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Timestamp: 2020-08-10 16:41:50+00:00

Document:
Brauche Hilfe bei der Einkommensbereinigung (Kurierfahrer, selbständig)) | Erwerbslosenforum Deutschland
Starter*in biyanka
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Ich lese hier schon eine Weile mit und, bevor ihr mich darauf hinweist, ich hab auch die Merkblätter und alles aufmerksam gelesen
Trotzdem komme ich mit der Einkommensbereinigung, bzw. der Anlage EKS nicht so ganz klar.
Zum Sachverhalt: Ich fahre für einen Auftraggeber als Kurierfahrerin auf selbständiger Basis. Zusätzlich stocke ich mit Hartz4 auf.
Täglich muss ich Listen mit den Kundenadressen drucken, sonst habe ich eigentlich keine Betriebsausgaben ausser Benzin und Kfz.
Und nun ein paar runde ungefähre Zahlen und meine Sichtweise der Berechnung:
850,00 Brutto (überweist mir mein Auftraggeber)
- xxx,xx notwendige Betriebsausgaben (wären Druckerpapier, Patronen?)
= 600,00 ist dies nun mein Brutto?
- 300,00 Benzinkosten bei ca. 3000km pro Monat und täglicher Arbeit
= 300,00 ist dies nun mein Netto?
- 100,00 Grundfreibetrag
- 40,00 Freibetrag 20%
= 160,00 Anrechenbarer Betrag
So, so verstehe ich die ganzen Ratgeber und Anweisungen.
Wo bleibt dabei meine Kfz-Haftpflicht? Und, wenn ich diese jährlich bezahle, wie wir die da reingerechnet?
Dasselbe bei der Umsatzsteuer (eingenommene/abgeführte), wo ist die drin?
Sorry dass ich alles so genau wissen möchte, aber ich würd gern wissen was nach dem Bewilligungszeitraum auf mich zukommt.
Wäre super wenn das jemand der sich auskennt prüfen und berichtigen würde.
Ganz so trübe sieht das nicht aus, ich setz mal Deine Druckkosten auf € 15,00:
850,00 Brutto (und da beißt die EKS keinen Faden ab, das ist Brutto)
- 15,00 Drucker etc
- 300,00 vom edlen Erdöldestillat
-100,00 Grundfreibetrag
- 140,00 = 20 % von € 700
- 5,00 = 10 % von € 50
290,00 = anrechenbares Einkommen
Umsatzsteuer ist im Formular EKS sowoh auf der Einnahmen als auch auf der Ausgabenseite vorgesehen. Da musst Du aber nur dann etwas ausfüllen, wenn Du kein Kleinunternehmer nach § 19 UStG bist.
Kfz.-Versicherung, Kfz.-Steuer, TÜV kannst Du als Betriebsausgaben selbstverständlich ebenfalls einsetzen. Wie sieht's mit Telefon aus??
Nicht verwirren lassen, ich hab an Statt Deiner XXXX nur € 15,00 eingesetzt. Da gehört natürlich Deine korrekte Zahl rein, das ändert aber nichts an der Berechnung des Freibetrags, nur am Nettoeinkommen.
Ich verstehe aber nicht wie du auf die Werte kommst.
Woher nimmst du den Grundwert für die Freibeträge bei den 20%? Die 700 mein ich.
Genauso die 10% von 50.
Deine Berechnung sieht doch viel trüber aus als meine
Wo müssen Kfz-Versicherung und so weiter hin? Kommen die noch vor der Einkommensbereinigung? Wenn ja, wie teile ich die Kfz-Haftpflicht auf? Betrag durch 12 Monate?
Telefon und Internet nehm ich natürlich zur Hälfte mit rein, brauch ich ja auch für die Listen.
Druckkosten wie Patronen und Papier kann ich sowieso auch belegen.
Ich habe auf die Kleinunternehmerregelung verzichtet, da ich eigentlich immer mehr Ust einnehme als abführe.
Dachte das bringt bisschen was ein, aber wenn die mir so viel abziehen wärs grad egal gewesen
In erster Linie musst Du die Gewinnermittlung von der Einkommensbereinigung trennen.
Die 850 Euro sind Deine Einnahmen aus Gewerbebetrieb, auf der Ausgabenseite stehen Druckkosten und KFZ-Kosten. Wenn das Fahrzeug auf die Firma zugelassen ist, kannst Du m.E. die tatsächlichen Kosten incl. KFZ-Haftpflicht und Steuer als Betriebsausgaben absetzen. Private Fahrten werden dann als Entnahme gewertet und ggf. mit der Pauschale in Abzug gebracht.
