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Timestamp: 2020-08-13 14:29:19+00:00

Document:
Micro Brauerei Allg. Wohngebiet "nicht störendes Gewerbe" - Seite 3 - hobbybrauer.de
Beitrag von stefan78h » Montag 7. Oktober 2019, 16:13
Montag 7. Oktober 2019, 16:10
dachte ich mir schon das Du das bist.
hab den Link gegen den Shop getauscht... hoffe das ist OK.
Beitrag von stefan78h » Montag 7. Oktober 2019, 16:37
sorry das ich nochmal Frage...
Du hast geschrieben ab 600L/Sud wird es wirtschaftlich...
Du hast doch ein 150l Sudhaus... 150L*48Wochen =7200l/Jahr ???
kommt mir etwas viel vor
oder meinst du 600l /Jahr?
Beitrag von Felix83 » Montag 7. Oktober 2019, 16:51
150l korrekt. Was ich da aber gerade mache ist ein Beta Test. Das ist nicht auf Gewinn ausgelegt, sondern dafür, dass ich Erfahrung sammeln kann, die Marke aufbaue, das Konzept und die Rezepte teste, Bars aquiriere usw.
Nächster Schritt wird dann entweder ein Brewpub oder eben alles in größer. Noch nicht sicher, das entwickelt sich fließend. Auch kann ich so fließend von Nebengewerbe in Vollzeit wechseln, was das Risko minimiert. Im Prinzip mache gerade Hardcore Marktforschung am lebenden Subjekt.
Hätte ja auch nicht einfach so zur Bank gehen können und sagen: "Hallo, ich bin Hobbybrauer und hätte gerne 150 000 € um ne Mikrobrauerei zu bauen! Achja, ich bin nicht vom Fach sondern hab BWL studiert!"
Das ist also auch ne Art Beweis für die Bank, dass ich denen Zahlen vorlegen kann und sie sehen, dass ich fähig bin das auch aufzubauen.
Zuletzt geändert von Felix83 am Montag 7. Oktober 2019, 16:55, insgesamt 1-mal geändert.
Beitrag von stefan78h » Montag 7. Oktober 2019, 16:53
braust du wöchentlich 150L Bier?
Beitrag von §11 » Montag 7. Oktober 2019, 16:54
Montag 7. Oktober 2019, 16:51
Nächster Schritt wird dann entweder ein Brewpub oder eben alles in größer. Noch nicht sicher, das entwickelt sich fließend.
Brewpub! Dann kann ich dich und Ralf (Lindenbraeu) in einer Reise besuchen
Beitrag von Felix83 » Montag 7. Oktober 2019, 16:56
Montag 7. Oktober 2019, 16:53
Ja, nur 2 Tanks im Moment. Ein Tag Abfüllen, ein Tag Brauen. Rest so Abends nach Feierabend.
Beitrag von stefan78h » Montag 7. Oktober 2019, 17:02
Respekt... das ist aber Ordentlich!!!
so Groß stelle ich mir das noch nicht vor!
Beitrag von Malzwein » Montag 7. Oktober 2019, 21:49
Ich möchte jedem potentiellen Gewerbebrauer empfehlen, sich mit kaufmännischen Grundlagen zu befassen. Den Markt zu beobachten, um einen möglichen Preis zu bestimmen, ist eine Sache. Eine vollständige Kalkulation durchzuführen, um zu berechnen, was man nehmen muss, um wenigstens kostendeckend zu arbeiten, ist aber genauso wichtig.
Gerade habe ich zwei GF Sude in der temperaturkontrollierten Gärung und die sind abfüllbereit. Dank des neuen Braukellers mit separatem Stromzähler kenne ich den genauen Stromverbrauch bis hierher: ca 3,50€ pro Sud. Dazu kommen noch einige Wochen Kühlung bis zur Reife hinzu. Bisher habe ich im KBH mit 3-5€ Nebenkosten gerechnet, was also viel zu wenig ist.
