Source: https://issuu.com/chrischona/docs/panorama-1-2012
Timestamp: 2017-12-18 13:36:49+00:00

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Panorama 1/2012: Geplatzt - was in der Finanzkrise wirklich trägt by Chrischona International - issuu
CHRISCHONA 1/12 GEMEINDE – MISSION – THEOLOGIE
geplatzt Geplatzt
Was in der Finanzkrise wirklich trägt ...
Zur Verabschiedung von Direktor Markus Müller kommen verschiedene Personen zu Wort | Seite 6
Wir laufen in die Zukunft beim grossen Sponsorenlauf zur Einsetzung des neuen Direktors René Winkler am 4. März auf St. Chrischona | Seite 16 Vierter Grundsatz: Prioritäten setzen Die Serie zu unserem Umgang mit Finanzen geht weiter | Seite 17
6	3 Auf ein Wort. Direktor Markus Müller 4
Leserforum / Vermischtes	St. Chrischona
Zur Verabschiedung von Direktor Markus Müller
Die Finanzkrise – Gericht oder Chance? Patrik Senn
Eine logische Konsequenz. Im Gespräch mit zwei christlichen Finanzberatern
Sponsorenlauf 2012 Wir laufen in die Zukunft. Infos zur Einsetzung von René Winkler als Direktor und zum Sponsorenlauf Impuls
Gottes Demut – das Ende unserer Arroganz. Eckhard Hagedorn St. Chrischona
Finanzen: Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung!
Unser Umgang mit Finanzen – Vierter Grundsatz: Prioritäten setzen. Walter Stauffacher
tsc: Zum Abschied von Daniel und Eva Förster-Geiss
summer school 2012 – Infos
Und sie fanden eine Herberge. Modell von Jerusalem wandert ins Heilige Land. Dorothea Gebauer Gemeinde
Deutschland: Zur Verabschiedung von Inspektor Rainer Geiss. Jos Tromp
Deutschland: Interview mit Wieland Müller, dem neuen Vorsitzenden des Chrischona-Gemeinschaftswerks
Menschen in unseren Gemeinden Über den Tellerrand
Amtsmissbrauch, Rücktrittsforderungen, Glaubwürdigkeitsprobleme. Ein Kommentar von Markus Müller
Chrischona-Panorama 2/2012: Redaktionsschluss: 17. Februar 2012 Inserateschluss: 7. März 2012 Erscheinungstag: 8. April 2012 Chrischona-Panorama 3/2012: Redaktionsschluss: 20. April 2012 Inserateschluss: 9. Mai 2012 Erscheinungstag: 10. Juni 2012
Geplatzt sind manche Träume, manche Sicherheiten, manches Geschäft, manches Versprechen. Seit 2008 jagt eine «Finanzkrise» die nächste: Immobilienkrise, Bankenkrise, Schuldenkrise, Währungskrise, Eurokrise. Manche Bank ging pleite, andere mussten gerettet werden. Seit einiger Zeit hält die Schuldenkrise die Europäische Union auf Trab. «Rettungsschirme» werden aufgespannt, damit hochverschuldete Staaten kurz vor der Pleite hoffentlich noch die Kurve kriegen. Die Finanzkrise ist im Kern eine Krise der Werte, schreibt Patrik Senn in seinem Beitrag ab Seite 10. Welche Werte und Überzeugungen leiten unser Verhalten – und das auf den Finanzmärkten? Was bleibt und trägt, wenn vermeintliche Sicherheiten und Garantien nicht mehr halten, was sie versprechen? Die schlechten Nachrichten verunsichern. Aber durchschauen und verstehen wir, was da passiert? Wir fragten zwei Finanz-Profis, wie sie die Situation einschätzen und was sie im Umgang mit Geld empfehlen. Die Interviews lesen Sie auf den Seiten 12 und 13. Krisen in unserer Gesellschaft – von den Finanzen bis zum Stolpern von Amtsträgern über Missgeschicke – sind nicht nur Probleme, schreibt Markus Müller auf Seite 24. Sie sind auch Chancen – gerade für uns Christen. Das ist eine gute Nachricht. Die Jahres­losung erinnert uns daran: Jesu Kraft ist in uns Schwachen mächtig.
Michael Gross, Redaktionsleiter
«Es war ein Privileg, Handlanger sein zu dürfen» Direktor Dr. Markus Müller
Gott baut sein Reich. Da dabei sein zu dürfen ist für uns Menschen einzigartiges Vorrecht. Die erste Einladung an uns: Hinsehen und wahrnehmen, was Gott tut und wie Gott es macht. Sicher ist: Gott macht es gut. Aus diesem Hinsehen sind in mir im Laufe der vergangenen Jahre vor allem zwei Dinge gewachsen. Da ist zum einen die Pflege der persönlichen Jesusbeziehung. Es ist dieses «Alleinsein mit dem Meister», wie Jakob Kroeker es nannte. Nicht nur das Bitten um Segen kann unser Bestreben sein, sondern die Begegnung mit dem Segnenden. Nicht nur um das Trinken und Verfügbarmachen von frischem Wasser kann es gehen, sondern um den persönlichen und gemeinschaftlichen Gang zur Quelle. Nicht Gott in unser Tun zu ziehen ist unsere Aufgabe, sondern uns in das Werk Gottes einbeziehen zu lassen. Dass es im Werk der Pilgermission immer Menschen gab, bei denen gerade dieses Anliegen erste Priorität hatte, ist ein Geschenk von Gott. Und es ist zum andern die Anteilnahme am Ergehen der Menschen unserer Welt. Gemeinde Jesu gibt es wegen Gott, und es gibt sie wegen den Menschen unserer Welt. Wer in dieser Welt etwas verändern will, muss verstehen, hineinhorchen, ertasten und erahnen. Das konnte in besonderer Weise bereits der Gründer der Pilgermission. Christian Friedrich Spittler spürte die Bedürftigkeit dieser Welt, er schmiedete entsprechend Pläne, und er verfolgte sie hartnäckig bis zu ihrer Verwirklichung. Er wusste: Zukunft ist das Ergebnis von Vergangenheit und Gegenwart. Was und wie wir vom Gestern her im Heute leben hat prägende Wirkung für das Morgen. Zehn Jahre Direktor der Pilgermission sein. Im Tiefsten kann man so etwas nur in grosser Dankbarkeit beschliessen. So danke ich allen >	f ür ihr Beten für dieses Werk der Pilgermission und alle Menschen, die in irgendeiner Weise Verantwortung tragen, >	für ihr Ermutigen, ohne dessen Erfahrung jeder Mensch austrocknen muss, >	f ür ihr Ertragen von Dingen, die noch nicht sind, wie sie sein sollten, >	f ür ihr Nachfragen, wo nur das Fragen zu tragfähigem Denken und Antworten hinführen kann. Es war ein Privileg, Handlanger sein zu dürfen. Es war einzigartig, Spurensuche zu betreiben und «Pfad-finder» zu sein. Es erfüllte mich mit Dankbarkeit, wenn ein Wort oder Text der Bibel zum Ereignis wurde. Es war unübertrefflich, wenn das Gefühl vorherrschte, dass Gott am Werk ist. Das möge er bleiben: An und mit uns persönlich, an und mit seinem Werk, an und mit dieser Welt. //
Redaktionsleitung: Michael Gross Tel. +41 (0)61 64 64 557 E-Mail: markom@chrischona.ch Inserate und Beilagen: Wolfgang Binninger Tel. +41 (0)61 64 64 554 E-Mail: wolfgang.binninger@chrischona.ch Layout: kyrio.de Druck: Druckerei Jakob AG, Grosshöchstetten Erscheinungsweise: sechsmal im Jahr Auflage: 12’000 Exemplare Kosten: Wir sind für einen Beitrag für die Medien­ arbeit dankbar, Richtwert ist CHF 20.– / € 13.– im Jahr. Sie können dazu den eingehefteten Einzahlungsschein verwenden.
Pilgermission St. Chrischona Pilgermission St. Chrischona Chrischonarain 200, 4126 Bettingen •	Postkonto 40-872-3 IBAN: CH39 0900 0000 4000 0872 3 Deutschland Chrischona-Gemeinschaftswerk e.V. Gottlieb-Daimler-Strasse 22, D-35398 Giessen •	Ev. Kreditgenossenschaft Kassel BLZ 520 604 10, Konto 5851 •	Volksbank Mittelhessen e.G. BLZ 513 900 00, Konto 50 237 800 Gaben an die Pilgermission können auch über die Chrischona-Stiftung weitergeleitet werden: •	Volksbank Mittelhessen BLZ 513 900 00, Konto 50 50 60 02 Für Spenden aus Ländern der EU: •	Ev. Kreditgenossenschaft Kassel IBAN DE74 5206 0410 0000 0058 51 Für Spenden aus dem nicht EU-Raum: •	SWIFT-Code: GENODEF1EK1 Frankreich Pilgermission St. Chrischona CH-4126 Bettingen/Bâle •	Crédit Mutuel des Trois Pays, 6, Place de la Gare, F-68330 Huningue Identifikation Konto (RIB): 10278 03050, 00024007701 78 Südafrika und Namibia Für Leser in Südafrika und Namibia schlagen wir vor, jeweils im März eine Spende von R/N $ 100.– mit dem Vermerk ‘Chrischona-Panorama’ auf das Konto der jeweiligen Stadtmission zu überweisen. Herzlichen Dank!
Leserforum CHRISCHONA 5/11 GEMEINDE – MISSION – THEOLOGIE
Gott ruhte Und Gott ruhte
Zum Impuls «Gehen wir über Leichen?» von Werner Neuer im Chrischona-Panorama 5-2011:
«Es freut mich, dass im Chrischona-Panorama gegen Abtreibung geschrieben wird. Dieses Thema wird unter uns Christen meistens totgeschwiegen. Es berührt uns nicht mehr, dass in Europa Hunderttausende von ungeborenen Kindern im Bauch der Mutter getötet werden. In der Schweiz sind es jährlich mehr als 10’000 Kinder, denen das Lebensrecht abgesprochen wird. Mutter Teresa von Kalkutta sagte: Die Abtreibung ist heute der grösste Zerstörer des Friedens, der grösste Vernichter der Liebe in der Welt! Was sollen wir tun, fragt Dr. Werner Neuer in seinem Artikel. Der ‘Marsch für das Leben’ in Berlin und Zürich war ein wichtiges Zeichen. Ich selber schreibe seit Jahren Leserbriefe zu diesem Thema. Ein Redaktor sagte einmal, dass Todesanzeigen und Leserbriefe am meisten gelesen werden. Für uns Christen ist das eine gute Plattform, unsere Einstellung öffentlich kundzutun. Dazu möchte ich ermutigen.» Evi Hunziker aus Stäfa, Schweiz René Winkler wird neuer Direktor Lesen Sie mehr über die Wahl des künftigen Direktors der Pilgermission | Seite 6
Ihre Erfahrung zum Thema Hat Ihnen ein Beitrag im Heft gefallen? Oder regt sich Widerspruch nach der Lektüre? Haben Sie ähnliche Erfahrungen gemacht – oder ganz andere? Dann schreiben Sie uns.
Neuer Schwung auf dem Berg 30 neue Studenten haben ihr Studium am Theologischen Seminar St. Chrischona begonnen. | Seite 5
Senden Sie Ihre Zeilen an: Redaktion «Chrischona-Panorama» Chrischonarain 200 CH-4126 Bettingen markom@chrischona.ch
V rm era E iss nst ine ion alt St ung .C d hr er isc ho na
Seniorent ag
Alle zwei Monate erscheint der elektronische Newsletter Panorama digital mit Nachrichten und Hinweisen vom Berg und aus dem Werk. Wollen auch Sie den Newsletter erhalten? Dann melden Sie sich im Internet an: www.chrischona.org/panorama-digital
Seniorentag 2012 Dienstag, 8. Mai 2012 auf St. Chrischona
Spürt unseren Herzschlag Beim Seniorentag lernen Sie die Herzensanliegen der neu zusammengesetzten Leitungs-Mannschaft kennen. Neu dabei oder in neuer Funktion sind (von links): René Winkler (Direktor), Wieland Müller (1. Vorsitzender CGW Deutschland) und Peter Gloor (Leiter Gemeinden CH). Mit dabei natürlich Horst Schaffenberger (Seminarleiter) und Walter Stauffacher (Geschäftsführer). Sie spüren den Herzschlag der Pilgermission und erfahren, was der Leitung des Werks auf dem Herzen liegt. Musik: Chor des Theologischen Seminars St. Chrischona.