Koelschejong hat den Freibetrag von 850 Euro berechnet. (100 + 700 + 50) Das ist so nicht korrekt, weil eben der Gewinn für die Berechnung maßgeblich ist.
Dann ist meine Rechnung richtig?
Erst den Gewinn ermitteln, dann das Einkommen um die Freibeträge bereinigen?
Das Auto ist mein Privatauto, ich habe vor, die 10 Cent pro Kilometer als Betriebsausgabe abzusetzen.
Denke das sollte auch mit der Kfz-Haftpflicht funktionieren, von der Steuer weiß ich jetzt nichts.
Koelschejong hat den Freibetrag von 850 Euro berechnet. (100 * 700 + 50) Das ist so nicht korrekt, weil eben der Gewinn für die Berechnung maßgeblich ist.
Ups, wenn die Finger schneller sind als das Gehirn :icon_confused: - das war ein deutliches Anzeichen für fortschreitenden Schusselheimer bei mir.
Heißt also, Deine Berechnung des Freibetrags ausgehend von einem Gewinn von € 300 war korrekt.
Um Gottes Willen - auch wenn das Fahrzeug Dein Privatfahrzeug ist, wenn Du mehr als 10% geschäftlich fährst, kannst Du das Fahrzeug dem Betriebsvermögen zurechnen. (Steuerrechtlich spricht man von gewillkürtem Betriebsvermögen) Alle Kfz.-Kosten sind dann Betriebsausgaben.
Wenn Du mehr als 50% geschäftlich fährst, dann gehört das Fahrzeug sogar "zwangsweise" zum Betriebsvermögen. Mit den € 0,10 / km kannst Du doch nur einen Bruchteil der tatsächlichen Kosten decken, den Rest nimmst Du dann aus Deinem Regelsatz.
Und das ist jetzt kein Schusselheimer mehr (hoffe ich), der Anfall war anscheinend nur temporär.
Der Schusselheimer sei dir verziehen wir werden alle nicht jünger....
Ich fahr glaub ich sogar an die 90% geschäftlich.
Bei ca 100km pro Tag hat man das schnell zusammen wenn man privat nicht viel fährt.
Wie das mit dem Betriebsvermögen funktioniert weiss ich leider nicht, da kenne ich mich zu wenig aus.
Was muss ich tun um das Auto da reinzunehmen?
Und was bedeutet das dann für meine Kilometer bei der ARGE?
Bei 90% geschäftlich musst Du gar nichts tun, dann ist das Auto automatisch geschäftlich. Also nimmst Du alle Kfz.-Kosten hübsch in Deine Betriebsausgaben und für die 10% Privatfahrten rechest Du Dir € 0,10 / km als Einkommen an. Allerdings wirst Du kaum um ein Fahrtenbuch herumkommen, aber das dürfte bei Kurierfahrten ja ziemlich leicht sein.
Bei den Einnahmen trägst Du zu Pos. 1 den Nettobetrag ein, in Zeile 5 die Umsatzsteuer. Bei den Ausgaben verfährst Du ebenso. Die Vorsteuer wird dann in Zeile Nr. 17 eingetragen, Deine Zahlung an das Finanzamt in Zeile 18.
Bei Erstattungen erfolgt die Eintragung stattdessen in Zeile 7 (unter Einnahmen).
Und Koelschejong liegt da auch ganz genau richtig.
Ich bin wirklich überascht, wie ein Mitglied aus der Redaktion solche unqualifizierten Informationen ablassen kann.
Mein Sachbearbeiter aus der Leistungsabteilung hat genau den gleichen Unsinn von sich gegeben.
Bereits ein schneller Blick in die DA der §11 und §30 brachten sofort die hier notwendige Aufhellung in den Kopf des SB´S:
§11 SGBII DA vom Juli 2008:
11.31 Aufteilung des Einkommens
(8) Für jeden Monat ist der Teil des Einkommens zu berücksichtigen, der sich bei der Teilung des Gesamteinkommens im Bewilligungszeitraum durch die Anzahl der Monate im Bewilligungszeitraum ergibt. Das Ergebnis ist das "monatliche Bruttoeinkommen" des Selbständigen, von dem u.a. die Freibeträge bei Erwerbstätigkeit nach § 30 SGB II und die sonstigen in § 11 Abs. 2 des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch genannten Absetzbeträge abzuziehen sind.
