Source: https://datenbank.nwb.de/Dokument/Anzeigen/428273_E14___3/
Timestamp: 2020-02-26 07:15:14+00:00

Document:
ErbStH H E 14.3 - NWB Datenbank
ErbStH H E 14.3 (Zu § 14 ErbStG)
Grundsätzlich beginnt die Festsetzungsfrist bei einem rückwirkenden Ereignis gemäß § 175 Absatz 1 Nummer 2 Satz 2 AO mit dem Eintritt des Ereignisses. Der Beginn wird jedoch in Fällen des Unterschreitens der Lohnsummengrenze und des Verstoßes gegen die Behaltensregelungen gemäß § 13a Absatz 6 Satz 3 und § 19a Absatz 5 Satz 3 ErbStG auf den Zeitpunkt der Kenntnis der Finanzbehörde hinausgeschoben. Für diese Fälle wird analog in § 14 Absatz 2 ErbStG auch die Festsetzungsfrist für den Nacherwerb hinausgeschoben.
Ein Unternehmer verschenkt in 2009 einen nach §§ 13a, 13b ErbStG begünstigten Betrieb. In 2011 überträgt er weiteres nicht begünstigtes Vermögen an denselben Erwerber. Der Erwerber veräußert 2013 (während der Behaltensfrist) den in 2009 erworbenen Betrieb und verstößt damit gegen die Behaltensregelung des § 13a Absatz 5 ErbStG.
Die Steuerfestsetzung für den Erwerb 2009 ist zu ändern. Auch die Steuerfestsetzung für den Erwerb 2011 ist zu ändern, soweit sich die Verminderung der Verschonung für den Erwerb 2009 auf den Wert des Vorerwerbs auswirkt. Die Festsetzungsfrist für eine Änderung der Steuerfestsetzung zum Erwerb 2011 endet nicht vor Ablauf der Festsetzungsfrist für eine Änderung der Steuerfestsetzung zum Vorerwerb 2009.
Steuerpflichtiger S hatte 2008 seiner damaligen Lebensgefährtin Barvermögen von 100 000 EUR geschenkt. Nach der Heirat 2011 schenkt er ihr weiteres Barvermögen von 550 000 EUR.
Erwerb 2008
Barvermögen 2008
Persönlicher Freibetrag (§ 16 Absatz 1 Nummer 5 ErbStG)
Persönlicher Freibetrag (§ 16 Absatz 1 Nummer 1 ErbStG)
Fiktive Abzugssteuer 2011 auf Vorerwerb 2008
Persönlicher Freibetrag 2011 (500 000 EUR), höchstens beim Erwerb 2008 verbrauchter Freibetrag
Abzuziehen ist die höhere tatsächliche Steuer 2008
./. 21 804 EUR
ErbStH H E 14.3 ablegen in?

References: § 14
 § 175
 § 13
 § 19
 § 14
 § 13