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Timestamp: 2020-05-29 04:12:22+00:00

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BGH, 27.06.1979 - VIII ZR 233/78 - dejure.org
BGH, 27.06.1979 - VIII ZR 233/78
https://dejure.org/1979,101
BGH, 27.06.1979 - VIII ZR 233/78 (https://dejure.org/1979,101)
BGH, Entscheidung vom 27.06.1979 - VIII ZR 233/78 (https://dejure.org/1979,101)
BGH, Entscheidung vom 27. Juni 1979 - VIII ZR 233/78 (https://dejure.org/1979,101)
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Abschluss eines Bürgschaftsvertrages - Nichthaftung als Bürge wegen Unbestimmtheit der Hauptforderung - Konkurseröffnung über das Vermögen einer Hauptschuldnerin
NJW 1979, 2040
MDR 1979, 1016
WM 1979, 884
Dieser Schluss ist etwa gerechtfertigt, wenn der Beklagte eine fällige Leistung trotz Aufforderung nicht erbringt (BGH, Urteil vom 27. Juni 1979 - VIII ZR 233/78, aaO, II. 3. b).
Der BGH führe dazu in NJW 1979, 2040, 2041 aus, es sei ausgeschlossen, dass ein Anlass zur Klagerhebung später nachwachse.
Der Beklagte gibt Anlass zur Klage, wenn er sich so verhält, dass der Kläger bei vernünftiger Würdigung davon ausgehen darf, dass er seinen Anspruch anders nicht durchsetzen kann (st. Rspr.; RGZ 118, 264; BGH NJW 1979, 2040; OLG München NJW-RR 2001, 42).
Kostenentscheidung: Sofortiges Anerkenntnis bei Verzug des Beklagten und nach …
6 2. Wie das Landgericht in der angefochtenen Entscheidung überdies zutreffend erkannt hat, ist kein ungeschriebenes Tatbestandsmerkmal des § 93 ZPO, dass der Beklagte die Hauptschuld gleichzeitig oder zeitnah erfüllt; auch lässt sich eine solche Voraussetzung für reine Geldschulden nicht etwa aus der Gesamtsystematik der Kostenregelung ableiten (vgl. BGH NJW 1979, 2040 - 2041 zitiert nach juris; OLG München MDR 2003, 1134 zitiert nach juris; Hanseatisches OLG Hamburg ZMR 2008, 282 zitiert nach juris; OLG Frankfurt NJW-RR 1993, 1472 zitiert nach juris; OLG Hamm FamRZ 1993, 1344 - 1345 zitiert nach juris).
Dieser Auffassung hat bereits der Bundesgerichtshof eine klare Absage erteilt, weil eine Verknüpfung von Anerkenntnis und Zahlung im Gesetz keine Stütze findet (vgl. BGH NJW 1979, 2040 - 2041 zitiert nach juris; OLG München MDR 2003, 1134 zitiert nach juris; OLG Hamm FamRZ 1993, 1344 - 1345 zitiert nach juris).
Er muss sich vorprozessual so verhalten haben, dass der Kläger bei verständiger Würdigung davon ausgehen muss, er werde anders nicht zu seinem Recht kommen (vgl. BGH NJW 1979, 2040 - 2041 zitiert nach juris;… Giebel in Münchener Kommentar, ZPO, 3.Aufl., § 93 ZPO Rdn. 6 m.w.N.;… Herget in Zöller, ZPO, 28.Aufl., § 93 ZPO Rdn. 3 m.w.N.).
Zu beachten ist allerdings, dass ein vorprozessual fehlender Klageanlass hierdurch nicht etwa rückschauend "nachwachsen" könnte (vgl. BGH NJW 1979, 2040 - 2041 zitiert nach juris; Saarländisches OLG Saarbrücken AGS 2001, 254 zitiert nach juris;… Giebel in Münchener Kommentar, ZPO, 3. Aufl., § 93 ZPO Rdn. 6 m.w.N.).
10 b) Anlass zur Klageerhebung hat ein Schuldner in der Regel dann gegeben, wenn er eine fällige Forderung trotz Aufforderung durch den Gläubiger nicht zahlt bzw. sich mit der Hauptforderung vorprozessual in Verzug befindet (vgl. BGH NJW 1979, 2040, 2041 zitiert nach juris; KG Berlin ZMR 2008, 603 - 604 zitiert nach juris; OLG München MDR 2003, 1134 zitiert nach juris; OLG Frankfurt NJW-RR 1993, 1472 zitiert nach juris; LG Köln ZMR 2008, 831;… Giebel in Münchener Kommentar, ZPO, 3.Aufl., § 93 ZPO Rdn. 17 m.w.N.;… Herget in Zöller, ZPO, 28. Aufl., § 93 ZPO Rdn. 6 "Verzug";… Schneider in Prütting /Gehrlein, ZPO, Bearbeitung 2010, § 93 ZPO Rdn. 4 m.w.N.).
