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Timestamp: 2016-10-21 09:06:21+00:00

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6B_541/2015 (10.11.2015)
6B_541/2015 � � Urteil vom 10. November 2015
vertreten durch Rechtsanwalt Matthias Rupp, Postfach 977, 8038 Z�rich,
5. D.________ Versicherungen,
Raub, F�rderung der Prostitution, Menschenhandel, mehrfache Vergewaltigung etc., Strafzumessung; Willk�r,
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich, I. Strafkammer, vom 23. Januar 2015.
Das Obergericht des Kantons Z�rich best�tigte am 23. Januar 2015 im Berufungsverfahren ein Urteil des Bezirksgerichts Winterthur vom 20. Juni 2013 und sprach X.________ des bandenm�ssigen Raubes, des Raubes, des mehrfachen Menschenhandels, der mehrfachen F�rderung der Prostitution, der mehrfachen Vergewaltigung, der mehrfachen sexuellen N�tigung und der Entf�hrung schuldig. Vom Vorwurf des Menschenhandels und der F�rderung der Prostitution sprach es ihn teilweise (betreffend Nebendossier 6 der Zusatzanklage der Staatsanwaltschaft See/Oberland vom 27. August 2012) frei. Im Berufungsverfahren unangefochten blieben die Verurteilung wegen der Widerhandlung gegen das Waffengesetz, die Freispr�che vom Vorwurf des Menschenhandels (Nebendossier 5), der F�rderung der Prostitution (Nebendossier 5) und der Vergewaltigung (Nebendossier 7 Ziffer 5.5) sowie die Einstellung des Verfahrens betreffend mehrfache Widerhandlung gegen das Ausl�ndergesetz und mehrfache N�tigung. Das Obergericht verurteilte X.________ zu einer Freiheitsstrafe von 17 Jahren und einer unbedingten Geldstrafe von 160 Tagess�tzen zu Fr. 30.--.
X.________ f�hrt Beschwerde in Strafsachen. Er beantragt, das Urteil des Obergerichts sei aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Zudem ersucht er um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung.
Die Beschwerdeschrift hat ein Rechtsbegehren zu enthalten (Art. 42 Abs. 1 BGG). Gem�ss Art. 107 BGG darf das Bundesgericht nicht �ber die Begehren der Parteien hinausgehen (Abs. 1). Heisst es die Beschwerde gut, so entscheidet es in der Sache selbst oder weist diese zu neuer Beurteilung an die Vorinstanz zur�ck (Abs. 2). Da die Beschwerde ans Bundesgericht grunds�tzlich ein reformatorisches Rechtsmittel ist, muss der Beschwerdef�hrer einen Antrag in der Sache stellen. Ein blosser R�ckweisungsantrag reicht ausnahmsweise aus, wenn das Bundesgericht im Falle der Gutheissung in der Sache nicht selbst entscheiden k�nnte. Die Beschwerdebegr�ndung kann zur Interpretation des Rechtsbegehrens beigezogen werden (BGE 136 V 131 E. 1.2 S. 135 mit Hinweis).
Aus der Begr�ndung der Beschwerde folgt, dass der Beschwerdef�hrer einen Freispruch vom Vorwurf des bandenm�ssigen Raubes (Nebendossier 3, [nachfolgend ND]), des Menschenhandels (ND 9), der F�rderung der Prostitution (ND 9), der mehrfachen Vergewaltigung (ND 7), der mehrfachen sexuellen N�tigung (ND 7) und der Entf�hrung (ND 7) anstrebt. Ein Antrag in der Sache liegt deshalb sinngem�ss vor. Zudem wendet sich der Beschwerdef�hrer gegen die vorinstanzliche Strafzumessung. Diese liegt in erster Linie im pflichtgem�ssen Ermessen des Sachgerichts, und das Bundesgericht weist bei Gutheissung der Beschwerde grunds�tzlich die Sache zur Neufestsetzung der Strafe an die kantonalen Instanzen zur�ck. Auf die Beschwerde kann eingetreten werden.
