Source: https://www.elo-forum.org/threads/was-kann-man-tun-wenn-man-in-den-massnahmen-des-jobcenters-unterfordert-ist.204185/
Timestamp: 2019-04-21 05:27:17+00:00

Document:
Was kann man tun wenn man in den Maßnahmen des Jobcenters unterfordert ist? | Erwerbslosenforum Deutschland
Themenstarter Lilamaus37
alg2 arbeitslosigkeit jobcenter maßnahme sinnlos unterforderung
Hallo erst einmal ich bin neu hier und noch nicht sehr erfahren !!!.
Hätte mal eine bzw gleich mehrere Fragen zum Thema, denn ich bin mit meinem Latein am Ende. Jeder Vorschlag zur Eingliederung in Ausbildung wird zerschlagen und ich soll stattdessen nur machen was mein Sachbearbeiter will.
Er steckt mich in Maßnahmen die jeweils 5-6 Monate dauern! Dort bin ich total unterfordert und fühle mich wertlos! Bin vielen voraus so habe ich das Gefühl. Was kann man machen? Dürfen Daten überhaupt ohne meine Erlaubnis weitergegeben werden? Kann man was gegen diese Unterforderung tun?. Hatte auch mit der Dozentin der Maßnahme gesprochen und die sagte nur, dass spricht nur für dich. Ist eine Maßnahme mit permanenter Unterforderung überhaupt erlaubt und wie kann man dies beweisen?
Danke für eure Mühe und ich hoffe ihr versteht mich! Wünsche euch jetzt schon einen schönen Palmsonntag!
Hast du bereits eine Ausbildung?
Ja eine ungewollte aufgezwungene BaE zur Kauffrau im Einzehandel, welche ich gesundheitlich nicht mehr ausüben darf. Doch darum geht es hier nicht. Hier geht es einzig und allein um die Unterforderung. In diesem Beruf fing es im übrigen auch schon an mit der Unterforderung. War dafür nicht bestimmt. Wurde einfach ohne Grund reingesteckt, denn es war noch ein Platz frei.
Hier geht es einzig und allein um die Unterforderung.
Ich glaube du hast den Sinn von Hartz IV Maßnahmen noch nicht verstanden...
es geht nicht darum das man dich fordert oder gar fördert.... es geht nur darum, das du aus der Statistik raus bist!
Und das die Hartz IV Maßnahme Industrie durch Elos am Leben erhalten wird.
Ich weiss aber was du meinst....2003 landete ich durch die Berufsberatung in eine "berufvorbereitende Maßnahme" dort sollte ich u.a. schriftliches addieren und multiplizieren üben...da kam ich mir schon ziemlich unterfordert vor....ich schmiss das dann auch nach ein paar Wochen
Jeder Vorschlag zur Eingliederung in Ausbildung wird zerschlagen
Mein Tipp: stell schriftlich nachweislich einen Antrag auf Weiterbildung/Umschulungen was auch immer du möchtest....dann müsste dir SB einen Ablehnungsbescheid schicken....und du kannst dagegen klagen
Wertungen: Lilamaus37 und MichaelBelek
Danke für deinen Tipp mit dem schriftlichen Antrag. Bisher hatte ich es nur mündlich gemacht. Dieses wurde natürlich gleich abgelehnt! Was sollte genau enthalten sein?
Aber eine Frage ist eine Umschulung nicht dasselbe wie eine überbetriebliche Berufsausbildung wo von den Arbeitgebern nachrangig angesehen wird? Was wäre eine betriebliche Umschulung, wird diese besser bei den Arbeitgebern angesehen?
Hatte sogar überlegt eine PIA Ausbildung (normal extra für Quereinsteiger) zur staatlich anerkannten Erzieherin zu absolvieren. Die Voraussetzungen mit meiner 3 jährigen Ausbildung zur Kauffrau im Einzelhandel und Mittlere Reife hätte ich. Es würde nur mindestens ein 3 monatiges Vollzeitpraktikum fehlen.
Warum machst Du nicht eine "normale" Ausbildung?
Glaubst Du, Du könntest mit der Unterforderung während der Erzieherinnen-Ausbildung zurechtkommen? Und im Berufsalltag?
Die Erzieherinnen Ausbildung ist eine normale Ausbildung in der Form in der ich sie machen würde und ja würde ich da es mein Traumberuf B ist. Und als Erzieherin ist man nie unterfordert. Man hat genug zu tun mit den Kleinen. Erzieherin zu sein heißt nicht nur mit den Kleinen zu spielen.
Was sollte genau enthalten sein
Reiche einfach einen formlosen Antrag ein:" Sehr geehrte SB, hiermit beantrage ich folgende Umschulung Xy, bei MAT oder Schule zum XY.YA.YYYY
Bitte teilen Sie mir schriftlich mit wie Sie über meinen Antrag entschieden haben.
