Source: https://www.diadema-pflege.de/pflegegeld.html
Timestamp: 2018-09-20 07:05:44+00:00

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Pflegegeld muss beantragt werden | diadema-pflege.de
Zum 1. Januar 2013 wurde das PNG (Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz) verabschiedet, welches einige Änderungen im Bereich des Pflegegeldes mit sich brachte. Nachfolgend möchten wir Sie hierüber informieren.
Zunächst einmal wurden die neuen pflegegrade eingeführt, die die alten Pflegestufen folgendermaßen ersetzen:
Gem. § 37 SGB XI erfolgte eine stufenweise Anpassung des Pflegegeldes, und zwar folgendermaßen:
Pflegegeld für das Jahr 2014
Pflegegeld für das Jahr 2015 und 2016
Die Höhe der Pflegesachleistungen
Wie sich die Höhe der Pflegesachleistungen nach § 36 SGB XI in den letzten Jahren entwickelte, entnehmen Sie der folgenden Tabelle:
Pflegesachleistung für das Jahr 2014
Pflegesachleistung für das Jahr 2015 und 2016
Pflegesachleistung ab 2017
Härtefall mit Demenz
Auch die Beratungssätze bei Stufe 1 und 2 wurden von 21 Euro um einen Euro auf insgesamt 22 Euro angehoben. Die Pauschale stieg in Pflegestufe 3 ebenfalls um einen Euro auf insgesamt 32 Euro an.
Pflegebedürftige können weiterhin zusätzliche Leistungen nach § 38a SGB XI beziehen. Hierbei handelt es sich um Leistungen, die den Pflegebedürftigen zustehen, die in ambulant betreuten Wohngruppen leben. Es erfolgte diesbezüglich eine Erhöhung um 5 Euro auf insgesamt 205 Euro.
Die Erhöhung des Pflegegeldes nach § 37 SGB XI bis 2018
Das Pflegegeld (für pflegende Angehörige) nach § 37 SGB XI hat sich in den letzten Jahren verändert und wird auch bis 2018 angepasst, und zwar folgendermaßen:
Pflegegeld für das Jahr 2016
Pflegegeld für das Jahr 2017
Pflegegeld für das Jahr 2018
Anspruch auf einen Beratungsbesuch einmal im halben Jahr
Erhöhung der Pflegesachleistungen für den Pflegedienst nach § 36 SGB XI
Die Pflegesachleistungen für die Inanspruchnahme des Pflegedienstes verändern sich folgendermaßen:
Pflegesachleistungen für das Jahr 2016
Pflegesachleistungen für das Jahr 2017
Pflegesachleistungen für das Jahr 2018
Die Unterschiede im Bereich der Tages- und Nachtpflege:
Bei der Tages- und Nachtpflege handelt es sich um eine Betreuung in einer entsprechenden Pflegeeinrichtung, die jedoch nur teilweise erfolgt. Sie ist geregelt in § 36, § 38, § 41 und § 45 SGB XI. In diesem Zusammenhang werden durch die Pflegekasse folgende Leistungen erbracht:
Kosten für die soziale Betreuung
Kosten, die für die medizinische Behandlungspflege entstehen
Kosten für das Abholen und Heimbringen des Pflegebedürftigen
Lediglich die Kosten für Speisen und Getränke müssen vom Pflegebedürftigen selbst getragen werden.
Die Kosten für die Tages- und Nachtpflege haben sich folgendermaßen verändert:
Tages- und Nachtpflege für das Jahr 2016
Tages- und Nachtpflege für das Jahr 2017
Tages- und Nachtpflege für das Jahr 2018
Diesbezüglich gibt es keinen Unterschied, ob es sich um eine Pflegebedürftigkeit mit oder ohne Demenz handelt.
Die Leistungen für die stationäre Pflege haben sich folgendermaßen geändert (Die stationäre Pflege ist in § 43 SGB XI geregelt):
Stationäre Pflege für das Jahr 2016
Stationäre Pflege für das Jahr 2017
Stationäre Pflege für das Jahr 2018
Worum handelt es sich bei der Barleistung im Pflegegeld?
Das Pflegegeld wird häufig in Form einer Barleistung ausgezahlt. Nachfolgend möchten wir Ihnen erklären, worum es sich hierbei handelt:
Der Pflegebedürftige kann das Pflegegeld beantragen anstatt der Pflegesachleistungen. Wenn der Pflegebedürftige dieses Geld erhält, muss er sicherstellen, dass seine Pflege zuhause in vollem Umfang selbstständig erfolgt, und zwar sowohl die Grundpflege als auch die hauswirtschaftliche Versorgung. In der Regel wird die Pflege in einem solchen Fall durch einen Angehörigen durchgeführt.
Um sicherzustellen, dass der Pflegebedürftige das Pflegegeld auch wirklich für die Pflege einsetzt, muss hierüber regelmäßig ein Nachweis erbracht werden. Zudem finden ab und zu Überprüfungen beim Pflegebedürftigen zuhause statt. Die Überprüfung kann durch eine Pflegestation durchgeführt werden. Sollte diese feststellen, dass es eventuell Missstände gibt, kann er die pflegende Person diesbezüglich informieren und Verbesserungsvorschläge anbieten. Nach Zustimmung des Pflegebedürftigen kann auch eine Information an die Pflegekasse erfolgen.
Einmal pro Halbjahr ist eine Beratung erforderlich, wenn der zu Pflegende in die Pflegestufen 1 oder 2 eingeteilt wurde. Bei Pflegestufe 3 muss die Beratung vierteljährlich in Anspruch genommen werden. Diesbezüglich können Sie separate Leistungen von der Pflegekasse beantragen. Die Regelungen über die Beratung entfallen, wenn ein Pflegedienst tätig wird, denn in diesem Fall wird ohnehin eine Kombination aus Pflegegeld und Pflegesachleistung gestattet.
Grundsätzlich wird das Pflegegeld lediglich bei einer ambulanten Pflege gezahlt. Sofern der Pflegebedürftige in einem Mitgliedstaat der EU lebt, kann er auch dort das Pflegegeld beantragen. Dies gilt auch, wenn er sich in einem Vertragsstaat des Abkommens zum Europäischen Wirtschaftsraum befindet oder in der Schweiz lebt. Sofern der Pflegebedürftige sich in einem anderen Land aufhält, welches nicht unter diese Regelungen fällt, wird das Pflegegeld für maximal 6 Wochen ebenso bezahlt.

References: § 37
 § 36
 § 38
 § 37
 § 37
 § 36
 § 36
 § 38
 § 41
 § 45
 § 43