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Timestamp: 2019-10-15 10:50:35+00:00

Document:
Veröffentlichungsdatum:06.08.1992 Inkrafttreten13.12.2011
FundstelleBrem.GBl. 1992, 239
Gliederungsnummer:223-o-5
Zitiervorschlag: "Verordnung über die Berufsfachschule für Assistenten vom 10. Juli 1992 (Brem.GBl. 1992, 239), zuletzt mehrfach geändert durch Geschäftsverteilung des Senats vom 05. Juli 2011 und 13. Dezember 2011 (Brem.GBl. 2012 S. 24)"
juris-Abkürzung: AssBerFSchulV BR
Gliederungs-Nr:: 223-o-5
Gliederungs-Nr: 223-o-5
V aufgeh. durch § 30 Abs. 2 der Verordnung vom 11. Oktober 2012 (Brem.GBl. S. 452)
§ 3 Bildungsgänge und Dauer der Ausbildung
§ 7a Praktikum
§ 8 Allgemeines, Berechtigungen
§ 13 Festlegung der praktischen und schriftlichen Prüfungsfächer
§ 24 Prüfung für schulfremde Bewerber
§ 26 Inkrafttreten, Außerkrafttreten, Übergangsbestimmungen
Aufgrund des § 23 Abs. 1, des § 27 Abs. 8, des § 28 Abs. 5 und des § 32 a des Bremischen Schulgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 27. Juli 1990 (Brem.GBl. S. 223 - 223-a-5) wird verordnet:
Die Ausbildung in den Bildungsgängen der Berufsfachschule für Assistenten soll die vorwiegend in Unternehmen, Laboratorien, Instituten, Werkseinrichtungen, Prüf- und Versuchsfeldern und kaufmännischen Verwaltungen der Wirtschaft, Verwaltung und Wissenschaft benötigten Qualifikationen vermitteln. Die Qualifikationen beinhalten eine Berufsfähigkeit, die Fach-, Personal- und Sozialkompetenz zur Handlungskompetenz verbindet und die Voraussetzungen für Methoden- und Lernkompetenz schafft.
(1) Die Ausbildung in den Bildungsgängen der Berufsfachschule für Assistenten dauert zwei Jahre. Die wöchentliche Unterrichtszeit beträgt in jedem Jahr 36 Stunden. Der Unterricht umfaßt einen berufsübergreifenden und einen beruflichen Lernbereich. Der berufliche Lernbereich gliedert sich in einen fachtheoretischen und einen fachpraktischen Teil.
(2) Es können folgende Bildungsgänge der Berufsfachschule für Assistenten eingerichtet werden:
Mathematisch-technischer Assistent/Mathematischtechnische Assistentin,
Biologisch-technischer Assistent/Biologisch-technische Assistentin,
Wirtschaftsassistent/Wirtschaftsassistentin,
Gestaltungstechnischer Assistent / Gestaltungstechnische Assistentin, Schwerpunkt Grafik
(1) Die Fächer, ihre Zuordnung zu den Lernbereichen, die Zahl der Unterrichtsstunden je Fach und ihre Verteilung innerhalb der Bildungsgänge ergeben sich aus den Stundentafeln der Anlagen 1 bis 8.
(2) Mit Genehmigung der Senatorin für Bildung, Wissenschaft und Gesundheit kann
eine andere zeitliche Verteilung der in der Stundentafel je Fach vorgesehenen Wochenstunden vorgenommen oder der Unterricht zu fächerübergreifenden Themenbereichen zusammengefaßt werden, wenn die für ein Jahr zu erteilende Gesamtstundenzahl je Fach nicht unter- oder überschritten wird;
für ein Fach, in dem Unterricht nicht erteilt werden kann, im Rahmen der dafür in der Stundentafel vorgesehenen Stunden Stütz- oder Förderunterricht in den anderen Fächern der Stundentafel angeboten werden;
(3) Schüler nicht deutscher Herkunftssprache, die anstelle der Note in der ersten Fremdsprache im berechtigenden Zeugnis einer deutschen Schule die Note in der Herkunftssprache erhalten haben oder die nicht über einen an einer deutschen Schule erworbenen Abschluss nach § 5 Abs. 1 Nr. 1 verfügen, können - mit Ausnahme der Schüler in Bildungsgängen, in denen das Fach Fremdsprache im beruflichen Lernbereich der Stundentafel ausgewiesen ist - anstelle der Fremdsprache die Herkunftssprache wählen. Bei der Bewerbung um Zulassung zum Bildungsgang muss der Schüler sich entscheiden, in welcher Sprache er die Prüfung ablegen will. Kann die Herkunftssprache aufgrund der organisatorischen oder personellen Möglichkeiten in dem Bildungsgang nicht so unterrichtet werden, dass der Unterricht den fremdsprachlichen Anforderungen dieses Bildungsgangs entspricht, kann die Note durch eine Prüfung nach § 33 Abs. 5 der Zeugnisordnung festgestellt werden, sofern der Senatorin für Bildung, Wissenschaft und Gesundheit hierfür ein geeigneter Prüfer zur Verfügung steht. Die Prüfung findet zum Ende des ersten Schuljahres statt. Unabhängig davon können die Schüler am Fremdsprachenunterricht des Bildungsgangs teilnehmen. Diese Fremdsprache ist jedoch nicht Gegenstand der Abschlussprüfung. Im Abschlusszeugnis oder im Abgangszeugnis wird diese Fremdsprache ebenfalls mit einer Note und dem Vermerk "Nicht Gegenstand der Prüfung" ausgewiesen.
