Source: https://www.elo-forum.org/-grundeinkommen/193054-diagramm-darstellung-finanzieller-aufwand-noetig-um-bge-einzufuehren.html?s=efdb18743206fad0632b4eddbd9aba45
Timestamp: 2018-12-19 08:52:40+00:00

Document:
19.11.2018, 05:20 #14
Es gibt kein Einkommen ohne Produktion. Einkommen und Produktion sind in einer Volkswirtschaft nicht voneinander zu trennen. Wer ein bedingungsloses Einkommen fordert, der fordert eine bedingungslose Produktion.
Die nominalen Einkommenszuwächse, die nicht eine Entsprechung in der Produktion haben, werden in der Regel über Preissteigerungen (also Inflation) zu realen Einkommenszuwächsen gemacht, die wieder mit dem Tempo der Produktionszunahme übereinstimmen. Ein BGE würde zudem die wirtschaftliche Basis zerstören aus der es geschöpft werden soll.
Wer es aus den Töpfen der Vermögenden bezahlen will, der soll eben Umverteilung sagen. Das lässt sich über Steuern viel einfacher realisieren als über den BGE Blödsinn.
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04.12.2018, 01:51 #15
Zitat von Lorddong
Die Produktion findet unter Einsatz der natürlichen Ressourcen und zunehmender Automation statt.
Sie ist also mit wenig Arbeitskräften gesichert Und wenn man die Produktion von schädlichen Produkten einstellen würde, wären noch weniger Arbeitskräfte notwendig.
Ein BGE würde ermöglichen die Produktion gerecht zu verteilen und sich nicht automatisierbaren Arbeiten zu widmen, sei es privat oder als Zusatzverdienst-Job.
Das BGE insgesamt, wie auch alle anderen Einnahmen müssen natürlich dem Produktionsvolumen entsprechen.
Geändert von axellino (04.12.2018 um 06:21 Uhr)
04.12.2018, 03:15 #16
Warum möchten alle ein BGE?
Das löst die Probleme nicht im gegenteil es verschärft die Situation.
Gut jeder bekommt 1000 - 2000€ schön.
Wenn mqn jung und gesund ist mag es reichen.
Die brauchen sehr viel mehr Geld?
Was ist mit Kindern die besondere Förderung bedürfen?
Was ist mit Alten und Kranken?
04.12.2018, 04:35 #17
Wenn man sich dahingehend in Foren umhört wird klar, dass das BGE tatsächlich nur das Basiseinkommen sein soll. Da kann gerne noch reichlich oben drauf ausgeschüttet werden, falls nötig (z.B. für Behinderte oder förderbedürftige Kinder).
04.12.2018, 08:22 #18
Behinderte erhalten auch heute schon Zuschläge.
M.E.wird in den BGE-Modellen zuviel aufeinmal gefordert.Das hat zur Folge, dass es hierfür keine Mehrheit gibt und nichts umgesetzt wird.
Dabei wäre es dringend nötig,zunächst mal die harten Bedingungen für den aktuellen Einkommenssatz nach SGB zu lockern.
-weiterhin Anrechnung von Einkommen,doch höhere Freibeträge
-Wegfall des Arbeitszwangs!
-Wegfall des Zwangs seinen Grundbesitz zu verkaufen und evtl.umzuziehen
Allerdings sollte der Wohnkostenzuschuss für BGE-Bezieher eine einheitl.Höhe haben.
Wer eine teure Wohnung hat sollte für den Mehrbetrag selbst aufkommen (Ausnahmen; alte und behinderte Personen)
Außerdem sollte angesichts der Überbevölkerung das BGE nur für max.2 Kinder gezahlt werden.
Und Zuwanderer müssten von der Bedingungslosigkeit ausgenommen werden.
Doch eine Ausdehnung des BGE auf EU und weltweit sollte angestrebt werden.
