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Timestamp: 2020-06-02 17:50:16+00:00

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STO - Lehre - Universität Bremen
sto 15-11-00-doc
Studienordnung der Universität Bremen
für den Diplomstudiengang Psychologie
Stand 15.11.00
Diese Studienordnung regelt auf der Grundlage der Diplomprüfungsordnung vom 1.10.1999 Ziele,
Inhalte und Aufbau des Studiums für den Diplomstudiengang Psychologie der Universität Bremen.
§ 2 Ziele der Ausbildung
Allgemeines Ziel des Studiums im Studiengang Psychologie ist das Erlangen fachlicher
und allgemeiner Kompetenzen, die für den Übergang in die Berufspraxis und in die
berufliche Fort- und Weiterbildung notwendig sind.
Die fachliche Kompetenz umfaßt gründliche Kenntnisse in den Bereichen der Psychologie, der
wesentlichen theoretischen Konzepte und Modelle, der spezifischen diagnostischen Verfahren
und Forschungsmethoden sowie Grundkenntnisse der Interventionsmethoden der Psychologie.
Die allgemeinen Kompetenzen beziehen sich auf Teamfähigkeit, allgemeines
Problemlösen, Offenheit für Problemdefinitionen und -lösungsstrategien anderer
Wissenschaften, die Fähigkeit zur Kooperation mit Fachleuten anderer Ausrichtung und
Grund- und Hauptstudium schließen die differenzierte Betrachtung und Vermittlung
folgender Kompetenzen ein:
Theorie- und Methodenkompetenz
Kompetenz zur interdisziplinären Zusammenarbeit
Beratungs- und Hilfekompetenz
kritische Reflexion der Rolle des Psychologen
kritische Reflexion geschlechtsspezifischer und kulturellerAspekte in psychologischer Theorie und Praxis.
Im Studiengang Psychologie der Universität Bremen kann Psychologie mit den Schwerpunkten
studiert werden.
Durch Mitwirkung an Lehrveranstaltungen, Forschung und praktisch - psychologischer
Tätigkeit sollen die Studierenden Kenntnisse und Fertigkeiten erarbeiten, um
psychologische Aufgaben zu erkennen, angemessene Lösungsansätze zu formulieren, sie
wissenschaftlich begründet umzusetzen sowie Methoden zur Analyse, Überprüfung und
Bewertung psychologischer Tätigkeit auszuwählen und ggf. selbst zu entwickeln.
Der erste Studienabschnitt vermittelt überwiegend grundlegende theoretische und
methodische Kenntnisse sowie eine Orientierung über Forschungsergebnisse. Dieser
Abschnitt ist einerseits nach Prüfungsfächern entsprechenden Teilbereichen der Psychologie gegliedert, er enthält andererseits wesentliche Teile psychologischer
Methodenlehre sowie fächerübergreifende Veranstaltungen, die in Forschungsstrategien
und Methoden der Psychologie einführen.
Der zweite Studienabschnitt soll die erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten vertiefen und
darüber hinaus mit deren Anwendungen in den wichtigsten Praxisfeldern der Psychologie
vertraut machen. Hierzu ist eine halbjährige berufspraktische Tätigkeit unter fachlicher
Anleitung in diesen Studienabschnitt eingeordnet.
Die Diplomarbeit, die im allgemeinen eine empirische Untersuchung zur Grundlage hat,
soll die Beherrschung der wissenschaftlichen Methodik und die Fähigkeit zur eigenständigen wissenschaftlichen Arbeit aufzeigen.
Theorien und Methoden der Psychologie werden von anderen Wissenschaften beeinflußt;
praktische psychologische Aufgaben setzen i.d.R. interdisziplinäre Kooperation voraus.
Diese Umstände erfordern, daß die Studierenden während des Psychologiestudiums auch
philosophische, mathematische, natur- und sozialwissenschaftliche sowie
wirtschaftswissenschaftliche Kenntnisse erwerben.
§ 3 Gliederung des Studiums
Das Studium gliedert sich in Grund- und Hauptstudium.
Zum Grundstudium gehören
die Studieneingangsphase (im 1. Fachsemester);
die Grundstudienphase (1. bis 4. Fachsemester), die das Studium
in den Prüfungsfächern des Grundstudiums gem. § 21 DPO einschließt;
das Vier-Wochen–Praktikum
Das Grundstudium wird mit der Diplomvorprüfung abgeschlossen, die i.d.R. bis zum Ende
des 4. Semesters abgelegt werden soll.
Das Hauptstudium beginnt nach Beendigung des Grundstudiums und gliedert sich in
Orientierungsphase und Entscheidung für die zu wählenden Schwerpunkte und das
Forschungsorientierte Vertiefungsfach (im 5. Fachsemester);
das Studium in den Studienschwerpunkten und den übrigen Studienfächern
(gem. § 23 DPO, im 5. bis 8. Fachsemester);
die Teilnahme an je einem Projekt in den beiden gewählten Studienschwerpunkten bzw.
einem interdisziplinären Projekt (im 6. bis 8. Fachsemester);
das Halbjahrespraktikum;
die Anfertigung der Diplomarbeit.
Das Hauptstudium beginnt nach Abschluß des Grundstudiums und wird mit der Diplomprüfung
Die Fachprüfungen sollen i.d.R. bis zum Ende des 9. Semesters, die Diplomarbeit und das
Halbjahrespraktikum bis zum Ende des 10. Semesters abgeschlossen sein.
§ 4 Arbeits- und Veranstaltungsformen
Arbeits- und Veranstaltungsformen sind:
Einzellehrveranstaltungen:
Vorlesungen: mit unbegrenzter Teilnehmerzahl. Sie dienen der Vermittlung eines
Überblicks über die Probleme, Arbeitsweisen und Ergebnisse eines Teilbereichs der
Psychologie. Sie sollen die Verbindung dieses Bereichs mit weiteren psychologischen und
außerpsychologischen Forschungsfeldern deutlich machen und somit eine Orientierung für
spezialisiertere Lehre bieten.
Übungen: dienen vor allem dem Erwerb methodischer Fertigkeiten, die hier vermittelt
und geübt werden. Sie sollten in Gruppen von 30 bis 60 Teilnehmern stattfinden.
Seminare: sollen nicht mehr als 30 Teilnehmer haben. Sie setzen i.d.R. eine aktive
Mitarbeit der Teilnehmer an der Erarbeitung des Stoffes voraus, die meistens in Form von
Referaten erfolgt. Referate verlangen i.a. eine schriftliche Bearbeitung eines speziellen
Themas und einen hiervon weitgehend abgelösten Vortrag. Seminare dienen der
exemplarischen Einarbeitung in Theorie und Methoden psychologischer Forschung
anhand überschaubarer Fragestellungen. Sie sollen zugleich gestatten, die schriftliche und
mündliche Darstellung psychologischer Probleme zu üben.
Projekte: Ein Projekt besteht i.d.R. aus mehreren Lehrveranstaltungen, in denen
verschiedene Aspekte einer gemeinsamen Fragestellung behandelt werden.
Projekte sind durch die Fragestellung, die sie sich zum Thema gewählt haben und durch
die beteiligten Fachrichtungen definiert. In den Projekten wird Fachwissen exemplarisch
und problembezogen angeeignet und kritisch analysiert. Das Projektstudium ersetzt nicht
das systematische Fachstudium, sondern ergänzt es durch die vertiefte
Auseinandersetzung mit der gewählten Fragestellung.
