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Filmverbände und Gender Teil 3: Der BFFS – Filmmakers‘ Unions and Gender: Acting. Part 3 / 3 | SchspIN
Filmverbände und Gender Teil 3: Der BFFS – Filmmakers‘ Unions and Gender: Acting. Part 3 / 3
22. Dezember 2014 von SchspIN	4 Kommentare
Filmverbände und Gender Teil 3: Der BFFS
„Natürlich kann eine weitere Frau in den Vorstand. Es muss aber eine Frau mit Eiern* sein.“
„Eine Frau im Vorstand macht nur Sinn, wenn Sie bekannt und ein richtiges Kaliber* ist.“
* EIER: umgangssprachlicher Ausdruck für die Hoden des Mannes, die als Sinnbild für Männlichkeit, Mut und Durchsetzungsvermögen stehen.
* KALIBER: Bezeichnung für den Durchmesser von Schusswaffen.
Nachdem ich im Teil 1 Wer vertritt hier wen? Die Filmverbände die absolute und relative Repräsentanz von Frauen und Männern in den Vorständen von 18 Filmverbänden untersucht habe und in Teil 2 den BVR und Genderpolitik, steht heute der BFFS Bundesverband Schauspiel im Fokus.
Beim BFFS ist im Vergleich zum BVR so ziemlich alles anders, was nur geht. Der Verband hat wesentlich mehr Mitglieder (über 2.500), unter denen Frauen und Männer grob 50:50 verteilt sind. Im Vorstand (beim BVR 4 Frauen, 5 Männer) sitzen 6 Männer und 1 Frau. Logischerweise gibt es aktuell da auch keinen wachsenden Frauenanteil, im Gegenteil, vor 2 oder 3 Jahren wurden die Sitze von 6 auf 7 erhöht, und der Neue war wieder ein Mann. Eine Gemeinsamkeit gibt es aber: auch der BFFS hat eine männliche Geschäftsführung, wobei es ,bei uns’ (ja, ich bin Mitglied) gleich zwei geschäftsführende Justiziare gibt. Dazu hat der BFFS auch noch einen Beirat, in den der Vorstand kürzlich Helmut Markwort (Jg. 1936) berufen hat, Jobst Plog (Jg. 1941) war vorher schon drin.
Angesichts dieser geballten Männlichkeit (Julia Beerhold, die einzige Vorstandfrau nimmt aktuell eine mehrmonatige Auszeit) erstaunt nicht wirklich, dass es keine bemerkbare Genderpolitik des Verbands gibt – und das heißt in diesen Fall: seitens des Vorstands, denn der BFFS ist tendenziell oligarchisch strukturiert.
Mitgliederversammlung und Anträge
Aber können die Mitglieder nicht trotzdem etwas tun? Der Antrag zum BVR-Diversitätsbericht kam ja auch aus der Mitte der Mitglieder, wurde von fast allen angenommen und dann zügig umgesetzt. Wäre etwas ähnliches durch die BFFS-Mitglieder bzw. MV möglich? Ja, laut Satzung schon. Mitglieder können Anträge stellen (und werden sogar dazu angehalten, dazu später mehr), denn es heißt in § 20 „Durchführung der Mitgliederversammlung“ Punkt 10: „Anträge zur Mitgliederversammlung werden nur behandelt, wenn der jeweilige Antragsteller in der Mitgliederversammlung anwesend ist und seinen Antrag begründet.“
Die Mitglieder sind auch diejenigen im Verband, die über die Mitgliedsbeiträge entscheiden – „§ 28 Beiträge, Gebühren und Umlagen“: „Mitgliedsbeiträge und Umlagen werden von der Mitgliederversammlung im Rahmen einer Beitragsordnung festgesetzt.“
Und erwähnenswert ist außerdem der § 12 „Pflichten der Mitglieder“: „Die Pflichten aller Mitglieder sind, die Zwecke und Ziele des Vereins nach besten Kräften zu fördern, (…).“ Also nichts mit bloßem Abnicken von Beschlüssen und Berichten des Vorstands. Aktives Mitgestalten ist gefordert.
Das Ganze hat bloß einen Schönheitsfehler: die Zitate stammen nicht aus der BFFS- Satzung, sie stehen in der Satzung des BdS e.V., des Bundesverbands der Stuntleute, (Edit 2016: jetzt BvS, Bundesverband deutscher Stuntleute) also quasi unserer Stiefgeschwister, denn sie sind die einzigen anderen professionellen Filmschaffenden, die neben uns Schauspieler/innen – bzw. oftmals für uns – vor der Kamera stehen.
Die Stuntleute gehen sogar noch einen Schritt weiter: Wenn der Termin für die MV erstmals an die Mitglieder verschickt wird – die klassische „save the date“-Vorankündigung – steht die Aufforderung, Vorschläge und Anträge einzubringen mit dabei, und wenn dann die förmliche Einladung kommt steht auf dem Antwortformluar nicht nur „ich nehme teil / nicht teil“ sondern außerdem zwei freie Felder für Vorschläge und Anträge.
