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Timestamp: 2018-05-26 00:35:25+00:00

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Direktversicherung Entgeltumwandlung
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Was ist eine Direktversicherung mit Entgeltumwandlung?
Die Direktversicherung ist eine Versicherung, die der Arbeitgeber auf das Leben seines Arbeitnehmers abschließt. Wird die Versicherung durch Entgeltumwandlung finanziert, so sind der Arbeitnehmer bzw. seine Hinterbliebenen hinsichtlich der Leistungen von Beginn an unwiderruflich bezugsberechtigt. Der Arbeitgeber ist Versicherungsnehmer und entrichtet die Beiträge an die Direktversicherung. Im Versorgungsfall leistet der Versicherer direkt an den Arbeitnehmer bzw. dessen Hinterbliebene.
Was ist die Entgeltumwandlung?
Arbeitgeber und Arbeitnehmer vereinbaren eine Änderung des Arbeitsvertrages. Im Rahmen der sog. „Umwandlungsvereinbarung“ (vertragliche Vereinbarung und Ergänzung des Arbeitsvertrages) wird künftiges Entgelt für Zwecke der Altersversorgung verwendet.
Arbeitnehmer, die unter tarifvertragliche Regelungen fallen und lediglich Tarifeinkommen beziehen, können Entgelt nur dann umwandeln, wenn der Tarifvertrag dies vorsieht oder zumindest mittels sog. Tariföffnungsklausel zulässt (§ 17 Abs. 5 Betriebsrentengesetz).
Direktversicherung Entgeltumwandlung - Auswirkungen beim
In der Anwartschaftszeit (Ansparphase)
Die Beitragszahlungen sind bis zu 4 % der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung (BBG West) lohnsteuerfrei gem. § 3 Nr. 63 EStG. Für das Jahr 2011 sind es somit 2.640,- Euro (monatlich 220,- Euro). Zusätzlich können 1.800 Euro p.a. steuerfrei eingezahlt werden, sofern für den Arbeitnehmer keine pauschalversteuerten Beiträge in einen sog. „Altvertrag“ gem. § 40b EStG geleistet werden.
Die Beiträge gem. § 3 Nr. 63 EStG aus einer Entgeltumwandlung unterliegen bis zu 4 % der BBG West nicht der Beitragspflicht zur Sozialversicherung (§ 2 Arbeitsentgeltverordnung).
In der Leistungsphase (Rentenbezugsphase)
Die Leistungen aus der Direktversicherung sind als sonstige Einkünfte steuerpflichtig gem. § 22 Nr. 5 EStG. Der Versorgungsempfänger kann ggf. Freibeträge nutzen:
Werbungskosten-Pauschbetrag in Höhe von 102,- Euro gem. § 9 a EStG
Altersentlastungsbetrag gem. § 24a EStG
Die Leistungen aus der Direktversicherung unterliegen der Beitragspflicht zur gesetzlichen Kranken- und Pflegepflichtversicherung der Rentner. Bei einer Kapitalauszahlung erfolgt die Beitragszahlung pauschal über einen Zeitraum von 10 Jahren mit einer monatlichen Bezugsgröße von 1/120 der Kapitalzahlung.
Vorteile für die Arbeitnehmer
Aufbau einer staatlich geförderten Altersversorgung mit Hilfe exklusiver Honorartarife, die kostenschlank kalkuliert sind( ohne teure Provisionen und sonstige Abschlusskosten) und dadurch eine bis zu 40 Prozent höhere Kapitalauszahlung oder Rente garantieren
Wahl zwischen Kapitalabfindung oder Rentenzahlung zum Rentenbeginn
Steuerfreie Einzahlung in die Direktversicherung bis zu 4 % der BBG West
Zusätzlich 1.800 Euro p.a. steuerfrei, sofern keine Beiträge gem. § 40b EStG geleistet werden (Zusatzbeitrag)
Hartz-IV-sichere Altersversorgung
Einsparung von Beiträgen zur Sozialversicherung, bei Umwandlungen unterhalb der Beitragsbemessungsgrenzen (nur aus Beiträgen bis zu 4 % der BBG, nicht aber aus dem Zusatzbeitrag 1.800 Euro)
Sehr einfache Handhabung und Umsetzung
Das angesammelte Deckungskapital des Direktversicherungsvertrages zählt nicht zum Vermögen des Arbeitgebers, da das Bezugsrecht beim Arbeitnehmer und seinen Hinterbliebenen liegt. Es ist somit nicht in der Bilanz auszuweisen. Es werden keine Rückstellungen als Ausweis der übernommenen Verbindlichkeiten gebildet.
Die Versicherung erbringt die Leistungen direkt an den Rentner bzw. an die berechtigte „Hinterbliebenen“ (Ehepartner, Lebenspartner, Lebensgefährten, Kinder). Beim Arbeitgeber fallen keine weiteren Verwaltungstätigkeiten an.
Auslagerung der Verwaltung auf einen Versicherer (Direktversicherungsanbieter)
keine Zusatzkosten und keine Bilanzberührung
Einsparung von Beiträgen zur Sozialversicherung bei Entgeltumwandlungen unterhalb der Beitragsbemessungsgrenzen
Sehr einfache Handhabung und Umsetzung der Versorgungslösung
Besonderheiten aus dem Betriebsrentengesetz (BetrAVG)
Regelungen bei vorzeitigem Ausscheiden
Bei vorzeitigem Ausscheiden aus dem Unternehmen sind die durch Entgeltumwandlung finanzierten Anwartschaften grundsätzlich unverfallbar. Hinsichtlich der Fortführung des Vertrages bestehen mehrere Möglichkeiten:
Die Versicherungsnehmereigenschaft kann auf den Arbeitnehmer übertragen werden (sog. versicherungsvertragliche Lösung)
1) Ansammlung der Überschüsse von Beginn an zugunsten des Arbeitnehmers
2) ) Innerhalb von 3 Monaten nach Ausscheiden:
- unwiderrufliches Bezugsrecht muss eingerichtet sein
- evtl. Abtretungen oder Beleihungen müssen aufgehoben sein
- evtl. Beitragsrückstände müssen ausgeglichen sein
- In der Entgeltumwandlung ist dem Arbeitnehmer von Beginn an ein unwiderrufliches Bezugsrecht einzuräumen.
Der Vertrag kann beim bisherigen Arbeitgeber verbleiben und beitragsfrei fortgeführt werden.
Die Versicherungsnehmereigenschaft kann auf den neuen Arbeitgeber übertragen werden.
Der Arbeitnehmer hat einen Anspruch auf Übertragung des bisher gebildeten Kapitals auf das versicherungsförmige Versorgungswerk des neuen Arbeitgebers im Rahmen der sogenannten Portabilitätsregeln.
Daneben gelten die Regelungen des Deckungskapital-Übertragungsabkommens der privaten Versicherungswirtschaft.
Pflicht zur Anpassungsprüfung einer laufenden Rente
Generell unterliegen laufende Rentenleistungen einer Anpassungsprüfungspflicht durch den Arbeitgeber. Bei der Direktversicherung gilt diese Verpflichtung als erfüllt, wenn sämtliche Überschussanteile ab Rentenbeginn zur Erhöhung der Leistungen verwendet werden.
Beiträge zum Pensionssicherungsverein (PSVaG)
Beiträge für die Sicherung von gesetzlich unverfallbaren Anwartschaften fallen nur an, wenn
lediglich ein widerrufliches Bezugsrecht besteht bzw.
bei Bestehen eines unwiderruflichen Bezugsrechts die Ansprüche abgetreten oder beliehen sind.
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