Wasser, Reinigungsmittel (!) und Rohstoffe zu den 3,50€ und ich bin - ohne eine Sekunde Arbeitszeit - fast am Ziel. Schwand habe ich immer, sei es durch Kostproben, sei es durch Bruch oder einem misslungenem Sud. Das muß mir das verkaufte Bier schließlich auch einbringen.
Zur Arbeitszeit: Wenn wenigstens der Mindestlohn reinkommen soll, komme ich m. E. nicht um größere Sude herum. Aber Brauen (und Putzen) ist nicht die der größte Zeitfaktor. Buchhaltung und Vertrieb macht sich auch nicht von alleine und bei manch einem dieser Posten ist der Aufwand der selbe, bzw steigt wenigstens nicht proportional an, egal ob ich 60 Liter in der Woche oder 600 Liter braue (und auch verkaufe!).
Und was ist mit der Anschaffung? Mit Wartung, Reparatur und Ersatzbeschaffungen?
Beitrag von stefan78h » Montag 7. Oktober 2019, 21:54
Ja die Kalkulation muss sein.
Habe ich auch schon teilweise gemacht. Aber mir fehlen noch paar Posten auf meiner Liste.
Nur momentan bin ich mehr bei 60l als bei 600l je Sud....
Also 600-1000L pro Jahr... mehr wäre unrealistisch....
Ob sich der Absatzt auch so einstellt kann niemand sagen.... deshalb will ich auch erst mal klein anfangen.
Beitrag von Ladeberger » Dienstag 8. Oktober 2019, 10:06
Montag 7. Oktober 2019, 14:40
Im Ernst: Mir ist hier die unternehmerische Zielsetzung noch nicht ganz klar. Bisher braust du als Hobbybrauer "Craftbier" frei Schnauze und in Zukunft möchtest du dann entlang der provinziellen Bierpräferenzen und Preissensitivität bei dir im Ort deine Wochenenden und Feierabende (jedes Gewerbe macht Büroarbeit!) für Pils und Weizen um die Ohren schlagen. Warum?
Beitrag von bwanapombe » Dienstag 8. Oktober 2019, 10:10
es gibt von verschiedenen Anbietern Kurse, wo man sich Kenntnisse zur Existenzgründung aneignen kann. Auch wenn es in Deinem Fall nicht unbedingt um eine Existenz geht, bekommt man da einem Tag oder Wochenende, die wichtigsten Bausteine.
Ganz wichtig: Was ist Dein Ziel bei der Unternehmung? Willst Du wirklich bei der schwarzen Null rauskommen, Gewinnbringend arbeiten oder einfach nur mal einen Zeh ins Wasser halten? Und wenn eins oder mehreres, dann wann soll was passieren. Nicht vergessen, was willst Du und wieviel davon unwiederbringlich einsetzen (eigene Zeit und Geld)?
Beitrag von stefan78h » Dienstag 8. Oktober 2019, 10:18
Also so langsam reichts mir.
Warum werde ich hier die ganze Zeit angepflaumt.
Ich habe von Anfang an geschrieben das ich überlege ein Nebengewerbe aufzumachen... aber ich noch nicht Sicher bin und es viele Überlegungen gibt.
@Moderator/Ladeberger
wenn du mir einen gefallen tun willst kannst du den Thread hiermit schließen , löschen....
@bwanapombe
du warst nicht gemeint...
Beitrag von Sebasstian » Dienstag 8. Oktober 2019, 10:34
manchmal braucht's hier im Forum einfach ein etwas dickeres Fell. Thread nicht schließen bitte. Ich finde die Diskussion durchaus spannend und hilfreich. Bleib standhaft und lass dir nicht alles kaputtreden. Der etwas unangebrachte Umgangston vom manchen...steckst du auch weg [schulterklopf]. Wenn du es schaffst, dich nicht von Beiträgen aus der Fassung bringen zu lassen die wie Gemecker daherkommen, dann kannst du auch (oder gerade) aus diesen Beitrögen durchaus sehr viel wichtigen Input für dein Vorhaben mitnehmen. Ich denke hier möchte der ein oder andere einfach verhindern, das sich jemand in einer schönen Idee verrennt ohne alle nervigen und nachteiligen Punkte eines (Neben-)Gewerbes betrachtet zu haben. Also, nimm an Kritik und Fragen mit was dir hilft und lass den Rest hier im Forum liegen und mach dein Ding draus!
