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Timestamp: 2016-10-28 16:20:29+00:00

Document:
Raufhandel; Willk�r; Strafzumessung; bedingter ev. teilbedingter Strafvollzug; Widerruf,
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich, II. Strafkammer, vom 1. Juni 2010.
Das Bezirksgericht Z�rich sprach X.________ mit Entscheid vom 4. Juni 2009 des Raufhandels (Anklageschrift, HD), des Fahrens in fahrunf�higem Zustand (Anklageschrift, ND 1), des Fahrens trotz Entzugs des F�hrerausweises (Anklageschrift, ND 1), des mehrfachen Betrugs (Anklageschrift, ND 2 und 3), der mehrfachen �bertretung des Heilmittelgesetzes (Anklageschrift, ND 2), der Widerhandlung gegen das Bet�ubungsmittelgesetz (Anklageschrift, ND 2) sowie der mehrfachen �bertretung des Bet�ubungsmittelgesetzes (Anklageschrift, ND 1 und 2) schuldig. Es widerrief die mit Entscheid des Bezirksgerichts Winterthur vom 14. Februar 2006 ausgesprochene Gef�ngnisstrafe von vier Monaten und verurteilte ihn unter Anrechnung der erstandenen Haft von 210 Tagen sowie unter Einbezug der widerrufenen Strafe zu einer teilbedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 16 Monaten als Gesamtstrafe sowie zu einer Busse von Fr. 3'000.--. Den zu vollziehenden Teil der Freiheitsstrafe legte es auf sechs Monate fest.
Das Obergericht des Kantons Z�rich stellte mit Urteil vom 1. Juni 2010 die Rechtskraft der Schuldspr�che betreffend Fahren in fahrunf�higem Zustand (Anklageschrift, ND 1), Fahren trotz Entzugs des F�hrerausweises (Anklageschrift, ND 1), Betrug (Anklageschrift, ND 3), mehrfache �bertretung des Heilmittelgesetzes (Anklageschrift, ND 2), Widerhandlung gegen das Bet�ubungsmittelgesetz (Anklageschrift, ND 2) sowie mehrfache �bertretung des Bet�ubungsmittelgesetzes (Anklageschrift, ND 1 und 2) fest. Sodann sprach es X.________ des Raufhandels schuldig. Vom Vorwurf des Betrugs (Anklageschrift, ND 2) sprach es ihn frei. Es verurteilte ihn unter Anrechnung der erstandenen Haft von 210 Tagen zu einer unbedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 15 Monaten sowie zu einer Busse von Fr. 1'000.--. Zudem widerrief es die mit Entscheid des Bezirksgerichts Winterthur vom 14. Februar 2006 ausgesprochene Gef�ngnisstrafe von vier Monaten.
Gegen dieses Urteil erhebt X.________ Beschwerde in Strafsachen. Er beantragt, das Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich vom 1. Juni 2010 sei, mit Ausnahme des Freispruchs betreffend Betrug, aufzuheben, und er sei vom Vorwurf des Raufhandels freizusprechen. Er sei mit einer bedingt vollziehbaren Geldstrafe von 270 Tagess�tzen zu bestrafen. Falls eine Freiheitsstrafe ausgesprochen werde, sei ihm der teilbedingte Vollzug zu gew�hren, wobei der zu vollziehende Teil sechs Monate zu betragen habe. Sodann sei auf den Widerruf der mit Entscheid des Bezirksgerichts Winterthur vom 14. Februar 2006 ausgef�llten Gef�ngnisstrafe von vier Monaten zu verzichten. Eventualiter sei die Sache zu neuer Festsetzung des Strafmasses, unter Ber�cksichtigung des Freispruchs wegen Raufhandels, an das Obergericht zur�ckzuweisen. Zudem sei ihm die unentgeltliche Prozessf�hrung zu gew�hren und Rechtsanwalt Heusser als unentgeltlicher Rechtsvertreter beizuordnen.
