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Timestamp: 2016-10-27 19:08:14+00:00

Document:
6B_476/2015 � � Urteil vom 26. November 2015
beide vertreten durch Rechtsanw�ltin
F�rderung der Prostitution, sexuelle N�tigung; Willk�r; Strafzumessung,
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich, II. Strafkammer, vom 6. M�rz 2015.
Das Bezirksgericht Hinwil sprach X.________ mit Urteil vom 23. Januar 2014 der mehrfachen F�rderung der Prostitution im Sinne von Art. 195 Abs. 2 und 3 aStGB sowie der mehrfachen Widerhandlung gegen das Ausl�ndergesetz schuldig. Vom Vorwurf der mehrfachen sexuellen N�tigung sprach es ihn frei. Es bestrafte ihn mit einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 15 Monaten, unter Anrechnung der Untersuchungshaft von 315 Tagen. Es erkl�rte ihn gegen�ber B.________ und A.________ dem Grundsatz nach schadenersatzpflichtig. Weiter verpflichtete es X.________ zur Zahlung einer Genugtuung an B.________ und A.________.
Das Obergericht des Kantons Z�rich verurteilte X.________ am 6. M�rz 2015 im Berufungsverfahren wegen F�rderung der Prostitution im Sinne von Art. 195 Abs. 2 aStGB, mehrfacher F�rderung der Prostitution im Sinne von Art. 195 Abs. 3 aStGB, mehrfacher sexueller N�tigung sowie mehrfacher Widerhandlung gegen das Ausl�ndergesetz zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 32 Monaten, unter Anrechnung der Untersuchungshaft von 315 Tagen. Es best�tigte die grunds�tzliche Schadenersatzpflicht gegen�ber B.________ und A.________ und verwies die Forderungen zur Feststellung der H�he des Schadenersatzes auf den zivilprozessualen Weg. Es verpflichtete X.________ zur Zahlung einer Genugtuung an B.________ und A.________, wobei es die geschuldete Summe gegen�ber Ersteren aufgrund der zus�tzlichen Verurteilung wegen mehrfacher sexueller N�tigung erh�hte.
X.________ wird vorgeworfen, als faktischer Gesch�ftsf�hrer des Nachtclubs C.________, der Diskothek D.________ und des Cabarets E.________ von anfangs 2010 bis Ende M�rz 2011 verschiedene T�nzerinnen besch�ftigt zu haben. Anders als in den schriftlichen Arbeitsvertr�gen festgehalten und entgegen den in den jeweiligen Aufenthaltsbewilligungen der Frauen umschriebenen Aufenthaltszwecken, habe er diese verpflichtet, auch andere Arbeiten zu verrichten und sich zu prostituieren. X.________ habe die wirtschaftliche Not von B.________ ausgenutzt und sie der Prostitution zugef�hrt, indem er ihre Entl�hnung entgegen der vertraglichen Vereinbarung vom Getr�nkeumsatz der G�ste des Cabarets abh�ngig gemacht und von ihr die sexuelle Animation der Kunden zwecks Umsatzerzielung verlangt habe. Er habe sie wie auch A.________ zudem in ihrer Handlungsfreiheit bei der Aus�bung der Prostitution eingeschr�nkt, indem er ihnen keine Wahlfreiheit bei der Auswahl der Kunden und der Art der zu erbringenden Dienstleistungen gelassen habe. Dabei habe er gewusst, dass die Frauen aufgrund ihrer wirtschaftlichen Situation auf den Verdienst in seinem Betrieb angewiesen waren und diesen Umstand zur Durchsetzung seines Gesch�ftsmodells ausgenutzt.
Im Februar 2011 habe X.________ B.________ zweimal gen�tigt, ihn oral zu befriedigen. Einmal sei dies in der Diskothek D.________ geschehen und das andere Mal in seinem Auto, als er damit durch eine automatische Waschstrasse gefahren sei.
X.________ beantragt mit Beschwerde in Strafsachen, das obergerichtliche Urteil sei insbesondere in Bezug auf die Schuldspr�che der F�rderung der Prostitution und der sexuellen N�tigung aufzuheben. Er ersucht um Schadenersatz und Genugtuung f�r die erstandene Untersuchungshaft sowie um unentgeltliche Rechtspflege f�r das bundesgerichtliche Verfahren.
