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Timestamp: 2019-04-19 20:45:36+00:00

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Gesetze-Rechtsprechung Schleswig-Holstein SalMoorNatSchGV SH 2006 | Landesnorm Schleswig-Holstein | Gesamtausgabe | Landesverordnung über das Naturschutzgebiet „Salemer Moor mit angrenzenden Wäldern und Seen“ vom 5. Juli 2006 | gültig ab: 28.07.2006
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet „Salemer Moor...
juris-Abkürzung: SalMoorNatSchGV SH 2006
Fundstelle: GVOBl. 2006, 162
Gliederungs-Nr: 791-4-217
über das Naturschutzgebiet „Salemer Moor mit angrenzenden Wäldern und Seen“
Stand: letzte berücksichtigte Änderung: § 3 geändert und Anlage 2 Nummer 1 neu gefasst (Art. 1 LVO v. 16.05.2018, GVOBl. S. 296)
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet „Salemer Moor mit angrenzenden Wäldern und Seen“ vom 5. Juli 2006 28.07.2006
§ 1 - Erklärung zum Naturschutzgebiet und zum Europäischen Vogelschutzgebiet 28.07.2006
§ 2 - Geltungsbereich 28.07.2006
§ 4 - Verbote 28.07.2006
§ 5 - Zulässige Handlungen 28.07.2006
§ 6 - Ausnahmen und Befreiungen 28.07.2006
§ 7 - Ordnungswidrigkeiten 28.07.2006
§ 8 - Inkrafttreten und Außerkrafttreten 28.07.2006
Anlage 1a 28.07.2006
Anlage 1b 28.07.2006
Aufgrund des § 17 Abs. 1 in Verbindung mit § 16 Abs. 2 des Landesnaturschutzgesetzes und des § 38 des Landesjagdgesetzes verordnet das Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume:
(1) Das Salemer Moor, die Schwarze Kuhle, der Plötscher See, der Garrensee, der Ruschensee, die Wälder Langenberg und Garrenseeholz mit angrenzendem Offenland und weitere Waldflächen auf dem Gebiet der Stadt Ratzeburg und der Gemeinden Mustin, Salem und Ziethen, Kreis Herzogtum Lauenburg, werden zum Naturschutzgebiet erklärt.
(2) Das Naturschutzgebiet wird mit der Bezeichnung „Salemer Moor mit angrenzenden Wäldern und Seen“ unter Nummer 4 in das in der obersten Naturschutzbehörde geführte Verzeichnis der Naturschutzgebiete eingetragen.
(3) Das Naturschutzgebiet ist in Teilen ein Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung im Sinne der Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen (ABl. EG Nr. L 206 S. 7), zuletzt geändert durch die Richtlinie 97/62/EG vom 27. Oktober 1997 (ABl. EG Nr. L 305 S. 42).
(4) Das Naturschutzgebiet erfüllt für die in der Übersichtskarte 1 b und in der Abgrenzungskarte 1 b waagerecht schraffiert dargestellten Flächen die Kriterien im Sinne des Artikels 4 Abs. 1 und 2 der Richtlinie 79/409/EWG des Rates vom 2. April 1979 über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten (ABl. EG Nr. L 103 S. 1), zuletzt geändert durch die Richtlinie 97/49/EG vom 29. Juli 1997 (ABl. EG Nr. L 223 S. 9), und wird für diesen Teil zum Europäischen Vogelschutzgebiet erklärt.
(1) Das Naturschutzgebiet ist rund 690 ha groß und umfasst Flächen in den Gemarkungsteilen Große Hauskoppel, Ohlkoppel, Schiebenberge, Barbusch, Wohlde, Kreuzkamp, Blöcken, Schwarze Kuhle, Langenberg, Schwarzenhöfen, Großenholz, Salemer Moor, Lehmberg, Ruschensee, Koppel in den Höfen, Zuschlag im Kellerberg, Scheelskoppel, Das Große Moor, Garrenseeholz und Plötscher See, auf den Gebieten der Stadt Ratzeburg und der Gemeinden Mustin, Salem und Ziethen.
(2) Das Europäische Vogelschutzgebiet ist rund 678 ha groß und umfasst bis auf einen rund 12 ha großen Teilbereich des Gemarkungsteiles Scheelskoppel alle in Absatz 1 genannten Gemarkungsteile.
