Source: http://jurabilis.blogspot.de/2005_10_01_archive.html
Timestamp: 2018-04-22 14:31:11+00:00

Document:
...jurabilis! (Archiv von 2003-2006): Oktober 2005
Beißkrampf
Offenbar war der Wunsch nach Abrechnung im Vorstand übermächtig. Mit der Ankündigung von Neuwahlen zwangen Schröder und Müntefering noch einmal in die Parteidisziplin, die aufgestaute Wut über den Reformkurs des Kanzlers fand wieder kein Ventil. Auch nach der Wahl fiel die Bartholomäusnacht aus, die sich so mancher frustrierter Genosse in der Opposition gewünscht hatte.
Denn die SPD hatte sich am 19. September 2005 gegen alle Prognosen in eine unerwartet glückliche Position gerettet, das Spitzenduo Müntefering/Schröder holte politisch raus, was überhaupt rauszuholen war. So gut, wie Schröder und Müntefering in vergangenen Wochen waren, werden Nahles und Co. nie werden. Aber vielleicht wollen die Parteilinken der SPD das auch gar nicht. Wie so oft ziehen sie den innerparteilichen Beißkrampf der Realpolitik vor. Dass sie für diesen offensichtlichen Unfug aber Unterstützung auch vom gemäßigten Netzwerker-Flügel erhalten haben, das ist neu.
Zutreffende Analyse von Claus Christian Malzahn
Kuschelnoten allüberall
Der Eindruck, dass an deutschen Universitäten und Fachhochschulen Bestnoten freigiebig verteilt werden, trügt nicht. Er ist statistisch belegbar. Vor gut zwei Jahren hatte der Wissenschaftsrat eine Analyse der Prüfungsnoten für die Jahre 1996, 1998 und 2000 veröffentlicht. Demnach zeigten viele Fächer eine "wenig differenzierte Notengebung. Die beste Durchschnittsnote hatten mit sagenhaften 1,3 die Biologen aufzuweisen. Auch andere Naturwissenschaften wie Physik oder Chemie sowie Mathematik und die Geisteswissenschaften lagen sämtlich besser als zwei. Am schlechtesten schnitten die Wirtschaftswissenschaften ab oder die Fächer mit Staatsexamen, allen voran die Rechtswissenschaft mit einem Durchschnitt von 3,3.
[SZ-Artikel]
Und nun sorgen auch noch die BLS-Absolventen dafür, dass zumindest auch in Hamburg die Inflation der Supernoten einsetzt bzw. fortschreitet *SCNR*
Eingestellt von Alexander Hartmann um 17:19 Keine Kommentare:
Hochstapler in der Staatsanwaltschaft
Der Tagesspiegel berichtet heute von dem Hamburger Mark Müller, der als vermeintlicher Topjurist seine "Referendar-Station" in der Staatsanwaltschafz Itzehoe absolvierte und dafür von seinem Ausbilder ein Prädikatszeugnis erhielt. Ein juristisches Seminar habe er noch nie von innen gesehen. Seine Vorbereitung für die Sitzungsvertretung: "Ein bisschen im Strafrecht blättern...". Auch eine Möglichkeit...
Nebenher habe er als Korrekturassistent an der Uni Hamburg gejobbt. O-Ton: "Ich habe immer zu gute Noten gegeben, da wurde mir nahegelgt den Job aufzugeben". Das wiederum scheint mir recht unglaubwürdig. Seit wann wird in Hamburg gute Benotung kritisiert?
Als sich Müller dann jedoch bei der Uni Hamburg als Doktorand beworb, flog der Schwindel auf. Schade - vielleicht hätte er es sonst bis zum BVerfG geschafft.
Eingestellt von Alexander Hartmann um 08:52 Keine Kommentare:
... im Theater des Lebens. Wieder dabei:
Dienstag: Fortsetzung des Prozesses um manipulierte Fußballspiele mit der Aussage des Ex-Schiedsrichters Hoyzer (10 Uhr, Saal 500)
Eingestellt von Alexander Hartmann um 08:50 Keine Kommentare:
Rechtsfragen der Kurszulassung
Die bekannte Kanzlei des Prüfungsrechtlers Dr. Robert G. Brehm hat ein Gutachten (PDF) zu "Rechtsfragen der Kurszulassung" (erstattet für den AStA der Uni Potsdam) erstattet. Die Leser dürfen raten, zu welchem Ergebnis der Gutachter zur Frage der Zulässigkeit des "Herauslosens" kommt.
[Danke an Globalisierungshemmschuh Moe]
38 Antworten bis zum Traumstudium
Die beiden Sicherheitsleute tragen blau-weiß gestreifte Hemden, dunkle Hosen und unbewegte Mienen. Unerbittlich schweift ihr Kontrollblick über 161 Abiturienten, die in luftigen Abständen im großen Hörsaal des Leipziger Carl-Ludwig-Instituts sitzen. Sie alle wollen in Leipzig Medizin studieren. Für wen der Wunsch Wirklichkeit wird, entscheiden die nächsten 100 Minuten und 38 Kreuze auf einem Antwortbogen.
Diese Art der Auswahl ist dann wohl "fakultätsadäquat" zu nennen. Der BLS-Eingangstest soll wesentlich besser und differenzierter sein. Neuere Studien weisen übrigens - ganz gegen jeden Trend - wieder eine hohe Korrelation zwischen Abiturnote und Studienerfolg nach.
Der Gipfel der Lächerlichkeit ...
... ist bekanntlich schwer zu erklimmen. Kein Problem ist dies für die Berliner SPD, die einem jurabilis!-Leser mit Parteibuch die folgende Aufforderung zukommen ließ:
Lieber Franz (Name v.d.R. geändert),
die gestrige Funktionärskonferenz der Berliner SPD mit Andrea Nahles hat einmal mehr bewiesen, dass Andrea die allerbesten Eignungen für Führungsämter in der SPD hat. In Berlin - wie auch in anderen Landesverbänden - wurde vor zwei Tagen ein Aufruf gestartet, der Andrea unter dem Titel "Wir brauchen eine starke Partei" auffordert, für das Amt der Generalsekretärin zu kandidieren. Wir würden uns freuen, wenn auch Du diesen Aufruf unterstützt (bitte Rückmeldung per eMail). Du findest den Text und die Liste der ErstunterzeichnerInnen unter http://www.leanotype.de/spdlinke/dateien/0095_Generaelin.doc.
Niemand, der seine vier Sinne beisammen hat, würde einen solchen Aufruf unterstützen. Wie arm muss eine Partei personell eigentlich dastehen, wenn sie Leute wie Andrea Nahles für ein Amt jenseits der Kommunalpolitik vorschlagen muss?
Serie: Skurrile Verwaltungsgerichtsverfahren
Heute: Subjektiv-öffentliches Recht auf kostenfreien Parkraum in einer Drittgemeinde?
Es spricht das VG Koblenz mit Urteil vom 13.10.2005 (Pressemitteilung):
Nutzer des Flughafens Frankfurt-Hahn haben keinen Anspruch auf die Bereitstellung von kostenfreien Parkmöglichkeiten in Lautzenhausen, einer Ortsgemeinde, die in der Nachbarschaft des Flughafens angesiedelt ist.
Ich hätte gerne die Klageschrift.
Eingestellt von Alexander Hartmann um 14:12 Keine Kommentare:
Administration Under Siege
Lewis Libby Jr., Vice President Dick Cheney's chief of staff and one of the most powerful figures in the Bush administration, was formally accused today of lying and obstruction of justice during an inquiry into the unmasking of a covert C.I.A. officer.
Eingestellt von Alexander Hartmann um 20:42 Keine Kommentare:
JUVE Awards 2005 - And the winner is...
Gestern wurden in Frankfurt im Palais am Zoo die JUVE Awards 2005 verliehen.
JUVE Kanzlei des Jahres: Cleary Gottlieb Steen & Hamilton
Mittelständische Kanzlei des Jahres: Zenk Rechtsanwälte
Kanzlei des Jahres für Nachwuchsförderung: CMS Hasche Sigle
Kanzlei des Jahres für M&A: Freshfields Bruckhaus Deringer
Kanzlei des Jahres für Bank- und Finanzrecht: Clifford Chance
Kanzlei des Jahres für Steuerrecht: Linklaters Oppenhoff & Rädler
Kanzlei des Jahres für Dispute Resolution: Baker & McKenzie
Kanzlei des Jahresfür Medien: McDermott Will & Emery
Kanzlei des Jahresfür Arbeitsrecht: CMS Hasche Sigle
Kanzlei des Jahres für Öff. Recht: Freshfields Bruckhaus Deringer
Kanzlei des Jahres für IP: Lovells
In-House Team des Jahres Banking & Finance: Deutsche Bank
In-House Team des Jahres für IP: Degussa
In-House Team des Jahres für Transaktionsmanagement: Siemens
Eingestellt von Benjamin um 15:46 Keine Kommentare:
Finanzprobleme bei den Privatunis
Artikel über Privatunis werden in Zukunft offenbar nicht mehr mit anekdotengespickten Berichten über den politisch vernünftigen Teil der Familie Schily eingeleitet, sondern in etwa wie dieser Spiegel-Artikel:
Nicht alle haben dabei ein so glückliches Händchen wie die Bucerius-Studenten.
