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Timestamp: 2019-10-20 04:55:50+00:00

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BGH, 01.03.1973 - III ZR 188/71 - dejure.org
https://dejure.org/1973,701
BGH, 01.03.1973 - III ZR 188/71 (https://dejure.org/1973,701)
BGH, Entscheidung vom 01.03.1973 - III ZR 188/71 (https://dejure.org/1973,701)
BGH, Entscheidung vom 01. März 1973 - III ZR 188/71 (https://dejure.org/1973,701)
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Armenrecht - Beiordnung - Referendar - Vertretung durch Referendar - Ausübung öffentlicher Gewalt - Amtshaftung - Fehlerhafte Vertretung - Schadensersatz nach den Grundsätzen der Amtshaftung - Voraussetzungen für das Vorliegen einer Amtspflichtverletzung - Anforderungen ...
BGHZ 60, 255
NJW 1973, 757
MDR 1973, 485
VersR 1973, 447
DB 1973, 821
Jedoch ersetzt ein gerichtlicher Beiordnungsbeschluss nach ganz allgemeiner Ansicht nicht die erforderliche Prozessvollmacht (BGH vom 01.03.1973 - III ZR 188/71, juris, Rz. 8;… BFH vom 30.03.2011 - X B 12/10, juris, Rz. 10;… Zöller/Geimer, ZPO, 31. Auflage, § 121 Rn. 26 und 29 m.w.N.;… Zöller/Vollkommer, ZPO, 31. Auflage, § 80 Rn. 5;… Baumbach/Lauterbach/Albers/ Hartmann, ZPO, 75. Auflage, § 80 Rn. 7, § 121 Rn. 17;… Weth in: Musielak/Voit, ZPO, 14. Auflage, § 80 Rn. 9;… MüKoZPO/Motzer, 3. Auflage, § 121 Rn. 21;… Seiler in: Thomas/Putzo, ZPO, 38. Auflage, § 121 Rn. 2).
Das gilt erst Recht in dem hier vorliegenden Fall der Beiordnung nach § 121 Abs. 5 ZPO, weil die Partei keinen zur Vertretung bereiten Rechtsanwalt finden konnte (BGH vom 01.03.1973 - III ZR 188/71, juris, Rz. 8;… BFH vom 30.03.2011 - X B 12/10, juris, Rz. 10;… Fischer in: Musielak/Voit, ZPO, 14. Auflage, § 121 Rn. 34;… MüKoZPO/Motzer, 3. Auflage, § 121 Rn. 38).
Vollmacht und Geschäftsbesorgungsvertrag können der Partei nicht durch einen Beiordnungsbeschluss aufgezwungen werden (BGH vom 01.03.1973 - III ZR 188/71, juris, Rz. 8).
Der Antragsteller meint, das Bundesverwaltungsgericht habe sich in seinem Beschluss vom 29. November 2010 - 6 B 59.10 - bei seiner Entscheidung über die Entpflichtung des dem Antragsteller zunächst im Wege der Prozesskostenhilfe beigeordneten Rechtsanwalts in Widerspruch zu einer Rechtsauffassung gesetzt, welche der Bundesgerichtshof in seinem Urteil vom 1. März 1973 - III ZR 188/71 - (BGHZ 60, 255) vertreten habe.
Auch wenn regelmäßig bereits ein Geschäftsbesorgungsvertrag zwischen dem Beteiligten und dem Rechtsanwalt abgeschlossen sein mag, wenn die Beiordnung beantragt wird, darf der Beteiligte, wenn dies nicht der Fall ist, selbst entscheiden, ob er den beigeordneten Rechtsanwalt als Vertreter erhalten will (BGH, Entscheidung vom 01.03.1973 - III ZR 188/71 -, juris).
