Source: https://issuu.com/kzvlb/docs/zbb_02_2010
Timestamp: 2017-04-24 14:10:43+00:00

Document:
ZBB Ausgabe 2/2010 by kzvlb - issuu
OFFIZIELLES MITTEILUNGSBLATT FÜR DIE ZAHNÄRZTE IM LAND BRANDENBURG
Kammer und KZV machen sich im Land
stark gegen Selektivverträge S. 3, 6 und 8
Abrechnungsfähigkeit der Metallbasis mit
Festzuschüssen im Visier vieler Fragen S. 24
„Sommeraktion“ – auch Werbung hat ihre
berufsrechtlichen Grenzen S. 28
Pegebedürftige Patienten
werden gut versorgt S. 14
Gemeinsam gegen individuelle Selektivverträge
tung unseres Berufsstandes und zur Schwächung unserer kollektiven Verhandlungs- und
Vertragsposition.
Mein Vater, auch Zahnarzt, berichtete mir aus
der Zeit, als es den sicheren Hort KZV noch
nicht gab, mit welchen unlauteren Knebelverträgen einzelne Krankenkassen Zahnärzte an
sich banden und ihnen somit ihre Vertragsbedingungen diktierten.
Wollen wir diese Bedingungen wieder?
Autor: Dr. Gerhard Bundschuh,
Vorstandsvorsitzender der KZVLB
Die Mitglieder der Vertreterversammlung der
KZV Land Brandenburg haben für sich beschlossen, keine individuellen Selektivverträge abzuschließen – und das ist gut so. Wir
werden uns der geltenden Gesetzeslage nicht
verschließen können, doch gilt es Schaden für
die vertragszahnärztliche Versorgung durch
Selektivverträge abzuwehren.
Kollektive Ergänzungsverträge, durch die Interessenvertretung der Vertragszahnärzte – nämlich der KZV – als kompetenten und gleichberechtigten Vertragspartner der Krankenkassen
abgeschlossen, bedeuten einen Zugewinn für
alle Vertragszahnärzte. Diese kollektiven Ergänzungsverträge müssen für alle Kollegen
Natürlich hat die Politik ganz bewusst den offen sein; jeder kann sich gegebenenfalls
beteiligen, aber niemand muss
Krankenkassen einen Weg geebes. Die Eingangsschwellen solnet, mit einzelnen Zahnärzten
Die KZV Verträge abzuschließen. Durch
ein starker Partner len möglichst niedrig sein. Eine
immanente Voraussetzung derdiese Verträge versuchen die
artiger kollektiver ErgänzungsKrankenkassen, ihre individuellen Vertragspartner an sich zu binden und lö- verträge ist der Erhalt der Freiberuichkeit in
sen sie aus deren kollektivvertraglicher Sicher- unternehmerischer Selbstbestimmung.
heit heraus. Somit begeben sich die Zahnärzte,
die solche Verträge eingehen, in eine direkte Der Vertragszahnarzt unterliegt einem großen
Irrtum, wenn er meint, allein mit den KrankenAbhängigkeit einzelner Krankenkassen.
kassen wirklich gute Verträge aushandeln zu
Nur die Geschlossenheit unseres Berufsstan- können. Nur unter dem Dach und Schutz der
des ist für die einzelnen Zahnärztinnen und verlässlichen körperschaftlichen InteressenZahnärzte die Sicherheit für eine freiheitliche vertretung KZV lassen sich nutzbringende VerBerufsausübung. Daneben bergen individuelle träge für unsere Zahnärztinnen und Zahnärzte
Selektivverträge die Gefahr von Preisdumping aushandeln. Niemand sollte dies leichtfertig
und ruinösem Wettbewerb. Sie führen zur Spal- aufs Spiel setzen!
Schon im Dezember 2007 haben die Delegierten der Vertreterversammlung der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Land Brandenburg
(KZVLB) alle Kolleginnen und Kollegen aufgerufen, keine individuellen Selektivverträge mit
Krankenkassen abzuschließen.
ZBB Ausgabe 2/2010
„HERR Ober, die Validierungsunterlagen bitte!“
Seite 8 – Bericht von der Kammerversammlung am 27. März
in Motzen: Selektivverträge
werden auch hier abgelehnt
Seite 14 – Umfrage zur Betreu-
DIE Kammer lehnt Selektivverträge rigoros ab
GESUNDHEITSKOSTEN vom Lohn entkoppeln
NEUORDNUNG des Arzneimittelmarktes entlastet GKV
UMFRAGE: Immobile Patienten werden versorgt
„JUNGE Alterspatienten“ zahnärztlich betreuen
KRISE oder Chance für Bedürftige?
DAS Pfaff mit zusätzlichem Phantomraum
HALBES Jahr Wartezeit hat sich gelohnt
BERECHNUNGS-TIPPS aus dem GOZ-Referat
MELDEPFLICHTEN für dentales Röntgen einhalten
„SOMMERAKTION“? Werbung hat ihre Grenzen
AUTORADIO: Für Selbstständige gebührenpichtig
SENKUNG der Künstlersozialabgabe ab 2010
DEBATTE um ein „Patientenrechtegesetz“
NACHRICHTEN aus dem Partnerland Westfalen-Lippe
PROF. Beske stößt Priorisierungsdebatte an
SÜSSES Gift mit Nach- und Nebenwirkungen
ZAHNÄRZTEVERBAND feierte den 20. Geburtstag
VORSTANDSVIZE Schmidt feierte seinen 60.
DGMZK-FOTOWETTBEWERB 2010: „Freude am Beruf“
1951 „springende Gene“ vorgestellt
Inhaltsverzeichnis Jahrgang 20/2009
ung der Senioren im Land ausgewertet und weitere Beiträge
zur Alterzahnheilkunde
Seite 21 – Bericht einer Teilnehmerin der Strukturierten
Fortbildung Implantologie am
Seite 38 – Ein Empfang zum 60.
für Thomas Schmidt mit
positiven Folgen für eine Kirche
– aber unter den
neuester hygienischer
Auch in der Gastronomie gilt jetzt die neue RKI-Richtlinie zur Aufbereitung von Tellern,
Essbesteck, Trinkgläsern und Sushistäbchen ... Ok, es ist eine Glosse. Schmunzeln Sie
deshalb gemeinsam mit zwei Zahnärzten, die sich so ihre Gedanken gemacht haben.
Autoren: Dr. Helmut Pfeffer und Konstantin
von Laffert, Hamburg
Lippenstift am Proseccoglas? Eingetrocknete
Reisreste am Sushibesteck? Polentakrümel an
der Auaufform? Das ist Vergangenheit! Denn
nach den Zahnarztpraxen hat sich das Robert
Koch Institut (RKI) jetzt auch die Dönerbude an
der Ecke, den Italiener beim Mittagstisch und
den Chinesen beim Tierheim vorgeknöpft. Das
Gastronomieproduktezertifizierungserneuerungsgesetz (GastprodzerternGes) sorgt endlich dafür, dass die unruhige Nacht nach dem
hastigen Genuss von „Spaghetti Vongole“ in
der Mittagspause passé ist.
Konkretisiert durch die Küchenprodukteüberwachungsbetreiberverordnung (KüchprodübetrV)
hat die Validierung von Aufbereitungsprozessen endlich auch in der Geschirraufbereitung
Einzug gehalten. Thermologger in Spülmaschinen, Chemoindikatoren Klasse 14 bei der
Sterilisation von kritischem Besteck (Sushi ist
roher Fisch!!!) und Desinfektionsmittelspender
an jedem Tisch im Gastraum sind seit 1. April
Sehr ansprechend auch die neue OP-Schleuse im 5-Sterne-Restaurant an der Alster; nur
die Damen waren aufgrund der bakteriostatischen Überpuschen für ihre Pumps etwas irritiert. Ordnung muss aber leider sein, es hilft
Revolutionär ist darüber hinaus die nagelneue
Risikobewertung des geneigten Restaurantgastes. Der Sulcusblutungsindex (SBI) ist das
Mindeste, was der Kellner verlangen kann,
oder? Auch eine Bescheinigung über die letzte
professionelle Zahnreinigung sollte bei Tischbestellung mitgefaxt werden, um nicht in den
streng isolierten Teil des jeweiligen Etablissements für Patienten der Risikoklassen „kritisch
A“ und „kritisch B“ abgeschoben zu werden.
Wer möchte dort schon vom Kellner im Ganzkörperkondom unter gemütlichen OP-Leuchten
mit automatischer Steriliumdusche aus der
Sprinkleranlage nach jedem Gang speisen?
Die Autoren sind beide Vorstandsmitglieder der Zahnärztekammer Hamburg.
Genehmigung aus
dem „Hamburger
3-2010“.
Seien Sie also vernünftig und führen Sie besser
auch zum schnellen Kaffee beim Bäcker an der
Ecke Ihr orales Antibiogramm mit.
Die Öffentlichkeitsarbeiter von Kammern
und KZVen diskutierten sehr engagiert
zum Thema „Selektivverträge“
Zum Thema „Selektivverträge in der zahnmedizinischen Versorgung“ trafen sich die
Länderpressereferenten von Kammer und KZV am 19. und 20. Februar in Frankfurt am
Main. Die Standespolitik ist noch auf der Suche nach einem Konsens.
Autor: Sven Albrecht,
Krankenkassen können bereits seit Inkrafttreten des GKV-WSG im Jahr 2007 Verträge über
besondere ambulante Versorgung gesetzlich
Krankenversicherter nach §73c SGB V schließen. Bis zum Frühjahr 2009 wurden zunächst
nur regional wirksame Selektivverträge bzw.
solche zwischen Krankenkassen mit geringem
Marktanteil und kleinen Zahnärztegruppen abgeschlossen.
Mit dem seit Sommer 2009 auf dem Markt bendlichen Selektivvertragsangebot der DAK/lndento GmbH hat sich die Situation aber geändert. Eine der größten bundesweit agierenden
Kassen hat sich in das Selektivvertragsgeschäft
für den zahnärztlichen Bereich eingeschaltet.
Andere mitgliederstarke Kassen könnten aus
Wettbewerbsgründen bald mit ähnlichen Angeboten an den Markt gehen. Schnell würde
dann die Zahl der Patienten rapide ansteigen,
denen sich die Option eines selektivvertraglich
unterlegten Einschreibemodells zur zahnärztlichen Versorgung bietet. Mehr noch: Auch für
private Krankenversicherer könnte der Weg
zu selektivvertraglichen Regelungen über die
Öffnungsklausel einer novellierten GOZ bald
frei sein. Vor diesem Hintergrund versuchten
die Tagungsteilnehmer herauszuarbeiten, welche Antworten die zahnärztliche Berufspolitik
auf die Herausforderungen der neuen Versorgungsformen hat und wie diese kommuniziert
Ist und bleibt eine Mogelpackung
Als erster Redner trat der Vorsitzende des
Vorstandes der KZBV, Dr. Jürgen Fedderwitz,
an das Rednerpult und erläuterte die aktuelle Situation auf Bundesebene. Er stellte die
Selektivverträge als „Mogelpackung“ dar, da
versprochene Mehrleistungen nicht durch zusätzliche Mittel nanziell abgesichert würden,
sondern nur durch interne Verteilungsmechanismen realisiert werden könnten. Unterm
Strich bezahlen in der Regel also die Zahnärzte die Zeche. Trotz dieser Tatsachen kann von
einem Konsens in der Standespolitik zu diesem
Thema jedoch noch nicht die Rede sein. KZVen
mit ablehnender Haltung stünden auch proaktive KZVen (wie Westfalen-Lippe, Bayern, Baden-Württemberg) gegenüber, die bereits SeZBB Ausgabe 2/2010
lektivverträge abgeschlossen haben oder sich
in Verhandlungen benden.
Einigkeit gegen jede Art von
Selektivverträgen erforderlich
Mehr Leistung = mehr Honorar
Am zweiten Konferenztag hielten sowohl der
Präsident der Bundeszahnärztekammer, Dr.
Peter Engel, als auch sein Stellvertreter, Dr.
Dietmar Oesterreich, Plädoyers kontra Selektivverträge. Dr. Engel ging dabei einleitend
zwar auf die Möglichkeit der Selektivverträge
in der PKV (Öffnungsklausel) ein, wo die Versicherer natürlich ebenfalls Einsparpotentiale wittern, sprach sich aber im Verlauf seiner
Rede eindeutig gegen jede Art von Selektivverträgen sowohl in der PKV als auch in der
GKV aus. Durch die weiter voranschreitende
Konzentrierung der Krankenkassen, einen
wachsenden Gesundheitsmarkt, auf dem immer mehr marktfremde Kräfte (Managementgesellschaften) an Einuss gewännen, laufen
die Zahnärzte Gefahr, zum Spielball der Kräfte
zu werden, wenn es ihnen nicht gelingt, Einigkeit an den Tag zu legen.
Auf diese Verträge ging dann auch Dr. Wolfgang
Eßer, Stellv. Vorsitzender des Vorstandes der
KZBV, ein. Er stellte die Frage nach der Denition der Selektivverträge an den Anfang seiner
Ausführungen und unterschied dabei zwischen
den von KZVen initiierten sogenannten Addon-Verträgen und eigentlichen Selektivverträgen. Während er für die Selektivverträge negative Auswirkungen im Mikrobereich (einzelner
Zahnarzt) und im Makrobereich (Vertragshoheit
KZVen, Spaltung der Zahnärzteschaft) herausstellte, konnte er den „Add-on“-Verträgen, also
Ergänzungs- zu bestehenden Kollektivverträgen, durchaus auch positive Seiten abgewinnen. Hier müsse dringend eine Verständigung
für den Abschluss solcher Verträge erfolgen.
Kriterien könnten nach Meinung von Dr. Eßer
unter anderem sein:
reine Add-on-Verträge
keine Einschränkung der Therapiefreiheit
zusätzliches Honorar für zusätzliche Leistungen
keine Eingriffe in die private Liquidation
keine Verträge mit „Schuldnerkassen“
Reine monetäre Interessen
Nach der Standespolitik ergriff mit Jochen Gabriel, Gruppenleiter zahnärztliche Leistungen bei
der DAK, die „Gegenseite“ das Wort. In einer
nicht zu erwartenden Offenheit ließ er keinen
Zweifel daran, dass beim Abschluss von Selektivverträgen die Krankenkassen weder die Steigerung der Qualität der zahnärztlichen Versorgung noch das Wohl ihrer Patienten – oder wie
Gabriel sagte: „ihrer Kunden“ – im Auge haben,
geschweige denn eine gerechtere Honorierung
der Zahnärzte interessiert. Einzig und allein
zählt die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit
und damit die zusätzliche Akquirierung neuer
„Kunden“ – rein monetäres Interesse. Fragt sich,
ob dies mit einer Körperschaft des öffentlichen
Rechts vereinbar ist und wo eigentlich noch
der Unterschied zur Privaten Krankenversicherung liegt.
Ärzte haben andere Erfahrungen
Genau die gegensätzliche Meinung vertrat abschließend Dr. Werner Baumgärtner, Vorsitzender des MEDI-Verbundes (größter deutscher
Ärzte-Praxisverbund). Er sah überwiegend
positive Seiten bei den Selektivverträgen, die
durch seinen Verbund abgeschlossen wurden,
machte aber auch deutlich, dass ein direkter
Vergleich mit der Zahnärzteschaft
nicht möglich sei. Erstens sei die
Gruppe der Zahnärzte wesentlich
homogener als die der Ärzte, und
zweitens erzielen die Zahnärzte
bereits jetzt etwa 50 Prozent ihres
Umsatzes im privaten Bereich.
In der abschließenden Diskussion
wurde leider noch einmal die uneinheitliche Auffassung der Konferenzteilnehmer zu Selektivverträgen deutlich, wobei allerdings
ablehnende Stimmen bei weitem
überwogen. Bleibt zu hoffen, dass
sich die Zahnärzteschaft doch
noch auf einen Konsens einigt oder zumindest
auf Kriterien für Zusatzverträge.
Aktuelle berufs- und gesundheitspolitische Entwicklungen standen im Mittelpunkt der
ersten Kammerversammlung des Jahres 2010. Darüber hinaus ging es um den Jahresabschluss für 2009 und die Geschäfte des Fortbildungsinstitutes Philipp Pfaff Berlin.
Autorin: Anja Saller,
4iMEDIA Leipzig
Jürgen Herbert (l.),
Nach knapp sechs Monaten unter der neuen
brandenburgischen Landesregierung war es für
die Zahnärzte an der Zeit, eine erste Bilanz zu
ziehen. Die Gelegenheit dazu nutzte der Präsident der Landeszahnärztekammer Brandenburg (LZÄKB), Dipl.-Stom. Jürgen Herbert, vor
den Kammerversammlungsmitgliedern, die
sich am 27. März zu ihrer Frühjahrstagung in
Motzen trafen. Eher abwartend – so beschrieb
er die Landes- und Bundespolitik der vergangenen Wochen, wobei sich langsam etwas tut:
„Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler
hat ganz aktuell ein Eckpunktepapier zur nachhaltigen Neuordnung des Arzneimittelmarktes
vorgestellt. Dieses hat doch viele überrascht:
Jetzt ist es an der Pharmaindustrie, nachzuweisen, dass die neu entwickelten Medikamente
besser wirken als bestehende“, verkündete
der Kammerpräsident, der bereits mit dem Minister persönlich sprechen konnte.
