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Timestamp: 2020-02-21 09:52:38+00:00

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Bildschirmarbeit | Haufe Personal Office Platin | Personal | Haufe
Bildschirmarbeit ist die Arbeit, die an Bildschirmgeräten ausgeübt wird.
Arbeitsrecht: Für viele Bildschirmtätigkeiten gelten die Regelungen des Anhangs Nr. 6 "Maßnahmen zur Gestaltung von Bildschirmarbeitsplätzen" der Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV). Die bisher geltende Bildschirmarbeitsverordnung (BildscharbV) ist zum 3.12.2016 außer Kraft getreten.
Lohnsteuer: Die Steuerfreiheit bei Übernahme der Kosten für eine spezielle Sehhilfe am Arbeitsplatz ist in R 19.3 Abs. 2 Nr. 2 LStR geregelt.
Kostenübernahme für spezielle Sehhilfe am Arbeitsplatz frei frei
Durch die Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV), dort insbesondere Anhang Nr. 6, soll die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten bei der Arbeit an Bildschirmgeräten gewährleistet werden.
Bildschirmarbeitsverordnung außer Kraft
Die Bildschirmarbeitsverordnung ist zum 3.12.2016 außer Kraft getreten. Seitdem sind die Regelungen über Bildschirmarbeitsplätze in die ArbStättV integriert. Übergangsvorschriften für bestimmte Arbeitsplätze enthält § 8 ArbStättV.
Bildschirmarbeitsplätze sind gemäß § 2 Abs. 5 ArbStättV Arbeitsplätze, die sich in Arbeitsräumen befinden und die mit Bildschirmgeräten und sonstigen Arbeitsmitteln ausgestattet sind. Bildschirmgeräte sind Funktionseinheiten, zu denen insbesondere Bildschirme zur Darstellung von visuellen Informationen, Einrichtungen zur Datenein- und -ausgabe, sonstige Steuerungs- und Kommunikationseinheiten (Rechner) sowie eine Software zur Steuerung und Umsetzung der Arbeitsaufgabe gehören.
Nach § 1 Abs. 4 ArbStättV gilt der Anhang Nr. 6 "Maßnahmen zur Gestaltung von Bildschirmarbeitsplätzen" nicht für
Keine personenbezogenen Ausnahmen mehr
Die Bildschirmarbeitsverordnung galt nicht für alle Beschäftigten, die an einem Bildschirmarbeitsplatz tätig waren. § 2 Abs. 3 BildscharbV beschränkte seinen Anwendungsbereich auf die Beschäftigten, die gewöhnlich bei einem nicht unwesentlichen Teil ihrer normalen Arbeit ein Bildschirmgerät benutzten. Diese Einschränkung sieht die ArbStättV nicht mehr vor. Sie gilt vielmehr für alle Bildschirmarbeitsplätze mit Ausnahme derjenigen, die in § 1 Abs. 4 ArbStättV genannt sind.
Der Betriebsrat hat nach § 87 Abs. 1 Nr. 7 BetrVG das Recht, bei Regelungen über die Verhütung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten sowie über den Gesundheitsschutz mitzubestimmen. Vor der Einrichtung oder Änderung von Bildschirmarbeitsplätzen hat der Betriebsrat ein Recht auf Unterrichtung und Beratung durch den Arbeitgeber, das in § 90 BetrVG geregelt ist. Nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG besteht ein erzwingbares Mitbestimmungsrecht bei der Einführung und Anwendung von technischen Einrichtungen, die dazu bestimmt sind, das Verhalten oder die Leistung der Arbeitnehmer zu überwachen.
1 Kein Arbeitslohn bei Kostenübernahme für Bildschirmbrille
Trägt der Arbeitgeber aufgrund gesetzlicher Verpflichtung die angemessenen Kosten für eine spezielle Sehhilfe (Bildschirmbrille bzw. Arbeitsplatzbrille), ist die Übernahme der Kosten hierfür kein Arbeitslohn. Voraussetzung hierfür ist, dass aufgrund einer Untersuchung der Augen und des Sehvermögens durch eine fachkundige Person i. S. d. § 6 Abs. 1 Bildschirmarbeitsverordnung (Betriebs- oder Augenarzt) eine normale Sehhilfe nicht ausreichend und deshalb eine spezielle Sehhilfe notwendig ist, um eine ausreichende Sehfähigkeit in den Entfernungsbereichen des Bildschirmarbeitsplatzes zu gewährleisten. Das eigenbetriebliche Interesse des Arbeitgebers überwiegt in diesem Fall. Eine Verordnung durch den Optiker reicht hingegen nicht a...

References: § 8
 § 2
 § 1
 § 2
 § 1
 § 87
 § 90
 § 87
 § 6