Source: https://www.usd.de/allgemeine-geschaeftsbedingungen-beratung/
Timestamp: 2020-08-11 03:25:49+00:00

Document:
Allgemeine Geschäftsbedingungen für Beratungsleistungen der usd AG | usd AG
ALLGEMEINE GESCHÄFTSBEDINGUNGEN FÜR BERATUNGSLEISTUNGEN DER usd AG
Teil B: Technische Sicherheitsanalysen & Pentests
Teil C: PCI Security Services
Teil D: Auftragsdatenverarbeitungsvertrag (AVV)
Teil E: Technische und organisatorische Maßnahmen (TOMs)
Verträge mit der usd AG (nachfolgend „usd“ oder „Auftragnehmer“) im Kontext von Beratungsdienstleistungen werden ausschließlich zu diesen Allgemeinen Geschäfts-bedingungen abgeschlossen und durchgeführt. Entgegenstehende Bedingungen des Auftraggebers haben keine Gültigkeit, sofern und solange sie nicht schriftlich vom Auftragnehmer anerkannt wurden.
(1) Die Tätigkeit des Auftragnehmers besteht – sofern nicht im Einzelfall anders vereinbart – in der unabhängigen und weisungsfreien Beratung des Auftraggebers als Dienstleistung.
(2) Sofern der Auftragnehmer für den Auftraggeber als Auftragsverarbeiter im Sinne der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) tätig wird, verpflichtet er sich, geeignete technische und organisatorische Maßnahmen zu ergreifen, um zu gewährleisten, dass die Verarbeitung im Einklang mit der EU-DSGVO erfolgt.
(3) Der konkrete Inhalt und Umfang der zu erbringenden Tätigkeit wird im Leistungsangebot des Auftragnehmers beschrieben und mittels schriftlicher Angebotsannahme bzw. Bestellung vom Auftraggeber bestätigt.
(4) Ergibt sich die Notwendigkeit von Zusatz- oder Ergänzungstätigkeiten, wird der Auftragnehmer den Auftraggeber hierauf aufmerksam machen. In diesem Fall erfolgt eine Auftragserweiterung durch den Auftragnehmer auch dadurch, dass der Auftraggeber die Zusatz- oder Ergänzungstätigkeit anfordert oder aber entgegennimmt.
(5) Die Erbringung rechts- oder steuerberatender Tätigkeiten ist als Vertragsinhalt aus-geschlossen.
(6) Sofern nicht anderweitig vertraglich festgehalten, wird ein konkreter Erfolg weder geschuldet noch garantiert.
(7) Der Auftraggeber entscheidet in alleiniger Verantwortung über die Art, den Umfang sowie den Zeitpunkt der Umsetzung der vom Auftragnehmer empfohlenen oder abgestimmten Maßnahmen. Dies gilt selbst dann, wenn der Auftragnehmer die Umsetzung abgestimmter Planungen oder Maßnahmen durch den Auftraggeber begleitet.
(8) Der Auftragnehmer legt die vom Auftraggeber mitgeteilten Informationen bzw. zur Verfügung gestellten Unterlagen bei seiner Tätigkeit als vollständig und richtig zugrunde. Zur Überprüfung der Richtigkeit, Vollständigkeit oder Ordnungsmäßigkeit oder zur Durchführung eigener Recherchen ist der Auftragnehmer nicht verpflichtet. Dies gilt auch dann, wenn im Rahmen des erteilten Auftrages vom Auftragnehmer Plau-sibilitätsprüfungen vorzunehmen sind, die allein an die vom Auftraggeber mitgeteilten Informationen, Angaben oder Unterlagen anknüpfen und nicht deren Überprüfung zum Inhalt haben.
(9) Die Weitergabe oder Präsentation schriftlicher Ausarbeitungen oder Ergebnisse des Auftragnehmers durch den Auftraggeber gegenüber Dritten bedürfen der vorherigen Zustimmung des Auftragnehmers und erfolgen allein im Interesse und im Auftrag des Auftragnehmers. Der Dritte wird hierdurch nicht in den Schutzbereich des Auftrages zwischen dem Auftraggeber und dem Auftragnehmer einbezogen. Dies gilt auch dann, wenn der Dritte ganz oder teilweise die Vergütung der Tätigkeit des Auftragnehmers für den Auftraggeber trägt oder diese übernimmt.
(1) Der Auftraggeber benennt einen zuständigen Ansprechpartner, der sämtliche erforder-lichen Fragen beantworten und alle damit zusammenhängenden Entscheidungen treffen kann. Ergänzend stellt der Auftraggeber dem Auftragnehmer die zur Auftragsdurchführung erforderlichen Informationen und Unterlagen vollständig und inhaltlich zutreffend zur Verfügung.
(2) Der Auftraggeber bestätigt dem Auftragnehmer, dass die von ihm zur Verfügung gestellten Informationen und Unterlagen vollständig und richtig sind und keine Anhaltspunkte vorliegen bzw. bekannt sind, welche geeignet sind, deren Vollständigkeit und Richtigkeit in Frage zu stellen.
(3) Erbringt der Auftraggeber nach Aufforderung des Auftragnehmers die ihm obliegenden Mitwirkungshandlungen nicht oder nicht vollständig, ist der Auftragnehmer nach vorheriger schriftlicher Ankündigung berechtigt, aber nicht verpflichtet, den abgeschlossenen Vertrag fristlos zu kündigen. In diesem Fall kann der Auftragnehmer dem Auftraggeber entweder die bis zum Kündigungszeitpunkt tatsächlich erbrachten Leistungen oder aber stattdessen die vereinbarte bzw. prognostizierte Gesamtvergütung abzüglich durch die vorzeitige Vertragsbeendigung ersparten Aufwendungen in Rechnung stellen.
(4) Leistungsspezifische Mitwirkungspflichten können von den allgemeinen Mitwirkungs-pflichten abweichen und werden in den Teildokumenten B und C oder aber in dem jeweiligen Leistungsangebot geregelt.
(1) Die Leistungen des Auftragnehmers werden, sofern nicht im Einzelfall anders vereinbart, nach Aufwand gemäß den jeweils im Leistungsangebot vereinbarten Tagessätzen (ein Tag entspricht acht Stunden), zzgl. Reisekosten und Spesen abgerechnet.
