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Timestamp: 2019-09-21 18:33:52+00:00

Document:
Landesrecht BW UStHA 2005 Abschn 274 | Handausgabe | Abschn 274 Bemessungsgrundlage bei Reiseleistungen | gültig ab: 01.01.2005
Vorschrift: Abschn 274 UStHA 2005
Normen: § 25 Abs 2 UStG, § 25 Abs 3 S 3 UStG, § 25 Abs 4 UStG, § 25 UStG, § 25 Abs 4 UStG ... mehr
3 200,- €,
12 000,- €.
Reisepreis (Aufwendungen
der Reiseteilnehmer)
für Fahrt 3 200,- €
für Unterkunft 12 000,- €
15 200,- €
(16/116 = Steuersatz 16 %)
2 068,97 €
2Zu den Aufwendungen für Reisevorleistungen gehören auch die Aufwendungen, die der Unternehmer auf Grund vertraglicher Vereinbarung für nicht ausgenutzte Kapazitäten (vgl. Abschnitt 272 Absatz 10) zahlen muss.
3Werden im Abrechnungsverkehr zwischen Leistungsträgern und Reiseveranstaltern Reisevorleistungen ausgehend vom sog. Bruttowert (Verkaufspreis abzüglich Provisionen zuzüglich Umsatzsteuer auf den Provisionsbetrag) berechnet, handelt es sich bei den Provisionen regelmäßig um Entgelts- bzw. Reisevorleistungsminderungen und nicht um Vergütungen für besondere (Vermittlungs-)Leistungen. 4Der Wert der Reisevorleistungen ist dann identisch mit dem Wert einer agenturmäßigen Nettoberechnung. 5Die in den Abrechnungen des Leistungsträgers auf den Provisionsbetrag gesondert ausgewiesene Umsatzsteuer wird weder vom Leistungsträger noch vom Reiseveranstalter nach § 14c Absatz 2 UStG geschuldet. 6Aufwendungen für Reisevorleistungen in fremder Währung sind nach § 16 Absatz 6 UStG in dem Zeitpunkt umzurechnen, in dem die Aufwendungen geleistet worden sind.
(2) 1Treffen bei einer Reise Leistungen des Unternehmers mit eigenen Mitteln und Leistungen Dritter zusammen (vgl. Abschnitt 272 Absatz 11), sind für die Berechnung der Marge die eigenen Leistungen grundsätzlich im prozentualen Verhältnis zu den Fremdleistungen auszuscheiden. 2Die eigenen Leistungen sind mit den dafür aufgewendeten Kosten (einschließlich Umsatzsteuer) anzusetzen.
B e i s p i e l :
6 000,- €
24 000,- €
20 000,- €
4 000,- €
3 448,28 €
6Der Unternehmer hat mit 16 % zu versteuern:
seine Eigenleistung (6 000 €
./. darin enthaltene Umsatzsteuer in
Höhe von 16/116 = Steuersatz 16 %)
5 172,41 €
8 620,69 €
(3) Ist die einheitliche sonstige Leistung teils steuerfrei und teils steuerpflichtig (vgl. Abschnitt 273 Absatz 3), ist die Bemessungsgrundlage für die unter § 25 UStG fallenden Umsätze im Verhältnis der Reisevorleistungen im Sinne des § 25 Absatz 2 UStG zu den übrigen Reisevorleistungen aufzuteilen.
Kosten für Unterkunft und
5Sofern die Vereinfachungsregelung des Abschnitts 273 Absatz 4 nicht angewandt wird, errechnet sich die Marge wie folgt:
88 000,- €
auf Unterkunft und Verpflegung
im Drittlandsgebiet 75 % der
Reisevorleistungen - steuerfrei
nach § 25 Absatz 2 UStG -
auf den Flug 25 %
der Reisevorleistungen =
Da nur 60 % der Flugstrecke
über Gemeinschaftsgebiet führt,
beträgt der nach § 25 Absatz 2 UStG
steuerfreie Anteil 800,- €, der
steuerpflichtige Anteil
1 200,- €
1 034,48 €
6Die Bemessungsgrundlage für die Flugpauschalreise beträgt danach für steuerfreie Umsätze 6 800,- € und für steuerpflichtige Umsätze 1 034,48 €.
(4) 1Die Errechnung der Marge für die einzelne Leistung (vgl. Beispiele in den Absätzen 1 bis 3) kann bei Pauschalreisen mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden sein. 2Eine Zuordnung der Reisevorleistungen wird vielfach abrechnungstechnische Probleme aufwerfen. 3 § 25 Absatz 3 letzter Satz UStG sieht deshalb Erleichterungen vor. 4Der Unternehmer hat danach die Möglichkeit, die Marge für bestimmte Gruppen von Reiseleistungen zu ermitteln. 5Dies kann z. B. die Marge für eine in sich abgeschlossene Reise, z. B. Kreuzfahrt, oder für sämtliche Reisen während eines bestimmten Zeitraums (Saison) in einen Zielort oder ein Zielgebiet sein. 6Er kann aber auch die Marge für seine gesamten innerhalb eines Besteuerungszeitraums bewirkten Reiseleistungen, soweit sie unter die Sonderregelung des § 25 UStG fallen, in einer Summe ermitteln.
