Source: http://www.agpf.de/Rath.htm
Timestamp: 2014-10-25 03:27:14+00:00

Document:
Vitamin-Guru Dr. Matthias Rath: Der Wolf im Schafspelz
http://www.AGPF.de/Rath.htm Zuletzt
bearbeitet am 13.10.2011 Beratung
Vitamin-Guru Dr. Matthias Rath: Der Wolf im Schafspelz.
Dr. Rath kritisiert das "Pharma-Geschäft
mit dem Krebs" und betreibt es selbst
Ist Rath ein Vitaminhändler
und Wunderheiler?
Sekten, Gurus und Wunderheiler handeln
oft mit Patentrezepten und Wundermedizin
Krebs-Wunderheilung per Versandhandel?
Das Beraternetz
Die "Akademie" in Wittenberg
vom 19.1.06
Dominik gestorben
Das Urteil: Kein Sieg für Rath
Rath-Kritik im TV
Der Wolf im Schafspelz: Rath kritisiert
das "Pharma-Geschäft mit dem Krebs" und betreibt es selbst
Rath in Südafrika
Fachkreise warnen übereinstimmend
und Medizinprodukte warnt
Bundesinstitut warnt vor Krebstherapie mit
Charite-Mediziner warnt
Unlautere Werbung für Wirksamkeit
gegen Krebs verboten
Das "Hamburger Verfahren"
Rath verurteilt: Warnung vor Schulmedizin,
und Werbung mit Krebsheilung und Krankengeschichten verboten
Verurteilung wegen irreführender Werbung
Urteil wegen unlauterer Werbung
Rath wird verboten, Medizin-Professor
als "Handlanger der Pharmakartells" zu bezeichnen
Schweiz: Volksbegehren für unkontrollierten
Leserbriefe zu dieser Seite
Wien 19 Cq 36/04x Urteil vom 2.2.2006 wegen unlauteren Wettbewerbs
Berlin 102 O 20/01 vom 2.12.2003 wegen unlauteren Wettbewerbs
durch Wegdefinieren der Krankheit
Werbung: Schneeballsystem, Progressive Kundenwerbung, Geld-Sekten, Strukturvertrieb,
Pyramidenspiele, Multil-Level-Marketing
Heilbehandlung auf dem Psychomarkt - Das Heilpraktikergesetz
HWG Ryke Geerd Hamer:
Der "Wunderheiler" und seine "Neue Medizin"
über Rath
über Rath und seine Partei
Weitere Links unten
Vitamin-Guru Matthias Rath
dichtet Vitaminen Wunderwirkung an und wirbt damit für Versandhandel.
Rath ist ein typischer Propagandist des
Psychomarktes: Der Glaube an den Guru ersetzt den Nachweis der Wirksamkeit
Da Rath keine Wirksamkeit nachweisen kann, täuscht er die Öffentlichkeit
mit Propaganda-Kampagnen.
Wichtigster Bestandteil der Propaganda sind Verschwörungstheorien.
und Wunderheiler? Beide Begriffe enthalten eine pauschalierte Zusammenfassung von Sachverhalten.
Selbstverständlich verkauft Rath die Vitamine nicht persönlich.
Er betreibt auch keine Heiler-Praxis.Mit der Betreuung von Dominik (>>)
bzw. der Beratung der Eltern hat er sich allerdings in einen Grenzbereich
des Zulässigen begeben. Die Bezeichnung als Wunderheiler erscheint
deshalb angebracht. Es ist typisch, dass Wunderheiler eben nicht heilen,
sondern nur Einfluss zu nehmen versuchen. Insbesondere durch Warnung vor
der "Schulmedizin" oder
durch Wegdefinieren
der Krankheit, meist verbunden mit vermeintlich wissenschaftlich fundierten
Ratschlägen zu Lebensweise und Ernährung. Angeboten werden keine Heilmittel gegen Krebs, sondern Vitamine und
ähnliche "Nahrungsergänzungsmittel". Raths Kampagnen vermitteln
jedoch den Eindruck, dass diese gegen Krebs wirksam sind. Denn "Krebs ist
heilbar" ist das Thema des Dr. Rath. Rath hat sich mit einer Gruppe von Unternehmen und Organisationen umgeben.
Das Handelsgericht Wien (19 Cq 36/04x Urteil vom 2.2.2006, PDF 1,7
MB unter www.Verbraucherrecht.at
und www.AGPF.de/Handelsgericht-Wien-19Cg36-04x-vom-2.2.2006-Rath.pdf,
nicht rechtskräftig) spricht in einem Verfahren wegen unlauteren Wettbewerbs
von der "Unternehmensgruppe Dr. Rath". Zu beachten ist, dass das
Gericht die vorherige Zeit beurteilt hat. Inzwischen können Änderungen
eingetreten sein. Verkäufer in dieser Gruppe ist die Firma Dr. Rath Health
Programs B.V., vormals Matthias Rath B.V. in Holland. Gegen diese Firma
richtete sich auch der Prozess vor dem Handelsgericht Berlin, nicht etwa
gegen Rath persönlich. Rath gibt an, dass er diese Firma gegründet
hat, jedoch weder Anteile daran besitze, noch Geschäftsführer
sei. Die Website der Firma ist www.Dr-Rath.com. Dort finden sich keine
Angaben darüber, wem die Anteile gehören und wer Geschäftsführer
ist. In der Website der Firma heisst es: "Das von Dr. Rath gegründete Gesundheitsunternehmen ist
weltweit einzigartig: Alle Gewinne fliessen in eine gemeinnützige
Stiftung. Mit den Stiftungsgeldern wird die Forschungsarbeit zu wissenschaftlich
begründeten Naturheilverfahren und die Aufklärungsarbeit über
die Geschäftspraktiken der Pharma-Industrie &ndash; ihr Geschäft
mit der Krankheit &ndash; unterstützt."
Angaben darüber, wer letztlich Empfänger des Geldes für
angebliche Forschung und Aufklärungsarbeit ist, sind - zumindest an
dieser Stelle - nicht zu finden. In dem Wiener Urteil kommt der Begriff
Aufklärungsarbeit im Übrigen nicht vor. Die beklagte Firma trägt
vor, dass "diese Foundation ... sich ... ausschliesslich im wissenschaftlichen
und gesundheitspolitischen Bereich betätige". In Raths Biographie findet sch die Angabe: "Heute leitet Dr. Rath ein
internationales Forschungs- und Entwicklungsinstitut". Der Name dieses
Instituts ist in diesem Text nicht zu finden. In der der Website www.dr-rath-gesundheitsallianz.org
befindet sich die Beschreibung von "Dr. Raths Forschungsinstitut" mit Dr.
Aleksandra Niedzwiecki als Leiterin. In deren Biographie heisst es, "Dr.
Aleksandra Niedzwiecki, Vorstandsmitglied der Dr. Rath Health Foundation,
ist auch Executive Vice President und Vice President des Forschungsbereichs
der Matthias Rath, Inc.". "Dr. Raths Forschungsinstitut" ist demnach
Teil der "Matthias Rath, Inc." Hier soll im Übrigen nicht der Versuch gemacht werden, die zahlreichen
Firmen von Raths Unternehmensgruppe identifizierbar zu bezeichnen, ebensowenig
die dazugehörigenn Websites, nach Angabe des Urteil HG Wien zumindest
zeitweilig "über 350". Im Urteil des HG Wien wird die Unternehmensgruppe Dr. Rath folgendermassen
zusammengefasst: Dr. Rath Health Programs B.V., vormals Matthias Rath B.V., vertreibt die
Produkte und "schafft durch Ausstattung und Markengebrauch für den
angesprochenen Verbraucher den Eindruck, bei ihren Erzeugnissen handle
es sich um die Mittel, die im Sinne der Thesen des Dr. Rath in der Lage
sind, schwerste Krankheiten zu verhindern und zu bekämpfen" (Urteil
Seite 15). Die Firma trägt vor, im Bereich des Verkaufs habe "weder
Dr. Rath persönlich noch die Dr. Rath Health Foundation eine unmittelbare
Funktion" (Urteil Seite 6).. Dr. Rath Education Services B.V., vormals MR Publishing B.V. "vertreibt
und verlegt die Schriften und Broschüren über die wissenschaftlichen
Erkenntnisse des Dr. Rath und der Zellularmedizin.(Seite 9) ... Den Nachweis, dass die Angaben über die Wirkungsweise der "Zellularmedizin"
und der auf dieser Basis entwickelten Nahrungsergänzungsmittel wissenschaftlich
belegt seien, hat die Beklagte nicht angetreten" (S. 15) bzw. angeboten
(Seite 6). Das Handelsgericht Wien zum Verhältnis der Unternehmen
zueinander: "Diese beiden Unternehmen, deren einzige Gesellschafterin die Matthias
Rath Holding B.V. ist, sind der operative Kern der Unternehmensgruppe
Dr. Rath" (Seite 9).
"Wenn auch für verschiedene Zwecke - wissenschaftliche und Öffentlichkeitsarbeit,
Werbung, Produktvertrieb - verschiedene Rechtspersonen gegründet wurden,
so besteht doch keine funktionelle, inhaltliche, strukturelle und personelle
Trennung" (Seite 15).
