Source: http://relevancy.bger.ch/php/clir/http/index.php?lang=fr&zoom=&type=show_document&highlight_docid=atf%3A%2F%2F119-V-111%3Afr
Timestamp: 2016-10-21 14:50:33+00:00

Document:
119 V 11116. Urteil vom 2. April 1993 i.S. B. gegen Schweizerische Ausgleichskasse und Eidgen�ssische Rekurskommission der AHV/IV f�r die im Ausland wohnenden Personen
Art. 6 LAI; art. 2 et art. 8 let. f de la Convention de s�curit� sociale entre la Suisse et la Yougoslavie du 8 juin 1962; art. 33 et art. 36 de l'ordonnance limitant le nombre des �trangers du 6 octobre 1986 (OLE; RS 823.21); art. 4 LSEE. - En principe, le travailleur �tranger qui est victime d'un accident ou qui tombe malade en Suisse et qui n'est pas au b�n�fice d'une autorisation de travail est autoris� � y s�journer � titre temporaire pendant la dur�e du traitement m�dical (ATF 118 V 84 consid. 4b). Il n'a cependant aucun droit � la d�livrance d'une autorisation de s�jour; un tel droit ne d�coule pas non plus de la Convention de s�curit� sociale entre la Suisse et la Yougoslavie. Les autorit�s comp�tentes en mati�re de police des �trangers d�cident librement si, dans un cas d'esp�ce, elles veulent ou non rechercher une coordination entre la r�glementation en mati�re de police des �trangers et celle du droit des assurances sociales. Par cons�quent, quand il s'agit de d�cider de la qualit� d'assur�, il n'appartient pas � l'autorit� (administrative ou judiciaire) comp�tente en mati�re d'assurances sociales de se prononcer � titre pr�judiciel sur la l�galit� d'une d�cision relevant de la police des �trangers (consid. 7c). - S'agissant de la qualit� d'assur� au sens de l'art. 8 let. f de la Convention, l'on peut renoncer � l'exigence d'un s�jour effectif en Suisse jusqu'au moment de la survenance du cas d'assurance si le requ�rant a d� quitter la Suisse en application d'une d�cision de la police des �trangers. L'on doit cependant pouvoir admettre que l'int�ress� serait rest� en Suisse s'il en avait re�u l'autorisation et que son d�part a �t� motiv� par la cessation, pour cause d'accident ou de maladie, de son activit� lucrative. Le requ�rant ne peut se pr�valoir de l'art. 8 let. f de la Convention si l'autorisation a pris fin pour d'autres motifs ou pour des faits dont il est lui-m�me responsable. La volont� de continuer � s�journer en Suisse doit se d�duire de circonstances objectives et �tre �tablie avec un degr� de vraisemblance pr�pond�rant (consid. 7c). Faits � partir de page 113
A.- Der 1932 geborene M. B., Staatsangeh�riger des ehemaligen Jugoslawien, arbeitete in den Jahren 1971 bis 1975 und ab 1978 als saisonbesch�ftigter Bauarbeiter in der Schweiz und entrichtete in dieser Zeit Beitr�ge an die schweizerische Sozialversicherung. Am 4. Juli 1985 erlitt er beim Anheben einer Last einen pl�tzlich einschiessenden R�ckenschmerz. In der Folge BGE 119 V 111 S. 114wurde nebst massiven degenerativen Ver�nderungen der Wirbels�ule eine schwere Spondylarthrose L 4/5 diagnostiziert, weshalb er sich am 3. August 1985 einer Laminektomie unterziehen musste (Berichte des Dr. med. C. vom 4. Dezember 1985 und der Neurologischen Klinik des Kantonsspitals Aarau vom 12. Februar 1986).
Am 16. August 1985 meldete sich M.B. bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die Invalidenversicherungs-Kommission kl�rte die medizinischen und erwerblichen Verh�ltnisse ab und kam am 13. M�rz 1986 zum Schluss, dass M.B. vollst�ndig invalid sei und ab 1. Juli 1986 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente habe; hingegen k�nne das als Hilfsmittel beantragte Lendenmieder mangels Erwerbsf�higkeit nicht abgegeben werden.
Am 18. M�rz 1986 teilte die Fremdenpolizei des Kantons Nidwalden der Invalidenversicherungs-Kommission mit, M. B. sei nach Jugoslawien abgereist. Die Ausgleichskasse des Schweizerischen Baumeisterverbandes holte daraufhin Ausk�nfte ein �ber die Dauer des Aufenthalts des M. B. in der Schweiz und �ber die Art der Aufenthaltsbewilligung. Am 17. April 1986 �berwies sie die Akten an die Schweizerische Ausgleichskasse.
