Source: http://www.vzlb-ev.com/zuchtordnung/
Timestamp: 2019-02-21 05:19:45+00:00

Document:
Verein für Züchter und Liebhaber der Französischen - Zuchtordnung
Verein für Züchter und Liebhaber der Französischen Bulldogge
Rassestandard Franz. Bulldoggen
Die Zuchtbestimmungen sollen dazu beitragen, als Grundlage eine Verbesserung des jeweiligen Standards zu erreichen.
Das Ziel der Züchtung soll sein, aus guten Elterntieren eine noch bessere Nachzucht hervorzubringen. Um dieses zu erreichen, ist auf eine besondere Zuchtauswahl, unter Berücksichtigung geeigneter Erbmasseträger, besonderen Wert zu legen.
Die Züchter dürfen sich nicht von materiellen Überlegungen leiten lassen.
DER OBERSTE GRUNDSATZ SOLL LAUTEN:
,,VERBESSERUNG“ UND NICHT ,,VERMEHRUNG“ DER RASSE
§ 1 – Identifikation
Alle Zuchthunde und Welpen sind mit einem ISO-Norm-Chip an der linken Halsseite zu kennzeichnen. Bei Welpen hat dies vor der Wurfabnahme zu geschehen.
Die Chipnummern sind auf allen relevanten Unterlagen wie Wurfmeldeschein des VZLB, der Ahnentafel, dem Kaufvertrag und dem EU-Heimtierausweis einzutragen.
§ 2 – Gesundheitliche Vorgaben für Zuchttiere
Eine Zucht darf nur mit gesunden, reinrassigen und wesensfesten Elterntieren erfolgen.
Als reinrassig gilt ein Hund, dessen Ahnentafel pro Elternseite mindestens 4 vollständige Generationen aufweist.
Hunde, die zur Zucht verwendet werden, müssen im Einzelnen folgende gesundheitliche Erfordernisse erfüllen:
1.Keilwirbeluntersuchung:
KW Röntgenuntersuchungen können von einem Tierarzt eigener Wahl durchgeführt werden, insofern er hierfür eine Zulassung durch die Tierärztekammer besitzt.
Vor der Röntgenaufnahme ist beim Hauptzuchtwart ein KW-Befundbogen anzufordern.
Das Mindestalter für die Keilwirbeluntersuchung beträgt 11 Monate.
Dieser Befundbogen (nur die Angaben zur Identifikation der Hundes ausfüllen) sind vom Tierarzt auszufüllen und zu unterschreiben.Die Röntgenbilder und der KW-Befundbogen sowie die Ahnentafel des zu begutachtenden Hundes werden an den VZLB gesand der diese an einen unabh. Gutachter weiterleitet. Der vom Gutachter ausgefüllte Befundbogen geht im Originalen an den Eigentümer des Hundes und der VZLB erhält eine Kopie.
Zur Fertigung der Röntgenuntersuchung ist außer des KW-Auswertungsbogens die Original Ahnentafel der Hundes zwecks Identifikationsabgleichs durch den Röntgentierarzt mit zu bringen.Die gesamte Brust/Lendenwirbelsäule und die Rute müssen auf dem Röntgenbild zu sehen sein( Zentralstrahl ist auf den Übergang Brust/Lendenwirbelsäule zu richten). Rutenwirbel werden auch im Gutachten eingetragen,Rutenlosigkeit ist zuchtausschliesend.Zeitgleich wird die Wirbelsäule auf Spondylose begutachtet und ebenso in das Gutachten eingetragen.
Auf dem Röntgenbild muss der vollständige Name, die Chipnummer sowie der Name der Eigentümers vermerkt sein.
Bis zur Klärung wie KW vererbt werden werden aus Zuchthygienischen Gründen folgende vorgaben gemacht
1.Grad -zur Zucht zugelassen
2.Grad -zur Zucht zugelassen
3. Grad -zu Zucht zugelassen aber
nur mit einem KW freien
4.Grad -keine Zuchtzulassung
5.Grad -keine Zuchtzulassung
