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Timestamp: 2017-01-21 20:39:40+00:00

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⭐Direktanspruch gegen die Berufshaftpflichtversicherung?
Direktanspruch gegen die Berufshaftpflichtversicherung?
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1 Das Thema Direktanspruch gegen die Berufshaftpflichtversicherung? Wie geht s... Herr Präsident Ring Zwischenprüfung am Winterabschlussprüfung 2011/I am 18./19. Januar 2011 WISSENSWERTE INFORMATIONEN DER RECHTSANWALTSKAMMER NÜRNBERG2 Europaecke Neues aus Brüssel Institutionen Europäische Kommission eröffnet Online-Portal Am 16. Juli 2010 hat die Europäische Kommission ihr E-Justice Online-Portal (https://e-justice.europa.eu) eröffnet. EU-Bürger können sich hier in 22 EU-Sprachen über die Rechtssysteme der 27 Mitgliedstaaten informieren, u.a. wie man einen Anwalt in einem anderen Mitgliedstaat finden kann, welche Gerichte zuständig sind und wie dort Gerichtskostenhilfe beantragt werden kann. Anwälte, Notare und Richter haben Zugang zu rechtlichen Datenbanken, können Kontakt mit Kollegen durch das justizielle Netz aufnehmen und Informationen bezüglich Aus- und Weiterbildungen der Rechtsberufe erlangen. Zudem sind Links zu Insolvenz- und Eigentumsregistern zu finden und Informationen zu Vorschriften, die bei grenzübergreifenden Verfahren zur Anwendung kommen. Strafrecht Rechte im Strafverfahren Richtlinienvorschlag über das Recht auf Belehrung Die Kommission hat am 20. Juli 2010 einen Vorschlag für eine Richtlinie über das Recht auf Belehrung im Strafverfahren vorgelegt. Sie soll sicherstellen, dass die Verdächtigten einer Straftat über ihre grundlegenden Rechte im Strafverfahren belehrt werden. Bei einer Festnahme soll diese Belehrung schriftlich und in einer für jedermann verständlichen Sprache in einer Erklärung der Rechte (letter of rights) erfolgen. Der Vorschlag enthält ein Muster der Erklärung der Rechte in den 22 EU-Sprachen. Geregelt wird zudem, dass im Falle einer Festnahme dem Verdächtigten oder Angeklagten oder seinem Anwalt Einsicht in die Strafakte bei der Polizei, der Staatsanwaltschaft und bei Gericht gewährt wird, bezüglich aller Dokumente, die seine Festnahme betreffen. Dem Angeklagten soll dann Einsicht in die Akte gewährt werden, sobald die Ermittlungen abgeschlossen sind. Zivilrecht Verstärkte Zusammenarbeit bei Ehescheidungen in der EU (Rom III) Am 12. Juli 2010 hat der Rat zum ersten Mal in der Geschichte der EU der Anwendung des Verfahrens der verstärkten Zusammenarbeit von 14 EU-Ländern zugestimmt. Die 14 Länder (Belgien, Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Italien, Lettland, Luxemburg, Malta, Österreich, Portugal, Rumänien, Slowenien, Spanien und Ungarn) können ab sofort alleine über den von der Europäischen Kommission vorgelegten Verordnungsvorschlag für die Regelung von Scheidungen internationaler Ehen weiterberaten und abstimmen. EuGH-Urteil zur Zuständigkeit bei einem durch ein Elternteil entführtes Kind Der EuGH hat in seinem Urteil vom 01. Juli 2010 (C-211/10) entschieden, dass bei Kindesentführung das Gericht des Mitgliedstaates zuständig bleibt, in dem das Kind ursprünglich lebte. Nach dem EuGH kann die Vollstreckung der Anordnung der Rückgabe des Kindes weder aufgrund einer späteren Entscheidung eines Gerichts des Vollstreckungsmitgliedstaats noch deshalb verweigert werden, weil sie aufgrund einer seit Erlass der Rückgabeanordnung eingetretenen Änderung der Umstände das Wohl des Kindes schwerwiegend gefährden könnte. Eine solche Änderung müsse vor dem zuständigen Gericht des Ursprungsmitgliedstaats geltend gemacht werden, bei dem auch ein etwaiger Antrag auf Aussetzung der Vollstreckung seiner Entscheidung zu stellen ist. Bürgerrechte Vorrang des Schutzes personenbezogener Daten Der EuGH hat am 29. Juni 2010 entschieden, dass die Verordnung zum Schutz personenbezogener Daten gegenüber der Verordnung über den Zugang der Öffentlichkeit zu Dokumenten der europäischen Institutionen Vorrang genießt. Er stellte klar, dass etwaige Beeinträchtigungen der Privatsphäre oder Integrität des Einzelnen im Sinne der Verordnung über den Zugang zu Dokumenten stets nach den Unionsvorschriften über den Schutz personenbezogener Daten zu messen sind. Darunter falle insbesondere die Verordnung zum Schutz personenbezogener Daten, welche daher als speziellere Norm berücksichtigt werden müsse. Zweiter Anlauf für ein SWIFT-Abkommen Nach der am 28. Juni 2010 erzielten Einigung zwischen den USA und den EU-Mitgliedstaaten über das Terrorism Finance Tracking Programme (TFTP), hat das EP den zweiten Entwurf für das SWIFT-Abkommen zum Austausch von Bankdaten angenommen. Das Abkommen sieht ein Recht auf Richtigstellung, Löschung und Blockierung von Daten sowie einen Anspruch auf Entschädigung bei Datenmissbrauch vor. Es trat am 01. August 2010 in Kraft. Quelle: BRAK; weitere Informationen unter S.1603 Editorial Liebe Kolleginnen und Kollegen, Wissen Sie, was sich hinter den Abkürzungen AKL oder ADR verbirgt? Gemeint sind in einem juristischen Kontext nicht die Arbeitsgemeinschaft Katholischer Liturgiewissenschaftler oder die Antikapitalistische Linke, sondern neue Perspektiven des Konfliktmanagements in der Wirtschaft: Also alternative Konfliktlösung oder Alternative Dispute Resolution. Prof. Reinhard Greger, Ordinarius und Richter am BGH im Unruhestand, hat zu dieser Thematik am in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Justizministerium, den beiden nordbayerischen Anwaltskammern und der Siemens AG eine ebenso interessante wie fruchtbare Tagung veranstaltet, die zum einen die vielfältigen Möglichkeiten der selbstbestimmten Konfliktbeilegung beleuchtete, zum anderen die Bedeutung für Anwaltschaft und Wirtschaft in Deutschland und Europa aufzeigte. Wer bislang die Thematik der konsensualen Konfliktlösung ausschließlich mit dem Terminus Mediation in Verbindung brachte, der gerade in weiten Teilen der Anwaltsszene eher negativ besetzt ist, der musste rasch erkennen, dass die deutsche Wirtschaft zwischenzeitlich einvernehmliche Lösungen der richterlichen Streitentscheidung vielfach vorzieht. So wurden überzeugende Erfahrungsberichte von Mitgliedsunternehmen des Round Table Mediation und Konfliktmanagement der deutschen Wirtschaft geliefert, der so illustre Unternehmen wie ABB, Audi, Bayer, Deutsche Bahn, Deutsche Bank, Porsche, SAP oder Siemens angehören. Der Zug ist weitgehend ohne Beteiligung der Anwaltschaft bereits angefahren, es gilt für unseren Berufsstand deshalb rasch den Aufsprung zu schaffen. Wer heute die außergerichtliche Konfliktregelung für ein nicht ernstzunehmendes Betätigungsfeld von Psychologen, Therapeuten und unterbeschäftigten Teilzeitjuristen hält, der irrt: alternative Konfliktlösung ist ein in der Wirtschaft zwischenzeitlich verbreitetes und etabliertes Modell, das hochprofessionelles Engagement erfordert mithin für uns Anwälte ein knallhartes und durchaus ertragreiches Geschäft. Die Akzeptanz von AKL steht und fällt mit der Kompetenz, der Reputation und Autorität der Personen, die diese Dienstleistung anbieten wie der durchaus erfolgreiche Güterichterversuch des Bayerischen Justizministeriums gezeigt hat. Indes: AKL ist Anwaltssache. Es liegt an uns, dieses Betätigungsfeld nicht brach liegen zu lassen, sondern den unzweifelhaft in der Wirtschaft vorhandenen und absehbar ansteigenden Bedarf zu decken. Mit besten kollegialen Grüßen Hans Link Inhaltsverzeichnis Europaecke Das Thema Direktanspruch gegen die Berufshaftpflichtversicherung? Im Gespräch Wie geht s Herr Präsident Ring Gerichte, Ämter, Ministerien Anwaltsgebühren/Verdienstausfallschaden Unzulässiger Spezialist für Erbrecht Anwaltsgebühren/Deckungszusage Verfahrenswert beim Versorgungsausgleich Verjährungshemmung bei PKH-Antrag Verschwiegenheitspflicht/Insolvenzverfahren Einkünfte von berufsmäßigen Betreuern Aus der Arbeit des Vorstands Vorstandssitzung der drei bay. RAKen Sitzung der 4. Satzungsversammlung Briefbogengestaltung Unser Bezirk Zwischenprüfung Fortbildungsprüfung ReFaWi Winterabschlussprüfung 2011/I Internationales Anwaltstreffen Abschlussfeier Gepr. Rechtsfachwirt