Source: https://blog.wikimedia.de/2019/03/15/wikipedia-protest/?fbclid=IwAR0j9b1wuoK2C11RvAuxOhkzd6WZ0EO8G7rCmUjmHUgtE7Je9WtD1iMZlg0
Timestamp: 2019-03-26 02:58:24+00:00

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Wikipedia schaltet sich ab – für das freie Internet – Wikimedia Deutschland Blog
Community, Politik & Gesellschaft, Wikimedia
Wikipedia schaltet sich ab – für das freie Internet
By John Weitzmann
Am Donnerstag, den 21. März wird die deutschsprachige Ausgabe der Online-Enzyklopädie für 24 Stunden komplett abgeschaltet. Damit möchten die Wikipedia-Aktiven ein Zeichen insbesondere gegen die Einführung der umstrittenen Artikel 11 und 13 in der Reform des Urheberrechts setzen. Wir erklären, wieso die Wikipedia protestiert.
Worum geht es? (tl;dr)
Mit der laufenden Urheberrechtsreform sollen Regeln für Online-Dienste EU-weit vereinheitlicht werden. Außerdem sollen professionell Kreative und ihre Verlage, Produktionsfirmen, Labels und Verwertungsgesellschaften gegenüber großen Plattformen gestärkt werden. Diese Stärkung ist ein legitimes Anliegen – nur könnten die Instrumente, mit denen sie durchgesetzt werden soll, die Meinungsvielfalt und Informationsfreiheit im Internet massiv einschränken.
Grafik: Pretzels, Wikipedia SOPA Blackout Design W cropped, CC BY-SA 3.0
Alle Plattformen müssten nach diesem Vorschlag Filtersysteme bei sich einführen, wenn sie nicht umfassend Lizenzen kaufen für alles, was ihre User hochladen (Artikel 13 der Reform). Außerdem sollen zukünftig selbst sehr kleine Textteile aus Presse-Erzeugnissen nur noch mit Erlaubnis der jeweiligen Verleger verwendet werden dürfen (Artikel 11), und die Presse ist einer der wichtigsten Bezugspunkte auch für die Inhalte der Wikipedia. Beide Vorschläge machen der Wikipedia-Community große Sorgen.
Mehreinnahmen möglich, Instrument trotzdem unverhältnismäßig
Die Reform-Befürworter erwarten Mehreinnahmen für Kreative und Verwertungsindustrie. Sie glauben, dass gerade die großen Plattformen lieber Lizenzen kaufen werden als in großem Stil zu filtern. Unklar ist, ob dies praktisch für alle Inhalte möglich ist.
Durch [Filter-es-sei-denn-Lizenz] als neues Grundprinzip des Netzes würden alle Äußerungen, die irgendwie auch nur Teile geschützter Werke enthalten, erst nach positiver Vorprüfung durch die Filter sichtbar werden. Das könnte bedeuten, dass etwa ein Meme oder auch ein Beitrag in den sozialen Medien, der einen kurzen Video-Clip enthält, erst einmal nicht auf der Plattform erscheint, bis die oder der Postende belegen konnte, dass das Posten zulässig war. Die Missbrauchsmöglichkeiten einer solchen Tech-Infrastruktur wären nicht zuletzt für autoritäre Staaten weltweit riesig.
Aber Wikipedia ist doch ausgenommen?
Wikipedia selbst ist von Artikel 13 ausgenommen. Doch das Freie Wissen lebt keineswegs nur in der Wikipedia. Wir setzen uns für ein insgesamt freies Netz ein, damit Wissen möglichst ungehindert geteilt werden kann. Die Umstellung auf eine direkte Haftung für Plattformbetreiber mit ihrer zu erwartenden Breitenwirkung im Netz wird auch vom UN-Sonderberichterstatter für Menschenrechte David Kaye (Meinungsfreiheit!) und dem Bundesdatenschutzbeauftragten Ulrich Kelber (Tracking!) scharf kritisiert. Die Wikipedia-Community und wir sind insoweit in sehr guter Gesellschaft.
Neues Leistungsschutzrecht für Presseverleger
Der zweite umstrittene Vorschlag neben Artikel 13 ist Artikel 11: Presseverleger sollen zusätzlich zum Urheberrecht, noch ein eigenes Schutzrecht bekommen, sogar für ganz kleine Textteile (sogenannte Snippets). Damit würde jede Nutzung von Pressepublikationen genehmigungspflichtig. Wer Inhalte aus einem Artikel übernimmt, ohne im engeren Sinne wissenschaftlich zu zitieren oder rein privat zu handeln, müsste dann um Erlaubnis fragen – und im Zweifelsfall zahlen. Unklarheiten erzeugt das vor allem für die vielen Belege in der Wikipedia, die auch kurze Auszüge von Presse-Artikeln enthalten. Ausführlichere Infos dazu in diesem Blogbeitrag.
Und wo sind die Gegenvorschläge?
