Source: https://www.rz.uni-wuerzburg.de/dienste/it_recht/52a_urhg/
Timestamp: 2017-02-25 07:00:13+00:00

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Rechenzentrum: § 52a UrhG
Rechenzentrum & IT-DiensteDiensteIT-Recht§ 52a UrhG
Informationen zu § 52a UrhG§ 52a UrhG gestattet die Bereitstellung von Teilen urheberrechtlich geschützter Werke in elektronischen Semesterapparaten für Unterricht und Forschung.
Die Vergütung der Nutzung des urheberrechtlich geschützten Materials erfolgt derzeit durch Pauschalzahlungen der Länder an die Verwertungsgesellschaften. Die Hochschulrektorenkonferenz, die Kultusministerkonferenz und die Verwertungsgesellschaft VG Wort haben eine vorläufige Vereinbarung zur Verwendung von Schriftwerken für Lehre und Forschung erzielt (Zwischenlösung bis 30. September 2017), zudem wird eine Arbeitsgruppe für die weitere Planung eingesetzt.Damit erübrigt sich das Schreiben vom 1. Dezember. Es ist nicht mehr erforderlich, zum 31.12.2016 urheberrechtlich geschützte Sprachwerke aus den WueCampus-Kursräumen zu entfernen, die Materialien können zunächst weiter verwendet werden.Lesen Sie dazu auch das Rundschreiben des Präsidenten und die offizelle Pressemitteilung der VG Wort.
Für andere Werke als Sprachwerke bleibt die Nutzung in elektronischen Semesterapparaten auch über den 30. September 2017 möglich. Folgende Übersicht gibt eine erste Orientierung zur Online-Bereitstellung von Materialien. Möglichkeiten gemäß §52a UrhG
Die Übereinkunft sieht für die Zwischenzeit – bis zum 30.09.2017 - noch einmal eine pauschale Vergütung der entsprechenden Nutzungen vor. Entgegen unserer diesbezüglichen Ankündigung können die elektronischen Semesterapparate daher innerhalb des gesetzlichen Rahmens weitergenutzt werden.
Voraussetzungen für §52a UrhG in der Lehre
§ 52a UrhG erlaubt Ihnen zwar urheberrechtlich geschütztes Material zur Veranschaulichung im Unterricht zu verwenden.
Dabei gelten folgende BedingungenSchutz dieser Materialien durch Einschreibeschlüssel oder PasswörternBekanntgabe des Einschreibeschlüssel oder der Passwörter nur an UnterrichtsteilnehmerDas Material dient nicht dazu Ihren Unterricht zu ersetzen Besteht ein Vorrang angemessener Lizenzangebote?
Nach der Entscheidung des BGH, Urteil vom 28.11.2013 – I ZR 76/12, könnten Materialien nicht nach §52a UrhG zur Verfügung gestellt werden, wenn für die Materialien ein Lizenzangebot unschwer aufzufinden ist und die Verfügbarkeit des Werkes oder der Werkteile schnell und unproblematisch gewährleistet ist.Ob diese Rechtsprechung noch aufrecht erhalten werden kann, ist stark umstritten, weil in der Entscheidung des BGH die spätere Rechtsprechung des EuGH, Urteil vom 11.9.2014 – C-117/13, noch nicht berücksichtigt.
Lizenzierung von E-Books und Datenbanken
Die Universitätsbibliothek unterstützt Sie gerne bei der Lizenzierung von E-Books und Datenbanken, die über einzelne Veranstaltungen oder für eine Vielzahl von Studierenden eine Verbesserung des Lehr- und Lernsituation ermöglichen.Diese Anschaffungsvorschläge können Sie hier einreichen.
