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Timestamp: 2016-10-21 21:51:32+00:00

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2C_240/2012 � � Urteil vom 15. M�rz 2013
Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich, 4. Kammer, vom 8. Februar 2012.
�Der 1986 geborene afghanische Staatsangeh�rige X.________ reiste im Jahr 2001 in die Schweiz ein und ersuchte hier ohne Erfolg um Asyl. Noch w�hrend des Rechtsmittelverfahrens vor der damaligen Asylrekurskommission heiratete X.________ am 6. September 2005 eine 1976 geborene Schweizerin, worauf ihm eine Aufenthaltsbewilligung erteilt und letztmals bis zum 5. September 2010 verl�ngert wurde. Aus der Ehe ging am 21. September 2007 ein Sohn hervor.
Mit Urteil vom 28. April 2010 verurteilte ihn das Kreisgericht Toggenburg namentlich wegen verschiedenen Verst�ssen gegen das Bet�ubungsmittelgesetz u.a. zu einer bedingten Freiheitsstrafe von zwei Jahren. Dem Urteil lag insbesondere zugrunde, dass X.________ in der Zeit vom 1. April 2008 bis zum 31. Dezember 2008 total 60 Gramm Kokaingemisch und 125 Gramm Heroingemisch (entsprechend 17.75 Gramm reinem Heroin) verkauft hatte. Zudem hatte X.________ am 2. April 2008 in Winterthur an einem Treffen teilgenommen, bei welchem es um die Beschaffung von einem Kilogramm Heroin gegangen war. Im Zusammenhang mit den obengenannten Taten befand sich X.________ w�hrend 127 Tagen in Untersuchungshaft.
Mit Verf�gung vom 24. November 2010 verweigerte das Migrationsamt des Kantons Z�rich die weitere Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung von X.________ unter Hinweis auf dessen Delinquenz.
�Gegen die Nichtverl�ngerung seiner Aufenthaltsbewilligung rekurrierte X.________ ohne Erfolg bei der Sicherheitsdirektion des Kantons Z�rich: Diese wies den Rekurs mit Entscheid vom 2. November 2011 ab. Hiergegen f�hrte X.________ Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich, welches das Rechtsmittel mit Urteil vom 8. Februar 2012 abwies.
�Mit Eingabe vom 14. M�rz 2012 f�hrt X.________ Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht. Er stellt im Wesentlichen den Antrag, es sei das Urteil des Verwaltungsgerichts aufzuheben und ihm die Aufenthaltsbewilligung zu verl�ngern.
W�hrend das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich auf eine Vernehmlassung verzichtet, schliesst das Bundesamt f�r Migration auf Abweisung der Beschwerde.
Die II. �ffentlich-rechtliche Abteilung des Bundesgerichts hat die Angelegenheit am 15. M�rz 2013 an einer �ffentlichen Sitzung beraten.
�Das Bundesgericht pr�ft seine Zust�ndigkeit und die Eintretensvoraussetzungen von Amtes wegen und mit freier Kognition (Art. 29 Abs. 1 BGG; BGE 135 III 1 E. 1.1 S. 3).
1.1.�Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist unzul�ssig gegen Entscheide auf dem Gebiet des Ausl�nderrechts betreffend Bewilligungen, auf die weder das Bundesrecht noch das V�lkerrecht einen Anspruch einr�umen (Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG).
Gem�ss Art. 42 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 �ber die Ausl�nderinnen und Ausl�nder (AuG; SR 142.20) haben ausl�ndische Ehegatten und ledige Kinder unter 18 Jahren von Schweizerinnen und Schweizern Anspruch auf Erteilung und Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen. Ein analoger Anspruch besteht zudem aufgrund des in Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV garantierten Rechts auf Achtung des Familienlebens (vgl. E. 2.2 hiernach). Der Beschwerdef�hrer ist mit einer Schweizer B�rgerin verheiratet und wohnt mit ihr zusammen. Er hat damit einen grunds�tzlichen Anspruch auf Erteilung der Aufenthaltsbewilligung. Ob der Anspruch erloschen ist, weil - wie die Vorinstanzen angenommen haben - ein Widerrufsgrund nach Art. 63 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 62 lit. b und Art. 51 Abs. 1 lit. b AuG vorliegt (vgl. E. 2.1 hiernach), ist eine Frage der materiellen Beurteilung und nicht der Zul�ssigkeit des Rechtsmittels (BGE 128 II 145 E. 1.1.5 S. 149 f.).
