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Timestamp: 2020-08-11 13:58:09+00:00

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Kohlmann, Steuerstrafrecht, AO § 386 Zuständigkeit der F ... / 4. Steuerstraftaten und prozessual selbständige Nicht-Steuerstraftaten
Rz. 84 Die selbständige Ermittlungsbefugnis der FinB iS des § 386 Abs. 2 AO besteht auch dann, wenn die Steuerstraftat oder die ihr gleichgestellte Tat (s. Rdnr. 55 ff.) zu einem Allgemeindelikt im Verhältnis der Tatmehrheit iS des § 53 StGB steht, ohne prozessual einheitlich iS des § 264 StPO mit ihm verknüpft zu sein (s. näher Rdnr. 95, 100; zum prozessualen Tatbegriff s....mehr
Kohlmann, Steuerstrafrecht, AO § 386 Zuständigkeit der F ... / Literatur
Schrifttum Bilsdorfer, Die Offenbarungsbefugnis der Finanzbehörde in Steuerstraf- und Bußgeldverfahren, wistra 1984, 8; Gramich, Limitierung der selbständigen Ermittlungskompetenz des Finanzamts im Sinne des § 386 Abs. 2 Nr. 1 Abgabenordnung oder Verbrauch der Strafklage?, wistra 1988, 251; Joecks, Der nemo-tenetur-Grundsatz und das Steuerstrafrecht, in FS Kohlmann, 2003, S. ...mehr
Kohlmann, Steuerstrafrecht, AO § 386 Zuständigkeit der F ... / 3. Rückgabe der Strafsache an die FinB (§ 386 Abs. 4 Satz 3 AO)
Rz. 154 Nach § 386 Abs. 4 Satz 3 AO kann die StA die Strafsache "in beiden Fällen", dh. in den Fällen des § 386 Abs. 4 Satz 1 und 2 AO – also nach Abgabe oder Evokation – nur im Einvernehmen mit der FinB wieder an diese zurückgeben (vgl. auch die Übersicht Rdnr. 51 unter II.B.3.). Die Rückgabe setzt also ein vorheriges selbständiges Ermittlungsrecht der FinB iS des § 386 Ab...mehr
Kohlmann, Steuerstrafrecht, AO § 386 Zuständigkeit der F ... / § 386 AO normiert ...
Rz. 46 § 386 AO normiert ein Regel-Ausnahme-Verhältnis mit Rückverweisungsklausel für die StA. Rz. 47 Zu unterscheiden ist zwischen der Zuständigkeitsverteilung, die sich kraft Gesetzes (§ 386 Abs. 1–3 AO und bei Konkurrenz mit Allgemeindelikt) ergibt, und dem einvernehmlichen, ermessensgetragenen Zuständigkeitswechsel iS des § 386 Abs. 4 AO. Rz. 48 § 386 Abs. 1 AO enthält ...mehr
Kohlmann, Steuerstrafrecht, AO § 386 Zuständigkeit der F ... / 1. Verdacht einer Steuerstraftat
Ergänzender Hinweis: Nr. 26 AStBV (St) 2014 Rz. 53 Der Begriff "Steuerstraftaten" ergibt sich aus § 369 Abs. 1 AO . Außer den Taten, die nach den Steuergesetzen (AO und Einzelsteuergesetzen) strafbar sind (insb. also gem. §§ 370, 373, 374 AO, § 26c UStG, § 23 Rennwett- und Lotteriegesetz), zählen hierzu generell der Bannbruch (s. § 372 Rdnr. 52 ff.), die Wertzeichenfälschung ...mehr
Kohlmann, Steuerstrafrecht, AO § 386 Zuständigkeit der F ... / 3. Sog. Vorspiegelungsstraftaten (§ 385 Abs. 2 AO)
Ergänzender Hinweis: Nr. 18 Ziff. 1 Satz 2 AStBV (St) 2014, s. § 385 Rdnr. 19 Rz. 59 Gem. § 385 Abs. 2 AO kann die FinB auch dann das Ermittlungsverfahren durchführen, wenn es um eine Straftat geht, "die unter Vorspiegelung eines steuerlich erheblichen Sachverhaltes gegenüber der Finanzbehörde oder einer anderen Behörde auf die Erlangung von Vermögensvorteilen gerichtet ist ...mehr
