Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/1/81170000067.htm
Timestamp: 2018-12-15 05:17:30+00:00

Document:
1.17.067 Oberes Filstal - Stadt Wiesensteig
Verordnung des Landratsamtes Göppingen über das Landschaftsschutzgebiet "Oberes Filstal - Stadt Wiesensteig" vom 20. März 1985 (Oberer Filsbote vom 19.04.1985).
Auf Grund von §§ 22, 58 Abs. 3 und § 64 Abs. 1 Nr. 2 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz - NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654), geändert durch das Gesetz zur Bereinigung des baden-württembergischen Ordnungswidrigkeitenrechts vom 06. Juni 1983 (GBl. S. 199), wird mit Zustimmung des Regierungspräsidiums Stuttgart verordnet:
Die in § 2 näher bezeichnete Fläche auf dem Gebiet der Stadt Wiesensteig wird zum Landschaftsschutzgebiet erklärt. Das Landschaftsschutzgebiet führt die Bezeichnung "Oberes Filstal-Stadt Wiesensteig".
(1) Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rund 1 768 ha.
(2) Das Schutzgebiet umfaßt die Gemarkung der Stadt Wiesensteig, ausgenommen sind die Ortslage mit Flächen für die bauliche Entwicklung und einige weitere Randflächen, das Naturschutzgebiet "Sterneck" und ein großes Waldgebiet auf der Albhochfläche (Große Weite und Brunnen), das begrenzt wird durch den Parkplatz beim Reußenstein, das Autal, oberstes Filstal, Hasental, Gemarkungsgrenze mit Schopfloch und Neidlingen.
(3) Die vom Schutzgebiet ausgenommenen Flächen der Gemarkung Wiesensteig werden wie folgt beschrieben:
· a) Ortslage
Die Ortslage wird durch die noch im Schutzgebiet liegenden Grundstücke sowie außerhalb liegenden Straßen und Wegen begrenzt:
Ausgangspunkt ist Markungsgrenze mit Mühlhausen i.T. in Höhe der L 1200, Flst. 424, 426, 414, 413, 410, 405, 409, 1333/4, 397, 395, 393/2, 392, 391, 382, 381, 441, 368, 350/2, 353, 1151/2 und /1, 1149/3, 3459, 3458, 1155-1175/2, 1177/1-1178/1, nach N über 1068 und Fils zu 1013, Flst. 1013, 1012, 1010, 3165/1, 996/1, nördliche Hälfte von Geb. Grundstück Helfensteinstraße 62, Flst. 992, 991, 989/2 und /1, 988/1 und /2, 987/3, 3165/1, 580-576, 573-557, 555-554, 550-549, 545-537/1, 536/1, 535/1, 534/1, 533/1, 532, 530/1 und /2, 529, 646, 645/3, 582/1-584, 586-590/2, 634, 594, über 632 zu 630/1, Flst. 630/1, 597, 600/1-601, 622/1, 791-780, 778-776, 774, 773, 771, 769766, 764/2-762, 759-755, 753, 751, 750, 747-742, 740, 739, 737, Schöntalweg 38, Flst. 732-727/2, 724-719, 691-684, 682-675 an Markungsgrenze mit Mühlhausen nach Süden zum Ausgangspunkt.
· b) Naturschutzgebiet "Sterneck" mit Flst. 3477/1 und die nordöstlichen Teilflächen der Flst. 675-682 und 684-687/1, ausgehend von den SO-Ecke von Flst. 675 zur NO-Ecke von 688.
· c) Waldgebiet auf der Albhochfläche (Große Weite und Brunnen), das begrenzt wird durch den Parkplatz beim Reußenstein, Autal, oberstes Filstal, Hasental und Markungsgrenze mit Schopfloch und Neidlingen.
Das ausgenommene Gebiet wird durch die noch im Schutzgebiet liegenden Grundstücke sowie außerhalb liegenden Straßen und Wegen begrenzt:
· Ausgangspunkt ist der Parkplatz beim Reußenstein Flst. 2738, 2740, 2741, 2743, 934, 3206, 3208-3210, 3416, 3414-3412, 3411/4 und /1, 3410-3409, 3406-3403, 3400, 3398, 3395, 3394, 3392-3386, 3384-3378, 3375-3374, 3371-3368, 3365, 3364, 3360, 3359, 1252, 1256-1266, 1269/4, 1269/3, 1269/1, 1268, 1267, 1539, 1516, Markungsgrenzen mit Schopfloch nach N, W, N, Markungsgrenze mit Neidlingen nach N, NO, Flst. 2732, 2735, 2728 zum Ausgangspunkt.