(4) Zur Förderung der Sprachkompetenz von Schülern nicht deutscher Herkunftssprache kann im Rahmen der ausgewiesenen Gesamtstundenzahl für einen bestimmten Zeitraum verstärkt Unterricht in der deutschen Sprache (Umgangs- und Fachsprache) angeboten werden. Darüber hinaus sind zusätzliche Fördermaßnahmen im Rahmen der dafür bereitgestellten Haushaltsmittel durchzuführen. Die verschiedenen Formen der Förderangebote sind durch die Schulkonferenz festzulegen.
(1) Voraussetzung für die Zulassung zur Ausbildung ist
die Teilnahme an einem Beratungsgespräch mit dem Schulleiter oder einem von ihm beauftragten Lehrer, wenn die Note im Abschlußzeugnis der Realschule in den Fächern nach Absatz 2, die für die Zulassung zum jeweiligen Bildungsgang von besonderer Bedeutung sind, nicht jeweils mindestens "befriedigend" lautet, und
für Bewerber des Bildungsgangs zum Wirtschaftsassistenten/zur Wirtschaftsassistentin, Schwerpunkt Fremdsprachen, der Nachweis von Kenntnissen in Französisch oder Spanisch im Umfang eines mindestens vierjährigen Unterrichts in der Realschule.
(2) Fächer nach Absatz 1 Nr. 2 sind für den
1. technischer Assistent für Informatik/technische Assistentin für Informatik
2. mathematisch-technischer Assistent/mathematischtechnische Assistentin, Schwerpunkt Wirtschaftswissenschaft
3. physikalisch-technischer Assistent/physikalischtechnische Assistentin
4. chemisch-technischer Assistent/chemischtechnische Assistentin
5. biologisch-technischer Assistent/biologischtechnische Assistentin, Schwerpunkt Biochemie
6. Wirtschaftsassistent/Wirtschaftsassistentin, Schwerpunkt Datenverarbeitung
7. Wirtschaftsassistent/Wirtschaftsassistentin, Schwerpunkt Fremdsprachen
8. gestaltungstechnischer Assistent/
a) Deutsch gestaltungstechnische Assistentin, b) Englisch Schwerpunkt Grafik
(3) In besonderen Fällen kann die Senatorin für Bildung, Wissenschaft und Gesundheit einen Bewerber unter Berücksichtigung einer Stellungnahme der Berufsfachschule für Assistenten abweichend von den Zulassungsvoraussetzungen des Absatzes 1 zulassen.
(4) Bewerber, die den einen Bildungsgang der Berufsfachschule für Assistenten bereits durchlaufen und die Abschlußprüfung endgültig nicht bestanden haben, werden nicht zugelassen.
(5) Ausländer und Aussiedler, bei denen die Amtssprache des Herkunftslandes nicht die deutsche Sprache ist und die nicht über einen an einer deutschen Schule erworbenen berechtigenden Abschluß nach Absatz 1 Nr. 1 verfügen, müssen ausreichende deutsche Sprachkenntnisse nachweisen. Der Nachweis wird durch die erfolgreiche Teilnahme an einem Zulassungsverfahren nach § 6 erbracht.
(1) Die Senatorin für Bildung, Wissenschaft und Gesundheit bestimmt, an welchen Schulen ein Zulassungsverfahren durchgeführt wird und setzt den Zulassungsausschuß ein. Der Zulassungsausschuß besteht aus dem Vorsitzenden und zwei Fachlehrern für Deutsch. Das Zulassungsverfahren wird unverzüglich nach dem in § 7 Abs. 1 bestimmten Termin durchgeführt.