BFFS-Mitgliederversammlung 2014: Ein Saalname als gutes Omen?
Beim BFFS können Mitglieder laut Satzung (die auf der Verbandswebseite leider nicht zum Download bereit steht) keine Anträge für die Mitgliederversammlung stellen. Und die MV setzt auch nicht die Mitgliedsbeiträge fest, das macht der Vorstand, der auch alleine den Beirat bestellt. Das ist aber nicht nur auf dem Papier so, ich habe das mit dem Antrag vor 2 Jahren probiert, als ich frisch im Verband war und die Satzung nicht gelesen hatte – Anträge gehen an den Vorstand und der bestimmt, was aus ihnen wird.
Was für Gründe könnte es geben, die eigenen Mitglieder nichts entscheiden, nichts einbringen zu lassen? Angst? Misstrauen? Gedankenlosigkeit? Ich kann es mir nicht erklären.
Auch ein Erhöhen der Vorstands-Wahlperiode von 2 auf 4 Jahre, die vor einiger Zeit per Satzungsänderung auf Wunsch des Vorstands vorgenommen wurde, finde ich das falsche Signal. Wenn es für einen amtierenden Vorstand nötig ist, länger an einem Thema, an einer Kampagne, an einem Kontakt dran zu bleiben, und das in derselben personellen Konstellation, dann werden sich die Mitglieder sicher nicht versperren. Und dann wählen sie eben jemanden mehrere Male hintereinander. Aber selber zu sagen ,es sollte immer für 4 Jahre gewählt werden’, das hat einen Beigeschmack von „Lasst uns bloß in Ruhe (machen), Ihr Mitglieder“.
Vielleicht haben BFFS-Satzung und jahrelange Praxis dazu geführt, dass die Politik des BFFS, die Ausrichtung, die Schwerpunktthemen durch den Vorstand bestimmt und größtenteils durch ihn gestaltet werden. Den Mitgliedern bleibt – zugespitzt formuliert – nur noch das Zustimmen / Abnicken und das Masse-Darstellen. Denn dass der Verband mittlerweile über 2.500 Mitglieder hat ist natürlich ,ein Pfund’ für Verhandlungen und mehr.
Das kann funktionieren, und auf diese Art und Weise hat der BFFS ja auch schon viel erreicht. Aber ich finde es nicht demokratisch, wenn eine Handvoll die Linie der Verbandspolitik bestimmt. Denn das heißt auch, dass sie entscheiden, für welche Themen gerade KEIN Platz ist. Natürlich gibt es sehr viele Bereiche in denen es für uns Schauspieler/innen aktuell ,brennt’. Aber die benachteiligte berufliche Situation der Schauspielerinnen – wohlgemerkt, der Hälfte der Mitglieder / der Hälfte aller in unserer Berufsgruppe – ist schon zu lange auf die lange Bank geschoben worden. 2010 – schon ne Weile her – wurde im Auftrag des BFFS von Bührmann et al. eine Studie durchgeführt (siehe dazu: Kino, Kinder Karriere?), aus der deutlich hervorging, dass die wirtschaftliche Situation für Schauspielerinnen noch schlechter ist als die für Schauspieler. Hat dieser Aspekt der Studie irgend etwas ausgelöst?
Die Unequal Pay-Kampagne, die der BFFS diesen Sommer startete, nun, das war einer meiner geplanten Anträge damals für die Mitgliederversammlung, wo sie ja nie landeten und folglich auch nicht diskutiert wurden. Ich glaube eine / diese Kampagne hätte innerhalb des Verbands und nach außen einen höheren Stellenwert bekommen, wenn sie von der Mitgliederversammlung initiiert und beschlossen worden wäre. Nicht von oben, per Vorstandsbeschluss, sondern von der Basis, klassische Demokratie. Wobei ich mich natürlich sehr freue, dass Vorstandsfrau Julia Beerhold dem Vorschlag nach kurzer Zeit sehr aufgeschlossen gegenüberstand und die Kampagne vermutlich auch im Kreise ihrer Kollegen durchgesetzt hat.
Wie gesagt legt der Vorstand die Mitgliedsbeiträge fest. Ich finde, das sollte die Mitgliederversammlung machen, und die aktuelle Praxis ändern – nach eingehender Diskussion und Abwägung natürlich. Denn die Beitragsstaffelung ist nicht besonders sozial, die Beitrage für Mitglieder mit niedrigeren Einkommen sind im Verhältnis deutlich höher. Es gilt: Der Jahresbeitrag ist 120 € bei bis zu 20 Drehtagen im Jahr, 240 € bei 20 bis 40 Drehtagen und 360 € bei mehr als 40 Drehtagen. Ein Problem an dieser Berechnung ist, dass in der Regel Schauspieler/innen mit weniger Drehtagen auch niedrigere Tagesgagen bekommen, da sie die kleineren Rollen spielen.
