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Timestamp: 2020-07-05 01:19:05+00:00

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Zinsen berechnen Archive | LIQUIKON Verbraucherschutz
Kategorie: Zinsen berechnen
Aktuelle Fälle von Liquikon Ärger mit Bank Immobiliendarlehen Kredit Spar- und Kreditbank Sparkassen Erfahrungen Volksbanken Erfahrungen Zinsanpassung Zinsen berechnen Zwangsversteigerung
Beitragsdatum Februar 12, 2019
Von Rackowitz Bettina|2019-06-11T14:19:34+02:00Juni 11th, 2019|Kategorien: Aktuelle Fälle von Liquikon, Gläubigeranspruch, Gläubigerversammlung, Insolvenz|Kommentare deaktiviert für Gläubigerversammlung bei fehlerhaften Bankabrechnungen
Gute Banken, Schlechte Banken - wie schön, dass [...]
Von Rackowitz Bettina|2019-06-08T14:41:23+02:00Juni 8th, 2019|Kategorien: Aktuelle Fälle von Liquikon, Banken und Politik|Kommentare deaktiviert für Bankenlobby beeinflusst konkret die Gesetzgebung
Dieter Dehnbostel, Physiotherapeut aus Hamburg & die [...]
Von Rackowitz Bettina|2019-09-24T10:29:43+02:00Juni 7th, 2019|Kategorien: Aktuelle Fälle von Liquikon, Erfahrungen, Hypovereinsbank, Kreditsachverständige, Sachverständiger Dieter Rackowitz, Zinsanpassung|Schlagwörter: Hypo Vereinsbank|Kommentare deaktiviert für Hypovereinsbank: Physiotherapeut fordert 180.000 € zurück
CDU verweigert Annahme von Einschreibebrief zu Grundrechtsverletzungen
CDU verweigert Annahme von Einschreibebrief zu Grundrechtsverletzungen Die Grundgesetze [...]
Von Rackowitz Bettina|2019-05-24T18:31:46+02:00Mai 24th, 2019|Kategorien: Aktuelle Fälle von Liquikon|Kommentare deaktiviert für CDU verweigert Annahme von Einschreibebrief zu Grundrechtsverletzungen
Aktuelle Fälle von Liquikon Ärger mit Bank Kreditsachverständige Kreditvertrag prüfen Sparkassen auf dem Prüfstand Sparkassen Erfahrungen Staatsanwälte und Politik Volksbanken Erfahrungen Zinsanpassung Zinsen berechnen
Konten – Neuberechnung zur rückwirkenden Beseitigung von Fehlbuchungen
und Rückforderung eines Saldoerkenntnis, kann unter den Voraussetzungen der § 812 ff. BGB zurückgefordert werden
Zwar liegt es im Wesen der Kontokorrent-Abrede begründet, dass die in die laufende Rechnung aufgenommenen beiderseitigen Ansprüche und Leistungen mit dem periodischen Rechnungsabschluss durch Anerkennung des Saldos als Einzelforderungen untergehen. In der Folge bleibt ein Anspruch aus dem Saldoanerkenntnis, der als neuer, auf einem selbständigen Verpflichtungsgrund beruhende, vom früheren Schuldgrund losgelöste Forderung an die Stelle der bisherigen Einzelforderungen tritt (BGHZ 26, 142, 150; BGH I ZR 148/80). Daraus ergibt sich, dass die Verrechnung lediglich das Mittel zur Feststellung des Abrechnungsergebnisses ist. Dessen Anerkennung wird gleichzeitig begehrt.
Das bedeutet, dass das Saldoanerkenntnis und die Verrechnung im Sinne einer die Einzelforderungen tilgenden Aufrechnung hinsichtlich ihres rechtlichen Schicksals nicht voneinander getrennt werden können.
Der BGH hat in der Entscheidung vom 18.05.2000, IX ZR 43/99, veröffentlicht u. a. WM 2000, S. 1806, unter Bezugnahme auf die Entscheidung des XI Zivilsenats vom 18.06.1991, XI ZR 159/90, veröffentlicht in NJW RR 91, 1251 und ZIP 91, 1069,, ausgeführt: I. 1.
