Source: https://www.rechtslupe.de/stichworte/darlehnsvertrag
Timestamp: 2020-07-11 15:33:39+00:00

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Darlehensvertrag | Rechtslupe
Der Bun­des­ge­richts­hof hat mehr­fach auch unter Berück­sich­ti­gung der Argu­men­ta­ti­on des Land­ge­richts Saar­brü­cken in sei­nen Beschlüs­sen vom 17.01.2019; und vom 27.02.2019 dazu Stel­lung genom­men, dass und war­um eine wie von der Dar­le­hens­ge­be­rin zu den Vor­aus­set­zun­gen für das Anlau­fen der Wider­rufs­frist gestal­te­te Wider­rufs­in­for­ma­ti­on klar und ver­ständ­lich ist und dass und war­um es
Die Auf­fas­sung der Gene­ral­an­wäl­tin des Gerichts­hofs der Euro­päi­schen Uni­on vom 11.07.2019 , eine Ver­wir­kung des Wider­spruchs­rechts kom­me bei Ver­si­che­rungs­ver­trä­gen unter den dort genann­ten Bedin­gun­gen nicht in Betracht, gibt dem Bun­des­ge­richts­hof kei­nen Anlass, unter uni­ons­recht­li­chen Gesichts­punk­ten an der Anwend­bar­keit des § 242 BGB auf das Wider­rufs­recht bei Ver­brau­cher­dar­le­hens­ver­trä­gen zu zwei­feln .
Nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs ver­un­klar­te die Bank durch den Zusatz "Ver­pflich­tung zur Zah­lung von Zin­sen und Ent­gel­ten bei Ver­trags­aus­füh­rung vor Ablauf der Wider­rufs­frist" die erteil­te Wider­rufs­be­leh­rung. Dies gilt zumin­dest für den in dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall maß­geb­li­chen Rechts­stand von § 495 Abs. 1 BGB in Ver­bin­dung mit §
Bei been­de­ten Ver­brau­cher­dar­le­hens­ver­trä­gen kann das Ver­trau­en des Dar­le­hens­ge­bers auf ein Unter­blei­ben des Wider­rufs schutz­wür­dig sein. Dies gilt auch dann, wenn die von ihm erteil­te Wider­rufs­be­leh­rung ursprüng­lich den gesetz­li­chen Vor­schrif­ten nicht ent­sprach und er es in der Fol­ge­zeit ver­säumt hat, den Ver­brau­cher nach­zu­be­leh­ren, und dies in beson­de­rem Maße gilt, wenn die
Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs steht einer Berück­sich­ti­gung der Frei­ga­be von Sicher­hei­ten bei der Prü­fung des Umstands­mo­ments der Ver­wir­kung nicht ent­ge­gen, dass der Dar­le­hens­ge­ber nach Been­di­gung des Dar­le­hens­ver­trags und nach voll­stän­di­ger Erfül­lung der aus dem unwi­der­ru­fe­nen Dar­le­hens­ver­trag resul­tie­ren­den Pflich­ten des Dar­le­hens­neh­mers die Sicher­hei­ten ohne­hin frei­zu­ge­ben hät­te. Die Sicher­hei­ten sichern regel­mä­ßig
Begehrt ein Dar­le­hens­neh­mer die Fest­stel­lung, dass ein Dar­le­hens­ver­trag, der im Fall eines wirk­sa­men Wider­rufs gemäß § 357 Abs. 1 Satz 1 BGB in der hier maß­geb­li­chen bis zum 12.06.2014 gel­ten­den Fas­sung gemäß §§ 346 ff. BGB rück­ab­zu­wi­ckeln ist, auf­grund eines Wider­rufs been­det ist, so sind für den Streit­wert die bis zum Wider­ruf
Eine unbe­rech­tig­te Zurück­wei­sung eines Wider­rufs (und die damit ggf. ver­bun­de­ne Ver­wei­ge­rung der Abrech­nung des Rück­ge­währ­schuld­ver­hält­nis­ses) begrün­det für sich kei­ne Ver­pflich­tung zum Scha­dens­er­satz . Sie kann daher auch nicht dazu füh­ren, dass der Anspruch aus § 357 Abs. 1 Satz 1 BGB aF in Ver­bin­dung mit § 346 Abs. 1 und 2 Satz 1 Nr.
