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Timestamp: 2019-09-22 19:28:05+00:00

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BFH, 18.06.2015 - IV R 18/13 - dejure.org
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BFH, 18.06.2015 - IV R 18/13 (https://dejure.org/2015,20827)
BFH, Entscheidung vom 18.06.2015 - IV R 18/13 (https://dejure.org/2015,20827)
BFH, Entscheidung vom 18. Juni 2015 - IV R 18/13 (https://dejure.org/2015,20827)
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§ 15a Abs. 4 des Einkommensteuergesetzes, § ... 55 Abs. 2 der Finanzgerichtsordnung (FGO), Art. 19 Abs. 4 des Grundgesetzes, § 55 Abs. 1 FGO, § 55 Abs. 2 FGO, § 126 Abs. 2 FGO, § 47 Abs. 1 Satz 1 FGO, § 55 Abs. 2 Satz 1 FGO, § 122 Abs. 2 Nr. 1 der Abgabenordnung, § 64 Abs. 1 FGO, § 52a FGO, § 357 Abs. 1 Satz 1 AO, § 356 Abs. 2 Satz 1 AO, § 87a AO, § 54 Abs. 2 FGO, § 222 der Zivilprozessordnung (ZPO), § 187 Abs. 1, § 188 Abs. 2 des Bürgerlichen Gesetzbuchs, § 56 Abs. 1 FGO, § 56 Abs. 2 FGO, § 155 FGO, § 85 Abs. 2 ZPO, § 135 Abs. 2 FGO, §§ 121 Satz 1, 90 Abs. 2 FGO
§ 87a AO, § 122 Abs 2 Nr 1 AO, § 357 Abs 1 S 1 AO, § 47 Abs 1 S 1 FGO, § 52a FGO
Umfang der Rechtsbehelfsbelehrung; Fristenkontrolle
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen Versäumung der Klagefrist; Anforderungen an die Büroorganisation eines Steuerberaters hinsichtlich der Einhaltung von Fristen
FGO § 47 Abs. 1 S. 1
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen Versäumung der Klagefrist
Fehlender Hinweis auf die Möglichkeit der Übermittlung der Klage mittels eines elektronischen Dokumentes führt nicht zu einer unrichtigen Rechtsbehelfsbelehrung
Zum Umfang der Rechtsbehelfsbelehrung und der Fristenkontrolle
BFH - IV B 22/12 (anhängig)
b) Dies verneint ein Teil der Rechtsprechung mit den folgenden Begründungserwägungen: Zunächst sei eine Belehrung, die dem gesetzlichen Wortlaut entspreche - im verwaltungs(gerichtlichen) Verfahren § 70 Abs. 1 S. 1 bzw. § 81 Abs. 1 VwGO -, nach dem zugrunde zu legenden objektiven Empfängerhorizont nicht geeignet, eine Fehlvorstellung hervorzurufen (…vgl. nur BFH, Beschl. v. 12.12.2012 - I B 127/12 -, Rn. 19;… Urt. v. 20.11.2013 - X R 2/12 -, Rn. 15 ff., beide juris, zu den entsprechenden Vorschriften der AO sowie BFH, Urt. v. 05.03.2014 - VIII R 51/12 -, Rn 25 f.; Urt. v. 18.06.2015 - IV R 18/13 -, Rn. 20 ff., beide juris, zu den entsprechenden Vorschriften der FGO;… ohne nähere Begründung auch VGH München, Beschl. v. 18.04.2011 - 20 ZB 11.349 -, Rn. 3, juris).
cc) Offenbleiben kann ferner die Frage, ob und gegebenenfalls welche Konsequenzen daraus zu ziehen sind, dass in der Rechtsbehelfsbelehrung des mit der Klage angegriffenen Nachforderungsbescheids vom 29. Oktober 2013 aufgrund eines Versehens des beklagten Finanzamts noch nicht auf die durch § 357 Abs. 1 Satz 1 AO in seiner seit dem 1. August 2013 gültigen Fassung nunmehr auch gesetzlich ausdrücklich eröffnete Möglichkeit, den Einspruch auf elektronischem Wege einzureichen (vgl. BFH-Urteile in BStBl II 2015, 790 und vom 18. Juni 2015 IV R 18/13, BFH/NV 2015, 1349), hingewiesen worden war (vgl. Gerichtsakte Bl. 33 R. unten).
