Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F05-11-2010-8C_585-2010
Timestamp: 2016-10-23 08:07:27+00:00

Document:
8C_585/2010 (05.11.2010)
Unfallversicherung Stadt Z�rich,
Stadelhoferstrasse 33, 8001 Z�rich
vertreten durch Rechtsanw�ltin Yvonne Furler,
Die 1961 geborene M.________ war seit 15. Juni 2000 vollzeitlich als Diplomierte Pflegefachfrau im Zentrum Y.________ t�tig und in dieser Eigenschaft bei der Unfallversicherung Stadt Z�rich (UVZ) gegen die Folgen von Unf�llen versichert. Am 1. November 2003 erlitt sie als Beifahrerin im von ihrem Ehemann gelenkten Personenwagen einen Auffahrunfall. Dabei zog sie sich gem�ss Arztzeugnis UVG des Spitals B.________ vom 14. November 2003 eine HWS-Distorsion und eine Thoraxkontusion zu. Die UVZ kam f�r die Heilbehandlung auf und richtete Taggelder aus. Am 1. Dezember 2003 nahm M.________ ihre Erwerbst�tigkeit zu 50 % wieder auf und ab 1. April 2006 konnte sie auf ein 60%iges Pensum erh�hen. Mit Verf�gung vom 21. April 2008 stellte die UVZ ihre Leistungen mangels eines ad�quaten Kausalzusammenhangs zwischen den geklagten Beschwerden und dem Unfallereignis auf den 1. Mai 2008 hin ein, was sie mit Einspracheentscheid vom 11. November 2008 best�tigte.
Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich hiess die dagegen erhobene Beschwerde in dem Sinne gut, als es den Einspracheentscheid mit der Feststellung aufhob, die UVZ sei �ber den 1. Mai 2008 hinaus leistungspflichtig, und es wies die Sache zur Festlegung der Leistungen an die UVZ zur�ck; ausserdem verpflichtete es die UVZ, M.________ eine Prozessentsch�digung von Fr. 2'800.- zu bezahlen (Entscheid vom 31. Mai 2010).
Die UVZ f�hrt Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten mit dem Antrag, der Entscheid des kantonalen Gerichts sei aufzuheben.
M.________ l�sst auf Abweisung der Beschwerde schliessen. Das Bundesamt f�r Gesundheit verzichtet auf eine Vernehmlassung.
Das kantonale Gericht hat erwogen, die Unfallversicherung sei �ber den 1. Mai 2008 hinaus leistungspflichtig, weil der Abschluss des normalen, unfallbedingt erforderlichen Heilungsprozesses jedenfalls nicht bereits in der Zeit bis zum Datum des Einspracheentscheides vom 11. November 2008 eingetreten sei. Es werde Sache der UVZ sein, die Leistungen im Einzelnen festzulegen und die Ad�quanzpr�fung vorzunehmen, sobald die Voraussetzungen dazu gegeben seien.
1.1 Beim angefochtenen R�ckweisungsentscheid handelt es sich, da das Verfahren noch nicht abgeschlossen wird und die R�ckweisung auch nicht einzig der Umsetzung des oberinstanzlich Angeordneten dient (vgl. dazu Urteil 9C_684/2007 vom 27. Dezember 2007 E. 1.1 mit Hinweisen, in: SVR 2008 IV Nr. 39 S. 131), um einen - selbstst�ndig er�ffneten - Vor- oder Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG (BGE 133 V 477 E. 4.2 S. 481 f. mit Hinweisen). Die Zul�ssigkeit der Beschwerde setzt somit - alternativ - voraus, dass der Entscheid einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann (Abs. 1 lit. a) oder dass die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeif�hren und damit einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten f�r ein weitl�ufiges Beweisverfahren ersparen w�rde (Abs. 1 lit. b).
Rechtsprechungsgem�ss bewirkt ein R�ckweisungsentscheid in der Regel keinen irreversiblen Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG, da der Rechtsuchende ihn sp�ter zusammen mit dem neu zu f�llenden Endentscheid wird anfechten k�nnen (vgl. Art. 93 Abs. 3 BGG). Anders verh�lt es sich allerdings f�r die Verwaltung bzw. den Versicherungstr�ger, wenn diese durch den R�ckweisungsentscheid gezwungen werden, eine ihres Erachtens rechtswidrige Verf�gung zu treffen. Diesfalls kann bereits dieser Entscheid angefochten werden, ohne dass der Endentscheid abgewartet werden m�sste (BGE 133 V 477 E. 5.2, 5.2.1-5.2.4 S. 483 ff.; Urteil 8C_682/2007 vom 30. Juli 2008 E. 1.2.1, nicht publ. in: BGE 134 V 392).