2.Patella Unteruchung
Die Untersuchungen auf Patellaluxation muss von einem Tierarzt des Bundesverbandes der Praktizierenden Tierärzte durchgeführt werden.
Adressen sind hier zu finden www.tieraerzteverband.de .
Mindestalter 11 Monate
Kein Hinweis auf Patellalux. -zur Zucht zugelassen
aber nur mit einem PL.
freien Zuchtpartner
2.Grad und höher -keine Zuchtzulassung
Nachuntersuchung der Rüden mit 3 Jahren und bei Hündinnen vor dem 3.Wurf.
Die Patellauntersuchung darf nicht während der Läufigkeit,Trächtigkeit oder Scheinträchtigkeit vorgenommen werden.
3.Herzultraschalluntersuchung
Mittels Doppler
4.HD Untersuchung
Die HD Untersuchung muss/darf nur unter Narkose durchgeführt werden.Ist der Hund zu diesen Zweck in Narkose ist gleich das Gaumensegel nachzuschauen,das Ergebniss des HD röntgen ist durch eine Tierarzt zu betätigen und durch einen unabhängigen HD Gutachter auszuwerten.
Zucht mit ,,HD-A oder B sind uneingeschränkt zuchttauglich,HD-C darf nur mit HD-A verpaart werden,HD-D darf nur in begründeten Ausnahmefällen und nur mit einem HD freien Zuchtpartner verpaart werden.Die Entscheidung trifft der Hauptzuchtwart.HD-E ist zuchtausschließend.
5.ED/OCD
Empfohlen und durch einen HD Gutachter auszuwerten.
Die gleichen Voraussetzungen wie für das KW-Gutachten sind auf die Gutachten für ED,OCD und HD Gutachten zu übertragen.
Die HD Untersuchung darf nicht während der Läufigkeit,Trächtigkeit oder Scheinträchtigkeit vorgenommen werden.
6. Röntgen der Luftröhre in 2 Ebenen
-mit Auswertung
7.Dillutionstest
-D + B Lokus
8. Augenuntersuchung
Pflicht ist eine Untersuchung auf: Entropium,Ektropium,Katarakt und Distichiasis
Um eine qualifizierte einheitliche Form der vorgeschriebenen Augenuntersuchungen zu gewährleisten,sind hierzu Tierärzte mit der spezifikation Augenheilkunde auszuwählen.Die hierbei getroffenen Untersuchungsergebnisse sind durch den Tierarzt auf ein entsprechendes Formular des VZLB e.V. einzutragen.Das Original verbleibt beim Hundeeigentümer,eine Kopie ist an den VZLB zu senden.
8. Gebiss
P1 und die M3 sollten vorhanden sein,ist aber kein Zuchtausschluss.Betroffenen Zuchttiere dürfen nur mit einem vollzahnigen Zuchtpartner verpaart werden. Wünschenswert ist ein gleichmäßiges und gerades Gebiss.Eine Gebisskarte ist vom Tierarzt/Zuchtwart auszufüllen.
9. DNA Profil
Es muss ein DNA Profil der zu verpaarenden Tiere vorliegen,dies gilt auch bei Verpaarungspartner außerhalb des Vereines.
10. Gaumensegel
Das Gaumensegel muss/darf nur unter Narkose untersucht werden und das Ergebniss ist vom Tierarzt zu bescheinigen.
11.Verkalkungen der Bandscheiben(ausgewertet durch unabh. Gutachter)
Hunde ohne Verkalkungen -zur Zucht zugelassen
Hunde mit Verkalkungen - nur mit einem freien Zuchtpartner zugelassen
Ergebnisse über sonstig vorgenommenen/vorgeschriebenen Untersuchungen sind vom jeweiligen untersuchenden Tierarzt in Form eines ausführlichen Attestes gegenüber dem Hundehalter zu bestätigen.Bei allen vorgeschriebenen Untersuchungen muss die Originalahnentafel zwecks Identifikationsabgleich zum Tierarzt mitgebracht werden.Auf allen Attesten ist vom Tierarzt nach abgleich mit der Ahnentafel der vollständige Name des Hundes,die zugehörige Chipnummer und der Name des Eigentümers einzutragen.Das Original verbleibt beim Hundeeigentümer,eine Kopie ist an den VZLB zu senden.
