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Timestamp: 2016-10-27 22:52:56+00:00

Document:
U 60/00 (04.05.2001)
U 60/00 Vr
Pr�sident Lustenberger, Bundesrichter Sch�n, Borella, Bundesrichterin Leuzinger und Bundesrichter Ferrari; Gerichtsschreiberin Bucher
betreffend W.________
A.- In Best�tigung einer Verf�gung vom 29. April 1998 verneinte die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) mit Einspracheentscheid vom 25. Juni 1998 ihre Leistungspflicht f�r das vom 1960 geborenen W.________ gemeldete Karpaltunnelsyndrom an der linken Hand, weil es sich nicht um eine Berufskrankheit handle.
B.- Die von der CSS Versicherung (CSS) hiegegen eingereichte Beschwerde wies das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen mit Entscheid vom 13. Oktober 1999 ab, wobei es der CSS unter Verneinung des Vorliegens von Leichtsinnigkeit oder Mutwilligkeit eine Gerichtsgeb�hr von Fr. 2'500.- auferlegte.
C.- Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt die CSS, der kantonale Gerichtsentscheid sei vollumf�nglich aufzuheben und die SUVA sei zu verpflichten, dem Versicherten im Zusammenhang mit dem Karpaltunnelsyndrom links die gesetzlichen Leistungen aus der obligatorischen Unfallversicherung zu erbringen; eventuell sei die Sache zwecks Durchf�hrung von Abkl�rungen und neuer Verf�gung an die Vorinstanz oder die Verwaltung zur�ckzuweisen.
Der als Mitinteressierter beigeladene W.________ und das Bundesamt f�r Sozialversicherung haben sich nicht vernehmen lassen.
1.- a) Das kantonale Gericht hat die massgebenden Bestimmungen �ber die Berufskrankheiten (Art. 9 UVG; Art. 14 UVV; Anhang 1 zur UVV) und die dazu ergangene Rechtsprechung (BGE 119 V 200 Erw. 2) richtig dargelegt, sodass diesbez�glich auf dessen Entscheid verwiesen werden kann. Zu erg�nzen ist, dass Ziff. 2 lit. a des Anhangs 1 zur UVV (sowohl in der am 1. Januar 1998 in Kraft getretenen Fassung gem�ss Ziff. II der Verordnung vom 15. Dezember 1997 [AS 1998 151 ff. (161 ff.)] als auch in der fr�heren Fassung [AS 1983 38 und 85]) arbeitsbedingte Erkrankungen im Sinne von Art. 9 Abs. 1 UVG aufz�hlt, die durch physikalische Einwirkungen entstehen, und unter diesem Titel unter anderem die Druckl�hmung bzw. Druckl�hmungen der Nerven nennt.
b) Das Karpaltunnelsyndrom gilt als Druckl�hmung der Nerven im Sinne des Anhangs 1 zur UVV (nicht ver�ffentlichte Urteile L. vom 2. Juli 1997, U 176/96, und M. vom 2. Februar 1996, U 203/93). Die Vorinstanz hat in nicht zu beanstandender Beweisw�rdigung mit �berzeugender Begr�ndung, der das Eidgen�ssische Versicherungsgericht nichts beizuf�gen hat, unter Hinweis auf pr�dispositionelle und genetische Faktoren zutreffend festgestellt, dass das beim Beschwerdef�hrer aufgetretene Karpaltunnelsyndrom mangels mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit erstellter vorwiegender Verursachung durch die berufliche T�tigkeit keine Berufskrankheit darstellt. Sie brauchte nicht ausf�hrlich auf die fr�here Argumentation des Dr. med. E.________ vom 2. Juli und vom 24. September 1998 einzugehen, nachdem dieser selbst - worauf im kantonalen Gerichtsentscheid hingewiesen wird - in einer kurzen Stellungnahme vom 19. November 1998 erkl�rt hatte, die Einsch�tzungen des Dr. med. V.________ seien nicht von der Hand zu weisen, und sich f�r seine eigenen �berlegungen ohne Anf�hrung einzelner medizinischer Argumente lediglich auf "die Umst�nde" berief. Die Belastungen und Bewegungsabl�ufe im Beruf mussten nicht genauer abgekl�rt werden, da sich dadurch nichts am �berwiegen der vom kantonalen Gericht gest�tzt auf die Beurteilung des Dr. med. V.________ aufgezeigten erblichen bzw. pr�dispositionellen Faktoren ge�ndert h�tte (antizipierte Beweisw�rdigung; vgl. BGE 124 V 94 Erw. 4b, 122 V 162 Erw. 1d, 119 V 344). Dass ein Nebenarbeiter die gleichen Beschwerden hatte (SUVA-Bericht vom 9. Juli 1990), spricht bei einem Betrieb, der im Jahr 6000-7000 Fenster herstellt (SUVA-Bericht vom 4. Dezember 1997), nicht f�r ein als Indiz f�r eine Berufskrankheit zu wertendes geh�uftes Vorkommen des Gesundheitsschadens im Betrieb. Der medizinische Sachverhalt ist hinreichend abgekl�rt, sodass sich die Einholung eines Gutachtens er�brigt. Der kantonale Gerichtsentscheid ist deshalb zu best�tigen, soweit er die Leistungspflicht der SUVA bez�glich des Karpaltunnelsyndroms verneint.