(3) In der dieser Verordnung als Anlage 1 a beigefügten Übersichtskarte im Maßstab 1 : 25.000 ist die Grenze des Naturschutzgebietes als schwarze Linie dargestellt. In der dieser Verordnung als Anlage 1 b beigefügten Übersichtskarte im Maßstab 1 : 25.000 sind die FFH-Gebiete senkrecht und das Europäische Vogelschutzgebiet waagerecht schraffiert eingetragen.
(4) Die Grenze des Naturschutzgebietes ist in der Abgrenzungskarte 1 a im Maßstab 1 : 5.000 rot eingetragen. Sie verläuft auf der dem Gebiet zugewandten Seite der roten Linie. In der Abgrenzungskarte 1 b sind die FFH-Gebiete senkrecht und das Europäische Vogelschutzgebiet waagerecht schraffiert eingetragen. Die Ausfertigung der Karten ist in der obersten Naturschutzbehörde, 24106 Kiel, verwahrt. Die Karten sind Bestandteile dieser Verordnung.
bei der Bürgermeisterin oder dem Bürgermeister der Stadt Ratzeburg, 23909 Ratzeburg,
Amtes Gudow-Sterley, 23899 Gudow,
Amtes Ratzeburg-Land, 23909 Ratzeburg,
(1) Das Naturschutzgebiet dient der Sicherung, dem Schutz und der Erhaltung eines repräsentativen eiszeitlichen Schmelzwasserrinnensystems im Naturraum Westmecklenburgisches Seen-Hügelland mit ausgeprägten Senken und Steilhängen, natürlichen eutrophen und oligotrophen Seen sowie dystrophen Seen und Teichen, Verlandungsbereichen, Großseggenriedern, Bruch-, Buchen- und Moorwäldern, Mooren, Tümpeln, Kleingewässern, Sukzessionsflächen und randlichen Acker- und Grünlandflächen als Lebens-, Brut- und Nahrungsraum einer charakteristischen und naturraumtypischen, äußerst artenreichen, teilweise gefährdeten Pflanzen- und Tierwelt. Viele der Lebensräume und Arten sind von europäischer Bedeutung.
die ungestörte Entwicklung der geologischen und biologischen Prozesse in den Seen, Brüchen, Mooren und Wäldern sowie in deren Randbereichen und
den ungestörten Wasserhaushalt und die ungestörte Bodenentwicklung auf den unterschiedlichen Standorten des geomorphologisch bedeutsamen, ausgeprägten Rinnensystems einschließlich seiner randlichen, bisher landwirtschaftlich genutzten Flächen
die für diesen Lebensraum typischen und sich aus Anhang I der Richtlinie 92/43/EWG ergebenden Lebensräume der
Gewässer, Teiche und Seen (Lebensraumtypen „Oligotrophe, sehr schwach mineralische Gewässer der Sandebenen-Littorelletalia uniflorae“, 3110, „Oligo- bis mesotrophe kalkhaltige Gewässer mit benthischer Vegetation aus Armleuchteralgen“, 3140, „Natürliche eutrophe Seen mit einer Vegetation des Magnopotamions oder Hydrocharitions“, 3150 und „Dystrophe Seen und Teiche“, 3160),
Moore (Lebensraumtypen „Noch renaturierungsfähige degradierte Hochmoore“, 7120, „Übergangs- und Schwingrasenmoore“, 7140 und „Torfmoor-Schlenken“, 7150),
Wälder (Lebensraumtypen „Hainsimsen-Buchenwald - Luzulo-Fagetum-“, 9110, „Waldmeister-Buchenwald -Asperulo-Fagetum“, 1130, „Moorwälder“, 91DO*), sowie
die auf diese Lebensräume spezialisierten, für dieses Gebiet charakteristischen Pflanzen- und Tierarten von gemeinschaftlichem Interesse im Sinne des § 1 Abs. 3 und 4 , insbesondere die Arten Kammmolch, Rotbauchunke und Große Moosjungfer sowie Schmalbindiger Breitflügel-Tauchkäfer (Arten aus Anhang II der Richtlinie 92/43/EWG ) und die seltene und in ihrem Bestand bedrohte Brutvogelgemeinschaft mit den Arten Baumfalke, Eisvogel, Graugans, Haubentaucher, Kranich, Schwarz- und Mittelspecht, Neuntöter, Pirol, Reiherente, Rohrdommel, Wachtel, Wespenbussard, Zwergschnäpper und Bekassine (Arten nach Anhang I der Richt-linie 79/409/EWG)
(3) Für den als Naturschutzgebiet ausgewiesenen Teil des Gebietes gemeinschaftlicher Bedeutung DE 2330-391 „Salemer Moor und angrenzende Wälder und Seen“ gelten die in der Anlage 2 aufgeführten Erhaltungsziele zur Erhaltung oder Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustandes der in Anhang I der Richtlinie 92/43/EWG aufgeführten natürlichen Lebensräume und der in Anhang II dieser Richtlinie aufgeführten Tier- und Pflanzenarten. Die Anlage 2 ist Bestandteil dieser Verordnung.
