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Timestamp: 2019-07-19 09:57:32+00:00

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Juli | 2012 | WithWikasEyes
1000 € für jeden – das BGE
Das bedingungslose Grundeinkommen zur lebenslangen Sicherung der Existenz mit Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben ist jetzt schon finanzierbar: die heutigen Sozialausgaben/Transferleistungen) betragen pro Kopf/Jahr heute schon ca. 10.000,00 €. Dazu kommen Verwaltungskosten/Subventionen von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, Subventionen von maroden Firmen und Branchen und immense Verwaltungskosten durch Angestellte, die die menschenverachtenden Sozialgesetzt kontrollieren. Harz IV. Bafög, Kindergeld, Elterngeld, Wohngeld, Kurzarbeitergeld würden wegfallen, ab einem bestimmten Einkommen das BGE wieder als Steuereinnahmen zurückfließen. Eine Umverteilung findet statt, auch von Arbeit – denn Arbeit für alle, das ist heutzutage utopisch!
1000,00 € für jeden, die ohne Antrag jeden Monat auf das eigene Konto fließen, auch für Kinder. Härtefallregelungen für Zusatzaufwendungen wie teurer Wohnraum in Ballungsgebieten kann mit Wohngeld aufgestockt werden, ebenso Mehraufwendungen für Behinderte. Ein intaktes Wohnumfeld für jeden und nicht die Innenstädte für Luxus-Verdiener, neben Autobahnen, Bahnlinien, Flughafenschneiden und Sondermülldeponien das Slum-Potential für Menschen 2. Klasse.
GG Art. 1 Abs. (1)
Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist die Verpflichtung aller staatlicher Gewalt.
Es muss vorbei sein das Gesetzte aus dem SGB II und III das GG aushebeln auf Kosten der unteren Bevölkerungsschichten. Wenn wir nicht mehr wollen, stehen alle Maschinen still.
Art. 1 GG fängt bei der Selbstachtung an. Selbstachtung bedeutet, sich nicht ausnutzen zu lassen.
Wir haben nur eine einzige Ressource, und das ist unser Leben. Und das BGE löst Abhängigkeiten auf, und genau das ist der Grund, warum sie es uns nicht geben wollen.
Denn unsere Verwalter empfinden sich nicht als Verwalter, die für uns machen, sondern als Machthaber, die über uns Macht ausüben. Flache Hierarchien würden die Schere zwischen Arm und Reich wieder schließen.
Statt Verwaltungsblase, HarzIV-Knebel-Almosen und überdimensionierten Subventionen für Missmanagement wird jedem einzelnen Bürger die Freiheit gegeben, sich wieder als Gottesgeschöpf mit dem natürlichen Recht auf Leben, Würde und Natur zu besinnen.
Die Frage wird heißen:
Wie bekommt man Politiker dazu, auf Machtgehabe zu verzichten?
Freiheit bedeutet Eigenverantwortung, sich für sein Leben die Sinnfrage stellen, es selbst in die Hand nehmen und eine neue Richtung einschlagen, seines Glückes Schmied selbst sein. Unabhängig von Eltern, Ehepartner oder Arbeitgebern wenn die Existenz bedingungslos gesichert ist, können wir ihnen dann auf gleicher Augenhöhe gegenübertreten.
Die Frage wird heißen: Was macht Arbeit attraktiv! Wo möchte man denn gerne Arbeiten? – Da, wo die Arbeit Spaß macht, wo es gemütlich ist, wo man sich wohlfühlt und gerne hingeht. Hetze, Druck, Mobbing, Fremdbestimmung und Niedriglohnsektor und 3. Schicht braucht kein Mensch. Und wirklich notwendige, unattraktive Arbeiten müssen eben mit besserer Bezahlung attraktiv gemacht werden. Die Wertschätzung einzelne Berufe wird sich erhöhen, die Arbeitsbedingungen sich verbessern. Der Arbeiter an sich bekommt schon mehr Wertschätzung. Die Arbeit wird sich besser verteilen und finanzielle Anreize zu einem höheren Lebensstandard führen. Denn ohne Arbeiter keine Arbeit und auch keine Chefs. Und die Gewerkschaften sichern uns mit dem Mindestlohn, dass nicht die Unternehmer das BGE für sich abschöpfen werden. Die Konzepte werden sein: Arbeitnehmerbildung, -mitbestimmung, -gewinnbeteiligung und flache Hierarchien.