BVerwG, 10.04.2006 - 5 B 87.05
Anwalt; Beiordnung; gesetzliche Vertretung; Mandat; Niederlegung; Rechtsanwalt; …
Zutreffend weist der Beschluss des Berufungsgerichts vom 23. Februar 2005, mit dem die Beiordnung eines Notanwalts abgelehnt worden ist, darauf hin, dass die gemäß § 166 VwGO i.V.m. § 121 Abs. 1 ZPO erfolgte Anwaltsbeiordnung den Rechtsanwalt verpflichtet, im gerichtlichen Verfahren die Vertretung einer Partei zu übernehmen (§ 48 Abs. 1 Nr. 1 der Bundesrechtsanwaltsordnung BRAO ) und einer Mandatsniederlegung durch einseitige Erklärung entgegensteht; der beigeordnete Rechtsanwalt ist darauf verwiesen, gemäß § 48 Abs. 2 BRAO die Aufhebung der Beiordnung zu beantragen, was wichtige Gründe voraussetzt (vgl. BGH, Urteile vom 28. April 1958 III ZR 43/56 BGHZ 27, 163 und vom 1. März 1973 III ZR 188/71 BGHZ 60, 255 ;… Philippi, in: Zöller, ZPO, 25. Aufl. 2005, § 121 Rn. 33;… Bork, in: Stein/Jonas, ZPO, 22. Aufl. 2004, § 78c Rn. 28).
Der beigeordnete Rechtsanwalt habe allerdings schon vor Erteilung dieses privatrechtlichen Auftrages gewisse Fürsorge-, Belehrungs- und Betreuungspflichten, die jedoch nicht auf Vertrag beruhten (vgl. z. B. BGH…, Urteil vom 22. Juni 1959 - III ZR 52/58 - BGHZ 30, 226 [228 f.] = JURIS-Dokument Rdnr. 7; BGH, Urteil vom 1. März 1973 - III ZR 188/71 - BGHZ 60, 255 [258] = JURIS-Dokument Rdnr. 8).
aa) Es ist höchstrichterlich geklärt, dass die Beiordnung eines von dem Betroffenen nicht ausgewählten Rechtsanwalts im Rahmen der Bewilligung von PKH gemäß § 121 der Zivilprozessordnung (ZPO) i.V.m. § 142 FGO durch das Prozessgericht nicht zur Folge hat, dass der beigeordnete Rechtsanwalt hierdurch in der Lage ist, den Betroffenen in dem Prozess wirksam zu vertreten (Entscheidungen des Bundesgerichtshofs --BGH-- vom 22. Juni 1959 III ZR 52/58, Neue Juristische Wochenschrift --NJW-- 1959, 1732, und vom 1. März 1973 III ZR 188/71, NJW 1973, 757;… vgl. auch Zöller/Geimer, ZPO, 28. Aufl., § 121 Rz 29).
Allein die im Verfahren zur Prozesskostenhilfe verfügte Beiordnung eines Anwalts führt nämlich noch nicht zur Begründung eines (weiteren) Auftragsverhältnisses zwischen der Partei und dem beigeordneten Anwalt (vergl. dazu § 48 Abs. 1 Nr. 2 der Bundesrechtsanwaltsordnung und die Entscheidungen des BGH vom 1. März 1973 - III ZR 188/71, NJW 1973, 757 und des OLG Zweibrücken vom 25. November 1993 - 6 WF 102/93, JurBüro 1994, 749; vergl. ferner Philippi in Zöller, Kommentar zur ZPO, § 121 Tz 29).
BGH, 20.03.1991 - IV ZR 230/90
Berufung - Prozeßkostenhilfegesuch - Berufungsbegründung - Prozeßbevollmächtigter …
Ebenso wie die Beiordnung noch keinen Vertrag zwischen der Partei und dem Anwalt begründet (BGHZ 60, 255, 258), liegt in ihr auch keine Erteilung der Prozeßvollmacht; nicht das Gericht, sondern nur die Partei kann dem Anwalt Prozeßvollmacht erteilen.
KG, 13.06.2005 - 5 Ws 253/05
Rechtsanwaltsgebühren: Anwendbares Gebührenrecht bei vor dem 1. Juli 2004 …
BGH, 04.06.1987 - III ZR 53/86
Bestellung eines Vertreters des Prozessbevollmächtigten für die höheren Instanzen …
BSG, 19.05.1983 - 1 BJ 72/83
Beiordnung eines Rechtsanwalts - Nachholung einer versäumten Rechtshandlung - …

References: § 121
 § 80
 § 80
 § 121
 § 80
 § 121
 § 121
 § 121
 § 121
 § 121
 § 166
 § 121
 § 48
 § 121
 § 78
 § 121
 § 142
 § 121
 § 48
 BGH 
 § 121