Source: http://lexikon.iyotta.de/geringwertige-wirtschaftsgueter-gwg/
Timestamp: 2017-08-23 00:22:08+00:00

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Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) - Wirtschafts- und Rechtslexikon
Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) sind abnutzbare bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, die zu einer selbständigen Nutzung geeignet sind und deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter dem Betrag von 1.000,00 Euro netto liegen.
Das bis 31.12.2007 geltende Wahlrecht zur Abschreibung Geringwertiger Wirtschaftsgüter (GWG) bis zu 410 Euro netto wurde mit Wirkung ab 01.01.2008 durch neue Abschreibungsregeln für die sog. GWG ersetzt. Das Wahlrecht bei der Abschreibung wurde deutlich eingeschränkt, im Gegenzug wurde die Grenze von 410 Euro auf 1.000 Euro deutlich erweitert. Mit Wirkung ab 01.01.2010 wurde die bis 2007 geltende Rechtslage weitestgehend wiederhergestellt.
1. Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) bis zu 150 Euro
2. Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) zwischen 150 Euro und 410 Euro
3. Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) zwischen 410 Euro und 1.000 Euro
a) Rechtslage 2008 und 2009
mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis einschließlich 150 Euro netto und
Anschaffung bzw. Herstellung nach dem 31.12.2007
sind gem. § 6 Abs. 2 S. 1 EStG zwingend sofort abzuschreiben. Das bisherige Wahlrecht gilt nicht.
Die Regelung gilt auch im Rahmen der Gewinnermittlung durch Einnahme-Überschussrechnung gem. § 4 Abs. 3 S. 3 EStG.
b) Rechtslage ab 2010
Mit Wirkung ab 01.01.2010 wurde die bis zum 31.12.2007 geltende Rechtslage weitgehend wieder hergestellt. Für Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis zu 410 Euro netto besteht wieder ein Wahlrecht, wonach diese gem. § 6 Abs. 2 EStG im Jahr der Anschaffung oder Herstellung sofort abgeschrieben werden können. Insoweit muss kein besonderes Verzeichnis geführt werden.
mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von mehr als 150 Euro netto und weniger als 410 Euro netto und
sind gem. § 6 Abs. 2a EStG nach folgender neuer Regelung abzuschreiben:
Zunächst ist für diese Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) ein Sammelposten zu bilden (z.B. GWG 2009). Dieser Sammelposten ist gem. § 6 Abs. 2a EStG einheitlich über 5 Jahre mit jeweils 20% abzuschreiben.
Für Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG)
Anschaffung bzw. Herstellung nach dem 31.12.2009
besteht hinsichtlich der Abschreibung ein Wahlrecht. Nach § 6 Abs. 2 EStG können solche Geringwertige Wirtschaftsgüter in voller Höhe als Betriebsausgaben abgesetzt oder wahlweise in einen Sammelposten eingestellt und einheitlich über 5 Jahre abgeschrieben werden. Das Wahlrecht kann nur einheitlich für alle Geringwertigen Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten zwischen 150 Euro und 1.000 Euro ausgeübt werden. Es besteht eine Pflicht zur Dokumentation in einem besonderen Verzeichnis für Geringwertige Wirtschaftsgüter.
mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von mehr als 410 Euro netto und weniger als 1.000 Euro netto und
Zunächst ist für diese Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) ein Sammelposten zu bilden (z.B. GWG 2009). Dieser Sammelposten ist gem. § 6 Abs. 2a EStG einheitlich über 5 Jahre mit jeweils 20% abzuschreiben. Diese Regelung gilt auch im Rahmen der Gewinnermittlung durch Einnahme-Überschussrechnung gem. § 4 Abs. 3 S. 3 EStG.
besteht hinsichtlich der Abschreibung ein Wahlrecht. Nach § 6 Abs. 2a EStG kann für solche Geringwertige Wirtschaftsgüter ein Sammelposten gebildet werden, der einheitlich über 5 Jahre abgeschrieben wird. Anderenfalls sind solche Wirtschaftsgüter über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abzuschreiben. Sofern ein Sammelposten gebildet wird, muss ein besonderes Verzeichnis hier geführt werden.
Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) →

References: § 6
 § 4
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