Anhaltspunkte dafür, von wem und wo diese "Erzeugnisse" oder "Nahrungsergänzungsmittel"
hergestellt werden, haben wir bisher nicht gefunden. Das Urteil hat der Verein für Konsumenteninformation VKI erwirkt.
In dessen Bericht
vom 16.3.2006 (geladen am 29.12.2007) schreibt der VKI über das
Urteil, durch Ausstattung und Markengebrauch schaffe die beklagte Firma
den Eindruck, ihre Erzeugnisse könnten schwerste Erkrankungen verhindern
bzw bekämpfen. Die formale Distanzierung von Aussagen auf verlinkten
Homepages ... im nur mäßig interessierenden Impressum,
schafften keine inhaltliche Ablehnung oder klare Distanz zwischen den Heilungsversprechen
und den Produkten und beseitigten damit nicht den vermittelten Zusammenhang
zwischen heilender Wirkung und dem Produkt. Der Druchschnittsnutzer könne
auch nicht erkennen, dass die einzelnen Websites von verschiedenen Unternehmen
betrieben würden, er achte wohl primär auf die Porträtfotos
des Dr Rath und die ähnliche inhaltliche Gestaltung und käme
zur Auffassung, die Websites stammten von einem Unternehmen. Sekten,
Gurus und Wunderheiler handeln oft mit Patentrezepten und Wundermedizin
"Das primäre Ziel der Dr. Rath Health Foundation ist die
Errichtung eines neuen, globalen Gesundheitssystems, das einfach
und wirtschaftlich in jedem Land implementiert werden kann &ndash;
auf lokaler Ebene bis hin zu einer nationalen Gesundheitspolitik. Basierend
auf bahnbrechenden wissenschaftlichen Entdeckungen auf dem Gebiet der Vitaminforschung
und der zellulären Gesundheit ist es bereits möglich, dass Herz-Kreislauf-Erkrankungen,
Krebs, Aids und andere weit verbreitete Krankheiten in zukünftigen
Generationen weitgehend unbekannt sein werden, wenn dieses neue, globale
Gesundheitssystem jetzt eingeführt wird." (Aus der Website "Dr.
Rath Health Foundation", geladen am 29.7.2008)
stellt Kritiker und Ärzte als rückständig dar. Rückständig wie jemand, der noch glaubt, dass die Erde eine
Scheibe ist, will Rath glauben machen und projiziert ein Riesen-Schaubild
an die Wand seiner Bühne (Abbildung rechts, aus FocusTV 8.2.04): "Ein wissenschaftlicher Durchbruch verändert die Welt
... Die Erde ist keine Scheibe und Krebs ist kein Todesurteil".
Als würde jemand behaupten, Krebs sei ein Todesurteil. Rath dreht die Verhältnisse um. Aus Aberglaube wird Fortschritt, aus der Realität wird Rückständigkeit. All das wird nicht als Glaubensfrage dargestellt, sondern als wissenschaftlich
bewiesen. Auch die Scientology-Organisation propagiert Vitamine als Wundermittel,
http://www.Ingo-Heinemann.de/Medikamente.htm. Es ist jedoch kein Anhaltspunkt dafür ersichtlich, dass Rath Scientology-Anhänger
ist. Der ehemalige Scientologe Wilfried Handl berichtet allerdings in seinem
Buch "Scientology - Wahn und Wirklichkeit", dass die Rath-Filiale in Wien
von zwei Scientologen geleitet wird.
Krebs-Wunderheilung
per Versandhandel?
Rath scheint Marktführer zu sein. Seine Holding (>>)
betreibt einen Versandhandel und macht vermutlich Umsätze in
zweistelliger Millionenhöhe, so das TV-Magazin Report am 9.2.04, aus
dem auch die Abbildungen rechts stammen. Rath macht Werbung mit Vorträgen,
für die er wiederum mit riesigen Plakaten wirbt. Raths eigene Angaben zum Umsatz und Einkommen >> Text
des Plakates Abbildung rechts: "Krebs ist heilbar! Natürlich! Jetzt kommt Dr. Rath".
Briefkastenwerbung Ein Bestellzettel wurde im Dezember 2006 in einen Briefkasten eingeworfen.
In einem unfrankierten Briefumschlag ohne jede Aufschrift. Auf einem Blatt ein Bestellzettel für Bücher und "Produkte",
rechts ein Ausschnitt. Der vollständige Bestellzettel unter http://www.AGPF.de/Rath-Briefkastenwerbung-12-2006-Bestellzettel.pdf Einkopiert ist "die Beraternummer meines Beraters" 00109707, dessen
Name allerdings nicht genannt wird. Diese "Beraternummer" deutet auf die
Zugehörigkeit zum "Beraternetz" hin (>>).
Auf einem weiteren Blatt grafische Werbung: "Alle Jahre wieder ... Weihnachtsaktion! 3er-Paket 15 Euro
... 10er-Paket 30 Euro". Inhalt: "Das Wissen der Zellular Medizin". Gemeint sind die Rath-Bücher "Warum kennen Tiere keinen Herzinfarkt"
und das Kinderbuch "Das Geheimnis der Zellen".
In den zahlreichen Rath-Websites ist kaum
etwas über ein solches Beraternetz zu finden.
Ärzteblatt schreibt von einem "Beraternetz".
Der Medizinjournalist Klaus Koch in www.netdoktor.de
von einem "abgeschotteten Beraternetz".
Stimmen aus dem Beraternetz:
In der Website www.ep-beratung.de/krebs.htm
(24.12.2007, EP steht für "Esotersche Psychologie") heisst es:
"Gerne beraten wir von Esothera Sie auch weiter, als ausgebildete
Dr.Rath-Berater. Wir dürfen dies aber aus gesetzlichen Gründen
in Deutschland nicht öffentlich tun ...
Ich persönlich probiere alles, weil es als &bdquo;Nahrungsergänzung&ldquo;
doch niemals schaden kann! &ndash; und weil ich nicht weiß,
was meinem Körper wirklich fehlt, damit &bdquo;ER&ldquo;,
der &bdquo;Innere Arzt&ldquo; - und niemals die Ärzte oder
deren Medizin &ndash; die Reparaturarbeiten durchführen kann.
Als guten Ratgeber habe ich dabei immer das Pendel in Aktion gesetzt, auch
damit ich nicht unnötig viel Geld für unnötige viele Nahrungs-ergänzungsmittel
ausgebe, wie sie von den Herstellern empfohlen werden."
In der Website www.spiritualitaet-eichfuss.de/dr_rath.htm (25.12.2007):
"Ich bin Berater im Beraternetzwerk der Matthias Rath B.V.
Wenn Sie etwas über die Produkte der Mathias Rath B.V. oder weitere
Informationen wünschen, bitte ..."
In der Webite www.zellularmedizin-beratung.de stellt Beate Stockmayer sich
vor als "Berater-Nr. 00106026" und behandelt "Fragen und Antworten zur
Zellular Medizin nach Dr. Rath"
Stimmen über das Beraternetz:
Der Deutsche Verein für
Gesundheitspflege e.V.:www.dvg-online.de/NewsletterAG/DVG_informiert-1.pdf
"Eine Fortbildungsakademie in Wittenberg (Sachsen-Anhalt) bildet
für 1400 Euro zum "Berater für Zellular-Medizin" aus. Diese Berater
sollen dann die Produkte aus dem Haus Rath vermarkten."
Klaus Koch über "Die Patente des Dr. Matthias Rath" unter http://www.evibase.de/texte/sz/texte/die_patente_des_dr_rath.htm
"Rath hat deshalb von Holland aus ein Netz privater Berater
aufgebaut, die er auf seinen Vortragsreisen auf den neuesten Stand bringt.
Gleichzeitig versucht er, neue Kunden zu werben."
dr-rath-academy-wittenberg.de
Domaininhaber: Gesundheits- und Tagungszentrum 06886 Wittenberg Coswigerstrasse
Administrative Ansprechpartner: Christa Rath - Technischer Ansprechparter:
Markus Haeckl, bei unter derselben Adresse
Impressum:Gesundheits- und Tagungszentrum Wittenberg GmbH & Co.
KG, 06886 Lutherstadt-Wittenberg, Schlossplatz 3 - 5
Vertretungsberechtigter der GmbH Co. KG Christa Rath
Adresse:Gesundheits- Akademie Wittenberg 06886 Lutherstadt-Wittenberg
Tel: 03491-429 200
Fax: 03491-429 299
"Die 'Gesundheits-Akademie Wittenberg' soll insbesondere dem nachhaltigen
Informationsaustausch und der konsequenten Ausbreitung des Wissens über
die Prävention und Chancen der Zellular-Medizin und anderer naturwissenschaftlich
begründeter Naturheilverfahren dienen."
seine Firmen, seine Gesundheits-Allianz, seine Akademie, seine Partei: Alles hängt zusammen In
der Website der "Gesundheits-Allianz" zu finden: Die Rath-Zeitschrift "Rath International" Nr. 7/2005. Diese stellt vor: "AGFG - Mitglieder unserer Gesundheits-Allianz, die politische Verantwortung
übernomme haben". Auf Seite 13 wird der AGFG-Vorsitzende für Bayern vorgestellt,
Karl Heinz Häussinger. Berufsangabe: "Selbständiger Gesundheitsberater, Geprüfter beater für
Zellular Medizin, Trainer für Zellgesundheit". Die Abbildung als vollständige Version: www.AGPF.de/Rath-International-Nr.7-2005-Ausschnitte.jpg Der
Fall Dominik
der Staatsanwaltschaft vom 19.1.06
Die nachfolgende Pressemitteilung betrifft
nicht etwa ein Ermittlungsverfahren gegen Rath.