Sommerfest Personalien Kanzleiforum Anwaltsinstitut Fortbildungsveranstaltungen Anmeldeformular S.1614 Das Thema Direktanspruch gegen die Berufshaftpflichtversicherung? Bei einem Verkehrsunfall hat der Geschädigte unmittelbar einen Direktanspruch gegen die Kfz-Haftpflichtversicherung. Mit der Reform des Versicherungsvertragsgesetzes zum hat der Gesetzgeber ursprünglich einen allgemeinen Direktanspruch im Pflichtversicherungsbereich schaffen wollen, tatsächlich ist aber nur ein auf Ausnahmefälle begrenzter Direktanspruch in Gesetzeskraft erwachsen. Das sorgt häufig für Verwunderung bei geschädigten Mandanten. Nachfolgend ist zu klären, unter welchen Voraussetzungen ein Schadensersatzanspruch des Mandanten gegenüber dem Rechtsanwalt gegeben ist und welche besonderen Umstände gegeben sein müssen, damit ein Mandant direkt seinen Schaden bei der Berufshaftpflichtversicherung regulieren kann. Schadensersatzanspruch Ein Anspruch auf Schadensersatz des Mandanten gegen den Rechtsanwalt resultiert grundsätzlich aus 280 Abs. 1 BGB. Daneben kommen aber auch Schadensersatzansprüche aus cic nach 312 Abs. 2 BGB oder in Ausnahmefällen nach 823 ff. BGB in Betracht. Die Schadensersatzansprüche ergeben sich dabei nicht wie bei einem Verkehrsunfall aus einer Gefährdungshaftung, sondern aus einer Verschuldenshaftung. Die geltend gemachten Schäden sind vor allem Vermögensschäden, die sich bei Verwirklichung der Haftpflichtgefahren des Rechtsanwalts im Rahmen seiner Berufstätigkeit verwirklicht haben. Keine Haftungsbeschränkung Wegen seines überwiegend schadensersatzrechtlichen Charakters ist für einen Direktanspruch von besonderer Bedeutung, dass der Schadensersatzanspruch nicht durch eine individualvertragliche oder vorformulierte Haftungsbeschränkung ausgeschlossen ist. Nach 51 a Abs. 1 Nr.1 BRAO kann die Haftung des RA auf die Höhe der gesetzlichen Mindestversicherung beschränkt werden. Die gesetzliche Mindestversicherungssumme beläuft sich bei einem Rechtsanwalt auf Euro pro Versicherungsfall gemäß 51 Abs. 3 BRAO, bei einer Kapitalgesellschaft sogar auf Euro pro Schadensfall laut 59 j Abs. 2 BRAO. Der Rechtsanwalt kann seine Haftung für vorsätzliches Handeln nach 276 Abs. 2 BGB nicht im Voraus beschränken. Allerdings kann er durch vorformulierte Vertragsbedingungen seine Haftung nach 51 a Abs. 1 Nr. 2 BRAO auf den vierfachen Betrag der Mindestversicherungssumme, somit auf Euro 1 Million, begrenzen. Im Umkehrschluss zu 51 a Abs. 1 Nr. 2 BRAO folgt aus 51 a Abs. 1 Nr. 1 BRAO sogar eine Haftungsbeschränkung durch Individualvereinbarung für einfache Fahrlässigkeit. Bei einer Rechtsanwaltsgesellschaft können die Leistungen des Versicherers für alle innerhalb eines Versicherungsjahres verursachten Schäden auf den Betrag der Mindestversicherungssumme, vervielfacht mit der Zahl der Gesellschafter und der Geschäftsführer, die nicht Gesellschafter sind, nach 59 j Abs. 2 Satz 2 BRAO begrenzt werden. Die Jahreshöchstleistung für alle in einem Versicherungsjahr verursachten Schäden muss sich jedoch mindestens auf den vierfachen Betrag der Mindestversicherungssumme belaufen. Eine Individualvereinbarung hat zur Voraussetzung, dass diese zwischen dem Rechtsberater und dem Mandanten im Einzelnen ausgehandelt wird. Die Gestaltungsfreiheit kommt darin zum Ausdruck, dass dem Mandanten die inhaltliche Ausgestaltung der Vereinbarung ermöglicht wird und dies für ihn auch erkennbar ist (BGH, NJW 1992, 2759 ff.). Allerdings ist es dem Rechtsanwalt weder durch Individualvereinbarung, noch durch vorformulierte Vertragsbedingungen möglich, einen allgemeinen Haftungsausschluss zu regeln. Ebenso wenig darf der Rechtsanwalt die Haftung auf unterhalb der gesetzlichen Mindestversicherungssummen liegende Beträge summenmäßig begrenzen oder der Geltendmachung von Haftpflichtansprüchen des Mandanten durch formularmäßige Ausschlussfristen entgegenwirken (Kuhls/ Meurers/Maxl, 67a Rn. 26 ff.). S.1625 Das Thema Der Autor Dr. Wolfgang H. Heidl, Erlangen, ist Rechtsanwalt, Steuerberater und Maître en Droît (Toulouse). Er ist unter anderem im Haftungsrecht, Berufsrecht und Versicherungsrecht tätig. Direktanspruch Ursprünglich hatte die Bundesregierung beabsichtigt, einen allgemeinen Direktanspruch des Dritten gegen den Versicherer für alle Pflichtversicherungen einzuführen. Die Vorschrift des 115 Abs. 1 VVG RegE hatte folgenden Wortlaut: Der Dritte kann im Rahmen der Leistungspflicht des Versicherers aus dem Versicherungsverhältnis und, soweit eine Leistungspflicht nicht besteht, im Rahmen des 117 Abs. 1 bis 4 seinen Anspruch auf Schadensersatz auch gegen den Versicherer geltend machen. Vergleichbar der action directe in Frankreich oder dem Direktanspruch in der Kfz Haftpflichtversicherung hätte der Mandant bei Eintritt eines Haftungsfalles einen Schadensersatzanspruch gegen den Versicherer geltend machen können. Für einen allgemeinen Direktanspruch wurden das Ziel der Vereinheitlichung des Versichertenschutzes im Pflichtversicherungsbereich, die Gestellung eines zusätzlichen und höchstwahrscheinlich solventen Gesamtschuldners und die damit verbundene Verbesserung des Verbraucher- und Versichertenschutzes sowie die leichtere Realisierbarkeit des Haftpflichtanspruchs angeführt. Im Rahmen des seit Einsetzung der VVG Kommission am 7. Juni 2000 beginnenden Gesetzgebungsvorhabens zur Reform des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) wurde an der Einführung eines allgemeinen Direktanspruchs lange Zeit festgehalten. Erst mit Nachbesserung des Gesetzesentwurfes des VVG durch den Rechtsausschuss des Bundestages am hat der Gesetzgeber den allgemeinen Direktanspruch zu Fall gebracht. Ausschlaggebend hierfür waren vor allem die Unsicherheit hinsichtlich der Übertragbarkeit eines Direktanspruchs aus der Kfz-Haftpflichtversicherung auf rechtlich komplexere Pflichtversicherungen wie die Berufshaftpflichtversicherung, die Unsicherheit hinsichtlich einer umfassenden Aufklärung des Schadensfalles, aber vor allem die Gefahr einer unkalkulierbaren Prämienexplosion. Der begrenzte Direktanspruch nach 115 (1) Nr. 2, 3 VVG lautet wie folgt: Der Dritte kann seinen Anspruch auf Schadensersatz auch gegen den Versicherer geltend machen, 2. wenn über das Vermögen des Versicherungsnehmers das Insolvenzverfahren eröffnet oder der Eröffnungsantrag mangels Masse abgewiesen worden ist oder ein vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt worden ist, oder 3. wenn der Aufenthalt des Versicherungsnehmers unbekannt ist. Der Gesetzgeber hat sich für den begrenzten Direktanspruch als den kleinsten gemeinsamen Nenner entschieden. Ausschlaggebend war die Ungewissheit, dass bei einem allgemeinen Direktanspruch die Stabilität der Versicherungsbeiträge verloren gehen könnte, zahlreiche Rechtsanwälte die verteuerten Versicherungsprämien nicht aufbringen könnten und damit deren weitere Berufsausübung gefährdet wäre. Eine Prämienexplosion hätte sich insbesondere aus dem steigenden Verwaltungsaufwand bei den Versicherungen ergeben können. Durch den begrenzten Direktanspruch wird hingegen ein bezahlbarer Mindestversicherungsschutz für die Anwaltschaft gewährleistet. Im Gegensatz zum allgemeinen Direktanspruch ist der gesetzliche Direktanspruch deshalb zusätzlich an besondere Umstände geknüpft, die nachfolgend erläutert werden. Dritter als anspruchsberechtigte Person Zunächst bedarf es eines Anspruchsinhabers des Direktanspruchs. Dies ist der Dritte, der per legem nicht definiert ist. Darunter ist jede Person zu verstehen, die gegen den Rechtsanwalt einen dem Schutzzweck der Berufshaftpflichtversicherung unterfallenden Haftpflichtanspruch hat. Hierzu zählt der Mandant als Vertragspartner des Rechtsanwalts, aber auch der Dritte, der einen Anspruch auf Schadensersatz aus Vertrag mit Schutzwirkung zugunsten Dritter oder Prospekthaftung herleiten kann. Insolvenz des Versicherungsnehmers als besonderer Umstand Sofern es sich bei dem Versicherungsnehmer um einen freiberuflichen Rechtsanwalt oder um eine Rechtsanwaltsgesellschaft handelt, kommt das Regelinsolvenzverfahren nach 11 Abs. 1 InsO zur Anwendung. Dieses setzt neben einem Eröffnungsantrag nach 13 InsO einen Insolvenzeröffnungsgrund