Es wurden viele gute Gegenvorschläge zum aktuellen Entwurf zum Beispiel für Artikel 13 unterbreitet: Kooperationsgebot, Berichtspflichten, Einhaltung der Lizenzvereinbarungen statt „prevent availability“, siehe die Stellungnahme zweier Ausschüsse des Europaparlaments aus dem Juni 2017. Auch wurden Schnittstellen (APIs) vorgeschlagen, über die Rechteinhaber einfacher Verstöße melden und sogar Inhalte direkt auf den Plattformen nachträglich entfernen könnten (Änderungsantrag CA 14 on Article 13, Juni 2018).
Was ist das Ziel des Wikipedia-Protests?
Schon die Bannerschaltung im September ließ viele Europaabgeordnete vor allem in Italien, Polen und Deutschland aufhorchen. Jetzt bringt die deutschsprachige Wikipedia-Community zum ersten Mal in ihrer Geschichte einen Blackout für die europaweiten Proteste am 23. März ein. Sie fordert die Besuchenden der Wikipedia dazu auf, sich selbst in die Debatte einzubringen, Abgeordnete zu kontaktieren, mit zu demonstrieren und Petitionen zu unterzeichnen.
33 Kommentare zu Wikipedia schaltet sich ab – für das freie Internet
Stephan Jansen 1 Tag
Freue mich (übrigens auch Fördermitglied) hier so viele Stimmen zu lesen, die die Abschaltung der Wikipedia Seite nicht gutheißen. Kann nur empfehlen Prantl Wochenvorschau vom 24.3. zu lesen. Google, Facebook, YouTube verfolgen rein kommerzielle Interessen und müssen in diesem Sinne eine Produkthaftung übernehmen! Gilt im übrigen auch für Amazon (und die Warehouse Plattform).
John Weitzmann 2 Tagen
Guten Tag Herr Meyer, die Zensurgefahr im juristischen Sinne entsteht in der Tat erst, wenn sich Staaten Zugriff auf die Filtersysteme verschaffen. Das ist allerdings nicht fernliegend als Szenario. Und ja, die besonders einflussreichen Plattformen sind inzwischen viel zu dominant. Insofern wäre die Politik gut beraten, das Problem zu gering ausfallender Vergütung von Kreativen nicht ausgerechnet mit Haftungsregeln zu bekämpfen, bei denen den Plattformen die Wahl bleibt, keine Lizenzen zu kaufen (oder nur solche, die ihnen billig genug erscheinen) und den Rest der Inhalte zu filtern. Die ohnehin schon problematischen Filtersysteme von YouTube und Facebook werden damit fürs ganze Netz zum Standard erklärt, mit den Folgen: Overblocking und Missbrauchsgefahr. Der Einsatz der heutigen Filtersysteme sollte reguliert statt zum Allheilmittel gegen Rechtsverletzungen im Netz erklärt werden. Die Vergütungsproblematik lässt sich auch über Wege lösen, bei denen das Vorliegen der Erlaubnis für jedes einzelne hochgeladene Werk nicht geprüft werden muss, z.B. über Klickzahl-abhängige Pauschalabgaben. Seit letzter Woche endlich ist das auch bei der CDU angekommen und wird hoffentlich noch irgendwie eingebaut in den Artikel 17 (vormals 13). Das gäbe so etwas wie ein Happy End dieses Hickhacks. Es gab sehr viel Zuspruch für die Aktion der Community, auch wenn sich wie immer eher die ablehnenden Meinungen in den Kommentarspalten finden.
John Weitzmann 3 Tagen
die Identifizierung ist eigentlich gar nicht so sehr im Fokus bei diesem Streit. Üblicherweise können Plattformnutzende schon heute identifiziert werden. Der Streit geht darum, wer zivilrechtlich haftbar sein soll. Derzeit sind sowohl die Plattform als auch der Uploader haftbar für Urheberrechtsverletzungen, nur kann sich die Plattform auf das „Haftungsprivileg“ aus Art. 14 der eCommerce-Richtlinie berufen, das besagt, dass der Plattformbetreiber nur für umgehende Löschung zu sorgen hat, sobald er auf die Urheberrechtsverletzung hingewiesen wird, und er dann auch weitergehend auf Schadensersatz haftet, wenn er nicht schnell genug reagiert. Der Uploader hingegen ist heute umfassend haftbar, ohne Privileg. Die Richtlinie soll das ändern und die Haftung möglichst weitgehend dem Plattformbetreiber aufbürden. Dieser Aspekt ist auch aller Ehren wert, nur wir mit Art. 13 ein Weg gewählt, bei dem a) letztlich jeder Urheber / Rechteinhaber mehrere Möglichkeiten hat, seine Rechte durchzusetzen, und bei dem b) immer der Ausweg für den Plattformbetreiber bleibt, sich Lizenzgebühren dadurch zu sparen, dass er die von ihm nicht lizenzierten Werke systematisch ausfiltert. Dieser Anreiz ist gemeint, wenn von den kaum vermeidbaren Filtern die Rede ist, die Art. 13 letztlich überall im Netz (nicht nur bei YouTube und weiteren, die bereits jetzt solche Systeme haben) erzwingen würde. Wir als Verein unterstützen daher den nun auch von der CDU aufgegriffenen Vorschlag einer echten Urheberrechtsschranke für nutzergenerierte Inhalte, für die die Plattformen eine Pauschalabgabe zu leisten haben, ähnlich wie man es von der Privatkopieerlaubnis kennt (siehe § 53 Abs. 1 UrhG). Damit wären Nutzendenhandlungen auf Plattformen umfassend legalisiert, Filter wären somit weder erforderlich noch würden sie irgendein Geld sparen helfen die für die Plattformbetreiber und Kreative würden über Verwertungsgesellschaften profitieren.
