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Timestamp: 2016-10-26 09:17:10+00:00

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LNP163 Die Teenage-Nerds von nebenan | Logbuch:Netzpolitik
LNP163 Die Teenage-Nerds von nebenan
Veröffentlicht am 11. Dezember 2015 von Tim Pritlove	Flugdaten-Vorratsdatenspeicherung — Werbeblocker — Digitale Grundrechte — Störerhaftung vor dem EuGH — EU-Urheberrechtsreform Auch in dieser Woche nehmen Meldungen rund um das Urheberrecht einen breiten Raum in unserer Sendung ein:...
Auch in dieser Woche nehmen Meldungen rund um das Urheberrecht einen breiten Raum in unserer Sendung ein: die EU ist auf dem Weg zu einer Reform und die Klagewelle rund um Werbeblocker reißt nicht an. Dazu macht die VG Wort jetzt den Universitäten das Unterrichten noch schwerer. Aber im Mittelpunkt der Diskussion stehen die von Justizminister Heiko Maas ins Feld geführten "Digitalen Grundrechte", die wir uns mal einzeln zu Gemüte führen.
Dauer: 1:38:28
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Linus Neumann @ LNP163 Die Teenage-Nerds von nebenan
Tim Pritlove @ LNP163 Die Teenage-Nerds von nebenan
heise online: Donald Trump will das Internet schließen – mit Bill Gates’ Hilfe
The Verge: Donald Trump thinks he can call Bill Gates to ‘close up’ the internet
Feedback: Smart Homes
CRE218 Internet der Dinge
EU: Flugdaten-Vorratsdatenspeicherung
heise online: Freie Bahn im EU-Parlament für Vorratsspeicherung von Fluggastdaten
Digitale Gesellschaft: Fluggastdaten: EU-Innenausschuss winkt Totalüberwachung des Reiseverkehrs durch
EDRi: Civil Liberties Committee preliminary vote on EU profiling of airline passengers
Golem: Die Wiederholungstäter von der EU
netzpolitik.org: EU-Ministerrat drängt auf Vorratsdatenspeicherung
Polen: Polen: Kaczynski droht kritischen Richtern mit Disziplinarverfahren
Golem: Werbeblockersperre auf bild.de: Gericht bestätigt Verbot von Umgehungsanleitung
MobileGeeks.de: BILD vs Youtuber: Tobias Richter verzichtet auf Negative Feststellungsklage
Heiko Maas präsentiert unsere digitalen Grundrechte
Zeit Online: Internet-Charta: Unsere digitalen Grundrechte
Project Gutenberg: Leviathan by Thomas Hobbes
Störerhaftung vor dem EuGH
heise online: Störerhaftung: EuGH mischt in Freifunker-Verfahren mit
Süddeutsche: Störerhaftung: Warten auf Signale aus Luxemburg
EU: Urheberrechtsreform
Julia Reda: Many common-sense ideas for EU copyright reform are being ignored – but we can still change that
iRights: Auslandszugriff auf Netflix & Co.: EU-Kommission präsentiert „Vorspeise“ zu Urheberrechtsreformen
netzpolitik.org: „Maximal die Vorspeise“ der EU-Urheberrechtsreform: Oettinger will Netflix-Abo mit in den Urlaub nehmen
Europäische Kommission Digital Agenda: The EU copyright legislation
Urheberrecht an Unis: VG Wort meldet sich zu Wort
Süddeutsche: Studium: Studenten müssen bald mehr recherchieren
heise online: ZDF stellt Lobbyradar ein
Dieser Eintrag wurde von Tim Pritlove veröffentlicht. Lesezeichen zum Artikel setzen.	33 Gedanken zu „LNP163 Die Teenage-Nerds von nebenan“	Name sagte am 11. Dezember 2015 um 21:18 :
Thema Flugdaten-Vorratsdatenspeicherung:
1) Wie kann das legal sein, wo doch der EuGH die Telco-VDS für grundrechtswidrig erklärt hat? Die geplante Flug-VDS wird ja noch eingriffsintensiver sein: Nicht nur retrograde Überwachung wie bei der Telco-VDS, sondern auch präventives Profiling (aka Rasterfahndung) wird die Flug-VDS mitsichbringen. Das ist noch krasser als im Nachhinein in die Telco-Daten zu schauen.