wie die drohende Zahlungsunfähigkeit, die Zahlungsunfähigkeit oder bei einer juristischen Person die Überschuldung nach 16 ff. InsO voraus. Das Insolvenzgericht ist nicht verpflichtet, einen Insolvenzverwalter zu bestellen. Aus Kostengründen kann auch ein Gutachter bestellt werden, was der Gesetzgeber aber unerwähnt gelassen hat. Eine analoge Anwendung des 115 (1) Nr. 2 VVG auf die Bestellung eines Gutachters oder einer vergleichbaren Person zur Massefeststellung erscheint in Anbetracht der bestehenden Regelungslücke statthaft. Unbekannter Aufenthalt des Versicherungsnehmers als besonderer Umstand Von einem unbekannten Aufenthalt des Rechtsanwalts ist auszugehen, S.1636 Das Thema wenn dieser an einen unbekannten Ort im Inland verzogen ist oder sich an eine unbekannte Stätte im Ausland abgesetzt hat. Aus dem Gesetzestext selbst lässt sich nicht entnehmen, welche Anforderungen an eine Nachweispflicht gestellt werden. Da es sich um einen Ausnahmefall handelt, sind qualifizierte Anforderungen an den Nachweis eines unbekannten Aufenthalts zu stellen. Dabei kann eine Parallele zur Zustellung durch öffentliche Bekanntmachung nach 185 ZPO gezogen werden, die ebenfalls einen unbekannten Aufenthalt einer Partei voraussetzt. Der Aufenthalt des Versicherungsnehmers ist demnach unbekannt, wenn er nicht nur dem geschädigten Dritten, sondern allgemein unbekannt ist. Der Geschädigte hat somit alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um den Aufenthalt des Rechtsanwalts ausfindig zu machen. Es obliegt dem Dritten, eingehende Nachforschungen anzustellen und dabei erlangte Nachweise zu erbringen. Grundsätzlich fallen darunter die Einholung von Auskünften bei der Meldebehörde, bei dem letzten Vermieter, bei Verwandten, bei der Rechtsanwaltskammer und bei Registern. Im Einzelfall können auch Nachfragen bei Nachbarn, einem Nachmieter, dem Zustellpostamt oder bei öffentlichen Stellen wie der Polizeidienststelle oder bei der Versorgungskammer geboten sein. Sofern der Mandant sämtliche Nachforschungen gegenüber dem Versicherer darlegen und nachweisen kann, steht ihm der begrenzte Direktanspruch zu. Verbesserung der Mandantenposition in Ausnahmefällen Bei Insolvenz oder unbekanntem Aufenthalt kann sich der Mandant unter Berufung seines gesetzlichen Direktanspruchs nach 115 Abs. 1 Nr. 2 und 3 VVG unmittelbar an den Versicherer wenden. Seine Rechtsposition hat sich insoweit verbessert, als dass er in diesen Fällen kein rechtskräftiges Haftpflichturteil gegen den Rechtsanwalt zu erstreiten hat, im Anschluss daran den Freistellungsanspruch des Rechtsanwalts gegen die Berufshaftpflichtversicherung zu pfänden hat und an sich überweisen lassen muss. Bei Insolvenz des Rechtsanwalts bleibt es dem Mandanten erspart, von dem ihm nach 110 VVG eingeräumten Absonderungsrecht Gebrauch zu machen und den nach Erlangung eines rechtskräftigen Haftpflichturteils fälligen Freistellungsanspruch als auf ihn übergegangenen Zahlungsanspruch gegenüber dem Versicherer geltend zu machen. Statt dessen kann der Mandant bereits mit Eröffnung des Insolvenzverfahrens den Direktanspruch gegen den Versicherer geltend machen. Bei unbekanntem Aufenthalt des Rechtsanwalts hängt die Durchsetzbarkeit des gesetzlichen Direktanspruchs gegen den Versicherer davon ab, welche Anforderungen die jeweilige Berufhaftpflichtversicherung im Einzelfall an den Nachweis des Versicherungsnehmers stellt. Mandantenposition im Regelfall Im Regelfall kann der Mandant bei Eintritt eines Haftungsfalles gegenüber dem Rechtsanwalt außergerichtlich und gegebenenfalls gerichtlich vorgehen. Dabei ist die Berufshaftpflichtversicherung nach 100 VVG in Verbindung mit den Allgemeinen Versicherungsbedingungen für Rechtsanwälte verpflichtet, den Rechtsanwalt von Schadensersatzansprüchen Dritter freizustellen und unbegründete Ansprüche abzuwehren. Der Versicherer ist bevollmächtigt, alle zur Beilegung oder Abwehr eines Haftpflichtanspruchs ihm zweckmäßig erscheinenden Erklärungen im Namen des Rechtsanwalts abzugeben. Die Regulierungsvollmacht des Versicherers hat ihren Ursprung in der Regulierungspflicht des Versicherers. Es handelt sich hierbei um eine unbeschränkte und unwiderrufliche Vollmacht, die nicht mit Beendigung eines Versicherungsvertrages ausläuft, sondern auch während einer Nachhaftung wie beispielsweise im kranken Versicherungsverhältnis fortbesteht (BGH 101, 276, 282 f.). Im Rahmen seiner Obliegenheit zur Schadensabwehr und Schadensminderung obliegt es dem Rechtsanwalt, den Versicherer bei der Ermittlung und Regulierung des Schadens zu unterstützen, diesem ausführliche und wahrheitsgemäße Schadensberichte zu erstatten, alle Tatumstände mitzuteilen und alle für die Schadensbeurteilung erheblichen Schriftstücke einzusenden. Sollte es dem Versicherer als Regulierungsbevollmächtigten nicht gelingen, den Haftpflichtfall außergerichtlich zu klären, wählt dieser einen Prozessbevollmächtigten für den Versicherungsnehmer zur Abwehr des Haftpflichtanspruchs vor Gericht aus. Wenn die Berufshaftpflichtversicherung ein rechtskräftiges Haftpflichturteil für begründet erachtet, ist sie im Deckungsverhältnis gegenüber dem Rechtsanwalt verpflichtet, diesen von dem Schadensersatzanspruch innerhalb von zwei Wochen ab dem Zeitpunkt des rechtskräftigen Urteils gegenüber dem Mandanten nach 106 VVG freizustellen. Der Anspruch auf Freistellung des Rechtsanwalts gegenüber dem Versicherer ist dann faktisch einem Anspruch auf Zahlung der Versicherungssumme gleichzusetzen. Bei fehlender Begleichung des Haftpflichtanspruchs hat der Mandant die Möglichkeit den Haftpflichtanspruch durchzusetzen, indem er den Deckungsanspruch des Rechtsanwalts gegenüber dem Versicherer pfändet und an sich überweisen lässt. Wenn der Mandant den Rechtsanwalt übergeht und den Schadensersatzanspruch trotz fehlenden Direktanspruchs gegenüber dem Versicherer geltend macht, teilt der S.1647 Das Thema Versicherer dem Rechtsanwalt den Haftungsfall mit und reguliert im Namen des Versicherungsnehmers als dessen Regulierungsvertreter den Haftungsfall. Aufhebung des formularmäßigen Abtretungsverbots Nach 108 Abs. 2 VVG kann der Rechtsanwalt den Freistellungsanspruch gegen den Versicherer an einen Mandanten abtreten, der sich in dessen Person in einen Zahlungsanspruch umwandelt. Damit wird der Mandant in die Lage versetzt, die Berufshaftpflichtversicherung direkt in Anspruch zu nehmen. Allerdings kann dem Rechtsanwalt durch allgemeine Versicherungsbedingungen aufgrund von 108 Abs. 2 VVG verboten werden, den Freistellungsanspruch an eine unbeteiligte vierte Person abzutreten. Außerdem kann die Übertragung des Freistellungsanspruchs an den Mandanten weiterhin durch Individualvereinbarung abbedungen werden. Ein Abtretungsverbot durch Individualvereinbarung ist sowohl vor als auch nach dem Versicherungsfall zulässig. Da der Abwehranspruch nicht abtretbar ist, beschränkt sich die Übertragung des Deckungsanspruchs auf den Teil des Freistellungsanspruchs, der sich in der Person des Mandanten in einen Zahlungsanspruch umwandelt (Lange, r+s 2007, 401, 403). Der Versicherer behält nach 404 BGB die zum Zeitpunkt der Abtretung begründeten Einwendungen gegenüber dem Zahlungsanspruch des Mandanten. Fazit Aufgrund des Regierungsentwurfs zur VVG Reform hätte ursprünglich ein allgemeiner Direktanspruch des Mandanten gegen die Berufshaftpflichtversicherung eingeführt werden sollen. Im Verhältnis zu dem allgemeinen Direktanspruch wurde von dem durch Abtretung entstandenen Direktanspruch von einer minderen Form des Direktanspruchs gesprochen (Schirmer, ZVersWiss 2006, 427, 435). Da der Gesetzgeber nunmehr den Direktanspruch nach 115 VVG auf die Ausnahmefälle Insolvenz und unbekannter Aufenthalt des Rechtsanwalts im Pflichtversicherungsbereich begrenzt hat und deshalb eine einfachere, schnellere und effizientere Durchsetzung des Haftpflichtanspruchs im Regelfall zu bezweifeln ist, könnte der durch Abtretung entstandene Direktanspruch zu der gebräuchlicheren und effizienteren Form des Direktanspruchs in der Versicherungspraxis heranwachsen. q S.1658 Im Gespräch Wie geht s Herr Präsident Ring Das Interview führte Rechtsanwalt Dr. Uwe