Es geht vielmehr um die öffentlich verbreitete Behauptung amgebicher
ärztlicher Behandlungsfehler durch die "Schulmedizin".
Solche Fehler wurden nicht ermittelt.
Jetzt wird gegen die Eltern ermittelt, weil sie ihrem Kind durch
den Abbruch der Behandlung unnötige Schmerzen zugefügt haben
Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Koblenz vom 19.1.2006
Pressemeldung vom 19.01.2006 Todesermittlungsverfahren Dominik F. - Ermittlungen abgeschlossen -
keine Hinweise auf fremdes Verschulden am Tod des Kindes - 1. In dem Todesermittlungsverfahren betreffend des am 01.11.2004 verstorbenen
Kindes Domink F. liegen der Staatsanwaltschaft Koblenz nunmehr alle Ergebnisse
der angeordneten und durchgeführten umfangreichen Ermittlungen vor.
Die Auswertung zwei ergänzender Gutachten des Leiters des Institutes
für Rechtsmedizin, der Aussagen behandelnder Ärzte und des Pflegepersonals
sowie der beigezogenen Krankenakten aus neun deutschen Krankenhäusern,
in denen das Kind behandelt wurde, hat das bereits in der Presseerklärung
01/05 &ndash; Anlage &ndash; mitgeteilte Ergebnis der Todesursache
bestätigt. Danach ist Dominik F. an einem Herz-Kreislaufversagen als
typische Folge der Tumorerkrankung mit Metastasierung in zahlreiche Organe,
insbesondere die linke Lunge, verstorben. Anhaltspunkte für die auch öffentlich verbreitete Behauptung
ärztlicher Behandlungsfehler haben die Ermittlungen dagegen nicht
ergeben. Die Staatsanwaltschaft Koblenz sieht daher keinen Anlass, gegen
einen oder mehrere der behandelnden Ärzte ein Ermittlungsverfahren
wegen fahrlässiger Tötung oder Körperverletzung einzuleiten. 2. Im Übrigen ist aufgrund des Ermittlungsergebnisses davon auszugehen,
dass auf Wunsch der Eltern im Juni 2003 eine eingeleitete Chemotherapie
des Kindes abgebrochen und ein empfohlener operativer Eingriff nicht mehr
durchgeführt wurde, obwohl nach den gutachterlichen Feststellungen
des Sachverständigen diese Maßnahmen mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit zumindest zu einer Lebensverlängerung geführt
hätten. Da allerdings bei 15 &ndash; 20 % der Patienten mit einem
entsprechenden Krankheitsbild selbst eine optimale schulmedizinische Behandlung
ohne Einfluss auf den Todeszeitpunkt bleibt, kam wegen des im Strafrecht
geltenden Grundsatzes &bdquo;im Zweifel für den Angeklagten&ldquo;
auch insoweit die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens nicht in Betracht. 3. Allerdings besteht der Verdacht, dass die Eltern des Kindes entgegen
der dringenden Empfehlung der zuletzt behandelnden Ärzte eine adäquate
Schmerztherapie ablehnten. Die Staatsanwaltschaft Koblenz hat deshalb gegen
die Eltern des Kindes ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung
eingeleitet. gez. Dr. Brauer, Oberstaatsanwalt
2.11.2005 wurde von de ARD ein 45-Minuten-Film des SWR von Beate Klein
gesendet: "Der Fall Dominik - Vom Geschäft mit
der Krebsangst"
hatte Krebs. Die Ärzte gaben ihm eine Heilungschance von 50 %. Rath
machte den Eltern Hoffnung. Die brachen daraufhin die Chemotherapie ab
und setzten nur noch auf die Vitamine. Rath führte das Kind auf der
Bühne als Beweis für die Wirksamkeit seiner Medikamente vor.
Die Ärzte versuchten, den Eltern das Sorgerecht entziehen zu lassen.
Das Gericht lehnte ab. Rath triumphierte und behauptete, das Kind sei geheilt
- mit seinen Vitaminen. Tatsächlich war das Gericht davon ausgegangen,
dass kaum noch Heilungschancen bestanden. Dominik starb (>>),
während Raths Propagandamaschine noch behaupetet, er sei geheilt.
Dominik starb in Mexiko, nicht im Kreis der Familie. Rath
ist jetzt auch in Süd-Afrika aktiv. Mehr dazu unten >>. Dort verkauft er seine Vitamine als Heilmittel gegen AIDS. Auch
dort hat Rath eine Kranke vorgeführt. Rechts ein Bild der jungen Frau.
Eingeblendeter Text: "Die von Rath in Südakrika präsentierte junge Frau ist
Anfang Oktober 2005 verstorben".
einen Zuschauerbrief antwortete SWR-Intendant Peter Voss am 11.1.2006: "Die Redaktion erreichten nach der Ausstrahlung des Films
ungewöhnlich viele Zuschauerreaktionen, darunter sehr viele zustimmende.
Die kritischen Zuschriften wie Ihre verwendeten auffallend häufig
gleichlautende Textbausteine - ein Umstand, den wir hier nicht weiter kommentieren
wollen. Auf ehrenrührige und beleidigende Formulierungen reagieren
wir an dieser Stelle ohnehin nicht, sie fallen auf den Urheber zurück."
gestorben Der Spiegel berichtete am 15.11.2004 (Abbildung rechts) in der Rubrik
"Scharlatane": "Im Mittelalter führten die Quacksalber ihre Patienten
auf Jahrmärkten vor. Heute tun sie es im Internet." Der achtjährige Dominik ist am 01.11.04 in Mexiko gestorben. Das vorgeschriebene Todesermittlungsverfahren ist eingeleitet worden. Die Obduktion der Leiche wird in Koblenz durchgeführt. Ein solches Todesermittlungsverfahren dient der Feststellung der
Todesursache. Gutachter hatten in dem vorangegangenen Verfahren um die
künftige Behandlung bereits festgestellt, dass Dominik unheilbar krank
war (>>). Wegen dieser negativen Prognose der
Gutachter hatte das Gericht auch keine bestimmte Behandlung angeordnet.
Dr. Rath hatte das Urteil als Sieg seiner Methode bezeichnet und behauptet,
das Kind sei gesund. Bei dem Ermittlungsverfahren wird es um die Frage gehen, ob das
Leben des Jungen durch die Behandlung nach der Methode Rath verkürzt
wurde und ob Rath daran eine Schuld trifft. Dazu auch GWUP mit Links zu weiteren Artikeln: GWUP:
Rath-Patient starb an Krebs - Nach Dominiks Tod hat die Staatsanwaltschaft
den "Vitamindoktor" im Visier Das
Urteil: Kein Sieg für Rath
Monatelang benutzte Rath eine Gerichtsentscheidung
als Bestätigung seiner Behauptung, dass Dominik auf Grund seiner Behandlung
gesund geworden sei.
Am 4.10.2004 enthüllt Report Mainz:
Es hatte einen traurigen Grund, dass das Gericht keine reguläre
Behandlung angeordnet hat.
Der Text des Berichtes ist zu lesen unter
http://www.swr.de/report/archiv/sendungen/041004/04/frames.html
Ein Video des Berichtes ist anzusehen unter
http://www.swr.de/report/archiv/sendungen/041004/04/04100404.ram
Report Mainz vom 4. Oktober 2004
Vitamine gegen Krebs - Wie ein "Wunderdoktor" ein trauriges Schicksal
"Nach Anhörung von vier Gutachtern
kommt das Gericht zum Schluss, der Krebs sei bei Dominik so weit fortgeschritten,
dass ihm kein Arzt mehr helfen kann.
In ihrem Beschluss sprechen die Richter von der Unwahrscheinlichkeit
des Heilerfolges. Dominik soll die Chance haben, seine letzten Monate im
Kreise der Familie zu verbringen. Doch was macht Matthias Rath daraus?
Fünf Wochen später in einer Zeitungsanzeige feiert er das Urteil
als Sieg seiner Pillenmedizin. Kein Wort über die Gutachten.
Statt dessen der Satz: »Dominik lebt und ist nachweislich
gesund.«
Rath setzt offenbar darauf, dass der nichtöffentliche Gerichtsbeschluss
nie im Detail bekannt wird.
Dominik ist für Matthias Rath noch immer ein willkommener Werbeträger.
Wäre er weiter schulmedizinisch behandelt worden, hätte er noch
eine statistische Heilungschance von 50 Prozent gehabt. Als seine Eltern
nur noch auf Raths Pillen setzten, nahm der Krebs seinen vorhersehbaren
schrecklichen Verlauf. Wir wollen von Rath wissen, was er zu Dominiks Krankheitszustand
sagt. Auf unsere Fragen kein Interview, sondern eine Erklärung, in
der Rath daran festhält: Es gebe keinerlei Hinweise auf Lungenmetastasen.