2) Flugpassagierdaten werden schon bisher aus handels- und steuerrechtlichen Gründen (siehe Handelsgesetzbuch und Abgabenordnung) 10 Jahre gespeichert! 10 Jahre! Auch ohne Flug-VDS haben wir schon seit jeher die Situation, dass unser Flugreiseverhalten für 10 Jahre auf Vorrat gespeichert wird. Warum fand das bisher niemand schlimm?
Kommentiere ↓	John Meyer sagte am 11. Dezember 2015 um 21:40 :
Kann’s sein, dass eure MP4 tags kaputt sind?
Ich lese die mit “mp4chaps” aus “mp4v2” (https://github.com/TechSmith/mp4v2) aus. Bisher ging das problemlos. Seit ein paar Wochen bekomme ich Fehlermeldungen:
./mp4chaps -l -C /tmp/lnp163-die-teenage-nerds-von-nebenan.m4a
ReadAtom: “/home/copyshop/lnp163-die-teenage-nerds-von-nebenan.m4a”: invalid atom size, extends outside parent atom – skipping to end of “cprt” “data” 661765 vs 661620
ReadProperties: atom ‘data’ is too small; overrun at property: typeReserved (src/mp4atom.cpp,386)
ERROR: unable to open for read: /home/copyshop/lnp163-die-teenage-nerds-von-nebenan.m4a
Kommentiere ↓	Synapsenkitzler sagte am 12. Dezember 2015 um 16:38 :
An dieser Stelle dann der Hinweis, dass die podcasts CRE, Not Safe For Work, Raumzeit, the lunatic finge in meinem Podkicker Podcast Player v.2.1.10 (Android) seit einiger Zeit immer doppelt angelegt werden. Wenn man den doppelten Eintrag löscht, wird er beim nächsten Start von Podkicker wieder doppelt angelegt.
Kommentiere ↓	Klaus sagte am 12. Dezember 2015 um 00:13 :
Linus, Tim, erinnert ihr euch noch an 2012/2013? Da gab es eine Kampagne des Vereins Digitale Gesellschaft. Damals hat der Innenausschuss des EU-Parlaments PNR abgelehnt. Wie sich die Zeiten innerhalb von 3 Jahren ändern. Jeder Terroranschlag ist ein Sieg für die Sicherheitspolitiker aka Überwachungsfanatiker.
@EU-Institutionen
Die schlimmste Institution der EU ist der Rat. Dort sitzen die Regierungen der EU-Mitgliedsstaaten zusammen und entscheiden fernab von demokratischer Legitimation.
Wusstet ihr, dass das EU-Parlament keine eigenen Gesetzesinitiativen starten kann? Immer mehr Gesetze werden über die EU eingeführt, doch das EU-Parlament ist schwach. Ob das Absicht ist?
Kommentiere ↓	Tim Pritlove sagte am 17. Dezember 2015 um 09:55 :
Ja, wussten wir und haben wir auch mehrfach thematisiert. Allerdings hat das Parlament bei jedem neuen EU-Vertrag mehr Rechte erhalten. Das muss natürlich fortgesetzt werden, aber es wird dauern, bis sich aus der “Union der Regierungen” ein wirklich Parlament-gesteuerte Demokratie entwickelt.
Kommentiere ↓	Klaus sagte am 12. Dezember 2015 um 00:29 :
@Recht auf Vergessen
Linus, du kritisierst, dass die Early Adopters des Rechts auf Vergessenwerden vor allem “Wirtschaftskriminelle” seien und dass dies nicht im Interesse der Allgemeinheit sei. Sollte dann nicht auch Anonymisierung (z.B. via Tor) abgeschafft werden, weil die Early Adopters von Anonymisierung vor allem Kriminelle sind? Und ist das Recht auf einen Strafverteidiger nicht genauso wenig im Interesse der Allgemeinheit, wenn Kriminelle mit guten Strafverteidigern möglichst viel für sich herausholen können?
Kommentiere ↓	Linus sagte am 13. Dezember 2015 um 10:46 :
das “Recht auf Vergessenwerden” scheint in seinen bisherigen Realisierungen in die Kategorie gut gemeint* zu fallen.
Klingt schön, klingt nach Datenschutz, klingt nach digitaler Mündigkeit, soll die kleinen vor den großen schützen – wird aber genutzt, um sich den Archiven des kollektiven Gedächtnisses zu entziehen.
Es scheint ein ungelöstes Problem zu sein, das Recht auf Vergessen so zu formulieren, dass es mehr beabsichtigte Wirkung als der Öffentlichkeit nicht dienliche Intransparenz hervor ruft.