In den Projekten soll forschendes Lernen praxisorientiert vermittelt werden.
In den Praktika sollen spezifische Fertigkeiten erworben und vertieft werden. Sie sollen
den Studierenden Einsicht in die Anwendbarkeit erarbeiteter Inhalte und Methoden
ermöglichen. Sie verlangen indessen in erhöhtem Maße eine Eigentätigkeit der Teilnehmer. In den Praktika des ersten Studienabschnittes sind Aufgaben unter Anleitung so
zu bearbeiten, daß dabei der Umgang mit psychologischer Forschungsmethodik geübt
Im Rahmen der methodischen Praktika des zweiten Studienabschnittes soll der / die
Studierende darüber hinaus üben, konkrete Entscheidungen unter kontrollierbaren
Bedingungen zu treffen. Hierzu gehört je nach Wahl des Schwerpunktes die Bearbeitung
eines Falles, das Training in diagnostischen, beratenden und therapeutischen Situationen.
Tutorien: Sie dienen in erster Linie der Einführung in wissenschaftliche Arbeitsweisen, der
Einübung von methodischen und technischen Fertigkeiten und der Unterstützung bei
Studienproblemen.
Vier-Wochen- und Halbjahrespraktikum: Das Praktikum im Berufsfeld soll den
Studierenden die Auseinandersetzung mit einem ausgewählten Anwendungsbereich der
Psychologie ermöglichen.
Selbständiges Arbeiten (allein und in studentischen Arbeitsgruppen): Die Studierenden
sollen eigenständige Arbeitsformen durch Vor- und Nachbereitung des Lernstoffes einzeln
und in Gruppen entwickeln. Das Selbststudium dient wesentlich der Vertiefung der
individuellen Schwerpunkte.
§ 5 Studienberatung
Die studienbegleitende fachliche Beratung ist durch die Hochschullehrerinnen und
Hochschullehrer des Studiengangs zu gewährleisten (vgl. BremHG § 51 (2))
Alle Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer des Studiengangs sind darüber hinaus zur
individuellen Studienberatung verpflichtet. Sie beraten vor allem in Fragen, die das von
ihnen vertretene Fachgebiet der Psychologie und die von ihnen angebotenen Lehrveranstaltungen betreffen.
Über verfügbare Praktikumsplätze, bei der Wahl einer Praktikumsstelle und in anderen
Fragen im Zusammenhang mit dem Halbjahrespraktikum informiert und beraten die
Praktikumsbeauftragten in den jeweiligen Schwerpunkten des Studiengangs Psychologie.
Näheres regelt die Praxisordnung.
Diplomprüfungsausschuß
Die Aufgaben des Diplomprüfungsauschusses (DPA) sind im § 12 DPO beschrieben. Er ist
insbesondere zuständig für die Anrechnung von Studienzeiten, die Anerkennung von Studien- und Prüfungsleistungen, die Bewilligung von Ausnahmeregelungen für Praktika,
Fristüberwachung bei prüfungsrelevanten Studienleistungen und bei der Diplomarbeit.
§ 6 Studienorganisation
Die Studieninhalte sind so zu gestalten, daß das Studium in der Regelstudienzeit
Der Gesamtumfang der Lehrveranstaltungen ist so zu bemessen, daß dem Studierenden
Gelegenheit zur selbständigen Vorbereitung, zur Vertiefung des Stoffes und zur Teilnahme
an zusätzlichen Lehrveranstaltungen nach eigener Wahl verbleibt.
Der Studienplan soll den sachgerechten Verlauf des Studiums ausweisen.
Bei der Veranstaltungsplanung muß sichergestellt sein, daß entsprechend einem
verbindlichen Zeitraster, ein überschneidungsfreier Besuch der Pflichtlehrveranstaltungen
Die Lehrveranstaltungsplanung soll eine Kommentierung der Lehrveranstaltungen
II. Das Grundstudium
§ 7 Bestandteile des Grundstudiums
Die Studierenden müssen im Grundstudium
an Veranstaltungen der Studieneingangsphase,
an Veranstaltungen der verschiedenen Prüfungsgebiete,
an den Veranstaltungen Quantitative Methoden I und II,
am Experimentalpsychologischen Praktikum,
am Biopsychologischen Praktikum und
an einer Übung Qualitative Methoden I mit praktischen Anteilen
teilnehmen sowie das Vier-Wochen-Praktikum absolvieren.
an einem Projekt der Grundstudienphase, der Ringvorlesung sowie den
Ergänzungslehrveranstaltungen des Studiengangs (Englisch für Psychologen, Einführung
in die Nutzung neuer Medien, Mathematik für Psychologen) teilnehmen und
bereits im Grundstudium mit einem Studium des nicht-psychologischen Faches beginnen.
§ 8 Studieneingangsphase
Die Studieneingangsphase besteht aus
einer Überblicksvorlesung „Einführung in die Psychologie„
einer Ringvorlesung
einem Seminar (Arbeits- und Studientechniken)
einem zugeordneten Tutorium
einem Seminar „Wissenschaftliche Grundlagen der Psychologie„ wie z.B. :
1. Philosophische Grundlagen der Psychologie
2. Naturwissenschaftliche Grundlagen der Psychologie
3. Einführung in die Allgemeine Gesellschaftstheorie
4. Einführung in die Erkenntnistheorie
5. Sozialwissenschaftliche Grundlagen der Psychologie
6. Geschichte der Psychologie
7. Paradigmen der Psychologie (z.B. Psychoanalyse, Gestalttheorie, Verhaltenstheorie, Systemtheorie)
Der Studiengang bietet jedes Jahr vier Seminare zu diesen Themenbereichen an. Jeder
Studierende wählt ein Seminar aus dem Angebot.
Studierende, die mit dem Studium beginnen, sollen darüber hinaus an Lehrveranstaltungen teilnehmen, die der Einführung in die Prüfungsfächer des Grundstudiums
(Grundlagenvermittlung) dienen.
Studierende, die an einem Projekt in der Grundstudienphase teilnehmen möchten, sollten
an einem Projektfindungstermin teilnehmen.
§ 9 Die Grundstudienphase
In der Grundstudienphase soll die Fachsystematik psychologischen Wissens entsprechend
der gegenwärtig gültigen Systematik in der Rahmenprüfungsordnung Psychologie vermittelt
werden. Das Projekt der Grundstudienphase dient insbesondere der Vermittlung der in §2
genannten Kompetenzen.
Die Studierenden nehmen gemäß § 20 (1,3) DPO im Umfang von 20 Stunden als Proband
oder Untersuchungsleiter an wissenschaftlichen Untersuchungen teil.
Grundstudiumsfächer:
Allgemeine Psychologie (AP)
Die Allgemeine Psychologie befaßt sich mit den grundlegenden Mechanismen der Kognition
und des Verhaltens. Ziel allgemeinpsychologischer Forschung ist es, unter Ausklammerung
von individuellen Differenzen, Geschlechtsunterschieden, Altersunterschieden und
krankhaften Bewußtseins- und Verhaltensstörungen, allgemeine Gesetzmäßigkeiten des
Psychischen aufzustellen, die sich in mathematische Modelle fassen lassen. In der
Allgemeinen Psychologie werden insbesondere die psychischen Grundfunktionen
Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Vorstellung, Gedächtnis, Denken, Handeln, Lernen,
Emotion, Motivation, Verhalten und Sprache untersucht. Die methodische
Herangehensweise ist i.d.R. experimentell. Für einzelne psychische Grundfunktionen wurden
