Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=20.04.1967&Aktenzeichen=III%20ZR%2059/65
Timestamp: 2019-05-21 09:56:33+00:00

Document:
BGH, 20.04.1967 - III ZR 59/65 - dejure.org
https://dejure.org/1967,2604
BGH, 20.04.1967 - III ZR 59/65 (https://dejure.org/1967,2604)
BGH, Entscheidung vom 20.04.1967 - III ZR 59/65 (https://dejure.org/1967,2604)
BGH, Entscheidung vom 20. April 1967 - III ZR 59/65 (https://dejure.org/1967,2604)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1967,2604) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Inanspruchnahme aus einem selbstständigen Schuldversprechen - Auslegung einer schriftlichen Erklärung - Anfechtung einer Erklärung
WM 1967, 824
BGH, 17.02.1970 - III ZR 139/67
Anforderungen an die Überzeugungsbildung des Gerichts
Das wird allerdings vielfach ungenau so ausgedrückt, daß das Gericht sich mit einer an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit begnügen dürfe; das ist falsch, falls damit von der Erlangung einer eigenen Überzeugung des Richters von der Wahrheit abgesehen werden sollte (vgl. BGH DRiZ 1967, 239; 1969, 53).
BGH, 01.10.1987 - III ZR 134/86
Bindungswirkung des Vorbehaltsurteils im Urkundenprozeß; Rechtsnatur …
Schon der Wortlaut der Urkunden spricht für die Begründung einer abstrakten, d.h. vom Schuldgrund losgelösten, selbständigen Leistungsverpflichtung; denn in ihnen ist ein Verpflichtungsgrund für die Zahlungsversprechen weder ausdrücklich erwähnt noch angedeutet (vgl. Senatsurteilevom 20. April 1967 - III ZR 59/65 - WM 1967, 824, 825;vom 10. Mai 1976 - III ZR 157/74 - WM 1976, 907, 908 f.).
BGH, 21.01.1976 - VIII ZR 148/74
Voraussetzungen für die Pfändung eines hinterlegten Betrags - Anforderungen an …
Dem Revisionsgericht ist insoweit nur eine beschränkte Nachprüfung dahingehend möglich, ob das Wesen eines selbständigen Schuldversprechens verkannt, oder ob Denkgesetze, Auslegungsregeln oder Verfahrensvorschriften verletzt worden sind (BGH Urteil vom 20. April 1967 - III ZR 59/65 = WM 1967, 824, 825).
Diese auf tatrichterlichem Gebiet liegende Auslegung der Verpflichtungen der Schuldnerin aus den beiden notariellen Urkunden ist möglich und rechtlich einwandfrei getroffen (vgl. BGH Urteil vom 20. April 1967 a.a.O.).
Eine derartige Bedingung ist mit dem Wesen des abstrakten Schuldversprechens vereinbar (vgl. BGH, Urteile vom 20. April 1967 - III ZR 59/65 - WM 1967, 824, 825 und vom 16. Juni 1977 - III ZR 45/75 - WM 1977, 1025, 1027; RG Warneyers Rechtsprechung 1910 Nr. 277;… RGRK BGB-Steffen, aaO § 780 Rdn. 4;… MünchKomm BGB Hüffer, aaO § 780 Rdn. 14).
Indes ist auch im Rahmen des § 286 ZPO die Annahme der haftungsbegründenden Kausalität nicht in dem Sinne an die Feststellung einer an Sicherheit grenzenden Wahrscheinlichkeit gebunden, falls allein diese Anforderung der Erlangung der eigenen Überzeugung des Richters von der Wahrheit entgegenstehen sollte (BGHZ 53, 245, 256 mit Hinweis auf BGH DRiZ 1967, 239 sowie BGH DRiZ 1969, 53).
Bei seiner Erwägung, ob der Erklärung die Bedeutung einer selbständigen Anspruchsgrundlage zukommt, d.h. ob damit losgelöst von dem zugrundeliegenden Haftpflichttatbestand eine selbständige Verpflichtung oder lediglich eine bereits vorhandene oder zumindest vermeintlich bestehende Verbindlichkeit bestätigt werden sollte (…vgl. zum Meinungsstand für viele: Schrifttumsnachweis in RGRK-BGB 12. Aufl. Vorbem. vor § 780; Urteile v. 13. Oktober 1964 - VI ZR 142/63 = VersR 1965, 155; v. 20. April 1967 - III ZR 59/65 - WM 1967, 824, 825 und v. 11. November 1969 - VI ZR 62/68 = VersR 1970, 177 m.w.Nachw.), hat das Berufungsgericht weder das Wesen des abstrakten Schuldanerkenntnisses nach § 781 BGB verkannt noch Denkgesetze oder Auslegungsregeln verletzt.
BGH, 08.07.1968 - III ZR 48/67
Bedeutung des Begriffs "Vorschuss" in der Rechtssprache und in der …
Denn es ist allein Sache des Tatrichters, ohne Bindung an gesetzliche Beweisregeln und nur seinem Gewissen unterworfen die Entscheidung zu treffen, ob er die an sich möglichen Zweifel überwinden und sich von einem bestimmten Sachverhalt überzeugen kann (BGH DRiZ 1967, 239).
Denn allein das Tatsachengericht hat zu entscheiden, ob und wieweit einem Zeugen zu glauben ist (BGH DRiZ 1967, 239).
BGH, 30.03.2000 - IX ZR 359/98
Die Verfahrensrüge greift nicht durch (§ 565 a ZPO); eine - zudem verfristet erklärte, § 121 BGB - Anfechtung wegen Inhaltsirrtums ist bereits nach dem Zweck des Schuldanerkenntnisses ausgeschlossen (…vgl. BGH, Urt. v. 19. September 1963 - III ZR 121/62, NJW 1963, 2316, 2317; v. 20. April 1967 - III ZR 59/65, WM 1967, 824, 825 f).
Die Prüfung, ob diese vollständig gewürdigten Unterlagen die Überzeugung von der inhaltlichen Unrichtigkeit des Schreibens vom 6. Februar 1962 begründen könnten, lag im Rahmen der tatrichterlichen Aufgabe des Berufungsgerichts (BGH DRiZ 1967, 239).
BGH, 04.07.1974 - III ZR 66/72
Voraussetzungen des Anspruchs aus einem Schuldanerkenntnis - Selbstständige …
BGH, 18.12.1985 - IVa ZR 103/84
Schadenersatz bei Schlechterfüllung eines Steuerberatervertrages - Versäumen der …
BGH, 25.01.1968 - III ZR 106/66
Umfang der polizeilichen Untersuchung von Massengütern - Pflicht zur Duldung von …
LG Cottbus, 30.05.2007 - 4 O 18/07
BGH, 27.06.1968 - III ZR 29/66
Vergütungsanordnung für einen Testamentsvollstrecker im Testament - …
BGH, 16.09.1968 - III ZR 137/67
Beeinträchtigung eines Grundeigentums durch die hoheitliche Untersagung des …
BGH, 23.01.1969 - III ZR 23/68
Wirksamkeit eines Auseinandersetzungsvertrages - Nichtigkeit einer …
BGH, 09.11.1967 - III ZR 184/66
Anspruch des Eigentümers eines nach Kriegsende von der Stadt Berlin in Anspruch …

References: BGH 
 BGH 
 § 780
 § 780
 § 286
 BGH 
 BGH 
 § 780
 § 781
 § 121