2.- Streitig ist ausserdem, ob das kantonale Gericht der Beschwerdef�hrerin, die sich - wie es richtig feststellte - weder leichtsinnig noch mutwillig verhielt, Gerichtskosten auferlegen durfte. Die Vorinstanz hat f�r das kantonale Beschwerdeverfahren unter Berufung auf die ratio legis des Art. 108 Abs. 1 lit. a UVG eine mit der Rechtsprechung des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts zum letztinstanzlichen Verfahren (Art. 134 OG; z.B. BGE 126 V 192 Erw. 6; vgl. Erw. 2e hienach) verwandte Praxis eingeleitet, wonach im Verfahren zwischen Versicherern von der unterliegenden Partei Gerichtskosten erhoben werden. Die Rechtm�ssigkeit der so begr�ndeten Kostenpflicht f�r das kantonale Gerichtsverfahren ist vorliegend zu pr�fen.
a) In RKUV 1998 Nr. U 306 S. 447 Erw. 6 erkl�rte das Eidgen�ssische Versicherungsgericht in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. a UVG, die Kosten des im kantonalen Gerichtsverfahren eingeholten Gutachtens bildeten Bestandteil der Verfahrenskosten und gingen zu Lasten der Gerichtskasse; sie h�tten dem Unfallversicherungstr�ger nur dann �berbunden werden d�rfen, wenn sich dieser als Prozesspartei leichtsinnig oder mutwillig verhalten h�tte. In einem nicht ver�ffentlichten Urteil L. vom 20. Oktober 1995, U 40/95, erinnerte das Eidgen�ssische Versicherungsgericht in einem obiter dictum daran, dass das kantonale Beschwerdeverfahren gem�ss Art. 108 Abs. 1 lit. a UVG grunds�tzlich kostenlos sei, und hielt allgemein fest, dass die kantonalen Gerichte den Parteien ausser als Sanktionierung eines leichtsinnigen oder mutwilligen Verhaltens keine Verfahrenskosten auferlegen d�rften. Schliesslich bemerkte das Eidgen�ssische Versicherungsgericht in BGE 126 V 411 in einem Krankenversicherungsfall - Art. 87 lit. a KVG stimmt inhaltlich mit Art. 108 Abs. 1 lit. a UVG �berein -, im erstinstanzlichen Verfahren kenne die Kostenlosigkeit des Beschwerdeverfahrens nur eine Ausnahme f�r den Fall der Mutwilligkeit oder Leichtsinnigkeit.