(2) Zeit- und Vergütungsprognosen des Auftragnehmers in Bezug auf die Ausführung eines Auftrages stellen eine unverbindliche Schätzung dar. Abweichungen zu der Schätzung können vom Auftragnehmer nicht ausgeschlossen werden, da der erforderliche zeitliche Aufwand von Faktoren abhängen kann, die vom Auftragnehmer nicht beeinflusst werden können.
(3) Beruht die Überschreitung des prognostizierten Zeit- oder Vergütungsumfangs auf Umständen, die vom Auftraggeber zu verantworten sind (z.B. unzureichende Mitwirkungshandlungen des Auftraggebers) ist der hieraus resultierende Mehraufwand entsprechend den vereinbarten Tagessätzen zu vergüten.
(4) Liegt die tatsächliche Bearbeitungszeit um mehr als 30% über dem prognostizierten Zeit- oder Vergütungsumfang, besitzt der Auftraggeber nach Information durch den Auftragnehmer ein Wahlrecht entweder den Auftrag zu beenden und die bis dahin erbrachte Leistung zu den vereinbarten Konditionen zu vergüten oder den Auftrag fortzusetzen und die überschrittene Arbeitszeit zusätzlich auf Tagessatzbasis zu bezahlen.
(5) Bei Stornierung von vereinbarten Leistungsinhalten durch den Auftraggeber zahlt dieser für Absagen mit einer kürzeren Vorlaufzeit als fünf Werktage vor Durchführungstermin 100% des vereinbarten Honorars als Ausfallhonorar, sofern der Auftragnehmer den durch die Terminabsage freigewordenen Zeitraum nicht anderweitig wirtschaftlich einsetzen kann. Gleiches gilt für den Fall einer kurzfristigen Terminverschiebung durch den Auftraggeber. Absagen oder Terminverschiebungen müssen stets in Textform per E-Mail, Fax oder Brief erfolgen.
(6) Für Einsätze, die auf Wunsch des Auftraggebers, werktags (Montag – Freitag) zwischen 20:00 Uhr – 6:00 Uhr erfolgen, werden die gebuchten und abrechenbaren Aufwände mit dem Faktor 1,5 multipliziert. An Samstagen, Sonn- und Feiertagen werden diese mit dem Faktor 2,0 multipliziert.
(7) Eine Abrechnung der Leistungen zum Festpreis ist möglich, sofern die zu erbringende Leistung eine Leistung darstellt, die als Gewerk erbracht und durch den Auftragnehmer abgenommen werden kann. Sofern eine Leistung zum Festpreis erbracht wird, ist der Auftragnehmer nicht zu einer Schätzung oder Dokumentation der Aufwände verpflichtet. Sofern nicht im Einzelfall schriftlich etwas anderes vereinbart ist, sind Reisekosten und Spesen im Festpreis enthalten.
§ 4 Mehrwertsteuer, Zahlungsmodalitäten
(1) Bei der mit dem Auftragnehmer vereinbarten Vergütung handelt es sich um Netto-Preise, die zuzüglich der jeweils geltenden gesetzlichen nationalen Umsatzsteuer zu zahlen sind.
(2) Rechnungen werden ohne Abzüge mit Zugang beim Auftraggeber fällig. Rechnungen sind spätestens am 14. Kalendertag nach Rechnungsdatum auf das vom Auftragnehmer angegebene Konto zu überweisen.
(2) Eine Haftung oder Gewährleistung für den Erfolg der vom Auftragnehmer empfohlenen Maßnahmen ist ausgeschlossen. Dies gilt auch dann, wenn der Auftragnehmer die Umsetzung abgestimmter oder empfohlener Planungen oder Maßnahmen begleitet.
(3) Der Auftragnehmer haftet bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit unbegrenzt. Bei leichter Fahrlässigkeit ist die Haftung auf den typischerweise vorhersehbaren Schaden, maximal jedoch auf 25.000,- Euro, begrenzt.
(4) Die Haftung des Auftragnehmers entfällt, falls der eingetretene Schaden auf unrichtige oder unvollständige Informationen bzw. Unterlagen des Auftraggebers zurückzuführen ist oder durch Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit des Auftraggebers verursacht wurde. Dasselbe gilt, falls haftungsbegründende Umstände durch den Auftraggeber nicht innerhalb von 14 Kalendertagen nach Kenntniserlangung schriftlich gegenüber dem Auftragnehmer gerügt wurden.
(5) Die vorstehenden Regelungen gelten auch zugunsten der Mitarbeiter und sonstiger Erfüllungsgehilfen des Auftragnehmers.
(6) Die vorstehenden Haftungsbeschränkungen und Ausschlüsse betreffen nicht die Ansprüche des Auftraggebers aufgrund einer Verletzung des Lebens, des Körpers und der Gesundheit. Von dem Haftungsausschluss ebenfalls ausgenommen ist eine Produkthaftung.
(7) Dem Auftragnehmer steht der Einwand eines Mitverschuldens des Auftraggebers zu.
(8) Sollte der Auftragnehmer nicht in der Lage sein über einen bestimmten Zeitraum die vereinbarten Leistungen zu erbringen, wird der Auftraggeber unverzüglich darüber informiert. Der Auftragnehmer verpflichtet sich, für entsprechenden Ersatz zu sorgen.
(9) Der Auftragnehmer haftet nicht für einen mangelnden wirtschaftlichen Erfolg des Auftraggebers.
(10) Macht höhere Gewalt (z.B. Naturkatastrophen, Krieg, Terroranschlag, Epidemie) die Leistungserbringung dauerhaft unmöglich, ist eine Leistungspflicht des Auftragnehmers ausgeschlossen; bereits an den Auftragnehmer gezahlte Honorare für noch nicht erbrachte Leistungen werden in diesem Fall zurückerstattet.
(1) Soweit nicht schriftlich anders vereinbart, sind sämtliche Informationen, die Auftrag-nehmer und Auftraggeber miteinander austauschen, vertraulich zu behandeln. Als vertrauliche Information(en) in diesem Sinne unabhängig von dem Medium, in dem sie enthalten sind, gelten insbesondere Angebote, Unterlagen, Spezifikationen, Zeichnungen, Softwarematerialien, Daten, Muster, Prototypen, Know-how oder Geschäftsgeheimnisse.
