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Timestamp: 2019-10-21 03:51:13+00:00

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Rechtsprechung: 7a D 70/93 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OVG Nordrhein-Westfalen, 28.04.1999
OVG Nordrhein-Westfalen, 23.01.1997 - 7a D 70/93 .NE
https://dejure.org/1997,545
OVG Nordrhein-Westfalen, 23.01.1997 - 7a D 70/93 .NE (https://dejure.org/1997,545)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 23.01.1997 - 7a D 70/93 .NE (https://dejure.org/1997,545)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 23. Januar 1997 - 7a D 70/93 .NE (https://dejure.org/1997,545)
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Normenkontrollverfahren; Antragsbefugnis; Rechtsverletzung; Subjektive Rechte des Antragsstellers; Fehlerfreies Bebauungsplanverfahren; Abwägung privater Belange; Bewältigung bestehender Nutzungskonflikte
DVBl 1997, 675
BauR 1997, 430
Unter einem solchen Anspruch versteht das Normenkontrollgericht, wie sich aus der Begründung seines Urteils (vgl. S. 13) und aus der Bezugnahme auf sein Urteil vom 23. Januar 1997 - OVG 7a D 70/93.
NE - (NVwZ 1997 S. 694 ) ergibt, "ein formales Recht auf Abwägung der eigenen Belange", d.h. "solcher privater Belange, die zwar bei der Aufstellung eines Bebauungsplans abwägend zu berücksichtigen, jedoch nicht Teil einer Rechtsposition des Antragstellers sind" (vgl. Urteil vom 23. Januar 1997, a.a.O., S. 695 r.Sp.).
OVG Münster vom 23. Januar 1997 - Az.: OVG 7a D 70/93.NE -.
BVerwG 4 CN 1.97 OVG 7a D 70/93.NE .
Die Frage, ob die Neufassung des § 47 Abs. 2 VwGO auch auf bereits anhängige Normenkontrollverfahren Anwendung findet (so die Ansicht des OVG Nordrhein-Westfalen, Urt. v. 23.1.1997 - 7a D 70/93.NE) oder ob dies mangels einer hinreichend deutlichen gesetzlichen Anordnung ausgeschlossen ist (…vgl. BayVGH, Urt. v. 14.2.1997 - 20 N 96.2462 -, DVBl. 1997, 663; sowie Lotz, BayVBl. 1997, 257/265), bedarf daher keiner Entscheidung.
In seinem Urteil vom 29.7.1977 - IV C 51.75 (BVerwGE 54, 211) - hat das BVerwG den Standpunkt vertreten, daß sich aus § 1 Abs. 4 und 5 BBauG 1960 keine Ansprüche auf die hinreichende Berücksichtigung bestimmter eigener Belange herleiten liessen (ebenso zu § 1 Abs. 6 BauGB Beschl. v. 16.12.1992 - 4 B 202.92 -, Buchholz 406.11 § 3 BauGB Nr. 4 sowie OVG Nordrhein-Westfalen, Urt. v. 23.1.1997, a.a.O).
Die Annahme, daß § 1 Abs. 6 BauGB ein subjektives Recht der Planbetroffenen auf angemessene Berücksichtigung ihrer eigenen Belange begründet, wird nicht dadurch gehindert, daß nach § 2 Abs. 3 BauGB kein Anspruch auf Aufstellung eines Bebauungsplans besteht (in dieser Richtung aber Gaentzsch, a.a.O., S. 526, sowie OVG Nordrhein-Westfalen, Urt. v. 23.1.1997, a.a.O. S. 9 UA).
Eine Rechtsverletzung der Antragstellerin käme deshalb nur in Betracht, wenn beim Bau der geplanten Sackgasse entlang der Nordgrenze ihres Grundstücks die Einhaltung der in § 2 Abs. 1 Nr. 2 der 16. BImSchV für reine Wohngebiete festgesetzten Immissionsgrenzwerte nicht sichergestellt wäre (vgl. OVG Münster, Urteil vom 23.1.1997 - 7a D 70/93.NE -, BauR 1997, 430, 433).