(2) Die Kenntnisse in der deutschen Sprache werden durch die schriftliche Nacherzählung eines Textes von etwa 250 Wörtern und ein Gespräch überprüft. Die Zeit für die Anfertigung der Nacherzählung beträgt 90 Minuten. Das Gespräch wird vom Zulassungsausschuß geführt; es dauert in der Regel 10 Minuten. Die schriftliche Nacherzählung und das Gespräch müssen erkennen lassen, daß der Bewerber in der Lage sein wird, dem Unterricht in dem angestrebten Bildungsgang zu folgen.
(5) Der Bewerber kann ein zweites Mal am Zulassungsverfahren teilnehmen, wenn er eine ausreichende Vorbereitung glaubhaft macht. Die Senatorin für Bildung, Wissenschaft und Gesundheit kann auf Antrag gestatten, daß der Bewerber ein drittes Mal am Zulassungsverfahren teilnimmt, wenn hinreichend wahrscheinlich ist, daß der Bewerber die geforderten Sprachkenntnisse nachweisen wird.
(1) Der Antrag auf Zulassung zu einem Bildungsgang der Berufsfachschule für Assistenten ist unter Angabe des gewünschten Bildungsgangs bei der jeweiligen Berufsfachschule für Assistenten bis zum 1. März eines jeden Jahres einzureichen. Dem Antrag sind die nach § 5 geforderten Zeugnisse und Nachweise beizufügen sowie eine Erklärung darüber, ob ein Ablehnungsgrund nach § 5 Abs. 4 vorliegt.
(2) Über die Zulassung der Bewerber entscheidet die jeweilige Berufsfachschule für Assistenten. Wenn die nach Absatz 1 erforderlichen Zeugnisse und Nachweise noch nicht vorliegen, wird die Zulassung unter der Bedingung ausgesprochen, diese spätestens bis zum Beginn des Unterrichts vorzulegen.
(3) Bewerber nicht deutscher Herkunftssprache sind auf die Wahlmöglichkeit nach § 4 Abs. 3 hinzuweisen. Wollen sie von der Wahlmöglichkeit Gebrauch machen, teilen sie im Antrag auf Zulassung mit, in welcher Sprache sie die Prüfung ablegen wollen. Die Schule stellt vor der Zulassung zum Bildungsgang fest, ob Unterricht in der Herkunftssprache angeboten werden kann und ob im Falle einer Prüfung ein geeigneter Prüfer zur Verfügung steht.
(1) Die schulische Ausbildung soll durch ein Praktikum in geeigneten Betrieben oder Praktikumstellen oder durch andere Formen der Lernortekooperation ergänzt werden. Die Schüler unterliegen während der Dauer des Praktikums denselben gesetzlichen Bestimmungen über Unfall- und Haftpflichtversicherung, die für die Teilnahme an schulischen Veranstaltungen gelten. Ein Teil des Praktikums kann in den Ferien abgeleistet werden. Während des Praktikums wird der Schüler von einem Lehrer der Schule betreut.
(2) Im Bildungsgang Gestaltungstechnischer Assistent / Gestaltungstechnische Assistentin wird ein Praktikum mit einer Dauer von mindestens zwölf Wochen durchgeführt; davon soll ein Teil in den Ferien abgeleistet werden. Über die Verlängerung des Praktikums entscheidet die Schule. Am Ende des Praktikums wird von der Praktikumstelle eine schriftliche Beurteilung abgegeben. Sie soll mindestens Angaben über den Beurteilungszeitraum, die vermittelten Inhalte und die erbrachten Leistungen enthalten. Die Bewertung wird durch die Schule auf der Grundlage der Beurteilung der Praktikumstelle sowie des betreuenden Lehrers vorgenommen und lautet "mit Erfolg teilgenommen" oder "ohne Erfolg teilgenommen". Die erfolgreiche Teilnahme ist Voraussetzung für das Erreichen des Ausbildungszieles.
Allgemeines, Berechtigungen
(1) Jeder Bildungsgang der Berufsfachschule für Assistenten schließt mit einer Prüfung ab.
