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Timestamp: 2020-02-20 13:43:53+00:00

Document:
Pferdewirtschaftsmeister (m/w) - Fortbildung - Bildungsserver Agrar
Abschrift der Verordnung über die Meisterprüfung zum anerkannten Fortbildungsabschluss Pferdewirtschaftsmeister und Pferdewirtschaftsmeisterin
Pferdewirtmeisterprüfungsverordnung - PferdewMeistPrV
Vom 27. Oktober 2015 (BGBl. I S. 1825, 1934)
Abschrift als pdf-Datei (118 KB)
Auf Grund des § 53 Absatz 3 in Verbindung mit Absatz 2 des Berufsbildungsgesetzes, dessen Absatz 3 zuletzt durch Artikel 436 Nummer 4 Buchstabe b der Verordnung vom 31. August 2015 (BGBl. I S. 1474) geändert worden ist, verordnet das Bundesministerium für Er-nährung und Landwirtschaft im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung nach Anhörung des Hauptausschusses des Bundesinstituts für Berufsbildung:
Abschnitt 2: Prüfungsteil Pferdehaltung, Pferdeeinsatz, Pferdezucht und Dienstleistungen
Abschnitt 3: Prüfungsteil Betriebs- und Unternehmensführung
Abschnitt 4: Prüfungsteil Berufsausbildung und Mitarbeiterführung
Abschnitt 5: Befreiung von Prüfungsleistungen, Bewertungen in den Prüfungen, Bestehens- und Zeugnisregelungen
Abschnitt 6: Ergänzungs- und Wiederholungsprüfung
(3) Durch die Erweiterung der beruflichen Handlungsfähigkeit soll der Pferdewirt-schaftsmeister oder die Pferdewirtschaftsmeisterin in der Lage sein, die in den drei Bereichen (Nummern 1 bis 3) genannten Aufgaben wirtschaftlich und nachhaltig in unterschiedlich strukturierten Unternehmen der Pferdewirtschaft oder der Landwirtschaft mit Pferdehaltung wahrzunehmen, diese Unternehmen eigenverantwortlich zu führen und Leitungsaufgaben auszuüben sowie auf sich verändernde Anforderungen und Rahmenbedingungen zu reagieren:
1. Pferdehaltung, Pferdeeinsatz, Pferdezucht und Dienstleistungen:
a) Planen, Kalkulieren und Organisieren der Pferdehaltung, der Pferdezucht, des Einsatzes von Pferden, der Ausbildung von Pferden und Kunden sowie sonstiger Dienstleistungen, des Personal- und Technikeinsatzes sowie der Öffentlichkeitsarbeit unter Beachtung der Betriebsverhältnisse und der Anforderungen des Marktes,
d) Durchführen, Kontrollieren und Bewerten der Maßnahmen und Arbeiten unter Beachtung von Nachhaltigkeitsaspekten einschließlich des Umwelt- und Verbraucherschutzes, der Anforderungen des Marktes und der Belange des Gesundheitsschutzes, der Unfallverhütung, des Tierschutzes, der Tierhygiene und des Tierwohls,
e) Vermarkten von Pferden, betrieblichen Dienstleistungen und Produkten,
a) Entwickeln von Zielen, Konzepten und Maßnahmen für die Pferdehaltung, die Pferdezucht, den Einsatz von Pferden, die Ausbildung von Pferden und Kunden, für sonstige Dienstleistungen sowie für das Vermarkten von Pferden, Dienstleistungen und Produkten unter Beachtung der Betriebsverhältnisse und der Anforderungen des Marktes,
b) Analysieren und Planen der betrieblichen Abläufe und der Betriebsorganisation nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten und unter Beachtung sozialer, ökologischer und rechtlicher Erfordernisse sowie der Prinzipien der Nachhaltigkeit,
c) kaufmännische Disposition beim Beschaffen von Betriebsmitteln und Dienstleistungen, beim Arbeits-, Material- und Maschineneinsatz sowie bei der Vermarktung von Pferden, von betrieblichen Dienstleistungen und von Produkten,
