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﻿ [M2] Phra Ajaan Mun Bhuridatto
[M2] Phra Ajaan Mun Bhuridatto
Author Topic: [M2] Phra Ajaan Mun Bhuridatto (Read 3647 times)
« on: September 06, 2013, 06:05:11 AM »
Phra Ajaan Mun Bhuridatto
Ajaan Mun würde 1870 in Baan Kham Bong einem Bauerndorf in der Provinz Ubon Tatchathani, im Nordosten Thailands, geboren. 1893 als buddhistischer Mönch eingeweiht, verbrachte er sein Leben im Wanderen durch Thailand, Burma und Laos, lebe die meiste Zeit im Wald und beschäftigte sich mit der Meditation. Er sprach mit seinem Lehrer Phra Ajaan Sao Kantasilo Mahathera (1861-1941), eine enormes Gefolge von Schülern an, etablierte die Waldmeditaionstradition (die Kammatthana Tradition), die sich anschließend überall in Thailand und auch einige Länder im Ausland erreichte. Er starb 1949 im Wat Suddhavasa in der Sakon Nakhorn Provinze.
von Phra Ajaan Mun Bhuridatta Mahathera, übersetzt aus dem Thailändischen von Thanissaro Bhikkhu [Übersetzt von Laien für ZzE ] (1995; 9 S./26KB)
Dieses Gedicht wurde irgendwann in den 1930ern komponiert und ist eines der wenigen Schriftstücke, die Ajjan Mun zurückgelassen hat.
Die Stets-gegenwertige Wahrheit
, von Phra Ajaan Mun Bhuridatta Mahathera, übersetzt aus dem Thailändischen von Thanissaro Bhikkhu (1995; 8 S./23KB) Übersetzt von Lothar Schenk
Acht kurze Fragmente aufgezeichnet während Zeremonien, die Ajaan Mun in den letzten zwei Jahren seines Lebens gegeben hatte. Die Fragmente wurden ursprünglich im Buch Ein Herz befreit, als Teil einer Errinerungsausgabe, beigesteuert zu Phra Ajaan Muns Verbrennung 1950, wiedergegeben. Der Abschnitt der hier wiedergegeben ist, stellt alle Passagen da, die sich direkt mit der Ausübung von Tugend und Meditation befassen.
Ein Herz befreit: Die Lehren von Phra Ajaan Mun Bhuridatta Thera, von Phra Ajaan Suwat Suvaco, übersetzt aus dem Thailändischen von Thanissaro Bhikkhu (1995; 21 S./62KB)
Siebzehn Auszüge aus Dhammelehren von Ajaan Mun, gegeben in den Jahren 1944-45.
Ein Herz befreit: Die Lehren von Phra Ajaan Mun Bhuridatta Thera , von Phra Ajaan Suwat Suvaco, übersetzt aus dem Thailändischen von Thanissaro Bhikkhu (1995; 21 S./62KB)Übersetzung: sangham (Info).
Der Ehrw. Ācariya Mun Bhuridatta Thera: Eine Spiritualle Biographie
, von Venerable Ācariya Maha Boowa Ñanasampanno, übersetzt aus dem Thailändischen von Bhikkhu Dick Silaratano (2005; 212 S./1,2MB) [PDF icon] [Epub icon]
Die Biographie zusammen gestellt von seinem Schüler und Begleiter, den Ehrw. Ācariya Maha Boowa Ñanasampanno. Neben unzähliger Anekdoten mag man darin ein großartiges Bild des Lebens eines wahren buddhistischen Waldmönches finden.
Eine gedruckte Ausgabe (Englisch) mag auf Anfrage über Wat Pah Baan Taad verfügbar sein. Bitte schreiben Sie an: Forest Dhamma Books, Baan Taad Forest Monastery, Baan Taad, Ampher Meung Udon Thani, 41000 Thailand Baan Taad Forest Monastery.
« Last Edit: October 16, 2015, 04:14:55 PM by Johann »
Die Wahrheit, die stets gegenwärtig ist
« Reply #1 on: September 06, 2013, 06:42:23 AM »
(The Ever-Present Truth)
Phra Ajahn Man Bhuridatta Mahathera
Die folgenden Auszüge stammen aus einer Sammlung von Redensfragmenten, die man dem Buch A Heart Released als Teil eines Gedenkbandes beigefügt hatte, der bei Phra Ajahn Mans Einäscherung im Jahre 1950 verteilt worden war. Die Sammlung war aus Notizen von Ajahn Mans Reden zusammengestellt worden, die zwei seiner Schüler während der letzten beiden Jahre seines Lebens gemacht hatten. Sie decken eine breite Palette von Themen ab, darin eingeschlossen auch einige Darstellungen vom Lebenslauf des Buddha im üblichen Rahmen. Die hier aufgenommenen Auszüge umfassen alle jene Passagen, die sich direkt mit der Ausübung von Tugend und Meditation beschäftigen.
Einige von Ajahn Mans direkten Schülern haben angemerkt, dass die Fragmente wohl tiefgründiger und einsichtsreicher hätten sein können, wären die Schüler, die sie aufgezeichnet haben, in ihrer eigenen Meditationspraxis bereits weiter fortgeschritten gewesen. Demzufolge können wir nur Vermutungen anstellen, wie die Originalreden tatsächlich waren. Dennoch ist das, was aufgezeichnet wurde, es wert, gelesen und in die Praxis umgesetzt zu werden. Daher wird diese Übersetzung hier allen, die ein Interesse daran haben, als Gabe des Dhamma angeboten.
§ 1. Die Wurzelthemen der Meditation
Ist jemals jemand in den Orden des Buddha aufgenommen worden, ohne die Meditation erlernt zu haben? Das können wir kategorisch verneinen; das hat es nicht gegeben. Es gibt keinen einzigen Präzeptor, der dem Aufzunehmenden nicht die Meditation beibringen würde, bevor er ihm seine Mönchsgewänder aushändigt. Würde ein Präzeptor nicht vorher die Meditation lehren, könnte er nicht länger Präzeptor bleiben. Daher kann von jedem, der ordiniert worden ist, behauptet werden, er habe die Meditation erlernt. Es gibt keinen Grund, daran zu zweifeln.
Der Präzeptor lehrt die fünf Meditationsthemen: kesa, Kopfhaare; loma, Körperhaare; nakha, Nägel; danta, Zähne; und taco, Haut. Diese fünf Meditationsthemen hören bei der Haut auf. Warum geht die Belehrung nur bis zur Haut? Weil die Haut ein besonders wichtiger Teil des Körpers ist. Jeder einzelne von uns braucht die Haut als seine Hülle. Hätten wir keine Haut, hätten Kopfhaare, Körperhaare, Nägel und Zähne keinen Zusammenhalt. Sie würden sich zerstreuen. Unsere Muskeln, Knochen, Sehnen und alle übrigen Körperteile könnten überhaupt nicht zusammenbleiben. Sie müssten sich voneinander trennen, auseinanderfallen.
Wenn wir uns in den menschlichen Körper verlieben, dann ist es die Haut, in die wir verliebt sind. Wenn uns der Körper als schön und verlockend erscheint und wir Liebe, Verlangen und Sehnsucht nach ihm entwickeln, dann wegen der Vorstellungen, die wir mit der Haut verbinden. Wenn wir einen Körper sehen, nehmen wir an, er habe eine Färbung — hell, rosig, dunkel, usw. — je nachdem wie unser Eindruck von der Hautfarbe ist. Hätte der Körper keine Haut, wer würde ihn dann als schön oder verlockend ansehen? Wer würde ihn lieben, gerne haben oder Verlangen danach empfinden? Wir würden ihn stattdessen nur mit Hass, Abscheu und Ekel betrachten. Wäre er nicht in Haut eingehüllt, würden die Muskeln, Sehnen und anderen Körperteile nicht zusammenhalten und könnten nicht dazu benutzt werden, irgend etwas zu bewirken — weswegen wir eben sagen, dass die Haut besonders wichtig ist. Dass wir überhaupt weiterleben können, verdanken wir der Haut. Dass wir uns täuschen lassen und den Körper als schön oder verlockend ansehen, liegt an der Haut. Deswegen endet die Belehrung durch die Präzeptoren mit der Haut.