Fachanwalt Udo V. soll beispielweise an einer Betonwüste in der Bochumer Vorstadt sein Handwerkszeug erlernt haben. Gerüchten zufolge hat ihn aber selbst diese Rudimentärausbildung hinreichend auf den Arbeitsmarkt vorbereitet.
Eingestellt von Alexander Hartmann um 19:09 Keine Kommentare:
"Staatsbürger in Robe"
Für diesen knackigen Ausdruck würde ich gerne Titelschutz in Anspruch nehmen. Jetzt fehlt nur noch ein deutscher Grisham, der den passenden Referendar-Thriller dazu schreibt. Wobei eine Referendar-Soap ("Black Scrubs") sicher auch ihre dankbaren Zuschauer fände ...
Eingestellt von Alexander Hartmann um 17:28 Keine Kommentare:
Die dümmsten Souvenirs
Seit die Bundesregierung einen Importstopp für Geflügelprodukte aus zwölf asiatischen Ländern, Rußland, Rumänien und der Türkei verhängt hat, legen die 850 Zollbeamten am Frankfurter Flughafen Sonderschichten ein.
Anfang November beginnt noch dazu die Fernreisesaison, die Zeit, in der den Zöllnern die exotischsten Mitbringsel ins Netz gehen. Hier eine Liste jener Souvenirs, mit denen Reisende vor den Beamten garantiert in Erklärungsnot kommen.
Eingestellt von Alexander Hartmann um 12:51 Keine Kommentare:
Was darf das Volk begehren?
Das Landesverfassungsgericht Berlin tagt selten vor großem Publikum. Gestern aber füllte die Bürgerinitiative mit dem kreativ-klangvollen Namen „Schluss mit dem Berliner Bankenskandal“ im großen Plenarsaal fast alle Plätze. Es ging um die Frage, ob die Bürger über die Auflösung der Bankgesellschaft entscheiden dürfen. Darüber hinaus ging es über die Aufhebung der staatlichen Garantien für die teuren Immobiliengeschäfte des Bankenkonzerns (Risikoabschirmungsgesetz). Ein Volksbegehren zu diesen Forderungen war vom Senat im Februar 2004 nicht zugelassen worden (Volksbegehren „zum Landeshaushalt“ sind nach der Berliner Verfassung verboten). Die Initiative klagte dagegen, gestern wurde verhandelt, am 22. November will das Gericht ein Urteil fällen.
Der Tagesspiegel wird sicher berichten.
Staatsanwälte sind stolz auf „ihren“ UN-Ermittler Mehlis
Ein Berliner macht Weltkarriere, jedenfalls auf Zeit: Oberstaatsanwalt Detlev Mehlis, der Leiter der UN-Sonderermittlungen zum Mord an dem libanesischen Ex-Regierungschef Hariri, hat am Dienstag vor dem UN-Sicherheitsrat Bericht erstattet über den Stand seiner Erkenntnisse. Seit UN-Generalsekretär Kofi Annan ihn in den Rang eines stellvertretenden Generalsekretärs erhob und damit das Gewicht seiner Arbeit mit Nachdruck betonte, ist der Berliner Jurist faktisch die Nummer drei der Weltorganisation – seine Ermittlungen sind von zentraler Bedeutung für die politische Entwicklung im Nahen Osten.
Das ist selbst in einer Behörde, die so wenig zu demonstrativer Heiterkeit neigt wie die Berliner Staatsanwaltschaft, mit erkennbarer Freude registriert worden. Generalstaatsanwalt Dieter Neumann, der direkte Vorgesetzte von Mehlis in der Behörde in Schöneberg, äußerte sich mit angemessener Zurückhaltung: „Wir sind schon in gewissem Maße stolz darauf, dass einer von uns mit dieser wichtigen Aufgabe betraut wurde“, sagte er, „es fällt damit ja auch ein wenig Glanz auf unsere Behörde.“
Als ob die Referendare ("Staatsbürger in Robe") nicht schon genug Glanz in die Behörde brächten!
Eingestellt von Alexander Hartmann um 10:02 Keine Kommentare:
Der Welt-Fußball-Verband FIFA wird nicht müde zu betonen, dass die Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland eine Privat-Veranstaltung ist. Dementsprechend konsequent geht der Verband gegen unautorisierte Werbung mit dem Großereignis vor. Exklusive Werberechte hat die FIFA teuer verkauft, so dass die Sponsoren auch einen Schutz gegen die unerlaubte Konkurrenz verlangen. Kritiker werfen der Fußball-Union jedoch vor, bei ihrem Kampf immer wieder über das Ziel hinaus zu schießen.
OLG Hamburg, Kennzeichenschutz der FIFA für Fußball-Weltmeisterschaft, GRUR-RR 2005, 223
OLG Hamburg, Markenmäßige Benutzung einer Sportereignisbezeichnung auf Gedenkmünze, GRUR-RR 2004, 362
Eingestellt von Alexander Hartmann um 23:23 Keine Kommentare:
Solche Dozenten sollte das Kammergericht ruhig häufiger einstellen. Dann klappt's auch mit der Rechtsanwaltsausbildung.
America's Best Graduate Schools 2006: Top 100 Law Schools
Wenn schon Rankings, dann wenigstens welche, die von Bedeutung sind. New York City hat zwei Universitäten in den Top Five, Chapeau!
Da haben wir doch glatt einen wichtigen Jahrestag verschwitzt ;-)
Deutsche Drogenkuriere
„Immer mehr deutsche Touristen werden Opfer eines ausgeklügelten Systems zwischen Drogendealern und der Polizei“, sagt Melanies Anwalt Mathias Oefelein. Allein in Sao Paulo sitzen 32 Deutsche ein, und sie alle haben mehr oder minder die gleiche Geschichte hinter sich, wie Drogenexperten bestätigen: Immer mehr Touristen, meist junge Frauen, werden von den Drogendealern gezielt angesprochen und, sobald sie die Ware – wissentlich oder unwissentlich – bei sich haben, von den Dealern an die Polizei verraten. „So erkaufen die Dealer sich Schutz für ihre echten Kuriere“, erklärt Oefelein, „die mit den großen Paketen von 15, 20 Kilo Kokain sicher ausreisen.“ Und die Polizisten verkaufen große Teile der „entdeckten Beute“ selbst und erfüllen zugleich ihre Ermittlungsquoten.
Der Tagesspiegel beleuchtet das Thema ausgehend von der Geschichte der mittlerweile berühmten Melanie aus Berlin ...
Eingestellt von Alexander Hartmann um 19:28 Keine Kommentare:
Die Flucht des zu zwölf Jahren Haft verurteilten Kokainhändlers Ismail F. ist durch gravierende Fehler der Justiz begünstigt worden. Die Justizverwaltung gestand gestern ein, dass der Schwerverbrecher niemals nur von einer einzelnen Person hätte begleitet werden dürfen. Denn bereits bei einer früheren – von zwei Bewachern – begleiteten Ausführung waren plötzlich „Personen aus dessen Freundeskreis“ aufgetaucht. Nach Informationen des Tagesspiegels war darunter ein Bruder des Gefangenen. Der 24-jährige Özdal J. hatte zu diesem Zeitpunkt eine 1999 angetretene Haftstrafe wegen Drogenhandels gerade abgesessen. Die Justiz bestätigte, dass unter diesen „Personen“ ein gerade aus der Haft Entlassener war.
Der Tagesspiegel geht vergleichsweise sachlich an ein Thema, das heute ein gefundenes Fressen der Boulevard-Gazetten der Hauptstadt wurde.
Die nächste Informationsveranstaltung zu Fragen des schriftlichen Teils der zweiten juritischen Staatsprüfung (GJPA Berlin und Brandenburg) findet statt am :
Montag, den 19. Dezember 2005, 14.00 Uhr
im Gebäuder der Senatsverwaltung für Justiz
Salzburger Straße 21 - 25, 10825 Berlin im Saal A.
