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Oktoberfestbier 2018 - hobbybrauer.de
Oktoberfestbier 2018
Beitrag von §11 » Samstag 18. August 2018, 02:25
So, Mitte August, in USA kommen die ersten Helloween Sachen ins Regal und in Deutschland die Schokonikoläuse. Was aber viel wichtiger ist, Oktoberfestbier- Zeit!!!
Den Anfang macht Sam Adams Octoberfest- hearty & smooth Märzen
Die Farbe ist super. Dunkles Kupfer mit orangeroten Reflexen. Schaum könnte mehr sein und auch länger bleiben.
Mit 5,3vol% eher ein leichtes Festmärzen und die 16 IBU sind am unteren Ende der Skala
Verwundert also auch nicht das die Nase etwas dünn daherkommt. Ich kann, außer einem leichten Kellerstinker, nicht wirklich viel riechen.
Im Mund dann ähnlich. Dünn mit leicht säuerlichen Noten und sehr schwacher Karbonisierung.
Das wird hoffentlich besser
Re: Oktoberfestbier 2018
Beitrag von §11 » Samstag 18. August 2018, 03:14
Great Lakes Oktoberfest- Märzen Style Lager
Zwischen altgolden und orangerot. In der Nase malzig und klassische Hopfenaromen nach Kräutern. Allerdings auch etwas fruchtig. Nicht 100% "clean"- Erdbeere? Fast wie eine zu warme Nottingham.
Im Mund malziger Antrunk, aber auch hier kommt etwas Erdbeere durch. Leicht weinig im Abgang.
6,5 vol% und 20 IBU
Beitrag von §11 » Samstag 18. August 2018, 04:15
Und einen haben wir noch
Thirsty Dog- Barktoberfest 6vol% 15 IBU
Wieder etwa dunkler. Dunkles Kupfer
Malzig und hopfig in der Nase- klassische Kräuternoten traditioneller deutscher Hopfen. Leicht nussig
Im Mund auch malzig und hopfig. Für mich aber etwas zu Caralastig, leicht breite Süße. Da fehlt mir die drinkability die ein Festbier braucht.
Beitrag von §11 » Freitag 31. August 2018, 04:10
Jetzt endlich, das Sierra Nevada colab mit der Staatsbrauerei Weihenstephan.
Super rötlich goldenen Farbe. Im der Nase malzig getreidig mit kräuterigen klassischen Hopfennoten. Sonst absolut sauber.
Bei 6% absolut frisches süffiges Bier wie es sein soll. Ein Bier das absolut dazu einlädt noch 1,2,3 oder auch 12 zu trinken. Absolut Hut ab.
Beitrag von DevilsHole82 » Freitag 31. August 2018, 08:28
Danke Jan. Ich weiß nicht wie Sierra Nevada es macht, aber sie haben es einfach drauf. Bisher wurde ich noch von keinem ihrer Biere enttäuscht.
Jetzt muss ich nur noch an ein paar Flaschen kommen
EDIT: Bei uns ist an aktuellen Oktoberfestbieren nur das Paulaner in den Märkten angekommen. Muss mich wohl noch gedulden.
Beitrag von §11 » Montag 3. September 2018, 03:02
Dieses Jahr ist das Sierra Nevada, das ja jedes Jahr ein Colab- Sud ist, mit der Staatsbrauerei in Weihenstephan entstanden. Da die Weihenstephaner selbst ja auch ein Festbier hat, kreisen hier seit dem Sierra Nevada Release die Diskussionen inwieweit die Rezepte identisch sind
Der Frage gehe ich dann halt heute mal nach. Ich hab mir zu dem Zweck beide Biere besorgt. Nur Aufgrund des Alkoholgehalts lässt sich die Frage nicht beantworten, da er mit 6% bzw. 5,8% absolut im Bereich der zugelassenen Ungenauigkeit liegt.
Aber schon der erste Eindruck zeigt deutliche Unterschiede. Während ich das Sierra Nevada Oktoberfest Bier mit der rötlich goldenen Farbe auf etwa 20 EBC schätzen würde, hat das Weihenstephaner Festbier mit seiner strohgelben Farbe maximal 8 EBC.
Auch die Nase verrät deutliche Unterschiede. Obwohl das Sierra Nevada sicherlich eines der besten amerikanischen Oktoberfestbiere ist (zumindest ist es bei meiner Verkostung ganz weit vorne), riecht es doch gegen die absolut frischen Getreidearomen des Weihenstephaners fast schon alt.
