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Timestamp: 2016-10-24 03:38:32+00:00

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2C_615/2013 (10.12.2013)
2C_615/2013, 2C_616/2013, 2C_617/2013 � � Urteil vom 10. Dezember 2013
2C_615/2013
vertreten durch Rechtsanwalt Valentin Schumacher
und F�rsprecher Martin H�uselmann,
2C_616/2013
2C_617/2013
A.X.________ und B.X._______ _,
Kantonssteuer 1997/98 bis 2006,
Direkte Bundessteuer 1997/98 bis 2006,
Kantons- und direkte Bundessteuer 1997/98 bis 2006; Ausstand,
Beschwerden gegen die Urteile des Kantonsgerichts
vom 3. Juni 2013 und 30. Mai 2013
�Den Eheleuten A.X.________ und B.X.________, mit Hauptsteuerdomizil in L.________/FR, wurden am 25. Februar 2011 berichtigte Veranlagungen f�r die Steuerperioden 1997/98 bis 2006 er�ffnet. Die dagegen erhobene Einsprache hiess die Steuerverwaltung des Kantons Freiburg mit Entscheid vom 3. Januar 2012 teilweise gut, indem sie in bestimmten Perioden zus�tzliche Steuerabz�ge gew�hrte.
�Am 6. Februar 2012 erhoben die Ehegatten X.________ beim Kantonsgericht Freiburg, Steuergerichtshof, Beschwerde gegen den Einspracheentscheid und beantragten eine m�ndliche Verhandlung gem�ss Art. 91 des Gesetzes des Kantons Freiburg vom 23. Mai 1991 �ber die Verwaltungsrechtspflege (VRG/FR; SGF 150.1).
�Am 3. Mai 2013 nahm der Pr�sident des Steuergerichtshofes, Hugo Casanova, in seiner Funktion als Instruktionsrichter telefonisch Kontakt auf mit der damaligen Rechtsvertreterin des Ehepaares X.________, der Q.________ AG, und ersuchte um Terminvorschl�ge im Mai f�r die m�ndliche Verhandlung, die schliesslich mit Vorladung vom 16. Mai 2013 auf den 30. Mai 2013, 08.30 Uhr, angesetzt wurde.
�Am 7. Mai 2013 hatte F�rsprecher Martin H�uselmann dem Kantonsgericht angezeigt, dass er neuer Vertreter der Beschwerdef�hrer sei. Am 28. Mai 2013 reichte er gegen den Pr�sidenten des Steuergerichtshofes ein schriftliches Ausstandsgesuch ein, das am 31. Mai 2013 beim Kantonsgericht eintraf.
�Zu Beginn der m�ndlichen Verhandlung vom 30. Mai 2013 erneuerte der Rechtsvertreter das Ausstandsgesuch. Daraufhin konstituierte sich der Steuergerichtshof mit Richter Johannes Fr�hlicher, der anstelle des abgelehnten Pr�sidenten den Vorsitz �bernahm. In dieser Besetzung wies der Steuergerichtshof das Ausstandsgesuch ab, was m�ndlich bekannt gegeben wurde.
Danach wurde das Verfahren in der ordentlichen Besetzung mit Hugo Casanova als Vorsitzendem wieder aufgenommen, worauf der Rechtsvertreter den Ausstand der beiden anderen Mitglieder des Steuergerichtshofes (Richterin Anne-Sophie Peyraud und Richter Christian Pfammatter) verlangte, was der Steuergerichtshof ablehnte. Die Sitzung wurde weitergef�hrt und um 11.00 Uhr geschlossen.
Mit Urteil vom 3. Juni 2013 hiess der Steuergerichtshof die Beschwerde der Eheleute X.________ teilweise gut, indem er einen Teil der geltend gemachten Unterhaltsbeitr�ge an den minderj�hrigen Sohn des Steuerpflichtigen und zus�tzliche Liegenschaftsunterhaltskosten zum Abzug zuliess.
�Am 4. Juli 2013 haben A.X.________ und B.X.________ beim Bundesgericht Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen den Entscheid des Steuergerichtshofes vom 30. Mai 2013 (Verfahren 2C_617/2013) sowie gegen das Urteil vom 3. Juni 2013 betreffend die Kantonssteuer 1997/98 bis 2006 (2C_615/2013) und die direkte Bundessteuer derselben Perioden (2C_616/2013) eingereicht.
