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Timestamp: 2019-08-23 08:06:01+00:00

Document:
Ordinance of 28 May 1997 on the Protection of Designations of Origin and Geographical Indications for Agricultural Products and Processed Agricultural Products (PDO/PGI Ordinance)
Art. 1a Prodotti silvicoli e prodotti silvicoli trasformati
Art. 2 Denominazione di origine
Art. 3 Indicazione geografica
Art. 4a Denominazioni omonime
Art. 4b Nome di una varietà vegetale o di una razza animale
Art. 8a Procedura di registrazione delle denominazioni ester...
Art. 11 Decisione sull'opposizione
Sezione 2a: Procedura di cancellazione
Art. 16 Divieto di impiego delle menzioni DOC, DOP o IGP e d...
Art. 16a Menzioni DOC, DOP e IGP
Art. 17a Prodotti non conformi all'elenco degli obblighi
Sezione 4: Controllo ed esecuzione
Art. 19 Esigenze poste agli organismi di certificazione
Art. 19a Organismi di certificazione esteri
Art. 20 Denuncia di irregolarità
Art. 21 Esecuzione da parte dell'UFAG
Art. 21a Sorveglianza degli organismi di certificazione
Art. 21b Ispezione annuale degli organismi di certificazione
Art. 21c Esecuzione da parte dei Cantoni
Art. 23 Disposizioni transitorie della modifica del 14 novem...
del 28 maggio 1997 (Stato 1° febbraio 2019)
Art. 81Pareri
L'UFAG invita le autorità cantonali e federali interessate a esprimere il loro parere.
1 Nuovo testo giusta il n. 5 dell'all. all'O del 14 dic. 2018, in vigore dal 1° feb. 2019 (RU 2019 155).
5 L'UFAG chiede il parere delle autorità federali interessate.2
2 Nuovo testo giusta il n. 5 dell'all. all'O del 14 dic. 2018, in vigore dal 1° feb. 2019 (RU 2019 155).
1 L'UFAG decide sulla conformità della domanda alle esigenze degli articoli 2-7.1
Art. 111Decisione sull'opposizione
L'UFAG decide sull'opposizione dopo aver sentito le autorità federali e cantonali interessate.
2 L'UFAG consulta previamente le autorità cantonali e federali interessate qualora si tratti di una denominazione svizzera o di una denominazione transfrontaliera ai sensi dell'articolo 8a capoverso 2. Sente le parti conformemente all'articolo 30a della legge federale del 20 dicembre 19683 sulla procedura amministrativa.4
4 Nuovo testo giusta il n. 5 dell'all. all'O del 14 dic. 2018, in vigore dal 1° feb. 2019 (RU 2019 155).
1 Abrogato dal n. 5 dell'all. all'O del 14 dic. 2018, in vigore dal 1° feb. 2019 (RU 2019 155).
über den Schutz von Ursprungsbezeichnungen und geografischen Angaben für landwirtschaftliche Erzeugnisse, verarbeitete landwirtschaftliche Erzeugnisse, waldwirtschaftliche Erzeugnisse und verarbeitete waldwirtschaftliche Erzeugnisse1
vom 28. Mai 1997 (Stand am 1. Februar 2019)
gestützt auf die Artikel 14 Absatz 1 Buchstabe d, 16 Absätze 1 und 2 sowie 177 des Landwirtschaftsgesetzes vom 29. April 19982 (LwG) und auf Artikel 41a des Waldgesetzes vom 4. Oktober 19913 (WaG)4
1 Ursprungsbezeichnungen und geografische Angaben für landwirtschaftliche Erzeugnisse, verarbeitete landwirtschaftliche Erzeugnisse, waldwirtschaftliche Erzeugnisse und verarbeitete waldwirtschaftliche Erzeugnisse (Erzeugnisse), die im eidgenössischen Register eingetragen sind, sind geschützt.1
2 Sie können nur nach den in dieser Verordnung festgehaltenen Bedingungen verwendet werden. Sie können von jedem Akteur verwendet werden, der Erzeugnisse vermarktet, die dem betreffenden Pflichtenheft entsprechen.2
2bis Aus landwirtschaftlichen Erzeugnissen hergestellte Lebensmittel sind in allen Stufen der Verarbeitung verarbeiteten landwirtschaftlichen Erzeugnissen gleichgestellt.3
3 Für die Weinbezeichnungen gilt die Weinverordnung vom 14. November 20074.5
1 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 16. Sept. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 3281).
2 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 16. Sept. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 3281).
3 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 14. Nov. 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 6109).
4 SR 916.140
5 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 14. Nov. 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 6109).
Art. 1a1Waldwirtschaftliche Erzeugnisse und verarbeitete waldwirtschaftliche Erzeugnisse
waldwirtschaftliche Erzeugnisse: Rundholz;
verarbeitete waldwirtschaftliche Erzeugnisse: rohe oder gehobelte Schnittholzprodukte.
1 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 16. Sept. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 3281).
Art. 21Ursprungsbezeichnung
1 Als Ursprungsbezeichnung kann der Name einer Gegend, eines Ortes oder in Ausnahmefällen eines Landes eingetragen werden, der dazu dient, ein Erzeugnis zu bezeichnen, das:2
aus der entsprechenden Gegend, dem entsprechenden Ort oder dem entsprechenden Land stammt;
seine Qualität oder seine Eigenschaften überwiegend oder ausschliesslich den geografischen Verhältnissen einschliesslich der natürlichen und menschlichen Einflüsse verdankt; und
in einem begrenzten geografischen Gebiet erzeugt, verarbeitet und veredelt wurde.
2 Traditionelle Bezeichnungen für Erzeugnisse, welche die Voraussetzungen nach Absatz 1 erfüllen, können als Ursprungsbezeichnungen eingetragen werden.3
1 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 14. Nov. 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 6109).
3 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 16. Sept. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 3281).
Art. 31Geografische Angabe
1 Als geografische Angabe kann der Name einer Gegend, eines Ortes oder in Ausnahmefällen eines Landes eingetragen werden, der dazu dient, ein Erzeugnis zu bezeichnen: 2
das aus der entsprechenden Gegend, dem entsprechenden Ort oder dem entsprechenden Land stammt;
dessen besondere Qualität, Ansehen oder eine andere Eigenschaft auf diesen geografischen Ursprung zurückgeführt werden kann; und
das in einem begrenzten geografischen Gebiet erzeugt, verarbeitet oder veredelt wurde.
2 Traditionelle Bezeichnungen für Erzeugnisse, welche die Voraussetzungen nach Absatz 1 erfüllen, können als geografische Angaben eingetragen werden.3
Art. 4 Gattungsbezeichnung
1 Eine Gattungsbezeichnung kann nicht als Ursprungsbezeichnung oder geographische Angabe eingetragen werden.
2 Als Gattungsbezeichnung gilt der Name eines Erzeugnisses, der sich zwar auf den Ort oder die Gegend bezieht, wo das betreffende Erzeugnis ursprünglich hergestellt oder vermarktet wurde, der jedoch zur allgemein üblichen Bezeichnung für das Erzeugnis geworden ist.
3 Bei der Entscheidung, ob ein Name zur Gattungsbezeichnung geworden ist, sind alle massgeblichen Faktoren zu berücksichtigen, namentlich die Meinung von Produzenten und Konsumenten, insbesondere jener Region, aus welcher der Name stammt.1
Art. 4a1Gleich lautende Bezeichnungen
1 Betrifft ein Eintragungsgesuch eine bereits registrierte gleichlautende Bezeichnung und lässt die einzutragende gleichlautende Bezeichnung die Öffentlichkeit vermuten, dass die Erzeugnisse aus einer anderen Gegend oder von einem anderen Ort stammen, so darf diese Bezeichnung nicht eingetragen werden, auch wenn es sich um die richtige Bezeichnung der Gegend beziehungsweise des Orts der Erzeugnisse handelt.2
2 Die Verwendung der nachträglich eingetragenen gleich lautenden Bezeichnung muss sich von der Verwendung der bereits registrierten Bezeichnung klar unterscheiden, damit die angemessene Behandlung der betroffenen Produzenten gewährleistet ist und die Konsumenten nicht getäuscht werden.
1 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 26. Nov. 2003, in Kraft seit 1. Jan. 2004 (AS 2003 4867).
Art. 4b1Name einer Pflanzensorte oder einer Tierrasse
1 Ein Name darf nicht als Ursprungsbezeichnung oder als geografische Angabe eingetragen werden, wenn er dem Namen einer Pflanzensorte oder einer Tierrasse entspricht und die Konsumenten in Bezug auf den tatsächlichen Ursprung des Erzeugnisses irreführen kann.
2 Die Täuschungsgefahr ist insbesondere ausgeschlossen, wenn die Bezeichnung gleich lautet wie eine örtliche Pflanzensorte oder Tierrasse, die ihr Ursprungsgebiet nicht verlassen hat, oder wenn der Name der Pflanzensorte oder der Tierrasse geändert werden kann.
1 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 14. Nov. 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 6109).
2. Abschnitt: Eintragungsverfahren
Art. 5 Berechtigung zur Einreichung eines Eintragungsgesuchs
1 Jede Gruppierung von Produzenten, die für ein Erzeugnis repräsentativ ist, kann beim Bundesamt für Landwirtschaft (BLW1) ein Gesuch um Eintragung einreichen.
1bis Eine Gruppierung gilt als repräsentativ, wenn:
ihre Mitglieder mindestens die Hälfte des Volumens des Erzeugnisses herstellen, verarbeiten oder veredeln;
mindestens 60 Prozent der Produzenten, 60 Prozent der Verarbeiter und 60 Prozent der Veredler des Erzeugnisses Mitglied sind; und
sie den Nachweis erbringt, dass die Gruppierung nach demokratischen Grundsätzen organisiert ist.3
1ter Bei den waldwirtschaftlichen Erzeugnissen und den verarbeiteten waldwirtschaftlichen Erzeugnissen gilt eine Gruppierung als repräsentativ, wenn:
ihre Mitglieder mindestens die Hälfte des Volumens des Erzeugnisses her-stellen, verarbeiten oder veredeln;
ihre Mitglieder mindestens 60 Prozent der Waldfläche und 60 Prozent der Verarbeiter ausmachen; und
sie den Nachweis erbringt, dass die Gruppierung nach demokratischen Grundsätzen organisiert ist.4
2 Bei Ursprungsbezeichnungen muss eine Gruppierung die Produzenten aller Produktionsschritte umfassen, und zwar je nach Erzeugnis:
diejenigen, die den Rohstoff erzeugen;
diejenigen, die das Erzeugnis verarbeiten;
diejenigen, die es veredeln.
1 Ausdruck gemäss Ziff. I der V vom 29. Okt. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 3903). Diese Änd. wurde im ganzen Erlass berücksichtigt.
4 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 16. Sept. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 3281).
Art. 6 Inhalt des Gesuchs1
1 Das Gesuch muss den Nachweis erbringen, dass die Voraussetzungen dieser Verordnung für den Schutz der entsprechenden Ursprungsbezeichnung oder geographischen Angabe erfüllt sind.
2 Es enthält insbesondere:
den Namen der gesuchstellenden Gruppierung und den Nachweis ihrer Repräsentativität;
die einzutragende Ursprungsbezeichnung oder geographische Angabe;
den Nachweis, dass es sich bei der einzutragenden Bezeichnung nicht um eine Gattungsbezeichnung handelt;
Angaben, aus denen sich ergibt, dass das Erzeugnis aus einem geographischen Gebiet nach Artikel 2 oder 3 stammt (geschichtliche Entwicklung des Erzeugnisses und dessen Rückverfolgbarkeit);
