Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=LSG%20Nordrhein-Westfalen&Datum=15.01.2003&Aktenzeichen=L%2010%20B%2022/02
Timestamp: 2020-02-19 00:13:54+00:00

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LSG Nordrhein-Westfalen, 15.01.2003 - L 10 B 22/02 KA ER - dejure.org
LSG Nordrhein-Westfalen, 15.01.2003 - L 10 B 22/02 KA ER
https://dejure.org/2003,4073
LSG Nordrhein-Westfalen, 15.01.2003 - L 10 B 22/02 KA ER (https://dejure.org/2003,4073)
LSG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 15.01.2003 - L 10 B 22/02 KA ER (https://dejure.org/2003,4073)
LSG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 15. Januar 2003 - L 10 B 22/02 KA ER (https://dejure.org/2003,4073)
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Aufschiebende Wirkung; Widerspruch und Klage gegen die Honorarfestsetzung; Mehrere Verwaltungsakte in einem Bescheid; Finanzielle Funktionsfähigkeit der vertragsärztlichen Leitungserbringung
Wirtschaftlichkeitsprüfung - Aufschiebende Wirkung der Klage bei Honorarrückforderungsbescheiden?
Umstrittene Urteile - Widerspruch gegen Rückforderungsbescheid hat keine aufschiebende Wirkung
Zusammenfassung von "Keine aufschiebende Wirkung bei Widerspruch und Klage gegen einen Honorarrückforderungsbescheid" von RA Dr. Franz-Josef Dahm, original erschienen in: MedR 2003, 598 - 602.
SG Düsseldorf, 11.10.2002 - S 33 KA 202/02
LSG Nordrhein-Westfalen, 26.02.2003 - L 10 B 2/03
Aufschiebende Wirkung von Klagen eines Arztes gegen Rückforderungen nach …
Indessen hat der Senat bereits entschieden, dass auch Rückforderungsbescheide infolge einer Plausibilitätsprüfung der Ausnahmeregelung des § 85 Abs. 4 Satz 9 SGB V zuzurechnen sind, mithin der hiergegen gerichtete Widerspruch keine aufschiebende Wirkung entfaltet (Beschluss vom 15.01.2003 - L 10 B 22/02 KA ER -).
Im Rahmen des § 86 b Abs. 1 Nr. 2 SGG entscheidet das Gericht nach Ermessen aufgrund einer Abwägung der öffentlichen und privaten Interessen (Senatsbeschluß vom 15.01.2003 - L 10 B 22/02 KA ER - Meyer-Ladewig, SGG, 7. Auflage, § 86 b Rdn. 12;… Frehse in Schnapp/Wigge, Handbuch für das Vertragsarztrecht, 1. Auflage, 2002, § 21 Rdn. 114;… Düring in Berliner Kommentare, SGG, 1. Auflage, 2003, § 86 b Rdn. 6).
Schließlich sind die vom Gesetz verfolgten Ziele einzubeziehen und mit den Interessen des Betroffenen abzuwägen (Senatsbeschluß vom 15.01.2003 - L 10 B 22/02 KA ER - vgl. Meyer-Ladewig aaO § 86 a Rdn. 20).
Dabei ist von der gesetzgeberische Grundentscheidung auszugehen, bei Honorarstreitigkeiten die aufschiebende Wirkung des Widerspruchs auszuschließen und damit der sofortigen Vollziehbarkeit des Verwaltungsaktes ein gesteigertes öffentliches Interesse beizumessen (Senatsbeschluß vom 15.01.2003 - L 10 B 22/02 KA ER - und vom 11.02.2003 - L 10 B 11/02 KA - ).
Aufhebungsbescheide sind dem zuzurechnen (LSG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 15.01.2003 - L 10 B 22/02 KA ER -).
Der Widerspruch gegen einen Honorarrückforderungsbescheid hat gleichermaßen keine aufschiebende Wirkung (Senat, Beschluss vom 02.04.2009 - L 11 KA 7/09 ER - LSG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 15.01.2003 - L 10 B 22/02 KA ER -).
