist. In der Woche vom 2. bis 8. März wurden 87.863 Tests durchgeführt, davon waren 2.763 (3,14 Prozent) positiv. Ende März, in der Woche vom 23. bis 28. März, wurden 354.521 Tests gemacht, wovon 30.741 (8,7 Prozent) positiv waren. Seit Beginn der Testungen in Deutschland wurden bis einschließlich 28. März (neuere Zahlen liegen noch nicht vor) 918.460 Labortests erfasst, davon wurden 64.906 positiv auf SARS-CoV-2 getestet. Weitere Infos gibt es hier.
- Die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft Julia Glöckner und der Bundesinnenminister Horst Seehofer haben sich gestern Abend darauf verständigt, dass Erntehelfer nun doch unter strengen Auflagen nach Deutschland einreisen dürfen. Trotz Corona-Pandemie dürften je 40.000 Saisonarbeiter aus Osteuropa im April und Mai nach Deutschland einreisen. Die Arbeiter dürfen ausschließlich in Gruppen und mit dem Flugzeug ein- und ausreisen. Vorgesehen ist außerdem eine Gesundheitsprüfung. In den ersten 14 Tagen dürfen die Helfer auch ihren Betrieb nicht verlassen. Liegen Anhaltspunkte auf eine Corona-Infektion vor, soll die Einreise verweigert werden. Bei den Arbeiten sollen die Erntehelfer Mindestabstände einhalten oder, falls dies nicht möglich ist, Mundschutz und Handschuhe tragen.
- Die Dauerkarten für unser Hallenbad werden für den Zeitraum der Schließung natürlich verlängert.
- Der Zustand des Waldes am Braunshardter Tännchen hat nichts mit Corona zu tun. Wir haben dort eine Maikäferplage. Neuanpflanzungen würden jetzt nur Nahrung für die Larven bedeuten, daher wird erst nach dem Aussterben bzw. Wegzug der Tiere aufgeforstet, dann allerdings mit mehr Mischwald und Laubgehölz.
2. April 2020, 22:30 Uhr
- Aktuelle Corona-Fallzahlen: Darmstadt-Dieburg: 207 (+12), Hessen: 3.702 (+262)
Deutschland: 73.522 (+6.156). Die Fallzahlen stellen jedoch nur die erfassten Erkrankungen dar. Da die Kapazitäten aktuell jedoch leider nicht ausreichen, alle möglicherweise Erkrankten auch zu untersuchen, sind die Hausärzte oft gezwungen Patienten auch mit grippeähnlichen Symptomen ohne Einweisung zur Untersuchung für zwei Wochen in häusliche Isolation zu schicken. Ein möglicher Befund wird dann wohl nie erfasst. Gleichwohl zeigen Infizierte in der Mehrzahl der Fälle nur leichte oder gar keine Symptome auf. Dennoch können alle das Virus übertragen.
- Was heißt das für uns? Jeder sollte sich daher so verhalten, als ob er infiziert wäre! Und das heißt Abstand halten, physische Kontakte meiden und - sofern möglich - so viel wie möglich zuhause bleiben.
- Das Land Hessen hat heute einen umfangreichen Bußgeldkatalog beschlossen. Ab morgen können in Hessen Verstöße gegen die Verordnungen der Hessischen Landesregierung zum Schutz der Bevölkerung vor dem Corona-Virus einheitlich mit Bußgeldern belegt werden. Das Land hat festgelegt, welche Verstöße gegen die Verordnungen zur Bekämpfung des Corona-Virus künftig als Ordnungswidrigkeiten geahndet werden können. Um eine landesweit einheitliche Praxis sicherzustellen, wurden den Behörden zugleich Regelsätze für die einzelnen Bußgeldtatbestände vorgegeben. Je nach Schwere des individuellen Verstoßes, zum Beispiel gegen die geltenden Verbote von Kontakten in der Öffentlichkeit, dem Betrieb von Bars oder Restaurants oder der Nichteinhaltung von Zugangsbeschränkungen – etwa für Senioren- oder Pflegeeinrichtungen –, sind Bußgeldzahlungen zwischen 200 und 5.000 Euro vorgesehen. Weitere Infos gibt es hier.
- Die Anzahl der Infizierten steigt moderat linear. Im Landkreis Darmstadt-Dieburg gibt es derzeit 195 Fälle (+18 im Vergleich zum Vortag). In Hessen gibt es 3.445 (+162) und in Deutschland 67.366 (+5453) Fälle. Bislang sind 732 Menschen verstorben (Stand: 1. April, 16 Uhr).
- In einer Telefonkonferenz der Ministerpräsidenten und des Bundes wurde sich heute Nachmittag darauf verständigt, dass alle getroffenen Maßnahmen beibehalten werden. Es gibt keine Lockerungen! Nach den Osterferien (19. April) findet eine Neubewertung der Lage statt. Die Ministerpräsidenten der Länder und die Bundesregierung haben sich zudem darauf verständigt, dass es keine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes (Maske) geben wird.
- Über die Frage, der Öffnung von Schulen und Kitas soll etwa eine Woche vor Ende der Ferien beraten und entschieden werden. Gute Nachrichten für Eltern in Weiterstadt: Der Magistrat hat mit Zustimmung aller in der Stadtverordnetenversammlung vertretenen Fraktionen beschlossen, dass Eltern von den Gebühren für Kita, Krippen und Betreuende Grundschule zunächst für April freigestellt werden. Zudem setzt der Landkreis auch die Elternbeiträge für die Tagesmütter aus.
- Das Internet ist voll von Nähanleitungen von Masken, die Nähanleitungen gehen gerade viral. Prinzipiell sind die selbstgenähten Masken gut. Was man dabei aber nicht vergessen darf, ist, dass das Tragen dieser Masken dazu führen kann, dass man sich mit ihnen sicher fühlt und denken könnte, das man sich damit nicht anstecken kann. Richtig ist, dass eine selbstgenähte Maske eine mechanische Barriere darstellt, die verhindern kann, dass Tröpfchen beim Reden, Husten und Niesen verteilt werden. Die Masken schützen dennoch nicht vor einer Infektion (kein Eigenschutz!).
- Die Kompostierungsanlagen in Groß-Umstadt/Semd und in Alsbach-Hähnlein sollen für private Entsorger geöffnet werden. Dabei ist strengstens darauf zu achten, dass in Alsbach-Hähnlein (am nächsten zu uns) nicht mehr als fünf Personen gleichzeitig auf die Anlage gelassen werden. Mit Wartezeiten ist also zu rechnen. Die Anlage bei uns wird leider noch geschlossen bleiben.
31. März 2020, 22:00 Uhr
- Im Vergleich zu gestern gibt es 16 neue Corona-Infizierte im Landkreis (jetzt 177). Erfreulicherweise hat sich die Anzahl der Genesenen auf 60 erhöht.
- Mit Unterstützung der Weiterstädter Ehrenamtsagentur wird der Warenkorb seine wichtigen Aufgaben für sozial Benachteiligte wieder aufnehmen können. Ein herzliches und riesiges Dankeschön an alle freiwilligen Helfer und Skoda Deutschland für die Zurverfügungstellung von Fahrzeugen. Wer auf das Angebot angewiesen ist, meldet sich bitte bei der Ehrenamtsagentur unter 0160/93113924 oder info@ehrenamt-weiterstadt.de.
- Das Robert-Koch-Institut hat heute eine Ausweitung der Risikogebiete vorgenommen. Ab dem 31. März sind ganz Ägypten, Frankreich, Iran, Italien, Österreich und Spanien Risikogebiete. Außerdem wurden die Schweizer Kantone Tessin, Waadt und Genf sowie die US-Bundesstaaten Kalifornien, Washington, New York und New Jersey zu Risikogebieten erklärt. Weiter wurden Daegue und die Provinz Gyeongsangbuk-do (Nord-Gyeongsang) in Südkorea zu Risikogebieten erklärt.
- In Deutschland besonders von der Corona-Pandemie betroffen ist weiterhin der Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen. Dies hat in der Praxis jedoch kaum noch Relevanz, weil davon ausgegangen wird, dass Reisende, die in diesen Ländern waren, seit zwei Wochen zuhause sind.