(4) Die Grenzen des Landschaftsschutzgebietes sind in einer Übersichtskarte im Maßstab 1 : 25 000 und in 20 Flurkarten im Maßstab 1 : 2 500 schwarz umgrenzt und grün angeschummert eingetragen. Die Karten sind Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karten wird beim Landratsamt Göppingen in Göppingen zur kostenlosen Einsicht durch jedermann während der Dienststunden niedergelegt.
1. die Erhaltung der Vielfalt, Eigenart und Schönheit der höhenmäßig reichgegliederten Alblandschaft um Wiesensteig, welche sich durch den Wechsel von Wäldern, Feld- und Bachgehölzen, Hecken, Heideflächen nebst landwirtschaftlich genutzten Acker- und Wiesenflächen auszeichnet und mit ihrer floristischen Vielfalt einen hohen ökologischen Wert darstellt,
1. die Sicherung des besonders hohen Erholungswertes für die Allgemeinheit.
3. Verlegung oder Änderung von ober- oder unterirdischen Leitungen aller Art;
6. Anlage oder Veränderung von Straßen, Wegen, Plätzen der anderen Verkehrsanlagen;
7. Anlage oder Veränderung von Stätten für Sport und Spiel oder von Erholungseinrichtungen einschließlich Motorsportanlagen und von motorgetriebenen Schlitten, sowie der Betrieb von Motorsport;
8. a)Anlage oder Veränderung von Flugplätzen;
b)Aufstellen von Wohnwagen oder Verkaufsständen außerhalb der zugelassenen Plätze und das mehrtägige Zelten oder Abstellen von Kraftfahrzeugen;
9. Errichtung von Stegen;
13. Neuaufforstungen, Umwandlungen von Wald, Anlegen von Kleingärten oder die wesentliche Änderung der Bodennutzung auf andere Weise;
14. Rodung (Ausstockung) von Hecken, Gebüschen, Feld- und Ufergehölz.
1. für die Nutzung im Rahmen einer ordnungsgemäßen Bewirtschaftung land- und forstwirtschaftlicher Grundstücke,
3. für die ordnungsgemäße Unterhaltung der Straßen, Wege, Plätze und Gewässer, ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Abs. 2 Nr. 14,
(2) Die Befreiung bedarf bei Handlungen gemäß § 5 Abs. 2 Ziffern 1, 3, 4, 6 und 10 dieser Verordnung der Zustimmung des Regierungspräsidiums als höhere Naturschutzbehörde.
· a) die Verordnung des Württ. Kultusministeriums zum Schutz von Landschaftsbestandteilen und Landschaftsteilen entlang der Reichsautobahn Stuttgart-München in den Landkreisen Esslingen, Nürtingen, Göppingen und Ulm vom 12. August 1940 (Regierungsanzeiger vom 06. September 1940),
· b) die Verordnung des Landratsamtes Geislingen zum Schutz von Landschaftsteilen vom 09. August 1937 (Geislinger Zeitung vom 16. August 1937),
· c) die Verordnung des Landratsamtes Geislingen zum Schutz von Landschaftsteilen vom 02. November 1937 (Geislinger Zeitung vom 06. November 1937) und
· d) die Verordnung des Landratsamtes Göppingen zum Schutz von Sommerschafweiden als Landschaftsbestandteile vom 27.06.1939 (Amtsblatt vom 06.07.1939) insoweit außer Kraft, als sie das Gebiet der Stadt Wiesensteig betreffen.
Göppingen, den 20. März 1985
Durch VO vom 15.05.2003 (Änderung) Fläche um 2,36 ha vergrößert (VO s.u.).
Verordnung des Landratsamtes Göppingen zur Änderung der Verordnung über das Landschaftsschutzgebiet "Oberes Filstal- Stadt Wiesensteig"
Aufgrund der §§ 22, 58 Abs. 3 des Naturschutzgesetzes in der Fassung vom 29. März 1995 (GBI. S. 385), zuletzt geändert durch Gesetz vom 19. November 2002 (GBI. S. 424, 428) wird verordnet:
(1) Die Rechtsverordnung des Landratsamtes Göppingen vom 20.03.1985 über das Landschaftsschutzgebiet "Oberes Filstal -Stadt Wiesensteig" wird hinsichtlich ihres Geltungsbereiches geändert (teilweise Aufhebung und Erweiterung).