Beitrag von stefan78h » Dienstag 8. Oktober 2019, 10:37
klar Juckt mich das nicht!
Aber mir wurde klar warum es keine/wenig Erfolgsstory´s im Forum gibt.... wenn man bei der Überlegung dazu, schon so behandelt wird.
Beitrag von hopfenbär » Dienstag 8. Oktober 2019, 10:39
Finde den Thread auch interessant. Würde mich auch interessieren wie es bei dir weiter geht.
Beitrag von stefan78h » Dienstag 8. Oktober 2019, 10:54
wie es weiter geht weiß ich selbst noch nicht.
Ich war ja beim Infos sammeln und abklären ob ich es dürfte (Bauamt usw...)
Aber anscheinend treffe ich da einen wunden Punkt, wenn ich so klein anfange will ... "mal den Zeh in Wasser hängen"...
Das hier manche Vorstellungen haben ich will hier die nächste Großbrauerei aufmachen.... kann ich nix dafür.... hab ich nie gesagt!
wenn ich 10 Sude a´60l im Jahr mache.... sidn das 6hl...
wenn ich nach 5 Monaten immer noch 3hl im Lager habe .... dann hab ich was Falsch gemacht.... bzw. produziere zuviel...
Das Risko finde ich überschaubar...
Wegen meiner Zeit: Wenn es mir Spaß macht ist es ok.... wenn nicht lasse ich es.... ich würde das mal als Hobby+ sehen
Beitrag von FloNRW » Dienstag 8. Oktober 2019, 11:22
Also jetzt bist wieder am Anfang und alle Beiträger dazwischen sind mehr oder weniger Unterhaltung.
Ich würde mir keine Sorgen machen das Bier nicht loszuwerden. Schau lieber das du alle Gesetzte und absprachen einhältst.
Versuch auch nicht ein Bier das jedem schmeckt zu brauen. Brau was DU magst!
Seh zu das es immer Spaß macht und nicht zur Last wird und gib nur Geld aus das du über hast.
Beitrag von Felix83 » Dienstag 8. Oktober 2019, 11:26
Wenn du es gut machst, wirst du halt binnen 2-3 Tagen deinen Sud verkaufen und dann hast nix mehr. Das ist problematisch, weil die Leute dann dennoch kommen aber nie was kaufen können. Das machen die vielleicht zweimal, dann bist abgeschrieben. "Der hat eh nie was da".
Will heißen, es ist eigentlich nicht komplett dein freier Wille, so klein zu bleiben, weil deine Existenz davon abhängt,liefern zu können. Und da liegt eine riesige Gefahr.
In der US Craftbrauer Szene haben sich schon viele Brauereien "kaputtgewachsen".
- Sehr viel Nachfrage
- Also neue Kredite für größeres Sudhaus
- Nachfrage bedient, aber der Kredit tilgt sich nicht sofort, das dauert.
- Nachfrage weiter gesteigert
- Investoren, neue Location, mehr Kredite
- Nachfrage lässt nur leicht nach
- Ende Gelände
Daher ist es extrem wichtig organisch zu wachsen.
Im Prinzip sind die Tipps in allen Büchern, die es über Craftbrauereien gibt immer dieselben:
Nie zu klein anfangen, sonst wirds teuer, weil jedes Jahr das Sudhaus erweitert wird, anstatt einmal gescheit gebaut.
Nie alleine anfangen, weil es einfach allein kaum bewältigbar ist.
Hab auch beides ignoriert und muss das recht bald mit einem Befreiungsschlag der Vergrößerung korrigieren, sonst gehts schief mit der Zeit, weils mir über den Kopf wächst, alleine und ich die Nachfrage nicht mehr bedienen kann, was die Kunden vergrault.
Zuletzt geändert von Felix83 am Dienstag 8. Oktober 2019, 11:33, insgesamt 1-mal geändert.