Die Beschwerde richtet sich im Zusammenhang mit dem Raub in E.________ (ND 3) sowie den Delikten zum Nachteil von A.________ (Menschenhandel und F�rderung der Prostitution, ND 9) und B.________ (mehrfache Vergewaltigung, mehrfache sexuelle N�tigung und Entf�hrung, ND 7) gegen die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung. Der Beschwerdef�hrer wirft der Vorinstanz unter Hinweis auf Art. 10 Abs. 2 und 3 StPO sowie Art. 9 BV eine willk�rliche Beweisw�rdigung und die Verletzung der Unschuldsvermutung vor (Beschwerde S. 4 ff.).
2.1.�Die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung kann nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG; vgl. auch Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG). Offensichtlich unrichtig im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG ist die Sachverhaltsfeststellung, wenn sie willk�rlich ist (BGE 139 II 404 E. 10.1 S. 445 mit Hinweisen; vgl. zum Begriff der Willk�r BGE 140 III 16 E. 2.1 S. 18 f.; 139 III 334 E. 3.2.5 S. 339; 138 I 49 E. 7.1 S. 51; je mit Hinweisen).
Die R�ge der Verletzung von Grundrechten (einschliesslich Willk�r bei der Sachverhaltsfeststellung) muss in der Beschwerde anhand des angefochtenen Entscheids pr�zise vorgebracht und substanziiert begr�ndet werden, anderenfalls darauf nicht eingetreten wird (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 139 I 229 E. 2.2 S. 232; 138 I 225 E. 3.2 S. 228; 137 IV 1 E. 4.2.3 S. 5; 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68; je mit Hinweisen).
2.2.�Was der Beschwerdef�hrer vorbringt, vermag eine willk�rliche Beweisw�rdigung respektive eine Verletzung der Unschuldsvermutung nicht darzutun. Das Bundesgericht ist keine Appellationsinstanz, die eine freie Pr�fung in rechtlicher und tats�chlicher Hinsicht vornimmt. Insbesondere reicht f�r die R�ge einer willk�rlichen Beweisw�rdigung respektive Verletzung der Unschuldsvermutung nicht aus, wenn der Beschwerdef�hrer zum Beweisergebnis wie in einem appellatorischen Verfahren frei pl�diert und darlegt, wie seiner Auffassung nach die vorhandenen Beweise richtigerweise zu w�rdigen gewesen w�ren. Dies ist beispielsweise der Fall, soweit er geltend macht, die Zeugin F.________ sei �usserst widerspr�chlich und keine Tatzeugin. Selbst wenn er in der fraglichen Bankfiliale in E.________ mehrere Wochen vor dem Raub Geld gewechselt habe, sei seine Tatbeteiligung nicht ann�hernd erwiesen (ND 3). A.________ habe sich in Bezug auf ihre Anwerbung als Prostituierte derart widersprochen, dass s�mtliche Aussagen unglaubhaft seien (ND 9). Solche allgemein gehaltenen Einw�nde sind ungen�gend und ersch�pfen sich in einer unzul�ssigen appellatorischen Kritik am angefochtenen Entscheid.
