Source: https://aufwachen-podcast.de/2017/02/10/a179-engelbert/
Timestamp: 2020-08-07 00:44:14+00:00

Document:
A!179 – Engelbert – Aufwachen!
A!179 – Engelbert
Freitag, 10. Februar 2017, 12:39 Uhr
39 Gedanken zu „A!179 – Engelbert“
“Kommen wir mal zu den Sachen, die uns interessieren.” –
Schon wieder CNN, schon wieder Trump? – Ach Mann …
Hier ein Interview zum Merkel-Besuch in Polen, warum sich die Regierung für Merkel ausspricht:
http://www.deutschlandfunk.de/deutsch-polnisches-verhaeltnis-man-braucht-sich-gegenseitig.694.de.html?dram:article_id=378388
‘Wahrscheinlich hat man in Warschau jetzt auch gemerkt, dass “Schlimmeres” drohen kann, nämlich mit Martin Schulz, der deutlich skeptischer in Polen wahrgenommen wird, und von deutscher Seite, glaube ich, lässt man sich zunächst einmal auf die Verfahren der Europäischen Union beziehungsweise des Europarates, also der Venedig-Kommission ein, so dass das Verhältnis heute eigentlich nicht so gut ist wie unter Tusk, aber auch nicht so schlecht ist, wie es in der Presse gemacht wird.’
Luick K. sagt:
Aha, das ist also der berühmt berüchtigte Kommentarbreich :D.
Dachte immer der währe unter den YT Videos. Tilo meinte das er immer Antworten würde, aber als ich (unter den YT Videos) kommentiert hat hat er nie geantwortet.
Von wegen keine Kostenübernahme bei unversicherten.
Zumindest in Deutschland müssen auch Unversicherte Kranke in die gesetzlichen Krankenversicherugen aufgenommen werden. Es müssen aber Beiträge und Zuschläge bezahlt werden.
Behauptet zumindest die Apoteken-Umschau .
Ja, du musst die Beiträge nachzahlen, als wärst du nie unversichert gewesen. (Inzwischen leicht abgeschwächt, aber als Prinzip geltend.)
@ anderer Patrick:
Apotheken Fake News wohl eher.
“…Nur wer eine andere Krankenversicherung vorweist, kann aussteigen. Einfach aus dem System fällt also niemand mehr”, sagt Michael Ihly von der Techniker Krankenkasse.”
ich bin selber nicht mehr krankenversichert, die barmer hat mich gehen lassen und hat sie auch nicht interessiert, was ich danach so mache. ich kann den beitrag einfach nicht mehr zahlen, mietkosten und sonstiges sind einfach zu hoch. und das jobcenter will als gegenleistung für eine stütze, dass ich 1euro jobs annehme – welch gute abschreckung.
nee, dann sterbe ich halt wenn mir was passieren sollte – in diesem höllenloch will ich auch dann auch so nicht länger verweilen 🙂
Seid ihr jetzt völlig abgedreht? Sanders’ Position als Wolkenkuckucksheim? Was er will, ist doch Realität in JEDEM westlichen Land außer den USA. Gibt zwar überall Probleme, aber doch nicht so fundamental wie in den USA. Warum soll das dort nicht auch so funktionieren? Die Details sind doch zweitrangig. Was soll er da runterbrechen? Er hat genau recht: man muss sich einmal entscheiden, dass die Gesundheitsversorgung ein Grundrecht ist. Und erst dann kann man diskutieren, ob man eher das deutsche oder das britische System usw. übernimmt.
Und dass Leute aus anderen Ländern in die USA zu Behandlungen kommen, ist ja wohl das absurdeste Argument. Das sind ausschließlich Reiche. Es gibt natürlich immer extrem teure Behandlungen, die unmöglich für jeden verfügbar sein können. Also verzichtet man in einem sozialen System ganz auf solche. In den USA dagegen gibt es dafür einen besonderen Markt. Das nützt aber der Masse nichts. Wenn man auf die Lebenserwartungszahlen schaut, liegen die USA ca. 3 Jahre hinter den anderen westlichen Staaten.
Ted Cruz “punktet”? Der Typ ist fundamentalistischer Kapitalist. Er will nur jedes “staatliche” Gesundheitssystem zerstören.
Wenn Sanders mutig gewesen wäre und gesagt hätte: “Ich will Versicherungszwang für alle”, würde ich dir zustimmen.
ich komme gar nicht darauf klar wie ihr mit sanders ins gericht geht im podcast und ich glaube ich steige hier auch langsam mal aus und lasse noch den comment hier. Menschen, die Krebs haben, sollen in einem neuem (demokratischen) system in jedem Falle eine Versicherung erhalten. Will sagen: Sobald die dem. eine Health Care Reform auflegen würden, würde jeder reinkommen, auch mit preexisting conditions, da es völlig egal ist ob du gesund oder krank bist. An Day 1 wird jeder reinkommen. Was da nicht zu verstehen? Nimmst du an, dass bei der einführung einer gov. health care Einführung, nur die reinkämen, die gesund sind? Was erzählt ihr denn da. Deftiger Breitbart Podcast.
Servicekommentar betr. min 24 Kassen sind Körperschaften des öffentlichen Rechts und müssen sich strenger, als z.B Sparkassen an Verfahrensrecht bzw. Verwaltungsrecht halten, wie gegenüber Behörden ähnliches Widerspruchsverfahren gegen Verwaltungsakte. Ein Kranker hat auch materiell keinen privatrechtlichen Anspruch aus §311 BGB sui generis gegen die Versicherung sondern aus einer sozialrechtlichen Norm.
Bei Obamacare wird nach meinem laienhaften Verständnis ein doppelter Kontrahierungszwang, wie bei einer dt. Autoversicherung mit Staatlicher Subvention unterfüttert – auch werden Studienkredite für Community Colleges glaub ich so nach-gesichert.
