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Timestamp: 2019-12-15 23:48:32+00:00

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Urteil > V R 76/03 | BFH - Voller Vorsteuerabzug für betrieblich veranlasste Bewirtungskosten < kostenlose-urteile.de
Solche Aufwendungen berechtigen daher in vollem Umfang zum Vorsteuerabzug. Die Sechste Mehrwertsteuerrichtlinie erlaubt es den Mitgliedstaaten nämlich nicht, den Vorsteuerabzug, der bei In-Kraft-Treten der Richtlinie nach nationalem Recht möglich war, später im nationalen Alleingang einzuschränken. Dies ist in Deutschland aber im Jahre 1999 geschehen. Mittlerweile ist sogar nur noch ein Vorsteuerabzug von 70 % gesetzlich zulässig. Aufgrund des Wortlauts des Art. 17 Abs. 6 der Sechsten Mehrwertsteuerrichtlinie und der dazu bereits vorliegenden Rechtsprechung des Gerichtshofes der Europäischen Gemeinschaften (EuGH) in Luxemburg hatte der BFH keine Zweifel daran, dass die Beschränkung des Vorsteuerabzugs für betrieblich veranlasste Bewirtungsaufwendungen nach § 15 Abs. 1a Nr. 1 des UStG gemeinschaftsrechtswidrig ist; er sah deshalb von einer erneuten Vorlage an den EuGH ab.
Das Urteil betrifft lediglich den Umfang des Vorsteuerabzugs; es ändert nichts daran, dass die betrieblich veranlassten Bewirtungsaufwendungen weiterhin angemessen und nachgewiesen sein müssen.
UStG 1999 § 15 Abs. 1 a Nr. 1
UStG 1993 § 1 Abs. 1 Nr. 2 Satz 2 Buchst. c
Richtlinie 77/388/EWG Art. 17 Abs. 2 und Abs. 6
Quelle: Pressemitteilung des BFH vom 30.03.2005
Finanzgericht München, Urteil vom 13.11.2003
[Aktenzeichen: 14 K 3488/02]
Urteile zu den Schlagwörtern: Bewirtungskosten | Vorsteuerabzug
Dokument-Nr. 343
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References: Art. 17
 § 15
 EuGH 
 § 15
 § 1
 Art. 17