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Timestamp: 2019-09-16 17:25:01+00:00

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BVerwG, 14.11.1996 - 4 B 205.96 - dejure.org
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BVerwG, 14.11.1996 - 4 B 205.96 (https://dejure.org/1996,691)
BVerwG, Entscheidung vom 14.11.1996 - 4 B 205.96 (https://dejure.org/1996,691)
BVerwG, Entscheidung vom 14. November 1996 - 4 B 205.96 (https://dejure.org/1996,691)
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Teerverunreinigtes Grundstück
Art. 14 Abs. 1 GG, landesrechtliche Regelungen (vgl. für Baden-Württemberg: § 7 PolG), nach denen der Erwerber eines Altlastengrundstücks, der die Möglichkeit der Verunreinigung kannte, haftet, ist bundesrechtlich nicht zu beanstanden;
Verunreinigung eines Grundstücks - Grundwasser - Gefahrenbeseitigung - Zustandsverantwortlicher - Grundsatz der Verhältnismäßigkeit
Haftet Grundstückserwerber als Zustandsstörer für Altlastenbeseitigung? (IBR 1997, 165)
VG Schleswig, 05.10.1995 - 6 A 276/95
NVwZ 1997, 577
DVBl 1997, 573 (Ls.)
DÖV 1997, 885 (Ls.)
Die behauptete Sittenwidrigkeit der Dereliktion und deren Rechtsfolgen für die ordnungsrechtliche Zustandshaftung (vgl. Beschluss vom 14. November 1996 - BVerwG 4 B 205.96 - Buchholz 402.41 Nr. 60) gehörten zum Kern des Berufungsvorbringens der Beklagten.
a) den Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts vom 14. November 1996 - BVerwG 4 B 205.96 -,.
Die Nichtzulassungsbeschwerde wurde vom Bundesverwaltungsgericht zurückgewiesen (vgl. NVwZ 1997, S. 577).
Der Eigentümer oder Besitzer hat daher die lagebedingten Nachteile seines Grundstücks so zu tragen, wie sie sich aufgrund der jeweiligen Gegebenheiten tatsächlich darstellen (vgl. Beschluß vom 14. November 1996 - BVerwG 4 B 205.96 - Buchholz 402.41 Allgemeines Polizeirecht Nr. 60; Urteil vom 18. Oktober 1991 - BVerwG 7 C 2.91 - BVerwGE 89, 138 ; Urteil vom 11. Dezember 1997 - BVerwG 7 C 58.96 - NJW 1998, 1004 = DVBl 1998, 336).
Eine Sittenwidrigkeit dieser Erklärungen gemäß § 138 BGB, die anzunehmen sein könnte, wenn mit ihnen der Zweck verfolgt worden wäre, die Kosten für die Sanierung der Flurstücke letzten Endes der öffentlichen Hand aufzubürden, vgl. zu diesem Ansatz Bundesverwaltungsgericht (BVerwG), Beschluss vom 14. November 1996 - 4 B 205.96 - , NVwZ 1997, 577; VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 20. Januar 1998 - 10 S 233/97 - , juris, deren Vorliegen womöglich dazu führen würde, dass der Kläger ausnahmsweise trotz der Änderung der Grundbuchlage ordnungsrechtlich auch noch im Zeitpunkt der Widerspruchsentscheidung nach wie vor als gegenwärtiger Miteigentümer der Flurstücke (im Sinne von § 4 Abs. 3 Satz 1 BBodSchG) anzusehen gewesen wäre, wodurch ein Rückgriff auf die verlängerte Zustandshaftung nach § 4 Abs. 6 BBodSchG entbehrlich würde, liegt indessen - auch in Anbetracht des klägerischen Vorbringens im Schriftsatz vom 31. Januar 2005, in denen er Ausführungen zu den Hintergründen der Vollmachterteilung durch Herrn X. macht - nicht auf der Hand.
Weder die Eigentumsgarantie des Art. 14 Abs. 1 Satz 1 GG noch der mit Verfassungsrang ausgestattete Verhältnismäßigkeitsgrundsatz stehen einer Inanspruchnahme des Grundeigentümers entgegen, auch wenn sich seine Sachherrschaft nicht auf eingebrachte Sachen bezieht, von denen die Gefahr ausgeht (vgl. BVerwG, Beschluss vom 14.11.1996 - 4 B 205.96, Buchholz 402.41 Allg. Polizeirecht Nr. 60; Urteil vom 18.10.1991 - 7 C 2.91 - BVerwGE 89, 138, 144).
Dabei kommt es, wenn das Rechtsgeschäft nach seinem aus der Zusammenfassung von Inhalt, Beweggrund und Zweck zu entnehmenden Gesamtcharakter nicht mit den guten Sitten im Einklang steht, nicht notwendig darauf an, ob die Vertragspartner in einer subjektiv gegen die guten Sitten verstoßenden Schädigungsabsicht gehandelt haben (vgl. BGH…, Urteil vom 8. Dezember 1982 - IVb ZR 222.81 -, juris Rn. 17; vgl. zum Ganzen auch BVerwG, Beschluss vom 14. November 1996 - 4 B 205.96 -, juris Rn. 3;… BVerfG, Kammerbeschluss vom 24. August 2000 - 1 BvR 83.97 -, juris Rn. 26 ff.).
Außerdem berücksichtigt er die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts zum Verhältnis von Gefahrenabwehrrecht und Art. 14 Abs. 1, Art. 2 Abs. 1 GG nicht (vgl. dazu etwa Beschluss vom 14. November 1996 BVerwG 4 B 205.96 Buchholz 402.41 Allg. Polizeirecht Nr. 60; Urteil vom 18. Oktober 1991 BVerwG 7 C 2.91 BVerwGE 89, 138).
Aus diesem Grunde bedurfte auch die zwischen den Beteiligten streitige Frage, ob die Aufgabe des Eigentums an den genannten Grundstücken rechtlich grundsätzlich möglich ist, sowie die weitere Frage einer Sittenwidrigkeit der Dereliktion wegen beabsichtigter Drittschädigung (vgl. BVerwG, Beschl. v. 14.11.1996 - 4 B 205/96 -, NVwZ 1997, 577 m. w. N.;… VGH Bad.-Württ., Urt. v. 20.01.1998 - 10 S 233/97 -, VBlBW 1998, 312)im vorliegenden Fall keiner Entscheidung mehr.
VGH Bayern, 05.02.2001 - 22 C 00.3619
VG Düsseldorf, 31.07.2006 - 17 L 361/06
VG Neustadt, 20.10.2004 - 7 L 2396/04

References: Art. 14
 § 7
 § 138
 § 4
 § 4
 Art. 14
 Art. 14
 Art. 2