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Timestamp: 2018-04-20 23:50:34+00:00

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[Artikel: Krankenversicherung | Diskussion ]
2 Wie sind PiA krankenversichert?
4 Private Krankenversicherung
[Bearbeiten]Krankenversicherung
Eine Krankenversicherung erstattet den Versicherten die Kosten (voll oder teilweise) für die Behandlung bei Erkrankungen, bei Mutterschaft und oft auch nach Unfällen. Sie ist Teil des Gesundheits- und in vielen Ländern auch des Sozialversicherungssystems.
[Bearbeiten] Wie sind PiA krankenversichert?
Gelten PiA während dieser Zeit als Studenten, Praktikanten, Angestellte oder welchen Status haben Sie gegenüber den Versicherungen?
Grundsätzlich gilt: Für PiA, die ein Einkommen unter 400,00 € (Einnahmen abzügl. Ausbildungskosten) und das 30. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und die Ausbildung in Vollzeit absolvieren, ist weiterhin eine studentische Krankenversicherung möglich. Die Kosten hierfür belaufen sich bei ca. 65,00 € (incl. Pflegeversicherung).
PiA, die älter als 30 Jahre alt sind und während der Ausbildung in keinem sozialversicherungspflichtigem Arbeitsverhälnis sind, können sich entweder freiwillig bei der Gesetzlichen Krankenversicherung GKV oder der Privaten Krankenversicherung PKV versichern.
Praktische Tätigkeit Wenn die Tätigkeit in der Klinik oder Psychotherapeutischen Praxis vergütet wird, liegt ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis vor, dass sind die PiA i.d.R. Pflichtmitglieder der gesetzlichen Krankenkassen.
Wird die Tätigkeit nicht vergütet, so liegt ,so die Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen, auch kein versicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis vor. Die PiA können sich freiwillig bei der gesetzlichen Krankenversicherung versichern.
[Bearbeiten] Gesetzliche Krankenversicherung
Es gibt hierzu NEUIGKEITEN!!! Heute habe ich von der Techniker Krankenkasse folgende Auskunft bekommen:
Im Grunde ist es so, dass die Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten nicht als klassische Ausbildung gilt, sondern als Fachschulausbildung. Dies ist jedoch eine TK-Regelung.
Die Praxisphasen gelten als vorgeschriebene Praktika, da es sich ja um eine integrierte Ausbildung handelt.
Vorgeschriebene Praktika sind immer sozialversicherungsfrei. Diese ganze Verfahrensweise beruht auf den Rundschreiben des GKV-Spitzenverbandes, die allerdings nicht immer veröffentlicht werden.
Hier nochmal eine Auszug aus dem Rundschreiben, der die allgemeine Verfahrensweise bei Praktika regelt.
RdSchr. 04j Gemeinsames Rundschreiben betr. Beschäftigte Studenten, Praktikanten und ähnliche Personen; hier: Versicherungsrechtliche Beurteilung in der Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung
Tit. B Versicherungsrecht
Tit. B.1 Beschäftigte Studenten
Tit. B.1.2 Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung
(1) Nach § 5 Abs. 1 Nr. 1 SGB V unterliegen Arbeitnehmer, die gegen Arbeitsentgelt beschäftigt sind, der Krankenversicherungspflicht und nach § 20 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 in Verb. mit Satz 1 SGB XI der Versicherungspflicht in der Pflegeversicherung. Gleiches gilt nach § 1 Satz 1 Nr. 1 SGB VI für die Versicherungspflicht in der Rentenversicherung und nach § 25 Abs. 1 SGB III für die Versicherungspflicht in der Arbeitslosenversicherung. Das Bestehen von Versicherungspflicht ist demnach abhängig davon, ob eine Beschäftigung gegen Arbeitsentgelt vorliegt. Als Beschäftigung gilt nach § 7 Abs. 1 Satz 1 SGB IV die nicht selbständige Arbeit, insbesondere in einem Arbeitsverhältnis.