Anmeldung über Ihren Prediger oder direkt an die Pilgermission St. Chrischona, Chrischonarain 200, CH-4126 Bettingen, reception@chrischona.ch
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Zweiter Grundsatz: Schulden sanieren Die Serie über unseren Umgang mit Finanzen geht weiter | Seite 17
Vermischtes Termine auf St. Chrischona
Eben-Ezer-Halle ist wieder dicht
4. März Einsetzung des neuen Direktors René Winkler und Sponsorenlauf Infos auf S. 14 + 15 und unter www.chrischona.org/sponsorenlauf 8. Mai
Seniorentag Lernen Sie die Herzensanliegen der neuen LeitungsMannschaft kennen. Infos S. 4
Die Arbeiten am Dach der Eben-Ezer-Halle sind fertiggestellt. Die Nordseite wurde mit neuen Ziegeln eingedeckt. Die Südseite musste auf Verlangen der Denkmalpflege des Kantons Basel-Stadt mit alten, bestehenden Ziegeln eingedeckt werden (die Eben-Ezer-Halle ist nicht nur schützenswert, sondern ein eingetragenes Denkmal der höchsten Schutzstufe der Schweiz). So besteht diese Seite nun zu zwei Drittel aus alten Südseitenziegeln und einem Drittel aus alten Nordseitenziegeln. Da dies zwei unterschiedliche Ziegelfabrikate sind, ist der Übergang farblich sichtbar. Wir sind froh, dass die Eben-Ezer-Halle nun wieder dicht ist und wir sie wieder – ohne Regenschirm – für verschiedenste Anlässe nutzen können. Noch liegen die definitiven Zahlen nicht vor, aber voraussichtlich kann der Kostenrahmen von etwa 150’000 Franken mit der finanziellen Unterstützung der Denkmalpflege eingehalten werden. Bisher gingen inklusive der Unterstützung einer Stiftung 65’000 Franken Spenden für diese Renovationsarbeiten ein. Dafür sind wir sehr dankbar! // Walter Stauffacher
13. Mai Gemeindebesuchstag auf St. Chrischona
Eingeladen sind alle Gemeinden aus dem ChrischonaVerband zu einem erlebnisreichen Tag auf St. Chrischona. Lernen Sie die Pilgermission und den Chrischona-Berg kennen. 28. Juli - 4. August KGE – Die Konferenz für geistliche Erneuerung
Thema: Scheitern erlaubt. Bei Gott brauchst du kein Held zu sein. Referenten: Dr. Andreas Loos und Christina Brudereck Infos auf S. 9 und im Internet unter kge.chrischona.org
Auf zu neuen Ufern Auf Auf Auf Aufzu zu zu zuneuen neuen neuen neuenUfern Ufern Ufern Ufern Interessentenwochenende 24.-26. Februar 2012
• Inputs zum Thema Berufung Theologisches Seminar St. Chrischona
mehr: tsc.chrischona.ch
• Begegnung mit Studenten und Dozenten • Infos zu den Studiengängen am tsc
• Zeit für Gespräche und die persönliche Orientierung
Infos unter tsc.chrischona.ch
Ein spannendes Wochenende – kostenlos. 5
Ende Februar endet die Amtszeit von Direktor Markus Müller. Am 5. Februar wurde er mit einem feierlichen Gottesdienst verabschiedet. Zu dem Zeitpunkt war dieses Heft schon gedruckt, ein Bericht von dem Anlass findet sich im Internet unter www.chrischona.org – schauen Sie rein. Auf diesen Seiten blicken verschiedene Personen zurück auf persönliche Erlebnisse und die Zusammenarbeit mit Direktor Markus Müller.
Manfred Baumann, von 1995 bis 2003 Präsident des Komitees der Pilgermission St. Chrischona: Der 29. September 2001 war für mich als damaliger Komitee-Präsident insofern ein besonderer Tag, als ich der im Chrischona-Zentrum versammelten «Berggemeinde» auf St. Chrischona den unmittelbar zuvor gewählten neuen Direktor Markus Müller vorstellen konnte. Mit Markus Müller, seit 1999 Dozent am Theologischen Seminar St. Chrischona (tsc), wurde erstmals nicht ein Theologe, sondern ein Pädagoge mit der Leitung der Pilgermission St. Chrischona beauftragt. In der Zeit, als das Chrischonawerk starken Turbulenzen ausgesetzt war, hatten Komitee und Leitungsteam die Überzeugung gewonnen, mit Markus Müller den unserem Werk von Gott geschenkten Leiter gefunden zu haben, der mit seinem weiten Wissenshorizont, seinen tiefen Überzeugun-
«Ich erlebte Markus Müller vor allem in der engen Zusammenarbeit im Trägerkreis der Konferenz für geistliche Erneuerung (KGE) und im Arbeitskreis «Ehe, Scheidung, Wiederheirat». Er war jeweils Ermutiger und Motivator – manchmal auch «Dickkopf». Dass er trotz seines Arbeitspensums bei meinen gelegentlichen Besuchen auf St. Chrischona immer Zeit für einen persönlichen Austausch hatte, habe ich sehr geschätzt.» Bernhard Kuhl, Leiter Biblische Seelsorge & Lebensberatung, Mücke
«Es ist in meinen Augen immer gesellschaftlich relevant, wenn ein Leiter glaubwürdig ist und bescheiden; wenn er meint, was er sagt und zu dem steht, was er gesagt hat; wenn er keine Machtatmosphäre um sich verbreitet, weil er ein eigenes Standing hat; wenn er ein Menschenfreund ist, eine Sicht fürs Ganze pflegt, keinen ‘Macher-Geist’ verströmt, aber sein Ohr offen hält für die Bewegungen der Zeit und – noch mehr – für Gott. So einer ist für mich Markus Müller.» Hanspeter Wolfsberger, Leiter Haus der Besinnung in Betberg und früherer Direktor der Liebenzeller Mission
gen und verheissungsorientierten Vorstellungen in der Lage sein würde, dem Werk kräftige Impulse zu geben und es in seiner Identität zu stärken. Bereits vor seiner Wahl hatte er in einem Papier «Anhaltspunkte zu einem Bild der Pilgermission» aus der Wahrnehmung und Analyse der Werksgeschichte eine Standortbestimmung diagnostiziert und zugleich Ziele aufgezeigt und Wege beschrieben. Den «genetischen Code» der Pilgermission haben wir 2001 gemeinsam mit ihm auf den kurzen Satz verdichtet: «Der Kernauftrag der Pilgermission besteht darin, Menschen zu befähigen, Gott verfügbar zu sein und ihm in den unterschiedlichsten Feldern und Formen zu dienen.» Markus Müller brachte es auf den Punkt: «Christlicher Glaube darf sich nicht auf die persönliche Heilserfahrung beschränken, sondern muss sich im gesellschaftlichen Horizont des Denkens und Handelns konkret verwirklichen. Die Pilgermission soll in unseren Ländern Räume der Wahrheit und Barmherzigkeit schaffen, in denen Menschen Hoffnung und Geborgenheit erfahren. Schliesslich will sich Reich Gottes durch die Gemeinde hindurch in dieser Welt entfalten.» Markus Müller hat als Wertmassstab in der Gestaltung von Leben und Dienst für unser Werk die «5 Vs» kreiert: Vertrauen – Verantwortung – Versöhnung – Verfügbarkeit – Voraussicht. Mich beeindruckt, dass
© fotocase.de – misterQM
sowohl seine persönliche Lebensgestaltung, als auch die Wahrnehmung seiner exponierten Leitungsaufgabe von diesen «5 Vs» freudig durchdrungen sind. Er hat die Pilgermission nicht nur als «dienende Bewegung» beschrieben, sondern als «erster Diener des Werks» geleitet und damit nachhaltig geprägt. Seine Authentizität und Integrität werden bleibende Spuren hinterlassen. //
Hans-Jörg Hauser, seit Herbst 2003 Präsident des Komitees der Pilgermission St. Chrischona: Markus Müllers visionäre Impulse haben die Jahre unserer Zusammenarbeit geprägt. Dies begann mit der Werksphilosophie, von der bis heute die «5 Vs» nachhaltig geblieben sind. Aber auch die Profilmerkmale und der Kernauftrag wären es Wert, erneut in Erinnerung gebracht zu werden. Ein wichtiges Thema während Markus Müllers Amtszeit war die Erarbeitung der Stellungnahme zum «Dienst der Frau in der Gemeinde», die 2006 im Komitee verabschiedet wurde. Allein der Ansatz, dass sich die Leitung eines pietistischen Werks an dieses Thema machte, war für mich überraschend. Es löste dann auch Unsicherheiten aus bei Glaubenswerken, mit denen Chrischona freundschaftlich verbunden ist und zusammenarbeitet. Dieses Papier zum «Dienst der Frau in der Gemeinde» ist eine qualitativ ausgewogene Arbeit, welche die Bibeltreue nicht verlässt und doch in der heutigen Zeit Orientierung geben kann. Ich bin deshalb froh und dankbar, dass sich Chrischona die Mühe gemacht hat, diese Stellungnahme zu erarbeiten und den Gemeinden zur Verfügung zu stellen. Der Erfolg der Umsetzung in den Gemeinden ist in der Schweiz und in Deutschland auch entsprechend positiv ausgefallen. Einen Höhepunkt in der Amtszeit von Markus Müller bildete der Empfang der Visionstexte aus Jesaja 61,1-3 und 1. Petrus 2,9 – Bibelworte, die jeden ansprechen. Ich empfinde es als Privileg, dass das Leitungsteam der Pilgermission St. Chrischona diese Texte von Gott empfangen durfte. Es war keine mutige Aktivität, sondern reine Gnade. Ich bin davon überzeugt, dass diese Texte nicht nur einige Jahre Gültigkeit haben, sondern als göttlicher Impuls darüber hinaus gelten werden. Es sind umfassende Texte aus der Bibel, die Ewigkeitswert haben. Ein anderes wichtiges Projekt war die Erarbeitung der Handreichung «Ehe, Scheidung, Wiederheirat». Der
«A ls in de r Schweiz die Debatt führt w urd e um die e, hatten Minarett v w ir Philoso erbotsinit kamen im phieunterr iative gemer w ied icht bei M er auf die Unterrich arkus Mü ses aktue t hat eine ller. Wir lle T hema prägende betrachte zu sprech Spur hinte ich den Is e n . Der rlassen. M lam und d zuerst Vo it welcher ie Muslim rurteile o ‘B rille’ e (i d n e d r er Schweiz die bedin Gutgläubig gungslose )? Stehen keit gleich L da ie b e zusetzen Christi (w aber durc ist)? Die H as nicht m h Ablehnu e ra it u n sforderun g werden Markus M gen sind d sie nicht g üller hatt a e , lö st e , das nehm für uns im Ohren. Da e ich mit. mer eine ss der ‘gro offene Tü ss e D re und off ir ektor’ für gegenwärt ene uns ‘k lein ig war, em Patr ick Sch e Studente pfand ich neider, Stu n’ so sehr wert dent am T schätzend heolog isch .» en Semina r St. Chri schona
«Die weltweite Finanzkrise von 2008 hat mich daran erinnert, wie stark zukunftsausgerichtet Markus Müller ist. Er hat uns schon früh gesagt, dass wir in Zukunft mit weniger Ressourcen auskommen müssen. Während dieser Krise, die ja bis heute andauert, bestätigte sich seine Sicht. Für uns Franzosen waren seine Sicht von Europa und auch seine Kenntnis unserer französischen Verhältnisse sehr beeindruckend. Nicht jeder Schweizer kann Europa verstehen (Entschuldigung ihr lieben Schweizer!).» Jean-Georges Gantenbein, Präsident Vision-France
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«Markus Müller hat uns Pastoren immer wieder an unseren Auftrag erinnert: Gott hat Gemeinden und das Chrischonawerk nicht in Existenz gerufen, um eine selbstgenügsame Frömmigkeit zu pflegen. Wir haben einen Auftrag an der Gesellschaft. Das Reich Gottes ist grösser als die Kirche. Speziell erinnere ich mich an Markus‘ Anliegen, Leiter aus Gemeinde und Wirtschaft miteinander in Verbindung zu bringen – auch wenn das erst in Ansätzen greift. Mir imponiert einersteits die Art, wie er die Geschichte und das Erbe von Chrischo­na umarmt und wieder auf den Leuchter gestellt hat. Andererseits auch sein weiter Horizont für die Breite von Gottes Reich, quer durch die verschiedenen Kirchen und die Gesellschaft.» Johann Alberts, Prediger Chrischona-Gemeinde Romanshorn
Verabschiedung Markus Müller
>> Prozess dieser Arbeit zog sich über mehrere Jahre hin. Begonnen wurde damit im Jahre 2004 und 2009 fand auf St. Chrischona eine Fachtagung zu dem Thema statt. Die Handreichung wurde schliesslich im Februar 2012 abgeschlossen – darin zeigt sich die Komplexität des Themas. Markus Müller hat sich mir gegenüber sinngemäss einmal so ausgedrückt: Wenn wir uns nicht mit diesem Thema auseinandersetzen, werden wir von diesem Thema auseinandergesetzt. Es ist eine mutige visionäre Auseinandersetzung mit dem Zeitgeist, ohne jedoch die biblische Basis zu verlassen. Ich könnte noch weitere Themen nennen, die Markus Müller in seiner Zeit als Direktor beschäftigten. Erwähnen möchte ich nur noch eines seiner Anliegen: den Umgang mit Mangel. Das Thema wurde aufmerksam gehört, hat in der Praxis aber noch nicht viel Anwendung gefunden. Aber es ist ein Thema, das angesichts der aktuellen Entwicklungen in Wirtschaft und Gesellschaft in Zukunft noch bedeutungsvoll werden könnte – bei einzelnen oder vielen. Markus Müller hat als Direktor Themen gesetzt und wird – wie schon seine Vorgänger in dem Amt – prägende Spuren hinterlassen. Lieber Markus, herzlichen Dank für deinen Dienst für die Pilgermission St. Chrischona.
Was wäre ein Direktor ohne Frau, die ihm den Rücken stärkt? Doris Müller wirkte auf ihre bescheidene Art viel im Hintergrund. Viele Gäste haben im Lauf der Jahre bei Müllers Gastfreundschaft genossen und im Haus übernachtet. Doris Müller packte an vielen Orten an, wenn die Not es erforderte. Mit Leidenschaft widmete Sie sich der Geschichte und den Menschen der Pilgermission. Sie sammelte und ordnete historische Fotos und Berichte von ehemaligen Studenten, pflegte Fotoalben der Abschlussklassen und suchte die Lücken im Foto-Archiv zu füllen. Ein grosses Betätigungsfeld fand sie in den letzten Jahren in der Buchbinderei und dem Aufräumen und Sortieren alter Gegenstände aus der langen Geschichte der Pilgermission. Dies alles gipfelte darin, dass sie auf dem Dachboden der Kirche ein wunderschönes und umfangreiches Museum (Foto) über die verschiedenen Werkstätten und Tätigkeiten auf Chrischona errichtete. Danke!
