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Timestamp: 2020-06-06 09:12:38+00:00

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FIAusbV Fachinformatikerausbildungsverordnung
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V. v. 28.02.2020 BGBl. I S. 250 (Nr. 9)
Geltung ab 01.08.2020; FNA: 806-22-1-124 Berufliche Bildung
§ 5 Einsatzgebiet
§ 7 Aufteilung in zwei Teile und Zeitpunkt
Unterabschnitt 3 Teil 2 der Abschlussprüfung in der Fachrichtung Anwendungsentwicklung
§ 12 Prüfungsbereich Planen und Umsetzen eines Softwareprojektes
§ 13 Prüfungsbereich Planen eines Softwareproduktes
§ 14 Prüfungsbereich Entwicklung und Umsetzung von Algorithmen
Unterabschnitt 4 Teil 2 der Abschlussprüfung in der Fachrichtung Systemintegration
§ 18 Inhalt von Teil 2
§ 19 Prüfungsbereiche von Teil 2
§ 20 Prüfungsbereich Planen und Umsetzen eines Projektes der Systemintegration
§ 21 Prüfungsbereich Konzeption und Administration von IT-Systemen
§ 22 Prüfungsbereich Analyse und Entwicklung von Netzwerken
§ 23 Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde
§ 24 Gewichtung der Prüfungsbereiche und Anforderungen für das Bestehen der Abschlussprüfung
§ 25 Mündliche Ergänzungsprüfung
Unterabschnitt 5 Teil 2 der Abschlussprüfung in der Fachrichtung Daten- und Prozessanalyse
§ 26 Inhalt von Teil 2
§ 27 Prüfungsbereiche von Teil 2
§ 28 Prüfungsbereich Planen und Durchführen eines Projektes der Datenanalyse
§ 29 Prüfungsbereich Durchführen einer Prozessanalyse
§ 30 Prüfungsbereich Sicherstellen der Datenqualität
§ 31 Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde
§ 32 Gewichtung der Prüfungsbereiche und Anforderungen für das Bestehen der Abschlussprüfung
§ 33 Mündliche Ergänzungsprüfung
Unterabschnitt 6 Teil 2 der Abschlussprüfung in der Fachrichtung Digitale Vernetzung
§ 34 Inhalt von Teil 2
§ 35 Prüfungsbereiche von Teil 2
§ 36 Prüfungsbereich Planen und Umsetzen eines Projektes der digitalen Vernetzung
§ 37 Prüfungsbereich Diagnose und Störungsbeseitigung in vernetzten Systemen
§ 38 Prüfungsbereich Betrieb und Erweiterung von vernetzten Systemen
§ 39 Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde
§ 40 Gewichtung der Prüfungsbereiche und Anforderungen für das Bestehen der Abschlussprüfung
§ 41 Mündliche Ergänzungsprüfung
§ 42 Bestehende Berufsausbildungsverhältnisse
Anlage (zu § 3 Absatz 1) Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Fachinformatiker und zur Fachinformatikerin
Der Ausbildungsberuf des Fachinformatikers und der Fachinformatikerin wird nach § 4 Absatz 1 des Berufsbildungsgesetzes staatlich anerkannt.
Daten- und Prozessanalyse und
Digitale Vernetzung sowie
Betreiben von IT-Systemen,
Inbetriebnehmen von Speicherlösungen und
Programmieren von Softwarelösungen.
(3) Die Berufsbildpositionen der berufsprofilgebenden Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Anwendungsentwicklung sind:
Konzipieren und Umsetzen von kundenspezifischen Softwareanwendungen und
Sicherstellen der Qualität von Softwareanwendungen.
(4) Die Berufsbildpositionen der berufsprofilgebenden Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Systemintegration sind:
Konzipieren und Realisieren von IT-Systemen,
Installieren und Konfigurieren von Netzwerken und
Administrieren von IT-Systemen.
(5) Die Berufsbildpositionen der berufsprofilgebenden Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Daten- und Prozessanalyse sind:
Analysieren von Arbeits- und Geschäftsprozessen,
