Source: https://www.tierrechtsstimme-entlemax.de/2012/02/24/das-stille-leiden-der-sogenannten-futtertiere/
Timestamp: 2017-12-12 10:29:45+00:00

Document:
Das stille Leiden der sogenannten Futtertiere - tierrechtsstimme-entlemaxs Jimdo-Page!
Das stille Leiden der sogenannten Futtertiere
Ihr leises Zirpen ist kaum zu hören. Und die "Tierfreunde", die für ihre Lieblinge einkaufen gehen daran vorbei ohne zu registrieren, dass hier Tiere qualvoll eingepfercht in Plastikbehälter auf ihren Tod warten.
Sie werden als Futter für exotische Reptilien gezüchtet deren Haltung eingesperrt in Behältern ebenso Tierquälerei ist wie die ihrer "Futtertiere".
Ein Bericht vom Verein "Respektiere"
Die so genannten ‚Futtertiere', wie z. B. Heuschrecken, Schaben, Heimchen und Co. Diese fristen allermeist ein unglaublich tristes Dasein; für die ‚Haustiere' von ‚ReptilienfreundInnen' gezüchtet, werden sie zum Verkauf in winzige PVC-Boxen gesteckt und warten dort hinter durchsichtigen Plastikscheiben zusammengepfercht auf ihr Ende. Ihr Leiden ist ein Unbeweintes, völlig im Schatten anderer tierschutzrelevanter Thematiken.
Schon vor zwei Jahren fragten wir die Tierschutz-Ombudsstellen nach deren Einschätzung der gesetzlichen Lage; gerne würden wir Ihnen die damaligen Antworten nochmals präsentieren (fett hervorgehoben die wichtigsten Aussagen!):
Frau Dr. Rouha-Mülleder, Tierschutz-Ombudsfrau aus Oberösterreich, schrieb dazu folgendes: ‚Das Tierschutzgesetz gilt natürlich für alle Tiere - also auch für Futtertiere. Gewisse Bestimmungen sind natürlich nur auf Wirbeltiere, Kopffüßer und Zehnfußkrebse beschränkt. Allerdings sind für Grillen, Heuschrecken etc. keine näheren Mindestanforderungen in den Tierhaltungsverordnungen festgelegt - aber § 5 TSchG muss natürlich eingehalten werden (keine ungerechtfertigten Schmerzen, Leiden oder Schäden). Zudem sollten festgestellte Mißstände sofort bei der zuständigen Bezirkshauptmannschaft/ Magistrat zur Anzeige gebracht werden'
Frau Dr. Giefing, Tierschutz-Ombudsfrau aus Niederösterreich meinte: ‚Ich danke Ihnen für Ihr Schreiben betreffend Unterbringung von Futtertieren. Ich teile Ihre Ansicht, dass auch diesen Tieren gemäß § 5 Tierschutzgesetz keine ungerechtfertigten Schmerzen, Leiden oder Schäden zugefügt werden dürfen. Wenn Sie von Übertretungen dieser Art Kenntnis erlangen, so können Sie mir das selbstverständlich mitteilen, damit die Haltung von der zuständige Behörde überprüft werden kann. Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass die Wirtschaftskammer sehr bemüht ist, dass in den Zoofachhandlungen eine gesetzeskonforme Tierhaltung gewährleistet wird. Eine entsprechende Information der Wirtschaftskammer bzw. der "großen Zoofachhandelsketten" wäre ein wichtiger Schritt.'
Und von der Tierschutzobudsschaft Wien erhielten wir damals folgende Nachricht: ‚Aus der Sicht des Aufgabenbereiches der Tierschutzombudsstelle Wien wäre es grundsätzlich vorstellbar, die kurzfristige Haltung und allfällige Tötung von Insekten, wobei natürlich zu berücksichtigen ist, dass Insekten primär lebend verfüttert werden und auf Grund des Verhaltens diverser Nahrungsspezialisten auch lebend verfüttert werden müssen, unter anderem in der Tierschutz-Schlachtverordnung zu regeln. Voraussetzung wäre dann allerdings eine Erweiterung des Begriffes der Futtertiere. Sollte eine diesbezügliche Regelung juristisch möglich sein, würde eine entsprechende Initiative von der Tierschutzombudsstelle Wien unterstützt werden.'
