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Timestamp: 2018-10-16 20:53:28+00:00

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Beerdigung - Reisach Friedhof & Thann
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Die letzten Dinge…
Was bei einem Trauerfall zu beachten ist.
Jedes Sterben und jeder Tod ist anders. Der eine stirbt friedlich, der andere nach heftigem Todeskampf. Der eine stirbt überraschend, beim anderen war das Ende abzusehen. Wo es die Umstände erlauben, sollte von denen, die den sterbenden Menschen begleitet haben, nach Eintritt des Todes Ruhe bewahrt werden.Manche nehmen Abschied, indem sie den/die Verstorbene/n noch eine Weile in den Armen halten und zu ihm/ihr sprechen. Wie jeder Tod, so sind auch die persönlichen Formen des Abschiednehmens unterschiedlich. Hilfreich ist es, eine Kerze anzuzünden, sich neben den Toten zu setzen, eine Weile still zu bleiben und das Vaterunser zu beten. Anschließend sollten die nächsten Angehörigen benachrichtigt und ein Arzt verständigt werden, damit der Totenschein ausgestellt werden kann.
Danach soll sobald als möglich das Pfarramt in Sommersdorf (Telefon: 09805-648) informiert werden. Dabei können erste Absprachen getroffen werden. Am Sterbetag werden um 17 Uhr für den / die Verstorbene/n die Kirchenglocken geläutet.
Das für Bestattungen auf dem Reisachfriedhof zuständige Institut Pfeiffer, Merkendorf, hat die Telefonnummer 09826 – 9393. In Thann ist die Mesnerin, Frau Elfriede Hiemeyer, zu verständigen. Telefon: 09825 – 5867
Ist der / die Verstorbene Zuhause aufgebahrt, sollte am Sarg eine kirchliche Aussegnungsfeier mit den Angehörigen und Nachbarn stattfinden.
Kann die Aussegnungsfeier Zuhause nicht stattfinden, wird sie nach der Überführung auf den Friedhof in der Leichenhalle gehalten. Anschließend werden die Termine für die Bestattungsfeier und das vorhergehende Trauergespräch vereinbart.
Beim Bestattungsgespräch wird gemeinsam mit den nächsten Angehörigen das kirchliche Bestattungsformular ausgefüllt und über den Lebenslauf des / der Verstorbenen gesprochen. Dazu ist es hilfreich, wenn schriftliche Aufzeichnungen und der biblische Text für die Traueransprache vorliegen. Darüber hinaus werden Vereinbarungen über den Ablauf der Trauerfeier getroffen (Lied- und Musikwünsche, Nachrufe, …).
Die Bestattungsfeier findet in der Regel am frühen Nachmittag statt. Die Teilnehmenden sollten das Liederheft für Trauerfeiern „Meine Zeit in Gottes Hand“ oder das Gesangbuch dabei haben. Die Lieder am Grab werden in der Regel vom Posaunenchor begleitet. Gewöhnlich beginnt die Bestattung mit dem Gottesdienst in der Kirche und wird danach am Grab fortgesetzt. In der Regel wird beim Absenken des Sarges ins Grab das Lied „Nun bringen wir den Leib zur Ruh“ gesungen.
Allgemeine Hinweise zu Sterben, Tod, Bestattung stehen im Evangelischen Gesangbuch unter der Nummer 837 (Seite 1435)
Bibelworte & Gebete
Der Mensch, vom Weibe geboren, lebt kurze Zeit und ist voll Unruhe, geht auf wie eine Blume und fällt ab, flieht wie ein Schatten und bleibt nicht. (Hiob 14,1.2)
Denn ich bin gewiss, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserm Herrn. (Römer 8,38.39)
Der letzte Feind, der vernichtet wird, ist der Tod. – So auch die Auferstehung der Toten. Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich. Es wird gesät in Niedrigkeit und wird auferstehen in Herrlichkeit. Es wird gesät in Armseligkeit und wird auferstehen in Kraft. Es wird gesät ein natürlicher Leib und wird auferstehen ein geistlicher Leib. (1.Korinther 15,26.42-44)
Friedhofsordnung Thann
der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Thann
§ 1 Bezeichnung und Zweck des Friedhofes
(1) Der alte Friedhof in Thann steht im Eigentum und der Verwaltung der Kirchengemeinde Thann. Der neue Friedhof steht im Eigentum der Marktgemeinde Bechhofen und in der Verwaltung der Kirchengemeinde Thann.
(2) Der Friedhof ist eine öffentliche Einrichtung und dient der Bestattung aller Personen, die im Bereich der Kirchengemeinde verstorben sind oder vor ihrem Tode auf ihm ein Grabnutzungsrecht erworben haben. Auswärtige können Grab- und Bestattungsrechte auf dem Friedhof nur mit Genehmigung des Kirchenvorstandes erwerben.
Die Verwaltung und Aufsicht über den Friedhof führt der Kirchenvorstand.
(1) Der Friedhof ist für den Besuch geöffnet.
(2) Die Besucher haben sich ruhig und dem Ernst des Ortes entsprechend zu verhalten. Kleinkinder dürfen den Friedhof nur in Begleitung von Erwachsenen betreten.
(3) Nicht gestattet ist insbesondere:
a) fremde Grabstätten und die Friedhofsanlagen außerhalb der Wege zu betreten, zu beschädigen oder zu verunreinigen,
d) der Aufenthalt unbeteiligter Zuschauer bei Beerdigungen,
e) das Befahren der Wege mit Fahrzeugen aller Art, soweit nicht eine besondere Genehmigung erteilt ist,
g) das Anbieten von Waren aller Art sowie das Anbieten gewerblicher Dienste,
h) das Mitnehmen von Hunden auf den Friedhof.
