Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=26.01.2006&Aktenzeichen=III%20R%2051%2F05
Timestamp: 2020-05-28 08:27:16+00:00

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BFH, 26.01.2006 - III R 51/05 - dejure.org
https://dejure.org/2006,328
BFH, 26.01.2006 - III R 51/05 (https://dejure.org/2006,328)
BFH, Entscheidung vom 26.01.2006 - III R 51/05 (https://dejure.org/2006,328)
BFH, Entscheidung vom 26. Januar 2006 - III R 51/05 (https://dejure.org/2006,328)
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EStG § 26, § 26b, § 32a Abs. 1, § 32a Abs. 5, § 33a; GG Art. 3 Abs. 1, Art. 6 Abs. 1
EStG §§ 26, 26 b, 32 Abs. 5 ; LPartG §§ 1, 5
Keine Zusammenveranlagung eingetragener Lebenspartner
Keine Zusammenveranlagung für Partner einer Lebenspartnerschaft
Familienrecht - Keine Zusammenveranlagung für eingetragene Lebenspartner
Anspruch der Partner einer eingetragenen Lebenspartnerschaft auf Durchführung einer Zusammenveranlagung zur Einkommensteuer unter Anwendung des Splittingtarifs; "Ehegatten" als Partner einer Ehe im Sinne des bürgerlichen Rechts; Einkommensteuerliche Behandlung von ...
Zusammenveranlagung bei eingetragener gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaft
Eingetragene Partnerschaften: Kein Splittingtarif zulässig
Keine steuerliche Zusammenveranlagung von gleichgeschlechtlichen Lebenspartnern
Kein Ehegattensplitting für homosexuelle Paare in eingetragener Lebenspartnerschaft - Gesetzgeber habe keine einkommenssteuerrechtliche Gleichstellung mit Ehegatten gewollt
BFHE 212, 236
NJW 2006, 1837
NVwZ 2006, 1088 (Ls.)
FamRZ 2006, 781
DB 2006, 984
BStBl II 2006, 515
In seinem das Rechtsmittel als unbegründet zurückweisenden Urteil vom 26. Januar 2006 - III R 51/05 - (BStBl II 2006, S. 515 ff. = BFHE 212, 236) führte der III. Senat des Bundesfinanzhofs aus:.
Eine Analogie setzt eine planwidrige Regelungslücke im Gesetz voraus (BGHZ 149, 165, 174; BGH NJW 2007, 992, 993 und 2008, 1446 Tz 14; BAG NJW 2003, 2473, 2474 f; BFH NJW 2006, 1837) .
Partner einer eingetragenen Lebenspartnerschaft sind Ehegatten nicht gleichgestellt (Senatsurteil vom 26. Januar 2006 III R 51/05, BStBl II 2006, 515, BFH/NV 2006, 1192).
Eine entsprechende Anwendung der Vorschriften über die Zusammenveranlagung oder das Realsplitting kommt schon deshalb nicht in Betracht, weil keine Gesetzeslücke im Sinne einer planwidrigen Unvollständigkeit vorliegt (Senatsurteil in BStBl II 2006, 515, BFH/NV 2006, 1192).
Die steuerliche Besserstellung der Ehe gegenüber der eingetragenen Lebenspartnerschaft ist daher durch Art. 6 Abs. 1 GG gerechtfertigt (Senatsurteil in BStBl II 2006, 515, BFH/NV 2006, 1192, m.w.N. zur Rspr. des BVerfG).
Diese unterschiedliche Verfassungsrechtslage bezüglich der Ehe und der eingetragenen Lebenspartnerschaft hat auch vor Art. 3 Abs. 1 GG Bestand (…im Ergebnis ebenso zur einkommensteuerrechtlichen Berücksichtigung von Kindern: Urteile des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 20. April 2004 VIII R 88/00, BFH/NV 2004, 1103, und vom 30. November 2004 VIII R 61/04, BFH/NV 2005, 695, sowie zum Ehegattensplitting: Urteil des BFH vom 26. Januar 2006 III R 51/05, BFHE 212, 236, BStBl II 2006, 515, unter II. 3.;… vgl. auch Beschluss des BFH vom 6. Oktober 2005 II B 132/04, BFH/NV 2006, 303).
Die Vorschriften enthalten insoweit keine Lücken (so auch BFH-Urteil in BFHE 212, 236, BStBl II 2006, 515, unter II. 2.).
BSG, 07.09.2010 - B 5 KN 4/08 R
Erstattungsanspruch der Sozialleistungsträger - mehrere Rentenansprüche - …
Eine analoge Anwendung des § 107 Abs. 1 SGB X auf einen Erstattungsanspruch eines Sozialleistungsträgers gegen sich selbst (…bejahend BVerwG aaO im Fall der Zuständigkeit desselben Leistungsträgers für das Erbringen von Sozialhilfeleistungen einerseits und Leistungen nach dem Unterhaltsvorschussgesetz andererseits) kommt jedenfalls bei dem hier vorliegenden Sachverhalt mangels Bestehens einer gesetzlichen Regelungslücke (vgl zu dieser Voraussetzung einer Analogie exemplarisch BFH NJW 2006, 1837) nicht in Betracht.
Die Annahme des Senats im Urteil vom 26. Januar 2006 III R 51/05 (BFHE 212, 236, BStBl II 2006, 515), Art. 3 Abs. 1 GG sei gegenüber Art. 6 Abs. 1 GG nachrangig, treffe nicht zu und finde auch in der Rechtsprechung des BVerfG keine Stütze.
Ein Anspruch auf Zusammenveranlagung besteht nicht, weil der Gesetzgeber dieses Verfahren nach §§ 26, 26b EStG ausdrücklich auf Ehegatten beschränkt hat (Senatsurteile in BFHE 212, 236, BStBl II 2006, 515, …und vom 20. Juli 2006 III R 8/04, BFH/NV 2006, 1966).
Der Senat verweist insoweit auf seine Ausführungen im Urteil in BFHE 212, 236, BStBl II 2006, 515.
Dies ergibt sich aus dem Gesetzgebungsverfahren zum Lebenspartnerschaftsgesetz in der dem Senatsurteil vom 26. Januar 2006 (a.a.O.) zugrunde liegenden Fassung (vgl. auch BVerfG…, Urteil vom 17. Juli 2002 a.a.O.; BAG, Urteil vom 29. April 2004 6 AZR 101/03 BAGE 110, 277 ff.).
Die Verfassung selbst bildet mit Art. 6 Abs. 1 GG den sachlichen Differenzierungsgrund (BVerfG…, Urteil vom 17. Juli 2002 a.a.O. S. 348; Kammerbeschluss vom 20. September 2007 2 BvR 855/06 m.w.N.; BVerwG, Urteil vom 26. Januar 2006 a.a.O. Rn. 14).
Dieses Ergebnis wird gestützt durch die Begründungserwägung Nr. 22 (…BVerfG, Kammerbeschluss vom 20. September 2007 a.a.O.; BVerwG, Urteil vom 26. Januar 2006 a.a.O.).
Dies folgt aus § 26 Abs. 1 i.V.m. § 26b EStG (BFH, Urteil vom 26. Januar 2006 III R 51/05 NJW 2006, 1837).
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References: § 26
 § 26
 § 32
 § 32
 § 33
 Art. 3
 Art. 6
 BGH 
 Art. 6
 Art. 3
 § 107
 Art. 3
 Art. 6
 Art. 6
 § 26
 § 26
 § 13
 § 13