Angaben, aus denen sich der Zusammenhang mit den geographischen Verhältnissen oder dem geographischen Ursprung nach Artikel 2 oder 3 ergibt (Herleitung der typischen Eigenschaften des Erzeugnisses aus den besonderen geographisch bedingten natürlichen und menschlichen Faktoren [Terroir]);
die Beschreibung allfälliger lokaler, redlicher und gleichbleibender Verfahren;
eine Zusammenfassung mit folgenden Angaben:
Name, Anschrift und Zusammensetzung der gesuchstellenden Gruppierung,
Name des Erzeugnisses,
verlangter Schutz,
Art des betreffenden Erzeugnisses,
Nachweis der Repräsentativität der gesuchstellenden Gruppierung,
Nachweis, dass es sich um keine Gattungsbezeichnung handelt,
Darstellung der geschichtlichen Entwicklung des Erzeugnisses,
die aus dem Terroir hergeleiteten typischen Eigenschaften des Erzeugnisses,
Beschreibung der lokalen, redlichen und gleich bleibenden Verfahren,
die wichtigsten Elemente des Pflichtenhefts (geografisches Gebiet, Beschreibung des Erzeugnisses und seiner Haupteigenschaften, Beschreibung der Herstellungsmethode, Zertifizierungsstelle, Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit).
3 Dem Gesuch ist ein Pflichtenheft und der Nachweis, dass das Gesuch von der Vertreterversammlung der Gruppierung angenommen wurde, beizulegen.3
1 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 29. Okt. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 3903).
2 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 14. Nov. 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 6109).
3 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 29. Okt. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 3903).
Art. 7 Pflichtenheft
1 Das Pflichtenheft enthält folgende Angaben:
den Namen des Erzeugnisses einschliesslich der Ursprungsbezeichnung oder der geographischen Angabe;
die Abgrenzung des geographischen Gebiets;
die Beschreibung des Erzeugnisses, insbesondere seine Rohstoffe und seine physischen, chemischen, mikrobiologischen und organoleptischen Haupteigenschaften; für waldwirtschaftliche Erzeugnisse und verarbeitete waldwirtschaftliche Erzeugnisse enthält es die Beschreibung der Holzart und der physischen oder anderer charakteristischer Eigenschaften;
die Beschreibung der Herstellungsmethode;
die Bezeichnung einer oder mehrerer Zertifizierungsstellen und die Mindestanforderungen an die Kontrolle;
2 Es kann auch folgende Angaben enthalten:
die spezifischen Elemente der Kennzeichnung;
die Beschreibung einer allfälligen besonderen Form des Erzeugnisses;
die Elemente der Aufmachung, wenn die gesuchstellende Gruppierung begründen kann, dass die Aufmachung zur Wahrung der Produktequalität sowie zur Gewährleistung der Rückverfolgbarkeit oder der Kontrolle im abgegrenzten geografischen Gebiet erfolgen muss.4
2 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 29. Okt. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 3903).
3 Aufgehoben durch Ziff. I der V vom 14. Nov. 2007, mit Wirkung seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 6109).
4 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 26. Nov. 2003 (AS 2003 4867). Fassung gemäss Ziff. I der V vom 14. Nov. 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 6109).
Art. 81Stellungnahmen
Das BLW fordert die betreffenden kantonalen Behörden und Bundesbehörden zur Stellungnahme auf.
1 Fassung gemäss Anhang Ziff. 5 der V vom 14. Dez. 2018, in Kraft seit 1. Febr. 2019 (AS 2019 155).
Art. 8a1Verfahren zur Eintragung ausländischer Bezeichnungen
1 Wird das Eintragungsgesuch von einer Gruppierung eines Drittlandes gestellt, so hat es den Anforderungen nach den Artikeln 5 bis 7 zu entsprechen und den Nachweis zu enthalten, dass die betreffende Bezeichnung in ihrem Ursprungsland geschützt ist.
2 Bei Bezeichnungen, die sich auf ein grenzübergreifendes geografisches Gebiet beziehen, oder bei traditionellen Bezeichnungen, die mit einem grenzübergreifenden geografischen Gebiet zusammenhängen, können mehrere Gruppierungen ein gemeinsames Gesuch einreichen.
3 Das Gesuch ist in einer der drei Amtssprachen oder zusammen mit einer beglaubigten Übersetzung in eine dieser Sprachen entweder direkt von der gesuchstellenden Gruppierung oder über die Behörden des betreffenden Drittlandes an das BLW zu richten. Ist das Gesuch in einer anderen Sprache verfasst, kann das BLW eine Übersetzung anordnen.
4 Besteht die Originalschrift der Bezeichnung nicht aus lateinischen Buchstaben, so muss die Bezeichnung zusätzlich in einer Transkription in lateinischen Buchstaben wiedergegeben werden.
5 Das BLW holt die Stellungnahme der betroffenen Bundesbehörden ein.2
2 Fassung gemäss Anhang Ziff. 5 der V vom 14. Dez. 2018, in Kraft seit 1. Febr. 2019 (AS 2019 155).
Art. 9 Entscheid und Veröffentlichung
1 Das BLW entscheidet darüber, ob das Gesuch den Anforderungen der Artikel 2-7 entspricht.1
2 Heisst das BLW das Gesuch gut, so veröffentlicht es dieses zusammen mit den wichtigsten Elementen des Pflichtenheftes im Schweizerischen Handelsamtsblatt.
Art. 10 Einsprache
1 Gegen die Eintragung können Einsprache erheben:
Personen, die ein schutzwürdiges Interesse geltend machen können;
die Kantone, sofern es sich um eine schweizerische Bezeichnung, eine grenzübergreifende Bezeichnung im Sinne von Artikel 8a Absatz 2 oder eine ausländische Bezeichnung, die vollständig oder teilweise gleich lautet wie eine kantonale geografische Einheit, handelt.
2 Die Einsprache ist innerhalb von drei Monaten nach der Veröffentlichung des Eintragungsgesuchs schriftlich beim BLW einzureichen.
3 Es können insbesondere folgende Einsprachegründe geltend gemacht werden:
Die Bezeichnung erfüllt die Voraussetzungen nach Artikel 2 oder 3 nicht.
Die Bezeichnung ist eine Gattungsbezeichnung.
Die Gruppierung ist nicht repräsentativ.
Die beabsichtigte Eintragung wirkt sich nachteilig auf eine Marke oder eine ganz oder teilweise gleich lautende und schon lange gebrauchte Bezeichnung aus.
2 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 26. Nov. 2003, in Kraft seit 1. Jan. 2004 (AS 2003 4867).
Art. 111Entscheid über die Einsprache
Das BLW entscheidet über die Einsprache nach Anhörung der betreffenden kantonalen Behörden und Bundesbehörden.
Art. 12 Eintragung und Veröffentlichung
1 Die Bezeichnung wird im Register der Ursprungsbezeichnungen und geographischen Angaben eingetragen, wenn:
keine Einsprache fristgerecht erfolgt ist;
allfällige Einsprachen und Beschwerden abgelehnt worden sind.
2 Die Eintragung wird im Schweizerischen Handelsamtsblatt veröffentlicht.
Art. 13 Register
1 Das Register der Ursprungsbezeichnungen und geographischen Angaben wird vom BLW geführt.
2 Das Register enthält:
die Bezeichnung, den Vermerk GUB (geschützte Ursprungsbezeichnung) oder GGA (geschützte geographische Angabe) und ihre Nummer;
den Namen der Gruppierung;
das Pflichtenheft;
das Datum der Veröffentlichung der Eintragung.
3 Jede Person kann das Register einsehen und Auszüge verlangen.
Art. 14 Gesuche um Änderung des Pflichtenheftes
1 Für Änderungen des Pflichtenheftes gilt das gleiche Verfahren wie für Eintragungen.
2 Folgende Änderungen des Pflichtenheftes werden im vereinfachten Verfahren entschieden:
Aufnahme neuer oder Streichung bisheriger Zertifizierungsstellen;
Änderung spezifischer Elemente der Etikettierung;
Änderung der Beschreibung des geografischen Gebiets aufgrund von Namensänderungen der geografischen Einheiten, namentlich im Falle von Gemeindefusionen.1
3 Im vereinfachten Verfahren wird auf das Einholen der Stellungnahmen nach Artikel 8 und die Veröffentlichung des Entscheides nach Artikel 9 verzichtet und das Einspracheverfahren nach den Artikeln 10 und 11 findet keine Anwendung.2
2 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 29. Okt. 2014, in Kraft seit 1. Jan. 2015 (AS 2014 3903).
Abschnitt 2a: Löschungsverfahren5
1 Das BLW löscht die Eintragung einer geschützten Bezeichnung:
auf Antrag, wenn die geschützte Bezeichnung nicht mehr verwendet wird oder sämtliche Verwender sowie die betreffenden Kantone an einer Beibehaltung der Eintragung nicht mehr interessiert sind;
wenn festgestellt wird, dass die Einhaltung des Pflichtenhefts der geschützten Bezeichnung aus triftigen Gründen nicht mehr gewährleistet ist;
wenn sie in ihrem Ursprungsland nach Artikel 8a nicht mehr geschützt ist.
2 Handelt es sich um eine schweizerische Bezeichnung oder eine grenzübergreifende Bezeichnung im Sinne von Artikel 8a Absatz 2, so konsultiert das BLW vorgängig die betroffenen Behörden von Bund und Kantonen. Es hört die Parteien nach Artikel 30a des Verwaltungsverfahrensgesetzes vom 20. Dezember 19683 an.4
3 Die Löschung der Eintragung wird im schweizerischen Handelsamtsblatt veröffentlicht.
1 Aufgehoben durch Ziff. I 10 der V vom 7. Dez. 1998 (AS 1999 303). Fassung gemäss Ziff. I der V vom 26. Nov. 2003, in Kraft seit 1. Jan. 2004 (AS 2003 4867).
4 Fassung gemäss Anhang Ziff. 5 der V vom 14. Dez. 2018, in Kraft seit 1. Febr. 2019 (AS 2019 155).
Art. 161Unzulässige Verwendung der Vermerke KUB, GUB bzw. GGA oder ähnlicher Vermerke
1 Die Vermerke «kontrollierte Ursprungsbezeichnung», «geschützte Ursprungsbezeichnung» und «geschützte geografische Angabe» sowie die entsprechenden Abkürzungen (KUB, GUB, GGA) dürfen nicht für Erzeugnisse verwendet werden, deren Bezeichnung nicht nach der vorliegenden Verordnung eingetragen wurde.2
2 Die Verwendung von Vermerken, die denjenigen nach Absatz 1 ähnlich oder irreführend sind, ist ebenfalls verboten.
3 Die Absätze 1 und 2 gelten auch für Erzeugnisse, deren Bezeichnung zwar eingetragen, aber nicht nach Artikel 18 zertifiziert wurde.3
4 Vorbehalten bleiben ausländische Bezeichnungen, die in ihrem Ursprungsland eingetragen sind.
Art. 16a1Vermerke KUB, GUB bzw. GGA
1 Die Vermerke «kontrollierte Ursprungsbezeichnung», «geschützte Ursprungsbezeichnung» und «geschützte geografische Angabe» oder die entsprechenden Abkürzungen (KUB, GUB, GGA) müssen auf der Etikettierung der Erzeugnisse, deren Bezeichnung nach dieser Verordnung eingetragen wurde, in einer Amtssprache aufgeführt sein.
2 Die Vermerke und Abkürzungen nach Absatz 1 sind für Erzeugnisse, deren Bezeichnung nach Artikel 8a eingetragen wurde, fakultativ.
1 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 14. Nov. 2007 (AS 2007 6109). Fassung gemäss Ziff. I der V vom 16. Sept. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 3281).
Art. 17 Schutzumfang
1 Die direkte oder indirekte kommerzielle Verwendung einer geschützten Bezeichnung ist verboten:
für vergleichbare Erzeugnisse, die das Pflichtenheft nicht erfüllen;
für nicht vergleichbare Erzeugnisse, falls diese Verwendung den Ruf der geschützten Bezeichnung verwendet.
2 Absatz 1 gilt insbesondere:
wenn die geschützte Bezeichnung nachgeahmt wird oder angespielt wird;