Nach § 52a UrhG zulässiges Material
Sprachwerke (umfasst auch Abbildungen in Lehrbüchern)kleine Teile eines Werkes (≤12% aber nicht ≤ 100 Seiten) Werke geringen Umfangs (z.B. ≤ 25 Seiten)(alle anderen) AbbildungenMusikstücke (≤ 5 Min.)Noteneditionen (≤ 6 Seiten)Filme Kurze Filme (≤ 5 Min.) Längere Filme (≤ 15% aber nicht ≤ 5 Min.)Achtung:
Schulbücher sind als Material stets unzulässig.
Materialien jenseits von §52a UrhG
Soweit Materialien für öffentliche Vorträge einen größen Kreis, als den am Unterricht Teilnehmendenkommerzielle Zweckeonline bereit gestellt werden, steht § 52a UrhG nicht als Rechtfertigung zur Verfügung.
Welche Möglichkeiten Ihnen auch in diesen anderem Rahmen zur Verfügung stehen, können Sie folgend nachlesen.
Eine Einbindung von einzelnen Abbildungen und Textauszügen in eigene Vorlesungsmaterialien als Zitat ist weiterhin möglich.Wichtig dabei ist, dass in den Vorlesungsskripten/-folien eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem zitierten Werkteil erfolgt und eine korrekte Urheber- und Quellenangabe beigefügt ist.Das Bereitstellen zusätzlicher Abbildungen/Textauszüge (z. B. als Anhang), mit denen keine Auseinandersetzung mehr stattfindet, ist hingegen nicht zulässig.
Werke von Autoren, die länger als 70 Jahre verstorben sind. Diese sind urheberrechtsfrei (sog. gemeinfreie Werke) und dürfen von jedermann genutzt werden.
Bitte beachten Sie, dass nach den Richtlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis und für den Umgang mit wissenschaftlichem Fehlverhalten die Angabe der Quelle und des Urhebers auch bei gemeinfreien Werken erforderlich ist.
Bei Creative Commons (CC) handelt es sich um ein bestimmtes Lizenzmodell, das unterschiedliche Lizenzoptionen anbietet, aus denen der Urheber seinen individuellen Lizenzvertrag zusammenstellen kann. Diese Lizenzoptionen können für beliebige Werke verwendet werden: Texte, Bilder, Musikstücke, Videoclips usw. Auf diese Weise entstehen freie Werke.
Es gibt vier Rechtemodule. Durch die Kombination dieser kann die Wirkung der Freigabe eines Werkes nach den Wünschen des Urhebers abgestuft werden:conKürzelName des ModulsKurzerklärungbyNamensnennung (englisch: Attribution)Der Name des Urhebers muss genannt werden.ncNicht kommerziell (Non-Commercial)Das Werk darf nicht für kommerzielle Zwecke verwendet werden.ndKeine Bearbeitung (No Derivatives)Das Werk darf nicht verändert werden.saWeitergabe unter gleichen Bedingungen (Share Alike)Das Werk muss nach Veränderungen unter der gleichen Lizenz weitergegeben werden.Tabelle von Wikipedia-Autoren Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Unported https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/
Quelle Seite „Creative Commons“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 24. November 2016, 21:59 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Creative_Commons&oldid=160039200 (Abgerufen: 9. Dezember 2016, 16:31 UTC)
Die CC-Lizenzen werden auch „Jedermannlizenzen“ genannt, da der Urheber gegenüber jedermann durch die Verwendung der CC-Lizenzverträge klarstellt, was mit den jeweiligen Inhalten geschehen darf und was nicht.
Freie Lizenzen beutet nicht, dass das Werk lizenzfrei ist. Sie können Creative Commons Lizenzen nur Beachtung unter unbedingter Einhaltung der Lizenzbedingungen verwenden. Gute wissenschaftliche Praxis verlangt zudem stets die Angabe des Urhebers und der Quelle voraus.
Open- Access- Materialien
Bei Open Access Werken handelt es sich meistens um veröffentlichte Beiträge aus der Wissenschaft, die im Internet für jedermann frei zugänglich sind und uneingeschränkt gelesen, kopiert, zitiert und ausgedruckt werden dürfen.
