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Timestamp: 2016-10-22 19:53:10+00:00

Document:
8C_337/2016 (07.07.2016)
8C_337/2016 � � Urteil vom 7. Juli 2016
HDI Global SE, Hannover,
vertreten durch Rechtsanwalt Martin B�rkle,
Der 1981 geborene A.________ ist seit 1. April 2009 als Projekt- und Produktemanager f�r die B.________ AG t�tig und in dieser Eigenschaft bei der HDI Global gegen die Folgen von Unf�llen und Berufskrankheiten versichert. Am 3. November 2010 verdrehte er sich beim Kickbox-Probetraining durch eine "falsche Bewegung" den linken Arm und kugelte sich die Schulter aus (Schadenmeldung UVG vom 9. November 2010). Die HDI Global erbrachte Versicherungsleistungen. Am 18. Januar 2011 wurde A.________ in der Universit�tsklinik C.________ an der linken Schulter operiert. Bei diagnostizierter traumatischer antero-inferiorer Schulterinstabilit�t ohne Hyperlaxit�t links bei insgesamt dreimaliger Luxation (vom 7. Juli 2006 beim Fussballspielen, vom 3. August 2008 beim Wassertennisspielen und vom 3. November 2010 beim Kickbox-Probetraining) wurde eine offene Stabilisierung nach Latarjet an der linken Schulter durchgef�hrt. Mit Verf�gung vom 15. Juli 2013 stellte die HDI Global ihre Leistungen r�ckwirkend auf den 17. Januar 2011 ein, wobei sie auf eine R�ckforderung der Taggeldleistungen f�r die Zeit vom 17. Januar bis 4. Februar 2011 verzichtete. Daran hielt sie auf Einsprache hin fest (Einspracheentscheid vom 18. Juni 2014).
In Gutheissung der dagegen erhobenen Beschwerde hob das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich den Einspracheentscheid vom 18. Juni 2014 auf und stellte fest, dass A.________ im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 3. November 2010 im Sinne der Erw�gungen Anspruch auf die gesetzlichen Leistungen der Unfallversicherung habe (Entscheid vom 24. M�rz 2016).
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten l�sst die HDI Global beantragen, der vorinstanzliche Entscheid sei aufzuheben und der Einspracheentscheid sei zu best�tigen. Ferner l�sst sie um Gew�hrung der aufschiebenden Wirkung ersuchen.
A.________ l�sst auf Abweisung der Beschwerde schliessen, w�hrend er gegen die Gew�hrung der aufschiebenden Wirkung des Rechtsmittels keine Einw�nde erheben l�sst, verbunden mit dem Hinweis, dass die aufschiebende Wirkung vorliegend nicht den in der Beschwerdeschrift aufgef�hrten Zweck erf�lle, nachdem die Unfallversicherung die Leistungen im Zusammenhang mit dem Ereignis vom 3. November 2010 bereits erbracht habe. Das Bundesamt f�r Gesundheit verzichtet auf eine Vernehmlassung.
1.1.�Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann wegen Rechtsverletzungen gem�ss Art. 95 und 96 BGG erhoben werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG), doch pr�ft es, unter Ber�cksichtigung der allgemeinen R�ge- und Begr�ndungspflicht im Beschwerdeverfahren (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), nur die geltend gemachten Vorbringen, falls allf�llige weitere rechtliche M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind (BGE 138 I 274 E. 1.6 S. 280; vgl. auch BGE 141 V 234 E. 1 S. 236; 140 V 136 E. 1.1 S. 137 f.).
1.2.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann deren Sachverhaltsfeststellung nur berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG). Im Beschwerdeverfahren um die Zusprechung oder Verweigerung von Geldleistungen der Milit�r- oder Unfallversicherung hingegen ist das Bundesgericht nicht an die vorinstanzliche Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gebunden (Art. 97 Abs. 2 und Art. 105 Abs. 3 BGG).