Vergleichen wir das mit der Beitragspraxis einer anderen Gewerkschaft, verdi, die lautet:
Der monatliche Mitgliedsbeitrag für Beschäftigte beträgt 1% des Bruttolohns. Abweichend davon zahlen Erwerbslose bei Bezug von Arbeitslosengeld (Alg I) einen verminderten Beitrag in Höhe von 0,5% des regelmäßigen Bruttoeinkommens aus dem Gesamteinkommen, das seinen Ursprung in einem Arbeitsverhältnis hat – mindestens jedoch 2,50 EUR.
Beispiel 1 – bis 20 Drehtage – 120 € Jahresbeitrag
Mitglied A mit 12 Drehtagen à 1.000 € im Jahr (das wäre deutlich über der Einstiegsgage) hätte jährlich 12.000 € brutto, davon sind 1 % 120 €, dies entspricht dem BFFS-Satz. Die mit 20 Drehtagen liegen drüber. In dieser Gruppe sind aber auch die Masse derjenigen mit deutlich weniger Drehtagen und Sondergagen. Also z.B. jemand mit 8 Drehtagen mit durchschnittlich 900 € = 7.200 € und ansonsten ALG II, 1 % sind dann 72 €.
Beispiel 2 – mehr als 40 Drehtage – 360 € Jahresbeitrag
Mitglied B mit 41 Drehtagen und sagen wir mal 3.000 € Tagesgage hätte im Jahr 123.000 €, davon ist 1 % 1.230 €. (bei 2.000 € Tagesgage: 82.000 € Jahresbrutto, 1 % entspricht 820 €.)
Vielleicht ist da die 1 % vom Bruttoeinkommen sowieso die gerechtere Variante (mit einem Mindestsatz für Arme / ALG II-Empfänger/innen), da ja die Mehrheit der Schauspieler/innen nicht nur von ihrer Filmarbeit (sprich: Drehtagen) leben, und der BFFS kein reiner Filmverband mehr bleiben will. Laut der o.g. Bührmann-Studie hatten 35 % der Befragten weniger als 10.000 € Gesamtjahreseinkommen brutto – davon ist 1 % 100 €.
Kurze Nebenbemerkung: angesichts der Arbeits- und finanziellen Situation eines Großteil der Schauspieler/innen wäre es mMn gerade gut, wenn im Vorstand auch „Nicht-Kaliber“ vertreten sind. Es können und sollten nicht ,die da oben’ für alle sprechen, genausowenig, wie für alle Mitglieder inkl. der Hälfte Frauen, ein (fast reiner) Männervorstand sprechen sollte.
Die o.g. Untersuchung „Viel Ehre, aber kaum Verdienst… Erhebung zur Arbeits- und Lebenssituation von Schauspielerinnen und Schauspielern in Deutschland“ (Bührmann et al. 2010 – leider nicht mehr online verfügbar) ergab u.a., dass nur 30,8 % der Schauspieler/innen ein Jahresbruttoeinkommen über 30.240 € hatten, d.h. 2/3 liegen deutlich darunter. (Die Jahreseinkommen der Schauspielerinnen waren durchschnittlich niedriger als die ihrer Kollegen.) Auf der anderen Seite verdienen 10 % mehr als 80.000 € / Jahr, und knapp 5 % sogar mehr als 100.000 €.
Die Schere klafft also sehr weit auseinander. Es ist wie gerade bei den Mitgliedsbeiträgen angesprochen: wer viele Drehtage hat spielt i.d.R. größere Rollen und bekommt eine höhere Tagesgage. Die Schauspieler/innen mit den kleineren Rollen haben niedrigere Tagesgagen und sind gleichzeitig viel stärker als die Hauptrollen von Gagendumping / Sondergagen betroffen. Hierzu der (sinngemäße) Kommentar einer Casterin bei einem regionalen Stammtisch:
„Wenn ich einen Film besetze ist durch ein paar Hauptrollen bereits bis zu 3/4 meines Budgets gebunden. Den kleinen Rest muss ich dann auf alle übrigen Rollen verteilen, und dann geht es los, dass ich mit Agenturen verhandle und frage, ob sie ihre Schauspieler/innen zu niedrigeren Gagen ausnahmsweise spielen lassen. Hauptrollen verdienen teilweise erheblich mehr als die Regie für einen Film, da stimmt das Verhältnis nicht, wenn ich den Aufwand vergleiche. Wir müssen anfangen, über Gagenobergrenzen zu sprechen.“
Das ist ein Thema, zu dem ich seit ich BFFS-Mitglied bin noch nicht viel gehört habe. Es fällt nur regelmäßig der Satz, dass die Gagenfreiheit nach oben unantastbar bleiben muss. Wobei die meisten Schauspieler/innen (lt. Studie hat die große Mehrheit nur 10 – 20 bezahlte Drehtage im Jahr) nicht groß verhandeln können. Die Aussagen der Casterin haben mich nun zusätzlich nachdenklich gemacht.
