Source: https://www.lecturio.de/jura/tierhalterhaftung-duldungspflicht-906.vortrag
Timestamp: 2020-07-02 10:13:45+00:00

Document:
§ 906 Duldungspflicht & Tierhalterhaftung: Deliktsrecht
Vertiefung Deliktsrecht 7: Fortsetzung Gefährdungshaftung- Tierhalterhaftung und Duldungspflicht § 906
Vertiefung Deliktsrecht 7: Fortsetzung Gefährdungshaftung- Tierhalterhaftung und Duldungspflicht § 906 von Prof. Dr. John Montag
Der Vortrag „Vertiefung Deliktsrecht 7: Fortsetzung Gefährdungshaftung- Tierhalterhaftung und Duldungspflicht § 906“ von Prof. Dr. John Montag ist Bestandteil des Kurses „Schuldrecht Besonderer Teil“. Der Vortrag ist dabei in folgende Kapitel unterteilt:
Examensfall zu § 833 und § 906 BGB
1. Anspruchsgrundlage § 833 S. 1
1.1 Sachbeschädigung
1.2 Biene als Luxustier
1.3 Tierhalter
1.4 Kausalität, Schutzzweck der Norm
1.5 Rechtswidrigkeit
1.6 Duldungspflicht § 906
1.6.1 Gas, Ruß, Geräusche..…ähnliche Einwirkung
1.6.2 Wesentliche ortsübliche Beeinträchtigung
1.6.3 Wirtschaftlich zumutbare Verhinderungsmöglichkeit
Ergebnis: Duldungspflicht (+)
2. Anspruch auf Geldausgleich § 906 II 2
Wodurch unterscheidet sich die Tierhalterhaftung nach § 833 S. 1 BGB für Luxustiere von der Tierhalterhaftung nach § 833 S. 2 BGB für Nutztiere?
Durch die Zweckbestimmung des Tieres.
Durch die Gefährdungshaftung.
Durch die erfassten Rechtsgutsverletzungen.
Durch den Schutzzweck der Norm.
Was trifft auf Nutztiere im Sinne des § 833 S. 2 BGB zu?
Sie sind individuell relativ beherrschbar.
Sie sind Haustiere, die dem Erwerb oder Unterhalt des Tierhalters dienen.
Sie sind Wildtiere, die dem Erwerb oder Unterhalt des Tierhalters dienen.
Jedes Haustier ist auch Nutztier.
Jedes Tier, das dem Erwerb oder Unterhalt des Tierhalters dient, ist Nutztier.
Welche Aussage zum Schutzzweck des § 833 BGB ist unzutreffend?
Nach der herrschenden Meinung sind tierische Verhaltensweisen, die den Regelfall des Verhaltens des jeweiligen Tieres darstellen nicht vom Schutzzweck der Norm erfasst.
§ 833 BGB soll vor der typischen Tiergefahr schützen.
Der Schutzzweck der Norm ist erfüllt, wenn sich die typische Tiergefahr in der Rechtsgutsverletzung realisiert hat.
Die typische Tiergefahr liegt in der Unbeherrschbarkeit des Tieres und der Unvorhersehbarkeit tierischen Verhaltens.
Unter § 906 BGB können Einwirkungen durch folgende Immissionen fallen:
Einwirkungen durch Gase, Dämpfe, Gerüche, Rauch, Ruß, Staub.
Einwirkungen durch Laub, Nadeln, Bienen, Fliegen.
Einwirkungen durch Musik oder Licht durch Lampen und Reklame.
Einwirkungen wie Lärm durch Sport, von Fahrzeugen, Flugzeugen, Kindern.
Das Betreten des Grundstücks durch Hunde, Katzen, Hühner, Kaninchen.
Welche Aussage zu § 906 BGB ist zutreffend?
Unwesentliche Beeinträchtigungen müssen geduldet werden.
Wesentliche Beeinträchtigungen müssen nie geduldet werden.
Wesentliche Beeinträchtigungen müssen immer geduldet werden, wenn sie ortsüblich sind.
Wesentliche Beeinträchtigungen müssen immer geduldet werden, wenn sie nicht auf wirtschaftlich zumutbare Weise verhindert werden können.
Dozent des Vortrages Vertiefung Deliktsrecht 7: Fortsetzung Gefährdungshaftung- Tierhalterhaftung und Duldungspflicht § 906

References: § 906
 § 906
 § 906
 § 833
 § 906
 § 833
 § 906
 § 906
 § 833
 § 833
 § 833
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§ 833
 § 906
 § 906
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