Analysieren von Datenquellen und Bereitstellen von Daten,
Nutzen der Daten zur Optimierung von Arbeits- und Geschäftsprozessen sowie zur Optimierung digitaler Geschäftsmodelle und
Umsetzen des Datenschutzes und der Schutzziele der Datensicherheit.
(6) Die Berufsbildpositionen der berufsprofilgebenden Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Digitale Vernetzung sind:
Analysieren und Planen von Systemen zur Vernetzung von Prozessen und Produkten,
Errichten, Ändern und Prüfen von vernetzten Systemen und
Betreiben von vernetzten Systemen und Sicherstellen der Systemverfügbarkeit.
(7) Die Berufsbildpositionen der integrativ zu vermittelnden Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sind:
(8) Die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der in Absatz 2 Nummer 1 bis 7 genannten Berufsbildpositionen sind im Bereich der IT-Berufe berufsübergreifend und werden in gleicher Weise auch in den folgenden Berufsausbildungen vermittelt:
(1) In der Fachrichtung Anwendungsentwicklung sind die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen nach § 4 Absatz 2, 3 und 7 in einem der folgenden Einsatzgebiete zu vermitteln:
mathematisch-wissenschaftliche Systeme und
(2) In der Fachrichtung Systemintegration sind die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen nach § 4 Absatz 2, 4 und 7 in einem der folgenden Einsatzgebiete zu vermitteln:
Client-Server-Architekturen,
Festnetze und
(3) In der Fachrichtung Daten- und Prozessanalyse sind die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen nach § 4 Absatz 2, 5 und 7 in einem der folgenden Einsatzgebiete zu vermitteln:
(4) In der Fachrichtung Digitale Vernetzung sind die Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten der Berufsbildpositionen nach § 4 Absatz 2, 6 und 7 in einem der folgenden Einsatzgebiete zu vermitteln:
produktionstechnische Systeme,
prozesstechnische Systeme,
autonome Assistenz- und Transportsysteme und
(5) 1Der Ausbildungsbetrieb legt fest, in welchem Einsatzgebiet die Vermittlung erfolgt. 2Der Ausbildungsbetrieb darf mit Zustimmung der zuständigen Stelle jedoch auch ein anderes Einsatzgebiet festlegen, wenn in diesem Einsatzgebiet die gleichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten vermittelt werden.
(1) Teil 2 der Abschlussprüfung erstreckt sich in der Fachrichtung Anwendungsentwicklung auf
Teil 2 der Abschlussprüfung findet in der Fachrichtung Anwendungsentwicklung in den folgenden Prüfungsbereichen statt:
Planen und Umsetzen eines Softwareprojektes,
Planen eines Softwareproduktes,
Entwicklung und Umsetzung von Algorithmen sowie
(1) Im Prüfungsbereich Planen und Umsetzen eines Softwareprojektes besteht die Prüfung aus zwei Teilen.
eine Softwareanwendung zu erstellen oder anzupassen,
die erstellte oder angepasste Softwareanwendung zu testen und ihre Einführung vorzubereiten und
die Planung und Durchführung des Projektes anforderungsgerecht zu dokumentieren.
2Der Prüfling hat eine betriebliche Projektarbeit durchzuführen und mit praxisbezogenen Unterlagen zu dokumentieren. 3Vor der Durchführung der betrieblichen Projektarbeit hat er dem Prüfungsausschuss eine Projektbeschreibung zur Genehmigung vorzulegen. 4In der Projektbeschreibung hat er die Ausgangssituation und das Projektziel zu beschreiben und eine Zeitplanung aufzustellen. 5Die Prüfungszeit beträgt für die betriebliche Projektarbeit und für die Dokumentation mit praxisbezogenen Unterlagen höchstens 80 Stunden.
