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Timestamp: 2018-04-20 11:03:47+00:00

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Jahresbericht 2007 by Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur - issuu
Mitglied der Fachhochschule Ostschweiz
Fachbereiche; – Management – Forschungsstelle für Wirtschaftspolitik – Bau und Gestaltung – Tourismus – Medien – Informationswissenschaft – Information, Kommunikation und Technik
Jahresbericht 2007 Inhaltsverzeichnis
Bericht des Präsidenten und des Rektors
Die Interdisziplinarität der HTW Chur
Departement Entrepreneurial Management Fachbereich Management
Departement Regionalentwicklung, Bau und Tourismus Forschungsstelle für Wirtschaftspolitik Fachbereich Bau und Gestaltung Fachbereich Tourismus
Departement Medien, Information und Kommunikation Fachbereich Medien Fachbereich Informationswissenschaft Fachbereich Information, Kommunikation und Technik
Die HTW Chur in Zahlen Bilanz per 31.12.2007 Erfolgsrechnung per 31.12.2007 Anhang der Jahresrechnung 2007 Bericht der Revisorenstelle
Die Organisation der HTW Chur Studierendenzahlen Unsere Absolventinnen und Absolventen 2007
Impressum – Fotos: HTW Chur, Foto Bollhalder – Gestaltung: Patrizia Zanola – Druck: Südostschweiz Print AG
Bericht des Präsidenten und des Rektors Wiederum blickt die HTW Chur auf ein vielfältiges und ereignisreiches Jahr zurück. Die Veränderungen in der Schweizer Hochschullandschaft haben auch an der Hochschule vielerorts ihre Spuren hinterlassen. Dabei zeigen die erfreuliche Entwicklung der Studierendenzahlen und das positive Resultat der Zulassungsverfahren für neue Studiengänge, dass sich die HTW Chur in diesem schwierigen Umfeld auf gutem Kurs beﬁndet. Die Fachhochschulen im Wandel Die Fachhochschulen in der Schweiz waren gefordert durch die Einführung der Master of Science im Rahmen der Bologna-Reform sowie durch die Umsetzung der Richtlinien und Vorgaben des Bundes. Letztere umfassen insbesondere die Organisations- und Führungsstruktur, die Studienreform und Kooperationen. Damit einhergehend wurden die Fachhochschulen verpflichtet, eine Gesamtstrategie zu erarbeiten. Dabei soll in erster Linie auf die Qualität der Angebote geachtet werden. So stand das Jahr 2007 für die HTW Chur ganz im Zeichen von qualitativem Wachstum und diversen weiteren Neuerungen. Die wichtigsten auf einen Blick: – Die Strategie 2007 bis 2011 wurde verabschiedet – Das neue BSc-Studium Multimedia Production/ Medieningenieurwesen wurde bewilligt – Mehrere konsekutive MSc-Studiengänge wurden bewilligt Die HTW Chur macht sich ﬁt für die Zukunft Am 15. März 2007 genehmigte der Hochschulrat die Strategie 2007 bis 2011. Die Zielsetzungen dieser Strategie sind: Ausweitung
des Angebots, Erweiterung des zu bewerbenden Marktes im In- und Ausland, quantitatives Wachstum mit gleichzeitiger Weiterentwicklung der Qualität. Um diese Strategie auch organisatorisch umzusetzen, wurde die HTW Chur neu strukturiert. Die sieben Fachbereiche Management, Forschungsstelle für Wirtschaftspolitik, Bau und Gestaltung, Tourismus, Medien, Informationswissenschaft sowie Kommunikation und Technik wurden miteinander vernetzt. Dadurch entstanden drei Departemente mit Fachbereichen, die sich wiederum in Lehre, Weiterbildung, Forschung und Dienstleistungen aufteilen. Die HTW Chur hat damit eine in der Hochschullandschaft einmalige und zukunftsgerichtete Organisation gewählt, mit der die Strategie umgesetzt wird. Von der interdisziplinären Zusammenarbeit proﬁtieren sowohl Studierende als auch Auftraggeber aus Industrie und Wirtschaft. Genehmigung neuer Studiengänge Für die strategische Zielsetzung «Ausweitung des Angebots» massgebend sind die Bewilligungen für neue Studiengänge, die im Jahr 2007 erfolgten. Am 27. November 2007 genehmigte die Bündner Regierung den Antrag zur Durchführung des Bachelor-Studiums BSc Medieningenieurwesen. Am 20. Dezember 2007 erteilte das BBT die Bewilligung für die Durchführung des schweizweiten Master of Science-Studiums MSc in Engineering im Rahmen eines Kooperationsmasters innerhalb der Fachhochschule Ostschweiz FHO. Gleichzeitig erhielt die HTW Chur die Bewilligung zur Durchführung des Master of Science in Business Administration mit den Vertiefungen (Majors) Entrepreneurial Management und Tourism. Der Masterstudiengang Information Science ist auf das Herbstsemester 2009 geplant. Diese Erfolge waren möglich dank qualitativ hoch stehenden Eingaben der HTW Chur. Wichtig für das Erreichen dieser Ziele war die konzentrierte politische Unterstützung von Regierungs-, Ständeund Nationalräten, für die wir sehr dankbar sind.
Ausweitung und qualitatives Wachstum Eine wichtige Voraussetzung für die gute Weiterentwicklung ist die institutionelle Vernetzung der HTW Chur über Kooperationen. Für die strategische Zielsetzungen «Ausweitung des Angebots» und «Quantitatives Wachstum mit Weiterentwicklung der Qualität» sind drei neue Kooperationsverträge von entscheidender Bedeutung: Im Bereich der Management-Weiterbildung betrifft dies einen Kooperationsvertrag mit der Höheren Kaderausbildung der Armee HKA. Im Bereich Tourismus wurde ein Kooperationsvertrag mit der Steigenberger Akademie für einen Executive MBA abgeschlossen. Mit der Graubündner Kantonalbank GKB wurde ein auf drei Jahre befristeter Vertrag über die Unterstützung der Forschung an der HTW Chur abgeschlossen. Damit sollen in erster Linie Forschungs- und Dienstleistungsprojekte gefördert werden, die die Entwicklung der GKB und der Bündner Wirtschaft unterstützen. Finanzielles Ziel erreicht Die HTW Chur übertraf wie in den letzten vier Jahren das geforderte ausgeglichene Resultat. Mehraufwendungen konnten durch Mehrerträge aus anderen finanziellen Mitteln gedeckt werden. Im letzten Jahr waren gegenüber dem Vorjahr erhöhte Personalkosten notwendig geworden. Hauptsächlich war dies durch die einmaligen fünf zusätzlichen Unterrichtswochen im Jahre 2007 begründet. Dies wurde nötig, da die schweizerischen Universitäts- und Hochschulkonferenzen eine Vorverschiebung des Wintersemesters von Kalenderwoche 43 auf die Kalenderwoche 38 beschlossen hatten.
Weiter steigende Zahl der Neuanmeldungen 2007 nahm das Interesse an den Studiengängen weiter zu. So konnte eine Zunahme der Studienbeginnenden in den BachelorStudiengängen um 18 Personen auf insgesamt 295 Personen festgestellt werden. Insgesamt nahm jedoch die Studierendenzahl erstmals ab. Dies lässt sich erklären durch die gesteigerten Anforderungen im Studienbetrieb und der damit verbundenen höheren Quote der Studierenden, die ihr Studium abbrechen. Dank allen Mitarbeitenden und Studierenden der HTW Chur Die Bewilligung der neuen Studiengänge insbesondere im Masterbereich war nur Dank der grossen Einsatzbereitschaft und der sehr guten Vorbereitungsarbeit der Mitarbeitenden der HTW Chur möglich. Mit Freude und Stolz konnten auch im letzten Jahr verschiedene nationale und internationale Preise und Auszeichnungen durch Professoren sowie Studierende in Empfang genommen werden. Darum ein ganz herzliches Dankeschön an alle im Namen des Hochschulrates und der Hochschulleitung. HTW Chur
Hochschule für Technik und Wirtschaft Chur, im März 2008
Ludwig Locher Präsident
Prof. Jürg Kessler Rektor
Die Interdisziplinarität der HTW Chur Sieben Fachbereiche Management Forschungsstelle für Wirtschaftspolitik Bau und Gestaltung Tourismus Medien Informationswissenschaft Information, Kommunikation und Technik Die Idee, die der Strategie 2007–2011 zugrunde liegt, ist es, die Fachbereiche der Wirtschaft und jene der Technik einander näher zu bringen. Damit sollen die Aus- und Weiterbildung sowie die Forschungstätigkeit noch praxisnaher und damit interdisziplinär werden. So muss zum Beispiel eine technische Innovation auch auf deren Wirtschaftlichkeit geprüft werden. Die Organisation der HTW Chur wurde auf diese neue Situation ausgerichtet und eine Stufe unter der Hochschulleitung wurden drei Departemente gebildet: 1. Entrepreneurial Management (EM) 2. Regionalentwicklung, Bau und Tourismus (RETO) 3. Medien, Information und Kommunikation (MIK) Die Leiter dieser Departemente bilden gemeinsam mit dem Rektor, dem Verwaltungsdirektor und dem Prorektor die Hochschulleitung.
1.Entrepreneurial Management (EM) Die Vision des Departementes Entrepreneurial Management ist es, im Bereich Management schweizweit als die Lehr- und Forschungsstätte wahrgenommen zu werden, welche sowohl im öffentlichen wie auch im privaten Bereich das unternehmerische Denken und Handeln fördert und fordert. Die Grundhaltung des Unternehmertums soll auch alle anderen Fachbereiche der HTW Chur durchdringen. Daher arbeiten die entsprechenden Forschungsinstitute des EM fachübergreifend. So unterstützt das Schweizerische Institut für Entrepreneurship SIFE Organisationen bei Neuerungen ihres Betriebs oder Personen beim Aufbau eigener Unternehmen. Dabei ist es unerheblich, ob das Anliegen von einer touristischen Vereinigung kommt oder von einem Ingenieurbetrieb. Forschungsschwerpunkt ist die Innovation mit den Entstehungsbedingungen, den Prozessen und dem Management. Davon proﬁtieren auch die Bachelor-Studierenden Betriebsökonomie, die in diesem Departement eingegliedert sind. Das Departement EM wird von Prof. Josef Walker geleitet.