Abhängigkeiten werden aufgelöst. Zeit oder Geld – Was ist mir wirklich wichtig?
Keine Sorge: Der Mensch ist von Natur aus so angelegt, dass er aktiv sein möchte und etwas bewegen möchte, dass er sich und damit seine Umgebung entwickeln möchte. Er ist auf Evolution ausgerichtet, wird nie restlos zufrieden sein. Genug Menschen werden sich immer noch ein (besseres) Auto, einen (längeren) Urlaub, ein (größeres) Haus wünschen. Auch nicht jeder möchte sich stetig bilden. Es gibt Menschen, die arbeiten gerne in der Produktion, als Reinigungskräfte oder in der Pflege, wenn sie denn die Anerkennung und Wertschätzung bekommen, die sie verdienen und den Freiraum, dass ihnen die Arbeit auch Spaß machen darf. Arbeit gibt Sinn, Anerkennung und soziale Kontakte. Arbeit strukturiert den Tag und erweitert den Horizont.
Wir werden arbeiten wollen – und wenn es ehrenamtlich ist.
Was ist aber mit denjenigen, die den Anschluss schon längst nicht mehr schaffen und wirklich nichts tun werden? Deren Anteil ist so harmlos im Vergleich zu den Folgen der Finanzblasen, die in immer kürzeren Abständen unsere Volkswirtschaften erschüttern. Alle Faulenzer zusammen können nicht so schlimme Auswirkungen haben, wie Bänker ohne humanistische Werte oder Politiker, die sich nicht mehr als Volksvertreter begreifen.
Selbst wenn Alkohol- und Drogenkonsum für kurze Zeit ansteigen würden, der Lebensüberhaltungstrieb des Menschen würde die freisetzenden Mittel schnell in eine zukunftsgerichtete Aktivität lenken wollen. Hilfestellung muss auch attraktiv präsentiert werden.
Dann müssen eben die Verwaltungsangestellten, die bisher die Harz IV- Gesetze kontrolliert haben, auf die Straße gehen und den Menschen, die in 3. Generation schon nichts mit ihrer Freiheit anfangen können, attraktive Hilfsangebote machen. Denn auch Hilfsangebote dürfen nicht unter mit Druck aufgezwungen werden.
Worauf wollen wir warten, dass die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter aufgeht, immer größere Teile der Bevölkerung Verslummen, die Ghettos sich verstärkt, bis die Missstände unsere ganze Gesellschaft in ihren Fundamenten erschüttert? Das Zukunftsangst und Burn-out weiter um sich greifen, die Familien noch schneller zerbrechen und noch mehr Menschen aufgeben? Dass Fremdenhass steigen und die Rate der Kindesmisshandlungen noch schneller steigen? Der Druck muss aus unserer Ellebogen- Gesellschaft genommen werden,
1000 € monatlich, ein Leben lang, wird die Welt verändern! Das Potential, das damit freigesetzt wird, ist immens. Es wird unsere ganze Volkswirtschaft voranbringen. Sich zu engagieren in Bildung, Forschung und Wissenschaft, Kunst und Kultur, Ehrenamt, Familie, Gesundheit, Ökologie, Politik. Das wird sich nun jeder leisten können – wirklich jeder!
Werte wie Wirtschaftlichkeit und Wirtschaftwachstum als oberste Gebote werden hinterfragt werden. Ebenso Gewinnmaximierung statt –optimierung. Optimal für alle beteiligten Menschen und die Umwelt ist etwas anderes, als das was heute praktiziert wird. Das Management wird sich der Herausforderung stellen müssen, auf seine menschlichen Qualitäten hin geprüft zu werden. Ihre Gehälter werden wieder in Relation zur Verantwortung gestellt, die sie zu tragen bereit sind. Werte werden sich verschieben und auch die Maßstäbe.
GG Art. 14 Abs. (2)
Wir wollen die Unternehmer nicht von ihrem Eigentum an den Produktionsmitteln enteignen, wir wollen sie nur an ihre Verantwortung erinnern.