Beitrag von bierhistoriker.org » Dienstag 8. Oktober 2019, 11:28
Dienstag 8. Oktober 2019, 10:18
Das hier ist ein Hobbybrauerforum
Du stellst ununterbrochen Fragen im Hinblick auf Gewerbeanmeldung und Existenzgründung, die hier im Prinzip vollkommen fehl am Platze sind.
.... und antwortest auf jeden Kommentar und verdrängst damit Beiträge, die für die Allgemeinheit wichtiger sind als Deine Eigeninteressen.
PS: Der Thread gehört offtopic
Beitrag von stefan78h » Dienstag 8. Oktober 2019, 11:30
Dienstag 8. Oktober 2019, 11:22
natürlich will ich nur brauen was ich mag... ich mag selbst nicht jede Craftbeer Stiltart, ich probiers aber...
Ich muss und will nicht davon leben. Es wird auch nicht übertrieben und Geld das ich nicht hab gebe ich nicht aus...
Ich braue gerne wie alle hier im Forum. Ich möchte etwas verkaufen können... ich muss es nicht!
Dürfte man das in Deutschland ohne Gewerbe, würde ichnicht auf die Idee kommen.
Beitrag von stefan78h » Dienstag 8. Oktober 2019, 11:32
Dienstag 8. Oktober 2019, 11:28
dann solls jemand verschieben => Gewerbliches Brauen als Existenzgründung
und eigentlich stelle ich wenige Fragen was die Existensgründung angeht... ich muss mich aber für die Idee rechtfertigen....
Zuletzt geändert von stefan78h am Dienstag 8. Oktober 2019, 12:08, insgesamt 1-mal geändert.
Beitrag von Felix83 » Dienstag 8. Oktober 2019, 11:36
Wenn du des englischen mächtig bist, schau mal hier:
https://www.probrewer.com/
Das ist eine riesige Ressource für Mikrobrauer. Nur für die Gesetze und Vorschriften hilft die Seite natürlich nicht, aber für alles technische, Vertrieb und so ist es toll.
Beitrag von stefan78h » Dienstag 8. Oktober 2019, 11:37
Dienstag 8. Oktober 2019, 11:26
da hast du recht... kommt aber auch darauf an wieviel Werbung ich mache... wenn die Nachfrage steigt müsste ich reagieren...
Beitrag von bwanapombe » Dienstag 8. Oktober 2019, 11:39
ich will es mal so formulieren: Die Erfolgsstories bleiben aus, weil der Schritt von Hobby auf Gewerbe (in Deutschland) sehr groß ist und der anschließende Pfad zur Dauerhaftigkeit sehr schmal.
Viele hier haben sich bewußt entschieden im Hobby oder in der Liebhaberei zu bleiben, auch wenn sie Spaß am Brauen und Probieren haben, genau aus einem der Gründe, warum das so hier so ist (Auflagen, Verwaltung und der damit verbundene Aufwand, Zeit, Geld etc.) Und, sobald man gewerblich ist, ist man eben nicht nur Brauer, sondern auch Vertriebler. Man muß verkaufen, nicht mal um Geld zu verdienen, sondern auch um Kosten zu decken.
Deshalb mein Anstoß, Dir über Deine Zielsetzung klar zu werden, was für Dich der persönliche Antrieb ist und was Du dafür bereit bist einzusetzen.
P,S, Vielleicht ist Gewerbe ja nicht der einzige oder beste Weg, das zu erreichen, was Du möchtest.
Beitrag von §11 » Dienstag 8. Oktober 2019, 12:22
Ich hab keine Ahnung von wem du dich angepflaumt fühlst? Nur weil hier vielleicht der ein oder andere, der diese Erfahrung schon gemacht hat, nicht gleich ruft „geil, denk nicht drüber nach sondern mach einfach?“ Wäre auch möglich, allerdings sollte man dann einfach machen und nicht nach anderer Leute Meinung in einem Forum fragen. Da besteht nämlich immer die Gefahr „anderer Leute Meinung“ zu hören die nicht zwangsläufig dem entspricht was man gerne hören will.
