Source: http://palikanon.de/khuddaka/jataka/j394.htm
Timestamp: 2017-03-27 16:26:11+00:00

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Jātakam, Wiedergeburtsgeschichten 394. Die Erzählung von der Wachtel (Vattaka-Jataka)
„Gar gute Speise“ §A. Dies erzählte der Meister, da er im Jetavana verweilte, mit Beziehung auf einen gierigen Mönch. Als diesen nämlich der Meister fragte: „Ist es wahr, dass du gierig bist?“, und zur Antwort erhielt: „Ja, Herr“, sprach er: „Nicht nur jetzt, o Mönch, sondern auch früher schon warst du gierig. Infolge deiner Gier aber warst du zu Benares mit den Leichen von Elefanten, Rindern, Pferden und Menschen nicht zufrieden und begabst dich nach dem Walde, um noch mehr als dies zu erhalten.“ Nach diesen Worten erzählte er folgende Begebenheit aus der Vergangenheit.
§1. „Gar gute Speise isst du doch, Öl und zerlassne Butter, Onkel; doch sage mir, aus welchem Grunde bist du so abgemagert, Krähe?“
§2. „Wenn man in Feindes mitten wohnt und unter ihnen Nahrung sucht mit immer angsterfülltem Herzen, wie kann da dick die Krähe werden?
§3. Beständig sind voll Furcht die Krähen, die Raben wegen böser Taten; nicht freut sie der erlangte Bissen. Darum bin ich so mager, Wachtel.
§4. Doch du verzehrst nur raue Gräser und Samen ohne Saft und Kraft; drum sage mir, aus welchem Grunde bist du so wohlgenährt, o Wachtel?“
§5. „Da ich bescheiden, unbekümmert mir in der Nähe Nahrung suche, mit dem zufrieden, was mir zufällt, drum bin ich wohlbeleibt, o Krähe.
§6. Denn dem nur, der sich wenig wünscht, der ohne Sorgen glücklich lebt, der das nur isst, was er verträgt, gedeihet glücklich die Gesundheit.“

References: §1

§2

§3

§4

§5

§6