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Timestamp: 2019-03-25 21:15:25+00:00

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Rechtsprechung: FamRZ 2011, 826 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG Saarbrücken, 10.01.2011
OLG Saarbrücken, 10.01.2011 - 6 UF 126/10
Zulässigkeit der Befristung begleiteten Umgangs; Anforderungen an die Folgenankündigung in einer Umgangsregelung
AG St. Wendel, 09.11.2009 - 6b F 160/09
AG St. Wendel, 13.09.2010 - 6b F 160/09
Wirksamkeit der in Syrien geschlossenen Ehe einer zum Eheschließungszeitpunkt …
Eine Bindung an Anträge besteht ebenso wenig wie ein Verschlechterungsverbot, da es sich bei der angefochtenen Umgangsregelung um eine von Amts wegen in vollem Umfang zu prüfende Fürsorgeangelegenheit handelt (vgl. nur OLG Saarbrücken, 6 UF 126/10, B. v. 10.01.2011;… Sternal in Keidel, FamFG, 18. Auflage 2014, § 69 Rn. 21).
Wenn, weil und solange der begleitete Umgang gegenüber dem Umgangsausschluss ein milderes, zur Kindeswohlgefährdung ausreichend geeignetes Mittel ist, kann der begleitete Umgang nicht mit Verweis darauf abgebrochen werden, dass der Vater sein Verhältnis zur Mutter nicht verbessert und auch ansonsten nicht an sich arbeitet (vgl. Senatsbeschluss vom 10. Januar 2011 - 6 UF 126/10 -, FamRZ 2011, 826;… Staudinger/Coester, BGB, Neubearbeitung 2014, § 1684, Rz. 312 a.E: m.w.N.).
Die nach §§ 58 ff. FamFG zulässige Beschwerde des Vaters - durch die dem Senat der angefochtene Beschluss umfassend zur Überprüfung angefallen ist (dazu Senatsbeschlüsse vom 11. Juni 2014 - 6 UF 50/14 -, vom 23. Januar 2013 - 6 UF 20/13 -, NJW-RR 2013, 452, und vom 24. Januar 2011 - 6 UF 126/10 -, FamRZ 2011, 826;… Völker/Clausius, Sorge- und Umgangsrecht in der Praxis, 6. Aufl., § 9, Rz. 6, jeweils m.w.N.) - hat Erfolg und führt zu einer Reduzierung des unbegleiteten Umgangsrechts der Mutter mit L.
Diese Folgenankündigung hat der Senat daher in seiner Beschwerdeentscheidung von Amts wegen nachzuholen, ohne dass dem das Verschlechterungsverbot entgegenstände, da dieses in Umgangsverfahren nicht gilt (vgl. dazu Senatsbeschlüsse vom 16. März 2017 - 6 UF 8/17 -, vom 14. November 2016 - 6 UF 90/16 -, ZKJ 2017, 152, vom 8. Juni 2016 - 6 UF 30/16 -, vom 4. Januar 2011 - 6 UF 126/10 -, FamRZ 2011, 826, jeweils m.w.N.; vgl. auch BGH FamRZ 2011, 1729).
Diese hat der Senat daher in seiner Beschwerdeentscheidung von Amts wegen nachzuholen, ohne dass dem das Verschlechterungsverbot entgegenstünde, da dieses in Umgangsverfahren nicht gilt (…vgl. dazu Senatsbeschlüsse a.a.O. und vom 4. Januar 2011 - 6 UF 126/10 -, FamRZ 2011, 826, jeweils m.w.N.; vgl. auch BGH FamRZ 2011, 1729).
Insbesondere begegnet es - was dem Senat zu amtswegiger Prüfung anfällt, nachdem das Verschlechterungsverbot in Umgangsrechtsbeschwerdeverfahren nicht gilt (vgl. Senatsbeschluss vom 24. Januar 2011 - 6 UF 126/10 -, FamRZ 2011, 826 m.w.N.) - jedenfalls derzeit im Lichte des vermerkweise verschrifteten Ergebnisses der Anhörung C.s durch das Familiengericht keinen durchgreifenden Bedenken, dass das Familiengericht noch keinen Übernachtungsumgang angeordnet hat.
Nach Maßgabe dessen bedarf der angegriffene Beschluss insoweit der Ergänzung und ist die vom Familiengericht zutreffend auf § 89 Abs. 2 FamFG gegründete Folgenankündigung in Ziffer V. des angegangenen Beschlusses auch insoweit auf die Mutter zu erstrecken (BGH FamRZ 2011, 1729; Senatsbeschluss vom 4. Januar 2011 - 6 UF 126/10 -, FamRZ 2011, 826).
Da es sich bei Umgangsverfahren nicht um Antragsverfahren i.S.v. § 23 FamFG handelt, ist der Senat in seiner Entscheidung weder an die Anträge der Beteiligten gebunden noch daran gehindert, von der angefochtenen Entscheidung zulasten des vom Beschwerdeführer artikulierten Verfahrensinteresses abzuweichen (…Völker/Clausius, Sorge- und Umgangsrecht in der Praxis, 4. Aufl. (2011), § 9 Rn. 5; Socha, FamRZ 2010, 847; Heilmann, NJW 2012, 16 (20); KG, FamRZ 2013, 308; OLG Saarbrücken, FamFR 2011, 93; OLG Frankfurt, ZKJ 2013, 127; OLG Celle, ZKJ 2011, 433;… Staudinger/Rauscher, BGB (2006), § 1684 , Rn. 372;… FamVerf/Paul, 2. Auflage, § 2 , Rn. 43 f., m.w.N.;… Keidel/Sternal, FamFG , 17. Aufl., § 23 , Rn. 6;… § 22, Rn. 19), sondern hat im Rahmen des Verfahrensgegenstandes von Amts wegen die Entscheidung zu treffen, die unter Berücksichtigung der Rechte beider Eltern dem Wohl des Kindes am besten entspricht (§§ 1684, 1697a BGB ).
OLG Saarbrücken, 20.04.2017 - 6 UF 20/17
Entscheidung des Familiengerichts über einen Antrag der Großeltern auf Umgang mit …
Diese Folgenankündigung hat der Senat daher in seiner Beschwerdeentscheidung von Amts wegen nachzuholen, ohne dass dem das Verschlechterungsverbot entgegensteht, da dieses in Umgangsverfahren nicht gilt (vgl. dazu Senatsbeschlüsse vom 14. November 2016 - 6 UF 90/16 -, vom 8. Juni 2016 - 6 UF 30/16 -, vom 4. Januar 2011 - 6 UF 126/10 -, FamRZ 2011, 826, jeweils m.w.N.; vgl. auch BGH FamRZ 2011, 1729).
Insbesondere steht dem nicht das Verschlechterungsverbot entgegen: Der Vorrang des Kindeswohls (§ 1697a BGB) führt dazu, dass das Verbot der reformatio in peius in Kindschaftssachen gerade nicht gilt (vgl. OLG Saarbrücken, Beschluss vom 10. Januar 2011 - 6 UF 126/10 -, FamFR 2011, 93 [bei juris Rz. 12] sowie Völker/Clausius, Sorge- und Umgangsrecht in der Praxis [4. Aufl. 2011], § 9 Rn. 5).

References: § 69
 § 1684
 § 9
 BGH 
 BGH 
 § 89
 § 23
 § 9
 § 1684
 § 2
 § 23
 § 22
 BGH 
 § 9