wenn sie übersetzt wird;
wenn sie zusammen mit Ausdrücken wie «Art», «Typ», «Verfahren», «Fasson», «Nachahmung», «nach Rezept» oder dergleichen verwendet wird;
wenn die Herkunft des Erzeugnisses angegeben wird;
wenn das Erzeugnis als Zutat oder als Bestandteil verwendet wird.
3 Verboten ist ausserdem:
jede falsche oder irreführende Angabe in der Aufmachung, auf der Verpackung, in der Werbung oder in den Unterlagen des Erzeugnisses über den wirklichen Ursprung, die Herkunft, das Herstellungsverfahren, die Natur oder die wesentlichen Eigenschaften.
jede Verwendung eines Behältnisses oder einer Verpackung, die einen irreführenden Eindruck über den Ursprung des Erzeugnisses machen kann;
jeder Rückgriff auf die besondere Form des Erzeugnisses nach Artikel 7 Absatz 2 Buchstabe b.
1 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 29. Okt. 2014 (AS 2014 3903). Fassung gemäss Ziff. I der V vom 16. Sept. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 3281).
2 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 14. Nov. 2007, in Kraft seit 1. Jan. 2008 (AS 2007 6109).
Art. 17a1Mit dem Pflichtenheft nicht konforme Erzeugnisse
1 Erzeugnisse, für welche die Voraussetzungen zur Verwendung einer eingetragenen Ursprungsbezeichnung oder geografischen Angabe nicht erfüllt sind, die jedoch vor der Veröffentlichung des Eintragungsgesuches während mindestens fünf Jahren rechtmässig unter dieser Bezeichnung in Verkehr gebracht worden sind, dürfen noch bis zu zwei Jahre nach der Veröffentlichung der Eintragung nach bisherigem Recht produziert, verpackt und etikettiert werden. Sie können noch bis zu drei Jahre nach der genannten Veröffentlichung in Verkehr gebracht werden.
2 Wird das Pflichtenheft gemäss Artikel 14 Absatz 1 geändert, so können die betreffenden Erzeugnisse noch bis zu zwei Jahre nach der Veröffentlichung der Änderungen nach bisherigem Recht produziert, verpackt, etikettiert und in Verkehr gebracht werden.
1 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 12. Jan. 2000 (AS 2000 379). Fassung gemäss Ziff. I der V vom 16. Sept. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 3281).
4. Abschnitt: Kontrolle und Vollzug6
Art. 18 Bezeichnung der Zertifizierungsstelle
1 Wer eine eingetragene Ursprungsbezeichnung oder geografische Angabe verwendet, muss die im Pflichtenheft aufgeführten Zertifizierungsstellen mit der Kontrolle der Erzeugung, Verarbeitung oder Veredelung des entsprechenden Erzeugnisses betrauen.1
2 Das Eidgenössische Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung2 legt die Mindestanforderungen an die Kontrolle fest.3
3 Eingefügt durch Ziff. I 10 der V vom 7. Dez. 1998, in Kraft seit 1. Jan. 1999 (AS 1999 303).
Art. 191Anforderungen an die Zertifizierungsstellen
1 Die Zertifizierungsstellen müssen für ihre Tätigkeit nach der Akkreditierungs- und Bezeichnungsverordnung vom 17. Juni 19962 (AkkBV) akkreditiert sein. Ihr Akkreditierungsbereich muss für jede Bezeichnung, für welche die Zertifizierungsstellen die Kontrolle durchführen, auf das betreffende Erzeugnis ausgedehnt sein.
2 Die Zertifizierungsstellen müssen die folgenden Anforderungen erfüllen:
Sie müssen über eine Organisationsstruktur und ein Zertifizierungs- und Überwachungsverfahren (Standardkontrollverfahren) verfügen, in denen insbesondere die Kriterien, die den von ihnen kontrollierten Unternehmen zur Auflage gemacht werden, sowie ein geeignetes Massnahmenkonzept bei festgestellten Unregelmässigkeiten festgelegt sind.
Sie müssen angemessene Garantien für Objektivität und Unparteilichkeit bieten und über qualifiziertes Personal und die erforderlichen Ressourcen für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben verfügen.
Art. 19a1Ausländische Zertifizierungsstellen
1 Das BLW anerkennt nach Rücksprache mit der Schweizerischen Akkreditierungsstelle (SAS) ausländische Zertifizierungsstellen zur Tätigkeit auf schweizerischem Territorium, wenn diese eine gleichwertige Qualifikation wie die in der Schweiz geforderte nachweisen können.
2 Die ausländischen Zertifizierungsstellen haben insbesondere:
die Anforderungen nach Artikel 19 Absatz 2 zu erfüllen;
die betreffende schweizerische Gesetzgebung zu kennen;
den Geschäftssitz in der Schweiz zu haben.
3 Mit dem Anerkennungsgesuch ist darzulegen, dass die Anforderungen nach den Absätzen 1 und 2 erfüllt werden.
4 Vorbehalten bleibt Artikel 18 Absatz 3 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 19952 über die technischen Handelshemmnisse.
5 Das BLW kann die Anerkennung befristen und sie mit Auflagen verbinden. Insbesondere kann der Stelle zur Auflage gemacht werden:
die Überwachungstätigkeit des BLW über die in der Schweiz ausgeübten Aktivitäten zu dulden und zu unterstützen;
dem BLW über die Tätigkeit in der Schweiz detailliert Bericht zu erstatten;
die bei der Kontrolltätigkeit gewonnenen Daten und Informationen ausschliesslich zu Kontrollzwecken zu verwenden und die schweizerischen Vorschriften über den Datenschutz einzuhalten;
jede Änderungen der für die Anerkennung bedeutsamen Tatsachen vorher mit dem BLW abzustimmen;
eine angemessene Haftpflichtversicherung abzuschliessen oder ausreichende Rücklagen zu bilden.
6 Es kann die Anerkennung aufheben, wenn die Anforderungen, Pflichten und Auflagen nicht erfüllt werden.
Art. 201Meldung von Unregelmässigkeiten
Die Zertifizierungsstellen melden dem BLW, den zuständigen Kantonschemikern und den Gruppierungen die bei Kontrollen festgestellten Unregelmässigkeiten.
Art. 211Vollzug durch das BLW
1 Das BLW vollzieht diese Verordnung gemäss der Landwirtschaftsgesetzgebung, sofern es sich nicht um Lebensmittel handelt.
2 Es wird zudem beauftragt:
eine Liste der im Anwendungsbereich dieser Verordnung akkreditierten oder anerkannten Zertifizierungsstellen zu führen;
die festgestellten Verstösse und die verhängten Sanktionen zu erfassen;
die Zertifizierungsstellen (Art. 19 und 19a) zu beaufsichtigen.
3 Es kann Sachverständige beiziehen.
Art. 21a1Überwachung der Zertifizierungsstellen
1 Die Überwachungstätigkeit des BLW umfasst insbesondere:
die Bewertung der internen Verfahren der Zertifizierungsstellen für die Kontrollen, die Verwaltung und Prüfung von Kontrolldossiers auf Einhaltung der Anforderungen dieser Verordnung;
die Überprüfung der Vorgehensweise im Falle von Nichtkonformitäten und bei Einsprüchen und Beschwerden.
2 Das BLW stimmt seine Überwachungstätigkeit auf die Tätigkeit der SAS ab.
3 Das BLW stellt im Rahmen seiner Überwachungstätigkeit sicher, dass die Anforderungen nach den Artikeln 19 und 19a Absatz 2 erfüllt sind.
4 Es kann der SAS eine Suspendierung oder den Entzug einer Akkreditierung im Sinne von Artikel 21 der AkkBV2 für den Geltungsbereich der vorliegenden Verordnung beantragen, wenn eine Zertifizierungsstelle die Vorschriften der vorliegenden Verordnung nicht befolgt oder die Anforderungen der vorliegenden Verordnung nicht erfüllt.
5 Es kann Weisungen an die Zertifizierungsstellen erlassen. Die Weisungen umfassen auch einen Katalog zur Harmonisierung des Vorgehens der Zertifizierungsstellen bei Unregelmässigkeiten.
Art. 21b1HYPERLINK "http://www.droit-bilingue.ch/rs/lex-19970385-33-fr-de.html"
1 Das BLW führt jährlich eine Inspektion der nach den Artikeln 19 und 19a in der Schweiz zugelassenen Zertifizierungsstellen durch, soweit dies nicht im Rahmen der Akkreditierung gewährleistet ist.
2 Dabei überprüft das BLW insbesondere, ob die Zertifizierungsstelle über schriftliche Verfahren und Vorlagen für folgende Aufgaben verfügt und diese anwendet:
Aufstellung einer risikobasierten Strategie für die Kontrolle der Unternehmen;
Informationsaustausch mit anderen Zertifizierungsstellen oder von diesen beauftragten Dritten und mit den mit Vollzugaufgaben beauftragten Behörden;
Anwendung und Weiterverfolgung der getroffenen Massnahmen nach Artikel 21a Absatz 5 im Falle von Unregelmässigkeiten oder Verstössen;
Einhaltung der Vorschriften des Bundesgesetzes vom 19. Juni 19922 über den Datenschutz.
Art. 21c1Vollzug durch die Kantone
1 Die Organe der kantonalen Lebensmittelkontrolle vollziehen Abschnitt 3 gemäss der Lebensmittelgesetzgebung, unter Vorbehalt von Artikel 21.
2 Sie melden dem BLW und den Zertifizierungsstellen die festgestellten Unregelmässigkeiten.
1 Aufgehoben durch Anhang Ziff. 1 der V vom 14. Dez. 2018, mit Wirkung seit 1. Febr. 2019 (AS 2019 155).
Art. 231Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 14. November 2007
1 Eintragungsgesuche, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung vom 14. November 2007 hängig sind, werden nach dem neuen Recht behandelt.
2 Landwirtschaftliche Erzeugnisse und verarbeitete landwirtschaftliche Erzeugnisse, die eine eingetragene Bezeichnung führen, können in Abweichung von Artikel 16a bis zum 1. Juni 2008 nach bisherigem Recht etikettiert und bis zum Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums in Verkehr gebracht werden.
3 Der bisherige Artikel 17a gilt für alle eingetragenen Bezeichnungen, für welche die Übergangsfrist nicht abgelaufen ist.
Art. 24 Änderung bisherigen Rechts
1 Die Änderung kann unter AS 1997 1198 konsultiert werden.
1 Aufgehoben durch Ziff. I der V vom 12. Jan. 2000, mit Wirkung seit 1. Jan. 2000 (AS 2000 379).
Art. 261Inkrafttreten
Diese Verordnung tritt am 1. Juli 1997 in Kraft.
1 Fassung gemäss Ziff. III Abs. 2 Ziff. 2 der V vom 27. März 2002, in Kraft seit 1. Mai 2002 (AS 2002 573).
1 Aufgehoben durch Ziff. I 10 der V vom 7. Dez. 1998, mit Wirkung seit 1. Jan. 1999 (AS 1999 303).
AS 1997 1198
1 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 16. Sept. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 3281).2 SR 910.13 SR 921.04 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 16. Sept. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 3281).5 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 26. Nov. 2003, in Kraft seit 1. Jan. 2004 (AS 2003 4867).6 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 16. Sept. 2016, in Kraft seit 1. Jan. 2017 (AS 2016 3281).
Ordonnance concernant la protection des appellations d'origine et des indications géographiques des produits agricoles, des produits agricoles transformés, des produits sylvicoles et des produits sylvicoles transformés1
(Ordonnance sur les AOP et les IGP)
du 28 mai 1997 (Etat le 1er février 2019)
vu les art. 14, al. 1, let. d, 16, al. 1 et 2, et 177 de la loi du 29 avril 1998 sur l'agriculture (LAgr)2, vu l'art. 41a de la loi du 4 octobre 1991 sur les forêts (LFo)3,4
1 Les appellations d'origine et les indications géographiques des produits agricoles, des produits agricoles transformés, des produits sylvicoles et des produits sylvicoles transformés (produits) qui sont inscrites dans le registre fédéral sont protégées.1
