Source: http://www.meisterbund.it/de/werde-mitglied/geschaeftsordnung.html
Timestamp: 2020-01-29 01:36:41+00:00

Document:
Geschäftsordnung - Meisterbund Südtirol
Art. 1 Südtiroler Meisterbund
Im Einvernehmen mit dem lvh.apa Wirtschaftsverband für Handwerk und Dienstleister, kurz lvh, ist der Südtiroler Meisterbund gegründet worden. Der Vereinssitz befindet sich in Bozen. Eine gleichberechtigte Unterstützung erfolgt durch die Verbände Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol (hds), Hoteliers- und Gastwirteverband (HGV), Unternehmerverband (UV) und Kollegium der Bauunternehmer, Südtiroler Vereinigung der Handwerker und Kleinunternehmen (SHV), Südtiroler Köcheverband (SKV), Südtiroler Gärtnervereinigung, Südtiroler Bauernbund (SBB), der Handels-, Industrie-, Handwerks-, und Landwirtschaftskammer Bozen und dem Amt für Lehrlingswesen und Meisterausbildung.
Mit der Unterzeichnung eines Partnerschaftsabkommens zwischen dem Meisterbund und den oben genannten Verbänden unterstützen diese den Meisterbund bei der Anwerbung von Mitgliedern sowie bei der Bewerbung von Veranstaltungen und Initiativen. Die Partner sind nicht zur finanziellen Unterstützung verpflichtet.
Art. 2 Der Meistertitel
Der Titel des Meisters gebührt demjenigen, welcher das Meisterdiplom nach erfolgreicher Absolvierung des Meisterkurses mit Abschlussprüfung erworben hat. Der Meistertitel ist die höchste Qualifikationsstufe in praktischen Berufen des Handwerks, des Gastgewerbes und des Handels.
Der Meisterbund hat unbegrenzte Dauer und kann nur mit Beschluss der außerordentlichen Mitgliederversammlung aufgelöst werden.
Der Meisterbund bezweckt:
- die Belange der Südtiroler Meisterabsolventen und Meisterbetriebe zu fördern;
- sich für die gesellschaftliche Aufwertung des Meistertitels einzusetzen;
- als Sprachrohr der Südtiroler Meister zu fungieren; - die Meisterausbildung zu fördern;
- das Können der Meister zu fördern, die Aus- und Weiterbildung zu überwachen und Fortbildungsprogramme in Absprache mit den Berufskategorien auszuarbeiten;
- die Verbindungen auch über die eigenen Landesgrenzen hinweg, die der Verbesserung der Rahmenbedingungen für die Südtiroler Meister dienlich sind, zu fördern und auszubauen;
- der Meisterbund verfolgt außerdem den Zweck, der Öffentlichkeit Zugang auf das Verzeichnis der Südtiroler Meister zu gewähren.
Art. 5 Mittel zum Erreichen des Zwecks
Zur Erreichung des Zwecks dienen folgende Mittel:
Schaffung eines öffentlich zugänglichen Verzeichnisses der Südtiroler Meister. Die Veröffentlichung erfolgt auf der Internetseite der Handels-, Industrie-, Handwerks- und Landwirtschaftskammer Bozen.
Betreiben einer Website: Rechercheportal (Datenbank) der Südtiroler Meister; Informationen zur Meisterausbildung und Weiterbildung für Meister;
Kontaktaufnahme mit Gleichgesinnten Organisation des In- und Auslandes, Kooperation mit anderen Verbänden, Vereinen oder Initiativen mit gleicher oder ähnlicher Zielsetzung;
aller anderen Tätigkeiten, die dem Erreichen der Ziele dienen.
Art. 6 Verzeichnis der Südtiroler Meister
Der Meisterbund legt das Verzeichnis der Südtiroler Meister an und ist für die Verwaltung desselben verantwortlich.
Für jedes Mitglied wird im Verzeichnis angegeben, für welche Tätigkeit die Einschreibung erfolgt ist.
