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Timestamp: 2016-10-27 15:04:47+00:00

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4A_576/2010 (07.06.2011)
Verj�hrung, Regressrecht,
Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts von Graub�nden, II. Zivilkammer,
Am 9. Dezember 2001 verunfallte B.________ (Gesch�digter) im Caf� M.________ an der N.________gasse in Z�rich. Als er seinen Mantel an der Garderobe aufh�ngen wollte, stolperte er und fiel dabei gegen die Kellert�re. Diese �ffnete sich und der Gesch�digte st�rzte �ber die Treppe in den Keller, wobei er sich an beiden Beinen schwer verletzte. In der Folge waren eine achteinhalbst�ndige Operation sowie ein mehrw�chiger Spitalaufenthalt und anschliessend ein mehrw�chiger Aufenthalt in einer Rehabilitationsklinik erforderlich. Danach ben�tigte der Gesch�digte noch �ber l�ngere Zeit eine Physiotherapie.
Der Gesch�digte ist bei der X.________ Versicherung AG (Beschwerdegegnerin 1) nach dem Versicherungsvertragsgesetz vom 2. April 1908 (VVG; SR 221.229.1) und bei der X.________ Kranken-Versicherung AG (Beschwerdegegnerin 2) nach dem Bundesgesetz vom 18. M�rz 1994 �ber die Krankenversicherung (KVG; SR 832.10) gegen Unfall versichert. Er meldete der X.________ den Unfall am 19. Dezember 2001 und trat ihr gleichzeitig seine allf�lligen Haftpflichtanspr�che ab. In der Folge erbrachte diese Leistungen von Fr. 94'129.10 (VVG-Anspr�che) und von Fr. 29'735.35 (KVG-Anspr�che).
A.________ (Beschwerdef�hrer) ist Miteigent�mer zur H�lfte an der Liegenschaft N.________gasse in Z�rich. Die Versicherungen und der Beschwerdef�hrer konnten sich nicht dar�ber einigen, wer die Kosten der Heilbehandlung zu tragen habe.
Die Beschwerdegegnerinnen gelangten am 27. M�rz 2007 je an den Vermittler des Kreises Oberengadin und stellten die Rechtsbegehren, der Beschwerdef�hrer sei zu verpflichten, ihnen die Betr�ge von Fr. 94'129.10 (Beschwerdegegnerin 1) bzw. von Fr. 29'735.35 (Beschwerdegegnerin 2), je nebst Zins zu bezahlen. Am 28./29. August 2007 prosequierten die Beschwerdegegnerinnen die Klagen mit unver�nderten Rechtsbegehren an das Bezirksgericht Maloja. Dieses hiess die Klagen mit Urteil vom 5. Mai 2009 gut.
Am 9. Februar 2010 wies das Kantonsgericht von Graub�nden eine vom Beschwerdef�hrer gegen dieses Urteil erhobene Berufung ab.
Der Beschwerdef�hrer beantragt mit Eingabe vom 14. Oktober 2010, das Urteil des Kantonsgerichts vom 9. Februar 2010 aufzuheben und die Klage der Beschwerdegegnerinnen abzuweisen.
Die Vorinstanz und die Beschwerdegegnerinnen schliessen auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei.
Mit Pr�sidialverf�gung vom 3. November 2010 wurde ein Gesuch des Beschwerdef�hrers um Sistierung des Verfahrens abgewiesen.
Die Beschwerdegegnerinnen machten im kantonalen Verfahren Schadenersatzanspr�che des Gesch�digten gegen den Beschwerdef�hrer geltend, in die sie, was die VVG-Anspr�che belangt, nach Art. 72 Abs. 1 VVG oder wahlweise nach Art. 51 Abs. 2 (und Art. 149 Abs. 1) OR bzw., was die KVG-Anspr�che angeht, nach Art. 79 aKVG subrogiert seien.
Die Vorinstanz bejahte die Haftbarkeit des Beschwerdef�hrers als Werkeigent�mer im Sinne von Art. 58 OR, insbesondere das Vorliegen eines f�r den Schaden des Gesch�digten in der von den Beschwerdegegnerinnen geltend gemachten H�he ad�quat-kausalen Werkmangels. Diese Punkte sind im vorliegenden Beschwerdeverfahren nicht mehr strittig.
Der Beschwerdef�hrer r�gt hingegen, die Vorinstanz habe unter Verletzung der Art. 42, 60 und 135 OR entschieden, dass die Anspr�che im Zeitpunkt der Stellung des Vermittlungsbegehrens am 27. M�rz 2007 nicht verj�hrt seien. Ferner habe sie Art. 72 VVG und Art. 51 OR verletzt, indem sie hinsichtlich der VVG-Anspr�che ein integrales (umfassendes) Regressrecht zu Gunsten der Beschwerdegegnerin 1 als Privatversicherer bejaht und die Klage insoweit nicht schon mangels eines solchen abgewiesen habe. Da kein integrales Regressrecht der Beschwerdegegnerin 1 bestehe, sei auch eine solidarische Haftung unter den aus Regress in Anspruch genommenen zu verneinen. Jeder hafte daher nur f�r seinen Anteil.
Der Streit beschl�gt damit zivilrechtliche Verh�ltnisse und mithin eine Zivilsache im Sinne von Art. 72 Abs. 1 BGG. Er unterliegt der Beurteilung im Verfahren der Beschwerde in Zivilsachen. - Dass der Beschwerdegegnerin 2 f�r die KVG-Anspr�che ein Regressrecht zusteht, war bereits im kantonalen Verfahren unbestritten (vgl. dazu Urteil K 43/03 vom 5. April 2004 E. 2; BGE 129 V 396).
Auf die Beschwerde, deren �brige Sachurteilsvoraussetzungen erf�llt sind, ist unter Vorbehalt ihrer rechtsgen�glichen Begr�ndung (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG) einzutreten.
Mit Beschwerde in Zivilsachen k�nnen Rechtsverletzungen nach Art. 95 und 96 BGG ger�gt werden. Die Beschwerde ist hinreichend zu begr�nden, andernfalls wird darauf nicht eingetreten. In der Beschwerdeschrift ist in gedr�ngter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG).
Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Das Bundesgericht kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz nur berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG). "Offensichtlich unrichtig" bedeutet dabei "willk�rlich" (BGE 135 III 397 E. 1.5). �berdies muss die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein (Art. 97 Abs. 1 BGG), was in der Beschwerde darzutun ist (BGE 135 I 19 E. 2.2.2).
Der Beschwerdef�hrer, der die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz anfechten will, kann sich nicht damit begn�gen, den bestrittenen Feststellungen eigene tats�chliche Behauptungen gegen�berzustellen oder darzulegen, wie die Beweise seiner Ansicht nach zu w�rdigen gewesen w�ren. Vielmehr hat er klar und substanziiert aufzuzeigen, inwiefern die ger�gten Feststellungen bzw. die Unterlassung von Feststellungen offensichtlich unrichtig sind oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhen (vgl. BGE 133 II 249 E. 1.4.3; 133 III 350 E. 1.3, 393 E. 7.1, 462 E. 2.4). Soweit der Beschwerdef�hrer den Sachverhalt erg�nzen will, hat er zudem mit Aktenhinweisen darzulegen, dass er entsprechende rechtsrelevante Tatsachen und taugliche Beweismittel bereits bei den Vorinstanzen prozesskonform eingebracht hat (Urteile 4A_214/2008 vom 9. Juli 2008 E. 1.2, nicht publ. in: BGE 134 III 570; 4A_470/2009 vom 18. Februar 2010 E. 1.2). Auf eine Kritik an den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz, die diesen Anforderungen nicht gen�gt, ist nicht einzutreten (BGE 133 II 249 E. 1.4.3) und ebenso wenig auf Vorbringen, die in den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz keine St�tze finden, ohne dass dazu eine taugliche Sachverhaltsr�ge im vorstehenden Sinne substanziiert wird, oder auf R�gen, die auf solchen Vorbringen aufbauen.
