Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=6%20U%203517/10
Timestamp: 2020-04-01 09:35:55+00:00

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OLG München, 31.03.2011 - 6 U 3517/10 - dejure.org
https://dejure.org/2011,15831
OLG München, 31.03.2011 - 6 U 3517/10 (https://dejure.org/2011,15831)
OLG München, Entscheidung vom 31.03.2011 - 6 U 3517/10 (https://dejure.org/2011,15831)
OLG München, Entscheidung vom 31. März 2011 - 6 U 3517/10 (https://dejure.org/2011,15831)
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Wettbewerbsverstoß: Irreführung durch Unterlassen von Unternehmensangaben in der Prospektwerbung eines Lebensmitteldiscounters
Identitätsangabe in der Prospektwerbung
Werbendes Unternehmen muss seine Identität in Werbeprospekten offen legen
Auch die Prospektwerbung (eines Lebensmitteldiscounters) muss Identität des Unternehmens enthalten
Werberecht: Im Werbeprospekt muss die volle Anschrift genannt werden
it-schule.de (Kurzinformation)
Impressum auch im "Wurschtblatt" Pflicht
Angebot Firmierung Anschrift in Prospektwerbung BGH weist Nichtzulassungsbeschwerde zurück.
Informationspflichten nach § 5 a Abs. 3 Nr. 2 UWG Angabe Firmierung und Anschrift in Prospektwerbung
Von wem stammt der Schweinebauch?
LG München I, 11.05.2010 - 9 HKO 23637/09
BGH, 15.12.2011 - I ZR 129/11
BGH, 22.03.2012 - I ZR 129/11
Vielmehr reicht es in richtlinienkonformer Auslegung am Maßstab der Art. 7 IV, 2 lit. i UGP-RL aus, wenn die in Rede stehende geschäftliche Handlung so gestaltet ist, dass der Verbraucher hinreichend über das beworbene Produkt und dessen Preis informiert ist, um eine geschäftliche Entscheidung treffen zu können (EuGH GRUR 2011, 930 Tz. 33 - Konsumentombudsmannen/Ving Sverige, OLG München, WRP 2011, 1213, 1214).
(3) diese Veranstaltung ausschließlich in der bezeichneten (einen bzw. einzigen) Zweigniederlassung stattfindet (Abgrenzung zu OLG München WRP 2011, 1213;… OLG Brandenburg WRP 2013, 127, Rn. 16 ff.;… OLG Saarbrücken WRP 2013, 940, dort Rn. 23 sowie LG Hamburg WRP 2013, 1669, Rn. 19).
Darüber hinaus unterscheiden sich die beurteilungserheblichen Umstände des Streitfalls grundlegend von den in der einschlägigen Judikatur bisher beurteilten Sachverhalten (…vgl. etwa OLG Brandenburg WRP 2013, 127, Rn.16ff. und OLG Saarbrücken WRP 2013, 940, dort Rn. 23: jeweils mehrere Filialen;… LG Hamburg WRP 2013, 1669, Rn. 19: weder eindeutiger Hinweis auf den werbenden Unternehmer noch Mitteilung (irgend-)einer Anschrift; ferner die von OLG München WRP 2011, 1213 beanstandete (über-)regionale Werbung eines Lebensmitteldiscounters).
Der Anwendungsbereich dieser Vorschrift ist vielmehr schon dann eröffnet, wenn die für den Kaufentschluss wichtigsten Vertragsbestandteile, mithin das beworbene Produkt und dessen Preis hinreichend konkret benannt werden und den Verbraucher in die Lage versetzen, eine geschäftliche Entscheidung zu treffen (im Ergebnis auch OLG München, Urt. v. 31.03.2011, 6 U 3517/10; OLG Hamm, Beschl. v. 13.10.2011, 4 W 84/11; OLG Hamburg, Beschl. v. 20.10.2011, 5 W 134/11, OLG Brandenburg, Beschl. v. 19.03.2012, 6 U 79/11).
Die Identifizierung einzelner Filialen ohne einen Hinweis auf das Unternehmen und seinen Firmensitz ist deshalb unzureichend (so auch OLG München, Urteil vom 31.3.2011, 6 U 3517/10, WRP 2011, 1213, zitiert nach Juris).
Zur Frage der Erfüllung der Informationspflicht des § 5a Abs. 3 Nr. 2 UWG (hier im Rahmen der Eigenwerbung der Beklagten) hat der Senat bereits entschieden, dass er den Hinweis auf den Internetauftritt des werbenden Unternehmers dem Zweckgedanken dieser dem Verbraucherschutz dienenden Vorschrift folgend, es dem Verbraucher ohne Schwierigkeiten zu ermöglichen Kontakt mit dem anbietenden Unternehmen aufzunehmen (…vgl. Köhler/Bornkamm a.a.O., § 5a Rn. 33), grundsätzlich nicht für ausreichend erachtet (vgl. Senat, Urt. v. 31.03.2011 - 6 U 3517/10 = WRP 2011, 1213;… Urt. v. 17.10.2013 - 6 U 3929/12 = MD 2014, 59;… Urt. v. 07.11.2013 - 6 U 2934/13; so auch OLG Saarbrücken WRP 2013, 940 ff.;… OLG Hamm WRP 2012, 985 Rn. 31; kritisch hierzu Lettl WRP 2013, 1105, 1111).
Außerdem ist auch die Identität des hier Textilien anbietenden Unternehmens in Form der genauen Angabe der Rechtsform und Anschrift für den Durchschnittsverbraucher zum Zwecke der vorherigen Kontaktaufnahme in der heutigen Zeit von erheblicher Bedeutung (vgl. OLG München WRP 2011, 1213).
Ein gleicher Sachverhalt lag dem Urteil des OLG München vom 31.03.2011 (Az. 6 U 3517/10) zugrunde.
In diesem Sinne hat der Senat in seinem Urteil vom 31.03.2011 - 6 U 3517/10 (dort S. 6) unter Hinweis auf Köhler/ Bornkamm , UWG, 29. Aufl. 2011, UWG § 5 a, Rn. 30 ausgeführt: "Vielmehr setzt die Informationspflicht bereits ein, wenn dem Verbraucher die "essentialia negotii" in Gestalt des beworbenen Produkts und des Verkaufspreises bekannt gegeben werden, aufgrund derer er in die Lage versetzt wird, eine Entscheidung über den Erwerb zu treffen." (…vgl. i. ü. Bornkamm a. a. O., Rn. 30 a).
OLG Hamburg, 20.10.2011 - 5 W 134/11
Wettbewerbsverstoß: Unternehmensbezogene Informationspflichten

References: BGH 
 § 5
 Art. 7
 § 5
 § 5
 § 5