Ich würde gerne mal dazu Gesundheitsexperten hören, die eine juristische und ökonomische Ausbildung haben und in beiden Verwaltungen mal gearbeitet haben – beides ist nicht auch 2 Minuten runterbrechbar und auch das Amerikanische System hat ein paar Vorteile.
Ich würde fast behaupten, das ein Larry Page – wenn er in Deutschland nur Zugang zu Krebskliniken hätte hier nicht mehr leben würde, aber auch in den USA sterbenskranke nochmal von Quarksalbern abgemolken werden. Es gibt im US System moral hazard Gefahr, aber auch im deutschen, wenn es dann nicht mehr nur um Geld geht, gibt es auch die Gefahr der Sozialen Selektion und das Hausärzte von Omas in Kaffekranzrunden frequentiert werden, nach der Devise mich tastet ja sonst keiner mehr ab und der Herr im weißen Mantel sagt, rechnen wir dann die Hautrötung für €150 mehr als Hämatom ab und nach einem Jahr entschließt sich dann das gegenüberliegende Krankenhaus Röntgen wegen Kassenbugetkürzungen einzufahren woraufhin Leute sterben oder später teurer versorgt werden müssen.
Alles hängt irgendwie miteinander zusammen und Forschung kann auch Lebensqualität abschöpfen, weil das Geld dann woanders abgezogen wird, auch wenn man mehrer Töpfe macht, hängt es alles zusammen. Dann sollte man nochmal speziell auf die Forschung eingehen, hier gibt es viele “Experten” die ihr Handwerk seit Jahren beherrschen aber Probleme mit der Englischen Sprache haben und die chinesischen und indischen Kollegen sind jünger und nicht im englischen eingerostet.
Jetzt mag der ein oder andere sagen hach Englisch, die Modesprache. Es wird doch nur noch englisch geforscht und die dt. Literatur ist im Vergleich 20 mal so wenig. Schon jetzt kann ein 30 Jähriger, der auch Alltagsenglisch versteht sich mehr Informationen auf Englisch erschließen als nur in dt. Sprache wenn es um Medizinische Probleme geht, weil auf dt. Fachlatein Phrasen zugunsten einfacher englischer Sprache und Methaphern in der englischen Version gegenüber der dt. Version verzichtet wird ohne das Information verloren geht. Sehr interessant dürfte es sein, wenn demnächst künstliche Intelligenz mit ins Spiel kommt.
Eigentlich könnte man alte Ärzte die hier ansässig sind und mangels Englisch nicht mehr hier forschen gerne mit ein paar Chinesischen und Indischen Kollegen, die nicht so viel Berufserfahrung haben austauschen.
Also in Deutschland gibt es eine Krankenversicherungspflicht, diese entfällt nur, wenn Du im Ausland lebst und nicht mehr in Deutschland gemeldet bzw. abgemeldet bist. Wenn Du jedoch wieder nach Deutschland zurückkehrst musst Du Dich wieder versichern, bzw. muss Dich deine letzte Krankenversicherung in Deutschland wieder als Versicherter aufnehmen – egal wie krank Du unter Umständen bist.
Ja, sie müssen dich aufnehmen, der Betroffene muss aber eben auch alle offenen Beiträge nachzahlen.
Ich muss jetzt doch einen Kommentar verfassen, da schon bei einer der letzten Folgen teilweise falsche Aussagen zur Krankenversicherung geäußert wurden.
Es ist eben genau wie Sanders sagt: Da es in Deutschland eine Krankenversicherungspflicht gibt, ist jeder versichert und hat Anspruch bei Bedarf. Und selbst wenn jemand bisher keine Beiträge gezahlt hat, muss er höchstens den maximalen Satz zurückzahlen, der aktuell bei 317.55 monatlich liegt.
Zudem gibt es noch das Gesetz https://de.wikipedia.org/wiki/Gesetz_zur_Beseitigung_sozialer_%C3%9Cberforderung_bei_Beitragsschulden_in_der_Krankenversicherung das einen teilweisen Schuldenerlass ermöglicht.
Bzgl der Aussage aus der Folge A174 von Rena, die private Krankenversicherung ist sehr schlecht! Die Beiträge für junge Menschen sind in der Regel sehr günstig und im Alter fast unbezahlbar. Hier werden dann schnell Beiträge > 1000 Euro fällig und aktuell versuchen die Versicherungen ja auch durch die Privatisierung der Autobahnen an Geld zu kommen, um überhaupt noch zu funktionieren.
Ausserdem ist es wie eben mit der gesetzlichen Rentenversicherung, eine auf solidarität basierte Versicherung… Das einzige Manko ist, das jede durchgeführte Tätigkeit durch einen bestimmten Satz vergütet wird. Das macht eben bestimmte Behandlungen sehr lukrativ, für die meißt privat betriebenen Krankenhäuser (Geburt zb), aber führt auch dazu, dass man z.b. als Patient länger am Beatmungsgerät angeschlossen bleibt, womit die Krankenhäuser einen höheren Pauschalbeitrag erhalten. Hier müsste man aus meiner Sicht das System umstellen. Ebenso hat jeder gesetzliche Krankenkasse eine eigene Abteilung, welche die Rechnungen der Krankenhäuser und Ärzte überprüft, ob die abgerechnete Dienstleistung überhaupt stimmen kann. Da werden dann mehrere Mio Euro pro Jahr eingespart.
