Source: http://www.wipi.at/austria/immobilienat/catastoat.html
Timestamp: 2018-01-23 09:44:50+00:00

Document:
Catasto Austria Katastralmappen Österreich catastro Austria
Katasterämter Österreich / catasto Austria / mapa catastral
Vermessung / Kataster
Kataster (Ursprung aus dem griechischen : κατά στίχον "riga per riga" = Zeile für Zeile, Liste, Register,
latein: catastrum
capitastrum = Kopfsteuerverzeichnis
Der Kataster (früher: Grundsteuerkataster ) ist eine von den Vermessungsämtern geführte öffentliche Einrichtung zur Ersichtlichmachung bestimmter tatsächlicher Grundstücksverhältnisse (z.B. Lage, Fläche, Nutzung) und – soweit der Grenzkataster angelegt worden ist – zum verbindlichen Nachweis der Grenzen.
Meist besteht eine politische Gemeinde aus mehreren Katastralgemeinden!
Ein Gerichtsbezirk besteht aus mehreren Katastralgemeinden, die von den Vermessungsämtern
(BEV-Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen) geführt werden, zum Nachweis von den tatsächlichen Grundstücksgrenzen.
Jeder hat das Recht auf Einsicht bei den Vermessungsämtern! (§ 14 VmG)
In Österreich gibt es (Stand 2007) 7.847 Katastralgemeinden!
Österreich politische Gemeinden: Stand 2007: 2.357
BEV-Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen
Vermssungsämter Österreich:
unter "Kontakt" findet man einen Link zu den Vermessungsämter mit deren Adressen:
http://www.bev.gv.at/portal/page?_pageid=713,1606562&_dad=portal&_schema=PORTAL
Vermessung Tirol:
http://www.tirol.gv.at/themen/sicherheit/geoinformation/vermessung/
Vermessungsstellen in Tirol:
Imst, Imst (Dienstst. Reutte), Innsbruck, Kufstein, Kufstein Dienststelle Kitzbühel, Lienz
Österreichische Gesellschaft für Vermessung und Geoinformation (OVG)
http://www.ovg.at/index.php?id=893&L=0
Flächenwidmungs- und Bebauungspläne kann man auf den Gemeindeämtern einsehen
Gesetzliche Grundlagen zur Führung des Grenzkatasters sind festgelegt im
Auszug aus der vermssungsordnung
Benützungsarten-Nutzungen-Verordnung – BANU – V
Auszug aus dem VermG:
1. zum verbindlichen Nachweis der Grenzen der Grundstücke,
2. zur Ersichtlichmachung
a) der Benützungsarten,
b) der Flächenausmaße,
c) der vermessungsbehördlich bescheinigten Änderungen des Katasters,(nicht einsichtbar)
d) sonstiger Angaben zur leichteren Kenntlichmachung der Grundstücke und
3. zur Ersichtlichmachung der geocodierten (raumbezogenen) Adressen der Grundstücke und der darauf befindlichen Gebäude.
Der Grenzkataster besteht aus dem technischen Operat (Abs. 2),
dem Grundstücksverzeichnis (Abs. 3) und
dem Adressregister (§ 9a).
Er ist, soweit technisch möglich, automationsunterstützt zu führen und mit dem Grundbuch zu verknüpfen (Grundstücksdatenbank).
Das technische Operat umfasst
das Geschäftsregister, in dem die Trennstücktabellen und alle für die Geschäftsfälle relevanten Urkunden, geordnet nach Geschäftsfallnummern, enthalten sind. Der gespeicherte Dateninhalt gilt bis zum Nachweis des Gegenteils als ein Original der gespeicherten Urkunde.
Das Grundstücksverzeichnis enthält für jedes Grundstück
1. die Grundstücksnummer,
2. die Benützungsarten der Benützungsabschnitte,
3. dessen Gesamtflächenausmaß und das Flächenausmaß der einzelnen Benützungsabschnitte,
4. die sonstigen Angaben zur leichteren Kenntlichmachung und
5. die Eintragungen (§ 11).
Die näheren Vorschriften über den Umfang und die technische Ausstattung der Grundstücksdatenbank hinsichtlich des technischen Operats und des
Grundstücksverzeichnisses erlässt nach den Erfordernissen der Wirtschaftlichkeit und den technischen Gegebenheiten der Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit im Einvernehmen mit dem Bundesminister für Justiz durch Verordnung. Hinsichtlich des Abs. 6 ist das Einvernehmen mit dem Bundeskanzler herzustellen.
Mit den Angaben des Grenzkatasters sind die Eintragungen des Grundbuches über die Eigentümer wiederzugeben.
Im Grenzkataster sind die Zählsprengel entsprechend der Mitteilung der Bundesanstalt Statistik Österreich wiederzugeben.
Die Daten aus dem Zentralen Melderegister sind der Vermessungsbehörde zur Erfüllung ihres gesetzlichen Auftrages zur Verfügung zu stellen.