Hanspeter Nüesch, Leiter von Campus für Christus Schweiz: «Ich kenne Markus Müller von unseren regelmässigen Zusammenkünften im «Siebnerteam», in dem sich sieben Leiter von einflussreichen Denominationen und Werken in der Schweiz seit vielen Jahren regelmässig zu Austausch und Gebet treffen. Die letzten zehn Jahre war Markus als Vertreter der Pilgermission dabei. Die Tatsache, dass er kaum ein Treffen ausgelassen hat, zeigt sein grosses Interesse am gemeindeübergreifenden Miteinander. Markus Müller war eine grosse Inspiration für uns alle. Er hat mit seiner weiten Reich Gottes-Sicht unseren Horizont erweitert und uns geholfen, die grösseren Zusammenhänge zu sehen. Ich dachte immer, Campus für Christus sei recht progressiv. Markus hat mich jedoch gelehrt, dass wir als Missionswerk in manchen Dingen noch zulegen können, nicht nur in Bezug auf Markus’ Lieblingsgebiet, der Diakonie, sondern auch in der Öffnung gegenüber den Geschwistern mit anderer Prägung. Es hat mir imponiert, wie überzeugend er die Relevanz des christlichen Glaubens in den drängenden Zeitfragen darstellte, inklusive heikler Themen wie der Herausforderung durch den Islam oder des überhandnehmenden Individualismus und Konsumismus. Immer wieder verblüffte es mich, wie er Liebenswürdigkeit und Barmherzigkeit mit Wahrheit und Kompromisslosigkeit verband. Es brauchte ein offenes Ohr und ein weiches Herz, um diesen leisen aber unmissverständlichen prophetischen Warner zu vernehmen. Als Mitglied der Chrischona-Gemeinde Buchs ZH war ich stolz, dass wir in Markus Müller einen Leiter haben durften, der eine grosse Gelehrsamkeit mit einer innigen Jesus-Beziehung verband. Als Leiter eines befreundeten Missionswerkes war ich einfach dankbar, dass die Zeit des freikirchlichen Isolationismus mit Leitern wie Markus Müller nun definitiv vorbei ist. Und als persönlicher Freund von Markus habe ich sein offenes Herz und seine dienende, wertschätzende Haltung sehr genossen. Danke Markus! Ich bin froh, mit Dir auch über die Zeit mit Chrischona hinaus verbunden bleiben zu dürfen. Es braucht geisterfüllte Bischöfe, wie Du einer bist. Aufgrund der gesegneten Erfahrungen im inneren Kreis des vergangenen Christustags freue ich mich, dass mit René Winkler als Nachfolger von Markus Müller das Miteinander auch in Zukunft von gegenseitiger Inspiration und Wertschätzung geprägt sein wird.»
Wir sind ein kleines Bauunternehmen in EbnatKappel mit einem jungen aufgestellten Team. Wir suchen einen qualifizierten und engagierten
Maurer mit Führungserfahrungen
Frauen-Impulstag (FIT) 2012
Datum: Samstag 31. März 2012 Thema: Verwurzelt in Jesus - nahe bei den Menschen Referentin: Kathrin Zöllig Ort: FEG Wetzikon Veranstalter: CHG, FEG, VFMG Möchten wir nicht alle Jesus den Menschen nahe bringen? Aber wie? Wir sind überzeugt, dass der Schlüssel zu dieser Frage in erster Linie in unserer Haltung zu Jesus Christus liegt: Je enger unsere Beziehung zu IHM ist, je mehr wir SEIN Denken zu unserem Denken machen, desto besser kennen wir auch SEINEN Auftrag für uns an den Menschen in unserer Umgebung. Je tiefer wir in IHM verwurzelt sind, desto mehr deckt sich unsere Sicht der Menschen mit der SEINEN. Kathrin Zöllig wird uns als Hauptreferentin in das Tagungsthema einführen, und anschliessend kann das Thema in zwei von zwölf unterschiedlichen Workshops auf vielfältige Art vertieft werden. Das Ideenforum mit verschiedenen Inspirationen und kreativen Anregungen und der Büchertisch runden das Tagesangebot ab. Neu gibt es auch eine Ideen-Pinwand (mehr Infos auf der FIT-Homepage!). Der FIT richtet sich als Schulungstag an Frauen, die sich in einer gemeindebezogenen Arbeit für andere Frauen investieren. Er bietet Hilfe und Motivation für alle, die sich mit Neugründung, Veränderung oder mit dem Wunsch nach einer wachsenden Frauenarbeit in ihrer Gemeinde beschäftigen. Kosten: CHF 60.- (inkl. Mittagessen und Workshopunterlagen) Flyer mit Anmeldetalon werden direkt an die Frauengruppen oder Pastoren verschickt. Genauere Infos zum FIT sowie Anmeldemöglichkeit unter www.fit-frauen-impulstag.ch
Ihr Profil: • Ausbildung zum Maurer mit eidgenössischen Fachausweis • mit Vorteil eine Weiterbildung zum Vorarbeiter oder Polier • Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit Unser Angebot: • Interessante Stelle mit zeitgemässer Entlöhnung • herausfordernde und anspruchsvolle Tätigkeit • Möglichkeit zur Weiterentwicklung Wollen Sie mehr wissen? Dann rufen Sie uns unter 071 993 39 80 oder besuchen Sie unsere Homepage www.forrerbau.ch.
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Ihre Aufgaben: • Selbstständiges Ausführen von Beton und Maurerarbeiten • Teamführung • offener Kontakt mit Bauherr und Bauführung
Chrischona-Gemeinde vor Ort.
Scheitern erlaubt KGE 2012 Wir sind ein kleines Bauunternehmen in Ebnat-Kappel mit einem jungen aufgestellten Team.
Bei Gott brauchst Du kein Held zu sein
Wir suchen einen qualifizierten und engagierten
Konferenz für geistliche
Maurer mit Führungserfahrungen Erneuerung
28. Juli bis 4. August 2012
Pilgermission St. Chrischona in Bettingen bei Basel
Ihr Profil: • Ausbildung zum Maurer mit eidgenössischen Fachausweis • mit Vorteil eine Weiterbildung zum Vorarbeiter oder Polier • Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit
Die Referenten der KGE 2012 Dr. Andreas Loos unterrichtet am Theologischen Seminar St. Chrischo­na (tsc). Sein Herz schlägt höher für die bunte Gemeinschaft mit Studenten und Kollegen, für ernsthafte Theologie und heilsame Lehre. Christina Brudereck verbindet Theologie und Lyrik, Spiritualität, Kultur und Politik, spricht und reimt, reist, schreibt und initiiert Projekte für religiös Kreative. Sie liebt Indien und Birma und das Ruhrgebiet, wo sie in einer Kommunität lebt.
Was Sie an der KGE 2012 erwartet:
Unser Angebot: • Interessante Stelle mit zeitgemässer Entlöhnung ► ein Woche Urlaub und Freizeit mit geistlichem Tiefgang • herausfordernde und anspruchs►volle tägliche Bibelarbeiten Tätigkeit ► inspirierende Seminare, vielseitige Freizeitangebote • Möglichkeit zur Weiterentwicklung
► Erholung und Entspannung jenseits des Alltags ► Ein Erlebnis auch für Kinder und Jugendliche
Tipp für Gemeinden:
Dann rufen Sie uns unter ► 993 Nutzen KGE 2012 071 39 80Sie oderdie besuchen Sie doch unsere Homepage www.forrerbau.ch.
als «Gemeindefreizeit»
Jetzt online anmelden: kge.chrischona.org
oder per Telefon: +41 (0)61 64 64 270
Chance Die Finanzkrise – Gericht oder Chance? Thema
Schuldenkrise, Eurokrise, Finanzkrise – seit Monaten ein unüberhörbares Thema in Zeitungen und Nachrichtensendungen. Woher kommt die Finanzkrise? Und bei aller Verunsicherung, die die Schlagzeilen und Berichte in den Medien bringen, fragt sich: Was trägt in der Krise? Und hat die Krise auch gute Seiten? Solche Fragen sollen auf den folgenden zwei Seiten näher betrachtet werden. Patrik Senn
Die Krise als Gericht? Das Wort Krise kommt vom griechischen Krísis und hat dort die Bedeutung von Gerichtsurteil, Verurteilung und gerechtem Gericht. Der Hémera Kríseos ist der Tag des Gerichts, auf den sich Jesus in Matthäus 10,15 bezieht. Wer also von der Finanz-, Euro- oder Schuldenkrise redet, spricht von einem Gericht. Ist die Finanzkrise somit ein Gericht Gottes? Hilfreicher ist die Frage – um beim Bild des Gerichts zu bleiben – was denn eigentlich einen Menschen vor Gericht bringt. Ist es nicht das eigene Fehlverhalten, das anderen Menschen schadet? Ein Gerichtsurteil ist somit fast immer die Folge eines ausgeprägten, falschen Verhaltens. Das Gericht ist also die Konsequenz des eigenen Verhaltens. Insofern bringt sich der Täter selber vor Gericht. Damit wären wir dem Kern der Finanzkrise auf die Spur gekommen. Wenn das Gericht die Folge eines Fehlverhaltens ist, dann muss gefragt werden, welches Fehlverhalten denn der Finanzkrise zugrunde liegt. Ist die Finanzkrise nicht im Kern eine Krise der Werte? Sind es nicht falsche Werte und Überzeugungen, die Menschen zu falschem Verhalten motivieren? Überzeugungen wie «Konsum macht glücklich», «Geld macht sicher», «heute kaufen, morgen zahlen». Diese Überzeugungen werden auf persönlicher Ebene gelebt, aber auch von ganzen Staaten – mit den bekannten Folgen wie faktischer Zahlungsunfähigkeit einzelner Länder, drastischen Sparprogrammen, Streiks, Euro-Abwertung und damit verbundenen Einbussen für die schweizerische Exportwirtschaft und den Tourismus. Im Kern der Finanzkrise steht das Credo: «Ich brauche Gott nicht!» Und wer den alleinigen Gott nicht braucht, benötigt eben andere Götter, die ihren Tribut fordern. Insofern ist die Finanzkrise die Quittung für den Götzendienst am Mammon (Matthäus 6,19-24).
Von der Krise zur Neuausrichtung Damit soll ein verantwortlicher Umgang mit Geld nicht verurteilt werden, im Gegenteil. Die Auseinandersetzung mit dem Geld im Licht der Bibel ist eine der notwendigen Antworten an die Finanzkrise. Daher läuft ja gegenwärtig im Chrischona-Panorama die Serie zum Umgang mit Finanzen bei der Pilgermission (siehe Seite 17). Es ist nur sehr wichtig, sich klar zu werden, auf wen ich mich letztlich verlasse. Die Grenze ist schmal und nicht immer gut sichtbar, wo wir Geld zum Götzen Mammon erheben. Guter Rat ist also teuer. Auch das in letzter Zeit viel gerühmte Gold ist nur bedingt ein sicherer Hafen. Es unterliegt grossen Kursschwankungen; sein Besitz kann 10
im Fall einer Währungsreform sogar zeitweise verboten werden, wie der emeritierte Wirtschaftsprofessor Walter Wittmann in seinem Buch «Staatsbankrott» betont. Immobilien unterliegen ebenfalls Marktpreisen; in Krisenzeiten können sie aber kaum zu vernünftigen Preisen verkauft werden, gibt Wittmann weiter zu bedenken. Es bleibt die Erkenntnis: Es gibt keine absolute Sicherheit, ausser bei Gott. Und das ist gut so. Denn wo es neben Gott eine vermeintliche Sicherheit gibt, dort beginnt der Götzendienst. Wie ein Gerichtsurteil (eine Krise!) den Verurteilten zu einem besseren Verhalten zwingt, so hat auch die Finanzkrise ihre Lektion bereit. Es ist die Frage nach meinem Fundament. Gott will erschüttern, was sich erschüttern lässt, wie im Hebräerbrief steht (12,26ff), damit nur noch bleibt, was nicht erschüttert werden kann. Dieses Erschüttern ist verbunden mit dem Hinweis darauf, dass Christen ein «unerschütterliches Reich» empfangen haben. Christen haben Jesus Christus als unerschütterliches Fundament ihres Lebens (1. Korinther 3,11). «Aber jeder soll zusehen, wie er darauf aufbaut», warnt Paulus. Gott wird unseren Bau einer Feuerprobe unterziehen. Wer auf dem kostbaren Fundament schlecht weitergebaut hat, wird Schaden nehmen. Um einen solchen «Brandschaden mit Ewigkeitswert» zu vermeiden, sind feuerfeste Baumaterialien gefordert! Das erfordert ein Umdenken.