(4) Für den als Naturschutzgebiet ausgewiesenen Teil des gesamten gemeldeten EG-Vogelschutzgebietes DE 2331-491 „Schaalsee-Gebiet“ gelten die in der Anlage 2 aufgeführten Erhaltungsziele der in Anhang I der Richtlinie 79/409/EWG aufgeführten und der in Artikel 4 Abs. 2 dieser Richtlinie genannten Vogelarten sowie ihrer Lebensräume. Die Anlage 2 ist Bestandteil dieser Verordnung.
(5) Soweit es zum Schutz dieses Gebietes und seiner Bestandteile, insbesondere zur Erhaltung oder Entwicklung, gefährdeter Pflanzen- und Tierarten und ihrer Lebensräume erforderlich ist, sind entsprechende Schutz- und Entwicklungsmaßnahmen durchzuführen. Das Nähere wird nach § 21 b des Landesnaturschutzgesetzes festgelegt.
durch natürliche und juristische Personen des Privatrechtes für Zwecke des Naturschutzes erworbenen Flächen und
die der guten fachlichen Praxis entsprechende landwirtschaftliche Bodennutzung im Sinne des § 7 Abs. 3 des Landesnaturschutzgesetzes der übrigen, bei Inkrafttreten dieser Verordnung als
Nicht zulässig ist es, auf den in der Übersichtskarte 1 a und in der Abgrenzungskarte 1 a kariert dargestellten Flächen im Norden des Naturschutzgebietes die Ackernutzung nach dem 1. Oktober 2008 auszuüben; anschließend ist eine Nutzung gemäß Buchstabe b zulässig;
die der guten fachlichen Praxis entsprechende forstwirtschaftliche Bodennutzung im Sinne des § 5 Abs. 2 des Landeswaldgesetzes der übrigen, bei Inkrafttreten dieser Verordnung als Wald genutzten und in der Übersichtskarte 1 a und in der Abgrenzungskarte 1 a senkrecht schraffiert dargestellten Flächen nach Maßgabe der Bestimmungen des jeweils gültigen, beim Zweckverband „Schaalsee-Landschaft“ einsehbaren, Pflege- und Entwicklungsplanes Schaalsee-Landschaft; für Bruch- und Sumpfwald gilt dies, soweit die Bestimmungen des § 15 a des Landesnaturschutzgesetzes nicht entgegenstehen;
die ordnungsgemäße Ausübung des Jagdschutzes im Sinne des Abschnittes VI und des § 22 a des Bundesjagdgesetzes in Verbindung mit den §§ 21 und 22 des Landesjagdgesetzes sowie die ordnungsgemäße Ausübung des Jagdrechtes im Sinne des § 1 des Bundesjagdgesetzes auf Schalenwild auf den Eigentumsflächen des Zweckverbandes Schaalsee-Landschaft, des Kreises Herzogtum Lauenburg und der Umweltstiftung WWF Deutschland mit folgenden Einschränkungen:
die Jagdausübung im engeren Bereich des Salemer Moores, in der Übersichtskarte 1 a und in der Abgrenzungskarte 1 a mit gepunkteter Signatur dargestellt, darf nur in der Zeit vom 16. Oktober bis zum 31. Januar und nur in Form von maximal drei Bewegungsjagden erfolgen;
die Jagd im übrigen Gebiet darf wie folgt ausgeübt werden:
In der Zeit vom 15. Juni bis zum 31. Januar dürfen maximal drei Bewegungsjagden durchgeführt werden und zum Zwecke der Abwehr von Wildschäden oder der Sicherstellung der Verkehrssicherheit an der B 208 ist die Einzelansitzjagd ganzjährig zulässig;
die ordnungsgemäße Ausübung des Jagdrechtes im Sinne des § 1 des Bundesjagdgesetzes auf Schalenwild auf den übrigen Flächen mit der Maßgabe, dass die untere Jagdbehörde im Einvernehmen mit der unteren Naturschutzbehörde Einschränkungen anordnen kann, wenn diese zum Schutz besonders geschützter Tierarten von gemeinschaftlicher Bedeutung erforderlich sind;