Die Führung des Meisterverzeichnisses obliegt dem gewählten Vorstand.
Die im Meisterverzeichnis eingetragenen Mitglieder erhalten eine personifizierte Erkennungsnummer und entsprechenden Berufsstempel und digitale Signatur.
Zum Eintritt in den Meisterbund sind Personen berechtigt, welche den Meisterkurs und die Meisterprüfung mit Erfolg absolviert haben und im Besitz der bürgerlichen Rechte sind.
Die Interessierten Mitglieder müssen ein Aufnahmegesuch in schriftlicher Form vorlegen. Diesem muss eine Kopie des Meisterdiploms beigelegt werden. Über das Ansuchen entscheidet der Vorstand auf Antrag.
Alle Mitglieder sind verpflichtet den ordnungsgemäßen Mitgliedsbeitrag zu entrichten.
Art. 8 Mitgliedsbeitrag
Der Mitgliedsbeitrag ist ein Jahresbeitrag. Die Höhe des Mitgliedsbeitrages wird jährlich auf Vorschlag des Vorstandes von der Mitgliederversammlung beschlossen. Seine Entrichtung erfolgt innerhalb der jährlich festgelegten Frist.
Das Mitglied ist verpflichtet, den Mitgliedsbeitrag pünktlich einzuzahlen. Die Beitrittsquote ist anlässlich des Beitrittes und spätestens innerhalb von 30 Tagen ab demselben zu entrichten und die Mitgliedsbeiträge für die darauffolgenden Jahre jeweils innerhalb der vom Rat der Meister festgelegten Frist. Die Ausübung der Mitgliedsrechte steht nur den Mitgliedern zu, die mit der Einzahlung der Beiträge nicht in Verzug sind. Verzug besteht, wenn die wie oben festgesetzten Zahlungsfristen um 15 Tage überschritten werden.
Art. 9 Gesuch um Einschreibung
Das Beitrittsgesuch ist schriftlich an den Südtiroler Meisterbund zu richten. Folgende Dokumente sind beizufügen:
Mitgliedsformular;
das erworbene Meisterdiplom;
der Nachweis über die Anerkennung des Meisterdiploms von Seiten des Amtes für Lehrlingswesen und Meisterausbildung, falls es außerhalb der Provinz Bozen erworben wurde;
die Einzahlungsbestätigung des ordentlichen Mitgliedsbeitrages.
Art. 10 Einschreibebestätigung - Auswirkungen der Einschreibung
Der Vorstand entscheidet über die Aufnahme eines Mitgliedes. Er überlässt jedem Eingeschriebenen eine diesbezügliche Bestätigung. Die Eingeschriebenen werden mit Angabe des Betriebes im Meisteralbum aufgenommen und auf der Internetseite des Meisterbundes sowie im Meisterverzeichnis auf der Internetseite der Handels-, Industrie-, Handwerks- und Landwirtschaftskammer Bozen veröffentlicht.
Art. 11 Beendigung der Mitgliedschaft
Die Austrittserklärung muss schriftlich (Brief, Fax, E-Mail) unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von
zwei Monaten zum Ende eines jedes Kalenderjahrs erfolgen. Bis zum Wirksamwerden der Beendigung der Mitgliedschaft besteht Beitragspflicht, bei Austritt bis zum Ablauf vorgenannter Kündigungsfrist.
Art. 12 Rechte und Pflichten der Mitglieder
Alle Mitglieder haben gleiche Rechte und Pflichten. Die Mitgliedschaft ist persönlich und nicht übertragbar. Jedes Mitglied hat die Pflicht, sich für die Zielsetzung des Vereins einzusetzen, dessen Interessen zu fördern und den vorgesehenen Mitgliedsbeitrag zu entrichten.