- Das Sozialdienstleister-Einsatzgesetz ist am Samstag, 28. März, in Kraft getreten. Die Gewährung von Zuschüssen nach diesem Gesetz ist davon abhängig, dass der soziale Dienstleister mit der Antragstellung erklärt, alle ihm nach den Umständen zumutbaren und rechtlich zulässigen Möglichkeiten auszuschöpfen, um Arbeitskräfte, Räumlichkeiten und Sachmittel in Bereichen zur Verfügung zu stellen, die für die Bewältigung von Auswirkungen der Coronavirus-Krise geeignet sind. In Betracht kommt das gesamte Spektrum von sozialen Dienstleistern, die aufgrund der Corona-Krise in ihrer Existenz gefährdet sind. Zum Beispiel Werkstätten für Menschen mit Behinderung, deren Betrieb eingeschränkt wurde, Versorgungs- und Rehabilitationseinrichtungen, deren Belegungszahlen eingebrochen sind oder Einrichtungen der Arbeitsförderung und Anbieter von Sprachkursen, die keine Maßnahmen mehr durchführen können.
- Die Beschäftigten, die sonst diese wichtige Arbeit leisten, sollen jetzt in der Krise mithelfen. Von den sozialen Dienstleistern und Einrichtungen, die sich in wirtschaftlichen Notlagen befinden, wird erwartet, dass sie sich aktiv in die Bewältigung der Auswirkungen der Corona-Krise einbringen. Im Gegenzug wird mit dem SodEG gewährleistet, dass die Leistungsträger den Bestand der sozialen Dienstleister im Rahmen ihrer jeweiligen Zuständigkeit in diesem Zeitraum sicherstellen.
- 470.000 Unternehmen haben bis heute aufgrund der Corona-Krise Kurzarbeit angezeigt. Die sozialen Folgen für die Beschäftigten sind weitreichend und nicht absehbar. Um auch in diesen schwierigen Zeiten den Familien Sicherheit und eine Perspektive zu geben, haben Bund und Länder parteiübergreifend jetzt Verantwortung übernommen und Hilfspakete beschlossen, die zumindest die größte Not lindern sollen. Sofern die kommunale Ebene an der Antragstellung bzw. Auszahlung beteiligt werden sollte, sicheren wir für Weiterstadt ein unbürokratisches und schnelles Verfahren zu. Jetzt gilt es zu zeigen, wozu wir in der Lage sind. Niemand wird alleine gelassen!
- Die Begleitung von engsten Familienangehörigen bei Geburten oder im Sterbeprozess ist auch weiterhin möglich. Details finden Sie hier.
- Wir alle wünschen uns mehr Sicherheit in der Frage einer möglichen Infizierung. Das Kreiskrankenhaus Groß-Umstadt möchte ein solches Gerät anschaffen. Daher gibt es einen Spendenaufruf zur Anschaffung einer Testmöglichkeit auf Covid19 oder Influenza für diejenigen, die dies finanziell unterstützen möchten und können. Im Namen des Fördervereins bedanken wir uns für die Initiative und bei allen Spendern.
30. März 2020, 22:30 Uhr
Das Gesundheitsamt kann die Statistik der Fallzahlen leider nicht mehr für die einzelnen Kommunen, sondern nur noch für den Landkreis abbilden. Daher ist ab jetzt nur noch die regionale Betrachtungsweise möglich. Danach wurden derzeit 161 Menschen mit positivem Corona-Befund registriert, 112 Männer und 49 Frauen. 41 der Infizierten sind wieder gesund. Woran der überproportionale Anteil der Männer liegt, ist nicht bekannt. In Hessen gibt es insgesamt 3091 Fälle (Stand heute: 30. März, 12 Uhr). In Deutschland gibt es 57.298 Menschen, die am Coronavirus erkrankt sind, davon sind 455 verstorben (Stand: 30. März, 12 Uhr)
- Trotz eines Anstiegs von 24 neuen Infizierten im Landkreis, hat sich die Anzahl der in Weiterstadt Betroffenen nicht erhöht: es bleibt bei 7 (2 Genesene).
- Überregional gibt es zwar zahlreiche neue Infizierte, jedoch lässt sich feststellen, dass die Maßnahmen Wirkung zeigen, denn der Anstieg hat sich etwas verlangsamt. Das ist wirklich ein gutes Zeichen dafür, dass WIR ALLE es in der gewaschenen Hand haben, dass sich das Virus nicht so rasant ausbreitet, dass die medizinische Versorgung der Betroffenen nicht gewährleistet werden kann.
- Dennoch heißt es jetzt Ruhe und Geduld bewahren. Allgemein wird jetzt davon ausgegangen, dass die derzeitigen Regelungen bis zum Ende der Osterferien, also noch weitere drei Wochen andauern. Für eine Lockerung der Maßnahmen ist es noch viel zu früh.
- Durch die Schließung der Kompostierungsanlagen und Recyclinghöfe ist die Ablagerung von Wildem Müll leider weiter angestiegen. Daher unsere dringende Bitte: Sammeln Sie Grünschnitt der nicht in die Tonne passt zuhause und lagern Sie Abfälle auch auf dem eigenen Grundstück. Wir gehen davon aus, dass es in wenigen Wochen wieder viele kostenfreie (oder zum Selbstkostenpreis) Angebote für eine umweltschonende und legale Entsorgung geben wird.
- Die Stadtverwaltung ist mit eingeschränktem Angebot weiterhin für Sie und Ihre Anliegen da. Wir haben konsequent die Risikogruppen nach Hause geschickt. Davon betroffen sind alle, die 60 und älter sind, sowie Kolleginnen und Kollegen mit entsprechenden Vorerkrankungen. Soweit möglich, arbeiten diese im Homeoffice. Gleiches gilt für Mitarbeiter, die in Doppelzimmern arbeiten. Diese sind entweder in frei gewordene Büros umgezogen oder arbeiten im Schichtdienst. Außerdem helfen Kolleginnen und Kollegen in anderen Abteilungen aus, die dringend Unterstützung benötigen.
- In Deutschland gibt es 42.288 (ein Plus von 5780) Menschen, die am Coronavirus erkrankt sind, davon sind 253 verstorben. Dramatische und traurige Zahlen meldet Italien mit fast 1.000 Toten am gestrigen Tag. In Hessen gibt es insgesamt 2.323 Fälle (ein Plus von 166).
- Für den Landkreis Darmstadt-Dieburg meldet das Gesundheitsamt aktuell 114 Fälle (plus 5). In Weiterstadt bleibt es bei 7. Erfreulicherweise konnten die ersten beiden davon aufgrund ihrer Genesung wieder aus der Quarantäne entlassen werden.
- Das Land Hessen bietet verschiedene Förderprodukte an, um insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei Investitionen und mit Betriebsmitteln zu unterstützen.
- Die WIBank bietet diverse Förderkredite an, darunter auch Kredite aus dem Förderprogramm Kapital für Kleinunternehmen (KfK). Hieraus können kleine Unternehmen im Bereich der gewerblichen Wirtschaft (einschließlich gewerblich tätiger Sozialunternehmen) sowie freiberuflich Tätige mit bis zu 25 Mitarbeitern und 5 Mio. Euro Jahresumsatz Darlehen zwischen 25.000 und 150.000 Euro erhalten, die von der Hausbank um mindestens 50 Prozent aufgestockt werden. Für dieses Förderdarlehen sind keine banküblichen Sicherheiten notwendig. Mehr Infos gibt es hier.
- Kleine und mittlere Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern und 50 Mio. Euro Umsatz können Betriebsmittelkredite bis 1 Mio. Euro aus dem WI-Bank-Förderprogramm Gründungs- und Wachstumsfinanzierung Hessen (GuW) über ihre Hausbank erhalten. Die Bürgschaftsbank Hessen bietet Bürgschaften bis 1,25 Mio. Euro mit einer Bürgschaftsquote von bis zu 80 Prozent in Zusammenarbeit mit dem Land Hessen an. Hierunter auch Express-Bürgschaften für Kredite bis zu 300.000 Euro, die mit einer Bürgschaftsquote von 60 Prozent besichert und bei Erfüllung aller Kriterien besonders schnell erteilt werden. Das Land Hessen übernimmt in besonderen Fällen Landesbürgschaften i. d. R. ab 1,25 Mio. Euro, um in Kooperation mit der Hausbank sowohl die Finanzierung von Investitionen als auch die finanzielle Überbrückung von Liquiditätsengpässen abzusichern.