Geändert von spello (04.12.2018 um 08:47 Uhr)
10.12.2018, 06:27 #19
Was ist mit Alten und Kranken?[/size]
Viele Prophezeien den Niedergang des Sozialstaates aber warum?
Zunächst ist das BGE Sozial. Dann muss der Staat natürlich da
einspringen, wo das Geld aufgrund von Krankheit und Gebrechen
nicht ausreicht. Wie man das überprüfen soll? Man lässt es von
einem Arzt feststellen. Dann bekommt man "bedingungslos" mehr
Das wäre in meinen Augen sogar zwingend. In der EU gilt freie
Berufswahl und man kann wohnen wo man möchte. Schon heute
machen die Unterschiede der Wirtschaftsleistung und der
Sozialsysteme Probleme. Hätte jedes EU-Land die gleiche
Absicherung, würden Menschen (aus der EU) nicht in einzelne
Systeme fliehen. Dann wäre auch dieses Argument der EU-Gegner
(siehe Brexit) vom Tisch.
Das ist ein sehr interessanter Punkt. Man könnte eine Produktion
aufbauen, die Umwelt verträglicher ist und weniger - vielleicht sogar
Nachhaltiger ist. Die Produktion müsste nicht unter dem Gesichtspunkt
der Gewinnmaximierung stattfinden. Weniger Überproduktion, Produkte
die Haltbarer sind, Produkte die dem Menschen nicht Schaden.
Insgesamt würde es weniger vom gleichen geben - dafür aber Hochwertiger.
Auch ein Argument, welches ich immer wieder höre: ein BGE wäre eine Einladung
an die Unternehmen, noch weniger zu bezahlen. Verstehe ich nicht. Zunächst soll
das BGE so hoch sein, dass man davon selbstbestimmt leben kann. Es soll kein
Einkommen sein, bei dem man große Sprünge machen und in Luxus leben kann.
Aber man soll anständig Wohnen und ein gesundes Leben führen können.
Ein solches BGE würden den Menschen in eine viel stärkere Verhandlungsposition
versetzen. "Du willst, dass ich deine Toiletten schruppe? Dann lass mal sehen, was
du dafür bietest". Viele (wichtige) Berufe sind doch vom Mechanismus Nachfrage
und Angebot völlig entkoppelt. Das ist nur auf ein Missverhältnis von Mensch und
Erwerbsarbeit zurückzuführen.
Des weiteren kann man natürlich auch Arbeit antreten, die weniger Entlohnt wird.
Weil diese Arbeit weniger Zeit in Anspruch nimmt oder sozial Wertvoll ist oder
schlicht Spaß macht. Jeder Dazuverdienst bleibt erhalten. Es könnten sich
Dienstleistungen entwickeln, die es vor dem BGE schwer hatten zu existieren
da man knallhart kalkulieren musste - immer in Konkurrenz mit dem anderen.
Bäckerhandwerk lohnt sich nicht? So etwas kann es mit einem BGE nicht geben.
11.12.2018, 05:15 #20
AW: x/y Diagramm Darstellung welcher finanzieller Aufwand nÃ¶tig ist um das BGE einzufÃ¼hren
Meine Meinung zum BGE war anfangs schon klar. Ist eine gute Idee, hilft allen. So...in der Zwischenzeit habe ich bei vielen Diskussionen mitgelesen, sie im TV verfolgt und mir weitere Gedanken gemacht. Fazit: Nun gibt das ganze für mich sogar noch mehr Sinn und ich bin noch mehr dafür.
Mal ein paar Fragen/Aussagen, die sich aufdrängen und wie ich mir die Problemlösung (für mich) beantworten konnte:
1. Dann arbeitet ja keiner mehr.
Das ist meiner Meinung nach, kompletter Unsinn.
Schaut man sich die Menschen und ihr Konsumverhalten momentan an, wird der Großteil nicht ansatzweise mit dem BGE auskommen. Zwar gibt es Menschen, die gelernt haben, mit wenig Geld klar zu kommen, aber das sind nicht alle.