Was trägt Womit soll ich also bauen? Was trägt in der Krise, worauf darf und soll ich mich verlassen? Der Umgang mit Geld lässt sich aus unserer Gesellschaft nicht mehr wegdenken. Also kann die Strategie «Ich will mit Geld nichts zu tun haben!» keine Lösung sein, wenn man nicht als Einsiedler verhungern will. Es geht also um die Frage, wie wir mit Geld umgehen. Alles, was Christen tun, soll zur Ehre Gottes dienen (1. Korinther 10,31). Also auch der Umgang mit Geld! Daher hier nochmals der Hinweis auf die Artikel-Serie zu den finanziellen Grundüberzeugungen der Pilgermission in den vergangenen und kommenden Ausgaben des Chrischona-Panorama. Dort wird versucht darzustellen, wie ein solcher Umgang aussehen kann. Wo der Umgang mit Geld Gott Ehre macht, erhält das Geld automatisch den Platz, der ihm zusteht. «Man kann nicht Gott dienen und dem Mammon», sagt Jesus (Lukas 16,13). Geld soll den Menschen dienen, ohne sie von sich abhängig zu machen. Das ist zwar einfacher gesagt als getan. Wo aber die Frage nach der letztendlichen Herrschaft, nach dem Fundament geklärt ist, da ist eine solche Ordnung einfacher herzustellen.
Von finanzieller Sicherheit zu «Beziehungssicherheit» Was auch trägt, sind Beziehungen. Beziehungen zu Gott, zu den Menschen, zur Gemeinde. Beziehungen sind zarte Pflänzchen; sie wollen gepflegt sein. Sonst gehen sie still und leise ein und verkümmern. Beziehungen haben manchmal auch finanzielle Seiten. Was zwischen Eltern und Kindern normal ist, wird wohl bei sich verschärfender Finanzkrise auch in andere Beziehungen Einzug halten: Die wirtschaftliche Solidarität. Solidarität ist laut Papst Johannes Paul II ein anderes Wort für Nächstenliebe. Finanzielle Solidarität, oder eben Nächstenliebe, die auch Geld betrifft, wird Thema werden (müssen) in Beziehungen, wo dies noch nicht der Fall ist. Z.B. innerhalb der Gemeinde, zwischen einzelnen Gemeinden, zwischen einzelnen Menschen, zwischen Freunden. Wenn der Leidensdruck steigt, könnten geistliche Gemeinschaften auch zu Solidargemeinschaften werden. Konkret: Wenn die Finanzkrise z.B. zu so vielen Arbeitslosen führt, dass die staatlichen Versicherungen sie nicht mehr genügend unterstützen können, sind andere Netze gefragt. Denkbar wäre, dass sich die lokale Gemeinde dann zu einem Netzwerk mausert, das auch wirtschaftlich tragfähig wird. Dabei muss nicht einmal Geld fliessen. Jemand kann sich kein Auto mehr leisten, andere stellen dafür ihr Fahrzeug zeitweise zur Verfügung. Eine alleinerziehende Mutter kann sich nicht genügend um ihre Kinder kümmern. Diese finden neu in den Gemeinderäumen Platz, Liebe und Aufmerksamkeit. Ein talentierter Jungunternehmer möchte seine Ideen verwirklichen und bekommt keinen Bankkredit. Die Gemeinde kommt für den Kredit auf, profitiert später aber auch von den Erträgen des Unternehmens. Diese Beispiele lassen sich beliebig erweitern, je nach Situation, Chancen und Bedürfnissen. Aber das braucht starke, belastbare Beziehungen. Sind meine Beziehungen so tragfähig? Will ich solche Solidarität überhaupt? Kann ich es mir leisten, darauf zu verzichten? Wo die finanzielle Sicherheit – die in Wirklichkeit eben ein Trugschluss ist – wegbricht, da wird «Beziehungssicherheit» unverzichtbar. Beziehungen, die tragen, sind neu gefragt. Beziehungen, in denen man auch über Geld reden kann. Pflegen wir solche Beziehungen schon heute, weil wir möglicherweise rascher darauf angewiesen sind, als wir voraussehen können. //
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Autor Patrik Senn ist seit 2007 Finanzcontroller und Pro­ jektleiter bei der Pilger­ mission St. Chrischona. Er hat Wirtschaft und später Theologie studiert.
Konsequenz Eine logische Konsequenz Thema
Was empfinden christliche Finanzleute, wenn sie die Nachrichten über die Finanz-, Schulden- oder Eurokrise sehen? Michael Gross fragte bei zwei Finanzexperten in Deutschland und der Schweiz nach.
Chrischona-Panorama: Herr Grylka, wie schätzen Sie die Situation ein? Werner Grylka: Die aktuelle Finanzkrise ist aus meiner Sicht eine logische Konsequenz der Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte. Zur Illustration: Angenommen eine Familie hat ein Einkommen von 22’000 Franken im Jahr, gibt aber 38’000 aus. Jedes Jahr entstehen 16’000 Franken Konsumschulden und kommen zu den bestehenden Schulden von mittlerweile 150’000 Franken noch dazu. Was würden Sie dieser Familie raten? Hängen wir diesem Beispiel noch fünf Nullen an, entspricht dies dem Staatshaushalt der USA im letzten Jahr. In etlichen europäischen Staaten sieht es ähnlich aus. Die politischen Sparübungen sind bloss Tropfen auf den heissen Stein. Die Situation ist wirtschaftlich wie politisch aus dem Ruder gelaufen. Was seit Jahrzehnten latent schon der Fall war, ist nun auch in Europa an die Oberfläche getreten. Zinsen werden mit neuen Schulden bezahlt. Die Schuldenspirale dreht sich. Es ist also ein Schuldenproblem? Grylka: Nicht nur. Es ist auch ein Vertrauensproblem. Die Menschen fragen sich, was sie künftig für ihr Pa-
zur person Werner Grylka (52) ist eidg. dipl. Finanzplaner aus Langenthal und Mitglied von ‘Verwalterschaft.CH’, einem bruderschaftlichen Miteinander, welches das Anliegen der biblischen Verwalterschaft in unserem Land fördern will, ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder. piergeld noch bekommen werden. Und diese Frage ist berechtigt. Das Geld bzw. die Geldmenge war nämlich jahrzehntelang an einen Gott-geschaffenen Wert wie Silber oder Gold gekoppelt. In den letzten 40 Jahren haben Regierungen nun ihre Währung schrittweise von diesem sogenannten Goldstandard abgekoppelt. Heute können Notenbanken theoretisch unendlich viel Geld schaffen. Darum können nun riesige Beträge aus dem Nichts hervorgerufen werden und zum Beispiel als ‘Rettungsschirme’ angeboten werden. Über die Notenbanken kann die Finanzwirtschaft Geld «vermehren», ohne dass reale Gegenwerte existieren müssen. Resultat ist eine gigantische Geldblase, die in der Finanzindustrie täglich hin und her geschoben wird.
Kann das noch lange gut gehen? Grylka: Wahrscheinlich wird das Währungssystem in der heutigen Form auf mittlere Sicht kollabieren. Im Verlauf der Menschheitsgeschichte musste dies jede Papierwährung erleiden. Ich rechne mittelfristig mit dem Bankrott einiger Staaten, einer Hyperinflation (Anm. d. Red.: Inflation bedeutet: die Geldmenge wächst stärker als die Menge aller hergestellter Güter, Geld verliert an Wert) und mit zunehmenden sozialen Unruhen. Eine finstere Vorstellung. Gibt es trotzdem noch Hoffnung, dass sich was ändern kann? Grylka: Verstehen Sie mich richtig, ich bin kein Pessimist. Aus meiner Sicht ist die weitere Entwicklung einfach die logische Konsequenz der gegenwärtigen Entwicklung. Letztlich geht es um Fragen des Vertrauens, Vertrauen in die Währung, in die Notenbank, die mir verspricht, dass ich auch morgen noch etwas für mein Geld bekomme. Bloss: Wir sehen, dass sich die Banken zurzeit ja nicht einmal gegenseitig mehr trauen. Ist am Ende doch das Geld die Wurzel des Übels? Grylka: Geld ist neutral, moralisch weder gut noch schlecht. Nicht das Geld an sich, sondern meine Haltung zum Geld ist entscheidend, welches Mass an Macht und Einfluss es auf mein Denken und Handeln ausüben kann. Das ist entscheidend. Liebe und Vertrauen auf das Geld führt zu Unermesslichkeit und Enttäuschung. Die Bibel spricht auch von Schmerz, die der Mensch sich dadurch zuzieht. Dies ist ein ultimativ geistliches Problem, wie auch der Umgang mit Geld und Besitz im höchsten Grad ein geistliches Thema ist. Leider ist es gleichzeitig in der christlichen Szene auch eines der meist vernachlässigten Jüngerschaftsthemen. Was sollte sich ändern? Grylka: Im wirtschaftlichen Handeln sind wir Menschen – und das gilt auch für viele Christen – entfremdet von Gott. Mit den gegenwärtigen Entwicklungen spüren wir dies nun deutlicher als früher. Es muss sich vor allem etwas in unserem Bewusstsein ändern. Das Wirtschafts- und Währungssystem können wir nicht ändern. Aber wir haben die Chance, uns zurückzubesinnen, was die Bibel zu wirtschaftlichem Handeln sagt. Und das ist nicht wenig. Konkret sehe ich drei Handlungsebenen: Der eigene Finanzhaushalt (siehe Kasten), bewusstes Training in biblischer VerwalterInserat LANG ERSEHNT: DAS ausführliche Grundlagenbuch zum Umgang mit Geld Geld, Besitz und Ewigkeit von Randy Alcorn Herausgegeben vom 3LVerlag.de
Erhältlich unter www.crownlife.ch
schaft und gesellschaftsrelevantes Verhalten. Da wir Christen einen Gott haben, der über alle Wirtschaftsentwicklungen steht, können wir auch Instrumente des Segens sein und beginnen, in wirtschaftlichen Belangen alternativ zu denken und zu handeln. Sie kann zum Beispiel darin bestehen, dass Gelder statt bei der Bank, gut geplant innerhalb der Familie oder innerhalb der Gemeinde eingesetzt oder Firmen gegründet und Landwirtschaftsbetriebe entschuldet werden. //
zur person Andreas Mankel (49), Bankbetriebswirt, Finanz- und Versicherungsmakler, ist Geschäftsführer der 7x7 Unternehmens­ gruppe in Bonn. Chrischona-Panorama: Herr Mankel, wie schätzen Sie die Situation ein? Andreas Mankel: Wir stecken mitten in der Krise und ein Ende ist nicht abzusehen! Ursache sind meiner Einschätzung nach nicht die Immobilienkrise der USA oder die Schuldenpolitik der westlichen Staaten, sondern in erster Linie die Deregulierung der Märkte Anfang der 1980er Jahre. Banken und Versicherungen dürfen seither ohne staatliche Vorgaben Produkte entwickeln und auf den Markt bringen. Dadurch haben Phantasiegeschäfte ohne Bezug zur Realwirtschaft zu einer Aufblähung der Geldmenge und der Handelsumsätze an den Börsen geführt und damit die gesamte Statik der Finanzmärkte durcheinandergebracht. Die Folgen sind bis in die sogenannten «sicheren» Finanzprodukte wie klassische Lebens- und Rentenversicherungen oder Staatsanleihen zu spüren. Ein Beispiel, das dies verdeutlicht: Ein Fass Öl wird hundertmal gehandelt, obwohl es nur einmal den Besitzer wechselt! Das Finanzsystem ist für Finanz-Laien wie mich ein undurchschaubares Gebilde. Durchschauen Sie es? Mankel: Nein, letztlich durchschaue ich es auch nicht vollständig. Seit meinem 15. Lebensjahr – dem Beginn meiner Banklehre – habe ich einen gewissen Einblick und lese zum Beispiel das Handelsblatt täglich. Am einfachsten versteht es jeder, wenn wir über die riesige umlaufende Geldmenge sprechen und das Verhältnis zur realen Wirtschaftsleistung dem sogenannten Bruttoinlandsprodukt (Bruttosozialprodukt) darstellen. Das passt einfach nicht mehr zusammen. Ich lade jeden Kunden ein, einen Blick auf die Realwirtschaft zu werfen und darauf zu achten, dass das angelegte Geld einen möglichst nahen Bezug zu tatsächlicher Leistung, Produktion und dem entstehenden Sachwert hat. Alle Geldscheine, Kontoguthaben und sogenannten Garantien helfen da nicht weiter. Geld muss arbeiten und einen Sinn erfüllen, dann
hat es die besten Chancen, die möglichen Turbulenzen der nächsten Jahre zu überstehen. Sehen Sie die Finanzkrise als Christ mit anderen Augen als nichtchristliche Kollegen? Mankel: Ja, denn für mich ist nicht die finanzielle Rendite das Entscheidende, sondern der verantwortliche Umgang mit dem anvertrauten Gut. Jesu Gleichnisse helfen da weiter, oder auch Paulus, der es so ausdrückt: wir sollen etwas besitzen oder kaufen, als hätten oder behielten wir es nicht (vgl. 1. Korinther 7,29-32). Diese Freiheit führt zu einer anderen Perspektive und einem anderen Werteempfinden. Das wünsche ich mir von den Nachfolgern Jesu auf der ganzen Welt. Was empfehlen Sie im Umgang mit Geld in der aktuellen Situation? Mankel: Ich empfehle, sich zunächst Jesus hinzuwenden und ihn auch bei Anlageentscheidungen um Weisheit zu bitten, also bei der Frage: Was sollen wir aus unserem materiellen Reichtum machen? Ausserdem empfehle ich, den gesunden Menschenverstand zu nutzen und sich Angebote genauer anzuschauen. Wenn möglich sollte der Finanzberater auch Christ sein und aufzeigen, was mit Geld und Vermögen sinnvolles getan werden kann. Während eine finanzielle Rendite entsteht, kann das Kapital auch Gutes tun. Dazu gibt es mittlerweile eine Vielzahl von Angeboten. Ich weiss, dass in Gemeinden über Geld oft nicht gesprochen wird. Dabei können Gemeindeglieder eine grosse wirtschaftliche Kraft entfalten, wenn sie sich zusammentun. Raiffeisen und die genossenschaftliche Idee sind Beispiele dafür. Jedenfalls rate ich dazu, bei Geldanlagen nicht länger zu planen, als für die nächsten drei bis fünf Jahre. In den nächsten Jahren wird die Weltwirtschaft einen Umwälzungsprozess erfahren, langfristige unflexible Anlagen machen da keinen Sinn. //
Der eigene Finanzhaushalt Sieben Tipps von Werner Grylka
Die ersten Schritte im praktischen Umgang mit Finanzen sind einfach und können bei deren Umsetzung oft auch Spass machen: 1	Gib weniger aus, als du einnimmst. 2	Überdenke deinen Lebensstil und freue dich all der vielen Dinge in den Läden, die du eigentlich gar nicht brauchst. 3	Vermeide unkontrollierte Schulden und zahle jede Schuld ab. 4	Bilde ein angemessenes Finanzpolster, so bist du für ausserordentliche Situationen gewappnet und kannst für andere ein Segen sein. 5	Mach’ dein Leben reicher, indem du regelmässig gibst. 6	Setze dir langfristige – mit Gott vereinbarte – Finanzziele. 7	Reduziere dein Vermögen in Geldwerte und investiere massvoll und überlegt in Realwerte ausserhalb des Bankensystems.