2.3.1.�Die Vorinstanz gelangt zur �berzeugung, dass der Beschwerdef�hrer in Mitt�terschaft mit Y.________ und einer unbekannten Person am 29. November 2006 in E.________ eine Filiale der G.________ Bank �berfiel. Y.________ wurde diesbez�glich rechtskr�ftig verurteilt. In W�rdigung der Zeugenaussagen von C.________ (Filialleiter der G.________ Bank) geht die Vorinstanz davon aus, dass Y.________ von zwei Landsleuten (mithin von zwei Kroaten) begleitet wurde. Eine r�ckwirkende Teilnehmeridentifikation brachte zu Tage, dass das Mobiltelefon von Y.________ und jenes des Beschwerdef�hrers zwei Tage vor und einen Tag nach dem Raub in H.________ geortet wurden und zwischen den Ger�ten telefoniert wurde. Zudem konnte das Telefon des Beschwerdef�hrers in der Zeit vor dem �berfall mehrmals in der Gegend um E.________ lokalisiert werden. Die Vorinstanz w�rdigt die diesbez�glichen Erkl�rungsversuche des Beschwerdef�hrers. Weiter verweist sie auf die Zeugenaussagen der Bankangestellten F.________, die den Beschwerdef�hrer auf Vorhalt von 24 Fotos als Kunden wiedererkannte, der zwei bis drei Wochen vor der Tat bei ihr am besagten Bankschalter Geld wechseln wollte. Die Vorinstanz unterstreicht, dass der Beschwerdef�hrer und Y.________ bereits einen gemeinsamen Raub ver�bt hatten (I.________) und weitere Tatorte (insbesondere J.________) in �hnlicher Weise rekognosziert wurden. Dass der Beschwerdef�hrer mit Y.________ mehrere Raub�berf�lle beging (I.________, J.________ und K.________), wird vor Bundesgericht nicht (mehr) in Abrede gestellt. Die Vorinstanz folgt im Wesentlichen der erstinstanzlichen Beweisw�rdigung (erstinstanzliches Urteil S. 54 ff.), wobei sie in Abweichung davon einzelne Umst�nde, etwa einen zu einer Maske pr�parierten Damenstrumpf, an welchem DNA des Beschwerdef�hrers festgestellt werden konnte, nicht als belastendes Indiz heranzieht. Diese Einsch�tzung f�llt zugunsten des Beschwerdef�hrers aus (Entscheid S. 22 ff.).
Es steht aufgrund der rechtskr�ftigen Verurteilung durch das fr�here Z�rcher Geschworenengericht fest, dass Y.________ am Raub in E.________ beteiligt war. Laut Vorinstanz verbleiben keine erheblichen Zweifel, dass der Beschwerdef�hrer nicht nur in I.________, J.________ und K.________, sondern auch in E.________ an dessen Seite war. Was der Beschwerdef�hrer dazu vorbringt, �berzeugt nicht. Seine Kritik beschr�nkt sich darauf, die von der Vorinstanz gew�rdigten Umst�nde einzeln aufzuf�hren, um festzuhalten, eine Tatbeteiligung sei nicht ann�hernd erstellt. Seine Ausf�hrungen machen deutlich, dass er sich mit den vorinstanzlichen Erw�gungen nicht auseinandersetzt.
2.3.2.�Der Beschwerdef�hrer behauptet, die Zeugin F.________ sei bei der Staatsanwaltschaft nicht in der Lage gewesen, Erg�nzungsfragen der Verteidigung zu beantworten. Indem die Vorinstanz auf deren fr�heren Aussagen bei der Polizei abstelle, verletze sie seinen Anspruch auf ein gerechtes Verfahren und Art. 6 Ziff. 1 EMRK. Diese Argumentation �berzeugt nicht ohne Weiteres, da seitens der Verteidigung anl�sslich der staatsanwaltschaftlichen Zeugeneinvernahme auf Erg�nzungsfragen g�nzlich verzichtet wurde (vorinstanzliche Akten ND 3/3/7 S. 4). Darauf braucht jedoch nicht n�her eingegangen zu werden. Der Grundsatz von Treu und Glauben verbietet es, der Vorinstanz bekannte rechtserhebliche Einw�nde vorzuenthalten und diese erst nach einem ung�nstigen Entscheid im anschliessenden Rechtsmittelverfahren zu erheben (BGE 133 III 638 E. 2 S. 640; 117 Ia 491 E. 2a S. 495; je mit Hinweisen). Die R�ge ist nicht Gegenstand des vorinstanzlichen oder bezirksgerichtlichen Urteils. Der Beschwerdef�hrer macht weder eine Rechtsverweigerung geltend, noch legt er eine solche dar. Dass er eine Verletzung seines Konfrontationsanspruchs im erstinstanzlichen Verfahren oder vor Vorinstanz erhoben h�tte, geht auch aus den Akten nicht hervor (vgl. etwa erstinstanzlichen Entscheid S. 54 ff., vorinstanzliche Akten DG120024 act. 19/4, vorinstanzlichen Entscheid S. 22 ff., vorinstanzliche Akten SB130479-0 act. 75). Sein Verhalten bzw. sein Zuwarten widerspricht Treu und Glauben. Ausserdem ist insofern der kantonale Instanzenzug nicht ersch�pft und der Entscheid nicht letztinstanzlich im Sinne von Art. 80 Abs. 1 BGG.
