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Timestamp: 2017-06-26 01:58:38+00:00

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Definition: Das Totenfürsorgerecht, ist das Recht und die Pflicht für die Beerdigung des Verstorbenen zu sorgen und insbesondere die Bestattungsart und den Bestattungsort zu bestimmen. Findet sich niemand, sind keine Angehörigen da, dann kümmert sich das Sozialamt darum. Dieses Totenfürsorgerecht steht übrigens nicht automatisch den Erben zu. Das Totenfür-sorgerecht obliegt vielmehr den nächsten Verwandten und damit in erster Linie dem Ehegatten, ersatzweise den Kindern und erst dann den nächsten Verwandten. Die Toten-fürsorgeberechtigten haben die Pflicht, die Kosten der Bestattung zunächst zu begleichen. Sie erhalten jedoch durch diese Zahlung einen Erstattungsanspruch gegenüber den Erben, die gemäß §1968 BGB letztlich für die Bestattungskosten aufzukommen haben. Ist bei den Erben jedoch kein Geld zu holen und ist der Nachlass überschuldet, können die Totenfür-sorgeberechtigten eventuell auf ihren Kosten sitzenbleiben.
Sollten Hinterbliebene unterschiedliche Auffassungen haben, so ist gerichtliche Klärung möglich. Erblasser können durch rechtzeitige anwaltliche Beratung und einer Bestattungsvorsorgebestimmung dafür sorgen, dass es später nicht zu einem Streit zwischen den Angehörigen kommt. Über das Totenfürsorgerecht und Grundzüge des Erbrechts berät sie
Rechtsanwalt Thomas Eschle Rennstr. 2 70499 Stuttgart Tel : 0711-2482446 E- Mail : KanzleiEschle@t-online.dewww.rechtsanwalt-eschle.de ( ausführliche Homepage Eingestellt von
Erbrecht in Deutschland, ein erster Überblick von Rechtsanwalt Thomas Eschle, Stuttgart
Nachfolgend werden nicht alle erbrechtlichen Konstellationen behandelt, sondern
dieser Fachaufsatz bietet einen ersten Überblick über das deutsche Erbrecht. Zunächst
sollte man über die gesetzliche Erbfolge Bescheid wissen. Im Bürgerlichen
Gesetzbuch (BGB) wird der Verstorbene als Erblasser bezeichnet. Es erben die Verwandten
des Verstorbenen. Die Verwandten werden nach Ordnungen gegliedert. Lebt nur ein
Verwandter höherer Ordnung, schließt dieser Verwandte, die niedrigeren
Verwandten vom Erbe aus.
Zur ersten Ordnung gehören deshalb die Abkömmlinge, also Kinder, Enkel,
Urenkel usw. – die gerade Linie nach unten. Mehrere Kinder erben immer zu
gleichen Teilen. Ein Kind schließt seine eigenen Kinder aus, solange es lebt.
Lebt ein Kind nicht mehr, treten die Kinder des Kindes, also die Enkel des Erblassers
an dessen Stelle. Erben zweiter Ordnung, § 1925 BGB
Wenn es keine Erben erster Ordnung gibt, werden die Erben in der zweiten
Ordnung gesucht. Die Eltern des Erblassers und deren Kinder ( also die Geschwister
des Erblassers) bilden die Erben zweiter Ordnung. Leben die Eltern beide, so
schließen Sie die Abkömmlinge, also die Geschwister aus. Die Geschwister kommen dann daran,
wenn wenigstens ein Elternteil nicht mehr lebt. Dann übernehmen die Geschwister
dessen Erbteil. Lebt ein Geschwister nicht mehr, bekommen dessen Kinder (also die Neffen und Nichten des Erblassers) den Erbteil. Erben dritter Ordnung, § 1926 BGB Wenn weder Eltern noch
Geschwister bzw. Geschwisterkinder vorhanden sind, tritt die dritte Ordnung
ein. Die Großeltern und deren Abkömmlinge, also Onkel und Tanten des Erblassers
sind nun an der Reihe. Zunächst erben die Großeltern, leben diese nicht mehr
sind die Kinder der Großeltern dran. Lebt noch ein Grosselternteil teilt sich dieser das Erbe mit den Kindern des verstorbenen Grosselternteils.
