Source: https://www.betanet.de/eingliederungshilfe-fuer-menschen-mit-behinderungen.html
Timestamp: 2019-05-25 14:03:44+00:00

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Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen - betanet
Die "Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen" umfasst verschiedene Leistungen des Sozialamts, die in etwa vergleichbar sind mit den Reha-Maßnahmen der Kranken-, Renten- und Unfallversicherung.
Wichtig: Durch das Bundesteilhabegesetz wird die Eingliederungshilfe deutlich umstrukturiert und verändert. Zum 1.1.2020 wird die Eingliederungshilfe aus der Sozialhilfe herausgelöst und ins SGB IX als Teil 2 übernommen. Zum 1.1.2023 werden dann die Voraussetzungen für die Eingliederungshilfe neu geregelt, d.h. der leistungsberechtigte Personenkreis wird neu definiert.
Anspruch auf Eingliederungshilfe besteht nur nachrangig, d.h. die Hilfe wird nur gewährt, wenn kein vorrangig verpflichteter Träger Hilfe leistet.
Eingliederung der Menschen mit Behinderungen in die Gesellschaft (Integration)
Zur Durchführung der Eingliederungsmaßnahme erstellt das Sozialamt zusammen mit den Betroffenen und den behandelnden Ärzten einen Gesamtplan unter anderem mit folgenden Inhalten:
Seit 1.1.2017 und bis zum 31.12.2019 gilt für alle Leistungen der Eingliederungshilfe eine erhöhte Einkommens- und Vermögensgrenze von 25.000 € (§ 60a SGB XII). Näheres unter Eingliederungshilfe > Einkommen und Vermögen.
Das Sozialamt leistet folgende Maßnahmen der Eingliederungshilfe (§ 54 SGB XII):
(§ 54 SGB XII i.V.m. § 42 SGB IX)
(§ 54 SGB XII i.V.m. § 49 SGB IX)
Näheres unter Berufliche Reha > Leistungen.
(§ 54 SGB XII i.V.m. § 58 SGB IX)
Näheres unter Werkstätten für behinderte Menschen WfbM und andere Leistungsanbieter.
Für den Menschen mit Behinderungen kommt wegen der Art oder Schwere der Behinderungen keine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt in Betracht.
Menschen mit Behinderungen erbringen nach Teilnahme im Berufsbildungsbereich wenigstens ein Mindestmaß an wirtschaftlich verwertbarer Arbeitsleistung und es ist keine Selbst- oder Fremdgefährdung zu erwarten.
5.4. Leistungen zur sozialen Teilhabe (Früher: Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft)
(§ 54 SGB XII i.V.m. § 76 SGB IX)
5.5. Schule, Ausbildung und Arbeitsplatz (Teilhabe an Bildung)
(§ 54 SGB XII i.V.m. §§ 12, 13 EinglHVO (Eingliederungshilfeverordnung), § 75 SGB IX)
Wird die Eingliederungshilfe in einer vollstationären Einrichtung der Behindertenhilfe (§ 43a SGB XI) erbracht, schließt diese Hilfe auch Pflegeleistungen ein, d.h.: Auch die notwendige Pflege wird erbracht, Näheres unter Vollstationäre Pflege. Der vorrangige Zweck der Behinderteneinrichtung ist auf die berufliche und soziale Eingliederung, die schulische Ausbildung oder Erziehung von Menschen mit Behinderungen gerichtet. Im Vordergrund der Einrichtung steht somit die Förderung der Menschen mit Behinderungen.
Ist die Betreuung und Pflege eines Menschen mit Behinderungen in der Behinderteneinrichtung nicht mehr sichergestellt, kann - auf Initiative des Einrichtungsträgers - ein Wechsel in eine Pflegeeinrichtung (mit dem vorrangigen Zweck der Pflege) erfolgen. Dabei sind die Wünsche des Menschen mit Behinderungen zu berücksichtigen.
Eltern leisten für alle Maßnahmen der Eingliederungshilfe ihrer volljährigen behinderten oder pflegebedürftigen Kinder einen pauschalen Unterhaltsbeitrag von maximal 32,75 € monatlich, ohne weitere Überprüfung des Einkommens und Vermögens (§ 94 Abs. 2 SGB XII). Näheres unter Unterhaltspflicht.
Menschen, die einen Anspruch auf Eingliederungshilfe haben, können Leistungen auch als Persönliches Budget beantragen. Dies bedeutet, dass sie einen Geldbetrag oder Gutschein bekommen, mit dem sie die notwendigen Leistungen selbst organisieren und bezahlen (§ 57 SGB XII i.V.m. § 29 SGB IX).
Individuelle Auskünfte erteilt das Sozialamt. Das Bürgertelefon des Bundesministerium für Arbeit und Soziales berät unter
030 221911-006 rund um das Thema Behinderung, Mo-Do, 8-20 Uhr.
Gesetzesquellen: §§ 53 ff., §§ 141 ff. SGB XII
Letzte Bearbeitung: 21.03.2019

References: § 42
 § 49
 § 58
 § 76
 § 75
 § 29