Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OLG%20Stuttgart&Datum=09.12.1998&Aktenzeichen=9%20U%20177/98
Timestamp: 2019-06-24 22:49:29+00:00

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OLG Stuttgart, 09.12.1998 - 9 U 177/98 - dejure.org
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OLG Stuttgart, 09.12.1998 - 9 U 177/98 (https://dejure.org/1998,11819)
OLG Stuttgart, Entscheidung vom 09.12.1998 - 9 U 177/98 (https://dejure.org/1998,11819)
OLG Stuttgart, Entscheidung vom 09. Dezember 1998 - 9 U 177/98 (https://dejure.org/1998,11819)
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Schadenersatz wegen fehlerhafter Beratung bei der Abwicklung eines Darlehensvertrages und bei einer Kapitalanlage; Recht zur vorzeitigen Kündigung des Darlehensvertrages; Merkmal der dinglichen Sicherheit ; Schutzbedürftigkeit eines typischen Konsumkreditnehmers; Maßgeblichkeit des Stadiums der Eintragung ins Grundbuch für das Vorliegen einer dinglichen Sicherung; Vereinbarung über die Bestellung eines vollwertigen Grundpfandrechtes; Entstehen des Kündigungsrechts während der Zinsbindungsfrist bei Freigabe des Darlehensgebers; Anspruch des Darlehensnehmers auf vorzeitige Ablösung ; Pflicht zum ungefragten Hinweis auf die Möglichkeit einer vorzeitigen Kreditablösung gegen Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung
BGB §§ 242, 609a Abs. 1 Nr. 2, § 676
Ausschluß des Verbaucherkreditgesetzes im Sinne des § 609a Abs. 1 Nr. 2 BGB durch grundpfandrechtliche Sicherung
BGB § 609a Abs. 1 Nr. 1 u. 2; VerbrKrG § 3 Abs. 2 Nr. 2
Kein Kündigungsrecht des Realkreditnehmers bei Austausch der dinglichen Sicherheit und deren zwischenzeitlichem Wegfall
Anforderungen an anlegergerechte Beratung; Verbraucherdarlehen i.S.d. § 609a Abs. 1 Nr. 2 BGB; fehlende Aufklärungspflicht des Darlehensgebers über Lösungsrechte des Darlehensnehmers
LG Stuttgart, 31.07.1998 - 22 O 125/98
WM 1999, 1007
Aus diesem Grund soll der Schuldner geschützt (vgl. Senat, Urteil vom 9. Dezember 1998 - 9 U 177/98 OLGR Stuttgart 1999, 113) und ihm deshalb die Möglichkeit der Kündigung eingeräumt werden.
Das Oberlandesgericht München verweist insoweit auf ein Urteil des Oberlandesgerichts Stuttgart (Urteil v. 09.12.1998 - 9 U 177/98), wobei dieser Verweis aber ohne Aussagekraft ist, weil das Oberlandesgericht Stuttgart seine Aussagen zum Verbraucherschutz ausdrücklich auf § 609a Abs. 1 Nr. 2 BGB a. F. bezogen hat, die Vorgängervorschrift zum hier relevanten § 489 Abs. 1 Nr. 2 BGB war jedoch § 609a Abs. 1 Nr. 3 BGB a. F. (jedenfalls insoweit zutreffend LG Stuttgart…, Urteil vom 12. November 2015 - 12 O 100/15 -, Rn. 50, juris).
Das Oberlandesgericht München verweist insoweit auf ein Urteil des Oberlandesgerichts Stuttgart (Urteil v. 09.12.1998 - 9 U 177/98), wobei dieser Verweis aber ohne Aussagekraft ist, weil das Oberlandesgericht Stuttgart seine Aussagen zum Verbraucherschutz ausdrücklich auf § 609a Abs. 1 Nr. 2 BGB a.F. bezogen hat, die Vorgängervorschrift zum hier relevanten § 489 Abs. 1 Nr. 2 BGB war jedoch § 609a Abs. 1 Nr. 3 BGB a. F. (jedenfalls insoweit zutreffend LG Stuttgart…, Urteil vom 12. November 2015 - 12 O 100/15 -, Rn. 50, juris).
Gegen die Anwendung von § 489 spricht vorliegend zusätzlich, dass es sich bei § 489 BGB wie bei der Vorgängervorschrift des § 609a BGB (vgl. OLG Stuttgart, Urteil vom 09.12.1998, 9 U 177/98, WM 1999, 1007ff.) um eine speziell verbraucherschützende Bestimmung handelt, die also nach Sinn und Zweck nicht zugunsten der Klägerin als Kreditinstitut eingreifen kann.
Es besteht schon keine Hinweispflicht der Bank auf eine bestehende Kündigungsmöglichkeit - und entsprechend auch auf ein Widerrufsrecht (vgl. OLG Stuttgart, Urt. v. 09.12.1998, Az. 9 U 177/98, WM 1999, 1007).
Kreditsicherung: Verpflichtung einer Bank zum Sicherheitenaustausch im Rahmen …
Die Klägerin kann sich insoweit nicht auf das Senatsurteil vom 09.12.1998 (WM 99, 1007) berufen.

References: § 676
 § 609
 § 609
 § 3
 § 609
 § 609
 § 489
 § 609
 § 609
 § 489
 § 609
 § 489
 § 489
 § 609