Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=24%20U%20169/13
Timestamp: 2019-06-20 02:27:11+00:00

Document:
Rechtsprechung: 24 U 169/13 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: KG, 27.01.2015
https://dejure.org/2014,43382
KG, 22.12.2014 - 24 U 169/13 (https://dejure.org/2014,43382)
KG, Entscheidung vom 22.12.2014 - 24 U 169/13 (https://dejure.org/2014,43382)
KG, Entscheidung vom 22. Dezember 2014 - 24 U 169/13 (https://dejure.org/2014,43382)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2014,43382) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
§ 540 Abs 1 ZPO, § 358 Abs 3 BGB
Verbraucherdarlehensvertrag: Voraussetzungen und Rechtsfolgen eines erst im Prozess erklärten Widerrufs
Schrottimmobilie, Schadensersatzansprüche gegen finanzierende Bank, Beratungsvertrag, Verletzung von Aufklärungspflichten bei Anbahnung des Darlehensvertrages
BGB § 495 Abs. 1, § 355 Abs. 2 a. F.; BGB-InfoV § 14 a. F.; ZPO §§ 529, 531 Abs. 2, § 533 Nr. 2
Zulässigkeit und Rechtsfolgen des erst zweitinstanzlich erklärten Widerrufs eines Darlehensvertrags bei nicht verbundenem Geschäft
Kaufpreis unangemessen: Finanzierende Bank muss Käufer nicht aufklären
Widerrufsbelehrungen in Verbraucherdarlehen - Deutsche Kreditbank (DKB)
DKB Bank: Fehlerhafte Widerrufsbelehrung
DKB: Fehlerhafte Widerrufsbelehrung
Fehlerhafte Widerrufsbelehrung der DKB Deutsche Kreditbank AG
Kredit widerrufen: Fehlerhafte Widerrufsbelehrung der DKB Bank
Fehlerhafte Widerrufsbelehrung bei Darlehensvertrag - DKB Bank verurteilt
Widerruf Darlehensvertrag Aktuell: für Bankkunden entschieden - Verbraucher sollten Immobiliarkredite prüfen lassen - Umschuldung ohne Vorfälligkeitsentschädigung möglich
DKB Deutsche Kreditbank AG: Fehlerhafte Widerrufsbelehrung
Darlehenswiderruf bestätigt: Fehler bei Widerrufsbelehrung der DKB
KG, 27.01.2015 - 24 U 169/13
Die auf die Feststellung, dass der Darlehensvertrag Nr. 07...2 vom 18.11.2010 durch die Widerrufserklärung vom 22.07.2014 in ein Rückabwicklungsverhältnis umgewandelt worden ist, gerichtete Klage, von der das Erstgericht zu Recht im Wege der Auslegung des Klageantrags ausgegangen ist, ist zulässig (so im Ergebnis auch KG Berlin, Urteil vom 22.12.2014 - 24 U 169/13, juris Rn. 23).
Zwar erweitert § 1144 BGB - insbesondere zum Schutz vor unberechtigten Verfügungen des Gläubigers in der Zeit zwischen Befriedigung und Urkundenaushändigung - die Rechte, die dem Grundstückseigentümer nach den allgemeinen Bestimmungen zustehen; die Befriedigung ist nicht Tatbestandsvoraussetzung für das Entstehen des Anspruchs auf Aushändigung der Urkunden, die zur Berichtigung des Grundbuchs oder zur Löschung der Grundschuld erforderlich sind, sondern begründet lediglich ein Zurückbehaltungsrecht, das gemäß § 274 BGB zur Zug-um-Zug Verurteilung führt (…OLG Rostock Urteil vom 10. Juni 2010 - 3 U 154/09 LS und Rn. 4 - 7, 13;… BGH Beschluss vom 01. März 1994 - XI ZR 149/93 - Rn. 1;… Palandt - Bassenge, BGB, 75. Aufl., § 1144, Rdnr. 1, 2, 9;… Staudinger/Wolfsteiner (2015) § 1144 Rdnr. 2, 24, 25, 30; für eine Anwendung von §§ 1192, 1144 BGB: KG Berlin, Urteil vom 22. Dezember 2014 - 24 U 169/13 -, Rn. 53, juris; offengelassen von OLG Frankfurt…, Urteil vom 27. April 2016 - 23 U 50/15 -, Rn. 56, juris).
Dem lässt sich weder entgegenhalten, dass der Bundesgerichtshof in seinen Entscheidungen vom 24. April 2007 (…XI ZR 17/16 = BGHZ 172, S. 147 ff.) und vom 10. März 2009 (…XI ZR 33/08 = BGHZ 180, S. 123 ff.) die durch die Bank gezogenen Nutzungen mit dem "üblichen Verzugszins" in Höhe von fünf Prozentpunkten über dem Basiszinssatz angesetzt hat (so aber KG Berlin, Urteil vom 22. Dezember 2014 - 24 U 169/13 - Rdnr. 49), noch besteht Veranlassung, den gesetzlichen Zinssatz von 4 % gemäß § 246 BGB für die Schätzung des Nutzungswertersatzes (§ 287 ZPO) heranzuziehen.