Das EU-Recht auf Vergessenwerden tut im Moment genau das, wie mehrere Analysen eindrucksvoll zeigen.
Alles, was ich bisher in dem Bereich gesehen habe, hatte ein sehr viel größeres Missbrauchspotezial, als sinnstiftenden Nutzen. Betroffene, die ein Recht auf Vergessenwerden nicht in Anspruch nehmen können, leiden jedoch ebenfalls darunter.
In meinen Augen eine bisher nicht gelöste juristische Herausforderung der Abwägung.
* …ist das Gegenteil von gut
Kommentiere ↓	Klaus sagte am 13. Dezember 2015 um 18:39 :
Wenn man seine Identität (vor allem Name) offiziell und regelmäßig ändern könnte (natürlich kennt der Staat die Namenshistorie weiterhin). Anstatt jeder unrechtmäßigen und diskreditierenden Veröffentlichung von persönlichen Daten im Internet hinterherzujagen, könnte man einfach öfters mal seinen Namen ändern. Wenn man sich dann z.B. bewirbt, findet man unter dem neuen, offiziellen Namen keine Verleumdungen, Lügen und ähnliche rufschädigenden Informationen.
Was hältst du von so einer Idee?
Kommentiere ↓	name?_whynotzoidberg? sagte am 16. Dezember 2015 um 12:24 :
Könnte man das “Rech auf vergessen” nicht auch anders interpretieren um so das bestehende Datenschutzrecht zu stärken: Ich bin kein Jurist aber müsste es nicht möglich sein eine Formulierung zu finden die beim “Recht auf vergessen” auf Firmen abzielt mit denen Benutzer/Kunden einen Account haben um einen Service zu Benutzen (bezahlt als auch unbezahlt/durch Werbung).
Hier könnte man das “Recht auf vergessen” so verstehen, dass es als Benutzer das Recht gibt Unternehmen auf zu forden die Eigenen Daten zu Löschen sollte man den Dienst nicht mehr Benötigen. Imho. sollte sowas sollte schon innerhalb des normalen Datenschutrechts möglich sein aber man könnte hier glaub ich noch nachbessern indem man Firmen gesetzlich dazu verpflichtet das möglichst einfach als Option an zu bieten und die Einhaltung auch Kontrollieren.
Kommentiere ↓	Dirk sagte am 12. Dezember 2015 um 09:55 :
Ich nehme mal an, dass sich Maas, mit der Leviathanreferenz nicht auf Illuminatus bezieht, sondern eher auf Hobbes: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Leviathan_(Thomas_Hobbes)
Kommentiere ↓	Limes sagte am 12. Dezember 2015 um 10:46 :
Recht auf Vergessen nur auf Suchmaschinenebene ist unsinnig, die Daten sind immer noch da draussen und können dennoch gefunden und indexiert werden , Google allein zu verpflichten hilft nicht.
Man sollte es wirklich gegen die Quelle durchsetzen, dann ist die Info auch wirklich weg.
Kommentiere ↓	Linus sagte am 13. Dezember 2015 um 10:52 :
Das, was du vorschlägst, ist glücklicherweise mit dem Presserecht nicht vereinbar.
Der Fall, der das RaV auf EU-Ebene ins Rollen gebracht hat, war iirc ein Mann, der vor x Jahren insolvent gegangen ist. Die Presseberichterstattung darüber war sachlich richtig und nicht zu beanstanden.
Ärgerlicherweise bestimmten die betreffenden Artikel aber das Suchergebnis zu seinem Namen, schadeten ihm und seinen wirtschaftlichen Interessen also fortwährend.
Gerichtlich setzte er also gegen Google, das ein Profil zu seinem Namen unterhält, ein RaV durch, und ließ die Seiten als Suchergebnisse !zu seinem Namen! entfernen. Die Artikel selbst blieben online, weil sie nicht zu beanstanden waren, und als Suchergebnisse werden sie auch zu anderen Suchbegriffen angezeigt.