(2) Nach Bestehen der Prüfung erhält der Prüfling ein Abschlußzeugnis. Darin wird den Absolventen der Bildungsgänge nach § 3 Abs. 2 die Berechtigung zuerkannt, eine Berufsbezeichnung zu führen, die den jeweiligen Bildungsgang bezeichnet, nämlich bei Abschluß
des Bildungsgang nach
Staatlich geprüfter technischer Assistent für Informatik/Staatlich geprüfte technische Assistentin für Informatik
Staatlich geprüfter mathematisch-technischer Assistent/Staatlich geprüfte mathematisch-technische Assistentin,
Staatlich geprüfter physikalischtechnischer Assistent/Staatlich geprüfte physiklisch-technische Assistentin
Staatlich geprüfter chemischtechnischer Assistent/Staatlich geprüfte chemisch-technische Assistentin
§ 3 Abs. 2 Nr. 5
Staatlich geprüfter biologischtechnischer Assistent/Staatlich geprüfte biologisch-technische Assistentin,
§ 3 Abs. 2 Nr. 6
Staatlich geprüfter Wirtschaftsassistent/Staatlich geprüfte Wirtschaftsassistentin,
§ 3 Abs. 2 Nr. 7
§ 3 Abs. 2 Nr. 8
Staatlich geprüfter gestaltungstechnischer Assistent/Staatlich geprüfte gestaltungstechnische Assistentin,
Zur Abnahme der Prüfung sind die öffentlichen Berufsfachschulen für Assistenten im Lande Bremen berechtigt.
ein Vertreter der Senatorin für Bildung, Wissenschaft und Gesundheit,
der für den Bildungsgang verantwortliche Lehrer der Schule,
ein Vertreter der für die Berufsausbildung zuständigen Stelle als Beauftragter der Arbeitgeber,
ein Beauftragter der Arbeitnehmer.
Den Vorsitz hat der Vertreter der Senatorin für Bildung, Wissenschaft und Gesundheit oder ein von ihm benannter Vertreter. Der Vertreter der Senatorin für Bildung, Wissenschaft und Gesundheit beruft das unter Nummer 5 genannte Mitglied auf Vorschlag der genannten Stelle und das unter Nummer 6 genannte Mitglied auf Vorschlag der im Bezirk der zuständigen Stelle bestehenden Arbeitnehmervertretungen.
Die Mitglieder nach Nummer 2 und 3 werden auf Vorschlag des Schulleiters vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses bestellt. Das gleiche gilt für die Vertreter der genannten Mitglieder eines Teilprüfungsausschusses im Falle ihrer Verhinderung.
(3) Der Prüfungsausschuß ist beschlußfähig, wenn außer dem Vorsitzenden die Mehrheit der Mitglieder, die Teilprüfungsausschüsse sind beschlußfähig, wenn alle Mitglieder anwesend sind. Beschlüsse werden mit Stimmenmehrheit gefaßt. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden des jeweiligen Prüfungsausschusses. Stimmenthaltungen sind nicht zulässig.
(1) Zur Prüfung ist zugelassen, wer zu Beginn der Prüfung Schüler des jeweiligen Bildungsgangs der Berufsfachschule für Assistenten ist und am Praktikum nach § 7a Abs. 2 mit Erfolg teilgenommen hat.
(2) Zur Prüfung ist nicht zugelassen, wer in einem Fach des fachpraktischen Unterrichts die Vornote „ungenügend“ oder den Vermerk „nicht beurteilbar“ erhält. Über Ausnahmen entscheidet der Prüfungsausschuß.
Festlegung der praktischen und schriftlichen Prüfungsfächer
Spätestens drei Monate nach Beginn des letzten Schulhalbjahres legt die Berufsfachschule für Assistenten im Einvernehmen mit dem Vertreter der Senatorin für Bildung, Wissenschaft und Gesundheit im Prüfungsausschuß fest, welche zwei Fächer der Fachpraxis des jeweiligen Bildungsgangs praktische Prüfungsfächer nach § 15 Abs. 1 werden sollen und welche drei den jeweiligen Bildungsgang kennzeichnende Fächer schriftliche Prüfungsfächer nach § 16 Abs. 1 werden sollen.
(2) In dieser Prüfungskonferenz beschließt der Prüfungsausschuß auf Vorschlag der Fachlehrer die Vornoten aller Prüfungsfächer. Die Vornoten ergeben sich aus den Leistungen im Bildungsgang der Berufsfachschule für Assistenten, im Zweifelsfall unter besonderer Berücksichtigung der Leistungen des Schulhalbjahres, in dem das Fach zuletzt erteilt wurde. Bei Ausländern und Aussiedlern wird bei der Bildung der Vornoten nur die Fremdsprache berücksichtigt, in der sie geprüft werden. Kann aus Gründen, die der Schüler nicht zu vertreten hat, eine Vornote nicht erteilt werden, ist entsprechend der Zeugnisordnung der Vermerk "nicht beurteilbar" anstelle der Vornote einzusetzen.
