Source: https://www.rechtslupe.de/verwaltungsrecht/die-abschiebung-erscheinen-3134072
Timestamp: 2019-05-26 16:00:32+00:00

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Die zwischenzeitlich vollzogene Abschiebung – und das deswegen nicht mögliche Erscheinen vor Gericht | Rechtslupe
Art. 6 Abs. 1 EMRK ist in asyl- und ausländerrechtlichen Verfahren, in denen sich ein Kläger gegen seine Abschiebung wendet, bereits nicht anwendbar1.
Zwar kann sich der Kläger hinsichtlich seiner Rechte aus Art. 3 und Art. 8 EMRK auf das Recht auf eine wirksame Beschwerde nach Art. 13 EMRK berufen; diesem ist aber mit den vorliegend vor dem Bundesverwaltungsgericht eröffneten Rechtsbehelfen (Antrag auf vorläufigen Rechtsschutz mit aufschiebender Wirkung gemäß § 58a Abs. 4 Satz 3 AufenthG und Klage), die das Recht auf Gehör mittels anwaltlicher Vertretung gewährleisten und zu einer umfassenden gerichtlichen Überprüfung bereits im Eilverfahren führen, Genüge getan. Einen Anspruch auf persönliche Anhörung vor der nationalen Beschwerdeinstanz in einer mündlichen Verhandlung hat der EGMR aus Art. 13 EMRK hingegen bisher nicht abgeleitet2.
vgl. BVerwG, Urteil vom 14.03.2002 – 1 C 15.01, BVerwGE 116, 123, 125; EGMR, GK, Urteile vom 05.10.2000 – Nr. 39652/98, Maaouia/Frankreich, Rn. 35 ff., EZAR 939 Nr. 1 = InfAuslR 2001, 109, LS; und vom 12.07.2001 – Nr. 44759/98, Ferrazzini/Italien, Rn. 28; ebenso EGMR, Urteil vom 10.01.2012 – Nr. 22251/07, G.R./Niederlande, Rn. 48 [↩]
vgl. Meyer-Ladewig/Renger, in: Meyer-Ladewig/Nettesheim/von Raumer, EMRK, 4. Aufl.2017, Art. 13 Rn. 13 [↩]
AbschiebungAnfechtungsklageFlüchtlingPersönliches Erscheinenrechtliches GehörVerhandlungstermin

References: Art. 6
 Art. 3
 Art. 8
 Art. 13
 § 58
 EGMR 
 Art. 13
 Art. 13