(1) Im Prüfungsbereich Planen eines Softwareproduktes hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist,
Entwicklungsumgebungen und -bibliotheken auszuwählen und einzusetzen,
Programmspezifikationen anwendungsgerecht festzulegen,
Bedienoberflächen funktionsgerecht und ergonomisch zu konzipieren sowie
Maßnahmen zur Qualitätskontrolle zu planen und durchzuführen.
(1) Im Prüfungsbereich Entwicklung und Umsetzung von Algorithmen hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist,
einen Programmcode zu interpretieren und eine Lösung in einer Programmiersprache zu erstellen,
Algorithmen in eine Programmierlogik zu übertragen und grafisch darzustellen,
Testszenarien auszuwählen und Testdaten zu generieren sowie
Abfragen zur Gewinnung und Manipulation von Daten zu erstellen.
(1) Die Bewertungen der einzelnen Prüfungsbereiche sind in der Fachrichtung Anwendungsentwicklung wie folgt zu gewichten:
Planen und Umsetzen eines Softwareprojektes mit 50 Prozent,
Planen eines Softwareproduktes mit 10 Prozent,
Entwicklung und Umsetzung von Algorithmen mit 10 Prozent sowie
(2) Die Abschlussprüfung ist bestanden, wenn die Prüfungsleistungen - auch unter Berücksichtigung einer mündlichen Ergänzungsprüfung nach § 17 - wie folgt bewertet worden sind:
Entwicklung und Umsetzung von Algorithmen oder
(1) Teil 2 der Abschlussprüfung erstreckt sich in der Fachrichtung Systemintegration auf
Teil 2 der Abschlussprüfung findet in der Fachrichtung Systemintegration in den folgenden Prüfungsbereichen statt:
Planen und Umsetzen eines Projektes der Systemintegration,
Konzeption und Administration von IT-Systemen,
Analyse und Entwicklung von Netzwerken sowie
(1) Im Prüfungsbereich Planen und Umsetzen eines Projektes der Systemintegration besteht die Prüfung aus zwei Teilen.
auftragsbezogene Anforderungen zu analysieren,
Lösungsalternativen unter Berücksichtigung technischer, wirtschaftlicher und qualitativer Aspekte vorzuschlagen,
Systemänderungen und -erweiterungen durchzuführen und zu übergeben,
IT-Systeme einzuführen und zu pflegen,
Schwachstellen von IT-Systemen zu analysieren und Schutzmaßnahmen vorzuschlagen und umzusetzen sowie
Projekte der Systemintegration anforderungsgerecht zu dokumentieren.
2Der Prüfling hat eine betriebliche Projektarbeit durchzuführen und mit praxisbezogenen Unterlagen zu dokumentieren. 3Vor der Durchführung der Projektarbeit hat er dem Prüfungsausschuss eine Projektbeschreibung zur Genehmigung vorzulegen. 4In der Projektbeschreibung hat er die Ausgangssituation und das Projektziel zu beschreiben und eine Zeitplanung aufzustellen. 5Die Prüfungszeit beträgt für die betriebliche Projektarbeit und für die Dokumentation mit praxisbezogenen Unterlagen höchstens 40 Stunden.
(1) Im Prüfungsbereich Konzeption und Administration von IT-Systemen hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist,
IT-Systeme für unterschiedliche Anforderungen zu planen und zu konfigurieren,
IT-Systeme zu administrieren und zu betreiben,
Speicherlösungen zu integrieren und zu verwalten und
Programme zur automatisierten Systemverwaltung zu erstellen.
(1) Im Prüfungsbereich Analyse und Entwicklung von Netzwerken hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist,
Netzwerkprotokolle anwendungsbezogen auszuwählen und einzusetzen,
Netzwerkkomponenten bedarfsgerecht auszuwählen und zu konfigurieren,
die IT-Sicherheit in Netzwerken sicherzustellen und
den Betrieb und die Verfügbarkeit von Netzwerken zu überwachen und zu gewährleisten.
