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Timestamp: 2019-06-20 12:24:25+00:00

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BGH, 02.05.1991 - I ZR 258/89 - dejure.org
BGH, 02.05.1991 - I ZR 258/89
https://dejure.org/1991,1241
BGH, 02.05.1991 - I ZR 258/89 (https://dejure.org/1991,1241)
BGH, Entscheidung vom 02.05.1991 - I ZR 258/89 (https://dejure.org/1991,1241)
BGH, Entscheidung vom 02. Mai 1991 - I ZR 258/89 (https://dejure.org/1991,1241)
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Lebensmittel - Nährstoffgehalt - Beweiswürdigung - Nährwert-Kennzeichnungsverordnung - Meinungsumfrage
UWG § 3; NährwertKennzVO
"40% weniger Fett"; Irreführung werblich herausgestellter Nährstoffgehaltsangaben; Beweiskraft einer Meinungsumfrage
NJW-RR 1991, 1392
MDR 1992, 149
GRUR 1992, 70
Außerdem ist es in diesem Falle auch geboten, eine Interessenabwägung vorzunehmen und die Auswirkungen eines Verbots einer objektiv richtigen Aussage in die Erwägungen einzubeziehen (…vgl. BGH, Urt. v. 1.10.1986 - I ZR 126/84, GRUR 1987, 171, 172 - Schlußverkaufswerbung;… Urt. v. 21.2.1991 - I ZR 106/89, GRUR 1992, 66, 68 - Königl.-Bayerische Weisse; Urt. v. 2.5.1991 - I ZR 258/89, GRUR 1992, 70, 72 - 40 % weniger Fett; BGH GRUR 1991, 852, 854, 855 - Aquavit;… Urt. v. 3.12.1992 - I ZR 132/91, WRP 1993, 239 - Sofortige Beziehbarkeit).
Seine Annahme, daß der Frage angesichts des klaren Wortlauts der Werbeaussage die nächstliegende Antwortmöglichkeit fehle, daß es sich um die in Gesamteuropa und nicht in einem einzelnen Land meistverkaufte Rasierermarke handele, steht im Einklang mit der Rechtsprechung des Senats (vgl. BGH GRUR 1992, 66, 69 - Königl.-Bayerische Weisse; GRUR 1992, 70, 71 - 40 % weniger Fett).
BGH, 13.01.2000 - I ZR 253/97
Tageszulassung II - Irreführung/Beschaffenheit
a) Eine irreführende Angabe ist nur dann wettbewerbsrechtlich relevant, wenn sie in dem Punkt und in dem Umfang, in dem sie von der Wahrheit abweicht, bei ungezwungener Auffassung geeignet ist, die Kaufentscheidung des Publikums - im Sinne einer allgemeinen Wertschätzung - zu beeinflussen (st. Rspr.; vgl. BGH, Urt. v. 2.5.1991 - I ZR 258/89, GRUR 1992, 70, 72 = WRP 1991, 642 - 40 % weniger Fett;… Urt. v. 10.11.1994 - I ZR 201/92, GRUR 1995, 125, 126 = WRP 1995, 183 - Editorial I).
OVG Nordrhein-Westfalen, 12.08.2009 - 13 A 2147/06
Die Bezeichnung eines Arzneimittels als wesentlicher Bestandteil eines Präparats …
BVerwG, Urteil vom 23.1.1992 - 3 C 33.89 -, BVerwGE 89, 320 = NVwZ 1992, 781; Doepner, a. a. O., § 3 Rn. 40; BGH, Urteil vom 2.5.1991 - I ZR 258/89 -, NJW-RR 1991, 1392, jeweils m. w. N.
Eine irreführende Angabe ist nur dann wettbewerbsrechtlich relevant, wenn sie in dem Punkt und in dem Umfang, in dem sie von der Wahrheit abweicht, bei ungezwungener Auffassung geeignet ist, die Nachfrageentscheidung des Publikums zu beeinflussen (vgl. BGH GRUR 1992, 70, 72 = WRP 1991, 642 - 40 % weniger Fett; st. Rspr.).