Präsident der LZÄKB,
sowie Vizepräsident Dr. Eberhard
(l.) im Gespräch
mit Katrin Küster,
die LZÄKB.
„Er macht auf mich einen kompetenten, lernfähigen und innovativen Eindruck. Ich denke,
wir kommen bei unterschiedlichen Fragen zu
schnellen Ergebnissen, was ganz klar unser
Ziel sein muss.“ Ähnlich wie mit Bundespolitikern gestaltete sich auch der erste Kontakt
mit den Landesvertretern nach der Wahl posi-
tiv, wie Jürgen Herbert berichtete. „Unsere Anträge aus der jüngsten Kammerversammlung
zur Ost-West-Honorarangleichung und zum
Bürokratieabbau liegen im brandenburgischen
Gesundheitsministerium vor; erste Gespräche
mit Ministerin Anita Tack und Staatssekretär
Dr. Heinrich-Daniel Rühmkorf wurden geführt.
Auch hier, so el mir auf, ist Sachpolitik gefragt“, resümierte der Präsident. Beim Thema
Entbürokratisierung ist Bewegung sichtbar: die
Zahnärzte erhielten eine Handlungszusage bei
der Abfallentsorgung.
Einen Antrittsbesuch gab es zudem bei der Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur
des Landes Brandenburg, Dr. Martina Münch,
in deren Wirkungsbereich die Approbationsordnung fällt. „Auch dort sind wir auf offene
Ohren gestoßen, wobei wir unter anderem die
Weiterbildung in der Kieferorthopädie und das
notwendige Klinikjahr angesprochen haben.
Es zeigte sich, dass aus nanzieller Sicht eine
eigene medizinische Fakultät in Brandenburg
wohl ein Wunschtraum bleiben wird, aber die
Diskussion darüber ist noch nicht beendet“, informierte Jürgen Herbert, der in seinem Bericht
darüber hinaus die Themen elektronische Gesundheitskarte sowie die Honorarordnung der
Zahnärzte (HOZ) und die Novellierung der Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) ansprach.
Auf kein Verständnis stoßen die Selektivverträge, zu denen sich einige wenige Zahnärzte
derzeit „hinreißen lassen“. „Noch schlimmer
ist es allerdings, wenn Kassenzahnärztliche
Vereinigungen solche Verträge eingehen. Ein
derartiges Vorgehen ist für mich nicht nachvollziehbar“, betonte Jürgen Herbert und stieß
dabei auf die breite Zustimmung aller anwesenden Kammerversammlungsmiglieder.
Zahnärzte kommunizieren gut
Vizepräsident Dr. Eberhard Steglich griff die
Problematik in seinem Bericht ebenfalls auf, da wortlich. In ihrem Bericht stellte sie den Zahndie Selektivverträge in der jüngsten Koordinie- ärzten kurz den durch die LZÄKB erstellten
rungskonferenz der Öffentlichkeitsreferenten „ZahnRat“ Nr. 66 vor, der sich mit dem imin Frankfurt am Main eine wesentliche Rolle mobilen Patienten beschäftigt und Ende März
spielten (lesen Sie dazu bitte den vorherge- an die Praxen versandt wird. „Ich denke, wir
henden Beitrag „Wer hat Angst vorm schwar- haben das Thema gut auf den Punkt gebracht
zen Mann?“). „Die Verträge fallen letztlich nicht und den Bedarf an einer umfangreichen Verzugunsten des Zahnarztes aus, weil er es ist, sorgung und Betreuung gezeigt“, meinte das
der stets draufzahlt“, meinte Dr. Steglich, in Vorstandsmitglied. Um einen Überblick über
dessen Tätigkeitsbereich neben der Öffentlich- die tatsächliche Situation in Brandenburg zu
keitsarbeit auch das Berufsrecht, die Schlich- erhalten, hat die Kammer eine Umfrage unter
tung und das Gutachterwesen fallen. Wenige den Zahnärzten durchgeführt und gefragt, ob
Streitigkeiten zwischen Patient und Zahnarzt, und in welchem Umfang sie immobile Patienten
aber auch unter Kollegen erreichen die Kam- betreuen (lesen Sie dazu bitte den Beitrag auf
mer, was „für eine gute Qualität der Kommu- Seite 14). Bettina Suchan resümierte: „Fakt ist,
nikation zwischen den Zahnärzten spricht“, so dass ein großer Handlungsbedarf vorhanden
der Vizepräsident. Generell könne man mit der ist. Wir können jedoch nur in Zusammenarbeit
Anzahl der Schlichtungsfälle mehr als zufrie- mit den Heimen eine bessere Versorgung erden sein, da die Notdienstbeschwerden eben- reichen.“ Als neueste Nachricht von der Grupfalls rückläug seien.
penprophylaxe konnte Bettina Suchan vermelden, dass ab diesem Jahr – nach zähem Ringen
Erfreuliches konnte auch Vorstandsmitglied mit den Krankenkassen – die Kleinkinder unter
Thomas Schwierzy den Mitgliedern der Kam- zwei Jahren ebenfalls in das Prophylaxepromerversammlung berichten: Seit Ende 2009 gramm aufgenommen sind. Die gruppenproliegt die neue Version des Zahnärztlichen Pra- phylaktische Betreuung, die im Land BrandenxisManagementSystems (Z-PMS) in den bran- burg fast ausschließlich durch den Öffentlichen
denburgischen Praxen vor. „Wir haben bereits Gesundheitsdienst erfolgt, erreicht einen Besehr viel positive Resonanz darauf erhalten. treuungsgrad von 84 Prozent aller prophylaxeUm die Zahnärzte mit dem Thema Qualitäts- berechtigten Kinder und Jugendlichen.
management noch vertrauter zu machen,
werden Fortbildungsveranstaltungen durchge- Sinkende Ausbildungszahlen in
führt, wobei wir bislang etwa 760 Teilnehmer Brandenburg
über das Thema informierten“.
Wie es um den Fachkräftenachwuchs für die
Zahnarztpraxen bestellt ist, darüber sprach
Immobile Patienten: ZusammenDr. Thomas Herzog in seinem Bericht. Nicht
arbeit mit den Heimen ist gefragt
zu leugnen sei es, dass die Ausbildungszahlen
Für den Bereich Prävention und Prophylaxe in Deutschland für den Beruf der Zahnmedizeichnet Dipl.-Stom. Bettina Suchan verant- zinischen Fachangestellten (ZFA) rückläug
Dr. Thomas Herzog,
Dipl.-Stom. Bettina
Schwierzy (v.l.n.r.)
Dr. Eckehart
Schäfer stellte zum
zur Verständigung –
konzentriert folgten
31 anwesenden
Kammerversammlungsmitglieder der
gesamten Tagung.
sind, und das trifft mittlerweile auch auf den Fortbildungscurricula bei
brandenburgischen Kammerbezirk zu. „Mo- Teilnehmern beliebt
mentan benden sich 143 Lehrlinge im ersten
Ausbildungsjahr – das sind 13 weniger als im Mit Dr. Thilo Schmidt-Rogge begrüßten die
Vorjahr. Bemerkbar macht sich das schließlich Zahnärzte einen Gast der Versammlung, der
auch in der Fortbildung, denn dort konnten im den Mitgliedern wie bereits im vergangenen
Jahr 2009 weniger Abschlüsse zur Zahnmedi- Jahr einen Einblick in die Arbeit des Philippzinischen Prophylaxeassistentin (ZMP) gezählt Pfaff-Institutes gab. Der Geschäftsführer bewerden, als es in den Vorjahren der Fall war“, richtete
von gleichbleibenden Teilnehmererläuterte das Vorstandsmitglied. Warum im- zahlen in den vergangenen beiden Jahren und
mer weniger Jugendliche sich für die Arbeit zeigte, welche Fortbildungsveranstaltungen
in einer Zahnarztpraxis entscheiden, hat laut von besonderem Interesse waren. So gab es
Dr. Herzog unterschiedliche Ursachen. „Zum 2009 einen enormen Anstieg der Teilnehmer
einen führt der demograsche Wandel dazu, bei den Curricula, die meist über mehrere Wodass immer weniger Schulabgänger zur Ver- chenenden laufen.
fügung stehen. Andererseits sind nicht alle Jugendlichen in der Lage, die Voraussetzungen „Erfreulich ist, dass wir immer weniger Kurse
für eine Ausbildung zur ZFA zu erfüllen.“
aufgrund zu weniger Teilnehmer absagen müssen. Zudem sind die Veranstaltungen gut beKammerversammlung erteilte Ent- sucht“, sagte Dr. Schmidt-Rogge, der zudem
zwei neue Curricula zu den Themen Ästhetilastung für Jahresabschluss 2009
sche Zahnmedizin und Alterszahnheilkunde
Auf der Tagesordnung der Frühjahrskammer- vorstellte, welche in diesem Jahr beginnen.
versammlung stand auch der Jahresabschluss Mehr Fortbildungsveranstaltungen heißt al2009. Dr. Claus-Werner Eichelberger, der Vor- lerdings mehr Platzbedarf. Deswegen hat das
sitzende des Finanzausschusses der Kammer, Institut neue Räumlichkeiten im Axel-Springererläuterte einzelne Positionen der Rechnung Haus in Berlin angemietet. „Dort verfügen
und bescheinigte dabei der LZÄKB einen be- wir seit etwa einem Monat über einen neuen
ständigen Haushalt und eine solide Planung. Phantomraum mit 21 Arbeitsplätzen.“ (Mehr
„Die Vermögens- und Ertragslage ist geordnet zur Einweihung des Phantomraumes lesen
und die Grundsätze der sparsamen Haushal- Sie auf Seite 20 dieses Zahnärzteblattes – die
tung wurden eingehalten“, so Dr. Eichelberger, Red.) Der Geschäftsführer bat zugleich um die
der damit die Jahresrechnung zur Beschluss- Mithilfe der Kammerversammlungsmitglieder:
fassung stellte und um Entlastung des Vor- „Wir planen gerade unser neues Fortbildungsstandes bat. Die Kammerversammlung folgte programm und freuen uns auf Ihre inhaltlichen
Anregungen und Ideen.“
dem Antrag des Finanzausschusses.
Rösler vor Gästen
des BDI in Berlin
Auf einer BDI-Veranstaltung mit Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler am
23. März in Berlin ging es um Eckpunkte für ein neues Gesundheitssystem. In vielen
Punkten vertraten Verband und Minister die gleichen Positionen.
Autorin: Christina Pöschel
Öffentlichkeitsarbeit der KZVLB
Noch liegt kein Konzept für eine bevorstehende Gesundheitsreform vor, trotzdem hagelt es
schon von allen Seiten Kritik. Kern der Vorwürfe ist die Behauptung, feste Beiträge für die
Krankenversicherung seien ungerecht. Menschen, die ein einem solchen System staatliche Unterstützung beantragen müssten, würden zu Bittstellern degradiert. Außerdem sei
das Ganze unnanzierbar.
hat unter dem Titel „Stabilität und Wachstum: Für eine starke Gesundheitswirtschaft in
Deutschland“ ein Thesenpapier veröffentlicht,
in dem er den Einstieg in ein wettbewerblich
organisiertes Gesundheitssystem fordert. In
einem Forum mit Gesundheitsminister Dr.
Philipp Rösler diskutierten am 23. März 2010
Parlamentarier und Wirtschaftsvertreter alternative Finanzierungskonzepte, die dem demographischen Wandel standhalten und die
Gesundheitswirtschaft zu einem Wachstumsmarkt machen sollen.
Auch wenn er sich keinerlei konkrete Aussagen zur bevorstehenden Gesundheitsreform
entlocken ließ, unterscheiden sich die Ansätze
des Bundesgesundheitsministers grundsätzlich von denen seiner Vorgängerin. Das Thema
„Gesundheitspolitik“ hat für Rösler eine starke
wirtschaftliche Komponente. Er will Schluss
machen mit der Planwirtschaft, die nicht die
Leistung belohnt, sondern diejenigen Akteure,
die sich besonders gut im komplizierten Regelwerk zurechtnden. Statt der immer weiter
ausufernden Bürokratie, die das jetzige System kontrolliert, setzt er auf mehr Transparenz,
aber auch auf mehr Wettbewerb. Das Ziel lautet: Deutschland als Kompetenzzentrum für
Rösler möchte mit der nächsten Gesundheitsreform die erfolglosen Reformbemühungen der
Vergangenheit beenden, die meist so aussahen,
dass etwa alle drei Jahre eine neues Jahrhundertwerk zur Kostendämpfung verabschiedet
wurde, das kaum mehr brachte, als noch höhere Kosten. Das heutige Gesundheitssystem
betrachtet er als einen Fremdkörper innerhalb
der sozialen Marktwirtschaft und sieht keinen
Sinn, weiter daran herumzudoktern. Überholt
ist aus seiner Sicht weitaus mehr als die Lohnanbindung als einzige Einnahmequelle, die
es konjunkturabhängig und anfällig für Krisen
macht. Wenn man den Faktor Arbeit nicht weiter belasten möchte, ist die einzig mögliche
Schlussfolgerung: „entkoppeln“, weil ansonsten jede Entwicklung des Gesundheitssystems die Arbeit verteuert. Ein innovativer, auf
Wachstum ausgerichteter Gesundheitsmarkt,
der nicht gedrosselt und totreguliert wird, soll
Mit diesen Vorstellungen bendet sich der Gesundheitsminister voll auf der Linie des BDI.
Bleibt jedoch die Frage nach der Finanzierung.
In das heutige System haben sich viele Ungerechtigkeiten eingeschlichen. So zahlen zum
Beispiel mehrere Normalverdiener einer Familie weitaus mehr in die gesetzliche Krankenversicherung ein, als ein Alleinverdiener mit
hohem Einkommen, dessen nicht arbeitende
Ehepartnerin sowie die Kinder beitragsfrei versichert sind.
Die bayerische Wirtschaft hat in einem Prognos-Gutachten eine Berechnung über die Finanzierung der Krankenversicherung durch
einen festen Beitrag für alle Mitglieder anstellen lassen. Darin soll der soziale Ausgleich aus
Steuermitteln bewerkstelligt werden. Laut dieser Studie werden bei einem pro-Kopf-Beitrag
von 130 Euro 12,34 Milliarden Euro als Transfers
für den Ausgleich benötigt, weitaus weniger
also als die vielfach behaupteten 20 oder 30
Milliarden. Die dadurch gleichzeitig ausgelösten Veränderungen bei der Einkommenssteuer
bringen wiederum zusätzliche Milliarden in die
Steuerkassen, so dass die Belastung für den
Ausgleich geringer ausfallen dürfte.
des BDI ist nachzulesen unter:
Gelingt das Vorhaben von Gesundheitsminister
Dr. Rösler, wird das Gesundheitssystem neu
geordnet. Mit der Zustimmung der Opposition kann er dabei wohl nicht rechnen. Sie wird
mit aller Macht versuchen, Röslers Pläne zu
vereiteln. Grüne und SPD stimmen schon jetzt
lautes Protestgeschrei an, obwohl eine Reform
noch nicht in Sicht ist.
(zm online). Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) hat die mit der Koalition abgestimmten Eckpunkte zur Neuordnung des
Arzneimittelmarktes vorgestellt. Preise seien
künftig Verhandlungssache. „Erstmals können
die Pharmaunternehmen die Preise für neue
Arzneimittel nicht mehr einseitig bestimmen“,
sagte Rösler in Berlin. Alle neuen und innovativen Medikamente stünden sofort für die Patienten zur Verfügung. Gleichzeitig solle auch
dafür gesorgt werden, dass die Arzneien in Zukunft bezahlbar bleiben. Rösler: „Damit haben
wir die notwendige Balance gefunden zwischen
Innovationsfähigkeit und Bezahlbarkeit.“
Laut BMG müssen künftig die Pharmaunternehmen mit eigenen Studien den Nutzen für
alle neuen innovativen Arzneimittel nachweisen. Dies werde von GBA und IQWIG geprüft.
Damit hätten die Krankenkassen eine solide
Grundlage für Preisverhandlungen.
Sie könnten die Preise der Arzneimittel für
ihre Versicherten auch eigenständig mit den
Unternehmen verhandeln. Rösler: „Das ist ein
weiterer bedeutender Schritt zu einem dezentralen und patientenorientierten Gesundheitsmanagement der Krankenkassen für ihre Versicherten.“
Betroffen von dem Maßnahmenbündel seien
patentgeschützte Arzneimittel und Generika.
