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Timestamp: 2016-10-26 15:10:20+00:00

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5A_795/2014 (14.04.2015)
5A_795/2014 � � Urteil vom 14. April 2015
vertreten durch Rechtsanwalt Oliver L�cke,
Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern, Zivilabteilung, Kindes- und Erwachsenenschutzgericht, vom 9. September 2014.
A.a.�A.________ (geb. 1973), geschieden und Vater von zwei Kindern (geb. 2009 und 2010), ist Bez�ger einer Invalidenrente und von Erg�nzungsleistungen. Er leidet an einer paranoiden Schizophrenie mit Angstzust�nden und wird deswegen psychologisch behandelt und von einer psychiatrischen Spitex betreut. Der Sozialdienst der Stadt Bern teilte der Kindes- und Erwachsenenschutzbeh�rde (KESB) Bern mit, der Betroffene riskiere, "die Bereiche Gesundheit, Wohnf�higkeit und Finanzen v�llig zu vernachl�ssigen" (Schreiben vom 17. Dezember 2013).
A.b.�Mit Kammerentscheid vom 11. Juni 2014 errichtete die KESB eine kombinierte Beistandschaft (Art. 397 ZGB) in Form einer Begleitbeistandschaft (Art. 393 ZGB) und einer Vertretungsbeistandschaft mit Einkommens- und Verm�gensverwaltung (Art. 394 und 395 ZGB).
Im Rahmen der�
Begleitbeistandschaft��bertrug sie der Beistandsperson die Aufgaben (Dispositiv-Ziff. 2),
"a) stets f�r eine geeignete Wohnsituation besorgt zu sein und A.________ bei allen in diesem Zusammenhang auftretenden Handlungen zu begleiten;
b) A.________ bei Angelegenheiten betreffend seinem gesundheitlichen Wohl zu begleiten und ihn beim Aufgleisen einer ausreichenden medizinischen Betreuung in Zusammenarbeit mit Hr. B.________ von der Spitex zu unterst�tzen;
c) A.________ bei seinem sozialen Wohl zu unterst�tzen, insbesondere auch beim Aufgleisen von Kontakten zu Drittpersonen, allf�llig auch zu seinen Kindern."
Vertretungsbeistandschaft�mit Einkommens- und Verm�gensverwaltung �bertrug die KESB der Beistandsperson die Aufgaben (Dispositiv-Ziff. 3),
"a) A.________ beim Erledigen der finanziellen Angelegenheiten zu vertreten, insbesondere das Einkommen und Verm�gen sorgf�ltig zu verwalten und nach M�glichkeit eine Schuldensanierung sowie einen Steuererlass in die Wege zu leiten;
b) A.________ beim Erledigen der administrativen Angelegenheiten zu vertreten, insbesondere auch im Verkehr mit Beh�rden, �mtern, Banken, Post, (Sozial-) Versicherungen, sonstigen Institutionen und Privatpersonen."
Des Weitern erm�chtigte die KESB die Beistandsperson, soweit erforderlich die Post des Betroffenen zu �ffnen (Dispositiv-Ziff. 4), und entzog diesem den Zugriff auf alle Konti, ausgenommen dasjenige, auf welches die Betr�ge zu seiner freien Verf�gung �berwiesen werden. Bis auf Weiteres wurde der Beistandsperson das alleinige Verf�gungsrecht �ber die zu verwaltenden Verm�genswerte �berantwortet (Dispositiv-Ziff. 5). Die Handlungsf�higkeit wurde nicht eingeschr�nkt (Ziff. II/6 und 9).
Am 20. Juli 2014 liess A.________ beim Obergericht des Kantons Bern (als Kindes- und Erwachsenenschutzgericht) gegen den Beschluss der KESB vom 11. Juni 2014 Beschwerde erheben. Er beantragte, der angefochtene Beschluss sei dahin abzu�ndern, dass lediglich eine Begleitbeistandschaft errichtet werde. Diese habe einerseits (wie von der KESB vorgesehen) die Bereiche Wohnen, Gesundheit und soziales Wohl abzudecken; anderseits sei (dar�ber hinaus und anstelle der angeordneten Vertretungsbeistandschaft) eine Unterst�tzung in finanziellen Angelegenheiten (insbesondere Sicherstellung der Bezahlung von Mietzinsen und anderen laufenden Kosten wie Krankenkassenpr�mien) einschliesslich einer Hilfestellung bei Schuldensanierung und Steuererlass vorzusehen.
