Source: http://www.hensche.de/Arbeitsrecht_aktuell_Kein_Familienzuschlag_fuer_Beamte_in_Lebenspartnerschaft_BVerfG_2BvR1830-06.html
Timestamp: 2018-01-21 12:24:05+00:00

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HENSCHE Arbeitsrecht: Kein Familienzuschlag für Beamte in Lebenspartnerschaft
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Kein Fa­mi­li­en­zu­schlag für Be­am­te in Le­bens­part­ner­schaft
Be­nach­tei­li­gung von Be­am­ten in Le­bens­part­ner­schaft beim Ver­hei­ra­te­ten­zu­schlag beim Be­zug des Ver­hei­ra­te­ten­zu­schlags ver­stößt we­der ge­gen das Grund­ge­setz noch ge­gen die Richt­li­nie 2000/78/EG: Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Be­schluss vom 06.05.2008, 2 BvR 1830/06
Wei­ter­hin kein Fa­mi­li­en­zu­schlag für Schwu­le und Les­ben
20.06.2008. Ver­hei­ra­te­te Be­am­te er­hal­ten ei­nen Zu­schlag zu ih­ren lau­fen­den Dienst­be­zü­gen, näm­lich ei­nen Fa­mi­li­en­zu­schlag. Von die­sem sind ho­mo­se­xu­el­le Be­am­tin­nen und Be­am­te aus­ge­schlos­sen, was vie­le Ju­ris­ten und na­tür­lich die Be­trof­fe­nen als ei­ne un­zu­läs­si­ge Dis­kri­mi­nie­rung we­gen der se­xu­el­len Iden­ti­tät an­se­hen.
Nicht so das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts (BVerfG). Nach sei­ner Recht­spre­chung ist es kei­ne ver­bo­te­ne Dis­kri­mi­nie­rung und auch kein Ver­stoß ge­gen das Grund­ge­setz (GG), schwu­le und les­bi­sche Be­am­te bzw. Be­am­tin­nen vom Ver­hei­ra­te­ten­zu­schlag aus­zu­neh­men, ob­wohl sie mit ih­rem Part­ner in ei­ner ein­ge­tra­ge­nen Le­bens­part­ner­schaft le­ben.
In ei­ner ak­tu­el­len Ent­schei­dung hat das BVerfG noch mal eins drauf­ge­setzt und klar­ge­stellt, dass die­se Schlech­ter­stel­lung auch nicht ge­gen die Richt­li­nie 2000/78/EG ver­stößt: BVerfG, Be­schluss vom 06.05.2008, 2 BvR 1830/06.
Ist es ei­ne Dis­kri­mi­nie­rung von Schwu­len und Les­ben, ih­nen den Fa­mi­li­en­zu­schlag vor­zu­ent­hal­ten, ob­wohl sie in Le­bens­pert­ner­schaft le­ben?
Der Streit­fall: Ver­part­ner­ter Be­am­ter aus Düssel­dorf klagt ver­geb­lich auf Zah­lung ei­nes Fa­mi­li­en­zu­schlags
Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt: Die recht­li­che und fak­ti­sche La­ge von ver­hei­ra­te­ten und ver­part­ner­ten Be­am­ten ist un­ter­schied­lich und er­laubt ei­ne Un­gleich­be­hand­lung beim Fa­mi­li­en­zu­schlag
Be­am­te er­hal­ten gemäß § 39 Abs.1 Satz 1 Bun­des­be­sol­dungs­ge­setz (BBesG) ne­ben ih­rem Grund­ge­halt ei­nen Fa­mi­li­en­zu­schlag, des­sen Höhe sich u.a. nach ei­ner „Stu­fe“ rich­tet, die wie­der­um von den Fa­mi­li­en­verhält­nis­sen abhängig ist.
Zur Stu­fe 1 gehören u.a. ver­hei­ra­te­te Be­am­te, während Be­am­te, die in ei­ner ein­ge­tra­ge­nen Le­bens­part­ner­schaft le­ben, nur dann den Fa­mi­li­en­zu­schlag der Stu­fe 1 er­hal­ten, wenn sie ei­ne an­de­re Per­son nicht nur vorüber­ge­hend in ih­re Woh­nung auf­ge­nom­men ha­ben und ihr Un­ter­halt gewähren, wo­bei das Ein­kom­men der un­ter­hal­te­nen Per­son ei­ne be­stimm­te Höhe nicht über­schrei­ten darf.
