Source: http://blogfsv.blogspot.de/2016/05/
Timestamp: 2017-10-21 23:09:28+00:00

Document:
Mai 2016 ~ Freiheit statt Vollbeschäftigung: Mitteilungen
"Vier Gründe gegen das bedingungslose Grundeinkommen"...
...ein Beitrag von Alexandra Borchardt in der Süddeutschen Zeitung, zu dessen Behauptungen viel zu sagen wäre. Aber, lesen Sie selbst.
31.5.16 Alexandra Borchardt, Eidgenössische Volksabstimmung, Eidgenössische Volksinitiative, Süddeutsche Zeitung
"Weder spektakulär noch radikal"...
...ein Interview mit Enno Schmidt in der taz.
31.5.16 Eidgenössische Volksabstimmung, Eidgenössische Volksinitiative, Enno Schmidt, taz
"Es verschärft Problem(sic) einer Zweiklassengesellschaft"...
31.5.16 Eidgenössische Volksabstimmung, Eidgenössische Volksinitiative, Grundkapital, Handelszeitung, Philipp Aerni, Reiner Eichenberger
Interview mit Götz Werner...
...in SWR1 Arbeitsplatz.
31.5.16 Bedingungsloses Grundeinkommen, Götz W. Werner, SWR1 Arbeitsplatz
"Geld für alle! Über das bedingungslose Grundeinkommen"...
...ein Beitrag auf Neue Debatte.
31.5.16 Eidgenössische Volksabstimmung, Eidgenössische Volksinitiative, Neue Debatte
"Geld für alle" - ein Beitrag in Christ in der Gegenwart...
...von Amelie Tautor.
31.5.16 Amelie Tautor, Bedingungsloses Grundeinkommen, Christ in der Gegenwart
30.5.16 Basic Income News, Dalia, Meinungsumfrage, Methode, poll, Standardisierung
"Grundeinkommen in der Schweiz: Dagegen und trotzdem irgendwie dafür"...
...ein anderer Blick auf die Debatte in der Schweiz im Standard aus Österreich. Interessant ist der Hinweis auf die Haltung Thomas Straubhaars, dass die Schweiz der falsche Ort für ein Experiment sei, denn die Arbeitlosigkeit sei niedrig. Deswegen werde er gegen die Volksinitiative votieren. Weshalb befürwortet er es dann im Allgemeinen? Das lässt sich dann wohl nur damit erklären, dass er ein BGE als Mittel gegen Arbeitslosigkeit betrachtet (siehe auch hier). Es ist aber viel mehr als das und von Arbeitslosigkeit gar nicht abhängig.
30.5.16 Arbeitslosigkeit, Arbeitsmarkt, Der Standard, Eidgenössische Volksabstimmung, Eidgenössische Volksinitiative, Thomas Straubhaar
"Die grösste Frage der Welt" ausgelegt auf der Straße des 17. Juni in Berlin
Die Berliner Morgenpost berichtete schon gestern in ihrer Online-Ausgabe über die Aktion.
30.5.16 Berliner Morgenpost, Eidgenössische Volksabstimmung, Eidgenössische Volksinitiative
"Freiburger Ökonom: Den Menschen ist Fairness wichtig"...
...ein Interview - schon vor einigen Monaten - mit dem Wirtschaftswissenschaftler Bernhard Neumärker von der Universität Freiburg in der Badischen Zeitung vom 9. Januar ist so übertitelt. Siehe auch diesen Beitrag in der Badischen Zeitung.
30.5.16 Badische Zeitung, Bernhard Neumärker, Entscheidungen, Experimente
"Universal basic income: Money for nothing"...
...ein Beitrag in der Financial Times von John Thornhill und Ralph Atkins.
30.5.16 Basic Income, Financial Times, John Thornhill, Ralph Atkins, Switzerland
"Nein zum bedingungslosen Grundeinkommen!"...
....sagt Swiss Textiles, der Verband der Unternehmen der Schweizer Textil- und Bekleidungsindustrie.
29.5.16 Eidgenössische Volksabstimmung, Eidgenössische Volksinitiative, Swiss Textiles
"Christen erwärmten sich für Grundeinkommen"...
...das berichtet jesus.ch von einer Podiumsdiskussion mit Nationalrat Philipp Hadorn und Rapperin "Big Zis".
29.5.16 Big Zis, Eidgenössische Volksabstimmung, Eidgenössische Volksinitiative, jesus.ch, Philipp Hadorn
...meint Beat Kohler in der Jungfrau-Zeitung. Darin geht es unter anderem um die Bedeutung eines Bedingungslosen Grundeinkommen für strukturschwache Regionen wie z. B. das Berner Oberland.
29.5.16 Beat Kohler, Berner Oberland, Eidgenössische Volksabstimmung, Eidgenössische Volksinitiative, Jungfrau Zeitung, strukturschwache Regionen
"Wenn Väter zuviel arbeiten, leiden die Kinder"...
...berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung über eine neue Studie, an der Forscher des Wissenschaftszentrums Berlin beteiligt waren. Ein nicht überraschendes Ergebnis, für die Diskussion um Familie und Beruf bedeutsam, da sie einmal mehr die Chancen eines Bedingungslosen Grundeinkommens für Familie deutlich macht. Siehe frühere Kommentare dazu hier, hier und hier.
28.5.16 Frankfurt Allgemeine Zeitung, Pendeln, Väter, Vereinbarkeit von Familie und Beruf
"Damit sich die Welt verändert, braucht es Avantgarde"...
...ein Interview mit David Schärer auch über die Kampagne für die Eidgenössische Volksinitiative "Für ein bedingungsloses Grundeinkommen".
28.5.16 David Schärer, Eidgenössische Volksabstimmung, Eidgenössische Volksinitiative, Tageswoche
"Five Reasons Why A Basic Income Won’t Solve Technological Unemployment"...
...ein Beitrag von Henning Meyer auf der Website "Social Europe".
28.5.16 Automatisierung, Henning Meyer, Social Europe, Technological Unemployment
"Bedingungsloses Grundeinkommen – eine Alternative für Gewerkschaften?"...
...ein Beitrag von Ralf Krämer auf gegenblende, dem gewerkschaftlichen Debattenmagazin
27.5.16 Die Linke, Gegenblende, Gewerkschaften, Ralf Krämer
"2268 Euro pro Monat: Kommt in der Schweiz das Grundeinkommen?"...
...fragt der stern in seinem Bericht über die bevorstehende Volksabstimmung in der Schweiz.