in die Zukunft Wir laufen in die Zukunft St. Chrischona
Chrischona-Sonntag, ab 4. März 2012
CREA-Jugendmeeting, 15.-17. Juni 2012
St. Chrischona in der Hand der Jugend
In den Chrischona-Gemeinden
Einsetzung und Sponsorenlauf 4. März 2012
Seniorentag, 8. Mai 2012 Den Herzschlag des Leitungsteams spüren
Ordination, 24. Juni 2012 Absolventen werden ausgesandt
Sonntag, 4. März 2012 10.00 Uhr Einsetzung von René Winkler René Winkler wird am Sonntag, 4. März, als neuer Direktor der Pilgermission St. Chrischona eingesetzt. An dem Tag beginnt er seinen Lauf als Direktor. Er läuft an der Spitze nicht allein. An seiner Seite steht ein Team. Dazu gehören Seminarleiter Horst Schaffenberger und Geschäftsführer Walter Stauffacher. Gemeinsam bilden die drei das Direktionsteam auf St. Chrischona. Gemeinsam mit den Länderleitern bilden diese drei aus dem Direktionsteam das Leitungsteam der Pilgermission St. Chrischona. Seit diesem Jahr neu dabei: Peter Gloor, Leiter der Chrischona-Gemeinden Schweiz, und Wieland Müller, Vorsitzender des Chrischona-Gemeinschaftswerks Deutschland. Zu diesem Team sagt René Winkler: «Da kommt viel Unterschiedlichkeit, Kreativität und Leidenschaft zusammen – das ist sehr vielversprechend!»
14.30 Uhr Sponsorenlauf auf St. Chrischona Am Nachmittag ziehen René Winkler und seine Kollegen aus dem Leitungsteam die Laufschuhe an und gehen an den Start beim gros­ sen Sponsorenlauf. Mit ihnen in den Startlöchern stehen viele Mitarbeiter, Studenten, Dozenten und Hauptamtliche aus dem gesamten Chrischona-Werk. Mit dem Sponsorenlauf wollen wir ein Start-Kapital erlaufen für René Winkler und das Leitungsteam – und so Räume zur Gestaltung der Zukunft weiten. Der «Lauf in die Zukunft» soll gelingen. Je mehr sich beteiligen, desto grösser ist die Rückendeckung, mit der René Winkler und sein Team die Pilgermission St. Chrischona in die Zukunft führen können.
GemeindebesuchsWochenende, 13.-14. Oktober 2 012
summer school, 6.-10. u. 13.-17. August 2012 Lernen für Gemeinde, Familie, Beruf – in Urlaubsatmosphäre
Gemeinden zu Gast auf St. Chrischona
Interessentenwochenende, 19.-21. Oktober 2012
Das Theologische Seminar kennenlernen
SSK, 5.-8. November 2012 Unser Dienst im Reich Gottes – die Konferenz für alle Hauptamtlichen
KGE, 28. Juli - 4. August 2012 Eine Woche für Leib, Seele und Geist – für Jung wie Alt
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Im Internet unter www.chrischona.org/sponsorenlauf sind alle Läufer veröffentlicht. Sie haben dort die Möglichkeit, mit einem Beitrag auf einen der angemeldeten Läufer – unter ihnen auch die Mitglieder des Leitungsteams – zu setzen.
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Kein Internet? Habe Sie keinen Internet-Zugang, dann können Sie sich auch per Post melden. Es wird Ihnen dann eine Läuferliste zugestellt, damit Sie auswählen können, wen sie mit welchem Betrag unterstützen wollen. Post:	Pilgermission St. Chrischona Sponsorenlauf Chrischonarain 200 4126 Bettingen, Schweiz
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In Ihrer Gemeinde Ausserdem werden in den Chrischona-Gemeinden Flyer, Anmeldekarten und Läuferlisten ausliegen oder verteilt.
Streckenverlauf Der Streckenverlauf ist ungewöhnlich. Die Läufer laufen zum Teil durch Gebäude. Zum 20. Geburtstag des Chrischona-Zentrums führt ein Teil der Strecke durch das Brüderhaus und das Zentrum. Die Runde ist etwa 400 Meter lang, der Lauf wird eine halbe Stunde dauern. Ein durchschnittlicher Läufer wird vermutlich zwischen 12 und 18 Runden schaffen. Eben-Ezer-Halle Weitere Informationen zum Sponsorenlauf im Internet unter
www.chrischona.org/sponsorenlauf
Brüderhaus ZIEL
Impuls St. Chrischona Impuls
«So spricht der Hohe und Erhabene, der ewig wohnt, dessen Name heilig ist: Ich wohne in der Höhe und im Heiligtum und bei denen, die zerschlagenen und demütigen Geistes sind, auf dass ich erquicke den Geist der Gedemütigten und das Herz der Zerschlagenen.» Jesaja 57,15
stanz blieben, sondern Mut bekamen, sich in seine Nähe zu wagen. «Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid. Ich will euch erquicken.» Das ist nicht bloss «Werbung in eigener Sache», sondern Werbung in unserer Sache. Menschen werden quicklebendig, weil sie dem demütigen Jesus begegnen.
Ich war sehr erstaunt, ja erschrocken, als ich in einem mehr als 400 Jahre alten Text die Formulierung «Niedertracht Gottes» las. Niedertracht – das war für mich immer etwas ausgesprochen Negatives gewesen. Wer einen Menschen «niederträchtig» nannte, der distanzierte sich von ihm und warnte andere vor ihm. Und nun war hier ausgerechnet von Gottes «Niedertracht» die Rede!
Freilich – wir Menschen sind durchweg problematische Typen. Wir neigen nicht nur dazu, uns miteinander zu vergleichen, sondern einander zu «demütigen». Die Sehnsucht, uns auf Kosten eines anderen zu profilieren, steckt tief in uns. Der Starke lässt den Schwachen seine Schwäche spüren: im Krieg, im Verein, in der Familie, in der Ehe. Früher nannte man das «Hochmut», heute «Arroganz». Egal, wie man das nennt, es ist zutiefst unmenschlich, wenn Menschen sich so benehmen.
Jesus war so demütig, dass er sich demütig nennen konnte, ohne hochmütig zu werden: «Ich bin von Herzen demütig.» (Matthäusevangelium, Kapitel 11). Fast könnte man sagen: Er musste sich so nennen, damit die Leute angesichts des immensen Qualitätsunterschiedes zwischen ihm und ihnen nicht scheu auf Di-
Dummerweise steckt in uns sogar die Neigung, uns auf Kosten Gottes zu profilieren, und Jesus musste es erleben, dass viele dachten: «Wir wollen nicht, dass dieser über uns herrsche!» (Lukas 19,14). Unsererseits wäre also Demut die Aufhebung dieser Blockadehaltung. Wo Gottes Demut Resonanz findet, wird die Lebenszeit zur «Gnadenzeit», ganz wie der Mediziner und Sprachforscher Georg Henisch (1549-1618) formuliert hat: «Wer sich von Herzen vor Gott demütigen kann, der hat gewonnen». // Pfarrer Dr. Eckhard Hagedorn ist Dozent für Neues Testament am Theologischen Seminar St. Chrischona
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Beim Weiterlesen merkte ich, dass mit «Niedertracht Gottes» etwas ganz anderes, überaus Erfreuliches gemeint war: Gott trachtet nach unten. Er macht sich niedrig. Er strebt dahin, wo die Menschen in ihren Niederungen nicht mehr klar kommen, tiefste Bedürftigkeit empfinden, nach Erlösung dürsten und verzweifeln. Dahin strebt Gott. Der Gott, der nach unten strebt, kommt in keine angenehme Gegend, aber genau da will er hin. Es ist die Grundtendenz seines Herzens. Gerade der, der so anders ist als wir, so überlegen in jeder Hinsicht, der strebt ganz nach unten. Wir könnten also gut die heute missverständliche Formulierung von der «Niedertracht Gottes» ersetzen und von der «Demut Gottes» sprechen.
Monatliche Spenden 2011
Herzlichen Dank! Walter Stauffacher
Im letzten Jahr durften wir wieder einmal Gottes Versorgung deutlich erleben! Von den Ende Oktober fehlenden 2 Millionen Franken haben wir im November und Dezember über 1,6 Millionen erhalten. Insgesamt haben wir von den budgetierten 3,9 Millionen Franken im gesamten Jahr 2011 3’576’000 Franken an Spenden und Legaten bekommen. Die Grafik zeigt den Verlauf der Spendeneingänge. Das monatliche Spendenziel konnte nur in drei Monaten erreicht werden. So vergrösserte sich das Defizit laufend bis November. Im Dezember dagegen erreichte uns eine überwältigende Welle der Solidarität. Wir sind sehr froh und dankbar für dieses Zeichen der Unterstützung vieler Einzelpersonen und Gemeinden! Ein Riesen-Geschenk machte uns eine Stiftung: Sie verzichtet auf die Rückzahlung ihres Darlehens über eine halbe Million Schweizer Franken! Damit hat sich das Defizit massiv verringert. Wir sind gespannt, ob wir mit Hilfe sonstiger Erträge (z.B. Erträge aus dem Konferenzzentrum) und zusätzlicher Kosteneinsparungen
doch noch ein ausgeglichenes Jahresergebnis erreichen. Spendenerwartung für 2012 reduziert Im Jahr 2012 haben wir unsere Spendenerwartung auf 3,8 Millionen Franken reduziert. Davon erhoffen wir uns bis Ende März 750’000 Franken als Startkapital für die Führungsmannschaft mit dem neuen Direktor René Winkler. Ein wesentlicher Beitrag dazu soll beim Sponsorenlauf am Tag der Einsetzung von René Winkler am 4. März erlaufen werden (mehr dazu auf den Seiten 14+15).
Spendenstand Ende Dezember 2011: CHF 3,576 Millionen Fehlbetrag gegenüber Budget Ende Dezember 2011: CHF 324’000
Wir freuen uns, wenn Sie uns auch in diesem Jahr im Gebet begleiten und finanziell unterstützen! // Walter Stauffacher ist Geschäftsführer der Pilgermission.