Wir wissen nicht, wie es Dominik heute geht. Rath sagt, er sei an
einem geheimen Ort im Ausland. Und es gehe ihm den Umständen entsprechend."
Rath-Kritik
Report Mainz am 9.2.2004
http://www.swr.de/report/archiv/sendungen/040209/01/frames.html
»Wir haben es hier mit
einem völlig neuen Verständnis der Krebsbehandlung... Die Botschaft:
Knochenkrebs ist natürlich heilbar. Und so gilt ab jetzt, dass Krebs
kein Todesurteil mehr ist.«
Dr. Christian Steffen, Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte:
»Dieses Epican Forte enthält
eine Reihe von Inhaltsstoffen, die ganz normale Nahrungsbestandteile sind:
Lysin, Prolin, Arginin, Aminosäuren, Askorbinsäure, Calcium,
Wenn ich mir das ansehe, können sie diese Wirkstoffe alle mit
einem Frühstück bestehend aus einem Ei, einer Apfelsine und zwei
Tassen Tee zu sich nehmen.«
Die Vorträge von Rath sind Massenveranstaltungen und die Säle
so gross, dass er kaum noch zu sehen ist. Deshalb befindet sich hinter
ihm ein Riesen- Bildschirm. Rechts auf dem Schirm neben Rath der Text "Knochenkrebs
ist natürlich heilbar! Dominik wird leben!". Gemeint ist das Kind
Dominik, welches kurz darauf auf der Bühne vorgeführt wird. Dominik auch in Rath-Prospekten: "Dominik nach der Chemotherapie":
Ein trauriges Kind. "Dominik nach der Zell-Vitaltherapie" reckt optimistisch
den Daumen nach oben. Die Eltern wollen das Kind nur noch mit Rath-Vitaminen behandeln
lassen. Darüber müssen die Gerichte entscheiden. Die Mutter führt
ihren Medizinschrank vor. Rath blickt heraus.
Rath kritisiert das "Pharma-Geschäft mit dem
Krebs" und betreibt es selbst
im Internet nutzt Rath das Schicksal des kranken Kindes Dominik zu Werbezwecken.
Rechts zwei Ansichten derselben Internet-Seite, die im Takt weniger Sekunden
wechseln (grössere Version: Bild anklicken). "Rettet Dominik" heisst
in der einen Version, "Rettet Dominik und Millionen anderer Krebspatienten!
Beendet das Pharma-Geschäfts mit dem Krebs!" in der anderen. Tatsache ist: Rath betreibt selbst das Pharma-Geschäft mit
dem Krebs. Auch seine Produkte wachsen nicht im Stadtpark. Rath ist lediglich ein neuer Anbieter innerhalb der Pharma-Industrie. Rath täuscht die Öffentlichkeit, indem er sich als Retter
der Krebskranken ausgibt.
Spiegel (45/2005) berichtete über die "Tragödie am Kap". Bereits in der Überschrift die Einschätzung als "Scharlatan"
und "Vitaminhändler". Jeden Tag sterben tausend von den 6,5 Millionen HIV-infizierten
Südafrikanern. Die dortige Gesundheitsministerin toleriert oder uterstützt
Rath. Erst wenn man ihr nachweise, dass die Rath-Vitamine "giftig" seien,
wolle sie sich distanzieren. Sie selbst empfiehlt "Knoblauch, Olivenöl
und Zitronenschalen" gegen die Aids-Seuche, die allein schon wegen fehlender
Einsicht der Regierenden eine Tragödie ist.
warnen übereinstimmend
Dazu inbesondere auch ein GWUP-Bericht
über eine Studie des Berliner Kinderarztes Professor Dr. Gerhard Gaedicke,
Direktor der Klinik für Allgemeine Pädiatrie der Charité.
Deren Ergebnis: Keine nachweisbaren Wirkungen:
Neuigkeiten über Dr. Raths Krebswunderheilung per Versandhandel -
Studie widerlegt umstrittenen "Vitaminpapst"
NDR 10.2.04 http://www.ndr.de/ndr/regional/detail_line.phtml?docid=20040210114731 Behörde warnt vor Vitamin-Guru Rath Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte und die
Arbeitsgruppe Scientology der Hamburger Innenbehörde haben gemeinsam
vor der aggressiv beworbenen Vitamintherapie des Mediziners Matthias Rath
gewarnt. Rath, der einst in Hamburg promoviert hat, hat für Dienstagabend
eine Veranstaltung im Congresscentrum Hamburg angekündigt, die seine
Organisation in den vergangenen Tagen mit Plakaten und Postwurfsendungen
"flächendeckend" beworben hat, wie Ursula Caberta, Leiterin der Arbeitsgruppe
Scientology bei der Hamburger Innenbehörde berichtet. Mit Vitaminen gegen Krebs und Aids Auf Plakaten, Flugblättern, in Büchern, Videos und auf zahlreichen
Seiten im Internet verspricht Rath, Herz-Kreislauferkrankungen, Aids und
Krebs mit hoch dosierten Vitaminpillen und der Aminosäure Lysin ohne
Nebenwirkungen heilen zu können. Als Fallbeispiel führt er den
an Knochenkrebs erkrankten achtjährigen Jungen Dominik an, den er
mit seiner sogenannten Zellular Medizin geheilt haben will. 45.000 Euro Geldstrafe wegen unlauterer Werbung Die Wirksamkeit der hoch dosierten (und hochpreisigen) Präparate
sei nicht nachgewiesen, betonte Abteilungsleiter Christian Steffen vom
Bundesinstitut für Arzneimittel am Dienstag. "Produkte, die mit Krankheiten
beworben werden, sind nach unserer Auffassung Arzneimittel", so Steffen
zu NDR Online. Rath verstoße mit dem Verkauf gegen das Arzneimittelgesetz.
Wegen unlauterer Werbung sei er bereits zu 45.000 Euro Geldstrafe verurteilt
worden. Vitamintherapie werde gefährlich, wenn "eine Erfolg versprechende
Behandlung unterbleibt, weil den Patienten Medikamente ohne Nebenwirkungen
angeboten werden". Da Raths Firma in den Niederlanden sitze, gebe es aber
kaum eine rechtliche Handhabe gegen ihn. Seminare für Vitamingläubige Rath handelt nicht nur mit Medikamenten, sondern auch mit Vorträgen,
Seminaren und Büchern. Weil er sich als "Luther der Medizin" sieht,
hat er in Wittenberg eine Gesundheits- und Tagungsakademie eröffnet,
in der er "Berater für Zellular Medizin" ausbildet - gegen Gebühr
versteht sich. "Die Organisationen des Dr. Rath erfüllen alle Kriterien
einer Psychogruppe", warnt Ursula Caberta von der Arbeitsgruppe Scientology
zu NDR Online. "Da gibt es ganz klassisch einen Führer beziehungsweise
Guru, der die Wahrheit gepachtet hat. Was er sagt, ist bindend. Wer Rath
kritisiert, wird angezeigt." Strafanzeige als Werbemaßnahme So erging es Professor Dr. Heribert Jürgen, Dekan der Uni-Klink
Münster: Hier war der krebskranke Dominik behandelt worden, bevor
seine Eltern die schulmedizinische Behandlung gegen den Rat der behandelnden
Ärzte abbrachen. Rath hat den Arzt wegen versuchten Totschlags und
Körperverletzung angezeigt und dies auf Flugblättern tausendfach
in Briefkästen verbreitet. Die Staatsanwaltschaft Münster fand
jedoch keinerlei Anhaltspunkte für eine Strafhandlung des Münsteraner
Professors. Der hat jetzt den Spieß umgedreht und Rath angezeigt
- wegen falscher Verdächtigung und qualifizierter Verleumdung. Prozesse
Werbung für Wirksamkeit gegen Krebs verboten
Der Verein für Konsumenteninformation
VKI in Wien berichtet unter
http://www.verbraucherrecht.at/development/typo/test/index.php?id=49&no_cache=1&tx_ttnews[tt_news]=1296&cHash=cb0e87d174
über ein (noch nicht rechtskräftiges) Urteil vom 2.2.2006
des Handelsgerichts Wien Aktenzeichen 19 Cg 36/04x
Verein für Konsumenteninformation gegen Dr. Rath Health Programs
BV mit Sitz in den Niederlanden
http://www.verbraucherrecht.at/development/typo/test/uploads/media/HG_Wien_2.2.06_19_Cg36_04x.pdf (PDF-Datei, 4,5 MB)
Der Rath-Firma wurde verboten:
"in ihrer Werbung ... den unrichtigen
Eindruck zu erwecken, die von ihr vertriebenen Präparate, etwa "Dr.
Raths Zellular-Medizin-formulars" könnten schwerste Erkrankungen wie
insbesondere Krebs heilen und/oder ihnen vorbeugen, wenn diese Behauptungen
wissenschaftlich nicht erwiesen sind und darauf nicht in eindeutiger und
unmissverständlicher Weise hingewiesen wird.
