Source: https://www.lecturio.de/rechnungswesen/archiv-2017-ust-bei-durchlaufenden-posten.vortrag
Timestamp: 2020-02-24 17:38:19+00:00

Document:
USt bei durchlaufenden Posten – Online Vortrag | Lecturio
Archiv 2017 - Umsatzsteuer für Bilanzbuchhalter
Archiv 2017 - USt bei durchlaufenden Posten
Archiv 2017 - USt bei durchlaufenden Posten von Dipl.-Finw. und Dipl.-Betriebsw. Christoph Raabe
Der Vortrag „Archiv 2017 - USt bei durchlaufenden Posten“ von Dipl.-Finw. und Dipl.-Betriebsw. Christoph Raabe ist Bestandteil des Kurses „Archiv 2017 - Umsatzsteuer für Bilanzbuchhalter“.
In welchen der genannten Fälle kann der leistende Unternehmer zur USt gem. § 9 optieren und somit auf die Steuerbefreiung seines Umsatzes verzichten?
Es wird eine Vermietung von Gewerberäumen durchgeführt und der Mieter ist zum Vorsteuerabzug berechtigt.
Es wird eine kulturelle Dienstleistung i.S.v. § 4 Nr.20 UStG erbracht.
Es wird eine Versicherungsdienstleistung i.S.v. § 4 Nr.11 UStG erbracht.
Es wird eine Arztpraxis vermietet.
§ 15a UStG regelt die Korrektur der Vorsteuer. Dabei gelten folgende Korrekturzeiträume:
für Immobilien 10 Jahre und alle anderen Wirtschaftsgüter 5 Jahre
für Immobilien 10 Jahre, alle beweglichen Wirtschaftsgüter 5 Jahre und Software 3 Jahre
für Immobilien 5 Jahre und alle anderen Wirtschaftsgüter 10 Jahre
Für die Option zur USt gem. § 9 UStG ist unter anderem erforderlich, dass ...
der leistende Unternehmer einen optionsfähigen steuerfreien Umsatz ausführt.
der leistende Unternehmer bereits 5 Jahre (bei Immobilien 10 Jahre) als Unternehmer in Deutschland tätig ist.
der leistende Unternehmer die Option beim Finanzamt schriftlich beantragt.
Eine Option ist - bei Vorliegen aller anderen Voraussetzungen - bei folgenden Umsätzen möglich:
der Vermietung von Bürogebäuden
der Vermietung von Gebäuden zu Wohnzwecken
der Vermietung von Parkplätzen
der Vermietung von Stellflächen auf Campingplätzen
Welche der nachfolgend genannten Beträge gehören zur Bemessungsgrundlage für die USt i.S.v. § 10 UStG?
das Nettoentgelt für den Umsatz
eventuelle Verbrauchsteuern, wie z.B. die Mineralölsteuer
die Einkommen- und Lohnsteuer
Ein Unternehmer führt eine Lieferung im Inland aus, die unstrittig 7 % gesetzliche USt auslöst. In Rechnung gestellt werden dem Kunden aber 100 € zzgl. 19 % USt = 19 €. Der Kunde bezahlt die verlangten 119 €. Wie hoch ist die Bemessungsgrundlage gem. § 10 UStG für diesen Umsatz?
Ein Unternehmer führt eine Lieferung im Inland aus, die unstrittig 7 % gesetzliche USt auslöst. In Rechnung gestellt werden dem Kunden aber 100 € zzgl. 19 % USt = 19 €. Der Kunde bezahlt die verlangten 119 €. Welche Aussage bzgl. des Vorsteuerabzugs durch den Kunden ist richtig?
Wenn alle übrigen Voraussetzungen des § 15 Abs.1 vorliegen, kann der Kunde Vorsteuer aus der Rechnung maximal i.H.v. 7 % aus dem Rechnungsbetrag abziehen. Da die Rechnung durch den falschen Steuersatz insgesamt falsch ist, würde im Fall einer Betriebsprüfung der Vorsteuerabzug aber vermutlich versagt werden.
Der Kunde hat 19 € Vorsteuerabzug, solange die Rechnung noch nicht berichtigt wird.
Der Kunde hat in jedem Fall 19 € Vorsteuerabzug, da dieser Betrag in der Rechnung offen ausgewiesen ist.
Dozent des Vortrages Archiv 2017 - USt bei durchlaufenden Posten

References: § 9
 § 4
 § 4

§ 15
 § 9
 § 10
 § 10
 § 15