27.5.16 Eidgenössische Volksabstimmung, Eidgenössische Volksinitiative, Stern
"Das bedingungslose Grundeinkommen spaltet die Gesellschaft"...
...so eine Stellungnahme von Roland A. Müller auf der Website des Schweizerischen Arbeitgeberverbandes. Diese Einschätzung ist in Deutschland nicht unbekannt und wurde schon von verschiedenen Seiten erhoben.
27.5.16 Eidgenössische Volksabstimmung, Eidgenössische Volksinitiative, Schweizerischer Arbeitgeberverband
"Eine etwas andere Betrachtung zum bedienungslosen(sic) Grundeinkommen"...
...auf der Website Kirche und Gesellschaft der evangelisch-methodistischen Kirche der Schweiz und Frankreich.
27.5.16 Eidgenössische Volksabstimmung, Eidgenössische Volksinitiative, Kirche und Gesellschaft
Hier geht es zum Interview in der Zeitschrift lebensqualität, zur PDF-Version des Buches "Blütenstaubwirtschaft" und zum Gespräch mit Enno Schmidt.
26.5.16 Blütenstaubwirtschaft, Digitalisierung, Georg Hasler, Lebensqualität
"Was heißt schon arm?" - und wie wäre es mit einem Bedingungslosen Grundeinkommen?
...die zweite Frage stellt Spiegel Online zwar nicht, seine Autoren Florian Diekmann und Britta Kollenbroich haben über die erste aber eine eindrückliche Reportage geschrieben. Am Ende des Beitrags fehlt nur der Hinweis auf das Bedingungslose Grundeinkommen und die Möglichkeiten, die es schüfe.
26.5.16 Armut, Britta Kollenbroich, Florian Diekmann, Spiegel online
Grundeinkommen.ch hat den Beitrag über das Bedingungslose Grundeinkommen und die Schweizer Debatte, der in der vorletzten Ausgabe des Spiegels (20/2016) erschienen war, online verfügbar gemacht. Der Artikel bietet eine Übersicht über die Diskussion, enthält allerdings auch manch Sonderbares. Dass in den USA die Debatte über Grundeinkommen schon ziemlich weit sei, wird da behauptet. Wo der Autor diese Debatte ausmacht, wird nicht geschrieben. Es gibt einzelne, die sich damit beschäftigen wie Robert Reich, Albert Wenger und manch andere, durchaus auch mit sehr unterschiedlichen Begründungen für ein Grundeinkommen, ob es um ein bedingungsloses geht, ist dabei nicht immer klar. So war es auch bei der Future of Work-Kongresses in Zürich, auf die sich der Beitrag teils bezieht. Meiner Wahrnehmung nach ist die Debatte in den USA in der Öffentlichkeit überhaupt nicht weit, in den großen Parteien wird sie gar nicht geführt. Vergleicht man die Lage dort, damit, dass schon vor Jahren die Parteien in Deutschland sich damit befasst und Stellung bezogen haben, verwundert die Einschätzung besonders. Auch ist die politische Kultur in den USA eine sehr andere als in Kontinentaleuropa, zumal in Deutschland. Es verwundert nicht, dass dort Libertäre das Grundeinkommen teils begrüßen, um den Staat loszuwerden, das bezeugte auch die Diskussion mit Vertretern des Cato-Instituts auf dem schon erwähnten Kongress in Zürich.
Wolfgang Engler hat seine Einschätzung des BGE, entgegen der Ausführungen im Spiegel-Beitrag nicht erst in jüngerer Zeit geändert. Schon 2006, kurz nach Erscheinen des von Mathias Brauck erwähnten Buches "Bürger, ohne Arbeit" erwies sich Engler als verkappter Volkspädagoge (siehe auch hier), der der Freiheit nicht über den Weg traut und ein BGE nur mit einer Bildungspflicht verbunden befürworten konnte.
"Das ist die Kehrseite der Utopie. Dass der Raum der Freiheit des einzelnen Bürgers nicht ausgeweitet, sondern eingeengt wird. Ist es besser, wenn er den Anspruch auf Arbeit gegen das Recht auf Faulheit eintauscht?
Jenseits aller Finanzierungsfragen und Faulheitsdiskussionen ist das der eigentlich riskante Punkt. Weil kaum vorherzusehen ist, wie die Menschen reagieren."
Und welches Risiko ist es denn, nicht zu wissen, die "die Menschen reagieren"? Wissen wir das denn heute etwa, was "die Menschen" morgen tun? Wir meinen vielleicht es zu wissen und vertrauen auf unsere Erfahrung, wirklich wissen wir es jedoch nicht. A propos Erfahrung: sie müsste dann eher Anlaß sein, in die praktische Vernunft der Bürger zu vertrauen, die schon längst ihre Leben in die eigenen Händen nehmen.
Wer sagt denn, dass die nicht gern gemachten Jobs von anderen gemacht werden müssen als uns selbst? Und falls dies keine Option ist, wer sagt, dass Druck die angemessene Option sei in einer Demokratie? Und was bezeugt es, wenn Fuest "Erwerbsdruck" für ein probates Mittel hält, ihre Erledigung herbeizuführen? Es ist doch klar, wen dieser Erwerbsdruck trifft. Demokratie adieu, könnte hier resümiert werden, wenn so offen das Ausüben von Druck befürwortet wird. Allerdings ist diese Haltung Fuests nicht neu. Sie zeigte sich schon vor vielen Jahren anlässlich einer Veranstaltung zum Solidarischen Bürgergeld im Deutschen Bundestag.
"Er halte, sagt Fuest, die Debatte über das bedingungslose Grundeinkommen für ein Elitephänomen. „Es wird vor allem von Menschen propagiert, die die Erfahrung gemacht haben, dass sie besser und kreativer arbeiten, je freier sie sind. Aber das trifft auf die Mehrheit der Arbeit nicht zu. Die muss einfach gemacht werden.“ Außerdem, sagt Fuest, sei es nicht bezahlbar."
Was Fuest für ein Elitephänomen hält, das BGE, zeigt doch vielmehr, wie elitär er denkt. Weil Arbeit gemacht werden müsse, sei, so muss gefolgert werden, Druck angemessen. Wer sagt denn, dass es dieses Druckes überhaupt bedarf, damit diese "Arbeit" erledigt wird? Weshalb sollte in einem demokratischen Gemeinwesen nicht die Möglichkeit bestehen, solche Tätigkeiten nicht machen zu wollen? Falls daraus ein Problem erwächst, wäre nicht Druck das Mittel der Wahl, sondern eine öffentliche Diskussion darüber, dass wir eine Lösung für "notwendige Arbeit" finden müssen, ohne Druck auszuüben. Wir müssten sie dann zu einer res publica machen.
