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Timestamp: 2019-11-17 15:04:04+00:00

Document:
Satzung über die äußere Gestaltung baulicher Anlagen im Geltungsbereich des Bebauungsplanes Nr. 161 „Im Lenninghof“, Ortsteil Schmallenberg, vom 29.10.2019
Bebauungsplanes Nr. 161 „Im Lenninghof“,
Ortsteil Schmallenberg,
Auf Grundlage der §§ 7 und 41 der Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (GO NW) in der z.Z. gültigen Fassung und des § 89 der Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (BauO NW) in der z.Z. gültigen Fassung hat der Rat der Stadt Schmallenberg in seiner Sitzung am 11.07.2019 folgende Satzung beschlossen:
(1) Diese Satzung hat zum Ziel, zur Wahrung des charakteristischen Orts- und Land-schaftsbildes im Schmallenberger Sauerland die äußere Gestaltung baulicher Anlagen im Geltungsbereich des Bebauungsplanes Nr. 161 „Im Lenninghof“, Stadtteil Schmallenberg, entsprechend den nachfolgenden Bestimmungen zu regeln.
(3) Im Anhang ist dieser Satzung als Anlage 2 eine Auflistung allgemeiner Gestaltungs-empfehlungen beigefügt, die jedoch keine rechtliche Bindungswirkung besitzt.
Der räumliche Geltungsbereich der Gestaltungssatzung entspricht dem des Bebauungsplanes Nr. 161 und ist aus dem zugehörigen Übersichtsplan (Anlage 1 dieser Satzung) zu ersehen.
Ausgenommen hiervon sind Garagen, überdachte Stellplätze (Carports) und bauvolu-menmäßig gegenüber dem Hauptgebäude deutlich zurücktretende Nebenanlagen.
Die Länge der Dachaufbauten auf einer Dachseite darf insgesamt max. ½ der darun-terliegenden Trauflänge betragen.
Die Frontflächen der Aufbauten sind gegenüber der darunterliegenden Traufwand zu-rückzusetzen.
Photovoltaik- und Solarthermieanlagen sind auf das Gebäude und das Dach abzu-stimmen.
Bei einer Aufdachmontage sind diese vorzugsweise direkt in die Dachfläche zu integ-rieren (bzw. anstelle derselben zu verwenden).
Grundsätzlich sind großflächige Lösungen kleineren, unruhigen Stückelungen vorzu-ziehen. Die Module sind in einheitlicher Ausrichtung (hoch oder quer) zu verbauen, wechselnde Ausrichtungen (hoch und quer) sind unzulässig. Die Modulflächen sollten bei rechtwinkligen Dachflächen seitlich bündig mit dem Ortgang abschließen. Wenn Ränder erforderlich / unvermeidbar sind, sollten diese symmetrisch verteilt werden.
Von der Dachneigung abweichende od. beweglich ausgelegte Anlagen sind unzuläs-sig.
Drempel sind zulässig bis max. 75 cm Höhe, gemessen zwischen Fertigfußbodenhöhe Dach-geschoss, verlängert auf die Außenseite der aufgehenden Außenwand, und Schnittpunkt Oberkante Dachsparren.
In den Giebeldreiecken sowie in deutlich untergeordneten Teilbereichen der Fassade kann auch eine senkrechte schwarze, weiße, dunkelgrüne oder dunkelbraune Holzver-bretterung angebracht werden.
Blockbohlen-/Blockhausbauweise (mit sichtbarer horizontaler Balkenlage) ist nicht zugelassen.
In begründeten Einzelfällen können Abweichungen von den Bestimmungen der §§ 4 - 6 die-ser Satzung zugelassen werden, sofern die Abweichungen unter Würdigung des Zwecks der Bestimmung mit dem Satzungsziel vereinbar erscheinen.
Wer vorsätzlich oder fahrlässig gegen diese Satzung verstößt, handelt ordnungswidrig im Sinne von § 86 Abs. 1 Nr. 20 BauO NW in der z.Z. gültigen Fassung. Die Ordnungswidrig-keit kann gem. § 86 Abs. 3 BauO NW mit einer Geldbuße bis zu 100.000,00 € geahndet wer-den.
Der Geltungsbereich der Gestaltungssatzung zum Bebauungsplan Nr. 161 „Im Lenninghof“, Stadtteil Schmallenberg, ist identisch mit dem im nachfolgenden Übersichtsplan gekenn-zeichneten Plangebiet des vg. Bebauungsplanes.
(als Anlage ohne Rechtsbindung zur Gestaltungssatzung für den Geltungsbereich des Bebauungsplanes Nr. 161 „Im Lenninghof“ im Stadtteil Schmallenberg)
- Materialvielfalt ist zu vermeiden. Die verwendeten Baumaterialien sollten auf mög-lichst wenige, landschaftstypische wie Stein, Putz, Holz und Glas beschränkt bleiben.
- Auf eloxierte und/oder glänzende Materialien (bspw. Aluminium) sollte im Ansichts-bereich der Außenfassade, insbes. bei Fenstern und Türen, grundsätzlich verzichtet werden.
- Balkone sollten in den Baukörper integriert und nicht einfach auf die Fassade aufge-setzt werden.
Gem. § 7 Abs. 6 GO NW wird darauf hingewiesen, dass eine Verletzung von Verfahrens- oder Form-vorschriften der GO NW beim Zustandekommen dieser Satzung nach Ablauf eines Jahres seit dieser Bekanntmachung nicht mehr geltend gemacht werden kann, es sei denn,
d) der Form- oder Verfahrensmangel ist gegenüber der Stadt vorher gerügt und dabei die ver-letzte Rechtsvorschrift und die Tatsache bezeichnet worden, die den Mangel ergeben.
„Die Stadtvertretung Schmallenberg stimmt den Abwägungs- und Beschlussvor-schlägen der Verwaltungsvorlage IX/1303 zu, bestätigt ferner ihre auf Basis der VwVorlage IX/1240 v. 12.02.2019 am 11.04.2019 gefassten Abwägungsbeschlüsse zu den Stellungnahmen aus den frühzeitigen Beteiligungsverfahren nach dem Baugesetzbuch (BauGB) und fasst für den planungsrechtlichen Teil des Bebauungsplans Nr. 161 „Im Lenninghof“ in der gemäß der Abwägungsbeschlussfassung auszufertigenden, bis auf eine redaktionelle Ergänzung der Planlegende der öffentlichen Auslegung entsprechenden Endfassung den Satzungsbeschluss gem. § 10 Abs. 1 BauGB.
1) der Wortlaut der Satzung mit dem Beschluss der Stadtvertretung Schmallenberg vom 11.07.2019 übereinstimmt und
Gem. § 2 Abs. 3 BekanntmVO i.V.m. § 7 Abs. 4 der Gemeindeordnung NRW wird hiermit die öffentliche Bekanntmachung der Satzung nach den entsprechenden Bestimmungen der BekanntmVO und der Gemeindeordnung NRW (§ 7 Abs. 6 GO NW) sowie der Hauptsatzung der Stadt Schmallenberg angeordnet.

References: § 89
 § 86
 § 86
 § 7
 § 10
 § 2
 § 7