Source: http://www.bgbau-medien.de/zh/bgg956_1/titel.htm?gesamt=1
Timestamp: 2017-03-29 01:21:56+00:00

Document:
BGG 956-1: Hinweise für die Prüfung von Winden, Hub- und Zuggeräten, Titel
Fachausschuss "Maschinenbau, Hebezeuge, Hütten- und Walzwerksanlagen" der BGZ
Hinweise für die Prüfungvon Winden, Hub- und Zuggeräten
Herausgeber:Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften
BGG 956-1: Hinweise für die Prüfung von Winden, Hub- und Zuggeräten, Inhalt
2Art und Umfang der Prüfungen
3Hinweise für die Durchführung der Prüfung
BGG 956-1: Hinweise für die Prüfung von Winden, Hub- und Zuggeräten, 1. Vorbemerkung
Nach der Unfallverhütungsvorschrift "Winden, Hub- und Zuggeräte" (BGV D 8) dürfen Winden, Hub- und Zuggeräte erstmals nur in Betrieb genommen werden, wenn ihre Übereinstimmung mit den Bestimmungen der Maschinenverordnung1 durch eine EG-Konformitätserklärung und die CE-Kennzeichnung nachgewiesen ist (siehe § 2a der BGV D 8).
Winden, Hub- und Zuggeräte, die bis zum 31. Dezember 1994 in den Verkehr gebracht worden sind, müssen mindestens den bis zum 31. Dezember 1992 geltenden nationalen Bestimmungen bei Einhaltung der Mindestvorschriften des Anhanges 1 der Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Bereitstellung von Arbeitsmitteln und deren Benutzung bei der Arbeit, über Sicherheit beim Betrieb überwachungsbedürftiger Anlagen und über die Organisation des betrieblichen Arbeitsschutzes (Betriebssicherheitsverordnung – BetrSichV)
mindestens einmal jährlich (wiederkehrende Prüfung).
(siehe § 23 Abs. 1 und 2 der BGV D 8 sowie § 3 Abs. 3
und § 10 Abs. 1 bis 3
der Betriebssicherheitsverordnung)
Sachkundiger (befähigte Personen nach § 2 Abs. 7
der Betriebssicherheitsverordnung) ist, wer auf Grund seiner fachlichen Ausbildung und Erfahrung ausreichende Kenntnisse auf dem Gebiet der Winden, Hub- und Zuggeräte hat und mit den einschlägigen staatlichen Arbeitsschutzvorschriften, Unfallverhütungsvorschriften und allgemein anerkannten Regeln der Technik (z.B. BG-Regeln, DIN-Normen, VDE-Bestimmungen, technische Regeln anderer Mitgliedstaaten der Europäischen Union oder anderer Vertragsstaaten des Abkommens über den europäischen Wirtschaftsraum) soweit vertraut ist, dass er den arbeitssicheren Zustand von Winden, Hub- und Zuggeräten beurteilen kann. Diese Anforderungen erfüllen z.B. die einschlägig ausgebildeten Monteure der Hersteller- und Wartungsfirmen sowie entsprechend ausgebildetes betriebszugehöriges Fachpersonal.
Im Rahmen der wiederkehrenden Prüfung von kraftbetriebenen Seil- und Kettenzügen zum Heben von Lasten sowie von kraftbetriebenen Kranhubwerken hat der Unternehmer den verbrauchten Anteil der theoretischen Nutzungsdauer zu ermitteln (siehe § 23 Abs. 4 der BGV D 8). Erforderlichenfalls ist damit ein Sachverständiger zu beauftragen. Sachverständige nach § 23 BGV D 8 (befähigte Personen gemäß § 2 Abs. 7
der Betriebssicherheitsverordnung) sind
von der Berufsgenossenschaft ermächtigte Sachverständige für die Prüfung von Kranen (siehe § 28 der BGV D 6),
Ausnahmen von der Pflicht zur Ermittlung des verbrauchten Anteils der theoretischen Nutzungsdauer sind in § 23 Abs. 5 der BGV D 8 geregelt.
Bei der Maschinenverordnung handelt es sich um die Neunte Verordnung zum Gerätesicherheitsgesetz (Maschinenverordnung – 9.GSGV), die die Richtlinie 98/37/EG – Maschinenrichtlinie – in nationales Recht umsetzt.
