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Timestamp: 2019-09-21 01:42:44+00:00

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BGH, 09.11.1992 - II ZR 230/91 - dejure.org
https://dejure.org/1992,165
BGH, 09.11.1992 - II ZR 230/91 (https://dejure.org/1992,165)
BGH, Entscheidung vom 09.11.1992 - II ZR 230/91 (https://dejure.org/1992,165)
BGH, Entscheidung vom 09. November 1992 - II ZR 230/91 (https://dejure.org/1992,165)
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ZPO § 551 Nr. 3; AktG 1965 §§ 53a, 124 Abs. 1, 186 Abs. 4 S. 2, 221 Abs. 4, 246 Abs. 1
Formelle und materielle Anforderungen an Ausschluss des Bezugsrechts bei Genussscheinen
Gleichbehandlung - Ungleichbehandlung - Aktionär - Sachliche Berechtigung - Vorstand - Bezugsrecht - Rechtfertigung - Befangenheitsgrund - Revision - Anfechtung
Aktienrecht, Aktionär, Anfechtungsfrist, Anfechtungsgründe, Anfechtungsklage, Ausschluss, Bericht, Bezugsrecht, Einberufung, Genussrecht, Gesellschaftsrecht, Gleichbehandlung, Hauptversammlung, Informationspflicht, Informationsrechte, Mitgliedschaftsrechte, Nachschieben, ...
BGHZ 120, 141
NJW 1993, 400
NJW-RR 1993, 491 (Ls.)
ZIP 1992, 1728
WM 1992, 2098
BB 1993, 521
DB 1993, 31
Es entspricht jedoch der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, dass der Kläger zur Vermeidung eines materiellrechtlichen Ausschlusses (…vgl. dazu nur Hüffer, AktG, 8. Aufl., § 246 Rdn. 20 m.w.N.) innerhalb der einmonatigen Anfechtungsfrist des § 246 AktG zumindest den wesentlichen tatsächlichen Kern der Gründe vortragen muss, auf die er die Anfechtung stützt (vgl. nur BGHZ 120, 141, 156 f. ;… BGH, Urt. v. 14. März 2005, II ZR 153/03, WM 2005, 802, 804; jeweils m.w.N.;… ebenso nunmehr für § 46 Abs. 1 Satz 2 WEG etwa Bergerhoff, aaO, 428;… Wenzel, aaO, Rdn. 55); ein Nachschieben von neuen Gründen nach Ablauf der Frist ist ausgeschlossen (…BGH, Urt. v. 12. Dezember 2005, II ZR 253/03, NJW-RR 2006, 472 m.w.N.;… Bergerhoff, aaO).
Zutreffend geht das Berufungsgericht davon aus, dass es in diesem Zusammenhang nur auf die in der Klageschrift der Kläger zu 1 und 2 konkret als nicht oder nicht zutreffend beantwortet aufgeführten Fragen der Aktionärsvertreter E. (nachfolgend E.) und N. (nachfolgend N.) ankommt, weil Anfechtungsgründe in ihrem wesentlichen tatsächlichen Kern innerhalb der Anfechtungsfrist des § 246 Abs. 1 AktG in den Rechtsstreit eingeführt werden müssen (vgl. BGHZ 120, 141, 157 m.w.Nachw.;… Sen.Urt. v. 14. März 2005 - II ZR 153/03, AG 2005, 395, 397).
Das trifft insbesondere für die Kleinaktionäre zu, die auf die Unternehmenspolitik regelmäßig keinen relevanten Einfluß nehmen können und die Aktie vorwiegend als Kapitalanlage betrachten (vgl. BGHZ 120, 141 ).
Es entspricht jedoch der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, dass der Kläger zur Vermeidung eines materiellrechtlichen Ausschlusses (…vgl. dazu nur Hüffer, AktG, 8. Aufl., § 246 Rdn. 20 m.w.N.) innerhalb der einmonatigen Anfechtungsfrist des § 246 AktG zumindest den wesentlichen tatsächlichen Kern der Gründe vortragen muss, auf die er die Anfechtung stützt (vgl. nur BGHZ 120, 141, 156 f.;… BGH, Urt. v. 14. März 2005, II ZR 153/03, WM 2005, 802, 804; jeweils m.w.N.); ein Nachschieben von neuen Gründen nach Ablauf der Frist ist ausgeschlossen (…BGH, Urt. v. 12. Dezember 2005, II ZR 253/03, NJW-RR 2006, 472 m.w.N.;… ebenso nunmehr für die Begründungsfrist des § 46 Abs. 1 Satz 2 WEG Senat, Urt. v. 16. Januar 2009, V ZR 74/08, ZfIR 2009, 514, 517;… Urt. v. 27. März 2009, V ZR 196/08, ZfIR 2009, 518, 519, zur Veröffentlichung in BGHZ vorgesehen).
Auf ihn kann die Anfechtungsklage nicht gestützt werden (BGH, Urt. v. 9. November 1992 - II ZR 230/91II ZR 230/91, ZIP 1992, 1728, 1733 m.w.N.).
Zwar kann die Ausgestaltung von Genußrechten mit Verlustbeteiligung (wie z.B. die in BGHZ 120, 141 beurteilten Genußrechtsverträge) im Einzelfall gewisse Ähnlichkeiten mit einer stillen Gesellschaft aufweisen.
Nach § 246 Abs. 1 AktG ist nicht nur die nachträgliche Erhebung der Anfechtungsklage, sondern auch das Nachschieben von neuen Anfechtungsgründen ausgeschlossen (st. Senatsrechtsprechung, vgl. BGHZ 15, 177, 180 f.; 32, 318, 323; 120, 141, 156 f. sowie zuletzt Sen.Urt. v. 12. Dezember 2005 - II ZR 253/03, ZIP 2006, 227, 229 m.w.Nachw.).
Für sie steht nicht die mitgliedschaftliche Beteiligung, sondern die Vermögenskomponente im Vordergrund, die Aktie ist für sie vorwiegend Kapitalanlage (vgl. BGHZ 120, 141, 151).
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References: § 551
 § 246
 § 246
 § 46
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