Gem�ss Art. 42 Abs. 1 BGG muss die Rechtsschrift u.a. die Begehren und deren Begr�ndung mit Angabe der Beweismittel enthalten. Das Rechtsbegehren, wonach das Urteil der Vorinstanz aufzuheben sei, gen�gt f�r sich allein den gesetzlichen Anforderungen in der Regel nicht. Nach der Rechtsprechung reicht ein kassatorisches Begehren aus, soweit sich aus der Begr�ndung ergibt, was mit der Beschwerde angestrebt wird (BGE 134 III 379 E. 1.3 S. 383; Urteil 6B_738/2014 vom 25. Februar 2015 E. 1 mit Hinweisen). Diese Anforderungen sind im vorliegenden Fall erf�llt. Aus den Antr�gen und Vorbringen des Beschwerdef�hrers ergibt sich, dass er einen Freispruch von den Vorw�rfen der mehrfachen F�rderung der Prostitution und der mehrfachen sexuellen N�tigung zum Nachteil von B.________ anstrebt. Auf die Beschwerde ist grunds�tzlich einzutreten.
Nicht einzugehen ist indessen auf die Ausf�hrungen des Beschwerdef�hrers zum Schuldspruch wegen mehrfacher Widerhandlung gegen das Ausl�ndergesetz, nachdem er diesbez�glich kein Begehren um Aufhebung der vorinstanzlichen Verurteilung stellt. Nicht zu h�ren ist der Beschwerdef�hrer sodann, soweit er hinsichtlich seiner Verurteilung wegen mehrfacher F�rderung der Prostitution eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes gem�ss Art. 6 StPO durch die Vorinstanz r�gt, indem sie entlastenden Umst�nden nicht gen�gend Rechnung getragen habe. Gleiches gilt mit Blick auf die geltend gemachte Verletzung des Anklagegrundsatzes gem�ss Art. 9 Abs. 1 StPO hinsichtlich der ihm vorgeworfenen mehrfachen sexuellen N�tigung der Beschwerdegegnerin 3. Gem�ss Art. 80 Abs. 1 BGG ist die Beschwerde in Strafsachen zul�ssig gegen Entscheide letzter kantonaler Instanzen und des Bundesstrafgerichts. Der Beschwerdef�hrer r�gt erstmals im bundesgerichtlichen Verfahren eine Verletzung des Untersuchungs- und des Anklagegrundsatzes. Mangels Aussch�pfung des Instanzenzugs ist darauf nicht einzutreten.
2.1.�Der Beschwerdef�hrer r�gt eine willk�rliche Sachverhaltsfeststellung. Seine Verurteilung wegen mehrfacher F�rderung der Prostitution st�tze sich einzig auf die Aussagen der T�nzerinnen. Die Vorinstanz w�rdige deren Aussagen willk�rlich, ber�cksichtige ihn entlastende Elemente nicht und verletze die Maxime "in dubio pro reo".
2.2.�Die Vorinstanz w�rdigt insbesondere die Aussagen des Beschwerdef�hrers sowie jene der Beschwerdegegnerinnen 2 und 3 ausf�hrlich und sorgf�ltig. Sie erw�gt, es sei nachvollziehbar, dass die T�nzerinnen in den ersten Einvernahmen bei der Polizei und der Staatsanwaltschaft verneint h�tten, sexuelle Dienstleistungen erbracht zu haben. Es sei ihnen bewusst gewesen, dazu aufgrund der Zweckumschreibungen in ihren Aufenthaltsbewilligungen nicht berechtigt zu sein. Ihre Aussagen seien �berzeugend und stimmig. Sie kommt zum Schluss, dass die Beschwerdegegnerinnen 2 und 3 vom Beschwerdef�hrer angewiesen worden seien, die Kunden sexuell zu animieren, diese zum Kauf von Champagner f�r Fr. 500.-- pro Flasche zu verleiten und anschliessend ins S�par�e zu begleiten, wo sie deren W�nsche zu erf�llen gehabt h�tten. Im Weigerungsfall seien die Beschwerdegegnerinnen 2 und 3 mit Bussen belegt worden oder h�tten die Kosten f�r den Champagnerkonsum der Kunden �bernehmen m�ssen. W�hrend die Beschwerdegegnerin 2 bereits vor �bernahme des Cabarets E.________ durch den Beschwerdef�hrer im Dezember 2010 in gleicher Weise t�tig gewesen sei, habe er die Beschwerdegegnerin 3 entgegen der vertraglichen Vereinbarung in die Prostitution eingef�hrt.