Wie sich aus den nachfolgenden Erw�gungen ergibt, gen�gt die vorliegende Beschwerdeschrift diesen Anforderungen in verschiedener Hinsicht nicht.
Die Vorinstanz verneinte den Eintritt der Verj�hrung im Zeitpunkt der Stellung des Vermittlungsbegehrens am 27. M�rz 2007 mit folgender Begr�ndung: Die Verj�hrungsfrist habe fr�hestens am 7. M�rz 2006 zu laufen begonnen, als die letzte aktenkundige Rechnung der Physiotherapie f�r den Zeitraum vom 19. Dezember 2005 bis zum 16. Februar 2006 eingegangen sei, und nicht bereits im Juni 2005, wie der Beschwerdef�hrer geltend mache. Die Forderungen seien deshalb (schon insoweit) fr�hestens am 7. M�rz 2007 verj�hrt. Der Lauf der Verj�hrung sei indes bereits vorher mit einem Vermittlungsbegehren vom 17. Juli 2006 unterbrochen worden, ungeachtet des Umstandes, dass dieses mit einer unrichtigen Parteibezeichnung f�r die Gl�ubigerinnen, im Namen des "Vereins X.________" gestellt worden sei. Selbst wenn die Verj�hrung bereits im Juni 2005 zu laufen begonnen h�tte, w�re sie fr�hestens am 19. August 2006 - mithin erst nach deren Unterbrechung mit dem Vermittlungsbegehren vom 17. Juli 2006 - abgelaufen, weil der Beschwerdef�hrer gegen�ber der "X.________" wirksame Verj�hrungsverzichtserkl�rungen abgegeben habe, die den Zeitraum vom 28. August 2003 bis zum 19. August 2006 abdeckten.
Voraussetzung, dass die Verj�hrung am 27. M�rz 2007 noch nicht eingetreten ist, bildet demnach einerseits, dass dem Vermittlungsbegehren vom 17. Juli 2006 verj�hrungsunterbrechende Wirkung zukommt und anderseits (alternativ) dass die Verj�hrungsfrist erst am 7. M�rz 2006, und nicht im Juni 2005, zu laufen begann oder dass der Beschwerdef�hrer bis zum 19. August 2006 g�ltig auf die Einrede der Verj�hrung verzichtet hat.
Der Beschwerdef�hrer bestreitet, dass er gegen�ber den Beschwerdegegnerinnen wirksame Verj�hrungsverzichterkl�rungen abgegeben habe, dass der Stellung des Vermittlungsbegehrens vom 17. Juli 2006 verj�hrungsunterbrechende Wirkung zukam und dass die Verj�hrung - wie von der Vorinstanz angenommen - erst am 7. M�rz 2006 zu laufen begann.
3.1 Es ist unbestritten, dass die Stellung eines Vermittlungsbegehrens nach dem Prozessrecht des Kantons Graub�nden grunds�tzlich geeignet ist, die Verj�hrungsfrist zu unterbrechen (vgl. Art. 135 Ziff. 2 OR). Der Beschwerdef�hrer r�gt, die Vorinstanz habe zu Unrecht entschieden, dass das Vermittlungsbegehren vom 17. Juli 2006 die Verj�hrung der von den Beschwerdegegnerinnen erhobenen Forderungen unterbrochen haben soll, obwohl es vom Verein X.________ Versicherung und nicht von den Beschwerdegegnerinnen gestellt worden sei.
3.1.1 Die Verj�hrung hat neben dem Schutz der Rechtssicherheit und des Rechtsfriedens den Zweck, Rechtsstreitigkeiten zu verhindern, in denen die Beweislage auf Grund des Zeitablaufs undurchsichtig wird (BGE 137 III 16 E. 2.1; 90 II 428 E. 8 S. 437 f.). Ist der Gl�ubiger am Weiterbestand der Forderung interessiert, muss er zur Unterbrechung der Verj�hrung ein Rechtsschutzgesuch im Sinn von Art. 135 Ziff. 2 OR stellen. Sobald der Schuldner �ber eine derartige Unterbrechungshandlung des Gl�ubigers orientiert ist, kann er das zur Beweissicherung N�tige vorkehren und - falls die M�glichkeit eines R�ckgriffs auf einen Dritten besteht - die entsprechenden Schritte einleiten. Damit die in Art. 135 Ziff. 2 OR aufgez�hlten Handlungen die Verj�hrung unterbrechen, m�ssen sie, wie namentlich die franz�sische Fassung der Bestimmung deutlich macht, grunds�tzlich vom Forderungsgl�ubiger ausgehen (BGE 111 II 358 E. 4a S. 364 f.). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung tritt die Unterbrechungswirkung aber ebenfalls ein, wenn die Handlung zwar nicht vom Gl�ubiger, sondern von einem nicht berechtigten Dritten ausgeht, der Schuldner nach dem Vertrauensprinzip jedoch zweifelsfrei erkennt oder erkennen kann, um welche Forderung es geht. Auch in diesem Fall hat der Schuldner n�mlich die M�glichkeit, sich auf die Situation einzustellen, so dass er nicht in seinen schutzw�rdigen Interessen verletzt wird, wenn trotz der fehlenden Berechtigung des Dritten der Eintritt der Verj�hrungsunterbrechung bejaht wird (BGE 136 III 545 E. 3.4.1 S. 551 mit Hinweis auf die Urteile 4C.363/2006 vom 13. M�rz 2007 E. 4.2 und 4C.185/2005 vom 19. Oktober 2006 E. 3.2; Frage noch offen gelassen in BGE 114 II 335 E. 3c S. 339).
F�r die erforderliche Annahme, der Schuldner habe nicht dar�ber im Zweifel sein k�nnen, um welche Forderungen es ging, war im zitierten Urteil 4C.185/2005 und in einem fr�heren, in die gleiche Richtung gehenden Urteil (C.77/1980 vom 24. Juni 1980, E. 4c [in BGE 114 II 335 E. 3c S. 339 zitiert]) ausschlaggebend, dass die Personen, die die Unterbrechungshandlungen vornahmen, mit den (�brigen) Gl�ubigern durch ein Gemeinschaftsverh�ltnis (Interessengemeinschaft bzw. Stockwerkeigent�mergemeinschaft) verbunden waren und mit diesen gemeinsam f�r die Schuldner erkennbar Schritte zur Durchsetzung bestimmter Anspr�che unternahmen (Urteil 4C.363/2006 vom 13. M�rz 2007 E. 4.2 in fine).
3.1.2 Die Vorinstanz ging von dieser Rechtsprechung aus und hielt zun�chst fest, der Verein X.________ Versicherung sei mit den Beschwerdegegnerinnen durch ein Gemeinschaftsverh�ltnis verbunden, sei er doch Alleinaktion�r der X.________ Holding AG, der die Beschwerdegegnerinnen eingegliedert seien. Sodann stellte sie aufgrund der Vorgeschichte des Prozesses fest, der Beschwerdef�hrer habe zweifellos gewusst, welche Forderung der Verein X.________ Versicherung mit seinem Vermittlungsbegehren geltend machte. An diese Feststellung tats�chlicher Natur ist das Bundesgericht gebunden. Der Beschwerdef�hrer bestreitet diese zwar, erhebt dagegen aber keine hinreichend substanziierte Sachverhaltsr�ge, legt insbesondere nicht rechtsgen�glich dar, weshalb sie willk�rlich sein soll. Er beschr�nkt sich vielmehr darauf, in appellatorischer Weise und unter freier Erg�nzung des im angefochtenen Urteil festgestellten Sachverhalts seine eigene Sicht der Dinge darzulegen und zu behaupten, er habe nicht wissen k�nnen, um welche Forderung genau es sich gehandelt habe. Darauf kann nicht eingetreten werden (Erw�gung 2 vorne).
