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Timestamp: 2020-02-25 18:19:31+00:00

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Gespeichert von BlackFireIsBack am 8. Oktober 2014 - 14:51
BAföG zweite Verlängerung
Ich bin im siebten Master Semester und habe bereits einmal eine Verlängerung nach § 15 Abs. 3 des BAföG erhalten. Damals war der Grund meine Körperbehinderung und einer längeren Krankheit. Mein Studium hätte sich zu diesem Zeitpunkt um drei Semester verlängert, allerdings hat mir das BAföG Amt nur zwei Semester zugestanden mit der Begründung, dass BAföG immer nur für ein Jahr genehmigt wird.
Nun habe ich einen neuen Antrag auf Weitergewährung des BAföG über die Förderungshöchstdauer hinaus nach § 15 Abs.3 Unterpunkt 1 und 5 BAföG gestellt. Das BAföG Amt hat mir nun zurückgeschrieben (neue Sachbearbeiterin), dass "eine Weiterförderung über die Förderungshöchstdauer hinaus ist nach § 15 Abs. 3a BAföG nur noch in Form der Hilfe zum Studienabschluss möglich ...".
Da die Förderung zur Studienabschlusshilfe ein Bankdarlehen ist, nun zu meiner Frage:
Ist eine erneute Förderung über die Höchstdauer hinaus auch ein zweites Mal möglich? Und zwar als zinsloser Kredit? Oder muss ich in diesem Fall auf das Bankdarlehen zurückgreifen?
Ich habe mir die Verwaltungsvorschriften angesehen, aber konnte nicht heraus finden, ob ein bereits verlängertes BAföG wegen einer erneuten Erkrankung noch einmal verlängert werden kann. Das Bankdarlehen, sofern ich das richtig verstehe, steht ja jedem zu, sofern die Bedingungen erfüllt sind, oder?
Gespeichert von Student am 13. Oktober 2014 - 16:28
wenn ein Student über die Förderungshöchstdauer hinaus gefördert wird und kommt es dann während der zusätzlichen Förderungszeit zu einer weiteren Verzögerung aufgrund eines neuen rechtfertigenden Grundes, wird also der Student nochmals krank oder schwanger, verlängert sich die Förderung erneut. Ohne das auf die die Studienabschlusshilfe zurückgegriffen wird.
Sind bei Ihnen nun neue Gründe entstanden, die zu einer Verzögerung beigetragen haben, verlängert sich Ihre Förderung erneut.
Gespeichert von norbert8585 am 21. Oktober 2014 - 12:35
mein BAföG ist nun ausgelaufen und würde gerne eine Förderung über die Regelstudienzeit beantragen. Jedoch bin ich mir nicht sicher, wie ich es formulieren soll bzw. ob meine Atteste (noch keine zur Verfügung) ausreichen für eine Verlängerung.
Im letzten Sommersemester habe ich keine Klausuren geschrieben, da ich im Februar einen Aussetzer hatte und zunächst vermutet wurde, dass etwas mit dem Herzen sein könnte, lag ich ca. 1 Woche im Krankenhaus und wurde untersucht. Glücklicherweise war alles ok, anschließend hatte ich ein MRT vom Kopf auch ohne Befund. Der Gedanke nicht zu wissen, woher dieser Aussetzer kam, machte mich fertig.
Im weiteren Verlauf kamen Lähmungserscheinungen in Armen und Beinen hinzu. Ich suchte Neurologen auf und machte weitere Untersuchungen wie Messung der Nervenleitfähigkeit. Dies alles hat sich bis ca. September hingezogen, wo ich nochmals im Krankenhaus neurologisch untersucht worden bin. Und weitere MRT´s, nochmals Kopf, HWS durchgeführt worden sind. Ohne Befund, alles in Ordnung. Mit meinen Orthopäden und Chiropraktikern vermuten wir, dass alle Symptome vom Rücken ausgegangen sind. Seit dem ich regelmäß dort in Behandlung, Osteopathie und chiropraktische Eingriffe hatte, ging es mir wieder gut und konnte anschließend mein Auslandssemester beginnen.
In dieser Zeit war ich kaum beim Hausarzt, ich habe alles selbst bzw. durch Beziehungen organisiert. Den Hausarzt habe ich noch in dieser Zeit gewechselt, so dass der jetzige von den Behandlungen eingeweiht ist und nur den letzten Befund des Krankenhauses hat. Mir liegen alle Befunde von den Behandlungen vor.