Das Adressregister enthält alle geocodierten (raumbezogenen) Adressen von Grundstücken und Gebäuden, die von der örtlich zuständigen Gemeinde vergeben
Eine geocodierte Adresse enthält folgende Angaben:
1. die Bezeichnung der Gemeinde,
2. die Bezeichnung der Ortschaft,
3. die Bezeichnung der angrenzenden Straße, wenn vorhanden,
4. die Orientierungsnummer (Hausnummer, Konskriptionsnummer, ua.),
5. die Katastralgemeinde und die Grundstücksnummer(n), auf die sich die Adresse bezieht,
6. die repräsentative Koordinate im System der Landvermessung als räumliche Referenz der Adresse,
7. die Postleitzahl und etwaige sonstige Bezeichnungen zum leichteren Auffinden der Adresse, wie Vulgo- und Hofnamen,
8. die Eignung für Wohnzwecke,
9. von der Gemeinde allenfalls gemachte sonstige Angaben und
10. den vom Adressregister vergebenen Adresscode.
Für jedes Gebäude, das sich an einer gemäß Abs. 2 erfassten Adresse befindet, sind im Adressregister weiters folgende Angaben einzutragen:
1. die Adressdaten des Gebäudes in Form einer näheren, insbesondere nummerischen Bezeichnung betreffend das einzelne Haus, die Stiege, einen Pavillon ua.,
2. die repräsentative Koordinate im System der Landesvermessung als räumliche Referenz des Gebäudes,
3. allfällige weitere Adressen, die von der Gemeinde für dieses Gebäude vergeben wurden,
4. allfällige Eigenschaft als Gebäude im Sinne des § 2 Z 1 GWR-Gesetz, BGBl. I Nr. 9/2004,
5. die Funktion(en) des Gebäudes gemäß der Verordnung des Bundesministers für Wirtschaft und Arbeit nach Abs. 4,
6. allenfalls die Nutzung des Gebäudes nach den Vorgaben der Gemeinde,
7. von der Gemeinde allenfalls gemachte sonstige Angaben, soweit sie nicht unter Z 8 oder 9 fallen,
9. allenfalls weitere Angaben für das Meldewesen und
10. die vom Adressregister für das Gebäude vergebene Adressnummer.
Im Grenzkataster sind für Grundstücke unter Verwendung der in den Z 1 bis 8 festgelegten Bezeichnungen die Benützungsarten einzutragen:
1. Bauflächen
2. landwirtschaftlich genutzte Grundflächen
3. Gärten
4. Weingärten
Der Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit kann mit Verordnung Mindestflächen für auszuweisende Benützungsarten festlegen sowie eine weitere Unterteilung und nähere Beschreibung der in Abs. 1 genannten Benützungsarten vornehmen. Maßgeblich sind hiefür der jeweilige Stand von Wissenschaft und Technik sowie die Erfordernisse der Wirtschaftlichkeit und der Bedürfnisse von Verwaltung und Wirtschaft.
§ 11. VermG
1. Einverleibungen von Änderungen der Grenzen von Grundstücken gemäß den Grundbuchsbeschlüssen,
2.Anmerkungen der Mitteilungen der Vermessungsämter an die Grundbuchsgerichte über Amtshandlungen gemäß §§ 12 und 34, der Berichtigungsverfahren gemäß § 13, der Rechtsfolgen gemäß § 31 Abs. 4 oder der gemäß § 39 erteilten Bescheinigungen und
3.Ersichtlichmachungen der Flächenausmaße auf Grund der Angaben in den Plänen (§§ 37 und 43 Abs. 5) oder in Ermangelung solcher auf Grund der von den Vermessungsämtern vorzunehmenden Ermittlungen, der vorläufig festgesetzten Grundstücksnummern, der Benützungsarten und der sonstigen Angaben auf Grund von Mitteilungen der zuständigen Behörden oder in Ermangelung solcher auf Grund von Erhebungen.
(3) Ist eine sonstige Angabe zur leichteren Kenntlichmachung der Grundstücke in der Katastralmappe dargestellt, kann die Eintragung im Grundstücksverzeichnis entfallen
1. sie in derselben Katastralgemeinde gelegen sind und zu sammenhängen,
2. ihre Eigentums- und Belastungsverhältnisse gleich sind und
3. die Vereinigung im Interesse der Verwaltungsvereinfachung liegt und vermessungstechnische Erwägungen nicht entgegenstehen.
(3) Die Vereinigung ist vom Grundbuchsgericht auf Grund der Beurkundung vorzunehmen, wenn die im Abs. 1 Z 2 angeführte Voraussetzung vorliegt. Bei Beurteilung dieser Frage haben Dienstbarkeiten, die auf bestimmte räumliche Grenzen beschränkt sind (§ 12 Abs. 2
des Allgemeinen Grundbuchsgesetzes 1955, BGBl. Nr. 39), außer Betracht zu bleiben.