(2) Nach § 6 Abs. 1 Nr. 3 SGB V sind Personen krankenversicherungsfrei, die während der Dauer ihres Studiums als ordentliche Studierende einer Hochschule oder einer der fachlichen Ausbildung dienenden Schule (Fachschule) gegen Arbeitsentgelt beschäftigt sind. Dies gilt ebenfalls für die Pflegeversicherung, da diese grds. der Krankenversicherung folgt, sowie nach § 27 Abs. 4 Satz 1 Nr. 2 SGB III für die Arbeitslosenversicherung.
[a)]Hochschulen
Zu den Hochschulen gehören z. B.: Universitäten, Technische Hochschulen/Universitäten, Pädagogische Hochschulen, Bergakademien, Tierärztliche Hochschulen, Landwirtschaftliche Hochschulen, Wirtschaftshochschulen, Kunst- und Musikhochschulen, Kirchliche/Philosophisch-Theologische Hochschulen, Fachhochschulen. Das Studium an einer Hochschule ist mit der Immatrikulationsbescheinigung nachzuweisen.
[b)]Fachschulen
(1) Zu den der fachlichen Ausbildung dienenden Schulen gehören die Fachschulen, Höheren Fachschulen und Berufsfachschulen. Das Studium an bzw. der Besuch einer dieser Schulen mit überwiegend berufsbildendem Charakter ist durch eine Bescheinigung nachzuweisen.
(2) Fachschulen sind nicht als Hochschulen anerkannte berufsbildende Schulen, die u. a. der landwirtschaftlichen, gartenbaulichen, bergmännischen, technischen, gewerblichen, handwerklichen, kunsthandwerklichen, kaufmännischen, verkehrswirtschaftlichen, sozialpädagogischen, künstlerischen, sportlichen oder einer verwandten Aus- oder Weiterbildung dienen. Der Besuch der Fachschule setzt im Allgemeinen eine ausreichende praktische Berufsvorbildung oder berufspraktische Tätigkeit, in manchen Fällen auch nur eine bestimmte schulische Vorbildung oder eine besondere (etwa künstlerische) Befähigung voraus.
(3) Die Ausbildung muss in der Regel mindestens 6 Monate (Halbjahreskurs) dauern und dabei Zeit- und Arbeitskraft des Fachschülers überwiegend in Anspruch nehmen. Fachschulausbildung liegt auch vor, wenn es sich um einen deutlich länger als 5 Kalendermonate andauernden planmäßigen Vollzeitunterricht handelt, der als Halbjahreskurs anzusehen ist oder wenn die Ausbildung nur deshalb nicht volle 6 Monate umfasst, weil am Beginn und/oder Ende des jeweiligen Kurses arbeitsfreie Tage (Samstag, Sonntag, Feiertag) oder Ferienzeiten liegen. Im Übrigen sind Ausbildungen von weniger als 6 Monaten Fachschulausbildung, wenn sie mindestens 600 Unterrichtsstunden umfassen.
(4) Fachschulen führen zu einem anerkannten Berufsbildungsabschluss und können darüber hinaus Ergänzungs- und Aufbaubildungsgänge sowie Maßnahmen der Anpassungsweiterbildung anbieten.
(5) Die Höheren Fachschulen werden als besondere Stufe im Aufbau des Fachschulwesens angesehen.
(6) Berufsfachschulen (in Baden-Württemberg auch Berufskollegs) sind Schulen, deren Bildungsgänge in einen oder mehrere anerkannte Ausbildungsberufe einführen, einen Teil der Berufsausbildung (z. B. berufliche Grundbildung) vermitteln oder zu einem Berufsbildungsabschluss führen. Sie dienen demnach der Vorbereitung auf einen industriellen, handwerklichen, kaufmännischen, gesundheits- und sozialpädagogischen, technischen, hauswirtschaftlichen oder künstlerischen Beruf, wobei der Schulbesuch in der Regel auf die Ausbildungszeit angerechnet wird, oder gelten als voller Ersatz für eine betriebliche Ausbildungszeit und schließen mit der Gesellen-, Facharbeiter- oder Gehilfenprüfung ab. Für ihren Besuch wird keine Berufsausbildung oder berufliche Tätigkeit vorausgesetzt. Die Ausbildungsgänge dauern in Vollzeitform (ganztägige Regelform) mindestens ein Jahr, in Teilzeitform entsprechend länger.
