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Timestamp: 2019-11-22 20:58:17+00:00

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BGH, 16.10.2008 - IX ZR 2/05 - dejure.org
BGH, 16.10.2008 - IX ZR 2/05
https://dejure.org/2008,932
BGH, 16.10.2008 - IX ZR 2/05 (https://dejure.org/2008,932)
BGH, Entscheidung vom 16.10.2008 - IX ZR 2/05 (https://dejure.org/2008,932)
BGH, Entscheidung vom 16. Januar 2008 - IX ZR 2/05 (https://dejure.org/2008,932)
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Gewährung einer inkongruenten Deckung an einen Nachunternehmer durch Direktzahlungen des Auftraggebers; Abweichung vom normalen Zahlungsweg des Auftragnehmers an den Nachunternehmer
Direktzahlungen des Auftraggebers nach § 16 Nr. 6 VOB/B an einen Nachunternehmer als inkongruente Deckung
Inkongruente Deckung bei Direktzahlungen; Direktzahlungen an Nachunternehmen als inkongruente Deckung
Inkongruente Deckung durch Direktzahlungen des Auftraggebers gemäß § 16 Nr. 6 VOB/B an einen Nachunternehmer der Schuldners
InsO § 131 Abs. 1; VOB/B § 16 Nr. 6
Anfechtbarkeit von Direktzahlungen des Auftraggebers an einen Nachunternehmer
Insolvenzanfechtung bei Direktzahlungen an Nachunternehmer
Anfechtung von Direktzahlungen des Auftraggebers gemäß § 16 Nr. 6 VOB/B an einen Nachunternehme
Insolvenzanfechtung der Direktzahlungen des Auftraggebers an Nachunternehmer
Direktzahlungen des Auftraggebers an den Nachunternehmer gemäß § 16 Nr, 6 VOB/B nicht insolvenzfest
InsO § 131; VOB/B § 16 Nr. 6
Direktzahlungen des Auftraggebers an einen Nachunternehmer bleiben inkongruent! (IBR 2009, 27)
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 16.10.2008, Az.: IX ZR 2/05 (Anfechtung von Direktzahlungen des Auftraggebers gemäß § 16 Nr. 6 VOB/B an einen Nachunternehmer)" von RA Tobias Wellensiek, original erschienen in: DZWIR 2009, 126 - 127.
LG Hamburg, 06.06.2003 - 322 O 88/02
OLG Hamburg, 07.12.2004 - 8 U 173/03
NJW-RR 2009, 232
ZIP 2008, 2324
MDR 2009, 227
NZBau 2009, 115
NZI 2009, 55
WM 2008, 2377
BauR 2009, 250
ZfBR 2009, 142
Befriedigungen, die nicht in der Art erbracht werden, in der sie geschuldet sind, gewähren eine inkongruente Deckung im Sinne von § 131 Abs. 1 InsO (BGH, Beschluss vom 6. Juni 2002 - IX ZR 425/99, ZInsO 2002, 766; Urteil vom 16. Oktober 2008 - IX ZR 2/05, NZI 2009, 55 Rn. 13;… vom 20. Januar 2011 - IX ZR 58/10, NZI 2011, 141 Rn. 17).
Derartige Direktzahlungen sind zudem besonders verdächtig, wenn sie - wie auch hier - an einen Zahlungsverzug des Auftragnehmers und Käufers und damit typischerweise an dessen Liquiditätsschwierigkeiten anknüpfen (BGH, Urteil vom 16. Oktober 2008, aaO Rn. 13;… vom 20. Januar 2011, aaO).
Insolvenzanfechtung: Direktzahlung des Endmieters an den Vermieter auf Anweisung …
aa) Eine Gläubigerbenachteiligung im Sinne der insolvenzrechtlichen Anfechtungsvorschriften liegt vor, wenn eine Rechtshandlung entweder die Schuldenmasse vermehrt oder die Aktivmasse verkürzt und dadurch den Zugriff auf das Schuldnervermögen vereitelt, erschwert oder verzögert hat (BGH, Urteil vom 22. Dezember 2005 - IX ZR 190/02, BGHZ 165, 343, 350; vom 16. Oktober 2008 - IX ZR 2/05, ZInsO 2008, 1322 Rn. 9;… HK-InsO/Kreft, 5. Aufl. § 129 Rn. 37 mwN).
Eine Verkürzung der Masse kann insbesondere dann eintreten, wenn eine dem Schuldner zustehende Forderung durch Zahlung an einen Dritten getilgt wird, weil der Schuldner für die Befriedigung des Zahlungsempfängers einen Vermögensgegenstand aufgibt, der anderenfalls den Gläubigern insgesamt zur Verfügung gestanden hätte (BGH…, Urteil vom 10. Mai 2007 - IX ZR 146/05, ZIP 2007, 1162 Rn. 9; vom 16. Oktober 2008, aaO).
aa) In der Rechtsprechung ist seit jeher anerkannt, dass Befriedigungen, die nicht in der Art erbracht werden, in der sie geschuldet sind, eine inkongruente Deckung im Sinne von § 30 Nr. 2 KO gewähren (vgl. für Direktzahlungen des Auftraggebers gemäß § 16 Nr. 6 VOB/B an einen Nachunternehmer BGH, Beschluss vom 6. Juni 2002 - IX ZR 425/99, ZInsO 2002, 766; Urteil vom 16. Oktober 2008, aaO Rn. 13; OLG Dresden, ZIP 1999, 2161, 2165 mit zustimmender Anmerkung von Schmitz EWiR 2000, 253 f).
Derartige Direktzahlungen sind zudem besonders verdächtig, wenn sie - wie hier - an einen Zahlungsverzug des Zwischenmieters und damit typischerweise an dessen Liquiditätsschwierigkeiten anknüpfen (BGH, Urteil vom 16. Oktober 2008, aaO Rn. 13).