�Die Vorinstanz sowie die Kantonale und die Eidgen�ssische Steuerverwaltung schliessen auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei.
�Mit Replik vom 7. Oktober 2013 halten die Beschwerdef�hrer an ihren Rechtsbegehren fest.
I. Vereinigung der Verfahren
1.1.�Soweit sich die Beschwerde gegen das Urteil vom 3. Juni 2013 richtet, betrifft sie dieselben Parteien und wirft identische Rechtsfragen auf. Es rechtfertigt sich deshalb, die Verfahren 2C_615/2013 und 2C_616/2013 zu vereinigen und in einem einzigen Urteil zu erledigen (vgl. Art. 71 BGG in Verbindung mit Art. 24 BZP; BGE 131 V 59 E. 1 S. 60 f. mit Hinweis).
1.2.�Die Beschwerdef�hrer beantragen, nach Art. 71 BGG i.V.m. Art. 6 des Bundesgesetzes vom 4. Dezember 1947 �ber den Zivilprozess (SR 273; BZP) die Verfahren 2C_615/2013 und 2C_616/2013 zu sistieren, bis das Bundesgericht �ber den Ausstand des Pr�sidenten des Steuergerichtshofes (Verfahren 2C_617/2013) entschieden habe.
�Gem�ss Art. 92 Abs. 1 BGG ist gegen selbst�ndig er�ffnete Vor- und Zwischenentscheide �ber Ausstandsbegehren die Beschwerde an das Bundesgericht zul�ssig. Als selbst�ndig er�ffnet gilt ein Zwischenentscheid nur, wenn er vor dem Endentscheid er�ffnet wird (Alfred K�lz/Isabelle H�ner/Martin Bertschi, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl. 2013, S. 493).
Der Zwischenentscheid des Steuergerichtshofes vom 30. Mai 2013 ist - nach m�ndlicher Bekanntgabe, unter Hinweis auf die sp�tere und begr�ndete schriftliche Er�ffnung - gleichzeitig mit dem Endentscheid den Parteien am 3. Juni 2013 versandt und vom Rechtsvertreter der Beschwerdef�hrer am 4. Juni 2013 entgegengenommen worden. Damit handelt es sich um einen nicht selbst�ndig er�ffneten Zwischenentscheid, der dem Empf�nger zeitgleich mit dem Endentscheid zugeht, ein Teil von diesem bildet und nur mit ihm zusammen angefochten werden kann (vgl. Art. 93 Abs. 3 BGG; siehe dazu auch Felix Uhlmann, in: Niggli/Uebersax/Wipr�chtiger, Bundesgerichtsgesetz, 2. Aufl. 2011, Art. 92 Rz 5; Thomas Geiser/Felix Uhlmann, in: Geiser/M�nch/Uhlmann/Gelzer, Prozessieren vor Bundesgericht, 3. Aufl. 2011, N. 1.131 sowie den Hinweis im Urteil 1C_282/2008 vom 7. April 2009 E. 2.3).
�Der Zwischen- und der Endentscheid stellen hier trotz der unterschiedlichen Besetzung der Richterbank hinsichtlich des Vorsitzenden ein einheitliches Anfechtungsobjekt dar. Deshalb ist das Verfahren 2C_617/2013 mit den beiden anderen zu vereinigen und in demselben Urteil zu erledigen.
1.3.�Die �bereinstimmung in Sachen Anfechtungsobjekt sowie hinsichtlich der Parteien und der zu beurteilenden Rechtsfragen lassen es schliesslich nicht als angezeigt erscheinen, die Verfahren hinsichtlich der Veranlagungen f�r die Steuerperioden 1999/2000 bis 2006 bis zur rechtskr�ftigen Veranlagung der jeweils unmittelbar vorangegangenen Steuerperiode zu sistieren.