Unser Umgang mit Finanzen – Vierter Grundsatz: Prioritäten setzen Bisher haben wir uns im Rahmen dieser Serie mit den Themen «Gott ehren», «Schuldensanierung» und «Fundraising» beschäftigt. Im vierten Teil greifen wir ein Thema auf, das für uns schon seit mehreren Jahren die bewährte Grundlage unserer Überlegungen im Budgetprozess ist, wenn wir die zu erwartenden Einnahmen und Ausgaben planen. Bei der Verwendung der vorhandenen Mittel setzen wir Prioritäten und unterscheiden Verpflichtungen, Bedürfnisse und Wünsche. Die Umsetzung von Brandschutzauflagen ist eine Verpflichtung, der wir unbedingt nachkommen müssen. Neue Schreibtischstühle für die Studentenzimmer ist dagegen ein Bedürfnis, das erfüllt werden kann, wenn genügend Geld vorhanden
ist. Und sollte noch Geld übrig sein, wäre es wünschenswert, das alte Klavier aus dem Sitzungszimmer zu ersetzen. Unsere Aufmerksamkeit soll dem Auftrag gelten, den Gott uns geschenkt hat. Deshalb setzen wir Prioritäten bei der Verwendung der vorhandenen Mittel. Wir wollen uns nicht von Finanzen bestimmen lassen. Als Non-Profit-Organisation streben wir keinen Gewinn an. Wir brauchen Geld nicht, um Menschen reich zu machen, sondern um den Auftrag auszuführen. // Walter Stauffacher, Geschäftsführer Kontakt: walter.stauffacher@chrischona.ch 17
St. Chrischona Chrischona - tsc
Zum Abschied von Daniel und Eva Förster-Geiss Der Abschied fiel nicht leicht. Studenten und Dozenten verabschiedeten im Semesterabschlussgottesdienst im Dezember Ehepaar Daniel und Eva Förster-Geiss. Eva Förster-Geiss war seit 2005 Dozentin am Theologischen Seminar, leitete den Studiengang Gemeindepädagogik und unterrichte in diesem Bereich viele Fächer. Daniel Geiss unterrichtete seit 2005 Homiletik (Predigtlehre) und Spiritualität (Einführung in das geistliche Leben) und war bis Sommer 2010 auch Prediger der Chrischona-Gemeinde auf St. Chrischona. Sie sind beide nach Hessen gezogen, wo Daniel eine Pfarrstelle angetreten hat. Sie waren zwei profilierte und engagierte Dozenten, die sich stark in die Studien- und Lebensgemeinschaft einbrachten. Entsprechend wurden sie mit vielen fröhlichen Beiträgen, Gedichten und Liedern verabschiedet. Horst Schaffenberger. Seminarleiter
Daniel Geiss hat mit viel Liebe zum Detail und viel Liebe zum Wort Gottes das Fach Predigtlehre unterrichtet. Die Studierenden lernten bei ihm neben der Kunst der Auslegung auch liturgische Präsenz. Denn Predigen beginnt mit der Selbst-Wahrnehmung. Er hat dies mit den Studierenden geübt – unter anderem mit der Verkostung von besonderer Schokolade. Im Unterrichtsfach Spiritualität hat er die Studierenden nicht nur auf eine gedankliche Reise mitgenommen durch die Jahrhunderte gelebten Christseins, sondern es mit ihnen auch praktisch eingeübt – wie beispielsweise die Einführung in das Schweigen oder das Pilgern. Wenn jemand das Lehrer-Sein verkörpert, dann Eva Förster-Geiss. Sie trägt das Lehrer-Gen in sich: die Liebe zur Strukturiertheit und Klarheit, die Orientierung am Menschen, die das Potential in den Studierenden entdeckt und fördert, mit ihrem Methoden-Reichtum und ihrer Fortbildungsbegeisterung. Mit dieser «Veranlagung» hat sie am Theologischen Seminar immense Dienste geleistet und viel erreicht: Vor allem der Aufbau und die Weiterentwicklung des Studiengangs «BA in Gemeindepädagogik» war ein grosser Schwerpunkt, aber auch die Durchführung des Jubiläums 100 Jahre Frauenausbildung auf St. Chrischona im Jahr 2009. Sie leitete die Programmkommission und die Planung und Umsetzung der Überarbeitung unserer Studiengänge. 18
Für all diese wertvollen Dienste danken wir von Herzen und wünschen beiden mit Jesaja 58,11 Gottes Segen: Und der Herr wird euch immerdar führen und euch sättigen in der Dürre und euer Gebein stärken. Und ihr werdet sein wie ein bewässerter Garten und wie eine Wasserquelle, der es nie an Wasser fehlt. //
Aus den Abschiedsworten von Eva Förster-Geiss:
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«Für mich war das Leben und Arbeiten hier auf Chrischona eine Horizonterweiterung. Meine Arbeit als Dozentin für Religions- und Gemeindepädagogik war eine jahrelange Fortbildung, was neuste Konzepte, Ideen und Projekte angeht. Eigentlich hätte ich hier Vergnügungssteuer zahlen müssen – so viel Freude hat es gemacht, mich in der Unterrichtsgestaltung kreativ und methodisch vielfältig «austoben» zu dürfen. Ich wünsche dem Theologischen Seminar noch mehr Studierende. Der Seminarleitung wünsche ich viel Weisheit für alle strategischen Überlegungen. Und dem Werk wünsche ich den Mut der leitenden Brüder von 1909. Damals hatte Chrischona als erste eine Bibelschule für Frauen eingerichtet. Keine Hauswirtschaftsschule, sondern eine biblische Ausbildung für Frauen. Ich träume vom gemeinsamen Dienst von Mann und Frau in unseren Gemeinden und werde diese Hoffnung nicht aufgeben.» //
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Theologisches Seminar St. Chrischona Sekretariat Chrischonarain 200 4126 Bettingen Tel.: +41 (0)61 64 64 426 tsc@chrischona.ch tsc.chrischona.ch
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Seit einigen Jahren schon trifft sich das Team der Dozenten des Theologischen Seminars vor Semesterbeginn zu einer zweitätigen Retraite. Zielsetzung: Persönlicher Austausch, Hören auf das Wort Gottes, gemeinsame Zeit zur Begegnung und zum Gespräch. Zeit zum Atemholen, bevor das neue Semester los geht. Wir waren diesen Januar in Todtmoos im Hochschwarzwald. Sonne, viel Schnee und ein gemütliches Schwarzwaldambiente erwartete uns. Inhaltlich haben wir uns mit den Texten der vergangenen Strategie- und Schulungskonferenz (SSK) beschäftigt: Thema Reich Gottes, das Gleichnis von der selbstwachsenden Saat und vom Unkraut unter dem Weizen wurde in zwei Bibelarbeiten und Austauschrunden intensiv besprochen. Zeiten der persönlichen Stille waren eingeflochten. Der Austausch mit den Kollegen und Kolleginnen war sehr inspirierend. // Horst Schaffenberger
Die summer school am Theologischen Seminar St. Chrischona richtet sich an Christen, die für sich persönlich und ihre Aufgaben in Familie, Gemeinde oder Beruf etwas lernen wollen. Sie besteht aus verschiedenen einwöchigen Unterrichts-Modulen, die unabhängig voneinander besucht werden können. Auch in diesem Jahr stehen wieder interessante Themen zur Auswahl:
Woche 1: 6. bis 10. August 2012 •	Christlicher Glaube und postmoderne Welt (mit Prof. Dr. Heinzpeter Hempelmann) •	Seelsorge (mit Christoph Ehrat)
Woche 2: 13. bis 17. August 2012 •	Die Thora – Anweisungen für ein gelingendes Leben (mit Raymond Timm) •	Psychologie (mit Ruth E. Kohli) •	Spiel- und Theaterpädagogik (mit Bettina Förster) •	Erlebnispädagogik (mit Christian Stricker) Die summer school will nicht nur Weiterbildung sein, sondern soll auch zur Erholung beitragen. Der Campus des Theologischen Seminars auf St. Chrischona und die Region Basel bieten dazu im August vielfältige Möglichkeiten. Die summer school ist eine ideale Kombination aus Weiterbildung und Urlaub.
Stimmen von Teilnehmern: «summer school = sehr empfehlenswerter Unterricht, der mich erfrischt und schön herausgefordert hat.» Giselher Samen «Der Besuch der summer school lohnte sich doppelt: spannendes Thema, interessante Leute!» Priska Mühlberger
Gemeinde Deutschland – Zur Verabschiedung von Rainer Geiss
Vertrauen zu Gott wurde zu einem starken Seil Dreizehn Jahre stand Rainer Geiss in der Verantwortung für das Chrischona-Gemeinschaftswerk Deutschland (CGW) und die Stadtmissionsarbeit im Südlichen Afrika. Am 31. Dezember 2011 endete seine Amtszeit als Inspektor des CGW.
nar St. Chrischona, unter seiner Leitung gibt sich das CGW eine neue Struktur, und im Vertrauen auf Gott werden 2010 der Brunnen Verlag Gießen, die Alpha Buchhandlungskette und das Logistikzentrum Chrismedia in das CGW integriert.
Wachsendes Werk «Ich will mich täglich der Barmherzigkeit meines Herrn empfehlen und aus der erfahrenen Barmherzigkeit heraus Sämann und Hirte sein». Als Rainer Geiss 1998 sein Amt als Inspektor des deutschen Zweigs der Pilgermission antritt, tut er das im Vertrauen auf das Wirken und die Führung Gottes. Sein Anliegen: In der Abhängigkeit von Gott Gemeinden begleiten, Entwicklungen anstossen und Neues wagen. Sein Leitsatz: «Gott ehren durch Vertrauen».
Ruth und Rainer Geiss
Gott ehren durch Vertrauen Diesen Satz Otto Stockmeiers, einem der Väter der Gemeinschaftsbewegung, lernt Rainer Geiss gleich zu Beginn seines Dienstes ganz neu buchstabieren. Nur wenige Wochen ist er im neuen Amt, da muss er sich einer kritischen Herzoperation unterziehen. Sein Leben hängt am seidenen Faden. Doch das Vertrauen zu Gott wird ihm, seiner Ehefrau Ruth und den Kindern zu einem starken Seil. Als Patient der Leipziger Herzklinik erlebt Rainer Geiss die heilende Gnade Gottes – und erfährt nicht nur körperliche Hilfe. Gott öffnet ihm auch in besonderer Weise den Blick für die geistliche Not in Ostdeutschland. «Wir wollen lernen und schauen, wo wir helfen können», aus dieser Haltung des Genesenden erwachsen konkrete Möglichkeiten. Seitdem hat sich missionarisch einiges in den ostdeutschen Orten Prenzlau, Schwedt und Angermünde (weiter-)entwickelt.
Ermutigend und wegweisend für viele: Die Predigten mit denen er biblische Aussagen auf den Punkt bringt und in ihre Bedeutung für das CGW aufleuchten lässt. Wo er kann, sät Rainer Geiss dabei missionarisches Denken. «Wir sind ein wachsendes Werk!» – das wird bis zum Ausscheiden aus dem Inspektorat ein wesentliches Thema und Ziel, dem er sich mit Leidenschaft und Initiative stellt. Herausfordernd sein Vortrag bei der Delegiertenversammlung 2010. Und eine Frage, die geradezu sprichwörtlich geworden ist: «Wozu braucht es Euch als Gemeinde hier an diesem Ort, in dieser Stadt?»
Respekt und Dank Sämann und Hirte wollte er sein – als Sämann und Hirte ist Rainer Geiss Menschen im Laufe seiner Amtszeit begegnet. Vielen sicherlich unvergesslich: sein trockener Humor, seine Art, sich den Dingen zuzuwenden, klar zu formulieren, manchmal auch unverblümt und nicht leicht zu verdauen. Was bleibt ist Respekt und Dank an einen Menschen, der seinen Dienst als Inspektor in Liebe und Verantwortung wahrgenommen hat. Was bleibt ist vor allem die Dankbarkeit für die Treue Gottes, der Vertrauen nicht enttäuscht. // Jos Tromp ist Regionalleiter im Chrischona-Gemeinschaftswerk Deutschland.
Menschen ermutigen und fördern Mit Freude, Sachverstand und hohem Zeiteinsatz nimmt Rainer Geiss seinen Dienst im CGW und Leitungsteam der Pilgermission wahr: entschlossen engagiert, motivationsstark und mit einem Herz für Mission. «Das Reich Gottes ist grösser als Chrischona», weitet er den Blick über die eigene Gemeindearbeit hinaus und ermutigt Kollegen dazu, Berufungen auch ausserhalb des CGW anzunehmen. Er wird Mitinitiator des Edgar Schmid Fonds zur Finanzierung deutscher Studierender am Theologischen Semi-
Am 21. Januar wurde Inspektor Rainer Geiss feierlich verabschiedet. Die Regionalleiter Erwin Siefkes (links) und Jos Tromp überreichen hier das Abschiedsgeschenk der Gemeinden. (Fotos: Uwe Rannefeld)
Deutschland – Zur Einsetzung von Wieland Müller
Aufgaben und Wünsche des neuen Vorsitzenden Am 21. Januar wurde Wieland Müller als neuer Inspektor bzw. Vorsitzender des Chrischona-Gemeinschaftswerks Deutschland (CGW) eingesetzt. Seit Sommer letzten Jahres ist er mit seiner Familie wieder in Deutschland. Zuvor war er neun Jahre Pastor in der Evangelischen Stadtmission in Johannesburg in Südafrika.