3.Medien, Information und 2.Regionalentwicklung, Bau und Kommunikation (MIK) Tourismus (RETO) Das Departement Medien, Information und Das Departement Regionalentwicklung, Bau Kommunikation MIK umfasst die Fachbeund Tourismus RETO umfasst die Forschungsstelle für Wirtschaftspolitik sowie die Fachreiche Medien, Informationswissenschaft bereiche Bau und Gestaltung sowie Tourissowie Information, Kommunikation und Techmus. Eine der Grundüberlegungen war die nik. Die Medien-, Informations- und KomTatsache, dass heute die Bereiche Volkswirtmunikationsbranche gehört zu den Wachsschaft, Tourismus und Architektur eng zutumsbranchen der Zukunft. So ist heute das sammenspielen. So beeinﬂussen spektkuläre Handy auch als Fernsehgerät im Einsatz Bauten den Tourismus, was sich wiederum oder mit dem Computer kann man telefoniein der regionalen Entwicklung auswirkt. Speren. Diese Konvergenz bildet das konzepziell die neu geschaffene Forschungsstelle tionelle Gerüst des Departements MIK. In der für Wirtschaftspolitik FoW verknüpft ökonoForschung werden die Kompetenzen miteinander vernetzt und in den Schnittstellen von misches Wissen mit wirtschaftspolitischer Medien, Information und Kommunikation Erfahrung. Ob Wertschöpfungsstudien, StandProjekte bearbeitet. Ein typisches Beispiel ortanalysen oder Untersuchungen zur Exporteines solchen Konvergenzprojekts ist grauförderung – geforscht wird immer fachgrenzbuendenTV.com: Der Medienbereich kümüberschreitend. Die Departementsleitung wird von Dr. Hansjürg Büchi wahrgenommen. mert sich zusammen mit Wirtschaftspartnern um die multimedialen Inhalte, die Informationswissenschaft liefert neuartige Videosuchfunktionalitäten mit Hilfe von Metainformationen und der Kommunikationsbereich ist für die technische Realisierung fürs Internet, für das TV-Gerät zuhause und für das Handy verantwortlich. Leiter des Departementes MIK ist Prof. Dr. Bruno Studer.
Unsere Partner Unsere Projektpartner (Auswahl): – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – – –
Amt für Wirtschaft und Tourismus Graubünden – Tour Espace Alcatel – ICTnet Avenir Suisse Bündner Gewerbeverband CTI Start-up Davos Die Alpenarena Flims, Laax, Falera Die Post Die Südostschweiz Donauauen Nationalpark Dr Bus vu Chur G10 Graubündner Kantonalbank Graubünden Ferien Handelskammer und Arbeitgeberverband Graubünden KTI/CTI Migros Nokia Novartis Rhätische Bahn Salzburg Schweizerische Bundesbahnen SBB Siemens Swisscom Symbolon AG Vernturlab Zoo Leipzig
Prorektorat Student Services Die HTW Chur bietet seit vielen Jahren Dienstleistungen für Studierende an, die zur Förderung und Entwicklung der Persönlichkeit beitragen und den Berufseinstieg nach dem Studium oder eine beruﬂiche Entwicklung während des Studiums vereinfachen und unterstützen. Aufgrund der grossen Nachfrage dieser Angebote wurde per Anfang September die Abteilung «Student Services» gegründet. Die Abteilung ist dem Prorektorat angegliedert und erbringt folgende Dienstleistungen für Studierende: Career Center, Coaching, Mentoring, Erasmus/International Office. Career Center Die Nachfrage nach der Potentialanalyse «Personality Proﬁle» kam mit über 42 Prozent der Beratenen aus dem Studiengang Betriebsökonomie, gefolgt von rund 36 Prozent aus dem Bereich Tourism. Rund 12 Prozent der Nachfrage kam aus dem Studiengang Informationswissenschaft, etwas über 5 Prozent aus der Studienrichtung Telekommunikation/Elektrotechnik und knappe 3 Prozent aus Bau und Gestaltung. Die Nachfrage bei den HFW-Studierenden war mit knapp 3 Prozent klein, was darauf zurück zuführen ist, dass die Potentialanalyse von den Studierenden selbst bezahlt werden musste.
Coaching Dass die Sozialkompetenzen im beruflichen Umfeld einen sehr wichtigen Erfolgsfaktor darstellen, ist nicht von der Hand zu weisen. Seine eigenen Fähigkeiten, Grenzen, Ziele und die Wirkung der Persönlichkeit nach aussen (um nur einige zu nennen) zu kennen, sind die Grundvoraussetzungen für hohe Sozialkompetenz. Diese dann gezielt zu fördern und zu entwickeln, ist die Aufgabe des Coachings, sei dies im Bereich der Persönlichkeit, des Auftretens, des Self-Marketings, in Bewerbungssituationen, bei Netzwerken. Wichtig dabei ist der laufende Kontakt zu regionalen, nationalen und internationalen Unternehmen, damit die Bedürfnisse und Entwicklungen der Wirtschaft mit unserem Dienstleistungsangebot abgestimmt werden können. Mentoring Im Rahmen unseres Mentoring-Programms vernetzen wir interessierte Studentinnen und Studenten mit Fach- und Führungskräften aus der Wirtschaft. Diese sind in einem Bereich tätig, den die/der Mentee als zukünftiges Tätigkeitsfeld anstrebt. Rund 40 Studierende nutzten diese Dienstleistung im Jahr 2007. Erasmus/International Office Im Jahre 2007 konnten 16 neue Kooperationsverträge innerhalb und ausserhalb Europas abgeschlossen werden. So besteht die Möglichkeit, sowohl auf der Bachelor- wie auch auf der Master- und PhD-Stufe den Studierenden eine Austauschmöglichkeit anzubieten. Die Nachfrage nach Auslandsemestern nahm stark zu. So konnten rund doppelt so viele Studierende ein Auslandsemester durchlaufen.
Qualitätsmanagement Wie schon im letzten Jahresbericht vermerkt, konnte im Juni 2005 die Akkreditierung der vier betriebsökonomie-orientierten Studiengänge – geführt durch die Organisation für Akkreditierungen und Qualität (OAQ) – mit einem exzellenten Ergebnis abgeschlossen werden. Seitdem wurden die wenigen Auflagen und Empfehlungen in den Programmen umgesetzt. Demnächst darf erwartet werden, als erste schweizerische Teil-Fachhochschule die offizielle Anerkennung dieser vier Studiengänge vom Bundesrat zu erhalten. Parallell dazu wurden die während des Akkreditierungsverfahrens erstellten Dokumente und Verfahrensbeschreibungen in unser internes anerkanntes Qualitätsmanagementsystem (QMS) übernommen, so dass diese jetzt in der Hochschullandschaft als richtungweisend gelten.
Technische Berufsmatura Die Lehrpläne unserer Technischen Berufsmaturität wurden von der Eidgenössischen Berufsmaturitätskommission am 8. November 2007 offiziell akkreditiert. Die Eidgenössische Berufsmaturitätskommission EBMK ist eine Gruppe von Expertinnen und Experten, die im Auftrag des BBT die Oberaufsicht über die Berufsmaturität ausübt. Sie sorgt für die notwendige Koordination auf schweizerischer Ebene. Die EBMK betreut alle Schulen, die auf die Berufsmaturität vorbereiten. Sie führt die Anerkennungsverfahren durch, die für jeden Lehrgang notwendig sind, und stellt dem BBT entsprechende Anträge. 2001 hat die EBMK einen Rahmenlehrplan vorgegeben, dem gesamtschweizerisch alle schulinternen Lehrpläne angepasst werden müssen.
Fachstelle Fremdsprachen In der Fachstelle Fremdsprachen waren im Jahr 2007 zehn Dozierende mit Hauptamt oder variablen Pensen und vier Lehrbeauftragte in den insgesamt 52 Sprachkursen in allen Studiengängen tätig. Das Angebot der Fremdsprachen reichte von Englisch, Spanisch, Französisch und Italienisch bis zu Russisch und Chinesisch, wobei fast sämtliche möglichen und international anerkannten Sprachzertifikate wie Cambridge First, Advanced und Proficiency Certificate, Französisch DELF 1 und 2, Italienisch DELE, DILI und DALI des Instituto di Firenze angeboten wurden. Die HTW Chur hat aus Madrid die Anerkennung als Cervantes-Prüfungszentrum bekommen und in diesem Rahmen im Mai und August Spanischprüfungen auf allen Niveaus angeboten. Von den 92 angetretenen Kandidaten und Kandidatinnen bestanden 69 ihre Prüfungen.
Studieren f端rs Leben
Die Hochschule f端r Technik und Wirtschaft HTW Chur ist eine Teilschule der Fachhochschule Ostschweiz und bietet Aus- und Weiterbildungen sowie angewandte Forschung und Dienstleistungen in sieben Fachbereichen an: Management, Wirtschaftspolitik, Bau und Gestaltung, Tourismus, Medien, Informationswissenschaft sowie Information, Kommunikation und Technik.
Fachbereich Management Das Highlight im Fachbereich Management erfolgte Ende 2007 durch die Genehmigung des konsekutiven Master-Studienganges mit dem Major Entrepreneurial Management. Ausserdem nahmen Betriebsökonomie-Studierende am Europäischen BusinessplanWettbewerb von Junior Achievement Young Enterprise (JA-YE) in Oslo teil und erzielten für das Projekt «SKy5» den Preis «Best International Potential».
Bachelor-Studium Betriebsökonomie Trend vom Vollzeit- zum TeilzeitStudium Mit 38 Studierenden in der startenden Teilzeitklasse war 2007 die sinnvolle Grösse am oberen Limit. Zurzeit findet ein Trend vom Vollzeit- zum Teilzeitstudium statt. Der Grund ist sicher die boomende Wirtschaft, die wieder bereit ist, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nur zu 50 oder 60 Prozent anzustellen. Da das Teilzeitstudium bei einer Berufstätigkeit von 60 Prozent sehr anspruchsvoll ist – die 60 Stundenwoche dürfte die Regel sein – brechen viele Studierende das Studium ab. Förderung des Unternehmertums und hohe Praxisrelevanz Die Eingliederung des Studienganges in das Departement Entrepreneurial Management hat im Studiengang einen Innovationsschub ausgelöst. Die konsequente Umsetzung des unternehmerischen Denkens und Handelns wird in allen betriebswirtschaftlichen Fächern eingeplant. Neben vielen Diplomarbeiten für die Unternehmen der Region werden von grösseren Studierendengruppen auch interessante Projektarbeiten verfasst, welche Thesen mit Umfragen und statistischen Auswertungen testen. So haben Studierende beispielsweise herausgefunden, dass Freizeitelektronikgeräte in Deutschland nur unwesentlich günstiger als in der Schweiz und in Hochqualitätsbereichen sogar teurer sind.
Fachbereichsübergreifende Vertiefungsrichtungen Neben einer Neukonzipierung der Managementfächer Planung, Organisation, Führung und Controlling bilden die Thesis und das Vertiefungsstudium die Highlights. Die Studierenden können in den Vertiefungen aus einem Angebot von sieben Vertiefungen wählen. Dieses Angebot ist nur möglich, weil die Vertiefungen studienübergreifend mit dem Bachelor-Studiengang Tourism und den Wirtschaftsingenieuren des Studienganges Telekommunikation/Elektrotechnik zusammen organisiert werden. Damit steht für die Vertiefungen ein Potential von etwa 200 Studierenden zur Verfügung. Dies ist ein Beispiel, wie die Interdisziplinarität von Wirtschaft und Technik umgesetzt wird.
Businessplanwettbewerb 2007 Die Studierenden des Vertiefungsstudium Entrepreneurship durften auch im 2007 wieder an einem europäischen BusinessplanWettbewerb, diesmal in Oslo, teilnehmen.