Auch wenn du das wahrscheinlich auch als „anpflaumen“ auffassen wirst, ich wäre vorsichtig, gerade im ländlichen Raum, mit jetzt braue ich nur noch was ich will. Das kann man als Hobbybrauer gut, da man sein einziger Kunde ist und die restlichen Konsumenten mit Freibier versorgt. Freibier schmeckt aber immer. Viel wichtiger ist das zu brauen für das sich auch ein Markt findet. Und hier drehen wir uns gekonnt im Kreis, denn darüber wen du eigentlich erreichen willst hast du noch nicht nachgedacht.
Es gibt ein paar sehr erfolgreiche und spannende Konzepte die genau deinen Nachteil einer Weingegend, erfolgreich für sich nutzen und genau das nutzen das für Wein im Schnitt ein höherer Literpreis als für Bier erzielt wird.
Nur genau das ist der Punkt, bevor du dir über Menge und Preis Gedanken machst musst du dir erstmal Gedanken machen an wen du dein Bier verkaufen willst.
Beitrag von karlm » Dienstag 8. Oktober 2019, 12:40
Nicht schließen den Faden, der ist sehr interessant für die vielen Hobbybrauer, die über solch einen Schritt nachdenken. Ist nicht off-topic.
Beitrag von Jomsviking » Dienstag 8. Oktober 2019, 12:49
ähnliche Überlegungen wie du habe ich auch und werde diese voraussichtlich nächstes Jahr umsetzten.
Da in meinem Haus noch Räumlichkeiten einer ehemaligen Schnapsbrennerei sind, habe ich hier sogut wie keine Umbaukosten, etc.
Abgesehen davon würde ich mir an deiner stelle so oder so einen Brauraum bauen =) Warum nicht?
Wenn du in die Umbaupläne einfach entsprechende Ämter mit ein beziehst und den Raum so errichtest, das dieser Abgenommen werden könnte hast du
1. ein Geilen (Hobby-)Brauraum
2. falls du doch gewerblich was Herstellen willst die Gewissheit, dass das in den Räumen geht.
Allgemein möchte ich z.B. gar kein Gewinn damit machen (müssen)--> Kleinstgewerbe / Liebhaberei, etc.
Mir geht es eher darum z.B.mal für unsere Firmenfeier etwas her zu stellen und eine Ofiziell Rechnung stellen zu können. Dadurch soll sich einfach das Material, Ne Anlage, etc. Zahlen. So ein paar Drucktanks hätten schon was
Oder mal bei nem (Dorf)Stadtfest auf dem eigenem Firmenstand das Eigene Bier Ausschänken.
Anfragen hatt ich schon bezüglich Flaschen als Weihnachtsgeschenk für Firmenkunden. Da gibts genügen Möglichkeiten.
Im Freundes / Bekanntenkreis geht ja auch schon was weg.
Einen Direkten Verkauf habe ich zur Zeit nicht in Planung...
Auf den "Stress" mit immer was da haben müssen, habe ich nämlich nicht wirklich Lust ;)
Wenn was da ist, ist es da. Wenn nicht, dann eben nicht.
Ich bin echt mal gespannt wie es bei dir weiter geht
Beitrag von stefan78h » Dienstag 8. Oktober 2019, 13:15
Dienstag 8. Oktober 2019, 12:49
Den Brauraum würde ich sowieso irgend wann dazu umbauen.... sehe ich genau so...
Was Gewerbe Gewinn und Vertrieb angeht sind wir sehr dicht beieinander... Warum das nicht sein darf
Beitrag von §11 » Dienstag 8. Oktober 2019, 13:43
Dienstag 8. Oktober 2019, 10:37
Es gibt uebrigens auch im Forum einige Erfolgsstories. Sehr oft ist aber das Problem das mit dem Erfolg die Zeit fuers Forum fehlt
Auch auf die HBCon laden wir ja Brauer ein, die im Forum gestartet sind und sich erfolgreich selbsstaendig gemacht haben. Genau aus dem Grund, mal aus erster Hand erfahren wo die Stolpersteine liegen.