Kohlmann, Steuerstrafrecht, AO § 386 Zuständigkeit der F ... / 3. Prämien- und Zulagenverstöße
Rz. 83 Über die in § 386 Abs. 2 Nr. 1 AO genannten Fälle hinaus sind die FinB ebenfalls zuständig, wenn ausschließlich die Verfolgung eines Verstoßes gegen die genannten Prämien- und Wirtschaftsförderungsgesetze infrage steht (s. die Auflistung Rdnr. 55 ff.). Denn aufgrund der Tatsache, dass Verstöße gegen die genannten Prämiengesetze als Steuerdelikte zu ahnden sind, folgt...mehr
Kohlmann, Steuerstrafrecht, AO § 386 Zuständigkeit der F ... / 1. Ausschließliches Vorliegen einer Steuerstraftat (§ 386 Abs. 2 Nr. 1 AO)
Rz. 67 Bezieht sich der Verdacht auf eine Tat, die ausschließlich eine Steuerstraftat darstellt, ermittelt die FinB den Sachverhalt in den Grenzen der §§ 399, 400 und 401 AO selbständig. Steuerstraftaten sind nur die in § 369 Abs. 1 Nrn. 1–4 AO genannten Tatbestände sowie rechtlich gleichgestellte Straftaten. Rz. 68 Der Begriff der "Tat" ist nicht im sachlich-rechtlichen Si...mehr
Kohlmann, Steuerstrafrecht, AO § 386 Zuständigkeit der F ... / 1. Zusammentreffen von Steuerstraftat und Allgemeindelikt
Ergänzender Hinweis: Nr. 17, 21 AStBV (St) 2014 Rz. 89 Oft ergibt sich erst im Verlauf der finanzbehördlichen Ermittlungen, dass die Steuerstraftat mit einer oder mehreren allgemeinen Straftaten materiell oder prozessual tateinheitlich zusammentrifft, die nicht zu den in § 386 Abs. 2 Nr. 2 AO aufgezählten gehören (zB Steuerhinterziehung in Konkurrenz mit Urkundenfälschung, D...mehr
Kohlmann, Steuerstrafrecht, AO § 386 Zuständigkeit der F ... / 1. Offenbarungsbefugnis bei Zusammenhangstaten
Rz. 163 Das Zusammentreffen der Steuerstraftat mit einem Nichtsteuerdelikt wird sich zumeist erst im Laufe der Ermittlungen herausstellen. Fraglich ist, ob die FinB die Akten der StA vorlegen muss, wenn sie festgestellt hat, dass ihr die Ermittlungsbefugnis nach § 386 Abs. 2 AO fehlt. Dem könnte das durch § 355 StGB strafbewehrte Steuergeheimnis (§ 30 AO) entgegenstehen, da...mehr
Kohlmann, Steuerstrafrecht, AO § 386 Zuständigkeit der F ... / 2. Begleitdelikte (§ 386 Abs. 2 Nr. 2 AO)
Ergänzender Hinweis: Nr. 17 Abs. 1 Nr. 2 AStBV (St) 2014 Rz. 72 Nach § 386 Abs. 2 Nr. 2 AO ist die FinB für die selbständige Ermittlung der Tat auch dann zuständig, wenn diese eine Steuerstraftat darstellt, zugleich aber auch andere Strafgesetze verletzt und deren Verletzung Kirchensteuern oder andere öffentlich-rechtliche Abgaben betrifft, die an Besteuerungsgrundlagen, Ste...mehr
Kohlmann, Steuerstrafrecht, AO § 386 Zuständigkeit der F ... / 2. Gesetzliche gegenseitige Mitteilungspflichten
Schrifttum Bruns, Liechtenstein oder das Beweisverwertungsverbot, StraFo 2008, 189; Bülte, Die Strafbarkeit des Amtsträgers wegen Strafvereitelung und Steuerhinterziehung bei Verletzung der Mitteilungspflicht aus § 116 I 1 AO, NStZ 2009, 57; Herzog, Die Spuren des "schmutzigen Geldes" – Finanzermittlungen vor der Verdachtsschwelle, in FS Kohlmann 2003, S. 427 ff.; Hurek, Steu...mehr
zfs 11/2016, Übermittlungssperre nach § 41 StVG / 1 Aus den Gründen:
"I. Mit ihrer Beschwerde wendet sich die AG dagegen, dass das VG sie – unter Ablehnung des Eilantrags im Übrigen – im Wege der einstweiligen Anordnung verpflichtet hat, bis zu einer Entscheidung in der Hauptsache eine Übermittlung von einer Übermittlungssperre nach § 41 Abs. 2 StVG unterliegenden Daten des ASt. an Polizei oder Bußgeldstellen nur aufgrund einer einzelfallbezo...mehr
§ 1 Die elterliche Sorge / c) Anhörung und Beteiligtenstellung des Jugendamts (§ 162 FamFG)
Rz. 440 Im Gegensatz zu der zuvor in § 49a Abs. 1 FGG vorgenommenen Auflistung der familiengerichtlichen Verfahren, in denen das Jugendamt anzuhören war, fasst § 162 Abs. 1 S. 1 FamFG dies nur kurz und plastisch unter dem Begriff der Verfahren, die die Person des Kindes betreffen, zusammen. Einbezogen werden damit nach neuem Recht auch Verfahren nach §§ 1628, 1629 Abs. 2 S. ...mehr
§ 1 Die elterliche Sorge / 4. Sachverständigengutachten
Rz. 394 Das Gericht ist verfassungsrechtlich nicht stets gehalten, ein Sachverständigengutachten einzuholen. In den vom Amtsermittlungsgrundsatz des § 26 FamFG beherrschten Verfahren muss dem Gericht auch insoweit überlassen bleiben, welchen Weg es im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften für geeignet hält, um zu den für seine Entscheidung notwendigen Erkenntnissen zu gelange...mehr
Verteidigung des Anwaltsgeheimnisses gegenüber Behörden / 6 Anklage gegen Rechtsanwalt in New York
Eine Großbank hatte sich außergerichtlich zu einer Zahlung von 780 Mrd. $ verpflichtet. In der Folge wurde ein Ermittlungsverfahren am 16.4.2013 (Indictment) gegen einen in der Schweiz praktizierenden Rechtsanwalt in USA erhoben. Der Text des Indictment wurde auszugsweise publiziert. Eine weitere Großbank aus der Schweiz hat im Mai 2014 eine Pönale über 2,5 Mrd. US $ akzepti...mehr
zfs 10/2016, Augenblicksversagen bei Geschwindigkeitsbeg ... / Sachverhalt
Das AG hat gegen den Betroffenen wegen fahrlässiger Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit innerhalb einer geschlossenen Ortschaft um 35 km/h die Regelgeldbuße von 160 EUR verhängt, indes von der Verhängung des Regelfahrverbots abgesehen, weil der Betroffene, der seinen Pkw mit einer Geschwindigkeit von 65 km/h führte, das Schild, durch welches eine Geschwindigk...mehr
zfs 10/2016, Augenblicksversagen bei Geschwindigkeitsbeg ... / 3 Anmerkung:
Eine kurze, aber wichtige Entscheidung. Zum einen wird schön klargestellt, dass die tatrichterlichen Feststellungen nicht mit nur allgemeinen Erwägungen angreifbar sind, sondern auch die Staatsanwaltschaft hier konkrete Fehler aufzeigen muss. Des Weiteren hat das OLG Naumburg – leider nicht verallgemeinernd – betont, dass bei Wegfall des Fahrverbots auf der Rechtsfolgenseite...mehr
EuGH-Vorlage zum Vorsteuerabzug und zur Berichtigung bei Anzahlungen (2)
Leitsatz Dem EuGH werden folgende Fragen zur Vorabentscheidung vorgelegt: 1. Nach dem EuGH-Urteil FIRIN vom 13. März 2014 C‐107/13 (EU:C:2014:151, UR 2014, 705, MwStR 2014, 240, Rz. 39, Satz 1) scheidet der Vorsteuerabzug aus einer Anzahlung aus, wenn der Eintritt des Steuertatbestands zum Zeitpunkt der Anzahlung unsicher ist. Beurteilt sich dies nach der objektiven Sachlage ...mehr