Diese Umschulung ist wichtig für meine Integration auf den ersten Arbeitsmarkt. MFG Ihre treue Kundin XY"
Am besten hast du dann schon Kontakt zu einem MAT oder einen Bildungsträger aufgenommen, und hast ggf. schon eine Zusage das die dich nehmen.
Wenn du für die Umschulung einen Bildungsgutschein brauchst, solltest du das natürlich auch schon in den Antrag aufnehmen.
Unter Kursnet kannst du dir Weiterbildungsmöglichkeiten in deiner Stadt/Region raussuchen.
Aber eine Frage ist eine Umschulung nicht dasselbe wie eine überbetriebliche Berufsausbildung wo von den Arbeitgebern nachrangig angesehen wird?
Kommt auf die Ausbildung an. Erzieher kann man aber nur auf Fachoberschulen machen, von daher würdest du nach deinem Abschluss eine Anschlussbeschäftigung finden. Erzieher werden ja auch gesucht.
Diese Ausbildung sagt mir leider garnichts.
Es würde nur mindestens ein 3 monatiges Vollzeitpraktikum fehlen.
Für dieses Praktikum müsstest du einen Praktikumsplatz finden. Da ich selber aus dem Sozialwesen beruflich komme, weiss ich dass das sehr schwer ist, aber nicht unmöglich
Dann müsstest du dieses Praktikum auch noch vom JC genehmigen lassen. Auch dafür solltest du einen schriftlichen Antrag stellen.
Das ist garnicht so leicht! Grade ab einen gewissen Alter nehmen einem Betriebe nicht mehr, für eine Ausbildung.
Ich spreche da leider aus Erfahrung. Ich habe mehrere Jahre versucht mit über 30 noch einen "normalen" Ausbildungsplatz zu finden...keine Chance...
Eine PIA Ausbildung zur staatlich anerkannten Erzieherin ist eine normale Ausbildung und keine umschulung. Die PIA (Praxisintegriert) ist also keine schulische Ausbildung sondern findet wie eine duale Ausbildung statt. Sprich 3 Tage in der Woche Kita und 2 Tage die Woche in der Fachschule. Den Ausbildungsvertrag schhließt man auch nicht mit der Schule wie bei der schulischen Variante sondern mit der Kita. Diese Ausbildung wird zudem nach dem öffentlichen Dienst bezahlt. Dieser Beruf ist mein Traumberuf B.
Bei meinem Traumberuf A (Medizinische Fachangestellte) wiederum gebe es die Möglichkeit einer Umschulung, aber nur in einem anderen Bundesland, wo ich umziehen müsste was ich keineswegs will. Die Ausbildung würde auch nur als überbetriebliche Ausbildung zählen und da habe ich genug davon und genug Erfahrung, dass man bei Arbeitgebern keine Chance hat angestellt zu werden. Würde man von dem Kooperations Praktikumsbetrieb nicht übernommen werden, hat man verloren. Das passiert mir nicht nochmal. Sollte doch eine Umschulung bei einem Träger in Frage kommen, würde ich wieder nach der Umschulung in mein altes Bundesland zurück wollen. Daher fällt diese Form der Umschulung schonmal weg.
Ich hatte auch über 30 schon viele Zusagen und Anfragen und selbst mit 37 jetzt auf meine Stellengesuche und Bewerbungen. Man ist dafür nie zu alt. Leider wurde es mir bisher vom Jobcenter immer zunichte gemacht. Deswegen hatte ich mir geschworen mit denen nicht mehr zu kooperien bzw denen nicht mehr alles auf die Nase zu binden. Die hören erst was eine normale Ausbildung betrifft wieder was von mir, nachdem ich den Ausbildungsvertrag unterschrieben habe. Es gab nämlich auch Zeitpunkte wo sie mir die Ausbildung zum Schluss und kurz vor der Unterschrift zunichte gemacht hatten und ich stundenlang geweint hatte. Das muss ich mir von denen nicht geben lassen.
Möglich wäre nur eine normale duale Berufsausbildung oder eine betriebliche Umschulung, welche genauso wie die normale duale Ausbildung durchgeführt wird und vom Arbeitgeber bezahlt wird. Der einzige Unterschied ist nur das die betriebliche Umschulung um ein Jahr verkürzt ist.
Ich habe mehrere Jahre versucht mit über 30 noch einen "normalen" Ausbildungsplatz zu finden...keine Chance...
Me too. 16jährige Schulabgänger kann man nunmal leichter herumschubsen, als gestandene Erwachsene.
Wertungen: Stauer, bibumuc, apfelkuchen und 1 andere Person
Ist eine Maßnahme mit permanenter Unterforderung überhaupt erlaubt und wie kann man dies beweisen?