2013 sagte Vorstandsmitglied Hans-Werner Meyer in einer BFFS-Pressemitteilung: „Keinem von uns wird etwas geschenkt. Auch die Großverdiener unserer Zunft haben jeden Cent, den sie bekommen, hart erarbeitet. Der Verdienst eines Mario Götze im Fußball wird doch auch nicht angezweifelt. Warum also der weit geringere unserer Stars, die uns Träume, Identität und gute Unterhaltung geben? Ein Land sollte stolz auf seine Stars sein und nicht neidisch. Ein Land ohne Stars wäre ein sehr trauriges. Ein Land ohne Kultur eine triste Wüste.“
Diese Sichtweise teile ich nicht. Zum einen höre ich regelmäßig – und wie ich finde berechtigt – Kritik an den überzogenen Einkommen der Männerbundesligaspieler. (der genannte Mario Götze verdient angeblich 7 Mio. € im Jahr) und den Teilnahme- und Siegprämien der Männer an Welt- und Europameisterschaften. Und zum anderen ist es nicht zwangsläufig Neid, wenn über die oberen Einkommen in der Fernsehbranche gesprochen wird. Eine Gewerkschaft ist eine Solidargemeinschaft und sollte sich auch mit den Unterschieden zwischen arm und reich in der eigenen Berufsgruppe, und mit Verdienstunterschieden bei Frauen und Männer beschäftigen. Das betrifft neben dem Schauspiel auch die Regie, den Schnitt, und vermutlich die meisten anderen Gewerke ebenfalls.
Ich stimme Hans-Werner Meyer insofern zu, als diese Diskussionen nicht in (Boulevard-)Zeitungen geführt werden sollen, sondern z.B. im Austausch mit Caster/innen auf einem BFFS-Stammtisch und einer Mitgliederversammlung.
Zur Mitgliederversammlung 2014 waren weniger als 100 Mitglieder gekommen. Als nach 4, 5 Stunden der Vorstand (wieder-)gewählt wurde, waren gerade noch 88 Stimmen über Anwesende und Stimmrechtsübertragung vertreten. Das sind 3,5 % aller Mitglieder. Fairerweise muss gesagt sein, dass der Vorstand auch unglücklich oder eher unzufrieden mit der schwachen Anwesenheit war. Aber mal ganz unter uns: wem ist zu verübeln, nicht dagewesen zu sein? Die Aufgabe der Mitgliederversammlung (neben Wahl und Entlastung des Vorstands) ist die „Entgegennahme des Berichts des Vorstands über die Vereinstätigkeit“ (§ 6 BFFS-Satzung). Und das ist – um es wiederum überspitzt zu formulieren – in der epischen Länge, die sich der Vorstand dafür nimmt ziemlich anstrengend. Alle die mehr oder weniger regelmäßig die BFFS-Newsletter lesen und ab und zu die regionalen Stammtische besuchen sind bereits über das meiste informiert. Das ist kein Plädoyer für eine Abschaffung des Berichts, aber wie wäre es mit 1 statt 4 Stunden Dauer für diesen Punkt? Dann bleibt Zeit für richtige Diskussionen, für mehr Mitgliederbeteiligung und -engagement.
Die Wahl selber war ziemlich ernüchternd, denn es gab nichts zum Auswählen. Alle 7 amtierenden Vorstandsleute traten wieder an, aber quasi nur als Ganz-oder-gar nicht-Team. Auch ihre jeweiligen Posten hatten sie bereits festgelegt, das heißt, die Mitglieder durften nicht einmal entscheiden, wer die beiden stellvertretenden Vorsitzenden sein sollten und wer die Beisitzer. Also wurden auch alle wiedergewählt, es gab die vereinzelte Enthaltung bzw. Neinstimme, ein Kandidat bekam 10 Enthaltungen, ein anderer 19 Nein-Stimmen, aber wie erwartet wurden natürlich alle in ihrem Amt bestätigt, für weitere 4 Jahre.
Das Foto zeigt die 7 Vorstandsmitglieder sowie die beiden geschäftsführenden Justiziare.
Brien Dorenz, Bernhard F. Störkmann, Hans-Werner Meyer, Michael Brandner, Antoine Monot, Jr., Heinrich Schafmeister, Julia Beerhold, Thomas Schmuckert, Martin May. Foto: Martin Becker.
Natürlich müssen wir Mitglieder, insbesondere die Frauen im BFFS, uns die Kritik gefallen lassen, dass wir uns nicht genug engagieren und für einen Vorstandsposten kandidieren. Wobei das bei dieser Wahl schwierig geworden wäre, wenn ja gar keine – oder dann gleich alle – Plätze frei gewesen wären. Aber die Kritik gilt trotzdem, und wir sollten herausfinden, woran das liegen könnte.