- Das Gesundheitsamt führt eine weitere, diesmal sehr erfreuliche Statistik: Neben 109 (7 in Weiterstadt) Infizierten Menschen, einem Todesfall, werden jetzt auch die genesenen Patienten (5) erfasst, die die Quarantäne gesund wieder verlassen dürfen.
- Das Robert-Koch-Institut hat gestern die Liste der Risikogebiete aktualisiert und um die spanischen Regionen Navarra, La Rioja und Pais Vasco sowie die Schweizer Kantone Tessin, Waadt und Genf ergänzt. Die chinesische Provinz Hubei befindet sich nun nicht mehr darunter. Die Übersicht gibt es hier.
- Wer eine Patientenverfügung oder eine Vorsorgevollmacht erstellen möchte, benötigt nur in Ausnahmefällen (Immobiliengeschäfte) eine Beglaubigung der Unterschrift beispielsweise beim Ortsgericht.
- Der Bundestag hat gestern (25.) einstimmig den Gesetzentwurf der Fraktionen der CDU/CSU und SPD zur Abmilderung der Folgen der Corona-Pandemie im Zivil-, Insolvenz- und Strafverfahrensrecht beschlossen. So sollen zum Beispiel Mieter, die infolge der Ausbreitung des Coronavirus ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen, vor Kündigungen geschützt werden.
Ab sofort und auch in Zukunft können Familien unter der Rufnummer 06150/400-4100 unsere Telefonberatung für Konfliktsituationen, aber auch für allgemeine Sorgen in ihrer Familie anrufen. Das Telefon ist Montag bis Freitag in der Zeit von 8:00 Uhr bis 14:00 Uhr durch eine unserer Elternbegleiterinnen besetzt. Die Elternbegleiterinnen sind die Kita-Leiterinnen der Stadt Weiterstadt. Hier können Eltern, anonym und unabhängig von ihrer Kita, ganz unverbindlich Rat erhalten und gemeinsam nachdenken.
Anke Rose (Mediatorin und Elternbegleiterin)
30. März 2020 – 3. April 2020
Birgit Mülders (Freinet-Pädagogin und Elternbegleiterin)
6. April 2020 – 9. April 2020
Antje Zimmer (Fachkraft im Situationsansatz und Sozialpädagogin)
14. April 2020 – 17. April 2020
Doris Morhard (Entspannungspädagogin und Elternkursleiterin)
25. März 2020, 22:40 Uhr
Keine Nachrichten sind gute Nachrichten! Es gibt keine weiteren Corona-Infizierten in Weiterstadt. Es bleibt bei Sieben. Und denen wünschen wir eine baldige Genesung.
Um die wirtschaftlichen Folgen der Krise zu lindern, Kurzarbeit und Entlassungen zu verhindern oder zumindest zu minimieren, wurden heute erste konkrete Schritte in die Wege geleitet.
Die Unterstützung ist gestaffelt nach der Anzahl an Beschäftigten:
Bei größeren Betrieben mit mehr als 50 Beschäftigten könnten über die Hausbank Kredite etwa der KfW aus dem Bundesprogramm in Anspruch genommen werden. Vom Land stünden zudem auch Expressbürgschaften der Bürgschaftsbank oder Mikrokredite über die Wirtschafts- und Infrastrukturbank zur Verfügung, der Förderbank des Landes. Das Land hat zugesagt, morgen (25.3.) Ansprechpartner für die Unternehmen und Kleinbetriebe zu benennen. Sobald wir das wissen, werden wir dies hier bekanntgeben.
- Die Anzahl der in Weiterstadt lebenden Infizierten ist auf sechs gestiegen.
- Die Hilfsbereitschaft der Weiterstädter ist enorm: 60 Engagierte haben sich bereit erklärt, für andere Besorgungen zu erledigen. Derzeit haben sich jedoch nur drei Hilfsbedürftige gemeldet. Wir befürchten jedoch, dass weitere Menschen auf Unterstützung angewiesen sind. Daher werden wir einen Handzettel mit Ansprechpartnern, Hilfsangeboten, Verhaltensregeln etc. im nächsten Terminkalender in alle Haushalte verteilen lassen. Bis diese Information jeden erreicht hat, bitten wir euch auch weiterhin aufmerksam zu bleiben. Danach natürlich auch...
- Von heute an werden jeden Abend um 21:00 Uhr die Kirchenglocken in Weiterstadt und Gräfenhausen läuten. Dies vor dem Hintergrund, dass Gottesdienste derzeit nicht stattfinden dürfen, wir alle uns jedoch nach „Gemeinschaft" sehnen. Die evangelischen Kirchengemeinden rufen auf, gemeinsam dann „Der Mond ist aufgegangen" zu singen und ein Gebet zu sprechen.
23. März, 22:00 Uhr
- Tag eins der Ausgangsbeschränkung läuft ohne größere Probleme. Danke dafür! Das gibt uns Gelegenheit einige Antworten auf Fragen aus der Bevölkerung zu geben:
- Der Windelcontainer beim Bauhof steht.
- Die Baustelle in der Bahnhofstraße läuft doch weiter.
- Die Müllabfuhr und selbst die Sperrmüllabfuhr werden durchgeführt. Die Abholung der Gelben Säcke wird sich auch nicht weiter verschlechtern können.
- Alle Busse, mit Ausnahme der Schulbusse, fahren weiterhin.
- So blöd es klingt: Die Präsenz ganzer Familien zuhause führt vielerorts zu Problemen. Die Bereitschaft zu häuslicher Gewalt steigt. Wer Hilfe benötigt, findet Kontakte auf unserer Homepage.
- Zur Frage, wie wir mit Kita-Beiträgen verfahren, können wir erst Mitte kommender Woche eine verlässliche Aussage treffen.
- Mietkündigungen sollen nicht ausgesprochen werden, wenn Mieter aufgrund der Corona-Krise die Miete nicht zahlen können. In diesem Zusammenhang sollen auch für die Dauer von sechs Monaten keine Mieterhöhungen stattfinden.
- Dank einsichtiger Eltern ist die Anzahl der Kinder, die derzeit in den Kitas und Schulen, trotz Lockerung der Auflagen, überschaubar geblieben. Wir betreuen nie mehr als fünf Kinder in einer Gruppe und haben uns gleich dafür entschieden, Kinder in ihren gewohnten Einrichtungen zu betreuen. Die Kinder der Schulkindbetreuung in Gräfenhausen haben das Transparent auf dem Bild für die Bewohner des benachbarten Altenheims gemalt und dort aufgehängt. Tolle Geste!
- Weiterstadt ist eine der von Lärm am stärksten betroffenen Städte im Rhein-Main-Gebiet. Wir kämpfen in der Fluglärmkommission oder im ICE-Beirat für gute Lösungen, die uns tagsüber, aber vor allem nachts vor vermeidbarem Lärm schützen. Wir vermögen der ganzen Corona-Krise ja nicht wirklich etwas Positives abzugewinnen, aber es ist auf den Straßen und in der Luft deutlich ruhiger geworden.
- Nicht zuletzt durch ein Angebot eines Automobilherstellers, der unseren Lieferservice für Hilfsbedürftige unterstützen möchte, haben wir das Gefühl, dass wir gerade alle „mit Abstand zusammenrücken" und das ist echt schön. Also machen Sie auch mit:
- Achten Sie auf sich und Ihr Umfeld!
- Vermeiden Sie unnötige physische Kontakte!
- Halten Sie mindestens 1,5 Meter Abstand zu anderen!
- Waschen Sie öfters Ihre Hände!
- Bleiben Sie soweit möglich am besten zuhause!
Nach den Pressekonferenzen des Hessischen Ministerpräsidenten und der Bundeskanzlerin sind wir haarscharf an einer Ausgangssperre vorbeigekommen. Was bedeutet das für uns?
- Wir brauchen (vorerst) keine Ausnahmegenehmigungen, um uns alleine, zu zweit (egal mit wem) oder mit der Familie draußen aufzuhalten.
- Dennoch sind immer gegenüber weiteren Personen die Mindestabstände einzuhalten.
- Umzüge sind unter Einhaltung der Hygienevorschriften zulässig. Wir bitten jedoch, zur Vermeidung von Irritationen, dies beim Ordnungsamt anzuzeigen.
- Für Dienstleister, wie beispielsweise Handwerker gilt: es dürfen mehr als zwei Personen zusammen arbeiten, jedoch müssen die Abstände gewahrt bleiben.
