Source: https://www.deutsche-anwaltshotline.de/rechtsberatung/109425-berechnung-von-verletztengeld
Timestamp: 2018-09-24 11:31:55+00:00

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ï»¿ Berechnung von Verletztengeld
Berechnung von Verletztengeld
Im März 2012 bin ich bei einem Arbeitsunfall schwer verletzt worden, bis dato bin ich arbeitsunfähig und erhalte Verletztengeld.
Ab Januar 2014 werde ich an einer Ausbildung zur Heilpraktikerin Naturheilverfahren und Heilpraktikerin Psychotherapie teilnehmen.
Aktuell bin ich 51 Jahre alt, die Ausbildung dauert drei Jahre.
Vor meinem Unfall war ich in einem großen Unternehmen als Category Managerin beschäftigt und wurde außer Tarif bezahlt.
Nun möchte die Berufsgenossenschaft mein Übergangsgeld berechnen, kann es aber nicht, da ich ein Sonderfall bin. (Manager verunglücken zu selten).
Welche Rechtsgrundlagen kann ich der BG vorlegen, dass es zu einer korrekten Berechnung meines Übergangsgeldes kommt?
Die BG möchte mein Gehalt nicht als Grundlage zur Berechnung nehmen, sie sagen es gäbe neue Gesetze zur Berechnung dessen, stimmt das?
Mir ist hier unverständlich, weshalb die BG Ihr Übergangsgeld nicht berechnen kann, da die gesetzlichen Vorschriften eindeutig sind. Prinzipiell gilt:
Die Höhe des Übergangsgeldes richtet sich grundsätzlich nach den Einkommensverhältnissen vor Beginn der Arbeitsunfähigkeit und den Familienverhältnissen der Verletzten zur Zeit der Berufshilfemaßnahme.
Das Übergangsgeld beträgt bei Versicherten, die mindestens ein Kind haben oder pflegebedürftig sind, 75 %, bei den übrigen Versicherten 68 % des Verletztengeldes.
Zusätzlich zum Übergangsgeld zahlt die BG die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung sowie zur Rentenversicherung jeweils in voller Höhe. Ausnahme: Beitragszuschlag zur Pflegeversicherung bei Kinderlosen.
Die gesetzlichen Vorschriften hierzu füge ich Ihnen ein. Grundsätzlich geregelt wird wer Übergangsgeld erhält in § 45 SGB VII. Dort steht:
Die Berechnung des Übergangsgeldes ist dann geregelt in § 5o SGB VII. Dort steht:
Höhe und Berechnung des Übergangsgeldes
Höhe und Berechnung des Übergangsgeldes bestimmen sich nach den §§ 46 bis 51 des Neunten Buches, soweit dieses Buch nichts Abweichendes bestimmt; im Übrigen gelten die Vorschriften für das Verletztengeld entsprechend.
Dieser § verweist also auf § 46 SGB IX. Dort steht:
2. für die übrigen Leistungsempfänger 68 vom Hundert des nach Satz 1 oder § 48 maßgebenden Betrages. Bei Übergangsgeld der Träger der Kriegsopferfürsorge wird unter den Voraussetzungen von Satz 2 Nr. 1 ein Vomhundertsatz von 80, im Übrigen ein Vomhundertsatz von 70 zugrunde gelegt.
Maßgeblich für Sie also Nr. 1 bzw. Nr. 2 des Absatzes 1. Das in § 46 Abs. 1 bezeichnete Arbeitsentgeld ist hier auslegungstechnisch mit Verletztengeld gleichzusetzen.
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