Das Gericht wird insbesondere zu berücksichtigen haben, wie schwerwiegend die Beeinträchtigung durch die aufschiebende Wirkung gerade im grundrechtsrelevanten Bereich ist (Senatsbeschluss vom 30.06.2003 - L 10 B 9/03 KA ER -;14.04.2003 - L 10 B 8/03 KA ER - 07.04.2003 - L 10 B 24/02 KA ER; 26.02.2003 - L 10 B 2/03 KA ER - 15.01.2003 - L 10 B 22/02 KA ER - in GesR 2003, 115 f.;… Düring in Berliner Kommentare, SGG, 2. Auflage, § 86 b Rnd. 6).
Bescheide über die Honorarfestsetzung sind neben der vorläufigen und endgültigen Honorarfestsetzung auch die sachlich-rechnerische Richtigstellung und die hierauf fußende Honorarrückforderung einschließlich der Verrechnung solcher Forderungen mit dem Honoraranspruch (vgl. hierzu bereits LSG Nordrhein-Westfalen, GesR 2003, 115 ff.; Einzelheiten bei Steinhilper, MedR 2003, 433, 434).
Andererseits liegt ein überwiegendes öffentliches Interesse am Ausschluß der aufschiebenden Wirkung dann vor, wenn der angefochtene Verwaltungsakt ersichtlich rechtmäßig ist (Senatsbeschluss vom 15.01.2003 - L 10 B 22/02 KA ER - vgl. auch Begründung zum 6. SGG-ÄndG BT-Drucks. 14/5943 zu Nr. 34).
Dieser Vorschrift unterfallen auch Honorarrückforderungen (vgl. im einzelnen LSG NRW, Beschluss vom 15.01.2003 - L 10 B 22/02 KA ER - dazu auch LSG NRW, Beschluss vom 26.02.2003 - L 10 B 2/03 KA ER -).
Im Rahmen des § 86 b Abs. 1 Nr. 2 SGG entscheidet das Gericht nach Ermessen aufgrund einer Abwägung der öffentlichen und privaten Interessen (LSG NRW, Beschluss vom 15.01.2003 - L 10 B 22/02 KA ER - Meyer-Ladewig, SGG, 7. Auflage, § 86 b Rdnr. 12;… Frehse, in: Schnapp/Wigge, Handbuch für das Vertragsarztrecht, 1. Auflage 2002, § 21 Rdnr. 114;… Düring, in Jansen (Hrsg.), Kommentar zum SGG, 1. Aufl. 2003, § 86 b Rdnr. 6).
Schließlich sind die vom Gesetz verfolgten Ziele einzubeziehen und mit den Interessen des Betroffenen abzuwägen (LSG NRW, Beschluss vom 15.01.2003 - L 10 B 22/02 KA ER -).
Damit verbleibt es dabei, dass der Widerspruch gegen den Honorarückforderungsbescheid keine aufschiebende Wirkung entfaltet (Senat, Beschluss vom 06.01.2004 - L 11 B 17/03 KA ER - LSG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 15.01.2003 - L 10 B 22/02 KA ER -).
An der Vollziehung offensichtlich rechtswidriger Verwaltungsakte besteht kein öffentliches Interesse; vielmehr überwiegt dann das Interessen an der Herstellung der aufschiebenden Wirkung (Senatsbeschluss vom 15.01.2003 - L 10 B 22/02 KA ER - GesR 2005, 115 f.).
Bescheide über die Honorarfestsetzung sind neben der vorläufigen und endgültigen Honorarfestsetzung auch die sachlich-rechnerische Richtigstellung und die hierauf fußende Honorarrückforderung einschließlich der Verrechnung solcher Forderungen mit dem Honoraranspruch (hierzu Senat, Beschluss vom 02.04.2009 - L 11 KA 7/09 KA ER - m.w.N.; Beschluss vom 06.01.2004 - L 11 B 17/03 KA ER - Breithaupt 2004, 263 ff.; LSG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 16.4.2003 - L 10 B 21/02 KA ER in GesR 314 f. und MedR 2004 233 ff. sowie Beschluss vom 15.01.2003 - L 10 B 22/02 KA ER - in MedR 2003, 598 ff. und GesR 2003, 115 ff.).
LSG Nordrhein-Westfalen, 20.01.2004 - L 10 B 19/03
Ermächtigungsmöglichkeit einer Nichtärztin; Statthaftigkeit der Anordnung der …
LSG Nordrhein-Westfalen, 14.04.2003 - L 10 B 8/03

References: § 85
 § 86
 § 86
 § 21
 § 86
 § 86
 § 86
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 § 21
 § 86