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Timestamp: 2017-08-21 14:47:15+00:00

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Südthüringische Wirtschaft - Ausgabe 5/2017 by IHK Südthüringen - issuu
Rennsteig-Shuttle langfristig bestellen
Südthüringische Wirtschaft Zeitschrift der Industrie- und Handelskammer Südthüringen
5 / 2017
Sehr geehrte Unternehmerinnen und Unternehmer, dass Industrie- und Handelskammern die Interessen der Wirtschaft gegenüber Politik und Behörden vertreten, wissen Sie. Ihnen ist auch bekannt, dass die IHK wichtige, die Wirtschaft betreffende staatliche Aufgaben erfüllt, wie zum Beispiel die Organisation der dualen Ausbildung. Letztlich ist Ihnen sicher nicht entgangen, dass die IHK eine Menge an Aktivitäten zur Wirtschaftsförderung selbst entwickelt und durchführt oder unterstützt. Weitgehend unbekannt ist jedoch, dass die Unternehmer der Region ihre IHK selbst steuern. Sowohl die Höhe der IHK-Beiträge und damit der Umfang der IHK-Arbeit als auch die wirtschaftspolitische Ausrichtung der IHK wird von den Unternehmern der Region selbst bestimmt. Wie das geht? Es gibt ein regionales Unternehmerparlament, die Vollversammlung der IHK. Alle fünf Jahre wählen die Unter­ nehmer aller Branchen ihre Vertreter in die Vollversammlung, die zweimal im Jahr tagt und alle wichtigen, die IHK betreffenden Beschlüsse fasst. Richtig: Unternehmer gestalten IHK-Arbeit im Ehrenamt. Hauptgeschäftsführer und Mitarbeiter der IHK setzen Ihre Intentionen um. Interessiert? Sie wollen mitgestalten? Dazu ist in diesem Jahr Gelegenheit. Die IHK Südthüringen wählt in diesem Jahr. Sollten Sie Kandidat werden wollen, können Sie Ihre Bewerbung in der Zeit vom 7. Juni 2017 bis zum 4. Juli 2017 beim Wahlausschuss einreichen. Der Wahlausschuss überwacht den Wahlablauf und ist Ansprechpartner in allen Fragen zur Wahl. Natürlich können Sie auch den Hautgeschäftsführer dazu ansprechen. Wir freuen uns, wenn Sie über die IHK reden, noch mehr jedoch, wenn Sie unserem Aufruf folgen und mitgestalten. Alles Weitere zur Vollversammlungswahl lesen Sie ab Seite 36 in diesem Heft bzw. unter www.suhl.ihk.de /wahl2017.
Wolfgang Voigt Vorsitzender des Wahlausschusses
Dr. Ralf Pieterwas Hauptgeschäftsführer der IHK Südthüringen
Südthüringische Wirtschaft 5/2017
RINGEN UM DEN BAHNVERKEHR ZUM RENNSTEIG Der Erhalt des Rennsteig-Shuttles ist eines der wenigen Projekte in Thüringen, bei denen sich alle Akteure einig sind. Doch trotz gelungener Testphase scheute der Freistaat davor zurück, den Regelbetreib langfristig zu bestellen. Nun haben der Ilm-Kreis und der Landkreis Hildburghausen eine Zweckvereinbarung auf den Weg gebracht. Damit ist die Forderung des Freistaats für den Weiterbetrieb erfüllt (s. ab Seite 4).
n	REGIONALMARKETING
29	„INDUSTRIE INTOUCH Thüringer Wald“: Innovative Unternehmen öffnen ihre Türen am 1. November 2017
n	STANDORTPOLITIK 3	Wirtschaftspolitische Grundpositionen der IHK Südthüringen 6	Ist Ihr Unternehmen demografiefest? 6	Thüringer Ladenöffnungsgesetz erneut im Landtag – Branchendialog angekündigt
IHK SETZT SICH EIN 18	Netzentgelte – NEMoG in der Warteschleife 18	IHK Südthüringen fordert Erhalt und Ausbau des Bahnverkehrs zum Rennsteig
29	Run auf die Startplätze zum Thüringer Wald Firmenlauf
n	INNOVATION UND UMWELT 30	Energiepolitische Grundpositionen der IHK Südthüringen 30	Nachhaltigkeitsabkommen Thüringen
18	Kommunen entscheiden über Höhe der Gewerbesteuer
n	INTERNATIONAL
19	IHK Südthüringen stellt Schulen Berufswahlpass wieder zur Verfügung
33	Ergebnisse der IHKUnternehmensumfrage Going International
n	EXISTENZGRÜNDUNG UND UNTERNEHMENSFÖRDERUNG 21	Unternehmensnachfolge ist ein „Dauerbrenner“
BEKANNTMACHUNGEN DER IHK SÜDTHÜRINGEN
22	Mit dem Programm Erasmus für Jungunternehmer in Europa auf Reisen gehen
36	Wahl zur Vollversammlung der IHK Südthüringen
n	AUS- UND WEITERBILDUNG
n	RECHT
24	Schulabschluss und was nun?
40	Reform der Insolvenzanfechtung
25	Fachkonferenz: Netzwerk der praxisnahen Berufsorientierung weiter gestärkt
41	Abmahnungen durch den IDO Interessenverband
26	Feierliche Zeugnisübergabe für Südthüringer Zerspanungsmechaniker 2 Südthüringische Wirtschaft 5/2017
38	Satzung für die Sachkundeprüfung im Bewachungsgewerbe
41	Impressum
Die Vollversammlung der IHK Südthüringen hat in ihrer Sitzung am 23. März 2017 die Wirtschaftspolitischen Grundpositionen 2017 (WiPos 2017) beschlossen. Diesem Beschluss ist, wie in den Vorjahren, ein intensiver Abstimmungsprozess in den Regional- und Fachausschüssen vorgeschaltet gewesen. Auf Basis der Auswertung der Wirtschaftspolitischen Grundpositionen 2016 wurde der Anpassungsbedarf für das vorliegende Legitimationspapier eruiert und den aktuellen Gegebenheiten angepasst. Neben lediglich geringen redaktionellen Änderungen an den Wirtschaftspolitischen Grundpositionen des Vorjahres, gab es auch neue Ansätze, die diskutiert und beschlossen wurden. So wurde z. B. die Forderung aufgenommen, die(Re-)Kommunalisierung im ÖPNV zu stoppen und fairen Wettbewerb zu ermöglichen. Weiterhin wurde die Forderung zur Schaffung von touristischen Alleinstellungsmerkmalen im Rahmen von Projekten der Zukunftsinitiative Thüringer Wald aufgenommen. Ebenso wurde in der Rubrik „Duale Ausbildung“ die unbürokratische Umsetzung von Gastschulanträgen im Rahmen der Gewinnung von Auszubildenden an Landesgrenzen, unter Nutzung von Berufsbildungseinrichtungen des Nachbarbundeslandes, in den Forderungskatalog der Südthüringer Wirtschaft aufgenommen.
2.	Rasche Umsetzung der Verwaltungs-, Funktional- und Gebietsreform mit dem Schwerpunkt Verwaltungs- und Funktionalreform. 3.	Verzicht auf ein Thüringer Klimagesetz bzw. im Falle einer Verabschiedung konsequent Anreiz setzende statt regulatorische Ausgestaltung. 4.	Novellierung des Thüringer Ladenöffnungsgesetzes mit dem Ziel der Herstellung der Akzeptanz der Wirtschaft. 5.	Aufnahme der hinreichend erprobten und auf alle Schulformen ausgeweiteten Berufsorientierung in das Thüringer Schulgesetz, um abbruchinduzierende Fehlorientierungen in Ausbildung und Studium zu vermeiden. 6.	Abschaffung des Thüringer Vergabegesetzes aufgrund ausreichender und aktueller bundesgesetzlicher Regelungen nach Abschluss des Evaluierungszeitraumes. 7.	Abkehr vom Kurs wettbewerbsschädlicher Einschränkungen der Sonntagsarbeit.
8.	Entwicklung strategischer Maßnahmen und Projekte zur Wiederherstellung der Attraktivität der dualen Ausbildung. 9.	Unverzüglicher, flächendeckender Breitbandausbau mit mind. 50 Mbit/s. 10.	Herabsetzung der bestehenden Beschränkungen der A 71-Tunnelkette für Gefahrguttransporte. Die Wirtschaftspolitischen Grundpositionen der IHK Südthüringen dienen fortan als Richtschnur für alle außenwirksamen Äußerungen des Hauptund Ehrenamtes. Das Positionspapier steht zum Download zur Verfügung unter: www.suhl.ihk.de (Dok.-Nr. 33835). Ihr Ansprechpartner: Jan Scheftlein S 03681 362-210 Y scheftlein@suhl.ihk.de
1.	Sicherung der Stabilität wirtschaftspolitischer Rahmenbedingungen und Verlässlichkeit Thüringer Wirtschaftspolitik, insbesondere Verzicht auf weitere Belastungen der Wirtschaft durch neue Abgaben und Abgabenerhöhungen.
Ringen um den Bahnverkehr zum Rennsteig
Es gibt in Thüringen wohl nur wenige Projekte, bei denen sich alle Akteure im Grundsatz so einig sind, wie beim Erhalt des Rennsteig-Shuttles. So wurde das Ziel des Regelverkehrs der Rennsteigbahn schon im Koalitionsvertrag der rot-rot-grünen Landesregierung verankert, Abgeordnete aus Land- und Kreistag haben sich parteiübergreifend genauso für das Shuttle ausgesprochen wie Landräte, Staatssekretäre und die Wirtschaft. Dennoch schien bei der langfristigen Sicherung des touristischen Verkehrs zum Rennsteig sinnbildlich die Kuh auf dem Weg vom Eis immer wieder auszurutschen.
Nachdem der auf zunächst zwei Jahre beschränkte Probebetrieb des Rennsteig-Shuttles bereits um ein Jahr bis Dezember 2017 verlängert worden war, scheute der Freistaat trotz gelungener Testphase dennoch davor zurück, den Regelbetrieb langfristig zu bestellen. Begründet wurde die Zurückhaltung mit den begrenzt verfügbaren Regionalisierungsmitteln. Es folgten ein Aufschrei der Region und ein monatelanges Ringen zwischen Infrastrukturministerium, Wirtschaftsministerium, Landkreisen und Unternehmen. Auch die IHK Süd­thüringen hatte sich mehrfach in die Diskussionen eingeschaltet und u. a. ein klares Bekenntnis der Landesregierung für den Bahn­ verkehr zum Rennsteig gefordert.
Schlüsselprojekt im Programm Zukunft Thüringer Wald
Dass die Debatte überhaupt wieder aufflammte, darüber war man auch in der IHK Südthüringen in Anbetracht des erst im Dezember 2016 beschlossenen Programms „Zukunft Thüringer Wald“ überrascht. „Im Rahmen des Projekts wurden Initiativen und Maßnahmen für eine ganzheitliche Entwicklung des Thüringer Waldes erarbeitet. Dabei ist auch über die mögliche Erweiterung des
Bahnverkehrs aus Richtung Süden zum Bahnhof Rennsteig diskutiert worden. Dass nun sogar die Bedienung aus Richtung Norden infrage gestellt wird, ist mit den Zielen des Projektes, zu denen die Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur und Mobilität gehört, nicht vereinbar“, stellte IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Ralf Pieterwas nachdrücklich fest. In einem Schreiben an die Thüringer Infrastrukturministerin Birgit Keller forderte die IHK Südthüringen die Sicherung des Bahnverkehrs zum Bahnhof Rennsteig. Da es sich beim Bahnverkehr zum Rennsteig um einen rein touristischen Verkehr handelt, hatte die IHK Südthüringen der Thüringer Landesregierung zudem ein finanzielles Engagement des für Tourismus zuständigen Wirtschaftsministeriums vorgeschlagen. Dieser Vorschlag hatte auch das Ziel, die Diskussion um knappe Regionalisierungsmittel zu entschärfen und wurde durch die Landesregierung aufgegriffen.
Freistaat knüpft Finanzierung an kommunalen Zweckverband Auch aufgrund der großen öffentlichen Aufmerksamkeit und des hohen Drucks aus der Region, hat sich der Freistaat Thüringen zur gezielten und soliden Förderung der Rennsteigbahn bekannt und zuverlässig signalisiert, erhebliche Mittel für die Strecken­ ertüchtigung und den Betrieb der touristisch bedeutenden Bahnstrecke von Ilmenau zum Bahnhof Rennsteig
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STANDORTPOLITIK zur Verfügung zu stellen. Die Offerte des Landes war jedoch an die Forderung geknüpft, einen kommunalen Zweckverband für das Rennsteig-Shuttle zu gründen. Aus rechtlichen Zwängen ist es dem Wirtschaftsministerium nur möglich, die dringend benötigten Mittel für den Erhalt und die Instandsetzung der Infrastruktur an eine Stadt oder Kommune, nicht jedoch an ein EisenbahnInfrastruktur-Unternehmen als Streckeneigner auszuzahlen. Ein Zweckverband zwischen den Landkreisen Ilm-Kreis und Hildburghausen sowie Kommunen könne zudem als unmissverständliches Signal, dass die gesamte Region zum Bahnverkehr zum Rennsteig steht, nicht überhört werden. Die IHK Südthüringen forderte daher die Landkreise und Kommunen der Region auf, zügig den vom Land gewünschten Zweckverband für das Rennsteig-Shuttle zu gründen und sich diese besondere Chance nicht entgehen zu lassen. Mit der Einrichtung des Zweckverbandes fordert die IHK Südthüringen, zeitgleich die Pflöcke für die weitere Entwicklung des touristischen Bahnangebotes einzuschlagen. Das Land sollte sich zu einer Ausweitung des Rennsteig-Shuttles in südliche Richtung nach Schleusingen und Themar sowie die Einbeziehung der Friedberg-Bahn von Schleusingen nach Suhl, inklusive klarer Zeitkorridore, bekennen.
Zum Rennsteig unter Dampf
Fahrten mit historischen Dampflokomotiven sind ein besonderes Erlebnis – nicht nur für ausgesprochene Eisenbahnfans. Mit großer Vorfreude wird die Dampflok 94 1538 im Sommer 2017 aus der Aufarbeitung zurückerwartet und wird das Angebot des Rennsteig-Shuttles durch Sonderfahrten ergänzen. Die „alte Dame“ des Vereins der Dampfbahnfreunde mittlerer Rennsteig e. V. soll dann Touristen auch wieder
durch das „Steilstreckenparadies“ zwischen Themar, Ilmenau und Suhl führen und zu den Sehenswürdigkeiten, die rechts und links des Schienenstrangs darauf warten, entdeckt zu werden. Die Rennsteigbahn und die Friedbergbahn bieten mit bis zu 70,6 Promille die steilsten Abschnitte im deutschen Eisenbahnnetz, die ohne Zahnradstangen oder Seilunterstützung überwunden werden.
Da die Einrichtung eines Zweckverbandes in der gebotenen Kürze der Zeit nicht umzusetzen sei, haben die Landkreise Hildburghausen und Ilm-Kreis zunächst den Abschluss einer Zweckvereinbarung auf Kreisebene vorgeschlagen. In weiteren Schritten soll dann die Gründung eines Zweckverbandes mit Landkreisen, Städten, Gemeinden und der Rennsteigbahn GmbH & Co. KG, aber auch dem Freistaat Thüringen, erfolgen. Zum Redaktionsschluss der „Südthüringische Wirtschaft“ haben die Landkreise Ilm-Kreis und
Hildburghausen die Zweckvereinbarung auf den Weg gebracht, sodass der Weg für die Regelbestellung des Rennsteig-Shuttles ab Dezember 2017 nun frei zu sein scheint. Mit dem Rennsteig-Shuttle ist es gelungen, den Thüringer Wald für Tagesgäste und Touristen aus Mittel- und Nordthüringen attraktiver zu gestalten. Durch die Wiederbelebung der Strecke wurde der Grundstein für eine bessere touristische Erschließung des Thüringer Waldes gelegt. Das Rennsteig-Shuttle ist jedoch „nur“ das
Verkehrs- und Transportmittel. Für eine nachhaltige touristische Entwicklung müssen daher die Qualität der Angebote rund um den Rennsteig weiterentwickelt und neue Attraktion geschaffen werden.
Der Erwicon 2017 – der Wirtschaftskongress in Thüringen – wird am 1. Juni 2017 ab 10:00 Uhr im Steigerwald-Stadion Erfurt stattfinden. Unter dem Kongressthema „Arbeitswelt im Wandel – Neue Chancen für Unternehmen und Mitarbeiter“ bietet die Veranstaltung spannende Vorträge zu den Themen, wie sich die Arbeitswelt verändert, wie moderne Organisationsformen aussehen und wie diese den Unternehmenserfolg beeinflussen. Welche Rolle spielt die zunehmende Mobilität und die digitale Entwicklung? Wie positionieren sich Unternehmen im Hinblick auf die Gewinnung
neuer Fachkräfte in dieser flexiblen, neuen Arbeitswelt? Diese und weitere Fragestellungen werden von renommierten Referenten beantwortet und in gemeinsamen Workshops erörtert. Der Erwicon hat sich mit seiner überregionalen und branchenübergreifenden Ausrichtung zu einer bedeutenden Netzwerkveranstaltung der Thüringer Wirtschaft entwickelt. Auch durch den Ortswechsel ins Steigerwald-Stadion Erfurt gewinnt insbesondere die kongressbegleitende Ausstellung als Kommunikations- und Netzwerkplattform an Bedeutung. Zudem erhöhen
Netzwerkkooperationen, z. B. mit den Wirtschaftsjunioren Thüringen, die Attraktivität der Veranstaltung. Unter dem Motto „Unternehmen treffen Gründer“ wird der Wirtschaftskongress 2017 erstmals eine Plattform bieten, über die sich Existenzgründer und erfolgreiche Unternehmen austauschen können. Partizipieren Sie von einem interessanten Programm und kommen Sie mit Thüringer Unternehmen ins Gespräch.