Nach der vorstehend dargestellten Rechtsprechung ist es sodann f�r die Frage, ob die Unterbrechungswirkung eintritt, unerheblich, dass der Verein X.________ Versicherung das Vermittlungsbegehren nicht als Vertreter der Beschwerdegegnerinnen gestellt und auch nicht irrt�mlich eine falsche Parteibezeichnung gew�hlt habe, wie der Beschwerdef�hrer weiter geltend macht. Entscheidend ist allein, ob der Beschwerdef�hrer wusste, um welche Forderung es dabei ging bzw. aufgrund welcher Ereignisse eine Forderung gegen ihn erhoben wurde und dass die "X.________" an dieser festhielt. Dies war nach den vorinstanzlichen Feststellungen der Fall, habe er doch vorhergehend gegen�ber der "X.________" bzw. gegen�ber der "Krankenkasse X.________" unter Bezugnahme auf den Schadenfall des Gesch�digten B.________ Verj�hrungsverzichtserkl�rungen abgegeben. Damit war er veranlasst, das zur Wahrung seiner Interessen Erforderliche vorzukehren.
Daran �ndert nichts, wenn f�r den Beschwerdef�hrer damals noch nicht erkennbar gewesen sein mag, welcher juristischen Person innerhalb der Struktur des Vereins X.________ Versicherung die geltend gemachte Forderung streng rechtlich zustand bzw. welche Rechtsperson sie geltend machte. Denn dies war f�r die rechtliche Situation des Beschwerdef�hrers im damaligen Zeitpunkt unerheblich, w�re es den Beschwerdegegnerinnen doch m�glich gewesen, die Forderungen in die sie (behauptetermassen) subrogiert waren, nachtr�glich an den Verein X.________ Versicherung abzutreten, worauf dieser das Verfahren h�tte prosequieren k�nnen. Das Bundesgericht hat denn auch schon in einem vor l�ngerer Zeit beurteilten Fall eine Ladung zu einem Auss�hnungsversuch betreffend Forderungen von Gl�ubigern, die auch die Anspr�che von weiteren, mit ihnen gemeinschaftlich verbundenen Gl�ubigern geltend machten, die ihnen im betreffenden Zeitpunkt noch nicht zediert worden waren, als f�r s�mtliche Anspr�che verj�hrungsunterbrechend anerkannt (Urteil C.77/1980 vom 24. Juni 1980 E. 4). Entsprechend schloss die Vorinstanz in anderem Zusammenhang zu Recht, es sei f�r den Beschwerdef�hrer nicht darauf angekommen, welcher der mehreren juristischen Personen der X.________ Gruppe die Forderungen streng rechtlich zustanden.
An der einmal eingetretenen Unterbrechungswirkung, dass die Verj�hrungsfrist von neuem beginnt (Art. 137 Abs. 1 OR), �ndert es selbstredend nichts, wenn der Verein X.________ Versicherung den Leitschein nachfolgend verfallen und die Beschwerdegegnerinnen vor Ablauf der Verj�hrungsfrist ein neues Vermittlungsbegehren stellen liess. Soweit der Beschwerdef�hrer geltend macht, er habe aus dem Verfall des Leitscheins schliessen d�rfen, dass die Forderung nicht mehr durchgesetzt werden sollte, weshalb die Unterbrechungswirkung nachtr�glich wieder aufgehoben worden sei, kann ihm nicht gefolgt werden. Die Verj�hrung wurde mit dem Vermittlungsbegehren vom 17. Juli 2006 unterbrochen und die Verj�hrungsfrist begann neu zu laufen. Vor Ablauf dieser Frist durfte der Beschwerdef�hrer allein aus dem Verfall des ersten Leitscheins nicht annehmen, dass die Forderung nicht mehr weiterverfolgt werden sollte.
Die Vorinstanz hat demnach kein Bundesrecht verletzt, indem sie dem Vermittlungsbegehren vom 17. Juli 2006 verj�hrungsunterbrechende Wirkung beimass. Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als unbegr�ndet, soweit darauf einzutreten ist.
3.2 Nach Art. 60 Abs. 1 OR verj�hrt der Anspruch auf Schadenersatz oder Genugtuung in einem Jahre von dem Tage hinweg, wo der Gesch�digte Kenntnis vom Schaden und von der Person des Ersatzpflichtigen erlangt hat, jedenfalls aber mit dem Ablaufe von zehn Jahren, vom Tage der sch�digenden Handlung an gerechnet. Im vorliegenden Fall ist umstritten, in welchem Zeitpunkt der Gesch�digte, B.________, im Sinne von Art. 60 Abs. 1 OR Kenntnis vom Schaden erlangte.
Nach der Rechtsprechung hat der Gesch�digte gen�gende Kenntnis vom Schaden, wenn er den Schadenseintritt, die Art und den ungef�hren Umfang der Sch�digung kennt und zur Formulierung einer Klage mit Begehren und Begr�ndung in der Lage ist (BGE 136 III 322 E. 4.1 S. 229 f.; 131 III 61 E. 3.1.1 S. 68; 114 II 253 E. 2a S. 256; 112 II 118 E. 4 S. 123; 111 II 55 E. 3a S. 57 f.). Massgebend ist die tats�chliche Kenntnis des Schadens und nicht der Zeitpunkt, in dem der Gesch�digte bei geh�riger Aufmerksamkeit davon h�tte Kenntnis erlangen k�nnen (BGE 136 III 322 E. 4.1 S. 330; 111 II 55 E. 3a S. 57 f.). Dieser braucht nicht genau zu wissen, wie hoch der Schaden ziffernm�ssig ist, zumal auch k�nftiger Schaden eingeklagt werden und dieser n�tigenfalls nach Art. 42 Abs. 2 OR gesch�tzt werden kann (BGE 131 III 61 E. 3.1.1 S. 68; 114 II 253 E. 2a S. 256). Kennt der Gesch�digte die wesentlichen Elemente des Schadens, so kann von ihm erwartet werden, dass er sich die weiteren Informationen beschafft, die f�r die Erhebung einer Klage notwendig sind (BGE 109 II 433 E. 2 S. 435). Im Falle von Personensch�den kann in der Regel der Schaden noch nicht hinreichend bekannt sein, wenn noch ungewiss ist, wie sich die gesundheitliche Situation entwickelt und ob ein Dauerschaden zur�ckbleibt (BGE 112 II 118 E. 4 S. 123; 74 II 30 E. 1b S. 35 f.; ROLAND BREHM, Berner Kommentar, 3. Aufl. 2006, N. 29 zu Art. 60 OR mit Hinweisen). Hingegen liegt gen�gende Kenntnis vor, wenn die medizinischen Folgen der sch�digenden Handlung abzusehen und mit grosser Wahrscheinlichkeit zu bestimmen sind, wenn sich der gesundheitliche Zustand stabilisiert hat (BGE 114 II 253 E. 2b S. 257; Urteil 4A_647/2010 vom 4. April 2011 E. 3.1). In Anbetracht der K�rze der Verj�hrungsfrist d�rfen bez�glich der M�glichkeit der Absch�tzung des Schadensumfanges an den Gesch�digten allerdings keine strengen Anforderungen gestellt werden; es ist ihm je nach den konkreten Umst�nden eine angemessene Zeitspanne zuzugestehen, in der er selber oder mit Hilfe eines Dritten das Ausmass des Schadens abkl�ren kann (BGE 111 II 55 E. 3a S. 57; 96 II 39 E. 2a). Wenn ein Forderungs�bergang durch Subrogation stattfindet (vgl. dazu die nachfolgende Erw�gung 4) hat dies auf den Beginn und den Lauf der Verj�hrungsfrist keinen Einfluss, da der Anspruch des Gesch�digten so auf die Versicherung �bergeht, wie er dem Gesch�digten gegen�ber dem Sch�diger zugestanden h�tte (BGE 120 II 58 E. 4 S. 63; vgl. auch OFTINGER/STARK, Schweizerisches Haftpflichtrecht, Allgemeiner Teil, Bd. I, 5. Aufl. 1995, � 11 Rz. 35; ALEXANDER M�LLER, Besonderheiten beim Regress des Privatversicherers, in HAVE Personen-Schaden-Forum 2010, S. 49 ff., 66 f.).