Siehe hierzu auch meinen Kommentar weiter oben
Kommentiere ↓	ad sagte am 13. Dezember 2015 um 23:56 :
Naja, das Presserecht erlaubt nur dann über Personen ohne deren Zustimmung zu berichten, wenn ein ausreichendes öffentliches Interesse besteht oder wenn sie sowieso in der Öffentlichkeit stehen. Ein Archiv zugänglich zu machen, das von Bots ausgewertet und über Suchmasken wieder zur Verfügung gestellt wird, kann man als Form der Neuveröffentlichung sehen. Diese geschieht zu einem Zeitpunkt, wo das Publizieren einer solchen mehrere Jahre alten Information über den Betroffenen vermutlich anfechtbar wäre. Ich denke mal über jemanden zu schreiben, der vor zehn Jahren eine Insolvenz hatte und sonst keine Person des öffentlichen Interesses darstellt, könnte man, wenn es keinerlei gegenwärtigen Bezug gibt, vermutlich untersagen. Ein entscheidender Unterschied ist natürlich die Sichtbarkeit. Einen Artikel in einem Archiv kann man sicherlich nicht mit einer aktuellen Publikation vergleichen, dafür stellt aber die Suchmaschine eine sehr spezifische Sichtbarkeit her, wenn nach dem Namen gesucht wird. Das Medium, das das Archiv betreibt, ist dafür mitverantwortlich, weil es, unter der Annahme, dass der Robot Exclusion Standard eingehalten wurde, die Auswertung überhaupt erst ermöglicht hat.
Und diesen Bedingungen und auch in der Abwägung damit die Zugänglichkeit und Integrität von Archiven als wichtiges Gut zu schützen, scheint mir der richtige Ansatzpunkt, weder die Anzeige bei der Suchmaschine bzw. ihr Index zu sein, noch das Vorhandensein des Artikels im Archiv, sondern die Verfügbarmachung des Namens für die automatisierte Verarbeitung. Ich würde als Kompromiss also erlauben auf Basis eines Rechts auf Vergessen einen gerichtlichen Anspruch gegen die Quelle zu erwirken, der sich nur darauf erstreckt, den Namen der Auswertung durch Aggregatoren zu entziehen. Der Name kann bzw. soll sogar weiter aus dem Archiv herauslesbar sein. Er kann meinethalben auch über die archiveigene Suchfunktion gefunden werden. Nur gegenüber einem Aggregator (der Wohlverhalten zeigt) darf er im Kontext des Artikels nicht übergeben werden. Eine mögliche technische Lösung wäre, den Namen als Bild einzublenden und vielleicht noch den Zugriff auf das Bild für Bots zu verbieten (für Blinde o.ä. bräuchte man vielleicht noch einen Zusatzhinweis). Gegen die Suchmaschine bestünde dann nur noch ein Anspruch auf Aktualisierung, falls diese das nicht von sich aus tut. Die Rechtsansprüche würden damit viel stärker auf unterschiedlichste Medien verteilt. Außerdem würde man so “downstream” allen Suchmaschinen auf einmal die Information entziehen. Und auch wenn wir mal so einen schönen öffentlichen Index haben wollen, ist das sinnvoll, denn ansonsten kann man sich ja vorstellen, welche Unmengen von Ansprüchen gegen so ein Projekt geltend gemacht würden.
Übrigens finde ich die Argumentation des EuGH dennoch gar nicht so schlecht. Dass eine Suchmaschine eine Datenverarbeitung von personenbezogenen Daten darstellt und Personenprofile erstellt, ist eine interessante Sichtweise. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass man unter besonderen Umständen einen Alles-oder-nichts-Anspruch gegen eine Suchmaschine hat. Etwa wenn man keine Person des öffentlichen Interesses ist und der eigene Name einmalig ist — das wären ja dann auch diejenigen, die einen solchen Schutz am meisten benötigen — könnte ich mir durchaus vorstellen, dass man einer Suchmaschine untersagen kann, überhaupt Suchergebnisse zum eigenen Namen herauszugeben.
Kommentiere ↓	insanelygreat sagte am 12. Dezember 2015 um 11:40 :
Hat der gute Heiko da wirklich das Geschäftsmodell der Versicherungen angezweifelt? Das ist ja Kommunismus! Die Welt wird untergehen! Wir werden alle störben!