Landkreise Ilm-Kreis und Hildburghausen schließen Zweckvereinbarung
Ihr Ansprechpartner: Mario Dammköhler S 03681 362-132 Y dammkoehler@suhl.ihk.de
Programm und Anmeldung unter: www.erwicon.de
Am 24. Februar 2017 hat sich der Thüringer Landtag mit einem Antrag der CDU zur Flexibilisierung des Thüringer Ladenöffnungsgesetzes (ThürLadÖffG) befasst. Die CDU forderte einen Bericht der Regierung zum ThürLadÖffG sowie die Erarbeitung einer Rechtsverordnung nach § 12 Abs. 3 Thür LadÖffG zur Regelung von Ausnahmen. Die CDU hat sich damit zu einer notwenigen Flexibilisierung der bestehenden Regelungen bekannt. Im Vergleich zur Debatte vom September 2016 ergab sich eine lebhaftere und intensivere Diskussion, das Ergebnis blieb letztlich jedoch gleich. Außer von der AfD-Fraktion fand der CDU-Antrag (Drucksache 6/3435) keine Unterstützung und wurde mit der Mehrheit der Regierungsfraktionen abgelehnt. Auch die Landesregierung sieht derzeit keinen Handlungsbedarf zum ThürLadÖffG in seiner jetzigen Form, wie die zuständige Ministerin, Heike Werner, mitteilte. Eine intensive Auseinandersetzung der Regierungsfraktionen mit dem
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Rentner erwartet. Es erscheint daher plausibel, dass sich allein wegen der alternden Bevölkerung die Fachkräfteengpässe zunehmend ausweiten. Mit einer einfachen Excel-Anwendung möchten wir Ihnen zeigen, wie sich die Alterung auf Ihr Unternehmen auswirkt. Sie haben auf diese Weise die Möglichkeit, frühzeitig zu reagieren und mit
© Niko Korte/pixelio.de
Die Menschen in Südthüringen werden älter und weniger. Darauf weisen Prognosen der amtlichen Statistik hin. Im Jahr 2035 werden nach deren Berechnungen 60 000 Menschen weniger in Südthüringen leben als heute. Der Rückgang wird sich in der Altersgruppe der Unter-65-Jährigen vollziehen. Dafür wird ein Anstieg der Zahl der
neuen Strategien Fachkräfte für ihr Unternehmen zu finden. Unser Fachkräftebüro unterstützt Sie gern dabei. Aus drei Blickwinkeln zeigt Ihnen unser kosten­ loser Demografie-Rechner, ob Ihr Unternehmen fit für den demografischen Wandel ist: 1.	Fokus Unternehmen: Die betriebliche Altersstrukturanalyse stellt die aktuelle Personalstruktur Ihres Unternehmens dar und prognostiziert die Entwicklung für die kommenden Jahre. 2.	Fokus Branche: Sehen Sie im Wettbewerbsvergleich, wie sich die Altersstruktur Ihrer Belegschaft vom Branchendurchschnitt unterscheidet – heute und morgen. 3.	Fokus Region: Der regionale Fachkräfte-Check zeigt Ihnen, wo es künftig bei der Besetzung offener Stellen eng werden könnte. Für alle Kreise und kreisfreien Städte Thüringens sind Vergleichsdaten hinterlegt. Den Demografie-Rechner sowie Anwendungs­ hinweise finden Sie unter: www.suhl.ihk.de (Dok.-Nr. 38291). Ihr Ansprechpartner: Dr. Jan Pieter Schulz S 03681 362-406 Y schulz@suhl.ihk.de
Evaluationsbericht zum ThürLadÖffG scheint indes bisher nicht stattgefunden zu haben, sodass dessen Fazit „der Gesetzgeber kann durch eine Novellierung des ThürLadÖffG im Bericht erwähnte Unstimmigkeiten oder beschriebene Problemlagen ausgleichen“, keine Beachtung findet. Seitens der Landesregierung soll jedoch ein moderierter Branchendialog für den Einzelhandel initiiert werden. Dabei sollen neben den Themen „Sonn- und Feiertagsarbeit“ und „Samstagsarbeit“ auch weitere Herausforderungen für den Handel, bspw. Digitalisierung und die Bedeutung der Innenstädte, diskutiert werden. Ministerin Wernern kündigte den Beginn des Dialogs spätestens im II. Quartal 2017 an. Ihr Ansprechpartner: Mario Dammköhler S 03681 362-132 Y dammkoehler@suhl.ihk.de
STANDORTPOLITIK © Gerd Altmann/pixelio.de
Prozent der im Jahresdurchschnitt 2016 an die Agentur für Arbeit gemeldeten Thüringer Stellen richteten sich an Fachkräfte, 14,5 Prozent an Spezialisten und 20,8 Prozent an Helfer. Im Idealfall wäre es die Funktion der Agentur für Arbeit, aus ihrem Bestand an Arbeitslosen Bewerber für die gemeldeten Stellen zu finden. Allein die sog. Kundenseite der Agentur will nicht recht passen. Im Jahr 2016 waren im Jahresdurchschnitt 45,0 Prozent der Arbeitslosen Fachkräfte, 8,7 Prozent Spezialisten und 43,3 Prozent Helfer. Ganz abgesehen von den Berufsprofilen weist der Thüringer Arbeitsmarkt somit erhebliche Passungsprobleme auf. Diese Passungsprobleme erklären ein Ergebnis der Arbeitsmarktumfrage der IHK Südthüringen. Die Umfrage zeigt, dass 70,5 Prozent der Südthüringer Unternehmen im Rahmen der Personalsuche die Agentur für Arbeit einschalten. Zuletzt haben jedoch nur 46,7 Prozent der Unternehmen, die über die Agentur für Arbeit Personal gesucht haben, auf diese Weise auch Erfolg gehabt. Die Folge ist, dass offene Stellen zunächst einmal unbesetzt bleiben. Im Jahresdurchschnitt 2016 wurden der Agentur 20 467 offene Stellen gemeldet. Im Bundesdurchschnitt vergehen inzwischen drei Monate zwischen der Meldung einer offenen Stelle und der Stellenbesetzung. In einzelnen Thüringer Branchen muss mit deutlich längeren Zeiträumen kalkuliert werden. Die Fachkräfteengpassanalyse der Bundesagentur für Arbeit weist für 2016 für den Thüringer Metallbau und die Schweißtechnik eine durchschnittliche Vakanzzeit von 145 Tagen aus, in der Feinwerk- und Werkzeugtechnik waren es 190 Tage, in der Fahrzeug-Luft-Raumfahrt-, Schiffbautechnik 132 Tage. Die demografische Entwicklung lässt keine Entspannung auf dem Thüringer Arbeitsmarkt erwarten. Daher sollten Unternehmen über neuartige Strategien der Personalgewinnung nachdenken. Ihr Ansprechpartner: Dr. Jan Pieter Schulz S 03681 362-406 Y schulz@suhl.ihk.de
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Die IHK Südthüringen lädt die Unternehmen des Gastgewerbes am 12. Juni 2017 zum Branchentag Gastgewerbe in das Haus der Wirtschaft nach Suhl ein. Dr. Peter Traut, Präsident der IHK Südthüringen, eröffnet die Veranstaltung um 10:30 Uhr mit einem Impulsvortrag. Die beiden Hauptvorträge widmen sich dem Thema Unternehmertum im Gastgewerbe sowie der Gewinnung und Bindung von Fachkräften für die Branche. Weitere Einzelvorträge beschäftigen sich u. a. mit den Themen Energie, Abfallvermeidung, Digitalisierung, Finanzierung und Förderung. Die Teilnehmer erhalten praxisnahe Informationen von Experten und anderen Unternehmern, relevante Fragen werden beantwortet. In den Pausen und im Anschluss an die Veranstaltung besteht die Möglichkeit, die anwesenden
Fachpartner individuell anzusprechen sowie wichtige Kontakte zu knüpfen. Der Branchentag für das Gastgewerbe bietet den Unternehmern somit eine Plattform, um Informationen zu aktuell relevanten Themen in kompakter Form zu erhalten, Erfahrungen auszutauschen und ihr persönliches Netzwerk zu erweitern. Der genaue Ablaufplan sowie die Themen werden über das Tourismusnetzwerk Thüringen sowie die Veranstaltungsdatenbank der IHK Südthüringen unter www.suhl.ihk.de rechtzeitig veröffentlicht.
Im Jahr 2014 haben die Thüringer IHKs einen Forderungskatalog zur Landtagswahl aufgestellt. Inzwischen hat die Regierungsperiode der Koalition aus Linkspartei, SPD und Bündnis 90/Die Grünen ihre Halbzeit erreicht. Dies ist ein guter Zeitpunkt, um Bilanz zu ziehen. Was wurde erreicht, um die Wettbewerbsfähigkeit der Thüringer Wirtschaft zu sichern und zu stärken? Hierzu laden die Thüringer IHKs Sie herzlich zur Podiumsdiskussion ein.
Moderation: •	Blanka Weber, freiberufliche Journalistin
Termin:	30. Mai 2017 Zeit:	17:00 bis 19:00 Uhr Ort:	IHK Erfurt, Arnstädter Straße 34, 99096 Erfurt. Auf dem Podium vertreten sind: •	Bodo Ramelow, Thüringer Ministerpräsident •	Susanne Hennig-Wellsow, Fraktionsvorsitzende DIE LINKE •	Dirk Adams, Fraktionsvorsitzender BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN •	Matthias Hey, Fraktionsvorsitzender SPD •	Dr. Ralf-Uwe Bauer, Präsident der IHK Ostthüringen zu Gera •	Dieter Bauhaus, Präsident der IHK Erfurt •	Dr. Peter Traut, Präsident der IHK Südthüringen
Ihr Ansprechpartner: Nadine Heusing S 03681 362-205 Y heusing@suhl.ihk.de
Anmeldung über die IHK-Veranstaltungsdatenbank unter: www.erfurt.ihk.de (Dok.-Nr. 14597972). Ihr Ansprechpartner: Dr. Jan Pieter Schulz S 03681 362-406 Y schulz@suhl.ihk.de
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bildschirmtechnisch mittig geteilt sind. Sie zeigen auf der linken Seite Schulinformationen, wie beispielsweise den Vertretungsplan und auf der rechten Bildschirmseite Ausbildungsplatzangebote regionaler Unternehmen, Ausbildungsmessen und Informationen zu weiteren Veranstaltungen zum Thema Berufswahl und Berufsorientierung. Einer der größten Vorteile ist die in das System integrierte kostenlose App. Hier können sich Schüler, Eltern und Lehrer mobil alle Informationen des Digitalen Schwarzen Bretts abrufen. Die App hat den Namen „IHK SchulApp für Südthüringen“ und ist für iOS und Android Systeme kostenlos erhältlich. Um auch Schülern und Eltern aus anderen Schulen und Schulformen die Möglichkeit zu geben, an diese Informationen zu gelangen, gibt es einen weiteren allgemeinen Zugang über eine freie IHK Kennung. Diese Kennung erhalten Sie von der IHK Südthüringen.
Die Erstellung eines gemeinsamen Regionalwirtschaftlichen Entwicklungskonzeptes für die Region Landkreis Gotha/llm-Kreis ist auf einem guten Weg. Seit dem vergangenen Jahr arbeiten die beiden Landkreise in Kooperation an der Erstellung des Konzeptes, das Grundlage für ein gemeinsames Regionalmanagement und Regionalbudget für die nächsten neun Jahre sein wird. Zielstellung ist es, mit einem gemeinsamen Regionalmanagement ab dem 2. Halbjahr 2017 zu beginnen. Das gemeinsame Regionalwirtschaftliche Entwicklungskonzept wird durch die LEG Thüringen unter Wertung der Ergebnisse einer abgeschlossenen Regionsanalyse erstellt. Dabei erfolgt eine Einbindung von regionalen Akteuren aus
aber auch der weichen Standortfaktoren, der Infrastruktur und des ÖPNV, Tourismus, Wirtschaft 4.0 bis hin zu einer gemeinsamen regionalen Vermarktung. Ziel ist es, die Wirtschaft und Unternehmen weiter voranzubringen, die Attraktivität der Region zu erhöhen, den Fachkräftebedarf abzudecken und kreisübergreifend starke Potenziale für eine weitere positive Entwicklung zu nutzen.
© Kerstin Edelmann
Schülern, Gästen und Lehrern, welche hervorragenden Chancen die Schulabgänger mit einer betrieblichen Ausbildung in den Unternehmen der Region haben. Mit den gegenwärtig installierten Digitalen Schwarzen Brettern werden rund 2 100 Schüler erreicht. 52 Unternehmen mit 142 Ausbildungsberufen und 15 dualen Studienplätzen präsentieren ihre Angebote. Bildschirme sind installiert im IHK-Präsident Dr. Peter Traut weihte das erste „Digitale Schwarze Brett“ im Staatlichen Gymnasium GeorLandkreis Sonneberg ein. gianum Hildburghausen, im Die digitale Vernetzung läuft mit zunehmender Staatlichen Berufsbildenden Schulzentrum HildburgGeschwindigkeit. Die IHK Südthüringen unterstützt hausen, im Staatlichen Berufsschulzentrum Ilmenau, diese Entwicklung mit einem zeit- und jugendim Staatlichen Berufsbildungszentrum Meiningen, gerechtem Medium. Am 24. März 2017 wurde im Staatlichen Berufsbildungszentrum Schmalkaldas „Digitale Schwarze Brett“ der Staatlichen den sowie in der Staatlichen Berufsbildenden Schule Berufsbildenden Schule Sonneberg offiziell durch Sonneberg. Das nächste Digitale Schwarze Brett IHK-Präsident Dr. Peter Traut in Betrieb genommen. wird im Hennebergischen Gymnasium „Georg Ernst“ Karl-Heinz Sladek, Geschäftsführer der HPT Hochin Schleusingen in Betrieb genommen. wertige Pharmatechnik GmbH & Co. KG in Neuhaus Bei den Geräten handelt es sich um 48 Zoll am Rennweg, beschrieb den über 100 anwesenden LCD Monitore mit integriertem PC, welche
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Wirtschaft und Wissenschaft sowie von Behörden und Verbänden bei der Konzepterstellung. Diese Kooperation mit regionalen Partnern soll auch im Rahmen des zukünftigen Regionalmanagements eine besondere Rolle spielen. Insoweit fließen in der Erstellung und Umsetzung nicht nur statistische Kennwerte ein, sondern vor allem die Erkenntnisse aus zwei Workshops sowie die Ergebnisse durchgeführter Experteninterviews. Aufbauend auf die Regionsanalyse werden Ziele der regionalwirtschaftlichen Entwicklung und verschiedene Handlungsfelder definiert. Dabei sind die Themenfelder des Konzeptes sehr weit gefasst und reichen von der Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur, von Industrie- und Gewerbegebieten
Ihr Ansprechpartner: Jan Wallstein S 03681 362-234 Y wallstein@suhl.ihk.de
Ihr Ansprechpartner: Tilo Werner S 03681 362-203 Y werner@suhl.ihk.de
Wenn Fachkräfte, so wie die Unternehmen sie dringend brauchen, einfach nicht mehr zu finden sind, müssen andere Wege zur Gewinnung qualifizierter Mitarbeiter gegangen werden. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Forum F – Fachkräfte informiert die IHK Südthüringen Unternehmen regelmäßig über Strategien zur Sicherung des Fachkräftebedarfes. Im April 2017 lud die IHK ihre Mitgliedsunternehmen zur Veranstaltung „Potenziale nutzen – Mitarbeiter qualifizieren“ nach Suhl, Arnstadt, Sonneberg und Schmalkalden ein. Unternehmensvertreter aus dem Ilm-Kreis konnten sich am 4. April 2017 in der IHK-Niederlassung Arnstadt über Möglichkeiten zur Qualifizierung von Mitarbeitern informieren. Vorgestellt wurden Anpassungs- und Aufstiegsweiterbildungen für Fachkräfte, Qualifizierungsmöglichkeiten für ungelernte Mitarbeiter oder Mitarbeiter mit berufsfremden Abschlüssen sowie Wege der beruflichen Bildung für geflüchtete Menschen. Flankierend zu den aufgezeigten Perspektiven erhielten die Unternehmer umfassende Informationen zu den attraktiven Förderbedingungen durch die Agentur für Arbeit und die Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung. Die vielfältigen Möglichkeiten der berufsbegleitenden Qualifizierung stießen auf großes Interesse. Wie eine Unternehmensvertreterin
betonte, lohne es sich also durchaus, auch Bewerber, die dem Anforderungsprofil nicht eindeutig entsprechen, bei der Personalauswahl zu berücksichtigen. Die Weiterbildungsberater der IHK Südthüringen und auch der Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit beraten Unternehmen individuell und passgenau zu
den konkreten Weiterbildungsangeboten und den entsprechenden Fördermöglichkeiten. Weiterführende Informationen mit den Vorträgen zu allen vier Veranstaltungen sowie den Ansprechpartnern vor Ort finden Sie unter: www.suhl.ihk.de (Dok.-Nr. 36724).
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© www.wj-thueringer-wald.de
Zum ersten Mal ist Ende Februar 2017 das Weiterbildungsprojekt der Wirtschaftsjunioren Thüringer Wald auf Reisen gegangen – zu den Wirtschaftsjunioren Harzkreis e. V. nach Wernigerode. Dies war zugleich die Auftaktveranstaltung der Wirtschaftsjunioren Thüringer Wald Akademie „unterwegs“ in exklusiver Zusammenarbeit mit dem Top Coach 2016 Daniel Hoch. Thematisch ging es im Stadthotel Hotel Weißer Hirsch „klar, direkt & motivierend“ zur
Sache: Tacheles reden, Geheimnisse effizienter Sprache sowie Führungsstile waren einige der spannenden Themen, die die 19 Teilnehmer der lokalen Wirtschaft begeisterten. Wer Interesse an den vielfältigen Weiterbildungsangeboten für Führungskräfte hat, findet Informationen zur WJ Thüringer Wald Akademie und den nächsten Terminen unter: www.wj-thueringer-wald.de/akademie
Der Vorstand 2017 der Wirtschaftsjunioren Thüringer Wald (v. l. n. r.): Andreas Krug (Vorsitzender), Katharina Jäger und Patrick Lindner
Am 30. März 2017 wurde auf der Jahresmitgliederversammlung der Wirtschaftsjunioren Thüringer Wald ein neuer Vorstand gewählt. Dabei gab es Kontinuität und Erneuerung zugleich: Einstimmig im Amt bestätigt wurde der Vereinsvorsitzende Andreas Krug. Ebenfalls mit einem klaren Votum bestätigt wurde Katharina Jäger als stellvertretende Vereinssprecherin. Neu im Vorstand dabei ist – ebenfalls einstimmig gewählt – Patrick Lindner.
Die Teilnehmer des Tagesworkshops „Führungskräftetraining“ vor dem Rathaus in Wernigerode
Weitere Informationen zu den Wirtschaftsjunioren unter:
www.wj-sm.de
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Ihr Ansprechpartner: Dr. Janet Nußbicker-Lux S 03681 362-174 Y nussbicker-lux@suhl.ihk.de
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g/pi
Mario Dammköhler S 03681 362-132 Y dammkoehler@suhl.ihk.de
Für die Unternehmen in Thüringen nimmt die Belastung durch steigende Gewerbesteuerhebesätze stetig zu. Gern verweisen die Städte und Gemeinden im Zuge von Steuererhöhungen auf das Land. Verändert Thüringen im Rahmen des Finanzausgleichs zwischen finanzstärkeren und -schwächeren Kommunen das Niveau der Nivellierungshebesätze (oder „fiktiven Hebesätze“), dient dies Kommunalpolitikern gern als Begründung zur Anpassung der Gewerbesteuerhebesätze an das Landesniveau. Als Begründung dienen die Schlüsselzuweisungen, also Zahlungen des Landes an die Kommunen zum Ausgleich für zu geringe Steuereinnahmen. In einem gerade fertiggestellten gemeinsamen Argumentationspapier
Im Zuge der Diskussionen um die Zukunft des Rennsteig-Shuttles hat die IHK Südthüringen die Thüringer Landesregierung zu einem klaren Bekenntnis zum touristischen Bahnverkehr aufgefordert. Gleichzeitig setzte sich die IHK für ein ressortübergreifendes Engagement des Verkehrs- und Wirtschaftsministeriums zum Betrieb und Erhalt der Bahnstrecke ein. Nachdem der Freistaat seine Unterstützung offerierte, diese jedoch an die Gründung eines kommunalen Zweckverbandes knüpfte, liegt es an uns Südthüringern, diese Gelegenheit zu nutzen. Aus Sicht der IHK Südthüringen muss der vom Land gewünschte Zweckverband für das Rennsteig-Shuttle schnellstmöglich auf den Weg gebracht werden. Weitere Informationen zum Thema finden Sie auf den Seiten 4 bis 5 in dieser Ausgabe.
