Source: https://www.wko.at/service/kollektivvertrag/gaertner-landschaftsgaertner-kollektivvertrag-arbeiter.html
Timestamp: 2019-10-20 14:36:18+00:00

Document:
Kollektivvertrag (Rahmen) für ArbeiterInnen der Gärtner und Landschaftsgärtner gültig ab 1.3.2016
Rahmenkollektivvertrag für die Arbeiterinnen und Arbeiter in den gewerblichen Gärtner- und Landschaftsgärtnerbetrieben Österreichs
Anhang A – Lohntafel bei monatlicher Auszahlung ab 1.3.2016 bis 28.2.2017
Anhang D – Arbeiter-Abfertigungsgesetz (ArbAbfG)
Anhang E – Auszug aus dem Generalkollektivvertrag über den Begriff des Entgeltes gemäß § 3 EFZG
Anhang F – Arbeitsvertragsanpassungsgesetz (AVRAG)
Anhang G – Klarstellung zum Kollektivvertragsabschluss 2016
b)	Fachlich: Für alle der Bundesinnung der Gärtner und Floristen angehörenden gewerblichen Gärtner- und Landschaftsgärtnerbetriebe mit Ausnahme der Friedhofsgärtner.
c)	Persönlich: Für alle in diesen Betrieben beschäftigten Arbeiterinnen und Arbeiter sowie für die gewerblichen Lehrlinge, im Folgenden Arbeitnehmer genannt, mit Ausnahme der Pflichtpraktikanten.
a)	bei Einbringungsstunden;
b)	bei der Arbeitszeit der ständigen Platz- und Bauwächter.
a)	für jede Überstunde in der Zeit von 5 bis 20 Uhr ... 50 Prozent
b)	für Überstunden in der Zeit von 20 bis 5 Uhr ... 100 Prozent
c)	für Sonntagsarbeit ... 100 Prozent
d)	für Feiertagsarbeit:
aa)	für alle Bundesländer:
bb)	nur für Wien zusätzlich:
Zuschlag von ... 100 Prozent
e)	für Arbeiten in ausgewöhnlichen Fällen im Sinne des § 20 AZG, bei welchen der Arbeitnehmer in einem Zuge mehr als 15 Stunden arbeiten muss, wird für die gesamte Arbeitszeit, auch wenn diese in die Normalarbeitszeit fällt, ein Zuschlag von ...150 Prozent ... berechnet.
f) Überstunden, ausgenommen Einbringungsstunden, können in beiderseitigem Einvernehmen durch Freizeit ausgeglichen werden, und zwar Überstunden mit einem Zuschlag von 50 % im Verhältnis 1:1,5, solche mit einem Zuschlag von 100 % im Verhältnis 1:2 und solche mit einem Zuschlag von 150% im Verhältnis 1:2,5.
a)	in der Arbeit geleistet wurde;
b)	der angeordneten und üblichen Arbeitsbereitschaft;
c)	unverschuldeter Arbeitsversäumnisse, sofern für diese im vorliegenden Vertrag die Zahlung eines Entgelts vorgesehen ist.
a)	Vorarbeiter und Partieführer:
Der aufsichtsführende Arbeitnehmer erhält auf Arbeitsstätten (Baustellen), bei denen kein Obergärtner bzw. Anlagenleiter ständig anwesend ist, sofern die Partie, die er beaufsichtigt, außer ihm mindestens drei Arbeitnehmer zählt, eine Zulage von ... 20 Prozent.