Kommentiere ↓	ad sagte am 12. Dezember 2015 um 12:52 :
Was tut denn bitte schön Europa, um diese Situation auch nur ansatzweise zu verbessern? [45:50]
Nun, gerade dieses Jahr haben sie doch ein Kartellverfahren gegen Google eröffnet, wegen Platzierung von Suchergebnissen und vorinstallierten Googlediensten bei Android: http://www.sueddeutsche.de/digital/kartellverfahren-eu-kommission-geht-gegen-google-suche-und-android-vor-1.2435847
Digitale hohe See: Die Idee gibt es ja schon länger. Ich musste da gleich an einen Lightning Talk vom 29C3 denken. Nach “the internet as international space” suchen, in der Auflistung gibt es auch einen Youtube-Link: https://events.ccc.de/congress/2012/wiki/Lightning_Talks
Obwohl ich befürchte, dass mit so einem Status, der einzelne Nutzer so gut geschützt sein wird, wie ein Wal vor einem japanischen Forschungsschiff oder ein Tanker vor der somalischen Piratenpartei.
Naja, da kannst du nur noch irgendwie im Internet dir dann deinen Termin klicken. Ne, ja stimmt nicht. Du kannst auch noch Telefonanruf machen. [53:20]
Ja, aber bald ist das nur noch IP-Telefonie! Also über Internet!! Duhn-Duhn-Duuuuhn. Tatsächlich kann man auch hingehen und einen Termin bekommen.
Universitäten und VG Wort: Das Urteil ist ja schon etwas länger her, von 2013: http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=pm&pm_nummer=0050/13 Irgendwann musste die Umsetzung kommen. Allerdings gibt es doch nochmal einen Aufschub für 2016: http://www.sueddeutsche.de/bildung/einigung-mit-der-vg-wort-unis-koennen-skripte-auch-unbuerokratisch-ausgeben-1.2774533
Die Frage nach Bildern und Grafiken wird in dem frühreren Süddeutsche-Artikel (Seite 2), den ihr verlinkt habt, angesprochen:
Immerhin, so Rehr, liefen die Verhandlungen mit der VG Bild-Kunst – quasi die VG Wort für Bilder oder Grafiken – besser. Es sei wahrscheinlich, dass in Skripten verwendete Fotos weiterhin pauschal abgerechnet werden könnten und nicht einzeln gemeldet werden müssten.
So völlig habe ich das wAusmaß des Problems selbst noch nicht verstanden. Meiner Erfahrung nach werden Skripte hauptsächlich selbst geschrieben, nicht immer von dem, der die Lehrveranstaltung abhält, aber eben doch speziell für die Lehre des Fachbereichs. (Oder so wurde es zumindestens erzählt.) Kann aber sein, dass in manchen Fächern stärker zusammengekopiert wird. Was mir noch nicht so richtig klar ist, ob Seminare, in denen mit Papern gearbeitet wird, darunter fallen. Diese werden zum Teil von den Autoren selbst freigegeben oder der Zugriff darauf wurde von den Universitätsbibliotheken teuer eingekauft. Hier wäre ich dann ganz bei Linus. Diese Materialien sollten insbesondere auch im Lehrbetrieb gar nicht mehr mit Vergütung beschwert sein.
Insgesamt sehe ich das aber als Stunde von Open Educational Resources. Wenn man Gelder einmal zentral zusammenführt, um gute Lehrmaterialien zu erzeugen, am besten als Baukasten und nicht als Gesamtwerk, dann könnte man sie auch so gestalten, dass alles ohne fremde Materialien auskommt oder dieses höchstens unter das Zitatrecht fällt und im Zweifelsfall kann man auch Diagramme aus den Daten einfach neuerstellen oder sogar von den Forschern in Auftragsarbeit unter freier Lizenz reproduzieren lassen.
Nebenbei, hier hätte man bei mehreren Gelegenheiten auf Forschergeist-Episoden verweisen können.
Kommentiere ↓	Synapsenkitzler sagte am 12. Dezember 2015 um 16:31 :
Der Artikel 13 von Heiko Maas* ist unvereinbar mit der Steuerdaten-Übermittlungsverordnung (StDÜV) vom 28.01.2003**. Diese enthält zwingende gesetzliche Verpflichtungen zur elektronischen Übermittlung von Steuerdaten. Siehe z.B.: “Ab dem 01.01.2013 müssen die Umsatzsteuer-Voranmeldung, der Antrag auf Dauerfristverlängerung, die Anmeldung einer Sondervorauszahlung, die Zusammenfassende Meldung und die Lohnsteuer-Anmeldung authentifiziert elektronisch übermittelt werden.” * “Jeder Mensch hat das Recht auf eine analoge Welt. Niemand darf ungerechtfertigt benachteiligt werden, weil er digitale Dienstleistungen nicht nutzt.” Quelle: http://www.zeit.de/2015/50/internet-charta-grundrechte-datensicherheit/komplettansicht
** Quelle + weitere Beispiele + Definitionen: https://www.elster.de/untern_recht.php
Kommentiere ↓	André A sagte am 12. Dezember 2015 um 19:41 :
Tim hat mal in einer Folge gesagt, dass Peter Sunde ziemlich negativ geworden ist seit er im Gefängnis war. Wer folgendes Interview von gestern liest, wird feststellen, dass er mehr als Recht damit hatte: http://motherboard.vice.com/read/pirate-bay-founder-peter-sunde-i-have-given-up
“Well, I have given up the idea that we can win this fight for the internet. The situation is not going to be any different, because apparently that is something people are not interested in fixing. Or we can’t get people to care enough. Maybe it’s a mixture, but this is kind of the situation we are in, so its useless to do anything about it.”