Die Frage wird hießen:
Wie bekommt man Unternehmer dazu, auf Gewinnmaximierung zu verzichten?
Auch dem Sozialneid werden wir uns stellen müssen. Aber der wird schnell bedeutungsloser. Gleichheit wird hergestellt wenn jeder Bürger ohne Bedingung das gleiche Grundeinkommen bekommt. Wer dann noch arbeitet hat dann eben mehr. Es wird immer Menschen geben, die sich Auto, Handy, Eigenheit um Urlaub wünschen. Aber Arbeit muss attraktiv sein. Wenn ich gerne arbeite und gönne ich auch meinem Nachbarn sein Nichtstun, Hauptsache, er lässt mich arbeiten.
Das gesellschaftliche Leben wird sich bereichern durch eine kulturelle und politische Vielfalt, das Straßenbild sich verändern.
Hausfrauen und Rentner werden sich neu begreifen und nicht mehr übersehen werden können.
In kinderreichen Familien werden sich Eltern wieder ihren Kindern widmen können und nicht nur mit kochen, waschen und putzen beschäftigt sein. Jedes Kind wird ein eigenes Zimmer haben können.
Alternative Lebensformen haben eine Chance. Wer ein Stückchen Land beackern und in einer Tauschwirtschaft leben will, wird sich seine Welt erschaffen können. Das geht bisher nur über Selbstausbeutung, denn ohne Geld lässt es sich in Deutschland nicht leben.
Die Tür zum Paradies wird aufgestoßen – es ist mehr drin, als wir glauben.
Unser Potential schlummert vor sich hin, gefesselt von den Zwängen des Überlebens und einer Zukunftsangst, die wie Fuß- und Handfesseln unseren Radius auf ein Minimum beschränken und ein Klassenbewusstsein fördern, welches nur sozialen Unmut und Politikverdrossenheit hervorbringt. Jetzt ist die Zeit reif um aufzuwachen und aufzustehen!
Ein bedingungsloses Grundeinkommen als das Schwert, das den Gordischen Knoten einer vermurksten Gesellschaft und einer vermurkster Politik durchtrennen wird. Wir können auf einer neuen Basis neu anfangen mit den Erfahrungen von heute.
Brot und Spiele für jeden, nicht nur für Finanzspekulanten. Wir werden uns aussuchen können, auf welchem Spielfeld wir spielen wollen.
Wir sind nicht allein, wir sind viele. Wir sind das Volk und wir sind die Stimme. Sind wir uns einig, kann keiner an uns vorbeischauen. An allen Ecken brodelt es und das nicht nur unter der Oberfläche. Immer mehr Menschen stehen auf. Die Zeit ist reif. Wir brauchen nur den Mut zu sagen: Jetzt!
In der Schweiz ist eine Volksabstimmung zum Thema bedingungsloses Grundeinkommen geplant. Die Realität ist näher als wir glauben. Erst einmal eingeführt, wird es über die Grenzen schwappen und sich vervielfältigen. Globalisierung im Guten.
GG Art. 20, Abs. (2)
Ein Land muss das Erste sein. Deutschland war schon so oft die Vorreiter, warum nicht auch hier. Was bei uns geht, geht woanders erst recht. Und was in unserem Kopf passiert, passiert auch bald in der Realität!
GG Art. 2, Abs. (2)
Kein anderes Gesetz oder juristisches Beiwerk darf dieses Grundgesetz aushebeln! Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.
Und das man in unserer Gesellschaft ohne Geld nicht leben kann, hat auch jeder das Recht auf Geld: Das BGE ins GG.
Zwischen Sozialismus und Kapitalismus passt noch die Gewinnbeteiligung
Gewinnbeteiligung, oder besser Kapitalbeteiligung mit Gewinnausschüttung, eine Mitarbeiter-
beteiligung, die aus Arbeitern lauter kleine Unternehmer macht. Ist des Rätsels Lösung, das Pferd
von unten aufzuzäumen? Aber ja! Wir machen nicht aus Kapitalisten Sozialisten, sondern aus
notgedrungenen Sozialisten engagierte Kleinkapitalisten.