Zu dem Paket gehörten zeitlich befristete Sparmaßnahmen wie langfristige Strukturveränderungen. So erhielten Patienten beispielsweise
die Möglichkeit, im Rahmen einer Mehrkostenregelungen auch nicht rabattierte Arzneimittel
Das Gesamtpaket soll Anfang 2011 in Kraft treten. In den nächsten Wochen will das BMG auf
Grundlage der Eckpunkte einen Gesetzentwurf
Wie ist die zahnärztliche Betreuung von Senioren im Land Brandenburg? Um einen
Überblick über die tatsächliche Situation zu erhalten, hatte die Kammer eine Umfrage
unter den Zahnärzten gestartet. Die Ergebnisse sind positiv einzuschätzen.
Autorin: Jana Zadow,
Öffentlichkeitsarbeit der LZÄKB
Selten ist es wie
hier im ASB-Altenpegeheim Brieske,
wo der Leiter für
78 Prozent der Zahnärzte betreuen entweder
ein Alten- und/oder ein Pegeheim oder ein
Objekt des betreuten Wohnens. Allerdings gaben die Zahnärzte in der Umfrage an, dass es
in den Pegeeinrichtungen so gut wie keine
separaten Räume für die Behandlung der Patienten gäbe. Sechs Prozent der Zahnärzte bestätigten, dass es einen Raum für Untersuchungen gäbe, nur noch zwei Prozent berichteten
von einem Raum zum Behandeln. Dipl.-Stom.
Bettina Suchan forderte während der jüngsten
Kammerversammlung zu Recht, dieses Thema
unbedingt stärker in den Fokus – auch in den
der Regierung – zu rücken. „Deswegen möchten wir mit dem zuständigen Ministerium in
Kontakt treten, um von deren Seite Unterstützung für die Problematik zu erhalten“, so das
Mitglied des Kammervorstandes. Dahingehend
haben die Umfrageergebnisse eine solide Diskussionsgrundlage geliefert.
Betreuung seiner
Anvertrauten einen
extra Behandlungsraum für Zahnärzte
Sechs Prozent der Zahnärzte gehen regelmäßig in die Einrichtungen und betreuen dort alle
Bewohner. Zwölf Prozent besuchen regelmäßig nur ihre eigenen Patienten im Heim. Gezielt einzelne Patienten werden von etwa 41
Prozent der Zahnärzte nach Aufforderung zur
Behandlung besucht.
Hausbesuche eher noch die Norm
Inhalt der Umfrage war auch die Frage nach
Patienten, die nicht mehr selbst in die Praxis
kommen können. Hier gaben immerhin 84 Prozent der Zahnärzte an, dass sie dann ihre Patienten zu Hause weiter betreuen. Acht Prozent
schätzen dagegen ein, dass sie ihre eigenen
Patienten im Falle einer Unselbstständigkeit
Zahnärzte zum Schulen bereit
Ein politisches Thema im Zusammenhang mit
der Mundhygiene und Zahnpege in Alten- und
Pegeheimen ist oft der Zeitdruck von Pegepersonal, Ignoranz von Familienmitgliedern sowie Unwissenheit. Gerade letzteres würden die
Zahnärzte jedoch gern ändern wollen. Zumindest 51 Prozent der Zahnärzte gaben an, Pegepersonal und/oder pegende Familienangehörige zu diesem Thema schulen zu wollen.
Eine mehr als notwendige Angelegenheit,
denn letztlich hängt vom Zusammenspiel aller Beteiligten die Lebensqualität der pegebedürftigen Bürger ab. Deren Zahl steigt allein im Land Brandenburg von etwa 83.000 in
diesem Jahr auf etwa 108.000 im Jahr 2020.
Dem stehen gegenwärtig 548 ambulante Pegedienste sowie 339 Pegeheime gegenüber.
Das größte Problem im Bemühen um eine gute
Mundgesundheit stellt sicher die Tatsache dar,
dass der Anteil der Menschen, die an Demenz
leiden, mit zunehmenden Alter ansteigt. Jeder
fünfte brandenburgische Einwohner ist eben
schon jetzt älter als 65 Jahre.
– so lautet eine Herausforderung der Gegenwart. Die „jungen Alten“ können als
Senioren kräftig zubeißen und haben hohe Ansprüche an ihre zahnärztliche
Betreuung. Es gilt, den oralen Gesundheitszustand so lange wie möglich zu erhalten.
Autor: Prof. Dr. Peter Cichon,
Im neuen ZahnRat
66 geht es zwar
um die immobilen
Patienten, aber auch
pegende
und Peger darauf
hingewiesen, wie
wichtig eine
Die Ergebnisse der vierten Deutschen Gesundheitsstudie (DMS IV 2006) haben gezeigt, dass
bei Senioren der Altersgruppe 65 – 74 Jahren
der Kariesindex und die durchschnittliche Zahl
der fehlenden Zähne gesunken sind. Auch ist
der Anteil derjenigen mit totaler Zahnlosigkeit
zurückgegangen. Die gestiegene Zahl der vorhandenen Zähne, die Zunahme von festsitzendem Zahnersatz und von implantatgestützten
Versorgungen bedeutet aber auch, dass mit
zunehmendem Alter bei den sogenannten jungen Alten und nichtpegebedürftigen Senioren
Probleme entstehen können, die einer besonderen Intervention bedürfen.
Was zum Älterwerden gehört
Der Zustand der Zähne und zahntragender
Strukturen im Alter ist das Ergebnis altersphysiologischer Veränderungen und pathologischer Prozesse, die im Verlauf des Lebens stattgefunden haben. Zu den mit dem Älterwerden
natürlichen Veränderungen der Mundhöhle gehören unter anderem Farbveränderungen der
Zähne (Veränderung hin zu gelbbraun) sowie
eine fortschreitende Verengung von Pulpahöhle und Wurzelkanälen durch eine Ablagerung
von Sekundärdentin an den Pulpenwänden.
Die häugeren pathologischen Prozesse umfassen hauptsächlich die entzündlichen Erkrankungen des Zahnhalteapparates und die
Hinzu kommen Veränderungen, die im mittleren Lebensalter noch keine Probleme bereiten, jedoch mit zunehmendem Alter kumulativ Schäden und Beschwerden entwickeln, so
beispielsweise Hartsubstanzverluste durch
Abrasion und Erosion sowie degenerative
Veränderungen der Gingiva mit freiliegenden
Zahnhälsen (Abb. 1 und Abb. 2). Umfassende
therapeutische Maßnahmen sind dann unumgänglich.
Einuss allgemeiner Erkrankungen
Weiterhin kann der orale Gesundheitszustand
durch vermehrt im Alter auftretende allgemeinmedizinische Erkrankung und durch medikamentöse Behandlungen ungünstig beeinusst
werden. Hier sind besonders der Diabetes,
kardiovaskuläre Erkrankungen und psychische
Störungen zu nennen (Wurm und Tesch-Römer
2006; Mealy und Oates 2006).
Bei erhöhtem Blutdruck und bei Durchblutungsstörungen werden häug die Kalziumantagonisten vom Dihydropyridin-Typ (Nifedipin)
eingesetzt. Als Nebenwirkung können dabei
unerwünschte Wucherungen des Zahneisches entstehen (Miranda et al. 2001; Abb.
3). Psychopharmaka – als Medikation psychischer Störungen – können eine Hyposalivation
bzw. Xerostomie verursachen (Jaschinski et al.
2009), die wiederum Schleimhautinfektionen
und kariöse Läsionen (besonders an freiliegenden Zahnhälsen, Abb. 4) fördern.
Strukturierte Fortbildung: Alterszahnheilkunde (61 Fp)
Moderator: Prof. Dr. Peter Cichon (Borken)
Erster Termin: 10./11. September 2010 (insgesamt 8 Veranstaltungstage; 6 Referenten)
Kurs-Nr.: 6049.0 | Kursgebühr: 2.215,- €
(1.995,- € bei Anmeldung bis zum 30.07.2010 und Zahlung bis zum 13.08.2010).
Weitere Infos im Internet unter www.pfaff-berlin.de.
Abb. 1 (oben l.):
Die umfangreiche Kenntnis der besonderen Literatur:
Einuss- und Risikofaktoren bei der Entstehung und dem Verlauf oraler Erkrankungen im • Mealey B. L., Oates T. W. (2006) Diabetes MelliAlter ermöglicht eine frühzeitige Diagnose und
tus and Periodontal Diseases. J Periodontol 77,
kausal therapeutische Maßnahmen alterspezi1289-1303.
scher Zahnschäden.
Miranda J., Brunet L., Roset P., Berini L., Farré
M., Mendieta C. (2001) Prevalence and risk of
Auf eine regelmäßige Betreuung
gingival enlargement in patients treated with
Starke Abrasionen
an den Unterkieferzähnen bei einem
65-jährigen Patienten.
Abb. 2 (oben r.):
an den nicht überkronten Zähnen und
Zahnhalskaries an
nifedipine. J Periodontol 72, 605-611.
den UK-Eckzähnen
Jaschinski S., Cichon P., Gängler P. (2009) Xeros-
Abb. 3 (unten l.):
Auch wenn eine vollständige Heilung (restitutio ad integrum) und der langfristige Erhalt
natürlicher Zähne in einem gesunden Zustand •
bis in das hohe Alter nicht immer möglich sind,
so kann doch durch eine regelmäßige fachmännische zahnärztliche Betreuung das Gebiss bei älteren und alten Patienten in einem
funktionell intakten, ästhetisch akzeptablen
und schmerzfreien Zustand hergestellt und •
langfristig erhalten werden (restitutio ad optimum).
tomie – Die zahnärztliche Betreuung betroffener
Patienten Zahnärztliche Mitteilungen 18, 40-50.
(Nifedipin) asso-
Vierte Deutsche Mundgesundheitsstudie (DMS
IV). Micheelis W., Schiffner U. Neue Erkenntnisse
ziierte gingivale
Wucherungen bei
einem 82-jährigen
zu oralen Erkrankungsprävalenzen, Risikogrup-
pen und zum zahnärztlichen Versorgungsgrad in
Abb. 4 (unten r.):
Deutschland 2005. IDZ, Deutscher Ärzteverlag,
Wurm S., Tesch-Römer C. (2006) Gesundheit in
bei einer 68-jährigen Patientin mit
einer medikamentös
der zweiten Lebenshälfte. Public Health Forum 14,
induzierten Hyposa-
Der nächste Arbeitskreis für Behindertenbehandlung im Land Brandenburg wendet
sich auch an Zahnärzte, die pegebedürftige Patienten in Alten- und Pegeheimen,
im betreuten Wohnen oder zu Hause versorgen
„Krise oder Chance – Zahnmedizin für Pegebedürftige und Menschen mit Behinderungen“
betitelt. Die Schwerpunkte seines Referates,
welches letztlich in einem Diskussionsforum
gipfeln soll, sind:
Arbeitskreis zur
behinderten (sowie
pegebedürftigen)
Patienten trifft sich
spezieller Patient – spezielles Konzept: Versorgungslage Zahnmedizin für Menschen
... vom Umgang mit Menschen mit Behinderungen: Die vier Säulen der zahnmedizinischen Versorgung
Praxis mobil: dezentraler Einsatz Zahnmedizin
das „Duale Konzept“: Münchner Projekt zur
Versorgung von Pegebedürftigen
Zahnmedizin für Menschen mit Behinderungen – ein Hobby?: Honorarreform für die
zahnärztliche Versorgung.
(ZBB) Alle interessierten Zahnärzte sind zum •
nächsten Arbeitskreis zur Behandlung von
Menschen mit Handicap des Landes Brandenburg eingeladen. Dabei geht es nicht nur um
die Betreuung von behinderten, sondern auch Der Kurs wird mit 4 Fortbildungspunkten gewertet. Die Gebühr für brandenburgische Kolvon pegebedürftigen Patienten.
legen beträgt 20 Euro, für Berliner Kollegen 40
Der Arbeitskreis trifft sich am Mittwoch, dem Euro; für Zahnärzte des Öffentlichen Gesund16. Juni, 15 bis etwa 19 Uhr, in Dahlewitz, Ber- heitsdienstes ist der Kurs kostenfrei. Bitte melliner Ring Hotel. Die Landeszahnärztekammer den Sie sich bis zum 17. Mai bei der LZÄKB, UlBrandenburg konnte dafür Prof. Cornelius Haff- rike Stieler, Fax-Nr.: 03 55 381 48-48 oder per
ner, München, gewinnen, der seinen Vortrag E-Mail: ustieler@lzkb.de an.
„Der Knochen ist kein Sprinter, sondern ein Marathonläufer“
Eindrücke von der 14. Jahrestagung des Landesverbandes Berlin/Brandenburg
der DGI e.V. vom 5. bis 6. März 2010 zum Thema „Pro und Contra“
Autorin: Kerstin Olesch-Graupner,
Implantatkongresse oder -fortbildungen haben meist etwas „Außerirdisches“ für einen
ganz normal arbeitenden Zahnarzt. Ich haderte mit mir, ob ich zur DGI BBI-Jahrestagung
gehen sollte, wusste ich doch, dass zumeist
„alte Hasen“ der Implantologie und Hochschullehrer in der DGI zu Hause sind. Und dass die
oft Themen wälzen, die selten im Alltag einer
allgemeinzahnärztlichen Praxis vorkommen.
Würde ich also – als Greenhorn auf dem Gebiet
der Implantologie – ihr „Fachchinesisch“ verstehen?
Zunächst war ich sichtlich (positiv) überrascht,
viele Kolleginnen und Kollegen zu treffen, die
ich kannte, auch Herr Luh nickte mir freundlich zu. Wiedersehensfreude, interessante Gespräche und so manche Anekdote verbreiteten
Und dann kam’s: Ein Vortrag nach dem anderen war so, wie die Tagungsunterlagen es versprachen: AUS der Praxis FÜR die Praxis.
Es prasselten lauter kleine, feine wichtige Informationen auf mich ein, die ich als Zahnärztin mit (nur) dreijähriger Implantaterfahrung
freudig aufnahm. Nicht die hohe Schule der
Implantologie war es, die auf der Tagesordnung stand, sondern Vorträge, die wirklich jeden (auch nicht selbst implantierende) Kollegen bei seiner täglichen Arbeit in der Praxis
unterstützen können. Themenschwerpunkte
waren: „Wie sieht das Verhältnis bei Parodontitis und geplanter Implantation aus?“, oder
„Was ist bei der prothetischen Versorgung auf
Implantaten zu beachten?“, bis hin zur Wichtigkeit eines DVT, der Notwendigkeit von Knochenaugmentationen und der Frage, wie sinnvoll Implantate bei Osteoporose sind.
Vielleicht lag es daran, dass genau diese Punkte mich momentan bei meiner täglichen Arbeit am meisten interessieren: Ich fühlte mich
rundherum verstanden und angesprochen.
Sehr interessant war, dass immer zwei Kollegen sich einen Vortrag teilten, dabei der eine
über PRO und der andere über CONTRA referieren musste. Auffällig dabei: Wie im wirklichen
Leben war es den Vortragenden anzumerken,
wie schwierig die Positionen zu verteidigen waren, denn ein wirkliches pro oder contra gibt
es nicht, da die Grenzen oft am OP-Tisch verschwimmen, weil jeder Patient ein Individuum
ist und somit seine ganz individuelle Situation
mitbringt. Die Vorträge wurden von Referenten
mit großem Erfahrungsschatz und umfangreichem Wissen auf dem Gebiet der Implantologie gehalten, sie schöpften aus ihrem riesigen
Wissenspool, ohne jedoch die Zuhörer mit allzu verzwickten und außergewöhnlichen Fällen
zu irritieren. Dadurch war es weder langweilig
noch uninteressant, und ich freute mich über so viele neue bzw.
wieder ins Gedächtnis gerufene
Details. Die Gespräche mit den
anwesenden Kollegen während
der Pausen rundeten den guten
Zahnärztin Kerstin
Olesch-Graupner
Die nächste – 15. – Jahrestagung wird am 4. und 5. März
2011 in Berlin stattnden. Sehr
bemerkenswert nde ich, dass
ich meine Mitarbeiterinnen dann
mitnehmen kann, denn neben
dem Hauptprogramm für Zahnärzte gibt es ein Programm für
die Zahnmedizinischen Fachangestellten, die ja häug wichtige
Ansprechpartnerinnen für die
Patienten sind, ob vor oder nach
der Implantation.
Aus Idee und Skizze
ist ein moderner
Das gemeinsame Fortbildungsinstitut der Zahnärztekammern Berlin und Brandenburg
hat in seiner bald 20-jährigen Geschichte schon einiges erlebt. So auch den Umzug
von der Flotten- in die Aßmannshauser Straße – und es entwickelt sich weiter ...
Autor: Dr. Thilo Schmidt-Rogge,
Geschäftsführer Philipp-Pfaff-Institut Berlin
Das Philipp-Pfaff-Institut hat in den vergangenen Jahren sein Angebot an Kursen mit vielen
„Hands-on“ Anteilen ausgebaut. Die Kombination aus Theorie und Praxis, besonders in den
Strukturierten Fortbildungen und Curricula mit
ihren aufeinander abgestimmten Lehrinhalten,
werden stark nachgefragt. Ob am Schweinekiefer oder am Phantomkopf: Kurse mit praktischen Anteilen (Hands-on) erleben einen
für den ersten Kurs
Mit Beginn des neuen Fortbildungsjahres 2010
wurden die Kapazitäten durch die Einrichtung
eines zweiten Phantomraumes erweitert. Für
praktische Arbeiten stehen den Kursteilnehmern nun 20 zusätzliche Arbeitsplätze mit modernen dentalen Simulationseinheiten im benachbarten „Springerhaus“ – früher übrigens
das „Haus der Deutschen Zahnärzte – zur Verfügung.