Die Vorinstanz entschied, der Schaden sei dem Gesch�digten mit dem Erhalt der letzten aktenkundigen Rechnung der Physiotherapie am 6. M�rz 2006, die vom 4. M�rz 2006 datiere und den Zeitraum vom 19. Dezember 2005 bis zum 16. Februar 2006 umfasse, ohne weiteres in seinen wesentlichen Elementen bekannt gewesen (vgl. dazu BREHM, a.a.O., N. 36 zu Art. 60 OR; HEINZ REY, Ausservertragliches Haftpflichtrecht, 4. Aufl. 2008, S. 376 Rz. 1623; WERNER SCHWANDER, Die Verj�hrung ausservertraglicher und vertraglicher Schadenersatzforderungen, 1963, S. 17). Die Verj�hrungsfrist habe deshalb am 7. M�rz 2006 zu laufen begonnen. Den Zeitpunkt der Kenntnis des Schadens wegen behaupteter sp�terer �rztlicher Nachkontrollen auf sp�ter festzulegen, wie die Beschwerdegegnerinnen bef�rworteten, lehnte sie ab.
Der Beschwerdef�hrer wirft der Vorinstanz vor, mit der Festlegung des Beginns der Verj�hrungsfrist auf den 7. M�rz 2006 Bundesrecht verletzt zu haben. So habe die Verj�hrung bereits im Juni 2005 zu laufen begonnen. Er f�hrt dazu aus, dass der Gesch�digte in diesem Zeitpunkt den medizinischen Endzustand, d.h. einen stabilen Zustand erreicht gehabt habe, was ihm bekannt gewesen sei. In diesem Zeitpunkt w�re die gerichtliche Einforderung des Schadens m�glich gewesen, da der Schaden gen�gend absch�tzbar gewesen sei. Diese Vorbringen und die weiteren Ausf�hrungen des Beschwerdef�hrers in diesem Zusammenhang finden aber in den vorinstanzlichen Feststellungen keine St�tze und der Beschwerdef�hrer erhebt dazu keine Sachverhaltsr�ge, die es dem Bundesgericht gegebenenfalls erlauben k�nnte, den Sachverhalt zu erg�nzen oder erg�nzen zu lassen. So zitierte die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid zwar ein Gutachten aus dem Jahre 2008, laut dem sich der Gesch�digte bereits im Jahre 2005 in einem sehr guten Zustand befunden habe und die aktuell (d.h. im Jahre 2008) noch vorhandenen Beschwerden keiner physiotherapeutischen Behandlung bed�rften. Sie stellte aber entgegen den Behauptungen des Beschwerdef�hrers nicht fest, dass sich der Gesch�digte schon ab Juni 2005, ihm bekannt, in einem stabilen Zustand befand bzw. dass der medizinische Endzustand erreicht gewesen sei oder dass dem Verunfallten im Mai 2005 klar war, dass keine weitere Verbesserung oder Verschlechterung zu erwarten war.
Fehlt es damit an tats�chlichen Feststellungen, aus denen rechtlich geschlossen werden k�nnte, der Gesch�digte habe vor dem 6. M�rz 2006 im Sinne von Art. 60 OR Kenntnis des Schadens gehabt, bleibt es beim seitens der Vorinstanz festgestellten fr�hesten Beginn der Verj�hrungsfrist am 7. M�rz 2006 (vgl. dazu BGE 111 II 55 E. 3a S. 58 oben).
3.3 Begann nach dem Ausgef�hrten die einj�hrige Verj�hrungsfrist nach Art. 60 OR am 7. M�rz 2006 zu laufen (Erw�gung 3.2) und wurde sie durch das Vermittlungsbegehren vom 17. Juli 2006 unterbrochen (Erw�gung 3.1), waren die von den Beschwerdegegnerinnen geltend gemachten Anspr�che am Tag der Einreichung des prosequierten Vermittlungsbegehrens vom 27. M�rz 2007 nicht verj�hrt. Es kann damit offen bleiben, ob die Vorinstanz �berdies zu Recht angenommen hat, die vom Beschwerdef�hrer abgegebenen Verj�hrungsverzichtserkl�rungen h�tten gegen�ber den Beschwerdegegnerinnen Wirkung entfaltet.
Was die strittigen VVG-Anspr�che anbelangt, herrscht Einigkeit dar�ber, dass die Schadensdeckung seitens der Beschwerdegegnerin 1 gegen�ber dem Gesch�digten aufgrund einer (freiwilligen) Zusatzversicherung zur obligatorischen Krankenversicherung erfolgte, die eine dem VVG unterstellte Schadenversicherung ist, und dass das Bestehen eines Regressanspruchs der Beschwerdegegnerin 1 (Schadenversicherer) gegen�ber dem Beschwerdef�hrer (Werkeigent�mer) durch die Art. 72 VVG und Art. 51 OR bestimmt wird (vgl. dazu BREHM, a.a.O., N. 68 zu Art. 51 OR). Ebenso wenig wird vorliegend in Frage gestellt, dass von der Regressordnung nach Art. 51 OR wegen ihrer zwingenden Natur nicht abgewichen werden kann, weshalb jede Abtretung von Anspr�chen des Gesch�digten an einen Haftpflichtigen unwirksam ist (vgl. Bst. A vorne; BGE 132 III 321 E. 2.3.2.2 S. 327, 626 E. 5.1 S. 639; 115 II 24 E. 2b S. 27). Strittig ist aber, ob der Beschwerdegegnerin 1 hinsichtlich der VVG-Anspr�che gest�tzt auf Art. 51 Abs. 2 OR und Art. 72 VVG ein Regressrecht gegen den als Werkeigent�mer, d.h. kausal haftenden Beschwerdef�hrer zusteht.
4.1 Nach der Regressordnung von Art. 51 Abs. 2 OR hat im Innenverh�ltnis von mehreren Ersatzpflichtigen in der Regel derjenige in erster Linie den Schaden zu tragen, der ihn durch unerlaubte Handlung verschuldet hat, und in letzter Linie derjenige, der ohne eigene Schuld und ohne vertragliche Verpflichtung nach Gesetzesvorschrift (kausal) haftet. Nach herrschender Lehre und Rechtsprechung ist der Versicherer, der den Ersatz des Schadens aus Vertrag �bernommen hat, ein aus Vertrag Haft- bzw. Ersatzpflichtiger im Sinne von Art. 51 Abs. 2 OR und steht somit auf der zweiten Stufe der Regressordnung. Er kann somit gegen�ber demjenigen, der f�r den Schaden ohne Verschulden aufgrund einer Gesetzesvorschrift (kausal) haftet, keinen R�ckgriff nehmen bzw. muss sich selber einem allf�lligen R�ckgriff durch den kausal Haftenden, der Entsch�digung geleistet hat, stellen (BGE 120 II 191 E. 4c; 107 II 489 E. 5a S. 495; 80 II 247 E. 5 S. 254 ff.; vgl. auch BGE 118 II 502 E. 2b S. 505 und E. 3; 114 II 342 E. 3; BREHM, a.a.O., N. 60 f., 82b ff. zu Art. 51 OR; CHRISTOPH GRABER, in: Basler Kommentar, Versicherungsvertragsgesetz, 2001, N. 7/9 zu Art. 72 VVG; ANTON K. SCHNYDER, in: Basler Kommentar, Obligationenrecht, Bd. I, 4. Aufl. 2007, N. 22 zu Art. 51 OR; FRANZ WERRO, in: Commentaire romand, Code des obligations, Bd. I, 2003, N. 15 ff. zu Art. 51 OR; STEPHAN MAZAN, in: Handkommentar zum Schweizer Privatrecht, 2007, N. 24 f. zu Art. 51 OR; MORITZ W. KUHN, Privatversicherungsrecht, 3. Aufl. 2010, S. 312 ff.; PIERRE ENGEL, Trait� des obligations en droit suisse, 2. Aufl. 1997, S. 569 f.; INGEBORG SCHWENZER, Schweizerisches Obligationenrecht, Allgemeiner Teil, 5. Aufl. 2009, Rz. 88.33; REY, a.a.O., Rz. 1574; VITO ROBERTO, Schweizerisches Haftpflichtrecht, 2002, S. 158; YAEL STRUB, Der Regress des Schadensversicherers de lege lata - de lege ferenda, 2011, S. 67 f., 77).
