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Timestamp: 2020-08-11 07:26:21+00:00

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Hamburg-Amerika Linie Nordseebäder-Fahrplan - 1914 | GG Archives
HAPAG Nordseebäder-Fahrplan - 1914
Hamburg-Amerika Linie Nordseebäder-Fahrplan - 1914
Titelblatt, 1914 Broschüre der Hamburg- Amerika Linie für die Fahrpläne der Nordseebäder - Seebäder und Riviera Dienst. GGA Image ID # 1279058006
Viele Fotos der Schiffe, Innenansichten und Bilder der Wahrzeichen von Hamburg, Deutschland, machen diese Broschüre zu einer ungewöhnlich guten Broschüre der Hamburg- Amerika Linie von 1914. Zwei farbige Karten enthalten die Nordsee und die Umgebung.
Deutschlandkarte und Nordseekotierung der HAPAG. GGA Image ID # 12791f2a11. Click to View Larger Image.
See- und Luftkurort Hörnum a. Sylt. GGA Image ID # 127920e3df
Gefälligst vor Durchsicht der Fahrpläne zu lesen. Sommerfahrplan 1914.
Seitdem die ehemalige Nordseelinie in den Besitz der Hamburg-Amerika Linie überging und von dieser als selbständige Abteilung unter dem Namen «Seebäder-Dienst» weitergeführt wird, wurde die Dampferverbindung zwischen Hamburg und den Nordseeinseln ohne Rücksicht auf Rentabilität, aber getreu den Prinzipien der Reederei, auf allen ihren Linien das Beste und Vollkommenste subieten, unausgesetzt verbessert und ausgestaltet.
Zu der früheren Schiffsflotte, bestehend aus den Dampfern «Silvana», «Prinzessin Heinrich» und «Cobra» trat alsbald der stolze Dampfer «Kaiser», damals in der europäischen Küstenfahrt an Eleganz und Schnelligkeit unübertroffen.
Der beliebte Dampfer «Cobra» wurde gänzlich umgebaut und modernisiert, die schlanke, elegante «Prinzessin Heinrich» erhielt seitliche Tanks zur Verminderung von Schlingerbewegungen, die «Silvana» zum gleichen Zweck den Schlick’schen Schiffskreisel usw.
Zur rascheren Aus- und Einbootung in Helgoland wurden die kleinen Dampfer «Seerose» und «Seestern», für die Wattenfahn Hörnum-Norddorf der Dampfer «Sylt» und zur Entlastung der Schnelldampfer von dem allmählich sich entwickelnden Frachtverkehr ein schmuckes Schiff, der «Adler», eingestellt, das Fracht und eine beschränkte Anzahl Passagiere befördern kann; kurz, es verging kein Jahr ohne durchgreifende Neuerungen und irgendeine Ausgestaltung des Dienstes, welch letztere sich auch auf die Sylier Südbahn, auf den Bau von Blockhäusern in Hörnum, auf die Landungsgelegenheit in Hamburg, auf bessere Einrichtungen des Fahrkartenverkaufs und die Bedienung des Publikums bei der Abfertigung in Hamburg und auf alles übrige erstreckte.
So geschah alles, um der Entwicklung des Seebäder Verkehrs und der zunehmenden Bedeutung der Nordseeinseln als Erholungs- und Ausflugsziel Rechnung zu tragen.
Um diese Entwicklung zu fördern, blieb die Hamburg-Amerika Linie beim Seitherigen nicht stehen. Wenige Jahre nach Erbauung des «Kaiser» wurde den «Vulkan-Werken» in Stettin ein neues Schiff in Auftrag gegeben, die «Königin Luise».
Ende Dezember 1913 kam dieses Schiff zur Ablieferung. Es ist mit allen Verbesserungen und allen Errungenschaften ausgestattet, die die Schiffsbautechnik in den letzten Jahren stetigen Voranschreitens gebracht hat.
