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Timestamp: 2019-10-20 01:48:38+00:00

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§ 321 ZPO: Ergänzung des Urteils
BGH, URTEIL vom 4.5.2016, Az. I-ZR 46/15 Ein in erster Instanz übergangener Antrag, dessen Rechtshängigkeit durch Ablauf der Frist nach § 321 Abs. 2 ZPO entfallen ist, kann in der zweiten Instanz durch Klageerweiterung wieder in den Prozess eingeführt werden, wenn der Rechtsstreit wegen anderer Teile des Prozessstoffs noch in der Berufungsinstanz anhängig ist (BGH, Urteil vom 29. November 1990 -1ZR 45/89, NJW 1991, 1683, 1684; Urteil vom 16. Februar 2005 -VIII ZR 133/04, NJW-RR 2005, 790, 791; Zöller/Vollkommer, ZPO, 31. Aufl., § 321 Rn. 8).
BGH, BESCHLUSS vom 2.2.2016, Az. VIII ZR 287/15 5	2. Bei dieser Sachlage kann eine Korrektur indes durch eine Ergänzung der Entscheidung nach § 321 Abs. 1 ZPO erfolgen, der auf Beschlüsse entsprechend anwendbar ist (vgl. BGH, Beschluss vom 26. August 2013 - IX ZR 26/13, juris Rn. 1 mwN).
BGH, URTEIL vom 3.0.2016, Az. IV ZR 475/14 Das Verfahren nach § 321 ZPO dient der Ergänzung eines versehentlich lückenhaften Urteils und nicht der Richtigstellung einer falschen Entscheidung (vgl. BGH, Urteil vom 16. Dezember 2005 -V ZR 230/04, NJW 2006, 1351 Rn. 9 m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 2.0.2015, Az. VI ZR 209/14 Hat ein Gericht - wie vorliegend - über einen gestellten Antrag nicht entschieden und ihn auch nicht in den Tatbestand seines (unvollständigen) Urteils aufgenommen, muss einer etwaigen Urteilsergänzung nach § 321 ZPO eine Berichtigung des Tatbestands nach § 320 ZPO vorangehen (BGH, Versäumnisurteil vom 16. Februar 2005 -VIII ZR 133/04, NJW-RR 2005, 790, 791).
BGH, URTEIL vom 2.0.2015, Az. VI ZR 209/14 -5- gewesen ist, mit dem Ablauf der Antragsfrist des § 321 Abs. 2 ZPO entfallen (vgl. BGH, Versäumnisurteil vom 16. Februar 2005 -VIIIZR 133/04, aaO und Beschluss vom 9. November 2006 - VII ZR 176/05, BauR 2007, 431,432).
BGH, URTEIL vom 3.10.2014, Az. VIII ZR 257/13 Das Berufungsgericht hat zu dem einen verkannt, dass das Amtsgericht in seinem Urteil zwar beide Kläger als Partei im Rubrum aufgeführt, in der Sache aber nur über die zwischen der Klägerin zu 1 und dem Beklagten bestehenden Ansprüche entschieden hat, und der (frühere) Kläger zu 2 mangels eines rechtzeitig gestellten Antrags auf Urteilsergänzung gemäß § 321 ZPO aus dem Rechtsstreit ausgeschieden ist (vgl. BGH, Versäumnisurteil vom 16. Februar 2005 - VIII ZR 133/04, NJW-RR 2005, 790 unter II 2).
BGH, BESCHLUSS vom 2.6.2014, Az. XI ZB 7/13 In einem solchen Fall kann eine Korrektur lediglich durch eine - allerdings fristgebundene - Ergänzung der Entscheidung nach §321 ZPO erfolgen (BGH, Beschluss vom 16. April 2013 - II ZR 297/11, MDR 2013, 807 Rn. 2).