Links: Roman Dinkel und Fabrizio Fasciati aus Chur gewannen mit ihrem Projekt «Advisoo.com» den Businessplanwetbewerb 2007 und erhielten als Preissumme 2’000 Franken. Bei ihrem Projekt handelt es sich um eine alternative Methode für kostenpflichtige Telefondienstleistungen.
Der Wettbewerb Best Businessplan findet einmal pro Jahr statt. Im Jahr 2007 wurden zum ersten Mal gemeinsam interdisziplinäre Projekte von Studierenden der Betriebsökonomie, Vertiefung Entrepreneurship, und Telekommunikation/Elektrotechnik, Vertiefung Wirtschaftsingenieur/in, verwirklicht.
Mitte: Der zweite Preis ging an das Team Rudolf Caduff, Patrick Hitz und Urs Treuthart für eine neue Geschäftsidee im Bereich Werbung. Für ihr Projekt «Sky5» erhielten die drei BetriebsökonmieStudierenden ein paar Monate später die Auszeichnung «Best International Potential» an einem europäischen Businessplan-Wettbewerb. «Sky5» steigert die Effektivität von Werbeschaltungen.
Rechts: Den dritten Preis teilen sich das Damenteam (hier nicht auf dem Foto) Denise Schneeberger, Claudia Müller und Sandra Gubser (Label für biologisch abbaubare Produkte aus Plastik) und das Herrenteam Nino Theus und Philipp Largiadèr (neues Fahrradbeleuchtungssystem).
Master of Science in Business Administration Major Entrepreneurial Management Das Jahr 2007 war geprägt durch die Aubauarbeit für den konsekutiven Master-Studiengang. Der Studiengang mit Vertiefung (Major) Entrepreneurial Management wurde dann im Dezember vom Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) bewilligt.
Für die HTW Chur ist es wichtig, einen Master of Science in Business Administration anzubieten und wissenschaftlich arbeiten zu können. Mit dem Angebot dieses Master-Studienganges hat die Hochschule die Möglichkeit, ihre strategischen Forschungsschwerpunkte Entrepreneurial Management und Tourismus weiter auszubauen, ihre nationale und internationale Vernetzung zu verstärken und die Attraktivität als Hochschule für Studierende aus dem In- und Ausland zu erhöhen.
Management-Weiterbildung Integration ins Departement Entrepreneurial Management Die Management-Weiterbildung wurde 2007 organisatorisch in das Departement Entrepreneurial Management eingegliedert und konzentriert sich künftig auf die beiden Hochschulweiterbildungsprogramme MAS Business Administration und Executive MBA. Der Dozierendenstab wurde so umgebaut, dass künftig über die Hälfte der Dozierenden aus dem Departement Entrepreneurial Management stammen.
Kooperationsvertrag mit der Höheren Kaderausbildung der Armee HKA Neu wird in Kooperation mit der Generalstabsschule HKA allen Generalstabsoffizieren ein massgeschneidertes EMBA-Programm angeboten, das die umfassende Führungsausbildung der Zielgruppe und die fehlenden Marketing- und Finanzgrundlagen berücksichtigt. Fast 20 der 700 Generalstabsoffiziere der Schweiz haben von diesem Programm Gebrauch gemacht.
Förderung der Dozierenden Die Massnahmen zur Förderung der Dozierenden in pädagogisch-didaktischer Hinsicht wurden im Jahr 2007 verstärkt. Zur Steigerung der Servicequalität ist die Studiengangsleitung vor Ort mit Christian Hauser in Chur, Roger Walser in Rapperswil und Katharina Vettiger in Zürich ausgebaut worden. Am Programm wurden die von der Akkreditierungskommission des Bundes vorgeschlagenen Massnahmen zur Steigerung der Qualität des Programmes vorgenommen. Neu werden im EMBA-Programm Erfa-Kreise für Studierende und ein Senior Coaching für Studierende ohne interne Managemententwicklungsaktivitäten angeboten.
Unterzeichnung des Kooperationsvertrags mit der Höheren Kaderausbildung der Armee HKA.
Institut für Management und Weiterbildung (IMW) Führende Weiterbildungsorganisation in der Südostschweiz Über 230 Studierende bzw. Kursteilnehmer/ innen wurden im Jahr 2007 von hoch qualiﬁzierten und engagierten Lehrpersonen unterrichtet. Das Institut konnte seine Führungsposition als Weiterbildungsorganisation in der Südostschweiz weiter ausbauen. Betriebswirtschafter/in HF Die Höhere Fachschule für Wirtschaft überreichte am 23. Februar 2007 15 Absolventinnen und Absolventen das Diplom als dipl. Betriebswirtschafter/in HF. Die Rede an der Diplomfeier wurde von Frau Agathe Bühler, Standespräsidentin des Kantons und ehemalige Absolventin der HFW Chur, gehalten.
Eidgenössische Fachausweise Im Bereich der Eidgenössischen Berufsprüfungen war das Jahr 2007 geprägt durch den Aufbau von Kursen mit Abschlusszertiﬁkaten zum/zur Sachbearbeiter/in. Dies wurde möglich, da bei mehreren Fachausweisen Zulassungsprüfungen auf eidgenössischer Ebene eingeführt wurden. Der grösste Erfolg konnte im Vorbereitungskurs für Fachleute im Finanz- und Rechnungswesen verzeichnet werden. In den letzten 4 Jahren wurde die Zahl der Kursteilnehmer/innen mehr als verdoppelt und im Sommer 2007 starteten 29 neue Kursteilnehmer/innen mit dieser Weiterbildung. 80 Prozent der Klasse, die im Frühling 2007 die eidgenössischen Prüfungen abgelegt hatte, konnten den eidgenössischen Fachausweis entgegennehmen. Der Schweizer Durchschnitt lag lediglich bei 64 Prozent. Im Juli 2007 übernahm Enza Russo die Kursleitung des Vorbereitungskurses für die Berufsprüfungen im Bereich Human Resources.
Forschung und Dienstleistungen Zentrum für Verwaltungsmanagement (ZVM) Auch im vergangenen Jahr stand für das ZVM die Arbeit mit Gemeindefusionen im Vordergrund. Höhepunkte waren die Mitorganisation der Tagung der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für das Berggebiet am 9. November in Rapperswil zum Thema «KooperationFusion-Ko(n)fusion ?» mit einem Tagungsbeitrag von Ursin Fetz sowie seiner Teilnahme an einer Podiumsdiskussion zum Thema «Gemeindefusionen im Kanton Glarus» am 23. Oktober in Glarus. Im Weiteren wurden drei Fusionsprojekte begleitet: Andeer-CluginPignia GR, Bergell GR sowie Wildhaus/Alt St. Johann SG. Alle drei Projekte werden im Jahre 2008 zur Abstimmung gelangen.
Neben den konkreten Praxisprojekten wurde ein Forschungsprojekt zur Frage der Nachhaltigkeit von Gemeindefusionen gestartet. Praxispartner sind die Kantone Freiburg und Glarus. Ergebnisse sind im Jahre 2008 zu erwarten. Schliesslich betreute das ZVM die Griforma-Ausbildung des Kantons Graubünden und organisierte verschiedene Kurse für Gemeindebehörden und -mitarbeitende. Im Kurswesen konnte ein weiterer Lehrgang «Fachdiplom Öffentliche Verwaltung/NPO» gestartet werden. Am 17. August 2007 nahmen 14 erfolgreiche Absolventinnen und Absolventen des siebten Lehrgangs das «Fachdiplom Öffentliche Verwaltung/NPO» entgegen. Die Diplomrede hielt Regierungsrätin Dr. Eveline Widmer-Schlumpf.
Forschung und Dienstleistungen Schweizerisches Institut für Entrepreneurship (SIFE) Das SIFE erbrachte 2007 verschiedene Dienstleistungen für KMU im Bereich des Wissensund Technologietransfer und führte eine Reihe von Top-KMU-Veranstaltungen durch, mit dem Ziel, Innovation zu fördern und Kontakte zu Wissensträgern zu vermitteln. Im Bereich Wissens- und Technologietransfer (WTT) baute das SIFE das nationale und internationale Netzwerk zu Wissensträgern weiter aus und pﬂegte den Kontakt zu anderen WTTund Technologiezentren in der Schweiz, unter anderem durch Referenten- und Publikationstätigkeiten. Neu veröffentlicht das SIFE ab 2007 ein «Discussion Paper on Entrepreneurship and Innovation», das auf der Internetseite des SIFE zum Herunterladen bereit steht. Neben den Dienstleistungen wurden eine Vielzahl von Projekten zu Themen wie nachhaltige Innovationen bzw. Sustainable Entrepreneurship initiiert und durchgeführt. 2007 präsentierten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Instituts auf verschiedenen Konferenzen aktuellste Ergebnisse aus Projekten und aus der angewandten Forschung. Zu erwähnen sind unter anderem die Beiträge von Prof. Dr. Lutz E. Schlange auf der 4. ABEAI Konferenz in Maui, Hawaii, von Prof. Dr. Ralph Lehmann auf der EIBA Konferenz in Catania oder von Prof. Urs Jenni und Prof. Dr. Andreas Ziltener auf der ICSB World Conference in Turku, Finnland. Podiumsdiskussion am Innovationsforum mit Prof. Dr. h.c. mult. Reinhold Würth und Nationalrätin Brigitta Gadient.
Forschungsstelle f端r Wirtschaftspolitik Am 1. September 2007 wurde die Forschungsstelle f端r Wirtschaftspolitik (FoW) der HTW Chur gegr端ndet. Die Forschungsstelle f旦rdert den Wissensund Erfahrungsaustausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaftspolitik. Das Highlight der noch jungen Fachstelle fand am 18. Dezember 2007 mit einem Vortrag von Prof. Thomas Jordan, Mitglied des Direktoriums der Schweizerischen Nationalbank, statt. Die Veranstaltung wurde von 170 Teilnehmerinnen und Teilnehmern besucht. Thema war die aktuelle Immobiliensituation in der Schweiz und den USA.
Departement Regionalentwicklung, Bau und Tourismus
Forschungsstelle für Wirtschaftspolitik Kompetenzen und aktuelle Projekte Durch die Verknüpfung von ökonomischem Wissen mit wirtschaftspolitischer Erfahrung leistet die Forschungsstelle einen Beitrag zur Lösung der wirtschaftspolitischen Probleme. Dabei zeichnet sie sich aus, dass in Beratung und Forschung wissenschaftlich anerkannte Methoden problembezogen eingesetzt und dabei die Sicht der Beteiligten einbezogen werden. Die Ergebnisse sollen so dargestellt werden, dass sie für eine breite Öffentlichkeit verständlich sind. Zudem wird durch den Einbezug von Studierenden sowohl Forschung mit der Lehre verbunden als auch die Integration der Forschungserkenntnisse in die Lehre gefördert. Folgende Projekte sind zurzeit in Bearbeitung: Einﬂuss der HTW Chur auf die Entwicklung und das Innovationsverhalten regionaler Unternehmen, Wirtschaftliche Bedeutung des BioLandbaus in Graubünden, Mitarbeit am Update Wirtschaftsleitbild Graubünden.