§ 4 Veranstaltung von Trauerfeiern
(1) Bei evang.-luth. kirchlichen Begräbnisfeiern sind Ansprachen im Gottesdienst, die nicht Bestandteil der kirchlichen Handlung sind, erst am Ende der kirchlichen Feier zulässig.
(2) Die Beisetzung Andersgläubiger ist unter den für sie üblichen Formen gestattet.
(3) Trauerfeiern, die ohne Mitwirkung eines Pfarrers/einer Pfarrerin auf dem Friedhof abgehalten werden, müssen der Würde des Ortes entsprechen und dürfen das christliche Empfinden nicht verletzen. Sie dürfen vor allem keine Ausführungen enthalten, die als Angriff auf die Kirche, ihre Lehre, ihre Gebräuche oder ihre Mitarbeiter empfunden werden können.
(4) Der Kirchenvorstand kann Trauerfeiern anderer Religionsgemeinschaften ganz oder teilweise von seiner Genehmigung abhängig machen. Wo nichtkirchliche Musikvereinigungen mitwirken, muss dies der Kirchenvorstand vorab genehmigen.
(1) Bildhauer, Steinmetze und sonstige Gewerbetreibende brauchen für ihre Tätigkeiten auf dem Friedhof die vorherige schriftliche Zulassung durch den Kirchenvorstand, der gleichzeitig den Umfang der Tätigkeit festlegt.
(2) Die Zulassung wird solchen Gewerbetreibenden erteilt, die persönlich geeignet sind und eine ordnungsgemäße Berufsausbildung nachweisen können.
(3) Die Gewerbetreibenden und ihre Bediensteten haben die Friedhofsordnung und die dazu ergangenen Regelungen zu beachten. Die Gewerbetreibenden haften für alle Schäden, die sie oder ihre Bediensteten im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit auf dem Friedhof schuldhaft verursachen.
(4) Gewerbliche Arbeiten dürfen auf dem Friedhof nur während der üblichen Arbeitszeiten durchgeführt werden. An Sonn- und Feiertagen sind gewerbliche Arbeiten auf dem Friedhof untersagt.
(5) Die für die Arbeiten erforderlichen Werkzeuge und Materialien dürfen auf dem Friedhof nur vorübergehend und nur an Stellen gelagert werden, an denen sie nicht behindern. Bei Beerdigungen oder bei Unterbrechung der Tagesarbeit sind die Arbeits- und die Lagerplätze wieder in den früheren Zustand zu bringen. Die Gewerbetreibenden dürfen auf dem Friedhof keinerlei Abraum ablagern. Gewerbliche Geräte dürfen nicht an oder in den Wasserentnahmestellen des Friedhofes gereinigt werden.
(6) Gewerbetreibenden, die trotz zweimaliger schriftlicher Mahnung gegen die Vorschriften der Absätze 3 -5 verstoßen oder bei denen die Voraussetzungen des Abs. 2 nicht mehr gegeben sind, kann der Kirchenvorstand die Zulassung auf Zeit oder auf Dauer durch schriftlichen Bescheid entziehen.
§ 6 Durchführung der Anordnungen
(1) Den Anordnungen der mit der Aufsicht betrauten Personen ist Folge zu leisten.
(2) Zuwiderhandelnde können vom Friedhof verwiesen werden und setzen sich strafrechtlicher Verfolgung aus.
§ 7 Anmeldung der Beerdigung
Jede Beerdigung ist sofort, spätestens aber am 2. Tage nach dem Todesfall beim zuständigen Pfarramt unter Vorlegung des standesamtlichen Beerdigungsscheines, der Einäscherungsurkunde oder der Genehmigung der zuständigen Ordnungsbehörde (bei auswärtig Verstorbenen Leichenpass des zuständigen auswärtigen Gesundheitsamtes) anzumelden. Danach wird Tag und Stunde der Beerdigung festgesetzt.
§ 8 Zuweisung der Grabstätten
Grabstätten werden in der Regel nur bei einem Todesfall zugewiesen. Über Ausnahmen entscheidet der Kirchenvorstand.
§ 9 Verleihung des Nutzungsrechtes
(1) Mit der Überlassung einer Grabstätte und der Zahlung der festgesetzten Gebühren wird dem Berechtigten das Recht verliehen, die Grabstätte nach Maßgabe der jeweiligen Friedhofsordnung zu nutzen.
(2) Über die Verleihung des Nutzungsrechtes wird dem Berechtigten eine Urkunde ausgestellt und mit der Friedhofsordnung übergeben. Die Verleihung des Nutzungsrechtes an Reihengrabstellen kann auch formlos erfolgen.
(3) Soll die Beerdigung in einer vorhandenen Grabstätte stattfinden, so ist auf Verlangen der Nachweis der Nutzungsberechtigung zu erbringen.
§ 10 Ausheben und Schließen eines Grabes
(1) Ein Grab darf nur vom Grabmacher oder von solchen Personen ausgehoben und geschlossen werden, die damit von zuständiger Stelle beauftragt sind.
(2) Die beim Ausheben eines Grabes aufgefundenen Reste einer früheren Bestattung werden auf dem Boden der Grabstätte eingegraben.
§ 11 Tiefe des Grabes
(1) Bei Erdbestattungen werden die Gräber verschieden tief angelegt und dabei folgende Maße eingehalten:
a) für Kinder unter 2 Jahren 0,80 m
b) für Kinder von 2 bis 7 Jahren 1,10 m
c) für Kinder von 7 bis 12 Jahren 1,30 m
d) für Personen über 12 Jahre 1,80 m.
(2) Aschenurnen werden unterirdisch beigesetzt.