OLG Nürnberg, Beschluss vom 2.3.2014, Az. 7 UF 1115/13 In der Entscheidung BGH FamRZ 2013, 1548 mit An. Borth (1552) und Hoppenz (1553) wird in Rn. 27 f. (zu dem früheren Recht) sogar noch weitergehend ausgeführt: „Ist sich das Gericht dagegen nicht bewusst, dass es den Versorgungsausgleich unvollständig regelt, sondern will es aus seiner Sicht den Versorgungsausgleich insgesamt entscheiden, so bleibt kein Raum für eine spätere ergänzende Entscheidung (Senatsbeschluss vom 23. September 1987 - IVb ZB 107/85 - FamRZ 1988, 276, 277) [hiergegen Hoppenz in seiner Anmerkung, der eine Parallele zu § 321 ZPO zieht].
BGH, BESCHLUSS vom 4.2.2014, Az. V ZB 205/13 Er kann dann lediglich zu dem Gegenstand eines neuen Verfahrens gemacht werden; anders liegt es nur, wenn er im Wege einer zulässigen Erweiterung erneut in das noch anhängige Verfahren eingeführt werden kann (Kei-del/Meyer-Holz, FamFG, 18. Aufl., § 43 Rn. 12; zu § 321 ZPO BGH, Versäumnisurteil vom 16. Februar 2005 -VIII ZR 133/04, NJW-RR 2005, 790, 791 f.).
BGH, BESCHLUSS vom 4.1.2014, Az. IX ZB 109/12 Eine nachträgliche Zulassung holt nicht eine unterbliebene Entscheidung nach, wie § 321 ZPO voraussetzt, sondern widerspricht entgegen § 318 ZPO der bereits getroffenen Entscheidung und ändert diese ab (BGH, Beschluss vom 24. November 2003 - II ZB 37/02, NJW 2004, 779; vom 12. März 2009 - IX ZB 193/08, WM 2009, 1058 Rn. 7).
BGH, BESCHLUSS vom 4.1.2014, Az. IX ZB 114/12 Eine nachträgliche Zulassung holt nicht eine unterbliebene Entscheidung nach, wie § 321 ZPO voraussetzt, sondern widerspricht entgegen § 318 ZPO der bereits getroffenen Entscheidung und ändert diese ab (BGH, Beschluss vom 24. November 2003 - II ZB 37/02, NJW 2004, 779; vom 12. März 2009 - IX ZB 193/08, WM 2009, 1058 Rn. 7).
BGH, BESCHLUSS vom 4.1.2014, Az. IX ZB 113/12 Eine nachträgliche Zulassung holt nicht eine unterbliebene Entscheidung nach, wie § 321 ZPO voraussetzt, sondern widerspricht entgegen § 318 ZPO der bereits getroffenen Entscheidung und ändert diese ab (BGH, Beschluss vom 24. November 2003 - II ZB 37/02, NJW 2004, 779; vom 12. März 2009 - IX ZB 193/08, WM 2009, 1058 Rn. 7).
BGH, BESCHLUSS vom 4.1.2014, Az. IX ZB 110/12 Eine nachträgliche Zulassung holt nicht eine unterbliebene Entscheidung nach, wie § 321 ZPO voraussetzt, sondern widerspricht entgegen § 318 ZPO der bereits getroffenen Entscheidung und ändert diese ab (BGH, Beschluss vom 24. November 2003 - II ZB 37/02, NJW 2004, 779; vom 12. März 2009 - IX ZB 193/08, WM 2009, 1058 Rn. 7).
BGH, BESCHLUSS vom 4.11.2013, Az. VII ZB 15/12 11	aa)	Der	Streithelfer,	hinsichtlich	dessen	Kosten	eine	Entscheidung	unter- blieben ist, ist befugt - wovon das Oberlandesgericht zutreffend ausgeht -, einen Antrag auf Entscheidungsergänzung analog § 321 Abs. 1 ZPO zu stellen (vgl. BGH, Beschlüsse vom 5. März 2013 - II ZR 297/11, BeckRS 2013, 05591; vom 26. August 2009 - II ZR 157/08, BeckRS 2009, 26359; Urteil vom 2. Dezember 2004 - IX ZR 422/99, NJW-RR 2005, 295; OLG Hamm, BeckRS 2011, 05411).
