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Timestamp: 2018-01-19 23:10:53+00:00

Document:
Gemeinde Neuenkirchen - B-Plan/Bauvorschriften
B-Plan/Bauvorschriften
Für das Baugebiet "Vor der großen Heide" gemäß Baugesetzbuch (BauGB) und der Niedersächsischen Bauordnung (NBauO)
Bebauungsplan Nr. 24 (469 KB)
I. Textliche Festsetzungen
Innerhalb der festgesetzten WA-Gebiete werden nachfolgend aufgeführte Nutzungen gem. § 1 Abs. 6 BauNVO i.V. m § 4 BauNVO ausgeschlossen: - Anlagen für Verwaltungen - Gartenbaubetriebe - Tankstellen
Nutzungen gem. § 4 Abs. 3 Nr. 1 und 2 BauNVO sind als Ausnahme zulässig.
§ 2 Begrenzung der Anzahl der Wohnungen
Innerhalb der WA-Gebiete wird die Anzahl der Wohnungen auf 2 je Grundstück und Gebäude begrenzt. Von dieser Festsetzung sind Beherbungsbetriebe mit max. 20 Betten bzw. max. 6 Ferienwohnungen je Gebäude und Grundstück ausgenommen.
§ 3 Anlage einer freiwachsenden Hecke auf privaten Flächen (§ 9 (1) Nr. 15 und 25a BauGB)
Auf den im Plan festgesetzten Flächen gem. § 9 Abs. 1 Nr. 15 und
25 a BauGB sind standortgerechte, im Naturraum heimische Sträucher und Bäume zu pflanzen, zu erhalten und bei Abgang zu ersetzen. Die Pflanzungen sind zu 20 % aus Bäumen als Heister mit einer Höhe von min. 1,80 m und zu 80 % aus Sträuchern herzustellen. Sie sind so anzulegen und zu pflegen, dass sich ein artenreiches, freiwachsendes Gehölz entwickeln kann. Auf den festgesetzten privaten Grünflächen "Grünzug" (P*) ist eine lockere Ausformung des Gehölzes zulässig (Lichtungsbereiche).
Im Bereich der privaten Grünflächen (P*) ist je Grundstück mind. eine
Baumgruppe bestehend aus 4 bis 5 Bäumen entsprechend Satz 1 zu pflanzen. Hinsichtlich Art und Größe des Pflanzmaterials wird auf den landschaftspflegerischen Beitrag verwiesen(Abschn. 5.2, 2. Abs.).
§ 4 Anzupflanzende Bäume - auf privaten Flächen - (gem. § 9 Abs. 1 Nr. 25 a BauGB)
(1) Je angefangene 400 qm Grundstücksfläche ist auf den Baugrundstücken mind. ein Laubbaum oder ein Obstgehölz zu pflanzen, zu erhalten und bei Abgang zu ersetzen.
(2) Die zu pflanzenden Laubbäume sind als Hochstamm mit einem Stammumfang von 12 cm in 1 m Höhe oder als wirksamer Stammbusch mit einer Mindesthöhe von 2 m zu pflanzen. Die zu pflanzenden Obstbäume sind als Hochstamm mit einem
Stammumfang von 12 cm in 1 m Höhe zu pflanzen. Die Artenwahl richtet sich nach Angaben des landschaftspflegerischen Beitrages.
Eine Anrechnung auf § 3 ist nicht zulässig.
§ 5 Überschreitung der Grundflächenzahl
Die festgesetzte Grundflächenzahl darf nicht durch die Grundfläche der in § 19 Abs. 4 Nr. 1 und 2 BauNVO bezeichneten baulichen Anlagen (Garagen und Nebenanlagen sowie deren Zufahrten, Nebenanlagen i. S. des § 14 BauNVO) um max. 50% überschritten werden. Eine Ausnahme ist jedoch nur dann zulässig, wenn das auf diesen Flächen anfallende Oberflächen durch geeignete Maßnahmen zurückgehalten und zur Versickerung gebracht wird.
§ 6 Ableitung des Oberflächenwassers
Die im B-Plan gekennzeichnete öffentliche Grünfläche mit der Zweckbestimmung Regenrückhaltebecken (Ö2) ist wie folgt zu gestalten:
(1) Innerhalb der gekennzeichneten Fläche ist ein Rückhaltebecken mit variierenden Böschungsneigungen für das im WA-Gebiet anfallende Oberflächenwasser anzulegen.
(2) Die Böschungen des Rückhaltebeckens sowie die übrigen Freiflächen außerhalb des Beckens sind zu 40 % mit standortgerechten, im Naturraum heimischen Gehölzen zu bepflanzen. Die Gehölze sind dauerhaft zu erhalten und bei Abgang zu ersetzen.
§ 7 Öffentliche Grünfläche-örtlicher Grünzug/Fußweg (§ 9 Abs. 1 Nr. 15 BauGB)
Innerhalb der festgesetzten Grünfläche mit der Zweckbestimmung örtlicher Grünzug/Fußweg ist die Realisierung eines Fußweges zulässig. Der Fußweg ist aus versickerungsfähigem Material zu gestalten.