II. Eintretensvoraussetzungen
2.1.�Die Beschwerde richtet sich gegen einen (Zwischen- und End-) Entscheid einer letzten kantonalen Instanz in einer Angelegenheit des �ffentlichen Rechts, die unter keinen Ausschlussgrund gem�ss Art. 83 BGG f�llt und daher mit Beschwerde an das Bundesgericht weitergezogen werden kann. Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist grunds�tzlich zul�ssig (Art. 82 lit. a, Art. 86 Abs. 1 lit. d, Art. 89 Abs. 1, Art. 90 BGG i.V.m. Art. 146 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 �ber die direkte Bundessteuer [DBG; SR 642.11] sowie Art. 73 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 �ber die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden [StHG; SR 642.14]). Mit Ausnahme der folgenden Punkte kann auf sie eingetreten werden.
2.2.�Soweit die Beschwerdef�hrer eine Verletzung von Art. 6 Ziff. 1 EMRK r�gen, ist auf die Beschwerde nicht einzutreten, weil Art. 6 EMRK auf das vorliegende Steuerverfahren keine Anwendung findet (vgl. BGE 132 I 140 E. 2.1 S. 146; Urteile 2C_1267/2012 vom 1. Juli 2013 E. 4.3 und 2C_455/2011/2C_456/2011 vom 5. April 2012 E. 4.2).
2.3.�Die Beschwerdeschrift hat gem�ss Art. 42 Abs. 1 BGG die Begehren und deren Begr�ndung zu enthalten; im Rahmen der Begr�ndung ist dabei in gedr�ngter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG). Die Vorbringen m�ssen sachbezogen sein, damit aus der Beschwerdeschrift ersichtlich ist, in welchen Punkten und weshalb der angefochtene Entscheid beanstandet wird (vgl. u.a. BGE 134 II 244 E. 2.1 S. 245 f.). Das Bundesgericht pr�ft die Verletzung von Grundrechten und von kantonalem Recht nur insofern, als eine solche R�ge in der Beschwerde vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG).
�Eine diesen Anforderungen gen�gende Begr�ndung ist vorliegend in mehreren Punkten nicht zu erkennen. Soweit eine hinreichende Begr�ndung fehlt, kann auf die Beschwerde nicht eingetreten werden. Das gilt u.a. dort, wo die Beschwerdef�hrer r�gen, dass die Vorinstanz die Liegenschaften unzutreffend als Gesch�fts- und nicht als Privatverm�gen qualifiziert habe. Inwiefern diese Qualifikation gegen Bundesrecht verstossen sollte, legen sie aber nicht dar, sodass auf die R�ge nicht einzutreten ist. Weiter sind die Vorbringen der Beschwerdef�hrer hinsichtlich einer Hypothekarschuld in der H�he von Fr. 500'000.--, die doppelt ber�cksichtigt worden sei, derart unklar, wenn nicht sogar widerspr�chlich, dass darauf mangels gen�gender Begr�ndung ebenfalls nicht eingetreten werden kann.
2.4.�Die Beschwerdef�hrer r�gen des Weiteren sinngem�ss, bestimmte Wertschriften seien verm�genssteuerlich doppelt im Privat- und im Gesch�ftsverm�gen erfasst worden, was sie mit einer vor Bundesgericht nachgereichten Bilanz per 31. Dezember 1986 zu belegen versuchen. Diese Nachreichung ist jedoch neu und daher unzul�ssig (Art. 99 Abs. 1 BGG). Zudem ist weder substantiiert noch ersichtlich (vgl. oben E. 2.3), inwiefern eine Bilanzierung per Ende 1986 f�r die hier zu beurteilenden Steuerperioden aussagekr�ftig sein k�nnte.
III. Verfassungsrechtliche R�gen
�Die Beschwerdef�hrer lehnen den Pr�sidenten des Steuergerichtshofes, Richter Hugo Casanova, als befangen ab.
3.1.�Die Ausstandsbestimmungen (insbesondere Art. 30 Abs. 1 Satz 1 BV) sollen gew�hrleisten, dass der Prozessausgang als offen erscheint (BGE 133 I 1 E. 6.2 S. 6). Der abgelehnte Richter muss nicht tats�chlich befangen sein; der Anschein der Befangenheit gen�gt (BGE 138 I 1 E. 2.2 S. 3; 136 I 207 E. 3.1 S. 210; 134 I 238 E. 2.1 S. 240; je mit Hinweisen). Anschein der Befangenheit besteht, wenn Umst�nde vorliegen, die bei objektiver Betrachtungsweise geeignet sind, Misstrauen in die Unparteilichkeit des Richters zu erwecken. Solche Umst�nde k�nnen namentlich in einem bestimmten Verhalten des Richters begr�ndet sein. Auf das bloss subjektive Empfinden einer Partei kann bei der Beurteilung nicht abgestellt werden. Das Misstrauen in die Unvoreingenommenheit muss vielmehr in objektiver Weise begr�ndet erscheinen.
