Source: http://virtuelle-dioezese.de/index.php
Timestamp: 2017-03-25 03:59:48+00:00

Document:
Aktuelles Einführung Kirchliche Arbeit Solidaritätsbekundungen Aktionen Buch Diakoninnen Priesterinnen Bischöfinnen katakombenweihe Verfassung-Constitution Presseerklärungen Newsletter Hirtinnenbrief Klage Neue Buecher Exerzitien Ausbildung Links woc Photos diakoninnenweihe-2002.Österreich priesterinnenweihe-2002.Donau Diakoninnenweihe-2004 Priesterinnenweihe-2005.Lyon Weihe-St.-Lawrence-River.Canada-2005 Priesterinnenweihe-Schweiz-2006 Pittsburgh-Ordination-2006.php USA-Mid-west-2008.php Canada-West-2008.php USA-East-2008.php USA-West-California-2008.php USA-West-Oregon-Ordination.php USA-South-2008.php AKTUELLES
10. Juli 2002 Monitum
11. Juli 2002 Persönlicher Brief an den Papst
22. Juli 2002 Brief an Kardinal Ratzinger
5. August 2002 Dekret zur Feststellung der Exkommunikation
14. August 2002 Antwort der Frauengruppe
27. September 2002 Beschwerde gegen Exkommunikation
21. Oktober 2002 Empfangsbestätigung
27. Januar 2003 Vatikan-Dekret bestätigt nochmals: 'Priesterinnen' sind exkommuniziert
27. Januar 2003 Stellungnahme
28. Februar 2003 Antwort auf die Exkommunikation
7. August 2003 Dr. Patricia Fresen aus Südafrika wird in Barcelona zur röm.-kath. Priesterin geweiht
26. Juni 2004 Weihe von weiteren Frauen aus Amerika, Kanada, Frankreich, der Schweiz und Lettland zu Diakoninnen
2005 Weihe von Dr. Patricia Fresen zur rk Bischöfin
2005 DREI GRUPPEN ENTSTEHEN
2005 Die Gruppe "Rk PRIESTERINNEN EUROPA-WEST" organisiert die Weihe von Genevieve Beney aus Frankreich
25. Juli 2005 Die Gruppe "ROMANCATHOLIC WOMENPRIESTS NORTHAMERICA" organisiert die Weihe von 9 Frauen auf dem St.Lawrence River in Kanada zu Diakoninnen und Priesterinnen
5. Juni 2006 Dr. Ida Raming wird zur rk Bischöfin geweiht
24. Juni 2006 Die Gruppe "Rk PRIESTERINNEN EUROPA-WEST" organisiert die erste Weihe einer Frau aus der Schweiz zur Priesterin
31. Juli 2006 Die Gruppe "ROMANCATHOLIC WOMENPRIESTS NORTHAMERICA" organisiert die Weihe von 10-12 Frauen aus Nordamerika in Pittsburgh
9. April 2008 Dana Reynolds wird zur rk Bischöfin geweiht
Weihen 2008 Mehrere Frauen werden 2008 zu rk Priesterinnen geweiht 4. Mai 2008 Kathy Redig wird zur Priesterin geweiht 29. Mai 2008 Monica Kilburn-Smith wird zur Priesterin geweiht 27. Juli 2008 Suzanne Dunn und Marilyn van Veersen werden zu Priesterinnen geweiht 14. August 2008 Janice Sevre-Duszynska wird in Lexinkton zur Priesterin geweiht 2009/2010 Dana Reynolds, Regina Nicolosi, Joan Houk, Andrea Johnson, Bridget Mary Meehan und Olivia Doko werden zu rk Bischöfinnen geweiht Januar 2010 Dr. theol. Ida Raming, rk Priesterin und rk Bischöfin veröffentlicht zusammen mit anderen Frauen das Buch: Frauen finden einen Weg, Litt-Verlag Dezember 2010 Dr. theol. Ida Raming, rk Priesterin und rk Bischöfin veröffentlicht zu Benedikt und die Frauenordination eine Stellungnahme Januar 2011 Dr. theol. Iris Müller, eine der ersten rk Priesterinnen verstarb am 30. Januar 2011 2013 Alle Welt wartet auf Reformen von Papst Franziskus 2015 in Philadelphia Konferenz der weltweiten Bewegung für die Priesterweihe von Frauen in der römisch-katholischen Kirche 2015 Die rk Priesterin und Bischöfin Dr. Ida Raming schreibt einen offenen Brief an Kardinal Gerhard Ludwig Müller 2016 Der katholische Theologe und Psychologe Wunibald Müller aus Münsterschwarzach antwortet in einem Interview in der SZ vom 4. Januar 2016: Es tut sich etwas A K T U E L L E S
EREIGNISSE von 1998 - 2004
Die "PLATTFORM OESTERREICH", die sich aus dem "Kirchenvolksbegehren"
entwickelt hat, beschließt, 3 Ausbildungsgruppen für Frauen, die in der
römisch-katholischen Kirche Priesterinnen werden wollen, einzurichten.
Es entsteht eine Gruppe in Innsbruck unter der Leitung von Dr. Martha Heizer,
eine Gruppe in Wien unter Leitung von Ingrid Thurner und eine
Gruppe in Linz unter Leitung von Christine Mayr-Lumetzberger.
Gleichzeitig beginnt in Deutschland die Gruppe Maria von Magdala unter Leitung von
Angelika Fromm mit der Ausbildung von Frauen zu Diakoninnen
Die Ausbildungsgruppe in Linz, die sich fortan:
"Gruppe: Weiheämter für Frauen"
nennt, sucht weltweit einen Bischof mit katholischer apostolischer
Sukzession, der in der legitimen Nachfolge des Apostels Petrus steht und
eine sakramental gültige Priesterinnenweihe spenden kann.
Januar 2001 Die Gemeine Spiritus Christi in Rochester (USA) findet für die Weihe einer Frau
zur Priesterin Bischof Hickmann aus Kalifornien. Bischof Hickmann weiht im Jahre 2001
Mary Ramermann zur katholischen Priesterin.
März 2002 Dr. Gisela Forster aus Bayern findet Bischof Dr. Romulo Braschi aus Argentinien
Dieser kann eine doppelte apostolische Sukzession nachweisen: Eine aus der Richtung
Bischof Padin, eine weitere aus der Richtung Bischof Geronimo Podesta.
März 2002 Die Ausbildunggruppe "Weiheämter für Frauen" plant mit Bischof Dr. Romulo Braschi
die Priesterinnenweihe. Bischof Adalberto Santo, der über einen Journalisten
vermittelt wurde, erklärt sich ebenfalls bereit, Frauen die Priesterinnenweihe zu spenden.
Bischof Adalberto Santo und Bischof Dr. Romulo Braschi, beide in der
nachgewiesenen legitimen apostolischen Sukzession, spenden 4 Frauen aus der Ausbildungs-
gruppe Weiheämter für Frauen und 2 weiteren Frauen aus Deutschland die
Diakoninnenweihe.
Bischof Dr. Romulo Braschi weiht den römisch-katholischen Priester
Rafael Ferdinand Regelsberger aus Österreich zum Bischof. Dr. Romulo Braschi will
diese Bischofsweihe vor allem, um seine apostolische Sukzession
weiterzugeben und weil er befürchtet, vom Vatikan an der
Priesterinnenweihe gehindert zu werden.
Bischof Dr. Romulo Braschi und Bischof Rafael Regelsberger, beide in der
apostolischen Sukzession des Apostels Petrus, spenden auf der MS
PASSAU, einem DONAUSCHIFF, das zwischen Passau und Linz verkehrt, 3 Frauen aus der
Ausbildungsgruppe "Weiheämter für Frauen" und weiteren vier Frauen aus
aus Deutschland und Amerika die Priesterinnenweihe,
exakt nach dem römisch-katholischen Ritus und von einem Notar
Kardinal Ratzinger erläßt ein MONITUM (Ermahnung), mit dem er den neu
geweihten Priesterinnen die Exkommunikation androht, falls sie nicht bis
zum 22. Juli 2002 "Reue bekennen" und "um Verzeihung bitten":
Erklärung (MONITUM)
Die von Kardinal Ratzinger und dem Sekretär der Glaubenskongregation,
Erzbischof Tarcisio Bertone, unterzeichnete Erklärung hat folgenden
"Am vergangenen 29. Juni hat der Gründer einer
schismatischen Gemeinschaft, Romulo Antonio Braschi, versucht, den
katholischen Frauen Christine Mayr-Lumetzberger, Adelinde Theresia
Roitinger, Gisela Forster, Iris Müller, Ida Raming, Pia Brunner und Angela
White die Priesterweihe zu erteilen.
Um das Gewissen der Gläubigen zu orientieren und jeden Zweifel in
dieser Angelegenheit zu beseitigen, möchte die Kongregation für die
Glaubenslehre in Erinnerung rufen, dass die Kirche gemäß dem
Apostolischen Schreiben 'Ordinatio sacerdotalis' von Papst Johannes
Paul II. 'keinerlei Vollmacht hat, Frauen die Priesterweihe zu spenden,
und dass sich alle Gläubigen endgültig an diese Entscheidung zu halten
haben'. Die erfolgte 'Priesterweihe' ist die Simulation eines
Sakramentes und deshalb ungültig und nichtig und stellt einen schweren
Verstoß gegen die göttliche Verfassung der Kirche dar. Weil der
'weihende' Bischof einer schismatischen Gemeinschaft angehört, handelt
es sich darüber hinaus um ein schweres Vergehen gegen die Einheit der
Kirche. Der Vorfall schadet auch der rechten Förderung der Frau, die in
der Kirche und in der Gesellschaft einen eigenen, spezifischen und
unersetzbaren Platz einnimmt.
Mit dieser Erklärung, die sich den vorausgehenden Stellungnahmen des
Bischofs von Linz und der Österreichischen Bischofskonferenz
anschließt, werden die oben genannten Frauen gemäß Kan. 1347 § 1
des kirchlichen Gesetzbuches (CIC) verwarnt, dass sie sich die
Exkommunikation zuziehen, wenn sie nicht - bis zum 22. Juli 2002 - die
Nichtigkeit der von einem schismatischen Bischof empfangenen "Weihe"
anerkennen, die im Widerspruch zur endgültigen Lehre der Kirche steht,
und Reue bekennen und um Verzeihung bitten für das bei den Gläubigen
verursachte Ärgernis".
Sie sind ein welterfahrener und versöhnlicher, aufgeschlossener und
moderner Mensch.
Nun hat leider der Präfekt Ihrer Glaubenskongregation, Josef Ratzinger gemeint, er
müßte in mittelaterlicher, wenig toleranter und engstirniger
Art und Weise uns Frauen strafen, die wir sehr glücklich darüber sind,
dass wir am 29. Juni 2002 genau nach römisch-katholischem Ritus von
einem katholischen Bischof mit der apostolischen Sukzession zu römisch-katholischen
Priesterinnen geweiht worden sind.
Ratzinger schreibt von einem § 1347, der nach genauer Nachsicht in dem
Handbuch des katholischen Kirchenrechts eine Bestrafung beinhaltet, die
nicht so schnell und so hart angewendet werden sollte: "Keinesfalls darf
der Ordinarius ein Strafverfahren einleiten, wenn die Besserung des
auf andere Weise erreicht werden kann. Er muß daher auch prüfen, wie es
um die hartnäckige Widersetzlichkeit eines Täters steht und ob nicht die
Wiederherstellung der Gerechtigkeit und die Behebung eines Ärgernisses
auch ohne Strafprozess erreicht werden können." (Josef Listl und
Heribert Schmitz, Handbuch des Katholischen Kirchenrechts, Verlag
Pustet, Regensburg 1999, Seite 1215)
Wir Frauen denken, dass wir nach unserem Gewissen, das ja die höchste
Entscheidungsinstanz bei einem Christen und einer Christin ist, richtig
gehandelt haben. Wir wollen nicht länger zusehen, wie das Evangelium in
der katholischen Kirche nicht mehr verkündet werden kann, weil die
Männer nicht mehr bereit sind, sich für das Priesteramt zu entscheiden
(der Rückgang der Neupriester ist dramatisch).
Dazu glauben wir, dass "Strafe" in jedem Fall schlecht für künftige
Dialoge ist - und wir wollen doch unsere Verständigungsbasis nicht
zerstören. Wenn Sie jetzt das Damoklesschwert der Exkommunikation über
uns hängen, so verletzen Sie uns zutiefst und geben uns keine Chance,
mit Ihnen vernünftig ins Gespräch zu kommen.