Das für das Gesundheitssystem eher weniger Geld ausgegeben wird, liegt aus meiner Sicht auch eher daran, dass es hier eine “Geiz ist geil” Mentalität gibt. Wenn ich eben selber wenig Geld für bestimmte Dienstleistungen ausgeben möchte, bekomm und unter Umständen auch nicht mehr für meine eigenen. Und entsprechen ist die Vergütung für Ärzte und Krankenhäuser niedriger. Bei dem Physiotherapeut um die Ecke hängt ein Schild an der Wand, dass er ja nur 17,xx Euro für eine Behandlung von der gesetzlichen Krankenversicherung bekommt und er deswegen auf 20min Zeit reduziert hat. Wenn wir Ihn aber fragen würden, was er denn für seine Mitarbeiter bezahlt oder generell für andere Dienstleistungen, darf er sich eigentlich nicht wundern.
Das in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht alles rund läuft, ist natürlich auch klar. Einer der größeren Kostenpunkte bei z.b. der AOK, sind sicherlich die Managerposten. Dort lässt sich eben der Bezirksleiter der AOK aus BaWü mit Chauffeur fahren. Und in der Regionalleitersitzung staunt man nicht schlecht, wenn man die Karossen auf den Parkplätzen sieht.
Ein öffentliches Debattenformat gibt es auch in Deutschland.
Es nennt sich “Disput\Berlin!”.
http://www.disput-berlin.de/
Ob das auch im Fernsehn lief, weiß ich allerdings nicht. Darauf fand ich keinen Hinweis.
Aber es gibt Aufzeichnungen davon, deshalb gehe ich schwer davon aus.
http://www.disput-berlin.de/archiv-2/
»Deutschlands Rolle in der Welt: Verantwortliche Außenpolitik braucht kein stärkeres militärisches Engagement!«
»Deutschland verschläft die Zukunft!«
»Treue ist vergebliche Liebesmüh!«
»Ohne Religion wäre die Welt besser dran«
Grundsätzlich aber empfehle ich bei der Suche nach guten Talk-Sendungen nach Österreich oder in die Schweiz zu schauen.
Dort gibt es nicht nur Sendungen die grundsätzlich ruhiger ablaufen, sondern auch Sendungen mit nur einem Gast, wenn dieser auch kein (ehemaliges) Staatsoberhaupt ist.
Club 2 auf ORF2
https://www.youtube.com/watch?v=hW5XvTwD20Q
Sternstunden auf SF Kultur
So stellt sich Disput\Berlin! selber vor.
Vielleicht trifft das auch euren Geschmack.
http://www.disput-berlin.de/disput/#die-idee
Aber der Unterschied ist ja gerade, ob es in der ARD läuft oder nicht.
Vor Obamacare haben die Amerikaner ihre Krankenversicherung verloren, wenn sie ihren Arbeitgeber verloren haben: Arbeitlosigkeit war also in den USA nicht nur ein Verlust des Lebensstandards, sondern effektiv lebensbedrohlich.
Hillary hat übrigens 20 Jahre für eine Krankenversicherung gekämpft. Ein vorhandenes soziales Profil, das im Wahlkampf nicht deutlich wurde. Dass ihr dieses Profil dagegen krampfhaft bei Cruz oder Trump sucht, dürfte nicht von Erfolg gekrönt sein: die Republikaner propagieren seit Jahren die ersatzlose Streichung des Programms.
Warum kann man hier eigentlich nicht mit seinem sonst auf der Aufwachen!-Seite vorhandenen Profil kommentieren?
Zu “ersatzlos streichen” wäre Mal ein Zitat hilfreich. Wer sagt das?
Meine Herren, das war eine verdammt schwache Folge.
Wenn Ihr es nach einer langen Folge, wie vergangenen Dienstag, nicht hinbekommt, Euch vorzubereiten oder wirklich interessante Inhalte herauszuarbeiten, dann lasst den Podcast besser ausfallen, oder holt ihn an einem anderen Tag nach.
Da ist niemand böse drum, Ihr beiden habt auch ein Privatleben, das geht nunmal vor und erfreut Euch lieber an diesem, als unter Eurem Niveau auf Sendung zu gehen.
Zunaechst mal…warum denn schon wieder CNN, wieder US Innenpolitik? Das betrifft mich in Europa nur marginal, da wäre eine Auseinandersetzung mit Frau Merkels Polenreise, den Geschehenissen in der Türkei, der Frankreich Wahl, oder der Situation vor der Wahl in den Niederlanden deutlich interessanter gewesen. Auch merkt man, dass Ihr Euch in Europa eben auch besser auskennt, weil Ihr dort zu Hause seit und die USA eben weniger gut kennt. Amsterdam, Warschau oder Paris sind uns hier in vielen Dingen näher als Washington, Chicago, Denver oder Atlanta.
Wenn ich einen Podcast zur US Innenpolitik hoeren will, dann kann ich direkt die besser informierten US Originale nutzen.
Eure Begleitung zur Trumpwahl war hochinteressant, da sie auch immer eine Auseinandersetzung mit den deutschen Medien und deren offensichtlicher Unfähigkeit zu einer ausgewogenen Berichterstattung gewesen ist. Ebenso interssant ist Eure weitere Begleitung und Einordnung des Phänomens Trump, besonders wenn dabei auf Divergenzen in der deutschen und der US Berichtertstattung eingegeangen wird. Bei der Auseinandersetzung mit US Innenpolitik fehlt es Euch leider an Einblick und das ist gerade bei der Sanders/Cruz Diskussion aufgefallen.
Weder Tilo noch Stefan haben den Eindruck vermittelt, dass sie wirklich verstehen würden, wie denn Krankenversicherung nach dem Affordable Care Act funktioniert. Das war bestenfalls gefährliches Halbwissen und Stefan ist bei seiner Argumentation hörbar ins Schwimmen gekommen.
Ebenso habe ich Sanders anders verstanden. Mein subjektiver Eindruck war, dass er die ganze Zeit aus der Perspektive einer Versicherungspflicht heraus argumentiert hat, wodurch seine Argumente weniger im Wolkenkuckuksheim zu verorten wären.
