Source: http://www.parmentier.de/steuer/index.php?site=einkommensteuerrechnerjava
Timestamp: 2018-06-21 13:53:27+00:00

Document:
FÃ¼r Kinder erhalten die Eltern seit 2010 entweder Kindergeld oder einen Freibetrag von 7.008 Euro je Kind. Bei nur einem Elternteil wird nur der halbe Freibetrag berÃ¼cksichtigt. Beim Vorliegen von halben FreibetrÃ¤gen, entsprechendes KÃ¤stchen aktivieren. Voll berÃ¼cksichtigbare Kinder neben halb berÃ¼cksichtigbaren verarbeitet das Programm nicht! FÃ¼r getrennt lebende Eltern gelten ab dem Jahr, welches auf die Trennung folgt, die halben SÃ¤tze - man kann seinen Anteil in diesem Fall aber auf den Partner Ã¼bertragen. Das Programm ermittelt die gÃ¼nstigere Variante und zeigt dies in einem Fenster an. Die KinderfreibetrÃ¤ge mindern in jedem Fall den SolidaritÃ¤tszuschlag und die Kirchensteuer.
Nach dem Koalitionsvertrag soll ein Gesetz/Vorschrift zukÃ¼nftig dafÃ¼r sorgen, dass Besservedienende durch den Kinderfreibetrag keinen grÃ¶ÃŸeren steuerlichen Vorteil haben als den, der dem gezahlten Kindergeld entspricht. Eine GÃ¼stigerprÃ¼fung entfÃ¤llt dann und auch die Feststetzung eines Kinderfreibetrages erÃ¼brigt sich in diesem Fall.
Ob Kindergeld oder die Beanspruchung des Kinderfreibetrages steuerlich gÃ¼nstiger ist, prÃ¼ft das Programm derzeit entsprechend dem BHF Urteil vom 28.4.2010. Der Bundesfinanzhof (BFH) hatte darÃ¼ber zu entscheiden, ob die GÃ¼nstigerprÃ¼fung von Kindergeld und KinderfreibetrÃ¤gen fÃ¼r jedes Kind einzeln oder auf Basis einer Zusammenfassung der KinderfreibetrÃ¤ge fÃ¼r zwei oder mehrere Kinder durchzufÃ¼hren ist, wenn eine solche Zusammenfassung zu einem steuerlich gÃ¼nstigeren Ergebnis fÃ¼hrt.
In der allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Anwendung des Einkommensteuerrechts (Einkommensteuer-Richtlinien 2005 - EStR 2005) heiÃŸt es unter Familienleistungsausgleich - PrÃ¼fung der Steuerfreistellung:
(1) 1Bei der Veranlagung zur Einkommensteuer ist getrennt fÃ¼r jedes einzelne Kind, beginnend mit dem Ã¤ltesten Kind, von Amts wegen zu prÃ¼fen, ob die FreibetrÃ¤ge nach Â§ 32 Abs. 6 EStG abzuziehen sind. 2Dies ist der Fall, wenn der Anspruch auf Kindergeld die individuelle steuerliche Wirkung der FreibetrÃ¤ge nicht ausgleichen kann. 3Der PrÃ¼fung ist das zu versteuernde Einkommen zu Grunde zu legen; bei der PrÃ¼fung der Steuerfreistellung fÃ¼r ein jÃ¼ngeres Kind sind die FreibetrÃ¤ge nach Â§ 32 Abs. 6 EStG fÃ¼r die Ã¤lteren Kinder nur zu berÃ¼cksichtigen, wenn bei diesen der Anspruch auf Kindergeld nicht ausgereicht hat."