“Hopefully technology will give us robots that will take away all the jobs, which will cause like a massive worldwide unemployment; somewhat like 60 percent. People will be so unhappy. That would be great, because then you can finally see capitalism crashing so hard.”
Da wird einem ganz anders, wenn man das Interview liest…
Kommentiere ↓	Arabelle sagte am 12. Dezember 2015 um 22:06 :
Könnt ihr Zeitmarken einführen? Manchmal interessiert man sich nur für Teile des Podcasts und will die uninteressanten Teile überspringen. Zeitmarken würden helfen, die interessanten Themen zielgerichtet anzusteuern. Youtube hat sowas ähnliches mit Zeitmarken.
Kommentiere ↓	Tim Pritlove sagte am 12. Dezember 2015 um 22:28 :
Alles Ausgaben von Logbuch:Netzpolitik haben ausführliche Kapitelmarken. Was genau fehlt Dir daran?
Kommentiere ↓	Arabelle sagte am 12. Dezember 2015 um 23:06 :
Danke Tim für die schnelle Reaktion. Ich wusste nicht, dass es Kapitelmarken gibt. Wie kriege ich das hin, z.B. direkt zum Thema “Werbeblocker” zu springen? Braucht man dafür Javascript?
Kommentiere ↓	Arabelle sagte am 12. Dezember 2015 um 23:18 :
Oh, ich sehs grad. Ohne Javascript kann man zwar hören (Sehr gut! Geht woanders nicht ohne Javascript!). Aber nur mit Javascript kann man die einzelnen Kapitel separat ansteuern. Dann hat sich das ja geklärt. Kommt davon, wenn man mit so nem zugesperrten Browser unterwegs ist. ;)
Kommentiere ↓	gustl sagte am 13. Dezember 2015 um 10:43 :
Das Moorsche Gesetz gilt auch für Kongressbesucher!
Kommentiere ↓	ad sagte am 13. Dezember 2015 um 11:50 :
Alle zwei Jahre verdoppelt sich die Zahl von Besuchern, die man in einem Kongresszentrum unterkriegt? Schön wärs. Allerdings ist Miniaturisierung in der Tat eine mögliche Lösung: Kinder nehmen weniger Platz weg. Die Junghacker-Initiativen sind also ein guter Ansatz.
Kommentiere ↓	gustl sagte am 13. Dezember 2015 um 15:48 :
Ne nicht die Zahl derer die man tatsächlich unterkriegt, sondern die Zahl derer die gerne ein Ticket hätten.
Kommentiere ↓	Dietmar-Justin Oemmeling sagte am 13. Dezember 2015 um 15:08 :
@Ort-/Geoblocking + @Zeitblocking
Damit der Linuz seinen weimarer Tatort auch am Nachmittag genießen kann, empfehle ich ihm den öff.-rechtl. Sendungsaggregator “MediathekView” zu verwenden. Bitte auch über die Metaebene des Programmes nachdenken.
Beispiel: Tatort – “Die Fette Hoppe” (Video tgl. ab 20 Uhr)
http://mvideos.daserste.de/videoportal/Film/c_380000/383228/format681183.mp4
Nach 7 Tagen werden die meisten Inhalte aber ohnehin aus bekannten irrationalen Gründen gelöscht, obwohl mit ca. 10.000.000.000 € pro Jahr bezahlt (…schöne Grüße an den Berufspodcaster). Die obige Zahl heißt auf deutsch: “Zehn Milliarden”.