2.4.�Im Zusammenhang mit dem Vorwurf, (auch) A.________ zur Prostitution gezwungen zu haben, folgt die Vorinstanz wie bereits die erste Instanz den Schilderungen des Opfers. Diese stimmten in zahlreichen relevanten Punkten mit den Aussagen der �brigen Opfer �berein. Die Vorinstanz sch�tzt die Darstellungen von A.________ als differenziert und (in Bezug auf ihre Flucht) sehr authentisch ein. Ganz unglaubhaft sei demgegen�ber die Behauptung des Beschwerdef�hrers und seiner Komplizin L.________, wonach A.________ sie bestohlen habe und deshalb weggegangen sei. Die Schilderungen, der Beschwerdef�hrer habe Leute nach Kroatien geschickt, um A.________ nach ihrer Flucht aufzusuchen und zu bedrohen, seien durch die abgeh�rten Telefongespr�che erstellt (Entscheid S. 67 ff., erstinstanzliches Urteil S. 226 ff.). Was der Beschwerdef�hrer der vorinstanzlichen Beweisw�rdigung entgegenh�lt, �berzeugt nicht. Er thematisiert die Aussagen von A.________ betreffend die ihr in Aussicht gestellte T�tigkeit in Z�rich sowie die letzten drei Wochen ihres Aufenthaltes, als sie der Prostitution nicht mehr nachging. Damit wiederholt er seine bereits im kantonalen Verfahren vertretene Sichtweise. Er macht geltend, ein Zwang zur Prostitution k�nne nicht vorliegen, wenn A.________ vor ihrer Abreise keine Freier mehr empfange und er (der Beschwerdef�hrer) gleichwohl keinen Zwang ausge�bt habe. Diese Sicht der Dinge haben die Vorinstanzen verworfen, was zweifelsohne nicht als unhaltbar bezeichnet werden kann. Was der Beschwerdef�hrer vorbringt, ersch�pft sich in appellatorischer Kritik an der Beweisw�rdigung, die zur Begr�ndung der Willk�rr�ge nicht gen�gt.
2.5.�B.________ wurde nach dem vorinstanzlichen Beweisergebnis durch den Beschwerdef�hrer im August 2004 gewaltsam entf�hrt und mehrere Stunden in dessen Wohnung festgehalten. Zwischen August 2004 und Januar 2005 wurde B.________ vom Beschwerdef�hrer �ber zehnmal vergewaltigt und zudem mehrmals sexuell gen�tigt. Zudem wurde sie von ihm gezwungen, mit weiteren M�nnern sexuell zu verkehren. B.________ wurde durch wiederholte Drohungen und Schl�ge sowie mittels Fotos, die der Beschwerdef�hrer anl�sslich eines sexuellen �bergriffs gemacht hatte und zu ver�ffentlichen drohte, gef�gig gemacht.
Die Vorinstanzen zeichnen in sehr klarer wie ebenso differenzierter Weise, wie der Beschwerdef�hrer B.________ gezielt und systematisch unterwarf, den Druck auf sie schrittweise erh�hte bis das Opfer ihm psychisch vollkommen ausgeliefert war und ihm weitgehend (in den Worten des Opfers: "wie auf Knopfdruck") gehorchte. Sowohl die Glaubw�rdigkeit des Opfers (Entscheid S. 70 - 75; erstinstanzliches Urteil S. 247 - 254) als auch die Glaubhaftigkeit seiner Schilderungen (Entscheid S. 75 - 84; erstinstanzliches Urteil S. 254 - 287) werden durch die Vorinstanzen sorgf�ltig beleuchtet. Ebenso setzen sich die Vorinstanzen im Detail mit den Erkl�rungen des Beschwerdef�hrers auseinander, welcher sich zusammengefasst auf den Standpunkt stellte, die sexuellen Handlungen seien im gegenseitigen Einvernehmen erfolgt und er sei mit B.________ liiert gewesen. Was der Beschwerdef�hrer im Rahmen der Willk�rr�ge dazu vorbringt, �berzeugt nicht. Die fehlenden Beobachtungen der Familie des Opfers sind nicht etwa unm�glich und realit�tsfremd (vgl. dazu Entscheid S. 72 mit Hinweis auf die kantonalen Akten ND 7/1/1 S. 12 f.). Ebenso wenig kann die unbegleitete Reise des Opfers nach Kroatien mit Blick auf die vom Beschwerdef�hrer geschaffene Drohkulisse als abwegig bezeichnet werden. Was der Beschwerdef�hrer im Einzelnen behauptet, vermag die vorinstanzliche Beweisw�rdigung nicht in Frage zu stellen geschweige denn zu ersch�ttern.