Meine Frage ist, kann mein jetziger Hausarzt mir ein Attest ausstellen, da ich aber kaum dort in Behandlung war. Reichen eventuell die Befunde von den MRT´s, Krankenhaus aus? Wie soll ich es am besten formulieren?
Über eure Hilfe würde ich mich sehr freuen...
Gespeichert von Justus am 22. Oktober 2014 - 14:49
Hallo norbert8585,
Sie könnten sich auf § 15 Abs. 3 Nr. 1 BAföG auf "schwerwiegende Gründe" berufen. Jedoch wird mir in Ihrer Schilderung nicht ersichtlich an was für einer Krankheit Sie gelitten haben. Um Nachweise über Ihre Krankheit vorlegen zu können, könnten Sie nochmals Ihren vorherigen Arzt kontaktieren und ihn um ein Gutachten etc. bitten. Letztlich geht es hier um eine wichtige Angelegenheit.
Jedoch möchte ich hier auch anmerken, dass Sie an keiner einzigen Klausur teilgenommen haben. Das BAföG Amt könnte Ihnen vorhalten, warum Sie denn nicht ein Urlaubssemester beantragt haben. Denn Fälle, wo es keine Behinderung ist, sondern tatsächlich eine Erkrankung, sollte ein Urlaubssemester beantragt werden.
Gem. § 15 Abs. 3 Nr. 1 BAföG müssen Sie Ihre Krankheit durch einen Attest nachweisen und die Gründe ausführlich benennen, die ursächlich für die Verlängerung Ihres Studiums geworden sind.
D.h. das Gutachten bzw. der Attest selbst genügt nicht für die Berufung auf § 15 Abs. 3 Nr. 1 BAföG. Vielmehr muss die Krankheit wie bereits oben geschildert kausal für die Studienzeitverlängerun sein. Sie müssen konkret nachweisen, dass sich Ihr Studium aufgrund ihrer schweren Erkrankung verzögert hat und nicht durch einen davon unabhängigen Lernrückstand.
Zudem müsste es Ihnen noch unzumutbar oder unmöglich gewesen sein, die Verzögerung zu verhindern.
Gespeichert von JanWelters am 25. November 2014 - 17:02
Überschreitung Zwickmühle
Ich studiere seit September 2010 in Holland Logistik. Wohne alleine und beziehe BaföG ELTERNUNABHÄNGIG. Normalerweise wäre mein Studium August(2014) vorüber gewesen.
Jedes Semester enthält 2 Quartester.
Je Quartester sind 5 Klausuren zu schreiben.
CREDITS werden nur vergeben, wenn ALLE Klausuren bestanden sind.
Je Quartester besteht noch ein begleitendes Projekt, welches auch bestanden werden MUSS, um Credits zu erreichen.
Credit kann einmal durch Bestehen der Klausuren erreicht werden sowie durch einmal Bestehen des Projektes ereicht werden. Aber es ist zwingend notwendig jeweils beide "Module" zu bestehen.
Zulassungsvoraussetzung zur Bachelorarbeit ist ein Bestehen der beiden ersten 4 Semester sowie des dritten Jahres (Praktikum und ein Nebensemester / Minorstudium), sowie im siebten Semester mindestens sieben Credits zu erreichen.
Ich habe im vierten Semester zwei Klausuren nicht bestanden.
Im sechsten Semester war ich im Ausland (hätte aber auch das Studium an der eigenen Uni machen können) und hätte die fehlenden Klausuren nachschreiben können.
Aber da wie gesagt der Auslandsaufenthalt war, habe ich diese Klausuren nicht geschrieben.
Im siebten Semester habe ich das Projekt im ersten Quartal (Sept/Okt 2013) nicht bestanden.
Sprich, meine 2 Klausuren habe ich 2 Jahre später nachgeschrieben, also quasi Juni/Juli 2014 anstatt den früheren Zeitraum 2013 zu nehmen, da diese Zulassungsvoraussetzungen waren.
Außerdem das nicht bestandene Projekt aus Sept./Okt 2013 werde ich frühstens zum ersten Termin 1 Jahr später also Sept / Okt 2014 nachschreiben.
Da mir die Hochschule aber nicht gestattet eine Bachelorarbeit und ein Projekt gleichzeitig zu wiederholen, sitze ich hier nun seit ca. 5 Monaten ohne einen Cent Geld. § 15 Abs. 3 a BAföG wurde mir gewährt, aber ich habe Einspruch dagegen eingelegt, da es meines Erachtens hierbei um das erstmalige NIchtbestehens einer Modulprüfung handelt.