Gleichentags liess A.________ um unentgeltliche Rechtspflege (Prozessf�hrung und Verbeist�ndung) ersuchen.
Das kantonale Gericht wies die Beschwerde und das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ab (Urteil vom 9. September 2014).
A.________ f�hrte am 13. Oktober 2014 Beschwerde in Zivilsachen. Er erneuerte die vorinstanzlich gestellten Antr�ge. Ausserdem sei ihm f�r den vorinstanzlichen Prozess die unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen resp. eine Parteientsch�digung zuzusprechen. Eventuell sei die Sache zur materiellen Neubeurteilung resp. Festsetzung einer angemessenen Entsch�digung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Die Beschwerde richtet sich gegen den Endentscheid (Art. 90 BGG) einer letzten kantonalen Instanz (Art. 75 BGG). Der erwachsenenschutzrechtliche Entscheid ist �ffentlich-rechtlich, steht aber in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Zivilrecht (Art. 72 Abs. 2 lit. b Ziff. 6 BGG). Die Angelegenheit ist nicht verm�gensrechtlicher Natur (Urteil 5A_357/2011 vom 7. Oktober 2011 E. 2). Der Beschwerdef�hrer hat am Verfahren vor der Vorinstanz teilgenommen (vgl. Art. 450 ZGB). Er ist durch den angefochtenen Entscheid besonders ber�hrt und hat ein schutzw�rdiges Interesse an dessen Aufhebung oder �nderung (Art. 76 Abs. 1 BGG). Auf die rechtzeitig (Art. 100 Abs. 1 BGG) eingereichte Beschwerde ist insoweit einzutreten. Dies gilt auch, soweit die im Rahmen des Urteils in der Hauptsache erfolgte vorinstanzliche Verweigerung der unentgeltlichen Rechtspflege angefochten ist (Urteil 5A_761/2014 vom 26. Februar 2015 E. 1.1 und 1.2).
Mit der Beschwerde in Zivilsachen k�nnen Rechtsverletzungen gem�ss Art. 95 f. BGG geltend gemacht werden. F�r Vorbringen betreffend die Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte gilt das R�geprinzip (Art. 106 Abs. 2 BGG). Die rechtsuchende Partei muss pr�zise angeben, welches verfassungsm�ssige Recht durch den angefochtenen kantonalen Entscheid verletzt wurde, und im Einzelnen darlegen, worin die Verletzung besteht. Das Bundesgericht pr�ft nur klar und detailliert erhobene und, soweit m�glich, belegte R�gen, jedoch keine rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid (BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246).
3.1.�Die Vorinstanz stellte fest, der Beschwerdef�hrer zeige ein ernsthaftes Beschwerdebild; er beziehe eine Invalidenrente und lebe sozial isoliert. Es bestehe die Gefahr, dass er Medikamente nicht regelm�ssig einnehme. Der Beschwerdef�hrer sei nicht f�hig, sein Einkommen alleine zu verwalten. Ohne fremde Hilfe nehme er h�ufig Termine nicht wahr. Krankheitsbedingt habe er sich auch nicht in der Lage gesehen, eine Anmeldung f�r Erg�nzungsleistungen zu unterzeichnen; der Sozialdienst habe dies f�r ihn erledigen m�ssen. Er habe Schulden in H�he von etwa Fr. 24'000.-- bei Privatpersonen. Im Wesentlichen aus diesen Tatsachenfeststellungen schloss das kantonale Gericht, neben der (unbestrittenen) Begleitbeistandschaft erscheine auch die Vertretungsbeistandschaft als angemessene und zum Schutz der gesundheitlichen und materiellen Interessen des Beschwerdef�hrers notwendige Massnahme (E. IV./4. und 5.).