Sollte einen andere Rasse im VZLB gezüchtet werden wollen,müssen die entsprechenden Zuchtvorschriften der Rasse beim VZLB erfragt werden.
§ 3 – Weitere Zuchtvoraussetzungen
Das Mindestbelegalter für Zuchthündinnen und Rüden beträgt 15 Monate
Hündinnen dürfen nach Vollendung des 7. Lebensjahres und Rüden nach Vollendung des 8. Lebensjahres nicht mehr zur Zucht eingesetzt werden.
Eine Hündin darf nur jede 2.Hitze belegt werden.Max.5 Würfe sind für eine Hündin zugelassen, ein 6.Wurf ist, zur Schonung alter Hündinnen, nur nach Genehmigung durch den Hauptzuchtwart zugelassen.
Kaiserschnitt wird vom Zuchtbuchamt in der Ahnentafel der Mutterhündin eingetragen. Bei der Wurfbesichtigung hat sich der Zuchtwart davon zu überzeugen, ob eine Kaiserschnittgeburt vorlag oder nicht.Die KS-Geburt ist mit entsprechendem Formular des VZLB innerhalb von 3 Tagen schriftlich dem Hauptzuchtwart des VZLB zu melden.Dieses Formular ist vom Tierarzt auszufüllen und der Grund der Kaiserschnittes einzutragen,entsprechend darf die Hündin nach Genehmigung durch den Hauptzuchtwart wieder belegt werden.Nach dem 2. Kaiserschnitt darf eine Hündin nicht mehr belegt werden.
§ 4 - Zuchtzulassungsprüfung
-Das Mindestalter für die Zulassung zur Zuchtzulassungsprüfung (ZTP) beträgt 15 Monate.
-Bei der Zuchtzulassungsprüfung werden die Untersuchungsergebnisse, der Standard und das
Wesen des Hundes beurteilt.
-Die Zuchttauglichkeit setzt den Nachweis der unter § 2 genannten gesundheitlichen
Vorgaben, sowie eine bestandene Formwert - und Wesensbeurteilung, voraus.
-Das Original des auszufüllenden Beurteilungsbogens verbleibt beim Hundebesitzer. Eine Kopie erhält der VZLB
-Zuchtwarte dürfen ihren eigenen Hunden sowie die Hunde enger Familienangehöriger nicht zuchttauglich schreiben.
Zuchtzulassungsprüfungsvoraussetzung ( ZTP-Voraussetzungen)
-Einhaltung der Mindestaltervorgaben
-Belastungstest
§ 5 – Entzug der Zuchtzulassung
Bei nachweisbar später auftretender Erbkrankheiten und/oder wer nachweisbar falschen Angaben über den Gesundheitszustand des Hundes oder vorsätzlich falsche Angaben darüber in wessen Eigentum sich der Hund befindet macht, kann der Hauptzuchtwart des VZLB einem zur Zucht zugelassenen Hund nachträglich die Zuchtzulassung entziehen. Es erfolgt eine Meldung an das Zuchtbuchamt hierüber.
§ 6 – Zuchtbeschränkungen und – auflagen
Verpaarungen folgender Farben:
Schecken x Schecken dürfen nicht miteinander verpaart werden
Bei Fawn x Fawn Verpaarungen sollte eine durchgehend gestromte Linie im Stammbaum nachgewiesen werden.Beide Zuchttiere müssen einen Dilutionstest nachweisen.
Jegliche Über- und Untertreibung im Typ ist nicht erlaubt.
Inzucht und Inzestverpaarungen
Sind nur nach Eingabe und Genehmigung durch den Hauptzuchtwart des VZLB erlaubt
Wiederholungsverpaarungen
Sind bei Welpen eines Wurfes gesundheitliche, seelische oder körperliche Mängel aufgetreten, kann der Hauptzuchtwart der VZLB eine Wiederholungsverpaarung untersagen.