„..Ein Schuldanerkenntnisvertrag i. S. v. § 781 BGB begründet ein selbständiges, von den zugrundeliegenden Rechtsbeziehungen losgelöstes Schuldverhältnis, das, …, für sich allein eine ausreichende Grundlage für den anerkannten Anspruch bildet. Jene Rechtsbeziehungen, die zur Abgabe des Anerkenntnisses geführt haben, stellen aber dessen Rechtsgrund dar, was zur Folge hat, dass, wenn sie den anerkannten Leistungsanspruch nicht rechtfertigen, das Anerkenntnis gem. § 812 Abs. 2 BGB wegen ungerechtfertigter Bereicherung zurückgefordert werden kann.(m.w.N.)
Über die Berechtigung des Zahlungsanspruchs des Klägers bestand zwischen den Parteien weder ein Streit noch eine Ungewissheit; sie gingen übereinstimmend davon aus, dass die einzelnen Rechnungen die Honorarforderung des Klägers richtig auswiesen und in ihrer Summe den anerkannten Betrag ergaben.
Der Beklagten steht danach gegenüber dem Klageanspruch der Einwand der ungerechtfertigten Bereicherung nach § 812 Abs. 2, § 821 BGB zu, wenn und soweit ihre Einwendungen gegen die Honorarrechnungen des Klägers berechtigt sind….“
Ähnlich hat auch der X. Zivilsenat des BGH am 19.01.1999, X ZR 45/97, entschieden. Danach (II. 2. b.) schließt ein Saldoanerkenntnis die Überprüfung seiner Berechtigung nach Maßgabe der zugrunde liegenden Forderungen nicht aus, sondern führt allenfalls zu einer Umkehr der Darlegungs- und Beweislast. Bei einer falschen Berechnung des Saldos oder dann, wenn darin aufgenommene Einzelforderungen nicht bestanden haben, kann der Schuldner auch ein solches Anerkenntnis nach § 812 Abs. 2 BGB zurückfordern. Dies soll auch dann gelten, wenn infolge des Nichtbestehens der zugrunde liegenden Ansprüche die Begebung des Anerkenntnisses rechtsgrundlos erfolgte.
Ebenso stellt nach dem Beschluss des BGH vom 03.06.2008 – XI ZR 239/07 – die bloße Ablösung eines Darlehens grundsätzlich kein kausales Anerkenntnis der Darlehensschuld durch den Darlehensnehmer dar. Danach liegt entsprechend der ständigen Rechtsprechung des BGH nur dann ein kausales Schuldanerkenntnis vor, wenn die Parteien mit ihm den Zweck verfolgen, ein bestehendes Schuldverhältnis insgesamt oder zumindest in bestimmten Beziehungen dem Streit oder der Ungewissheit entziehen und es insoweit einer endgültigen Klärung zuführen wollen. Wird dies von den Parteien nicht ausdrücklich erklärt, kann dies nur unter engen Voraussetzungen angenommen werden. Dazu muss der erklärte Wille der Beteiligten die mit einem deklaratorischen Schuldanerkenntnis verbundenen Rechtsfolgen tragen.
Die zuvor dargelegten Grundsätze sind auch im Rahmen des fingierten Saldoanerkenntnisses nach den AGB der Banken anzuwenden.
Saldoanerkenntnis und nach Entscheidungen des Bundesgerichtshof
Hierzu hat der Bundesgerichtshof bereits in der Entscheidung vom 18.10.1994, XI ZR 194/93, veröffentlicht in NJW 1995, Seite 320 unter II 2b ausgeführt:
„..Das fingierte Saldoerkenntnis […] kann unter den Voraussetzungen der § 812 ff. BGB zurückgefordert werden, (m.w.N.) bewirkt also lediglich Beweislastumkehr. Der Kontoinhaber muss darlegen und beweisen, dass der Saldo falsch berechnet wurde. Eine rechtsgeschäftliche Genehmigung rechtswidriger anderweitiger Verbuchung von Beträgen, die bei ordnungsgemäßem Vorgehen der Bank dem Konto hätten gutgeschrieben werden müssen, liegt darin nicht…“
Das deckt sich mit den Ausführungen von Schimansky in Schimansky/Bunte/Lwowski, Bankrechtshandbuch Band I, 3. Aufl., § 47 Rnrn 91 – 93. Demnach gehen nach der Rspr. des BGH (BGH Z 80,172 [176]) die im Kontokorrent in die laufende Rechnung aufgenommenen beiderseitigen Ansprüche und Leistungen unter, übrig bleibt nur der Anspruch aus dem Saldoanerkenntnis als vom früheren Schuldgrund losgelöste Forderung. (sog. Novation) […] Diese Wirkung ist nicht zu verwechseln mit einer rechtsgeschäftlichen Genehmigung aller dem Rechnungsabschluss zugrunde liegenden Buchungen. Belastungsbuchungen, denen keine Forderung der Bank entspricht, oder die anderweitige Verbuchung von Zahlungseingängen, die an sich dem Konto hätten gutgeschrieben werden müssen, werden durch das Saldoanerkenntnis nicht etwa rechtmäßig. […] Zwischen den Einzelforderungen und dem anerkannten Saldo besteht nach Auffassung des BGH (BGH LM § 355 HGB Nr. 12) kein rechtlicher Zusammenhang i. S. v. § 302 ZPO. Für den anerkannten Saldo gilt die 30jährige Verjährungsfrist nach § 197 BGB a. F., mit Verweis auf BGH Z 49, 24 [27].