Last but not least verrät auch der Geschmack das es sich um zwei sehr unterschiedliche Biere handelt. Das Weihenstephaner ist sehr auf Süffigkeit gebürstet, wodurch es fast etwas dünn daherkommt, während das Sierra Nevada ein echtes Märzen mit Rückgrat ist, das durchaus auch Hopfenaromen bietet, während das Weihenstephaner eher mit einer relativ neutralen Hopfenbittere auskommt.
Beides Spitzenbiere, ohne Frage, aber das Weihenstephaner ein echtes Festbier und der Colab Sud ein klassischer Vertreter eines Märzen.
Beitrag von emjay2812 » Montag 3. September 2018, 07:05
Ich starte hier mal meinen jährlichen Aufruf, der bisher leider immer erfolglos blieb:
Kann mir jemand ein oder zwei Flaschen Augustiner Oktoberfestbier zusenden?
Beitrag von jojo5 » Mittwoch 5. September 2018, 08:55
Montag 3. September 2018, 07:05
Die sind wirklich schwer zu bekommen, aber auch echt super. War letztes Jahr in verschiedenen Supermärkten, bis einer es hatte.
Hab dir eine PM geschrieben, evtl. komme ich heuer wieder an welche.
Zuletzt geändert von jojo5 am Mittwoch 5. September 2018, 13:19, insgesamt 1-mal geändert.
Beitrag von beryll » Mittwoch 5. September 2018, 09:54
emjay, ich frag am Freitag beim Disponenten meiner alten Firma nach, der kommt eigentlich an fast alles ran!
Beitrag von Bierjunge » Mittwoch 5. September 2018, 10:56
Mittwoch 5. September 2018, 08:55
Die sind wirklich schwer zu bekommen, aber auch echt super.
Umso überraschter war ich am Wochenende im Italienurlaub, als ich im Supermarkt in der Lombardei Augustiner Oktoberfestbier palettenweise herumstehen sah.
In welch entlegener Diaspora lebt Ihr?
Beitrag von Ursus007 » Mittwoch 5. September 2018, 17:19
Es kommt immer als letztes von allen Wiesn-Bieren in den Handel und ist meistens auch ganz schnell wieder abverkauft. Wohl die kleinste Menge von allen echten Münchner Oktoberfestbrauerei-Bieren (im Gegensatz von den Clones, die hier gezeigt wurden ... ), die abgeflascht in den Getränkemärkten zu kaufen ist.
Farbe hell-goldgelb, Schaum sehr hellgelb-weiß. Geruch getreidig-malzig. Geschmack malzig süß, etwas Geteide, süffig. Mit 6,3% ABV aber nicht das Leichteste (ich meine: unter den Bieren, die ABV-Werte der anderen Wiesnbiere kenne ich gerade nicht ... nicht dass es da zu Mißverständnissen kommt ...) ... hicks ...
Solide und empfehlenswert!
An mich freigegeben mit meinem neuen Elch-Öffner aus Schweden. Fauxpas - aber egal ...
@emjay2812:
Solltest Du bisher keine tauglichen und ernstgemeinten Angebote haben, melde Dich per PN, aber schnell, sonst isses schon wieder alle.
Beitrag von emjay2812 » Mittwoch 5. September 2018, 18:15
Ursus, du hat Post.
Die Bierdiaspora in der ich lebe ist zwischen Eifel und Mosel.
Beherrscht wird der Markt von B..burger und K...berg.
Es gibt eine Apotheke namens Trinkgut, wo man ein enormes Angebot
zu enormen Preisen erhält. Außerdem eine kleinen Getränkemarkt
mit wechselnden bayrischen Bieren - auch Augustiner aber nicht das Oktoberfestbier.
Beitrag von Ursus007 » Mittwoch 5. September 2018, 18:25
Antwort und Fragen zurück (PN) an Markus.
Beitrag von ggansde » Donnerstag 6. September 2018, 07:14
m.W. ist der Verkauf von Augustiner Oktoberfestbier auf Getränkemärkte in Bayern beschränkt. Und selbst dort nur auf einen regionalen Raum. Ich habe es ja nicht weit zu diversen Getränkemärkten in Unterfranken und dort haben sie mir einen Vogel gezeigt. Das mit Italien muss irgendwie ein Versehen sein. Bleibt aber auch noch die Bestellung in diversen online Shops um daran zu kommen. Wenn man will kommt man also dran, auch in der Diaspora. Mir ist es einmal gelungen. Das Ergebnis (zumindest in dem Jahr) war ernüchternd. Ich habe es zusammen mit einem Sommelier probiert. Es war der pure Pappdeckel.