2.3.�Die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz kann vor Bundesgericht nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Offensichtlich unrichtig ist die Sachverhaltsfeststellung, wenn sie willk�rlich ist (BGE 139 II 404 E. 10.1 mit Hinweisen; vgl. zum Begriff der Willk�r BGE 139 III 334 E. 3.2.5; 138 I 49 E. 7.1; je mit Hinweisen). Eine entsprechende R�ge muss klar und substanziiert begr�ndet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 138 I 225 E. 3.2; 137 IV 1 E. 4.2.3; je mit Hinweisen). Auf rein appellatorische Kritik am angefochtenen Urteil tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 140 III 264 E. 2.3 mit Hinweisen).
2.4.�Der Beschwerdef�hrer zeigt nicht auf, inwiefern Beweisw�rdigung und Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz schlechterdings unhaltbar sein sollen. Soweit er bestreitet, dass sich die Beschwerdegegnerinnen 2 und 3 in seinem Betrieb prostituiert haben, legt er lediglich dar, wie deren Aussagen sowie jene des Zeugen F.________ aus seiner Sicht richtigerweise zu w�rdigen gewesen w�ren. Damit l�sst sich keine willk�rliche Beweisw�rdigung dartun. Dass die Beschwerdegegnerin 2 anf�nglich die Erbringung sexueller Dienstleistungen abstritt, �ndert laut der Vorinstanz nichts an der Detailtreue, Pr�gnanz und Stimmigkeit ihrer sp�teren Aussagen. Es sei ihr bewusst gewesen, dass sie aufgrund ihrer Aufenthaltsbewilligung nicht berechtigt gewesen sei, sexuelle Dienstleistungen anzubieten. Der Beschwerdef�hrer bringt vor, die vorinstanzliche Beweisw�rdigung verm�ge nicht zu �berzeugen und es sei vielmehr davon auszugehen, dass die Beschwerdegegnerin 2 bei ihren sp�teren Aussagen beeinflusst worden sei und diese im Hinblick auf m�gliche Genugtuungszahlungen get�tigt habe. Dieser Einwand ist offensichtlich nicht geeignet, Willk�r aufzuzeigen. Der Beschwerdef�hrer setzt sich nicht mit der vorinstanzlichen Erw�gung auseinander, wonach die Beschwerdegegnerin 3 bereits in der ersten polizeilichen Einvernahme Aussagen beziehungsweise Andeutungen hinsichtlich sexueller Handlungen gemacht habe. Weshalb zwingend auf die laut Vorinstanz wenig stimmigen, kaum detaillierten und mit vielen Erinnerungsl�cken gespickten Aussagen des Zeugen F.________ abzustellen gewesen w�re, legt der Beschwerdef�hrer nicht dar. Dass sich aufgrund weiterer unterschiedlicher Aussagen zur T�tigkeit der T�nzerinnen im Betrieb des Beschwerdef�hrers ein anderes Beweisergebnis geradezu aufgedr�ngt h�tte, zeigt er nicht auf.
Die Vorinstanz legt nachvollziehbar dar, dass die Beschwerdegegnerin 3 aufgrund ihrer wirtschaftlichen Lage keine andere M�glichkeit gehabt habe, als dem Druck des Beschwerdef�hrers nachzugeben und sich zu prostituieren. So habe sie nicht nur ihre vier Kinder unterst�tzen m�ssen, sondern sich zus�tzlich erheblich verschuldet, um eine Bewilligung als T�nzerin in der Schweiz zu erhalten. Dass die Beschwerdegegnerin 3 allenfalls gewisse Fixkosten nicht vom ausbezahlten Lohn zu begleichen hatte, l�sst die Einsch�tzung ihrer wirtschaftlichen Lage durch die Vorinstanz entgegen dem Vorbringen des Beschwerdef�hrers nicht als offensichtlich unrichtig erscheinen. Inwiefern die angeblich suggestive Befragung einer Zeugin zu deren Lebenshaltungskosten mit Blick auf jene der Beschwerdegegnerin 3 von Relevanz sein sollte, ist nicht ersichtlich. Der behauptete schlechte Gesch�ftsgang �ndert nichts daran, dass die Vorinstanz ohne Willk�r davon ausgehen durfte, der Beschwerdef�hrer habe die wirtschaftliche Lage der Beschwerdegegnerin 3 ausgenutzt, um sie der Prostitution zuzuf�hren. Nicht willk�rlich ist die vorinstanzliche Feststellung, dass die Beschwerdegegnerin 3 jedenfalls nicht ohne Weiteres den Arbeitsplatz wechseln konnte, da ihre Aufenthaltsbewilligung an die T�tigkeit im Etablissement des Beschwerdef�hrers gekn�pft gewesen sei.