Diese nicht ausf�hrlich begr�ndeten allgemeinen Aussagen, deren Anwendung dazu f�hren m�sste, in der vorliegenden Streitsache eine Kosten�berbindung auf die Beschwerdef�hrerin als unzul�ssig zu bezeichnen, sind im Folgenden einer �berpr�fung zu unterziehen, zumal sie nicht spezifisch Verfahren zwischen Versicherern betreffen. Ob es abgesehen von Leichtsinnigkeit und Mutwilligkeit eine Ausnahme von der Unentgeltlichkeit des kantonalen Beschwerdeverfahrens gibt f�r den Fall des Prozesses zwischen Versicherern, ist auf Grund des Wortlauts des Art. 108 Abs. 1 lit. a UVG, der Materialien zu verschiedenen bundessozialversicherungsrechtlichen Vorschriften �ber die Ausgestaltung des kantonalen Beschwerdeverfahrens und eines Vergleichs mit Art. 134 OG zu untersuchen.
b) Art. 108 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes vom 20. M�rz 1981 �ber die Unfallversicherung (UVG) lautet:
Es hat folgenden Anforderungen zu gen�gen:
a.Das Verfahren muss einfach, rasch und f�r die Parteien
oder mutwillig verh�lt, k�nnen jedoch eine Spruchgeb�hr
"1Les cantons r�glent la proc�dure devant le tribunal
�moluments de justice et les frais de proc�dure
peuvent toutefois �tre mis � la charge de la partie
qui a agi t�m�rairement ou � la l�g�re;
a.la procedura dev'essere semplice, spedita e gratuita
c) Das Gesetz ist in erster Linie nach seinem Wortlaut auszulegen. Ist der Text nicht ganz klar und sind verschiedene Auslegungen m�glich, so muss nach seiner wahren Tragweite gesucht werden unter Ber�cksichtigung aller Auslegungselemente, namentlich des Zwecks, des Sinnes und der dem Text zu Grunde liegenden Wertung. Wichtig ist ebenfalls der Sinn, der einer Norm im Kontext zukommt. Vom klaren, d.h. eindeutigen und unmissverst�ndlichen Wortlaut darf nur ausnahmsweise abgewichen werden, u.a. dann n�mlich, wenn triftige Gr�nde daf�r vorliegen, dass der Wortlaut nicht den wahren Sinn der Bestimmung wiedergibt. Solche Gr�nde k�nnen sich aus der Entstehungsgeschichte der Bestimmung, aus ihrem Grund und Zweck oder aus dem Zusammenhang mit andern Vorschriften ergeben (BGE 126 II 80 Erw. 6d, 126 III 104 Erw. 2c, 126 V 58 Erw. 3, 105 Erw. 3, je mit Hinweisen).
d) aa) Der Wortlaut des Art. 108 Abs. 1 lit. a UVG sieht die Auferlegung einer Spruchgeb�hr und der Verfahrenskosten nur f�r den Fall vor, dass sich eine Partei leichtsinnig oder mutwillig verh�lt. Von dieser Ausnahme abgesehen schreibt er vorbehaltlos ein f�r die Parteien kostenloses Verfahren vor. Nachdem der Grundsatz der Kostenlosigkeit f�r die Parteien gilt, von denen immer mindestens eine ein Versicherer ist, kann der Wortlaut zum einen nicht dahin gehend verstanden werden, dass lediglich die Beschwerde f�hrende Person, nicht aber die verf�gende Instanz von Verfahrenskosten befreit sein sollte. Zum andern enth�lt die Bestimmung keine �ber das leichtsinnige oder mutwillige Verhalten hinausgehende Ausnahme f�r Verfahren unter Versicherern im Sinne einer Kostenpflichtigkeit des unterliegenden - beschwerdef�hrerischen (vgl. Art. 129 UVV) oder beschwerdegegnerischen - Versicherers. H�tte der Gesetzgeber in Bezug auf die Verfahrenskosten f�r Versicherer - im Allgemeinen oder nur bei Streitigkeiten zwischen Versicherern - eine andere Regelung treffen wollen als f�r Versicherte, h�tte er in Art. 108 Abs. 1 lit. a UVG nicht allgemein von "Parteien" gesprochen, sondern - wie im Bereich der Parteientsch�digung (Art. 108 Abs. 1 lit. g UVG), die nur dem obsiegenden Beschwerdef�hrer und damit grunds�tzlich nur der versicherten Person (BGE 126 V 150 f. Erw. 4b) zusteht - eine ausdr�ckliche Differenzierung getroffen (vgl. RKUV 1990 Nr. U 98 S. 196 Erw. 10). Der Wortlaut von Art. 108 Abs. 1 lit. a UVG spricht demnach daf�r, dass in einem kantonalen Gerichtsverfahren zwischen zwei Versicherern dem unterliegenden Versicherer ausser im Falle leichtsinnigen oder mutwilligen Verhaltens keine Verfahrenskosten auferlegt werden d�rfen.