Die Forschungsstelle konzentriert sich auf drei Schwerpunkte: – Regionalentwicklung Untersucht werden die Einflussgrössen der regionalen Entwicklung und deren Steuerung durch die Wirtschaftspolitik. Mögliche Themen: Strukturberichte von Regionen und Branchen, Clusteranalysen, Wertschöpfungsstudien, Bedeutung des Arbeitsmarktes für die wirtschaftliche Entwicklung, Entwicklung von Zukunftsperspektiven, Agrarpolitik im alpinen Raum, Analysen der Regionalpolitik. – Integration der Schweiz in globale Märkte Erforscht wird die Auswirkungen der Öffnung der Schweiz auf die Volkswirtschaft als Ganzes, auf einzelne Märkte und deren Konsequenzen für die Wirtschaftspolitik. Mögliche Themen: Beziehungen der Schweiz mit der EU, Entwicklung der Globalisierung, Welthandelsorganisation WTO, Analysen der Marktöffnung auf den Agrarsektor. – Gesamtwirtschaftliche Aspekte des Tourismus Untersucht werden die volkswirtschaftlichen Aspekte des Tourismus in enger Kooperation mit dem Institut für Tourismus- und Freizeitforschung (ITF). Mögliche Themen: Wertschöpfungsstudien, Gestaltung von Tourismusförderungsabgaben.
Fachbereich Bau und Gestaltung Die Strategie des Fachbereichs Bau und Gestaltung begann 2007 sukzessive Fuss zu fassen: Bauen in den Bergen, unter spezieller Ber체cksichtigung des Tourismus, der Naturgefahren und der Nachhaltigkeit. In zahlreichen Forschungs- und Dienstleistungsprojekten fokussierten sich Lehre und Institutsbereich immer mehr auf entsprechende Anfragen aus den verschiedensten Bergregionen. Der Tr채ger des Fachbereichs Bau und Gestaltung ist das Institut f체r Bau und Gestaltung (IBG).
Bachelor of Science in Bau und Gestaltung Studierendenprojekte Das Studienprojekt für eine nachhaltige Bahnverbindung zwischen dem alten Bad Pfäfers und Valens, das von Studierenden der Vertiefung Ingenieurbau und Architektur gemeinsam bearbeitet wurde, zeigte beispielhaft den Fokus der neu deﬁnierten Strategie: touristische Nutzung, schwierige topograﬁsche Verhältnisse in gebirgigem Umfeld sowie architektonische und ingenieurkonstruktive Fragestellungen. Die fünf ausgearbeiteten Variantenstudien wurden im alten Bad Pfäfers ausgestellt und von den Studierenden präsentiert. Sowohl bei den Auftraggebern wie auch der Bevölkerung stiessen die Vorschläge auf grosses Interesse und es wird sich zeigen, ob eine der ambitiösen Ideen in Zukunft einmal zur Umsetzung gelangt.
Hohe Praxisrelevanz der Ausbildung Eine grosse Anzahl «freier» Diplomarbeiten mit spannenden und ausgezeichnet gelösten Architektur- und Bauingenieuraufgaben unterstrich zum Jahresende das Ziel der Ausbildung: die praktische Berufsbefähigung. Sämtliche Diplomandinnen und Diplomanden fanden rasch eine Arbeitsstelle, was die starke Verwurzelung des Studiengangs Bau und Gestaltung in Graubünden und der ganzen Südostschweiz unterstreicht.
Studienprojekt für eine nachhaltige Bahnverbindung zwischen dem alten Bad Pfäfers und Valens.
Master of Science in Engineering (MSE) MRU Naturgefahren Kurz vor Weihnachten 2007 erteilte das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) dem schweizweiten Master of Science in Engineering (MSE) die Bewilligung zur Durchführung. Ganz im Sinne der Strategie der HTW Chur und der Ausrichtung des Fachbereiches Bau und Gestaltung wurde
im Sommer für Forschungsarbeiten im Zusammenhang mit der MRU Naturgefahren (Master-Research-Unit) das Projekt 'Lü' ausgearbeitet. Darin werden, nach Anschubfinanzierung durch die HTW Chur, während mehrerer Jahre ungelöste Fragen in Bezug auf das Tragverhalten von Ankern in Lawinenverbauungen bearbeitet. Projektpartner sind der Kanton Graubünden und mehrere Instanzen des Bundes.
Weiterbildung Aus EN-Bau wird MAS in nachhaltigem Bauen In der «Kooperation EN-Bau», welche schweizweit erstmals den Master-Studiengang in nachhaltigem Bauen anbietet, wurde 2007 die gemeinschaftliche Basis für diese Zusammenarbeit ausgearbeitet und beschlossen. Weiter wurden die administrativen und organisatorischen Massnahmen so massgeschneidert, dass sie als Kooperationsmodell
taugen und die Autonomie der einzelnen Schulen berücksichtigen. Inhaltlich wurde das Programmpapier verfeinert, die Anmeldebedingungen deﬁniert und die Marketingmassnahmen für einen erfolgreichen Start 2008 in Chur lanciert. Der MAS in nachhaltigem Bauen ist ein wichtiger Part innerhalb der strategischen Ausrichtung des Studiengangs Bau und Gestaltung.
Forschung und Dienstleistungen Institut für Bau und Gestaltung (IBG) Projekte der HTW Chur wie die Erweiterung der Cafeteria oder der Ausbau der Infrastruktur im Atelier Bau und Gestaltung gehörten für den Institutsbereich zu den anspruchsvollen Routineaufgaben. Im Hinblick auf die Vision eines grösseren «Campus», für den die Vorstudien im Institut angelaufen sind, waren dies wertvolle Erfahrungen. Die durch solche Projekte innerhalb des Studiengangs sichtbar gelebte Verknüpfung von Theorie und Praxis wird nicht nur von den Studierenden als einmaliges Profil einer Hochschule empfunden. Autarkes Wohnen Ganz besonders stark zum Ausdruck kam dieses Profil der Praxisbezogenheit mit dem Bau des autarken Wohnhauses in Flerden. Als Krönung eines vierjährigen ForschungsProzesses konnte das Wohnhaus Weihnachten 2007 bezogen werden.
Oben links: Die Erweiterung der Cafeteria als erster kleiner Schritt in Richtung «Campus». Oben rechts: Modellbauer Aldo Hanhart (rechts) im Fachgespräch mit Thomas Kamm, dem Leiter der Modellwerkstatt, über einen Brückenmodellauftrag des Kantons Schwyz. Unten links: Das autarke Wohnhaus MeierTannek in Flerden kurz vor der Vollendung im ersten Schnee. Unten rechts: Anker-Zugversuche im Lawinenhang im Zusammenhang mit den laufenden Forschungsprojekten Naturgefahren.
Fachbereich Tourismus Ein wichtiges Ereignis des Fachbereiches Tourism erfolgte Ende 2007 durch die Genehmigung des konsekutiven Master-Studienganges mit dem Major Tourism. Im Bachelor-Studiengang wurde eine dritte Klasse mit englischer Unterrichtssprache gestartet. Erstmals konnte im dritten Studienjahr Vertiefungen auch interdisziplinär mit dem Studiengang Betriebsökonomie angeboten werden. Der Träger des Fachbereichs Tourismus ist das Institut für Tourismus- und Freizeitforschung (ITF).
Bachelor of Science in Tourism Drei Unterrichtsklassen im 1. Semester, Englisch als Herausforderung Der Studiengang Tourism erfreute sich weiterhin einer grossen Beliebtheit, so dass im September drei Klassen starteten. Eine davon mit Unterrichtssprache Englisch ab dem ersten Semester. Mit der englischen Klasse trafen sich viele Nationalitäten im Studiengang, welche das Bild der HTW Chur zukünftig prägen werden. Die Studierenden werden von Dozierenden mit englischer Muttersprache gefordert. So müssen auch Businesspläne auf englisch erarbeitet und präsentiert werden.
Erste Praxiserfahrung und Blockwochen Die Studierenden der beiden ersten Studienjahre erlebten im Sommer die Praxis. Die Studierenden des ersten Studienjahres verbrachten die Blockwoche in St. Moritz, um die Realität der neuen Tourismusstrukturen zu erforschen. Die des zweiten Studienjahres erlebten die Surselva anhand der Ausarbeitung unterschiedlicher Projekte wie «Auf den Spuren eines Goldsuchers» oder «Die Entwicklung des Projektes der Porta Alpina».
Gute Arbeitsmarktchancen Im Oktober schlossen 56 Diplomandinnen und Diplomanden ihr Studium mit einem Diplom ab. Viele Absolventinnen und Absolventen fanden schon vor der Diplomfeier eine Arbeitsstelle in sehr unterschiedlichen Bereichen: Tourismusdestinationen, City Marketing, kantonalen oder nationalen Tourismusbüros, Freizeitdienstleistern, im Bereich der neuen Technologien und ähnlichen Unternehmungen. Einsetzung eines Fachbeirates Seit Mitte des Jahres hat der Studiengang einen Fachbeirat. Es konnten fünf Mitglieder für die Besetzung des Fachbeirates gewonnen werden, welche den Studiengang zukünftig noch mehr an die Praxis und neue Entwicklungen heranführen werden als bisher. In den Fachbeirat gewählt wurden: Guglielmo L. Brentel, Präsident hotelleriesuisse, H & G Hotel Gast AG; Dr. Dirk Glässer, Chief, Risk Assessment and Crisis Management Programme World Tourism Organization, Mitglied DGT (Deutsche Gesellschaft für Tourismus); Jürg Capol, FIS Renndirektor Director CrossCountry International Ski Federation FIS; Bruno Dobler, CEO Helvetic Airways AG; Klaus-Michael Machens, Präsident des Verbandes Deutscher Freizeitparks & Freitzeitunternehmen, Direktor Zoo Hannover.
Projekt: «Kommerzieller Goldabbau in der Surselva?» Die Studierenden: Daniel Gugerli, André Klink, Benjamin Ruh, Rebekka Schaffner, Nina Steko, Sarah Vinter Jensen und Sarah Zaugg.
Master of Science in Business Administration Major Tourism Das Jahr 2007 war geprägt durch die Konzeption und die ersten Aufbauarbeiten für den konsekutiven Master-Studiengang. Der Studiengang mit Vertiefung (Major) Tourism wurde dann im Dezember vom Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) nach einem mehrstufigen Assessment bewilligt.
Die Genehmigung dieses Masters durch den Bund ist auch für den Bachelor-Studiengang sehr wichtig. Der interessierte Bachelor-Studierende wird sich in Zukunft eher für eine Schule entscheiden, die ihm bei entsprechender Eignung die Möglichkeit gibt, im Anschluss auch einen Master zu erwerben.