In dem Bundesfinanzhof-Urteil vom 28.4.2010, III R 86/07 heiÃŸt es hierzu in den EntscheidungsgrÃ¼nden:
Die Systematik des Gesetzes erfordert eine Vergleichsrechnung. Der Einkommensteuer, die sich nach Abzug der FreibetrÃ¤ge nach Â§ 32 Abs. 6 EStG ergibt, wird die Einkommensteuer gegenÃ¼bergestellt, die bei einer Steuerfestsetzung ohne Abzug der FreibetrÃ¤ge anfÃ¤llt. Ist die Differenz geringer als das Kindergeld, so scheidet ein Abzug der FreibetrÃ¤ge aus, der Familienleistungsausgleich wird durch das Kindergeld bewirkt. Wegen der Progressionswirkung des Steuertarifs kann die Vergleichsrechnung bei mehreren Kindern unterschiedlich ausfallen, wenn sie fÃ¼r jedes einzelne Kind, beginnend beim Ã¤ltesten, gesondert durchgefÃ¼hrt wird. Die im Regelfall fÃ¼r den Steuerpflichtigen gÃ¼nstige Einzelbetrachtung wird auch von der Finanzverwaltung angestellt (Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 30. November 1995 IV B 5 -S 2282a- 438/95 II, BStBl I 1995, 805 Rz 7; R 31 Abs. 1 der Einkommensteuer-Richtlinien 2008). 2. Aus Â§ 31 Satz 1 EStG und aus Â§ 32 Abs. 6 Satz 1 EStG ergibt sich, dass die Vergleichsrechnung fÃ¼r jedes Kind einzeln durchzufÃ¼hren ist, beginnend beim Ã¤ltesten.
Werden vom Programm bei Eingabe mehrerer Kinder fÃ¼r nur z.B. ein Kind die BerÃ¼cksichtigung eines Kinderfreibetrags als gÃ¼nstiger angezeigt, so gilt fÃ¼r die anderen Kinder, dass fÃ¼r diese das Kindergeld gÃ¼nstiger ist.
Beispiel 2014:
Einkommen 70.000 Euro, 2 Kinder.
Bei einem ZVE von 70.000 Euro ergibt sich in 2014 eine ESt 14.384 Euro
70.000 - 7.008 KFB => ESt 12.070
14.384 - 12.070 = 2.314 Euro Steuerminderung durch 1. KFB
70.000 - 2 * 7.004 fÃ¼r 2 KFB => ESt 9.868
12.070 - 9868 = 2.202 Euro Steuerminderung durch 2. KFB
Ergebnis: Es wird die ESt mit 1 KFB festgesetzt.
ESt = 12070 + 2208 Euro Kindergeld = 14.278 EURO
Die ESt mit 2 KFB = 9868 + 4416 = 14.284 EURO ist zu hoch.(und zwar um die 6 Euro, die die Steuerminderung durch den 2. KFB das Kindergeld unterschreitet)
Sind die KinderfreibetrÃ¤ge grÃ¶ÃŸer als zvE und das Einkommen mit Progressionsvorbehalt zusammen, wird beim Vorliegen auÃŸerordentlicher EinkÃ¼nfte der noch nicht abgezogene Rest des Kinderfreibetrages zunÃ¤chst vom aoE abgezogen und dann erst die FÃ¼nftelregelung angewandt.
Die normale Kirchensteuer betrÃ¤gt in den LÃ¤ndern Baden-WÃ¼rttemberg und Bayern 8,00% der Einkommen- bzw. Lohnsteuer. In alle anderen BundeslÃ¤nder 9%. Ãœber Besonderheiten der Kirchensteuerberechnung beim HalbeinkÃ¼nfteverfahren und bei der Gewerbesteueranrechnung sowie zur Kappungsgrenze siehe unter Kirchensteuer
Splittingtarif:
Berechnung der Kirchensteuer bei einem keine Kirchensteuer zahlenden Ehepartner:
Dazu werden zunÃ¤chst die nach dem Grundtarif sich ergebenden Einkommensteuern der beiden Einkommen fÃ¼r sich ermittelt und diese ins VerhÃ¤lnis gesetzt. Dann wird aus dem Gesamteinkommen die Kirchensteuer nach Splittingtarif mit dem ermittelten VerhÃ¤lnis multipliziert, um die zu zahlende Kirchensteuer des kirchensteuerpflichtigen Ehepartners zu erhalten.
Ehemann, keine Kirchensteuer, Einkommen 80.000 Euro, Ehefrau, kirchensteuerpflichtig, Einkommen 35.000 Euro. Steuer 2005 nach Grundtarif: Ehemann 25.686 EURO, Ehefrau 7.458 EURO (zusammen 33.144 EURO), VerhÃ¤ltnis daher 7.458/33.144 = 22,50% Kirchensteuer(9%) fÃ¼r Gesamteinkommen von 115.000 Euro nach Splittingtarif: 2922.48 EURO 2922.48 EURO * 22,50% = 657,55 Euro Kirchensteuer sind zu zahlen.