Oder ist mein Auslandssemester als ein freiwilliges Semester anzusehen, welches keinerlei Berücksichtigung findet?
Gespeichert von Roland am 26. November 2014 - 11:45
Guten Morgen JanWelters,
ein Auslandstudim wird gem. § 5 a BAföG nicht berücksichtigt, so dass die Zeit des Auslandstudiums für die Festlegung der Höchstdauer im Inland außer Betracht gelassen wird. Ihr Studium müsste nun regulär ein Semester später enden als August 2014. Bis dahin müssten Sie eigentlich BAföG erhalten. Da ich mich leider mit Ihrem Semestersystem wenig auskenne, kann ich Ihnen speziell bzgl. Ihres Studiums leider nicht viel sagen.
Jedoch sollten Sie versuchen - auch anhand der Vorlagen hier - einen entsprechenden Widerspruch darzulegen. Und eine Berufung auf § 15 Abs. 3 BAföG vornehmen.
Gespeichert von Justus am 11. Dezember 2014 - 20:59
Hallo koralema,
wenn Sie nun im vierten Semester sind, sollten Sie unbedingt vom Prüfungsbüro sich schriftlich bestätigen lassen, dass Sie aufgrund von Sonderregelungen erst im vierten Semester sind und Anspruch ein weiteres Semester auf BAföG haben. Ist denn auch in Ihrem BAföG-Bescheid für vier Semester BAföG bewilligt worden?
Wenn ja, würde Ihnen die schriftliche Bestätigung Ihrer Universität behilftlich sein.
Da ich nun auch die Einzelheiten Ihres Sachverhalts nicht genau kenne und nicht weiß, ob Sie tatsächlich auch in Verzug sind mit Ihrem Studium, obwohl Sie noch in der Regelstudienzeit sind, kann ich diesbzgl. nichts Genaues sagen.
Falls Sie tatsächlich nicht alle Leistungen, die Sie bis dato hätten leisten sollen - nach Prüfungsverordnung - dann sind Sie in der Tat am Ende Ihres Studium über die Regelstudienzeit. Zudem möchte ich erwähnen, dass ein Auslandstudium nicht angerechnet wird. D.h. Sie erhalten in diesem Zeitraum Auslandsbafög und nicht das Normale.
Sie sollten eventuell nochmals das BAföG-Amt in einem Gespräch mit den Nachweisen höflichst darauf hinweisen und warum ein Antrag auf Förderung nach der Höchstförderungsdauer stellen müssen.
Gespeichert von soldja am 3. Januar 2015 - 19:56
Überschreitung FHD/ §48 Härtefall
ich habe dieses Forum entdeckt, nach wieder länger andauernder Suche im Internet nach eindeutigen Festlegungen der Regelungen für Bafög, die es anscheinend nicht gibt.
Mein Anliegen für euch wie folgt:
ich habe ein ärztliches Attest eingereicht, es ist verschwunden aus den Akten, ich habe die eindeutige Aussage vom Berichterstatter, dass das Attest in den Unterlagen nicht vorhanden ist.
Wieviel Geld kostet das den deutschen Staat? Mit Sicherheit zu viel, den ich klage.
Ich habe eine Gesetzesänderung beantragt. Dieses Entscheiden seitens der Bafögämter über Härtefälle stellt eine bodenlose Diskriminierung dar. Mir hat es förmlich den Boden unter den Füßen weggezogen, als es hieß, sie bekommen kein zweites Semester Leistungserbringungsaufschub bewilligt. Ich war so geschockt, ich habe dann erstmal Urlaubssemester eingelegt, habe dann wieder beantragt und ein ärztliches Attest eingereicht. Ich dachte, als Härtefall bin ich aus dem Schneider, und man müsse da Rücksicht nehmen, schon wegen dem Kind, was ich komplett allein großziehe. Aber zur Einschulung war ich schon nicht mehr in der Lage mich zu freuen, es ging nur noch mit dem Kopf durch die Wand.
Was meint ihr von Juraform?
Gespeichert von Justus am 9. Januar 2015 - 10:40
Guten Morgen soldja,
waren Sie denn bei einem Anwalt? Bei so komplexen Fragen, wo es wirklich um Ungerechtigkeit geht, würde ich Ihnen wärmstens empfehlen einen Anwalt zu kontaktieren. Es gibt immer unterschiedliche Regelungen der Härtefälle. Letztlich hängen alle Härtefälle von Einzelfällen ab, die berücksichtigt werden müssen.

References: § 15
 § 15
 § 15
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 § 15
 § 15
 § 5
 § 15
 §48