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Timestamp: 2016-09-28 15:23:44+00:00

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Rechtslupe » Verwaltungsrecht » Beteiligtenstellung im Abänderungsverfahren
Beteiligtenstellung im Abänderungsverfahren	5. April 2016 | VerwaltungsrechtGeschätzte Lesezeit: 1 Minuten	Maßgeblich für die Stellung der Beteiligten in einem Änderungsverfahren nach § 80 Abs. 7 Satz 2 VwGO ist die Interessenlage in diesem Verfahren, nicht die Beteiligtenstellung im vorausgegangenen Aussetzungsverfahren nach § 80 Abs. 5 VwGO.
Maßgeblich ist die Interessenlage in dem hier anhängigen Änderungsverfahren nach § 80 Abs. 7 Satz 2 VwGO und nicht die Beteiligtenstellung im vorausgegangenen Aussetzungsverfahren1.
Denn das Verfahren nach § 80 Abs. 7 Satz 2 VwGO dient nicht in der Art eines Rechtsmittelverfahrens der Überprüfung, ob ein vorangegangener Beschluss nach § 80 Abs. 5 VwGO formell und materiell richtig ist2, sondern eröffnet die Möglichkeit, einer nachträglichen Änderung der Sach- und Rechtslage Rechnung zu tragen3.
Den Antragsteller des vorangegangenen Verfahrens nach § 80 Abs. 5 VwGO als Antragsgegner dieses Verfahrens zu führen, trägt dem Umstand Rechnung, dass er und nicht der Rechtsträger der Baugenehmigungsbehörde Begünstigter der aufschiebenden Wirkung ist, die der Antragsteller dieses Verfahrens im Wege des Änderungsantrags bekämpft. Soweit sich aus dem Beschluss des Bundesverwaltungsgerichts vom 27.01.19824 etwas Abweichendes ergeben sollte, hält das Bundesverwaltungsgericht hieran nicht fest.
Bundesverwaltungsgericht, Beschluss vom 7. Januar 2016 – 4 VF 32015 –
VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 06.02.1997 – 8 S 29/97, NVwZ-RR 1998, 611, 611 f.; Sächs. OVG, Beschluss vom 28.12 2009 – 1 B 400/09 5; OVG Bremen, Beschluss vom 24.07.2013 – 1 B 118/13 2; Schmidt, in: Eyermann, VwGO, 14. Aufl.2014, § 80 Rn. 107; a.A. OVG Sachsen-Anhalt, Beschluss vom 19.10.1994 – 2 M 57/94 22; OVG NRW, Beschluss vom 16.06.2000 – 7 B 715/00 3; OVG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 23.09.2004 – 8 B 11561/04, NVwZ-RR 2005, 748; BayVGH, Beschluss vom 15.10.2012 – 1 CS 12.2118 6; OVG Lüneburg, Beschluss vom 11.07.2014 – 1 ME 71/14 – BauR 2015, 478; Schoch, in: Schoch/Schneider/Bier, VwGO, Losebl., Stand: März 2015, § 80 Rn. 548; W.-R. Schenke, in: Kopp/Schenke, VwGO, 21. Aufl.2015, § 80 Rn.200; Reimer, DÖV 2010, 688, 689↩
BVerwG, Beschluss vom 04.07.1988 – 7 C 88.87, BVerwGE 80, 16, 17 f.↩
BVerwG, Beschluss vom 10.03.2011 – 8 VR 2.11 8↩
BVerwG, Beschluss vom 27.01.1982 – 4 ER 401.81, BVerwGE 64, 347, 355↩
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