Source: http://www.deutschestextarchiv.de/book/view/estor_rechtsgelehrsamkeit01_1757?p=1075
Timestamp: 2019-02-21 16:34:38+00:00

Document:
steinkolen geworden ist; nach dem verbrennen las-
sen sie eine asche.
Die bestand-teile der stein-kolen sind ein sauresauch be-
stand-teile,
salz und eine brennliche materi. Daher der starke
geruch rüret, und daß ihr brand durchs wasser
nicht gelöschet werden kan. Wo demnach ein
bergwerk von steinkolen in einen brand gerät; so
weiß man zwar noch kein lösch-mittel: behilft sich
aber noch mit dämpfung durch den mist. Uebri-
gens sihe Dondorfen von den stein-kolen 1744,
Bartholdi vom rechte der stein-kolen 1742, Bün-
tings beschreibung der stein-kolen, Krügers ge-
danken von stein-kolen und dem torfe, 8, 1741.
Von der berg-pech-erde, der schiferigen
erde, und dem pech-torfe.
Die berg-pech-erde in Thüringen und anderenworaus die
berg-pech-
erde beste-
orten, bestehet aus einer mit berg-öle, oder theere
vermischten erde. Die eine bricht als eine mürbe
erde hervor; die andere erscheinet fettig und klebe-
rig, von Justi § 219. Die schiferige brennbare
erde findet sich hir und da. Sie tauget öfters
zur feuerung nicht.
Der torf gehöret teils zum pflanzen, teils zumwozu der
torf gehö-
mineren-reiche. Aus der fäulung und säure zihet
in dessen erden ein pechartiges (bituminoses) we-
sen. Der pech-torf gehöret aber lediglich hirher.
Er ist schwarz und dem sumpf-torfe änlich. Das
berg-öl ist der grund seiner brennlichkeit, von
Justi § 221.
ſteinkolen geworden iſt; nach dem verbrennen laſ-
ſen ſie eine aſche.
Die beſtand-teile der ſtein-kolen ſind ein ſauresauch be-
ſtand-teile,
ſalz und eine brennliche materi. Daher der ſtarke
geruch ruͤret, und daß ihr brand durchs waſſer
nicht geloͤſchet werden kan. Wo demnach ein
bergwerk von ſteinkolen in einen brand geraͤt; ſo
weiß man zwar noch kein loͤſch-mittel: behilft ſich
aber noch mit daͤmpfung durch den miſt. Uebri-
gens ſihe Dondorfen von den ſtein-kolen 1744,
Bartholdi vom rechte der ſtein-kolen 1742, Buͤn-
tings beſchreibung der ſtein-kolen, Kruͤgers ge-
danken von ſtein-kolen und dem torfe, 8, 1741.
Von der berg-pech-erde, der ſchiferigen
Die berg-pech-erde in Thuͤringen und anderenworaus die
erde beſte-
orten, beſtehet aus einer mit berg-oͤle, oder theere
vermiſchten erde. Die eine bricht als eine muͤrbe
erde hervor; die andere erſcheinet fettig und klebe-
rig, von Juſti § 219. Die ſchiferige brennbare
erde findet ſich hir und da. Sie tauget oͤfters
Der torf gehoͤret teils zum pflanzen, teils zumwozu der
torf gehoͤ-
mineren-reiche. Aus der faͤulung und ſaͤure zihet
in deſſen erden ein pechartiges (bituminoſes) we-
ſen. Der pech-torf gehoͤret aber lediglich hirher.
Er iſt ſchwarz und dem ſumpf-torfe aͤnlich. Das
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[1063/1075] von dem bergwerks-regale. ſteinkolen geworden iſt; nach dem verbrennen laſ- ſen ſie eine aſche. § 2655 Die beſtand-teile der ſtein-kolen ſind ein ſaures ſalz und eine brennliche materi. Daher der ſtarke geruch ruͤret, und daß ihr brand durchs waſſer nicht geloͤſchet werden kan. Wo demnach ein bergwerk von ſteinkolen in einen brand geraͤt; ſo weiß man zwar noch kein loͤſch-mittel: behilft ſich aber noch mit daͤmpfung durch den miſt. Uebri- gens ſihe Dondorfen von den ſtein-kolen 1744, Bartholdi vom rechte der ſtein-kolen 1742, Buͤn- tings beſchreibung der ſtein-kolen, Kruͤgers ge- danken von ſtein-kolen und dem torfe, 8, 1741. auch be- ſtand-teile, Von der berg-pech-erde, der ſchiferigen erde, und dem pech-torfe. § 2656 Die berg-pech-erde in Thuͤringen und anderen orten, beſtehet aus einer mit berg-oͤle, oder theere vermiſchten erde. Die eine bricht als eine muͤrbe erde hervor; die andere erſcheinet fettig und klebe- rig, von Juſti § 219. Die ſchiferige brennbare erde findet ſich hir und da. Sie tauget oͤfters zur feuerung nicht. woraus die berg-pech- erde beſte- het? § 2657 Der torf gehoͤret teils zum pflanzen, teils zum mineren-reiche. Aus der faͤulung und ſaͤure zihet in deſſen erden ein pechartiges (bituminoſes) we- ſen. Der pech-torf gehoͤret aber lediglich hirher. Er iſt ſchwarz und dem ſumpf-torfe aͤnlich. Das berg-oͤl iſt der grund ſeiner brennlichkeit, von Juſti § 221. wozu der torf gehoͤ- ret? Vom X x x 4
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Zitationshilfe: Estor, Johann Georg: Bürgerliche rechtsgelehrsamkeit der Teutschen. Bd. 1. Marburg, 1757, S. 1063. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/estor_rechtsgelehrsamkeit01_1757/1075>, abgerufen am 21.02.2019.

References: § 219
 § 221
 § 219
 § 221
 § 219
 § 221
 § 2655
 § 2656
 § 219
 § 2657
 § 221