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Timestamp: 2016-09-30 22:00:13+00:00

Document:
6B_1237/2015 (25.02.2016)
6B_1237/2015 � � Urteil vom 25. Februar 2016
vertreten durch Rechtsanwalt Stefan Semela,
vertreten durch F�rsprecher Urs Marolf,
Vergewaltigung, mehrfaches versuchtes Verbreiten menschlicher Krankheiten, gewerbsm�ssiger Betrug etc.; Strafzumessung,
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau, Strafgericht, 1. Kammer, vom 18. Mai 2015.
Das Obergericht des Kantons Aargau, Strafgericht, 1. Kammer, sprach X.________ mit Urteil vom 18. Mai 2015 schuldig
- der mehrfachen Vergewaltigung gem�ss Art. 190 Abs. 1 StGB,
- der Freiheitsberaubung gem�ss Art. 183 Ziff. 1 Abs. 1 StGB,
- des gewerbsm�ssigen Betrugs gem�ss Art. 146 Abs. 2 StGB,
- des mehrfachen versuchten Verbreitens menschlicher Krankheiten gem�ss Art. 231 Ziff. 1 Abs. 1 StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB zum Nachteil von A.________, B.________, C.________ und D.________,
- der versuchten Erpressung gem�ss Art. 156 Ziff. 1 StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB,
- der mehrfachen N�tigung gem�ss Art. 181 StGB,
- der versuchten N�tigung gem�ss Art. 181 StGB i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB,
- der mehrfachen einfachen K�rperverletzung gem�ss Art. 123 Ziff. 1 StGB zum Nachteil von E.________ und C.________,
- des Diebstahls gem�ss Art. 139 Ziff. 1 StGB zum Nachteil von C.________,
- der Veruntreuung gem�ss Art. 138 Ziff. 1 StGB zum Nachteil von C.________,
- der mehrfachen Sachbesch�digung gem�ss Art. 144 Abs. 1 StGB,
- der groben Verletzung der Verkehrsregeln durch Vornahme einer Verrichtung, welche die Bedienung eines Fahrzeugs erschwert, gem�ss Art. 31 Abs. 1 SVG und Art. 3 Abs. 1 VRV i.V.m. aArt. 90 Ziff. 2 SVG.�
Das Obergericht bestrafte X.________ hief�r mit einer Freiheitsstrafe von 7 Jahren.
X.________ erhebt Beschwerde in Strafsachen. Er beantragt, er sei freizusprechen von den Vorw�rfen der Vergewaltigung, der Freiheitsberaubung und der versuchten N�tigung zum Nachteil von A.________, vom Vorwurf des mehrfachen versuchten Verbreitens menschlicher Krankheiten zum Nachteil von A.________, B.________, C.________ und D.________ sowie vom Vorwurf des gewerbsm�ssigen Betrugs. Er sei mit einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren und einer Geldstrafe von 360 Tagess�tzen zu Fr. 30.-- zu bestrafen. Zudem ersucht er um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege.
A.________ beantragt, die Beschwerde sei, soweit sie betreffend, abzuweisen.
Die Staatsanwaltschaft vertritt in ihrer Vernehmlassung die Auffassung, die Darstellung von A.________ sei glaubhaft.
X.________ wurde die Gelegenheit gegeben, zu den Vernehmlassungen Stellung zu nehmen.
1.1.�Die Staatsanwaltschaft wirft in ihrer Anklage dem Beschwerdef�hrer Vergewaltigung vor, begangen am 16. Februar 2011 in seiner Wohnung zum Nachteil von A.________. Die erste Instanz sprach den Beschwerdef�hrer wegen Zweifeln an der Glaubhaftigkeit der Aussagen von A.________ "in dubio pro reo" frei. Die Vorinstanz verurteilte ihn wegen Vergewaltigung. Der Beschwerdef�hrer ficht dies an.
1.2.1.�A.________ wurde am 7. und 31. August 2012 polizeilich befragt. Am 8. Februar 2013 fand das Explorationsgespr�ch bei Prof. F.________ statt. Am 17. April 2013 wurde sie von der Staatsanwaltschaft einvernommen. Die Vorinstanz gibt die Aussagen der Beschwerdef�hrerin zusammenfassend wieder und w�rdigt sie eingehend. Sie legt dar, weshalb gewisse Widerspr�che in den Aussagen sowie eingestandene Erinnerungsl�cken nicht gegen die Glaubhaftigkeit der Aussagen sprechen. Dass A.________ die inkriminierte Vergewaltigung relativ detailarm schilderte, ist nach der W�rdigung der Vorinstanz plausibel, da zur Zeit der Aussagen vom August 2013 bereits rund 1� Jahre seit der inkriminierten Tat verstrichen waren, das Tatgeschehen per se nicht komplex ist und das Thema Sexualit�t bei A.________ allgemein mit Scham besetzt ist. F�r die Glaubhaftigkeit der Aussagen spricht nach der Einsch�tzung der Vorinstanz auch, dass A.________ auf naheliegende Mehrbelastungen des Beschwerdef�hrers verzichtete und beispielsweise aussagte, die einvernehmlichen sexuellen Kontakte, die sie w�hrend ihrer kurzen Beziehung mit dem Beschwerdef�hrer gehabt habe, seien sch�n gewesen.
A.________, die wegen ihrer manisch-depressiven Erkrankung im Psychiatriezentrum M�nsingen station�r behandelt worden war, suchte am 17. Februar 2011, also am Tag nach der inkriminierten Tat, im Rahmen einer Nachkontrolle das Psychiatriezentrum auf. Dabei erz�hlte sie ihrer Psychiaterin G.________ nichts von der Vergewaltigung. Sie wirkte gem�ss den Aussagen der Psychiaterin verst�rt und �ngstlich und �usserte bloss, dass etwas Schlimmes vorgefallen sei (kant. Akten, Ordner 8 p. 2972, 2977). Zwei Tage nach dem Vorfall, am 18. Februar 2011, schilderte A.________ gegen�ber der Polizei zwar, dass der Beschwerdef�hrer sie mit einem Messer gen�tigt habe, einen Abschiedsbrief zu schreiben, doch erw�hnte sie nichts von der Vergewaltigung (kant. Akten, Ordner 8 p. 2646). Es war der Ehemann von A.________, der erstmals in seiner Zeugeneinvernahme vom 20. April 2012 aussagte, dass seine Ehefrau am 16. Februar 2011 vom Beschwerdef�hrer vergewaltigt worden sei, wie sie ihm Wochen sp�ter, am 20. April 2011, anvertraut habe (kant. Akten, Ordner 8 p. 2898 ff., 2903). A.________ machte erstmals am 7. August 2012, also rund 1� Jahre nach der inkriminierten Tat, gegen�ber der Polizei diesbez�gliche Aussagen (kant. Akten, Ordner 8 p. 2856). Dass ein Opfer einer Vergewaltigung erst l�ngere Zeit danach dar�ber berichtet und sich dabei nicht an die Polizei, sondern an eine Vertrauensperson wendet, ist nach der Einsch�tzung der Vorinstanz nicht ungew�hnlich und spricht nicht gegen die Glaubhaftigkeit des erhobenen Vorwurfs. Nicht v�llig unerkl�rlich ist nach Meinung der Vorinstanz sodann, dass A.________ nicht sofort nach der Vergewaltigung aus der Wohnung des Beschwerdef�hrers fl�chtete, sondern zun�chst ihre Sachen packte, und dass sie mit dem Gep�ck nicht den Zug ben�tzen wollte, sondern sich im Auto vom Beschwerdef�hrer, dessen Schwager und dessen Sohn nach Hause fahren liess. Erkl�rbar ist dies nach Auffassung der Vorinstanz damit, dass A.________ einerseits gem�ss den Aussagen ihrer Psychiaterin traumatisiert war und es sich andererseits beim T�ter um eine Person handelte, mit der sie einen kurze intime Beziehung gepflegt hatte.
A.________ leidet gem�ss dem Erg�nzungsgutachten der Psychiatrischen Universit�tsklinik Z�rich vom 28. Februar 2013 seit dem Jahr 2003 an einer bipolaren St�rung mit �berwiegend depressiver Symptomatik, die im Untersuchungszeitpunkt remittiert war. Gem�ss dem Gutachter Dr. H.________ ist die St�rung nicht geeignet, Zweifel an der Aussaget�chtigkeit von A.________ zu begr�nden. Es best�nden diskrete psychopathologische Auff�lligkeiten, die in Bezug auf die Aussagequalit�t Ber�cksichtigung finden sollten (kant. Akten, Ordner 8 p. 2979 ff., 2991).