3.2.�Der Beschwerdef�hrer l�sst einwenden, auch der Begleitbeistand �be eine gewisse Kontrolle �ber die Verm�genssorge aus. Sei der Verbeist�ndete nicht kooperativ oder erfordere es seine Situation anderweitig, k�nne der Beistand weitere beh�rdliche Vorkehrungen beantragen. Vorher aber gen�ge es, wenn dieser ihn in seinen finanziellen Angelegenheiten�
begleitend�unterst�tze. Die Anordnung einer Vertretungsbeistandschaft sei daher nicht verh�ltnism�ssig.
Unbestritten ist, dass der Beschwerdef�hrer in pers�nlichen und finanziellen Belangen auf Hilfe angewiesen ist. Zu pr�fen ist einzig, ob seine finanziellen und administrativen Angelegenheiten im Rahmen einer Begleitbeistandschaft hinreichend zuverl�ssig geregelt werden k�nnen, oder ob es daf�r weiterreichender Vorkehrungen im Sinne der vorinstanzlich best�tigten Vertretungsbeistandschaft bedarf.
4.1.�
4.1.1.�Die Erwachsenenschutzbeh�rde errichtet eine Beistandschaft, wenn eine vollj�hrige Person wegen einer geistigen Behinderung, einer psychischen St�rung oder eines �hnlichen in der Person liegenden Schw�chezustandes ihre Angelegenheiten nur teilweise oder gar nicht besorgen kann (Art. 390 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB; Urteil 5A_617/2014 vom 1. Dezember 2014 E. 4.2 letzter Absatz und E. 4.3 mit Hinweisen). Die Beh�rde umschreibt die Aufgabenbereiche der Beistandschaft (Personensorge, Verm�genssorge, Rechtsverkehr) entsprechend den Bed�rfnissen der betroffenen Person (Art. 391 Abs. 1 und 2 ZGB).
4.1.2.�Zentrales Anliegen des neuen Erwachsenenschutzrechts ist das Selbstbestimmungsrecht. Das Gesetz verzichtet daher weitgehend auf gesetzlich umschriebene, starre Massnahmen zum Schutz hilfsbed�rftiger Menschen (Urteil 5A_667/2013 vom 12. November 2013 E. 6.1). Als mildeste Massnahme sieht es die Begleitbeistandschaft vor (Art. 393 Abs. 1 ZGB). Diese kann nur mit Zustimmung der hilfsbed�rftigen Person errichtet werden und bezweckt, ihr f�r die Erledigung bestimmter Angelegenheiten begleitende Unterst�tzung zu gew�hrleisten. Demgegen�ber wird eine Vertretungsbeistandschaft (Art. 394 Abs. 1 ZGB) angeordnet, wenn die hilfsbed�rftige Person bestimmte Angelegenheiten nicht selbst erledigen kann und deshalb vertreten werden muss. Diese Form der Beistandschaft kann auch gegen den Willen der hilfsbed�rftigen Person angeordnet werden. Auch diese Massnahme schr�nkt aber die Handlungsf�higkeit der verbeist�ndeten Person nicht ein, sofern die Erwachsenenschutzbeh�rde nicht eine andere Anordnung trifft (Art. 394 Abs. 2 ZGB). Im vorliegenden Fall hat die Beh�rde ausdr�cklich festgehalten, dass die angeordnete Vertretungsbeistandschaft die Handlungsf�higkeit nicht tangiere.
4.2.�In Art. 389 ZGB unterstellt der Gesetzgeber alle beh�rdlichen Massnahmen des Erwachsenenschutzes den Maximen der Subsidiarit�t und der Verh�ltnism�ssigkeit.
4.2.1.�Subsidiarit�t (Art. 389 Abs. 1 ZGB) heisst, dass beh�rdliche Massnahmen nur dann anzuordnen sind, wenn die Betreuung der hilfsbed�rftigen Person auf andere Weise nicht angemessen sichergestellt ist (Botschaft vom 28. Juni 2006 zur �nderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kindesrecht], BBl 2006 7042 Ziff. 2.2.1). Ist die gebotene Unterst�tzung der hilfsbed�rftigen Person anderweitig - durch die Familie, andere nahestehende Personen (vgl. dazu Urteil 5A_663/2013 vom 5. November 2013 E. 3) oder private oder �ffentliche Dienste - gew�hrleistet, so ordnet die Erwachsenenschutzbeh�rde keine Massnahme an (Art. 389 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB). Der Grundsatz der Subsidiarit�t betrifft somit das Verh�ltnis der erwachsenenschutzrechtlichen Massnahmen zu - sofern zielf�hrend - vorrangig zu verwirklichenden alternativen L�sungen.