Immerhin, im Vorfeld gab es einen Vorschlag, dem Frauenmangel / Männerübergewicht im BFFS-Vorstand zu begegnen und den Wechsel möglichst problemlos zu gestalten, und das schon vor Ablauf der 4 Jahre der Wahlperiode. 11 weibliche und männliche Mitglieder hatten dem Vorstand diesbezüglich einen OFFENEN BRIEF geschrieben (Stichworte Rotation und Nachrücken). Aber leider wurde die Idee abgelehnt und natürlich (s.o.) auch nicht auf der MV diskutiert.
Zu Vorstand und Genderrepräsentanz gehört auch die Außendarstellung. Als Beispiel die DSP-Verleihung 2014 (der Preis mit dem ungeschickten Namen). Im Laufe des Abends traten viele BFFS-Vorstandsmänner auf der Bühne, sie hielten Ansprachen, sangen oder bekamen einen Preis verliehen. Die einzige Vorstandsfrau des BFFS, Julia Beerhold, trat bei dieser Veranstaltung – für viele die wichtigste Außendarstellung des Verbandes in der Branche – nicht in Erscheinung, sie saß irgendwo im Publikum. Generell sind ihre – sehr wichtigen! – Arbeitsbereiche nach Innen gerichtet. Wenn die BFFS-News und -Pressespiegel es richtig wiedergeben, dann sitzen bei den Tarifverhandlungen, bei den Gesprächen mit Politiker/innen, bei den wichtigen Interviews – immer nur die Männer.
Wie erwähnt hat der BFFS-Vorstand kürzlich den Focus-Mitherausgeber Helmut Markwort in den Beirat – ein weiteres Organ des Verbands – berufen (Wir freuen uns über Freunde an unserer Seite).
Ich bin alles andere als glücklich mit dieser Entscheidung. Ein Kollege kommentierte es mit Galgenhumor: „Und als nächstes dann Gerhard Schröder?“ Na gut, das ließe sich mit dem Vorschlag Hartmut Mehdorn noch toppen.
Mal etwas ernsthafter: ich fände es sinnvoll, wenn über eine Berufung in den Beirat die Mitgliederversammlung entscheidet. Vor ihr kann der Vorstand ja seine Wahl argumentativ begründen. Aber vielleicht gibt es ja auch gute Argumente gegen die Vorlieben des Vorstands, und gute Argumente für Andere (gar für eine Freundin an unserer Seite?) so dass der Beirat kein Altherrengremium wird. Die Berufung einer Frau in den BFFS-Beirat wäre gleichzeitig ein Signal, nach innen und außen.
(2) Der Vorstand kann einen Beirat bestellen. Der Beirat kann bis zu drei Mitglieder haben. ( § 5 Organe )
Mehr steht zu seinen Aufgaben nicht in der BFFS-Satzung, ich stelle mir aber vor, dass ein Beirat dem Vorstand beratend zur Seite steht. Insofern macht es Sinn, in den Beirat jemanden zu berufen, der oder DIE dem Vorstand zu Themen und Fragen, in denen er nicht so bewandert ist, mit Rat und Tat zur Seite zu steht. Dies betrifft bespielsweise die benachteiligte Situation der Schauspielerinnen, die ja Teil eines gesellschaftlichen Phänomens ist und nicht darauf basiert, dass Schauspielerinnen weniger können oder bloß von schlechten Agenturen vertreten werden.
Der (Vorstand des) BFFS hat schon viel erreicht, aber immer noch klaffen in der Interessensvertretung ALLER Schauspieler/innen ziemliche Lücken. Da muss sich also einiges ändern. Ein Schritt könnten einige Satzungsänderungen hin zu mehr Mitgliederdemokratie sein, um ein stärkeres Engagement der Mitglieder, insbesondere auch der weiblichen, in allen Ebenen und Organen des Verbands zu fördern. Außerdem wäre es wünschenswert, wenn eine Beschäftigung mit und Bekämpfung der benachteiligten Situation der Schauspielerinnen in der deutschen Film- und Fernsehbranche eines der Schwerpunktthemens der Verbands im neuen Jahr wird. Und nebenbei sollte die Gagenunterschiede bei Fernsehproduktionen und die Arm-Reich-Schere im Schauspiel mal eingehender betrachtet werden.
Elisabeth Selbert: Du sag mal Kalle, ich finde in den Herrenchiemsee-Protokollen gar nichts zu dem Thema Gleichberechtigung. Wo habt Ihr das denn besprochen?
Carlo Schmid: Gar nicht. Da waren ja nur Herren anwesend. Da musst Du schon auf Frauenchiemsee warten.
Aus STERNSTUNDEN IHRES LEBENS. 2014. Regie Erica von Moeller, Buch Ulla Ziemann.
„Of course we can have another woman on the Board. But she’s got to have balls*.“
„A woman on the Board only makes sense if she is well-known and the right calibre*.