Denn dies setzt voraus, dass die verwendete Widerrufsbelehrung dem Muster sowohl inhaltlich als auch in der äußeren Gestaltung vollständig entspricht (vgl. BGH Urteil vom 19.07.2012 - III ZR 252/11, BGHZ 194, 150, Tz. 15; BGH Urteil vom 28.06.2011 - XI ZR 349/10, WM 2011, 1799, Tz. 37; BGH Urteil vom 18.03.2014 - II ZR 109/13, WM 2014, 887, Tz. 15 m.w.N.; vgl. Senatsbeschluss vom 01.Juni 2015 - 8 U 183/14; vgl. auch Urteil des 24. Zivilsenat des Kammergerichts vom 22.12.2012 - 24 U 169/13, a.a.O.).
Der 24. Zivilsenat des Kammergerichts hatte in der Entscheidung vom 22.12.2014 - 24 U 169/13, a.a.O., Tz. 45 (rechtskräftig nach Rücknahme der NZB) eine vom Wortlaut her identische Widerrufsbelehrung zu beurteilen und hat hierzu wie folgt ausgeführt:.
Das war hier zweifelsfrei der Fall (vgl. 24. Zivilsenat Urteil vom 22.12.2014 - 24 U 169/13, a.a.O., Tz. 46).
Soweit die Klägerin auf die Entscheidung des 24. Zivilsenats vom 22.12.2014 - 24 U 169/13 Bezug nimmt, ist darauf hinzuweisen, dass in dieser Entscheidung im Grundsatz auch ausgeführt wird, dass der Wert des üblichen Verzugszinses zugrunde zu legen ist.
Bei einem zu üblichen Bedingungen ausgereichten Kredit kommt eine Herabsetzung der Gebrauchsvorteile allein aufgrund der MFI-Zinsstatistik nicht in Betracht (vgl. auch OLG Brandenburg…, Urteil vom 20. Januar 2016 - 4 U 79/15, juris Rn. 97; OLG Frankfurt/Main…, Beschluss vom 17. Februar 2016 - 23 U 135/15, juris Rn. 20; OLG Hamm…, Urteil vom 12. April 2017 - 31 U 52/16, juris Rn. 48; OLG Nürnberg…, Urteil vom 29. Mai 2017 - 14 U 118/16, juris Rn. 44 unter Verweis auf Senatsurteil vom 19. Januar 2016 aaO; LG Bielefeld…, Urteil vom 24. Juni 2016 - 6 O 127/15, juris Rn. 64 ff.; a.A. OLG Düsseldorf…, Urteil vom 17. Januar 2013 - 6 U 64/12, juris Rn. 36; KG, BKR 2015, 109 Rn. 50; LG Nürnberg-Fürth…, Urteil vom 4. August 2015 - 6 O 7471/14, juris Rn. 77; Feldhusen, BKR 2015, 441, 444; dies., VuR 2016, 21, 22; Müller/Fuchs, WM 2015, 1094, 1096; Servais, NJW 2014, 3748, 3749).
Die Leistungsklage stellt demnach keine weitreichendere Rechtsschutzmöglichkeit dar (so im Ergebnis auch KG, Urt. v. 22. Dez. 2014, 24 U 169/13, juris Rn. 23 f.).
marktüblicher Verzinsung verpflichteten Klägern stünde demnach per Saldo kein Zahlungsanspruch gegenüber der Beklagten zu, weshalb die Leistungsklage keine weiterreichende Rechtsschutzmöglichkeit darstellte (vgl. insoweit auch KG, Urt. v. 22. Dez. 2014 - 24 U 169/13, zit. nach juris Rz. 23 f.).
https://dejure.org/2015,15768
KG, 27.01.2015 - 24 U 169/13 (https://dejure.org/2015,15768)
KG, Entscheidung vom 27.01.2015 - 24 U 169/13 (https://dejure.org/2015,15768)
KG, Entscheidung vom 27. Januar 2015 - 24 U 169/13 (https://dejure.org/2015,15768)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2015,15768) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
§ 66 Abs 3 S 3 GKG, § 68 Abs 1 S 5 GKG, § 68 Abs 3 GKG
Streitwertbeschluss des Oberlandesgerichts: Statthaftigkeit der sofortigen Beschwerde; Gebührenfreiheit bei nicht statthafter Beschwerde
Gegen eine Streitwertfestsetzung durch das Oberlandesgericht findet eine Beschwerde an einen obersten Gerichtshof des Bundes nicht statt (so auch KG Berlin, Beschluss vom 27.01.2015 - 24 U 169/13, juris Rn. 1; OLG Koblenz…, Beschluss vom 04.07.2013 - 3 U 940/12, juris Rn. 2).

References: § 540
 § 358
 § 495
 § 355
 § 14
 § 533
 § 1144
 § 274
 BGH 
 § 1144
 § 1144
 § 246
 BGH 
 BGH 
 BGH 

§ 66
 § 68
 § 68