Source: https://www.tierschutzbuero.de/youtuberundercover/
Timestamp: 2020-02-23 01:57:28+00:00

Document:
Youtuber Undercover: Recherche deckt Realität in Schweinezucht auf! . body { display : none; }
Youtuber undercover –
Zusammen mit den Youtubern von „Vegan ist ungesund“ haben wir Tierquälerei in einer deutschen Schweinezucht aufgedeckt.
Gordon & Aljosha haben vor wenigen Jahren einen Selbstversuch gestartet und die vegane Lebensweise ausprobiert. Infolgedessen haben die beiden auf Youtube den Kanal „Vegan ist ungesund“ gegründet. In ihren Videos berichten sie auf humorvolle Weise über das Thema Veganismus. Nun wollten sich die beiden selbst ein Bild über die Nutztierindustrie machen und schlichen sich nachts gemeinsam mit Tierrechtler*innen in eine Schweinezucht im Münsterland . Die vorgefundenen Zustände in dem Betrieb sind katastrophal: blutende, verletzte, sterbende und unzählige tote Tiere. Die beiden sind extrem geschockt über das, was sie mit eigenen Augen gesehen haben – vor allem auch über die hygienischen Zustände im Betrieb. Listen, auf denen tote und getötete Tiere vermerkt werden, schockieren die beiden Youtuber. Demnach werden pro Woche bis zu 70 Tiere getötet. Die beiden beschließen zusammen mit Tierrechtler*innen versteckte Kameras in dem Betrieb zu installieren, um weitere Beweise zu sichern. So wurden im Oktober und November 2019 insgesamt über 2.000 Stunden Videomaterial in dem Betrieb erstellt. Immer wieder schlichen sich die Aktivist*innen nachts in die Anlage, in der ca. 500 Zuchtsauen und mehrere tausend Ferkel gehalten werden. Auf den Aufnahmen ist zu sehen, dass ganz offensichtlich kranke und schwache Ferkel nicht tierärztlich versorgt worden sind, sondern einfach so lange auf den Boden geschlagen wurden, bis sie vermeintlich tot waren. Diese gesetzeswidrige Praktik führte sogar offenbar dazu, dass mehrere Tiere überlebten und anschließend qualvoll im Mülleimer verendet sind.
Getreten. Gequält und Totgeschlagen.
Gordon & Aljosha sind extrem geschockt über das, was sie sehen: blutende, verletzte, sterbende und unzählige tote Tiere. Sie können nicht fassen, wie man empfindsamen Lebewesen so etwas antun kann.
Immer wieder finden sie zwischen den lebenden Tieren auch tote Tiere, die aufgrund der würdelosen Haltung von ihren Argtenoss*innen angefressen und zertrampelt werden. Ein trauriges Bild schlägt sich nieder.
Die Sauen werden in viel zu engen Kasten­ständen gehalten, sodass sie sich nicht einmal umdrehen können und sich so auch nicht um ihre hilflosen Nachkommen kümmern können.
Kranke und schwache Ferkel haben für den Betreiber keinen Wert. Sie werden auf den Boden geschlagen, um getötet zu werden. Am Ende werden sie wie Müll behandelt und weggeworfen.
In diesem Betrieb werden ca. 500 Zuchtsauen gehalten, die fast die Hälfte ihres Lebens in engen und viel zu kleinen Kastenständen ausharren müssen, um immer wieder Ferkel für die Fleischproduktion zu gebären.
Offensichtlich kranken Tieren wird in der Regel nicht geholfen, sie werden sich selbst überlassen und sterben einen grausamen und schmerzvollen Tod. Niemand hilft diesen armen Schweinen. Sie sind Opfer der Nutztierindustrie.
Das sagen Gordon & Aljosha von
“Vegan ist ungesund”
Jetzt Strafanzeige erstatten!
Wir haben Strafanzeige gegen die Verantwortlichen in der Schweinezucht erstattet. Auch Du hast nun die Möglichkeit selbst aktiv zu werden, indem Du ebenfalls Strafanzeige gegen die Tierquäler*innen erstattest. Hierzu haben wir für Dich eine Vorlage erstellt, die Du hier direkt unterschreiben und sofort an die Staatsanwaltschaft Münster senden kannst. Umso mehr Menschen mitmachen ,umso größer wird der Druck, dass entsprechende Sanktionen gegen die Verantwortlichen ausgesprochen werden. Für die Anzeige wirst Du nicht als Zeug*in geladen werden und es gibt auch keine Nachteile für Dich. Vielen Dank für Deine Unterstützung!
Youtuber Undercover - Wir zeigen die Realität
Strafanzeige hier lesen
auf der Website der Tierrechtsorganisation Deutsches Tierschutzbüro habe ich gelesen, dass in einer Schweinezucht im Münsterland unhaltbare Zustände herrschen: https://www.tierschutzbuero.de/youtuberundercover
Auf dem dort veröffentlichten Videomaterial ist unter anderem zu sehen, wie Ferkel offenbar mit dem Kopf auf den Boden geschlagen wurden.
Nach Angaben der Organisation sind die Aufnahmen im Oktober und November 2019 in der Ferkelzucht, Eickenbeck 9, 48317 Drensteinfurt – Rinkerode, entstanden.
Hiermit erstatte ich Strafanzeige gegen den Betreiber und verantwortlich Handelnden des o.g. landwirtschaftlichen Betriebes wegen des Verdachts des Verstoßes gegen § 17 Nr. 1, 2a), b) TierSchG und aller übrigen in Betracht kommenden Straftatbestände.