Beitrag von §11 » Donnerstag 6. September 2018, 12:32
Ich muss auch ehrlich zugeben das ich halt bei Augustiner alles andere als objektiv bin. Das ist das Bier mit dem ich aufgewachsen bin. Wenn man im Schatten des Kamins der Brauerei die ersten 10 Jahre seines Lebens verbringt und ich mich zu Hause bei meinem Vater eigentlich nur an die blauen Kisten als Bier erinnern kann, dann ist es schwer objektiv zu bleiben. Gebe ich zu....
Beitrag von daleipi » Donnerstag 6. September 2018, 20:39
Donnerstag 6. September 2018, 12:32
Beim Augustiner basst des scho! in Minga oiwai eh'
hab vor ein paar Tagen zum Geburtstag Dein Buch von meiner Frau bekommen*. bassd a ;-)
auf der Wiesn, also das letzte mal vor sicher 12 Jahren, hüstel, war mir aber immer das Spaten das Süffigste. nicht nur weil ich da die Biermarken in der Tasche g'habt hab. aber eh' mittag bei Sonnenschein. zum Abschluß eine Fahrt auf der Krinoline und dann heim.
habed'ehre
*) also. nicht dass Dich meine Frau jetzt persönlich kennt und mir DEIN Buch geschenkt hätt'. das von Dir geschriebene, von Ulmer gedruckte, aus dem Buchladen (nix online) halt.
Beitrag von §11 » Freitag 7. September 2018, 03:53
I hob glei nachgschaut, aber mei Buach is no da.
Heute Hinrichtung- natürlich nicht aber wer das Oktoberfest kennt, der kennt den Schichtl und der weiß was es damit auf sich hat.
Egal, das Etikett des Highwire Oktoberfestbier mit der bärtigen Frau erinnert mich an den Schichtl.
Das Bier ist extrem klar obwohl drauf steht infiltriert. Die Farbe ist wie sie sein soll, tief golden. Das Aroma, sowohl in der Nase als auch im Mund ist sehr weich und ausgeglichen. Guter Malzkörper und solide Hopfenbittere. Das macht das Bier gefährlich süffig.
Beitrag von DevilsHole82 » Freitag 7. September 2018, 09:34
Bei uns trudeln endlich die ersten Oktoberfestbiere in den Getränkeläden ein.
Letztes Jahr war das Paulaner nur duchschnittlich. Für den gewöhnlichen Minga-Gänger wohl ausreichend, um schnell auf Stimmungstemperatur zu kommen.
Dieses Jahr gefällt es mir überhaupt nicht.
Farbe: Gold, wie immer
Schaum: feinporig, fällt schnell zusammen
Nase: getreidig, bisschen muffig
Antrunk: wässrig, leicht malzig, sehr blumig (mir zu blumig), irgendwie seifig
Körper: mittel, etwas sprittig
Rezenz: mittel bis spritzig
Abgang: nachhallende Bittere, leicht metallisch
Gesamteindruck: unterdurchschnittlich
Beitrag von §11 » Montag 10. September 2018, 02:07
North High- Norden Hoch Oktoberfest
Des is nix- ziemlich mastig. Sperrt sich beim Trinken regelrecht
Beitrag von DerDerDasBierBraut » Montag 10. September 2018, 07:54
Montag 10. September 2018, 02:07
Ist ja auch von der Namensgebung her ein Paradoxon. Den nordatlantischen Eishai würde auch niemand in einer Dose mit dem Aufdruck "Südfisch" (oder so) vermuten ...
Beitrag von tinoquell » Montag 10. September 2018, 10:51
Hallo, oh, bin leider erst heute wieder online.
Wir waren letzte Woche in München und während ich beschäftigt war, plünderte mein Schatz [sic!] den Orterer - siehe Bild.
Mit dabei alle 6 Oktoberfestbiere - die Verkostung steht noch aus.
Entgegen dem Gerücht, Augustiner gäbe sein Oktoberfestbier erst mit Wiesn - Start in den Handel, konnte sie auch dieses Bier bereits käuflich erwerben.
Nun bin ich gespannt - natürlich auch auf den Rest der bescheidenen Auswahl.