§ 12 Größe der Gräber
(1) Bei Anlage der Gräber für Erdbestattungen werden folgende Mindestmaße eingehalten:
a) Gräber für Kinder bis zu 5 Jahren:
Länge 1,20 m, Breite 0,60 m, Abstand 0,30 m
b) Gräber für Personen über 5 Jahre:
Länge 2,10 m, Breite 0,90 m, Abstand 0,30 m.
(2) Werden Aschenurnen in besonderen Feldern beigesetzt, so ist für ein Urnengrab ein Platz von mindestens 0,90 m Breite und 0,90 m Länge vorzusehen.
Die allgemeine Ruhezeit beträgt im alten Friedhof 30 Jahre (über 30 Jahre gebührenfrei), im neuen Friedhof 25 Jahre, für verstorbene Kinder bis zu 5 Jahren 20 Jahre, für Aschen 15 Jahre.
§ 14 Belegung
(1) Jedes Grab darf innerhalb der Ruhezeit nur einmal belegt werden.
(2) Für die Beisetzung von Aschenurnen in belegten Gräbern gelten besondere Bestimmungen (vgl. § 25 Abs. 2).
§ 15 Umbettung
Abgesehen von einer gerichtlich angeordneten Ausgrabung dürfen Umbettungen nur mit Genehmigung des Kirchenvorstandes und unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften vorgenommen werden.
§ 16 Registerführung
(1) Über alle Gräber und Beerdigungen werden ein Grabregister und ein chronologisches Bestattungsregister geführt.
(2) Die zeichnerischen Unterlagen (Gesamtplan, Belegungsplan usw.) sind auf dem Laufenden zu halten.
§ 17 Einteilung der Gräber
Die Gräber werden als Reihengräber und Urnengräber angelegt.
1. Reihengräber
(1) Reihengräber sind Gräber, die im Beerdigungsfall nach der Reihe oder an nächst offener Stelle abgegeben werden.
(2) Sie werden nur für die Dauer der Ruhezeit (§ 13) überlassen.
§ 19 Wiederbelegung der Reihenfelder
Die Wiederbelegung von Reihenfeldern, deren Ruhezeit abgelaufen ist, wird sechs Monate vor der Abräumung bekannt gegeben. Nicht entfernte Grabmale und sonstige Ausstattungsgegenstände gehen nach dieser Zeit ohne Entschädigung in das Eigentum der Kirchengemeinde über.
§ 20 Nutzungsrechte
(1) In den Familiengräbern können der Berechtigte und seine Angehörigen bestattet werden. Die Beisetzung anderer Personen bedarf der Genehmigung des Kirchenvorstandes. Als Angehörige gelten:
b) Verwandte auf- und absteigender Linie, angenommene Kinder und Geschwister,
c) die Ehegatten der unter b) bezeichneten Personen und Verlobte.
(2) Das Nutzungsrecht kann nicht an Dritte übertragen werden. Ausnahmen bedürfen der Genehmigung des Kirchenvorstandes.
(3) Das Nutzungsrecht ist vererblich, aber unteilbar. Tritt der Erbfall ein und ist der Rechtsnachfolger für das Nutzungsrecht an dem Reihengrab unter mehreren Miterben nicht festgelegt, so bestimmen die Miterben innerhalb eines Jahres, spätestens aber vor der nächsten Benutzung, den Nutzungsberechtigten. Solange der Berechtigte noch nicht feststeht, kann der Inhaber der Verleihungsurkunde als berechtigt angesehen werden.
Der neue Nutzungsberechtigte hat innerhalb von sechs Monaten nach Feststellung seiner Nutzungsberechtigung die ordnungsgemäße Umschreibung auf seinen Namen zu beantragen. Kommt er einer schriftlichen oder öffentlichen Aufforderung auf Umschreibung innerhalb der gestellten Frist nicht nach, so fällt die Grabstätte ohne Entschädigung an die Kirchengemeinde zurück.
(4) Hinterlässt der Berechtigte keinen Erben oder kann unter mehreren Erben eine Einigung über den Berechtigten nicht erzielt werden, so ist -falls ein Rechtsstreit zwischen den Erben nicht in Betracht kommt- der Kirchenvorstand berechtigt, diesen endgültig zu bestimmen oder nach den bei Erlöschen des Nutzungsrechtes geltenden Vorschriften (§ 22 Abs. 2) zu verfahren.
(5) Angehörigen der Verstorbenen darf bei einem Wechsel des Berechtigten der Zutritt zu der Grabstätte und die Pflege derselben nicht verwehrt werden. Die einheitliche Gestaltung der Grabstätte darf dadurch nicht geändert oder gestört werden.
§ 21 Verlängerung des Nutzungsrechtes
(1) Das Nutzungsrecht kann gegen Zahlung der festgesetzten Gebühr jeweils um eine weitere Nutzungszeit verlängert werden.
(2) Wird bei späteren Beisetzungen die Nutzungszeit durch die Ruhezeit (§ 13) überschritten, so ist vor der Beisetzung die notwendig gewordene Verlängerung des Nutzungsrechtes mindestens bis zum Ablauf der Ruhezeit zu beantragen.
(3) Die Verlängerung muss jeweils für sämtliche Grabbreiten bewirkt werden.
(4) Der Berechtigte ist verpflichtet, für eine rechtzeitige Verlängerung zu sorgen.
§ 22 Erlöschen des Nutzungsrechtes
(1) Wird das Nutzungsrecht nicht verlängert, so erlischt es nach Ablauf der Nutzungszeit.
(2) Nach Erlöschen des Nutzungsrechtes fällt die Grabstätte an die Kirchengemeinde zurück. Die Friedhofsverwaltung kann über sie nach Ablauf der Ruhezeit des zuletzt Bestatteten anderweitig verfügen. Nicht entfernte Grabmale und sonstige Ausstattungsgegenstände gehen nach dieser Zeit ohne Entschädigung in das Eigentum der Kirchengemeinde über. Hierauf soll vorher schriftlich hingewiesen werden.