Der R�ckgriff des Versicherers wird zudem spezialgesetzlich in der bereits in einem fr�heren Zeitpunkt erlassenen Bestimmung von Art. 72 VVG geregelt. Danach geht der Ersatzanspruch, der dem Anspruchsberechtigten gegen�ber Dritten aus unerlaubter Handlung zusteht, insoweit auf den Versicherer �ber, als er Entsch�digung geleistet hat. Nach der Rechtsprechung und herrschenden Lehre steht diese Bestimmung selbst�ndig neben Art. 51 OR und ist kumulativ zu dieser anwendbar, wobei es allerdings, um sie mit dem sp�ter erlassenen Art. 51 Abs. 2 OR in Einklang zu bringen, n�tig ist, die Worte "unerlaubte Handlung" in Art. 72 Abs. 1 VVG mit "schuldhaft" zu erg�nzen. Dies f�hrt dazu, dass der Versicherer gest�tzt auf diese Bestimmung nur auf einen ausservertraglich Haftpflichtigen Regress nehmen kann, den ein Verschulden trifft, nicht aber auf einen allein aus gesetzlicher Vorschrift, d.h. kausal Haftpflichtigen (vgl. dazu die vorstehend zitierte Rechtsprechung und Literatur).
Die dargestellte herrschende Lehre und Rechtsprechung ber�cksichtigt insbesondere, dass Art. 51 OR vom historischen Gesetzgeber gerade im Hinblick auf Versicherungsgesellschaften ins Gesetz aufgenommen wurde; es erschien diesem unbillig, dass die Versicherungen Sch�den auf Ersatzpflichtige abw�lzen k�nnen, die bloss aufgrund einer Gesetzesvorschrift und ohne eigenes Verschulden haften, w�hrend sie selbst die Schadensm�glichkeiten in ihre Pr�mien einkalkulieren und sich auf diese Weise bis zu einem gewissen Grade zum Voraus f�r k�nftige Sch�den bezahlt machen k�nnen; der Gesetzgeber wollte daher den Versicherer den Schaden vor dem kausal, ohne Verschulden Haftenden tragen lassen (vgl. dazu BGE 80 II 247 E. 5 S. 255; 63 II 143 E. 7 S. 155; 47 II 408 E. 4 S. 415 f.; 45 II 638 E. 4; BREHM, a.a.O., N. 82d zu Art. 51 OR; GRABER, a.a.O., N. 6 zu Art. 72 VVG; HONSELL, Schweizerisches Haftpflichtrecht, 4. Aufl. 2005, � 11 Rz. 42).
Dass den Beschwerdef�hrer vorliegend ein Verschulden am Unfall des Gesch�digten treffe, und er daher ausser als Werkeigent�mer auch als Verschuldenshaftpflichtiger herangezogen werden k�nnte, ist den vorinstanzlichen Feststellungen nicht zu entnehmen (vgl. dazu BGE 107 II 489 E. 5b S. 496; 77 II 243 E. 2 S. 248). Ebenso wenig sind besondere Umst�nde festgestellt, die ein Abweichen von der bloss "in der Regel" geltenden Regressordnung nach Art. 51 Abs. 2 OR rechtfertigen k�nnten (vgl. dazu BGE 76 II 387 E. 4 S. 392 f.; 47 II 408 E. 4; 45 II 638 E. 4 S. 649; BREHM, a.a.O., N. 80 ff., 84 zu Art. 51 OR; STRUB, a.a.O., S. 82). Nach der Rechtsprechung und herrschenden Lehre kommt daher der Beschwerdegegnerin 1 gegen�ber dem Beschwerdegegner kein Regressanspruch zu.
4.2 Gegen die herrschende Auffassung ist allerdings in der Literatur Kritik erwachsen, die sich auf beachtliche Argumente zu st�tzen vermag. So f�hrte ANDREAS VON TUHR bereits im Jahre 1922 aus, es sei Zweck der Versicherung, dem Versicherten einen Schaden zu ersetzen, und zwar auch dann, wenn ihm f�r diesen Schaden ein Dritter nach gesetzlicher Vorschrift hafte. Denn dem Versicherten solle die M�he und das Risiko eines Prozesses gegen den Dritten erspart bleiben. Dagegen habe die Versicherung nicht den Zweck, den Dritten von der Haftung zu entlasten, die ihm das Gesetz auferlege; es sei nicht einzusehen, weshalb eine vom Gesetz als angemessen erachtete Haftung durch den Umstand ausgeschlossen sein solle, dass der Gesch�digte einen Versicherungsvertrag abgeschlossen und Pr�mien bezahlt habe. Eine solche Entlastung des nur durch Gesetzesvorschrift Haftenden k�nnte diesen �berdies dazu verleiten, Massregeln zu unterlassen, durch die eine Sch�digung des Versicherten vermieden werden k�nnten (ANDREAS VON TUHR, R�ckgriff des Versicherers nach Art. 51 OR und Art. 72 VVG, SJZ 1922 S. 233 ff., 235).
Dieser Kritik ist das Bundesgericht in einem einzelnen, vor l�ngerer Zeit ergangen Urteil offenbar gefolgt, indem es ausf�hrte, es sei nicht einzusehen, wieso ein Dritter, nach Gesetz Haftender davon profitieren d�rfen sollte, dass der Gesch�digte oder sein Arbeitgeber Versicherungspr�mien bezahlt habe (BGE 63 II 143 E. 7 S. 156; dazu STRUB, a.a.O., S. 81 f.). Daran wurde aber in sp�teren Entscheiden unter Nachachtung des historisch-gesetzgeberischen Willens nicht festgehalten (vgl. BGE 76 II 387 E. 2 S. 390 f.; 77 II 243 E. 2 S. 247 f.; 80 II 247 E. 5 S. 255; 103 II 330 E. 4b/dd S. 337).