Nach dem Ausgef�hrten steht im vorliegenden Fall die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten offen, und es kann auf das im �brigen form- und fristgerecht (Art. 42 und Art. 100 Abs. 1 BGG) eingereichte Rechtsmittel eingetreten werden, zumal der Beschwerdef�hrer als Adressat des angefochtenen Urteils ohne Weiteres hierzu legitimiert ist (Art. 89 Abs. 1 BGG).
1.2.�Mit der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann namentlich die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich der verfassungsm�ssigen Rechte) und von V�lkerrecht ger�gt werden (Art. 95 Abs. 1 lit. a und lit. b BGG). Unter den Begriff des Bundesrechts f�llt auch die Handhabung unbestimmter Rechtsbegriffe. Deren Auslegung unterliegt als Rechtsfrage - im Gegensatz zur Ermessensaus�bung - grunds�tzlich einer uneingeschr�nkten �berpr�fung durch das Bundesgericht (Urteil 8C_7/2012 vom 4. April 2012 E. 4.1; SCHOTT in: Niggli/Uebersax/Wipr�chtiger [Hrsg.], Basler Kommentar zum Bundesgerichtsgesetz, 2. Aufl. 2011, Rz. 36 zu Art. 95). Sodann stellen auch der Ermessensmissbrauch sowie die Ermessens�berschreitung bzw. -unterschreitung Rechtsverletzungen und somit m�gliche Beschwerdegr�nde im bundesgerichtlichen Verfahren dar (Urteil 1C_164/2012 vom 30. Januar 2013 E. 2; YVES DONZALLAZ, Loi sur le Tribunal F�d�ral - Commentaire, 2008, Rz. 3477; Schott, a.a.O., Rz. 34 zu Art. 95). Die blosse Unangemessenheit einer Entscheidung kann demgegen�ber vor Bundesgericht nicht ger�gt werden (Art. 95 BGG e contrario). Dies hat zur Folge, dass das Bundesgericht zwar kontrollieren muss, ob eine Beh�rde bei der Aus�bung eines ihr zustehenden Ermessens die Schranken des Bundes- und gegebenenfalls des V�lkerrechts respektiert hat. Dagegen unterl�sst es die Pr�fung, ob es eine innerhalb dieser Schranken liegende Entscheidung einer Beh�rde als angemessen erachtet oder nicht ( THIERRY TANQUEREL, Manuel de droit administratif, 2011, � 6 Rz.524 mit Hinweis auf BGE 126 II 425 E. 5c/bb S. 437 f.).
Wie oben stehend ausgef�hrt, ist also hinsichtlich der Kognition des Bundesgerichts zwischen �berpr�fbaren Rechtsfragen einerseits und nicht �berpr�fbarer Ermessensaus�bung andererseits zu unterscheiden. Liegt der Grundsatz der Verh�ltnism�ssigkeit (Art. 5 Abs. 2 und Art. 36 Abs. 3 BV) im Streit, erweist sich diese Unterscheidung in der Praxis jedoch oftmals als schwierig, da Angemessenheit (Ermessensaus�bung) und Zumutbarkeit bzw. Verh�ltnism�ssigkeit im engeren Sinne (Auslegung eines unbestimmten Rechtsbegriffs) in einem sehr nahen Verh�ltnis zueinander stehen (vgl. Lorenz Kneub�hler, Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht - Spruchk�rperbildung und Kognition, in: Ehrenzeller/Schweizer [Hrsg.], Das Bundesverwaltungsgericht: Stellung und Aufgaben, 2008, S. 306 ff.; Schott, a.a.O., Rz. 31 ff. zu Art. 95; Benjamin Schindler, Verwaltungsermessen, 2010, Rz. 403, 437). Dies gilt insbesondere auch auf dem Gebiet des Ausl�nderrechts, wo die massgeblichen Kriterien f�r die Ermessensaus�bung (Art. 96 AuG) weitestgehend identisch sind mit jenen f�r die Pr�fung der Verh�ltnism�ssigkeit eines Bewilligungswiderrufs bzw. der Nichtverl�ngerung einer Bewilligung (vgl. E. 2.2 und E. 2.4 hiernach).
