Source: http://constance-de-salm.de/fud_docs/DHIParis:2-115CdS-b2-005a?locale=de
Timestamp: 2018-08-17 18:50:25+00:00

Document:
CdS/07/001-011 - Die Korrespondenz der Constance de Salm
CdS/07/001-011
Testamententwurf der Constance de Salm - Notar Vingtain am 30. März 1814 anvertraut, "provisoire à examiner et à déchirer". Der Text ist durchgestrichen - Interessant sind u.a. die Regelungen über die Veröffentlichung ihrer Werke und ihren schriftlichen Nachlass - Aus dem Inhalt: Art. 1. Finanzielle Bestimmungen – Auflistung aus dem Guthaben (verkauf des Hofes La Billetière im Jahr 1810 für 50.000 Francs, dann 26.000 Francs aus dem Vertrag mit Pipelet nach der Ehescheidung, dann ihr Grundstück in der Somme (6.000 Francs), Mobiliar, Schmuck etc., sowie 2 Häuser in Paris (aus der Erbschaft ihrer Mutter nach Teilungsvertrag vom 12. März 1810 bei Notar Vingtain) Rue des Boucheries St Honoré – Laut Teilungsvertrags schuldete sie ihrem Bruder 26.000 Francs, dies wurde ausbezahlt (1812) Dazu noch ausgeliehenes Kapital für ihre Tochter (26.000 Francs). – Dann Auflistung der Ausgaben: 28413 Francs 20 centimes für ihren Bruder, und 80.000 EUR als Mitgift für Ihre Tochter (Vertrag 15. Februar 1813) – 413 Francs 20 centimes minus Art. 2. Unter den ausgeliehenen 26.000 Francs hat sie Martini 12.000 Francs ausgeliehen (dafür hat er 1.200 Francs Leibrente erhalten). Diese Leibrente wird noch einmal bestätigt. Art. 3. Schmuck und Diamanten: alle Diamanten, die sie zur Eheschließung mit SRD hatte hat sie ihrer Tochter zur Hochzeit geschenkt. Sie listet noch 3 private Familienschmuckstücke. Alles andere bleibt Eigentum von SRD. Art. 4. Sie bewahrt auch Schmuck ihres Mannes auf. Dieses ist in einer gekennzeichneten Schatulle aufbewahrt. Art. 5. Da SRD Ausgaben für Reparaturen an den Gebäuden rue des Boucheries gemacht hat, wünscht SRD, dass die Summe von 12.000 Francs mit der Summe, die er ihren Erben im Todesfall von CdS schuldet, abgerechnet wird. Art. 6. Auflistung der Gegenstände, die sie ihrer Tochter, ihren Kindern oder ihrem Bruder gibt. (Auflistung der Räume und der entsprechenden Möbeln, interessant für ihre Wohnkultur – Siehe u.a. die Musikinstrumente). Art. 7. SRD darf sich das Mobiliar aus Art. 6 nehmen, sollte dafür aber als Entschädigung 6.000 Francs an Tochter Minette geben. Art. 8. Regelung über die privaten Kleider und Gegenstände. Alles sollte zurück an die Tochter gehen. Regelung über die (Nicht-) Versiegelung der Räume. Art. 9. Leibrente für das vormalige Hausmädchen ihrer Mutter (Louison Briançon). Art. 10. Gleichermaßen für Xavier Legay, ihr Domestique. Art. 11 – 15: verschiedene Vermächtnisse. Darunter Art. 14. An Louis Langlès verschiedene Objekte, Langlès wird mit der „Edition“ ihrer Werke anvertraut. Art. 16 – 23. Verschiedene Papiere. Es werden hier die Aufbewahrungsorte ihrer Papiere, Dokumente, Briefe beschrieben, auch was daraus werden soll. Im Art. 19. Wird stipuliert, dass Langlès und Thurot ihre Werke veröffentlichen sollen, aber es soll daran nichts geändert werden, auch nicht die Reihenfolge ihrer Werke. Alles soll vorher durch ihren Bruder oder ihren Ehemann überprüft werden. Geschätzter Preis für die „Edition“: 3.000 Francs. Sie wünscht, dass ihr Ehemann diese Kosten übernimmt. Sollte er das nicht, wollen, und da diese Edition das letzte Zeugnis ist über ihr Leben („la dernière preuve que je laisserai de mon existence“), dann soll die Summe von ihren übrigen Einkünften genommen werden Außerdem (Art. 21) soll ihr Album an Langlès für die Bibliothèque Impériale ihr „Album“ (2 Bände) gehen; sollte er es nicht annehmen, dann gehen diese 2 Bände an SRD Es wird im Art. 22. außerdem ihr großes Porträt erwähnt, das im Salon stehen soll, ihre Tochter soll eine Kopie davon erhalten dürfen. Im Art. 23. wird außerdem erwähnt, dass ihr Bruder oder ihre Schwägerin sich um CdS‘ Hund und Vögel kümmern sollen, außer ihre Tochter kümmert sich darum. Zusätzliches Kommentar, wo sie erklärt, dass ihre Tochter von SRD wie eine eigene Tochter behandelt hat. Um jedoch für die Zukunft vorzusorgen, wurden die Bestimmungen des Testaments so konzipiert, dass man vor Vormündern der Kinder nichts zu befürchten hat
Langlès, Louis-Mathieu; Pipelet, Jean-Baptiste; Salm-Reifferscheidt-Dyck, Joseph Fürst und Altgraf zu (SRD); Théis, Alexandre Étienne Guillaume, baron de (Bruder der CdS); Francq, Agathe Clémence, baronne de, geb. Pipelet, gen. Minette; Vingtain, Monsieur (Notar in Paris); Legay, Xavier (Hausangestellter); Briançon, Louison (Dienstmädchen)
Wirtschaft/Finanzen; Musik; CdS: Correspondance (Editionsvorhaben); Album; Bildende Kunst; Tier/Haustier
CdS/07/001-011. In: Die Korrespondenz der Constance de Salm (1767-1845). Inventar des Fonds Salm der Société des Amis du Vieux Toulon et de sa Région und des Bestands Constance de Salm im Archiv Schloss Dyck (Mitgliedsarchiv der Vereinigten Adelsarchive im Rheinland e.V.). Elektronische Edition, DHI Paris 2016, http://constance-de-salm.de/fud_docs/DHIParis:2-115CdS-b2-005a?locale=de

References: Art. 1
 Art. 2
 Art. 3
 Art. 4
 Art. 5
 Art. 6
 Art. 7
 Art. 6
 Art. 8
 Art. 9
 Art. 10
 Art. 11
 Art. 14
 Art. 16
 Art. 19
 Art. 22
 Art. 23