Die Präsidenten der Zahnärztekammer Berlin
und der Landeszahnärztekammer Brandenburg freuten sich während einer kleinen Eröffnungsfeier über das gelungene Projekt. Dr.
Wolfgang Schmiedel (Berlin) sieht das PhilippPfaff-Institut „auf einem guten Weg, zahnmedizinische Fortbildung auch zukünftig attraktiv
und anspruchsvoll für die Teilnehmer zu gestalten.“ Dipl.-Stom. Jürgen Herbert begrüßt
die „Steigerung der Fortbildungsqualität zum
Wohle der Patienten.“
Ich persönlich freue mich gemeinsam mit dem
Pfaff-Team sehr über die Möglichkeiten, die
uns der zusätzliche Phantomraum bietet. Ich
danke allen Beteiligten für die vielfältige Unterstützung.
Den Strukturierten Fortbildungen und Curricula am Philipp-Pfaff-Institut eilt ihr Ruf
voraus, ein hohes wissenschaftliches Kursniveau zu bieten, verbunden mit der Arbeit
in kleinen Gruppen und persönlicher Betreuung. Der Bericht einer Teilnehmerin.
Autoren: Denise Beesk, Calau
Grit Tautenhahn, Philipp-Pfaff-Institut Berlin
Besonders hervorzuheben sind während der
Strukturierten Fortbildungen sowie Curricula
die zahlreichen betreuungsintensiven „HandsOn“-Anteile im Kurs, in denen theoretische Inhalte mit professioneller Unterstützung durch
die Referenten mit praktischem Leben erfüllt
werden. Für die Reihe „Von Kollegen für Kollegen“ berichtet die niedergelassene Zahnärztin
Denise Beesk aus Calau, welche erfolgreich
die Strukturierte Fortbildung Implantologie am
Philipp-Pfaff-Institut besuchte:
nung) wurden auch zahlreiche praktische
Übungen am Tierpräparat durchgeführt. Auf
diese Weise konnten wir unter Anleitung der
Referenten selbst Implantationen am Knochen
und Schleimhautmanagement vornehmen.
Ich hatte immer besonderen Respekt vor dem
Bereich der Implantologie. Die Teilnahme an
der Strukturierten Fortbildung hat mir wertvolle Kenntnisse vermittelt, um zukünftig selbst
Die Strukturierte Fortbildung am Philipp-PfaffInstitut wurde mir durch einen befreundeten
Zahnarzt empfohlen, welcher begeistert von
dem Kurs berichtete. Da diese Fortbildungen
offenbar heiß begehrt sind, musste ich leider
noch ein halbes Jahr warten, bevor ich einen
Platz erhielt.
Wir waren 20 Teilnehmer, vorwiegend aus
Berlin und Brandenburg, die im Juli 2009 die
Strukturierte Fortbildung begannen. Die Referenten unter der Moderation von Prof. Dr. Dr.
Volker Strunz kamen aus dem gesamten Bundesgebiet, um grundlegende Kenntnisse und
Erfahrung aus dem Feld der Implantologie zu
vermitteln und zu vertiefen. Mir hat besonders
die Mischung der Referenten aus Universitäten
und niedergelassenen Kollegen gefallen. Sie
vermittelten uns einerseits aktuelle Studienergebnisse, andererseits regten sie uns zur
Diskussion an. Vor allem die Tipps und Tricks
aus jahrelanger praktischer Erfahrung erwiesen sich als besonders wertvoll. Vielen Dank
Neben theoretischen Teilen (wie chirurgisches
Planen, Wahl des Implantatsystems, AbrechZBB Ausgabe 2/2010
implantologisch tätig zu werden. Sehr hilfreich
waren ebenso die vielen Pausengespräche
sowohl untereinander als auch mit den Referenten, in denen persönliche Fragen geklärt
werden konnten. Der individuelle Gedankenaustausch hat mir sehr geholfen und ist durch
nichts zu ersetzen. Ich kann nur allen Kollegen,
die beginnen, sich intensiv mit zahnärztlicher
Implantologie zu beschäftigen, empfehlen,
diese Strukturierte Fortbildung zu buchen!“
Schweinekiefer
Fortbildung. Gern
Philipp-Pfaff-Institutes über nächste
Fortbildungsmöglichkeiten unter Tel.
030 414725 0
Haben Sie Lust bekommen, die Strukturierte
Fortbildung Implantologie zu besuchen? Es
gibt einen Zusatzkurs, der im September 2010
Mit der ständigen Weiterentwicklung der modernen Zahnmedizin gibt es gehäuft
Anfragen zu privatzahnärztlichen Leistungen. Die mittlerweile 23 Jahre alte Gebührenordnung für Zahnärzte steht dafür alleinig zur Verfügung.
den Nachbehandler oder Gutachter berechenbar oder gehören diese Kosten zu den Praxiskosten nach § 4 (3) GOZ?
Üblicherweise werden diese bei interkollegialer
Überlassung nicht in Rechnung gestellt.
Kann die Anwendung eines OP-Mikroskops als
selbstständige Leistung berechnet werden?
Dr. Christine Jann
(r.), Vorsitzende des
Autoren: Dr. med. dent. Christine Jann,
Carola Kirsch, GOZ-Ausschuss der LZÄKB
GOZ-Ausschusses,
sowie Carola Kirsch,
GOZ-Referates
während einer der
Sprechstunden, die
Welche Berechnungsmöglichkeit empehlt der
GOZ-Ausschuss für die neuartige Leistung „Kariesinltration mit Icon als mikroinvasives Verfahren“?
Die Anwendung eines OP-Mikroskops beispielsweise im Zusammenhang mit endodontischen
Leistungen stellt keine selbstständige Leistung dar und kann demzufolge nur über die
Bemessung des Steigerungsfaktors nach § 5
Abs. 2 GOZ berücksichtigt werden. Der in der
GOÄ enthaltene Zuschlag Ä 440 (für das OPMikroskop) ist grundsätzlich nur neben den im
Abschnitt C VIII 3. Absatz GOÄ abschließend
denierten Leistungen im Einfachsatz einmal
je Behandlungstag berechenbar.
Fragen des privaten
Gebührenrechts
Leistungen, die nach Inkrafttreten der GOZ ´88
aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse entwickelt wurden, werden nach § 6 Abs. 2 GOZ
analog berechnet. Trotz zahlreicher nationaler
und internationaler Veröffentlichungen und
positiver Resonanz kann derzeit die Praxisreife
für die Kariesinltration noch nicht uneingeschränkt konstatiert werden. Denkbar ist deshalb ebenfalls die Berechnung als Verlangensleistung nach § 2 Abs. 3 GOZ.
Sind Ausdrucke von Röntgenbildern bzw. auf
CD oder USB-Stick kopierte Röntgenbilder für
Wie berechnet man einen Locator?
Die Berechnung des implantatgetragenen Locators erfolgt vorzugsweise nach GOZ-Position
500 unter Berücksichtigung des Steigerungsfaktors für Umfang und Zeitaufwand bei Erbringung der Leistung. Die GOZ-Arbeitsgruppe
Mitte hat sich im vergangenen Jahr darüber
verständigt, dass die Berechnung auch nach
GOZ-Position 503 mit abgesenktem Gebührenrahmen erfolgen kann. Für das Verbindungselement kommt die GOZ-Position 508 zum Ansatz.
Die GOZ-Arbeitsgruppe Mitte, der die GOZ-Referenten der Zahnärztekammern Westfalen-Lippe, Nordrhein, Thüringen, Berlin, Hessen und Brandenburg angehören, traf sich im Dezember 2009 zu ihrer regulären jährlichen Sitzung und diskutierte
über den aktuellen Stand der Einführung einer neuen GOZ sowie über gebührenrechtliche Einzelprobleme. In dieser Arbeitsgruppe wird im regen Gedankenaustausch und unter Berücksichtigung des Verhaltens der Erstattungsstellen angestrebt, einen Konsens in den Berechnungsempfehlungen zu erzielen. Die aktuellen Ergebnisse lesen Sie im vorangestellten Artikel.
Welche Berechnungsmöglichkeiten sind für die
Professionelle Zahnreinigung (PZR) aktuell?
Es gibt die Berechnungsempfehlungen der
BZÄK aus dem Jahr 2004:
1. Berechnung mit den in der GOZ enthaltenen
Gebührennummern für die tatsächlich erbrachten Leistungen, zum Beispiel Erstellen
eines Mundhygienestatus und eingehende
Unterweisung (mind. 25 min), Entfernung
von Zahnstein und Politur, Fluoridierung, Behandlung überempndlicher Zahnächen,
Erhebung eines Parodontalstatus nach vorgeschriebenem Formblatt oder ähnliches;
2. Analogberechnung nach § 6 Abs. 2 GOZ oder
3. Vereinbarung nach § 2 Abs. 3 GOZ, also als
Verlangensleistung.
Die PZR stellt (in der Vielzahl der Fälle) eine
zahnmedizinisch notwendige Leistung dar. Infolgedessen sollte aufgrund unserer Auffassung zukünftig die Berechnung mit einer Vereinbarung nach § 2 Abs. 3 GOZ vernachlässigt
Ist die mehrfache Berechnung der Positionen
240 bzw. 242 GOZ je Wurzelkanal in einer Sitzung möglich – je Messung bzw. je Spülung?
Die mehrfache Berechnung je Wurzelkanal in
einer Sitzung ist nicht möglich. Der erhöhte
Aufwand kann jedoch nach § 5 Abs. 2 GOZ über
den Steigerungsfaktor bzw. im Vorab über eine
Vereinbarung nach § 2 Abs. 1 GOZ berücksichtigt werden.
Infolge der Abschlüsse von
Zusatzversicherungen nehmen die Auskunftsersuchen
der privaten Krankenversicherungen zu. Wie soll sich
der Behandler verhalten
und welche Möglichkeiten
der Berechnung gibt es?
Eine Verpichtung, Auskünfte zu erteilen, besteht
nicht. Jedoch geht es hier
um die Kostenerstattung.
Grundsätzlich sollte vorsichtig mit den Auskünften
umgegangen und diese nur
erteilt werden, wenn der
Patient dies erlaubt und
eine Schweigepichtsentbindung
hat. Unabhängig davon hat
der Patient grundsätzlich
einen Anspruch auf die Herausgabe einer Kopie seiner
Behandlungsdokumentation.
Eine Berechnung der Auskunftserteilung sollte nach
unserer Auffassung mit der
Position Ä 75 unter Berücksichtigung des Aufwandes
gemäß § 5 Abs. 2 GOÄ erfolgen.
Fragen stellen heißt, seinen Horizont erweitern.
Ohne Fragen verbleibt man in der Enge seiner Basis.*
*Willi Meurer
Autoren: Rainer Linke, Anke Kowalski,
der KZVLB
Im heutigen Beitrag soll das Wissen zur Abrechnungsfähigkeit der Metallbasis im kausalen Zusammenhang mit den Festzuschüssen
4.1 und 4.2 gefestigt und möglicherweise auch
erweitert werden. Da Ihre Fragen hinsichtlich
dieser Thematik nicht nur zahlreich, sondern
auch sehr vielgestaltig sind, haben wir uns für
eine komplexe Bearbeitung des Sachgebietes
Um welche Befunde geht es?
Restzahnbestand bis zu 3 Zähnen im
Was ist die Regelversorgung bei
einem Restzahnbestand von bis
zu 3 Zähnen?
Auszug aus der ZE-Richtlinie IV Nr. 35
„…Bei einem Restzahnbestand von bis zu drei
Zähnen ist neben der parodontalen Ausgangssituation der Restzähne auch die Lückentopograe im Hinblick auf die Art der Verankerung
und die Abstützung kritisch zu bewerten. Zur
Regelversorgung gehören in diesem Fall sowohl Cover-Denture-Prothesen als auch parodontal abgestützte Prothesen mit einer Modellgussbasis sowie als Verbindungselemente
Resilienzteleskopkronen und Wurzelstiftkappen beziehungsweise Teleskop-/Konuskronen.“
Somit ergibt sich bei einem Restzahnbestand
von bis zu 3 Zähnen für den Zahnarzt hinsichtlich der Regelversorgungen folgende Wahl:
a. Modellgussteilprothese mit Teleskopen als
Verbindungselement auf den Restzähnen.
b. Schleimhautgetragene Deckprothese – sogenannte „Cover-Denture-Prothese“ (teleskopgestützte Totalprothese oder totale
Prothese mit Wurzelstiftkappen).
c. Modellgussteilprothese mit Halte- und
Stützvorrichtungen und gegebenenfalls
Einzelkronen für überkronungsbedürftige
Wann ist eine Metallbasis nach
dem Befund 4.5 Regelversorgung?
Dem Befund 4.5 ist lt. den Festzuschuss-Richtlinien als Regelversorgung die zahnärztliche
Leistung nach der Geb.-Nr. 98e zugeordnet
worden. Nach dem Leistungsinhalt der Geb.Nr. 98e ist diese Gebühr für die „Verwendung
einer Metallbasis in besonderen Ausnahmefällen, zu den Bewertungszahlen nach den Nrn.
97 a oder b zusätzlich“ abrechnungsfähig. Somit gehört eine Metallbasis nach der BefundNr. 4.5 nur in begründeten Ausnahmefällen zur
Mögliche Ausnahmefälle sind zum Beispiel:
• Torus palatinus (Gaumenwulst),
Exostosen (Knochenvorsprünge),
Neigung zu Entzündungen der abgedeckten Mundschleimhaut bei Verwendung von
hohes Bruchrisiko bei atypischen kaufunktionellen Belastungen,
hohes Bruchrisiko bei Patienten, die gewohnheitsmäßig mit den Zähnen knirschen oder pressen (Bruxismus),
hohes Bruchrisiko bei Patienten, die bei
der Arbeit mit den Zähnen pressen (z. B.
Schwerarbeiter),
ungünstige Platzverhältnisse im Oberkiefer
für eine Prothesenbasis aus Kunststoff, wie
extrem tiefer Biss, Deckbiss, hoher und
spitzer Gaumen, extrem ausgebuchteter
Metallbasis notwendig ist (begründeter
Ausnahmefall entsprechend Ziffer 30 der
ZE-Richtlinien liegt vor), ergibt sich die
Kombinationsmöglichkeit des Befundes 4.3
mit dem Befund 4.5.
• Für die notwendige Metallbasis muss die Begründung in der Bemerkungszeile des Heilund Kostenplanes eingetragen werden.
• Im vorliegenden Fall handelt es sich um
eine Regelversorgung.
Tuber maxillae (Vorwölbung an der Hinteräche des Oberkieferknochens).
Liegt ein begründeter Ausnahmefall vor, so ist
der Befund 4.5 mit den Befunden 4.1/4.3 nur
dann kombinierbar, wenn eine Prothese nach
BEMA-Nr. 97a* oder Nr. 97b* angefertigt wird.
Wann ist der Ansatz des Befundes
4.5 ausgeschlossen?
Der Befund 4.5 ist in Kombination mit einer
Modellgussteilprothese ausgeschlossen. Dies
bedeutet, dass der Befund 4.5 nicht ansetzbar
ist, wenn eine Modellgussteilprothese mit gegossenen Halte- und Stützelementen oder eine
auf Teleskopkronen verankerte Modellgussteilprothese angefertigt wird. In diesen Fällen ist
die Verwendung der Metallbasis Bestandteil
des Befundes 4.1/4.3 (siehe FestzuschussRichtlinien B.).
*Die Nr. 97 a/b ist
eines zahnlosen
Kiefers durch eine
Totalprothese bzw.
eines restbezahnten
Cover-DentureProthese.
Fallbeispiel 2 (nachfolgende Übersicht)
Planung: Die Versorgung des Oberkiefers erfolgt mit einer Cover-Denture-Prothese mit
Metallbasis, bei der die dentale Verankerung
durch Teleskopkronen erfolgt. Für die Verwendung einer Metallbasis liegt kein begründeter
Ausnahmefall vor.
Fallbeispiel 1 (nachfolgende Übersicht)
Planung: Die Versorgung des Unterkiefers erfolgt mit einer Cover-Denture-Prothese, bei der Befundermittlung und Honorarabrechnung:
die dentale Verankerung durch WurzelstiftkapBef.-Nr. Zahn/Gebiet
Bema--Nr.
pen mit Kugelknopfankern erfolgt. Wegen Bru4.1
xismus ist bei der Cover-Denture-Prothese die
16, 13, 24
Verwendung einer Metallbasis notwendig.
Befundermittlung und Honorarabrechnung:
1Anz.
36, 33, 46
Da bei der Cover-Denture-Prothese wegen Bruxismus die Verwendung einer
GOZ--Nr.