Wie hier an anderer Stelle bereits erwähnt wurde, ist Stefans Verständnis vom deutschen Krankenversicherungssystem an diesem Freitag morgen auch leicht verzerrt gewesen und etwas Vorbereitung hätte einen besseren Beitrag ergeben.
Gerade Stefans Analysen bei Themen, wo er sich wirklich auskennt, sind es die diesen Podcast von anderen abheben.
Alles in Allem hättet Ihr Euch dieses Thema besser sparen können, oder Euch einfach besser vorbereiten sollen.
Der Erkenntnisgewinn aus Eurer Darstellung der US Kommandoaktion im Jemen war ebenfalls zweifelhaft. Auch hier wart Ihr Euch nicht einig, Stefan auf einem anderen Informationsstand als Tilo, so dass die weitere Auseinandersetzung keinen Sinn ergeben hat und folgerichtig von Euch abgebrochen wurde.
Wenn Ihr das nächste mal irgendwelche Familiensachen machen müsst, der Schornsteinfeger kommt, das Auto in die Werkstatt muss oder die anderen Wunder der weiteren Erwerbasarbeit an Euren Zeitreserven saugen, verschiebt den Podcast einfach, anstatt Verlegenheitschaos anzubieten. Ihr seit nicht die Tagesschau, die jeden Tag um 20Uhr irgendwas wegsenden muss, sondern zwei interessante Typen, die ihren eigenen Podcast machen oder auch lassen können. Lieber unregelmässig und gut, das seid Ihr auch meistens. In diesem Sinne wünsche ich allen ein schönes Wochenende.
Ich, Donaldus Trumpus, Gott & Kaiser sagt:
@ Stefan: Du liest irgendwie die falschen Nachrichten über USA. Du solltest z.b. mehr Intercept lesen und den neuen Podcast von Scahill hören. Oder könntest Democracy now oder Thom Hartmann (RT) anschauen. David Sirota ist auch ein Tipp. Hast du das Buch von Naomi Klein gelesen? Kapitalismus vs Klima Könntest du auch mal machen.
Die Debatte gibt es, weil die US-Milliardäre keine Krankenversicherung zahlen wollen. Ganz einfach. Mal wieder typisch Sanders, dass er das nicht so rüberbringt. Er hat auch nicht Clinton damals direkt angegriffen. Das hat sie ausgenützt und ihn um den Sieg betrogen. Jetzt macht er wieder den gleichen Fehler und ich glaube nicht, dass er das nicht sieht.
Ted Cruz ist stark verbandelt mit den Koch Brüdern und ihren Thinktanks. Seine Fraue ist Managerin bei Goldman Sachs. Die wollen schon lange staatliche Krankenversicherung kürzen. Das ist eines der ganz großen Themen dieser republikanischen Regierung. Ted Cruz ist auch Libertarier und Tea Party. Sie wollen die Krankenversicherung kürzen, weil Reiche für die Armen teilweise mitzahlen müssen. Das dürfen sie aber so nicht sagen. Nach denen soll man sich von einem Finanzberater eine Krankenversicherung kaufen und Trump will gerade die Regel abschaffen, dass der Berater nicht sein eigenes Interesse über das der Kunden stellen darf (Fiduciary rule ). Jedenfalls stellen sich die Republikaner derart Krankenversicherung und Rente vor: Es muss alles privat sein und möglichst weg reguliert zugunsten von Unternehmen, denn sonst ist es kein freier Markt. Wenn z.B. die Unternehmen einem Kunden etwas verkaufen müssten, was nicht so günstig für sie ist, würden sie weniger Profite machen.
Der Plan von Obamacare war von der Heritage foundation. Also kein Wunder, dass das Schiefging. Das wurde auch im Wahlkampf Mitt Romneycare genannt. Nur deshalb hat Obama das durch den Kongress gebracht. Obama ist halt ein Blender.
https://en.wikipedia.org/wiki/Patient_Protection_and_Affordable_Care_Act#Legislative_history
Das Ende der Geschichte wird sein, dass Millionen Amerikaner wieder ihren Versicherungsschutz verlieren und die Reichen damit etwas Geld sparen. Die Republikaner werden die Demokraten beschuldigen für das Desaster und die werden das einfach so hinnehmen, denn das ist ihre Rolle. Sie werden schließlich alle von den gleichen Lobbyisten bezahlt. Wer arm ist, wird einfach alleine gelassen und sterben.
Jimmy Dore fragt immer ganz einfach: Warum kann das reichste Land der Welt keine staatliche Krankenversicherung haben, wo alle einzahlen?
Die USA ist eine gescheiterte Gesellschaft. Es ist das reichste Land, das es jemals auf der Erde gab und 50 % der Bevölkerung gelten als arm. Eines Tages wird das explordieren. Hinzu kommt noch der Klimawandel gegen den unsere Regierungen nichts machen und die Trump-Regierung leugnet ihn sogar und will Umweltvorschriften lockern, Pipelines für Teersandöl bauen, in der Arktis nach Öl bohren usw. Also statt dass sie alles tun dieses Ökosystem zu retten, wollen sie es jetzt noch schneller zerstören.
Ich finde es deshalb ziemlich traurig, dass jemand da noch Verständnis hat für Trump oder Cruz oder überhaupt einen Politiker, bzw. das ist mir schon klar – für weite Teile der Gesellschaft. Unsere Kinder werden das alles ganz anders sehen. Ich hoffe, die haben den Mut dann auch mal die Verantwortlichen zu richten, so wie man das zumindest teilweise damals in Nürnberg gemacht hat.