Der Beschwerdef�hrer hielt sich am 18. Mai 2008 um etwa 06.00 Uhr auf der Tanzfl�che des Clubs Oxa in Z�rich auf, als es zwischen A.________ und B.________ zu einem Streit mit wechselseitigen Faustschl�gen kam. In diesen Streit griffen die beiden Bekannten von B.________ - C.________ und der Beschwerdef�hrer - ein. C.________ versetzte A.________ mehrere Schl�ge ins Gesicht, brachte ihn zu Boden und trat ihn anschliessend zweimal mit dem Knie in die Rippen. Der Beschwerdef�hrer schlug ebenfalls mit der Faust zu und versetzte A.________ mit einer Bierflasche Schl�ge auf den Kopf und ins Gesicht. B.________ selber erteilte ihm nebst mehreren Faustschl�gen einen Schlag an den Kopf mittels eines gl�sernen Aschenbechers. A.________ erlitt diverse Verletzungen - ca. 2 cm tiefe Weichteilverletzungen und Rissquetschwunden im Gesicht sowie Schnittverletzungen am Sch�deldach -, die zu einer zweiw�chigen Arbeitsunf�higkeit, sichtbaren Narben sowie zur Unbeweglichkeit der linken Augenbraue infolge Durchtrennung des Stirnnervs f�hrten.
2.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt in formeller Hinsicht, die Vorinstanz habe seinen Anspruch auf das rechtliche Geh�r nach Art. 29 Abs. 2 BV verletzt, indem sie ihren Entscheid nicht gen�gend begr�nde. So stelle sie lediglich fest, es gebe keine Hinweise, dass B.________ und C.________ Rachegef�hle gegen�ber dem Beschwerdef�hrer h�tten und ihn aus diesem Grund belasten w�rden. Die Vorinstanz nehme keine Stellung dazu, dass die beiden durchaus ein Interesse daran h�tten, den Verdacht von sich abzulenken und aus diesem Grund den Beschwerdef�hrer zu beschuldigen. Zudem f�hre sie aus, der Blutspritzer auf den Schuhen des Beschwerdef�hrers sei ein Indiz f�r die Tatbeteiligung, ohne dies zu begr�nden.
2.2 Aus dem Anspruch auf rechtliches Geh�r gem�ss Art. 29 Abs. 2 BV ergibt sich unter anderem, dass die Beh�rde die Vorbringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch tats�chlich h�rt, pr�ft und in der Entscheidfindung ber�cksichtigt. Daraus folgt die Verpflichtung der Beh�rde, ihren Entscheid zu begr�nden. Es ist nicht erforderlich, dass sie sich mit allen Parteistandpunkten einl�sslich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdr�cklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die f�r den Entscheid wesentlichen Punkte beschr�nken. Die Begr�ndung muss so abgefasst sein, dass sich der Betroffene �ber die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die h�here Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinne m�ssen wenigstens kurz die �berlegungen genannt werden, von denen sich die Beh�rde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid st�tzt (BGE 136 V 351 E. 4.2 mit Hinweis).
2.3 Diesen Anforderungen wird der angefochtene Entscheid gerecht. Es l�sst sich hinreichend nachvollziehen, aus welchen �berlegungen die Vorinstanz zur Ansicht gelangt, der Beschwerdef�hrer habe sich an der t�tlichen Auseinandersetzung beteiligt. Sie legt dar, weshalb es aus ihrer Sicht unwahrscheinlich sei, dass die beiden Mitt�ter den Beschwerdef�hrer mit falschen Aussagen belasten w�rden. So w�rden sich B.________ und C.________ in ihren Aussagen selber massiv belasten. Auch sei davon auszugehen, dass bei einer allf�lligen Absprache der beiden, die Aussagen viel zielgerichteter, auf den Tatbeitrag des Beschwerdef�hrers fokussiert ausgefallen w�ren und sie ihre eigene Tatbeteiligung in den Hintergrund ger�ckt h�tten. Dies sei jedoch nicht der Fall gewesen (vorinstanzliches Urteil, S. 19 f.). Betreffend die Blutspur auf den Schuhen des Beschwerdef�hrers erw�gt die Vorinstanz, dieser m�sse sich in unmittelbarer N�he des Gesch�digten A.________ aufgehalten haben, ansonsten es �usserst unwahrscheinlich sei, dass dessen Blut auf seine Schuhe gelangt sei. Die Darstellung des Beschwerdef�hrers, wonach er mehrere Meter von diesem entfernt gestanden habe und sich zwischen ihnen etliche Zuschauer befunden h�tten, sei nicht glaubhaft (vorinstanzliches Urteil, S. 16 f.). Die Vorinstanz setzt sich somit hinreichend mit den Vorbringen des Beschwerdef�hrers auseinander. Auch war es diesem m�glich, das vorinstanzliche Urteil sachgerecht anzufechten. Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh�r ist nicht ersichtlich.