§ 23 Wiederbelegung
(1) Reihengräber können nach Ablauf der Ruhezeit wieder belegt werden.
(2) Wird bei einer Wiederbelegung einer Grabstelle die Nutzungszeit durch die Ruhezeit überschritten, gilt § 21 sinngemäß.
§ 24 Rückerwerb
Die Kirchengemeinde kann das Nutzungsrecht an einer Grabstätte oder an einzelnen Gräbern auf Antrag des Berechtigten zurücknehmen. Sofern dafür eine Entschädigung gezahlt werden soll, richtet sich diese nach der noch nicht abgelaufenen Nutzungszeit und der Verwendungsmöglichkeit dieser Gräber.
2. Urnengräber
(1) In Urnen- und Reihengräbern können je Grabstätte bis zu 3 Urnen beigesetzt werden.
(2) Die Beisetzung von Aschenurnen in belegten Reihengräbern ist bis 5 Jahre vor dem Ablauf der Ruhezeit der in ihr bestatteten Leiche zulässig. Nach Ablauf der Ruhezeit ist der Kirchenvorstand berechtigt, vor Einebnung der Reihengräber die Aschen, für die die Ruhezeit noch nicht abgelaufen ist (§ 13), in einer Gemeinschaftsgrabstätte beisetzen zu lassen.
(3) Für die Aufnahme einer Urne in einer belegten Grabstelle wird eine besondere Gebühr erhoben.
§ 26 Nutzungsrecht
Für das Nutzungsrecht an Urnengräbern finden die Vorschriften über Reihengräber entsprechende Anwendung.
V. Kirche und Aussegnungshalle
§ 27 Benutzung der Kirche
(1) Die Kirche ist für die kirchliche Feier bei der Beerdigung von Gliedern der evangelischen Kirche bestimmt.
(2) Die Benutzung der Kirche durch andere christliche Kirchen und Religionsgemeinschaften bedarf der Genehmigung des Kirchenvorstandes.
§ 28 Benutzung der Aussegnungshalle
(1) Die Aussegnungshalle dient zur Aufnahme der Verstorbenen bis zu ihrer Beerdigung.
(2) Das Öffnen und Schließen der Aussegnungshalle sowie der Särge darf nur von dem Beauftragten der Friedhofsverwaltung vorgenommen werden. Das Öffnen der Särge erfolgt auf Wunsch der Angehörigen, sofern in gesundheitlicher Hinsicht oder aus sonstigen Gründen keine Bedenken dagegen vorliegen.
(3) Särge an anzeigepflichtigen und ansteckenden Krankheiten Verstorbener sowie Särge, die von auswärts kommen, dürfen nur mit Genehmigung des zuständigen Amtsarztes geöffnet werden.
§ 29 Ausschmückung
Vorschriften über die Art der Ausschmückung der Kirche und der Aussegnungshalle kann sich der Kirchenvorstand vorbehalten.
§ 30 Unterhaltung
(1) Die Grabmale und die sonstigen baulichen Anlagen sind dauernd in gutem und verkehrssicherem Zustand zu halten. Verantwortlich dafür ist der Grabstelleninhaber.
(2) Erscheint die Standsicherheit von Grabmalen, sonstigen baulichen Anlagen oder Teilen davon gefährdet, sind die für die Unterhaltung Verantwortlichen verpflichtet, unverzüglich Abhilfe zu schaffen. Bei Gefahr im Verzug kann die Friedhofsverwaltung auf Kosten des Verantwortlichen Sicherungsmaßnahmen (z.B. Umlegen von Grabmalen, Absperrungen) treffen. Wird der ordnungswidrige Zustand trotz schriftlicher Aufforderung der Friedhofsverwaltung nicht innerhalb einer jeweils festzusetzenden angemessenen Frist beseitigt, ist die Friedhofsverwaltung berechtigt, dies auf Kosten des Verantwortlichen zu tun oder das Grabmal, die sonstigen baulichen Anlagen oder die Teile davon zu entfernen; die Kirchengemeinde ist nicht verpflichtet, diese Sache aufzubewahren.
§ 31 Entfernung
(1) Grabmale und sonstige bauliche Anlagen dürfen vor Ablauf der Ruhezeit oder des Nutzungsrechtes nur mit vorheriger schriftlicher Zustimmung der Friedhofsverwaltung von der Grabstätte entfernt werden.
(2) Nach Ablauf der Ruhezeit oder des Nutzungsrechtes sind die Grabmale und die sonstigen baulichen Anlagen zu entfernen. Dazu bedarf es der Erlaubnis der Friedhofsverwaltung. Sind die Grabmale oder die sonstigen baulichen Anlagen nicht innerhalb von 3 Monaten nach Ablauf der Ruhezeit oder des Nutzungsrechtes entfernt, wird dies auf Kosten des bisherigen Inhabers von einer Fachfirma erledigt.
Herrichten und Pflege der Grabstätten
(1) Alle Grabstätten müssen im Rahmen der Vorschriften des Abschnittes 2 hergerichtet und dauernd instandgehalten werden. Dies gilt entsprechend für den übrigen Grabschmuck. Verwelkte Blumen und Kränze sind unverzüglich von den Grabstätten zu entfernen und an den dafür vorgesehenen Plätzen abzulegen.
(2) Für die Herrichtung und die Instandhaltung ist der Grabstelleninhaber verantwortlich.
(3) Die Herrichtung und jede wesentliche Änderung bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung der Friedhofsverwaltung. Die Anträge sind durch die Grabstelleninhaber zu stellen. Soweit es zum Verständnis erforderlich ist, kann die Friedhofsverwaltung die Vorlage einer Zeichnung im Maßstab 1 : 20 mit den erforderlichen Einzelangaben verlangen.