Wer da­her als Be­am­ter in ei­ner auf Dau­er an­ge­leg­ten gleich­ge­schlecht­li­chen Be­zie­hung lebt und sei­nen Part­ner „ge­hei­ra­tet“ bzw. mit ihm ei­ne Le­bens­part­ner­schaft be­gründet hat, ist da­her zwar eben­so wie ein Ver­hei­ra­te­ter sei­nem Part­ner Un­ter­halt ver­pflich­tet bzw. muss zum Le­bens­un­ter­halt der Le­bens­ge­mein­schaft bei­tra­gen (§ 5 Le­bens­part­ner­schafts­ge­setz). Trotz prin­zi­pi­ell ver­gleich­ba­rer Un­ter­halts­pflich­ten wird er je­doch ver­hei­ra­te­ten Be­am­ten ge­genüber schlech­ter ge­stellt, weil er ei­nen Fa­mi­li­en­zu­schlag nicht oh­ne wei­te­res bzw. nur un­ter er­schwer­ten Vor­aus­set­zun­gen erhält.
Es fragt sich da­her, ob die­se be­am­ten­recht­li­che Ge­set­zes­la­ge mit dem Gleich­heits­grund­satz (Art.3 Grund­ge­setz - GG) und mit der Richt­li­nie 2000/78/EG des Ra­tes vom 27.11.2000 zur Fest­le­gung ei­nes all­ge­mei­nen Rah­mens für die Ver­wirk­li­chung der Gleich­be­hand­lung in Beschäfti­gung und Be­ruf (Richt­li­nie 2000/78/EG) ver­ein­bar ist, die u.a. Dis­kri­mi­nie­run­gen von Beschäftig­ten auf­grund der se­xu­el­len Aus­rich­tung ver­bie­tet. Zu den „Beschäftig­ten“ im Sin­ne der Richt­li­nie gehören auch die Be­am­ten.
Die Fra­ge, ob die Un­gleich­be­hand­lung von ver­hei­ra­te­ten und „ver­part­ner­ten“ Be­am­ten beim Fa­mi­li­en­zu­schlag mit dem Grund­ge­setz (GG) ver­ein­bar ist oder nicht, hat­te das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt (BVerfG) be­reits mit Be­schluss vom 20.09.2007 (2 BvR 855/06) be­jaht, d.h. es hat­te im Er­geb­nis ge­gen die Le­bens­part­ner ent­schie­den. Da­bei hat­te es die Li­nie vor­ge­ge­ben, dass die Schlech­ter­stel­lung von ver­part­ner­ten Be­am­ten ge­genüber ver­hei­ra­te­ten Be­am­ten durch den Ver­fas­sungs­auf­trag zum be­son­de­ren Schutz der Ehe (Art.6 Abs.1 GG) ge­recht­fer­tigt sei.
In ei­nem ak­tu­el­len Be­schluss vom 06.05.2008 (2 BvR 1830/06) nahm das BVerfG nun­mehr zu der Fra­ge Stel­lung, ob die Be­nach­tei­li­gung von Le­bens­part­nern mögli­cher­wei­se ge­gen die Richt­li­nie 2000/78/EG verstößt, d.h. es ent­schied über die eu­ro­pa­recht­li­che Fra­ge der Ver­ein­bar­keit ei­ner Vor­schrift des deut­schen Be­am­ten­rechts mit den Vor­ga­ben des EU-Rechts.
Ein bei der Stadt Düssel­dorf täti­ger Be­am­ter, der seit 2004 in ein­ge­tra­ge­ner Le­bens­part­ner­schaft lebt, klag­te vor dem Ver­wal­tungs­ge­richt (VG) Düssel­dorf auf Zah­lung des Fa­mi­li­en­zu­schlags der Stu­fe 1 und wur­de da­mit ab­ge­wie­sen (Ur­teil des VG Düssel­dorf vom 09.03.2005, 26 K 8353/04).
Da das VG die Be­ru­fung nicht zu­ge­las­sen hat­te, be­an­trag­te er beim Ober­ver­wal­tungs­ge­richt für das Land Nord­rhein-West­fa­len (OVG NRW) die Zu­las­sung der Be­ru­fung. Das OVG NRW lehn­te dies ab (Be­schluss vom 25.06.2006, 1 A 1368/05).
Dar­auf­hin leg­te der Be­am­te Ver­fas­sungs­be­schwer­de zum BVerfG ein mit dem Be­geh­ren, die Ent­schei­dun­gen we­gen Ver­let­zung sei­ner Rech­te aus dem GG und we­gen Ver­s­toßes ge­gen die Richt­li­nie 2000/78/EG auf­zu­he­ben.
