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Timestamp: 2020-08-13 09:07:59+00:00

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BVerfG, 18.11.1986 - 1 BvL 29/83, 1 BvL 30/83, 1 BvL 33/83, 1 BvL 34/83, 1... - dejure.org
BVerfG, 18.11.1986 - 1 BvL 29/83, 1 BvL 30/83, 1 BvL 33/83, 1 BvL 34/83, 1 BvL 36/83
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BVerfG, 18.11.1986 - 1 BvL 29/83, 1 BvL 30/83, 1 BvL 33/83, 1 BvL 34/83, 1 BvL 36/83 (https://dejure.org/1986,87)
BVerfG, Entscheidung vom 18.11.1986 - 1 BvL 29/83, 1 BvL 30/83, 1 BvL 33/83, 1 BvL 34/83, 1 BvL 36/83 (https://dejure.org/1986,87)
BVerfG, Entscheidung vom 18. November 1986 - 1 BvL 29/83, 1 BvL 30/83, 1 BvL 33/83, 1 BvL 34/83, 1 BvL 36/83 (https://dejure.org/1986,87)
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Zur Verfassungsmäßigkeit des Ausschlusses der Studenten vom Bezug des Arbeitslosengeldes
Studenten - Arbeitslosengeld - Gleichheit
BVerfGE 74, 9
NJW 1987, 2001
MDR 1987, 464
FamRZ 1987, 455
DVBl 1987, 358
Das BVerfG hat mehrfach entschieden, dass der Anspruch auf Alg bei Erfüllung der Anwartschaftszeit dem Schutzbereich der Eigentumsgarantie des Art. 14 Abs. 1 GG unterliegt (BVerfGE 72, 9, 19; 74, 9, 25; 74, 203, 213; 76, 220, 235; 92, 365, 405).
aa) Der allgemeine Gleichheitssatz gebietet, alle Menschen vor dem Gesetz gleich zu behandeln (BVerfGE 74, 9 ), und verpflichtet die Grundrechtsadressaten, wesentlich Gleiches gleich und wesentlich Ungleiches entsprechend seiner Verschiedenheit und Eigenart ungleich zu behandeln (vgl. bereits BVerfGE 1, 14 ; stRspr).
Der durch eigene Beitragszahlung erworbene Anspruch auf Arbeitslosengeld (Alg) fällt nach der ständigen Rechtsprechung des BVerfG unter dem Schutzbereich des Eigentumsgrundrechts des Art. 14 Abs. 1 Grundgesetz (…vgl BVerfGE 72, 9, 19 = SozR 4100 § 104 Nr. 13; BVerfGE 74, 9, 25 = SozR 4100 § 118a Nr. 1;… BVerfGE 74, 203, 213 = SozR 4100 § 120 Nr. 2;… BVerfGE 76, 220, 235 = SozR 4100 § 242b Nr. 3;… BVerfGE 92, 365, 405 = SozR 3-4100 § 116 Nr. 3).
Die Eigentumsgarantie des Art. 14 Abs. 1 GG umfaßt auch sozialversicherungsrechtliche Positionen, die nach Art eines Ausschließlichkeitsrechts dem Rechtsträger als privatnützig zugeordnet sind; diese genießen Eigentumsschutz, wenn sie auf nicht unerheblichen Eigenleistungen des Versicherten beruhen und der Sicherung seiner Existenz dienen (vgl. BVerfGE 53, 257 ; 72, 9 ; 74, 9 ; 74, 203 ).
aa) Art. 3 Abs. 1 GG gebietet, alle Menschen vor dem Gesetz gleich zu behandeln (BVerfGE 74, 9, 24) und verpflichtet die Grundrechtsadressaten, wesentlich Gleiches gleich und wesentlich Ungleiches entsprechend seiner Verschiedenheit und Eigenart ungleich zu behandeln (BVerfGE 112, 268, 279; stRspr) .
Der allgemeine Gleichheitssatz gebietet, alle Menschen vor dem Gesetz gleich zu behandeln (BVerfGE 74, 9 ), und verpflichtet die Grundrechtsadressaten, wesentlich Gleiches gleich und wesentlich Ungleiches entsprechend seiner Verschiedenheit und Eigenart ungleich zu behandeln (vgl. bereits BVerfGE 1, 14 ; stRspr).
Ein Verstoß gegen den allgemeinen Gleichheitssatz liegt dann vor, wenn der Gesetzgeber Übereinstimmungen der zu ordnenden Lebensverhältnisse nicht berücksichtigt, die so bedeutsam sind, dass sie bei einer am Gerechtigkeitsgedanken orientierten Betrachtungsweise beachtet werden müssen (vgl. BVerfGE 48, 346 ), oder wenn - anders formuliert - zwischen Gruppen von Normadressaten, die vom Gesetzgeber nicht gleich behandelt werden, keine Unterschiede von solcher Art und solchem Gewicht bestehen, dass sie die ungleiche Behandlung rechtfertigen könnten (vgl. BVerfGE 55, 72 ; 60, 123 ; 65, 104 ; 74, 9 ; 100, 1 ; 100, 59 ; 101, 239 ; 101, 275 ).
Diese Regelung hat das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) für unvereinbar mit Art. 3 Abs. 1 Grundgesetz (GG) erklärt (BVerfGE 74, 9, 24 = SozR 4100 § 118a Nr. 1).
Als Beispiel einer verfassungskonformen Regelung hat das BVerfG die Vermutung der Nichtverfügbarkeit für ein Vollstudium immatrikulierter Studenten, die diese widerlegen müssen, genannt (BVerfGE 74, 9, 27 f = SozR 4100 § 118 a Nr. 1).
Bei Studenten liegt wegen ihrer Inanspruchnahme durch das Studium nahe, daß sie der Arbeitsvermittlung nicht zur Verfügung stehen (BVerfGE 74, 9, 27 = SozR 4100 § 118a Nr. 1).
Das Grundrecht ist daher vor allem dann verletzt, wenn eine Gruppe von Normadressaten im Vergleich zu anderen Normadressaten anders behandelt wird, obwohl zwischen beiden Gruppen keine Unterschiede von solcher Art und solchem Gewicht bestehen, daß sie die ungleiche Behandlung rechtfertigen können (vgl. BVerfGE 55, 72 ; 74, 9 ; 87, 1 ).
Andererseits sind dem Gestaltungsraum des Gesetzgebers dort engere Grenzen gezogen, wo eine Ungleichbehandlung Auswirkungen auf grundrechtlich gesicherte Freiheiten hat (vgl. BVerfGE 62, 256 [274]; 74, 9 [24]; 82, 126 [146]).
BSG, 29.09.1987 - 7 RAr 15/86
Student - Arbeitsvermittlung
BSG, 28.07.1987 - 7 RAr 43/87
BSG, 25.08.1987 - 7 RAr 29/87
LSG Hessen, 05.04.1989 - L 6 Ar 385/86
Arbeitslosigkeit; Studium; Ausländerpädagogik; Gesamthochschule; Aufbau; …
BSG, 29.09.1987 - 7 RAr 24/87
BSG, 25.08.1987 - 7 RAr 22/87
BSG, 25.08.1987 - 7 RAr 44/87
LSG Berlin, 29.07.1987 - L 4 Ar 24/85
Ruhen von Arbeitslosenhilfe ; Student; Arbeitslosengeld
BSG, 25.08.1987 - 7 RAr 27/87

References: Art. 14
 Art. 14
 § 104
 § 118
 § 120
 § 242
 § 116
 Art. 14
 Art. 3
 Art. 3
 § 118
 § 118
 § 118