Weiterbildung Executive MBA in Tourism Arabella Sheraton und Starwood Der im Oktober 2001 gestartete EMBA in Tourism für Führungskräfte der Hotelgruppen ArabellaSheraton und Starwood war zu seiner Zeit der erste derartige Studiengang in der Schweiz. Seither erlebte er seine dritte Durchführung, die im Oktober 2007 einen feierlichen Abschluss fand: 17 Studierende nahmen ihr Masters-Diplom entgegennahmen. Im Rahmen des EMBA wurde die Beziehung der HTW Chur zu den damit verbundenen Partnern vertieft. Das sind einerseits die Kunden, andererseits der strategische Partner, die SSTH Swiss School of Tourism and Hospitality Chur, und der akademische Partner, die University of Delaware, welcher Professoren für mehrere Einzelmodule zur Verfügung gestellt hatte.
Kooperationsvereinbarungen Steigenberger Akademie und University of Missouri Im Jahr 2007 wurde das Angebot der berufsbegleitenden akademischen Weiterbildung ausgebaut und mit einer Gruppe von 23 Führungskräften ein EMBA in Tourism mit der Steigenberger Hotelgruppe gestartet. Ausserdem wurde eine Kooperationsvereinbarung mit der University of Missouri geschlossen, die ihrerseits Dozierende in den Kurs entsandt hatte. Eine gründliche Markt- und Wettbewerbsanalyse gegen Ende des Jahres zeigte klar auf, dass das EMBA-Konzept nach wie vor gefragt ist und dass der EMBA in Tourism der HTW Chur durchaus wettbewerbs- und lebensfähig ist.
Forschung und Dienstleistungen Institut für Tourismus- und Freizeitforschung (ITF) Für das ITF war 2007 ein ereignisreiches Jahr. Die HTW Chur durchlebte eine intensive Phase der Neuorientierung und Umstrukturierung, welche ihre Spuren auch im ITF hinterliess. Neben der Eingliederung in das Department Regionalentwicklung, Bau und Tourismus (RETO) erfolgte am ITF auch ein Wechsel in der Führung. Seit 1. September leitet neu Prof. Dr. Philipp Boksberger mit einem Team von zehn Mitarbeitenden das ITF mit dem Fokus auf angewandte Forschung und Beratung in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft. Gewinnung von neuen Projektaufträgen Die Umsetzung der Strategie «Wettbewerbsfähige Strukturen und Aufgabenteilung im Bündner Tourismus» prägte die Tätigkeiten des ITF. Dazu gehört neben der Mitarbeit im Projektteam insbesondere die Erarbeitung des Businessplans für Graubünden Ferien, die Entwicklung der Balanced Scorecards für den Kanton Graubünden sowie einzelne Leistungsträger, die Modellentwicklung zu einer möglichen kantonalen Tourismusabgabe sowie die Zusammenarbeit im Destinationsbildungsprozess Surselva. Die weiteren vom ITF betreuten Projekte lassen sich den folgenden Kompetenzfeldern zuordnen: Kundenmanagement, Produktinnovation und -management sowie Unternehmensentwicklung und -management. Hervorzuheben sind dabei insbesondere die Analyse zum Reiseverhalten ausgewählter Herkunftsgebiete und daraus resultierende Chancen für das Reiseland Schweiz und für die Tourismusregionen Graubündens sowie die Entwicklung von Perspektiven für den Erlebnis-Zoo Hannover. Zu erwähnen sind aber auch die Standortanalyse zur touristischen Nutzung für die Gemeinde Bonaduz und das Gutachten zur Umnutzung des Restaurants und Hotels Heidihof in Maienfeld.
Neue Studien- und Forschungsergebnisse Im Bereich der angewandten Forschung und Entwicklung kann das ITF auf den erfolgreichen Abschluss des Projekts «Tourismus in einer alternden Gesellschaft» zurückblicken, welches die Auswirkungen des demographischen Wandels auf den Schweizer Tourismus untersuchte. Ein neues Forschungsprojekt am ITF hat zum Ziel, ein funktionierendes Instrument zur Messung der Erlebnisqualität im Tourismus zu entwickeln. Hierzu beurteilen Gäste von ausgewählten Hotels in Graubünden die Qualität des touristischen Erlebnisses per SMS. In Zusammenarbeit mit der Universität St.Gallen verfolgt ein weiteres Forschungsprojekt die Zielsetzung, neue Preissysteme für Bergbahnunternehmen zu entwickeln, welche einen positiven Effekt auf die Auslastung haben und/oder die Zahlungsbereitschaft der Kunden gezielt abschöpfen, um die Ertragskraft der Bergbahnen zu stärken. International Das ITF war im Jahr 2007 an elf Konferenzen, um seine Forschungsergebnisse zu präsentieren. Die Mitarbeitenden waren zudem gefragte Dozierende und Referierende bei Partnerschulen und bei Fachtagungen von Brachenverbänden im In- und Ausland. Ausserdem konnte das ITF zahlreiche wissenschaftliche Publikationen, Buchbeiträge und Zeitungsartikel veröffentlichen.
Fachbereich Medien Der Fachbereich Medien wurde 2007 neu gegründet. Zum Highlight des jüngsten Fachbereiches wurde die Bewilligung des neuen Bachelor-Studienganges Medieningenieurwesen durch das BBT, der ab September 2008 als Bachelor-Studium «Multimedia Production» an der HTW Chur angeboten wird. Das Studium ist praxisnah konfiguriert und erlaubt das «Produzieren beim Studieren.» Der Träger des Fachbereiches ist das Institut für Medien und Kommunikation (IMK).
Departement Medien, Information und Kommunikation
Bachelor of Science in Multimedia Production Regierung sagt ja zum Studienkonzept Mit der Gesuchstellung im Jahr 2006 wurde der Grundstein für den neuen BachelorStudiengang Multimedia Production gelegt, der mit dem Titel BSc in Medieningenieurwesen abgeschlossen wird. Nach einer zweijährigen Vorbereitungsphase erfolgte durch die Kantonsregierung im Dezember 2007 die abschliessende Bewilligung zur Umsetzung der ausführlichen Konzeptionen. Marktpotenzial Die in der Vorbereitungsphase erarbeiteten Studien- und Marktanalysen ergaben, dass der Kommunikationsbedarf in Europa stetig wächst. Nicht nur Medienunternehmen haben einen vermehrten Bedarf an Fachkräften. Jedes Jahr arbeiten mehr Menschen in grossen Verlagshäusern, in kleinen Startup-Unternehmen oder in einer der lokalen Radio- und TV-Stationen der Schweiz. Parallel dazu wächst im Internet der Bereich der TV-Angebote überproportional und Grossfirmen bauen ihre Kommunikations- und Marketingabteilungen stetig aus.
Arbeitsbereiche des neuen Studiums Bachelor of Science in Multimedia Production.
Departement Medien, Information und Kommunikation Churer Modell «Studieren und Produzieren» Auf diese aktuellen Marktbedürfnisse ausgerichtet, werden im neuen Studiengang Medienpraktiker für die Fernseh-, Radio-, Printund Multimediaindustrie ausgebildet. Geleitet wird der Studiengang – der innerhalb der Schweiz ein Novum ist – vom Cross-MediaExperten Ditti Brook. Die bisher in der Schweiz angebotenen Ausrichtungen haben meist
eine künstlerische oder rein journalistische Ausrichtung. Die Hochschulen und Universitäten der Schweiz bieten in ihren medienverwandten Studiengängen mehrheitlich eine theoretisch-wissenschaftliche, jedoch kaum eine praxisorientierte Ausbildung an. Genau an dieser Stelle setzt das Churer Modell an: Neben den akademischen Inhalten soll das Erlernte in Radiostationen, TV-Studios, Events und Kommunikationsabteilungen von Partnerunternehmen angewandt und marktwirtschaftlich orientiert umgesetzt werden. Partnerhochschule Mittweida Durch die Kooperation mit der Hochschule Mittweida in Deutschland wurde ein erfahrener und kompetenter Hochschulpartner gewonnen. Die Rahmenbedingungen für eine intensive Zusammenarbeit werden im kommenden Jahr noch genau definiert, insbesondere auch Austauschmöglichkeiten von Studierenden. Fest steht, dass eine inhaltliche Kooperation und zudem eine ﬂexible Studiumsplanung des Studiengangs Multimedia Production sowohl in der Schweiz als auch in Deutschland angestrebt werden, welche dem Studienangebot für beide Partner einen zusätzlichen Attraktivitätsbonus verschaffen werden.
Grosses Interesse am Informationstag 2008 für das BSc in Multimedia Production.
Weiterbildung IMK-Medien-Lehrgänge Im Jahr 2007 waren die Kurse des MedienErgänzungslehrgangs gut bis sehr gut besucht. Im Medien-Grundlehrgang dagegen ging die Nachfrage etwas zurück. Trotzdem konnten fast alle ausgeschriebenen Kurse durchgeführt werden. Einzige Ausnahme bildete der Kurs «Das politische System der Schweiz», für den nur vier Anmeldungen vorlagen. Aus diesem Grund wurde der Kurs dann auch gestrichen. Wie in den letzten Jahren üblich fand die Diplomfeier im September statt. Als Festredner konnte Christian Buxhofer, Chefredaktor des «Bündner Tagblatts», gewonnen werden. Er gab den Absolventinnen und Absolventen zahlreiche Tipps für die berufliche Praxis mit auf den Weg.
MAS in Writing & Corporate Publishing
In Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Textakademie hatte die HTW Chur 2007 den Weiterbildungsmaster MAS in Writing & Corporate Publishing lanciert. Als Zielpublikum angesprochen sind Berufspraktiker, die einen Masterabschluss anstreben. Für den Master-Titel müssen mindestens 60–70 ECTSPunkte in vorangehend absolvierten CASLehrgängen nachgewiesen werden. Die CASLehrgänge werden an der Schweizerischen Textakademie, der SPRI und der HWZ angeboten.
Forschung und Dienstleistungen Forschungsstelle und Forschungsaufträge Die Forschungsstelle für Sprache in Medien, Wirtschaft und Corporate Publishing wurde von der Schweizerischen Textakademie und der HTW Chur mit Unterstützung des Vereins Wissensstadt Davos gegründet. Die Forschungsstelle hat im Berichtsjahr ihre Hochschuldokumentation «Mediendesign» weiter entwickelt. Diese im deutschen Sprachraum einzigartige Studiendokumentation wird ab 2009 auch in Deutschland eingesetzt.
Fachbereich Informationswissenschaft Die HTW Chur bietet im Fachbereich Informationswissenschaft einen Bachelor-Studiengang in Informationswissenschaft sowie einen Master of Advanced Studies (MAS) in Information Science an. Der Master of Science in Information Science (MSc IS) wurde 2007 beantragt, eine Entscheidung des BBT ist im Fr端hjahr 2008 zu erwarten. Der Tr辰ger des Fachbereiches ist das Schweizerische Institut f端r Informationswissenschaft (SII). Das Institut wurde 2006 gegr端ndet.