Ab 2007 werden Einkommen die 250.000 (Ledige) bzw. 500.000 (Verheiratete) â‚¬ Ã¼bersteigen mit 45% belastet (\"Reichensteuer\"). - ausser Gewinne nach Â§ 2 , Abs. 1 Nr. 1-3 EStG (aber nur 2007) (diese weiterhin nur mit 42%, siehe neuen Â§ 32c). Setzt sich das Gesamteinkommen aus mehreren Einkunftsarten zusammen, wird der Ã¼ber 250.000 â‚¬ liegende Einkommensanteil im VerhÃ¤ltnis der mit 45% belasteten Einkunftsarten zu den anderen (und zwar vor Abzug von Sonderausgaben usw.) besteuert. Deshalb erfragt das Programm neben dem zvE sowohl das Gesamteinkommen vor Abzug von Sonderausgaben usw. als auch den darin enthaltenen Gewinn nach Â§ 2 , Abs. 1 Nr. 1-3 EStG.
Da die Steuerberechnung bei steuerfreiem neben steuerpflichtigem Einkommen (Progressionsvorbehalt nach Â§32b) ziemlichen Rechenaufwand erfordert, wurde diese Berechnung inzwischen mit aufgenommen. RÃ¼ckzahlungen steuerfreier Einnahmen dabei mit (-) eingeben. Soweit ein Arbeitnehmer-Pauschbetrag dabei zu berÃ¼cksichtigen ist, diesen vorher abziehen.
Zur Brechnung der Steuer wird in diesem Fall (Vorliegen von steuerfreien EinkÃ¼nften mit Progressionsvorbehalt neben steuerpflichtigen) zunÃ¤chst von der Summe beider EinkÃ¼nfte die Steuer ermittelt und daraus dann der Steuersatz (Steuer/Summe der EinkÃ¼nfte). Dieser (besondere) Steuersatz wird dann auf die steuerpflichtigen EinkÃ¼nfte angewandt.
EinkÃ¼nfte steuerpflichtig 50.000 â‚¬
mit Progressionsvorbehalt 20.000 â‚¬
Summe 70.000 â‚¬
Steuer (2004, Grundtarif) 22.655 â‚¬
dehalb Steuersatz (22.655/70.000) = 32,3642 %
deshalb Steuer 50.000 x 32,3642 % = 16.182 â‚¬
Ebenso werden auÃŸerordentliche EinkÃ¼nfte (nach Â§ 34 EStG Abs. 2) nach der FÃ¼nftel-Regelung bzw. mit dem ermÃ¤ÃŸigten Steuersatz nach Â§ 34 EStG Abs. 3 berÃ¼cksichtigt. Eine Berechnung nach der FÃ¼nftelregelung ergibt nur dann einen Vorteil, wenn das zu versteuerende Einkommen innerhalb der Progressionszone liegt.
EinkÃ¼nfte steuerpflichtig 20.000 â‚¬
Steuer dafÃ¼r (2004, Grundtarif) 2.902 â‚¬
auÃŸerordentliche EinkÃ¼nfte 100.000 â‚¬
1/5 davon 20.000 â‚¬
Steuer fÃ¼r stpfl. + 1/5 aoEinkÃ¼nfte (zusammen 40.000) 9.547 â‚¬
abzÃ¼glich 2.902 Euro fÃ¼r stpfl. Einkommen 6.645 â‚¬
multipliziert mit Faktor 5 33.225 â‚¬
Summe der beiden Steuern (2.902 + 33.225) = 36.127 â‚¬
Durch das Konjunkturpaket II (BGBl. 2009, Nr. 11, Seite 416) wurden fÃ¼r 2009 und 2010 die Einkommensteuertarife geÃ¤ndert (Entlastung).
Bei gleichzeitigem Vorliegen von auÃŸerordentlichen EinkÃ¼nften und solchen unter Progressionsvorbehalt, rechnet das Programm entsprechend den Vorgaben des BFH-Urteils vom 18.5.1994:
Berechnen der Steuer unter BerÃ¼cksichtigung zunÃ¤chst nur der steuerpfl. EinkÃ¼nften sowie denen mit Progressionsvorbehalt (siehe oben 1. Fall).