der Fischfang mit der Handangel in dem in der Übersichtskarte 1 a und in der Abgrenzungskarte 1 a durch Kreuzsignatur dargestellten Gewässerteil des Garrensees
mit bis zu drei Booten und
vom Ufer aus an den behördlich in der Örtlichkeit gekennzeichneten Angelstellen;
die der guten fachlichen Praxis entsprechende fischereiliche Nutzung im Sinne des § 7 Abs. 3 des Landesnaturschutzgesetzes der genehmigten Fischteiche in der bisherigen Art und in dem bisherigen Umfang;
die erforderliche Unterhaltung der Gewässer die der Vorflut dienen
die erforderlichen Maßnahmen zur Erhaltung und Sicherung der Straßen, Wege, Plätze oder sonstiger Verkehrsflächen unter Beachtung des § 12 Abs. 1 des Landesnaturschutzgesetzes mit folgender Einschränkung:
das Baden in dem in der Übersichtskarte 1 a und in der Abgrenzungskarte 1 a durch Kreuzsignatur dargestellten Gewässerteil des Garrensees von den behördlich in der Örtlichkeit gekennzeichneten Uferabschnitten aus;
Untersuchungen und Maßnahmen zum Schutz und zur Entwicklung des Naturschutzgebietes, die die untere Naturschutzbehörde durchführt oder durchführen läßt; bei Maßnahmen im Bereich der Kulturdenkmale unter Beachtung des § 16 Abs. 9 des Landesnaturschutzgesetzes .
die erforderlichen Maßnahmen zur Gefährdungsabschätzung und Untersuchung nach dem Bundes-Bodenschutzgesetz sowie die erforderlichen Maßnahmen zur Sanierung der festgestellten schädlichen Bodenveränderungen oder Altlasten auf der Grundlage des Bundes-Bodenschutzgesetzes und des Landesbodenschutz- und Altlas- tengesetzes, die Entnahme von Boden-, Wasser-, Bodenluft- und Aufwuchsproben und Einrichtung und Betrieb von Messstellen,
(2) Die Jagdbehörde kann im Einvernehmen mit der oberen Naturschutzbehörde Ausnahmen von den Verboten des § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 13 und den einschränkenden Regelungen des § 5 Abs. 1 Nr. 4 zulassen, wenn dieses zur Sicherung des Schutzzweckes erforderlich ist.
(2) Gleichzeitig tritt die Landesverordnung über das Naturschutzgebiet „Salemer Moor, Schwarze Kuhle, Plötscher See, Garrensee und Ruschensee“ vom 23. Dezember 1986 (GVOBl. Schl.-H. 1987 S. 29)*), Zuständigkeiten und Ressortbezeichnungen zuletzt ersetzt durch Verordnung vom 12. Oktober 2005 (GVOBl. Schl.-H. S. 487), außer Kraft.
Kiel, 5. Juli 2006
zur Landesverordnung über das Naturschutzgebiet „Salemer Moor und angrenzende Wälder und Seen“
Erhaltungsziele für das im Naturschutzgebiet „Salemer Moor und angrenzende Wälder und Seen“ befindliche gesetzlich geschützte Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung DE 2330-391 „Salemer Moor und angrenzende Wälder und Seen“
Das Naturschutzgebiet „Salemer Moor und angrenzende Wälder und Seen“ ist für die Erhaltung oder gegebenenfalls Wiederherstellung folgender Lebensraumtypen des Anhangs I und Arten des Anhangs II der FFH-Richtlinie
Erhaltung weitgehend ungenutzter Seen, Moore, extensiv genutzter bis ungenutzter Wälder und angrenzender Kleingewässer- und strukturreicher Extensivgrünlandflächen, unterschiedlichen Trophie- und Entwicklungsstadien mit naturgemäßen Grund- und Bodenwasserständen, auch als Lebensräume des Kammmolchs, der Rotbauchunke sowie der Großen Moosjungfer.