Mit unangefochten in Rechtskraft erwachsener Verf�gung vom 16. Juni 1986 wies die Schweizerische Ausgleichskasse das Begehren um Abgabe eines Lendenmieders ab. Ferner holte sie eine Auskunft ein �ber die Beitragszeiten des M. B. bei der jugoslawischen Sozialversicherung und erliess gest�tzt darauf am 28. April 1987 eine weitere Verf�gung, womit sie den Anspruch auf eine Invalidenrente verneinte, weil M. B. bei Eintritt des Versicherungsfalles am 3. Juli 1986 nicht versichert gewesen sei.
B.- M. B. liess Beschwerde erheben mit dem Antrag auf Zusprechung einer Invalidenrente. Unter Einreichung verschiedener Arbeitsbest�tigungen liess er insbesondere geltend machen, dass er ab 1. April 1986 in einem privaten Maurerbetrieb und vom 1. Juni 1986 bis 15. Januar 1987 im Unternehmen "1. Mai" angestellt gewesen sei und in dieser Zeit auch Beitr�ge an die jugoslawische Sozialversicherung entrichtet habe. In der Folge gelangte die Schweizerische Ausgleichskasse nochmals verschiedentlich an die jugoslawische Sozialversicherung, welche am 22. M�rz 1988, am 20. Juni 1988 und am 3. Mai 1989 best�tigte, dass M. B. im fraglichen Zeitraum der jugoslawischen Sozialversicherung nicht angeh�rt habe. Mit Entscheid vom 8. Dezember 1989 wies die Eidg. Rekurskommission der AHV/IV f�r die im Ausland wohnenden Personen die BGE 119 V 111 S. 115Beschwerde mangels Erf�llens der versicherungsm�ssigen Voraussetzungen ab.
C.- Mit Eingabe vom 6. April 1990 l�sst M. B. Verwaltungsgerichtsbeschwerde erheben und beantragen, es sei auf das Rechtsmittel einzutreten und ihm - in Aufhebung der angefochtenen Verf�gung - eine Invalidenrente zuzusprechen.
Die Schweizerische Ausgleichskasse �ussert sich zur Verwaltungsgerichtsbeschwerde, ohne einen Antrag zu stellen, das Bundesamt f�r Sozialversicherung (BSV) schliesst auf Gutheissung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde.
4. Streitig und zu pr�fen ist, ob der Beschwerdef�hrer Anspruch hat auf Zusprechung einer Rente der schweizerischen Invalidenversicherung (vgl. BGE 119 V 98 E. 3).
5. a) Nach Art. 4 Abs. 1 IVG gilt als Invalidit�t die durch einen k�rperlichen oder geistigen Gesundheitsschaden als Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall verursachte, voraussichtlich bleibende oder l�ngere Zeit dauernde Erwerbsunf�higkeit.
Die Invalidit�t gilt als eingetreten, sobald sie die f�r die Begr�ndung des Anspruchs auf die jeweilige Leistung erforderliche Art und Schwere erreicht hat (Art. 4 Abs. 2 IVG). Im Falle einer Rente gilt die Invalidit�t in dem Zeitpunkt als eingetreten, in dem der Anspruch nach Art. 29 Abs. 1 IVG (in der hier massgeblichen, bis Ende 1987 g�ltig gewesenen Fassung) entsteht, d.h. wenn der Versicherte mindestens zur H�lfte bleibend erwerbsunf�hig geworden ist (Variante I) oder w�hrend 360 Tagen ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich zur H�lfte arbeitsunf�hig war und weiterhin mindestens zur H�lfte erwerbsunf�hig ist (Variante II).
Ferner sind gem�ss Art. 8 lit. b des schweizerisch-jugoslawischen Sozialversicherungsabkommens jugoslawische Staatsangeh�rige, die der jugoslawischen Versicherung angeh�ren oder die vor Verlassen der Schweiz eine ordentliche Invalidenrente bezogen haben, BGE 119 V 111 S. 116den Versicherten gem�ss schweizerischer Gesetzgebung gleichgestellt.