(2) Folgendes gilt zwischen Auftragnehmer und Auftraggeber:
a) Dass sie vertrauliche Informationen mindestens mit dem gleichen Maß an Sorgfalt, das sie gewöhnlich für den Schutz ihrer eigenen vertraulichen oder urheberrechtlich geschützten Informationen zugrunde legen, als vertraulich behandeln;
b) Dass sie vertrauliche Informationen nur zu dem in der Leistungsvereinbarung beschriebenen Vertragszweck verwenden;
c) Dass die Offenlegung solcher Informationen auf den Kreis der Mitarbeiter zu beschränken ist, die diese Kenntnisse benötigen, um das berechtigte Personal über die in dieser Vereinbarung eingegangenen Verpflichtungen zu unterrichten. Durch die beiden Parteien wird sichergestellt, dass sämtliche Mitarbeiter, die zum berechtigten Personal gehören, vom wesentlichen Inhalt dieser Geschäfts¬bedingungen Kenntnis nehmen;
d) Sofern die Parteien im Rahmen der Geschäftsbeziehung zwischen den Parteien Verträge mit Dritten eingehen, mit diesen Dritten Vereinbarungen zu schließen, die dieser Vereinbarung inhaltlich entsprechen und deren Einhaltung sicherzustellen;
e) Solche Informationen nur soweit zu vervielfältigen, wie dies mit dem Vertrags¬zweck vereinbar ist und angefertigte Vervielfältigungen ebenfalls vertraulich zu behandeln (wobei jede Kopie, Vervielfältigung oder Weiterübertragung deutlich als „VERTRAULICH“ zu kennzeichnen ist);
f) Solche Informationen nur mit schriftlicher Zustimmung der offenlegenden Partei an Dritte weiterzugeben oder sonst irgendwie zugänglich zu machen; und
g) Angaben über angebotene, ausgehandelte oder geänderte Beträge von Entgelten, Verrechnungspreisen, Provisionen oder sonstige im Rahmen eines Vertrags-verhältnisses vereinbarten Zahlungen keinesfalls Dritten offenzulegen und Sorge dafür zu tragen, dass nur solche ihrer Mitarbeiter Kenntnis von diesen Angaben erlangen, für die es zur Entscheidung über die Eingehung eines Vertrags-verhältnisses oder die Durchführung eines geschlossenen Vertrages unbedingt erforderlich ist.
h) Als vertrauliche Information dieser Geschäftsbedingungen gelten nicht solche Informationen, hinsichtlich derer diejenige Partei, die die betreffende Information erhalten hat, beweisen kann, dass die vertrauliche Information:
zum Zeitpunkt der Offenlegung öffentlich bekannt ist und dieser Umstand nicht auf ihr Fehlverhalten oder einer ihrer Beteiligungs­gesellschaften zurückzu­führen ist;
zum Zeitpunkt der Offenlegung an die entgegennehmende Partei dieser oder einer ihrer Beteiligungsgesellschaften uneingeschränkt bekannt waren, wobei sich ein entsprechender schriftlicher Nachweis im Besitz dieser Partei befindet;
unabhängig von den offenbarten Informationen von der entgegennehmenden Partei selbst oder einer ihrer Beteiligungsgesellschaften entwickelt wurde, was durch Einsicht in die schriftlichen Akten nachweisbar ist oder in uneingeschränkter Form rechtmäßig von einer anderen Quelle, die das Recht zur Bereitstellung dieser Information hat, bezogen wurde;
gemäß schriftlicher Zustimmung durch die offenbarende Partei von derartigen Einschränkungen befreit ist.
i) Jede Vertragspartei ist zur Weitergabe von vertraulichen Informationen berechtigt, soweit sie aufgrund einer Rechtsvorschrift oder behördlicher Anordnung dazu verpflichtet ist; die andere Partei über die beabsichtigte Weitergabe schriftlich informiert hat und die nach Gesetz vorgesehenen und angemessenen Vorkehrungen getroffen hat, um den Umfang der Weitergabe so gering wie möglich zu halten.
(1) Im Rahmen der Leistungserbringung ist es möglich, dass die Berater des Auftragnehmers Einsicht in die von dem Auftraggeber etwaig gespeicherten, personen-bezogenen Daten nehmen. Die Einsichtnahme ist datenschutzrechtlich als Über-mittlungsvorgang zu qualifizieren.
(2) Mit Unterzeichnung der Leistungsvereinbarung bzw. des Angebotes, die Bestandteil des intendierten Vertrages ist, versichert der Auftraggeber, dass er zur etwaigen Übermittlung von personenbezogenen Daten berechtigt ist. Andernfalls schließt der Auftraggeber die Einsichtnahme von personenbezogenen Daten durch geeignete Maßnahmen (z.B. Pseudonymisierung oder Anonymisierung) aus.
(3) Der Auftragnehmer hat alle Mitarbeiter, die mit der Vertragserfüllung betraut sind, auf die strenge Einhaltung der anwendbaren datenschutzrechtlichen Vorschriften verpflichtet. Etwaige im Rahmen der Leistungserbringung eingesehene personenbezogene Daten wird der Auftragnehmer nicht speichern oder nur speichern, nutzen oder verarbeiten, soweit und solange dies zur Erfüllung des jeweiligen Vertrages zwingend erforderlich ist.
(4) Im Übrigen erfolgt jede weitere Verarbeitung von personenbezogenen Daten durch den Auftragnehmer ausschließlich auf Weisung des Auftraggebers. Der Auftragnehmer darf die Daten des Auftraggebers nur im Rahmen dieser Weisung verarbeiten oder nutzen. Im Teil D schließen die Parteien einen Auftragsdatenverarbeitungsvertrag ab.
§ 8 Loyalitätsverpflichtung
Auftraggeber und Auftragnehmer verpflichten sich zur gegenseitigen Loyalität. Insbesondere die Abwerbung von Mitarbeitern, die im Zusammenhang mit der Auftragsdurchführung tätig gewesen sind, vor Ablauf von zwei Jahren nach Beendigung der Zusammenarbeit, ist zu unterlassen.
§ 9 Sonstige Tätigkeiten