BGH, BESCHLUSS vom 1.7.2013, Az. IX ZR 26/13 Zwar ist auf Beschlüsse die Vorschrift des § 321 ZPO entsprechend anwendbar (vgl. BGH, Beschluss vom 28. Oktober 2008 -VZB 109/08, NJW-RR 2009, 209 Rn. 4; vom 10. Februar 2011 - IX ZR 110/09, nv, Rn. 4), jedoch fehlt es an einer Entscheidungslücke als Voraussetzung einer Ergänzung.
BGH, URTEIL vom 3.8.2012, Az. VIII ZR 152/11 Mit Ablauf der hierfür nach § 321 Abs. 2 ZPO einzuhaltenden Frist von zwei Wochen ab Zustellung des Urteils ist die Rechtshängigkeit dieses Antrags entfallen (Senatsurteil vom 16. Februar 2005 - VIII ZR 133/04, aaO; BGH, Urteil vom 29. November 1990 -1 ZR 45/89, NJW 1991, 1683 unter I 2 a).
BGH, URTEIL vom 3.8.2012, Az. VIII ZR 240/11 Mit Ablauf der hierfür nach § 321 Abs. 2 ZPO einzuhaltenden Frist von zwei Wochen ab Zustellung des Urteils ist die Rechtshängigkeit dieses Antrags entfallen (Senatsurteil vom 16. Februar 2005 -VIII ZR 133/04, aaO; BGH, Urteil vom 29. November 1990-1 ZR 45/89, NJW 1991, 1683 unter I 2 a).
BGH, BESCHLUSS vom 3.6.2012, Az. IV ZR 233/09 verbleibt nur die Möglichkeit der Entscheidungsergänzung nach § 321 ZPO (vgl. dazu BGH, Urteil vom 2. Dezember 2004 - IX ZR 422/99, NJW-RR 2005, 295; OLG München NJW-RR 2003, 1440; OLG Hamm NJW-RR 2000, 1524), der auf Beschlüsse entsprechende Anwendung findet (BGH, Beschlüsse vom 28. Oktober 2008 - V ZB 109/08, NJW-RR 2009, 209 unter II 2; vom 19. Mai 2004 - IXa ZB 182/03, NJW 2004, 2529 unter III 3; Zöller/Vollkommer, ZPO 29. Aufl. § 321 Rn. 1 m.w.N.).
OLG München, Beschluss vom 1.1.2012, Az. 31 Wx 565/11 Dies ist im Punkt Kosten jedoch nur dann der Fall, wenn die Kostenentscheidung versehentlich, nicht aber rechtsirrig unterlassen worden ist (so schon BGH, MDR 1953, 164 <165> zur Urteilsergänzung nach § 321 ZPO, dessen Regelungsgehalt das FamFG übernommen hat, vgl. BT-Drucks. 16/6308, S.197).
OLG Nürnberg, Beschluss vom 2.1.2012, Az. 13 W 2249/11 Die Frist des § 321 Abs. 2 ZPO ist nicht versäumt, sie hat vielmehr gar nicht zu laufen begonnen, weil der Streithelferin der Beschluss des Senats nicht zugestellt wurde (BGH NJW-RR 2005, 295).
BGH, URTEIL vom 3.5.2011, Az. I ZR 80/09 Die Ergänzung eines Urteils nach § 321 ZPO kommt nur in Betracht, wenn das Urteil versehentlich lückenhaft ist, nicht dagegen, wenn ein prozessualer Anspruch (Streitgegenstand) bewusst nicht beschieden worden ist (vgl. BGH, Urteil vom 16. Dezember 2005 -VZR 230/04, NJW 2006, 1351 Rn. 9; Urteil vom 20. September 2009 -1 ZR 171/04, GRUR 2008, 443 Rn. 28 = WRP 2008, 666 - Saugeinlagen).
BGH, BESCHLUSS vom 2.3.2011, Az. VI ZB 58/10 Bei einer Fallgestaltung, wie sie hier gegeben ist, darf eine Partei nicht auf den verfahrensmäßig unsicheren Weg des § 321 ZPO verwiesen werden (vgl. BGH, Urteil vom 30. September 2009 - VIII ZR 29/09, aaO Rn. 20 ff.).