Weiter führt Schimansky a.a.O. Rdnrn 94 u. 95, aus, dass das Anerkenntnis eines falschen Saldos nach bereicherungsrechtlichen Gesichtspunkten zurückgefordert werden kann, da im Saldoanerkenntnis keine rechtsgeschäftliche Genehmigung materiell nicht gerechtfertigter Buchungen liegt und ein Anspruch auf Anerkennung eines unrichtigen Saldos nicht besteht.
Tatsächliche und fingierte Saldoanerkenntnisse wegen unkorrekter Abrechnungen können demnach kondiziert werden.
Dementsprechend werden die durch das Schweigen meiner Mandantschaft auf die jeweils übersandten Kontoabschlüsse zustande gekommenen Saldoanerkenntnisse zurück gefordert.
Dies gilt auch für den der Vereinbarung vom 16.05.2013 zu Grunde gelegten Saldo betreffend die in der Vereinbarung genannten Kontokorrentkonten.
Anspruch auf Konten – Neuberechnung
Wie bereits oben zu 1. dargestellt haben Buchungen im Kontokorrent lediglich deklaratorische Bedeutung. Sie geben die Ansicht der Bank wieder, eine Forderung in dieser Höhe gegen den Bankkunden zu haben.
Besteht die zu Unrecht angenommene Forderungen nicht, ist die Belastungsbuchung unwirksam. Der Kontoinhaber hat Anspruch auf rückwirkende Beseitigung der Fehlbuchungen. (Schimansky/Bunte/Lwowski, Bankrechtshandbuch, 4. Auflage § 47 Rn. 51)
Auf Grund dessen, dass die Bank gegen Sie noch eine Forderung hat, haben Sie die Möglichkeit von Ihrem Zurückbehaltungsrecht Gebrauch zu machen, § 273 BGB.
Dieter Rackowitz
Schlagwörter Kontenneuberechnung, Rückforderung Saldoanerkenntnis
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Sparkasse Verden – „Eine Bank muss doch richtig rechnen!“ – lautet der Titel eines heute erschienen Presseberichtes der Kreiszeitung (Regionalteil Verden)
Sparkasse Verden – der Fall Grothenn in der Presse: Landkreis – „Eine Bank muss doch richtig rechnen!“ Das erwartet Johann Grothenn wie wohl alle, die Finanzdienstleistungen in Anspruch nehmen. Der Thedinghauser Landwirt kann es immer noch nicht fassen, dass die Kreissparkasse seine Kreditzinsen zu seinem Nachteil falsch berechnet hat.
Kreissparkasse Verden über das Urteil des Oberlandgericht Celle …
Über Jahre sei das geschehen, hat ihm das Oberlandesgericht Celle in einem Urteil bestätigt. Der Pressesprecher der Kreissparkasse, Friedrich von Schroeder, versteht es als Einzelfall-Entscheidung. Kreditsachverständige und Juristen allerdings vermuten hinter den oft existenzbedrohenden „Versehen“ in der Finanzbranche Methode.
Mehr als 40 Jahre war der Thedinghauser Landwirt Kunde der Kreissparkassenfiliale in der Samtgemeinde Thedinghausen. Als Johann Grothenn Anfang der 1970er-Jahre den Hof in Dibbersen übernahm, hat er investiert. Das Geld dazu musste er aufnehmen und abstottern.