(4) Die Grabstelleninhaber können die Grabstätten selbst anlegen und pflegen oder damit einen zugelassenen Friedhofsgärtner beauftragen.
(5) Reihengrabstätten müssen binnen 6 Monaten nach der Beisetzung hergerichtet sein.
(6) Die Friedhofsverwaltung veranlasst, dass der Grabstelleninhaber die Grabstätte nach Ablauf der Ruhezeit oder des Nutzungsrechtes abräumt.
(7) Die Herrichtung, die Unterhaltung und jede Veränderung der gärtnerischen Anlagen außerhalb der Grabstätte obliegt ausschließlich der Friedhofsverwaltung.
§ 33 Besondere Gestaltungsvorschriften
(1) Die Grabstätten müssen bepflanzt werden und in ihrer gärtnerischen Gestaltung zu den örtlichen Gegebenheiten passen.
(2) Nicht zugelassen sind Bäume und großwüchsige Sträucher, Einfassungen jeder Art, Grabgebinde aus künstlichem Werkstoff.
(3) Grabstätten dürfen nach Genehmigung durch den Kirchenvorstand auch mit einer Steinplatte abgedeckt werden.
§ 34 Friedhofsgebühren
Für die Erhebung der Gebühren ist die jeweilige Friedhofsgebührenordnung maßgebend. Die Gebühren sind an den Kirchenpfleger/die Kirchenpflegerin innerhalb von 14 Tagen zu entrichten.
(1) Diese Friedhofsordnung tritt am in Kraft. Sie kann jederzeit ergänzt und abgeändert werden.
(2) Mit dem gleichen Tag treten alle bisher für den Friedhof erlassenen Bestimmungen außer Kraft.
Thann, im Mai 2017 für den Kirchenvorstand: Pfarrerin Elfriede Bezold-Löhr
Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Thann
(gültig ab Mai 2017)
nach der Friedhofsordnung der evang.-luth. Kirchengemeinde Thann
festgelegt lt. Kirchenvorstandsbeschluss vom 08.05.2017:
Ruhezeit 30 Jahre, Nachkauf eines Grabes ist nicht möglich
Einzelgrab (Grabgebühr) 190.00 Euro
Aussegnungshalle 30.00 Euro
Erdaustausch 50,00 Euro
Kindergrab bis 12 Jahre (Grabgebühr) 125,00 Euro
MesnerIn 30,00 Euro
KreuzträgerIn 10,00 Euro
OrganistIn 30,00 Euro
Verwaltung 15,00 Euro
Gemeinde Bechhofen (Unterhalt für Aussegnungshalle und Friedhofsmauer) 145,00 Euro
Ruhezeit 25 Jahre, Nachkauf nach Ablauf der Frist ist möglich
Nur Doppelgräber und Urnengräber
Doppelgrab (Grabgebühr) 255,00 Euro
Aussegnungshalle 30,00 Euro
Grabeinfassung 680,00 Euro
Gemeinde Bechhofen (Unterhalt für Leichenhaus und Friedhofsmauer)Urnengrab (Ruhezeit 20 Jahre)Davon bleiben 5/11 (100 Euro) in der KG, 120 Euro gehen an die polit. Gemeinde 145,00 Euro
Urnengrab (Ruhezeit 15 Jahre)
davon bleiben 5/11 (100 Euro) in der Kirchen-gemeinde, 120 Euro gehen an den Markt Bechhofen 220,00 Euro
Nicht in Rechnung gestellt ist: Posaunenchor (freiwillige Spende), Todesanzeige in der Zeitung, Überführung, Sarg und sonstige Bestattungskosten, Leichentrunk.
Der Grabaushub wird über das Bestattungsinstitut Pfeiffer, Merkendorf, Tel. 09826/9393, organisiert und abgerechnet. Das Bestattungsinstitut für die Beisetzung ist frei wählbar.
Im Gemeindehaus Thann kann der Leichentrunk abgehalten werden. Näheres kann bei Frau Marlene Dürnberger, Thann, erfragt werden, Tel. 09825/611.
Friedhofsordnung Sommersdorf
der Evang.-Luth. Kirchengemeinde Sommersdorf für den Friedhof auf dem Reisach.
(1) Der Friedhof auf dem Reisach steht im Eigentum und der Verwaltung der Kirchengemeinde Sommersdorf.
(2) Der Friedhof ist eine öffentliche Einrichtung und dient der Bestattung aller Personen, die bis zu ihrem Ableben im Bereich der Kirchengemeinde gewohnt haben. Auswärtige können Grab- und Bestattungsrechte auf dem Friedhof nur mit Genehmigung des Kirchenvorstandes erwerben. Die Bewohner des Ortsteils Burgoberbach werden auf dem dortigen Friedhof bestattet.
Die Verwaltung und Aufsicht über den Friedhof hat der Kirchenvorstand.
(1) Der Friedhof ist für den Besuch während der Tageszeit geöffnet.
(2) Die Besucher haben sich ruhig und dem Ernst des Ortes entsprechend zu verhalten. Kinder unter 7 Jahren dürfen den Friedhof nur in Begleitung von Erwachsenen betreten.
c) Gegenstände von fremden Gräbern sowie von Anlagen wegzunehmen,
d) das Befahren der Wege mit Fahrzeugen aller Art, soweit nicht eine besondere Genehmigung erteilt ist,
e) das Rauchen auf dem Friedhof,
f) das Feilbieten von Waren aller Art sowie das Anbieten gewerblicher Dienste,
g) das Mitnehmen von Hunden auf den Friedhof.
h) das Aufstellen und Betreiben von akustischen und Erschütterung erzeugenden Vergrämungsgeräten zum Beispiel gegen Wühlmäuse.