Zur angeblich krebsheilenden Wirkung der Produkte
schreibt der VKI in seinem Bericht über den Prozess, diese sei wissenschaftlich
nicht bewiesen und auch im Prozess "wurde der Beweis nicht angetreten".
Die Rath-Firma hat es also garnicht erst versucht, den wissenschaftlichen
Beweis anzutreten.
"Hamburger Verfahren"
In der Website http://www4ger.dr-rath-foundation.org/DIE_FOUNDATION/dr_rath_prozess_hamburg.htm
wird berichtet, dass ein Verfahren vor dem Amtsgericht Hamburg am 21.9.2006
gem. § 153 a Strafprozessordung eingestellt wurde, nachdem Rath sich
mit der Zahlung von 33.000 Euro an eine gemeinnützge Einrichtung einverstanden
Auszug aus § 153 a Strafprozessordnung
(1) Mit Zustimmung des für die Eröffnung des Hauptverfahrens
zuständigen Gerichts und des Beschuldigten kann die Staatsanwaltschaft
bei einem Vergehen vorläufig von der Erhebung der öffentlichen
Klage absehen und zugleich dem Beschuldigten Auflagen und Weisungen erteilen,
wenn diese geeignet sind, das öffentliche Interesse an der Strafverfolgung
zu beseitigen, und die Schwere der Schuld nicht entgegensteht.
Hamburger Abendblatt 10.10.2006: "Mit
einem blauen Auge ist der Doktor nun strafrechtlich davongekommen. Da Rath
gegen einen früher verhängten Strafbefehl von 75.000 Euro Geldstrafe
Einspruch eingelegt hatte, war es zum Prozess gekommen." Die WELT vom
21.9.2006 berichtete unter dem Titel "Vitamin-Arzt Rath vor Gericht": "Er
teilte mit, dass er mit den von ihm vertriebenen Präparaten einen
Jahresumsatz von 60 Millionen Euro macht. Er selbst beziehe aber nur ein
Gehalt von netto 6.700 Euro."
Die WELT vom 10.10.2006 fasste zusammen:
"Dem umstrittenen Arzt war von der Hamburger Staatsanwaltschaft vorgeworfen
worden, über seine Firma in den Niederlanden ohne arzneimittelrechtliche
Zulassung Vitaminprodukte zur direkten Online-Bestellung angeboten zu haben.
Auch habe er diesen Mitteln therapeutische Wirkungen zugeschrieben, die
sie gar nicht hätten. Ein weiterer Vorwurf betraf eine Internet-Seite
mit einem Link zu der Seite "Informationen über natürliche Krebstherapie".
Rath, meinte die Anklagevertreterin, habe wider besseres Wissen vorgegaukelt,
dass diese Produkte akute Krebserkrankungen heilen könnten. Rath hatte
dazu mit einer schriftlich vorbereiteten Erklärung Stellung genommen.
"Einlassung von Dr. Matthias Rath im Rahmen
der Gerichtsverhandlung am 21. September 2006 beim Amtsgericht in Hamburg"
unter http://www4ger.dr-rath-foundation.org/DIE_FOUNDATION/dr_rath_einlassung_hamburg.htm
verurteilt: Warnung vor Schulmedizin
Die Präsidentin des Kammergerichts - Pressestelle - Pressemitteilung 2/2005 Berlin, den 13. Januar 2005 Kammergericht: Urteil zur Werbung mit Vitaminprodukten
(auch) zur Heilung akuter Krebserkrankungen Das Kammergericht untersagte dem Mediziner Dr. med. R. eine Werbung
für Vortragsveranstaltungen über seine besonderen Naturheilverfahren
mit solchen Anzeigen wie im Februar 2004 in einer Berliner Programmzeitschrift.
Im Berufungsurteil wurde er verurteilt, bei Vermeidung eines Ordnungsgeldes
von bis zu 250.000,00 &euro; diese Werbung mit Angaben, wonach die
von ihm gehandelten Produkte, Vitamine und Mineralien auch Krankheiten
wie Krebs erfolgreich bekämpfen können, und mit Krankheitsgeschichten
zu unterlassen. Dr. R. forderte in der Anzeige u.a. auf, sich bei einer Krebserkrankung
von der schulmedizinischen Behandlung abzuwenden und zur alleinigen Behandlung
auf Naturpräparate des Dr. R. zu vertrauen. Die Krankheitsgeschichte
betraf hier den krebskranken Jungen Dominik, der später verstarb.
Der 5. Zivilsenat des Kammergerichts stellte fest, dass diese Werbung des
Dr. R. unlauter sei im Sinne des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb
und ein Verstoß gegen das Heilmittelwerbegesetz. Das Heilmittelwerbegesetz
schränkt die Möglichkeit der allgemeinen Werbung außerhalb
von Fachkreisen ein. Damit soll verhindert werden, dass jemand glaubt,
er könne ein auch bei ihm vorliegendes Leiden durch die Einnahme des
beworbenen Präparates heilen, und daher von einem Arztbesuch absehen,
den er ohne die Werbung gemacht hätte und der noch zum rechtzeitigen
Erkennen ernster Leiden geführt hätte. Die Richter führten aus, dass Dr. R. sich nicht auf den Schutz
des Grundgesetzes berufen könne, weil der Schutz der Krebspatienten,
die aufgrund der Werbung schulmedizinisch gebotene Heilbehandlungen eigenmächtig
abbrechen und auf Dr. R.- Produkte vertrauen, im Vordergrund stehe. Auch sein gesundheitspolitisches Anliegen überzeugte die Richter
nicht. Dr. R. habe sich selbst nicht ernsthaft darum bemüht, seine
Produkte als Arzneimittel im Sinn des Arzneimittelgesetzes zuzulassen bzw.
deren Wirksamkeit durch klinische Studien zu belegen. 1. Instanz: Landgericht Berlin &ndash;102 O 59/04 &ndash; vom
20. Februar 2004; 2. Instanz: Kammergericht - 5 U 55/04 - vom 30. November 2004; Ilona Wiese, Pressesprecherin
wegen irreführender Werbung für Lebensmittel
Das Gericht hat festgestellt,
dass Rath sich wegen irreführender Werbung strafbar gemacht hat.
Rath hat "Lebensmitteln heilende Wirkungen beigelegt,
die wissenschaftlich nicht ausreichend gesichert" sind.
Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten
(Aktenzeichen 333 Cs 45/02) hat Rath am 16.10.2003 zu einer
"Der Angeklagte [Dr. Matthias
Willfried Rath] wird wegen eines vorsätzlichen Verstosses gegen das
Verbot irreführender Werbung gem. § 17 Abs. 1 Ziff. 5 LMBG zu
einer Geldstrafe von 90 (neunzig) Tagessätzen zu je 500 (fünfhundert)
"LMBG" oder auch nur "LMG" ist das Gesetz
über den Verkehr mit Lebensmitteln, Tabakerzeugnissen, kosmetischen
Mitteln und sonstigen Bedarfsgegenständen, kurz Lebensmittel- und
Bedarfsgegenständegesetz.
Nach § 17 ist irreführende Werbung verboten.
Insbesondere ist es verboten, Lebensmitteln der Anschein eines Arzneimittels
Das ist eine bei so genannten Nahrungsergänzungsmitteln
sehr beliebte Werbemethode.
Vermutlich wurde mit dem Begriff
"Nahrungsergänzungsmittel" absichtlich eine Grauzone zwischen
Lebensmitteln und Arneimitteln geschaffen. Zu deren Abgrenzung nennt Rechtsanwalt
Christoph Glökler in http://www.gesundheitsrecht.de/arzneimittel2.html
die Kurzformel: "Ein Präparat kann nicht gleichzeitig Arznei- und
Lebensmittel sein". Nahrungsergänzungsmittel sind Lebensmittel, sehen
aber oft aus wie Arzneimittel.
§ 17 Abs. 1 Ziff. 5 LMBG lautet: LMBG § 17 Verbote zum Schutz vor Täuschung (1) Es ist verboten, 5. Lebensmittel unter irreführender Bezeichnung, Angabe
oder Aufmachung gewerbsmäßig in den Verkehr zu bringen oder
für Lebensmittel allgemein oder im Einzelfall mit irreführenden
Darstellungen oder sonstigen Aussagen zu werben. Eine Irreführung
liegt insbesondere dann vor, a) wenn Lebensmitteln Wirkungen beigelegt werden, die ihnen
nach den Erkenntnissen der Wissenschaft nicht zukommen oder die wissenschaftlich
nicht hinreichend gesichert sind, b) wenn zur Täuschung geeignete Bezeichnungen, Angaben, Aufmachungen,
Darstellungen oder sonstige Aussagen über die Herkunft der Lebensmittel,
ihre Menge, ihr Gewicht, über den Zeitpunkt der Herstellung oder Abpackung,
über ihre Haltbarkeit oder über sonstige Umstände, die für
ihre Bewertung mitbestimmend sind, verwendet werden, c) wenn Lebensmitteln der Anschein eines Arzneimittels gegeben wird.
Das Gesetz ist zu finden unter http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/GESAMT_index.html
Das Gericht hat festgestellt, dass Rath sich wegen irreführender
Werbung strafbar gemacht hat.