Schwierig wurde es für den Landwirt, als er vor zehn Jahren modernisieren wollte. Er kaufte Land hinzu und machte neue Schulden. Wieder bei der Kreissparkasse. Dann begann die Zinslast zu drücken. Der Zahler wurde säumig und die Bank kündigte Ende 2012 unerwartet die Kredite. Nach vier Jahrzehnten sollte Johann Grothenn plötzlich 233.000 Euro zahlen. „Der landwirtschaftliche Betrieb stand vor dem Ruin“, erinnert sich Grothenn.
Ein Anwalt habe ihm dann den Tipp gegeben, mal nachrechnen zu lassen, ob alles mit den Zinsen in Ordnung gehe. Als Grothenn das Ergebnis vom Kreditsachverständigen erhielt, war der Landwirt vom Ausmaß geschockt. 300.000 Euro, so hatte der von ihm beauftragte Sachverständige ausgerechnet, habe er seit 1978 zuviel gezahlt.
OLG Celle verurteilt Sparkasse Verden zu Rückzahlung wegen Falschabrechnung …
Nach der Entscheidung des Celler Gerichts muss die Sparkasse immerhin 28.000 Euro zurückzahlen. Wegen Verjährungsfristen muss die Bank aber nur die Zinsen von drei Jahren neu berechnen. Im Verhältnis zu den 40 Jahren, in denen der Thedinghauser an seinem Kredit abbezahlt hat, ist das wenig. Trotzdem eine stolze Summe, weil sie belegt, dass an seinem Vorwurf gegen die Bank etwas dran ist.
„Die Kreissparkasse Verden hat über mehrere Jahre die Konten und Darlehen falsch abgerechnet und wird verurteilt, die Saldendifferenz zuzüglich mit fünf Prozent-punkten über dem jeweiligen Basiszins an den Bankkunden herauszugeben.
In wieweit Schadenersatzansprüche zusätzlich realisiert werden können, muss anwaltlich noch geklärt werden“, stellt das Kredit-sachverständigen-Büro J. Rackowitz & Kollegen in Osnabrück zufrieden fest.
Grothenn hatte nach deren Gutachten eigentlich mehr erwartet. Vor Gericht hatte er auf Anraten seines Anwalts aber moderate 250.000 Euro gefordert.
Dabei hatte der Jurist die in den allgemeinen Geschäftsbedingungen festgelegte Aufrech-nungsklausel im Kopf.
Sie begrenzt die Forderung an die Bank auf das, was der Kunde ihr schuldet: Es soll laut Geschäftsbedingung aufgerechnet werden.
Ackerland verkauft, um Zwangsversteigerung zu vermeiden
Dabei hat der BGH am 20. März eine schon seit Längerem vertretene Rechtsansicht bestätigt, dass eine solche Klausel gar nicht zulässig ist.
Johann Grothenn wäre aber zumindest schuldenfrei gewesen. Stattdessen hat er sehr eilig sein Ackerland verkauft, das ist immerhin seine Wirtschaftsgrundlage, verkauft, um nicht den ganzen Hof durch eine Zwangsversteigerung zu verlieren.
Für die Kreissparkasse ist der Fall Grothenn ein Einzelfall:
„Dem Urteil des OLG Celle lag ein Kreditverhältnis zugrunde, das im Hinblick auf die vertraglichen Rahmenbedingungen, die Laufzeit und die individuellen Umstände aus der persönlichen Sphäre des Kunden besonders gelagert war.
Deshalb ist das Urteil des OLG Celle eine Einzelfall-Entscheidung. Das hat der BGH ausdrücklich so bestätigt. Der BGH hat dieser Rechtssache ,keine grundsätzliche Bedeutung’ beigemessen und die Beschwerde des Klägers gegen die Nichtzulassung der Revision zurückgewiesen“, erklärte KSK-Pressesprecher Friedrich von Schroeder die Bewertung der Bank.
Netzwerk für Betroffene mit ähnlichem Schicksal
Die Fälle häufen sich…
Mit dem Kirchlintler Geschäftsmann Meyer und dem damaligen Geschäftsführer der Firma Polar-Fenster Stelter knüpft er an einem Netzwerk, in dem sich Betroffene mit einem ähnlichen Schicksal zusammenschließen. Sie wollen natürlich ihren eigenen wirtschaftlichen Ruin abwenden.