Kommt die Erwachsenenschutzbeh�rde zum Schluss, die vorhandene Unterst�tzung der hilfsbed�rftigen Person reiche nicht aus, so muss ihre Massnahme verh�ltnism�ssig, das heisst erforderlich und geeignet sein (Art. 389 Abs. 2 ZGB). Es gilt der Grundsatz "Soviel staatliche F�rsorge wie n�tig, so wenig staatlicher Eingriff wie m�glich" (vgl. Botschaft, a.a.O., S. 7017 Ziff. 1.3.4 a.E.; BGE 140 III 49 E. 4.3.1 S. 51). Die angeordnete Massnahme ist auf die Hilfsbed�rftigkeit der betroffenen Person abzustimmen (Art. 391 Abs. 1 ZGB). Unter verschiedenen geeigneten Varianten ist die zur�ckhaltendste zu w�hlen; diese muss zudem in einem vern�nftigen Verh�ltnis zur Einschr�nkung des Selbstbestimmungsrechts stehen. Im Rahmen der Verh�ltnism�ssigkeitspr�fung sind ferner die Belastung und der Schutz von Angeh�rigen und Dritten zu ber�cksichtigen (Art. 390 Abs. 2 ZGB); diese Interessen k�nnen eine weitergehende Massnahme rechtfertigen, jedoch nicht die Massnahme an sich begr�nden (erw�hntes Urteil 5A_617/2014 vom 1. Dezember 2014 E. 4.1 mit Hinweis).
4.2.2.�Eine Vertretungsbeistandschaft nach Art. 394 Abs. 1 ZGB darf daher nicht errichtet werden, wenn f�r die Bed�rfnisse der betroffenen Person eine Begleitbeistandschaft gen�gt. Indessen bleibt die Wahl der richtigen Massnahme ein Ermessensentscheid (Art. 4 ZGB), der stark von der genauen Kenntnis des Sachverhalts abh�ngt. Angesichts dieses Beurteilungsspielraums h�lt sich das Bundesgericht bei der �berpr�fung solcher Entscheide zur�ck: Es greift nur ein, wenn die kantonale Instanz grundlos von in Lehre und Rechtsprechung anerkannten Grunds�tzen abgewichen ist, wenn sie Gesichtspunkte ber�cksichtigt hat, die keine Rolle h�tten spielen d�rfen, oder wenn sie rechtserhebliche Umst�nde ausser Acht gelassen hat. Aufzuheben und zu korrigieren sind ausserdem Ermessensentscheide, die im Ergebnis offensichtlich unbillig, in stossender Weise ungerecht sind (BGE 138 III 669 E. 3.1 S. 671 mit Hinweisen; erw�hntes Urteil 5A_667/2013 E. 6.2).