2 Elles ne peuvent être utilisées qu'aux conditions fixées par la présente ordonnance. Elles peuvent être utilisées par tout opérateur commercialisant des produits qui sont conformes au cahier des charges correspondant.2
2bis Les denrées alimentaires issues de produits agricoles sont assimilées, à toutes les étapes de la transformation, aux produits agricoles transformés.3
3 Les appellations de vins sont régies par l'ordonnance du 14 novembre 2007 sur le vin4.5
1 Nouvelle teneur selon le ch. I de l'O du 16 sept. 2016, en vigueur depuis le 1er janv. 2017 (RO 2016 3281).
2 Nouvelle teneur selon le ch. I de l'O du 16 sept. 2016, en vigueur depuis le 1er janv. 2017 (RO 2016 3281).
3 Introduit par le ch. I de l'O du 14 nov. 2007, en vigueur depuis le 1er janv. 2008 (RO 2007 6109).
5 Nouvelle teneur selon le ch. I de l'O du 14 nov. 2007, en vigueur depuis le 1er janv. 2008 (RO 2007 6109).
Art. 1a1Produits sylvicoles et produits sylvicoles transformés
produits sylvicoles: le bois rond;
produits sylvicoles transformés: les produits bruts ou rabotés issus du sciage.
1 Introduit par le ch. I de l'O du 16 sept. 2016, en vigueur depuis le 1er janv. 2017 (RO 2016 3281).
Art. 21Appellation d'origine
1 Peut être enregistré comme appellation d'origine le nom d'une région, d'un lieu ou, dans des cas exceptionnels, d'un pays qui sert à désigner un produit:2
dont la qualité ou les caractères sont dus essentiellement ou exclusivement au milieu géographique comprenant les facteurs naturels et les facteurs humains; et
2 Les dénominations traditionnelles des produits qui remplissent les conditions fixées à l'al. 1 peuvent être enregistrées comme appellations d'origine.3
1 Nouvelle teneur selon le ch. I de l'O du 14 nov. 2007, en vigueur depuis le 1er janv. 2008 (RO 2007 6109).
3 Nouvelle teneur selon le ch. I de l'O du 16 sept. 2016, en vigueur depuis le 1er janv. 2017 (RO 2016 3281).
Art. 31Indication géographique
1 Peut être enregistré comme indication géographique le nom d'une région, d'un lieu ou, dans des cas exceptionnels, d'un pays qui sert à désigner un produit:2
dont une qualité déterminée, la réputation ou une autre caractéristique peut être attribuée à cette origine géographique, et
qui est produit, transformé ou élaboré dans une aire géographique délimitée.
2 Les dénominations traditionnelles des produits qui remplissent les conditions fixées à l'al. 1 peuvent être enregistrées comme indications géographiques.3
Art. 4 Nom générique
1 Un nom générique ne peut être enregistré comme appellation d'origine ou indication géographique.
2 Par nom générique, on entend la dénomination d'un produit qui, bien que se rapportant au lieu où ce produit a été initialement élaboré ou commercialisé, est devenue un nom commun qui le désigne.
3 Pour déterminer si un nom est devenu générique, on tient compte de tous les facteurs entrant en ligne de compte, notamment de l'opinion des producteurs et des consommateurs, particulièrement dans la région où le nom a son origine.1
Art. 4a1Dénominations homonymes
1 Lorsqu'une demande d'enregistrement concerne une dénomination identique à une dénomination déjà enregistrée et que la dénomination homonyme à enregistrer donne à penser au public que les produits sont originaires d'une autre région ou d'un autre lieu, cette dénomination ne doit pas être enregistrée, bien qu'il s'agisse de la dénomination exacte de la région ou du lieu dont les produits sont originaires.2
2 L'utilisation de la dénomination homonyme enregistrée ultérieurement doit être bien différenciée de l'utilisation de la dénomination déjà enregistrée, afin d'assurer un traitement équitable aux producteurs concernés et de ne pas induire en erreur les consommateurs.
1 Introduit par le ch. I de l'O du 26 nov. 2003, en vigueur depuis le 1er janv. 2004 (RO 2003 4867).
Art. 4b1Nom d'une variété végétale ou d'une race animale
1 Un nom ne peut être enregistré comme appellation d'origine ou comme indication géographique lorsqu'il correspond au nom d'une variété végétale ou d'une race animale et est susceptible d'induire le consommateur en erreur quant à la véritable origine du produit.
2 Tout risque de tromperie est notamment exclu si la dénomination est l'homonyme d'une variété végétale ou d'une race animale locale qui n'a pas quitté son bassin d'origine ou s'il est possible de faire modifier le nom de la variété végétale ou de la race animale.2
1 Introduit par le ch. I de l'O du 14 nov. 2007, en vigueur depuis le 1er janv. 2008 (RO 2007 6109).
2 Nouvelle teneur selon le ch. I de lÉ'O du 29 oct. 2014, en vigueur depuis le 1er janv. 2015 (RO 2014 3903).
Section 2 Procédure d'enregistrement
Art. 5 Qualité pour déposer la demande
1 Tout groupement de producteurs représentatif d'un produit peut déposer à l'Office fédéral de l'agriculture (OFAG1) une demande d'enregistrement.
1bis Un groupement est réputé représentatif:
si ses membres produisent, transforment ou élaborent au moins la moitié du volume du produit;
si au moins 60 % des producteurs, 60 % des transformateurs et 60 % des élaborateurs du produit sont membres, et
si la démonstration est faite que le groupement fonctionne selon des principes démocratiques.3
1ter Pour les produits sylvicoles et les produits sylvicoles transformés, un groupement est réputé représentatif:
si ses membres représentent au moins 60 % de la surface forestière et 60 % des transformateurs, et
si la démonstration est faite que le groupement fonctionne selon des principes démocratiques.4
2 Pour une appellation d'origine, le groupement doit réunir des producteurs de tous les stades, à savoir selon la nature du produit:
ceux qui produisent la matière première;
ceux qui transforment le produit;
ceux qui l'élaborent.
1 Nouvelle expression selon le ch. I de l'O du 29 oct. 2014, en vigueur depuis le 1er janv. 2015 (RO 2014 3903). Il a été tenu compte de cette mod. dans tout le texte.
4 Introduit par le ch. I de l'O du 16 sept. 2016, en vigueur depuis le 1er janv. 2017 (RO 2016 3281).
Art. 6 Contenu de la demande
1 La demande doit prouver que les conditions fixées par la présente ordonnance pour l'obtention de l'appellation d'origine ou de l'indication géographique sont remplies.
2 Elle contient en particulier:
le nom du groupement demandeur et la preuve de sa représentativité;
l'appellation d'origine ou l'indication géographique à enregistrer;
les éléments prouvant que la dénomination n'est pas générique;
les éléments prouvant que le produit provient de l'aire géographique au sens de l'art. 2 ou 3 (dossier historique et traçabilité);
les éléments justifiant le lien avec le milieu géographique ou avec l'origine géographique au sens de l'art. 2 ou 3 (typicité du produit liée au terroir);
la description des méthodes locales, loyales et constantes si elles existent;
un résumé contenant:
le nom, l'adresse et la composition du groupement demandeur,
la protection demandée,
le type de produit dont il s'agit,
la preuve de la représentativité du groupement demandeur,
la preuve que la dénomination n'est pas générique,
le dossier historique,
la typicité du produit liée au terroir,
la description des méthodes locales, loyales et constantes,
les éléments principaux du cahier des charges (l'aire géographique, la description du produit et de ses principales caractéristiques, la description de la méthode d'obtention du produit, l'organisme de certification, l'étiquetage et la traçabilité).
3 Elle est assortie d'un cahier des charges et de la preuve que la demande a été acceptée par l'assemblée des représentants du groupement.2
1 Introduite par le ch. I de l'O du 14 nov. 2007, en vigueur depuis le 1er janv. 2008 (RO 2007 6109).
Art. 7 Cahier des charges
1 Le cahier des charges comprend:
le nom du produit comprenant l'appellation d'origine ou l'indication géographique;
la délimitation de l'aire géographique;
la description du produit, notamment ses matières premières et ses principales caractéristiques physiques, chimiques, microbiologiques et organoleptiques; pour les produits sylvicoles et les produits sylvicoles transformés, il comprend la description de l'essence forestière et des caractéristiques physiques ou d'autres caractéristiques intrinsèques;
la description de la méthode d'obtention du produit;
la désignation d'un ou de plusieurs organismes de certification ainsi que les exigences minimales relatives au contrôle;
2 Il peut également comprendre:
les éléments spécifiques de l'étiquetage;
la description de la forme distinctive du produit si elle existe;
les éléments relatifs au conditionnement, lorsque le groupement demandeur peut justifier que le conditionnement doit avoir lieu dans l'aire géographique délimitée afin de sauvegarder la qualité du produit et d'assurer la traçabilité ou le contrôle.3
2 Abrogée par le ch. I de l'O du 14 nov. 2007, avec effet au 1er janv. 2008 (RO 2007 6109).
3 Introduit par le ch. I de l'O du 26 nov. 2003 (RO 2003 4867). Nouvelle teneur selon le ch. I de l'O du 14 nov. 2007, en vigueur depuis le 1er janv. 2008 (RO 2007 6109).
Art. 81Consultation
L'OFAG invite également les autorités cantonales et fédérales concernées à donner leur avis.
1 Nouvelle teneur selon le ch. 5 de l'annexe à l'O du 14 déc. 2018, en vigueur depuis le 1er fév. 2019 (RO 2019 155).
Art. 8a1Procédure d'enregistrement des dénominations étrangères
1 Lorsque la demande d'enregistrement émane d'un groupement d'un pays tiers, elle doit répondre aux conditions requises aux art. 5 à 7 et comprendre les éléments prouvant que la dénomination en question est protégée dans son pays d'origine.
2 Dans le cas d'une dénomination désignant une aire géographique transfrontalière ou d'une dénomination traditionnelle liée à une aire géographique transfrontalière, plusieurs groupements peuvent présenter une demande conjointe.
3 La demande est adressée à l'OFAG directement par le groupement demandeur ou par le biais des autorités du pays tiers concerné dans une des trois langues officielles ou accompagnée d'une traduction certifiée conforme à l'une de ces langues. Si la demande est adressée dans une autre langue, l'OFAG peut ordonner une traduction.
4 Lorsque l'orthographe originale de la dénomination n'utilise pas de caractères latins, cette dernière doit être accompagnée d'une transcription en caractères latins.
5 L'OFAG prend l'avis des autorités fédérales concernées.2
2 Nouvelle teneur selon le ch. 5 de l'annexe à l'O du 14 déc. 2018, en vigueur depuis le 1er fév. 2019 (RO 2019 155).
Art. 9 Décision et publication
1 L'OFAG statue sur la conformité de la demande aux exigences des art. 2 à 7.1