3.1 Weiter r�gt der Beschwerdef�hrer, die Vorinstanz habe den Sachverhalt willk�rlich festgestellt. Er habe sich nicht an der t�tlichen Auseinandersetzung beteiligt, obgleich er am fraglichen Abend im Club Oxa gewesen sei.
3.2.1 Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zu Grunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die Sachverhaltsfeststellung kann nur ger�gt werden, wenn sie willk�rlich (Art. 9 BV) ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (vgl. Art. 97 Abs. 1 BGG; BGE 134 IV 36 E. 1.4.1 mit Hinweis). Die R�ge der Willk�r muss in der Beschwerdeschrift anhand des angefochtenen Entscheids pr�zise vorgebracht und begr�ndet werden, ansonsten nicht darauf einzutreten ist (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 136 I 65 E. 1.3.1 mit Hinweisen).
3.2.2 Die Vorinstanz st�tzt sich in ihrer Beweisw�rdigung auf die Aussagen des Beschwerdef�hrers, des Gesch�digten, der beiden Mitt�ter B.________ und C.________ sowie der Auskunftsperson D.________ und des Zeugen E.________. Zudem liegen der Beweisw�rdigung ein DNA-Bericht der Stadtpolizei Z�rich vom 9. Juni 2008 betreffend die Blutspur auf den Schuhen des Beschwerdef�hrers sowie diverse Protokolle von Telefongespr�chen zu Grunde, die im Rahmen einer Telefon�berwachung aufgezeichnet wurden.
Die Vorinstanz nimmt eine ausf�hrliche Beweisw�rdigung vor und erl�utert eingehend, weshalb sie zum Beweisergebnis gelangt, der Beschwerdef�hrer habe sich an der t�tlichen Auseinandersetzung beteiligt. Inwiefern ihre Sachverhaltserstellung willk�rlich sein soll, ist nicht ersichtlich und vermag der Beschwerdef�hrer nicht aufzuzeigen. Seine Vorbringen ersch�pfen sich gr�sstenteils darin, seine Sicht der Dinge darzulegen.
Der Einwand des Beschwerdef�hrers, die Vorinstanz st�tze sich zu einseitig auf die Aussagen der beiden Mitt�ter B.________ und C.________, die beide ein Interesse daran h�tten, ihn zu belasten, um den Verdacht von sich selber abzulenken, erweist sich als haltlos und widerspricht den Gegebenheiten. Wie die Vorinstanz zu Recht festh�lt, belasten sich diese von Beginn weg in ihren Aussagen selber, weshalb nicht davon auszugehen ist, sie w�rden den Verdacht von sich ablenken wollen. Wie die Vorinstanz nachvollziehbar darlegt, spricht gegen eine Absprache zwischen den beiden, dass sie diesfalls den Tatbeitrag des Beschwerdef�hrers betonen und zugleich ihren eigenen verharmlosen w�rden, was nicht der Fall ist.
Weiter bringt der Beschwerdef�hrer vor, weder der Gesch�digte A.________ noch die Auskunftsperson D.________ und der Zeuge E.________ w�rden ihn belasten. Die Vorinstanz ignoriere schlechthin, dass der Gesch�digte ihn entlaste, indem er ihn als T�ter ausdr�cklich ausschliesse. Auch diesbez�glich erw�gt die Vorinstanz willk�rfrei, dass es im Club dunkel gewesen sei und der Gesch�digte, der seine Angreifer zuvor nicht gekannt habe, in schneller Abfolge von verschiedenen Seiten angegriffen und verletzt worden sei, was eine Beschreibung der T�ter schwierig mache. Stellt man sich das Geschehen im Club mit mehreren Beteiligten und etlichen umstehenden Personen vor, erscheint die Erkl�rung, weshalb der Gesch�digte den Beschwerdef�hrer - und �berdies auch B.________ - nicht zu erkennen vermochte, folgerichtig.