- Ausnahmen bei Bestattungen können und werden wir unter Einhaltung der Kriterien (Abstände, begrenzte Personenzahl) zulassen.
- Eheschließungen: Hier gilt die Beschränkung. Wie genau wir damit umgehen werden, müssen wir noch klären. Wir können uns etwas in der Richtung vorstellen, dass der formale Akt zur Wahrung von Fristen vor Geburten oder ähnlichem, nur mit dem Paar und dem Standesamt stattfindet und später dann bei einem zweiten Termin mit Traurede und Gästen, die Zeremonie nachgeholt wird.
- Gremiensitzungen sind in Weiterstadt zunächst bis Ende der Osterferien ausgesetzt. Danach werden wir eine Form finden (müssen) Entscheidungen treffen zu können. Details folgen zu gegebener Zeit.
- Auch mit einer deutlich minimierten Mitarbeiterzahl, wird die Stadtverwaltung Weiterstadt mehr als nur die Grundversorgung aufrecht erhalten können. Die Kläranlagen laufen reibungslos.
- Der Bauhof muss sich auf Wesentliches konzentrieren: Dazu zählen wir vor allem das Stadtbild und wenn wir von Hygiene sprechen, auch das Leeren der Abfallbehälter.
- Unsere Bauvorhaben laufen unterschiedlich. Die in der Riedbahn kommen gut voran, die Sanierung des Kanals und die grundhafte Erneuerung der Bahnhofstraße wurden vom beauftragten Unternehmen gestoppt.
- Durch die Krise steigen bei vielen Beschäftigten Existenzängste. Bund und Lände organisieren Hilfsprogramme. Diese werden wir nach Veröffentlichung auf unserer Homepage darstellen.
- Wichtig ist aus unserer Sicht jetzt die soziale Kontrolle. Haben Sie den Mut, andere anzusprechen, wenn diese sich nicht an die Regeln halten. Niemand soll angeschwärzt werden, jedoch freundlich und bestimmt darauf hingewiesen werden, dass er seine und die Gesundheit anderer gefährdet.
- Lassen Sie uns noch ein Lob aussprechen dafür, dass sich so viele an die Regeln halten. Dies hat dazu beigetragen, dass die Anzahl der Neu-Infizierten heute nicht so sprunghaft angestiegen ist, wie befürchtet. Wir können also jetzt aktiv zur Eindämmung des Virus beitragen.
Über die „Verordnung zur Anpassung der Verordnungen zur Bekämpfung des Corona-Virus" des Landes Hessen vom 20. März 2020 haben wir Sie bereits separat informiert. Diese ergänzende Information richtet sich an diejenigen Personen, die aus einem Risikogebiet kommen bzw. zurückkommen.
Mit dieser Information weisen wir alle Personen, die aus einem Risikogebiet kommen und sich hier aufhalten, darauf hin, dass sie aufgrund der gestrigen Verordnung des Landes Hessen unmittelbar einer Quarantäne oder einem Tätigkeitsverbot unterliegen können, ohne dass dies ihnen gegenüber gesondert ausgesprochen werden muss. Das gilt auch dann, wenn das Gebiet aus dem Sie einreisen erst nach Ihrer Einreise als Risikogebiet festgelegt wird.
[Anmerkung: Gemeint sind auch hier nur Personen, die, wie im vorstehenden Absatz geschrieben in einem Risikogebiet waren, die aber in Hessen keine „eigene Häuslichkeit" haben.]
Wir haben Ihnen die wesentlichen Informationen und Regelungen der Landesverordnung zur Corona-Epidemie in einer pdf-Datei zusammengefasst. In der Download-Box können Sie diese Datei aufrufen, bzw. herunterladen.
21. März 2020, 9:30 Uhr
Wundern Sie sich nicht, wenn im Laufe des Tages ein Feuerwehrauto durch Ihre Straße in den Weiterstädter Stadtteilen fährt und laute Durchsagen macht. Wir weisen damit noch einmal darauf hin, was jetzt dringend erforderlich ist: Soziale Kontakte meiden, zu Hause bleiben, Abstand halten etc. Helfen Sie mit, informieren Sie auch Menschen, die nicht über Soziale Medien und Internet erreicht werden. Alle müssen mitziehen - nur zusammen schaffen wir das!
Die hessische Landesregierung schränkt das öffentliche Leben im Kampf gegen das Coronavirus weiter ein. Menschenansammlungen mit über fünf Personen sind ab 24 Uhr verboten. Ab Samstag (12 Uhr) müssen auch Restaurants und Gaststätten schließen, die bislang bis 18 Uhr geöffnet haben durften. Eine Ausgangssperre wird es in Hessen vorerst nicht geben. "Die Ausgangssperre wäre die letzte Maßnahme, das ist in der Diskussion. Aber ich setze darauf, dass das jetzt wirkt", sagte Bouffier am Freitag und appellierte an alle Bürgerinnen und Bürger: "Verhaltet Euch vernünftig." Die Stadt Weiterstadt bittet daher alle Bewohner noch einmal eindringlich, so oft es geht zu Hause zu bleiben. Nur wenn alle mitziehen, können wir die Ausbreitung des Coronavirus eindämmen.
Es gibt einen weiteren bestätigten Corona-Fall in Weiterstadt. Derzeit sind im Landkreis Darmstadt-Dieburg 26, in Hessen 682 und in ganz Deutschland 10.999 an Corona erkrankt. 20 Menschen sind verstorben.
Ein großes Kompliment möchten wir an alle Familien richten, die die Kinderbetreuung gerade ohne unsere Unterstützung organisieren. Wir haben nur positive Rückmeldungen aus unseren Kitas und den Schulen bekommen. Als kleines „Dankeschön" werden wir den Windelcontainer vom Recyclinghof (beim Gefängnis) ab Montag auf den Bauhof (Rudolf-Diesel-Straße) stellen. Windeln von in Weiterstadt lebenden Familien können dann während der Corona-Krise dort kostenfrei abgegeben werden.
Ein großes Kompliment geht auch an Gewerbetreibende und Kunden. Die Stadt ist ja für die Überwachung der Schließungen verantwortlich (weitere Infos dazu finden Sie auf unseren Corona-Seiten). Fast alle halten sich an die Vorgaben und die, die wir zur Schließung aufgefordert haben, waren verständnisvoll und haben sofort gehandelt.
Dienstleister, Gaststätten und Versorger, die noch öffnen dürfen, halten sich an die Verhaltensregeln (z.B. Abstände und Hygienevorschriften). Dennoch kommt es noch zu oft vor, dass zu viele Menschen zu nah aneinander stehen oder sitzen. Daher unsere dringende Bitte: Halten Sie Abstand!
Von Physiotherapeuten und Friseuren erreichen uns Bitten, diese Einrichtungen zu schließen. Nach derzeitigem Recht dürfen wir das jedoch nicht. Wir können die Einrichtungen jedoch bitten, die Erforderlichkeit auf das medizinisch Erforderliche (bei Physiotherapeuten) zu beschränken. Setzen Sie sich telefonisch mit Ihrer Praxis in Verbindung, um dies gemeinsam abzuwägen. Während andernorts wegen tumultartiger Zustände Sicherheitsdienste und Polizei einschreiten mussten, sind die Menschen in Weiterstadt vernünftig. Danke dafür!
Weil viele derzeit zuhause sind und die Sonne scheint, ruft die Gartenarbeit. Da sämtliche Kompostierungsanlagen jedoch geschlossen sind, bitten wir Sie, den Grünschnitt zuhause zu lagern. Obwohl die Entsorgungseinrichtungen wie z.B. Recyclinghöfe ab morgen komplett für Bürgerinnen und Bürger geschlossen sind, bitten wir Sie, dies nicht illegal in der Gemarkung zu entsorgen.
Derzeit gibt es viele Solidaritätsbekundungen von Balkonen etc. für die vielen Menschen, deren (oft unterbezahlte) Berufe jetzt so wichtig sind. Unsere Bitte: Zeigen Sie Solidarität und zwar nicht nur jetzt, sondern auch danach. Wir brauchen diese Menschen – nicht nur jetzt! Obwohl wir nicht alle Fragen beantworten und alle Vorschläge umsetzen können, kommen Sie bei Fragen und Unklarheiten auf uns zu. Sie erreichen uns über unsere Hotline (06150/400-1005) oder per E-Mail (covid-19@weiterstadt.de).