3.1.�Der Beschwerdef�hrer bringt vor, eine Verurteilung nach Art. 195 Abs. 3 aStGB setze voraus, dass die Prostitution freiwillig ausge�bt werde. Indem die Vorinstanz von einer aufgezwungenen Aus�bung der Prostitution ausgehe und ihn dennoch gest�tzt auf diese Bestimmung verurteile, verletze sie Bundesrecht.
3.2.�Gem�ss Art. 195 Abs. 3 aStGB (der dem seit dem 1. Juli 2014 g�ltigen Art. 195 lit. c StGB entspricht) wird mit Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren oder Geldstrafe bestraft, wer die Handlungsfreiheit einer Person, die Prostitution betreibt, dadurch beeintr�chtigt, dass er sie bei dieser T�tigkeit �berwacht oder Ort, Zeit, Ausmass oder andere Umst�nde der Prostitution bestimmt. Gesch�tztes Rechtsgut ist die Entscheidungsfreiheit der Prostituierten, die nicht verletzt werden darf. Von der Bestimmung wird erfasst, wer sich der Prostituierten gegen�ber in einer Machtposition befindet, die es ihm erlaubt, deren Handlungsfreiheit einzuschr�nken und festzulegen, wie sie ihrer T�tigkeit im Einzelnen nachzugehen hat, oder in Einzelf�llen bestimmte Verhaltensweisen zu erzwingen. Die Strafbarkeit setzt voraus, dass auf die betroffene Person ein gewisser Druck ausge�bt wird, dem sie sich nicht ohne Weiteres entziehen kann, so dass sie in ihrer Entscheidung, ob und wie sie dem Gewerbe nachgehen will, nicht mehr vollst�ndig frei ist, und dass die �berwachung oder die bestimmende Einflussnahme ihrem Willen oder ihren Bed�rfnissen zuwiderl�uft (BGE 129 IV 81 E. 1.2; 126 IV 76 E. 2 mit Hinweisen).
3.3.�Entgegen der Ansicht des Beschwerdef�hrers spielt es f�r die Erf�llung des Tatbestands von Art. 195 Abs. 3 aStGB keine Rolle, ob die Prostitution freiwillig oder unfreiwillig ausge�bt wird. So nahm das Bundesgericht etwa ein tatbestandliches Handeln an bei Animierdamen, die zur Bestreitung ihres Lebensunterhaltes gezwungen waren, sich zu prostituieren, die dabei einen genauen Zeitplan zu befolgen hatten und denen der Ort ihrer T�tigkeit und die Kundschaft vorgeschrieben waren (unver�ffentlichtes Urteil des Kassationshofs 6S.570/1997 vom 9. Oktober 1997 E. 2, zit. bei BERNARD CORBOZ, Les infractions en droit suisse, Vol. I, 3. Aufl. 2010, N. 47 zu Art. 195 StGB sowie bei HANS WIPR�CHTIGER, Aktuelle Praxis des Bundesgerichts zum Sexualstrafrecht, ZStrR 117/1999 S. 146 f.; vgl. auch den Verweis auf dieses Urteil in BGE 126 IV 76 E. 3).
Der Schuldspruch wegen mehrfacher F�rderung der Prostitution im Sinne von Art. 195 Abs. 3 aStGB ist nicht bundesrechtswidrig.
4.1.�Der Beschwerdef�hrer wendet sich gegen seine Verurteilung wegen mehrfacher sexueller N�tigung zum Nachteil der Beschwerdegegnerin 3. Die Beweisw�rdigung der Vorinstanz sei willk�rlich und verletze die Unschuldsvermutung.
