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Timestamp: 2019-02-21 15:00:07+00:00

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Rechtsprechung: NJW-RR 2006, 5 - dejure.org
BGH, 04.10.2005 - VII ZB 13/05
ZPO § 850a Nr. 6
Pfändungsschutz: Aufwandsentschädigung für aufgenommene Pflegekinder; Pfändbarkeit eines an die Pflegeeltern von einem Träger der Jugendhilfe gezahlten "Anerkennungsbetrages"; Kosten der Erziehung als Bestandteil des notwendigen Unterhalts
Unpfändbarkeit des "Anerkennungsbetrags" für Pflegekind
Unpfändbarkeit der einer Pflegeperson neben dem Pflegegeld für die Pflegekinder gezahlten Aufwandsentschädigung
Pfändbarkeit von Bezügen von Pflegeeltern
Sozialrecht - Pflegegeld: Zur Pfändbarkeit des "Anerkennungsbetrags"
Familienrecht - Pflegegeld unpfändbar
Zur Pfändbarkeit des Erziehungsbeitrags gemäß § 39 Abs. 1 Satz 2 SGB VIII
Forderungspfändung - Aufwandsentschädigung für Pflegekind unpfändbar
NJW 2006, 371 (Ls.)
NJW-RR 2006, 5
MDR 2006, 355
WM 2006, 238
Rpfleger 2006, 24
Rechtsgrundlage sei insoweit § 27 SGB VIII iVm § 39 Abs. 1 Satz 1 SGB VIII. Die Lebensunterhaltssicherung sei Annexleistung der Hilfe zur Erziehung, unabhängig davon, ob im konkreten Fall Hilfe zur Erziehung nach § 33 SGB VIII oder § 34 SGB VIII (s hierzu unter 5.) geleistet worden sei (vgl BSG…, Urteil vom 12.3.2007 - B 7b AS 12/06 R, SozR 4-4200 § 11 Nr. 3, RdNr 18; BVerwG vom 12.9.1996 - 5 C 31/95, FamRZ 1997, 814; dasselbe vom 24.9.2007 - 5 B 154/07; BGH vom 4.10.2005 - VII ZB 13/05, JAmt 2006, 48, 50; OVG Nordrhein-Westfalen vom 25.4.2001 - 12 A 924/99, JAmt 2001, 426; vgl auch Begründung zum Regierungsentwurf eines KJHG, BT-Drucks 11/5948, S 75 zu § 38 Abs. 1;… Mrozynski, SGB VIII Kinder- und Jugendhilfe, 5. Aufl 2009, § 39 RdNr 9, s auch kritische Auseinandersetzung mit der Rechtsposition, es handele sich um einen Anspruch des Pflegekindes unter RdNr 10;… Münder ua, Frankfurter LPK-KJHG, 2. Aufl 1993, § 39 RdNr 6; Stähr in Hauck, SGB VIII, Stand: XII/96, § 39 RdNr 5; Tammen in Münder/Wiesner, Kinder- und Jugendhilferecht, 2007, 3.5, RdNr 38; aA Wiesner in Wiesner SGB VIII, 2006, § 39 RdNr 16, der allerdings auch nicht die Pflegeperson, sondern das Kind bzw den Jugendlichen selbst als Anspruchsinhaber erkennt).
Anspruchsinhaber des "Erziehungsbeitrags" nach § 39 Abs. 1 Satz 2 SGB VIII ist, wie auch beim Sachkostenzuschuss, der Personensorgeberechtigte im Rahmen seines Anspruchs auf die ihm gewährte Hilfe zur Erziehung (BSG, Urteil vom 29.3.2007 - B 7b AS 12/06 R, SozR 4-4200 § 11 Nr. 3; BVerwG vom 12.9.1996 - 5 C 31/95, FamRZ 1997, 814; OVG NW vom 24.11.1995 - 24 A 4833/94, ZfS 1996, 176; VGH BW vom 9.12.1996 - 6 S 2472/94, unter Hinweis auf BFH vom 28.6.1984 - IV R 49/83, BFHE 141, 154; BGH vom 4.10.2005 - VII ZB 13/05, JAmt 2005, 48, 50; Mrozynski, SGB VIII, Kinder- und Jugendhilferecht, 2009, § 39 RdNr 9, 10; Tammen in Münder/Wiesner, Kinder- und Jugendhilferecht, 2007, 3.5.
