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Timestamp: 2018-04-23 23:02:22+00:00

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§ 2 AufenthG. Begriffsbestimmungen
[Titelei] [Inhalt] [Quellen] [<] § 2 AufenthG [>]
Paragraf 2. Begriffsbestimmungen
[1. August 2017]
1§ 2. Begriffsbestimmungen.
2(2) Erwerbstätigkeit ist die selbständige Tätigkeit, die Beschäftigung im Sinne von § 7 des Vierten Buches Sozialgesetzbuch und die Tätigkeit als Beamter.
3(3) [1] Der Lebensunterhalt eines Ausländers ist gesichert, wenn er ihn einschließlich ausreichenden Krankenversicherungsschutzes ohne Inanspruchnahme öffentlicher Mittel bestreiten kann. 4[2] Nicht als Inanspruchnahme öffentlicher Mittel gilt der Bezug von:
55. Leistungen der Ausbildungsförderung nach dem Dritten Buch Sozialgesetzbuch, dem Bundesausbildungsförderungsgesetz und dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz,
66. öffentlichen Mitteln, die auf Beitragsleistungen beruhen oder die gewährt werden, um den Aufenthalt im Bundesgebiet zu ermöglichen und
77. Leistungen nach dem Unterhaltsvorschussgesetz.
[3] Ist der Ausländer in einer gesetzlichen Krankenversicherung krankenversichert, hat er ausreichenden Krankenversicherungsschutz. [4] Bei der Erteilung oder Verlängerung einer Aufenthaltserlaubnis zum Familiennachzug werden Beiträge der Familienangehörigen zum Haushaltseinkommen berücksichtigt. [5] Der Lebensunterhalt gilt für die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis nach § 16 als gesichert, wenn der Ausländer über monatliche Mittel in Höhe des monatlichen Bedarfs, der nach den §§ 13 und 13a Abs. 1 des Bundesausbildungsförderungsgesetzes bestimmt wird, verfügt. 8[6] Das Bundesministerium des Innern gibt die Mindestbeträge nach Satz 5 für jedes Kalenderjahr jeweils bis zum 31. August des Vorjahres im Bundesanzeiger bekannt.
(4) [1] Als ausreichender Wohnraum wird nicht mehr gefordert, als für die Unterbringung eines Wohnungssuchenden in einer öffentlich geförderten Sozialmietwohnung genügt. [2] Der Wohnraum ist nicht ausreichend, wenn er den auch für Deutsche geltenden Rechtsvorschriften hinsichtlich Beschaffenheit und Belegung nicht genügt. [3] Kinder bis zur Vollendung des zweiten Lebensjahres werden bei der Berechnung des für die Familienunterbringung ausreichenden Wohnraumes nicht mitgezählt.
9(5) Schengen-Staaten sind die Staaten, in denen folgende Rechtsakte in vollem Umfang Anwendung finden:
1. Übereinkommen zur Durchführung des Übereinkommens von Schengen vom 14. Juni 1985 zwischen den Regierungen der Staaten der Benelux-Wirtschaftsunion, der Bundesrepublik Deutschland und der Französischen Republik betreffend den schrittweisen Abbau der Kontrollen an den gemeinsamen Grenzen (ABl. L 239 vom 22.9.2000, S. 19),
2. die Verordnung (EG) Nr. 562/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. März 2006 über einen Gemeinschaftskodex für das Überschreiten der Grenzen durch Personen (ABl. L 105 vom 13.4.2006, S. 1) und
3. die Verordnung (EG) Nr. 810/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Juli 2009 über einen Visakodex der Gemeinschaft (ABl. L 243 vom 15.9.2009, S. 1).
10(7) Langfristig Aufenthaltsberechtigter ist ein Ausländer, dem in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union die Rechtsstellung nach Artikel 2 Buchstabe b der Richtlinie 2003/109/EG des Rates vom 25. November 2003 betreffend die Rechtsstellung der langfristig aufenthaltsberechtigten Drittstaatsangehörigen (ABl. EU 2004 Nr. L 16 S. 44), die zuletzt durch die Richtlinie 2011/51/EU (ABl. L 132 vom 19.5.2011, S. 1) geändert worden ist, verliehen und nicht entzogen wurde.
11(8) Langfristige Aufenthaltsberechtigung - EU ist der einem langfristig Aufenthaltsberechtigten durch einen anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union ausgestellte Aufenthaltstitel nach Artikel 8 der Richtlinie 2003/109/EG.
12(9) Einfache deutsche Sprachkenntnisse entsprechen dem Niveau A 1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (Empfehlungen des Ministerkomitees des Europarates an die Mitgliedstaaten Nr. R (98) 6 vom 17. März 1998 zum Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen - GER).
13(10) Hinreichende deutsche Sprachkenntnisse entsprechen dem Niveau A 2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen.
14(11) Ausreichende deutsche Sprachkenntnisse entsprechen dem Niveau B 1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen.
15(12) Die deutsche Sprache beherrscht ein Ausländer, wenn seine Sprachkenntnisse dem Niveau C 1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen entsprechen.
16(13) International Schutzberechtigter ist ein Ausländer, der internationalen Schutz genießt im Sinne der