Wenn wir unseren Geist auf die Betrachtung der Haut richten, bis wir sie als abstossend erkennen und ihre Unschönheit unserem Herzen unmissverständlich klar wird, dann erkennen wir unweigerlich die allem innewohnenden Wahrheiten von der Unbeständigkeit, Leidhaftigkeit und Nichtselbstheit. Unsere trügerischen, auf die Haut fixierten Vorstellungen von Schönheit und Attraktivität werden dadurch geheilt werden. Wir werden nicht länger irgendwelche irrigen Vorstellungen mit ihr verbinden, noch werden wir sie als ansprechend oder begehrenswert ansehen, weil wir sie als das erkannt haben, was sie ist. Nur wenn wir die Belehrungen unserer Präzeptoren ernst nehmen und nicht leichtfertig darüber hinweg gehen, werden wir diese allem innewohnenden Wahrheiten erkennen. Wenn wir die Belehrungen unserer Präzeptoren in den Wind schlagen, werden wir unsere wahnhaften Vorstellungen nicht heilen können und stattdessen den Verlockungen verführerischer Vorlieben verfallen — in das Räderwerk des Kreislaufs der Wiedergeburt.
Also sind wir vom Tag unserer Ordination an durch unsere Präzeptoren bereits wohl belehrt gewesen. Es gibt keinen Grund, darüber hinaus noch etwas zu suchen. Wenn wir immer noch unsicher sind, wenn wir immer noch nach etwas anderem suchen, dann zeigt das, dass wir immer noch verwirrt und verloren sind. Wären wir nicht verwirrt, was würden wir da noch suchen? Jemand, der nicht verwirrt ist, braucht nichts zu suchen. Nur jemand, der verwirrt ist, muss suchen. Je mehr er sucht, desto mehr verirrt er sich. Wenn jemand aber nicht herumsucht, sondern einfach das zur Kenntnis nimmt, was schon immer da ist, dann wird er die in sich ursprüngliche und unabänderliche Wirklichkeit klar erkennen, frei von den Fesseln und Vorspiegelungen eines befleckten Geistes.
Dieses Thema haben sich nicht etwa die Präzeptoren ausgedacht, um es dem Aufzunehmenden nach irgend jemandes Laune zu lehren. Es entstammt dem Wort des erhabenen Buddha selbst, der verfügt hat, dass der Präzeptor dem Aufzunehmendem diese wesentlichen Meditationsthemen zur ständigen Betrachtung beibringen soll. Wäre es anders, stünde unsere Ordination nicht im Einklang damit, dass wir das Haus- und Familienleben aufgegeben haben und hergekommen sind, damit wir um der Freiheit willen Entsagung pflegen. Unsere Ordination wäre nichts als Betrug. Aber da der Erwachte dies so verfügt hat, haben alle Präzeptoren diese Tradition bis in die Gegenwart fortgesetzt. Was uns unsere Präzeptoren gelehrt haben ist nicht falsch. Es ist absolut richtig. Wir haben es uns einfach nicht zu Herzen genommen. Aus eigener Willkür heraus sind wir träge und verblendet geblieben — denn Leute, die Bescheid wissen, haben bestätigt, dass diese Lehren der echte Weg zur Reinheit sind.
§ 2. Tugend
Tugend ist wie Felsgestein.
Tugend — Normalität — ist wie Felsgestein, das hart ist und die Grundlage des Bodens bildet. Wenn der Wind auch noch so heftig hämmert und stürmt: Felsgestein wankt nicht und schwankt nicht.
Wenn wir uns allerdings nur an das Wort "Tugend" halten, können wir immer noch in die Irre gehen. Wir müssen wissen, wo Tugend zu finden ist, was sie ist, und wer sie aufrecht erhält. Wenn wir den Faktor kennen, der die Tugend aufrecht erhält, dann können wir sehen, wie dieser Faktor den Kern der Tugend ausmacht. Wenn wir Tugend nicht verstehen, gehen wir am Ende in die Irre und greifen nur die äußerlichen Merkmale der Tugend auf, in dem Glauben, wir müssten anderswo danach suchen oder andere darum bitten, uns die Tugendregeln zu rezitieren, bevor wir Tugend haben könnten. Wenn wir sie erst noch suchen oder von anderen erbeten müssen, ist das nicht ein Anzeichen dafür, dass wir im Unklaren darüber sind? Ist das nicht ein Anzeichen dafür, dass wir uns an den Äußerlichkeiten von Regeln und Riten festhalten?
Diejenigen, die in Bezug auf die Tugend nicht verwirrt sind, brauchen nicht danach zu suchen oder darum zu bitten, weil sie wissen, dass Tugend in ihnen selber liegt. Sie selbst sind es, die ihre Tugend aufrecht erhalten, indem sie fehlerhaftes Verhalten unterschiedlicher Art vermeiden.
Absicht bildet den Kern der Tugend. Was ist Absicht (cetana)? Wir sollten einmal etwas mit diesem Wort spielen, um es verstehen zu können. Ersetzt das "e" durch ein "i" und fügt noch ein "t" hinzu. Das ergibt citta, Geist. Jemand ohne Geist kann nicht als Person bezeichnet werden. Wenn wir nur einen Körper hätten, was könnten wir da erreichen? Körper und Geist sind aufeinander angewiesen. Ist der Geist nicht tugendhaft, wird sich der Körper auf alle möglichen Arten schlecht verhalten. Deswegen sagen wir, dass es nur eine Tugend gibt: die des Geistes. Die Tugendregeln befassen sich einfach mit den Mängeln, die wir vermeiden sollen. Ob man die fünf Mängel vermeidet oder die acht, die zehn oder die 227, es ist immer ein und dieselbe Tugend, die man dadurch erfolgreich aufrecht erhält. Wenn man diese eine Tugend aufrecht erhalten kann, werden die eigenen Worte und Taten makellos sein. Der Geist wird im Normalzustand sein — einfach, fest, unnachgiebig.
Diese Art von Tugend ist nichts, was man suchen oder erbeten muss. Wenn Leute danach suchen oder darum bitten, dann zeigt das, dass sie arm und mittellos sind. Sie haben nichts, also müssen sie hingehen und betteln. Sie bitten wieder und immer wieder, dass man ihnen die Tugendregeln gibt. Je mehr sie darum bitten, desto mehr fehlen sie ihnen. Desto ärmer werden sie.
Wir sind doch schon mit Körper und Geist ausgestattet. Den Körper haben wir von unseren Eltern; unser Geist ist auch schon bei uns, also haben wir alles, was wir brauchen, in vollem Umfang. Wenn wir Körper und Geist tugendhaft machen wollen, sollten wir einfach hingehen und es tun. Wir brauchen nicht zu glauben, dass Tugend hier oder da läge, zu dieser oder jener Zeit. Tugend ist schon die ganze Zeit genau hier bei uns. Akaliko: Wenn wir sie die ganze Zeit aufrecht erhalten, ernten wir auch die ganze Zeit ihren Lohn.
Diese Aussage lässt sich bestätigen, wenn man auf die Zeit des Buddha zurückblickt. Als die fünf Brüder; der Ehrwürdige Yasa, seine Eltern und seine frühere Ehefrau; die Kassapa-Brüder und ihre Schüler; König Bimbisara und sein Gefolge, usw., den Lehren des Buddha lauschten, da fragten sie nicht vorher danach, dass man ihnen die Tugendregeln rezitieren solle. Der Buddha fing gleich an, sie zu belehren. Wie waren sie also in der Lage, die edlen Pfade und Früchte zu erlangen? Der Buddha hat ihnen nie gesagt, dass sie ihn um Tugend, Sammlung und Weisheit bitten sollten. Sobald sie einmal vom Geschmack seiner Lehren gekostet hatten, da entwickelten sich Tugend, Sammlung und Weisheit einfach so in ihnen, ohne dass da erbeten oder gegeben wurde. Niemand musste für sie erst die verschiedenen Pfadfaktoren hernehmen und zu einem Ganzen zusammenfügen, denn in jedem einzelnen Fall waren Tugend, Sammlung und Weisheit Eigenschaften von ein und demselben Herzen.
Also können wir erst dann als wahrhaft weise gelten, wenn wir nicht dem Irrtum unterliegen, wir müssten irgendwo da draußen nach Tugend suchen.