1.3.�Das Bundesgericht stellt grunds�tzlich auf den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt ab (Art. 105 Abs. 1 BGG). Diese Sachverhaltsfeststellungen k�nnen vor Bundesgericht nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig sind oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhen (Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 2 BGG). Die R�ge, der Sachverhalt sei offensichtlich unrichtig festgestellt worden, ist gleichbedeutend mit der Willk�rr�ge und muss daher gem�ss den Anforderungen von Art. 106 Abs. 2 BGG in der Beschwerdeschrift begr�ndet werden (BGE 136 II 304 E. 2.4 S. 314; 133 II 249 E. 1.2.2 und E. 1.4.3 S. 252 ff.). Vorausgesetzt ist zudem, dass die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG).
2.1.�Gem�ss Art. 51 Abs. 1 lit. b AuG erl�schen die Anspr�che nach Art. 42 AuG u.a. wenn Widerrufsgr�nde nach Art. 63 AuG vorliegen. Einen derartigen Widerrufsgrund setzt ein Ausl�nder insbesondere dann, wenn er "zu einer l�ngerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde" (Art. 63 Abs. 1 lit. a AuG in Verbindung mit Art. 62 lit. b AuG). Als l�ngerfristig im Sinne von Art. 62 lit. b AuG gilt eine Freiheitsstrafe, wenn ihre Dauer ein Jahr �berschreitet (BGE 135 II 377 E. 4.2 und E. 4.5 S. 379 ff.).
2.2.�Liegt ein Widerrufsgrund vor, so ist zu pr�fen, ob diese Massnahme bzw. die Nichtverl�ngerung der Bewilligung auch als verh�ltnism�ssig erscheint (vgl. Art. 96 AuG; BGE 135 II 377 E. 4.3 S. 381 mit Hinweisen). Die Notwendigkeit einer Verh�ltnism�ssigkeitspr�fung ergibt sich insbesondere auch aus Art. 8 Ziff. 2 EMRK: Danach ist ein Eingriff in das von Art. 8 Ziff. 1 EMRK gesch�tzte Familienleben dann statthaft, wenn er gesetzlich vorgesehen ist und eine Massnahme darstellt, die in einer demokratischen Gesellschaft f�r die nationale Sicherheit, die �ffentliche Ordnung, das wirtschaftliche Wohl des Landes, die Verteidigung der Ordnung oder zur Verhinderung von strafbaren Handlungen, zum Schutz der Gesundheit und Moral sowie der Rechte und Freiheiten anderer notwendig erscheint. Die Konvention verlangt insofern eine Abw�gung der sich gegen�berstehenden privaten Interessen an der Bewilligungserteilung und den �ffentlichen Interessen an deren Verweigerung, wobei Letztere in dem Sinne �berwiegen m�ssen, dass sich der Eingriff als notwendig erweist (BGE 135 I 153 E. 2.2.1 S. 156; 135 I 143 E. 2.1 S. 147; 122 II 1 E. 2 S. 6 mit Hinweisen).
2.3.�Im Zusammenhang mit der aufgezeigten Verh�ltnism�ssigkeitspr�fung entwickelte das Bundesgericht die sogenannte "Reneja-Praxis". Diese beruht urspr�nglich auf BGE 110 Ib 201, wo der Anwesenheitsanspruch eines marokkanischen Staatsangeh�rigen zu beurteilen war, welcher eine Schweizerin geheiratet und sich erst wenige Jahre in der Schweiz aufgehalten hatte, bevor er wegen Bet�ubungsmitteldelikten zu einer Zuchthausstrafe von 24 Monaten verurteilt worden ist. Das Bundesgericht bejahte in jenem Fall einen grunds�tzlichen Anspruch auf Anwesenheit, zumal der schweizerischen Ehefrau die Ausreise nach Marokko nicht zugemutet werden k�nne und die privaten Interessen an einer (weiteren) Erteilung der Aufenthaltsbewilligung im konkreten Fall gewichtiger seien als das �ffentliche Interesse an einer Wegweisung. Das Gericht betonte indes, dass jener Fall verglichen mit zahlreichen anderen F�llen aussergew�hnlich sei. In der Folge entwickelte die Rechtsprechung aus diesen Erw�gungen den Grundsatz, dass einem Ausl�nder, welcher mit einer Schweizer B�rgerin verheiratet ist und erstmals oder nach bloss kurzer Aufenthaltsdauer um die Erneuerung seiner Bewilligung ersucht, im Falle einer Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren in der Regel selbst dann kein Aufenthaltstitel mehr zu erteilen ist, wenn der schweizerischen Ehepartnerin die Ausreise nicht oder nur schwer zuzumuten ist. In BGE 135 II 377 E. 4.4 S. 382 f. hat das Bundesgericht diesen Grundsatz best�tigt. Gleichzeitig rief es aber in Erinnerung, dass es sich bei dieser sog. "Zweijahresregel" keinesfalls um eine feste Grenze handle, die nicht �ber- oder unterschritten werden d�rfe; entscheidend sei weiterhin die Abw�gung der widerstreitenden �ffentlichen und privaten Interessen im Einzelfall.