Die Richt­li­nie 2000/78/EG ge­bie­te es, dass Deutsch­land tätig wer­de, um den Fa­mi­li­en­zu­schlag auch Be­am­ten in ein­ge­tra­ge­ner Le­bens­part­ner­schaft zu gewähren. Die Richt­li­nie ver­bie­te Dis­kri­mi­nie­run­gen in­ner­halb von Beschäfti­gungs­verhält­nis­sen auf­grund der se­xu­el­len Aus­rich­tung. Dar­an könne auch die Be­gründungs­erwägung Nr.22 der Richt­li­nie nichts ändern, wo­nach ein­zel­staat­li­che Rechts­vor­schrif­ten über den Fa­mi­li­en­stand und da­von abhängi­ge Leis­tun­gen von der Richt­li­nie „un­berührt“ blie­ben, da die­se Be­gründungs­erwägung im Wi­der­spruch zu dem ein­deu­ti­gen Wort­laut der Richt­li­nie ste­he.
Das BVerfG hat die Ver­fas­sungs­be­schwer­de mit der Be­gründung der Aus­sichts­lo­sig­keit bzw. man­geln­den Be­gründet­heit nicht zur Ent­schei­dung an­ge­nom­men. Da­bei ver­wies es in Be­zug auf die Fra­ge ei­ner mögli­chen Ver­let­zung des GG auf sei­nen o.g. Be­schluss vom 20.09.2007 (2 BvR 855/06). In Be­zug auf die Fra­ge, ob die strei­ti­ge be­am­ten­recht­li­che Re­ge­lung mögli­cher­wei­se ge­gen die in der Richt­li­nie 2000/78/EG ent­hal­te­nen Be­nach­tei­li­gungs­ver­bo­te verstößt, ar­gu­men­tiert das Ge­richt im We­sent­li­chen wie folgt:
Zwar ha­be der Eu­ropäische Ge­richts­hof (EuGH) mit Ur­teil vom 01.04.2008 (Ar­beits­recht ak­tu­ell 08/46: Eu­ro­pa­recht ver­bie­tet Be­nach­tei­li­gun­gen von Ho­mo­se­xu­el­len beim Be­zug von Hin­ter­blie­be­nen­ren­ten) die Richt­li­nie 2000/78/EG da­hin­ge­hend aus­ge­legt, dass die dem hin­ter­blie­be­nen Ehe- oder Le­bens­part­ner ei­nes ver­stor­be­nen Ar­beit­neh­mers gewähr­te be­trieb­li­che Hin­ter­blie­be­nen­ren­te als „Ent­gelt“ im Sin­ne der Richt­li­nie an­zu­se­hen sei. Da­her könne nach An­sicht des EuGH der in ei­ner be­trieb­li­chen Ver­sor­gungs­ord­nung vor­ge­se­he­ne Aus­schluss hin­ter­blie­be­ner ein­ge­tra­ge­ner Le­bens­part­ner von ei­ner Hin­ter­blie­be­nen­ren­te, die ver­hei­ra­te­ten Hin­ter­blie­be­nen gewährt wer­de, ei­ne ver­bo­te­ne Dis­kri­mi­nie­rung auf­grund der se­xu­el­len Aus­rich­tung dar­stel­len.
Al­ler­dings ha­be der EuGH in sei­nem Ur­teil vom 01.04.2008 aus­drück­lich klar­ge­stellt, dass der Aus­schluss in ei­ner Part­ner­schaft le­ben­der Hin­ter­blie­be­ner von ei­ner be­trieb­li­chen Wit­wen­ren­te nur dann ge­gen die Richt­li­nie ver­s­toße, wenn das na­tio­na­le Recht Per­so­nen glei­chen Ge­schlechts in ei­ne Si­tua­ti­on ver­set­ze, die in Be­zug auf die Hin­ter­blie­be­nen­ver­sor­gung mit der Si­tua­ti­on von Ehe­gat­ten ver­gleich­bar sei. Es sei da­her Sa­che des na­tio­na­len Ge­richts zu prüfen, ob sich ein über­le­ben­der Le­bens­part­ner in ei­ner Si­tua­ti­on be­fin­de, die mit der ei­nes Ehe­gat­ten, der die Hin­ter­blie­be­nen­ver­sor­gung er­hal­te, ver­gleich­bar sei.