Beitrag von flying » Montag 10. September 2018, 18:14
Ich hab heuer schon das Hacker Pschorr Oktoberfest Märzen und das Spaten probiert. Das Hacker ist, wie fast immer, ein hervorragendes malzig-würziges Dunkelbernstein- Märzen.
Das Spaten ist in der Kategorie der üblichen hellen Dröhnbiere aber durchaus erfrischend und süffig. Eher auf der trockenen Seite und nicht so schwärmend. Ist gut zu trinken.
Beitrag von §11 » Montag 10. September 2018, 18:26
Montag 10. September 2018, 07:54
Die Brauerei heist North High weil die Brauerei in Columbus in der North High Street ist (und der brew your own workshop, den ich ziemlich cool finde) - http://www.northhighbrewing.com/brew-your-own/
Nord Hoch ist dann glaub ich einfach weil es als Oktoberfestbier natuerlich deutsch heissen muss.
Beitrag von DevilsHole82 » Montag 10. September 2018, 20:44
Apropos Hacker Pschorr Oktoberfest Märzen: Gibt es auch in ner gescheiten Männerflasche
Ich schließe mich flying an, es ist ein Spitzenbier. Wie immer.
Beitrag von tinoquell » Mittwoch 12. September 2018, 22:36
Auch wenn der Thread wahrscheinlich anders gedacht war - sorry Jan - da ich mit meinem München - Mitbringsel hier etwas herumgepranzt habe, wenigstens so nach und nach meine Eindrücke von den Bieren.
1. Löwenbräu
Der unspektakuläre Schaum auf dem goldgelben, fein perlenden Bier verschwindet sehr schnell. Im Geruch ist der Löwe sehr zahm, vielleicht etwas helles Obst und, ja, ein Touch Honig. Die Honignote setzt sich mit dem ersten Schluck fort, wirklich sehr süß für meinen Geschmack. Erst im Abgang kommt eine wirklich runde Bittere zum Vorschein, die schließlich immer mehr Lust auf den nächsten Schluck macht. So soll das sicher sein beim Festbier. Alles in Allem ein Bier ohne Ecken und Kanten mit hoher, wie sagt man heute "drinkability".
2. Hofbräu
Das Hofbräu Festbier schäumt ganz respektabel und bildet mit seiner stroh- bis goldgelben Farbe einen schönen Anblick. Der kaum wahrnehmbare Duft geht eher in Richtung Mango als hin zu malzigerem Export. Auf der Zunge kommt das Bier dann recht kräftig und gut zwischen süß und bitter ausgewogen. Der Hopfen ist sofort da und klingt dafür nicht ganz so dominant nach. Im Vergleich mit dem Löwenbräu scheint es, als kann eine IBU entweder nur beim Trinken oder nur im Abgang den Gaumen kitzeln. Jedenfalls ist auch hier die Lust auf den nächsten Schluck geweckt. Die dezentere Süße gefällt mir persönlich besser für den Anlass, obwohl das Löwenbräu wahrscheinlich "interessanter" schmeckt.
Beitrag von §11 » Mittwoch 12. September 2018, 22:41
Auch wenn der Thread wahrscheinlich anders gedacht war - sorry Jan
Nein, genauso war der Thread gedacht
Beitrag von posty » Montag 24. September 2018, 20:31
Nicht ganz aktuell. Am Samstag war das große Handy dann doch zu klein für'n Bild hochladen
auf neuboarisch: hohe trinkability. Für meinen Geschmack etwas zu süß, also ein gutes Märzn. Damit machst auf da Wiesn nix falsch. Außer man investiert mehr als 50€ an einem Tag in Bier
Beitrag von chaos-black » Dienstag 25. September 2018, 00:31
Ich hatte heute auch das Löwenbräu Oktoberfest 2018, allerdings in einer Halbliterdose vom Getränkemarkt. Ich teile Tinos Eindruck, dass man davon ohne weiteres größere Mengen zu sich nehmen könnte. Was mein "Geschmackserlebnis" vermindert hat, war aber die echt präsente Malzsüße, gleichzeitig aber eher Schlank im Mundgefühl. Ein milder Schwefeleindruck gleich nach dem Einschenken lässt sich nicht leugnen, verfliegt aber fast komplett im Laufe des Glases. Zurück bleibt am Ende ein mild hopfiger Eindruck auf der Zunge.
