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Timestamp: 2019-05-20 07:49:33+00:00

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BGH, 18.12.1972 - III ZR 121/70 - dejure.org
https://dejure.org/1972,44
BGH, 18.12.1972 - III ZR 121/70 (https://dejure.org/1972,44)
BGH, Entscheidung vom 18.12.1972 - III ZR 121/70 (https://dejure.org/1972,44)
BGH, Entscheidung vom 18. Dezember 1972 - III ZR 121/70 (https://dejure.org/1972,44)
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Fahrt in Bundeswehrkolonne
Haftung wegen Verletzung der Verkehrssicherungspflicht für öffentliche Straßen nicht nach § 823 Abs. 1 BGB, sondern nach § 839 BGB, Art. 34 GG bei entsprechender gesetzlicher Regelung (vgl. für Baden-Württemberg: § 59 StrG);
Art. 70, 74 Nr. 1, 22 GG, keine Bundeskompetenz für allgemeines Straßenrecht
Amtspflicht - Verkehrssicherungspflicht - Wartung der öffentlichen Straßen und Wege - Amtshaftung
BGB §§ 839, 823; GG Art. 34; NdsStrG § 10 Abs. 1
BGHZ 60, 54
NJW 1973, 460
MDR 1973, 298
VersR 1973, 252
DVBl 1973, 488
DB 1973, 471
DÖV 1973, 241
aa) Zutreffend ist jedoch der Ausgangspunkt der Berufung, dass § 839 BGB in seinem Anwendungsbereich als vorrangige Spezialregelung konkurrierende Ansprüche aus §§ 823 ff. BGB (BGHZ 34, 99, 104; 60, 54, 62 f.) sowie aus § 839a BGB verdrängt.
Eine Änderung des preußischen Wegereinigungsgesetzes im Zusammenhang mit dem Kommunalabgabengesetz (vgl. LT-Drucks. 6/810 zu § 23 S. 15 f. und 52) sowie eine Neuordnung der Materie im Rahmen der Novellierung des Landesstraßengesetzes wurden im Hinblick auf zwischenzeitlich ergangene Entscheidungen des OVG Münster (OVGE 24, 42 und 191) und des Bundesgerichtshofs (Senatsurteil BGHZ 60, 54) zurückgestellt (vgl. LT-Drucks. 7/133 u. 275; LT-Drucks. 7/1611 zu § 49 S. 6 f., 8, 11, 13; LT-Plen.Prot. 7/46 S. 1709 ff.; LT-Drucks. 7/2137 S. 4 ff., 10 ff.; LT-Plen.Prot. 7/61 S. 2298 f.; LT-Drucks. 7/2668 S. 3 f. und LT-Plen.Prot. 7/73 S. 2790, 2814).
Zwischenzeitlich ergangene Gerichtsentscheidungen (insbesondere OVG Münster OVGE 24, 42 und 191 und Senatsurteil BGHZ 60, 54) sollten berücksichtigt, die Unterscheidung der Straßenreinigung nach ordnungsbehördlichen Gesichtspunkten einerseits und solchen der Verkehrssicherung andererseits sollte beachtet, der Entwicklung der sog. polizeilichen Reinigung von einer ursprünglich rein ordnungsrechtlichen Pflicht zur Gefahrenabwehr zu einem Teil der allgemeinen Daseinsvorsorge sollte Rechnung getragen werden (vgl. LT-Drucks. 7/2137 S. 4 ff.; LT-Plen.Prot. 7/61 S. 2298, 7/73 S. 2814; LT-Drucks. 7/2957 S. 1, 2, 6; LT-Plen.Prot. 7/83 S. 3185 ff.; LT-Drucks. 8/33 S. 1, 2, 6 f.; LT-Plen.Prot. 8/5 S. 130 ff.; LT-Drucks. 8/433 S. 6 ff.; LT-Plen.Prot. 8/11 S. 415 ff.).
(1) Die öffentlich-rechtliche Körperschaft, der die Verkehrssicherung obliegt (hier das Land Berlin), hat grundsätzlich die Wahl, ob sie dieser Pflicht als Fiskus, also privatrechtlich, oder als Träger öffentlicher Gewalt, also hoheitsrechtlich, genügen will (Senatsurteil vom 18. Dezember 1972 aaO S. 56, 58 ff;… vgl. auch Senatsurteile vom 5. Juli 1990 aaO S. 74 f und vom 11. Juni 1992 - III ZR 134/91, BGHZ 118, 368, 369).