LG Essen, 25.05.2016 - 10 T 110/16
Pfändbarkeit von Pflegegeld als Erziehungsbeitrag bei der Hilfe zur Erziehung der …
Der BGH hat in seinem Urteil vom 04.10.2005 (Az. VII ZB 13/05) klargestellt, dass der hier als Aufwandsentschädigung bezeichnete Erziehungsbeitrag bei der Hilfe zur Erziehung der Bedarfsdeckung des Kindes dient.
Dem stehe auch nicht der Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 4. Oktober 2005 (Az. VII ZB 13/05) entgegen, wonach ein vom Träger der Jugendhilfe als Teil des Pflegegeldes an die Pflegeeltern für ein in deren Haushalt aufge-nommenes Kind ausgezahlter Anerkennungsbetrag gemäß § 850 a (ZPO) unpfändbar ist.
LSG Hamburg, 16.05.2006 - L 5 B 136/05
Einkommensberücksichtigung beim Anspruch auf Grundsicherung für Arbeitsuchende
Ein für die Antragstellerin günstigeres Ergebnis lässt sich auch nicht aus dem Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 4. Oktober 2005 (Az. VII ZB 13/05) ableiten, demzufolge ein vom Träger der Jugendhilfe als Teil des Pflegegeldes an die Pflegeeltern für ein in deren Haushalt aufgenommenes Kind ausgezahlter Anerkennungsbetrag gemäß § 850a Nr. 6 Zivilprozessordnung (ZPO) unpfändbar ist.
Das Pflegegeld und der Erziehungsbeitrag ergeben zusammen den notwendigen Unterhalt nach § 39 Abs. 1 Satz 1 SGB VIII. Mit dem Erziehungsbeitrag wird auch die Erziehung durch die Pflegeperson honoriert, dieser Zweck steht jedoch nicht im Vordergrund (vgl. Bundesgerichthof, Beschluss vom 4. Oktober 2005 - VII ZB 13/05 -).
LSG Hamburg, 06.01.2006 - L 5 B 152/05
Anrechnung einer Leistung des Jugendamtes nach § 39 Abs. 1 S. 2 Sozialgesetzbuch …
Aus denselben Gründen lässt sich aus dem von der Antragstellerin im Beschwerdeverfahren vorgelegten Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 4. Oktober 2005 - VII ZB 13/05 -, demzufolge ein vom Träger der Jugendhilfe als Teil des Pflegegeldes an die Pflegeeltern für ein in deren Haushalt aufgenommenes Kind ausgezahlter Anerkennungsbetrag gemäß § 850a Nr. 6 Zivilprozessordnung (ZPO) unpfändbar ist, nichts für den Standpunkt der Antragstellerin ableiten; denn diese Entscheidung beruht auf der Bewertung des Erziehungsbeitrags als eine den in § 850a Nr. 6 ZPO aufgeführten Erziehungsgeldern und Studienbeihilfen vergleichbare öffentliche Beihilfe ohne Lohnersatzfunktion, die wie jene unmittelbar der Erziehung und Ausbildung der Kinder diene, mithin auf der Qualifizierung als zweckbestimmter Leistung.
EGZPO § 26 Nr. 9
Verfassungsmäßigkeit des § 26 Nr. 9 Einführungsgesetz zur Zivilprozessordnung (EGZPO) ; Verletzung des Gleichheitsgrundsatzes; Verletzung des Rechtsstaatsprinzips; Prozesskostenhilfe für eine Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision
Verfassungsmäßigkeit der Unstatthaftigkeit der Nichtzulassungsbeschwerde in Familiensachen
Familienrecht - § 26 Nr. 9 EGZPO nicht verfassungswidrig
MDR 2006, 210 (Ls.)
FamRZ 2005, 1902
AnwBl 2005, 148

References: § 850
 § 39
 § 27
 § 39
 § 33
 § 34
 § 11
 BGH 
 § 38
 § 39
 § 39
 § 39
 § 39
 § 39
 § 11
 BGH 
 § 39
 BGH 
 § 850
 § 850
 § 39
 § 39
 § 850
 § 850
 § 26
 § 26
 § 26