(1) Die praktische Prüfung erstreckt sich auf die nach § 13 festgelegten praktischen Prüfungsfächer. Die Zeit für die praktische Prüfung beträgt
zum chemisch-technischen Assistenten/zur chemisch-technischen Assistentin,
zum biologisch-technischen Assistenten/zur biologisch-technischen Assistentin,
zum physikalisch-technischen Assistenten/zur physikalisch-technischen Assistentin und
zum technischen Assistenten für Informatik/zur technischen Assistentin für Informatik
mindestens 20 Stunden, höchstens jedoch 32 Stunden,
zum mathematisch-technischen Assistenten/zur mathematisch-technischen Assistentin und
zum Wirtschaftsassistenten/zur Wirtschaftsassistentin
mindestens 8 Stunden, höchstens jedoch 12 Stunden,
im Bildungsgang zum gestaltungstechnischen Assistenten / zur gestaltungstechnischen Assistentin
mindestens 16 Stunden, höchstens jedoch 24 Stunden.
(2) In den Bildungsgängen zum chemisch-technischen Assistenten/zur chemisch-technischen Assistentin und zum biologisch-technischen Assistenten/zur biologisch-technischen Assistentin sollen in angemessenem Umfang präparative Arbeiten berücksichtigt werden.
(3) Die Schule legt der Senatorin für Bildung, Wissenschaft und Gesundheit spätestens vier Wochen vor Beginn der praktischen Prüfung für jedes Fach zwei Aufgabenvorschläge mit Angabe der Bearbeitungsdauer in einem versiegelten Umschlag vor. Zu allen Aufgabenvorschlägen gehört die Angabe der Bearbeitungsdauer und eine genaue Beschreibung der vom Prüfling erwarteten Leistung (Erwartungshorizont) einschließlich der Angabe von Bewertungskriterien. Aus diesen Vorschlägen wählt die Senatorin für Bildung, Wissenschaft und Gesundheit jeweils eine Prüfungsaufgabe aus. Wenn ihm Aufgaben ungeeignet oder änderungsbedürftig erscheinen, kann er neue Vorschläge anfordern.
(7) Die Prüfungsarbeiten werden vom fachlich zuständigen Mitglied des Prüfungsausschusses als Referent beurteilt und benotet. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses bestellt für jedes Prüfungsfach auf Vorschlag des Schulleiters einen weiteren fachlich zuständigen Lehrer als Korreferenten. Dieser beurteilt und benotet die Prüfungsarbeiten ebenfalls. Stimmen die erteilten Noten nicht überein, entscheidet der Prüfungsausschuß.
(1) Die schriftliche Prüfung erstreckt sich auf das Fach Politik und auf drei den Bildungsgang kennzeichnende Fächer des beruflichen Lernbereichs, und zwar im
auf die Fächer
1. technischer Assistent für Informatik / technische Assistentin für Informatik Mathematik oder Physik
a) Mathematik / Angewandte
b) Angewandte Elektrotechnik oder Programmierung
c) Technische Informatik
2. mathematisch-technischer Assistent/mathematisch-technische Assistentin, Schwerpunkt Wirtschaftswissenschaft
a) Analysis oder Numerische Mathematik oder Statistik und Wahrscheinlichkeitstheorie
b) Informatik/Datenverarbeitung oder Datenschutz/Datensicherung
c) Betriebswirtschaftslehre oder Volkswirtschaftslehre oder Rechnungswesen
3. physikalisch-technischer Assistent/physikalisch-technische Assistentin
a) Mathematik und Angewandte Mathematik
b) Physik oder physikalische Chemie und Chemie
c) Elektrotechnik und Elektronik oder Metalltechnik und Technisches Zeichnen
4. chemisch-technischer Assistent/chemisch-technische Assistentin
b) Physik/Physikalische Chemie
c) Allgemeine und Anorganische Chemie oder Organische Chemie oder Analytische Chemie oder Angewandte Informatik
5. biologisch-technischer Assistent/biologisch-technische Assistentin, Schwerpunkt Biochemie
a) Mathematik/Angewandte Mathematik und Biometrie oder Physik/Physikalische Chemie
b) Botanik oder Zoologie oder Mikrobiologie
c) Anorganische und Analytische Chemie oder Organische Chemie
6. Wirtschaftsassistent/Wirtschaftsassistentin, Schwerpunkt Datenverartung
a) Betriebs- und Volkswirtschaftslehre
c) Datenverarbeitung/Programmierung
c) Zweite Fremdsprache oder Dritte Fremdsprache
8. gestaltungstechnischer Assistent / gestaltungstechnische Assistentin,
a) Informationsgestaltung
b) Imagegestaltung
c) Produktgestaltung oder Räumliche Präsentation
(2) Die Zeit für die Bearbeitung der schriftlichen Prüfungsaufgaben beträgt in jedem Fach mindestens 150 Minuten, höchstens jedoch 180 Minuten.