Um diese erfolgsversprechenden Ansätze entsprechend zu kategorisieren durchstöberten wir nochmals das Tierschutzgesetz. Und siehe da - selbstverständlich gibt es darin mehrere Punkte, die sehr themen-relevant sind. Leider spricht die oft so herzlose Wissenschaft den Insekten noch immer größtenteils eine Leidensfähigkeit ab, doch, obwohl wir diesen Punkt natürlich in unsere Argumentation mit einfließen lassen, ist es gar nicht der entscheidende. Nebenbei gilt es auch einen ethische Aspekte zu beachten.
Aber zur ethischen Betrachtungsweise, die naturgegeben individuell verschieden sein kann, kommt dann auch noch die juristische Seite - und diese ist, egal ob aus ethischer, wissenschaftlicher oder aus geschäftspolitischer Sicht, allenfalls bindend! Also: der § 5 besagt im Unterpunkt 10: ‚gegen das Gesetz verstößt wer: 'ein Tier Temperaturen, Witterungseinflüssen, Sauerstoffmangel oder einer Bewegungseinschränkung aussetzt und ihm dadurch Schmerzen, Leiden, Schäden oder schere Angst zufügt'. Selbst wenn nun manche Menschen die Schmerzempfindlichkeit von Insekten als diskutabel empfinden, bei 'Schäden' verhält es sich gewiss wesentlich eindeutiger, weil allein mit dem freien Auge für jedermann/frau leicht erkennbar - betrachten Sie die Behältnisse, Sie werden kaum eines davon finden, wo nicht ein Tier mit abgerissenen Gliedmaßen verweilt.
Und weiters gibt es dann noch den sehr relevanten Punkt 13; dieser verlautet: ‚gegen das Gesetz verstößt, wer 'die Unterbringung, Ernährung und Betreuung eines von ihm gehaltenen Tieres in einer Weise vernachlässigt, dass für das Tier Schmerzen, Leiden oder Schäden verbunden sind oder es in schwere Angst versetzt wird.'
Glauben Sie, dass ‚Fluchttiere', wie es Heuschrecken und Co nun mal sind, nicht in Angst und Schrecken versetzt sind, wenn sie tag ein - tag aus in durchsichtigen Behältnissen einer Kundenschaft ausgesetzt sind? Glauben Sie, dass die Tiere darin ‚entsprechend ernährt' werden können?
‚Schäden' erleiden die Tiere ob deren Unterbringung zudem ganz offensichtlich, wie gesagt, es wird sich kaum einer dieser PVC-Gefängnisse finden, wo nicht tote oder verletzte Tiere darin vegetieren.
Es gibt noch eine, zwar ziemlich allgemeine, aber doch wichtige, Passage im Tierschutzgesetz, den §16, Punkt 1, nach welcher ‚die Bewegungsfreiheit eines Tieres nicht so eingeschränkt werden darf, dass dem Tier Leiden, Schmerzen oder Schäden zugefügt werden oder es in schwere Angst versetzt wird‘; ein Tatbestand, welcher beim Verkauf sogenannter ‚Futtertiere‘, also jener kleinen Lebewesen, die zur Fütterung von spinnen und Co gezüchtet werden, allemal zutrifft. Dennoch, leider ist die Anwendung desselben auf Insekten mit vielen, vielen Fragezeichen versehen.