1.2 Durch die Feststellung im vorinstanzlichen Gerichtsentscheid, wonach die Leistungspflicht �ber das Einstellungsdatum des 1. Mai 2008 hinaus jedenfalls bis zum Datum des Einspracheentscheides vom 11. November 2008 bestehe, wird der Unfallversicherer verpflichtet, auch nach dem 1. Mai 2008 Versicherungsleistungen auszurichten, obwohl er der Auffassung ist, eine Leistungspflicht der Unfallversicherung bestehe zufolge Fehlens eines rechtserheblichen Kausalzusammenhang zwischen den anhaltenden gesundheitlichen St�rungen und dem Unfallereignis nicht mehr. In dieser gerichtlichen Feststellung ist offenkundig ein nicht wieder gutzumachender Nachteil im Sinne des Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG zu erblicken. Indem die Vorinstanz den grunds�tzlichen Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung �ber den 1. Mai 2008 hinaus bejaht, wird der Beurteilungsspielraum der Beschwerdef�hrerin wesentlich eingeschr�nkt. Dazu kommt, dass sie sich ausser Stande s�he, ihre eigene Verf�gung anzufechten, und die Gegenpartei wird in der Regel kein Interesse haben, dem m�glicherweise zu ihren Gunsten lautenden Endentscheid zu opponieren, sodass der kantonale Vor- oder Zwischenentscheid nicht mehr korrigiert werden k�nnte (Urteil 8C_682/2007 vom 30. Juli 2008 E. 1.2.2, nicht publ. in: BGE 134 V 392). Auf die Beschwerde der UVZ ist daher einzutreten.
2.1 Die Beschwerde kann wegen Rechtsverletzung gem�ss Art. 95 und Art. 96 BGG erhoben werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist somit weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden; es kann eine Beschwerde aus einem anderen als dem angerufenen Grund gutheissen und es kann sie mit einer von der Argumentation der Vorinstanz abweichenden Begr�ndung abweisen (vgl. BGE 130 III 136 E. 1.4 S. 140). Gem�ss Art. 42 Abs. 1 BGG ist die Beschwerde hinreichend zu begr�nden, andernfalls wird darauf nicht eingetreten (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG). Das Bundesgericht pr�ft grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen; es ist nicht gehalten, wie eine erstinstanzliche Beh�rde alle sich stellenden rechtlichen Fragen zu pr�fen, wenn diese vor Bundesgericht nicht mehr vorgetragen wurden. Es kann die Verletzung von Grundrechten und von kantonalem und interkantonalem Recht nur insofern pr�fen, als eine solche R�ge in der Beschwerde vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG).
2.2 Im Beschwerdeverfahren um die Zusprechung oder Verweigerung von Geldleistungen der Milit�r- oder Unfallversicherung ist das Bundesgericht nicht an die vorinstanzliche Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gebunden (Art. 97 Abs. 2 und Art. 105 Abs. 3 BGG).
Streitig und zu pr�fen ist, ob der Beschwerdegegnerin aufgrund des am 1. November 2003 erlittenen Unfalls �ber den 1. Mai 2008 hinaus ein Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung zusteht.
Die Vorinstanz hat die Bestimmungen �ber den Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung (Art. 6 UVG [in Verbindung mit Art. 4 ATSG]) richtig wiedergegeben. Gleiches gilt f�r die Grunds�tze zu dem f�r einen Leistungsanspruch nebst anderem vorausgesetzten nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen Unfall und eingetretenem Schaden (Krankheit, Invalidit�t, Tod; vgl. BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181 mit Hinweisen), zu der im Weiteren erforderlichen Ad�quanz des Kausalzusammenhangs generell (BGE 129 V 177 E. 3.2 S. 181) sowie bei psychischen Unfallfolgen (BGE 115 V 133 E. 6 S. 138 ff.; ferner BGE 123 V 98 und 119 V 335) und Folgen eines Unfalls mit Schleudertrauma der HWS ohne organisch nachweisbare Funktionsausf�lle im Speziellen (BGE 134 V 109; 117 V 359). Darauf wird verwiesen.