�Verfahrensmassnahmen eines Richters als solche, seien sie richtig oder falsch, verm�gen im Allgemeinen keinen objektiven Verdacht der Befangenheit des Richters zu erregen, der sie verf�gt hat (BGE 114 Ia 153 E. 3b/bb S. 158 mit Hinweis). Dasselbe gilt f�r einen allenfalls materiell falschen Entscheid (BGE 115 Ia 400 E. 3b S. 404; Urteil 5A_374/2012 vom 16. August 2012 E. 2.1).
3.2.�Die Beschwerdef�hrer vertreten die Auffassung, ein Anschein der Befangenheit ergebe sich namentlich aus der ihrer Ansicht nach zu kurzen Frist, mit welcher der Pr�sident des Steuergerichtshofes (als Instruktionsrichter) zur m�ndlichen Verhandlung eingeladen habe.
�Die Beschwerdef�hrer hatten jedoch trotz zweimaliger Aufforderung (am 3. Mai 2013 telefonisch und am 8. Mai 2013 schriftlich) keine ihnen passende Termine im Mai genannt, es sei denn eben diesen 30. Mai. Zudem hatte der neu mandatierte Rechtsvertreter mit Schreiben vom 15. Mai 2013 insbesondere jegliche Abendtermine ab 18.00 oder 19.00 Uhr mit der Begr�ndung zur�ckgewiesen, dass diese ausserhalb seiner Gesch�ftszeiten l�gen. Unter den gegebenen Umst�nden ist nicht zu beanstanden, dass der Pr�sident mit Verf�gung vom 16. Mai 2013 jenes Datum als Sitzungstermin ausw�hlte, das als einzig m�gliches angegeben worden war. Es ist weiter nicht ersichtlich, wie die sich daraus ergebende 14-t�gige Vorladungsfrist Art. 33 Abs. 1 VRG/FR verletzen k�nnte, der f�r Vorladungen eine minimale Frist von 10 Tagen statuiert.
�Schliesslich beliess die Frist dem neuen Rechtsvertreter gen�gend Zeit, um sich f�r die Sitzung vorzubereiten. Die Beschwerdef�hrer hatten F�rsprecher Martin H�uselmann gem�ss dessen Angaben bereits am 6. Mai 2013 mandatiert, d.h. zu einem Zeitpunkt, als sie vom Pr�sidenten bereits telefonisch aufgefordert worden waren, Termine im Mai f�r die m�ndliche Verhandlung zu nennen. Eine mehr als dreiw�chige Vorbereitungszeit muss als ausreichend erachtet werden. Wenn dem neu beauftragten Rechtsvertreter eine solche Zeitspanne als unzureichend erschienen w�re, h�tte er das Mandat - angesichts der ihm damals bereits bekannten zeitlichen Dringlichkeit des Verfahrens - nicht �bernehmen d�rfen.
Die hier massgebliche Vorladungsfrist vermag somit unter keinem Gesichtspunkt einen Anschein der Befangenheit zu erwecken. Genauso wenig ist erkennbar, wie die Frist gegen das Willk�rverbot (Art. 9 BV) verstossen oder einen anderen verfassungsm�ssigen Anspruch der Beschwerdef�hrer verletzt h�tte.
3.3.�Ein Anschein der Befangenheit ergibt sich auch nicht daraus, dass der Pr�sident die Sitzung auf den 30. Mai 2013, d.h. einen hohen katholischen Feiertag (n�mlich Fronleichnam) angesetzt hat. Ein solches Vorgehen w�re zwar unter normalen Umst�nden un�blich, war aber im vorliegenden Fall schon deswegen gerechtfertigt, weil der genannte Termin vom Rechtsvertreter der Beschwerdef�hrer als im ganzen Monat einzig passender Tag angegeben worden war.