Der vorstehend dargestellten Kritik VON TUHRS an der herrschenden Auffassung bzw. an der de lege lata bestehenden Rechtslage haben sich im Laufe der Zeit verschiedene Autoren angeschlossen. Es wird von ihnen namentlich als eine Fehlentscheidung des Gesetzgebers bezeichnet, dem Versicherer durch die Einreihung in die zweite Stufe der Regressordnung nach Art. 51 Abs. 2 OR den R�ckgriff auf kausal Haftpflichtige zu nehmen. Der Versicherer werde zu Unrecht als Haftpflichtiger im Sinne von Art. 50 f. OR behandelt, obwohl er den Schaden in Erf�llung seiner prim�ren Leistungspflicht aus dem Versicherungsvertrag decke und nicht (sekund�ren) Schadenersatz aus Nicht- oder Schlechterf�llung des Vertrages leiste. Dem Versicherer den R�ckgriff auf Kausalhaftpflichtige zu verwehren, f�hre auch zu einer falschen Kostenverteilung, weil die Zahlung von Sch�den die vertragliche Gegenleistung zum Einkassieren von Pr�mien sei, die nicht bezahlt w�rden, um Kausalhaftpflichtige zu entlasten, und die, da aufgrund von Statistiken berechnet, reduziert werden k�nnten, wenn dem Versicherer der R�ckgriff auf kausal Haftpflichtige erlaubt w�rde. Ein Abweichen von der bestehenden Praxis bzw. eine �nderung de lege ferenda sei auch geboten, weil sich die Verh�ltnisse mit der Einf�hrung zahlreicher Kausal- und Gef�hrdungshaftungstatbest�nde stark ge�ndert h�tten; die bestehende Praxis bzw. Rechtslage sei nicht mehr zeitgem�ss und f�hre auch zu unverst�ndlichen Unterschieden zur Regelung im Sozialversicherungsrecht, wo den Versicherern vom Gesetz (Art. 72 Abs. 1 ATSG; SR 830.1) ein integrales Regressrecht zuerkannt werde (vgl. OFTINGER/STARK, a.a.O., � 11 Rz. 31 ff., 65 ff.; HONSELL, 2005, a.a.O., � 11 Rz. 40 f.; derselbe, Der Regress des Versicherers im schweizerischen Recht, in: M�langes en l'honneur du Professeur Bruno Schmidlin, 1998, S. 279 ff.; ALFRED KOLLER, Schweizerisches Obligationenrecht, Allgemeiner Teil, 3. Aufl. 2009, � 75 Rz. 186/191; H�RZELER/TAMM/BIAGGI, Personenschadensrecht, 2010, S. 262 f.; M�LLER, 2010, a.a.O., S. 49 ff.; ALEXANDRA RUMO-JUNGO, Zusammenspiel zwischen Haftpflicht und beruflicher Vorsorge, in: Festschrift f�r Heinz Hausheer, 2002, S. 611 ff., 620 f.; vgl. auch die Wiedergabe der Kritik in BGE 132 III 321 E. 2.3.2.3 S. 328 mit weiteren Literaturhinweisen sowie die Kritik an der bestehenden Rechtslage und die Anregung einer Gesetzes�nderung bei STRUB, a.a.O., S. 77 ff., 81 ff., 86 f.; ferner: BREHM, a.a.O., N. 121 ff. zu Art. 51 OR). Die geltende Praxis betone das Verschuldensprinzip zu stark und ber�cksichtige nicht, dass sich eine Heranziehung des kausal Haftenden zur Schadensdeckung rechtfertige, weil er von einer T�tigkeit, einem Werk oder dem Betrieb einer Anlage profitiere (STRUB, a.a.O., S. 89 f.). �berdies f�hre die geltende, f�r die Versicherer ung�nstige Regressordnung zu Pr�ventivmassnahmen derselben in Form von Deckungsausschluss- und Subsidiarit�tsklauseln in den AVB (ALEXANDER M�LLER, Regress im Schadensausgleichsrecht unter besonderer Ber�cksichtigung des Privatversicherers, 2006, S. 99 f.; derselbe, 2010, a.a.O., S. 50 f.; STRUB, a.a.O., S. 79 ).
4.3 Die dargestellte Kritik fand bei j�ngeren Gesetzgebungsarbeiten Ber�cksichtigung.
So wurde im Rahmen der einst geplanten, vom Bundesrat aber aufgegebenen (vgl. die Medienmitteilung des Eidg. Justiz- und Polizeidepartements vom 21. Januar 2009 in: www.bj.admin.ch/bj/de/home/ themen/wirtschaft/rechtsetzung/abgeschlossene_rechtsetzungsprojekte/haftpflicht.html) Gesamtrevision und Vereinheitlichung des Haftpflichtrechts ein integrales Regressrecht des Versicherers ins Auge gefasst, das diesem einen R�ckgriff auf einen Dritten unabh�ngig davon erlauben sollte, auf welcher Grundlage dieser ersatzpflichtig ist (vgl. dazu WERRO, a.a.O., N. 25 zu Art. 51 OR). Diese unbeschr�nkte Subrogation wurde allerdings wieder relativiert, indem das R�ckgriffsrecht bzw. dessen Umfang von der W�rdigung "aller Umst�nde" abh�ngig gemacht und damit dem richterlichen Ermessen unterstellt wurde (HAUSHEER/JAUN, Regress, ZBJV 2000 S. 927 ff., 929; STRUB, a.a.O., S. 94 f.; RUMO-JUNGO, a.a.O., S. 624 f.).
Ein integrales Regressrecht des Versicherers wird auch in der laufenden Revision des VVG vorgeschlagen. So sehen sowohl der Art. 63 Abs. 2 VE-VVG vom 31. Juli 2006 der Expertenkommission Totalrevision VVG als auch der Art. 76 Abs. 2 VE-VVG vom 21. Januar 2009 des Eidg. Finanzdepartements (EFD; Vernehmlassungsvorlage) ohne weitere Einschr�nkung vor, dass der Schadenversicherer f�r die von ihm gedeckten gleichartigen Schadensposten im Umfang und zum Zeitpunkt seiner Leistung in die Rechte der versicherten Person eintritt. Im Erl�uternden Bericht der Expertenkommission zum Vorentwurf vom 31. Juli 2006 (S. 60) und im Erl�uternden Bericht des EFD vom 24. Februar 2009 zur Vernehmlassungsvorlage (S. 69 f.) wird dazu u.a. Folgendes ausgef�hrt:
"Der Gesch�digte wird in aller Regel darauf verzichten, den beschwerlichen Weg der Anspruchsdurchsetzung gegen�ber einem Ersatzpflichtigen zu beschreiten, wenn er seinen Anspruch auch gegen�ber einem Versicherungsunternehmen geltend machen kann. Artikel 76 Absatz 2 E-VVG �bernimmt deshalb den Grundgedanken von Artikel 72 Absatz 1 VVG und f�hrt diesen den praktischen Bed�rfnissen entsprechend weiter, indem er im Rahmen der vom leistenden Versicherungsunternehmen gedeckten gleichartigen Kategorien von Schadensposten den Eintritt (Subrogation) in die Rechte des Versicherten statuiert. Damit soll im Gegensatz zum geltenden Recht (Art. 72 Abs. 1 VVG: R�ckgriff grunds�tzlich nur auf den aus unerlaubter Handlung [Verschulden] Haftpflichtigen) das Versicherungsunternehmen gegen s�mtliche Ersatzpflichtige vorgehen k�nnen - unabh�ngig davon, ob diese aus unerlaubter Handlung, Vertragsverletzung oder aus einer Kausalhaftung zum Ersatz verpflichtet sind. �hnlich wie dem Sozialversicherer (Art. 72 Abs. 1 ATSG) soll auch dem privaten Schadensversicherungsunternehmen ein umfassendes (integrales) Regressrecht gegen s�mtliche Haftpflichtige einger�umt werden. Es gibt keine Gr�nde, weshalb gewisse Haftungskategorien vom Regress ausgeschlossen werden sollten, vielmehr f�hrt die Belastung der Risikogemeinschaft des Schadensverursachers auch zu einer sinnvollen Kostenverteilung. Zudem wird mit einer Ausweitung des Regressrechts die Regressabwicklung wesentlich vereinfacht. Artikel 76 Absatz 2 E-VVG geht den allgemeinen Bestimmungen von Artikel 50 f. OR vor und l�sst, im Gegensatz zum dispositiven Artikel 72 Absatz 1 VVG, aufgrund seiner zwingenden Ausgestaltung keinen Raum f�r Abreden, die den Versicherungsnehmer benachteiligen k�nnten (so ist beispielsweise die Zession zuk�nftiger Haftpflichtanspr�che an das Versicherungsunternehmen nicht mehr zul�ssig)".
Der vorgeschlagenen Regelung ist im Vernehmlassungsverfahren keine Opposition erwachsen (vgl. Bericht des EFD vom Oktober 2009 �ber die Vernehmlassungsergebnisse zur Revision des VVG, S. 42).
