Source: http://www.ebit4u.com/category/crowdfunding-2/
Timestamp: 2017-11-22 16:29:14+00:00

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CrowdFunding – ebit4u.com
Weltweit soll Crowdfunding auf über 34,4 Milliarden USD steigen 2015
Lt. dem aktuellen Massolution Research Bericht soll sich das gesamte weltweite über Crowdfunding aufgebrachte Volumen bis 2015 auf 34,4 Milliarden USD erhöhen und sich damit gegenüber 2014 (Volumen von 16 Milliarden USD) mehr als verdoppeln.
2014 hat sich das Volumen gegenüber dem Vorjahr 2013 (6,1 Milliarden USD) verdreifacht. Das starke Wachstum im vergangenen Jahr ist großteils bedingt durch die Zunahme der Crowdfundingaktivitäen im asiatischen Raum. wobei interessanterweise vor allem der p2p und p2b Kreditmarkt im chinesischen Markt stark anstieg. Weltweit entfiel 2014 auf den lending-based Crowdfundingbereich mit einer gesamten erreichten Summe von 11,08 Milliarden USDollar unumstritten das massivste Wachstum gefolgt vom equity-based Crowdfunding.
Die folgende Grafik zeigt in welche Branchen das Geld floß:
Massolution 2015 Report
Veröffentlicht am 1. April 2015 1. April 2015 Autor Elfriede SixtKategorien Allgemein, CrowdFundingTags Crowdfunding, Massolution 2015Leave a comment
Punktation zum neuen Crowdfundinggesetz (auch AltFG) in Österreich liegt vor!
Crowdfundinggesetz
Gut ein Jahr verspätet, aber schließlich doch wurde dieser Tage eine Punktation zum Alternativfinanzierungsgesez (AltFG) im Ministerrat beschlossen:
Das wichtigste vorab: der Gesetzesentwurf betrifft nur Crowdinvestingmodelle, keine reward-based Aktionen und auch keine donation-based Kampagnen.
Das neue Crowdfundinggesetz wird somit nur die Finanzierung von Unternehmen (kann auch natürliche Person sein) betreffen, die mittels alternativer Finanzierungsinstrumente durch ein öffentliches Angebot (an 150 Personen oder mehr) erfolgen soll. Der Begriff alternative Finanzierungsinstrumente umfasst dabei Aktien, Anleihen, Geschäftsanteile an einer Genossenschaft, Genussrechte, stille Beteiligungen und partiarische Nachrangdarlehen (kein unbedingter Rückzahlungsanspruch darf gegeben sein). (Kommentar: In der Punktation sind GmbH-Anteile und KG-Anteile nicht angeführt – es bleibt zu hoffen, dass es sich dabei nur um einen Redaktionsfehler handelt)
Es werden neue Informationspflichten eingeführt, ein sogenanntes Schema-F-Prospekt, ein erleichtetes Kapitalmarktprospekt soll geschaffen werden, wobei folgende Schwellen vorgesehen sind:
100.000 bis 1,5 Mio: Informationsverpflichtung AltFG (Ausnahme Aktien und Anleihen, für diese ist bereits ab 250.000 € ein vereinfachter Prospekt (Schema F lt. KMG neu) zu erstellen)
1,5 Mio bis 5 Mio: Schema F lt. KMG neu
ab 5 Mio: Kapitalmarktprospekt (wie bisher)
Der Anlegerschutzgedanke ist in den vorgesehenen Einzelanlagebeschränkungen für nicht professionelle Anleger berücksichtigt (professionelle Anleger haben keinerlei Beschränkung):
5.000 Euro pro Investor pro Projekt
oder das 2-fache des durchschnittlichen Monatsnettoeinkommens – wenn diese Summe höher ist als 5.000 Euro
oder 10% des Finanzanlagevermögens – wenn diese Summe höher ist als 5.000 Euro.
Die Überschreitung der 5.000 Euro Grenze ist über eine Selbstauskunft des Anlegers gegenüber der Plattform oder im direkten Verhältnis gegenüber dem vom Emittenten für die Prüfungsverpflichtung beauftragten Dritten möglich.
Das maximale Volumen pro Emittent innerhalb von 7 Jahren beträgt 5 Mio Euro. Werden 5 Mio Euro in 7 Jahren überschritten, ist ein Vollprospekt nach KMG zu erstellen.