(1) Die Bewertungen der einzelnen Prüfungsbereiche sind in der Fachrichtung Systemintegration wie folgt zu gewichten:
Planen und Umsetzen eines Projektes der Systemintegration mit 50 Prozent,
Konzeption und Administration von IT-Systemen mit 10 Prozent,
Analyse und Entwicklung von Netzwerken mit 10 Prozent sowie
(2) Die Abschlussprüfung ist bestanden, wenn die Prüfungsleistungen - auch unter Berücksichtigung einer mündlichen Ergänzungsprüfung nach § 25 - wie folgt bewertet worden sind:
Analyse und Entwicklung von Netzwerken oder
(1) Teil 2 der Abschlussprüfung erstreckt sich in der Fachrichtung Daten- und Prozessanalyse auf
Teil 2 der Abschlussprüfung findet in der Fachrichtung Daten- und Prozessanalyse in den folgenden Prüfungsbereichen statt:
Planen und Durchführen eines Projektes der Datenanalyse,
Durchführen einer Prozessanalyse,
Sicherstellen der Datenqualität sowie
(1) Im Prüfungsbereich Planen und Durchführen eines Projektes der Datenanalyse besteht die Prüfung aus zwei Teilen.
die Projektumsetzung zu planen und dabei die zugehörigen betrieblichen Prozesse zu berücksichtigen und die bestehenden Regeln einzuhalten,
Daten zu identifizieren, zu klassifizieren, zu modellieren, unter Nutzung mathematischer Vorhersagemodelle und statistischer Verfahren zu analysieren und die Datenqualität sicherzustellen,
die Analyseergebnisse aufzubereiten und Optimierungsmöglichkeiten aufzuzeigen sowie
Projekte der Datenanalyse anforderungsgerecht zu dokumentieren.
(1) Im Prüfungsbereich Durchführen einer Prozessanalyse hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist,
einen Prozess darzustellen und Anforderungen im Prozess abzubilden,
Analysewerkzeuge auszuwählen und anzuwenden,
Maßnahmen zur Prozessoptimierung vorzuschlagen und deren rechtliche Auswirkungen, insbesondere auf die betrieblichen Abläufe, einzuschätzen und
Maßnahmen zur Qualitäts- und Wirtschaftlichkeitskontrolle zu planen und durchzuführen.
(1) Im Prüfungsbereich Sicherstellen der Datenqualität hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist,
Daten zu identifizieren, zu klassifizieren und bereitzustellen,
die Datenqualität zu prüfen und sicherzustellen,
den Zugriff auf Daten und deren Verfügbarkeit zu gewährleisten sowie
anwendungsbezogen sicherzustellen, dass die Bestimmungen des Datenschutzes und zur Datensicherheit eingehalten werden.
(1) Die Bewertungen der einzelnen Prüfungsbereiche sind in der Fachrichtung Daten- und Prozessanalyse wie folgt zu gewichten:
Planen und Durchführen eines Projektes der Datenanalyse mit 50 Prozent,
Durchführen einer Prozessanalyse mit 10 Prozent,
Sicherstellen der Datenqualität mit 10 Prozent sowie
(2) Die Abschlussprüfung ist bestanden, wenn die Prüfungsleistungen - auch unter Berücksichtigung einer mündlichen Ergänzungsprüfung nach § 33 - wie folgt bewertet worden sind:
Sicherstellen der Datenqualität oder
(1) Teil 2 der Abschlussprüfung erstreckt sich in der Fachrichtung Digitale Vernetzung auf
Teil 2 der Abschlussprüfung findet in der Fachrichtung Digitale Vernetzung in den folgenden Prüfungsbereichen statt:
Planen und Umsetzen eines Projektes der digitalen Vernetzung,
Diagnose und Störungsbeseitigung in vernetzten Systemen,
Betrieb und Erweiterung von vernetzten Systemen sowie
(1) Im Prüfungsbereich Planen und Umsetzen eines Projektes der digitalen Vernetzung besteht die Prüfung aus zwei Teilen.
hardware- und softwarebasierte Schnittstellen und Komponenten in bestehende Infrastrukturen einzubinden und dabei die Anforderungen an die Informationssicherheit zu erfüllen,