6. a) Es steht nach der Aktenlage fest und ist unbestritten, dass der Beschwerdef�hrer wegen seines R�ckenleidens, das am 4. Juli 1985 beim Anheben einer Last zum Ausbruch kam und am 3. August 1985 die Vornahme einer Laminektomie erforderte, bis mindestens Februar 1986 vollst�ndig arbeitsunf�hig war (Berichte des Dr. med. C. vom 4. Dezember 1985 und der Neurologischen Klinik des Kantonsspitals Aarau vom 30. Dezember 1985 und 12. Februar 1986). Anderseits hat die Vorinstanz zutreffend festgestellt, dass vor dem letzten Arbeitstag am 5. Juli 1985 keine massgebliche Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit vorlag (Bericht der Arbeitgeberfirma Ch. vom 24. Februar 1986). Ein allf�lliger Versicherungsfall kann demnach gest�tzt auf Art. 29 Abs. 1 Variante II IVG fr�hestens 360 Tage nach der Arbeitsniederlegung, mithin am 1. Juli 1986 entstanden sein.
b) Der Beschwerdef�hrer hielt sich in den Jahren 1971 bis 1975 und ab 1978 mit einer Saisonbewilligung in der Schweiz auf, wobei die letzte Aufenthaltsbewilligung bis Ende August 1985 g�ltig war. Nachdem er die Erwerbst�tigkeit wegen des R�ckenleidens am 6. Juli 1985 eingestellt hatte, erteilte ihm die Fremdenpolizei des Kantons Nidwalden am 24. September 1985 eine bis 30. November 1985 befristete Kuraufenthaltsbewilligung, die sie am 12. Dezember 1985 bis 31. Januar 1986 und in der Folge bis 28. Februar 1986 verl�ngerte mit dem Vermerk, der Beschwerdef�hrer k�nne "bis zur Reisef�higkeit" in der Schweiz verbleiben. Am 19. Februar 1986 setzte sie ihm Frist zur Ausreise bis am 22. Februar 1986, welcher Aufforderung der Beschwerdef�hrer rechtzeitig nachkam.
Damit steht fest, dass der Beschwerdef�hrer im Zeitpunkt des Eintritts des Versicherungsfalles am 1. Juli 1986 in der Schweiz weder Wohnsitz hatte noch hier erwerbst�tig war, womit die Versicherteneigenschaft unter dem Gesichtspunkt von Art. 6 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 1 IVG und Art. 1 Abs. 1 lit. a und b AHVG entf�llt.
c) Sodann haben die Abkl�rungen der Schweizerischen Ausgleichskasse ergeben, dass der Beschwerdef�hrer nach seiner R�ckkehr nach Jugoslawien trotz der Wiederaufnahme einer Erwerbst�tigkeit keine Beitr�ge an die jugoslawische Alters- und Invalidenversicherung bezahlte. Verwaltung und Vorinstanz haben daher zu Recht auch die Versicherteneigenschaft des Beschwerdef�hrers gest�tzt auf Art. 8 lit. b des Abkommens verneint.
7. a) In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde und in der nach Einsichtnahme in die Akten am 27. Juni 1990 erfolgten Beschwerdeerg�nzung BGE 119 V 111 S. 117wird insbesondere auf das stossende Ergebnis dieser Rechtslage hingewiesen. Im Zeitpunkt des Invalidit�tseintritts im Juli 1986 sei der Beschwerdef�hrer in der Schweiz nicht mehr versichert gewesen, weil er fremdenpolizeilich zur Ausreise gezwungen worden sei, und in Jugoslawien sei er nicht versichert gewesen, weil er nur eine Besch�ftigung bei einem Arbeitgeber gefunden habe, der ihn bei keiner Pensionskasse versicherte. Man m�sse sich daher fragen, ob die verfassungsm�ssig und durch das Sozialversicherungsabkommen mit Jugoslawien garantierte Rechtsgleichheit nicht zu einer feineren Anwendung der Versicherungsklausel f�hren sollte. Nach dem Grundsatz der Gleichbehandlung sollte der Versicherungsschutz auch gew�hrt sein, wenn ein jugoslawischer Staatsangeh�riger, der die erforderlichen Beitr�ge an die schweizerische Sozialversicherung geleistet habe, krank werde oder verunfalle, die Aufenthaltsbewilligung wegen dieses Gesundheitsschadens verliere, in der Folge - ohne dass ein Verstoss gegen die Fremdenpolizeigesetzgebung vorliege - die Schweiz auf Weisung der Fremdenpolizei verlassen m�sse und bei der R�ckkehr in sein Heimatland aus von ihm nicht zu vertretenden Gr�nden nicht mehr versichert sei. Art. 8 lit. f des Abkommens m�sse daher auch dann zur Anwendung gelangen, wenn der jugoslawische Staatsangeh�rige fremdenpolizeilich zum Verlassen der Schweiz gezwungen werde, die Wartezeit von 360 Tagen aber erstellt sei. Ansonsten h�tten die schweizerischen Beh�rden es in der Hand, den Aufenthalt in der Schweiz mittels fremdenpolizeilicher Wegweisung jederzeit zu unterbrechen. Es gen�ge dann, dass der jugoslawische Staatsangeh�rige in seinem Land keine Arbeit mehr finde oder nicht mehr versichert sei, damit der Versicherungsschutz entfalle. Ein solches Ergebnis widerspreche offensichtlich dem Sinn und Zweck des Gleichheitsgrundsatzes nach Art. 2 des Abkommens, wie er in Art. 8 lit. f pr�zisiert sei.