Auf der Grund­la­ge die­ser zu­tref­fen­den In­ter­pre­ta­ti­on des EuGH-Ur­teils in der Sa­che Ma­ru­ko ar­gu­men­tiert das BVervG im wei­te­ren so:
Le­bens­part­ner befänden sich nicht in ei­ner Si­tua­ti­on, die in Be­zug auf den Fa­mi­li­en­zu­schlag mit der Si­tua­ti­on von Ehe­gat­ten ver­gleich­bar wäre. Das Le­bens­part­ner­schafts­recht stel­le die ein­ge­tra­ge­ne Le­bens­part­ner­schaft nämlich be­wusst nur für ein­zel­ne Be­rei­che des Be­am­ten­rechts wie den Be­reich der Rei­se­kos­ten, der Um­zugs­kos­ten, des Tren­nungs­gelds etc. der Ehe gleich. Für das Be­sol­dungs­recht feh­le da­ge­gen ei­ne sol­che Gleich­stel­lung.
Ob das BVerfG be­reits die­se rein recht­li­che (!) Un­gleich­be­hand­lung von Ehe­leu­ten und ein­ge­tra­ge­nen Le­bens­part­nern im Be­am­ten­recht als aus­rei­chend dafür an­sieht, um die deut­sche Re­ge­lung des Fa­mi­li­en­zu­schlags für richt­li­ni­en­kon­form zu erklären, ist nicht ganz klar. Vor­sichts­hal­ber si­chert sich das BVerfG mit ei­nem wei­te­ren Ar­gu­ment ab:
Die strei­ti­ge be­sol­dungs­recht­li­che Bes­ser­stel­lung Ver­hei­ra­te­ter beim Fa­mi­li­en­zu­schlag ist nämlich nach An­sicht des BVerfG durch den „in der Le­bens­wirk­lich­keit an­zu­tref­fen­den ty­pi­schen Be­fund“ ge­recht­fer­tigt, „dass in der Ehe ein Ehe­gat­te na­ment­lich we­gen der Auf­ga­be der Kin­der­er­zie­hung und hier­durch be­ding­ter Ein­schränkun­gen bei der ei­ge­nen Er­werbstätig­keit tatsächlich Un­ter­halt vom Ehe­gat­ten erhält und so ein er­wei­ter­ter Ali­men­ta­ti­ons­be­darf ent­steht.“ Da dies bei ei­ner ein­ge­tra­ge­nen Le­bens­part­ner­schaft ty­pi­scher­wei­se nicht der Fall sei, würden ver­part­ner­te Be­am­te vom Ver­hei­ra­te­ten­zu­schlag aus sach­li­chen Gründen aus­ge­schlos­sen.
Fa­zit: Der Be­schluss des BVerfG ist ein wei­te­rer Schritt auf dem Weg zu ei­ner ju­ris­ti­schen Ab­wer­tung der Richt­li­nie 2000/78/EG. Nach­dem der EuGH in sei­nem Ur­teil vom 16.10.2007, Rs. C-411/05 (Pa­la­ci­os de la Vil­la) die Be­deu­tung des in der Richt­li­nie ent­hal­te­nen Ver­bots der Dis­kri­mi­nie­rung aus Gründen des Al­ters er­heb­lich zu­recht­ge­stutzt hat­te (wir be­rich­te­ten in: Ar­beits­recht ak­tu­ell: 07/77 Zwangs­ver­ren­tung als Mit­tel zur Beschäfti­gungsförde­rung?), hat nun­mehr das BVerfG das glei­che mit dem Ver­bot der Dis­kri­mi­nie­rung aus Gründen der se­xu­el­len Iden­tität ge­tan.
Zu­gleich kann man in dem Be­schluss des BVerfG vom 06.05.2008 aber auch ei­nen Wink mit dem Zaun­pfahl in Rich­tung EuGH se­hen: Nicht je­de Ent­schei­dung des EuGH, mit der die­ser die an­geb­li­che Un­ver­ein­bar­keit mit­glied­staat­li­cher Rechts­vor­schrif­ten mit EU-Richt­li­ni­en fest­stellt, muss von den Ge­rich­ten der Mit­glied­staa­ten „mit­ge­macht“ wer­den.