Was treibt den Menschen an, sein eigenes Trägheitsmoment zu überwinden und sich in Bewegung zu setzen? Was ist sein Motor? Die Tatsache, dass er glaubt, etwas bewegen zu können, seinen
Lebensunterhalt verdienen und sich und die seinen mit dem Lebensnotwendigen (oder noch besser
mit mehr) versorgen zu können.
Erst Mal. Und wenn er dann noch die passende Herausforderung bekommt, Anerkennung und dabei
tatsächlich das Gefühl hat, etwas Sinnvolles zu bewegen, dann ist er bereit zu investieren. Arbeit
macht Spaß und was Spaß macht, von dem verträgt man viel. Arbeit wird zum Selbstzweck, der
Arbeitnehmer zum Selbstläufer.
Wunderbar, nicht nur betriebswirtschaftlich, auch volkswirtschaftlich das Ei des Kolumbus. Dort, wo
gesellschaftliche Unterschiede sich angleichen, herrscht sozialer Friede, Kräfte werden in produktiver
Arbeit gebündelt statt in Kleinkriegen und Klassenkämpfen, die Lebensqualität steigt, das
Bruttosozialprodukt (BIP) steigt, Gelder für Umweltschutz, Bildung und soziale Gerechtigkeit werden
freigesetzt, der ganze Laden brummt – ein Theater, wo das Publikum schnurrt.
Und warum haben wir das dann nicht? Ja, warum eigentlich nicht!
Wir brauchen die passenden Chefs, intelligente Chefs, denn hier muss man das Pferd von oben
aufzäumen. Es ist eine freiwillige Sache der Chefs, die Mitarbeiterbeteiligung einzuführen.
Und hier haben wir schon das 1. Problem: Wir brauchen intelligente Chefs!
Chefs, die erkennen, dass mit den Mitarbeitern an einem Strang zu ziehen produktiver ist, als die
Ressource Mensch zu verheitzen. Chefs, die erkennen, dass ein gutes Arbeitsklima und gute
Arbeitsbedingungen das Kostbarste erhält, was das Rad am Laufen hält: die Motivation seiner
Chefs, die erkennen, dass gute Arbeit gutes Geld kostet.
Chefs, die erkennen, dass Vielseitigkeit vielfältige Marktchancen bedeutet, dass Offenheit für die
Kreativität seiner Belegschaft sich im Erfolg potenziert.
Chefs, die erkennen, dass die gläserne Decke zwischen sich und ihren Mitarbeitern nur den
Informationsfluss und damit den Informationsaustausch sowie die Eigeninitiative seiner Mitarbeiter
behindert und damit das ganze System nur schwerfällig und uneffektiv macht.
Männer, die erkennen, dass die gläserne Decke, die sie zwischen sich und den Frauen eingezogen
haben, nur das über Jahrtausende natürlich gewachsene Potential der Frauen ausbremst: ihre
Qualität der Mitarbeiterführung und sozialer Intelligenz, durch Kinderaufzucht und –pflege erprobt
und verinnerlicht, die Welt für ihre Kinder und deren Nachfahren zu erhalten.
Damit sind wir bei Problem 2: Wir brauchen Chefs, die gut in Mitarbeiterführung sind!
Teamarbeit, das neue Zauberwort. Für die Synergie – das bessere Ergebnis des Zusammenspiels von
verschiedenen Mitarbeitern gegenüber dem Gesamtergebnis von lauter Einzelkämpfern – gibt es
sogar eine mathematische Formel.
Aber was bedeutet denn Teamarbeit? Dass man die Mitarbeiter in Wildwestmanier aufeinander
loslässt, der Stärkere setzt sich durch und bestimmt den Ton? Nachzügler beißen die Hunde?
Homogene Teams sind zwar harmonische Teams, aber Gleichheit bedeutet auch Einseitigkeit.
Vielseitigkeit beruht auf Andersartigkeit, und gerade das soll die Teamarbeit ja so produktiv machen:
dass hier vielfältige Stärken der einzelnen Mitarbeiter sich bestmöglich ergänzen und verstärken.
Aber Andersartigkeit macht Angst, ist schlecht einschätzbar und bevor der eigene Stuhl gefährdet ist,beißt man den anderen besser weg.