Wirsching. : Sie sind in Landau an der Isar zur Welt gekommen, haben das Abitur dann in Cham im Bayerischen Wald abgelegt, vor allem in Regensburg studiert und dort mit fünfjähriger Unterbrechung an verschiedenen Positionen in der bay. Justiz gewirkt. Kann man also den ostbayerischen Raum als Ihr Revier bezeichnen? Ring: Ja, das kann man so sagen. Zunächst bin ich in Passau zur Schule gegangen. Mein Vater war damals Chef der Landkreisbehörde Grafenau. Nachdem er nach Cham versetzt wurde, bin ich dort zur Schule gegangen. Nach dem 2. Staatsexamen habe ich eine zeitlang bei meinem Onkel, der Ministerialrat im Entwicklungsministerium in Bonn war, gelebt. Ich hatte auch bereits darüber nachgedacht, dort zu bleiben. Dann wurde ich aber durch den Generalstaatsanwalt für die Bundesanwaltschaft vorgeschlagen. Ich hatte mich dann bei dem damaligen Generalbundesanwalt Kurt Rebmann vorgestellt und wurde auch genommen. : Sie haben es gerade angesprochen: Sie waren von 1979 bis 1984 als wiss. Mitarbeiter bei der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe. Das ist eine vergleichsweise lange Abordnung. Was haben Sie an Erfahrungen von dort mitgenommen, die heute noch Bedeutung für Sie haben? Ring: Dass ich so lange beim Generalbundesanwalt war, lag daran, dass Kurt Rebmann meinte, wer die Anklage macht, müsse sie später auch vertreten. Normalerweise wird man für drei Jahre abgeordnet. Ich war fünf Jahre dort. Während meiner Zeit beim Generalbundesanwalt habe ich unter anderem sechs Monate in Stuttgart-Stammheim verhandelt, wobei in diesen Verfahren erst nach drei Monaten die Anklage verlesen wurde. Man kann sich also vorstellen, wie das Verfahren verlaufen ist. Da lernt man die StPO in- und auswendig kennen. Dieser Durchmarsch durch die StPO, und insbesondere die Erfahrungen mit Revisionsverfahren, die man als normaler Jurist nur bedingt macht, waren für mich sehr wertvoll. Ich möchte diese Zeit nicht missen. Ich werde auch heute noch zu Senatsausflügen eingeladen und glaube, einen gewissen Eindruck hinterlassen zu haben. Diese Erfahrungen versuche ich auch bei meiner Arbeit hier umzusetzen. : Beim LG Weiden sind neun Richter und 33 Beamte einschließlich Bewährungshelfer, LG-Arzt und Wachtmeister beschäftigt. Kann man da von einem Familienbetrieb sprechen? Ring: Das kann man sicherlich so sagen. Wir sind das kleinste Landgericht in Bayern. Die meisten Mitarbeiter hier kommen aus dem Oberpfälzer Raum, wenn nicht sogar direkt aus Weiden. Sie wissen, dass sie gute Noten bringen müssen, wenn sie hier bleiben wollen. Hier sind alle sehr engagiert und kennen sich gut untereinander. Das wirkt sich aus. Wir stehen bei den Erledigungen in Bayern nicht umsonst an erster Stelle. Am Landgericht Weiden herrscht ein Gemeinschaftsgefühl. Jeder setzt sich für den anderen ein und wird von den anderen mitgenommen. Das merkt man auch bei den Betriebsausflügen. Zuletzt waren 99 Prozent der Mitarbeiter dabei. Nach einer solchen Beteiligung muss man anderswo suchen. : Bei Ihrer Beschreibung der Arbeit hier in Weiden, kann man da sagen, hier Präsident zu sein ist eine Traumstelle? Ring: Das würde ich so sagen. Ich habe es mir allerdings selber schwer gemacht, weil ich nicht nur Präsident, sondern auch Vorsitzender Richter des Schwurgerichts, der Großen Strafkammer und der Großen Jugendkammer bin. Diese Kombination ist bundesweit einmalig. : Ihr beruflicher Schwerpunkt liegt im Strafrecht, in der Strafjustiz und Strafverfolgung. Wenn man fast ein ganzes Leben mit Strafrecht befasst ist, ändert man da auch seine privaten Gepflogenheiten und Einstellungen? Ring: Nein, ich trenne das ganz strikt. Als Strafrichter ist es wichtig, dass man abschalten kann. Als junger Richter konnte ich das noch nicht, aber das ist heute anders. Ich nehme den Beruf nicht mit nach Hause. Auf dem Weg nach Hause denke ich allerdings schon noch darüber nach, im Auto kommen mir häufig die besten Gedanken. Als ich noch in Cham arbeitete, nahm ich viel mehr mit nach Hause, weil ich nur fünf Minuten vom Gericht entfernt wohnte. Hier am Gericht in Weiden fühle ich mich freier. Ich werde privat nicht so viel auf meinen Beruf angesprochen, anders als in Cham, wo S.1669 Im Gespräch mich jeder auch als Sohn des ehemaligen Polizeichefs kennt. : War es schon immer Ihr Berufswunsch, Richter zu werden? Ring: Zur Juristerei bin ich eigentlich nur zufällig gekommen. Ich hatte drei Onkel, die von Beruf Geistlicher, Jurist und Mediziner waren. Jeder meinte, ich solle in seine beruflichen Fußstapfen treten. Ich hatte schon einen Studienplatz für Medizin und ein Zimmer in Erlangen. Ich habe mich dann aber kurzfristig doch anders entschieden und mich für die Rechtswissenschaften in München eingeschrieben. Ursprünglich hatte ich noch geplant, ein Medizinstudium anzuhängen. Als ich dann aber meine Frau kennen lernte, habe ich diesen Plan nicht mehr ausgeführt. Ich hatte mir bei der Entscheidung für Jura überlegt, wie mein Berufsalltag als Mediziner aussehen würde. Mein Onkel war zunächst Gerichtsmediziner. Später hat er eine Praxis übernommen. Ich habe gesehen, dass er keine Freizeit mehr hatte. Das wollte ich mir nicht antun, obwohl mich dieser Beruf immer interessiert hat. Außerdem hat mich dann auch die Großstadt München gelockt: Ich war schon immer Liebhaber der Musik und habe seit 25 Jahren ein Abonnement für die Staatsoper in München. Deshalb hatte diese Stadt für mich einen besonderen Reiz. Ich habe es keinen Tag bereut, mich für die Rechtswissenschaften entschieden zu haben. : Sie sagen, Sie sind Musikliebhaber. Spielen Sie selbst ein Instrument? Ring: Meine Frau und meine zwei Töchter spielen Instrumente, vor allem Klavier. Ich selbst bin nur Zuhörer. Aber ich habe mir zwischenzeitlich ein ganz gutes Wissen angeeignet, so dass ich bestimmt an einem Quiz teilnehmen könnte. : Sie haben 2006 die Leitung des LG-Bezirks übernommen. Was sind und waren die Schwerpunkte Ihrer Arbeit als LG-Präsident? Ring: Ein wichtiges Anliegen war mir, die baulichen Zustände, die im Argen lagen, auf Vordermann zu bringen. Dies ist mir inzwischen auch fast gelungen. Wir haben einen neuen Eingangsbereich, zwei neue Aufzüge und das Dach wurde renoviert. Wir verfügen zudem über eine neue Schließanlage. Eigentlich sollten auch noch die Fenster ausgetauscht werden, so dass unser Haus eine bessere Energiebilanz hätte. Das ist mir leider nicht mehr gelungen, weil hierfür kein Geld mehr zur Verfügung steht. Im Übrigen habe ich versucht, dem besonderen Charakter dieses Gerichts gerecht zu werden. Es macht keinen Sinn, sich abzugrenzen und einsame Entscheidungen zu treffen. Man muss vielmehr den einzelnen Menschen gerecht werden und das Gespräch suchen. Ich meine, das ist mir geglückt. Wir vereinen hier vier Behörden unter einem Dach. Ich habe erstmals ein gemeinsames Gartenfest organisiert, damit sich alle untereinander kennen lernen. Es ist mir ein großes Anliegen, die einzelnen Mitarbeiter zusammenzuführen. Deshalb findet einmal im Quartal eine Viererbesprechung mit Vertretern des Landgerichts, des Amtsgerichts, der Staatsanwaltschaft und des Arbeitsgerichts hier im Haus statt, in der wir versuchen, Abläufe gemeinsam abzustimmen. Darüber hinaus habe ich einen Jour fixe mit dem Vizepräsidenten, dem Geschäftsleiter, dem Chef der Wachtmeister, dem Hausmeister und Vertretern der Zivil- und Strafgerichtsabteilungen Lebenslauf 1946 geboren in Landau/Isar 1966 Abitur in Cham Bis 1970 Studium der Rechtswissenschaften (teilw. Betriebs-und Volkswirtschaft) in München, Bonn und Regensburg 1970 Erste Jur. Staatsprüfung in Regensburg 1973 Zweite Jur. Staatsprüfung in Regensburg Staatsanwalt im Land Staatsanwalt im Bund (Wissenschaftl. Mitarbeiter bei der Bundesanwaltschaft in Karlsruhe) Richter am AG Cham (u.a. Vors. der Schöffengerichte und Grenzrichter) Ständiger Vertreter des Direktors Direktor des Amtsgerichts Cham Präsident des Landgerichts Weiden i. d. OPf. S.16710 Im Gespräch eingeführt, um auch hier die Abläufe zu harmonisieren. : Und wie schaut es mit der Zusammenarbeit mit der Anwaltschaft aus? Ring:Wir haben ein wunderbares Verhältnis. Regelmäßig findet ein Juristenstammtisch statt, an dem sowohl