Für Arbeiten, bei denen eine übermäßige Staubentwicklung stattfindet oder die überwiegend unter Umständen erfolgen, die in erheblichem Maß zwangsläufig eine Verschmutzung des Arbeitnehmers und seiner Kleidung bewirken, gebührt eine Staub- bzw. Schmutzzulage von ... 20 Prozent.
c)	Greenkeeper:
Ein Greenkeeper, der eigenverantwortlich einen Golfplatz betreut, erhält eine Zulage von ... 10 Prozent.
a)	Vorladungen zu Gerichten, Behörden und öffentlichen Ämtern, wenn es sich nicht um selbstverschuldete Angelegenheiten handelt und sich der Arbeitnehmer vorher mit einer schriftlichen Vorladung oder einer amtlichen Bestätigung ausweisen kann, soweit er keine andere Entschädigung dafür bekommt ... 2 Stunden
b)	Die eigene Trauung ... 9 Stunden
c)	Geburt eigener Kinder ... 5 Stunden
d)	Tod des Ehegatten (Ehegattin) bzw. des Lebensgefährten (Lebensgefährtin) oder der Geschwister, Eltern (Schwiegereltern), Großeltern sowie der Kinder (Ziehkinder), sofern die hier genannten Personen mit dem Arbeitnehmer im gemeinsamen Haushalt gelebt haben ... 18 Stunden
e)	Teilnahme an der Beerdigung der vorgenannten Angehörigen, wenn sie nicht im gemeinsamen Haushalt gelebt haben ... 5 Stunden
f)	Übersiedlung infolge unverschuldeter Kündigung der Wohnung des Arbeitnehmers mit eigenem Hausstand ... 9 Stunden
g)	Ausübung des gesetzlichen Wahlrechtes, wenn es nicht außerhalb der Arbeitszeit ausgeübt werden kann ... 2 Stunden
h)	Verhandlungen in eigener Sache bei ordentlichen Gerichten, wenn dem Klagebegehren entsprochen wurde, sofern die beklagte Partei nicht auch zum Ersatz des Verdienstentganges verurteilt wurde ... 4 Stunden
a)	bis zu einer einjährigen Betriebszugehörigkeit 3 Wochenlöhne,
b)	bei mehr als einjähriger Betriebszugehörigkeit 4,3 Wochenlöhne.
a)	Entlassung aus Verschulden des Arbeitnehmers (§ 82 GewO),
b)	Austritt ohne wichtigen Grund.
6. Arbeitnehmer, deren Arbeitsverhältnis nach Verbrauch eines Urlaubes und Erhalt des Urlaubszuschusses, jedoch vor Ablauf des Kalenderjahres endet, haben den auf den restlichen Teil des Kalenderjahres entfallenden Anteil des Urlaubszuschusses dann zurückzuzahlen, wenn das Arbeitsverhältnis auf eine der nachstehenden Arten aufgelöst wird:
von 5 Jahren ... drei Wochenlöhne
von 10 Jahren ... sechs Wochenlöhne
von 15 Jahren ... acht Wochenlöhne,
von 20 Jahren ... zwölf Wochenlöhne,
von 25 Jahren ... zwanzig Wochenlöhne.
Anhang A - Lohntafel bei monatlicher Auszahlung ab 1. März 2016 bis 28. Februar 2017
Stunden- Bruttolohn
1. ObergärtnerIn, GreenkeeperIn € 13,15
2. AnlagenleiterIn bzw. gew. GärtnermeisterIn € 12,16
3. 1. GärtnerIn und KraftwagenlenkerIn € 11,38
4. 2. GärtnerIn (mit Lehrabschluss im Lehrberuf LandschaftsgärtnerIn bzw. GärtnerIn der Pos. 5) ab dem 2. Jahr der Verwendung € 11,04
5. GärtnerIn (mit Lehrabschluss im landwirtschaftlichen Gartenbau, in der Friedhofsgärtnerei oder als BlumenbinderIn) im 1. Jahr der Verwendung als LandschaftsgärtnerIn € 10,80
6. VorarbeiterIn (qualifizierte/r GartenarbeiterIn ohne Lehrabschluss) € 10,48
7. GartenarbeiterIn (ohne Lehrabschluss) € 10,00
8. GartenarbeiterIn bis zu einer Betriebszugehörigkeit bis zu 6 Monaten (ohne Lehrabschluss) € 9,34