4.4 In einem vor einigen Jahren ergangenen Urteil (BGE 126 III 521 E. 2b S. 522 f.) hatte das Bundesgericht dar�ber zu entscheiden, ob dem Arbeitgeber f�r die Lohnfortzahlungen an einen verunfallten Arbeitnehmer ein Regressrecht gegen den Unfallverursacher zustehe. Es bejahte dies, wobei es sich auf eine Argumentation st�tzte, die sich teilweise derjenigen ann�hert, welche zur Begr�ndung der Kritik an der Praxis zum Regressrecht der Schadenversicherer angef�hrt wird (vgl. Erw�gung 4.2 vorne). Das Bundesgericht nahm mangels gesetzlicher Regelung bez�glich des Regressanspruchs des Arbeitgebers eine Gesetzesl�cke an, die in analoger Anwendung von Art. 51 Abs. 2 OR zu schliessen sei. Eine unmittelbare Anwendung dieser Bestimmung falle, wie das Bundesgericht ausf�hrte, ausser Betracht, da der Arbeitgeber nicht zum Kreis der gem�ss Art. 51 OR Haftpflichtigen z�hle, sondern mit der Lohnzahlung unabh�ngig vom sch�digenden Ereignis seine gesetzliche oder vertragliche Leistungspflicht erf�lle. Da der Arbeitgeber seinen Vertrag erf�lle und nicht aus Schlechterf�llung f�r den entstandenen Schaden hafte, k�nne die in Art. 51 Abs. 2 OR vorgesehene Abstufung nach der Haftung aus unerlaubter Handlung, Vertrag oder Gesetz nicht auf die Lohnfortzahlung des Arbeitgebers �bertragen werden. Der Regress stehe dem Arbeitgeber auch gegen�ber einem kausal Haftenden zu, da sich die Lohnfortzahlungspflicht nicht zu dessen Gunsten auswirken solle. Der Arbeitgeber sei diesbez�glich den subrogierenden Sozial- und Schadensversicherern gleichzustellen, auch wenn diese ihre Rechtsstellung bereits im Unfallzeitpunkt erlangt h�tten.
In der Lehre wird dieses Urteil teilweise als Anzeichen eines "Gesinnungswandels" des Bundesgerichts verstanden, der "Hoffnungen" auf eine Praxis�nderung im Sinne der Einr�umung eines integralen Regresses zu Gunsten des Schadensversicherers aufkommen lasse; indem das Bundesgericht f�r die Auslegung auf die Subrogation des Sozial- und Schadensversicherers zur�ckgreife und diese Versicherer gleich behandle, gestehe es Letzterem implizit ein Regressrecht ein (so M�LLER, 2010, a.a.O., S. 54; derselbe, 2006, a.a.O., S. 97 f.). Andere Autoren bezweifeln zwar, ob allein der Umstand, dass die Situation des Arbeitgebers vom Bundesgericht auch mit der des Schadensversicherers verglichen wird, f�r eine Praxis�nderung spreche, und vermuten, es k�nnte sich dabei um ein redaktionelles Versehen handeln (HAUSHEER/JAUN, a.a.O., S. 929; so sinngem�ss auch WOLFGANG PORTMANN, Die Ersatzpflicht des Sch�digers eines Arbeitnehmers f�r Lohnfortzahlungen und Nebenleistungen des Arbeitnehmers, ARV 2001 S. 110 ff., 113; vgl. auch KOLLER, a.a.O., � 75 Rz. 190). Es wird aber von ihnen, wie auch von weiteren Autoren, betont, dass die Argumentation des Bundesgerichts f�r den integralen Regress des Arbeitgebers, um Widerspr�che zu vermeiden, auch bei der Beurteilung der Frage, ob dem Schadensversicherer ein integraler Regress einzur�umen sei, Geltung beanspruchen k�nnen m�sse (ROLAND SCHAER, Modernes Versicherungsrecht, 2007, � 22 Rz. 7 ff., 85 ff.; HAUSHEER/JAUN, a.a.O., S. 929; RUMO-JUNGO, a.a.O., S. 621; STRUB, a.a.O., S. 91 f.).
4.5 Die Vorinstanz ber�cksichtigte bei ihrem Entscheid, der Beschwerdegegnerin 1 ein Regressrecht auf den Beschwerdef�hrer zuzugestehen, im Wesentlichen die vorstehend erw�hnte Kritik in der Lehre am Ausschluss eines R�ckgriffsrechts des Schadensversicherers auf Kausalhaftpflichtige (Erw�gung 4.2 vorne), die Gesetzgebungsarbeiten zur Revision des VVG (Erw�gung 4.3 vorne) und die Ausf�hrungen des Bundesgerichts in BGE 126 III 521 (Erw�gung 4.4 vorne) und in BGE 63 II 521 E. 7 (Erw�gung 4.2 vorne). Sie kam in ihren sorgf�ltig begr�ndeten Erw�gungen zum Schluss, die allgemeinen Rechtsanschauungen und die Rahmenbedingungen h�tten sich seit Erlass der Bestimmung von Art. 51 Abs. 2 OR wesentlich ge�ndert, indem sich ein fein abgestimmtes und ausgewogenes System von Privat- und Sozialversicherungen entwickelt habe und das Verschuldensprinzip durch die Einf�hrung von immer mehr Kausalhaftungstatbest�nden infolge der technischen Entwicklung in den Hintergrund getreten sei. Dementsprechend sei der Wille des historischen Gesetzgebers zu relativieren und eine von der herrschenden Lehre und Rechtsprechung abweichende Auslegung von Art. 51 Abs. 2 OR und Art. 72 VVG angebracht, der auch der Wortlaut und die systematische Stellung der Bestimmungen im Gesetz nicht entgegenst�nden.
4.6 Eine �nderung der Praxis l�sst sich regelm�ssig nur begr�nden, wenn die neue L�sung besserer Erkenntnis der ratio legis, ver�nderten �usseren Verh�ltnissen oder gewandelter Rechtsanschauung entspricht; andernfalls ist die bisherige Praxis beizubehalten. Eine Praxis�nderung muss sich deshalb auf ernsthafte sachliche Gr�nde st�tzen k�nnen, die - vor allem im Interesse der Rechtssicherheit - umso gewichtiger sein m�ssen, je l�nger die als falsch oder nicht mehr zeitgem�ss erachtete Rechtsanwendung gehandhabt worden ist (BGE 136 V 313 E. 5.3.1; 136 III 6 E. 3 mit Hinweisen).
Unter den im heutigen Zeitpunkt gegebenen Umst�nden rechtfertigt sich vorliegend keine Praxis�nderung. Dass dem Schadensversicherer kein R�ckgriffsrecht gegen Kausalhaftpflichtige zusteht, entspricht der wohl nach wie vor herrschenden Lehre und der jahrzehntealten konstanten Praxis des Bundesgerichts. Das Bundesgericht ist von dieser trotz der bereits seit dem Jahre 1922 ge�bten Kritik, die im Laufe der Jahre auch dogmatisch weiter untermauert wurde, nur in einem isolierten, vor langer Zeit beurteilten Fall (BGE 63 II 143 E. 7; vorstehende Erw�gung 4.2) abgewichen. Unter diesen Umst�nden ist davon auszugehen, dass sich die Versicherungspraxis auf die entsprechende Rechtslage eingestellt hat, so dass eine �nderung der Rechtsprechung im heutigen Zeitpunkt aus Rechtssicherheitsgr�nden besonders gewichtige Gr�nde voraussetzt (vgl. dazu BREHM, a.a.O., N. 80c zu Art. 51 OR).
