Source: http://lexbrowser.provinz.bz.it/doc/20141121/de/lp-2002-14/landesgesetz_vom_15_november_2002_nr_14.aspx?view=1
Timestamp: 2020-04-09 01:35:49+00:00

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Art. 2 (Festlegung des Bedarfs)
(1) Die Landesregierung legt, nach Anhören des Landeskomitees für die Planung im Gesundheitswesen, folgenden Bedarf fest:
den mehrjährigen und jährlichen Ausbildungsbedarf an Gesundheitsberufen und Spezialisierungen,
an Ärzten für Allgemeinmedizin,
an Fachärzten mit Bezug auf die Fachrichtungen.
(2) Der Bedarf laut den Buchstaben b) und c) wird nach Anhören der Ärzte- und Zahnärztekammer festgelegt.
Beiträge an Körperschaften und öffentliche und private Einrichtungen gewähren, die im Sinne von Artikel 49 des Landesgesetzes vom 5. März 2001, Nr. 7, akkreditiert sind, und zwar für die Durchführung von Initiativen der Grundausbildung, der Fachausbildung und der ständigen Weiterbildung,
Art. 7 (Vollzeitlehrgang)
(1) Der Lehrgang ist ein Vollzeitlehrgang. Die Teilnehmer sind verpflichtet, den praktischen und theoretischen Unterricht zu besuchen.
(1) Für die Dauer des Vollzeitlehrganges ist dem Arzt jede freiberufliche Tätigkeit sowie jedes vertragsgebundene oder befristete Arbeitsverhältnis mit dem gesamtstaatlichen oder Landesgesundheitsdienst sowie mit Körperschaften und öffentlichen oder privaten Einrichtungen untersagt. Ausgenommen ist die zeitweilige Vertretung von mit dem Gesundheitsdienst vertragsgebundenen Ärzten der Allgemeinmedizin. Der Arzt kann außerdem in die Verzeichnisse für den Bereitschaftsdienst während der Nacht, an Feiertagen und als Touristenarzt eingetragen werden, darf aber nur dann eingesetzt werden, wenn keine bereits in den genannten Verzeichnissen eingetragenen Ärzte zur Verfügung stehen.
(1) Die Wettbewerbsausschreibung für die Zulassung zur dreijährigen Sonderausbildung in Allgemeinmedizin wird von der Landesregierung genehmigt und im Amtsblatt der Region veröffentlicht. 2)
(1) Die Modalitäten für die Zulassungsprüfung und die Erstellung der Rangordnung werden in der Wettbewerbsausschreibung festgelegt. 3)
(2) Die Personen laut Absatz 1 Buchstabe d) müssen entweder einen mit dem Laureatsdiplom verbundenen Zweisprachigkeitsnachweis (A) oder einen von einem anderen Institut ausgestellten Nachweis besitzen, der laut Durchführungsverordnung zu diesem Gesetz für die Feststellung der erforderlichen Sprachkenntnisse gültig ist.
(3) Die Mitglieder laut Absatz 1 Buchstabe d) werden vom Landesrat/von der Landesrätin für Gesundheitswesen ernannt, während die Mitglieder laut Absatz 1 Buchstaben b) und c) von der Ärzte- und Zahnärztekammer der Provinz Bozen vorgeschlagen werden. 4)
das Programm, die Gliederung und die Ziele der Ausbildung;
(1) Die Sonderausbildung in Allgemeinmedizin gliedert sich in theoretische und praktische Ausbildungsinhalte. Der Unterricht, insbesondere der theoretische, erfolgt soweit als möglich zu gleichen Teilen in italienischer und in deutscher Sprache.
(2) Die Ausbildung umfasst mindestens 4.800 Stunden, von denen zwei Drittel der praktischen Ausbildung gewidmet sind, die in den laut Artikel 16 Absatz 1 Buchstabe f) akkreditierten Strukturen stattfindet. 5)
(3) Ärzte/Ärztinnen, welche mit Landesstipendium die Sonderausbildung in Allgemeinmedizin in der Provinz Bozen absolviert haben, sind verpflichtet, nach erfolgter Sonderausbildung ihre Tätigkeit auf dem Landesgebiet auszuüben, wobei Zeitraum und Modalitäten in der Durchführungsverordnung zu diesem Gesetz festgelegt werden. 6)