Weshalb B.________ die Reise nach Kroatien in ihren Befragungen nicht als Erstes erw�hnte, sondern erst rund sieben Monate nach der Anzeigeerstattung, hat die erste Instanz aufgezeigt (erstinstanzliches Urteil S. 250 ff.). Gleiches gilt betreffend die "Pille danach" (erstinstanzliches Urteil S. 277) und die Vergewaltigung nach dem Aufsuchen der Tankstelle in M.________ (erstinstanzliches Urteil S. 281). Auf deren Erw�gungen durfte die Vorinstanz entgegen dem Daf�rhalten des Beschwerdef�hrers in Anwendung von Art. 82 Abs. 4 StPO verweisen. Das rechtliche Geh�r des Beschwerdef�hrers und die Begr�ndungspflicht sind nicht verletzt.
2.6.�Die vorinstanzliche Beweisw�rdigung betreffend den Raub in E.________ (ND 3) sowie die Straftaten zum Nachteil von A.________ (ND 9) und B.________ (ND 7) ist ohne Weiteres vertretbar. Die Beschwerde erweist sich als unbegr�ndet, soweit sie den Begr�ndungsanforderungen von Art. 106 Abs. 2 BGG zu gen�gen vermag.
3.1.�Der Beschwerdef�hrer kritisiert die Strafzumessung als unvertretbar hoch (Beschwerde S. 11 ff.).
3.2.�Das Bundesgericht hat die Grunds�tze der Strafzumessung nach Art. 47 ff. StGB und die an sie gestellten Begr�ndungsanforderungen wiederholt dargelegt (BGE 136 IV 55 E. 5.4 ff. S. 59 ff. mit Hinweisen). Entsprechendes gilt f�r die Bildung der Einsatzstrafe und der Gesamtstrafe nach Art. 49 Abs. 1 StGB in Anwendung des Asperationsprinzips (BGE 132 IV 102 E. 8 f. S. 104 ff. mit Hinweisen; Urteil 6B_460/2010 vom 4. Februar 2011 E. 3.3.4 mit Hinweis, nicht publ. in: BGE 137 IV 57). Darauf kann verwiesen werden.
3.3.�Aus den Erw�gungen im angefochtenen Urteil wird deutlich, dass die Vorinstanz die relevanten Strafzumessungsfaktoren ber�cksichtigt und plausibel w�rdigt. Dass sie sich dabei von rechtlich nicht massgebenden Gesichtspunkten h�tte leiten lassen oder wesentliche Gesichtspunkte nicht ber�cksichtigt h�tte, ist nicht ersichtlich. Insbesondere ist sie nicht an die Erw�gungen der ersten Instanz gebunden. Sie kann die gleich hohe Strafe ausf�llen wie jene, selbst wenn sie dem Beschwerdef�hrer zwei von acht Vorstrafen (infolge Zeitablaufs) nicht mehr vorh�lt, die Dauer des Berufungsverfahrens leicht strafmindernd ber�cksichtigt und ihn in einem von zahlreichen Deliktsvorw�rfen freispricht. Auch wenn (was hier nicht der Fall ist) ein wesentlicher Teil der Anklage im Berufungsverfahren fallengelassen wird, kann das erstinstanzliche Strafmass best�tigt werden, wenn dies in der Entscheidbegr�ndung n�her dargelegt wird (Urteil 6B_737/2012 vom 23. Juli 2013 E. 2.3.2 mit Hinweisen). Die Vorinstanz gibt ihre �berlegungen in den Grundz�gen nachvollziehbar wieder und kommt entgegen dem Daf�rhalten des Beschwerdef�hrers ihrer Begr�ndungspflicht im Sinne von Art. 50 StGB nach. Die Gewichtung der einzelnen Tatkomplexe, die Asperation sowie die Bemessung der Gesamtstrafe lassen sich nachvollziehen.