Beitrag von Sebasstian » Dienstag 8. Oktober 2019, 14:00
Die Frage die, glaube ich, viele hier interessiert ist nicht so sehr wie man vom Hobbybrauer zum gewerblichen Brauer wird der seinen Lebensunterhalt zukünftig damit verdient. Sondern eher, wie kann ich ein Hobbybrauer werden, der legal mal ein paar Flaschen oder Kegs Bier verkaufen darf wenn er Bock drauf hat?
Einige der Beiträge waren halt eher auf die erste Fragestellung gemünzt. Stefan geht's wohl eher um die zweite Fragestellung. Aber....zur Ehrenrettung der 'Anpflaumer': @Stefan, du hast dann vielleicht etwas zu sehr auf dem Thema Verkaufspreis rumgeritten welches für deine Ziele ("mal ein paar Flaschen verkaufen wenn sichs ergibt") ja gar nicht so relevant ist, oder?
Beitrag von stefan78h » Dienstag 8. Oktober 2019, 14:06
Dienstag 8. Oktober 2019, 14:00
Absatz 1.... Ja
Absatz 2 .... ich wollte halt mal wissen ob es Microbrauer gibt die weniger als die 3 € für eine Flasche verlangen... weil Sie nicht mehr bekommen.... über Kosten und Wirtschaftlichkeit ging es mir dabei nicht...
Beitrag von Malzwein » Dienstag 8. Oktober 2019, 14:31
Ich glaube, eine spannende Frage in dem Zusammenhang ist, wie man in Deutschland ein Gelegenheitsgewerbe mit Lebensmitteln führt. Das ist m. E. gar nicht so einfach. Von Liebhaberei im Steuerrecht über Buchführungspflicht und Gewerbekontrollen sehe ich da einige Stolpersteine.
Abgesehen davon, dass der Aufwand eine rechtlich einwandfreie Produktionsstätte herzustellen und zu betreiben für 60 oder 600 Liter der selbe ist.
Beitrag von §11 » Dienstag 8. Oktober 2019, 14:37
Dienstag 8. Oktober 2019, 14:31
Wenn man sich das bei Licht betrachtet ist es in Deutschland alles andere als einfach sich überhaupt selbstständig zu machen, ganz egal mit was, aber das ist ein anderes langes und trauriges Thema
Beitrag von FloNRW » Dienstag 8. Oktober 2019, 14:41
Eigentlich ein richtig guter Beitrag. Nur der letzte Teil ist überzogen.60 und 600 Liter haben evtl. dieselbe Arbeitszeit aber mit Sicherheit nicht denselben Aufwand / rechtliche Vorlagen.
Beitrag von Chrissi_Chris » Dienstag 8. Oktober 2019, 14:42
Dienstag 8. Oktober 2019, 14:06
Unter den 3€ liege ich weit darunter! Ganz ehrlich finde ich die Preisgestaltung die man so mitbekommt teilweise Frech und meiner Meinung nach ist das auf Dauer nicht beständig jenseits der 3€ zu nehmen.
Hier auf dem Dorf ist es oft nicht einfach gewesen... doch es pendelt sich irgendwann ein und du weißt dann wo du stehst und was geht. Die Diskussionen die hier entstehen durch solche Fragen sind oft sehr spannend leider aber auch oft nicht zielführend für dich. Es gibt also am Ende nur einen weg undzwar den, den du wählst. Ich habe mir abgewöhnt solch wichtige fragen hier im Forum zu stellen. Wenn es wirklich ernst wird gibt es nur noch eine Handvoll die wirklich wissen wie der Hase läuft. Stattdessen habe ich meine Fragen alle mit professioneller Hilfe gelöst. Einen Businessplan habe ich mit einem Unternehmensberater/ Betriebswirt erstellt. Die nötigen Umbau Maßnahmen habe ich vor Ort mit einer Begehung vom Veterinäramt besprochen, die das am Ende auch abnehmen. Und einen Steuerberater der dir mit der Buchhaltung hilft. Klar kostet das alles Geld aber wenn du es vernünftig angehen möchtest, dann solltest du auch vernünftigen Rat beiseite haben.