Nähe­re In­for­ma­tio­nen zu die­sem Vor­gang fin­den Sie hier:
Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Be­schluss vom 20.09.2007, 2 BvR 855/06
Pres­se­mit­tei­lung 100/2007 des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts vom 12.10.2007
Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Be­schluss vom 06.05.2008, 2 BvR 1830/06
Pres­se­mit­tei­lung 60/2008 des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts vom 03.06.2008
Hand­buch Ar­beits­recht: Dis­kri­mi­nie­rungs­ver­bo­te - Se­xu­el­le Iden­tität
Ar­beits­recht ak­tu­ell: 09/241 Gleich­be­hand­lung von Le­bens­part­nern
Ar­beits­recht ak­tu­ell: 09/104 Hin­ter­blie­ben­ren­te für Le­bens­part­ner bei To­desfällen ab dem 01.01.2005
Ar­beits­recht ak­tu­ell: 09/018 Kei­ne Hin­ter­blie­be­nen­ren­te für gleich­ge­schlecht­li­che Part­ner?
Ar­beits­recht ak­tu­ell: 08/46 Eu­ro­pa­recht ver­bie­tet Be­nach­tei­li­gun­gen von Ho­mo­se­xu­el­len beim Be­zug von Hin­ter­blie­be­nen­ren­ten
Ar­beits­recht ak­tu­ell: 07/77 Zwangs­ver­ren­tung als Mit­tel zur Beschäfti­gungsförde­rung?
Letzte Überarbeitung: 7. Dezember 2016
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Kün­di­gung - Rück­nah­me der Kün­di­gung
Was ver­steht man un­ter der Rück­nah­me ei­ner Kün­di­gung? - Führt die Rück­nah­me ei­ner Kün­di­gung oh­ne das Ein­ver­ständ­nis des ge­kün­dig­ten Ver­trags­part­ners zur Fort­set­zung des Ar­beits­ver­hält­nis­ses? - ...
17/302 Ver­gü­tung ex­ter­ner Bei­sit­zer der Ei­ni­gungs­stel­le
06.12.2017. Der Ver­gü­tungs­an­spruch be­triebs­ex­ter­ner Bei­sit­zer der Ei­ni­gungs­stel­le ist un­ab­hän­gig da­von, ob der Ent­sen­dungs­be­schlus­ses des Be­triebs­rats treu­wid­rig ist: Lan­des­ar­beits­ge­richt ...
17/300 Kün­di­gungs­rück­nah­me und An­nah­me­ver­zug
04.12.2017. Will der Ar­beit­ge­ber mit der Rück­nah­me ei­ner un­wirk­sa­men Kün­di­gung den An­nah­me­ver­zug be­en­den, muss er dem Ar­beit­neh­mer mit­tei­len, wann und wo er wie­der bei der Ar­beit er­schei­nen soll: ...
17/296 Ar­beits­ver­trags­richt­li­ni­en und Be­triebs­über­gang
27.11.2017. Ar­beit­neh­mer kirch­li­cher Ein­rich­tun­gen be­hal­ten ih­re ver­trag­li­chen An­sprü­che auf Be­zah­lung nach Ar­beits­ver­trags­richt­li­ni­en (AVR) auch bei ei­nem Be­triebs­über­gang auf ei­nen welt­li­chen ...
17/295 Sitz­ver­tei­lung bei der Be­triebs­rats­wahl
24.11.2017. Die Ver­tei­lung von Be­triebs­rats­sit­zen mit­hil­fe des Höchst­teil­zahl­ver­fah­rens nach d´Hondt gem. § 15 Wahl­ord­nung zum Be­triebs­ver­fas­sungs­ge­setz (WO) ist rech­tens: Bun­des­ar­beits­ge­richt, ...
17/293 An­er­ken­nung aus­län­di­scher Be­rufs­ab­schlüs­se
21.11.2017. Die Über­schrei­tung der ge­setz­li­chen Be­ar­bei­tungs­frist im An­er­ken­nungs­ver­fah­ren aus­län­di­scher Be­rufs­qua­li­fi­ka­tio­nen muss mit ei­ner kla­ren Rechts­fol­ge ver­se­hen wer­den, so die ...
17/292 Frau­en­för­de­rung durch Köl­ner Au­to­haus
21.11.2017. Ar­bei­ten bei ei­nem Au­to­haus nur männ­li­che Ver­käu­fer, darf das Au­to­haus in ei­ner Stel­len­an­zei­ge ge­mäß § 8 Abs.1 All­ge­mei­nes Gleich­be­hand­lungs­ge­setz (AGG) ge­zielt nach ...