Kommt drauf an - zum einen: eine "permanente Unterforderung" kann ebenso Auslöser für Krankheit und Depressionen sein.
Zum anderen: es gibt meines Wissens keine Arbeitsanweisung und auch kein Urteil was sich bzgl. "Unterforderung" GANZ KONKRET auseinandersetzt.
Außer in den Ausführungen hier LSG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 18.05.2015 - L 19 AS 2396/14 NZB - openJur - wo das Thema "Unterforderung" nach einer Klage einer Leistungsempfängerin bearbeitet wurde.
Zur kurzen Interpretation (meinerseits): Es GIBT die Kriterien einer UNZUMUTBARKEIT - unter die eine "permanente Unterforderung" sicherlich AUCH anzusiedeln ist.
EXPLIZIT gibt es wohl (noch) kein Urteil, was eine "Unterforderung" allgemein gültig ausführt, denn eine Unterforderung wird sicher IMMER eine Sache des konkreten EINZELFALLES sein und nicht "flächendeckend" zu benutzen sein als Argument!
Dennoch lies mal das Urteil durch - und diesen Abschnitt - das, was sein MUSS habe ich hervorgehoben.
Bei der Beurteilung, ob eine berufliche Eingliederungsmaßnahme zumutbar ist, ist auf die Umstände des Einzelfalles abzustellen, wobei es auf die Inhalte und die konkrete Ausgestaltung der angebotenen Maßnahme ankommt (BSG Urteile vom 29.01.2003 - B 11 AL 33/02 R - und vom 18.09.1992 -7 RAr 68/96 -, SozR 3-4465 § 3 Nr. 1). Die Maßnahme muss objektiv geeignet sein, die Eingliederungsaussichten zu verbessern.
Erforderlich ist danach eine Prognoseabschätzung, die den individuellen Qualifikationsstand des Arbeitslosen und die Dauer seiner Arbeitslosigkeit ebenso zu berücksichtigen hat wie die Arbeitsmarktentwicklung (LSG Hessen, Urteil vom 09.08.2000, L 6 AL 166/10 - m.w.N. zum Eintritt einer Sperrzeit bei angeblicher Unterforderung).
Die vom BSG geforderten Anforderungen an die Zumutbarkeit einer beruflichen Eingliederungsmaßnahme für das SGB III sind auf die beruflichen Eingliederungsmaßnahmen als Leistungen zur Eingliederung nach § 16 Abs. 1 S. 2 Nrn. 2, 3,4 SGB II übertragbar.
Denn diese beruflichen Eingliederungsmaßnahmen entsprechen hinsichtlich ihrer Förderbarkeit denen nach dem SGB III. Dies ergibt sich durch die in § 16 Abs. 1 enthaltenen Rechtsgrundverweisung auf die Vorschriften des SGB III. Die individuelle Zumutbarkeit eines Leistungsberechtigten der Teilnahme zur Eingliederung ist in § 10 Abs. 3 SGB II geregelt, wonach die Regelungen über die Zumutbarkeit einer Erwerbstätigkeit in § 10 Abs. 1 Abs. 2 SGB II entsprechend gelten.
Grundsätzlich ist zur Abwendung der Hilfebedürftigkeit die Aufnahme jeder Arbeit, unabhängig von schulischer und beruflicher Bildung, zumutbar, die ein erwerbsfähiger Leistungsberechtigter in Hinblick auf seine Fähigkeiten und Leistungsvoraussetzungen erfüllen kann und darf (BSG Urteil vom 15.12.2010 - B 14 AS 92/09 R).
Ob die Teilnahme an einer Maßnahme wegen objektiver Ungeeignetheit zur Verbesserung der Eingliederung in Arbeit oder individueller Gründe unzumutbar ist, ist eine Frage eines Einzelfalls (siehe hierzu Zusammenstellung der Rechtsprechung in: Armborst in LPK-SGB II, 5. Aufl., § 10 Rn. 48, Hackethal in juris-PK, 3. Aufl. 2012, § 10 Rn 38; Rixen in Eicher, SGB II, 3. Aufl., § 10 Rn 121).
Soweit die Klägerin rügt, dass ihre Teilnahme an der konkret angebotene Maßnahme nach ihren persönlichen Vorkenntnissen und den Eigenschaften wegen Unterforderung unzumutbar gewesen sei, greift die Beschwerde eine im Ergebnis als fehlerhaft angesehene Subsumtion im Einzelfall auf, die mit der Nichtzulassungsbeschwerde gerade nicht erneut zur Prüfung gestellt werden kann.
Anhand dieser ganzen Aufzählungen siehst du, auf was "eigentlich" geachtet werden sollte - es aber einfach nicht wird.
