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Timestamp: 2019-07-19 15:26:30+00:00

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Rechtsprechung: NJW-RR 2004, 79 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG Hamm, 31.01.2003
https://dejure.org/2003,486
BGH, 17.10.2003 - V ZR 84/02 (https://dejure.org/2003,486)
BGH, Entscheidung vom 17.10.2003 - V ZR 84/02 (https://dejure.org/2003,486)
BGH, Entscheidung vom 17. Januar 2003 - V ZR 84/02 (https://dejure.org/2003,486)
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Schadensersatz wegen Schlechterfüllung der Realisierung und Koordinierung eines Stadtentwicklungsprojekts; Verschulden bei Vertragsschluss (culpa in contrahendo); Täuschung über den Entwicklungsstand des Gesamtprojekts; Erwerb eines Grundstücks des Projektareals zu überhöhtem Preis ; Anrechnung von Steuervorteilen auf Zinsschaden; Vorteilsausgleichung wegen Overrent-Ertrages bei Ersatz des Mietzinsausfalls; Verzicht auf Minderungsansprüche auf Grund anderweitiger geschäftlicher Beziehungen
Schadensersatz wegen unzutreffender vorvertraglicher Erklärungen; Mietausfall und Vorteilsausgleichung; Schadensersatz trotz Overrent
Schadensmindernde Berücksichtigung von Steuervorteilen; Darlegungs- und Beweislast
Immobilien- Sind Steuervorteile bei der Schadensberechnung zu berücksichtigen?
Steuervorteile sind bei der Schadensberechnung zu berücksichtigen! (IBR 2004, 167)
NJW-RR 2004, 79
NZBau 2004, 48
NZM 2004, 100
Vor- und Nachteile müssen bei wertender Betrachtung gleichsam zu einer Rechnungseinheit verbunden sein (Senat, Urteil vom 17. Oktober 2003 - V ZR 84/02, NJW-RR 2004, 79, 80; BGH…, Urteil vom 28. Juni 2007 - VII ZR 81/06, BGHZ 173, 83 Rn. 18 mwN).
cc) Die Darlegungs- und Beweislast für ersparte Aufwendungen der Käufer, welche nach dem Vorgesagten anspruchsmindernd zu berücksichtigen sind, tragen die Beklagten (vgl. Senat, Urteil vom 17. Oktober 2003 - V ZR 84/02, NJW-RR 2004, 79, 81).
Ist eine Feststellungsklage gemäß § 256 ZPO - wie hier - in zulässiger Weise erhoben worden, braucht ein Kläger nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs nicht nachträglich zur Leistungsklage überzugehen, wenn dies im Lauf des Rechtsstreits möglich wird (vgl. BGH, Urteile vom 17. Oktober 2003 - V ZR 84/02 - NJW-RR 2004, 79 unter B II 1; 4. Juni 1996 - VI ZR 123/95 - NJW 1996, 2725 unter II c; 15. November 1977 - VI ZR 107/76 - NJW 1978, 210 unter I 2 a und ständig).
Nach ständiger Rechtsprechung ist der Anspruchsteller aber - jedenfalls in zweiter Instanz - nicht gezwungen, zu bezifferter Leistungsklage überzugehen, wenn diese nachträglich möglich geworden ist (BGH, Urt. v. 17.10.2003, V ZR 84/02, NJW-RR 2004, 79 mwN).
Das gemäß § 256 Abs. 1 ZPO erforderliche Feststellungsinteresse ergibt sich daraus, dass die Klägerin zu einer abschließenden Bezifferung des ihr und dem Drittwiderbeklagten entstandenen und künftig entstehenden Schadens derzeit nicht in der Lage ist (vgl. dazu Senat, Urteil vom 17. Oktober 2003 - V ZR 84/02, NJW-RR 2004, 79, 82; BGH…, Urteil vom 19. April 2016 - VI ZR 506/14, MDR 2016, 786 Rn. 6 und 8 mwN) .
Nach den Grundsätzen über die Verteilung der Darlegungs- und Beweislast in Bezug auf Vorteile, die den Schaden mindern (vgl. BGH, Urteil vom 17. Oktober 2003 - V ZR 84/02 - NJW 2004, 79, 81) wird es in der neuen Berufungsverhandlung in erster Linie Sache der Kläger sein, auf die Berechnungen der Beklagten zu 2 bezüglich der behaupteten Steuervorteile der Kläger im Einzelnen zu erwidern und gegebenenfalls darzulegen, dass sie - anders als nach der vorstehend dargestellten Sicht der steuerrechtlichen Lage - doch mit einer bestimmten Besteuerung im Zusammenhang mit der Abtretung ihrer KG-Anteile Zug um Zug gegen Zahlung des Schadensersatzbetrages zu rechnen haben.
Der Bundesgerichthof hat bereits mehrfach (BGH NJW-RR 2004, 79 ff. Rn.26 mit weiteren Nachweisen aus seiner Rechtsprechung) den Fall entschieden, dass keine Verpflichtung besteht, im Fall der nachträglichen Bezifferbarkeit auf die Leistungsklage überzugehen.
Dabei liegt die Darlegungs- und Beweislast für Vorteile, die den Schaden mindern, grundsätzlich beim Schädiger (vgl. etwa BGH 23. April 2008 - XII ZR 136/05 - Rn. 22; 17. Oktober 2003 - V ZR 84/02 - zu A II 2 der Gründe mwN; vgl. im Übrigen BGH 3. Mai 2002 - V ZR 115/01 - zu II 2 a der Gründe) .