1.2.2.�Anl�sslich der polizeilichen Einvernahme von A.________ vom 31. August 2012 stellte der Vertreter des Beschwerdef�hrers den Beweiserg�nzungsantrag, es sei betreffend A.________ ein Glaubhaftigkeitsgutachten �ber deren Aussagen hinsichtlich der inkriminierten Vergewaltigung vom 16. Februar 2011 in Auftrag zu geben. Die Staatsanwaltschaft Baden gab dem Antrag statt.
Das aussagepsychologische Gutachten von Prof. F.________ vom 25. M�rz 2013 (kant. Akten, Ordner 8 p. 3002 ff.) h�lt zusammenfassend Folgendes fest (kant. Akten, Ordner 8 p. 3062 ff.). Es l�gen keine Hinweise darauf vor, dass A.________ durch die Vorerkrankung zum Zeitpunkt des in Frage stehenden Geschehens oder zur Zeit ihrer fr�heren oder ihrer aktuellen Aussagen zur Sache beeintr�chtigt gewesen sein k�nnte. F�r eine psychopathologisch begr�ndete Wahrnehmungsverzerrung, etwa im Sinne einer illusion�ren Situationsverkennung, habe die forensisch-psychiatrische Untersuchung keine Hinweise erbracht. Ebenfalls h�tten sich keine Hinweise darauf ergeben, dass A.________ nicht grunds�tzlich in der Lage sein sollte, die in Frage stehenden Geschehnisse wahrzunehmen, �ber einen Zeitraum von zwei Jahren im Ged�chtnis behalten und verbal wiedergeben zu k�nnen. Insofern sei die Aussaget�chtigkeit zu bejahen. F�r das Vorliegen einer unabsichtlichen Falschaussage h�tten sich in der Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte der Aussage keine Hinweise finden lassen. Die in den Akten dokumentierten und die in den Explorationsgespr�chen gemachten Aussagen von A.________ zum sexuellen Kerngeschehen wiesen keine erheblichen Widerspr�che auf, welche nicht mit ged�chtnispsychologischen Erkenntnissen in Einklang zu bringen w�ren. Insofern spreche grunds�tzlich nichts dagegen, dass die konstant vorgebrachten Angaben zum sexuellen Kerngeschehen erlebnisbegr�ndet sein k�nnten. Als problematisch sei jedoch die Tendenz von A.________ einzuordnen, in Situationen, in denen sie unter Rechtfertigungsdruck gerate, zuvor eingestandene Erinnerungsunsicherheiten nicht mehr zuzugeben und eher schema- als erinnerungsgeleitete Antworten zu geben. F�r solche Aussageteile sei nicht von hinreichender Zuverl�ssigkeit auszugehen. Eine in Rechtfertigungsnot vorgenommene Aggravation des Gewaltaspekts der Vorw�rfe (Schl�ge) sei vor diesem Hintergrund angesichts der inkonstanten Darstellung dieses Aussageinhalts nicht auszuschliessen. Andererseits habe die Analyse der Aussagegeschichte keine Hinweise darauf erbracht, dass die Erstbekundung unter Rechtfertigungsdruck entstanden sein k�nnte. Zudem w�rden wesentliche Teile des sexuellen Kerngeschehens konstant geschildert. Die kognitiven F�higkeiten von A.________ seien grunds�tzlich ausreichend daf�r, dass sie sich ihre Schilderungen der Kernhandlung ausgedacht haben k�nnte. Insbesondere dann, wenn man im Hinblick auf die Beurteilung des zentralen Vergewaltigungsvorwurfs ausschliesslich die Kernhandlung betrachte, k�nne die L�genhypothese mit aussagepsychologischen Mitteln aufgrund der qualit�tsarmen Schilderung nicht abgewiesen werden. Dies sei jedoch nicht grunds�tzlich mit dem Nachweis einer intentionalen Falschaussage gleichzusetzen. Im vorliegenden Fall seien mehrere Bedingungen gegeben, welche eine geringe Aussagequalit�t auch bei erlebnisbasierter Aussage schl�ssig erkl�ren k�nnten. Die geringe Qualit�t korrespondiere mit A.________s Schilderungen fallneutraler Themen, wobei zu ber�cksichtigen sei, dass Aussagen von unter depressiven Episoden leidenen Personen qualit�ts�rmer seien. Auch die allgemein schambesetzte Kommunikation �ber Sexualit�t und die Tatsache, dass es sich zumindest bei der Kernhandlung um einen relativ schlichten Sachverhalt gehandelt habe, der in grossem zeitlichem Abstand geschildert worden sei, liessen eher keine umfangreiche Schilderung erwarten. Gleichwohl bleibe festzuhalten, dass die Qualit�t nicht als ausreichend angesehen werden k�nne, um einen Vergewaltigungsvorwurf mit aussagepsychologischen Methoden zu substantiieren. Andererseits sei vor dem Hintergrund der Aussagegeschichte und der Motivationsanalyse unter Ber�cksichtigung der Pers�nlichkeit zu konstatieren, dass keine Motivkonstellation ersichtlich sei, welche das Vorliegen einer Falschbezichtigung zu den unterschiedlichen Aussagezeitpunkten schl�ssig erkl�ren k�nne.
Laut Aktennotiz der Staatsanwaltschaft Baden vom 12. April 2013 (kant. Akten, Ordner 8 p. 3084 ff.) rief die Gutachterin Prof. F.________ an diesem Tag den Staatsanwalt an. Sie habe ihn gefragt, ob er sich durch das Gutachten gek�mpft habe und ob Fragen best�nden. Er habe ihr mitgeteilt, dass seitens der Anw�lte keine Erg�nzungsfragen und/oder Erl�uterungen gew�nscht w�rden, jedoch sei der Tenor der R�ckmeldungen, dass nicht so ganz klar sei, ob die Aussagen von A.________ nun als glaubhaft einzustufen seien oder nicht. Die Gutachterin habe mitgeteilt, dass das eben etwas problematisch sei und daher das Gutachten sehr offen habe formuliert werden m�ssen. Aufgrund der Gesamtumst�nde sei sie gezwungen gewesen, verschiedene M�glichkeiten zu diskutieren. Betreffend die Motivationsanalyse, ob sich A.________ die Geschichte ausgedacht haben k�nnte, gelte Folgendes. Es seien aus dieser Warte keine Gr�nde und Hinweise ersichtlich, die f�r ein Erfinden der Vergewaltigung sprechen w�rden. Aus aussagepsychologischer Sicht zeitlich v�llig unpassend sei die vom Beschwerdef�hrer ge�usserte Vermutung, A.________ k�nne sich die Vergewaltigung aus Rache ausgedacht haben. Betreffend Qualit�tsanalyse gelte Folgendes. Die Qualit�t der Aussagen betreffend das Kerngeschehen sei nicht sehr hoch, daf�r gebe es aber gute Gr�nde. Sie wisse nicht, ob aus dem Gutachten gen�gend herausgekommen sei, dass das ganze Thema Sexualit�t allgemein f�r A.________ sehr mit Scham besetzt sei. A.________ sei in dieser Hinsicht sehr bieder. Es sei im pers�nlichen Gespr�ch gut zu merken, dass sie eigentlich �berhaupt nicht �ber Sexualit�t sprechen m�chte. Dies erkl�re, warum die Aussagen zum Kerngeschehen nicht sehr detailliert seien. Diese Tatsache f�hre naturgem�ss zu detailarmen Aussagen und somit zu einer geringen Aussagequalit�t. Falsch w�re jedoch der Schluss, dass eine detailarme Aussage zum Kerngeschehen automatisch bedeuten w�rde, dass das inkriminierte Verhalten frei erfunden sei. Vorliegend sei aber in der Gesamtschau problematisch, dass die Qualit�t der Aussage insgesamt eben nicht gen�gend gut sei, um die L�genhypothese mit Hilfe der Qualit�tsanalyse g�nzlich ausschliessen zu k�nnen. Aufgrund der Gesamtumst�nde habe die gutachterliche Schlussfolgerung daher relativ offengelassen werden m�ssen, denn technisch-methodisch k�nne die L�genhypothese vorliegend eben nicht g�nzlich ausgeschlossen werden. Einem Punkt m�sse jedoch grosse Bedeutung geschenkt werden, der vorliegend immer wieder zum Tragen komme, und dem das Gericht anl�sslich der Hauptverhandlung Rechnung tragen m�sse. A.________s Aussageverhalten sei dann problematisch, wenn sie unter Rechtfertigungszwang stehe. In diesen Situationen antworte sie vielfach nicht aufgrund ihrer eigenen Wahrnehmung in der konkreten Situation, sondern eher schematisch. Dies f�hre vorliegend zu Widerspr�chen, die zwar mit dem Erkennen des Aussageverhaltens von A.________ gut erkl�rbar seien, jedoch insgesamt eben doch nicht als unproblematisch eingestuft werden k�nnen. Festzuhalten sei aber, dass zumindest das Kerngeschehen erstmals gegen�ber dem Ehemann erw�hnt worden sei und das g�nzlich ohne Rechtfertigungsnotstand. Dieser Aspekt spreche f�r sich gesehen wiederum doch f�r die Glaubhaftigkeit des Vorfalls. Der Staatsanwalt hielt in der Aktennotiz abschliessend fest, er habe die Gutachterin wissen lassen, dass er wohl nicht darum herumkommen werde, sie im Hauptverfahren als Sachverst�ndige befragen zu lassen, so dass sie ihre Erkenntnisse dem Gericht eins zu eins mitteilen k�nne.