Das zusätzliche Eine
arbeiten einer Metallbasis
in einer Cover-Dentureww
Prothese ist nur in AusR
nahmefällen zu Lasten der
gesetzlichen Krankenversicherung abrechnungsfähig. Da in diesem
konkreten Fall keine begründete Ausnahme vorliegt, ist der Befund 4.5 nicht ansatzfähig.
Wegen der Verwendung einer Metallbasis
bei der Cover-Denture-Prothese – ohne
Vorliegen eines Ausnahmefalles – handelt
es sich um eine gleichartige Versorgung
des Befundes 4.1.
Fallbeispiel 3 (nachfolgende Übersicht)
Prothesen bei einem Restzahnbestand von
bis zu drei Zähnen werden grundsätzlich
Planung: Die Versorgung des Unterkiefers ernach der Befundklasse 4 bezuschusst. Dafolgt mit einer kombiniert parodotal-gingival
mit gibt es den Festzuschuss 4.3 auch dann,
abgestützten Modellgussprothese.
wenn eine Metallbasis verwendet wird und
die Prothese parodontal abgestützt und
schleimhautgetragen ist.
Die Abrechnung dieser Modellgussteilpro14
these erfolgt u. a. nach BEMA 96c/98g.
Der Festzuschuss 4.5 wird nicht ausgelöst,
da es sich in diesem Fall um eine Teilprothese mit Metallbasis handelt. Nur bei einer Totalprothese oder Cover-Denture-ProBefundermittlung und Honorarabrechnung:
these kann der Festzuschuss 4.5 zusätzlich
Bef.-Nr. Zahn/Gebiet
berechnet werden, wenn ein unter Bemer4.3
kungen zu begründender Ausnahmefall
33, 36, 43
vorliegt. Die Metallbasis ist Bestandteil des
Befundes 4.1.
Übersicht: Zuschuss für eine Metallbasis?
Restzahnbestand bis zu drei Zähnen
Oberkiefer: Befund Nr. 4.1
Unterkiefer: Befund Nr. 4.3
(teleskopgestützte Totalprothese oder totale Prothese mit
Wurzelstiftkappe)
Ausnahmeindikation für Metallbasis
(s. Fallbeispiel 1)
(s. Fallbeispiel 3)
(s. Fallbeispiel 2)
FZ: Befund Nr. 4.5
BEMA: u. a. Geb.-Nrn. 97, 98e
keinen FZ für Metallbasis
(d. h. keine Befund Nr. 4.5)
keine Geb.-Nr. 97;
keine Geb.-Nr. 98e
Nr. 522/523
Metallbasis ist integratver
Bestandteil der Befund Nr.
(keine Befund Nr. 4.5)
u. a. Geb.-Nr. 96c, 98g
Meldepichten für dentales Röntgen einhalten
Die Zahnärztliche Stelle zur Qualitätssicherung Röntgen (ZSQ Röntgen) weist
darauf hin, dass sowohl die An- oder Abmeldung als auch eine Veränderungsmeldung
dentaler Röntgeneinrichtungen immer korrekt einzuhalten ist.
Autoren: Dr. Harald Renner, Leiter der ZSQ
Röntgen der LZÄKB, Dipl.-Phys. Klaus Götze
Der Betrieb dentaler Röntgeneinrichtungen unterliegt aufgrund der von Röntgenstrahlungsquellen ausgehenden Gefahren einer besonderen Überwachung. Diese ist entsprechend
der Röntgenverordnung durch die Aufsichtsbehörden der Länder (beispielsweise Landesamt für Arbeitsschutz Brandenburg – LAS) und
die den Landeszahnärztekammern beigeordneten Stellen zur Qualitätssicherung Röntgen
(Zahnärztliche Stellen) wahrzunehmen. Die
Aufsichtsbehörde überprüft insbesondere die
technischen und personellen Voraussetzungen
für den Betrieb der Röntgengeräte, während
die Zahnärztliche Stelle fortlaufend die Qualität der Anwendung – die Indikation und Auswertung sowie den strahlenschutzgerechten
Betrieb – kontrolliert.
Damit diese Institutionen ihre Aufgabe erfüllen
können, haben die Betreiber von Röntgenanlagen Meldepichten einzuhalten. Vor Aufnahme
des Betriebes sind im Rahmen des Anzeigeverfahrens (RöV § 4 und § 17 a) die Röntgengeräte
sowohl beim Landesamt für Arbeitsschutz als
auch bei der Zahnärztlichen Stelle anzumelden. Die erforderlichen technischen Angaben
sind in den Unterlagen der Abnahme- und der
Sachverständigenprüfung enthalten, für die
personellen Voraussetzungen sollte der Betreiber rechtzeitig durch Festlegung des Strahlenschutzverantwortlichen (SSV) sowie die
Beschaffung der erforderlichen Kenntnisnachweise für alle beteiligten Mitarbeiter sorgen.
ter www.lzkb.de > Zahnärzte >Zahnärztliche
Stelle und auf der CD „Z-PMS“ zu nden sind.
Wichtig ist eine eindeutige, immer wieder verwendete Kennzeichnung/betriebsübliche Bezeichnung der Röntgengeräte, um die Unterlagen richtig zuordnen zu können.
Änderungsmeldungen sind erforderlich, wenn
es zu wesentlichen technischen/baulichen
oder personellen Veränderungen kommt. Bestehen Zweifel beim Betreiber, ob Umrüstungen oder technische Verbesserungen meldepichtig sind, sollte das zuständige Landesamt
für Arbeitsschutz zu Rate gezogen werden.
Dentale Röntgeneinrichtungen unterliegen einer besonderen Überwachung
Ein Wechsel des Betreibers ist sowohl dem
Landesamt für Arbeitsschutz als auch der
Zahnärztlichen Stelle mitzuteilen, während bei
weiteren personellen Änderungen nur das Landesamt für Arbeitsschutz zu informieren ist.
Die Einstellung des Betriebes der Röntgeneinrichtung ist zeitnah beim Landesamt für
Arbeitsschutz und der Zahnärztlichen Stelle
anzuzeigen. Diese Abmeldung kann bei der
Zahnärztlichen Stelle formlos erfolgen.
Für die Anzeige beim Landesamt für Arbeitsschutz und bei der Zahnärztlichen Stelle sind
Formblätter zu verwenden, die im Internet unZBB Ausgabe 2/2010
In welcher Form darf ein Zahnarzt für seine Leistungen werben – und wann geht er zu
weit? Mit dieser Frage hatte sich das Verwaltungsgericht Münster zu befassen. Um das
Ergebnis vorweg zu nehmen: Das Gericht bremste die „Sommeraktion“ aus.
Autor: RA Michael Lennartz,
Im Jahr 2007 startete eine westfälische Zahnarztpraxis rege Zahnersatz-Werbeaktivitäten
in Tageszeitungen, mit denen sich das Verwaltungsgericht Münster (VG) in seinem Urteil
vom 7. Oktober 2009 (Az: 5 K 777/08) befasste.
„Stein des Anstoßes“ war eine Anzeigenkampagne der Zahnarztpraxis in Tageszeitungen,
in der unter anderem mit „fairen Konditionen“,
mit kostenfreiem und preiswertem Zahnersatz
und mit einer speziellen „ZE-Sommeraktion“
geworben wurde.
Gestartet wurde die Werbeaktion im Mai 2007
mit dem im blauen Kasten bendlichen Text,
der in Tageszeitungen veröffentlicht wurde. In
weiteren Anzeigen im September 2007 wurde
darüber hinaus unter anderem noch für Zahnkronen und Brücken ohne Zuzahlung auch für
Beihilfepatienten mit Zusatzversicherung und
für Zahnkronen zum Nulltarif „Made in Germany“ geworben.
Vorwurf Berufsrechtsverstoß
Anzeigen mit diesem
Textinhalt erschienen in westfälischen
Nachdem die zuständige Zahnärztekammer
bereits im Juni 2007 darauf hingewiesen hatte, dass sie die geschalteten Anzeigen für be-
Zahnkronen und Brücken zum Nulltarif
Nicht jeder kann sich noch Zahnersatz leisten. Wir bieten deshalb in einer Sommeraktion bis Ende September kostenfreien
bzw. preiswerten Zahnersatz an.
Praxis Dr. ... & Partner
Ihre Partner für faire Konditionen in ... (Ort).
rufsrechtswidrig hielt, erließ sie gegenüber der
Zahnarztpraxis am 27. Februar 2008 eine Untersagungsverfügung. Zur Begründung wurde
dabei unter anderem ausgeführt, dass der Leser der Anzeigen unvollständig bzw. verkürzt
über die dort angebotenen zahnärztlichen
Leistungen informiert werde. Es fehle ein Hinweis darauf, dass es sich bei den beworbenen
Leistungen lediglich um die gesetzliche Regelversorgung und nicht um eine darüber hinausgehende Versorgung handele. Deshalb liege
ein unzulässiges Lockangebot vor, dass noch
dazu marktschreierisch abgefasst sei. Darüber
hinaus sei die Werbung mit einer Sommeraktion unzulässig. Diese nehme Einuss auf die
Entscheidung von Patienten, zu welchem Zeitpunkt – eine möglicherweise gar nicht notwendige – zahnärztliche Versorgung erfolgen solle.
Auch die Formulierung, dass die Antragssteller
Partner für faire Konditionen seien und preiswerten Zahnersatz anböten, sei berufswidrige
Werbung. Mit dieser Formulierung werde der
Eindruck erweckt, dass andere Zahnärzte nicht
so fair bzw. preiswert seien und sein könnten.
Zahnärzte, die die üblichen und gesetzlich vorgesehenen Eigenanteile von den Patienten forderten, würden durch eine solche Aussage herabgewürdigt. Auch könne die letztlich von den
Antragsstellern angebotene Regelversorgung
nicht als preiswerte Versorgung bezeichnet
werden, weil es sich um die allgemein übliche
Versorgung handele.
Gegen diesen Bescheid erhoben die Zahnärzte, die die Zahnarztpraxis in Form einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) betreiben, am 20. März 2008 Klage. Zur Begründung
wurde unter anderem ausgeführt, dass in den
geschalteten Anzeigen sachlich über bestimmte zahnärztliche Leistungen informiert werde.
Nicht notwendig sei es, darauf hinzuweisen,
dass es sich bei dem Angebot um die VersorZBB Ausgabe 2/2010
gung mit einem Standardzahnersatz im Sinne der Regelversorgung des § 55 Abs. 1 SGB
V und nicht um eine darüber hinausgehende
Leistung handele. Jedem Leser der Anzeige sei
vielmehr klar, dass er für eine aufwendigere
Versorgung zuzahlen müsse.
Das VG Münster konnte der Argumentation
der Zahnarztpraxis nicht folgen. Der Bescheid
der Zahnärztekammer vom 27. Februar 2008
sei rechtmäßig. Die Zeitungsanzeigen würden gegen § 21 Abs. 1 der Berufsordnung der
Zahnärztekammer Westfalen-Lippe verstoßen.
Diese Vorschrift regele, dass dem Zahnarzt
sachliche Informationen über seine Berufstätigkeit gestattet sind. Berufswidrige Werbung
sei ihm dagegen untersagt. Berufswidrig sei
nach dieser Regelung insbesondere eine anpreisende, irreführende, herabsetzende oder
Vorliegend kommen die Münsteraner Richter
zu dem Ergebnis, dass eine kassenärztliche
Standardversorgung als besonders vorteilhaftes Angebot beschrieben wird, die es nur bei
den werbenden Zahnärzten unter den in der
Anzeige genannten Voraussetzungen und nicht
auch bei anderen Zahnärzten gibt. Erst wenn
der Patient gleichsam schon im Behandlungsstuhl sitze, werde er von den Zahnärzten darüber informiert, dass er nur die Kassenleistung
erhält und jede über die der Standardausführung hinausgehende Versorgung zusätzlich zu
bezahlen ist. Bei dieser Art der Werbung stehe
mithin die Anpreisung von zahnärztlichen Regelleistungen, nicht die Information über die
Leistung selbst im Vordergrund. Die Zeitungsanzeigen seien gerade deshalb berufswidrig,
weil mit inhaltlich zutreffenden Selbstverständlichkeiten Verkaufsförderung betrieben würde.
Was Standard ist,
darf nicht als etwas
Besonderes herausgestellt werden
Keine Werbung mit
Eine Werbung, die Selbstverständlichkeiten
hervorhebe, sei auch als berufswidrig anzusehen. Hiervon sei auszugehen, wenn in der
Werbung Eigenschaften einer Leistung, die
notwendigerweise zu ihrem Wesen gehören
oder gesetzlich vorgeschrieben sind, besonders betont werden. Diese Werbeaussage sei
dann trotz ihrer objektiven Richtigkeit irreführend, wenn der angesprochene Personenkreis
das Selbstverständliche der Eigenschaft nicht
erkennt und deshalb zu Unrecht von einem
Vorzug der beworbenen Leistung vor vergleich- „Made in Germany“
baren anderen Angeboten ausgeht. Derartige
Eigenschaften, die den entsprechenden Ange- Auch die Angaben in den Anzeigen über Zahnboten der Mitbewerber ebenfalls eigen sind, ersatz aus „deutschem Meisterlabor“ und
dürften deshalb nicht als Besonderheiten des „Made in Germany“ sind nach Auffassung
eigenen Angebotes hingestellt werden, um zu des VG Münster berufsrechtswidrig. Bei dem
vermeiden, dass der angesprochene Perso- durchschnittlichen Leser der Anzeigen werde
nenkreis irregeführt wird. Es sei deshalb nicht der Eindruck hervorgerufen, dass der gesamte
zwingend erforderlich, dass die Angaben ob- gelieferte Zahnersatz ausschließlich aus einem
jektiv falsch sind. Es reiche vielmehr aus, wenn deutschen Labor stamme, was aber nicht stimdie Angaben zwar richtig sind, aber von dem me, da nur etwa 80 Prozent des Zahnersatzes
angesprochenen Personenkreis falsch verstan- nach eigenen Angaben der Zahnarztpraxis in
Deutschland angefertigt wird.
„Sommeraktion“ nicht vereinbar
mit Ethik des Berufes
Nicht für zulässig erachtet wurde auch die in
der ersten Anzeigenserie der Zahnarztpraxis
beworbene „Sommeraktion“. Hierbei stünde
nicht die sachlich angemessene Information
der Patienten über Zahnersatzleistungen im
Vordergrund, sondern der Verkauf „zahnärztlicher Leistungen“ in einem bestimmten Zeitraum. Die Zahnarztpraxis trete nach außen
insoweit wie jeder Anbieter gewerblicher Leistungen mit saisonalen Angeboten auf. Dies sei
mit den Gemeinwohlbelangen einer ordnungsgemäßen zahnärztlichen Versorgung der Bevölkerung und der Erhaltung des Vertrauens in
die beruiche Integrität von Zahnärzten nicht
vereinbar, weil insoweit die Information von
möglichen Patienten eindeutig hinter das Ziel
der Verkaufsförderung zurücktrete.
Auch die Formulierung in der Anzeige von
September 2007 sei marktschreierisch, worin
sich die Zahnarztpraxis als „Ihr Partner für fai-
re Konditionen in ...“ bezeichnet hat. Mit dieser Formulierung würden die Anzeigen nicht
der allgemeinen Anforderung genügen, dass
auch die werbende Tätigkeit von Heilberufen
das öffentliche Interesse daran berücksichtigen muss, die vorbeugende und heilende Gesundheitsversorgung sicherzustellen und das
Vertrauen der Öffentlichkeit in die beruiche
Integrität zu schützen. Parallel zu der vom VG
Münster bestätigen Untersagungsverfügung
wurde mit Beschluss vom 17. Juni 2009 ein
berufsgerichtliches Verfahren eröffnet, wobei
durch Beschluss vom 30. September 2009 das
Ruhen des Verfahrens angeordnet wurde.
Dieser Fall zeigt, dass es trotz der sehr liberalen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts auch Grenzen der zahnärztlichen Außendarstellung gibt. Das VG Münster macht
deutlich, dass nicht jede Werbung möglich ist
und es nicht geht, mit Selbstverständlichkeiten zwecks Verkaufsförderung zu werben.
[PM/MEDItaxa] Ein Zahnarzt hatte bereits andere Rundfunkgeräte angemeldet. Er ging davon aus, dass es sich bei seinem Autoradio um
ein Zweitgerät handelt, für das keine GEZ-Gebühr anfällt. Da er den Wagen nur für private
Zwecke nutze, müsse er hier behandelt werden
wie ein Arbeitnehmer, meinte er. Arbeitnehmer
müssen für ihr Autoradio keine Rundfunkgebühren bezahlen, wenn sie bereits ein anderes
Rundfunkgerät angemeldet haben.
