Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=OVG%20Berlin-Brandenburg&Datum=26.04.2012&Aktenzeichen=2%20B%2026.10
Timestamp: 2019-10-23 07:00:39+00:00

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OVG Berlin-Brandenburg, 26.04.2012 - 2 B 26.10 - dejure.org
https://dejure.org/2012,14394
OVG Berlin-Brandenburg, 26.04.2012 - 2 B 26.10 (https://dejure.org/2012,14394)
OVG Berlin-Brandenburg, Entscheidung vom 26.04.2012 - 2 B 26.10 (https://dejure.org/2012,14394)
OVG Berlin-Brandenburg, Entscheidung vom 26. April 2012 - 2 B 26.10 (https://dejure.org/2012,14394)
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§ 67 Abs 1 S 1 BauO BB, § 1 Abs 6 Nr 5 BauGB, § 1 Abs 7 BauGB, § 29 Abs 2 BauGB, § 30 Abs 1 BauGB
Baugenehmigung; Glienicker Horn; qualifizierter Bebauungsplan Nr. 7 "Berliner Straße/Havelseite"; Gültigkeit des Bebauungsplans; Erhaltungssatzung; Denkmalbereichssatzung Berliner Vorstadt; Denkmalbereichssatzung Berlin-Potsdamer Kulturlandschaft; Babelsberger Park; ...
Verdrängung des Landesdenkmalschutzrechts durch abschließende Regelungen in einem Bebauungsplan auf Grund der Befugnis der Gemeinde zum städtebaulichen Denkmalschutz
BauGB §§ 29 ff.; BbgBO § 67 Abs. 1 S. 1
Bauplanungsrecht verdrängt Denkmalschutzrecht!
VG Potsdam, 07.12.2010 - 4 K 1787.06 Potsdam
BauR 2012, 1830
Nach der zitierten Entscheidung (Urteil vom 26. April 2012 - OVG 2 B 26.10 -, LS in BauR 2012, 1830, juris Rn. 25) wird das Landesdenkmalschutzrecht durch die §§ 29 ff. BauGB verdrängt, soweit Gemeinden die ihnen durch das Bauplanungsrecht eingeräumte Befugnis zum städtebaulichen Denkmalschutz genutzt und mit einem Bebauungsplan selbst abschließende Regelungen über die Zulässigkeit von Vorhaben erlassen haben.
Für das Verhältnis von Bauplanungs- und Denkmalschutzrecht folgt hieraus, dass das Denkmalschutzrecht von den §§ 29 ff. BauGB zwar nicht vollständig verdrängt wird, aber zu berücksichtigen ist, dass der Denkmalschutz auch eine bodenrechtliche Komponente hat (sog. "städtebaulicher Denkmalschutz") und Denkmalschutzrecht nicht zur Anwendung kommt, soweit die Gemeinden die ihnen durch das Bauplanungsrechts eingeräumte Befugnis zum städtebaulichen Denkmalschutz genutzt und mit einem Bebauungsplan selbst abschließende Regelungen über die Zulässigkeit von Vorhaben erlassen haben (vgl. hierzu OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 26. April 2012 - OVG 2 B 26.10 -, juris Rn. 25 mit zahlreichen Nachweisen auch zu Rspr. des BVerwG).
Dieser betrifft z.B. Gestaltungsdetails, Aspekte der Werktreue und Ähnliches und bleibt gemäß § 29 Abs. 2 BauGB unberührt (OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 26. April 2012, a.a.O. Rn. 26).
Zum Verhältnis des Bauplanungsrechts zum Landesdenkmalschutzrecht hat bereits der 2. Senat des OVG Berlin-Brandenburg durch rechtskräftiges Urteil vom 26. April 2012 - OVG 2 B 26.10 - (…bei juris, Rz. 24 ff.) ausgeführt:.
Die von ihnen zitierte Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg (Urt. v. 26.4.2012, 2 B 26.10, juris) gibt zu keiner anderen Beurteilung Anlass, da sie eine andere Ausgangslage betrifft.
Denn auch im Falle einer inzidenten Kontrolle des Bebauungsplans würden die Rügefristen des Baugesetzbuches gelten (vgl. Urteil des Senats vom 26. April 2012 - OVG 2 B 26.10 -, juris Rn. 22).
OVG Berlin-Brandenburg, 25.06.2013 - 2 N 57.10
Zulassungsantrag; Beseitigungsanordnung; Errichtung eines Zaunes; Bebauungsplan …
Denn auch im Falle einer inzidenten Kontrolle des Bebauungsplans würden die Rügefristen des Baugesetzbuches gelten (vgl. Beschluss des Senats vom 16. Mai 2012 - OVG 2 S 4.12 -, BA S. 4 und Urteil vom 26. April 2012 - OVG 2 B 26.10 -, juris Rn. 22).
OVG Berlin-Brandenburg, 25.06.2013 - 2 N 55.10
Denn auch im Falle einer inzidenten Kontrolle des Bebauungsplanes würden die Rügefristen des Baugesetzbuches gelten (vgl. Beschluss des Senats vom 16. Mai 2012 - OVG 2 S 4.12 -, BA S. 4 und Urteil vom 26. April 2012 - OVG 2 B 26.10 -, juris Rn. 22).

References: § 67
 § 1
 § 1
 § 29
 § 30
 § 67
 § 29