Grundsätzlich ist das alles aber auch jammern auf hohem Niveau, die 6,1% Alkohol haben bei mir keinerlei sprittigen Eindruck hinterlassen und ich denke das Bier passt sehr gut zum Stil (BJCP 4B. Festbier). Sind ja einige am Üben hier für den BJCP Test :)
Beitrag von ggansde » Dienstag 2. Oktober 2018, 17:22
ich habe heute beim lokalen Getränkemarkt hier in Inzell den letzten Kasten Augustiner Festbier 2018 gekauft. Bin gespannt.
Beitrag von rauchbier » Dienstag 20. November 2018, 08:42
Eine Frage an die alteingesessenen Münchner hier im Forum, die mich irgendwie nicht los lässt. Ein Arbeitskollege (stammt aus München) behauptet steif und fest, dass bis in die 80er/90er-Jahre auf den Wiesn im Augustiner-Zelt das "klassische" Edelstoff der Brauerei ausgeschenkt wurde, es also das eigens dafür eingebraute Oktoberfestbier erst seit dieser Zeit gibt.
Lt. Internetseite von Augustiner wird seit 1953 ein sog. "Wiesn-Edelstoff" ausgeschenkt: "Und freilich brauen wir mit dem „Augustiner Oktoberfestbier“ eine besondere Spezialität, die es nur während der Wiesn gibt. Unseren „Wiesn-Edelstoff“ haben wir 1953 zum ersten Mal ausgeschenkt. Das neue, hellere Festbier war so beliebt, dass es nach und nach das bis dato gebräuchliche Märzenbier ablöste." Da dies vor meiner Zeit war, wäre ich über eine Aufklärung sehr dankbar, was mit dem "Wiesn-Edelstoff" gemeint ist und seit wann denn nun das heute bekannte Oktoberfestbier tatsächlich ausgeschenkt wird.
Beitrag von tinoquell » Mittwoch 21. November 2018, 22:33
Oh, das hätte ich beinahe vergessen! Schön, das der Strang nochmal aufgeweckt wird.
Ganz kurz vorweg: Mein diesjähriger Favorit ist das Hacker Pschorr Oktoberfest Märzen. Ich komme aus einer Pils- Gegend und dieses Bier bringt meiner Meinung nach die stärksten und harmonischsten Hopfennoten mit. Aber das ist "Jammern auf hohem Niveau", die Oktoberfestbiere sind allesamt ausgenommen lecker und vor allem .... süffig!
3. Augustiner
Augustiner.jpg (93.32 KiB) 1412 mal betrachtet
Leider habe ich meine Notizen ausgerechnet zu DEM Münchener Oktoberfestbier nicht mehr, sorry.
4. Paulaner
Sehr schönes Goldgelb aus der 0,5l Flasche, grobblasiger Schaum der schnell zusammenfällt. Im Geruch unauffällig, vielleicht etwas grün, Gras oder Tee. Der Antrunk ist malzig läuft aber sogleich irgendwie auseinander, untypisch für ein Festbier. Dann ist es auch gleich weg von der Zunge nur etwas Prickeln bleibt ein wenig am Gaumen. Das ist heuer das Schlusslicht unter den 6 Münchner Oktoberfestbieren.
5. Spaten
Goldgelb funkelt das Bier unter dem weißen, haltbaren Schaum. Im Geruch zeigt es sich zurückhaltend, etwas Brot, später etwas Alkohol aber alles sehr dezent. Der Antrunk kommt außerordentlich weich daher, wie Öl, hier unterstützt von der sehr verhalteneren Rezenz. Leichte, kurz anhaltende Hopfennoten lassen das Bier ausklingen. Insgesamt etwas sprittig und neutral, aber auf der Zunge fühlt es sich wunderbar an.
6. Hacker Pschorr
Das Oktoberfest Märzen kommt mit wunderbarer Bernsteinfarbe ins Glas und zeigt dabei rötliche Reflexe. Der Schaum ist feinporig und für ein Märzen normal haltbar. Das Bier verströmt einen starken Duft nach Malzbonbon mit einem Touch Fruchtigkeit. Es bietet einen sehr kräftigen, vollen Antrunk und eine perfekte Balance zwischen Malz und Hopfen. Dessen Bittere übernimmt spielerisch die süßen Karamellnoten und klingt am Ende noch angenehm nach. Die 5,8 % Alkohol kommen zwischendurch kurz ein klein wenig sprittig rüber, aber das tut dem angenehmen Gesamtbild überhaupt keinen Abbruch.

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