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Timestamp: 2019-11-17 20:21:07+00:00

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BVerwG, 21.12.1992 - 4 B 182.92 - dejure.org
BVerwG, 21.12.1992 - 4 B 182.92
https://dejure.org/1992,2874
BVerwG, 21.12.1992 - 4 B 182.92 (https://dejure.org/1992,2874)
BVerwG, Entscheidung vom 21.12.1992 - 4 B 182.92 (https://dejure.org/1992,2874)
BVerwG, Entscheidung vom 21. Dezember 1992 - 4 B 182.92 (https://dejure.org/1992,2874)
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Wenn dem aber so ist, so würde durch die Zulassung der streitigen Spielhalle die gegebene Situation negativ in Bewegung gebracht; denn es entspricht einem allgemeinen städtebaulichen Erfahrungssatz, daß sich Vergnügungsstätten, zumindest wenn sie in einem Gebiet gehäuft vorhanden sind, negativ auf ihre Umgebung auswirken, indem sie den sog. "trading-down-Effekt" auslösen (vgl. hierzu z.B. BVerwG, Beschluß vom 21. Dezember 1992 - BVerwG 4 B 182.92 - Buchholz 406.12 § 1 BauNVO Nr. 15).
Daß eine solche Erwägung im Sinne des § 1 Abs. 9 BauNVO städtebaulich erheblich sein kann, hat der Senat wiederholt anerkannt (vgl. BVerwG…, Urteil vom 22. Mai 1987 - BVerwG 4 C 77.84 - a.a.O.; Beschluß vom 21. Dezember 1992 - BVerwG 4 B 182.92 - Buchholz 406.12 § 1 BauNVO Nr. 15, sowie den vom Normenkontrollgericht in diesem Zusammenhang zitierten unveröffentlichten Beschluß vom 24. April 1992 - BVerwG 4 B 80.92 -).
Der Gemeinderat hat damit eine positive städtebauliche Begründung gegeben, die den Anforderungen des § 1 Abs. 3 Satz 1 BauGB Rechnung trägt (vgl. zum Trading-Down-Effekt auch BVerwG, Beschluss vom 21.12.1992 - 4 B 182.92 -, BRS 55 Nr. 42; VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 03.03.2005 - 3 S 1524/00 -, juris; OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 11.10.2001 - 10 A 2288/00 -, juris; OVG Rheinland-Pfalz…, Urteil vom 11.05.2005, a.a.O.).
Vielmehr ist mit "besonderen" städtebaulichen Gründen gemeint, dass es spezielle Gründe gerade für die gegenüber Absatz 5 noch feinere Ausdifferenzierung der zulässigen Nutzungen geben muss (BVerwG, Urteil vom 22. Mai 1987 BVerwG 4 C 77.84 BVerwGE 77, 317 ; Beschluss vom 21. Dezember 1992 BVerwG 4 B 182.92 Buchholz 406.12 § 1 BauNVO Nr. 15).
BVerwG, 04.09.2008 - 4 BN 9.08
Anzahl; Ausschluss; Baugebiet; bauliche Anlage; Planung; Spielhalle; …
Die Verhinderung dieses sog. trading-down-Effekts stellt einen besonderen städtebaulichen Grund i.S.d. § 1 Abs. 9 BauNVO dar, der den Ausschluss derartiger Vergnügungsstätten rechtfertigen kann (Urteil vom 15. Dezember 1994 BVerwG 4 C 13.93 Buchholz 406.11 § 34 BauGB Nr. 172, Beschlüsse vom 21. Dezember 1992 BVerwG 4 B 182.92 Buchholz 406.12 § 1 BauNVO Nr. 15 und vom 25. Februar 1997 BVerwG 4 NB 30.96 Buchholz 310 § 47 Nr. 116).
Durch das verstärkte Nachrücken von Vergnügungsstätten in freiwerdende Fachgeschäfte verliert aber ein Baugebiet wie das vorliegende an Attraktivität mit der Folge weiterer Abwanderung von Einzelhandelsgeschäften und solcher Nutzungen, die sich eher unproblematisch mit einer Wohnnutzung vereinbaren lassen (vgl. auch BVerwG, Beschluss vom 21.12.1992 - 4 B 182.92 -, BRS 55 Nr. 42).