LAG Köln, Urteil vom 2.2.2011, Az. 12 Sa 1395/10 Insoweit ist dieser Antrag nicht Gegenstand des Berufungsverfahrens (Zöller/Vollkommer ZPO 28. Auflage 2009, § 321 ZPO Randnummer 8; BGH v. 16.02.2005 VIII ZR 133/04 NJW – RR 2005, 790).
BGH, BESCHLUSS vom 4.1.2011, Az. IX ZR 110/09 Dabei beginnt die zweiwöchige Frist des § 321 Abs. 2 ZPO mit der Zustellung des Urteils an den Nebenintervenienten zu laufen (BGH, Urteil vom 7. November 1974 - VII ZR 30/72, 132/72, NJW 1975, 218; Ergänzungsurteil vom 2. Dezember 2004 -IXZR 422/99, NJW-RR 2005, 295).
AG Köln, Urteil vom 4.8.2010, Az. 264 C 401/09 Jedoch nur dann und nur soweit überhaupt ein Fall der Urteilsergänzung gem. § 321 Abs. 1 ZPO gegeben ist (BGH NJW-RR 2005, 790 Tz. 19, zitiert nach juris).
BGH, URTEIL vom 1.1.2010, Az. II ZR 286/07 Die Rechtshängigkeit des Leistungsantrags ist daher nicht, wie dies im Falle eines Übergehens des für die Beklagte zu 2 gestellten Berufungsantrags der Fall gewesen wäre, nach Ablauf der Frist des § 321 Abs. 2 ZPO entfallen (dazu BGH, Beschl. v. 9. November 2006 - VIIZR 176/05, BauR 2007, 431, 432; Urt. v. 16. Februar 2005 - VIII ZR 133/04, BGH-Report 2005, 872, 873 f.).
BGH, URTEIL vom 3.8.2009, Az. VIII ZR 29/09 ZPO §321 Abs.1, §511 Übergeht ein Gericht einen von mehreren Klageanträgen, ist neben dem Ergänzungsverfahren nach § 321 Abs. 1 ZPO auch der Rechtsmittelzug eröffnet, wenn sich dieses Versäumnis nicht nur in einer bloßen Unvollständigkeit der getroffenen Entscheidung erschöpft, sondern zu einem sachlich unrichtigen Urteil (hier: umfassende Klageabweisung bei fehlendem Tatbestand) führt (Weiterführung von BGH, Urteil vom 25. Juni 1996 - VI ZR 300/95, NJW-RR 1996, 1238; Urteil vom 5. Februar 2003 - IV ZR 149/02, NJW2003, 1463).
BGH, URTEIL vom 3.8.2009, Az. VIII ZR 29/09 Eine Partei, deren Anspruch (noch) nicht beschieden worden ist, kann daher grundsätzlich - mangels Beschwer - keine Ergänzung der bislang unterbliebenen Entscheidung durch Einlegung eines Rechtsmittels verlangen, sondern nur eine Schließung der Lücke im Verfahren nach § 321 ZPO erreichen (vgl. BGH, Urteil vom 27. November 1979 - VI ZR 40/78, NJW 1980, 840, unter II 2 b; Urteil vom 5. Februar 2003 - IV ZR 149/02, NJW 2003, 1463, unter 1 a; BAG, aaO; Musielak/Musielak, aaO; Zöller/Vollkommer, aaO; Reichold, aaO; Stein/Jonas/
BGH, URTEIL vom 3.8.2009, Az. VIII ZR 29/09 Nach einhelliger Auffassung ist der betroffenen Partei in diesen Fällen sowohl der Rechtsmittelzug als auch eine Urteilsergänzung nach § 321 ZPO eröffnet (vgl. BGH, Urteil vom 25. Juni 1996, aaO; Urteil vom 5. Februar 2003, aaO; Urteil vom 16. Dezember 2005 - VZR 230/04, NJW 2006, 1351, Tz. 9; OLG Schleswig, MDR 2005, 350; Musielak/Musielak, aaO; Zöller/Vollkommer, aaO; Reichold, aaO; Stein/Jonas/Leipold, aaO; Hk-ZPO/Saenger, aaO; Rensen, aaO, jeweils m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 3.8.2009, Az. VIII ZR 29/09 Das Berufungsgericht hat zutreffend ange- nommen, dass der Klägerin im Hinblick auf § 321 ZPO kein einfacherer und ebenso sicherer Weg zur Verfügung stand (so auch Stein/Jonas/Leipold, aaO; aA OLG Zweibrücken, FamRZ 1994, 972, 973).