Bereits seit mehr als zehn Jahren thematisiert die IHK Südthüringen die hiesige Netzentgeltsituation. Seit Herbst 2016 wird nun auch in der Bundespolitik intensiv um das Thema „Vereinheitlichung der Netzentgelte im Übertragungsnetzbereich“ gerungen. Von einer Vereinheitlichung der Übertragungsnetzentgelte könnte die Mehrzahl der Bundesländer, darunter auch Thüringen, profitieren. Im ersten Gesetzentwurf aus dem Bundeswirtschaftsministerium war eine Passage für eine entsprechende Verordnungsermächtigung enthalten, die kurz danach ersatzlos gestrichen wurde (wir berichteten in Heft 3/2017, S. 24). Die IHK Südthüringen hat sich daraufhin als Mitunterzeichnerin mit der Bitte um Unterstützung in einem Brief an die Bundeskanzlerin gewandt. Die Thüringer Landesregierung hat sich ebenfalls für eine Vereinheitlichung der Netzentgelte eingesetzt, indem diese am 10. Februar 2017 einen Gesetzesantrag zur Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes zusammen mit Schleswig-Holstein und Bayern in den Bundesrat eingebracht hat. Außerdem haben die Länder Sachsen und Sachsen-Anhalt am 7. März 2017 einen weiteren Antrag in den Bundesrat eingebracht. Dieser hat im Wesentlichen den Inhalt, die ursprünglich im NEMoG (Netzentgeltmodernisierungsgesetz) enthaltene Verordnungsermächtigung zur Vereinheitlichung der Übertragungsnetzentgelte wieder aufzunehmen. Die Bundesregierung hat den Gesetzentwurf ohne die Verordnungsermächtigung (Stand 15. März 2015) sowie die Stellungnahme des Bundesrates, der sich für eine Verordnungsermächtigung zur Vereinheitlichung der Netzentgelte ausgesprochen hat, dem Bundestag zugeleitet. In der Bundestagssitzung am 23. März 2017 wurde das Thema wieder an die Ausschüsse verwiesen, sodass eine rasche Umsetzung aktuell nicht in Sicht ist.
verdeutlichen daher die Thüringer IHKs und das Thüringer Ministerium für Inneres und Kommunales die Wirkungsweise der fiktiven Hebesätze für die Steuerkraftentwicklung. Anders als häufig unterstellt verliert eine Stadt oder Gemeinde im kommunalen Finanzausgleich keine Mittel, wenn sie ihre lokalen Realsteuerhebesätze nicht an die fiktiven Hebesätze des Landes angleicht. Das Argumentationspapier ist abrufbar unter: www.suhl.ihk.de (Dok.-Nr. 1847).
Ihr Ansprechpartner: Dr. Jan Pieter Schulz S 03681 362-406 Y schulz@suhl.ihk.de
Die IHK Südthüringen unterstützt intensiv das Netzwerk zur Umsetzung praxisnaher Berufsorientierung in den Schulen des IHK-Bezirkes. Ein wesentliches Instrument der nachhaltigen Arbeit mit den Schülern war bis 2014 das geförderte Projekt „Berufswahlpass“. Mit dem Ende der Förderung stellte das Land Thüringen die Dokumente zur Führung des Berufswahlpasses nur noch online im Schulportal ein. Damit hatten Lehrer und Schüler keine feste Möglichkeit mehr, die Aktivitäten in der Berufsorientierung über drei Jahre (7. bis 9. Klasse bzw. 9. bis 11. Klasse) zu dokumentieren, zu sammeln und Entwicklungen auszuwerten.
Das führte zu Einbrüchen in der Qualität der Arbeit im Rahmen der Berufsorientierung. Doch damit ist nun Schluss! Ab dem Schuljahr 2017/2018 stellen die IHK und die HWK Südthüringen mit einem Gemeinschaftsprojekt unter der Federführung der IHK Südthüringen den Schulen und den Schülern der 7. bzw. 11. Klassen den Berufswahlpass wieder zur Verfügung. In einheitlichem Layout und strapazierbarer fester Form mit den wesentlichsten inhaltlichen Dokumenten wird damit wieder Kontinuität in der Berufsorientierung unterstützt.
Ihr Ansprechpartner: Dr. Petra Kukuk S 03681 362-151 Y kukuk@suhl.ihk.de
Eric Schweitzer bleibt für eine weitere vierjährige Amtszeit Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK). Die Vollversammlung bestätigte den Unternehmer am 30. März 2017 mit überwältigender Mehrheit. Der 51-Jährige bekannte sich klar zu einem Europa offener Grenzen. Die EU als starke Gemeinschaft zu bewahren sei das Gebot unternehmerischer Vernunft. Mit Blick auf die bevorstehende Bundestagswahl will er für die Wirtschaft wichtige Themen in die Diskussion über das neue Regierungsprogramm einbringen. Bei zentralen wirtschaftspolitischen Themen dürfe die Politik jedoch keine Rückschritte machen. Er unterstrich die Bedeutung von Investitionen für eine bessere
Zukunft: „Wir brauchen Investitionen in Köpfe, in Innovation und in Infrastruktur.“ Aus- und Weiterbildung sowie Fachkräftesicherung blieben deshalb ganz oben nicht nur auf der politischen Agenda, sondern auch auf der der IHK-Organisation. Schweitzer mahnte, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen. Investitionen in die Wettbewerbsfähigkeit, in innovative Produkte und Dienstleistungen seien Politik für die nächste Generation. Verantwortungsvolle Politik müsse die Rahmenbedingungen für private Investitionen verbessern. Daher brauche Deutschland eine Steuerpolitik, die solche Investitionen fördere. Schweitzer forderte, dass ein Fokus des künftigen Bundeshaushalts auf Infrastrukturinvestitionen liegen müsse. Wenn
© DIHK/Thomas Kierok
es um die Zukunft gerade mittelständischer Betriebe gehe, würden ihm von Unternehmerkollegen zumeist die Stichworte Verkehrsinfrastruktur und Glasfaserausbau genannt.
Südthüringische Wirtschaft 5/2017 19
Detailinformationen zu den nachfolgend aufgeführten und weiteren Unternehmen finden Sie unter Angabe der Chiffre-Nr. in der Nachfolgebörse (www.nexxt-change.org) oder auf der Homepage der IHK Südthüringen (www.suhl.ihk.de, Dok.-Nr. 28918)
Folgende Unternehmen suchen einen Nachfolger: Chiffre
A-SHL_15-009
Tiefbauunternehmen – kommunaler Tief- u. Straßenbau, Rahmenverträge, Jahresumsatz ca. 1 Mio. Euro
A-SHL_15-017a
Gasthof & Pension, kompl. renoviert/modernisiert 3 FamZi, 2 DZ, Gastst. 25 Pl, kl. Saal 40 Pl. und Wohnung
A-SHL_15-018
Thüringer Wald ca. 2 km vom Rennsteig
Schullandheim/Wanderheim, 120 Betten u. separate Wohnung, gute Verkehrsanbindung
HWK EF 016-15-1
Langjährig etablierte Tischlerei auf eigenem Grundstück 820 m², Werkstatt, Ausstellungs- und Lagerfläche
A-SHL_16-001
GREINER GLAS MANUFAKTUR – Renommiertes Glas-Tourismusunternehmen, führender Partner im Bustourismus
A-SHL_16-002
Einzelhandel/Thüringer Glaskunst mit Glasbläser-Schauwerkstatt und Gastronomie
A-SHL_16-008
Optima Haustechnik Produktion von Wärmespeichern; Grundst. 1 155 m², 1998 teilsan. Gebäude 545 m²
A-SHL_16-012
Naturpark Thüringer Wald am Rennsteig
Kleines Landhotel 20 EZ/DZ, Gastronomie 60 Pl., Grundstück 6 000 m² optional für alternative Nutzung
A-SHL_16-015
Beliebtes Wanderhotel am Rennsteig, idyllische Lage mit hoher Gästefrequenz, Kapazitäten erweiterbar
A-SHL_16-016
Gut etabliertes Wäschemodengeschäft mit langjährigen Stammkunden – anspruchsvolles Sortiment für Sie und Ihn
A-SHL_16-019
Exklusives Hotel garni, 8 DZ, 3 FeWo, Betreiberwhg, Grundst. ca. 4 000 m², TOP-Bewertung u. hohe Auslastung
A-SHL_16-021
kleines mittelständisches Unternehmen aus dem Bereich Präsentation und Marketing in der Fahrzeugbranche
A-SHL_16-022
Erfolgreiches Metallbauunternehmen Bereich Leichtmetall, Brand- u. Rauchschutz, ca. 40 MA, mit Autobahnanschluss
A-SHL_16-023
Deutschland- und europaweite Möbelspedition, Umzüge und Transporte, Lagerhallen, Grundstück 9 500 m²
A-SHL_16-024
KMU, Schwerpunkt 3D-Druck, Muster- u. Prototypenbau (Kunststoff & Metall) bietet (aktive) Beteiligung von ca. 20 %
A-SHL_16-025
Handel und Werkstatt für Fahrzeug- und Forsttechnik, 5 100 m² Gewerbefl. mit mehreren Hallen, günstige Lage
A-SHL_16-026
Traditionelle Lederverarbeitung, (Stanzen, Nähen Prägen) ca. 8 MA, am Standort erweiterbar
A-SHL_17-002
Südthüringer Kleinstadt
Fachgeschäft für Berufs- u. Arbeitsschutzbekleidung sowie Wohnung mit 80 m², Grundstück 5 100 m², Nähe A 73
A-SHL_17-003
Betriebswirtschaftliches Beratungsbüro für KMU und Privatpersonen, Buchführung und Abrechnungen
A-SHL_17-004
Fotofachgeschäft mit digit. Fotostudio in Fußgängerzone, moderne Ausstattung u. Studiotechnik, viele Stammkunden
A-SHL_17-005
Buchhaltungsbüro: Betriebswirtschaftliche Beratung, Buchhaltung, Lohnrechnung für KMU
A-SHL_17-006
Bio-Reformhaus, Naturmedizin, Bioprodukte u. ergänzend Kunstgewerbe, Mietfläche gesamt ca. 100 m², 1b-Lage
A-SHL_17-007
Hersteller und Großhändler für Reinigungsmittel und Zubehör, Grundstück 1 452 m², Nähe A 71
A-SHL_17-008
25-Betten-Hotel im Biosphären-Reservat Rhön, EZ/DZ und App., Gastronomie 100 Pl., sep. Eingänge Hotel/Restaurant
Interessierte an einer Übernahme: Chiffre
S-SHL_15-102
Südthüringen/Franken
Große Immobilienverwaltung sucht branchengleiches Unternehmen zw. Beteiligung/Übernahme
S-SHL_16_100
Dienstleister im Gebäudemanagement sucht Beteiligung/Übernahme eines branchengleichen KMU
S-SHL_16-102
Karosseriebauer sucht Beteiligung/Übernahme im Bereich Blechbearbeitung/Blechdrücken
S-SHL_16-103
Kfz-Technikermeister sucht zur Übernahme kleines Busunternehmen.
S-SHL_17-100
Mittelständisches Unternehmen im Kunststoffspritzguß sucht Beteiligung/Übernahme eines branchengleichen KMU oder Werkzeugbau
S-SHL_17-101
Thüringen/Franken
Biete langjährige Führungs- und Vertriebserfahrung, suche Beteiligung/Übernahme im Dienstleistungs- oder Hotelgewerbe
S-SHL_17-102
BWin mit Führungs- und Personalerfahrung sucht Beteiligung/Übernahme in Handel, DL, verarb. Gewerbe
Alle o. g. Angebote und Nachfragen werden von der IHK Südthüringen ohne Gewähr veröffentlicht! Ihr Ansprechpartner: Detlef Schmidt-Schoele S 03628 6130-515 Y d.schmidt@suhl.ihk.de
20 Südthüringische Wirtschaft 5/2017
Vom 27. bis 31. März 2017 haben die Thüringer Nachfolgelotsen mit ihren Netzwerkpartnern eine ganze Woche zum unternehmerischen Generationswechsel gestaltet. Mehr als 200 Unternehmer und Netzwerkpartner konnten bei zahlreichen Veranstaltungen ein breites Spektrum an Informations- und Unterstützungsangeboten wahrnehmen. Zum Erfolg hat erneut die enge Wechselwirkung von fachlichen Informationen, Expertenwissen und praktischen Erfahrungen beigetragen. So ergaben sich während der Auftaktveranstaltung der Roadshow Unternehmensnachfolge viele Impulse für die Umsetzung der Veranstaltungsreihe in ganz Thüringen. Steuern, Recht, Finanzen, Konfliktpotenziale sind sehr wichtige Themen. „Für mich als Unternehmer ist der Nachfolgeprozess in der Regel eine einmalige Angelegenheit und am wichtigsten ist es dabei zu wissen, wo man anfangen muss“, so das Resümee eines Seniorunternehmers. „Und wichtig ist es, erst einmal einen kompetenten Ansprechpartner zu finden, offensichtlich wären das ja die Nachfolgelotsen.“ Der erstmalige Fachtag für die Netzwerkpartner bestätigte die Erfahrungen der Experten, dass die Komplexität des Generationswechsels mit dem Klarwerden über die unternehmerischen aber auch die persönlichen Ziele der Unternehmer, der Unternehmerfamilien und der möglichen Nachfolger beginnen muss. Das bekräftigte auch Prof. Birgit Felden, Leiterin des EMF-Institutes an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin, die mit ihrem Impulsvortrag auf unterhaltsame und nachdrückliche Weise die Spannungsfelder und Lösungsoptionen im Nachfolgeprozess aufzeigte. Alles in allem ein gelungener Start, der mit zahlreichen Angeboten über das weitere Jahr fortgesetzt wird und ein Beleg dafür, dass mit dem Thema Unternehmensnachfolge von Anfang an ein wesentlicher Schwerpunkt im Rahmen des Projektes Thüringer Zentrum für Existenzgründungen und Unternehmertum (ThEx) gesetzt wurde. Weitere Informationen unter: www.thex.de/ nachfolge oder www.suhl.ihk.de
© HWK Erfurt
Expertengespräch beim Fachtag: Jana Symalzek (Visionsentwicklung), Marita Eckstein (GF FES Bahntechnik GmbH & Co. KG), Prof. Dr. Birgit Felden (EMF-Institut der HWR), Franziska Rudloff (ThEx-Nachfolgelotsin HWK-Erfurt), Detlef Schmidt (ThEx-Nachfolgelotse IHK Südthüringen)
Ihr Ansprechpartner: Detlef Schmidt-Schoele S 03628 6130-515 Y d.schmidt@suhl.ihk.de Südthüringische Wirtschaft 5/2017 21
Angeboten werden vielseitig nutzbare Gewerbe-/Büro-/ Praxis-/Kanzlei-/Schulungsräume in Untermaßfeld im Gewerbegebiet nahe BAB A 71. Gewerbeeinheiten im OG eines Bürogebäudes (BJ 1994) mit bis zu zehn Stellplätzen inklusive. Bürogrößen: Büro 1 – 26,57 m², Büro 2 – 20,64 m ², Büro 3 – 25,09 m², Büro 4 – 12,16 m², Büro 5 – 7,91 m². 186-2015-06 Die Böhm Fertigungstechnik Suhl GmbH mit Sitz im Gewerbegebiet Zella-Mehlis stellt freie Räumlichkeiten zur Miete zur Verfügung: –	Infrastruktur sowie Telefon und Strom vorhanden –	Sozialräume, WC Damen/Herren zur Mitbenutzung –	Besprechungsräume, Cafeteria nach Vereinbarung mitnutzbar –	Raumgrößen: 4 x 96 m², 1 x 260 m ² –	separater Eingang Treppe/Aufzug 186-2016-09 Vermietung von Produktions-, Lager-,Logistik- und Büroflächen im Gewerbegebiet „Erfurter Kreuz“, ca. 140 000 m², Teilflächen möglich. 186-2016-10
Im Jahre 2009 wurde das Programm „Erasmus für Jungunternehmer“ (engl. Erasmus for Young Entrepreneurs = EYE) als europäisches Austauschprogramm für Gründer und auch junge Unternehmen gestartet und ist angelehnt an das akademische Austauschprogramm Erasmus für Studenten (Erasmus nach Erasmus von Rotterdam). Zielgruppe für dieses Programm „EYE“ sind europäische Unternehmer in der Gründungsphase oder Jungunternehmer, deren eigene Gründung nicht länger als drei Jahre her ist. Das Programm existiert in allen Ländern der EU und darüber hinaus auch in zehn Nicht-EU-Ländern wie Norwegen, Island, der Türkei etc. Alter des Jungunternehmers und die Zugehörigkeit zu einer Branche sind nicht relevant. In einem ein- bis sechsmonatigen Aufenthalt kann ein Jungunternehmer bei einem erfahrenen Unternehmen Wissen und relevante Fähigkeiten zur Gründung eines Unternehmens erwerben und sich zu seiner Geschäftsidee austauschen.
22 Südthüringische Wirtschaft 5/2017
Wir bieten Ihnen Entwicklungsleistungen für Ihre Produkte. Bei Designentwicklung bis zum Prototypenbau unterstützen wir Sie. Unser patentierter Schichtholzwerkstoff ist für Designgehäuse von Technikgeräten bestens geeignet und hebt Ihre Produkte haptisch und optisch vom Standard ab. Auch Entwicklung von Fassadenverankerungen und Spezialmontagen von Naturwerkstein zählen zu unserem Portfolio. 186-2017-01 Gewerbe-, Laden-, Bürofläche, Praxis- oder Schulungsräume etc., insgesamt ca. 220 m², auch teilbar, in Bad Salzungen, Langenfeld, Hauptstraße, zu vermieten. Barrierefrei, Anlieferungsrampe, zehn PKW Stellplätze. 186-2017-02 Die Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Südthüringen bietet vielseitig nutzbare Büroflächen von 15 m² bis 500 m² in Suhl-Friedberg zur Miete, auf Wunsch teilmöbliert, sofort nutzbar. Besonders geeignet als Praxis-, Kanzlei- und Schulungsräume, Werkstattnutzung möglich. Gute Ausstattung, Fahrstuhl, behindertengerecht, WC Damen/Herren, Besprechungsräume. Ausreichend Parkflächen vorhanden. 186-2017-03
Das Verständnis um den europäischen Markt und Möglichkeiten der Vernetzung und somit der Schaffung neuer Arbeitsmöglichkeiten sind Ziel des Programms. Der Gastunternehmer, sozusagen der Mentor, wiederum trifft auf einen motivierten Jungunternehmer mit neuen Ideen, aber auch speziellen Fähigkeiten, die gerade dieser erfahrene Unternehmer nutzen kann. Das Programm kann somit eine echte Chance für Kooperationsmöglichkeiten bieten. Die Mentoren sind kleine und mittelständische Unternehmen (unter 250 Beschäftigte), die ihren Hauptsitz in der EU haben bzw. in einem der weiteren zehn teilnehmenden Nicht-EU-Länder. Die Gastunternehmer müssen eine Qualitätsverpflichtungserklärung unterzeichnen, in der die Zielsetzungen des Aufenthalts und ein grober Aktivitätsplan festgelegt werden. Der Gastunternehmer muss reich an Erfahrungen in der Leitung eines Unternehmens sein und diese Kenntnisse auch weitergeben wollen.
Hersteller und Großhändler von Verpackungsmittel sucht freie Außendienstmitarbeiter oder Handelsagenturen für das Gebiet Bayern/Franken, Hessen und Thüringen. Branchenkenntnisse von Vorteil (nicht Bedingung), Einarbeitung und Produktschulung wird gewährt. 186-2016-07 Wir bieten freie Kapazitäten in Teil- oder Komplettlösung! Für alle Branchen: Teil-, Endmontagen, Nacharbeiten, Kleinteilefertigung, Verpackung, Versandfertigstellung und Logistik. 186-2016-06
Alle o. g. Angebote und Nachfragen werden von der IHK ohne Gewähr veröffentlicht!