Zwar in Größe und Gestalt dem «Kaiser» ähnlich, weicht es jedoch in manchem von seinem Vorbilde ab. Das vom Bug bis zum Heck durchgehende Promenadendeck des «Kaiser» erscheint auf dem neuen Dampfer «Königin Luise» verkürzt, indem auf dem Vorder- und Achterdeck große freie Räume entstanden sind, die eine ungehinderte Bewegung und den uneingeschränkten Genuß der frischen Seeluft gestatten.
Der gedeckte Teil des Promenadendecks ist ähnlich wie beim «Kaiser» mit großen Schiebefenstern versehen, so daß je nach der Witterung ein vollständig freier Luftzutritt möglich ist, bei regnerischem Wetter aber ein großer geschützter Raum mit vollständig freier Aussicht den Passagieren zur Verfügung steht.
Die Sitzbänke, Tische usw. sind vorteilhaft angeordnet.
Über dem Promenadendeck befindet sich ein großes Bootsdeck, das die nötigen Rettungsboote trägt ; jedoch gestatten freie Durchgänge zwischen den Booten wiederum eine prachtvolle Promenade.
Der hintere Teil des Bootsdecks ist frei, während der vordere Teil eingedeckt wurde und damit einen außerordentlich angenehmen Aufenthalt bei jeder Witterung mit vollständig freier Aussicht nach beiden Seiten des Schiffes bietet.
Unter dem Promenadendeck befindet sich das Hauptdeck, das einen außerordentlich elegant ausgestatteten Speisesaal mit ca. 120 Sitzplätzen enthält.
Dieser Speisesaal ist mit großen Fenstern versehen, so daß sich auch während des Aufenthalts in diesem wundervollen Salon das prachtvolle Panorama der See- und Elbfahrt den Augen der Passagiere frei entrollen kann.
Außer diesem Hauptspeisesaal befindet sich im Zwischendeck noch ein kleiner Speisèsalon, im Promenadendeck ein geschmackvoll ausgestatteter Damensalon und unter diesem im Hauptdeck ein höchst einladender Rauchsalon.
Außer diesen Salons besitzt das Schiff drei Passagierkammern, ein Schreibzimmer, sehr geräumige Damen- und Herrentoiletten, einen reservierten kleinen Salon für be-sondere Gelegenheiten und genügend Räume für die Post und einen großen Raum für Handgepäck.
Auf diesen seien die verehrten Passagiere besonders aufmerksam gemacht, weil das Herumstehen des Handgepäcks in den Passagierräumen vielfach lästig empfunden und durch diese Aufbewahrungsstelle den geehrten Passagieren auch die Sorge um ihr Handgepäck genommen wird.
Die in die Hände des seitherigen ersten Küchenchefs des Hotels «Atlantic-Pfordte», des Herrn Drumm, Hamburg, gelegte Restauration wird auch verwöhnten Ansprüchen Rechnung tragen.
Außer in den genannten Salons bieten sich auf dem Promenadendeck und neben dem Rauchsalon Erfrischungsgelegenheiten.
Buchhändler, Barbier und Stewardessen sind neben einer genügenden Anzahl Stewards an Bord.
Das Schiff ist aus Siemens-Martin-Schiffbaustahl nach den Vorschriften des Germanischen Lloyds und unter dessen spezieller Aufsicht mit Eisverstärkung gebaut.
Es ist 89 m lang, 12 m breit, 8 m hoch und für 1850 Passagiere vermessen. Zwei Dampfturbinen und zwei Föttinger Transformatoren, die zusammen 5400 Pferdekräfte entwickeln, geben dem mit zwei Schrauben ausgestatteten Schiff eine Geschwindigkeit bis zu 20.Knoten in der Stunde.
