Source: https://www.virtuos.uni-osnabrueck.de/forschung/projekte/faqs_zum_52a_urhg.html
Timestamp: 2017-08-21 02:54:17+00:00

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FAQs zum § 52a UrhG - Universität Osnabrück
Angezeigt: FAQs zum § 52a UrhG
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Weshalb lehnen die Hochschulen den Rahmenvertrag ab?
Tobias Thelen hat die Gründe in einem 30-Minütigen Vortrag zusammengefasst: https://www.youtube.com/watch?v=FhQ5UADV6RE
Die im Rahmenvertrag vorgesehene Einzelmeldung für jede Nutzung von § 52a UrhG für Sprachwerke ist den Ergebnissen des Pilotprojektes an der Universität Osnabrück zufolge nicht mit einem verhältnismäßigen Aufwand zu bewerkstelligen. Die Einzelmeldung wird als hohe bürokratische Hürde erlebt und führt zu Mehrbelastung von Studierenden und einer verringerten Qualität des Studiums.
Der im Rahmenvertrag vorgesehene Vorrang von Verlagsangeboten ist nach der Rechtsprechung des EUGH zu § 52 b UrhG nicht haltbar und es gibt keinen Grund, ihn freiwillig anzuerkennen.
Der Rahmenvertrag sieht weitgehende Prüfrechte für die VG Wort vor, die für die Hochschulen unverhältnismäßigen und unkalkulierbaren Aufwand bedeuten würden und mit dem Datenschutzrecht nicht vereinbar sind.
Was für Dokumente dürfen ab 1.1.2017 nicht mehr bereitgestellt werden?
Unter den § 52a UrhG, der an den Hochschulen ab 1.1.2017 nicht mehr genutzt werden darf, fallen veröffentliche Texte, für deren Weitergabe Sie keine anderweitige Erlaubnis haben. Typischerweise sind die Buch- und Zeitschriftenauszüge. Nicht darunter fallen alle unveröffentlichten Texte, insbesondere von Ihnen selbst verfasste.
Anderweitige Erlaubnisse können sein:
Der Text steht unter einer Freien Lizenz, die die Weitergabe erlaubt (Open Access, Open Educational Resources, Creative Commons)
Der Urheberrechtsschutz für den Text ist abgelaufen, weil alle Autorinnen und Autoren vor mindestens 70 Jahre gestorben sind.
Die Rechteinhaber haben Ihnen eine individuelle Nutzungserlaubnis erteilt. (Achtung: Bei verlegten Texte sind das i.d.R. die Verlage, nicht die Autoren!)
Sie haben eine Lizenz erworben, die die Weitergabe im Unterricht an die notwendige Anzahl an Studierenden erlaubt. Solche Lizenzen bekommen Sie z.B. bei http://www.digitaler-semesterapparat.de
Alle eigenen Werke, die Sie nicht veröffentlicht haben, können wie gewohnt weiter verwendet werden. Wollen Sie nicht veröffentlichte Werke Dritte zugänglich machen (z.B. von Ihnen betreute Abschlussarbeiten oder Präsentationsfolien von Kollegen), benötigen Sie dazu deren Einverständnis.

References: § 52
 § 52
 § 52
 § 52
 EUGH 
 § 52
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