Beitrag von bwanapombe » Dienstag 8. Oktober 2019, 14:48
Dienstag 8. Oktober 2019, 14:41
Naja, die technischen Anforderungen (Behältergröße, Pumpen etc.) sind vielleicht verschieden, aber Lebensmittel ist Lebensmittel, und Gewerbe ist Gewerbe, ob 60- oder 600-l-Sude. Warum sollten die Auflagen für 60 l niedriger sein?
Beitrag von FloNRW » Dienstag 8. Oktober 2019, 14:55
Ich bin kein Experte aber spontan würde ich sagen sind es deutlich mehr Emissionen am Brautag. Transport und Lagerung von Flaschen. Stromabnahme. Natürlich gibt es Richtlinien, die man immer einhalten muss, aber es gibt auch Spielräume und Grenzwerte.
Beitrag von stefan78h » Dienstag 8. Oktober 2019, 14:59
Dienstag 8. Oktober 2019, 14:42
Die Preisgestaltung sehe ich auch so... und ich habe schon grob Kalkuliert was mich der Liter kostet... nur ist das meine Sache.
Entscheidungen muss jeder selber treffen... da hast du Recht.
Was Prof. Hilfe angeht ....so weit bin ich noch garnicht... ich bin noch in der Phase mache ich das, und was kommt auf mich zu...
Beitrag von Odin » Dienstag 8. Oktober 2019, 16:02
Das mit der Preisgestaltung sehe ich auch als schwierig an. Auf Dauer sind wahrscheinlich die wenigsten Verbraucher bereit, 3€ für eine Flasche Craftbier zu bezahlen. Selbst wenn es ein echtes Top Produkt ist, dann kaufe ich selbst Biere in diesem Gefüge eher selten. So um die 2€ pro Flasche, das scheint etabliert und akzeptiert zu sein. Irgendwo habe ichs auch gelesen- glaube im "Meiningers Craft", wo Getänke Marhun hierzu gesagt hat, dass die Biere unterhalb der 2€ Grenze am besten laufen.
Beitrag von §11 » Dienstag 8. Oktober 2019, 16:36
Und es ist ein absolutes Ei und Henne Problem.
Bei einem Flaschenpreis von 3 Euro/ 0,33l kauft wahrscheinlich die wenigsten eine Kiste fuer 72 Euro, sondern eine Flasche zum Probieren im Bottleshop, wenn sie neu ist. Darauf reagiert der Brauer mit immer neuen Bieren auf dem Markt. Bei diesen Kleinmengen, schlaegt aber natuerlich die Preisfalle unerbitterlich zu. 1000 Etiketten/ Kronenkorken/ Kartons kosten fast so viel wie 10.000. Auf Grund dieser Kleinmengen, muss der Brauer aber 3 Euro/ Flasche verlangen um wirtschaftlich zu arbeiten......
Beitrag von Felix83 » Dienstag 8. Oktober 2019, 16:41
Eben. Diese "Ticker" (also Leute, die eine Sorte einmal kaufen, trinken und dann Häkchen dahinter machen) bringen einem nix. Ich bau lieber ne Kundenbasis auf, Fans sozusagen, die das Bier in größeren Mengen kaufen.
Da hab ich im Endeffekt weniger Arbeit, besser abschätzbaren Absatz und mehr Gewinn. Außerdem ist die Kundenbasis für ein nicht zu übertriebenes Bier viel höher als ein Brett Barley Wine mit Glitzer
Zusätzlich kann man ja einen einmaligen "Release Slot" haben, mit neuen krassen teurern Bieren. Einfach der PR halber.
Beitrag von §11 » Dienstag 8. Oktober 2019, 16:46
Brett Barley Wine mit Glitzer
Hast du da mal ein Rezept
Beitrag von stefan78h » Dienstag 8. Oktober 2019, 16:56
jetzt gefällt mir die Diskussion wieder!