Den Mitgliedern steht nach Maßnahme dieser Satzung das aktive und passive Wahlrecht zu; sie haben das Recht, an der Willensbildung des Meisterbundes auch durch Stellungnahmen und Vorschläge an die Organe mitzuwirken. Den Mitgliedern steht auch das Recht zu, an allen Vorteilen teilzuhaben und deren Einrichtungen nach den dafür getroffenen Bestimmungen zu benützen.
Den Mitgliedern steht in der Mitgliederversammlung das uneingeschränkte Stimmrecht zu, insbesondere bei Genehmigung und Änderung des Statuts und bei den Wahlen der Organe.
Die Mitglieder haben die Pflicht zur jährlichen Fortbildung. Die genauen Inhalte werden vom Vorstand definiert.
Die Mitglieder erklären gemäß Gesetz vom 11. November 2011, Nr. 180 ausgearbeiteten Ethikkodex des Verbandes zu erkennen und anzunehmen, insbesondere dessen Grundprinzip der Ablehnung jeglicher Beziehungen zu kriminellen und mafiaähnlichen Organisationen.
Die Mitglieder haben die Pflicht zur kontinuierlichen Fortbildung. Die genauen Inhalte können vom Rat der Meister definiert werden.
Die Mitglieder erklären gemäß Gesetz vom 11. November 2011, Nr. 180 jeglicher Beziehungen zu kriminellen und mafiaähnlichen Organisationen abzulehnen.
Art. 13 Streichung aus dem Südtiroler Meisterbund
Die Streichung aus dem Meisterbund bzw. Verzeichnis der Meister erfolgt aufgrund dem Austritt des Betroffenen;
dem Ausschluss durch den Rat der Meister;
dem Tod;
Verlust der bürgerlichen Rechte.
Durch Beschluss des Rates der Meister können Mitglieder ausgeschlossen werden, wenn
- das Mitglied gegen das Statut oder gültige Beschlüsse verstößt;
- das Mitglied den vorgesehenen Beitrag trotz Aufforderung nicht entrichtet hat.
Der Verlust der Mitgliedschaft hat die Streichung aus dem Südtiroler Meisterbund zur Folge.
Art. 15 Die Organe des Meisterbundes
Die Organe der Meisterbundes sind:
- der Rat der Meisters
- der Obermeister
Die Mitgliederversammlung besteht aus den Mitgliedern des Südtiroler Meisterbundes.
Die Mitgliederversammlung wird einmal im Jahr einberufen. Die außerordentliche Mitgliederversammlung findet auf den Beschluss des Vorstandes oder auf schriftlich begründeten Antrag von mindestens einem Zehntel der Mitglieder statt. In den vorgenannten Fällen hat die außerordentliche Mitgliederversammlung spätestens einen Monat nach Einreichen des Antrages auf Einberufung beim Vorstand stattzufinden.
Die Mitgliederversammlung beschließt über alle Angelegenheiten des Vereins, soweit sie nicht vom Vorstand wahrzunehmen sind.
Die Versammlung ist mit einer Einladung einzuberufen, die mindestens fünfzehn Tage vor dem Einberufungstermin abzusenden ist, wobei die Einladung auch per Fax, E-Mail oder einem anderen gleichwertigen Kommunikationsmittel erfolgen kann. Im Einladungsschreiben ist die zu behandelnde Tagesordnung anzugeben.
Die Mitgliederversammlung wählt den Vorstand. Jedes Mitglied verfügt über eine Stimme. Die Übertragung des Stimmrechts auf ein anderes Mitglied ist nicht zulässig. Die Generalversammlung ist beschlussfähig, wenn mindestens 50 % der stimmberechtigten Mitglieder anwesend sind. Bei einer zweiten Einberufung ist die Generalversammlung unabhängig von der Anzahl der anwesenden Mitglieder beschlussfähig.
Die Wahlen und Beschlussfassungen in der Mitgliederversammlung erfolgen in der Regel mit einfacher Mehrheit.
Den Vorsitz der Mitgliederversammlung führt der Obermeister oder dessen Stellvertreter.