Viele z.B. sind einen gewissen "Luxus" gewohnt. Eine Wohnung mit Zimmer für jedes Kind ist da genauso Pflicht, wie 2 Autos (Mama und Papa haben eines), einmal Urlaub im Jahr, sowie immer wieder Krimskrams kaufen.
Bei einer solchen Lebensweise ist man, trotz BGE drauf angewiesen, zu arbeiten.
Andere Menschen, die vorher schon mit wenig Geld auskommen mussten (sein es Elos oder Geringverdiener), werden sich sicher eine Pause gönnen (die einen vom Amt, die anderen von Arm trotz Arbeit). Aber nach einer Zeit möchten sie dann doch etwas tun und evtl. entdecken sie eine neue Berufung für sich, allein dadurch, das sie mal Zeit hatten, in sich zu gehen und darüber nachdenken konnten, was sie wirklich machen möchten.
2. Wer soll das Zahlen?
Als erstes fällt natürlich die Armutsindustrie (Amt, Maßnahmeträger und was sonnst noch dazu gehört) weg, was auch Unsummen verschlingt. Arbeitsämter werden zu Vermittlungsbörsen ohne Zwang.
Wichtiger wird allerdings, die nötige "Umverteilung". Wer extrem viel verdient, muss auch entsprechend Steuern zahlen, wer wenig verdient, weniger. Gerde wenn das BGE Weltweit kommen sollte, müssen sich die Länder auf Steuersätze nach Gehaltshöhe einigen, damit es keine Schlupflöcher mehr gibt.
Die gesetzliche Rente wird dann wohl auch (auf dauer) weg fallen. Auch im Alter erhält man das BGE. Vermutlich wird es dann aber freiwillige Rentenversicherrungen geben.
3. Kinder, Kranke usw. ?
Kinder kann man direkt raus nehmen. Wie schon öfter gesagt, bekommt JEDER das BGE, also auch Babys, sobald sie auf die Welt kommen. Vater, Mutter und 2 Kinder haben dann also 4 mal BGE Monatlich. Solange die Kinder noch nicht so viel benötigen, kann man das Geld ja beiseite legen, für spätere Ausgaben. Ich vermute, wenn das BGE kommen sollte, wird es kein Kindergeld mehr geben. Allerdings ist der BGE-Betrag dann ja eh höher.
Bei Kranken ist es dann wieder eine andere Sache. Auch mit BGE werden wir noch immer die Krankenkassen benötigen (wo meiner Meinung nach dann JEDER einzahlen müsste). Da müsste dann entschieden werden, ob die KK überhaupt noch Zuzahlungen nehmen dürften. Behinderte brauchen auf jeden Fall weitere Unterstützung.
4. Die Firmen zahlen dann keine angemessenen Gehälter mehr!
Da wird wohl eher das Gegenteil der Fall sein. Das BGE gibt uns Sicherheit, selbst entscheiden zu können, was wir machen möchten und wo. Arbeitszwang gibt es dann nicht mehr, da das Grundeinkommen BEDINGUNGSLOS ist.
Ist man also in einer Firma, wo einen der Chef den ganzen Tag anbrüllt, rum hetzt und am Ende zu wenig bezahlt, kann man sagen:"Nö, das tu ich mir nicht an!"
Einfach mal "Nein" sagen zu können, ohne Angst um die Existenz zu haben, weil Sanktionen drohen könnten, das ist freie Arbeitsplatzwahl. Und das werden auch die Chefs zu spüren bekommen, das die Menschen nicht mehr alles mit sich machen lassen.
Viele Betriebe werden dann umstrukturieren müssen. Weg von Arbeiter-Mobben, zu einem Betrieb, wo die Menschen gerne arbeiten möchten, weils Spaß macht.
