Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%2078,%202592
Timestamp: 2019-10-15 05:45:39+00:00

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BGH, 30.05.1978 - VI ZR 199/76 - dejure.org
https://dejure.org/1978,2061
BGH, 30.05.1978 - VI ZR 199/76 (https://dejure.org/1978,2061)
BGH, Entscheidung vom 30.05.1978 - VI ZR 199/76 (https://dejure.org/1978,2061)
BGH, Entscheidung vom 30. Mai 1978 - VI ZR 199/76 (https://dejure.org/1978,2061)
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Ersatzfähigkeit von Kosten der Fütterung eines durch Frendverschulden verletztes Rennpferds als Herstellungsaufwand - Schadensersatz in Form einer Geldentschädigung in Höhe des Preises für ein gleichwertiges Pferd abzüglich des Erlöses aus dem Verkauf des verletzten ...
NJW 1978, 2592
VersR 1978, 838
OLG Frankfurt, 11.10.2000 - 7 U 203/98
Schadensersatz bei Kfz-Unfall: Prognoserisiko bei der Schadensberechnung auf …
Dieses sich damit verwirklichende Prognoserisiko geht nicht zu Lasten des Klägers, sondern allein des Schädigers und seiner Haftpflichtversicherung, da der Schädiger den Geschädigten in die mißliche Lage gebracht hat, von Prognosen von Sachverständigen über die Reparaturwürdigkeit des Fahrzeuges abhängig zu sein (vgl. auch BGHZ 115, 370; BGH NJW 1978, 2592; OLG Frankfurt NJW-RR 1992, 603).
Insofern ist die Situation nicht mit den Konstellationen vergleichbar, die in den von der Beschwerde herangezogenen Urteilen des Bundesgerichtshofs vom 30. Mai 1978 (VI ZR 199/76, NJW 1978, 2592 f) und 1. April 1993 (I ZR 70/91, BGHZ 122, 172 ff) behandelt worden sind.
Hinsichtlich des sachlichen und wirtschaftlichen Erfolgs von Wiederherstellungsmaßnahmen, die der Geschädigte in seiner besonderen Lage für geeignet halten durfte, trägt der Schädiger das Prognoserisiko (vgl. BGH NJW 1978, 2592 f. Rdnr. 9, zit. nach juris;… Palandt/Heinrichs, a. a. O., § 249 Rdnr. 13).
Mit dem Landgericht Göttingen ( Urt vom 15.10.2003, Az.: 6 S 273/98, u. a. in: ADAJUR Dok.Nr. 56467 ) geht auch das erkennende Gericht insofern davon aus, dass - wie wohl auch in der übrigen Rechtsprechung anerkannt - die medizinischen Maßnahmen, die ein Arzt bei einem Opfer eines Verkehrsunfalls in der besonderen Lage für geeignet halten durfte, unabhängig von der Frage, ob diese Maßnahmen dann aus nachträglicher Sicht möglicherweise nicht oder weniger geeignet waren ( BGH , VersR 1978, Seiten 838 ff. = MDR 1978, Seite 916 = NJW 1978, Seiten 2592 f. = r + s 1978, Seite 240; OLG Koblenz , Urt vom 28.03.1994, Az.: 12 U 1766/92, u. a. in: "juris" ), auch vom Schädiger zu ersetzen sind (sogenanntes Prognoserisiko ).
LG Göttingen, 15.10.2003 - 6 S 273/98
Mit dem Oberlandesgericht Braunschweig geht auch die Kammer davon aus, dass - wie in der Rechtsprechung anerkannt - Wiederherstellungs- und Erhaltungsmaßnahmen, die der Verletzte in seiner besonderen Lage für geeignet halten durfte, unabhängig von der Frage, ob diese Maßnahmen aus nachträglicher Sicht möglicherweise nicht oder weniger geeignet waren (BGH NZW 1978 S. 2592; OLG Koblenz, Urteil vom 28.03.1994 - Az.: 12 U 1766/92), vom Schädiger zu ersetzen sind (sogenanntes Prognoserisiko; vgl. auch BGH VersR 1978, S. 838).
Schließlich hat allein der Schädiger die geschädigte Klägerin in die missliche Lage gebracht hat, ihr Fahrzeug überhaupt reparieren lassen zu müssen (vgl. auch BGHZ 115, 370; BGH NJW 1978, 2592; OLG Frankfurt NJW-RR 1992, 603).

References: BGH 
 BGH 
 § 249
 BGH 
 BGH 
 BGH