Im vorliegenden Fall ist mit den Taggeldern eine Geldleistung und mit der Heilbehandlung eine Sachleistung der Unfallversicherung streitig. Rechtsprechungsgem�ss pr�ft das Bundesgericht den Sachverhalt bei einer derartigen Konstellation frei, soweit er f�r beide Rechtsverh�ltnisse erheblich ist, und st�tzt sich f�r die rechtlichen Schl�sse auf die eigenen Feststellungen. Die eingeschr�nkte Kognition gilt in solchen F�llen nur, soweit Tatsachen ausschliesslich die Sachleistung betreffen (SVR 2014 UV Nr. 32 S. 106, 8C_834/2013 E. 2.2.2).
Streitig und zu pr�fen ist, ob die Beschwerdef�hrerin �ber den 17. Januar 2011 hinaus leistungspflichtig ist, namentlich, ob sie f�r die im Zusammenhang mit der Schulteroperation vom 18. Januar 2011 angefallenen Kosten aufzukommen hat. Dabei war schon im vorinstanzlichen Verfahren unbestritten, dass das linke Schultergelenk des rechtsdominanten Versicherten am 3. November 2010 aufgrund des Ereignisses vom 7. Juli 2006 einen wesentlichen Vorzustand aufwies.
2.1.�Im angefochtenen Entscheid werden die massgeblichen Rechtsgrundlagen zutreffend wiedergegeben. Insbesondere legt die Vorinstanz richtig dar, dass die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gem�ss UVG zun�chst das Bestehen eines nat�rlichen Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidit�t, Tod) voraussetzt. Ursachen im Sinne des nat�rlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umst�nde, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist f�r die Bejahung des nat�rlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher St�rungen ist; es gen�gt, dass das sch�digende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die k�rperliche oder geistige Integrit�t der versicherten Person beeintr�chtigt hat, der Unfall mit anderen Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche St�rung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181; 402 E. 4.3.1 S. 406; 119 V 335 E. 1 S. 337, je mit Hinweisen).
2.2.�Korrekt sind auch die vorinstanzlichen Ausf�hrungen zum Wegfall unfallbedingter Ursachen eines Gesundheitsschadens bei Erreichen des Status quo sine vel ante (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 12, 8C_901/2009 E. 3.2) sowie zu dem im Sozialversicherungsrecht bei der Beantwortung von Tatfragen �blichen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181 mit Hinweisen). Darauf wird verwiesen.
3.1.�Das kantonale Gericht gelangt in ausf�hrlicher W�rdigung der medizinischen Unterlagen zum Schluss, dass der auf das Ereignis vom 7. Juli 2006 zur�ckzuf�hrende Vorschaden an der linken Schulter vor dem 3. November 2010 beim allt�glichen Einsatz nicht in Erscheinung getreten sei und kein Anlass f�r weitere medizinische Behandlungen bestanden habe. Durch Kr�ftigung der Muskulatur habe das Schultergelenk insgesamt w�hrend mehr als vier Jahren stabilisiert werden k�nnen. Deshalb k�nne nicht als erstellt gelten, dass der Versicherte sich die Reluxation auch bei einer beliebigen Alltagsaktivit�t wie Kartoffel- oder Orangensch�len h�tte zuziehen k�nnen. Nach der Zweitluxation vom 3. August 2008 habe der damals behandelnde Arzt im �brigen am 10. September 2008 (bereits wieder) eine absolute Beschwerdefreiheit festgestellt. Die beiden Ereignisse vom 3. August 2008 und vom 3. November 2010, also der unbeabsichtigte Schlag mit einem Schl�ger in eine Welle beim Wassertennisspielen und das Verdrehen des Armes beim Kickboxtraining, seien in Bezug auf den Bewegungsablauf und die Krafteinwirkung auf das linke Schultergelenk nachvollziehbar nicht mit einer beliebigen Alltagsaktivit�t zu vergleichen. Es stehe jedenfalls fest, dass das als Unfall zu qualifizierende Ereignis vom 3. November 2010 einen bis dahin bestehenden Vorzustand aktiviert und behandlungsbed�rftig gemacht habe. Damit sei es zumindest teilkausal f�r die linksseitigen Schulterbeschwerden. Die Beschwerdef�hrerin m�sse darum bis zum Zeitpunkt, in dem die Fortsetzung der �rztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr haben erwarten lassen, mithin auch noch im Zusammenhang mit dem operativen Eingriff vom 18. Januar 2011, die gesetzlichen Leistungen erbringen.