Besser als uns zu strafen wäre es, wir würden uns einmal offen über die
ganze Angelegenheit unterhalten. Ob Kardinal Josef Ratzinger und
Staatssekretät Bertoni dabei sein sollen, überlassen wir Ihnen; in jedem
Fall sollten nicht mehr Männer als Frauen an dieser Unterredung
teilnehmen: Sie verstehen schon, das Gleichgewicht der Geschlechter, das
in fast allen Verfassungen der Staaten und Menschenrechtsgesetzen inzwischen
fester Bestandteil ist.
Wir könnten uns, wenn Sie uns zu sich einladen, oder wenn sie zu uns
hier nach München, Passau oder Linz kommen, auch darüber unterhalten,
warum Sie Herrn Bischof Romulo Braschi, unseren Weihebischof, so wenig
schätzen. Er steht in einer klaren, sogar zweifachen apostolischen
Sukzession, und seine Ressentiments gegen den Vatikan rühren aus jener
Zeit, als er an der Seite der Arbeiter von Buenos Aires gegen die
argentinische Militärdiktatur auftrat. Verfolgung und Gefängnis hat ihm
dieses Engagement eingebracht, und alles andere als Schutz durch die
argentinischen Bischöfe. Die römisch-katholische Kiche hat im Jahr 2000
bitter und öffentlich bereut, dass sie zur Militärdiktatur gehalten hat.
Eine Versöhnung zwischen Bischof Romulo Braschi und Ihnen wäre
historisch gesehen überfällig.
Dem "Monitum" Ihres Präfekten Josef Ratzinger entnehmen wir außerdem,
dass er grundsätzlich nichts gegen die Priesterinnenweihe hat, sondern
dass er sie offensichtlich nur nicht von Romulo Braschi durchführen
lassen wollte - eben weil er meint, dieser wäre "schismatisch". Einen dizidierten
"Schismaversuch" können wir aber nicht erkennen.
Da Ratzinger offenbar nichts gegen die Priesterinnenweihe an sich hat,
würden wir ihm entgegenkommen, und uns ausnahmsweise von einem Bischof,
den er für gut befindet und für würdig hält, sub conditione weihen
lassen: wir würden das Ihm und Ihnen zuliebe tun. Das soll es ja in der
römisch-katholischen Weltkirche schon öfters gegeben haben...
Sie sehen, wir bemühen uns wirklich um eine Versöhnung. Wir lieben nicht
den harten Kampf und den Krieg, vor allem nicht in der Kirche. Die
römisch-katholische Kirchen wurde in der Vergangenheit ohnehin oft genug
als abscheulich gewalttätig eingeschätzt - das wollen wir doch nicht
fortsetzen! Gerade wir Frauen sind für unser Bemühen um Ausgleich, für
unsere Wärme, für unsere Fähigkeiten hinzuhören und kommunikativ tätig
zu sein, bekannt. Die Kirche braucht diese unsere Talente und
Begabungen. Schauen Sie sich so manche Kleriker-Männerbünde an - da wird es Ihnen
sicher auch nicht warm ums Herz.
Also winken Sie Ihren Präfekten der Glaubenskongregation zu sich und
ermahmen Sie ihn, gegen Frauen nicht so hart zu sein. Sicher - er weiß
nicht, wie man mit Frauen umgeht, aber auch ältere Männer können so
etwas lernen. Wir jedenfalls hoffen sehr auf mildere Töne,
entgegenkommende Versöhnungsvorschläge und überhaupt auf eine Kirche, die
bei den Menschen gut ankommt.
Es handelt sich doch nur um einen Paragraphen des kirchlichen
Gesetzbuchs (§ 1024) - und nur um die Änderung eines Wortes, von "Mann"
auf "Mensch". Das wäre, wie Johannes XXIII bezüglich des
Zölibatsgesetzes sagte, "nur ein Federstrich". Das Kirchenrecht wurde in
der Vergangenheit schon so oft geändert und den Bedürfnissen der Zeit
Dr.Gisela Forster und Christine Mayr-Lumetzberger
Die neu geweihten Priesterinnen weigern sich "Reue zu bekennen" und
bitten nicht "um Verzeihung". Sie senden folgenden Brief an Kardinal
Sr. Adelinde Theresia Roitinger
E-Mail mmcml@ping.at
E-Mail gisela.forster@campus.lmu.de
Eisenwerkstrasse 4 - A-4020 Linz
Abschriften an seine Exzellenz den Bischof von Linz, seine Exzellenz den
Bischof von Salzburg, seine Eminenz den Bischof von München-Freising,
seine Eminenz und Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz den
Bischof von Mainz, seine Exzellenz den Bischof von Köln, seine
Exzellenz den Bischof von Münster und seine Exzellenz den Bischof von
Mit dem RECURSUS wird BESCHWERDE gegen das MONITUM von Joseph Kardinal
Ratzinger vom 10. Juli 2002 erhoben:
Wir Frauen wehren uns gegen die ANDROHUNG der EXKOMMUNIKATION, denn
wir haben keine Tat begangen, die die BEUGESTRAFE der EXKOMMUNIKATION
Die Priesterinnenweihe wurde mit der Kraft des Heiligen Geistes durch
die Handauflegung eines in der apostolischen Sukzession stehenden
Bischofs sakramental gültig nach römisch-katholischem Ritus gespendet.
MIT DER PETITIO, stellen wir den ANTRAG auf Veränderung eines Wortes im
Canon 1024 CIC:
Wir beantragen, dass die Priesterinnenweihe auch kirchenrechtlich
anerkannt wird und dass der Canon 1024 CIC:
verändert wird in
"Die heilige Weihe empfängt gültig nur ein getaufter Mensch"
Die Gleichberechtigung der Frau ist in allen Ländern der Welt
festgeschrieben. Diskriminierungen von Personen auf Grund ihres
Geschlechtes sind weltweit verboten und widersprechen dem christlichen
Glaubensverständnis (vergl. II. Vatikanisches Konzil: LG Nr.32; GS Nr.29).
Einzelnen Frauen aus der Weihegruppe wurde ein MONITUM von Joseph
Kardinal Ratzinger übermittelt, in dem dieser schwere Vorwürfe gegen die
Frauen erhebt. Den Behauptungen von Joseph Kardinal Ratzinger muß
widersprochen werden:
Kardinal Ratzinger schreibt von dem "Gründer einer schismatischen
Gemeinschaft", der die Priesterinnenweihe erteilt habe.
Monsignore Romulo Braschi ist kein Schismatiker. Er wurde niemals aus
der katholischen Kirche ausgeschlossen und hat auch niemals seinen
Austritt erklärt. Es gab kein Verfahren der Exkommunikation, der
Suspendierung oder des Interdikts gegen ihn.
Monsignore Romulo Braschi hat nicht "versucht", die "Priesterweihe"
zu erteilen, sondern er hat Kraft seiner
apostolischen Sukzession unter Anrufung des Heiligen Geistes die
Priesterinnenweihe gespendet. Der Wortlaut der Weihe entspricht in allen
Details der vorgeschriebenen römisch-katholischen Priesterweihe. Der
Vorgang wurde von einem Notar dokumentiert.
Die Priesterinnenweihe war keine "Simulation eines Sakramentes",
sondern eine ordnungsgemäße Sakramentenspendung. Die Weihe kann daher
nicht ungültig und nicht nichtig sein (vergl. Canon 849 CIC: "Die Taufe
ist die Eingangspforte zu den Sakramenten.")
Über den "Platz" der Frauen in der Kirche sollten nicht Männer allein
entscheiden, sondern nur Männer im Dialog mit Frauen. Dieser Dialog wird
von seiner Exzellenz Joseph Kardinal Ratzinger seit Jahrzehnten
verweigert. Er hat daher nicht das Recht, die "Stellung der Frau" in der
Kirche zu bestimmen. Was in der "Ordinatio sacerdotalis" steht, ist
tiefste Frauenfeindlichkeit, gemischt mit der Anmaßung, dies sei
"göttliche Verfassung". Die Worte im MONITUM stehen im Widerspruch zur
Lehre. Lehre des Christentums ist die Gleichrangigkeit von Mann und
Frau: "Ihr alle, die ihr auf Christus getauft seid, habt Christus
angezogen. Da sind nicht mehr Juden und Heiden, nicht Sklaven und Freie,
nicht Mann und Frau; denn ihr alles seid 'einer' in Christus Jesus."
(Galaterbrief 3,27f).
Kardinal Ratzinger trennt mit seiner frauenfeindlichen Einstellung
Männer und Frauen in zwei Teile und er schadet damit der Einheit der
Die "Stellungsnahme" "der österreichischen
Bischofskonferenz" haben weder Joseph Kardinal Ratzinger
noch irgendeine andere kirchliche Stelle den Frauen der Weihegruppe
bisher mitgeteilt. Eine Verwarnung der österreichischen
Bischofskonferenz ist den Frauen nicht bekannt.
Canon 1347 CIC besagt: "Die Beugestrafe kann gültig nicht verhängt
werden, wenn nicht vorher der Täter einmal verwarnt worden ist, seine
Widersetzlichkeit aufzugeben, und ihm eine entsprechende Zeitspanne zum
Sinneswandel gewährt wurde."
Die Bischofs-Briefe tragen die Poststempel: 11.7., angekommen sind die
Briefe am 15.7. Als Termin setzt Kardinal Ratzinger den 22. 7. Er gibt
den Frauen also nicht einmal 8 Tage Zeit, um die Tatsachen zu erörtern.
Dies ist keine "entsprechende Zeitspanne". Da internationale
Entscheidungsfindungen getroffen werden müssen, beantragen wir eine
Besprechungszeit von 3 Monaten.
Damit wir uns in diesen 3 Monaten umfassend und wissenschaftlich
informieren können, bitten wir um BELEHRUNG in folgenden Punkten:
Im Handbuch des Katholischen Kirchenrechts (Listl, S. 1128, C anon 1318
CIC) heißt es ausdrücklich, dass "die Beugestrafe, insbesondere die
Exkommunikation nur mit allergrößter Zurückhaltung und nur für schwerste
Straftaten" angewendet werden sollte.
Verletztung des Beichtgeheimnisses Canon 1388 CIC
Lossprechungsversuch eines wegen sexueller Delikte angeklagten
Priesters Canon 977 CIC und Canon 1378 CIC
Keines dieser Delikte haben wir Frauen begangen: Wir sind nicht vom
Glauben abgefallen, wir haben keinen Irrglauben verbreitet, wir sind
nicht abtrünnig geworden, sondern wir haben uns exakt nach dem
römisch-katholischen Ritus weihen lassen. Wir sind nicht aus der Kirche
ausgetreten, haben kein Beichtgeheimnis verletzt und haben nicht
abgetrieben. Auch haben wir keine Hostien weggeworfen und keinen sexuell
verfehlten Priester losgesprochen.
Die 7 Frauen, die sich am 29. Juni 2002 zu Priesterinnen weihen
ließen, können nicht erkennen, warum diese Weihe "nichtig" sein soll.
Die Frauen sehen diese Weihe nicht im Widerspruch zur autenthischen
christlichen Lehre. Ein "Ärgernis" bei den Gläubigen ist nicht
entstanden, die vielen aufmunternden Zuschriften und Anrufe besagen
vielmehr, dass das Kirchenvolk die Weihe von Priesterinnen für richtig
Als Ärgernis wird dagegen von den Menschen die Verweigerung der
Amtskirche, Frauen zu Priesterinnen zu weihen, gesehen, wie wir aus den
Solidaritätsbekundungen, die im Netz unter www.virtuelle-dioezese.de
veröffentlicht werden, entnehmen können.
Da wir Frauen immerzu ausdrücklich erklärten, dass wir keinen Streit
oder Krieg mit der Amtskirche wünschen, soll von uns aus auf die
Bereitschaft zu einem Dialog mit Joseph Kardinal Ratzinger oder Papst
Johannes Paul II hingewiesen werden. Unsere Bereitschaft zum Dialog
betonen wir im Besonderen unter Hinweis auf den Canon 1733 CIC:
"Es ist sehr zu wünschen, dass zwischen dem, der sich durch ein
Dekret beschwert fühlt, und dem, der das Dekret erlassen hat, ein
Rechtsstreit vermieden wird und dass zwischen ihnen in gemeinsamer
Überlegung für eine billige Lösung Sorge getragen wird; dabei sollen
gegebenfalls auch angesehene Persönlichkeiten zur Vermittlung und zum
Dienst beigezogen werden, so dass auf geeignete Weise Streit vermieden
oder geschlichtet wird."