bb) Der Bundesrat, dessen Entwurf eines Art. 108 Abs. 1 lit. a UVG (BBl 1976 III 240 und 277) unver�ndert zum Gesetz wurde, erkl�rte in seiner Botschaft zum Bundesgesetz �ber die Unfallversicherung vom 18. August 1976 (BBl 1976 III 141 ff.), die Verfahrensregeln der kantonalen Versicherungsgerichte f�r den Bereich der Unfallversicherung w�rden jenen der �brigen Sozialversicherungszweige angeglichen. Die bedeutsamste Neuerung bestehe darin, dass das Verfahren nicht nur - wie bisher - f�r bed�rftige Beschwerdef�hrer kostenlos sein m�sse, sondern in allen F�llen, in denen nicht leichtsinniges oder mutwilliges Verhalten einer Partei vorliege (Ziff. 356 der Botschaft [BBl 1976 III 179]).
Bei der Regelung der �brigen Sozialversicherungszweige �ber das kantonale Beschwerdeverfahren, an die eine Angleichung stattfinden sollte, handelt es sich insbesondere um Art. 85 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1946 �ber die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG; in der Fassung gem�ss Art. 82 IVG [AS 1959 827 und 849 ff.]), auf welchen im Bundesgesetz vom 20. Juni 1952 �ber die Familienzulagen in der Landwirtschaft (FLG; damals Bundesgesetz �ber die Familienzulagen f�r landwirtschaftliche Arbeitnehmer und Bergbauern [AS 1952 823]), im Bundesgesetz vom 25. September 1952 �ber die Erwerbsersatzordnung f�r Dienstleistende in Armee, Zivildienst und Zivilschutz (EOG; damals Bundesgesetz �ber die Erwerbsausfallentsch�digungen an Wehrpflichtige [AS 1952 1021]), im Bundesgesetz vom 19. Juni 1959 �ber die Invalidenversicherung (IVG) sowie im Bundesgesetz vom 19. M�rz 1965 �ber Erg�nzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG) verwiesen wird (Art. 22 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 3 FLG; Art. 24 EOG; Art. 69 IVG [AS 1972 2483, 2495 und 2498]; Art. 7 Abs. 2 ELG) und welchem - soweit im vorliegenden Zusammenhang von Interesse - auch Art. 30bis Abs. 3 des Bundesgesetzes �ber die Kranken- und Unfallversicherung vom 13. Juni 1911 in der vor Inkrafttreten des UVG geltenden Fassung (AS 1964 965 und 979 f.) entsprach. Nach Art. 85 Abs. 2 lit. a AHVG in der Fassung gem�ss Art. 82 IVG (und ebenso nach der urspr�nglichen Fassung des Art. 85 Abs. 2 AHVG [Bereinigte Sammlung der Bundesgesetze und Verordnungen 1848-1947, Band 8, S. 447 und 477]) muss das Verfahren "f�r die Parteien grunds�tzlich kostenlos sein, wobei jedoch in F�llen leichtsinniger oder mutwilliger Beschwerdef�hrung dem Beschwerdef�hrer eine Spruchgeb�hr und die Verfahrenskosten auferlegt werden k�nnen". Aus den Materialien zur urspr�nglichen Fassung von Art. 85 Abs. 2 AHVG (im Entwurf [BBl 1946 II 555 ff. (584)] noch nicht Art. 85, sondern Art. 90), an welcher der diese Bestimmung revidierende Art. 82 IVG bez�glich der Kostenfreiheit nichts ge�ndert hat, ist ersichtlich, dass die Bundesversammlung den Ausdruck "grunds�tzlich" dahin verstand, dass er nur die in dieser Bestimmung ausdr�cklich erw�hnten Ausnahmen der Leichtsinnigkeit und Mutwilligkeit vorbeh�lt, nicht aber dar�ber hinausgehende Ausnahmen zul�sst. Die Berichterstatter der nationalr�tlichen Kommission, die abgesehen von der noch fehlenden Erw�hnung der Mutwilligkeit den schliesslich zum Gesetz gewordenen Wortlaut vorschlug, wiesen n�mlich in der parlamentarischen Debatte darauf hin, dass eine Spruchgeb�hr und Verfahrenskosten nur auferlegt werden sollten, wenn ein Fall offensichtlich leichtsinniger Beschwerdef�hrung vorliege (Amtl. Bull. 1946 N 687). Der Berichterstatter der st�nder�tlichen Kommission seinerseits erkl�rte, der Nationalrat habe beschlossen, die