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Timestamp: 2019-06-18 17:52:02+00:00

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Rechtsprechung: 4 C 2.07 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BVerwG, 15.02.2007
https://dejure.org/2007,29
BVerwG, 29.08.2007 - 4 C 2.07 (https://dejure.org/2007,29)
BVerwG, Entscheidung vom 29.08.2007 - 4 C 2.07 (https://dejure.org/2007,29)
BVerwG, Entscheidung vom 29. August 2007 - 4 C 2.07 (https://dejure.org/2007,29)
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BauGB § 35 Abs. 1 Nr. 5, Abs. 3 Satz 1 Nr. 3; BImSchG §§ 3, 48; TA Lärm Nr. 6. 9, Nr. 2. 3, Nr. A. 1. 3, Nr. 6. 8, Nr. A. 3. 3. 6
Windenergieanlage; schädliche Umwelteinwirkungen; TA Lärm; Bindungswirkung; normkonkretisierende Verwaltungsvorschrift; Messabschlag; schutzbedürftiger Raum; Impulszuschlag; Baugenehmigung; Teilaufhebung.
BauGB § 35 Abs. 1 Nr. 5, Abs. 3 Satz 1 Nr. 3
Windenergieanlage; schädliche Umwelteinwirkungen; TA Lärm; Bindungswirkung; normkonkretisierende Verwaltungsvorschrift; Messabschlag; schutzbedürftiger Raum; Impulszuschlag; Baugenehmigung; Teilaufhebung.; Anlage; Außenbereich; Baugenehmigung; Betrieb; Bindungswirkung; Geräusch; Immissionsschutz; Impulshaltigkeit; Impulszuschlag; lauter Raum; Messabschlag; Mischnutzung; Nacht; normkonkretisierend; Revisibilität; schutzbedürftiger Raum; Schädlichkeit; Teilaufhebung; Umwelteinwirkung; Verwaltungsvorschrift; Windenergie
BauGB § 35 Abs. 1 Nr. 5, Abs. 3 Satz 1 Nr. 3, BImSchG §§ 3, 48, TA Lärm Nr. 6.9, Nr. 2.3, Nr. A.1.3, Nr. 6.8, Nr. A.3.3.6
Anwendbarkeit der TA-Lärm auf Geräusche von Windenergieanlagen
Bestehen einer im gerichtlichen Verfahren zu beachtenden Bindungswirkung der TA Lärm hinsichtlich deren Konkretisierung des unbestimmten Rechtsbegriff einer schädlichen Umwelteinwirkung - Möglichkeit einer revisionsgerichtlichen Überprüfung der TA Lärm auf Grund ihrer Eigenschaft als normkonkretisierende Verwaltungsvorschrift - Anwendbarkeit der Regelung über den Messabschlag nach Nr. 6.9 TA Lärm auf eine Nachbarklage gegen die Baugenehmigung für eine Windenergieanlage - Eine auch dem sonstigen Aufenthalt der Bewohner dienende Küche als schutzbedürftiger Raum im Sinne von Nr. A.1.3 TA Lärm - Vergabe eines Impulszuschlags wegen der außergewöhnlichen Störwirkung von Windenergieanlagen als Aufgabe der Tatsachengerichte
TA-Lärm für Wärmekraftanlagen
Anwendbarkeit der TA Lärm im Baugenehmigungsverfahren bestätigt
Lärmbelästigungen durch Windenergieanlagen
Aufhebung der Baugenehmigung wegen Lärmbelästigungen durch Windenergieanlage
Anwohner können sich vor nächtlichen Lärmbelästigungen durch Windenergieanlagen schützen - Bundesverwaltungsgericht stärkt Nachbarrechte
Nachbarklage gegen Windenergieanlage erfolgreich
Der tatsächliche Lärm in der Wohnküche
123recht.net (Entscheidungsbesprechung, 30.8.2007)
Nächtliche Lärmbelästigungen durch Windenergieanlagen // Messabschlag, schutzbedürftige Räume, Impulszuschlag
Lärmmessungen bei Windkraftanlagen (IBR 2008, 1131)
OVG Rheinland-Pfalz, 03.08.2006 - 1 A 10216/03
OVG Rheinland-Pfalz, 07.08.2006 - 1 A 10216/03
BVerwG, 15.02.2007 - 4 C 2.07
BVerwGE 129, 209
NVwZ 2008, 76
DVBl 2007, 1564
BauR 2008, 332
ZfBR 2008, 56
Für eine einzelfallbezogene Beurteilung der Schädlichkeitsgrenze aufgrund tatrichterlicher Würdigung lässt das normkonkretisierende Regelungskonzept der TA Lärm nur insoweit Raum, als es insbesondere durch Kann-Vorschriften (z.B. Nr. 6.5 Satz 3 und Nr. 7.2) und Bewertungsspannen (z.B. A.2.5.3) Spielräume eröffnet (Urteil vom 29. August 2007 - BVerwG 4 C 2.07 - BVerwGE 129, 209 Rn. 12 m.w.N.).