Im angefochtenen Gerichtsentscheid wird nach umfassender W�rdigung der gesamten medizinischen Akten festgestellt, die �ber den Zeitpunkt des erfolgten Fallabschlusses hinaus andauernden Leiden seien nicht mit einer organisch ausgewiesenen Folge des Unfalls vom 1. November 2003 erkl�rbar. Diese Beurteilung beruht auf einer sorgf�ltigen und �berzeugenden W�rdigung der medizinischen Akten. Hervorzuheben ist, dass s�mtliche mit bildgebenden Verfahren durchgef�hrten Untersuchungen keine Hinweise f�r eine unfallbedingte Sch�digung ergeben haben.
Liegt keine organisch objektivierbare Unfallfolge vor, schliesst dies zwar die nat�rliche Unfallkausalit�t der bestehenden Beschwerden nicht aus. Anders als bei einem klaren unfallbedingten organischen Korrelat kann der ad�quate Kausalzusammenhang aber nicht ohne besondere Pr�fung bejaht werden. Ergibt sich dabei, dass es an der Ad�quanz fehlt, er�brigen sich auch Weiterungen zur nat�rlichen Kausalit�t.
6.1 Die Vorinstanz ist entgegen der Interpretation der Beschwerdef�hrerin nicht der Ansicht, der nat�rliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den im Zeitpunkt der Leistungseinstellung am 1. Mai 2008 fortbestehenden Beschwerden sei weggefallen. Vielmehr wird im angefochtenen Gerichtsentscheid ausdr�cklich festgehalten, der Argumentation der Unfallversicherung im Einspracheentscheid, wonach die Leistungspflicht bereits zufolge Fehlens der nat�rlichen Unfallkausalit�t zu verneinen sei, k�nne nicht gefolgt werden.
Da die Beschwerdef�hrerin anl�sslich des Verkehrsunfalls vom 1. November 2003 unter anderem eine HWS-Distorsion mit entsprechender Beschwerdesymptomatik erlitten hat, wird im angefochtenen Gerichtsentscheid vorgesehen, die gesonderte Ad�quanzpr�fung (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112) nach der "Schleudertrauma-Praxis" (BGE 134 V 109) durchzuf�hren. Dar�ber besteht unter den Parteien im Grundsatz Einigkeit. Die Vorinstanz hat allerdings keine Ad�quanzpr�fung durchgef�hrt, da sie der Auffassung ist, der Abschluss des normalen, unfallbedingt erforderlichen Heilungsprozesses sei jedenfalls bis zum Erlassdatum des Einspracheentscheides (11. November 2008) noch nicht erfolgt; deshalb sei die Unfallversicherung �ber den 1. Mai 2008 hinaus leistungspflichtig. Zur Begr�ndung beruft sie sich auf die Empfehlung des Dr. med. F.________, Spezialarzt f�r Rheumaerkrankungen FMH, vom 13. Dezember 2004, des Dr. med. K.________, Facharzt f�r Orthop�dische Chirurgie FMH, vom 16. Januar 2008 und des Dr. med. H.________, beratender Arzt der AXA Winterthur Versicherungen, Medizinischer Dienst, vom 20. M�rz 2008, wonach eine station�re Behandlung in Betracht zu ziehen sei. Durch den Aufenthalt in der Rehaklinik A.________ vom 10. November bis 8. Dezember 2009 sei denn auch ein gutes Rehabilitationsresultat - mit objektiv verbesserter K�rperhaltung, gesteigerter Kraft, Mobilit�t und Ausdauer und subjektiv besserem Umgang mit der (leicht reduzierten) Schmerzsymptomatik - erreicht worden.