d) ökonomische Kontrolle der Betriebszweige und des Gesamtbetriebes,
f) Zusammenarbeiten mit Marktpartnern und anderen Betrieben und
1. Pferdehaltung und Service,
2. Pferdezucht,
3. Klassische Reitausbildung,
4. Pferderennen oder
5. Spezialreitweisen.
1. eine erfolgreich abgelegte Abschlussprüfung im anerkannten Ausbildungsberuf Pferdewirt oder Pferdewirtin und eine auf die Berufsausbildung folgende, mindestens zweijährige Berufspraxis,
1. Pferdehaltung, Pferdeeinsatz, Pferdezucht und Dienstleistungen,
1. Planen und Kalkulieren von Pferdehaltung, Pferdeeinsatz, Pferdezucht und Dienstleistungen, des Personal- und Technikeinsatzes im pferdewirtschaftlichen Bereich sowie der Beratung und der Öffentlichkeitsarbeit unter Beachtung der Betriebs- und Marktverhältnisse,
2. Entscheiden über Art und Zeitpunkt von Maßnahmen und Arbeiten in der Pferdehaltung, beim Pferdeeinsatz, in der Pferdezucht und bei Dienstleistungen,
3. Sicherstellen von Tierhygiene, Tiergesundheit und Seuchenprophylaxe,
4. Durchführen, Kontrollieren und Bewerten der Maßnahmen und Arbeiten in der Pferdehaltung, beim Pferdeeinsatz, in der Pferdezucht und bei Dienstleistungen unter Beachtung von Nachhaltigkeitsaspekten einschließlich des Umwelt- und Verbraucherschutzes, unter Beachtung der Anforderungen des Marktes, der Belange des Gesundheitsschutzes und der Unfallverhütung sowie unter Beachtung des Tierwohls,
5. Vermarkten von Pferden, Dienstleistungen und Produkten,
6. Vorbereiten und Durchführen der erforderlichen Maßnahmen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes sowie der Unfallverhütung,
7. Entwickeln von Qualitätsstandards,
8. Durchführen der Betriebskontrolle und von Maßnahmen zur Qualitätssicherung,
9. Kontrollieren, Beurteilen und Optimieren von betrieblichen Abläufen,
10. Sicherstellen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes sowie
11. Berücksichtigen der rechtlichen Bestimmungen und Regelungen der Pferdewirtschaft.
1. einem Arbeitsprojekt nach § 7 sowie
2. einer schriftlichen Prüfung nach § 8.
1. Einordnen und Beurteilen der Rahmenbedingungen und der Struktur von Betrieben der Pferdewirtschaft,
2. Kontrollieren und Bewerten von Haltungsverfahren, Produktion und Dienstleistungen,
4. Analysieren der Liquidität, Rentabilität und Stabilität,
5. Bewerten der Betriebs- und Arbeitsorganisation,
7. Erarbeiten und Anwenden von Vermarktungskonzepten, insbesondere bezogen auf Angebot, Nachfrage, Preisgestaltung und Werbung,
8. Beurteilen und Anwenden von Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit,
9. Planen der Betriebsentwicklung, insbesondere unter Beachtung von Investitionen, Finanzierungen und Liquidität,
10. Anwenden berufsbezogener Rechtsvorschriften, insbesondere von Tierschutzrecht, Tierzuchtrecht, Tierseuchenrecht, Umweltrecht, Vertrags- und Haftungsrecht, Arbeits- und Sozialrecht sowie
1. einem Arbeitsprojekt nach § 11 sowie
2. einer schriftlichen Prüfung nach § 12.
5. Personalbedarf ermitteln, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen auswählen, einstellen und Auf-gaben auf diese übertragen sowie
6. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen anleiten, führen, fördern und motivieren sowie deren be-rufliche Weiterbildung unterstützen.