(3) § 15 Abs. 2 bis 7 gilt entsprechend.
in welchen Fächern die übrigen Prüflinge geprüft werden,
(3) Für den Fall, daß ein Prüfling in drei oder vier Fächern mündlich geprüft werden soll, muß der Prüfungsausschuß gleichzeitig beschließen, auf welches Fach oder welche Fächer verzichtet werden soll, falls der Prüfling von seinem Recht auf Zuwahl von bis zu zwei Fächern Gebrauch macht und diese Fächer nicht bereits zu den vom Prüfungsausschuß beschlossenen Fächern gehören.
(1) Fächer der mündlichen Prüfung können mit Ausnahme der Fächer der Fachpraxis und des Faches Sport alle Unterrichtsfächer des letzten Schuljahres sein. Eine mündliche Prüfung muss stattfinden in den Fächern, in denen der Prüfling anstelle der Vornote den Vermerk "nicht beurteilbar" erhalten hat. Ein Prüfling darf einschließlich der zugewählten Fächer höchstens in vier Fächern mündlich geprüft werden.
(2) Prüfer ist der Lehrer, der zuletzt den Unterricht im Prüfungsfach erteilt hat oder, bei dessen Verhinderung, ein von dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu bestimmender Vertreter. Der Vorsitzende des Teilprüfungsausschusses sowie der Vorsitzende des Prüfungsausschusses haben das Recht, in die Prüfung einzugreifen, zur Klärung der Prüfungsleistung selbst Fragen zu stellen und Fragen anderer Ausschussmitglieder zuzulassen.
(5) Der Prüfling erhält für jede Einzelprüfung eine schriftlich formulierte Aufgabe, in der auch die zugelassenen Hilfsmittel genannt werden. Die festgelegte Vorbereitungszeit von in der Regel 20 Minuten kann verkürzt werden, wenn der Prüfling erklärt, dass er seine Vorbereitung abgeschlossen hat. Hat ein Prüfling anstelle der Vornote den Vermerk "nicht beurteilbar" erhalten, erhält er für dieses Fach zwei schriftlich formulierte Aufgaben, die jeweils mindestens zwei Themen aus dem Unterricht des letzten Schuljahres umfassen, zur Auswahl. Die Vorbereitungszeit hierfür beträgt 45 Minuten.
(8) Das Prüfungsgespräch dauert für jeden Prüfling in jedem Prüfungsfach in der Regel 15 Minuten, in einem mit "nicht beurteilbar" bewerteten Fach 20 bis 30 Minuten. Das Prüfungsgespräch kann kürzer sein, wenn die gestellten Aufgaben vor Ablauf dieser Zeit gelöst sind oder wenn der Prüfling auf ausdrückliche Nachfrage durch den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu Protokoll gibt, nicht länger geprüft werden zu wollen.
(10) Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses gibt dem Prüfling im Anschluss an die Prüfungskonferenz die Noten der Fächer der mündlichen Prüfung bekannt. Auf Verlangen des Prüflings sind ihm die wesentlichen Gründe, mit denen der Prüfungsausschuss zu einer bestimmten Bewertung gelangt ist, bekannt zu geben.
die Endnote in einem Fach des beruflichen Lernbereichs "mangelhaft" lautet und nicht durch die mindestens "befriedigend" lautende Endnote in einem anderen Fach desselben Lernbereichs ausgeglichen wird oder
die Endnote in einem Fach des berufsübergreifenden Lernbereichs "mangelhaft" lautet und nicht durch die mindestens "befriedigend" lautende Endnote in einem anderen Fach ausgeglichen wird oder
(4) Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses gibt dem Prüfling im Anschluß an die Prüfungskonferenz die Endnoten der Fächer der praktischen, der schriftlichen und der mündlichen Prüfung sowie das Ergebnis der Prüfung bekannt.
