Source: http://www.jurablogs.com/2016/02/24/die-versaeumte-beschwerdefrist-in-familiensachen-und-die-adressierung-des-wiedereinsetzungsantrags
Timestamp: 2018-02-24 12:53:46+00:00

Document:
Die versäumte Beschwerdefrist in Familiensachen – und die Adressierung des Wiedereinsetzungsantrags
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen der Versäumung der Beschwerdefrist muss innerhalb einer zweiwöchigen Frist beantragt werden, § 113 Abs. 1 Satz 2 FamFG i.V.m. § 234 Abs. 1 Satz 1 ZPO. Empfangszuständig für den Antrag auf Wiedereinsetzung ist gemäß § 117 Abs. 5 FamFG i.V.m. § 237 ZPO das Oberlandesgericht.
Nach § 237 ZPO ist der Antrag auf Wiedereinsetzung an das Gericht zu richten, welches auch über den Antrag auf Wiedereinsetzung entscheidet. Dies ist das Gericht, dem die Entscheidung auch über die nachgeholte Prozesshandlung – hier über die Beschwerde – zusteht.
Zwar ist gemäß § 64 Abs. 1 FamFG die Beschwerde selbst beim Ausgangsgericht – hier dem Amtsgericht – Familiengericht – einzulegen. Eine Entscheidung über die Beschwerde erfolgt allerdings gemäß § 119 Abs. 1 Nr. 1a GVG durch das jeweils zuständige Oberlandesgericht ...
Rettung, oder: Die Ergänzung des Wiedereinsetzungsantrages
Gesonderte Entscheidung über das Wiedereinsetzungsgesuch – und ihre Rechtskraft
Die falsch adressierte Beschwerdeschrift – und die Fürsorgepflicht des Gerichts
Der fristgerechte Eingang beim richtigen Gericht
Prüfungswissen: Wiedereinsetzung in den vorigen Stand, § 233 ZPO
Kammergericht: Erfordernis der qualifizierten elektronischen Signatur fÃ¼r elektronisch Ã¼bermittelte Beschwerden im familiengerichtlichen Verfahren (Beschluss vom 08.08.2014, 13 UF 202/14)
Veröffentlicht February 24, 2016 5:17am im Blog Rechtslupe.
Familienrecht, Beschwerdefrist, Wiedereinsetzung

References: § 113
 § 234
 § 117
 § 237
 § 237
 § 64
 § 119
 § 233