§ 3. Entwicklungspotenzial
Die Leute haben unterschiedliche Charaktereigenschaften aus der Vergangenheit mitgenommen, gute, schlechte und neutrale. Mit diesen Charakterzügen geht ein gewisses Entwicklungspotenzial einher — d.h. höher als jetzt, niedriger oder gleich. Manche haben ein hohes Vermögen, gut zu sein, aufgebaut, aber wenn sie Umgang mit Toren pflegen, wird ihr Entwicklungspotenzial zu dem eines Toren werden. Manche sind, was ihr Entwicklungspotenzial betrifft, schwach, aber wenn sie Umgang mit Weisen pflegen, verbessert sich ihr Entwicklungspotenzial, und sie werden auch zu Weisen. Manche suchen Umgang mit Freunden, die weder gut noch schlecht sind, die sie weder nach oben noch nach unten führen, und folglich bleibt ihr Entwicklungspotenzial auf einer mittelmäßigen Stufe.
Deshalb sollen wir möglichst Umgang mit Verständigen und Weisen pflegen, um unser Entwicklungspotenzial nach und nach, Schritt um Schritt, immer weiter zu verbessern.
§ 4. Den Körper betrachten
Wir sind alle aus freien Stücken hierher gekommen, um zu lernen. Keiner wurde dazu genötigt. Da wir also hergekommen sind, um zu lernen und zu üben, sollten wir uns voll und ganz der Übung widmen, so wie es uns der Buddha und seine Schüler, die Arahants wurden, vorgemacht haben.
Gleich von Anfang an solltet ihr alle vier Wahrheiten — Geburt, Altern, Krankheit und Tod — betrachten, die auch alle Edlen vor uns betrachtet haben. Geburt: wir sind bereits geboren. Was ist euer Körper anderes als ein Haufen Geburt? Krankheit, Altern und Tod hängen alle mit diesem Haufen zusammen. Wenn wir diese Betrachtung in allen vier Körperhaltungen aufrecht erhalten — indem wir die Meditation im Sitzen, Gehen, Stehen und Liegen ausüben — wird sich der Geist in der Sammlung niederlassen. Wenn er sich nur kurz darin niederlässt, wird das vorübergehende Sammlung genannt. Anders gesagt, sammelt sich der Geist, stößt kurzfristig auf seine Grundebene vor und zieht sich dann wieder zurück. Wenn ihr eure Betrachtung ohne Unterlass aufrecht erhaltet, bis ein uggaha nimitta (aufsteigendes Bild) eines Teils des Körpers innerhalb oder außerhalb erscheint, dann betrachtet dieses Bild solange, bis der Geist es loslässt, auf seine Grundebene gelangt und dort eine längere Zeit bleibt, bevor er sich wieder zurückzieht. Sammlung auf dieser Stufe wird angrenzende Sammlung genannt.
Betrachtet dieses Bild immer weiter, bis der Geist wieder eine feste Verankerung auf seiner Grundebene erlangt und die Einigung der ersten Jhana-Stufe erreicht. Wenn sich der Geist zurückzieht, dann betrachtet dieses Bild wieder und immer wieder, bis ihr es als patibagha nimitta (Gegenbild) auseinander nehmen könnt. Anders gesagt, betrachtet, wie der Körper nach dem Tod aussehen wird. Er wird auseinanderfallen müssen, bis nur die Knochen übrig sind. Stellt diese Wahrheit in den Mittelpunkt euerer Betrachtung, und zwar sowohl innen — in Bezug auf euren eigenen Körper — als auch außen — in Bezug auf den Körper anderer. Seht euch die verschiedenen Körperteile an: "Das sind Haare" ... "Das sind Nägel" ... "Das sind Zähne" ... "Das ist Haut". Wieviele Sehnen gibt es? Wieviele Knochen? Macht so weiter, bis ihr diese Dinge klar sehen könnt. Stellt euch bildlich vor, wie der Körper wieder zusammenkommt — im Sitzen, Stehen, Gehen und Liegen — und wie er dann stirbt und in seinen Ursprungszustand zurückkehrt: in seine ursprünglichen Bestandteile Erde, Wasser, Feuer und Wind.
Wenn ihr diese Betrachtung innen und außen wiederholt anstellt, indem ihr den Körper kurz nach dem Tod und lange nach dem Tod visualisiert, wie Hunde und Geier um ihn kämpfen, dann wird euer Geist je nach eurem Entwicklungspotenzial schließlich unmittelbare Einsicht erlangen.
§ 5. Den Geist reinigen
Seinen Geist zu reinigen,
das ist den Lehren des Buddha zu folgen.
Der Buddha, unser vorderster Lehrer, lehrte von Körper, Sprache und Geist. Von nichts anderem lehrte er. Er lehrte uns, zu üben, unseren Geist auszubilden, unseren Geist zu benutzen, um den Körper zu untersuchen. Das nennt man die Betrachtung des Körpers als Bezugspunkt. Man lehrt uns, unsere Achtsamkeit im Laufe des Untersuchens gründlich auszubilden, bis ein ausreichender Grad erreicht ist — das wird Ergründung der Erscheinungen (dhamma-vicaya, eines der Erwachungsglieder) genannt. Wenn wir lange genug untersucht haben, so dass Achtsamkeit selbst zu einem Erwachungsglied wird, dann lässt sich der Geist von alleine in der Sammlung nieder.
Es gibt drei Stufen der Sammlung. In der vorübergehenden Sammlung sammelt sich der Geist, nimmt eine feste Haltung an und bleibt so einen Augenblick lang, bevor er sich zurückzieht. In der angrenzenden Sammlung sammelt sich der Geist, lässt sich auf seiner Grundebene nieder und bleibt eine Weile dort, bevor er sich zurückzieht, um dann ein Nimitta der einen oder anderen Art wahrzunehmen. In der feststehenden Durchdringung lässt sich der Geist in einer festen Haltung auf seiner Grundebene nieder und bleibt dort, geeinigt und vollkommen still — wobei er bewusst wahrnimmt, dass er in diesem Zustand ist — mit den fünf Jhana-Faktoren ausgestattet, die dann nach und nach immer feiner werden.
Auf diese Weise seinen Geist zu schulen, nennt man den Geist erheben, so wie es im Pali heißt:
Seinen Geist zu erheben,
Die Betrachtung des Körpers ist eine Übung, die Weise — einschließlich des erhabenen Buddha — auf vielfältige Weise beschrieben haben. Im Mahasatipatthana-Sutta (Lange Lehrrede von den Bezugspunkten der Achtsamkeit) nennt er es zum Beispiel die Betrachtung des Körpers als Bezugspunkt. Bei den Wurzelthemen der Meditation, die ein Präzeptor am Beginn der Ordinationszeremonie lehren muss, beschreibt er die Betrachtung von Kopfhaaren, Körperhaaren, Nägeln, Zähnen und Haut. Im Dhammacakkappavattana-Sutta (Lehrrede vom Drehen des Dhammarads) lehrt er, dass Geburt, Altern und Tod leidvoll sind.
Wir alle sind bereits geboren, nicht wahr? Wenn wir so üben, dass wir opanayiko — diese Lehren nach innen tragen und sie so betrachten, dass wir sie auf uns selbst anwenden — dann gehen wir bei der Übung nicht in die Irre, weil der Dhamma akaliko, stets gegenwärtig, ist; und auch aloko, bei Tag und Nacht glasklar, ohne Schleier, die ihn verhüllen.
§ 6. Die Übungsweise für Leute mit viel Buchwissen
Wenn Leute, die den Dhamma und Vinaya lange studiert haben — die eine große Anzahl von Denkansätzen mitsamt den vielfältigen Folgerungen erlernt haben — schließlich daran gehen, ihren Geist auszubilden, stellen sie fest, dass ihr Geist sich nicht leicht in der meditativen Sammlung niederlässt. Sie müssen begreifen, dass sie zuerst einmal ihr erlerntes Wissen hernehmen und für die Zeit der Übung ins Bücherregal zurückstellen müssen. Sie müssen das "was weiß" — eben diesen Geist — schulen, indem sie ihre Achtsamkeit zur Super-Achtsamkeit, ihr Einsichtsvermögen zum Super-Einsichtsvermögen weiterentwickeln, so dass sie die Super-Täuschungen konventioneller Wahrheit und allgemein akzeptierter Vorwegannahmen durchschauen können, welche die Dinge aufbereiten, indem sie sie benennen: "Das hier ist dieses" und "Das dort ist jenes" — Tage, Nächte, Monate, Jahre, Erde, Himmel, Sonne, Mond und Sterne, einfach alles — all die Dinge, welche die Gedankengebilde, die Ursachen und Wirkungen des Geistes, zu diesem oder jenem aufbereiten.