2.4.�Im Rahmen dieser Interessenabw�gung sind namentlich die Schwere des Verschuldens, der Grad der Integration bzw. die Dauer der bisherigen Anwesenheit in der Schweiz sowie die dem Betroffenen und seiner Familie drohenden Nachteile zu ber�cksichtigen (vgl. Art. 96 Abs. 1 AuG sowie die bis 31. Dezember 2007 in Kraft gewesenen Art. 11 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 26. M�rz 1931 �ber Aufenthalt und Niederlassung der Ausl�nder [ANAG; BS 1 121] und Art. 16 Abs. 3 der Vollziehungsverordnung vom 1. M�rz 1949 zum Bundesgesetz �ber Aufenthalt und Niederlassung der Ausl�nder [ANAV]). �hnliche Vorgaben ergeben sich auch aus der Praxis des Europ�ischen Gerichtshofs f�r Menschenrechte (EGMR) : Demgem�ss sind die Natur und die Schwere der begangenen Delikte sowie die seit der Tatbegehung verstrichene Zeit und das seitherige Verhalten der betreffenden Person zu ber�cksichtigen. Von Bedeutung sind auch die Dauer des Aufenthaltes der ausl�ndischen Person im Gastgeberstaat und die Intensit�t ihrer sozialen, kulturellen und famili�ren Bindungen sowohl im Gastgeberstaat als auch im Heimatland. Ebenso ist die famili�re Situation des Betroffenen zu beachten, namentlich die Dauer seiner Ehe, die Staatsangeh�rigkeit s�mtlicher beteiligter Personen sowie �brige Umst�nde, welche R�ckschl�sse auf die effektive Natur der Paarbeziehung erlauben. Massgebend ist weiter, ob die Ehegattin bzw. der Ehegatte der betreffenden ausl�ndischen Person bei Aufnahme der famili�ren Beziehung von deren deliktischen Handlungen gewusst hatte. Ferner spielt auch eine Rolle, welche Probleme die Ehegattin bzw. der Ehegatte bei einer gemeinsamen Ausreise ins Heimatland des Partners zu gegenw�rtigen h�tte. Zu pr�fen ist sodann, ob aus der Beziehung Kinder hervorgegangen sind und in welchem Alter sich diese gegebenenfalls befinden. Insbesondere sind auch die Interessen und das Wohl der Kinder des Betroffenen von Bedeutung, wobei namentlich deren mutmasslichen Schwierigkeiten bei der R�ckkehr in ihr Heimatland Rechnung zu tragen ist (Urteile des EGMR Kissiwa Koffi gegen die Schweiz vom 15. November 2012, Rz.63; Boultif gegen die Schweiz vom 2. August 2001, Rz. 48; vgl. auch die Urteile des EGMR �ner gegen die Niederlande vom 18. Oktober 2006, Rz. 57, sowie Maslov gegen �sterreich vom 23. Juni 2008, Rz. 57 f.).
2.5.�Was das Fernhalteinteresse anbetrifft, so muss gem�ss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung bei schweren Straftaten - wozu grunds�tzlich auch Drogendelikte aus rein finanziellen Motiven geh�ren - selbst ein geringes Restrisiko weiterer Delinquenz nicht in Kauf genommen werden (BGE 130 II 176 E. 4.2-4.4 S. 185 ff. mit Hinweisen). Auch der EGMR akzeptiert ausdr�cklich, dass bei Bet�ubungsmitteldelinquenz von einer gewissen Schwere ein strenger Massstab angelegt wird; gem�ss seiner Praxis �berwiegt bei Bet�ubungsmitteldelikten regelm�ssig das �ffentliche Interesse an der Beendigung des Aufenthalts (Urteile des EGMR Kissiwa Koffi gegen die Schweiz vom 15. November 2012, Rz.65 ff., 71; Balogun gegen das Vereinigte K�nigreich vom 10. April 2012, Rz. 49 ff., 53; Baghli gegen Frankreich vom 30. November 1999, Rz. 48 f.; Dalia gegen Frankreich vom 19. Februar 1998, Rz. 54 f.).