Der Gegenauffassung (BFH, Urteil vom 18. Juni 2015 - IV R 18/13 - juris Rdn. 21 f.; BSG…, Urteil vom 14. März 2013 - B 13 R 19/12 R - juris Rdn. 23 ff.; OVG Bremen…, Beschluss vom 25. August 2015 - 2 LB 283/14 - juris Rdn. 32 ff.; VGH München…, Beschluss vom 18. April 2011 - 20 ZB 11.349 - juris Rdn. 3; LSG Berlin-Brandenburg…, Urteil vom 23. Januar 2014 - L 3 R 1020/08 - juris Rdn. 24 ff; VG Berlin…, Beschluss vom 20. Mai 2010 - VG 12 L 253.10 - juris Rdn. 3; VG Braunschweig…, Urteil vom 16. Dezember 2015 - 5 A 17/14 - juris Rdn. 47 ff.; VG Frankfurt…, Urteil vom 8. Juli 2011 - 11 K 4808/10.F - juris Rdn. 21 ff.) ist nicht zu folgen.
Nach Würdigung aktueller Rechtsprechung (OVG Sachsen-Anhalt…, Urt. vom 14.10.2014 - 1 L 99/13 - DVBl 2014, 120; BFH, Urteile vom 18.06.2015 - IV R 18/13 - vom 18.03.2014 - VIII R 33/12 - vom 05.03.2014 - VIII R 51/12 - BSG…, Urt. vom 13.03.2013 - B 13 R 19/12 - jeweils juris) und erneuter Überprüfung seiner Rechtsauffassung hält der Senat weiterhin an den nachstehenden Ausführungen in dem vorgenannten Urteil vom 8.12.2012 fest:.
Der Gegenauffassung (vgl. BFH, Urteil vom 18. Juni 2015 - IV R 18/13 - juris, Rn. 21 f.; OVG Bremen…, Beschluss vom 25. August 2015 - 2 LB 283/14 - juris, Rn. 32 ff.) kann nicht gefolgt werden.
Zudem ist nach ständiger Rechtsprechung des BFH eine Rechtsmittelbelehrung nicht deshalb unrichtig, weil das FA nicht auf die Möglichkeit der Einlegung eines Rechtsbehelfs statt in schriftlicher in elektronischer Form hingewiesen hat (BFH-Urteile vom 20. November 2013 X R 2/12, BFHE 243, 158, BStBl II 2014, 236;… vom 5. März 2014 VIII R 51/12, BFH/NV 2014, 1010; vom 18. März 2014 VIII R 33/12, BFHE 246, 1, BStBl II 2014, 922, und vom 18. Juni 2015 IV R 18/13, BFH/NV 2015, 1349) oder wenn dort zwar das anzurufende FG nicht konkret angegeben, jedoch auf die Möglichkeit des Anbringens der Klage beim FA hingewiesen und das hierfür zuständige FA zutreffend bezeichnet worden ist (BFH-Urteil vom 17. Mai 2000 I R 4/00, BFHE 192, 15, BStBl II 2000, 539).
Wird - wie im Streitfall - Wiedereinsetzung wegen eines entschuldbaren Büroversehens begehrt, muss substantiiert und schlüssig vorgetragen werden, dass kein Organisationsfehler vorliegt, d. h. dass der Prozessbevollmächtigte alle Vorkehrungen getroffen hat, die nach vernünftigem Ermessen die Nichtbeachtung von Fristen auszuschließen geeignet sind (vgl. BFH Urteil vom 18.06.2015 IV R 18/13, BFH/NV 2015, 1349).

References: § 15
 Art. 19
 § 55
 § 55
 § 126
 § 47
 § 55
 § 122
 § 64
 § 52
 § 357
 § 356
 § 87
 § 54
 § 222
 § 187
 § 188
 § 56
 § 56
 § 155
 § 85
 § 135

§ 87
 § 122
 § 357
 § 47
 § 52
 § 47
 § 70
 § 81
 § 357