Ist die Feststellungsklage in zulässiger Weise erhoben worden, ist eine Klägerpartei nicht gehalten, zu einer entsprechenden Leistungsklage überzugehen, wenn und soweit der Schaden bezifferbar geworden ist (BGH, NJW-RR 2004, 79;… Handkommentar zur ZPO/Saenger, ZPO, 3. Aufl., § 256 Rn. 12 m.w.N.).
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OLG Hamm, 31.01.2003 - 11 WF 364/02
https://dejure.org/2003,6161
OLG Hamm, 31.01.2003 - 11 WF 364/02 (https://dejure.org/2003,6161)
OLG Hamm, Entscheidung vom 31.01.2003 - 11 WF 364/02 (https://dejure.org/2003,6161)
OLG Hamm, Entscheidung vom 31. Januar 2003 - 11 WF 364/02 (https://dejure.org/2003,6161)
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Bewilligung von Prozesskostenhilfe zur Rechtsverteidigung; Entscheidung nach letztem Erkenntnisstand; Teilweise Klagerücknahme; Klageerwiderung des Beklagten; Verzögerung der Bewilligungsentscheidung durch nachlässige Bearbeitung
AG Warendorf - 9 F 563/02
NJW 2004, 692 (Ls.)
bb) Für die vorliegende Fallgestaltung wird zum einen vertreten, dass Prozesskostenhilfe für die Rechtsverteidigung nicht mehr bewilligt werden kann, wenn die Klage bereits bei Entscheidungsreife des Prozesskostenhilfegesuchs zurückgenommen worden war (OLG Hamburg OLGR 1997, 13; jeweils zur teilweisen Klagerücknahme: OLG Hamm [Beschluss vom 31. Januar 2003 - 11 WF 364/02 -] FamRZ 2003, 1761; OLG Celle OLGR 1999, 215; OLG Brandenburg OLGR 2007, 246; s. auch Sächsisches OVG, Beschluss vom 16. März 2004 - 5 E 27/04 - [...];… Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann ZPO 67. Aufl. § 114 Rdn. 94;… Kalthoener/Büttner/Wrobel-Sachs Prozesskostenhilfe und Beratungshilfe 4. Aufl. Rdn. 483 [Fn. 10];… Zöller/Philippi a.a.O. § 119 Rdn. 45 [s. aber auch § 117 Rdn. 2 c und § 114 Rdn. 25]).
Es stellt dabei aber maßgeblich darauf ab, ob das Gericht (zugunsten der Prozesskostenhilfe begehren den Partei) bereits eine Kostenentscheidung erlassen habe (s. auch OLG Hamm FamRZ 2003, 1761); sei dies nicht der Fall, habe die Rechtsverteidigung noch Aussicht auf Erfolg, weil das Verfahren noch nicht endgültig abgeschlossen sei (…OLG München a.a.O.).
OLG Brandenburg, 27.09.2006 - 3 W 25/06
Prozesskostenhilfeprüfungsverfahren: Bewilligungsreife für einen …
Soweit die klagenden Partei in ihrer Klagereplik auf die Klageerwiderung einer PKH beantragenden Partei ihre Klage ermäßigt, ist der beklagten Partei für diesen Teil ihrer Klageverteidigung keine Prozesskostenhilfe mehr zu bewilligen (vgl. OLG Hamm, NJW-RR 2004, 79).
7 2. Soweit die Klägerin auf die Klageerwiderung ihre Klage geringfügig ermäßigt hat, ist der Beklagten auch für diesen Teil der Rechtsverteidigung keine Prozesskostenhilfe mehr zu bewilligen (vgl. OLG Hamm, NJW-RR 2004, 79).
Gewährung von Prozesskostenhilfe für den Beklagten bei Klagerücknahme
Ist dies im Zeitpunkt der Entscheidungsreife der Fall, kann keine Prozesskostenhilfe mehr bewilligt werden (vgl. OLG Hamm, Beschluss vom 31. Januar 2003 - 11 WF 364/02 - FamRZ 2003, 1761 = NJW-RR 2004, 79 = OLGR Hamm 3003, 176; OLG Brandenburg, Beschluss vom 27. September 2006 - 3 W 25/06 - JurBüro 2007, 150; ArbG Regensburg JurBüro 1991, 1229;… vgl. Baumbach u. a., ZPO, 66. Aufl. 2008, § 114 Rn 94;… Zöller/Philippi, ZPO, 27. Aufl. 2009, § 119 Rn 45;… Kalthoener/Büttner/Wrobel-Sachs, Prozesskostenhilfe und Beratungshilfe, 4. Aufl., Rn 483) .
LAG Düsseldorf, 25.09.2012 - 3 Ta 396/12
Grundsätzlich ist von einer hinreichenden Aussicht der beabsichtigten Rechtsverfolgung dann nicht auszugehen, wenn die Klage zurückgenommen worden ist (vgl. LAG Düsseldorf in ständiger Rechtsprechung, Beschluss v. 13.07.2005 - 2 Ta 341/05 - Beschluss v. 29.01.2008 - 3 Ta 64/08 - OLG Brandenburg, Beschluss v. 27.09.2006 - 3 W 25/06, JurBüro 2007, 150; OLG Hamm, Beschluss v. 31.03.2003 - 11 WF 364/02, NJW-RR 2004, 79;… Büttner/Wrobel-Sachs/Gottschalk/Dürbeck, Prozess- und Verfahrenskostenhilfe, 6. Aufl., Rz. 409).

References: § 256
 § 256
 BGH 
 BGH 
 § 256
 § 11
 § 114
 § 119
 § 117
 § 114
 § 114
 § 119