2 S'il admet la demande, celle-ci est publiée, avec les éléments principaux du cahier des charges, dans la Feuille officielle suisse du commerce.
Art. 10 Opposition
1 Peuvent faire opposition contre l'enregistrement:
toute personne justifiant d'un intérêt digne de protection;
les cantons, s'il s'agit d'une dénomination suisse, d'une dénomination transfrontalière au sens de l'art. 8a, al. 2, ou d'une dénomination étrangère totalement ou partiellement homonyme d'une entité géographique cantonale.
2 L'opposition est adressée par écrit à l'OFAG dans les trois mois suivant la date de la publication de la demande d'enregistrement.
3 Peuvent être invoqués notamment les motifs d'opposition suivants:
la dénomination ne remplit pas les conditions fixées à l'art. 2 ou 3;
la dénomination est un nom générique;
le groupement n'est pas représentatif;
l'enregistrement envisagé risque de porter préjudice à une marque ou à une dénomination totalement ou partiellement homonyme utilisée depuis longtemps.
1 Nouvelle teneur selon le ch. I de lÉ'O du 29 oct. 2014, en vigueur depuis le 1er janv. 2015 (RO 2014 3903).
2 Nouvelle teneur selon le ch. I de l'O du 26 nov. 2003, en vigueur depuis le 1er janv. 2004 (RO 2003 4867).
Art. 111Décision sur opposition
L'OFAG statue sur l'opposition, après avoir consulté les autorités fédérales et cantonales concernées.
Art. 12 Enregistrement et publication
1 La dénomination est inscrite au registre des appellations d'origine et des indications géographiques:
si aucune opposition n'a été déposée dans les délais;
si les éventuelles oppositions ou recours ont été rejetés.
2 L'enregistrement est publié dans la Feuille officielle suisse du commerce.
Art. 13 Registre
1 L'OFAG tient le registre des appellations d'origine et des indications géographiques.
2 Le registre contient:
la dénomination, la mention AOP (appellation d'origine protégée) ou IGP (indication géographique protégée) et son numéro;
le nom du groupement;
le cahier des charges;
la date de l'enregistrement;
la date de la publication de l'enregistrement.
3 Toute personne est autorisée à consulter le registre et à en obtenir des extraits.
Art. 14 Modification du cahier des charges
1 Les modifications du cahier des charges font l'objet de la même procédure que celle prévue pour les enregistrements.
2 Les modifications suivantes du cahier des charges font l'objet d'une procédure simplifiée:
désignation d'un nouvel organisme de certification ou suppression d'un tel organisme;
modification des éléments spécifiques de l'étiquetage;
modification de la description de l'aire géographique si les entités géographiques sont renommées, notamment en cas de fusion de communes.1
3 En procédure simplifiée, il est renoncé à la prise d'avis prévue à l'art. 8 et à la publication de la décision prévue à l'art. 9; la procédure d'opposition prévue aux art. 10 et 11 ne s'applique pas.2
2 Introduit par le ch. I de lÉ'O du 29 oct. 2014, en vigueur depuis le 1er janv. 2015 (RO 2014 3903).
Section 2a Procédure de radiation5
1 L'OFAG radie l'enregistrement d'une dénomination protégée:
sur demande, si la dénomination protégée n'est plus utilisée ou si l'ensemble des utilisateurs et les cantons concernés n'ont plus d'intérêt au maintien de l'enregistrement de la dénomination;
s'il est constaté que le respect du cahier des charges de la dénomination protégée n'est plus assuré pour des raisons justifiées;
si elle n'est plus protégée dans son pays d'origine conformément à l'art. 8a.
2 Au préalable, l'OFAG consulte les autorités cantonales et fédérales concernées, pour autant qu'il s'agisse d'une dénomination suisse ou d'une dénomination transfrontalière au sens de l'art. 8a, al. 2. Il entend les parties en vertu de l'art. 30a de la loi fédérale du 20 décembre 1968 sur la procédure administrative3.4
3 La radiation est publiée dans la Feuille officielle suisse du commerce.
1 Abrogé par le ch. I 10 de l'O du 10 déc. 1998 (RO 1999 303). Nouvelle teneur selon le ch. I de l'O du 26 nov. 2003, en vigueur depuis le 1er janv. 2004 (RO 2003 4867).
2 Introduite par le ch. I de lÉ'O du 29 oct. 2014, en vigueur depuis le 1er janv. 2015 (RO 2014 3903).
4 Nouvelle teneur selon le ch. 5 de l'annexe à l'O du 14 déc. 2018, en vigueur depuis le 1er fév. 2019 (RO 2019 155).
Section 3 Protection
Art. 161Interdiction d'utiliser les mentions AOC, AOP ou IGP ou des mentions similaires
1 Les mentions «appellation d'origine contrôlée», «appellation d'origine protégée» et «indication géographique protégée» ainsi que leur abréviation respective (AOC, AOP, IGP) ne peuvent être utilisées pour les produits dont la dénomination n'a pas été enregistrée conformément à la présente ordonnance.2
2 Est également interdite l'utilisation de mentions similaires à celles citées à l'al. 1 ou portant à confusion.
3 Les al. 1 et 2 s'appliquent également aux produits dont la dénomination a été enregistrée, mais pas certifiée conformément à l'art. 18.3
4 Sont réservées les dénominations étrangères enregistrées dans leur pays d'origine.
Art. 16a1Mention AOC, AOP ou IGP
1 Les mentions «appellation d'origine contrôlée», «appellation d'origine protégée» et «indication géographique protégée» ou leur abréviation respective (AOC, AOP, IGP) doivent figurer dans une langue officielle sur l'étiquetage des produits dont la dénomination a été enregistrée conformément à la présente ordonnance.
2 Les mentions et abréviations visées à l'al. 1 sont facultatives pour les produits dont la dénomination a été enregistrée conformément à l'art. 8a.
1 Introduit par le ch. I de l'O du 14 nov. 2007 (RO 2007 6109). Nouvelle teneur selon le ch. I de l'O du 16 sept. 2016, en vigueur depuis le 1er janv. 2017 (RO 2016 3281).
Art. 17 Etendue de la protection
1 L'utilisation commerciale directe ou indirecte d'une dénomination protégée est interdite:
pour tout produit comparable non conforme au cahier des charges;
pour tout produit non comparable si cette utilisation exploite la réputation de la dénomination protégée.
2 L'al. 1 vaut notamment:
si la dénomination enregistrée est imitée ou évoquée;
si elle est traduite;
si elle est accompagnée d'une formule telle que «genre», «type», «méthode», «façon», «imitation», «selon la recette» ou d'une expression similaire;
si la provenance du produit est indiquée;
si le produit est utilisé comme ingrédient ou comme composant.
3 Sont également interdits:
toute indication fausse ou fallacieuse quant à la véritable origine du produit, sa provenance, sa méthode de production, sa nature ou ses qualités substantielles figurant sur le conditionnement, l'emballage, la publicité ou les documents se rapportant au produit;
toute utilisation d'un récipient ou d'un emballage de nature à créer une impression erronée sur l'origine du produit;
tout recours à la forme distinctive du produit selon l'art. 7, al. 2, let. b.
1 Introduite par le ch. I de lÉ'O du 29 oct. 2014 (RO 2014 3903). Nouvelle teneur selon le ch. I de l'O du 16 sept. 2016, en vigueur depuis le 1er janv. 2017 (RO 2016 3281).
2 Nouvelle teneur selon le ch. I de l'O du 14 nov. 2007, en vigueur depuis le 1er janv. 2008 (RO 2007 6109).
Art. 17a1Produits non conformes au cahier des charges
1 Les produits qui ne remplissent pas les conditions liées à l'utilisation d'une appellation d'origine ou d'une indication géographique enregistrée, mais qui étaient commercialisés légalement sous cette dénomination au moins cinq ans avant la publication de la demande d'enregistrement, peuvent encore être fabriqués, conditionnés et étiquetés selon l'ancien droit pendant deux ans à compter de la date de la publication de l'enregistrement. Ils peuvent encore être commercialisés pendant trois ans à partir de cette date.
2 Lorsque le cahier des charges est modifié selon l'art. 14, al. 1, les produits peuvent encore être fabriqués, conditionnés, étiquetés et commercialisés selon l'ancien droit pendant deux ans à compter de la date de la publication des modifications.
1 Introduit par le ch. I de l'O du 12 janv. 2000 (RO 2000 379). Nouvelle teneur selon le ch. I de l'O du 16 sept. 2016, en vigueur depuis le 1er janv. 2017 (RO 2016 3281).
Section 4 Contrôle et exécution6
Art. 18 Désignation de l'organisme de certification
1 Celui qui utilise une appellation d'origine ou une indication géographique doit confier à un organisme de certification défini dans le cahier des charges le contrôle de la production, de la transformation ou de l'élaboration du produit.
2 Le Département fédéral de l'économie, de la formation et de la recherche1 fixe les exigences minimales relatives au contrôle.2
1 La désignation de l'unité administrative a été adaptée au 1er janv. 2013 en application de l'art. 16 al. 3 de l'O du 17 nov. 2004 sur les publications officielles (RO 2004 4937).
2 Introduit par le ch. I 10 de l'O du 10 déc. 1998, en vigueur depuis le 1er janv. 1999 (RO 1999 303).
Art. 191Exigences auxquelles doivent satisfaire les organismes de certification
1 Les organismes de certification doivent être accrédités pour leur activité conformément à l'ordonnance du 17 juin 1996 sur l'accréditation et la désignation (OAccD)2. Pour chaque dénomination pour laquelle ils exercent le contrôle, les organismes de certification doivent être au bénéfice de l'extension du champ d'accréditation.
2 Les organismes de certification doivent remplir les conditions suivantes:
disposer d'une structure organisationnelle et d'une procédure de certification et de contrôle (procédure de contrôle type) permettant de fixer notamment les critères que les entreprises soumises au contrôle d'un organisme de certification doivent observer comme charges, et d'un plan de mesures applicable si des irrégularités sont constatées;
offrir des garanties d'objectivité et d'impartialité adéquates, et disposer de personnel qualifié ainsi que des ressources nécessaires pour s'acquitter de leurs fonctions.
Art. 19a1Organismes de certification étrangers
1 Après avoir consulté le Service d'accréditation suisse (SAS), l'OFAG reconnaît les organismes de certification étrangers qui veulent exercer des activités sur le territoire suisse, si ces organismes prouvent qu'ils ont une qualification équivalente à celle exigée en Suisse.
2 Les organismes de certification étrangers doivent notamment:
remplir les exigences prévues à l'art. 19, al. 2;
connaître la législation suisse pertinente;
avoir leur siège social en Suisse.
3 Lors du dépôt d'une demande de reconnaissance, ils doivent attester que les exigences des al. 1 et 2 sont remplies.
4 L'art. 18, al. 3, de la loi fédérale du 6 octobre 1995 sur les entraves techniques au commerce2 est réservé.
5 L'OFAG peut accorder la reconnaissance pour une durée limitée et la subordonner à des charges. Il peut notamment imposer à l'organisme de certification étranger les charges suivantes:
accepter les contrôles de l'OFAG portant sur les activités exercées en Suisse et coopérer à ces contrôles;
donner à l'OFAG des informations détaillées sur les activités exercées en Suisse;
utiliser les données et les informations recueillies à l'occasion des contrôles uniquement à des fins de contrôle et respecter la réglementation suisse relative à la protection des données;
discuter au préalable avec l'OFAG toute modification des faits pertinents pour la reconnaissance;
contracter une assurance responsabilité civile appropriée ou constituer des réserves suffisantes.
6 Il peut annuler la reconnaissance si les exigences, les obligations et les charges ne sont pas remplies.
Art. 201Dénonciation des irrégularités
Les organismes de certification signalent à l'OFAG, aux chimistes cantonaux compétents et aux groupements les irrégularités constatées lors des contrôles.
Art. 211Exécution par l'OFAG
1 L'OFAG exécute la présente ordonnance conformément à la législation sur l'agriculture lorsqu'il ne s'agit pas de denrées alimentaires.
2 Il est en outre chargé:
de tenir une liste des organismes de certification accrédités ou reconnus dans le domaine d'application de la présente ordonnance;
d'enregistrer les infractions constatées et les sanctions infligées;
de surveiller les organismes de certification (art. 19 et 19a).
3 Il peut faire appel à des experts.
Art. 21a1Surveillance des organismes de certification
1 L'activité de surveillance de l'OFAG comprend notamment:
l'évaluation de la procédure interne de l'organisme de certification pour les contrôles, l'administration et la vérification des dossiers de contrôle quant au respect des exigences de la présente ordonnance;
la vérification de la procédure dans le cas de situations de non-conformité, de contestation et de recours.
2 L'OFAG coordonne son activité de surveillance avec celle du SAS.
3 Dans le cadre de son activité de surveillance, il veille à ce que les exigences des art. 19 et 19a, al. 2, soient respectées.
4 Il peut demander au SAS la suspension ou la révocation d'une accréditation au sens de l'art. 21 de l'OAccD2, dans le domaine d'application de la présente ordonnance, si un organisme de certification n'applique pas les prescriptions de la présente ordonnance ou ne remplit pas les exigences qui y sont contenues.
5 Il peut édicter des instructions à l'intention des organismes de certification. Les instructions comprennent également un catalogue destiné à l'harmonisation des procédures des organismes de certification en cas d'irrégularités.
Art. 21b1Inspection annuelle des organismes de certification
1 L'OFAG procède à une inspection annuelle auprès des organismes de certification autorisés en Suisse conformément aux art. 19 et 19a, dans la mesure où cela n'est pas garanti dans le cadre de l'accréditation.
2 A cette occasion, il contrôle notamment si l'organisme de certification dispose d'une procédure et de modèles écrits, et qu'il les utilise, pour les tâches suivantes:
mise sur pied d'une stratégie basée sur les risques pour le contrôle des entreprises;
échange d'informations avec d'autres organismes de certification ou des tiers mandatés par ces derniers et avec les autorités chargées des tâches d'exécution;
application et suivi des mesures prises en vertu de l'art. 21a, al. 5, dans le cas d'irrégularités ou d'infractions;
respect des dispositions de la loi fédérale du 19 juin 1992 sur la protection des données2.
Art. 21c1Exécution par les cantons
1 Les organes cantonaux de contrôle des denrées alimentaires exécutent la section 3 conformément à la législation sur les denrées alimentaires, sous réserve de l'art. 21.
2 Ils signalent à l'OFAG et aux organismes de certification les irrégularités constatées.
1 Abrogé par le ch. 5 de l'annexe à l'O du 14 déc. 2018, avec effet au 1er fév. 2019 (RO 2019 155).
Art. 231Dispositions transitoires de la modification du 14 novembre 2007
1 Les demandes d'enregistrement pendantes au moment de l'entrée en vigueur de la modification du 14 novembre 2007 sont examinées selon le nouveau droit.
2 Les produits agricoles et les produits agricoles transformés des dénominations enregistrées peuvent être étiquetés en dérogation à l'art. 16a selon l'ancien droit jusqu'au 1er juin 2008 et mis en circulation jusqu'à la date limite de consommation.
3 L'ancien art. 17a est applicable à toutes les dénominations enregistrées, pour lesquelles le délai transitoire n'est pas échu.
1 Abrogé par le ch. III al. 2 ch. 2 de l'O du 27 mars 2002 (RO 2002 573). Nouvelle teneur selon le ch. I de l'O du 14 nov. 2007, en vigueur depuis le 1er janv. 2008 (RO 2007 6109).
Art. 24 Modification du droit en vigueur
1 La mod. peut être consultée au RO 1997 1198.
1 Abrogé par le ch. I de l'O du 12 janv. 2000, avec effet au 1er janv. 2000 (RO 2000 379).
Art. 261Entrée en vigueur
La présente ordonnance entre en vigueur le 1er juillet 1997
1 Nouvelle teneur selon le ch. III al. 2 ch. 2 de l'O du 27 mars 2002, en vigueur depuis le 1er mai 2002 (RO 2002 573).
1 Abrogée par le ch. I 10 de l'O du 7 déc. 1998, avec effet au 1er janv. 1999 (RO 1999 303).
RO 1997 1198
1 Nouvelle teneur selon le ch. I de l'O du 16 sept. 2016, en vigueur depuis le 1er janv. 2017 (RO 2016 3281).2 RS 910.13 RS 921.04 Nouvelle teneur selon le ch. I de l'O du 16 sept. 2016, en vigueur depuis le 1er janv. 2017 (RO 2016 3281).5 Introduit par le ch. I de l'O du 26 nov. 2003, en vigueur depuis le 1er janv. 2004 (RO 2003 4867).6 Nouvelle teneur selon le ch. I de l'O du 16 sept. 2016, en vigueur depuis le 1er janv. 2017 (RO 2016 3281).
on the Protection of Designations of Origin and Geographical Indications for Agricultural Products, Processed Agricultural Products, Forestry Products and Processed Forestry Products1
(PDO/PGI Ordinance)
of 28 May 1997 (Status as of 1 February 2019)
based on Article 14 paragraph 1 letter d, 16 paragraphs 1 and 2 and 177 of the Agriculture Act of 29 April 19982 (AgricA) and Article 41a of the Forest Act of 4 October 19913 (ForA)4
Art. 1 Principle
1 Designations of origin and geographical indications for agricultural products, processed agricultural products, forestry products and processed forestry products (products) that have been entered into the Swiss Federal Register are protected.1
2 They may only be used in accordance with the provisions set out in this Ordinance. They may be used by any operator who markets products that meet the relevant product specification.2
2bis Foodstuffs manufactured from agricultural products are deemed equivalent to processed agricultural products at all stages of the production process.3
3 The Wine Ordinance of 14 November 2007 applies to wine designations4.5
1 Amended by No I of the O of 16 Sept. 2016, in force since 1 Jan. 2017 (AS 2016 3281).
2 Amended by No I of the O of 16 Sept. 2016, in force since 1 Jan. 2017 (AS 2016 3281).
3 Inserted by No I of the O of 14 Nov. 2007, in force since 1 Jan. 2008 (AS 2007 6109).
5 Amended by No I of the O of 14 Nov. 2007, in force since 1 Jan. 2008 (AS 2007 6109).
Art. 1a1Forestry products and processed forestry products
forestry products means round wood;
processed forestry products means raw or planed sawn wood products.
1 Inserted by No I of the O of 16 Sept. 2016, in force since 1 Jan. 2017 (AS 2016 3281).
Art. 21Designation of origin
1 The name of a region, a place, or, in exceptional cases, a country used to describe a product:2
originating in that particular region, place or country;
the quality or characteristics of which are essentially or exclusively due to a particular geographical environment with its inherent natural and human factors; and
the production, processing and refining of which take place in the defined geographical area
may be registered as a designation of origin.
2 Traditional names for products that meet the conditions set out in paragraph 1 may be registered as designations of origin.3
1 Amended by No I of the O of 14 Nov. 2007, in force since 1 Jan. 2008 (AS 2007 6109).
3 Amended by No I of the O of 16 Sept. 2016, in force since 1 Jan. 2017 (AS 2016 3281).
Art. 31Geographical indication
which possesses a specific quality, reputation or other characteristics which can be attributed to that geographical origin; and
the production, processing or refining of which take place in the defined geographical area
may be registered as a geographical indication.
2 Traditional names for products that meet the conditions set out in paragraph 1 may be registered as geographical indications.3
Art. 4 Generic name
1 A generic name may not be registered as a designation of origin or geographical indication.
2 A generic name means the name of a product which, although it relates to the place or the region where this product was originally produced or marketed, has become the common name of the product.
3 To decide whether or not a name has become generic, account shall be taken of all relevant factors, in particular the opinions of producers and consumers, especially those in the region from which the name originates.1
Art. 4a1Homonymous names
1 Where an application for registration concerns a name homonymous with a name that has already been registered, and where the homonymous name to be registered leads the public to assume that the products come from a different region or a different place, that name may not be registered even if it is the correct name of the region or place that the products come from.2
2 There must be a clear distinction between use of the homonymous name registered subsequently and use of the name already on the register, so as to ensure that the producers concerned are treated appropriately and consumers are not misled.
1 Inserted by No I of the O of 26 Nov. 2003, in force since 1 Jan. 2004 (AS 2003 4867).
Art. 4b1Name of a plant variety or animal breed
1 A name may not be registered as a designation of origin or a geographical indication where it corresponds to the name of a plant variety or an animal breed and is likely to mislead consumers as to the true origin of the product.
2 Any danger of misleading consumers is in particular excluded where the name is homonymous with a local plant variety or animal breed that has not left its territory of origin or where the name of the plant variety or animal breed can be changed.
1 Inserted by No I of the O of 14 Nov. 2007, in force since 1 Jan. 2008(AS 2007 6109).
Section 2 Registration Procedure
Art. 5 Entitlement to submit an application for registration
1 Any group of producers that is representative of a product may submit an application for registration to the Federal Office for Agriculture (FOAG1).
