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Timestamp: 2020-08-05 05:48:04+00:00

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Ergänzende Altersvorsorge - und der Tod des ausgleichsberechtigten Ehegatten | Rechtslupe
Ergänzende Altersvorsorge - und der Tod des ausgleichsberechtigten Ehegatten
Ergän­zen­de Alters­vor­sor­ge – und der Tod des aus­gleichs­be­rech­tig­ten Ehe­gat­ten
Nach § 37 Abs. 1 Satz 1 VersAus­glG wird, wenn die aus­gleichs­be­rech­tig­te Per­son ver­stor­ben ist, ein Anrecht der aus­gleichs­pflich­ti­gen Per­son auf Antrag nicht län­ger auf­grund des Ver­sor­gungs­aus­gleichs gekürzt. Die Anpas­sung fin­det nur statt, wenn die aus­gleichs­be­rech­tig­te Per­son die Ver­sor­gung aus dem im Ver­sor­gungs­aus­gleich erwor­be­nen Anrecht nicht län­ger als 36 Mona­te bezo­gen hat (§ 37 Abs. 2 VersAus­glG).
Gemäß § 32 VersAus­glG gel­ten die §§ 33 bis 38 VersAus­glG nur für die gesetz­li­che Ren­ten­ver­si­che­rung sowie die wei­te­ren dort genann­ten Regel­ver­si­che­rungs­sys­te­me.
Im Bereich der ergän­zen­den Alters­vor­sor­ge wie hier der­je­ni­gen der Beklag­ten fin­det § 32 i.V.m. § 37 VersAus­glG dem­ge­gen­über kei­ne Anwen­dung [1].
Die­ser Aus­schluss der Zusatz­ver­sor­gung ver­stösst nicht gegen Art. 3 Abs. 1, Art. 6 Abs. 1, Art. 14 und Art.20 Abs. 3 GG. Das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt hat mit Beschluss vom 06.05.2014 ent­schie­den, dass § 32 VersAus­glG, sofern danach bei Anrech­ten aus einer Zusatz­ver­sor­gung des öffent­li­chen Diens­tes eine Anpas­sung nach § 33 und nach § 37 VersAus­glG unter­bleibt, mit dem Grund­ge­setz ver­ein­bar ist [2]. Es hat im Ein­zel­nen aus­ge­führt, es ver­sto­ße nicht gegen Art. 14 GG, dass Anrech­te aus einer Zusatz­ver­sor­gung des öffent­li­chen Diens­tes nach § 32 VersAus­glG von der Anwen­dung der Anpas­sungs­re­ge­lun­gen der §§ 33 und 37 VersAus­glG aus­ge­nom­men sei­en [3]. Auch ein Ver­stoß gegen Art. 3 Abs. 1 GG lie­ge nicht vor [4].
Nach stän­di­ger Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs recht­fer­tigt allein die Höhe der Ein­bu­ßen eine kor­ri­gie­ren­de Ein­zel­fall­ent­schei­dung gemäß § 242 BGB nicht [5].
Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 11. Febru­ar 2015 – IV ZR 276/​14
vgl. BT-Drs. 16/​10144 S. 71 f.; BGH, Beschluss vom 15.07.2014 – IV ZR 261/​14, FamRZ 2015, 50 Rn. 4; BGH, Beschluss vom 06.03.2013 -XII ZB 271/​11, FamRZ 2013, 852 Rn. 11[↩]
BVerfG, Beschluss vom 06.05.2014 – 1 BvL 9/​12, 1 BvR 1145/​13, NJW 2014, 2093[↩]
BVerfG, aaO Rn. 3768[↩]
BVerfG, aaO Rn. 6977[↩]
BGH, Beschlüs­se vom 15.07.2014 – IV ZR 261/​14, FamRZ 2015, 50 Rn. 8; vom 27.09.2012 – IV ZR 176/​1020 je m.w.N.[↩]

References: § 37
 § 32
 § 32
 § 37
 Art. 3
 Art. 6
 Art. 14
 Art.20
 § 32
 § 33
 § 37
 Art. 14
 § 32
 Art. 3
 § 242