Ihr Ansprechpartner: Maike Voß S 03681 362-222 Y voss@suhl.ihk.de
Die EU zahlt über die lokalen Kontaktstellen die Reise- und Aufenthaltskosten des Jungunternehmers, die sich nach den allgemeinen Lebenshaltungskosten des Gastlandes richten. Die Bewerbung der Jungunternehmen und gastgebenden Unternehmen erfolgt über ein Online-Anmeldetool und außerdem parallel mit direkter Kontaktaufnahme zu einer regionalen Vermittlungsstelle. Unter www.erasmus-entrepreneurs.eu ist beides zu finden. Aus der Praxis des Programms und somit zu konkreten Fällen in Sachen erfolgreicher Unternehmensvernetzung wird auch berichtet.
Ihr Ansprechpartner: Annegret Klein S 03628 6130-513 Y klein@suhl.ihk.de
Im Bundesgesetzblatt (BGBl) II vom 10. November 2016 wurde die 25. ADR-Änderungsverordnung vom 25. Oktober 2016 veröffentlicht. Die Änderungen des ADR traten am 1. Januar 2017 in Kraft und sind ab 1. Juli 2017 verbindlich anzuwenden. Inzwischen sind auch der Prozess zur Änderung der Gefahrgutverordnung Straße, Eisenbahn und Binnenschiff (GGVSEB), die
Gefahrgutbeauftragtenverordnung (GbV), die Gefahrgutkostenverordnung (GGKostV) und die Gefahrgut-Ausnahmeverordnung (GGAV) im Gange. Auf dem 11. Thüringer Gefahrgutforum in der IHK Südthüringen, Haus der Wirtschaft, in Suhl am 1. Juni 2017 wird zu den Änderungen im ADR, GGVSEB & Co ausführlich berichtet.
Anmeldung und weitere Informationen über die IHK-Veranstaltungsdatenbank unter: www.suhl.ihk.de (Dok.-Nr. 38328).
Der Status und die Entwicklung des Unternehmens sollten auf den ersten Blick für den Unternehmer erkennbar sein. Manchmal schenkt man den eigenen Zahlen aber nicht die entsprechende Beachtung oder hat große Mühe, das Zahlenwerk der Buchführung zu interpretieren. Mit einer jeweils zweistündigen Informationsveranstaltung möchte die IHK Südthüringen zeigen, wie Unternehmer auf Basis einer aktuellen Finanzbuchführung mit den richtigen betriebswirtschaftlichen Auswertungen wirtschaftliche Fehlentwicklungen erkennen können, um frühzeitig erforderlichen Handlungsbedarf abzuleiten. Die
gewonnenen Daten sind außerdem eine gute Vorbereitung auf das Bankgespräch. Inhalte: •	Controlling als Navigationssystem •	Zeitnahe Buchführung mit digitalen Belegen •	Der Weg zur „Qualitäts-BWA“ •	Kennzahlen zur Steuerung •	BWA and friends – es geht noch mehr!
Termine: 19.06.2017, 16:00 Uhr, IHK Südthüringen, Niederlassung Sonneberg 20.06.2017, 10:00 Uhr, IHK Südthüringen, Niederlassung Arnstadt
Als Referent konnte Guido Badjura gebunden werden. Er ist Themenverantwortlicher für Controlling und betriebliches Rechnungswesen der DATEV eG in Mannheim.
Ihr Ansprechpartner: Mario Dammköhler S 03681 362-132 Y dammkoehler@suhl.ihk.de
Dr. Jan Pieter Schulz S 03681 362-406 Y schulz@suhl.ihk.de
Südthüringische Wirtschaft 5/2017 23
Das erste Quartal 2017 stand ganz im Zeichen der Berufsorientierung. So hat die IHK Südthüringen für die einzelnen Zielgruppen ganz unterschiedliche bewährte und neue Angebote gemacht. Von den Azubi-Speed-Datings in Suhl, Arnstadt und Sonneberg, über die Woche der Ausbildung bis hin zu Infoabenden für Karrierewege in Arnstadt, Hildburghausen, Meiningen, Sonneberg und Suhl gab es Kontakt- und Erlebnischancen in und um die duale Berufsausbildung. Den Auftakt für das Jahr 2017 bildete die Woche der Ausbildung vom 6. bis 10. Februar. In direkter Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit Suhl, die traditionell die Themen „Studium und Beruf“ gestalten, begleitete die IHK Südthüringen in der gesamten Woche die intensive Ausbildungsberatung. Dort konnten sich Interessierte bei den Ausbildungsberatern der IHK über die duale Berufsausbildung, deren Chancen und Karrierewege sowie über Praktika informieren. Höhepunkt der Woche war der Donnerstag, mit einem neuen Konzept. Am 9. Februar 2017 lud die IHK Südthüringen zur Karrierewerkstatt mit Langschläferfrühstück ins Haus der Wirtschaft nach Suhl ein. Es gab verschiedene Coachings zu Themen wie: Fit für die Ausbildung, das Vorstellungsgespräch, die professionelle Bewerbungsmappe oder vom Wunschberuf zum Ausbildungsplatz. Das alles sind wichtige Themen zur Vorbereitung für die Jugendlichen, die sich bei den Ausbildungsbetrieben, egal ob für ein Praktikum, eine Ausbildung oder ein duales Studium, mit ihren Halbjahreszeugnissen bewerben möchten. Dieses neue Format wird die IHK Südthüringen weiterentwickeln, um mit Schülern noch intensiver über
die besonderen Chancen der dualen Ausbildung im Gespräch zu bleiben. Elternabende zur Berufswahl Teenager vor dem Schulabschluss vermitteln oft das Gefühl, die wichtigsten Entscheidungen für ihr zukünftiges Leben ganz allein fällen zu können. Die Eltern kennen das aus der eigenen Jugend. Sie wissen aber auch, dass Hilfe und Lenkung durch Menschen mit Lebenserfahrung in dieser Phase unverzichtbar sind. Deshalb organisierte die IHK Südthüringen in diesem Jahr erstmals Elternabende („Infoabende für Karrierewege“), um über die vielfältigen Möglichkeiten bei der Berufswahl zu informieren. Die Eltern sind die ersten Berater, Unterstützer und Ratschlaggeber für ihre Kinder. Diesen Prozess wollte die IHK unterstützen und Orientierungshilfen im scheinbar unendlichen Netz beruflicher Entwicklungswege anbieten. Denn wer sich rechtzeitig mit dem Thema Berufswahl beschäftigt, wird die anstehenden Entscheidungen besser treffen können als jemand, der spontan handelt. Im Rahmen der Elternabende berichteten Claudia Müller und Jens Reißland vom Fachgebiet Berufspädagogik und Weiterbildung
der Universität Erfurt außerdem über „aktuelle Chancen der beruflichen Bildung“. Die duale Ausbildung kann der Beginn einer Karriere sein, die über die berufliche Weiterbildung eine Alternative zum klassischen Hochschulstudium ist. An allen Standorten stand damit eine „geballte Ladung“ Fachkompetenz zum Thema „Karrierewege nach dem Schulabschluss“ zu individuellen Beratungen bereit. Die Interessenten, die das Angebot genutzt haben, sind hoch motiviert und mit einer neuen Sicht auf die Chancen beruflicher Karriere nach der dualen Ausbildung in weitere Gespräche mit ihren Kindern gegangen. Für 2018 werden diese Infoabende eine erfolgreiche Fortsetzung finden. Azubi-Speed-Datings Nach den Erfolgen des Azubi-Speed-Datings in Suhl der letzten Jahre sollte dieses Instrument in die Regionen getragen werden. So gab es am 7. März 2017 in der IHK-Niederlassung Sonneberg und am 14. März 2017 in der Stadtbrauerei Arnstadt jeweils ein weiteres Azubi-Speed-Dating. 41 Südthüringer Unternehmen waren im Haus der Wirtschaft in Suhl vor Ort und hatten mehr als 200 Angebote für eine Berufsausbildung oder ein duales Studium im Gepäck. In der IHK-Niederlassung Sonneberg präsentierten sich 18 Ausbildungsbetriebe mit 110 freien Ausbildungsplätzen. In Arnstadt nahmen 28 Ausbildungsbetriebe mit 150 freien Ausbildungsplätzen teil. Auch die Nachfrage nach einem Praktikumsplatz lohnte sich. In über 200 Gesprächen der Unternehmen mit den hoffentlich zukünftigen Auszubildenden wurden an diesen Tagen um die regionalen Perspektiven vor der Haustür geworben. Wie in den vergangenen Jahren wurden die Veranstaltungen sowohl in der Vorbereitung als auch mit einem eigenen Stand durch die Agentur für Arbeit Suhl bzw. im Ilm-Kreis durch die Agentur für Arbeit Erfurt unterstützt. Es gab Tipps, Hinweise, Informationen rund um die Bewerbung und einen Bewerbungsmappen-Check. Ein weiteres Format wurde am 24. April 2017 mit der zweiten BerufsErlebnisMesse in der Viba Nougat-Welt in Schmalkalden angeboten. Hier hatten ausbildende Unternehmen im Tourismus die Gelegenheit, Berufsbilder erlebbar zu machen, um so junge Menschen für eine Karriere in der Branche zu begeistern. Wir berichten darüber in der nächsten Ausgabe. Ihr Ansprechpartner:
Großen Andrang gab es zum Azubi-Speed-Dating in Suhl
24 Südthüringische Wirtschaft 5/2017
Karolin Walch S 03681 362-414 Y walch@suhl.ihk.de
© HWK Südthüringen
Ende März hatten die IHK Südthüringen, die HWK Südthüringen und die Agentur für Arbeit Suhl als Kooperationspartner für praxisnahe Berufsorientierung in Südthüringen zur 2. Fachkonferenz ins BTZ Rohr-Kloster eingeladen. 75 Vertreter aus Schulen, Bildungsträgern und Unternehmen nahmen eine Standortbestimmung zur Berufsorientierung vor und diskutierten das weitere Vorgehen. Damit konnte der mit der ersten Fachkonferenz zur Berufsorientierung in Südthüringen begonnene Dialog zwischen allen Netzwerkpartnern fortgesetzt und vertieft werden.
appellierte an die koordinierte und abgestimmte Arbeit aller Akteure und forderte Kontinuität und Nachhaltigkeit der Maßnahmen ein. Hier konnte Dr. Petra Kukuk konkret ansetzen und ein Ergebnis der Arbeit der ersten Fachkonferenz zur praxisnahen Berufsorientierung vorstellen. Sie erläuterte den Stand der Umsetzung der Wiedereinführung des „Berufswahlpass“ in der „Hardwareform“. Den Berufswahlpass werden IHK und HWK Südthüringen als Gemeinschaftsprojekt ab dem Schuljahr 2017/2018 für die siebten bzw. neunten Klassen (Gymnasien) in ihren jeweiligen Kammerbezirken gemeinsam wieder zur Verfügung stellen. Damit wird eine von Lehrern, Schülern und Eltern kritisierte Lücke im System der praxisnahen Berufsorientierung geschlossen. Das ist nur ein eindrucksvoller Beleg dafür, wie konkret und ernst alle Netzwerkpartner an der erfolgreichen Umsetzung der praxisnahen Berufsorientierung als einer wichtigen Säule zur Fachkräfteentwicklung unserer Region arbeiten. (s. auch Seite 19). Ihr Ansprechpartner: Dr. Petra Kukuk S 03681 362-151 Y kukuk@suhl.ihk.de Anzeige
(v. l. n. r.) Manuela Glühmann, Peggy Greiser (beide HWK Südthüringen), Dr. Petra Kukuk (IHK Südthüringen) sowie Eckhard Lochner und Angelika Knötig (beide Agentur für Arbeit Suhl)
Die amtierende Hauptgeschäftsführerin der HWK Südthüringen, Manuela Glühmann, eröffnete die Konferenz mit einem Grußwort. Sie bezeichnete das gemeinsame Netzwerk von HWK, IHK, Agentur für Arbeit, Schulen, Bildungsträgern und Unternehmen zur praxisnahen Berufsorientierung in Südthüringen seit nunmehr 15 Jahren als einzigartig in Deutschland, auf das alle Akteure stolz sein können. Daran schlossen sich Dr. Petra Kukuk, Abteilungsleiterin Aus- und Weiterbildung der IHK Südthüringen, und Eckhard Lochner, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Suhl, mit ihren Grußworten an. In den fachlichen Beiträgen der Referenten wurde die konkrete Zusammenarbeit des Netzwerkes deutlich. Peggy Greiser systematisierte für alle Anwesenden eindrucksvoll das aktuell funktionierende System der praxisnahen Berufsorientierung nach der seit 2016 gültigen
Schulförderrichtlinie und stellte die Aufgaben und Ziele der Koordinierungsstelle für Potenzialanalysen vor, mit der die HWK Südthüringen für alle fortführenden allgemein bildenden Thüringer Schulen vom Freistaat Thüringen beauftragt ist. Angelika Knötig, Bereichsleiterin Berufsberatung der Agentur für Arbeit Suhl, konnte erste Ansätze der aktuell laufenden Konzeptauswahlverfahren zur Fortsetzung der praxisnahen Berufsorientierung und des Systems der Übergangskoordination erläutern. Sie definierte in ihrem Beitrag Berufsorientierung „als Lebenswegplanung und Gewinnung von Fachkräften für die Region“. Ebenso informierte sie, dass bereits im Berufswahlpass (BWP) dokumentierte Entwicklungsprozesse in den Beratungsprozessen der Berufsberater berücksichtigt werden und Ergebnisse aus der Potenzialanalyse in die praxisnahe Berufsorientierung einfließen können. Sie Südthüringische Wirtschaft 5/2017 25
Mit der feierlichen Zeugnisübergabe im Suhler Haus der Wirtschaft endete für 59 Zerspanungsmechaniker am 15. März 2017 die dreieinhalbjährige Ausbildungszeit. Die Bestehensquote in den Prüfungen der IHK Südthüringen lag bei 95 Prozent und damit über dem Durchschnitt aller Berufsabschlussprüfungen (88,5 Prozent). Der Punktedurchschnitt der erfolgreichen Auszubildenden erreichte 73 Punkte, der Beste – aus dem Landkreis Schmalkalden-Meiningen – kam auf 94 Punkte und erzielte damit das Gesamtprädikat „sehr gut“. Gegenwärtig sind im Bezirk der IHK Süd­ thüringen 169 aktive Ausbildungsverträge im Berufsbild Zerspanungsmechaniker eingetragen. Das entspricht etwa neun Prozent aller Ausbildungsverhältnisse. Zerspanungsmechaniker ist ein anspruchsvoller Beruf. Die Facharbeiter stellen metallene Präzisionsbauteile für technische Produkte aller Art her. Dies können etwa Radnaben, Zahnräder, Motoren- und Turbinenteile sein. Sie richten Dreh-, Fräs- und Schleifmaschinen ein und modifizieren hierfür CNC-Maschinenprogramme. Dann spannen sie Metallteile und Werkzeuge in Maschinen ein, richten sie aus und setzen den Arbeitsprozess in Gang. Sie prüfen, ob die Maße und die Oberflächenqualität der Werkstücke den Vorgaben entsprechen. Bei einer Störung suchen sie mithilfe von Prüfverfahren nach
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dem Grund und beseitigen das Problem. Darüber hinaus übernehmen sie Wartungs- oder Inspektionsaufgaben an den Maschinen. Gefordert werden auch Kenntnisse über Qualitätsmanagementsysteme, Dokumentation und Sicherheitseinrichtungen sowie zum Umweltschutz. Aufstiegsfortbildung mit dualer Ausbildung Mit dem erfolgreichen Ausbildungsabschluss steht den jungen Fachkräften nun auch der Weg in die Aufstiegsfortbildung zum Geprüften Industriemeister, zum Geprüften Technischen Fachwirt, zum Techniker und als Höhepunkt zum Geprüften Technischen Betriebswirt offen. Diese bundesweit einheitlichen Abschlüsse sind durch die Einstufung im Deutschen Qualifizierungsrahmen (DQR) dem akademischen Bachelor gleichgestellt, der Technische Betriebswirt entspricht sogar dem akademischen Master. Die Berufsausbildung kann so der Grundstein für eine Karriere sein, die der nach einem Universitätsstudium in nichts nachsteht. Im Gegensatz zu Studenten verdienen die Teilnehmer der Aufstiegsfortbildung in der Regel auch weiterhin Geld in ihrem bisherigen Beruf und sind nahtlos bei ihrem Arbeitgeber beschäftigt. Attraktive Zuschüsse und Stipendien sprechen ebenfalls für diesen Bildungsweg. Das neue Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (Aufstiegs-BAföG) ist das altersunabhängige
Förderangebot für alle, die ihre Chancen mit einer Aufstiegsfortbildung nutzen wollen. Gefördert werden einkommensunabhängig die Lehrgangs- und Prüfungsgebühren bei Vollzeit- und Teilzeitfortbildungen. Einkommensabhängig wird bei Vollzeitlehrgängen der Unterhaltsbedarf zusätzlich gefördert. Für besonders erfolgreiche Berufsabsolventen (mind. 87 Punkte) kommt eventuell auch das Begabtenförderungsprogramm in Frage. Talentierte Berufseinsteiger können sich um ein Weiterbildungsstipendium in Höhe von 7.200 Euro bewerben. Im Bildungszentrum der IHK Südthüringen in Suhl-Mäbendorf werden aktuell verschiedene Fortbildungen für die Metallberufe angeboten. So z. B. der Geprüfte Industriemeister in Vollzeit und Teilzeit. Der berufsbegleitende Lehrgang zum Geprüften Technischen Fachwirt hat eine besondere Bedeutung. Seine Attraktivität beruht darauf, dass er den technischen mit dem kaufmännischen Bereich gekonnt verbindet. Den Unternehmen stehen perspektivisch qualifizierte Führungskräfte zur Verfügung, die sowohl Sach-, Organisations- und Führungsaufgaben verantwortlich wahrnehmen. Ihre Ansprechpartner: Katrin Pertig S 03681 362-427 Y pertig@suhl.ihk.de Corinna Heller S 03681 362-113 Y heller@suhl.ihk.de
Zum Ausbildungsstart August 2017 treten die aktualisierten Berufsbilder Verkäufer/-in und Kaufmann/-frau im Einzelhandel Kraft. Nach inhaltlicher Modernisierung bleiben die erprobten Strukturen im Kern erhalten, Änderungen betreffen u. a. Prüfungsbereiche und Wahlqualifikationen. Ausführlichere Informationen zur Neuordnung erhalten Sie zu unserer Informationsveranstaltung am 15. Mai 2017 in der IHK Südthüringen, Haus der Wirtschaft, in Suhl sowie in der Juni-Ausgabe der „Südthüringische Wirtschaft“. Auf Grund der Dringlichkeit möchten wir nachfolgend Hinweise zum Umgang mit Verkäufern/-innen, die das dritte Ausbildungsjahr zum/-r Kaufmann/-frau im Einzelhandel aufsetzen möchten, geben.
der Verkäuferabschlussprüfung dem Teil 1 der Abschlussprüfung der Kaufleute im Einzelhandel als gleichgestellt.