Die Richter waren anderer Meinung: Die Untersuchungen im Einzelfall, inwieweit die Nutzung des Fahrzeugs privat oder beruich erfolgt, sei aufwändig, urteilten sie. Fahrten zur
Betriebsstätte könnten bei Selbstständigen
bereits meist der Berufsausübung zugeordnet
werden. Folge: Das Autoradio ist auch dann
gebührenpichtig, wenn der Wagen nur für
Fahrten von der Wohnung zur Praxis benutzt
wird. Bei Selbstständigen sei die Wohnung in
viel stärkerem Maße in die Berufsausübung
einbezogen als bei Arbeitnehmern. Dies rechtfertige es, Fahrten von der Wohnung zur Be-
triebsstätte – oder wie hier zur Praxis – bereits
der Berufsausübung zuzuordnen. So hätten
Selbstständige in der Regel ein häusliches Arbeitszimmer, das oft auch zu beruichen Zwecken mitbenutzt werde, unter anderem weil
es bei ihnen, anders als bei Arbeitnehmern,
keine festen Arbeitszeiten mit entsprechender Anwesenheitspicht gäbe. Geschäftliche
Kontakte, deren Pege sich oft nicht auf einen
festen zeitlichen Rahmen beschränken ließen,
würden nicht selten von unterwegs oder auch
von der Wohnung aus unterhalten.
Da es sich beim Gebühreneinzug des SWR
um eine sogenannte Massenverwaltung handele, sei es bis zu einem gewissen, hier nicht
überschrittenen Grad zulässig, bei der Gegenüberstellung von Selbstständigen und Arbeitnehmern zu generalisieren und zu typisieren.
Es sei auch zu bedenken, dass Ermittlungen
in jedem Einzelfall, ob Selbstständige ihr Fahrzeug nur für die Fahrt von der Wohnung zur
Betriebsstätte oder auch darüber hinaus beruflich nutzten, sehr aufwendig wären.
VG Mainz, Urteil vom
5. Juni 2009,
Az.: 4 K 1116/08.MZ
[PM/MEDItaxa] Künstlersozialabgabe ist nicht
nur von Theatern, Galerien, Verlagen, Werbeagenturen und anderen mehr zu zahlen. Betroffen sind auch alle anderen Unternehmen,
die eigene Werbemaßnahmen durchführen
und zu diesem Zweck „nicht nur gelegentlich“
Aufträge beispielsweise für die Gestaltung
von Katalogen, Geschäftsberichten, Layouts,
Anzeigen, Prospekten, Produkten bzw. Verpackungen oder für Webdesign vergeben.
Das gilt selbst dann, wenn Werbemaßnahmen
lediglich in größeren zeitlichen Intervallen (regelmäßig alle drei bis fünf Jahre) stattnden.
Die Künstlersozialabgabe fällt an, wenn der
Leistungserbringer Selbstständiger, Einzelunternehmer oder eine Personengesellschaft
ist, nicht jedoch, wenn eine juristische Person
(GmbH) mit den entsprechenden Tätigkeiten
beauftragt wird. Nicht erfasst werden private Auftraggeber und private Veranstaltungen
wie Hochzeiten sowie interne Betriebsfeiern.
Werden selbstständige Künstler für öffentliche
Veranstaltungen zum Beispiel durch Vereine
engagiert, bleibt dies abgabefrei, wenn nicht
mehr als drei Veranstaltungen im Kalenderjahr durchgeführt werden. Die Künstlersozialabgabe ist auf alle Entgelte, Gagen, Honorare
oder Rechnungsbeträge (ohne Umsatzsteuer)
einschließlich Material-, Nebenkosten und Auslagen (nicht jedoch Reisekostenerstattungen)
zu zahlen. Nichtkünstlerische Leistungen wie
Druckkosten sind nicht abgabepichtig. Der
Abgabesatz (bisher 4,4 Prozent) wird für ab
dem 1. Januar 2010 gezahlte Entgelte auf 3,9
Künstlersozialausgabe-Verordnung BGBl.
2009 I S. 2480
(erster l.) und
besuchten als
Vertreter der brandenburgischen Zahnärztekammer die Tagung.
Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD) hatte zu ihrer 2. Fachtagung
am 3. März nach Berlin geladen. Das Publikum setzte sich sowohl aus Vertretern von
Patientengruppen als auch von Politik und Standesorganisationen zusammen.
Autorin: Birgit Dohlus
Zitat am Rande:
„Politiker sind an
sich so blöd wie
Computer – wenn sie
gefüttert werden,
Richtiges dabei
MdB Zöller, der die
beteiligten Seiten
hier auf der Arbeitsebene aktiv. Geleitet wird
der Ausschuss von Dr. Carola Reimann, SPD.
Auf der Website dieses Ausschusses heißt es
unter dem Titel „Patient Gesundheitswesen“
Der gut gefüllte Saal macht deutlich, dass sich
hier etwas entwickelt, das aufmerksam beobachtet wird und auch beobachtet werden muss.
Dass dies bereits passiert, zeigte die Mischung „Das Gesundheitswesen ist eine ständige
des Publikums: Vertreter von Patienteninter- Baustelle der Parlamentsarbeit. Auf der Ausessen-Gruppen, aus dem Patientenberatungs- schuss-Agenda stehen unter anderem die Weiund auch Patientenschutzbereich, aus Wissen- terentwicklung der Reformen der gesetzlichen
schaft, Recht und Politik, und auch von Seiten Krankenversicherung, Patientenrechte und
der Heilberufe. Im „Auditorium Friedrichstraße“ ärztliche Belange gleichermaßen, sowie ethiwar die Zahnärzteschaft mit vielen Repräsen- sche Fragen der Medizin und die Arzneimitteltanten gut vertreten, darunter die Vertreter sicherheit.“
der brandenburgischen Landeszahnärztekammer Vizepräsident Dr. Eberhard Steglich und Bundespolitik unterstützt Ausbau
Geschäftführerin Maria-Luise Decker.
der Patientenrechte
ausdrücklich zur
Mitarbeit aufrief
und dies plakativ
Die Entwicklung verdient Beachtung, weil sie
über hohe politische Rückendeckung verfügt
und Unterstützung auf Bundespolitikebene
ndet: Zu den Referenten der UPD-Tagung gehörte Wolfgang Zöller, CDU/CSU-Fraktion, Patientenbeaufragter der Bundesregierung, bis
Januar 2005 stellv. Vorsitzender des Gesundheitsausschusses des Bundestags, nunmehr
Die „Weiterentwicklung der Patientenrechte“
ist also keine Vereinspolitik der UPD, mit der
sie sich im Markt der Patienteninformation
prolieren will. Das Konzept erfreut sich offenkundig ausdrücklicher Unterstützung der Bundespolitik. Das ist ein Grund, die Debatte ernst
zu nehmen. Der zweite: Bei der Diskussion der
Thematik hat sich etwas verändert. Es geht
vordringlich nicht mehr um Schwarz-WeißDenken (alle Patienten sind gut und hilos
und alle Ärzte schlecht und schädlich); es wird
differenzierter. Deutlich wird das nicht zuletzt
an der Änderung des Namens des geplanten
Gesetzes, das ursprünglich einmal „Patientenschutz-Gesetz“ hieß. MdB Zöller wurde zu den
Gründen befragt und machte deutlich, dass es
nicht darum gehe, den Patienten vor etwas zu
beschützen, sondern darum, seine Rechte zu
denieren. Die Kommunikation müsse aus der
Schuldfragen-Diskussion heraus und transparenter werden. Ausdrücklich betonte er: „Behandlungsfehler lassen sich nicht vermeiden
– wir sollten deshalb dafür sorgen, dass die Patienten Hilfe bekommen.“ Es müsse dennoch
alles unternommen werden, um Behandlungsfehler zu verhindern, hier stehe „aus Fehlern
und vor allem aus Beinahe-Fehlern lernen“ an
erster Stelle. Notwendig sei eine neue FehlerKultur, die auch dazu beitrage, „Behandlungsfehler-Vorwürfe in transparenten und zügigen
Verfahren aufzuarbeiten.“
Ärzte verlieren ihren Haftpichtschutz nicht durch Entschuldigung
Erwartungsgemäß wurden bei der Tagung viele Situationen geschildert, in denen Patienten
einen Behandlungsfehler erlitten (in einem
Beitrag eines Richters aus dem Arzthaftungsbereich wurde auch bewusst zwischen Behandlungsfehler und Komplikation differenziert) – Erlebnisse, die zeigen, dass sich im
Umgang miteinander sicher grundsätzlich etwas verändern muss, nicht zuletzt unter rechtlichen Aspekten. So sei es für manche Patienten schon ausreichend, wenn der behandelnde
Arzt das unerwünschte Ergebnis als nicht den
Zielen entsprechend anerkenne („Klärung
der Lage“) und sich persönlich entschuldige
(„Verständnis“), weniger aber um „pekuniäre
Ansprüche“ – offenbar geschieht dies oft aus
Unkenntnis der aktuellen Rechtslage, wie sich
bei den zahlreichen Gesprächen in den Pausen
auch mit Medizinrechtlern ergab, denn den
Schutz ihrer Haftpichtversicherung verlieren Ärzte durch solche Bemerkungen offenbar
nicht. Wenn dies so stimmt, gilt es den Berufsstand entsprechend aufzuklären. Dass rechtliZBB Ausgabe 2/2010
che und versicherungsrechtliche Aspekte die
Konfrontation zwischen Ärzten und Patienten
deutlich verschärfen und das Patienten-ArztVertrauens-Verhältnis enorm belasten, war ein
häug genannter Aspekt bei der Tagung und
zeigt auch auf, wo ein weiterer wichtiger Hebel
zur Verbesserung der Situation zu bewegen
Patienten haben aber auch
Pichten
Das Referententeam der Tagung war für diese
Phase der Entwicklung schon recht erfreulich
besetzt. Auch der Aspekt „Schutz der Ärzte“
kam mehrfach zu Wort – sehr zurückhaltend
und nicht im Zentrum der Beiträge, aber im
Rückblick auf frühere Diskussionen zur Thematik „Patientenschutz“ ist man geneigt zu sagen:
immerhin. Dass auch Ärzte ihre Anspruchsrolle
bei „Patientenrechten“ haben, zeigte ein interessantes Beispiel aus Österreich, das Modell
Patientenanwälte (keine Rechtsanwälte, sondern Mediatoren). Prof. Dr. Konrad Brustbauer berichtete über das Angebot in Wien und
merkte an: „Es gibt auch Spitäler, die mit ihren Patienten nicht zufrieden sind – damit beschäftigen wir uns ebenso. Es ist hilfreich und
heilsam für Patienten zu sehen, dass es auch
Pichten gibt.“
Kooperation zwischen BZÄK und
UPD angedacht
Schon während der Koordinierungskonferenz
Öffentlichkeitsarbeit von BZÄK und KZBV im
September 2009 stand „Patientenorientierung“
im Zentrum. Zu den Referenten gehörten Marcel Weigand, UDP, und Dr. Günther Jonitz, Präsident der Berliner Ärztekammer und Initiator
einer Aktion zum Umdenken in der Behandlungsfehlerpolitik. Die UPD hatte deutlich machen können, dass sich das Angebot nicht in
Konkurrenz zu den etablierten Patientenberatungsstellen und auch nicht als fachliche Urteilsinstanz sieht, sondern als „Lotse“ für die
Patienten. Die Bundeszahnärztekammer diskutiert derzeit eine sinnvolle Form der Kooperation, in der die Zahnärzte Mitspracherecht
Deutschland nden
Dr. Klaus Bartling neuer Präsident
Dr. Heide Weitkamp,
Dr. Dr. Jürgen
Regierungspräsidentin Marianne
Thomann-Stahl
Bundesverdienstkreuz für Ehrenpräsidenten Dr. Dr. Weitkamp
(ZBB) Dr. Dr. Jürgen Weitkamp, langjähriger Präsident der Bundeszahnärztekammer
(BZÄK), erhielt das Bundesverdienstkreuz 1.
Klasse. Damit wurde er für sein standes- und
berufspolitisches Engagement ausgezeichnet.
Bereits 1995 war ihm das Verdienstkreuz am
Bande verliehen worden. Seitdem habe Weitkamp „sein Engagement intensiviert fortgesetzt und vor allem zukunftsweisende Initiativen für das Gesundheitswesen auf den Weg
gebracht“, so hieß es in der Begründung.
Dr. Dr. Weitkamp war von 2000 bis 2008 Präsident der BZÄK. Danach wurde er zum Ehrenpräsidenten gewählt. Von 1990 bis 2001 war
er Präsident der Zahnärztekammer WestfalenLippe und seitdem auch dort Ehrenpräsident.
Der Zahnarzt Dr. Klaus Bartling ist neuer Präsident der Zahnärztekammer Westfalen-Lippe
(ZÄKWL). Der 56-Jährige wurde in der konstituierenden Kammerversammlung am 30. Januar 2010 in Münster gewählt. Dr. Bartling ist
niedergelassener Zahnarzt in Dortmund und
gehört seit 12 Jahren dem Vorstand der Zahnärztekammer Westfalen-Lippe an, von denen
er acht Jahre bereits das Amt des Vizepräsidenten ausübte. Dr. Bartling löste damit den
bisherigen Präsidenten Dr. Walter Dieckhoff
ab. Der neue Vizepräsident ist der Bielefelder
Zahnarzt Jost Rieckesmann.
Die Delegierten wählten zudem einen neuen
Vorstand. Im Amt bestätigt wurden Dr. Martina Lösser aus Siegen und Dr. Klaus Befelein
aus Sprockhövel. Neu im Vorstand sind HansJoachim Beier aus Hattingen, Dr. Detlev Buss
aus Borken, Dr. Gordan Sistig aus Marl sowie
Rüdiger Winkelmann aus Espelkamp.
Dr. Bartling sieht seine Verpichtung für die
Belange des zahnärztlichen Berufsstands klar
deniert: „Ziel der Kammerarbeit wird es weiterhin bleiben, die Qualität der Patientenversorgung auf hohem Niveau zu gewährleisten.
Ein freiberuich tätiger Zahnarzt ist wichtiger Bestandteil des Gesundheitswesens in
Deutschland.“ Der Vorstand ist für eine Legislaturperiode von fünf Jahren gewählt worden.
Dr. Klaus Befelein,
Dr. Martina Lösser,
ZA Hans-Joachim
Präsident Dr. Klaus
Vizepräsident ZA
Jost Rieckesmann,
Dr. Gordan Sistig,
ZA Rüdiger
Dr. Detlev Buss
Verabschiedung Dr. Dieckhoff
Mit der Wahl des neuen Kammervorstands am
30. Januar endete eine Ära. Dr. Walter Dieckhoff, der die Geschicke der Zahnärztekammer
Westfalen-Lippe fast neun Jahre lang leitete,
trat nicht mehr zur Wahl an. Für die westfälischlippische Kollegenschaft sind seine Leistungen
nicht hoch genug einzuschätzen. Hervorgehoben seien nur sein unermüdlicher Einsatz
und sein Engagement für den Berufsstand auf
Ebene der Bundeszahnärztekammer. Als Vorstandsmitglied der selbigen zeichnete er verantwortlich für den Bereich der Fort- und Weiterbildung. Insoweit übte er über lange Jahre
das Amt des alternierenden Vorsitzenden des
Gemeinsamen Beirats Fortbildung der BZÄK,
DGZMK und KZBV aus. Als Mitglied des Ausschusses Qualität in der Zahnmedizin konnte
er wichtige Impulse setzen.
Seiner Nachhaltigkeit ist es zu verdanken, dass
die Beziehung zur Rechtsaufsicht der Zahn-
WestfalenLippe auf ein
h e r v o rr a g e n des Niveau gebracht werden
Souverän leitete
Amtszeit zwei
Jahre lang die
Arbeitsgemeinschaft der neun
nordrheinwestfälischen Heilberufskammern als deren Vorsitzender. Als Vorsitzender der Apollonia zu
Münster–Stiftung der Zahnärzte in WestfalenLippe setze er die Arbeit seines Amtsvorgängers erfolgreich fort.
Ausgeschieden aus dem Vorstand sind ebenfalls Dr. Gerhardus Kreyenborg, Dr. Bernhard
Reilmann sowie Dr. Franz-Josef Wilde.
Das Fritz-Beske-Institut aus Kiel stellte in Berlin eine neue Studie „Bedarfsgerechte
Gesundheitsversorgung mit begrenzten Mitteln“ vor. Die Autoren schlagen vor, wie
auch in Zukunft verlässliche Parameter für alle Patienten geschaffen werden können.
Öffentlichkeitsarbeit KZVLB
Deutsche Patienten halten eine Gesundheitsversorgung für selbstverständlich, die weltweit
ihresgleichen sucht. Wir haben uns so sehr daran gewöhnt, dass wir ignorieren, wenn jemand den mahnenden Zeigenger hebt und
auf die demographischen Prognosen der kommenden 50 Jahre verweist. Da die Gesellschaft
sich schwertut, die Realität zu akzeptieren,
wird sie mit einer Entwicklung zurechtkommen
müssen, auf die sie nicht vorbereitet ist.