Es ist auch nicht erkennbar oder dargetan, inwiefern die Vorladung die in Art. 15 Abs. 1 BV gew�hrleistete Glaubens- und Gewissensfreiheit der Beschwerdef�hrer verletzt h�tte. Fronleichnam gilt gemeinhin als Inbegriff r�misch-katholischer Fr�mmigkeit. Gem�ss ihren Steuererkl�rungen der streitbetroffenen Perioden 1997/98 bis 2006 sind die Beschwerdef�hrer aber reformiert. Unter den gegebenen Umst�nden h�tten sie konkret und substantiiert darlegen m�ssen, warum die anberaumte Sitzung unter dem Gesichtspunkt von Art. 15 BV h�tte verschoben werden m�ssen. Eine solche Substantiierung ist indessen unterblieben (vgl. dazu auch oben E. 2.3). Hinzu kommt, dass der Steuergerichtshof in der Vorladung vom 16. Mai 2013 darauf hinwies, dass die Anwesenheit der Parteien nicht notwendig sei. Es ist nicht ersichtlich und wird von den Beschwerdef�hrern nicht geltend gemacht, dass ihre pers�nliche Teilnahme an der Sitzung des Kantonsgerichts f�r sie einen Vorteil gebracht h�tte.
3.4.�Einen Anschein der Befangenheit erblicken die Beschwerdef�hrer weiter darin, dass der Pr�sident bei der Suche nach einem Sitzungstermin am 22. Mai 2013 zum Ausdruck gebracht habe, das Urteil noch im Monat Mai f�llen zu wollen.
�Mit seiner �usserung hat sich der Pr�sident jedoch weder tats�chlich noch rechtlich in irgendeiner Weise festgelegt. Nichts deutet darauf hin, dass er sich bereits vor der �ffentlichen Verhandlung ein definitives Urteil gebildet h�tte oder die Streitsache gar nicht mehr h�tte pr�fen, sondern "kurzen Prozess machen" wollen (vgl. dazu u.a. BGE 134 I 238 E. 2.2 S. 241 und E. 2.6 S. 247). Ebenso wenig ist ersichtlich, dass in Zusammenhang mit der genannten �usserung eine offensichtlich unzutreffende Ermittlung des Sachverhalts (vgl. Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 2 BGG) vorliegen w�rde.
3.5.�Dass der Pr�sident bestrebt war, die Streitsache bef�rderlich zu behandeln, um die Erledigung des Verfahrens durch Verj�hrung zu vermeiden, begr�ndet ebenso wenig einen Ausstandsgrund. Der Pr�sident h�tte sich im Gegenteil dem Vorwurf der Befangenheit�
zugunsten�der Beschwerdef�hrer aussetzen k�nnen, wenn er die von den Steuerbeh�rden aufgeworfene Verj�hrungsproblematik nicht ernst genommen h�tte (im gleichen Sinne u.a. das Urteil 1B_60/2007 vom 21. September 2007 E. 4.5).
3.6.�Eine Vorbefassung oder Befangenheit kann schliesslich auch nicht daraus abgeleitet werden, dass der Instruktionsrichter Casanova sein Referat vor der Sitzung verfasst hat.
�Eine solche Vorgehensweise ist f�r die Arbeitsweise von Gerichten �blich (vgl. f�r das Kantonsgericht Freiburg Art. 86 ff. VRG/FR). Zudem dr�ngte sie sich hier angesichts der umfangreichen Steuer- und Verfahrensakten geradezu auf. Daraus ergibt sich von vornherein kein objektiv begr�ndeter Anschein der Befangenheit. Dasselbe gilt f�r den Umstand, dass das Kantonsgericht, ausgehend vom genannten Referat und unter Ber�cksichtigung der sich aus der Sitzung ergebenden Anpassungen, das endg�ltige Urteil den Parteien bereits vier Kalendertage nach der m�ndlichen Verhandlung hat zukommen lassen.
3.7.�Nach dem Gesagten ist keines der Vorbringen der Beschwerdef�hrer geeignet, objektiv begr�ndete Zweifel an der Unparteilichkeit des Pr�sidenten des Steuergerichtshofes zu wecken.