Zum Thema Streitkultur in Deutschland:
In meiner Schule gab es, dank eines tollen Lehrers, https://www.jugend-debattiert.de/
Ich könnte mir vorstellen, dass Sanders absichtlich Pflichtversicherungen nicht ins Spiel bringen wollte, da dieses Thema bei den meißten Amerikanern ein rotes Tuch ist. Waren es nicht solche Vorschläge, die ihn in seiner Zeit als Senator zum Kommunisten abgestempelt haben? Indem er das Argument der Pflichtversicherung wieder ins Spiel gebracht hätte, hätte Sanders eine breite Angriffsfläche geboten, die sowohl von den Republikanern als auch von Trump ausgenutzt werden könnte, vielleicht sogar dazu taugt die internen Wogen etwas zu glätten.
Diesen Gefallen wollte Sanders ihnen eventuell nicht tun, da für die Demokraten mit einer solchen Forderung zum jetzigen Zeitpunkt vermutlich nicht viel gewonnen wär zu Beginn der Trump Amtszeit.
Aber vielleicht bin ich mit diesen Theorien auch völlig auf dem Holzweg.
Vielleicht sollte man den Einfluss der großen Lobbys nicht vergessen. Bei den meißten Gesetzen und Abkommen setzen sich eben inzwischen die Interessen der großen Player durch, von Agenda 2010 über Griechenland Krise, Energiewirtschaft, Bauwesen und Ceta bis hin zur Autobahnmaut oder Steuerflucht. Die verantwortlichen Politiker richten ihre Entscheidungen leider ganz maßgeblich an wirtschaftlichen Scheinzwängen aus und versuchen ihre Entscheidungen mit den vorherrschenden Strukturen zu harmonisieren.
Zu Youtube Kommentaren:
Das muss wohl die hochgelobte Smartphone Community sein, die aufgrund ihrer Technik den anderen überlegen ist. Nee, aber Spaß bei Seite, mich wundert das gar nicht, dass Facebook, Twitter, Whats App und auch Youtube solche Kommentatoren hervorbringen. Ich würde aber sehr davon abraten solche Menschen vorzuführen und zu stigmatisieren, sollte Stefan als ehemaliger Waldorfschüler und Soziologe eigentlich wissen (mehr Toleranz – weniger Aufregen). Erstens tun solche Leute ja niemandem etwas, indem sie Emoticons aneinander reihen und ihre Rechtschreibschwäche zur Schau stellen (seid froh, dass ihr wenig Trolle in dem Stil habt) und zweitens ist das doch toll wenn Leute, die normalerweise ihre Mahlzeiten auf Facebook posten, jetzt euren Podcast hören. Sowas sollte doch Hoffnung geben.
Die pauschale Beleidigung, alle Youtube Kommentatoren seien Looser finde ich lustigerweise bei näherem Hinsehen im Ansatz berechtigt, allerdings nicht auf Stefans Argumentationsebene. Schließlich zeugt der Umstand, dass Menschen sich gedrängt fühlen ihre Zustimmung, ihre Ablehnung oder sonstige Auseinandersetzung mit einem Video ins Internet zu tippen, nicht unbedingt von sinnvollen Beschäftigungungen im Alltag.
Trotzdem würde ich sagen, dass es auch sehr viele Gegenbeispiele gibt, wo auf Youtube sehr inhaltliche und sachliche Diskussionen geführt werden, hängt natürlich stark von dem Inhalt des Videos ab in der Regel. In diesem Zusammenhang finde ich die Jung & Naiv Videos meißtens sehr gut. Kurzum, man kann alles schreiben auf Youtube. Und als Schnittmenge durch die (U 50) Gesellschaft muss man halt damit leben, dass die Mehrheit sich am liebsten mit seichter Unterhaltung berieseln lässt.
Wenn ihr mal richtige Looser Kommentare lesen wollt, dann geht mal auf Tagesschau.de. Dort ist der Anteil von Hass und Ignoranz zerfressenen Kommentatoren sehr hoch.
spiralkanal sagt:
Stefan! Vielleicht solltest du dir vielleicht mal ein wenig Grundwissen über unser Gesundheitssystem aneignen. Die Konzepte zur Reorganisation der Krankenversicherung sind bei den großen Parteien völlig unterschiedlich (Bürgerversicherung versus Gesundheitsprämie). Allerdings spielt das Thema im Wahlkampf kaum eine Rolle, obwohl es alle betreffen wird.
Als Arzt und Gesundheitsökonomie ärgere ich mich, wenn ihr völlig ohne Ahnung alternative Fakten über Krankenversicherungen im In- und Ausland verbreitet.
In Deutschland gibt es eine Versicherungspflicht. Sollte jemand nicht versichert sein, muss er bei jeder gesetzlichen Krankenkasse aufgenommen werden. Keine Krankenkasse, auch keine private KV, darf jemanden rauswerfen, auch dann nicht, wenn der Versicherte keine Beiträge bezahlt. Das ist ein großes Problem für die PKV und kostet jährlich Millionen.
blutbyte sagt:
So sehr ich mich über das Plädoyer freue, das Stefan und Tilo völlig zu Recht auf den Generationenvertrag und das solidarisch gestaltete Sozialversicherungssystem halten, so sehr wünsche ich mir dennoch, dass der Begriff des “demografischen Wandels”, der angeblich unser Rentensystem bedroht, nicht einfach unreflektiert übernommen sondern kritisch hinterfragt wird.
Die beste Sammlung an Argumenten, warum etwas am Demografie-Argument faul ist, findet man auf nachdenkseiten.de http://www.nachdenkseiten.de/?cat=155
Albrecht Müllers pdf-Datei dazu fasst es gut zusammen: http://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf/160421-auszug-reformluege.pdf
Ich nenne mal die entscheidenden Argumente in Kurzform:
– man kann keine verlässliche Prognose über die Bevölkerungsentwicklung in einem so großen Zeitraum von 50 Jahren und mehr stellen (vgl. falsche Prognosen hierzu von vor 50 Jahren und weniger!)
