Source: https://www.rechtslupe.de/zivilrecht/teilurteil-schlussurteil-und-die-gefahr-von-widerspruechen-396245
Timestamp: 2019-08-20 11:53:53+00:00

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Teil­ur­teil, Schlus­sur­teil – und die Gefahr von Wider­sprü­chen | Rechtslupe
Nach § 301 ZPO ist ein Teil­ur­teil zwar nur dann zuläs­sig, wenn es über einen aus­son­der­ba­ren, einer selb­stän­di­gen Ent­schei­dung zugäng­li­chen Teil des Ver­fah­rens­ge­gen­stands ergeht und der Aus­spruch über die­sen Teil unab­hän­gig von dem­je­ni­gen über den rest­li­chen Ver­fah­rens­ge­gen­stand getrof­fen wer­den kann, so dass die Gefahr ein­an­der wider­spre­chen­der Ent­schei­dun­gen aus­ge­schlos­sen ist1. Der Erlass eines Teil­ur­teils setzt neben der Teil­bar­keit des Streit­ge­gen­stan­des oder einer Mehr­heit von Streit­ge­gen­stän­den vor­aus, dass die Wider­spruchs­frei­heit von Teil- und Schlus­sur­teil garan­tiert ist2.
Das gilt auch inso­weit, als es um die Mög­lich­keit einer unter­schied­li­chen Beur­tei­lung von blo­ßen Urteils- ele­men­ten geht, die weder in Rechts­kraft erwach­sen noch das Gericht nach § 318 ZPO für das wei­te­re Ver­fah­ren bin­den kön­nen3.
Zudem ist der Erlass eines Teil­ur­teils bereits dann unzu­läs­sig, wenn sich die Gefahr durch die abwei­chen­de Beur­tei­lung eines Rechts­mit­tel­ge­richts im Instan­zen­zug erge­ben kann4.
Zustel­lung „dem­nächst” – und der Gerichts­kos­ten­vor­schuss Das Merk­mal „dem­nächst” i.S.d. § 167 ZPO ist erfüllt, wenn sich die der Par­tei zuzu­rech­nen­den Ver­zö­ge­run­gen in einem hin­nehm­ba­ren Rah­men hal­ten. Geht es wie hier um Ver­zö­ge­run­gen im Zusam­men­hang mit…
Die in der Beru­fungs­er­wi­de­rung aus­ge­spro­che­ne wei­te­re… Zur Ein­füh­rung des neu­en Streit­ge­gen­stands in Gestalt der in der Beru­fungs­er­wi­de­rung erklär­ten wei­te­ren Kün­di­gung des Woh­nungs­miet­ver­hält­nis­ses muss sich die Ver­mie­te­rin der Beru­fung der Gegen­sei­te gemäß § 524 ZPO anschlie­ßen5. Unter­zeich­net für eine…
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BGH, Urteil vom 25.10.2006 XII ZR 141/​04 Fam­RZ 2007, 117 f. mwN↩
Zöller/​Vollkommer ZPO 30. Aufl. § 301 Rn. 7 mwN↩
vgl. nur BGHZ 189, 356 = NJW 2011, 2736 Rn. 13 mwN↩
BGH, Urteil vom 11.01.2012 XII ZR 40/​10 NJW 2012, 844 Rn.19 mwN↩
Schrift­form – und die Unter­schrift eines Ver­tre­ters Für die Ein­hal­tung der Schrift­form ist es erfor­der­lich, dass alle Ver­trags­par­tei­en die Ver­trags­ur­kun­de unter­zeich­nen ((vgl. BGH, Urteil BGHZ 176, 301, 307 = NJW 2008, 2178 Rn. 24↩

References: § 301
 § 318
 § 167
 § 524
 § 579
 § 301