Rath hat "Lebensmitteln heilende Wirkungen beigelegt, die wissenschaftlich
nicht ausreichend gesichert, nämlich mindestens fachlich umstritten
sind" und damit den Lebensmitteln den "Anschein eines Arzneimittels
gegeben" (>>).
Aus dem Urteil Amtsgericht Berlin-Tiergarten 333 Cs 45/02 vom 16.10.2003 Bei den fraglichen Produkten/Zubereitungen handelt es sich umsogenannte
Nahrungsergänzungmittel, also Stoffe, die dazu bestimmt sind, ein
Lebensmittel mit bestimmten Nährstoffen, insbesondere auch Vitaminen
anzureichern ... . Aus dem Umstand, dass es sich um hochdosierte Präparate handelt,
die in auch für Arzneimittel nicht unüblicher Form dargeboten
werden, ergibt sich ebenso wenig etwas anderes, als aus den bewerbenden
Aussagen der oben dargestellten Internetauftritte. Andere als Zwecke der Nahrungsergänzung, wie die hier in Frage
kommenden Aussagen über Heilung, Linderung oder Verhütung von
Krankheiten (§ 2 Abs. 1 Ziff. 1 AMG) so etwa &bdquo;Zellular Medizin
Formula", oder &bdquo;in klinischen Studien mit der Basisformel von
Vitacor Plus konnte die Zunahme der Arterienverkalkung gestoppt und auf
natürliche Weise wieder umgekehrt werden ..." machen die fraglichen
Produkte nicht zu Arzneimitteln. Entscheidend kommt es vielmehr auf die
objektive, überwiegende Zweckbestimmung an, die ein Mittel nach allgemeiner
Verkehrsauffassung hat (vgl. BGH in NStZ 2001, Seite 488 f.). Dem durchschnittlich
informierten, aufmerksamen und verständigen Durchschnittsverbraucher
stellt sich die überwiegende Zweckbestimmung von Vitaminpräparaten
- anknüpfend an schon bestehende Aurfassungen - weiterhin als Nahrungsbestandteil
dar, welches zwar auch in normalen Lebensmitteln enthalten sein kann, aber
möglicherweise nicht in ausreichendem Maße vorhanden ist (vgl.
Zipfel a. a. 0., Rn. 16 zu § 1 LMBG). Wenn - wie hier - auch der Angeklagte
auf möglichen Mangel an Vitaminen in normalen Lebensmitteln und auf
die seines Erachtens notwendige Ergänzung dieser Nahrung hinweist,
kann daraus für die Verkehrsanschauung jedenfalls keine erforderliche
überwiegende Zweckbestimmung als Arzneimittel beschlossen werden. Mit seinen oben dargestellten Internetauftritten hat der Angeklagte
für Lebensmittel, seine Vitaminprodukte, mit irreführenden Aussagen
im Sinne von § 17 Abs. 1 Ziff. 5 LMBG geworben. Er hat sich über
das einer Vielzahl von Personen zugängliche Internet werbend mit der
Empfehlung zum Erwerb an den Verbraucher gewandt. Die den Produkten dabei
zugesprochenen Wirkungen wie zum Beispiel &bdquo;... die Zunahme der
Arterienverkalkung konnte gestoppt und wieder umgekehrt werden" für
&bdquo;Vitacor Plus", &bdquo;Diese Zellfaktoren-Formel trägt
zur optimalen Knochendichte und zur Vorbeugung von Osteoporose bei" für
&bdquo;Femiforte" oder &bdquo;Verbesserung des Zustandes der Arterienwände,
Normalisierung von erhöhtem Blutdruck" für &bdquo;Relacor"
und &bdquo;gegen diabetische Gefäßerkrankungen, Senkung
der Blutdruckwerte" bei &bdquo;Diacor", &bdquo;bei Arteriosklerose,
bei Durchblutungsstörungen, enthält Zellfaktoren - wissenschaftlich
nachgewiesen -, die Blutgefäße stabilisieren und den natürlichen
Heilungsprozess fördern" für &bdquo;Arterieforte" erfüllen
die Regelbeispiele sowohl aus § 17 Abs. 1 Ziff. 5a und 6 LMBG. In
den getroffenen Aussagen werden Lebensmitteln
heilende Wirkungen beigelegt, die wissenschaftlich nicht ausreichend gesichert,
nämlich mindestens fachlich umstritten sind (vgl, Zipfel a. a. O-,
Rn. 187 zu § 17 LMBG) und den Lebensmitteln - wie die Schwierigkeit
der Abgrenzung zum Amzeimittel auch wegen der beschriebenen Präsentation
der Produkte des Angeklagten deutlich macht - der Anschein eines Arzneimittels
gegeben wird. Den Beweisantrag der Verteidigung aus der Hauptverhandlung vom 16. Oktober
2003 (Anlage 3 zum Protokoll vom 16. Oktober 2003) war bei der gegebenen
Sachlage nach pflichtgemäßem Ermessen (§ 411 Abs. 2 Satz
2 StPO in Verbindung mit-§ 420 Abs. 3 StPO) nicht nachzugehen. Auf
die in das Wissen der benannten Sachverständigen gestellten Behauptungen
kommt es nicht an. Dass die in den Produktbeschreibungen betroffenen Aussagen
mindestens umstritten sind -ihre Richtigkeit unterstellt -, ist jedenfalls
offenkundig und das genügt. Der Angeklagte hat nach allem die irreführenden Werbeaussagen bewusst
und gewollt veranlasst und sich deshalb vorsätzlich handelnd gemäß
§ 52 Abs. 1 Ziff. 10 LMBG strafbar gemacht. Der Strafbarkeit des Angeklagten steht auch nicht entgegen, dass dieser
in den Niederlanden gehandelt und die Werbeaussagen bei einem ausländischen
(niederländischen) Server ins Netz gestellt hat (§ 3 StGB). Die
zu beurteilende Tat des Angeklagten ist (auch) im Intand begangen worden.
Zwar handelt es sich bei dem Vergehen der irreführenden Werbung im
Sinne des § 17 Abs. 1 Ziff. 5 LMBH um ein so genanntes abstraktes
Gefährdungsdelikt, die konkret eingetretene Gefahr der Irreführung
des Verbrauchers ist Teil des Tatbestandes, Jedoch soll das Merkmal &bdquo;zum
Tatbestand gehörender Erfolg" aus § 9 Abs. 1 StGB lediglich klarstellen,
dass der Eintritt des Erfolges in enger Beziehung zum Straftatbestand zu
sehen ist (vgl. BGH in NStZ 2001, Seite 305 f.). Das Delikt der verbotenen
irreführenden Werbung für Lebensrnittel steht in einer solchen
engen (konkreten) Beziehung zur unerwünschten Täuschung des Verbrauchers. Bei der aus dem Rahmen des § 52 Abs. 1 LMBG (Freiheitsstrafe bis
zu einem Jahr oder Geldstrafe) zu bestimmenden Strafe konnte das Gericht
zunächst zugunsten des Angeklagten berücksichtigen, dass dieser
bisher straffrei durchs Leben gegangen ist. Aus dem Umstand, dass der Angeklagte
unter dem Eindruck des gegen ihn anhängigen Strafverfahrens seine
Werbeaussagen nunmehr bereinigt hat, darf auch geschlossen werden, dass
nicht aus rechtsfeindlicher Gesinnung heraus gehandelt worden ist. Auch
unter Berücksichtigung des erheblichen Werbeaufwandes, den der Angeklagte
mit seinen für eine Vielzahl potentieller Verbraucher erreichbaren
Internetauftritten betrieben hat, war auf Geldstrafe zu erkennen, die nach
Abwägung aller für und gegen den Angeklagten sprechenden Umstände
mit 90 Tagessätzen den Strafzweck erfüllt. Die Höhe der einzelnen Tagessätze entspricht dabei mit 500,00
Euro den persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen des
Ob das Urteil rechtskräftig ist, ist derzeit (8.7.2004) unklar.
Ob es also bei der Bestrafung bleibt, ist vorerst offen.
Das Landgericht Berlin 102 O 20/01 hat Dr.
Rath persönlich verurteilt, es zu unterlassen, mit den Angaben "Der
renommierte Arzt ..." und "Der renommierte Wissenschaftler ..." zu werben.
Es handele sich um Handeln im geschäftlichen Verkehr zu Zwecken
des Wettbewerbs in Form einer Aufmerksamkeitswerbung, und nicht etwa um
politische Äusserungen. Denn "die Produkte der Mathias Rath B.V. (seien)
untrennbar mit dem Beklagrten verbunden".
