Source: https://mao-projekt.de/BRD/NS/HAN/Hildesheim.shtml
Timestamp: 2018-04-23 09:45:30+00:00

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Hildesheim - Materialien zur Analyse von Opposition
Von Jürgen Schröder, Berlin, 29.03.2010
Aus Hildesheim, der Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises, können hier nur wenige örtliche Dokumente vorgestellt werden, die allesamt von den Hildesheimern Vorläufern des KBW bzw. diesem selbst sowie seinen Nebenorganisationen stammen.
Die KPD/ML bzw. ihr 'Roter Morgen' verfügen zwar früh über Sympathien in Hildesheim (vgl. Dez. 1967, Jan. 1969), taucht aber nach unserer Quellenauswertung später nur vereinzelt auf (vgl. 14.12.1970, 29.11.1973, 12.12.1973, 26.12.1973), was vermutlich auch der örtlichen Anhängerzahl entsprach.
Die DKP dagegen verfügt in Hildesheim über mehrere Gruppen, die sich bereit früh auch der Arbeit unter den Kindern widmen (vgl. 19.6.1969),
Daneben gibt es eine Lehrlingsbasisgruppe Hildesheim, die sich an verschiedenen überörtlichen Treffen der Lehrlingsgruppen der APO beteiligt (vgl. 24.1.1970, 18.4.1970) und so zum Ziel der spartacistischen Rekrutierungsbemühungen wird (vgl. März 1970, 31.10.1970, Dez. 1970), wobei sich aber offenbar nur ein Teil der Lehrlingsbasisgruppe dem Spartacus anschließt.
Die erste hier erschlossene örtliche Aktion allerdings scheint eher von außerhalb organisiert (vgl. 14.12.1970).
In der örtlichen Industrie ist vor allem Bosch-Blaupunkt von Bedeutung, wo auch die DKP betrieblich aktiv scheint (vgl. Feb. 1971, Okt. 1972), während die bundesdeutsche betriebliche Linke sowohl von der Kurzarbeit (vgl. 25.11.1970) bzw. den durch die Tarifrunde bedingten Produktionsstilllegungen (vgl. 29.11.1971, 3.12.1971), als auch von den Leichtlohngruppen der Frauen dort berichtet (vgl. 25.2.1971, Apr. 1971).
Die Kommunistische Jugendorganisation Spartacus hatte zwar einige Kader aus der Lehrlingsbasisgruppe Hildesheim gewonnen, was ihr eine gewisse Präsenz am Ort verschafft (vgl. Mai 1971, 1.5.1971, 17.10.1971), wobei bei der Spaltung die Hildesheimer Spartacusgruppe zu Spartacus Bolschewiki/Lenininisten (BL) geht (vgl. Sept. 1971, Feb. 1972, 4.3.1972, Juli 1972, Okt. 1973).
Stärker in der Region als Spartacus scheint aber damals bereits die Strömung der KBW-Vorläufer um die Kommunistische Fraktion Hannover und den KAJB Göttingen (vgl. 1.5.1971), die in Hildesheim auch bald über eine örtliche Studentengruppe verfügt (vgl. 20.11.1971, 11.5.1972) und, vermutlich auch aus Mitgliedern der Lehrlingsbasisgruppe heraus auch einen Kommunistischen Arbeiterjugendbund (KAJB) Hildesheim gründet (vgl. 27.8.1972, Okt. 1972, Feb. 1973), der eine 'Arbeiterjugendpresse' (vgl. Apr. 1972, Juni 1972, Sept. 1972, Dez. 1972, März 1973, Apr. 1973) veröffentlicht, die das typische Erscheinungsbild und die üblichen Inhalte der örtlichen KBW-Vorläuferzeitungen bietet, dabei in regionaler Zusammenarbeit mit einer ganzen Reihe von Gruppen agierend (vgl. Okt. 1972).
Während die DKP weiterhin in Hildesheim aktiv ist (vgl. Okt. 1972, Nov. 1972, Jan. 1973, Feb. 1973, März 1973, Apr. 1973, Mai 1973, Juni 1973, Aug. 1973, Sept. 1973, Okt. 1973, Nov. 1973, Dez. 1973) gründen die KBW-Vorläufer nun auch noch einen Kommunistischen Bund Hildesheim (KBH - vgl. 4.11.1972, Feb. 1972), der gemeinsam mit dem KAJB Betriebszeitungen bei Kloth-Senking, Bosch-Blaupunkt und auch in Salzdetfurth bei Fuba veröffentlicht (vgl. Jan. 1973, Feb. 1973), aber nun auch seine eigene 'Arbeiterzeitung' herausgibt (vgl. 12.2.1973, März 1973, Apr. 1973, 21.5.1973, 28.5.1973) und gemeinsam mit dem KAJB vermutlich massiv innerhalb der Gewerkschaftsjugend interveniert, was zur Auflösung der IG Metall-Betriebsjugendgruppen und des DGB KJA Hildesheim führt (vgl. Apr. 1973, 1.4.1973), so wie dies damals in einer ganzen Reihe von Städten Niedersachsens geschah, was natürlich in der bundesdeutschen linken Presse entsprechende Beachtung fand (vgl. 24.5.1973, 11.6.1973, Juli 1973, 9.7.1973, Aug. 1973, 14.8.1973).
Die DKP grenzt sich wiederholt von den 'Gewerkschaftsspaltern' ab (vgl. 1.5.1973, Juni 1973), die sich ihrerseits nun dem Kommunistischen Bund Westdeutschland (KBW) zuordnen (vgl. 8.6.1973), aufgrund ihrer vermutlich vergleichsweise starken betrieblichen Verankerung schnell in diesen integriert werdend (vgl. 7.7.1973). Die Hildesheimer 'Arbeiterzeitung' wird nun zu Gunsten der 'Kommunistischen Volkszeitung' (KVZ) des KBW eingestellt, wobei der Verkauf und die Diskussion der ersten Ausgaben dieser Zeitung hier detailliert dokumentiert werden kann (vgl. 11.7.1973, 12.9.1973, 26.9.1973, 10.10.1973, 24.10.1973, 7.11.1973, 22.11.1973, 5.12.1973, 19.12.1973, 9.1.1974). Die Verkäufer der 'KVZ', die auch noch die türkische 'Halkin Sesi' feilbieten, scheinen damals nahezu täglich in der Stadt und regelmäßig an zahlreichen Betriebstoren präsent, wobei es immer wieder zu größeren öffentlichen Debatten zu kommen scheint (vgl. 14.9.1973, 15.9.1973). Der Betriebsbericht über Bosch und Blaupunkt führt dort zu recht hohen Verkaufszahlen (vgl. 4.10.1973, 10.10.1973), auch auf die Kasernen, Schulen und Hochschulen wird der Verkauf ausgedehnt, Soldaten- (vgl. 6.2.1975, 13.2.1975) und Schülergruppen werden aufgebaut. Die Arbeit auch in die Stadtteile ausgedehnt (vgl. 15.12.1973), während der KBW aber auch in den Betrieben aktiv bleibt (vgl. 17.12.1973),
Ergänzend zur 'KVZ' erscheinen örtliche Druckschriften (vgl. 16.8.1973, 28.8.1973), die regelmäßige KVZ-Verkäuferversammlung (vgl. 19.9.1973) lockt offenbar auch die Konkurrenz in Form von KPD/ML (vgl. 26.12.1973) und KPD bzw. KSV an. Die KPD vermag zwar den AStA der Fachhochschule Hildesheim für einen ihrer Aufrufe zu gewinnen (vgl. 20.6.1973), scheint aber in Hildesheim nur mit einzelnen Anhängern vertreten (vgl. 12.12.1973).
Es scheinen sich so zunächst vor allem die DKP (vgl. Jan. 1974, Feb. 1974, März 1974, Sept. 1974) und der KBW, der sich auch an die Erstellung einer Ortsbeilage zur 'KVZ' macht (vgl. 9.1.1974, 6.2.1974), in der Hildesheimer Linken gegenüberzustehen (vgl. 1.5.1974).
Der KBW wird mittlerweile verstärkt um eine Gesellschaft zur Unterstützung der Volkskämpfe (GUV) und versucht sich nun anhand des Ferienprogramms für Kinder in der Entfesselung von Volkskämpfen für Abenteuerspielplätze (ASP - vgl. 1972, Juli 1974, 29.7.1974, 30.7.1974, 31.7.1974, 8.8.1974, 12.8.1974, 13.8.1974, 17.8.1974), bleibt aber auch in den Betrieben aktiv (vgl. Aug. 1974, 19.12.1974, 20.2.1975) und agitiert auch zu den allgemeinpolitischen Themen (vgl. 14.9.1974, 10.11.1974, 2.12.1974), während die GUV sich vor allem auch um Lehrer bzw. solche, die es gerne sein würden kümmert (vgl. 5.12.1974, 20.2.1975). Auch die örtlichen Studentenvertretungen scheinen mit den Positionen des KBW ab und an konform zu gehen (vgl. 8.3.1975, 20.3.1975)
Die Alternativbewegung verschafft sich nun mit der 'Hildesheimer Initiativ Zeitung' (HIZ – März 1975, Apr. 1975) ihre publizistische Plattform, die allerdings auch vom KBW begrüßt wird, der sich nun auch an der Stadtratswahl beteiligt (vgl. 10.3.1975), dabei vor allem mit der DKP konkurrierend (vgl. 26.3.1975, 29.3.1975, 13.4.1975).
Der KBW engagiert sich auch in Hildesheim gegen den §218 (vgl. 28.4.1975, 21.9.1975, 21.2.1976) und scheint bei der Bundeswehr eine intensive Agitation zu betreiben (vgl. 28.4.1975, 1.5.1975), sich aber auch immer noch um Einfluss in der recht rührigen DGB-Jugend zu bemühen (vgl. 1.5.1975, 4.5.1975, 5.5.1975, 6.5.1975, 9.5.1975, 16.5.1975), die auch die Schulproteste vermutlich mit trägt (vgl. Okt. 1975).
Der KB ist ab Ende 1973 offenbar bereits präsent (vgl. 27.10.1973), erst später aber können von ihm selbst Berichte über Hildesheim erschlossen werden, wobei auch in Hildesheim vermutlich internationalistische Veranstaltungen im Verein mit den neuen sozialen Bewegungen das wesentliche Moment bei der Verankerung des KB waren (vgl. 24.9.1975, 25.2.1976, 1.5.1976, 15.12.1976, 24.1.1977).
Während der KBW seine Betriebszeitungen offenbar mittlerweile eingestellt hat, dafür zumindest im Metallbereich nun eine Branchenzeitung veröffentlichend (vgl. 8.10.1975, 20.11.1975), gründet sich nun auch die SAG in Hildesheim (vgl. 15.10.1975, 22.9.1976, 19.10.1976, 20.10.1976, 19.11.1976, 30.3.1977, 9.5.1977), sich nicht zuletzt in der Anti-AKW-Bewegung engagierend, die sich damals auch in Hildesheim stark entfaltet (vgl. 19.2.1977, 16.3.1977, 23.4.1977, 28.4.1977, 16.11.1977), den KBW in den Hintergrund drängend (vgl. 1.5.1977).
Auch der KABD ist nun in Hildesheim vertreten (vgl. Juli 1977, 1.5.1978), evtl. zeitweise auch der Arbeiterbund (vgl. 7.3.1976). Weit stärker als diese aber bleibt zunächst der KBW (vgl. 1.8.1977), der sich immer noch gegen den §218 engagiert (vgl. 4.8.1977, 15.8.1977).
Hildesheim aber wird nun zu einem der ersten Orte, an dem grüne und alternative Wahllisten beeindruckende Stimmenanteile erzielen (vgl. 23.10.1977), auch wenn die Hildesheimer Grüne Liste Umweltschutz (GLU) vermutlich nicht zu den Hildesheimer Linken zählt (vgl. 11.3.1978, 1.5.1979), was auch später für den Kreisverband der Grünen nicht zu gelten scheint (vgl. 21.6.1980).
Nicht von ungefähr engagiert sich daher die Hildesheimer Linke, die u.a. antifaschistisch (vgl. 11.3.1978, 8.1.1979) und antimilitaristisch (vgl. 20.9.1980) aktiv wurde, zumindest teilweise in einer Grünalternativen Bürgerliste (GABL), die erfolgreich zu den Kommunalwahlen kandidiert (vgl. Juni 1981, 27.9.1981), vermutlich auch Anhänger von KB, KBW und SAG umfassend.
In Hamburg erscheint die Zeitschrift 'Roter Morgen' (vgl. Nov. 1967, Jan. 1968). Berichtet wird auch von Lesern in Hildesheim.
Erst im Januar erscheint der auf Dezember 1968/Januar 1969 datierte 'Rote Morgen' (vgl. Nov. 1968, 8.2. 1969), dafür ist er jetzt das Zentralorgan der KPD/ML (vgl. 31.12.1968). Es sind u.a. Leserbriefe enthalten aus Hildesheim.
Q: Roter Morgen Dez. 1968/Jan. 1969,Hamburg 1969
Die DKP bringt die Nr.12 ihrer 'Unsere Zeit' (UZ) heraus (vgl. 10.4.1969, 24.4.1969). In einer Illustrierten wird u.a. berichtet von den Jungen Pionieren (JP) in Hildesheim.
Q: Unsere Zeit Nr.12,Essen 19.6.1969
Die Aktionsgruppe Göttinger Lehrlinge (AGL) beginnt, laut und zumindest unter beobachtender Teilnahme von Spartacus - IAfeKJO Berlin, ihre zweitägige Arbeitskonferenz der arbeitenden Gruppen des norddeutschen Raumes, auf der auch anwesend sind:
- die Lehrlingsbasisgruppe Hildesheim,
- das SALZ/ML Hamburg,
- die APO Hamburg-Bergedorf, die sich an einer Kaderorganisation beteiligen will,
und die Aktionsgruppe Hannoverscher Lehrlinge (AHL), deren Leitung die Arbeitskonferenz sei, aus der das ZK mit je zwei Personen aus jeder Arbeitsgruppe gebildet werde.
Q: Spartacus Nr.10/11,Berlin Feb. 1970
Innerhalb der Internationalen Kommunisten Deutschlands (IKD) erscheint das zweiteilige 'Interne Bulletin' (IB) Nr.1 (vgl. Nov. 1969, März 1970). Kontakte habe man auch nach Hildesheim.
In Hannover beginnt eine zweitägige Konferenz, auf der von IKD, Rote Jugend Mainz, Arbeitskreis Spartacus Oldenburg und Spartacus - IAfeKJO Berlin eine Fraktionsplattform vorgelegt wird.
Dadurch bekommen die IKD, nach eigenen Angaben, Kontakte nach Wolfsburg. Innerhalb der IKD wird berichtet:"
Es waren 16 Gruppen vertreten. Vorwiegend Antiautoritäre, aber auch DKP. Tagesordnung war: Gruppenberichte und Erfahrungsaustausch. Unsere Genossen erreichten, daß am Sonntag über strategische Fragen diskutiert werden sollte. Am Sonntag war ein Teil der Gruppen wieder anderer Meinung. Es wurde dafür gestimmt zwei Gruppen zu bilden. Eine Grundsatzfragen, zweite Erfahrungsaustausch. Außer Spartacus und Hamburg (die eindeutig DKP-Leute sind) nur noch die Wolfsburger (machen Gewerkschaftsjugendarbeit, aus IG Metall hervorgegangen, DKP-Sympathien) in der Gruppe Grundsatzfragen. Hildesheimer Genossen hatten erst für Teilung gestimmt, sind dann aber in die Erfahrungsaustauschgruppe gegangen. Sie haben unseren Genossen berichtet, daß dort beschlossen wurde, Spartacus und DKP nicht mehr zu einladen."
Q: IKD:Tätigkeitsbericht der Leitung für die Zeit vom 25.3. bis zur NK,o.O. o.J. (1970); Spartacus - IAfeKJO:Leitungsbericht für den Zeitraum vom 17.Plenum bis zum 9.6.1970,Berlin 19.6.1970; IKD, Rote Jugend Mainz, Arbeitskreis Spartacus Oldenburg, Spartacus - IAfeKJO:Fraktionsplattform für die Arbeitskonferenz von Hannover, o.O. o.J. (1970); IKD-Gruppe Berlin:Protokoll vom 20.4.70,o.O. o.J. (1970); Sozialistische Stadtteilgruppe Bergedorf: Papier für die am 18./19.April 1970 in Hannover stattfindende Konferenz der norddeutschen, auf dem Produktionssektor arbeitenden Gruppen,Hamburg 1970
In Dortmund beginnt eine zweitägige nationale Vorkonferenz der Kommunistischen Jugendorganisation (KJO) Spartacus, auf der die Gründung dieser Gruppe vorbereitet werden soll. U.a. werden Berichte über den Stand des nationalen Aufbaus abgegeben. In Hildesheim bestünde eine Lehrlingsgruppe mit Spartacus-Mehrheit.
Q: Protokoll der Nationalen Vorkonferenz der KJ Spartacus,o.O. 1.11.1970; Spartacus Nr.25,Bonn Dez. 1971/Jan. 1972
Die Nr.53 des 'KND' der KPD/ML-ZB (vgl. 21.11.1970, 28.11.1970) erscheint. Breiten Raum in diesem 'KND' nehmen in der Rubrik 'Die Angriffe der Kapitalisten abwehren' Berichte über Kurzarbeit und Entlassungen ein, u.a.: "Bei Blaupunkt werden in Hildesheim und Osterode 800 Arbeiter im Dezember kurzarbeiten; davon werden 400 eine Woche lang nicht arbeiten, die anderen 400 sogar zwei Wochen lang."
Die KJO Spartacus bzw. deren Vorläufer rufen in der Nr.18 ihres 'Spartacus' (vgl. Okt. 1970, Feb. 1971) u.a. zur Gründungskonferenz der KJO Spartacus auf, bis zu der es allerdings noch etwas hin ist (vgl. 27.3.1971). Interessiert an der Teilnahme scheint u.a. eine Lehrlingsgruppe aus Hildesheim.
Q: Spartacus Nr.18,Berlin Dez. 1970
Die KPD/ML-ZB berichtet vermutlich aus dieser Woche darüber, daß in Hildesheim eine Demonstration anläßlich des König Hussein von Jordanien-Besuches in der 'BRD' von KPD/ML-ZB, KJVD, palästinensischen und deutschen Organisationen stattfindet.
Q: Kommunistischer Nachrichtendienst Nr.1,Bochum 6.1.1971,S.13
Es beginnt die zweitägige 2.Bundes DK der Vorläufer der KJO Spartacus, der Spartacus-Gruppen. Aus Hildesheim wird kolportiert, daß dort eine Spartacus-Fraktion in einer antiautoritären Lehrlingsgruppe bestehe, die deren praktische Arbeit alleine trage. Hierzu wird als wichtigste Aufgabe festgehalten, daß man die Lehrlingsgruppe auffliegen lassen und aus der Fraktion eine Spartacus-Gruppe gründen müsse.
Die DKP Hildesheim gibt eine Betriebsausgabe Bosch/Blaupunkt ihrer 'DKP aktuell' (vgl. Okt. 1972) heraus.
Q: DKP aktuell Betriebsausgabe Bosch/Blaupunkt,Hildesheim Feb. 1971
Es erscheint der 'Marburger Betriebsbote' (MBB) Nr.4 (vgl. 11.2.1971, 18.3.1971). Berichtet wird über Frauen in der Metallindustrie, u.a. bei Blaupunkt Hildesheim.
Q: Marburger Betriebsbote Nr.4,Marburg 25.2.1971
Die Sozialistische Deutsche Arbeiterpartei (SDA) gibt die Nr. 4 der 'Berliner Arbeiter Zeitung' (BAZ – vgl. Nov. 1970, Juli 1971) heraus. Gefragt wird "Emanzipation – wo?" wobei von Bosch Wilmersdorf und den Leichtlohngruppen bzw. Frauenlohngruppen berichtet wird auch bei Blaupunkt Hildesheim.
Die Interessengemeinschaft der Jugend (IDJ) Walsrode gibt vermutlich im April die Nr.3 ihres 'Landbote Ulifus' (vgl. Jan. 1971, 1.5.1971) heraus. In "Situation der Kriegsdienstverweigerer" wird zwar die zentrale Adresse der DFG/IDK aus München angegeben, aus der Region aber nur die KDV-Beratung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Hannover und der Katholischen Kirche in Hildesheim.
Q: Landbote Ulifus Nr.3,Walsrode 1971
Die KJO Spartacus veröffentlicht in der vermutlich im Mai erscheinenden Nr.22 ihres 'Spartacus' für Mai und Juni (vgl. Apr. 1971, Sept. 1971) u.a. eine neue Kontaktmöglichkeit in Hildesheim (L. Sch.).
Q: Spartacus Nr.22,Berlin Mai/Juni 1971
In Hannover beteiligt sich im IGM-Block der Demonstration auch die KJO Spartacus Ortsgruppe Hildesheim. Laut ihren internen Berichten ist dieser, hauptsächlich aus Jugendlichen bestehende, Block von der Kommunistischen Fraktion Hannover organisiert worden.
Die Ortsgruppe Hildesheim der KJO Spartacus verfolgte, nach internen Berichten, ursprünglich den Plan, ein Maikomitee der Gewerkschaftsjugend Vorharz (Hildesheim, Salzgitter, Wolfsburg und Goslar) aufzubauen. Im Maikomitee sei man aber durch die Bürokraten und den KAJB Göttingen isoliert worden.
Die KJO Spartacus veröffentlicht die Nr.23 ihres 'Spartacus' (vgl. Mai 1971, 4.10.1971). Bei den Kontaktadressen fehlt nun Hildesheim.
Q: Spartacus Nr.23,Berlin Sept. 1971
Innerhalb der KJO Spartacus erscheint, nach diesem Tage, das 'Interne Diskussions Bulletin' Nr.8/9 (vgl. Feb. 1972). Enthalten ist eine "Einschätzung der ZL zur Maikampagne, vorgelegt zur DK am 12./13.6.71", die allerdings nicht stattfand. Darin betont die ZL u.a., daß sie während der Kampagne außer aus Hildesheim und Hamburg keine Informationen von den Grundeinheiten erhalten habe.