spezielle Methoden entwickelt, z.B. psychophysische Methoden für die Untersuchung der
Wahrnehmung und Gedächtnismethoden für die Untersuchung von Lernen und Vergessen.
Die Allgemeine Psychologie kann prinzipiell phänomenologisch, d.h. unter Absehung von
neuronalen und hormonellen Grundlagen der psychischen Grundfunktionen,
psychophysiologisch, d.h. mit dem Ziel der Herstellung psychosomatischer Korrelationen und
vergleichend psychologisch, d.h. im Vergleich der tierischen und menschlichen Kognition,
betrieben werden. In der Allgemeinen Psychologie werden i.d.R. auch die philosophischen
Grundlagen der Kognition behandelt. Sie ist demzufolge eng verzahnt mit
Nachbarwissenschaften, deren Ergebnisse sie integriert und mit deren Hilfe sie ihre Modelle
aufstellt und überprüft: Dazu gehören die Philosophie (erkenntnistheoretische Grundlagen
von Wahrnehmung und Bewußtsein), die Mathematik (Modellbildung, Psychophysik), die
Informatik (künstliche Intelligenz), die Neurobiologie (Korrelation von Erleben und
Gehirnprozessen), die Linguistik ( Sprachpsychologie) , die Evolutionsbiologie (Vergleich
tierischen und menschlichen Verhaltens) und die Physiologie (Begleiterscheinungen von
motivationalen und emotionalen Zuständen).
Die Allgemeine Psychologie ist in zwei Prüfungsgebiete (API und APII) unterteilt:
Allgemeine Psychologie I: Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Vorstellung, Gedächtnis,
Denken, Handlungsregulation, Sprache und
Allgemeine Psychologie II: Lernen, Verhalten, Motivation, Emotion.
Diese Trennung ist aber prinzipiell willkürlich, da die meisten psychophysischen
Grundfunktionen eng miteinander zusammenhängen.
Differentielle Psychologie (DP)
Die Differentielle Psychologie befaßt sich mit den Merkmalen, die den einzelnen Menschen
charakterisieren, mit den Unterschieden zwischen Individuen und mit Theorien und Modellen
der individuellen Persönlichkeit. Sie vermittelt u.a. Grundlagen und Konzepte (individueller
Differenzen, Variablen und Skalen, Konstrukte und Persönlichkeit,
Dispositionseigenschaften, Typen), Forschungsmethoden (Variabilitätsmaße, Prinzip der Varianzadditivität, Varianzfraktionierung, Axiome der Testtheorie, Faktorenanalyse,
Veränderungsmessung), Bereich individueller Differenzen ( Leistungsbereich:
Intelligenzmodelle Ergebnisse der Intelligenzforschung, Kreativität, Persönlichkeitsbereich:
faktorenanalytische Systeme, psychodynamische, verhaltenstheoretische,
handlungstheoretische und kognitionstheoretische Konstrukte), Determinanten individueller
Unterschiede (Genetische Faktoren, Umwelteinflüsse, Geschlecht, physische Attraktivität)
und Auswirkungen interindividueller Differenzen.
Entwicklungspsychologie (EP)
Die Entwicklungspsychologie behandelt die Entstehung und die Veränderung von individuellem und sozialem Erleben, Verhalten und Handeln. Sie befaßt sich u.a. mit den
Forschungsgegenständen (Entwicklung nach Lebensperioden: Entwicklungsaufgaben,
charakteristische Phänomene und Veränderungen, kritische Übergänge),
Entwicklungsfunktionen, Sequenzregeln, mit den historischen Wurzeln und mit
entwicklungspsychologischer Modellbildung und den spezifischen Forschungsmethoden
(Altersgruppen, Kohorten, Längs - Querschnitt- und Sequenzplänen; Datenverarbeitungsproblemen: Veränderungsmessung, korrelative Kausalanalyse, qualitative Einzelfallanalyse),
Einarbeitung entwicklungspsychologischer Fragestellungen, Perspektiven und Methoden in
Bereiche der Grundlagenforschung, Verwendbarkeit entwicklungspsychologischer Fragestellungen , Perspektiven und Methoden in angewandter Forschung (Rückfallprognose und
Prävention) und heuristische Nutzung entwicklungspsychologischen Wissens als Fundierung
praktischer Entscheidungen.
Die Entwicklungspsychologie bezieht sich auf die ganze Lebensspanne des Menschen:
Pränatale, frühkindliche, kindliche, adoleszente Entwicklungsphasen, sowie
Entwicklungsphasen des Erwachsenenalters und des hohen Alters und von Fragen Geburt
und Tod. Entwicklungspsychologie begreift Forschungsansätze, Theorien und Methoden der
kognitiven Psychologie, der Psychoanalyse, der Verhaltenstheorie, der ökologischen
Psychologie, der Sozialisationsforschung (Sozialpsychologie), der Erkenntnistheorie und
Alltagstheorien in Grundlagenforschung und angewandter Forschung mit ein.
Methodenlehre (ML)
Die Veranstaltungen zu den quantitativen und qualitativen Methoden liefern die
Voraussetzung zur Ausbildung in diesem Fach.
Die Methodenlehre beschreibt und analysiert die Wege und Verfahren, mit deren Hilfe in der
Psychologie Information und Erkenntnis gewonnen werden, und deren wissenschaftstheoretische Fundierung. Sie vermittelt Kenntnisse und Fertigkeiten psychologischer Methodik. Sie
vermittelt Prinzipien der allgemeinen Theoriebildung und formaler Modelle, die das
wissenschaftliche Arbeiten in den Grundlagen- und Anwendungsbereichen der Psychologie
ermöglichen sollen. Dazu werden Lehrveranstaltungen zur Allgemeinen psychologischen
Methodenlehre, Planung und Auswertung empirischer Untersuchungen, Skalierungs- und
Beobachtungsmodelle, Multivariate Verfahren, Analyse qualitativer Daten mit formalen Modellen angeboten. Veranstaltungen zum Einsatz der EDV und des PCs sowie die
experimentalpsychologischen Praktika ergänzen diese Ausbildung.
Biopsychologie (BP)
Die Biopsychologie befaßt sich mit den biologischen Voraussetzungen psychologischer Prozesse.
Sie stellt die Verbindung her zwischen psychologischer Forschung und Befunden der Genetik, der
Anatomie, Physiologie, Biochemie und Ethologie. Themenkomplexe sind:
Allgemeinbiologische Grundlagen: Evolution und Herkunft des Menschen, phylogenetische Aspekte
der Gehirnentwicklung, anthropologische Probleme, genetische und soziobiologische Ansätze,
Anlage- Umwelt-Probleme;
Neurophysiologische Grundlagen: Erregung und Erregungsleitung, synaptische Prozesse, Struktur
und Funktion neuronaler Netzwerke, Struktur und Funktion des Zentralnervensystems;
Grundlagen perzeptiver Prozesse: allgemeine Sinnesphysiologie, visuelle und auditive
Wahrnemung, Geschmack und Geruch, Somatosensorik;
Grundlagen sensumotorischer Prozesse: Funktionsweise der Skelettmuskulatur, neuromuskuläre
Funktionen, spinale und zentrale Bewegungssteuerung;
Integrative Funktionen des Zentralnervensystems: Biopsychologie von Lernen, Gedächtnis und
Sprache, Bewußtsein und Aufmerksamkeit, biologische Rhythmen, Wachheit und Schlaf;
Struktur, Funktion und Steuerung peripherer Systeme: Herz-Kreislauf-System, Atmung, Ernährung