Die Vorinstanz gibt im angefochtenen Entscheid (S. 37) auch diese Aktennotiz der Staatsanwaltschaft betreffend das Telefongespr�ch mit der Gutachterin ausf�hrlich wieder.
Die Vorinstanz erw�gt, unter aussagepsychologischen Gesichtspunkten best�nden somit zahlreiche Anhaltspunkte f�r die Glaubhaftigkeit der Aussagen von A.________. In der Gesamtschau werde die Qualit�t der Aussagen jedoch nicht als gen�gend gut eingestuft, um die L�genhypothese vollst�ndig ausschliessen zu k�nnen. Diese Einsch�tzung verm�ge jedoch keine un�berwindlichen Zweifel im Sinne von Art. 10 Abs. 3 StPO an der Richtigkeit der Sachdarstellung von A.________ zu begr�nden. Bloss abstrakte und theoretische Zweifel seien nicht massgebend, weil solche immer m�glich seien und absolute Gewissheit nicht verlangt werden k�nne (angefochtener Entscheid S. 37/38).
1.2.3.�Die Vorinstanz kommt die Beweisw�rdigung abschliessend zum Ergebnis, in Anbetracht aller Umst�nde best�nden aus ihrer Sicht keine erheblichen, un�berwindbaren Zweifel, dass sich der Sachverhalt so ereignet habe, wie er in der Anklage, basierend auf den Aussagen von A.________, umschrieben sei (angefochtener Entscheid S. 38).
1.3.1.�Das aussagepsychologische Gutachten von Prof. F.________ vom 25. M�rz 2013 enth�lt unter anderem die folgenden Einsch�tzungen.
"Die Frage, ob A.________s kognitive F�higkeiten grunds�tzlich als ausreichend daf�r anzusehen sind, dass sie sich ihre Schilderungen der Kernhandlung ausgedacht haben k�nnte, ist grunds�tzlich zu bejahen, insbesondere dann, wenn man im Hinblick auf die Beurteilung des hier zentralen Vergewaltigungsvorwurfs ausschliesslich die Kernhandlung betrachtet, bleibt festzuhalten, dass die L�genhypothese mit aussagepsychologischen Mitteln aufgrund der qualit�tsarmen Schilderung nicht abgewiesen werden kann" (kant. Akten, Ordner 8 p. 3063).
"Gleichwohl bleibt festzuhalten, dass die Qualit�t [der Aussagen] nicht als ausreichend angesehen werden kann, um einen Vergewaltigungsvorwurf mit aussagepsychologischen Methoden zu stubstantiieren" (kant. Akten, Ordner 8 p. 3064).
1.3.2.�Der Beschwerdef�hrer macht geltend, diese beiden eindeutigen Feststellungen der Gutachterin m�ssten in einen Freispruch "in dubio pro reo" m�nden. Zumindest h�tte die Vorinstanz, wenn sie von den Feststellungen der Gutachterin abweichen wollte, A.________ anl�sslich der Hauptverhandlung als Auskunftsperson befragen m�ssen, um sich ein von den gutachterlichen Feststellungen abweichendes Bild der Glaubhaftigkeit der Aussagen von A.________ �berhaupt machen zu k�nnen. Dies habe die Vorinstanz in Verletzung von Art. 10 Abs. 2 StPO unterlassen. Weiter w�re f�r ein Abweichen von den gutachterlichen Feststellungen zwingend Prof. Dr. F.________ als Sachverst�ndige zu befragen gewesen. Auch dies habe die Vorinstanz prozessrechtswidrig unterlassen. Das Abstellen auf eine Aktennotiz eines Telefonats der Staatsanwaltschaft Baden mit der Sachverst�ndigen gehe nicht an. Diese Aktennotiz sei in Verletzung von Art. 187 Abs. 2 StPO erstellt worden und damit nicht verwertbar. Nach dieser Bestimmung k�nne die Verfahrensleitung anordnen, dass ein schriftlich erstattetes Gutachten m�ndlich erl�utert oder erg�nzt werde; in diesem Fall seien die Vorschriften �ber die Zeugeneinvernahme anwendbar. Die Verfahrensleitung der Vorinstanz h�tte somit zur Erl�uterung des Gutachtens mit der Expertin unter Wahrung der Verteidigungsrechte und des Teilnahmerechts des Beschuldigten eine Befragung nach den Vorschriften �ber die Zeugeneinvernahme durchf�hren m�ssen. Die Aktennotiz sei unverwertbar, da sie in krass prozessrechtswidriger Weise und damit willk�rlich erstellt worden sei.
1.3.3.�Die Pr�fung der Glaubhaftigkeit von Aussagen ist prim�r Sache der Gerichte. Eine Begutachtung ist nur unter besonderen Umst�nden erforderlich (BGE 129 I 49 E. 4). Ein Glaubhaftigkeitsgutachten ist nur einzuholen, wenn besonderes Fachwissen erforderlich ist. Dies kann etwa bei Aussagen von Kindern und psychisch kranken Personen der Fall sein. Das Gericht w�rdigt Gutachten grunds�tzlich frei. In Fachfragen darf es von Gutachten indessen nicht ohne triftige Gr�nde abweichen, und Abweichungen m�ssen begr�ndet werden. Andererseits kann das Abstellen auf nicht schl�ssige Gutachten unter Verzicht auf die gebotenen zus�tzlichen Beweiserhebungen im Sinne von Art. 9 BV willk�rlich sein. Dies trifft etwa zu, wenn die sachverst�ndige Person die an sie gestellten Fragen nicht beantwortet, wenn sie ihre Erkenntnisse und Schlussfolgerungen nicht begr�ndet oder diese in sich widerspr�chlich sind oder wenn die Expertise sonst wie an M�ngeln krankt, die derart offensichtlich und auch ohne spezielles Fachwissen erkennbar sind, dass sie das Gericht nicht h�tte �bersehen d�rfen (Urteil 6B_760/2010 vom 13. Dezember 2010 E. 2.2 mit Hinweisen). Bei der Erstellung eines Glaubhaftigkeitsgutachtens ist es Aufgabe des Sachverst�ndigen, auf Grundlage der mit wissenschaftlichen Methoden erhobenen und ausgewerteten Befunde und Ankn�pfungstatsachen eine Wahrscheinlichkeitseinsch�tzung des Erlebnisbezugs einer Aussage abzugeben. Der hiezu notwendige diagnostische Prozess folgt der Leitfrage, ob die aussagende Person unter Ber�cksichtigung der konkreten Umst�nde, der intellektuellen Leistungsf�higkeit und der Motivlage die zu beurteilende Aussage auch ohne realen Erlebnishintergrund machen k�nnte (Urteil 6B_760/2010 vom 13. Dezember 2010 E. 2.3). Das Bundesgericht anerkennt in seiner Rechtsprechung, dass bei der Begutachtung im Grundsatz Methodenfreiheit besteht. Die Wahl der Methode muss aber begr�ndet sein. Die wissenschaftlichen Standards m�ssen eingehalten und die Schlussfolgerungen transparent sowie f�r die Verfahrensbeteiligten nachvollziehbar dargestellt sein (Urteil 6B_304/2015 vom 14. September 2015 E. 2.4; BGE 128 I 81 E. 2). Die m�ndliche Erl�uterung des Gutachtens bietet Gelegenheit, Unklarheiten zu beseitigen und durch direkte Kommunikation zwischen der Strafbeh�rde, dem Sachverst�ndigen und den Verfahrensbeteiligten das Verst�ndnis f�r die aufzukl�renden Zusammenh�nge zu f�rdern (ANDREAS DONATSCH, in: Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 2. Aufl. 2014, Art. 187 StPO N. 7, mit Hinweisen).