Zur inhaltlichen Vorbereitung dieser Veranstaltung sollten Anfragen bis zum 12. Dezember 2005 an Frau Henze gerichtet werden.
Eingestellt von Alexander Hartmann um 17:53 Keine Kommentare:
Wir haben es immer geahnt, aber bisher nie bestätigt bekommen. Es spricht das Amtsgericht Kamen:
Eingestellt von Alexander Hartmann um 17:45 Keine Kommentare:
Bundeswehr unter Polizeischutz
Beim Blick in den Tagesspiegel fühlt man sich in die Vergangenheit alter Hase-und-Igel-Rituale zurückversetzt:
Weit über 2000 Beamte und Soldaten werden morgen den Großen Zapfenstreich der Bundeswehr sichern, darunter 1300 Berliner Polizisten. Drei Feldjägerbataillone, also etwa 600 Soldaten, werden den Innenschutz des Geländes übernehmen. Beamte der Bundespolizei werden die Bahnsteige am Hauptbahnhof sichern und jede S-Bahn begleiten, die in Sichtweite der Zeremonie vorbeifährt. Gestern Abend fand bereits die Generalprobe statt – was kaum ein potenzieller Störer wusste.
Wie beim traditionellen Gelöbnis am 20. Juli hat die Bundeswehr am Mittwoch „Hausrecht“ in dem Gebiet zwischen Spree, Wilhelmstraße und Straße des 17. Juni. Nur geladene Gäste haben Zutritt.
Der Innenhof des Bendler-Blocks war sicher besser zu sichern ...
Autobahnbaustellenrecht
Die Autobahnbaustelle ist grundsätzlich siebzehn Kilometer lang. Falls sie einmal länger oder kürzer ist, liegt das an Planungsdifferenzen im zuständigen regionalen Autobahnbaustellenrat.
Der regionale Autobahnbaustellenrat besteht aus dem Bauträger, dem Baustellenleiter, einem pensionierten Finanzbeamten und dem örtlichen Bierbrauer. In Rhein- und Moselgegenden wird letzterer im Regelfall durch den Vorsitzenden der zuständigen Winzergenossenschaft oder einen in der Rüdesheimer Drosselgasse ansässigen Gastwirt ersetzt.
Blogs und Unternehmenskommunikation
Unter dem Titel "Blogging, Peer Media & Co: Wer beherrscht die Unternehmenskommunikation" laden Munich Network, die Text 100 GmbH und die Management Akademie München GmbH am 23.11.2005 zu einem Business Breakfast Talk ein.
Ein Business Breakfast Talk also... Das deutet auf einneues, innovatives, junges und dynamisches Konzept einer Gesprächsrunde hin. Quasi ein Frühschoppen ohne Bier mit jungen und innovativen Menschen. Genug der Häme.
Auf der Veranstaltung soll diskutiert werden, welchen Chancen und Risiken das Bloggen für Unternehmen birgt. RA Karolin Nelles wird zu den rechtlichen Problemen des Bloggens Stellung beziehen.
Eingestellt von Benjamin um 15:26 Keine Kommentare:
Mietstreitigkeiten in Berlin - Fast jeder Dritte Zivilprozeß dreht sich um Mietsachen
,weiß die Berliner Morgenpost auf ihrer heutigen Titelseite unter Berufung auf das Kammergericht zu berichten. Demnach wurden im Jahr 2004 35800 Prozesse geführt -Tendenz steigend. Nirgendwo sonst in Deutschland werde so oft vor Gericht um Mieterhöhungen, Schönheitsreparaturen, Mietschulden, Nebenkostenabrechnungen, Räumungen und Kündigungen gestritten.
Eingestellt von Benjamin um 10:27 Keine Kommentare:
Rentnertheater
Der aktuelle Spielplan des AG Tiergarten in Berlin
Rechtschaffen erschöpft zurück von einer einwöchigen Due Diligence, wird es nach dieser (zu) ruhigen jurabilis!-Woche nun bald wieder wie gewohnt weitergehen in diesem Theater.
Vorher aber seien ein paar allgemeine und hochgradig anonymisierte Hinweise gestattet - man lernt ja nie aus:
Erstens sollte man sich nicht über das Ergebnis wundern, wenn Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Konsorten Kaffee zubereiten. Schon das bloße Zusehen sollte man vermeiden, beherztes Kosten erst recht. Kein Wunder, wenn sich von denen niemand grämt, wenn zur Mittagszeit eine ihrer Kolleginnen zusammenbricht. Wo die herkommt, gibt es schließlich noch mehr. Gesund kann es auf keinen Fall sein, wenn man die Filtertüte bis oben hin mit Kaffee auffüllt.
Zweitens sollte man selbst als geübter Zahlenfresser unbedingt vermeiden, während des Ramadan solch anstrengendem Tagwerk nachzugehen. Jedenfalls dann, wenn man sich an die Regeln hält. Zum möglichen Ergebnis siehe unter Erstens.
Drittens sind "elektronische Akten" mit über 5000 aufsteigend numerierten, nicht umbenennbaren (von kopieren oder ausdrucken mal ganz zu schweigen) PDFs der Gipfel an Nutzerunfreundlichkeit. Auf diesem Gebiet sehe ich für die IT-Verantwortlichen dieser Welt noch viel Entwicklungspotential.
Diesmal allerdings nicht aus dem Hause Benetton.
Neues Selbstbewusstsein der Mandantschaft
Mandanten werden zunehmend selbstbewusst.
Eingestellt von Alexander Hartmann um 12:41 Keine Kommentare:
Unsere Herbstsemester
Ein Morgen in München. Die Leopoldstraße glitzert in der Herbstsonne, drinnen, in der Ludwig-Maximilian-Universität, schiebt sich im Schummerlicht eine Menschenschlange die hohen Flure entlang, Raum um Raum, bis sie an einem Tisch zu stehen kommt. Hier tragen sich Gasthörer ein, und das heißt auch in München vor allem: Senioren. Zehn, zwanzig, dreißig Meter Senioren. Konservative Schätzung.
Die SZ berichtet über die Volkshochschulisierung an Deutschen Universitäten ...
Der Titel sagt eigentlich alles. Diese Liste zeigt, wozu Menschen fähig sind, wenn sie der böse Kapitalismus alle Hemmungen ablegen lässt. Wunderbar.
Eingestellt von Alexander Hartmann um 09:43 Keine Kommentare:
Serie: Intelligentes Marketing
Eingestellt von Alexander Hartmann um 09:37 Keine Kommentare:
Gleichnisse für die Revision
Wenn Klaus Volk eine komplizierte Sache erklären muss, greift er gern zu einem Bild. Für den Fall Mannesmann hat er dieses gewählt: Jemand kauft für 178000 Taler einen Wald mit 178000 Bäumen. Vor der Übergabe möchte der Verkäufer noch 60 Bäume fällen und die belohnen, die den Wald gepflanzt und kultiviert haben. Der Käufer ist einverstanden und mindert nicht einmal den Kaufpreis – aus dem einfachen Grund, weil 60 Bäume mehr oder weniger bei dem riesigen Wald für ihn keine Rolle spielen.
Mit solchen Bildern erklärt man den unterbezahlten Karlsruher Richtern also, wie die moderne Wirtschaftswelt funktioniert.
Eingestellt von Alexander Hartmann um 01:12 Keine Kommentare:
Der Advocatus Gäfgens, Dr. Michael Heuchemer, hat neben seinem Kraftfahrzeug noch mindestens eine weitere Leidenschaft:
Rechtsanwalt Dr. iur. Michael Heuchemer ist leidenschaftlicher Sammler hochwertiger Weine, insbesondere deutscher und österreichischer Hochprädikatsweine und der Premiers Crus aus Burgund und dem Bordelais.
Kontakte mit Sammlern sind stets erwünscht.
Entsprechende Post wird gerne beantwortet; Austausch und Anregungen sind stets erwünscht.
Gerne werden auch Angebote zum Ankauf von Wein entgegengenommen.
Nachstehend beginnt ein im Jahr 2005 begonnenes und deshalb noch in den Anfängen befindliches Archiv an Verkostungsnotizen.
Soll niemand behaupten, dass Anwalts-Websites keinen intellektuellen Mehrwert beinhalten dürfen.
Nachtrag: Der Advokat scheint sich im umfassenden Sinne der Interessen Magnus Gäfgens angenommen zu haben. Moderne Zeiten.
Eingestellt von Alexander Hartmann um 01:06 Keine Kommentare:
Eine widerliche Zukunft ...
... droht unseren juristischen Fakultäten, wenn man sich mal anschaut, womit potentielle Studienwillige Google füttern.