Kommentiere ↓	Tegelplatte sagte am 13. Dezember 2015 um 17:49 :
Ich kann euch (und Andere) nicht mehr flattern. Das ist im Moment für euch nicht so schlimm weil die bisherigen Klicks um so wertvoller sind.Aber dann…
Kommentiere ↓	Jens sagte am 14. Dezember 2015 um 08:59 :
zu VG-Wort vs. Wissenschaft und Lehre:
Es gibt mittlerweile wohl eine Einigung zwischen Kultusminsterkonferenz und VG Wort: “Verständigung zu Intranetnutzungen an Hochschulen”
http://www.kmk.org/presse-und-aktuelles/meldung/verstaendigung-zu-intranetnutzungen-an-hochschulen.html
Alles gut damit? Kaum. Immerhin macht das nochmal wieder deutlich, welchen Irrweg die “Verwertung” von mit öffentlichen Geldern finanzierten Inhalten darstellt. Die Antwort muss Open Access heißen und das übrigens auch, was die Erstellung von Lehrbüchern angeht. Es ist Unsinn, wenn Verlage aus – in der Regel von Beamten im Dienst erarbeiteten – Vorlesungsskripten abgeleitete (digitale) Lehrbücher vermarkten und dafür von den Hochschulen immer wieder Geld verlangen: Einmal für die Exemplare in der Bib, einmal pauschal für digitale Skripte, dann nochmal über Urheberrechtsabgaben auf Toner (ja in den Unis wird noch gedruckt ;-) )….
Der zweite Teil der Antwort muss aber auch sein, dass Autoren von Open-Access/Creative Commons Veröffentlichungen nicht mehr mit der VG-Wort gemeinsame Sache mache: Die eigene Forschung als Open-Access zu veröffentlichen, die Veröffentlichungsgebühr von der Hochschule zahlen lassen und dann zur VG-Wort rennen und Tantiemen kassieren, geht garnicht.
Bei Linus Einleitungssätzen ist mir aber fast der Hörer aus den Ohren gerutscht: Die Übertragungsleistung von GEMA auf VG-Wort ist doch nicht so schwer, dass man sich bei Netzpolitik.org nicht mal hätte fragen sollen, woher diese Gesellschaft denn das schöne Geld hat, das sie verteilt?!
Kommentiere ↓	Kalli sagte am 14. Dezember 2015 um 12:29 :
Ich hatte das früher netzpolitik.org gegenüber auch schon öfter mal kritisiert bzw. überhaupt erstmal nachgefragt warum sie das machen (VG Wort). Selbst Constanze Kurz, als Autorin vom Datenfresser nutzt das dort. Kritik wird bei np.org aber leider allgemein nicht wirklich ernst genommen bzw. beantwortet. Selbst Constanze hat dann nichts mehr wirklich dazu gesagt
Find ich oft sehr enttäuschend dass sich np.org keinen Umgang mit konstruktiver Kritik hat. Zumindest nicht in den Kommentaren, aber auch auf Email hab ich entweder ne unsachliche oder keine Antwort bekommen, und es liegt meiner Meinung nach nicht daran, dass ich Kritik unsachlich formuliere. Seit der Landesverratssache sind die Autor_innen ja sehr viel diverser geworden und ich find es schön dass sie vielfach nun gendern. Aber auch da keinen Diskurs draus zu machen bzw. ein Meinungspapier zu veröffentlichen das der Szene argumentativ helfen könnte zeigt dass np.org sich auf einem hohen Ross fühlt dass schlichtweg alles was udn wie sie es machen richtig ist ohne sich mit Kritik auseinanderzusetzen müssen.
Bei der Gendersache ist das natürlich nochmal speziell weil man natürlich keinen Bock hat sich mit den geflame der Anti-Fem Idioten auseinanderzusetzen, aber so einfach überhaupt nichts dazuzusagen ist auch eine Chance die vertan wurde und zeugt leider mehr von Arroganz als von konstruktivem Umgang mit der Community (damit meine ich wie gesagt nicht die anti-gender-flamer mit denen ich auch nicht -mehr- diskutieren würde)
sorry, war jetz eher themenfremd
Kommentiere ↓	kaio sagte am 15. Dezember 2015 um 14:38 :
mal ne heißer tipp für berliners: über die 115 bekommt man sogar viel besser direkte Termine im Bürgeramt, aber psst :)
Kommentiere ↓	Martin Otten sagte am 16. Dezember 2015 um 20:04 :
Das Problem mit der VG-Wort ließe sich doch einfach lösen, wenn man Skripte als einzelnes HTML veröffentlicht. Dann gibt es nur eine Seite zu melden.
