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Timestamp: 2017-03-27 08:30:34+00:00

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Denkmalrechtliche Genehmigung Fast alle Eingriffe an Baudenkmalen unterliegen der Genehmigungspflicht, unabhängig davon, ob die Maßnahme baugenehmigungspflichtig ist.
Gemäß § 10 Abs.1 Nr.1 (NDSchG) bedarf einer Genehmigung der Denkmalschutzbehörde, wer ein Kulturdenkmal zerstören, verändern, instandsetzen oder wiederherstellen will.
So sind nach dem Denkmalschutzgesetz z. B. auch Erneuerungen von Dacheindeckungen, Anstrichen und Putzen, der Austausch/Reparatur von Fachwerkhölzern, Fenstern und Türen, der Einbau einer neuen Heizung, das Anbringen von Verkleidungen und Werbeanlagen sowie Abbrucharbeiten genehmigungspflichtig.
Dies ist erforderlich, um sicherzustellen, dass keine Schäden am Denkmal durch unsachgemäße Maßnahmen (z. B. durch zu dichten Anstrich) und keine Beeinträchtigung der Denkmaleigenschaft durch nicht denkmalgerechte Baustoffe (z.B. durch Kunststoff-Fenster oder Betonpfannen) entstehen.
Die Anforderungen beziehen sich nicht auf Instandsetzungsarbeiten, die sich nur auf Teile des Kulturdenkmales auswirken, welche für seinen Denkmalwert ohne Bedeutung sind (z.B. Reparaturen von Installationen)
Der Antrag ist schriftlich mit allen zur Beurteilung erforderlichen Unterlagen bei der unteren Denkmalschutzbehörde einzureichen. In der Regel sind mindestens Zeichnungen zum Bestand und zum geplanten Neuzustand sowie eine Maßnahmenbeschreibung und - begründung erforderlich.
Bei einfachen Maßnahmen reichen u. U. Fotos und eine Beschreibung. Welche Unterlagen im Einzelfall vorzulegen sind, ist abhängig vom Umfang der Maßnahme und sollte auf jeden Fall mit den zuständigen Denkmalbehörden abgestimmt werden) werden.
Für denkmalrechtliche Genehmigungen werden keine Gebühren erhoben. Sofern das Bauvorhaben auch baugenehmigungspflichtig nach der Niedersächsischen Bauordnung (NBauO) ist, schließt eine erforderliche Baugenehmigung die denkmalrechtliche Genehmigung mit ein, in diesem Fall entstehen Kosten nach der Baugebührenordnung.
Soweit der Haushaltsplan des Landes Niedersachsen dies zulässt, können Fördermittel zur Erhaltung und Instandsetzung von Denkmalen bereitgestellt werden.
Förderungswürdig sind die Kosten für den Erhalt denkmalwerter Substanz sowie ggflls. der Mehraufwand einer denkmalgerechten Ausführung. Der Antrag ist rechtzeitig vor Baubeginn über die untere Denkmalschutzbehörde an den Braunschweiger Stützpunkt des Landesamts zu stellen.
Voraussetzung für die Bewilligung ist die denkmalrechtliche Genehmigung der geplanten Maßnahme, darüber hinaus können Landeszuwendungen mit weiteren Auflagen verbunden werden.
Weitere Fördermöglichkeiten können bei Stiftungen (z.B. Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz) sowie die Behörde für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften – Amt für Landentwicklung angefragt werden.
Das Einkommensteuergesetz (EStG) sieht für Baudenkmale erweiterte Abschreibungsmöglichkeiten vor. Für welche Maßnahmen kann man die Abschreibungsmöglichkeit nach § 7i EStG in Anspruch nehmen?
Die erhöhte Abschreibung nach § 7i ff EStG wird gewährt für Maßnahmen an einem Gebäude, das nach den jeweiligen Vorschriften über Denkmalschutz und Denkmalpflege ein Baudenkmal ist, und die zur Erhaltung als Baudenkmal sowie zu einer sinnvollen Nutzung erforderlich sind. Nachträgliche Herstellungskosten an einem Baudenkmal können anstelle der üblichen linearen oder degressiven Abschreibung für Aufwendungen (AfA) erhöht abgesetzt werden:
Handelt es sich um Erhaltungsaufwendungen, können diese im Jahr der Bezahlung in voller Höhe als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung abgesetzt werden oder nach Ihrer Wahl auf 2 bis 5 Jahre gleichmäßig verteilt werden (§ 11a EStG).