26.5.16 Clemens Fuest, Daniel Häni, Demokratie, Der Spiegel, Eidgenössische Volksabstimmung, Elitäre Haltung, Thomas Straubhaar, Wolfgang Engler
..."Der OGB unterstützt die Debatte zum bedingungslosen Grundeinkommen als humanistische Antwort auf den technologischen Fortschritt. Es betone den Wert der Arbeit, schaffe einen Ausgleich zur Erwerbsarbeit und verbinde Arbeit und Leben. «Es ist ein innovativer Schritt in der Einkommensordnung parallel zu den technischen Innovationen der digitalen Ökonomie», so die Argumentation."
25.5.16 Eidgenössische Volksabstimmung, Eidgenössische Volksinitiative, Oberwalliser Gewerkschaftsbund
"Warum wir ein bedingungsloses Grundeinkommen brauchen"...
...wieder einmal ein Beitrag von Thomas Straubhaar in Die Welt. Kommentare zu früheren Beiträgen von Thomas Straubhaar finden Sie hier.
25.5.16 Clemens Fuest, Die Welt, Digitalisierung, Eidgenössische Volksinitiative, Thomas Straubhaar
"Frei von Arbeit?"...
...darin sieht Daniel Binswanger in Das Magazin die größte Provokation der Eidgenössischen Volksinitiative "Für ein bedingungsloses Grundeinkommen".
25.5.16 daniel binswanger, das magazin, Eidgenössische Volksabstimmung, Eidgenössische Volksinitiative
"Von Grund auf frei mit dem bedingungslosen Grundeinkommen"...
...so lautet ein Beitrag von Marco Fritschi zum Bedingungslosen Grundeinkommen auf politnetz.ch.
25.5.16 Eidgenössische Volksabstimmung, Eidgenössische Volksinitiative, Marco Fritschi, politnetz.ch
"'Freibier für alle' - Wird das Grundeinkommen Wirklichkeit?" - Diskussion im SWR2 Forum am 31. Mai
"Es klingt nach „Freibier für alle“: Der Staat zahlt jedem ein Gehalt, ohne Gegenleistung, ohne Rücksicht auf Bedürftigkeit. Wird die Jahrhunderte alte Utopie vom bedingungslosen Grundeinkommen bald Wirklichkeit? Als erstes Land der Welt werden die Schweizer am Sonntag über die Einführung entscheiden. Für Wirtschaft und Arbeitswelt wäre das Grundeinkommen eine Revolution. Dennoch findet die Idee neuerdings auch Anhänger in Kreisen, die das „leistungslose Geld“ bisher als brandgefährlich und unbezahlbar verteufelt haben. Warum argumentieren plötzlich Spitzenmanager wie der Telekom-Chef Thimotheus Höttges oder der SAP-Vorstand Bernd Leukert für das Grundeinkommen? Die Mitte-Rechts Regierung Finnlands will das Grundeinkommen an 10.000 Bürgern zwei Jahre lang ausprobieren. Wird man dann endlich wissen, wie Menschen tatsächlich mit der Freiheit umgehen, nicht arbeiten zu müssen?"
24.5.16 Eidgenössische Volksabstimmung, Eidgenössische Volksinitiative, SWR2 Forum, Thomas Straubhaar, Wolfgang Schroeder
"Grundeinkommen: Das Unmögliche möglich machen"...
...titelt Journal B in Bern.
"...Jetzt wo das amtliche Stimmmaterial eingetroffen ist, ist zum bedingungslosen Grundeinkommen öffentlich eigentlich schon alles gesagt worden. Trotzdem ein paar Überlegungen zur Initiative, über die wir am 5. Juni 2016 abstimmen."
24.5.16 Christoph Reichenau, Eidgenössische Volksabstimmung, Journal B
"Das bedingungslose Grundeinkommen als Taschengeld für die postmaterielle Wertegemeinschaft"...
...ein Beitrag zur Debatte des Austrian Institutes of Economic and Social Philosophy von Philipp Aerni.
24.5.16 Austrian Institute of Economic and Social Philosophy, Philipp Aerni
Zur Finanzierbarkeit eines Bedingungslosen Grundeinkommens,...
...wird immer wieder behauptet, gäbe es nur wenig fundierte Ausführungen. So auch jüngst in einem Beitrag von Bilanz, einem Schweizer Wirtschaftsmagazin. Wer sich eingehender mit der Diskussion befasst, wird allerdings auf verschiedene Versuche stoßen, die in diese Richtung unternommen worden sind bislang. Einer, der wenig gewürdigt und in seiner Bedeutung unterschätzt wird, ist das Transfergrenzenmodell von Helmut Pelzer. Es hat Wandlungen und Veränderungen erfahren vom einstigen Ulmer Modell eines Bürgergeldes bis zur gegenwärtigen Fassung. Manche Veränderung geht auf unsere Zusammenarbeit mit Helmut Pelzer und den Ulmer Mitrstreiterinnen und Mitstreitern vor vielen Jahren schon zurück. Vor allem Ute Fischer hatte sich hier zeitweilig enorm engagiert (siehe auch hier).
24.5.16 Berechnung, Finanzierung, Helmut Pelzer, Transfergrenzenmodell, Ulmer Modell, Ute Fischer
"Lohn ohne Arbeit, Geld ohne Gegenleistung" - Grundeinkommen im Schweizer Fernsehen
Es sind nicht die Befürworter des BGE, die Erwerbsarbeit ihren Sinn absprechen, es sind die Kritiker, wenn sie immer wieder die "negativen Erwerbsanreize" hervorheben, die von einem BGE ausgehen sollen. Wenn man es mit den sinnerfüllenden Möglichkeiten von beruflichem Engagement ernst meint, das müssten die Kritiker des BGE, dann dürften sie konsequenterweise den Beruf nicht auf "Anreiz" durch Einkommen reduzieren. Sie tun es aber und entwerten berufliches Engagement gerade dadurch selbst.
23.5.16 Anreiz, Arena, Demokratie, Eidgenössische Volksabstimmung, Eidgenössische Volksinitiative, Familie, Schweizer Fernsehen SRF
"Bedingungsloses Grundeinkommen: eine asoziale Utopie"...
