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Timestamp: 2019-11-22 14:48:05+00:00

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BFH, 21.02.1991 - IV R 35/89 - dejure.org
BFH, 21.02.1991 - IV R 35/89
https://dejure.org/1991,868
BFH, 21.02.1991 - IV R 35/89 (https://dejure.org/1991,868)
BFH, Entscheidung vom 21.02.1991 - IV R 35/89 (https://dejure.org/1991,868)
BFH, Entscheidung vom 21. Februar 1991 - IV R 35/89 (https://dejure.org/1991,868)
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EStG §§ 4, 5, 12
Unterbeteiligung - Gesellschafter - Einkommensteuer
EStG § 4 § 5 § 12
§§ 4, 5 EStG
Einkommensteuer; Anerkennung einer typischen stillen Unterbeteiligung
BFHE 164, 238
BB 1991, 1478
BB 1991, 1770
DB 1991, 2013
BStBl II 1995, 449
BFH, 06.07.1995 - IV R 79/94
Zur steuerrechtlichen Anerkennung einer Unterbeteiligung am OHG-Anteil des Vaters …
Dabei gelten die auch sonst bei Gesellschaftsverträgen zwischen nahen Angehörigen maßgebenden Rechtsgrundsätze, d. h. der Vertrag muß zivilrechtlich wirksam sein, inhaltlich dem zwischen Fremden Üblichen entsprechen und so auch durchgeführt werden (Senatsurteil vom 21. Februar 1991 IV R 35/89, BFHE 164, 238, BStBl II 1995, 449).
Der Senat hat bereits früher hervorgehoben, daß die Unterbeteiligung eine bürgerlich-rechtliche Innengesellschaft ist, die der stillen Gesellschaft nahesteht (Urteil in BFHE 164, 238; vgl. auch Urteil in BFHE 174, 219, BStBl II 1994, 635).
Die Auszahlung der Gewinnanteile kann allerdings durch Abschluß eines Darlehensvertrags über den entnehmbaren, aber tatsächlich nicht entnommenen Gewinnanteil ersetzt werden (BFH-Urteile vom 18. Oktober 1989 I R 203/84, BFHE 158, 421, BStBl II 1990, 68, und in BFHE 164, 238, BStBl II 1995, 449).
Hiervon ist auch der Senat bereits im Urteil in BFHE 164, 238, BStBl II 1995, 449 ausgegangen.
Die vertragliche Regelung schließt weitere Informationsrechte des Unterbeteiligten ausdrücklich aus; dadurch unterscheidet der Streitfall sich auch vom Falle des Urteils in BFHE 164, 238, BStBl II 1995, 449, in dem vereinbart war, daß der Hauptbeteiligte auf Verlangen des Unterbeteiligten weitere Auskünfte zu erteilen hatte.
cc) Verträge unter nahen Angehörigen sind daraufhin zu untersuchen, ob sie durch die Einkünfteerzielung oder den steuerrechtlich unbeachtlichen privaten Bereich (§ 12 EStG) veranlasst sind (BFH-Urteile vom 28. Juni 2002 IX R 68/99, BFHE 199, 380, BStBl II 2002, 699; vom 21. Februar 1991 IV R 35/89, BFHE 164, 238, BStBl II 1995, 449).
BFH, 12.05.2016 - IV R 27/13
Steuerrechtliche Anerkennung einer atypisch stillen Gesellschaft mit einem …
Dies gilt aber nur unter der Voraussetzung, dass die vorgenannten Bedingungen für die Anerkennung erfüllt sind (vgl. BFH-Urteile vom 21. Februar 1991 IV R 35/89, BFHE 164, 238, BStBl II 1995, 449; vom 27. Januar 1994 IV R 114/91, BFHE 174, 219, BStBl II 1994, 635, und in BFHE 246, 349).
Gesellschaftsverträge zwischen nahen Angehörigen können zwar auch dann anerkannt werden, wenn die Beteiligung oder die zum Erwerb der Beteiligung aufzuwendenden Mittel dem in die Gesellschaft aufgenommenen Angehörigen unentgeltlich zugewendet worden sind, dies aber nur unter der Voraussetzung, dass die vorgenannten Anerkennungsvoraussetzungen erfüllt sind (vgl. BFH-Urteile vom 21. Februar 1991 IV R 35/89, BFHE 164, 238, BStBl II 1995, 449; vom 27. Januar 1994 IV R 114/91, BFHE 174, 219, BStBl II 1994, 635).
BFH, 21.10.1992 - X R 99/88
Gewinnanteile der eigenen Kinder bei Ausschluss einer Verlustbeteiligung nicht …
Im Falle des BFH-Urteils vom 21. Februar 1991 IV R 35/89 (BFHE 164, 238) war der typisch still Unterbeteiligte gleichfalls am Verlust beteiligt.