(5) Hat der Prüfling die Prüfung bestanden, erhält er ein Abschlußzeugnis. Hat der Prüfling die Prüfung nicht bestanden und verläßt die Schule, erhält er ein Abgangszeugnis. Form und Inhalt der Zeugnisse legt die Senatorin für Bildung, Wissenschaft und Gesundheit fest.
(6) Im Abschlußzeugnis für den Bildungsgang zum Wirtschaftsassistenten/zur Wirtschaftsassistentin wird die Endnote im Fach Maschinenschreiben/Textverarbeitung (Schwerpunkt Datenverarbeitung) und im Fach Textverarbeitung/Kurzschrift (Schwerpunkt Fremdsprachen) mit den erreichten Silben- und Anschlagszahlen pro Minute aufgeführt.
(2) Die Wiederholung findet im Rahmen der nächstfolgenden Prüfung statt. Über Ausnahmen entscheidet die Senatorin für Bildung, Wissenschaft und Gesundheit. Bis zum Prüfungstermin nimmt der Schüler am Unterricht des zweiten Schuljahres teil.
(1) Zur Prüfung kann auch ein Bewerber zugelassen werden, der nicht am Unterricht des Bildungsgangs der Berufsfachschule für Assistenten teilgenommen hat, wenn er
während der letzten zwölf Monate vor der Prüfung seine Wohnung, bei mehreren Wohnungen seine Hauptwohnung, im Lande Bremen hatte,
glaubhaft macht, daß Art und Umfang seiner Vorbereitungen den Prüfungsanforderungen entsprechen werden.
(2) Prüfungen für schulfremde Bewerber finden im Rahmen der planmäßigen Prüfungen statt. Ein schulfremder Bewerber darf zur Prüfung nicht früher zugelassen werden, als die bei regulärem Durchlaufen des Bildungsgangs möglich gewesen wäre.
(3) In besonderen Fällen kann die Senatorin für Bildung, Wissenschaft und Gesundheit Bewerber abweichend von den Voraussetzungen des Absatzes 1 Nr. 1 und 2 im gleichen Umfang zulassen, wie dies § 5 Abs. 3 vorsieht.
(4) Anträge auf Zulassung sind bei einer Berufsfachschule für Assistenten bis zum 1. März eines jeden Jahres zu stellen. Dem Antrag sind beizufügen:
eine Erklärung, ob schon an einer anderen Stelle der Versuch der Ablegung der Prüfung unternommen worden ist,
(5) Über die Zulassung entscheidet die Senatorin für Bildung, Wissenschaft und Gesundheit.
(8) Die Prüfung wird in sämtlichen Unterrichtsfächern durchgeführt. Auf eine mündliche Prüfung kann nur in solchen Fächern verzichtet werden, die praktisch oder schriftlich geprüft wurden.
(9) Wer als schulfremder Bewerber an der Prüfung erfolgreich teilgenommen hat, erhält ein Abschlußzeugnis. Hat er die Prüfung nicht bestanden, so erhält er eine entsprechende Bescheinigung. Abschlußzeugnis oder Bescheinigung erhalten folgenden Vermerk: "Herr/Frau ...... hat die Prüfung als schulfremde(r) Bewerber(in) abgelegt."
(1) Diese Verordnung tritt mit Wirkung vom 1. August 1992 in Kraft.
die Ordnung für die Abschlußprüfung der Berufsfachschulen für Assistentenberufe vom 23. April 1979 (Brem.GBl. S. 150 - 223-o-5), zuletzt geändert durch die Verordnung vom 7. April 1986 (Brem.GBl. S. 83),
die Stundentafel für die Berufsfachschule für Assistentenberufe, Fachrichtung Wirtschaft, Schwerpunkt Datenverarbeitung, vom 7. April 1986 (BrSBl. C.8.5.5.3.2/2),
die Stundentafel für die Berufsfachschule für Assistentenberufe, Fachrichtung Informatik, vom 26. August 1987 (BrSBl. C.8.5.5.3.2/3),
die Stundentafeln für die Berufsfachschule für Technische Assistenten, Fachrichtungen Chemie, Biologie-Chemie, Mathematik, Physik vom 30. Juni 1982 (BrSBl. C.8.5.5.3.2/4), geändert am 26. August 1988 (BrSBl. C.8.5.5.3.2/5),
die Stundentafel für die Berufsfachschule für Assistentenberufe, Fachrichtung Wirtschaft, Schwerpunkt Fremdsprachen, vom 25. Juli 1983 (BrSBl. 417/31),
die Stundentafel für den staatlich geprüften Mathematisch-technischen Assistenten/die Staatlich geprüfte Mathematisch-technische Assistentin, Schwerpunkt Wirtschaftswissenschaft, vom 18. März 1991.
