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Timestamp: 2020-04-03 02:23:06+00:00

Document:
0.142.112.632.1
Abkommen zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Republik Kolumbien über die Befreiung von der Visumpflicht für Kurzaufenthalte von Inhaberinnen und Inhabern von ordentlichen Pässen
Art. 4 Aufenthaltsdauer
Art. 5 Verwaltung des Abkommens
Art. 6 Unberührtheitsklausel
Art. 7 Austausch der relevanten Dokumente
Art. 8 Beilegung von Meinungsverschiedenheiten
zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Republik Kolumbien über die Befreiung von der Visumpflicht für Kurzaufenthalte von Inhaberinnen und Inhabern von ordentlichen Pässen
die Republik Kolumbien,
nachstehend «Kolumbien» genannt,
nachstehend gemeinsam die «Vertragsparteien» genannt,
in dem Bestreben, die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Vertragsparteien weiter auszubauen,
in dem Wunsch, den Grundsatz der Gleichbehandlung zu wahren und Reisen von Inhaberinnen und Inhabern von ordentlichen Pässen zu erleichtern,
unter Berücksichtigung des Abkommens vom 2. Dezember 2015 zwischen der Europäischen Union und Kolumbien über die Befreiung von der Visumpflicht für Kurzaufenthalte,
gestützt auf das Abkommen vom 26. Oktober 20041 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft, der Europäischen Union und der Europäischen Gemeinschaft über die Assoziierung der Schweizerischen Eidgenossenschaft bei der Umsetzung, Anwendung und Entwicklung des Schengen-Besitzstands,
Dieses Abkommen sieht für Staatsangehörige von Kolumbien und Staatsangehörige der Schweiz, die einen gültigen ordentlichen Pass besitzen, die Befreiung von der Visumpflicht vor, wenn sie für höchstens 90 Tage in einem Zeitraum von 180 Tagen in das Hoheitsgebiet der anderen Vertragspartei reisen.
1. Staatsangehörige von Kolumbien, die einen von Kolumbien ausgestellten gültigen ordentlichen Pass besitzen, dürfen ohne Visum in das Hoheitsgebiet der Schweiz einreisen und sich dort für die in Artikel 4 Absatz 1 festgelegte Dauer aufhalten.
Staatsangehörige der Schweiz, die einen von der Schweiz ausgestellten gültigen ordentlichen Pass besitzen, dürfen ohne Visum in das Hoheitsgebiet Kolumbiens einreisen und sich dort für die in Artikel 4 Absatz 2 festgelegte Dauer aufhalten.
2. Absatz 1 dieses Artikels gilt nicht für Personen, deren Reise zum Zweck dient, im Hoheitsgebiet der anderen Vertragspartei einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, die nach innerstaatlichem Recht bewilligungspflichtig ist.
In dieser Hinsicht werden namentlich folgende Aktivitäten nicht als Erwerbstätigkeit erachtet:
Geschäftliche Besprechungen, einschliesslich Konferenzen, Seminare oder die Verhandlung von Aufträgen und Verträgen;
Wirtschaftliche oder wissenschaftliche Kongresse;
Kulturelle, religiöse und sportliche Veranstaltungen;
Kurse und schulische Ausbildungen.
3. Die in diesem Abkommen bezeichneten Pässe erfüllen die Gültigkeitskriterien gemäss dem innerstaatlichen Recht der Vertragsparteien.
4. Die mit diesem Abkommen eingeführte Befreiung von der Visumpflicht findet unbeschadet der Rechtsvorschriften der Vertragsparteien über die Bedingungen für Einreise und Kurzaufenthalt Anwendung. Die Vertragsparteien behalten sich vor, die Einreise in ihr jeweiliges Hoheitsgebiet und den Kurzaufenthalt in diesem Gebiet zu verweigern, wenn eine oder mehrere dieser Bedingungen nicht erfüllt sind.
5. Die Staatsangehörigen beider Vertragsparteien, denen dieses Abkommen zugutekommt, sind verpflichtet, sich während ihres Aufenthalts an die im Hoheitsgebiet des anderen Staates geltenden Rechtsvorschriften zu halten.
6. Die Staatsangehörigen beider Vertragsparteien können an allen Grenzübergangsstellen in das Hoheitsgebiet der anderen Vertragspartei einreisen, daraus ausreisen oder es im Transit bereisen. Die Befreiung von der Visumpflicht gilt unabhängig vom Verkehrsmittel, mit dem die Grenzen der Vertragsparteien überschritten werden.