1.3.4.�Die erste Instanz, welche den Beschwerdef�hrer vom Vorwurf der Vergewaltigung freisprach, scheint das aussagepsychologische Gutachten in dem Sinne gew�rdigt zu haben, dass danach die Aussagen von A.________ betreffend die Vergewaltigung nicht hinreichend glaubhaft seien. Die erste Instanz stellte indessen nur eher am Rande auf das Gutachten ab und st�tzte ihre Schlussfolgerung, es best�nden nicht zu unterdr�ckende Zweifel an der Glaubhaftigkeit der Aussagen, vor allem auf andere Umst�nde (siehe erstinstanzlichen Entscheid S. 21 f.). Die Vorinstanz versteht das Gutachten demgegen�ber offenbar in dem Sinne, dass es insgesamt keine un�berwindlichen Zweifel im Sinne von Art. 10 Abs. 3 StPO an der Richtigkeit der Sachdarstellung von A.________ zu wecken verm�ge. Die Vorinstanz scheint den gutachterlichen Ausf�hrungen in der Beweisw�rdigung eine relativ grosse Bedeutung beizumessen, auch wenn sie das Gutachten nur in vergleichsweise knappen Worten w�rdigt. Unklar ist, inwiefern die Vorinstanz bei der Beweisw�rdigung auch die Aktennotiz der Staatsanwaltschaft betreffend telefonische Ausf�hrungen der Gutachterin in die Beweisw�rdigung mit einbezog. Allerdings gibt es Hinweise daf�r, dass sie die Aktennotiz bei der Beweisw�rdigung mit ber�cksichtigte. Im aussagepsychologischen Gutachten wird ausgef�hrt, dass die L�genhypothese mit aussagepsychologischen Mitteln aufgrund der qualit�tsarmen Schilderung "nicht abgewiesen" werden k�nne (kant. Akten, Ordner 8 p. 3063). In der Aktennotiz vom 12. April 2013 steht geschrieben, dass technisch-methodisch die L�genhypothese "nicht�
g�nzlich�ausgeschlossen" werden k�nne (kant. Akten Odner 8 p. 3085). Die Vorinstanz kommt zum Schluss, die Qualit�t der Aussagen sei nicht als gen�gend gut eingestuft worden, um die L�genhypothese "�
vollst�ndig�ausschliessen" zu k�nnen (angefochtener Entscheid S. 38).
1.3.5.�Das Gutachten enth�lt einerseits Ausf�hrungen, die f�r die Glaubhaftigkeit der Aussagen betreffend die Vergewaltigung sprechen, und es enth�lt andererseits Ausf�hrungen, die dagegen sprechen. Das Gutachten stellt ausf�hrlich die f�r und die gegen die Glaubhaftigkeit der Aussagen sprechenden Umst�nde dar. Dem Gutachten l�sst sich jedoch nicht mit hinreichender Deutlichkeit eine Schlussfolgerung entnehmen.
Die Gutachterin wurde weder an der erstinstanzlichen Hauptverhandlung noch an der Berufungsverhandlung einvernommen. Unter den gegebenen Umst�nden h�tte indessen die Berufungsinstanz, wenn sie auch gest�tzt auf das Gutachten die Aussagen von A.________ betreffend die Vergewaltigung als glaubhaft erachtete, in Anwendung von Art. 187 Abs. 2 StPO die Expertin zur Verhandlung vorladen m�ssen, damit sie unter Gew�hrung des Teilnahmerechts der Parteien ihr Gutachten m�ndlich erl�utere und erg�nze. Daran �ndert nichts, dass es dem Beschwerdef�hrer unbenommen war, seinerseits einen diesbez�glichen Beweiserg�nzungsantrag zu stellen, und dass er davon absah. Der Beschwerdef�hrer unterliess einen solchen Antrag m�glicherweise in der �berlegung, dass das vorliegende Gutachten nach der Einsch�tzung des Gerichts die Glaubhaftigkeit der Aussagen von A.________ betreffend die Vergewaltigung nicht zu begr�nden verm�ge, oder allenfalls in der Erwartung, dass laut Aktennotiz (kant. Akten, Ordner 8 p. 3085) der Staatsanwalt einen solchen Antrag stellen werde.
1.3.6.�Die telefonischen Ausf�hrungen der Expertin gegen�ber dem Staatsanwalt laut der von diesem erstellten Aktennotiz sind nicht als gutachterliche �usserungen verwertbar (siehe auch BGE 119 V 208 E. 4). Es ist unklar, inwiefern die Aktennotiz die tats�chlichen �usserungen der Sachverst�ndigen gegen�ber dem Staatsanwalt w�rtlich beziehungsweise genau wiedergibt. Unklar ist auch, welche Fragen der Staatsanwalt allenfalls der Gutachterin stellte und inwiefern welche �usserungen allenfalls Antworten auf welche Fragen sind und inwiefern die Antworten durch die Fragen mit beeinflusst wurden. Nichts deutet sodann darauf hin, dass die Sachverst�ndige, bevor sie ihr Gutachten telefonisch zu erl�utern begann, vom Staatsanwalt auf Art. 307 StGB betreffend falsches Gutachten hingewiesen worden sei. Die Parteien hatten keine Gelegenheit, das Telefongespr�ch mitzuverfolgen und allenfalls der Gutachterin Fragen zu stellen. Unerheblich ist, dass die Aktennotiz in die Akten Eingang fand (kant. Akten, Ordner 8 p. 3084 f.) und daher in Aus�bung des Akteneinsichtsrechts eingesehen werden konnte und dass allenfalls gerade auch die Aktennotiz f�r den Beschuldigten h�tte Anlass sein k�nnen, die Vorladung der Expertin zwecks m�ndlicher Erl�uterung und Erg�nzung des Gutachtens zu beantragen.
1.3.7.�Es ergibt sich zusammenfassend, dass das aussagepsychologische Gutachten vom 25. M�rz 2013 erl�uterungs- und erg�nzungsbed�rftig ist, weil darin nicht eine hinreichend klar erkennbare Schlussfolgerung zur Frage der Glaubhaftigkeit der Aussagen von A.________ betreffend die Vergewaltigung gezogen wird, dass die Aktennotiz der Staatsanwaltschaft vom 12. April 2013 betreffend telefonische Ausf�hrungen der Gutachterin nicht als erl�uternde und erg�nzende Stellungnahme der Sachverst�ndigen qualifiziert werden kann und dass die Vorinstanz gest�tzt auf Art. 187 Abs. 2 StPO die Gutachterin zwecks Erl�uterung und Erg�nzung des Gutachtens zur Hauptverhandlung unter Wahrung des Teilnahmerechts der Parteien h�tte vorladen sollen. Das Gutachten ist unvollst�ndig und kann daher nicht mit ber�cksichtigt werden, um den Vorwurf der Vergewaltigung in tats�chlicher Hinsicht zu begr�nden. Dass sie auch ohne Ber�cksichtigung des Gutachtens und der Aktennotiz die Aussagen von A.________ betreffend die Vergewaltigung als glaubhaft erachtet, hat die Vorinstanz nicht erwogen. Es ist daher im vorliegenden Verfahren nicht zu pr�fen, ob eine solche Schlussfolgerung willk�rfrei gezogen werden k�nnte. Im gegenw�rtigen Stadium des Verfahrens ist auch nicht zu pr�fen, ob die weiteren Einw�nde des Beschwerdef�hrers gegen die vorinstanzliche Beweisw�rdigung begr�ndet sind. Denn zurzeit ist offen, ob die Vorinstanz im neuen Verfahren unter Ber�cksichtigung eines erl�uterten und erg�nzten aussagepsychologischen Gutachtens erneut zum Schluss gelangen wird, dass die tats�chlichen Voraussetzungen einer Vergewaltigung entsprechend den Aussagen von A.________ erf�llt seien.