Wer sich nicht wehrt - hat verloren!
Was du tun kannst: KEINE EGV unterschreiben - und KEINE VERTRÄGE mit neuen Maßnahmeträgern!
Denn DAFÜR kann man dich nicht sanktionieren.
Wenn du mal KONKRET aufzählen würdest, wann du an welchen Maßnahmen mit welchen Inhalten teilgenommen hast, was das gebracht hat, bzw. NICHT gebracht hast - die "Kenntnisse" aufzählen, die dir dadurch nicht NEU und "hilfreich" für die EIngliederung waren und dann mal ein KONZEPT mit konkreten Kursen von Bildungsträgern vorlegst, die dich in deinen "Traumberuf B" bringen würden - denn du schilderst ja dass eigentlich relativ wenig noch erforderlich wäre!? - und du dann mehr und KONKRETE Chancen hast auf einen Job, das alles schriftlich - mit Kopie an den Teamleiter - hätte dies sicherlich mehr "Biss"!
Weitere stichhaltige Argumente wären auch, dass gerade Erzieher künftig mehr und mehr gebraucht werden:
Zukunftsbranche Erzieherinnen und Erzieher
Beruf mit Zukunft: Erzieher/in |▷Ratgeber Umschulung !!!
Wenn du bisher unterfordert warst - dann könnte hier eine dezidierte Beschwerde mit konkreten Vorschlägen, wie es weiter gehen kann und BEISPIELEN - vielleicht auch schon Benennung von Ausbildungsweg oder auch Arbeitgebern, dich so richtig FORDERN! ;-)
Ja eine ungewollte aufgezwungene BaE zur Kauffrau im Einzehandel, welche ich gesundheitlich nicht mehr ausüben darf.
Hier mal eingehakt: Gesundheit ... hast du da etwas, was deine Vermittlung "erschwert" oder eine "Schwerbehinderung" geltend machen könnte? Dann wäre u.U. ein Fallmanagement oder Übergang in die Reha-Abteilung besser - die viel konkreter fördern, als der normale Arbeitsvermittler!
Wenn dem so ist, dass nur ein so kurzes Vollzeitpraktikum nötig ist - ein Grund mehr das konkret und schriftlich abzuliefern!
Montag um 23:22
Die Erzieherinnen Ausbildung ist eine normale Ausbildung in der Form in der ich sie machen würde und ja würde ich da es mein Traumberuf B ist. Und als Erzieherin ist man nie unterfordert
Warum jobbst du eigentlich nicht schon mal nebenbei als Tagesmutter?
Eine Freundin konnte Ihre Eignung zur Erzieherin mittels einer BKM Maßnahme über das Jobcenter unter Beweis stellen, was dann auch der Einstieg in den Beruf wurde. Allerdings war sie da auch erst 25 Jahre alt. Und das ist schon 3 Jahre her Du solltest einfach mal auf einer solche Erprobung bestehen. Und ggf. einen entsprechenden Antrag nachweislich im Jobcenter einreichen. Wenn der abgelehnt wird, dann meist aus Ermessensgründen. Bei Zweifeln daran kann man eine Ablehnung dann gerichtlich überprüfen lassen. Innerhalb bestimmter Fristen.
Solche Maßnahmen gibt es wohl auch noch aktuell, aber recht unterschiedlich, was die Regionen anbetrifft.
Ich denke, Dir könnte ansonsten nur eine radikale Abwehr Strategie helfen, was sinnlose Maßnahmen betrifft. Denn Maßnahmen müssen die Chance auf einen Eingliederungserfolg beinhalten. Und das Vorgehen des Jobcenters müsste da vorrangig auf Deinen Einzelfall ausgerichtet sein.
Wenn das nicht bisher der Fall war , dann hilft dir nur eine erfolgreiche Abwehr. Von Anfang an. Guck Dir mal die Unterlagen dieser erfolgreichen Abwehr aus 2017 an. Die Inhalte könntest du sicher auf Deinen Fall anpassen.:
Wertungen: DoppelPleite und gila
Für meinen Traumberuf A hätte ich alles, ja sogar mehr als ich bräuchte. Nämlich 18 Jahre Selbststudium in der Theorie der Humanmedizin und des Berufes der Medizinischen Fachangestellten. Bin in Theorie also fitter als jeder andere.
Sag mal, hast du dich mal auf Hochbegabung testen lassen?
Wertungen: Georg1975 und Stauer
Du bist fitter als jeder andere, . Beherrschst Du die Nomenklatur? Selbststudium bedeutet doch keine Prüfung, keine Vergleiche. Woher weißt Du, dass die anderen nicht so fit sind wie Du?

References: § 3
 § 16
 § 16
 § 10
 § 10
 § 10
 § 10
 § 10