– weder der demografische Wandel noch eine geringere Bevölkerungszahl ist für Deutschland etwas Neues (vgl. 50’er Jahre) und unsere Gesellschaft hat diese Verhältnisse mit der gesetzlichen Rentenversicherung gut bewältigt
-der Vergleich mit z.B. kinderreichen Entwicklungsländern und dem schlechten Zustand der Rente in diesen Ländern zeigt eindeutig, dass ALLEIN das Verhältnis von Menschen im arbeitsfähigen Alter zu Menschen im Rentenalter keine Auskunft dazu geben kann, ob ein Rentensystem noch tragfähig ist
-entscheidend ist die Zunahme der Produktivität:
Steigt mit der Produktivität auch gerechterweise die Höhe der Löhne, können auch die Rentenbeiträge steigen und mehr Rentner problemlos durch weniger, aber produktivere Arbeitnehmer finanziert werden
Dazu das wohl wichtigste Zitat aus dem pdf-Text:
“1,5 Prozent jährlicher Zuwachs der Arbeitsproduktivität würde
reichen, um allen Gruppen – den Arbeitenden, den Jungen und den Alten – auf Jahrzehnte hinaus einen wachsenden Wohlstand zu bescheren.
1,5 Prozent, das ist ein Produktivitätszuwachs, der selbst in den wirtschaftlich schlechten neunziger Jahren erreicht
worden ist. Wenn dieser bescheidene Produktivitätsfortschritt realisiert wird, bedeutet das, dass sich unser reales Bruttoinlandsprodukt, also die Güter und Dienste, die wir produzieren und die uns allen, jung und alt, zur Verfügung stehen, in fünfzig Jahren mehr als verdoppelt.
Aufgrund des Produktivitätsfortschritts können also die arbeitenden Personen über mehr Einkommen verfügen und davon einen Anteil für Kinder und Rentner abgeben. So war das
immer. Warum sollte es künftig nicht mehr möglich sein?”
anderer Ronny sagt:
Das Thema Krankenversicherung erzeugte bei Stefan Schulz hörbar leidenschaftliche Erregung, offensichtlich aus eigener Erfahrung, die er teilweise schilderte.
Ich muss unbedingt anmerken: Stefan gehört vermutlich zur Gruppe derjenigen Freien Autoren & Freien Journalisten die in der sog. Künstlersozialkasse sind. Aber kein Wort von ihm darüber, dass die KSK ein gigantischer Subventionsbetrieb für Künstler, Autoren und Journalisten ist und eine große finanzielle Hilfe andererseits. Wer dort erstmal drinnen ist, spart viele viele Euro gegenüber Normal krankenversicherten Arbeitnehmern. Also, lieber Stefan, jammere bitte nicht so über deine Krankenkasse, der Staat hilft deinem ganzen Berufsstand ja schon auf weltweit einzigartige Weise.
Neuere Kritik zur KSK hier: http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/kuenstlersozialversicherung-verursacht-hohe-kosten-14410014.html
(Die Arbeitsbedingungen & Versorgungsnöte von Freien Journalisten & Autoren wären eigentlich ein Super Thema für eine eigene Podcast Folge. Man hört bei euch immer nur am Rande davon.)
Also wenn dir die Künstlersozialkasse ein Dorn im Auge ist, dann wähle AfD, die schafft sie für dich ab und dann kannst du wieder gut schlafen. Gute Nacht.
Stefan: Ich glaube, du hast Sanders falsch verstanden. Es geht alles sehr durcheinander, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass Sanders die Systeme, die er nennt nur so oberflächlich kennt. Hast du da noch mehr Kontext zu Sanders Vorstellung außer diese Debatte?
12. Februar 2017 um 1:06 Uhr
Es ist ja schon viel Richtiges gesagt worden in den anderen Kommentaren. Eure Ausführungen zur Krankenversicherungspflicht waren leider ziemlich dürftig. 🙁
Darf ich Euch bitte ein Blog zum Sozialrecht und zur Sozialpolitik empfehlen? aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de von Stefan Sell. Mal ne Weile mitlesen. Hat natürlich auch seinen POV. Aber im großen und ganzen ziemlich solide.
Gora Uta sagt:
12. Februar 2017 um 1:38 Uhr
in dem primaries hat er auf jeden Fall für ein Single-payer system plädiert, was Stefans Kritikpunkte iirc nicht aufwies. afair lief das ganze unter “medicare for all”, ich bin nur für genaue Recherche jetzt schon zu müde -.-
12. Februar 2017 um 2:55 Uhr
Streitkultur kann es bei uns ja auch garnicht geben. Was soll das denn auch für ein Streit sein wenn man nur “gut” ist wenn man die Meinung vertritt die Lehrer/Erzieher/Eltern erwarten und man “schlecht/uneinsichtig/aufmüpfig/frech” wenn man sich dagegen stemmt? Glaub das erst wenn ichs sehe aber sich in einer Sache zu irren wird ja immer gleich mit Gesichtsverlust gleichgesetzt und ein Gegenargument mit einem Angriff auf einem selbst. Genau wie’s bei euch beschrieben wird. Denke auch das ist noch ein Überbleibsel unserer Kultur aus einer Zeit als Widerspruch generel äußerst ungesund war. So erzieht sich diese Gesellschaft dann aber auch Menschen mit dem Selbstverständnis aus dieser Ära. Lieber kriechen und schweigen anstatt für seine eigenen Überzeugungen einzustehen. Was mit dem Bild des “mündigen Bürgers” garnichts mehr zu tun hat. Vlt ist der aber auch nicht gewollt.