Der Einwand des Beschwerdef�hrers, das Blut des Gesch�digten auf seinem Schuh sei kein Tatbeweis, ist insofern richtig, als dass es sich hierbei lediglich um ein Indiz handelt. Etwas anderes behauptet auch die Vorinstanz nicht. Deren Schlussfolgerung, das Blut w�re h�chst unwahrscheinlich auf den Schuh des Beschwerdef�hrers gelangt, wenn er, wie behauptet, mehrere Meter vom Geschehen entfernt gestanden h�tte und sich zwischen ihm und der Schl�gerei viele Personen befunden h�tten, �berzeugt.
Insgesamt begn�gt sich der Beschwerdef�hrer damit, den bestrittenen Feststellungen eigene tats�chliche Behauptungen gegen�berzustellen oder darzulegen, wie die Beweise seiner Ansicht nach zu w�rdigen gewesen w�ren. Er unterl�sst es, klar und substantiiert aufzuzeigen, inwiefern die ger�gten Feststellungen offensichtlich unrichtig und damit willk�rlich sind. Auf eine derartige Kritik an den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz ist nicht einzutreten.
4.1 Der Beschwerdef�hrer bringt weiter vor, die Vorinstanz habe zu Unrecht die mit Entscheid des Bezirksgerichts Winterthur vom 14. Februar 2006 bedingt vollziehbar ausgesprochene Gef�ngnisstrafe von vier Monaten widerrufen. Dieser Entscheid sei ihm nicht er�ffnet, sondern lediglich seinem damaligen Verteidiger zugestellt worden. Er habe erst am 25. Februar 2009, als ihm der Staatsanwalt anl�sslich einer Einvernahme den Entscheid vorgelegt habe, davon Kenntnis erhalten. Somit habe die Probezeit erst dann zu laufen begonnen.
4.2.1 Gem�ss Art. 46 Abs. 1 Satz 1 StGB widerruft das Gericht die bedingte Strafe oder den bedingten Teil der Strafe, wenn der Verurteilte w�hrend der Probezeit ein Verbrechen oder Vergehen begeht und deshalb zu erwarten ist, dass er weitere Straftaten ver�ben wird.
4.2.2 Der Beschwerdef�hrer ver�bte im Jahre 2007 sowie zu Beginn des Jahres 2008 erneut mehrere Straftaten, die teilweise als Vergehen zu qualifizieren sind.
Die Probezeit beginnt mit der nach dem kantonalen Recht massgeblichen Er�ffnung des Urteils zu laufen, wobei gleichg�ltig ist, in welcher Form und ob der Entscheid dem Verurteilten selbst oder seinem Verteidiger er�ffnet wird (Urteil 6B_522/2010 vom 23. September 2010 E. 3 mit Hinweisen). Nach dem noch massgeblichen Gerichtsverfassungsgesetz des Kantons Z�rich vom 13. Juni 1976 (aGVG/ZH; LS 211.1) k�nnen Entscheide m�ndlich oder schriftlich er�ffnet werden. Ist eine Partei vertreten, ist der schriftliche Entscheid dem Rechtsvertreter zuzustellen (� 187 Abs. 1 i.V.m. � 176 Abs. 1 aGVG/ZH). Auch die am 1. Januar 2011 in Kraft getretene Schweizerische Strafprozessordnung (StPO; SR 312.0) sieht in Art. 87 Abs. 3 vor, dass Mitteilungen an Parteien, die einen Rechtsbeistand bestellt haben, rechtsg�ltig an diesen zugestellt werden.