Die Bereinigung findet zuerst statt und wird immer vom Einnahmebrutto berechnet.
Für die harten Fälle, die es bis jetzt immer noch nicht wahr haben wollten, stellt die DA des §30 auch noch ein konkretes Beispiel für Einnahmen >400€ zur Verfügung - in diesem Fall dürfen alle tatsächlichen BA´s geltend gemacht werden und nicht nur die Pauschale über 100€:
§30SGBII
Höhere Aufwendungen als GFB
(30.12) ff.
- Einkommen über 400 €
Ehepaar ohne Kind, Ehefrau erzielt laufendes Erwerbseinkommen in Höhe von 950 € brutto, 682 € netto. Kosten für Monatskarte 26,40 €, für die Kfz-Versicherung fallen 80 € monatlich an.
Freibetrag Stufe 2 15,00 € (150 € x 10 %)
Gesamtfreibetrag 255,00 €
Fahrkosten 26,40 €
KFZ-Versicherung 80,00 €
Insgesamt: 151,73 €
Nettoeinkommen : 682,00 € (Anm.: jetzt NETTO)
./. Gesamtfreibetrag 255,00 € (Anm.: minus FB aus obigen Brutto)
./. GFB übersteigende Absetzungen 51,73 € (Anm.: BA, die > 100€)
anzurechnen 375,27 €
@ LeBaRon
Ich befürchte, da setzest Du Einkommen aus nichtselbstständiger Arbeit mit Einnahmen aus selbstständiger Arbeit gleich, das geht aber nicht.
Du verkaufst 10 kg Gummibärchen für € 1.000,00
eingekauft hast Du die Plombenzieher für € 800,00, dann wird Dein Freibetrag selbstverständlich nicht von € 1.000 berechnet sondern von € 200,00
Und auf die € 200 wendest Du dann die Einkommensbereinigung des § 11 SGB II an.
Wenn Du das Deinem SB anders hast verkaufen können, dann spricht das für Deine Überzeugungskraft (und gegen die Kompetenz des SB).
LeBaRon meinte:
LeBaRon, sei Dir mal sicher, dass ich sehr genau darüber Bescheid weiß, sonst würde ich auf die speziellen Fragen nicht antworten.
Du kannst ja meinetwegen nach Deinem Schema vorgehen, den Einkauf der 'Gummibärchen' und auch sonstige Betriebsausgaben lässt Du Dir dann von Deiner Großmutter bezahlen. In der Einkommensbereinigung ist dafür jedenfalls nichts vorgesehen.
Besonderheit bei Selbständigen
(3)Betriebskosten bei Selbständigen werden bereits bei der
Einkommensermittlung nach § 3 Alg II-V abgezogen. Von dem nach
§ 3 Alg II-V ermittelten Einkommen ist zusätzlich der
Grundfreibetrag abzusetzen.
Liegt das Einkommen über 400 €, ist
wie bei Arbeitnehmern eine höhere Absetzung nur möglich, wenn
die Abzugsbeträge nach § 11 Abs. 2 Satz 1 Nrn. 3, 4 und 5 (Fahrten
zwischen Wohnung und Arbeitsstätte) zusammen über 100 € liegen.
Die Fahrtkostenbereinigung bei Selbständigen bezieht sich also auch nur auf Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte, alles andere gehört in die Gewinnermittlung. Ich hoffe, ich muss Dir jetzt den Begriff 'Arbeitsstätte' bei Selbständigen nicht noch näher erläutern. So, und jetzt schau, wie Du mit meiner Antwort fertig wirst.
Danke Koelschejong für die Schützenhilfe, das war ein sehr gutes Beispiel.
Ach nun sei mal nicht so streng, einen Fehlschuss hat doch jeder - wie ich schmerzlich am eigenen Beispiel feststellen musste.
Hat's sehr weh getan? Mach Dir nichts draus, das heilt wieder. ; )
Ich finde übrigens nicht, dass ich zu hart war. Gegen Fehlsch(l)üsse habe ich ja gar nichts, irren ist menschlich und mir passieren selbst Fehler. Doch ich habe entschieden etwas gegen Arroganz und schlechte Manieren. :icon_eek:
Was bedeutet das jetzt konkret in meinem Fall?
Ich fahre 9km bis zu dem Ort wo ich mein Zeugs einlade.