Das nicht rechtskräftige Urteil als Volltext unter:
Vitamin-Guru Matthias
Rath: Urteil wegen unlauteren Wettbewerbs LG Berlin 102 O 20/01 vom 2.12.2003
Es handelte sich um eines der Riesen-Plakate,
wie oben abgebildet.
wird verboten, Medizin-Professor als "Handlanger der Pharmakartells" zu
Aus: "Zentrum für Wissenschaft und kritisches Denken" der "Gesellschaft
zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V." (GWUP) http://gwup.org/aktuell/news.php?aktion=detail&id=186 Vitamin-Papst verliert vor Gericht Matthias Rath darf Münsteraner Professor nicht mehr verunglimpfen Alternativmediziner darf Kritiker nicht mehr als "Handlanger des Pharmakartells"
beschimpfen. 29.03.2004 - Der umstrittene Mediziner Matthias Rath ist wieder in den
Schlagzeilen. Der Arzt und seine "Dr. Rath Gesundheitsstiftung" empfehlen
hochdosierte Vitaminpräparate zur Behandlung einer Vielzahl von Krankheiten.
Die Präparate, die er selbst vertreibt, sollten beispielsweise im
letzten Jahr gegen die Lungenkrankheit SARS helfen. Ferner unterstellt
er der Weltgesundheitsorganisation WHO, absichtlich Informationen über
sinnvolle Alternativtherapien zu unterdrücken und damit die Geschäfte
der Pharmaindustrie zu schützen. Seine Behandlungsmethoden werden
von vielen Medizinern jedoch heftig kritisiert. Rath reagiert auf eigenwillige
Weise. So hatte er den Münsteraner Professor Heribert Jürgens,
Dekan der Fakultät und Direktor der Klinik und Poliklinik für
Kinderhämatologie und Krebsheilkunde, als "Handlanger des Pharmakartells"
bezeichnet, weil dieser sich kritisch zu Raths Methoden geäußert
hatte. Werbung für Vortragsreisen hatte Rath wie Steckbriefe gestalten
lassen, auf denen er Jürgens angegriffen hatte. Gleichzeitig hatte
er lt. "Ärzteblatt" vom 13.02.2004 Strafanzeige gegen den Professor
erstattet, wegen versuchten Totschlags und Körperverletzung. Jürgens
hatte u. a. davor gewarnt, einem krebskranken Jungen die konventionellen
Behandlungsmethoden zu verweigern und ihn durch eine von Rath propagierte
"Zellular-Therapie" zu behandeln. Um das Leben des Jungen nicht zu gefährden,
ließ er den Eltern das Sorgerecht entziehen. Ferner zeigte er Rath
an - wegen Verdachts der falschen Verdächtigung und der qualifizierenden
Verleumdung. Das Landgericht Münster bestätigte nun eine Verfügung
des Amtsgerichts, wonach der streitbare Vitaminverfechter seinen Kontrahenten
Prof. Jürgens nicht mehr als Handlanger der Pharmakartells bezeichnen
darf. Aus gutem Grund: So kommt die "Krebsliga Schweiz" in einer Analyse
vom letzten Jahr zu dem Schluss, dass keinen Beweis dafür gebe, dass
die von Matthias Rath verkauften, teilweise hoch dosierten und teuren Präparate
der Krebsvorbeugung dienten, geschweige eine Heilung bei Krebs bewirkten.
Auch die Österreichische Krebshilfe warnt vor dessen Methoden. Deren
Vorstandsmitglied Prof. Dr. Michael Micksche betont, Raths angeblich bahnbrechende
Forschungsergebnisse bezögen sich lediglich auf Untersuchungen mit
Krebszellen im Labor und gäben keinen gültigen Hinweis, eine
Methode direkt auf den Patienten / Gesunden zu übetragen. Die Erkrankung
des Jungen in den Vordergrund seiner Geschäftskampagne zu stellen,
hält er für unverzeihlich. Auch der österreichische "Verein
für Konsumenteninformation" warnt ausdrücklich vor den irreführenden
Werbeversprechen des lt. Eigenwerbung, "weltbekannten Wissenschaftlers". Weder die wissenschaftliche noch die juristische Auseinandersetzung
um die Mega-Vitamin-Therapie sind damit zuende: Rath war im Februar 2004
in vielen europäischen Städten auf Vortragstour. Außerdem
hat er angekündigt, gegen Professor Jürgens weiter gerichtlich
vorzugehen - nun in höheren Instanzen. Außerdem kündigte
Rath an, "diese Anzeige auf alle Personen auszudehnen, die sich entgegen
aller wissenschaftlichen und medizinischen Erkenntnisse jetzt noch an die
Seite von Jürgens stellen." Und den kranken Dominik benutzt er weiterhin
für seine Werbung. Quellen: Ärzteblatt Nr. 7/2004 vom 13.2.2004: http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=40545 Die Warnung der Österrichische Krebshilfe vor Raths Produkten
(bei Krebs-Kompass.de): http://www.krebs-kompass.de/Krebsnews/article/Organisationen/1075938840.html Die Patente des Dr. Matthias Rath (Artikel von K. Koch in der "Süddeutschen
Zeitung" vom 11.2.2004): http://www.evibase.de/texte/sz/texte/die_patente_des_dr_rath.htm "Vitamin C gegen SARS": Ein Vorschlag der "Dr. Rath Health Foundation"
http://www4ger.dr-rath-foundation.org/open_letters/nyt041303.htm "Make Health, not war!" Die Vitaminverschwörung des Dr. Rath (Artikel
von Bernd Harder im "Skeptiker" 4/2003): http://www.gwup.org/skeptiker/archiv/2003/4/rath.html Multivitaminpräparate: Große Hoffnungen &ndash; keine
Beweise (Artikel von F.P. Meyer im "Deutschen Ärzteblatt"): http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=24201 Informationen über die Rath'schen Produkte von der AGFP: http://www.agpf.de/Rath.htm Patente
Patente sagen nichts über die Wirksamkeit
oder Funktionsfähigkeit des patentierten Produkts aus.
Süddeutsche Zeitung vom 11.02.1004 http://www.sueddeutsche.de/sz/wissenschaft/red-artikel1486/ Die Patente des Dr. Matthias Rath Erfinderschutz für umstrittene Vitaminpräparate beantragt von Klaus Koch Zitat: "Nach Recherchen der SZ sind allein in den USA bereits vier Patente
auf seinen Namen erteilt, mindestens neun weitere Anträge hat er dort
eingereicht. Hinzu kommen laut Europäischem Patentregister 17 Anmeldungen,
in denen Rath weltweit Schutzrechte unter anderem für pharmazeutische
Erfindungen beansprucht. Einige Anträge sind bereits abgelehnt; falls
aber die übrigen Patente erteilt werden, könnte der von Holland
aus agierende Mediziner seinen Konkurrenten im Vitamingeschäft den
Verkauf ähnlicher Produkte untersagen und ein Monopol aufbauen, das
dem einer Pharmafirma gleicht - samt enormer Gewinne."
Volksbegehren für unkontrollierten Handel mit Medikamenten
Tages-Anzeiger Zürich 13.02.2004 Vitamin-Guru spannt Stöhlker ein Der umstrittene deutsche Arzt Matthias Rath rief dazu auf, in der
Schweiz eine Vitamin- Initiative zu lancieren. Jetzt steht das Begehren
- auch dank Klaus J. Stöhlker. Von Hugo Stamm Riesige Plakate, grosse Inserate und unzählige Handzettel künden
es an: «Jetzt kommt Dr. Rath». Und wie er kommt! Als Robin
Hood der Krebspatienten, der den Kampf mit dem übermächtigen
Pharmakartell aufnimmt - heute Abend im Zürcher Kongresshaus. Die vielen Schweizer Fans und Verbündeten befolgten seinen früheren
Rat, gründeten den Verein Pro Gesundheit Schweiz und lancierten die
Vitamin-Initiative. Ins Boot holten sie den Zürcher PR-Berater Klaus
J. Stöhlker. Das Volksbegehren verlangt, dass Nahrungsergänzungen,
etwa Raths teure Vitamin-Präparate, frei hergestellt, eingeführt
und verkauft werden können. Vereinspräsident Frank Thrier erklärte,
dass im Initiativkomitee hochrangige Vertreter aus FDP, SVP, CVP und SP
Einsitz nähmen. Namen wollte er keine nennen, da die Namenliste noch
nicht bereinigt sei. Konsumentenschützerin und SP-Ständerätin Simonetta Sommaruga
winkte jedenfalls entschieden ab. Stöhlker wollte sie ins Komitee
holen. Die Initiative sei im Widerspruch zur Lebensmittel- und Heilmittelgesetzgebung,
antwortete Sommaruga. Es gehe offensichtlich darum, die aufwändige
Prüfung der Heilmittel zu umgehen. «Kriterien wie Sicherheit,
Bioverfügbarkeit und Reinheit werden damit ausser Acht gelassen»,
schrieb Sommaruga in ihrer Absage an Stöhlker. «Persönliches Interesse» Stöhlkers Der PR-Berater betont, er habe das Mandat vom Verein und nicht von Rath
bekommen. Auch Präsident Thrier erklärt, Rath sei nur ein Partner
auf der internationalen Ebene. Beide wollen sich aber nicht vom umstrittenen
deutschen Arzt distanzieren. Auf die Frage, woher der Verein das Geld habe,
um Stöhlkers Tageshonorare von 5000 Franken zu zahlen, sagt Thrier:
«Stöhlker hat auch ein persönliches Interesse, uns zu unterstützen.»