(3) Wer vor dem Inkrafttreten dieser Verordnung seine Zulassung zur Berufsfachschule für Assistenten beantragt hat, kann nach den bisher gültigen Bestimmungen zugelassen werden, wenn diese für ihn günstiger sind.
(4) Bildungsgänge, die vor dem 1. August 1992 begonnen haben, werden nach den bisher geltenden Bestimmungen zu Ende geführt.
Bremen, den 10. Juli 1992
Verordnung über die Berufsfachschule für Assistenten vom 10. Juli 1992 01.08.1992 bis 31.07.2013
Inhaltsverzeichnis 01.08.2001 bis 31.07.2013
Eingangsformel 01.08.1992 bis 31.07.2013
Teil 1: - Ausbildung 01.08.1992 bis 31.07.2013
§ 1 - Aufgaben und Ziele 01.08.2001 bis 31.07.2013
§ 2 - Allgemeine Unterrichtsgrundsätze 01.08.1992 bis 31.07.2013
§ 3 - Bildungsgänge und Dauer der Ausbildung 01.08.2001 bis 31.07.2013
§ 6 - Zulassungsverfahren für Ausländer und Aussiedler 13.12.2011 bis 31.07.2013
§ 7 - Zulassung 01.08.2001 bis 31.07.2013
§ 7a - Praktikum 01.08.2001 bis 31.07.2013
Teil 2: - Prüfung 01.08.1992 bis 31.07.2013
§ 8 - Allgemeines, Berechtigungen 01.08.2001 bis 31.07.2013
§ 9 - Abnahme der Prüfung 01.08.1992 bis 31.07.2013
§ 10 - Prüfungsausschuß und Teilprüfungsausschüsse 13.12.2011 bis 31.07.2013
§ 11 - Gegenstand, Ort und Termine der Prüfung, Belehrung 01.08.1992 bis 31.07.2013
§ 11a - Berücksichtigung besonderer Belange Behinderter 01.08.2001 bis 31.07.2013
§ 12 - Zulassung zur Prüfung 01.08.2001 bis 31.07.2013
§ 13 - Festlegung der praktischen und schriftlichen Prüfungsfächer 13.12.2011 bis 31.07.2013
§ 14 - Erste Prüfungskonferenz 01.08.1992 bis 31.07.2013
§ 15 - Praktische Prüfung 13.12.2011 bis 31.07.2013
§ 16 - Schriftliche Prüfung 01.08.2001 bis 31.07.2013
§ 17 - Zweite Prüfungskonferenz 01.08.1992 bis 31.07.2013
§ 18 - Mündliche Prüfung 01.08.2001 bis 31.07.2013
§ 19 - Noten 29.07.1997 bis 31.07.2013
§ 20 - Dritte Prüfungskonferenz, Ergebnis der Prüfung 13.12.2011 bis 31.07.2013
§ 21 - Wiederholung der Prüfung 13.12.2011 bis 31.07.2013
§ 22 - Täuschung und Behinderung 01.08.1992 bis 31.07.2013
§ 23 - Versäumnis 01.08.1992 bis 31.07.2013
§ 24 - Prüfung für schulfremde Bewerber 13.12.2011 bis 31.07.2013
§ 25 - Niederschriften 01.08.2001 bis 31.07.2013
Teil 3: - Übergangs- und Schlußbestimmungen 01.08.1992 bis 31.07.2013
§ 26 - Inkrafttreten, Außerkrafttreten, Übergangsbestimmungen 10.06.2010 bis 31.07.2013
Anlage 1 01.08.2001 bis 31.07.2013
Anlage 2 01.08.2001 bis 31.07.2013
Anlage 3 01.08.2001 bis 31.07.2013
Anlage 4 01.08.2001 bis 31.07.2013
Anlage 5 01.08.2001 bis 31.07.2013
Anlage 6 01.08.2001 bis 31.07.2013
Anlage 7 01.08.2001 bis 31.07.2013
Anlage 8 01.08.2001 bis 31.07.2013

References: § 30

§ 3

§ 7

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§ 13

§ 24

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 § 23
 § 27
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 § 32
 § 5
 § 33
 § 6
 § 7
 § 5
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 § 7
 § 15
 § 16
 § 13
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