In Göttingen findet eine Konferenz Kommunistischer Gruppen zum Hochschulrahmengesetz (HRG) statt. Diese 'Göttinger Konferenz' wird am 21.11. fortgesetzt. Organisiert wurde die Konferenz vom KSB Göttingen und dem Hochschulausschuß der KG (NRF) Heidelberg/Mannheim. Eine Resolution gegen diese Art "monopolkapitalistischer Ausbildungsreform", die "Resolution zum Kampf gegen das Hochschulrahmengesetz" ist unterzeichnet u.a. von:
- Kommunistische Gruppe (NRF) Heidelberg/Mannheim, und
- Initiativgruppe für eine kommunistische Studentenorganisation Hildesheim.
Bei Bosch Hildesheim wird, laut KPD bei Opel Bochum (IGM-Bereich - vgl. 6.12.1971), vermutlich spätestens in dieser Woche die Produktion aufgrund der Metalltarifrunde (MTR) in Nordbaden/Nordwürttemberg (NB/NW) stillgelegt.
Q: Kommunistische Arbeiterpresse Opel Nr.1,Bochum 1971 (Datumsangabe in Vorlage beschädigt),S.1
Bei KWU Berlin gibt die Betriebsgruppe der KPD/ML-ZB ein zweiseitiges Extrablatt ihrer 'Roten Turbine' (vgl. Dez. 1971, 15.12.1971) heraus. Berichtet wird auch von Bosch Hildesheim.
Q: Rote Turbine Extrablatt,Berlin 3.12.1971
In Hildesheim-Ochtersum wird, laut KBW (vgl. 17.8.1974), die Elterninitiative e.V. gegründet, die sich für einen Abenteuerspielplatz (ASP – vgl. Juli 1974) einsetzt.
Q: KBW-OG Hildesheim: Stadtrat gegen Kinder und Eltern,Hildesheim 17.8.1974,S.6
Spartacus Bolschewiki/Leninisten gibt vermutlich im Februar seinen 'Spartacus' Nr.26 (vgl. Jan. 1972, Apr. 1972) heraus. Für Niedersachsen wird als neue Kontaktadresse Ludwig Sch. in Hildesheim angegeben.
Die Nr.4 der Zeitung 'Proletarische Front' - Organ der Proletarischen Front-Gruppe Hamburg (vgl. Nov. 1971) erscheint. Eine Knastothek der politischen Gefangenen umfasst Einsitzende auch aus Hildesheim.
Es beginnt die zweitägige 3. Bundeskonferenz der KJO Spartacus. Die Spaltung vom 12.12.1971 habe einen Mitgliederverlust von 50% bedeutet. Ganz verloren habe man auch die Gruppe Hildesheim.
Q: KJO Spartacus:Internes Bulletin Nr.11,o.O. Mai 1972; KJO Spartacus:Protokoll der 3. Bundeskonferenz der KJO-Spartacus am 4./5.3.1972,o.O. 5.3.1972; KJO Spartacus:Rechenschaftsbericht der ZL Teil I und II,o.O. o.J. (1972)
Der Kommunistische Arbeiterjugendbund (KAJB) Hildesheim gibt die Nr.1 seines Organs 'Arbeiterjugendpresse' (vgl. Juni 1972) heraus. Aufgerufen wird zum 1.Mai, bekanntgegeben wird die eigene Gründung. Der Artikel "Offensive des Militarismus" befasst sich mit dem Wehrkundeerlass (WKE), eingegangen wird auch auf den Nixonbesuch in der VR China (vgl. 21.2.1972).
Geworben wird für das "hipe tuk" und für "Paul's Teestube".
Q: Arbeiterjugendpresse Nr.1,Hildesheim Apr. 1972
In Bonn beginnt eine viertägige außerordentliche Mitgliederversammlung des VDS, die nötig wurde, weil der MSB Spartakus und der SHB auf der 24.MV am 4.5.1972 ausgezogen waren.
Der anwesende KSV Frankfurt berichtet u.a. von seiner eigenen Fraktion, der Aktionseinheit (AE) kommunistischer Gruppen (vgl. 20.11.1971), der u.a. angehören:
- Kommunistische Initiativgruppe (KIG) Hildesheim.
Der Kommunistische Arbeiterjugendbund (KAJB) Hildesheim gibt die Nr.2 seines Organs 'Arbeiterjugendpresse' (vgl. Apr. 1972, Sept. 1972) heraus, in der er sich im Leitartikel "Polizei-Jagd auf Bombenleger" mit der RAF befaßt. Gefordert wird: "Weg mit dem Wehrkundeerlass!" (WKE). Eingegangen wird auf die Ostverträge, auf die Fahrpreiserhöhungen, die Jugendvertreterwahlen (JVW) und auf die Jugendmetalltarifrunde (JMTR) der IGM.
Geworben wird für das "hipe tuk" und für die "Teestube" Osterstraße.
Q: Arbeiterjugendpresse Nr.2,Hildesheim Juni 1972
Spartacus Bolschewiki/Leninisten gibt eine Sondernummer Bergbau seines 'Spartacus' (vgl. Apr. 1972, Aug. 1972) heraus, die vermutlich als Nr.27 gezählt wird. Eine Kontaktadresse gibt es auch in Hildesheim.
Q: Spartacus Sdr.Nr. Bergbau,Mainz Juli 1972; Spartacus BL-Internes Bulletin Nr.4,o.O. 23.1.1973
Der Kommunistische Arbeiterjugendbund (KAJB) Hildesheim führt, nach eigenen Angaben (vgl. Sept. 1972), seine erste ordentliche Mitgliederversammlung (MV - vgl. Okt. 1972) durch.
Q: Arbeiterjugendpresse Nr.3,Hildesheim Sept. 1972
Der Kommunistische Arbeiterjugendbund (KAJB) Hildesheim gibt die Nr.3 seines Organs 'Arbeiterjugendpresse' (vgl. Juni 1972, Dez. 1972) heraus, in der er sich, im Leitartikel "Freiheitskampf in Palästina" mit dem Nahostkrieg, in weiteren Beiträgen mit Vietnam, der eigenen Mitgliederversammlung (vgl. 27.8.1972), dem Streikrecht für Lehrlinge und dem DGB KJA befaßt. Eine Arbeiterkorrespondenz berichtet aus dem IGM-Bereich von Kloth-Senking.
Nachgedruckt wird das Bremer Kommunique (BK – vgl. 28.5.1972).
Der KAJB Wolfsburg gibt seinen 'Solidarischen Kampf' Nr.5 (vgl. März 1972, Dez. 1972) heraus, in dem u.a. ein Vorstand des KAJB erwähnt wird. KAJBs gebe es mittlerweile in Wolfsburg, Göttingen, Holzminden, Osnabrück, Bremen und Hildesheim, dazu komme noch der KJB Freiburg und diverse Aufbaukomitees. Mit dem Sozialistischen Aktionskreis (SAK) Helmstedt arbeite man zusammen.
Q: Solidarischer Kampf Nr.5,Wolfsburg Okt. 1972
Die DKP Hildesheim gibt vermutlich im Oktober eine Extraausgabe Metall ihrer 'DKP aktuell' zur Metalltarifrunde (MTR) 1972/73 heraus.
Q: DKP aktuell Extraausgabe Metall,Hildesheim o.J. (1972)
Die DKP Hildesheim gibt die Nr.5 der Betriebsausgabe Bosch/Blaupunkt ihrer 'DKP aktuell' (vgl. Feb. 1971, Nov. 1972) heraus.
Q: DKP aktuell Betriebsausgabe Bosch/Blaupunkt Nr.5,Hildesheim Okt. 1972
Die DKP gibt die Nr.18 der Stadtausgabe Hildesheim ihrer 'DKP aktuell' (vgl. Jan. 1973) heraus, welches die erste uns derzeit vorliegende Ausgabe ist.
Q: DKP aktuell - Stadtausgabe Hildesheim Nr.18,Hildesheim Okt. 1972
Der Kommunistische Arbeiterjugendbund (KAJB) Hildesheim führt vermutlich im Herbst seine zweite ordentliche Mitgliederversammlung (MV - vgl. 27.8.1972, Feb. 1973) durch.
Q: Arbeiterjugendpresse Nr.3 und 5,Hildesheim Sept. 1972 bzw. März 1973
Die DKP Hildesheim gibt die Nr.6 der Betriebsausgabe Bosch/Blaupunkt ihrer 'DKP aktuell' (vgl. Okt. 1972, Dez. 1972) heraus.
Q: DKP aktuell Betriebsausgabe Bosch/Blaupunkt Nr.6,Hildesheim Nov. 1972
Die DKP Hildesheim gibt eine Ausgabe der Betriebsausgabe Bosch/Blaupunkt ihrer 'DKP aktuell' (vgl. Nov. 1972, Jan. 1973) heraus.
Q: DKP aktuell Betriebsausgabe Bosch/Blaupunkt,Hildesheim Dez. 1972
Der Kommunistische Arbeiterjugendbund (KAJB) Hildesheim gibt die Nr.4 seines Organs 'Arbeiterjugendpresse' (vgl. Sept. 1972, März 1973) heraus, in der er sich mit der Metalltarifrunde (MTR), dem Ausländergesetz, dem Verbot des KB Bremen, den Sturmschäden, den Bundestagswahlen (BTW) und den Hildesheimer Stadtratswahlen (SRW), mit Berufsschule, Berufsaufbauschule (BAS) und Technikerschule, den örtlichen Vietnamaktionen (vgl. 4.11.1972), dem IGM OJA und dessen Woche der arbeitenden Jugend sowie aus dem IGM-Bereich mit den Entlassungen bei Kloth-Senking und der eigenen Zelle Blaupunkt (vgl. Jan. 1973) sowie der dortigen Jugendversammlung befaßt.
Angekündigt wird der Aufbau von Komitees gegen den Wehrkundeerlaß (WKE).
Die DKP Hildesheim gibt die Nr.1 der Betriebsausgabe Bosch/Blaupunkt ihrer 'DKP aktuell' (vgl. Dez. 1972, Feb. 1973) heraus.
Q: DKP aktuell Betriebsausgabe Bosch/Blaupunkt Nr.1,Hildesheim Jan. 1973
Die DKP gibt die Nr.19 der Stadtausgabe Hildesheim ihrer 'DKP aktuell' (vgl. Okt. 1972, Feb. 1973) heraus.
Q: DKP aktuell - Stadtausgabe Hildesheim Nr.19,Hildesheim Jan. 1973
Die Zelle Blaupunkt des KAJB Hildesheim will eine Betriebszeitung herausgeben (vgl. Dez. 1972).
In Hildesheim erscheint vermutlich im Januar erstmals 'Der Gießer' (vgl. Feb. 1973), die Zeitung des KB Hildesheim und der Betriebszelle des KAJB für die Kollegen der Firma Kloth-Senking.
Berichtet wird auch durch den KB Hildesheim selbst (vgl. 12.2.1973).
Dabei handelt es sich, laut KB Göttingen (vgl. 12.2.1973), um die erste Betriebszeitung des KB Hildesheim überhaupt.
Q: Arbeiterzeitung Nr.1,Hildesheim Feb. 1973; KB Göttingen-ZK: Rechenschaftsbericht des ZK des KB Göttingen für die Delegiertenkonferenz des KBG Feb. 1973,Göttingen o.J. (Feb. 1973),S.C10
Die Nr.2 der 'Roten Fahne' des KABD (vgl. Jan. 1973, März 1973) berichtet u.a. aus Hildesheim vom öffentlichen Dienst (ÖD).
Q: Rote Fahne Nr.2,Tübingen Feb. 1973
Die DKP Hildesheim gibt die Nr.2 der Betriebsausgabe Bosch/Blaupunkt ihrer 'DKP aktuell' (vgl. Jan. 1973, März 1973) heraus. Ebenfalls im Februar erscheint auch noch ein Extra.
Q: DKP aktuell Betriebsausgabe Bosch/Blaupunkt Nr.2 und Extra,Hildesheim Feb. 1973
In Hildesheim erscheint vermutlich im Februar eine Ausgabe von 'Der Gießer' (vgl. Jan. 1973), die Zeitung des KB Hildesheim und der Betriebszelle des KAJB für die Kollegen der Firma Kloth-Senking.
Q: Arbeiterzeitung Nr.2,Hildesheim März 1973
Der Kommunistische Arbeiterjugendbund (KAJB) Hildesheim führt vermutlich im Februar seine dritte Mitgliederversammlung (MV - vgl. Okt. 1972) durch.
Q: Arbeiterjugendpresse Nr.5,Hildesheim März 1973
Die DKP gibt die Nr.20 der Stadtausgabe Hildesheim ihrer 'DKP aktuell' (vgl. Jan. 1973, März 1973) heraus.
Q: DKP aktuell - Stadtausgabe Hildesheim Nr.20,Hildesheim Feb. 1973
Der KB Göttingen (vgl. 12.2.1973) berichtet vom durch ihn angeleiteten bzw. wesentlich beeinflußten KB Hildesheim:"
Am weitesten sind wir … in Hannover und Hildesheim … . Dort existieren relativ selbständige kommunistische Zirkel, die … Agitation und Propaganda betrieben, durch Flugblätter und Betriebszeitungen in die Kämpfe der Arbeiterklasse am Ort eingegriffen haben … . Der KB-Hildesheim hat sich durch Betriebszellen bzw. Aufbauzellen in den größten Betrieben im Raum Hildesheim tendenziell verankern können".
Auch haben "beide … die Arbeit unter Schülern und Studenten aufgenommen, die … noch in den Anfängen steckt. Beide … bestehen zum überwiegenden Teil aus Arbeitern, sind allerdings … ziemlich schwach (ca. 15 Genossen)", wobei "sich der KB/Hildesheim auf eine starke Arbeiterjugendorganisation stützen kann."
Künftig werde es nur noch Konsultationen zwischen dem KB Hildesheim und dem KB Göttingen geben.
Q: KB Göttingen-ZK: Rechenschaftsbericht des ZK des KB Göttingen für die Delegiertenkonferenz des KBG Feb. 1973,Göttingen o.J. (Feb. 1973),S.C9f
Der KB Hildesheim gibt vermutlich in dieser Woche die Nr.1 seines Organs 'Arbeiterzeitung' (vgl. März 1973) heraus.
Berichtet wird von der Währungskrise bzw. der Dollarabwertung, aus Vietnam und von der Bonner Vietnamdemonstration (vgl. 14.1.1973), aus dem IGM-Bereich von Kloth-Senking (vgl. Feb. 1973) und der Metalltarifrunde (MTR) 1972/73, aufgerufen zur eigenen Veranstaltung (vgl. 20.2.1973).
Q: Arbeiterzeitung Nr.1,Hildesheim Feb. 1973
In Braunschweig gibt die Initiativgruppe zum Aufbau eines Kommunistischen Oberschülerbundes (IG/KOB) Braunschweig ihre 'Rote Oberschüler Front' (ROF) Nr.6 (vgl. 11.1.1973, 5.3.1973) heraus. Abgedruckt wird auch der Bericht eines Braunschweiger Bundeswehrsoldaten der Panzerbrigade 2, die auch noch in Hildesheim liegt, u.a. über den Übungsplatz Bergen-Hohne.
Die Zentrale Leitung des KB Hildesheim (vgl. 12.2.1973) lud in die 'Waldquelle' ein zur Veranstaltung "Vorwärts zum Wiederaufbau der KPD".
Die DKP Hildesheim gibt die Nr.3 der Betriebsausgabe Bosch/Blaupunkt ihrer 'DKP aktuell' (vgl. Feb. 1973, Apr. 1973) heraus. Veröffentlicht wird der zentrale Artikel, "Falsche Fronten aufgebaut", der sich gegen die RGO wendet und dabei namentlich KPD und KPD/ML erwähnt.
Q: DKP aktuell Betriebsausgabe Bosch/Blaupunkt Nr.3,Hildesheim März 1973
Der Kommunistische Arbeiterjugendbund (KAJB) Hildesheim gibt die Nr.5 seines Organs 'Arbeiterjugendpresse' (vgl. Dez. 1972, Apr. 1973) heraus, in der er sich mit im Leitartikel mit der Stufenausbildung bzw. dem Stufenplan, im weiteren auch mit der eigenen MV (vgl. Feb. 1973), dem Handwerk und den Vertrauensleutewahlen (VLW) der IGM, aber auch mit Vietnam und dem internationalen Frauentag befaßt.
Die DKP gibt die Nr.21 der Stadtausgabe Hildesheim ihrer 'DKP aktuell' (vgl. Feb. 1973, Apr. 1973) heraus.
Q: DKP aktuell - Stadtausgabe Hildesheim Nr.21,Hildesheim März 1973
Der KB Hildesheim gibt die Nr.2 seines Organs 'Arbeiterzeitung' (vgl. 12.2.1973, Apr. 1973) heraus.
Berichtet wird im Leitartikel über die Auflösung der IGM-Betriebsgruppen bzw. über IGM-Ortsverein und OJA, IGM BJA und DGB KJA sowie aus dem IGM-Bereich von Kloth-Senking (vgl. Feb. 1973), Ahlborn, Blaupunkt, dem Handwerk und von Fuba Salzdetfurth über Betriebsrat, Jugendvertretung, die Galvanik und die eigene Betriebszeitung (vgl. Feb. 1973).
Aus dem Nahen Osten wird berichtet in "Der israelische Imperialismus". Eingegangen wird auch auf "Preissteigerungen und Steuererhöhungen" und aus Dortmund auf den Streik bei Hoesch (vgl. 8.2.1973). Festgestellt wird: "Solidarität mit dem vietnamesischem Volk hilft siegen". Gewürdigt werden die Pariser Kommune 1871 und der 90. Todestag von Karl Marx am 14. März.
Bücher und Zeitungen gibt es Dienstag bis Freitags 17 – 19 Uhr im Büro.
Die DKP Hildesheim gibt die Nr.4 der Betriebsausgabe Bosch/Blaupunkt ihrer 'DKP aktuell' (vgl. März 1973, Mai 1973) heraus, in der der zentrale Artikel, "Gewerkschaftsfeinde am Werk", gegen die RGO abgedruckt wird.
Q: DKP aktuell Betriebsausgabe Bosch/Blaupunkt,Hildesheim Apr. 1973
Die Zelle Blaupunkt des KB Hildesheim gibt vermutlich im April ihre Zeitung 'Der Transistor' (vgl. Jan. 1973) heraus.
Q: Arbeiterzeitung Nr.4,Hildesheim Mai 1973
Der Kommunistische Arbeiterjugendbund (KAJB) Hildesheim gibt die Nr.6 seines Organs 'Arbeiterjugendpresse' (vgl. März 1973) heraus, in der er sich mit dem 1. Mai, der Auflösung der IGM-Betriebsgjugendgruppen, dem DGB Salzdetfurth und dem IGM Ortsverein Hildesheim befaßt.
Festgestellt wird: "Die werktätige Jugend Albaniens blickt zuversichtlich in die Zukunft". Eingegangen wird auf den 103. Geburtstag Lenins. Mit Hilfe der Göttinger 'Kommunistischen Arbeiterzeitung' wird berichtet vom Bundeswehrmanöver 'Wilde Hatz' (vgl. 8.12.1972).
Q: Arbeiterjugendpresse Nr.5,Hildesheim Apr. 1973
Der DGB KJA Hildesheim-Marienburg wird, laut KB Hildesheim (vgl. 21.5.1973) vermutlich im April wegen des Einflusses des KB Hildesheim, u.a. in IGM und HBV, aufgelöst.
Die DKP gibt die Nr.22 der Stadtausgabe Hildesheim ihrer 'DKP aktuell' (vgl. März 1973, Juni 1973) auf April/Mai datiert heraus. Enthalten ist der zentrale Artikel "Gewerkschaftsfeinde am Werk" gegen die Revolutionäre Gewerkschaftsopposition (RGO).
Q: DKP aktuell - Stadtausgabe Hildesheim Nr.22,Hildesheim Apr./Mai 1973
Der KB Hildesheim gibt vermutlich im April eine Ausgabe, vermutlich die Nr.3, seines Organs 'Arbeiterzeitung' (vgl. März 1973, 21.5.1973) heraus. Aufgerufen wird zum 1. Mai, zum Aufbau einer kommunistischen Fraktion in den Gewerkschaften und zur Bildung von Komitees gegen den Wehrkundeerlass (WKE).
Berichtet wird über die Berufsverbote, die Hildesheimer Hebesätze für die Gewerbesteuer und die Lohnsteuer, den IGM-Ortsverein und der IGM-Mitgliederversammlung, in Arbeiterkorrespondenzen aus dem IGM-Bereich von Kloth-Senking und Blaupunkt sowie aus dem DruPa Ortsverein Hildesheim von Mann und Gebrüder Gerstenberg.
Aus Frankfurt wird berichtet vom Häuserkampf (vgl. 28.3.1973). Zum §218 wird Albanien als Vorbild für die Frauenemanzipation propagiert. Dies geschieht auch im Artikel "Über den Aufbau des Sozialismus", der sich aber auch auf die VR China bezieht.
Q: Arbeiterzeitung,Hildesheim o.J. (1973)
Der DGB KJA Hildesheim wird, laut Nationalem Komitee Arbeiterjugend gegen politische Entlassungen und Gewerkschaftsausschlüsse, Anfang April vom DGB Kreisvorstand aufgelöst. Er setzt sich u.a. aus den 6 Jugendbetriebsgruppen und dem OJA der IGM zusammen, der ungefähr zur selben Zeit aufgelöst wird.
Die DKP Hildesheim gibt die Nr.5 der Betriebsausgabe Bosch/Blaupunkt ihrer 'DKP aktuell' (vgl. Apr. 1973, Juni 1973) heraus, in der u.a. vom 1.Mai in Hildesheim berichtet wird.
Q: DKP aktuell Betriebsausgabe Bosch/Blaupunkt Nr.5,Hildesheim Mai 1973
An der Mai-Demonstration in Hildesheim beteiligen sich, laut KB Bremen, ca. 100, eine Kundgebung verfolgen 500. Laut DKP treten auch in Hildesheim Gewerkschaftsspalter (vermutlich der KB Hildesheim) auf, wegen denen die Gewerkschaftsjugendgruppen aufgelöst wurden, was die DKP allerdings ablehnt.