31 Der Begriff "Immissionsrichtwert" ist danach im Anwendungsbereich der AVV Baulärm weiter zu verstehen als etwa im Anwendungsbereich der TA Lärm, die diesen Begriff in Nr. 6 ebenfalls verwendet, Überschreitungen aber nur in ausdrücklich geregelten Fällen (vgl. z.B. Nr. 3.2.1 2. bis 6. Absatz sowie Nr. 3.2.2) zulässt und ansonsten von einer strikten Pflicht zur Einhaltung der Richtwerte ausgeht, die für eine einzelfallbezogene Beurteilung der Schädlichkeitsgrenze aufgrund tatrichterlicher Würdigung keinen Raum lässt (Urteil vom 29. August 2007 - BVerwG 4 C 2.07 - BVerwGE 129, 209 = Buchholz 406.25 § 48 BImSchG Nr. 9 Rn. 12; Beschluss vom 8. November 1994 - BVerwG 7 B 73.94 - Buchholz 406.25 § 3 BImSchG Nr. 10 S. 2 ).
Sie sind trotz der Fortentwicklung der Messtechnik wegen verbleibender Unsicherheiten bei der messtechnischen Überprüfung der Einhaltung der Immissionswerte auch heute noch gerechtfertigt (vgl. Urteil vom 29. August 2007 - BVerwG 4 C 2.07 - BVerwGE 129, 209 = Buchholz 406.25 § 48 BImSchG Nr. 9 Rn. 18; Feldhaus/Tegeder, UPR 2005, 208 ).
31 Der Begriff Immissionsrichtwert ist danach im Anwendungsbereich der AVV Baulärm weiter zu verstehen als etwa im Anwendungsbereich der TA Lärm, die diesen Begriff in Nr. 6. ebenfalls verwendet, Überschreitungen aber nur in ausdrücklich geregelten Fällen (vgl. z.B. Nr. 3.2.1 Abs. 2 bis 6 sowie Nr. 3.2.2) zulässt und ansonsten von einer strikten Pflicht zur Einhaltung der Richtwerte ausgeht, die für eine einzelfallbezogene Beurteilung der Schädlichkeitsgrenze aufgrund tatrichterlicher Würdigung keinen Raum lässt (Urteil vom 29. August 2007 - BVerwG 4 C 2.07 - BVerwGE 129, 209 = Buchholz 406.25 § 48 BImSchG Nr. 9 Rn. 12; Beschluss vom 8. November 1994 - BVerwG 7 B 73.94 - Buchholz 406.25 § 3 BImSchG Nr. 10 S. 2 ).
Die normative Konkretisierung des gesetzlichen Maßstabs für die Schädlichkeit von Geräuschen ist jedenfalls insoweit abschließend, als sie bestimmte Gebietsarten und Tageszeiten entsprechend ihrer Schutzbedürftigkeit bestimmtem Immissionsrichtwerten zuordnet und das Verfahren der Ermittlung und Beurteilung der Geräuschimmissionen vorschreibt (Urteile vom 29. August 2007 - BVerwG 4 C 2.07 - BVerwGE 129, 209 Rn. 12 = Buchholz 406.25 § 48 BImSchG Nr. 9 …und vom 29. November 2012 - BVerwG 4 C 8.11 - BVerwGE 145, 145 Rn. 18).
Ob die von Windenergieanlagen ausgehenden Lärmimmissionen auf in ihrem Einwirkungsbereich gelegene Grundstücke die Grenzen des Zumutbaren überschreiten, hängt somit von der Einhaltung der in den Nr. 6.1 der TA Lärm genannten Immissionsrichtwerte ab (vgl. u.a. BVerwG, Urt. v. 29.8.2007 - 4 C 2.07 - BVerwGE 129, 209; VGH Bad.-Württ., Beschl. v. 18.12.2015 - 3 S 2424/15 - juris;… HessVGH, Urt. v. 25.7.2011 - 9 A 103/11 -ZUR 2012, 47;… OVG Niedersachsen, Urt. v. 1.6.2010 - 12 LB 32/07 - juris; OVG Saarland, Beschl. v. 4.5.2010 - 3 B 77/10 - BImSchG-Rspr § 3 Nr. 148; Weidemann/Krappel, Rechtsfragen der Zulassung von Windenergieanlagen, DÖV 2011, 19, 20).
Für eine einzelfallbezogene Beurteilung der Schädlichkeitsgrenze aufgrund tatrichterlicher Würdigung besteht nur insoweit Raum, als die TA Lärm insbesondere durch Kann-Vorschriften und Bewertungsspannen Spielräume eröffnet (…BVerwG, Urt. v. 29.11.2012 - 4 C 8.11 - BVerwGE 145, 145; Urt. v. 29.8.2007 - 4 C 2.07 - BVerwGE 129, 209).
vgl. BVerwG, Urteile vom 17. Dezember 2013 - 4 A 1.13 -, juris Rn. 53, und vom 29. August 2007 - 4 C 2.07 -, BVerwGE 129, 209, Rn. 12.
vgl. BVerwG, Urteil vom 29. August 2007 - 4 C 2.07 -, juris Rn. 12 m.w.N.
