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Timestamp: 2019-01-22 22:47:47+00:00

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Kanzlei-Knigge | springerprofessional.de
Print ISBN: 978-3-658-06513-3
Electronic ISBN: 978-3-658-06514-0
§ 1. Grundsätzliches zur Etikette
Die Redensart „Adel verpflichtet!“ bedeutet, dass eine angesehene gesellschaftliche Position zu entsprechenden Verhaltensweisen verpflichtet und ist die wörtliche Übersetzung der französischen Maxime „noblesse oblige“ aus dem 1808 erschienenem Buch von Pierre Marc Gaston Duc de Lévis, Maximes et réflexions sur différents sujets de morale et de politique. Auch wenn der Adelsstand heute nicht mehr dieselbe Rolle spielt wie noch vor 150 Jahren, hat das Prinzip nichts von seiner Gültigkeit verloren und wird heute auf angesehene Personen und Berufsgruppen übertragen. Zu den angesehensten zeitgenössischen Berufsständen in Recht und Wirtschaft gehören insbesondere Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Anwälte.
§ 2. In der eigenen Kanzlei
Sorgen Sie als Anwalt oder Berater dafür, dass Ihre Besucher und Mandanten in Ihren Geschäftsräumen so empfangen werden, dass sie von vornherein ein positives und professionelles Bild von Ihrer Kanzlei gewinnen.
§ 3. Verhalten in der Öffentlichkeit
Mal angenommen, Sie sitzen und schwitzen gemütlich in der Sauna vor sich hin – und plötzlich kommt Ihr Mandant durch die Holztür. Oder Sie sind am Samstag Vormittag mit der Familie unterwegs – und Ihr Geschäftspartner oder Mandant läuft Ihnen im Supermarkt, bei Ikea oder im Kino-Foyer über den Weg.
§ 4. Beim Arzt und im Krankenhaus
Auch und gerade im Wartezimmer des Arztes heißt es: Rücksicht nehmen! Manch Wartenden plagen Schmerzen oder Ängste. Und fast alle ärgern sich über die oft ausgedehnte, ungenutzt verstreichende Wartezeit.
§ 5. Business Dress
Der erste Eindruck ist immer entscheidend. Äußeres Auftreten zählt anfangs oft mehr und auf Dauer fast ebenso viel wie die fachliche Qualifikation. Ungeputzte Schuhe, eine schief gebundene Krawatte – schon war’s das.
§ 6. Small Talk
Die Deutschen sind bekannt dafür, schnell zum Sachlichen kommen zu wollen. In den meisten anderen Ländern soll erst einmal ein „menschliches“ Kennenlernen vor dem Start ins Geschäftliche stehen. Preschen Sie nach der Begrüßung nicht direkt vor. Geben Sie sich selbst und Ihrem Gesprächspartner Zeit, einander etwas zu „beschnuppern“. Zeigen Sie, dass Sie sich im wahrsten Sinne des Wortes die Zeit nehmen, die dem Gegenüber und der Verhandlung zusteht.
§ 7. Das Geschäftsessen
Unzählige Restaurants leben von den so genannten Arbeitsessen. Mögen die geschäftlichen Verhandlungen noch anstrengend gewesen sein – bei einem guten Essen mit passenden Getränken und angenehmer Gesellschaft in entspannter Atmosphäre hat sich schon manches geschäftliche Problem wie von selbst gelöst.
§ 8. Empfänge, Betriebsfeiern und andere Anlässe
Für die Kundenbindung kann es sinnvoll sein, hin und wieder offizielle und besondere Einladungen auszusprechen. Im Folgenden gehen wir davon aus, dass mehrere Gäste, zum Beispiel wichtige und potenzielle Mandanten, auch mit Partnerinnen, eingeladen werden.
978-3-658-06513-3
978-3-658-06514-0
https://doi.org/10.1007/978-3-658-06514-0

References: § 1

§ 2

§ 3

§ 4

§ 5

§ 6

§ 7

§ 8