Dem Auftragnehmer steht es frei, für andere Auftraggeber tätig zu werden. Einer vorherigen Zustimmung des Auftraggebers bedarf es hierfür nicht.
§ 10 Urheber-, Nutzungs- und Verwertungsrechte
Der Auftraggeber ist berechtigt, die vertragsgegenständliche Leistung für den vertraglich vorausgesetzten Zweck ohne örtliche, persönliche oder quantitative Einschränkungen zu gebrauchen. Hierzu räumt der Auftragnehmer dem Auftraggeber das unwiderrufliche, weltweite, zeitlich unbefristete und nicht-ausschließliche Nutzungsrecht ein. Die übertragenen Rechte unterliegen keinen Verfügungsbeschränkungen.
§ 11 Rückmeldung zu den Leistungen des Auftragnehmers
Um die Leistungen kontinuierlich zu verbessern und an die Bedürfnisse des Auftraggebers anzupassen, bittet der Auftragnehmer den Auftraggeber, nach der Durchführung der ange-botenen Leistungen Rückmeldung über die Zufriedenheit zu geben.
(1) Alle Anhänge der Leistungsvereinbarung bzw. des Angebotes sind Bestandteil des Vertrages zwischen Auftragnehmer und Auftraggeber. Die Regelungen in den Leistungsvereinbarungen ersetzen bei Abweichungen die AGBs.
(2) Änderungen oder Ergänzungen des Auftrages oder dieser Allgemeinen Geschäfts-bedingungen bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Einhaltung der Schriftform. Eine stillschweigende Änderung des Auftrages oder der Allgemeinen Geschäftsbedingungen wird ausgeschlossen.
(3) Sollte eine Regelung aus einer Leistungsvereinbarung oder dieser Geschäfts¬bedingungen rechtsunwirksam sein oder werden, berührt dies die Rechtswirksamkeit der übrigen Regelungen des Auftrages sowie dieser Geschäftsbedingungen nicht. Für diesen Fall ist zwischen den Vertragsparteien eine rechtswirksame Regelung zu vereinbaren, die dem Sinn und Zweck sowie der wirtschaftlichen Zielsetzung der unwirksamen Klausel am nächsten kommt. Entsprechend ist zu verfahren, falls der Auftrag oder diese Geschäftsbedingungen eine regelwidrige Lücke aufweisen sollten, die durch eine ergänzende Vertragsauslegung zu schließen ist.
(4) Es gilt ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des Übereinkommens der Vereinten Nationen über Verträge über den internationalen Warenkauf (CISG).
(5) Der ausschließliche Gerichtsstand ist Frankfurt am Main, soweit der Auftraggeber Kaufmann ist. Der Auftragnehmer ist daneben berechtigt, auch am allgemeinen Gerichtsstand des Auftraggebers zu klagen.
(6) Der deutsche Vertragstext der Allgemeinen Geschäftsbedingungen und ihrer Bestandteile sowie die Leistungsangebote des Auftragnehmers besitzen im Zweifelsfall Vorrang gegenüber Übersetzungen in anderen Sprachen.
(7) Leistungsspezifische AGBs können von den allgemeinen AGBs abweichen und werden in den Einzelvereinbarungen, Leistungsinhalten oder in den AGB Teildokumenten B und C geregelt.
§ 1 Haftung, Haftungsbegrenzung, Haftungsausschluss
(1) Der Auftragnehmer ist nicht verpflichtet zu überprüfen, ob der Auftraggeber die vollumfänglichen und uneingeschränkten Rechte an dem zu testenden IT-System und/oder der Applikation innehat.
(2) Die Haftung für Datenverluste wird auf den typischen Wiederherstellungsaufwand beschränkt, der bei regelmäßiger und gefahrentsprechender Anfertigung von Sicherungskopien eingetreten wäre. Der Auftragnehmer haftet nicht für solche Schäden, die darauf beruhen, dass der Auftraggeber die technische Sicherheitsanalyse während der Ausführung unterbricht.
§ 2 Freistellungsverpflichtung des Auftraggebers
(1) Wird der Auftragnehmer von einem Dritten (z.B. ein Kunde oder Dienstleister des Auftraggebers) aufgrund etwaiger Auswirkungen der technischen Sicherheitsanalyse auf das IT-System und/oder die Applikation in Anspruch genommen, verpflichtet sich der Auftraggeber, den Auftragnehmer von jeglichen Ansprüchen freizustellen, sofern
a) die technische Sicherheitsanalyse einem anerkannten und angemessenen Standard entsprach (andernfalls gilt „Teil A Haftung“ entsprechend) oder
b) der Schaden aufgrund einer Pflichtverletzung des Auftraggebers (mit-) verursacht wurde, weil der Auftraggeber
ein fremdes IT-System/eine fremde Applikation ohne entsprechende Erlaubnis hat testen lassen,
betroffene Dritte nicht oder nicht mit angemessener Frist über die stattfindende technische Sicherheitsanalyse informiert hat oder
über keine datenschutzrechtliche Erlaubnis zur Übermittlung von personenbezogenen Daten verfügt hat.
(2) Die Freistellungspflicht bezieht sich auf alle Aufwendungen, die dem Auftragnehmer oder dessen eingesetzten Mitarbeitern und sonstigen Erfüllungsgehilfen aus der außergerichtlichen, behördlichen und/oder gerichtlichen Inanspruchnahme durch einen Dritten notwendigerweise erwachsen. Der Auftraggeber hat dabei sämtliche Kosten und Gebühren für die notwendige rechtliche Verfolgung zu übernehmen sowie sämtliche Schäden, Verluste und Ausgaben zu ersetzen.
(1) Der Auftragnehmer weist den Auftraggeber ausdrücklich darauf hin, dass die technische Sicherheitsanalyse Einfluss auf die Integrität und Verfügbarkeit der getesteten
IT-Systeme und/oder Applikationen haben kann.
(2) Der Auftragnehmer gewährleistet und stellt sicher, dass die für die technische Sicherheitsanalyse verwendeten Methoden und Werkzeugen einem anerkannten und angemessenen Standard entsprechen.
