Source: http://kirchenlehre.com/schueller.htm
Timestamp: 2020-02-26 00:02:31+00:00

Document:
(Kirche zum Mitreden, 12.03.2014; aktualisiert 02.04.2014)
http://de.gloria.tv/?media=581065 (Hinweis: Dort steht die erste öffentliche Fassung dieses Textes, 12.03.2014; s. auch Fassung v. 23.03.2014 und Fassung v. 25.03.2014).
Um "objektiv Schismatiker" zu sein, muss man objektiv vom Papst getrennt sein. Es müssten also zumindest objektive tragfähige Anhaltspunkte für das Ratzinger-Papsttum bestehen. Das ist nicht der Fall. S. zudem Wendelin Rauch (Hg.), Lexikon des katholischen Lebens, Freiburg 1952, Art. Schisma:
"Ein Schisma innerhalb der Kirche liegt vor, wenn grundsätzlich an der Einheit der Kirche und der Unterordnung unter ihr Oberhaupt festgehalten wird, es jedoch strittig ist, welches der rechtmäßige Papst ist, so im Abendländischen Schisma" (Sp. 1060).
An dem daraus resultierenden sog. "Sedisvakantismus" ist dementsprechend nichts "abstrus", vielmehr ist er logisch zwingend. Objektiv bestehen nämlich wesentliche Unterschiede zwischen der katholischen Kirche und der V2-Gruppe. Die V2-Gruppe ist nicht die Kirche, sondern etwas *wesentlich* anderes. Sie besitzt bekanntlich ganz objektiv nicht die Wesensmerkmale der Kirche (einig, heilig, katholisch, apostolisch). Obendrein erklärte Karol Wojtyla selbst, der spätere "Johannes Paul II.", vor "Paul VI." (Zeichen des Widerspruchs, Freiburg 1979, 27):
Der Kirche ist es "geglückt, im Zweiten Vatikanischen Konzil ihr Wesen neu zu bestimmen."
Es ist also vollkommen unstrittig, dass Ratzinger bzw. jetzt Bergoglio nur die sichtbaren Oberhäupter der wesentlich nichtkatholischen V2-Gruppe sind. Die entsprechenden Belege sind bis heute allesamt unwiderlegt geblieben. Gleiches gilt diesbzgl. auch für novusordowatch.org und andere englischsprachige Seiten, d.h. keine noch so große Leserschaft vermag die sedisvakantistische Position zu widerlegen. Objektiv spricht alles für den Sedisvakantismus und gegen die V2-Gruppe.
Kurz: Die Katholiken sind eine Teilgruppe der Sedisvakantisten ("Sedisvakantismus" sagt an sich nichts über das jeweilige Glaubensbekenntnis aus, und tatsächlich sind viele Sedisvakantisten Nichtkatholiken); hingegen die V2-Anhänger, selbst wenn sie im guten Glauben irren, sind objektiv immer Schismatiker.
Es gibt keinen einzigen V2-eigentümlichen Text, aus dem abzuleiten wäre, dass V2 ein neues Dogma verkündet hätte. V2 war bekanntlich ein "Pastoralkonzil". Sogar Sie selbst nennen keine einziges V2-eigentümliches "Dogma".
Oder die Rede von Joseph Ratzinger vom 13. Juli 1988 vor den "Bischöfen" Chiles:
www.webcitation.org/6OUWwKtho
Oder der Artikel von V2-"Kardinal" Walter Brandmüller im "L’Osservatore Romano" (15.02.2013; zit. nach kath.net 18.02.2013):
"Nun hat das Konzil zweifellos weder dogmatische Definitionen noch unfehlbare Lehrverurteilungen ausgesprochen."
www.webcitation.org/6OSvY7ugG
Als sog. "Professor für Kirchenrecht" kennen Sie unleugbar die Bestimmungen des sog. "Codex Iuris Canonici" (CIC) von 1983:
Can. 749 § 3: "Als unfehlbar definiert ist eine Lehre nur anzusehen, wenn dies offensichtlich feststeht."
Can. 751: "Häresie nennt man die nach Empfang der Taufe erfolgte beharrliche Leugnung einer kraft göttlichen und katholischen Glaubens zu glaubenden Wahrheit oder einen beharrlichen Zweifel an einer solchen Glaubenswahrheit".
Wie Ihnen also bei Erstellung des Gutachtens unleugbar bekannt war, steht unumstößlich offensichtlich fest, dass eine Ablehnung der V2-Behauptungen *unmöglich* als Häresie gewertet werden kann.