(1) Bei kirchlichen Begräbnisfeiern sind Ansprachen, die nicht Bestandteil der kirchlichen Handlung sind, erst nach Beendigung des Bestattungsrituals zulässig.
(2) Die Beisetzung Andersgläubiger ist unter den für sie üblichen Formen nur nach Genehmigung des Kirchenvorstands gestattet.
(3) Trauerfeiern, die ohne Mitwirkung eines Pfarrers auf dem Friedhof abgehalten werden, müssen der Würde des Ortes entsprechen und dürfen das christliche Empfinden nicht verletzen. Sie dürfen vor allem keine Ausführungen enthalten, die als Angriff auf die Kirche, ihre Lehre, ihre Gebräuche oder ihre Diener empfunden werden können.
(4) Der Kirchenvorstand ist berechtigt, die Veranstaltung von nichtkirchlichen Trauerfeiern, soweit sie neben dem Ritus der Religionsgemeinschaft vorgesehen sind, ganz oder teilweise (Ansprachen, Lieder usw. ) von seiner Genehmigung abhängig zu machen. Bei Mitwirkung von nichtkirchlichen Musikvereinigungen ist immer rechtzeitig um Genehmigung nachzusuchen.
(1) Bildhauer, Steinmetze, Gärtner und sonstige Gewerbetreibende bedürfen für Tätigkeiten auf dem Friedhof der vorherigen schriftlichen Zulassung durch den Kirchenvorstand, der gleichzeitig den Umfang der Tätigkeit festlegt.
(2) Die Zulassung wird solchen Gewerbetreibenden erteilt, die persönlich geeignet sind und eine ordnungsgemäße Berufsausbildung (z.B. durch Vorlage der Handwerkskarte oder des Berufsausweises für Landschafts- und Friedhofsgärtner) nachweisen können.
(3) Die Gewerbetreibenden und ihre Bediensteten haben die Friedhofsordnung vorzuhalten und die dazu ergangenen Regelungen zu beachten. Die Gewerbetreibenden haften für alle Schäden, die sie oder ihre Bediensteten im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit auf dem Friedhof schuldhaft verursachen.
(5) Die für die Arbeiten erforderlichen Werkzeuge und Materialien dürfen auf dem Friedhof nur vorübergehend und nur an Stellen gelagert werden, an denen sie nicht hindern. Bei Beerdigungen oder bei Unterbrechung der Tagesarbeit sind die Arbeits- und die Lagerplätze wieder in den früheren Zustand zu bringen. Die Gewerbetreibenden dürfen auf dem Friedhof und im Umgriff keinerlei Abraum ablagern. Gewerbliche Geräte dürfen nicht an oder in den Wasserentnahmestellen des Friedhofes gereinigt werden.
Jede Beerdigung ist sofort, spätestens aber am Tag nach dem Todesfall beim zuständigen Pfarramt unter Vorlegung des standesamtlichen Beerdigungsscheines, der Einäscherungsurkunde oder der Genehmigung der zuständigen Ordnungsbehörde (bei auswärtig Verstorbenen Leichenpass des zuständigen auswärtigen Gesundheitsamtes) anzumelden. Danach wird Tag und Stunde der Beerdigung festgesetzt.
(2) Über die Verleihung des Nutzungsrechtes wird dem Berechtigten eine Urkunde (Rechnung) ausgestellt und mit der Friedhofsordnung übergeben.
(1) Ein Grab darf nur vom Totengräber oder von solchen Hilfskräften ausgehoben und geschlossen werden, die damit von zuständiger Stelle beauftragt sind.
(2) Die bei dem Ausheben eines Grabes aufgefundenen Reste einer früheren Bestattung werden auf dem Boden der Grabstätte eingegraben.
d) für Personen über 12 Jahre 1,80 m
e) bei Doppelbelegung 2,20 m (Doppeltiefe)
Länge 1,60 m, Breite 0,85 m, Abstand 0,30 m.
c) Familiengräber / Doppelgrab:
Länge 1,60 m; Breite 1,60 m
(2) Urnengrab
Aschenurnen werden in einem dafür vorgesehenen Urnengrab/ einer Urnenwand bestattet. Es werden nur biologisch abbaubare Urnen zur Bestattung zugelassen. Ausnahmsweise dürfen Urnen auch in vorhandene Einzelgrabstätten und Familiengrabstätten beigesetzt werden, wenn die Ruhezeit 8§ 25) nicht abgelaufen ist.
Größe der Urnengräber: Länge 0,80 m, Breite 0,80 m.
(3) Grabmale dürfen folgende Ausmaße nicht überschreiten:
a) Einzelgräber: Höhe 1,40 m; Breite 0,80 m
b) Familiengräber: Höhe 1,40 m; Breite 1,40 m
(4) Grabmalgestaltung: siehe § 34
Die allgemeine Ruhezeit beträgt 20 Jahre, für Aschenurnen 10 Jahre.
(1) Jedes Grab darf innerhalb der Ruhezeit nur mit einer Leiche belegt werden.
(1) Über alle Gräber und Beerdigungen werden ein Grabregister und ein chronologisches Beerdigungsregister geführt.
Die Gräber werden als Reihengräber angelegt.
(1) ) In den Familiengräbern können Berechtigte und deren Angehörige bestattet werden. Die Beisetzung anderer Personen bedarf der Genehmigung des Kirchenvorstandes. Als Angehörige gelten:
Lebensgefährten, sofern sie in dauernder häuslicher Gemeinschaft mit dem / der Berechtigten lebten. In Grenzfällen entscheidet der Kirchenvorstand.