(3) Eine weitergehende Verpflichtung oder Gewährleistung des Auftragnehmers besteht nicht. Der Auftragnehmer unterliegt keiner Gewährleistungshaftung bei einem Schaden aufgrund einer Beeinträchtigung der Integrität und/oder der Verfügbarkeit des getesteten IT-Systems und/oder der Applikation, der durch eine ordnungsgemäße, das heißt durch eine mit anerkannten und angemessenen Standards durchgeführten technischen Sicherheitsanalyse hervorgerufen wird oder wurde.
(4) Im Übrigen gilt Teil B, §1, „Haftung, Haftungsbegrenzung, Haftungsausschluss“ entsprechend.
(1) Mit Beauftragung der Leistungsvereinbarung versichert der Auftraggeber, dass die technische Sicherheitsanalyse auf den durch den Auftraggeber zum Zweck der Durchführung schriftlich übermittelten IT-Systemen und/oder Applikationen des Auftraggebers erfolgt, bzw. erfolgen soll.
(2) Insoweit die technische Sicherheitsanalyse nicht auf den IT-Systemen und/oder Applikationen des Auftraggebers erfolgt, versichert der Auftraggeber mit Beauftragung der Leistungsvereinbarung, dass er das vollumfängliche und uneingeschränkte Recht zur Durchführung der technischen Sicherheitsanalyse auf den IT-Systemen und/oder Applikationen hat.
(3) Auf Verlangen des Auftragnehmers hat der Auftraggeber nachzuweisen, dass er über das uneingeschränkte Recht zur Beauftragung des Auftragnehmers zur Durchführung der technischen Sicherheitsanalyse und die Rechte für den Zugriff auf die IT-Systeme und/oder Applikationen verfügt.
(4) Vor der Durchführung der technischen Sicherheitsanalyse durch den Auftragnehmer, verpflichtet sich der Auftraggeber, sämtliche durch den Auftragnehmer zu prüfenden
IT-Systeme und/oder Applikationen und die damit in Verbindung stehenden Daten vollumfänglich durch ein Backup zu sichern. Darüber hinaus hat der Auftraggeber sämtliche notwendigen Sicherheitsmaßnahmen, auch diejenigen, die über ein Backup hinausgehen, vor Nutzung der Dienstleistung zu treffen, um die IT-Systeme und/oder Applikationen und Daten notfalls nach der technischen Sicherheitsanalyse wieder in den ursprünglichen Zustand zurückversetzen zu können.
(5) Der Auftraggeber stellt dem Auftragnehmer abhängig von der Art der technischen Sicherheitsanalyse die zur – möglichst sicheren und schadlosen – Durchführung notwendigen Informationen und Unterlagen zur Verfügung. Vor Durchführung der technischen Sicherheitsanalyse wird der Auftragnehmer dem Auftraggeber mitteilen, welche Informationen benötigt werden. Der Auftraggeber wird dem Auftragnehmer daraufhin die erforderlichen Informationen zeitgerecht, vollständig und richtig zu Verfügung stellen.
(6) Der Auftraggeber informiert mit angemessener Frist vor Durchführung der technischen Sicherheitsanalyse etwaig betroffene Dritte über die durchzuführende technische Sicherheitsanalyse, da bei einer technischen Sicherheitsanalyse auch IT-Systeme und/oder Applikationen Dritter, wie etwa der Router des Providers oder der Webserver eines Hosters, genutzt werden und trotz ausreichender Sicherheit eine Beeinträchtigung des ordnungsgemäßen Betriebes dieser IT-Systeme und/oder Applikationen nicht ausgeschlossen werden kann.
(7) Der Auftraggeber wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass durch die technische Sicherheitsanalyse Schäden in bestehenden IT-Systemen und/oder Applikationen auftreten können. Insbesondere können durch die technische Sicherheitsanalyse Beeinträchtigungen und Veränderungen von Inhalten und Daten wie zum Beispiel auf einer Webseite in Form von Layout-Veränderungen oder Beeinträchtigungen des Servers des Auftraggebers auftreten. Diese Schäden sind meist nur durch das Einspielen von Backups, oder durch – teilweise umfangreiche – Nachbearbeitung durch den Auftrag-geber zu beheben. Darüber hinaus wird der Auftraggeber darauf hingewiesen, dass die IT-Systeme und/oder Applikationen des Auftraggebers während der technischen Sicherheitsanalyse möglicherweise nicht nutzbar sind.
§ 5 Eingesetzte Tools und Werkzeuge
(1) Im Rahmen von technischen Sicherheitsanalysen nutzt der Auftragnehmer die weltweit besten Tools. Die Verwendung der Tools erlaubt es dem Auftragnehmer seine Prüfungen effizienter und dadurch wesentlich umfassender zu gestalten. Der Auftraggeber profitiert durch qualitativ sehr hochwertige Ergebnisse. Die daraus resultierenden Lizenzkosten sind in den jeweiligen Angeboten bereits eingepreist und werden nicht separat berechnet.
(2) Technische Sicherheitsanalysen, die von den Büros des Auftragnehmers über das Internet durchgeführt werden, erfolgen aus einem dedizierten öffentlichen Netzwerk mit bekannten, festen IP-Adressen. Dies gewährleistet, dass die Aktivitäten des Auftragnehmers von den Betriebsverant¬wortlichen des Auftrag¬gebers jederzeit eindeutig zugeordnet werden können.
(1) Schwachstellen in Standardprodukten, die nicht vom Auftraggeber selbst hergestellt wurden, meldet der Auftragnehmer in einem strukturierten Prozess zur verantwortungsvollen Offenlegung von Sicherheitsschwachstellen (Responsible Disclosure).
(2) Dies erfolgt streng vertraulich, schriftlich und in einer Form, die es dem Hersteller ermöglicht, die Schwachstelle nachzuvollziehen und zu schließen.
(3) Der Auftragnehmer behält sich vor, die gefundenen Schwachstellen zu veröffentlichen.
