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Timestamp: 2019-04-24 00:49:42+00:00

Document:
Art. 33, 133 StGB; Raufhandel, Notwehr.
1. Die Vorinstanz stellt fest, H. habe vor ihr nicht bestritten, an einem Raufhandel im Sinne von Art. 133 StGB beteiligt gewesen zu sein. Bildete aber diese Frage nicht mehr Gegenstand des kantonsgerichtlichen Verfahrens, so hat der Beschwerdeführer insoweit den kantonalen Instanzenzug nicht erschöpft, weshalb er darauf in diesem Verfahren nicht mehr
BGE 104 IV 53 S. 55
zurückkommen kann (Art. 268 Ziff. 1 BStP). Soweit er es dennoch tut, ist er nicht zu hören.
Die Vorinstanz hätte daher dem Beschwerdeführer bezüglich der ersten Phase des Geschehens grundsätzlich Notwehr zugute halten müssen. Da dies nicht geschehen ist, ist ihr Urteil insoweit aufzuheben und die Sache zurückzuweisen, damit der Kantonsgerichtsausschuss gemäss Art. 33 StGB verfahre. Dabei wird er allerdings noch prüfen müssen, ob die Abwehr nach den gesamten Umständen angemessen gewesen sei oder ob H. die Grenzen der Notwehr überschritten habe. Sollte letzteres zutreffen, wäre der Beschwerdeführer unter Gewährung einer Strafmilderung (Art. 66 StGB) wegen Raufhandels zu bestrafen, es sei denn, er habe bei dem Notwehrexzess in
BGE 104 IV 53 S. 57
entschuldbarer Aufregung oder Bestürzung über den Angriff gehandelt.
BGE: 100 IA 193, 102 IV 230, 94 IV 106
Artikel: Art. 33 StGB, Art. 33, 133 StGB, Art. 278 Abs. 3 BStP, Art. 268 Ziff. 1 BStP mehr... , Art. 273 Abs. 1 lit. b BStP, Art. 66 StGB

References: Art. 133

BGE 
 Art. 33

BGE 
 Art. 33
 Art. 33
 Art. 278
 Art. 268
 Art. 273
 Art. 66