Für die Lebensraumtypen 3160 und 7140 soll ein günstiger Erhaltungszustand im Einklang mit den Anforderungen von Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur sowie den regionalen und örtlichen Gegebenheiten wiederhergestellt werden.
Erhaltung oder gegebenfalls Wiederherstellung eines günstigen Erhaltungszustandes der unter Nummer 1.1. Buchstabe a genannten Lebensraumtypen. Hierzu sind insbesondere zu berücksichtigen:
biotopprägender Basen- und Nährstoffverhältnisse im Garrensee und dessen Wassereinzugsgebiet,
gewässertypischer Wasserstandsschwankungen,
der den Lebensraumtyp prägenden hydrologischen Bedingungen in der Umgebung des Garrensees,
natürlicher, naturnaher, störungsarmer und weitgehend ungenutzter Ufer- und Gewässerbereiche,
lebensraumtypischer Strukturen und Funktionen,
amphibischer oder sonst wichtiger Kontaktlebensräume wie zum Beispiel Verlandungsbereiche, Erlenbrüche, bodensaure Buchenhangwälder und der funktionalen Zusammenhänge.
amphibischer oder sonst wichtiger Kontaktlebensräume wie Buchenwälder, Hangbuchenwälder, Nasswiesen, Seggenrieder, Hochstaudenfluren, Magergrünland und Röhrichten und der funktionalen Zusammenhänge,
natürlicher Entwicklungsdynamik und Regenerationsfähigkeit wie Seenverlandung und -vermoorung,
weitgehend natürlicher, unbeeinträchtigter Ufer- und Gewässerbereiche.
dystropher Gewässer und ihrer Uferbereiche,
einer dem Gewässertyp entsprechenden Nährstoffarmut und der entsprechenden hydrologischen Bedingungen,
natürlicher und naturnaher Ufer mit ausgebildeter Vegetationszonierung unter anderem der Schwingdecken, Seggenrieder, Moorwälder, Brüche und artenreichen Offenflächen,
saurer Standortverhältnisse und natürlicher Dynamik im Rahmen der Moorentwicklung.
natürlicher, hydrologischer, hydrochemischer und hydrophysikalischer Bedingungen,
lebensraumtypischer Strukturen und Funktionen, unter anderem nährstoffarmer Bedingungen und hydrologischer Verhältnisse,
und Entwicklung (7120) von Bedingungen und Voraussetzungen, die für das Wachstum torfbildender Moose und die Regeneration des Hochmoores (7120) erforderlich sind,
einer natürlichen standortheimischen Baum- und Strauchartenzusammensetzung,
der in weiten Bereichen natürlichen Entwicklung, vor allem der natürlichen Bestands- und Standortdynamik),
eines hinreichenden Anteils von Alt- und Totholz,
der Sonderstandorte und Randstrukturen wie zum Beispiel Bachschluchten, nasse Senken, Steilhänge, Kuppenlagen und Säume sowie der für den Lebensraumtyp charakteristischen Habitatstrukturen und -funktionen,
weitgehend ungestörter Kontaktlebensräume wie zum Beispiel Brüche, Bruch- und Sumpfwälder, Kleingewässer, magere Gras- und Staudenfluren, Dornengebüsche,
weitgehend natürlicher Bodenstrukturen und Wasserstandsverhältnisse.