Die Tierschutzombusstelle Wien schreib dazu schon 2008 auf unsere Anfrage ernüchternde Zeilen:
Gerne bestätigen wir den Erhalt Ihrer Anfrage betreffend Insekten im Tierschutzgesetz. Grundsätzlich ist festzuhalten, dass die §§ 5 (ungerechtfertigtes Zufügen von Schmerzen, Leiden, Schäden) und 6 (Verbot, ein Tier ohne vernünftigen Grund zu töten) auch für Wirbellose, und somit auch für Insekten Gültigkeit haben. Die Schmerzens- und Leidensfähigkeit von Insekten ist aber von der Wissenschaft nicht eindeutig beantwortet worden. Anders verhält es sich beim Begriff ‚Schaden‘. Ein Schaden liegt dann vor, wenn sich der körperliche (und auch der psychische) Zustand eines Tieres durch menschliche Einwirkung verschlechtert. Auf alle Fälle liegt ein Schaden dann vor, wenn es zu einer nachteiligen Veränderung der körperlichen Strukturen wie Verletzungen kommt. Die Zufügung eines Schadens setzt dabei nicht voraus, dass das Tier schmerzempfindlich oder leidensfähig ist. Das Ausreißen von Flügel bei Fliegen wäre so eine Zufügung eines Schadens Wollte man daher den §5 des Bundesgesetzes über den Schutz der Tiere bei der Haltung von Insekten zur Anwendung bringen, so müsste man den Nachweis erbringen, dass dem Tier durch die Haltungsbedingungen ein Schaden zugefügt worden ist. Richtlinien für die Haltung von Insekten sieht das Bundestierschutzgesetz nicht vor.‘
auch jene, für welche die 'Futtertiere' gedacht sind, vegetieren besonders auf den Verkaufsmessen unter oft schrecklichen Umständen...
So ist nun die Faktenlage; allerdings, jene hervorgehobenen Zeilen lassen doch Hoffnung für ein gesetzliches Verbot der jetzigen Haltung diese Tiere zu. Wichtig wäre es nun, erneut einen Anlauf zu starten und- wie wir ja schon bei den LebendhummerverkäuferInnen sehr erfolgreich agiert haben –ausnahmslos alle derartigen Haltungen von ‚Futtertieren‘ beim zuständigen Amtstierarzt (das Schreiben bitte immer auch den jeweiligen Landes-Tierschutz-Ombudsmännern und –frauen in cc weiterleiten!) zur Anzeige zu bringen! Wir hoffen hier auf Ihre Hilfe! Bedenken Sie: niemanden sonst bekümmert das Schicksal dieser Tiere. Wir TierschützerInnen sind ihre einzige Stimme, ihre einzige Hoffnung!
Beginnen wir den Kampf von Neuem – jetzt sofort!!!
Besonders nahelegen möchten wir Ihnen den versprochenen Bericht von Frau Bettina Stoifl; Frau Stoifl ist seit Anbeginn der Kampagne mit eingebunden und hat ihrerseits schon mehrmals futtertierführende Betriebe angezeigt. Hier erzählt sie von einem besonders couragierten Eingreifen – Tierschutz in aktivster Form! Wir ziehen den Hut!!!!
'Ende Jänner waren mein Mann und ich in Krems einkaufen, dabei nützte ich wieder mal die Gelegenheit für eine Recherche der so schlimmen und schon so oft kritisierten Futterinsektenhaltung bei Hornbach. Die Sachlage ist nämlich so: Hornbach hält sämtliche Futterinsekten und damit leider auch die ganz großen Heuschrecken zur Bewegungslosigkeit verdammt zusammengepfercht in winzigsten Plastikboxen – ohne sie zu füttern. Das heißt, dass sämtliche Tiere darin am Hungertod verenden, der Stress der erzwungenen Bewegungslosigkeit bedingt ebenfalls einen grausamen Tod. Nun ist es aber so, dass der § 5, Absatz 2, Zeile 13 des Tierschutzgesetzes genau das verbietet und ebenso auch für Wirbellose, also auch Insekten, gilt.