und Verdauung;
Grundlagen der Steuerung vegetativer Prozesse: Vegetatives Nervensystem, Darmnervensystem,
Botenstoffe und Hormonsystem, Immunsystem;
Biopsychologische Konzepte: Aktivierung, biologischer und psychologischer Stress, Biopsychologie
von Motivation und Emotion, psychosomatische Mechanismen, Sucht;
Ontogenetische Aspekte von Reifung und Entwicklung: Entwicklungsphysiologie, Wachstum und
Reifung, Entwicklung des Zentralnervensystems;
Beobachtungs- und Interventionsmethoden: morphologische, elektrophysiologische und
endokrinologische Verfahren der Belastungs- und Streß-Forschung, Methoden der
Psychophysiologie, Biofeedback, Methoden der Neuropsychologie, EEG und bildgebende
Sozialpsychologie (SP)
Die Sozialpsychologie (SP) befaßt sich ganz allgemein mit dem Verhältnis von Individuum
und Gesellschaft; sie untersucht das individuelle Handeln in sozialen Situationen. Die
wesentlichsten Forschungsfelder sind Prozesse der Sozialisation (Verbindung zur
Entwicklungspsychologie), der Entwicklung und Änderung sozialer Einstellungen (z.B.
Vorurteile), Interaktion und Kommunikation und die Entstehung, Struktur und Dynamik von
Kleingruppen. Die Sozialpsychologie bezieht sich dabei auf Ansätze der Allgemeinen
Psychologie: etwa soziales Lernen, soziale Motive (z.B. Aggression, Altruismus), soziale
Wahrnehmung, Stereotype, soziale Kognition und Sprache. Zur Differentiellen Psychologie
und zur Psychoanalyse gibt es Bezüge im Zusammenhang mit der Erforschung von
Selbstkonzept, Biographie und Identität. Da sich die Sozialpsychologie am Schnittpunkt von
Psychologie, Soziologie und Kultur-/Sozialanthropologie etabliert hat, greift sie auch auf
Ansätze wie den symbolischen Interaktionismus, die Systemtheorie, den sozialen
Konstruktivismus und die Ethnosoziologie zurück. Die Forschungspraxis der SP ist
gekennzeichnet durch zunehmende Methodenvielfalt: Labor- und Feldexperimente,
teilnehmende Beobachtung, Aktionsforschung, Befragungsmethoden, Gruppendiskussion
und (neuerdings) narrative Interviews werden zur Überprüfung bzw. Entwicklung
sozialpsychologischer Hypothesen und Theorien herangezogen.
Das Projekt bietet die Möglichkeit zur Vertiefung und Anwendung der Konzepte und
Methoden psychologischer Grundlagenfächer auf eine exemplarische konkrete
Fragestellung. Das gewählte Thema des Projekts soll aus der Perspektive mehrerer Fächer
unter Einbeziehung fachspezifischer Methoden und Theorien bearbeitet werden. Durch die
Art und Weise der Zusammenarbeit zwischen Lehrenden und Lernenden im Projekt sollen
Teamfähigkeit, interdisziplinäres Arbeiten und weitere Schlüsselqualifikationen vermittelt
werden. Mit dem im Projekt angestrebten Praxis- und Anwendungsbezug sollen frühzeitig
auch berufliche Handlungsbezüge erprobt und reflektiert werden. Dabei ist die Einbeziehung
des Vier-Wochen-Praktikums in das Projekt wünschenswert.
Studierende können im Grundstudium an einem Projekt teilnehmen. Zur inhaltlich organisatorischen Koordination sollen im ersten Semester an einem Projektfindungstermin
Studierende und Lehrende gemeinsam die Themen der Projekte festlegen. Ein Projekt
bezieht sich auf je zwei zweistündige Projektveranstaltungen im dritten und vierten Semester.
In den ersten beiden Terminen der beiden Projektveranstaltungen im dritten Semester erfolgt
die gemeinsame Planung der konkreten Umsetzung mit den Lehrenden und den
Studierenden. Ein Projekt beinhaltet mindestens zwei und maximal drei im
Veranstaltungsverzeichnis ausgewiesene Studienfächer.
Pflichtveranstaltungen im Methodenbereich
- Quantitative Methoden I und II
Die Psychologie als eine empirische Wissenschaft führt in ihren verschiedenen Teildisziplinen und
Gebieten Forschung zur Überprüfung ihrer Theorien und Modelle durch. Zu den Werkzeugen gehören
die statistischen oder quantitativen Methoden, Logik und Wissenschafts- und Erkenntnistheorie. Erst
diese handwerklichen Vorkenntnisse ermöglichen eine vertiefte Beschäftigung sowohl mit der
psychologischen Methodenlehre, als auch mit den übrigen Grundlagen und Anwendungen der
Psychologie. Die Lehrveranstaltung "Quantitative Methoden I und II" erstreckt sich über 2 Semester.
Es wird zunächst die deskriptive Statistik (Häufigkeitsverteilungen, statistische Kennwerte,
Zusammenhänge von Merkmalen, Korrelation und Regression) behandelt. Tutorien und Übungen mit
wöchentlichen Hausaufgaben dienen der Vertiefung der statistischen Grundkenntnisse. Im zweiten
Semester wird darauf aufbauend die Inferenzstatistik zur Prüfung empirischer Hypothesen vermittelt.
Es geht um statistische Schlußfolgerungen, die aufgrund von Stichprobendaten über die
entsprechenden Charakteristika in Populationen gezogen werden und um den begründeten Einsatz
statistischer Prüfverfahren für unterschiedliche Fragestellungen. T-Tests, Varianzanalysen und
nonparametrische Verfahren sowie Bestimmung von Konfidenzintervallen gehören zu den Inhalten der
Veranstaltung. Zum Lösen statistischer Probleme und der regelmäßigen Übungsaufgaben werden
elektronische Statistikprogramme (z. B. SPSS/SAS) eingesetzt.
Qualitative Methoden I
Qualitative Methoden werden sowohl im Grundstudium als auch im Hauptstudium vermittelt.
Mit ihnen wird versucht, der Vielfalt und Komplexität des Untersuchungsgegenstands gerecht
zu werden, wie beispielsweise in der Biographieforschung, der Bewußtseinsforschung,
Gruppen- und Organisationsforschung, Aktionsforschung, Gesundheitsforschung und
Psychotherapieprozeßforschung. Qualitative Methoden werden verstanden als Methoden des
Beschreibens, Verstehens und genetischen Erklärens. Im Grundstudium liegt der Schwerpunkt
auf den verschiedenen qualitativen Erhebungsmethoden sowie den entsprechenden
methodischen Prinzipien und wissenschaftstheoretischen Grundlagen. Methoden der Erhebung
sind z. B. das problemzentrierte Interview, die themenzentrierte Gruppendiskussion, die
teilnehmende Beobachtung, das Rollenspiel und das qualitative Experiment.
Pflichtpraktika im Grundstudium
- das Experimentalpsychologische Praktikum
Das Experimentalpsychologische Praktikum findet i.d.R. im 3. oder 4. Semester
statt. Es werden Fragestellungen aus den Gebieten der Allgemeinen Psychologie I und II
sowie der Sozialpsychologie experimentell bearbeitet. Dazu gehört die Planung,
Durchführung und Datenerhebung sowie die Auswertung von Daten mit Hilfe von
mathematischen und statistischen Verfahren. Den Abschluß bildet die Ausarbeitung