Bereits seit dem Jahr 2011 führt die IHK Süd­ thüringen im Auftrag der FUCHS Gewürze GmbH erfolgreich hausinterne Weiterbildungsmaßnahmen zur Erlangung von IHK-Zertifikaten und des Berufsabschlusses als „Fachkraft für Lebensmitteltechnik“ durch. Ende Februar 2017 gab es nun erneut Zeugnisse für vier Teilnehmer einer eineinhalbjährigen Fortbildung zur „Fachkraft für Lebensmitteltechnik“. Die Teilnehmer absolvierten erfolgreich zwei Firmenlehrgänge der IHK Südthüringen mit Zertifikatsabschlüssen. Anschließend erfolgte die Zulassung zu einem Prüfungsvorbereitungskurs mit dem Ziel, einen Berufsabschluss „Fachkraft Lebensmitteltechnik“ zu erlangen. Diese Teilnehmer wurden mit einem Prüfungsvorbereitungskurs durch die IHK Südthüringen auf eine externe Facharbeiterprüfung im Dezember 2016 vorbereitet. Die Wochen vor der Prüfung waren von extremer Anspannung der Teilnehmer gekennzeichnet. Mitarbeiter aus einem Vier-Schicht-Betrieb, die sich in ihrer Freizeit auf die Schulbank setzen, um einen Berufsabschluss zu erlangen, sind eher die Seltenheit. Die theoretischen und praktischen Prüfungen wurden durch die Teilnehmer erfolgreich abgeschlossen. Mit einem Gesamtdurchschnitt
von 2,0 im Endergebnis haben alle vier Prüflinge ein hervorragendes Resultat erzielt. Eine Prüfungsteilnehmerin erlangte das Gesamtergebnis „sehr gut“. Die Praxis verdeutlichte noch einmal mehr, dass es sich um hervorragende Facharbeiter handelt, die mit bis zu 98 Punkten ihre Kompetenz bestätigten. Während der feierlichen Zeugnisübergabe wurden sowohl durch die Geschäftsleitung der FUCHS Gewürze GmbH als auch durch die IHK Südthüringen durchweg das hohe Leistungsniveau der Teilnehmer gewürdigt.
Ihr Ansprechpartner: Ulrike Szelinsky S 03681 362-172 Y szelinsky@suhl.ihk.de
© FUCHS Gewürze GmbH
Ausgangslage: Auch in der neuen Verordnung (VO) ist vorgesehen, dass eine erfolgreich abgeschlossene Verkäuferausbildung im dritten Ausbildungsjahr zum Kaufmann im Einzelhandel fortgeführt werden kann. Dabei gelten weiterhin die erbrachten schriftlichen Prüfungsleistungen aus
Problem: Eine „Anrechnung“ bzw. Gleichstellung von Prüfungsleistungen kann nur für die explizit im § 30 der neuen Verordnung genannten Prüfungsbereiche erfolgen. Da die Bezeichnungen der neuen, dort aufgeführten Prüfungsbereiche (VO von 2017) von denen der bisher gültigen Verordnung (VO von 2004) abweichen, kann eine Gleichstellung der schriftlichen Prüfungsleistungen aus der Verkäuferabschlussprüfung („alte“ VO) mit dem Teil 1 der Kaufleute im Einzelhandel („neue“ VO) nicht erfolgen. Dies hat zur Folge, dass vom Umbruch der Verordnungen betroffene Personen mit Verkäuferabschluss (nach alter VO) im Fortsetzungsfall die Prüfungsbereiche „Verkauf und Werbemaßnahmen“ und „Warenwirtschaft und Kalkulation“ in der Abschlussprüfung Teil 1 des Kaufmanns im Einzelhandel (nach neuer VO) erneut ablegen müssen.
Handlungsmöglichkeiten: Es wird empfohlen, die rechtzeitige Umschreibung bzw. Fortführung von Verträgen in Betracht zu ziehen, z. B. Verkäufer, die sich auf Grundlage der bisherigen VO in einer Ausbildung befinden, könnten den Anschlussvertrag zum Kaufmann im Einzelhandel möglichst noch bis zum 31. Juli 2017 abschließen, um nach der bisherigen VO ihre Ausbildung im dritten Ausbildungsjahr fortzuführen. Die Anrechnung erbrachter Prüfungsleistungen (= von „alt auf alt“) ist dann problemlos möglich. Verkäufer, die sich auf Grundlage der bisherigen VO in einer Ausbildung befinden (1. Lehrjahr), könnten zum 1. August 2017 unter zeitlicher Anrechnung auf den Verkäufer nach neuer VO umgeschrieben werden, um sich dann mit der Abschlussprüfung Verkäufer („neu“) die Anrechnungsoption auf das dritte Ausbildungsjahr im Kaufmann im Einzelhandel („neu“) offen zu halten.
(1. Reihe v. l. n. r.) Katrin Kupfer (MA Personalbereich), Moniqie Anschütz, Peggy Wagner, Andrea Lips-Wahl, Sybille Schmidt (Lehrgangsteilnehmer) (2. Reihe v. l. n. r.) Von der FUCHS Gewürze GmbH Michael Bernt (Personalleiter), Volker Börner (Werkleiter), Stefan Brütting (Produktionsleiter), Dr. Klaus Gröhnke (Geschäftsführer) sowie von der IHK Südthüringen Beate Rammelt
Ihr Ansprechpartner: Beate Rammelt S 03681 362-429 Y rammelt@suhl.ihk.de Südthüringische Wirtschaft 5/2017 27
IHK-Weiterbildung 2017
650 SHL
700 SHL
Englische Kommunikation – Telefontraining
IT-Netzwerkadministrator (IHK) – Windows Server Profi
Microsoft Windows Server 2016/2012 R2 – Administration 1
42 SHL
Professionelle Serienbrieferstellung mit MS Word
16 SHL
Unterrichtung der Aufsteller von Spielgeräten und deren Personal nach § 33c GewO
Unterrichtung für Bewachungspersonal nach § 34a GewO
Die optimale Präsentation mit MS PowerPoint – Aufbaukurs
Praxisworkshop Qualitätsmanagement
Grundlagen erfolgreicher Teamführung – Teamprozesse verstehen und lenken
Erfolgssicherung in der Ausbildung
Was der Gastwirt wissen muss
Praxisanwendungen in der Logistik
Qualitätsbeauftragter (IHK) inkl. Interner Auditor – Modul 2
40 SHL
96 SHL
Beendigung von Arbeitsverhältnissen – Kündigung und Aufhebungsvertrag
Erfolgreiche Ausbildung, Ausbildungsmarketing und nachhaltige Unternehmensbindung
Firmenangebot Erlebnisorientiertes Teamtraining
Prüfungsvorbereitung – Teil 1 für Kaufleute für Büromanagement
Geprüfter Industriemeister Elektro
1 100 SHL
Schluss mit dem 2-Finger-Suchsystem
24 SHL
850 SHL
Brandschutzbeauftragter (IHK)
Grundlagen der kaufmännischen Unternehmensführung
96 SON
S 03681 362-425 S 03681 362-429 S 03681 362-427	S 03681 362-116 S 03681 362-426
Facebook-Marketing für Fortgeschrittene
8 SHL
Nützliche Online-Hilfsmittel für mehr Produktivität im Marketing
Brandschutzhelfer (IHK)
Microsoft Windows Server 2016/2012 R2 – Administration 2
Geprüfter Industriemeister Metall – 8 Monate Vollzeitlehrgang
32 SHL
Praxisworkshop Qualitätsmanagement Dieser Workshop richtet sich an Qualitätsmanagementbeauftragte, die ihre Kenntnisse aktuwww.suhl.ihk.de www.suhl.ihk.de alisieren und Praxisfälle besprechen möchten. Inhalte sind u. a.: – DIN EN ISO 9001:2015 – Compliance – KVP – Risikomanagement Termin:	29.05.2017 Ort:	IHK-Bildungszentrum Suhl-Mäbendorf
Grundlagen erfolgreicher Teamführung – Teamprozesse verstehen und lenken Wie wird aus einer Gruppe von Menschen mit einer gemeinsamen Aufgabe ein motiviertes und leistungsstarkes Team? Die Teilnehmer befassen sich mit Instrumenten für ein leistungsförderndes Teamdesign und lernen die gruppendynamischen Prozesse kennen, die dem Verhalten von Menschen in Teams zugrunde liegen. Dadurch können die Entwicklungsprozesse im eigenen Team durchschaut und erfolgreich gesteuert werden. Termin:	30. bis 31.05.2017 Ort:	IHK-Bildungszentrum Suhl-Mäbendorf
Lehrgangsangebote regionaler Anbieter, die auf IHK-Prüfungen vorbereiten, finden Sie unter: www.suhl.ihk.de und www.wis.ihk.de Ihre Ansprechpartner im Bildungszentrum der IHK Südthüringen: Suhl	Antje da Silva Santos	Beate Rammelt	Katrin Pertig	Doris Kämpf	Marian Göbel	Sonneberg	Heidi Leistner	Arnstadt	Carmen Klotz
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16 SON 126 SHL
8 SHL 16 SHL 6 SHL 16 ARN 4 SHL
8 ARN
6 SHL 42 SHL 1 100 SHL
Das neue Veranstaltungsformat Fachkräftegewinnung „INDUSTRIE INTOUCH Thüringerzur Wald“ 2017: und Imagepflege – Melden Sie Ihr Unternehmen Innovative Unternehmen öffnen am 1. Novemberjetzt ihre an! Türen
Der Verein forum Thüringer Wald wird in Zusammenarbeit mit der IHK Südthüringen die Veranstaltung „INDUSTRIE INTOUCH Thüringer Wald“ zum vierten Mal in Folge durchführen. Das Interesse der Unternehmen für das Veranstaltungsformat war in diesem Jahr besonders groß. Innerhalb kürzester Zeit und noch vor Ende der Anmeldefrist war das Event ausgebucht. Aufgrund der großen Nachfrage hat der Veranstalter für 2017 entschieden, die mögliche Teilnehmerzahl der Unternehmen zu erhöhen. Mehr als 30 Unternehmen werden nun am 1. November dabei sein. Alle fünf Landkreise sind vertreten, sodass die Werbetrommel für die Unternehmen am Wirtschafts- und Industriestandort Thüringer Wald wieder kräftig gerührt wird. Neben vielen Stammteilnehmern werden auch eine ganze Reihe neuer Unternehmen die Chance ergreifen und sich als zukunftsfähiges Unternehmen und attraktiver Arbeitgeber unter dem Motto „Industrie zum Anfassen“ den Besuchern und der breiten Öffentlichkeit präsentieren. HPT Hochwertige Pharmatechnik Ab 1. September 2017 wird dann die Anmeldephase GmbH & Co. KG, Neuhaus/Rwg. für Interessenten gestartet.
„Die HPT Hochwertige Pharmatechnik GmbH & Weitere zur Veranstaltung und Co. KG istInformationen ein mittelständischer konzernunabhänden teilnehmenden findenaus Sie giger Systemlieferant Unternehmen für Primärpackmittel unter: www.industrie-intouch.de Kunststoff, der unter kontrollierten Reinraumbedingungen Komplettverpackungen für Pharmazie, Diagnostik sowie Einzelteile und Baugruppen für die Medizintechnik herstellt. Als einen der größten Arbeitgeber in Neuhaus am Rennweg ist INDUSTRIE INTOUCH Thüringer Wald ein ausgezeichnetes Format, um uns als attraktives und innovatives Unternehmen zu präsentieren. Am 5. April 2017 war Anmeldestart zum diesjähriQualifizierte Mitarbeiter sind unser größtes Kapital gen Thüringer Wald Firmenlauf. Schon am ersten Tag waren 1 200 Startplätze vergeben. Bis zum Redaktionsschluss dieser Zeitschrift hatten sich knapp über 3 000 Läufer und Nordic Walker aus 200 Unternehmen für die sportlichste Netzwerkparty der Region angemeldet, die am 23. August 2017 in der Oberhofer DKB SKI ARENA in die achte Runde gehen wird. Dann heißt es wieder: Die Wirtschaft im Thüringer Wald läuft! Da auch für die diesjährige Auflage ein Teilnehmerlimit von 4 000 Läufern und Nordic Walkern gilt, sollten interessierte Unternehmen mit der
Folgende Unternehmen sind dabei: Das Event INDUSTRIE INTOUCH Thüringer Wald unterstützt die Gewinnung und Sicherung von Fachkräften und bietet für alle Industrieunternehmen Unternehmen Ortund industrienahen Dienstleister Landkreis im Thür­ ingerGPM WaldGmbH die ideale Plattform, sich als zukunftsfähiges Unternehmen und Hildburghausen attraktiver Arbeit­ NIDEC Auengrund geber zu präsentieren, die Bekanntheit in der Region Thüringer Wald zu erhöhen und sich mit Frischmann Kunststoffe GmbH Eisfeld Hildburghausen Feintechnik GmbH Eisfeld zu vernetzen. Begleitet von einer Eisfeldbreit angelegten Marketingkampagne Hildburghausen anderen Unternehmen CutMetall Komponenten GmbH Eisfeld öffnen am 29. Oktober 2014 die teilnehmenden Firmen von 17:00 bis 22:00 Hildburghausen Uhr ihre Türen und Vosseler Umformtechnik GmbH Hildburghausen gewähren auf ganz individuelle Weise der Öffentlichkeit exklusive Einblicke Hildburghausen hinter die Kulissen, Remy & Geiser GmbH Nahetal-Waldau Hildburghausen die Produktion oder in verschiedenste Berufe.
ELIOG Industrieofenbau GmbH Cool Tec Electronic GmbH Die neue VeranstaltungGmbH INDUSTRIe INTOUCH Wiegand-Glashüttenwerke berücksichtigt die regionalen Bonsack Präzisionstechnik GmbH bedürfnisse der Unternehmen im Thüringer Wald und Westfälische Drahtindustrie GmbH Walzwerk Brotterode Automotive Lighting Brotterode GmbH bietet viele Vorteile: Köberlein & Seigert GmbH •	Direkte	Kontakte	zu	potenziellen	Fach-	und	Weisskopf Werkzeuge GmbH Nachwuchskräften MIWE-Meiningen Michael Wenz GmbH •	Networking,	Stakeholder-und	Imagepflege Lenkungstechnik Willi Elbe GmbH & Co. KG •	Vertiefung	von	Kontakten,	z.	B.	nach	ZWS Zerspanung und Werkzeuge GmbH Schmalkalden Berufsinformationsmessen LEONI protec cable systems GmbH •	Individuelle	Gestaltungsfreiheit	bei	der	Sandvik Tooling Supply Schmalkalden Unternehmenspräsentation ZN der Sanvik Tooling Deutschland GmbH Hehnke GmbH & Co. KG •	Koordinierung	der	Veranstaltung	mit	Rennsteig Werkzeuge GmbH Ansprechpartnern vor Ort Zweckverband für Abfallwirtschaft Südwestthüringen Meteor Umformtechnik GmbH & Co. KG HPT Hochwertige Pharmatechnik GmbH & Co. KG und wir sind ständig auf der Suche nach engagierGlaswerk Erstthal GmbH ten Fachkräften. ZudemGmbH verfügt unser Thüringer Pharmaglas & Co. KG Unternehmen über eine Produktion, AK Feinrohr GmbH die nicht nur für unsere Region etwasGmbH ganz besonderes darstellt, denn hier metalution PROFECTUS GmbHkontrollierten Reinraumbedinwird unter streng paragonauf AGmodernsten Anlagen und in einem hoch gungen CDA GmbH Umfeld gemäß den Grundsätzen einer technisierten Feinmess Suhl GmbH guten Herstellungspraxis (GMP) produziert. Uns ist INA-Drives & Mechatronics AG & Co. KG sehr daran gelegen, unser außergewöhnliches Werk Mersen Deutschland Suhl GmbH
Römhild Hildburghausen Großbreitenbach Ilm-Kreis •	Großbreitenbach Attraktives	Leistungspaket	mit	geringem	Ilm-Kreis Organisationsaufwand Schmalkalden-Meiningen Brotterode-Trusetal •	Brotterode-Trusetal Starke	öffentliche	Wahrnehmung	und	hohe	Schmalkalden-Meiningen Brotterode-Trusetal Präsenz in den Medien Schmalkalden-Meiningen Grabfeld Schmalkalden-Meiningen Meiningen Wenn Sie Ihr UnternehmenSchmalkalden-Meiningen bis zum 15. Mai Meiningen Schmalkalden-Meiningen 2014 anmelden, können Sie sich attraktive Rippershausen Schmalkalden-Meiningen Konditionen sichern. Der endgültige Anmelde­ Schmalkalden Schmalkalden-Meiningen schluss für Unternehmen ist der 30. Juni 2014. Schmalkalden Schmalkalden-Meiningen
Weitere Infos: www.hpt.info
Für uns ist die Teilnahme an diesem Projekt sehr wichtig und wir wünschen allen Beteiligten einen erfolgreichen Verlauf. Wir freuen uns auf Ihr Interesse und einen interessanten Erfahrungsaustausch mit Ihnen getreu unserem Motto: Start your career with plastics and more!“
auch in INDUSTRIE INTOUCH vorzustellen.“
SonnPlast GmbH, Sonneberg „Die Sonnplast GmbH ist ein kunststoffverarbeitendes Unternehmen in Sonneberg, das mit fast 300 Anmeldung nicht lange Mitarbeitern durchmehr technologische führende Prowarten. Am Veranstaltungstag zesse Teile und Baugruppen für namhafte Kunden wirdAutomobilbranche es für die rund 6 500 Teilder produziert. Unser Unternehnehmer und gut Fansbeineben demKunden platziert und men ist sehr unseren Thüringer Wald Firmenlauf wird diese erfolgreiche Position weiter ausbauen. wieder ein buntes Rahmenprogramm und eine stimmungsNach Übernahme der insolventen NS-Kunststoffvolle After-Run-Party technik im März 2013, geben. die seit ca. 20 Jahren am
Schmalkalden Schmalkalden-Meiningen Weitere Informationen finden Sie unter: Steinbach-Hallenberg Schmalkalden-Meiningen www.industrie-intouch.de. Viernau Schmalkalden-Meiningen Zella-Mehlis Schmalkalden-Meiningen Zella-Mehlis Schmalkalden-Meiningen Neuhaus a. Rennweg Sonneberg Wir sind uns einerseits unserer Verantwortung zur Lauscha Sonneberg Sicherung ArbeitsplätzeSonneberg bewusst und andererNeuhaus a.der Rennweg seits habena. wir erkannt, dass dies nur mit guten Neuhaus Rennweg Sonneberg Fachleuten und Mitarbeitern gelingen kann. Ferner Neuhaus-Schierschnitz Sonneberg Suhl Suhl möchten wir über dieses Veranstaltungsformat Suhl natürlich auch unsere NäheSuhl zur Region Sonneberg Suhlihren Menschen zeigen.Suhl und Wir bieten sowohl im Suhl Suhl technischen als auch im kaufmännischen Bereich Suhl Suhl über Aus- und Weiterbildung interessante AlternaSuhl Suhl
tiven für potenzielle Interessenten.