Der begr�ndete Entscheid des Bezirksgerichts Winterthur vom 14. Februar 2006 wurde dem damaligen Rechtsbeistand des Beschwerdef�hrers am 31. M�rz 2006 zugestellt (vorinstanzliche Akten, act. 28/12). Die zweij�hrige Probezeit begann folglich gleichentags zu laufen und endete am 31. M�rz 2008. Die vom Beschwerdef�hrer zitierte Lehre besagt lediglich, dass die Zustellung an den Vertreter nur rechtsg�ltig sei, wenn der Vertretene von dem gegen ihn gef�hrten Verfahren �berhaupt Kenntnis habe (HAUSER/SCHWERI, Kommentar zum z�rcherischen Gerichtsverfassungsgesetz, 2002, N. 2 und 7 zu � 187 GVG). Der Beschwerdef�hrer war aber an der Hauptverhandlung vom 4. November 2005 zugegen (vorinstanzliche Akten, act. 28/11), weshalb er �ber das gegen ihn h�ngige Strafverfahren zweifelsohne Kenntnis besass.
Betreffend die weiteren Voraussetzungen zum Widerruf kann auf die zutreffenden Ausf�hrungen der Vorinstanz verwiesen werden. Deren Vorliegen ist denn auch nicht bestritten.
Der Widerruf der mit Entscheid vom 14. Februar 2006 des Bezirksgerichts Winterthur ausgesprochenen Gef�ngnisstrafe von vier Monaten verletzt kein Bundesrecht.
5.1 Sodann r�gt der Beschwerdef�hrer, die ausgef�llte Freiheitsstrafe von 15 Monaten sei herabzusetzen. Dies insbesondere, da er vom Vorwurf des Raufhandels freizusprechen sei. Zudem sei nicht nachvollziehbar, dass die Vorinstanz den Beschwerdef�hrer wegen Betrugs (Anklageschrift, ND 2) freispreche, aber dennoch eine h�here Strafe als die erste Instanz ausspreche.
Weiter sei zu ber�cksichtigen, dass sein Verschulden zwar erheblich, jedoch nicht schwer sei. Insbesondere hinsichtlich der Verurteilung wegen Betrugs (Anklageschrift, ND 3) sei zu beachten, dass der eigentliche Initiant C.________ gewesen sei, und dass es sich bei den Gesch�digten um Drogenh�ndler gehandelt habe. Ausserdem habe er diesen das Geld zur�ckgegeben, was als t�tige Reue zu gelten habe und insofern strafmildernd zu ber�cksichtigen sei. Ebenfalls leicht strafmildernd seien seine pers�nlichen Verh�ltnisse zu ber�cksichtigen.
Insgesamt habe die Vorinstanz ihr Ermessen missbraucht und gegen das Willk�rverbot nach Art. 9 BV verstossen. Es sei eine Strafe von nicht mehr als neun Monaten auszusprechen. Da keine zwingenden Gr�nde f�r eine Freiheitsstrafe vorliegen w�rden, sei eine Geldstrafe von 270 Tagess�tzen auszuf�llen.
Sodann sei die Strafe bedingt auszusprechen, da ihm keine schlechte Prognose zu stellen sei. Seine Drogensucht sowie die innere Orientierungslosigkeit habe er mittlerweile �berwinden k�nnen. Auch habe er eine Arbeitsstelle gefunden, umgebe sich mit anderen Kollegen und habe allgemein einen positiven Lebenswandel vollzogen. Durch den Strafvollzug w�rde er die Arbeitsstelle verlieren, was negative Auswirkungen auf die gemachten Fortschritte haben k�nne.