§ 8 Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Boden, Natur und Landschaft (§ 9 Abs. 1 Nr. 20 BauGB)
Auf der Grundlage des § 1 a Abs. 3 BauGB wird die Gemeinde Neuenkirchen auf den Flst. 95/2, Flur 8, Gemarkung Neuenkirchen, eine 1,4 ha umfassende Fläche für die Kompensation der mit dieser Bauleitplanung verbundenen Eingriffe in Natur und Landschaft gestalten. Auf den Flst. sind naturraumtypische Heideflächen anzulegen, zu pflegen und dauerhaft zu erhalten.
§ 9 Realisierungszeitpunkt der Kompensationsmaßnahmen
Die in den §§ 3 - 4 genannten Pflanzmaßnahmen sind nach dem Beginn der privaten Baumaßnahmen auf den jeweiligen Baugrundstücken und die in § 8 genannten Kompensationsmaßnahmen nach Abschluss der Erschließungsmaßnahmen auf den dafür vorgesehenen Flächen auszuführen. Die in § 3, 4 und 8 genannten Kompensationsmaßnahmen sind jedoch spätestens innerhalb von
2 Vegetationsperioden nach Baubeginn auszuführen.
§ 10 Lärmschutz innerhalb des festgesetzten WA-Gebietes
Festsetzungen zum Lärmschutz gem. §9 Abs. 1 Nr. 24 BauGB
(1) Innerhalb der festgesetzten WA-Gebiete sind auf Grund der vorhandenen Verkehrslärmsituation (Frielinger Straße) gegenüber der gemäß DIN 18005 "Schallschutz im Städtebau" definierten Orientierungswerte erhöhte Lärmimmissionen möglich bzw. zu erwarten. Zum Schutz vor den von der Frielinger Straße hervorgerufenen Lärmimmissionen werden zum Schutz gegen Außenlärm bauliche Schallschutzmaßnahmen festgesetzt (passiver Schallschutz). Bei der Bemessung sind die im B-Plan dargestellten Lärmpegelbereiche zu beachten. Diesbezüglich wird auf die aktuellen technischen Regelwerke der DIN 4109, der VDI-Richtlinie 2719 bzw. auf die 24. Verordnung zur Durchführung des BlmSchG verwiesen.
(2) Innerhalb des festgesetzten WA-Gebietes sind bei Schlafräumen und Kinderzimmern schallgedämmte Lüftungsöffnungen (mit einem dem Schalldämm-Maß der Fenster, die an der straßenzugewandten Seite angeordnet werden, entsprechenden Einfügungs-Dämpfungsmaß) oder äquivalente Maßnahmen (z. B. Innenbelüftung) vorzusehen (vgl. DIN 1946).
Der räumliche Geltungsbereich der örtlichen Bauvorschriften erstreckt
sich nur auf die im B-Plan festgesetzten WA-Gebiete.
§ 2 Höhen
(1) Die max. Firsthöhe der Gebäude wird wie folgt begrenzt:
Innerhalb der WA-Gebiete max. Firsthöhe 9,50 m. Die Sockelhöhe beträgt max. 0,80 m.
(2) Bezugsebene i. S. dieser Satzung ist die Oberkante der zur Erschließung des Grundstückes notwendigen angrenzenden öffentlichen Verkehrsfläche. Steigt das Gelände von der Verkehrsfläche zum Gebäude, so darf das o. g. Maß um einen Zuschlag überschritten werden; der zulässige Zuschlag ergibt
sich aus der Differenz zwischen der Höhe der natürlichen Geländeoberfläche, gemessen an der Verkehrsfläche zugewandten Seite des Gebäudes und der Bezugsebene.
(1) Auf den innerhalb des festgesetzten WA-Gebietes errichteten Hauptgebäuden sind nur geneigte Dächer mit Dachneigungen von 35 - 48 Grad zulässig. Pultdächer sind nicht zulässig. Bei Grasdächern ist eine geringere Dachneigung zulässig. Hiervor ausgenommen sind untergeordnete Gebäudeteile, Erker, sonstige Dachaufbauten und Wintergärten bis zu einer Grundfläche von 25 qm.
(2) Als Farbtöne für die Dachdeckung sind die Farbe der Farbreihen "blau", "grün" und "gelb" unzulässig; dies gilt nicht für Solarelemente und Dachfenster sind auch andere, materialbedingte Farben zulässig.
Ordnungswidrig handelt gem. § 91 Abs. 3 NbauO, wer als Bauherr, Entwurfsverfasser oder Unternehmer vorsätzlich oder fahrlässig eine Baumaßnahme durchführen lässt oder durchführt, die nicht den Anforderungen dieser örtlichen Bauvorschriften über Gestaltung entspricht.

References: § 1
 § 4
 § 4

§ 2

§ 3
 § 9

§ 4
 § 9
 § 3

§ 5
 § 19
 § 14

§ 6

§ 7

§ 8
 § 1

§ 9
 § 8
 § 3

§ 10
 §9

§ 2
 § 91