Weitere Infos: www.sonnplast.de
Die Startklappe ist gefallen: (v. l. n. r.) Dr. Peter Traut (Präsident der IHK Süd­
Standort präsent war, möchten wir diethüringen, Gelegenheit Vereinsvorsitzender des forum Thüringer Wald), Christina Ließke Anmeldungen und weitere nutzen, unser „junges“ Unternehmen als wiederMaskottchen „Erlenmeyerkolben“ des Teams Leuchtstoffwerk (t-wood), Informationen unter: erstarkten und potenziellen ArbeitgeberBreitungen in Süd- GmbH, Alexandra Ernst (t-wood), Cornelia Grimm (Regionalmawww.thueringer-waldthüringen zu präsentieren. Im März 2014 haben nagerin deswir forum Thüringer Wald) starteten Anfang April die Anmeldung firmenlauf.de unseren ersten Geburtstag feiern können. zum Firmenlauf 2017. Geschäftsführer Karl-Heinz Sladek Geschäftsführer Christoph Müller Ihr Ansprechpartner: Cornelia Grimm, Regionalmanagerin S 03681 362-231 Y grimm@forum-thueringer-wald.de
26 Südthüringische Wirtschaft 5/2014
Südthüringische Wirtschaft 5/2017 29
Der Energiesektor ist in den vergangenen Jahren von häufigen Veränderungen geprägt gewesen. Mit der jährlichen Überarbeitung der Energiepolitischen Grundpositionen der IHK Südthüringen werden die Forderungen auf Aktualität geprüft und ergänzt bzw. gestrichen. Das Thema Versorgungssicherheit bewegt die Unternehmen bereits seit Jahren, wobei bislang keine statistisch signifikante Zunahme von Stromausfällen verzeichnet wurde. In der letzten Zeit hat sich jedoch vermehrt herausgestellt, dass teure Produktionsausfälle entstehen, weil die Empfindlichkeit von Maschinensteuerungen bzw. Computern gegenüber Spannungs- oder Frequenzschwankungen zugenommen hat. Die IHK Südthüringen wird sich deshalb zukünftig für Maßnahmen der Netzbetreiber zur dauerhaften Aufrechterhaltung der Netzstabilität einsetzen und ihre Mitgliedsunternehmen für Maßnahmen zur Vorbeugung von Stromausfällen sensibilisieren. Aber auch die Kosten für die Stromversorgung bleiben ein wichtiges Thema. Die Bundesregierung hat zwar mit dem EEG 2017 Anstrengungen unternommen, die Kosten der Energiewende zu begrenzen. Aus Sicht der Unternehmen reicht dies jedoch nicht. Gefordert werden die Wiederherstellung wettbewerblicher Bedingungen, die Beendigung der staatlichen Überregulierung und die Abschaffung der Doppelbesteuerung des Stroms durch Strom- und Mehrwertsteuer. In den Energiepolitischen Grundpositionen hat auch die Haltung der Unternehmen zur SuedLink-Stromtrasse ihren Niederschlag gefunden: ein Verlauf der SuedLink-Trasse durch Thüringen wird abgelehnt. Mit dem Ende 2015 eingeführten Erdkabelvorrang für Hochspannungs-Gleichstromleitungen ergeben sich Mehrkosten, die nach neuesten Angaben allein für die SuedLink-Trasse
30 Südthüringische Wirtschaft 5/2017
mit sieben Milliarden Euro beziffert werden (bei zehn Milliarden Euro Baukosten). Darüber hinaus sind die Umweltbelastungen und damit auch die Auswirkungen auf den Tourismus nicht abschätzbar und die zeitliche Verzögerung durch die politisch motivierte Einführung des Erdkabelvorrangs nicht akzeptabel. Die Vollversammlung der IHK Südthüringen hat in ihrer Sitzung am 23. März 2017 mit dem Beschluss der Energiepolitischen Grundpositionen auch Forderungen zu energiepolitischen Vorhaben der Landesregierung bestätigt. Ein eigenes Thüringer Klimagesetz wird abgelehnt. Falls die Landesregierung jedoch an der Einführung des Gesetzes festhält, sind Anreize und Fördermöglichkeiten zu implementieren, welche die Wirtschaft stärken und Innovationen als Beitrag zum Klimaschutz anregen. Die von der Landesregierung geplante Einrichtung einer Landesregulierungsbehörde für die Stromund Gasnetze wird befürwortet, sofern damit keine Kostensteigerung hinsichtlich der Netzentgelte verbunden ist. Das Positionspapier steht zum Download zur Verfügung unter: www.suhl.ihk.de (Dok.-Nr. 33836).
Ihr Ansprechpartner: Hartmuth Röser S 03681 362-223 Y roeser@suhl.ihk.de
Das Nachhaltigkeitsabkommen Thüringen (NAT) ist eine freiwillige Vereinbarung von Wirtschaft und Landesregierung in Thüringen. Unternehmen, die mindestens eine spezifische freiwillige Leistung zum schonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen, Umwelt- oder Klimaschutz oder aus dem Bereich der sozialen Nachhaltigkeit erbracht haben, können für jeweils 30 Monate teilnehmen. Die NAT-Teilnehmer profitieren beispielsweise von einer Vernetzung der Unternehmen untereinander und vom Informationsangebot, u. a. werden NAT-Aktionstage zu verschiedenen Themen in den Unternehmen durchgeführt. 51 Mitgliedsunternehmen der IHK Süd­ thüringen sind im NAT engagiert, zwei davon bereits zum fünften Mal. Produzierende Unternehmen sind dabei ebenso vertreten, wie Ingenieurbüros, Sparkassen oder Hotels. Die bunte Vielfalt der unternehmerischen Nachhaltigkeitsleistungen wird jährlich mit einer Wanderausstellung einem breiten Publikum bekannt gemacht. Vom 23. Oktober bis zum 10. November 2017 gastiert die diesjährige Wanderausstellung in der IHK Südthüringen, Haus der Wirtschaft, in Suhl. 18 Unternehmen zeigen auf Schautafeln ihr vielfältiges Engagement in den Bereichen der ökologischen, ökonomischen und sozialen Nachhaltigkeit. Heiko Rittweger, der mit seiner Werbeagentur RITTWEGER + TEAM bereits zum dritten Mal am NAT teilnimmt, glaubt daran, dass Nachhaltigkeit neben der Digitalisierung der derzeit größte Innovationstreiber der Wirtschaft ist. Sein Engagement findet Eingang im Produktdesign mit ökologisch und sozial unbedenklichen Materialien und spiegelt sich in zahlreichen Auszeichnungen wider. Die Werbeagentur ist das erste klimaneutral arbeitende Unternehmen in Thüringen. Engagieren auch Sie sich für Nachhaltigkeit? Dann machen Sie mit! Ihr Ansprechpartner: Dr. Janet Nußbicker-Lux S 03681 362-174 Y nussbicker-lux@suhl.ihk.de
Die Thüringer Forschungs- und Technologieforen verbinden traditionell Trendinformation und Erfahrungsaustausch. In diesem Jahr stehen Beiträge zum Thema Leichtbau im Mittelpunkt. Veranstalter sind die drei Thüringer IHKs, der Forschungs- und Technologieverbund Thüringen e. V. und die Deutsche Industrieforschungsgemeinschaft Konrad Zuse e. V. Die Teilnehmer erhalten von Werner Loscheder, Referatsleiter im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, einen Überblick zum Stand von Anwendungen und Forschungen zu diesem Zukunftsthema in Deutschland.
Spannende Praxisbeiträge zum Einsatz von mit Kohlenstofffasern verstärkten Verbundstoffen im Automobilbau gehören ebenso zum Programm des Nachmittags, wie Arbeitsberichte zur Verbindung des Leichtbauansatzes und additiver Fertigungstechnologien. Ein Erfahrungsbericht stellt die Potenziale von Leichtbautechnologien im Maschinen- und Werkzeugbau dar. Weitere Beiträge sind vorgesehen, bevor die Teilnehmer zu Unternehmensbesuchen aufbrechen werden. Die Veranstaltung beginnt am 11. Mai 2017 um 13:00 Uhr im Technischen Automobilmuseum
Eisenach, Friedrich-Naumann-Straße 10. Das Ende ist gegen 17:30 Uhr vorgesehen. Die Teilnahme ist kostenfrei. Um Anmeldung wird gebeten über die Veranstaltungsdatenbank der IHK Südthüringen unter www.suhl.ihk.de (Dok.-Nr. 38347).
Die am 1. Juni 2017 in Kraft tretende geänderte „Verordnung über Betriebsbeauftragte für Abfall“ (AbfBeauftrV) wurde im BGBl Teil I Nr. 58 vom 7. Dezember 2016 verkündet. Neu unter die Bestellpflicht fallen Betreiber von BImSchG-Anlagen, „soweit pro Kalenderjahr mehr als 100 Tonnen gefährliche Abfälle oder 2 000 Tonnen nicht gefährliche Abfälle anfallen“, wobei diese Unternehmen in der Regel bereits einen Abfallbeauftragten bestellt haben. Neu unter die Bestellpflicht fallen z. B. auch Abfallbesitzer im Sinne von § 27 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes, die größere Verpackungsmengen oder Elektro- und Elektroaltgeräte im Rahmen von Rücknahmepflichten oder freiwilligen Rücknahmen zurücknehmen. Es ist zu erwarten, dass die Anzahl der bestellpflichtigen Abfallbesitzer hier deutlich zunimmt. Einige Unternehmen fallen auch aus der Bestellpflicht heraus, da einige Branchen nicht mehr vom Anwendungsbereich der AbfBeauftrV erfasst werden. Hier ist eine Einzelfallprüfung notwendig.
Für neu bestellte Abfallbeauftragte ist ein Fachkundenachweis erforderlich, der durch eine geeignete Ausbildung plus mindestens einjähriger einschlägiger Berufserfahrung plus Besuch eines
anerkannten Fachkunde-Grundlehrgangs nachgewiesen werden muss. Es wird eine Übergangsfrist bis zum 1. Juni 2019 gewährt. Alle Abfallbeauftragten, auch die bereits bestellten, müssen nach § 9 Abs. 2 im Zwei-Jahres-Rhythmus an einem anerkannten Fortbildungslehrgang teilnehmen. Die Fortbildungspflicht muss erstmals spätestens bis zum 1. Juni 2019 erfüllt werden. Ein Merkblatt mit weiteren Details, z. B. zur gesetzlich geforderten Zuverlässigkeit der Abfallbeauftragten und zu Ausnahmegenehmigungen, steht zum Download unter www.suhl.ihk.de (Dok.-Nr. 37723) zur Verfügung.
Volker Hirsch S 03675 7506-252 Y hirsch@suhl.ihk.de
© Frank Radel/pixelio.de
SAVE THE DATE: Thüringer Baustofftag Am 8. Juni 2017 findet in der IHK Ostthüringen zu Gera der Thüringer Baustofftag statt. Dieser wird vom Thüringer Landesbergamt, dem Unternehmerverband Mineralische Baustoffe, dem Verband der Wirtschaft Thüringens in Kooperation mit den Thüringer IHKs organisiert. Die Veranstaltung steht unter Schirmherrschaft des Thüringer Ministerpräsidenten, Bodo Ramelow. „Thüringen braucht Bau­ stoffe, um die positive Entwicklung des Landes fortgestalten zu können! Wer mit offenen Augen durch Thüringen geht, sieht deutlich, dass Interessenskonflikte zwischen Rohstoffgewinnung, den Interessen der Anwohner und des Umwelt- und Naturschutzes gelöst werden können.“ Dies sind nur zwei wichtige Botschaften des Schirmherren. In der ganztägigen Veranstaltung werden Fragen der nachhaltigen Rohstoffgewinnung und Rohstoffsicherung in Thüringen, aktuelle rechtliche Rahmenbedingungen für die Rohstoffnutzung und die Fachkräftesicherung diskutiert. Das Programm finden Sie unter: www.suhl.ihk.de (Dok.-Nr. 38630).
32 Südthüringische Wirtschaft 5/2017
Das Auslandsgeschäft deutscher Unternehmen entwickelt sich dank einer wachsenden Weltwirtschaft in den nächsten Monaten positiv. Risiken bleiben allerdings bestehen – insbesondere durch wirtschaftspolitische Maßnahmen einzelner Länder und protektionistische Tendenzen. Die Volkswirtschaften in der Eurozone wachsen wieder und auch in China und anderen asiatischen Ländern steigt dank stabiler Wachstumsraten die Nachfrage nach deutschen Waren und Dienstleistungen. Ölfördernde Länder profitieren vom steigenden Ölpreis. Der Saldo aus „besseren“ und „schlechteren“ Erwartungen für das weltweite Auslandsgeschäft liegt bei plus vier Punkten. Im Vorjahr befand sich der Wert noch bei zwei Punkten. Gleichzeitig nimmt die Verunsicherung über die Stabilität der Entwicklung zu – Türkei, Russland und Brexit sind hier einige Stichworte. Ein großes Hindernis für international aktive Unternehmen sind zunehmende Handelshemmnisse.
32 Prozent berichten von einem Anstieg von Hemmnissen im vergangenen Geschäftsjahr. Eine Vielzahl an Maßnahmen, von Zöllen über zusätzliche Zertifizierungen bis hin zum Zwang lokaler Produktion, erschweren die Geschäfte. Die protektionistischen Ankündigungen des neuen US-Präsidenten sorgen für weitere Verunsicherung. Mögliche Neuverhandlungen über das NAFTA-Abkommen, Pläne zur Einführung von Importzöllen und eine Bevorzugung heimischer Betriebe stellen aus Sicht der deutschen Unternehmen die bisherige Handelsverflechtung in Frage und sind ein hohes Risiko für das Wachstum internationaler Geschäfte mit den USA. Einen deutlichen Dämpfer für international aktive deutsche Unternehmen wird der Ausstieg des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union mit sich bringen – so die Einschätzung der befragten Firmen. Die Geschäftsperspektiven verschlechtern sich spürbar. Erwartete Kostenbelastungen durch
Zölle und Steuern sowie die zunehmende Bürokratie an der neuen Grenze Europas werden die Geschäfte auf beiden Seiten negativ beeinflussen. Wie groß dieser Effekt sein wird, hängt maßgeblich von den Verhandlungen zwischen Großbritannien und der EU ab. Die bundesweite Umfrage „Going International 2017“ des DIHK ist mit Unterstützung von 79 IHKs erstellt worden. An der Online-Umfrage im Februar 2017 haben sich insgesamt 2 200 auslandsaktive Unternehmen mit Sitz in Deutschland beteiligt. Die aktuelle Umfrage führt die gleichnamigen Analysen aus den Jahren 2005 bis 2016 fort.
Die Gesamtauswertung Going International 2017 finden Sie unter: www.suhl.ihk.de (Dok.-Nr. 21281).
Die Ergebnisse der vorliegenden Sonderauswertung zum Brexit im Rahmen der Going International 2017 basieren auf knapp 1 300 Antworten von Unternehmen, die mit dem Vereinigten Königreich geschäftlich in Verbindung stehen. Das sind 59 Prozent der befragten Unternehmen. Zusammenfassung Der Ausstieg des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union wird nach Einschätzung der deutschen Unternehmen einen deutlichen Dämpfer für den Handel von Waren und Dienstleistungen mit sich bringen. Die Geschäftsperspektiven der Unternehmen, die mit dem Vereinigten Königreich verbunden sind, gehen aktuell deutlich zurück. Erwartete zusätzliche Kostenbelastungen durch Zölle und Steuern sowie eine zunehmende Bürokratie an der neuen Grenze Europas werden die Geschäfte auf beiden Seiten negativ beeinflussen. Wie groß dieser Effekt sein wird, hängt maßgeblich von den Verhandlungen zwischen Großbritannien und der EU ab. Ungeachtet des konkreten Verhandlungsergebnisses plant schon heute jedes zehnte Unternehmen eine Verlagerung von Investitionen aufgrund des Brexits Anzeige
34 Südthüringische Wirtschaft 5/2017
von Großbritannien vor allem nach Deutschland oder in andere Länder des EU-Binnenmarktes. Ungewisse Zeiten Erste Auswirkungen des Brexit-Votums sind schon jetzt zu beobachten: Die deutschen Exporte in das Vereinigte Königreich sind im vergangenen Jahr um gut 3,5 Prozent zurückgegangen – insbesondere aufgrund eines Rückgangs im zweiten Halbjahr. Die britische Regierung plant aufgrund der negativen Auswirkungen für die Volkswirtschaft ein Freihandelsabkommen mit der EU abzuschließen, welches den Zugang zum Binnenmarkt erleichtern soll. Verhandlungen über solch ein Abkommen dauern erfahrungsgemäß mehrere Jahre. Die Unternehmen auf der britischen Insel, aber auch in Deutschland und Europa, werden damit lange im Ungewissen darüber sein, unter welchen Konditionen sie mit dem Vereinigten Königreich zukünftig handeln bzw. dort investieren können. Wichtiger Handelspartner Das Vereinigte Königreich ist Deutschlands fünftwichtigster Handelspartner. Das Handelsvolumen
hatte 2016 einen Wert von 122 Milliarden Euro. Bei den Exporten ist das Land sogar der drittwichtigste Exportmarkt für Deutschland mit Ausfuhren in Höhe von 86 Milliarden Euro im Jahr 2016. Etwa 750 000 Arbeitsplätze in Deutschland hängen vom Handel mit dem Vereinigten Königreich ab. Deutsche Unternehmen haben bis heute Produktion und Betriebe in Großbritannien im Wert von 121 Milliarden Euro aufgebaut. Es gibt ca. 2 500 Niederlassungen deutscher Firmen, die nahezu 400 000 Mitarbeiter beschäftigen. Britische Unternehmen haben in Deutschland 1 200 Niederlassungen und beschäftigen ca. 220 000 Mitarbeiter. Die Sonderauswertung Brexit finden Sie unter: www.suhl.ihk.de (Dok.-Nr. 38355) Ihr Ansprechpartner: Tilo Werner S 03681 362-203 Y werner@suhl.ihk.de
IHK Südthüringen, Bildungszentrum
Organisation der Exportkontrolle: Praxisseminar zur Erstellung der Arbeits- und Organisationsanweisung
IHK Südthüringen, Haus der Wirtschaft
9./10./16./17.06.2017 10.-17.09.2017
Interkulturelles und sprachliches Training (Englisch) zur Marktsensibilisierung für Thüringer KMU Teil 1: Vorabseminar – 4 Blockseminare Teil 2: Unternehmerreise nach Dublin – Irland
Infos und Anmeldung über die IHK-Veranstaltungsdatenbank unter: www.suhl.ihk.de
Kongress Länderrisiken am 11. Mai 2017: Ist die Globalisierung am Ende? Workshops zu den Themen Russland nach der Krise, Afrika für Einsteiger, USA und der neue Protektionismus, Perspektiven der EU nach dem Brexit, Zukunft der Exportfinanzierung und –absicherung bringen Exportunternehmen auf den neusten Stand.
Politische Experimente in Großbritannien, den USA und vielleicht auch in Frankreich und Italien: 2017 drohen erhebliche Risiken für die deutsche Außenwirtschaft. Der selbstbezogene Blick auf die innenpolitische Interessenlage schürt Protektionismus. Dabei wird der Welthandel auch wegen der Konjunkturabkühlung in China ohnehin nur schwach zulegen. Auf international ausgerichtete Unternehmen kommen schwere Zeiten zu, wenn die politischen Risiken steigen. Um diesen Themenkomplex dreht sich der 11. Kongress Länderrisiken des Kreditversicherers Coface am 11. Mai 2017 in der Mainzer Opel Arena. Das Thema der Keynote von Dr. Daniela Schwarzer, Otto Wolff-Direktorin des Forschungsinstituts, Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik e. V.: „Die Revolution der starken Sprüche – droht der Supergau für den Welthandel oder bringt die Politikwende neue Wachstumschancen?“. Vielfältige
Infos und Anmeldung unter: www.laenderrisiken.de
Kompetenz in Beratung und Seminaren Unternehmer- und Managementberatung Wilhelm Steck BAFA-Beratung • Unternehmensführung • Marketing • Vertrieb Kostenrechnung (Aufbau und Einführung) • Finanzierung (Optimierung- mit öffentlichen Darlehen) • Firmenseminare Sanierung Management auf Zeit • Sprechtage in Suhl Organisation (Verbesserung der Prozesse und Abläufe) Personalberatung (Suche und Auswahl) • Existenzgründung (von der Idee zur Konzeption und Machbarkeitsüberprüfung) Andreas-Seufert-Ring 19 • 97509 Kolitzheim • Tel. 09723/46 19 • Fax: 09723/46 17 E-Mail: info@steck-beratung.de • www.steck-beratung.de
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Wahl zur Vollversammlung der IHK Südthüringen Die Amtszeit der 2012 gewählten Vollversammlung läuft aus. Die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer Südthüringen wird für eine fünfjährige Wahlperiode von 2018 bis 2022 neu gewählt. Die Wahl erfolgt aufgrund der Wahlordnung der Industrie- und Handelskammer Südthüringen (WO) vom 06.12.2016. Die Vollversammlung der IHK hat in ihrer Sitzung am 23.03.2017 zur Durchführung der IHK-Wahlen 2017 einen Wahlausschuss gewählt, der sich wie folgt zusammensetzt: Herr Wolfgang Voigt, Wichtshausen	- Vorsitzender Frau Cordula Dobrunz, Suhl	- Mitglied Herr Gerd Beck, Suhl	- Mitglied Die Geschäftsstelle des Wahlausschusses ist wie folgt zu erreichen: Haus der Wirtschaft der IHK Südthüringen Wahlausschuss Bahnhofstraße 4-8 98527 Suhl Telefon: 03681 362-800	Telefax: 03681 362-300 E-Mail:	ihkwahl@suhl.ihk.de Die in der Wahlordnung vorgesehenen Bekanntmachungen erfolgen auf der Internetseite der IHK. Sie können zusätzlich in weiteren Medien veröffentlicht werden (§ 20 WO). Die Internetseite der IHK ist unter www.suhl.ihk.de erreichbar. Zusätzlich werden Informationen zur Wahl in der Kammerzeitschrift „Südthüringische Wirtschaft“ veröffentlicht.