3.2.�Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, nach dem ersten Vorfall vom 7. Juli 2006 - f�r welchen sie nicht zust�ndig sei - h�tten die �rzte dem Versicherten zu einer Arthroskopie und bei Labrumriss zu dessen Refixation geraten, weil in diesem Alter die Reluxationsrate aufgrund �berdurchschnittlich h�ufiger Labrumabl�sungen erfahrungsgem�ss sehr hoch sei. Dr. med. D.________, Facharzt f�r Allgemeinmedizin FMH, habe in seinem Bericht vom 1. Dezember 2010 angegeben, dass sich der Versicherte am 3. November 2010 eine habituelle Schulterluxation zugezogen habe, welche trotz Fehlens eines ad�quaten Traumas �ber die Unfallversicherung abgerechnet werde. Selbst der behandelnde Hausarzt setze damit die Schulterbeschwerden nicht in einen Kausalzusammenhang mit dem Ereignis vom 3. November 2010. Der die Beschwerdef�hrerin beratende Dr. med. E.________, Facharzt f�r Chirurgie FMH, habe mehrfach schl�ssig und �berzeugend erkl�rt, dass bei der Beurteilung der Unfallkausalit�t des Ereignisses vom 3. November 2010 der fehlende Nachweis von klinischen Zeichen einer �usseren Krafteinwirkung auf die linke Schulter und den linken Arm wesentlich sei. Die Knorpelsch�den in der vorderen Schultergelenkpfanne seien kennzeichnend f�r eine vordere Schulterinstabilit�t, die auch bei Bewegungen, welche den Unfallbegriff nicht erf�llen w�rden, zur Luxation des Humeruskopfes f�hren k�nnten. Frische Schulterl�sionen seien in der Arthro-CT vom 11. November 2010 explizit ausgeschlossen worden. Aktenkundig sei die breite vorbestehende Hill-Sachs-L�sion im Humeruskopf und die beim ersten Ereignis eingerissene vordere untere knorpelige Lippe der Gelenkpfanne, die sich seit der Untersuchung vom 11. August 2008 weiter verschlimmert habe oder zumindest stabil geblieben sei. Die dritte Luxation sei als habituelle Luxation, somit als Luxation, die bei physiologischen Bewegungen ohne zus�tzlichen Gewaltaufwand immer wieder auftrete, zu qualifizieren. Es stehe mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit fest, dass das f�r eine Schulterluxation inad�quate Ereignis vom 3. November 2010 nur f�r eine vor�bergehende, l�ngstens bis zum 31. Dezember 2010 - bzw. 17. Januar 2011 - dauernde Verschlimmerung des Vorzustandes in der linken Schulter verantwortlich zeichne.