J. Weitzmann
Hallo Herr Oestermeier,
ich antworte Ihnen als Mitarbeiter von Wikimedia Deutschland, also nicht als „Wikipedia“ (die Diskussionen der Community können sie direkt im Wiki nachlesen und sich daran beteiligen):
Sie haben Recht mit dem Hinweis, dass es eine komplizierte Sachlage sein kann, wenn es um Filtersysteme geht. Auch bei Regulierungen wie dem Netzwerkdurchsetzungsgesetz waren wir (Wikimedia Deutschland, nicht wie beim Blackout jetzt die WP-Community) gegen zu einseitige Anreize zur Löschung und für rechtsstaatliche Kontrolle der Löschmechanismen. Es geht dabei aber um ganz andere Inhalte als bei der Urheberrechtsdebatte. Dass Gewaltdarstellungen und Terrorpropaganda teilweise auch technisch bekämpft werden muss, bedeutet nicht, dass das 1:1 auch für die Durchsetzung von Urheberrecht gilt. Auch die Einkommensinteressen Kreativer sind wichtig und haben über Art. 14 GG Grundrechtsrang, aber die Abwägung mit der Meinungs(äußerungs)freiheit kann hier durchaus zu anderen Ergebnissen kommen. Da das Urheberrecht bereits heute in zahlreichen Fällen zur Entfernung _inhaltlich_ unliebsamer Äußerungen aus dem öffentlichen Diskurs missbraucht wird (Stichwort „Zensurheberrecht“), entsteht ein reales Missbrauchspotenzial durch urheberrechtlich ausgerichtete Filter. Dass es diese bereits gibt, ist richtig, aber der gegenwärtige Artikel 13 (neu nummeriert 17) der CDSM-Richtlinie würde sie sogar gesetzlich erzwingen. Darin liegt die neue Qualität. Stattdessen sollte der Gesetzgeber eigentlich eher den Rechtsschutz gegen die in Eigenregie eingesetzten Filter bei YouTube und Facebook verbessern, statt diese problematischen Technologien nun auch noch als Durchsetzungwerkzeug gesetzlich zu „adeln“. Wir als Verein unterstützen daher den nun auch von der CDU aufgegriffenen Vorschlag einer echten Urheberrechtsschranke für nutzergenerierte Inhalte, für die die Plattformen eine Pauschalabgabe zu leisten haben, ähnlich wie man es von der Privatkopieerlaubnis kennt (siehe § 53 Abs. 1 UrhG). Damit wären Nutzendenhandlungen auf Plattformen umfassend legalisiert, daher keine Filter erforderlich und Kreative würden über Verwertungsgesellschaften profitieren.
John Weitzmann 4 Tagen
Hallo Frau Müller, natürlich kann man über die Art des Protestes unterschiedlicher Meinung sein. Unverhältnismäßig erscheint er mir allerdings nicht, denn es wurde nur für 1 Tag der Zugang zur Web-Version der DE:WP blockiert, während dieselben Inhalte über die Wikipedia-App durchgehend verfügbar waren und die englischsprachige Wikipedia sowieso. Auch dass das freie Wissen akut betroffen ist, wenn – wie bei Art. 11 – Ausschließlichkeitsrechte auf immer kleinere Stücke von Text ausgedehnt werden (das Urheberrecht greift da schon lange nicht mehr), liegt auf der Hand. WMDE musste lange bitte bitte machen, bis wenigstens die jetzt in Art. 11 stehende untere Grenze „einzelne Worte oder sehr kurze Auszüge“ aufgenommen wurde. Es bleiben noch immer viele Textstellen in der WP, bei denen nun rechtliche Fragezeichen entstehen, obwohl das Ganze für die Verleger nach eigener Aussage nur ein kleiner Mosaikstein der Sicherung ihrer zukünftigen Geschäftsinteressen ist. Da darf man bzw. die Community fragen, wo da die Verhältnismäßigkeit sein soll. Viele Grüße, jhw
Kerstin Müller 4 Tagen
In der diesem Block vorangestellten Erläuterung wird im Kapitel „neues Leistungsschutzrecht für Presseverleger“ moniert, dass man schon für kürzere Texte verpflichtet sein soll, sich eine Genehmigung zu holen und ggf. zu vergüten, wenn man nicht im engeren Sinne wissenschaftlich zitiert oder rein privat handelt. M.a.W., es wird gewünscht, dass man unentgeltlich fremde Leistungen gewerblich nutzen kann ? Das kann doch wohl nicht gemeint sein. Also: was genau ist das Problem?
Welche Freiheiten bestehen im Netz denn, so wie es sich entwickelt hat, und welche bedroht es ?