(4) Innerhalb einer Frist von 60 Tagen muss der Hersteller eine Lösung bereitstellen. Sollte dies nicht geschehen, kann die Veröffentlichung nach Ablauf dieser Frist dennoch erfolgen.
(5) Von diesem Vorgehen weicht der Auftragnehmer in Fällen ab, in denen eine andere Vorgehensweise die Risiken aller betroffenen Parteien nachweislich mindern würde.
(6) Mit Beauftragung der Leistungsvereinbarung stimmt der Auftraggeber der beschriebenen Vorgehensweise zu.
§ 1 Mitwirkungspflichten des Auftraggebers
(1) Der Auftraggeber benennt vor dem Beginn der Leistungserbringung verantwortliche Ansprechpartner und stellt sicher, dass notwendige Beistellungen, insbesondere die zur Durchführung des Assessments und zur Erstellung des Assessmentberichts notwendigen Unterlagen, fristgerecht und vollständig zur Verfügung stehen.
(2) Im Kontext von PCI PA-DSS und PCI Software Security Framework Assessments stellt der Auftraggeber zusätzlich die erforderliche Testumgebung (siehe aktuelle PA-DSS-Version, Appendix B – „Bestätigung des Testlabors PA-DSS-spezifische Konfiguration“) zur Verfügung. Darüber hinaus gewährt der Auftraggeber dem Auftragnehmer Zugang zu dem vom Standard geforderten Dokumenten.
§ 2 Rückmeldung zu den Leistungen der usd
Das PCI Security Standards Council (PCI SSC) gibt dem Auftraggeber die Möglichkeit, zentral Rückmeldung über die erbrachten QSA Leistungen des Auftragnehmers zu geben. Unter dem folgenden Link steht dem Auftraggeber der Feedbackbogen des PCI SSC zur Verfügung: https://www.pcisecuritystandards.org/assessors_and_solutions/give_assessor_feedback
§ 3 Weitergabe von Informationen an das PCI Council
Das PCI SSC behält sich vor, den Assessmentbericht sowie alle im Rahmen des Assessments erstellten Unterlagen des Auftragnehmers ohne vorheriges Einholen einer zusätzlichen Freigabe einzusehen. Der Auftragnehmer ist in seiner Rolle als akkreditierter Assessor durch das PCI SSC verpflichtet, die Unterlagen auf Anforderung weiterzugeben. Der Auftraggeber stimmt diesem Verfahren zu.
§4 Bestätigung über die Zusammenarbeit
Mit Beauftragung der usd wird dem Auftraggeber eine formale Bestätigung in englischer Sprache bereitgestellt, die nachweist, dass der Auftraggeber sich im PCI Zertifizierungsprojekt im Status „in progress“ befindet.
– Verantwortlichen – nachstehend Auftraggeber genannt –
– Auftragsverarbeiter – nachstehend Auftragnehmer genannt –
(1) Der Auftragnehmer verarbeitet personenbezogene Daten für den Auftraggeber im Auftrag. Der Auftraggeber hat den Auftragnehmer im Rahmen der Sorgfaltspflichten des Art. 28 Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) als Dienstleister ausgewählt. Voraussetzung für die Zulässigkeit einer Auftragsverarbeitung ist, dass der Auftraggeber dem Auftragnehmer den Auftrag schriftlich erteilt. Dieser Vertrag enthält nach dem Willen der Parteien und insbesondere des Auftraggebers den schriftlichen Auftrag zur Auftragsverarbeitung i.S.d. Art. 28 DSGVO und regelt die Rechte und Pflichten der Parteien im Zusammenhang mit der Datenverarbeitung.
⊗ Der Gegenstand des Auftrags ergibt sich aus der zugehörigen Leistungsvereinbarung bzw. dem zughörigen Angebot auf welche/s hier verwiesen wird (im Folgenden Leistungsvereinbarung).
⊗ Die Dauer dieses Auftrags (Laufzeit) entspricht der Laufzeit der Leistungsvereinbarung.
⊗ Nähere Beschreibung des Auftragsgegenstandes im Hinblick auf Art und Zweck der Aufgaben des Auftragnehmers: Die potenzielle Verarbeitung personenbezogener Daten im Rahmen von Beratungs- und Zertifizierungsprojekten sowie technischen Sicherheits- und Schwachstellenanalysen entsprechend der Leistungsvereinbarung.
Die Erbringung der vertraglich vereinbarten Datenverarbeitung findet ausschließlich in einem Mitgliedsstaat der Europäischen Union oder in einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum statt. Jede Verlagerung in ein Drittland bedarf der vorherigen Zustimmung des Auftraggebers und darf nur erfolgen, wenn die besonderen Voraussetzungen der Art. 44 ff DSGVO erfüllt sind.
⊗ Potenziell können die Daten jeglichen Kategorien angehören die auf den Systemen des Auftraggebers verarbeitet werden. Der Auftragnehmer kann im Vorfeld der Projekte und Analysen nicht absehen, welche Informationen im Rahmen des Auftrags verarbeitet werden.
⊗ Potenziell können sämtliche Personen betroffen sein deren personenbezogene Daten auf den Systemen des Auftraggebers verarbeitet werden. Der Auftragnehmer kann im Vorfeld der Projekte und Analysen nicht absehen, welche Informationen im Rahmen des Auftrags verarbeitet werden.
(2) Der Auftragnehmer hat die Sicherheit gem. Art. 28 Abs. 3 lit. c, 32 DSGVO insbesondere in Verbindung mit Art. 5 Abs. 1, Abs. 2 DSGVO herzustellen. Insgesamt handelt es sich bei den zu treffenden Maßnahmen um Maßnahmen der Datensicherheit und zur Gewährleistung eines dem Risiko angemessenen Schutzniveaus hinsichtlich der Vertraulichkeit, der Integrität, der Verfügbarkeit sowie der Belastbarkeit der Systeme. Dabei sind der Stand der Technik, die Implementierungskosten und die Art, der Umfang und die Zwecke der Verarbeitung sowie die unterschiedliche Eintrittswahrscheinlichkeit und Schwere des Risikos für die Rechte und Freiheiten natürlicher Personen im Sinne von Art. 32 Abs. 1 DSGVO zu berücksichtigen [Einzelheiten in Teil D].