Those who agree with us may not be right,
but we admire their astuteness.
Serie: Markenrechtskurs in Bildern
Im Rahmen dieser losen Serie bei ...jurabilis! möchten wir der geneigten Leserschaft heute das Tatbestandsmerkmal "Beeinträchtigung der Wertschätzung" in § 14 MarkenG nahebringen. Es erscheint uns angebracht, dies nicht durch viele Worte, sondern anhand einer einfachen fotografischen Darstellung zu tun:
Eingestellt von Alexander Hartmann um 02:23 Keine Kommentare:
Bin ich der Einzige, bei dem Jurablogs.com in den letzten Tagen nur sehr unregelmäßig abrufbar ist?
Eingestellt von Alexander Hartmann um 21:19 Keine Kommentare:
Das Diplom und der Magister verschwinden, Bachelor und Master kommen. Wie reagieren Unternehmen auf die Umstellung? Marcus Kerwin, Recruting Director bei der Unternehmensberatung Bain, erklärt im Interview mit manager-magazin.de die Vor- und Nachteile der neuen Studienabschlüsse. Aus seiner ganz eigenen Sicht natürlich. Man muss sich fragen, warum dort überhaupt Hochschulabsolventen eingestellt werden. Der gute alte Azubi dürfte einen weit größeren Praxisanteil in seiner Ausbildung aufweisen können und von lästiger Theorie ein Stück freier sein ...
Eingestellt von Alexander Hartmann um 21:15 Keine Kommentare:
Prof. Dr. Hoeren mit Preis gewürdigt
Die Alcatel SEL Stiftung für Kommunikationsforschung vergibt heute in Stuttgart ihren diesjährigen "Forschungspreis Technische Kommunikation" an den Direktor des Instituts für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht der Universität Münster, Thomas Hoeren. Der Jurist erhalte die Auszeichnung, die in den vergangenen Jahren bevorzugt an Informatiker und Naturwissenschaftler gegangen war, wegen seines Engagements in den Bereichen Urheberrecht, Digital Rights Management und wegen seiner kritischen Haltung gegenüber den Sperrverfügungen gegen Access-Provider, teilte die Stiftung mit. Ein rationaler Dialog zwischen Technik und Recht gehöre zu den Kernthemen der Stiftung, sagte deren Geschäftsführer Dieter Klumpp.
Das Herz schlägt im Osten
Folgende Praktikumsausschreibung der Kanzlei Dr. Hermanns & Partner aus Osnabrück richtet sich an Studierende eines Masterstudiengangs einer nord- oder osteuropäischen Universität. Die Kosten der Unterbringung können ggf. von der Kanzlei übernommen werden.
Man scheint in Osnabrück daran zu arbeiten, Berlin den - zumindest viel gepriesenen - Standortvorteil als Drehkreuz in den Osten streitig zu machen. Man darf gespannt sein, ob der Aufruf Wirkung zeigt und sich eine Karawane wissbegieriger Studenten aus dem Osten Richtung Osnabrück in Bewegung setzt...
Eingestellt von Benjamin um 23:03 Keine Kommentare:
Flirt-SMS vor Gericht
Vor einigen Monaten berichtete jurabilis! über ein besonders originelles Beispiel, wie man auf recht schnelle Weise Geld verdienen kann: Man betreibt einen Computerpool, wirbt auf einschlägigen Sendern für wunderbare Möglichkeiten „Girls aus der Nachbarschaft“ per SMS kennenzulernen und setzt ein paar dickbäuchige Studenten vor die Rechner, die dann mit flinken Fingern die „Girls“ mimen. Aber wie es nun einmal mit dem schnellen Geld ist. Häufig bewegt man sich damit am Rande des Legalen oder überschreitet diese Grenze sogar. So auch in diesem Fall. Hier klagte die Verbraucherzentrale Berlin und zwar – wie die Süddeutsche in der heutigen Ausgabe zu berichten weiß – offenbar mit Erfolg:
Der Anwalt des Call-Centers stellte das Ganze als harmlos hin. Seine Firma sei lediglich von einem Unternehmen entsprechend beauftragt worden und habe eigentlich mit der Flirtplattform nichts zu tun. Zudem sei nichts daran anstößig. Beispielsweise im Bereich des Telefon-Sex werde nicht anders vorgegangen. Dort rechne der Konsument auch nicht wirklich damit, mit einer realen Partnerin Kontakt zu haben. Die Verbraucherschützer meinten dagegen [...] deartige Geschäftsmethoden seien schlichtweg wettbewerbswidrig, der Verbraucher werde getäuscht. Deshalb müsse diese Aktivität untersagt werden.
Die Richter der Wettbewerbskammer sahen das ähnlich: „Hier muss ein klarer Schlussstrich gezogen werden.“ Sie verboten es, Flirt-SMS, die aufgrund einschlägiger Werbung beim Call-Center eingehen, von professionellen Kommunikations-Agenten beantworten zu lassen. (Aktenzeichen: 33 O 8728/05).
Eingestellt von Ronny Jahn um 21:23 Keine Kommentare:
BVerfG: Gerichte müssen bei justizinternen Verfahrensfehlern auf Möglichkeit der Wiedereinsetzung hinweisen
Das BVerfG hat die Fachgerichte zur Belehrung über die Möglichkeit der Wiedereinsetzung gerichtlicher Verfahren verpflichtet, wenn Fehler der Justiz zu unzulässigen Verfahrensabläufen geführt haben. Die in diesem Zusammenhang vorliegenden Verfassungsbeschwerden von Strafgegangenen wurden nicht zur Entscheidung angenommen, da der Verfahrensweg noch nicht ausgeschöpft sei, so die Richter.
BVerfG, Beschluss vom 27.09.2005, Az: 2 BvR 172/04, 2 BvR 834/04, 2 BvR 907/04. Sachverhalt und mehr
Das Bundesverfassungsgericht wehrt sich mit Händen und Füßen gegen die Flut der Verfassungsbeschwerden.
Eingestellt von Alexander Hartmann um 21:04 Keine Kommentare:
"Speerspitze des Pazifismus" mit Sinn für Ironie
Der passionierte Affengegner Charlton Heston sieht sich bekanntlich immer noch von höchster Stelle dazu berufen, jedem Amerikaner ein Gewehr im Kleiderschrank zu garantieren. Zwischenzeitlich hat sich ein anderer ausgewiesen friedliebender Zeitgenosse medienwirksam der Erziehung der durch gewalttätige Videospiele verrohten (und zunehmend verfettenden) amerikanischen Jugend angenommen. Es gilt der Grundsatz: wer Waffen nicht als Spielzeug betrachtet, bewahrt auch als Erwachsener die Contenance, wenn ein missgünstiger Nachbar den Weidezaun zerschneidet und Rinder und Kinder schändet und stiehlt.
Das plötzliche Vorgehen gegen gewalttätige Videospiele entbehrt angesichts diverser dunkler Pixel in der Vergangenheit des Gouvernators allerdings nicht einer gewissen Ironie.
Eingestellt von Alexander Hartmann um 00:03 Keine Kommentare:
UNICEF: Tausende schwer verletzte Kinder brauchen Hilfe
Online-Spenden (einfach und sicher)
Spendentelefon: 0137 / 300 000
Die "Grundlagen für die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen von CDU/CSU und SPD" (PDF, ein weiterer ...jurabilis!-Volltext) ist eigentlich nur auf Seite 2 interessant:
Die CDU/CSU stellt den Bundeskanzler. Die SPD stellt den Vizekanzler.
Die CDU/CSU stellt die Leitung folgender Ministerien: - Wirtschaft und Technologie - Innen - Verteidigung - Familie, Senioren, Frauen und Jugend - Bildung und Forschung - Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft
Der Chef des Bundeskanzleramtes im Range eines Bundesministers wird von der CDU/CSU gestellt.
Die SPD stellt die Leitung folgender Ministerien: - Auswärtiges Amt - Finanzen - Justiz - Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung - Arbeit und soziale Sicherung - Gesundheit - Verkehr, Bau- und Wohnungswesen - Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
Das Vorschlagsrecht für die jeweiligen Ämter liegt bei den verantwortlichen Parteien. CDU/CSU und SPD stellen je eine gleiche Zahl Parlamentarischer Staatssekretäre und Staatsminister. Analog wird mit den Beauftragten der Bundesregierung verfahren. Das Vorschlagsrecht für beamtete und Parlamentarische Staatssekretäre sowie Staatsminister liegt bei den jeweiligen Bundesministerinnen und Bundesministern.