Ich habe den Eindruck, dass die Funktionsweise dessen, was allgemein im Netz genutzt wird, nicht erkannt und schon lange nicht verinnerlicht wird, nämlich dass die meist genutzten Inhalte kommerziell sind und dabei vor allem persönliche Daten verwertet werden, die jenseits unserer Vorstellungen sind. Stattdessen herrscht eine romantische Vorstellung vom Guten und Freien. Solange es den großen Akteuren gelingt, diese Sichtweise zu erhalten, wird es keine Bewegung geben, das Netz von der Kommerzialisierung zu befreien und zu einem wirklich freien, demokratischen und dem Gemeinwohl dienenden Medium zu machen. Wenn nunmehr wieder eine von einem demokratisch legitimierten Gremium initiierten Regulierung des Netzes als Angriff auf die „Freiheit“ bekämpft wird, so dient dies m.E. ausschließlich der Erhaltung der Macht der Mächtigen.
Ich wünschen mir, dass wir mehr dafür tun, dass das Netz zu einer wirklich „freien“ Institution wird.
Die von Wikipedia beschlosse Aktion zur Abschaltung zielt m.E. daher weder in die richtige Richtung noch ist sie verhältnismäßig.
Uwe Oestermeier 4 Tagen
Hallo Wikipedia,
in Ihrer Begründung schreiben Sie zum Thema Upload-Filter: „Die Missbrauchsmöglichkeiten einer solchen Tech-Infrastruktur wären nicht zuletzt für autoritäre Staaten weltweit riesig.“ Dabei übersehen Sie, dass diese Infrastruktur bei wichtigen Anbietern wie YouTube und Facebook seit langem besteht, wie zuletzt wieder beim Attentat in Neuseeland deutlich geworden ist, bei dem Filter (wenn auch mit Problemen des Underblocking) massiv zum Einsatz kamen. Ist also Ihr Plädoyer, dass diese Infrastruktur zum Verhindern des Mißbrauchs sozialer Medien wieder abgeschafft werden soll?
Wie bei vielen Gegnern des Artikel 13 scheint auch Ihnen das Recht auf Meinungsäußerung wichtiger als andere Rechte zu sein, obwohl bei der Kommunikation über Plattformen in vielen Fällen andere Menschenrechte wie das Urheberrecht und Persönlichkeitsrechte ebenso betroffen und gegeneinander abzuwägen sind. Diese Position ist natürlich im Sinne der Plattformbetreiber, die ebenfalls Auseinandersetzungen scheuen, sobald sie als Plattformen in Haftung genomen werden können. Als Wikipedia-Mitglied sehe ich mit Sorge, dass auch Sie sich vor den Karren der großen Anbieter spannen lassen, die sich auf der einen Seite in den Nutzungsbedingungen das Recht geben lassen, Inhalte jeder Zeit zu sperren und dies auch bereits teilautomatisiert tun, während sie in der Kampagne gegen Artikel 13 behaupten, eine Zensur verhindern zu wollen.
Gunnar Wolf 4 Tagen
Zugegeben, die widerstrebenden Interessen sind nicht so einfach auf einen Nenner zu bringen. Dennoch sollten wir sachlich bleiben und auch mal den Gegenargumenten lauschen.
Es wird immer wieder behauptet, dass nur mit Online-Filtern den Anforderungen des Art. 13 entsprochen werden kann. Stimmt das wirlich? Dies wäre doch nur das letzte Mittel, z.B. wenn der Hochladende nicht bereit ist, seine Identität gegenüber dem Plattformbetreiber (nicht der Öffentlichkeit) zu offenbaren. Wenn er aber dazu steht, was er hochlädt, dann könnte er doch auch für die Folgen haftbar gemacht werden. Natürlich würde auch dies erhebliche Konsequenzen für das seitherige Verhalten der Nutzer solcher „Social Media“ nach sich ziehen. Eine positive Wirkung wäre allerdings, dass man sich nicht mehr in der Anonymität verstecken kann.
Wolfgang Meyer 4 Tagen
„drei Leute machen einen Tiger“ lautet angeblich ein chinesisches Sprichwort. Sofern man bestimmte Behauptungen nur oft genug wiederholt, werden sie geglaubt. Trotz vieler gleich lautender Bedenken gegen die geplante Urheberrechtsreform der EU kann ich die behaupteten Gefahren aber immer noch nicht erkennen. Zensur kann zunächst nur durch einen Staat / durch Regierungen ausgeübt werden. Wenn man Google & Co. unterstellt, Zensur ausüben zu können, gibt man doch gleichermaßen zu erkennen, dass diese Unternehmen durch ihre Monopolstellung inzwischen eine ungeheure, viel zu große politische Macht besitzen. Allein das will und kann ich nicht unterstützen.
Wenn ich mich bei Youtube womit auch immer präsentiere, erziele ich auch Einnahmen, so gering diese vielleicht auch sein mögen. Dafür darf ich doch nicht erwarten, Arbeits- bzw. kreative Leistungen anderer kostenlos verwenden zu können. Da muss ich mir schon selbst den Kopf zerbrechen oder aber, wenn ich es einfach nicht kann, bleiben lassen und voller Respekt zur Kenntnis nehmen, was andere zu leisten im Stande sind.