1.4.�Die Beschwerde ist somit in diesem Punkt im Sinne der Erw�gungen gutzuheissen und die Sache zur Erl�uterung und Erg�nzung des aussagepsychlogischen Gutachtens und zur neuen Entscheidung in Bezug auf den Vorwurf der Vergewaltigung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
2.1.�Der Beschwerdef�hrer macht geltend, seine Verurteilung wegen N�tigung und versuchter N�tigung, angeblich begangen am 16. Februar 2011 zum Nachteil von A.________, beruhe auf Feststellungen, die willk�rlich seien.
2.2.�Die Staatsanwaltschaft Baden wirft dem Beschwerdef�hrer in der Anklageschrift vor, er habe am 16. Februar 2011, zirka eine Stunde vor der inkriminierten Vergewaltigung, in seiner Wohnung A.________ aufgefordert, einen Abschiedsbrief zu schreiben und darin ihren Selbstmord anzuk�ndigen. Er habe sie ebenfalls aufgefordert, im Abschiedsbrief festzuhalten, dass er s�mtliche Vollmachten �ber ihre Konten behalten k�nne. Um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen, habe er A.________ an den Schultern festgehalten, in bedrohlichem Ton auf sie eingeredet und ein Messer beh�ndigt. Aufgrund dessen habe A.________ widerwillig einen Abschiedsbrief geschrieben. Danach habe der Beschwerdef�hrer sein Messer gegen sie gerichtet und sie aufgefordert, dieses in die Hand zu nehmen, sich in die Badewanne zu setzen und sich die Pulsadern aufzuschneiden, ansonsten er das machen w�rde. Als sie sich geweigert habe, das Messer in die Hand zu nehmen, habe er sie geohrfeigt und ihr gesagt, dass sie aus dem Fenster springen k�nne. Nachdem A.________ auch dies verweigert habe, habe er von ihr abgelassen.
2.3.�Dieser Anklagevorwurf st�tzt sich auf die Aussagen, welche A.________ in ihren Einvernahmen vom 18. Februar 2011, 7. August 2012 und 31. August 2012 gemacht hatte (kant. Akten, Ordner 7 p. 2646, Ordner 8 p. 2864, Ordner 8 p. 2874).
Der Beschwerdef�hrer bestreitet den ihm vorgeworfenen Sachverhalt.
2.4.�Die erste Instanz sprach den Beschwerdef�hrer in Anwendung der Maxime "in dubio pro reo" vom Vorwurf der N�tigung und der versuchten N�tigung frei. Die Vorinstanz spricht ihn hingegen der N�tigung (soweit den Abschiedsbrief betreffend) und der versuchten N�tigung (soweit den Suizid betreffend) schuldig.
2.5.�Die Vorinstanz h�lt einleitend fest, in Bezug auf den Tatvorwurf der versuchten und der vollendeten N�tigung zum Nachteil von A.________ seien im aussagepsychologischen Gutachten keine n�heren Untersuchungen angestellt worden. Es sei jedoch insgesamt davon auszugehen, dass unter aussagepsychologischen Gesichtspunkten zahlreiche Anhaltspunkte f�r die Glaubhaftigkeit der Aussagen von A.________ zu den Ereignissen vom 16. Februar 2011 best�nden. Auch wenn die Gutachterin in der Gesamtschau die Qualit�t der Aussagen nicht als gen�gend gut eingesch�tzt habe, um die L�genhypothese vollst�ndig ausschliessen zu k�nnen, begr�nde diese Beurteilung keine un�berwindlichen Zweifel im Sinne von Art. 10 Abs. 3 StPO an der Richtigkeit der Sachdarstellung von A.________ (angefochtener Entscheid S. 51/52).
In der Folge w�rdigt die Vorinstanz die Aussagen von A.________ in den verschiedenen Einvernahmen. Sie kommt zum Schluss, diese seien glaubhaft (angefochtener Entscheid S. 52 f.).
2.6.�Das aussagepsychologische Gutachten vom 25. M�rz 2013 befasst sich - entsprechend dem Auftrag der Staatsanwaltschaft - nur mit der Frage, ob die Aussagen von A.________ betreffend Vergewaltigung glaubhaft seien. Die im Gutachten enthaltenen Erkenntnisse lassen sich nicht ohne weiteres auf die Aussagen von A.________ betreffend andere Vorkommnisse vom 16. Februar 2011 �bertragen. Es ist daher nicht nachvollziehbar, weshalb die Vorinstanz das Gutachten auch insoweit erw�hnt.
Die vorinstanzliche Schlussfolgerung, dass die Aussagen von A.________ betreffend Bedrohung mit einem Messer etc.�
glaubhaft�seien, st�tzt sich indessen allein auf eine W�rdigung dieser Aussagen und nicht auch auf das aussagepsychologische Gutachten. Dieses zieht die Vorinstanz im Wesentlichen nur herbei um darzulegen, dass die darin enthaltenen Erkenntnisse keine un�berwindlichen�
Zweifel�an der Glaubhaftigkeit der Aussagen von A.________ begr�nden. Es ist daher auszuschliessen, dass die vorinstanzliche Beweisw�rdigung in diesem Punkt anders ausgefallen w�re, wenn die Vorinstanz das Gutachten in ihren Erw�gungen �berhaupt nicht erw�hnt h�tte.
2.7.�Die Aussage von A.________ in der ersten polizeilichen Einvernahme vom 18. Februar 2011 (kant. Akten, Ordner 7 p. 2646), also zwei Tage nach dem inkriminierten Vorfall, sind gem�ss den zutreffenden Ausf�hrungen der Vorinstanz detailliert und in sich stimmig. Sehr spezifisch ist nach der zutreffenden Auffassung der Vorinstanz die Schilderung, der Beschwerdef�hrer habe seine H�nde mit Haushaltpapier bedeckt, um auf dem Messer keine Fingerabdr�cke zu hinterlassen. Bemerkenswert ist die Aussage von A.________, der Beschwerdef�hrer sei nach der Tat, w�hrend der Fahrt nach Port, wieder sehr nett mit ihr gewesen und habe so getan, als ob nichts passiert w�re. Die Vorinstanz h�lt willk�rfrei fest, dass die ersten Aussagen kurz nach der Tat erfahrungsgem�ss die zuverl�ssigsten sind und Abweichungen zwischen diesen und sp�teren Aussagen sich mit dem Zeitablauf und dem daraus folgenden Verblassen der Erinnerung begr�nden lassen, welches auch erkl�rt, dass die Schilderungen des Vorfalls immer k�rzer wurden. Was der Beschwerdef�hrer im Wesentlichen unter Hinweis auf den ihn "in dubio pro reo" freisprechenden Entscheid der ersten Instanz vorbringt, ist appellatorische Kritik, die zur Begr�ndung der R�ge der willk�rlichen Beweisw�rdigung nicht gen�gt. Willk�r ist nicht schon gegeben, wenn eine andere W�rdigung der Beweise auch m�glich oder gar einleuchtender w�re, sondern nur, wenn die Beweisw�rdigung schlechterdings unhaltbar ist. Dies trifft hier nicht zu.
3.1.�Der Beschwerdef�hrer macht geltend, seine Verurteilung wegen Freiheitsberaubung, angeblich begangen am 16. Februar 2011 zum Nachteil von A.________, beruhe auf Feststellungen, die willk�rlich seien.
3.2.�Die Staatsanwaltschaft Baden wirft dem Beschwerdef�hrer vor, er habe A.________ am 16. Februar 2011, im Anschluss an die Vergewaltigung, gegen ihren Willen w�hrend zirka 1 � Stunden in seiner Wohnung eingeschlossen und alle Schl�ssel und Telefone mitgenommen und sein Laptop versteckt, um sie am Schreiben von E-Mails zu hindern. Dadurch habe er sich der Freiheitsberaubung schuldig gemacht. Dieser Vorwurf st�tzt sich auf die Aussagen von A.________. Der Beschwerdef�hrer bestreitet ihn.
