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Timestamp: 2019-07-17 01:39:51+00:00

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BGH, 25.11.2004 - 4 StR 326/04 - dejure.org
https://dejure.org/2004,3322
BGH, 25.11.2004 - 4 StR 326/04 (https://dejure.org/2004,3322)
BGH, Entscheidung vom 25.11.2004 - 4 StR 326/04 (https://dejure.org/2004,3322)
BGH, Entscheidung vom 25. November 2004 - 4 StR 326/04 (https://dejure.org/2004,3322)
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§ 212 StGB; § 24 StGB; § 52 StGB; § 53 StGB
Abgrenzung von unbeendetem und beendetem Versuch beim Rücktritt (korrigierter Rücktrittshorizont; fehlende Vorstellungen; versuchter Totschlag; erhebliche sichtbare Verletzung des Tatopfers); Abgrenzung von Tateinheit und Tatmehrheit bei einem mehraktigen aber von einem einheitlichen Tötungswillen getragenen Tötungsversuch (natürliche Handlungseinheit; Zäsur bei zwischenzeitlichem Fehlschlagen des Versuchs)
Bestimmung der Voraussetzungen hinsichtlich einer Annahme von natürlicher Handlungseinheit bei einer Mehrheit gleichartiger strafrechtlich erheblicher Verhaltensweisen; Bestimmung der Abgrenzungskriterien des unbeendeten Versuchs vom beendeten Versuch bei einem mehraktigen Tatgeschehen
StGB § 24 Abs. 1 § 52 Abs. 1
Beendeter Versuch und Billigen des Erfolgseintritts; mehrere Versuche als natürliche Handlungseinheit
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 25.11.2004, Az.: 4 StR 326/04 (Voraussetzungen des beendeten Versuchs)" von Prof. Dr. Ingeborg Puppe, original erschienen in: JR 2005, 383 - 385.
Zusammenfassung von "Rücktritt vom Tötungsversuch - Besprechung der BGH-Urteile 2 StR 149/04 (LG Köln) vom 29.9.2004 und 4 StR 326/04 (LG Bochum) vom 25.11.2004" von Dr. Jörg Scheinfeld, Wiss. Ass., original erschienen in: NStZ 2006, 375 - 380.
NStZ 2005, 263
JR 2005, 382
Ein fehlgeschlagener Versuch liegt in einem derartigen Fall nur dann vor, wenn der Täter in diesem Moment weiß oder zumindest annimmt, dass er den Taterfolg mit den bereits eingesetzten oder anderen zur Hand liegenden Mitteln nicht mehr ohne zeitliche Zäsur herbeiführen kann (st. Rspr.; s. nur BGH NStZ 2005, 263, 264 m. w. N.).
Für die Abgrenzung ist nach ständiger Rechtsprechung und ganz h.M. auf den sog. "Rücktrittshorizont", also auf die subjektive Vorstellung des Täters nach Abschluss der letzten auf den Erfolg abzielenden Ausführungshandlung abzustellen (vgl. etwa BGH NStZ 2005, 263, 264); dieser ist unabhängig vom Tatplan (BGHSt 35, 92) und bedarf stets konkreter Feststellungen durch den Tatrichter (BGH StV 2003, 213 f.;… vgl. Fischer aaO § 24 Rn. 15 ff. m.zahlr.Nachweisen zur Rspr.).
a) Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs liegt eine natürliche Handlungseinheit und damit eine Tat im materiellrechtlichen Sinn bei einer Mehrheit gleichartiger strafrechtlich erheblicher Verhaltensweisen nur dann vor, wenn die einzelnen Betätigungsakte durch ein gemeinsames subjektives Element verbunden sind und zwischen ihnen ein derart unmittelbarer räumlicher und zeitlicher Zusammenhang besteht, dass das gesamte Handeln des Täters objektiv auch für einen Dritten als einheitliches zusammengehöriges Tun erscheint (BGH, Urteil vom 25. November 2004 - 4 StR 326/04, NStZ 2005, 263 und Beschluss vom 24. März 2015 - 4 StR 52/15, wistra 2015, 269, jeweils mwN;… vgl. auch Eschelbach in SSW-StGB, 3. Aufl., § 52 Rn. 57 mwN).
Eine natürliche Handlungseinheit liegt grundsätzlich (…zu abweichender Beurteilung bei Angriffen gegen höchstpersönliche Rechtsgüter verschiedener Opfer s. etwa Lackner/Kühl, StGB, 28. Aufl., Vor § 52 Rn. 7 mwN) dann vor, wenn mehrere strafrechtlich relevante Handlungen des Täters, die durch ein gemeinsames subjektives Element verbunden sind, in unmittelbarem räumlichen und zeitlichen Zusammenhang stehen und sein gesamtes Tätigwerden bei natürlicher Betrachtungsweise auch für einen Dritten als einheitliches Tun erscheint (BGH, Urteil vom 25. November 2004 - 4 StR 326/04, NStZ 2005, 263, 264; Beschluss vom 25. November 1992 - 3 StR 520/92, NStZ 1993, 234).
Eine tatbestandliche Handlungseinheit endet jedoch mit dem Fehlschlagen des Versuchs (vgl. u.a. BGH, Urteil vom 25. November 2004 - 4 StR 326/04 mwN).

References: § 212
 § 24
 § 52
 § 53
 § 24
 § 52
 BGH 
 BGH 
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 § 24
 § 52
 § 52