Die Kesselanlage besteht aus drei Wasserrohrkesseln, die sämtlich mit künstlichem Zug arbeiten und mit Überhitzern ausgerüstet sind. 450 elektrische Lampen überfluten die Räume mit einem Meer von Licht und machen den Aufenthalt an Bord auch zur Nachtzeit behaglich und angenehm.
Auch die Rettungseinrichtungen entsprechen völlig den Ansprüchen der Seeberufsgenossenschaft und der Sicherheitspolizei. Das Schiff ist mit einem Unterwasserschallapparat versehen und führt eine genügende Anzahl Rettungsboote mit sich.
Sieben wasserdichte Querschotten vermögen es in acht wasserdichte Räume der Länge nach zu teilen. Drahtlose Telegraphie ermöglicht ihm eine ständige Verbindung sowohl mit dem Festlande, als auch mit anderen Schiffen.
Als besondere Einrichtung seien zwei Schlinger-Dämpfungstanks, System Frahm, die äußerst denkbare Sicherung gegen Schlingerbewegungen schaffen, erwähnt.
Da das Schiff in dem bedeutungsvollen Erinnerungsjahre 1913 in Dienst gestellt wurde, hat es zu dauerndem Gedenken an eine große Zeit und an eine hehre Frauengestalt den Namen der «Königin Luise» erhalten.
Das Bild der im Volksempfinden heiligen Gestalt der Ahnin unseres Kaiserhauses schmückt die Haupttreppe des Schiffes, während eine wundervolle Holzintarsia aus der Werkstatt des Intarsia-Künstlers Carl Spindler zu St. Leonhardt bei Boersch im Unterelsaß, Helgoland, und eine Reihe von dem Kunstmaler Korwan in Westerland ausgeführte Gemälde, Insel-, See- und Hafenmotive darstellen, die den Passagieren Ziele der sommerlichen Fahrt vor Augen führen.
So dürfte das Schiff nicht nur in bezug auf seine technischen Einrichtungen, sondern auch in bezug auf seine Ausstattung den höchsten Ansprüchen genügen, die man an ein modernes Küstenschiff stellen kann.
Das Schiff versah bereits im verflossenen Winter die Fahrten an der Riviera, wo es vermöge seiner gediegenen Eleganz, seiner ausgesprochenen Behaglichkeit, seiner schnellen und ruhigen Fahrt, seiner fast minutiösen Präzisität und seiner großen Verkehrssicherheit eine förmliche Begeisterung unter den Passagieren hervorrief.
Nach allem steht zu hoffen, daß dieses glänzende Schiff die Beliebtheit der Dampferfahrten zwischen Hamburg und den Nordseebädem hebt und dazu helfen wird, den Ruf unserer Nordsee als den eines Gesund- und Jungbrunnens, aber auch den Ruhm deutscher Reederei und deutscher Schiffsbaukunst in weitere Kreise zu tragen.
Den Verkehr auf der Linie Hamburg—Cuxhaven—Helgoland—Westerland a/Sylt versehen durchweg indirekter Fahrt die großen Dampfer „Königin Luise“, „Kaiser“ respektive „Cobra“, während diese Dampfer der Wasserverhältnisse wegen nur an einigen bestimmten, aus den Fahrplänen näher zu ersehenden Tagen nach Norderney respektive Borkum verkehren können.
Die Dampfer „Cobra“ und „Prinzessin Heinrich“ versehen in der Hauptsache die Fahiten auf der Linie Helgoland—Borkum und Helgoland—Norderney und umgekehrt, jedoch werden auch die D. „Kaiser“ und „Königin Luise“ einige Fahrten nach diesen Inseln ausführen.