A.________ sagte am 18. Februar 2011, also zwei Tage nach der behaupteten Vergewaltigung, bei der Polizei in Nidau aus, der Beschwerdef�hrer sei am 16. Februar 2011 zur Bank gegangen, um Geld von ihrem Konto abzuheben. W�hrend dieser Zeit habe er sie in seiner Wohnung eingeschlossen und alle Schl�ssel mitgenommen. Sie habe die Wohnung w�hrend 1 � Stunden nicht verlassen k�nnen. Sie habe auch nicht telefonieren k�nnen, da der Beschwerdef�hrer alle Telefone mitgenommen und sogar das Laptop versteckt habe, damit sie keine E-Mails habe senden k�nnen (kant. Akten, Ordner 7 p. 2645). A.________ best�tigte in ihren Einvernahmen vom 7. August 2012 gegen�ber der Polizei und vom 13. April 2013 gegen�ber der Staatsanwaltschaft, dass der Beschwerdef�hrer sie in seiner Wohnung eingeschlossen habe (kant. Akten, Ordner 8 p. 2862, 2916 f.).
Der Beschwerdef�hrer sagte aus, er habe am 16. Februar 2011 bei der Bank Fr. 2'000.-- zu Lasten des Kontos von A.________ bezogen. Er sei zirka 30 Minuten abwesend gewesen. Er habe A.________ nicht eingeschlossen. Diese habe einen Schl�ssel gehabt, und in einer Schublade h�tten sich vier Ersatzschl�ssel befunden, was A.________ gewusst habe.
3.3.�Die erste Instanz sprach den Beschwerdef�hrer in Anwendung der Maxime "in dubio pro reo" vom Vorwurf der Freiheitsberaubung frei. Die Vorinstanz spricht ihn hingegen der Freiheitsberaubung schuldig. Sie erachtet die Aussagen von A.________ als glaubhaft mit der Modifikation, dass der Beschwerdef�hrer nicht 1 � Stunden, sondern nur 30 Minuten abwesend gewesen sei und A.________ eingeschlossen habe.
3.4.�Die Vorinstanz h�lt fest, das Gutachten �ussere sich im Wesentlichen nur zur Glaubhaftigkeit der Aussagen betreffend die Vergewaltigung. Bez�glich der Freiheitsberaubung seien keine n�heren Untersuchungen vorgenommen worden. Es sei aber insgesamt davon auszugehen, dass unter aussagepsychologischen Gesichtspunkten zahlreiche Anhaltspunkte f�r die Glaubhaftigkeit der Aussagen von A.________ zu den Ereignissen vom 16. Februar 2011 best�nden. Auch wenn die Gutachterin in der Gesamtschau die Qualit�t der Aussagen nicht als gen�gend gut eingestuft habe, um die L�genhypothese vollst�ndig ausschliessen zu k�nnen, verm�ge diese Einsch�tzung keine un�berwindlichen Zweifel im Sinne von Art. 10 Abs. 3 StPO an der Richtigkeit der Sachdarstellung von A.________ zu wecken (angefochtener Entscheid S. 42).
Im Anschluss daran w�rdigt die Vorinstanz die Aussagen von A.________ in den verschiedenen Einvernahmen. Sie kommt zum Schluss, die Aussage von A.________, sie habe keine M�glichkeit gehabt, nach freiem Willen die Wohnung des Beschwerdef�hrers zu verlassen, w�hrend dieser zur Bank gegangen sei und Geld von ihrem Konto abgehoben habe, sei glaubhaft (angefochtener Entscheid S. 42 f.).
3.5.�Das aussagepsychologische Gutachten befasst sich - entsprechend dem Auftrag der Staatsanwaltschaft - nur mit der Frage, ob die Aussagen von A.________ betreffend die Vergewaltigung glaubhaft seien. Es setzt sich mit den Aussagen von A.________ betreffend weitere Vorkommnisse vom 16. Februar 2011 nicht auseinander. Die im Gutachten enthaltenen Erkenntnisse lassen sich nicht ohne weiteres auf die Aussagen von A.________ betreffend andere Vorkommnisse vom 16. Februar 2011 �bertragen. Es ist daher nicht nachvollziehbar, weshalb die Vorinstanz das Gutachten auch insoweit erw�hnt.
Die vorinstanzliche Schlussfolgerung, dass die Aussagen von A.________ betreffend Freiheitsberaubung�
glaubhaft�seien, st�tzt sich indessen allein auf die W�rdigung dieser Aussagen und nicht auch auf das aussagepsychologische Gutachten. Dieses zieht die Vorinstanz im Wesentlichen nur herbei um darzulegen, dass die darin enthaltenen Erkenntnisse keine un�berwindlichen�
3.6.�Es ist erwiesen, dass der Beschwerdef�hrer am 18. Februar 2011, um 11.18 Uhr, bei der Gesch�ftsstelle der Raiffeisenbank K�lliken-Entfelden in Aarau zulasten des Kontos von A.________ Bargeld im Betrag von Fr. 2'000.-- bezog. Es ist nach der willk�rfreien Auffassung der Vorinstanz plausibel, dass der Beschwerdef�hrer alles daran setzte, A.________ daran zu hindern, mit der Aussenwelt Kontakt aufzunehmen, und dass er sie daher in seiner Wohnung einschloss, die Telefone mitnahm und das Laptop versteckte. Dass A.________ die Ereignisse in den folgenden Einvernahmen weniger detailliert schilderte als in der ersten Einvernahme vom 18. Februar 2011, also zwei Tage nach dem Vorfall, l�sst sich nach der willk�rfreien Auffassung der Vorinstanz mit dem Zeitablauf erkl�ren.
Die Vorinstanz spricht den Beschwerdef�hrer des mehrfachen versuchten Verbreitens menschlicher Krankheiten zum Nachteil mehrerer Frauen schuldig, unter anderem begangen am 16. Februar 2011 durch Vergewaltigung von A.________. Ob der Beschwerdef�hrer am 16. Februar 2011 A.________ zum Beischlaf gen�tigt habe, ist zurzeit offen (siehe E. 1 hiervor). Damit ist zurzeit auch offen, ob der Beschwerdef�hrer, der die Vergewaltigung und auch einen einvernehmlichen Sexualverkehr mit A.________ in Abrede stellt, am 16. Februar 2011 versucht habe, zum Nachteil von A.________ eine menschliche Krankheit zu verbreiten. Sollte der Beschwerdef�hrer, der an Hepatitis C leidet, am 16. Februar 2011 A.________, die von seiner Krankheit nichts wusste, vergewaltigt haben (siehe E. 1 hievor), h�tte er in Idealkonkurrenz auch den Tatbestand des versuchten Verbreitens menschlicher Krankheiten zum Nachteil von A.________ erf�llt (siehe E. 5 hienach).
5.1.�Der Beschwerdef�hrer leidet seit Jahren an der Krankheit Hepatitis C. Er hatte mit mehreren Frauen einvernehmlichen ungesch�tzten Geschlechtsverkehr. Er kl�rte seine Sexualpartnerinnen �ber seine Krankheit nicht auf. Am 16. Februar 2011 soll er zweimal A.________ vergewaltigt haben. Die Frauen wurden nicht infiziert. Die Vorinstanz sprach den Beschwerdef�hrer in Best�tigung des erstinstanzlichen Entscheids anklagegem�ss des mehrfachen versuchten Verbreitens menschlicher Krankheiten (im Sinne von Art. 231 Ziff. 1 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB) schuldig.
5.2.�Der Beschwerdef�hrer macht geltend, Hepatitis C gelte heute aufgrund der guten Heilungschancen nicht (mehr) als eine gef�hrliche Krankheit im Sinne von Art. 231 StGB. Zudem sei Art. 231 StGB revidiert worden. Nach der neuen Fassung, die am 1. Januar 2016 in Kraft trete, erf�lle den Tatbestand nur noch, wer aus gemeiner Gesinnung handle. Eine solche sei in seinem Falle weder eingeklagt noch nachgewiesen, noch vorhanden gewesen. Im Zeitpunkt des Bundesgerichtsurteils, das (voraussichtlich) erst nach dem 1. Januar 2016 gef�llt werde, beziehungsweise im Zeitpunkt eines neuen obergerichtlichen Urteils sei Art. 231 StGB in der neuen Fassung als milderes Recht (Art. 2 Abs. 2 StGB) anwendbar.