Brandschaden am Gebäude – Grenzen der Privathaftpflichtversicherung
Hanfpflanzenanbau mit Heizlüfter Ein Mieter hatte auf dem Dachboden des Hauses Hanfpflanzen aufgestellt. Um die Pflanzen mit der erforderlichen Wärme zu versorgen, hatte er aus seiner Wohnung Stromleitungen in den Spitzboden gelegt, um dort elektrische Heizgeräte betreiben zu können. Eines Tages, als der Mieter nicht zu Hause war, kam es auf dem Dachboden zu einem Brand, der ...mehr
§ 1 Beginn eines Verkehrsrechtsmandates / (1) Unfall im Inland, Gegner Inländer
Rz. 253 In Betracht kommt eine Nachfrage bei der Polizei, was aber meist ergebnislos bleibt, da derartige Daten dort nicht bekannt sind. Rz. 254 Eine Nachfrage bei dem zuständigen Straßenverkehrsamt (Zulassungsstelle) ist da schon geeigneter – kostet aber Gebühren und ist meist nur schriftlich möglich. Oft ist die Adresse des zuständigen Amtes nicht bekannt (jedoch leicht nac...mehr
§ 13 Versicherungsrecht im Verkehrsrecht (Versicherungsr ... / (4) Rückforderungsvorbehalt bei rechtskräftiger Verurteilung wegen Vorsatzes
Rz. 336 Hinsichtlich des Rückforderungsvorbehalts bei Verurteilung wegen Vorsatzes gem. § 2 i aa S. 2 ARB wird häufig übersehen, dass nach dem ausdrücklichen Wortlaut der vertraglichen Erstattungsregelung nicht stets sämtliche Kosten zurückzuerstatten sind, sondern nur diejenigen Kosten, die der Rechtsschutzversicherer "für die Verteidigung wegen des Vorwurfs eines vorsätzli...mehr
§ 1 Beginn eines Verkehrsrechtsmandates / (3) Unfall im Ausland, beide Beteiligte Inländer
Rz. 289 Es gilt gem. Art. 41 Abs. 1 EGBGB ausnahmsweise nicht das "Tatortrecht", sondern deutsches Schadensrecht (BGH zfs 1992, 363). Das gilt auch dann, wenn beide Unfallbeteiligte in der Bundesrepublik jedenfalls ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben und beide Fahrzeuge hier zugelassen und versichert sind. Rz. 290 Die Regulierung erfolgt von hier aus mit den deutschen Versich...mehr
Kohlmann, Steuerstrafrecht, AO § 410 Ergänzende Vorschri ... / II. Zuständigkeit der Staatsanwaltschaft
... Ergänzender Hinweis: Nr. 110 AStBV (St) 2014 Rz. 9 Die StA ist im Ermittlungsverfahren zur Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten nur ausnahmsweise zuständig. Die Zuständigkeitsnormen des allgemeinen Bußgeldrechts (§§ 40, 41 und 42 OWiG) werden durch die weitreichenden strafrechtlichen Ermittlungsbefugnisse der FinB zudem noch weiter eingeschränkt. 1. Zuständigkeit im Strafve...mehr
ZAP 12/2016, Zusätzliche Verfahrensgebühr: Rücknahme der Revision der Staatsanwaltschaft
(OLG Braunschweig, Beschl. v. 8.3.2016 – 1 Ws 49/16) • Nimmt der Rechtsanwalt nach Gesprächen mit dem zuständigen Staatsanwalt, in welchen die Möglichkeit einer beiderseitigen Revisionsrücknahme erörtert wurde, die Revision des Angeklagten zurück und nimmt im Hinblick darauf dann auch die Staatsanwaltschaft ihre bereits begründete Revision zurück, entsteht für den Rechtsanwa...mehr
ZAP 5/2016, Verfahrenstipps und Hinweise für Strafvertei ... / VI. Gebührenerstattung nach Rücknahme der Berufung der Staatsanwaltschaft