eine vorhandene Systemarchitektur über mehrere Prozessebenen und über deren Prozessabläufe zu bewerten, zu dokumentieren und zu visualisieren,
Schnittstellen unterschiedlicher Prozesse und Systeme zu implementieren, zu konfigurieren und in Betrieb zu nehmen,
Gesamtzusammenhänge in heterogenen IT-Landschaften zu bewerten und zu beschreiben sowie
Übertragungssysteme anforderungsgerecht auszuwählen, zu konfigurieren und in die Gesamtinfrastruktur zu integrieren.
2Der Prüfling hat die betriebliche Projektarbeit zu präsentieren. 3Nach der Präsentation wird mit ihm über die betriebliche Projektarbeit und die präsentierten Arbeitsergebnisse ein Fachgespräch geführt. 4Die Prüfungszeit beträgt insgesamt höchstens 30 Minuten. 5Die Präsentation soll höchstens 15 Minuten dauern.
(1) Im Prüfungsbereich Diagnose und Störungsbeseitigung in vernetzten Systemen hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist,
Soft- und Hardware zur Sicherstellung des Betriebes der Gesamtinfrastruktur und zur Störungsbeseitigung einzusetzen und Testergebnisse auszuwerten,
Störungen in der Gesamtinfrastruktur zu lokalisieren und einzugrenzen sowie Lösungsmaßnahmen einzuleiten und umzusetzen,
Diagnose- und Prozessdaten auszuwerten, zu analysieren und Maßnahmen abzuleiten und
kunden- und anwendungsspezifische IT-Sicherheitsmaßnahmen im Gesamtsystem zu konfigurieren und zu implementieren, Schwachstellen zu bewerten und Maßnahmen einzuleiten.
(1) Im Prüfungsbereich Betrieb und Erweiterung von vernetzten Systemen hat der Prüfling nachzuweisen, dass er in der Lage ist,
technische Lösungskonzepte zur Einbindung von heterogenen Systemen sowie Protokollen in das Gesamtsystem zu bewerten und umzusetzen,
die Kommunikation der unterschiedlichen Prozesse und Ebenen der Informationsverarbeitung zu prüfen und zu dokumentieren sowie deren Betrieb sicherzustellen,
Systemressourcen zu überwachen, deren Kennzahlen zu bewerten und Maßnahmen zur Sicherstellung des Betriebes der vernetzten Systeme zu ergreifen und
anwendungsspezifische Netzwerkinfrastrukturen und Protokolle zu beurteilen, anzupassen sowie zu erweitern.
(1) Die Bewertungen der einzelnen Prüfungsbereiche sind in der Fachrichtung Digitale Vernetzung wie folgt zu gewichten:
Planen und Umsetzen eines Projektes der digitalen Vernetzung mit 50 Prozent,
Diagnose und Störungsbeseitigung in vernetzten Systemen mit 10 Prozent,
Betrieb und Erweiterung von vernetzten Systemen mit 10 Prozent sowie
(2) Die Abschlussprüfung ist bestanden, wenn die Prüfungsleistungen - auch unter Berücksichtigung einer mündlichen Ergänzungsprüfung nach § 41 - wie folgt bewertet worden sind:
Betrieb und Erweiterung von vernetzten Systemen oder
Berufsausbildungsverhältnisse zum Fachinformatiker/zur Fachinformatikerin, die bei Inkrafttreten dieser Verordnung bereits bestehen, können nach den Vorschriften dieser Verordnung unter Anrechnung der bisher absolvierten Ausbildungszeit fortgesetzt werden, wenn die Vertragsparteien dies vereinbaren und der oder die Auszubildende noch nicht die Zwischenprüfung absolviert hat.
§ 43 ändert mWv. 1. August 2020 ITKTAusbV offen
1Diese Verordnung tritt am 1. August 2020 in Kraft. 2Gleichzeitig tritt die Verordnung über die Berufsausbildung im Bereich der Informations- und Telekommunikationstechnik vom 10. Juli 1997 (BGBl. I S. 1741), die durch Artikel 1 der Verordnung vom 28. Mai 2018 (BGBl. I S. 654) geändert worden ist, außer Kraft.
