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Timestamp: 2019-03-20 08:00:12+00:00

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Lexikon Steuer: Gleitzone
Die mit Eintritt der vollen Sozialversicherungspflicht bzw. der individuellen Steuerpflicht ab einem Arbeitslohn von 400,01 EUR eintretenden Nachteile werden ab 01.04.2003 sozialversicherungsrechtlich aus Sicht der Arbeitnehmers abgemildert. Die vom Arbeitnehmer zu zahlenden Sozialbeiträge steigen für Teil- oder Vollzeitbeschäftigte mit einem Einkommen oberhalb von 400 bis 800 EUR progressiv an, während der Arbeitgeber die normalen Sozialbeiträge zu zahlen hat (Gleitzone - § 20 Abs. 2 SGB IV ). Die Gleitzonenregelung gilt nicht für Ausbildungsverhältnisse ( § 344 Abs. 4 SGB III , § 226 Abs. 4 SGB V , § 163 Abs. 10 SGB VI ). Oberhalb von Arbeitsentgelten von 400 EUR besteht ohnehin grundsätzlich Versicherungspflicht in allen Zweigen der Sozialversicherung. Der Arbeitgeber muss in diesem Fall den vollen Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung für das gesamte Arbeitsentgelt entrichten.
Zur Glättung des Übergangs in die Gleitzone geht der Arbeitnehmeranteil von einem Startpunkt aus, der sich aus der Differenz der Hälfte des durchschnittlichen Gesamtsozialversicherungsbeitragssatzes (ca. 21 %) zum Pauschalbeitrag (25 %) ergibt (zurzeit also rund 4 %). Damit der Arbeitnehmer die Entlastung an den Sozialversicherungsbeiträgen erhält, wurde bezogen auf den von ihm zu tragenden Arbeitnehmeranteil eine Formel des für die Beitragsberechnung zu errechnenden Ausgangswert eingeführt, über die ausgehend vom tatsächlich erzielten Arbeitsentgelt das für ihn beitragspflichtige Arbeitsentgelt zu ermitteln ist ( § 344d Abs. 4 SGB III ; § 226 Abs. 4 SGB V ; § 163 Abs. 10 SGB VI ).
Bis 400 EUR ------------ Pauschale Sozialversicherung
400 - 800 EUR Gleitzone Gesetzliche Sozialversicherung 50 %
Über 800 EUR GesetzlicheSozialversicherung 50 % Gesetzliche Sozialversicherung 50 %

References: § 20
 § 344
 § 226
 § 163
 § 344
 § 226
 § 163