a) ⊗ Schriftliche Bestellung eines Datenschutzbeauftragten, der seine Tätigkeit gemäß Art. 38 und 39 DSGVO ausübt.
Herr Rechtsanwalt Marcel Wetzel
c) Die Umsetzung und Einhaltung aller für diesen Auftrag erforderlichen technischen und organisatorischen Maßnahmen gemäß Art. 28 Abs. 3 S. 2 lit. c, 32 DSGVO [Einzelheiten in Teil D].
(1) Als Unterauftragsverhältnisse im Sinne dieser Regelung sind solche Dienstleistungen zu verstehen, die sich unmittelbar auf die Erbringung der Hauptleistung beziehen. Nicht hierzu gehören Nebenleistungen, die der Auftragnehmer z.B. als Telekommunikationsleistungen, Post-/Transportdienstleistungen, Wartung und Benutzerservice oder die Entsorgung von Datenträgern sowie sonstige Maßnahmen zur Sicherstellung der Vertraulichkeit, Verfügbarkeit, Integrität und Belastbarkeit der Hard- und Software von Datenverarbeitungsanlagen in Anspruch nimmt.
Der Auftragnehmer ist jedoch verpflichtet, zur Gewährleistung des Datenschutzes und der Datensicherheit der Daten des Auftraggebers auch bei ausgelagerten Nebenleistungen angemessene und gesetzeskonforme vertragliche Vereinbarungen sowie Kontrollmaßnahmen zu ergreifen.
(2) Der Auftragnehmer darf Unterauftragnehmer (weitere Auftragsverarbeiter) nur nach vorheriger ausdrücklicher Zustimmung des Auftraggebers beauftragen.
Der Auftraggeber stimmt der Beauftragung der unter wwww.usd.de/Unterauftragnehmer für die jeweilige Art der Auftragsverarbeitung einsehbaren Unterauftragsverarbeiter unter der Bedingung einer vertraglichen Vereinbarung nach Maßgabe des Art. 28 Abs. 2-4 DSGVO zu.
Die Auslagerung auf Unterauftragnehmer oder der Wechsel der bestehenden Unterauftragnehmer ist zulässig, soweit:
(4) Erbringt der Unterauftragnehmer die vereinbarte Leistung außerhalb der EU / des EWR, stellt der Auftragnehmer die datenschutzrechtliche Zulässigkeit durch entsprechende Maßnahmen sicher. Gleiches gilt, wenn Dienstleister im Sinne von Abs. 1 Satz 2 eingesetzt werden sollen.
(5) Eine weitere Auslagerung durch den Unterauftragnehmer bedarf der ausdrücklichen Information und Zustimmung des Hauptauftraggebers (mind. Textform); sämtliche vertraglichen Regelungen in der Vertragskette sind auch dem weiteren Unterauftragnehmer aufzuerlegen.
(1) Der Auftraggeber hat das Recht, im Benehmen mit dem Auftragnehmer Überprüfungen durchzuführen oder durch im Einzelfall zu benennende Prüfer durchführen zu lassen. Er hat das Recht, sich durch Stichprobenkontrollen, die rechtzeitig, mindestens 14 Tage vorher, anzumelden sind, von der Einhaltung dieser Vereinbarung durch den Auftragnehmer in dessen Geschäftsbetrieb zu überzeugen.
(3) Der Nachweis solcher Maßnahmen, die nicht nur den konkreten Auftrag betreffen, kann erfolgen durch die Einhaltung genehmigter Verhaltensregeln gemäß Art. 40 DSGVO, die Zertifizierung nach einem genehmigten Zertifizierungsverfahren gemäß Art. 42 DSGVO, aktuelle Testate, Berichte oder Berichtsauszüge unabhängiger Instanzen (z.B. Wirtschaftsprüfer, Revision, eigener Datenschutzbeauftragter, IT-Sicherheitsabteilung, Datenschutzauditoren, Qualitätsauditoren) oder durch eine geeignete Zertifizierung durch IT-Sicherheits- oder Datenschutzaudit (z.B. nach BSI-Grundschutz).
(4) Für die Ermöglichung von Kontrollen durch den Auftraggeber kann der Auftragnehmer einen Vergütungsanspruch geltend machen. Dies umfasst auch eine Aufwandsentschädigung für die Arbeitszeit des vom Auftragnehmer beanspruchten Personals.
(2) Für Unterstützungsleistungen, die nicht in der Leistungsbeschreibung enthalten oder auf ein Fehlverhalten des Auftragnehmers zurückzuführen sind, kann der Auftragnehmer eine Vergütung beanspruchen.
Der Auftragnehmer hat dem Auftraggeber die Person(en) zu benennen, die zum Empfang von Weisungen des Auftraggebers berechtigt sind.
Weisungsempfangsberechtigte Personen des Auftragnehmers sind:
Herr Andreas Duchmann
E-Mail: andreas.duchmann@usd.de
(1) Kopien oder Duplikate der Daten werden ohne Wissen des Auftraggebers nicht erstellt. Hiervon ausgenommen sind Sicherheitskopien, soweit sie zur Gewährleistung einer ordnungsgemäßen Datenverarbeitung erforderlich sind sowie Daten, die im Hinblick auf die Einhaltung gesetzlicher Aufbewahrungspflichten erforderlich sind.
(2) Änderungen und Ergänzungen dieser Zusatzvereinbarung und aller ihrer Bestandteile bedürfen einer schriftlichen Vereinbarung.
(3) Sollte eine oder mehrere Klauseln aus diesem Vertrag unwirksam sein, so berührt dies die Wirksamkeit der Vereinbarung im Übrigen nicht.
Die nachfolgend beschriebenen allgemeinen technischen und organisatorischen Maßnahmen entsprechen Art. 32 Abs. 1 DSGVO und Art. 25 Abs. 1 DSGVO und sind gültig für alle Beratungsleistungen des Auftragnehmers.
§ 1 Maßnahmen zur Sicherstellung der Vertraulichkeit
Zugang zu den Räumlichkeiten erfolgt lediglich über festgelegte Eingänge.
Kundenzutritt ausschließlich über einen festgelegten Eingang.
Firmenfremde werden durch firmeneigenes Personal in Empfang genommen und stets durch die Räumlichkeiten begleitet.
Sicherung der Geschäftsräume des Standortes Neu-Isenburg durch eine Alarm­anlage mit angeschlossenem Wachdienst.