Berechnen der Steuer fÃ¼r die Summe aller drei Einkunftsarten (wobei die auÃŸerordentlichen EinkÃ¼nfte nur mit 1/5 berÃ¼cksichtigt werden) und Ermittlung des Steuersatzes (aus Steuer/Summe Einkunftsarten).
Mit diesem Steuersatz die Summe aus steuerpflichtigen und 1/5 auÃŸerordentlichen EinkÃ¼nften multiplizieren und davon die oben ermittelte Steuer fÃ¼r die steuerpflichtigen EinkÃ¼nfte abziehen.
Die Differenz (die Steuer fÃ¼r 1/5 der aoEinkÃ¼nfte) mit 5 multiplizieren, um so die Steuer fÃ¼r die aoEinkÃ¼nfte zu erhalten.
SchlieÃŸlich diese Steuer und die fÃ¼r die steuerpflichtigen EinkÃ¼nfte ermittelte addieren.
Beim ermÃ¤ÃŸigten Steuersatz nach Â§ 34 Abs. 3 EStG (Versteuern eines Betriebsaufgabegewinns) wird bei gleichzeitigem Vorliegen von Einnahmen mit Progressionsvorbehalt auch mit dem ermittelten durchschnittliche Steuersatz zunÃ¤chst die Steuer fÃ¼r diesen Anteil ermittelt und davon dann 56% berechnet. Beim Vorliegen anderer auÃŸerordentlicher EinkÃ¼nfte neben dem Betriebsaufgabegewinn kann nur eine der beiden BerechnungsmÃ¶glichkeiten gewÃ¤hlt werden.
Alle anderen das Einkommen beeinflussende Pauschalen, Kosten und Gewinne (siehe Â§10 EStG) mÃ¼ssen vor der Berechnung berÃ¼cksichtigt werden (in der Regel durch einfache Addition/Subtraktion gegebenfalls auch eines Prozentanteils).
Bei BeitrÃ¤gen fÃ¼r Versicherungen (Vorsorgeaufwendungen) ist die AbzugsmÃ¶glichkeit gestaffelt (Â§10 EStG).
Der SolidaritÃ¤tszuschlag betrÃ¤gt bei einer Einkommensteuer bis 972 EURO = 0; von 972 bis 1.336 Euro = 20% der Differenz (bei Splitting doppelte BetrÃ¤ge), dann 5.5% von der Gesamtsteuer.
JavScript-Programm berechnet Einkommensteuer nach Grundtarif und Splittingtarif mit Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer fÃ¼r die Jahre 2000 bis 2018. Steueränderungen durch Konjunkturpaket II (Bundesratsbeschluss vom 20.2.2009) berÃ¼cksichtigt. Kinderfreibeträge werden dabei berÃ¼cksichtigt. Neu: Jetzt auch mit Steuerberechnung des Einkommens mit Progressionsvorbehalt nach §32b sowie außerordentliche EinkÃ¼nfte (Abfindungen) und Veräußerungsgewinne bei Betriebsaufgabe nach $ 34 Abs. 3 EStG. Bei gleichzeitigem Vorliegen von Progressionsvorbehalt und Tarifermäßigung wird entsprechend BFH-Urteil vom 18.5.1994 berechnet.
fÃ¼r das Jahr 1999 2000 2001 2002/2003 2004 2005/2006 2007 2008 2009 2010/2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Gesamteinkommen vor Abzug Sonderausgaben etc.: davon Gewinne nach § 2 , Abs. 1 Nr. 1-3 EStG :
auÃŸerordentliche EinkÃ¼nfte (tarifbegÃ¼nstigte EinkÃ¼nfte)
besteuert nach der FÃ¼nftelregelung (z.B. VergÃ¼tung fÃ¼r mehrjÃ¤hrige TÃ¤tigkeit). Evtl. FreibetrÃ¤ge nicht berÃ¼cksichtigt!