Durch das Freiwerden der „Cobra“ infolge Einstellung der „Königin Luise“ haben die Fahrten auf der Linie Helgoland—Borkum eine umfangreiche Vermehrung erfahren, worauf wir noch ganz besonders aufmerksam machen möchten. Neu aufgenommen sind ebenfalls einige Fahrten von Helgoland direkt nach Wyk a. Föhr.
Die Abkommen mit den Watten Reedereien und Kleinbahnen sichern möglichst den Anschluß an unsere Fahrten, doch können wir eine Haftung dafür nicht übernehmen.
Der Rückreiseverkehr über See hat durch das außergewöhnliche Entgegenkommen der Königl. Preußischen Staatsbahnverwaltung eine Verbesserung von eminenter Bedeutung erfahren, indem der Fahrplan so eingerichtet worden ist, daß der Anschluß an den bereits um 3.46 nachmittags von Cuxhaven-Hafenbahnhof abgehenden Eilzug erreicht wird.
Dadurch ist es möglich geworden, bereits um 5.55 nachmittags in Hamburg-Hauptbahnhof und 9.25 abends in Berlin einzutreffen. An den meisten Tagen werden unsere geehrten Fahrgäste auch den Dampfer bis Hamburg benutzen und so die interessante Elbfahrt genießen können, ohne den Anschluß an den 8.22 nachm, von Hamburg—Hauptbahnhof nach Berlin abgehenden D-Zug zu verlieren.
Autos und Wagen sind stets genügend am Landungsplätze vorhanden. Die Hamburger Hochbahn, die in rascher Aufeinanderfolge Werktags bis 12.52 und Sonntags bis 1.12 nichts verkehrt, bringt die Reisenden in 8 Minuten vom Landungsplätze nach dem Hauptbahnhofe in Hamburg. Weitere Verbindungen von und nach allen Richtungen, insbesondere durch Einlegung von Frühzügen, stellt die Strasseneisenbahn her.
Jede weitere Auskunft erteilen die bedeutenderen Reisebureaus, die amtlichen Ausgabestellen für zusammenstellbare Fahrscheinhefte, die Auskunftstellen des Verbandes Deutscher Nordseebäder, das Reisebureau der Hamburg-Amerika Linie in Berlin, Unter den Linden 8, unsere Auskunftstelle im Hauptbahnhof (Ankunftseite, Schalter 57) in Hamburg, die Fahrkarten-Ausgabe- stellen aller größeren Eisenbahnstationen, die Hauptagenturen unserer Gesellschaft, die Auskunftstellen auf den Inseln, sowie der Seebäder- und Riviera-Dienst der Hamburg-Amerika Linie, Hamburg 4, St. Pauli Landungsbrücken, Verwaltung der Sylter Südbahn und der Amrumer Inselbahn.
Turbcinen-Schnellpostdampfer ,,Königin Luise" (1850 Personen fassend). Der neue hochelegante. GGA Image ID # 127a539aea
Allgemeine Beförderungsbestimmungen.
§ 1- Fahrplan.
Die Fahrpläne sind unter der Voraussetzung normaler Witterungs- und Wasserverhältnisse aufgestellt und die Anschlüsse der Dampfer untereinander möglichst gesichert, ohne daß dafür gehaftet werden kann.
Dem Kapitän müssen diejenigen Änderungen imd Abweichungen Vorbehalten bleiben, die im Interesse der Sicherheit des Dienstes notwendig erscheinen, ohne daß die Reederei für etwa dadurch entstehende Verzögerungen eine Haftung übernimmt. Die Reederei behält sich ausdrücklich Änderungen des Fahrplans und Wechsel der Schiffe vor.
Die Fahrzeiten nach und von Norderney können mit Rücksicht auf die Wasserverhältnisse nur ungefähr angegeben werden. Die genauen Abfahrtszeiten werden täglich in Helgoland und Norderney bekannt gemacht.
§ 2. Fahrtunterbrechung.
Alle regulären Fahrkarten gestatten, die Fahrt sowohl in Hamburg, als auch auf allen von unseren Schiffen berührten Stationen innerhalb der Geltungsdauer beliebig oft und lange ohne weitere Formalitäten zu unterbrechen.