7. Fragen, die nicht unter dieses Abkommen fallen, werden durch das innerstaatliche Recht Kolumbiens und das innerstaatliche Recht der Schweiz geregelt.
1. Staatsangehörige von Kolumbien, die einen von Kolumbien ausgestellten gültigen ordentlichen Pass besitzen, dürfen sich höchstens 90 Tage in einem Zeitraum von 180 Tagen im Hoheitsgebiet der Schweiz aufhalten.
Bei der Einreise in das Hoheitsgebiet der Schweiz nach der Durchreise durch das Hoheitsgebiet eines oder mehrerer Staaten, für welche die Bestimmungen über Grenzübertritt und Visa gemäss Schengen-Besitzstand vollumfänglich anwendbar sind, gilt das Datum, an dem die Aussengrenze des durch die genannten Staaten gebildeten Raums überschritten wird, als erster Tag des Aufenthalts (von höchstens 90 Tagen) in diesem Raum; der Ausreisetag gilt als letzter Tag des Aufenthalts in diesem Raum.
2. Staatsangehörige der Schweiz, die einen von der Schweiz ausgestellten gültigen ordentlichen Pass besitzen, dürfen sich höchstens 90 Tage in einem Zeitraum von 180 Tagen im Hoheitsgebiet Kolumbiens aufhalten.
3. Der Zeitraum von 90 Tagen in einem Zeitraum von 180 Tagen gemäss den Absätzen 1 und 2 dieses Artikels wird entweder basierend auf einem ununterbrochenen Aufenthalt oder auf mehreren aufeinanderfolgenden Aufenthalten, deren Gesamtdauer in einem Zeitraum von 180 Tagen 90 Tage nicht übersteigt, berechnet.
4. Dieses Abkommen lässt die Möglichkeit für die Vertragsstaaten unberührt, die Aufenthaltsdauer im Einklang mit den jeweiligen innerstaatlichen Rechtsvorschriften über 90 Tage hinaus zu verlängern.
Bei Bedarf treten auf Verlangen einer der beiden Vertragsparteien Vertreterinnen und Vertreter der Vertragsparteien zusammen, um die Umsetzung und Anwendung dieses Abkommens zu besprechen und, wenn nötig, Vorschläge zu Änderungen dieses Abkommens zu unterbreiten.
Dieses Abkommen lässt die Rechte, Pflichten und Zuständigkeiten der Vertragsparteien, die sich aus dem Völkerrecht ergeben, unberührt.
1. Die zuständigen Behörden der Vertragsparteien tauschen innerhalb von 30 Tagen nach Unterzeichnung dieses Abkommens auf diplomatischem Weg personalisierte Muster ihrer ordentlichen Pässe aus.
2. Falls neue ordentliche Pässe eingeführt werden, oder falls die bisherigen Pässe geändert werden, stellt die betreffende Vertragspartei der anderen Vertragspartei spätestens 30 Tage vor deren Einführung auf diplomatischem Weg personalisierte Muster der neuen oder geänderten Pässe sowie detaillierte Angaben über deren Anwendbarkeit zur Verfügung.
1. Die zuständigen Behörden der beiden Vertragsparteien klären in gegenseitigem Einvernehmen die Probleme, die sich aus der Anwendung oder der Auslegung dieses Abkommens ergeben.
2. Meinungsverschiedenheiten über die Auslegung oder Umsetzung dieses Abkommens werden von den Vertragsparteien auf diplomatischen Weg mittels Konsultationen und Verhandlungen gütlich beigelegt.
1. Dieses Abkommen tritt 30 Tage nach Eingang der letzten schriftlichen Notifikation in Kraft, durch die sich die Vertragsparteien gegenseitig über den Abschluss der dafür erforderlichen internen Verfahren unterrichten.
2. Dieses Abkommen wird auf unbestimmte Zeit abgeschlossen, sofern es nicht gemäss Absatz 5 dieses Artikels gekündigt wird.
3. Dieses Abkommen kann durch schriftliche Vereinbarung zwischen den Vertragsparteien gemäss Absatz 6 dieses Artikels geändert werden. Änderungen treten in Kraft, nachdem die Vertragsparteien einander den Abschluss der hierfür erforderlichen innerstaatlichen Verfahren notifiziert haben.