besteuert nach der FÃ¼nftelregelung (z.B. VergÃ¼tung fÃ¼r mehrjÃ¤hrige TÃ¤tigkeit)
ermÃ¤ÃŸigter Steuersatz nach § 34 Abs. 3 (56% vom Durchschnittssteuersatz, mind. aber
15%, bei einem Betriebsaufgabegewinn von max 5 Mill. €, wenn mind. 56 Jahre bzw. berufsunfÃ¤hig)
14%, bei einem Betriebsaufgabegewinn von max 5 Mill. €, wenn mind. 56 Jahre bzw. berufsunfÃ¤hig)
Kinder 0.01.02.03.04.05.06.0 als halbe FreibetrÃ¤ge
Kirchensteuer keine8 %9 % immer in Euro
Die normale Kirchensteuer beträgt in den Ländern Baden-WÃ¼rttemberg und Bayern 8,00% der Einkommen- bzw. Lohnsteuer. In alle anderen Bundesländer 9%. Ãœber Besonderheiten der Kirchensteuerberechnung beim HalbeinkÃ¼nfteverfahren und bei der Gewerbesteueranrechnung sowie zur Kappungsgrenze siehe unter Kirchensteuer
Dazu werden zunächst die nach dem Grundtarif sich ergebenden Einkommensteuern der beiden Einkommen fÃ¼r sich ermittelt und diese ins Verhälnis gesetzt. Dann wird aus dem Gesamteinkommen die Kirchensteuer nach Splittingtarif mit dem ermittelten Verhälnis multipliziert, um die zu zahlende Kirchensteuer des kirchensteuerpflichtigen Ehepartners zu erhalten.
Kirchensteuer(9%) fÃ¼r Gesamteinkommen von 115.000 Euro nach Splittingtarif: 2922.48 EURO
FÃ¼r Kinder erhalten die Eltern seit 2010 entweder Kindergeld oder einen Freibetrag von 7.008 Euro je Kind. Bei nur einem Elternteil wird nur der halbe Freibetrag berÃ¼cksichtigt. Beim Vorliegen von halben Freibeträgen, entsprechendes Kästchen aktivieren. Voll berÃ¼cksichtigbare Kinder neben halb berÃ¼cksichtigbaren verarbeitet das Programm nicht! FÃ¼r getrennt lebende Eltern gelten ab dem Jahr, welches auf die Trennung folgt, die halben Sätze - man kann seinen Anteil in diesem Fall aber auf den Partner Ã¼bertragen. Das Programm ermittelt die gÃ¼nstigere Variante und zeigt dies in einem Fenster an. Die Kinderfreibeträge mindern in jedem Fall den Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer.
Nach dem Koalitionsvertrag soll ein Gesetz/Vorschrift zukÃ¼nftig dafÃ¼r sorgen, dass Besservedienende durch den Kinderfreibetrag keinen grÃ¶ßeren steuerlichen Vorteil haben als den, der dem gezahlten Kindergeld entspricht. Eine GÃ¼stigerprÃ¼fung entfällt dann und auch die Feststetzung eines Kinderfreibetrages erÃ¼brigt sich in diesem Fall.
Ob Kindergeld oder die Beanspruchung des Kinderfreibetrages steuerlich gÃ¼nstiger ist, prÃ¼ft das Programm derzeit entsprechend dem BHF Urteil vom 28.4.2010. Der Bundesfinanzhof (BFH) hatte darÃ¼ber zu entscheiden, ob die GÃ¼nstigerprÃ¼fung von Kindergeld und Kinderfreibeträgen fÃ¼r jedes Kind einzeln oder auf Basis einer Zusammenfassung der Kinderfreibeträge fÃ¼r zwei oder mehrere Kinder durchzufÃ¼hren ist, wenn eine solche Zusammenfassung zu einem steuerlich gÃ¼nstigeren Ergebnis fÃ¼hrt.
In der allgemeinen Verwaltungsvorschrift zur Anwendung des Einkommensteuerrechts (Einkommensteuer-Richtlinien 2005 - EStR 2005) heißt es unter Familienleistungsausgleich - PrÃ¼fung der Steuerfreistellung:
(1) 1Bei der Veranlagung zur Einkommensteuer ist getrennt fÃ¼r jedes einzelne Kind, beginnend mit dem ältesten Kind, von Amts wegen zu prÃ¼fen, ob die Freibeträge nach § 32 Abs. 6 EStG abzuziehen sind. 2Dies ist der Fall, wenn der Anspruch auf Kindergeld die individuelle steuerliche Wirkung der Freibeträge nicht ausgleichen kann. 3Der PrÃ¼fung ist das zu versteuernde Einkommen zu Grunde zu legen; bei der PrÃ¼fung der Steuerfreistellung fÃ¼r ein jÃ¼ngeres Kind sind die Freibeträge nach § 32 Abs. 6 EStG fÃ¼r die älteren Kinder nur zu berÃ¼cksichtigen, wenn bei diesen der Anspruch auf Kindergeld nicht ausgereicht hat."