Q: DKP aktuell Betriebsausgabe Bosch/Blaupunkt Nr.5,Hildesheim Mai 1973; Wahrheit Nr.5/6,Bremen 1973,S.10
Der KB Hildesheim gibt vermutlich in dieser Woche die Nr.4 seines Organs 'Arbeiterzeitung' (vgl. Apr. 1973, 28.5.1973) datiert auf Mai heraus, die zu Gunsten der bundesweiten 'Kommunistischen Volkszeitung' (KVZ - vgl. 11.7.1973) des KBW eingestellt wird.
Berichtet wird über die Verbotsbestrebungen gegen die KPD, über den 1. Mai in Portugal, Spanien, Vietnam und der VR China sowie in Hildesheim, vom Breschnewbesuch (vgl. 20.5.1973), von den Preissteigerungen, von der Auflösung des DGB KJA (vgl. Apr. 1973) bzw. den Hausverboten und Funktionsverboten sowie aus dem IGM-Bereich von Blaupunkt (vgl. Apr. 1973) von Fuba Salzdetfurth (vgl. Apr. 1973).
Aufgerufen wird zur eigenen Gewerkschaftsveranstaltung (vgl. 24.5.1973) und zum Wiederaufbau der KPD.
In Freiburg gibt der BKA seinen 'Klassenkampf' (vgl. Apr. 1973) heute zum letzten Male als Zentralorgan heraus. Berichtet wird auch über die Gewerkschaftsausschlüsse, die es auch in den DGB KJAs Bremen, Hildesheim, Osnabrück und Braunschweig sowie im IGM OJA Bremen gab, die alle aufgelöst wurden.
Q: Klassenkampf Nr.33,Freiburg 24.5.1973
Der KB Hildesheim (vgl. 21.5.1973) lud anläßlich der Auflösung des DGB KJA (vgl. Apr. 1973) ins Haus der Jugend (HdJ) zu seiner Veranstaltung "Angriffe auf die klassenbewußte Gewerkschaftsarbeit" ein.
Der KB Hildesheim gibt vermutlich in dieser Woche eine Ausgabe seines Organs 'Arbeiterzeitung' (vgl. 21.5.1973) heraus, die sich äußert:
- "Zum Charakter der sozialistischen Gesellschaft";
- zu "Der Sozialimperialismus der UdSSR";
- zum "Revisionismus" und
- zum "Parteiaufbau".
Q: Arbeiterzeitung o. Nr.,Hildesheim o.J. (1973)
Vermutlich im Juni gibt die DKP ihren 'Roten Käfer' Nr.13 für alle VW-Werke heraus. Im Artikel "Die Einheitsgewerkschaft stärken!" von Werner Hilke, ehemaliger DGB-KJA Vorsitzender aus Hannover heißt es:"
Merkwürdige Dinge geschehen im Bereich des DGB-Landesbezirks Niedersachsen. Da werden Kreisjugendausschüsse aufgelöst, wie in Hildesheim, Helmstedt, Braunschweig und Bremen. Zahlreiche Jugendausschüsse der Einzelgewerkschaften erleiden das gleiche Schicksal. Zwei Jugendsekretäre wurden mit sofortiger Wirkung beurlaubt, dann gekündigt und gleichzeitig aller gewerkschaftlicher Funktionen entbunden.
Um diese Vorgänge zu begreifen, kann man es sich sehr einfach machen und pauschal behaupten, die betroffenen Jugendausschüsse und die Jugendsekretäre wären Angehöriger ultralinker und somit gewerkschaftsfeindlicher Gruppierungen, wie z.B. die sogenannte 'Revolutionäre Gewerkschaftsopposition'.
Wenn man so an die Dinge herangeht, bedeutet das allerdings die Dinge auf den Kopf stellen, denn erstens trifft die Behauptung generell nicht zu und zweitens löst man innergewerkschaftliche Probleme nicht mit administrativen Maßnahmen, sondern mit dem Ausbau der innergewerkschaftlichen Demokratie. Das setzt voraus, die breite Diskussion über Rolle und Funktion der Gewerkschaften im kapitalistischen System. Diese Diskussion kann nur auf der Grundlage der gewerkschaftlichen Beschlüsse erfolgen und erfordert natürlich kritische Kollegen.
Die DKP ist für starke, an Klasseninteressen orientierte Gewerkschaften, die als Kampforganisation die Verbesserung der sozialen, politischen und gesellschaftlichen Stellung der abhängig Beschäftigten durchsetzen. Sie ist für die Einheitsgewerkschaft, d.h., für das Zusammenwirken von kommunistischen, sozialdemokratischen, christlichen und parteilosen Kollegen in einer Organisation - im DGB. Dort geht es um höhere Löhne und Gehälter, Mitbestimmung in Betrieb und Gesellschaft, für den Kampf gegen Preistreiberei, für die Zurückdrängung der Macht der Superreichen und für die Erweiterung der Rechte des arbeitenden Volkes. Um diesen Kampf erfolgreich zu führen, auf der Grundlage der Satzung der Gewerkschaften, des DGB-Grundsatzprogrammes und der Beschlüsse der Gewerkschaftskonferenzen, muß man jenen entgegentreten, die - wie z.B. rechte SPD-Führer - die Gewerkschaften als Ordnungsfaktor in das kapitalistische System integrieren wollen und durch ihr opportunistisches Verhalten junge kritische Gewerkschafter in die Arme der ultralinken Sektierer treiben.
Diese ultralinken Sektierer, Maoisten, Anarchisten, RGO-Leute, bis hin zu dem sogenannten Kommunistischen Bund (hiermit dürfte wesentlich der KB Wolfsburg gemeint sein,d.Vf.), sind der Arbeiterbewegung fremde Gruppierungen von kleinbürgerlichen Abenteurern, die objektiv die Funktion haben, die Gewerkschaften zu spalten und somit zu schwächen. Sie leisten somit den Unternehmern und Arbeiterfeinden einen großen Dienst.
MIT IHNEN GIBT ES FÜR DIE DKP ABSOLUT KEINE GEMEINSAMKEIT!
Wir warnen alle Kollegen davor, sich von scheinrevolutionären Phrasen mißbrauchen zu lassen. Das hier zu erklären ist unsere gewerkschaftliche Pflicht als Kommunisten, denn wir sehen in der Einheitsgewerkschaft eine der größten Errungenschaften der bundesdeutschen Arbeiterbewegung nach 1945.
Grundfalsch ist es natürlich, alle kritischen Kollegen, die sich für konsequent kämpfende Gewerkschaften einsetzen, in die RGO-Spalterecke zu drängen und mit administrativen Mitteln die Diskussion abzuwürgen.
Politisch falsch ist es aber auch, wenn kritische Gewerkschaftskollegen, weil sie im Augenblick ihre Vorstellungen nicht sofort verwirklichen können, mit ultralinken Gruppierungen paktieren oder Flugblätter herausgeben, mit einer undifferenzierten Stoßrichtung gegen die Gewerkschaften. Das trifft zu für einige Jugendausschüsse aber auch für die beiden gemaßregelten DGB-Jugendsekretäre.
Diese Maßnahmen von rechts und ultralinks stärken nicht den notwendigen Kampf gegen das Großkapital, sondern leiten nur Wasser auf die Mühlen der Rechten, der CDU/CSU, der Unternehmerverbände. Gegen die gilt es den Hauptstoß des Kampfes zu richten und das setzt voraus, einheitlich und geschlossen handelnde Gewerkschaften!"
Q: Roter Käfer Nr.13,Hannover 1973
Die DKP Hildesheim gibt vermutlich im Juni die Nr.6/7 der Betriebsausgabe Bosch/Blaupunkt ihrer 'DKP aktuell' (vgl. Mai 1973, Aug. 1973) für Juni/Juli heraus.
Q: DKP aktuell Betriebsausgabe Bosch/Blaupunkt Nr.6/7,Hildesheim Juni/Juli 1973
Die DKP gibt die Nr.23 der Stadtausgabe Hildesheim ihrer 'DKP aktuell' (vgl. Apr. 1973, Nov. 1973) heraus.
Q: DKP aktuell - Stadtausgabe Hildesheim Nr.23,Hildesheim Juni 1973
In Bremen beginnt die Gründungskonferenz des KBW. Es war auch anwesend der Kommunistische Bund Hildesheim.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr.1,Mannheim Juli 1973
Vermutlich erscheint zu Beginn dieser Woche die Nr.11 der 'Roten Front' (vgl. 4.6.1973, 27.6.1973) – Zeitung der Kommunistischen Kollektive Hoesch, Zeche Hansa (Dortmund) und Gewerkschaft Viktor (Castrop-Rauxel) Mitglieder der Kommunistischen Fraktion im Ruhrgebiet für den Wiederaufbau der Kommunistischen Partei' (KFR). Ein Artikel beginnt:"
In den vergangenen Wochen haben staatliche Unterdrückungsmaßnahmen gegen Demokraten und Kommunisten einen neuen Höhepunkt erreicht. Polizeiaktionen, die selbst dem bürgerlichen Recht Hohn sprechen in Dortmund gegen friedliche Demonstranten, Gewerkschaftsausschlüsse und eine breite Hetze gegen alles was links und fortschrittlich ist. Am 11. Mai wurde der Kreisjugendausschuß des DGB in Bremen von den dortigen sozialdemokratischen DGB-Führern unter dem offenen Bruch der Gewerkschaftssatzung aufgelöst mit der Begründung seiner Teilnahme an der von der Gewerkschaftsführung Hals über Kopf abgesagten 1. Mai Demonstration von 6. 000 Bremer Kollegen und wegen 'Kommunistischer Unterwanderung' ohne daß irgendein gewerkschaftsschädigendes Verhalten nachgewiesen werden konnte. In den letzten Wochen wurden nun auch noch die KJA's in Hildesheim, Braunschweig und Osnabrück von der Gewerkschaftsführung aufgelöst. Gleichzeitig wurden in vielen Städten der BRD weitere Ausschlußanträge gegen klassenbewußte und kommunistische Kollegen veranlaßt."
Q: Die Rote Front Nr.11,Dortmund/Castrop-Rauxel Juni 1973
In der Nr.25 der 'Roten Fahne' der KPD (vgl. 13.6.1973, 27.6.1973) erscheint ein Aufruf zur Demonstration "Hände weg von der KPD!" am 23.6.1973 in Karlsruhe. Dieser Aufruf wird auch unterstützt vom AStA der Fachhochschule Hildesheim.
Vermutlich im Juli gibt die SAG ihren 'Klassenkampf' Nr.25/26 für Juli und August (vgl. Juni 1973, 12.9.1973) heraus. Thea Winter aus Hannover berichtet von der Welle von Gewerkschaftsausschlüssen und Gremienauflösungen in Norddeutschland, die zumeist gegen KBW-Gruppen gerichtet war.
Aufgelöst wurden die DGB KJAs in Braunschweig, Bremen, Hildesheim und Osnabrück. Ebenso, bis auf Bremen, auch jeweils die IGM OJAs.
In Hildesheim wurden sechs IGM Jugendgruppen aufgelöst.
Es findet die zweite Sitzung des ZK des KBW (vgl. 16.6.1973, 15.9.1973) statt. Im protokoll heißt es u.a.:"
- Hildesheim Aufnahmeantrag. Hildesheim wird aufgenommen als Ortsgruppe. Leitung wird bestätigt."
Q: KBW-ZK-StA:ZK-Sitzung vom 7.7.1973,o.O. o.J. (1973); KBW-N.N.:ZK-Sitzung 7.7.1973 Protokoll,o.O. o.J. (1973)
Auf der heutigen Sitzung des ZK des KBW wird der bisherige KB Hildesheim als Ortsgruppe in KBW aufgenommen.
Laut der 'KVZ' (vgl. 12.9.1973) beschließt das ZK des KBW die Aufnahme der Mitglieder und Kandidaten des Kommunistischen Bundes Hildesheim in den KBW. Damit wird der KB Hildesheim zu einer OG des KBW. Die OG leitet u.a. einen Kommunistischen Arbeiter-Jugendbund(KAJB) an.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr.2,Mannheim 12.9.1973,S.11; KBW-N.N.:ZK-Sitzung 7.7.1973 Protokoll,o.O. o.J. (1973),S.2
In München gibt die Druck-Betriebsgruppe der ABG vermutlich in dieser Woche ihren 'Roten Widerdruck' Nr.23 (vgl. Juni 1973, 13.8.1973) heraus. Berichtet wird u.a. über die Auflösung der DGB KJAs Bremen, Hildesheim, Braunschweig und Osnabrück.
Q: Roter Widerdruck Nr.24,München Juli 1973
Die Nr.1 der 'Kommunistischen Volkszeitung' (KVZ), des Zentralorgans des Kommunistischen Bundes Westdeutschland (KBW), erscheint ab heute auf Juli datiert. Die Bremer 'Wahrheit' (vgl. Mai 1973), die zuvor die Aufgabe der bundesweiten Berichterstattung für die späteren KBW-Gruppen übernommen hatte, wird eingestellt. Eingestellt wird auch die 'Arbeiterzeitung' (vgl. 21.5.1973).
Einhellig kritisiert wird der Artikel zum Fluglotsenstreik. Dahinter steckt in den meisten Fällen wohl eine falsche politische Beurteilung des Streiks als einer Aktion von Privilegierten, gegen die man Stellung nehmen müsse. Hildesheim kritisiert dagegen das Programm: Bezahlung aller beamteten Personen nach Facharbeiterlohn. An diesem Fall wird auch durchweg demonstriert, was die Genossen meinen, wenn sie ausführlichere Anleitung vom kommunistischen Standpunkt aus erwarten: Die Beleuchtung einer Erscheinung, über deren Bedeutung man sich nicht klar ist, vom wissenschaftlichen Sozialismus aus.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr.1,Mannheim Juli 1973; KBW-ZK-StA:Rundbrief an ZK-Mitglieder,Mannheim 12.9.1973,S.2; KBW-ZK-StA:Rundbrief,Mannheim 18.9.1973,S.13ff.; KBW-StA-1 Mitglied:Die Kritik an der KVZ Nr.1,o.O. 12.9.1973
Von der ab heute erscheinenden 'KVZ' Nr.1 verkauft die OG Hildesheim des KBW bei der Gerstenberg-Druckerei 2 Exemplare.
Von der ab heute erscheinenden 'KVZ' Nr.1 verkauft die OG Hildesheim des KBW bei Blaupunkt 3 Exemplare.
Von der ab heute erscheinenden 'KVZ' Nr.1 verkauft die OG Hildesheim des KBW bei Bosch 4 Exemplare.
Von der ab heute erscheinenden 'KVZ' Nr.1 verkauft die OG Hildesheim des KBW bei der Eisengießerei Kloth-Senking 3 Exemplare.
Von der ab heute erscheinenden 'KVZ' Nr.1 verkauft die OG Hildesheim des KBW bei Senking 6 Exemplare.
Von der ab heute erscheinenden 'KVZ' Nr.1 verkauft die OG Hildesheim des KBW bei der Post 9 Exemplare.
Von der ab heute erscheinenden 'KVZ' Nr.1 verkauft die OG Hildesheim des KBW an Soldaten 22 Exemplare.
Von der ab heute erscheinenden 'KVZ' Nr.1 verkauft die OG Hildesheim des KBW 400 Exemplare, davon 54 in Betrieben des DPG-, DruPa- und IGM-Bereiches in Hildesheim und des IGBE- und IGM-Bereiches in Bad Salzdetfurth, ca. 100 in der Innenstadt, 19 in einer Jugendgaststätte, 85 an Schulen und Hochschulen, 56 an Genossen und 22 an Soldaten.
"Über den Rest fehlen genaue Angaben der Verantwortlichen".
In einer späteren Statistik (vgl. 18.9.1973) werden 316 verkaufte Exemplare aufgeschlüsselt in 54 an Betrieben, 100 in der Stadt, 65 an Schulen und Hochschulen und 97 sonstwo.
Im Bericht der OG heißt es:"
Der Verkauf der KVZ wurde durch die Verkäuferversammlung vorbereitet, auf der über politischen Stellenwert und Aufgabe des Zentralorgans diskutiert wurde. Obwohl zu dieser Versammlung alle Mitglieder der Kader- und Massenorganisationen eingeladen waren, erschienen nur etwa 10 Genossen.
Für jeden Betrieb wurde ein Genosse verantwortlich gemacht, der dafür zu sorgen hatte, daß der Verkauf vor den Betrieben reibungslos abläuft, d.h. die festgelegte Anzahl von Verkäufern zu organisieren, die Verkäufer mit Zeitungen zu versorgen, eine Statistik über die verkauften Zeitungen zu erstellen usw.
Für den Verkauf blieben für die Hildesheimer Betriebe nur drei Tage, da in allen Großbetrieben die Betriebsferien begannen.
Nachdem der Verkauf am ersten Tag nur mangelhaft geklappt hatte, wie mir Genossen aus den Betrieben berichteten, wurden mit allen Verantwortlichen noch einmal Einzelgespräche geführt, in denen klar auf die Notwendigkeit und auf die Bedeutung des Verkaufs für unsere weitere Arbeit hingewiesen wurde. Das Resultat war, daß die Verantwortlichen teilweise selbst nicht verkauft haben und es ihnen nicht gelungen ist, Verkäufer zu organisieren. Dazu kam, daß einige Genossen in den Urlaub gefahren sind und sich nicht bemüht haben, Ersatzleute zu organisieren. Es sind zwar alle Zeitungen verkauft worden, doch habe ich keinen Überblick wieviel Zeitungen noch bei den Genossen zu Hause sind.
Auf der nächsten Verkäuferversammlung, die noch im August stattfinden wird, muß nochmals die Wichtigkeit der KVZ für unsere Arbeit klargestellt werden. Außerdem wird der Kontakt zu den Verantwortlichen der Betriebe verbessert.
Zum Verkauf selbst ist folgendes zu sagen.
Die Zeitungen wurden oft von den Genossen nicht offen getragen. Die Genossen treten teilweise schüchtern auf und vergessen dabei inhaltliche Aussagen während des Verkaufs zu machen. Die Plakate mit der Inhaltsangabe der Zeitung haben sich beim Verkauf bewährt.
Vor den Betrieben, wo die Genossen offen und selbstsicher aufgetreten sind, wurden auch die meisten Zeitungen verkauft. Der Stadtteilverkauf ist noch nicht mit dem Einsatz aller Kräfte vorangetrieben worden. Feste Abonnenten der KVZ gibt es noch nicht. Die Hauswerbung wird bei der nächsten Ausgabe der KVZ aufgenommen.
Es wurde kritisiert, daß die Schlagzeilen schlecht platziert waren und zu dünn gedruckt. Auf der ersten Seite müssen die Schlagzeilen die betrieblichen Kämpfe widerspiegeln. Aus den Streikberichten ist nicht zu ersehen, welche Erfahrungen die Kommunisten in den Streiks gesammelt haben, welchen Einfluß sie hatten, wie die Betriebszeitungen eingesetzt wurden usw.
Wir schlagen vor für die Kontaktadresse der Ortsgruppen einen größeren Freiraum (ca. 10 x 4 cm) beim Impressum zu lassen. Wir haben uns einen Stempel zugelegt und alle Zeitungen gestempelt."
Q: KBW-ZK-StA:Rundbrief an ZK-Mitglieder,Mannheim 12.9.1973,S.2; KBW-OG Hildesheim:Bericht über Verkauf der KVZ,o.O. (Hildesheim) o.J. (1973)
Von der ab heute erscheinenden 'KVZ' Nr.1 verkauft die OG Hildesheim des KBW in der Innenstadt ca. 100 Exemplare.
Spartacus Bolschewiki/Leninisten gibt seinen 'Spartacus' Nr.6 (vgl. Mai 1973, Sept. 1973) heraus und berichtet auch vom IGM LBJA, den DGB KJAs Hannover und Osnabrück, dem IGM KJA Braunschweig und den IGM-Jugendgruppen Hildesheim.
Die DKP Hildesheim gibt vermutlich im August die Nr.8 der Betriebsausgabe Bosch/Blaupunkt ihrer 'DKP aktuell' (vgl. Juni 1973, Sept. 1973) heraus, die uns bisher leider nicht vorlag.
Q: DKP aktuell Betriebsausgabe Bosch/Blaupunkt Nr.6/7 und 11,Hildesheim Juni/Juli 1973 bzw. Nov. 1973
In München gibt die Betriebsgruppe des AB im Pressehaus Bayerstraße (PHB) ihren 'Roten Aufmucker' Nr.29 (vgl. 9.7.1973, Sept. 1973) heraus. Der Unvereinbarkeitsbeschluß der Gewerkschaft Textil und Bekleidung (GTB) gelte auch für AB und DKP. Aufgelöst worden seien bereits die DGB KJAs in Braunschweig, Bremen, Hildesheim und Osnabrück.
Q: Roter Aufmucker Nr.29,München 14.8.1973
Der Ständige Ausschuß (StA) des ZK des KBW richtet einen "Rundbrief an die Ortsgruppen (befreundeten Organisationen zur Kenntnis)" (vgl. 3.8.1973, 24.8.1973), in dem er sich vor allem mit Kambodscha (vgl. 16.8.1973) befaßt und weiter ausführt:"
Q: KBW-ZK-StA:Rundbrief,o.O. 16.8.1973
Die OG Hildesheim des KBW gibt vermutlich frühestens heute, vermutlich im IGM-Bereich das folgende Flugblatt von einer Seite DIN A 4 heraus, wobei es durchaus sein kann, daß es sich bei dem uns vorliegenden Text nur um die zweite Seite eines zweiseitigen Flugblattes handelt:"
EINHEIT DURCH STREIK
Über 50 000 Kollegen traten in den letzten Tagen für ihre Forderungen nach Teuerungszulagen (TZL,d.Vf.), nach mehr Urlaub und nach Senkung der Arbeitshetze, in den Streik. Durch verschärfte Arbeitshetze, durch Lohnraub und durch Preistreiberei versuchen die Unternehmer mehr und mehr aus uns herauszupressen, denn die augenblicklich gute Auftragslage in der Metallindustrie wird durch niedrige Löhne ein doppelter Erfolg für die Profite der Unternehmer.