...ein Dossier von economiesuisse zur Eidgenössischen Volksabstimmung am 5. Juni. Siehe den Kommentar auf bedingungslos.ch
23.5.16 bedingungslos.ch, Economiesuisse, Eidgenössische Volksabstimmung
" Wirtschaft ist Care oder: Die Wiederentdeckung des Selbstverständlichen"...
...ein Beitrag von Ina Praetorius für die Heinrich Böll Stiftung.
23.5.16 Care, Heinrich Böll Stiftung, Ina Praetorius
"Staat geht auf individuelle Lebenswelt nicht ein"...
...ein Interview mit Stefan Füsers, Hamburger Netzwerk Grundeinkommen, und vielseitig engagierter BGE-Befürworter in Die Welt.
23.5.16 Degrowth, Die Welt, Eidgenössische Volksabstimmung, Stefan Füsers
"Das Grundeinkommen wäre in der Schweiz umsetzbar"...
...meint Marc Chesney, Professor an der Universität Zürich, in der Handelszeitung. Sein Vorschlag zur Finanzierung: eine Mikrosteuer. Siehe auch den Beitrag "Bankmanager-Löhne: Wie ein bedingungsloses Grundeinkommen" auf finews.ch.
22.5.16 Eidgenössische Volksabstimmung, finews.ch, Marc Chesney, Mikrosteuer
"Geldsorgen: Fatal für Familien"...
...meint das Portal wireltern und befasst sich mit dem Bedingungslosen Grundeinkommen.
22.5.16 Eidgenössische Volksabstimmung, Eltern, Familie, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, wireltern
"Wie Andrea Nahles Arbeitslose um ihre Rechte bringen will"...
..."Die von der Bundesregierung geplante Hartz-IV-Reform wird nach Ansicht von Arbeitsmarktexperten und Anwälten zu einer erheblichen Verschlechterung für viele Hartz-IV-Empfänger führen, deren Bescheide falsch sind. Das geht aus Recherchen von REPORT MAINZ hervor. Die Möglichkeit rückwirkend Leistungen zu bekommen, werde nach dem Gesetzentwurf eingeschränkt." Ein Reportage in der Sendung "Report" vom 17. Mai.
22.5.16 Andrea Nahles, Hartz IV, Report Mainz, SWR
Grundeinkommen abstimmen - schon 94 Tausend Unterschriften
21.5.16 Aufruf, Omnibus für direkte Demokratie, Volksabstimmung
Berlin: Veranstaltungsort: "Mandarine3", Hufelandstr. 14 in 10407 Berlin Prenzlauerberg, Bürgerintiative bedingungsloses Grundeinkommen, Kontakt: ralphboes-buero(at)gmx.de
Frankfurt/ Main: Neue Geldordnung - Wahlparty im Club Voltaire, Kontakt: info(at)neuegeldordnung.de
21.5.16 Eidgenössische Volksabstimmung, Eidgenössische Volksinitiative
"Darum schwärmen auch Rechte vom Grundeinkommen"...
...so Markus Diem Meier im tagesanzeiger.
21.5.16 Andre Gorz, Andrew McAfee, Eidgenössische Volksinitiative, Eidgenössisches Volksabstimmung, Erik Brynjolfsson, Markus Diem Meier, Milton Friedman, Tagesanzeiger
"Geld für gar nichts"...
...übertitelt die Frankfurter Allgemeine Zeitung einen Beitrag von Sebastian Balzter zum Bedingungslosen Grundeinkommen.
21.5.16 Eidgenössische Volksinitiative, Eidgenössisches Volksabstimmung, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Sebastian Balzter
"Vollbeschäftigung bleibt das Ziel"...
...meint Rolf Zimmermann, Zentralsekretär des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes, in der Schweizer Zeitung Die Wochenzeitung (Woz). Er warnt, ein bedingungsloses Grundeinkommen gefährde die sozialpolitischen Errungenschaften des 20. Jahrhunderts.
20.5.16 Rolf Zimmermann, Schweizer Gewerkschaftsbund, Vollbeschäftigung, Woz
In der Sendung "Arena vor Ort" wird heute abend, 22.25 Uhr, über die Eidgenössische Volksinitiative diskutiert, die am 5. Juni zur Abstimmung steht.
20.5.16 Eidgenössische Volksinitiative, Schweizer Fernsehen SRF
"Die wichtigsten Fragen zum Grundeinkommen"...
...führt cash auf.
20.5.16 Cash.ch, Eidgenössische Volksinitiative, Eidgenössisches Volksabstimmung
"Grundeinkommen: Warum die Rechnung nicht aufgeht"...
...schreibt das Schweizer Wirtschaftsmagazin Bilanz. Ein interessanter Beitrag, weil er auf der einen Seite sehr einseitig ist und Vorurteile wiederkäut, Behauptungen aufstellt über Unklarheiten, obwohl die Initianten auf viele Einwände durchaus antworten. Auf der anderen aber thematisiert er Bedenkenswertes. Um ein Experiment im strengen Sinne des Wortes handelt es sich beim BGE nicht, siehe hier.
19.5.16 Bilanz, Eidgenössische Volksinitiative, Eidgenössisches Volksabstimmung, Experiment
"Grundeinkommen, yes please"...
...eine Kolumne von Daniel Binswanger in Das Magazin.ch.
19.5.16 daniel binswanger, das magazin, Future of Work-Konferenz, Gottlieb Duttweiler Institut, Robert Reich, Yanis Varoufakis
"The basic income is a dangerous idea that gives the state power to control every penny that citizens spend"...
...schreibt Tom Bailey im Independent. Siehe auch den Beitrag "Tech billionaires got rich off us. Now they want to feed us the crumbs" in The Guardian.
19.5.16 citizen's income, Eidgenössische Volksinitiative, Independent, The Guardian, Tom Bailey
"...dass es nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten gibt"...
...würde ein Grundeinkommen signalisieren, sofern es an Bedingungen gekoppelt wäre, meint Tim Jackson in einem Interview mit der Berner Zeitung. Hier der Wortlaut:
"Berner Zeitung: Viele Ökonomen beurteilen die Idee kritisch, weil man Geld
Jackson: Auch ich sehe, dass ein unbedingtes Grundeinkommen auch Nachteile hat. Beispielsweise sendet es das Signal aus, dass die Gesellschaft keine Gegenleistung für das Grundeinkommen erwartet. Sie sagt, dass es ihr egal ist, ob man zu Hause auf dem Sofa liegt, Computergames spielt und zu viel Bier trinkt oder ob man etwas Nützliches tut. Ich fände es besser, wenn man das Grundeinkommen an gewisse Bedingungen knüpfen würde. Der Staat würde so den Bürgern klar­machen, dass es nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten gibt."