eines Laborberichts, der das jeweilige Experiment so differenziert darstellt, daß es mit
den gegebenen Informationen wiederholt werden könnte. In theoretischer Hinsicht wird
die Rolle des Experiments in der Entwicklung der Psychologie zur Wissenschaft, die
Kriterien des psychologischen Experiments und ethische Fragen des psychologischen
Experimentierens mit Menschen und Tieren bearbeitet.
- das Biopsychologische Praktikum
In dieser Veranstaltung werden diagnostische Verfahren und Forschungsmethoden aus
dem Schnittbereich von Biopsychologie, Physiologie und Neuropsychologie in kleinen
Gruppen unter Anleitung praktisch erprobt; die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des
Praktikums führen alle Untersuchungen an sich selbst durch. Auf dem Programm steht
die Beurteilung von Wachstum und Ernährungszustand, Funktionen des Herz-KreislaufSystems und der Atmung, elektrische Signale von Skelettmuskeln, elektrische
Hautreaktionen, die Untersuchung eines Sinnesorgans (Auge, Ohr, Haut) und die
Überprüfung von Funktionen des Zentralnervensystems (sensumotorische Reaktionen,
Aufmerksamkeit).
Tutorien dienen dazu, einerseits eine inhaltliche Vor- und Nachbereitung der ihnen
zugeordneten Lehrveranstaltungen zu begleiten und zu unterstützen, andererseits soziale
und institutionelle Aspekte des Studierens und des wissenschaftlichen Arbeitens in kleinen
Gruppe zu reflektieren und durch Informationen Orientierungshilfen zu geben.
Tutorien im Grundstudium werden eingerichtet für
- die Studieneingangsphase und das Erstsemesterplenum
- das Biopsychologische Praktikum.
Das Vier-Wochen-Praktikum
Im Grundstudium ist ein Vier-Wochen-Praktikum abzuleisten. Dieses soll den Studierenden
ermöglichen, zukünftige Arbeitsfelder für Diplompsychologen kennenzulernen. Näheres
regelt die Praxisordnung.
III. Das Hauptstudium
§ 10 Bestandteile des Hauptstudiums
Das Hauptstudium besteht aus
der Orientierungs- und Entscheidungsphase für die Basisfächer und die Studienschwerpunkte,
den Projekten
den Einzelveranstaltungen zu den Anwendungsfächern, Methodenfächern, dem
Forschungsorientierten Vertiefungsfach und dem nicht-psychologischen Fach.
dem Halbjahrespraktikum
dem Psychodiagnostischen Praktikum (allgemeiner Teil und Vertiefungsteil)
der Übung qualitative Methoden II
der Diplomarbeit.
§ 11 Aufbau des Hauptstudiums
Das Hauptstudium gliedert sich in:
die Orientierungs- und Entscheidungsphase:
Die potentiellen Projekte werden im Laufe des 5. Semesters gemeinsam von Studierenden
und Lehrenden geplant und zum Ende des 5. Semesters allen Studierenden vorgestellt.
Die Studierenden wählen gemäß § 23 (3,1) DPO im 5. Semester drei Basisfächer aus den
vier Anwendungsfächern aus.
Jeder Studierende studiert zwei Projekte. Von den drei im 5. Semester gewählten
Anwendungsfächern werden zwei im Projekt vertieft. Für jeden Schwerpunktanteil des An-wendungsfaches stehen 10 SWS zur Verfügung, die auf die 5. bis 8. Semester verteilt
Projekte bestehen aus einem Schwerpunktfach, es können auch zwei Schwerpunktfächer zu
einem Gesamtprojekt zusammengefaßt werden. Eines der Forschungsorientierten
Vertiefungsfächer (gem. § 23 (1) DPO) kann ebenfalls mit einem Projekt oder einem
Gesamtprojekt verbunden werden. Dabei können die verschiedenen Prüfungsfächer des
Gesamtprojektes auch getrennt studiert werden.
Das Projekt kann so organisiert werden, daß das Halbjahrespraktikum eingeschlossen ist.
die Prüfungsfächer:
a) die Anwendungsfächer
Arbeits- und Organisationspsychologie (A&O)
In der Arbeits- und Organisationspsychologie sollen die Studierende wissenschaftliche
Erkenntnisse über das Zusammenwirken sozio-technischer gesellschaftlicher Prozesse mit den
Arbeitstätigkeiten sowie Lebens- und Arbeitsverhältnissen der Individuen gewinnen. Aus diesen
Erkenntnissen leitet sich der Anwendungs- und Gestaltungsanspruch der Arbeits- und
Organisationspsychologie ab, zur Veränderung der Arbeit im Interesse der Individuen beizutragen.
Dies setzt bei zukünftigen A&O-Psycholog/innen nicht allein wissenschaftliches Wissen, sonder
auch Prozeß-, Methoden- und Sozialkompetenzen voraus, die sie befähigen in Institutionen und
Organisationen, mit unterschiedlichen Berufsgruppen und mit Konfliktparteien angemessen und
konstruktiv zusammenzuarbeiten.
In den Basisteilen des Studiums liegt der Schwerpunkt auf der Erarbeitung von theoretischen und
methodischen Grundlagen: Veranstaltungen wie „Geschichte der A&O-Psychologie„, „Grundbegriffe
der A&O-Psychologie„, „Identität und Arbeit„ sowie die Vermittlung von Verfahren der
Arbeitsanalyse und die Beschäftigung mit ethischen Fragen der Berufsrolle bieten Einblick und
Überblick für die eigene Orientierung und Entscheidung für die Teilnahme an einem Lehrprojekt.
In den Lehrprojekten orientieren sich die mit den Studierenden gemeinsam ausgewählten
exemplarischen Themen an den drei Bezugsfeldern der A&O-Psychologie, die in einem Curriculum
beschrieben sind:
Bezugsfeld: Individuum und Arbeit (Themen von Lehrveranstaltungen sind z.B.: Arbeit und
Persönlichkeit; Betriebliche Gesundheitsförderung; Arbeitslosigkeit und Persönlichkeit)
Bezugsfeld: Organisation (Themen von Lehrveranstaltungen sind z.B.: Organisationstheorien und
Organisationsdiagnostik, Gruppenarbeit, Führung)
Bezugsfeld: Arbeitsplatz und Qualifikation (Themenbeispiele: Berufliche Sozialisation, Personalauswahl und Personalentwicklung, Qualitätssicherung)
Für das Erwerben beruflicher Handlungskompetenzen ist die Organisation und Zusammenarbeit
der Studierenden in den Lehrprojekten zentral: Das Projekt ist exemplarisches Übungsfeld für
Teamarbeit, für Methoden des Projektmanagements, für Präsentations- und Moderationstechniken,
für Methoden der Erhebung und Auswertung in der Feldforschung. Aus den Projekten werden die
Studierenden im Halbjahrespraktikum im Rahmen einer Intervisionsgruppe und anschließend in
einem A&O-Diplomandenkolloquium weiter beraten und betreut.
Klinische Psychologie (KP)
In diesem Fach sollen die Studierenden Kenntnisse und Basiskompetenzen erwerben, die
sie befähigen, in klinisch-psychologischen Praxisfeldern tätig zu werden. Dies schließt die
Vorbereitung auf die Kooperation mit Angehörigen anderer gesundheits- und sozialwissenschaftlicher Fachrichtungen ein.
Die Klinische Psychologie beschäftigt sich mit der Erforschung der Ätiologie und der Genese
psychischer Störungen, der diagnostischen und klinischen Urteilsbildung und der
Veränderungsmöglichkeit von Verhaltens- und Persönlichkeitsstörungen. In der