Kann der Geist erst einmal diese geistigen Vorgänge durchschauen, so nennt man das: Leiden und seine Ursache erkennen. Widmet man sich beim Üben dieser Thematik und bringt sie wiederholt zur Entfaltung, bis man diese Dinge blitzschnell durchschauen kann, wird der Geist in die Lage versetzt, sich zu sammeln und niederzulassen. Sich derart auf einen Punkt zu konzentrieren, nennt man: den Weg entwickeln. Und wenn der Weg an einen Punkt gelangt, wo es ausreicht, da braucht man nicht erst von der Beendigung des Leidens zu sprechen. Sie erscheint dem Übenden ganz von selbst — weil Tugend, Sammlung und Einsichtsvermögen bei uns genau hier in Körper, Sprache und Geist vorhanden sind. Von diesen Dingen sagt man, sie sind akaliko: stets gegenwärtig. Opanayiko: Wenn jemand meditiert und das untersucht, was schon in ihm vorhanden ist, dann — paccatam — erkennt er selbst. Anders gesagt, betrachten wir den Körper, um zu erkennen, dass er unschön ist, und visualisieren ihn so, dass er gemäß dem ursprünglichen, bei Tag und Nacht stets glasklaren Dhamma in seine Hauptelemente zerfällt.
Bei der meditativen Betrachtung solltet ihr an diesen Vergleich denken: Reis muss man in der Erde anbauen. Reisbauern müssen sich bei Sonne und Regen durch den Matsch kämpfen, bis sie die vollen Reiskörner ernten, kochen und essen können, damit sie satt werden. Dabei bekommen sie ihren Reis ausschließlich aus Dingen, die schon da waren. Ebenso müssen Meditierende Tugend, Sammlung und Einsichtsvermögen weiterentwickeln, die auch schon in Körper, Sprache und Geist bei jedem vorhanden sind.
§ 7. Die Grundlagen unserer Übung sind stets gegenwärtig
Was die Grundlagen unserer Übung betrifft, gibt es eigentlich kein Problem. Opanayiko: Richtet den Geist nach innen, um Körper, Sprache und Geist zu untersuchen — Dinge, die akaliko sind, stets gegenwärtig; aloko, glasklar bei Tag und bei Nacht; paccattam veditabbo viññuhi, Weisen unmittelbar ersichtlich — genau so wie die Weisen der Vergangenheit, wie etwa der Buddha und seine Edlen Schüler, die Dinge klar erkannten, nachdem sie ihren Geist nach innen gerichtet hatten, um zu untersuchen, was bereits da war.
Diese Dinge sind nicht etwa nur manchmal da und manchmal nicht. Sie sind immer da, jederzeit, in jedem Zeitalter. Das können wir als Meditierende selbst erkennen. Anders gesagt, wenn wir einen Fehler machen, erkennen wir es. Wenn wir es richtig machen, erkennen wir es in uns selbst. Wie gut oder schlecht wir sind, wissen wir doch wohl besser als jeder andere — solange wir unbeirrt bei unserer meditativen Betrachtung bleiben und es nicht zulassen, dass wir selbstgefällig oder unachtsam werden.
Ein Beispiel aus der Vergangenheit ist das von den sechzehn jungen Schülern Bavaris, des Brahmanen. Sie hatten Jhana bis zu dem Punkt geübt, wo sie in rupa jhana und arupa jhana feststeckten. Folglich brachte ihnen der Buddha bei, das, was bereits in ihnen lag, zu betrachten, um es mittels ihres Einsichtsvermögens klar und deutlich zu erkennen — zu sehen, dass die Ebene der Sinnlichkeit unten liegt, die Ebene der Gestaltlosigkeit oben liegt, und die Ebene der Gestalt in der Mitte; die Vergangenheit als unten zu sehen, die Zukunft als oben, und die Gegenwart als in der Mitte. Dann brachte er ihnen bei, nach innen zu schauen — von den Füssen unten bis zu den Haarspitzen oben, und rundherum alles zwischendrin.
Sobald sie es derart betrachtet hatten, kamen sie selbst zu klarem Wissen. Damit waren ihre Zweifel, wie zu üben war, beendet, und sie brauchten nicht mehr woanders danach zu suchen.
§ 8. Jederzeit dem Dhamma lauschen
Als Meditierende solltet ihr euch der Strategie bedienen, jederzeit dem Dhamma zu lauschen, selbst wenn ihr alleine lebt. Betrachtet, anders gesagt, den Dhamma bei Tag und bei Nacht. Auge, Ohr, Nase, Zunge und Körper sind physikalische Erscheinungen (rupa-dhamma), die ständig gegenwärtig sind. Anblicke, Klänge, Gerüche, Geschmacks- und Tastwahrnehmungen sind ebenfalls gegenwärtig, so dass ihr sie sehen, hören, riechen, schmecken und tasten könnt. Der Geist? Auch der ist gegenwärtig. Auch eure Gedanken und Gefühle zu verschiedenen Themen — gute wie schlechte — sind gegenwärtig. Wachstum und Verfall, innerhalb und außerhalb von euch, sind ebenfalls gegenwärtig. Diese natürlichen Vorgänge zeigen die Wahrheit — Unbeständigkeit, Leidhaftigkeit und Nichtselbstheit — so dass ihr sie jederzeit sehen könnt. Wenn, zum Beispiel, ein Blatt am Baum gelb wird und herabfällt, zeigt es die Wahrheit der Unbeständigkeit.
Wenn ihr also diese Herangehensweise, die Dinge mit Achtsamkeit und Einsichtsvermögen zu betrachten, ständig anwendet, dann sagt man, dass ihr jederzeit, bei Tag und bei Nacht, dem Dhamma lauscht.
« Last Edit: September 24, 2013, 04:23:39 PM by Johann »
« Reply #2 on: November 26, 2013, 01:36:05 PM »
Betreff: Gesang der Freiheit
Datum: 2013-11-26 13:32
Empfänger: Muttodaya <muttodaya [at ] gmail.com>
Ehrenwerter Ajahn Mettiko,
jetzt "muß" ich Sie doch noch einmal bitten und stören. Ich habe gerade freudig entdeckt, daß der "Gesang der Freiheit " (Die Ballade von der Befreiung von den Khandhas ) von Ihnen großzügig geteilt wird, zumindest sieht es so aus.
Ich habe zwar damit angefangen es zu übersetzten, aber es wäre sicherlich Unfug nur zum Zwecke "Mach du deines und ich mach meines", dieses nocheinmal zu tun, und so würde ich darum bitten, wie es nicht nur der Anstand gebietet, nachfragen zu dürfen, ob ich die wertvolle Übersetzung zum weiter Teilen auf ZzE verwenden darf.
Pdf in der Anlage, zum Einarbeiten. (fall es erlaubt wird)
Gesang der Freiheit webseittext.pdf (76.43 kB - downloaded 87 times.)
« Last Edit: November 28, 2013, 07:16:42 PM by Johann »
Re: [M2] Phra Ajaan Mun Bhuridatto
« Reply #3 on: November 27, 2013, 09:40:03 AM »
Betreff: Re: Gesang der Freiheit
Datum: 2013-11-27 7:12
Absender: Muttodaya Waldkloster <muttodaya...
Empfänger: Johann Brucker <johann.brucker...
diese Erlaubnis kann ich hiermit geben, weil sonst wohl niemand mehr da
ist, den man fragen sollte.
A Mettiko Bh
Am 26.11.2013 13:32, schrieb Johann Brucker:
Datum: 2013-11-27 9:31
Empfänger: Muttodaya Waldkloster <muttodaya...
Herzlichen Dank, ehrenwerter Ahjan Mettiko.
Mit Freuden und gewissenhaft Anumodana!