Sie wollen aber auch Einfluss auf das Geschäftsgebaren der Kreissparkasse nehmen, damit anderen ihre Erfahrungen erspart bleiben. Sie hoffen dabei auf die Unterstützung des Verwaltungsrats der Bank, die den Landkreis, also Steuermittel, als Gewährsträger hat.
Die Kreistagsmitglieder in dem Gremium hätten doch eine Aufsichtsfunktion für die Kreissparkasse.
Frontal 21 über den Kirchlintler Geschäfts-mann Meyer und die Kreissparkasse Verden
Wir empfehlen Ihnen, sich dieses Video anzuschauen und daraus selbst abzuleiten, wie die Sparkasse Verden mit Kunden verfährt.
40.000€ zuviel berechnet – Gutachter ermittelt Fehler bei Berechnungen von Kreditzinsen der Kreissparkasse Verden
Was sagt die Kreissparkasse Verden zu diesen Sachverständigen-Ergebnis gegenüber der Presse?
Landkreis – Von einer Klageflut kann bislang keine Rede sein. Nachdem die Verdener Aller-Zeitung von fehlerhaften Zinsberechnungen beim Thedinghauser Landwirt Johann Grothenn berichtet hat, sind beim Verdener Landgericht keine neuen Prozesse anhängig, in denen Kunden der Kreissparkasse zuviel gezahlte Kreditzinsen zurückfordern.
Das ermittelte der Pressesprecher des Gerichts, Nikolai Sauer. Auch in der KSK, gebe es keine Anfragen, teilt die Leiterin Unternehmens-kommunikation, Beate Patolla mit.
Dass das, was der Landwirt aus Dibbersen erlebt hat, kein Einzelfall war, könnte ein weiteres Gutachten vermuten lassen.
Der ehemalige Geschäftsführer der Morsumer Firma Polar Fenster, Gerhard Stelter, hat nachrechnen lassen und sein Gutachter stellte ähnliche Fehler fest. In 13 Jahren soll Gerhard Stelter 37 840,66 Euro zuviel Zinsen gezahlt haben. Das war das Ergebnis, nachdem der Osnabrücker Kreditsachverständige Dieter Rackowitz die Kontenverläufe des Kaufmanns ausgewertet hatte.
Überrascht ist er nicht über sein Ergebnis. Rackowitz hat Hunderte solcher Gutsachten erstellt. Was er dabei festgestellt hat, hat ihn dazu veranlasst, den gemeinnützigen Verbraucherschutz-Verein Liquikon zu gründen. Er will aufklären und Bankenopfern zu ihrem Recht verhelfen, sagt er.
Handwerk und Landwirtschaft besonders betroffen
Dieter Rackowitz ist überzeugt, dass weder Johann Grothenn noch Gerhard Stelter Einzelfälle sind: „Die Falschberechnungen der Kreditinstitute in Deutschland sind flächendeckend und systematisch zu betrachten.
Besonders betroffen seien Betriebe in Handwerk und Landwirtschaft, weil die bei relativ geringem Kapital viele Geschäfte über das laufende Konto abwickeln müssten. Häufig sei dann überzogen und dabei wirke sich die nicht korrekte Anpassung aus, wenn die Leitzinsen gesenkt werden. Insofern sind Landwirt Grothenn und Stelter typische Beispiele.
„Man entwendet dem Mittelstand sein Eigenkapital“, ordnet Rackowitz die wirtschaftliche Bedeutung ein. Für ihn beschränkt sich die die fehlerhafte Anpassung nicht auf eine spezielle Bank. Das Problem sei in der gesamten Branche zu finden.
Für Kreissparkasse sei das aktuell kein Thema, weil die Kunden offenbar nicht anfragen, teilt Dr. Beate Patolla mit. Darüber hinaus weist das Unternehmen in seiner Stellungnahme darauf hin, dass das Verfahren der Berechnung bei Krediten mit variablen Zinssätzen transparent sei: „Wenn der Zinssatz steigt oder fällt, erhält der Kunde eine schriftliche Information.