5.2.1 Das Gericht misst gem�ss Art. 47 StGB die Strafe nach dem Verschulden des T�ters zu. Es ber�cksichtigt das Vorleben und die pers�nlichen Verh�ltnisse sowie die Wirkung der Strafe auf dessen Leben. Das Verschulden wird nach der Schwere der Verletzung oder Gef�hrdung des betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den Beweggr�nden und Zielen des T�ters sowie danach bestimmt, wie weit dieser nach den inneren und �usseren Umst�nden in der Lage war, die Gef�hrdung oder Verletzung zu vermeiden. Dem urteilenden Gericht steht bei der Gewichtung der einzelnen Strafzumessungsfaktoren ein erheblicher Ermessensspielraum zu. Das Bundesgericht greift auf Beschwerde hin nur in die Strafzumessung ein, wenn die Vorinstanz den gesetzlichen Strafrahmen �ber- oder unterschritten hat, wenn sie von rechtlich nicht massgebenden Kriterien ausgegangen ist oder wesentliche Gesichtspunkte ausser Acht gelassen bzw. durch �berschreitung oder Missbrauch ihres Ermessens falsch gewichtet hat (BGE 136 IV 55 E. 5.6 mit Hinweisen).
Hat der T�ter durch eine oder mehrere Handlungen die Voraussetzungen f�r mehrere gleichartige Strafen erf�llt, so muss der Richter in einem ersten Schritt gedanklich die Einsatzstrafe f�r das schwerste Delikt festlegen. Darin hat er die entsprechenden straferh�henden und -mindernden Umst�nde einzubeziehen. In einem zweiten Schritt hat er die Strafe zu erh�hen, um die weiteren Delikte zu sanktionieren. Auch hierbei muss er den jeweiligen Umst�nden Rechnung tragen. Er darf jedoch das H�chstmass der angedrohten Strafe nicht um mehr als die H�lfte erh�hen, und er ist an das gesetzliche H�chstmass der Strafart gebunden (Art. 49 Abs. 1 StGB; BGE 132 IV 102 E. 8.1 mit Hinweisen).
5.2.2.1 Soweit sich der Beschwerdef�hrer zur Strafzumessung im Zusammenhang mit dem beantragten Freispruch wegen Raufhandels �ussert, erweist sich sein Anliegen als gegenstandslos.
5.2.2.2 Das Vorbringen des Beschwerdef�hrers, die ausgesprochene Strafe sei im Vergleich zur ausgef�llten Strafe der ersten Instanz unverh�ltnism�ssig hoch, vermag keine Bundesrechtsverletzung darzutun. Die Vorinstanz ist in ihrer Strafzumessung nicht an die Erw�gungen der ersten Instanz gebunden.
5.2.2.3 Die Vorinstanz geht vom Raufhandel gem�ss Art. 133 StGB als das schwerste Delikt aus und setzt daf�r eine Einsatzstrafe von zehn Monaten Freiheitsstrafe bzw. 300 Tagess�tzen Geldstrafe fest. Damit folgt sie nicht dem gesetzlich vorgesehenen, methodischen Vorgehen. Danach gilt als schwerste Tat jene, die gem�ss abstrakter Strafdrohung des Gesetzes mit der h�chsten Strafe bedroht ist, und nicht jene, die nach den konkreten Umst�nden verschuldensm�ssig am schwersten wiegt (BGE 116 IV 300 E. 2c/bb). Der Betrug nach Art. 146 StGB wird mit Freiheitsstrafe bis zu f�nf Jahren oder Geldstrafe sanktioniert und ist somit mit der h�heren Strafe bedroht als der Raufhandel. Hingegen ist nicht ersichtlich, dass sich die unrichtige Vorgehensweise zum Nachteil des Beschwerdef�hrers auswirkt, weshalb auf eine Aufhebung des Urteils in diesem Punkt verzichtet werden kann.
5.2.2.4 Die Vorinstanz erw�gt bei der W�rdigung des Raufhandels, der Beschwerdef�hrer habe �usserst brutal, skrupellos, feige und hinterh�ltig gehandelt. Sein Verhalten lasse auf eine Gleichg�ltigkeit und Geringsch�tzung bez�glich des Wohlbefindens anderer Menschen schliessen. Insgesamt handle es sich um einen schweren Fall eines Raufhandels. Auch betreffend die anderen Delikte offenbare er, der �ber eine l�ngeren Zeitraum hinweg in verschiedenster Hinsicht deliktisch t�tig gewesen sei, eine erhebliche kriminelle Energie. In subjektiver Hinsicht sei festzuhalten, dass der Beschwerdef�hrer nicht drogenabh�ngig sei, jedoch bei Begehung der Taten gr�sstenteils unter Drogeneinfluss gestanden sei, was leicht verschuldensmindernd zu ber�cksichtigen sei.