Auferlegung von Kosten auf F�lle leichtsinniger Beschwerdef�hrung zu beschr�nken, wobei die st�nder�tliche Kommission noch das Wort "mutwillig" eingef�gt habe, sodass die Kosten gem�ss deren - Gesetz gewordenem - Antrag nicht nur bei leichtsinniger, sondern auch bei mutwilliger Beschwerde auferlegt werden k�nnten (Amtl. Bull. 1946 S 439). Wenn die Eidgen�ssischen R�te schon Art. 85 Abs. 2 AHVG im Sinne eines nur einer Ausnahme bei Leichtsinnigkeit oder Mutwilligkeit zug�nglichen Grundsatzes der Kostenlosigkeit verstanden (vgl. auch ZAK 1969 S. 371 Erw. 2), muss der Gesetzgeber, da es hier am Wort "grunds�tzlich" fehlt, erst recht Art. 108 Abs. 1 lit. a UVG so und damit gleich wie der Bundesrat verstanden haben.
cc) Nach Art. 61 lit. a des noch nicht in Kraft getretenen Bundesgesetzes �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 (BBl 2000 5041 ff. [5055]) muss das Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht "einfach, rasch, in der Regel �ffentlich und f�r die Parteien kostenlos sein; einer Partei, die sich mutwillig oder leichtsinnig verh�lt, k�nnen jedoch eine Spruchgeb�hr und die Verfahrenskosten auferlegt werden". Diese Vorschrift stimmt hinsichtlich der Kostenlosigkeit inhaltlich mit Art. 108 Abs. 1 lit. a UVG �berein. Der in Art. 61 lit. a ATSG enthaltene Ausdruck "in der Regel" bezieht sich n�mlich lediglich auf die �ffentlichkeit des Verfahrens, nicht auch auf dessen Kostenlosigkeit, was aus der Entstehungsgeschichte dieser Bestimmung (im Entwurf [BBl 1991 II 186 ff. (202 f.)] noch nicht Art. 61, sondern Art. 67) hervorgeht: Im von der Kommission des St�nderates in ihrem Bericht vom 27. September 1990 (BBl 1991 II 185 ff.) vorgeschlagenen Text lautete die entsprechende Stelle (Art. 67 Abs. 2 lit. a): "das Verfahren muss einfach, rasch und f�r die Parteien kostenlos sein ..." (S. 203); wenn die nationalr�tliche Kommission f�r soziale Sicherheit und Gesundheit, deren Vorschlag zum Gesetz wurde, in ihrem Bericht vom 26. M�rz 1999 (BBl 1999 4523 ff.) beantragte, den Wortlaut (Art. 67 lit. a) abzu�ndern in "[d]as Verfahren muss einfach, rasch, in der Regel �ffentlich und f�r die Parteien kostenlos sein ..." (S. 4625), so sollte dadurch die Bestimmung lediglich insofern erg�nzt werden, als das Verfahren in der Regel �ffentlich sein sollte (S. 4626). Dass sich der Ausdruck "in der Regel" nicht auch auf die Kostenfreiheit bezieht, wird dadurch best�tigt, dass laut Bericht der nationalr�tlichen Kommission durch Art. 67 ATSG der in Art. 87 des Bundesgesetzes vom 18. M�rz 1994 �ber die Krankenversicherung (KVG) enthaltene Katalog von Mindestvorschriften f�r das kantonale Beschwerdeverfahren �bernommen werden sollte (S. 4684), in dessen lit. a ("Das Verfahren muss einfach, rasch und f�r die Parteien kostenlos sein; einer Partei, die sich mutwillig oder leichtsinnig verh�lt, k�nnen jedoch eine Spruchgeb�hr und die Verfahrenskosten auferlegt werden.") der Zusatz "in der Regel" fehlt. In die gleiche Richtung weist ausserdem der franz�sische Wortlaut von Art. 61 lit. a ATSG ("[la proc�dure devant le tribunal cantonal des assurances] doit �tre simple, rapide, en r�gle g�n�rale publique, ainsi que gratuite pour les parties; des �moluments de justice et les frais de proc�dure peuvent toutefois �tre mis � la charge de la partie qui agit de mani�re t�m�raire ou t�moigne de l�g�ret�"; FF 2000 4670 f.), in welchem zwischen "en r�gle g�n�rale publique" und "ainsi que gratuite pour les parties" ein Komma steht, welches fehlen m�sste, wenn sich "en r�gle g�n�rale" auch auf "gratuite pour les parties" beziehen sollte.