4.3.1.�Nach dem Gesagten erfolgt die Priorisierung von gleichermassen in Betracht fallenden, aber unterschiedlich weitgehenden Varianten der Beistandschaft nach dem Grundsatz der Verh�ltnism�ssigkeit. Dieser fordert nicht, dass die einschneidendere Massnahme generell erst zum Zuge kommt, nachdem sich die mildere als unzureichend herausgestellt hat; die Vorkehr muss zwar so zur�ckhaltend wie m�glich, gleichzeitig aber auch so wirksam wie n�tig sein (erw�hntes Urteil 5A_617/2014 E. 4.2 mit Hinweisen). Anzuordnen ist somit von Beginn weg eine erfolgversprechende Massnahme. Eine unter dem Aspekt der Selbstbestimmung schonendere Variante indessen, die prognostisch grunds�tzlich geeignet erscheint, das festgestellte Schutzbed�rfnis im Einzelfall vollst�ndig abzudecken, darf im Regelfall nicht - gewissermassen auf Vorrat (vgl. Helmut Henkel, Basler Kommentar Erwachsenenschutz, 2012, N. 11 zu Art. 389 ZGB) - zugunsten einer weitergehenden Massnahme zur�ckgestellt werden, nur weil sie noch unter dem Vorbehalt der praktischen Bew�hrung steht. Solange ein unverh�ltnism�ssiges Arrangement den angestrebten Zweck erf�llt, tr�te die Frage, ob dessen Umfang allenfalls �berm�ssig sei, in der Praxis zu sehr in den Hintergrund; es k�me daher kaum je zu einer nachtr�glichen Korrektur im Sinne der Verh�ltnism�ssigkeit. Auch deshalb ist regelm�ssig zuerst die zur�ckhaltendere Variante der Begleitbeistandschaft zu erproben, bevor allenfalls, vor allem bei mangelnder Mitarbeit des Betroffenen, eine Vertretungsbeistandschaft ins Auge gefasst wird (vgl. Philippe Meier, Les curatelles du nouveau droit de la protection de l'adulte: quelques notions/dispositions-pi�ges pour la pratique, in: FamPra 2012 S. 952). Vorbehalten bleiben F�lle, in denen die mildere Massnahme einen - nicht mehr rechtzeitig abwendbaren - erheblichen Schaden beg�nstigen k�nnte, wenn sie sich als unzureichend erweisen sollte; hier ist die weitergehende erwachsenenschutzrechtliche Vorkehrung priorit�r anzuordnen.
4.3.2.�Der Beschwerdef�hrer anerkennt zu Recht, dass er in den Bereichen Gesundheit (vor allem Sicherstellung der Medikamenteneinnahme) und Wohnen eine Begleitbeistandschaft braucht. Der umschriebene Schw�chezustand f�hrte in der Vergangenheit auch dazu, dass der Beschwerdef�hrer den Zahlungsverkehr und andere administrative Belange vernachl�ssigt hat. Das ergibt sich aus den Akten und ist im �brigen auch nicht bestritten. Den konkreten Gegebenheiten nach schadet es mithin nicht, dass der psychische Schw�chezustand und seine erwachsenenschutzrechtlich erheblichen medizinischen Auswirkungen nicht fach�rztlich abgekl�rt worden sind (zum grunds�tzlichen Erfordernis eines Gutachtens: erw�hntes Urteil 5A_617/2014 E. 4.3 a.E.).
4.3.3.�Im Rahmen der bestehenden Hilfsbed�rftigkeit soll die strittige Vertretungsbeistandschaft im Wesentlichen sicherstellen, dass der Beschwerdef�hrer die Rechnungen bezahlt und damit vor allem sein Obdach und den Krankenversicherungsschutz nicht gef�hrdet. Der angefochtene Entscheid enth�lt keine Hinweise auf fehlenden Zahlungswillen; der Bestand von Dauerzahlungsauftr�gen w�re damit auch im Rahmen einer Begleitbeistandschaft nicht gef�hrdet. Insofern rechtfertigt ein Mangel an "ad�quater Selbstwahrnehmung" (Beschluss vom 11. Juni 2014, Ziff. II./6.) noch keine weitergehende Massnahme.
Soweit die erwachsenenschutzrechtliche Betreuungsbed�rftigkeit des Beschwerdef�hrers mit seiner Verschuldung begr�ndet wird, ist massgeblich, wie die Schulden zustande gekommen sind. Die Vorinstanz legt nicht dar, welcher Art die Schulden �ber Fr. 24'000.-- sind und ob sie mit dem psychischen Schw�chezustand im Sinne von Art. 390 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB zusammenh�ngen. Damit kann nicht beurteilt werden, ob eine Vertretungsbeistandschaft in Verm�gensangelegenheiten notwendig ist, um eine (weitere) Zunahme der Verschuldung zu verhindern oder um eine - allerdings noch nicht aktuelle (vgl. Entscheid der KESB vom 11. Juni 2014, E. 8) - Schuldensanierung dereinst anzugehen. Immerhin hielt die KESB fest, in den ihr vorliegenden Berichten f�nden sich keine Hinweise auf Handlungen, welche eine Einschr�nkung der Handlungsf�higkeit rechtfertigen w�rden (a.a.O. E. 6 a.E.). Dieser Aspekt wird im Rahmen einer sp�teren �berpr�fung der Frage, ob die Massnahme im angeordneten Umfang weiterhin erforderlich sei, zu vertiefen sein.