Die Frage, ob dem Verteidiger für seine Tätigkeit in der Berufungsinstanz eine Verfahrensgebühr gem. Nr. 4124 VV RVG zusteht, wenn die Staatsanwaltschaft ihre Berufung vor deren Begründung zurücknimmt, ist in Rechtsprechung und Literatur umstritten. In der Literatur wird einhellig die Meinung vertreten, auch im Falle einer späteren Rücknahme der Berufung durch die Staatsanwa...mehr
ZAP 9/2015, Zusätzliche Verfahrensgebühr: Rücknahme der Rechtsbeschwerde der Staatsanwaltschaft
(LG Saarbrücken, Beschl. v. 18.3.2015 – 2 Qs 16/15) • Der Anwendungsbereich für die Zusatzgebühr nach Nr. 5115 Abs. 1 Nr. 4 VV RVG ist im Ergebnis auf die Fälle reduziert, in denen eine Entscheidung aufgrund einer Hauptverhandlung möglich ist. Bei einer wortgetreuen Auslegung des Gesetzes kommt die zusätzliche Gebühr daher auch nur dann in Betracht, wenn das Rechtsbeschwerde...mehr
Kohlmann, Steuerstrafrecht, AO § 409 Zuständige Verwaltu ... / III. Zuständigkeit der Staatsanwaltschaft
Rz. 7 Nur in Ausnahmefällen ist die StA zur Verfolgung und Ahndung von Steuerordnungswidrigkeiten zuständig (s. näher § 410 Rdnr. 9 ff.). Zu ihrer Zuständigkeit bei Zusammentreffen oder Zusammenhang der Ordnungswidrigkeit mit einer Straftat vgl. Nr. 110 AStBV (St) 2014 (s. § 410 Rdnr. 11).mehr
Kohlmann, Steuerstrafrecht, AO § 410 Ergänzende Vorschri ... / 5. Bindung der Finanzbehörde an Entscheidungen der Staatsanwaltschaft
Rz. 17 Die durch das OWiG (§§ 40 ff.) in den Grenzen des § 386 Abs. 2 AO ermöglichte Zuständigkeit von FinB und StA beim Zusammentreffen von Steuerstraftat und Steuerordnungswidrigkeit birgt die Gefahr in sich, dass die beiden Verfolgungsbehörden nicht zu einer übereinstimmenden Einschätzung der verfolgten Tat als Ordnungswidrigkeit oder Straftat gelangen. Oft lässt sich zu...mehr
Kohlmann, Steuerstrafrecht, AO § 410 Ergänzende Vorschri ... / 4. Einstellung und Abgabe durch die Staatsanwaltschaft an die Finanzbehörde
Rz. 15 Die StA hat – im Unterschied zu der FinB – im Bußgeldverfahren keine eigene Ahndungsbefugnis, dh. sie darf keinen Bußgeldbescheid erlassen. Wie bereits angedeutet, ist die StA aber zur Einstellung des Ermittlungsverfahrens bzgl. der Steuerordnungswidrigkeit berechtigt. Bei Verfolgung der Tat auch unter dem Gesichtspunkt von Steuerordnungswidrigkeiten (§§ 40, 41 OWiG) ...mehr
ZAP 11/2017, Verteidigerkonto: Einsichtnahme durch die Staatsanwaltschaft
(EGMR, Urt. v. 27.4.2017 – Beschwerde-Nr. 73607/13) • Der Zugriff der Staatsanwaltschaft auf das Geschäftskonto eines Strafverteidigers im Zuge der Ermittlungen gegen dessen Mandanten verletzt das Recht des Verteidigers auf Achtung seines Privat- und Familienlebens aus Art. 8 EMRK. Ein solcher Eingriff ist nicht i.S.d. Art. 8 Abs. 2 EMRK „gesetzlich vorgesehen“ und auch nich...mehr
Kohlmann, Steuerstrafrecht, AO § 410 Ergänzende Vorschri ... / 3. Abgabe durch die Finanzbehörde an die Staatsanwaltschaft
Rz. 13 Im allgemeinen Bußgeldverfahren besteht die Pflicht der Verwaltungsbehörde, das Verfahren an die StA abzugeben, wenn sich bei ihren Ermittlungen wegen einer Ordnungswidrigkeit Anhaltspunkte für eine Straftat ergeben ( § 41 Abs. 1 OWiG ). Diese Regelung beruht auf dem vom OWiG postulierten Vorrang der Straftat vor der Ordnungswidrigkeit (vgl. § 21 Abs. 1 OWiG) und der ...mehr