* BALLS: colloquial expression for man’s testicles, a symbol for masculinity, courage and assertiveness.
* CALIBRE: term for the diameter of firearms.
Having written about Filmmakers’ Unions: Who’s in Charge? in Part 1 and Filmmakers’ Unions and Gender: Directing in Part 2, today’s final Part 3 will focus on the German Acting Guild BFFS.
Nearly everything is different about the BFFS Acting Guild when compared with the directing guild BVR: it has far more members (some 2,500) among which just over 50 % are female. As opposed to the directors’ BVR with 4 chairwomen and 5 chairmen The BFFS has 6 men and only 1 woman on the board, having added yet another man 2 years ago. One thing both unions have in common though are their male secretaries, actually the acting union even has two. In addition there is an advisory body (called Beirat in German), to which the chairpeople recently called up magazine editor Helmut Markwort (b. 1936) in addition to Jobst Plog (b. 1941), a former broadcast director. In view of this mass masculinity (the only chairwoman Julia Beerhold is on a 3-month-break from her office at the moment) it is not really surprising that the union has not been doing much gender politicswise, and when I say union I really mean the chairmen since the whole organization is organized as an oligarchy.
General Assembly and Motions
But still, can’t the members get active and initiate something despite all this? The motion for the BVR directors’ diversity report was also something that came from within the members, it was supported by nearly all members and implemented right away. Could something similar be possible within the BFFS acting guild? Yes, according to the statutes it could. Members can put forward motions (they are even motivated to do so, – more on this later) as is written in § 20 Procedure of a General Assembly: “Motions for the General Assembly are only dealt with if the petitioner is present and states the reasons for the motion.”
The members also decide on the membership fees (acc. to § 20), and § 12 “Duties of the Members” is also worth mentioning: “It is the duty of the members to support and boost the purposes and aims of the organization by using their best endeavours (…)”. So it’s not about simply letting decisions and reports by the chair through on the nod. Instead it’s about co-shaping the union’s politics actively.
Alas, there is one little flaw in this: the quotes are not from the statutes of the BFFS but rather from that of the German Stunt Association / Bundesverband der Stuntleute BdS, so to speak a sibling organization, in as far as stunt people and actors are the only professional filmmakers in front of the camera.
And the stunt people go even one step further: When the date of the upcoming General Assembly is announced to the members – with the classical “save the date”-mailing – the members are also requested to put forward suggestions and motions, and when they get the official invitation they find two empty spaces to optionally fill these in on the “I will come / won’t be able to come” answer form.
BFFS: General Assembly 2014: Maybe the room’s name – Saal Femina – is a good Omen?
According to the BFFS statutes unfortunately members are not allowed to put motions forward for the General Assembly. And they don’t determine the membership fees, the chair does this, as well as nominating members for the advisory body.
I am wondering about the reasons for such a restrictive situation that does not let the members really decide and certainly does not let them propose. Fear? Distrust? Thoughtlessness? I really can’t explain this lack of participatory possibilities.
A while back the legislative period for the chairs was changed from 2 to 4 years in the statutes, following a request by the chairpersons themselves. To me this seems like a bad idea. If it is imperative that one or more or all chairpersons stay in office for 4 years or longer because maybe they are in the middle of a campaign or project or negotiations for the union – then the members will surely be convinceable to vote for 2 x 2 years instead of 4. In a way, if the change to the statutes is prompted by the chair, it’s a bit like saying “Do leave us in peace, all you members out there”.
Anyway, we find a situation where the chairpersons would determine the politics, the orientation, the major concerns of the union and also shape them. All that is left to do for the members is to nod and say yes and be there as masses. (nowadays the union with its more than 2,500 members is quite a heavy weight in negotiations with producers and politicians and such.)
This mode of sharing tasks can work of course, and it does, as this way the BFFS has achieved quite a lot. But at the same time it is not very democratic if a handfull of people dictate what is going on. Because at the same time it means that they decide what is NOT going to happen. Of course there are a lot of areas that are very much on fire at the moment, but the dire working situation for actresses – which after all are one half of the members and at the same time half of all professionals in this profession – has been put off by the BFFS far too long.
2010 – nearly 5 years ago – the BFFS commissioned a study on the economical situation of acting people (Bührmann et al. – I mentioned it in Cinema, Career, Children?), one of its results was that the situation of actresses is even worse than that of actors. Has this aspect of the study triggered anything?
The Unequal Pay Campaign that was launched by the BFFS this summer was something I meant to put before the members at last year’s general assembly, but of course that was not possible since members can’t put forward motions – and so it was not discussed there. I imagine that a campaign would get a higher standing within the union and the outside world if it were started in the general assembly. Not from the top, by order of the chair, but from the basis, classic democracy. At the same time of course I am very happy that chairwoman Julia Beerhold was very open for this proposal after a short period of consideration, and I am grateful that she probably enforced the campaign amoing her chair colleagues.