Die Bear­bei­tungs­ge­bühr beim Dar­le­hens­ver­trag
Eine Klau­sel im Dar­le­hens­ver­trag über eine ein­ma­li­ge, sofort fäl­li­ge, nicht lauf­zeit­ab­hän­gi­ge Bear­bei­tungs­ge­bühr benach­tei­ligt den Dar­le­hens­neh­mer ent­ge­gen den Gebo­ten von Treu und Glau­ben unan­ge­mes­sen (§ 307 Abs. 1 Satz 1 BGB). Dies gilt auch für mit Unter­neh­mern geschlos­se­nen Dar­le­hens­ver­trä­ge. Der Dar­le­hens­neh­mer hat daher gegen die Dar­le­hens­ge­be­rin einen Anspruch auf Erstat­tung der als "ein­ma­li­ge
Wider­ruf eines Dar­le­hens­ver­tra­ges – und der Gegen­stands­wert
Im Fall eines wirk­sa­men Wider­rufs ist das Schuld­ver­hält­nis gemäß § 357 Abs. 1 Satz 1 BGB in der bis zum 12.06.2014 gel­ten­den Fas­sung nach den §§ 346 ff. BGB rück­ab­zu­wi­ckeln, so dass für den Wert der Beschwer, wenn wie hier auf Fest­stel­lung geklagt wird, dass der Dar­le­hens­ver­trag sich in ein Rück­ge­währ­schuld­ver­hält­nis umge­wan­delt
Eine Kla­ge, mit der die Fest­stel­lung begehrt wird, dass ein Ver­brau­cher­dar­le­hens­ver­trag auf­grund des Wider­rufs der auf sei­nen Abschluss gerich­te­ten Wil­lens­er­klä­rung des Ver­brau­chers rück­ab­zu­wi­ckeln ist, ist ‑im Hin­blick auf den Vor­rang der Leis­­tungs­­­kla­­ge- unzu­läs­sig. In dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall schlos­sen die Par­tei­en im Juni und Novem­ber 2007 im Wege
Grund­schuld­dar­le­hen – und ihr Wider­ruf
Eine dem Dar­le­hens­ver­trag bei­gege­be­ne Wider­rufs­be­leh­rung, nach der die Wider­rufs­frist "frü­hes­tens mit Erhalt die­ser Beleh­rung" beginnt, belehrt die Dar­le­hens­neh­mer nicht hin­rei­chend deut­lich über den Beginn der Wider­rufs­frist. Eine sol­che Beleh­rung kann daher den Lauf der Wider­rufs­frist nicht in Gang set­zen. In dem hier vom Bun­des­ge­richts­hof ent­schie­de­nen Fall schlos­sen die Dar­le­hens­neh­mer schlos­sen
Wider­ruf eines Ver­brau­cher­dar­le­hens­ver­trags – und der Gerichts­stand des Erfül­lungs­orts
Bei Strei­tig­kei­ten aus dem Wider­ruf eines Ver­brau­cher­dar­le­hens­ver­trags ist der Gerichts­stand des Erfül­lungs­orts (§ 29 Abs. 1 ZPO) für jede Ver­pflich­tung geson­dert zu bestim­men; ein ein­heit­li­cher Erfül­lungs­ort kann weder für die wech­sel­sei­ti­gen Ver­pflich­tun­gen aus dem Dar­le­hen noch für die­je­ni­gen aus dem Rück­ge­währ­schuld­ver­hält­nis ange­nom­men wer­den. Bean­tragt der Ver­brau­cher die Fest­stel­lung, der Dar­le­hens­ver­trag sei
Ver­brau­cher­dar­le­hen – und die Dar­stel­lung der Pflicht­an­ga­ben zum Wider­rufs­recht