ZAP 2/2015, Gebührenanspruch des Verteidigers: Zurückgenommene Berufung der Staatsanwaltschaft
(OLG Köln, Beschl. v. 3.7.2015 – 2 Ws 400/15) • Dem Verteidiger steht für seine Tätigkeit in der Berufungsinstanz keine Verfahrensgebühr gem. Nr. 4124 VV RVG zu, wenn die Staatsanwaltschaft ihre Berufung vor deren Begründung zurücknimmt. Der Angeklagte mag ein Interesse daran haben, allgemeine Informationen über den Fortgang des Verfahrens zu erhalten. Gibt der Verteidiger e...mehr
ZAP 9/2017, Anwaltsmagazin / 8 Europäische Staatsanwaltschaft kommt in kleinerem Kreis
Mehr als zehn Jahre haben die Vorarbeiten für eine Europäische Staatsanwaltschaft (EuStA) gedauert. Die von der EU-Kommission im Jahr 2003 vor dem Hintergrund ausufernder Betrugsstraftaten u.a. im Subventions- und Steuerbereich vorgeschlagene grenzüberschreitende Strafverfolgungsbehörde sollte für die Verfolgung von allen gegen die finanziellen Interessen der EU gerichteten ...mehr
ZAP 8/2017, Anwaltsmagazin / 12 Arbeitsüberlastung bei den Staatsanwaltschaften
Bereits im vergangenen Jahr hatte ein "Brandbrief" der Staatsanwaltschaft Halle an die Justizministerin von Sachsen-Anhalt für Aufmerksamkeit gesorgt. Darin hatten sich die Staatsanwälte über den Personalmangel an ihrer Behörde beklagt und darauf hingewiesen, dass viele Mitarbeiter am Rande ihrer Kapazitäts- und Belastungsgrenzen seien. Nun schlägt auch der Deutsche Richterbu...mehr
ZAP 24/2015, Verfahrenstipps und Hinweise für Strafverte ... / a) Eigenes Antragsrecht des Beschuldigten
In Rechtsprechung und Literatur ist die Frage, ob dem Beschuldigten im Ermittlungsverfahren ein eigenes Recht zusteht, die Bestellung eines Pflichtverteidigers zu beantragen, umstritten (vgl. Burhoff, Handbuch für das strafrechtliche Ermittlungsverfahren, 7. Aufl. 2015, Rn. 3051 m.w.N.; im Folgenden kurz: Burhoff, EV). Zu der Frage hat jetzt vor kurzem (noch einmal) die Ermi...mehr
ZAP 8/2017, Das Bußgeldverfahren – ein Überblick / 2. Zuständigkeiten
Die Zuständigkeiten sind im OWiG wie folgt geregelt: Die Verfolgungszuständigkeit liegt gem. § 35 Abs. 1 OWiG grundsätzlich bei der Verwaltungsbehörde, teilweise aber auch bei der Staatsanwaltschaft bzw. dem Richter. Die sog. Ahndungszuständigkeit liegt gem. § 35 Abs. 2 OWiG ebenfalls bei der Verwaltungsbehörde, soweit nicht gem. § 45 OWiG das Gericht berufen ist. Die sachliche...mehr
ZAP 5/2016, Verfahrenstipps und Hinweise für Strafvertei ... / b) Verständigung über Teileinstellung
Der BGH (Beschl. v. 17.6.2015 – 2 StR 139/14, StraFo 2015, 515) ist in einem Verfahren mit dem Vorwurf des schweren Raubes ergangen. In dem hatten die Vorsitzende der Strafkammer und die Berichterstatterin in der Zeit zwischen dem vorletzten und dem letzten Sitzungstag – nach den Schlussvorträgen – eine Vorberatung durchgeführt. Dabei kamen sie zu dem Ergebnis, dass die Sach...mehr
ZAP 16/2016, Verfahrenstipps und Hinweise für Strafverte ... / 2. Haftfragen/Rechtsprechungsübersicht