Die Studie „Bedarfsgerechte Gesundheitsversorgung bei
begrenzten Mitteln
wurde publiziert in
Band 116 des Fritz
Beske Instituts für
Bereits 1977 warnte der Arzt und Gesundheitsökonom Prof. Fritz Beske vor der RundumVersorgungsmentalität und postulierte: „Mit
begrenzten Mitteln keine unbegrenzten Leistungen“. Er untermauerte seine Theorie mit
handfesten Zahlen, doch ofziell ist in der Politik davon bisher nichts angekommen. Zumindest fand kein Politiker den Mut, den Versicherten zu sagen, dass nicht alles, was medizinisch
möglich ist, in Zukunft auch bezahlt werden
kann und dass mit einem „weiter so“ die gesetzliche Krankenversicherung alles andere als
Forschung in Kiel.
Während heute der Leistungsbedarf der Versicherten das Finanzvolumen der GKV bestimmt,
wird spätestens in zehn Jahren, also wenn die
geburtenstarken Jahrgänge zur Altersgruppe
der Alten werden, ein Paradigmenwechsel eintreten. Dann wird das der GKV zur Verfügung
stehende Finanzvolumen den Leistungsumfang
bestimmen. Noch deutlicher als heute wird sich
zudem zeigen, dass die Medizin mehr leisten
kann, als die Solidargemeinschaft der gesetzlich Versicherten zu zahlen in der Lage ist. Damit Patienten auch weiterhin auf die gesetzliche Krankenversicherung vertrauen können,
muss jetzt mit der Diskussion begonnen werden, wie künftig das Notwendige bereitgestellt
werden soll. Diese Debatte wird sich um die
Priorisierung und Rationierung von Leistungen
drehen – Schlagworte, bei denen jeder GKVVersicherte zusammenzuckt. Doch laut Beske
muss endlich die Verteufelung der Begriffe einer ehrlichen Diskussion weichen, in der Priorisierung für „Aufstellung der Maßnahmen nach
Wertigkeit“ steht und das Wort „Rationierung“
enstprechend seinem lateinischen Ursprung
als Vernunft begriffen wird.
Rationierung gibt es heute schon, doch sie
funktioniert heimlich, intransparent und nicht
öffentlich und löst so bei den Patienten das Gefühl der Ungerechtigkeit aus. Was Beske will, ist
eine öffentlich gemachte, transparente Denition eines Leistungskataloges, bei der jeder weiß,
was er von seiner Krankenkasse erwarten kann
und in welchem Bereich er selbst vorsorgen
muss. Dazu heißt es in der Studie: „Jeder Bürger muss die Gewissheit haben, dass er, wenn
er ernsthaft krank ist, einen zeitnahen Zugang
zur notwendigen medizinischen Versorgung
hat. Kein Bürger darf durch die Kosten für eine
notwendige Versorgung in existenzielle Not geraten“. Daneben kann Beske sich jedoch auch
wachsende private Vorsorge, Wartelisten und
das Ausklammern von Leistungen vorstellen.
So richtig und wichtig die Forderungen der Studie sind - diese Diskussion muss erst einmal
angestoßen werden. Das größte Problem wird
darin bestehen festzulegen, was als notwendig
gilt und damit auch weiterhin nanziert wird,
und was nicht. Es ist außerdem an der Zeit,
die GKV endlich von Leistungen zu entrümpeln, die eigentlich aus Steuern bezahlt werden müssten. Deshalb ist die Sorge des großen
alten Mannes der Gesundheitsökonomie wohl
leider nur zu realistisch: „Meine Arbeit wird auf
Ablehnung stoßen, weil sie eine unbequeme
Wahrheit verkündet. Doch die Wirklichkeit wird
die Politik einholen“.
Süßes Gift mit Nach- und Nebenwirkungen
(ZBB) Wer glaubt, seiner Praxis durch die Teilnahme an einem Selektivvertrag Gutes zu
tun, irrt. Doch es ist nicht immer leicht, die
Wahrheit aus verlockend klingenden Verträgen
herauszultern. Rainer Linke informiert nicht
nur die Zahnärzte im Land Brandenburg. Zu
ihrer Regionalberatung in Cottbus hatte die
Zahntechnikerinnung Berlin/Brandenburg das
KZV-Vorstandsmitglied eingeladen. Die ca. 20
Teilnehmer folgten den Argumenten voller Interesse und stellten zahlreiche Fragen. Die
vorläug letzte Veranstaltungen ndet im April
in Frankfurt (Oder) statt.
Weßlau hatten als „Männer der ersten Stunde“
viel Interessantes zu resümieren. Dr. Weßlau
zeigte in einer Präsentation längst vergessene
Dokumente aus den Anfangsjahren des Verbandes. Der Verbandsvorsitzende, Dr. Eberhard
Steglich, bedankte sich bei allen Verbandsmitgliedern für 20 Jahre engagierte Arbeit.
Dr. Eric Banthien, Vorstandsvorsitzender der
KZV Hamburg und als Vorsitzender der IGZ
dem Verband seit Beginn verbunden, fand lobende Worte für die Vordenker im Verband, die
viele mutige Ideen hervorgebracht hätten. Mit
Gesprächen und lebhaften Diskussionen verbrachten die Verbandsmitglieder die Feier.
(ZBB) Zu einer Festveranstaltung anlässlich
seines 20-jährigen Bestehens hatte der Verband Niedergelassener Zahnärzte am 26. Februar 2010 eingeladen. Im Avendi-Hotel am
Potsdamer Griebnitzsee trafen sich Verbandsmitglieder und ihre Gäste.
An einem Geburtstag, noch dazu einem runden, ist es üblich, Rückschau zu halten und sich
an die eine oder andere Anekdote aus diesen
vielen Jahren zu erinnern. Der Verbandsvorsitzende, Dr. Eberhard Steglich, der Vorsitzende
der IGZ, Dr. Eric Banthien und Dr. Karl-Heinz
Der stellvertretende Vorsitzende des Vorstandes der Kassenzahnärztlichen
Vereinigung Land Brandenburg und Präsident des Landesverbandes der Freien Berufe,
Dipl.-Med. Thomas Schmidt, lud zum festlichen Empfang am 12. Februar ein.
Maizière und vom 3. Oktober 1990 bis Dezember 1990 Mitglied des Deutschen Bundestages.
Als um das Jahr 1994/1995 der damals noch
ehrenamtliche Vorstand der KZV Land Brandenburg mit einer kompetenten Persönlichkeit
verstärkt werden musste, el sehr schnell der
Name Thomas Schmidt. Aus dem Ehrenamt
wurde im Jahre 2005 ein hauptamtlicher Vorstandsposten.
Jubiläums hatten die
der Freien Berufe zu
Empfang eingeladen. Laudator war
KZV-Vorstandsvorsitzende Dr. Gerhard
(ZBB) Vertreter der zahnärztlichen Körperschaften, Präsidenten der Mitgliedsverbände
des LFB und Mitarbeiter der KZVLB nahmen am
festlichen Geburtstagsempfang für Dipl.-Med.
Thomas Schmidt teil. In einer launigen Rede
dankte Dr. Bundschuh dem Jubilar für seine 15
engagierten Jahre im Vorstand der KZVLB und
stellte den berufspolitischen Werdegang des
Jubilars dar.
Bereits vor seiner Zeit in der KZV war Thomas
Schmidt in der Politik aktiv: Am 18. März 1990
wurde er Mitglied der Volkskammer und gesundheitspolitischer Sprecher der DSU-Fraktion, war bis zum 3. Oktober 1990 Parlamentarischer Staatssekretär der Regierung Lothar de
Von Beginn an engegierte er sich vehement für
die Interessen seiner zahnärztlichen Kollegen.
Sein standespolitisches Handeln setzte Prämissen, wie zum Beispiel die Freiberuichkeit
des zahnärztlichen Berufes bei angemessener
Honorierung zu erhalten und die den Freiberuern aufgezwungenen bürokratischen Reglementierungen mit dem Ziel abzubauen, der
zahnärztlichen Selbstverwaltung den Rücken
Zu den 15 Jahren KZV-Arbeit kommen für Thomas Schmidt zehn Jahre als Präsident des
Landesverbandes der Freien Berufe. Auch hier
fällt die Bilanz erfreulich aus, wofür ihm Vizepräsident Michael Klauß dankte: Die Zahl der
Mitgliedsorganisationen hat sich mit 20 seit
damals fast verdoppelt. Heute vertritt der Landesverband der Freien Berufe Brandenburg
rund 7.000 Freiberuer, die 32.000 weiteren
Menschen in Brandenburg sichere und gute
Arbeit geben. Er ist geschätzter und geachteter Partner der Politik. Unter seiner Ägide
kommen jedes Jahr die Freiberuer-Präsidenten mit dem Ministerpräsidenten zusammen.
Gute Kontakte gibt es zum Landesparlament
und zu den politischen Parteien. In Potsdam
wurde eine gut funktionierende Geschäftsstelle geschaffen, der Verband hat sich eine neue
Satzung gegeben und bei der jüngsten Wahl
den Vorstand vergrößert, um die Arbeit auf
mehr Schultern zu verteilen. Seit vielen Jahren
erscheint als Publikation die LFB-Information,
der Verband ist im Internet unter: www.freieberufe-brandenburg.de präsent.
Michael Klauß, überbringt die Glückwünsche
für die Belange der Freiberuer: „Im Namen
der Freiberuer Brandenburgs gratulieren wir,
Nichts davon geschah im Selbstlauf, sondern der Vorstand des LFB Brandenburg und die Geist das Resultat unermüdlicher Arbeit und be- schäftsstelle, sehr herzlich und wünschen uns
achtlicher Durchsetzungskraft. Michael Klauß auch weiterhin einen so integren und sympadankte dem Jubilar für seinen großen Einsatz thischen Präsidenten.“
Spenden brachten neues Fenster für die Kirche
„Keine Geschenke“ hatte sich Thomas Schmidt
zu seinem Geburtstag gewünscht. Ausdrücklich erwünscht war hingegen eine Spende für
die alte Dorfkirche in Groß Zicker auf der Insel
Rügen. Den Gästen geel diese Idee und sie
füllten das Spendenkonto. 2.135 Euro kamen
zur Freude von Pfarrer Olav Metz zusammen,
der bereits eine konkrete Verwendung für die
Summe hat.
Die kleine Backsteinkirche aus dem Jahre
1360 verfügt über einen der wenigen noch
erhaltenen mittelalterlichen Schnitzaltäre und
mittelalterliche Ausstattungsstücke, wie ein
Altarkruzix, eine Bronzeglocke und einen
Sakramentsschrein, der aus einem einzigen
Eichenstamm gehauen wurde. Um den Erhalt
dieser Kostbarkeiten macht sich der Pfarrer
seit einiger Zeit Gedanken. Weil das Erdreich
an der Nordseite der Kirche fast einen Meter
über dem Innenraum liegt, herrscht zu hohe
Feuchtigkeit in der Kirche.
des Kircheninneren in Angriff genommen werden. Noch verschließt lediglich eine dicke Pappe das Fensterloch, doch sobald die Außentemperaturen es zulassen, wird sie durch das
neue Fenster ersetzt.
Ein Dankeschön aus dem Pfarramt
In einem Brief bedankte sich Pfarrer Olav Metz
für die Spende und wünschte Thomas Schmidt
Gottes Segen für seinen weiteren Weg.
Dank der Geburtstags-Spende kann nun ein
Lüftungsfenster eingebaut und alle weiteren
notwendigen Maßnahmen zur Entfeuchtung
OMR Dr. med. dent.
geboren am 20. Dezember 1920
verstorben im Januar 2010
aus Hönow
verstorben im Februar 2010
Autor: Dr. W. Bengel,
Freude am Beruf zu haben, auch wenn die Rahmenbedingungen einmal schwieriger werden,
gehört sicher zu den Geheimnissen jedes im
Beruf erfolgreichen Menschen. Von der Art des
Berufes ist dies weitgehend unabhängig. Hingabe an die Aufgabe gehört dazu, das Gefühl
der Kompetenz, sich nicht als Opfer zu fühlen,
und die menschliche Beziehung.
„Freude am Beruf“
– beim Fotowettbewerb aus Anlass des
Zahnärztetages
Der diesjährige Fotowettbewerb steht unter
dem Thema „Freude am Beruf“, wobei der Bildinhalt natürlich nicht auf den zahnmedizinischen Bereich begrenzt ist. Es kann der Fischer,
der sich über seinen Fang freut, sein oder der
Uhrmacher, der Feuerwehrmann ebenso wie
Nehmen Sie teil und zeigen Sie eine der wichtigsten Aspekte jedes beruichen Handelns
mit Ihren besten Bildern!
Nach dem großen Erfolg der Fotowettbewerbe in den Vorjahren wird für den Deutschen
Zahnärztetag 2010 wieder ein Fotowettbewerb
ausgeschrieben. Teilnehmen kann jeder, eingereicht werden sollten eine bis maximal drei
Abbildungen im Format 30 x 40 cm, zusätzlich
die Bilddatei in einer Größe von ca. 1024 x
768 Pixeln. Ausdruck und Datei sind bitte an
das Büro der DGZMK in Düsseldorf zu senden
(dgzmk@dgzmk.de; Liesegangstr. 17 a, 40211
Düsseldorf.)
Wie auch in den Vorjahren stehen beim großen
Gemeinschaftskongress der Fachgesellschaften der DGZMK wertvolle Sachpreise zur Verfügung. Eine Jury wird die Siegerbilder ermitteln.
Zahnärzte, die
sich bitte mindestens zehn Wochen
Jana Zadow,
LZÄKB, Tel.
03 55 381 48-15.
... allen Zahnärztinnen und Zahnärzten, die in den Monaten Mai und Juni ihren
Ehrentag feiern. Wir wünschen Ihnen allen beste Gesundheit, viel Spaß am Leben
sowie schöne Stunden im Kreise Ihrer Familie. Ganz besonders gratulieren wir ...
zum 80. am 18. Mai
zum 89. am 24. Juni
zum 75. am 8. Juni
zum 98. am 18. Mai
ZÄ Dorothea Altenburg
SR Dr. med. dent. Gisela
Hellwig aus Mühlenbeck
ZÄ Eva Gleistein
SR Dr. med. dent. Erika
Fuchs aus Potsdam
zum 75. am 6. Mai
zum 84. am 24. Juni
zum 70. am 12. Juni
zum 89. am 26. Mai
Dr. med. dent. Christa Zech
aus Massen
SR Rotraud Ragotzky
Dr. med. dent. Erna Kristalle
Dr.med.dent. Margot Kraus
zum 70. am 9. Mai
zum 83. am 1. Juni
zum 70. am 19. Juni
zum 86. am 24. Mai
Dr. med. dent. Eva Hoth
Dr. med. Hans-Jürgen Freund
ZA Günter Zwick
ZÄ Hannelore Bansemer
zum 70. am 11. Mai
zum 83. am 10. Juni
zum 70. am 22. Juni
zum 82. am 10. Mai
Dr. med. dent. Hans-Georg
Huhle aus Templin
Dr. med. dent. Eberhard Paul
Dr. med. dent. Heinz Zylla
Dipl.-Med. Hilde Kähler
zum 70. am 31. Mai
zum 81. am 2. Juni
zum 70. am 25. Juni
zum 82. am 26. Mai
ZÄ Ursula Dommnick
aus Altfriedland OT Karlsdorf
Dr. med. Siegbert Gendritzki
SR Dr. med. Erika Weigel
Dr. med. dent. Gertraud Köhler-Peter aus Forst (Lausitz)
zum 65. am 10. Mai
zum 81. am 8. Juni
zum 65. am 5. Juni
ZÄ Sabine Wiesner
SR Dr. med. dent. Rolf Hagin
ZÄ Inge Siegel
zum 65. am 19. Mai
zum 81. am 19. Juni
zum 65. am 6. Juni
ZA Hans-Theo Weidner
Dr. med. Volker Rielow
Dr. med. dent. Christa
Schefer aus Potsdam
ZÄ Gudrun Krastel aus
zum 81. am 28. Juni
zum 65. am 23. Juni
zum 81. am 25. Mai
ZÄ Rosemarie Holtschke
SR Wolfgang Renner
Dipl.-Med. Hannelore Starke
zum 80. am 18. Juni
zum 81. am 5. Mai
Dr. med. dent. Gisela Jagusch
zum 81. am 10. Mai
Dr. med. dent. Ulrich Sikora
zum 98. am 7. Juni
MR Dr. med. dent. Kurt
Wollenhaupt aus Teupitz
SR Heinz Lange
Das Buch „Meilensteine der Wissenschaft“ vereint insgesamt 250 Porträts
wissenschaftlicher Entdeckungen. Eine davon kam von Barbara McClintock, die unter
anderem Untersuchungen über bewegliche genetische Elemente durchführte.