Die gemäß Arti­kel 247 § 6 Abs. 1, Abs. 2 Satz 1 und 2 EGBGB in einen Ver­brau­cher­dar­le­hens­ver­trag auf­zu­neh­men­den Pflicht­an­ga­ben zum Wider­rufs­recht bedür­fen kei­ner Her­vor­he­bung. Der Ver­wen­dung von Ankreuz­op­tio­nen in der for­mu­lar­mä­ßi­gen Wider­rufs­in­for­ma­ti­on eines Ver­brau­cher­dar­le­hens­ver­tra­ges steht Arti­kel 247 § 6 Abs. 1 und Abs. 2 Satz 1 EGBGB nicht ent­ge­gen. Inhalts­über­sichtHer­vor­ge­ho­be­ne Dar­stel­lung der Wider­rufs­in­for­ma­ti­onAnkreuz­op­tio­nen in einer Wider­rufs­in­for­ma­ti­on Her­vor­ge­ho­be­ne
Die lauf­zeit­un­ab­hän­gi­ge "Gebühr" beim Wohn­raum­för­der­dar­le­hen
Die in einen Ver­brau­cher­dar­le­hens­ver­trag ein­be­zo­ge­ne for­mu­lar­mä­ßi­ge Bestim­mung einer lauf­zeit­un­ab­hän­gi­gen "Gebühr" von 4 Pro­zent des Dar­le­hens­be­trags für ein dem Dar­le­hens­neh­mer unter Ver­zicht auf eine Vor­fäl­lig­keits­ent­schä­di­gung ein­ge­räum­tes Son­der­til­gungs­recht ver­stößt gegen § 502 Abs. 1 BGB, von dem nach § 511 Satz 1 BGB zum Nach­teil des Ver­brau­chers nicht abge­wi­chen wer­den kann. Der Dar­le­hens­neh­mer hat den
Bei einer Ent­gelt­klau­sel, die in einem Regel­werk ent­hal­ten ist, das Prei­se für Ein­zel­leis­tun­gen bei der Ver­trags­ab­wick­lung fest­legt , han­delt es sich um eine All­ge­mei­ne Geschäfts­be­din­gung i. S. des § BGB § 305 BGB § 305 Absatz I 1 BGB. Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs ist eine Ver­ein­ba­rung in AGB, durch die
Lauf­zeit­un­ab­hä­ni­ge Bear­bei­tungs­ge­büh­ren bei Unter­neh­mes­kre­di­ten
Bank­sei­tig vor­for­mu­lier­te Ver­ein­ba­run­gen über lauf­zeit­un­ab­hä­ni­ge Bear­bei­tungs­ge­büh­ren in Kre­dit­ver­trä­gen mit Unter­neh­men benach­tei­li­gen Unter­neh­men nicht grund­sätz­lich wider Treu und Glau­ben. Da lauf­zeit­un­ab­hän­gi­ge Bear­bei­tungs­ge­büh­ren sofort in vol­ler Höhe Steu­er­ab­zugs­fä­hig ist, füh­ren sie bei glei­cher effek­ti­ver Zins­be­las­tung gegen­über einem Ver­trag, bei dem die Bank ihre Kos­ten voll­stän­dig in den lau­fen­den Zins ein­prei­sen wür­de, den­sel­ben
Wider­ruf eines Dar­lehns­ver­trags in Alt­fäl­len
Die Rechts­fol­gen, die nach Wider­ruf der auf Abschluss eines Dar­le­hens­ver­tra­ges gerich­te­ten Wil­lens­er­klä­rung in Alt­fäl­len ein­tre­ten, in denen § 357a BGB noch kei­ne Anwen­dung fin­det, sind höchst­rich­ter­lich geklärt. Der Bun­des­ge­richts­hofs­recht­spre­chung lässt sich ohne wei­te­res ent­neh­men, dass der Dar­le­hens­neh­mer dem Dar­le­hens­ge­ber gemäß § 346 Abs. 1 Halb­satz 1 BGB Her­aus­ga­be der gesam­ten Dar­le­hensva­lu­ta ohne

References: § 242
 § 495
 § 357
 § 357
 § 346
 § 357
 § 6
 § 6
 § 502
 § 511
 § 305
 § 305
 § 357
 § 346