5.3.�Gem�ss Art. 231 Ziff. 1 StGB in der bis zum 31. Dezember 2015 geltenden Fassung wird mit Freiheitsstrafe bis zu f�nf Jahren oder Geldstrafe nicht unter 30 Tagess�tzen bestraft, wer vors�tzlich eine gef�hrliche �bertragbare menschliche Krankheit verbreitet (Abs. 1). Hat der T�ter aus gemeiner Gesinnung gehandelt, so ist die Strafe Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu f�nf Jahren (Abs. 2). Gem�ss Art. 231 StGB in der ab 1. Januar 2016 geltenden Fassung wird mit Freiheitsstrafe von einem Jahr bis zu f�nf Jahren bestraft, wer aus gemeiner Gesinnung eine gef�hrliche �bertragbare menschliche Krankheit verbreitet. Fehlt es an der gemeinen Gesinnung, kann der Tatbestand nach dem neuen Recht nicht erf�llt sein. Dieses neue Recht, das erst seit 1. Januar 2016 in Kraft ist, findet vorliegend keine Anwendung. Massgebend ist das Recht, welches zur Zeit der inkriminierten Tat galt, oder das allenfalls mildere Recht (Art. 2 Abs. 2 StGB), das im Zeitpunkt der Beurteilung in Kraft stand. Der angefochtene Entscheid ist indessen noch unter der Geltung des alten Rechts ergangen. Das Bundesgericht hat zu pr�fen, ob die Vorinstanz dieses Recht richtig angewendet habe. Danach setzt der Grundtatbestand von aArt. 231 Ziff. 1 Abs. 1 StGB nicht voraus, dass der T�ter aus gemeiner Gesinnung gehandelt habe.
5.4.�Das Bundesgericht hat im Urteil 6B_529/2013 vom 19. September 2013 unter Hinweis auf eine Meinungs�usserung in der juristischen Lehre erkannt, dass Hepatitis B und C im Sinne von Art. 231 Ziff. 1 Abs. 1 StGB gef�hrliche und �bertragbare menschliche Krankheiten sind (siehe BERNARD CORBOZ, Les infractions en droit suisse, vol. II, 3�me �dition, 2010, art. 231 CP n. 8).
Gef�hrlich ist eine Krankheit, die den Tod oder eine schwere Gesundheitssch�digung mit sich bringen kann. Die Wahrscheinlichkeit dieser Folgen muss gross sein. Die Gef�hrlichkeit h�ngt auch vom Stand der medizinischen Behandlungsm�glichkeiten ab. Dieser ist zu ber�cksichtigen (NIGGLI/MAEDER, Basler Kommentar, Strafrecht II, 3. Aufl. 2013, Art. 231 StGB N. 32; TRECHSEL/CHRISTENER-TRECHSEL, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 2. Aufl. 2013, Art. 231 StGB N. 1). Hepatitis C ist eine Leberentz�ndung, ausgel�st durch eine Infektion mit dem Hepatitis-C-Virus (HCV). Der Krankheitserreger wird in erster Linie durch Blut einer infizierten Person �bertragen. Sexuelle �bertragungen des Virus kommen laut Bundesamt f�r Gesundheit (BAG) sehr selten vor. Innerhalb bestimmter Gruppen scheint jedoch ein erhebliches Risiko f�r eine sexuelle �bertragung zu bestehen, zum Beispiel bei M�nnern, die Gruppensex mit M�nnern haben, vor allem wenn sie mit HIV coinfiziert sind. Bei 70 - 80 % der infizierten Personen heilt die Infektion nicht spontan innerhalb von sechs Monaten aus und verl�uft somit chronisch. In ca. 5 - 30 % dieser F�lle entwickelt sich laut Bundesamt f�r Gesundheit nach mehreren Jahrzehnten eine Leberzirrhose. Die davon Betroffenen haben ein erh�htes Risiko, Leberzellkrebs zu entwickeln. Hepatitis C l�sst sich mit antiviralen Medikamenten behandeln. Drei Viertel der Behandelten k�nnen laut Bundesamt f�r Gesundheit so geheilt werden. Die medizinischen M�glichkeiten der Behandlung von Hepatitis C haben sich in den vergangenen Jahren verbessert. Auch wenn daher nur noch ein prozentual geringer Anteil der Infektionen zu schwerer Gesundheitssch�digung f�hrt, bleibt Hepatitis C eine gef�hrliche Krankheit im Sinne von Art. 231 StGB. F�r diese Auffassung spricht auch, dass unter anderem in Bezug auf Hepatitis C gem�ss Anhang I zur Verordnung des EDI vom 13. Januar 1999 �ber Arzt- und Labormeldungen (SR 818.141.11) eine Meldepflicht besteht (siehe STRATENWERTH/BOMMER, Schweizerisches Strafrecht, Besonderer Teil II, Straftaten gegen Gemeininteressen, 7. Aufl. 2013, � 31 N. 11). Dass die �bertragungswahrscheinlichkeit durch Sexualverkehr noch deutlich geringer ist als bei HIV, ist unerheblich und �ndert nichts daran, dass Hepatitis C im Sinne von Art. 231 StGB eine �bertragbare menschliche Krankheit ist, die auch durch Sexualkontakte �bertragen werden kann.
6.1.�Die Vorinstanz spricht den Beschwerdef�hrer in Best�tigung des erstinstanzlichen Entscheids anklagegem�ss des gewerbsm�ssigen Betrugs (Art. 146 Abs. 2 StGB) schuldig, begangen zum Nachteil von B.________, I._________ und D.________.
6.2.�Soweit der Beschwerdef�hrer offenbar, wie im kantonalen Verfahren, die �bergabe von Geld- und Wertgegenst�nden an ihn bestreitet (Beschwerde S. 21), ist er nicht zu h�ren. Er legt mit keinem Wort dar, inwiefern die diesbez�glichen Feststellungen der Vorinstanz willk�rlich seien.
6.3.�Der Beschwerdef�hrer macht geltend, es fehle in allen F�llen an der Arglist. Die Opfer h�tten sich leichtfertig verhalten.
Arglist ist unter anderem bei falschen Angaben gegeben, wenn deren �berpr�fung nicht oder nur mit besonderer M�he m�glich oder nicht zumutbar ist oder wenn der T�ter das Opfer von der m�glichen �berpr�fung abh�lt oder nach den Umst�nden voraussieht, dass es die �berpr�fung der Angaben aufgrund eines besonderen Vertrauensverh�ltnisses unterlassen werde. Arglist scheidet aus, wenn der Get�uschte seinen Irrtum mit einem Mindestmass an Aufmerksamkeit h�tte vermeiden k�nnen. Bei der Pr�fung der Arglist ist nicht darauf abzustellen, wie ein durchschnittlich vorsichtiger und erfahrener Dritter auf die T�uschung reagiert h�tte. Vielmehr ist die Lage und Schutzbed�rftigkeit des Betroffenen im Einzelfall zu ber�cksichtigen. Nicht erforderlich ist, dass der Get�uschte die gr�sstm�gliche Sorgfalt walten l�sst. Arglist scheidet lediglich aus, wenn grundlegendste Vorsichtsmassnahmen nicht beachtet werden. Entsprechend entf�llt Arglist nicht bei jeder Fahrl�ssigkeit des Get�uschten, sondern nur bei Leichtfertigkeit, welche das t�uschende Verhalten in den Hintergrund treten l�sst. Ein erheblich naives Verhalten des Get�uschten f�hrt nicht zwingend zur Straflosigkeit des Beschuldigten (BGE 135 IV 76 E. 5.2 und E. 5.3; Urteile 6B_518/2012 vom 5. Februar 2013 E. 3.4.1; 6B_605/2013 vom 13. Januar 2014 E. 1.2.2, je mit Hinweisen).
Der Beschwerdef�hrer ging im Wesentlichen stets nach dem gleichen Muster vor. Er lernte die Frauen �ber das Internet kennen. Es kam rasch zu sexuellen Kontakten. Die Frauen glaubten sich am Beginn einer Beziehung. Der Beschwerdef�hrer n�tzte dies aus. Er schlug den Opfern im Hinblick auf eine gemeinsame Zukunft vor, gemeinsam Gelder in eine Liegenschaft oder in ein Gesch�ft zu investieren. Zwar verhielten sich die Opfer fahrl�ssig, indem sie - teilweise trotz Zweifeln - weder Nachforschungen anstellten noch Sicherheiten verlangten. Es kann indessen nicht gesagt werden, dass dadurch das t�uschende Verhalten des Beschwerdef�hrers, der jeweils gezielt ein emotionales Vertrauensverh�ltnis aufbaute und ausn�tzte, v�llig in den Hintergrund trat. Bei Zweifeln des Gesch�digten entf�llt die Arglist der T�uschung nicht ohne weiteres (Urteil 6B_125/2012 vom 28. Juni 2012 E. 6.4). Entscheidend ist vorliegend, dass aus der Sicht der Opfer, wie der Beschwerdef�hrer wusste, eine emotionale Bindung bestand, die es ihnen schwer fallen liess, dem Beschwerdef�hrer zu misstrauen (siehe Urteil 6B_518/2013 E. 3.3.1).