Nach § 35 Abs. 3 Satz 1 Nr. 3 BauGB ist ein Vorhaben im Außenbereich, das schädliche Umwelteinwirkungen i.S.d. § 3 Abs. 1 BImSchG hervorrufen kann, jedenfalls wenn diese Einwirkungen durch Einhaltung größerer Abstände vermeidbar sind, nicht genehmigungsfähig (Urteil vom 29. August 2007 - BVerwG 4 C 2.07 - BVerwGE 129, 209 ).
Aus dem klägerseits in Bezug genommenen, bereits zitierten Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 29. August 2007 - 4 C 2.07 - ergibt sich nichts Gegenteiliges.
vgl. zuletzt etwa BVerwG, Urteil vom 29. August 2007 - 4 C 2.07 -, DVBl. 2007, 1564 = juris Rn. 11.
vgl. BVerwG, Urteil vom 29. August 2007 - 4 C 2.07 -, DVBl. 2007, 1564 = juris Rn. 14.
vgl. BVerwG, Urteil vom 29. August 2007 - 4 C 2.07 -, DVBl. 2007, 1564 = juris Rn. 30.
vgl. BVerwG, Urteil vom 29. August 2007 - 4 C 2.07 -, DVBl. 2007, 1564 = juris Rn. 31.
vgl. BVerwG, Urteil vom 29. August 2007 - 4 C 2.07 -, DVBl. 2007, 1564 = juris Rn. 21.
Die damit verbundene originäre Rechtsetzungskompetenz wird der Exekutive allerdings nur in wenigen Bereichen des Umwelt- und Anlagenrechts bei solchen Richtlinien zuerkannt, die unter Beteiligung externer Fachleute erarbeitet wurden und daher in hohem Maß wissenschaftlich-technischen Sachverstand verkörpern (vgl. BVerwG vom 28.10.1998 BVerwGE 107, 338/340 f.; vom 20.12.1999 BVerwGE 110, 216/218 f.; vom 29.8.2007 BVerwGE 129, 209 Rn. 12).
Auf die Bitte des Gutachters um Mitteilung, wie er weiter verfahren solle, hat die Kammer mit Verfügung vom 12.06.2008 alle Beteiligten auf das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 29.08.2007 - 4 C 2.07 - hingewiesen, das eine Lärmmessung verlange.
Das Bundesverwaltungsgericht hat insoweit im Urteil vom 29.8.2007 - 4 C 2.07 -(BRS 71 Nr. 103) ausgeführt, dass die im Rahmen einer Nachbarklage gegen eine Baugenehmigung auf das betreffende Gebäude einwirkenden Lärmimmissionen im verwaltungsgerichtlichen Verfahren durch eine Messung zu ermitteln sind und dieses Verfahrensstadium noch dem Genehmigungsverfahren zuzurechnen und nicht als Teil der den Behörden aufgegebenen Überwachung anzusehen sei.
Das hat das Bundesverwaltungsgericht im Urteil vom 29.08.2007 - 4 C 2.07 -(BRS 71 Nr. 103) grundlegend entschieden und das OVG des Saarlandes mehrfach bestätigt.(Beschlüsse vom 04.05.2010 - 3 B 77/10 - und vom 10.12.2010 - 3 B 250/10 -).
Dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 29.08.2007 - 4 C 2.07 - lasse sich nichts Abweichendes entnehmen.
Dem zur Auslegung von Nr. 6.9 der TA Lärm ergangenen Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 29.08.2007 - 4 C 2.07 - lässt sich zur Überzeugung der Kammer ohne Weiteres entnehmen, dass eine Differenzierung zwischen typenbedingten und nicht typenbedingten Immissionen damit nicht zugelassen wird.
Soweit es im Beschluss des OVG Nordrhein-Westfalen vom 23.06.2010 - 8 A 340/09 -, ZNER 2010, 514 f., das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 29.08.2007 - 4 C 2.07 - sei zur Auslegung von Nr. 6.9 der TA Lärm ergangen und beziehe sich nicht auf die Frage, ob eine Anlage entsprechend der Genehmigung errichtet worden und ob dies im Rahmen eines Drittanfechtungsverfahrens gegen die Genehmigung zu prüfen sei, stimmt auch das zur Überzeugung des Gerichts so nicht.
Im Übrigen ist es auch bei Windenergieanlagen grundsätzlich Sache des Bauherrn, näher darzustellen, welches Vorhaben (Errichtung und Betrieb) genehmigt werden soll.(BVerwG, Urteil vom 29.08.2007 - 4 C 2.07 -, BRS 71 Nr. 103 am Ende (S. 501)).
OVG Saarland, 04.05.2010 - 3 B 77/10
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https://dejure.org/2007,35623
BVerwG, 15.02.2007 - 4 C 2.07 (https://dejure.org/2007,35623)
BVerwG, Entscheidung vom 15.02.2007 - 4 C 2.07 (https://dejure.org/2007,35623)
BVerwG, Entscheidung vom 15. Februar 2007 - 4 C 2.07 (https://dejure.org/2007,35623)
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References: § 35
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