Die Bundesregierung sieht mit 'Besorgnis' der wachsenden Einheit der Kollegen entgegen und bemüht sich im Interesse der Unternehmen und der Gewerkschaftsführung mit beiden 'Tarifpartnern' über die Verhinderung und Zerschlagung der Streiks zu diskutieren. Was in Neuss die Polizei, die mit gezogener Pistole die Kollegen zur Arbeit zwingen wollte, das soll in Lübeck der Betriebsrat übernehmen, der durch Stillhalteparolen die Kollegen zur Aufnahme der Arbeit auffordert.
Doch die Streiks sind die direkte Antwort der Kollegen auf die verschlechterte Lebensbedingung. Sie zeigen uns, daß wir gewillt sind, den Kumpaneien der Gewerkschaftsführung mit den Unternehmern entgegen zu treten.
Der 8,5% Abschluß (der MTR,d.Vf.), der nur von 1/4 der Kollegen gebilligt wurde, war ein Abschluß, der von den Gewerkschaftsführern mit viel Tam Tam um 'Stabilität' der Wirtschaft gegen die Interessen der Kollegen abgeschlossen wurde. Die Haltung der Loderer und Vetter zeigt, wessen Stabilität sie unterstützen wollen. Anstatt den Streik organisiert auf die ganze Branche auszudehnen, appellieren sie an die Vernunft der Kollegen und biedern sich sogar an, in den spontan entstandenen Streiks zwischen den Unternehmern und Arbeitern zu 'vermitteln'. Wir sollen uns auf die nächste Tarifrunde vorbereiten, so Loderer, aber nicht etwa durch Streiks, sondern durch Hände in den Schoß legen. Als Vetter am 26.8. in der 'Tagesschau' gefragt wurde, ob denn eine Ausdehnung der Streikwelle zu befürchten sei, da sagte er offen, auf welcher Seite er steht. Er appellierte an die Presse, an Funk und Fernsehen, nicht mehr als nötig über die Streiks in der BRD zu berichten, da dieses Beispiel für entschlossene Arbeiteraktion sonst schnell Schule machen könne. Doch für uns gibt es jetzt kein zurück!! Die Kollegen in der ganzen BRD merken es selbst an ihrer Geldbörse, daß sie handeln müssen. So konnte am 27.8. der Streikbeginn auch in Norddeutschland nicht verhindert werden.
In dieser Situation dürfen wir nicht auf die Handlungen der Gewerkschaftsführer hoffen. Die haben den Frieden mit den Unternehmern gegen uns längst geschlossen. Wir müssen unsere Organisation, die IGM, selbständig in Aktion setzen und sie, ihren Aufgaben als Arbeiterorganisation entsprechend, einsetzen.
Die meisten Streiks begannen durch entschlossenes Handeln der Vertrauensleute einiger Abteilungen. Sie griffen dann meist auf die gesamte Belegschaft über. Auf Belegschaftsversammlungen diskutieren die streikenden Kollegen täglich ihre Forderungen und verpflichten die Vertrauensleute und Betriebsräte entsprechend zu handeln.
Der Streik ist unsere Waffe, mit dem wir unsere Forderungen durchsetzen und durch den wir lernen, uns auf die Tarifverhandlungen vorzubereiten.
Setzen wir uns deshalb mit unseren Vertrauensleuten und mit den Kollegen unserer ganzen Abteilung zusammen, und sprechen wir über unsere Forderungen.
Unsere Vertrauensleute müssen sofort handeln. Eine entschlossene Abteilung kann alle anderen Kollegen mitreißen.
ERKÄMPFEN WIR UNS EINE TEUERUNGSZULAGE!!
FÜR DIE SOFORTIGE KÜNDIGUNG DER TARIFVERTRÄGE!!
EINHEIT MACHT STARK!!"
Q: KBW-OG Hildesheim:Einheit durch Streik,Hildesheim o.J. (1973)
Die DKP Hildesheim gibt vermutlich im September die Nr.9 der Betriebsausgabe Bosch/Blaupunkt ihrer 'DKP aktuell' (vgl. Aug. 1973, Okt. 1973) heraus, die uns bisher leider nicht vorlag.
Von der heutigen 'KVZ' Nr.2 verkauft die OG Hildesheim des KBW an der Berufsschule 11 Exemplare:"
Vor der Berufsschule ist bisher nur sehr nachlässig die K.V.Z. vertrieben worden. Es hat sich gezeigt, daß dort viel Zeitungen zu verkaufen sind. An
einem Morgen haben wir 11 Zeitungen verkaufen können. Der Vertrieb läßt sich noch um das Vielfache erhöhen, da nur an einer Berufsschule und nur einmal verkauft worden ist. Hier werden wir zum nächsten Mal einen regelmäßigen Verkauf organisieren, jeden Tag von 7 Uhr 30 bis 8 Uhr.
Die Arbeiterjugendlichen zeigten sich interessiert und bereit zu einer Diskussion mit unseren Verkäufern. Deshalb richten wir uns für die nächste Ausgabe auf einen gezielten, gut organisierten und massiven Verkauf ein."
In einem ersten Bericht heißt es:"
Ferner wurden uns 50 Stück für die Hamelner Genossen ausgeliefert. Da die Genossen jedoch nach einer Woche ihre Zeitungen immer noch nicht abgeholt hatten, haben wir diese 50 Stück ebenfalls mitverkauft."
In einem zweiten Bericht heißt es:"
Verkauf: HILDESHEIM STADT
Durch einen besseren organisatorischen Apparat der Verkäufer konnte der Vertrieb auf 550 gesteigert werden. Da in Hildesheim kein Buchladen vorhanden ist, wird der Verkauf zum größten Teil auf der Straße erledigt. Um den Verkauf zu gewährleisten wurde nach folgenden organisatorischen Prinzipien verkauft:
1. Jeden Tag (außer Samstag und Sonntag) wurde von 16 Uhr bis 18 Uhr vor dem Bahnhof oder in der Stadt verkauft."
Berichtet wird von der Verkäuferversammlung (vgl. 19.9.1973) und den Info- Ständen in Hildesheim (vgl. 14.9.1973, 15.9.1973, 22.9.1973) und Bad Salzdetfurth (vgl. 21.9.1973):"
An den Infoständen sind auch eine erhebliche Anzahl von 'Halkin Sesi' verkauft worden (22). Demnächst werden auch 'Halkin Sesi' vor den Betrieben verkauft.
Der Verkauf hatte organisatorisch noch einige Mängel, da nicht in den Arbeitervierteln verkauft wurde, sondern nur in der Einkaufsstraße (Hoher Weg). Auch sind wir beim Verkauf der Zeitung auf die Wetterumstände angewiesen. Zum Winter rechnen wir daher mit erheblichen Schwierigkeiten beim Straßenverkauf. Ein Buchladen würde uns in der Beziehung weiterhelfen.
Einige Genossen sind sich über die Wichtigkeit des K.V.Z.-Vertriebs noch nicht bewußt, da es immer wieder vorkam, daß die Genossen nicht pünktlich oder gar nicht zum Verkaufen erschienen. …
Vor den größten Betrieben in Hildesheim und Bad Salzdetfurth haben wir 74 Zeitungen verkauft. Wir haben eine Steigerung gegenüber der ersten Nummer erreicht. Nicht vor allen Betrieben ist zweimal verkauft worden. Zum Verkauf haben wir folgendes Prinzip eingehalten:
Wir haben für die Betriebe Kollektive bestehend aus Schülern und Studenten gebildet, die auf Dauer den Verkauf organisieren. Für jedes Kollektiv ist ein Verantwortlicher bestimmt worden. Dieses Prinzip hat sich gut bewährt und soll deshalb auch beibehalten werden."
Berichtet wird auch von der Berufsschule, aus Bad Salzdetfurth sowie von:"
PH UND FACHHOCHSCHULE FÜR SOZIALARBEIT
Mit dem Beginn des Studiums werden die Studenten Genossen mit dem Vertrieb auf der PH und der Fachhochschule (FHS,d.Vf.) beauftragt.
Vor der Schule ist noch nicht verkauft worden. Beim nächsten K.V.Z.-Vertrieb soll auch hier der Verkauf beginnen. Bisher fehlten uns die Kräfte dazu. Wir werden deshalb unsere vorhandenen Kräfte noch nutzvoll einsetzen.
KRITIK ZUM VERKAUF
Der verantwortliche Genosse, der den ersten K.V.Z.-Vertrieb leitete, und seine Arbeit nicht befriedigend leistete, wurde zu spät (erst kurz vor Erscheinen der Nr.2) von seinem Amt enthoben. Zwei andere Genossen wurden kurzfristig beauftragt, so daß der Vertrieb nur schlecht durchorganisiert wurde. Der Verkauf wurde improvisiert. Zum besseren organisatorischen Vertrieb ist unter anderem eine APA (Agitpropabteilung,d.Vf.) eingerichtet worden. Wir werden den Vertrieb beim nächsten Mal noch energischer und organisierter durchführen als bisher, um den Vertrieb der K.V.Z. ständig zu steigern. Deshalb werden wir unsere Kräfte so gut es geht einsetzen um den Vertrieb zu gewährleisten.
Die OG Hildesheim des KBW führt zum Verkauf der 'KVZ' Nr.2 (vgl. 12.9.1973) einen Info-Stand in der Einkaufsstraße Hoher Weg durch, bei dem sich eine 'Provokation' ereignete:"
60 bis 70 Passanten sammelten sich um die K.V.Z.-Verkäufer (6), die von zwei Provokateuren angegriffen wurden (nicht tätlich). Eine Schlägerei konnte verhindert werden. Dieses war nicht das erste Mal, daß es zu einer Auseinandersetzung in solch großem Umfang gekommen ist. Die Genossen haben in Hildesheim darüber ausführlich diskutiert und davon gelernt."
Die OG Hildesheim des KBW führt ihre 'KVZ' Verkäuferversammlung mit fast allen 35 Verkäufern durch, auf der u.a. über die Unpünktlichkeit bzw. das Nichterscheinen beim Verkauf sowie die Provokation in der Hildesheimer Einkaufsstraße (vgl. 14.9.1973) diskutiert wird:"
Die Verkäuferversammlungen haben sich bisher als recht positiv erwiesen."
Die OG Hildesheim des KBW führt zum Verkauf der 'KVZ' Nr.2 (vgl. 12.9.1973) heute wegen schlechtem Wetter keinen Info-Stand in der Einkaufsstraße Hoher Weg durch.
Von der heutigen 'KVZ' Nr.3 verkauft die OG Hildesheim des KBW bei Gerstenberg 4 Exemplare.
Q: KBW-OG Hildesheim:KVZ-Verkaufsstatistik Nr.3,o.O. (Hildesheim) o.J. (Okt. 1973)
Von der heutigen 'KVZ' Nr.3 verkauft die OG Hildesheim des KBW bei Hagemann (vermutlich DruPa-Bereich) 3 Exemplare.
Von der heutigen 'KVZ' Nr.3 verkauft die OG Hildesheim des KBW bei Blaupunkt Werk 1 23 Exemplare.
Von der heutigen 'KVZ' Nr.3 verkauft die OG Hildesheim des KBW bei Blaupunkt Werk 2 9 Exemplare.
Von der heutigen 'KVZ' Nr.3 verkauft die OG Hildesheim des KBW bei Kloth-Senking 7 Exemplare.
Von der heutigen 'KVZ' Nr.3 verkauft die OG Hildesheim des KBW bei Phoenix 6 Exemplare.
Von der heutigen 'KVZ' Nr.3 verkauft die OG Hildesheim des KBW bei Senking 5 Exemplare.
Von der heutigen 'KVZ' Nr.3 verkauft die OG Hildesheim des KBW an den Berufsschulen 70 Exemplare:"
An den drei Hildesheimer Berufsschulen sind insgesamt 70 Zeitungen vertrieben worden. An der größten ist jeden Tag die Zeitung angeboten worden. Dort haben wir 48 K.V.Z. verkaufen können. Einige Male entstanden beim Verkauf Diskussionen mit den Schülern. Am 4. Verkaufstag als zwei Genossen den Verkauf beendet hatten und zu ihrem Auto gingen, das in einer Seitenstraße stand, wurden sie von einer Polizeistreife angehalten, welche in einer anderen Seitenstraße auf sie gewartet hatte. Die Adressen wurden aufgeschrieben und das Fahrzeug untersuchte man aufs Genaueste."
Von der heutigen 'KVZ' Nr.3 verkauft die OG Hildesheim des KBW bei der Post 7 Exemplare.
Von der heutigen 'KVZ' Nr.3 verkauft die OG Hildesheim des KBW an PH und FHS für Sozialarbeit 47 Exemplare:"
Vor den Hildesheimer Fachhochschulen ist der K.V.Z. Verkauf aufgenommen worden. Es sind 47 Zeitungen verkauft worden. Mit dem Beginn des Studiums an PH und FHS-Sozialarbeit wird der Verkauf auch dort angegangen."
Von der heutigen 'KVZ' Nr.3 verkauft die OG Hildesheim des KBW vom 25.9.1973 bis zum 8.10.1973 insgesamt 550 Exemplare, davon 230 im Hildesheimer Straßenverkauf, 66 in Betrieben des DPG-, DruPa- und IGM-Bereiches in Hildesheim und des IGM-Bereiches in Bad Salzdetfurth, 91 sonstwo und weitere an Berufsschulen, Hochschulen und in Bad Salzdetfurth.
Zur K.V.Z. Nr.3 wurde die Vertriebshöhe von 550 konsolidiert, so daß wir jetzt den Vertrieb auf 600 erhöhen können. Das bedeutet gegenüber der K.V.Z. Nr.1 eine Steigerung von 50%. Unser Schwerpunkt beim Verkauf der Nr.3 lag in dem breitem Vertrieb. Es ist vor mehreren Betrieben, Fachschulen und Berufsschulen verkauft worden. Damit ist eine breitere Bevölkerungsschicht angesprochen worden. Dieser Punkt des Vertriebs soll noch besser durchgeführt werden.
Hildesheim Stadt:
… (vgl. 29.9.1973, 6.10.1973,d.Vf.)
Der regelmäßige Verkauf der Zeitung in der Stadt (16 Uhr bis 18 Uhr) konnte nicht immer durchgeführt werden.
Wir hatten uns auch zum Ziel gesetzt, daß in den Arbeitervierteln verkauft wird. Da uns aber im Moment die Kräfte fehlen, konnte der Verkauf dort nicht durchgeführt werden. Sobald es geht, werden wir dort den Verkauf beginnen.
Vor den Betrieben ist mehrmals die K.V.Z. verkauft worden, was sich als richtig erwiesen hat. Vor einem Betrieb ist dreimal verkauft worden. Beim ersten Einsatz war der Verkauf negativ. Beim zweiten und dritten Mal sind insgesamt 7 verkauft worden. Es ist auch vor mehr Betrieben als bisher verkauft worden. In Hildesheim blieb der Verkauf gleich (60). Um den Verkauf vor den Betrieben zu erhöhen, werden wir uns noch mehr bemühen als bisher."
Berichtet wird auch von den Berufsschulen und Hochschulen, aus Bad Salzdetfurth, u.a. aus dem IGM-Bereich von Fuba, und fortgefahren:"
Vor den Schulen war es uns nicht möglich, den Verkauf zu organisieren, da uns noch die notwendigen Kräfte fehlen.
Kritik zum Verkauf:
Der regelmäßige Stadtverkauf ist mehrere Male ausgefallen, da einige Genossen nicht zum Verkauf erschienen sind. Es waren ausschließlich KBW Genossen, die zum Verkauf eingeteilt waren und nicht kamen. Es wurde mit den Betroffenen über die Vorfälle gesprochen. Für die nächste Nummer wird der Verkauf in der Stadt besser funktionieren. Vor einer Berufsschule ist nur einmal verkauft worden. Der zuständige Genosse ist auf die Nachlässigkeit hingewiesen worden.
Verkäuferversammlung:
Im Zusammenhang mit dem K.V.Z. Vertrieb sieht die APA-Abteilung die Verkäuferversammlung als nächsten Schritt vor, d.h. Ausbau der Agitprop. Bisher sind die Verkäuferversammlungen im Gruppenraum abgehalten worden. Wir werden uns für die nächsten Male einen Raum in der Hochschule oder einer Gaststätte besorgen. Die Verkäuferversammlungen sollen als Agitprop-Hebel dienen, um interessierte Kollegen einzuladen. Auf den Verkäuferversammlungen werden wichtige Artikel aus der K.V.Z. diskutiert. Durch Ausbau und Konsolidierung der Verkäuferversammlung versuchen wir diesen Punkt zu einem wichtigen Bestandteil unserer Arbeit zu machen. Die beiden letzten (vgl. 3.10.1973,d.Vf.) sind von den Genossen als positiv gewertet worden. …
1. Der Verkauf vor den Betrieben muß noch verstärkt und gefestigt werden.
2. Den Verkauf an den Hochschulen noch besser angehen.
3. AUSBAU DER VERKÄUFERVERSAMMLUNGEN ALS FESTER BESTANDTEIL DER AGITPROP.
4. Bau eines größeren und besseren Info-Standes. Bisher war nur ein Tapetentisch vorhanden.
5. Fertigstellung von Schildern aus Holz für die Plakate. Bisher waren nur welche aus Pappe vorhanden.
Es wäre gut, wenn Ihr für die K.V.Z. außer den bisherigen Plakaten noch welche herausgeben könntet. Wir meinen damit Plakate, die für einen längeren Zeitraum in der Stadt anzubringen sind."
Vom Verkauf der 'KVZ' Nr.3 (vgl. 26.9.1973) berichtet die OG Hildesheim des KBW:"
Am ersten Samstag nach dem Erscheinen der K.V.Z. Nr.3 ist ein Info-Stand durchgeführt worden. Es beteiligten sich etwa 15 Verkäufer. Insgesamt sind mehr als 130 Zeitungen verkauft worden. Das stellt bisher einen Höhepunkt im Straßenverkauf in Hildesheim dar. Die Verkäufer berichteten, daß schon viele die Nr.2 gelesen haben. Somit zeigen sich Ansätze zu einem festen Käuferstamm (Es konnten am Stand und in der Stadt 46 Halkin Sesi (türkisch,d.Vf.) verkauft werden)."
Q: KBW-OG Hildesheim:Bericht vom K.V.Z. Vertrieb der Nr.2 vom 25.9. - 8.10.1973,o.O. (Hildesheim) o.J. (Okt. 1973)
Spartacus Bolschewiki/Leninisten gibt seinen 'Spartacus' Nr.8 (vgl. Sept. 1973, Nov. 1973) heraus und berichtet auch aus der BSE-Geschäftsstelle Hildesheim.
Die DKP Hildesheim gibt vermutlich im Oktober die Nr.10 der Betriebsausgabe Bosch/Blaupunkt ihrer 'DKP aktuell' (vgl. Sept. 1973, Nov. 1973) heraus, die uns bisher leider nicht vorlag.
Zum Verkauf der 'KVZ' Nr.3 (vgl. 26.9.1973) führt die OG Hildesheim des KBW eine Verkäuferversammlung durch:"
Die APA-Abteilung des KBW Ortsgruppe Hildesheim lädt alle Verkäufer, Kollegen, Freunde und Genossen zur Verkäuferversammlung ein.
MITTWOCH 3.10.1973 - 18 Uhr 30
im KBW Büro Himmelsthür, Dehnenweg 1a. … (Wer keine Fahrmöglichkeit hat, kommt um 18 Uhr zur …)
1. Diskussion über den K.V.Z. Artikel: 'Das Volk ist nicht besiegt'
2. Zum 10. Parteitag der KPCh.
3. Berichte - Erfahrungen des K.V.Z. Verkaufs.
4. Weiterer Verkauf.
In Zukunft wird zu jeder K.V.Z. eine Verkäuferversammlung durchgeführt. Richtet Euch bitte darauf ein. Die Verkäuferversammlungen finden jeden Mittwoch nach dem Erscheinen der K.V.Z. statt."
Auf der letzten (Verkäuferversammlung,d.Vf.) wurde zu einer Solidaritätsspende für das kämpfende chilenische Volk aufgerufen. Dabei sind 50 DM gespendet worden. Am Schluß der letzten Verkäuferversammlung wurde die Internationale gesungen. Es gab einige Genossen, die sich gegen das Singen eines Arbeiterliedes aussprachen. Diesen Punkt werden wir beim nächsten Mal aufgreifen und zur Diskussion stellen."
Q: KBW-OG Hildesheim:Bericht vom K.V.Z. Vertrieb der Nr.2 vom 25.9. - 8.10.1973,o.O. (Hildesheim) o.J. (Okt. 1973); Kommunistische Volkszeitung Nr.5,Mannheim 24.10.1973,S.14; KBW-OG Hildesheim-APA:Verkäuferversammlung Nr.3,o.O. (Hildesheim) o.J. (1973)
Für den KBW berichtet J.M.:"
NATOTRUPPEN GEGEN ARBEITER
Im NATO-Vertrag geloben die in ihm organisierten Staaten, daß sie bestrebt sind, 'die innere Festigkeit und das Wohlergehen im nordatlantischen Gebiet zu fördern'. Der Inhalt dieser knappen Formulierung wurde am 4.10. rund um die Firma Bosch-Blaupunkt in Hildesheim vorgeführt. Die Verteidigung der 'inneren Festigkeit' für die Profite des westdeutschen Kapitals wurde hier von 5 000 Soldaten einer britischen Division geprobt. Was die lokale Presse als 'Beitrag zur Völkerverständigung' (Hildesheimer Allgemeine Zeitung, 3.10.) ausgab, zeigte sich den Kollegen als plump verdeckte Übung zur Niederschlagung eines Arbeitskampfes in den beiden Werken.
Vor dem Eingang der beiden Werke stand ein Panzerfahrzeug. Doch die 8 000 Kollegen zählende Belegschaft wurde nicht nur am Eingang von einem Panzerfahrzeug bewacht, sondern die Werke waren im Umkreis von einem Kilometer systematisch durch 30 Panzerfahrzeuge eingekreist. Dieses Probespiel für anstehende Kämpfe konnte im Schutz des Waldes, der die Firma aus Gründen militärischer Tarnung umgibt, durchgeführt werden, ohne daß die Kollegen unmittelbar Zeugen der Einkreisung werden mußten. Proteste wurden dadurch verhindert.