b) Das Eidg. Versicherungsgericht hat im vom heutigen Tag datierten Urteil Z. (BGE 119 V 98) entschieden, dass mit dem in Art. 8 lit. f des schweizerisch-jugoslawischen Sozialversicherungsabkommens enthaltenen Ausdruck "dableiben" (im franz�sischen Originaltext: "demeurer") nicht der zivilrechtliche Wohnsitz gemeint ist, sondern der "gew�hnliche Aufenthalt". Unter diesem Begriff ist der Aufenthalt von einer gewissen Dauer am Ort zu verstehen, wo sich der "Schwerpunkt der Lebensverh�ltnisse" befindet (BGE 112 V 166 E. 1a). Nach der Rechtsprechung des Eidg. Versicherungsgerichts ist f�r den "gew�hnlichen Aufenthalt" der tats�chliche Aufenthalt in der Schweiz und der Wille, diesen Aufenthalt aufrechtzuerhalten, BGE 119 V 111 S. 118massgebend; zus�tzlich dazu muss sich der Schwerpunkt aller Beziehungen in der Schweiz befinden (BGE 112 V 166 E. 1a mit Hinweisen, vgl. auch BGE 115 V 448 E. 1b). Ferner hat das Eidg. Versicherungsgericht im selben Urteil festgestellt, dass Art. 8 lit. f des Abkommens nicht den ununterbrochenen Aufenthalt in der Schweiz verlangt. Das Erfordernis des Dableibens gilt in der Regel dann als erf�llt, wenn sich die Unterbrechung des gew�hnlichen Aufenthalts in der Schweiz im Rahmen von drei Monaten h�lt oder wenn sie diese Zeitspanne h�chstens unwesentlich �berschreitet. Ausnahmsweise ist eine l�ngerdauernde Toleranzfrist zuzubilligen, wenn die Auslandabwesenheit mit dem krankheits- oder unfallbedingten Gesundheitsschaden, der zur Einstellung der Erwerbst�tigkeit gef�hrt hat, in direktem Zusammenhang steht. Dies trifft beispielsweise zu, wenn der Leistungsansprecher nach einem Spitalaufenthalt auf eine weitere Hospitalisation warten muss und die �rzte gegen eine vor�bergehende R�ckkehr in das Heimatland aus medizinischen Gr�nden nichts einzuwenden haben. Als Ausnahmetatbestand vorbehalten bleiben ferner besondere Umst�nde zwingender Art, wie h�here Gewalt oder ein medizinisch indizierter Auslandaufenthalt von wesentlich mehr als drei Monaten, unabh�ngig davon, ob dieser mit dem Gesundheitsschaden, der die Erwerbsaufgabe ausgel�st hat, zusammenh�ngt oder nicht.
c) Im vorliegenden Fall stellt sich nun die Frage, ob f�r die Anwendung von Art. 8 lit. f des Abkommens unter Umst�nden vom Erfordernis des tats�chlichen Aufenthalts in der Schweiz abgesehen werden kann.