Die rechtlichen Anforderungen an die Plattformbetreiber steigen hinsichtlich Berufsbefähigungsnachweis, sowie verlangter Due Diligence der Projekte und Transparenz.
Für Emittenten, die sich ohne Nutzung einer Plattform an Anleger wenden (Beispiel: Grüne Erde) gelten obige Kriterien detto. Gleichzeitig besteht weiters eine formelle Prüfungspflicht (=Due Diligence, die bei Projekten, die über eine Plattform durchgeführt werden, durch die Plattformen gemacht wird) der benötigten Informationsunterlage (bis 1,5 Mio s.o.) durch externe Berater, Unternehmensberater, Steuerberater, Rechtsanwälte usw. (Kommentar: Diesbezüglich sehe ich noch eine sehr interessante Diskussion unter den jeweiligen Berufsständen auf uns zukommen). Diese Emittenten müssen auch die KYC und AML (Geldwäschebestimmungen usw.) einhalten.
Im Vergleich zum Entwurf zum dt. Kleinanlegerschutzgesetz hat die Bundesregierung offensichtlich wirklich erkannt, das Crowdfunding eine Möglichkeit aufzeigt, wie „privates“ Geld in die KMUS hineinfließen kann, v. a. wird die Möglichkeit Finanzbeteiligungen auch ohne Nutzung einer Plattform (so wie Staudinger oder die grüne Erde, das erfolgreich vorgezeigt haben) in Österreich nach diesem Vorschlag der Bundesregierung weiter bestehen bleiben (ist nicht vorgesehen nach dem dt. Entwurf). Nun bleibt abzuwarten, wann (es liegt kein Zeitplan vor) und wie es zur Umsetzung dieser durchaus guten Ansätze kommen wird. Das Problem könnte nämlich durchaus im Detail liegen…so gilt es den „professionellen Anleger“, „die formellen Prüfungspflichten“ und den Terminus „Finanzanlagevermögen“ wohl erst zu definieren.
Schade ist das keinerlei steuerlicher Anreiz für diese neue Form der alternativen Finanzierung bis dato vorgesehen worden ist.
Veröffentlicht am 29. März 2015 31. März 2015 Autor Elfriede SixtKategorien Allgemein, CrowdFundingTags AltFG, Altfinanzierungsgesetz, CrowdfundinggesetzLeave a comment
Bitcoin-Symposium am 3. März, mein Crowdfunding Buch usw.
Ich nutze den Blog ja vor allem auch um zu dokumentieren, was ich so im Netz finde und mache mir meine Gedanken darüber. Das gestrige Event – Bitcoin Symposium vom 3.3. 2015 am Juridicum Wien – hat mir wieder gezeigt, was für ein Potential die Themen Crowdfunding und vor allem Bitcoin haben und was für tolle Startups es aus diesen Themenbereichen sowohl in Österreich als auch in den Nachbarstaaten gibt. Also werde ich wieder mehr schreiben und damit dokumentieren..
Mein Buch zum Thema Crowdfunding gibt es übrigens seit Ende Dezember 2014 bei amazon.de zum Bestellen bzw. zum Runterladen. Es war absolute Schwerarbeit, hat aber von wegen Wissen sehr viel gebracht und liest sich hoffentlich auch ganz interessant.
Gestern Abend gab es übrigens nach der Bitcoin Veranstaltung auf der Universität noch eine Private Equity Diskussion mit Regierungsvertretern Österreichs: Nach einer Bestandsaufnahme über die miese Situation des Seedfinancings (mal abgesehen vom Bund) (siehe die Folien hier von Thomas Jud und Dr. Marchart/AVCO) gaben die Regierungsvertreter ihre Statement ab und wiesen vermehrt (wenn nicht schon inflationär) auf die doch so tollen Möglichkeiten von Crowdfunding hin. Man ging sogar so weit, sich über die Vorgangsweise der FMA gegen Staudinger zu echauffieren (übrigens ein Vertreter der SPÖ) – „also wirklich, wo doch im sogenannten „regionalfunding“ die Zukunft der Finanzierung in Österreich liege“. Im Vergleich zu den Aussagen der Regierung vor Jahren zu diesem Thema, wohl ein echter Fortschitt.
Als dann ein Bitcoin Unternehmer aus dem Ausland (übrigens ein tolles Startup) darauf hinwies, das noch viel mehr Möglichkeiten in der Bitcoin Technologie liegen würde und doch die Regierung dieses Potential nutzen sollte – herrschte seitens der Diskutanten allgemeines Unverständnis.