As already mentioned it is the chair that determines the membership fees. I champion the idea of this being the members / general assembly’s duty – following a responsible discussion of course. The fees are not very social at the moment, in fact the poorer members pay relatively higher fees. There is a scaling: members with up to 20 shooting days per year have to pay 120 €. The ones with up to 40 shooting days pay 240 € and if they had more than 40 days then the membership fee is 360 € annually.
This system is a bit problematic because as a rule actors and actress with less shooting days also tend to receive lower daily wages, theirs are normally the smaller, more unimportant parts. So let’s have a look at the system of another union, a bigger one: verdi (vereinigte Dienstleistungen – united services). There the membership fees equal 1 % of the average gross income. Unemployed members who receive unemployment benefits pay 0,5 % – but at least 2,50 € per month.
Example 1 – up to 20 shooting days – 120 € membership fee / year
Member A with 12 shooting days with a wage of 1.000 € each would get 12.000 € per year, 1 % = 120 €, that’s the same as the BFFS membership fee. But of course in this group we also have all those who have far less shooting days and / or ,special’ i.e. lesser wages. So someone with 8 days and an average of 900 € = 7,200 € (and the rest of the time unemployment benefits) would pay 120 € at the BFFS, but 1 % would be only 72 €.
Example 2 – more than 40 shooting days – 360 € membership fee / year
Member B with 41 shooting days and a daily wage of maybe 3,000 € would have an annual income of 123,000 €, 1 % of which is 1,230 € (with a daily wage of only 2,000 € the total would still be 82,000 €, 1 % would be 820 €).
Maybe the 1 % of total gross income is the better and more just model anyway (with a lower fee for poor and unemployed), since the majority of actors and actresses don’t only do film and TV work and the BFFS does want to broaden its area of work to theatre people as well. According to the study by Bührmann 35 % of actors/actresses have a yearly income of less than 10,000 € (1 % of which is 100 €).
Keeping this in mind it would probably be a good idea if the BFFS did not only have ,big calibres’ as chairs, people from the higher realms speaking for all, just as it is not a good idea when it’s (nearly) only chairmen representing all members including the 50 % females.
The above mentioned investigation „Lots of honour but so little pay – investigation on the working and living situation of actresses and actors in Germany“ (Bührmann et al 2010) stated that only 30.8 % of the interviewed actresses and actors earned more than 30,240 € per year, this means that 2/3 earn less. (And actresses on the average earned less than actors.) On the other hand, 10 % of all in this survey earned more than 80,000 € per year, just under 5 % even more than 100,000 €.
So the gap between rich and poor in the acting world widens. It’s the same as already mentioned (re: membership fees): the ones with lots of shooting days generally play bigger parts and get higher daily wages. The ones with the smaller wages are at the same time much more strongly affected by so-called ,special’ wages (i.e. lower than normal, ,just this once’…). In this context a comment by a casting director who visited one of the regional BFFS meetings recently might prove to be quite interesting. She said (roughly):
„When I cast a film then very often three quarters of my budget is used up by the handfull of leading roles. Then with the small rest I have to finance the bulk of remaining roles, and then I start negotiating with agents and ask them if for once they will let their actors and actresses work below their regular wage. The leads often earn more than the director of the film and that is quite a misbalance when you consider the input and effort. Actually, we really must start to talk about an upper limit to acting wages in television.”
This is a topic I have never heard of since I joined the BFFS. All that is mentioned from time to time is the claim that the freedom of wages is not to be touched (the sky is the limit). What we need to keep in mind is that most actresses and actors are in no position to negotiate (the study says that the great majority only lives off 10 to 20 paid shooting days a year). And on top of this the casting director and her comments make you think, don’t they.
In 2013 deputy chairman Hans-Werner Meyer was quoted in a BFFS press release:
„None of us can take things for granted. The big earners in our industry have worked very hard for every cent they earn. Nobody questions the wages that for example someone like the footballer Mario Götze earns (German male football player). So why criticize the much lower wages of our stars questions who give us dreams, identy and good entertainment? A country should be proud of its stars and not jealous. A country without stars is very unhappy. A country without culture is a desert.”
I don’t agree with this. Number one: I hear a lot of criticism – and quite rightly so I might add – of the exorbitant income of professional male football players in Germany (the mentioned Mario Götze allegedly earns 7 Mio. € per year) and the bonuses the men get for participating or winning european or world championships is also discussed quite controversely. And number two: it is not neccessarily jealousy if people talk about the top wages in the TV industry. Any union as a socially caring community should not ignore the differences between rich and poor in its own industry and the wage difference for men and women. This is something that does not only affect acting but also directing, editing and probably most other film divisions as well.
I agree with Hans-Werner Meyer in as far as he is criticising the tabloids, this topic should not be discussed in the media but within the industry first, in our union, maybe in an exchange with casting directors, at a regional meeting or the general assembly.