4. Jede Vertragspartei kann dieses Abkommen gemäss Absatz 6 dieses Artikels oder insbesondere aus Gründen der öffentlichen Ordnung, zum Schutz der nationalen Sicherheit oder der öffentlichen Gesundheit, wegen irregulärer Einwanderung oder der Wiedereinführung der Visumpflicht durch eine Vertragspartei ganz oder teilweise suspendieren. Der Entscheid über die Suspendierung ist der anderen Vertragspartei spätestens zwei Monate vor deren Inkrafttreten mitzuteilen. Die Vertragspartei, welche die Anwendung dieses Abkommens suspendiert hat, benachrichtigt die andere Vertragspartei unverzüglich, sobald die Gründe für die Suspendierung wegfallen, und hebt die Suspendierung auf.
5. Jede Vertragspartei kann dieses Abkommen gemäss Absatz 6 dieses Artikels gegenüber der anderen Vertragspartei schriftlich kündigen. Das Abkommen tritt 90 Tage nach Notifikation der Kündigung ausser Kraft.
6. Werden das Abkommen vom 2. Dezember 2015 zwischen der Europäischen Union und Kolumbien über die Befreiung von der Visumpflicht für Kurzaufenthalte und/oder das Abkommen vom 26. Oktober 2004 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft, der Europäischen Union und der Europäischen Gemeinschaft über die Assoziierung der Schweizerischen Eidgenossenschaft bei der Umsetzung, Anwendung und Entwicklung des Schengen-Besitzstands gemäss den massgeblichen Bestimmungen dieser Abkommen beendet, suspendiert oder geändert, treffen die Vertragsparteien gemeinsam die nötigen Massnahmen, um die uneingeschränkte Vereinbarkeit ihrer Pflichten aus dem vorliegenden Abkommen mit ihren Pflichten aus den oben genannten Abkommen sicherzustellen.
AS 2017 3609
Conclu le 3 août 2016
Entré en vigueur par échange de notes le 30 juin 2017
(Etat le 30 juin 2017)
ci-après dénommée «Colombie»,
ci-après également dénommées conjointement «Parties contractantes»,
en vue d’approfondir les relations d’amitié qui les unissent,
souhaitant préserver le principe de l’égalité de traitement et faciliter la circulation des titulaires de passeports ordinaires,
au vu de l’Accord du 2 décembre 2015 entre l’Union européenne et la République de Colombie relatif à l’exemption de visa de court séjour,
Le présent Accord prévoit un régime de déplacement sans obligation de visa en faveur des ressortissants de la Colombie et de ceux de la Suisse titulaires d’un passeport ordinaire valable qui se rendent sur le territoire de l’autre Partie contractante pour un séjour d’une durée maximale de 90 jours sur toute période de 180 jours.
On entend par «acquis de Schengen» toutes les mesures visées dans le protocole no 19 sur l’acquis de Schengen intégré dans le cadre de l’Union européenne, annexé au traité sur l’Union européenne et au traité sur le fonctionnement de l’Union européenne, visant à assurer l’absence de contrôle des personnes aux frontières intérieures, en liaison avec une politique commune de contrôles aux frontières extérieures et de visas, ainsi que des mesures d’accompagnement directement liées à cela et afin de prévenir et de combattre la criminalité.
1. Les ressortissants de la Colombie titulaires d’un passeport ordinaire valable délivré par la Colombie peuvent entrer et séjourner sans visa sur le territoire de la Suisse pendant une période dont la durée est définie à l’art. 4, par. 1.
Les ressortissants de la Suisse titulaires d’un passeport ordinaire valable délivré par la Suisse peuvent entrer et séjourner sans visa sur le territoire de la Colombie pendant une période dont la durée est définie à l’art. 4, par. 2.
2. Le par. 1 du présent article ne s’applique pas aux personnes voyageant pour exercer une activité lucrative ou rémunérée soumise à autorisation conformément à la législation nationale en vigueur sur le territoire de l’autre Partie contractante.
Ne sont pas considérées comme activités lucratives ou rémunérées les activités suivantes, notamment:
Les réunions d’affaires, y compris les conférences, les séminaires et les négociations de mandats et de contrats;
Les congrès économiques ou scientifiques;
