Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerfG&Datum=04.12.2003&Aktenzeichen=2%20BvR%201107/03
Timestamp: 2019-12-08 16:55:36+00:00

Document:
BVerfG, 04.12.2003 - 2 BvR 1107/03 - dejure.org
https://dejure.org/2003,3743
BVerfG, 04.12.2003 - 2 BvR 1107/03 (https://dejure.org/2003,3743)
BVerfG, Entscheidung vom 04.12.2003 - 2 BvR 1107/03 (https://dejure.org/2003,3743)
BVerfG, Entscheidung vom 04. Dezember 2003 - 2 BvR 1107/03 (https://dejure.org/2003,3743)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2003,3743) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Art. 103 Abs. 2 GG; Art. 7 EMRK; § 258 Abs. 1 StGB; § 11 Abs. 1 Nr. 8 StGB; § 111d StPO
Bestimmtheitsgebot; Analogieverbot; Auslegung (Wortlautgrenze; kein Verbot der teleologischen, weiten Auslegung; Verwendung auslegungsbedürftiger Rechtsbegriffe; Vorhersehbarkeit der Strafandrohung); Strafvereitelung; Verfall; Arrest
Zum Umfang des strafrechtlichen Analogieverbotes
Zur Frage der Annahme einer Verfassungsbeschwerde zur Entscheidung; Strafrechtliches Analogieverbot nicht gleichbedeutend mit weiter Wortlautauslegung der Norm
AG Wuppertal, 21.05.2003 - 8 (A) Gs 408/03
AG Wuppertal, 21.05.2003 - 8 (A) Gs 409/03
LG Wuppertal, 12.06.2003 - 22 Qs 18/03
BVerfGK 2, 174
Strafvereitelung; Maßnahmevereitelung (Maßnahme; strafprozessuale …
Kein anderes Ergebnis folgt aus dem vom Landgericht zur Begründung herangezogenen Nichtannahmebeschluss des Bundesverfassungsgerichts (vgl. BVerfG wistra 2004, 99).
Auch bei einer Rüge der Verletzung des Art. 103 Abs. 2 GG ist es jedoch nicht Aufgabe des Bundesverfassungsgerichts, seine Auffassung von der zutreffenden oder überzeugenden Auslegung des einfachen Rechts an die Stelle derjenigen der Strafgerichte zu setzen (vgl. BVerfGK 2, 174 ).
Es überschreitet mithin nicht die Wortlautgrenze des § 258 Abs. 1 StGB, in der Vereitelung von strafprozessualen Maßnahmen nach § 111 d StPO, die der Realisierung der späteren Verfallsanordnung dienen sollen, zugleich auch eine Vereitelungshandlung der Durchsetzung des Verfallsanspruchs selbst zu sehen (vgl. BVerfG, Beschluss v. 04.12.2003 - 2 BvR 1107/03 -).
Es überschreitet mithin nicht die Wortlautgrenze des § 258 Abs. 1 StGB, in der Vereitelung von strafprozessualen Maßnahmen nach § 111 d StPO, die der Realisierung der späteren Verfallsanordnung dienen sollen, zugleich auch eine Vereitelungshandlung der Durchsetzung des Verfallsanspruchs selbst zu sehen (vgl. BVerfG, Beschluss vom 04.12.2003, wistra 2004, 99).

References: Art. 103
 Art. 7
 § 258
 § 11
 § 111
 Art. 103
 § 258
 § 111
 § 258
 § 111