3.3.1.�Betreffend die bandenm�ssigen Raubtaten qualifiziert die Vorinstanz das Verschulden des Beschwerdef�hrers als erheblich bis schwer. Sie verweist auf die professionelle Vorgehensweise, die Kadenz der Bank�berf�lle, die erzielte Beute und die Traumatisierung der Opfer und h�lt eine Einsatzstrafe von rund zehn Jahren grunds�tzlich als angemessen. In Beachtung des geschworenengerichtlichen Urteils vom 5. Februar 2010 und des Verschlechterungsverbots geht sie aber f�r s�mtliche vier Raubtaten (sowie den illegalen Waffenbesitz) gedanklich von der damals ausgef�llten Freiheitsstrafe von neun Jahren aus. Sie setzt mithin die hypothetische Strafe (bei einem Strafrahmen von zwei bis 20 Jahren Freiheitsstrafe) im unteren Bereich des mittleren Drittels des Strafrahmens fest. Was der Beschwerdef�hrer vorbringt, �berzeugt nicht. Dass die Bankangestellten unverletzt blieben, verkennen die Vorinstanzen nicht. Jedoch wird nachvollziehbar betont, dass die Opfer (welche teilweise mit gegen den Kopf gerichteten Schusswaffen oder zumindest t�uschenden Attrappen in Schach gehalten, geknebelt und mit Pfefferspray ausser Gefecht gesetzt wurden) durch die Vorf�lle traumatisiert wurden. Indem die Vorinstanz dem vom Beschwerdef�hrer vorgebrachten Umstand nicht in einem gr�sseren Umfang Rechnung tr�gt, �berschreitet oder missbraucht sie ihr Ermessen nicht.
3.3.2.�In Bezug auf den Deliktskomplex des mehrfachen Menschenhandels und der mehrfachen F�rderung der Prostitution entfernt sich der Beschwerdef�hrer wiederholt in unzul�ssiger Weise vom festgestellten Sachverhalt. Damit ist er nicht zu h�ren. Dies trifft auf sein Beteuern zu, die Frauen nicht geschlagen zu haben. Gleiches gilt f�r die Behauptung, die Frauen h�tten nicht gewollte Freier beliebig ablehnen d�rfen (vgl. dazu Entscheid S. 55 und erstinstanzliches Urteil S. 192 f.).
W�hrend die erste Instanz die Strafe im oberen Bereich des mittleren Drittels des Strafrahmens ansiedelte (mithin auf rund 10 bis 13 Jahre), bemisst die Vorinstanz die hypothetische Strafe f�r den mehrfachen Menschenhandel und die mehrfache F�rderung der Prostitution auf rund neun bis zehn Jahre (nebst einer Geldstrafe). Dem zus�tzlichen Freispruch (ND 6) tr�gt die Vorinstanz entgegen der R�ge des Beschwerdef�hrers ausdr�cklich Rechnung.