Open Access Inhalte finden sich auch bei (nahezu) allen Verlagen, es empfiehlt sich im Zweifelsfall immer zu überprüfen, ob der Artikel nicht bereits im Open Access erschienen sind. Datenbanken wie Web of Science und Scopus haben Filter für Open Access Artikel.
BeispieleOPUS WürzburgDirectory of Open Access Journals (DOAJ)Directory of Open Access Books (DOAB)PubMed - U.S. National Institutes of Health (NIH) free digital archive of biomedical and life sciences journal literatureSuchmaschine für Open Access Inhalte BASE (Bielefeld Academic Search Engine)Fachspezifische Informationen
Open Educational Resources sind Bildungsmaterialien, die frei zur Verfügung gestellt sind. Sie dürfen von jedem bearbeitet, verbreitet und weiterentwickelt werden. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Lern- und Lehrmaterialien auch kostenfrei zur Verfügung stehen.
Beispiele:OpenLearnWare - Technische Universität DarmstadtOpenCourseWare KlagenfurtOpen Content-Portal - TU Graz
Andere elektronische Plattformen
Urheberrechtlich geschützte Schriftwerke dürfen auch nicht auf anderen elektronischen Plattformen (wie Google Drive, Dropbox u.ä.) den Studierenden zur Verfügung gestellt werden.
Elektronische Zeitschiften und E-Books
Für vielen Medien werden durch die Universitätsbibliothek Lizenzen erworben.
Bitte achten Sie darauf, nicht die Dateien der lizenzierten E-Artikel oder E-Books direkt einzustellen. Gestattet ist lediglich die Verlinkung auf den entsprechenden Artikel bzw. das E-Book.
Wegen der komplexen rechtlichen Situation bei der Rechtewahrnehmung von Abbildungen können diese rechtssicher nur im Rahmen des §52a UrhG, des Zitatrechts , gemeinfreier Werke oder unbedingter Einhaltung der Lizenzbedingungen mit freien Lizenzen verwendet (Open Access, Creative Commons, … ) werden.Die korrekten Urheber- und Quellenangaben sind stets erforderlich.
Lesen Sie bitte auch die jeweiligen weitergehenden Hinweise.
Anfertigen von Papierkopien
Kopien dürfen von dem Dozenten nicht für alle Teilnehmer einer Lehrveranstaltung angefertigt werden. Zulässig sind jedoch nach § 53 Abs. 2 Nr. 1 UrhG Vervielfältigungen für den eigenen wissenschaftlichen Gebrauch, d.h. jeder einzelne Studierende darf für sich selbst Kopien anfertigen.
Für Prüfungen ist eine Vervielfältigung in der erforderlichen Anzahl nach § 53 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 UrhG aber möglich.
Werke aus dem Ausland oder in fremder Sprache
Die VG-Wort nimmt die Rechte in Deutschland auch von ausländischen Urhebern wahr, soweit Gegenseitigkeitsverträge abgeschlossen worden sind. Eine Liste der Vertragspartner können Sie hier einsehen: https://www.vgwort.de/international/internationale-vertragsbeziehungen.html
Im Zweifelsfall ist also stets anzunehmen, dass fremdsprachige Werke wie auch ausländische Werke von der VG Wort wahrgenommen werden.
SchulungenVerwaltung
Das allgemeinen Weiterbildungsprogramm der Universität bietet am
Di, den 16 Mai, 10.15 - 12.00 Uhr
eine Einführung in das Urheberrecht an.
Auch in den IT-Kurse des Rechenzentrums finden sich regemäßig Workshops zu den urheberrechtlichen Hintergründen, für multimediale Lehrmaterialien.
Die neusten Folien zum Workshop vom 30. Januar 2017 sind hier abrufbar.
IT-Recht§ 52a UrhG
52a@uni-wuerzburg.de
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References: § 52
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 BGH 
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 § 53
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