Sofern Google & Co wirklich Uploadfilter einsetzen und damit eine Diskriminierung von Journalisten oder Kulturschaffenden stattfinden sollte, werden sich diese andere Plattformen für ihre Präsentation suchen. Der Markt würde es auf wunderbare Weise richten, die großen Monopolanbieter bekämen endlich Konkurrenz! Es gibt schließlich auch noch WordPress,Tumblr, Blogspot, Mastodon, Friendica, Diaspora usw. Kennen Sie nicht? Sehen Sie, -> das <- ist doch das Problem, das wir schon haben. Ob wir (d.h., ich auf jeden Fall nicht) durch Uploadfilter je ein ernsthaftes Problem haben werden, ist völlig offen. Und falls doch, trifft es in den allermeisten Fällen nicht die Falschen.
Die heutige Abschaltung von Wikipedia mißbillige ich daher ausdrücklich. Bemerkenswert, dass ich hier fast nur Beiträge lese, die in ähnlicher Weise wie ich argumentieren.
Christian W. 4 Tagen
ich frage mich, warum ich jährlich einen Betrag für Wikipedia spende, wenn es nicht verfügbar ist, wenn ich es, wie jetzt, brauche, um zu recherchieren. Wenn das kein Eigentor ist. Meine jährliche Spende werde ich mir das nächste Mal gut überlegen.
Georg Waller 5 Tagen
Nutzen die geplanten, neuen Regelungen nicht viel mehr den großen, bösen Firmen aus Kalifornien?
Jede Seite wird aufwendige Filter benötigen.
Diese sind erstens nicht billig, somit eine weitere Hürde für Neueinsteiger und Hobbyisten, und zweitens sind diese Filter größtenteils Technologien von besagten, bekannten Unternehmen, die da auf jeden Fall einen schönen neuen Markt für sich bekommen. Woanders sind so komplexe und erprobte Filter-Algorithmen wohl kaum so einfach zu bekommen.
Dazu werden Seiten, die eine Ausnahme erhalten, so wie auch Wikipedia, nach jetztigem Stand benannt, sprich auch hier gibt es eine unfaire Marktregulierung zu Gunsten bestehender Strukturen.
Ich sehe in dem Gesetzesentwurf also eher einen Vorteil für Google, Facebook und Co., denn einen Nachteil. Grob gesprochen wollen mit jenem unsäglichen Gesetzesentwurf die Mittleren ihre Nischen-Pfründe sichern, indem sie alles andere, besonders die Kleinen, wahlweise abschaffen oder an die ganz Großen ausliefern.
John Weitzmann 5 Tagen
Guten Tag Herr Dr. Mülder, Sie sprechen wahrscheinlich von einer Mitgliedschaft bei Wikimedia Deutschland e. V., denn die Zugehörigkeit zur Autoren-Community bezeichnet man üblicherweise nicht als Mitgliedschaft. Auch handelt die Wikipedia nicht „als Organisation“. Aber die Kernfrage, ob und wann sich die Gemeinschaft der Wikipedianerinnen und Wikipedianer in politische Prozesse einmischen darf, ist natürlich stets aufs Neue offen. Inzwischen ist im Wikimedia Movement allerdings ein gewisser Konsens entstanden, dass es „unpolitisches“ Freies Wissen nicht geben kann. Das Ziel, Wissen in die Welt zu tragen, ist immer politisch, denn Wissen ist nun einmal Mach. Und das Ziel des Wikimedianischen ist die Ermächtigung der Menschen. Wenn die durch neue Urheberrechtsregeln gefährdet oder zumindest behindert wird, besteht aus der Natur der Sache m. E. ohne weiteres ein Mandat, aktiv zu werden als Community. Wikimedia Deutschland e. V. als Organisation wiederum hat ausdrücklich die „Förderung Freien Wissens“ im Vereinszweck stehen. Damit sind wir als Geschäftsstelle durchaus mandatiert, auch jenseits unmittelbarer Eingriffe in die Wikipedia-Inhalte die Interessen der Allgemeinheit beim Zugang zu Information und Wissen zu verteidigen. Wir achten dabei sehr darauf, nicht ins Allgemeinpolitische zu rutschen. Viele Grüße, J. Weitzmann
Dr. Karsten Mülder 5 Tagen
Als jahrelanger Förderer, gelegentlicher Autor und Mitglied von Wikipedia protestiere
ich gegen Ihre Stellungnahme zu den Plänen des Europäischen Parlaments.
1. Wikipedia als Organisation kann kein Mandat, sich in öffentliche politische Diskussionen
einzumischen. Ich bin damit nicht einverstanden. Meine Meinung dazu haben Sie nicht erfragt.
Da muss das einzelne Mitglied sich schon selber äußern und hinnehmen, dass andere,
wie ich, da ganz anderer Meinung sind.
2. Wer hat wem bei Wikipedia den Auftrag gegeben, die Seite abzuschalten? Ich bin damit nicht
einverstanden. Meine Meinung dazu haben Sie nicht erfragt.