Die Antragstellerin kann sich zur Begründung der Antragsbefugnis nicht darauf berufen, ihr stehe aufgrund von § 1 Abs. 6 BauGB, wonach bei der Aufstellung der Bauleitpläne die öffentlichen und privaten Belange gegeneinander und untereinander gerecht abzuwägen sind, ein subjektives Recht auf angemessene Berücksichtigung ihrer Interessen im Rahmen der Abwägung auch dann zu, wenn die betroffenen Belange nicht auf einer materiellen Rechtsposition beruhen (vgl. OVG Münster, Urteil vom 23.1.1997, a.a.O.; a.A.: VGH Bad.-Württ., NK-Urteil vom 13.5.1997 - 8 S 2814/96 -, VBlBW 1997, 426 und BayVGH, Urteil vom 4.6.1997 - 26 N 96.2963 -, BayVBl. 1997, 591).
- vgl. etwa Urteil vom 23.01.1997 - 7a D 70/93.NE - Beschluß vom 13.02.1997 - 10a B 3010/96.NE -,.
Wegen der Begründung im einzelnen wird auf das Urteil vom 23.01.1997, a.a.O. (zur Veröffentlichung vorgesehen) verwiesen.
- Vgl. im einzelnen OVG NW, Urteil vom 23.01.1997 - 7a D 70/93.NE -, S. 17 f.
vgl. hierzu im einzelnen: OVG NW, Urteil vom 23. Januar 1997 - 7a D 70/93.NE - ebenso: OVG NW, Beschluß vom 18. Februar 1997 - 10a D 65/95.NE - und Urteil vom 13. März 1997 - 11a D 142/94.NE -.
vgl. OVG NW, Urteil vom 23. Januar 1997 - 7a D 70/93.NE -.
Der Senat geht davon aus, daß sich die Antragsbefugnis für den vorliegenden Normenkontrollantrag, der vor Inkrafttreten (1.1.1997) des 6. VwGO-Änderungsgesetzes anhängig geworden ist, nach § 47 Abs. 2 S. 1 VwGO a.F. beurteilt (vgl. VGH Bad.-Württ., Normenkontrollurteil vom 30.1.1997 - 2 S 3224/95; ebenso, Bay. VGH, Beschluß vom 14.2.1997, DVBl. 1997, 663 im Anschluß an BVerwG, Beschluß vom 7.7.1992, BVerwGE 87, 48; a.A. OVG NW, Urteil vom 23.1.1997, DVBl. 1997, 675).
Die Antragsbefugnis wäre aber auch dann zu bejahen, wenn sie nach Maßgabe der Voraussetzungen des § 47 Abs. 2 S. 1 VwGO i.d.F. des 6. VwGO- Änderungsgesetzes - VwGO n.F. - zu beurteilen wäre (so OVG NW, Urteil vom 23.1.1997, a.a.O.).
OVG Nordrhein-Westfalen, 03.11.1997 - 10a D 181/96
Rat; Ausschuß; Prüfung der Bedenken; Satzungsbeschluß; Mitteilung der Einwenden; …
OVG Nordrhein-Westfalen, 06.06.1997 - 7a D 51/93
Unbebaute Innenfläche; Straßenkarree; Verdichtung der Wohnbebauung; Allgemeines …
VGH Baden-Württemberg, 28.04.1997 - 1 S 2007/96
Normenkontrolle einer Hafenordnung: öffentlich-rechtliche Ausgestaltung des …
OVG Nordrhein-Westfalen, 13.02.1997 - 10a B 3010/96
OVG Brandenburg, 13.11.1997 - 4 D 35/96
Rechtmäßigkeit der Heranziehung von amtsfreien Gemeinden und Ämtern zur …
Ausgestaltung des persönlichen Anwendungsbereichs der Antragsbefugnis i.R.e. Normenkontrollantrags; Ausgestaltung des Rechtsschutzes von Grundstückseigentümern gegen Überplanungen eines Bebauungsplanes wegen Zunahme des Verkehrsaufkommens und des damit einhergehenden ...

References: § 47
 § 1
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 § 3
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 § 2
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 § 47
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