Source: http://www.jurablogs.com/2011/05/24/olg-koeln-frage-rechtsanwalt-seiner-website-abmahn-kanzleien-behaupten-darf
Timestamp: 2017-01-24 20:18:07+00:00

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BlogsDr. Damm & Partner RechtsanwälteMai 2011OLG Köln: Zur Frage, was ein Rechtsanwalt auf seiner Website über Abmahn-Kanzleien behaupten darfOLG Köln, Urteil vom 08.10.2010, Az. 6 U 88/10 §§ 3; 4 Nr. 11 UWG; § 43b BRAO; Art. 5 Abs. 1 GGDas OLG Köln hat entschieden, dass eine Rechtsanwaltskanzlei / ein Rechtsanwalt über bestimmte, auch negative Details über sog. Abmahnkanzleien berichten darf, wenn dies vom Informationsinteresse der Allgemeinheit gedeckt und die Berichterstattung wahr ist. Dabei zieht der Senat feine Grenzen, wie der nachfolgende Ausschnitt aus den Entscheidungsgründen zeigt (Zitat). Der Streitwert für das Berufungsverfahren wurde auf 15.000,00 EUR festgesetzt.“Die Berufung ist zulässig, hat in der Sache aber nur teilweise Erfolg.1.) Soweit sich die Berufung gegen das Verbot der Äußerung zu a) (”Da in Urheberrechtsangelegenheiten in der Regel horrende Streitwerte zugrunde gelegt werden, handelt es sich für die Rechtsanwaltszunft um ein lohnendes Geschäft“) richtet, ist sie begründet. Insofern steht dem Antragsteller ein Anspruch aus §§ 8, 3, 4 Nr. 7 UWG oder §§ 8, 3, 4 Nr. 11 UWG iVm. § 43b BRAO nicht zu.Die angegriffene Äußerung steht unter dem Schutz des Art. 5 Abs. 1 GG. Dieser Schutz besteht allerdings nicht schrankenlos, sondern findet seine Grenzen gemäß Art. 5 Abs. 2 GG insbesondere in den allgemeinen Gesetzen, die ihrerseits wiederum im Lichte der Verfassung, also so auszulegen sind, dass die verfassungsrechtlich geschützten Rechte zur Geltung kommen. Gleichwohl führt § 4 Nr. 7 UWG dazu, dass Äußerungen in Bezug auf einen Mitbewerber verboten sein können, die außerhalb eines Wettbewerbsverhältnisses erlaubt sind (vgl. Hefermehl/Köhler/Bornkamm, 27. Aufl., § 4 Rdn. 7.18).Unzulässig sind daher nicht nur unwahre Tatsachenbehauptungen über einen Wettbewerber, sondern auch solche Meinungsäußerungen, die einen Wettbewerber ohne sachlichen Grund pauschal abwerten. Zwar ist jede Meinungsäußerung unabhängig von ihrem Inhalt in den Schutzbereich des Art. 5 Abs. 1 GG einbezogen. Bei der bei Anwendung des § 4 Nr ...Zum vollständigen Artikel10 verwandte ArtikelYouTube-Video über abmahnende Kanzlei keine unlautere HerabsetzungOLG Köln: Internet-Aussage über "Abmahnanwälte" und "horrende Streitwert" kann zulässig seinLG München I: Einfach mal als “Rechtsanwalt” auftreten, um Eindruck zu schinden, kann mit einstweiliger Verfügung und Strafverfolgung endenOLG Frankfurt: WettbewerbsverhÃ¤ltnis zwischen einem abmahnenden Unternehmen und einem Rechtsanwalt (Beschluss vom 28.01.2015, 6 W 4/15)Rundschreiben eines Rechtsanwalts an Fondsgesellschafter nicht wettbewerbswidrigAnwalt ist nicht gleich Anwalt!Datenschutzverstoß durch AnwaltswerbungThe story so far [..]BGH: Werbung eines Rechtsanwalts als "zertifizierter Testamentsvollstrecker" bei entsprechenden Kenntnissen und praktischer Erfahrungen
zulässig - Volltext liegt vorLG Hamburg, Urteil vom 13. Januar 2009, 416 O 174/08Über den ArtikelVeröffentlicht May 24, 2011 8:36am im Blog Dr. Damm & Partner Rechtsanwälte.KategorienWettbewerbsrechtThemenWettbewerbsrecht, Meinungsfreiheit, Urteile & Beschlüsse, Urteil, Oberlandesgericht, Köln, Olg, Zulässigkeit, Wettbewerbswidrig, Website, Berufsrecht / Rvg, Aufsatz, Behauptung, Informationsinteresse, Zitat, Standesrecht, Abmahnkanzleien, Zulässig, Erklärung, Bericht, StandeswidrigTäglich juristische Top-MeldundenMehr Informationen zum NewsletterTop-MeldungenWeiteresSchmusebeschlussvon Fachanwalt für IT-RechtSippenhaft fürs Bußgeld?von Carsten R. Hoenig / kanzlei-hoenig.de„… mit Todesfolge“von Udo Vetter / LawBlogDie Gerichtssprache ist deutsch, oder: Unwirksame Ladung?von Detlef Burhoff / Burhoff online BlogGut aufgepasst, oder: Die vorgehaltene Urkunde ist nicht in Augenschein genommenvon Detlef Burhoff / Burhoff online BlogAls nächstes lesen - bislang 85 Leser:Bio-Supermarkt Alnatura wehrt sich weiter vehement gegen einen Betriebsrat

References: § 43
 Art. 5
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