Vorliegend besteht unter anderem der Verdacht des Verstoßes gegen § 17 Nr. 1 TierSchG. Es liegen bereits Anhaltspunkte vor, dass die Tiere ohne vernünftigen Grund aus rein ökonomischen Erwägungen getötet wurden. In den abgefilmten Protokollen über die Verluste werden einige Ferkel als „Kümmerer“ und als „Grätscher“ bezeichnet. Bei „Kümmerern“ handelt es sich um häufig untergewichtige Ferkel, die einer weitergehenden Pflege und einer verstärkten Fütterung bedürfen. „Grätscher“ haben in der Regel ein geringeres Geburtsgewicht und sind zunächst nicht in der Lage auf den Hintergliedmaßen zu stehen. Es existieren aber Behandlungsmöglichkeiten (Neumaier, „Behandlungsmöglichkeiten von Spreizern im Abferkelstall“, Bildungs-und Wissenszentrum Forchheim 2006).
Nach dem Tierschutzgesetz dürfen Tiere nicht ohne vernünftigen Grund getötet werden. Das Bundesverwaltungsgericht führte hierzu unlängst aus, dass das wirtschaftliche Interesse des Tierhalters für sich genommen keinen vernünftigen Grund im Sinne von § 1 S. 2 TierSchG darstellt (BVerwG, Urteil vom 13.6.2019 – 3 C 28/16).
Selbst wenn die Ferkel getötet werden durften, scheint aber das Tötungsverfahren nicht im Einklang mit dem Tierschutzgesetz zu stehen.
Das Betäuben eines Schweines mittels eines stumpfen Schlages auf den Kopf stellt nur hinsichtlich von Ferkeln bis 5 kg Lebendgewicht ein zulässiges Betäubungsverfahren dar. Dieser Kopfschlag ist als stumpfer, fester und präziser Schlag auf den Kopf so durchzuführen, dass eine schwerwiegende Schädigung des Gehirns hervorgerufen wird (große Beilage, Untersuchungen an verendeten/getöteten Schweinen in Verarbeitungsbetrieben für tierische Nebenprodukte, 2017, S. 15 ff.).
Weiterhin bedarf es eines entsprechenden Sachkundenachweises. So darf ein Wirbeltier generell nur derjenige töten, der die dazu notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt, vgl. § 4 Abs. 1 Satz 3 TierSchG (BeckRS 2017, 113729, beck-online).
Das Herausnehmen an den Beinen und Schlagen der Ferkel mit dem Kopf auf den Boden führt bei den Ferkeln mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zu erheblichen, länger andauernden Schmerzen und Leiden, zumal die Tiere sich anschließend noch bewegt haben.
Außerdem hätten die Tiere unmittelbar nach der Betäubung durch Blutentzug getötet werden müssen. Der Tod des Tieres muss während der Betäubung eintreten, was nur durch den schnellen Entzug großer Blutmengen zu erreichen ist. Vorliegend ist nicht ersichtlich, dass ein entsprechender Bruststich hier durchgeführt wurde. Es scheint, als seien die Tiere nach dem Schlagen auf den Boden einfach in den Eimer geworfen worden (ausführlich zu der Problematik der fehlerhaften Betäubung von Ferkeln sowie der fehlenden/fehlerhaften anschließenden Tötung durch Blutentzug siehe große Beilage, Untersuchungen an verendeten/getöteten Schweinen in Verarbeitungsbetrieben für tierische Nebenprodukte, 2017, S. 137 ff.).
Weiterhin besteht neben dem Verdacht des Verstoßes gegen § 17 Nr. 2 b) TierSchG der Verdacht des Verstoßes gegen § 17 Nr. 2a) TierSchG. Die Tatvariante der rohen Tiermisshandlung ist nicht nur einschlägig, wenn es sich um sadistische Quälerei handelt, sondern auch bei unternehmerischem Handeln. Die Rechtsprechung geht von einem Handeln aus Rohheit aus, wenn der Täter aus einer gefühllosen, fremdes Leiden missachtenden Gesinnung handelt, wenn ihm die Leiden der Tiere gleichgültig sind, weil er seine Ziele durchsetzen will (vgl. hierzu Bülte, Massentierhaltung – Ein blinder Fleck bei der Verfolgung von Wirtschaftskriminalität?, NJW 2019, S. 19 ff.). Das OLG München hat hierzu bereits im Jahr 1974 ausgeführt, dass aus Rohheit auch handeln kann,
„wer im Interesse einer wirtschaftlichen Tierhaltung das Wohlbefinden eines Tiers beeinträchtigen muß, aber durch sein Handeln den verfolgten Zweck überschreitet“
(BayObLG, Beschluß vom 27. 2. 1974 - 4 St 13/74, NJW 1974, 1340, beck-online).
Es wird gebeten, die Ermittlungen aufzunehmen und mich über das Ergebnis der Ermittlungen zu informieren.
ICH MÖCHTE ÜBER DEN VERLAUF DER STRAFANZEIGE UND ÜBER WEITERE KAMPAGNEN INFORMIERT WERDEN.
5,694 Unterschriften
Jetzt Tierleben retten und
veganes Rezept ausprobieren!
Der einfachste und nachhaltigste Weg den Tieren zu helfen, ist die vegane Lebensweise. Wenn wir keine tierischen Produkte mehr kaufen und somit auch keine Tierquälerei mehr durch unseren Konsum in Auftrag geben, müssen auch keine Tiere mehr ausgebeutet und gequält werden. Probiere jetzt dieses leckere vegane Rezept, das einfach und schnell zuzubereiten ist. Spaghetti Bolognese schmecken auch ohne Schwein und Rind super gut und sind zudem auch besser für Deine eigene Gesundheit. Jetzt einfach mal ausprobieren!
Werde jetzt aktiv und unterstütze uns im Kampf gegen die qualvolle Tierausbeutung in der Nutztierindustrie!

References: § 17
 § 17
 § 1
 § 4
 § 17
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