4. Ausbildungsberufe für den Betrieb auswählen und dies begründen,
5. die Eignung des Betriebes für die Ausbildung in dem angestrebten Ausbildungsberuf prüfen sowie prüfen, ob und inwieweit Ausbildungsinhalte durch Maßnahmen außerhalb der Ausbildungsstätte, insbesondere durch Ausbildung im Verbund sowie durch überbetriebliche und außerbetriebliche Ausbildung, vermittelt werden müssen,
3. den Kooperationsbedarf ermitteln und sich inhaltlich sowie organisatorisch mit den Kooperationspartnern, insbesondere der Berufsschule, abstimmen,
6. die Möglichkeiten prüfen, ob Teile der Berufsausbildung im Ausland durchgeführt werden können.
7. die soziale und persönliche Entwicklung von Auszubildenden fördern, Probleme und Konflikte rechtzeitig erkennen sowie auf Lösungen hinwirken,
2. für die Anmeldung der Auszubildenden zu Prüfungen bei der zuständigen Stelle sorgen und diese auf durchführungsrelevante Besonderheiten hinweisen,
5. zur Krankheitsprävention anleiten und Maßnahmen organisieren sowie
1. einen praktischen Teil (§ 15) und
2. einen schriftlichen Teil (§ 16).
(2) Für die Bewertung des Prüfungsteils "Pferdehaltung, Pferdeeinsatz, Pferdezucht und Dienstleistungen" ist eine Note aus der Bewertung des Arbeitsprojektes (§ 7) und der Bewertung der schriftlichen Prüfung (§ 8) nach folgender Formel zu bilden:
Note des Prüfungsteils = ((Note des Arbeitsprojektes x 2) + Note der schriftlichen Prüfung) / 3
(3) Für die Bewertung des Prüfungsteils "Betriebs- und Unternehmensführung" ist eine Note aus der Bewertung des Arbeitsprojektes (§ 11) und der Bewertung der schriftlichen Prü-fung (§ 12) nach folgender Formel zu bilden:
(4) Im Prüfungsteil "Berufsausbildung und Mitarbeiterführung" ist zunächst eine Note für die Bewertung des Abschnitts "Berufsausbildung" aus der Bewertung der Ausbildungssituation (§ 15) und der Bewertung der schriftlichen Prüfung (§ 16) nach folgender Formel zu bilden:
Note des Abschnitts Berufsausbildung = ((Note der Ausbildungssituation x 2) + Note der schriftlichen Prüfung) / 3
Anschließend ist für die Bewertung des Prüfungsteils "Berufsausbildung und Mitarbeiterführung" eine Note aus der Bewertung der Leistung im Abschnitt Berufsausbildung nach Satz 1 und der Bewertung der Fallstudie (§ 17) nach folgender Formel zu bilden:
Note des Prüfungsteils = ((Note des Abschnitts Berufsausbildung x 60) + (Note der Fallstudie x 40)) / 100
(1) Die Prüfung ist bestanden, wenn der Prüfling in jedem Prüfungsteil (§ 4) mindestens die Note "ausreichend" erzielt hat.
1. eine der Leistungen in den Prüfungen nach den §§ 7 und 8, den §§ 11 und 12 sowie den §§ 15 bis 17 mit "ungenügend" oder
1. die Ergebnisse der Leistungen aus den einzelnen Prüfungen nach den §§ 7 und 8, den §§ 11 und 12 sowie den §§ 15 bis 17 und
2. Befreiungen nach § 18, wobei jede Befreiung mit Ort, Datum und der Bezeichnung des Prüfungsgremiums der anderweitig abgelegten Prüfung anzugeben ist.
Hinweise und Empfehlungen zur Umsetzung der Verordnung über die Meisterprüfung zum anerkannten Fortbildungsabschluss Pferdewirtschaftsmeister und Pferdewirtschaftsmeisterin PDF | 0,5 MB

References: § 53
 § 7
 § 8
 § 11
 § 12
 § 18