BGG 956-1: Hinweise für die Prüfung von Winden, Hub- und Zuggeräten, 2. Art und Umfang der Prüfungen
2.1Prüfung vor der ersten Inbetriebnahme und nach wesentlichen Änderungen vor der Wiederinbetriebnahme
2.2Wiederkehrende Prüfungen
2.3Ermittlung des verbrauchten Anteils der theoretischen Nutzungsdauer
BGG 956-1: Hinweise für die Prüfung von Winden, Hub- und Zuggeräten, 3. Hinweise für die Durchführung der Prüfung
3 Hinweise für die Durchführung der Prüfung
Die Prüfungen sind auf der Grundlage der BGG 956-1 durchzuführen. Vorgaben des Herstellers in Betriebsanleitungen zur Durchführung von Prüfungen sind zu berücksichtigen.
Prüfungen erstrecken sich im Wesentlichen auf:
CE-Konformitätserklärung/Herstellererklärung(ab 1. Januar 1995)Prüfbuch/PrüfnachweiseBetriebsanleitung
Angaben auf dem Gerät
VollständigkeitDauerhaftigkeit, Erkennbarkeit
Träger, Stäbe, VerbindungenAufhängungen von Geräten undUmlenkrollen
BefestigungZustand
TransporteinrichtungenBefestigungseinrichtungen
VorhandenseinZustand
Wellen, Kupplungen, LagerstellenZahnräder, Schneckenräder, SchneckenSchrauben, Muttern, Keile, Bolzen
Befestigung, LagerungZustandFunktion
Einrichtungen gegen unbeabsichtigtes Unterbrechen des Kraftflusses(druckfederbelastete Sperren, Kulissenschaltungen)
ZustandFunktion
Handantriebe(Sicherung gegen Abgleiten und unbeabsichtigtes Abziehen bei abnehmbaren Kurbeln oder Hebeln)
Hand- und Kraftantriebe(gegenseitige Verriegelung)
Seiltrommeln, BordscheibenTreibscheibenKlemmbackenSeilrollen, SeilführungSeilwickeleinrichtungenKettenräder, Kettenführung
Befestigung, LagerungZustand
Elektromotoren, Widerstände
Leitungen, Zugentlastungen
Schalter, Schütze
Zustand, Vorhandensein
Hydromotoren, -pumpen
Druckbegrenzungs-, Rückschlagventile
Schlauchleitungen, Rohrleitungen
Funktion, Dichtheit
Hydraulikölzustand und –menge
Druckminder-, Rückschlagventile
Bei der Prüfung müssen Tragmittel in ihrer gesamten Länge besichtigt werden, auch die verdeckt liegenden Teile.
Zahnstangen, Ritzel
Spindeln, Tragmuttern
Verringerung des Durchmessers
Korrosion, Abrieb, Hitzeeinwirkung
Befestigung an der Trommel
Seilendbefestigung, Seilbefestigung
(siehe DIN 15 020-2 "Hebezeuge; Grundsätze für Seiltriebe; Überwachung im Gebrauch" und VDI-Richtlinie 2358 "Drahtseile für Fördermittel")
mechanische Schädigungen, Quetschstellen
Garnbrüche, Litzenbrüche, Auflockerungen
chemische Einwirkungen, aggressive Stoffe Nässe (siehe VDI-Richtlinie 2500 "Faserseile; Beschreibung, Auswahl, Bemessung")
Verformung, Anrisse, Korrosionsnarben Abnahme der Glieddicke durch Verschleiß
Teilungsvergrößerung durch Verschleiß
Längung durch plastische Verformung
Verdrehung der Kette
(siehe DIN 685-5 "Geprüfte Rundstahlketten; Benutzung")
Verformungen, Abnutzung, Anrisse, Rost
Quetschung im Hakenmaul
Sicherung der Hakenmutter
(siehe z.B. DIN 15405-1 "Lasthaken für Hebezeuge, Überwachung im Gebrauch von geschmiedeten Lasthaken")
selbsttätige Rückstellung
Kennzeichnung der ausgelösten
Einstellung Auslösegrenze
Sicherung gegen Verstellen
Betriebsendhalteinrichtung
Berücksichtigung des Nachlaufweges
Sperrklinken (Sicherung gegen Auslegen)
Rückschlagweg < 15 cm (gemessen am Handgriff)
Scheiben, Backen
Trommeln, Bänder
Gestänge, Gewichte, Federn
Bremsprobe mit Last im Bereich der zulässigen
Webcode: M679-1

References: § 2
 § 23
 § 3
 § 10
 § 2
 § 23
 § 23
 § 2
 § 28
 § 23