Seit 2008 mache ich nun regelmäßig die Verkäufer, den örtlichen Marktleiter von Hornbach Krems, die Leiterin des Zooeinkaufes, die Chef - Zentrale in Wiener Neudorf, den Kremser Amtstierarzt und sogar die Polizei mittels Anzeige darauf aufmerksam, dass Hornbach die Tiere, zumindest die ganz großen Insekten in ein Terrarium oder Faunarium umsetzen müsste und sämtliche Futtertiere auch füttern müsste, damit sie nicht verhungern!!!! Außer dass man mich abwimmelt oder blöde Antworten gibt oder schlichtweg lügt, wie z.B. „In diesem Stadium essen die Heuschrecken nichts mehr“ (O-Ton eines mir namentlich bekannten Verkäufers), ist seit 2008 keine Verbesserung geschehen. Selbiger Verkäufer meinte auch süffisant, die nach gewisser Zeit nicht verkauften Heuschrecken werden bei ihnen eingefroren als Frostfutter – damit meinte er sämtliche bereits Tote, aber auch die noch Lebenden, frei nach dem Motto: Zuerst Quälen, dann einfrieren, egal ob lebendig oder tot!!!! Am meisten ärgert mich dabei, dass dabei auch immer erwähnt wird, dass eine tierfreundliche Betreuung der Hüpfer wegen Stress und Zeitmangel der Verkäufer nicht machbar sei. Verzeihen Sie bitte, wenn ich nun etwas persönlich werde, jedoch kann ich garantiert und entschieden sagen, dass ich bei keiner meiner Recherchen auch nur den geringsten Stress des Verkaufspersonals der Zooabteilung beobachten konnte. Eher das Gegenteil war der Fall, es wurde - genauso wie gestern - nur fade herumgelungert, quasi Zeit totgeschlagen – wertvolle Zeit, in der man den verhungernden Lebewesen sehr einfach ein Karotten-, Apfel- oder Gurkenstückchen hätte geben können. Aber scheinbar haben Futtertiere keinen „Lebenswert“ bei Hornbach.
Nun also konkret zu meiner Recherche (28. Jänner): Ich kontrollierte wieder v.a. die großen adulten Heuschrecken. Vor mir war gerade ein Pärchen samt Kind, welches sehr unsanft mit den winzigen Tiergefängnissen hantierte, sodass die Hüpfer darin qualvoll hin- und hergeschleudert wurden. Weder die Eltern sagten etwas noch die lethargisch dasitzende Verkäuferin, die offensichtlich nur mehr die Zeit bis Dienstschluss „absaß“. Das Pärchen kaufte 2 Boxen – mit lebenden und toten Tieren – was ihnen scheinbar egal war. Für meine genaue Begutachtung samt Zählung der toten Tiere blieb leider nur mehr eine Schachtel mit den ganz großen adulten Hüpfern übrig. Jedoch was ich hier sah, hat mir vor Wut die Galle übergehen lassen: Von 9 eingepferchten Heuschrecken, waren 5 schon elend krepiert, die restlichen 4 zwar noch gerade lebend, jedoch bedauerlich apathisch und teilweise schlimm verstümmelt. Ganz abgesehen vom Tierschutz ist es auch Kundenbetrug, wenn Hornbach den Kunden mehr tote als lebende Tiere in so einer Box verkauft. Diese ausgemergelten oder bereits verhungerten Hüpfer können ja gar keinen Nährwert für die Eidechsen oder Leguane bieten, an die sie verfüttert werden sollen – das ist nur mehr totes verdorbenes Eiweiß. Ich möchte dazu anmerken, dass ich die Haltung solcher exotischen Tiere ohnehin kritisch sehe, am allermeisten auch die Haltung von Schlangen, denen dann womöglich lebende Mäuse oder Ratten vorgesetzt werden. Exotische Tiere gehören in ihre Heimat in die freie Wildbahn und nicht ins Terrarium. Da mir die Verkäuferin schon sehr „abgeschaltet“ vorkam, und alle meine früheren Gespräche mit den Verkäufern ohnehin nichts fruchteten, nahm ich kurz entschlossen die Heuschrecken – Folterbox und ging zur Kasse. Dort machte ich meinem Ärger Luft und verlangte – wieder einmal – den Marktleiter Herrn Anzur. Wie könnte es auch anders sein, der gute Herr hatte keine Zeit für mich - natürlich eine bloße Ausrede, um einem unangenehmen Gespräch zu entgehen. Zuletzt hatte ich vor ein paar Monaten ein Telefonat mit ihm, an das er sich wohl noch erinnerte. Ich möchte hierbei anmerken, dass die Dame an der Kassa extrem höflich, zuvorkommend und verständnisvoll agierte. Man sah, wie leid ihr die Hüpfer taten, und dass sie es auch überhaupt nicht in Ordnung fände, wie die Zooabteilung mit diesen Tieren umgeht. Nun wollte ich ein Exempel statuieren. Vor den hinter mir wartenden Kunden und vor der lieben Dame an der Kassa erklärte ich laut und deutlich, dass ich die Tierqual - Box nun OHNE Bezahlung im Namen des Tierschutzes mitnehmen werde, um darauf hinzuweisen, dass Hornbach für Tierqual kein Geld bekommen sollte. „Kein Geld für Tierqual!!!!!“ Ich hinterließ bei der Kassa meinen Namen, Anschrift und die Telefonnummer mit der Bemerkung dass mich Hornbach nun doch gerne wegen Diebstahl anzeigen könne. Die Kassa – Dame ließ mich verständnisvoll mit den armen Hüpfern passieren (4 lebende – besser gesagt gerade sterbende, und 5 bereits tote!!!). Ich kaufte dann sogleich bei Fressnapf ein günstiges Faunarium, tat zu Hause Sand, Zweige und Rinde hinein und natürlich Apfel- und Karottenstücke sowie Vogerlsalat. Die armen Hüpfer stürzten sich aufs Futter - sie werden überleben – und natürlich werden sie bei mir nicht verfüttert, sie dürfen leben bis zum natürlichen Heuschreckentod:-)) Nun bin ich gespannt, ob und wie Hornbach reagiert. Eines ist jedenfalls sicher: Hornbach, ich komme wieder!!!!‘
Gaby E. (Samstag, 30 Juni 2012 19:07)
auch mir ging es heute so, als ich in einem Zoofachgeschäft war. Es tut mir in der Seele weh, für diese armen Kreaturen. Sie leben doch auch und haben ebenfalls Empfindungen. Ich verstehe die Menschen nicht................ soviel Leid
Chris (Donnerstag, 11 Oktober 2012 17:15)
Sie haben vollkommen Recht mit Ihrem Artikel! Es ist einfach nur eine Frechheit und größte Tierquälerei diese armen Lebewesen unter diesen Umständen so zu behandeln! Auch wenn es sich dabei nur um ein "Futtermittel" handelt, sollte es umgehend ein Gesetz geben, dass eine artgerechte Haltung in einem Terrarium mit ausreichender Versorgung und Platz vorhanden ist!
Einfach traurig diese armen Lebewesen so leiden zu sehen :(
Gina (Donnerstag, 08 November 2012 22:42)
Mir sind die elenden Zustände der Futtertiere in diversen Tiergeschäften auch schon oft übel "aufgestossen". Ich bin froh, dass es auch andere Leute gibt die sich daran stören und ich nicht die einzigste diesbezüglich bin.
Erst vorgestern hatte ich einen Disput mit einem Besitzer einer kleineren Zoohandlung der lebende Heuschrecken etc. verkauft. Im Sommer hatte ich seine Frau auf dieses Thema angesprochen, da ich bei "Zooplus" und im "Futterhaus" (in Deutschland) bereits unschöne Zustände diesbezüglich gesehen habe.
Diese Frau hat mir das Gefühl gegeben, dass sie meine Bedenken teilt und dass dies Futtertiere zumindest mit Futter bis zu ihrem Verkauf versorgt werden, damit sie nicht verhungern müssen (dies geschieht bei Zooplus z.B.nämlich nicht).
Die Tage kam ich mal wieder in diese Zoohandlung. Ich wollte dort eigetnlich einen Kratzbaum für meine Katzen kaufen. Und ich bin absichtlich dorthin gegeangen, weil ich diesen Laden, der wenigstens ansatzweise mit diesen Futtertieren etwas besser umzugehen scheint, unterstützen wollte.
