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Timestamp: 2016-10-25 05:08:49+00:00

Document:
9C_908/2015 (14.04.2016)
9C_908/2015 � � Urteil vom 14. April 2016
Personalf�rsorgestiftung der B.________ AG.
Beschwerde gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau vom 27. Oktober 2015.
A.________ meldete sich im September 2013 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. U.a. gest�tzt auf das Gutachten der Frau Dr. med. C.________, Fach�rztin FMH f�r Psychiatrie und Psychotherapie, vom 30. Oktober 2014 samt Erg�nzung vom 29. November 2014 verneinte die IV-Stelle des Kantons Aargau mit Verf�gung vom 9. Februar 2015 einen Rentenanspruch.
Die Beschwerde der A.________ wies das Versicherungsgericht des Kantons Aargau nach Beiladung der Personalf�rsorgestiftung der B.________ AG zum Verfahren mit Entscheid vom 27. Oktober 2015 ab.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beantragt A.________ zur Hauptsache, der Entscheid vom 27. Oktober 2015 sei aufzuheben und die IV-Stelle zu verpflichten, ihr ab 1. Januar 2014 eine Rente der Invalidenversicherung auszurichten.
Die Beschwerdef�hrerin hat einen nach Erlass des angefochtenen Entscheids erstellten �rztlichen Bericht vom 4. Dezember 2015 eingereicht. Dieses Dokument hat aufgrund des Verbots, im Beschwerdeverfahren echte Noven beizubringen, sowie aufgrund der Bindung des Bundesgerichts an den vorinstanzlich festgestellten Sachverhalt (Art. 105 Abs. 1 BGG) mit Beschr�nkung der Pr�fung in tats�chlicher Hinsicht auf die in Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 2 BGG festgelegten Beschwerdegr�nde grunds�tzlich unbeachtet zu bleiben. Abgesehen davon verwendet sie diesen Bericht lediglich im Sinne der Darlegung der eigenen Sichtweise, wie die medizinischen Akten zu w�rdigen sind. Damit verm�chte sie ohnehin nicht aufzuzeigen, inwiefern die Vorinstanz den Sachverhalt offensichtlich unrichtig festgestellt oder die Beweise willk�rlich gew�rdigt haben soll (BGE 130 I 258 E. 1.3 S. 261; Urteil 9C_619/2014 vom 31. M�rz 2015 E. 2.2).
Die Vorinstanz hat wie zuvor die Beschwerdegegnerin das Vorliegen eines invalidisierenden Gesundheitsschadens verneint und dementsprechend die Beschwerde gegen die rentenablehnende Verf�gung abgewiesen, ohne eine Invalidit�tsbemessung vorzunehmen.
Die Beschwerdef�hrerin r�gt, der vorinstanzliche Entscheid beruhe auf einem bundesrechtswidrigen Krankheitsbegriff gem�ss Art. 4 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 8 Abs. 1 ATSG. Weiter sei der Untersuchungsgrundsatz (Art. 43 Abs. 1 und Art. 61 lit. c ATSG) verletzt. Das psychiatrische Administrativgutachten vom 30. Oktober 2014 samt Erg�nzung vom 29. November 2014, worauf das kantonale Versicherungsgericht abgestellt habe, ergr�nde nicht gen�gend die notwendigerweise sich stellenden Fragen, insbesondere inwieweit die diagnostizierte anhaltende mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.10) als l�ngere depressive Reaktion mit Verharren in Verbitterung aufrecht erhalten bliebe, wenn die Anfang April 2013 ausgesprochene K�ndigung weggedacht oder r�ckg�ngig gemacht werden k�nnte.
4.1.�Unbestritten war die als kr�nkend empfundene K�ndigung des langj�hrigen Arbeitsverh�ltnisses durch den Arbeitgeber Ausl�ser der unmittelbar danach aufgetretenen depressiven Symptomatik. Dies spricht nach der Rechtsprechung gegen die Annahme einer rentenbegr�ndenden Invalidit�t (BGE 127 V 294 E. 5a S. 299; Urteil 9C_559/2015 vom 2. Dezember 2015 E. 3.3). Es trifft zwar zu, dass es sich bei der K�ndigung - mit den Worten der Beschwerdef�hrerin - um ein "Sekundenereignis" handelt, und nicht um einen anhaltenden begleitenden Umstand. Daraus kann indessen nicht gefolgert werden, die Depression habe sich l�ngst (noch vor Erlass der angefochtenen Verf�gung; BGE 130 V 138 E. 2.1 S. 140) verselbst�ndigt. Dagegen spricht, dass die depressive Episode nicht als eigenst�ndiges psychisches Leiden unabh�ngig von der Verbitterungsst�rung eingeordnet werden kann, vielmehr dieser gleich zu stellen ist, wie die psychiatrische Gutachterin im Schreiben vom 29. November 2014 pr�zisierend festhielt.
4.2.�Im Weitern ist gem�ss Expertise die Verbitterungsst�rung nicht als neue eigenst�ndige psychiatrisch-nosologische Entit�t im eigentlichen Sinne zu betrachten. Daraus hat die Vorinstanz zu Recht unter Hinweis auf das Urteil 8C_822/2013 vom 4. Juni 2014 E. 4.6 und BGE 130 V 396 gefolgert, das Leiden lasse sich nicht zuverl�ssig der Diagnose eines anerkannten Klassifikationssystems zuordnen, was die Annahme eines invalidisierenden Gesundheitsschadens ausschliesst. Selbst wenn - ausnahmsweise - von diesem Erfordernis abgesehen w�rde, w�re jedenfalls f�r die Bejahung des invalidisierenden Charakters der St�rung eine ad�quate (Depressions-) Behandlung unabdingbar, deren Scheitern das Leiden als resistent ausweisen w�rde (vgl. BGE 140 V 193 E. 3.3 S. 197; 137 V 64 E. 5.2 S. 70). Eine solche Therapie hat nach unbestrittener Feststellung der Vorinstanz zumindest bis zum Zeitpunkt der Untersuchung vom 28. Oktober 2014 im Rahmen der Begutachtung nicht stattgefunden. Soweit die Beschwerdef�hrerin vorbringt, dass die IV-Stelle "die Frage nach der zweckm�ssigen Behandlung steuern k�nnte, n�mlich durch das Erlassen von Therapieauflagen und Kontrolle dieser", ist nicht ersichtlich, auf welche gesetzliche Grundlage sich eine solche Verpflichtung st�tzen k�nnte. Unter diesen Umst�nden stellt sich die Frage der Behandelbarkeit der St�rung und deren Bedeutung f�r den invalidisierenden Charakter des Leidens nicht (Urteil 9C_856/2013 vom 8. Oktober 2014 E. 5.1.2 mit Hinweis auf BGE 127 V 294 E. 4c S. 298).
4.3.�Nach dem Gesagten sind die R�gen in der Beschwerde unbegr�ndet. Der vorinstanzliche Entscheid verletzt kein Bundesrecht.
Dieses Urteil wird den Parteien, der Personalf�rsorgestiftung der B.________ AG, dem Versicherungsgericht des Kantons Aargau und dem Bundesamt f�r Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 97
 Art. 105
 Art. 4
 Art. 8
 Art. 61
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