Die selbständigen Streiks der letzten Monate und die brutalen Antworten des kapitalistischen Staates und seiner Polizei sowie Aktionen der Militärs vor und um die Fabriken, bringen den westdeutschen Arbeitern die Worte Liebknechts immer deutlicher ins Bewußtsein. Der gepanzerte Arm der Kapitalisten 'ist stets erhoben, bereit, zerschmetternd einzuschlagen. Man heuchelt: 'zum Schutz der Freiheit der Arbeit', und man meint zur Sicherung der Unterdrückung, zum Schutz der Ausbeutung.'
RESTLOSER ABZUG ALLER FREMDEN TRUPPEN AUS WESTDEUTSCHLAND UND AUFHEBUNG DES BESATZUNGSSTATUS!
AUSTRITT AUS ALLEN IMPERIALISTISCHEN MILITÄRBÜNDNISSEN!"
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr.5,Mannheim 24.10.1973,S.8
Am zweiten Samstag konnte kein Info-Stand aufgebaut werden, da in Hildesheim auf der Einkaufsstraße das Oktoberfest stattfand. Es ist uns keine Erlaubnis zur Durchführung eines Info-Standes gegeben worden."
Von der heutigen 'KVZ' Nr.4 verkauft die OG Hildesheim des KBW 600 Exemplare.
Von der heutigen 'KVZ' Nr.5 verkauft die OG Hildesheim des KBW bei Bosch Blaupunkt 69 Exemplare.
Von der heutigen 'KVZ' Nr.5 verkauft die OG Hildesheim des KBW an den Berufsschulen 85 Exemplare:"
Vor allen Berufsschulen in Hildesheim ist regelmäßig die KVZ verkauft worden."
Von der heutigen 'KVZ' Nr.5 verkauft die OG Hildesheim des KBW an der FHS für Sozialarbeit ca. 60 Exemplare.
Vom Verkauf der heutigen 'KVZ' Nr.5 an der PH berichtet die OG Hildesheim des KBW:"
In der PH-Zelle ist schlechte Arbeit gemacht worden, weshalb auch nur 25 Zeitungen dort verkauft wurden. Erst nach einer Woche ist dort zum ersten Mal verkauft worden."
Von der heutigen 'KVZ' Nr.5 verkauft die OG Hildesheim des KBW vom 24.10. bis 6.11.1973 insgesamt 650 Exemplare, u.a. im Stadtverkauf in Hildesheim (vgl. 27.10.1973) und Bad Salzdetfurth, an Berufsschulen und Hochschulen.
In einem Bericht wird auf die o. g. Bereiche sowie die Verkäuferversammlung (vgl. 31.10.1973) eingegangen und ansonsten ausgeführt:"
Der Verkauf konnte schon früher abgeschlossen werden als bei den anderen Nummern, obwohl die Vertriebshöhe wieder um 50 Zeitungen gesteigert wurde. In der Stadt konnte die Verkaufszahl nicht gesteigert werden, im Gegenteil, es waren 100 Zeitungen weniger als bei der Nummer 4. Der Grund dafür war einmal, daß wir zuwenig Zeitungen bestellt hatten und daß durch den Schulbeginn nicht mehr so viele Genossen eingesetzt werden konnten. Zum nächsten Mal werden wir den Verkauf in der Stadt wieder verstärkt angehen, um den Verkauf zu gewährleisten.
Im letzten Bericht wurde von einem Eingreifen der Bahnpolizei gegenüber einen Verkäufer berichtet, dem die B-Polizei 10 DM abverlangte. Wir haben uns daraufhin bei der Bahn erkundigt. Dort wußte niemand, welches überhaupt das Bahnhofsgelände ist und was zur Stadt gehört. Man wußte noch nicht einmal, wer der Zuständige in dieser Frage ist. Nach langem Hin und Her stellte sich heraus, daß das Eingreifen der Polizei nicht berechtigt war, da das Gelände vor dem Bahnhof nicht unter Aufsicht der Bahn steht. Selbst die Bahnbeamten 'wußten' offenbar nicht, welches ihr Aufsichtsgebiet ist und welches nicht.
Die Verkaufszahl vor den Betrieben ist um fast 100% gesteigert worden. Es sind 114 Zeitungen vor den Betrieben verkauft worden. Vor einem Betrieb (Bosch Blaupunkt,d.Vf.), in dem eine Betriebszelle besteht, konnten 69 Zeitungen verkauft werden. In den anderen Betrieben ist die Verkaufszahl geblieben und z.T. gesteigert worden.
1. Den Stadtverkauf zu verbessern und zu festigen. Die Ereignisse von Samstag und die daraus gewonnenen Erfahrungen müssen für die nächsten Male verwendet werden.
2. Der Betriebsverkauf muß gefestigt und gesteigert werden.
3. Die Verkäuferversammlungen müssen weiter ausgebaut werden."
Die OG Hildesheim des KBW berichtet vom Verkauf der 'KVZ' Nr.5 (vgl. 24.10.1973):"
Am ersten Samstag, als die Nummer 5 herausgegeben worden ist, haben wir wieder einen Info-Stand in der Stadt durchgeführt. Außer dem Stand haben wir wieder unsere Wandtafeln aufgebaut, auf denen zwei Seiten mit Informationen über das kämpfende arabische Volk und zwei Seiten mit der KVZ darauf waren. Insgesamt haben wir 120 KVZ an den Morgen in der Stadt verkaufen können, unter Beteiligung von 24 Genossen. Auch an diesem Samstag kam es zu Diskussionen mit Passanten. Es waren etwa 600 bis 700, die sich im Laufe des Vormittags an den Diskussionen beteiligten. Die Leute waren an den Diskussionen aufmerksam interessiert. Die Genossen haben aus den Erfahrungen der letzten Monate gelernt und haben die Diskussionen besser geführt als sonst. Deshalb sind auch die Provokateure isoliert worden und das Auftreten der Polizei scheiterte kläglich.
Wie in der Korrespondenz der OL zum Samstag schon erwähnt, ist die Polizei aufgetreten, um die Verkäufer am Verkauf zu hindern. Die Polizei griff die Verkäufer tätlich an. Durch die gute Arbeit der Genossen gelang es der Polizei nicht, die Verkäufer zu isolieren, sondern die Polizei isolierte sich. Die Passanten ergriffen für unsere Genossen das Wort und hinderten so das Eingreifen der Polizei. Am selben Tag waren auch die DKP, KB-Nord und die SPD mit einem Stand auf der Einkaufsstraße. Jedoch gelang es den anderen Gruppen nicht, solche Diskussionen mit der Bevölkerung zu führen. Eine Genossin, die von der Polizei aufgefordert wurde, den Verkauf einzustellen und den Verkauf aber nicht eingestellt hat, wurde von der Polizei mitgenommen, da sie ihren Namen nicht sagen wollte. Die Polizei nahm die Verkäuferin mit, indem sie (Polizei) tätlich wurde. Als die Genossin ihren Namen dann sagte, wurde sie laufen gelassen."
Von der vermutlich heute stattfindenden Verkäuferversammlung der 'KVZ' Nr.5 (vgl. 24.10.1973) berichtet die OG Hildesheim des KBW:"
Auf der Verkäuferversammlung Nr.5 ist über den Rechenschaftsbericht diskutiert worden. Die Diskussion war im allgemeinen schlecht. Es waren kaum Wortmeldungen. An der Veranstaltung nahmen etwa 43 Personen teil. Die Zahl der interessierten Kollegen war nicht sehr groß. Außer Studenten nahmen keine Nichtorganisierten teil. Beim nächsten Mal werden wir uns bemühen, mehr interessierte Kollegen einzuladen.
Ferner ist über den Verkauf und die Ereignisse vom Samstag den 27.10. diskutiert worden. Wir tauschten gegenseitig unsere Erfahrungen und stellten unsere Fehler fest, die wir gemacht hatten, damit wir beim nächsten Mal unsere Arbeit besser machen können. Dieser Erfahrungsaustausch hat sich bisher gut bewährt.
Auf der Versammlung wurde beschlossen, die Vertriebshöhe auf 700 KVZ zu erhöhen."
Die DKP Hildesheim gibt die Nr.11 der Betriebsausgabe Bosch/Blaupunkt ihrer 'DKP aktuell' (vgl. Okt. 1973, Dez. 1973) heraus, die sich gegen den KBW wendet, der seit kurzem durch Oberschüler seine Zeitung 'Transistor' vor Blaupunkt verteilen lasse.
Q: DKP aktuell Betriebsausgabe Bosch/Blaupunkt Nr.11,Hildesheim Nov. 1973
Die DKP gibt die Nr.25 der Stadtausgabe Hildesheim ihrer 'DKP aktuell' (vgl. Juni 1973, Dez. 1973) heraus.
Q: DKP aktuell - Stadtausgabe Hildesheim Nr.25,Hildesheim Nov. 1973
Von der heutigen 'KVZ' Nr.6 verkauft die OG Hildesheim des KBW bei der Druckerei Gerstenberg 3 Exemplare.
Von der heutigen 'KVZ' Nr.6 verkauft die OG Hildesheim des KBW bei Ahlborn 3 Exemplare.
Von der heutigen 'KVZ' Nr.6 verkauft die OG Hildesheim des KBW bei Bosch Blaupunkt nach einem Bericht 30, nach einem anderen 36 Exemplare, während es letztes Mal 69 waren:"
Auf der Verkäuferversammlung ist festgestellt worden, daß die Arbeit der Zelle (Betriebszeitung, Belegschaftsversammlung) für den hohen Verkauf der Nummer 5 mit entscheidend ist und außerdem die Tatsache, daß bei Bosch in Nordbaden gestreikt worden ist. Es ist in der letzten Zeit keine Betriebszeitung bei Blaupunkt erschienen."
Q: KBW-OG Hildesheim-OL-APA:Bericht vom KVZ-Verkauf Nr.6 vom 7.11. - 20.11.1973,o.O. (Hildesheim) o.J. (Nov. 1973); KBW-OG Hildesheim:KVZ-Verkaufsstatistik Nr.6,o.O. (Hildesheim) o.J. (Nov. 1973)
Von der heutigen 'KVZ' Nr.6 verkauft die OG Hildesheim des KBW bei Blaupunkt/Stadt 3 Exemplare.
Von der heutigen 'KVZ' Nr.6 verkauft die OG Hildesheim des KBW bei Kloth/Senking 4 Exemplare.
Von der heutigen 'KVZ' Nr.6 verkauft die OG Hildesheim des KBW bei Senking 2 Exemplare.
Von der heutigen 'KVZ' Nr.6 verkauft die OG Hildesheim des KBW an den Berufsschulen 36 Exemplare:"
Der Verkauf an den Berufsschulen ist stark zurückgegangen. Insgesamt konnten nur 36 verkauft werden. An den Berufsschulen am Ort wird nicht politisch gearbeitet. Beim Verkauf konnte festgestellt werden, daß sich nur ein geringer Stamm von regelmäßig kaufenden Schülern gebildet hat."
Von der heutigen 'KVZ' Nr.6 verkauft die OG Hildesheim des KBW an den Schulen 36 Exemplare:"
Zum ersten Mal ist der Verkauf an den Hildesheimer Schulen angegangen worden. Die KSG Hildesheim organisierte den Verkauf an einer Realschule, sechs Oberschulen und drei Fachoberschulen. An der FOS für Sozialarbeit konnten 20 Zeitungen verkauft werden. Die Schule besuchen etwa 100 Schüler."
Von der heutigen 'KVZ' Nr.6 verkauft die OG Hildesheim des KBW an der Ingenieurschule bzw. der FHS für Bauingenieure 2 Exemplare.
Von der heutigen 'KVZ' Nr.6 verkauft die OG Hildesheim des KBW an der FHS für Gestaltung 15 Exemplare.
Von der heutigen 'KVZ' Nr.6 verkauft die OG Hildesheim des KBW an der FHS
für Sozialarbeit 48 Exemplare.
Q: KBW-OG Hildesheim:KVZ-Verkaufsstatistik Nr.6,o.O. (Hildesheim) o.J. (Nov.1973); KBW-OG Hildesheim-OL-APA:Bericht vom KVZ-Verkauf Nr.6 vom 7.11. - 20.11.1973,o.O. (Hildesheim) o.J. (Nov. 1973)
Von der heutigen 'KVZ' Nr.6 verkauft die OG Hildesheim des KBW an der PH 85 Exemplare:"
Die meisten sind in der Mensa verkauft worden."
Von der heutigen 'KVZ' Nr.6 verkauft die OG Hildesheim des KBW vom 7.11. bis zum 20.11.1973 insgesamt 700 Exemplare, davon 216 in der Stadt, 56 in Betrieben des DruPa- und des IGM-Bereiches in Bad Salzdetfurth und Hildesheim, weitere an Schulen, Berufs- und Hochschulen sowie in Bad Salzdetfurth und 100 sonstwo.
In einem Bericht wird eingegangen auf den Info-Stand in der Hildesheimer Fußgängerzone (vgl. 10.11.1973), die Schulen, Hochschulen und Berufsschulen, den Verkauf in Bad Salzdetfurth und die Verkäuferversammlung (vgl. 14.11.1973) und desweiteren ausgeführt:"
Der Verkauf der KVZ ist auf weitere Bereiche in Hildesheim ausgedehnt worden. Zum ersten Mal ist vor den Schulen verkauft worden. In der Stadt hat der Verkauf stagniert. Es werden an einem Nachmittag selten mehr als 20 KVZ verkauft.
… (vgl. 10.11.1973,d.Vf.) Der Verkauf an den übrigen Tagen ging nicht so gut wie sonst. Es liegt wohl daran, daß immer zu den selben Zeiten verkauft wird und so haben viele einmal die Zeitung gekauft, sich aber nicht entschließen können regelmäßig zu kaufen.
Vor den Betrieben sind nur 52 verkauft worden. Vor dem Bosch Blaupunkt-Werk, vor dem beim letzten Mal 69 KVZ verkauft worden sind, konnten nur 36 KVZ verkauft werden. …
Der Verkauf vor den Betrieben ist neu geregelt worden. Es soll jetzt durch die Verkäufer-Kollektive vor den Betrieben am 1. Mittwoch und 1. Freitag der Erscheinungswoche der KVZ verkauft werden.
1. Den Verkauf an Schulen und Hochschulen verstärken.
2. Die Leser- und Verkäuferversammlung weiter ausbauen, d.h. in die Öffentlichkeit tragen.
KRITIK AN DER NUMMER 6
In der Diskussion mit einigen Lesern kam zum Ausdruck, daß die Aufteilung der Zeitung, besonders die Seite 13, nicht besonders war."
Die OG Hildesheim des KBW berichtet von ihrem für heute geplanten Info-Stand in der Einkaufsstraße zum Verkauf der 'KVZ' Nr.6 (vgl. 7.11.1973):"
Bei der Anmeldung des Standes beim Ordnungsamt wurde der beauftragte Genosse darauf aufmerksam gemacht, daß am Info-Stand keine Bücher verkauft werden dürften und auch keine Zeitungen. Der Beamte konnte aber nicht endgültig sagen, ob der Zeitungsverkauf ohne Gewerbekarte erlaubt oder verboten sei. Er redete sich heraus. Auf die Frage, weshalb die Polizei eingegriffen hätte (vgl. 27.10.1973,d.Vf.), sagte er, daß der Verkauf wohl überhand genommen hätte. Das Eingreifen der Polizei bagatellisierte er und stellte es als eine Kurzschlußhandlung eines Polizei-Beamten hin. Als man ihn darauf aufmerksam machte, daß es sich um mehrere Beamte handeln würde, versuchte er es sogar abzustreiten und tat äußerst erstaunt. Trotzdem erhielten wir ohne Schwierigkeiten Genehmigung von der Behörde. Man machte darauf aufmerksam, daß nur kostenloses Infomaterial verteilt werden darf.
Am ersten Samstag konnte der Info-Stand nicht aufgebaut werden, da es regnete. Trotzdem haben wir bei anhaltendem Regen an dem Vormittag 122 KVZ in der Stadt verkauft von ca. 20 Verkäufern. Es kam wiederholt zu aggressiven Handlungen von einzelnen Passanten gegenüber den Verkäufern. Einem wurden die Zeitungen entrissen und eine Verkäuferin bespuckte man. Die Polizei, die auf der Einkaufsstraße umherging, belästigte in keinem Fall die Verkäufer."
Die OG Hildesheim des KBW berichtet von ihrer vermutlich heute stattfindenden Verkäuferversammlung zur 'KVZ' Nr.6 (vgl. 7.11.1973):"
Die Verkäuferversammlung Nummer 6 fand in einer Gaststätte des Ortes statt. Dadurch liegt die Versammlung günstiger als vorher. Es nahmen 35 Personen an der Veranstaltung teil. Vorher fand sie in der FHS Sozialarbeit/Sozialpädagogik in einem Vorort von Hildesheim statt. Die Versammlung wurde umbenannt, um den Charakter klarer werden zu lassen. Sie heißt jetzt Leser- und Verkäuferversammlung. Wir werden in verstärkter Art die Versammlungen in die Öffentlichkeit tragen. Bei der letzten Versammlung haben wir öffentlich dazu aufgerufen durch ein Flugblatt zu Guinea-Bissau (vgl. **.11.1973,d.Vf.).
Von der heutigen 'KVZ' Nr.7 verkauft die OG Hildesheim des KBW 700 Exemplare.
Q: KBW-OG Hildesheim:Bericht vom KVZ Verkauf der Nr.8 vom 4.12. - 18.12.1973,o. O. (Hildesheim) o.J. (Dez. 1973),S.1
Vermutlich heute führt die OG Hildesheim des KBW ihre Verkäuferversammlung zur 'KVZ' Nr.7 (vgl. 22.11.1973) durch, die auch von einem Mitglied der KPD/ML besucht wird.
Q: KBW-OG Hildesheim:Bericht vom KVZ Verkauf der Nr.8 vom 4.12. - 18.12.1973,o.O. (Hildesheim) o.J. (Dez. 1973),S.5
Die DKP Hildesheim gibt die Nr.12 der Betriebsausgabe Bosch/Blaupunkt ihrer 'DKP aktuell' (vgl. Nov. 1973, Jan. 1974) heraus.
Q: DKP aktuell Betriebsausgabe Bosch/Blaupunkt Nr.12,Hildesheim Dez. 1973
Die DKP gibt die Nr.26 der Stadtausgabe Hildesheim ihrer 'DKP aktuell' (vgl. Nov. 1973, Jan. 1974) heraus.
Q: DKP aktuell - Stadtausgabe Hildesheim Nr.26,Hildesheim Dez. 1973
Die KPD/ML (vgl. 26.1.1974) berichtet vermutlich aus dem Dezember aus Hildesheim über die Erschießung eines Jungarbeiters durch die Polizei.
Q: Roter Morgen Nr.4,Dortmund 26.1.1974
Von der heutigen 'KVZ' Nr.8 verkauft die OG Hildesheim des KBW bei Ahlborn 2 Exemplare.
Von der heutigen 'KVZ' Nr.8 verkauft die OG Hildesheim des KBW bei Bosch Blaupunkt 37 Exemplare.
Von der heutigen 'KVZ' Nr.8 verkauft die OG Hildesheim des KBW bei Blaupunkt/Stadt 2 Exemplare.
Von der heutigen 'KVZ' Nr.8 verkauft die OG Hildesheim des KBW bei Kloth/Senking 1 Exemplar.
Von der heutigen 'KVZ' Nr.8 verkauft die OG Hildesheim des KBW bei Phoenix 2 Exemplare.
Von der heutigen 'KVZ' Nr.8 verkauft die OG Hildesheim des KBW an den Berufsschulen 45 Exemplare:"
Vor den Berufsschulen ist der Verkauf etwa gleich geblieben. … Die Verkaufszahl wird sich beim nächsten Mal noch weiter erhöhen, da nicht jeden Tag vor den Berufsschulen verkauft werden konnte, wegen den Vorbereitungen zur Demo" (vgl. 8.12.1973).
Von der heutigen 'KVZ' Nr.8 verkauft die OG Hildesheim des KBW an den Schulen 35 Exemplare:"
Der Verkauf an und in den Schulen ist nicht richtig an allen Schulen erfolgt, da die Verkäufer es versäumt hatten, d.h. nicht zum Verkauf erschienen. Trotzdem sind 35 Zeitungen verkauft worden. Für die nächsten Male werden an allen Schulen Verkäufe erfolgen, durch das Erstellen eines Verkaufsplans durch den KSG Sekretär."
Von der heutigen 'KVZ' Nr.8 verkauft die OG Hildesheim des KBW an der Ingenieurschule bzw. der FHS für Bauingenieure kein Exemplar:"
Vor der Ing.-Schule ist zu spät verkauft worden und damit überhaupt kein verkauft worden."
Von der heutigen 'KVZ' Nr.8 verkauft die OG Hildesheim des KBW an der FHS für Gestaltung 25 Exemplare:"
Der Beauftragte für die Werkkunstschule konnte nicht oft verkaufen, da er wegen krankheit nicht konnte. Ersatz ist in dem Fall nicht geschaffen worden. Dort sind nur etwa 25 Zeitungen verkauft worden."
Von der heutigen 'KVZ' Nr.8 verkauft die OG Hildesheim des KBW an der FHS für Sozialarbeit 35 Exemplare.
Von der heutigen 'KVZ' Nr.8 verkauft die OG Hildesheim des KBW an der PH nach einem Bericht 70 Exemplare, wobei dann die Summe der in Hildesheim gesamt verkauften Exemplare bei weitem nicht mehr stimmen würde, da für die PH eigentlich nur 10 Exemplare zu verbuchen wären. In einem anderen Bericht wird die Zahl 70 für ale Hochschulen angegeben und ausgeführt:"
An der PH ist der Verkauf sehr schlecht erfolgt. In der Mensa sind weniger als üblich verkauft worden."
Von der heutigen 'KVZ' Nr.8 verkauft die OG Hildesheim des KBW vom 4.12. bis 18.12.1973 insgesamt 650 Exemplare, davon 114 in der Stadt, 50 im Buchladen, 15 auf der Demonstration gegen die Notstandsmaßnahmen (vgl. 8.12.1973), 54 in Betrieben des IGM-Bereiches in Bad Salzdetfurth und Hildesheim, weitere an Schulen, Berufs- und Hochschulen sowie in der Nordstadt (vgl. 15.12.1973) und Bad Salzdetfurth und 190 sonstwo.