Bachelor-Studium Infomationswissenschaft Gute Berufsaussichten und Trend zum Teilzeit-Studium Dank dem in Zürich doppelt geführten Klassenzug für Teilzeit-Studierende schlossen 46 Diplomandinnen und Diplomanden im Oktober erfolgreich ab. Noch nie konnte die HTW Chur so viele Informationswissenschafter in die Praxis entlassen. Erfreulich dabei: Fast alle Absolventinnen und Absolventen fanden rasch eine Stelle, mehrere noch bevor sie ihr Diplom in Händen hatten. Die Berufsaussichten sind angesichts der Grösse des Deutschschweizer Markts nach wie vor ausgezeichnet. Der neue Kurs für die TeilzeitStudierenden in Zürich war mit 32 Personen wieder ausgebucht. Hingegen blieben in Chur Plätze frei. Hier schwankt die Zahl der Studienanfänger stärker.
Diplomarbeiten und Auszeichnungen Acht Studierende der Informationswissenschaft konnten im Jahr 2007 mit internationalen Preisen ihr Können eindrücklich unter Beweis stellen. Rafaela Pichler erlangte in Ihrer Diplomarbeit «Annäherung an die Bildsprache. Ontologien als Hilfsmittel für Bilderschliessung und Bildrecherche in Kunstbilddatenbanken» den 2. Platz bei der Vergabe des Gerhard-Lustig-Preises für die besten informationswissenschaftlichen Abschlussarbeiten 2005–2007. Sieben Studierende der Vollzeitklasse IW06 erhielten den 3. Preis beim europäischen ReQuest Award «Competitive Intelligence».
Umsetzung des Bachelor-Modells abgeschlossen Bei den Vollzeit-Studierenden handelte es sich um die letzte Klasse, die mit dem Diplom abschloss. Die weiteren Jahrgänge stehen in der Bachelor-Ausbildung. Die Umstellung auf die neue Studienform ist damit bei den Churer Klassen vollständig vollzogen. Einzig bei der Teilzeitausbildung in Zürich wird 2008 der letzte Jahrgang mit dem alten Titel «Diplom» abschliessen. Diesen Studiengang leitet Prof. Robert Barth.
Weiterbildung Master of Advanced Studies in Information Science (MAS IS) Nach der erfolgreichen Umwandlung des ehemaligen Nachdiplom-Studiums in Information und Dokumentation (NDS IuD) zum Master of Advanced Studies in Information Science (MAS IS) konnten im Juni 2007 die ersten Absolventinnen und Absolventen die HTW Chur mit dem neuen Titel verlassen. Das Jahr 2007 stand aber auch ganz im Zeichen eines neuen Teilnahmerekords. Im
Herbst 2007 konnte mit 28 Teilnehmenden gestartet werden, was einmal mehr beweist, wie bekannt und beliebt dieses langjährige Weiterbildungsangebot in der gesamten deutschschweizerischen Informations-Fachszene ist. Inhaltlich wurden die Module noch etwas gestrafft und aktualisiert. Im Februar 2007 ist die stellvertretende Studienleiterin des MAS IS, Monica Coppetti, in den Ruhestand getreten.
Forschung und Dienstleistungen Archivwissenschaft und Records Management Im 2007 abgeschlossenen KTI-Projekt «Living Memory» (in Kooperation mit der HGK Basel und Novartis) wurde ein Informationssystem für Bild- und Wissenschaftsarchiven entwickelt, das 2008 optimiert werden soll. Auf einer ähnlichen Technologie basiert das Informationssystem, das im Rahmen des KTIProjekts «Garden Memory goes public» (in Kooperation mit der Hochschule Rapperswil und der Denkmalpflege Zürich) entwickelt wird. Daten, die aus unterschiedlichen Informationssystemen (Denkmalpflege-Datenbank, Archiven, eLearning-Plattformen) stammen, sollen über einen gemeinsamen Zugriff – sprich eine einzige Nutzeroberfläche – zugänglich gemacht werden. Im Bereich Records Management wurde ein Projekt in der Zentralbahn AG, Stansstad, unter Einbezug von Studierenden erfolgreich abgeschlossen. Ebenso konnte ein Vorprojekt zur vollständigen elektronischen Aktenführung in der Gemeinde Schiers abgeschlossen werden. Schiers wird damit als eine der ersten Gemeinden der Schweiz nur noch eine elektronische Registratur führen und vollständig elektronisch archivieren.
Bibliothekswissenschaft und -beratung Starke Nachfrage nach Beratung bestand 2007 in Zusammenhang mit Veränderungen im Umfeld von Bibliotheken. Für die Schweizerische Nationalbibliothek wurden die Anforderungen an ein Informationsportal im Internet erarbeitet. Ein Bibliotheksinventar und Entwicklungsszenarien zuhanden der Kantonsbibliothek Graubünden geben Auskunft über den Stand und die mögliche gesamthafte Entwicklung der Bibliotheksdienstleistungen in Chur. Für die Stadt RapperswilJona wurde vor dem Hintergrund der Gemeindevereinigung ein Konzept für eine gemeinsame Bibliothek/Ludothek erarbeitet. Dem Projekt «Buchgängerzone St. Gallen», dessen Ziel eine Vereinigung der Kantonsbibliothek mit der Freihandbibliothek St. Gallen ist, steht das SII beratend zur Seite. In dem an Bedeutung gewinnenden Bereich der Bibliometrie zur Messung von Leistungen der Wissenskommunikation wurden in Kooperation mit dem Forschungszentrum Jülich die Grundlagen für ein Dienstleistungsangebot entwickelt.
Departement Medien, Information und Kommunikation Informationsmanagement und Competitive Intelligence 2007 wurden für die Entwicklung einer elektronischen Tourismusplattform für den Kanton Graubünden in der zweiten Phase Umsetzungsvorschläge für konkrete Projekte ausgearbeitet. Im Rahmen eines grösseren Konsortiums unter Beteiligung von SWITCH und der Universität St. Gallen hat sich das SII an einem Projekt beteiligt, das die Entwicklung einer serviceorientierten Referenzarchitektur für IT-Dienstleistungen für die föderale schweizerische Hochschullandschaft zum Ziel hat. Ebenso wurde mit dem Aufbau eines «HTW Chur»-weiten Institutional Repositories begonnen. Eine unter der wissenschaftlichen Leitung der HTW Chur durchgeführte Untersuchung zeigt, dass Business und Competitive Intelligence zurzeit von grossem praktischem und wissenschaftlichem Interesse in der Schweiz sind. Ziel der Forschungsaktivitäten ist der Aufbau eines Kompetenzzentrums für BI/CI für die Schweiz am SII. Informations- und Medienkompetenz Mit dem 2007 initiierten Schwerpunkt der Informations- und Medienkompetenz entwickelt das SII Konzepte zur aktiven Förderung von Schlüsselqualifikationen in der Hochschullehre, in privatwirtschaftlichen Unternehmen sowie zur Unterstützung der Wissenschaftskommunikation, z. B. in Kooperation mit wissenschaftlichen Bibliotheken. Das Konzept DIAMOND (Didactical Approach for Media Competence Development) wurde während der vergangenen fünf Jahre im Rahmen des Bachelor-Studiengangs Informationswissenschaft entwickelt und umgesetzt sowie international publiziert. Derzeit wird eine Ausweitung des Konzepts auf andere Fachbereiche vorbereitet. Anfang 2008 wurde das Konzept DIAMOND mit dem Deutschen E-Learning-Innovations-Award und dem Nachwuchs-Award DELINA ausgezeichnet.
Internationale Kooperationen Neben der «HTW Chur»-internen Kooperation mit weiteren Instituten wurde 2007 auch die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern verstärkt. So wurde im März die bereits bestehende Kooperation mit der Zentralbibliothek des Forschungszentrums Jülich durch einen entsprechenden Vertrag institutionalisiert.
Das DIAMOND-Konzept.
Fachbereich Information, Kommunikation und Technik Die im September eingef端hrte neue Organisationsstruktur f端hrte die Bereiche Lehre, angewandte Forschung und Entwicklung sowie Dienstleistungen und Weiterbildung organisatorisch zusammen. Der Tr辰ger des Fachbereichs ist das Institut f端r Kommunikationstechnologien (IKT) welches auch den vierfachen Fachhochschul-Leistungsauftrag wahrnimmt.
Bachelor of Science in Telekommunikation/Elektrotechnik Erste Diplome Telekommunikation/Elektrotechnik Das Berichtsjahr 2007 prägten zwei Ereignisse besonders: Die Diplomierung der ersten Absolventen des Studiengangs Telekommunikation/Elektrotechnik und die strategische Reorganisation der HTW Chur, die Lehre und Forschung näher zusammenführte. An der Diplomfeier im November konnten erstmals Diplome des Studiengangs Telekommunikation/Elektrotechnik überreicht werden. 10 Studierende der Vertiefung Telekommunikation und Informatik, 5 Studierende der Vertiefung angewandte Elektrotechnik und 3 Studierende der Vertiefung Wirtschaftsingenieur/in hatten ihr dreijähriges Vollzeit-Studium erfolgreich abgeschlossen. Diesen Studiengang leitet Prof. Bruno Wenk. Auszeichnungen An der Diplomfeier im Forum Ried wurden die Diplomanden Marco Küng, Beat Keller und Flavio Bolﬁng für ihre Diplomarbeit «graubuendenTV.com – Machbarkeitsstudie und Realisierung ausgewählter Komponenten» mit dem erstmals verliehenen regionalen Siemens Excellence Award ausgezeichnet.
Beratungsgespräch am Informationstag.
Master of Science in Engineering (MSE) MRU Telekommunikation und neue Medien Kurz vor Weihnachten 2007 erteilte das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) dem schweizweiten Master of Science in Engineering (MSE) die Bewilligung zur Durchführung. Damit wurden ebenfalls die eingegebenen Vertiefungen, die so genannten Master Research Unit (MRU), in den einzelnen Fachhochschulen bewilligt. Die MRU Telekommunikation und Neue Medien der HTW Chur ist in folgenden Bereichen tätig: Mobile
Vertiefungsstudien.
Computing, Multimedia Systems und Embedded Systems. Das Studium Master of Science besteht aus Grundlagen- und Vertiefungsmodulen sowie einer Master Thesis. Die Grundlagenmodule werden in Bern, Zürich, Lausanne oder Lugano besucht. Vertiefungsmodule und Master Thesis können an der HTW Chur in der neu gegründeten Master Research Unit (MRU) Telekommunikation und Neue Medien absolviert werden.
Forschung und Dienstleistungen Forschungs- und Entwicklungsprojekte Die Forschungsprojekte des Fachbereichs Information, Kommunikation und Technik werden über die MRU Telekommunikation und Neue Medien abgewickelt: zum Beispiel die vom Amt für Energie und Verkehr Graubünden unterstützten Vorprojekte für ein akustisches Fahrgastsystem oder das Projekt graubuendenTV.com. IKT-Labors Im EMV-Labor wurden Dienstleistungen im Bereich der elektromagnetischen Verträglichkeit erbracht sowie im Swiss Alpine Laboratories for Testing of energy efficiency (SALT) Messungen im Bereich der Energieeffizienz von Geräten und Maschinen ausgeführt (ein Joint Venture zwischen der HTW Chur und der Schweizerischen Agentur für Energieeffizienz Zürich). Das Telecom-Labor befasste sich mit dem effizienten und wirkungsvollen Einsatz der Informations- und Kommunikationstechnologien sowie weiteren Dienstleistungen im Multimedia-Labor, das vor allem interne Dienste im Bereich der Neuen Medien leistete (Vorträge mit Bild und Ton im Web publizieren, Veranstaltungen über Internet live übertragen, Videos bearbeiten, Animationen programmieren usw.). Diverse Publikationen dokumentieren die breiten Aktivitäten des Kompetenzbereichs, so wurde der Artikel «GPS Basics» von Prof. Jean-Marie Zogg auch ins Chinesische übersetzt. Studierende und Dozierende präsentieren ihre Arbeiten, machen Laborversuche und Praxistests.