Die Vorinstanz h�lt zu Gunsten des Beschwerdef�hrers fest, dass die Opfer, selbst wenn sie massivem Druck ausgesetzt wurden und Gewalt erlitten, keine fiktiven Schulden abarbeiten mussten. Es stand ihnen frei, welche Sexualpraktiken sie anboten und sie konnten Kondome benutzen. Diese Umst�nde blieben mithin nicht unber�cksichtigt. Indem die Vorinstanz gleichwohl von einem objektiven Verschulden im mittleren Bereich und insgesamt von einem betr�chtlichen Verschulden ausgeht, verletzt sie ihr Ermessen nicht. Sie stellt in Rechnung, dass der Beschwerdef�hrer den Menschenhandel w�hrend rund viereinhalb Jahren aus rein egoistischen Motiven betrieb, die Gesch�digten zur Prostitution zwang, planm�ssig und professionell vorging, �ber Mittelsm�nner in Kroatien verf�gte, die Opfer systematisch mit Gewalt und Drohungen gef�gig machte, sie st�ndig �berwachte und beinahe g�nzlich von der Aussenwelt abschottete. Praktisch allen Opfern wurde zumindest zeitweise der Reisepass respektive das Mobiltelefon abgenommen. Die mittellosen, sprach- und ortsunkundigen Frauen waren dem Beschwerdef�hrer letztendlich ausgeliefert. Inwiefern ihm zugutegehalten werden sollte, dass die Frauen in diesem "stets gesch�tzten und privaten Bereich" zur Prostitution gezwungen wurden, bleibt sein Geheimnis. Soweit er auf Fotos verweist, die nach seiner Interpretation eine fr�hliche, entspannte und geradezu famili�re Atmosph�re zeigen, haben die Vorinstanzen das N�tige ausgef�hrt (vorinstanzlicher Entscheid S. 58, erstinstanzliches Urteil S. 202). Telefongespr�che mit ihren Familien konnten die Opfer nur unter Aufsicht f�hren. Dass dies bei der Bemessung der Strafe unerw�hnt bleibt, ist entgegen dem Daf�rhalten des Beschwerdef�hrers nicht zu beanstanden.
Insgesamt beurteilt die Vorinstanz das objektive und subjektive Verschulden in vertretbarer Weise. Es bleibt zusammenfassend zu unterstreichen, dass der Beschwerdef�hrer seinen Lebensunterhalt w�hrend viereinhalb Jahren finanzierte, indem er sechs Frauen der Prostitution zuf�hrte. S�mtliche Frauen wurden �berwacht, bedroht und teilweise zus�tzlich geschlagen, manche mussten sich w�hrend mehreren Monaten prostituieren. Dass die vom Beschwerdef�hrer und der Mitt�terin ausge�bte Einschr�nkung der Handlungsfreiheit und der auf den Frauen lastende Druck betr�chtlich gewesen sind, zeigt auch die Flucht von A.________, die selbst nach ihrer R�ckkehr in ihre Heimat weiter bedroht wurde.
3.3.3.�Das Verschulden des Beschwerdef�hrers in Bezug auf die �bergriffe auf B.________ sch�tzt die Vorinstanz wie bereits die erste Instanz als erheblich bis schwer ein. Der Beschwerdef�hrer vergewaltigte B.________ mindestens zw�lfmal, n�tigte sie mehrmals sexuell und fotografierte seine Gewaltt�tigkeiten. Die Vorinstanz ber�cksichtigt aufgrund der zum Teil gemeinsamen Begehung zutreffend den Strafsch�rfungsgrund im Sinne von Art. 200 StGB, da der Beschwerdef�hrer das Opfer anderen M�nnern wie eine Ware zur Verf�gung stellte. Dass das Opfer nicht noch zus�tzlich verletzt wurde, spricht nicht zu Gunsten des Beschwerdef�hrers. Er verkennt, dass sein Verschulden durch das Unterlassen weiterer Qu�lereien nicht herabgesetzt wird.
3.3.4.�Dass die Vorinstanz unter Hinweis auf das geschworenengerichtliche Verfahren die Strafzumessung f�r die Delikte der Zusatzanklage separat durchf�hrt und in der Folge die Einsatzstrafe f�r die Raubtaten asperiert, wird vom Beschwerdef�hrer in methodischer Hinsicht nicht beanstandet. Insbesondere macht er nicht geltend und ist auch nicht erkennbar, dass die Vorgehensweise der Vorinstanz sich zu seinen Lasten auswirkt. Die Vorinstanz erh�ht die Freiheitsstrafe von rund neun bis zehn Jahren f�r den Deliktskomplex des mehrfachen Menschenhandels und der mehrfachen F�rderung der Prostitution aufgrund der Straftaten zum Nachteil von B.________ um drei bis vier Jahre. Dies f�hrt zu einer hypothetischen Strafe im Bereich von 13 Jahren. Unter dem Titel der T�terkomponente legt die Vorinstanz deutlich straferh�hend in die Waagschale, dass der Beschwerdef�hrer gewichtige Vorstrafen aufweist, sich von fr�heren Gerichtsverfahren und Strafverb�ssungen unbeeindruckt zeigt und jahrelang von seiner Delinquenz lebte. In der Folge billigt ihm die Vorinstanz aufgrund einer Verletzung des Beschleunigungsgebots eine Strafreduktion zu. Eine Ermessensverletzung bei der W�rdigung der T�terkomponente und der Verfahrensdauer liegt nicht vor.