Im Rahmen der parlamentarischen Diskussion �ber Art. 67 des Entwurfs zum ATSG wurde in einem schliesslich wieder zur�ckgezogenen Antrag im Nationalrat die Abschaffung der Kostenlosigkeit des kantonalen Beschwerdeverfahrens vorgeschlagen (Amtl. Bull. 1999 N 1247 f. und 1249). Von den sich durchsetzenden Bef�rwortern der Kostenfreiheit wurde diese zwar mit dem sozialen Motiv des Schutzes der versicherten Person als der schw�cheren Prozesspartei begr�ndet (Amtl. Bull. 1999 N 1248 f.). Auch in den Materialien zum ATSG finden sich indessen keinerlei Hinweise auf eine Absicht, die Kostenfreiheit nicht auch f�r die Versicherungstr�ger gelten zu lassen. Vielmehr wurden in der parlamentarischen Debatte als Ausnahmen von der Kostenfreiheit nur die Mutwilligkeit und die Leichtsinnigkeit erw�hnt (Amtl. Bull. 1999 N 1248 f., 2000 S 184 f.). In der st�nder�tlichen Kommission wurde (unter Bezugnahme auf eine Stellungnahme des Bundesamtes f�r Sozialversicherung vom 26. August 1999) sogar ausdr�cklich auf die Bedeutung des kostenlosen Verfahrens auch f�r die Versicherer hingewiesen (S. 21 des Protokolls �ber die Sitzung vom 6. September 1999). Unter diesen Umst�nden ist davon auszugehen, dass der Gesetzgeber im kantonalen Beschwerdeverfahren weiterhin auch die Versicherer bzw. Durchf�hrungsstellen ausser bei Leichtsinnigkeit oder Mutwilligkeit in den Genuss der Kostenfreiheit kommen lassen will, sodass sich eine abweichende Auslegung des hinsichtlich der Kostenlosigkeit mit Art. 61 lit. a ATSG inhaltlich �bereinstimmenden Art. 108 Abs. 1 lit. a UVG im Sinne der Vorinstanz umso mehr verbietet.
dd) Zusammenfassend ist festzuhalten, dass es nach Art. 108 Abs. 1 lit. a UVG unzul�ssig ist, in einem kantonalen Beschwerdeverfahren, in dem sich zwei Versicherer gegen�berstehen, dem unterliegenden Versicherer Verfahrenskosten bzw. eine Spruchgeb�hr aufzuerlegen, wenn sich dieser nicht leichtsinnig oder mutwillig verhalten hat.