4.1.1.�Nach der Rechtsprechung geh�ren zu den im Sinne von Art. 6 Abs. 1 UVG massgebenden Ursachen auch Umst�nde, ohne deren Vorhandensein die gesundheitliche Beeintr�chtigung nicht zur gleichen Zeit eingetreten w�re. Eine schadensausl�sende traumatische Einwirkung wirkt also selbst dann leistungsbegr�ndend, wenn der betreffende Schaden auch ohne das versicherte Ereignis fr�her oder sp�ter wohl eingetreten w�re, der Unfall somit nur hinsichtlich des Zeitpunkts des Schadenseintritts conditio sine qua non war. Anders verh�lt es sich, wenn der Unfall nur Gelegenheits- oder Zufallsursache ist, welche ein gegenw�rtiges Risiko, mit dessen Realisierung jederzeit zu rechnen gewesen w�re, manifest werden l�sst, ohne im Rahmen des Verh�ltnisses von Ursache und Wirkung eigenst�ndige Bedeutung anzunehmen (SVR 2012 UV Nr. 8 S. 27, 8C_380/2011 E. 4.2.1; ANDREAS TRAUB, Nat�rlicher Kausalzusammenhang zwischen Unfall und Gesundheitssch�digung bei konkurrierender pathogener Einwirkung: Abgrenzung der wesentlichen Teilursache von einer anspruchshindernden Gelegenheits- oder Zufallsursache, in: SZS 2009 S. 479).
4.1.2.�Einem Ereignis kommt demzufolge der Charakter einer anspruchsbegr�ndenden Teilursache zu, wenn das aus der potentiellen pathogenen Gesamtursache resultierende Risiko zuvor nicht dermassen gegenw�rtig war, dass der ausl�sende Faktor gleichsam beliebig und austauschbar erschiene. Dagegen entspricht die unfallbedingte Einwirkung - bei erstelltem Ausl�sezusammenhang - einer (anspruchshindernden) Gelegenheits- oder Zufallsursache, wenn sie auf einen derart labilen, prek�ren Vorzustand trifft, dass jederzeit mit einem Eintritt der (organischen) Sch�digung zu rechnen gewesen w�re, sei es aus eigener Dynamik der pathogenen Schadensanlage oder wegen Ansprechens auf einen beliebigen anderen Zufallsanlass. Wenn ein allt�glicher alternativer Belastungsfaktor zu ann�hernd gleicher Zeit dieselbe Gesundheitssch�digung h�tte bewirken k�nnen, erscheint der Unfall nicht als kausal signifikantes Ereignis, sondern als austauschbarer Anlass; es entsteht daher keine Leistungspflicht des obligatorischen Unfallversicherers (SVR 2012 UV Nr. 8 S. 27, 8C_380/2011 E. 4.2.2).
4.2.1.�Im vorliegenden Fall ist unbestritten, dass das Ereignis vom 7. Juni 2006 - f�r dessen Folgen nicht die Beschwerdef�hrerin aufzukommen hat - zu einer signifikanten Sch�digung der linken Schulter gef�hrt hatte. Es ist mit der Beschwerdef�hrerin einig zu gehen, dass seitdem eine Pr�disposition f�r weitere Schulterluxationen vorhanden war. Entgegen ihrer R�ge wird dieser Vorzustand von der Vorinstanz jedoch nicht ausser Acht gelassen. Daneben hat das kantonale Gericht allerdings - unter anderem gest�tzt auf die nachvollziehbaren Angaben des vom Versicherten angefragten Dr. med. F.________, Facharzt f�r Chirurgie FMH -, auch ber�cksichtigen m�ssen und d�rfen, dass es dem Beschwerdegegner vor dem 3. November 2010 w�hrend langer Zeit gelungen war, diesen Defektzustand mit einer gut ausgebildeten Muskulatur zu kompensieren bzw. stabilisieren, so dass er die Schulter so beanspruchen konnte, als ob sie vollst�ndig gesund gewesen w�re. Die Beschwerdef�hrerin �bersieht, dass deshalb eine Operation vor der erneuten Luxation am 3. November 2010 keineswegs unmittelbar bevorstehen musste. Da das Schultergelenk durch die Muskulatur gut stabilisiert war, kann nicht angenommen werden, dass die Schulterluxation auch bei einer beliebigen allt�glichen Bewegung aufgetreten w�re (vgl. E. 4.1.2 hiervor). Schafft der Vorzustand aber eine erst latente Schadensneigung, entspricht er lediglich einer Teilursache. Es besteht folglich Raum f�r eine Leistungspflicht des obligatorischen Unfallversicherers.