Wie das Eidg. Versicherungsgericht in BGE 118 V 84 E. 4b ausgef�hrt hat, darf ein ausl�ndischer Arbeitnehmer, der in der Schweiz verunfallt oder erkrankt und keine Arbeitsbewilligung hat, grunds�tzlich vor�bergehend w�hrend der medizinischen Behandlung hier bleiben. Art. 36 der Verordnung �ber die Begrenzung der Zahl der Ausl�nder vom 6. Oktober 1986 (BVO; SR 823.21) sieht diesbez�glich vor, dass anderen (als den in Art. 31 bis 35 BVO erw�hnten) nichterwerbst�tigen Ausl�ndern Aufenthaltsbewilligungen erteilt werden k�nnen, "wenn wichtige Gr�nde es gebieten". Ferner k�nnen nach Art. 33 BVO unter bestimmten Voraussetzungen Kuraufenthaltsbewilligungen ausgestellt werden. Sodann werden Ausl�nder, die in der Schweiz invalid geworden sind und ihre bisherige T�tigkeit nicht weiterf�hren k�nnen, gem�ss Art. 13 lit. b BVO nicht an die vom Bundesrat periodisch festzusetzende H�chstzahl der erwerbst�tigen Ausl�nder angerechnet. Dasselbe gilt, wenn ein BGE 119 V 111 S. 119schwerwiegender pers�nlicher H�rtefall oder staatspolitische Gr�nde vorliegen (Art. 13 lit. f BVO), sowie f�r Saisonniers, deren Saisonbewilligung in eine Jahresbewilligung umgewandelt wird (Art. 13 lit. h BVO).
Anderseits ist zu beachten, dass gem�ss Art. 4 des Bundesgesetzes �ber Aufenthalt und Niederlassung der Ausl�nder vom 26. M�rz 1931 (ANAG; SR 142.20) die zust�ndige Beh�rde, im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften und der Vertr�ge mit dem Ausland, nach freiem Ermessen �ber die Bewilligung von Aufenthalt und Niederlassung entscheidet. Der Ausl�nder hat damit grunds�tzlich keinen Anspruch darauf, dass ihm eine Aufenthaltsbewilligung erteilt wird (BGE 118 Ib 155 E. 1a). Ferner hat das Bundesgericht im unver�ffentlichten Urteil V. vom 26. Juni 1991 ausgef�hrt, dass auch das schweizerisch-jugoslawische Sozialversicherungsabkommen keinen Anspruch auf eine Anwesenheitsbewilligung vermittelt. Es steht demnach im freien Ermessen der zust�ndigen fremdenpolizeilichen Beh�rden, ob sie im Einzelfall eine Koordination von fremdenpolizeilicher und sozialversicherungsrechtlicher Regelung anstreben wollen oder nicht. Fehlt es aber an einem zwingenden gesetzlichen Auftrag und steht den Beh�rden der kantonalen Fremdenpolizei ein derart umfassender Ermessensspielraum in bezug auf die Bewilligungserteilung offen, kann die Erf�llung der versicherungsm�ssigen Voraussetzungen nicht von der Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung abh�ngig gemacht werden. Der in der Schweiz verunfallte oder erkrankte Arbeitnehmer, der aus diesem Grund die Erwerbst�tigkeit unterbrechen muss und bis zum Eintritt des Versicherungsfalles oder dar�ber hinaus dabliebe, wenn er fremdenpolizeilich dazu befugt w�re, soll jenem gleichgestellt werden, der trotz Fehlens der Erwerbst�tigkeit eine Spezial- oder Ausnahmebewilligung zum weiteren Aufenthalt in der Schweiz erh�lt. Andernfalls hinge die Versicherteneigenschaft von der Praxis der kantonalen Fremdenpolizei ab, was zu manifester Ungleichbehandlung in versicherungsrechtlicher Hinsicht f�hren kann.