3. Ich bitte um Beendigung meiner Mitgliedschaft zum nächst möglichen Zeitpunkt.
4. Die Einzugsermächtigung ziehe ich hiermit zurück.
Karsten Mülder
Sabrina 6 Tagen
Wikipedia weg. Ach herrje.
Nehmen Sie sich nicht ein bisschen zu wichtig?
Wolfgang Kellermannn 7 Tagen
Ich gebe nicht auf :-)
Pressemitteilung der BID
Leipzig. Anlässlich der Eröffnung des 7. Bibliothekskongresses beziehen die Bibliotheken erneut eine differenziert kritische Position zu dem aktuellen Entwurf der EU-Urheberrechtsreform. Zwar enthält der Vorschlag endlich wichtige Regelungen in einigen Schlüsselbereichen für Bibliotheken, insbesondere zu Text- und Data-Mining, Bildung, und zur Bewahrung und Nutzung von vergriffenen Werken, die von allen Bibliotheksverbänden begrüßt werden. Die allgemeine Ausrichtung der Regelungen in den beiden Artikeln 11 und 13 steht jedoch im Widerspruch zu den professionellen ethischen Grundwerten: freier Zugang zu Informationen – einem breiten Spektrum an Wissen, Ideen, medialen Inhalten und Meinungen.
Die Bibliotheken unterstützen grundsätzlich die Zielsetzung einer fairen Teilhabe von Urhebern und Rechteinhabern an den aus ihren Werken erzielten Gewinnen und für die rechtmäßige Nutzung ihrer Werke. Sie teilen damit die angestrebten Ziele der Richtlinie. Nur den dort gewählten Weg halten die Bibliotheken für falsch und wegen der noch nicht abzuschätzenden Folgen für das freie Internet auch für gefährlich. Deswegen sollten Artikel 11 und 13 nachgearbeitet werden. Das Europäische Parlament sollte daher Ende März über die Richtlinie ohne Artikel 11 und 13 abstimmen und über diese beiden Sachverhalte erst zu einem späteren Zeitpunkt entscheiden. Nach Auffassung der Bibliotheken gäbe es bessere Wege, den berechtigten Interessen der Autoren und Verlage Rechnung zu tragen, ohne das Risiko einzugehen, dass eigentlich erlaubte Inhalte „sicherheitshalber“ herausgefiltert werden müssten.
Den ganzen Text findet man hier
https://www.bibliotheksverband.de/dbv/presse/presse-details/archive/2019/march/article/bibliotheken-warnen-vor-voreiliger-abstimmung-in-der-eu-urheberrechtsreform-trotz-unstrittig-richt.html?tx_ttnews%5Bday%5D=18
John Weitzmann 1 Woche
… genauso wenig kann es aber die Lösung sein, legitime Vergütungsinteressen über alles zu stellen. Es geht hier um kein binäres Problem. Es braucht vielmehr eine Balance und die erreicht Artikel 13 in seiner jetzigen Form nicht. Da wird die Meinungsäußerungsfreiheit ernsthaft auf „Beschwerdemechanismen“ von Plattformen verwiesen. So fährt man eine gut gemeinte Urheberrechtsreform an die Wand.
(siehe Ansonsten auch meine Antwort an Herrn Knorr)
Guten Tag Herr Knorr,
der gegenwärtige Text des Art. 13 ist nicht nur ein Text-Monstrum geworden, sondern findet auch nicht die Balance zwischen den legitimen Interessen professionell Kreativer und denen der sonstigen Kreativität im Netz und dem Respekt vor Meinungs- und Meinungsäußerungsfreiheit.
Wirklich vernünftige Vorschläge wie eine vergütete Schranke für nutzergenerierte Inhalte (jetzt sogar von der CDU gefordert) lassen sich mit dem gegenwärtigen Wortlaut des Art. 13 nicht umsetzen. Und wann immer wir so etwas in den letzten 2 Jahren vorgebracht haben, wurde es als aus Kalifornien gesteuerte Störversuche diskreditiert. Das alles hat mit Vernunft herzlich wenig zu tun.
Wenn das ganze Reformwerk gerettet werden soll, muss der momentane Art. 13 separat abgelehnt werden, um Raum für eine der mind. 4 verschiedenen Alternativlösungen zu schaffen. Daher unterstützen wir von WMDE die WP-Community bei ihrem Blackout.
Hartmann Knorr 1 Woche
Den bedingungslosen Netzenthusiasten empfehle ich, den Beitrag „Maßlos“ in der FAZ vom 18. März, Seite 11 zu lesen. Wikipedia empfehle ich (als bekennender Kapitalist in gesetzlichem Rahmen), den maßlosen und von milliardenschweren gesetzlosen Konzernen geförderten shitstorm gegen ein vernünftiges Gesetz nicht zu unterstützen.
Hartmann Knorr
Arnulf Renner 1 Woche
zu der Feststellung von Herrn Hartmann Knorr hermit uneingeschränkte Zustimmung !
Als Fördermitglied und Vielnutzer Eures Lexikons , ebenso wie als Abonnent div. Print-Publikationen und als Mensch mit einer gewissen Lebenserfahrung und Facebook- wie auch Twitter-Vermeider ( aus guten Gründen ! ) bin ich mir der Tatsache bewusst , dass es Qualität zum Nulltarif nicht geben kann ! Weder im Verlagsgeschäft noch bei den Öffentl.-Rechtlichen ! Eure Piraten – Mentalität taugt gar nichts !