b) Der Rat der Meister
Die Führung des Albums und die Disziplinarmaßnahmen obliegen dem Rat der Südtiroler Meister. Im Rat der Südtiroler Meister ist jeweils ein Vertreter der einzelnen Berufssektoren (Bau, Holz, Installation, Kunsthandwerk, Körperpflege, Medien, Metall, Nahrungsmittel, Textil, Gastronomie, Handel, Landwirtschaft) sowie ein Vertreter der Berufsbildung vertreten.
Der Rat der Meister legt ein Tätigkeitsprogramm fest und setzt Initiativen um.
Die Mitglieder des Rates werden von der Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit in geheimer Abstimmung durch Wahlzettel für fünf Jahre gewählt. Jedem Berufssektor steht ein zu wählendes Mitglied zu. Die Mitglieder wählen jeweils den Vertreter ihres Berufssektors.
Der Rat der Meister wählt aus seinem Kreise einen Obermeister und zwei Stellvertreter, wobei sichergestellt sein muss dass ein Vertreter der italienischen und einer der deutschen Sprachgruppe angehört. Mindestens eine der drei Gewählten muss eine Frau sein.
Dem Rat der Meister steht das Kooptionsrecht für höchstens zwei Vertreter der Arbeitnehmerseite und höchstens zwei Vertreter der Partnerverbände zu.
Alle Partnerverbände des Südtiroler Meisterbundes sollen mit mindestens einem Sitz im Rat der Meister vertreten sein.
Der Rat der Meister beschließt mit einfacher Mehrheit. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Obermeisters.
Die Mitglieder können zwei Mal wiedergewählt werden.
Für die Gültigkeit der Vorstandssitzungen ist die Anwesenheit der Mehrheit der Mitglieder erforderlich.
Die Sitzungen des Rates werden vom Obermeister einberufen und geleitet.
c) Der Obermeister
Der Obermeister vertritt den Meisterbund nach innen und außen. Er beruft die jährliche Mitgliederversammlung ein und leitet dieselbe. Der Obermeister muss die Versammlung einberufen, wenn dies von der Mehrheit der Vorstandsmitglieder oder von einem Viertel der Eingeschriebenen gefordert wird.
Bei Abwesenheit des Obermeisters übernimmt dessen Stellvertreter seine Aufgaben.
Art. 16 Auflösung des Südtiroler Meisterbundes
Die freiwillige Auflösung des Vereins kann nur in einer, zu diesem Zweck einberufenen, außerordentlichen Generalversammlung und nur mit qualifizierter Stimmenmehrheit von mindestens drei Viertel der Vereinsmitglieder beschlossen werden. Es sind alle vom Gesetz vorgeschriebenen Regelungen zu beachten.
Im Falle der Auflösung fällt das Netto-Vermögen dem lvh.apa Wirtschaftsverband für Handwerk und Dienstleister zu.
Art. 17 Verein ohne Gewinnabsicht
Der Meisterbund verfolgt keine Gewinnabsicht. Allfällige Erträge aus der Geschäftstätigkeit werden zur Erreichung der Vereinsziele verwendet. Jegliche Verteilung von Überschüssen, Rücklagen oder Eigenmittel, auch in indirekter Form, unter den Mitgliedern und Dritten ist absolut untersagt. Die Einteilung des Vereinsvermögens unter den Mitgliedern, auch im Falle ihres Austrittes, der Auflösung des Vereins oder jedem anderen Grund, ist auch untersagt.
Art. 18 Allgemeine Bestimmungen
Für alle Organe gilt, unabhängig von der Schreibweise, die Gleichstellung von männlicher und weiblicher Form.

References: Art. 1

Art. 2

Art. 5

Art. 6

Art. 8

Art. 9

Art. 10

Art. 11

Art. 12

Art. 13

Art. 15

Art. 16

Art. 17

Art. 18