« Last Edit: November 28, 2013, 07:16:20 PM by Johann »
« Reply #4 on: November 27, 2013, 02:27:16 PM »
Datum: 2013-11-27 14:24
ich vertraue darauf, daß Sie nicht die Nerven aufgrund meiner Fragen verlieren.
Als ich natürlich sofort begonnen hatte, dieses Geschenk einzuarbeiten, ist mir aufgefallen, daß die Texte gegenüber der englischen Übersetzung doch sehr verschieden sind.
Es kommt mir vor, als ob man versucht hätte, auf Basis dieses Gedichtes vom Ehrenwerten verblichenen Ajahn Mun, eine Literarisches Werk zu machen, was ja sicher nicht schlecht ist, wenn es nicht zu sehr kreativ wird, da man damit wohl leicht am Bild einer ehrwürdigen Person etwas verschieben kann. Wie auch immer, habe ich natürlich jegliches verfügbare Vertrauen, dennoch würd ich diesem Text gerne etwas Information hinzufügen und so frage ich hier, wer hat dieses Text aus welcher Quelle übersetzt. Es soll einfach den Leser und Empfänger über die Herkunft informieren, da sich jene die der Englischen Sprache mächtig sind und vielleicht auch großes Vertrauen in die Übersetzungen vom werten Thanissaro Bhikkhu, zum vergleich, haben, eventuell verunsichert sein könnten und den wesentlichen Unterschied nicht verstehen.
Ich vertraue darauf, daß Sie auch diese Frage als zum Zwecke der Aufklärung und zum Vermeiden von möglichen falschen Vorstellungen sehen und freue mich, wenn der werte Ajahn Mettiko mich in dieser Sache belehrt, sodaß keine Fragen mehr offen sind und es stets richtig weitergegeben werden kann
Am 2013-11-27 7:12, schrieb Muttodaya Waldkloster:
« Last Edit: November 28, 2013, 07:16:02 PM by Johann »
« Reply #5 on: November 28, 2013, 07:15:32 PM »
Bis wir vielleicht etwas mehr über die Autoren und die Quelle des Geschenkes wissen, um es gut einbauen zu können, habe ich mir erlaubt den Text aus der englischen Übersetzung dennoch zu übersetzten zu versucht, Verbesserungen mehr als willkommen:
Dhamma: Im generellen hat diese Wort verschiedene Ebenen der Bedeutung: die Art wie Dinge an sich und für sich sind, Buddhas Lehren darüber, wie die Dinge sind, die Praxis dieser Lehren im Geistestraining und das Erlangen der Todlosigkeit, als das Ziel der Praxis. In dieser Ballade hat 'Dhamma' zumeist die Bedeutung des letzten. Die neun durchdringenden Dhammas sind die Pfade und die Früchte jeder der vier Stufen des Erwachens, Stromeintritt, Einmalwiederkehren, Niemehrwiederkehren, und Arahantschaft plus, Nibbana (Nirvana).
Jhana: Konzentration, meditative Vertiefung in eine physische Empfindung oder einen mentalen Begriff.
Kamma: Willentlicher Akt, der zu neuerlichen Zuständen des Werdens und Geburt führt.
Khandha: Zusammengesetzte Teile der sinnlichen Vorstellung: rupa (physische Phänomene), vedana (Gefühle von Vergnügen, Schmerz oder Abgestumpftheit), sañña (Konzepte, Bezeichnungen, Anspielungen), sankhara (mentale Gestaltungen, Formationen, Abläufe) und viññana (Sinnesbewußtsein).
Ich verneige mich vor dem Gut-Geschrittenen,
dem führenden Lehrer, dem Sakyan Held,
dem Rechtens Selbst-Erwachten;
und vor den neun durchdringenden Dhammas;
und vor der Noblen Sangha.
Ich werde nun eine kurze Darlegung
über die Dhamma Khandhas geben,
in dem Umfang wie ich sie verstehe.
Einst war da ein Mann, der liebte sich sehr
und fürchtete Bedrängnis. Er wollte das Wohl
über die Reichweite von Gefahr hinaus und so wanderte er
ohne Ende fort. Wo immer Leute sprachen
das Wohl zu finden war, sehnte er sich fort,
doch das Wandern beanspruchte lange, lange Zeit.
Er war die Art von Mann der sich selbst liebte
und wahrlich den Tod fürchtete. Er wollte wahrhaftig
Befreiung, vom Altern und der Sterblichkeit.
Eines Tages lernte er die Wahrheit kennen,
das Ablegen der Ursache von Leid und
zusammengesetzten Dingen. Er fand eine Höhle der Wunder,
von endlosem Wohl, d.h., dem Körper.
Als er die Höhle der Wunder durchblickte,
war sein Leiden zerstört, seine Angst beruhigt.
Er blickte und blickte herum in der Landschaft der Berge,
Nahm ungebundenen Frieden wahr.
Er fürchtete, wenn er es Freunden erzählt,
daß sie meinen er sei verrückt. Er würde besser alleine
bleiben, einvernommen von Frieden, abgelegt
seine Gedanken von Kontakt, als herunzustreifen,
ein Schmeichler, kritisiert wie umgarnt,
verärgert und aufgebracht.
Doch war da dann ein anderer Mann, in Angst
vor dem Tod, sein Herz entmutigt und verwelkt.
Er kam zu mir und sprach gerade heraus,
in einer mitleiderregenden Art. Er sagte:
"Ihr habt eine Anstrengung in Eurer Meditation
nun für Lange Zeit getan.
Habt Ihr nun,
das wahre Dhamma Eurer Träume gesehen?"
(Oha! Wie kann es sein, daß er meinen Geist kennt?)
Er bat bei mir zu bleiben, und so stimmte ich ein.
"Ich werde Euch zu massiven Bergen führen,
mit einer Höhle voll Wunder
frei von Leiden und Streß:
Achtsamkeit in den Körper vertieft.
Ihr könnt es als Eure Freizeit sehen, das Herzen zu kühlen
und Problemen ein Ende bereiten.
Dies ist der Pfad des noblen Geschlechts.
Es liegt an Euch zu gehen oder auch nicht.
Weder erzwinge oder hintergehe ich Euch,
erzähle Euch nur was die Wahrheit und was nicht."
Und dann forderte ich ihn mit Rätzel heraus. Zuerst:
"Was läuft?"
"Was flink läuft ist viññana,
Bewegungen wandern in Reihe,
eine nach der anderen. Nicht zweifeln ob Saññas wirklich sind,
wird das Herz eingefangen, in Rückwärtlauf und vor.
Saññas halten sich an Dingen im Außen fest
und ziehen sie zum Täuschen des Geistes herein,
Machen ihn verwirrt im Denken und zum Suchen außen bestrebt,
zu wandern zerstreut.
Sie täuschen ihn mit verschiedensten Dhammas,
einem Trugbild gleich.
"Was erreicht vollige Befreiung von den fünf Khandhas?"
"Das Herz, natürlich, und das Herz allein.
Es ergreift nicht, noch verwickelt es sich.
Kein Gift der Besitzgier über,
keine Unwissenheit mehr,
steht es allein.
Keine Saññas können es täuschen
nachzufolgen.
"Wenn sie sagen das da Tod ist, was stirbt?"
"Sankharas sterben, zerstört deren Wirkung."
"Was bindet den Geist in Kreis?"
"Der Trick von Sañña mach den Drall.
Der Geist sieht falsch, weil seinen Saññas er traut,
festhält an seinem Begehrten,
jene Ebene des Seins verlassen,
geht er zu dieser, wandert bis ihm schwindlig wird,
sich selbst vergessend,
vollkommen verschleiert für sich selbst.
Ganz gleich wie stark er versucht das Dhamma zu finden,
gefangen in einem flüchtigen Blick, er ist."
"Was stöbert das Dhamma auf?"
"Das Herz stöbert es auf,
versucht heraus zu finden, wie Saññas 'gut' sagen
und nach 'schlecht' greift,
sich treibt an Lieben und Hassen zu binden."
"Einmal zu essen und suche niemals nach mehr?"
"Das Ende des Wollen zu suchen, kennen,
die Hoffnung mehr zu wissen,
Das Ende von Verstrickungen.
Der Geist sitzt still auf seinem Thron,
sein Anhaftungen abwirft.