In einem Bericht wird eingegangen auf den Verkauf in Hildesheim (vgl. auch 8.12.1973), in der Nordstadt, an den Schulen, den Berufsschulen, den einzelnen Hochschulen und in Bad Salzdetfurth sowie auf die Verkäuferversammlung (vgl. 12.12.1973). Daneben heißt es:"
Die KVZ Nummer 8 wurde nicht regelmäßig in allen Bereichen der Stadt verkauft. Durch eine mangelhafte Vorbereitung des Verkäuferapparates konnte es uns nicht gelingen, die KVZ in einer Vertriebshöhe von 700 zu halten. Die Verkaufszahl ging zurück.
Der Aufruhr in der Welt verstärkt sich, die Klassenkämpfe in Westdeutschland verschärfen sich und die westdeutsche Bourgeoisie trifft Kriegsvorbereitungen für einen imperialistischen Raubkrieg zur Neuaufteilung der Welt. In dieser Situation haben die Kommunisten die Aufgabe den imperialistischen Machtgelüsten der westdeutschen Bourgeoisie entgegenzuwirken und das Gewäsch des Kapitalistenstaates von Notgemeinschaft zu entlarven.
'Die gegenwärtige Hetze gegen die Araber ist ein erneuter Versuch der Imperialisten, die Arbeiterklasse und das Volk zu verwirren, um es wehrlos gegen die verschärfte Ausbeutung und Unterdrückung zu machen und einen Sündenbock für die unvermeidlichen Krisen des Kapitalismus und die gegenwärtige politische Krise des Imperialismus zu finden.' (Aus KVZ Nr.8)
Die westdeutschen Imperialisten beteiligen sich an der Unterdrückung der Völker. Sie kommen in der gegenwärtigen Situation mit anderen imperialistischen Staaten in eine Auseinandersetzung um die Einflußgebiete für ihre Absatzmärkte und Rohstofflieferanten.
'Die Kommunisten müssen in dieser Situation alles daran setzen, ideologische Klarheit in der Arbeiterklasse zu schaffen, um die Arbeiterklasse möglichst geschlossen nach links zu führen. Nach jahrelanger Versumpfung des Klassenkampfes und der Vernichtung der Kommunistischen Partei, was bedeutet, daß es jahrelang keine organisierte kommunistische Agitation und Propaganda gab, sind bei der Verschärfung der internationalen Konkurrenz und der Widersprüche zwischen den verschiedenen imperialistischen Staaten Sozialchauvinismus und Sozialimperialismus besonders wirksame und gefährliche Waffen der Bourgeoisie, um die Arbeiterklasse an sich zu ketten.' (Prog. S. 45)
Für uns heißt das, daß wir unser zentrales Organ, die Kommunistische Volkszeitung, breit in der Öffentlichkeit vertreiben und so der bürgerlichen Hetze wirksam entgegentreten. Wir müssen die KVZ als kollektiven Agitator, Propagandist und Organisator begreifen und nur so können wir sie für uns als Waffe gegen die Unterdrücker und für den Sieg des Sozialismus handhaben.
Für uns am Ort heißt das konkret, die KVZ zu vertreiben und die Vertriebshöhe ständig zu erhöhen.
Wie kann es dann geschehen, daß die Vertriebshöhe am Ort nicht mehr steigt sondern stagniert und bei Nummer 8 sogar sinkt?
Zunächst einmal ist es den Verkäufern und Verantwortlichen und allen Genossen am Ort nicht klar, was es heißt 'den Kampf um eine öffentliche Meinung für den Sturz der Bourgeoisherrschaft und für die Notwendigkeit des Sozialismus führen und die führende Rolle der Arbeiterklasse in allen Fragen herauszustellen.' (Takt. 44) Durch die falsche Einschätzung der Klassenkampf-Situation kommt es zur falschen Einschätzung und Einstellung gegenüber der Agit/Prop. Dann kommt es dazu, daß die Genossen den Verkauf nicht als unsere politische Waffe im Kampf zur Zerschlagung der Bourgeoisieherrschaft sehen, sondern mehr als Pflichtübung und moralisch an die Sache herangehen. Dieses äußert sich bei den Verkäufern dann, daß sie sagen: 'Ich verkaufe fünfmal und andere nur dreimal' und daher nicht ein sechstes Mal verkaufen.
Genossen, die so argumentieren, sehen nicht, daß wir uns in einer Zeit, wo wir uns aus der relativen Ruhe zur raschen Veränderung (entwickeln,d.Vf.), befinden. Ohne politische Anleitung und die richtige Einschätzung der Klassenkampfsituation wird auch ein Organisationsapparat nicht funktionieren.
Die Vertriebsleitung beauftragte Genossen mit der Durchführung eines Kollektivs, obwohl sie wußte, daß der Beauftragte schon vorher seine Arbeit nicht geschafft und zur Genüge erledigt hatte. Die Genossen hatten eine falsche Einschätzung der gegenwärtigen Klassenkampfsituation und daher wurde zum Beispiel die Durchführung des Verkaufs des eines Stadtkollektivs nicht durchgeführt. Ferner wurden kaum noch Berichte abgegeben und die Gelder wurden auch erst viel später und nicht zum angegebenen Termin bezahlt.
Der wichtigste und grundlegendste Fehler bei der Organisierung lag beim Vertriebsleiter, der sich nicht auf die Verantwortlichen gestützt hatte und die verantwortlichen Kollektivleiter nicht von der Notwendigkeit des Verkaufs überzeugt hatte. Durch die fehlende richtige politische Anleitung der verantwortlichen Genossen kam es zu Erscheinungen, daß der beauftragte Vertriebsleiter anfing zu 'wirbeln' und für die nicht zum Verkauf erschienenen Genossen einsprang und so unökonomisch arbeitete. Dies hatte zur Folge, daß der Beauftragte spontaneistisch an die Sache heranging und im Ort herum fuhr, um entweder Ersatz zu besorgen oder diesen und jenen für mal eben für den nächsten Tag zu besorgen, da andere ausfielen. Es wurde sich also nicht auf die Verantwortlichen gestützt und man arbeitete auch nicht mit ihnen. Dieser Zustand hatte zur Folge, daß andere Bereiche des Beauftragten vernachlässigt wurden. Dieser Zustand wurde an dem Punkt unhaltbar, als es galt, drei Demos in vier Wochen vorzubereiten. An dieser Stelle zeigte sich, wie schwach der Vertriebsapparat eigentlich war und wie unorganisiert der Verkauf eigenlich von statten ging. Der Genosse kam ins 'wirbeln' und konnte seine Aufgaben nicht mehr korrekt ausführen. Es waren nicht mehr ausreichend Kräfte vorhanden, um die Demos vorzubereiten und den Vertrieb zu gewährleisten, obwohl objektiv am Ort genug Genossen sind, um in jedem Fall den Verkauf aufrecht zu halten, nur konnten sie nicht eingesetzt werden, weil ihnen die Bedeutung des Verkaufs nicht klar gemacht worden war. In dieser Situation konnte der Verkaufsapparat nicht mehr aufrecht erhalten werden.
Wie können wir diesen Zustand beheben?
Am 17.12. findet in Hildesheim eine Zusammenkunft der Kollektivleiter statt, auf der der Beauftragte mit den Verantwortlichen die politische Notwendigkeit des Verkaufs diskutiert und daher den organisatorischen Apparat entwickelt. Der Verkauf wird auf andere Genossen verantwortlich verlagert. Bisher lief es so, daß einzelne Genossen in Hildesheim Zeitungen zum Verkaufen in ihrem Bereich erhielten und so unabhängig von ihrer Organisierung in der OG, KSG oder KHG den Verkauf in ihrem Bereich durchführten. Jetzt bekommen die verantwortlichen Sekretäre der KSG und KHG Zeitungen für ihren Bereich ausgehändigt. Ferner werden die Genossen den Verkauf in ihrem Bereich zentral und verantwortlich durchführen und einen eigenen Verkäuferplan aufbauen. Durch die politische Überzeugungsarbeit und die direkte politische Anleitung werden die Genossen verantwortlich den Verkauf richtig angehen. Es werden Berichte angefertigt und Untersuchungen vorgenommen.
Jedem Verkäufer muß klargemacht werden, daß die Zeitung, die er gerade verkauft, der Sache des Proletariats nützlich ist und den Sturz der Bourgeoisherrschaft vorantreibt, nur so können wir mit dem richtigen Verständnis auf Grundlage der richtigen Einschätzung der gegenwärtigen Klassenkampf-Situation die Arbeit erfolgreich angehen.
Die KVZ zur Waffe machen!
Es muß allen Genossen klar sein, daß die KVZ eine Waffe ist, mit der sie im Betrieb, in der Schule und Hochschule für die richtigen Ideen kämpfen. Die KVZ gibt uns für jeden Bereich Material zur Agit/Prop. Auf der Grundlage können wir verwirklichen, was K.L. sagte 'Im proletarischen Klassenkampf muß jede Frage der Tagespolitik als Teil des Ganzen, im Hinblick auf das Gesamtprogramm, behandelt und betrachtet werden.'
ZUM STADTVERKAUF:
Durch die Vorbereitung der Demo und die damit zusammenhängende Arbeit war, wie schon oben erwähnt, der verkauf in der Stadt nicht mehr gewährleistet. Es ist nur an fünf Tagen in der Stadt verkauft worden, gegenüber sieben zu jeder anderen Nummer. …
Vor und in den Betrieben sind etwa 54 Zeitungen verkauft worden. Die niedrige Verkaufszahl ist auf das zu späte Verkaufen der Zeitung zurückzuführen.
Es muß gewährleistet werden, daß die Kollektivleiter den Verkauf in ihren Bereichen genauestens durchführen.
Ferner werden wir uns bemühen, die vorhandenen Kräfte, die zum Verkauf am Ort zur Verfügung stehen, durch neue Kräfte zu ergänzen und sie einzubeziehen in den Verkäuferapparat.
Der Aufbau einer Abonnentenliste muß begonnen werden und die Verkäuferversammlungen müssen weiter an Qualität gewinnen."
Q: KBW-OG Hildesheim:KVZ-Verkaufsstatistik Nr.8,o.O. (Hildesheim) o.J. (Dez. 1973); KBW-OG Hildesheim:Bericht vom KVZ Verkauf der Nr.8 vom 4.12. - 18.12.1973,o. O. (Hildesheim) o.J. (Dez. 1973)
Auf ihrer heutigen Demonstration gegen die Notstandsmaßnahmen, an der sich laut KBW ca. 60 Personen beteiligen, verkauft die OG Hildesheim des KBW ca. 15 Exemplare der 'KVZ' Nr.8 (vgl. 5.12.1973).
Q: KBW-OG Hildesheim:Bericht vom KVZ Verkauf der Nr.8 vom 4.12. - 18.12.1973,o.O. (Hildesheim) o.J. (Dez. 1973); KBW-OG Hildesheim:KVZ-Verkaufsstatistik Nr.8,o.O. (Hildesheim) o.J. (Dez. 1973); Kommunistische Volkszeitung Nr.9,Mannheim 19.12.1973
Die KBW OG Hildesheim berichtet vom heutigen Verkauf der 'KVZ' Nr.8 (vgl. 5.12.1973) in der Hildesheimer Einkaufsstraße:"
Am Samstag wurde von 9 Uhr bis 11 Uhr 30 in der Stadt verkauft unter Beteiligung von nur etwa 7 Genossen. Gegen 12 Uhr fand dann die Demo in Hildesheim statt. Insgesamt sind am Samstag ca. 70 Zeitungen gegenüber sonst 112 durchschnittlich verkauft worden. Auf der Demo sind etwa 15 verkauft worden. Viele Genossen sind nicht zum Verkaufen in der Stadt erschienen, da sie … nicht das richtige Verständnis vom Verkauf haben. Es wurde weiter ein Info-Stand in der Stadt durchgeführt mit dem Thema 'Kampf den Notstandsmaßnahmen…'".
Q: KBW-OG Hildesheim:Bericht vom KVZ Verkauf der Nr.8 vom 4.12. - 18.12.1973,o.O. (Hildesheim) o.J. (Dez. 1973)
Die KBW OG Hildesheim berichtet vermutlich von heute über ihre Verkäufersammlung zur 'KVZ' Nr.8 (vgl. 5.12.1973):"
Die Verkäuferversammlung Nummer 8 war bisher die erfolgreichste qualitativ gesehen. Es wurde über die Notstandsmaßnahmen der Bourgeoisie und über die Hintergründe diskutiert. Es kamen viele Wortbeiträge zum Thema. Ferner fand eine Auseinandersetzung mit einem Vertreter der KPD/ML ROMO statt, der schon bei der letzten Versammlung dabei war. Ferner fand eine Auseinandersetzung mit einem KPDler (Rote Fahne) statt, über das Verbot des KSV in Westberlin. An den Diskussionen nahmen viele der Anwesenden teil (35) und davon etwa 11, die nicht beim KBW oder der KSG und KHG organisiert waren. Von allen Anwesenden gab es eine positive Resonanz zur 8. Verkäuferversammlung."
Von der 'KVZ' Nr.8 (vgl. 5.12.1973) verkauft die Aufbauzelle Nordstadt der OG Hildesheim des KBW in der Nordstadt 10 Exemplare:"
Zum ersten Mal wurde in Hildesheim die KVZ in einem Stadtteil verkauft. Am zweiten Samstag haben drei Genossen den Stadtteilverkauf aufgenommen. Es wurde vor einem Supermarkt im Stadtteil verkauft (insgesamt 10 in drei Stunden). Da die Zeitung schon 1 1/2 Wochen alt war konnten nicht so viel verkauft werden. Ferner war die Anzahl der Vorübergehenden nicht sehr groß. Der Verkauf wurde im Rahmen eines Aufbaus der Stadtteilzelle Nordstadt durchgeführt. In Zukunft wird von der Stadtteilzelle, d.h. Aufbauzelle, der Verkauf durchgeführt. Unsere nächste Aufgabe wird es von hier sein, den Verkauf ab jetzt regelmäßig aufzunehmen und durchzuführen, auch in Verbindung mit Info-Ständen."
Für die Blaupunkt-Zelle der KBW Ortsgruppe Hildesheim berichtet J.H. aus dieser Woche:"
SPD ORGANISIERT SCHREITRUPPS - BETRIEBSVERSAMMLUNG BEI BLAUPUNKT, HILDESHEIM
Hildesheim. Die Betriebsversammlungen waren von ellenlangen Ausführungen der sozialdemokratischen Betriebsräte (BR,d.Vf.) und der Geschäftsleitung (GL,d.Vf.) über die sogenannte Ölkrise, Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit geprägt. Die sogenannte Ölkrise wurde als Vorwand benutzt, um die Krise des Kapitalismus, die Krise im eigenen Land, die durch Überproduktion entstanden ist, zu überspielen und der sogenannten Ölkrise die Schuld an Kurzarbeit und Massenentlassungen zu geben. Darin gaben sich Betriebsrat und Geschäftsleitung redlich Mühe. Von der 2 Stunden langen Versammlung wurde mindestens eine Dreiviertelstunde von 'Ölkrise' und deren Auswirkung auf den Betrieb gesprochen. Der sozialdemokratische Betriebsrat ging in der Planung der Versammlung sehr genau vor. Erstens setzte er den Zeitpunkt eine Woche vor Weihnachten fest, um sicher zu sein, daß eine friedliche Stimmung herrscht. Zweitens redeten die Betriebsräte so lange, daß der größte Teil der Kollegen kurz vorm Einschlafen war. Drittens waren organisierte Schreitrupps da, die einen bekannten fortschrittlichen Kollegen einschüchtern sollten und von vornherein Stimmung gegen den Kollegen machen, indem sie, noch bevor er zu Wort kam, 'aufhören' und Buhrufe ertönen ließen. Letzteres hatte auch den Zweck, andere Kollegen einzuschüchtern und von einer Meinungsäußerung abzuhalten.
Der Kollege nahm sich aber doch das Wort und deckte die Hintergründe der sogenannten Ölkrise und der Krise im eigenen Land auf. Er wurde in seiner Rede mehrmals vom Betriebsratsvorsitzenden unterbrochen unter Androhung ihm das Wort zu entziehen; mit der Begründung, das alles sei außerbetrieblich und habe auf einer Betriebsversammlung nichts zu suchen. Außerdem wurde das Mikrofon mehrmals leiser gestellt.
Der Kollege wies jedoch darauf hin, daß die gesamte Krisenentwicklung letztenendes doch im Betrieb, z.B. durch Kurzarbeit und Massenentlassungen, zu spüren sei. Die Lage spitzte sich dann so, daß der Kollege auf Probleme in der Abteilung, in der er arbeitet, ausweichen mußte, um das Wort nicht entzogen zu bekommen, wie es einem anderen Kollegen ging, der auf solche Angriffe der Sozialdemokraten nicht vorbereitet war.
Hieraus läßt sich deutlich schlußfolgern, wie die Sozialdemokraten in Krisenzeiten offen auf die Seite des Kapitals treten, denn die Geschäftsleitung brauchte nicht einzugreifen - ihre Interessen zu wahren, besorgten die Sozialdemokraten."
Die KBW OG Hildesheim will wegen der beim Verkauf der 'KVZ' Nr.8 (vgl. 5.12.1973) aufgetretenen Mängel eine Zusammenkunft der Kollektivleiter durchführen.
Q: KBW-OG Hildesheim:Bericht vom KVZ Verkauf der Nr.8 vom 4.12. - 18.12.1973,o.O. (Hildesheim) o.J. (Dez. 1973),S.3
Von der heutigen 'KVZ' Nr.9 verkauft die OG Hildesheim des KBW bei der Druckerei Gerstenberg 7 Exemplare.
Q: KBW-OG Hildesheim:KVZ-Verkaufsstatistik Nr.9,o.O. (Hildesheim) o.J. (Jan. 1974)
Von der heutigen 'KVZ' Nr.9 verkauft die OG Hildesheim des KBW bei Bosch Blaupunkt 52 Exemplare.
Von der heutigen 'KVZ' Nr.9 verkauft die OG Hildesheim des KBW bei Blaupunkt/Stadt 1 Exemplar.
Von der heutigen 'KVZ' Nr.9 verkauft die OG Hildesheim des KBW bei Kloth/Senking 3 Exemplare.
Von der heutigen 'KVZ' Nr.9 verkauft die OG Hildesheim des KBW bei Phoenix 5 Exemplare.
Von der heutigen 'KVZ' Nr.9 verkauft die OG Hildesheim des KBW bei Senking 1 Exemplar.
Von der heutigen 'KVZ' Nr.9 verkauft die OG Hildesheim des KBW an den Berufsschulen 25 Exemplare:"
Vor den Berufsschulen hat der Verkauf nicht den Erfolg gezeigt wie sonst, da durch die Ferien nur an einigen Tagen verkauft werden konnte und an einem Tag ist es noch an einer Schule ausgefallen aus technischen Gründen. Vor einer anderen Berufsschule ist der Verkauf gänzlich ausgefallen durch die neue Organisierung, d.h. der Verantwortliche, der neu eingesetzt wurde, hatte seine Aufgabe nicht erledigt. Zum nächsten Verkauf wird der Genosse seine Aufgabe wieder aufnehmen."
Von der heutigen 'KVZ' Nr.9 verkauft die OG Hildesheim des KBW an den Gymnasien 40 Exemplare:"
Die KSG Hildesheim hat den Verkauf an den Hildesheimer Schulen mit einem eigenen Verkaufsplan aufgenommen und erfolgreich durchgeführt. Allerdings wird dabei der Verkaufsplan der OG des KBW berücksichtigt."
Q: KBW-OG Hildesheim:Bericht zum Verkauf der KVZ Nummer 9,o.O. (Hildesheim) o. J. (Jan. 1974); KBW-OG Hildesheim:KVZ-Verkaufsstatistik Nr.9,o.O. (Hildesheim) o.J. (Jan. 1974)
Von der heutigen 'KVZ' Nr.9 verkauft die OG Hildesheim des KBW an den Hochschulen nach einem Bericht 76 Exemplare an PH, FHS Gestaltung und FHS Sozialarbeit. In einem anderen Bericht heißt es:"
An den Hochschulen des Ortes wird der Verkauf jetzt ebenfalls durch die KHG zentral übernommen, d.h. durch einen Beauftragten der Leitung, die von der APA (Agitprop-Abteilung,d.Vf.) eine entsprechende Anzahl Zeitungen bekommt. Hierbei wird auch der Verkaufsplan der OG des KBW berücksichtigt. Die Genossen organisieren den Verkauf an den Hochschulen selbst. Insgesamt sind an den drei wichtigsten Hochschulen etwa nur 90 Zeitungen verkauft worden, da die Zeit sehr kurz war und so nicht alle Studenten erreicht werden konnten."
Von der heutigen 'KVZ' Nr.9 verkauft die OG Hildesheim des KBW an der FHS für Gestaltung 20 Exemplare.
Von der heutigen 'KVZ' Nr.9 verkauft die OG Hildesheim des KBW an der FHS
für Sozialarbeit 20 Exemplare.
Von der heutigen 'KVZ' Nr.9 verkauft die OG Hildesheim des KBW an der PH 36 Exemplare.
Von der heutigen 'KVZ' Nr.9 verkauft die OG Hildesheim des KBW insgesamt 650 Exemplare, davon 290 in der Stadt, 69 in Betrieben des DruPa- und des IGM-Bereiches in Hildesheim, 50 im Buchladen, weitere in der Nordstadt, an Schulen, Berufs- und Hochschulen sowie in Bad Salzdetfurth und 24 sonstwo. In einem Bericht wird eingegangen auf den Verkauf in Hildesheim (vgl. 22.12.1973) und Bad Salzdetfurth, an Berufsschulen, Hochschulen und Gymnasien sowie auf die Leser- und Verkäuferversammlung und u.a. ausgeführt:"
Durch die neue Organisierung des Verkaufs gelang es uns die Vertriebshöhe zu halten und wir können wieder auf 700 erhöhen. Die Organisierung machte es möglich, daß in drei Tagen an fast allen Schulen und Hochschulen verkaufen konnten.