Les manifestations culturelles, religieuses ou sportives;
Les cours et les formations scolaires.
3. Les passeports visés par le présent Accord doivent satisfaire aux critères de validité prévus par la législation nationale des Parties contractantes.
4. L’exemption de visa prévue par le présent Accord s’applique sans préjudice des législations des Parties contractantes en matière de conditions d’entrée et de court séjour. Les Parties contractantes se réservent le droit d’interdire l’entrée ou un séjour de courte durée sur leur territoire si l’une ou plusieurs de ces conditions ne sont pas remplies.
5. Les ressortissants d’une Partie contractante qui bénéficient du présent Accord sont tenus de se conformer à la législation nationale en vigueur sur le territoire de l’autre Partie contractante pendant leur séjour.
6. Les ressortissants de l’une ou l’autre Partie contractante peuvent entrer sur le territoire de l’autre Partie contractante, le quitter ou transiter par celui-ci par tous les points de passage frontaliers. L’exemption de visa s’applique indépendamment du moyen de transport utilisé pour franchir les points de passage frontaliers des Parties contractantes.
7. Les sujets non traités dans le présent Accord sont régis par le droit national de la Colombie ou par le droit national de la Suisse.
1. Les ressortissants de la Colombie titulaires d’un passeport ordinaire valable délivré par la Colombie peuvent séjourner sur le territoire de la Suisse pendant une durée maximale de 90 jours sur toute période de 180 jours.
Lorsque l’entrée sur le territoire suisse se fait après un transit par un ou plusieurs Etats qui applique(nt) la totalité des dispositions de l’Acquis de Schengen concernant le franchissement des frontières et les visas, la date du franchissement de la frontière extérieure de l’espace formé par ces Etats est considérée comme date de début du séjour (limité à 90 jours) dans cet espace et la date de sortie comme date de fin du séjour.
2. Les ressortissants de la Suisse titulaires d’un passeport ordinaire valable délivré par la Suisse peuvent séjourner sur le territoire de la Colombie pendant une durée maximale de 90 jours sur toute période de 180 jours.
3. La durée de 90 jours sur toute période de 180 jours au sens des par. 1 et 2 se calcule soit sur la base d’un séjour ininterrompu soit sur la base de plusieurs séjours consécutifs dont la durée totale ne dépasse pas 90 jours sur toute période de 180 jours.
4. Le présent Accord est sans préjudice de la possibilité offerte aux Parties contractantes de prolonger la durée de séjour au-delà de 90 jours, conformément à leur législation nationale.
Art. 5 Gestion de l’Accord
Art. 6 Clause de non incidence
Le présent Accord ne porte pas atteinte aux autres droits, obligations et responsabilités des Parties contractantes résultant du droit international.
Art. 7 Notification des specimens
1. Les autorités compétentes des Parties contractantes se transmettent mutuellement, par la voie diplomatique, des spécimens personnalisés de leurs passeports ordinaires, au plus tard 30 jours après la signature du présent Accord.
2. Dans le cas où un nouveau passeport ordinaire devait être introduit, ou l’existant modifié, les Parties contractantes se transmettent par la voie diplomatique des spécimens personnalisés des passeports nouveaux ou modifiés, ainsi que des informations détaillées relatives à leur utilisation et ce, au moins 30 jours avant leur mise en circulation.
2. Les Parties contractantes règlent à l’amiable, par la voie diplomatique et par négociation et consultation, tout litige découlant de l’application ou de l’interprétation du présent Accord.
1. Le présent Accord entre en vigueur 30 jours après réception de la dernière notification par laquelle les Parties contractantes s’informent mutuellement de l’accomplissement des procédures internes nécessaires à cette fin.