Diese landesgesetzliche öffentlich-rechtliche Ausgestaltung der Pflichten der Amtsträger zur Sorge für die Verkehrssicherheit auf öffentlichen Straßen ist nach der Verteilung der Gesetzgebungszuständigkeit zwischen Bund und Ländern zulässig und begegnet auch sonst keinen aus dem Grundgesetz abzuleitenden verfassungsrechtlichen Bedenken (vgl. BGHZ 60, 54 und BGH NJW 1973, 463 zu § 10 Abs. 1 des Niedersächsischen Straßengesetzes).
Die öffentlich-rechtlich gestaltete Amtspflicht zur Sorge für die Verkehrssicherheit entspricht inhaltlich der allgemeinen Verkehrssicherungspflicht (vgl. BGHZ 60, 54;… Kodal, Straßenrecht 3. Aufl. S. 997).
Diese landesgesetzliche öffentlich-rechtliche Ausgestaltung der Pflichten der Amtsträger einer Gemeinde zur Sorge für die Verkehrssicherheit auf den öffentlichen Gemeindestraßen ist - wie der Senat bereits in seinem Urteil vom 18. Dezember 1972 (- III ZR 121/70 -, BGHZ 60, 54 ) entschieden hat - nach der Verteilung der Gesetzgebungszuständigkeit zwischen Bund und Ländern zulässig und begegnet auch sonst keinen aus dem Grundgesetz abzuleitenden verfassungsrechtlichen Bedenken.
An seiner früheren Rechtsprechung zur Anwendung der Verweisungsklausel in diesem Bereich (vgl. u.a. BGHZ 60, 54 ; NJW 1973, 463) hält der Senat nicht fest.
Der Senat hat in seinem Urteil vom 18. Dezember 1972 (BGHZ 60, 54 ) ausgesprochen, dass der Grundsatz der subsidiären Haftung bei einer nur fahrlässigen Verletzung einer öffentlichrechtlichen Verkehrssicherungspflicht nicht allgemein zu sachfremden und unerträglichen Ergebnissen führen muss.
Vielmehr ist es umgekehrt so, daß die im Rahmen der Prüfung der Lufttüchtigkeit bestehenden Amtspflichten jedenfalls nicht dem Schutz vor Vermögensschäden dienen, die der Besteller infolge der mangelhaften Reparatur des Luftfahrtgeräts durch den Werkunternehmer erleidet (vgl. Senatsurteil vom 11. Januar 1973 aaO NJW 1973, 460).
OVG Sachsen-Anhalt, 11.12.2012 - 1 K 102/12
Klagebefugnis von Landesbehörden gegenüber bundeseisenbahnrechtlicher …
BGH, 04.06.1986 - VIII ZR 160/85
OLG Saarbrücken, 14.01.2016 - 4 U 69/15
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OLG Saarbrücken, 02.05.2006 - 4 U 360/05
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OLG Saarbrücken, 23.05.2006 - 4 U 531/05
Amtspflichtverletzung einer Gemeinde: Verkehrsicherungspflichtverletzung durch …
LG Landshut, 07.12.2016 - 54 O 1825/16
Verkehrssicherungspflicht des Straßenbaulastträgers für Bautätigkeit nur bei …
BGH, 11.07.1985 - III ZR 137/84
BGH, 10.02.1976 - VI ZR 160/74
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OLG Koblenz, 04.10.2000 - 1 U 437/99
Verkehrssicherungspflicht bei Verlegung unfallträchtiger Betonsteinplatten im …
OVG Schleswig-Holstein, 16.02.2001 - 1 L 35/01
Bauplanungsrecht: Begriff des "Gewerbebetriebs" im Planungsrecht, Zulässigkeit …
OVG Sachsen-Anhalt, 18.01.2013 - 3 L 694/12
Erhebung von Gebühren nach der Grundstücksverkehrsordnung
VG Halle, 29.11.2013 - 6 A 273/12
Instandsetzung einer Grundstückszufahrt - Brücke
LG Saarbrücken, 28.01.2009 - 4 O 148/08

References: § 823
 § 839
 Art. 34
 § 59

Art. 70
 Art. 34
 § 10
 § 839
 § 839
 § 23
 § 49
 BGH 
 § 10