Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=2%20S%2020.17
Timestamp: 2019-10-22 00:04:17+00:00

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OVG Berlin-Brandenburg, 28.11.2017 - 2 S 20.17 - dejure.org
https://dejure.org/2017,46384
OVG Berlin-Brandenburg, 28.11.2017 - 2 S 20.17 (https://dejure.org/2017,46384)
OVG Berlin-Brandenburg, Entscheidung vom 28.11.2017 - 2 S 20.17 (https://dejure.org/2017,46384)
OVG Berlin-Brandenburg, Entscheidung vom 28. November 2017 - 2 S 20.17 (https://dejure.org/2017,46384)
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§ 212a Abs 1 BauGB, § 12 Abs 1 BauNVO, § 12 Abs 2 BauNVO, § 15 Abs 1 BauNVO, § 7 Nr 5 BauO BE 1958
Baugenehmigung; Stellplätze; Nachbarklage; (keine) Anordnung der aufschiebenden Wirkung; (keine) vorläufige Nutzungsuntersagung; Baugebiet; allgemeines Wohngebiet; unterschiedliche Baustufen; Nutzungsmaß; Nutzungsart; gebietsbezogene Bedarfsprüfung; Wegstrecke; ...
Sind Stellplatzanlagen in allgemeinen Wohngebieten zulässig?
Ein unterdessen erhobener Eilantrag der Kläger, mit dem sie unter anderem die Anordnung der aufschiebenden Wirkung ihrer Widersprüche anstrebten, blieb bei Gericht erst- und zweitinstanzlich ohne Erfolg (OVG 2 S 20.17/VG 19 L 348.17).
Dieser Bedarf ist allerdings nicht grundstücksbezogen, sondern gebietsbezogen zu verstehen, sodass in den betreffenden Gebieten auch Gemeinschaftsanlagen für Stellplätze und Garagen vorgesehen werden können (vgl. BVerwG…, Urteil vom 16. September 1993, a.a.O., 1548; OVG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 18. Mai 2000 - OVG 7 A 1155/99 -, NVwZ-RR 2001, 646 sowie ausdrücklich auch OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 28. November 2017 - OVG 2 S 20.17 -, BA S. 3).
An dieser Beurteilung vermögen entgegen der Ansicht der Kläger unterschiedliche Baustufenfestsetzungen ebenso wenig etwas zu ändern wie eine wegen § 8 Nr. 16 BO 58 damit verbunden unterschiedliche Bauweise (s. OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 28. November 2017, a.a.O., S. 3 f.).
Hinsichtlich des weiteren Vortrags, dass ein Grundstück in einem allgemeinen Wohngebiet erstmalig nahezu vollständig überbaut wird, hat das Oberverwaltungsgericht bereits klargestellt, dass dies den anzulegenden Maßstab verkennt (Beschluss vom 28. November 2017, a.a.O., S. 6).
Jedenfalls wäre das Vollzugsinteresse bei offenem Prozessausgang in der dann gebotenen Interessenabwägung "mit erheblichem Gewicht" zu berücksichtigen (vgl. Oberverwaltungsgericht für das Land Rheinland-Pfalz…, Beschluss vom 30. November 2010 - 1 B 11083/10 - Rn. 21 im Anschluss an Bundesverwaltungsgericht…, Beschluss vom 14. April 2005 - 4 VR 1005/04 - Rn. 10 ff.; siehe auch OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 24. November 2017 - 2 S 20.17 -, wonach in Ansehung des § 212 a Abs. 1 BauGB die aufschiebende Wirkung des Rechtsbehelfs anzuordnen ist, wenn der Erfolg des Rechtsmittels überwiegend wahrscheinlich ist; differenzierter: OVG Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 09. August 2013 - 10 S 25.12 - jeweils zitiert nach juris).

References: § 212
 § 12
 § 12
 § 15
 § 7
 § 8
 § 212