2. Sauf dénonciation conformément au paragraphe 5 du présent Article, le présent Accord est conclu pour une durée indéterminée.
3. Le présent Accord peut être modifié par écrit d’un commun accord entre les Parties contractantes, conformément au par. 6 du présent Article. Les modifications entrent en vigueur après que les Parties contractantes se sont mutuellement notifiées le terme des procédures internes qu’elles doivent appliquer à cet effet.
4. Chaque Partie contractante peut suspendre l’application de tout ou partie du présent Accord, conformément au paragraphe 6 du présent article ou, notamment, pour des raisons d’ordre public, de protection de sa sécurité nationale ou de protection de la santé publique, ou pour des motifs liés à l’immigration irrégulière ou lors du rétablissement de l’obligation de visa par l’une des Parties contractantes. La décision de suspension est notifiée à l’autre Partie contractante au plus tard deux mois avant sa date prévue d’entrée en vigueur. Si la suspension n’a plus lieu d’être, la Partie contractante qui a suspendu l’application du présent Accord en informe immédiatement l’autre Partie contractante et lève la suspension.
5. Chaque Partie contractante peut dénoncer le présent Accord conformément au par. 6 du présent article par notification écrite à l’autre Partie contractante. Le présent Accord cesse d’être en vigueur 90 jours après la date de cette notification.
6. Dans le cas où l’Accord du 2 décembre 2015 entre l’Union européenne et la République de Colombie relatif à l’exemption de visa de court séjour et/ou l’Accord du 26 octobre 2004 entre la Confédération suisse, l’Union européenne et la Communauté européenne sur l’association de la Confédération suisse à la mise en oeuvre, à l’application et au développement de l’acquis de Schengen est/sont dénoncé/s, suspendu/s ou modifié/s conformément aux dispositions pertinentes de ces accords, les Parties contractantes prennent conjointement les mesures nécessaires afin de garantir une compatibilité absolue entre leurs obligations découlant du présent Accord et leurs obligations qui découlent de ces autres Accords.
Fait à Bogota, le 3 août 2016, en deux exemplaires, en allemand, en espagnol et en anglais, tous les textes faisant également foi. En cas de divergence d’interprétation, le texte anglais est utilisé.
RO 2017 3609
1 Le texte original allemand est publié, sous le même chiffre, dans l’édition allemande du présent recueil.2 RS 0.362.31
tra la Confederazione Svizzera e la Repubblica di Colombia in materia di esenzione dal visto per soggiorni di breve durata per i titolari di passaporti ordinari
Concluso il 3 agosto 2016
Entrato in vigore mediante scambio di note il 30 giugno 2017
(Stato 30 giugno 2017)
la Repubblica di Colombia,
in seguito denominata «Colombia»,
in seguito denominate insieme «le Parti contraenti»,
al fine di rafforzare i vincoli di amicizia tra loro,
desiderose di garantire la parità di trattamento e di agevolare gli spostamenti ai titolari di passaporti ordinari,
considerando l’accordo del 2 dicembre 2015 tra l’Unione europea e la Colombia in materia di esenzione dal visto per soggiorni di breve durata,
considerando l’accordo del 26 ottobre 20042 tra la Confederazione Svizzera, l’Unione europea e la Comunità europea, riguardante l’associazione della Svizzera all’attuazione, all’applicazione e allo sviluppo dell’acquis di Schengen,
animate dal desiderio di rafforzare la collaborazione fondata sulla reciproca fiducia e sulla solidarietà,
Il presente Accordo stabilisce l’esenzione dal visto per i cittadini della Colombia e per i cittadini della Svizzera titolari di un passaporto ordinario valido che si recano nel territorio dell’altra Parte contraente per un periodo massimo di 90 giorni nell’arco di 180 giorni.