Zuletzt wurde in ZAP F. 22 R, S. 862 ff. über aktuelle Rechtsprechung zu Haftfragen berichtet. An die Zusammenstellung schließt die nachfolgende Rechtsprechungsübersicht an (vgl. i.Ü. eingehend zu den mit den Untersuchungshaftfragen zusammenhängenden Problemen Burhoff, EV, Rn 2170 ff., 3695 ff.). Akteneinsicht, Aufhebung des Haftbefehls: Der Grundsatz eines fairen rechtsstaat...mehr
ZAP 24/2016, Verfahrenstipps und Hinweise für Strafverte ... / b) Anonymer Hinweis als Grundlage einer Durchsuchungsmaßnahme
In dem dem BVerfG-Beschluss vom 14.7.2016 (2 BvR 2474/14, StRR 10/2016, S. 8) zugrunde liegenden Verfahren führte die Staatsanwaltschaft zunächst wegen des Verdachts des Wohnungseinbruchsdiebstahls ein Ermittlungsverfahren gegen "Unbekannt". Nachdem die ermittelnde Kriminalinspektion Trier eine Tatortbesichtigung durchgeführt hatte und während sich das Ermittlungsverfahren n...mehr
ZAP 17/2015, Anwaltsmagazin / Diskussion um Weisungsrecht des Bundesjustizministers
Die Frage, ob das Bundesjustizministerium in aktuellen Ermittlungen ein Weisungsrecht gegenüber dem Generalbundesanwalt hat, hat zu einer Debatte unter Juristen geführt. Während der Deutsche Richterbund das Eingreifen des Bundesjustizministers in die Ermittlungen der Generalbundesanwaltschaft gegen die Blogger der Webseite " netzpolitik.org " scharf kritisiert hat, sehen ande...mehr
ZAP 5/2017, Verfahrenstipps und Hinweise für Strafvertei ... / I. Hinweise
Bereits mehrfach wurde auf die geplante StPO-Reform hingewiesen (vgl. u.a. Burhoff ZAP F. 22 R, S. 865 – in Zusammenhang mit dem Referentenentwurf des BMJV). Inzwischen hat das Bundeskabinett am 14.12.2016 den Regierungsentwurf für ein "Gesetz zur effektiveren und praxistauglicheren Ausgestaltung des Strafverfahrens" beschlossen (vgl. dazu die BR-Drucks 796/16). Die nachfolg...mehr
ZAP 24/2016, Verfahrenstipps und Hinweise für Strafverte ... / a) Zulässiger Inhalt der Verständigung
Der BGH-Beschluss vom 12.7.2016 (1 StR 136/16, StRR 11/2016, S. 8 = StraFo 2016, 472), befasst sich noch einmal mit dem zulässigen Inhalt einer Verständigung. Der Angeklagte hatte in der Revision einen Verstoß gegen § 257c StPO unter dem Gesichtspunkt eines "unzulässigen Gesamtpakets" gerügt. Die dafür abgegebene Begründung: Der in der Hauptverhandlung unterbreitete Verständ...mehr
ZAP 11/2016, Die Zusätzliche Gebühr in Strafsachen / 2. Rücknahme der Anklage oder des Antrags auf Erlass eines Strafbefehls
Nimmt die Staatsanwaltschaft ihre Anklage oder ihren Antrag auf Erlass eines Strafbefehls zurück, so löst dies für den Verteidiger noch keine Zusätzliche Gebühr aus, auch wenn er daran mitgewirkt hat, etwa durch eine entsprechende Einlassung oder Gegenerklärung. Grund hierfür ist, dass das Verfahren mit der Rücknahme noch nicht erledigt ist, sondern die Staatsanwaltschaft je...mehr
ZAP 17/2015, Maas(los)
Herr Range ist nicht der erste Generalbundesanwalt, der in den vorzeitigen Ruhestand entlassen worden ist. Aber er ist der erste, der gehen musste, weil er das Legalitätsprinzip beachtet hat. Die vom Generalbundesanwalt geleitete Bundesanwaltschaft beim BGH ist dem Bundesjustizminister unterstellt, §§ 142 ff. GVG. § 147 Nr. 1 GVG regelt die Dienstaufsicht, die aktuell unter d...mehr