�Gem�ss Art. 24 Abs. 2 Satz 1 VRG/FR entscheidet eine Kollegialbeh�rde �ber ein Ausstandsgesuch unter Ausschluss des betroffenen Mitglieds (vgl. auch Art. 37 Abs. 1 BGG und Art. 30 Abs. 1 BV). Die Beschwerdef�hrer meinen aber, es m�sse bef�rchtet werden, dass Pr�sident Casanova bei der Behandlung des gegen ihn gerichteten Ausstandsgesuchs durch das Dreier-Gremium zugegen gewesen sei.
�Daf�r bestehen allerdings keinerlei Anhaltspunkte. Die Vermutung wird durch die Vorinstanz glaubhaft entkr�ftet (vgl. im gleichen Sinne auch die getrennten Vernehmlassungen von Richter Fr�hlicher und Pr�sident Casanova). Die Beschwerdef�hrer geben selbst an, dass ihre beiden Vertreter, die an der Sitzung teilnahmen, nicht wissen, wo sich Hugo Casanova w�hrend der Behandlung des Ausstandsgesuchs aufgehalten habe. Es besteht keine Veranlassung, am korrekten Verfahrensablauf bzw. am Ausschluss des Pr�sidenten zu zweifeln.
�Die Beschwerdef�hrer r�gen, dass auch die beiden anderen Mitglieder des Steuergerichtshofes, Richterin Anne-Sophie Peyraud und Richter Christian Pfammatter, in den Ausstand h�tten treten m�ssen. Diese Ablehnung wird in der Substanz damit begr�ndet, dass die beiden anderen Mitglieder des Steuergerichtshofs des Kantonsgerichts beim Entscheid �ber das Ausstandsgesuch betreffend den Pr�sidenten, Hugo Casanova, nicht im Sinne der Beschwerdef�hrer entschieden hatten. Dieser Umstand allein gen�gt indes nicht, um einen Anschein der Befangenheit zu wecken (vgl. BGE 105 Ia 301 E. 1c S. 304; siehe auch die Urteile 5A_374/2012 vom 16. August 2012 E. 2.1 und 2C_466/2010 vom 25. Oktober 2010 E. 2.3.1). Genauso wenig ist eine parteiliche Vorbefassung dadurch erfolgt, dass die beiden Richter sich aufgrund der Akten mit dem Ausstandsgesuch gegen den Gerichtspr�sidenten Casanova befasst h�tten, bevor der dritte Richter, Johannes Fr�hlicher, im Sitzungssaal eingetroffen war. Es ist nicht erkennbar, was an dieser Vorgehensweise ungew�hnlich oder sogar unstatthaft sein sollte. Insbesondere ist in keiner Weise dargetan, dass dem dritten Richter nach seinem Eintreffen nicht die ihm n�tig scheinende Zeit zugebilligt worden w�re, um sich sein eigenes Urteil zu bilden.
Das Ausstandsbegehren gegen die Richterin Anne-Sophie Peyraud und gegen den Richter Christian Pfammatter erwies sich somit als von vornherein unzul�ssig, beruhte es doch darauf, dass die besagten Richter einzig wegen ihrer Mitwirkung in einem vorherigen Verfahren betreffend die Gesuchsteller als befangen abgelehnt wurden. Unter den gegebenen Umst�nden ist nicht zu beanstanden, dass die beiden am Entscheid �ber das sie selbst betreffende Ausstandsgesuch mitgewirkt haben (vgl. dazu u.a. die Urteile 2C_305/2011 vom 22. August 2011 E. 2.6, 2C_8/2007 vom 27. September 2007 E. 2.4 und 2D_11/2009 vom 14. April 2009 E. 2).
�Im Sinne eines Verstosses gegen den Anspruch auf rechtliches Geh�r gem�ss Art. 29 Abs. 2 BV beanstanden die Beschwerdef�hrer weiter, dass die m�ndliche Verhandlung auf das Pl�doyer beschr�nkt worden sei.