Interessant an diesem Private Equity Panel war die Teilnahme von Speedinvest, vertreten durch Michael Schuster, die ja gestern früh das erfolgreiche Closing einer Finanzierungsrunde von 58 Mio Euro verkündeten, eingesammelt von 90 Privatinvestoren mit jeweils über 300.000 € Einzelinvestments. Eine tolle Leistung von Oliver Holle. Einfach grossartig.
Veröffentlicht am 4. März 2015 12. März 2015 Autor Elfriede SixtKategorien Allgemein, CrowdFunding, Venture CapitalTags Bitcoin, Crowdfunding, featured, Oliver Holle, Private Equity, Speedinvest, Venture CapitalLeave a comment
Crowdfunding Symposium in Wien
Crowdfunding Symposium
Seit Jahren erzähle ich meinen Freunden und Geschäftspartnern, bei allen möglichen und unmöglichen Gelegenheiten über das Phänomen Crowdfunding. Meist haben sie über meine Begeisterung für diese neue Finanzierungsmethode nur milde gelächelt und darauf hingewiesen, dass sie ja vor allem im Konzernumfeld tätig sind oder den Mittelstand beraten und weniger Interesse an Startups hätten. Einige meiner Geschäftspartner und Freunde haben jahrelang auch sehr gut mit der Betreuung und Beratung von Private Equitytöchtern der Banken verdient.
Nunja, in den letzten 12 Monaten bin ich aber mit Crowdfunding auch in meinen Kreisen der Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Rechtsanwälte auf immer mehr Interesse gestossen. In den letzten sechs Monaten haben sie mir immer interessierter zugehört, wenn ich über Crowdfunding gesprochen habe. Seit einigen Wochen werde ich sogar gezielt angesprochen auf dieses Thema, vor allem auch deswegen, weil offensichtlich die Banken vermehrt nicht nur keine Startups finanzieren, sondern auch der Mittelstand keine Betriebsmittelkreditlinie mehr bekommt, wenn das Eigenkapital des Unternehmens nicht den anspruchsvollen Erwartungen des Bankbetreuers entspricht.
So und nun hat meine langjährige Freundin Sabine Kirchmayr – inzwischen Universitätsprofessorin und als solche Vorstand des Instituts für Finanzrecht am Juridicum Wien – selbst vorgeschlagen, doch eine Veranstaltung zum Thema Crowdfunding durchzuführen und damit einen Beitrag zur Aufklärung vieler noch offener rechtlichen Fragen zu leisten. Andreas Mätzler und Gerold Wietrzyk von der renommierten Wiener Rechtsanwaltskanzlei Karasek Wietrzyk sowie Ernst Brandl, der Kapitalmarktrechtsexperte Wiens von Brandl & Talos, stellen ihr aufsichtsrechtliches Know How für diese Veranstaltung zur Verfügung und unterstützen diese auch finanziell.
Wir haben versucht, ein interessantes Programm mit Praxisbeispielen (Grüne Erde, Cliffhanger Productions) und Vertretern der österreichischen Plattformen 1000*1000.at und conda.at zu erstellen.
In der abschließenden Diskussion soll der Entwurf des Anlegerschutzgesetzes diskutiert werden, dazu kommt ein Rechtsanwalt aus Deutschland der im German Crowdfunding Network auch die Stellungnahme zum Entwurf des Anlegerschutzgesetzes miterabeitet hat. Es ist uns gelungen – was uns sehr freut – Stefan Zapatocky als Vortragenden zu gewinnen. Stefan Zapatocky war jahrelang Vorstand der Wiener Börse und hat viele weitere hochrangige Bankfunktionen eingenommen, auch er ist mittleweile überzeugt vom „Crowdfunding Gedanken“.
Das Programm zur Veranstaltung findet man auf den Seiten der fintech.academy, dort kann man sich auch anmelden.
Veröffentlicht am 30. August 2014 18. September 2014 Autor Elfriede SixtKategorien Allgemein, CrowdFundingTags Crowdfunding, Crowdfunding Symposium, Crowdfunding Symposium Wien, featuredLeave a comment
Entwurf des Kleinanlegerschutzgesetzes in Deutschland (Teil 2)
Im § 2 Abs 2 VermAnlG sind lt dem Entwurf des Kleinanlegerschutzgesetzes vom 28. Juli 2014 Erleichterungen für die Ausgabe von partiarischen Darlehen, Nachrangdarlehen unter folgenden Prämissen vorgesehen:
• Gesamtbetrag der von dem Emittenten ausgegebenen Vermögensanlagen übersteigt eine Million Euro nicht.