Bernd Fiedler 1 Woche
Die Abstimmung wurde von einem Community-Mitglied initiiert, er wird sich auf diesem Blog auch noch einmal persönlich äußern. Das Meinungsbild war für alle Wikipedia-Autorinnen und Autoren offen. Es wurde auf das Meinungsbild offen hingewiesen, auf diese Art und Weise fallen alle Entscheidungen der Community.
Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Meinungsbilder/Meinungsbild_oder_Abstimmung
Wolfgang Kellermann 1 Woche
@Richard Hagemeyer, @Peter Schleich
Das letzte Lebensdrittel steht mir nicht mehr so ganz zur Verfügung. Trotzdem stehe ich zu YouTube, Facebook und Konsorten. Jeder sollte sich frei äußern können. Die Ausraster, live Attentat Neuseeland, oder z.B. Hasstiraden und Beleidigungen, muss man hinnehmen und sofort löschen. Aber jeder sollte seine Meinung, ob gut oder schlecht, ob schlau oder doof, frei und ohne „Filter“ äußern und verbreiten können. Wer das Netz abschalten will schaltet auch die freie Meinungsäußerung ab.
Wer seine Daten nicht freigeben möchte kann das auch über die Funktionen der Datenkraken sperren.
Und ja, 1 Tag ohne Wikipedia setzt ein Zeichen.
Peter Schleich 1 Woche
Peter Schleich ( Mitglied bei Wikipedia)
Der Kommentar von Herrn Richard Hagemeyer entspricht haargenau meiner Meinung.
Matthias 1 Woche
Als Fördermitglied und Unterstützer von Wikipedia möchte ich dem Protest gegen den aktuellen Gesetzesentwurf vehement widersprechen. Mal abgesehen davon, dass Wikipedia gar nicht von dem Gesetz betroffen ist, frage ich mich, mit wem sich der Vorstand von Wikipedia oder wer auch immer diese 24stündige Abschaltung beschlossen hat, durch diese Aktion solidarisiert? Die Kampagne nützt Google und Facebook, aber nicht der (Meinungs-)Freiheit im Internet. Meine ausführliche Stellungnahme zu diesem Thema ist hier nachzulesen: https://www.dym-travel.com/de/blog/ein-freies-internet
Mit freundlichen Grüssen an alle Leser*innen
Hallo Wikipedia, lieber Herr Bartsch,
als Fördermitglied und Wenignutzer von Wikipedia halte ich die Abschaltung für falsch. Ich bin bereit für jeden Artikel in Wikipedia zu bezahlen – so wie für Zeitungen und Bücher, aus denen ich weit mehr Wissen beziehe.
Für keinen Menschen und keine Organisation darf es die vollständige Freiheit geben. Warum soll das Geschäftsmodell „Netz“, in dem Kunden mit ihren Daten zahlen, sich frei aus Büchern und Zeitungen bedienen? Wikipedia ist für mich gerade nicht „das Netz“, sondern ein Buch. Deshalb sollte sich Wikipedia nicht vor den Karren der anderen spannen lassen.
50 Minuten zur Erklärung des Artikels 13 sollte man sich mal antun!
Richard Hagemeyer 1 Woche
Ich bin Fördermitglied bei Wikimedia, weil ich mich für die Möglichkeit, Wissen abrufen zu können, ein wenig bedanken möchte.
Die (a)sozialen Medien halte ich unterm Strich jedoch für hochgefährlich, anstiftend für geistigen, möglicherweise irgendwann auch realen Bürgerkrieg,s. Terroranschläge werden gefilmt und weltweit zeitgleich ins Netz gestellt. Horror für die Seelen vor allem junger, unreifer Menschen. Die Psychiater wissen das bereits.
Hier muss zumindest ein starker Filter her.Abstellen oder Abschaffen wäre noch besser.
Ich bin im letzten Drittel meiner Lebenserwartung, habe neun Enkelkinder, deren Schicksal mir nicht egal ist, deshalb habe ich mich zu diesem Kommentar aufgerafft. Presse, Film und Fernsehen sind schon heftig genug in Crime und Sex. Aber die Hemmungslosigkeit in den ach so freien und ach so wichtigen Medien ist nicht mehr zu (er)dulden.
Henning Külz 1 Woche
S. o. 1. Kommentar: Nehmt ihn bitte raus. Persönliche Ausweitungen dort über Energiefragen, Umweltschutz, Autofahrer oder Wirtschaft bewertet mancher ganz anders und schädigen deshalb unser Anliegen. (trittbrettfahrende, politisch motivierte Schleichwerbung bzw. Diffamierung).