2 Informieren und Beraten
munikationsregeln informieren sowie Sachverhalte
präsentieren und dabei deutsche und englische
Kundinnen unter Berücksichtigung der Kunden-
interessen beraten
aufbereiten und situationsgerecht unter Nutzung
digitaler Werkzeuge und unter Berücksichtigung der
betrieblichen Vorgaben präsentieren 2
b) Angebote zu IT-Komponenten, IT-Produkten und
IT-Dienstleistungen einholen und bewerten sowie
Spezifikationen und Konditionen vergleichen 10
maßnahmen projektbegleitend durchführen und doku-
IT-Sicherheit und zum
gen an die IT-Sicherheit und an den Datenschutz
(§ 4 Absatz 2 Nummer 7) a) Leistungen nach betrieblichen und vertraglichen
Vorgaben dokumentieren
8 Betreiben von IT-Systemen
(§ 4 Absatz 2 Nummer 8) a) Netzwerkkonzepte für unterschiedliche Anwen-
dungsgebiete unterscheiden
b) Datenaustausch von vernetzten Systemen realisieren
c) Verfügbarkeit und Ausfallwahrscheinlichkeiten analy-
sieren und Lösungsvorschläge unterbreiten
d) Maßnahmen zur präventiven Wartung und zur
Störungsvermeidung einleiten und durchführen 3
e) Störungsmeldungen aufnehmen und analysieren
sowie Maßnahmen zur Störungsbeseitigung ergreifen
f) Dokumentationen zielgruppengerecht und barrierefrei
anfertigen, bereitstellen und pflegen, insbesondere
technische Dokumentationen, System- sowie Be-
nutzerdokumentationen 3
9 Inbetriebnehmen von
(§ 4 Absatz 2 Nummer 9) a) Sicherheitsmechanismen, insbesondere Zugriffsmög-
lichkeiten und -rechte, festlegen und implementieren
b) Speicherlösungen, insbesondere Datenbanksysteme,
integrieren 5
10 Programmieren von
(§ 4 Absatz 2 Nummer 10) a) Programmspezifikationen festlegen, Datenmodelle
und Strukturen aus fachlichen Anforderungen ab-
leiten sowie Schnittstellen festlegen
b) Programmiersprachen auswählen und unterschied-
liche Programmiersprachen anwenden 5
c) Teilaufgaben von IT-Systemen automatisieren 10
Abschnitt B: berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Anwendungsentwicklung
1 Konzipieren und Umsetzen
(§ 4 Absatz 3 Nummer 1) a) Vorgehensmodelle und -methoden sowie Entwick-
lungsumgebungen und -bibliotheken auswählen und
b) Analyse- und Designverfahren anwenden
c) Benutzerschnittstellen ergonomisch gestalten und an
Kundenanforderungen anpassen 15
d) Anwendungslösungen unter Berücksichtigung der
bestehenden Systemarchitektur entwerfen und
e) bestehende Anwendungslösungen anpassen
f) Datenaustausch zwischen Systemen realisieren und
g) komplexe Abfragen aus unterschiedlichen Daten-
quellen durchführen und Datenbestandsberichte er-
2 Sicherstellen der Qualität
(§ 4 Absatz 3 Nummer 2) a) Sicherheitsaspekte bei der Entwicklung von Soft-
wareanwendungen berücksichtigen
b) Datenintegrität mithilfe von Werkzeugen sicherstel-
c) Modultests erstellen und durchführen 5
d) Werkzeuge zur Versionsverwaltung einsetzen
e) Testkonzepte erstellen und Tests durchführen sowie
Testergebnisse bewerten und dokumentieren
f) Daten und Sachverhalte aus Tests multimedial auf-
bereiten und situationsgerecht unter Nutzung digita-
ler Werkzeuge und unter Beachtung der betrieblichen
Vorgaben präsentieren 7
Abschnitt C: berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Systemintegration
1 Konzipieren und Realisieren
(§ 4 Absatz 4 Nummer 1) a) Systemlösungen entsprechend den kundenspezifi-
schen Anforderungen unter Berücksichtigung von
Sicherheitsaspekten konzipieren
b) IT-Systeme auswählen, installieren und konfigu-
c) externe IT-Ressourcen bewerten, auswählen und in
ein IT-System integrieren 8