Erste Wahlbekanntmachung – Wahlaufruf – Der Wahlausschuss macht zur Wahl der Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer Südthüringen 2017 gemäß § 10 WO Folgendes bekannt:
A. Auslegen der Wählerlisten 1.	Die auf der Grundlage der Vorgaben des Wahlausschusses getrennt nach Wahlgruppen und Wahlbezirken aufgestellten Wählerlisten können von den Wahlberechtigten oder ihren Bevollmächtigten von Montag, 15.05.2017, bis Montag, 29.05.2017, jeweils in der Zeit von Montag bis Donnerstag von 09:00 Uhr bis 16:00 Uhr und Freitag von 09:00 bis 14:00 in der IHK-Hauptgeschäftsstelle, Bahnhofstraße 4-8, 98527 Suhl, Telefon: 03681 362-0; IHK-Bildungszentrum, Hauptstraße 33, 98529 Suhl-Mäbendorf, Telefon: 03681 362-0 IHK-Niederlassung Sonneberg, Gustav-König-Straße 27, Telefon: 03675 7506-0; IHK-Niederlassung Arnstadt, Krappgartenstraße 37-41, Telefon: 03628 6130-0; beschränkt auf ihre Wahlgruppe und ihren Wahlbezirk eingesehen werden. 2. Anträge auf Aufnahme in eine Wahlgruppe bzw. einen Wahlbezirk oder auf Zuordnung zu einer anderen Wahlgruppe oder einen anderen Wahlbezirk sowie Einsprüche gegen die Zuordnung zu einer Wahlgruppe können von Dienstag, 30.05.2017, bis Dienstag, 06.06.2017,
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beim Wahlausschuss eingereicht werden. Diese sind schriftlich mit Begründung einzureichen, wobei auch eine Übermittlung per Fax oder die Übermittlung eines eingescannten Dokuments per E-Mail zulässig ist. 3.	Der Wahlausschuss stellt nach Erledigung aller Einsprüche und Anträge die Ordnungsmäßigkeit der Wählerlisten fest. 4.	Wahlberechtigt sind nach § 3 der Wahlordnung die IHK-Zugehörigen. Jeder Wahlberechtigte kann sein Wahlrecht nur einmal ausüben. Aus § 4 der Wahlordnung ergibt sich, von wem das Wahlrecht für den IHK-Zugehörigen ausgeübt wird und in welchen Fällen das Wahlrecht von IHK-Zugehörigen ruht. Zur Einreichung von Wahlbewerbungen und zur Ausübung des Wahlrechts sind nur solche IHK-Zugehörige berechtigt, die in den vom Wahlausschuss festgestellten ordnungsgemäßen Wählerlisten eingetragen sind oder nach § 9 Abs. 5 WO bis zum 26.10.2017 nachweisen, dass ihr Wahlrecht erst nach dem 06.06.2017 entstanden ist.
B. Aufforderung zur Einreichung der Wahlvorschläge 1.	Die wahlberechtigten IHK-Zugehörigen werden hiermit aufgefordert, in der Zeit von Mittwoch, 07.06.2017, bis Dienstag,	04.07.2017, schriftliche Wahlvorschläge beim Wahlausschuss einzureichen, wobei auch eine Übermittlung per Fax oder die Übermittlung eines eingescannten Dokuments per E-Mail zulässig ist. Bewerbererklärungen sind im Internet unter www.suhl.ihk.de abrufbar oder beim Wahlausschuss der IHK Südthüringen zu erhalten. Ein Bewerber kann sich nur für die Wahlgruppe und den Wahlbezirk zur Wahl stellen, für die er selbst bzw. das IHK-Mitglied, von dem seine Wählbarkeit abgeleitet wird, wahlberechtigt ist. 2.	Die Wahlvorschläge sind mit Familiennamen, Vornamen, Geburtsdatum, Beruf oder Funktion im Unternehmen, Bezeichnung des IHK-zugehörigen Unternehmens und dessen Anschrift aufzuführen. Außerdem ist eine unterschriebene Erklärung jedes Bewerbers beizufügen, dass er zur Annahme der Wahl bereit ist und dass ihm keine Tatsachen bekannt sind, die seine Wählbarkeit nach der Wahlordnung ausschließen, § 11 Abs. 2 WO. 3. Wählbar sind natürliche Personen, die am letzten Tag der Wahlfrist volljährig sind, das IHK-Wahlrecht auszuüben berechtigt sind und entweder selbst IHK-Zugehörige sind oder allein oder zusammen mit anderen zur gesetzlichen Vertretung einer IHK-zugehörigen juristischen Person, Handelsgesellschaft oder nichtrechtsfähigen Personenmehrheit befugt sind. Wählbar sind auch die in das Handelsregister eingetragenen Prokuristen und besonders bestellte Bevollmächtigte von IHK-Zugehörigen. Besonders bestellte Bevollmächtigte sind Personen, die ohne im Handelsregister eingetragen zu sein, im Unternehmen des IHK-Zugehörigen eine der eigenverantwortlichen Tätigkeit des Unternehmers vergleichbare selbständige Stellung einnehmen und dies durch eine entsprechende Vollmacht nachweisen.
BEKANNTMACHUNGEN DER IHK SÜDTHÜRINGEN Jeder IHK-Zugehörige kann nur mit einem Mitglied in der Vollversammlung vertreten sein. Nicht wählbar ist, wer die Fähigkeit, öffentliche Ämter zu bekleiden und Rechte aus öffentlichen Wahlen zu erlangen, nicht besitzt. 4. Wahlbewerbungen sind u. a. ungültig, wenn sie nicht fristgerecht eingereicht worden sind oder wenn sie unvollständig eingereicht und die Beseitigung der Mängel nicht innerhalb einer gesetzten Frist erfolgt. 5. Die IHK-Zugehörigen wählen in ihrer Wahlgruppe und ihrem Wahlbezirk jeweils die folgende Anzahl von Mitgliedern der Vollversammlung. Insgesamt werden 48 Mitglieder der Vollversammlung gewählt.
5 Mitglieder 6 Mitglieder 2 Mitglieder 3 Mitglieder 1 Mitglied
Wahlgruppe II –	Energie- und Wasserwirtschaft, Bergbau, Land- und Forstwirtschaft Wahlbezirk 1	Landkreis Schmalkalden-Meiningen, Ilm-Kreis, Landkreis Hildburghausen, Landkreis Sonneberg, Kreisfreie Stadt Suhl	2 Mitglieder Wahlgruppe III –	Großhandel, Einzelhandel und Handelsvermittler Wahlbezirk 1	Wahlbezirk 2	Wahlbezirk 3	Wahlbezirk 4	Wahlbezirk 5
Landkreis Schmalkalden-Meiningen	Ilm-Kreis	Landkreis Hildburghausen	Landkreis Sonneberg	Kreisfreie Stadt Suhl
3 Mitglieder 3 Mitglieder 1 Mitglied 1 Mitglied 1 Mitglied
Wahlgruppe IV –	Verkehr , Lagerei, Information und Kommunikation Wahlbezirk 1	Landkreis Schmalkalden-Meiningen, Ilm-Kreis, Landkreis Hildburghausen, Landkreis Sonneberg, Kreisfreie Stadt Suhl	2 Mitglieder Wahlgruppe V – Gastgewerbe, Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen Wahlbezirk 1 Landkreis Schmalkalden-Meiningen	Wahlbezirk 2	Ilm-Kreis	Wahlbezirk 3	Landkreis Hildburghausen	Wahlbezirk 4	Landkreis Sonneberg	Wahlbezirk 5	Kreisfreie Stadt Suhl
1 Mitglied 1 Mitglied 1 Mitglied 1 Mitglied 1 Mitglied
Wahlgruppe VI –	Banken, Versicherungen sowie Grundstücks- und Wohnungswesen Wahlbezirk 1 Landkreis Schmalkalden-Meiningen	Wahlbezirk 2	Ilm-Kreis	Wahlbezirk 3	Landkreis Hildburghausen, Landkreis Sonneberg, Kreisfreie Stadt Suhl
D. Durchführung der Wahl 1. Die Wahl erfolgt schriftlich als Briefwahl. 2. Die IHK übermittelt jedem Wahlberechtigten rechtzeitig und unaufgefordert die erforderlichen Wahlunterlagen.
Wahlgruppe I –	Industrie und Bau Wahlbezirk 1 Landkreis Schmalkalden-Meiningen	Wahlbezirk 2	Ilm-Kreis	Wahlbezirk 3	Landkreis Hildburghausen	Wahlbezirk 4	Landkreis Sonneberg	Wahlbezirk 5	Kreisfreie Stadt Suhl
C. Bekanntmachung der Kandidatenlisten Der Wahlausschuss prüft und entscheidet über die Gültigkeit der eingegangenen Wahlbewerbungen, erstellt die Kandidatenlisten je Wahlgruppe und Wahlbezirk und macht diese am 07.09.2017 auf der Internetseite der IHK unter www.suhl.ihk.de bekannt (Zweite Wahlbekanntmachung).
1 Mitglied 1 Mitglied
Die den Wahlberechtigten zugesandten Wahlunterlagen (Wahlumschlag mit Stimmzettel, Wahlschein) sind im Rücksendeumschlag an den Wahlausschuss in der Zeit von	Freitag, 29.09.2017, bis	Freitag, 27.10.2017, 14:00 Uhr, zu senden (Posteingang beim Wahlausschuss).
3. Der Wahlberechtigte kennzeichnet die von ihm gewählten Bewerber durch Ankreuzen. Er darf höchstens so viele Bewerber ankreuzen, wie in der Wahlgruppe und im Wahlbezirk zu wählen sind. Ungültig sind Stimmzettel, –	die Zusätze, Streichungen oder Vorbehalte aufweisen; –	die die Absicht des Wählers nicht klar erkennen lassen; –	auf denen mehr Bewerber angekreuzt sind, als in der Wahlgruppe und dem Wahlbezirk zu wählen sind; –	die nicht in einem verschlossenen Umschlag eingehen. Sind in einem Umschlag mehrere Stimmzettel enthalten, ist er als ein Stimmzettel zu werten, wenn die Kennzeichnung gleichlautend oder nur einer von ihnen gekennzeichnet ist, andernfalls sind sie sämtlich ungültig. Rücksendeumschläge, die lediglich den Wahlumschlag, nicht jedoch den Wahlschein enthalten, werden zurückgewiesen. Das gilt auch, falls der Wahlschein im Wahlumschlag versendet wurde oder nicht vollständig ausgefüllt ist. 4. Gewählt sind in den einzelnen Wahlgruppen und Wahlbezirken diejenigen Bewerber, welche die meisten Stimmen erhalten haben. Bei Stimmengleichheit entscheidet das Los, welches ein Mitglied des Wahlausschusses zieht, das Gleiche gilt für die Festlegung der Nachfolgemitglieder.
Suhl, 6. April 2017
gez. Wolfgang Voigt Vorsitzender des Wahlausschusses
Wahlgruppe VII –	Sonstige Dienstleistungen Wahlbezirk 1 Landkreis Schmalkalden-Meiningen	Wahlbezirk 2	Ilm-Kreis	Wahlbezirk 3	Landkreis Hildburghausen	Wahlbezirk 4	Landkreis Sonneberg	Wahlbezirk 5	Kreisfreie Stadt Suhl
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Satzung für die Sachkundeprüfung im Bewachungsgewerbe Die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer Südthüringen hat am 23. März 2017 aufgrund von §§ 1 und 4 des Gesetzes zur vorläufigen Regelung des Rechts der Industrie- und Handelskammern vom 18. Dezember 1956 (BGBl. I S. 920), zuletzt geändert durch Art. 254 der Zehnten Zuständigkeitsanpassungsverordnung vom 31. August 2015 (BGBI. I S. 1474), in Verbindung mit § 34 a Gewerbeordnung (GewO) in der Fassung der Bekanntmachung vom 22. Februar 1999 (BGBl. I S. 202), zuletzt geändert durch Art. 16 des Gesetzes vom 11. November 2016 (BGBl. I S. 2500), und der §§ 5 a ff. der Bewachungsverordnung (BewachV) in der Fassung der Bekanntmachung vom 10. Juli 2003 (BGBl. I S. 1378), zuletzt geändert durch Art. 1 der Verordnung vom 1. Dezember 2016 (BGBl. I S. 2692), folgende Prüfungsordnung beschlossen:
§ 1 Sachkundeprüfung Der Nachweis der Sachkunde gem. § 34 a GewO i. V. m. § 5 a BewachV kann durch eine Prüfung nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen erbracht werden. Zweck der Sachkundeprüfung ist der Nachweis, dass die in diesen Bereichen tätigen Personen Kenntnisse über die für die Ausübung dieser Tätigkeiten notwendigen rechtlichen Vorschriften und fachspezifischen Pflichten und Befugnisse sowie deren praktische Anwendung in einem Umfang verfügen, die ihnen die eigenverantwortliche Wahrnehmung dieser Wachaufgaben ermöglichen.
§ 2 Zuständigkeit Die Abnahme der Sachkundeprüfung erfolgt durch die Industrie- und Handelskammern. Die Sachkundeprüfung kann bei jeder Industrie- und Handelskammer abgelegt werden, die diese Prüfung anbietet.
§ 3 Errichtung, Zusammensetzung und Berufung von Prüfungsausschüssen (1)	Die Industrie- und Handelskammer Südthüringen, im Folgenden IHK Süd­ thüringen genannt, errichtet einen oder mehrere Prüfungsausschüsse für die Sachkundeprüfung. Mehrere Industrie- und Handelskammern können einen gemeinsamen Prüfungsausschuss errichten. (2)	Die IHK Südthüringen beruft die Mitglieder des Prüfungsausschusses, den Vorsitzenden und seinen Stellvertreter für die Dauer von fünf Jahren. (3)	Die Mitglieder des Prüfungsausschusses müssen für die Prüfungsgebiete sachkundig und für die Mitwirkung im Prüfungswesen geeignet sein. (4)	Der Prüfungsausschuss besteht aus mindestens drei Mitgliedern. Der Prüfungsausschuss ist beschlussfähig, wenn mindestens zwei Drittel der Mitglieder, wenigstens aber drei Mitglieder, mitwirken. Er beschließt mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen; bei Stimmgleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag. (5)	Die §§ 83, 84, 86 und 89 Verwaltungsverfahrensgesetz (VwVfG) finden entsprechende Anwendung. Bei der Sachkundeprüfung darf nicht mitwirken, wer Angehöriger des Prüfungsteilnehmers nach § 20 Abs. 5 VwVfG ist. An der Sachkundeprüfung darf als Prüfer auch nicht mitwirken, wer den zu prüfenden Prüfungsteilnehmer in Vorbereitung auf die Sachkundeprüfung im Bewachungsgewerbe unterrichtet hat. (6)	Die Mitglieder des Prüfungsausschusses sind ehrenamtlich tätig. Für bare Auslagen, Zeitversäumnis und sonstigen Aufwand wird - soweit eine Entschädigung nicht von anderer Seite gewährt wird - eine angemessene Entschädigung gezahlt. Über die Höhe entscheidet die Vollversammlung der IHK Südthüringen.
§ 4 Prüfungstermine und Anmeldung zur Prüfung (1)	Die IHK Südthüringen bestimmt Ort und Zeitpunkt der Prüfung sowie die Zusammensetzung des Prüfungsausschusses und gibt die Prüfungstermine und Anmeldefristen in geeigneter Form rechtzeitig bekannt. (2)	Die Anmeldung zur Sachkundeprüfung soll schriftlich erfolgen. (3)	Die Entscheidung über den Prüfungstag, den Prüfungsort, den Prüfungs­ ablauf sind dem Prüfungsteilnehmer rechtzeitig mitzuteilen. (4)	Die Prüfung kann erst erfolgen, nachdem der Prüfungsbewerber den Nachweis der Entrichtung der Prüfungsgebühr erbracht hat.
§ 5 Nichtöffentlichkeit der Prüfung und Verschwiegenheit (1)	Die Prüfung ist nicht öffentlich. (2)	Im mündlichen Teil der Prüfung können jedoch anwesend sein: a)	Beauftragte Vertreter der Aufsichtsbehörden, b)	Mitglieder eines anderen Prüfungsausschusses für die Sachkundeprüfung im Bewachungsgewerbe, c)	Vertreter der Industrie- und Handelskammern, d)	Personen, die beauftragt sind, die Qualität der Prüfung zu kontrollieren oder e)	Personen, die in einen Prüfungsausschuss berufen werden sollen. Diese Personen dürfen nicht in die laufende Prüfung eingreifen oder in die Beratung über das Prüfungsergebnis einbezogen werden. (3)	Unbeschadet bestehender Informationspflichten, insbesondere gegenüber der IHK, haben die Mitglieder des Prüfungsausschusses und sonstige mit der Prüfung befasste Personen über alle Prüfungsvorgänge Verschwiegenheit gegenüber Dritten zu wahren.
§ 6 Belehrung, Befangenheit (1)	Die Prüfungsteilnehmer sind vor der Prüfung über den Prüfungsablauf, die zur Verfügung stehende Zeit, die in der schriftlichen und mündlichen Prüfung jeweils zu erreichende Gesamtpunkteanzahl, die Bedingungen über die Zulassung zur mündlichen Prüfung und die Folgen bei Täuschungshandlungen und Ordnungsverstößen zu belehren. (2)	Zu Beginn des jeweiligen Prüfungsteils wird die Identität der Prüfungsteilnehmer festgestellt. Die Prüfungsteilnehmer sind nach Bekanntgabe der Prüfer zu befragen, ob sie von ihrem Recht zur Ablehnung eines Prüfers wegen Besorgnis der Befangenheit gemäß §§ 20 und 21 VwVfG Gebrauch machen wollen. (3)	Für Mitglieder des Prüfungsausschusses gilt entsprechend § 20 Abs. 4 VwVfG. (4)	Über einen Befangenheitsantrag entscheiden die Prüfer des Prüfungsausschusses ohne Mitwirkung des betroffenen Prüfers. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag. Richtet sich der Ablehnungsantrag gegen den Vorsitzenden, so ist mindestens eine Zweidrittelmehrheit der anderen Prüfer erforderlich. Wird einem Befangenheitsantrag stattgegeben, so soll der Prüfungsteilnehmer zum nächsten Prüfungstermin eingeladen werden, sofern der ausgeschlossene Prüfer nicht sogleich durch einen Vertreter ersetzt oder der Prüfungsteilnehmer einem anderen Prüfungsausschuss zugeteilt werden kann. Besteht die Besorgnis der Befangenheit bei allen Prüfungsausschussmitgliedern, so hat die IHK zu entscheiden.