Nach § 1 Abs. 9 i.V.m. Abs. 5 BauNVO 1977 (= BauNVO 1990) kann im Bebauungsplan u.a. festgesetzt werden, daß bestimmte Arten der in den Baugebieten allgemein zulässigen baulichen oder sonstigen Anlagen und damit auch bestimmten Arten von Vergnügungsstätten (vgl. u.a. BVerwG, Urteile vom 22.05.1987 - 4 N 4.86 -, BRS 47 Nr. 54 und Beschluß vom 21.09.1992 - 4 B 182.92 -, BRS 55 Nr. 42) nicht zulässig sind.
Durch den Ausschluß von Spielhallen und anderer Arten von Vergnügungsstätten wird die Zweckbestimmung eines Kerngebiets nicht berührt (vgl. u.a. BVerwG, Beschluß vom 22. Mai 1987 - 4 N 4.86 -, BRS 47 Nr. 54 und Urteil vom 21.12.1992 - 4 B 182.92 -, BRS 55 Nr. 42).
Erforderlich aber auch ausreichend ist vielmehr, daß es "spezielle" städtebauliche Gründe gerade für die gegenüber § 1 Abs. 5 BauNVO 1977 noch feinere Ausdifferenzierung der zulässigen Nutzungen gibt (vgl. in diesem Sinne zu § 1 Abs. 9 BauNVO , u.a. BVerwG, Beschlüsse vom 5.01.1995 - 4 B 270.94 - und vom 21.12.1992 - 4 B 182.92 -, BRS 55 Nr. 42 und Urteil vom 22.05.1987 - 4 C 77.84 -, BRS 57 Nr. 58 sowie zu § 1 Abs. 7 BauNVO BVerwG, Beschluß vom 4.06.1991 - 4 NB 35.89 -, BRS 52 Nr. 9).
VGH Hessen, 25.08.2008 - 3 UZ 2566/07
Wettbüro im Kerngebiet
Soweit die Klägerin in ihrem Zulassungsschriftsatz eine Abweichung von den Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts, Beschluss vom 21. Dezember 1992 - 4 B 182/92 - BRS 55 Nr. 42; BVerwG, Beschluss vom 5. Januar 1995 - 4 B 270/94 - in juris-online; BVerwG, Beschluss vom 29. Juli 1991 - 4 B 40/91 - NVwZ 1991, 1078 sowie von der Entscheidung des Hessischen Verwaltungsgerichtshofs vom 19. September 2006 - 3 TG 2161/06 - rügt, hat sie bereits nicht dargelegt, worin diese Abweichung besteht (§ 124 Abs. 2 Nr. 4 VwGO i.V.m. § 124 a Abs. 4 Satz 4 VwGO).
VGH Baden-Württemberg, 28.01.2005 - 8 S 2831/03
Nutzungsausschlüsse nur bei schlüssigem Plankonzept
In der Rechtsprechung ist anerkannt, dass solche Betriebe gerade deshalb ausgeschlossen werden können, um einem Attraktivitätsverlust von durch Geschäfte und Dienstleistungsunternehmen geprägten Gebieten vorzubeugen und das vielfältige Angebot an Geschäften zu sichern (vgl. BVerwG, Beschl. v. 22.5.1987 - 4 N 4.86 -, BVerwGE 77, 308 = PBauE § 47 Abs. 1 VwGO Nr. 1; Beschl. v. 21.12.1992 - 4 B 182.92 -, BRS 55 Nr. 42; Beschl. v. 5.1.1995 - 4 B 270.94 -).
VGH Baden-Württemberg, 01.08.2013 - 8 S 2965/11
Normenkontrollverfahren gegen Bebauungsplan - konsistentes Verhalten der Gemeinde …
BVerwG, 26.10.1998 - 4 BN 43.98
Bauleitplanung, Erforderlichkeit; planerische Eigenverantwortung der Gemeinde; …
VG Münster, 04.08.2011 - 2 K 1233/10

References: § 1
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 § 34
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 § 47
 § 1
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 § 124
 § 47