München, Linz am Tag von MARIA VON MAGDALA, der Frau, der Jesus nach
seinem Tod als erster erschienen ist, 22. Juli 2002
Da die Frauen Christine Mayr-Lumetzberger, Adelinde Theresia Roitinger,
Gisela Forster, Iris Müller, Ida Raming, Pia Brunner und Angela White
auf das Monitum dieser Kongregration vom vergangenen 10. Juli, das am
darauf folgenden Tag veröffentlicht wurde, bis zum festgesetzten
Zeitpunkt, dem 22. Juli 2002, keine Zeichen der Reue und Umkehr für das
von ihnen begangene schwerwiegende Vergehen gezeigt haben, verhängt
dieses Dikasterium über die genannten Frauen gemäß dem Monitum die dem
Apostolischen Stuhl vorbehaltene Exkommunikation mit allen in can. 1331
CIC festgesetzten Rechtsfolgen.
In Erfüllung dieses gebotenen Einschreitens vertraut die Kongregation
darauf, dass die Genannten, erleuchtet durch die Gnade des Heiligen
Geistes, zur Einsicht gelangen und den Weg zurück finden zur Einheit im
Glauben und zur Gemeinschaft mit der Kirche, die sie durch ihr Handeln
Rom, am Sitz der Kongregation für die Glaubenslehre, am 5. August 2002
+P.L.
+Joseph Card. RATZINGER, Präfekt
Erzbischof em. von Vercelli, Sekretär
Im Auftrag der Kongregation für die Glaubenslehre übermittelt Ihnen die
Apostolische Nuntiatur das beiliegende beglaubigte Dokument mit Datum
vom 5. August 2002, das Sie betrifft (Anlage). Am gleichen Tag wird es
vom vatikanischen Pressesaal bekannt gegeben und im L'Osservatore Romano
Berlin, den 2. August 2002
Postfach 810218 - 10923 Berlin
Lilienthalstraße 3 a-10965 Berlin-Tel.(030)616240-Fax(030)61624300
(Beide Schreiben im Kuvert gefunden in Berg, Samstag, 10. August 16 Uhr)
1. Als einziger Vorwurf ist geblieben: "SCHWERWIEGENDES VERGEHEN", auf
eine Definition dieses Begriffes verzichtet die Kongregation für die
2. Es wird Bezug genommen auf den § 1331 hier der Wortlaut:
"CODEX IURIS CANONICI
Lateinisch-deustche Ausgabe
Verlag Butzon & Becker, Kevelaer, 5. Auflage 2001, S.585:
S T R A F E N U N D A N D E R E M A S S R E G E L U N G E N
B E U G E S T R A F E N
Can.1331 -
1 jeglicher Dienst bei der Feier des eucharistischen Opfers oder bei
irgendwelchen anderen gottesdienstlichen Feiern;
2 Sakramente oder Sakramentalien zu spenden und Sakramente zu empfangen;
3 jedwede kirchlichen Ämter, Dienste oder Aufgaben auszuüben oder Akte
der Leitungsgewalt zu setzen.
1 muß der Täter ferngehalten oder muß von der liturgischen Handlung
abgesehen werden, wenn er der Vorschrift von § 1, n.1 zuwiderhandeln
will, es sei denn, es steht ein schwerwiegender Grund dagegen;
2 setzt der Täter ungülte Akte der Leitungsgewalt, die gemäß § 1, n.3
unerlaubt sind;
3 ist dem Täter der Gebrauch vorher gewährter Privilegien untersagt;
4 kann der Täter gültig keine Würde, kein Amt und keine anderen Dienst
in der Kirche erlangen;
5 erwirbt der Täter die Erträge einer Würde, eines Amtes, jedweden
Dienstes, einer Pension, die er etwa in der Kirche hat, nicht zu eigen."
3. EINEN AUSSCHLUSS AUS DER RÖMISCH-KATHOLISCHEN KIRCHE BEDEUTET DIE
EXKOMMUNIKATON N I C H T !!!
Listl: Handbuch des katholischen Kirchenrechts, Verlag Pustet,
S. 1121:
"Die Kirchenstrafe ist eine rechtliche Beschränkung, die die katholische
Kirche jenen Gliedern auferlegt, die gegen die Ordnung in wichtiger
Sache und in schuldhafter und anrechenbarer Weise gefehlt haben.
NIEMALS ABER BEWIRKT EINE STRAFE DEN AUSSCHLUSS AUS DER KIRCHE".
"Die Strafgewalt der Kirche wurde in alter und in neuer Zeit in Frage
gestellt. In der Zeit nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil entfachte
vor allem Peter Huizing die Diskussion um die Begründung eines
kirchlichen Strafrechts. Verstärkt wurde eine theologische Grundlegung
gefordert. Libero Gerosa (Ist die Exkommunikation eine Strafe? in AfkKR
154 (1985), S. 83) stellte in diesem Zusammenhang die Frage, ob die
Kirche, wenn sie Strafen verhänge, nicht im Widerspruch zu ihrem Wesen
stehe, eine Gemeinschaft der Liebe zu sein, die sich auf den freien
Glaubensakt gründet?"
S.E. Joseph  Cardinal Ratzinger pers.
Betreff: Dekret zur Feststellung der Exkommunikation vom
b e a n t r a g en
hiermit sowohl im eigenen Namen als auch im Namen von Dr. Ida
Raming, Dr.Iris Müller, Adelinde Theresia Roitinger, Pia Brunner und
Angela White gem. can. 1734 - § 1 CIC bei der Kongregation für die
Glaubenslehre die
wir gem. can. 1481 - § 2 CIC die Beiordnung eines im Kirchenrecht
kundigen Anwalts für das weitere Verfahren.
1.Es fehlt bereits an der ordnungsgemäßen Bekanntgabe des
Dekrets. Gem. can. 1509 - § 1 CIC hat die Bekanntgabe von Dekreten durch
die Post oder auf eine andere äußerst sichere Weise zu erfolgen.
Wir haben von der Feststellung der Exkommunikation am 5. 8. 2002 um 13
Uhr 30  nur aus der Presse erfahren. Am Samstag, den 10.08.2002 lag  vor
einer Zimmertür in Berg ein Brief ohne Absenderangabe, der das Dekret
der Kongregation für die Glaubenslehre enthielt.
Die Niederlegung eines Briefes ohne Absenderangabe ist keine "äußerst
sichere Weise" der Übermittlung und stellt damit keine ordnungsgemäße
Bekanntgabe dar. Damit ist das Dekret uns gegenüber nicht wirksam
geworden und kann keinerlei Rechtswirkungen entfalten.
2. Gleichwohl stellen wir vorsorglich   A n t r a g   gem. can. 1734 -
§ 1 CIC, den wir folgendermaßen  b e g r ü n d e n:
Wir haben das uns vorgeworfene "schwerwiegende Vergehen" (ebenso
wenig wie die anderen fünf Frauen) nicht begangen.
B e g r ü n d u n g   i m   E i n z e l n e n:
1. Die Gleichberechtigung der Frau ist in allen demokratischen
Ländern der Welt festgeschrieben. Diskriminierungen von Personen auf
Grund ihres Geschlechtes sind weltweit verboten und widersprechen vor
allem auch dem christlichen Glaubensverständnis (vergl.II. Vatikanisches
Konzil: LG Nr. 32;GS Nr.29).
2. Monsignore Romulo Braschi hat nicht "versucht", die "Priesterweihe"
zu erteilen, sondern er hat Kraft seiner apostolischen Sukzession unter
Anrufung des Heiligen Geistes die Priesterinnenweihe sakramental gültig
gespendet. Der Wortlaut der Weihe entspricht in allen Details der
Der Vorgang wurde von einem Notar dokumentiert.
3. Die Priesterinnenweihe war keine "Simulation eines Sakramentes",
4. Über den "Platz" der Frauen in der Kirche sollten nicht Männer
allein entscheiden, sondern nur Männer im Dialog mit Frauen. Dieser
Dialog wird von den verantwortlichen Amtsträgern der Kirche seit
Jahrzehnten verweigert. Sie haben daher nicht das Recht, die "Stellung
der Frau" in der Kirche zu bestimmen.
5. Die Aussagen in  "Ordinatio sacerdotalis" basieren auf einer
überholten frauenfeindlichen Anthropologie: Der vermeintliche angemasste
Vorrang des Mannes vor der Frau wird als "göttliche Verfassung" der
Kirche deklariert. Bekanntlich ist die Begründung des Apostolischen
Schreibens "Ordinatio sacerdotalis" für den Ausschluss der Frau von der
Priesterweihe von einer großen Zahl maßgebender Theologen und
Theologinnen aus aller Welt als nicht stichhaltig zurückgewiesen worden.
Wir verweisen auf die einschlägige Literatur.
6. Lehre des Christentums ist die Gleichrangigkeit von Mann und
angezogen. Da sind nicht mehr Juden und Heiden, nicht Sklaven und
Freie, nicht Mann und Frau; denn ihr alle seid 'einer' in Christus
Jesus." (Galaterbrief 3,27f).
Die verantwortlichen kirchenleitenden Amtsträger verursachen durch den
Auschluß der Frau von allen Weiheämtern eine tiefgreifende Schranke
zwischen Männern und Frauen und schaden so der Einheit der katholischen
7. Im Handbuch des Katholischen Kirchenrechts( Listl, S. 1128, can. 1318
Exkommunikation nur mit allergrößter Zurückhaltung und nur für
schwerste Straftaten" angewendet werden sollte.
9. Absolution des Mitschuldigen an einer Sünde gegen das sechste Gebot:
Canon: 977 CIC und Canon 1378 CIC
Keines dieser Delikte haben wir Frauen begangen.
ließen, können nicht erkennen, warum diese Weihe ein "schwerwiegendes
Vergehen" sein soll, wenn keines der im Kirchenrecht erwähnten Delikte
S c h l u s s b e m e r k u n g:
Die 7 geweihten Frauen weisen ausdrücklich darauf hin, dass sie den
"Weg zur Einheit im Glauben und zur Gemeinschaft mit der Kirche" niemals
verlassen haben und dass sie daher auch nicht zur Kirche
"zurückzufinden" brauchen. Die Frauen bedauern, dass Joseph Cardinal
Ratzinger anscheinend keinen der von ihnen an die Glaubenskongregation
gesandten Briefe liest und bislang auf keines der mitgeteilten Argumente
geantwortet hat. Die Frauen sehen darin eine menschenverachtende
Verhaltensweise. Unter Bezugnahmen auf Libero Gerosa möchten die Frauen
die Frage stellen, "ob die Kirche, wenn sie Strafen verhänge, nicht im
Widerspruch zu ihrem Wesen stehe, eine Gemeinschaft der Liebe zu sein,
die sich auf den freien Glaubensakt gründet" (Zitat: Libero Gerosa: Ist
die Exkommunikation eine Strafe? in AfkKR 154 (1985), S. 83; In: Listl,
Handbuch des katholischen Kirchenrechts, Pustet Verlag, Regensburg S.
1120). Die Frauen weisen darauf hin, dass es wünschenswert wäre, wenn
sich auch der Präfekt der Glaubenskongregation an diesen Ursprung der
Kirche erinnern und die "Liebe zum Nächsten" über die "Bestrafung des
Nächsten" stellen würde.
Im Besonderen verweisen die Frauen auf can. 50 CIC: "Bevor eine
Beweismittel einholen sowie nach Möglichkeit diejenigen hören, deren
Rechte verletzt werden könnten."
Wir bitten deshalb eindringlich um Anhörung  und um den längst fälligen
mit den geweihten Frauen zusammen mit den weihenden Bischöfen und den
zuständigen Diözesanbischöfen.