Bis 1931 hatte McClintock nachgewiesen, dass
der genetische Austausch während der Produktion der Keimzellen – der so genannten Meiose
– mit einem Materialaustausch zwischen den
Nachdem sie 1927 an der amerikanischen Cor- Chromosomen einhergeht. Diese Experimente
nell-Universität in Botanik promoviert hatte, gelten als Meilensteine in der Geschichte der
wandte sich Barbara McClintock (1902 – 1992) Genetik, da sie den Zusammenhang zwischen
der Genetik der Maispanze zu. Damals war den Chromosomen und der Vererbung der
die Tauiege der meistverwendete „Modellor- Gene nachwiesen.
ganismus“ der Genetik, aber an der CornellUniversität wurde bevorzugt an Mais gearbei- McClintock ist jedoch vor allem für ihre Arbeitet. Die Farben der Körner an einem Kolben ten über „springende Gene“ bekannt geworsind gute Anzeiger des in der Panze aktiven den. Im Jahre 1941 wechselte sie zum Cold
Erbgutes, und ihre großen Chromosomen, also Spring Harbor Laboratory im Bundesstaat New
die Träger der Gene, lassen sich unter dem Mi- York, das zu einem berühmten Sammelplatz
kroskop bequem untersuchen. Schließlich gibt für Pioniere der Molekularbiologie avancieren
die lange Reifungszeit von Mais den Forschern sollte. Als ihr aufgefallen war, dass auf den
ausreichend Zeit für die durchdachte Planung Blättern und Körnern ihrer Maispanzen ab
und an seltsam gefärbte Punkte und Flecken
ihrer genetischen Experimente.
auftauchten, wandte sie sich den Kontrollmechanismen für die Gene zu, welche die Farben
festlegen. Sie entwickelte die Vorstellung, dass
es bewegliche genetische Einheiten geben
muss, die ihre Position innerhalb eines Chromosoms verändern können. Wenn sie mitten
in ein Gen springen, verhindern sie unter Umständen, dass es ein- oder abgeschaltet wird.
Das Genom – die Gesamtheit des Genbestands
einer Zelle – erwies sich als viel veränderlicher,
als es selbst die kühnsten Köpfe bis dahin angenommen hatten.
Quelle: „Meilensteine der Wissenschaft“,
Herausgeber: Peter Tallack, Spektrum Akademischer Verlag Heidelberg – Berlin, 2002
im Jahr 1983, als sie
im Alter von 81 Jahren den Nobelpreis
Als McClintock ihre Befunde 1951 der Genetiker-Gemeinde vorstellte, begegnete man ihr
mit Unverständnis und Ablehnung; es gab sogar Gemunkel über ihren Geisteszustand. Im
Laufe der Siebzigerjahre jedoch entdeckte man
McClintocks bewegliche genetische Elemente, die „Transposons“, auch in etlichen anderen Organismen. Für ihre Pionierarbeit wurde
Barbara McClintock 1983 – im hohen Alter von
81 Jahren – mit dem Nobelpreis für Physiologie
oder Medizin ausgezeichnet.
Manchmal ist weniger mehr: Schweigepicht
Zweifelhafte „Vorteile“ durch Selektivverträge
Tag der Zahngesundheit 2009 vorbereiten
Fotowettbewerb zum Deutschen Zahnärztetag ’09
DGÄZ schreibt Wettbewerb „Young Esthetics“ aus
Die Computer-Spende der LZÄKB ist angekommen!
Darwinjahr 2009: „Dahinter steckt ein Genius“
Schiefe Zähne - schiefe Kinder - Kopfschmerzkinder?
Wir gratulieren / Zahnarztausweise ungültig
Glück mit dem 13.: erfolgreicher Prophylaxetag
Hängepartie und eine seltene Spezies
Pizzabestellung a la 2015 ... (Vorsicht: Glosse!)
Noch vier Monate bis zum Punkte-Stichtag
Gingivale Gesundheit: rezessionsfreie Schönheit oder
funktionelle Langzeitstabilität?
Kostenfreier Informationsabend ZMP-Seminar
Sechs Zulassungsanträgen wurde entsprochen
Der Blick ins Internet – Fundsachen für Sie
Das Kreuz mit dem Kreativ-Sein
Scheingemeinschaftspraxen sind gefährlich
Attraktive Angebote direkt vor der Haustür
Gut planen: die Abgabe einer zahnärztlichen Praxis
Praxisteam soll vom Angleich protieren
Dr. Lenke bleibt Präsident in Baden-Württemberg
Zahnärztliche / KFO-Versorgung im Bereich der KZVLB
Ungebrochenes Interesse an Implantaten
Qm mit der KZV leicht gemacht
Zahnärztekammer Berlin wählt neuen Vorstand
Das Zahnärzteblatt wird im Oktober 20
KZV auf neuen gesundheitlichen Pfaden
Es gibt Hürden für Kinder und Eltern aus sozial
„Brandenburgisches Zahnärzteblatt“ im Visier
Mit dem Teleskop den Sternenhimmel erobern
Pfaff: Wichtige Termine zum Vormerken und Buchen
Charité sucht ihre Golddoktoren
Implantologie im Fokus der GOZ-Sprechstunde
Dienstagabendfortbildung in Berlin
Ausbildung tut not – Fachkräftemangel droht
Gaba Praktikerpreis der DGZ
Was ist neu beim Versorgungswerk?
Zahnrat-Faxformular
Rückfall ins Kaiserreich?
Potsdamer Schülertag mit Zahngesundheitsthemen
Behindertenmesse: Integration ist die beste Hilfe
Wird das Vergütungsniveau endlich angeglichen?
Bundeskanzlerin feiert 60. mit Freiberuern
Kammerversammlung: Schöner Erfolg für die
KZV-Stand Besuchermagnet in Eberswalde
KZBV bittet um Mithilfe bei Kostenstrukturerhebung
KZV-Mitarbeiterin erfolgreich im Supermarathon
Koordinierungskonferenz Qualitätsmanagement
Glückliche Kinderaugen sind schönster Dank
Biker spenden für Behandlungszentrum
Zahnersatzversorgung im Ausland mangelhaft
Der Blick ins Internet: die Patientenberatung
Start für 6. Fortbildungsgang der AS-Akademie
Fax-Bestellformular für die Patientenzeitschrift ZahnRat
Wenn die Sucht die Kontrolle übernimmt
Zehn Zulassungsanträgen wurde entsprochen
Gesundheitsmesse in Erkner
Auf Bildungsmessen für ZFA-Nachwuchs werben
Pfaff : Dentalhygienikerinnen im Fokus
QM ist keine Hexerei
Kurs „Die Sinuslift-OP in der Praxis“ als Resümee
Barrieren bei der Sanierung von Milchzähnen
An den Programmen messen... und wählen
Medikamente in der Parodontaltherapie
Mit Volldampf zurück zum Zentralismus
Auch mal abweichen ...
Praxisbeispiele von Kollegen für Kollegen
Kommunikation und Gemeinsamkeit zählen
Als freier Mitarbeiter in einer Zahnarztpraxis?
Deutsche zurückhaltend mit Dentaltourismus
Thema verfehlt? Ein Kommentar zur IDZ-Studie
Brandenburg begrüßt Verbot der
AOKs Berlin und Brandenburg künftig vereint
Vorerst keine Ost-West-Angleichung in Sicht
Wichtige Internetseiten für Ihre Praxistätigkeit
Erste Satzung zur Änderung der Beitragsordnung der
20 Prozent brauchen eine intensive Einzelbetreuung
Prüfungstermine für den Zeitraum 2009/2010
Probezeit - Zeit zum Probieren, ob es passt
Koalitionsvertrag mit Hoffnungsschimmer
Vorsorge für Hinterbliebene erweitert
Silberne Ehrennadel für zwei Zahnärzte
Strafanzeige gegen Patienten sträich?
Zahnärzte fordern: Endlich Bürokratieabbau
Ein Westfale wird Brandenburger
Gruss zum Jahreswechsel
20 Jahre ZBB - ein Beitrag von anno 1990
Neuausrichtung des Berufsstandes gefordert
Neue Leiterin Finanzen/Haushalt der LZÄKB
Kinderzahnmedizin in Brandenburg „up to date“
apoBank: Herbert Pfennig folgt Günter Preuß
Kinderzahnheilkunde soll praktisch umsetzbar sein
Planung für die XVI. Kongress-Schiffsreise beginnt
Fotoimpressionen Brandenburgischer Zahnärztetag
1. Potsdamer Firmenlauf mit KZV-Beteiligung
Nach der Prüfung ist vor der ZFA-Prüfung
Z-PMS 2009 ist seit Dezember verfügbar
Fax-BestellFormular für aktuelle ZahnRat-Ausgaben
Auswertung der ZahnRat-Umfrage im Land
Wir trauern 41
Wrigley-Prophylaxe Preis-Ausschreibung 2010
Anmeldeformular Curriculum Allgemeine
Pfaff -Berlin: Starke Curricula und Strukturierte
Ein subatomarer Geist, ein Phänomen
Fortbildung im Advent: der Berliner Prophylaxetag
Wenn der MDK einen Fall zu begutachten hat ...
Bekanntmachungen der Widerspruchsstelle der KZVLB
Ästhetische Zahnprobleme großes Beratungsthema
Die Welt der schönen neuen Selektivverträge ...
14. Sportwochenende in Bad Saarow
Kieferorthopäden informieren über AD(H)S-Kinder
Patientenorientierung - was sonst?
QM mit der KZV leicht gemacht (Teil 2)
1957: Der Sprachinstinkt wird begründet
Fünfzehn hat‘s erwischt
Trümpfe mit Aufstiegsfortbildung und Curricula
Dem Patienten gebührenrechtlich Recht getan
Praxisausfallversicherung in der Zahnarztpraxis
Vorsicht walten lassen bei Privatpatienten?
Versorgungswerk : Erfolg für Kindererziehende
Die Sommerprüfung erfolgreich bestanden
Zum Einsatz von Fluorid innerhalb der IP
Für perfekte Vor-Ort-Partnerschaft
Neue rechtliche Vorgaben bei Röntgengeräten
Neuzulassungen im Land Brandenburg
Besuch aus Kenia in der KZVLB
Jubiläum für „Ins Maul geschaut“ in Cottbus
Brandenburgische Senioren auf Berliner Tour
Der Herbst ist Gesundheitsmessezeit
SIE HABEN FORMAT
je mm 1,00 €
Format 43 mm breit x 30 mm hoch:
Format 43 mm breit x 70 mm hoch:
Format: 90 mm breit x 32 mm hoch:
1/1 Seite s/w (180 x 270 mm)
2.410,– €
1.327,– €
1/3 Seite s/w (55 x 270 mm/180 x 88 mm)
1/4 Seite s/w (88 x 126 mm/180 x 62 mm)
1/8 Seite s/w (88 x 62 mm/180 x 30 mm)
Postanschrift: Postfach 100722, 03007 Cottbus
FÜR DIE KZVLB
Rainer Linke (verantwortlich)
Internet: http://www.kzvlb.de
FÜR DIE LZÄKB
gemeinsames Internetportal: http://www.zahnaerzte-in-brandenburg.de
1/2 Seite s/w (88 x 270 mm/180 x 126 mm)
Private Gelegenheitsanzeigen:
Tel.: 030 - 761 80-663 · Fax: 030 - 761 80 693
E-Mail: rummler@quintessenz.de
KZV LB: Dr. Gerhard Bundschuh, Dipl.-Stom. Sven Albrecht, Raimar Köster,
LZÄKB: Dipl. -Stom. Jürgen Herbert, Dr. Eberhard Steglich
„Zahnarzt“ ist die formelle Bezeichnung gemäß Zahnheilkundegesetz. Im Interesse einer leichteren Lesbarkeit wird auf die weibliche bzw. männliche Form
der Berufsbezeichnung verzichtet. Das gleiche gilt für die Berufsbezeichnungen
„Zahnmedizinische Fachangestellte“, „Zahnmedizinische Verwaltungsassistentin“,
„Zahnmedizinische Prophylaxeassistentin“, „Zahnmedizinische Fachassistentin“ und
„Dentalhygienikerin“.
BDI/Schwarz, Bezirksregierung Detmold, Birgit Dohlus, Christina Pöschel,
Grakdesign Schwarz, proDente e. V., Jana Zadow
Einwilligung des Verlages nicht erlaubt.
Quintessenz Verlags-GmbH, Komturstraße 18, 12099 Berlin
Telefon: 030 76180-5, Telefax: 030 76180-693
Zur Zeit ist die Anzeigenpreisliste Nr. 9/2002 gültig
Herstellung: Heike Rohde
ISSN 0945- 9782
Bezugspreis ist mit dem Mitgliedsbeitrag abgegolten. Bezugsgebühr: jährlich 19,– €
Remin Pro, das ist die neue schützende Zahnpegecreme von
VOCO zur Erweiterung des OralCare-Angebots des Zahnarztes.
Sie dient der sanften Regeneration der Zahnhartsubstanz bei
verschiedenen Indikationen. So
etwa nach konservierender Zahnbehandlung, der professionellen Zahnreinigung, dem
Bleaching oder bei kieferorthopädischen Behandlungen.
Remin Pro trägt zur Neutralisation plaquebedingter Säuren bei. Mit seinem Gehalt an Hydroxylapatit und Fluorid
fördert es die natürliche Remineralisation und sorgt damit für eine Stärkung des Zahnschmelzes. Indem es sich
wie ein Schutzlm auf die Zahnhartsubstanz legt, beugt
Remin Pro Hypersensitivitäten vor. Durch seine den
Zahnschmelz auffüllende Wirkung glättet es die Zahnoberächen spürbar ab und erschwert so die Anhaftung
bakterieller Zahnbeläge. Remin Pro gibt es in den drei
Geschmacksrichtungen Mint, Melone und Erdbeere.
red dot design award 2010 für SIROLaser
Insgesamt fünf Sirona-Produkte tragen das begehrte Label
des red dot design awards:
inEos, SIROPure, inLab MC XL
und CEREC MC XL. Nun wurde
auch der Diodenlaser SIROLaser Advance mit dem internationalen Designpreis ausgezeichnet. Damit erhält der 2009 auf den Markt gebrachte
Laser nach dem GOOD DESIGN Award bereits die zweite
Auszeichnung für seine hervorragende Gestaltung. Die
internationale 30-köpge Jury hat den SIROLaser Advance mit einer so genannten honourable mention ausgezeichnet. Damit werden besondere Detailleistungen eines Produktes hervorgehoben.
verbessert haben. Heute protieren weltweit in insgesamt 23
Ländern Dentallabore und auch
Zahnarztpraxen von einem
umfassenden anwenderorientierten Produktportfolio: verschiedene Scanner, mehrere
Softwareprogramme, Fräs- und
Lasersintermaschinen,
umfangreiche Materialauswahl sowie Werkzeuge und Zubehör. Das vielfältige Angebot ermöglicht eine bedarfsgerechte Zusammenstellung individuell abgestimmter
CAD/CAM-Systeme – dank offener Schnittstellen bei Bedarf auch in Kombination mit Komponenten anderer Hersteller. Auch 2010 stehen einige Produkteinführungen
auf dem Programm. Hierzu gehören der Intraoralscanner
Hint-ELs® directScan für die digitale Abdrucknahme, die
Modellationssoftware Hint-ELs® dentalMagic mit einer
bahnbrechenden neuen Bedienoberäche, die extrem
kompakte Fräsmaschine Hint-ELs® easyCut oder die
hochproduktive Lasersintereinheit Hint-ELs® rapidPro
250. Weitere Informationen sind erhältlich über die Hotline 061 55 89 98 0, unter www.hintel.com oder per EMail an info@hintel.com.
Ultrafeiner neuer Glasionomerzement
GIZ® l XN heißt der neue Glasionomerzement aus dem
Produktsortiment von Dr. Ihde
Dental. Dank ultrafeiner Füllstoffe verfügt das Glasionomer über zahlreiche Vorzüge
Materialien dieser Werkstoffklasse. Hierzu zählen unter
anderem eine deutlich gesteigerte Verschleißfestigkeit
und gute Polierbarkeit. Aufgrund der optimierten Materialeigenschaften kann GIZ® l XN nicht nur für temporäre, sondern – in nicht kaulasttragenden Bereichen
– auch für dauerhafte Restaurationen verwendet werden.
Es ist absolut biokompatibel und überzeugt durch eine
Hint-ELs: Eine Vision wurde Wirklichkeit
sehr hohe Adhäsion zu Schmelz und Dentin, sodass ein
Durchaus mit Stolz dürfen das hessische Unternehmen dauerhafter Haftverbund für langlebige Restaurationen
Hint-ELs und dessen Geschäftsführer ZTM Josef Hinter- erzielt wird. Im Angebot sowohl als Pulver als auch als
sehr (Foto), auf die vergangenen zehn Jahre seit der Kapselwerkstoff. Zur Auswahl stehen die Zahnfarben A2,
Geburtsstunde zurückblicken: Hinter ihm liegt ein CAD/ A3 und A3,5. Weitere Informationen über Dr. Ihde DenCAM-Jahrzehnt voller Innovationen, Produkt- und Pro- tal GmbH, 85386 Eching, Tel. 089 319 761-0, Fax 089
zessoptimierungen, die das DentaCAD System kontinu- 319 761-33, E-Mail: info@ihde-dental.de oder unter www.
ierlich ausgebaut und hinsichtlich Qualität und Efzienz ihde-dental.de.

References: §73
 § 4
 § 5
 § 6
 § 2
 § 6
 § 2
 § 2
 § 5
 § 2
 § 5
 § 4
 § 17
 § 55
 § 21