Wenn in Unternehmen die „Reise nach Jerusalem“ gespielt wird, ist das sehr destruktiv und
erfolgsschmälernd. Effektive Kreativität entfaltet sich nur auf der stabilen Basis einer
Grundsicherheit. Jeder sollte das Vertrauen in die Fähigkeiten der Führung haben, dass genügend
Stühle für Alle vorhanden sind.
Ein guter Chef muss also in der Lage sein, seinen Mitarbeitern klar zu machen, dass sein Wunsch nach der Mitarbeit eines Kollegen zu respektieren ist und ein rund laufendes, vielseitiges Team den eignen Gewinnanteil jeden Mitarbeiters nur erhöhen kann.
Ein guter Chef muss auch die Nerven haben, sich ein Team zusammenraufen zu lassen und vor allem
die Fähigkeit, in entscheidenden Momenten positiv steuernd einzugreifen.
Und ein guter Chef muss in der Lage sein – oder zumindest in der Lage sein, sich die richtigen Leute
dafür einzuladen – seine Mitarbeiter dahin zu schulen, das sie erkennen, was zum Erfolg eines
Unternehmens führt. Dafür brauchen die keine Kurzfassung eines BWL-Studiums, nur einen Überblick über den Produktions-Durchlauf, bzw. Dienstleistungs-Ablauf, dem Zusammenspiel aller Abteilungen und über die Strategie der Geschäftsführung, dem Ziel, der Philosophie und dem Image des Unternehmens. Mit gesundem Menschenverstand wird dann jeder Mitarbeiter an seinem Platz gute Möglichkeiten für effektives Arbeiten sehen, konstruktives Feedback vorausgesetzt.
Ein guter Chef sorgt für Transparenz und einen guten Informationsfluss. Unklar, schlecht oder falsch
informiert trifft man schnell die falschen Entscheidungen, ebenso, wenn man nicht weiß, was das
Ganze soll. Ein Puzzel-Teil an die Wand genagelt ist lange noch kein Bild.
Ein Chef muss vertrauenswürdig sein!
Was nutzt das tollste Konzept, wenn die Mitarbeiter ihrem Chef nicht vertrauen, dass er weiß, was er
tut? Wer wirft seinen Motor schon an, wenn er nicht glaubt, dass der Kurs auch stimmt, den der Chef
vorgibt?
Wer motiviert sich schon zu hohem Engagement, wenn er nicht mit Fairness rechnet?
Ein kreativer freier Geist entwickelt sich nur in einem toleranten und wohlwollenden Umfeld. Dauer-
Leistungsdruck, Verunsicherung und Angst können nur zu kurzfristigen Erfolgen führen, langfristig
schaden sie einem Unternehmen.
Und von der Ethik es nicht weit bis zur Volkswirtschaftslehre, der großen Ethik für Unternehmer:
Wir brauchen Chefs, die das große Bild sehen!
Chefs, die erkennen, dass eine soziale Marktwirtschaft nur von allen getragen werden kann, dass
Gewinnmaximierung um jeden Preis nicht sozial ist und man sein Glück nicht dauerhaft auf dem
Unglück von anderen aufbauen kann.
Chefs, die erkennen, dass ein Sozialstaat politischer Friede bedeutet und damit ein kalkulierbarer
Markt von Arbeitnehmern und Konsumenten. Und dass das Finanzamt ein Verteiler ist, der gefüttert
werden muss, damit was zu verteilen da ist, was den Frieden sichert.
Chefs, die erkennen, dass nur ein gut gefüttertes Bildungssystem die fähigen Facharbeiter
hervorbringen kann, die den Qualitätsstandort Deutschland dauerhaft sichern werden.
Chefs, die erkennen, dass die deutsche Rechtssicherheit, die zuverlässiges kalkulierbares
wirtschaftliches Handeln erst ermöglicht, nur im Großen funktionieren kann, wenn sie auch im
Kleinen funktioniert = Fairness im eigenen Betrieb.
Chefs, die erkennen, dass Gewinnmaximierung auf Kosten der Umwelt nur zur Vernichtung unseres
Lebensraumes führen kann. Ohne Lebensraum keine Lebensqualität. Ohne Lebensqualität kein
sozialer Friede. Wer will schon auf dem Mars seinen Lebensabend verbringen?