Bei Fahrtunterbrechung in Helgoland kommt eine Landungs- und Einschiffungsgebühr von M. 1.60 an Bord des Dampfers zur Erhebung. Bei Sonderkarten ist eine Fahrtunterbrechung nur auf der Rückfahrt gestattet.
§ 3. Aus- und Umbauten in Helgoland.
Kurz vor Ankunft auf der Reede vor Helgoland wird an Bord ausgerufen, au welcher Seite nach Helgoland, Sylt, Norderney, Borkum, Wyk a/Föhr resp. Hamburg ausgebootet wird.
Passagiere, die trotz deiä ein falsches Boot besteigen, haben die Konsequenzen selbst zu tragen. Die Reederei kann aus solchem Anlaß erhobenen Reklamationen keine Folge geben.
§ 4. Gepäck.
Eine Viertelstunde vor Abgang der Dampfer respektive der Sylter Züge wird die Gepäckannahme geschlossen. Es wird daher den Reisenden auf das dringendste empfohlen, das Gepäck früher anzuliefern, da für Mitnahme des in letzter Stunde angebrachten Gepäcks mit gleichem Dampfer bei lebhaftem Verkehr keine Haftung übernommen werden kann.
An besonders verkehrsreichen Tagen, wie zu Pfingsten, zu Beginn und Schluß der Ferien usw., empfiehlt sich die Anlieferung des Gepäcks einen Tag vorher. Kein Reisender sollte versäumen, seine Adresse auf dem Gepäck anzubringen.
Für abgefertigtes Gepäck haftet die Reederei bei Verlust oder Beschädigung, soweit sie ein Verschulden trifft, für den in Wirklichkeit entstandenen und nachgewiesenen Schaden, jedoch höchstens bis zum Betrage von M. 150.— pro Stück.
Die Reederei übernimmt keine Haftung für Seegefahr, ferner nicht für die Folgen mangelhaft beschaffener Koffer, Körbe etc., oder mangelhafter Verpackung, oder das Ausfließen von Flüssigkeiten innerhalb der Gepäckstücke, und zwar auch dann nicht, wenn die Mängel bei der Auflieferung nicht konstatiert worden sind.
Für Kostbarkeiten — Geld, Schmucksachen, Juwelen, Gemälde etc. —, für leicht zerbrechliche und verderbliche Gegenstände haftet die Reederei unter keinen Umständen.
§ 5. Gepäckträger.
In Hamburg, wie auf den Inseln sind Gepäckträger angestellt, die die Beförderung des Gepäcks von und nach der Wohnung der Reisenden übernehmen.
§ 6. Mitnahme und Aufbewahrung von Handgepäck.
Gepäck, das in irgendeiner Ausdehnung 60 cm übersteigt, unterliegt den Tarifen für abzufertigendes Gepäck und darf als Handgepäck nicht mitgeführt werden. Handgepäck kann an Bord gegen eine Gebühr von 10 Pf. pro Stück bis Helgoland und 20 Pf. pro Stück über Helgoland hinaus in Aufbewahrung gegeben werden.
Die Verbringung nach der Aufbewahrungsstelle und das Abholen von dort ist Sache des Reisenden. Für in Aufbewahrung gegebenes Handgepäck übernimmt die Reederei eine Haftung für den wirklich entstandenen und nachgewiesenen Schaden, jedoch höchstens bis zum Betrage von M. 90.— pro Stück. Für nicht abgefertigtes und nicht zur Aufbewahrung gegebenes Gepäck haftet die Reederei nicht.
§ 7 Hunde.
Für die Mitführung von Hunden wird eine Gebühr von M. 2.— ohne Unterschied der Entfernung erhoben. Es wird gebeten, Hunde an der Leine zu führen und nicht mit in die Speise- und Damensalons zu bringen. Das Rauchen in diesen Salons ist ebenfalls verboten.