(3) Das Nutzungsrecht ist vererblich, aber unteilbar. Tritt der Erbfall ein und ist der Rechtsnachfolger für das Nutzungsrecht an dem Reihengrab unter mehreren Miterben nicht festgelegt, so bestimmen die Miterben innerhalb eines Jahres, spätestens aber vor der nächsten Benutzung den Nutzungsberechtigten. Solange der Berechtigte noch nicht feststeht, kann der Inhaber der Verleihungsurkunde als berechtigt angesehen werden. Der neue Nutzungsberechtigte hat innerhalb von sechs Monaten nach Feststellung seiner Nutzungsberechtigung die ordnungsgemäße Umschreibung auf seinen Namen zu beantragen. Kommt er einer schriftlichen oder öffentlichen Aufforderung auf Umschreibung innerhalb der
gestellten Frist nicht nach, so fällt die Grabstätte ohne Entschädigung an die Kirchengemeinde zurück.
(4) Hinterlässt der Berechtigte keinen Erben oder kann unter mehreren Erben eine Einigung über den Berechtigten nicht erzielt werden, so ist -falls ein Rechtsstreit zwischen den Erben nicht in Betracht kommt der Kirchenvorstand berechtigt, diesen endgültig zu bestimmen oder nach den bei Erlöschen des Nutzungsrechtes geltenden Vorschriften (§ 22 Abs. 2) zu verfahren.
(1) Das Nutzungsrecht kann gegen Zahlung der festgesetzten Gebühr um mindestens 5 Jahre Nutzungszeit verlängert werden.
(2) Wird bei späteren Beisetzungen die Nutzungszeit durch die Ruhezeit (§ 13) überschritten, so ist vor der Beisetzung die notwendig gewordene Verlängerung des Nutzungsrechtes mindestens bis zum Ablauf der Ruhezeit zu erwerben.
(2) Nach Erlöschen des Nutzungsrechtes fällt die Grabstätte an die Kirchengemeinde zurück. Die Friedhofsverwaltung kann über sie nach Ablauf der Ruhezeit des zuletzt Bestatteten anderweitig verfügen. Nicht entfernte Grabmale und sonstige Ausstattungsgegenstände gehen nach dieser Zeit ohne Entschädigung in das Eigentum der Kirchengemeinde über. Die Kosten der Entfernung trägt der Inhaber des Nutzungsrechts. Hierauf soll vorher schriftlich oder durch ortsübliche Bekanntmachung hingewiesen werden.
2. Urnenbestattung
(1) Je Grabstätte können bis zu 2 Urnen beigesetzt werden.
(2) Für die Aufnahme der zweiten Urne in einem bereits belegten Urnengrab wird eine Gebühr erhoben.
Für das Nutzungsrecht an Urnengräbern finden die Vorschriften für Grabfelder Anwendung.
§ 27 Benutzung der Friedhofskapelle (Friedhofskirche)
(1) Die Friedhofskapelle ist für die kirchliche Feier bei der Beerdigung von Gliedern der evangelischen Kirche bestimmt.
(2) Die Benutzung der Kapelle durch andere christliche Kirchen und Religionsgemeinschaften bedarf der Genehmigung des Kirchenvorstandes.
§ 28 Benutzung der Leichenhalle
(1) Die Leichenhalle dient zur Aufnahme der Verstorbenen bis zu ihrer Beerdigung.
(2) Das Öffnen und Schließen der Leichenhalle sowie der Särge darf nur von dem Beauftragten der Friedhofsverwaltung vorgenommen werden. Das Öffnen der Särge erfolgt auf Wunsch der Angehörigen, sofern in gesundheitlicher Hinsicht oder aus sonstigen Gründen keine Bedenken dagegen vorliegen.
(3) Särge der an anzeigepflichtigen und ansteckenden Krankheiten Verstorbenen sowie Särge, die von auswärts kommen, dürfen nur mit Genehmigung des zuständigen Amtsarztes geöffnet werden.
Vorschriften über die Art der Ausschmückung der Friedhofskapelle (Kirche und Leichenhalle) kann sich der Kirchenvorstand vorbehalten.
§ 30 Grabmal- und Bepflanzungsordnung
(1) Zur Sicherung einer christlichen Grabmalkultur und einer einheitlichen Gestaltung des Friedhofes hat der Kirchenvorstand eine besondere Grabmal- und Bepflanzungsordnung erlassen. Sie ist Bestandteil dieser Ordnung und für alle, die auf dem Friedhof ein Grabnutzungsrecht erwerben oder erworben haben, verbindlich.
(2) Wird von einer Übergabe der Grabmal- und Bepflanzungsordnung abgesehen, so kann sie im Pfarramt während der Dienststunden eingesehen werden.
(3) Die zugelassenen Gewerbebetriebe haben die Grabmal- und Bepflanzungsordnung gegen Zahlung des Selbstkostenpreises zu erwerben.
(2) Erscheint die Standsicherheit von Grabmalen, sonstigen baulichen Anlagen oder Teilen davon gefährdet, sind die für die Unterhaltung Verantwortlichen verpflichtet, unverzüglich Abhilfe zu schaffen. Bei Gefahr im Verzug kann die Friedhofsverwaltung auf Kosten des Verantwortlichen Sicherungsmaßnahmen (z. B. Umlegen von Grabmalen, Absperrungen) treffen. Wird der ordnungswidrige Zustand trotz schriftlicher Aufforderung der Friedhofsverwaltung nicht innerhalb einer jeweils festzusetzenden angemessenen Frist beseitigt, ist die Friedhofsverwaltung berechtigt, dies auf Kosten des Verantwortlichen zu tun und das Grabmal, die sonstigen baulichen Anlagen oder die Teile davon zu entfernen; die Kirchengemeinde ist nicht verpflichtet, diese Sachen aufzubewahren. Ist der Verantwortliche nicht bekannt oder nicht ohne weiteres zu ermitteln, genügt eine öffentliche Bekanntmachung und ein 6-wöchiger Hinweis auf der Grabstätte. Die Verantwortlichen sind für jeden Schaden haftbar, der durch Umfallen von Grabmalen oder sonstiger baulicher Anlagen oder durch Abstürzen von Teilen davon verursacht wird.