Kommentiere ↓	m sagte am 16. Dezember 2015 um 21:36 :
da man bei twitter ja einfach geblockt wird: “der eugh wird’s schon richten” … glaubt ihr wirklich, dass der eugh, wenn die politik in zukunft ständig mit dem scheiß kommt, immer “nein” sagen wird? unglaublich naiv. und das von euch.
Kommentiere ↓	gelgenheits-optimist sagte am 17. Dezember 2015 um 23:57 :
@digitalen Grundrechte/Internet-Charta,
Auch wenn man Inhaltlich nicht voll und ganz auf Line mit der Artikel von Heiko Maas ist, so muss man doch anerkennen, dass der Artikel aktuelle Netzpolitische Fragen mit aktuellen Formulierungen addressiert. Ja ich weiss es gibt die Hacker Ethics etc. deren Grundideen immer noch top-aktuell sind, aber seien wir uns ehrlich einige dinge wirken etwas angestaubt heutzutage und es gibt Update bedarf. Hier braucht es stellenweise zetigemäße Formulierungen und die einarbeitung aktueller Themen e.g.:
“Free access to computers” => What aubout the Interwebz? Und der Frage nachgehen wieso Facebook & Wikipedia alleine nicht reichen!
“You can create art and beauty on a computer” => sure, no need to tell me that. Und die dinge die Heiko nicht anspricht: Recht auf Verschlüsselte Kommunikation… Recht auf Anonymität….
Ich finde es schade so ein wesentlichen Diskussionsfeld den Istitutionen(und deren Vertretern) zu Überlassen zumal man in diesem Aspekt relatv einfach die möglichkeit (gehabt)hätte nicht reagieren sondern pro-aktiv agieren zu können. (Etwas, dass in der Netzpolitik eher seltern vorkommt) Self-Organized-Session @32c3?
Das Thema wäre doch etwas für eine self-organized-session am 32c3 – ich kann leider dieses Jahr nicht vor Ort sein aber vielleicht findet sich eine Person die das organiseren will *hint* *hint*
Es geht nicht darum die “einzig wahren” 10 Gebote der Digtitalen Welt zu finden aber einfach brauchbare Formulierungen welche in die richtige Richtung gehen und auf die man zugruckgreifen kann – was sich in welcher Form durchstetzt wird die Zeit zeigen.
Kommentiere ↓	C sagte am 18. Dezember 2015 um 06:31 :
Das Thema VG Wort ist meiner Meinung nach schnell in einen generellen Urheberrechts-Rant abgedriftet, dabei haette ich mir gewuenscht die VG Wort mal etwas genauer zu beleuchten. Wenn ich das richtig verstehe, ist die VG Wort doch das Gegenstueck zu GEMA, d.h. Autoren melden sich bei der VG Wort an und bekommen dann irgendwie Geld je gelesener Zeitschrift oder pro Zaehlpixel-Aufruf oder wie auch immer. Wissenschaftliche Arbeiten aus dem deutschen Sprachraum sollten doch eh’ nicht von der VG Wort erfasst sein, oder etwa doch? _Das_ waere doch dann der grosse Skandal. Nicht, dass die VG Wort hier Wegezoll haben will (verstaendlich, ist halt deren Geschaeftsmodell), sondern dass die Arbeiten von deutschen oeffentlichen(!) Schulen ueberhaupt via VG Wort irgendwie Geld erzeugen sollen.
Urheberrecht und damit einhergehende Nutzungslizenzen gibt es nunmal. Da muss man sich als Bildungseinrichtung halt die Muehe machen Open Access propagieren und auch nutzen. Und bei 1000-seitigen Vorlesungs-Skripten wuerde ich mir als Student auch Quellenangaben wuenschen, damit ich weiss, wo der/die Prof das her hat. Also, mein Punkt ist: Open Access ist gut, sich an der VG Wort oder GEMA abzuarbeiten ist Zeitverschwendung. Wenn man sich als AutorIn oder MusikerIn bei der VG Wort bzw. GEMA anmeldet, dann muss man halt diese Werke meiden und aus dem Open Access Pool schoepfen. Ich verstehe irgendwie nicht, dass sich Musiker ueberhaupt noch bei der GEMA anmelden, aber jetzt drifte ich gerade ab…

References: EuGH 
 EuGH

 EuGH 
 EuGH 
 EuGH 
 eugh