Stadtverkauf:
Insgesamt haben wir wieder die Verkaufshöhe von über 300 erreicht. Es ist uns gelungen in sechs Tagen die Zeitungen zu verkaufen. Dabei haben wir einen großen Teil am ersten Samstag beim Stadt-Verkauf verkaufen können. …
Insgesamt war der Verkauf nach der politisch und organisatorisch neuen Ausrichtung ein Erfolg. Wir haben daher auch in vier Tagen fast 600 Zeitungen verkaufen können. Zur neuen Nummer wird die Vertriebsleitung nochmals mit den verantwortlichen Genossen über die Erfahrungen und über die weiteren Aufgaben diskutieren.
Vor den Betrieben ist es uns gelungen in Hildesheim eine leichte Steigerung zu erreichen. Allerdings ist es durch die Umstellung der Betriebskollektive vor einigen Betrieben nicht so gut gewesen. Trotzdem haben wir in Hildesheim über 60 Zeitungen verkauft.
Die APA (Agitprop-Abteilung,d.Vf.) hat auf ihrer letzten Sitzung mit der Untersuchung zur Herausgabe einer Ortsbeilage (OBL,d.Vf.) begonnen. es wird angestrebt, möglichst bald eine Beilage zu erstellen."
Von der heutigen 'KVZ' Nr.9 verkauft die OG Hildesheim des KBW in der Nordstadt 15 Exemplare (vgl. 22.12.1973).
Die KBW OG Hildesheim berichtet vom Verkauf der 'KVZ' Nr.9 (vgl. 19.12.1973) in der Hildesheimer Einkaufsstraße Hoher Weg und der Nordstadt:"
Wir haben wieder einen Info-Stand durchgeführt mit dem Thema des Leitartikels und dem Artikel zum Krieg in Nahost aus KVZ 9. Die Tafel fand große Aufmerksamkeit bei der Bevölkerung. Während des Verkaufs haben sich wieder Diskussionsgruppen ergeben, die mit den Genossen über die gegenwärtige Lage diskutiert haben.
Der Verkauf wurde zum ersten Mal von 9 - 16 Uhr durchgeführt. Ferner haben einige Genossen in einem Stadtteil zur gleichen Zeit verkauft. Bei den Verkäuferberichten kam zum Ausdruck, daß die Stelltafel, die vorhanden ist, nicht ausreicht und, daß noch mehrere angewendet werden müßten, die an verschiedenen Stellen in der Stadt aufgebaut werden und an denen einige Genossen sich aufhalten und mit der Bevölkerung diskutieren."
Q: KBW-OG Hildesheim:Bericht zum Verkauf der KVZ Nummer 9,o.O. (Hildesheim) o.J. (Jan. 1974)
Die KBW OG Hildesheim berichtet vermutlich von heute über ihre Leser- und Verkäuferversammlung zur 'KVZ' Nr.9 (vgl. 19.12.1973):"
Es wurde über folgendes Thema diskutiert: 'Keine Einheit mit der Bourgeoisie, ihrem Staat und ihrer Regierung'. Die Diskussion verlief lebhaft. Ferner kam es wieder zu einer Auseinandersetzung mit einem Vertreter des Roten Morgen (KPD/ML,d.Vf.), der sich allerdings durch sein Gewäsch isolierte.
Die allgemeine Diskussion wurde nicht richtig von der Versammlungsleitung geführt, so daß später keine Zeit zum weiteren Verkauf war.
Es waren etwa 35 Personen anwesend. Davon 8 nicht im KBW und den Massenorganisationen organisiert."
Die DKP Hildesheim gibt die Nr.1 der Betriebsausgabe Bosch/Blaupunkt ihrer 'DKP aktuell' (vgl. Dez. 1973, Feb. 1974) heraus.
Q: DKP aktuell Betriebsausgabe Bosch/Blaupunkt Nr.1,Hildesheim Jan. 1974
Die DKP gibt die Nr.27 der Stadtausgabe Hildesheim ihrer 'DKP aktuell' (vgl. Dez. 1973, Feb. 1974) heraus.
Q: DKP aktuell - Stadtausgabe Hildesheim Nr.27,Hildesheim Jan. 1974
Von der heutigen 'KVZ' Nr.1 verkauft die OG Hildesheim des KBW bei der Druckerei Gerstenberg 7 Exemplare.
Q: KBW-OG Hildesheim:KVZ-Verkaufsstatistik Nr.1,o.O. (Hildesheim) o.J. (Jan. 1974)
Von der heutigen 'KVZ' Nr.1 verkauft die OG Hildesheim des KBW bei Bosch Blaupunkt 50 Exemplare sowie 48 Exemplare der türkischen 'Halkin Sesi'.
Von der heutigen 'KVZ' Nr.1 verkauft die OG Hildesheim des KBW bei Blaupunkt/Stadt 1 Exemplar.
Von der heutigen 'KVZ' Nr.1 verkauft die OG Hildesheim des KBW bei Phoenix zwei Exemplare.
Von der heutigen 'KVZ' Nr.1 verkauft die OG Hildesheim des KBW bei Senking 2 Exemplare.
Von der heutigen 'KVZ' Nr.1 verkauft die OG Hildesheim des KBW an den Berufsschulen 21 Exemplare:"
Vor den Berufsschulen ist bei dieser Nummer außerordentlich schlecht verkauft worden, da die Genossen den Verkauf vernachlässigt haben. So konnte es geschehen, daß vor einer Berufsschule nur einmal verkauft wurde. Die verantwortlichen Genossen wurden kritisiert."
Von der heutigen 'KVZ' Nr.1 verkauft die OG Hildesheim des KBW insgesamt 700 Exemplare, davon 219 in der Stadt, 62 in Betrieben des DruPa- und des IGM-Bereiches, weitere an Schulen, Berufs- und Hochschulen sowie in der Nordstadt und Bad Salzdetfurth und 87 sonstwo.
Im Bericht der Agitprop-Abteilung (APA) wird eingegangen auf den Verkauf in Hildesheim Stadt (vgl. 12.1.1974), in der Nordstadt, in Bad Salzdetfurth, an Berufs- und Hochschulen sowie Gymnasien und auf die Leser- und Verkäuferversammlung (vgl. 16.1.1974) und daneben u.a. ausgeführt:"
Zur ersten Ausgabe der KVZ dieses Jahres wurden wieder 700 KVZ in Hildesheim verkauft. Der Verkauf verlief sehr schlecht, so daß wir bis zum zweiten Freitag verkaufen mußten. …
Für den weiteren Verkauf in der Stadt werden jetzt von den Verantwortlichen der Massenorganisationen feste Verkäuferkollektive aufgestellt. Die Vertriebsleitung ist dadurch weiter entlastet.
Zum ersten Mal wurde die türkische Zeitung Halkin Sesi mit der KVZ gleichzeitig vor dem Betrieb verkauft. Insgesamt sind so vor einem Betrieb (Bosch Blaupunkt im IGM-Bereich,d.Vf.) 98 Zeitungen verkauft worden, davon 50 KVZ und 48 Halkin Sesi. Vor den anderen Betrieben sieht der Verkauf nicht sehr gut aus, d.h. vor den Betrieben, wo keine Zelle arbeitet. Durch die augenblickliche schlechte politische Lage in der KSG und KHG sind die Verkäuferkollektive etwas durcheinandergeraten, die allerdings zur nächsten Nummer wieder stehen werden. …
ORTSBEILAGE:
Zur Nummer 2/74 haben wir es noch nicht geschafft eine Ortsbeilage zu erstellen. Zur Nummer 3/74 werden wir die OBL herausgeben."
Von der heutigen 'KVZ' Nr.1 verkauft die OG Hildesheim des KBW in der Nordstadt 15 Exemplare:"
Die Stadtteilzelle Nordstadt führt mit sechs Genossen den Verkauf in Zukunft durch. Die Verkaufsergebnisse in der Stadt (Nordstadt) sind sehr gut."
Von der heutigen 'KVZ' Nr.1 verkauft die OG Hildesheim des KBW an den Gymnasien 35 Exemplare:"
Durch die Desorganisation der KSG verlief der Verkauf außerordentlich unregelmäßig. Viele Genossen erschienen nicht zum Verkauf."
Von der heutigen 'KVZ' Nr.1 verkauft die OG Hildesheim des KBW an der Ingenieurschule bzw. der FHS für Bauingenieure kein Exemplar:"
An der Ing.-Schule wurde der Verkauf bisher noch nicht wieder aufgenommen."
Von der heutigen 'KVZ' Nr.1 verkauft die OG Hildesheim des KBW an der FHS für Gestaltung 30 Exemplare.
Von der heutigen 'KVZ' Nr.1 verkauft die OG Hildesheim des KBW an der FHS für Sozialarbeit 44 Exemplare.
Von der heutigen 'KVZ' Nr.1 verkauft die OG Hildesheim des KBW an der PH 60 Exemplare:"
Der Verkauf an der PH ist ab der letzten Nummern (?,d.Vf.) zurückgegangen."
Die KBW OG Hildesheim berichtet vom Verkauf der 'KVZ' Nr.1 (vgl. 9.1.1974) in der Einkaufsstraße Hoher Weg:"
Wir führten einen Info-Stand mit dem Thema 'Kommunismus und Sozialismus sind keine Utopie' und über die Betriebsstillegung, ausgehend von dem Senkingwerk (IGM-Bereich,d.Vf.), wo 400 Kollegen entlassen werden sollen. Der Stand fand große Aufmerksamkeit und es entwickelten sich Diskussionen zu den Themen. Durch eine mangelhafte Organisierung des Verkaufs am ersten Samstag konnten nur etwa 110 Zeitungen in der Stadt verkauft werden. Um für die nächsten Male den Verkauf besser zu gewährleisten, haben wir jetzt einen Plan für den Samstagsverkauf erstellt, wo jeder Genosse für den Stadtverkauf einen festen Platz zugewiesen bekommt. … Ferner werden wir für den Verkauf am Samstag extra Handzettel für die Verkäufer austeilen, um so eine bessere Übersicht zu bekommen, wie der Verkauf klappt und wie er besser zu erledigen ist."
Q: KBW-OG Hildesheim-OL-APA:Bericht zum Verkauf der KVZ Nr.1/74,o.O. (Hildesheim) o.J. (Jan. 1974)
Die KBW OG Hildesheim berichtet vermutlich von heute über ihre Leser- und Verkäuferversammlung zur 'KVZ' Nr.1 (vgl. 9.1.1974):"
Auf der 1/74 Leser- und Verkäuferversammlung stand folgendes Thema zur Diskussion: Sozialismus und Kommunismus sind keine Utopie. Es waren etwa 40 - 50 anwesend. Es war bisher die beste Leser- und Verkäuferversammlung, die wir durchgeführt haben. Die Resonanz war im allgemeinen positiv. Wir haben die letzte Versammlung in einer Gaststätte durchgeführt, die wir jetzt zu jeder Versammlung belegen können. Damit wird auch für die nächsten Versammlungen eine wichtige Voraussetzung gegeben sein, um die Versammlungen zu erweitern."
Die DKP Hildesheim gibt die Nr.2 der Betriebsausgabe Bosch/Blaupunkt ihrer 'DKP aktuell' (vgl. Jan. 1974, März 1974) heraus, in der sie u.a. auf die Anerkennung der KPD als Partei eingeht.
Q: DKP aktuell Betriebsausgabe Bosch/Blaupunkt Nr.2,Hildesheim Feb. 1974
Die DKP gibt die Nr.28 der Stadtausgabe Hildesheim ihrer 'DKP aktuell' (vgl. Jan. 1974, März 1974) heraus.
Q: DKP aktuell - Stadtausgabe Hildesheim Nr.28,Hildesheim Feb. 1974
Zur heutigen 'KVZ' Nr.3 will die OG Hildesheim des KBW erstmals eine Ortsbeilage (KVZ-OBL) herausgegeben.
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ - vgl. 6.2.1974, 6.3.1974) Nr.4 heraus. Aus Hildesheim wird berichtet vom DruPa OV. Aus Hildesheim, Wolfsburg/Gifhorn und Hannover wird berichtet über die ÖTV.
Die DKP Hildesheim gibt die Nr.3 der Betriebsausgabe Bosch/Blaupunkt ihrer 'DKP aktuell' (vgl. Feb. 1974) heraus, welches die letzte uns derzeit vorliegende Ausgabe ist.
Q: DKP aktuell Betriebsausgabe Bosch/Blaupunkt Nr.3,Hildesheim März 1974
Die DKP gibt die Nr.29 der Stadtausgabe Hildesheim ihrer 'DKP aktuell' (vgl. Feb. 1974) heraus, welches die letzte uns derzeit vorliegende Ausgabe ist. Enthalten ist ein zentraler Artikel gegen die KPD, "Vom Kapital bezahlte Spalter".
Q: DKP aktuell - Stadtausgabe Hildesheim Nr.29,Hildesheim März 1974
In Hildesheim kommen, laut KBW (vgl. 15.5.1974) zur DGB-Kundgebung ca. 4OO Menschen zusammen:"
Der KBW improvisierte sofort nach der DGB-Kundgebung eine Veranstaltung."
In Hildesheim-Ochtersum wird, laut KBW (vgl. 17.8.1974), Anfang Juli im Rahmen des Ferienprogramms ein Abenteuerspielplatz (ASP – vgl. 1972, 30.7.1974) eingerichtet.
Q: KBW-OG Hildesheim: Stadtrat gegen Kinder und Eltern,Hildesheim 17.8.1974,S.6f
In Hildesheim-Drispenstedt wird, laut KBW (vgl. 17.8.1974), Anfang Juli im Rahmen des Ferienprogramms ein Abenteuerspielplatz (ASP - vgl. 29.7.1974) eingerichtet.
Q: KBW-OG Hildesheim: Stadtrat gegen Kinder und Eltern,Hildesheim 17.8.1974,S.13
In Hildesheim-Drispenstedt wird, laut KBW (vgl. 17.8.1974), ein Brief der Kinder des Abenteuerspielplatzes (ASP - vgl. Juli 1974, 12.8.1974) an den Stadtrat gerichtet, in dem mit 120 Unterschriften die Öffnung des ASP für alle Kinder auch nach den Ferien gefordert wird. Auch ein Elternbrief mit 111 Unterschriften forderte dies.
Q: KBW-OG Hildesheim: Stadtrat gegen Kinder und Eltern,Hildesheim 17.8.1974,S.13f
In Hildesheim demonstrieren, laut KBW (vgl. 17.8.1974), heute Kinder aus Ochtersum, die in den letzten drei Tagen 300 Unterschriften sammelten, für den Weiterbestand ihres Abenteuerspielplatzes (ASP – vgl. 26.7.1974, 31.7.1974) zum Rathaus.
Q: KBW-OG Hildesheim: Stadtrat gegen Kinder und Eltern,Hildesheim 17.8.1974,S.7
In Hildesheim wird, laut KBW (vgl. 17.8.1974), auf der öffentlichen Stadtratssitzung der Weiterbestand des Ochtersumer Abenteuerspielplatzes (ASP – vgl. 30.7.1974, 8.8.1974) beschlossen, dieser Beschluss aber zwei Tage später vom Verwaltungsausschuss zurückgenommen.
Der KBW berichtet vermutlich aus dem August, aus Hildesheim von der Kartonfabrik Siegerwellpappe, dass dort ein Fußballspiel gegen die Ortsgruppe Hildesheim des KBW verboten wurde. Ein KBW-Angehöriger hatte dort seinen letzten Arbeitstag.
08.08.1974:
In Hildesheim-Ochtersum rief, laut KBW (vgl. 17.8.1974), die Elterninitiative zu einem Informationsabend über die Zukunft des Abenteuerspielplatzes (ASP – vgl. 31.7.1974, 12.8.1974) auf.
Q: KBW-OG Hildesheim: Stadtrat gegen Kinder und Eltern,Hildesheim 17.8.1974,S.7ff
In Hildesheim-Ochtersum wird, laut und mit KBW (vgl. 17.8.1974), der Abenteuerspielplatz (ASP – vgl. 8.8.1974) besetzt. Gemeinsam mit den Kindern aus Drispenstedt (vgl. 29.7.1974, 13.8.1974) wird zum Rathaus demonstriert und dieses gestürmt.
Q: KBW-OG Hildesheim: Stadtrat gegen Kinder und Eltern,Hildesheim 17.8.1974,S.9ff
In Hildesheim-Drispenstedt wird, laut und mit KBW (vgl. 17.8.1974), der Abenteuerspielplatz (ASP – vgl. 12.8.1974) besetzt.
Q: KBW-OG Hildesheim: Stadtrat gegen Kinder und Eltern,Hildesheim 17.8.1974,S.18ff
Die KBW-Ortsgruppe Hildesheim gibt die Broschüre "Stadtrat gegen Kinder und Eltern" zum Ferienprogramm des Stadtrats in einer Auflage von 1500 Stück mit 28 Seiten DIN A5 heraus.
Berichtet wird aus Ochtersum (vgl. 1972, 12.8.1974) und aus Drispenstedt
Q: KBW-OG Hildesheim: Stadtrat gegen Kinder und Eltern,Hildesheim 17.8.1974
In der Nr.35 ihrer 'Roten Fahne' (vgl. 21.8.1974, 4.9.1974) berichtet die KPD aus Herne wird von Blaupunkt (IGM-Bereich - 1 700 Besch.), u.a. über die anderen Blaupunktwerke u.a. in Hildesheim.
Q: Rote Fahne Nr.35,Dortmund 28.8.1974
Der Bezirksvorstand Niedersachsen der DKP gibt auf September datiert 'DKP Informationen' Nr.1 zu Problemen der Landes- und Kommunalpolitik heraus, in der u.a. aus Hildesheim berichtet wird.
Q: DKP Informationen Nr.1 Zu Problemen der Landes- und Kommunalpolitik,Hannover Sept. 1974
Die Chile-Komitees organisieren, laut KBW (vgl. 4.9.1974), zur Anfahrt u.a. drei Sonderzüge. Der dritte fährt von Kiel über Neumünster, Hamburg, Lüneburg, Celle, Hannover, Hildesheim, Kreiensen, Göttingen, Kassel-Wilhelmshöhe, Marburg und Gießen. Karten gab es über die Chilekomitees oder den KBW.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr.15, 18 und 21,Mannheim 24.7.1974, 4.9.1974 bzw. 16.10.1974,S.16, S.* bzw. S.14f
In Hildesheim demonstrieren, laut und mit KBW, heute oder in den nächsten Tagen 150 Menschen gegen den Tod des RAF-Häftlings Holger Meins.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr.24,Mannheim 14.11.1974,S.3
Der KBW (vgl. 12.12.1974) berichtet vermutlich aus dieser Woche aus Hildesheim über die Zimbabweveranstaltung, deren 130 Besucher 790 DM spendeten.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr.28,Mannheim 12.12.1974
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ - vgl. 28.11.1974, 12.12.1974) Nr.27 heraus und berichtet aus Hildesheim über Arbeitslose, Zivildienstleistende (ZDL) und aus dem GEW-Bereich vom Studienseminar Handelslehramt.
In Hannover demonstrieren, laut KPD, 1 000 gegen die Fusion von HAZ und NHP. Die Ortsleitung des KJV der KPD gibt dazu ein Flugblatt heraus.
Laut KBW (vgl. 19.12.1974) demonstrieren 800 gegen die Stillegungen, wobei NHP, HAZ, DDVG, Madsack, das Druckzentrum Kirchrode, aber auch die Neue Hildesheimer Presse und die Hildesheimer Abendzeitung erwähnt werden.
Q: Kommunistische Volkszeitung Nr.29,Mannheim 19.12.1974; Rote Fahne Nr.51/52,Dortmund 18.12.1974
Der KBW gibt seine 'Kommunistische Volkszeitung' (KVZ - vgl. 12.12.1974, 9.1.1975) Nr.29 heraus. Es wird berichtet auch durch die Blaupunkt-Zelle Hildesheim, nicht nur vom IGM-Ortsverein, sondern auch vom Blaupunktwerk Landau.
Der KSB Braunschweig des KBW gibt seine 'Rote Hochschulzeitung' Nr.19 (vgl. 3.12.1974) heraus. Aufgerufen wird: "Das Augenmerk auf das Studentenwerk richten", welches auch für die FHS's Hildesheim/Holzminden und die mensa Hildesheim zuständig ist.
Q: Rote Hochschulzeitung Nr.19,Braunschweig 28.1.1975,S.1f
Laut KBW gibt seine Initiative für ein Soldaten- und Reservistenkomitee (IfeSRK) Hildesheim eine Ausgabe ihrer 'Militärzeitung' heraus, in der sie sich u.a. mit 4./14 aus der Gallwitzkaserne befaßt.
Laut KBW (vgl. 26.3.1975) besuchen in Hildesheim-Münchwiese über 40 Menschen die Filmveranstaltung "Gibt es gerechte und ungerechte Kriege?" seiner Initiative zum Soldaten- und Reservistenkomitee (SRK) Hildesheim.
Der KBW gibt seine 'KVZ' Nr.7 (vgl. 13.2.1975, 27.2.1975) heraus und berichtet aus Hildesheim durch die GUV über arbeitslose Grund- und Hauptschullehrer und aus dem IGM-Bereich durch die Zelle Blaupunkt.
In Hildesheim wird die 'Hildesheimer Initiativ Zeitung' (HIZ) aus der Taufe gehoben (vgl. Apr. 1975).
Q: Frankfurter Informationsdienst Nr.124,Frankfurt ****1976,S.11
Der KBW (vgl. 26.3.1975) berichtet, daß für eine heutige Gründungsversammlung des Verbandes Deutscher Studentenschaften (VDS) die folgenden, nicht von MSB und SHB der DKP getragenen ASten eingetreten seien, die sich aber vermutlich nicht durchsetzen konnten (vgl. 20.3.1975), u.a. FHS Hildesheim und FHS Hildesheim-Holzminden.
Der KBW (vgl. 20.3.1975) berichtet vermutlich aus dieser Woche, daß er in Hildesheim an der Stadtratswahl teilnehmen wird. In der Nordstadt kandidiert Jürgen Meier.
Es beginnt die Gründungsversammlung der Vereinigten Deutschen Studentenschaften (vgl. 8.3.1975), deren Vorläufer der Verband Deutscher Studentenschaften (VDS) und der Studentenverband der Ingenieurschulen (SVI) sind.