Richter und Staatsanwälte als auch Rechtsanwälte teilnehmen. Rechtsanwalt Schlama, der Vorsitzende des örtlichen Anwaltvereins, weiß, dass er jederzeit zu mir kommen kann. Wenn Ungereimtheiten bestehen, versuche ich diese abzustellen. Natürlich gibt es auch immer schwierigere Kollegen, nicht nur unter den Rechtsanwälten, auch unter den Richtern. Aber ich bin ein Mann des Ausgleichs, ich halte nichts von Streitereien. : In der Zeitung liest man von einer Zunahme der Gewalt und einer Verrohung bei den Straftaten. Ist eine dahingehende Entwicklung auch der Kriminalstatistik für Weiden zu entnehmen? Ring: Wir haben eine leichte Zunahme der Zahlen bei den Strafverfahren und im Gegenzug einen leichten Rückgang in Zivilsachen. Die Prozesse, die hier geführt werden, sind zum Teil erstaunlich und fallen aus dem üblichen Muster heraus. Natürlich haben wir durch die nahe Grenze auch Rauschgiftdelikte. Es gibt auch einige Tötungsdelikte, wobei die sich in engen Grenzen halten. Leider hatten wir in letzter Zeit auch zwei schwere Straftaten im sexuellen Bereich. Beide Urteile, die dazu hier gefallen sind, wurden vom BGH bestätigt. : Der bundesweite Trend zeigt einen Rückgang der Zahlen von Straftaten. Wie erklären Sie sich, dass gegen den Trend im Bezirk des LG Weiden eine Zunahme zu verzeichnen ist? Ring: Die Steigerungsrate ist nicht groß, aber die Zahlen nehmen zu. Überall sinken die Zahlen der allgemeinen Strafverfahren. Leider zeigt sich aber, dass die Zahl der Jugendstraftaten und der Schwerkriminalität zunehmen. : Gibt es hierfür eine Erklärung? Eigentlich sollte man doch meinen, dass die Welt auf dem Land noch eher in Ordnung ist? Ring: Man muss sehen, dass bei den Schwerkriminellen häufig auch ein Migrationshintergrund besteht. Dabei handelt es sich meistens um Leute, die aus ihrem Lebenskreis herausgerissen wurden und die nicht Fuß gefasst haben. Sie sprechen nicht die Sprache, haben kein soziales Umfeld und eine andere Werteeinstellung. Das ist sicherlich ein Problem. Bei den Jugendlichen, die ich in den Verfahren kennengelernt habe, ist oft festzustellen, dass das Elternhaus nicht mehr in der Lage ist, seine Erziehungsaufgabe zu erfüllen. Hinzu kommt, dass mancher Jugendliche nichts mehr lernen will. Ohne Ausbildung, oft mit einer Drogenproblematik konfrontiert, kann eine gewisse Gruppendynamik entstehen, die Gewaltexzesse begünstigt. Allgemein ist festzustellen, dass die Werteskala, soweit überhaupt noch vorhanden, herabgefahren ist. Fragt man beispielsweise bei einem jugendlichen Straftäter, warum er noch zugetreten hat, obwohl der andere bereits am Boden lag, dann bekommt man als Antwort, dass sei halt so gewesen. Es ist erschreckend, dass es vielen offensichtlich nichts mehr ausmacht. : Sehen Sie Möglichkeiten des Gesetzgebers hier noch etwas zu ändern? Ring: Ich halte nichts von höheren Strafen. Die Frage ist schwierig. Vielleicht sollten mehr Möglichkeiten bestehen, den Jugendlichen einen Schuss vor den Bug zu geben. Ich denke da nicht unbedingt an das amerikanische Rechtssystem. Ich halte jedoch nichts davon, zwei-, drei- oder viermal den Mantel der juristischen Nächstenliebe überzuhängen und nur eine Bewährungsstrafe zu verhängen. Darüber lachen die meisten Jugendlichen nur. Ein Arrest zum richtigen Zeitpunkt könnte manchmal mehr bewirken. Ich sehe aber auch die Eltern in der Pflicht. Flatrate-Saufen und unzählige Möglichkeiten, Gewalt einzusaugen, beispielsweise am PC, sind sicher auch ein Grund. : Im LG-Bezirk Weiden sind noch zwei Zweigstellen erhalten geblieben, zwei wurden aufgelöst. Ist der Erhalt von Zweigstellen aus Ihrer Sicht wünschenswert? Ring: Zu meiner Zeit in Cham hatte ich die Aufgabe, alle vier Zweigstellen aufzulösen. Meines Erachtens krankt der Beschluss zur Auflösung der Zweigstellen. Es wurden Birnen S.16811 Im Gespräch mit Äpfeln verglichen. Hier im Bezirk Weiden wurde beispielsweise übersehen, dass der Verkauf der Immobilien in Kemnath oder Vohenstrauß kaum möglich ist. Einsparungen beim Unterhalt wären sicherlich möglich. Die beiden verbliebenen Zweigstellen könnten ohne großen Kostenaufwand in die Hauptstelle integriert werden. Ich sehe die Zweigstellen in unserem Bezirk eher problematisch. Wie soll der Beamte in der Zweigstelle mehr als ein Fachverfahren beherrschen? Zudem muss der Vertreter die gleichen Fähigkeiten haben, was er bei der Integration in die Hauptstelle nicht bräuchte. Die Beantwortung der Frage, ob speziell Kemnath als Zweigstelle erhalten bleiben soll, ist schwierig. In Vohenstrauß sehe ich den Bedarf nicht. Ich beneide die Politiker nicht, die hier eine Entscheidung treffen müssen. : Sie sind ein engagierter Jurist. Tritt eine Ihrer beiden Töchter beruflich in Ihre Fußstapfen? Ring: Nein. Meine Frau ist Lehrerin. Meine große Tochter war Lehrerin für Mathematik, Physik und Informationstechnologie. Seit fünf Jahren ist sie jetzt beim Kultusministerium. Meine zweite Tochter studiert Medizin. Beide machen mir viel Freude. Es ist schön, wenn man sich um seine Kinder keine Sorgen machen muss. Mit meiner Frau habe ich das Glückslos gezogen. Ohne sie wäre ich aufgeschmissen. : Sie gehen nächstes Jahr in Ruhestand. Wissen Sie schon, wie Sie die neu gewonnene Freizeit gestalten werden? Ring: Ich gehe am 30. Juni 2011 in den Ruhestand. Ich beende meine Amtszeit mit dem Betriebsausflug. Ich mache mir keine Sorgen, dass ich mit meiner Zeit nichts anzufangen weiß. Ich bewirtschafte gerne unseren Garten. Das mache ich schon jetzt, wobei im Moment meine Frau noch mehr macht als ich. Seit 1973 besitze ich zudem den Jagdschein. Ich habe zwei Freunde mit einer Eigenjagd, wo ich meinem Hobby nachgehen kann. Darüber hinaus gehören die Anglerei und das Briefmarkensammeln zu meinen Hobbys, wozu ich derzeit leider kaum komme. Eine weitere Leidenschaft von mir ist das Reisen, insbesondere nach Italien. Es gibt noch einige kulturelle und lukullische Höhepunkte zu erleben. Eine ehrenamtliche juristische Tätigkeit nach meiner aktiven Laufbahn habe ich nicht geplant. Sollte mich der Staat für einen Vortrag oder eine Tagung rufen, was ich auch derzeit schon mache, dann folge ich gerne, aber mehr nicht. : Ist der Sommerurlaub für dieses Jahr schon geplant? Ring: Dieses Jahr geht es nach Italien und im November in die Türkei zum Baden. Wohin wir nächstes Jahr fahren, wissen wir noch nicht, aber es kommt sicher keine Langeweile auf. Ich habe bislang soviel hintan gestellt, wofür jetzt keine Zeit ist. : Vielen Dank Herr Präsident Ring, dass Sie sich Zeit für dieses Interview genommen haben. q Keine Karten keine Kopien Bringen Sie aufgebrauchte Kopierkarten zurück! In der Bibliothek des Oberlandesgerichts Nürnberg steht ein Kopiergerät der Rechtsanwaltskammer Nürnberg, das mit Kopierkarten betrieben werden kann. Diese Karten können in der Geschäftsstelle erworben werden. Sind die Kopien auf der Karte verbraucht, erhalten Sie das beim Erwerb bezahlte Pfand in Höhe von 5 Euro zurück, wenn Sie uns die Karte zurückbringen. Leider finden immer weniger Karten den Weg zurück in die Geschäftsstelle. Sie schlummern in Schreibtischen, Aktentaschen, Geldbeuteln oder Handschuhfächern und mit ihnen das Pfand. Das wäre weiter kein Problem, wenn nicht die Zahl der Karten, die in Umlauf gegeben werden können, begrenzt wäre. Kommen die Karten nicht zurück, müsste ein neues System angeschafft werden oder es wäre zu überlegen, den Service für diesen Fall aus Kostengründen ganz einzustellen. Deshalb nochmals unsere dringende Bitte: Wenn Sie noch in Besitz einer leeren Kopierkarte sind, bringen Sie uns diese bitte zurück und holen Sie sich das gezahlte Pfand! Die Geschäftsstelle liegt auf halbem Weg zwischen Gericht und Anwaltsparkplatz der Umweg ist also nicht groß! q S.16912 Gerichte, Ämter, Ministerien LG Nürnberg-Fürth, Urt. v O 7902/09 Anwaltsgebühren bei jährlicher Neuberechnung des Verdienstausfallschadens Die anwaltliche Schadensregulierung dem Grunde nach und die jährliche Neuberechnung und Geltendmachung des Verdienstausfallschadens nach einem Behandlungsfehler sind gebührenrechtlich als verschiedene Angelegenheiten anzusehen. (Leitsatz der Redaktion) Aus den Gründen: Der Begriff der