psychosozialen und medizinischen Versorgung beteiligt sich die Klinische Psychologie durch
Diagnostik, Beratung und Therapie an der Prävention und Rehabilitation und übernimmt
Aufgaben in der kurativen Versorgung, nicht nur bei psychischen sondern auch bei
somatischen Krankheiten. Die Ausbildung in Klinischer Psychologie konzentriert sich auf die
Grundlagen, ihre allgemeinen Fragestellungen und ihre Methodologie. Entsprechend der
Spezialisierung in den Grundlagen und dem Training werden unterschiedliche
Interventionsmethoden angeboten.
Hierzu werden im Basisteil Lehrveranstaltungen zu den folgenden Themenangeboten:
Theorien, Methoden der Klinischen Psychologie, Exemplarische Darstellung theoretischer
Modelle, Behandlung, ethischer, sozialer und rechtlicher Probleme in der Berufstätigkeit,
Modelle psychosoziale Versorgung im Gesundheitswesen mit besonderer Berücksichtigung
präventiver und rehabilitativer Anteile, Ätiologie, Genese und Verlauf psychischer Störungen,
Methoden der Diagnostik, Beratung und Intervention bei verschiedenen Gruppen.
Die Schwerpunktvertiefung des Faches wird in den Projekten durchgeführt. Hier werden u.a.
angeboten: Exemplarische Behandlung von Verhaltens-, Erlebensstörungen und
psychosomatischen Störungen, Interventionsmethoden wie Psychoanalyse und Verhaltenstherapie. Veranstaltungen zu klinischer Neuropsychologie, Psychosomatik,
Psychopharmakologie und Verhaltensmedizin außerhalb des Pflichtteils können den
Schwerpunkt ergänzen. Eine Psychotherapieausbildung ist nicht Gegenstand der
Pädagogische Psychologie (PP)
Gegenstandsbereich der Pädagogischen Psychologie ist die Optimierung und
institutionalisierter und außerinstitutionlisierter Prozesse der Sozialisation, Erziehung und
Ausbildung durch Erforschung und Beeinflussung. Zu den Anwendungsgebieten zählen vor
allem Sozialfelder wie Familie, Vorschulerziehung, Schule, Institutionen beruflicher Aus- und
Weiterbildung, Hochschulen, Institutionen der Erwachsenenbildung, der Erziehungs- und
Familienberatung, der Bildungsforschung und Bildungsbera-tung und Bereiche der Massenkommunikation. Die Ausbildung gliedert sich in die Teilbere-che: Zielanalyse (partielle
Bestimmung von erziehungsrelevanten Normen und Lernzielen, Feststellung von Zielwertdiskrepanzen in Ausbildungsprozessen), Bedingungsanalyse (Erforschung der Auswirkungen
elterlicher Erziehung, Leistungsbeurteilung, pädagogisch-psychologische Diagnostik), Intervention und Evaluation (Prävention von Erziehungsproblemen, Veränderung von
Erziehungsprozessen von der Vorschule bis zur Universität, Entwicklung von Kriterien zur
Beurteilung von Interventionen und der Einsatz von Verfahren zur Kontrolle von
Interventionseffekten).
Es werden im Basisteil Lehrveranstaltungen angeboten u.a. zu: Bedingungen menschlichen
Lernens, Modelle des Erziehungsgeschehens, Modell der Genese, der Erklärung und der
Beeinflussung von Erziehungs- und Ausbildungsproblemen, Modelle der Bildungs- und Erziehungsberatung, Methoden und Ergebnisse der Unterrichtsforschung.
Der Schwerpunktteil, der im Projekt studiert wird, beschäftigt sich mit der exemplarischen
Praxisvertiefung am Beispiel folgender Themen: Verfahren pädagogisch - psychologischer
Diagnostik, Modelle der Lehrer - Schüler - Interaktion, Erziehungs- und Verhaltensstile,
Methoden der Planung und Evaluation pädagogisch - psychologischer Maßnahmen, Organisation von Lehr - und Lernprozessen, mediengebundene Lernformen.
Rechtspsychologie (RP)
Die Rechtspsychologie umfaßt die traditionellen Felder der Forensischen Psychologie und
der Kriminalpsychologie. Aber auch die Polizeipsychologie gehört zu ihrem
Gegenstandsbereich. Hauptgebiete sind psychologische Implikationen des Rechts, die
Psychologie im Rechtsvollzug und die Psychologie der Rechtsfolgen. Die Rechtspsychologie
erforscht Fragen zu den Formen und den Entstehungsbedingungen kriminellen Handelns
den Auführungsformen, der Aufdeckung, der Vorbeugung und Bestrafung von Verbrechen,
der Zuverlässigkeit von Zeugenaussagen, die Entscheidungsbedingungen richterlichen
Handelns, Strafvollzug und die Wirkung von Behandlungsmaßnahmen bei Straftätern,
rechtliche Sozialisation und das Erleben von Gerechtigkeit, der Hilfe bei Ehescheidungen und
dem Sorgerecht. Rechtspsychologische Probleme erfordern eine Verknüpfung von Theorien,
Methoden und Ergebnissen aus der Allgemeinen, Entwicklungs-, Differentiellen und Sozialpsychologie.
Im Basisteil werden Veranstaltungen zu u.a. folgenden Themen angeboten: Geschichte der
Rechtspsychologie, Zeugenpsychologie, Sozialpsychologie des Rechtswesens, Theorien
abweichenden Verhaltens, Aggression und Delinquenz, Strafvollzug und Resozialisierung,
Kriminalität und Massenmedien, Trennung und Scheidung, Vormundschafts-, Pflegschaftsund Betreuungswesen (Minderjährige und Erwachsene), Sozial- und Verkehrsrecht.
Die Schwerpunktvertiefung im Projekt beschäftigt sich u.a. mit Themen zur Evaluation von
Therapieprogrammen bei Rechtsbrechern, Viktimologie, außergerichtliche Konfliktlösung,
experimentelle Erforschung der Bedingungen der Gerichtsverhandlung und der Zeugenpsychologie, empirische Erforschung von Menschenbildern und Handlungsmodellen von Juristen und Psychologen. Die Projekte in der Rechtspsychologie sind i.a. interdisziplinäre
Projekte und schließen i.d.R. Jura, Rechtssoziologie, forensische Medizin oder
Sozialpädagogik ein.
b) die Methodenfächer
Psychologische Diagnostik und Intervention (D&I)
Das Fach soll in allgemeiner Form diagnostische Prinzipien und Techniken und exemplarisch
die Anwendung ausgewählter Verfahren behandeln. Zu den wesentlichen Zielsetzungen
eines kombinierten Faches für Diagnostik und Intervention gehört es, Diagnosen nicht als
Selbstzweck und Interventionen nicht ohne Ableitung ihrer Funktion zu betrachten. Jede
konkrete Intervention strebt ein bestimmtes Ziel an, entscheidungsorientierte Diagnostik
liefert Informationen darüber, wieweit im jeweils vorliegenden Einzelfalle verschiedene
mögliche Interventionen das gesetzte Ziel zu erreichen gestatten. Die Veranstaltungen
umfassen u.a. die folgenden Themen: die Verflechtung der Einzelfalldiagnostik mit der von
sozialen und ökologischen Bedingungen,(dies schließt ein situationsdiagnostisches, systemund veränderungszentriertes Vorgehen ein), Testtheorie und- Konstruktion, Rahmengrundlagen psychologischer Diagnostik, rechtliche und institutionelle Probleme psychologischer