GRUPPE: W E I H E Ä M T E R    F Ü R    F R A U E N
Christine Mayr-Lumetzberger mmcml@ping.at
Dr. Gisela Forster gisela.forster@campus.lmu.de
Theologische Sprecherinnen: Dr. Iris Müller und Dr. Ida Raming
iraming@t-online.de
Telefonnummern: 0043-7615-7566, 0043-6641544426, 0049-8151-970039,
0049 172 8535405
Eisenwerkstraße 4
-KONGREGATION FÜR DIE GLAUBENSLEHRE
Palazzo des S. Ufficio
100129 ROM
per FAX 0036 06 69883409
- DEN APOSTOLISCHEN NUNTIUS IN BERLIN
per FAX 030 61624300
- AN DIE BISCHOFSZENTRALEN IN ÖSTERREICH, DEUTSCHLAND UND AMERIKA
per Fax an die jeweiligen Adressen
- MONITUM von Kardinal Ratzinger vom 10. Juli 2002
- DEKRET zur Feststellung der EXKOMMUNIKATION vom 5.8.2002
ausgesprochen gegenüber den 7 auf dem Donauschiff am 29. Juni
2002 geweihten Frauen
- ANTRAG zur Rücknahme der Exkommunikation vom 14.8.2002
- ANTRAG auf die Beiordnung eines im Kirchenrecht kundigen
Anwalts lt.
can. 1481 §2 CIC
Die Gruppe: WEIHEÄMTER FÜR FRAUEN erhebt
RECURSUS ADVERSUS DECRETA ADMISTRATIVA
(nach can. 1732-1739 CIC)
gegen die von der Kongregation für die Glaubenslehre (Präfekt:
Kard.Josef Ratzinger) ausgesprochene Exkommunikation der 7 Frauen, die
sich am 29. Juni 2002 auf dem Donauschiff MS Passau zwischen
Österreich und Deutschland zu römisch-katholischen Priesterinnen
weihen ließen.
Die Exkommunikation stützt sich auf kein entsprechendes
Strafgesetz des CIC.
Die Verlautbarungen der Kongregation für die Glaubenslehre
(Monitum v. 10. Juli 2002 und Dekret zur Feststellung der
Exkommunikation vom 5. August 2002) benennen keinen Straftatbestand,
wodurch sich die 7 Frauen die Strafe der Exkommunikation zugezogen
hätten.(S. dazu: Klaus Lüdicke, Prof. für Kirchenrecht: Schutz durch das
Recht? in: Orientierung 66(2002)Nr. 17 v. 15. September 2002,
S.178-181).
Can. 221 § 3 CIC normiert aber : "Die Christgläubigen haben das
Recht, mit kanonischen Strafen nur nach Maßgabe des Gesetzes belegt zu
Zurückweisung der einzelnen Beschuldigungen (lt. Monitum):
1. Die Frauen haben sich keiner "Simulation eines Sakramentes"
(vgl. can. 1379 CIC ) schuldig gemacht. Bei der Priesterinnenweihe
handelte es sich um eine ordnungsgemäße Sakramentenspendung (vgl. can.
849 CIC:"Die Taufe ist Eingangspforte zu den Sakramenten.") Die in can.
1379 CIC genannte Straftat bezieht sich im übrigen auf den Spender,
nicht auf den Empfänger. (Die Tatstrafe der Exkommunikation ist auch
nicht durch can. 1329 § 1 CIC in Verbindung mit can. 1379 CIC
2. Ebenfalls haben sich die Frauen keiner Verletzung der
authentischen Lehre Christi und der Kirche schuldig gemacht.
Die Lehre von "Ordinatio sacerdotalis" basiert nicht auf einer
kollegialen Entscheidung des Bischofskollegiums und ist nicht
getragen vom 'sensus fidelium'.
Bekanntlich steht die Begründung des Apostolischen Schreibens
"Ordinatio Sacerdotalis" für den Ausschluss der Frau von der
Priesterweihe nicht in Übereinstimmung mit dem Report der
Päpstlichen Bibelkommission (1976), demzufolge ein Verbot weiblicher
Priester aus dem NT nicht abgeleitet werden kann und der Heilsplan
Christi durch die Zulassung der Frauenordination nicht verfälscht würde
(Vgl.Walter Groß, Bericht der Päpstlichen Bibelkommission, 1976, in.
ders.(Hg.),Frauenordination. Stand der Diskussion in der kath. Kirche,
München1996, 25-31).
Die Argumentation von "Ordinatio Sacerdotalis" ist von der
überwiegenden Zahl maßgebender Theologen in aller Welt als nicht
stichhaltig zurückgewiesen worden (Wir verweisen auf die
einschlägige Literatur).
Botschaft Christi ist die Gleichrangigkeit von Mann und Frau
aufgrund ihrer Menschenwürde und aufgrund von Glaube und Taufe, wie es
die Taufformel in Gal 3,27f klar ausdrückt: "In Christus ist (gilt)
nicht.... Mann und Frau".
Diese Lehre wird in der Enzyklika Johannes' XXIII. "Pacem in
terris" (1963) betont und bildet in diesem Schreiben die Grundlage für
die Formulierung von Menschenrechten, die allen Menschen, unabhängig
von Geschlecht, Rasse, Herkunft etc. zukommen.
Zu diesen Menschenrechten zählt auch das Recht der freien
Standeswahl.
In der Pastoralkonstitution des 2. Vatikanischen Konzils (GS Nr.
29) wird betont: "Da alle Menschen eine geistige Seele haben und nach
Gottes Bild geschaffen sind, da sie dieselbe Natur und denselben
Ursprung haben, da sie, als von Christus Erlöste, sich derselben
göttlichen Berufung und Bestimmung erfreuen, darum muß die
grundlegende Gleichheit der Menschen immer mehr zur Anerkennung
gebracht werden... Jede Form einer Diskriminierung in den
gesellschaftlichen und kulturellen Grundrechten der Person, sei es
wegen des Geschlechts oder der Rasse, der Farbe, der
gesellschaftlichen Stellung, der Sprache oder der Religion, muß
überwunden und beseitigt werden, da sie dem Plan Gottes
widerspricht..." (vgl. auch LG Nr. 32).
3. Einen gesetzlichen Straftatbestand eines "schwerwiegenden
Verstoßes gegen die göttliche Verfassung der Kirche" kennt das
kanonische Strafrecht nicht.
4. Es liegt auch kein Verstoß gegen die Einheit der Kirche (im
Sinne von can. 1364 CIC u. can. 751 CIC) vor. Die sieben Frauen haben
wiederholt öffentlich erklärt, dass sie Mitglieder der röm.-katholischen
Kirche aufgrund ihrer Taufe sind und es auch bleiben wollen. Ihre
Weihe (am 29.06.) wurde streng nach römisch-katholischem Ritus
vollzogen. Sie beabsichtigen kein Schisma.
Die Exkommunikation der sieben Frauen ist durch die Normen des
Strafrechts des CIC nicht gedeckt.
Das Dekret zur Feststellung der Exkommunikation (vom 5.8. 2002)
ist daher lt. Antrag auf Rücknahme der Exkommunikation vom 14.08. 2002
gemäß can. 1734 § 1 aus inhaltlichen und formalen Gründen
Die sieben Frauen beantragen nunmehr ein geordnetes Verfahren, in
dem ihnen zusteht, "ihre Rechte, die sie in der Kirche besitzen,
rechtmäßig geltend zu machen und sie nach Maßgabe des Rechts vor
dem zuständigen kirchlichen Gericht zu verteidigen" (can. 221 § 1 CIC).
Für die Weihegruppe
für die 7 geweihten Frauen
P O S T   a u s   d e m   V A T I K A N:
pro doctrina fidei              citta del vaticano
Palazzo del S.Ufficio  21.Oktober 2002
Prot.N. 171/97-15881
Die Kongregation bestätigt den Eingang Ihrer Schreiben vom 14. August
2002 sowie vom 27. September 2002, mit denen Sie die Rücknahme des
Exkommunikationsdekrets vom 5. August 2002 beantragen bzw. Beschwerde
gegen die Exkommunikation der sieben Frauen einlegen, die am 29. Juni
2002 versucht haben, das Sakrament der Priesterweihe zu empfangen.
Ich teile Ihnen mit, dass die genannten Schreiben den für solche Fälle
zuständigen Instanzen unterbreitet werden.
Augustine Di Nering
Unter-Sekr.
Am 29. Juni 2002 hat der Gründer einer schismatischen Gemeinschaft namens Romulo
Antonio Braschi versucht, den katholischen Frauen Christine Mayr-Lumetzberger,
Adelinde Theresia Roitinger, Gisela Forster, Iris Müller, Ida Raming, Pia
Brunner e Dagmar Braun Celeste, die unter dem Namen Angela White auftrat, die
Priesterweihe zu erteilen.
Im Anschluss an die vorausgehenden Stellungnahmen des Bischofs von Linz und der
Österreichischen Bischofskonferenz veröffentlichte die Kongregation für die
Glaubenslehre am 10. Juli 2002 eine Erklärung, in der sie die genannten Personen
verwarnte, dass sie mit der Exkommunikation bestraft würden, wenn sie nicht bis
zum 22. Juli 2002 die Nichtigkeit der empfangenen "Weihe" anerkennen und für das
bei den Gläubigen verursachte Ärgernis um Verzeihung bitten. Weil diese kein
Zeichen der Reue zeigten, bestätigte die Kongregation mit Dekret vom 5. August
2002, dass der "weihende" Bischof, da Schismatiker, bereits zuvor exkommuniziert
war, und verhängte über die oben erwähnten Personen die dem Heiligen Stuhl
vorbehaltene Exkommunikation; zugleich brachte sie ihre Hoffnung zum Ausdruck,
dass diese den Weg der Umkehr finden.
Die betroffenen Personen veröffentlichten daraufhin Briefe und Interviews, in
denen sie sich von der Gültigkeit der empfangenen "Weihe" überzeugt erklärten.
Sie verlangten eine Änderung der endgültigen Lehre, gemäß der die Priesterweihe
ausschließlich Männern vorbehalten ist, und bekräftigten, dass sie die "Messe"
und andere "Sakramente" für kleine Gruppen feiern. Mit Schreiben vom 14. August
2002 beantragten sie die Abänderung des Exkommunikationsdekretes, und mit
Schreiben vom 27. September 2002 legten sie mit Hinweis auf die cann. 1732-1739
CIC Beschwerde gegen das genannte Dekret ein. Am 21. Oktober 2002 wurde ihnen
mitgeteilt, dass ihre Anfragen den zuständigen Instanzen vorgelegt würden.
Der Antrag auf Abänderung des Dekrets sowie der Rekurs wurden am 4. und 18.
Dezember 2002 von der Ordentlichen Versammlung der Kongregation geprüft. An den
Sitzungen nahmen die in Rom ansässigen Mitglieder der Kongregation teil, nämlich
die Kardinäle Joseph Ratzinger, Alfonso López Trujillo, Ignace Moussa I. Daoud,
Giovanni Battista Re, Francis Arinze, Jozef Tomko, Achille Silvestrini, Jorge
Medina Estévez, James Francis Stafford, Zenon Grocholewski, Walter Kasper,
Crescenzio Sepe und Mario Francesco Pompedda sowie die Bischöfe Tarcisio Bertone
SDB und Rino Fisichella. Bei diesen Zusammenkünften wurde kollegial entschieden,
den genannten Rekurs zurückzuweisen. In der Angelegenheit ist nämlich eine
hierarchische Beschwerde nicht zulässig, weil das Exkommunikationsdekret von
einem Dikasterium des Heiligen Stuhles ausgestellt wurde, das im Namen des
Papstes handelt (vgl. can. 360 CIC). Um jeden Zweifel in der Sache zu
beseitigen, hielten es die Mitglieder der Kongregation für notwendig, einige
grundlegende Punkte noch einmal zu bekräftigen.
1. Klar festzuhalten ist, dass es sich bei dem vorliegenden Fall nicht um eine
Tatstrafe handelt, die durch das Begehen einer vom Gesetz ausdrücklich
festgelegten Straftat eintritt, sondern um eine Spruchstrafe, die nach der
gebotenen Verwarnung der Täter verhängt wurde (vgl. cann. 1314; 1347 § 1 CIC).
Gemäß can. 1319 § 1 CIC hat diese Kongregation die Vollmacht, durch
Verwaltungs-befehl bestimmte Strafen anzudrohen. 2. Die besondere Schwere der
vorgenommenen Handlungen ist offenkundig und weist verschiedene Aspekte auf.
a) Der erste Aspekt ist schismatischer Natur: Die genannten Frauen ließen sich
von einem schismatischen Bischof "weihen" und traten, ohne sich formell seinem
Schisma anzuschließen, in eine Mittäterschaft mit dem Schisma.
b) Der zweite Aspekt ist lehrmäßiger Natur: Sie leugnen formell und hartnäckig
die Lehre, die von der Kirche immer gelehrt und gelebt und von Johannes Paul II.
in endgültiger Weise vorgelegt wurde, dass nämlich "die Kirche keinerlei
Vollmacht hat, Frauen die Priesterweihe zu spenden" (Apostolisches Schreiben
Ordinatio sacerdotalis, Nr. 4). Die Leugnung dieser Lehre ist als Ablehnung
einer Wahrheit, die zum katholischen Glauben gehört, zu qualifizieren und
verdient deshalb eine gerechte Strafe (vgl. can. 750 § 2; 1371 1° CIC; Johannes
Paul II., Apostolisches Schreiben Ad tuendam fidem, Nr. 4A).