Heute Vormittag waren Bürgermeister Ralf Möller und Wirtschaftsförderer Jürgen Merlau in den Weiterstädter Stadtteilen unterwegs und haben bei Unternehmen und Geschäften vorbeigeschaut. Viele müssen schließen, zeigen aber Verständnis und setzen die Vorgaben der Bundesregierung vorbildlich um. Wir danken sehr herzlich dafür, dass unsere Unternehmen und Geschäfte dabei helfen, dass die Verbreitung des Coronavirus eingedämmt wird. Zusammen werden wir diese schwierige Situation meistern!
Unsere Kita-Leitungen und die zuständigen Verwaltungsmitarbeiter haben sich heute Vormittag getroffen und über die aktuelle Betreuungssituation ausgetauscht. Die meisten Eltern zeigen großes Verständnis dafür, dass es derzeit nur eine eingeschränkte Betreuung gibt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zur Risikogruppe zählen, wurden nach Hause geschickt. Gearbeitet wird teils vor Ort, teils im Home-Office. Derzeit wird an Lösungen gearbeitet, damit trotz der zunehmenden Verbreitung des Coronavirus Betreuungsmöglichkeiten für alle Kinder angeboten werden können, deren Eltern in systemrelevanten Berufen arbeiten.
Da sich manche Bürgerinnen und Bürger über das derzeit bestehende Spielplatz-Verbot hinwegsetzen, sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendförderung angehalten, Vor-Ort-Besuche zu machen. Wir bitten darum, das Verbot zu beachten. Damit schützen Sie sich und Ihre Mitmenschen vor einer Infektion!
19. März 2020, 8:00 Uhr
Derzeit gibt es einen bestätigten Corona-Fall in Weiterstadt. Die Lage in den Kitas und Schulen ist entspannt. Die Eltern sind verständnisvoll, wenn ihre Kinder derzeit nicht betreut werden dürfen. Nachdem die Stadt sämtliche öffentliche Einrichtungen geschlossen hat, können Dienstleistungen der Stadtverwaltung bei sehr dringenden Anliegen nach vorheriger Anmeldung (telefonisch oder per E-Mail) in Anspruch genommen werden.
Alle Spielplätze sind bis auf weiteres geschlossen. Jedoch setzen sich einige über die Schließung hinweg und klettern über die Zäune. In Gruppen führt das zu einer vermeidbaren Gefährdung. Die Stadt bittet darum, dies unbedingt zu vermeiden, um die eigene Gesundheit und die Gesundheit anderer nicht zu gefährden.
Die Regelung, welche Geschäfte öffnen dürfen und welche geschlossen bleiben müssen, lässt derzeit noch viel Interpretationsspielraum zu. Daher unsere dringende Empfehlung: Meiden Sie Menschenansammlungen und insbesondere den unmittelbaren Kontakt zu anderen. Alle Eiscafés inklusive des Thekenverkaufs müssen ab sofort schließen. In Gaststätten ist 1,5 Meter Abstand zu anderen einzuhalten. Dienstleistungen sind weitestgehend weiterhin erlaubt. Das Angebot für den täglichen Bedarf wird es weiterhin geben, auch Banken etc. bleiben weitestgehend geöffnet, wenngleich einzelne Filialen schließen.
Die Hilfsbereitschaft in der Stadt ist groß, was wir sehr zu schätzen wissen und uns stolz macht. Dabei geht es nicht nur ums Einkaufen für Ältere, sondern auch darum, andere aufmerksam zu beobachten und Hilfestellungen zu geben. Eine Ausgangssperre ist derzeit noch kein Thema. Damit diese nicht kommt, ist es mehr denn je wichtig, dass sich alle Bürgerinnen und Bürger an die Verhaltensregeln halten.
18. März 2020, 7:40 Uhr
Alle Termine der Kfz-Zulassungsstelle sind für den heutigen Tag vergeben. Bitte um Verständnis.
Die Vereinbarung zwischen der Bundesregierung und den Regierungschefinnen und Regierungschefs der Bundesländer angesichts der Corona-Epidemie in Deutschland ist als pdf-Datei in einer Info-Box veröffentlicht.
Alle städtischen Veranstaltungen (vorerst bis Ende April 2020) werden auf einen späteren Zeitpunkt verschoben oder entfallen ersatzlos.
Der Online-Veranstaltungskalender der städtischen Homepage wird in den nächsten Tagen entsprechend korrigiert.
Fallzahlen im Landkreis Darmstadt-Dieburg
Bestätigte Fälle 419
Kumulative Inzidenz (Fälle je 100.000 EW) 2
Todesfälle 19
Genesen 371
Kumulative Inzidenz (Fälle je 100.000 EW) 4
Genesen 365+X
Bestätigte Fälle 415
Kumulative Inzidenz (Fälle je 100.000 EW) 3
Genesen 365
Bestätigte Fälle 413
Genesen 363
Bestätigte Fälle 412
Genesen 361
Bestätigte Fälle 410
Kumulative Inzidenz (Fälle je 100.000 EW) 7
Genesen 354
Bestätigte Fälle 407
Kumulative Inzidenz (Fälle je 100.000 EW) 6
Genesen 352
Genesen 342 + X
Bestätigte Fälle 405
Genesen 342
Bestätigte Fälle 399
Genesen 337 + X
Bestätigte Fälle 397
Genesen 337
Bestätigte Fälle 390
Genesen 332
Genesen 322 + X
Bestätigte Fälle 388
Bestätigte Fälle 384
Genesen 322
Bestätigte Fälle 382
Kumulative Inzidenz (Fälle je 100.000 EW) 5
Genesen 318
Bestätigte Fälle 377
Genesen 313
Bestätigte Fälle 371
Genesen 310
Genesen 308
Genesen 301 + X
Bestätigte Fälle 369
Kumulative Inzidenz (Fälle je 100.000 EW)
Bestätigte Fälle 367
Genesen 301
Genesen 295
Genesen 290
Bestätigte Fälle 365
Genesen 283
Bestätigte Fälle 364
Genesen 278
Todesfälle 14
Genesen 268 + X
Bestätigte Fälle 362
Bestätigte Fälle 358
Genesen 268
Bestätigte Fälle 357
Genesen 263
Todesfälle 13
Genesen 259
Bestätigte Fälle 354
Genesen 251
Bestätigte Fälle 350
Genesen 239 + X
Bestätigte Fälle 349
Genesen 239
Bestätigte Fälle 345
Genesen 236
Bestätigte Fälle 343
Genesen 230
Bestätigte Fälle 337
Genesen 226
Genesen 218
Genesen 202 + X
Bestätigte Fälle 324
Genesen 202
Bestätigte Fälle 315
Genesen 192
Bestätigte Fälle 307
Genesen 178
Bestätigte Fälle 298
Genesen 168 + X
Bestätigte Fälle 297
Genesen 162 + X
Bestätigte Fälle 294
Bestätigte Fälle 290
Genesen 162
Bestätigte Fälle 285
Genesen 159
Bestätigte Fälle 268
Genesen 154
Bestätigte Fälle 251
Genesen 153
Bestätigte Fälle 241
Genesen 145
Bestätigte Fälle 237
Genesen 130
Bestätigte Fälle 231
Genesen 102 + X
Bestätigte Fälle 223
Maskenpflicht - Informationen
Die Stadt Weiterstadt verteilt KEINE Masken und Bürgerinnen und Bürger. Wir versuchen auf dieser Seite in den nächsten Tagen eine Liste bereitzustellen, wo Sie sowohl Einweg- als auch Mehrwegmasken beziehen können.
Anbieter von Masken sind:
Leah Olimpio-Dittmann, leaholimpio@gmail.com, 0173 / 4032274, Hinweis: die Masken sind afrikanisch bunt und mit kenianischen Motiven gestaltet
Stefanie Weissling, 0171 / 7473015, Facebook: Steffis-Glitzerstickerei, Hinweis: 100% Baumwolle und wieder verwendbar
Ursula Pruß, 0177 / 31 36 239, uschi.pruss@gmail.com, Hinweis: Es handelt sich um handgenähte Baumwollmasken mit Tasche für eine Einlage, sie sind waschbar und mehrfach verwendbar. Angeboten werden Masken für Erwachsene und Kinder (uni, bunt und mit speziellen Motiven). Die Masken können telefonisch, per WhatApp, SMS oder E-Mail gekauft werden. Sie können kontaktlos (Eigenheim mit eigenem Zugang) abgeholt werden. Auch eine Lieferung per Post ist möglich.