Ist es richtig, wenn er sagt, dass die "Gesellschaft", also das Gemeinwesen, bei Einführung eines BGE keine Gegenleistung "erwartet"? In der Tat ist das BGE nicht an eine unmittelbare Gegenleistung gebunden, der Einzelne erhält es ohne Auflagen. Für das Ganze eines Gemeinwesens gilt dies aber nicht, denn wie heute, so auch mit einem BGE bleibt die Aufgabe bestehen, Herausforderungen meistern zu müssen - als Gemeinwesen. Insofern gibt es eine Verpflichtung, die aus dem Lebensgefüge Gemeinwesen resultiert, dass alle Angehörigen sich fragen müssen, was sie beitragen können zu seinem Wohlergehen. Wo sie aufhören, sich diese Frage zu stellen, wird das Gemeinwesen zerfallen. Gleichwohl wird diese Gegenleistung nicht erzwungen - sei es ohne, sei es mit BGE. Ist das neu? Nein, denn Gemeinwesen, in besonderer Form republikanische Demokratien, leben schon heute so. Sie müssen auf die Loyalität ihrer Bürger vertrauen, sowohl im Sinne dessen, dass demokratisch legitimierte Entscheidungen getragen werden, als auch dass nach Lösungen gesucht wird (siehe z. B. die Versorgung von Flüchtlingen), wo es noch keine gemeinschaftlich beschlossenen Entscheidungen gibt. Insofern bringt das BGE nichts Neues in die Welt, es macht allenfalls um so deutlicher, wie sehr das Gemeinwesen genau von diesen Voraussetzungen lebt, in seine Bürger vertrauen zu müssen. Dass Jackson das nicht sieht, macht den blinden Fleck vieler Diskussionen deutlich, die die Gegenwart unterschätzen.
19.5.16 Berner Zeitung, Eidgenössische Volksinitiative, Eidgenössisches Volksabstimmung, Pflichten, Rechte, Tim Jackson
"Grundeinkommen bedingungslos unrealistisch"...
...meint Marco Alvi vom Schweizer Thinktank Avenir Suisse. Es erschließt sich aus dem Text nicht was Alvi meint, wenn er schreibt, dass das Grundeinkommen durch "Abschöpfung aus den tiefen Löhnen" finanziert werden solle. Womöglich bezieht er sich auf die missverständliche Darstellung des BGE durch den Schweizer Bundesrat.
18.5.16 Avenir Suisse, Eidgenössische Volksinitiative, Eidgenössisches Volksabstimmung, Marco Alvi
"Honig für die Hängematte"...
...so übertitelte die Basler Zeitung einen Bericht vom 6. Mai zur Future of Work-Konferenz im Gottlieb Duttweiler Institut in Zürich.
18.5.16 Basler Zeitung, Future of Work-Konferenz, Gottlieb Duttweiler Institut
"Vollpension im Hotel Helvetia"...
...ein Kommentar zur Eidgenössischen Volksinitiative "Für ein bedingungsloses Grundeinkommen" in der Neuen Zürcher Zeitung von Marcel Amrein (siehe auch hier).
18.5.16 Eidgenössische Volksinitiative, Eidgenössisches Volksabstimmung, Marcel Amrein, Neue Zürcher Zeitung
"Grundeinkommen ist nur für die Robinsoninsel"...
...meinte Rudolf Strahm im Schweizer tagesanzeiger. Siehe auch den Kommentar von Philip Löpfe.
18.5.16 Rudolf Strahm, Tagesanzeiger
"Bedingungslos Leben und Lieben"...
...- eine szenische Annäherung von Laura de Weck.
17.5.16 Eidgenössische Volksinitiative, Eidgenössisches Volksabstimmung, Familie, Kinder, Laura de Weck, Mutter, Vater
"Noch 20 Tage"...
...bis zur Abstimmung in der Schweiz über die Eidgenössische Volksinitiative "Für ein bedingungsloses Grundeinkommen". Grundeinkommen.ch berichtet über den Erfolg der größten Frage der Welt, über Möglichkeiten über das BGE zu informieren und bevorstehende Termine in der Schweiz.
17.5.16 Eidgenössische Volksinitiative, Eidgenössisches Volksabstimmung
"Grundeinkommen. Das Fest" - Veranstaltung zur Abstimmung in Basel
17.5.16 Basel, Eidgenössisches Volksabstimmung, Unternehmen mitte
"Und was hältst du vom Grundeinkommen" - Jung und Alt
Albert Wenger und Enno Schmidt im Gespräch - Buchvernissage Grundeinkommen von A-Z
16.5.16 Albert Wenger, Christian Müller, Eidgenössische Volksinitiative, Eidgenössisches Volksabstimmung, Enno Schmidt, Institut Zukunft
"Wie weit reichen die 2500 Franken"...
...fragt der Blick eine Budgetberaterin und gibt damit Einblick in die Lebenshaltungskosten in der Schweiz. Interessant ist auch die Diskussion in den Kommentaren.
16.5.16 Budgetberatung, Eidgenössische Volksinitiative, Ursula Grimm
"Grundfalsches Grundeinkommen"
"Zur individuellen Freiheit gehört untrennbar die Selbstverantwortung, mit dem Risiko des Scheiterns. Was die Initiative mit dem Recht auf Nichtarbeit propagiert, ist jedoch ein entscheidender Schritt hin zum entwürdigenden «Ideal einer totalen Pensionierung … der komfortablen Stallfütterung», wie es der liberale Denker Wilhelm Röpke sagt. Wer Freiheit nur als Entlastetsein von allen Unannehmlichkeiten des Alltags versteht und den Staat haftbar macht für sein privates Lebensglück, ist tatsächlich arm dran. Aber nicht materiell."
16.5.16 Finanz und Wirtschaft, Manfred Rösch
Grundsicherung, Bürgergeld, Bürgereinkommen, Grundeinkommen - Was hat wohl Claus Leggewie gemeint?