BGH, BESCHLUSS vom 3.7.2009, Az. II ZR 157/08 Die Ergänzung muss binnen einer zweiwöchigen Frist, die mit der Zustellung der Entscheidung an den Streithelfer beginnt, beantragt werden (§ 321 Abs. 2 ZPO; BGH, Urt. v. 2. Dezember 2004 - IX ZR 422/99, NJW-RR 2005, 295).
BGH, BESCHLUSS vom 4.2.2009, Az. V ZR 142/08 10	(1) Darzulegen im Sinne des § 321 Abs. 2 Satz 5 ZPO ist nämlich mehr als ein allgemeiner Hinweis, sondern erfordert die Angabe der Tatsachen, aus denen sich die geltend gemachte Verletzung des Art. 103 Abs. 1 GG ergibt, sowie einen substantiierten Vortrag zu dem Vorliegen der Voraussetzungen einer Gehörsverletzung (vgl. BGHZ 152, 182, 185 m.w.N.;Senat, Beschl. v. 5. Juni
BGH, URTEIL vom 3.6.2008, Az. XII ZR 18/07 Die Rechts- hängigkeit eines vom Gericht übergangenen Streitgegenstandes erlischt aber mit Ablauf der Frist des § 321 Abs. 2 ZPO, mithin zwei Wochen nach Zustellung des Urteils (vgl. BGH, Urteil vom 29. November 1990 -1 ZR 45/89 - NJW 1991, 1683, 1684 unter I 2 a; Zöller/Greger ZPO 26. Aufl. § 261 Rdn. 7).
BGH, URTEIL vom 4.8.2007, Az. 1 ZR 171/04 28	c) Die Rechtshängigkeit dieses Streitgegenstands ist auch nicht nachträglich dadurch entfallen, dass das Berufungsgericht den prozessualen Anspruch versehentlich übergangen und die Klägerin keine Urteilsergänzung nach § 321 ZPO beantragt hat (vgl. hierzu BGH, Urt. v. 16.2.2005 -VIII ZR 133/04, NJW-RR 2005, 790, 791).
BGH, URTEIL vom 4.8.2007, Az. 1 ZR 171/04 Eine Ergänzung des Urteils nach § 321 ZPO kommt nur in Betracht, wenn das Urteil versehentlich lückenhaft ist, nicht dagegen, wenn ein prozessualer Anspruch (Streitgegenstand) rechtsirrtümlich nicht be-schieden wurde (BGH, Urt. v. 16.12.2005 -VZR 230/04, NJW 2006, 1351 Tz. 9; MünchKomm.ZPO/Musielak,
BGH, URTEIL vom 1.4.2007, Az. II ZR 281/05 Hat hingegen, wie hier, das Berufungsgericht bewusst keine Entscheidung über den nach Ansicht der Klägerin gestellten Hilfsantrag getroffen, wäre dies, wenn dies rechtsfehlerhaft wäre, nur mit der Revision angreifbar und könnte nicht Gegenstand eines Ergänzungsurteils nach § 321 ZPO sein (BGH, Urt. v. 16. Dezember 2005 - VZR 230/04, NJW2006, 1351, 1352; ZöllerA/ollkommer, ZPO 26. Aufl. § 321 Rdn. 2, 4 m.w.Nachw.).
BGH, URTEIL vom 5.11.2005, Az. V ZR 230/04 1.	Zu Recht vertritt das Berufungsgericht allerdings die Ansicht, dass das Verfahren nach § 321 ZPO der Ergänzung eines versehentlich lückenhaften Urteils und nicht der Richtigstellung einer falschen Entscheidung diene und dass bei dem Übergehen unselbständiger Teile der Entscheidung, durch das das Urteil sowohl unvollständig als auch inhaltlich falsch werde, außer der Anfechtung mit einem Rechtsmittel auch eine Urteilsergänzung nach § 321 ZPO möglich sei (BGH, Urt. v. 25. Juni 1996, VI ZR 300/95, NJW-RR 1996, 1238).