Indem die betroffenen Personen diese Lehre ablehnten, behaupteten sie darüber
hinaus, dass das päpstliche Lehramt nur verbindlich sei, wenn es auf einer
Entscheidung des Bischofskollegiums basiere, vom sensus fidelium getragen sei
und von maßgebenden Theologen angenommen werde. Auf diese Weise widersprechen
sie der Lehre über das Lehramt des Nachfolgers Petri, die vom Ersten und vom
Zweiten Vatikanischen Konzil vorgelegt wurde, und anerkennen faktisch nicht die
Unabänderlichkeit der Äußerungen des Papstes über Lehren, die in endgültiger
Weise von allen Gläubigen zu halten sind.
3. Die Weigerung, dem von der Kongregation angedrohten Strafbefehl nachzukommen,
wird dadurch erschwert, dass einige der genannten Personen dabei sind, Gruppen
von Gläubigen zu bilden - in offenem und faktisch sektiererischem Ungehorsam
gegenüber dem Papst und den Diözesanbischöfen. Wegen der Schwere dieser
Widersetzlichkeit (vgl. can. 1347 CIC) ist die verhängte Strafe nicht nur
gerecht, sondern auch notwendig, um die rechte Lehre zu verteidigen, die
Gemeinschaft und die Einheit der Kirche zu wahren und das Gewissen der Gläubigen
4. Die oben erwähnten Mitglieder der Kongregation für die Glaubenslehre
bekräftigen deshalb das Exkommunikationsdekret, das am 5. August 2002
ausgestellt wurde, und stellen noch einmal klar, dass die versuchte
Priesterweihe der genannten Frauen nichtig und ungültig ist (vgl. can. 1024 CIC)
und deshalb auch die dem priesterlichen Amt eigenen Handlungen, die von ihnen
vorgenommen wurden, nichtig und ungültig sind (vgl. cann. 124; 841 CIC). Als
Folge der Exkommunikation ist ihnen untersagt, Sakramente oder Sakramentalien zu
spenden, Sakramente zu empfangen und irgendeine Funktion in kirchlichen Ämtern,
Diensten oder Aufgaben auszuüben (vgl. can. 1331 § 1 CIC).
5. Zugleich bringt die Kongregation erneut ihre Hoffnung zum Ausdruck, dass die
betroffenen Personen, erleuchtet durch die Gnade des Heiligen Geistes, den Weg
der Umkehr zur Einheit im Glauben und zur Gemeinschaft mit der Kirche finden,
die sie durch ihr Handeln verletzt haben.
Papst Johannes Paul II. hat das vorliegende Dekret, das in der Ordentlichen
Versammlung dieser Kongregation beschlossen worden war, in der dem
unterzeichneten Kardinalpräfekten am 20. Dezember 2002 gewährten Audienz
gebilligt, die Nr. 4 in forma specifica approbiert und die Veröffentlichung des
Dekrets angeordnet.
Sprecherin für Österreich: Christine Mayr-Lumetzberger
Sprecherin für Deutschland: Dr. Gisela Forster
S T E L L U N G N A H M E  am 27.1.2003 nachts als
P R E S S E E R K L Ä R U N G   ZUR
"Bestätigung der Exkommunikation", Herausgeber Joseph Card. Ratzinger
Am 27.1.2003 nachmittags wurde über die Nachrichtenagenturen der Welt
verbreitet, dass seine Eminenz Joseph Kardinal Ratzinger im Namen der
römischen Glaubenskongregation im Pressesaal des Vatikans ein
a u s h ä n g e n    ließ,
mit dem Inhalt, dass die 7 Frauen, die am 29. Juni 2002 auf einem
Donauschiff die Priesterinnenweihe empfingen,
endgültig exkommuniziert sind.
Keiner von uns Frauen wurde ein Schreiben zugeschickt. Keine von uns
wurde mündlich oder schriftlich informiert.
Der Gewaltakt gegen die Frauen wurde  von 13  Kardinälen und zwei
Erzbischöfen vollzogen. Frauen waren an den Entscheidungen nicht
Neu ist, dass Papst Johannes Paul II persönlich in das Verfahren mit
einbezogen wurde, er persönlich hat die Veröffentlichung des Dekrets der
endgültigen Exkommunikation angeordnet, heißt es.
Alle 16 beteiligten höchsten römisch-katholischen Würdenträger, die die
römisch-katholische Kirche bieten kann, drückten in dem Schlußwort des
Dekrets ihre "Hoffnung" aus:
Dass die Frauen den Weg zur Umkehr, zur Einheit im Glauben und zur
Gemeinschaft mit der Kirche finden...
Wir sind über das Vorgehen des Vatikans tief erschüttert und von den
harten Worten schwer getroffen. Fortwährend hatten wir gehofft, dass die
höchsten Würdenträger des Vatikans einen Schritt in Richtung Anerkennung
der Frau und  Berücksichtigung der Frau in allen kirchlichen Ämtern
gehen würden. Es war zwar nicht zu erwarten, dass bei Kardinälen ein
Prozess hin zu einer Gleichberechtigung der Frau einsetzen würde, aber
es wurde doch erhofft, dass sie als Männer nach all unseren Appellen und
Schreiben lernen würden, die Würde der Frauen ohne Einschränkungen zu
Die Antwort heute zeigt jedoch, dass es den Kardinälen nicht gelungen
ist, aus der jahrtausendealten Tradition der römisch-katholischen Kirche
herauszutreten, sondern dass sie vielmehr in erschreckender Weise in
gesellschaftlich längst überholten frauenfeindlichen Verhaltensmustern
verharren. Wundert es, angesichts der Erziehung und der
Lebensgeschichten dieser Männer? Zeigt nicht vielmehr auch dieser
Gewaltakt gegen die Frauen, dass sie selbst Opfer eines dringend zu
reformierenden Systems sind?
Wir hegen keinen Hass in Richtung Rom. Im Gegenteil, wir können
nachdrücklich versichern, dass wir in all unserem Handeln die geforderte
"Einheit des Glaubens" nicht verletzen, dass wir "in Gemeinschaft mit
der Kirche handeln" und uns weder im vergangen Jahr irgendetwas daran
lag oder zukünftig daran liegen wird, die Kirche zu verletzen.
Das Schreiben der Glaubenskongregation zeigt erneut, es liegt ein großes
Missverständnis vor:
1. Der Vatikan glaubt, wir handeln gegen ihn, wollen ihm schaden oder
Schmerzen zufügen,  unser Ansinnen aber ist, die römisch-katholische
Kirche gesunden zu lassen, sie zu öffnen hin zu einer Kirche, die für
die Menschen der Gegenwart ansprechbar ist und dazu gehören die
Gleichberechtigung der Frau genauso wie die ökumenische Annäherung.
Wir kümmern uns um die Menschen, die von der beamteten Seelsorge nicht
betreut werden. Auch diese Menschen haben ein Recht auf Gemeinschaft.
Frauen und Männer wollen vor Gott einander die Ehe versprechen, ohne
dass ihnen erhobene Zeigefinger entgegengestreckt werden. Alte und
kranke Menschen und ihre Angehörigen und Freunde bitten um die
Krankensalbung, wem steht es zu, diese zu verweigern?
2. Wir wissen, dass wir sakramental gültig geweiht sind. Der Hinweis der
römischen Kardinäle bestätigt ja geradezu die sakramental gültige Weihe,
denn wenn darauf hingewiesen werden muss, dass etwas "nichtig" ist, dann
besagt das in logischer Konsequent, dass etwas stattgefunden haben muss.
Das bedeutet:  Die Glaubenskongregation weiß nicht mit absoluter
Gewissheit, dass die sakramental gültige Weihe "nichtig" war, deshalb
fühlt sie sich gezwungen, die "Nichtigkeit" durch ein Dekret zu
erklären. Für uns ist die "sakramental gültige Weihe" durch dieses
Vorgehen bestätigt.
3. Die Glaubenskongregation verhängte eine "Spruchstrafe", das heißt,
dass wir Frauen durch die Weihe  k e i n e  Tatstrafe begangen haben,
sondern dass die Kardinäle uns durch "Aussprechen einer Strafe"
verurteilen wollen. Dass unsere Handlung nicht zur Tatstrafe erklärt
wurde, lässt uns hoffen, denn Beurteilungen von Menschen, und seien sie
in einem noch so hohen Amt, lassen sich mit der Zeit revidieren und
verändern (siehe Galilei).
4. Uns eine "Mittäterschaft" an einem Schisma vorzuwerfen, ist eine
grobe Unterstellung. Wir Frauen haben in den vergangenen Monaten
bewiesen, dass wir niemals auch nur daran dachten, ein Schisma
anzuregen. Romulo Braschi ist ein Bischof in der apostolischen
Sukzession, der sakramental gültig weihen kann. Das ist unbestritten und
unabhängig von jedem Exkommunikationsversuch.
5. Beim päpstlichen Schreiben "ordinatio sacerdotalis" handelt es sich
um KEIN Dogma - es ist daher nicht verpflichtend zu befolgen.
Auf Grund dieser Argumentation werden wir weiter an der Gültigkeit
unserer Weihe festhalten. Wir werden nicht provozieren, Niemanden in
Gewissenskonflikte bringen, Pfarrer, die uns keine Kommunion mehr geben
wollen, werden wir respektieren, sie nur auf die Freiheit des eigenen
Gewissens hinweisen...und wir werden uns ganz nach dem Kirchenrecht
richten, das besagt: Wenn jemand in Todesgefahr ist, dann dürfen wir
auch als "Exkommunizierte" sakramental gültig Sakramente spenden.
Bezogen auf das Leben: Wann sind Menschen nicht in Todesgefahr? Konkret:
Wenn Menschen uns um Sakramente bitten, dann werden wir ihnen diese
nicht verwehren, denn das wäre eine Sünde gegen unser Gewissen und das
Gewissen steht auch bei der römisch-katholischen Kirche an höchster
Dieser 1. STELLUNGNAHME
wird in den nächsten Tagen ein persönliches Schreiben an die Kardinäle:
Joseph Ratzinger und die anderen 12 Kardinäle, die "kollegial" gegen uns
mitentschieden haben, folgen.
Unmittelbar danach, werden wir 7 Frauen  unsere "letzte Chance" nutzen
und an den Papst persönlich einen APPELL zur Versöhnung mit der Hälfte
der Menschheit (der weiblichen) richten.
e-mail anfragen, die aber erst am Mittwoch beantwortet werden können, da
wir als "Arbeiterpriesterinnen" im lebendigen Arbeitsleben tätig sind:
A N T W O R T    A U F    D I E   E X K O M M U N I K A T I O N
Joseph Kardinal Ratzinger (Präfekt)
Bezug: Prot. N.  337/02-16298
Betr.: Stellungnahme der sieben ordinierten Frauen zum
Exkommunikationsdekret
vom  21. 12. 2002
Sehr geehrte Herren Kardinäle
Die Kongregation für die Glaubenslehre hat im Dezember 2002 - mit
ausdrücklicher Billigung des Papstes - die Exkommunikation der 7 Frauen,
die die Priesterweihe am 29. Juni 2002 empfangen haben, noch einmal
Das Dekret der Kongregation wurde der österreichischen Sprecherin der
(Christine Mayr-Lumetzberger) im Januar 2003 zugeleitet.
In unserer Stellungnahme zu dem Dekret beziehen wir uns vor allem auf
Punkt 2b Ihres Schreibens, also auf den Aspekt der Lehre, weil er
grundlegend für Ihr Urteil und Ihre Handlungsweise ist.
Sie beschuldigen uns, dass  wir "formell und hartnäckig die Lehre
leugnen, die von der Kirche immer gelehrt und gelebt und von Johannes
Paul II. in endgültiger Weise vorgelegt" worden sei, dass nämlich 'die
Kirche keinerlei Vollmacht' habe, 'Frauen die Priesterweihe zu spenden'.