Chrischona-Panorama: Wieland Müller, wie haben Sie sich auf ihr neues Amt vorbereitet? Wieland Müller: Die Monate nach unserer Rückkehr aus Südafrika gestaltete ich mit der Einführungszeit mit Rainer Geiss, Weiterbildung und Begegnungen mit Menschen. Die Begegnungen mit den Gemeinschaftspastoren im CGW war mir besonders wichtig. Teilweise reisten meine Frau und ich in die Gemeinden, um die Hauptamtlichen an ihren Dienstorten kennen zu lernen. Begegnungen fanden natürlich auch in den Leitungsgremien statt. Die eine oder andere Predigt habe ich in unseren Gemeinden gehalten. Welches sind ihre zentralen Aufgaben? Müller: Ich leite. «Der Vorsitzende nimmt die Aufgabe der Leitung und der theologischen Ausrichtung des Gemeinschaftswerkes in Absprache mit den Gremien, insbesondere dem Vorstand des Vereins und dem Vorstand des Verbandes wahr.» So steht es in der Stellenbeschreibung. Dazu gehört unter anderem, dass ich Strategie und Ziele der Gemeindearbeit in Deutschland formuliere und auch deren Umsetzung überwache. Für die Hauptamtlichen im CGW trage ich die Verantwortung. Ich präge. Ich werde die theologische Ausbildung am Theologischen Seminar St. Chrischona (tsc) mit prägen und ab August 2012 ein Fach unterrichten. Als Bindeglied zwischen CGW und dem Verband Pilgermission St. Chrischona fördere ich die guten Beziehungen. Als internationales Werk dienen wir einander und verantworten zusammen die theologische Ausbildung. Ich verkündige. Natürlich nehme ich Verkündigungsdienste in Gemeinden und Tagungen an. Mein Ziel ist, dass ich in den kommenden zwei Jahren in allen 63 Gemeinden des CGW gepredigt habe. Ich bin überzeugt, dass ich durch meine Verkündigung leite. Ich vertrete. Das Chrischona-Gemeinschaftswerk vertrete ich auch nach aussen und gegenüber der Evangelischen Kirche in Deutschland. Den Evangelischen Stadtmissionen in Südafrika und Namibia (ESSA) diene ich als Präsident. Dieser Zweig des CGW ist mir sehr gut bekannt. Welche Impulse möchten Sie in den kommenden Jahren setzen? Müller: Als Leiter des CGW bin ich in ein Team eingebunden und verstehe mich in diesem und mit diesem als Initiator für ein
Stabwechsel: Inspektor Rainer Geiss gibt am 21. Januar die Leitung des CGW an seinen Nachfolger Wieland Müller weiter. (Foto: Uwe Rannefeld)
wachsendes Werk. Mit den Regionalleitern und dem Geschäftsführer möchte ich Rahmenbedingungen schaffen, dass Menschen Christen werden. Aus der Geschichte und den neuen Erfahrungen im CGW möchte ich geistliche Impulse ableiten, um die Entwicklung von Strategien für die Gemeindearbeit voranzubringen. Ich möchte für eine gute Information und Kommunikation im Bereich CGW sorgen. Dabei werde ich auf Vernetzungsmöglichkeiten und Synergien über den Verband hinaus achten. Das CGW in zehn Jahren – wie soll es aussehen? Müller: Wie das CGW in zehn Jahren aussehen soll?! Diese zehn Jahre finden Tag für Tag statt. Was täglich zu tun ist, das mögen alle bei Gott abhören. Von Herzen wünsche ich uns, dass wir Menschen für Christus gewinnen, und dass diese wieder zu Missionaren werden. //
3) ist in Müller (4 Wieland aufgeR e n DD lig a m e h e de r n 1991und hat vo Semin se h c a w en heologisch 1995 am T studiert . a n o h hrisc nar S t. C diger in war er Pre 1995-1997 ch als a n a und d h c a b tz u B dreferent aler Jugen überregion der- und JA (die K in 2 bis für den EC egs. 200 W ) unterw gendpastor G C s e d Ju eit ete er als Jugendarb it 2011 arbeit rheiratet m r e ve m t m is o r S E . a ik zum fr a d ü sburg/S in Johanne en drei K inder. ab h e Tabea, si
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Deshalb behelfen sich viele mit kleinen Zetteln und schreiben sich alles auf, was aus des Predigers Mund kommt. Oder was in ihrem Herzen wichtig wird und sie ganz direkt und persönlich anspricht. Oder was Gott in sie hineingelegt hat.
St. Chrischona Modell von Jerusalem wandert von St. Chrischona ins Heilige Land
Und sie fanden eine Herberge Als wäre es jahrelang auf der Suche nach seiner Heimat gewesen, landet nach langer Zeit in Jerusalem, in den Räumen der Christ Church, ein Modell. Es umfasst auf 4,5 Quadratmetern den ganzen Tempelberg von Jerusalem. Die Anglikanische Kirche hat dies der Pilgermission St. Chrischona abgekauft. Diese wiederum hat zuvor das Modell umfassend restaurieren lassen. Eine Geschichte mit mehreren Kapiteln, die auf St. Chrischona ihre erste Seite aufschlägt. Dorothea Gebauer
Ein Auftrag des türkischen Pascha Es hört sich an wie aus einem Märchen von tausend und einer Nacht, ist aber eine wahre Ge­ schichte. Da ist ein württember­ gischer Handwerker namens Konrad Schick. Ein Schlosser, Feinmechaniker, Glockengies­ ser, Uhrmacher und ein frommer Mann. Nachdem er im Prediger­ seminar auf St. Chrischona fer­ tig studiert hat, wird er 1846 von Christian Friedrich Spittler, dem Gründer der Pilgermission, nach Palästina geschickt. Nachdem seine missionarischen Bemü­ hungen sich sehr schwierig ge­ stalten, und auch seine Uhren wegen der dortigen Hitze ka­ puttgehen, passiert etwas Wichtiges. Er wird Arbeitsaufse­ her einer «Industrieschule» und später Bauinspektor derselben Missionsorganisation. Das In­ dustriehaus beschäftigt Musli­ me und Juden gleichermassen. Sie erhalten Arbeit, eine Ausbil­ dung und lesen in der Heiligen Schrift. Bei der Weltausstellung Wien In diesem Rahmen entwickelt Schick sich immer mehr zu einer bekannten Persönlichkeit in Sa­ chen Archäologie und Stadtpla­ nung. Er fängt an, Jerusalem auszumessen und Modelle der Stadt sowie des Tempelberges anzufertigen. Die türkische Re­ gierung bittet ihn, für die Welt­ ausstellung von 1872/73 in Wien
zwei Modelle des Tempelber­ ges anzufertigen. Dies nimmt Schick zum Anlass, den Tem­ pelberg ganz genau auszumes­ sen. Dank seiner guten Kontak­ te darf er sich dort frei bewegen. Mit Hilfe der Mitarbeiter des In­ dustriehauses und unter gröss­ ter Sorgfalt stellt Schick diese Modelle her und liefert sie nach Wien. Ein Modell findet nachhause Danach wandern die Modelle auf nicht ganz genau geklärten Wegen nach Basel und liefern einen Beitrag zu einer Dauer­ ausstellung im Konziliumssaal des Münsters. Irgendwann fin­ den sich die Modelle auf dem Dachboden des Basler Müns­ ters wieder. Ob die Pilgermissi­ on sie haben wolle, fragt 1964 der Verwalter des Münsters bei der Pilgermission St. Chrischona nach. Ansonsten würde man sie der Kehrichtverbrennung zufüh­ ren. Sofort fährt die Pilgermissi­ on die Modelle nach St. Chrischo­na und verstaut sie auf dem Dachboden der Kirche. 1998 wird das Tempelberg­
modell anlässlich des 30-jähri­ gen Jubiläums der «Arbeitsge­ meinschaft für das messianische Zeugnis an Israel» (amzi) res­ tauriert. Im Dezember 2011 schliesslich, fährt es auf Initiati­ ve der Anglikanischen Kirche über den Ozean, um nun mitten in Jerusalem Besucher und Be­ sucherinnen zu erfreuen.
dass das wunderschöne Modell eines frommen Württembergers zurück nach Jerusalem gefun­ den hat. //
Der Leitvision Spittlers treu Das Beispiel des Konrad Schick zeigt auf anschauliche Art und Weise auf, was Spittler wollte. Handwerksburschen sollten ausgebildet und mit der Bibel in der Hand in die Welt reisen. «Das ist Auftrag und Kernge­ schäft des Theologischen Semi­ nars der Pilgermission St. Chrischona bis heute. Auch wenn sich sehr vieles geändert hat», so Claudius Buser, Dozent und Kirchengeschichtler am Theologischen Seminar. Er hat massgeblich dazu beigetragen,
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Über den Tellerrand Amtsmissbrauch – Rücktrittsforderungen – Glaubwürdigkeitsprobleme Markus Müller
Der Präsident der schweizerischen Nationalbank, Philipp Hildebrand, trat von seinem Amt zurück. Die Schweiz diskutiert, rätselt, deutet und mutmasst. Doch nicht nur über ihn. Auch über Christian Wulff, Bruno Zup­ piger, Erwin Beyeler, KarlTheodor zu Guttenberg: Sie alle trifft der Vorwurf, sich als öffentliche Amtsperson nicht korrekt verhalten zu haben. «Juristisch korrekt, ethisch fragwürdig, moralisch gänzlich untragbar» – so und ähnlich lauten Urteile, Schlagworte und Einschätzungen zu abgetretenen oder zurzeit mit Vorwürfen konfrontierten Amtsträgern. Politische Ereignisse dieser Art sind deutungs- und beurteilungsbedürftig. Der Betroffene selber deutet, Freunde und Kritiker deuten, Medien deuten, der Bürger deutet.
und dazu auch stehen, vielleicht sogar um Verzeihung bitten? Wirft man einen Blick in christliche Kreise, ist durchaus ein Bedarf vorhanden von- und miteinander zu lernen. Wenn christliche Gemeinschaften Orte der Hoffnung sind, dann muss auch gut mit Fehlern umgegangen werden. Dazu gehört nicht zuletzt der mündige persönliche und gemeinschaftliche Umgang mit eingestandenen und noch nicht eingestandenen Fehlern. Unsere Gesellschaft braucht Anschauungsmaterial, wie so etwas geht. Christen haben die besten Voraussetzungen dazu.
zu spüren, dass da, wo im öffentlichen Raum die Moral löchrig wird, es um die Zukunft unserer Gesellschaft schlecht bestellt ist. Wir sollten diese Sehnsucht des Menschen ernst nehmen.
Drei Fragen, drei Antworten: Weshalb häuft sich scheinbar in unserer Gesellschaft die Diskussion rund um das Thema «sauberes und korrektes Verhalten» von Amtsträgern? Natürlich gibt es auf diese Frage unterschiedlichste Meinungen. Sicher ist das Machtgebaren aggressiver geworden. Sicher ist das Streben gewachsen, dem politischen Gegner Schlechtes zu unterschieben und ihn zu schwächen. Sicher herrscht ein unerbittlicher Medienkampf, wer die krassesten Anschuldigungen am attraktivsten vermitteln kann. Etwas tiefer könnte aber auch die Vermutung stimmen, dass es so etwas wie eine Ursehnsucht des Menschen gibt, dass öffentlich korrekt gedacht und gehandelt wird. Der Mensch scheint 24
Was geht uns das als Christen an? Es gibt eine glaubhafte These, die belegt, dass alles, was im Grossen und Globalen vorkommt, in Ansätzen immer auch unter uns Christen im überschaubaren Rahmen wirksam ist. Wenn beispielsweise die Finanzen von Staaten aus dem
Ruder laufen, ist es nicht erstaunlich, wenn christliche Gemeinden und Werke über mangelnde Finanzen klagen. Analoges gilt in praktisch allen Lebensbereichen. Nicht zuletzt gilt dieses Prinzip auch im Bereich der Einschätzung und Beurteilung von Personen in Verantwortung. Zum Beispiel: Wie wird über die Menschen in Gemeindeleitungen geredet und geurteilt? Wie deuten wir Verhalten von hauptamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, insbesondere von Predigern? Wie gut oder schlecht haben wir gelernt, mit Menschen umzugehen, die Fehler begangen haben
Diskutieren Sie mit «Über den Tellerrand» ist eine Rubrik auf unserer Internetseite www.chrischona.org. Darin wird in unregelmässigen Abständen ein aktuelles Ereignis kommentiert. Seit Neuestem können Leser im Internet mitdiskutieren: Im Blog unter http://pmchrischona.wordpress.com finden Sie diesen Beitrag von Direktor Markus Müller. Verfolgen Sie dort die Kommentare – und diskutieren Sie mit. Oder schreiben Sie uns einen Leserbrief (siehe S. 4)
Was braucht es in unserer Gesellschaft, um Verantwortung zu stärken und lebenswerte Zukunft zu ermöglichen? Unsere Gesellschaft, zu der sich auch Christen zählen, braucht Milieus im Sinne von Räumen und Orten, in denen das Unvollkommene Platz hat und Fehler ohne Gesichtsverlust in Würde eingestanden werden können. Be- und Aburteilung dürfen nicht das letzte Wort haben. Wir brauchen Orte, wo Versöhnung und guter Umgang mit Fehlern eingeübt wird. Nicht der Fehler, sondern der mündige Umgang mit Fehlern muss höchste Aufmerksamkeit erlangen. Orte, wo wir uns helfen, Werte verbindlich zu leben und auch in der Krise daran festzuhalten. Werteverbindlichkeit ist Ausdruck von Liebe und nicht Erfüllung von Pflichten im Bedarfsfall. Alles Krisenhafte in unserer Gesellschaft, von den Finanzen bis zum Stolpern über Missge­ schicke, sind nicht nur Probleme. Sie sind immer auch Chancen. Wir Christen sollten darin Vorreiter sein – aus Liebe zur Zukunft. //