Mit der konstanten Rechtsprechung wird dem eindeutigen Willen des historischen Gesetzgebers nachgelebt, dass der Versicherer, der sich durch die Pr�mien f�r m�gliche Schadensf�lle bezahlt macht, den Schaden in der Regel vor einem ohne sein Verschulden Haftenden tragen soll. Auch wenn dieser klare gesetzgeberische Entscheid zu einer diskussionsw�rdigen Kostenverteilung f�r Schadensereignisse f�hren mag, ist es nicht ohne weiteres Sache der Rechtsprechung, diesen zu �ndern, auch wenn seither einige Zeit verflossen ist. Dies umso weniger, wenn sich - wie im vorliegenden Fall - der Gesetzgeber selber im Rahmen einer umfassenden Gesetzesrevision der Frage angenommen hat. In diesem Fall rechtfertigt es sich nicht, der Revision vorzugreifen, auch wenn diese im fraglichen Punkt in die von der Vorinstanz eingeschlagene Richtung geht und sich vorliegend das Bestehen von ge�nderten Auffassungen und Verh�ltnissen im Gesetzgebungsverfahren erh�rtet zu haben scheint (vgl. Erw�gung 4.3 vorne in fine). Vielmehr ist das Inkrafttreten der Revision abzuwarten, in deren Rahmen auch allenfalls erforderliche Abstimmungen mit anderen Vorschriften vorgenommen werden k�nnen.
Die vorgesehene Revision zielt zudem auf eine �nderung des bisherigen Rechts ab, gehen doch auch die Expertenkommission und das EFD hinsichtlich der heutigen Rechtslage von der bestehenden Praxis aus (Erw�gung 4.3). Unter diesen Umst�nden kann die Revision weder bei der Auslegung des geltenden Rechts ber�cksichtigt werden noch die verlangte Praxis�nderung rechtfertigen (vgl. in diesem Sinn auch BGE 136 III 6 E. 6 in fine).
Eine Praxis�nderung l�sst sich auch aufgrund des in den Erw�gungen von BGE 126 III 521 Ausgef�hrten nicht begr�nden. Zun�chst ist es offensichtlich, dass das Bundesgericht mit der blossen Erw�hnung der Schadensversicherer neben den subrogierenden Sozialversicherern nicht von der bestehenden Praxis zum Regressrecht der Schadensversicherer abweichen wollte; hierzu h�tte es einer eingehenden Begr�ndung bedurft. Nach der - wohl diskutablen, aber von der konstanten Praxis und herrschenden Lehre beachteten - Logik und Wertung des historischen Gesetzgebers dr�ngt sich sodann eine Gleichbehandlung des Arbeitgebers, der dem verunfallten Arbeitnehmer den Lohn fortzahlt, mit dem Schadensversicherer nicht auf. So erbringt der Versicherer seine Leistung an den Gesch�digten aufgrund einer vertraglichen Verpflichtung, f�r die er eine Gegenleistung in Form von Versicherungspr�mien erhalten hat, w�hrend der Arbeitgeber im Krankheitsfall von Gesetzes wegen zur Lohnfortzahlung verpflichtet ist, ohne dass er daf�r die Arbeitsleistung oder eine andere spezifische Gegenleistung erh�lt (so auch M�LLER, 2006, a.a.O., S. 98). Zudem erbringt der Versicherer seine Leistung im Gegensatz zum Arbeitgeber nicht unabh�ngig von einem sch�digenden Ereignis. Entsprechend wurde der Entscheid in der Lehre denn auch zu Recht nicht als klare Ank�ndigung einer Rechtsprechungs�nderung verstanden (Erw�gung 4.4 vorne).
4.7 Nach dem Gesagten ist die von der Vorinstanz vorgeschlagene Praxis�nderung abzulehnen. Demzufolge gestand die Vorinstanz der Beschwerdegegnerin 1 zu Unrecht ein Regressrecht gegen�ber dem Beschwerdef�hrer f�r die VVG-Anspr�che in der H�he von Fr. 94'129.10 nebst Zins zu. Insoweit ist die Beschwerde gutzuheissen und die Klage der Beschwerdegegnerin 1 ist unter teilweiser Aufhebung des angefochtenen Entscheids abzuweisen.
Bei dieser Sachlage stellt sich die Frage nicht mehr, ob der Beschwerdef�hrer als Miteigent�mer an der Liegenschaft N.________gasse gegen�ber der auf ihn regressierenden Beschwerdegegnerin 1 solidarisch f�r den ganzen Schaden bzw. alle Miteigentumsanteile haftbar w�re oder nur f�r den auf seinen Miteigentumsanteil entfallenden Teil des Schadens.
Die Beschwerde ist demnach teilweise gutzuheissen und das angefochtene Urteil aufzuheben, soweit es den Beschwerdef�hrer in Best�tigung des Urteils des Bezirksgerichts Maloja vom 5. Mai 2009 verpflichtet, der Beschwerdegegnerin 1 Fr. 94'129.10 zuz�glich Zins ab 28. M�rz 2007 zu bezahlen. Die Klage der Beschwerdegegnerin 1 ist abzuweisen. Im Mehrumfang, d.h. soweit sie sich gegen die Gutheissung der Klage der Beschwerdegegnerin 2 richtet, ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Ferner ist die Sache zur Neuregelung der Kosten- und Entsch�digungsfolgen des kantonalen Verfahrens an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Bezogen auf den strittigen Gesamtbetrag von Fr. 123'866.45 unterliegt der Beschwerdef�hrer zu rund einem Viertel und die Beschwerdegegnerin 1 zu rund drei Vierteln. Die Gerichtskosten von Fr. 5'000.-- sind demnach zu einem Viertel dem Beschwerdef�hrer und zu drei Vierteln der Beschwerdegegnerin 1 aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Nach Massgabe des Obsiegens und Unterliegens hat die Beschwerdegegnerin 1 den Beschwerdef�hrer f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 4'500.-- und der Beschwerdef�hrer die Beschwerdegegnerin 2 mit Fr. 1'500.-- zu entsch�digen (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG).
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen und das angefochtene Urteil des Kantonsgerichts Graub�nden vom 9. Februar 2010 aufgehoben, soweit darin der Beschwerdef�hrer in Best�tigung des Urteils des Bezirksgerichts Maloja vom 5. Mai 2009 verpflichtet wird, der Beschwerdegegnerin 1 Fr. 94'129.10 zuz�glich 5 % Zins ab 28. M�rz 2007 zu bezahlen. Die Klage der Beschwerdegegnerin 1 wird abgewiesen.
Im Mehrumfang, d.h. soweit sie sich gegen die Gutheissung der Klage der Beschwerdegegnerin 2 richtet, wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
Die Gerichtskosten von Fr. 5'000.-- werden im Umfang von Fr. 1'250.-- dem Beschwerdef�hrer und im Umfang von Fr. 3'750.-- der Beschwerdegegnerin 1 auferlegt.
Die Beschwerdegegnerin 1 hat den Beschwerdef�hrer f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 4'500.-- zu entsch�digen.
Der Beschwerdef�hrer hat die Beschwerdegegnerin 2 f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 1'500.-- zu entsch�digen.

References: Art. 72
 Art. 51
 Art. 149
 Art. 79
 Art. 58
 Art. 42
 Art. 72
 Art. 51
 Art. 72
 BGE 
 Art. 106
 Art. 95
 Art. 95
 Art. 95
 BGE 
 BGE 
 Art. 135
 Art. 135
 Art. 135
 BGE 
 BGE 
in fine
 Art. 60
 Art. 60
 Art. 42
 Art. 60
 Art. 60
 Art. 60
 BGE 
 Art. 60
 Art. 72
 Art. 51
 Art. 51
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 Art. 72
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 Art. 51
de lege lata
de lege ferenda
 Art. 72
 Art. 51
 Art. 51
 Art. 72
 Art. 51
 BGE 
 Art. 51
 Art. 72
 BGE 
 Art. 51
 BGE 
 Art. 51
 Art. 51
 Art. 72
 BGE 
de lege lata
 Art. 51
 Art. 50
de lege ferenda
 BGE 
 Art. 51
 Art. 51
 Art. 63
 Art. 76
 Art. 51
 Art. 51
 Art. 51
 BGE 
 BGE 
 Art. 51
 Art. 51
 Art. 72
 Art. 51
in fine
 BGE 
in fine
 BGE