Marc Schwingel 1 Woche
Sehr geehrter Herr Schlug,
ich frage mich was die Energiepoolitik mit dem hier angesprochenen Anliegen von Wikipedia zu tun hat. Aber da sie es ansprechen will ich kurz darauf antworten. Meiner Meinung und beispielsweise auch der Meinung von 20.000 Wissenschaftlern (siehe #ScientistForFuture) ist ein nicht-Handel in der Energiepolitik unverantwortlich. Bitte nutzen sie frei verfügbares und auf wissenschaftichen Grundlagen beruhendes Wissen um sich Ihre Meinung zum Klimawandel objektiv zu bilden.
Marc Schwingel
Chris Schmidt 1 Woche
Lieber Herr Schlung
vielen Dank für Ihren satirischen Beitrag.
Ich hoffe, dass selbst die Menschen in Afrika ihn lesen.
Gerald Schlung 1 Woche
Sehr geehrte Mitglieder von Wikipedia,
wir Wissenschaftler, Gutachter und Ingenieure (WGI) begrüßen ihre Aktion des Schutzes im Internet für alle in Deutschland. Bitte beschränken sie ihre Abschaltung von Wikipedia nur auf 24 Stunden, da die Bürger auf freies Wissen teilweise angewiesen sind und der Nachwuchs mit Elan heranreifen muss.
Wir begrüßen nicht die teilweise blinde Politik der Grünen in Energiefragen und beim Umweltschutz. Unsere Politiker dürfen allgemein nicht zu Feinden der Autofahrer und Wirtschaft heranwachsen. Wir vermuten eine Unterwanderung der Grünen von Linken, deren Ziel wahrscheinlich die Zerstörung der Demokratie oder dgl. beinhaltet.
Wir WGI haben bisher einen hohen Beitrag zur Verbesserung des Wohlstandes auf Erden mit unseren vielen Erfindungen und Führungstätigkeiten geleistet. Die Bürger genießen dies in unterschiedlicher Form. Z. B. bin ich Erfinder des Hochleistungs-Betons (SVB), der Synchronen Digitalsteuerung und des Skischuhtrockners – ohne Gewinnansprüche. Meinen Mitmenschen und Herstellern gönne ich preiswerte Produkte ohne Gier nach Geld. Mein Ziel ist die Weltnutzung in angemessener Form.
In dieser Weise darf auch das Internet nicht durch Fehlpolitik kaputt gemacht oder eingeschränkt werden. Wissen muss allen – selbst den Menschen in Afrika – zugängig gemacht werden, damit sie nicht abgehängt werden und den Anschluss völlig verlieren. Die negativen Folgen können erheblich heranreifen.
In ähnlicher Weise haben wir für eine Stunde die Abschaltung des Starkstromnetzes ins Auge genommen – aber aus Vernunftsgründen wegen des erheblichen Schadens abgeblasen. Die Grünen sollten diesbezüglich ohne Wissenschaft und ohne Vernunft nicht tätig sein!!!
Mit wissenschaftlichen Grüßen
Gerald Schlung
Maximilian Blum 1 Woche
So sehr ich das Motiv der Abschaltung unterstütze, strukturell gesehen offenbart die Abschaltung ein ernstes Problem: Schaltet sich Wikipedia wirklich selber ab? Hat man die Autorenschaft dazu befragt? Kann man die (anonymen) Autoren dazu überhaupt demokratisch befragen?
Creative Commons sind nicht so frei wie man das früher vielleicht mal sich erhofft hat. Sie stehen unter Kontrolle von Vereinen wie Wikimedia. Dies wird die Abschaltung am 21.3. eindrucksvoll beweisen.
Ich sehe dahinter keinen bösen Willen, sondern vielmehr die Notwendigkeit struktureller Anpassungen, was die Transparenz und Mitbestimmungsrechte der Autorenschaft (und vielleicht sogar der Leser) betrifft.
Utz Ludwig 1 Woche
Ihr frei verfügbares Wissen ist wichtige Grundlage für mein synergetisch aufgebautes Ausbildungskonzept. Aus diesem Grund halte ich es für selbstverständlich, Sie in der Form von Links als Quellenangabe zu respektieren. Das gilt selbstverständlich auch für die Entnahme von Wissen aller Art, von welchen Quellen auch immer. Ihr Maßnahme unterstütze ich deshalb ausdrücklich. Ich selbst bin davon betroffen, weil ich ein Patent bei der EPO bereits registrieren ließ und keinerlei Einwendungen zur Veröffentlichung bei Ihnen hätte. Im Gegenteil.
Günter Bartsch 2 Wochen
als Fördermitglied und Vielnutzer von Wikipedia stehe ich selbstverständlich zu 100% hinter der Abschaltung.
Ansonsten sehe ich das ganze als Zensur XXL.
Facebook und andere Plattformen können wir dann sollte es so kommen vergessen.
Ich bin übrigens bereit für jeden Zeitungsartikel zu Bezahlen.
Geht technisch total einfach.
Vor dem Hochladen werde ich gefragt ob ich z. B. für den betreffenden Artikel / Beitrag 50 Cent zahlen will.
Stimme ich zu kommen die 50 Cent mit auf meine Handyrechnung fertig.
Meine Handynummer ist ja bekannt.
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References: Art. 14
 Art. 13
 Art. 13
 § 53
 Art. 14
 § 53
 Art. 11
 Art. 11
 Art. 13
 Art. 13
 Art. 13
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