Dieser Schluss ist etwa gerechtfertigt, wenn der Beklagte eine fällige Leistung trotz Aufforderung nicht erbringt (Senat…, Beschluss vom 22. Oktober 2015 - V ZB 93/13, NJW 2016, 572 Rn. 19; BGH, Urteil vom 27. Juni 1979 - VIII ZR 233/78, aaO).
Daraus folgt, daß es für die Frage, ob die Beklagte Anlaß zur Klage gegeben hat, auf ihr Verhalten vor dem Prozeß ankommt (Senat, Urteil vom 27. Juni 1979 - VIII ZR 233/78, NJW 1979, 2040 unter II 3 a).
Dies beruht ersichtlich darauf, daß Änderungen der Darlehenszinsen unter die globale Sicherungsklausel fielen, die bei Abschluß des Bürgschaftsvertrages (frühestens am 16. September 1984, spätestens wohl im Frühjahr 1985) von der höchstrichterlichen Rechtsprechung grundsätzlich für wirksam gehalten wurde (vgl. BGH, Urt. v. 27. Juni 1979 - VIII ZR 233/78, WM 1979, 884, 885 m.w.N.; v. 21. Mai 1980 - VIII ZR 107/97, WM 1980, 770, insoweit in BGHZ 77, 167, 169 n. abgedr.; v. 6. Dezember 1984 - IX ZR 115/83, WM 1985, 155, 157).
Veranlassung zur Erhebung einer Klage gibt der Schuldner durch ein Verhalten, das vernünftigerweise den Schluss auf die Notwendigkeit eines Prozesses rechtfertigt (BGH, NJW 1979, 2040, 2041), wenn also der Kläger annehmen muss, er werde ohne Klageerhebung nicht zu seinem Recht kommen (…Zöller/Herget, ZPO, 32. Aufl., § 93 Rn. 3).
Es kann dahinstehen, ob bei fälligen Geldschulden das Anerkenntnis allein nicht genügt, sondern die geschuldete Leistung auch sofort erbracht werden muss, obwohl eine solche Verknüpfung beider Vorgänge im Gesetz keine Stütze findet und daher von der höchstrichterlichen Rechtsprechung abgelehnt wird (vgl. BGH, NJW 1979, 2040, 2041), da dieses zusätzliche Erfordernis auch nach dieser Auffassung für Zug um Zug zu erbringende Leistungen nicht gilt (…Zöller/Herget, ZPO, 32. Aufl., § 93 Rn. 6, Stichwort Geldschulden).
Der BGH hat, ohne die Begrifflichkeit "Erhebung der Klage" zu problematisieren, im Sinne der herrschenden Ansicht entschieden, "dass es für die Frage, ob die Beklagte Anlass zur Klage gegeben hat, auf ihr Verhalten vor dem Prozess ankommt" (BGH NJW 1979, 2040, 2041; NJW-RR 2005, 1005, 1006).
(4) Nach richtiger Ansicht kann allein durch ein prozessuales Gebaren des Beklagten ein Klageanlass auch nicht "nachwachsen"; ihm kann lediglich indizielle Bedeutung zukommen, um Zweifelsfragen bzgl. einer vorprozessual angelegten Klageveranlassung zu klären (BGH NJW 1979, 2040, 2041; OLG Zweibrücken MDR 1971, 591, 592; OLG Frankfurt MDR 1984, 149; OLG München NJW 1988, 270;… Jaspersen/Wache in Vorwerk/Wolf, aaO passim;… a. A. insoweit Zöller/Herget, aaO § 93 ZPO Rn. 3), an der es allerdings hier gemäß den vorstehenden Ausführungen bereits fehlt.
Ein Anlass "zur Erhebung der Klage" muss vor dem Prozess vorhanden sein und kann nicht später rückwirkend eintreten (BGH NJW 1979, 2040, 2041).
OLG Naumburg, 27.05.1999 - 7 W 38/99
Veranlassung zur Klageerhebung i.S. von § 93 ZPO
Dieser Auffassung wird in der Literatur aber entgegengehalten, daß der Antragsteller des Mahnverfahrens nach einem auf die Kosten beschränkten Widerspruch den Erlaß eines Vollstreckungsbescheides beantragen könnte, dessen Kosten zwangsweise der Antragsgegner zu tragen hätte (BGH, NJW 1979, 2040, 204l; KG, MDR 1980, 942; OLG Köln, ZZP 71 (1958), 247; OLG Zweibrücken, OLGZ 1971, 380, OLG Frankfurt, MDR 1984, 149; OLG Hamm, NJW-RR 1986, 1121, 1122; OLG Koblenz, JurBüro 1995, 323;… Stein/Jonas(21)-Bork, § 93 Rdn. 8;… Zöller(21)-Herget, § 93 Rdn. 6 Stichwort: Mahnverfahren).
LG Köln, 22.12.2006 - 13 T 232/06
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Anerkenntnis nach Widerspruch im Mahnverfahren
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OLG Frankfurt, 03.04.2009 - 19 W 13/09
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KG, 14.02.2019 - 8 W 31/17
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Kostenentscheidung nach sofortigem Anerkenntnis im Unterhaltsprozess: Verneinung …
OLG München, 25.04.2003 - 27 W 103/03
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