e) An diesem das kantonale Gerichtsverfahren nach Massgabe von Art. 108 Abs. 1 lit. a UVG betreffenden Auslegungsergebnis vermag nichts zu �ndern, dass das Eidgen�ssische Versicherungsgericht im letztinstanzlichen Verfahren trotz des in Art. 134 OG verankerten Grundsatzes der Unentgeltlichkeit des Prozesses unter Hinweis darauf, dass diese Bestimmung vom Gesetzgeber vor allem im Interesse der mit einem Sozialversicherer im Streit stehenden Versicherten geschaffen worden sei, in Streitigkeiten zwischen zwei Versicherern �ber die Leistungspflicht dem unterliegenden Versicherer Gerichtskosten auferlegt (BGE 119 V 222 Erw. 4 f�r ein Verfahren zwischen zwei Unfallversicherern; BGE 120 V 494 Erw. 3 f�r einen Rechtsstreit zwischen einem Unfallversicherer und der Ersatzkasse; AHI 2000 S. 206 Erw. 2 f�r ein Verfahren zwischen der Invalidenversicherung und einem Unfallversicherer; BGE 126 V 192 Erw. 6 f�r einen Rechtsstreit zwischen einer Krankenkasse und einem Unfallversicherer). Der eine Ausnahme (Art. 135 OG) von der in Art. 156 Abs. 1 OG statuierten Kostenpflicht vorsehende Art. 134 OG, wonach das Eidgen�ssische Versicherungsgericht den Parteien im Beschwerdeverfahren �ber die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen "in der Regel" keine Verfahrenskosten auferlegen darf, unterscheidet sich n�mlich (abgesehen von der im vorliegenden Zusammenhang nicht interessierenden Beschr�nkung auf Leistungsstreitigkeiten) insofern wesentlich von Art. 108 Abs. 1 lit. a UVG, als er die Ausnahmen vom Grundsatz der Kostenlosigkeit nicht ausdr�cklich aufz�hlt, sondern durch die Einschr�nkung "in der Regel" gesetzlich nicht n�her bezeichnete, inhaltlich vom Eidgen�ssischen Versicherungsgericht zu konkretisierende Ausnahmen zul�sst (vgl. BGE 126 V 411 f.; vgl. auch Amtl. Bull. 1989 S 67, wonach gem�ss Votum des Berichterstatters der st�nder�tlichen Kommission Ausnahmen von der Regel der Kostenlosigkeit des letztinstanzlichen Verfahrens namentlich dann zul�ssig sind, wenn den Parteien infolge ihrer Finanzkraft oder infolge anderer besonderer Umst�nde eine Kostentragung zumutbar ist). Eine �bertragung der Rechtsprechung zum sich auf das letztinstanzliche Verfahren beziehenden Art. 134 OG auf den das kantonale Beschwerdeverfahren betreffenden Art. 108 Abs. 1 lit. a UVG kommt deshalb mangels Vergleichbarkeit der beiden Bestimmungen nicht in Frage.
3.- Da der in Art. 134 OG verankerte Grundsatz der Unentgeltlichkeit des Verfahrens vor dem Eidgen�ssischen Versicherungsgericht nicht gilt, wenn wie vorliegend eine Krankenkasse und ein Unfallversicherer im Streit �ber die Leistungspflicht liegen (BGE 126 V 192 Erw. 6), haben die Parteien die letztinstanzlichen Gerichtskosten nach Massgabe ihres Unterliegens zu tragen (Art. 135 in Verbindung mit Art. 156 Abs. 1 und 3 OG).
13. Oktober 1999 aufgehoben. Im �brigen wird die Verwaltungsgerichtsbeschwerde
II. Die Gerichtskosten von Fr. 2000.- werden zu einem
der Beschwerdef�hrerin auferlegt. Deren Anteil ist
durch den geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 2000.-
gedeckt; der Differenzbetrag von Fr. 500.- wird ihr
Sozialversicherung und W.________ zugestellt.

References: Art. 14
 Art. 9
 BGE 
 Art. 108
 BGE 
 Art. 108
 Art. 108
 BGE 
 Art. 87
 Art. 108
 Art. 108
 Art. 134
 Art. 108
 Art. 108
 Art. 129
 Art. 108
 Art. 108
 Art. 108
 Art. 85
 Art. 82
 Art. 24
 Art. 69
 Art. 7
 Art. 30
 Art. 85
 Art. 82
 Art. 85
 Art. 85
 Art. 85
 Art. 90
 Art. 82
 Art. 85
 Art. 108
 Art. 61
 Art. 108
 Art. 61
 Art. 61
 Art. 67
 Art. 67
 Art. 87
 Art. 61
 Art. 67
 Art. 61
 Art. 108
 Art. 108
 Art. 108
 Art. 134
 BGE 
 BGE 
 Art. 156
 Art. 134
 Art. 108
 BGE 
 Art. 134
 Art. 108
 Art. 134
 Art. 156