Als sog. "Professor für Kirchenrecht" wissen Sie angesichts der o.g. Defiinitionen außerdem definitiv, dass jeder, der sich zu V2 bekennt, ein Häretiker ist. Z.B. wird in den V2-Texten z.B. das Dogma von der Heilsnotwendigkeit der Kirche ausdrücklich geleugnet mit der Behauptung, dass nichtkatholische Gemeinschaften "Mittel des Heiles" sein sollen (Unitatis Redintegratio 3).
Obendrein: Dass in der V2-Gruppe Häretiker sogar für die Ausbildung des Priesternachwuchs zuständig sind, ist eine objektiv unumstößliche, von V2-"Bischöfen" unwidersprochene und sogar von BRD-Gerichten endgültig rechtskräftig bewiesene Tatsache, s. den Fall der Hochschule St. Georgen. Das "Bistum Limburg" hatte gegen einen Studenten namens Giselbert Grohe geklagt, er solle ein Darlehen zurückzahlen. Das Bistum hat aber seinen Prozess in allen Instanzen vollkommen verloren, nachdem der Verteidiger des Studenten erklärt hatte:
Angesichts der extremen Schwere, die das Vergehen der Häresie darstellt (s.o. Ausschluss aus der heilsnotwendigen Kirche), und der von Ihnen dafür vorgebrachten offenkundig absolut falschen Begründung, ist der Vorwurf, Pater Lingen sei ein Häretiker, eine Verleumdung ungeheuerlichen Ausmaßes. Sie verleumden damit zugleich auch alle anderen rechtgläubigen Menschen. Ihnen war die fundamentale Unwahrheit Ihrer Behauptung jederzeit vollkommen bewusst, da es hier um Ihr ureigenstes Metier geht. Von zusätzlicher Schwere ist die Tatsache, dass Sie dies in einem Strafprozess getan haben, womit Sie auf die Bestrafung eines notorisch Unschuldigen hingewirkt haben.
Sie müssen also eine gute Erklärung vorbringen, warum die V2-Gruppe lt. Ihrem Gutachten von ihm nahezu gar nichts weiß. Und selbst wenn diese Unwissenheit bestehen sollte: Warum wurde keinerlei Internet-Recherche durchgeführt? Immerhin geht es doch um ein Gutachten für einen Strafprozess bei einem Schöffengericht, d.h. es sollte eine Strafe von mindestens zwei Jahren unbedingter Gefängnishaft verhängt werden. Ist bei solch hoher Straferwartung Nachlässigkeit zulässig? Eine Suche mit Google und Yahoo bringt als erstes Ergebnis jeweils die Youtube-Seite "sedisvakantist" mit ausführlichem Impressum von Pater Lingen. Überhaupt sind zahlreiche Texte von ihm und über ihn sofort im Netz zu finden. Ein kurzer Anruf z.B. in Chur hätte seine Aussagen sofort bestätigt.
"Katholische Kirche in Deutschland sind *NICHT* die Diözesen in der Bundesrepublik". Sie stützen sich für Ihre Behauptung allein auf ein weltliches Gericht. Bekanntlich sind gem. zwingender Logik Behauptungen weltlicher Gerichte ohnehin grundsätzlich nur insoweit überhaupt zulässig, als deren Argumentation schlüssig ist. In den ganzen Jahrzehnten seit V2 haben aber sowohl V2-Gruppe als auch BRD immer nur Zirkelschlüsse als vermeintliche Beweise vorgelegt, u.z. indem sie immer wieder auf die jeweils andere Stelle verwiesen haben. Sie selbst folgen nur dieser Tradition.
Inwieweit kann sich ein Staat überhaupt in kirchliche Belange einmischen?
S. dazu E. Eichmann, K. Mörsdorf, Lehrbuch des Kirchenrechts, I. Band, München (10)1959, 66-68:
"Die Kirche verträgt keine staatlichen Eingriffe in ihre Organisation (Errichtung und Umgrenzung von Kirchensprengeln, Errichtung, Veränderung und Besetzung von Kirchenämtern, cc. 147 195 215 217) ... Die Kirche hat hoheitliche Macht über alle ihre Glieder (c. 87) und beansprucht als angeborenes, eigenes und unabhängiges Recht die Befugnis, ihre Glieder in Strafe zu nehmen (c. 2214 § 1). Sie duldet keinerlei Einmischung des Staates in Sachen, die die Glaubenslehre, den Gottesdienst oder das geistliche Regiment betreffen. Frei will und muß die Kirche sein in der Verkündigung der Botschaft Christi (c.1322 §1). [...] Unter Androhung des Kirchenbannes mißbilligt die Kirche alle staatlichen Gesetze, Anordnungen und Befehle, die sich gegen die Freiheit der Kirche richten (C. 2334 n. 1)."