Eine künstliche Besamung ist nur mir schriftlicher Genehmigung des Hauptzuchtwartes der VZLB erlaubt und wird nur genehmigt, wenn der Rüde bereits auf natürlichem Wege gedeckt bzw. Nachkommen gezeugt hat.Die künstliche Besamung darf ausschließlich ein Tierartzt durchführen, darüber hat der durchgeführende Tierarzt eineBescheinigung auszustellen welches dem VZLB vorzulegen ist.
Ammeraufzucht von Welpen
Hat ein Wurf eine Wurfstärke ab 6 Welpen, kann eine Amme zur Welpenaufzucht hinzugezogen werden. Die Amme muss kräftig und gesund sein. Der Amme dürfen höchstens insgesamt 6 Welpen, einschließlich der eigenen, unterlegt werden.
Der Ammenbesitzer hat die Anzahl der angelegten Welpen zu bestätigen und dafür Sorge zu tragen, dass die angelegten Welpen, von denen seiner eigenen Hündin zu unterscheiden sind. Die Abnahme eine solchen Wurfes erfolgt im Haushalt der Züchters und nicht in dem des Ammenbesitzers.
Fehlbelegungen müssen in der Ahnentafel der Hündin eingetragen werden,ebenso Totgeburten.
§ 7 – Ausschluss aus der Zucht
Tiere die Fehler, welche nach FCI Standard zuchtausschließend sind,dazu gehören auch Fehlfarben, massive überstehende Nasen und Hautfalten ,Hunde mit Atemschwierigkeiten (Röchler),extremer Vorbiss(Zähne sichtbar bei geschlossenem Fang).
Züchter die mit Hunden Handel treiben, sind von einer Zucht im VZLB ausgeschlossen.
Der Verkauf von Welpen auf Kommissionsbasis ist dem Hundehandel gleichzusetzen
Ausgeschlossen von der ZTP sind Hunde, welche mit einem oder mehreren im FCI
Standard aufgeführten zuchtausschließenden Mangel/Mängeln behaftet sind
§ 8 – Erfordernisse an den Züchter
Der Züchter muss über ausreichendes kynologisches Fachwissen verfügen Die Zuchtordnung und das Tierschutzgesetz müssen ihm in der jeweils gültigen Fassung bekannt sein.
Die überwiegende Haltung von Hunden in einem Zwinger oder änlichem ist nicht gestattet.
Es sollte ein gesondertes Wurf-Welpenzimmer vorhanden sein Ist dies nicht vorhanden muss dies durch eine gesonderte Abtrennung so zu erreichen sein, dass ausreichend Rückzugsmöglichkeit für die Zuchthündin besteht.
Den Züchtern des VZLB ist die gleichzeitige Zucht von maximal 2 Rassen gestattet.
Der Züchter ist verpflichtet ein Zwingerbuch zu führen in dem das gesamten Zuchtgeschehen schriftlich festzuhalten ist. Dieses ist auf Anforderung dem VZLB bzw. dem Hauptzuchtwart auf Verlangen vorzulegen.
§ 9 – Zulassung des Zwingers
Der Zwingername bildet den Zunamen des Hundes.
Bei Beantragung des Zwingernamens an den VZLB sind drei gewünschte Namen, wobei eine Reihenfolge bei der Bevorzugung angegeben werden muss, anzugeben.Der zu schützende Name muss sich deutlich von bereits geschützten Namen unterscheiden.
Eine Genehmigung und der Schutz des Zwingernamens erfolgt durch den VZLV sowie den Dachverband.
Alle Welpen eines Zwingers erhalten Namen in alphabetischer Reihenfolge, beginnend mit dem Buchstaben A für den ersten Wurf, beginnend mit dem Buchstaben B für den zweiten Wurf usw.
Der Zwingerschutz kann nur vom Eigentümer der zur Zucht ausgewählten Tiere beantragt und ausgestellt werden, hierzu muss Volljährigkeit bestehen.