6.2 Demgegen�ber nimmt die Unfallversicherung an, durch weiterf�hrende therapeutische Massnahmen k�nne keine namhafte Steigerung der Arbeitsf�higkeit mehr erfolgen. Das kantonale Gericht habe �bersehen, dass die Beschwerdegegnerin anstelle eines dreiw�chigen Rehabilitationsaufenthaltes nach Absprache mit Dr. med. F.________ im Sinne einer Alternativvariante zum Reha-Aufenthalt bereits im Jahr 2005 einen dreiw�chigen Wellness-Aufenthalt im Ausland mit anschliessendem Arbeitstraining absolviert habe. Augenf�llig sei zudem, dass sich auch nach der vierw�chigen Hospitalisierung in der Rehaklinik A.________ keine Erh�hung der Arbeitsf�higkeit ergeben habe. Die UVZ habe vorliegend f�nf Jahre nach dem Unfall untersucht, ob ein ad�quater Kausalzusammenhang gegeben sei, so dass von einer verfr�hten Ad�quanzpr�fung nicht die Rede sein k�nne.
6.3 Die Beschwerdegegnerin l�sst festhalten, sie habe den Aufenthalt im Ausland nicht gewollt. Dies sei die Idee ihrer Case Managerin und der Unfallversicherung gewesen. Die Behauptung der Beschwerdef�hrerin, Dr. med. F.________ habe den Ausland-Aufenthalt unterst�tzt, sei nicht nachvollziehbar. Tatsache sei, dass die Versicherte in diesen Jahren nicht optimal therapiert worden sei. Die von der UVZ behauptete therapeutisch oder medizinisch indizierte Massnahme sei eben gerade nicht durchgef�hrt worden. Dies sei auch Dr. med. K.________ aufgefallen, weshalb er im Jahr 2007 angegeben habe, der Endzustand sei noch nicht eingetreten und es sollte eine intensive, gezielte station�re Rehabilitation ernsthaft in Betracht gezogen werden. Der Aufenthalt in der Rehaklinik habe sich verz�gert, weil die Beschwerdegegnerin in der Folge sehr stark verunsichert gewesen sei und sich nicht getraut habe, ihre Vorgesetzten um Erlaubnis f�r eine weitere mehrw�chige Absenz zu bitten. Erst der neue Hausarzt, Dr. med. E.________, Allgemeine Medizin, habe mit ihr einen station�ren Aufenthalt in der Rehaklinik A.________ organisieren k�nnen. Der Rehabilitationsaufenthalt habe ein gutes Resultat gebracht, womit der erforderliche "namhafte Erfolg" eingetreten sei. Dass sich keine direkte Verbesserung der Arbeitsf�higkeit habe erzielen lassen, d�rfe sich nicht gegen die Beschwerdegegnerin richten. Relevant sei, dass zur Zeit des "Verf�gungserlasses" berechtigte Hoffnung auf eine Verbesserung der Arbeitsf�higkeit bestanden habe. Der Fallabschluss auf den 1. Mai 2008 sei demgem�ss zu fr�h erfolgt und die Vorinstanz habe zu Recht festgestellt, dass die Beschwerdef�hrerin �ber diesen Zeitpunkt hinaus leistungspflichtig sei.
7.1 Das Bundesgericht hat sich in BGE 134 V 109 mit der Frage des Zeitpunktes des Fallabschlusses und des in diesem Zusammenhang verschiedentlich erhobenen Einwandes der verfr�hten Ad�quanzpr�fung wie folgt auseinandergesetzt: Zu fragen ist nicht danach, in welchem Zeitpunkt die Pr�fung vorgenommen werden darf, sondern wann der Unfallversicherer einen Fall abzuschliessen hat (BGE 134 V 109 E. 3.2 S. 113). Gem�ss Art. 19 Abs. 1 UVG und der dazu ergangenen Rechtsprechung hat der Unfallversicherer den Fall (unter Einstellung von Heilbehandlung und Taggeld sowie Pr�fung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine Integrit�tsentsch�digung) abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der �rztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes des Versicherten mehr erwartet werden kann und allf�llige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind (BGE 134 V 109 E. 4.1 S. 114 mit Hinweisen). Ob eine namhafte Besserung noch m�glich ist, bestimmt sich insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsf�higkeit, soweit diese unfallbedingt beeintr�chtigt ist. Dabei verdeutlicht die Verwendung des Begriffes "namhaft" durch den Gesetzgeber, dass die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen muss. Unbedeutende Verbesserungen gen�gen nicht (BGE 134 V 109 E. 4.3 S. 115).