ungestörter Birken- und Kiefernmoorwälder in natürlich entstandenen unterschiedlichen Altersphasen und Entwicklungsstufen und ihrer standorttypischen Variationsbreite,
standortgemäßer Alt- und Totholzanteile,
eines weitgehend ungestörten Wasserhaushaltes mit hohem Grundwasserspiegel und Nährstoffarmut,
einer natürlichen Bodenstruktur und der charakteristischen Bodenvegetation mit einem hohen Anteil von Torfmoosen,
eines Mosaiks verschiedener Stillgewässertypen in enger räumlicher Nachbarschaft (1188),
flacher und stark besonnter Reproduktionsgewässer ohne Fischbesatz in Wald- und Offenlandbereichen (1188),
fischfreier, ausreichend besonnter und über 0,5m tiefer Stillgewässer mit strukturreichen Uferzonen in Wald- und Offenlandbereichen (1166),
von Nahrungshabitaten, insbesondere Feuchtbrachen und Stillgewässer fortgeschrittener Sukzessionsstadien (1188),
geeigneter Winterquartiere im Umfeld der Reproduktionsgewässer, insbesondere natürliche Bodenstrukturen und strukturreiche Gehölzlebensräume,
durchgängiger Wanderkorridore zwischen den Teillebensräumen,
naturnaher, schwach saurer bis neutraler Moor-(Rand)- Gewässer mit reicher Wasservegetation, insbesondere Laichkraut- und Seerosenbeständen als Reproduktionsgewässer,
mesotropher beziehungsweise dystropher Gewässerverhältnisse,
der Offenlandbereiche im Umfeld der Fortpflanzungsgewässer mit Moorvegetation, Röhrichten und Seggenbeständen inklusive eingestreuter Gebüsche und Kleingehölze,
von großen, ständig wasserführenden Seen und Teichen,
der Unterwasservegetation,
Ziele für Lebensraumtyp von Bedeutung:
der charakteristischen Arten und Lebensgemeinschaften, wie der meso- bis oligotraphenten Pflanzen der Unterwasservegetation,
möglichst hoher Lichtdurchlässigkeit beziehungsweise Sichttiefen im Gewässer.
Erhaltungsziele für das im Naturschutzgebiet „Salemer Moor und angrenzende Wälder und Seen“ befindliche Teilgebiet des EG-Vogelschutzgebietes DE-2331-491 „Schaalsee-Gebiet“
Das Naturschutzgebiet „Salemer Moor und angrenzende Wälder und Seen“ ist für die Erhaltung folgender Vogelarten und ihrer Lebensräume
Baumfalke (Falco subbuteo) B
Haubentaucher (Podiceps crstatus) R
Kranich (Grus grus) B R
Mittelspecht (Dendrocopus medius) B
Neuntöter (Lanius collurio) B
Pirol (Oriolus oriolus) B
Reiherente (Aythya fuligula) R
Rohrdommel (Botaurus stellaris) B
Schwarzspecht (Dendrocopos martius) B
Wachtel (Coturnix coturnix) B
Wespenbussard (Pernis apivorus) B
Zwergschnäpper (Ficedula parva) B
von Bedeutung: (fett: Arten des Anhangs I der Vogelschutzrichtlinie ; B: Brutvögel; R: Rastvögel)
Bekassine (Gallinago gallinago) B
Das Gebiet bietet ein komplex vernetztes System hoher Vielfalt an wenig gestörten natürlichen bis halbnatürlichen Lebensräumen. Ziel ist die Erhaltung an diese Verhältnisse angepasster stabiler Brutpopulationen und die Erhaltung des Gebietes auch als Gastvogellebensraum für Nahrung suchende, rastende und überwinternde Vögel. Zum Schutz der Großvögel ist das Gebiet von weiteren vertikalen Fremdstrukturen, wie Windkraftanlagen und Hochspannungsleitungen, insbesondere im Umfeld der Bruthabitate, freizuhalten.