Zum Grundeinkommen ab Minute 7
Weitere Videos der Wertekonferenz
15.5.16 Claus Leggewie, SPD, Wertekonferenz Gerechtigkeit
15.5.16 Oswald Sigg, Roger Schawinski, Schweizer Fernsehen SRF
15.5.16 Daniel Häni, Kathy Riklin, Schweizer Radio SRF
Omnibus für direkte Demokratie holt "Abstimmungsbüchlein" in Bern ab
"Grundeinkommen abstimmen" hat mittlerweile mehr als 49 Tausend Unterzeichner. Der Aufruf findet sich nun auch auf Change.org
14.5.16 grundeinkommen abstimmen, Omnibus für direkte Demokratie, Volksabstimmungsbüchlein
"Bedingungsloses Grundeinkommen: Vielleicht die Lösung für die USA"...
14.5.16 ECO, Schweizer Fernsehen SRF, USA
"Eine Nation in der Hängematte? Ach was!"...
...ein Beitrag der Schweizer Ständerätin Anita Fetz auf Zeit Online.
14.5.16 Anita Fetz, Eidgenössische Volksinitiative, Eidgenössisches Volksabstimmung, Ständerat
"Komitee für Grundeinkommen gegründet"...
..."Im Kanton Schwyz kämpft jetzt ein Komitee, bestehend aus Jungsozialist_innen, jungen Grünliberalen und Grünen, für die Annahme der Initiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen (kurz: BGE)." Zur Website.
14.5.16 Grüne, Grünliberale, JUSO Schwyz
"Das Grundeinkommen ist eine konkrete Utopie"...
...titelt die Handelszeitung und führt Pro und Contra an.
13.5.16 Eidgenössische Volksinitiative, Eidgenössisches Volksabstimmung, Handelszeitung
"NEIN zum Grundeinkommen!"...
...eine Pressekonferenz derer, die eine Gegen-Kampagne zur Eidgenössischen Volksinitiative in einer Pressekonferenz vorgestellt haben. Auf der Website werden die Unterstützer der Kampagne aufgeführt und ihre Argumente dagegen dargelegt.
"Das überparteiliche Komitee lehnt die Initiative ab weil…
sie wie ein Magnet für Migranten wirken wird..."
13.5.16 Eidgenössische Volksinitiative, Eidgenössisches Volksabstimmung, Gegen-Kampagne
"Die wichtigsten Antworten zum Grundeinkommen"...
...präsentiert die Handelszeitung mit Rückgriff auf die "Lange Nacht des Grundeinkommens" im Theater Basel.
13.5.16 Handelszeitung, Lange Nacht des Grundeinkommens, Theater Basel
12.5.16 Automatisierung, Digitalisierung, Eidgenössische Volksinitiative, Eidgenössisches Volksabstimmung, Matthias Oppliger, Tageswoche
"Freilich steckt das Konzept des bedingungslosen Grundeinkommens voller Tücken. Die Horrorprognosen über drohende Arbeitsplatzverluste sind Kaffeesatzleserei. Natürlich fallen Stellen weg, wenn Autos künftig von allein fahren und Maschinen sich selbst steuern und warten. Auf der anderen Seite dürften im Zuge des technischen Fortschritts – wie bisher auch – neue Aufgaben dazukommen, die menschliche Arbeitskraft erfordern – nur weiß man heute eben noch nicht, was genau das sein wird. So ist das nun einmal, wenn ein Strukturwandel stattfindet und etwas Neues entsteht."
Man muss die Mutmaßungen darüber, dass enorm viele Arbeitsplätze verloren gehen werden, nicht teilen. Sie beruhen auf Prognosen, die sogar bei Carl Frey und Michael Osborne sich vorsichtiger lesen als in manchem Beitrag in der öffentlichen Diskussion. Doch einfach das Gegenteil zu behaupten ist auch nicht weitsichtiger, wie es der Autor tut. Betrachtet man die Entwicklung des Arbeitsvolumens z. B. in Deutschland über die letzten 150 Jahre, kann niemand ernsthaft die These vertreten, dass das Arbeitsvolumen nicht stark abgenommen habe (siehe die Beiträge des Historikers Gerhard Schildt hier und in diesem Sammelband; siehe meinen Kommentar hier). Entscheidend ist für eine solche Einschätzung nicht die Zahl an Arbeitsplätzen, entscheidend ist das Arbeitsvolumen - wenn schon, denn schon.
12.5.16 Arbeitsvolumen, Digitalisierung, Eidgenössische Volksinitiative, Frankfurter Allgemeine Zeitung
"Mir machen die Jungen wesentlich mehr Sorgen..."
..., nicht die Frauen, meint Monika Rühl von Economiesuisse, einem Schweizer Thinktank, im Schweizer Maschinenmarkt. Hier die Frage, auf die sie antwortete:
"Stefan Vannoni von Economiesuisse sagt, dass durch die Annahme des bedingungslosen Grundeinkommen es zu einem Hausfrauenboom kommen wird. Co-Initiator der Grundeinkommensinitiative Daniel Straub entgegnet darauf, dass die Economiesuisse die Frauen nicht ernst nimmt. Nimmt die Economiesuisse die Frauen nicht ernst?
M. Rühl: Ich denke in diesem Zusammenhang ist die Frauendiskussion nicht der springende Punkt. Mir machen die Jungen wesentlich mehr sorgen. Wenn jemand ohne Ausbildung 2500.- bekommt, dann fragt sich die Jugend warum sie überhaupt eine Lehre machen sollen. Das ist ein schädlicher Effekt. Ausserdem stört mich Geld zu bekommen, ohne etwas dafür zu tun. Das mindert den Wert von Arbeit."
Ganz ähnlich argumentierte von wenigen Wochen Rudolf Strahm im tagesanzeiger, wenn er behauptete "Grundeinkommen ist nur für die Robinsoninsel". Weshalb sollte die Jugend denn an einer Ausbildung nicht mehr interessiert sein, nur des Geldes wegen? Einen Beruf auszuüben bedeutet doch viel mehr, als Geld zu verdienen. Man muss sich zuerst einmal auf den Beruf einlassen, sich auf eine Sache einlassen, Aufgaben bewältigen, die sich einem stellen. Ohne dies kann es keine erfolgreiche Berufsausübung geben. Das verlangt aber ein Interesse an der Sache selbst. Einen Beruf auszuüben oder erwerbstätig zu sein bedeutet zugleich, für andere Güter und Dienste bereitzustellen, damit sie sie in Anspruch nehmen können. Ist das nicht auch erfüllend und sinnvoll, daran mitzuwirken, sofern man die Chance hat, etwas zu tun, das man für sinnvoll hält. Warum sollte "die Jugend" das nicht wollen? Vielleicht sollten wir die Frage einmal umdrehen - weshalb wird so leichtfertig unterstellt, dass die Jugend nicht will (siehe hier)? Sagt manche Verweigerung womöglich etwas über heutige Arbeitsbedingungen, einen beschränkten Leistungsbegriff, einen mangelnden Respekt der Unternehmen für ihre Mitarbeiter? Das wäre zumindest zu erwägen.