Die Berufsnörgler unter unseren Lesern dürften dem tiefsinnigen Humor von Stromberg ähnlich hilflos gegenüber stehen wie der Aufgabe, in der eigenen Vergangenheit eine Andeutung von Selbstironie auszumachen. Zum Glück gibt es noch einige treue Fans der liebenswerten Büroburleske.
Location Scouts ...
... dürften sich tief im Bereich der Schlechtleistung bewegen, wenn sie für eine Edelfigaro-Serie die Böhmische Straße in Neukölln für angemessen halten.
Jedem sein Stipendium
Es gibt Geld, Workshops, Auslandsreisen: Hunderte Stiftungen unterstützen deutsche Studierende. Nicht nur Einser-Abiturienten haben Chancen, meint die Süddeutsche.de.
Eingestellt von Alexander Hartmann um 21:28 Keine Kommentare:
Feste Verwurzelung in der Gesellschaft ...
... haben Weblogs offenbar (erst) dann erreicht, wenn Türsteher bloggen.
Eingestellt von Alexander Hartmann um 21:08 Keine Kommentare:
Die netten Kollegen ...
... verstecken, klauen und zerstören bekanntlich gerne Bücher. Dieser Unart widmet sich der folgende Hörfunkbeitrag im Deutschlandfunk.
(Frage an die BLSler: Passiert so etwas auch in den heiligen Hallen Eurer Alma Mater? Der Konkurrenzdruck dürfte ja eigentlich eher höher sein und Gerüchten zufolge gingen die meisten Studierenden an der BLS beim letzten Charakterranking eher leer aus ...)
Aktuelle azur-Ausgabe
Hat jemand zufällig dieses Heft zu Hause? Das Inhaltsverzeichnis offenbar einige interessante Themen ...
Das Heft liegt ja an vielen Orten kostenlos aus. Für interessierte Einzelbesteller wird es allerdings deutlich teurer:
Wir haben hier die zentralen Thesen unseres Artikels über die Referendar-Ausbildung in deutschen Top-Kanzleien zusammengefasst. Den vollständigen Artikel finden Sie in der Druckausgabe, die Sie hier unter Angabe Ihrer Adresse (Rechnungs-/Lieferanschrift) bestellen können - als Einzelheft für 9,20 Euro oder im Abonnement (2 Ausgaben) für 15 Euro bestellen können.
"Nicht der Mensch mordet, sondern sein Gehirn"
Die Aussagen der Hirnforscher sind bekannt (und bereits Gegenstand zahlreicher prominenter Streitgespräche gewesen). Dieser Artikel gibt noch einmal einen Überblick zum Thema.
Was das konkret bedeutet, wurde auf einer Tagung der Bielefelder Fakultät für Rechtswissenschaft diskutiert: Sollen neurobiologische Diagnosen darüber entscheiden, ob verurteilte Gewalttäter erfolgreich therapiert wurden und entlassen werden können? Die Verkündungen der Hirnforscher führen also auch im kriminologischen Denken zu einer Verschiebung: Hirnforscher Gerhard Roth fordert sogar, Menschen mit "krankem Hirn" aufgrund neuropsychologischer Tests präventiv in Gefängnissen oder Psychiatrien wegzuschließen, obwohl sie keine Straftat begangen haben. So war es jedenfalls im Mitte September in der ARD ausgestrahlten Dokumentarfilm "Der Sitz des Bösen" von Tilman Achtnich zu vernehmen.
Schließen möchten wir mit einem Zitat des (im 19. Jh. wirkenden) italienischen Rechtsmediziners Cesare Lombroso zu "geborenen Verbrechern":
"Die theoretische Ethik läuft von diesen kranken Gehirnen ab wie Öl von Marmor, ohne einzudringen."
Eingestellt von Alexander Hartmann um 12:08 Keine Kommentare:
Yahoo testet Podcast-Suche
Yahoo bietet seit dem heutigen Montag testweise eine Suche nach "Podcasts" im Internet an. Auch lassen sich Podcasts sortieren, bewerten und abonnieren. Im Internet gibt es bereits zahlreiche Websites, die sich den hippen Audioschnipseln widmen, mit denen beispielsweise Radiosendungen per RSS-Feed auf mobile MP3-Player geladen werden. Yahoo will sich von ihnen mit einem umfassenden Angebot abheben und die schätzungsweise 5 Millionen regelmäßigen Podcast-Hörer bedienen, meldet heise online.
Open Access im Radio
Der Informationsfluss im Internet verändert die akademische Kommunikationswelt: Der virtuelle Gedankenaustausch wird dem herkömmlichen Publizieren vorgezogen. "Open Access"-Initiativen sichern das Niveau der elektronischen Publikationen und machen sie für jeden zugänglich. Zeitschriften im Netz bieten bereits kostenlos begutachtete Infos an. Diese Entwicklung könnte auch das Verlagswesen umkrempeln.
Deutschlandfunk, Dank an Netbib.
Dort gibt es übrigens auch "Podcasts" für die hippe iGeneration.
Eingestellt von Alexander Hartmann um 22:05 Keine Kommentare:
eBay: Insiderregeln verschärft
Weil Familienmitglieder, Freunde oder Angestellte eines Verkäufers Informationen zu einem Artikel einholen können, die ihnen einen Vorteil bei der Gebotsabgabe verschaffen könnten, dürfen sie nicht auf Angebote des Verkäufers bieten – auch wenn sie den Artikel wirklich kaufen möchten. Familienmitglieder, Freunde oder Angestellte eines Verkäufers dürfen dessen Angebote jedoch per Sofort-Kauf erwerben.
[eBay-Website]
Es wird wohl Zeit für ein Remake des Klassikers "Wall Street". In den Hauptrollen diesmal: ein Bitterfelder Flohmarkthändler, der mit Hilfe seiner weitläufigen Familie das Vertrauen in den Marktplatz eBay nachhaltig zerstört. In der Hauptrolle er hier.
Eingestellt von Alexander Hartmann um 17:46 1 Kommentar:
Ich bekenne mich an dieser Stelle dazu, unseren Innenminister in seiner Haltung in Sachen "Strafverfolgungsermächtigung" (fälschlich als "Cicero-Fall" bezeichnet) zu unterstützen. Vielleicht verstehen ja noch mehr Leute, worum es geht, wenn sie das SPIEGEL-Interview gelesen haben:
Schily: Ich werde mit Ihnen keinen Einzelfall diskutieren. Ich führe nicht das Ermittlungsverfahren und treffe auch keine richterlichen Entscheidungen. Die einzige Entscheidung, die in diesem Fall in meinem Zuständigkeitsbereich getroffen wurde, war die, ob eine Ermächtigung zur Strafverfolgung erteilt wird. Dies ist bei Fällen, bei denen der Verdacht auf Verletzung des Dienstgeheimnisses besteht, gesetzlich so vorgeschrieben.
SPIEGEL: Diese Ermächtigung wurde erteilt. Mit Ihrer Kenntnis?
Schily: Das hat das Haus entschieden. Ich bin anschließend informiert worden. Aber das ist auch in Ordnung so.
SPIEGEL: Also fand die Durchsuchung nicht auf Ihre Initiative statt?
Schily: Welche Ermittlungsmaßnahmen die Staatsanwaltschaft für erforderlich hält und gegen wen sie ermittelt, ist allein ihre Sache. In einem Rechtsstaat wird eine Durchsuchung selbstverständlich durch einen Richter und nicht durch einen Innenminister angeordnet. Wir hatten lediglich zu prüfen, ob durch ein Ermittlungsverfahren dem Staat wesentliche Nachteile drohen. Das musste sorgfältig erwogen werden.
Recht hat er. Auch gut:
SPIEGEL: Die Grünen-Chefin Claudia Roth wirft Ihnen einen Angriff auf die Demokratie vor. Alles notorische Schily-Gegner, die einfach nicht begreifen wollen, dass der Staat vor den Medien geschützt werden muss?
Schily: Der Vorwurf von Frau Roth ist an Albernheit nicht zu übertreffen.
Dazu sage ich besser nichts ;-) Endgültig zum Matchgewinn führte dann folgender Satz:
SPIEGEL: Sie haben von den Sicherheitsinteressen des Staates gesprochen, die geschützt werden müssten. Welches Sicherheitsinteresse des Staates war denn berührt bei der Veröffentlichung dieses Dokuments?
Schily: Es ist gerade zur Abwehr des Terrorismus wichtig, dass der Kenntnisstand der Behörde nicht am schwarzen Brett ausgehängt wird. Über den Geheimhaltungsschutz entscheiden wir im Staat - und nicht Sie! Das müssen Sie lernen, sonst kommen wir in einen Konflikt.