• Ein einzelner Anleger kann maximal Anteile von € 10.000 erwerben pro Emission.
• Das Angebot der Wertpapiere erfolgt über eine Crowdfundingplattform, die der Aufsicht nach §34f, § 34h oder § 34c der Gewerbeordnung oder dem KWG oder dem WpHG unterliegt.
Liegen all diese Voraussetzungen vor, muss v.a. kein Prospekt erstellt werden. Außerdem ist keine Prüfpflicht für den Jahresabschluss (§ 25 VermAnlG) gegeben und der Emittent ist befreit von seiner Pflicht einen Lagebericht zu erstellen (§ 23 Abs 2 Nr. VermAnlG).
Adhoch kritisch anzumerken ist dazu
• das aufgrund des Entwurfs des Kleinanlegerschutzgesetz nur mehr die Ausgabe von partiarischen Darlehen über eine Crowdfundingplattform von der Prospektpflicht befreit sind, also Projekt wie die Grüne Erde (Bericht von mir hier) in Deutschland nicht mehr möglich sein werden;
• das nur für partiarische Darlehen eine Ausnahmeregelung vorgesehen ist, aber nicht für stille Beteiligungen oder Genussscheine, die ebenfalls über Crowdfundingplattformen ( Ö + D) angeboten werden. Das ist a sachlich nicht nachvollziehbar.
Die Crowdfundingplattformen in Deutschland sehen beim Entwurf des Kleinanlegerschutzgesetzes in Deutschland vor allem Probleme hinsichtlich zweier neuer Anforderungen:
§13 VermAnlG n.F. sieht vor, dass ein Anbieter von Vermögensanlagen vor dem Beginn des öffentlichen Angebot ein Vermögensanlagen-Informationsblatt (“VIB”) zu erstellen und u.a. auf seiner Internetseite zu veröffentlichen hat. Hierbei handelt es sich um eine Zusammenfassung wesentlicher Eckpunkte der angebotenen Vermögensanlage. Ein VIB ist zukünftig auch für partiarische Darlehen zu erstellen, wenn kein Prospekt erstellt wird – inhaltlich kein Problem, jedoch sehen die vorgeschlagenen Regelungen auch bei einer Online-Zeichnung vom Anleger vor, dass das VIB ausgedruckt und unterschrieben postalisch zurückgeschickt ( § 13 Abs 7 VermAnlG) werden muss. Erfolgt diese postalische Übermittlung nicht, steht dem Zeichner ein unbefristetes Rückabwicklungsrecht zu. Eine Ausnahme gilt lediglich für den Erwerb von Anteilen bis zu einem Gesamtwert von € 250. Die neue Regelung zwingt den Anleger zu einem Medienbruch da er den Investitionsprozess nicht online abschließen kann. Medienbrüche bei Kommunikationsprozessen führen erfahrungsgemäß zu hohen Abbruchraten, die zu einem deutlichen Rückgang des Finanzierungsvolumens auf den Plattformen führen können.
Die Werbebeschränkung nach § 12 Abs 1 VermAnlG n.F sieht ein sehr weitreichendes Werbeverbot für Vermögensanlagen vor, das auch auf Vermögensanlagen vertrieben von den Crowdfundingplattformen gelten wird.Das Werbeverbot ist momentan so offen und weit gefasst, dass es erhebliche Rechtsunsicherheiten schafft, wie die Regelung anzuwenden ist. Jedenfalls dürften die Bannerwerbung, die momentan von den crowdfundingplattformen in D + Ö geschalten werden, nicht den Anforderungen des neuen § 12 VermAnlG entsprechen.
Veröffentlicht am 4. August 2014 5. August 2014 Autor Elfriede SixtKategorien Allgemein, CrowdFunding, CrowdFundingplattformenTags Crowdfundingplattformen, KLeinanlegerschutzgesetz, VIB Vermögensanlagen-Informationsblatt, WerbebeschränkungLeave a comment
Steuern und Crowdfunding update
Ich habe mich mal hingesetzt und eine Zusammenfassung geschrieben zum Thema Steuern und Crowdfunding sowohl für die österreichische als auch für die deutsche Rechtslage.