Und anders als bei Festzinsvereinbarungen kann ein Kunde mit einem variablen Zins sofort darauf reagieren und das Darlehen ganz oder teilweise zurückzahlen oder in eine Festzinsvereinbarung umwandeln. Die Mehrzahl der Kunden habe in der Regel bei Darlehen eine Festzinsvereinbarung, sodass sie das Thema variabler Zins überhaupt nicht betreffe. „Firmenkunden vereinbaren aber auch gerne einen variablen Zins, weil er ihnen bestimmte Vorteile bietet, beispielsweise kann man das Darlehen jederzeit zurückzahlen, wenn die Auftragslage gerade gut ist.“
Probleme mit der Liquidität
Gutachter Rackowitz hat dennoch Fehler in den Zinsberechnungen für Gerhard Stelter gefunden. Und für den Ex-Polar-Geschäftsführer sind sie besonders ärgerlich. Den Kredit über 100. 000 Euro, so berichtet er, habe er damals auf Druck der Banken aufgenommen, um das Geld in den Betrieb seines Arbeitgebers zu stecken. Eigentlich eine eher ungewöhnliche Lösung, wenn ein Unternehmen ins Schlingern gerät.
Das eigentlich gut gehende Unternehmen hatte damals Probleme mit der Liquidität. Nachdem Auftraggeber von Großprojekten, die Rechnungen in Millionenhöhe nur zögerlich bezahlten, war Ebbe in der Kasse. Den Hausbanken Kreissparkasse und Volksbank war dann offenbar wohler, wenn Geschäftsführer Stelter enger an die Firma gebunden wird.
Mit den 100. 000 Euro wurde der Bruchhauser Minderheitsgesellschafter bei Polar und die Firma hatte erstmal Luft auf dem Konto. Als dann dennoch alles den Bach runter ging, war Stelter als Mitgesellschafter im Boot, verlor seinen Job und hatte Schulden am Hals.
Und weil er immer noch darum kämpft, auf die Füße zu kommen und die Zwangsversteigerung seines Hauses zu vermeiden, ist dieser Kredit aus mehreren Gründen von großer Bedeutung für Gerhard Stelter.
01.01.19 – Neuer Fall von fehlerhafter Zinsanpassung der Sparkasse Verden
in 6-stelliger Höhe zu Lasten des Kreditnehmers
Liquikon liegt aktuell ein weiterer Fall vor, in dem sich die Sparkass Verden an einem Landwirt mit über 80.000€ ungerechtfertigt bereichert hat. Wir werden in Kürze ausgiebig hierüber berichten …
Sparkasse Verden - fragwürdige Kreditgeschäfte
Schlagwörter Ärger mit Bank oder Sparkasse, Fehlerhafte Zinsanpassung, Kreditprüfung
Aktuelle Fälle von Liquikon Sparkasse Verden Sparkassen Erfahrungen Zinsanpassung Zinsen berechnen Zwangsversteigerung
Beitragsdatum Mai 4, 2018
28.000 Euro zurückzahlen
„Die Kreissparkasse Verden hat über mehrere Jahre die Konten und Darlehen falsch abgerechnet und wird verurteilt, die Saldendifferenz zuzüglich mit fünf Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszins an den Bankkunden herauszugeben. In wieweit Schadenersatzansprüche zusätzlich realisiert werden können, muss anwaltlich noch geklärt werden“, stellt das Kreditsachverständigen-Büro J. Rackowitz & Kollegen in Osnabrück zufrieden fest.
Grothenn hatte nach deren Gutachten eigentlich mehr erwartet. Vor Gericht hatte er auf Anraten seines Anwalts aber moderate 250.000 Euro gefordert. Dabei hatte der Jurist die in den allgemeinen Geschäftsbedingungen festgelegte Aufrechnungsklausel im Kopf. Sie begrenzt die Forderung an die Bank auf das, was der Kunde ihr schuldet: Es soll laut Geschäftsbedingung aufgerechnet werden.
Für die Kreissparkasse ist der Fall Grothenn ein Einzelfall: „Dem Urteil des OLG Celle lag ein Kreditverhältnis zugrunde, das im Hinblick auf die vertraglichen Rahmenbedingungen, die Laufzeit und die individuellen Umstände aus der persönlichen Sphäre des Kunden besonders gelagert war.
Johann Grothenn hat da so seine Zweifel. Nicht nur, weil Kreditsachverständige wie das Osnabrücker Büro sich mit Hunderten von Gutachten über die Zinsberechnungen der verschiedensten Banken brüsten. Der Landwirt hat Rüdiger Meyer, Carsten Beermann und Gerhard Stelter kennengelernt. Sie berichten von ähnlichen Erfahrungen.