1bis A group is deemed to be representative where:
its members produce, process and refine at least half the production volume of the product;
at least 60% of the producers, 60% of the processors and 60% of the refiners of the product are members thereof; and
they show that the group is organised on the basis of democratic principles.3
1ter In the case of forestry products and processed forestry products, a group is deemed to be representative where:
its members represent at least 60% of the forest area and 60% of the processors; and
they show that the group is organised on the basis of democratic principles.4
2 In the case of designations of origin, the group must comprise producers from all production stages, and specifically for each product:
those that produce the raw materials;
those that process the product;
those that refine it.
1 Term amended by No I of the O of 29 Oct. 2014, in force since 1 Jan. 2015 (AS 2014 3903). This amendment has been made throughout the text.
4 Inserted by No I of the O of 16 Sept. 2016, in force since 1 Jan. 2017 (AS 2016 3281).
Art. 6 Content of the application1
1 The application must demonstrate that the requirements of this Ordinance for the protection of the relevant designation of origin or geographical indication have been met.
2 It shall include in particular:
the name of the applicant group and proof that it is representative;
the designation of origin or geographical indication to be registered;
proof that the name to be registered is not a generic name;
evidence that the product originates in a geographical area in accordance with Article 2 or 3 (history of the product and its traceability);
evidence demonstrating the link with the geographical environment or geographical origin in accordance with Article 2 or 3 (typical features of the product which derive from the geographically determined natural and human factors [«terroir»]);
a description of any relevant local, fair and consistently-applied procedures;
a summary giving the following information:
name, address and composition of the applicant group,
name of the product,
protection applied for,
type of product in question,
proof that the applicant group is representative,
proof that it is not a generic name,
description of the product's history,
the typical characteristics of the product derived from the «terroir»,
description of the local, fair and consistently-applied procedures,
the most important elements of the product's specification (geographical area, description of the product and its main characteristics, description of the production method, certification body, labelling and traceability).
3 The application must be accompanied by the product specification and proof that the application has been approved by the representatives' meeting of the group.3
1 Amended by No I of the O of 29 Oct. 2014, in force since 1 Jan. 2015 (AS 2014 3903).
2 Inserted by No I of the O of 14 Nov. 2007, in force since 1 Jan. 2008 (AS 2007 6109).
3 Amended by No I of the O of 29 Oct. 2014, in force since 1 Jan. 2015 (AS 2014 3903).
Art. 7 Product specification
1 The product specification shall contain the following information:
the name of the product comprising the designation of origin or the geographical indication;
the definition of the geographical area;
a description of the product, in particular its raw materials and its principal physical, chemical, microbiological and organoleptic properties; for
a description of the production process;
the designation of one or more certification bodies and the minimum requirements for the control procedures;
2 It may also contain the following information:
specific elements of the labelling;
a description of any specific shape of the product;
elements of the packaging, where the applicant group is able to justify that the packaging is necessary in order to ensure product quality, as well as to guarantee traceability or control in the defined geographical area.4
2 Amended by No I of the O of 29 Oct. 2014, in force since 1 Jan. 2015 (AS 2014 3903).
3 Repealed by No I of the O of 14 Nov. 2007, with effect from 1 Jan. 2008 (AS 2007 6109).
4 Inserted by No I of the O of 26 Nov. 2003 (AS 2003 4867). Amended by No I of the O of 14 Nov. 2007, in force since 1 Jan. 2008 (AS 2007 6109).
Art. 81Opinions
The FOAG shall call upon the relevant cantonal and federal authorities for their opinions.
1 Amended by Annex No 5 of the O of 14 Dec. 2018, in force since 1 Feb. 2019 (AS 2019 155).
Art. 8a1Procedure for the registration of names from other countries
1 Where the registration application is submitted by a group from a third country, it must meet the requirements laid down in Articles 5 to 7 and contain proof that the name in question is protected in its country of origin.
2 In the case of a name designating a trans-border geographical area or a traditional name connected to a trans-border geographical area, several groups may submit a joint application.
3 The application shall be submitted to the FOAG in one of the three official languages, or accompanied by a certified translation into one of these languages, either by the applicant group directly or through the authorities of the third country in question. Where the application is written in another language, the FOAG may order a translation to be provided.
4 Where the original name is not written in letters of the Latin alphabet, it must also be transcribed into such letters.
5 The FOAG shall obtain the opinion of the relevant federal authorities.2
1 Inserted by No I of the O of 14 Nov. 2007, in force since 1 Jan. 2008 (AS 2007 6109).
2 Amended by Annex No 5 of the O of 14 Dec. 2018, in force since 1 Feb. 2019 (AS 2019 155).
Art. 9 Decision and publication
1 The FOAG shall decide whether the application meets the requirements of Articles 2-7.1
2 If the FOAG approves the application, it shall publish its decision together with the most important elements of the product specification in the Swiss Official Gazette of Commerce.
Art. 10 Objections
1 The following may object to the registration:
persons asserting a legitimate interest;
the cantons, provided the case relates to a Swiss name, a trans-border name in terms of Article 8a paragraph 2 or a foreign name that is the same as or similar to that of a cantonal geographical unit.
2 An objection must be submitted in writing to the FOAG within three months of publication of the registration application.
3 In particular, the following grounds for objection may be asserted:
the name does not meet the requirements of Article 2 or 3;
the name is a generic name;
the group is not representative;
the proposed registration would be disadvantageous to a trademark or to an entirely or partly homonymous name in longstanding use.
2 Amended by No I of the O of 26 Nov. 2003, in force since 1 Jan. 2004 (AS 2003 4867).
Art. 111Decision regarding an objection
The FOAG shall take a decision regarding an objection after hearing the relevant cantonal and federal authorities.
Art. 12 Registration and publication
1 The name shall be entered in the Register of Designations of Origin and Geographical Indications where:
there has been no objection within the time limit provided;
any objections and appeals have been rejected.
2 Registration shall be published in the Swiss Official Gazette of Commerce.
1 The Register of Designations of Origin and Geographical Indications shall be maintained by the FOAG.
2 The Register shall contain:
the name, the designation «PDO» (Protected Designation of Origin) or «PGI» (Protected Geographical Indication) and its number;
the date of registration;
the date of publication of the registration.
3 Anyone may consult the Register and request extracts from it.
Art. 14 Applications to amend the product specification
1 For amendments to the product specification, the same procedure applies as for registrations.
2 The following amendments to the product specification shall be decided under the simplified procedure:
inclusion of new certification bodies or deletion of existing bodies;
amendment of specific elements of the labelling;
amendment of the description of the geographical area due to changes in the names of the geographical units, in particular in the case of commune mergers.1
3 In the simplified procedure, opinions need not be obtained in accordance with Article 8, the decision need not be published in accordance with Article 9, and the objection procedure under Articles 10 and 11 does not apply.2
2 Inserted by No I of the O of 29 Oct. 2014, in force since 1 Jan. 2015 (AS 2014 3903).
Section 2a Cancellation Procedure5
1 The FOAG shall cancel the registration of a protected indication:
on request, where the protected name is no longer used or where all users and the relevant cantons are no longer interested in maintaining the registration;
if it is established that compliance with the product specification of the protected name is no longer ensured for good reason;
i fit is no longer protected in its country of origin in accordance with Article 8a.
2 In the case of a Swiss name or a trans-border name in terms of Article 8a paragraph 2, the FOAG shall consult the relevant cantonal and federal authorities in advance. It shall hear the parties pursuant to Article 30a of the Federal Act of 20 December 19683 on Administrative Procedure.4
3 Cancellation of the registration shall be published in the Swiss Official Gazette of Commerce.
1 Repealed by No I 10 of the O of 7 Dec. 1998 (AS 1999 303). Amended by No I of the O of 26 Nov. 2003, in force since 1 Jan. 2004 (AS 2003 4867).
4 Amended by Annex No 5 of the O of 14 Dec. 2018, in force since 1 Feb. 2019 (AS 2019 155).
Art. 161Unlawful use of the designations «AOC», «PDO» or «PGI» or similar designations
1 The designations «Registered Designation of Origin», «Protected Designation of Origin» and «Protected Geographical Indication» and their corresponding abbreviations (AOC, PDO, PGI) may not be used for products whose name has not been registered in accordance with this Ordinance.2
2 The use of designations which are similar to those under paragraph 1 or misleading is also prohibited.
3 Paragraphs 1 and 2 also apply to products whose names, although registered, have not been certified in accordance with Article 18.3
4 Foreign names which are registered in their country of origin are reserved.
Art. 16a1Designations «AOC», «PDO» and «PGI»
1 The designations «Registered Designation of Origin», «Protected Designation of Origin» and «Protected Geographical Indication» or their corresponding abbreviations (AOC, PDO, PGI) must be written in one of the official languages on the labelling of products whose name has been registered in accordance with this Ordinance.