BGH, URTEIL vom 5.11.2005, Az. V ZR 230/04 Denn ein Anspruch oder der Kostenpunkt ist nur 'übergangen' im Sinne von § 321 Abs. 1 ZPO, wenn er versehentlich nicht beachtet worden ist, nicht dagegen, wenn er rechtsirrtümlich nicht beschieden wurde (BGH, Urt. v. 15. Dezember 1952, III ZR 102/52, MDR 1953, 164, 165).
BGH, BESCHLUSS vom 3.3.2005, Az. IV ZR 243/04 Nur dann kann ein Beschluß, der ausdrücklich nach § 321 ZPO getroffen worden ist, als ein solcher nach § 319 ZPO ausgelegt werden (BGHZ 20, 188, 191 f.; 44, 395, 400; 78, 22 f.; BGH, Beschlüsse vom 11. Mai 2004 aaO; vom 24. November 2003 aaO; vom 14. September 2004 aaO; Urteil vom 12. Januar 1984 - III ZR 95/82 - WM 1984, 1351 unter II 2).
BGH, URTEIL vom 3.1.2005, Az. VIII ZR 133/04 Zwar kann ein in erster Instanz übergangener Antrag, dessen Rechtshängigkeit durch Ablauf der Frist nach § 321 Abs. 2 ZPO entfallen ist, in der zweiten Instanz durch Klageerweiterung wieder in den Prozeß eingeführt werden, wenn der Rechtsstreit wegen anderer Teile des Prozeßstoffs noch in der Berufungsinstanz anhängig ist (BGH, Urteil vom 29. November 1990 aaO; Zöller/Vollkommer, aaO Rdnr. 8).
BGH, Urteil vom 4.11.2004, Az. IX ZR 422/99 Wenn die Frist des § 321 Abs. 2 ZPO nicht läuft, ist auch die Rechtshängigkeit des übergangenen prozessualen Anspruchs nicht erloschen (vgl. BGH, Urt. v. 29. November 1990 -1 ZR 45/89, NJW 1991, 1683, 1684).
BGH, BESCHLUSS vom 2.8.2004, Az. VI ZB 61/03 Eine Nachholung der Zulassung durch eine Ergänzungsentscheidung entsprechend § 321 ZPO ist nicht möglich (BGH, Beschluß vom 24. November 2003 - II ZB 37/02 - NJW 2004, 779).
BGH, URTEIL vom 5.3.2004, Az. V ZR 343/02 Ein im Sinne von § 321 Abs. 1 ZPO von einer Partei geltend gemachter Haupt- oder Nebenanspruch ist übergangen, wenn das von der Partei mit einem bestimmten Antrag in den Prozeß eingeführte Verlangen, also ein Anspruch im prozessualen Sinn, über den es von Amts wegen oder wegen des gestellten Antrags einer Entscheidung bedurfte, versehentlich nicht beschieden worden ist; § 321 ZPO setzt somit eine Entscheidungslücke voraus und dient nicht der Richtigstellung eines falschen Urteils (BGH, Urt. v. 25. Juni 1996, VI ZR 300/95, NJW-RR 1996, 1238 m.w.N.;Urt. v. 5. Februar 2003, IV ZR 149/02, WM 2003, 1396, 1397).
BGH, BESCHLUSS vom 3.9.2002, Az. VIII ZR 105/02 Die Nichtzulassungsbeschwerde gegen das Ergänzungsurteil (§ 321 ZPO) ist nicht zulässig, weil der sich aus dem Ergänzungsurteil ergebende Wert (BGH, Urteil vom 4. April 1984 - VIII ZR 313/82, ZIP 1984, 1107 unter III; BGH, Beschluß vom 2. Juni 2000 - VI ZR 2/00, NJW 2000, 3008 unter 2) der geltend zu machenden Beschwer 20.000 € nicht übersteigt (§26 Nr. 8 EGZPO), sich vielmehr nur auf 10.859,84 € (1.770 DM x 12 Monate = 21.240 DM) beläuft.