12. Februar 2017 um 4:31 Uhr
Teri = Loser – weil er schreibt sehr gerne Youtube-Kommentare 😀
Rasmussen sagt:
wieso der demografische Wandel, keinen Einfluss auf die Krankenversischerung haben soll leuchtet mir nicht so ganz ein.
1. Nach meinem Kenntnisstand legen die Ausgaben pro Versichertem mit zunehmendem Lebensalter signifikant zu.
2. Sind die Einkünfte und somit auch die Krankenversicherungsbeiträge im Alter auf Grund von Rentenzahlungen unter dem Nivau der vorherigen Lohn-und Gehaltszahlungen signifikant niedriger als bei Berufstätigkeit.
Wenn sich nun also der Anteil der Rentner erhöht, warum hat hier nur die Rentenversicherung ein Einnahmedefizit aus dem demografischen Wandel und dir Gesundheitsversicherung ist davon unbenommen?
Demophilos sagt:
13. Februar 2017 um 4:13 Uhr
Ein herzliches “Hallo” an jeden, der dies liest!
Beim Thema Versicherungen krieg’ ich immer Plaque!
Mittlerweile bin ich wieder Angestellter und in einer GKV, hatte als ehemals Selbstständiger aber mal ziemliche Probleme mit einer PKV, als meine Einnahmesituation schwächelte… nun denn…
Seitdem habe ich mir jedenfalls so meine Gedanken gemacht zu dem Thema Krankenversicherungen und Versicherungen im Allgemeinen.
Grundsätzlich erstmal die Frage: Was macht eine Versicherung stark? Antwort: Möglichst viele, möglichst zahlungskräftige Versicherte.
Warum gibt es aber so viele Versicherungsgesellschaften?
Wäre es vom Prinzip her nicht kostengünstiger, wenn es nur eine für alle gäbe? Allein die ganzen Wasserköpfe, die da bei all diesen vielen Gesellschaften durchgefüttert werden müssen. Die ganzen Gebäude, die unterhalten werden müssen mit all den Strom- und Heizkosten, evtl. Mieten oder Grundsteuern, Reinigungskräften, Rechtsanwälten, Kosten für Werbung, Personalkosten für Vertreter etc. pp.
Ließe sich nicht allein da schon viel einsparen?
Alle zahlen einen bestimmten Anteil ihres Einkommens in eine einzige Versicherung ein. Ein fester Prozentsatz für jeden. Ohne Bemessungsgrenze. Der Einfachheit halber vielleicht sogar in eine Eine-für-Alles-Versicherung, die einem Menschen hilft, wenn ihm Schlimmes passiert ist bzw. er/sie Unterstützung braucht. Klingt vielleicht zunächst “naiv” und “blauäugig”, aber ich bin überzeugt, da ließe sich was rechnen. Würde allerdings viele Arbeitslose erzeugen, wenn man das System in dieser Art verändern würde. Aber mMn muss sich unser System sowieso in vielerlei Hinsicht ändern, wenn nicht gar durch ein gänzlich anderes ersetzt werden.
Etwas wie ein BGE gehört da natürlich dazu. Wobei ich ein BGE auch nur als eine Zwischenstufe hin zu einer Gesellschaft komplett ohne Geld- bzw. Verrechnungssystem sehe. Spätestens jetzt halten mich bestimmt viele für einen Spinner, aber ich bin tatsächlich davon überzeugt, dass die Menschheit irgendwann aus Solidaritätsgefühl heraus tätig werden sollte und nicht mehr nur “um sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen”. Automation und Digitalisierung werden zunehmend in immer mehr Bereichen menschliche Arbeitskraft ersetzen…
Für das komplette Bild ist so ein Kommentar unpassend. Ich schreibe an einem Buch, dass ich dann kostenlos ins Netz stellen werde, in dem ich eine positive Vision für eine mMn mögliche Zukunft skizziere. So befinden wir uns mit unserem derzeitigen System zumindest auf Kurs Richtung Abgrund, wenn wir ständiges Wachstum brauchen (wir haben nur diese eine Erde).
Okay… So viel für jetzt.
Noch kurz ganz allgemein zu eurem Podcast: weiter so!
Ich bin zwar öfter mal anderer Meinung in diversen Bereichen als ihr, tendiere auch manchmal irgendwo zwischen euren Meinungen hin und her. Aber genau darum höre ich mir den Podcast ja u. A. auch an: um Meinungen kennen zu lernen, über die ich mir Gedanken machen kann und die evtl. meinen Horizont erweitern. Vielen Dank dafür!
13. Februar 2017 um 4:52 Uhr
Tilo hat wohl Recht, es wurde zuerst um 1:00 ein Dronenangriff auf 3 Ziele geflogen und danach wurden erst die Fußsoldaten reingeschickt.
Der von dir verlinkte Text sagt das gleiche:
“drone attacks had struck the area before” und “thinking it was another drone attack” scheint deutlich für drohnen vor fußsoldaten zu sprechen.
Für mich scheint die neue Trump Strategie makaber ausgedrückt “gründlich sein”. Wir machen das besser als Obama, wir greifen nicht nur einfach mit Drohnen an, wir gehen nachher noch selbst mit unseren Jungs rein und sichern ab, dass da wirklich die Leute sterben, die sterben sollen.
13. Februar 2017 um 8:00 Uhr
Markus, da steht genau das Gegenteil.
13. Februar 2017 um 7:48 Uhr
Ganz kurz: Medikamente und ärztliche Dienstleistungen sind in den USA um ein vielfaches teurer als in Deutschland, weil Pharma und Ärzte ein Vielfaches verdienen, ich denke, auch deshalb funktioniert dort das europäische System nicht, und ich dachte, Sanders meinte das mit ‘eigentlichem Problem’.