4.3.4.�Unter den dargelegten Umst�nden ist die Verh�ltnism�ssigkeit der Vertretungsbeistandschaft fraglich. Im Ergebnis jedoch ist sie (gerade noch) zu best�tigen: Die auf freiwilliger Basis funktionierende Begleitbeistandschaft deckt das Schutzziel jedenfalls nur solange ab (vgl. oben E. 4.3.1), als die relativ engmaschige Betreuung (Therapie und Psychiatrie-Spitex) die Situation soweit stabilisiert, dass die Mitwirkung des Betroffenen gew�hrleistet bleibt. Aus dem Bericht des Sozialdienstes der Stadt Bern vom 17. Dezember 2013 geht hervor, dass der Beschwerdef�hrer den Vertreter der Psychiatrie-Spitex anf�nglich "vermehrt" nicht in die Wohnung gelassen habe und kaum zu Terminen bei Beh�rden und �rzten erschienen sei (vgl. auch den Bericht des st�dtischen Amtes f�r Erwachsenen- und Kindesschutz vom 4. Februar 2014). Das habe sich zwar leicht gebessert. Eine nachhaltige Stabilisierung ist jedoch nicht ausgewiesen; nach Lage der Akten schwankt der psychische Zustand des Betroffenen stark. Vor diesem Hintergrund durfte das kantonale Gericht zwar nicht direkt vom Unverm�gen, das Einkommen alleine zu verwalten, auf die Notwendigkeit einer Vertretungsbeistandschaft schliessen. Hingegen durfte es (sinngem�ss) annehmen, die Verf�gbarkeit des Beschwerdef�hrers und seine Mitwirkung (dazu Yvo Biderbost, Massschneidern im Kindes- und Erwachsenenschutz, in: Jusletter 31. M�rz 2014 Rz. 18) sei zu wenig gefestigt, als dass eine Begleitbeistandschaft auch in finanziell-administrativen Belangen erfolgversprechend erscheine. Damit bewegt sich der Entscheid innerhalb des Beurteilungsspielraums der sach- und fachkundigen Beh�rde (oben E. 4.2.2), welche zuhanden der Vorinstanz ausgef�hrt hatte, "eine Beistandschaft mit einer Begleitung in den Bereichen Administration sowie Einkommens- und Verm�gensverwaltung", wie sie der Beschwerdef�hrer beantrage, stelle "aufgrund dessen psychischer Krankheit und den damit einhergehenden Ausf�llen ein nicht f�hrbares Mandat dar" (Beschwerdeantwort vom 28. Juli 2014).
Hinzu kommt Folgendes: Wenn die Beh�rde aufgrund des in E. 4.3.1 und 4.3.3 Gesagten gerichtlich verpflichtet w�rde, den Umfang der Beistandschaft gleichsam "auf Probe" zu reduzieren, drohte sich ein solches Vorgehen kontraproduktiv auszuwirken. Auch mit Blick auf das konkrete Krankheitsbild best�nde n�mlich die Gefahr, dass ein inzwischen aufgebautes Vertrauensverh�ltnis zwischen dem Beschwerdef�hrer und dem Beistand als Repr�sentanten der KESB nachhaltig beeintr�chtigt w�rde; den Akten ist zu entnehmen, dass der Beschwerdef�hrer dazu neigt, sich "benachteiligt und hintergangen durch die Beh�rden" zu f�hlen (Bericht des Sozialdienstes der Stadt Bern vom 17. Dezember 2013). Die f�r das Funktionieren der Begleitbeistandschaft unerl�ssliche Erreichbarkeit und Kooperation des Beschwerdef�hrers w�rde dadurch zus�tzlich gef�hrdet.