Bilanz per 31.12.2007 Aktiven
1’559’586
952’159
Forderungen Forderungen aus Leistungen gegenüber Dritten Forderungen gegenüber Studenten ./. Delkredere Übrige Forderungen Total Forderungen
2’613’662 291’905 -86’731 72’242 2’891’078
3’906’733 410’699 -106’964 75’558 4’286’026
3’127’422
8’096’484
8’365’607
3 288’683 288’686
Neubau Ringstrasse Erweiterung Caféteria Ringsstrasse (inkl. Küche) Umbau Comercialstrasse 24 (Miete) Mensa Comercialstrasse 22 (Miete) Total Immobile Sachanlagen
180’000 180’000 2’700’000 303’824 1 1 3’363’826
284’000 240’000 2’882’000 353’342 1 1 3’759’344
3’652’512
3’759’350
11’748’996
12’124’957
Anlagevermögen Mobile Sachanlagen Büro- und Schulmobiliar EDV-Anlagen/Werkzeuge,Geräte/Fahrzeuge Total mobile Sachanlagen Immobile Sachanlagen STWEG Comercialstrasse 24 STWEG Comercialstrasse 22
897’398 977’867 1’875’265
801’733 694’768 1’496’501
3’126’412
3’282’567
5’001’677
4’779’068
1’500’000 2’027’000 3’527’000
2’800’000 2’089’000 4’889’000
43’598 43’598
Rückstellungen Rückstellungen für Personalforderungen Rückstellung T-Lab Rückstellung Aufbau Master Total Rückstellungen
1’802’068 335’000 68’034 2’205’102
1’101’254 335’000 68’034 1’504’288
5’775’700
6’436’886
10’777’377
11’215’954
210’277
Allgemeine Reserven Saldo 1. Januar Gewinn Saldo 31. Dezember
698’726 62’616 761’342
601’994 96’732 698’726
971’619
909’003
Fremdkapital Kurzfristiges Fremdkapital Kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten Total Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Langfristiges Fremdkapital Langfristige Finanzverbindlichkeiten Feste Vorschüsse Hypotheken Total langfristige Finanzverbindlichkeiten Fonds Forschungs-/Entwicklungsfonds Total Fonds
Erfolgsrechnung per 31.12.2007 Ertrag
Budget 2007 CHF
Ist 2007 CHF
Erträge aus Kerntätigkeit Studien- und Kursgebühren Erträge aus Dienstleistungen Total Erträge aus Kerntätigkeit
5’510’381 2’346’000 7’856’381
5’986’093 2’281’825 8’267’918
475’712 -64’175 411’537
5’484’591 2’583’330 8’067’921
6’596’080
6’268’187
-327’893
6’296’435
Beiträge Trägerkanton Graubünden
9’775’000
9’720’660
-54’340
8’853’004
Beiträge Nicht-Trägerkantone
5’608’100
6’833’123
1’225’023
5’712’792
Beiträge Privater, Dritter
115’921
65’921 132
173’824
-70’000 -100
29’955’561
31’205’809
Abweichung CHF %
1’250’248
Ist 2006 CHF
29’168’976
1’884’050 290’700 2’174’750
1’776’115 558’581 2’334’696
-107’935 267’881 159’946
-6 92 7
2’503’237 684’996 3’188’233
18’608’822 2’735’782 783’627 22’128’231
19’745’893 2’759’599 731’338 23’236’830
1’137’071 23’817 -52’289 1’108’599
6 1 -7 5
17’397’642 2’387’028 882’616 20’667’286
1’571’000 877’000 65’000 345’000 2’148’000 160’000 5’166’000
1’577’949 812’368 81’309 298’358 2’175’325 97’246 5’042’555
6’949 0 -64’632 -7 16’309 25 -46’642 -14 27’325 1 -62’754 -39 -123’445 -2
1’452’250 1’072’927 57’986 282’082 1’834’290 123’513 4’823’048
-41’138
-55’138 -394
499’148
-97’420
-126’795
-29’375
-102’466
204’772 -6’875 197’897
66’158 -147’560 -81’402
31’143’193
1’187’632
29’072’244
62’616
96’732
Sach- und Dienstleistungsaufwand Sachaufwand für Kerntätigkeit Dienstleistungen Dritter für Kerntätigkeit Total Sach- und Dienstleistungsaufwand Personalaufwand Gehälter / Löhne Sozialleistungen Übrige Personalkosten Total Personalaufwand Betriebsaufwand Infrastrukturkosten Gebäude Unterhalt, Reparaturen und Anschaffungen Sachversicherungen, Abgaben, Gebühren Energie- und Entsorgungskosten Verwaltungskosten Übrige Betriebskosten Total Betriebsaufwand Finanzerfolg Abschreibungen Bildung Rückstellungen BBT Betrieblicher Nebenerlös Ausserordentlicher Erfolg Ausserordentlicher Aufwand Ausserordentlicher Ertrag Total ausserordentlicher Erfolg
511’587
Anhang der Jahresrechnung 2007 A.
Gesetz über die Hochschule für Technik und Wirtschaft Die Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) ist eine selbständige öffentlichrechtliche Anstalt des Kantons Graubünden. In Art. 7 des Gesetzes über die Hochschule für Technik und Wirtschaft vom 8. Dezember 2004 (HTWG; BR 427.500) sind Vorgaben über die Betriebs- und Rechnungsführung der HTW enthalten. Danach führt die HTW ein eigenes Rechnungswesen. Der Anwendungsbereich der Gesetzgebung über den Finanzhaushalt des Kantons Graubünden beschränkt sich auf die Grundsätze der Gesetzmässigkeit, Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit und Wirksamkeit sowie der ordnungsgemässen Rechnungslegung.
Art. 5 Zweckgebundene Reserven Werden für Beschaffungen oder Vorhaben budgetierte Mittel innerhalb der Rechnungsperiode nicht beansprucht, können zweckgebundene Reserven gebildet werden. Art. 6 Allgemeine Reserven Jahresgewinne sind zur Abdeckung künftiger Verluste den allgemeinen Reserven zuzuweisen. Die Reserven dürfen insgesamt zehn Prozent des Bruttoaufwandes nicht übersteigen. Wenn die Reserven den Maximalwert erreichen, ist der darüber hinaus ausbezahlte Kantonsbeitrag zurückzuzahlen.
Verordnung zum Gesetz über die Hochschule für Technik und Wirtschaft (VOzHTWG; BR 427.510) Art. 2 Rechnungsführung Die Hochschule führt das Finanz- und Rechnungswesen nach anerkannten kaufmännischen Grundsätzen. Die Jahresrechnung hat ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu zeigen. Die Jahresrechnung besteht aus der Bilanz, der Erfolgsrechnung und dem Anhang. Sie enthält die Vorjahres- und die Budgetzahlen. Sie führt eine Kostenrechnung. Art. 3 Abschreibungen und Aktivierungen Die Abschreibung der Sachanlagen richtet sich nach den Bestimmungen der kantonalen Finanzhaushaltsgesetzgebung betreffend die Abschreibung des Verwaltungsvermögens. Im Rahmen des bewilligten Kantonsbeitrags sind ausserordentliche Abschreibungen auf den Sachanlagen zulässig. Ausserordentliche Abschreibungen sind separat auszuweisen. Aktivierungen sind nur für Investitionsausgaben und nur im Rahmen des bewilligten Budgets zulässig.
Art. 4 Rückstellungen Um drohende Verluste zu decken, sind Rückstellungen zu bilden. Die Bildung von reinen Aufwandrückstellungen ist nicht zulässig.
Art. 7 Verwendung und Ausweis von Rückstellungen und Reserven Rückstellungen und zweckgebundene Reserven sind im Einzelnen offen auszuweisen, bestimmungs gemäss zu verwenden und aufzulösen, sobald die Voraussetzungen dahingefallen sind. Die Bildung und Auflösung von Rückstellungen und von zweckgebundenen Reserven sind im Anhang der Jahresrechnung einzeln auszuweisen. Art. 8 Bewertung Das Umlaufvermögen wird nach kaufmännischen Grundsätzen bewertet. Das Anlagevermögen ist höchstens zu seinem Beschaffungs- oder Herstellungswert unter Abzug der notwendigen Abschreibungen zu bilanzieren. Das Fremdkapital wird zum Nominalwert bewertet. Weitere Weisungen Die vorliegende Jahresrechnung setzt auch die Vorgaben des Departements für Finanzen und Gemeinden zur Gliederung der Jahresrechnung (vom Dezember 2006) und die zusätzlichen/ergänzenden Weisungen für die Erstellung der Jahresrechnung 2007 (vom November 2007) um.
Bemerkungen zu Einzelpositionen
Ausweis von Rückstellungen Rückstellungen für Personalforderungen Rückstellung T-Lab Rückstellung Aufbau Master Total
1.1.2007 CHF *1’101’254 335’000 68’034
Veränderung CHF +700’814 0 0
31.12.2007 CHF 1’802’068 335’000 68’034
1’504’288
700’814
2’205’102
* Der Anteil des Delkredere der «Rückstellung für Delkredere und Risiken» wurde per 31.12.2006 bzw. 01.01.2007 auf ein Minus-Aktiv-Konto «Delkredere» umgebucht. Zusätzlich wurden die «Rückstellungen für Risiken» und die «Rückstellungen für Überzeit und Ferienguthaben» zur «Rückstellung für Personalforderungen» zusammengefasst.