Diagnostik und Intervention, Verhaltensbeobachtung und -analyse, Exploration und Anamneseerhebung, die Gestaltung der diagnostischen Situation sowie ein Überblick zu den diagnostischen und interventiven Verfahren jeweils nach Anwendungsfeldern und Probanden
(Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Alte, Institutionen und Gruppen...) vervollständigen das
Evaluations- und Forschungsmethoden (E&F)
Das Fach widmet sich in Fortsetzung und Erweiterung der Psychologischen Methodenlehre aus
dem Grundstudium komplexeren Verfahren der Darstellung, Beschreibung und Beurteilung
wissenschaftlich-psychologischer Untersuchungen. Es werden die methodologischen Grundlagen
wissenschaftstheoretisch reflektiert. Dazu gehören die „Verstehen-Erklären-Kontroverse„,
allgemein: Argumentationstheorien sowie sprachanalytische Reflexion bzgl. Bedeutungs- und
Wahrheitstheorien als Kriterien wissenschaftlicher Theorienbildung. Methodisch werden die
Kriterien das Qualitätsmanagements und der empirischen Evaluationsforschung vermittelt. Dies
sind unter anderem Planungsmethoden, wie sie in Versuchsplanung und Epidemiologie angeboten
werden, sowie Metaanalyse und Entscheidungsmodelle. Zu den Forschungsmethoden gehören die
komplexeren statistischen Modelle der Multivariaten Verfahren wie: Faktorenanalyse,
Regressionsanalyse, Korrepondenzanalyse, Clusteranalyse, Zeitreihenanalyse, Allgemeines
Lineares Modell (LISREL u.a.). Einzelfallforschung, Testtheoretische Modelle, multidimensionale
Skalierungsverfahren und Latent Class Analyse nehmen einen weiteren Platz ein. Darüber hinaus
werden formal-qualitative Modellierungen wie Vorhersageanalyse (DEL) und Formale
Begriffsanalyse vorgestellt. Illustriert werden diese Techniken in praktischen Studienprojekten durch
Fragestellungen aus dem Gesundheitswesen, der Risikopsychologie und der Umweltpsychologie.
Dazu gehört auch die vertiefte Einarbeitung in die EDV-Software (SPSS, MultimediaAnwendungen).
c) das Forschungsorientierte Vertiefungsfach (FOV):
Den Studierenden soll im Rahmen eines Forschungsorientierten Vertiefungsfaches die Möglichkeit gegeben werden, wissenschaftliche Arbeit aus der Perspektive der Forscherin oder
des Forschers kennenzulernen. Diese Erfahrung soll den Studierenden dazu verhelfen, einen
gründlicheren Einblick in Konzepte und Verfahrensweisen psychologischer Forschung zu
gewinnen. Das Forschungsorientierte Vertiefungsfach dient zur Fortsetzung der Fächer des
Grundstudiums im Hauptstudium. Ein FOV muß dabei mindestens mit 4 SWS und darf
höchstens mit 8 SWS kapazitätswirksam ausgestattet werden.
Im Studiengang Psychologie werden gem. § 23 (1,3) DPO die unten aufgeführten
Forschungsvertiefungsfächer angeboten:
- Gesundheits- und Rehabilitationspsychologie
- Umwelt und Management (Risikopsychologie, Wirtschaftspsychologie,
Umweltpsychologie)
- Kulturpsychologie (Kunst, Wissenschaft, Religion, Politik) unter besonderer Berücksichtigung interkultureller Vergleiche und der Psychologie der Geschlechterdifferenz
- Neurokognitionspsychologie
- Angewandte Entwicklungspsychologie
d) das nicht-psychologische Fach (NPF):
Das nicht-psychologische Fach im Studium der Psychologie soll den Studierenden die
Möglichkeit einräumen, über die Grenzen der eigenen Wissenschaftsdisziplin hinaus eine
andere Wissenschaft, insbesondere deren Erkenntnisinteressen, Konzepte und Methoden, in
den Grundzügen kennenzulernen. Das Studium des nicht-psychologischen Faches soll die
Berufsqualifikation von Psychologen und Psychologinnen fördern und erweitern.
Das Studium des nicht-psychologischen Faches soll mindestens 8 Semesterwochenstunden
umfassen. Es kann bereits in der Grundstudienphase aufgenommen werden. Näheres regeln
die Bestimmungen der jeweiligen Nebenfachvereinbarung.
Nicht-psychologische Fächer sind gem. § 23 (1,4) DPO:
- Arbeitswissenschaft
- Medizin für Psychologen
Andere nicht-psychologische Fächer können vom Diplomprüfungsausschuß auf schriftlichen
Antrag zugelassen werden.
e) Plichtveranstaltungen:
Das Diagnostische Praktikum (DIPR)
Das Diagnostische Praktikum gliedert sich in zwei Teile.
Der Teil I (Basisteil): umfaßt drei SWS und ist Bestandteil des Methodenfaches Diagnostik
und Intervention. Hier werden die allgemeinen Prinzipien der Gestaltung der Untersuchungssituation (wie Gesprächstechniken, Anamnese und Explorationstechniken), Sammlung von Informationen zur Bewertung einer Intervention, die beispielhafte Durchführung von
Verfahren zur Verhaltens-, Persönlichkeits-, Leistungs-, Fähigkeitsdiagnostik Einzelner, zur
Systemdiagnostik von Gruppen und Familien unter Anleitung, sowie die Grundlagen der
Gutachtenerstellung geübt. Es wird angestrebt, ausgewählte Verfahren auch
computerunterstützt vorzustellen.
Der Teil II (Schwerpunktvertiefungsteil): umfaßt 2 SWS und beinhaltet die spezifischen
Verfahren und Settings in den Anwendungsfächern. Es wird deshalb empfohlen, diesen Teil
an den Anwendungsfächern zu orientieren. Der zweite Teil des Diagnostischen Praktikums
schließt die Gutachtenerstellung zu einem Fall aus den Themengebieten ein.
Der schwerpunktspezifische Teil des Diagnostischen Praktikums der Arbeits- und
Organisationspsychologie beinhaltet Arbeitsanalyseverfahren, diagnostische Verfahren der
Personalauswahl, und daraus folgende verschiedene Beratungs- und Gestaltungsansätze.
Der schwerpunktspezifische Teil des Diagnostischen Praktikums in der Rechtspsychologie
umfaßt u.a. die Bereiche Forensische Diagnostik der Zeugenaussage, der Glaubwürdigkeit,
der Schuldfähigkeit etc., die zivilrechtliche Diagnostik der Geschäftsfähigkeit, Reifebeurteilungen, sozial- und verkehrsrechtliche Fragestellungen und Fragen des Kindeswohls im
Zusammenhang mit Scheidung , Adoption und Pflegschaften.
Der schwerpunktspezifische Teil des Diagnostischen Praktikums in der Klinischen
Psychologie beinhaltet die jeweils spezifischen diagnostischen Ansätze der einzelnen Beratungs- und psychotherapeutischen Methoden (Psychoanalyse, Verhaltenstherapie,
Familientherapie, Kinderpsychotherapie, Erziehungs- und Gesundheitsberatung,
Der schwerpunktspezifische Teil des Diagnostischen Praktikums in der Pädagogischen
Psychologie umfaßt die Methoden der Gesprächsführung und Verhaltensbeobachtung in
Erziehungs- und Ausbildungssituationen, Verfahren der Planung, Organisation, Durchführung
und Evaluation von Maßnahmen der Erwachsenenbildung, Verfahren zur Diagnose,
Prävention und Beratung bei Entwicklungsproblemen in unterschiedlichen Stufen des