Per «acquis di Schengen» s’intendono tutte le misure conformemente al protocollo n. 19 sull’acquis di Schengen integrato nell’ambito dell’Unione europea, allegato al trattato sull’Unione europea e al trattato sul funzionamento dell’Unione europea, volte ad assicurare l’assenza di controlli sulle persone alle frontiere interne, unitamente a una politica comune in materia di controlli alle frontiere esterne e visti, nonché le misure direttamente correlate volte a prevenire e a combattere la criminalità.
1. I cittadini della Colombia titolari di un passaporto ordinario valido rilasciato dalla Colombia possono recarsi e soggiornare nel territorio della Svizzera, senza essere in possesso di visto, per un periodo la cui durata è specificata all’articolo 4 paragrafo 1.
I cittadini svizzeri titolari di un passaporto ordinario valido rilasciato dalla Svizzera possono recarsi e soggiornare nel territorio della Colombia, senza essere in possesso di visto, per un periodo la cui durata è specificata all’articolo 4 paragrafo 2.
2. Il paragrafo 1 del presente articolo non si applica alle persone che viaggiano nel territorio dell’altra Parte contraente allo scopo di svolgervi un’attività lucrativa sottostante a permesso conformemente alla legislazione nazionale interna.
In questo contesto, non sono considerate attività lucrative in particolare le seguenti attività:
colloqui d’affari, tra cui conferenze, seminari o negoziati in vista di mandati e contratti;
3. I passaporti menzionati nel presente Accordo soddisfano i requisiti di validità previsti dalla legislazione nazionale delle Parti contraenti.
4. L’esenzione dall’obbligo del visto di cui al presente Accordo si applica lasciando impregiudicate le normative delle Parti contraenti relative alle condizioni per l’entrata e il soggiorno di breve durata. Le Parti contraenti si riservano il diritto di rifiutare l’entrata e il soggiorno di breve durata nei rispettivi territori, qualora almeno una delle suddette condizioni non risulti soddisfatta.
5. Durante il loro soggiorno, i cittadini di ciascuna Parte contraente che beneficiano del presente Accordo sono tenuti a rispettare la legislazione vigente nel territorio dell’altra Parte contraente.
6. I cittadini di ciascuna Parte contraente possono entrare sul territorio dell’altra Parte contraente, transitarvi o uscirne attraverso tutti i valichi di confine. L’esenzione dal visto si applica a prescindere dal mezzo di trasporto utilizzato per attraversare i valichi di confine delle Parti contraenti.
7. Alle questioni che esulano dal presente Accordo si applicano il diritto nazionale della Colombia e il diritto nazionale della Svizzera.
Art. 4 Durata del soggiorno
1. I cittadini della Colombia titolari di un passaporto ordinario valido rilasciato dalla Colombia possono soggiornare nel territorio svizzero fino a 90 giorni nell’arco di 180 giorni.
Per le persone che entrano nel territorio svizzero dopo aver transitato dal territorio di uno o più Stati che applicano integralmente le disposizioni dell’acquis di Schengen sull’attraversamento delle frontiere e sui visti, la data dell’attraversamento della frontiera esterna dello spazio formato da tali Stati è considerata come data dell’inizio del soggiorno (90 giorni al massimo), mentre la data di partenza è considerata come data della fine del soggiorno in tale spazio.
2. I cittadini della Svizzera titolari di un passaporto ordinario valido rilasciato dalla Svizzera possono soggiornare nel territorio colombiano fino a 90 giorni nell’arco di 180 giorni.
3. Il periodo di 90 giorni nell’arco di 180 giorni menzionato nei paragrafi 1 e 2 del presente articolo è calcolato in base a un soggiorno ininterrotto o a diversi soggiorni consecutivi la cui durata complessiva non superi 90 giorni nell’arco di 180 giorni.