Angelegenheit sei im RVG nicht definiert. Der Inhalt des Auftrags sei isoliert nicht geeignet sachgerecht darüber zu entscheiden, ob eine Angelegenheit vorliege oder nicht, weil es systemwidrig sei, durch Erteilung von Einzelaufträgen die anwaltliche Tätigkeit aufzuspalten. Vielmehr sei davon auszugehen, dass von einer Angelegenheit auszugehen sei, wenn ein einheitlicher Auftrag vorliege, die Tätigkeit des Rechtsanwalts sich im BGH, Beschl. v XII ZB 132/09 Berufungsfrist Der Beginn der einmonatigen Berufungsfrist des 517 ZPO setzt die Zustellung einer Ausfertigung des in vollständiger Form abgefassten Urteils voraus. Aus den Gründen: Die Monatsfrist zur Einlegung der Berufung beginne gemäß 517 ZPO mit der Zustellung des in vollständiger Form abgefassten Urteils. Alles was Recht ist... Ihre juristische Fachliteratur bei Zeiser+Büttner Hallplatz Nürnberg Fürther Straße Nürnberg Telefon 0911/ Telefax 0911/ Telefon 0911/ Telefax 0911/ gleichen Rahmen halte und wenn ein innerer Zusammenhang zwischen verschiedenen Gegenständen vorliege. Dabei sei ein innerer Zusammenhang aber nicht schon dann anzunehmen, wenn die jährlich geltend gemachten Ansprüche auf ein und demselben Schadensereignis beruhten. Entscheidend sei vielmehr, dass im entschiedenen Fall durch den Vergleich im Jahr 1991 hinsichtlich der Haftung für Verdienstausfälle eine Zäsur eingetreten wäre. Da der Anspruch auf Verdienstausfall jährlich neu entstehe, sei es konsequent, die anwaltliche Schadensregulierung dem Grunde nach und die jährliche Neuberechnung und Geltendmachung des Verdienstausfalls als gebührenrechtlich verschiedene Angelegenheiten anzusehen. Dem stehe auch die Rechtsprechung des BGH (NJW 1995, 1431) nicht entgegen, weil in dem dort zu entscheidenden Fall eine Zäsur gerade nicht vorgelegen habe. q Die Ausfertigung sei eine in gesetzlich bestimmter Form gefertigte Abschrift, die dem Zweck diene, die bei den Akten verbleibende Urschrift nach außen zu vertreten. Wegen dieser Besonderheit verlange das Gesetz, dass sie von einem Urkundsbeamten zu unterzeichnen und mit dem Gerichtssiegel zu versehen sei. Die Zustellungswirkung könne nicht durch eine beglaubigte Urteilsabschrift anstelle einer Urteilsausfertigung bewirkt werden. Die nach 166 Abs. 2 ZPO von Amts wegen zuzustellenden Dokumente könnten grundsätzlich in Urschrift, Ausfertigung oder (beglaubigter) Abschrift zugestellt werden. Dabei sei die Zustellung einer beglaubigten Abschrift stets dann ausreichend, wenn das Gesetz keine andere Regelung enthalte, da die besondere Form der Zustellung ausdrücklich speziellen materiell- oder prozessrechtlichen Vorschriften vorbehalten sei. Diese besondere Form sei in 317 ZPO normiert. Solange keine Ausfertigung erstellt sei, sei der Zweck, das Urteil nach außen zu vertreten, nicht erreicht. Erst der Ausfertigungsvermerk verleihe der Ausfertigung die Eigenschaft einer öffentlichen Urkunde und bezeuge deren Übereinstimmung mit der Urschrift. q Volltext unter S.17013 Gerichte, Ämter, Ministerien LG München I, Urt. v O 427/09 Unzulässiger Spezialist für Erbrecht Die Verwendung der Bezeichnung Spezialist für Erbrecht stellt einen Verstoß gegen 43 b BRAO und 7 Abs. 2 BORA und damit gegen eine gesetzliche Vorschrift im Sinne des 4 Nr. 11 UWG dar, die auch dazu bestimmt ist, im Interesse der Marktteilnehmer das Marktverhalten zu regeln. Die Werbung ist damit unlauter im Sinne des 3 UWG. (Leitsatz der Redaktion) Aus den Gründen: Mit der Stellung des Rechtsanwalts sei im Interesse des rechtsuchenden Bürgers eine Werbung unvereinbar, die ein reklamehaftes Anpreisen in den Vordergrund stelle und die mit der eigentlichen Leistung des Anwalts und dem unabdingbaren Vertrauensverhältnis im Rahmen eines Mandats nichts mehr zu tun habe. Verboten werden könne daher neben solchen Werbemethoden, die Ausdruck eines rein geschäftsmäßigen, ausschließlich am Gewinn orientierten Verhaltens sind, insbesondere diejenige Werbung, die Gefahr laufe, den Rechtsuchenden in die Irre zu führen. Die gewählte Bezeichnung Spezialist für Erbrecht sei verwechslungsfähig mit der Bezeichnung Fachanwalt für Erbrecht. Die angesprochenen Verkehrskreise, mithin das allgemeine Publikum, wären auch unter Zugrundelegung des Verbraucherleitbilds eines durchschnittlich informierten und verständigen Verbrauchers, der der Situation die angemessene Aufmerksamkeit entgegen bringe, nicht in der Lage, hinreichend zwischen einem Fachanwalt und einem Spezialisten zu unterscheiden. Soweit das Bundesverfassungsgericht in seinem obiter dictum festgestellt habe, dass dem kundigen Rechtsuchenden zuzutrauen sei, dass er die im Gesetz gewählten Begriffe Schwerpunkt oder Fachanwalt nicht mit anderen, wie etwa dem Spezialistenbegriff gleich setze, schließe sich die mit Wettbewerbs- und Kennzeichensachen befasste Kammer dem nicht an. Der angesprochene Verkehr kenne die Voraussetzungen, an die das Führen einer Fachanwaltsbezeichnung geknüpft sei, im Einzelnen nicht und könne deshalb auch nicht mit hinreichender Sicherheit zwischen der Bezeichnung Fachanwalt für Erbrecht und dem selbst verliehenen Titel Spezialist für Erbrecht differenzieren, zumal zwischen den beiden Bezeichnungen eine große sprachliche Nähe bestehe. q LG Nürnberg-Fürth, Urt. v O 9658/08 Anwaltsgebühren für die Besorgung einer Deckungszusage 1. Fallen die Kosten für die Einholung der Deckungszusage der Rechtsschutzversicherung in der Zeit, in der sich der Beklagte in Verzug befindet, an, sind sie zu ersetzen. 2. Die Kosten einer erforderlichen Aktenversendung sind vom Schädiger ebenfalls zu ersetzen. (abgedruckt in GS 5/10, 257) q Der neue Harbauer ist erschienen: Rechtsschutzversicherung ARB-Kommentar Das Kommentarwerk zur Rechtsschutzversicherung ist 2010 in der 8. Auflage erschienen. Mitautor ist RA Dr. Günter Bauer, Fürth. Erstmals wurden auch die VVG eigenständig kommentiert. Darüber hinaus wurden in der Neuauflage nicht nur die Änderungen durch die VVG- Reform vor allem im Allgemeinen Teil des Privatversicherungsrechts, sondern auch die ARB 2000/2009 sowie die RB 75 kommentiert. Eine Synopse der angepassten ARB 2000 und ARB 75 zeigt die Veränderungen der letzten Jahre auf. Weitere Informationen finden Sie unter S.17114 Gerichte, Ämter, Ministerien OLG Nürnberg, Beschluss vom WF 598/10 Verfahrenswert beim Versorgungsausgleich Der Verfahrenswert in Versorgungsausgleichssachen ist nur dann mit 20 Prozent des dreifachen Nettoeinkommens der Parteien je Anrecht anzusetzen, wenn der Versorgungsausgleich nach 20 bis 27 VersAusglG durchgeführt wird, nicht aber auch dann, wenn ein Ausgleich auf der Grundlage von 1 bis 19 VersAusglG zeitlich nach der Scheidung erfolgt. OLG Nürnberg, Beschluss vom W 535/10 Verjährungshemmung bei PKH-Antrag Ein am letzten Tag der Verjährungsfrist bei Gericht eingereichter Antrag des Klägers auf Gewährung von Prozesskostenhilfe, der dem Beklagten 12 Tage später bekanntgegeben wird, hemmt auch dann gemäß 204 Abs.1 Nr.14 BGB die Verjährung, wenn der Kläger die Erklärung zu seinen persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen erst später nachreicht. OLG Nürnberg, Beschluss vom Ws 289/09 Verschwiegenheitspflicht im Insolvenzverfahren Der Insolvenzverwalter über das Vermögen eines Unternehmens kann einen Wirtschaftsprüfer wirksam von seiner Schweigepflicht entbinden, die gegenüber diesem Unternehmen besteht; eine (zusätzliche) Erklärung des früheren gesetzlichen Vertreters ist nicht erforderlich. Schriftliche Unterlagen des Wirtschaftsprüfers unterliegen dann nicht mehr dem Beschlagnahmeverbot. Die Verschwiegenheitspflicht des Wirtschaftsprüfers bezieht sich ausschließlich auf vertrauliche Informationen, die ihm zur Erfüllung seiner Aufgaben von dem mit ihm in Vertragsbeziehung stehenden Unternehmen bekannt geworden sind. q Einkünfte von berufsmäßigen Betreuern Der Bundesfinanzhof (BFH) hat seine Rechtsprechung zur Qualifikation der Einkünfte von berufsmäßigen Betreuern und Verfahrenspflegern (siehe auch 4/2010, S. 136) in zwei neuen Entscheidungen geändert und die Einkünfte als nicht gewerbliche behandelt. Danach unterliegen die Einkünfte nicht mehr der Gewerbesteuer. In den nun entschiedenen Fällen