In einem Artikel in der 'KVZ' des KBW (vgl. 26.3.1975) berichten die Asten u.a. der FHS Hildesheim-Holzminden Fachbereich P und K und der FHS Hildesheim Fachbereich Sozialpädagogik, daß "von Anfang DKP-Studenten ihr Verhalten allein bestimmten von dem Ziel der Sicherung ihrer Politik im neuen Verband." Damit aber seien sie gescheitert. Eine "satzungsmäßige Festlegung auf Unterstützung ihrer … sozialreformerischen Politik" wurde abgelehnt. Die "DKP-Studenten traten für einen linearen Stimmenschlüssel ein, … davon versprachen sie sich einen größeren Stimmenanteil", der Vorstand sollte mit zwei Drittel Mehrheit gewählt werden. Es wurde aber ein depressiver Stimmenschlüssel beschlossen. Die DKP stellte dann einen Antrag auf Vertagung der Sitzung auf Sonntag, den 23.3.1975, um 15 Uhr, was recht geschickt war, da viele Vertreter von Jusos und Sozialistischen Basisgruppen (SBG) zu dieser Zeit bereits abreisen mußten. Jusos und SBG reagierten darauf mit Auszug (vgl. 23.3.1975).
Der KBW (vgl. 3.4.1975) berichtet aus Hildesheim (vgl. 29.3.1975), daß auf seiner heutigen Veranstaltung gegen den Paragraphen 218 sich die DKPler Braukmüller und Otto Hans geweigert hätten auf dem Podium zu sprechen.
29.03.1975:
Der KBW (vgl. 3.4.1975) berichtet vermutlich von heute aus Hildesheim (vgl. 26.3.1975), daß die DKP zur Stadtratswahl in Hildesheim Luftballons mit der Aufschrift "Wählt DKP!" verteilt und für Veranstaltung und Demonstration zwar Mitglieder aus Stade, Springe, Wolfsburg, Hannover, Lüneburg, Peine, Hamburg und München aufgeboten habe, daß aber die Stadtratskandidaten nicht alle anwesend waren. Eine Schalmeienkapelle sei für den Preisstop eingetreten, man habe aber zur gleichen Zeit wie die Fahrpreisdemonstration des KBW eine Diskussionsveranstaltung "DKP wählen, wenn es anders werden soll!" durchgeführt, auf der der DKPler Otto Hans dem KBW-Kandidaten Jürgen Meier einen Kinnschieber versetzt.
Der KBW (vgl. 3.4.1975) berichtet vermutlich von heute aus Hildesheim über seine Fahrpreisdemonstration, zu der die DKP die Aktionseinheit abgelehnt und vielmehr zeitgleich eine eigene Veranstaltung organisiert habe.
In Hildesheim erscheint erstmals die 'Hildesheimer Initiativ Zeitung' (HIZ - vgl. März 1975, **** 1975) unter dem Titel 'HIZ - Genau zum richtigen Zeitpunkt'.
Der KBW (vgl. 17.4.1975) berichtet vermutlich aus dieser Woche aus Hildesheim von einer Großveranstaltung der SPD zur Stadtratswahl, an deren 300 Besucher 40 'KVZ' verkauft werden konnten.
Der KBW (vgl. 17.4.1975) berichtet vermutlich von heute von den Nachwahlen zum Stadtrat in Hildesheim, bei denen der KBW in 6 von 8 Wahlbezirken angetreten war und sich um 116 Stimmen verbessern konnte, obwohl die DKP, die städtische Sanierungsarbeiten vom Arbeitsamt finanzieren lassen möchte, vor allem dem KBW eine Abfuhr erteilen wollte.
Der KBW (vgl. 7.5.1975) berichtet vermutlich aus dieser Woche, daß in Hildesheim über 100 Personen seine Veranstaltung gegen den Paragraphen 218 besuchten, wovon sich 11 dem Komitee anschlossen.
Die Initiative für ein Soldaten- und Reservistenkomitee (SRK) Hildesheim des KBW (vgl. 7.5.1975) berichtet vermutlich aus dieser Woche, daß sich 54 Soldaten in einem Brief an den DGB für die Forderung nach Lohnfortzahlung während des Wehrdienstes eingesetzt haben.
Laut der Initiative zum Soldaten- und Reservistenkomitee (SRK) Hildesheim des KBW (vgl. 29.5.1975) beteiligen sich bundesweit ca. 130 Soldaten in Uniform an den Maiaktionen.
Laut KBW (vgl. 7.5.1975) demonstrieren in Hildesheim 4 Soldaten in Uniform mit seiner Initiative für ein Soldaten- und Reservistenkomitee (SRK) Hildesheim.
Die Gesellschaft zur Unterstützung der Volkskämpfe (GUV) Hildesheim des KBW gibt eine Broschüre "Jugendarbeitslosigkeit in Hildesheim" mit 36 Seiten DIN A5 heraus. Die erste Auflage beträgt 700, die zweite 500 Stück.
Aufgerufen wird zu den Veranstaltungen der DGB-Jugend in Hildesheim (vgl. 4.5.1975, 16.5.1975) und zur landesweiten Demonstration in Hannover (vgl. 14.6.1975) sowie zum Protest gegen die Jugendarbeitslosigkeit am 1.Mai.
Berichtet wird über die rund 880 Hildesheimer Jugendlichen ohne Ausbildungsplatz, wovon vor allem Hauptschulabgänger betroffen seien, von der Kürzung des Berufsschulunterrichts, von den Zuschüssen des Arbeitsamtes für Ausbildungsbetriebe, von der Stufenausbildung im elektronischen Bereich bei Blaupunkt (IGM-Bereich), vom Streit um die Reform der Berufsausbildung bzw. das Berufsbildungsgesetz (BBiG), aus der Nordstadt, von der Firma Borchard, von den Berufsschulen und der Handelslehranstalt, von der Robert-Bosch-Gesamtschule in der Nordstadt und aus dem Einzelhandel (HBV-Bereich).
Aus der 'KVZ' des KBW werden ein Interview mit einem Lehrling aus Konstanz (vgl. 23.1.1975) sowie Artikel aus Hamburg und Koblenz (vgl. 3.4.1975) übernommen. Anhand Albaniens und der VR China wird geschildert die "Ausbildung im Sozialismus".
Q: GUV Hildesheim: Jugendarbeitslosigkeit in Hildesheim,Hildesheim 1.5.1975
In Hildesheim will die DGB-Jugend, laut GUV (vgl. 1.5.1975), eine Filmveranstaltung zur Jugendarbeitslosigkeit im Haus der Jugend durchführen (vgl. 5.5.1975).
Q: GUV Hildesheim: Jugendarbeitslosigkeit in Hildesheim,Hildesheim 1.5.1975,S.36
In Hildesheim will die DGB-Jugend, laut GUV (vgl. 1.5.1975), eine Filmveranstaltung zur Jugendarbeitslosigkeit in der Gesamtschule Drispenstedt durchführen (vgl. 4.5.1975, 6.5.1975).
In Hildesheim will die DGB-Jugend, laut GUV (vgl. 1.5.1975), eine Filmveranstaltung zur Jugendarbeitslosigkeit in der Robert-Bosch-Gesamtschule in der Nordstadt durchführen (vgl. 5.5.1975, 7.5.1975).
In Hildesheim will die DGB-Jugend, laut GUV (vgl. 1.5.1975), eine Filmveranstaltung zur Jugendarbeitslosigkeit in Moritzberg im Katholischen Jugendheim in der Bergstraße durchführen (vgl. 6.5.1975, 9.5.1975).
In Hildesheim will die DGB-Jugend, laut GUV (vgl. 1.5.1975), von heute bis zum 16.5.1975 tägliche Infostände auf dem Hohen Weg gegen die Jugendarbeitslosigkeit durchführen (vgl. 7.5.1975, 16.5.1975).
In Hildesheim will die DGB-Jugend, laut GUV (vgl. 1.5.1975), heute eine Podiumsdiskussion gegen die Jugendarbeitslosigkeit durchführen (vgl. 9.5.1975, 14.6.1975).
Der AB gibt die Nr.70 seiner 'Kommunistischen Arbeiter Zeitung' (KAZ) (vgl. 6.9.1975, 5.10.1975) heraus. Aus Niedersachsen wird berichtet von der 1. Panzergrenadierbrigade in Hildesheim.
Q: Kommunistische Arbeiterzeitung Nr.70,München 21.9.1975
Q: Arbeiterkampf Nr.67,Hamburg 2.10.1975,S.13; Kommunistische Volkszeitung Nr.22,Mannheim 5.6.1975; Metallarbeiter Nr.1,Hildesheim 8.10.1975,S.8; Revolutionärer Weg Nr.1,Frankfurt 1977; Beiträge zur revolutionären Theorie Nr.8,Bochum März 1977,S.48ff; Spartacus Nr.21 und 22,Essen Okt. 1975 bzw. Nov. 1975
In Hildesheim findet, laut KB, eine Solidaritätsveranstaltung zu Portugal mit ca. 50 Teilnehmern statt.
Q: Arbeiterkampf Nr.67,Hamburg 2.10.1975,S.5
In Hildesheim beteiligen sich, laut KBW-Kunstgruppe (vgl. Apr. 1976), vermutlich im Herbst 3 000 an einer Schuldemonstration.
Q: KBW-Kunstgruppe Braunschweig: '75 Wachsende Proteste – wachsende Selbständigkeit '76. 1. Mai - Internationaler Kampftag der Arbeiterklasse,Braunschweig Apr. 1976,S.26
08.10.1975:
Die Zelle Metall des KBW Ortsgruppe Hildesheim gibt erstmals ihren 'Metallarbeiter' (vgl. 20.11.1975) heraus. Die Auflage beträgt 3 000. Berichtet wird von Blaupunkt über die Arbeitszeitverlängerung, von Kloth über Kurzarbeit und Überstunden, von Emmermann über die Vorbereitung der Metalltarifrunde (MTR) 1976. Enthüllt werden "Die Machenschaften im Handwerk an einem Beispiel".
Eingegangen wird auch auf das Haushaltssicherungsgesetz, wozu es am 16.10.1975 eine Veranstaltung geben soll. Berichtet wird vom Protest gegen den §218 (vgl. 21.9.1975) sowie vom PzBtl 14 der Bundeswehr über die Schießübungen in Kanada und den Haarerlaß. Festgestellt wird: "Der spanische Widerstand ist gerecht!".
Q: Metallarbeiter Nr.1,Hildesheim 8.10.1975
Die SAG gibt ihren 'Klassenkampf' Nr.50 (vgl. 31.8.1975, Nov. 1975) heraus. Über Entlassungen wird u.a. berichtet von Blaupunkt Hildesheim.
Die Zelle Metall des KBW Ortsgruppe Hildesheim gibt ihren 'Metallarbeiter' Nr.2 (vgl. 8.10.1975) heraus. Die Auflage beträgt 2 500. Der Leitartikel fordert zur STR der IGM in NRW (vgl. 17.11.1975): "Aus der Stahl-Tarifrunde lernen".
Von Ahlborn wird berichtet über Lohnsenkungen um 20% durch den neuen Chef, ehemals Boss von Voss Sarstedt. Von einer stillgelegten Firma werden geschildert die "Erfahrungen mit dem DGB-Rechtssekretär". Berichtet wird von der bundesweiten Demonstration gegen Jugendarbeitslosigkeit in Dortmund (vgl. 8.11.1975). Für die ÖDTR wird verlangt: "ÖTV – vernünftige Forderungen auf den Tisch!". U.a. mit Hilfe der 'Metall' der IGM wird berichtet vom §218, mit Hilfe der 'KVZ' von einer kreditpolitischen Tagung. Angekündigt werden Veranstaltungen der Zelle Metall in der Gaststätte Gambrinus zum Siebenstundentag am 27.11.1975 und zum Haushaltssicherungsgesetz am 4.12.1975.
Heute findet in Hildesheim, laut KBW (vgl. 1.8.1977), eine Demonstration gegen den Paragraphen 218 statt, später kommt es zum Prozeß (vgl. 15.8.1977).
Q: KVZ-Bezirksbeilage Hannover Nr.31,Hannover 1.8.1977,S.3
In Hildesheim versammeln sich, laut KB, ca. 60 bis 65 Menschen zu einer Protestveranstaltung gegen den Paragraphen 218. Die AE in Hildesheim "wurde von der Praxisgruppe der Hildesheimer Frauengruppe und der Arbeitsgruppe Frauen des KB (Hildesheim) getragen".
Q: Arbeiterkampf Nr.76,Hamburg 15.3.1976,S.45
Der AB gibt die Nr.82 seiner 'Kommunistischen Arbeiter Zeitung' (KAZ) (vgl. 22.2.1976, 21.3.1976) heraus und berichtet auch vom DruPa OV Hildesheim.
1. Mai in Hildesheim.
Laut KB nehmen ca. 400 Menschen an einer DGB-Kundgebung teil. "Eine linke Demonstration kam in Aktionseinheit von KB, KBW und örtlichen Initiativen mit 110 Menschen zustande, davon 40 im KB-Block. … Die Mai-Veranstaltung des KB wurde von 80 Personen besucht."
Die SAG gibt die Nr.9 ihrer 'Sozialistischen Arbeiter Zeitung' (vgl. 8.9.1976, 6.10.1976) heraus. Es erscheint erstmals eine Kontaktadresse für Hildesheim.
Q: Sozialistische Arbeiter Zeitung Nr.9,Frankfurt 22.9.1976
In Hildesheim will die SAG eine Veranstaltung "Portugal - eine neue Machtprobe?" im Haus der Jugend (HdJ) durchführen.
Q: Sozialistische Arbeiter Zeitung Nr.10,Frankfurt 6.10.1976
Die SAG gibt die Nr.11 ihrer 'Sozialistischen Arbeiter Zeitung' (vgl. 6.10.1976, 5.11.1976) heraus. Es wurde gespendet aus Hildesheim.
Q: Sozialistische Arbeiter Zeitung Nr.11,Frankfurt 20.10.1976
In Hildesheim will die SAG eine Veranstaltung "Wohin treibt China?" im Haus der Jugend (HdJ) Steingrube 9 durchführen.
In Hildesheim organisieren, laut KB, die Mittwochsfrauengruppe, die Sozpäd Frauengruppe, unorganisierte Frauen und die KB Frauengruppe eine Festveranstaltung mit ca. 250 weiblichen und männlichen Besuchern.
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr.97 (vgl. 10.1.1977, 7.2.1977) heraus. Erwähnt wird auch die Sympathisantengruppe Hildesheim.
Q: Arbeiterkampf Nr.97,Hamburg 24.1.1977
Q: Arbeiterkampf Nr.100,Hamburg 7.3.1977,S.1; Rote Fahne Nr.8,Köln 23.2.1977; Sozialistische Arbeiterzeitung Nr.18,Frankfurt 23.2.1977
Laut KB demonstrieren ca. 30 000 Menschen in der Wilster Marsch gegen den geplanten Bau eines AKW bei Brokdorf. Etwa gleichzeitig versammeln sich rund 20 000 Menschen in Itzehoe auf einer Kundgebung, zu der verschiedene Bürgerinitiativen, DKP, linke Sozialdemokraten u.a. aufgerufen hatten, die sich gegen eine Demonstration vor Ort aussprachen.
Die SAG (Sozialistische Arbeitergruppe), die in Norddeutschland im wesentlichen nur in Hannover und Hildesheim auftritt, spricht in einem ersten Flugblatt von einer 'Kapitulation in Brokdorf'. Die Demonstration durch die Wilster Marsch habe 'an eine klassische sozialdemokratische Massenveranstaltung' erinnert. Schuld daran sei, wie kann es anders sein, 'insbesondere der KB'. Konsequent wird dann auch sogar von den 'KB-Organisatoren der Brokdorfer-Demonstration' gesprochen."
Q: Arbeiterkampf Nr.96, 99 und 100,Hamburg 10.1.1977, 21.2.1977 bzw. 7.3.1977, S.*,S.1ff bzw. S.7
Die SAG gibt ihre 'Sozialistische Arbeiterzeitung' Nr.19 (vgl. 23.2.1977, 30.3.1977) heraus, mit Kontaktadresse für Hildesheim. Aus Hildesheim wird aufgerufen zur heutigen Anti-AKW Veranstaltung.
In Hildesheim will die BI gegen Atomenergie, laut und mit SAG, eine Filmveranstaltung in der Volkshochschule durchführen.
Die SAG gibt ihre 'Sozialistische Arbeiterzeitung' Nr.20 (vgl. 16.3.1977, 13.4.1977) heraus, Spenden gingen auch ein aus Hildesheim.
In Hildesheim will die SAG eine Veranstaltung "Sichern AKW's Arbeitsplätze?" im Haus der Jugend (HDJ) Steingrube 19 durchführen.
Q: Sozialistische Arbeiterzeitung Nr.22,Frankfurt 27.4.1977
Laut KB beteiligen sich an der DGB-Kundgebung ca. 900 Menschen:"
Eine oppositionelle Demo, zu der die BI (AKW,d.Vf.) und KB aufriefen und der sich der KBW anschloß, führte mit etwa 150 Teilnehmern zum Zelt. Ein Mai-Fest, das vom KB initiiert und mit 320 Teilnehmern ausgezeichnet besucht war, wurde aktiv von der 'Hildesheimer Initiativ-Zeitung' (HIZ,d.Vf.), dem SB (SBü,d.Vf.) einigen Frauengruppen und der BI mitgetragen. Der Gedanke einer solidarischen Zusammenarbeit der Hildesheimer Linken ist gestärkt worden."
In Hildesheim will die SAG eine Veranstaltung "Terrorismus und sozialistische Arbeiterbewegung" in der Gaststätte Zum Immengarten Steingrube 5 durchführen.
Innerhalb des KABD erscheint die Nr.7 von 'Lernen und kämpfen' (vgl. Juni 1977, Aug. 1977) u.a. mit einem Bericht von der Landesaufbaugruppe Nord darüber daß in Hildesheim eine Frau allein versuche eine OG aufzubauen.
Q: Lernen und kämpfen Nr.7,o.O. Juli 1977
Die Bezirksleitung Hannover des KBW gibt die Bezirksbeilage zur KVZ Nr. 31 heraus. Aus Hildesheim wird berichtet von der Zelle Blaupunkt von Bosch und über den Vorschlag zur 'Wiedereinführung eines Arbeitsdienstes' gegen die Jugendarbeitslosigkeit durch den Geschäftsführer des Hildesheimer Einzelhandelsverbandes. Angekündigt wird der §218-Prozeß (vgl. 4.8.1977, 15.8.1977).
Q: KVZ-Bezirksbeilage Hannover Nr.31,Hannover 1.8.1977,S.1 und 3f
In Hildesheim will die Initiative gegen den §218, laut KBW, eine öffentliche Veranstaltung durchführen.
In Hildesheim soll, laut KBW (vgl. 1.8.1977), ein Prozeß gegen 10 Teilnehmer der §218-Demonstration vom 21.2.1976 stattfinden.
Die Grüne Liste Umweltschutz (GLU) Hildesheim erreicht, laut KB, bei den Kreistagswahlen 1,2% und damit einen Sitz.
Q: Arbeiterkampf Nr.260,Hamburg 1.7.1985,S.7
Laut KB kommen in Hildesheim vermutlich im November ca. 200 Menschen zu einer Demonstration "gegen die Hetze einer örtlichen Zeitung gegen eine Wohngemeinschaft ('Terroristenwohnung')". Die Initiative dazu ergriff der KB.
Q: Arbeiterkampf Nr.117,Hamburg 15.11.1977,S.5
Die SAG gibt ihre 'Sozialistische Arbeiterzeitung' Nr.35 (vgl. 2.11.1977, 30.11.1977) heraus. Berichtet wird auch von der Anti-AKW BI Hildesheim.
Unter der Parole "Nazis raus aus Hildesheim" demonstrieren, laut KB, ca. 300 Menschen gegen eine NPD-Kundgebung. Aufgerufen hatten u.a.:
- 'Anspitzer',
- 'Pusteblume',
- 'Schülerzeitung Andreaner',
- Sozialistische Liste,
- Studentengruppe an der FHS Sozialpädagogik,
- Abteilungsstudentenreferat FHS Sozialpädagogik,
- Antifaschistische Schüler/innen an der Robert-Bosch Gesamtschule,
- KJB,
- Anti-AKW BI.
Q: Arbeiterkampf Nr.125,Hamburg 20.3.1978,S.33
1. Mai-Demonstration in Hildesheim. Laut KB beteiligen sich an der DGB-Demonstration ca. 500 - 600 Menschen. Die Linke war im Zug mit ca. 150 Demonstranten (ca. 30 KBWler) vertreten. Zu einem 1. Mai-Fest, zu dem u.a. KB, SAG und KABD aufgerufen hatten, kamen ca. 600 Menschen.
Der KB gibt seinen 'Arbeiterkampf' (AK) Nr.145 (vgl. 11.12.1978, 22.1.1979) heraus.
Berichtet wird vom Zensurprozeß gegen den Verlag Jürgen Reents des KB (vgl. 12.1.1979) und den Verantwortlichen des 'Arbeiterkampf', Kai Ehlers. Solidaritätsadressen dagegen gingen u.a. ein aus Hildesheim vom Antifaschistischen Arbeitskreis.
Zur Tagesordnung stellt, laut KB, u.a. Herbert Gruhl den Antrag, "unbedingt zunächst die Wahlplattform zu beschließen, da das Gemeinsame in den Vordergrund gerückt werden müsse. … Dem Einheitstrend trugen auch die meisten Verfasser rechterer Alternativanträge zur Wahlplattform Rechnung: sie zogen unter dem Jubel des Parteitages ihre Entwürfe zurück (Kreisverbände Fürth und Regensburg), oder erklärten sie kurzerhand zu 'Ergänzungsanträgen' (Wilfried Heidt vom Achberger Kreis, Georg Otto vom KV Hildesheim)."
Laut KB demonstrieren in Hildesheim über 2 000 gegen die Herbstmanöver der NATO. "Die Demonstration, an der ein großer Block von 400 Türken teilnahm, richtete sich auch gegen den NATO-Putsch in der Türkei."
Q: Arbeiterkampf Nr.185,Hamburg 22.9.1980,S.1
In Hildesheim wird eine Grün-Alternative Bürgerliste (GABL) kandidieren".
Laut KB erhält bei den Kommunalwahlen (KW) in Hildesheim die GABL 5,4%.
Q: Arbeiterkampf Nr.209,Hamburg 28.9.1981,S.1

References: §218
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