(7) Die Vielzahl der Fachschulen, Höheren Fachschulen und Berufsfachschulen lässt eine erschöpfende Aufzählung nicht zu. Zur Fachschulausbildung gehört unter der Voraussetzung, dass die Merkmale einer der vorstehenden Begriffsbestimmungen “Fachschulen”, “Höhere Fachschulen” oder “Berufsfachschulen” vorliegen, z. B. der Besuch folgender Schulen: Altenpflegeschulen, Bergschulen, Bibelschulen, Chemotechnikerschulen, Diakonenausbildungsanstalten, Erzieherinnenschulen, Forstschulen, Gartenbauschulen, Gemeindehelferinnenseminare, Gewerbliche Berufsfachschulen, Hauswirtschaftsschulen, Hebammenschulen, Ingenieurschulen, Kaufmännische Schulen, Kinderpflegeschulen, Kunstschulen, Landwirtschaftsschulen, Lehranstalten für med.-techn. Assistentinnen, Meisterschulen, Missionsschulen, Musikschulen, Physiotherapieschulen, Schauspielschulen, Seefahrtsschulen, Seelsorgehelferinnenseminare, Sozialpädagogische Schulen, Sprachenschulen, Wirtschaftsschulen.
(3) Aus der Entstehungsgeschichte der Vorschriften über die Versicherungsfreiheit ergibt sich, dass diese für die sog. Werkstudenten geschaffen worden sind. Werkstudenten sind Personen, die neben ihrem Studium eine entgeltliche Beschäftigung ausüben, um sich durch ihre Arbeit die zur Durchführung des Studiums und zum Bestreiten ihres Lebensunterhalts erforderlichen Mittel zu verdienen. Durch Urteile vom 31. 10. 1967 — 3 RK 77/64 — (USK 67110) und vom 16. 7. 1971 — 3 RK 68/68 — (USK 71137) hat das BSG entschieden, dass nicht jede neben dem Studium ausgeübte Beschäftigung Versicherungsfreiheit auslöst, sondern nur solche Studierenden als Werkstudent versicherungsfrei sind, deren Zeit und Arbeitskraft überwiegend durch das Studium in Anspruch genommen werden, die also von ihrem Erscheinungsbild her keine Arbeitnehmer, sondern Studenten sind.
Praktische Tätigkeit: Wenn die Tätigkeit der PiA in der Klinik oder Psychotherapeutischen Praxis vergütet wird, liegt ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis vor, dann sind die PiA i.d.R. Pflichtmitglieder der Gesetzlichen Krankenkassen.
Kosten der "freiwilligen" Mitgliedschaft in der GKV:
Die Höhe der Beiträge wird entsprechend dem Einkommen berechnet, wobei bei verheirateten PiA das Familieneinkommen berücksichtigt wird. Hier kann es ggf. auch Konstellationen geben, die eine freiwillige Mitgliedschaft in der GKV ausschließen(z.B. Ehepartner in der PKV).
Der Mindessatz (bei Einkommen bis 875,00 €) für alleinstehende PiA im Jahr 2012:
130,38 € Krankenversicherung
19,25 € Pflegeversicherung
Praktische Ausbildung: Die ambulante Tätigkeit in den Institutsambulanten gilt als freiberufliche Tätigkeit. In dieser Zeit können sich die PiA ebenfalls entweder frewillig gesetzlich krankenversichern oder für einen Tarif in der PKV entscheiden.
[Bearbeiten] Private Krankenversicherung
Wenn kein versicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis besteht, ist der Abschluss einer Privaten Krankenversicherung (PKV) möglich. PKVen bietet günstige Einsteigertarife für junge Menschen, ebenfalls ist der Abschluss eines Basitarifes möglich.
Mitglieder der DPtV können sich bei der DKV über eine kostenlose Hotline beraten lassen.
Letzte Änderung: 23.03.2012 15:25 (CID: 652) von MoneSchmuwa -

References: § 5
 § 20
 § 1
 § 25
 § 7
 § 6
 § 27