Ohne Grund r�gt der Beschwerdef�hrer, die Vorinstanz addiere die drei Einsatzstrafen und nehme im Rahmen der Asperation eine nicht nachvollziehbare Reduktion vor. Die Vorinstanz h�lt ausdr�cklich fest, dass sie die Strafen f�r die Delikte gem�ss Zusatzanklage nicht mit der Strafe f�r die Raubdelikte zusammenz�hlt. Im Ergebnis erh�ht sie die Einsatzstrafe f�r die Raubtaten und den Waffenbesitz in Anwendung des Asperationsprinzips aufgrund der weiteren Deliktskomplexe um acht Jahre. Bei der Bemessung der Gesamstrafe sind namentlich das Verh�ltnis der einzelnen Taten untereinander, ihr Zusammenhang, ihre gr�ssere oder geringere Selbst�ndigkeit sowie die Gleichheit oder Verschiedenheit der verletzten Rechtsg�ter und Begehungsweisen zu ber�cksichtigen. Der Gesamtschuldbeitrag des einzelnen Delikts wird dabei geringer zu veranschlagen sein, wenn die Delikte zeitlich, sachlich und situativ in einem engen Zusammenhang stehen (Urteil 6B_323/2010 vom 23. Juni 2010 E. 3.2 mit Hinweis). Das Gegenteil ist hier der Fall. Die Raub�berf�lle in den Jahren 2004, 2006 und 2007, der Menschenhandel etc. in den Jahren 2002 bis 2007 sowie die Vergewaltigungen etc. insbesondere in der zweiten Jahresh�lfte 2004 �berschneiden sich zwar zeitlich teilweise. Dies manifestiert einzig, dass der Beschwerdef�hrer von seiner Delinquenz lebte und mit der Vorinstanz als eigentlicher Berufsverbrecher zu bezeichnen ist. Hingegen stehen den Raub�berf�llen Delikte gegen die sexuelle Integrit�t gegen�ber, und der Beschwerdef�hrer wurde in Bezug auf das Vergewaltigungsopfer nicht des Menschenhandels und der F�rderung der Prostitution schuldig gesprochen. Diese zahlreichen, massiven und gegen verschiedene Opfer gerichteten Straftaten darf die Vorinstanz mit rund acht Jahren straferh�hend gewichten. Dass sie sich zu stark an den hypothetisch verwirkten Einzelstrafen orientiert h�tte, ist nicht erkennbar. Die Freiheitsstrafe von 17 Jahren (nebst der Geldstrafe) ist hoch. Bei einer Gesamtbetrachtung h�lt sie sich aber innerhalb des sachrichterlichen Ermessens.
Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Der Beschwerdef�hrer wird grunds�tzlich kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG). Sein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung ist gutzuheissen, da von seiner Bed�rftigkeit auszugehen ist und seine Rechtsbegehren nicht von vornherein aussichtslos waren. Es sind keine Kosten zu erheben. Seinem Rechtsvertreter ist eine Entsch�digung aus der Bundesgerichtskasse auszurichten (Art. 64 Abs. 1 und 2 BGG). Den Beschwerdegegnern 2 - 5 ist keine Entsch�digung zuzusprechen, da ihnen im bundesgerichtlichen Verfahren keine Umtriebe entstanden sind.
Dem Rechtsvertreter des Beschwerdef�hrers, Rechtsanwalt Matthias Rupp, wird eine Entsch�digung von Fr. 3'000.-- aus der Bundesgerichtskasse ausgerichtet.

References: Art. 107
 Art. 10
 Art. 9
 Art. 95
 Art. 105
 Art. 97
 BGE 
 BGE 
 Art. 6
 Art. 80
 Art. 82
 Art. 106
 Art. 47
 Art. 49
 BGE 
 Art. 50
 Art. 200