Gabi Holschuh, 0177 / 6804836 oder 06151 / 891442, gabi@holimcom.de, Hinweis: DIY- Behelfsmasken zum Preis von 6 Euro
Braut und Festmoden Walter, 06151 / 354844 oder 0163 / 6565659
Rathaus / Kfz.-Zulassung / Stadtbüro / Gewerbeamt
Das Rathaus der Stadt Weiterstadt wird ab 11. Mai 2020 wieder für den Publikumsverkehr öffnen – allerdings nur nach vorheriger Absprache per Telefon oder E-Mail. Diese Regelung gilt auch für das Stadtbüro und die Kfz-Zulassungsstelle. Die Stadtbücherei im Medienschiff können Bürgerinnen und Bürger auch ohne Termin besuchen. Wartebereiche dürfen aber nicht genutzt werden.
Persönliche Vorsprachen sind nur möglich, wenn Besucherinnen und Besucher eine Maske oder eine andere Mund-Nasen-Bedeckung zum Schutz tragen. Die Stadt trifft ebenfalls Vorkehrungen, um Bürgerinnen und Bürger zu schützen und die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.
Die MitarbeiterInnen im Rathaus, im Stadtbüro sowie in der Kfz-Zulassungsstelle können nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung ab 07:00 Uhr (Montag-Freitag) erreicht werden.
Das Stadtbüro erreichen Sie unter folgender Telefonnummer: 06150/400-2300.
Die Kfz-Zulassungsstelle erreichen Sie unter folgender Telefonnummer: 06150/400-2350.
Im Rahmen der Corona-Prävention bitten wir Sie, die Notwendigkeit von persönlichen Vorsprachen kritisch zu hinterfragen. Bitte erledigen Sie alle Angelegenheiten, die keine persönliche Vorsprache erfordern, telefonisch oder per E-Mail.
Hinweise zur Kfz-Zulassung
Folgende Bearbeitungen werden durchgeführt:
- Eintragung technischer Änderungen
- Ersatzdokumente
- Ersatzplakettenausgabe nach zwangsweise Entstempelung
- Umkennzeichnung nach Kennzeichenverlust oder -diebstahl
- Ummeldung mit Halterwechsel
- Neuzulassungen/Erstzulassungen
Folgende Bearbeitungen sind aufschiebbar und werden somit aktuell nicht bearbeitet:
- Namens- und Adressänderungen
- Umzug von außerhalb
- Saison-, E- und Oldtimerkennzeichen
- Eintragung technischer Änderungen, deren Eintragung erst bei nächster Befassung erforderlich ist
- Ausgabe von Feinstaubplaketten (auch bei Prüforganisationen erhältlich)
- Umkennzeichnungen auf eigenen Wunsch
Anträge, Ummeldungen, Abmeldungen etc. können per Post oder per Mail (gewerbeamt@weiterstadt.de) eingereicht werden. Die Unterlagen gibt es hier.
Kulturelle, sportliche und Freizeit-Einrichtungen
Zur Vermeidung der Ausbreitung des Coronavirus gelten für städtische Einrichtungen vorerst bis zum 5. Juni 2020 folgende Regelungen:
Stadtbücherei Weiterstadt - ab 11. Mai 2020 unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln wieder zu folgenden Öffnungszeiten geöffnet: Mo. 14-18 Uhr, Di. 14-18 Uhr, Mi. 10-12 Uhr, Do. 14-18 Uhr, Fr. 12-15 Uhr. Somit hat die Stadtbücherei im Medienschiff momentan 17 anstatt 24 Stunden wöchentlich geöffnet. Die Zweigstelle im Bürgerhaus Gräfenhausen ist nach wie vor bis auf Weiteres geschlossen.
Hallenbad - bleibt wegen der Grundreinigungsarbeiten vorerst geschlossen
Bürgerhäuser - sind generell wieder geöffnet, allerdings nicht für private Feiern
Sporthallen - können ab 18. Mai 2020 wieder von Vereinen genutzt werden, allerdings müssen einige Regeln beachtet werden (maximale Personenzahl, Abstandsregeln, für Risikogruppen nicht empfohlen, Umkleidekabinen und Waschräume dürfen nicht genutzt werden, Toiletten hingegen schon)
Sportanlagen - können generell wieder genutzt werden, allerdings müssen Abstandsregeln eingehalten werden; Umkleidekabinen und Waschräume dürfen nicht genutzt werden, Toiletten hingegen schon; Die Art der Nutzung hängt von der jeweiligen Sportart ab.
Jugendzentren / Jugendtreffs - Das Außengelände der Anlagen darf wieder genutzt werden.
Seniorentreff - bleibt vorerst geschlossen
Kommunales Kino - bleibt vorerst geschlossen
Schloss Braunshardt - Das Schloss, die Kapelle und die Parkanlage bleiben bis Ende Juni aufgrund von Restaurierungsarbeiten und der Hygiene- und Abstandsregeln geschlossen.
Grillhütten - dürfen für private Feiern nicht genutzt werden; Grund: Die Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln ist bei Grillfeiern schwer oder nicht umsetzbar.
Spielplätze - ab 4. Mai 2020 unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandregeln wieder geöffnet
Hundewiesen in Weiterstadt und Braunshardt sind seit 4. Mai 2020 wieder geöffnet
Kindertagesstätten / Jugendzentren
Alle Kindertagesstätten bleiben von Montag, 16. März bis voraussichtlich 2. Juni 2020 geschlossen.
Bis dahin wird eine Notbetreuung für Kinder bis zwölf Jahren angeboten, deren Eltern in bestimmten, systemrelevanten Berufen arbeiten. Damit das Gesundheitswesen und die Gesellschaft handlungsfähig bleiben, werden bevorzugt Kinder betreut, deren Eltern zum Beispiel als Ärzte oder Bedienstete von Rettungsdiensten arbeiten.
Außerdem sind alle Jugendzentren derzeit geschlossen.
Das Telefon wird von folgenden Kolleginnen betreut:
Parallel zur Elternberatung der Kitas bietet die Jugendförderung ein Beratungstelefon für Jugendliche und ihre Erziehungsberechtigten an.
Von Montag bis Donnerstag von 9:00 bis 14:00 Uhr sind die sozialpädagogischen Fachkräfte telefonisch zu erreichen. Außerhalb der telefonischen Sprechzeiten kann gerne eine Mail geschrieben werden.
Cristina Barresi-Scheydt - 0175/1976855 - cristina.barresi@weiterstadt.de
Daniela Blecher - 0175-1976427 - daniela.blecher@weiterstadt.de
Christin Fitschen-Raacke - 0160/8894800 - christin.fitschen-raacke@weiterstadt.de
Isabelle Turowski - 0160-92034977 - isabelle.turowski@weiterstadt.de
Der Weiterstädter Warenkorb e.V. wird am kommenden Montag (25. Mai 2020) nach mehr als zweimonatiger Pause den Betrieb wieder aufnehmen. Da die meisten Mitarbeiter des Warenkorbs der Corona-Risikogruppe angehören, war aufgrund der rasanten Verbreitung des Virus eine vorübergehende Schließung unumgänglich. Währenddessen koordinierte die Weiterstädter Ehrenamtsagentur (WEA) die Lebensmittelversorgung und wurde dabei von Vertretern des Warenkorbs beraten.
Der Seniorenbus setzt seine Einkaufsfahrten bis auf weiteres aus.
Hochzeiten im Schloss Braunshardt
Derzeit sind Trauungen und Feiern nicht möglich.
Hochzeiten im Rathaus
Brautpaare dürfen sich trauen lassen (außer samstags), allerdings darf nur der Standesbeamte dabei sein.