Wir brauchen Chefs, die erkennen, dass sie das alles nur leisten können, wenn ihnen das Wohlwollen und die Unterstützung ihrer Belegschaft sicher sind, von gegenseitigem Respekt und Vertrauen getragen.
Wir brauchen noch mehr Chefs, die sehen, dass eine echte Gewinnbeteiligung die bessere Zukunft bedeutet!
Erfolg steckt an, wenn sich das Konzept „Erfolg mit allen für alle“ bewährt, wird es über die Grenzen
schwappen und unsere Exportmärkte stabilisieren und wachsen lassen. Globalisierung bedeutet dann globalen sozialen Frieden anzustreben…
Ich habe einen Traum… und ich bin nicht die erste und ich bin nicht die letzte und vor allem, ich bin auch nicht allein. Werde ich es noch erleben? Jetzt.
Mitarbeiterbeteiligung – nur was für Spitzen-Mitarbeiter?
Gegenargumente der Gegenargumente
Immer wieder kommt die Frage auf, dass eine Gewinnbeteiligung für Mitarbeiter nur Missgunst und Mobbing fördern würde, da unrentable Mitarbeiter nicht mehr toleriert werden würden.
Daran wird deutlich, dass neben der Mitarbeiterschulung auch dringend eine Managerschulung erfolgen muss, denn gerade hier muss ein wesentliches Umdenken stattfinden. Viele Mitarbeiter liegen schon in den Startlöchern, wenn sich denn jemand für ihre Gedanken zur Optimierung interessieren würde.
Dagegen zu argumentieren, gibt es verschiedene Ansätze:
Das Problem bestand schon immer. Unsere Kündigungsschutzgesetze sind darauf ausgelegt, Schwache zu schützen und nach sozialen Aspekten Entlassungen vorzunehmen, wenn denn nötig.
Eine gemischte Gruppe funktioniert besser, als eine zu homogene. Z. B. bei der Vereinsarbeit wird in der Regel niemand ausgeschlossen, wenn er nicht produktiv ist. Die Vielfalt und das Miteinander zählen.
Viele Köche verderben den Brei. Es muss auch Küchenhilfen gegen, die das Gemüse putzen, Spüler und Putzpersonal. Wer will beurteilen, ob jemand wichtig ist oder nicht? Jeder einzelne Mitarbeiter, warum sitzt er dann nicht im Management?
Es gilt viele Soft Skills, deren Rentabilität nicht wirklich zu erfassen, geschweige denn zu messen sind:
Ein beruhigender Mitarbeiter kann z. B. die ganzen Rennpferde davor bewahren, auf ihrer Hetzjagd in die falsche Richtung zu rennen oder sich zu übernehmen (was sich in kostspieligen Burn-Outs äußert).
Ein freundlicher Mitarbeiter kann gute Stimmung, ein positives Gefühl, gute Atmosphäre verbreiten, dass allen alles leichter von der Hand geht, was sehr produktiv ist, selbst wenn er selbst es messbar nicht ist.
Ein ehrlicher Mitarbeiter kann die Einstellung der anderen Mitarbeiter beeinflussen.
Ein loyaler Mitarbeiter kann ein besseres Miteinander zwischen Geschäftsführung und Belegschaft beeinflussen.
Ein behinderter Mitarbeiter kann für das gute Gefühl sorgen, kein rein egoistischer Mensch zu sein.
Ein nörgelnder Mitarbeiter kann konstruktive Diskussionen heraufbeschwören, was wieder sehr produktiv ist.
Eine Nervensäge kann als abschreckendes Beispiel dienen, selbst seine besten Eigenschaften hervorzukehren.
Auf Entlassungen in schlechten Zeiten zu verzichten kann das Gruppengefühl stärken, was dann in guten Zeiten durch eine äußerst rentable Produktion belohnt wird. Die Argumente dagegen sprechen eher von mangelndem Wertegefühl und einem falschen Verständnis davon, was produktiv ist, als dass es echte Argumente wären.
Die Schulung in den Unternehmen muss von oben nach unten erfolgen. Und das ist der springende Punkt. Das Umdenken muss hier von unten nach oben erfolgen. Die Vorbildfunktion des Managements ist jetzt ganz stark gefragt.
top-down + bottom-up = win-to-win
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 Art. 20
 Art. 2
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