The general assembly in May 2014 was attended by less than 100 members. When the board was (re-)elected after 4 or 6 hours, there were only 88 potential votes left, through actual members still present or represented (i.e. had their vote given by a colleague under a power of attorney – if that’s the correct expression). That’s 3,5 % of all members. To be fair I have to add that the board was unhappy as well, or rather indignant at the poor attendance. But just between you and me: who could blame the ones that didn’t show up? The main task of the general assembly – apart from electing and approving of the board – is to receive the report of the chair on the activities of the union”. And this is – to put it a bit bluntly – quite strenuous, considering the epic lengths the chairmen and chairwoman go to in their individual reports.
All those who read the newsletter of the BFFS more or less regularly and that come to the regional meetings occasionally should have heard of the most things already. I am not trying to say that the reports should be abolished, no, not all all. But how about giving then in 1 hour instead of 4. Then we would have time for real discussions, for more participation and commitment of the members.
The election itself was quite sobering, because there really was nothing for us to vote on. all 7 chairmen and chairwoman stood for election again but basically as a take it or leave it team. We the members could not even decide for ourselves who we wanted for the two deputy chairs. So yes, everybody was reelected, there was the occasional No or Abstention, one candidate got 10 abstentions and one had 19 No-votes, but as was to be expected all were confirmed in their office for another 4 years.
This photo shows the seven members of the board plus the two male secretaries.
Of course we the members, especially we the female members must accept the criticism of not having done enough and not having run for the chair. Even though of course this would have been difficult this year what with the whole chair only running for election as a team. But of course the criticism is justified, ando so we need to find out what are the reasons, the reasons why so few women want to or do get involved in the board work.
At least there is something positive to mention in this context: 11 members of the BFFS drew up a proposal to the board on how to get more women involved and also how to manage the change the people on the board in a smooth way – as that is one of the arguments of current chairpersons: nobody else can do our work since nobody knows as much as we do, and all the things we do at the moment are so important that a change of personell would be extremeley disruptive. So the 11 suggested a model that had been applied successfully right from the beginning by the Green Party: they had a team of two people, one who would be in Parliament the first half of the years and one who do the second half. So the second person (“Nachrücker or Nachrückerin” – the substitute) would come in and already be very involved in and informed about everything. The 11 opted for a model where 2 or 3 of the men would say at the election that they would resign in a year’s time and by then 2 or 3 new women for the board would have actively been sought and taught the ropes. Unfortunately the members of the boards did not like the idea and unfortunately it was also not a topic at the general assembly.
Here is the letter – unfortunately so far only in German: OffenerBrief_- Open Letter
When talking about the board and gender representation we also need to look at the public relations and the public appearances. As an example let’s take the DSP Awards 2014 (that’s an award for acting achievements out of the acting community). In the course of the evening – it was a very looong event – quite a lot of the chairmen went on the stage, some talked, one sang, one received a special award. The only chairwoman, Julia Beerhold, was present in the auditorium only, she did not step on the stage once. Some call this the BFFS’s most important PR event within the industry, and the BFFS was only represented by men. If press reviews are anything to go by then it is only the BFFS’s chairMEN who are present at the negotiations for wage agreements, at meetings with politicians, or who give the important interviews.
As already mentioned the BFFS-Board recently appointed Helmut Markwort (co-editor of Focus, a magazine) to the Advisory Body (Wir freuen uns über Freunde an unserer Seite/We are Happy about Friends by our Side).
I am quite unhappy with this decision for a number of reasons – but that would be very difficult to explain in English since I suppose that Helmut Markwort and the magazine Focus are probably unknown abroad, as are the other names I mentioned in my German commentary.
Anyway, I think it makes far more sense if the members of the BFFS were to decide on who gets appointed to the advisory body. Of course the chairpersons can champion their suggestions and give the arguments, and if they are good, then why shouldn’t the members go along with that choice? But at the same time, maybe there are good arguments for somebody else (maybe even for a woman friend by our side?), so that the body does not remain one for old men only.
Obviously this body is there to give advise to the union and its board of directors. So it would make sense to choose somebody with knowledge on things and topics the board is not so knowledgeable about. This could be someone who knows about the underpriveledged situation of actresses, or maybe of women in the working world, sice it is not an actresses’ problem we are talking about. According to the statutes the advisory body can consist of up to 3 people.
Conclusions and Outlook for 2015
The (board of directors of the) BFFS has already achieved quite a lot, while at the same time there are some blind spots concerning the representation of interestes of ALL actors and actresses. So something needs to change here. One step could be changing a few of the statutes to gain more democracy for the members and to boost involvement of all members, especially the females, at and in all levels and bodies.
Also it is desirable to put a special focus on disadvanted situation of actresses in the German film and TV industry in 2015. And also look at the pays gaps, the gender pay gap of course, but also the one between richer and poorer actors and actresses.
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References: § 20
 § 12
 § 5
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