4.2.2.�Daran �ndert nichts, dass ein operativer Eingriff m�glicherweise auch ohne Ereignis vom 3. November 2010 fr�her oder sp�ter notwendig geworden w�re. Fest steht jedenfalls, dass die Operation ohne den sch�digenden Ablauf beim Kickbox-Probetraining nicht schon am 18. Januar 2011 h�tte durchgef�hrt werden m�ssen, was f�r die Leistungspflicht der Beschwerdef�hrerin im Zusammenhang mit diesem Eingriff gen�gt (vgl. E. 4.1.1 hiervor).
4.2.3.�Die Beschwerdef�hrerin beruft sich auf den Hausarzt des Versicherten, welcher von einer habituellen Schulterluxation ausgeht. Daraus kann sie nichts zu ihren Gunsten ableiten. Eine habituelle Schulterluxation tritt bereits bei minimaler Inanspruchnahme oder allt�glichen Bewegungen auf. Im vorliegenden Fall hat sich der Versicherte die Schulter beim Kickbox-Probetraining nach hinten verdreht. Damit liegt ein sinnf�lliges Ereignis vor, welches nicht mit einer allt�glichen Inanspruchnahme gleichgesetzt werden kann. Aufgrund der bis zum 3. November 2010 sehr aktiven sportlichen Bet�tigung des Beschwerdegegners mit folglich guter muskul�rer Stabilisierung des Schultergelenks ist anzunehmen, dass sich die Luxation vorerst eben gerade nicht bei einer beliebigen allt�glichen und minimalbelastenden Bet�tigung ereignet h�tte. Die offensichtlich unzutreffende Einordnung des Hausarztes bildet keine Basis f�r die Einstellung der Leistungen durch die Unfallversicherung.
4.2.4.�Soweit die Beschwerdef�hrerin schliesslich das Vorliegen eines Unfallereignisses anzweifelt, k�nnen Weiterungen unterbleiben. Dementsprechend kann auch die Frage, ob der Beschwerdegegner gem�ss seinen sp�teren telefonischen Angaben gegen�ber Dr. med. F.________ (Bericht vom 15. Mai 2015) am 3. November 2010 von seinem Trainingspartner einen Schlag auf den Arm erhalten hatte, offen bleiben. Denn es steht zumindest unstreitig fest, dass der Versicherte beim Probetraining seinen linken Arm nach hinten verdreht und deshalb die Schulterluxation erlitten hatte. Damit liegt - falls nicht mit der Vorinstanz von einem Unfall auszugehen w�re - zumindest eine unfall�hnliche K�rpersch�digung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVV vor (vgl. auch SVR 2013 UV Nr. 8 S. 27, 8C_628/2012, und Urteil 8C_445/2012 vom 9. Oktober 2012), welche ebenfalls eine Leistungspflicht der Beschwerdef�hrerin nach sich zieht. Denn in Anbetracht der eindeutigen medizinischen Aktenlage ist davon auszugehen, dass im Zeitpunkt der Leistungseinstellung noch eine erhebliche Gesundheitsbeeintr�chtigung vorhanden war, f�r welche das Ereignis vom 3. November 2010 eine Teilursache bildete. Die vorinstanzliche Aufhebung des Einspracheentscheids und die Bejahung einer Leistungspflicht der Unfallversicherung �ber den 17. Januar 2011 hinaus l�sst sich somit nicht beanstanden.
Das Verfahren ist kostenpflichtig (Art. 65 BGG). Die Gerichtskosten werden dem Prozessausgang entsprechend der Beschwerde f�hrenden HDI Global auferlegt (Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG).
Der Beschwerdegegner ist durch eine Rechtsschutzversicherung, nicht aber anwaltlich vertreten, weshalb ihm die Beschwerdef�hrerin keine Parteientsch�digung auszurichten hat (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG; BGE 133 III 439).

References: Art. 95
 BGE 
 Art. 95
 Art. 105
 Art. 6
 Art. 9
 BGE