hatte das Finanzamt die Einkünfte von Rechtsanwälten bzw. einer Volljuristin, die als Berufsbetreuer(in) bzw. Verfahrenspflegerin tätig waren, als Einkünfte aus Gewerbebetrieb eingestuft. Dieser Beurteilung folgte der BFH nicht. Er entschied, dass es sich um Einkünfte aus sonstiger selbständiger Arbeit handele, für die keine Gewerbesteuer anfalle, weil diese Tätigkeiten ebenso wie die in 18 Abs. 1 Nr. 3 genannten Regelbeispiele (Testamentsvollstreckung, Vermögensverwaltung, Tätigkeit als Aufsichtsratsmitglied) durch eine selbständige fremdnützige Tätigkeit in einem fremden Geschäftskreis sowie durch Aufgaben der Vermögensverwaltung geprägt wären. BFH, Urt. v VIII R 10/09 Eine Sozietät von Rechtsanwälten, die neben ihrer anwaltlichen Tätigkeit als Berufsbetreuer tätig sind, erzielt aus der Berufsbetreuung Einkünfte aus sonstiger selbständiger Arbeit i. S. des 18 Abs. 1 Nr. 3 EStG (Änderung der Rechtsprechung). Die Abfärberegelung gemäß 15 Abs. 3 Nr. 1 EStG findet daher keine Anwendung. BFH, Urt. v VIII R 14/09 Eine Volljuristin ohne anwaltliche Zulassung, die als Berufsbetreuerin und Verfahrenspflegerin tätig ist, erzielt Einkünfte aus sonstiger selbständiger Arbeit i.s. des 18 Abs. 1 Nr. 3 EStG (Änderung der Rechtsprechung). q S.17215 Aus der Arbeit des Vorstands Gemeinsame Vorstandssitzung der drei bayerischen Rechtsanwaltskammern Der gemeinsame Austausch der Vorstandsmitglieder der drei bayerischen Rechtsanwaltskammern zu berufspolitischen Themen hat inzwischen Tradition. Die gemeinsame Vorstandssitzung findet im Zwei-Jahres-Rhythmus statt, in diesem Jahr am im Münchner Justizpalast. Zehn berufspolitische Themen standen auf der Tagesordnung, zu denen Referenten der drei Kammern berichteten: Der Präsident der Rechtsanwaltskammer Bamberg, RA Dr. Schwarz, befasste sich mit der zuletzt mehrfach aufgeworfenen Frage der Gewerbesteuer für Freiberufler. Er kam zu dem Ergebnis, dass zwar nach derzeit geltendem Recht die Gewerbesteuer auf die Einkommenssteuer angerechnet werde, so dass zumindest im Hinblick auf die in Bayern geltenden Hebesätze kein finanzieller Nachteil entstehe. Gleichwohl sprach er sich dafür aus, bereits den Anfängen zu wehren. Der Präsident der RAK München, RA Hansjoerg Staehle, berichtete über die Schwierigkeiten bei Vorstandswahlen, wenn wegen der Zahl der Kandidaten das Erreichen der bislang in der BRAO geforderten einfachen Mehrheit in den zur Verfügung stehenden Wahlgängen kaum oder nicht mehr möglich ist. Die Hauptversammlung der Bundesrechtsanwaltskammer habe deshalb eine Änderung des 88 Abs. 3 BRAO dahingehend vorgeschlagen, dass, werde die Mehrheit in zwei Wahlgängen nicht erreicht, gewählt sei, wer in einem weiteren Wahlgang die meisten Stimmen erreiche. Im Bundesjustizministerium werde derzeit ein entsprechender Gesetzesvorschlag erarbeitet. RA Hans Link, Präsident der RAK Nürnberg warf die Frage auf, was in der Praxis nach dem seit geltenden 73 Abs. 3 BRAO dem Beschwerdeführer wann mitgeteilt werden dürfe. Nach Ansicht des Vorstands der RAK Nürnberg sei der Beschwerdeführer bei Verhängung einer Rüge erst nach Rechtskraft des Bescheides zu unterrichten. Dabei dürfe die Begründung nur Informationen enthalten, die dem Beschwerdeführer bereits bekannt wären. Im Fall der Abgabe an den Generalstaatsanwalt bestehe die Gefahr, dass dem betroffenen Rechtsanwalt durch die Mitteilung an den Beschwerdeführer ein Schaden entstehen könne, wenn das Verfahren nach weiteren Ermittlungen eingestellt werde und der Beschwerdeführer zwischenzeitlich mit seinem Erfolg hausieren gehe. Der Vorstand sei deshalb der Meinung, dass der Terminus Generalstaatsanwalt aus der Mitteilung herausgelassen werden solle und stattdessen zuständige Behörde angeführt werden solle. Im Übrigen sei der Umfang und Inhalt der Begründung im Einzelfall zu entscheiden. Zweifellos müsse jedoch mehr mitgeteilt werden als der bisherige Standardsatz: Das berufsrechtlich Erforderliche wurde veranlasst. RA Dr. Götz, Vorstandsmitglied bei der RAK München berichtete über die sogenannten Rationalisierungsabkommen der Rechtsschutzversicherungen, die die Rechtsanwälte verpflichteten, weniger abzurechnen; um im Gegenzug von der Rechtschutzversicherung empfohlen zu werden. Dies führe in Einzelfällen zu einer unzulässigen Beschneidung der freien Anwaltswahl ( 127 VVG). Weitere Themen waren die Dienstleistungsinformationspflichtenverordnung und die Aufsicht durch die Rechtsanwaltskammern (siehe hierzu auch 4/2010, S. 133) sowie die S.17316 Aus der Arbeit der Vorstands Frage des Wiederauflebens der Fachanwaltsbezeichnung im Falle kurzzeitigen Verzichts auf die Zulassung zur Anwaltschaft und die praktische Handhabung bei den Rechtsanwaltskammern. Schließlich stellte RA Dr. Kracht, RAK Bamberg, kurz die wesentlichen Vorgaben des am in Kraft getretenen Geldwäschegesetzes dar. Gemäß 16 Abs. 2 Nr. 4 GwG wären die Rechtsanwaltskammern für die Aufsicht über die Einhaltung dieser Verpflichtungen durch ihre Mitglieder verantwortlich. Gast der diesjährigen Konferenz war die Geschäftsführerin der Schlichtungsstelle der BRAK, RAin Müller- Yorck. Sie berichtet über den aktuellen Stand und die derzeitigen Vorbereitungstätigkeiten. Die berufene Schlichterin, EGMR-Richterin Dr. Renate Jäger, werde ab Januar 2011 ihre Arbeit in der Schlichtungsstelle aufnehmen, weil ihre Amtszeit als Richterin am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte erst mit ihrem 70.Geburtstag am ende. Auch die konstituierende Sitzung des Beirats habe zwischenzeitlich stattgefunden. Vorsitzender sei RA Staehle, Präsident der RAK München. Die nächste gemeinsame Sitzung wird voraussichtlich 2012 in Bamberg stattfinden. q Beschlüsse der 5. Sitzung der 4. Satzungsversammlung Am 25. und 26. Juni 2010 hat in Berlin die 5. Sitzung der 4. Satzungsversammlung stattgefunden. Zusammenarbeit Unter anderem wurde die Änderung der 8 und 9 BORA beschlossen. Danach darf künftig auf eine Verbindung zur gemeinschaftlichen Berufsausübung nur hingewiesen werden, wenn sie in Sozietät oder in sonstiger Weise mit den in 59a BRAO genannten Berufsträgern erfolgt. Die Kundgabe einer anderen Form der beruflichen Zusammenarbeit ist nur zulässig, wenn nicht der Eindruck einer gemeinschaftlichen Berufsausübung erweckt wird. Fachanwalt Die Satzungsversammlung hat darüber hinaus beschlossen, den Gesetzgeber aufzufordern, den Rechtsanwaltskammern eine eigene Prüfungskompetenz im Rahmen der Verleihung des Titels eines Fachanwalts einzuräumen. Derzeit besteht nach der Fachanwaltsordnung für den Vorstand nur die Möglichkeit einer formalen Nachprüfung der von den Kandidaten vorgelegten Nachweise hinsichtlich der theoretischen Kenntnisse und praktischen Erfahrungen. Diese Beschränkung der Prüfungskompetenz wurde von Teilen des Anwaltsparlaments schon seit langem als eine einer Selbstverwaltungsorganisation nicht angemessenen Regelung kritisiert. Die Satzungsversammlung hat deshalb ein Prüfungskonzept für Fachanwälte diskutiert, das insbesondere die Stellung einheitlicher, zentral gestellter Klausuren zum Nachweis der theoretischen Kenntnisse eines Fachanwalts vorsieht. Inkrafttreten Die Beschlüsse der Satzungsversammlung werden derzeit vom Bundesministerium der Justiz geprüft. q S.17417 Aus der Arbeit des Vorstands Briefbogengestaltung Das Bundesjustizministerium hat die von der Satzungsversammlung im November 2009 gefassten Beschlüsse u. a. zur Änderung des 10 BORA genehmigt. Sie sind nach Veröffentlichung in den BRAK-Mitteilungen zum in Kraft getreten. Der Wegfall des Zweigstellenverbots im Zuge der BRAO-Reform 2009 hat eine entsprechende Änderung der Regelungen zur Briefbogengestaltung in der Berufsordnung der Rechtsanwälte (BORA) erforderlich gemacht, nachdem Rechtsanwälte nunmehr gleichzeitig Mitglied in einer oder mehreren Sozietäten sein können und nicht mehr darauf beschränkt sind, nur eine Kanzlei zu unterhalten. Seit lautet 10 BORA nunmehr: (1) Der Rechtsanwalt hat auf Briefbögen seine Kanzleianschrift anzugeben. Werden mehrere Kanzleien, eine oder mehrere Zweigstellen unterhalten, so ist für jeden auf den Briefbögen Genannten seine Kanzleianschrift ( 31 BRAO) anzugeben. (2) Auf Briefbögen