(Sie stützen sich dabei auf das Apostolische Schreiben Ordinatio
sacerdotalis, Nr. 4). Die "Leugnung dieser Lehre" sei "als Ablehnung
einer Wahrheit, die zum katholischen Glauben" gehöre, "zu qualifizieren"
und verdiene deshalb "eine gerechte Strafe" (vgl. can. 750 § 2; 1371 Nr.
1 CIC; Johannes Paul II., Apostolisches Schreiben Ad tuendam fidem, Nr.
4A). Auf diese Weise widersprächen die betroffenen Frauen der
kirchlichen Lehre über das "Lehramt des Nachfolgers Petri... und
anerkennten "faktisch  nicht die Unabänderlichkeit der Äußerungen des
Papstes über Lehren, die in endgültiger Weise von allen Gläubigen zu
halten" seien.
Die Glaubenskongregation verlangt demnach im Einvernehmen mit dem Papst
von uns, dass wir Frauen eine Lehre "fest anerkennen und  halten" sollen
(Ad tuendam fidem Nr. 4), die nachweislich der vollen Personwürde der
Frau sowie ihrer vollen Gleichrangigkeit  mit dem Mann widerspricht
(vgl.  Gal 3, 26-28). Dieser Widerspruch  ist durch sorgfältige
Quellenarbeit längst belegt worden. Jeder Ausschluss, und in diesem
Falle von zentralen Ämtern/Diensten der Kirche (vgl. c. 1024 CIC) um des
Geschlechtes willen, stellt einen nicht zu rechtfertigenden gewaltsamen
Eingriff in die Freiheit und Personwürde eines Menschen dar. Can. 1024
CIC ist daher als ein unmoralisches kirchliches Gesetz zu betrachten,
das keinerlei Existenzberechtigung hat. Es fügt den Betroffenen, also
den Frauen, schweres Leid zu. Den gesetzlich verfügten Ausschluss der
Frauen von den Weiheämtern (c. 1024), insbesondere vom Priesteramt, mit
Hilfe schwerster Kirchenstrafen "endgültig" aufrecht zu erhalten, ist
ein schwerwiegendes Vergehen. Nicht umsonst formuliert das 2.
Vatikanische Konzil in der Pastoralkonstitution (GS Nr. 29):  "Da alle
Menschen eine geistige Seele haben und nach Gottes Bild geschaffen sind,
da sie dieselbe Natur und denselben Ursprung haben, da sie, als von
Christus Erlöste, sich derselben göttlichen Berufung und Bestimmung
erfreuen, darum muss die grundlegende Gleichheit der Menschen immer mehr
zur Anerkennung gebracht werden... Jede Form einer Diskriminierung in
den gesellschaftlichen und kulturellen Grundrechten der Person, sei es
wegen des Geschlechtes oder der Rasse.... muss überwunden und beseitigt
werden, da sie dem Plan Gottes widerspricht..." (vgl. auch LG Nr. 32).
Ob es sich bei dem Ausschluss der Frauen von allen Weiheämtern (vgl.
can. 1024 CIC)  und der zugrunde liegenden Lehre um eine solche
schwerwiegende Diskriminierung sexistischer Art handelt, das zu
beurteilen, kommt nicht Ihnen zu, sondern vor allen anderen den von
diesem Gesetz betroffenen Frauen. Unter Strafandrohung der
Exkommunikation zu verlangen, dass wir dazu noch ja sagen und diesen
Ausschluss gar als "Wahrheit, die zum katholischen Glauben gehört",
anerkennen sollen, ist unmenschlich, ja pervers - und verdient daher den
schärfsten Widerstand - um der Personwürde der Frau willen.
Wir können leider nicht erkennen, dass Sie - als Mitglieder der
Kongregation für die Glaubenslehre - die lange Geschichte der
Frauendiskriminierung in der Kirche, die inzwischen in zahlreichen
wissenschaftlichen Werken anhand von Quellen aufgezeigt ist, je ehrlich
aufgearbeitet hätten. Sie würden sonst zu anderen Schlussfolgerungen
bezüglich der Stellung der Frau in der Kirche kommen müssen.
Nachweislich hat es nämlich in der frühen Kirche Frauen in kirchlichen
Ämtern gegeben (Diakoninnen, Presbyterinnen, Missionsapostelinnen). Im
Zuge einer Verfestigung und zugleich patriarchalischen Ausgestaltung der
Ämterhierarchie wurden die kirchlichen Amtsträgerinnen immer mehr
verdrängt. Es kommt daher einer Verfälschung kirchlicher Geschichte
gleich, wenn Sie behaupten, die "Lehre", dass das Priesteramt den
Männern vorbehalten sei und die Kirche  "keinerlei Vollmacht" habe,
"Frauen die Priesterweihe zu spenden", sei "von der Kirche immer gelehrt
und gelebt" worden.
Sie argumentieren in Ihrem Dekret nach Ihren Prinzipien gemäß Ihrem
"geschlossenen System", fernab von der Realität einer Gesellschaft, die
längst die gleiche Würde der Frau als Mensch und ihre Menschenrechte als
zu schützendes Rechtsgut anerkannt hat und danach ihre Gesetze und
Ordnungen ausrichtet (vgl. GG der deutschen Verfassung, Art. 3 Abs. 2).
Darüber hinaus übersehen Sie völlig, dass weite Kreise des Kirchenvolkes
den Zugang von Frauen zum Priesteramt als für das Überleben der Kirche
dringend notwendig erklären. (Wir verweisen auf entsprechende Voten und
Beschlüsse von kirchlichen Synoden, Diözesanforen etc. sowie auf
Ergebnisse von Meinungsumfragen).
Durch das von Männern der Kirche aufgestellte Gesetz (c. 1024 CIC) wird
das Wirken des Hl. Geistes blockiert, dem nicht - auch nicht von Ihnen
als Vertretern des Lehramtes - verboten werden kann, Frauen zum
priesterlichen Dienst zu berufen.
Indem Sie dieses frauendiskriminierende  Gesetz und die zugrunde
liegende Lehre hartnäckig verteidigen und  seine Übertretung mit
schwersten Kirchenstrafen belegen, fügen Sie der Kirche schweren Schaden
zu. Damit ist der "Geist" der Inquisition, ihrer großen Irrtümer und
Schreckensherrschaft im Laufe der Kirchengeschichte, bis zum heutigen
Tag nicht überwunden, wie wir schmerzlich erfahren müssen.
Nachdem wir über 40 Jahre lang - schon vor  Beginn des 2. Vatikanischen
Konzils (1962-65) - in Wort und Schrift tragfähige Argumente gegen den
Ausschluss der Frau vom Priesteramt vorgebracht haben, dabei aber
keinerlei Umdenken bei den leitenden Amtsträgern der Kirche erreichen
konnten, sehen wir uns unter Berufung auf unsere Personwürde und unsere
Würde als Christinnen dazu herausgefordert, das Frauen diskriminierende
Gesetz  (c. 1024) zu übertreten, weil es nicht von Gott kommt, sondern
von Männern der Kirche über die Frauen verhängt wurde. Dabei stützen wir
uns auf das Schriftwort: "Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen"
(Apg 5,29).
Nicht wir haben der Kirche und den Gläubigen durch unsere Vorgehensweise
geschadet und ihnen "Ärgernis" bereitet, wie Sie behaupten, wenn wir
unsere verletzte Menschenwürde aktiv verteidigen, sondern Sie, indem Sie
Frauen durch Ihre Lehre und Gesetze bis heute nicht als volle Menschen
und Mitglieder der Kirche achten.
Geben Sie Gott die Ehre, dessen göttliche Geisteskraft zum
priesterlichen Dienst beruft, wen Sie will (vgl. 1 Kor 12,11), und
lernen Sie, überholte unmenschliche Gesetze und Strukturen der Kirche
endlich in Frage zu stellen und überwinden zu helfen!
Viele Menschen in der Kirche warten auf Ihre Einsicht und Bereitschaft
zur Umkehr!
Dr. theol. Iris Müller
Dr. phil. Gisela Forster (Sprecherin der ordinierten Frauen für
Christine Mayr-Lumetzberger (Sprecherin der ordinierten Frauen für
Sr. Adelinde Roitinger
---------------------------in english---------------------------------
Statement on the Decree of Excommunication
Palazzo del S. Ufficio.
Joseph Cardinal Ratzinger (Prefect)
pez Trujillo,
Right Reverend Bishops,
In December 2002, the Congregation for the Doctrine of the Faith, with
the express approbation of the Pope, ratified the excommunication of the
seven women who were ordained as priests on 29 June 2002.  The Decree of
Excommunication was communicated to the spokeswomen for the group in
In our response to the Decree, we refer above all to point 2b of your
document, which is the aspect of the document which is fundamental to
your judgement and your procedure.
You accuse us of "formally and stubbornly denying the doctrine which the
Church has always taught and lived and which John Paul II definitively
laid down", namely that "the Church in no way has the power to
administer priestly ordination to women."  (This statement is based on
the Apostolic Letter Ordinatio sacerdotalis, no. 4).  The "denial of
this doctrine" qualifies as "the rejection of a truth that belongs to
the Catholic faith" and therefore deserves a just punishment  (cf. can
750 §  2;  1371 no. 1 CIC;  John Paul II, Apostolic Letter Ad tuendam
fidem, no. 4a).  In this manner, the women concerned contradict Church
doctrine about the "teaching office of the Successor to Peter" ? and "do
not in fact recognize the irrevocability of the papal declarations about
doctrines which must be absolutely held by all believers".
The Congregation for the Doctrine of the Faith therefore demands of us,
in agreement with the Pope, that we women should "firmly recognize and
hold" (Ad tuendam fidem no. 4)  a doctrine which demonstrably denies the
full dignity of women as well as their equality with men  (cf Gal 3:
26-28).  This denial has long been shown by a careful study of the
sources.  Every exclusion, and in this case by the central authority of
the Church (cf .1024 CIC) on the grounds of gender, is an unjustifiable,
violent encroachment on the freedom and dignity of a person;  it
inflicts great suffering on those concerned, i.e. on women,  and must
therefore be considered a grave offence.  Not for nothing did Vatican
Council II in the Pastoral Constitution on the Church (GS no. 29)
formulate the following:
Since all people have a spiritual soul and are created in God's image,
since they have the same nature and the same origin, since, redeemed by
Christ, they rejoice in the same divine vocation and destiny, therefore
the fundamental equality of human beings must be recognized more and
more.  Every form of discrimination in the societal and cultural
constitutional rights of the person, whether it be on grounds of sex or
race ? must be overcome and defeated, since it contradicts the plan of
God ? (cf also LG no. 32).
That the exclusion of women from all offices of ordination (according to
can. 1024, CIC) and the underlying doctrine itself, are both based on a
grave form of sexist discrimination, is to be judged not by you, but in
the first place by the women who are affected by this law.  To expect
that we, under the threat of the punishment of excommunication, will say
yes to such discrimination and that we will recognize the exclusion of
women as "truth that belongs to the Catholic faith", is inhuman, indeed
perverse - and deserves the strongest resistance, for the sake of the
Unfortunately, we cannot recognize that you have truly become acquainted
with the long history of discrimination against women in the Church,
which has been set forth in countless scientific works of research  -
in that case you would have had to arrive at different conclusions about
You trace an argument in your Decree, following principles in line with
your "closed system", very far from the reality of society, which has
long recognized the equal human dignity of women and their human rights
as worthy of protected interest and has aligned its laws and regulations
accordingly  (cf the German Constitution, Art 3, # 2).  Moreover you
completely overlook the fact that in wider Church circles, the admission
of women to ordination has been declared as urgently necessary for the
survival of the Church.  (We refer to results of opinion polls as well
as votes and decisions by Church Synods, Diocesan Forums, etc.)  Through
the law which has been drawn up by men (can. 1024 CIC) the works of the
Holy Spirit are blocked.  No one, not even you who hold the teaching
office in the Church, can forbid the Spirit to call women to priestly
Since you stubbornly defend this law and the underlying doctrine which
discriminate against women and you inflict the most severe canonical
penalties for its transgression, you are causing serious harm to the
Church.  In this way the "spirit" of the Inquisition, with its great
errors and reign of terror has not been overcome in the course of the
history of the Church, right up to the present day, as we must painfully
For more than forty years  -  even before the beginning of the Second
Vatican Council (1962 - 65) - we have brought forward sound arguments
against the exclusion of women from the priesthood, but there has been
absolutely no change in the thinking of the leading officials in the
Church.  Therefore we see ourselves as called and challenged, in our
human and Christian dignity, to transgress the law discriminating
against women (can. 1024), because it does not come from God, but has
been imposed by men within the Church on women.  Moreover, we find
support in the scriptural text:  "We must obey God rather than human
beings." (Acts 5, 29)
It is not we who have done harm to the Church and the faithful by
leading the way and causing "scandal", as you maintain, when we actively
defend our damaged human dignity, but you, because to this day in your
doctrine and law, you do not regard women as fully human and full
Give God the glory, whose divine power in the Spirit calls to priestly
ministry whomever s/he wills (cf 1 Cor. 12, 11)  and be willing to call
into question your ways of thinking and your outworn inhuman laws and
Many people in the Church await your insight and your willingness to be
Dr. phil. Gisela Forster
(english translation: Dr. Pauline Fisher)
27. Juni 2003 Zwei der sieben PRIESTERINNEN werden zu
römisch-katholischen BISCHÖFINNEN geweiht
Die Gruppe WEIHEÄMTER FÜR FRAUEN IN DER RK KIRCHE gibt bekannt:
I.  HISTORISCH
Am 29. Juni 2002 wurden auf dem Donauschiff MS Passau die 7 Frauen aus
Österreich, Deutschland und Amerika: Dr. Iris Müller, Dr. Ida Raming,
Christine Mayr-Lumetzberger, Dr. Gisela Forster, Sr. Adelinde Roitinger
und Pia Brunner
zu römisch-katholischen Priesterinnen geweiht.
