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Timestamp: 2013-05-25 03:53:20+00:00

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| 07.04.2009 10:34 | Preis: ***,00 € |
Ich habe eine Frage zum Thema "Befristeter Arbeitsvertrag".
Ich habe bei einer Firma einen befristeten Arbeitsvertrag. Soweit ich dies beurteilen kann darf die Befristung nur zwei Jahre andauern. Meine Frage hierzu lautet: Zählt ein Praktikum, dass man vor der Befristung für den Betrieb absolviert hat dazu? Wenn ja, ist dann die letzte Vertragsverlängerung dann ungültig und ein unbefristetes Arbeitsverhältnis entstanden?
07.04.2009 | 11:40
Regelungen für befristete Arbeitsverhältnisse enthält das TzBfG (Teilzeit- und Befristungsgesetz).
Im Zusammenhang mit den Bestimmungen des TzBfG ist folgendes zu beachten:
Liegen die Voraussetzungen des § 14 Absatz 2 TzBfG vor, dann ist die kalendermäßige Befristung eines Arbeitsvertrages ohne Vorliegen eines sachlichen Grundes grundsätzlich bis zur Dauer von zwei Jahren zulässig.
Soweit die Befristung Ihres Arbeitsvertrages nicht auf einem sachlichen Grund beruht, wäre nach Ablauf der zwei Jahre eine weitere Befristung unzulässig. Dies hätte zur Folge, dass ein erneut abgeschlossener befristeter Arbeitsvertrag grundsätzlich gemäß § 16 TzBfG rechtsunwirksam wäre und damit ein unbefristeter Arbeitsvertrag besteht.
Soweit Ihr Arbeitsverhältnis ohne sachlichen Grund befristet war, ist jedoch zu beachten, dass § 14 Absatz 2a und 3 TzBfG Ausnahmen zu § 14 Absatz 2 TzBfG für neugegründete Unternehmen und Arbeitnehmer, die das 52. Lebensjahr vollendet haben, enthält. Hiernach sind durchaus längere Befristungen möglich. Ob diese Ausnahmen in Ihrem Fall zu beachten sind, bedarf der Prüfung im konkreten Einzelfall unter Einbeziehung sämtlicher Unterlagen.
Sollte Ihr derzeitig bestehendes Arbeitsverhältnis dagegen durch einen sachlichen Grund nach § 14 Absatz 1 TzBfG befristet sein, gilt die Beschränkung auf zwei Jahre aus § 14 Absatz 2 TzBfG nicht. Daher ist es grundsätzlich möglich, an ein mit sachlichem Grund befristetes Arbeitsverhältnis ein weiteres befristetes Arbeitsverhältnis mit sachlichem Grund anzufügen. Hierbei sollte jedoch im Einzelfall geprüft werden, ob tatsächlich ein sachlicher Grund vorliegt. Das von Ihnen angesprochene Praktikum wäre im Rahmen von § 14 Absatz 2 TzBfG dann von Bedeutung, soweit dieses Praktikum als ein bereits zuvor bestandenes befristetes oder unbefristetes Arbeitsverhältnis eingeordnet werden könnte. Insoweit regelt § 14 Absatz 2 Satz 2 TzBfG, dass eine Befristung nach § 14 Absatz 2 Satz 1 TzBfG in diesem Fall nicht zulässig ist. Insoweit muss ich Ihnen jedoch leider mitteilen, dass die Rechtsprechung bislang davon ausgeht, dass Ausbildungsverhältnisse und Praktika kein derartiges Arbeitsverhältnis darstellen, wenn eine etwaige Vergütung in keinem Verhältnis zur Arbeitsleistung steht,
vgl. Urteil des Hessischen Landesarbeitsgerichts vom 12.09.2005, Az.: 10 Sa 1843/04.
Bitte berücksichtigen Sie aber, dass es für eine abschließende rechtliche Bewertung immer auf die Prüfung des konkreten Einzelfalls ankommt.
2009-04-07 | 11:57
"Antwort war kompetenz und umfassend. Der Anwalt ist im Rechtsgebiet "Arbeitsrecht empfehlenswert.
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References: § 14
 § 16
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