Der Staat ist verpflichtet, die Rechte der Kirche zu schützen, cf. Papst Pius XI., Enzyklika "Ubi arcano", 1922:
"Hat man einmal Gott und Jesus Christus verbannt, leitet man die Autorität nicht mehr von Gott, sondern von den Menschen ab, dann entzieht man auch den Gesetzen ihre wahre und unerschütterliche Kraft, die Gehorsam sichert, und die erhabensten Rechtsgrundlagen - selbst heidnische Philosophen wie Cicero haben erkannt, daß diese Grundlagen im ewigen Gesetze Gottes ihren Ursprung haben müssen - ja die Grundlage der Autorität selbst wird zerstört, wenn man ihren Ursprung leugnet, der zuallererst den einen das Recht verleiht zu befehlen, den anderen die Pflicht verleiht zu gehorchen. [...] Christi Belehrungen und Vorschriften über die Würde der menschlichen Person, über Sittenreinheit, Gehorsamspflicht ... hat er seiner Kirche allein überliefert und zwar mit dem feierlichen Versprechen seines ewigen Beistandes und seiner ewigen Gegenwart; er hat ihr den Auftrag gegeben, als unfehlbare Lehrerin sie allen Völkern bis ans Ende der Zeiten unaufhörlich zu verkünden. [...] Wenn also Völker und Staaten sich feierlich verpflichten, nach innen und außen die Lehre und die Vorschriften Jesu Christi zu befolgen, dann erst werden sie im Innern einen wohltätigen Frieden genießen und in gegenseitigem Vertrauen zu einander etwaige Streitigkeiten auf friedlichem Wege schlichten."
Inwieweit die BRD diesbzgl. ihre Pflicht erfüllt, kann man z.B. am Kruzifixverbot, der Erlaubnis der Abtreibung und dem Verbot der Abtreibungskritik erahnen.
Und wie glaubwürdig ist die BRD und namentlich die BRD-Justiz speziell in kirchlichen Fragen?
Zum Konkordatsbruch des BVerfG s. wiederum Mörsdorf, a.a.O., 70:
"Durch das im niedersächsischen Schulstreit ergangene Konkordatsurteil des Bundesverfassungsgerichtes vom 26. März 1957 ist mit innerstaatlicher Wirkung die rechtliche Fortgeltung des RK anerkannt, die praktische Durchführung der Schulbestimmungen des RK aber in nebelhafte Ferne gerückt, weil nach der Meinung des Gerichts keine verfassungsrechtliche Pflicht der Länder bestehe, das RK bei ihrer Schulgesetzgebung zu beachten. In diesem Ja und Nein zeigt sich eine innere Widersprüchlichkeit des Urteils. [...] In den Ausführungen über die Bundestreue (III) kommt das Gericht abschließend zu der Feststellung, daß rechtliche Folgen aus einem den Bundesstaat verpflichtenden völkerrechtlichen Vertrag für die Gliedstaaten ausschließlich nach Maßgabe des Verfassungsrechtes entstehen. Das Gericht mißachtet dabei die anerkannte Lehre, daß sich kein Staat auf seine Verfassung berufen kann, um sich der Bindungen eines gültigen völkerrechtlichen Vertrages zu entledigen, wobei es keinen Unterschied zwischen übernommenen und überkommenen Bindungen geben kann. Die von dem Gericht unterstellte 'Dreiteilung des Bundesstaates', wonach Bund und Länder gleichsam Glieder eines imaginären Gesamtstaates sind, 'denaturiert den Bundesstaat zu einem schizophrenen Partner völkerrechtlicher Verträge', der nach innen nicht die Erfüllung der nach außen übernommenen Pflichten zu gewährleisten vermag. Das Gericht hat diese Zwiespältigkeit bewußt in Kauf genommen und den Ländern die verfassungsrechtliche Freiheit zum Konkordatsbruch eingeräumt. Es ist damit über das Verhältnis von Kirche und Staat hinaus eine ernste Lage geschaffen, weil das Vertrauen auf die Vertragstreue in seiner rechtlichen Grundlage erschüttert ist.'"