BFH, 07.11.2000 - VIII R 16/97
Die zivilrechtliche Gestaltung muss ferner klar und eindeutig sein und auch tatsächlich entsprechend den getroffenen Vereinbarungen vollzogen werden (vgl. für Gesellschaftsverhältnisse z.B. BFH-Urteile vom 27. Januar 1994 IV R 114/91, BFHE 174, 219, BStBl II 1994, 635; vom 21. Februar 1991 IV R 35/89, BFHE 164, 238, BStBl II 1995, 449; vom 17. Januar 1991 IV R 132/85, BFHE 163, 449, BStBl II 1991, 607; vom 31. Mai 1989 III R 91/87, BFHE 158, 16, BStBl II 1990, 10; vom 10. November 1987 VIII R 166/84, BFHE 152, 325, BStBl II 1989, 758; vom 9. Juli 1987 IV R 95/85, BFHE 150, 539, BStBl II 1988, 245; vom 5. Juni 1986 IV R 53/82, BFHE 147, 139, BStBl II 1986, 798; vom 14. August 1986 IV R 341/84, BFHE 147, 449, BStBl II 1987, 23).
BFH, 27.01.1994 - IV R 114/91
Zur steuerlichen Anerkennung einer Rückfallklausel bei einer schenkweise …
Insoweit verbleibt es bei dem ständiger Rechtsprechung des BFH entsprechenden Grundsatz, daß Gesellschaftsverträge zwischen nahen Angehörigen, soweit die übrigen Voraussetzungen erfüllt sind, auch dann anerkannt werden können, wenn die Beteiligung oder die zum Erwerb der Beteiligung aufzuwendenden Mittel dem in die Gesellschaft aufgenommenen Angehörigen unentgeltlich zugewendet worden sind (vgl. z. B. Senats-Urteil vom 21. Februar 1991 IV R 35/89, BFHE 164, 238, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung - HFR - 1991, 642).
Allerdings richten sich die Informations- und Kontrollrechte des Unterbeteiligten nicht gegen die Hauptgesellschaft, sondern gegen den Hauptbeteiligten (Urteil des Bundesgerichtshofs - BGH - vom 11. Juli 1968 II ZR 179/66, BGHZ 50, 316, 323 ff.; Senatsurteil in BFHE 164, 238, HFR 1991, 642).
BFH, 12.02.1992 - X R 121/88
Nicht abziehbare Zuwendungen durch Zuwendungen an Kinder (§ 12 Nr. 2 EStG )
Der Senat läßt dahingestellt, ob er dem Urteil des IV. Senats vom 21. Februar 1991 IV R 35/89 (BFHE 164, 238) folgen könnte, soweit dieser eine steuerrechtlich unterschiedliche Behandlung von geschenkter Darlehensforderung und schenkweise begründeter stiller Gesellschaft für gerechtfertigt hält.
BFH, 03.12.1991 - IX R 155/89
Keine Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung eines Unterbeteiligten an einer …
Ist der Unterbeteiligte nicht Mitunternehmer (typische stille Unterbeteiligung), so kann seine Beteiligung nach § 20 Abs. 1 Nr. 4 EStG zu Einkünften aus Kapitalvermögen führen (vgl. die BFH-Urteile vom 10. November 1987 VIII R 53/84, BFHE 151, 434, BStBl II 1988, 186; vom 9. November 1988 I R 191/84, BFHE 155, 454, BStBl II 1989, 343; vom 21. Februar 1991 IV R 35/89, BFHE 164, 238;… vom 16. Dezember 1986 VIII R 10/85, BFH/NV 1987, 715;… Schmidt, a. a. O., § 15 Anm. 61 e).
Er steht lediglich in Rechtsbeziehungen zu dem Hauptgesellschafter und bildet mit diesem eine Innengesellschaft (vgl. BFH-Urteile vom 8. August 1979 I R 82/76, BFHE 128, 457, BStBl II 1979, 768; vom 18. März 1982 I R 127/78, BFHE 135, 464, BStBl II 1982, 546, und in BFHE 164, 238; Bilsdorfer, Neue Juristische Wochenschrift - NJW - 1980, 2785).
Nur auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass die Vertragsbeziehungen nicht im privaten Bereich (§ 12 Nr. 1, 2 EStG) wurzeln (BFH-Urteil vom 21. Februar 1991 IV R 35/89, BFHE 164, 238, BStBl II 1995, 449).
BFH, 23.04.1992 - IV R 46/91
Vertretung des Kindes bei Mietvertragsabschluss mit Vater
FG Baden-Württemberg, 19.09.2006 - 4 K 177/02
Anerkennung von Verträgen zwischen nahen Angehörigen, die unter Verstoß gegen …
BFH, 08.12.2000 - IV B 24/00
FG Niedersachsen, 29.09.2011 - 10 K 269/08
Zuwendung einer atypisch stillen Beteiligung
FG Niedersachsen, 18.02.2003 - 13 K 193/01
Vertrag zwischen nahen Angehörigen: Keine Eigenheimzulage für die Anschaffung …
FG Hamburg, 18.10.2001 - II 281/00
Mitunternehmerschaft bei Familien-KG
FG München, 07.11.2002 - 13 V 2413/02
Zur steuerlichen Anerkennung einer Unterbeteiligung des Ehegatten; Aussetzung der …
FG Hamburg, 24.07.2001 - II 281/00
Vorliegen einer Mitunternehmerschaft bei starker Einschränkung der Kontrollrechte …
FG Sachsen-Anhalt, 28.08.2002 - 2 K 111/02
Schenkung einer Kommanditbeteiligung an minderjähriges Kind; Gesonderte und …
FG Hamburg, 10.08.1998 - VII 106/95
Übertragung eines Gesellschaftsanteils zwischen Ehegatten und Fremdvergleich; …

References: § 4
 § 5
 § 12
 BGH 
 § 20
 § 15