Querulanten und die prozessuale Bewältigung derselben
Ein großer Vorteil des Web ist, dass nun nicht mehr nur Referendare in spannenden Ausbildungsstationen in den Genuss der Lektüre querulatorischer Eingaben, Klageschriften und Beschwerden kommen. So etwas muss man nämlich schon in der Ausbildung kennengelernt haben, um in der beruflichen Praxis wenigstens das - schwerwiegende! - Problem zu erkennen. Heute bin ich bei meinen Studien auf dieses sehr typische Beispiel gestoßen.
Einzigartig dazu dieser Beschluss des VG Ansbach (PDF):
Die Anträge auf Erlaß einstweiliger Anordnungen nach § 123 VwGO sind unzulässig.
§ 81 und § 82 VwGO, die für Anträge auf vorläufigen Rechtsschutz entsprechend gelten, stellen Anforderungen an die Klarheit, Verständlichkeit und Überschaubarkeit eines Antragsbegehrens. Das Vorbringen muß ein Mindestmaß an Geordnetheit aufweisen, Antragsgegner und Antragsziel müssen erkennbar sein.
Diese Anforderungen sind im vorliegenden Fall offenkundig nicht erfüllt. Den umfangreichen, unübersichtlichen und wirren Ausführungen des Antragstellers sowie den vorgelegten Unterlagen ist auch nicht annähernd zu entnehmen, um welches konkrete Anliegen es ihm eigentlich geht. Der Antragsteller bezeichnet zwar beispielsweise das Bundesverfassungsgericht und das Bundesverwaltungsgericht oder das Polizeipräsidium Nürnberg als Antragsgegner. Welchen Inhalt die begehrten einstweiligen Anordnungen aber haben sollen, bleibt unerfindlich. Dies gilt für sämtliche gestellten Anträge.
Es kann nicht Aufgabe des Gerichts sein, aus einem derart unübersichtlichen, ungegliederten, kaum auf lösbaren Gemenge das herauszusuchen, was möglicherweise - bei wohlwollender Auslegung - als Antragsbegehren zulässig sein könnte.
So etwas ist wirklich eine Offenbarung. Es geht natürlich auch kürzer (dann aber weit weniger instruktiv).
HR will eine Million Euro von Emig
Der Hessische Rundfunk (HR) verlangt von seinem der Korruption verdächtigten früheren Sportchef Jürgen Emig eine Million Euro Schadenersatz. Einen Vergleich im Streit um die fristlose Kündigung des 60 Jahre alten TV-Journalisten lehnte der Sender am Freitag vor dem Arbeitsgericht Frankfurt ab, meldet die FAZ.
Eingestellt von Alexander Hartmann um 19:00 Keine Kommentare:
Den ersten Ärger gab es für den Tastatur-Exoten, als er im praktischen Unterricht schneller tippte als alle anderen. Mit beachtlichen 500 Anschlägen pro Minute sausten seine Zeigefinger über die Tasten, "die anderen Schüler schafften da nur 60 Anschläge". Prompt schöpfte die Lehrerin Verdacht. Ein Blick über die Schulter des Zwei-Finger-Verfechters enthüllte den Bluff: Hier bleiben acht Finger ungenutzt.
Schnell tippen kann er. Nun will er es auch in seiner Prüfung im Fach Textverarbeitung.
Mehr beim Spiegel.
Eingestellt von Nils um 18:01 Keine Kommentare:
Viele Studenten kennen das Problem: Sie pflegen die für sie eher untypischen Arbeiten wie Abwaschen und Aufräumen gerade dann zu erledigen, wenn sie mit der Hausarbeit oder dem Referat beginnen sollten. Das ist nicht die einzige Hürde, die sich Studenten in den Weg stellt, wenn sie eine wissenschaftliche Arbeit schreiben wollen. Damit die Studenten von vorneherein alles richtig machen und sich beim Verfassen von Hausarbeiten sicher fühlen, unterstützt sie die Universität mit vielen Angeboten. Die Universität müsse diese Art von Kursen jedoch noch ausbauen, sagt Doris Köhler vom Career Center: „Wir haben das als Problem erkannt.“
Eingestellt von Alexander Hartmann um 17:35 Keine Kommentare:
Quizfrage: Was ist der Weisenrat?
Den Ältestenrat kennt man ja. Die Wirtschaftsweisen auch. Bisher unbekannt war mir der Weisenrat (Group of Wise Persons) . Wie auch für die Berufung in den Kreis der Wirtschaftsweisen oder den Ältestenrat braucht man nicht notwendigerweise männlich mit einem weißen Bart zu sein, wie die Berufung von Jutta Limbach belegt.
Der Weisenrat besteht aus Elf Personen und soll umfassende Strategien entwerfen, die die Effektivität der europäischen Gerichtsbarkeit langfristig sicherstellen soll. Dabei wird es insbesondere um Maßnahmen gehen, die die rapide ansteigende Arbeitslast des Gerichtshofs betreffen.
Mehr zu dieser mysteriös klingenden Gruppe in einer Pressemitteilung des BVerfG und bei der Council of Europe.
Eingestellt von Benjamin um 17:11 Keine Kommentare:
Brecht des Tages
Eingestellt von Michael um 15:30 Keine Kommentare:
Bibliotheken als architektonische Herausforderung
Das Wissen der Menschheit, gepresst zwischen zwei Buchdeckel, verteilt über Millionen Bände birgt eine archaisch schöne, aber eben auch ziemlich altertümliche Vorstellung. Schließlich wurde das Buch im Zeitalter der neuen Speichermedien schon vielfach totgesagt. Books on demand, lautet die Zauberformel. Gedruckt wird auf Bestellung, wenn man sich die gewünschten Informationen nicht lieber gleich aus Datenbanken oder dem Internet holt.
Wie dem Buch wurde auch der Bibliothek ein baldiges Ende prophezeit. Doch wie das papierfreie Büro zu den Illusionen des Computerzeitalters gehört, so erleben die Bibliotheken zu Beginn des 21. Jahrhunderts einen erstaunlichen Aufschwung. Galten vordem Museen als wichtigste Bauaufgabe, so sind es nun die Bibliotheken, die sich den Platz an der Spitze des architektonischen Geschehens erobert haben.
Schöner Artikel im Tagesspiegel, in dem natürlich auch unsere gute alte Stabi Erwähnung findet.
Deppensuche
Es geht also wieder los. Nerds aufgepasst: bald dürft Ihr wieder PCs von weiblichen Bekannten reparieren, stets getrieben von der vagen Aussicht auf ein gemeinsames Abendessen.
Also verweisen enge Mitarbeiter des Bundeskanzlers auf die naheliegende zweitbeste Lösung: Gerhard Schröder wird Vizekanzler und Außenminister – wie Willy Brandt in der Großen Koalition von 1966. Er ist inzwischen einer der dienstältesten Staatsmänner Europas; dass er in peinliche Situationen an der Seite der Kanzlerin Merkel geraten könnte (die Premiers unterhalten sich in einem, die Außenminister im anderen Konferenzzimmer), ist unwahrscheinlich. Dagegen spricht Schröders raumfüllende Persönlichkeit.
Der ehemalige Staatsminister Michael Naumann in seiner ZEIT über einen Vertrauten, den er insgesamt weit gnädiger behandelt als er dies mit anderen Leuten von der SPD-Verhandlungsspitze tut:
In seiner fast emotionsfreien Art verkörpert Müntefering eine um alle Wutanfälle, aber auch alle Bombast-Rhetorik bereinigte Fassung seines Vorgängers Hans-Jochen Vogel; und wie Herbert Wehner verfügt er über die Gabe, sich an die Spitze eines Partei- und Fraktionstrends zu setzen, nachdem dieser endgültig feststeht.
Die Zeit befasst sich - ein modernes Thema! - mit Google-Alternativen (siehe auch die "Top 5").
Britney Spears kann man übrigens auf weit mehr Arten falsch schreiben. Hier ist eine kleine Auswahl.
Eingestellt von Alexander Hartmann um 09:28 Keine Kommentare:
Die Referrer enthüllen, dass der liebenswerte Rankingwahn eine neue Stufe erreicht hat. Vielleicht gründet die Bucerius Law School ja bald ein eigenes Bundesland und bietet dann auch das Referendariat auf Bucerianer Art an - es könnte nur besser werden ...
Apropos Leistungselite: die aktuelle Stud.Jur bietet einen Artikel meines Examensjahrgangskollegen Benjamin Krenberger über den ersten BLS-Jahrgang. Das Heft kostet mitlerweile satte 5 Euro und mich interessiert, wer jemals diesen Betrag bezahlt hat. Dieser Preisaufdruck hat eine gewisse wettbewerbsrechtliche Relevanz. Das Heft gibt es übrigens als hochwertiges PDF im Web.