VZLB e.V.-Mitglieder, die gleichzeitig Mitglieder in einem anderen Verein sind und Zwingerschutz im VZLB beantragen, dürfen nicht gleichzeitig in dem/n Verein/en Zwingerschutz beantragen und/oder züchten.
Ebenso ist es Haushaltsmitgliedern eines VZLB registrierten Züchters nicht gestattet in einem anderen Verein/Verband Zwingerschutz zu beantragen und/oder zu züchten.
Bei Beantragung eines Zwingers wird der Ort, an dem die Zucht erfolgen soll, vom Hauptzuchtwart oder einem vom Hauptzuchtwart beauftragten Person besichtigt.
Die Haltungsbedingungen, die Räumlichkeiten und der Zustand der Hunde sind gemäß der vorliegenden Zuchtordnung und des jeweiligen gültigen Tierschutzgesetzes zu kontrollieren.
Hierüber wird ein Protokoll angefertigt, das vom teilnehmenden Hauptzuchtwart und dem Züchter zu unterschreiben ist. Das Originalprotokoll verbleibt beim VZLB e.V. eine Kopie erhält der Züchter.
Der Umzug eines Züchters sind umgehend dem VZLB zu melden, damit eine erneute Besichtigung erfolgen kann.
Werden während der Besichtigung dem Tierschutzgesetz entgegenstehende Mängel festgestellt, kann der VZLB Auflagen erteilen, die innerhalb einer festgesetzten Frist zu erfüllen sind.
Nach Behebung dieser Mängel erfolgt eine erneute Überprüfung.
Bei jeder Wurfbesichtigung und Wurfabnahme hat der Zuchtwart das Recht, alle Räumlichkeiten, in denen Hunde untergebracht sind, zu besichtigen. Diesen Zugang hat der Züchter auch bei Verdacht wegen Verstößen gegen die Zuchtordnung, hinsichtlich der Zwinger-und Zuchtvoraussetzungen, zu gewähren.
Die Zulassung des Zwingers kann jederzeit aufgehoben werden, wenn sich die Umstände der Haltung im Rahmen dieser Zuchtordnung verschlechtert haben.
Mit Beendigung der Mitgliedschaft im VZLB erlischt auch der Zwingerschutz.
§ 10 - Rüdenbesitzer
Der Eigentümer des Deckrüden hat sich vor einer Deckabsicht davon zu überzeugen, dass sein Rüde und die zu belegende Hündin die Zuchtvoraussetzungen des VZLB erfüllen.
Es ist untersagt, Rüden und Deckrüden für einen Gelegenheitswurf für Hündinnen ohne Papiere oder Zuchtzulassung zur verfügung zu stellen.
Wählt der Rüdeneigentümer einen vereinsfremde oder einen sich im Ausland befindlichen Hündinn aus, hat sich der Züchter vom Vorliegen einer gültigen ZTP zu überzeugen.Die Hündinn sollte die gleichen Zuchtvoraussetzungen wie der VZLB haben,liegen diese nicht vor kann eine Deckgenehmigung durch den Hauptzuchtwart des VZLB untersagt werden.
Der verfolgte Deckakt muss dem Zuchtbuchamt innerhalb von 14 Tagen schriftlich gemeldet werden. Diese Meldepflicht besteht auch bei einem Deckakt in einem vereinsfremden oder ausländischen Zwinger.
Der Halter eines Deckrüden hat ein Deckbuch zu führen, in dem aktuell alle Angaben sämtlicher, auch vereinsfremder, Deckvorgänge festzuhalten sind. Dieses Deckbuch ist auf Verlangen vorzulegen.
Die Deckgebühr wird zwischen dem Eigentümer des Deckrüden und der Hündin frei vereinbart.
Auf die Höhe der Gebühr, sowie die Vereinbarung zum Leerbleiben der Hündin, hat der VZLB keinen Einfluss, dies ist allein Sache zwischen Deckrüden-und Hündinnenbesitzer.