Trauerfeiern auf den Friedhöfen Braunshardt, Gräfenhausen/Schneppenhausen und Weiterstadt
Bestattungen finden statt - und nicht mehr nur im Freien an der Grabstätte. Die Trauerhallen dürfen ab Montag, den 11.5.2020, wieder genutzt werden. Bei Trauerfeiern ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern zueinander einzuhalten und zwingend die Hygieneempfehlungen des Robert-Koch-Instituts zu beachten. Zudem ist die maximale Teilnehmerzahl zu berücksichtigen. Diese liegt im Außenbereich bei 30, in den Trauerhallen bei 16 (Weiterstadt) beziehungsweise 14 (Gräfenhausen/Schneppenhausen und Braunshardt). Um die Teilnehmerzahl auf diesen Personenkreis beschränken zu können, werden die Hinterbliebenen gebeten, bei Traueranzeigen in Tageszeitungen auf die Nennung von Ort, Tag und Uhrzeit der Trauerfeier zu verzichten. Außerdem bitten wir darum, dass der Trauerfeier- bzw. Bestattungstermin auch nicht mündlich oder auf andere Art und Weise an andere Personen als den zuvor angeführten Personenkreis weitergegeben wird. Das beauftragte Bestattungsunternehmen hat alle Teilnehmenden in einer Anwesenheitsliste, mit mindestens der Angabe von Vor- und Nachname, der vollständigen Adresse (Wohnort, Straße, Hausnummer) und Telefonnummer, zu erfassen. Die Anwesenheitsliste ist durch das Bestattungsunternehmen für die Dauer eines Monats vertraulich aufzubewahren und dem Gesundheitsamt Darmstadt/Darmstadt-Dieburg auf Nachfrage sofort und vollständig auszuhändigen bzw. nach Ablauf der Frist zu vernichten.
Bauhof, Stadtwerke und sonstige Einrichtungen
Wie bei allen weiteren städtischen Einrichtungen bitten wie Sie auch hier, dass Sie im Rahmen der Corona-Prävention, die Notwendigkeit von persönlichen Vorsprachen kritisch hinterfragen. Bitte erledigen Sie alle Angelegenheiten, die keine persönliche Vorsprache erfordern, telefonisch oder per E-Mail.
Die MitarbeiterInnen in den jeweiligen Einrichtungen sind telefonisch erreichbar. Absolut notwendige Vorsprachen sind nur nach vorheriger telefonischer Terminvereinbarung möglich.
Verwaltung der Stadtwerke / Kläranlagen
Ortsgerichte / Schiedsamt Weiterstadt und Gräfenhausen
Ab Mittwoch, den 13.05.2020, vergibt das Ortsgericht in Weiterstadt für die Zeit von 15 Uhr bis 17:30 Uhr Termine im Viertelstundentakt. Hierbei werden selbstverständlich die aktuellen und notwendigen Hygiene- und Abstandsregeln beachtet (Mundschutz, Desinfektion der Hände, 1,5 m Abstand, Durchlüftung des Raumes und Plastiktrennwand)
Terminwünsche nimmt Wolfgang Lachnit (0176-21372337) entgegen.
Die Sprechstunden des Ortsgericht Gräfenhausen werden nach wie vor jeden Dienstag von 15:00 bis 17:00 Uhr im Bürgerhaus Gräfenhausen von Brunhilde Illenseer (06150-51553 oder 0171-143564) wahrgenommen.
müssen nicht beglaubigt werden, um gültig zu sein. Es ist ausreichend, wenn Sie die Vollmacht schriftlich niederlegen und unterschreiben. Sie muss den Vollmachtgeber und Bevollmächtigen mit Namen, Vornamen, besser noch mit Geburtsdatum und Adresse bezeichnen. Zur Beweissicherung wäre eine Unterschriftsbeglaubigung jedoch im Einzelfall empfehlenswert.
Auf der Homepage des Bundesjustizministeriums finden Sie Vorlagen für Vorsorgevollmachten und Patientenverfügung, die für Sie eine Hilfe sein können.
In der aktuellen Zeit werden Unterschriftsbeglaubigungen nur in absolut dringenden Einzelfällen und/oder zur Fristwahrung durch die Ortsgerichte vorgenommen.
Die Ortsgerichte bitten darum, in jedem Fall die Abstands- und Hygiene-Vorschriften einzuhalten.
Das Land Hessen startet jetzt mit einem neuen Förderprogramm „Weiterführung der Vereins- und Kulturarbeit", um die finanziellen Folgen der Corona-Pandemie für die hessische Vereins- und Kulturlandschaft abzufedern. „Von diesem Programm können alle 41.000 gemeinnützigen Vereine profitieren", sagte Ministerpräsident Volker Bouffier in Wiesbaden. Je nach Situation des einzelnen Vereins kann dieser bis zu 10.000 Euro finanzielle Unterstützung beantragen, so der Ministerpräsident weiter.
„Die Vereine sind der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammenhält, und deshalb müssen wir handeln", betonte Bouffier. Die Corona-Pandemie bedrohe die Existenz der Sportvereine, Kultureinrichtungen und Initiativen. Die Landesregierung setze deshalb alles daran, die Vereinsstruktur zu erhalten und zu unterstützen, damit sie weiter fortbestehen könne, so der Ministerpräsident.
Viele Vereine in den Stadtteilen haben den Sport- und Übungsbetrieb komplett eingestellt. Bitte informieren Sie sich direkt bei Ihrem Verein über das jeweilige Angebot und eventuelle Alternativen. Weitere Infos zu den Vereinen in Weiterstadt bekommen Sie hier.
Die evangelischen Kirchen in Weiterstadt, Gräfenhausen, Braunshardt und Schneppenhausen haben alle Gottesdienste, Taufen und Hochzeiten bis auf weiteres abgesagt. Alle Veranstaltungen in Gemeindehäusern wurden abgesagt, auch Dienstbesprechungen finden nicht statt. Zudem wird auf Geburtstagsbesuche vorerst verzichtet. Trauerfeiern finden hingegen statt, allerdings werden natürlich Vorkehrungsmaßnahmen getroffen.
Wir bleiben dennoch verbunden!!!
Liebe Mitchrist*innen, liebe Freundinnen und Freunde, liebe Schwestern, liebe Brüder, Ihr Lieben Alle!
Wir können uns in diesen Tagen nicht treffen, um miteinander Gottesdienst zu feiern, uns zu begegnen, uns zu sehen und Gemeinschaft zu erleben. Das schmerzt viele von uns tief im Herzen. Wir möchten aber miteinander in Verbindung bleiben und Gemeinschaft mit Euch Allen und mit Gott erleben.
Video-Predigt - 3. Mai 2020
Evangelische Kirchengemeinden Weiterstadt und Gräfenhausen
Pfarrerin Simone Bachinger
Video-Predigt - 10. Mai 2020
Aus diesem Grund werden wir von heute an, jeden Abend um 21 Uhr in Weiterstadt und in Gräfenhausen die Kirchenglocken läuten und eine Person wird in der Kirche die Altarkerzen entzünden und das Gebet von Doris Joachim "Gebet in Zeiten des Corona Virus" laut beten und durch die angegebenen "Stille Zeiten" unterbrechen. Danach wird von dieser Person in der Kirche das Lied von Matthias Claudius "Der Mond ist aufgegangen" (EG 482) laut gesungen bzw. laut vorgelesen.
Wir laden Euch ein mit uns jeden Abend zu beten, wenn die Glocken erklingen, mit uns zu schweigen und mit uns das Abendlied zu singen. Vielleicht betet und singt Ihr mit, dort wo Ihr gerade seid: Zuhause, im Garten, in Wald und Flur, im Auto... Vielleicht stellt ihr - wie viele Menschen in diesen Tagen - eine Kerze dazu in eines Eurer Fenster.
Betet und singt mit uns an jedem Abend und lasst uns so Gemeinschaft halten und unsere Verbindung spüren und dem begegnen, von dem wir glauben, dass er uns trägt und hält, dass wir von allen Seiten umgeben sind auch jetzt in diesen nicht zu beschreibenden und so schweren Zeiten.
Schickt das Gebet, das Lied und diese Mail weiter an andere, druckt es aus, gebt es weiter, betet und singt mit uns und seid von Gott behütet und Gesegnete in seiner Welt.
Euer Pfarrteam - Simone Bachinger, Inka Gente, Hartmut Stiller und Raphael Eckert-Heckelmann
Weitere Informationen gibt es unter www.dadina.de
Die Unsicherheit bei den Betrieben ist groß.
Uns erreichen viele Anfragen, welche auch wir nicht abschließend beantworten können.
Wir haben hier eine Übersicht zur Unterstützung von Unternehmen bei der Bewältigung der Auswirkungen des Coronavirus zusammengestellt.
Der Bund sowie das Land Hessen haben ein umfangreiches Unterstützungsangebot zugesagt.
