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Timestamp: 2016-10-24 12:23:57+00:00

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8C_403/2013 (21.08.2013)
8C_403/2013 � � Urteil vom 21. August 2013
E.________, geboren 1991, arbeitete seit dem 1. August 2010 als kaufm�nnischer Angestellter bei der Einwohnergemeinde X.________ und war bei der AXA Versicherungen AG (nachfolgend: AXA) f�r die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunf�llen sowie Berufskrankheiten versichert. Am 13. September 2011 meldete die Arbeitgeberin, dass sich E.________ am 11. September 2011 bei einem Fussballmatch den Fuss gebrochen habe. Mit Verf�gung vom 26. Juni 2012 und Einspracheentscheid vom 25. September 2012 lehnte die AXA ihre Leistungspflicht ab mit der Begr�ndung, dass das Ereignis nicht als Unfall im Rechtssinne zu qualifizieren und die vom erstbehandelnden Arzt diagnostizierte Stress-Fraktur (Metatarsale V) auch nicht durch eine unfall�hnliche K�rpersch�digung verursacht worden sei.
Bereits vor dem kantonalen Gericht waren sich die Parteien zu Recht dar�ber einig, dass das Ereignis vom 11. September 2011 nicht als Unfall zu qualifizieren ist. Zu pr�fen bleibt, ob der Unfallversicherer aus Art. 9 Abs. 2 UVV haftet.
Die Vorinstanz hat die diesbez�glich massgeblichen Bestimmungen von Art. 6 Abs. 2 UVG und Art. 9 Abs. 2 UVV sowie die dazu ergangene Rechtsprechung (BGE 129 V 466; 123 V 43; vgl. auch Urteil 8C_101/2012 vom 2. Mai 2013, zur Publikation vorgesehen) zutreffend dargelegt. Es wird darauf verwiesen.
Der Beschwerde f�hrende Unfallversicherer macht, wie bereits im vorinstanzlichen Verfahren, sinngem�ss im Wesentlichen geltend, dass der Ballschuss, bei welchem der Versicherte einen einschiessenden Schmerz versp�rt hatte, nicht als unfall�hnlicher Vorfall zu qualifizieren sei. Gem�ss Einsch�tzung seines Vertrauensarztes sei eine Stress-Fraktur denn auch erst etwa drei Wochen nach dem Auftreten von Schmerzen konventionell-radiologisch nachweisbar, weshalb der hier bereits am 12. September 2011 erhobene Befund nicht auf das Ereignis vom 11. September 2011 zur�ckgef�hrt werden k�nne. Zu diesen Einw�nden hat sich die Vorinstanz bereits eingehend und zutreffend ge�ussert.
Entscheidwesentlich ist zun�chst, dass rechtsprechungsgem�ss das Fussballspiel ein Geschehen mit einem gesteigerten Gef�hrdungspotential und (auch) die Schussabgabe als pl�tzliche sowie heftige k�rpereigene Bewegung und somit als objektiv feststellbares, sinnf�lliges Ereignis anl�sslich der Aus�bung einer erh�ht risikogeneigten Sportart zu qualifizieren ist. Steht fest, dass eine Verletzung darauf zur�ckzuf�hren ist, hat sich das gesteigerte Gef�hrdungspotential realisiert und bedarf es zur Bejahung der Leistungspflicht gest�tzt auf Art. 9 Abs. 2 UVV keiner weiteren besonderen Umst�nde (SVR 2008 UV Nr. 12 S. 38, U 71/07 E. 6.2; Urteile U 469/06 vom 26. Juli 2007 E. 5.4; U 611/06 vom 12. M�rz 2007 E. 5.1).
Zu Recht hat die Vorinstanz eine Leistungspflicht des Unfallversicherers aus Art. 9 Abs. 2 UVV auch f�r den Fall bejaht, dass sich der Versicherte am 11. September 2011 nicht eine frische Fraktur zugezogen, sondern einen Erm�dungsbruch erlitten hat, was aufgrund der divergierenden Arztberichte nicht zu kl�ren war, jedoch keiner beweism�ssigen Weiterungen bedurfte. Dass es sich um eine Verletzung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 lit. a UVV (Knochenbr�che) handelt, ist unbestritten. Massgeblich ist, dass hier die Einwirkung eines objektiv feststellbaren �usseren Faktors ausgewiesen ist, wobei es im �brigen auch nicht am Merkmal der Pl�tzlichkeit fehlt (oben E. 4; so auch im Fall des Fersenbeinbruchs nach heftigem Schlag der Ferse gegen den Boden bei einem Wutanfall, Urteil 8C_101/2012 vom 2. Mai 2013, zur Publikation vorgesehen, E. 3.3.1; anders hingegen bei der Erm�dungsfraktur anl�sslich einer Wanderung, Urteil U 258/04 vom 23. November 2006 E. 4; vgl. auch SVR 1998 UV Nr. 22 S. 81 E. 2b). Praxisgem�ss gen�gt es f�r die Bejahung des nat�rlichen Kausalzusammenhangs, wenn das sch�digende Geschehen eine Teilursache bildet. Ein degenerativer oder pathologischer Vorzustand schliesst daher eine unfall�hnliche K�rpersch�digung nicht aus, sofern ein unfall�hnliches Ereignis den vorbestehenden Gesundheitsschaden verschlimmert oder manifest werden l�sst. Tritt bei den in Art. 9 Abs. 2 lit. a bis h UVV abschliessend erw�hnten Verletzungen eine sch�digende �ussere Einwirkung wenigstens im Sinne eines Ausl�sungsfaktors zu den (vor- oder �berwiegend) krankhaften oder degenerativen Ursachen hinzu, liegt eine unfall�hnliche K�rpersch�digung vor (BGE 123 V 43 E. 2b S. 45). Diese Voraussetzung ist hier erf�llt und es war daher nicht weiter abzukl�ren, ob die Verletzung auch auf chronische �berlastung beziehungsweise zu h�ufiges, zu langes oder zu intensives Training bei anlagebedingtem Risiko (Pes adductus) zur�ckzuf�hren ist, wie die Beschwerdef�hrerin geltend macht.

References: Art. 9
 Art. 6
 Art. 9
 Art. 9
 Art. 9
 Art. 9
 Art. 9