Dass es Frau Rühl stört, Geld zu erhalten, ohne dafür etwas zu tun, ist ihr gutes Recht. Aber was genau stört sie daran? Ist es nicht so, dass wir im Leben ständig ganz elementare Dinge erhalten, ohne dafür etwas tun zu müssen, ja gar nichts dafür tun zu können? Warum wird die Gegenleistung so hoch veranschlagt, wenn der Zusammenhalt eines Gemeinwesens gerade dadurch gestiftet wird, etwas bedingungslos zu erhalten, ohne eine Gegenleistung erbringen zu müssen? Man schaue nur in die Verfassungen der Demokratien und wird schnell herausfinden, dass die Stellung der Bürger eine ist, in der man alles erhält, ohne etwas tun zu müssen, zumindest für das Nicht-Tun nicht sanktioniert werden zu können?
12.5.16 Economiesuisse, Eidgenössische Volksinitiative, Monika Rühl
"Omnibus für direkte Demokratie holt Volksabstimmung nach Deutschland"...
...aus der Pressemitteilung:
- zur Inempfangnahme der Schweizer Abstimmungsbüchlein Am 12. Mai 2016 um 11.00 Uhr, Bern, Bundesplatz
- zur Auslegung des längsten Satzes der Welt "Was würden Sie arbeiten wenn für Ihr Einkommen gesorgt wäre?"
- zum gemeinsamen Fest grundeinkommen-abstimmen
- zur öffentlichen Schenkaktion der Schweizer Abstimmungsbüchlein an alle Abgeordneten des Deutschen Bundestags am 30. Mai um 12.00 Uhr, Ort: Deutscher Bundestag, Paul-Löbe Allee, Berlin.
Jede/r Abgeordnete ist herzlich eingeladen vor dem Bundestag ein Abstimmungsbuchpäckchen in Empfang zu nehmen und miteinander ins Gespräch zu kommen...
... für die Bundesweite Volksabstimmung und für das Bedingungslose Grundeinkommen.
11.5.16 Eidgenössische Volksinitiative, Eidgenössisches Volksabstimmung, Omnibus für direkte Demokratie
11.5.16 Bundeszentrale für politische Bildung, Eidgenössische Volksinitiative, fluter
...so ist ein Interview mit Theo Wehner im Schweizer Der Bund überschrieben. Darin heißt es unter anderem:
"...Viele klammern sich an rationale Rechenspielchen und denken primär darüber nach, dass das Grundeinkommen nie oder eher nicht oder vielleicht doch finanzierbar ist. Man kann Experimente aber nie zu Ende denken – es bleiben Experimente. Man muss den Willen für eine konkrete Utopie haben – und dann geht vieles. Nehmen wir die Einführung des Euro, auch eine konkrete Utopie. Damals waren wir tatsächlich bereit, all die Risiken auf uns zu nehmen, die dieser Systemwechsel erst heute zeigt."
11.5.16 Der Bund, Feldexperiment, Stress, Theo Wehner
11.5.16 Feldexperiment, Finnland, Future of Work-Konferenz, GiveDirectly, Kanada, Kenia, Michael Faye, Namibia, Niederlande, Otjivero-Omitara, Utrecht
Auf der Future of Work-Konferenz in Zürich wurden Ergebnisse einer Meinungsumfrage zum Bedingungslosen Grundeinkommen in den sechs größten EU-Ländern vorgestellt (Videomitschnitt, ab 8:47:00; siehe auch den Bericht im tagesanzeiger). Es war die erste Umfrage dieser Art im EU-Raum laut Nico Jaspers, CEO bei Dalia Research, der die Ergebnisse vorstellte. Dass BGE wurde den Befragten als etwas erläutert, dass alle "social security payments" ersetzen solle (8:48:55). 64 Prozent der Befragten befürworteten die Einführung eines Bedingungslosen Grundeinkommens laut Umfrage. Dass es sich selbstverständlich um eine "hypothetical question" handelte, die gestellt wurde, erwähnte Nico Jaspers, womit deutlich sein sollte, was die Ergebnisse besagen. Was lässt sich aus solchen Befragungen schließen? Folgendes möchte ich hierzu anmerken:
2a) Es wird eine hypothetische Frage gestellt. Die Befragten sollen so antworten, als wüssten sie, was sie in einer Situation tun würden, die nicht real vorliegt. Dabei wird unterstellt, als wisse man selbst genau, was man in einer solchen Situation tun würde. Das ist aber nicht so, wie jedem vertraut ist, der mit nicht-standardisierten Daten arbeitet. Was hier also einzig in gewisser Weise abgefragt wird, sind Teile eines Selbstbildes, das der Befragte von sich hat, das aber keineswegs seinem Handeln entsprechen muss. Diese Diskrepanz zwischen "Einstellung" und "Verhalten", wie sie in der Methodenliteratur gefasst wird, ist die Krux dieser Befragungen. Sie sagen nichts darüber aus, was jemand tun wird
Kurzum: Solche Meinungsumfragen sind aus vielerlei Gründen unbrauchbar, um etwas darüber zu erfahren, was Menschen in ihrem Handeln leitet bzw. um herauszufinden, was sie tatsächlich tun würden, wenn...
Darüber hinaus sind Umfragen eben keine Entscheidungen, der Befragte hat seine Antwort nicht zu verantworten, sie ist unverbindlich, es folgt nichts aus ihr. Ganz anders als bei Wahlen oder - wie in der Schweiz - bei Volksabstimmungen. Entscheidungen wie diese haben ganz konkrete Folgen. Sie müssen von Bürgern dann mit allen Konsequenzen getragen werden.
Ähnlich wie damit verhält es sich mit einer App, die auf derselben Konferenz euphorisch gemeinsam mit ein wenig Deutschland-Bashing angekündigt wurde (Future of Work-Konferenz ab Minute 46:20). "Democracy needs an update" - mittels Votesapp soll per Smartphone zu Fragen des öffentlichen Lebens Stellung bezogen werden. Es können auch Fragen gestellt oder von anderen gestellte Fragen bewertet werden. Da 60% der Deutschen, laut Armin Steuernagel, - der neben Michael Bohmeyer, Johannes Ponader und anderen zum Team gehört - die deutsche Demokratie nicht für eine Demokratie halten, soll mittels App offenbar eine Demokratisierung der Demokratie erreicht werden. Votesapp reduziere die Barrieren, um Demokratien zu machen und führe direkte Demokratie ein.