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Gemeinde Menschen in unseren Gemeinden Geburten CH-Amriswil: 16. Nov.: Aurelia Eva Lehmann CH-Bauma: 11. Nov.: Fabian Grüter 28. Nov.: Lily Paradise Maurer CH-Beinwil am See: 25. Nov.: Silas Gautschi D-Friedberg: 2. Nov.: Klara Elise Weidmann CH-Lenzburg: 8. Nov.: Giosue Giuseppe Hälg CH-Liestal 24. Okt.: Joasch Liechti D-Mainz: 11. Jan.: Noah Christian Wolf CH-Muttenz: 26. Okt.: Aron Llugiqi CH-Reinach AG: 18. Nov.: Noelia Kislig 25. Nov.: Tobias Mosimann CH-Romanshorn: 1. Nov.: Christian Matei Gadient 23. Nov.: Daniele Fabrizio Riva CH-St. Chrischona: 17. Nov.: Joas Konrad CH-Thun: 28. Nov.: Lias Eberhardt CH-Winterthur: 25. Nov.: Nayla Müller 18. Geburtstag CH-Amriswil: 26. Feb.: Fabian Fust 4. März.: Tobias Stricker CH-Bauma: 21. Jan.: Lilian Resner CH-Ebnat-Kappel: 6. März: Aaron Rhyn D-Eichstetten: 4. Feb.: Hendrik Reichhold 9. März: Jonathan Bär CH-Hallau: 5. Feb.: Judith Holderegger CH-Lenzburg: 30. März: Francisca Antezana 6. April: Michael Suter D-Mücke: 22. März: Tobias Petersen CH-Muttenz: 7. März: Damaris Rietmann D-Ottweiler: 21. Jan.: Lisa Reidenbach CH-Schaffhausen: 5. Feb.: David Imboden CH-Schleitheim: 4. März: Maurice Huber 28
CH-Schöftland-Rued: 9. März: Livia Stalder CH-Weinfelden: 2. März: Simeon Moser 9. April: Tobias Birkenstock CH-Zürich: 17. Feb.: Prisca Bösinger 25. März: Mimoza Kabashi 30. März: Marjanka Aeschlimann 80. Geburtstag CH-Amriswil: 14. März.: Heidi Studer D-Bad Nauheim: 26. März: Harald von der Osten-Sacken CH-Bauma: 23. März: Doris Rüegg CH-Beringen: 27. Feb.: Friedi Niederhauser D-Eichstetten: 29. März: Richard Bär 6. April: Werner Berger D-Friedberg: 2. April: Annemarie Geck CH-Grüningen: 11. März: Elisabeth Staub CH-Muttenz: 4. März: Werner Gautschi 21. März: Hedi Dettwiler CH-Nesslau: 27. Feb.: Bertold Schantong 7. März: Inge Rutz CH-Reinach AG: 22. Jan.: Erich Roth CH-Schöftland-Rued: 23. März: Frieda Müller D-Zwingenberg: 4. März: Ruth Dudszus 90. Geburtstag CH-Beringen: 29. Jan.: Bertha Hermann 13. März: Elisabeth Ritzmann CH-Hallau: 12. Feb.: Paul Leu CH-Lenzburg: 11. Feb.: Leni Leutwyler CH-Rämismühle: 24. Jan.: Robert Brändli 6. Feb.: Ruth Gugger-Harder CH-Schaffhausen: 13. März: Elisabeth Ritzmann CH-Zürich: 12. März: Gertrud Egger Hochzeiten CH-Amriswil: 7. Okt. 2011: Anne Marie und Bruno Fröhlich-Morf
CH-Bauma: 17. Dez. 2011: Markus Fischer und Rebekka Vogler CH-Felben-Pfyn: 28. Jan.: Maya Rikenmann und Tobias Rechberger D-Mainz: 28. Okt. 2011: Rob Clemons und Anna Walitzek 10. Dez. 2011: Dominik Scherer und Bettina Grether Todesfälle 22. Jan. 2011: Madeleine Huber (73), CH-Männedorf, tsc-Absolventin 1964 27. April 2011: Frieda Kraft (81), CH-Yverdon-les-Bains, tsc-Absolventin 1960 6. Juni 2011: Johanna Schnyder (93), CH-Männedorf, Witwe von Heinrich Schnyder, tsc-Absolvent 1949 4. Nov. 2011: Emma Bürgi, CH-Schüpfen, Witwe von Karl Bürgi, tsc-Absolvent 1933 10. Nov. 2011: Nelly Lauchenauer, CH-Degersheim, Witwe von Arnold Lauchenauer, tsc-Absolvent 1948 15. Nov. 2011: Schwester Fanny Leu (84), CH-Zürich
28. Nov. 2011: Alfred Goetz (82), F-Volgelsheim, tsc-Absolvent 1956 8. Dez. 2011: Bernhard Ganz (59), CH-Winterthur, tsc-Absolvent 1977 16. Dez. 2011: Paul-Gerhard Weßler (79), D-Wölmersen, tsc-Absolvent 1957 26. Dez. 2011: Gottfried SahliBurkhalter (86), CH-Murten, tsc-Absolvent 1950
Adressänderungen Diese Adressänderungen betreffen Absolventen des Theo­ logischen Seminars St. Chri­ schona und Mitarbeiter der Pilgermission. Wir sind dankbar, wenn Sie uns Adress- und MailÄnderungen mitteilen. Bitte senden Sie diese an: pmc_admin@chrischona.ch Hanspeter und Edith Mundschin-Regenass Erlenstrasse 14 CH-4416 Bubendorf Harald und Sonja Weißer Schlossbergstrasse 12 D-77661 Schiltach i. Kinzigtal
Am 27. November 2011 ist Alfred Goetz im Alter von 82 Jahren gestorben. Kurz davor hat er eine grosse Herzoperation erfolgreich überstanden. Der Elsässer Alfred Goetz war in der Ausbildung auf Chrischona von 1952 bis 1956. Nach seiner Einsegnung wurde er zuerst als «Gehilfe» nach Neuchâtel und dann nach Saverne ausgesandt. 1958 heiratet er seine liebe Alfhilde vom Zürichsee. Fünf Kinder kamen dann nach und nach auf die Welt. 1965 wird ihm die Tochtergemeinde von Saverne in Bouwiller anvertraut. Den letzten und längsten Dienstabschnitt verbringt er in Colmar (1971-1990). Alfred Goetz war nicht nur im Elsass eine beliebte Persönlichkeit, er war auch mit Leib und Seele Evangelist in Deutschland und der Schweiz. Diese Gabe kam ihm auch zu gut vor dem Isenheimer Altar (Museum Unterlinden in Colmar). Hier hat er vielen Gruppen das Evangelium anhand dieses Meisterwerkes erklärt. Alfred Goetz war viele Jahre in der Leitung unseres Gemeindeverbandes. Wir verlieren in Alfred einen treuen und fröhlichen Bruder in Christus. Die Familie der Pilgermission drückt der Familie Goetz unser herzliches Beileid aus. Jean-Georges Gantenbein und Markus Müller
TAG DER OFFENEN TÜR Impuls- und Spieltag für die ganze Familie Samstag, 28. April 2012 | 11 bis 17 Uhr | Eintritt frei Patrick Frischknecht
11:00 Uhr | Türöffnung Fotoausstellung Patrick Frischknecht 11:30 Uhr | Bauchrednerin Brigä mit Adonette: „Adonette im Helferstress“
Rämismatte 11 | 3232 Ins (hinter der Agrola-Tankstelle)
Riesen-Röstipfanne | Grill | SeeländerSpezialitäten | Kaffee & Desserts
13:00 Uhr | Eröffnung Kinder-Spielstadt 13:30 Uhr | Impuls Stefan und Brigitte Gerber: „Hilf mir, dich zu verstehen!“ - die Kunst der positiven Paar-Kommunikation
14:30 Uhr | Impuls Thomas Härry:
„Vertrauen am Montag: Meinen Alltag mit Gott gestalten“
15:30 Uhr | Impuls Stefan Gerber: „Leben in Balance“
16:00 Uhr | Liedermacher Christof Fankhauser: „I bi ne Gwundernase“ - Familienkonzert Stefan Gerber
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Wir danken herzlich unseren Partnern und Sponsoren:
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Herzlich willkommen! | Besuchen Sie uns | Begegnen Sie der bvMedia-Crew | Treffen Sie andere Leser/innen | Besichtigen Sie die neuen Räumlichkeiten mit 420 m2 Solaranlage | Erleben Sie die Entstehung einer Zeitschrift Für die ganze Familie | Bauc hrednerpuppe | Spass in der Kinde rSpielstadt, organisiert von den regionalen Jungscharen | Fröhliches Mitmach-Familienkonzert mit dem Liedermacher Christof Fankhause r Inspiration inklusive | bvMedia steht für nachhaltige Inhalte | 3 Kurzinputs kompetenter Referenten können von Ihnen besucht werden Benefiz-Fotoausstellung | Patrick Frischknecht ist AUFATMEN-Titelseiten-Fotograf | Schlendern Sie durch die Fotoausstellung | Die Bilder werden zugunsten eines TearFund-Hilfsprojekts verkauft Kulinarisch | Mit der RiesenRöstipfanne schütten wir den Röstigraben zu | Frisches aus dem Gmüesland | Schon den Nidlechueche probiert? Überraschung | bvMedia ist beschenkt mit über 21.000 treuen Abonnenten und ein Vielfaches an Lesern | Am Tag der offenen Tür beschenken wir Sie und andere | Lassen Sie sich überraschen Shopping | Grosser Medientisch | Zeitschriften testen | Im benachbarten Computerladen stöbern Special Guest | ERF Medien mit Radio Life Channel Runterfahren | Am Folgetag findet der slowUp Murtensee statt | Übernachten Sie in der Region | www.slowup-murtensee.ch Hotline | Fon 0848 222 777 29 (ganze Schweiz zum Normaltarif) | E-Mail info@bvmedia.ch | Internet www.bvmedia.ch
Die Pilgermission St. Chrischona ist ein internationaler christlicher Verband mit Sitz in Bettingen bei Basel. Zum Verband gehören das Chrischona-Gemeinschaftswerk Deutschland (CGW) inklusive der Evangelischen Stadtmission im Südlichen Afrika (ESSA) und der Literaturarbeit (Brunnen Giessen / Alpha), die Chrischona Gemeinden Schweiz, der französische Gemeindeverband Vision-France, die Arbeitsgemeinschaft für das messianische Zeugnis an Israel (amzi), die Schwesternschaft des Diakonissen Mutterhauses St. Chrischona (DMH) und die Literaturarbeit Schweiz (Brunnen Basel / Bibelpanorama). Die rund 200 Chrischona Gemeinden evangelisch-landeskirchlicher und freikirchlicher Prägung werden derzeit von etwa 20’000 Menschen besucht. Kernauftrag der Pilgermission St. Chrischona ist die Bildungsarbeit am Theologischen Seminar. Derzeit sind auf Chrischona über 120 Studierende eingeschrieben. Sie studieren Theologie oder Gemeindepädagogik oder besuchen den Jahreskurs. Die Bachelor-Abschlüsse sind von der Middlesex University in London (GB) akkreditiert. Unsere Absolventen arbeiten in den unterschiedlichsten kirchlichen und freikirchlichen Werken und in der weltweiten Mission. Neben dem Theologischen Seminar St. Chrischona (tsc) zieht das Konferenzzentrum jährlich rund zehntausend Gäste zu Seminaren, Konferenzen oder Tagungen an. Zusammen mit vielen weiteren Besuchern lassen sie sich auf dem höchsten Punkt des Kantons Basel-Stadt durch die Ruhe und Aussicht inspirieren.
Adressen Herausgeber Pilgermission St. Chrischona Chrischonarain 200 CH-4126 Bettingen Tel. +41 (0)61 64 64 111 Fax +41 (0)61 64 64 277 E-Mail: info@chrischona.ch Homepage: www.chrischona.org Theologisches Seminar St. Chrischona Chrischonarain 200 CH-4126 Bettingen Tel. +41 (0)61 64 64 426 E-Mail: tsc@chrischona.ch Homepage: http://tsc.chrischona.ch
Christliches Resort am Strand in Thailand Ganzes Jahr 18-33°, sonnig Baden im Meer oder Pool, DZ mit Frühstück, SFR. 60.-/Tag, www.kaotao.org Info +41 (0)52 745 22 90 Cap d'Agde/Frankreich, Ferienhaus + Garage in Residenz mit Pool, 200 m zum Sandstrand. Top ausgerüstet für 5-7 Personen. Frei ab 20. Juli 12. Telefon +41 (0)44 951 29 34
10. März 2012 in Niederbipp BE
Vorbereitung auf die Pensionierung 21.-22. April 2012 in Männedorf
Begleitung von Kranken und Sterbenden 10.-11. Mai 2012 in Männedorf
Weitere Angebote und Infos: Hans Bürgi, Tel. 044 921 63 25 www.mut-zur-gemeinde.ch/termine ein Arbeitszweig von
Vortrags CD "Falsche Erwartungen" von Vreni Theobald. Schicke sie gratis zu. Telefon +41 (0)81 284 16 60 dura@fitundheil.ch B. Dura, Julierweg 5, CH-7000 Chur
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Frankreich Vision-France Une Union d’Églises Protestantes Évangéliques 6-8, rue Maire Teutsch F-67160 Wissembourg Tel. +33 (0)3 88 94 02 61 E-Mail: vision.france@gmx.fr Homepage: www.vision-france.net
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Schweiz Geschäftsstelle Chrischona-Gemeinden Schweiz Hauentalstrasse 138, Postfach 3, CH-8200 Schaffhausen Tel. +41 (0)52 630 20 70 Fax +41 (0)52 630 20 79 E-Mail: gemeinden.ch@chrischona.ch Homepage: www.chrischona.ch Deutschland, Luxemburg, Südafrika, Namibia Chrischona-Gemeinschaftswerk e.V. Gottlieb-Daimler-Strasse 22 D-35390 Giessen Tel. +49 (0)641 60 59 200 Fax +49 (0)641 60 59 210 E-Mail: chrischona.giessen@chrischona.org Homepage: www.chrischona.de Homepage: www.chrischona.co.za
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Christlicher Missionsdienst Ch. de Plan-Soleil 16 1023 Crissier Tel. +41 (0)21 635 55 55 cms.switzerland@bluemail.ch
20. / 21. März 2012
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Seminar mit Pfrn. Monika Riwar Seminarzentrum Ländli, Oberägeri
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• Weite genießen • Stille hören • Vielfalt schmecken • Seele auftanken • Neues entdecken • Kinderprogramm erleben
...und der All tag bleibt zu Hause!
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• Anreise frei wählen
Leiter: Jürgen u. Christa Gatter
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© photocase – YTK
«Es bleibt die Erkenntnis: Es gibt keine absolute Sicherheit, ausser bei Gott. Und das ist gut so.» schreibt Patrik Senn in seinem Artikel ab Seite 10
Panorama 1/2012: Geplatzt - was in der Finanzkrise wirklich trägt
Chrischona-Panorama 1/2012 - die Themen: Was trägt in der Finanzkrise?, Direktor Markus Müller wird verabschiedet, Prioritäten setzen als Fi...

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