Deswegen stellen Direktzahlungen durch den Auftraggeber an den Subunternehmer oder Lieferanten seines Auftragnehmers inkongruente Leistungen im Sinne von § 131 Abs. 1 InsO dar, weil Subunternehmer und Lieferanten aufgrund ihres Werk- oder Werklieferungsvertrages regelmäßig keinen Anspruch gegen den Auftragnehmer auf Zahlung des Werklohns oder des Kaufpreises durch den Auftraggeber haben (BGH, Urteil vom 16. Oktober 2008 - IX ZR 2/05, NZI 2009, 55 Rn. 13;… vom 17. Dezember 2015, aaO).
Da dem Angewiesenen aus der Tilgung der gegen den Schuldner gerichteten Verbindlichkeit unmittelbar eine Rückgriffsforderung gegen diesen erwächst, scheidet eine Gläubigerbenachteiligung aus, weil sich in der Person des Schuldners ein bloßer Gläubigerwechsel verwirklicht (BGH, Beschluss vom 16. Oktober 2008, aaO;… Urteil vom 21. Juni 2012, aaO;… vom 20. November 2014 - IX ZR 13/14, WM 2015, 53 Rn. 22).
Begnügt sich der Gläubiger mit einer Drittzahlung aufgrund einer vorweggenommenen Zahlungsanweisung an den Auftraggeber, ohne dass für ihn ein eigenes Forderungsrecht gegen den Dritten geschaffen wird, bedarf es lediglich des Abschlusses einer Kongruenzvereinbarung zwischen ihm und dem Schuldner (vgl. BGH, Urteil vom 16. Oktober 2008 - IX ZR 2/05, WM 2008, 2377 Rn. 13).
Dies ist bei einer Verkürzung der Aktivmasse oder einer Vermehrung der Schuldenmasse anzunehmen, die den Gläubigerzugriff auf das Schuldnervermögen vereitelt, erschwert oder verzögert (…BGHZ 174, 228, 233 Rn. 18;… BGH, Urt. v. 19. April 2007 - IX ZR 59/06, WM 2007, 1218, 1219 Rn. 15; BGH, Urt. v. 16. Oktober 2008 - IX ZR 2/05, WM 2008, 2377, 2378 Rn. 9).
Für eine derartige hypothetische, nur gedachte Betrachtungsweise ist im Anfechtungsrecht ohnehin kein Raum (BGHZ 123, 320, 325 f; 159, 397, 401;… BGH, Urt. v. 12. Juli 2007 - IX ZR 235/03, WM 2007, 2071, 2072 Rn. 15; Urt. v. 16. Oktober 2008 - IX ZR 2/05, WM 2008, 2377, 2378 Rn. 11).
Dies gilt auch bei einer auf § 16 Abs. 6 VOB/B (§ 16 Nr. 6 VOB/B aF) beruhenden Direktzahlung an den Subunternehmer (BGH, Urteil vom 16. Oktober 2008 - IX ZR 2/05, ZIP 2008, 2324 Rn. 13 mwN).
Erfüllt ein Dritter auf Anweisung des Schuldners dessen Verbindlichkeit, liegt hierin grundsätzlich eine nicht unerhebliche Abweichung vom normalen Zahlungsweg und damit eine nicht in der Art zu beanspruchende Befriedigung des Gläubigers im Sinne von § 131 Abs. 1 InsO (BGH, Urteil vom 16. Oktober 2008, aaO mwN;… vom 20. Januar 2011 - IX ZR 58/10, WM 2011, 371 Rn. 17;… vom 17. Juli 2014 - IX ZR 240/13, WM 2014, 1588 Rn. 17).
Eine Verkürzung der Aktivmasse kann insbesondere dann eintreten, wenn eine dem Schuldner zustehende Forderung durch Zahlung an einen Dritten getilgt wird, weil der Schuldner für die Befriedigung des Zahlungsempfängers einen Vermögensgegenstand aufgibt, der anderenfalls den Gläubigern insgesamt zur Verfügung gestanden hätte (BGH, Urteil vom 16. Oktober 2008 - IX ZR 2/05, WM 2008, 2377 Rn. 9;… vom 20. Januar 2011, aaO).
Aus ihrem Werkvertrag mit der Schuldnerin hatte sie keinen Anspruch auf eine Direktzahlung durch das Straßenbauamt (BGH, Urteil vom 8. Oktober 1998 - IX ZR 337/97, WM 1998, 2345, 2348; vom 9. Januar 2003 - IX ZR 85/02, WM 2003, 398, 400; vom 21. April 2005 - IX ZR 24/04, WM 2005, 1033, 1034; vom 16. Oktober 2008 - IX ZR 2/05, ZIP 2008, 2324 Rn. 13).
Gläubigerbenachteiligung liegt vor, wenn eine Rechtshandlung entweder die Schuldenmasse vermehrt oder die Aktivmasse verkürzt und dadurch den Zugriff auf das Schuldnervermögen vereitelt, erschwert oder verzögert hat (BGH 20.01.2011 - IX ZR 58/10 - NJW-RR 2011, 630 = ZIP 2011, 438; 16.10.2008 - IX ZR 2/05 - MDR 2009, 142 = ZIP 2008, 1322) .
OLG Frankfurt, 19.12.2013 - 6 U 131/12
Auswirkungen eines Sekundärinsolvenzverfahrens auf die Aktivlegitimation des …

References: § 16
 § 16
 § 131
 § 16
 § 16
 § 16
 § 131
 § 16
 BGH 
 § 16
 § 131
 § 129
 § 30
 § 16
 § 131
 § 16
 § 131