In diesem Zusammenhang ist auch auf die Bestimmungen von Art. 121 Abs. 3-6 BV hinzuweisen, welche mit Volksabstimmung vom 28. November 2010 in die Verfassung aufgenommen wurden und seither in Kraft stehen (AS 2011 1199). Gem�ss diesen Bestimmungen verlieren Ausl�nderinnen und Ausl�nder unabh�ngig von ihrem ausl�nderrechtlichen Status ihr Aufenthaltsrecht sowie alle Rechtsanspr�che auf Aufenthalt in der Schweiz, wenn sie unter anderem wegen "Drogenhandels" rechtskr�ftig verurteilt worden sind (Art. 121 Abs. 3 lit. a BV). In den Urteilen 2C_828/2011 und 2C_926/2011 vom 12. Oktober 2012 (beide zur Publikation vorgesehen) hat das Bundesgericht entschieden, dass die Bestimmungen in Art. 121 Abs. 3-6 BV nicht hinreichend klar formuliert sind, um eine direkte Anwendbarkeit begr�nden zu k�nnen. Eine unmittelbare Anwendung st�nde auch im Widerspruch zu anderen f�r die Schweiz verbindlichen verfassungs- und v�lkerrechtlichen Vorgaben, namentlich zu den die schweizerische Verfassungsordnung pr�genden Grunds�tzen rechtsstaatlichen Handelns (Art. 5 BV: Bindung an das Recht, Verh�ltnism�ssigkeit, Treu und Glauben, Beachtung des V�lkerrechts) und zum Respekt der verfassungsm�ssigen Rechte (Urteil 2C_828/2011 E. 4.3.2 ff.). Ein Spannungsverh�ltnis besteht insbesondere auch zwischen Art. 121 Abs. 3-6 BV und Art. 8 Ziff. 2 EMRK, zumal die zur letzteren Bestimmung ergangene Rechtsprechung des EGMR - wie bereits aufgezeigt - eine Interessenabw�gung im Einzelfall verlangt (vgl. E. 2.2 hiervor). Indessen hat der EGMR wiederholt erkl�rt, dass den Beh�rden eines jeden Konventionsstaates ein gewisser Beurteilungsspielraum bei der Umsetzung ihrer Migrations- und Ausl�nderpolitik und damit auch bei der Interessenabw�gung von Art. 8 Ziff. 2 EMRK verbleibt (Urteile des EGMR Kissiwa Koffi gegen die Schweiz vom 15. November 2012, Rz.64; Slivenko gegen Lettland vom 9. Oktober 2003, Rz. 113). In den genannten Urteilen 2C_828/2011 E. 5.3 und 2C_926/2011 E. 2.3.2 hat das Bundesgericht deshalb festgehalten, es k�nne der vom Verfassungsgeber zum Ausdruck gebrachten Wertung insoweit Rechnung tragen, als dies zu keinem Widerspruch zu �bergeordnetem Recht bzw. zu keinen Konflikten mit dem Beurteilungsspielraum f�hre, den der EGMR den einzelnen Konventionsstaaten bei der Umsetzung ihrer Migrations- und Ausl�nderpolitik zugestehe.
�Die Anwendung dieser allgemeinen �berlegungen auf den hier zu beurteilenden Fall ergibt Folgendes:
3.1.�Aufgrund der Verurteilung des Beschwerdef�hrers zu einer "l�ngerfristigen" Freiheitsstrafe von zwei Jahren ist vorliegend ein Widerrufsgrund nach Art. 62 lit. b AuG i.V.m Art. 63 Abs. 1 lit. a AuG gegeben, was der Beschwerdef�hrer zu Recht nicht bestreitet. Umstritten und somit im Nachfolgenden zu pr�fen ist dagegen die Verh�ltnism�ssigkeit der angeordneten Massnahme.