�Dem Sitzungsprotokoll des Kantonsgerichts zur m�ndlichen Verhandlung ist allerdings zu entnehmen, dass sich die Beschwerdef�hrer geweigert haben, vor dem - von ihnen zu Unrecht als befangen abgelehnten - Gericht ihren Parteivortrag zu halten. Damit haben sie auf die Aus�bung allf�lliger weiterer Parteirechte (wie die Beweisabnahme anl�sslich der Verhandlung) verzichtet. Sollten die Beschwerdef�hrer den Eindruck gewonnen haben, dass die Abhaltung der Sitzung zu einer Alibi�bung verkommen sei, so h�tten sie sich dies selber zuzuschreiben.
IV. Materiell-rechtliche R�gen
7.1.�Die Beschwerdef�hrer m�chten in der f�r die Steuerperiode 1997/98 massgeblichen Anfangsbilanz per 1.1.1995 nachtr�glich mittels Bilanzberichtigung aus einem Umbau der Praxisliegenschaft Kosten vom Oktober 1994 als wertvermehrend aktivieren, ebenso ein vor 1995 angeschafftes Mikroskop.
�Das Kantonsgericht hat dazu erwogen, dass die geltend gemachten Kosten unzureichend belegt sind, was die Beschwerdef�hrer nicht zu entkr�ften verm�gen. Zudem halten sie lediglich lapidar fest, dass die Bilanzberichtigung "im bisherigen Verfahren geltend gemacht" worden sei, ohne sich zur Eventualbegr�ndung des Kantonsgerichts zu �ussern, wonach die Berichtigung der Anfangsbilanz per 1.1.1995 erstmals im Beschwerdeverfahren vor Kantonsgericht vorgetragen worden ist, weshalb dieses auf das neue Begehren nicht hat eintreten k�nnen.
7.2.�Hinsichtlich der Steuerperiode 1997/98 bestreiten die Beschwerdef�hrer im Umfang von Fr. 60'000.-- pro Jahr die Aufrechnung einer Eigenmiete im Einkommen f�r eine Liegenschaft in N.________/BE.
�Das Vorbringen beruht auf unzutreffenden Tatsachen. Das vor Bundesgericht eingereichte, dieser Sachdarstellung entsprechende Einlageblatt 5.5 betreffend die genannte Liegenschaft befindet sich n�mlich nicht in den Steuerakten. In der aktenkundigen berichtigten Veranlagungsanzeige vom 25. Februar 2011 f�r die Steuerperiode 1997/98 werden als Ertr�ge aus unbeweglichem Verm�gen lediglich der Eigenmietwert des Eigenheims in L.________/FR sowie Mietertr�ge von Fr. 19'615.-- (Bemessungsjahr 1995) bzw. Fr. 6'175.-- (1996) aufgef�hrt, die gem�ss einem bei den Steuerakten liegendem Einlageblatt 5.5 einer Liegenschaft in M.________/BE zuzuordnen sind. Eine doppelte Erfassung des Eigenmietwerts aus der Liegenschaft in N.________/BE liegt somit nicht vor.
7.3.�Was die Unterhaltsbeitr�ge an den Sohn des Beschwerdef�hrers betrifft, so hat die Vorinstanz Zahlungen von Fr. 42'000.-- (2004), Fr. 121'000.-- (2005) und Fr. 110'000.-- (2006) zum Abzug zugelassen. Die Beschwerdef�hrer machen auch f�r vorangegangene Steuerperioden Unterhaltsbeitr�ge geltend. Als Beweis dienen soll eine entsprechende, nachtr�glich erstellte Best�tigung der Mutter des Kindes, wonach der Beschwerdef�hrer w�hrend Jahren jeweils eine Summe von Fr. 180'000.-- an den Unterhalt des Kindes bezahlt habe.