Baudenkmale, die zu eigenen Wohnzwecken genutzt werden ( § 10f EStG):
•	Bei Baumaßnahmen, die vor dem 1.1.2004 begonnen wurden, können die Herstellungskosten verteilt über 10 Jahre mit jährlich 10 % abgesetzt werden.
•	Bei Baumaßnahmen, die ab dem 1.1.2004 begonnen werden, können die Herstellungskosten verteilt über 10 Jahre mit jährlich 9 % abgesetzt werden.
Dies gilt nur für Aufwendungen soweit sie noch nicht nach § 10 e EStG oder gemäß Eigenheimzulagegesetz berücksichtigt worden sind.
Die Abschreibung kann nur einmal (bei Eheleuten zweimal) in Anspruch genommen werden.
Ein weiterer Vorteil gegenüber anderen Eigenheimen besteht darin, dass auch anerkannte Kosten für genehmigte Erhaltungsaufwendungen (Sanierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen) absetzbar sind (unterschiedlich bei Einzeldenkmalen und Gruppen).
Baudenkmale die zur Einkunftserzielung genutzt werde, z. b. durch Vermietung ( § 7i EStG):
•	Bei Baumaßnahmen, die vor dem 1.1.2004 begonnen wurden, können die Herstellungskosten verteilt über zehn Jahre mit jährlich 10 % abgesetzt werden.
•	Bei Baumaßnahmen, die ab dem 1.1.2004 begonnen werden, können die Herstellungskosten im Jahr der Herstellung und in den folgenden sieben Jahren jeweils bis zu 9 % und in den folgenden vier Jahren mit jeweils 7 % als Werbungskosten abgesetzt werden (§ 52 Abs. 23b EStG 2004).
Dabei gibt es keine Einschränkung hinsichtlich der Anzahl der Objekte.
Der Erhaltungsaufwand kann anstelle der sonst vorgeschriebenen sofortigen Absetzung wahlweise auch auf zwei bis fünf Jahre verteilt werden.
Dadurch können sich erhebliche Steuereinsparungen ergeben.
Die Anschaffungskosten für den Erwerb der Altbausubstanz sowie die nicht begünstigten Herstellungskosten sind wie bei anderen der Einkunftserzielung dienenden älteren Gebäuden mit jährlich 2,5 % - bzw. 2 % bei Gebäuden, die nach dem 31.12.1924 fertiggestellt wurden - absetzbar.
Begünstigt sind Maßnahmen, wenn sie zum Erhalt oder zur sinnvollen Nutzung des Denkmals erforderlich sind. In der Regel werden Kosten für denkmalgerechte Lösungen, die der Anpassung an einen zeitgemäßen - jedoch nicht luxuriösen - Standart dienen, anerkannt.
Eine rechtzeitige Absprache mit den zuständigen Denkmalbehörden ist empfehlenswert, da nicht alle genehmigungsfähigen Maßnahmen auch begünstigt und damit förderungswürdig sind!
Die Steuerbescheinigung wird auf Antrag von der unteren Denkmalschutzbehörde ausgestellt.
Die Erteilung der Bescheinigung ist gebührenpflichtig, je nach Höhe der zu bescheinigenden Summe von 70,- bis 410,- € Ansprechpartner
Die Untere Denkmalschutzbehörde des Landkreises Wolfenbüttel ist zuständig für alle Belange der Kulturdenkmale, also Baudenkmale, Bodendenkmale ( auch archäologische Funde) und bewegliche Denkmale. Den zuständigen Sachbearbeiter finden Sie in der rechten Spalte.
Die Stadt Wolfenbüttel mit ihren Ortsteilen Adersheim, Ahlum, Atzum, Fümmelse, Groß Stöckheim, Leinde, Linden, Salzdahlum und Wendessen wird von der Unteren Denkmalschutzbehörde der Stadt Wolfenbüttel betreut. Bitte wenden Sie sich an:
Dipl.-Ing. Hans Mai
Tel. 05331 86376 Fax 05331 867815
E-mail: Hans.Mai@Wolfenbuettel.de	Ihr Ansprechpartner/in
Herr KaiSeehafer

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