@Demophilos
Hallo, ich grüße dich. Schade das ich nicht direkt unter deinem Kommentar eine Antwort schreiben kann. Das muss wohl erst noch von Stefan frei geschaltet werden, nach der Umstellung zum Forum … oder ist das vielleicht ein Text, der viel besser ins Forum gehört?!? 😀
Jedenfalls will ich dir gerne zu deinen Gedanken gratulieren. Ich kann mich dunkel an eine Aufführung von Volker Pispers erinnern, in der er sich auch darüber beklagt, warum die ganzen gesetzlichen Krankenkassen in Konkurrenz zueinander stehen und Unsummen an Mitgliedsbeiträgen dafür drauf gehen, das die Kassen sich gegenseitig die Kunden abjagen.
Man kann sich hierbei ja mal die Bundesagentur für Arbeit betrachten. In Nürnberg sitzt die Zentrale in den Städten und Regionen die einzelnen Filialen. Natürlich ist dieses Konzept auch nur eine Vorstufe zum BGE – wir werden halt von fantasielosen alten Menschen regiert, die kein Interesse daran haben ein perfektes System zu ersinnen. Die Medien und Lobbyisten spielen ihre Rollen und die “Wasserköpfe” wollen kein BGE sondern mehr für ihre sinnfreie Arbeit.
Wir werden wohl noch ein wenig warten müssen bis die Industrie 4.0 die Automobilindustrie aufräumt – dann werden auch alle anderen Systeme hinterfragt werden.
Wenn die Autobauer und Zulieferer mehr als zwei Millionen Menschen von heute auf morgen arbeitslos auf die Straße setzt, dann können wir uns die Wasserköpfe in den Büros auch nicht mehr leisten.
Ich frage mich in diesem Zusammenhang ob die Parlamentarier dazu schon Pläne in den Schubladen haben oder ob das der Zeitpunkt ist, an dem die alten Männer und Frauen sich vor dem Abgrund wieder finden. ^^
Schreib mal dein Buch, ich würde mich sehr darüber freuen!
PS: @Stefan, sei mal so nett und schau mal über deine Einstellungen drüber, ob du nicht wieder die Antwortfunktion einfügst.
Wenn du das nicht willst, weil die Diskussion im Forum stattfinden soll, dann wäre es ganz cool so etwas wie einen “Meldeknopf” einzufügen, der einen spannenden Betrag automatisch in ein Forum transportiert. Vielleicht noch einen weiteren Knopf, der mich dann gleich zum richtigen Beitrag im Forum führt, ohne das ich lange suchen muss.
13. Februar 2017 um 18:41 Uhr
Es gibt keine Debattierclubs an Deutschlands Schulen? Äääh……doch. Meine Frau war an 3 Realschulen bzw. Mittelschule mittlerweile und sie hat sie selbst geleitet. Gibt es halt nur als freiwilliges Wahlfach. Schüler waren anfangs nicht so begeistert, aber nach der 1. Stunde ging die Teilnahme stetig nach oben. Man kann auch als Elternteil zur Schule gehen und sagen das man sich einen Debattierclub wünscht.
Was soll denn dieses ständige Demografie geschwafel? Die Zahl der Erwerbstätigkeit in Deutschland liegt für 2015 laut Bundesagentur für Arbeit bei 43 Mio. Bei einer Bevölkerungszahl von 82 Mio. bleiben Schätzungsweise 23 Mio. Rentner. Die sollen wir mit unserer starken Wirtschaft nicht (er)tragen können? Das halte ich für ein Gerücht.
Das Problem in Deutschland sind die prekären Arbeitsverhältnisse. Etwa 20% der Erwerbstätigen, also rund 8,5 Mio. Menschen können von ihrer sozialversicherungspflichtigen Arbeit nicht leben. Nach Abzug der Sozialversicherungsbeiträge bleiben sie auf Hartz IV Niveau.
Das spürt sicherlich auch die GKV!
Darum gehört das gesamte System reformiert.
1. PKV abschaffen,
2. Beitragsbemessungsgrenze abschaffen
3. Jeder in Deutschland lebende und arbeitende, zahlt von seinem Verdienst einen Beitrag in die Sozialkassen. Auch Beamte, Freiberufler, Ärzte und Rechtsanwälte, …
4. Die Rentenhöhe wird nach oben auf einen Betrag X gedeckelt, sodass die Umlagefinanzierung tragbar bleibt. Wer mehr will, darf gerne privat vorsorgen.
Es ist aus meiner Sicht eine Dummdreistigkeit der Politik, dass ein über Jahrzehnte bewährtes System derart kaputt geredet wird. Die Finanzkriese, in der wir uns zurzeit befinden, kann alle Ersparnisse der Riesterverträge von jetzt auf gleich vernichten. Das umlagefinanzierte Rentensystem in Deutschland hat schon mindestens zweimal bewiesen, dass es kriesenfest ist.
Die USA sollten das Sozialversicherungsthema den Bundesstaaten überlassen und eventuelle Defizite einzelner wirtschaftlich schwächerer Staaten mit einer Art Länderfinanzausgleich unterstützen.
Hier nur mal kurz ein Kommentar aus der Sicht des Schweizer Systems. Natürlich kann man das kaum mit dem System in Deutschland oder USA vergleichen. Aber nur ein Punkt: Jede Krankenkasse muss jeden (nur in der Grundversicherung, nicht Zusatzversicherungen) aufnehmen. Die Krankenkasse kann Dich wegen bestehenden Krankheiten nicht ablehnen. Und da muss man auch nichts nachzahlen. Es gibt nur eine Ausnahme, wieso man jemanden ablehnen darf: Wenn die Rechnungen bei der letzten nicht bezahlt sind (weil ja Versicherungspflicht herrscht und es immer eine vorherige gibt). Aber Menschen, die in die Schweiz ziehen und vorher keine Versicherung hatten, können gar nicht abgelehnt werden. Egal welche Krankenkasse.
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