In einem Strafverfahren liess sich der Vorwurf, die Best�tigung der Mutter sei wahrheitswidrig, nicht zweifelsfrei erh�rten. Der gescheiterte Beweis der Unwahrheit einer Urkunde stellt allerdings keinen Beweis f�r deren Richtigkeit dar. Diese ist von der Vorinstanz denn auch zu Recht in Zweifel gezogen worden. Die Mutter des Kindes musste sich die genannten, zwischen 2004 und 2006 zum Abzug zugelassenen Unterhaltszahlungen jeweils rechtlich erstreiten und den Beschwerdef�hrer daf�r betreiben. Schon das l�sst an vermeintlich weitergehenden und freiwilligen fr�heren Unterhaltszahlungen zweifeln. Solche Zahlungen wurden von den Beschwerdef�hrern in den Steuererkl�rungen 1997/98 und 1999/2000 auch nicht deklariert, sondern erstmals im sp�teren Verfahren geltend gemacht, ohne dann aber irgendwie tauglich belegt zu werden (z.B. durch Bankbelege hinsichtlich der angeblich geleisteten �berweisungen). Wenn in der Steuerperiode 1995/96 Unterhaltsbeitr�ge zum Abzug zugelassen worden sind, hat das im �brigen f�r die vorliegend strittigen Steuerperioden ab 1997/98 keine Bedeutung.
7.4.�Der Eigenmietwert wurde auf die Steuerperiode 2001 hin von zuvor gesamthaft j�hrlich Fr. 14'490.-- auf Fr. 31'876.-- erh�ht. Die Beschwerdef�hrer legen in keiner Weise dar, dass der erh�hte Eigenmietwert �bersetzt w�re f�r den Fall, dass nur die von ihnen tats�chlich genutzten R�ume besteuert w�rden, unter Ber�cksichtigung eines gr�sseren Einschlages von der H�lfte oder von zwei Dritteln f�r die nicht beheizten R�ume. Die Schlussfolgerung der Vorinstanz, dass der Eigenmietwert f�r die drei Liegenschaften im Ergebnis als eher g�nstig erscheine, ist unter diesen Umst�nden nicht zu beanstanden.
�Hinsichtlich des Steuerwerts der Liegenschaften machen die Beschwerdef�hrer geltend, dass nicht auf den Kaufpreis von Fr. 2.8 Mio. aus dem Jahr 1989 abgestellt werden d�rfe. Die Steuerverwaltung hat allerdings gar nicht auf den historischen Kaufpreis abgestellt, sondern den Steuerwert auf die Steuerperiode 2001 hin von zuvor Fr. 1'134'000.-- auf Fr. 1'250'000.-- erh�ht. Die Beschwerdef�hrer legen nicht dar, inwiefern ein solcher Wert �bersetzt sein sollte.
7.5.�Die materiell-rechtlichen Vorbringen erweisen sich damit als nicht stichhaltig, soweit auf sie �berhaupt eingetreten werden kann.
V. Verfahrenskosten und Parteientsch�digung
�Nach dem Gesagten unterliegen die Beschwerdef�hrer mit ihren Rechtsbegehren, soweit darauf �berhaupt einzutreten ist. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens vollumf�nglich ihnen aufzuerlegen, unter solidarischer Haftung (Art. 66 Abs. 1 und Abs. 5 BGG). Dem Kanton Freiburg, der in seinem amtlichen Wirkungskreis obsiegt, ist keine Parteientsch�digung zuzusprechen (Art. 68 Abs. 3 BGG).
�Die Verfahren 2C_615/2013, 2C_616/2013 und 2C_617/2013 werden vereinigt.
�Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten wird hinsichtlich des Ausstandsbegehrens gegen den Pr�sidenten des Steuergerichtshofes (Verfahren 2C_617/2013) abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
�Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten wird hinsichtlich der Kantonssteuer (Verfahren 2C_615/2013) abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
�Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten wird hinsichtlich der direkten Bundessteuer (Verfahren 2C_616/2013) abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
�Die Gerichtskosten von Fr. 25'000.-- werden den Beschwerdef�hrern auferlegt, unter solidarischer Haftung.
�Dieses Urteil wird den Parteien, dem Kantonsgericht des Kantons Freiburg, Steuergerichtshof, und der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 91
 Art. 71
 Art. 24
 BGE 
 Art. 71
 Art. 6
 Art. 92
 Art. 93
 Art. 92
 Art. 83
 Art. 86
 Art. 89
 Art. 90
 Art. 146
 Art. 73
 Art. 6
 Art. 6
 BGE 
 Art. 42
 BGE 
 Art. 30
 Art. 33
 Art. 15
 Art. 15
 BGE 
 Art. 97
 Art. 105
 Art. 86
 Art. 24
 Art. 37
 Art. 30
 BGE 
 Art. 29