4. Il presente Accordo lascia impregiudicata la possibilità per le Parti contraenti di prolungare la durata del soggiorno oltre i 90 giorni conformemente alla rispettiva legislazione nazionale.
Art. 5 Gestione dell’Accordo
Rappresentanti delle Parti contraenti s’incontrano all’occorrenza, su richiesta di una Parte contraente, per discutere l’attuazione e l’applicazione del presente Accordo e, laddove necessario, suggerire modifiche al presente Accordo.
Art. 6 Clausola di non incidenza
Il presente Accordo lascia impregiudicati i diritti, gli obblighi e le responsabilità delle Parti contraenti derivanti dal diritto internazionale.
Art. 7 Scambio di documenti pertinenti
1. Le autorità competenti delle Parti contraenti si scambiano, per via diplomatica, facsimile personalizzati dei loro passaporti ordinari entro 30 giorni dalla firma del presente Accordo.
2. La Parte contraente che introduce nuovi passaporti ordinari o modifica quelli esistenti invia all’altra Parte contraente, al più tardi 30 giorni prima della loro introduzione, i nuovi facsimile personalizzati dei passaporti nuovi o modificati unitamente a tutte le informazioni rilevanti sul loro utilizzo.
2. Le Parti contraenti risolvono amichevolmente per via diplomatica, nel quadro di negoziati e consultazioni, tutte le controversie derivanti dall’applicazione o dall’interpretazione del presente Accordo.
1. Il presente Accordo entra in vigore 30 giorni dopo la ricezione dell’ultima notifica scritta con la quale le Parti si comunicano reciprocamente di aver espletato le necessarie procedure interne.
3. Il presente Accordo può essere modificato per scritto dalle Parti contraenti conformemente al paragrafo 6. Le modifiche entrano in vigore dopo che le Parti contraenti si sono notificate l’avvenuto espletamento delle procedure interne necessarie a tal fine.
4. Ciascuna Parte contraente può sospendere in tutto o in parte il presente Accordo conformemente al paragrafo 6 del presente articolo oppure, in particolare, per ragioni di ordine pubblico, di tutela della sicurezza nazionale o della salute pubblica, di immigrazione irregolare o qualora una Parte contraente ripristini l’obbligo del visto. La decisione sulla sospensione è notificata all’altra Parte contraente al massimo due mesi prima della sua entrata in vigore. La Parte contraente che ha sospeso l’applicazione del presente Accordo informa senza indugio l’altra Parte contraente non appena i motivi della sospensione non sussistono più e revoca la sospensione.
5. Ciascuna Parte contraente può denunciare il presente Accordo conformemente al paragrafo 6 del presente articolo con notifica scritta all’altra Parte contraente. L’accordo cessa di essere in vigore 90 giorni dopo la notificazione della denuncia.
6. Qualora l’accordo del 2 dicembre 2015 tra l’Unione europea e la Colombia in materia di esenzione dal visto per soggiorni di breve durata e/o l’accordo del 26 ottobre 2004 tra la Confederazione Svizzera, l’Unione europea e la Comunità europea, riguardante l’associazione della Svizzera all’attuazione, all’applicazione e allo sviluppo dell’acquis di Schengen siano denunciati, sospesi o modificati conformemente alle pertinenti disposizioni degli stessi, le Parti contraenti adottano congiuntamente le misure necessarie per garantire la totale compatibilità tra i rispettivi obblighi derivanti dal presente Accordo e quelli derivanti dai suddetti Accordi.
Fatto a Bogotà, il 3 agosto 2016, in lingua tedesca, spagnola e inglese, ciascun testo facente ugualmente fede. In caso di divergenze d’interpretazione fa fede il testo inglese.
Per la Repubblica di Colombia:
RU 2017 3609
1 Il testo originale tedesco è pubblicato sotto lo stesso numero nell'edizione tedesca della presente Raccolta.2 RS 0.362.31

References: Art. 4

Art. 5

Art. 6

Art. 7

Art. 8

Art. 5

Art. 6

Art. 7

Art. 4

Art. 5

Art. 6

Art. 7