3.2.�Das Verwaltungsgericht h�lt diesbez�glich im angefochtenen Entscheid fest, der Beschwerdef�hrer habe durch sein Verhalten zumindest eventualvors�tzlich in Kauf genommen, die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr zu bringen. Er habe auch nicht deswegen mit Drogen gehandelt, um beispielsweise seine eigene Sucht zu finanzieren, sondern einzig mit dem Zweck der pers�nlichen Bereicherung. Im Zeitpunkt der Tat sei er gut zweieinhalb Jahre verheiratet gewesen und habe einen knapp einj�hrigen Sohn gehabt. Trotz dieser famili�ren Bindungen und der damit einhergehenden Verpflichtung habe er sich bewusst f�r das Verbrechen entschieden und so fehlendes Verantwortungsbewusstsein bewiesen. Dem Beschwerdef�hrer fehle es zudem an aufrichtiger Reue und Einsicht: Nachdem er anl�sslich der Hauptverhandlung vor dem Kreisgericht Toggenburg schlussendlich gest�ndig gewesen sei, habe er ein halbes Jahr sp�ter gegen�ber der Kantonspolizei Z�rich wiederum erkl�rt, er halte sich nach wie vor f�r unschuldig. Aufgrund der genannten Umst�nde erscheine ein R�ckfall als wahrscheinlich, was gerade bei Drogendelikten nicht hinnehmbar sei. Obwohl der Beschwerdef�hrer seit nunmehr elf Jahren in der Schweiz lebe, habe er kaum Beziehungen zu Schweizer Staatsangeh�rigen aufgebaut; als Freunde bzw. Bekannte bezeichne er ausschliesslich Personen aus seinem Kulturkreis, namentlich zwei Iraner und einen Afghanen. Weiter hielt das Verwaltungsgericht fest, es sei zwar fraglich, aber doch nicht g�nzlich ausgeschlossen, dass die schweizerische Gattin dem Beschwerdef�hrer ins Ausland nachfolgen k�nnte. Gleiches gelte f�r den Sohn, welcher sich noch in einem anpassungsf�higen Alter befinde. Letztlich k�nne die Frage nach der Zumutbarkeit eines Nachzugs ins Ausland aufgrund der Schwere der vom Beschwerdef�hrer ver�bten Delikte aber offenbleiben.
3.3.�Der Beschwerdef�hrer f�hrt demgegen�ber ins Feld, die vom Kreisgericht Toggenburg beurteilten Delikte gingen auf das Jahr 2008 zur�ck und er habe sich seither wohlverhalten. Er komme seinen Verpflichtungen als Ehemann und als Vater nach und betreue gemeinsam mit seiner Ehefrau auch ein Pflegekind der Gemeinde. Er gehe einer geregelten Erwerbst�tigkeit nach, wof�r er auch lange Arbeitswege in Kauf nehme. Bez�glich seiner Drogenverk�ufe und seines Konsums habe er vor dem Kreisgericht Toggenburg ein detailliertes Gest�ndnis abgelegt; der Vorwurf, er habe den Erwerb eines Kilogramms Heroin beabsichtigt, beruhe dagegen einzig auf den fragw�rdigen Aussagen eines Mitbeschuldigten. Aufgrund dieser Umst�nde k�nne von fehlender Einsicht und von einer hohen R�ckfallgefahr keine Rede sein. Ebenso k�nne auch nicht einzig deswegen auf eine mangelnde gesellschaftliche Integration geschlossen werden, weil er auf die Frage nach seinem Freundes- und Bekanntenkreis bloss drei aus seinem Kulturkreis stammende Personen angegeben habe. Weiter m�sse nicht mit einer k�nftigen Sozialhilfeabh�ngigkeit gerechnet werden, da er lediglich im Juni und Juli 2009 vom Sozialamt unterst�tzt worden sei und er diese Leistungen in der Zwischenzeit zur�ckbezahlt habe. Schliesslich d�rften die Vorinstanzen nicht davon ausgehen, dass seiner schweizerischen Ehefrau und seinem Sohn eine Ausreise nach Afghanistan zuzumuten sei: Auch wenn seine Gattin persische Gruss- und Dankesformeln kenne, so bedeute dies nicht, dass sie die Sprache gut verstehe. Im Zusammenhang mit diesen Vorbringen r�gt der Beschwerdef�hrer eine Verletzung von Art. 42 Abs. 1 und Art. 62 lit. b AuG, Art. 8 EMRK sowie von Art. 9 BV.
