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Timestamp: 2020-01-29 05:40:30+00:00

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BGH, 14.10.1999 - III ZR 203/98 - dejure.org
https://dejure.org/1999,428
BGH, 14.10.1999 - III ZR 203/98 (https://dejure.org/1999,428)
BGH, Entscheidung vom 14.10.1999 - III ZR 203/98 (https://dejure.org/1999,428)
BGH, Entscheidung vom 14. Januar 1999 - III ZR 203/98 (https://dejure.org/1999,428)
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"Mündliche Nebenabreden bestehen nicht"
Kein Verstoß gegen §§ 9, 11 Nr. 15b AGBG (jetzt § 307 Abs. 1, Abs. 2 BGB, § 309 Nr. 12b BGB <Fassung seit 1.1.02>, vgl. auch § 4 AGBG, § 305b BGB <Fassung seit 1.1.02> und § 127 BGB) durch o.g. Klausel, Beweis für das Bestehen von Nebenabreden steht dem Kunden immer offen, hinnehmbare Nichteinhaltung von Transparenz (Hinweis: abweichend offenbar der VIII. Senat: «Neuwagen-Verkaufsbedingungen»)
AGBG § 9 A, § 11 Nr. 15 b
AGBG §§ 9, 11
Schuldrecht ? Wirksamkeit der Klausel "Mündliche Nebenabreden bestehen nicht" nach dem AGBG
Nebenabrede - Mündlich - AGB - Allgemeine Geschäftsbedingungen - Mobilfunk - Handy
Wirksamkeit der Klausel "Mündliche Nebenabreden bestehen nicht" in Mobilfunkvertrag
Mündliche Vereinbarungen müssen bewiesen werden
AGBG §§ 9, 11 Nr. 15 b
Die Klausel "Mündliche Nebenabreden bestehen nicht" ist wirksam
LG Köln, 26.02.1997 - 26 O 34/96
NJW 2000, 207
ZIP 1999, 1887
MDR 2000, 19
WM 1999, 2475
MMR 2000, 159
BB 1999, 2372
DB 2000, 617
K&R 1999, 566
a) Nach ständiger Rechtsprechung besteht für die über ein Rechtsgeschäft aufgenommenen Urkunden die Vermutung der Vollständigkeit und Richtigkeit (BGHZ 20, 109, 111; BGH, Urt. v. 14. Oktober 1999, III ZR 203/98, ZIP 1999, 1887, 1888).
Um eine Tatsachenbestätigung, die lediglich die geltende Beweislastverteilung wiedergibt, handelt es sich vorliegend mithin gerade nicht (vgl. dazu Senatsurteil vom 14. Oktober 1999 - III ZR 203/98, NJW 2000, 207 f).
Es entspricht jedoch der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, daß sich eine wirksame Beschränkung der Zulassung auch aus der Begründung ergeben kann, die in dem Urteil für die Zulassung gegeben wird (vgl. Urteile vom 16. März 1988 - VIII ZR 184/87 - NJW 1988, 1778; vom 13. Dezember 1989 - IVb ZR 19/89 - NJW 1990, 1795, 1796; vom 30. November 1995 - III ZR 240/94 - NJW 1996, 527; vom 19. November 1997 - XII ZR 1/96 - NJW-RR 1998, 505; vom 23. April 1999 - V ZR 142/98 - NJW 1999, 2116, für BGHZ vorgesehen; vom 14. Oktober 1999 - III ZR 203/98 - WM 1999, 2475, 2477).
Die Bestimmung gibt lediglich die ohnehin eingreifende Vermutung der Vollständigkeit der Vertragsurkunde wieder und lässt dem AGB-Kunden den Gegenbeweis offen (BGH 14.10.1999 - III ZR 203/98, juris Rn. 15).
Denn nach ständiger Rechtsprechung besteht für die über ein Rechtsgeschäft aufgenommenen Urkunden die Vermutung der Vollständigkeit und Richtigkeit (BGH, BGHZ 20, 109, BGH, ZIP 1999, 1887).
Nach ständiger Rechtsprechung besteht für die über ein Rechtsgeschäft aufgenommenen Urkunden die Vermutung der Vollständigkeit und Richtigkeit (…BGHZ 20, 109, 111 = BGH, Urt. v. 23.02.1956, II ZR 207/54, juris, Rn. 14;… BGH, Urt. v. 01.02.1985, V ZR 180/83, juris, Rn. 13;… BGH, Urt. v. 08.12.1997, II ZR 203/96, ZIP 1998, 384, 385; BGH, Urt. v. 14.10.1999, III ZR 203/98, juris, Rn. 12;… BGH, Urt. v. 05.07.2002, V ZR 143/01, juris, Rn. 7).
Es liegt eine unterschriebene Mietvertragsurkunde vor, die hinsichtlich des Vertragsschlusses die Vermutung der Vollständigkeit und Richtigkeit in sich trägt (vgl. nur BGH, ZIP 1999, 1887;… Palandt/Heinrichs, BGB, 64. Aufl. 2005, § 125 Rn. 15).
Wirksam sind dagegen so genannte Vollständigkeitsklauseln, wenn sie lediglich die Vermutung der Vollständigkeit und Richtigkeit der Urkunde wiederholen (vgl. BGH, Urteil vom 14. Oktober 1999 - III ZR 203/98, NJW 2000, 207. im Überblick: Palandt/Heinrichs, BGB, 67. Aufl., § 305 b Rdn. 5).
Der Bundesgerichtshof hat in seinem Urteil vom 14.10.1999 (III ZR 203/98 ZIP 1999, 1887 ff.) die damalige Auffassung des Senats, die inhaltsgleiche Klausel "Mündliche Nebenabreden bestehen nicht" verstoße gegen das AGB-Gesetz, nicht gebilligt, diese Klausel vielmehr ausdrücklich für zulässig erachtet.

References: § 307
 § 309
 § 4
 § 305
 § 127
 § 9
 § 11
 § 125
 § 305