Tipps für die Antragsstellung durch die IHK Darmstadt Rhein Main
Finanzielle Förderprogramme durch die IHK Darmstadt Rhein Main
Bund und Länder unterstützen Solo-Selbstständige und Kleinunternehmen in der Corona-Krise durch Zuschüsse. Viele Länder reichen nicht nur Bundesmittel an die Firmen weiter, sondern stocken das Programm durch eigene Gelder auf. Es kommt vermehrt zu Anfragen von Selbstständigen, die weniger als zehn Beschäftigte haben und die sich fragen, ob auch Sie Soforthilfe beantragen können.
Grundsätzliches für den Geltungsbereich Hessen
Eigene Soforthilfe, die auf der des Bundes aufbaut.
Sie ist ein einmaliger nicht rückzahlbarer Zuschuss. Das Land Hessen will damit die Zuschüsse des Bundes erhöhen. Es ist nur ein einziger Antrag notwendig, um sowohl die Bundes- als auch die Landesförderung zu erhalten.
eine Information des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration
Unterstützung der Fachkräftesicherung und Personalarbeit vor Ort
Die IHK Darmstadt-Rhein-Main bietet auf ihrer Webseite umfassende Informationen für Unternehmer an, u. a. zu Sofortmaßnahmen bei finanziellen Problemen, Entschädigung bei Tätigkeitsverboten und weiteren Informationen für Arbeitgeber. Diese Informationen werden ständig aktualisiert.
Die IHK-Homepage mit den Corona-Informationen für Unternehmen und zahlreichen größeren und kleineren Tipps wird ständig aktualisiert, sodass die Unternehmen entsprechende Informationen finden können - hier der direkte Link.
Eine weitere Zusammenfassung umfassender Angebote finden Sie auf den Seiten der Wirtschaftsförderung des Landkreises Darmstadt-Dieburg - hier der direkte Link.
Die Beantragung ist möglich ab Freitag, 27. März 2020, 15:00 Uhr, bei der Bewilligungs- und Vollzugsbehörde Regierungspräsidium Kassel – bitte wählen Sie den folgenden Link.
Pressemitteilung des Hessisches Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen.
eine Information des Hessischen Industrie- und Handelskammertages
Gesundheitliche Vorkehrungsmaßnahmen
Die wichtigsten und zugleich effektivsten Maßnahmen zum persönlichen Schutz sowie zum Schutz von anderen Personen vor der Ansteckung mit Erregern von Atemwegsinfektionen sind folgende: das Einhalten der Husten- und Niesregeln, eine angemessene Händehygiene und das Abstandhalten (ca. 1 bis 2 Meter) von anderen Menschen. Es ist ausreichend, wenn Sie die Hände mit Seife waschen. Wichtig: Die Hände sollten 20 bis 30 Sekunden lang eingeseift und von allen Seiten eingeschäumt werden.
Es gibt keine hinreichenden Belege dafür, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes das Risiko einer Ansteckung für eine gesunde Person, die ihn trägt, verringert. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO kann das Tragen einer Maske in Situationen, in denen dies nicht empfohlen ist, ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugen. Das kann dazu führen, dass unverzichtbare Hygienemaßnamen wie eine gute Händehygiene vernachlässigt werden.
Wichtig ist, dass man alle Aufenthaltsräume regelmäßig lüftet. Zudem sollte man Berührungen wie z.B. Händeschütteln oder Umarmungen vermeiden. Zudem sollte man darauf verzichten, sich ins eigene Gesicht zu fassen.
Nutzen Sie - wenn möglich - keine öffentlichen Verkehrsmittel, sondern bevorzugen Sie das Fahrrad, gehen Sie zu Fuß oder fahren Sie mit dem eigenen Auto.
Kontaktieren Sie bei Bedarf Ihren Arzt oder Ihre Ärztin zunächst telefonisch. Meiden Sie - wenn möglich - große Veranstaltungen und tätigen Einkäufe außerhalb der Stoßzeiten.
Weitere Informationen zum Corona-Virus und zur Prävention gibt es hier.
Lieferservice und Essen-to-go
Gaststätten, Hotels und andere Gewerbe dürfen Speisen und Getränke nur zur Abholung oder Lieferung anbieten.
Eine Abholung von Speisen und Getränken darf nur erfolgen, wenn sichergestellt ist, dass die Speisen und Getränke ohne Wartezeit zur Verfügung stehen oder die Warteplätze so gestaltet sind, dass ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zwischen den Abholerinnen und Abholern gewährleistet ist.
Hol- und Bringservice in Weiterstadt:
Restaurant Dalmacija (Darmstädter Landstraße 2, Gräfenhausen), Essen-to-go & Lieferservice • Tel. 06150-51534 • Die Speisekarte gibt es hier.
Ristorante Pizzeria Europa (Triftweg 28, Gräfenhausen), Essen-to-go & Lieferservice • Tel. 06150-53425 • Die Speisekarte gibt es hier.
Sushi Palace (Hauptstraße 2, Gräfenhausen), Essen-to-go & Lieferservice • Tel. 06150-8648321 • Die Speisekarte gibt es hier.
African Dishes - Speisekarte - leaholimpio@gmail.com
Rebstock-Hof Gräfenhausen (Hannemannsgarten 3, Gräfenhausen) • Abholung Hofladen Gemüse, Obst, eigene Schlachtung • Mehr Infos hier.
Metzgerei Knauf (Darmstädter Landstraße 4, Gräfenhausen) • Abholung & Lieferung, Essen-to-Go • Mehr Infos hier.
Metzgerei Hamm (Frankfurterstraße 18) • Abholung • Mehr Infos hier.
Gaststätte Zum Löwen (Darmstädter Landstr. 11, Gräfenhausen) • Essen-to-Go • Mehr Infos hier.
Zur Hundehütte Weiterstadt, Essen-to-Go, Mehr Infos hier.
Marienhof Braunshardt, Schleifweg 47, 06150-2205, info@metzgerei-marienhof.de, Mehr Infos hier.
Restaurant Dubrovnik (Carl-Ulrich-Str. 9, Weiterstadt) • Abholung & Lieferung • Mehr Infos hier.
Gaststätte "Darmstädter Hof", Darmstädter Straße 76, Essen-to-go & Lieferservice • Tel. 06150-14184 • Die Speisekarte und Informationen zu Öffnungszeiten gibt es hier.
Restaurante/Pizzeria "Napoli", Waldstraße 27, 64331 Weiterstadt, Lieferservice & Essen-to-go, Tel. 06151-897662, Mehr Infos hier.
Luna 45, Pizza Pasta Bar, Darmstädter Straße 45, 64331 Weiterstadt, Tel. 06150 5415141, Mehr Infos hier und hier.
Restaurant Am Aulenberg, Am Aulenberg 2, 64331 Weiterstadt, Tel. 06150-40723, Mehr Infos hier.
Info-Hotline & E-Mail-Adresse
Telefon: 06150 400-1005
E-Mail: covid-19@weiterstadt.de
Patientenservice / ärztlicher Bereitschaftsdienst
Der ärztliche Bereitschaftsdienst hilft, wenn Sie krank sind, bzw. wenn Sie sich krank fühlen - rund um die Uhr!
Telefon: 0800-5554666
Über diese hessenweite Hotline bekommen Sie täglich von 8 bis 20 Uhr aktuelle Informationen zum Coronavirus.
Weitere Nummern für Notfälle finden Sie hier.
Bürgermeister Ralf Möller (09.04.2020)
Bürgermeister Ralf Möller (17.03.2020)
Corona-Kontakt- und Betriebsbeschränkungsverordnung (gilt bis 5. Juli 2020)
Konsolidierte Lesefassung zur Zweiten Verordnung zur Bekämpfung des Corona-Virus (Stand: 2. Juni 2020)
Auslegungshinweise erlaubt / nicht erlaubt - Stand: 27. Mai 2020
„Die Dritte Hand“ - Beraten, begleiten, unterstützen. Das Familientelefon des Landkreises
Empfangs- und Verwendungsbestätigung zum Antrag auf Gewährung einer Soforthilfe für gemeinnützige Vereine wegen der Corona-Virus-Pandemie
Hygienetipps (Englisch)
Hygienetipps (Französisch)
Hygienetipps (Türkisch)
Hygienetipps (Arabisch)
RKI - COVID-19-Fälle der letzten 7 Tage/100.000 Einwohner

References: § 3
 § 2
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 § 1
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