(2) Der aufzuhebende Teil wird wie folgt beschrieben (die genannten Grundstücke liegen künftig außerhalb des Schutzgebietes):
Fläche I (Am Giesbach):
Flurstücke (Flst.) 1149/3, Teilfläche von 1151/1, 1151/2 und 1151/3; WA 278 (Bachlauf).
Fläche II (An der Westerheimer Straße):
Flst. Nr. 350/2
Die Flächen I und II umfassen ca. 0,37 ha.
(3) Im Gewann "Schöntal" werden folgende Grundstücke neu in das Schutzgebiet aufgenommen:
Flst. Nr. 622/2, WA 752 (Talbach), 631/1 (Weg/Teilfläche) 630/2, 632 (Teilfläche), 633, 634 (Teilfläche).
Der aufzunehmende Bereich umfasst ca. 2, 73 ha.
(4) Bestandteile dieser Verordnung sind:
Übersichtskarte im Maßstab 1 : 25.000
(Ausschnitt aus TOP 7423)
Flurkartenausschnitte im Maßstab 1 : 2.500
jeweils vom 02.07.2002 mit zeichnerischer Darstellung der bisher gültigen und der künftig geltenden Schutzgebietsgrenzen. Die aufzuhebenden Grenzen sind gelb, die neuen Grenzen grün dargestellt.
(5) Die Verordnung mit Karten wird beim Landratsamt Göppingen und beim Bürgermeisteramt der Stadt Wiesensteig zur Einsicht durch jedermann während der Sprechzeiten niedergelegt.
Göppingen, den 15.05.2003
Nach § 60 a des Naturschutzgesetzes (NatSchG) ist eine Verletzung der in § 59 NatSchG genannten Verfahrens- und Formvorschriften nur beachtlich, wenn sie innerhalb eines Jahres nach Erlass der Verordnung schriftlich beim Landratsamt Göppingen, Lorcher Str. 6, 73033 Göppingen geltend gemacht wird; der Sachverhalt, der die Verletzung begründen soll, ist darzulegen.
Verordnung des Landratsamtes Göppingen zur Änderung der
Verordnung über das Landschaftsschutzgebiet „Oberes Filstal - Stadt Wiesensteig“
vom 27.06.2005
Aufgrund der §§ 22, 58 Abs. 3 des Naturschutzgesetzes für Baden-Württemberg
In der Fassung vom 29. März 1995 (GBI. S. 385 ), zuletzt geändert durch das
Gesetz zur Änderung des Naturschutzgesetzes vom 19. November 2002
(GBI. S. 424) und Artikel 4 des Gesetzes zur Änderung von Vorschriften über die
Umweltverträglichkeitsprüfung und anderer Gesetze vom 19.11.2002
(GBI.S.428) wird verordnet:
(1) Die Rechtsverordnung des Landratsamtes Göppingen vom 20.03.1985
über das Landschaftsschutzgebiet „ Oberes Filstal - Stadt Wiesensteig „ wird
hinsichtlich ihres Geltungsbereiches geändert (teilweise Aufhebung).
(2) Der aufzuhebende Teil wird wie folgt beschrieben (die genannten Grundstücke
liegen künftig außerhalb des Schutzgebietes):
Flurstücke Nr. 387/1, 387/2, 388, 390, 391, 392, 393/1, 393/2 und 394.
Die Fläche dieser Grundstücke umfasst ca. 1,04 ha.
(3) Bestandteile dieser Verordnung sind:
- Übersichtskarte im Maßstab 1 : 20 000
( Ausschnitt aus TOP 7423 )
- Flurkartenausschnitt im Maßstab 1 : 2 500
jeweils vom 19.04.2004 mit zeichnerischer Darstellung der bisher gültigen und
der künftig geltenden Schutzgebietsgrenzen. Die aufzuhebenden Grenzen sind gelb,
die neuen Grenzen grün dargestellt.
(4) Die Verordnung mit Karten wird beim Landratsamt Göppingen und beim
Bürgermeisteramt der Stadt Wiesensteig zur Einsicht durch jedermann während
der Sprechzeiten niedergelegt.
Göppingen, den 27.06.2005
Nach § 60 a des Naturschutzgesetzes (NatSchG) ist eine Verletzung der in
§ 59 NatSchG genannten Verfahrens- und Formvorschriften nur beachtlich, wenn
sie innerhalb eines Jahres nach Erlass der Verordnung schriftlich beim Landrats-
amt Göppingen, Lorcher Str. 6, 73033 Göppingen geltend gemacht wird; der
Sachverhalt, der die Verletzung begrüßen soll, ist darzulegen.

References: § 64
 § 2
 § 5
 § 5
 § 60
 § 59
 § 60

§ 59