§ 11 – Hündinnenbesitzer
Vor dem geplanten Deckackt ist eine Deckgenehmigung beim Hauptzuchtwart des VZLB einzuholen.Dies muss schriftlich mit dem dafür vorgesehene Formular erfolgen.Liegt keine schriftliche Genehmigung der Deckaktes vor werden keine Papiere für die Welpen ausgestellt.
Der Eigentümer der Hündin hat sich vor einer Deckabsicht davon zu überzeugen, dass die Hündin und der Rüde die Zuchtvoraussetzungen des VZLB erfüllen.
Wählt der Hündinneneigentümer einen vereinsfremden oder einen sich im Ausland befindlichen Rüden aus, hat sich der Züchter vom Vorliegen einer gültigen ZTP zu überzeugen.Der Rüde sollte die gleichen Zuchtvoraussetzungen wie der VZLB haben,liegen diese nicht vor kann eine Deckgenehmigung durch den Hauptzuchtwart des VZLB untersagt werden.
Der VZLB kann die Genehmigung versagen, wenn gravierende Mängel bei den Welpen zu erwarten sind.
§ 12 – Meldung eines Wurfes
Alle Würfe sind vollständig, incl. Totgeburten sind bei dem Hauptzuchtwart des VZLB innerhalb von 3 Tagen zu melden,später eintretende Todesfälle sind sofort zu melden. Beim vollständigen Verlust des Wurfes ist die Ahnentafel zur Eintragung an den Hauptzuchtwart zu senden.
Bleibt die Hündin leer, ist dies spätestens nach 5 Tagen nach dem vorhergesehenen Wurftermin zu melden.
Der Eigentümer der Hündin hat dem Deckrüdenbesitzer das Wurfergebnis bzw. das Leerbleiben der Hündin innerhalb von 14 Tagen nach bekannt werden formlos mitzuteilen.
Hat eine Hündin eine Kaiserschnittgeburt ist dies innerhalb von 7 Tagen schriftlich dem Hauptzuchtwart des VZLB zu melden.
§ 13– Wurfbesichtigung und Abgabe der Welpen
Eine Wurfbesichtigung erfolgt durch den Zuchtwart innerhalb der ersten 3 Lebenswochen der Welpen. Es besteht die Möglichkeit die Wurfbesichtigung mit einem vereinseigenen Fragebogen vom Tierarzt machen zu lassen.
Die Abnahme des Wurfes erfolgt durch den Zuchtwart im Alter von mind.8 Wochen. Es wird ein Wurfabnahmeprotokoll angefertigt, von dem der Zuchtwart sowie der Züchter eine Abschrift erhält. Das Original verbleibt beim VZLB
Bei der Wurfabnahme wird überprüft, ob die Welpen gechipt wurden,die Chipnummern übereinstimmen und ob die erforderliche Erstimpfung durch den Tierarzt durchgeführt wurde. Außerdem prüft der Zuchtwart die Welpen auf Taubheit. Sollte dies festgestellt oder vermutet werden, so muss der Züchter den/die Welpen auf eigene Kosten bei einem Tierarzt audiometrisch untersuchen zu lassen.Das Ergebniss muss dem VZLB durch ein Attest
des durchführenden Tierarzt bestätigt werden.
Stellt der Zuchtwart erkennbare oder Zucht ausschließende Fehler bei den Welpen fest, erfolgt durch das Zuchtbuchamt ein entsprechender Eintrag in der Ahnentafel des/der betroffene Welpen.
Zuchtwarte dürfen bei ihren eigenen Hunden sowie bei Hunde enger Familienangehöriger keine Wurfabnahme durchführen.
Alle Welpen müssen min. 3-mal entwurmt werden.
Dem Welpenkäufer ist ein Hinweisblatt auf die weiter zu erfolgende Entwurmung, ein Kaufvertrag, die Ahnentafel,(nach Erhalt) der Impfpass/EU-Heimtierausweis, eine Kopie des Wurfabnahmeprotokoll und ein Futter-und Pflegeplan zu übergeben.
