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Timestamp: 2019-03-19 04:46:44+00:00

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Rechtsprechung: BtPrax 2000, 91 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: BayObLG, 25.06.1998 | BayObLG, 27.10.1999 | BayObLG, 14.09.1999 | BayObLG, 13.10.1999 | BayObLG, 13.10.1999 | BayObLG, 18.08.1999
FGG § 69 Abs. 1 Nr. 6, § 69g Abs. 4, Satz 1 Nr. 3
Betreuungsverfahren; Betreuer; Entlassung; Beschwerde; Frist; Rechtsmittelbelehrung
AG Eggenfelden - XVII 201/93
LG Landshut - 60 T 1331/99
NJW-RR 2000, 5
MDR 1999, 1386
FamRZ 2000, 493
BayObLGZ 1999, 232
BtPrax 2000, 91
(1) Allerdings wird auch für die Fälle, in denen das Gesetz für Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit eine Rechtsmittelbelehrung vorschreibt, ohne die Folgen bei deren Unterbleiben zu regeln (§ 69 Abs. 1 Nr. 6, § 70 f Abs. 1 Nr. 4 FGG), die Auffassung vertreten, eine Rechtsmittelfrist beginne bei fehlender Rechtsmittelbelehrung nicht zu laufen (vgl. BayObLGZ 1999, 232; OLG Stuttgart, FamRZ 1996, 1342, 1343;… Keidel/Kayser, aaO, § 69 Rdn. 9, § 70 f Rdn. 7).
Wiedereinsetzung bei unterbliebener Rechtsmittelbelehrung in …
Der 1. und der.3. Zivilsenat des Bayerischen obersten Landesgerichts haben in Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit auch nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts an der bisherigen Rechtsansicht festgehalten, wonach Wiedereinsetzung in den vorigen Stand einem rechtsunkundigen und nicht durch einen Rechtsanwalt vertretenen Rechtsmittelführer, der keine Rechtsmittelbelehrung erhalten hat, nicht erteilt wird (vgl. Beschluss des 1. Zivilsenats vom 14.10.1996, 1Z BR 216/96, und Beschlüsse des 3. Zivilsenats vom 30.7.1997, 3Z BR 157/97 = MDR 1997, 1057, vom 23.2.1999, 3Z BR 64/99, und vom 10.8.1999, 3Z BR 396/99 = BayObLGZ 1999, 232).
Beim 1. und 3. Zivilsenat des Bayerischen Obersten Landesgerichts wird angefragt, ob an der Rechtsauffassung festgehalten wird, die den Beschlüssen vom 14. Oktober 1996 (1Z BR 219/96) sowie vom 30. Juli 1997 (3Z BR 157/97 = MDR 1997, 1057), 23. Februar 1999 (3Z BR 64/99) und 10. August 1999 (3Z BR 236/99 = BayObLGZ 1999, 232) zugrunde liegt.
Der 3. Zivilsenat des Bayerischen Obersten Landesgerichts hat am.30.7.1997 in einer Notarkostensache (3Z BR 157/97 = MDR 1997, 1057) und am 10.8.1999 in einer Betreuungssache (3Z BR 396/99 = BayObLGZ 1999, 232) an der Rechtsansicht festgehalten, dass eine Rechtsmittelbelehrung, sofern sie das Gesetz nicht ausdrücklich vorschreibt, nicht erforderlich sei; die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts wird nicht erwähnt.
Es hat zudem ausdrücklich angenommen, dass die Betroffene aufgrund ihrer Krankheit oder Behinderung ihren Willen nicht frei bestimmen kann (zu dieser Voraussetzung vgl. z.B. BayObLGZ 1995, 146/148 m.w.N.; OLG Hamm FamRZ 2000, 493; OLG Köln FamRZ 2000, 908).
Der Umstand, dass der Entscheidung eine Rechtsmittelbelehrung nicht beigefügt war, hindert den Beginn der Frist nicht (vgl. BayObLGZ 1999, 232; 2001, 297/301).
Wird eine wie hier gesetzlich nicht vorgeschriebene Rechtsmittelbelehrung (vgl. BayObLGZ 1999, 232) nicht erteilt, kann zwar ein hierauf beruhender Irrtum eines anwaltschaftlich nicht vertretenen und juristisch nicht vorgebildeten Beteiligten über die Voraussetzungen für die Einlegung eines befristeten Rechtsmittels unverschuldet im Sinne von § 22 Abs. 2 Satz 1 FGG sein (vgl. BayObLGZ 2001, 297/301).
Es kann im vorliegenden Fall dahinstehen, ob in Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit grundsätzlich eine Rechtsmittelbelehrung geboten ist (vgl. hierzu verneinend: etwa BayObLG MDR 1999, 1386, FamRZ 2000, 494 sowie Beschlüsse vom 20. April 2001 - 3Z BR 22/01 - und vom 15. Januar 1998 - 3Z BR 10/98 - bejahend: KG KGR Berlin 2003, 290 ff und OLG Hamm FamRZ 2003, 302; OLG Frankfurt a. M.; NJW 2005, 299 und FamRZ 1999, 168).