2 700 000,- €
540 000,- €
2 160 000,- €
2 000 000,- €
Reisevorleistungen i. S. von § 25
Absatz 2 UStG (Nr. 1b und Nr. 3)
= 40 % der gesamten Reise-
vorleistungen - steuerfrei -
= 60 % der gesamten Reise-
vorleistungen - steuerpflichtig -
96 000,- €
13 241,38 €
Bemessungsgrundlage für
82 758,62 €
4Der Unternehmer hat danach mit 16 % zu versteuern:
seine Beförderungsleistung mit
eigenen Bussen, soweit sie auf
das Inland entfällt (40 % der
Einnahmen aus den Eigenleistungen
i. H. von 540 000 € = 216 000 €
i. H. von 16/116 = Steuersatz 16 %)
186 206,89 €
268 965,51 €
5Nach § 25 Absatz 2 UStG sind steuerfrei
6Nicht steuerbar sind die auf das
Ausland entfallenden Beförderungs-
leistungen (§ 3b Absatz 1 UStG)
324 000,- €.
1Wird die Reise einem Betriebsangehörigen als unentgeltliche Wertabgabe im Sinne des § 3 Absatz 9a Nr. 2 UStG (vgl. Abschnitt 272 Absatz 2 Beispiel 3) oder gegen Entgelt überlassen, bewirkt der Unternehmer damit eine Reiseleistung, die der Besteuerung nach § 25 UStG unterliegt. 2Im Falle einer unentgeltlichen Wertabgabe ergibt sich jedoch keine Marge, weil sich die Kosten nach § 10 Absatz 4 Satz 1 Nr. 3 UStG mit den Aufwendungen des Unternehmers für den Erwerb der Reise decken. 3Das Gleiche gilt, wenn eine Barzahlung des Arbeitnehmers für die Reise die Aufwendungen des Unternehmers für den Erwerb der Reise nicht übersteigt. 4Der Abzug der auf den Erwerb der Reise entfallenden Vorsteuer ist in diesen Fällen nach § 25 Absatz 4 UStG ausgeschlossen.
Wird die Reise nicht gegen Entgelt oder nicht als unentgeltliche Wertabgabe an Betriebsangehörige weitergegeben, sondern im Unternehmen verwendet, z. B. für Dienstreisen von Angestellten, als Kundengeschenk usw., bewirkt der Unternehmer keine Reiseleistung im Sinne des § 25 UStG.
(6) 1Überlässt ein Reiseveranstalter an seine Arbeitnehmer im Rahmen des Dienstverhältnisses Reisen verbilligt oder unentgeltlich (vgl. Abschnitt 272 Absatz 1), ergibt sich keine Marge, weil sich die Kosten nach § 10 Absatz 4 Satz 1 Nr. 3 UStG mit den Aufwendungen des Reiseveranstalters für die Reise decken. 2Ein Vorsteuerabzug für die Reisevorleistungen entfällt gem. § 25 Absatz 4 UStG.
(7) 1Durch die Erleichterungen bei der Ermittlung der Bemessungsgrundlage nach § 25 Absatz 3 UStG wird die Verpflichtung zur Abgabe von Umsatzsteuer-Voranmeldungen nicht berührt. 2Soweit in diesen Fällen die Höhe der Marge für die im Voranmeldungszeitraum bewirkten Umsätze noch nicht feststeht, bestehen keine Bedenken, dass der Unternehmer in der Umsatzsteuer-Voranmeldung als Bemessungsgrundlage geschätzte Beträge zu Grunde legt, die anhand der Kalkulation oder nach Erfahrungssätzen der Vorjahre zu ermitteln sind. 3Das Gleiche gilt in den Fällen, in denen der Unternehmer zwar die Marge für jede einzelne Leistung ermittelt, ihm aber am Ende des Voranmeldezeitraums die Höhe der Reisevorleistung für die in diesem Zeitraum bewirkten Leistungen noch nicht bekannt ist. 4Es muss dabei gewährleistet sein, dass sich nach endgültiger Feststellung der Bemessungsgrundlage nicht regelmäßig höhere Abschlusszahlungen ergeben.
UStG 1980 § 10 Abs 4 (Zitierung)
UStG 1980 § 10 (Zitierung)
UStG 1980 § 14c Abs 2 (Zitierung)
UStG 1980 § 16 Abs 6 (Zitierung)
UStG 1980 § 3 Abs 9a (Zitierung)
UStG 1980 § 3b Abs 1 (Zitierung)
UStR 2005 Abschn 272 Abs 10 (Zitierung)
UStR 2005 Abschn 272 Abs 11 (Zitierung)
UStR 2005 Abschn 272 Abs 1 (Zitierung)
UStR 2005 Abschn 273 Abs 3 (Zitierung)
UStR 2005 Abschn 273 Abs 4 (Zitierung)
UStG 1980 § 25 Abs 2 (Durchführungsvorschrift)
UStG 1980 § 25 Abs 3 (Durchführungsvorschrift)
http://www.landesrecht-bw.de/jportal/?quelle=jlink&docid=jv-FRNR752010005FRNE004840005&psml=bsbawueprod.psml&max=true
http://www.landesrecht-bw.de/jportal/?quelle=jlink&query=UStHA+Abschn+274&psml=bsbawueprod.psml&max=true

References: § 25
 § 25
 § 25
 § 25
 § 25
 § 14
 § 16
 § 25
 § 25
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 § 25
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 § 25
 § 25
 § 25
 § 3
 § 25
 § 10
 § 25
 § 25
 § 10
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 § 10
 § 10
 § 14
 § 16
 § 3
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