"Ein vierseitiges Becken, überquellend voll?"
"Das Ende von Begierde, Zweifel ablegen,
rein, ohne ein Staubkorn und gefahrenfrei.
Saññas setzen sich nieder, Sankharas stören nicht.
Das Herz damit überquellend, keinen Mangel hat.
Ruhig und still, der Geist
hat keinen wehklagenden Gedanken:
etwas zum würdigen, Tag für Tag.
Selbst wenn da einer gewinnt,
himmlische Schätze, Millionen schwer,
so diese kein Vergleich zu wahrem Wissen,
das alle Sankharas ablegt.
Die entscheidende Sache: das Enden von Gier.
Bezeichnung bleiben in seinem Rahmen und dringen nicht ein.
Der Geist, unverzaubert von allem,
sein Umherwinden stoppt.
Wie einen Spiegel zum Betrachten Eures Abbild nehmen:
Haftet nicht an die Saññas,
wie ein Trugbild sind sie.
Lass Euch nicht vergiften mit Belangen der Sankharas.
"Wenn das Herz sich regt, könnt Ihr Sicht ergattern
von dem ungetrübten Herz.
Du weißt mit Sicherheit, das Regen ist in dir,
denn es verändert sich.
Unbeständigkeit ist eine Einrichtung des Herzens selbst,
kein Grund irgend jemand anderen zu kritisieren.
Ihr kennt die verschiedenen Arten der Khandhas
im Bewegen des Geists.
"Zuvor, pflegte ich zu denken, die Saññas wären das Herz,
bezeichnend 'Außen' und 'Innen',
darum war ich betrogen.
Nun ist das Herz am Ruder, ohne Bedacht,
keine Hoffnung, auf nur irgend ein Sañña zu bauen.
Was immer aufkommt und scheidet,
ist da kein Grund an den Saññas Besitz zu ergreifen,
oder versuchen diese abzukehr'n."
"Wie auf den Gipfel eines wahrlich hohen Berges zu steigen
und auf das Flachland hinunter zu blicken,
alle Lebewesen zu sehen."
"Hochgearbeitet, Blicke zurück
siehst Ihr alle Eure Affären
vom Anbeginn,
formen den Pfad, Stufen gleich."
"Stimmt das ansteigen und Fallen von Flüssen
mit der Wahrheit überein?"
"Ihr könnt das Verändern der Sankharas nicht beseitigen.
Gestaltet von Kamma,
sind sie hinaus um keinen zu grollen.
Wenn Ihr Begriff von ihnen nehmt,
um sie dort oder dahin zu drängen,
wird der Geist getrübt und falsch.
Denkt nicht ans Überstehen
aller Dinge natürlichem Verlauf.
Lasst los und Schlechtes folgt seinen eigenen Affären.
Unverwickelt in Sankharas:
Das ist was kühl und friedvoll ist.
Wenn Ihr die Wahrheit kennt,
müßt Ihr von den Sankharas lassen,
sobald Euch ihre Veränderlichkeit erscheint.
Wenn Ihr deren überdrüssig seid,
fällt Euch loslassen leicht,
ohne gedrängt zu sein.
Das Dhamma ist kühlend.
Der Geist wird Enden,
Gegenstand von Dingen zu sein."
"Die fünf Pflichten erfüllt?"
"Khandhas die Themen des Gestaltens
in fünf Ebenen teilen,
jede gefüllt mit seinen Pflichten und Geschäft,
ohne Raum für andere darin zu sein,
weil alle ihre Hände voll -
kein Raum selbst für Vorzug, Ansehen, Lob, Vergnügen,
Verlust von Vorzug, Verlust von Ansehen, Kritik und Schmerz.
Sie lassen alle ihrer eigener Natur folgen,
im Einklang mit der Wirklichkeit.
Der Geist ist nicht verwickelt,
mit einem dieser acht,
denn körperliche Khandhas bleiben am Erzeugen,
Altern und Krankheit ohne Aufenthalt.
Die geistigen Khandhas machen nie Rast.
Wie Maschinen arbeiten sie,
denn sie nehmen sich an dem Kamma,
das sie getan:
Gute Dinge machen sie verzaubert und froh,
schlechte Dinge vermengen und verdunkeln das Herz,
regen es zum Denken ohne Einhalt an,
als ob es in Flammen währ'.
Der Geist ist getrübt und stumpf.
Seine Lieben und Ablehnungen
sind Dinge die er selbst erdacht,
welchen anderen könnte er dafür beschweren?
"Möchtet Ihr dem Altern und Tod entfliehen?
Dies außer Reichweite jeder Möglichkeit,
wenn wir den Geist stoppen wollen,
herumzuwandern und zu denken,
wenn wir wollen, daß er bei einem bleibt
und hoffen uns auf diese Gestilltheit zu stützen.
Der Geist, etwas das sich verändert,
vollkommen ungewiss.
Saññas bleiben an einer Stelle, nur von Zeit zu Zeit.
Wenn wir weise über die Natur
aller fünf Khandhas werden,
wird der Geist klar und rein,
frei von Makel, keine Gegenstände mehr.
Wenn Ihr in dieser Weise zu wissen vermagt
ist dies äußerst brillant,
den die Wahrheit Ihr seht,
und Befreiung erreicht.
Dies ist das Ende des Pfad's.
Ihr widersetzt Euch nicht dem natürlichen Lauf
der Wahrheit der Dinge.
Reichtum und Besitz, gut und schlecht,
im Einklang der Anlässe, im Innen und Außen,
alle müssen vorüberziehen und vergehen.
An nichts könnt Ihr festhalten,
was immer der Geist als Ziel annimmt.
"Nun, wenn der Geist selbst unbeständig ist,
- zittrig, flink - und zu Gesicht er Euch kommt,
dieses dann wo Ihr das Letztliche findet, mit Leichtigkeit.
Kleine Dinge verdecken unser Wissen am Großen.
Die Khandhas hüllen das Dhamma vollkommen ein,
dieses wo verfehlen wird. Wir verschwenden unsere Zeit
unser Khandhas betrachtend und sehen nicht,
das Dhamma, daß, so es großer als die Khandhas,
uns wie Staub erscheint."
"Da ist, da ist nicht. Da ist nicht, und doch ist da."
"Hier bin ich vollkommen matt
und kann es nicht verstehen.
Bitte erklärt was dessen Sinn."
"Da ist Geburt verschiedener Ursache und Effekt,
aber keine Lebewesen da sind,
sie alle scheiden dahin.
Dies ist klar,
die Bedeutung vom ersten Punkt:
Da ist, da ist nicht.
Der zweite Punkt, da ist nicht, und doch ist da:
Dies sich auch das tiefgründige Dhamma bezieht,
das Ende aller drei Ebenen der Existenz,
wo keine Sankharas sind.
Dies ist das Einzige Dhamma, wahrlich abgetrennt.
Das Dhamma Eins und unveränderlich,
Alle Lebewesen übertreffend, extrem still.
Der Gegenstand des unbewegten Herz,
still und gestundet
leise und klar.
Nicht länger berauscht,
nicht länger fiebrig,
seine Begierde entwurzelt,
seine Verunsichertheit los,
seine Verwicklung mit den Khandhas,
alle beendet und gestillt.
die Antriebe der drei Ebenen des Kosmos, alle gebrochen,
anmaßende Begierden weggeworfen,
seine Lieben zu einem Ende gebracht,
ohne einem Besitzverlangen,
alle Sorgen geheilt,
so wie vom Herz bestrebt."
"Bitte erklärt des Geistes Pfad
nun auch in anderer Art,
und die Ursache des Leidens im Geist
die das Dhamma verdeckt."
"Die Ursache ist riesig,
aber um es in Kürze darzustellen,
die eine Enge ins Herz einbringt,
und es sich um Khandhas kümmern macht.
Wenn das Dhamma mit dem Herzen
über Zeiten hinaus verweilt,
ist dies der Anhaftung End',
mit keinerlei Ursache für Leiden mehr:
Erinnere diesem, es ist dies der Pfad des Geists.
Nicht müßstet Ihr Euch wundern,
herumzudrehen bis Euch schwindlig wird.
Der Geist, wenn die Dhammas nicht stets bei ihm sind,
gelangt anhaftend an sein Mögen,
bedacht um die Khandhas,
versunken in des Leidens Grund.