Beim Gang zu den Kratzbäumen kam ich auch an dem Futertierregal vorbei. Erst wollte ich so vorbeilaufen und dann hab ich aber doch mal genauer bei den Heuschrecken geschauft. Ich war entsetzt. In einem größeren Glas- oder Plastikgefäß lagen bereits mehrere tote Tiere herum. Die anderen bewegten sich noch irgendwie. Ansonsten war absolut nichts in dem Behälter. Kein Futter, keine Versteckmöglichkeiten etc.
Ich habe daraufhin den Besitzer angesprochen und gesagt, dass dies unter Tierschutzaspekten nicht in Ordnung ist und dass ich finde, dass auch solche Tiere zumindest bis zu ihrer Verfütterung Anspruch auf gute Haltung haben.
Er meinte nur, der Amtstierarzt (oder so) würde dies nicht bemängeln und ansonsten würde er es halt anders sehen als ich. Nach einiger Diskussion mit ihm bin ich dann gegangen mit dem Hinweis, dass ich nun kein Kratzbaum bei ihm mehr kaufen wolle.
Seitdem überlege ich was ich dort unternehmen kann. Deswegen habe ich bei meiner Recherche im Internet auch diese Seite hier gefunden. Die Tage werde ich nochmals dort in der Nähe sein(die Tierhandlung befindet sich in einer anderen Stadt etwas weiter weg). Auf den Gedanken die (noch lebenden) Tiere mir einpacken zu lassen und dann an der Kasse zu sagen, dass ich diese nicht bezahlen werde und dass er mich deswegen gerne anzeigen kann, kam ich auch schon. Ich musste etwas lächeln, als ich dann oben den Bericht von Frau Stoifl gelesen habe, die das bereits so praktiziert hat. Aber ich weiß noch nicht ob das für mich sinnvoll umzusetzen ist. Ich bin noch am überlegen was ich mache.
Aber ich finde es zumindest schon mal gut - wie bereits erwähnt -, dass sich auch andere Menschen darüber sorgenvolle Gedanken machen. Das ermutigt mich, an dem Thema dran zu bleiben
Gina (Donnerstag, 08 November 2012 23:05)
Nachtrag: Bei meiner Recherche habe ich auf folgende Seite gefunden. Darin wird rechtlich begründet wieso man die Boxen mit den Futtertieren nicht öffnen darf und diese auch nicht füttern darf. ->
http://terranet.tv/magazin/wirbellose/164-futterinsekten-gutachten.html
Ist schon dreist wie manchmal(auch gerade von rechtlicher bzw. gesetzlicher Seite) argumentiert wird.
Bettina (Samstag, 31 Mai 2014 10:54)
Hallo! Ich war heute bei Fressnapf in Villach/Kärnten um Hasenfutter zu kaufen. Als ich durch die regale ging kam ich auch bei die heuschrwckenboxen vorbei. Sie fingen an rumzuhüpfen und mir taten sie so leid das ich eine box kaufte. Ich lies sie auf einer schönen grossen wiese frei. Sie waren auch schon ganz verhungert und fingen gleich an blätter zu fressen. Leider sind in dem geschäft noch einige solcher boxen. Was kann man dagegen tun? Ich kann sie doch nicht alle kaufen. Bitte um eine Antwort.