Weiter w�rdigt die Vorinstanz hinsichtlich der T�terkomponente das (Teil-)Gest�ndnis sowie den Umstand, dass der Beschwerdef�hrer und C.________ das Geld dem (Betrugs-)Gesch�digten zur�ckgegeben h�tten, als leicht strafmindernd. Dar�ber hinaus habe der Beschwerdef�hrer keine Zeichen der Einsicht oder Reue gezeigt. Vielmehr habe er nach dem Raufhandel bei seinen Kollegen mit seiner Tat geprahlt. Straferh�hend seien die zwei teilweise einschl�gigen Vorstrafen sowie die Tatbegehung w�hrend laufender Probezeit und h�ngigem Gerichtsverfahren zu werten. Insgesamt erachte sie eine Freiheitsstrafe von 15 Monaten als angemessen. Eine Geldstrafe falle in dieser Strafh�he nicht in Betracht.
5.2.2.5 Die Vorbringen des Beschwerdef�hrers gegen die vorinstanzliche Strafzumessung erweisen sich als unbehelflich. Die Vorinstanz zieht die massgeblichen Strafzumessungsfaktoren in Erw�gung und gewichtet sie angemessen. Insbesondere ist nicht zu beanstanden, dass sie den Umstand, dass der Beschwerdef�hrer in wiederholter und mannigfacher Weise - vom Gewaltdelikt �ber Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz sowie das Bet�ubungsmittelgesetz bis hin zum Verm�gensdelikt - und mit einer erheblichen kriminellen Energie delinquiert, deutlich straferh�hend gewichtet.
Bei den pers�nlichen Verh�ltnissen des Beschwerdef�hrers verweist die Vorinstanz auf die Erw�gungen der ersten Instanz (vorinstanzliches Urteil, E. III 2.4.1 S. 40). Daraus geht hervor, dass der Beschwerdef�hrer als Staatsangeh�riger der T�rkei in Winterthur im Kreise seiner Br�der und Eltern aufwuchs, begonnene Lehren aufgrund des Konkurses des Lehrbetriebs sowie gesundheitlicher Probleme nicht beenden konnte, in der Folge mehrere Jahre tempor�re Arbeiten ausf�hrte und anschliessend l�ngere Zeit arbeitslos war. Seit April 2009 arbeitete er als Lagerist in einem Unternehmen, bevor er im M�rz 2010 erneut in Untersuchungshaft gesetzt wurde (h�ngiges Strafverfahren wegen Sch�ndung, Widerhandlung gegen das Bet�ubungsmittelgesetz sowie gegen das Waffengesetz; vgl. vorinstanzliche Akten, act. 69). Es ist nicht zu beanstanden und liegt im vorinstanzlichen Ermessen, dass die Vorinstanz die pers�nlichen Verh�ltnisse weder straferh�hend noch -mindernd w�rdigt.
Die t�tige Reue im Sinne von Art. 23 Abs. 1 StGB bedingt, dass sich das Delikt noch im Stadium des Versuchs befindet, mithin die Tat noch nicht vollendet ist. Vorliegend liegt ein vollendeter Betrug vor, weshalb die Bestimmung nicht zur Anwendung gelangt. Auch die aufrichtige Reue nach Art. 48 lit. d StGB kann nicht strafmildernd ber�cksichtigt werden. Diese betrifft das Verhalten des T�ters nach der Tat. Das Gesetz verlangt eine besondere Anstrengung seitens des Fehlbaren, die er freiwillig und uneigenn�tzig, weder nur vor�bergehend noch allein unter dem Druck des drohenden oder h�ngigen Strafverfahrens, zu erbringen hat. Er muss Einschr�nkungen auf sich nehmen und alles daran setzen, das geschehene Unrecht wiedergutzumachen bzw. auszugleichen. Aufrichtige Reue setzt voraus, dass der T�ter die Schwere seiner Verfehlung einsieht und die Tat gesteht (BGE 107 IV 98 E. 1; Urteil 6B_968/2008 vom 20. M�rz 2009 E. 1.1.2; je mit Hinweisen). Vorliegend handelte der Beschwerdef�hrer weder einsichtig noch uneigenn�tzig, da er und C.________ sich erst dann dazu entschlossen hatten, das Geld dem (Betrugs-)Gesch�digten zur�ckzugeben, als sie ein Polizeifahrzeug bemerkt hatten (vorinstanzliche Akten, act. 61 S. 23 und 31).