§ 7 Täuschungshandlungen und Ordnungsverstöße (1)	Unternimmt es ein Prüfungsteilnehmer, das Prüfungsergebnis durch Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen oder leistet er Beihilfe zu einer Täuschung oder einem Täuschungsversuch, liegt eine Täuschungshandlung vor. (2)	Wird während der Prüfung festgestellt, dass ein Prüfungsteilnehmer eine Täuschungshandlung begeht oder einen entsprechenden Verdacht hervorruft, ist der Sachverhalt von der Aufsichtsführung festzustellen und zu protokollieren. Der Prüfungsteilnehmer setzt die Prüfung vorbehaltlich der Entscheidung des Prüfungsausschusses über die Täuschungshandlung fort. (3)	Liegt eine Täuschungshandlung vor, wird die Prüfung für nicht bestanden erklärt.
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BEKANNTMACHUNGEN DER IHK SÜDTHÜRINGEN (4)	Behindert ein Prüfungsteilnehmer durch sein Verhalten die Prüfung so, dass die Prüfung nicht ordnungsgemäß durchgeführt werden kann, ist er von der Teilnahme auszuschließen. Die Entscheidung hierüber kann von der Aufsicht getroffen werden. Die endgültige Entscheidung über die Folgen für den Prüfungsteilnehmer hat der Prüfungsausschuss unverzüglich zu treffen. Absatz 3 gilt entsprechend.
(2)	Der schriftliche Prüfungsteil ist bestanden, wenn der Prüfungsteilnehmer mindestens 50 Prozent der zu vergebenden Gesamtpunkte erzielt hat.
(5)	Vor Entscheidungen des Prüfungsausschusses nach den Absätzen 3 und 4 ist der Prüfungsteilnehmer zu hören.
(1)	Der schriftliche Prüfungsteil ist bestanden, wenn der Prüfungsteilnehmer in den geprüften Bereichen jeweils mindestens 50 Prozent der erreichbaren Punkte erzielt.
§ 8 Rücktritt, Nichtteilnahme Tritt der Prüfungsbewerber nach der Anmeldung und vor Beginn der Prüfung durch schriftliche Erklärung zurück, gilt die Prüfung als nicht abgelegt. Tritt der Prüfungsteilnehmer nach Beginn der Prüfung zurück oder nimmt er an der Prüfung nicht teil, ohne dass ein wichtiger Grund vorliegt, so gilt die Prüfung als nicht bestanden. Über das Vorliegen eines wichtigen Grundes entscheidet die IHK.
§ 9 Gliederung und Durchführung der Sachkundeprüfung (1)	Die Prüfungssprache ist deutsch. (2)	Die Sachkundeprüfung besteht gemäß § 5 c Abs. 1 BewachV aus einem schriftlichen und einem mündlichen Prüfungsteil. (3)	Der schriftliche Prüfungsteil kann entweder auf Papier oder in elektronischer Form durchgeführt werden. Der schriftliche Prüfungsteil kann im Antwort-Wahl-Verfahren durchgeführt werden. Die IHK bestimmt das Verfahren. (4)	Der schriftliche Prüfungsteil dauert 120 Minuten. Der mündliche Prüfungsteil soll pro Prüfungsteilnehmer etwa 15 Minuten dauern. In dem mündlichen Prüfungsteil können bis zu 5 Prüfungsteilnehmer gleichzeitig geprüft werden. (5)	Die IHK Südthüringen regelt die Aufsichtsführung bei der schriftlichen Prüfung. (6)	Gegenstand des schriftlichen Prüfungsteils sind die in § 4 BewachV festgelegten Prüfungsgebiete. Gegenstand des mündlichen Prüfungsteils sind die in § 5 a Abs. 3 i. V. m. § 4 BewachV aufgeführten Gebiete mit dem Schwerpunkt der in § 4 Satz 1 Nr. 1 und 5 BewachV genannten Gebiete. Der Prüfungsausschuss ist gehalten, die überregional erstellten Prüfungsaufgaben zu übernehmen. (7)	Zum mündlichen Prüfungsteil wird nur zugelassen, wer den schriftlichen Prüfungsteil bestanden hat und sich innerhalb von zwei Jahren, beginnend ab dem Bestehen des schriftlichen Prüfungsteils, zum mündlichen Prüfungsteil anmeldet und diesen ablegt. (8)	Bei der Durchführung der Prüfung sollen die besonderen Verhältnisse behinderter Menschen berücksichtigt werden. Dies gilt insbesondere für die Dauer der Prüfung, die Zulassung von Hilfsmitteln und die Inanspruchnahme von Hilfeleistungen Dritter wie Gebärdendolmetscher für hörbehinderte Menschen. Die Art der Behinderung ist mit der Anmeldung zur Prüfung nachzuweisen.
§ 10 Gegenstand und Dauer der spezifischen Sachkundeprüfung (1)	Gegenstand der spezifischen Sachkundeprüfung sind die Sachgebiete gemäß § 4 BewachV, die aufgrund der Feststellung gemäß § 13 c Abs. 2 GewO ergänzend zu prüfen sind. (2)	Abweichend von § 9 Abs. 4 richtet sich in diesem Fall die Dauer des schriftlichen Prüfungsteils nach der Anzahl der Fragen in den Sachgebieten, die zu prüfen sind, im Verhältnis zu der Gesamtpunktzahl der Prüfungsfragen nach § 9 Abs. 4 Satz 1.
(3)	Der mündliche Prüfungsteil ist bestanden, wenn mindestens 50 Prozent der zu vergebenden Gesamtpunkte für die mündliche Prüfung erreicht werden.
§ 12 Ergebnisbewertung der spezifischen Sachkundeprüfung
(2)	Der mündliche Prüfungsteil ist bestanden, wenn der Prüfungsteilnehmer mindestens 50 Prozent der erreichbaren Punkte erzielt. (3)	Die Prüfung ist insgesamt bestanden, wenn der Prüfungsteilnehmer die aufgrund der Feststellungen gem. § 13 c Abs. 2 GewO zu ergänzenden Prüfungsteile bestanden hat.
§ 13 Feststellung und Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses (1)	Der Prüfungsausschuss entscheidet mehrheitlich jeweils über das Bestehen oder Nichtbestehen des schriftlichen und des mündlichen Prüfungsteils. Bei Stimmengleichheit entscheidet der Vorsitzende. (2)	Das Ergebnis des schriftlichen Prüfungsteils ist dem Prüfungsteilnehmer nach Abschluss der Korrektur, das Ergebnis des mündlichen Prüfungsteils nach Abschluss der Beratungen über dieses mitzuteilen. (3)	Wurde der schriftliche oder der mündliche Prüfungsteil nicht bestanden, erhält der Prüfungsteilnehmer einen schriftlichen Bescheid der IHK Südthüringen. Der Bescheid enthält den Hinweis, dass die Prüfung nach Anmeldung wiederholt werden kann. (4)	Prüfungsteilnehmern, die den schriftlichen und mündlichen Prüfungsteil bestanden haben, wird eine Bescheinigung nach Anlage 4 der BewachV ausgestellt. (5)	Prüfungsteilnehmern, die die spezifische Sachkundeprüfung nach § 13 c Abs. 2 GewO bestanden haben, wird hierüber eine Bescheinigung nach Anlage 4 Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Vollzug des § 34 a der Gewerbeordnung und zur Bewachungsverordnung (BewachVwV) ausgestellt.
§ 14 Prüfungswiederholung Die Prüfung kann beliebig oft wiederholt werden.
§ 15 Niederschrift Über die Prüfung ist eine Niederschrift zu fertigen, aus der die einzelnen Prüfungsergebnisse, besondere Vorkommnisse oder sonst auffällige Feststellungen zu entnehmen sind. Sie ist von den Mitgliedern des Prüfungsausschusses zu unterzeichnen.
§ 16 Rechtsbehelfsbelehrung Entscheidungen sind bei ihrer schriftlichen Bekanntgabe an den Prüfungsteilnehmer mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen. Diese richtet sich im Einzelnen nach der Verwaltungsgerichtsordnung und den Ausführungsbestimmungen des Freistaats Thüringen.
§ 17 Inkrafttreten Diese Prüfungsordnung tritt am 1. des auf die Veröffentlichung in der Kammerzeitschrift „Südthüringische Wirtschaft“ folgenden Monats in Kraft. Gleichzeitig tritt die bisherige Prüfungsordnung vom 3. Dezember 2013 außer Kraft. Suhl, 23. März 2017
§ 11 Ergebnisbewertung (1)	Der schriftliche und der mündliche Prüfungsteil sind mit Punkten zu bewerten.
gez. Dr. Peter Traut	gez. Dr. Ralf Pieterwas Präsident	Hauptgeschäftsführer Südthüringische Wirtschaft 5/2017 39
Anfang März 2017 hat der Bundesrat das vom Bundestag beschlossene Gesetz zur Reform der Insolvenzanfechtung verabschiedet. Die langersehnte Reform der Insolvenzanfechtung hat einen steinigen Weg hinter sich. Obwohl Wirtschaftsakteure bereits seit Jahren die teilweise ausufernde Anfechtungspraxis von Insolvenzverwaltern beklagen, hat sich der Gesetzgeber erst jetzt durchgerungen, die erforderlichen Änderungen in der Insolvenzordnung vorzunehmen. Die IHK Südthüringen führt monatlich eine Beratung zu Fragen des gewerblichen Rechtsschutzes durch. Hier erhalten interessierte IHK-Mitglieder eine kostenfreie Erstberatung zu Fragen in Verbindung mit Marken, Patenten, Gebrauchs- und Geschmacksmustern, zum Verfahren und zu Kosten einschließlich Fördermöglichkeiten. Die Termine werden in der IHK-Zeitschrift „Südthüringische Wirtschaft“ und in der IHK-Veranstaltungsdatenbank unter www.suhl.ihk.de jeweils rechtzeitig bekannt gegeben. Im IHK-Bezirk ansässige Patent- bzw. Rechtsanwälte stellen sich dankenswerterweise für diese Tätigkeit zur Verfügung.
Die Termine für 2017 sind wie folgt geplant: 18.05.	22.06.	17.08.	21.09.	19.10.	16.11.	14.12.
Rechtsanwalt Dr. Frank Weihrauch Patentanwalt Dr. Hans-Dieter Schmalz Rechtsanwalt Dr. Frank Weihrauch Patentanwalt Dr. Hans-Dieter Schmalz Rechtsanwalt Dr. Frank Weihrauch Patentanwalt Dr. Hans-Dieter Schmalz Rechtsanwalt Dr. Frank Weihrauch
Die Anmeldung zu den einzelnen Beratungsterminen ist erforderlich. Ihr Ansprechpartner: Cindy Funk S 03681 362-202 Y funk@suhl.ihk.de
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Nach bisherigem Recht hat der Insolvenzverwalter nach Eröffnung der Insolvenz die Möglichkeit, Zahlungen die das Unternehmen vor Eintritt der Insolvenz an einen Gläubiger erbracht hat, bis zu zehn Jahre rückwirkend anzufechten. Die Anfechtung ist bereits dann möglich, wenn der Gläubiger bei Zahlung Anzeichen für eine drohende Zahlungsunfähigkeit erkennen konnte. Schon die Gewährt/pixelio.de © Thorben Wenge rung einer Ratenzahlung kann ein Indiz dafür sein, dass der Gläubiger mit einer möglichen Zahlungsunfähigkeit rechnete. Die Anfechtung ist automatisch damit verbunden, dass der Gläubiger Zinsen rückwirkend auf den Zeitpunkt der Insolvenzeröffnung auf die Forderung zu zahlen hat. Unsicherheit herrscht auch bei Arbeitnehmern über die Voraussetzungen, unter denen beispielsweise verspätet gezahltes Arbeitsentgelt vom Insolvenzverwalter zurückgefordert werden kann. Mit dem nun verabschiedeten Gesetz sollen diese Unsicherheiten beseitigt werden und die Vorsatzanfechtung für den Geschäftsverkehr deutlich kalkulierbarer werden. Gläubiger, die ihren Schuldnern Zahlungserleichterungen gewährt haben, sollen dafür nicht dadurch bestraft werden, dass sie schon aus diesem Grund einer Insolvenzanfechtung ausgesetzt sind. Das sogenannte Bargeschäftsprivileg soll deutlich ausgedehnt werden. Außerdem werden entgegen dem ursprünglichen Entwurf dem Fiskus und den Sozialversicherungsträgern keine Sonderrechte eingeräumt. Auf diese Weise soll das Prinzip der Gläubigergleichheit gestärkt werden.
erbracht hat, so ist das Geschäft für den Insolvenzverwalter grundsätzlich nicht mehr anfechtbar (Bargeschäftsprivileg). Eine Ausnahme gilt für den Fall, dass der Insolvenzverwalter nachweisen kann, dass der Schuldner „unlauter“ gehandelt hat. Das Bargeschäftsprivileg gilt auch für erbrachte Arbeitsleistungen von Arbeitnehmern, wenn der Zeitraum zwischen den erbrachten Arbeitsleistungen der Auszahlung des Arbeitsentgeltes drei Monate nicht überschreitet. Kongruente Zahlungen, d. h. Zahlungen, auf die der Gläubiger nach dem zu Grunde liegenden Rechtsgeschäft einen Rechtsanspruch hatte, sind durch den Insolvenzverwalter nur noch bei positiver Kenntnis der Zahlungsunfähigkeit seitens des Gläubigers bei Zahlungserhalt anfechtbar. Im Fall einer Ratenzahlungsvereinbarung wird zukünftig (widerleglich) vermutet, dass der Gläubiger von einer drohenden bzw. eingetretenen Zahlungsunfähigkeit keine Kenntnis hatte. Zinsen sollen in Zukunft nicht mehr rückwirkend zum Zeitpunkt der Insolvenzeröffnung sondern erst ab Eintritt des Zahlungsverzugs (Mahnung durch den Insolvenzverwalter) geschuldet werden. Die Möglichkeit der rückwirkenden Anfechtung wird von zehn auf vier Jahre verkürzt. Die Neujustierung des Insolvenzanfechtungsrechts sorgt damit ein Stück weit mehr für die geforderte Rechts- und Planungssicherheit im Wirtschaftsverkehr.
Nachfolgend werden die wichtigsten Neuregelungen benannt: Hat ein Gläubiger vom Schuldner eine Leistung erhalten, für die er in unmittelbarem Zusammenhang eine gleichwertige Gegenleistung
Ihr Ansprechpartner: Holger Fischer S 03681 362-114 Y fischerh@suhl.ihk.de
Südthüringische Wirtschaft Herausgeber:
Der IHK Südthüringen ist bekannt geworden, dass der IDO Interessenverband für das Rechts- und Finanzconsulting deutscher Online-Unternehmen e. V. mit Sitz in Leverkusen gegenüber eBay-Händlern zurzeit vermehrt Verstöße gegen Informationspflichten abmahnt. Daher sollten Online-Händler auf der Verkaufsplattform nunmehr sorgfältig die Einhaltung der gesetzlichen Informationspflichten prüfen. Konkret mahnt der IDO-Interessenverband ab, dass über das Bestehen eines gesetzlichen Mängelhaftungsrechts für die angebotenen Waren, über die Speicherung des Vertragstextes nach Vertragsschluss sowie über das Bestehen der sog. OS-Plattform nicht oder nur unzureichend informiert wird. Ebenfalls wird die fehlende Angabe der Auslandsversandkosten abgemahnt. Insbesondere sind die seit 1. Februar 2017 geltenden, erweiterten Informationspflichten für Online-Händler vor dem Hintergrund der verstärkten Abmahntätigkeit des IDO Interessenverbands zu beachten. Nach den nunmehr geltenden Informationspflichten gemäß §§ 36, 37 Verbraucherstreitbeilegungsgesetz (VSBG) haben Online-Unternehmen, soweit diese zum Stichtag des 31. Dezember 2016 mehr als zehn Personen beschäftigten, die allgemeine Informationspflicht gegenüber Verbrauchern, diese davon in Kenntnis zu setzen, inwieweit er bereit oder verpflichtet ist, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen und auf die zuständige Verbraucherschlichtungsstelle hinzuweisen, wenn sich der Unternehmer zur Teilnahme an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle verpflichtet hat oder wenn er auf Grund von Rechtsvorschriften zur Teilnahme verpflichtet ist. Der Hinweis muss Angaben zu Anschrift
und Webseite der Verbraucherschlichtungsstelle sowie eine Erklärung des Unternehmers, an einem Streitbeilegungsverfahren vor dieser Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen, enthalten. Die Teilnahme an einem Streitbeilegungsverfahren ist bis auf bestimmte Sektoren – beispielsweise Energieversorgungsunternehmen – grundsätzlich freiwillig. Die genannten Informationen müssen nach § 36 VSBG zudem „leicht zugänglich“ sein, sodass diese neben dem Hinweis auf die sog. OS-Plattform im Impressum und den allgemeinen Geschäftsbedingungen aufgenommen werden sollten. Neben zuvor genannten allgemeinen Informationspflichten müssen Unternehmen den Verbraucher nach Entstehung einer Streitigkeit zusätzlich in Textform informieren, an welche Verbraucherschlichtungsstelle sie sich wenden können, soweit die Streitigkeit nicht zuvor beigelegt werden konnte. Zugleich ist anzugeben, ob die Bereitschaft zur Teilnahme an einem Streitbeilegungsverfahren oder einer Verpflichtung besteht. Die Information hat dem Verbraucher gegenüber in Textform zu erfolgen, sodass diese per Schreiben, Fax, E-Mail u. ä. abgegeben werden kann. Die Informationspflicht nach § 37 VSBG besteht unabhängig davon, wie viele Mitarbeiter das Unternehmen beschäftigt, eine Webseite vorhanden ist oder AGB verwendet werden.
Christoph Beer S 03681 362-321 Y beer@suhl.ihk.de
Für die Zeit vom 1. Februar 2017 bis zum 31. Januar 2022 wurde auf Vorschlag der IHK Südthüringen und dem Verband der Wirtschaft Thüringens e. V. vom Thüringer Landessozialgericht Thomas Braun Maier GmbH & Co. KG Präzisionstechnik, Hildburghausen als ehrenamtlicher Richter beim Sozialgericht Meiningen berufen.
Cindy Funk S 03681 362-202	Y funk@suhl.ihk.de
Druckauflage: 10 700 Exemplare (II. Quartal 2016 - IVW Geprüft) Erscheinungsweise: Neunmal jährlich Herausgabedatum: 05.05.2017 Redaktion: Olaf Amm E-Mail: amm@suhl.ihk.de Dipl.-Ök.-Päd. Birgit Hartwig E-Mail: hartwig@suhl.ihk.de Titelbild/Fotos Seite 1, 4, 5, 18: © Michael Reichel/arifoto.de Anzeigen und Verlag: Prüfer Medienmarketing Endriß & Rosenberger GmbH Schlösserstr. 39, 99084 Erfurt Tel. 0361 5668194, Fax 5668196 Anzeigenverwaltung: Gudrun Wenske Anzeigenleiter: Achim Hartkopf medienmarketing.erfurt@pruefer.com www.pruefer.com Anzeigenschluss: Am 10. des Vormonats Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 4 ab 2017 Diese Ausgabe enthält einen Beihefter der Fa. LEXWARE.
Industrie- und Handelskammer Südthüringen, Bahnhofstraße 4–8, 98527 Suhl Telefon: 03681 362-0 Telefax: 03681 362-100 Internet: www.suhl.ihk.de E-Mail: info@suhl.ihk.de
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Südthüringische Wirtschaft 5/2017 41
Südthüringische Wirtschaft - Ausgabe 5/2017
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