In dem Bundesfinanzhof-Urteil vom 28.4.2010, III R 86/07 heißt es hierzu in den EntscheidungsgrÃ¼nden:
Die Systematik des Gesetzes erfordert eine Vergleichsrechnung. Der Einkommensteuer, die sich nach Abzug der Freibeträge nach § 32 Abs. 6 EStG ergibt, wird die Einkommensteuer gegenÃ¼bergestellt, die bei einer Steuerfestsetzung ohne Abzug der Freibeträge anfällt. Ist die Differenz geringer als das Kindergeld, so scheidet ein Abzug der Freibeträge aus, der Familienleistungsausgleich wird durch das Kindergeld bewirkt. Wegen der Progressionswirkung des Steuertarifs kann die Vergleichsrechnung bei mehreren Kindern unterschiedlich ausfallen, wenn sie fÃ¼r jedes einzelne Kind, beginnend beim ältesten, gesondert durchgefÃ¼hrt wird. Die im Regelfall fÃ¼r den Steuerpflichtigen gÃ¼nstige Einzelbetrachtung wird auch von der Finanzverwaltung angestellt (Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen vom 30. November 1995 IV B 5 -S 2282a- 438/95 II, BStBl I 1995, 805 Rz 7; R 31 Abs. 1 der Einkommensteuer-Richtlinien 2008). 2. Aus § 31 Satz 1 EStG und aus § 32 Abs. 6 Satz 1 EStG ergibt sich, dass die Vergleichsrechnung fÃ¼r jedes Kind einzeln durchzufÃ¼hren ist, beginnend beim ältesten.
Sind die Kinderfreibeträge grÃ¶ßer als zvE und das Einkommen mit Progressionsvorbehalt zusammen, wird beim Vorliegen außerordentlicher EinkÃ¼nfte der noch nicht abgezogene Rest des Kinderfreibetrages zunächst vom aoE abgezogen und dann erst die FÃ¼nftelregelung angewandt.
In Fällen, bei denen neben außerordentlichen EinkÃ¼nften Verluste zu verrechnen sind, gelten u.U. besondere Regeln, die das Programm nicht berÃ¼cksichtigen kann (wie z.B. verschiedene Verlustverrechnungsbeschränkungen). Entsprechend § 34 EStG Abs.1 werden vom Programm dann nur die außerordentlichen EinkÃ¼nfte berÃ¼cksichtigt. Deshalb entsprechend nur diese eintragen. Keinen Negativbetrag in das erste Feld!
Bei gleichzeitigem vorliegen von Einkommensersatzleistungen (z.B. Arbeitslosengeld) wird das Negativeinkommen zunächst um diesen Ersatzleistungsbetrag gemindert. Sind die Ersatzleistungen hÃ¶her, nur die (positive) Differenz als Ersatzleistung eintragen. Sind sie niedriger, bleiben sie außer Ansatz. In die Felder Ersatzleistungen und zu versteuerndes Einkommen ist dann nichts einzutragen. Siehe dazu BFH â€“ Urteil vom 17.01.2008, Aktenzeichen: VI R 44/07 und auch die Berechnungsbeispiele des BMF.
Letzte ProgrammÃ¤nderung: 06.01.2018
mit BerÃ¼cksichtigung von auÃŸerordentlichen EinkÃ¼nften und solchen mit Progressionsvorbehalt. mit PrÃ¼fung ob Kinderfreibetrag steuerlich gÃ¼nstiger als Kindergeld
nach einem JavaScript Programm von Slaven Rezic
Gleiche Berechnungen gibt es jetzt auch als EXCEL-Mappen (Lassen sich auch in OpenOffice laden) von 2018, 2017 und 2018

References: §32
 § 2
 § 34
 § 32
 § 32
 § 32
 § 31
 § 32
 § 34