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Timestamp: 2019-03-18 21:49:22+00:00

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Newsletter Kantonsarztamt 05/2015 (Die Direktion) Gesundheits- und Fürsorgedirektion - Kanton Bern
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Das Jahresende möchten wir als Gelegenheit nutzen und Ihnen für die vielen Kontaktnahmen, Anfragen und kritischen Rückmeldungen zu den unterschiedlichsten Themen sowie für Ihren täglichen Einsatz für die medizinische Versorgung der Bevölkerung herzlich danken.
Ihnen und Ihren Lieben wünschen wir eine schöne Winterzeit, frohe Festtage und alles Gute im Neuen Jahr.
Die neue Epidemiengesetzgebung tritt am 1. Januar 2016 in Kraft
Am 22. September 2013 hat die Schweizer Stimmbevölkerung das Bundesgesetz vom 28. September 2012 über die Bekämpfung übertragbarer Krankheiten des Menschen (Epidemiengesetz Link öffnet in einem neuen Fenster., EpG; AS 2015 1435) angenommen. Anschliessend wurde die Verordnung vom 29. April 2015 über die Bekämpfung übertragbarer Krankheiten des Menschen (Epidemienverordnung Link öffnet in einem neuen Fenster., EpV; AS 2015 1463) auf Bundesebene ausgearbeitet. Der Bundesrat hat am 29. April 2015 beschlossen, die neue Epidemiengesetzgebung per 1. Januar 2016 in Kraft zu setzen.
Die umfassenden bundesrechtlichen Vorschriften im Epidemiengesetz und in der Epidemienverordnung sind in materieller Hinsicht grundsätzlich abschliessend. Das Epidemiengesetz und die Epidemienverordnung verankern unter anderem auch (neue) Pflichten von Gesundheitsfachpersonen (Ärztinnen und Ärzte, Apothekerinnen und Apotheker, Pflegefachpersonen usf.) und Institutionen (Spitäler, Heime, Schulen, Gefängnisse usf.) beim Vollzug der Epidemiengesetzgebung.
Die Pflichten und Aufgaben der Ärztinnen und Ärzte sind insbesondere in folgenden Artikeln verankert:
Rechtliche Grundlagen zur Epidemienbekämpfung
Aufgabe/Pflicht
Epiedemiengesetz
Epidemienverordnung
Meldepflicht Art. 12 Art. 4, 6, 7, 9, 12, 13
Nationaler Impfplan Art. 20 Art. 33
Massnahmen gegenüber einzelnen Personen Art. 39
Verhütungsmassnahmen Art. 19 Art. 25, 29
Informationspflicht Art. 68
Am 1. Dezember 2015 wurde die Verordnung des EDI über die meldepflichtigen Beobachtungen übertragbarer Krankheiten des Menschen verabschiedet. In Bezug auf die Meldepflichten wird das Bundesamt für Gesundheit im BAG-Bulletin über die wichtigsten Neu-erungen informieren. Zudem plant das BAG einen Leitfaden zur Meldepflicht.
Die kantonale Einführungsverordnung zur eidgenössischen Epidemiengesetzgebung (EV EpG) legt in erster Linie die innerkantonalen Zuständigkeiten beim Vollzug der Epidemien-gesetzgebung des Bundes fest. Sie wurde am 9. Dezember 2015 vom Regierungsrat des Kantons Bern verabschiedet.
Durchimpfung 2014 bei Kindern
Im Jahre 2014 wurde vor Beginn der Umsetzung der nationalen Strategie zur Masernelimination 2015 die Durchimpfung bei Kleinkindern (2-Jährige), nach Schuleintritt (8-Jährige) und nach Schulaustritt (16-Jährige) erhoben.
Bei den 2-Jährigen erreichte die Durchimpfung mit vier Dosen DTPaPHib (Diphtherie, Teta-nus, Pertussis, Poliomyelitis, Haemophilus influenzae Typ b) 89%. Die MMR-Impfdichte (Ma-sern, Mumps und Röteln) lag mit einer Dosis bei 93%, 92% bzw. 92% und mit zwei Dosen bei 81%, 80% bzw. 80%.
Bei Schuleintritt wiesen die Kinder folgende Durchimpfungsraten mit vier Dosen auf: 92% ge-gen Diphtherie und Poliomyelitis, 94% gegen Tetanus, 91% gegen Pertussis und 89% gegen Haemophilus influenzae Typ b. Die Durchimpfung mit einer MMR-Dosis lag bei 94%, 93% bzw. 93% und mit zwei MMR-Dosen bei 90%, 89% bzw. 89%.