§ 32 Entfernung
(2) Nach Ablauf der Ruhezeit oder des Nutzungsrechtes sind die Grabmale und die sonstigen baulichen Anlagen zu entfernen. Dazu bedarf es eines Erlaubnisscheines der Friedhofsverwaltung. Die Fläche ist einzuebnen und einzusäen. Sind die Grabmale oder die sonstigen baulichen Anlagen nicht innerhalb von 3 Monaten nach Ablauf der Ruhezeit oder des Nutzungsrechtes entfernt, fallen sie entschädigungslos in die Verfügungsgewalt der Kirchengemeinde. (Siehe § 22)
(1) Alle Grabstätten müssen im Rahmen der Vorschriften des Abschnitts II hergerichtet und dauernd instandgehalten werden. Dies gilt entsprechend für den übrigen Grabschmuck. Verwelkte Blumen und Kränze sind unverzüglich von den Grabstätten zu entfernen und an den dafür vorgesehenen Plätzen abzulegen. Sträucher sind regelmäßig auszuschneiden.
(3) Die Herrichtung und jede wesentliche Änderung bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung der Friedhofsverwaltung. Die Anträge sind durch die Grabstelleninhaber zu stellen. Eine Zeichnung im Maßstab 1 : 20 mit den erforderlichen Einzelangaben ist vorher vorzulegen.
(5) Die Grabstätte muss binnen 6 Monaten nach der Beisetzung hergerichtet und mit einer maximal 10 cm hohen Umfriedung eingefasst sein. Die Grabstätte ist unmittelbar nach der Beisetzung mit einem Holzkreuz zu kennzeichnen, das den Namen der/des Verstorbenen trägt.
(6) Für die endgültige Grabgestaltung sind Einfassungen aus Eisen oder Holz nicht zulässig. Die Einfassungen dürfen nicht höher als 10 cm aus dem Erdreich herausragen. Grabschmuck aller Art muss biologisch abbaubar sein. Für Schnittblumen dürfen nur Vasengefäße verwendet werden (keine Blechdosen u. ä.).
(7) Die Friedhofsverwaltung kann verlangen, dass der Grabstelleninhaber die Grabstätte nach Ablauf der Ruhezeit oder des Nutzungsrechtes abräumt.
(8) Die Herrichtung, die Unterhaltung und jede Veränderung der gärtnerischen Anlagen außerhalb der Grabstätte obliegt ausschließlich der Friedhofsverwaltung.
§ 34 Besondere Gestaltungsvorschriften
(1) Die Grabstätten müssen bepflanzt werden und in ihrer gärtnerischen Gestaltung und in ihrer Umgebung besonderen Anforderungen entsprechen. Sie dürfen höchstens bis zu einem Drittel der Graboberfläche mit einer Abdeckung versehen werden.
(2) Nicht zugelassen sind Bäume und großwüchsige Sträucher, erweiterte Einfassungen jeder Art, Grabgebinde aus künstlichem Werkstoff.
(3) Grelle Farben für Grabmale und Einfassungen sind nicht gestattet.
§ 35 Abweichungen
Wenn der Kirchenvorstand in Einzelfällen Abweichungen von den vorstehenden Bestimmungen zulässt, so kann dagegen kein Einspruch eingelegt oder darauf ein Anspruch erhoben werden, dass ähnliche Ausnahmen auch an anderer Stelle genehmigt werden müssten.
§ 36 Friedhofsgebühren und Grabgebühren
Für die Erhebung der Gebühren ist die jeweilige Friedhofsgebührenordnung maßgebend. Die Gebühren sind innerhalb von 14 Tagen auf das Konto der Kirchengemeinde Sommersdorf einzuzahlen.
(1) Diese Friedhofsordnung tritt nach ihrer aufsichtlichen Genehmigung in Kraft. Sie kann jederzeit mit aufsichtlicher Genehmigung ergänzt und abgeändert werden.
(2) Mit dem gleichen Tag treten alle bisher für den Friedhof erlassenen „Allgemeinen Bestimmungen“ außer Kraft.
Sommersdorf, den 25. März 2003
Ergänzt am 21. Februar 2012
Hans Löhr gez. Dieter Großberger.
Pfarrer Vertrauensmann
Für den Reisachfriedhof der Evang.-Luth. Kirchengemeinde Sommersdorf, festgelegt am 01.09.2010, ergänzt am 21.02.2012:
Ruhezeit 20 Jahre, Nachkauf eines Grabes im 5-Jahresturnus ist möglich, Kosten bei Nachkauf jeweils ein Viertel der Grabgebühr.
Einzelgrab 300,00 Euro
Doppelgrab 500,00 Euro
Kindergrab bis 12 Jahre 200,00 Euro
Leichenhallen-Nutzung 75,00 Euro
Verwaltungsgebühren 30,00 Euro
Posaunenchor 100,00 Euro
Urnengrab 200,00 Euro
Leichenhallen Nutzung 30,00 Euro
Posaunenchor für Trauerfeier anl. einer Urnenbestattung 100,00 Euro
Alle Gebühren sowie Kreuzträger und Läuten werden über das Bestattungsinstitut Pfeiffer
Wenn der Glaube die Erzieher erzieht20. August 2018 - 19:59
Stellenausschreibung Pfarramtssekretär/Pfarramtssekretärin9. Juli 2018 - 20:14
Gemeindebrief Mai – Juli 20182. Mai 2018 - 18:35
Gemeindebrief Februar – April 201828. Januar 2018 - 14:04

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