BGH, BESCHLUSS vom 4.6.2002, Az. IX ZB 80/02 Die Sache ist zur Endentscheidung reif.Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist eine nachträgliche Zulassung der Revision durch eine Ergänzung des Berufungsurteils gemäß § 321 ZPO nicht möglich (BGHZ 20, 188, 191 f; 44, 395, 397; 78, 22, 23; zustimmend MünchKomm-ZPO/ Wenzel, 2. Aufl. §546 Rn. 50; Musielak/Ball, ZPO 3. Aufl. §543 Rn. 15; Stein/Jonas/Grunsky, ZPO 21. Aufl. §546 Rn. 19).
BGH, Urteil vom 4.11.2000, Az. I ZR 146/98 Da der übergangene prozessuale Anspruch mit Ablauf der Frist des § 321 Abs. 2 ZPO nicht mehr rechtshängig war, hätte über ihn im Berufungsrechtszug nur entschieden werden können, wenn ihn die Klägerin - im Rahmen eines selbständigen Rechtsmittels oder einer Anschlußberufung - durch Klageerweiterung erneut in den Prozeß eingeführt hätte (vgl. BGH, Urt. v. 29.11.1990 - I ZR 45/89, NJW 1991, 1683, 1684 m.w.N.).
BGH, BESCHLUSS vom 4.6.1998, Az. I-ZR 120/98 Bei dieser Sachlage hätte die Beklagte einen Antrag auf Urteilsergänzung nach § 321 ZPO stellen müssen (vgl. BGH, Beschl. v. 16.2.1984 - III ZR 87/83, NJW 1984, 1240; Beschl. v. 28.3.1990 - XII ZR 3/90, BGHR ZPO § 719 Abs. 2 - Gläubigerinteressen 1, m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 4.6.1998, Az. I ZR 67/96 Unterbleibt ein solcher Antrag, so ist die Rechtshängigkeit des damit übergangenen prozessualen Anspruchs mit Ablauf der Frist des § 321 Abs. 2 ZPO erloschen (BGH, Urt. v. 29.11.1990 - I ZR 45/89, NJW 1991, 1683, 1684; Zöller/Gümmer, ZPO, 20. Aufl., § 537 Rdn. 3).
BGH, URTEIL vom 3.4.1998, Az. XII ZR 22/97 5 Ansicht ist nämlich dann, wenn in einem Urteil über einen erhobenen Anspruch zwar nicht in der Urteilsformel, wohl aber in den Entscheidungsgründen befunden worden ist, nicht § 321 ZPO, sondern § 319 ZPO (Berichtigung wegen offenbarer Unrichtigkeit) anzuwenden (vgl. BGH, Urteil vom 18. Juli 1964 - VII ZR 152/62 - NJW 1964, 1858; Senatsbeschluß vom 30. September 1981 - IVb ZB 805/81 - VersR 1982, 70; MünchKomm-ZPO/Musielak § 321 Rdn. 6).
BGH, URTEIL vom 5.2.1997, Az. V ZR 355/95 Auch wenn man davon ausgeht, daß die Zweiwochenfrist (§ 321 Abs. 2 ZPO) erst mit Zustellung des Tatbestandsberichtigungsbeschlusses beginnt (vgl. BGH, Beschl. 11
BGH, URTEIL vom 4.11.1995, Az. III ZR 141/93 Eine Urteilsergänzung (§ 321 ZPO) kommt insoweit ohnehin nicht in Betracht (vgl. Zöller/Vollkommer ZPO 19. Aufl. § 321 Rn. 4; Thomas/Putzo ZPO 19. Aufl. § 321 Rn. 2 a.E. unter Hinweis auf OLG Frankfurt NJW-RR 1989,	640).
BGH, URTEIL vom 2.11.1994, Az. X ZR 20/93 prozeß) wäre insoweit allenfalls eine entsprechende Anwendung des § 321 ZPO in Betracht zu ziehen gewesen (die von OLG Frankfurt NJW-RR 1989, 640 nicht erwähnt wird).