Lehrlinge erhalten im 1. Lehrjahr monatlich ... € 520,70
Lehrlinge erhalten im 2. Lehrjahr monatlich ... € 727,76
Lehrlinge erhalten im 3. Lehrjahr monatlich ... € 1.006,88
Abschnitt 1 – Erholungsurlaub
§ 10. Pflegefreistellung
wegen der Begleitung seines erkrankten Kindes (Wahl- oder Pflegekindes) oder eines im gemeinsamen Haushalt lebenden leiblichen Kindes des anderen Ehegatten, des eingetragenen Partners oder Lebensgefährten bei einem stationären Aufenthalt in einer Heil- und Pflegeanstalt, sofern das Kind das zehnte Lebensjahr noch nicht vollendet hat, nachweislich verhindert, so hat er Anspruch auf Fortzahlung des Entgelts bis zum Höchstausmaß seiner regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit innerhalb eines Arbeitsjahres. Als nahe Angehörige im Sinne dieses Bundesgesetzes sind der Ehegatte, der eingetragene Partner und Personen anzusehen, die mit dem Arbeitnehmer in gerader Linie verwandt sind, ferner Wahl- und Pflegekinder, im gemeinsamen Haushalt lebende leibliche Kinder des anderen Ehegatten oder des eingetragenen Partners oder Lebensgefährten sowie die Person, mit der der Arbeitnehmer in Lebensgemeinschaft lebt.
Abschnitt 1 – Entgeltfortzahlung
das Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungsgesetz (BUAG), BGBl. Nr. 414/1972,
im Fall der Arbeitsverhinderung gemäß § 8 Abs. 1 und 2 oder § 2 EFZG nach Ende des Anspruchs auf Entgeltfortzahlung und nach Beendigung des Krankengeldanspruches gemäß § 138 ASVG während eines anhängigen Leistungsstreitverfahrens gemäß § 354 ASVG über Berufsunfähigkeit (§ 273 ASVG) oder Invalidität (§ 255 ASVG) durch Kündigung seitens des Dienstnehmers endet. Die Abfertigung gebührt in den Fällen der Z 1 lit. c auch dann, wenn das Dienstverhältnis mit einem im § 253c Abs. 2 ASVG genannten verminderten Arbeitszeitausmaß fortgesetzt wird.
nach der Annahme eines Kindes, welches das zweite Lebensjahr noch nicht vollendet hat, an Kindes Statt (§ 15c Abs. 1 Z 1 MSchG) oder nach Übernahme eines solchen Kindes in unentgeltliche Pflege (§ 15c Abs. 1 Z 2 MSchG) innerhalb von acht Wochen ihren vorzeitigen Austritt aus dem Arbeitsverhältnis erklären. Bei Inanspruchnahme einer Karenz nach dem MSchG ist der Austritt spätestens drei Monate vor Ende der Karenz zu erklären; bei Inanspruchnahme einer Karenz von weniger als drei Monaten ist der Austritt spätestens zwei Monate vor Ende der Karenz zu erklären. Zeiten geringfügiger Beschäftigungen nach § 15e Abs. 1 MSchG bleiben für den Abfertigungsanspruch außer Betracht.
Hat der Arbeitnehmer vor der Arbeitsverhinderung regelmäßig Überstunden geleistet, so sind diese bei der Entgeltbemessung im bisherigen Ausmaß mit zu berücksichtigen, es sei denn, dass sie infolge einer wesentlichen Änderung des Arbeitsanfalles (z. B. wegen Saisonende oder Auslaufens eines Auftrages) nicht oder nur in geringerem Ausmaß zu leisten gewesen wären.
Informationen zum Lohnabschluss der Gärtner und Landschaftsgärtner gültig ab 1.3.2019	PDF
Informationen zum Lohnabschluss der Gärtner und Landschaftsgärtner gültig ab 1.3.2018	PDF

References: § 3
 § 20

§ 10
 § 8
 § 2
 § 138
 § 354
 § 253
 § 15