4.2.�Die Vorinstanz setzt sich ausf�hrlich und kritisch mit den Aussagen der Beschwerdegegnerin 3 auseinander. Sie erw�gt, aus dem Umstand, dass die Beschwerdegegnerin 3 erst in den staatsanwaltlichen Einvernahmen auf die sexuellen �bergriffe zu sprechen kam, lasse sich nichts in Bezug auf ihre Glaubw�rdigkeit ableiten. Trotz offensichtlicher M�he, sich auszudr�cken und das Geschehen verst�ndlich zu schildern sowie zuverl�ssige zeitliche Angaben zu machen, schildere sie das Kerngeschehen sehr anschaulich und k�men ihre Gef�hle von Machtlosigkeit und Ekel klar zum Ausdruck. Die Einbettung der Ereignisse in das Rahmengeschehen sei ebenfalls stimmig. Ein taktisch motiviertes Aussageverhalten mit Blick auf eine m�gliche Genugtuungszahlung schliesst die Vorinstanz aus. Demgegen�ber erachtet sie die Aussagen des Beschwerdef�hrers zu den beiden �bergriffen als teilweise widerspr�chlich. Um den Eindruck von Authentizit�t zu vermitteln, schm�cke er seine Darstellung mit v�llig unwichtigen Details aus. Insgesamt verm�ge er keine Zweifel an der Richtigkeit der Aussagen der Beschwerdegegnerin 3 zu streuen. Die Vorinstanz erachtet es als erstellt, dass der Beschwerdef�hrer die Beschwerdegegnerin 3 an zwei Nachmittagen im Februar 2011 n�tigte, ihn oral zu befriedigen.
4.3.�Der Beschwerdef�hrer �bt �ber weite Strecken unzul�ssige appellatorische Kritik am vorinstanzlichen Beweisergebnis und beschr�nkt sich darauf, seine Sicht der Dinge vorzutragen. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn er anf�hrt, die Tatsache, dass die Beschwerdegegnerin 3 bei den Einvernahmen von Beginn weg von einer Vertrauensperson einer Fachstelle begleitet worden sei, spreche nicht gegen ein auf eine Genugtuungszahlung ausgerichtetes taktisches Verhalten. Gleiches gilt f�r sein Vorbringen, wonach er keine sexuellen Handlungen an einem derart bev�lkerten Ort wie einer automatischen Waschstrasse vornehmen w�rde und �berdies die Tatsache, dass er zum damaligen Zeitpunkt verheiratet gewesen sei, gegen erzwungenen, ungesch�tzten Oralverkehr im Auto spreche, da dies mit der grossen Gefahr von im Fahrzeug hinterlassenen Spuren verbunden gewesen w�re. Darauf ist nicht einzutreten.
Nicht zu beanstanden ist die vorinstanzliche Erw�gung, wonach Schamgef�hle der Beschwerdegegnerin 3 der Grund daf�r gewesen seien, erst sp�ter �ber die �bergriffe zu berichten. Die Annahme, dass diese Handlungen f�r die Beschwerdegegnerin 3 dem�tigend waren und es ihr deshalb - im Gegensatz zu einem (nicht angeklagten) fr�heren N�tigungsversuch, von welchem sie bereits anl�sslich ihrer ersten Einvernahmen berichtete - nicht leicht fiel, dar�ber zu sprechen, ist jedenfalls nicht willk�rlich. Aus der Tatsache, dass der zun�chst erw�hnte N�tigungsversuch nicht angeklagt wurde, l�sst sich sodann nichts in Bezug auf die generelle Glaubw�rdigkeit der Beschwerdegegnerin 3 ableiten. Der allgemeinen Glaubw�rdigkeit einer Person im Sinne einer dauerhaften personalen Eigenschaft kommt im �brigen ohnehin nur untergeordnete Bedeutung zu. Wichtiger f�r die Wahrheitsfindung als die allgemeine Glaubw�rdigkeit ist die Glaubhaftigkeit der konkreten Aussage, welche durch methodische Analyse ihres Inhalts darauf �berpr�ft wird, ob die auf ein bestimmtes Geschehen bezogenen Angaben einem tats�chlichen Erleben des Zeugen entspringen (BGE 133 I 33 E. 4.3 mit Hinweisen).