Vorausgegangen waren 40 Jahre Kampf um die Gleichberechtigung der Frauen
in der römisch-katholischen Kirche.
Auf diese Priesterinnenweihe reagierte Kardinal Ratzinger zusammen mit
12 Kardinälen mit der Exkommunikation der 7 Frauen.
II.  AKTUELL
Die 7 Priesterinnen  und die Gruppe WEIHEÄMTER FÜR FRAUEN  in der
römisch-katholischen Kirche geben nicht auf. Ende 2002 wandte sich ein rk Bischof
an Frau Dr. Gisela Forster, und überlegte mit ihr, Frauen auch zu rk Bischöfinnen zu
weihen, damit sie mit der APOSTOLISCHEN SUKZESSION auch Frauen in der ganzen Welt
weihen könnten
Alle 7 Priesterinnen, die sich am 29. Juni 2002 zu Katholische
Priesterinnen weihen ließen, wurden von der Frau Dr. Gisela Forster befragt,
ob sie  das Bischöfinnenamt annehmen würden.
Von den 7 Frauen erklärte sich Frau Christine Mayr-Lumetzberger aus Österreich
bereit, das Leitungsamt einer rk Bischöfin zu übernehmen. Frau Dr. Ida Raming und Frau Dr.Iris
Müller lehnten auf Grund ihres hohen Alters ab. Die anderen 3 Frauen
wollten weiterhin als Priesterinnen wirken.
Mehrere Bischöfe aus sehr unterschiedlichen Sukzessionsketten, die
selbst mit Dokumenten nachwiesen oder glaubwürdig versicherten, die
Kraft der apostolischen Sukzession zu besitzen, erklärten sich bereit,
den beiden Priesterinnen Dr. Gisela Forster und Christine Mayr-Lumetzberger
die Hände aufzulegen und sie zu Bischöfinnen zu weihen.
So wurden im letzten halben Jahr die beiden Priesterinnen Christine
Mayr-Lumetzberger aus Österreich und Dr. Gisela Forster aus Deutschland
zu rk Bischöfinnen geweiht. Der Weiheakt wurde notariell dokumentiert
und von Zeugen bestätigt.
Da gegenwärtig nicht davon auszugehen ist, dass die Glaubenskongregation
unter Kardinal Ratzinger für diese Bischöfinnenweihe Verständnis
aufbringen würde, wurde die Weihe im Geheimen durchgeführt.
Über die Personen der Bischöfe wurde vereinbart, dass ihre Namen derzeit
nicht öffentlich bekanntgegeben werden. Der Grund: Der Vatikan würde
Strafen erteilen und damit würde sich die Situation um das
Frauenpriestertum in der römisch-katholischen Kirche verschärfen.
Eine Eskalation der Konflikte beabsichtigen die  Frauen jedoch nicht,
auch kein Schisma, im Gegenteil, sie wollen, dass die Mitwirkung von
Frauen  heilsam sein soll für eine römisch-katholische Kirche, die in
ihren selbstgeschaffenen nicht historischen Problematiken rund um die
Ausgrenzung der Frau und die Überbetonung der  Sexualität fast erstickt.
Die Priesterinnen und Bischöfinnen glauben, dass Frauen in der rk Kirche
wichtig sind und den Menschen auf ihre Weise helfen können.
Die Reaktionen der Menschen auf die Priesterinnenweihe am 29. Juni 2002
haben gezeigt, dass ein großes Bedürfnis von Menschen, von Männern wie
von Frauen, da ist, eine Frau als Seelsorgerin zu bekommen.
Da Kardinal Ratzinger nach wie vor jede Diskussion über das Priesteramt
der Frauen verbietet, und mit harten Strafen kontert (siehe
Exkommunikation)  sehen die Frauen derzeit keine Chance für eine
argumentative Erörterung der Problematik, es bleibt ihnen nur der Weg
der direkten Handlung.
III. AUSBLICKEND
Nachdem zwei der 7 zu Priesterinnen geweihten Frauen nun die
apostolische Sukzession und damit die Verantwortung für die Weitergabe
der Ämter haben,  war das nächste Ziel sein, die apostolische
Sukzession zu den Frauen (Theologinnen, Ordensfrauen)  in die anderen 4
Erdteile der Welt zu tragen: Frauen aus Amerika, Afrika, Australien und
Asien sind bereit, rk Priesterinnen zu werden und in ihren Reihen eine
Frau, die für Leitungsarbeit geeignet ist, zu einer rk Bischöfin zu
Rein vorsorglich wurde bereits eine weitere Bischöfin im Geheimen
geweiht. So ist die apostolische Sukzession für die Frauen gesichert.
IV. GRUNDSÄTZLICH
1. Die Frauen versichern, dass sie keine Konfrontation mit der rk Kirche
beabsichtigen. Sie sind zu diesen deutlichen Schritten gezwungen, weil
die Amtskirche ein  Diskussionsverbot über die Frauenordination verhängt
hat. Eine sachliche Auseinandersetzung mit Herantragen von Argumenten
von jeder Seite würde von den Frauen  bevorzugt. Da die
Glaubenskongregation jedoch den Dialog verweigert, bleibt den Frauen
nur das direkte Handeln.
2. Die Frauen  sind jederzeit bereit, sich mit Papst oder Präfekt zu
treffen oder in einer Kommission über die Problematik der
Frauenordination in der rk Kirche zu sprechen.
3. Die Frauen handeln nicht gegen Bibel und Evangelium: Die Ablehnung
des Frauenpriestertums ist ein Irrtum der späten Amtskirche und kein
von Christus her festgelegtes Gesetz. So wie es früher hieß, dass die
Zeugung von weiblichen Menschen auf "schlechte Winde" zurückzuführen
ist, so hat sich jede Abweisung der Frauen für Leitungsämter in der rk
Kirche als unsachlich und nicht begründet erwiesen. Die Logik und die
Auffassung, dass Frauen wertvolle und wichtige Mitglieder der
menschlichen Gemeinschaft sind, verlangt von den Frauen, die
Gleichberchtigung der Frau in der rk Kirche zu verwirklichen.
vom 5. bis 9. August 2003 treffen 700 Frauen aus der ganzen Welt im Rahmen der 2. europäischen Frauensynode.
Am 7. August 2003 wird Frau Dr. Patricia Fresen aus Südafrika zur rk Priesterin geweiht.
A Die Gruppe "ÄLTESTENRAT" in Österreich
B Die Gruppe "Rk PRIESTERINNEN EUROPA-WEST" in Deutschland
C Die Gruppe "ROMANCATHOLIC WOMENPRIESTS NORTHAMERICA" in Nordamerika
Da die Bewegung nun drei Bischöfinnen hat und immer mehr Frauen sich der Bewegung anschließen,
werden auch die "Wirkungsbereiche in drei Gruppen eingeteilt:
A In Österreich bleibt die Gruppe "ÄLTESTENRAT" unter der Leitung von Bischöfin
Christine Mayr-Lumetzberger bestehen.
B In Deutschland gründet sich die Gruppe "Rk PRIESTERINNEN EUROPA-WEST" unter der Leitung von Bischöfin
C In Nordamerika gründet sich die Gruppe "ROMANCATHOLIC WOMENPRIESTS NORTHAMERICA" unter Leitung von
Die einzelnen Bischöfinnen übernehmen die Ausbildungsleitung in den angegebenen Regionen
Ausbildungsleiterin in Österreich wird Christine Mayr-Lumetzberger,
Ausbildungsleiterin in Deutschland wird Frau Monika Wyss,
Ausbildungsleiterin in Nordamerika wird Dr. Patricia Fresen
am 2. Juli 2005 wird Genevieve Beney aus Frankreich in Lyon von den rk Dr. Gisela Forster aus Deutschland,
Dr. Patricia Fresen aus Südafrika und Christine Mayr-Lumetzberger aus Österreich zur ersten rk Priesterin Frankreichs geweiht.
Die Weihe findet auf einem Schiff statt, das auf der Saone und der Rhone fährt. Die Weihezeremonie dauert über 3 Stunden. Viele
begeisterte Menschen umarmen voll Freude Genevieve Beney.
Die Leitung hat die Gruppe "Rk Priesterinnen EUROPA-WEST"
Am 25. Juli 2005 werden Dr. Michele Birch-Conery aus Kanada, Dr. Victoria Rue
aus USA, Jean St Onge aus USA und Marie David aus USA zu rk Priesterinnen geweiht.
Kathy Vandenberg, Dana Reynolds, Regina Nicolosi, Kathleen Strack und Dr. Rebecca McGuyver werden
zu Diakoninnen geweiht.
Pfingsten 2007 Marie Bouclin, Cheryl Bristol und Marie Ellen Robertson werden zu Priesterinnen geweiht. Monica Killburn-Smith, Jim Lauder und Alice Iaquinta werden zu Diakonninnen geweiht.
Die Weihe wird von der Gruppe ROMAN CATHOLIC WOMEN PRIESTS Northamerica organisiert.
Weihen 2008 Mehrere Frauen werden 2008 zu rk Priesterinnen geweiht 4. Mai 2008 Kathy Redig wird zur Priesterin geweiht 29. Mai 2008 Monica Kilburn-Smith wird zur Priesterin geweiht 20. Juli 2008 Gloria Carpeneto und Gabriella Velardi-Ward werden zu
Priesterinnen geweiht
27. Juli 2008 Suzanne Dunn und Marilyn van Veersen werden zu Priesterinnen geweiht 14. August 2008 Janice Sevre-Duszynska wird in Lexinkton zur Priesterin geweiht Die Predigt hält ein amtierender rk Priester, der daraufhin von seinem Orden gemaßregelt wird,
Siehe auch www.romancatholicwomenpriests.org
2009/2010 Dana Reynolds, Regina Nicolosi, Joan Houk, Andrea Johnson, Bridget Mary Meehan und Olivia Doko werden zu rk Bischöfinnen geweiht Januar 2010 Dr. theol. Ida Raming, rk Priesterin und rk Bischöfin veröffentlicht zusammen mit anderen Frauen das Buch: Frauen finden einen Weg, Litt-Verlag Das Buch: Frauen finden einen Weg hat die ISBN Nummer 3-643-10240-9
Dezember 2010 Dr. theol. Ida Raming, rk Priesterin und rk Bischöfin veröffentlicht zu Benedikt und die Frauenordination eine Stellungnahme Dezember 2010: Stellungnahme zu Aussagen von Papst Benedikt zur Frauenordination in dem Dialogbuch „Licht der Welt“
Wir, Mitglieder der internationalen Bewegung Römisch-Katholische Priesterinnen (RCWP), sehen dagegen in der Berufung auf Jesus Christus und damit auf Gott für die Aufrechterhaltung der patriarchalen Struktur der Kirche eine schwere Beleidigung Jesu Christi und Gottes. Die Aussagen des Papstes ignorieren grundlegende historisch-theologische Forschungen: Aus dem faktischen Handeln Jesu (Berufung der zwölf Männer...), das sich aus der jüdischen Tradition (‚Zwölf Stämme Israels’) sowie aus der soziokulturellen Situation der Zeit Jesu eindeutig erklären lässt, dürfen keine für alle Zeit geltenden Normen abgeleitet werden. Bekanntlich konnten Frauen im antiken Israel kein öffentliches Zeugnis vor Gericht ablegen; sie durften in den Synagogen nicht öffentlich lehrend auftreten! Hat Jesus etwa Sklaven und Nicht-Juden in die Gruppe der Zwölf berufen?