§ 8 Kabinen
Kabinen stehen unseren verehrlichen Fahrgästen auf den Dampfern „Kaiser“, „Königin Luise“ und „Cobra“ gegen Lösung von Kabinenkarten beim Zahlmeister zur Verfügung. Die Gebühr beträgt für die Teilstrecken Hamburg—Cuxhaven, Cuxhaven—Helgoland, Helgoland—Sylt resp. —Norderney, —Borkum und —Wyk a/Föhr oder umgekehrt auf D. „Königin Luise“ M.5.—, auf D. „Kaiser“ und „Cobra“ M. 4.—. Die Luxuskabinen werden nur gegen eine Gebühr von M. 40.— für die ganze oder einen Teil der Reise abgegeben.
§ 9 Zollabfertigung.
Die Insel Helgoland gilt als Zollausland. Reisende, die von dort kommen, müssen unaufgefordert selbst dafür Sorge tragen, daß ihr Gepäck möglichst schon an Bord zollamtlich abgefertigt und etwa von Helgoland mitgebrachte zollpflichtige Gegenstände verzollt werden. Wer dieses versäumt, setzt sich der Unannehmlichkeit aus, entweder bei Ankunft des Schiffes größeren Aufenthalt zu erleiden, oder sein Gepäck erst auf der Zollstation des Bestimmungsortes in Empfang nehmen zu können.
Wir empfehlen unseren verehrten Fahrgästen daher dringend, sich sofort nach der Abfahrt von Helgoland an die von der Reederei zur Bequemlichkeit der Reisenden an Bord stationierten Zollbeamten zu wenden.
§ 10. Hotelbedienstete
Hotelbedienstete dürfen den Dampfer nicht betreten zwecks Animierung von Reisenden für das eine oder andere Hotel. Unseren Angestellten ist die Empfehlung einzelner Hotels untersagt.
§ 11. Auskunft an Bord
Auskunft an Bord erteilen lediglich der Zahlmeister und die Fahrkarten-Kontrolleure.
§ 12. Fahrgeld-Reklamationen etc.
Fahrgeld-Reklamationen etc. werden ausschließlich erledigt vom Seebäder- und Riviera-Dienst der Hamburg- Amerika Linie, Hamburg 4, St. Pauli Landungsbrücken.
Turbinen-Schnellpostdampfer „Kaiser" (2000 Personen fassend). GGA Image ID # 127a9f3e04
D. „Königin Luise", Großer Speisesaal. GGA Image ID # 127abd3e2b
D. ,,Königin Luise", Rauchsalon. GGA Image ID # 127acb1a68
D. „Königin Luise", Damensalon. GGA Image ID # 127ad7a8a5
D. „Königin Luise", Promenadendeck. Image ID # 127c07f2f4
Der D. „Imperator“ in der Nähe des Hafens. Die Riesendampfer „Imperator“ und „Vaterland" der Hamburg - Amerika Linie werden t voraussichtlich 1., 24.-26. Mal, 3.-5., 14.—16., 24.-26. Juni, 5.-7., 15.—21., 26.—30. Juli, 9.—11., 20.—25., 30., 31. August, 1. 13.—15. n. 20.—22. Septbr. auf der Elbe von den Seebäder dampfern in nächster Nähe passiert. Am 15. Juli findet eine Sonderfahrt Norderney-Helgoland-Cuxhaven u. nach dem D. „Vaterland" und zurück, ab Norderney 5.30 Vm., Rückkunft 6.40 Nm., statt. GGA Image ID # 127c209149
Hamburg, Elbtunnel. GGA Image ID # 127c390f3f
Hamburg, Bismarckdenkmal. GGA Image ID # 127c6abd95
Hamburg, Segelschiffhafen. GGA Image ID # 127ca1f059
Hamburg, Innere Stadt mit Alsterbecken. GGA Image ID # 127d1bd054
Karte der Seebäder und Riviera-Dienst der Hamburg-Amerika Linie. GGA Image ID # 127d24bda1
Auf der Rückseite: Die neuen Landungsanlagen an den St. Pauli Landungsbrücken mit Elbtunnel in Hamburg. (Abfahrtstelle der Seebäderdampfer). GGA Image ID # 127d2afe77

References: § 1

§ 2

§ 3

§ 4

§ 5

§ 6

§ 7

§ 8

§ 9

§ 10

§ 11

§ 12