Dem Beschwerdef�hrer ist zuzustimmen, dass die Angaben der Beschwerdegegnerin 3 hinsichtlich der Daten und der Uhrzeiten der sexuellen �bergriffe nicht klar und widerspruchsfrei sind. Die Vorinstanz legt indessen willk�rfrei dar, dass die Beschwerdegegnerin 3 generell Schwierigkeiten hat, zeitliche Abl�ufe zuverl�ssig zu schildern. Sie zeigt auf, dass sich aus den Aussagen der Beschwerdegegnerin 3 die Reihenfolge der verschiedenen Ereignisse dennoch klar ergebe. Der Vorfall in der Waschstrasse lasse sich zudem mit dem in diesem Zusammenhang genannten Rahmengeschehen (Arztbesuch) verkn�pfen, was f�r die Wiedergabe eines erlebten Vorfalls spreche.
Nicht gefolgt werden kann dem Beschwerdef�hrer, soweit er behauptet, der Vorgang in der Waschstrasse habe sich aufgrund seines Alters und seiner medizinischen Probleme gar nicht in der von der Beschwerdegegnerin 3 geschilderten Art und Zeitdauer abspielen k�nnen. Abgesehen davon, dass er dies erstmals vor Bundesgericht vorbringt und daher ohnehin nicht darauf einzugehen ist (vgl. Art. 99 Abs. 1 BGG), ist nicht ersichtlich, weshalb der Sachverhalt gem�ss Anklage deswegen nicht m�glich sein soll. Dasselbe gilt mit Blick auf den Vorfall in der Diskothek D.________.
Schliesslich trifft es zwar zu, dass die Aussagen der Beschwerdegegnerin 3 zum Waschvorgang und den Merkmalen der Waschstrasse nicht frei von Ungereimtheiten sind. Die Vorinstanz legt indessen nachvollziehbar dar, weshalb die Aussagen nicht unglaubhaft sind. Die vom Beschwerdef�hrer angef�hrten Ungereimtheiten betreffen zudem nicht das eigentliche Kerngeschehen. Nicht zu beanstanden ist die vorinstanzliche Feststellung, wonach beim Waschvorgang die Vorg�nge im Innenraum des Fahrzeugs von aussen nicht genau zu beobachten seien. Nicht willk�rlich ist auch ihre Erw�gung, wonach bei einem Gel�ndefahrzeug vom Typ, wie es der Beschwerdef�hrer fuhr, der geschilderte N�tigungsvorgang - Niederdr�cken des Kopfs in den Schoss des Fahrers - von aussen kaum zu erkennen sei. Schliesslich ist nicht erfindlich, weshalb der angeklagte Sachverhalt mit Blick auf die Ausstattung des Fahrzeugs und die K�rpergr�sse der Beschwerdegegnerin 3 nicht m�glich sein sollte.
Zusammengefasst vermag der Beschwerdef�hrer nicht darzulegen, inwiefern die vorinstanzliche Beweisw�rdigung geradezu willk�rlich sein sollte (vgl. vorne E. 2.3).
5.1.�Der Beschwerdef�hrer r�gt die Strafzumessung.
5.2.�Soweit der Beschwerdef�hrer seinen Ausf�hrungen einen Sachverhalt zugrunde legt, der von den willk�rfreien Feststellungen der Vorinstanz abweicht (vgl. E. 2 und 4), ist darauf nicht einzutreten. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn er ausf�hrt, es w�re den Beschwerdegegnerinnen 2 und 3 m�glich und zumutbar gewesen, die Arbeitsstelle zu wechseln.
5.3.�Das Bundesgericht hat die Grunds�tze der Strafzumessung wiederholt dargelegt. Darauf kann verwiesen werden (vgl. BGE 136 IV 55 E. 5.4 ff. mit Hinweisen). Das Sachgericht verf�gt auf dem Gebiet der Strafzumessung �ber einen Ermessensspielraum. Das Bundesgericht greift nur ein, wenn die Vorinstanz den gesetzlichen Strafrahmen �ber- oder unterschritten hat, wenn sie von rechtlich nicht massgebenden Kriterien ausgegangen ist oder wesentliche Gesichtspunkte ausser Acht gelassen bzw. durch �berschreitung oder Missbrauch ihres Ermessens falsch gewichtet hat (BGE 136 IV 55 E. 5.6 S. 61; 135 IV 130 E. 5.3.1; je mit Hinweisen).