Sie wollen aber auch Einfluss auf das Geschäftsgebaren der Kreissparkasse nehmen, damit anderen ihre Erfahrungen erspart bleiben. Sie hoffen dabei auf die Unterstützung des Verwaltungsrats der Bank, die den Landkreis, also Steuermittel, als Gewährsträger hat. Die Kreistagsmitglieder in dem Gremium hätten doch eine Aufsichtsfunktion für die Kreissparkasse.
Vertrauen ist gut – Kontrolle in der Kreditprüfung besser!
Sie haben die Vermutung, dass Ihre Bank oder Sparkasse Ihre Konten nicht korrekt abrechnet oder wollen nur auf Nummer Sicher gehen, dass Zinsen und Bankgebühren nach Recht und Ordnung von Ihre Bank oder Sparkasse berechnet werden?
Dann zögern Sie nicht. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf, wir sind gerne für Sie da!
Gläubigerausschuss und Gläubiger versammlung nutzen, um Rechte wahrzunehmen Eine aktive Beteiligung der Gläubiger, sei es (nur) in der Gläubigerversammlung oder sogar im Gläubigerausschuss, bietet zahlreiche Möglichkeiten der Mitwirkung und Gestaltung der wichtigen Verwertungsentscheidungen [...]
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Systematischer Betrug & höchste unrechtmäßige Bereicherung der Banken / Sparkassen Bedient wird sich bei den Schuldnern ... Es ist kein Zufall, dass sechs von sieben der richtig berechneten Konten Dispokonten im Guthaben sind. [...]
Rackowitz Bettina2019-05-24T18:31:46+02:00
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Radio - Live - Mitschnitt zu den verbotenen Zahlentricks von Banken und Sparkassen Insolvenzverwalterin Gundula Pierson beauftragte in einem laufenden Insolvenzverfahren einen Kreditgutachter mit der Überprüfung der Konten eines Bauunternehmens. Kreditsachverständiger Rainer Härtl - [...]
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Kreissparkasse Verden: Landwirt Patrick Jäger fordert Zinsen zurück Nachdem die Kreiszeitung im Mai 2018 über das beim Oberlandesgericht Celle gesprochene Urteil gegen die Kreissparkasse Verden berichtet hat, wandte sich Herr Patrick Jäger an das [...]
Rackowitz Bettina2019-05-06T14:14:53+02:00
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Wann haftet der Insolvenzverwalter? Quelle: www.ahs-kanzlei.de Der Insolvenzverwalter ist im Insolvenzverfahren mit einer großen Machtfülle ausgestattet, um ein Verfahren überhaupt ordentlich abwickeln zu können. Doch sein Verhalten stößt häufig bei Gläubigern und auch bei den [...]
Rackowitz Bettina2019-05-03T16:47:15+02:00
VR Bank Niebüll und die Konten von Landwirt Johann Johannsen Jahann will´s jetzt wissen und lässt nach 30 Jahren seine Konten überprüfen! Hat seine Hausbank, die VR Bank Niebüll seine Konten immer korrekt abgerechnet? [...]
Rackowitz Bettina2019-04-12T13:55:20+02:00
Insolvenzverwalter und das Geschäft mit der Pleite Wie Anwälte Millionen an Firmenpleiten verdienen Quelle: welt.de Es ging ganz leicht, und deshalb griff der 34-jährige Jurist gleich mehrmals zu. Zuerst war es nur ein Vorschuss [...]
Rackowitz Bettina2019-03-15T11:57:15+01:00
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Rackowitz Bettina2019-03-10T15:27:56+01:00
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Rackowitz Bettina2019-03-08T14:54:40+01:00
Pflichten und Rechte des gerichtlichen Sachverständigen Quelle: bundesverband-gutachter.de Der Gutachter hat im Verfahren sowohl Rechte als auch Pflichten. Im Mittelpunkt steht aber immer die unabhängige und neutrale Beurteilung des zugrunde liegenden Sachverhaltes. Der Gutachter hat [...]
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 BGH 
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 § 47
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 § 355
 § 302
 § 197
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 § 47
 § 273
 BGH 
 BGH 
 BGH