Erhaltung eines günstigen Erhaltungszustandes der unter 2.1 genannten Vogelarten und ihrer Lebensräume. Die Lebensraumansprüche der im Folgenden nicht besonders erwähnten Vogelarten sind gleichwohl mit abgedeckt. Hierzu sind insbesondere
Arten der Seen, (Fisch)teiche, Kleingewässer und Bäche wie Eisvogel, Graugans, Reiherente, Rohrdommel, Haubentaucher
kurzrasiger oder kiesiger Areale,
störungsarmer Uferbereiche, Wasserflächen und Fließgewässer mit Brutvorkommen sowie im Bereich der Brutkolonien insbesondere während der Zeit der Jungenaufzucht zwischen dem 1. März bis 31. August eines jeden Jahres,
ausreichender Höhlenangebote in Gewässernähe, insbesondere in Altholzbeständen mit natürlichen Bruthöhlen,
von störungsarmen Rast- und Überwinterungsgebieten insbesondere größeren fischreichen Seen und Flüssen,
einer möglichst hohen Wasserqualität und -klarheit und damit u.a. auch das Vorkommen von Laichkräutern und Armleuchteralgen als wesentliche Nahrungsgrundlage,
von großflächigen und wasserständigen Altschilfbeständen ohne oder mit nur gelegentlicher Schilfmahd,
geeigneter Rastgebiete in der offenen Landschaft wie z.B. Überschwemmungsgebiete sowie Grünlandflächen,
von möglichst ungestörten Beziehungen, insbesondere keine vertikalen Fremdstrukturen zwischen einzelnen Teilhabitaten wie Nahrungsgebieten und Schlafplätzen,
Arten des (Feucht-)Grünlandes und sonstigen Offenlandes wie Bekassine
weiträumiger, extensiv genutzter und strukturreicher Offenlandbiotope der Kulturlandschaft, v.a. Feuchtwiesen und Weiden mit Kleingewässern und Überschwemmungszonen,
hoher Grundwasserstände und Flächen mit niedriger Vegetationsbedeckung, kleinen offenen Wasserflächen wie Blänken, Mulden und einer geringen Nutzungsintensität,
offener Landschaften mit nassen bis feuchten Flächen, Bereichen relativ dichter, aber nicht zu hoher Vegetation wie z.B. Torfstiche in Hochmooren, feuchte Brachflächen, Verlandungszonen und sumpfige Stellen im Kulturland,
von Hochmooren und feuchten Heiden mit geringer Vegetationshöhe.
Arten der Heiden, Trockenrasen, Brachen, Dünen und sonstiges Offenland wie Wachtel
natürlicher Nisthabitate wie Verlandungsgesellschaften in gewässerreichen Niederungen sowie Röhrichte und Hochstaudenfluren am Rande von Hoch- und Niedermooren, Brachen, Rainen etc.,
einer abwechslungsreichen, extensiven Acker- und Grünlandnutzung in offenen, warm-trockenen Landschaften mit geringer Zahl von Vertikalstrukturen,
und Pflege halboffener Saumbiotope im Übergangsbereich von Wald zu Offenland, z.B. Sand- und Feuchtheiden, Trockenrasen,
der Nisthabitate auf Äckern und Grünland (Ersatzlebensräume) und Sicherung der bekannten Neststandorte bei Getreidebruten (Verschiebung und/oder Aussparung der Ernte bzw. Mahd),
geeigneter Jagdgebiete im Umfeld der Brutplätze wie Grünland, Brachen, Äcker o.ä.,
der Störungsarmut am Brutplatz zwischen dem 1. Mai bis 31. August eines jeden Jahres,
Arten der Laub-, Misch- und Bruchwälder wie Mittelspecht, Schwarzspecht, Zwergschnäpper, Kranich, Wespenbussard
alter, lichter Waldbestände mit Lichtungen, Waldwiesen und strukturreichem Offenland wie Grünland, Brachen, Rainen etc. in der Umgebung (Wespenbussard),
eines möglichst störungsfreien Brutplatzumfeldes zwischen dem 1. März bis 31. August eines jeden Jahres.
Arten der Waldränder, Lichtungen, Feldgehölze und Knicks wie Baumfalke, Neuntöter, Pirol
von halboffenen, strukturreichen Landschaften mit natürlichen Waldsäumen, Knicks, Gehölzen und Einzelgebüschen, insbesondere Dornengebüschen, als wichtige Strukturelemente (Ansitz- und Brutmöglichkeiten) insbesondere für den Neuntöter,
von Wald- und Gehölzparzellen mit langen Randlinien und dichtem Unterholz sowie Feuchtflächen und Strukturreichtum in der Umgebung (Pirol),
von Freiflächen mit lückiger Krautschicht, vegeta- tionsfreien Sandblößen und ameisenreichen Grasfluren im Siedlungsbereich der Art,
der Störungsarmut im Horstbereich zwischen dem 1. Mai bis 31. August eines jeden Jahres (Baumfalke),

References: § 3

§ 1

§ 2

§ 4

§ 5

§ 6

§ 7

§ 8
 § 17
 § 16
 § 38
 § 1
 § 21
 § 7
 § 5
 § 15
 § 22
 § 1
 § 1
 § 7
 § 12
 § 16
 § 4
 § 5