Welpen dürfen nicht auf dem Post-Weg oder einer anderweitigen Versandart an den Welpenkäufer überstellt werden.
Welpen dürfen nicht an Hundehändler abgegeben werden. Auch die Abgabe an Vermittler in Kommission oder zum Weiterverkauf ist ausdrücklich untersagt.
§ 14– Ahnentafel
Die Ahnentafel ist eine Urkunde und somit als solche zu behandeln. Jegliche Fälschung oder Änderung wird strafrechtlich wegen Urkundenfälschung verfolgt.
Bei einem Besitzerwechsel ist die Anschrift des neuen Besitzers in der Ahnentafel zu vermerken.
Der Verlust der Ahnentafel ist umgehend gegenüber dem VZLB anzuzeigen.
Die Umschreibung von Ahnentafeln anderer Zuchtbuchämter, sowie ausländischer Ahnentafeln ist erlaubt. Bei deutschen Ahnentafeln sind mindestens 4 Generationen, bei ausländischen Ahnentafeln mindestens 3 Generationen sowie eine amtliche Übersetzung, Voraussetzung für eine Umschreibung. Ausnahmen hiervon bestehen bei Ahnentafeln deutscher Verbände, welche grundsätzlich nur einen Eintrag von 3 Generationen platzmäßig vorsehen.
§ 15-Verstöße gegen die Zuchtordnung
Falsche, unwahre Angaben auf Deck- und Wurfmeldeschein sowie unvollständige Angaben der Welpenzahl,manipulierte Röntgenaufnahmen, unseriöse Verkaufsmethoden, nicht artgerechte Haltung der Zuchthunde, Tötung von Welpen ohne wichtigen Grund und dergleichen werden durch Verwarnung eine zeitweise/totale Zuchtsperre oder Vereinsausschluss geahndet.
Nach Bekannt werden des Verstoßes wird innerhalb einer außerordentlichen Sitzung, welche schnellst möglichst einzuberufen ist von der Hauptvorstandschaft entschieden.
Über diese Sitzung ist Protokoll zu führen. Dieses Protokoll ist dem entsprechenden Züchter in Kopie zuzustellen. Hat der Züchter seines Erachtens berechtigte Einsprüche gegen die Entscheidung vorzubringen, hat er dies innerhalb von 14 Tagen nach Zugang des Entscheides der Vorstandschaft schriftlich mit Begründung mitzuteilen. Die Vorstandschaft verpflichtet sich in solchen Fällen dies nochmals zu besprechen.Die dann getroffene Entscheidung ist endgültig und nicht mehr anfechtbar.
§ 16 - Sonstiges
Operative Eingriffe wie z.B. Gaumensegeloperationen sind dem VZLB formlos, schriftlich zu melden. Hierzu gehört ebenfalls die Kastration eines Hundes. Die Abgabe oder der Tod eines Hundes ist ebenfalls unter Angabe der Gründe mittels Bescheinigung zu melden.
Als Zuchtwarte sind nur vom VZLB zugelassene Personen.
Es ist untersagt, Zwingerschutz in mehreren Vereinen gleichzeitig zu beantragen.
Änderungen dieser Zuchtordnung, die jederzeit, nach Kenntnis neuer medizinischer Diagnostik oder Anforderungen geändert werden kann, oder die Erteilung von Sonderregelungen oder Sondergenehmigungen, können nur nach genauer Prüfung im gemeinsamen Beschluss der Vorstandschaft erfolgen.Die Züchter sind angehalten ihre Nachzuchten auf Keilwirbel röntgen zu lassen und dies durch einen Gutachter auswerten zu lassen,das gleiche gilt für HD.
Wald Michelbach den 10.12.2011
© Peggy Wittmer/VZLB

References: § 1

§ 2

§ 3

§ 4
 § 2

§ 5

§ 6

§ 7

§ 8

§ 9

§ 10

§ 11

§ 12

§ 13

§ 14

§ 15

§ 16