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Timestamp: 2019-06-25 21:03:23+00:00

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BGH, 14.12.2000 - IX ZR 332/99 - dejure.org
https://dejure.org/2000,429
BGH, 14.12.2000 - IX ZR 332/99 (https://dejure.org/2000,429)
BGH, Entscheidung vom 14.12.2000 - IX ZR 332/99 (https://dejure.org/2000,429)
BGH, Entscheidung vom 14. Dezember 2000 - IX ZR 332/99 (https://dejure.org/2000,429)
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BGB § 675; StBerG § 68
Verjährungsrechtlicher Sekundäranspruch - Wegfall - Primärverjährung - Geschädigter Mandant - Regreßanspruch
Zum Wegfall des verjährungsrechtlichen Sekundäranspruchs, wenn der geschädigte Mandant rechtzeitig vor Eintritt der Primärverjährung einen Rechtsanwalt mit der Prüfung des Regressanspruchs beauftragt
Sekundärverjährung bei anderweitiger Beratung
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Steuerberatung; Wegfall des verjährungsrechtlichen Sekundäranspruchs bei anwaltlicher Beratung
NJW 2001, 826
MDR 2001, 505
VersR 2002, 720
WM 2001, 736
AnwBl 2001, 439
Der Kläger selbst hat durch Einreichen des Urteils des LG Berlin vom 19. Dezember 2002 - 59 S 161/02 - mit Schriftsatz vom28. Januar 2008 u. a. vorgetragen, dass einer "prozesstaktischen" Zession im Rahmen der Beweiswürdigung Rechnung zu tragen sei (vgl. LG-Urteil Seite 3), wobei der Beweiswert und die Überzeugungskraft der Aussagen derartiger Zeugen regelmäßig gering ist (vgl. BGH NJW 2001, 826, 827;… Zöller/Greger, ZPO, 26. Aufl., § 373 Rn 4).
Die Belehrungspflicht des mit der Prüfung von Regreßansprüchen betrauten Rechtsanwalts tritt an die Stelle derjenigen des Anwalts, der die zum Schadensersatz verpflichtende Handlung begangen hat; der Mandant ist durch die Haftung des neuen Anwalts hinreichend gesichert (Senatsurt. v. 14. Dezember 2000 - IX ZR 332/99, NJW 2001, 826, 828).
Gegebenenfalls ist der Rechtsanwalt gemäß § 249 BGB gehalten, den Mandanten so zu stellen, wie er bei ordnungsgemäßer Belehrung stünde, wobei nach den Grundsätzen des Anscheinsbeweises davon ausgegangen wird, daß ein ordnungsgemäß belehrter Mandant den Eintritt der Primärverjährung verhindert hätte (vgl. BGHZ 94, 380, 387;… BGH, Urt. v. 18. September 1986 - IX ZR 204/85, WM 1986, 1500, 1501; v. 14. November 1991 - IX ZR 31/91, WM 1992, 579, 581; v. 9. Dezember 1999 - IX ZR 129/99, WM 2000, 959, 960; v. 14. Dezember 2000 - IX ZR 332/99, WM 2001, 736, 739).
So hat der Senat mit Urteil vom 27. Januar 1994 (IX ZR 195/93, WM 1994, 504, 506) ausgesprochen, falls ein anderer Rechtsanwalt mit Wissen und Wollen des Mandanten rechtzeitig den Regreßanspruch angemeldet habe, entfalle die Hinweispflicht des regreßpflichtigen Anwalts sogar dann, wenn diesem nicht bekannt sei, ob der Mandant auch über die Vorschrift des § 51 BRAO (jetzt: § 51b BRAO) zutreffend belehrt worden sei (vgl. ferner BGH, Urt. v. 14. Dezember 2000 - IX ZR 332/99, WM 2001, 736, 739).
Der Sekundäranspruch entsteht vielmehr nur, wenn eine weitere Pflichtwidrigkeit zu einer Zeit begangen wird, zu der der Regressanspruch noch durchgesetzt werden kann, also insbesondere noch nicht verjährt ist (…BGHZ aaO S. 387;… BGH Urt. v. 10. Oktober 1985 - IX ZR 153/84, NJW 1986, 581, 583; v. 14. Dezember 2000 - IX ZR 332/99, NJW 2001, 826, 828;… v. 7. Februar 2008 aaO Rn. 34).
Dafür, dass das Berufungsgericht, wie die Revision mutmaßt, bei seiner Beweiswürdigung unter Verstoß gegen § 286 ZPO (siehe dazu Senat, Urteil vom 8. Januar 1976 - III ZR 148/73, WM 1976, 424; BGH, Urteil vom 14. Dezember 2000 - IX ZR 332/99, NJW 2001, 826, 827) übersehen hat, dass der Zedent ein unmittelbares Interesse am Ausgang des Rechtsstreits gehabt habe, besteht kein hinreichender Anhalt.
Die Beklagten haften aber wegen der Verletzung ihrer Verpflichtung, den Kläger auf die Möglichkeit einer eigenen Regresshaftung und die dafür geltende Verjährung hinzuweisen (sog. Sekundärhaftung, vgl. BGHZ 94, 380; BGHZ 114, 150; BGH NJW 2001, 826).
Verletzt ein Steuerberater diese Pflicht, beginnt mit Eintritt der Primärverjährung die dreijährige Verjährungsfrist von neuem zu laufen (BGH NJW 1985, 2250, BGH NJW 1991, 2828; BGH NJW 2001, 826 OLG Düsseldorf OLGR 2002, 213).
Eine entsprechende Hinweispflicht des neuen Steuerberaters ergibt sich in der Regel nur dann, wenn dieser gerade wegen der Regressfrage mandatiert wurde (BGH NJW 2001, 826; BGH NJW-RR 1996, 313;… BGH NJW 1992, 836 OLG Karlsruhe aaO), was der Kläger bestreitet und was auch unplausibel ist, wenn die Wohnung bis 2003 im Bestand geführt wurde, mithin der Fehler bei der ursprünglichen Beauftragung des Steuerberaters Hn nn nicht bekannt sein konnte.
Nach der Rechtsprechung des Senats ist dies vielmehr nur dann der Fall, wenn die Einschaltung gerade zu dem Zweck erfolgt ist, einen möglichen Regress zu prüfen (BGHZ 129, 386, 392;… ebenso zu Anwaltshaftung BGH, Urt. v. 15. April 1999 - IX ZR 328/97, WM 1999, 1330, 1335 f; v. 14. Dezember 2000 - IX ZR 332/99, NJW 2001, 826, 828; v. 21. Juni 2001 - IX ZR 73/00, NJW 2001, 3543, 3544, insofern in BGHZ 148, 156 ff nicht abgedr.;… v. 12. Dezember 2002, aaO S. 823).
OLG Karlsruhe, 14.12.2001 - 1 U 164/01
Schadensersatzanspruch; Positive Vertragsverletzung ; Anwaltsvertrag; …

References: § 675
 § 68
 BGH 
 § 373
 § 249
 § 51
 § 51
 BGH 
 § 286
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 BGH