ZAP 16/2016, Anwaltsmagazin / Juristen kritisieren Entwicklung in der Türkei
Das Vorgehen der türkischen Staatsführung mit der Entlassung und teilweisen Verhaftung von mehreren Tausend Richtern und Staatsanwälten ist beim Deutschen Richterbund (DRB) und beim Deutschen Anwaltverein (DAV) auf scharfe Kritik gestoßen. Beide Verbände forderten die Bundesregierung und die Europäische Kommission auf, sich nachdrücklich für die Unabhängigkeit der Justiz und...mehr
ZAP 14/2016, Neuregelungen im Juli / Weitere Änderungen im Straf- und Strafprozessrecht geplant
Nachdem das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) erst kürzlich ein Vorhaben vorgestellt hat, mit dem der Strafprozess beschleunigt werden soll (vgl. ZAP Anwaltsmagazin 13/2016, S. 661), hat es nun zudem einen alten Vorschlag aufgegriffen, die Sanktion des Fahrverbots auch auf andere Straftaten als solche im Straßenverkehr auszudehnen und einen Refere...mehr
ZAP 2/2015, Anwaltsmagazin / Anklageerhebungen wegen verkaufter Examenslösungen
In der Justizaffäre um die verkauften Examenslösungen in Niedersachsen ist es nun zu ersten Anklagen gegen ehemalige Referendare gekommen. Nach der Verurteilung des ehemaligen Richters und Referatsleiters des Niedersächsischen Justizprüfungsamtes Jörg L. (vgl. dazu ZAP Anwaltsmagazin 6/2015, S. 285) müssen sich damit jetzt auch seine mutmaßlichen Kunden vor Gericht verantwor...mehr
ZAP 24/2015, Verfahrenstipps und Hinweise für Strafverte ... / gg) Bestellung – Verfahren
Im Ermittlungsverfahren ist grundsätzlich ein Antrag der Staatsanwaltschaft für die Beiordnung eines Verteidigers erforderlich, da die Prüfung nach § 141 Abs. 3 StPO in erster Linie der Staatsanwaltschaft obliegt (BGH, Beschl. v. 9.9.2015 – 3 BGs 134/15, StRR 2015, 458; s.o. II. 1. a). Der Beschuldigte hat kein eigenes Antragsrecht (BGH, a.a.O.) Die in § 142 Abs. 1 S. 1 StPO...mehr
ZAP 24/2016, Verfahrenstipps und Hinweise für Strafverte ... / b) Mitteilungspflicht (§ 243 Abs. 4 S. 1, 2 StPO)
Das Hauptgewicht der Rechtsprechung lag bei (behaupteten) Verstößen gegen die Mitteilungspflicht (§ 243 Abs. 4 S. 1 und 2 StPO). Hinweis: Der BGH ist, was die Mitteilungspflicht aus § 243 StPO angeht, recht streng. Es muss "alles auf den Tisch", was mit der Verständigung zu tun hat. Dazu gehört dann natürlich auch, wenn in einem Erörterungsgespräch mit dem Ziel einer Verständ...mehr

References: § 386
 § 386
 § 53
 § 264
 § 386
 § 386
 § 386
 § 386
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 § 386
 § 386
 § 386
 § 386
 § 386
 § 386
 § 386
 § 369
 § 26
 § 23
 § 372
 § 386
 § 385
 § 385
 § 386
 § 386
 § 386
 § 369
 § 386
 § 386
 § 386
 § 386
 § 355
 § 386
 § 386
 § 386
 § 116
 § 41
 § 41

§ 1
 § 49
 § 162

§ 1
 § 26
 EuGH 

§ 1

§ 13
 § 2

§ 1
 Art. 41
 § 410
 § 409
 § 410
 § 410
 § 410
 § 386
 § 410
 Art. 8
 Art. 8
 § 410
 § 41
 § 21
 § 35
 § 35
 § 45
 BGH 
 § 257
 BGH 
 § 147
 § 141
 § 142
 BGH 
 § 243