Weder sind die Abstimmungen per App ein legitimiertes demokratisches Verfahren, noch sind sie verbindlich oder initieren ein Gesetzgebungsverfahren. Wie bei Meinungsumfragen bleiben sie unverbindlich, die abgegebenen Stimmen müssen nicht verantwortet werden - es folgt aus ihnen nichts. Votesapp, so wie es vorgestellt wurde, entspricht damit bislang all den unverbindlichen Petitions- und Bürgerbeteiligungsverfahren (siehe dazu hier und hier), in denen Meinungen bekundet werden können - ohne dass sie berücktsichtigt werden müssen.
10.5.16 Bürgerbeteiligung, Dalia, Democracy, Demokratie, Future of Work-Konferenz, Meinungsumfrage, Nico Jaspers, Petition, votesapp.net
"Kreative Kampagne für bedingungsloses Grundeinkommen" berichtet das Schweizer Fernsehen
10.5.16 Eidgenössische Volksinitiative, Schweizer Fernsehen SRF
"Ansatz für eine neue Lebensform"...
...ein Beitrag zur Schweizer Debatte von Hans Ruh im tagesanzeiger.
10.5.16 Hans Ruh, Tagesanzeiger
"Perfekte Schweiz oder bedingungsloses Chaos?"...
...fragt 20minuten und stellt Pro und Contra zum Bedingungslosen Grundeinkommen dar.
9.5.16 20minuten, Eidgenössische Volksinitiative
"Mehrwertsteuer bald über 50 Prozent?"...
...ein Beitrag zur Finanzierung des Bedingungslosen Grundeinkommens in der Neuen Zürcher Zeitung von Hansueli Schöchli.
9.5.16 Hansueli Schöchli, Mehrwertsteuer, Neue Zürcher Zeitung
"Die Diskussion um das bedingungslose Grundeinkommen" - Kurzbeitrag im WDR
9.5.16 WDR
"Grundeinkommen wäre gut für die Welt..."
...sagt Albert Wenger in einem Interview mit der Handelszeitung
8.5.16 Albert Wenger, Eidgenössische Volksinitiative, Handelszeitung
"Schweiz bringt Schwung in deutsche Debatte..."
...meldet swissinfo.ch
8.5.16 Eidgenössische Volksinitiative, swissinfo
...das bot die "Lange Nacht des Grundeinkommens" im Theater Basel (zur Orientierung im Video hier das Programm). Dankenswerterweise ist die Veranstaltung aufgezeichnet worden und bietet einen Einblick in die Schweizer Diskussion über Demokratie, die nicht nur über die Art und Weise erstaunen lässt, wie öffentlich debattiert werden kann. Sie gab auch Einblick darein, wie groß selbst in einer direkten Demokratie, die Volksabstimmungen selbstverständlich praktiziert, die Vorbehalte gegenüber dem Einzelnen sind, mit seiner Freiheit vernünftig umzugehen. Diese Diskrepanz fällt noch mehr ins Auge als in Deutschland, weil die direkte Demokratie noch weitergeht als die repräsentative, denn sie räumt ihren Bürgern noch mehr Möglichkeiten ein zu gestalten. Um so mehr verwundert es, wie abfällig teils über die Bürger gesprochen wurde. Ebenso erstaunlich waren die Aggressivität und der Zynismus - besonders bei Reiner Eichenberger und Lukas Rühli - in den ersten beiden Runden, in denen es um die Finanzierung und um Arbeitsmotivation ging.
8.5.16 Direkte Demokratie, Eidgenössische Volksinitiative, Lange Nacht des Grundeinkommens, Theater Basel
"Die Schweiz stimmt ab" - Veranstaltung zur Abstimmung an der Alanus Hochschule
"Am 5. Juni 2016 stimmt die Schweiz über die Eidgenössische Volksinitiative „Für ein bedingungsloses Grundeinkommen“ ab. Sie schlägt vor, das Bedingungslose
Warum?" Zur Website der Alanus Hochschule.
7.5.16 Alanus Hochschule, Demokratie, Eidgenössische Volksinitiative, Eidgenössisches Volksabstimmung, Sozialstaat
"Die Grundeinkommen-Initiative auf einen Blick"...
...ein Beitrag in der Neuen Zürcher Zeitung von Marcel Amrein, der im März einen Kommentar zur Initiative mit dem Titel "Irrlichternde Mondfahrer" veröffentlichte.
7.5.16 Eidgenössische Volksinitiative, Marcel Amrein, Neue Zürcher Zeitung
"Geld vom Staat fürs Menschsein. Echt jetzt?"...
..."Zwölf Ansichten zu einem bedingungslosen Grundeinkommen" in bref. Das Magazin der Reformierten in der Schweiz
7.5.16 bref, Eidgenössische Volksinitiative, ref.ch
"Wer, wenn nicht die Schweiz"...
...ein Bericht über die Future of Work-Konferenz im Schweizer tagesanzeiger.
6.5.16 Eidgenössische Volksinitiative, Future of Work-Konferenz, Tagesanzeiger
"Graubünden: Ausgerechnet ein Tourismusdirektor ist für das bedingungslose Grundeinkommen"...
...meldet watson.ch.
6.5.16 Eidgenössische Volksinitiative, Graubünden, Schweiz, Tourismus
5.5.16 Arbeitslosengeld II, Deutscher Bundestag, Inge Hannemann, Petition, Sanktionen
"Deutschland sagt Sorry" - gelungene Aktion
5.5.16 Arbeitsagentur, Arbeitslosengeld II, Hartz IV, Sanktionen im SGB
"Das Grundeinkommen - eine linke oder eine rechte Idee?"...
...fragte Daniel Binswanger in "Das Magazin", das u. a. in der Basler Zeitung und im tagesanzeiger beigelegt ist. Binswanger räsonniert sehr aufgeschlossen über Möglichkeiten, die ein BGE schüfe. Ganz anders Eric Gujer in der Neuen Zürcher Zeitung.
5.5.16 Basler Zeitung, daniel binswanger, das magazin, Eric Gujer, Neue Zürcher Zeitung, Tagesanzeiger

References: BGE 
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