3.4.�Die vom Beschwerdef�hrer ver�bten Straftaten, insbesondere der wiederholte Verkauf von harten Drogen, wiegen schwer. Mit Recht erachtet es das Verwaltungsgericht zudem als bedenklich, dass der Beschwerdef�hrer ohne Not und trotz seiner famili�ren Verankerung in die Delinquenz abrutschte. Ebenso kann das Ausmass seiner Reue angesichts des erst an der Hauptverhandlung abgelegten Gest�ndnisses und dem erneuten Bestreiten anl�sslich einer sp�teren Einvernahme in Frage gestellt werden. Sodann spricht auch das Strafmass von zwei Jahren f�r ein gravierendes Verschulden des Beschwerdef�hrers und f�r eine erhebliche Geringsch�tzung der schweizerischen Rechtsordnung. Wie bereits ausgef�hrt (vgl. E. 2.3 hiervor), stellt die sog. "Zweijahresregel" aber - ungeachtet der Art der Delinquenz - keine feste Grenze dar, die nicht �ber- oder unterschritten werden d�rfte. Entscheidend ist stets das Gesamtbild eines jeden Einzelfalles, welches anhand von�
s�mtlichen�der massgeblichen Kriterien (vgl. E. 2.4 hiervor) zu beurteilen ist.Im Zusammenhang mit den genannten Kriterien ist festzuhalten, dass der Beschwerdef�hrer nunmehr bereits seit zw�lf Jahren in der Schweiz lebt, erst als Asylbewerber und seit 2005 mit einer regul�ren Aufenthaltsbewilligung. Die Delikte, welche Anlass zur Nichtverl�ngerung der Bewilligung gaben, fanden im Jahr 2008 statt und liegen somit inzwischen �ber vier Jahre zur�ck. Seither hat sich der Beschwerdef�hrer - soweit ersichtlich - keine Verfehlungen mehr zu Schulden kommen lassen. Bez�glich seiner gesellschaftlichen Integration ist zu bemerken, dass der Beschwerdef�hrer - abgesehen von kurzen Unterbr�chen - stets gearbeitet hat und jedenfalls so gut Deutsch spricht, dass die polizeiliche Befragung zu den im Raum stehenden Massnahmen ohne Dolmetscher durchgef�hrt werden konnte.
3.5.�Ebenso gilt es zu beachten, dass wohl die vom Beschwerdef�hrer bezeichneten Freunde aus dem persischen Kulturkreis kommen m�gen, nicht jedoch seine schweizerische Ehefrau, mit welcher er seit nunmehr �ber sieben Jahren verheiratet ist. Dieser ist eine Ausreise nach Afghanistan angesichts der desolaten humanit�ren Situation und der selbst f�r afghanische Staatsangeh�rige existenzbedrohenden Sicherheitslage (dazu BVGE 2011/7 sowie BVGE 2011/38 und BVGE 2011/49) offensichtlich nicht zuzumuten, selbst wenn sie �ber rudiment�re Kenntnisse der persischen Sprache und der lokalen Kultur im Herkunftsland ihres Gatten verf�gen sollte. Da die vom Beschwerdef�hrer begangenen Straftaten erst rund drei Jahre nach der Eheschliessung und rund ein Jahr nach Geburt des gemeinsamen Kindes erfolgten, konnte die schweizerische Gattin bei Gr�ndung der famili�ren Gemeinschaft noch keine Kenntnis hiervon haben, weswegen sie zu jenem Zeitpunkt auch nicht mit der Anordnung von fremdenpolizeilichen Massnahmen gegen�ber ihrem Ehemann rechnen musste.
3.6.�Von ausschlaggebender Bedeutung ist im vorliegenden Fall namentlich auch die Beziehung des Beschwerdef�hrers zu seinem inzwischen f�nfj�hrigen Sohn: Gem�ss den �bereinstimmenden Angaben der Ehegatten hat sich das Familienleben insbesondere seit der Entlassung des Beschwerdef�hrers aus der Untersuchungshaft intensiviert. Das Vater-Sohn-Verh�ltnis ist intakt und nach den vorinstanzlichen Feststellungen unternimmt der Beschwerdef�hrer mit seinem Sohn jeweils am Dienstagnachmittag oder am Donnerstagmorgen Ausfl�ge (See, Fussball, Einkaufszentrum etc.); das Familienleben wird als harmonisch beschrieben. Demgegen�ber m�sste die Ehefrau des Beschwerdef�hrers im Falle von dessen Ausreise das gemeinsame Kind alleine betreuen und grossziehen, was eine erhebliche Erschwernis darstellen w�rde und der Entwicklung des Kindes jedenfalls nicht zutr�glich w�re.