müssen auch bei der Verwendung einer Kurzbezeichnung die Namen sämtlicher Gesellschafter mit mindestens einem ausgeschriebenen Vornamen aufgeführt werden. Gleiches gilt für Namen anderer Personen, die in einer Kurzbezeichnung gem. 9 enthalten sind. Es muss mindestens eine der Kurzbezeichnung entsprechende Zahl von Gesellschaftern, angestellten oder freien Mitarbeitern auf den Briefbögen namentlich aufgeführt werden. (3) Bei beruflicher Zusammenarbeit mit Angehörigen anderer Berufe sind die jeweiligen Berufsbezeichnungen anzugeben. (4) Ausgeschiedene Kanzleiinhaber, Gesellschafter, angestellte oder freie Mitarbeiter können auf den Briefbögen nur weitergeführt werden, wenn ihr Ausscheiden kenntlich gemacht wird. Was ist nun aber unter der Kanzleianschrift zu verstehen, wenn mehrere Kanzleien unterhalten werden? Gemeint ist die Anschrift des Haupt- oder Zulassungssitzes, also die Anschrift, die im Rechtsanwaltverzeichnis eingetragen wird und die für die Zugehörigkeit zu einer Rechtsanwaltskammer ( 27 BRAO) ausschlaggebend ist. Für die Gestaltung des Kanzleibriefbogens bedeutet das: Wird auf dem Briefbogen nicht nur eine Anschrift angegeben, muss für jeden der auf dem Briefbogen aufgeführten Rechtsanwälte deutlich gemacht werden, unter welcher Adresse er seinen Kanzleisitz (Hauptstelle) unterhält. Dabei macht es keinen Unterschied, ob es sich um eine überörtliche Sozietät handelt oder aber ob eine Kanzlei mit mehreren Zweigstellen unterhalten wird. Wird auf dem Briefbogen nur eine Adresse angegeben, die aber nicht für jeden der aufgeführten Rechtsanwälte den Hauptsitz darstellt, muss dieser bei dem jeweiligen Rechtsanwalt gesondert angegeben werden. Ist ein Rechtsanwalt also beispielsweise (Schein-)Sozius in einer Sozietät und unterhält er daneben noch eine weitere Kanzlei als Hauptsitz, so muss auch diese Adresse auf dem Briefbogen der Sozietät als Kanzleisitz des betroffenen Sozius angegeben werden. Umgekehrt müssen auf dem Briefbogen des Hauptsitzes die Zweigstellen nicht zwingend angegeben werden. Durch die neue Regelung wird die Briefbogengestaltung nicht leichter und stellt einige Gestalter vor eine schwierige Aufgabe vorallem bei großen Sozietäten. Im Interesse des Mandanten wird es jedoch als zwingend erforderlich angesehen, dass erkennbar ist, in welchem Kammerbezirk der Rechtsanwalt zugelassen ist und welche Rechtsanwaltskammer für ihn zuständig ist. Die überwiegende Meinung in der Literatur und bei den Rechtsanwaltskammern geht davon aus, dass die Angabe der Kammerzugehörigkeit allein hierfür nicht ausreichend ist, sondern dass zumindest die postalische Anschrift anzugeben ist, auch um Verwechslungen oder Schwierigkeiten bei der Zuordnung beispielsweise bei Namensgleichheit zu verhindern. q Wir trauern um unsere verstorbenen Kollegen Claus-Dieter Werneyer Erlangen Jahre Dr. Harald Bramigk Nürnberg Jahre Inge Holzberger Ansbach Jahre S.17518 Ehrung von Kanzleiangestellten 10-jähriges Jubiläum Cornelia Lehner Kanzlei FSR.Recht GbR Hofmannstr. 59a Erlangen Cigdem Sendir Kanzlei Hofbeck, Buchner & Collegen Spittlertorgraben Nürnberg Martina Seibold Kanzlei Hofbeck, Buchner & Collegen Spittlertorgraben Nürnberg Eva Hess Kanzlei Meyer Ernst-Sachs-Str Nürnberg Marina Schmidt Kanzlei Engelhardt, Bauer & Höppler Bahnhofstr Weißenburg Melanie Stein Kanzlei Zech & Partner Arminiusstr Nürnberg Kathrin Zierer Kanzlei Wilfurth & Kollegen Kumpfmühler Str. 1b Regensburg Melanie Huber Kanzlei Dr. Kreuzer & Collegen Lorenzer Platz 3 a Nürnberg 20-jähriges Jubiläum Christa Matern Kanzlei Hummelmann, Dr. v. Pierer & Kollegen Friedrichstr Erlangen Anja Künzel Kanzlei Härlein & Kollegen Marientorgraben Nürnberg 25-jähriges Jubiläum Uschi Rauch Kanzlei Mümmler Meier Kölbl Ingolstädter Str Neumarkt Marion Marx Kanzlei Manfred Kratz Untere Torstr Feuchtwangen 30-jähriges Jubiläum Sabine Kellermann Kanzlei Dr. Bader & Partner An der Fleischbrücke Nürnberg Linda Reiß Kanzlei Zech & Partner Arminiusstr Nürnberg Sabine Schuster Kanzlei Steiniger Rechtsanwaltsgesell. mbh Höflinger Str Schwandorf Zwischenprüfung 2010 Zur Ermittlung des Ausbildungsstandes ist eine Zwischenprüfung abzulegen. Sie findet in der Regel nach Ablauf des ersten Ausbildungsjahres statt, spätestens jedoch 18 Monate nach Beginn der Ausbildung. Die Teilnahme an der Zwischenprüfung ist Voraussetzung für die Zulassung zur Abschlußprüfung ( 8 Nr. 1 b PO). Auszubildende, die an der Abschlussprüfung 2012/I (Winterprüfung) oder 2012/II (Sommerprüfung) teilnehmen wollen und die Zwischenprüfung bislang noch nicht abgelegt haben, müssen daher zwingend teilnehmen. Die Zwischenprüfung findet am Freitag, den , von Uhr bis Uhr in den Berufsschulen Nürnberg, Erlangen, Regensburg und Weiden statt. Eine Anmeldung zu dieser Prüfung über die Rechtsanwaltskammer Nürnberg ist nicht erforderlich. Die Auszubildenden werden gebeten, sich direkt in der Berufsschule einzufinden. Die Bekanntgabe der Zimmernummern erfolgt durch die jeweiligen Berufsschulen. Folgende Fächer werden schriftlich anhand praxisbezogener Fälle und Aufgaben geprüft: 1. Recht 2. Büropraxis und organisation 3. Wirtschafts- und Sozialkunde Die Prüfung dauert insgesamt höchstens 180 Minuten. S.17619 Unser Bezirk Winterabschlussprüfung 2011/I der Rechtsanwaltsfachangestellten Die Abschlussprüfung 2011/I der Rechtsanwaltsfachangestellten findet statt am: Dienstag, den 18. Januar 2011 und Mittwoch, den 19. Januar 2011 Die Anmeldung zur Abschlussprüfung muss fristgemäß ( 11 Abs. 1 PO) in der Geschäftsstelle der Rechtsanwaltskammer Nürnberg, Fürther Str. 115, Nürnberg eingehen. Die Ausbilder sind für die rechtzeitige Anmeldung zur Prüfung verantwortlich. Die Anmeldefrist endet am 26. November Verspätet eingegangene Anmeldungen können grundsätzlich nicht mehr berücksichtigt werden. Bitte verwenden Sie für die Anmeldung ausschließlich das Formblatt, das die Auszubildenden über ihre Berufsschulen erhalten werden. Die Unterlagen stehen Ihnen auch als Download auf unserer Internetseite unter www. rak-nbg.de unter der Rubrik Service für Mitarbeiter zur Verfügung. Mit der Anmeldung wird die Prüfungsgebühr i. H. v. 125,00 Euro zur Zahlung fällig. Bitte legen Sie der Anmeldung einen Verrechnungsscheck oder den Überweisungsbeleg bei. Internationales Anwaltstreffen 2010 in Erlangen In diesem Jahr war der Erlanger Anwaltverein erneut Gastgeber des Internationalen Anwaltstreffens. Vom waren Mitglieder der Partnervereinigungen in Exter (England), Rennes (Frankreich), Leuven (Belgien) und Danzig (Polen) zu Gast. Die Fachtagung, die sich dem Thema Rechtsvergleiche im Insolvenzrecht widmete, gewährte interessante Einblicke in die verschiedenen Aspekte der rechtlichen Behandlung der Zahlungsunfähigkeit in den jeweiligen Ländern. Der Vorstand der Rechtsanwaltskammer Nürnberg begrüßt den internatonalen Austausch in der Kollegenschaft. Er kam deshalb gerne der Bitte des Anwaltsvereins nach, die Besucher am zu einem kleinen Umtrunk im Königssaal des Justizgebäudes in Nürnberg einzuladen. Vizepräsident Geert Hacker begrüßte die internationale Delegation und berichtete über die Geschichte des Justizgebäudes und insbesondere des Königssaals. Im Anschluss bestand Gelegenheit zum Austausch, bevor die Gruppe sich auf den Weg in die Nürnberger Innenstadt machte. q ELFCUP 2011 in Irland In der irischen Hauptstadt Dublin findet vom Juni 2011 der ELFCUP statt. ELFCUP steht für European Lawyers Football Cup und wird alle zwei Jahre in einem anderen europäischen Land ausgetragen. Im vergangenen Jahr kamen die Anwälte in Budapest, Ungarn, zusammen, um ihren Sieger zu ermitteln: Das Team aus London konnte die größte Trophäe mit auf die Insel nehmen, vor den Kollegen aus Italien und Budapest. Wenn in einem Jahr erneut die Advokaten aus ganz Europa zusammen kommen, wird ein beherrschendes Thema natürlich der Fussball sein. Dabei können die Anwälte neben einer quirligen Stadt auch das dortige Lebensgefühl kennen lernen. Um die Pokale wird auf den Plätzen des UCD, University College Dublin, gespielt. Weitere Informationen zum Turnier finden Sie unter: S.17720 Anzeige S.178 Mehr anzeigen
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