Zur Auseinandersetzung um Rath sagte Stöhlker vieldeutig: «Die
Meinungen gehen weit auseinander.» Eindeutig ist aber, dass die Unterlagen
für die Initiative demnächst zur Prüfung nach Bern geschickt
werden und die Unterschriftensammlung spätestens im Mai starten soll. Keine Zurückhaltung wird sich Rath beim heutigen Auftritt in Zürich
auferlegen. Er wird in einer showartigen Präsentation erklären,
dass seine Vitaminpräparate Krebs, Aids, Herzinfarkte, Schlaganfälle,
Osteoporose und viele andere Krankheiten heilen können. Und dass «die
Pharmaindustrie mehr Tote produziert als alle Kriege zusammen». Der 58-jährige Rath kennt keine leisen Töne. Sein wirksamster
Werbeträger ist der achtjährige Dominik. Inserate und Plakate
zeigen den jungen Krebspatienten in Siegerpose. Die Krankengeschichte des
Knaben geht ans Herz. Dominik erkrankte im September 2002 an Knochenkrebs.
Zuerst wurde er in Münster therapiert. Als die Amputation des rechten
Beins zur Diskussion stand, suchten die Eltern einen Ausweg. Ein Chirurg
in München operierte den Tumor heraus und ersetzte den fehlenden Knochen
mit einer Prothese. Metastasen in der Lunge Dann kam die nächste Hiobsbotschaft. In der Lunge hatten sich Ableger
gebildet. Professor Heribert Jürgens setzte die Chemotherapie in Münster
fort und wollte die Metastasen operativ entfernen. Inzwischen hatten die
Eltern bei Matthias Rath Hilfe gesucht. Ihr Entscheid: Abbruch der Chemotherapie.
Der kleine Krebspatient wird seither mit Raths Vitaminen «behandelt».
Der Arzt lässt sich als Lebensretter von Dominik feiern. Für die Ärzte ist der Abbruch der Behandlung gefährlicher
Leichtsinn. Sie beantragten vor Gericht, den Eltern sei das Gesundheitssorgerecht
für Dominik zu entziehen. Ein Gutachter wies anhand von Langzeitstudien
nach, dass bei einer chemotherapeutischen Behandlung die Heilungschancen
bei 30 bis 40 Prozent liegen. Ohne Behandlung sterbe Dominik innerhalb
von vier bis fünf Jahren zu 99 Prozent. Die Richterin entzog den Eltern
das begrenzte Sorgerecht. Es begann ein Kesseltreiben gegen Jürgens. Rath reichte Strafanzeige
wegen versuchten Totschlages gegen den Arzt ein und pflasterte Münster
mit Plakaten und Flugblättern zu, in denen Jürgens angegriffen
wird. An Präsentationen führt Rath Dominik auf der Bühne
vor. Der Staatsanwalt wies Raths Strafanzeige am 6. Januar ab. Wann und
wie die Therapie von Dominik fortgesetzt werden kann, ist angesichts des
aufgeheizten Klimas unsicher. Auszug aus einem Drohbrief an Jürgens:
«Solchen Ärzten müssten ohne Betäubung sämtliche
Eingeweide entfernt werden.» Die Lungenbilder des kleinen Dominik dienen nun Rath als Beweis für
die heilende Kraft seiner Präparate. Übergross prangen sie auf
Plakatwänden. Darauf sind keine Metastasen mehr zu sehen. Fachliche
Unkenntnis oder Betrug, sagt Jürgens. Rath zeige nicht den richtigen
Lungenausschnitt. Es seien durchaus noch Tumore vorhanden, wenn auch kleine.
Doch Rath schreibt: «Dominik ist geheilt.» Inzwischen hat sich auch das deutsche Bundesinstitut für Arzneimittel
eingeschaltet und bezeichnete am Dienstag das Vorgehen Raths als Scharlatanerie.
Und die Berliner Universitätsklinik Charité erklärte,
mit Vitaminen lasse sich kein Krebs heilen. Hingegen zeigten Studien, dass
sich 75 Prozent aller krebskranken Kinder mit Hilfe der Medizin heilen
liessen. George W. Bush eingeklagt Solche Urteile fechten Rath nicht an. Mit seinen Kampagnen und Verschwörungstheorien
schafft er es, eine riesige Fangemeinde und Kundschaft hinter sich zu scharen.
Er spielt sich als Held im Kampf gegen böse Mächte aller Art
auf. So hat er kürzlich eine Klage wegen Völkermords und anderer
Verbrechen gegen die Menschlichkeit beim Internationalen Gerichtshof in
Den Haag eingereicht. Neben den Präsidenten der grossen Pharmamultis
sind auch hochrangige Politiker wie George W. Bush angeklagt. Rath selbst scheut sich nicht, seine Kunden tüchtig zu rupfen,
sind doch die Präparate überteuert. Sein Jahresumsatz wird auf
100 bis 200 Millionen Franken geschätzt, der Gewinn auf 25 Prozent.
Berater vertreiben die Präparate, die bereits von Zehntausenden geschluckt
werden. Der Trick: Nicht nur Patienten müssen sie einnehmen, sondern
auch Gesunde - zur Vorsorge gegen schwere Krankheiten.
Diese Liste wird nicht regelmässig aktualisiert. Es ist also
durchaus möglich, dass die Links nicht mehr stimmen.
GWUP-Links (>>)
Öko-Test über Rath und seine Partei
http://oekotest.de/cgi/nm/nm.cgi?doc=akt-140905-rath
"Aggressives Marketing Werbung per Steckbrief
- Wie Dr. Matthias Rath seine fragwürdigen Vitaminpräparate als
Heilmittel gegen Krebserkrankungen anpreist" von Klaus Koch Deutsches Ärzteblatt,
Jg. 101, Heft 7, 13. Februar 2004, Rubrik Medizinreport
http://www.aerzteblatt.de/pdf/101/7/a398.pdf
"Heilpraktiker in der Krebstherapie: Einige
(selbst-)kritische Gedanken zur Rolle der Naturheilkunde in der Onkologie"
von Manfred D. Kuno, Heilpraktiker, Berlin
Freitag, 13.02.2004, 21:15 - 22:00 Uhr,
NDR, "Aktuelle Schaubude": "Mogelpackung - Wunderdoktor Rath will mit Vitaminen
Krebs heilen"
http://www.ndr.de/tv/schaubude/archiv/20040213_wunderdoktor.html
Ärztliche Praxis Online, 13.02.2004:
"Warnung vor Krebs-Therapie mit Vitaminen. Experten: Wirkung der Präparate
ist in keiner Weise belegt"
http://www.aerztlichepraxis.de/db/shownews/1076676540/9/1/news.html
Berliner Morgenpost, 13.02.2004
"Ein-Mann-Show des Krebsheilers. Charité-Mediziner kritisiert
Raths Vortrag zur Vitamintherapie" von Rémy Kappeler
http://morgenpost.berlin1.de/inhalt/berlin/story659258.html
TAZ 10.2.2004: Die seltsamen Geschäfte
des Dr. Rath
http://www.taz.de/pt/2004/02/10/a0048.nf/text.ges,1
Krebshilfe warnt vor Dr. Rath" (05.02.2004) Krebs-Kompass 22.02.2004
Wien warnt vor Vitamin-Cocktails" (06.02.2004) Krebs-Kompass 22.02.2004
in Südafrika (englisch)
Datum: Wed, 10 Nov 2004 10:57:38 +0100 (MET) Von: nico1509@gmx.de An: ingo.heinemann@t-online.de Hallo Herr Heinemenn! Sind sie Arzt? Haben Sie Mediezin Studiert? Wissen Sie wieviel Menschen geholfen wurde mit den Vitaminen? Eine
menge, und was glauben Sie was los ist mit denen die das nie wieder nehmen
dürfen, die weden alle wieder an den selben schmerzen leiden. Sie selber solten sich mal icn den Büchern von DR. Rath durchlesen. Sie wollen mir dochzählen das sie immer 100% zufrieden waren,
wenn sie beim Arzt gewesen sind! Ich selber weiss iwe das ist wenn man
einen Menschen verliert der an Krebs erkrankt war, jemanden so leiden zu
sehen ist für manche mit sicherheit was schönes, aber es gibt
noch menschen die das nicht ertragen können.Wenn man in einer Klinik
für blöde verkauft wird und dem Kranken geht es schlechter, oder
die Schwestern habe vergessen dem Patienten die wichtigen Mittel zu geben
dammit bei einer Lungenbestrahlung nicht die Speiseröhre verband wird,
das alles sind Menschenunwürdig.Alle reden immer davon was Dr. Rath
im Jahr verdient, aber was die Phrama im Jahr hat und wofür die das
rauswefen das wird nicht gesagt, wieso auch das ist ja die Macht und der
Dr. Rath ein kleiner den man mal schnell an die Wäsche kann.Ich wünsche
keinem was schlechtes,aber ich hoffe das alle die, die am meisen darüber
geschimpft haben, das die irgendwann auf DIESE Vitamine zurück greifen

References: § 153
 § 153
 § 17
 § 17

§ 17
 § 17
 BGH 
 § 1
 § 17
 § 17
 § 17

§ 52
 § 17
 § 9
 BGH 
 § 52