Und zur in der BRD herrschenden Zwangszivilehe s. ders., Lehrbuch des Kirchenrechts, II. Band, München (9)1958, 147:
"Die Zwangszivilehe widerspricht in zweifacher Hinsicht den in Art. 4 des GG gewährleisteten Grundrechten: a) Der Anspruch des Staates auf Alleinherrschaft der standesamtlichen Eheschließung verletzt die Glaubens- und Gewissensfreiheit (GG Art. 4,I). Der katholische Christ kann nämlich eine wirkliche Ehewillenserklärung allein vor der Kirche abgeben; er kommt daher, wenn er sich notgedrungen dem Staatsgesetz beugt, in die Zwangslage, gegen seine religiöse Überzeugung zu handeln oder rein äußerlich eine leere Erklärung abzugeben. [...] b) Der Anspruch auf Priorität der standesamtlichen Eheschließung vor der kirchlichen Trauung verletzt das Recht auf ungestörte Religionsausübung (GG Art. 4,II). Indem der Staat die durch Ge1dbußdrohung unterstützte Forderung erhebt, daß die kirchliche Trauung erst stattfinden darf, wenn die Ehe vor dem Standesbeamten geschlossen ist, hindert er die Geistlichen an der freien Vornahme der kirchlichen Trauung und verlegt dadurch den Verlobten den Weg zu einer religiösen Handlung. Das bedeutet für den katholischen Christen, dass ihm der Staat den Zugang zu dem Sakrament versperrt.
Berücksichtigt man zusätzlich die Tatsache, dass es hier objektiv um die Frage nach der katholischen Kirche und somit um die ewige Seligkeit geht, fällt es umso schwerer, den Behauptungen der V2-Gruppe und der BRD unter hartnäckiger Missachtung aller unübersehbaren Fakten blind zu vertrauen. Selbst die Ansicht, dass Katholiken verpflichtet seien, einen sowohl von Staatsoberhaupt als auch von Staatsvolk als Papst bezeichneten Scheinpapst für den Papst zu halten, wurde seitens der Kirche z.B. im Falle von Pietro Rainalducci ganz klar zurückgewiesen.
Zudem kennen selbst Nichttheologen solche Sätze wie:
Katholiken kennen zudem päpstliche Lehren wie:
Die Ansicht, dass die Kirche dem Staat unterworfen sei, ist dementsprechend eine vom unfehlbaren kirchlichen Lehramt ausdrücklich verurteilte Häresie, cf. Kirchenrechtler H. Jone, Katholische Moraltheologie, Paderborn (7)1936, 93:
"Wer z. B. sich zur Ansicht bekennt, ... die Kirche sei dem Staate unterworfen, der ist ein Häretiker."
Zur allgemeinen Vertrauenswürdigkeit der Justiz gibt es bekanntlich umfangreiches Material, z.B.:
Dr. Egon Schneider, 2005:
"Welche Rechtsverletzungen Richter auch immer begehen mögen, ihnen droht kein Tadel. ... Und so ist es zu dem bemerkenswerten Verfahren gekommen, daß drei Instanzen eine Dienstaufsichtsbeschwerde ohne eigene Begründung zurückgewiesen haben und sich lediglich auf dem Antragsteller teilweise unbekannte richterliche Stellungnahmen bezogen haben, die ihrerseits nicht auf die Sache eingegangen waren. Von der Bindung an Gesetz und Recht (Art. 20 Abs. 3 GG) kann da wirklich keine Rede mehr sein."
Prof. Dr.-Ing. Hans-Joachim Selenz, 2008:
"Explizit kriminelles Justizhandeln gibt es zuhauf. ... Der Sumpf schließt die höchsten deutschen Gerichte ein. Daher gibt es praktisch keine Verurteilung wegen Rechtsbeugung, Strafvereitelung im Amt und Begünstigung. Selbst schwerste Wirtschaftskriminalität wird gegen Zahlung geringer Beträge eingestellt."
Auch gängige Formulierungen wie "Rechtsbeugermafia", "Saustall Justiz" etc. zeugen nicht von Unfehlbarkeit der staatlichen Obrigkeit. Trotzdem verlangt die V2-Gruppe ausschließlich und hartnäckig, dass alle Bürger die unfehlbaren kirchlichen Entscheidungen über das Wesen der Kirche ignorieren und sich einzig und allein der Macht der BRD unterwerfen, und das obendrein in der Frage nach der ewigen Seligkeit.
Der hartnäckige unbegründete und widervernünftige BRD-Zwang wiederum, eine "wesentlich" nichtkatholische Gemeinschaft für die katholische Kirche zu halten, bezieht sich obendrein auf eine Gruppe, für die Begriffe geprägt wurden wie "größte transnationale Schwulenorganisation" und "Kinderficker-Sekte".