1. Richtlinie 2004/83/EG des Rates vom 29. April 2004 über Mindestnormen für die Anerkennung und den Status von Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen als Flüchtlinge oder als Personen, die anderweitig internationalen Schutz benötigen, und über den Inhalt des zu gewährenden Schutzes (ABl. L 304 vom 30.9.2004, S. 12) oder
2. Richtlinie 2011/95/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Dezember 2011 über Normen für die Anerkennung von Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen als Personen mit Anspruch auf internationalen Schutz, für einen einheitlichen Status für Flüchtlinge oder für Personen mit Anrecht auf subsidiären Schutz und für den Inhalt des zu gewährenden Schutzes (ABl. L 337 vom 20.12.2011, S. 9).
17(14) Konkrete Anhaltspunkte im Sinne von § 62 Absatz 3 Satz 1 Nummer 5 können sein:
4. der Ausländer hat zu seiner unerlaubten Einreise erhebliche Geldbeträge an einen Dritten für dessen Handlung nach § 96 aufgewandt, die für ihn nach den Umständen derart maßgeblich sind, dass darauf geschlossen werden kann, dass er die Abschiebung verhindern wird, damit die Aufwendungen nicht vergeblich waren,
185. der Ausländer hat ausdrücklich erklärt, dass er sich der Abschiebung entziehen will,
195a. von dem Ausländer geht eine erhebliche Gefahr für Leib und Leben Dritter oder bedeutende Rechtsgüter der inneren Sicherheit aus oder
20(15) [1] Soweit Artikel 28 der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 26. Juni 2013 zur Festlegung der Kriterien und Verfahren zur Bestimmung des Mitgliedstaats, der für die Prüfung eines von einem Drittstaatsangehörigen oder Staatenlosen in einem Mitgliedstaat gestellten Antrags auf internationalen Schutz zuständig ist (ABl. L 180 vom 29.6.2013, S. 31), der die Inhaftnahme zum Zwecke der Überstellung betrifft, maßgeblich ist, gelten die in Absatz 14 genannten Anhaltspunkte entsprechend als objektive Kriterien für die Annahme einer Fluchtgefahr im Sinne von Artikel 2 Buchstabe n der Verordnung (EU) Nr. 604/2013. [2] Ein entsprechender Anhaltspunkt kann auch gegeben sein, wenn der Ausländer einen Mitgliedstaat vor Abschluss eines dort laufenden Verfahrens zur Zuständigkeitsbestimmung oder zur Prüfung eines Antrags auf internationalen Schutz verlassen hat und die Umstände der Feststellung im Bundesgebiet konkret darauf hindeuten, dass er den zuständigen Mitgliedstaat in absehbarer Zeit nicht aufsuchen will. [3] Auf das Verfahren auf Anordnung von Haft zur Überstellung nach der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 finden die Vorschriften des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit entsprechend Anwendung, soweit das Verfahren in der Verordnung (EU) Nr. 604/2013 nicht abweichend geregelt ist.
[29. Juli 2017–1. August 2017]
[1. August 2015–29. Juli 2017]
[6. September 2013–1. August 2015]
[1. August 2013–6. September 2013]
[26. November 2011–1. August 2013]
[28. August 2007–26. November 2011]
[1. Januar 2007–28. August 2007]
2. 1. August 2017: Artt. 1 Nr. 2 Buchst. a, 2 des Gesetzes vom 12. Mai 2017.
3. 28. August 2007: Artt. 1 Nr. 3 Buchst. a, 10 Abs. 1 des Gesetzes vom 19. August 2007.
4. 6. September 2013: Artt. 1 Nr. 2 Buchst. a, 7 S. 3 des Gesetzes vom 29. August 2013.
5. 1. August 2015: Artt. 1 Nr. 2 Buchst. a Doppelbuchst. aa, 9 S. 2 des Gesetzes vom 27. Juli 2015.
6. 1. August 2015: Artt. 1 Nr. 2 Buchst. a Doppelbuchst. bb, 9 S. 2 des Gesetzes vom 27. Juli 2015.
7. 1. August 2015: Artt. 1 Nr. 2 Buchst. a Doppelbuchst. cc, 9 S. 2 des Gesetzes vom 27. Juli 2015.
8. 1. August 2017: Artt. 1 Nr. 2 Buchst. b Doppelbuchst. aa, Doppelbuchst. bb, 2 des Gesetzes vom 12. Mai 2017.
9. 26. November 2011: Artt. 1 Nr. 2 Buchst. b, 13 des Gesetzes vom 22. November 2011.
10. 6. September 2013: Artt. 1 Nr. 2 Buchst. b, 7 S. 3 des Gesetzes vom 29. August 2013.
11. 6. September 2013: Artt. 1 Nr. 2 Buchst. c, 7 S. 3 des Gesetzes vom 29. August 2013.
12. 6. September 2013: Artt. 1 Nr. 2 Buchst. d, 7 S. 3 des Gesetzes vom 29. August 2013.
13. 6. September 2013: Artt. 1 Nr. 2 Buchst. d, 7 S. 3 des Gesetzes vom 29. August 2013.
14. 6. September 2013: Artt. 1 Nr. 2 Buchst. d, 7 S. 3 des Gesetzes vom 29. August 2013.
15. 6. September 2013: Artt. 1 Nr. 2 Buchst. d, 7 S. 3 des Gesetzes vom 29. August 2013.
16. 6. September 2013: Artt. 1 Nr. 2 Buchst. e, 7 S. 3 des Gesetzes vom 29. August 2013.
17. 1. August 2015: Artt. 1 Nr. 2 Buchst. b, 9 S. 2 des Gesetzes vom 27. Juli 2015.
18. 29. Juli 2017: Artt. 1 Nr. 2 Buchst. a, 9 des Gesetzes vom 20. Juli 2017.
19. 29. Juli 2017: Artt. 1 Nr. 2 Buchst. b, 9 des Gesetzes vom 20. Juli 2017.
20. 1. August 2015: Artt. 1 Nr. 2 Buchst. b, 9 S. 2 des Gesetzes vom 27. Juli 2015.
Umfeld von § 2 AufenthG
§ 1 AufenthG. Zweck des Gesetzes; Anwendungsbereich
§ 3 AufenthG. Passpflicht

References: § 2
 § 7
 § 16
 § 62
 § 96
 § 2

§ 1

§ 3