d) Kompatibilitätsprobleme von IT-Systemen und System-
komponenten beurteilen und lösen
e) Testkonzepte erstellen sowie Tests durchführen und
f) Systemübergabe planen und mit den beteiligten
Organisationseinheiten sowie Kunden und Kundin-
nen abstimmen und durchführen
g) Datenübernahmen planen und durchführen 12
(§ 4 Absatz 4 Nummer 2) a) Netzwerkprotokolle und -schnittstellen für unter-
schiedliche Anwendungsbereiche bewerten und aus-
b) Netzwerkkomponenten auswählen, installieren und
konfigurieren 5
c) Systeme zur IT-Sicherheit in Netzwerken implemen-
tieren und dokumentieren 6
3 Administrieren von
(§ 4 Absatz 4 Nummer 3) a) Richtlinien zur Nutzung von IT-Systemen erstellen
b) Lizenzrechte verwalten und die Einhaltung von Lizenz-
bestimmungen überwachen
c) Berechtigungskonzepte entwerfen, abstimmen und
d) Systemaktualisierungen evaluieren und durchführen
e) Konzepte zur Datensicherung und -archivierung er-
stellen und umsetzen 7
f) Konzepte zur Daten- und Systemwiederherstellung
g) Systemauslastung überwachen und Ressourcen ver-
h) Systemverhalten überwachen, bewerten und Maß-
nahmen ergreifen
i) Benutzeranfragen aufnehmen, analysieren und be-
Abschnitt D: berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Daten- und Prozessanalyse
1 Analysieren von Arbeits- und
(§ 4 Absatz 5 Nummer 1) a) betriebs- und produktionswirtschaftliche Geschäfts-
prozesse und ihr Zusammenwirken im Unternehmen
b) Anforderungen in einer Prozessdarstellung abbil-
c) Werkzeuge der Prozessoptimierung vergleichen und
vorschlagen 8
2 Analysieren von Datenquellen
und Bereitstellen von Daten
(§ 4 Absatz 5 Nummer 2) a) Daten aus heterogenen Datenquellen identifizieren
b) Berechtigung zur Nutzung und zur Verknüpfung von
Daten prüfen sowie entsprechende Maßnahmen
ableiten 5
c) technische Voraussetzungen zur Übernahme von
Daten sicherstellen und Daten bereitstellen 5
3 Nutzen der Daten zur
Optimierung von Arbeits- und
Geschäftsprozessen sowie
zur Optimierung digitaler
(§ 4 Absatz 5 Nummer 3) a) Daten auf Qualität, insbesondere auf Plausibilität,
Quantität, Redundanz, Vollständigkeit und Validi-
tät prüfen, Ergebnisse dokumentieren und bei Ab-
weichungen vom Sollzustand Maßnahmen, ins-
besondere zur Verbesserung der Datenqualität, vor-
b) Auffindbarkeit, Zugänglichkeit, Interoperabilität, Wie-
derverwendbarkeit von Daten sicherstellen 6
c) analytische und statistische Verfahren anwenden
d) Programmiersprachen mit integrierten Auswertungs-
verfahren und Visualisierungswerkzeugen nutzen
e) Ergebnisse der Analyse für unterschiedliche Ziel-
gruppen aufbereiten
f) mathematische Vorhersagemodelle anwenden
g) Werkzeuge zur Mustererkennung und zur Modell-
generierung nutzen
h) Analyseergebnisse zur Optimierung der betriebs-
und produktionswirtschaftlichen Geschäftsprozesse
i) Kennzahlen ableiten und für ein Monitoringsystem
vorschlagen 21
4 Umsetzen des Datenschutzes
und der Schutzziele der
(§ 4 Absatz 5 Nummer 4) a) mit für Datenschutz zuständigen Personen und Ein-
richtungen kooperieren 1
b) Benutzer-, Zugriffs- und Datenhaltungs- sowie Daten-
sicherungskonzepte erstellen und dabei die verschie-
denen Datenklassifizierungen berücksichtigen
c) beim Umgang mit Daten und bei der Erstellung der
Konzepte Datensparsamkeit und Datensorgfalt be-
d) Verfahren zur Datenverschlüsselung auswählen und
Abschnitt E: berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Digitale Vernetzung
1 Analysieren und Planen von
Systemen zur Vernetzung von