7.1.�Die Vorinstanz verurteilt den Beschwerdef�hrer wegen aller Delikte zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren. Sie setzt die Einsatzstrafe f�r die schwerste Tat, die Vergewaltigung, auf 3 � Jahre fest und erh�ht die Freiheitsstrafe wegen der �brigen Taten um 3 � Jahre auf sieben Jahre. Von der Ausf�llung einer Geldstrafe kumulativ zur Freiheitsstrafe anstelle der Erh�hung der Freiheitsstrafe sieht sie ab. Zur Begr�ndung weist sie darauf hin, dass der Beschwerdef�hrer w�hrend des Strafverfahrens und unbeeindruckt von der Untersuchungshaft vom 26. August 2011 bis zum 6. November 2011 erneut straff�llig geworden sei. Auch das Strafverfahren, in dem er vom Kantonsgericht Basel-Landschaft wegen teilweise einschl�giger Delikte zu einer bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 21 Monaten verurteilt worden sei, habe ihn nicht davon abgehalten, die Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildenden Taten zu ver�ben. Nach der Auffassung der Vorinstanz ist daher insbesondere aus spezialpr�ventiver Sicht die Ausf�llung einer Geldstrafe kumulativ zur Freiheitsstrafe anstatt einer Erh�hung der Freiheitsstrafe nicht angebracht (angefochtener Entscheid S. 150).
7.2.�Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist die Bildung einer Gesamtstrafe im Sinne von Art. 49 Abs. 1 StGB nur bei gleichartigen Strafen m�glich. Ungleichartige Strafen sind kumulativ zu verh�ngen. Das Gericht kann auf eine Gesamtfreiheitsstrafe nur erkennen, wenn es im konkreten Fall f�r jede einzelne Tat eine Freiheitsstrafe ausf�llen w�rde. Das alte Recht hielt in Art. 68 Ziff. 1 Abs. 1 aStGB ausdr�cklich fest, dass f�r die Gesamtstrafenbildung die konkret verwirkte Strafe massgebend ist ("Hat jemand.... mehrere Freiheitsstrafen verwirkt...."). Demgem�ss sind im Sinne von Art. 49 Abs. 1 StGB "die Voraussetzungen f�r mehrere gleichartige Strafen erf�llt", wenn das Gericht f�r jede einzelne Tat gleichartige Strafen ausgef�llt h�tte (BGE 130 IV 120 E. 5.2 mit Hinweisen auf die unterschiedlichen Lehrmeinungen). Nach dem Prinzip der Verh�ltnism�ssigkeit soll bei alternativ zur Verf�gung stehenden und hinsichtlich des Schuldausgleichs �quivalenten Sanktionen im Regelfall diejenige gew�hlt werden, die weniger stark in die pers�nliche Freiheit des Betroffenen eingreift. Die Geldstrafe ist gegen�ber der Freiheitsstrafe die weniger eingriffsintensive Sanktion (BGE 137 IV 97 E. 4.2.2 mit Hinweisen).
Die Vorinstanz hat diese Rechtsprechung nicht �bersehen. Sie ist aber der Auffassung, dass f�r die alternativ mit Freiheitsstrafe oder Geldstrafe bedrohten Delikte des Beschwerdef�hrers bei isolierter Beurteilung aus den von ihr genannten Gr�nden nicht eine Geldstrafe, sondern eine Freiheitsstrafe auszusprechen w�re. Diese Auffassung der Vorinstanz h�lt sich im Rahmen des weiten sachrichterlichen Ermessens und verst�sst nicht gegen Bundesrecht.
8.1.�Der Beschwerdef�hrer ersucht um Entlassung aus dem vorzeitigen Strafvollzug. Er macht geltend, er befinde sich seit 1418 Tagen, also rund 3,8 Jahren, in Haft. Er habe gem�ss dem Urteil des Kantonsgerichts Basel-Landschaft eine Reststrafe von rund 12 Monaten (21 Monate abz�glich 268 Tage Untersuchungshaft) zu verb�ssen. Im vorliegenden Verfahren sei er antragsgem�ss zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren zu verurteilen. Es liege damit �berhaft vor.
8.2.�Ob der Beschwerdef�hrer von den Vorw�rfen der mehrfachen Vergewaltigung und des versuchten Verbreitens menschlicher Krankheiten zum Nachteil von A.________ freizusprechen ist, ist zurzeit offen. Selbst wenn dies der Fall sein sollte, ist offen, welche Strafe die Vorinstanz gegen den T�ter ausf�llen wird. Es ist darauf hinzuweisen, dass die erste Instanz den Beschwerdef�hrer, obschon sie ihn von den Vorw�rfen der mehrfachen Vergewaltigung, der Freiheitsberaubung, der N�tigung und des versuchten Verbreitens menschlicher Krankheiten zum Nachteil von A.________ freisprach, mit einer Freiheitsstrafe von f�nf Jahren bestrafte.
Die Beschwerde ist somit im Sinne der Erw�gungen gutzuheissen, soweit sie sich gegen die Verurteilung des Beschwerdef�hrers wegen mehrfacher Vergewaltigung zum Nachteil von A.________ und wegen versuchten Verbreitens menschlicher Krankheiten zum Nachteil von A.________ richtet. Die Sache ist insoweit zur Erl�uterung und Erg�nzung des Glaubhaftigkeitsgutachtens an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Im �brigen ist die Beschwerde abzuweisen.
Der Beschwerdef�hrer ersucht um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege. Das Gesuch ist gegenstandslos geworden, soweit die Beschwerde gutzuheissen ist. Im �brigen ist es gutzuheissen. Die finanzielle Bed�rftigkeit des Beschwerdef�hrers ist ausgewiesen. Die Beschwerde war in den �brigen Punkten nicht von vornherein aussichtslos. Somit sind keine Kosten zu erheben. Dem Vertreter des Beschwerdef�hrers, Rechtsanwalt Stefan Semela, ist eine Entsch�digung von Fr. 1'500.-- aus der Bundesgerichtskasse auszurichten. Der Kanton Aargau hat dem Vertreter des Beschwerdef�hrers, Rechtsanwalt Stefan Semela, eine Entsch�digung von Fr. 1'500.-- zu zahlen.
Die Beschwerde wird im Sinne der Erw�gungen teilweise gutgeheissen und das Urteil des Obergerichts des Kantons Aargau, Strafgericht, 1. Kammer, vom 18. Mai 2015 aufgehoben, soweit es die Verurteilung des Beschwerdef�hrers wegen mehrfacher Vergewaltigung und wegen versuchten Verbreitens menschlicher Krankheiten zum Nachteil von A.________ betrifft. Die Sache wird insoweit zur Erl�uterung und Erg�nzung des Glaubhaftigkeitsgutachtens an die Vorinstanz zur�ckgewiesen.
Das Gesuch um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege wird, soweit nicht gegenstandslos geworden, gutgeheissen.
Dem Vertreter des Beschwerdef�hrers, Rechtsanwalt Stefan Semela, wird eine Entsch�digung von Fr. 1'500.-- aus der Bundesgerichtskasse ausgerichtet.
Der Kanton Aargau hat dem Vertreter des Beschwerdef�hrers, Rechtsanwalt Stefan Semela, eine Entsch�digung von Fr. 1'500.-- zu zahlen.

References: Art. 190
 Art. 183
 Art. 146
 Art. 231
 Art. 22
 Art. 156
 Art. 22
 Art. 181
 Art. 181
 Art. 22
 Art. 123
 Art. 139
 Art. 138
 Art. 144
 Art. 31
 Art. 3
in dubio
 Art. 10
in dubio
 Art. 10
 Art. 187
 Art. 9
 BGE 
 Art. 187
 Art. 10
 Art. 187
 BGE 
 Art. 307
 Art. 187
in dubio
 Art. 10
in dubio
in dubio
 Art. 10
 Art. 231
 Art. 22
 Art. 231
 Art. 231
 Art. 231
 Art. 231
 Art. 231
 Art. 231
 art. 231
 Art. 231
 Art. 231
 Art. 231
 Art. 231
 Art. 49
 Art. 68
 Art. 49