(4) Der Arzt/Die Ärztin für Allgemeinmedizin, der/die es ablehnen sollte, seine/ihre Tätigkeit auf dem Landesgebiet auszuüben oder der seine/die ihre Ausbildung vor Abschluss derselben abbricht oder der/die die Sonderausbildung in Allgemeinmedizin wegen Nichtbestehens der Abschlussprüfung oder wegen zweimaliger negativer Bewertung desselben Ausbildungsabschnittes gemäß Artikel 19 nicht abschließt, ist verpflichtet, die während der Ausbildungszeit erhaltenen Zuwendungen zuzüglich der gesetzlichen Zinsen ab dem Zeitpunkt des Erhalts der Zuwendung zurückzuzahlen. Die diesbezüglichen Modalitäten werden in der Durchführungsverordnung zu diesem Gesetz festgelegt. 6)
(5) Die in den Absätzen 3 und 4 erwähnten Bedingungen sind in den Ausschreibungen der Sonderausbildung in Allgemeinmedizin anzuführen. Außerdem muss der Arzt/die Ärztin für Allgemeinmedizin bei der Einschreibung eine Erklärung über die ausdrückliche Annahme der Bedingungen laut den Absätzen 3 und 4 vorlegen. 6)
Die Absätze 3, 4 und 5 wurden hinzugefügt durch Art. 14 Absatz 5 des L.G. vom 19. Juli 2013, Nr. 9.
(1) Die Tutoren sind Ärzte für Allgemeinmedizin, die seit mindestens 10 Jahren mit dem gesamtstaatlichen oder Landesgesundheitsdienst vertragsgebunden sind, sowie vertragsgebundene Kinderärzte freier Wahl, was den Bereich der pädiatrischen Ausbildung betrifft. Diese müssen seit mindestens 10 Jahren mit dem gesamtstaatlichen oder Landesgesundheitsdienst vertragsgebunden sein, eine Patientenanzahl aufweisen, welche mindestens die Hälfte der zugelassenen Höchstzahl beträgt, und in einer gemäß Artikel 16 akkreditierten Struktur ihre Tätigkeit ausüben. Ärzte, die eine Lehrtätigkeit oder die Funktion als Tutor oder Koordinator ausüben, werden in ein eigens erstelltes Landesverzeichnis eingetragen.
(2) Die Mitglieder laut Absatz 1 Buchstaben b) und c) werden auf Vorschlag der Ärzte- und Zahnärztekammer der Provinz Bozen ernannt.7)
(1)Das Land kann mit italienischen Universitäten sowie mit Universitäten und anderen zuständigen öffentlichen oder privaten Einrichtungen der Mitgliedstaaten der Europäischen Union Vereinbarungen zur Errichtung von Stellen zur Facharztausbildung abschließen.8)
(2) Der Facharzt, welcher es ablehnen sollte, seine Tätigkeit auf dem Landesgebiet auszuüben oder welcher vorzeitig vom Arbeitsverhältnis oder von der Tätigkeit zurücktritt oder seine Ausbildung vor Abschluss derselben abbricht, ist verpflichtet, die während der Ausbildungszeit erhaltenen Zuwendungen zuzüglich der gesetzlichen Zinsen ab dem Zeitpunkt des Erhalts der Zuwendung zurückzuzahlen. Die diesbezüglichen Modalitäten werden in der Durchführungsverordnung zu diesem Gesetz festgelegt.
(1)Das Land kann zur Facharztausbildung an Universitäten oder anderen zuständigen öffentlichen oder privaten Einrichtungen der Mitgliedstaaten der Europäischen Union finanzielle Zuwendungen gewähren.9)
(2)Zu dem in Absatz 1 genannten Zweck kann das Land, auch außerhalb der im Abschnitt II dieses Titels erwähnten Vereinbarungen, mit italienischen Universitäten sowie mit Universitäten und anderen zuständigen öffentlichen oder privaten Einrichtungen der Mitgliedstaaten der Europäischen Union entsprechende Vereinbarungen abschließen.10)
(3) Die Durchführungsverordnung kann die Gewährung einer bestimmten Zusatzentschädigung zu Gunsten jener vorsehen, welche eine Ausbildungsstelle innehaben.
Art. 34-50 11)
Art. 51 12)
Art. 52 13)
Art. 53 14)
Art. 54 15)
Art. 55 16)
Art. 56 17)
Art. 57 18)
Art. 59 20)
Art. 60 21)
Art. 62 22)
n) Dekret des Landeshauptmanns vom 20. Oktober 2003, Nr. 46 

References: Art. 7
 Art. 14

Art. 34

Art. 51

Art. 52

Art. 53

Art. 54

Art. 55

Art. 56

Art. 57

Art. 59

Art. 60

Art. 62