Eingestellt von Alexander Hartmann um 21:55 Keine Kommentare:
Wenn es sonst schon keiner macht...
dann schreibt man seine Kritiken halt selbst.
Und jetzt kriegen die Leute ihr Geld zurück... allerdings nur, wenn man A Knight's Tale gesehen hat. Und wer das getan hat, hat es auch verdient. Das ganze ist das Vermächtnis des viel zu früh von uns gegangenen David Mannings. Was hätte er noch für schöne Filmkritiken schreiben können.
Bericht bei der BBC.
Nebenbei: Ich erinnere mich daran, dass mal für irgendeinen Film mit einem Zitat des SPIEGELS geworben wurde: "ein Meisterwerk". Allerdings war das Zitat: "wenn an diesem Film alles besser wäre, dann wäre es ein Meisterwerk" (paraphrasiert zumindest).
Eingestellt von Nils um 21:39 Keine Kommentare:
Ein treuer Leser hat uns auf diese "Nachricht" aufmerksam gemacht:
"Nach einem TV-Termin in Berlin wurde Ex-Superstar Daniel Küblböck von
einem Berliner Streifenwagen durch die halbe Stadt verfolgt. Während
der Fahrt wurde ihm sogar mulmig. Nachdem ihn der Polizeiwagen eine halbe Stunde durch Berlin (Alexanderplatz, Brandenburger Tor, Gedächtniskirche) gefolgt war und sein Wagen endlich anhielt, stieg der Polizist aus und forderte lediglich ein Autogramm für seine Frau."
Und wieder ist der Bursche im Gespräch. Wir danken der investigativen Schmuddelpresse, die bisher noch jedem Idioten auf den Leim gegangen ist.
Eingestellt von Alexander Hartmann um 18:50 Keine Kommentare:
Die Zeiten, in denen Deutschland sich mit Italien darum balgte, wer EG/EU-Vorgaben am langsamsten umsetzt, sind, zumindest im Bereich der "inneren Sicherheit" vorbei. Innenminister Schily hatte bereits an der EG-Verordnung tatkräftig mitgestrickt; nachdem im August auch der Bundesrat zugestimmt hat, ist Deutschland der erste EU-Staat, in dem ab 1. November sogenannte ePässe ausgestellt werden.
Die 2. VO zur Änderung passrechtlicher Vorschriften enthält Änderungen zur PassmusterVO und zur PassgebührenVO, aber kein Wort von "biometrischen Daten" oder ähnlichem. Der Chip, der diese Daten speichern wird, wird wohl nur durch den Bildern der PassmusterVO eingeführt.
Der Preis für den neuen Reisepass beträgt dann 59 Euro, dafür kann man mitunter schon ein Wochenende pauschal mit dem Bus nach Paris tuckern. Da reicht dann ja auch der Perso.
...jurabilis!-Methode:
Beantragen Sie Ihren demnächst ablaufenden Reisepass einmal nicht 6 Wochen vor der Urlaubsreise, sondern schon im Oktober. Für die Ersparnis von 33 Euro können Sie Ihre(n) Partner/in im Flughafenrestaurant schön auf einen Kaffee ausführen. In Dollarländern reicht's vielleicht sogar noch für ein schönes Stück Kuchen.
Und der Pass kommt dann pünktlich zum Urlaub 2006.
...jurabilis!-Volltext:
Die zweite VO über die Änderung passrechtlicher Vorschriften (pdf, 45 mb)
Gimmick für Bachelor- und FH-Studenten: Lustige Bilder dabei.
Eingestellt von Michael um 10:18 Keine Kommentare:
Machiavelli des Tages
Vor allem aber muss ein Fürst sich mit seinen Untertanen so stellen, dass kein guter oder schlimmer Zufall sein Verhalten ändert; denn wenn widrige Zeiten kommen, so ist die Härte unangebracht, und Wohltaten helfen dir auch nichts, denn man hält sie für erzwungen und weiß dir keinen Dank dafür.
-- Der Fürst (Kap. VIII)
Am 20. Juni berichtete das Hochglanzblatt Focus unter dem Titel "Warmer Regen" über eine angebliche Beförderungs- und Ernennungswelle in mehreren Bundesministerien. Die Bundesrepublik, vertreten durch das Bundesumweltministerium, in Untervollmacht vertreten durch Jürgen Trittin, begehrte vor dem LG Berlin Unterlassung und vor dem LG München eine Gegendarstellung.
In Berlin war Trittin erfolgreich; das Begehren der Gegendarstellung wies das LG München - Pressekammer - ab. Das OLG München hat diese Entscheidung gehalten.
Az.: 18 U 4223/05 (rechtskräftig).
Fakten: In der Sache hat weder das LG noch das OLG München eine Beförderungswelle bestätigt. Die Klage sei unzulässig, da die Bundesrepublik nicht beschwert sei. Gegenstand der Kritik seien lediglich die politisch Verantwortlichen der rot-grünen Bundesregierung.
Die Kostenlast dürfte im nächsten Bericht des Bundes der Steuerzahler auftauchen. Dann dran denken, wer die Unterlassungs- /Gegendarstellungsklage erhebt.
Eingestellt von Michael um 10:01 Keine Kommentare:
Du weißt, dass Du ...
... Dir Deine Unterhaltsbeihilfe redlich verdient hast, wenn Du Dir an einem schönen Frühherbsttag in einem miefigen Gerichtsschulzimmer einen dreieinhalbstündigen Vortrag darüber anhören musst, mit welchem Ikea- und Nicht-Ikea-Mobiliar man seine erste (Einzel-)Kanzlei ausstatten sollte.
Achtung: Nur echt, wenn selbst erlebt!
Hello, friend. Welcome to the National Association for Self-Esteem's "Self Guided Tour." The following questions are not so much a survey, assessment, or evaluation as they are an exploration into the development of your self-esteem. While we are all accustomed to seeing test questions as having right and wrong answers, that does not apply here. This is not a test. There are no wrong answers in our "Self Guided Tour." Each question is designed to simply gauge where your level of self-esteem is. More important than your response to the questions is the time you spend reading the "Self-Esteem Enhancers," seen to the right of each question. We at NASE know that your self-esteem is a private issue and that is why our "Self Guided Tour" is completely anonymous. Have fun, enjoy, and remember to read the "Self-Esteem Enhancers" to the right of each question. When you're finished answering the questions you can request to receive a printable Tip Sheet to help you remember some of the things you can do to help reinforce healthy self-esteem.
Solche Webangebote tragen dazu bei, dass wir nie vergessen, Al Gore für die Erfindung des Internet zu danken.
BGH zur Pfändung einer Internet-Domain
Ich weiß gar nicht, ob wir den hübschen Beschluss des BGH vom 05.07.2005 (VII ZB 5/05) hier schon hatten. Weil es so schön ist, im Zweifel lieber doppelt:
1. Eine "Internet-Domain" stellt als solche kein anderes Vermögensrecht i. S. v. § 857 Abs. 1 ZPO dar. Gegenstand zulässiger Pfändung nach § 857 Abs. 1 ZPO in eine "Internet-Domain" ist vielmehr die Gesamtheit der schuldrechtlichen Ansprüche, die dem Inhaber der Domain gegenüber der Vergabestelle aus dem der Domainregistrierung zugrunde liegenden Vertragsverhältnis zustehen.
2. Die Verwertung der gepfändeten Ansprüche des Domaininhabers gegen die Vergabestelle aus dem Registrierungsvertrag kann nach §§ 857 Abs. 1, 844 Abs. 1 ZPO durch Überweisung an Zahlungs Statt zu einem Schätzwert erfolgen.
Nigeria in Portugal
Nigeria ist überall. Besonders schön: "The last of my money which no one knows of is the huge cash deposit".
My name is Mr. Richard Bently, I am from Portugal. I have been diagnosed with esophageal cancer. It has defiled all forms of medical treatment, and right now I have only about a few months to live, according to medical experts. I have not particularly lived my life so well, as I never really cared for anyone (not even myself) but my business. Though I am very rich, I was never generous, I was always hostile to people and only focused on my business as that was the only thing I cared for. But now I regret all this as I now know that there is more to life than just wanting to have or make all the money in the world. I believe when God gives me a second chance to come to this world I would live my life a different way from how I have lived it.
Hence, I do not trust them anymore, as they seem not to be contended with what I have left for them. The last of my money which no one knows of is the huge cash deposit of Ten Million United States Dollars ($10,000,000.00) that I have with an Asset Management Company Abroad. I will want you to help me collect this deposit and dispatch it to charity organizations.