Bei Schulaustritt betrug die Impfquote mit fünf Dosen gegen Diphtherie und Tetanus bei 91%, gegen Pertussis bei 73% und gegen Poliomyelitis bei 86%. Die Durchimpfung erreichte mit einer MMR-Dosis 94%, 93% bzw. 93% und mit zwei MMR-Dosen 91%, 89% bzw. 89%. Drei-mal wurden 87% der 16-Jährigen gegen Haemophilus influenzae Typ b, bzw. 75% viermal. Von den weiblichen Jugendlichen erhielten 49% eine erste, 48% eine zweite HPV-Impfung. Die dritte Dosis wurde aufgrund eines Wechsels des Impfschemas im Jahre 2012 nur noch bei 28% verabreicht.
Im Vergleich zu 2011 [6] hat sich der Impfgrad für die empfohlenen Basisimpfungen (DTPaP, MMR und Hib) bei den drei Altersgruppen kaum verändert, mit Ausnahme der Hib-Impfungen bei den 16-Jährigen. Die Impfdichte der dritten (p<0.0056) und vierten Dosis (p<0.000) Hib stieg bei den 16-Jährigen signifikant an.
Hier finden Sie die Durchimpfung Link öffnet in einem neuen Fenster. (PDF, 143 KB, 7 Seiten) bei Kleinkindern, nach Schuleintritt und Schulaustritt im Kanton Bern 2014.
Kanton unterstützt digitale Kommunikation im Gesundheitswesen
Das Bundesgesetz vom 15. Juni 2015 über das elektronische Patientendossier (EPDG) tritt voraussichtlich 2017 in Kraft. Stationäre Leistungserbringer werden damit verpflichtet, sich einer Stammgemeinschaft anzuschliessen und eine eHealth-Infrastruktur zu implementieren.
Die Gesundheits- und Fürsorgedirektion lanciert die Strategie „BeHealth“ und koordiniert den Aufbau einer Stammgemeinschaft im Kanton Bern. Lesen Sie mehr zum Thema in der Medienmitteilung der Gesundheits- und Fürsorgedirektion Link öffnet in einem neuen Fenster..
Das Krebsregister des Kantons Bern hat am 1. Juli 2013 mit der Registrierung von Patienten- bzw. Tumordaten begonnen. Die behandelnden Ärzte und Spitäler informieren ihre Patientinnen und Patienten über die Registrierung von Tumor- / Patientendaten und über das Vetorecht der Patienten. Zu diesem Zweck wurde eine Patienteninformation verfasst, die auf der Website des Krebsregisters Link öffnet in einem neuen Fenster. abrufbar ist.
Das Krebsregister Bern ersucht Sie, die Patienteninformationen gut sichtbar anzubringen, und dem Krebsregister aktiv Berichte von Tumorpatienten zu schicken. In Situationen, in denen Patienten eine Einverständniserklärung zu einer Intervention unterzeichnen, ist es sinnvoll, dies mit der Information über die Datenweitergabe ans Krebsregister zu ergänzen.
Die wichtigsten Informationen des Krebsregisters finden Sie auch hier:
Patienteninformation Link öffnet in einem neuen Fenster.
Informationen für Ärztinnen und Ärzte Link öffnet in einem neuen Fenster.
Erfasste Tumoritäten Link öffnet in einem neuen Fenster.
Kostenübernahme bei ärztlicher Todesfeststellung
Bei der Gesundheits- und Fürsorgedirektion gehen wiederholt Anfragen bezüglich Kostenübernahme oder Rechnungen für Todesfeststellungen und Bescheinigungen im Notfalldienst ein, die von der Krankenkasse der Verstorbenen nicht bezahlt worden sind. Das Kantonsarztamt informiert Sie gerne zu diesem Thema mit folgender Stellungnahme Link öffnet in einem neuen Fenster. (PDF, 172 KB, 2 Seiten).
https://www.gef.be.ch/gef/de/index/direktion/organisation/kaza/aktuell/archiv_newsletter/newsletter_201505.html

References: Art. 12
 Art. 4
 Art. 20
 Art. 33
 Art. 39
 Art. 19
 Art. 25
 Art. 68