Als österreichischer Steuerberater musste ich für die deutsche Rechtslage auf die deutsche Literatur zurückgreifen und habe die Endfassung mit einer deutschen Steuerberaterin abgestimmt, insofern müsste alles passen.
Inwieweit die lokalen Finanzbehörden Crowdfunding anders interpretieren bzw. die Finanzierungsbeiträge unterschiedlich beurteilen wird sich noch herausstellen, jedenfalls sollte mein Papier auch bei diesen Diskussionen eine gute Argumentationsbasis bilden.
Steuern und Crowdfunding Booklet (kostenfrei). (Für Rückfragen stehe ich zur Verfügung.)
Veröffentlicht am 21. Juli 2014 16. September 2014 Autor Elfriede SixtKategorien Allgemein, CrowdFunding, STeuernTags featured, rewardbasierendes Crowdfunding, Steuern und CrowdfundingLeave a comment
Das Crowdfunding von Grüne Erde – das Vorzeigeprojekt schlechthin!
Nachdem das österreichische Ökounternehmen Grüne Erde in eine eigene Öko-Modekollektion investiert hatte, schrieb der Betrieb deshalb zwei Mal einen Jahresverlust nach Steuern – 350.000 Euro 2010/11 und 290.000 Euro 2011/12. Anfangsverluste waren laut eigentlich aufgrund der getätigten Investitionen ohnehin im Businessplan geplant, aber die Banken haben aufgrund der Verluste ihre Finanzierungszusagen widerrufen. Aufgrund dessen startete das Unternehmen eine Crowdfunding-Aktion und übermittelten ihren Kunden eine Broschüre, in der sie ihren Kunden ein Angebot für eine Investition an der Dachorganisation (mindestens 2.000 €, höchstens jedoch 50.000 €) Grüne Erde Beteiligungs GmbH in Form eines partiarischen Darlehens anboten.
Eigentlich hätte die Aktion bis Ende Juli 2014 laufen sollen, da das Unternehmen aber bereits im Mai 2014 6,3 Mio € (Aktion lief seit Sommer 2013) an partiarischen Darlehen an ihre Kunden vergeben hatte, konnte die Aktion früher geschlossen werden. Die Bankverbindlichkeiten sind seit 2010/11 von 11,4 auf rund 6 Millionen Euro gesunken.
Das Darlehen läuft mindestens fünf Jahre und wird unter anderem in Einkauf, Warenvorräte, Maschinen und Internetauftritt investiert.
In einem Interview führte Kuno Haas, einer der Geschäftsführer der Grünen Erde aus „Bemerkenswert ist, dass wir zwei Drittel unseres Umsatzes in Deutschland machen, aber ausschließlich österreichische Kunden Darlehensverträge machen konnten“. In Deutschland sei so ein Finanzierungsmodell verwaltungstechnisch viel aufwendiger und brauche eine Vorbereitungszeit von vier bis sechs Monaten. Für Österreich hätten zwei bis drei Wochen Vorbereitungszeit gereicht. „Wir haben das Reglement von der FMA übernommen. Innerhalb der ersten zwei Monate haben wir bereits eineinviertel Millionen Euro gesammelt“, so Haas.
Der Erfolg dieser Crowdfunding-Kampagne liegt sicher auch im sehr guten Kundenbetreuungssystem des Unternehmens begründet. Als Grüner Erde Kunde – so wie ich – bekommt man regelmäßige Zuschriften ohne aber zu aufdringlich oder zu aggressiv aufzutreten. Auch die Facebook-Präsenz des Unternehmens mit über 6.000 Fans ist für ein österreichisches Unternehmen durchaus beeindruckend. Ich finde die Aktion wirklich toll und vorbildhaft.
Für Unternehmen solcher Bekanntheit ist eine Crowdfunding-Kampagne, wie hier durchgeführt auf der eigenen Seite absolut empfehlenswert und spart auch im Vergleich zur Begebung einer Anleihe immense Kosten! Ich kann nur gratulieren.
Veröffentlicht am 2. Juli 2014 2. Juli 2014 Autor adminKategorien Coole Crowdfundingprojekte, CrowdFundingTags featured, Grüne Erde Crowdfunding, partiarische Darlehen2 Comments

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