Brandversicherungswert Mobiliar, Einrichtungen und EDV Liegenschaft Ringstrasse Liegenschaften im Stockwerkeigentum und Investitionen in gemieteten Bauten
31.12.2006 CHF 10’150’000 22’460’000 pm
31.12.2007 CHF 10’650’000 22’460’000 pm
Gesamtbetrag der zur Sicherung eigener Verpﬂichtungen abgetretenen und verpfändeten Aktiven Bilanzwert der belasteten Liegenschaften Nominalwert der Grundpfandverschreibungen davon beansprucht
31.12.2006 CHF 3’759’344 8’070’000 4’889’000
31.12.2007 CHF 3’363’826 8’070’000 3’527’000
31.12.2006 CHF 298’746
31.12.2007 CHF 142’138
31.12.2006 CHF 2’292
31.12.2007 CHF 6’783
Leasing EDV
Verbindlichkeiten gegenüber Vorsorgeeinrichtungen Kantonale Pensionskasse Graubünden
Abstimmung der Kantonsbeiträge mit der Staatsrechnung 2007
Ausweis gemäss Staatsrechnung «HTW-Globalbeitrag» (4221.365009) Beiträge Nichtfachhochschulbereich über andere Staatsrechnungskonti «Beiträge Trägerkanton Graubünden» gemäss HTW-Jahresrechnung
31.12.2007 CHF 8’998’427 722’233 9’720’660
Die Organisation der HTW Chur per 31.12.2007 Die Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur ist seit 1. Januar 2006 eine selbstständige öffentlichrechtliche Anstalt des Kantons Graubünden. Mitglieder des Hochschulrates: – Ludwig Locher, Direktor Ems-Chemie AG – Präsident – Hanspeter Märchy, Dr. phil., Leiter Amt für Höhere Bildung – Vizepräsident – Beat De Coi, Unternehmer, Cedes AG – Guglielmo L. Brentel, H & G Hotel Gast AG, Präsident von hotelleriesuisse – Hanspeter Lebrument, Verleger Südostschweiz Mediengruppe – Marianne Manzanell, Kfm. Direktorin Freymatic AG – Alois Vinzens, lic. oec. HSG, CEO Graubündner Kantonalbank
Mitglieder der Hochschulleitung: (Foto v. l. n. r.) – Josef Tschirky, Prof. Dipl.-Ing. FH, Prorektor und a. i. Departementsleiter RETO – Jürg Kessler, Prof. dipl. Ing. ETH, lic. oec. publ., Rektor – Bruno Studer, Prof. Dr., Departementsleiter MIK – Josef Walker, Prof. lic. rer. pol. et dipl. chem., Departementsleiter EMA
Fachhochschule Ostschweiz FHO Die Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Chur ist eine Teilschule der Fachhochschule Ostschweiz FHO. Weitere Teilschulen sind: – HSR Hochschule für Technik Rapperswil – NTB Hochschule für Technik Buchs – FHS Hochschule für Angewandte Wissenschaften St. Gallen.
Personalbestand per 31.12.2007 Personalkategorien Direktorium Studien-, Instituts-, Zentrumsleitung Dozierende Lehrbeauftragte variabel Lehrbeauftragte befristet Unterrichtsasstentinnen/-assistenten Projektleiterinnen/-leiter Projektmitarbeitende Verwaltung Praktikantinnen/Praktikanten Lernende Total
31.12.2007 4 23 32 19 ca. 100 7 16 17 32 6 4 ca. 260
31.12.2006 4 18 29 21 ca. 100 7 17 18 33 5 4 ca. 256
31.12.2005 4 16 26 25 ca. 100 4 14 12 27 3 4 ca. 235
Studierendenzahlen Nach Studiengang
Studierende 15.11.2007
Studierende 15.11.2006
Bachelor of Science Betriebsökonomie Vollzeit Betriebsökonomie Teilzeit Bau und Gestaltung Vollzeit und Teilzeit Tourism Vollzeit Informationswissenschaft Vollzeit Informationswissenschaft Teilzeit Telekommunikation/Elektrotechnik Vollzeit Telekommunikation/Elektrotechnik Teilzeit
823 136 110 122 209 60 100 13 73
842 138 112 119 189 67 113 56 48
-2.3% -1.4% -1.8% 2.5% 10.6% -10.4% -11.5% -76.8% 52.1%
MAS IS MAS EN-Bau CAS Texter/in NDS Betriebswirtschaftsingenieur/in NDS Information & Dokumentation
216 23 96 60 10 27 0 0
167 18 117 23 9 0 51 18
29.3% 27.8% -17.9% 160.9% 11.1% 100.0% -100.0% -100.0%
Höhere Berufsbildung Fachausweis Finanz- und Rechnungswesen Fachausweis Treuhänder/in Fachausweis Personalfachfrau/-mann Fachausweis Marketing, Verkauf Betriebswirtschafter/in HFW
180 68 20 8 27 57
156 58 13 18 15 52
15.4% 17.2% 53.8% -55.6% 80.0% 9.6%
Diverse Lehrgänge Technische Berufsmatura Fachdiplom öffentliche Verwaltung/NPO
142 125 17
-2.8% 10.4% -100.0%
MBA TIM ASG
Management-Weiterbildung DAS/MAS/EMBA
Bachelor of Science Nach Herkunft vor Studienbeginn per 15.10.2007
Bachelor of Science Nach Nationalität vor Studienbeginn per 15.10.2007
Weiterbildung Nach Nationalität vor Studienbeginn per 15.10.2007
Aargau Appenzell Ausserroden Appenzell Innerroden Basel-Land Basel-Stadt Bern Fribourg Glarus Graubünden Luzern Nidwalden Schaffhausen Schwyz Solothurn St. Gallen Thurgau Wallis Zug Zürich Total Schweiz
Albanien 1 Barbados 1 Bosnien und Herzegowina 2 Dänemark 1 Deutschland 38 Estland 1 Grossbritannien 1 Italien 4 Kambodscha 1 Liechtenstein 17 Montenegro 1 Österreich 8 Portugal 1 Schweiz 731 Schweden 1 Serbien 1 Taiwan/China 2 Türkei 1 Andere Länder 10
Deutschland Frankreich Griechenland Italien Liechtenstein Österreich Polen Schweiz Andere Länder
27 1 1 2 4 3 1 174 3
22 13 7 8 17 36 3 29 258 6 4 7 15 4 180 29 8 8 110 764
Total Deutschland Italien Liechtenstein Österreich Andere Länder Gesamttotal
23 2 22 6 6 823
Anzahl Bachelor-Studierende nach Herkunft 2007 Schweiz 764 Deutschland 23 Liechtenstein 22 Andere Länder 14
Entwicklung Anzahl Bachelor-Studierende 1998–2007
Unsere Absolventinnen und Absolventen 2007
FH-Diplom Insgesamt nahmen 231 Studierende ihr FHDiplom in Empfang. Das sind 37 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Diplomfeier mit ihren rund 1’000 Gästen wurde deshalb in zwei Teilen durchgeführt. Beide Male hielt Grossrätin Agathe Bühler die Festrede und Marie Louise Werth im Quartett umrahmte die Feier musikalisch. Zum letzten Mal wurden damit an der HTW Chur FH-Diplome verteilt. 2008 schliessen die Studierenden alle mit dem Titel Bachelor of Science ab.
(Foto oben v. l. n. r.) Simon Gander, Landquart, Telekommunikation/ Elektrotechnik; Notendurchschnitt 5.28, Preis der Firma Swisscom Solutions AG Corina Fontana, Flims, Prozess- und Anlagentechnik; Notendurchschnitt 5,50, Preis der Hilti AG, zusätzlicher Preis der Swiss Engineering für den besten Abschluss in den technischen Studiengängen sowie ein Spezialpreis im Bereich Technik der Firma Elektroswiss SEV für die beste Diplomarbeit Note 6.0 Sarah Ruch, Flawil, Informationswissenschaft; Notendurchschnitt 5,72, Preis der Graubündner Kantonalbank, bester Diplomabschluss aller Studiengänge Robert Ott, Bonaduz, Corina Fontana, Flims; beste technische Diplomarbeiten mit Note 6.0, Preis der Elektroswiss SEV Solveig Priebe, Deutschland, Tourism; Notendurchschnitt 5,46, Preis der Hotelleriesuisse (nicht auf dem Foto)
(Foto unten v. l. n. r.) Monique Dörig, Arbon, Bau und Gestaltung; Notendurchschnitt 5,27, Preis der SIA Graubünden Daniel Cavelti, Ilanz, Betriebsökonomie; Notendurchschnitt 5,30, Preis der Würth Holding GmbH
Studiengang Männer Frauen Total Bau und Gestaltung 23 6 29 Betriebsökonomie 44 20 64 Informationswissenschaft 9 37 46 Prozess- und Anlagentechnik 17 1 18 Telekommunikation/Elektrotechnik 18 0 18 Tourism 22 34 56
Nationalität Total Schweiz 209 Liechtenstein 9 Österreich 6 Deutschland 5 Niederlande 1 Dubai 1
Weiterbildung EN-Bau, MAS IS 21 Studierende konnten ihre Diplome in Emp-
fang nehmen. Sechs schlossen ihr Nachdiplomstudium in Energie und Nachhaltigkeit im Bauwesen (EN-Bau) ab, 15 erhielten ihr Diplom als Master of Advanced Studies in Information Science (MAS IS). Von den Diplomierten kamen acht aus dem Kanton Z端rich, je drei aus Graub端nden und Basel Stadt, je zwei aus Bern und Thurgau und je einer aus Solothurn, Zug und Aargau.
Oben: EN-Bau Unten: MAS IS
Weiterbildung NDS BWI 40 Personen haben ihr Nachdiplomstudium
zum/zur Betriebswirtschaftsingenieur/in abgeschlossen, darunter drei Frauen. Mit 17 Personen kam fast die Hälfte aus Graubünden, die anderen Studierenden wohnen in den Kantonen Zürich, St. Gallen, Schwyz und Glarus. Executive MBA 33 Personen, darunter 6 Frauen, nahmen ihr Diplom als Executive MBA in Empfang. Sie kamen aus 4 Ländern und 10 unterschiedlichen Kantonen, darunter auch sechs aus Graubünden.
Oben: NDS BWI Unten: Executive MBA
Höhere Berufsbildung Betriebswirtschafter/in HF Fünfzehn Absolventinnen und Absolventen haben die dreijährige Ausbildung zum/zur Betriebswirtschafter/in HF an der Höheren Fachschule für Wirtschaft Chur erfolgreich abgeschlossen. Elf davon kommen aus Graubünden. Die Rede an der Diplomfeier hielt Agathe Bühler-Flury, Standespräsidentin Graubünden. Fachdiplom öffentliche Verwaltung/NPO 14 erfolgreiche Absolventinnen und Absolventen des siebten Lehrgangs nahmen ihr Fachdiplom öffentliche Verwaltung und NonProfit-Organisationen in Empfang. Die Diplomrede hielt Regierungsrätin Eveline Widmer-Schlumpf.
Oben: Betriebswirtschafter/in HF Unten: Fachdiplom öffentliche Verwaltung/NPO
Technische Berufsmatura Technische Berufsmatura TBM 93 Technische Berufsmaturanden nahmen ihre Maturazeugnisse in Empfang. Über die Hälfte kam aus Graubünden, 26 stammen aus dem Kanton St. Gallen und 22 aus anderen Kantonen. Die besten Abschlüsse erzielten jeweils mit einem Durchschnitt von 5,4: Thierry Prongué, Buchs SG (Automechaniker), Valentin Trepp, Haldenstein GR (Steinmetz) und Reto Ventruto, Balzers FL (Chemielaborant).
Die besten Berufsmaturanden 2007.
HTW Chur Hochschule f端r Technik und Wirtschaft Ringstrasse/Pulverm端hlestrasse 57 CH-7004 Chur
HTW Chur, 5.2008
Telefon +41 (0)81 286 24 24 Telefax +41 (0)81 286 24 00 E-Mail hochschule@fh-htwchur.ch

References: Art. 7

Art. 5
 Art. 6
 Art. 2
 Art. 3

Art. 4

Art. 7
 Art. 8