Source: http://www.psychologische-fachgutachten.de/waffenrecht/waffengesetz/
Timestamp: 2019-07-19 02:24:40+00:00

Document:
Institut Psychologische Fachgutachten: Das Waffengesetz
Was ist eine waffenrechtliche Begutachtung?
Eine waffenrechtliche Begutachtung erfolgt bei Erwachsenen, bei denen die zuständige Waffenbehörde nach § 6 Abs. 2 des WaffG Zweifel an der »persönlichen Eignung« zum Umgang mit Waffen und Munition ausgesprochen hat sowie zudem bei Erwachsenen, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, und somit nach § 6 Abs. 3 WaffG verpflichtet sind, einen Nachweis über die »persönliche Eignung« und »geistige Reife« zum Umgang mit Waffen und Munition zu erbringen.
Fachgutachten bei der Beurteilung der waffenrechtlichen Eignung
Gemäß des § 6 WaffG, hier bezogen auf die Absätze 2 und 3, lassen sich zwei Gruppen zuordnen, für die eine waffenrechtliche Eignungsbegutachtung erforderlich werden kann (siehe dezidierte Erläuterungen für eine Begutachtung nach § 6, Abs. 2 WaffG in Tabelle 1)
Tabelle 1: Erläuterungen für eine Begutachtung nach § 6, Abs. 2 WaffG
Wie sich hierbei aus den Ausführungen in § 6 Abs. 2 ersichtlich ergeben, beziehen sich die dortig Regelungen Personen, bei denen grundsätzlich davon auszugehen ist, dass sie die zum Erwerb oder Besitz von Schusswaffen und Munition entsorechend erforderliche persönliche Eignung nicht besitzen.
Hierbei wird in § 6 Abs. 2 v.a. neben der Geschäftsunfähigkeit, auf suchtspezifische Erkrankungsbezüge, psychische Erkrankungen und Debilität verwiesen. Weiterhin wird aus Sicht des Gesetzgebers die waffenrechtliche Eignung als nicht gegeben bewertet, sofern sich Gründe für eine konkrete Gefahr einer Selbst- bzw. auch Fremdgefährdung ergeben.
So können z.B. Hinweise an die Behörde, über suizidale Vorhaben in der Vorgeschichte oder Bedrohung anderer Personen, Zweifel an der waffenrechtlichen Eignung begründen und diese können zur Anordnung einer gutachterlichen Untersuchung sowie Vorlage eines entsprechendes Fachgutachtens führen. Weitere Beispiele hierfür sind, wenn z.B. ein behördliches bekannt gewordenes Fahren unter Alkoholeinfluss besteht. Auch dies bewirkt in der Regel bei der zuständigen Behörde die Anordnung zur gutachterlichen Beurteiklung der Eignung über das Führen und Halten von Waffen gemäß § 6 WaffG.
Bei der fachgutachterlichen Beurteilung der waffenrechtlichen Eignung kommen neben explorativen Untersuchungen zudem auch testpsychologische Diagnostik Verfahren sowie Untersuchungsmethoden zur Differentialdiagnostik zum Einsatz. Bei der Begutachtung wird hierbei multidimensional vorgegangen, sprich es werden die wichtigsten Bereiche testmethodisch erfasst. HIerbei werden zur waffenrechtlichen Diagnostik neben Explorationsleitfaden zur Begutachtung nach dem neuen Waffenrecht zudem standardisierte Fragebogen angewendet. Diese erlauben eine Aussage über z.B. die Motive zum Waffenbesitz, die Bedeutung der Waffe sowie de Hintergründe bzgl. der Anordnung zur Begutachtung von Seiten der zuständigen Behörde gegenüber dem zu Begutachtenden.
Gutachten für Waffenbesitzer:

References: § 6
 § 6
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