Also die sog. "Rechtsbeugermafia" und die sog. "Kinderficker-Sekte" stützen sich nur gegenseitig, aber ohne jedes Argument und gegen jedes Argument, bei ihren monströsen Falschaussagen zur katholischen Kirche. Und der Bürger soll sein Seelenheil vollkommen rückhaltlos in die Hände dieser beiden Institutionen legen. Das ist wohl etwas viel verlangt.
Pater Lingen ist römisch-katholischer Priester. Das wurde z.B. auch vom "sedisvakantistischen" Bischof José R. López-Gastón anerkannt gem. Schreiben v. 18.07.1996, das bereits i.J. 1999 bei der Polizei Recklinghausen vorgelegt wurde.
Sie haben mit Ihrem falschen Gutachten also äußerst schweren Schaden verursacht. Ihr Widerruf ist dementsprechend absolut unverzichtbar.
1. Obwohl das Verfahren wegen erwiesener Unschuld zwingend notwendig mit einem vollständigen Freispruch hätte enden müssen, gab es nur eine Verfahrenseinstellung. Dabei wird im Urteil ausdrücklich von einem "Unrecht" bei Pater Lingen ausgegangen, das nur deshalb - ausnahmsweise - mal nicht bestraft wird, weil die "Unrechtseinsicht" fehlt. Objektiv liegt zwar tatsächlich keine Unrechtseinsicht vor, aber eben bewiesenermaßen nur deshalb, weil eben gar kein Unrecht vorliegt. Logischerweise kann man etwas, das nicht existiert - hier also ein Unrecht -, auch nicht erkennen. Nun aber unterstellt das Gericht keine objektive, sondern eine subjektive fehlende Unrechtseinsicht. Lt. StGB § 20 ist Schuldunfähigkeit gegeben bei äußerst schweren Persönlichkeitsstörungen der Person, die objektiv ein Unrecht begangen hat. Bei Pater Lingen ist dies lt. Gericht die "Auffassung", "dass göttliches Recht höher einzuschätzen ist, als weltliche Bestimmungen." Cf. z.B. Mk 3,21f; Lk 7,33f; Apg 2,13; Apg 26,24.
Sie tragen nicht nur eine erhebliche Mitschuld, sondern objektiv sogar mindestens die Hauptschuld sowohl an dem unterbliebenen Freispruch als auch an weiteren damit verbundenen schweren Schäden. Denn Sie haben den Grundirrtum propagiert, dass die V2-Gruppe die katholische Kirche ist, und dementsprechend viele Verleumdungen allgemein gegen die Kirche und speziell gegen Pater Lingen vorgebracht. Die "Unrechts"-Lüge gegen Pater Lingen geht ganz entscheidend auf Ihre Falschaussagen zurück.
Z den somit wesentlich von Ihnen verschuldeten Schäden gehören u.a.:
1. Das Gericht hat bei Verfahrenseinstellung ausdrücklich erklärt, dass jederzeit immer wieder neue Verfahren und Verurteilungen in derselben Sache möglich sind. Also selbst wenn zukünftig keinerlei Prozesse mehr geführt werden sollten, bleibt Ihretwegen die sehr schwere psychische Belastung der beständigen Bedrohung durch die Justiz ("Damokles-Schwert").
2. Mit dem notwendigen Freispruch hätten auch unvermeidbar die früheren Verfahren und Verurteilungen wieder aufgehoben und vollständiger Schadensersatz geleistet werden müssen. Die nun unterbliebene notwendige Wiedergutmachung für früheres Justiz-Unrecht an Pater Lingen ist ebenfalls auch Ihnen zuzurechnen. Zur Herstellung gerechter Verhältnisse sind nun außerordentliche Kosten und Mühen erforderlich.
3. Wie bereits erwähnt, richtet sich Ihr Gutachten in Wahrheit gegen jeden rechtgläubigen Menschen und verteidigt das von Ihrer Gruppe permanent begangene Unrecht, sich als katholische Kirche auszugeben. Damit unterstützen Sie z.B. auch das "Kirchensteuer"-System und die unrechtmäßige Einnahme von staatlichen resp. staatlich organisierten Einnahmen aufgrund eines Betrugs.
Das Ausmaß dieses Unrechts ist kaum zu überblicken.
Ihren schriftlichen Widerruf müssen Sie innerhalb von vier Wochen bei folgenden Stellen eingereicht haben:

References: § 3
 § 1
 §1
 Art. 4
 Art. 4
 Art. 4
 § 20