Beitrag von ggansde » Dienstag 8. Oktober 2019, 17:35
vor langer Zeit hat sich ein Hobbybrauer selbstständig gemacht, heute betreibt Schacko (Schackobräu, Friedrichroda) ein historisches Brauhaus. Eine seiner Aussagen habe ich immer noch im Hinterkopf (sinngemäß): Es wird niemand zu Dir kommen um dein Bier zu kaufen. Du musst ständig auf allen möglichen Events sein um mit deinem Bier zu den Kunden zu kommen.
Beitrag von halsbonbon » Dienstag 8. Oktober 2019, 17:44
In meine Nähe befindet sich eine sehr kleine gewerbliche Brauerei und der Inhaber macht das in meinen Auge recht clever:
- immer ein Standard-Sortiment in reproduzierbarer Qualität das immer verfügbar ist: Helles,Weizen,ein dunkleres Bier.
- mehrmals im Jahr "Spezialbiere" in begrenzten Mengen,teilweise auch Saisonal bedingt. Maibock,Oktoberfest,Weihnachtsbier.... Wie gesagt aber nur in begrenzten Mengen. Wenn leer dann leer. Trotzdem gehen die Kunden nie mit leeren Händen aus dem Laden wenn sie schon mal da sind. Wieso? Siehe Punkt 1.
- Abfüllung nur in 10L-Fässer,2L-Siphon Flaschen und 5L Partyfässern.Grund: Weniger Aufwand beim abfüllen und weniger Spülaufwand. 5L müssen nicht gespült werden,anstatt vier 0.5er lieber eine 2L spülen. Außerdem relativiert sich der Liter-Preis bei einem 5L-Fass. Da wird oft nicht auf den Preis geschaut.
- Jedes Bier kann,teilweise sogar aus dem Reifetank,natürlich probiert werden
Soweit ich das beurteilen kann läuft der Laden recht gut, also kann er bis jetzt nicht viel Falsch gemacht haben.
Was bei allem auch nicht unterschätzt werden darf: Man darf den Kontakt mit den Kunden nicht scheuen und sollte kein Muffel sein. Wenn die Chemie zwischen Verkäufer und Kunde nicht stimmt verkaufst Du gar nix.
Zuletzt geändert von halsbonbon am Dienstag 8. Oktober 2019, 17:47, insgesamt 2-mal geändert.
Beitrag von §11 » Dienstag 8. Oktober 2019, 17:45
Dienstag 8. Oktober 2019, 17:35
Das nenne wir "the last mile". Du kannst das beste Produkt der Welt haben, wenn der Kunde nichts Davon weiss und es nirgends kaufen kann, nuetzt dir das auch nichts......
Beitrag von Felix83 » Dienstag 8. Oktober 2019, 17:50
@René: Wie macht er das mit den 2l Syphons? Hat er immer nen Abfüller an den Lagertanks angeschlossen?
Beitrag von halsbonbon » Dienstag 8. Oktober 2019, 17:59
tut mir Leid. Aber das kann ich Dir nicht beantworten da ich es nicht weiss.
Beitrag von Malzwein » Dienstag 8. Oktober 2019, 18:06
Bei Steuern, gesetzlichen Auflagen oder hygienischen Anforderungen? Die einzige mir bekannte Erleichterung ist das mit der USt bei Kleinunternehmen. Und es gibt möglicherweise die Erleichterungen, die ein wohlmeinender Amtsträger gewährt. Darauf ist aber kein Verlass. Aber wer da mehr kennt, möge das bitte aufzählen.
Dass so wenig Erfolgsmeldungen hier eingestellt werden, finde ich bedauerlich. Wenn Leute sich hier "beraten" lassen und dann keine Rückmeldung geben, finde ich das schon sehr schofelig. Jetzt komme mir keiner mit mangelnde Zeit. Eine kurze Info, dass es läuft, dass ausgebaut wird, aber auch, wenn schon im Vorfeld eingestellt wird, ist ja kein Zeitaufwand. Und im letzten Fall auch keine Schande.
Denjenigen, die hier weiter aktiv sind und immer wieder Infos über die Entwicklung einfließen lassen, jedenfalls ein Danke Schön.
Beitrag von stefan78h » Dienstag 8. Oktober 2019, 22:06
Nicht nur für mich (finde ich)!

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