2 The designations and acronyms in paragraph 1 are optional for products whose names have been registered in accordance with Article 8a.
1 Inserted by No I of the O of 14 Nov. 2007 (AS 2007 6109). Amended by No I of the O of 16 Sept. 2016, in force since 1 Jan. 2017 (AS 2016 3281).
Art. 17 Scope of protection
1 The direct or indirect commercial use of a protected name is prohibited:
for similar products which do not meet the product specification;
for dissimilar products where such use relies on the reputation of the protected name.
2 Paragraph 1 applies in particular where:
the protected name is imitated or alluded to;
the protected name is translated;
the protected name is accompanied by an expression such as «style», «type», «method», «as produced in», «imitation», «using the recipe» or similar;
the origin of the product is indicated;
the product is used as an ingredient or component.
3 The following are also prohibited:
any false or misleading indication as to its true origin, provenance, manufacturing process, nature or essential characteristics on the inner or outer packaging, advertising material or accompanying documentation of the product;
any use of a container or packaging which could give rise to a false impression as to the origin of the product;
any use of the specific shape of the product referred to in Article 7 (2) (b).
1 Inserted by No I of the O of 29 Oct. 2014 (AS 2014 3903). Amended by No I of the O of 16 Sept. 2016, in force since 1 Jan. 2017 (AS 2016 3281).
2 Amended by No I of the O of 14 Nov. 2007, in force since 1 Jan. 2008 (AS 2007 6109).
Art. 17a1Products which do not conform to the product specification
1 Products which fail to meet the requirements for the use of a registered designation of origin or geographical indication, but which have been legally marketed under such indications for at least five years prior to publication of the application for registration, may continue to be produced, packaged and labelled under this indication in accordance with previous legislation for a period of up to two years following publication of the registration. They may continue to be marketed for a period of up to three years following the aforesaid publication.
2 If the product specification referred to in Article 14 (1) is amended, the products in question may continue to be produced, packaged, labelled and marketed under previous legislation for a period of up to two years following publication of the amendment.
1 Inserted by No I of the O of 12 Jan. 2000 (AS 2000 379). Amended by No I of the O of 16 Sept. 2016, in force since 1 Jan. 2017 (AS 2016 3281).
Section 4 Control Procedures and Enforcement6
Art. 18 Designation of certification body
1 Any person who uses a designation of origin or geographical indication must entrust the certification bodies listed in the product specification with control of the production, processing or refining of the product in question.1
2 The Federal Department of Economic Affairs, Education and Research2 shall lay down the minimum requirements for control procedures.3
2 The name of this administrative unit was amended in application of Art. 16 para. 3 of the Publications Ordinance of 17 Nov. 2004 (AS 2004 4937) on 1 Jan. 2013.
3 Inserted by No I 10 of the O of 7 Dec. 1998 (AS 1999 303).
Art. 191Requirements for certification bodies
1 Certification bodies must be accredited for their activities in accordance with the Accreditation and Designation Ordinance of 17 June 19962 (AccDO). Their scope of accreditation in respect of each name for which the certification bodies carry out control procedures must be extended to include the product in question.
2 Certification bodies must meet the following requirements:
They must have an organisational structure and a certification and monitoring procedure (standard control procedure) that sets out in particular the criteria to which the businesses they control are subject and a suitable plan for the measures to be taken in the event that irregularities are identified.
They must offer appropriate guarantees of objectivity and impartiality and have the qualified personnel and resources required to carry out their duties.
Art. 19a1Foreign certification bodies
1 Following consultation with the Swiss Accreditation Service (SAS), the FOAG shall recognise foreign certification bodies as practising in Switzerland if the latter are able to show that they hold qualifications equivalent to those required in Switzerland.
2 The foreign certification bodies must in particular:
meet the requirements of Article 19 paragraph 2;
be familiar with the relevant Swiss legislation
have their place of business in Switzerland.
3 The request for recognition must demonstrate that the requirements set out in paragraphs 1 and 2 are met.
4 Article 18 (3) of the Federal Act of 6 October 19952 on Technical Barriers to Trade is reserved.
5 The FOAG may make recognition subject to a time limit and conditions. In particular, the certification body may be required:
to tolerate and support the FOAG's monitoring of activities carried out in Switzerland;
to report in detail to the FOAG on activities in Switzerland;
to use data and information obtained through control activities exclusively for control purposes and to comply with the Swiss provisions on data protection;
to agree any changes in circumstances relevant to recognition in advance with the FOAG;
to take out suitable liability insurance or establish adequate reserves.
6 It may revoke recognition if the requirements, obligations and conditions are not met.
Art. 201Notification of irregularities
The certification bodies shall notify the FOAG, the cantonal chemist and the groups of any irregularities they find when carrying out control procedures.
Art. 211Implementation by the FOAG
1 The FOAG shall implement this Ordinance in accordance with the legislation on agriculture, unless foodstuffs are concerned.
2 It is further required:
to maintain a list of accredited or recognised certification bodies for matters of relevance to this Ordinance;
to record established infringements and the penalties imposed;
to supervise the certification bodies (Art. 19 and 19a).
3 It may consult specialists.
Art. 21a1Monitoring the certification bodies
1 The FOAG's monitoring activities include in particular:
assessing the internal procedures of certification bodies for controlling, managing and auditing control dossiers with regard to compliance with the requirements of this Ordinance;
reviewing the procedures in cases of non-conformity and for objections and appeals.
2 The FOAG shall coordinate its monitoring activities with the activities of the SAS.
3 The FOAG shall ensure as part of its monitoring activities that the requirements of Articles 19 and 19a paragraph 2 are met.
4 It may request the SAS to suspend or revoke accreditation in terms of Article 21 AccDO2 in respect of matters relevant to this Ordinance if a certification body fails to comply with the provisions or does not meet the requirements of this Ordinance.
5 It may issue directives to the certification bodies. The directives shall also include a catalogue on the harmonisation of procedures of certification bodies in the event of irregularities.
1 The FOAG shall conduct an annual inspection of certification bodies accredited in Switzerland under Articles 19 and 19a unless this is guaranteed as part of accreditation.
2 In doing so, the FOAG shall verify in particular whether the certification body has and applies written procedures and templates for the following duties:
devising a risk-based strategy for the control of businesses;
exchanging information with other certification bodies or their third party agents and with the authorities entrusted with enforcement;
applying and following up the measures taken under Article 21a paragraph 5 in the event of irregularities or infringements;
complying with the provisions of the Federal Act of 19 June 19922 on Data Protection.
Art. 21c1Enforcement by the cantons
1 The cantonal food inspection agencies shall enforce Section 3 in accordance with the legislation on foodstuffs, subject to Article 21.
2 They shall report any irregularities to the FOAG and the certification bodies.
1 Repealed by Annex No 1 of the O of 14 Dec. 2018, with effect from 1 Feb. 2019 (AS 2019 155).
Art. 231Transitional provisions relating to the amendment of 14 November 2007.
1 Applications for registration which were pending when the amendment of 14 November 2007 comes into force shall be processed in accordance with the new legislation.
2 Agricultural products and processed agricultural products which use a registered name may, in derogation from Article 16a, continue to be labelled under existing law until 1 June 2008, and be marketed until their expiry dates run out.
3 The previous Article 17a applies to all registered names for which the transitional period has not yet expired.
Art. 24 Amendment of current legislation
1 The amendments may be consulted under AS 1997 1198.
1 Repealed by No I of the O of 12 Jan. 2000, with effect from 1 Jan. 2000 (AS 2000 379).
Art. 261Commencement
This Ordinance comes into force on 1 July 1997.
1 Amended by No III para. 2 No 2 of the O of 27 March 2002, in force since 1 May 2002 (AS 2002 573).
1 Repealed by No I 10 of the O of 7 Dec. 1998, with effect from 1 Jan. 1999 (AS 1999 303).
1 Amended by No I of the O of 16 Sept. 2016, in force since 1 Jan. 2017 (AS 2016 3281).2 SR 910.13 SR 921.04 Amended by No I of the O of 16 Sept. 2016, in force since 1 Jan. 2017 (AS 2016 3281).5 Inserted by No I of the O of 26 Nov. 2003, in force since 1 Jan. 2004 (AS 2003 4867).6 Amended by No I of the O of 16 Sept. 2016, in force since 1 Jan. 2017 (AS 2016 3281).

References: Art. 1

Art. 2

Art. 3

Art. 4

Art. 4

Art. 8

Art. 11

Art. 16

Art. 16

Art. 17

Art. 19

Art. 19

Art. 20

Art. 21

Art. 21

Art. 21

Art. 21

Art. 23

Art. 81

Art. 111

Art. 1

Art. 21

Art. 31

Art. 4

Art. 4

Art. 4

Art. 5

Art. 6

Art. 7

Art. 81

Art. 8

Art. 9

Art. 10

Art. 111

Art. 12

Art. 13

Art. 14

Art. 161

Art. 16

Art. 17

Art. 17

Art. 18

Art. 191

Art. 19

Art. 201

Art. 211

Art. 21

Art. 21

Art. 21

Art. 231

Art. 24

Art. 261
 art. 14

Art. 1

Art. 21

Art. 31

Art. 4

Art. 4

Art. 4

Art. 5

Art. 6

Art. 7

Art. 81

Art. 8
 art. 5

Art. 9
 art. 2

Art. 10

Art. 111

Art. 12

Art. 13

Art. 14
 art. 10

Art. 161

Art. 16

Art. 17

Art. 17

Art. 18

Art. 191

Art. 19

Art. 201

Art. 211

Art. 21
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