Soweit einige meiner Gedanken dazu
Tante Edith, weil: Nach Freiflug aus dem Forum waren die Umlaute kaputt.
11.12.2018, 06:52 #21
Wie hoch soll das BGE sein? Sollen damit alle Leistungen abgegolten sein, so daß es nichts mehr zusätzlich gibt? Demnach alle Ausgaben wie z. B. Krankenkasse, Rundfunk, Schulmaterial, Renovierungskosten und alle sonstigen Erstattungen die es auf Antrag noch gibt.
11.12.2018, 07:45 #22
Gehen wir von 1 000 € aus und es gibt Nachzahlungen bei Nebenkosten,Strom,Mieterhöhungen usw.
Bei der Frage wurden schon wieder Rufe nach Sonderzahlungen laut,was wieder Bedingungen sind.
11.12.2018, 08:38 #23
Wichtiger wird allerdings, die nötige "Umverteilung". Wer extrem viel verdient, muss auch entsprechend Steuern zahlen, wer wenig verdient, weniger...
Das ist so in Deutschland.
Die unteren Einkommen zahlen gar nichts mehr an Steuern.
Die oberen überproportional viel.
Die Umverteilung findet statt von den hohen Einkommen.
Das Problem ist dann wohl eher, dass man bei den Linken und Grünen schon ab 60k€ als reich gilt.
Progression nennt sich das.
Keine Ahnung woher diese Unwissenheit, zumindest in Bezug auf deutsches Steuerrecht und der faktischen Verteilung der Einnahmen kommt.
Bei den niedrigen und mittleren Einkommen bis zur BBG haben wir ein Abgabenproblem.
Und der ein oder andere ist auch der Meinung, dass wir dort ein Ausgabenproblem haben.
Die Akzeptanz in der Bevölkerung noch mehr Steuern und Abgaben zu zahlen sehe ich nicht.
Das fordern immer nur diejenigen, die sowieso nichts zahlen, bzw. davon partizipieren wollen.
„Alle wollen den Gürtel enger schnallen, aber jeder fummelt am Gürtel des Nachbarn herum.
Norbert Blüm (*1935), dt. Politiker (CDU), 1982-98 Bundesmin. f. Arbeit u. Sozialordnung“
11.12.2018, 09:35 #24
Es herrscht auch ungleichheit bei den Einkommen, das scheinst du gerade nicht zu bedenken. Jemand, der im Jahr eine Mio verdient, hat nach Steuern immer noch viel mehr übrig, als ein einfacher Arbeiter, der so eine Summe sicher nichtmal in seinem gesammten Leben verdient.
An den gewaltigen Lohnunterschieden sind nicht die Geringverdiener schuld. Alle Berufe sind gleich wichtig. Einer (Chef) muss den Laden am laufen halten. Arbeiter erledigen die Arbeit, Putzkräfte halten den Betrieb sauber usw. Wenn ein Teil weg brechen würde, hätte der Betrieb ein Problem. Trotzdem heimsen sich die "Oberen" des Betriebes das größte Kuchenstück ein, wenns gut läuft. Dabei sollten normal alle, auch Arbeitnehmer einen Bonus bekommen, denn alle tragen ihren Teil dazu.
Also: Solange Löhne ungerecht verteilt werden, dürfen die Steuern dementsprechend angepasst werden. Immerhin werden die Geringverdienenden Aufstocker aus den Steuergeldern unterstützt. Manche Arbeitgeber verdienen sich durch die Gerinverdiener aber dumm und dämlich.
11.12.2018, 09:45 #25
Alle Berufe sind gleich wichtig. Einer (Chef) muss den Laden am laufen halten. Arbeiter erledigen die Arbeit, Putzkräfte halten den Betrieb sauber usw. Wenn ein Teil weg brechen würde, hätte der Betrieb ein Problem. Trotzdem heimsen sich die "Oberen" des Betriebes das größte Kuchenstück ein, wenns gut läuft.

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