Dann würde ich sagen, Rückweg ist ab dem letzen Kunden, sollten mal 20km sein.
Ist das meine Fahrt zwischen Wohnung und Arbeitsstätte?
Und da gelten dann die 20Cent?
Da gehören dann die gefahrenen km meiner Tour dazu?
Und nochmal zur Einkommensbereinigung:
Der Freibetrag von 100 Euro...
Es heisst ja wenn man mehr als 400 Euro einkommen....kann man tatsächliche Kosten geltend machen.
Also, ich versteh das, wenn ich den Gesetzestext immer so, dass man entweder den Freibetrag von 100 Euro nimmt oder die tatsächlichen Ausgaben (abhängig von Einnahmen bis oder über 400 Euro).
Versteh nur ich das so?
Seid mir nicht böse, die vielen verschiedenen Antworten verwirren mich nun zusätzlich.
ich bin zufällig mal hier auf den Beitrag gestossen und möchte Dir auch mal einen Tip geben....wie oben schon gesagt wurde , setze dich mal mit den Dingen auseinander die für eine halbwergs brauchbare Buchführung notwendig sind. Dann erstellst du eine Einnahme / Überschussrechnung und legst Sie dann beim Amt vor für die Steuererklärung brauchst du sie dann auch ( es gibt da Testprogramme im Netz für sowas oder du nimmst fibuman was ich schon seit langem benutze ) Da gibts auch ein Handbuch mit Buchungshinweisen dazu. ( Mein Tip : kein Konto " Kasse benutzen)
Für deine Monatliche / Vierteljährliche Umsatzsteuervoranmeldung brauchst du keine Zuschüsse anzugeben.
wenn dein Auto betriebsvermögen ist, ist es ja bei 90% Nutzung, sind alle Fahrten ausser denen die du wirklich privat machst Betriebsfahrten dafür kannst du dann auch alle Kosten ( Benzin , Vers. etc absetzen ) - Fahrten - Buch führen sonnst wird es Teuer wenn du die 1% regelung anwendest bei einem Teuren Fahrzeug hast du auf einmal zum Jahresabschluss soviel verdient ( das zählt dann als einnahme ) wie du nie gesehen hast--- und musst dies dann noch beim Amt als Einnahme angeben im Rahmen deiner Steuererklärung nat.
aber mal was anderes dazu
Ich selbst hab 6 Monate als Kurier gearbeitet nun - und das aber leider auch erst seit kurzem- sind mir die Augen aufgegangen....Die Arbeit ist toll nix dagegen macht spass und mann lernt so einiges kennen und kommt ne Menge rum.... aber überleg mal: du wirst nie mehr als das oben angegebene Verdienen davon kannst du NIE eine Krankenkasse oder was anderes SELBST bezahlen denn dann bleibt garnix mehr übrig... dazu kommt noch der verschleiss des Autos- und so ist es mir ergangen - ich kann nun die Reparaturen nicht mal bezahlen und da fragt man sich was hast du eigentlich gemacht ? 50 euronen kostet ne Stunde in der KFZ Bude und man selbst ist -- na rechne mal selbst Monatsnetto / durch deine Stunden....*grummel...naja... wieder was dazu gelernt *grins *grummel ( hatte ungefähr das Selbe wie du )
so ich denke mach das mal ne weile und sieh dich um nach was anderem...ich drück dir die Daumen .... es ist Scheisse aber es ist so.... siehe auch mal oben den Link wg der 10 Euro....
ja wenn du fragen wg Buchhaltung hast kannst ja mal kontakt aufnehmen - im allg ist das oben schon richtig erklärt worden..dein monatliches einkommen aus selbständiger Tätigkeit ist der Gewinn aus der selbständigen Tätigkeit den du ermitteln musst alles andere macht das amt schon ;-)
Danke für deine Tipps, nur leider hilft mir das hier nicht konstruktiv weiter.
Dass ich nie über das kommen werde was ich jetzt verdiene ist mir durchaus bewusst. Diese Tätigkeit ist ja auch nur als Übergangs- und Notlösung gedacht bis sich was passendes findet.
Aber irgendwas muss ich ja schließlich machen um ein bisschen Geld nebenbei zu verdienen. Immerhin bin ich damit besser dran als mit nem 400 Euro-Job, bei dem mir fast nichts bleibt. Zudem arbeite ich nur 15h/Woche.