17/290 Schwel­len­wer­te bei Mas­sen­ent­las­sun­gen und Zeit­ar­beit
17.11.2017. In ei­ner Ent­schei­dung vom gest­ri­gen Tag hat das Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) dem Eu­ro­päi­schen Ge­richts­hof (EuGH) die Fra­ge vor­ge­legt, ob Leih­ar­beit­neh­mer bei Mas­sen­ent­las­sun­gen ...
17/283 Min­dest­lohn und Leis­tungs­zu­la­ge
09.11.2017. Auch Ak­kord- und Leis­tungs­zu­la­gen er­fül­len den An­spruch auf den ge­setz­li­chen Min­dest­lohn, d.h. sol­che Zu­la­gen sind nicht zu­sätz­lich zu Min­dest­lohn zu zah­len: Bun­des­ar­beits­ge­richt, ...
17/276 Do­ku­men­ta­ti­ons­pflich­ten nach dem Min­dest­l­ohn­ge­setz auf dem Prüf­stand
31.10.2017. Die schwarz-grün-gel­be Lan­des­re­gie­rung Schles­wig-Hol­steins un­ter dem CDU-Mi­nis­ter­prä­si­den­ten Gün­ther möch­te we­ni­ger Bü­ro­kra­tie im Be­reich der min­dest­lohn­be­zo­ge­nen be­trieb­li­chen ...
17/274 Drei­jäh­ri­ge Kün­di­gungs­frist ist un­wirk­sam
27.10.2017. Die Vor­ga­be ei­ner drei­jäh­ri­gen Kün­di­gungs­frist in All­ge­mei­nen Ge­schäfts­be­din­gun­gen (AGB) ver­letzt die Be­rufs­frei­heit des Ar­beit­neh­mers und ist da­her un­wirk­sam: Bun­des­ar­beits­ge­richt, ...
17/267 EuGH zur Min­dest­grö­ße für Po­li­zis­ten
23.10.2017. Ei­ne ein­heit­li­che Min­dest­grö­ße von 170 cm als Vor­aus­set­zung für den grie­chi­schen Po­li­zei­dienst dis­kri­mi­niert Frau­en auf­grund ih­rer ge­rin­ge­ren Kör­per­grö­ße: Eu­ro­päi­scher Ge­richts­hof, ...
17/268 Wie­der­ein­stel­lung im Klein­be­trieb
20.10.2017. In Klein­be­trie­ben gilt der Kün­di­gungs­schutz nicht, so dass ge­kün­dig­te Ar­beit­neh­mer auch kei­ne Wie­der­ein­stel­lung ver­lan­gen kön­nen, wenn der Kün­di­gungs­an­lass nach Aus­spruch der ...
17/266 Än­de­rung der Ar­beits­zei­ten und BEM
19.10.2017. Ar­beit­ge­ber kön­nen die Um­set­zung in ei­ne an­de­re Schicht per Ar­beits­an­wei­sung auch dann mit dem Ziel des Ge­sund­heits­schut­zes be­grün­den, wenn sie zu­vor kein BEM durch­ge­führt ha­ben: ...
17/265 Vor­sorg­li­che Ab­mah­nung in ar­beits­ver­trag­li­chen AGB
18.10.2017. Wird ei­ne Ab­mah­nung kurz vor ei­ner kon­kret zu be­fürch­ten­den Pflicht­ver­let­zung aus­ge­spro­chen und dann miss­ach­tet, sind wei­te­re Ab­mah­nun­gen über­flüs­sig: Lan­des­ar­beits­ge­richt ...
17/261 Se­xu­el­le Be­läs­ti­gung auch oh­ne se­xu­el­le Mo­ti­va­ti­on
13.10.2017. Ein Griff in die Weich­tei­le ei­nes männ­li­chen Kol­le­gen ist in der Re­gel ei­ne so er­heb­li­che se­xu­el­le Be­läs­ti­gung, dass ei­ne frist­lo­se Kün­di­gung als Re­ak­ti­on des Ar­beit­ge­bers an­ge­mes­sen ...
17/255 Ab­leh­nung ei­nes Teil­zeit­an­trags
05.10.2017. Nach ei­nem ak­tu­el­len Ur­teil des Bun­des­ar­beits­ge­richts (BAG) muss die Ab­leh­nung ei­nes An­trags auf Ver­rin­ge­rung der Ar­beits­zeit "schrift­lich" im strik­ten Sin­ne er­klärt wer­den, d.h. auf ...
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References: § 39
 EuGH 
 EuGH 
 EuGH 
 EuGH 
 § 63
 EuGH 
 § 15
 § 8
 EuGH