Lebensalters sowie die Verfahren der schulpsychologischen Diagnostik und Bildungsberatung.
Für die Diagnostischen Praktika werden Tutorien eingerichtet.
Qualitative Methoden II
Im Hauptstudium liegt der Schwerpunkt auf den Auswertungsmethoden der qualitativen Forschung.
Dazu gehören die Inhaltsanalyse, die Grounded Theory, die Diskursanalyse, die
Konversationsanalyse, die Metaphernanalyse, die dialogische Hermeneutik, die objektive
Hermeneutik, die dichte Beschreibung, das szenische Verstehen und die psychoanalytische
Hermeneutik. Ferner werden Kriterien für die Qualität qualitativer Forschung vermittelt und die
wissenschaftstheoretischen Grundlagen unter Bezugnahme auf methodologische Paradigmen und
Basistheorien der qualitativen Forschung vertieft. Dazu gehören die Hermeneutik, die
Phänomenologie, die moderne Sprachphilosophie, der symbolische Interaktionismus und die
Psychoanalyse als Kultur- und Sozialisationstheorie.
§ 12 Das Halbjahrespraktikum
Das Halbjahrespraktikum ist Bestandteil des Hauptstudiums. Es soll die Möglichkeit
schaffen, Arbeitsbedingungen und Anforderungen psychologischer Berufspraxis aus eigener
Erfahrung und durch eigene, an praktischen Problemen orientierte Arbeit kennenzulernen.
Ziel des Praktikums ist sowohl die Erweiterung der fachlichen Qualifikation, vor allem im
berufspraktischen Bereich, als auch berufliche Selbsterfahrung.
I.d.R. wird das Praktikum durch in den jeweiligen Institutionen tätige Diplompsychologen oder
Diplompsychologinnen angeleitet. Im Lauf des Praktikums soll erreicht werden, daß die
Studierenden eigenständig, jedoch unter Anleitung und in Absprache mit den betreuenden
Diplompsychologen oder Diplompsychologinnen die wesentlichen Aufgaben von Diplompsychologen und Diplompsychologinnen in diesem Praxisbereich wahrnehmen.
Das Halbjahrespraktikum sollte in die universitäre Ausbildung integriert werden.
Voraussetzung für den Erhalt eines Nachweises über das Halbjahrespraktikum ist die
Vorlage einer Bescheinigung der jeweiligen Institution über Art, Umfang und Dauer der
praktischen Tätigkeit sowie eines Praxisberichtes. Näheres regelt die Praxisordnung
§ 13 Formen von Studienleistungen und Prüfungsvorleistungen
Nachweise erfolgreicher Teilnahme (NET) gem. § 5 (2) DPO haben folgende Form:
Hausaufgaben mit mündlicher Rücksprache
Dokumentation der Erhebung und Auswertung im Rahmen von Untersuchungen
Schriftliches Lösen fachspezifischer Aufgaben im Rahmen von Lehrveranstaltungen
Protokoll mit fachspezifischer Interpretation
Die Form der Leistung wird vom Veranstalter zu Beginn der Lehrveranstaltung
festgelegt. Die Leistungen in den jeweiligen Basisanteilen der Anwendungsfächer (NET)
sind in Art und Umfang von den Leistungsnachweisen (LN) in den drei gewählten Anwendungsfächern zu unterscheiden.
Leistungsnachweise (gem. § 5(3) DPO) haben folgende Form:
Hausaufgabe mit mündlicher Rücksprache
Aufgabenklausur
Dokumentation der Erhebung und Auswertung im Rahmen von Untersuchungen.
Dokumentation einer empirischen Untersuchung: Datenerhebung, Analyse,
Die Form der Leistungsnachweise wird vom Veranstalter/von der Veranstalterin zu Beginn
der Lehrveranstaltung festgelegt.
Bei nicht erfolgreicher Bearbeitung einer der unter (1) oder (2) genannten
Aufgabenstellungen wird die Möglichkeit einer Nachbesserung gegeben.
Nachweise der erfolgreichen Teilnahme und Leistungsnachweise müssen spätestens
bis zum Beginn der Veranstaltungszeit des folgenden Semesters erbracht und bewertet sein.
Die Leistungen sind spätestens 4 Wochen nach Abgabe der Arbeit zu bewerten.
Im übrigen gilt, was die Arten der Prüfungsvorleistungen betrifft §5 DPO und was die
Bewertung der Prüfungsvorleistungen betrifft §7 DPO
§ 14 Diplomarbeit
Gemäß §16 (1) DPO ist die Diplomarbeit ist eine selbständige, wissenschaftliche Arbeit über
eine Fragestellung aus der Psychologie. Sie soll zeigen, daß durch das Studium die Fähigkeit
erworben wurde,in einem begrenzten Zeitraum
über eine Analyse der einschlägigen Fachliteratur den gegenwärtigen
Kenntnisstand und die Theorien zu dem durch das Thema der Diplomarbeit
angesprochenen Problemfeld der Psychologie zu erarbeiten und kritisch zu
würdigen;
zur Bearbeitung der Fragestellung geeignete Verfahren und Forschungsmethoden
auszuwählen oder neu zu entwickeln;
eigene Befunde und Schlußfolgerungen zu erarbeiten und darzustellen und deren
Bedeutung für Kenntnisstand, Theorien und Modelle der Psychologie zu erörtern.
Das Thema der Diplomarbeit muß im Schwerpunkt eine Fragestellung aus dem Gebiet der
Psychologie enthalten. Es kann sich inhaltlich auf die Projektthemen des Hauptstudiums,
auf das Halbjahrespraktikum, auf das Forschungsorientierte Vertiefungsfach sowie auf alle
Themengebiete des Grund- und Hauptstudiums beziehen.
Für die Anfertigung der Diplomarbeit steht ein Zeitraum von 6 Monaten zur Verfügung. Im
Einzelfall kann der DPA gemäß §16 (3) die Bearbeitungszeit um bis zu 6 Wochen
Das Bewertungsverfahren soll gemäß §16 (10) DPO 4 Wochen nicht überschreiten.
Im übrigen gelten die Bestimmungen des §16 DPO.
§ 15 Inkrafttreten; Übergangsbestimmungen (gem. § 26/27 DPO)
Diese Studienordnung ist von Fachbereich 11 verabschiedet worden und tritt mit Wirksamwerden
der DPO vom 1.10.99 in Kraft. Sie gilt für alle Studierende, die ab Wintersemester 1999/2000
erstmalig für den Diplomstudiengang Psychologie eingeschrieben worden sind. Für alle übrigen
Studierenden entsprechend den Übergangsbestimmungen im § 29 der DPO. Teil dieser
Studienordnung ist der Anhang.
Modul AE - Lehrstuhl Kognitive und Differentielle Psychologie
Definitionen - BDP - Sektion Klinische Psychologie
Seminar: Einführung in die Psychologie
für das von Prof. Schneider gestellte Klausurthema
Zeitleiste der Psychologie Datei
Psychologie Information für die Jahrgangsstufe 10 1. Was ist
Wahlpflichtmodul „Psychologie – Intra
Einführung in die Medizinische Psychologie und Soziologie
Psychologiescript Alf
KLINISCHE VORSTELLUNGEN Es ist unverkennbar, daß
Psychologie im Alltag - Phobien aus
12. Tagung der Österreichischen Gesellschaft für
Einführung in Wissenschaftstheorie und Geschichte der Psychologie
Klinische- und Gesundhietspsychologie
Persönlichkeitsstörungen im therapeutischen Alltag
HS 3 - ConfTool

References: § 2

§ 3
 § 21
 § 23

§ 4

§ 5
 § 51
 § 12

§ 6

§ 7

§ 8

§ 9
 §2
 § 20

§ 10

§ 11
 § 23
 § 23
 § 23
 § 23

§ 12

§ 13
 § 5
 § 5
 §5
 §7

§ 14
 §16
 §16
 §16
 §16

§ 15
 § 26
 § 29