Strittig ist auch der vorinstanzliche Kostenentscheid.
5.1.�Im Verwaltungsverfahren hatte die KESB die unentgeltliche Prozesshilfe gew�hrt und dem Betroffenen einen amtlichen Rechtsbeistand beigeordnet (Pr�sidialentscheid vom 17. M�rz 2014). F�r das kantonale Beschwerdeverfahren verweigerte die Vorinstanz hingegen die unentgeltliche Rechtspflege. Sie begr�ndete dies mit Aussichtslosigkeit der Beschwerdef�hrung.
5.2.�Das ZGB sieht keine Regelung �ber die Kosten vor der gerichtlichen Beschwerdeinstanz vor (vgl. Art. 450 ff. ZGB). Die Bestimmungen der ZPO kommen nur zum Tragen, soweit die Kantone nichts anderes bestimmen (Art. 450f ZGB). Art. 70 Abs. 1 des bernischen Gesetzes vom 1. Februar 2012 �ber den Kindes- und Erwachsenenschutz (KESG; BSG 213.316) verweist auf das Gesetz vom 23. Mai 1989 �ber die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21). Nach dessen Art. 111 Abs. 1 und 2 wird die gesuchstellende Partei von den Kosten- und allf�lligen Vorschuss- sowie Sicherstellungspflichten befreit, wenn sie nicht �ber die erforderlichen Mittel verf�gt und ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint. Unter den gleichen Voraussetzungen kann einer Partei eine Anw�ltin oder ein Anwalt beigeordnet werden, wenn die tats�chlichen und rechtlichen Verh�ltnisse es rechtfertigen (vgl. Markus M�ller, Bernische Verwaltungsrechtspflege, 2. Aufl. 2011, S. 254, und Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum Gesetz �ber die Verwaltungsrechtspflege im Kanton Bern, 1997, N. 19 zu Art. 111 VRPG).
Das kantonale Recht (vgl. auch Art. 26 Abs. 3 der Verfassung des Kantons Bern vom 6. Juni 1993) deckt sich mit den Mindestanforderungen von Art. 29 Abs. 3 BV. Danach hat jede Person, die nicht �ber die erforderlichen Mittel verf�gt, Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wenn ihr Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint; soweit es zur Wahrung ihrer Rechte notwendig ist, hat sie ausserdem Anspruch auf unentgeltlichen Rechtsbeistand (zum Verh�ltnis der verschiedenen Rechtsgrundlagen: BGE 129 I 129 E. 2.1 S. 133; vgl. auch Gerold Steinmann, St. Galler Kommentar zur BV, 3. Aufl. 2014, N. 7 zu Art. 29 BV; Stefan Meichssner, Das Grundrecht auf unentgeltliche Rechtspflege [Art. 29 Abs. 3 BV], 2008, S. 25 ff.). W�hrend die Anwendung von kantonalem Recht letztinstanzlich nur unter dem Gesichtswinkel der Willk�r (Art. 9 BV) beurteilt werden kann (BGE 138 I 143 E. 2 S. 149; Urteil 5A_130/2014 vom 20. M�rz 2014 E. 2.2), �berpr�ft das Bundesgericht rechtliche Fragen im Zusammenhang mit der Verfahrensgarantie von Art. 29 Abs. 3 BV frei (vgl. aber Art. 106 Abs. 2 BGG).
5.3.�Aus dem in E. 4.3 Gesagten ergibt sich ohne Weiteres, dass das vorinstanzlich gestellte Rechtsbegehren nicht von vornherein aussichtslos war; die Gewinnaussichten waren nicht betr�chtlich geringer als das Risiko des Unterliegens (vgl. BGE 140 V 521 E. 9.1 S. 537). Die Sache ist daher an das kantonale Gericht zur�ckzuweisen, damit es eine Entsch�digung unter dem Titel der unentgeltlichen Rechtsverbeist�ndung f�r das kantonale Beschwerdeverfahren festlege (vgl. Art. 112 Abs. 1 VRPG).