"So in Kürze, da ist Leiden
und da ist das Dhamma
stets mit dem Geist.
Besinnet dies bis Ihr die Wahrheit seht,
und der Geist wird völlig kühl.
Wie groß auch immer das Vergnügen oder Schmerz,
diese Euch keine Angst verursachen vermag.
Nicht länger betrunken von der Ursache des Leid's,
ist der Geist gut-gegangen.
Nur dies zu wissen, ist reichlich genug
um Euer Fieber zu mildern,
und um Euch von Eurer Suche nach einem Pfad auszuruhen.
Der Geist der das Dhamma kennt, vergißt
den Geist anhaftend an Staub.
Das Herz das Dhamma der wahrlichen Entspannung kennt,
sieht sicher, daß die Khandhas immer stressvoll sind.
Das Dhamma bleibt Dhamma,
die Khandhas bleiben Khandas, mehr ist da nicht.
"Und was die Phrase,
'Kühl, entspannt und von Fieber befreit' betrifft,
dies bezieht sich auf auf den Geist der sich selber,
von seinen suchterzeugenden Fehlern befreit
[, andere Dinge zu korrigieren].
Die Sankhara-Ansammlung bietet kein Vergnügen
und wahrlich, scherzhaft ist sie,
denn altern, erkranken und sterben muß, jeden tag.
Wenn der Geist das unübertreffliche Dhamma kennt,
legt er sich selbst von seinem trübenden Fehler frei,
welcher Krankheit anreizt.
Dieser Fehler ist ein verbissener Makel des Geists,
Doch wenn es das Dhamma klar ersieht,
seinen Fehler er entfernt,
und dann ist da kein Gift zurück im Herz.
Wenn der Geist das Dhamma sieht,
füllig gut
und von Fehlern befreit,
das Dhamma treffend, verwirft er alle Dinge
die ihn unruhig machen vermögen.
Er ist achtsam, an und für sich selbst,
und unverstrickt.
Er liebt es nach dem Ende der Khandhas zu bestreben,
sein Mögen ist geheilt,
seine Sorgen verwelkt,
und aller Staub fort.
Selbst wenn der Geist im Einklang seiner Natur denkt,
versuchen wir nicht ihn zu stoppen.
Und wenn wir ihn nicht stoppen,
beendet er durchzudrehen.
Dies uns vom Aufruhr befreit.
"Wisse, das Böses davon kommt,
der Wahrheit zu widerstehen.
"Böses kommt von Unwissenheit.
Wenn wir das Tor zur Dummheit schließen können,
ist da Entspannung letzter Art.
Alles Böse wird leise, perfekt still.
Alle Khandhas leiden, mit keinem Vergnügen weit und breit.
Zuvor war ich töricht und in Dunkelheit,
als ob in einer Höhle ich war.
Ich versuchte das Herz zu ergreifen um es zu stillen.
Ich vergriff mich an geistigen Begriffen,
denkend es sei das Herz
bis es eine Angewohnheit geworden war.
So tuend, lange verzaubert ich war,
ihnen nachzusehen.
Falsche Begriffe verdeckten den Geist
und er war verwirrt herumzuspielen,
mit den Khandhas -
Ich Armer ich!
"Mich selbst endlos verherrlichend,
ging ich herum anderen Urteile zu erteilen
doch vollendet hab ich nichts.
Die Fehler anderer zu betrachten
verbitterte das Herz,
als würden wir uns selbst in Flammen setzen,
verrußt und brennend werden.
Wer immer im Recht oder Unrecht, gut oder schlecht,
es ist deren Angelegenheit.
Unsere ist es sicher zu stellen,
daß das Herz um sich selbst sich bemüht.
Lasst keine ungeschickten Haltungen es umschwirren und landen.
Macht es vollendet
in Verdiensten und Geschick -
und der Rest wird in Frieden sein.
Andere als schlecht und sich selber als gut betrachten
ist Staub auf dem Herz,
weil man sich damit an Khandha festhält,
die diese Beurteilungen halten.
Wenn Ihr an den Khandhas festhaltet
verbrennen sie Euch mit Sicherheit,
denn Altern, Veruntrübung und Tod, sich in dieser Schlacht dazu gesellen:
voller Zorn und Liebe, offenkundige Makel,
Befürchtung, Sorge und Angst,
während die fünf Formen der Sinnlichkeit,
ihre verschiedenartigen Truppen formieren.
Wir erlangen keine Befreiung von Leiden und Gefahr
denn wir halten an den Khandhas als das Unsere fest.
Sobald Ihr Eure Fehler seht, brecht nicht mehr ab.
Bleibt dabei die Unbeständigkeit der Sankharas stets zu betrachten.
Wenn der Geist sich an dieses gewöhnt,
seit Ihr sicher das Einzige Dhamma zu sehen,
abgeschieden im Geist.
"'Unbeständigkeit' bezieht sich auf das Herz
so wie es sich mit seinen Begriffen regt.
Wenn Ihr dies seht, betrachte es
dort wo es sich bewegt.
Wenn die äußeren Objekte fortgezogen,
wird das Dhamma erscheinen.
Wenn Ihr das Dhamma seht, erholt Ihr Euch
von dem geistigen Tumult.
Der Geist würde dann nicht anhaften, an Zweiheitlichkeit.
Nur dies bisschen Vertrauen kann das Spiel beenden.
Nicht-wissen wissen:
Dies ist die Methode des Herz'.
Einmal Unbeständigkeit durchblickt,
beendet die Geist-Quelle Angelegenheiten zu erstellen.
Alles was bleibt ist der ursprüngliche Geist,
war und unveränderlich.
Die Geist-Quelle kennend,
von allem Kummer und Fehlern, Befreiung bringt.
Wenn Ihr hinaus zu den Geistes-Enden geht,
seid Ihr unverzüglich verkehrt.
"'Dunkelheit' kommt aus dem Geist
der besitzergreifend dem Guten ist.
Dieses Besitzverlangen ist
von den Geistes-Enden erdacht.
Die Geistes-Quelle ist bereits gut,
wenn Dhamma erscheint, Zweifel ausradiert.
Wenn Ihr das unübertreffliche Dhamma seht,
unvergleichlich in der Welt,
all Eure alten verwirrten Suchen,
dann entwurzelt und belassen.
Das [einzige] verbleibende Leiden
ist der Bedarf zu schlafen und Speis
im Einklang der Anläßlichkeit.
Das Herz bleibt, gezügelt, nahe der Geistes-Quelle,
Denkend, doch nicht auf seinen Gedanken verweilt.
Die Natur des Geistes ist, daß er zu denken hat,
Aber wenn er die Geistes-Quelle erkennt,
ist er von einem Kummer befreit,
abgeschieden von Störungen, und still.
Die Natur der Sankharas,
ist es zu vergehen.
Sie alle verschwinden, kein Verbleib.
Achtet auf den Geist
wenn Ihr Euch auf seine Edelmachen konzentriert,
Ihr werdet dazu neigen ihn zu drängen,
in Gestilltheit stecken zu bleiben.
Bringt das Herz dazu, immer wieder und wieder,
seine Unbeständigkeit zu sehen, bis es zur Gewohnheit wird.
Wenn Ihr 'Ahh!' erreicht,
kommt es von selbst:
Wahrnehmung über des Herzens Lied,
Der Buddha sagt Korruptionen von Einsicht,
verkleidet sich als Wahr,
wenn diese eigentlich nicht so sind.
Die Wahrnehmung von geistigen Phänomen
kommt von selbst,
ist direkte Vision,
nicht wie Hören und Verstehen
auf einer Ebene der Fragerei.
Die Untersuchung von Phänomen
geistig oder körperlich
sind ebenfalls keine Vision, die von alleine kommt,
ist nicht das Gedankenlied.
und Geistes-Augenblick,
ist der Quell-Geist von Kummer befreit.
Der Geistes-Quelle unverzügliches
automatisches Wissen über Sankharas
- die Angeleigenheiten der Veränderung -
ist kein Thema heraus zu exerzieren,
um eine Sache zu kenne und zu sehen.
Es ist auch keine Wissens gegründet
auf Bezeichnen in Paaren.