7.2 Eingliederungsmassnahmen der IV stehen im vorliegenden Fall nicht zur Diskussion. Sodann muss aufgrund der medizinischen Akten davon ausgegangen werden, dass eine Fortsetzung der �rztlichen Behandlung �ber den Fallabschluss hinaus keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwarten liess. Wie sich aus den vorhandenen medizinischen Unterlagen ergibt, korrespondiert das geklagte Ausmass der Schmerzen nicht mit einer organisch ausgewiesenen Verletzung und die vorhandene Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit l�sst sich nicht damit begr�nden, weshalb zus�tzliche, somatisch indizierte medizinische Behandlungen zwar m�glicherweise zu einer leichten Besserung des Gesundheitszustandes f�hren k�nnten, eine namhafte Steigerung der Arbeitsf�higkeit im Sinne der Rechtsprechung, welche den in Art. 19 Abs. 1 UVG vorgesehenen Fallabschluss (in Bezug auf vor�bergehende Leistungen) zu verhindern verm�chte, kann davon aber nicht mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit erwartet werden.
Das kantonale Gericht st�tzt sich bei seiner gegenteiligen Ansicht auf die Angaben des Dr. med. F.________ vom 13. Dezember 2004, des Dr. med. K.________ vom 16. Januar 2008 und des Dr. med. H.________ vom 20. M�rz 2008.
7.2.1 Dr. med. F.________ empfiehlt in seinem kurzen Schreiben vom 13. Dezember 2004 unter Hinweis auf die stark gest�rte Schmerzverarbeitung einen m�glichst raschen station�ren Behandlungsversuch in einer "daf�r" spezialisierten Klinik. Dieser Bericht betrifft die Gesundheitssituation im Dezember 2004, �ber drei Jahre vor Einstellung der Versicherungsleistungen. Relevant ist aber im vorliegenden Zusammenhang, ob im Zeitpunkt der Einstellung der Versicherungsleistungen (1. Mai 2008) prognostisch (RKUV 2005 Nr. U 557 S. 388 E. 3.1 mit Hinweisen, U 244/04; Urteil 8C_95/2009 vom 4. Juni 2009 E. 2) von einer zu erwartenden gesundheitlichen Besserung ausgegangen werden konnte. Aus diesem Bericht lassen sich keine R�ckschl�sse auf den Gesundheitszustand im Zeitpunkt der Einstellung der Versicherungsleistungen ziehen.
7.2.2 Es ist dem kantonalen Gericht zwar beizupflichten, dass Dr. med. K.________ in seinem Orthop�dischen Gutachten vom 16. Januar 2008 davon ausging, dass der damals angetroffene Zustand noch nicht als Endzustand betrachtet werden konnte, weil medizinische/therapeutische Massnahmen nur ambulant durchgef�hrt worden seien, und anregte, eine intensive, gezielte, station�re Rehabilitation in Betracht zu ziehen. Allerdings wird im vorinstanzlichen Entscheid �bersehen, dass der orthop�dische Facharzt keine Periarthritis humeroscapularis, sondern eine chronische Zervikobrachialgie diagnostizierte, und es angesichts des bisherigen protrahierten Verlaufs als fraglich erachtete, ob durch eine Behandlung noch eine Verbesserung dieses Zustandes erreicht werden k�nnte. Er gab an, dass die eingeschr�nkte Arbeitsf�higkeit (als Pflegefachfrau) nicht auf die Schulterproblematik, sondern auf den "Restzustand nach HWS-Distorsion" (Angst und depressive St�rung gemischt, diagnostiziert im psychiatrischen Teilgutachten des Prof. Dr. med. O.________, Chefarzt, Psychiatrische Universit�tsklinik, vom 9. August 2007) zur�ckzuf�hren sei. Insgesamt muss angenommen werden, dass es ihm bei seiner Empfehlung einer station�ren Rehabilitation vorwiegend um die Behandlung des psychischen Leidens - ein f�r den Orthop�den fachfremdes Gebiet - ging. Unter diesen Umst�nden l�sst sich aus seiner Aussage, wonach ein Endzustand noch nicht erreicht sei, nicht darauf schliessen, durch eine station�re Rehabilitation liesse sich noch eine Steigerung der Arbeitsf�higkeit erreichen.