5.4.�Die Vorinstanz setzt sich in ihren Erw�gungen zur Strafzumessung mit den wesentlichen schuldrelevanten Komponenten auseinander und w�rdigt s�mtliche Zumessungsgr�nde zutreffend. Dass sie sich dabei von rechtlich nicht massgebenden Gesichtspunkten h�tte leiten lassen oder wesentliche Gesichtspunkte nicht ber�cksichtigt h�tte, ist nicht ersichtlich.
Nicht zu beanstanden ist, dass die Vorinstanz von einer objektiv wie subjektiv nicht mehr leichten Tatschwere hinsichtlich des Tatbestands der mehrfachen F�rderung der Prostitution ausgeht. Was der Beschwerdef�hrer dagegen vorbringt, ist nicht geeignet, eine Ermessensverletzung aufzuzeigen. Entgegen seinen Ausf�hrungen ist insbesondere nicht ersichtlich, dass die Vorinstanz vom Strafrahmen auf die Tatschwere schliessen w�rde - auch wenn ihre diesbez�gliche Formulierung ungl�cklich sein mag. Nicht zu bem�ngeln ist sodann, wenn sie in Bezug auf das subjektive Verschulden ausf�hrt, seine schlechte finanzielle Situation verm�ge den Beschwerdef�hrer nicht zu entlasten, da er diese durch sein Gesch�ftsmodell vollst�ndig auf die T�nzerinnen abgew�lzt habe. Zwar ist dem Beschwerdef�hrer zuzustimmen, dass sein Verschulden gr�sser w�re, wenn er sich bei gutem Gesch�ftsgang gleich verhalten h�tte. Dies �ndert aber nichts daran, dass die Vorinstanz, ohne ihr Ermessen zu verletzen, von einem egoistischen und skrupellosen Handeln ausgehen durfte. Sie war auch nicht gehalten, den angeblich schlechten Gesundheitszustand des Beschwerdef�hrers strafmindernd zu ber�cksichtigen. Bei medizinischen Gr�nden ist der Strafempfindlichkeit lediglich Rechnung zu tragen, wenn der Betroffene besonders empfindlich ist. Dies wurde namentlich etwa bejaht bei Gehirnverletzten, Schwerkranken, unter Haftpsychose Leidenden oder Taubstummen (Urteil 6B_448/2011 vom 27. Juli 2012 E. 7.4 mit Hinweis). Dass eine solch besondere Strafempfindlichkeit vorliegt, legt der Beschwerdef�hrer nicht dar und ist auch nicht ersichtlich. Soweit er schliesslich lediglich ausf�hrt, wie die Einsatzstrafe und deren Erh�hung aus seiner Sicht festzulegen gewesen w�ren, ist darauf nicht einzugehen.
Die von der Vorinstanz ausgef�llte teilbedingte Freiheitsstrafe von 32 Monaten liegt auch bei einer Gesamtbetrachtung innerhalb des sachrichterlichen��Ermessens.
Der Beschwerdef�hrer beantragt, es sei ihm der bedingte Strafvollzug zu gew�hren. Nachdem die Beschwerde hinsichtlich der Strafzumessung abzuweisen ist und es bei einer Freiheitsstrafe von 32 Monaten bleibt (E. 5), entf�llt die M�glichkeit des bedingten Strafvollzugs aus objektiven Gr�nden (vgl. Art. 42 Abs. 1 StGB). Auf das Begehren des Beschwerdef�hrers ist deshalb nicht einzugehen. Gleiches gilt f�r seinen Antrag bez�glich Verfahrenskosten, Entsch�digung und Genugtuung, nachdem es beim vorinstanzlichen Schuldspruch bleibt.

References: Art. 195
 Art. 195
 Art. 195
 Art. 42
 Art. 6
 Art. 9
 Art. 80
in dubio
 Art. 95
 BGE 
 BGE 
 Art. 195
 Art. 195
 Art. 195
 Art. 195
 Art. 195
 BGE 
 Art. 195
 Art. 99
 BGE 
 Art. 42