Das gilt erst recht, wenn es sich - wie hier - letztlich um ein Privatgutachten handelt, das als substantiierter Parteivortrag anzusehen ist (…vgl. Zöller/Greger, a.a.O., § 402 Rn 1 m.w.N.): Zwar können auch Privatgutachten grundsätzlich durchaus dem Gericht die notwendige Sachkunde vermitteln (BGH GRUR 2001, 770, 772 - Kabeldurchführung II), jedoch sind diese einer besonders kritischen Prüfung zu unterziehen (vgl. BGH GRUR 1987, 171 - Schlussverkaufswerbung; BGH GRUR 1992, 70, 72 - 40 % weniger Fett; Teplitzky, Wettbewerbsrechtliche Ansprüche, 10. A., Kap. 47 Rn 23).
Bayerische Weisse; Urt. v. 2.5.1991 - I ZR 258/89, GRUR 1992, 69, 72 = WRP 1991, 642 - 40 % weniger Fett; Urt. v. 29.5.1991 - I ZR 204/89, GRUR 1991, 852 - Aquavit; ferner Baumbach/Hefermehl aaO. § 3 UWG Rdn. 28 und 97. ff. sowie Großkomm/Lindacher, § 3 UWG Rdn. 117 und 245 ff.).
Es ist dafür erforderlich, dass die täuschende Werbeangabe gerade wegen ihrer Unrichtigkeit geeignet ist, die wirtschaftliche Entschließung des Publikums irgendwie zu beeinflussen (BGH GRUR 1992, 70, 72 = NJW-RR 1991, 1392 -40 % weniger Fett).
Eine geschlossene Fragestellung ist nämlich dann fehlerhaft und führt zu nicht verwertbaren Ergebnissen, wenn in die Antwortvorgaben nur einzelne, aber nicht sämtliche der nächstliegenden Antwortmöglichkeiten aufgenommen worden sind (…BGH, Urt. v. 21.02.1991 - I ZR 106/89, GRUR 1992, 66 - Königl.-Bayerische Weisse; Urt. v. 02.05.1991 - I ZR 258/89, GRUR 1992, 70, 71 - 40 % weniger Fett) und wenn sie als Antwortvorgabe nicht die Bedeutung der streitigen Bezeichnung erwähnt, welche ihr nach den tatsächlichen Gegebenheiten zukommt (…vgl. BGH, Urt. v. 29.05.1991 - I ZR 204/89, GRUR 1991, 852, 855 - Aquavit).
In einem solchen Fall ist nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs für eine Verurteilung aus § 3 UWG grundsätzlich ohnehin ein höherer Anteil tatsächlich Irregeführter erforderlich als in den Fällen einer Täuschung mit objektiv unrichtigen Angaben (…vgl, dazu auch BGH, Urt. v. 1.10.1986 - I ZR 126/84, GRUR 1987, 171, 172 = WRP 1987, 242, 243 - Schlußverkaufswerbung;… Urt. v. 11.10.1990 - I ZR 10/89, GRUR 1991, 552, 554 = WRP 1991, 163, 166 - TÜV-Prüfzeichen;… Urt. v. 21.2.1991 - I ZR 106/89, GRUR 1992, 66, 68 = WRP 1991, 473, 475 - Königl.-Bayerische Weisse; Urt. v. 2.5.1991 - I ZR 258/89, GRUR 1992, 70, 72 = WRP 1991, 642, 645 - 40 % weniger Fett;… Urt. v. 29.5.1991 - I ZR 204/89, GRUR 1991, 852, 855 - Aquavit).
Eine irreführende Angabe ist nur dann wettbewerbsrechtlich relevant, wenn sie in dem Punkt und in dem Umfang, in dem sie von der Wahrheit abweicht, bei ungezwungener Auffassung geeignet ist, die Kaufentscheidung des Publikums - im Sinne einer allgemeinen Wertschätzung - zu beeinflussen (vgl. BGH, Urt. v. 2.5.1991 - I ZR 258/89, GRUR 1992, 70, 72 = WRP 1991, 642 - 40 % weniger Fett; st. Rspr.).

References: § 3
 BGH 
 BGH 
 § 3
 BGH 
 § 402
 BGH 
 BGH 
 § 3
 § 3
 § 3