7.2.3 Die Angabe des Dr. med. H.________ vom 20. M�rz 2008, wonach der Fall noch nicht "abschlussreif" erscheine, basiert auf der Annahme, Dr. med. K.________ habe eine drei- bis vierw�chige station�re Rehabilitation "zur Verbesserung des rechtsseitigen Schultergelenks" empfohlen. Dabei wird �bersehen, dass der orthop�dische Gutachter eine funktionell und nicht strukturell bedingte Schmerzsymptomatik und Funktionsst�rung der rechten Schulter angegeben hat, welche an eine somatoforme Schmerzst�rung erinnere, weshalb er in der Folge eine Besserung der Zervikobrachialgie als fraglich erachtete. Behandlungsbedarf sah er in Bezug auf das psychische Leiden.
Es liegt demgem�ss keine medizinische Stellungnahme vor, welcher sich - bezogen auf den Zeitpunkt der Leistungseinstellung (1. Mai 2008) - die Prognose einer zu erwartenden gesundheitlichen Besserung mit der Folge einer erheblichen Steigerung der Arbeitsf�higkeit entnehmen liesse. Dazu kommt, dass auch f�r den Fall der Durchf�hrung der verschiedentlich empfohlenen station�ren Therapie weder in den genannten noch in den �brigen medizinischen Unterlagen klare prognostische Hinweise auf eine erhebliche Steigerung der Arbeitsf�higkeit enthalten sind. Der Abschluss des Falles durch den Unfallversicherer setzt zudem lediglich voraus, dass von weiteren medizinischen Massnahmen keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann, nicht aber, dass eine �rztliche Behandlung nicht l�nger erforderlich ist (Urteil 8C_432/2009 vom 2. November 2009 E. 3.2 mit Hinweis). Gest�tzt auf die vorhandenen echtzeitlichen Arztberichte und die darin abgegebenen Prognosen konnte im Zeitpunkt der Leistungseinstellung von einer weiteren �rztlichen Behandlung eine namhafte Steigerung der Arbeitsf�higkeit im Sinne der Rechtsprechung, welche den in Art. 19 Abs. 1 UVG vorgesehenen Fallabschluss (in Bezug auf vor�bergehende Leistungen) zu verhindern verm�chte, nicht mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit erwartet werden. Nichts anderes ergibt sich dazu auch aus dem Austrittsbericht der Rehaklinik A.________ vom 12. Januar 2010 �ber die Hospitalisation vom 10. November bis 8. Dezember 2009, woraus ersichtlich ist, dass sich an der Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit nach der station�ren Behandlung nichts ge�ndert hat. Allein daraus, dass bei Austritt immerhin objektiv eine verbesserte K�rperhaltung, gesteigerte Kraft, Mobilit�t und Ausdauer festgestellt werden konnten, darf entgegen dem Einwand der Beschwerdegegnerin nicht darauf geschlossen werden, dass prognostisch im Zeitpunkt der Leistungseinstellung von einer station�ren Behandlung eine erhebliche Steigerung der Arbeitsf�higkeit h�tte erwartet werden k�nnen. Ob der Ausland-Aufenthalt mit der Unfallversicherung als station�re Behandlung gewertet werden soll, ist bei dieser Sachlage nicht relevant und kann offen bleiben.
Die Sache ist unter diesen Umst�nden an das kantonale Gericht zur�ckzuweisen, damit es den Kausalzusammenhang pr�fe und hernach �ber den Leistungsanspruch der Beschwerdegegnerin neu entscheide.
Die R�ckweisung der Sache an die Vorinstanz zu neuem Entscheid mit noch offenem Ausgang gilt bei der Auferlegung der Gerichtskosten als volles Obsiegen der Beschwerdef�hrerin. Ein Parteikostenersatz steht der UVZ nicht zu, da sie als mit �ffentlich-rechtlichen Aufgaben betraute Organisation in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegt (Art. 66 Abs. 1, Art. 68 Abs. 3 BGG; SVR 2010 UV Nr. 9 S. 35 E. 13 [8C_286/2009], 2009 UV Nr. 11 S. 45 E. 11 [8C_606/2007]).
Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Z�rich vom 31. Mai 2010 aufgehoben und die Sache an das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich zur�ckgewiesen wird, damit es im Sinne der Erw�gungen verfahre.

References: Art. 93
 Art. 93
 Art. 93
 BGE 
 Art. 93
 BGE 
 Art. 95
 Art. 96
 BGE 
 Art. 42
 Art. 105
 Art. 4
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 19
 Art. 19
 Art. 19
 Art. 68