I cannot talk with you on the phone due to my health situation, as I am using my Lab Top Computer to communicate with you. You should respond to this e-mail if you are interested in carrying out this assignment on my behalf.
Mr. Richard Bently,
Eingestellt von Nils um 14:56 Keine Kommentare:
Bei all diesen tollen Fotos auf Flickr muss es doch auch richtig schlechte Fotos geben, für die sich die Fotografen im Nachhinein richtig schämen. Solche Fotos suche ich nun in meiner neugegründeten Gruppe (und gehe mit leuchtendem Beispiel voran).
Die Gruppe scheint sich zum Renner zu entwickeln und ist schon nach einem halben Tag aktiver als die allermeisten anderen Gruppen. Noch ist Platz für Neueinsteiger!
Es gibt schon einen heißen Kandidaten auf den Wochenpreis für das übelste Foto:
Eingestellt von Alexander Hartmann um 15:52 Keine Kommentare:
Von wegen feistes Studentenleben - das Einkommen vieler Studenten liegt weit unter der Armutsgrenze. Selbst wenn sie Bafög bekommen, reicht das kaum für den Lebensunterhalt. Die Siegener Studentin Inga Selck zum Beispiel ernährt sich hauptsächlich von Nudeln.
Vielleicht sollte man den Autoren beim UniSPIEGEL mal sagen, dass sich die überwiegende Mehrheit aller Studenten hauptsächlich von Nudeln ernährt. Ein Zeichen von Armut ist das allein sicher noch nicht. Zudem halten sich manche Studenten schon für arm, wenn sie ihr Auto nur noch seltener betanken können. In Passau gilt ein Student beispielsweise dann als arm, wenn er ein gebrauchtes und kein neues Cabrio von den Eltern geschenkt bekommt. In Würzburg wurden Studentinnen als arm verspottet, die nur eine einzige Kunstperlenkette ihr Eigen nannten. In Heidelberg gilt als arm, wer nur die Sommer-Barbour-Jacke hat und im Winter kein Steppdecken-Modell aus dem Schrank holen kann. Alles ist relativ.
Wenn man nichts gegen ein paar MB Upload (hilfsweise den altmodischen Gang zur Filiale mit der gebrannten CD in der Hand) hat, sollte man sich diese Gelegenheit als Freund des Papierfotos nicht entgehen lassen:
Die für die zweite Jahreshälfte 2006 angekündigte nächste Ausgabe von Microsofts Office-Paket soll eine Funktion enthalten, mit der es möglich ist, Dokumente direkt in Adobes Portable Dokument Format (PDF) zu schreiben, meldet heise online. Das ist eine Revolution! Bisher ist keine Textverarbeitung in der Lage, die Ergebnisse als PDF abzuspeichern. Erst recht kein kostenloses Zusatzprogramm.
Eingestellt von Alexander Hartmann um 19:34 Keine Kommentare:
Installations-Marathon
Nach einigen durchfluchten Nächten (und einigen blauen Flecken dank des Schreibtischs) ist es mir endlich gelungen, eine Fritz!box Fon 5010 und einen Siemens-Router Gigaset SE515 zu kooperativer Zusammenarbeit zu bewegen. Dabei sollte die Fritz!Box für den DSL-Anschluss zuständig sein, weil die - zuerst installierte - Variante mit der Fritz!Box "hinter" dem Gigaset-Router leider zu Problemen beim VoIP führte.
Die aktuelle Konfiguration funktioniert nun also und ich möchte allen, die dasselbe Problem haben, meine Hilfe anbieten. Schließlich habe ich auch wertvolle Anregungen aus dem Netz erhalten und möchte nun etwas zurückgeben.
Eingestellt von Alexander Hartmann um 17:02 Keine Kommentare:
8 Jahre Untersuchungshaft
8 Jahre U-Haft sind angesichts der Unterschiede zwischen U-Haft und Strafhaft arg. 8 Jahre in z.B. Tegel.
Die Karlsruher Richter betonten, in einem Rechtsstaat könne es nicht hingenommen werden, dass «die Strafverfolgungsbehörden und Gerichte nach acht Jahren Untersuchungshaft nicht mehr in Händen halten als einen dringenden Tatverdacht». Das Gewicht des Freiheitsanspruchs des Untersuchungsgefangenen gegenüber dem Strafverfolgungsinteresse des Staates verstärke sich mit zunehmender Dauer der Haft. Stereotype Formulierungen, das überragende Interesse der staatlichen Gemeinschaft an einer wirksamen Strafverfolgung einer durch die besondere Schwere der Schuld gekennzeichneten Tat überwiege den Freiheitsanspruch des noch nicht Verurteilten, könnten die Fortdauer einer Untersuchungshaft nach einem Zeitraum von über acht Jahren nicht mehr rechtfertigen. Die zu Lasten des Beschwerdeführers ergangenen Haftfortdauerentscheidungen hätten aber gerade solche Formulierungen enthalten.
Wenn ich mich recht erinnere, ist die Verfahrensdauer in Deutschland immer wieder ein Thema vor dem EuGMR.
Beck-Online berichtet.
Eingestellt von Nils um 15:48 Keine Kommentare:
TVöD statt BAT
Wer sich über den seit heute in Kraft befindlichen Tarifvertrag im Öffentlichen Dienst informieren möchte, mag einen Blick auf diese Entgelttabelle werfen (Tarifbereich Ost entsprechend jeweiligem Anpassungssatz, zur Zeit 92,5%). Nach meinen bisherigen, recht oberflächlichen Forschungen dazu entfallen mit dem Inkrafttreten der neuen Vergütungstabelle sämtliche Zuschläge, etwa Orts- oder Sozialzuschläge, bis auf kinderbezogene Zuschläge für bis zum 31. Dezember 2005 geborene Kinder.
Interessant ist auch die "Überführungstabelle BAT/MTArb nach TVÖD" (dort für die Leser von jurabilis wahrscheinlich vor allem Entgeltgruppe 13, dazu siehe diese Berechnung).
Man kann es nicht oft genug betonen (ich weiß gar nicht, ob die Unionsspitze im Wahlkampf darauf hingewiesen hat, befürchte aber, dass sie das nicht übers Herz brachte):
Die Dresdener Wähler im Wahlkreis 160, die am 2. Oktober zur Urne gehen, werden die Zusammensetzung des Bundestags auf paradoxe Weise beeinflussen: Je mehr Zweitstimmen die CDU in Dresden bekommt, desto schlechter für sie. Liegt sie über etwa 42000 Stimmen (2002 waren es knapp 50000), so könnte im schlechtesten Fall die Unionsfraktion sogar ein Mitglied verlieren. »Negatives Stimmgewicht« nennen Wahlrechtsexperten diesen seltsamen Effekt, und er ist wohl mit keinem Verständnis von Demokratie vereinbar. Das Bundesverfassungsgericht hat sich allerdings bisher noch nicht damit auseinander gesetzt.
Die Zeit berichtet, jurabilis berichtete auch schon darüber.
Gimmick des Tages: Errechnen Sie in einer Excel-Datei, die Sie hier runterladen können, die Auswirkungen der Dresdener Wahl auf die Sitzverteilung im Bundestag. Ein Angebot von wahlrecht.de.
Nachhilfeunterricht...
Falls die Noten in den Examen doch nicht ganz den eigenen Erwartungen entsprechen, kann man sich natürlich auch ein eigenes Zeugnis der gefühlten Leistungen ausstellen. Der Kanzler darf das schliesslich auch.
Im Examenszeugnis prangte die Traumnote "gut", die nur etwa 3,5 Prozent der Juristen erreichen. Im Landgerichtsbezirk Itzehoe freute man sich über den angeblichen Top-Juristen. Dort hatte sich der vermeintliche Jurastudent im Frühjahr für ein Referendariat beworben - erfolgreich. Das Examenszeugnis kam aus Mecklenburg-Vorpommern und war gefälscht, doch niemand schöpfte Verdacht.
Jetzt wo wir die Bucerius Law School haben, wird sich das mit den 3,5% natürlich drastisch verändern. So habe ich mir die Situation immer vorgestellt, wenn hemmer und Alpmann ihre eigene Uni aufmachen.
Der Schutz der Quellen von Journalisten hat Vorrang, um die Berichterstattung zu gewährleisten.
Das sehen die hier und die hier aber anders.
Eingestellt von Nils um 08:53 Keine Kommentare:

References: § 14
 § 123

§ 81
 § 82

BGH 
 BGH 
 § 857
 § 857