3.7.�Als weiteres Kriterium bei der Interessenabw�gung erachtet es das Bundesgericht als massgeblich, ob es sich beim fehlbaren Ausl�nder um einen R�ckfallt�ter handelt, oder ob die Anlass zu fremdenpolizeilichen Massnahmen gebende Verurteilung das erste gegen ihn ergangene Straferkenntnis darstellt. Dies erscheint deswegen als bedeutsam, weil ein R�ckfallt�ter - anders als ein erstmals verurteilter Delinquent - durch sein Verhalten zum Ausdruck gebracht hat, dass er sich sogar durch die gegen ihn ausgesprochene Strafe nicht von weiteren kriminellen Handlungen abhalten l�sst. Im vorliegenden Fall stellt das Urteil des Kreisgerichts Toggenburg vom 28. April 2010 die erste strafrechtliche Verurteilung des Beschwerdef�hrers dar. Da er sich - wie bereits erw�hnt - seither wohlverhalten hat, darf zu seinen Gunsten davon ausgegangen werden, die dort ausgesprochene Sanktion sei geeignet gewesen, eine nachhaltige Besserung herbeizuf�hren.
3.8.�Die obenstehenden Erw�gungen f�hren zum Schluss, dass die gegen den Beschwerdef�hrer ausgesprochene Massnahme nicht als verh�ltnism�ssig bezeichnet werden kann. Die Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdef�hrers ist daher zu verl�ngern. Der Beschwerdef�hrer ist aber mit Nachdruck darauf hinzuweisen, dass eine weitere Bewilligungsverl�ngerung nicht mehr in Frage kommt, sollte er erneut delinquieren oder durch sein Verhalten einen anderen Widerrufsgrund setzen. Der Beschwerdef�hrer wird in diesem Sinne ausdr�cklich verwarnt (Art. 96 Abs. 2 AuG).
�Nach dem Ausgef�hrten ist die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gutzuheissen und das angefochtene Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich vom 8. Februar 2012 aufzuheben. Das Migrationsamt des Kantons Z�rich ist anzuweisen, die Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdef�hrers zu verl�ngern.
Bei diesem Ergebnis sind f�r das bundesgerichtliche Verfahren keine Gerichtskosten zu erheben (Art. 66 Abs. 1 und Abs. 4 BGG). Der Kanton Z�rich hat dem Beschwerdef�hrer jedoch eine Parteientsch�digung auszurichten (Art. 68 Abs. 1 BGG). F�r die Neuregelung der Kosten- und Entsch�digungsfolgen des kantonalen Verfahrens wird die Angelegenheit an das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich zur�ckgewiesen. Das Gesuch des Beschwerdef�hrers um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung wird beim vorliegenden Verfahrensausgang gegenstandslos.
Die Beschwerde wird gutgeheissen. Das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich vom 8. Februar 2012 wird aufgehoben. Das Migrationsamt des Kantons Z�rich wird angewiesen, die Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdef�hrers zu verl�ngern.
Der Beschwerdef�hrer wird im Sinne der Erw�gungen verwarnt.
Zur Neuregelung der Kosten- und Entsch�digungsfolgen des kantonalen Verfahrens wird die Sache an das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich zur�ckgewiesen.

References: BGE 
 Art. 42
 Art. 8
 Art. 13
 Art. 63
 Art. 62
 Art. 51
 Art. 100
 Art. 95
 Art. 95
e contrario
 BGE 
 Art. 36
 Art. 95
 Art. 95
 Art. 105
 Art. 106
 Art. 51
 Art. 42
 Art. 63
 Art. 62
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 Art. 96
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 Art. 8
 Art. 8
 BGE 
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 Art. 96
 Art. 11
 Art. 16
 EGMR 
 EGMR 
 EGMR 
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 Art. 121
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 Art. 8
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 Art. 8
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 Art. 62
 Art. 63
 Art. 42
 Art. 62
 Art. 8
 Art. 9