BGH, BESCHLUSS vom 3.0.1993, Az. VIII ZR 108/92 Wird - wie hier - bei der Entscheidung ein Antrag versehentlich (BGH, Urteil vom 27. November 1979 - VI ZR 40/78 = NJW 1980, 840/841) - für ein bewußtes Übergehen ist weder von der Revision etwas vorgetragen noch sonst ersichtlich - übergangen, so ist das Urteil auf Antrag durch nachträgliche Entscheidung zu ergänzen (§ 321 Abs. 1 ZPO).
BGH, BESCHLUSS vom 3.1.1992, Az. XII ZR 16/92 Hat er einen solchen gestellt, ohne daß das Berufungsgericht ihn verbeschieden hat, muß er binnen zwei Wochen ab Zustellung gemäß § 321 ZPO insoweit Ergänzung des Urteils beantragen (vgl. BGH NJW 1984, 1240 m.w.N.).
BGH, BESCHLUSS vom 2.7.1991, Az. XII ZR 17/91 Bei dieser Sachlage hätte der Beklagte einen Antrag auf Urteilsergänzung nach § 321 ZPO stellen müssen (vgl. BGH Beschlüsse vom 16. Februar 1984 - III ZR 87/83 - NJW 1984, 1240; vom 28. März 1990 aaO m.w.N.).
BGH, BESCHLUSS vom 3.10.1984, Az. Yb ARZ 55/84 Es entspricht jedoch gesicherter Rechtsprechung, daß die Rechtshängigkeit eines übergangenen Anspruchs erlischt, wenn ein Antrag nach § 321 ZPO nicht gestellt worden ist (vgl. OLG Düsseldorf OLGZ 1966, 178 m.w.N.; so auch bereits RGZ 59, 128, 131).
BGH, URTEIL vom 3.3.1984, Az. VIII ZR 313/82 Die Revisionen gegen das Ergänzungsurteil Ergänzungsurteile gemäß § 321 ZPO unterliegen der selbständigen Anfechtung, so daß die Revision nur zulässig ist, wen sie zugelassen wurde oder wenn das Ergänzungsurteil für sich allein die erforderliche Beschwer ergibt (BGH Urteil vom 27. November 1979 - VI ZR 40/78 = NJW 1980, 840).
BGH, BESCHLUSS vom 3.10.1978, Az. IV ZR 74/78 Die Frage, ob in einem solchen Fall angenommen werden kann, daß das Berufungsgericht eine Entscheidung über die Zulassung der Revision nicht getroffen hat, und ob diese Entscheidung gegebenenfalls im Wege der Urteilsergänzung analog § 321 ZPO nachgeholt werden kann, ist - insbesondere im Hinblick auf die Neufassung des § 546 ZPO vom 8. Juli 1975 (BGBl I S. 1863) - umstritten (ablehnend zu dem früheren Rechtszustand: BGHZ 44, 395; ebenso auch für die Neufassung § 546 ZPO: OLG Koblenz MDR 1976, 940; OLG Köln MDR 1978, 583 m.w.N.;Thomas/ Putzo, ZPO 10. Aufl., § 321 An. 4 d; a. A.: Baum-bach/Lauterbach/Albers, ZPO 36. Aufl., § 546 An. 2 C b; Stein/Jonas/Grunsky, ZPO 20. Aufl.,
BGH, BESCHLUSS vom 2.6.1975, Az. IVb ZB 552/80 Die analoge Anwendung des § 321 ZPO hat der Ge setzgeber in der Neufassung des § 546 ZPO nicht vorgeschrieben, obwohl er dazu angesichts der gefestigten, eine Nachholt der Rechtsmittelzulassung ablehnenden Rechtsprechung Anlaß gehabt hätte, wenn er die Rechtslage insoweit hätte ändern wollen (vgl. BGHZ 44, 395, 397).
BGH, URTEIL vom 4.0.1975, Az. TTI ZR 41/72 Dies war nur im Wege der Anschlußberufung möglich (BGH LM § 321 ZPO Nr. 4).

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 § 319
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 §546
 §543
 §546
 § 321
 § 321
 § 719
 § 321
 § 537
 § 321
 § 319
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