Zugang zum Serverraum nur über ein 2-Faktor-Kontrollsystem mit personifizierter Zutrittssteuerung sowie restriktivem Zutrittskonzept.
Zutritt zum Serverraum für Externe ausschließlich in Begleitung eines autorisierten, firmeneigenen Mitarbeiters.
Zugang zu Housing-Provider mit restriktivem Zutrittskonzept, kontrollierten Zutrittsverfahren, personifizierter Zutrittssteuerung und vorheriger Identifizierung.
Betrieb der usd Serversysteme bei Housing-Provider in eigenen, exklusiven und abgeschlossenen Serverschränken.
Dokumentation der Schlüsselverwaltung.
Etablierter Check-In/Check-Out-Prozess für Mitarbeiter.
Komplexitätsanforderungen an Passwörter.
Verwendete Passwörter werden gemäß dem Stand der Technik verschlüsselt.
Personalisierte Zugänge zu Datenverarbeitungsanlagen.
Passwortregelung/-schutz von allen PCs.
Sperrung von Benutzerkonten nach mehrmaligen fehlgeschlagenen Anmelde­versuchen.
Es wurde ein restriktives Rollen- und Berechtigungskonzept implementiert.
Umsetzung eines Firewall-Konzeptes.
Einsatz von aktuellen SPAM- und Virenfiltern.
Sperrung des Arbeitscomputers nach Zeitablauf mit Passwortabfrage bei Reaktivierung.
Es wurde ein restriktives Rollen- und Berechtigungskonzept für den Zugriff auf personenbezogene Daten implementiert.
Regelmäßige Überprüfung der festgelegten Befugnisse bzw. Zugriffsrechte der Mitarbeiter.
Sperrung des Arbeitscomputers nach Zeitablauf mit Passwortabfrage bei Reakti­vierung.
Wartung durch externe Dienstleister ausschließlich in Anwesenheit des System­verwalters.
Systemhärtung und regelmäßige Systemaktualisierung mittels Softwareupdates und Patches.
Protokollierung relevanter Systemaktivitäten.
Mandantentrennung.
Rollen- und Berechtigungskonzept.
Risikoorientiert und in Abstimmung mit dem Auftraggeber können in fachlichen Verfahren unter Berücksichtigung der Integrität und der Aufgabenstellung personenbezogene Daten pseudonymisiert verarbeitet werden.
Einsatz eines dem Stand der Technik entsprechenden Transformationsverfahrens.
Eine Übertragung von Daten erfolgt ausschließlich in einer dem aktuellen Stand der Technik entsprechenden verschlüsselten Form.
Ausgabe von verschlüsselten mobilen Datenträgern (USB-Sticks, mobile Fest­platten).
Festplattenverschlüsselung auf den Laptops.
Verschlüsselungen von Backups.
§ 2 Maßnahmen zur Sicherstellung der Integrität
Kontrollierte datenschutzgerechte Vernichtung von Datenträgern.
Eine Übertragung von Daten erfolgt ausschließlich in einer dem aktuellen Stand der Technik entsprechenden, verschlüsselten Form.
Kontrollierte Übermittlung durch den jeweiligen Verantwortlichen.
Verschlüsselung von Datenträgern.
Eine Weitergabe von personenbezogenen Daten erfolgt ausschließlich im Rahmen der Kundenbeziehung nach vertraglichen Regelungen.
Übermittlung von Daten erfolgt ausschließlich über definierte Schnittstellen.
Anlassbezogene Auswertung von Protokollen.
§ 3 Maßnahmen zur Sicherstellung der Verfügbarkeit und Belastbarkeit
Vorhandensein und Umsetzung eines Konzeptes zur Durchführung von regel­mäßigen Datensicherungen (Backup-Konzept).
Verwendung einer Notstromversorgung (USV).
Monitoring der kritischen Netzwerk- und Serverkomponenten.
Gewährleistung einer Verfügbarkeit entsprechend vertraglich vereinbarten SLA.
b) Rasche Wiederherstellbarkeit
Vorhandensein und Umsetzung eines Konzeptes zur Wiederherstellung von Daten und IT-Systemen auf Basis von regelmäßigen Datensicherungen (Backup-Konzept).
§ 4 Verfahren zur regelmäßigen Überprüfung, Bewertung und Evaluierung
a) Datenschutz-Management
Bestehende Datenschutzorganisation, Sicherheitsorganisation und ISMS.
Bestellter Datenschutzbeauftragter.
Im Sinne eines KVP (Kontinuierlichen Verbesserungsprozesses) werden alle technischen und organisatorischen Maßnahmen regelmäßig auf ihre Wirksamkeit und den aktuellen Stand der Technik hin überprüft und angepasst.
b) Incident-Response-Management
Definierter Incident-Response Prozesse zur Entgegennahme von Datenschutz- und Sicherheitsvorfällen, deren Bewertung, Behandlung und Dokumentation.
c) Datenschutzfreundliche Voreinstellungen
Die Art der Verarbeitung und der Zweck der Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt ausschließlich gemäß den Vorgaben des Auftraggebers und/oder entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen
Löschung der personenbezogenen Daten entsprechend den vertraglichen Verein­barungen.
Es werden lediglich solche personenbezogenen Daten verarbeitet, die notwendig sind, um den vereinbarten Vertragszweck zu erfüllen.
d) Auftragskontrolle
Dokumentation der sorgfältigen Auswahl und Kontrolle von Auftragnehmern.
Formale Auftragserteilung.
Abschluss von Zusatzvereinbarungen zur Auftragsdatenverarbeitung gemäß Art. 28 DSGVO.
Verpflichtung der Mitarbeiter (auch von Dienstleistern mit potenziellem Zugriff auf personenbezogene Daten) auf die Vertraulichkeit personenbezogener Daten gem. DSGVO und ggf. § 88 TKG.
Verarbeitung, Nutzung und Löschung von Daten findet nur entsprechend den vertraglichen Regelungen zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer statt.

References: § 4

§ 8

§ 9

§ 10

§ 11

§ 1

§ 2
 §1

§ 5

§ 1

§ 2

§ 3

§4
 Art. 28
 Art. 28
 Art. 44
 Art. 28
 Art. 5
 Art. 32
 Art. 38
 Art. 28
 Art. 28
 Art. 40
 Art. 42
 Art. 32
 Art. 25

§ 1

§ 2

§ 3

§ 4
 Art. 28
 § 88