Die vorinstanzliche Strafzumessung ist nicht zu beanstanden. Die ausgef�llte Freiheitsstrafe von 15 Monaten - bei einem erweiterten Strafrahmen von viereinhalb Jahren (bzw. siebeneinhalb Jahren, wenn vom Betrug als schwerstem Delikt auszugehen ist) Freiheitsstrafe - ist angemessen. Bei diesem Strafmass f�llt ausser Betracht, eine Geldstrafe auszusprechen (Art. 34 Abs. 1 StGB).
5.3.1 Gem�ss Art. 42 StGB schiebt das Gericht den Vollzug einer Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten und h�chstens zwei Jahren in der Regel auf, wenn eine unbedingte Strafe nicht notwendig erscheint, um den T�ter von der Begehung weiterer Verbrechen oder Vergehen abzuhalten (Abs. 1). Wurde der T�ter innerhalb der letzten f�nf Jahren vor der Tat zu einer bedingten oder unbedingten Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten oder zu einer Geldstrafe von mindestens 180 Tagess�tzen verurteilt, so ist der Aufschub nur zul�ssig, wenn besonders g�nstige Umst�nde vorliegen (Abs. 2).
Das Gericht kann gem�ss Art. 43 Abs. 1 StGB den Vollzug einer Geldstrafe, von gemeinn�tziger Arbeit oder einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr und h�chstens drei Jahren nur teilweise aufschieben, wenn dies notwendig ist, um dem Verschulden des T�ters gen�gend Rechnung zu tragen.
5.3.2 Der Beschwerdef�hrer wurde mit Urteil des Amtsgerichts Singen (D) vom 31. Oktober 2006 zu einer bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von zwei Jahren verurteilt (vorinstanzliches Urteil, E. III 3.2.2 S. 42 f.). Ausl�ndische Urteile sind den schweizerischen gleichgestellt, wenn sie den Grunds�tzen des Schweizerischen Rechts nicht widersprechen (BGE 105 IV 225 E. 2). Demzufolge m�ssen "besonders g�nstige Umst�nde" vorliegen, damit dem Beschwerdef�hrer der bedingte Vollzug der Strafe gew�hrt werden kann. Solche liegen nicht vor, wie die Vorinstanz zu Recht erw�gt (vorinstanzliches Urteil, E. III 3.2.2 S. 42 f.). Diese Bedingung nach Art. 42 Abs. 2 StGB muss denn auch beim teilbedingten Vollzug der Strafe beachtet werden, da die subjektiven Voraussetzungen von Art. 42 StGB auch f�r die Anwendung von Art. 43 StGB gelten (BGE 134 IV 1 E. 5.3.1; Urteil 6B_510/2010 vom 4. Oktober 2010 E. 1.1; je mit Hinweisen).
Das Nichtgew�hren des bedingten bzw. teilbedingten Vollzugs der Freiheitsstrafe verletzt demnach kein Bundesrecht.
Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist ebenfalls abzuweisen, da die Beschwerde von vornherein aussichtslos war (Art. 64 Abs. 1 und 2 BGG). Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die bundesgerichtlichen Kosten dem Beschwerdef�hrer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Seiner finanziellen Lage ist bei der Bemessung der Gerichtsgeb�hr Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG).

References: Art. 29
 Art. 29
 Art. 95
 Art. 97
 BGE 
 BGE 
 Art. 46
 Art. 87
 Art. 9
 Art. 47
 BGE 
 Art. 133
 Art. 146
 Art. 23
 Art. 48
 Art. 42
 Art. 43
 Art. 42
 Art. 42
 Art. 43