(§ 4 Absatz 6 Nummer 1) a) das Zusammenwirken der Komponenten cyber-
physischer Systeme erfassen und visualisieren
b) bestehende Vernetzung eingesetzter Software und
technischer Schnittstellen analysieren, insbeson-
dere unter Berücksichtigung der bestehenden Netz-
c) bei der Planung Aspekte der IT-Sicherheit und tech-
nische Rahmenbedingungen, insbesondere Netz-
werkanforderungen, berücksichtigen
d) Netzwerkkomponenten auswählen, technische Un-
terlagen erstellen und Kosten kalkulieren
System kundenbezogen abstimmen 12
f) Daten auswerten und Vorschläge zur Optimierung
der Interaktion von Systemen entwickeln 4
von vernetzten Systemen
(§ 4 Absatz 6 Nummer 2) a) Systemkomponenten und Netzwerkbetriebssysteme
installieren, anpassen und konfigurieren
b) Softwarelösungen zur Visualisierung und Optimie-
rung von Prozessabläufen anwenden 4
c) Programme erstellen und anpassen sowie Signal-
und Datenübertragungseinrichtungen konfigurieren
d) Sicherheits- und Datensicherungssysteme berück-
sichtigen, Gefahrenpotenziale identifizieren und Zu-
gangsberechtigungen festlegen
e) Testkonzepte erstellen, Tests durchführen, Fehler
beseitigen sowie Ergebnisse und Änderungen doku-
f) Systeme in Betrieb nehmen, Inbetriebnahmeprotokolle
erstellen und Systeme übergeben 13
Systemen und Sicherstellung
(§ 4 Absatz 6 Nummer 3) a) Systemauslastung überwachen und Systemstatus
b) Systemdaten erfassen und im Hinblick auf Vorgabe-
parameter auswerten und Systemstörungen fest-
stellen und beheben 4
c) Daten auswerten, um Wartungsintervalle und Prozess-
d) System-, Diagnose- und Prozessdaten auswerten,
Schwachstellen identifizieren und Maßnahmen ableiten
e) Angriffsszenarien in cyber-physischen Systemen
unterscheiden und antizipieren
f) Anomalien in vernetzten Systemen feststellen und
g) bereichsspezifische Sicherheitslösungen implemen-
h) Systemaktualisierungen vornehmen und Optimierun-
gen vorschlagen 15
Abschnitt F: fachrichtungsübergreifende, integrativ zu vermittelnde Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten
(§ 4 Absatz 7 Nummer 1) a) wesentliche Inhalte und Bestandteile des Aus-
bildungsvertrages darstellen, Rechte und Pflichten
aus dem Ausbildungsvertrag feststellen und Auf-
gaben der Beteiligten im dualen System beschrei-
Lernens für die berufliche und persönliche Ent-
wicklung begründen und die eigenen Kompetenzen
(§ 4 Absatz 7 Nummer 2) a) die Rechtsform und den organisatorischen Aufbau
Zuständigkeiten sowie die Zusammenhänge zwischen
den Geschäftsprozessen erläutern
triebsverfassungsrechtlichen Organe des Ausbildungs-
betriebes beschreiben
(§ 4 Absatz 7 Nummer 3) a) Gefährdung von Sicherheit und Gesundheit am Arbeits-
platz feststellen und Maßnahmen zur Vermeidung der
Gefährdung ergreifen
den sowie Verhaltensweisen bei Bränden beschreiben
(§ 4 Absatz 7 Nummer 4) Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen im
(§ 4 Absatz 7 Nummer 5) a) gegenseitige Wertschätzung unter Berücksichtigung
eigenen Kommunikations- und Informationsverhal-
tens berücksichtigen
d) bei der Beurteilung, Entwicklung, Umsetzung und Be-
treuung von IT-Lösungen ethische Aspekte reflektieren 3
nur in FIAusbV
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References: § 5

§ 7

§ 12

§ 13

§ 14

§ 18

§ 19

§ 20

§ 21

§ 22

§ 23

§ 24

§ 25

§ 26

§ 27

§ 28

§ 29

§ 30

§ 31

§ 32

§ 33

§ 34

§ 35

§ 36

§ 37

§ 38

§ 39

§ 40

§ 41

§ 42
 § 3
 § 4
 § 4
 § 4
 § 4
 § 4
 § 17
 § 25
 § 33
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