Der Geist weiß selbst
aus dem Gangwerk dieses Lieds.
Des Geistes Wissen über das Gangwerk
ist einfach anliegender Geistesaugenblick.
Tatsächlich kann man sie nicht teilen:
sind sie alle Eins und Gleich.
Wenn der Geist in zwei, wird dieses
sañña-verstrickte Sache genannt.
Unbeständigkeit ist's, warum auf etwas anderes konzentrieren?
"Wenn das Herz sein eigenes Scheiden sieht,
ist es aus der Dunkelheit befreit.
Es verliert seinen Geschmack daran,
und legt alle Zweifel ab.
Es beendet nach Dingen Innen und Außen zu suchen.
Es verläßt sein Liebes und Verhaßtes,
was immer es auch zu beschweren vermag.
Es kann sein Begehren beenden,
all sein Kummer vergeht -
zusammen mit den schweren Mühen
die es jammern ließ -
als würden ein Regenguß, erfrischen das Herz.
Das kühle Herz vom Herz selbst erkannt.
Kühl ist das Herz, denn es keine Bedürfnisse hat
herumzuwandern, nach Leuten zu sehen.
Die Geist-Quelle in der Gegenwart kennend,
seine Unerschütterlichkeit und Unbetroffenheit
mit allem Guten oder Schlechten,
den diese müssen scheiden,
und mit allen anderen Behinderungen geh'n.
Perfekt still, die Geistes-Quelle
denkt weder, noch interpretiert.
Sie bleibt alleine mit eigener Angelegenheit:
keine Erwartung
für Verwicklung und Störung keine Notwendigkeit,
nicht nötig seine Wächter zu stellen.
Sitzend oder hingelegt, denkt man
im Quell-Geist: 'Befreit.'"
"Eure Erklärung über den Pfad
ist durchdringend,
so umfassend und klar.
Bitte erklärt im Detail den Geist
unbefreit von der Ursache von Leid."
Die Ursache des Leidens Verhaftung und Liebe ist,
außerordentlich verzaubernd,
neue Zustände des Seins kreiert,
ohne überdrüssig zu sein.
Auf einer niedrigeren Ebene, ist Staub
die fünf Stränge der Sinnlichkeit;
auf einer höheren Ebene,
Anhaftung an Jhana sie ist.
In Begriffen wie diese Dinge,
arbeiten im Geist:
Es ist alles die Affäre, verzaubert von den Sankharas zu sein,
verzaubert mit all dem was geschah
für lange, lange Zeit -
dies als gut zu betrachten
das Herz mit Makel zu nähren
in rastloser Ablenkung.
Gepeinigt von Fehlern, mit keinem Sinn für Scham,
verzaubert von Bewunderung
was auch immer für eine Phantasie -
verzaubert bis an einen Punkt wo er sich selbst vergißt
und jeden Sinn für Gefahren verliert;
verzaubert im Betrachten der Fehler anderer,
von deren Bösem aufgebracht,
die eigenen Fehler mit Nichten und gar nicht sehen.
Ganz egal wie groß die Fehler anderer sind,
können sie uns nicht in die Hölle fallen lassen.
Unsere eigen Fehler bringen uns
geradewegs in die schlimmste Hölle,
auch wenn dies nicht äußerst schandvoll sind.
So bleibt dabei Eure eigenen Fehler zu betrachten,
bis es ganz natürlich passiert.
Vermeidet diese Fehler
und Ihr seid sicher zu sehen,
Freude frei
von Gefahr und Angst.
Wenn Eure Fehler klar erkennt
schneide sie einfach ab.
Trödelt und zögert nicht
sonst werdet Ihr sie niemals los.
"Wollen was gut, ohne zu stoppen:
Dies ist die Ursache von Leid.
Es ist ein großer Mangel: die starke Angst vor Schlecht.
'Gut' und 'Schlecht' sind Gifte für den Geist,
wie Speisen die hohes Fieber entfachen.
Das Dhamma ist nicht klar
weil da Eure grundlegende Begierde nach Nahrung ist.
Begierde nach Nahrung, wenn diese groß,
treibt den Geist in turbulente Gedanken
bis der Geist von Bösen vereinnahmt wird,
und all seine Veruntrübungen sich vermehren.
Desto großer der Fehler, um so mehr sie gedeihen,
reißen einem weiter und weiter weg,
von dem wahren Dhamma."
"Diese Art der Erklärung
der Ursache von Leid
züchtigt mein Herz.
[Zuerst] war die Bedeutung
zerrissen und verwirrt,
aber als Ihr den Pfad erklärt
sich mein Herz nicht wand:
gestundet, still und in Frieden,
zuletzt ein Ende erreicht."
"Dies nennt man Errungenschaft
der Befreiung von den Khandhas,
ein Dhamma das auf der Stelle bleibt,
mit keinem Kommen und Gehen,
eine aufrechte Natur - die Einzige -
mit nichts dazu zu bringen, zu streunen oder drehn."
Damit ist die Geschichte zu Ende. Richtig oder falsch,
bitte besinnt mit Weisheit, bis Ihr wißt.
Gedichtet von Phra Bhuridatto (Mun)
« Last Edit: November 29, 2013, 07:16:40 AM by Johann »
« Reply #6 on: November 29, 2013, 11:42:38 AM »
Betreff: Gesang der Freiheit Datum:2013-11-29 11:37
Absender: Johann Brucker <johann.....
Ehrwerter Ajahn Mettiko,
ich darf Ihnen freudig mitteilen, daß Ihre Dhamma Gabe seinen Bestimmungsort, wie erbeten, gefunden hat: Gesang der Freiheit
Mun Bhuridatto, Phra Ajaan (1870-1949)Ajaan Mun würde 1870 in Baan Kham Bong, einem Bauerndorf in der Provinz Ubon Tatchathani, im Nordosten Thailands, geboren. 1893 als buddhistischer Mönch eingeweiht, verbrachte er den Rest seines Lebens im Wandern durch Thailand, Burma und Laos, lebte die meiste Zeit im Wald und beschäftigte sich mit der Meditation. Er sprach ein enormes Gefolge von Schülern an, und etablierte gemeinsam mit seinem Lehrer, Phra Ajaan Sao Kantasilo Mahathera (1861-1941), die Waldmeditaionstradition (die Kammatthana-Tradition), die sich anschließend überall in Thailand verbreitete und auch einige Länder im Ausland erreichte. Er starb 1949 im Wat Suddhavasa in der Provinz Sakon Nakhorn.
Die Ballade von der Befreiung von den Khandhas | Gesang der Freiheit , von Phra Ajaan Mun Bhuridatta Mahathera, übersetzt aus dem Thailändischen von Thanissaro Bhikkhu (1995; 9 S./26KB) [Übersetzung: Laien für ZzE | Sangha Kloster Muttodaya]Dieses Gedicht wurde irgendwann in den 1930ern komponiert und ist eines der wenigen Schriftstücke, die Ajjan Mun zurückgelassen hat.
Gleichzeitig habe ich mir kurzerhand erlaubt auch die Übersetzung von Ehrenwerten Ajahn Thanissaro mittels meiner bescheidenen Talente ins Deutsch zu übersetzen und möchte diese bei Gelegenheit, wie natürlich auch alle anderen Arbeiten auf ZzE mit Ihnen und Ihrer Sangha teilen und zugängig machen. Selbstverständlich (hier auch ausgesprochen) freue ich mich (wir uns), wenn Sie stets, vorallem mit belehrender Kritik aus Mitgefühl Fehler aufzeigen. Und selbstverständlich (hier auch ausgesprochen), freuen wir uns immer und jeder Zeit, wenn Sie eines Ihrer Werke oder Dhammalehren teilen möchten.
Es wäre gut, wenn der Ehrenwerte Ajahn Mettiko persönlich und als Stellvertreter der noblen Sangha, dieses annimmt.
Bitte geben Sie mir auch Bescheid, sollte an der Veröffentlichung irgendetwas sein, was man korrigieren sollte.
Anmerken möchte ich noch, daß ich/wir uns mit all diesem in keinster Weise unserer Verantwortung entziehen wollen und in dienender Weise unsere Aufgabe erfüllen.

References: § 1

§ 2

§ 3

§ 4

§ 5

§ 6

§ 7

§ 8