Ein auf die in der Natur ersichtlichen Grenzen eines Grundstückes gegründeter Anspruch kann demjenigen nicht entgegengesetzt werden, der ein Recht im Vertrauen auf die im Grenzkataster enthaltenen Grenzen erworben hat.
Die Ersitzung von Teilen eines im Grenzkataster enthaltenen Grundstückes ist ausgeschlossen.
§ 14. VermG
(1) Die Daten des Grenzkatasters sind öffentlich mit Ausnahme der in §§ 8 Z 2 lit. c, 9a Abs. 2 Z 8 und 9 sowie 9a Abs. 3 Z 6, 7 und 8 enthaltenen Angaben. Die Daten gemäß § 8 Z 2 lit. c sind nur den Vermessungsbefugten und den Behörden in Vollziehung ihrer gesetzlichen Aufgaben zur Verfügung zu stellen.
(3) Die Einsicht hinsichtlich der in der Grundstücksdatenbank geführten Bestandteile des Grenzkatasters ist durch die Ausfertigung von Auszügen zu gewähren und erstreckt sich auch auf Angaben des Grenzkatasters, deren Führung anderen Vermessungsämtern obliegt.
Auf Verlangen sind kurze Mitteilungen über Angaben des Grenzkatasters mündlich zu erteilen; statt dessen kann auch die Einsicht in Auszüge oder mit Hilfe geeigneter technischer Vorrichtungen gewährt werden.
(5) Der Bundesminister für wirtschaftliche Angelegenheiten kann durch Verordnung Auflagen für die Durchführung der Einsichtnahme nach Abs. 4 anordnen, soweit dies zur Sicherung des ordnungsgemäßen Betriebs notwendig ist.
(7) Die Einsicht in die technischen Unterlagen für die Ersichtlichmachung gemäß § 9 Abs. 2 Z 2 ist jedoch insoweit zu beschränken, als militärische Interessen dies erfordern
digitale Kastralmappen (DKM) alle Bundesländer:
TIRIS - Tirol
DKM (Digitale Kataster Mappe) -Tirol
http://gis3.tirol.gv.at/scripts/esrimap.dll?Name=dkm2&Cmd=Start
DORIS - Oberösterreich - DKM (Digitale Kataster Mappe)
GIS = Gegraphisches Informations System Steiermark
Kataster Steiermark
http://gis2.stmk.gv.at/gis2.stmk.gv.at/gis/geodk/asp/uebersicht.asp?Keyword=dkm&SearchType=Keyword
KAGIS - Das KÄRNTNER GEOGRAFISCHE INFORMATIONSSYSTEM
http://www.kagis.ktn.gv.at/19948_DE
http://www.noe.gv.at/Land-Zukunft/Karten-Geoinformation.html
http://www.intermap1.noel.gv.at/webgisatlas/(S(lph1bcydbokmac45ozmhps55))/init.aspx
DKM - GIS Burgenland:
http://gis.bgld.gv.at/WebGISBurgenland/FrontController?project=kataster
http://www.salzburg.gv.at/landkarten.htm
VOGIS - Vorarlberg
http://vogis.cnv.at/dva04/(S(4osx24450tcltp55qohc5muv))/init.aspx
Auszug aus der Vermessungsordnung
V = verhandelter und verbindlich festgelegter Grenzpunkt
Ausschnitt VermV
Die Grenzen von Grundstücken sind durch Grenzpunkte so zu zerlegen, dass die dazwischen befindlichen Abschnitte geradlinig oder in Kreisbögen verlaufen. Mathematisch definierte Kurven sind durch bestanschmiegende Kreisbögen anzunähern.
1. behauene Grenzsteine,
2. Metallrohre,
3. Kunststoff- oder Metallmarken,
4. Grenzbolzen oder
5. Kreuze oder Lochmarken in Fels oder Mauerwerk.
Die Kennzeichnung gemäß Abs. 2 kann entfallen, wenn die Grenzpunkte durch andere dauerhafte Zeichen (beispielsweise Hausecken, Mauerecken, Bordsteinkanten, Zaunsäulen) ersichtlich sind.
Zur besseren Kenntlichmachung können zusätzlich Farbmarken angebracht werden.
Die Kennzeichnung ist am Grenzpunkt vorzunehmen. Eine indirekte Kennzeichnung kann erfolgen, wenn der Grenzpunkt
1. innerhalb einer Verkehrsfläche liegt,
2. im Verlauf einer Staatsgrenze liegt,
3. nicht zugänglich ist oder
4. die örtlichen Verhältnisse eine Kennzeichnung gemäß Abs. 2 nicht zulassen.

References: § 2

§ 11
 § 13
 § 31
 § 39

§ 14
 § 8
 § 9