Und sind aus der Tatsache, dass Jesus ausschließlich Juden für die Zwölfergruppe wählte, in der Folgezeit bis heute Konsequenzen für die Zulassung zu kirchlichen Ämtern gezogen worden, wie die Kirchenleitung es in Bezug auf die Frauen praktiziert? - Die Aussagen des Papstes lassen auch die Ämterentwicklung in der frühen Kirche völlig außer Acht: Es gab nämlich durchaus Frauen als Diakoninnen, Presbyterinnen, Missionsapostelinnen! Gleichfalls setzt sich der Papst damit über die christliche Botschaft: „In Christus ist aufgrund von Glauben und Taufe nicht mehr ... männlich und weiblich...“ (vgl. Gal 3,27f) hinweg.
Für die deutsche Sektion der internationalen Bewegung RCWP:
Dr. theol. Ida Raming (rk Priesterin und Bischöfin)
Herbst 2009: Veröffentlichung des ersten Buches über unsere internationale Bewegung RCWP:
„Frauen finden einen Weg: Die internationale Bewegung Römisch-Katholische Priesterinnen“
(Herausgeberinnen: E. Hainz-McGrath, B. Mary Meehan, Ida Raming)
Lit Verlag Münster / Berlin (ISBN Nummer: 978-3-643-10240-9)
Januar 2011 Dr. theol. Iris Müller, eine der ersten rk Priesterinnen verstarb am 30. Januar 2011 Dr. Iris Müller ist tot. Sie verstarb am 30. Januar 2011 in Stuttgart.
Dr. Iris Müller ist eine der 7 Priesterinnen,
die sich 2002 auf dem Donauschiff MS Passau zu rk Priesterinnen weihen ließen:
gültig, aber contra legem. Die Anerkennung durch den Vatikan wurde
Dr. Iris Müller zeitlebens leider verwehrt.
hat nun ihren "guten Kampf gekämpft, ihren Lauf in dieser Welt vollendet..."
(vgl. 2 Tim 4,7f).
Sie hatte schon früh hochherzige Ideale, die sie mit großem Einsatz zu
erfüllen suchte.
auch von einigen erreichten  Zielen -
freilich nicht unbelastet von Demütigungen und Krankheiten.
Es war ein Studienzentrum für diejenigen, die sich dem unterdrückerischen
Regime in der ehemaligen DDR nicht anpassten, sondern Widerstand
dagegen leisteten.
Schon als Schülerin wagte Iris Müller in diesem Staat das "freie Wort"
gegen politische Repression und Unterdrückung.
In Halle/Saale schloss sie ihr evangelisches Theologiestudium
mit einem Diplom ab (1958).
Nach Abschluss dieses Studiums konvertierte sie zur kath. Kirche.
Sie suchte dort u.a. einen tieferen religiösen, spirituellen Weg.
Aber ihr Schritt hatte für sie schwer wiegende existentielle Folgen:
Der Zugang zum Priesteramt war ihr als Frau verwehrt. Sie bekannte -
schon vor ihrer Konversion - offen, dass sie mit dieser Regelung
nicht einverstanden war, hoffte aber darauf, die verantwortlichen
Amtsträger in der kath. Kirche mit guten Argumenten davon überzeugen
zu können, dass der Ausschluss der Frau von geistlichen Ämtern auf
unhaltbaren theologischen Gründen basierte.
Sie musste aus existentiellen Gründen aus der DDR fliehen, -
für kath. Theologinnen gab es dort keine beruflichen Möglichkeiten -
das war 1959, zwei Jahre vor dem Mauerbau in Berlin.
Nach einer risikoreichen Flucht  in  Westdeutschland  angekommen,
konnte sie schließlich nach mehreren Umwegen und  Schwierigkeiten,
die sich ihr als Flüchtling entgegenstellten, das  Theologiestudium in
Münster fortsetzen. Sie schloss es mit der Promotion ab.
Während ihres Theologiestudiums trat sie als erste Frau in der kath.- theol.
Fakultät der Universität Münster freimütig für den Zugang von Frauen
zum Priesteramt ein, obwohl sie damals in keiner Weise existentiell
"abgesichert" war.
Die Folgen dieses mutigen Vorgehens blieben nicht aus: das kleine Stipendium,
auf das sie als Flüchtling dringend angewiesen war, sollte ihr entzogen werden;
sie hatte keine Aussicht auf eine berufliche Anstellung  im kirchlichen Bereich.
Aber auf der anderen Seite konnte sie durch ihr mutiges Wort andere katholische
Frauen, die aufgrund ihrer Erziehung angepasst und eingeschüchtert waren,
"aufwecken" und erfüllte damit eine wirklich prophetische Aufgabe.
Auch nach ihrem Examen setzte sie ihren Kampf für die Befreiung der katholischen
Frauen aus diskriminierenden Fesseln fort -  durch Veröffentlichungen,
Vorträge und Korrespondenz; ferner durch den Aufbau einer Bibliothek
"Frau in den Religionen (vorwiegend:  Judentum, Christentum, Islam)"
in der theologischen Fakultät der Universität Münster. Die Überwindung der
Frauendiskriminierung nicht nur im Christentum, sondern auch in anderen
Religionen war für Iris Müller stets ein wichtiges Anliegen.
Als das Nein von Seiten des Vatikans zur Frauenordination immer massiver und
anhaltender wurde und sich keine Hoffnung auf eine "systemimmanente" Lösung
des Problems abzeichnete, entschied sich Iris Müller - zusammen mit 6 anderen Frauen -
zu einem öffentlichem Handeln gegen das bestehende Gesetz des Ausschlusses der
Frauen von der Ordination (CIC can. 1024):
So hat sie ihr Berufsziel erreicht - wenn auch noch nicht von der
"Amtskirche" anerkannt , - aber als eine Frau, die einen befreienden Weg für
ihre Schwestern eröffnet hat.
So hat Iris Müller ihren guten Kampf gekämpft -  damit sich auch
katholische Frauen ihrer "Freiheit als Töchter Gottes" in Zukunft einmal
Meditation und Religiosität waren für Iris Müller eine wirkliche Lebenshilfe,
aus denen sie die Kraft für die Bewältigung ihrer Lebensprobleme und  Belastungen
schöpfte.
Ihr Konfirmationsspruch lautete:
"Wenn Gott an eines Menschen Wegen Gefallen hat, bringt Gott auch seine Feinde
zum Frieden mit ihm." (Prov.16,7).
Sie hat viel über dieses Bibelwort nachgedacht - es war rätselhaft/tiefsinnig
wie auch erschreckend für sie, nicht zuletzt, weil darin von "Feinden" die Rede ist.
"So geschieht im Tod das Wunder der Verwandlung. Über ihm liegt das unbesiegbare
Versprechen  der Erlösung und Auferstehung. Denn es bedeutet, dass ich alles,
was mir gehört, Gott übergebe - und Gott gibt es mir verwandelt zurück.
Leben besiegt den Tod."
Ein edler, großmütiger  Mensch ist von uns gegangen und in den Frieden Gottes
heimgerufen worden.
(Ida Raming, im Winter  2011)
Protestant minister.  She began her religious studies at the Catechetical Institute
in Naumburg/Saule.  This was a Centre of Studies for those who were in opposition
oppression.  She completed a degree in theology in Halle/Saale in 1958.
more spiritual path.  But this step had serious consequences for her:  there was,
and unjust theological arguments.  This hope was, as we know with hindsight, very much
On existential grounds, Iris was then forced to flee from the GDR because there was no possibility of any kind of  job for a dissident Catholic theologian in that part of
Germany at the time.  The year was 1959, two years before the Berlin Wall was built.
had no existential security whatever at the time.  The consequences of her courageous
church.   On the other hand, she was able to influence other Catholic women who,
Thus she had finally achieved her goal  - though not recognized and acknowledged by the
official church,  but as a woman who opened up for her sisters a way of liberation.
Meditation and spirituality were very necessary to Iris.  It was from these that
in her life.  Her confirmation bible text was:
He makes that person’s very enemies into friends”.   (Prov. 16,7)
She often reflected on this text:  it was both mysterious and deep for her and at
“So in death, what happens is the miracle of transformation.  Over death, there
lies the invincible promise of salvation and resurrection.  This means that I surrender
to God everything that I am and have  -  and God gives it back to me, transformed.
2013 Alle Welt wartet auf Reformen von Papst Franziskus Papst Franziskus scheint ein gütiger und barmherziger Papst zu sein.
2013 Josef Ratzinger gibt als Papst auf.
Kann Papst Franziskus die Kirche reformieren?
sept 2015 Weltweiter Kongress in Philadelphia für die Ordination von Frauen
in der rk Kirche Weltweiter Kongress für die Ordination von Frauen
2015 in Philadelphia Konferenz der weltweiten Bewegung für die Priesterweihe von Frauen in der römisch-katholischen Kirche
Tausende von Frauen aus unterschiedlichen Bewegungen
für die Gleichberechtigung von Frauen in der römisch-katholischen Kirche
nehmen an dem Kongress von Philadelphia im September 2015
teil und fordern vehement, Frauen in der rk Kirche nicht länger zu diskriminieren.
Papst Franziskus sagt auf der Rückreise aus den USA
auf die Frage eines Journalisten:
"Werden wir eines Tages Priesterinnen in der rk Kirche sehen"
ein klares Nein: "That cannot be done..."
Manchmal müssen erst Welten zerbrechen,
bevor Menschen vernünftig, tolerant und mutig handeln.
2015 Die rk Priesterin und Bischöfin Dr. Ida Raming schreibt einen offenen Brief an Kardinal Gerhard Ludwig Müller
2015 Die rk Priesterin Dr. Ida Raming schreibt einen offenen Brief an
So beruft sich das kirchliche Lehramt auf den angeblich „freien“ Willen Jesu Christi bei der Auswahl von ausschließlich 12 Männern für das Apostelamt (Ordinatio Sacerdotalis Nr. 2).
Zur Begründung der Ordinationsunfähigkeit der Frau verweist das kirchliche Lehramt darüber hinaus auf das „andersartige Wesen, die „andersartige Rolle“ der Frau (z.B.  nur ein Mann könne den „Bräutigam“ Jesus der „Braut-Kirche“ gegenüber repräsentieren (Inter insigniores    Nr. 5 u. OS  Nr. 2).
1 Kor 12,11: Es ist Gottes heiliger Geist (heilige Geistkraft), die „jedem, jeder zuteilt, wie Sie/Er will...“ - d.h.: Gott lässt sich nicht vorschreiben, nur Männer zum priesterlichen Dienst zu berufen. Frauen stehen gegen diese dem freien Geist Christi widersprechende Handlungsweise der Amtskirche auf und geben öffentlich Zeugnis von ihrer priesterlichen Berufung, die aus Ehrfurcht und Gehorsam gegenüber Gottes heiliger Geistkraft nicht unterdrückt werden darf!
Gal 3,26-28: „Ihr alle seid ja in Christus Jesus Söhne und Töchter Gottes durch den Glauben. Denn da ihr in Christus hineingetauft seid, habt ihr Christus angezogen. Da gilt nicht mehr Jude oder Grieche, nicht mehr Sklave und Freier, nicht mehr Mann oder Frau (nicht 'männlich und weiblich'); denn ihr alle seid einer in Christus Jesus...“
2016 Der katholische Theologe und Psychologe Wunibald Müller aus Münsterschwarzach antwortet in einem Interview in der SZ vom 4. Januar 2016: Es tut sich etwas
2016 Der katholische Theologe und Psychologe Wunibald Müller aus Münsterschwarzach antwortet in einem Interview in der SZ vom 4. Januar 2016:
Es tut sich etwas...Die Leute trauen sich mehr. Ich habe jetzt vor der Senioren-CSU geredet: Gestandene Frauen treten für das Priestertum der Frau ein.
Das Interview vom 4. Januar 2016 führte der SZ Redakteur: Matthias Drobinski

References: § 1
 § 1347
 § 1331
 § 1
 § 1
 § 1
 § 2
 § 1

§ 1
 §2
 § 3
 § 1
 § 1
 § 1
 § 1
 § 1
 § 2
 § 1
 § 2
 Art. 3
 §  2