Mit der EÜR habe ich an sich keine Probleme, habe mir da auch ein nettes kleines Büchlein besorgt, mit dem ich diese sehr gut per Hand erstellen kann, ohne Programm. Denn mein bisschen Buchungen rechtfertigt kein Programm.
Jaja, alles andere macht das Amt schon.... ist eine Aussage auf die ich mich nicht verlassen kann und möchte
1. würde ich gerne den Bescheid prüfen ob auch alles korrekt berechnet worden ist, denn ich lass mich sehr ungern besch****
2. muss ich ja ungefähr im Voraus wissen was mir auf den Regelsatz angerechnet wird damit ich mein Budget etwas planen kann und weiß, was ich an Geld zum Ausgeben habe
ich hab mal bei mir nachgesehen:
es gibt einen Freibetrag für Erwerbstätigkeit ( ca. 94 eur) und einen Grundfreibetrag 100 Eur..( § 11Abs. 2 SGB II) das ganze wird dann von deinem Einkomen abgezogen und die Differenz zu dem bei dir ermittelten Bedarf gebildet....was dann der Auszahlbetrag ist....Bedarf = Regelleistung 345,- + Kosten der Unterkunft + Heizung - Warmwasseranteil ( §22 SGB II)
hoffe das war konstruktiver *lächel
RonIV meinte:
Der Freibetrag für Erwerbseinkommen ist ausschließlich abhängig von der Höhe des individuellen Einkommens - Näheres § 30 SGB II.
Grundfreibetrag von € 100,00 ist nur anwendbar bei Einkommen <= € 400,00, bei darüber liegenden Einkommen kann da durchaus mehr als € 100,00 bei der Einkommensbereinigung rauskommen.
Das dachte ich mir bereits. Den Grundfreibetrag von 100 Euro kann ich bei mir nicht anwenden.
War mir nur nicht sicher, die § sind so blöd formuliert dass man die nicht immer so versteht wie sie gemeint sind.
@RonIV:
Bist du noch nie auf die Idee gekommen, das alles akribisch nachzurechnen? Verlässt du dich da komplett auf die ARGE?
....wenn ich mit dem ergebnis zufrieden bin ist es ok. so..
zu beachten ist ausserdem das die Leistungen des Amtes für KK PP Versicherung noch vom einkommen abgezogen werden bis 800 eur kannst du dir den Freibetrag für Selbst. Tätigkeit dann selbst ausrechnen. ( 20%)
Ausserdem hab ich die neueste Fassung mal hier :
Bitte, diese Ungenauigkeiten bringen andere User möglicherweise nur in Schwierigkeiten.
Du gibst ja schon die richtige Quelle an, dann mach Dir doch bitte auch die Mühe, die Berechnung des Freibetrags korrekt hier wiederzugeben:
Für Einkommen zwischen € 100 und € 800 Freibetrag = 20%
Für Einkommen über € 800 bis € 1.200/1.500 Freibetrag = 10%
Der Betrag von € 1.500 gilt, wenn minderjährige Kinder zur BG gehören.
Es ist nicht richtig, dass die Leistungen des Amtes für irgend welche Versicherung abgezogen werden, das ist Unfug. Richtig ist, falls der Erwerbstärtige Ausgaben für gesetzliche Versicherungen tätigt, dann können unter Umständen diese vom Einkommen abgezogen werden.
biyanca meinte:
Und dieser Ort ist gewiss die Betriebsstätte oder ein Lager Deines Auftraggebers. ; ) Dann handelt es sich nicht um Deine Arbeitsstätte.
Schau mal in Deine Gewerbeanmeldung, dort musstest Du u.a. die Anschrift Deines Unternehmens angeben. Wenn die identisch mit der priv. Meldeadresse ist, fallen keine Pendelkosten an.
Nicht nur. Sämtl. zur Erledigung des Auftrags zurückgelegten km ab Abfahrt Heimatgarage bis Ankunft dito. gehören dazu.
Nee, warum? Genau wie Du es beschreibst, kann man das vom Gesetzgeber Gewollte auch ausdrücken.
Doch Vorsicht, es heißt z.B. nicht: Wenn EK = oder < 400 €, dann GFB sonst tatsächliche Aufwendungen.
Ich würde es in Deinem speziellen Fall deshalb so formulieren: Komme ich mit meinen tatsächlichen Aufwendungen nicht an die 100 € Marke heran, steht mir immer noch der GFB zu.
Suche den roten Faden. ; )

References: § 19
 §11
 §30

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 §22
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