Es gibt auch Erben weiterer Ordnungen § 1928 BGB, nur da wird es
Erbrecht des Ehegatten,§1931 BGB Nicht zu vergessen: Bei der
Zugewinngemeinschaft erbt der Ehegatte die Hälfte, wenn Kinder da sind, sonst drei
Viertel, § 1931 BGB. Entsprechend reduziert sich der Anteil der Kinder. Sind weder Verwandte der ersten oder der
zweiten Ordnung, noch Großeltern vorhanden, so erhält der Ehegatte die ganze
Das eigenhändig geschriebene und
unterschriebene Testament
also handschriftliche Abfassung mit eigener Unterschrift mit räumlicher
Abschlußfunktion ist notwendig, sonst ist das Testament nichtig, § 2247 I BGB.
Weiter ist nach § 2247 II BGB eine Datums- und Ortsangabe wichtig für eine Beweissicherung
bei späterer möglicher Testierunfähigkeit und bei einem denkbarem Widerruf des Testaments. Das zeitlich jüngere Testament ersetzt das zeitlich ältere Testament. Ehegattentestament
Wollen Sie Ihren Ehegatten abweichend von der gesetzlichen
Erbfolge versorgen, müssen Sie ein Testament errichten. Bei Ehegatten und
Lebenspartnern ist ein gemeinsam unterschriebenes Testament möglich, welches
von einem Ehegatten/ Lebenspartner schriftlich verfasst wurde. Als
Gestaltungsmodelle kommen insbesondere das gemeinschaftliche Testament ohne
Einsetzung von Schlusserben, das Berliner Testament, die Vor- und Nacherbfolge
oder die Zuwendung eines Vermächtnisses in Betracht.
Der Anwaltstipp mit der Lebensversicherung: Die wirtschaftliche Versorgung Ihres Ehegatten können Sie insbesondere auch
durch eine Lebensversicherung gewährleisten. Dabei handelt es sich um eine
Vermögensübertragung unter Lebenden auf den Todesfall, die zur Folge hat, dass
der Vermögenswert (in diesem Fall die Versicherungssumme) zum Zeitpunkt des
Erbfalls nicht in den Nachlass fällt. Damit können Sie auch
Pflichtteilsansprüche Ihrer Kinder mindern.
Ein Pflichtteil steht nur den nächsten Angehörigen zu. Dies
sind Abkömmlinge (Kinder, Enkel, Urenkel, nichteheliche Kinder, adoptierte
Kinder; entfernte Abkömmlinge, z.B. Enkel, sind nur berechtigt, wenn nähere
Abkömmlinge nicht mehr vorhanden sind). Ehegatten, wenn zum Zeitpunkt des Erbfalls die Ehe noch
wirksam bestand. Die Eltern sind dann mit einem Pflichteilsrecht dran, wenn
keine Abkömmlinge vorhanden sind. Geschwister und Großeltern des Erblassers
sind nicht pflichtteilsberechtigt. Der Pflichtteilsanspruch besteht in Höhe der
Hälfte des Wertes des gesetzlichen Erbteils. Somit ist zunächst der gesetzliche
Erbteil zu ermitteln. Bei der Berechnung des Pflichtteils sind alle Verwandten
zu berücksichtigen, die aufgrund von Erbunwürdigkeit, Ausschlagung oder
Enterbung von der Erbfolge ausgeschlossen worden sind (siehe § 2310 BGB), nicht
jedoch diejenigen, die aufgrund eines Erbverzichts nicht Erbe geworden sind.
Bei der Ausgestaltung eines Testaments sind wichtige Formalien zu berücksichtigen. Gerichte haben zum Beispiel entschieden, dass die konkrete Benennung des zukünftigen Erben. erforderlich ist.
So ist eine letztwillige Verfügung beispielsweise nichtig, mit der zum Erben
die Person eingesetzt wird, die „sich bis zu meinem Tode um mich kümmert“.
Im Erbrecht steckt die Tücke im Detail. Diese Zusammenstellung soll ihnen einen ersten Überblick geben. Sie erhalten bei mir zeitnah einen ersten
Beratungstermin in meiner Kanzlei über mein Kanzleisekretariat unter der
Telefonnummer 0711-2482446. Rechtsanwalt Thomas Eschle
http://rechtsanwalt-eschle.info/impressum.html
(Impressum und Kanzleidaten) Eingestellt von

References: §1968
 § 1925
 § 1926
 § 1928
 § 1931
 § 2247
 § 2247
 § 2310