Eine Rechtsmittelbelehrung ist vorliegend - wie das Landgericht zutreffend ausgeführt hat - gesetzlich nicht vorgeschrieben (vgl. Senat, Beschluss vom 29.05.2000 - 16 Wx 72/00 - ; BayObLG FamRZ 2000, 493; BayObLG NZM 2000, 295 = ZWE 2000, 131; OLG Celle OLGR 1999, 2, OLG Frankfurt OLGR 1998, 278; OLG Zweibrücken, OLGR 2000, 472 LS; kritisch Demharter FGPrax 1995, 217 unter Bezugnahme auf die zum Zivilprozess ergangene Entscheidung BverfG NJW 1995, 3173).
Eine solche ist im Bereich der freiwilligen Gerichtsbarkeit grundsätzlich nicht erforderlich (BayObLGZ 1999, 232 m. w. N.).
a) Nach bisheriger obergerichtlicher Rechtsprechung bedurfte es in Fällen der Entlassung eines Betreuers aus wichtigem Grund gemäß § 1908b BGB schon keiner Rechtsmittelbelehrung (z.B. OLG Stuttgart FamRZ 1996, 1342; BayObLG FamRZ 2000, 493).
KG, 27.06.2003 - 25 W 58/02
Gerichtliches Freiheitsentziehungsverfahren: Erforderlichkeit einer …
BayObLG, 25.06.1998 - 4Z BR 67/98
BGB § 1897 Abs. 3
Ausschluss einer zum Betreuer vorgeschlagenen Person von der Bestellung zum Betreuer; Beschäftigung eines nahen Angehörigen eines vorgeschlagenen Betreuers in der Einrichtung, in der der Betreute wohnt oder untergebracht ist; Herstellung einer engen Beziehung des Betreuers zu einer Einrichtung; Durchsetzung der Interessen eines Betroffenen gegenüber einer Einrichtung; Rücksichtnahme auf die Situation eines Angehörigen; Vermeidung von Interessenskonflikten; Belastung des Verhältnisses zwischen Betreuer und Betroffenen
Betreuungsrecht - Vorgeschlagener Betreuer ungeeignet
AG Landsberg/Lech - XVII 183/93
LG Augsburg, 19.02.1998 - 5 T 5544/97
FamRZ 1999, 50
Diese Vorschrift lässt dem Gericht keinen Ermessensspielraum, sie enthält einen absoluten Ausschlussgrund (BayObLG FamRZ 1999, 50;… Bienwald 1897 BGB Rn. 72) und bietet keine Möglichkeit, den Ausschluss von der Betreuerbestellung im Einzelfall zu durchbrechen (BayObLGZ 1996, 250/252 m. w. N.; BT-Drucks. 11/4528 S. 126;… Palandt/Diederichsen BGB 60. Aufl. § 1897 Rn. 15).
BGB § 1836a (a.F.)
Verjährung eines Anspruchs des Betreuers auf Gewährung einer Aufwandsentschädigung
AG Landsberg/Lech, 22.02.1999 - XVII 53/96
LG Augsburg, 11.05.1999 - 5 T 1151/99
FamRZ 2000, 561
BayObLG, 13.10.1999 - 3Z BR 289/99
Bestellung eines Betreuers für einen schwer gesitig Behinderten nach dem Tod beider Elternteile; Bestellung eines Verwandten als Betreuer bei Benachteiligung des Pflegebedürftigen bezüglich seiner Erbansprüche
Betreuungsrecht - Habgieriger Verwandter ist ungeeignet
BGB § 1897 Abs. 5, § 1899 Abs. 1
AG Dachau - XVII 108/96
LG München II, 25.08.1999 - 6 T 887/99
FamRZ 2000, 1183 (Ls.)
Ein Interessenkonflikt von Gewicht, der der Bestellung eines Betreuers entgegenstehen kann (BayObLG FamRZ 2000, 1183; FamRZ 1999, 49, FamRZ 2000, 1183 sowie OLG Köln FamRZ 2000, 512) ist nicht erkennbar.
Beschwerde gegen eine Entscheidung über einen Betreuerwechsel; Entlassung eines Berufsbetreuers; Vorschlag des Betroffenen bei der Wahl des Betreuers
AG Landshut, 29.03.1999 - XVII 233/96
LG Landshut, 04.06.1999 - 60 T 993/99
FamRZ 2000, 1458 (Ls.)
Abgabe eines Betreuungsverfahrens an ein anderes Vormundschaftsgericht; Maßstab bei Ermittlung eines wichtigen Grundes; Berücksichtigung eines besonderen Vertrauens des Betreuten zum abgebenden Gericht
AG München - 704 XVII 4821/92
FamRZ 2000, 1299

References: § 69
 § 69
 § 70
 § 69
 § 70
 § 22
 § 1908
 § 1897
 § 1897
 § 1836
 § 1897
 § 1899