5.4.�Entgegen einem weiteren Antrag des Beschwerdef�hrers besteht unter dem Titel einer vorinstanzlich geheilten Verletzung des rechtlichen Geh�rs (angefochtener Entscheid E. IV./3.) kein Anspruch auf Parteientsch�digung. Wie die Vorinstanz zutreffend festgehalten hat, betraf die Geh�rsverletzung keinen entscheidungserheblichen Punkt. Sie konnte somit auch nicht Anlass zur Beschwerdef�hrung bilden (vgl. Urteil 1C_564/2013 vom 30. August 2013 E. 2.3).
6.1.�Dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege im bundesgerichtlichen Verfahren ist zu entsprechen: Die Beschwerde ist nicht aussichtslos, die Rechtsvertretung zur Wahrung der Rechte des Beschwerdef�hrers notwendig und dessen Prozessarmut aktenkundig (vgl. Art. 64 Abs. 1 und 2 BGG; Urteil 5A_684/2014 vom 3. Dezember 2014 E. 5). Rechtsanwalt Oliver L�cke ist daher als amtlicher Rechtsbeistand f�r das bundesgerichtliche Verfahren zu bestellen.
6.2.�In der Hauptsache unterliegt der Beschwerdef�hrer. Insoweit tr�gt er grunds�tzlich die Gerichtskosten (Art. 66 Abs. 1 BGG). Zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege werden sie indessen vorl�ufig auf die Gerichtskasse genommen. Die Partei leistet dieser Ersatz, wenn sie sp�ter dazu in der Lage ist (Art. 64 Abs. 4 BGG). Was sodann den Verfahrensausgang hinsichtlich der vorinstanzlichen Kostenverlegung angeht (oben E. 5.3), so tr�gt der Kanton Bern, der in seinen wirtschaftlichen Interessen betroffen ist, ebenfalls einen Teil der bundesgerichtlichen Verfahrenskosten (Art. 66 Abs. 4 BGG; Urteil 5A_732/2009 vom 4. Februar 2010 E. 4, nicht publ. in BGE 136 III 155).
Dementsprechend hat der Kanton Bern dem Rechtsvertreter des (im Armenrecht prozessierenden) Beschwerdef�hrers eine reduzierte Parteientsch�digung zu bezahlen. Im �brigen ist ihm f�r das bundesgerichtliche Verfahren ein Honorar aus der Bundesgerichtskasse zu entrichten (vgl. wiederum Art. 64 Abs. 4 BGG). Der Kindes- und Erwachsenenschutzbeh�rde Bern ist keine Entsch�digung geschuldet (Art. 68 Abs. 3 BGG).
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und Dispositiv-Ziff. 2 des Entscheids des bernischen Obergerichts vom 9. September 2014 (betreffend unentgeltliche Rechtspflege) aufgehoben. Die Sache wird an die Vorinstanz zur�ckgewiesen, damit sie dem Rechtsvertreter des Beschwerdef�hrers eine Entsch�digung f�r das kantonale Beschwerdeverfahren zuspreche. Im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird gutgeheissen. Dem Beschwerdef�hrer wird Rechtsanwalt Oliver L�cke als amtlicher Rechtsbeistand bestellt.
Die Gerichtskosten von Fr. 1'000.- werden im Umfang von Fr. 250.- dem Kanton Bern auferlegt. Im Umfang von Fr. 750.- werden sie dem Beschwerdef�hrer auferlegt, jedoch vorl�ufig auf die Bundesgerichtskasse genommen.
Der Kanton Bern hat den Rechtsvertreter des Beschwerdef�hrers f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 500.- zu entsch�digen. Rechtsanwalt Oliver L�cke wird f�r seine Bem�hungen im bundesgerichtlichen Verfahren �berdies ein Honorar von Fr. 1'500.- aus der Bundesgerichtskasse entrichtet.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern (Zivilabteilung, Kindes- und Erwachsenenschutzgericht) schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 450
 Art. 95
 Art. 389
 BGE 
 Art. 394
 Art. 389
 Art. 390
 Art. 450
 Art. 70
 Art. 111
 Art. 111
 Art. 26
 Art. 29
 BGE 
 Art. 29
 Art. 29
 Art. 106
 BGE 
 Art. 112
 Art. 64
 BGE 
 Art. 64