Angesichts des der kantonalen Fremdenpolizei offenstehenden weiten Ermessensspielraums ist es nicht Aufgabe der Sozialversicherungsverwaltung und -justiz, bei der Beurteilung der Versicherteneigenschaft vorfrageweise �ber die Rechtm�ssigkeit des fremdenpolizeilichen Entscheids zu befinden. Die Pr�fung hat sich vielmehr darauf zu beschr�nken, ob der Leistungsansprecher, der die Schweiz w�hrend der Wartezeit gem�ss Art. 29 Abs. 1 IVG aufgrund einer fremdenpolizeilichen Weisung verlassen musste, tats�chlich BGE 119 V 111 S. 120die Absicht hatte, weiterhin hier zu bleiben. Diese Absicht kann allerdings nur relevant sein, wenn das Verlassen der Schweiz, sei es endg�ltig oder vor�bergehend, seinen Grund in der unfall- oder krankheitsbedingten Aufgabe der Erwerbst�tigkeit hat. Ist die Beendigung der Aufenthaltsbewilligung auf andere Gr�nde zur�ckzuf�hren oder auf Tatbest�nde, f�r welche der Leistungsansprecher selbst einzustehen hat, kann er sich nicht auf Art. 8 lit. f des Abkommens berufen. Es fehlt diesfalls an der Kausalit�t zwischen dem durch das Abkommen privilegierten Tatbestand von Unfall oder Krankheit und der Nichterf�llbarkeit der Versicherungsklausel. Sodann gen�gt es in beweism�ssiger Hinsicht nicht, dass der Leistungsansprecher lediglich behauptet, er w�re bis zum Eintritt des Versicherungsfalles in der Schweiz geblieben, wenn ihm die erforderliche Bewilligung erteilt worden w�re. Die Absicht des weiteren Hierbleibens hat sich vielmehr aus objektiven Umst�nden zu ergeben, wie beispielsweise der Dauer des bisherigen Aufenthalts, aus dem Zeitraum zwischen dem Eintritt des Gesundheitsschadens und dem Verlassen der Schweiz, aus dem Nachsuchen um eine Erneuerung oder Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung und allenfalls aus der Wiedereinreise in die Schweiz in einem sp�teren Zeitpunkt, und muss nach dem im Sozialversicherungsrecht allgemein g�ltigen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit dargetan sein. Nur wenn diese Voraussetzungen erf�llt sind, kann ein Staatsangeh�riger des ehemaligen Jugoslawien, der gegen seinen Willen aufgrund eines fremdenpolizeilichen Entscheids die Schweiz verlassen musste, den Versicherungsschutz von Art. 8 lit. f des schweizerisch-jugoslawischen Sozialversicherungsabkommens in Anspruch nehmen.
8. Im vorliegenden Fall hat die Schweizerische Ausgleichskasse nicht abgekl�rt, ob der Beschwerdef�hrer die Absicht hatte, in der Schweiz zu verbleiben. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird diese Absicht zwar behauptet, die Akten enthalten indes keine Anhaltspunkte daf�r. Die Sache ist daher an die Ausgleichskasse zur�ckzuweisen, damit sie die erforderlichen Abkl�rungen treffe und hernach �ber die Erf�llung der versicherungsm�ssigen Voraussetzungen im Sinne der vorstehenden Erw�gung neu befinde.
Gelangt die Ausgleichskasse, gest�tzt auf das Abkl�rungsergebnis, zum Schluss, dass der Beschwerdef�hrer mit entsprechender fremdenpolizeilicher Bewilligung bis mindestens Juli 1986 in der Schweiz geblieben w�re, hat sie unter Ber�cksichtigung des Umstandes, dass M. B. in Jugoslawien wieder eine Erwerbst�tigkeit BGE 119 V 111 S. 121aus�ben konnte, den Invalidit�tsgrad zu bemessen und �ber die Zusprechung einer allf�lligen Invalidenrente zu verf�gen.
Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der Entscheid der Eidg. Rekurskommission der AHV/IV f�r die im Ausland wohnenden Personen vom 8. Dezember 1989 und die angefochtene Verf�gung vom 28. April 1987 aufgehoben werden und die Sache an die Schweizerische Ausgleichskasse zur�ckgewiesen wird, damit diese, nach erfolgter Abkl�rung im Sinne der Erw�gungen, neu verf�ge.
118 V 84,
112 V 166,
118 IB 155
art. 33 et art. 36 de l'ordonnance limitant le nombre des �trangers du 6 octobre 1986 (OLE; RS 823.21),
art. 2 et art. 8 let,
Art. 1 Abs. 1 lit. a und b AHVG,
Art. 13 lit. b BVO,
Art. 13 lit. h BVO

References: Art. 6
 art. 2
 art. 8
 art. 33
 art. 36
 art. 4
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 4
 Art. 29
 Art. 8
 BGE 
 Art. 29
 Art. 6
 Art. 1
 Art. 1
 Art. 8
 BGE 
 Art. 8
 Art. 2
 Art. 8
 Art. 8
 BGE 
 BGE 
 Art. 8
 Art. 8
 BGE 
 Art. 36
 Art. 31
 Art. 33
 Art. 13
 BGE 
 Art. 4
 Art. 29
 BGE 
 Art. 8
 Art. 8
 BGE 

art. 33
 art. 36

art. 2
 art. 8

Art. 1

Art. 13

Art. 13