Thomas (Donnerstag, 05 Juni 2014 12:56)
Ich habe diesen Artikel gerade gelesen und es freut mich sehr, dass ihr euch (besonders Frau Stoifl) auch für diese Tiere einsetzt. Vor fast zwei Wochen habe auch ich mich bei einem Besuch einer großen Zoohandlung in Wien wieder mal sehr über diese Zustände geärgert. Daraufhin kaufte ich eine Packung mit Wüstenheuschrecken und habe die Tiere zu Hause in ein recht geräumiges Plastikterrarium gesetzt. Die Heuschrecken haben sofort begonnen, den Salat und den Löwenzahn, die ich ihnen gegeben habe zu naschen. Auch das Wasser in einer Schale haben sie angenommen. Jetzt nach ca. 2 Wochen haben sich die meisten Tiere im Schutz von Kartonröhren gehäutet und sind in ihr adultes Stadium mit langen Flügeln eingetreten. Es geht ihnen glaube ich ziemlich gut. Dass meine Aktion im Großen gesehen nicht viel gebracht hat, ist mir klar. Dennoch möchte ich in Zukunft auch vermehrt auf das Schicksal dieser und anderer Tiere aufmerksam machen, deren einstiger Wert anscheinend jener ist, die "Produzenten" und Händler reicher zu machen. Das darf nicht sein! Sie haben genau so ein Recht auf ein glückliches Leben wie alle anderen Lebewesen.
Frömmel Anne (Sonntag, 21 September 2014 01:51)
Habe heute Im Baumarkt Zesak Oberhausen völlig entsetzt gesehen, wie dort Heuschrecken gehalten werden. Habe ein Plastikpäcken mit 9 Tieren gekauft, 1 Tier war verendet, einige
andere hatten verletzte Gliedmaßen. Bin mit dem Behälter zur Polizei gegangen um Anzeige gegen Zesak zu erstatten. Wurde an den Tierschutzverein verwiesen. Dort war man auch völlig empört, hat mich an den Amtstierarzt verwiesen, an den ich mich wenden soll. Ich bin völlig schockiert, wie Menschen mit Insekten verfahren. Werde die lebenden Insekten in einem Faunarium behalten. Da heute Samstag ist, muss ich bis Montag warten um die Amtstierärztin zu erreichen. Ich hoffe, dass ich die Dame dazu bewegen kann, sich den katastrophalen Zustände der Futtertiere anzuschauen und etwas dagegen zu unternehmen.
annefroemmel@web.de 20. 9.2014
Liebe Grüße Anne Frömmel
EntleMax (Sonntag, 21 September 2014 02:16)
Liebe Anne, es ist schön zu lesen, dass es auch Menschen wie Dich und die anderen Kommentarschreiber gibt, die Gefühle für solche kleinen Lebewesen haben.
Obwohl ich haupsächlich negative Erfahrungen mit Veterinärämtern habe, wünsche ich Dir viel Erfolg.
Vielleicht kannst Du uns darüber berichten, was Du bei der Amtstierärztin erreicht hast.
I.S. (Samstag, 04 Oktober 2014 13:45)
Ich kann nicht petition unterschreiben, warum?
Driesel (Samstag, 31 Januar 2015 13:58)
Gabi (Montag, 28 März 2016 15:27)
Bitte, bitte immer wieder dranbleiben an der Thematik, und in den betreffenden Märkten und bei den Ämtern solange "brockeln" und "stochern", bis auch andere Käufer auf das Problem, bzw. das Leid der Tiere aufmerksam werden.
Dranbleiben: "Steter Tropfen höhlt den Stein"!!!!!!
Noggerfanatiker (Montag, 04 Juli 2016 19:54)
Ihr Veganer habt doch echt nen Sprung in der Schüssel.
Wenn solches Ungeziefer in euren vier Wänden umherkreuchen würde, wärt ihr doch die ersten die "IHHHHHHHHHH" schreien und den Kammerjäger anrufen.
redhex (Mittwoch, 13 Juli 2016 22:43)
Übrigens - auch Pflanzen haben Gefühle---- und jetzt? Es ist nicht in Ordnung Tiere zu quälen und verhungern/dursten zu lassen. Dafür bin auch ich nicht- ganz bestimmt nicht. Es ist aber auch eine ganz natürliche Sache, dass bestimmte Tierarten z.B. Insekten fressen. Und wenn wir nur Körner essen sollten, hätten wir sicher einen Schnabel. Fressen und gefressen werden, ist völlig normal !
Nina (Freitag, 22 Juli 2016 13:01)
Sehr geehrtes Fressnapf-Team,
ein Einkauf in eurem Markt in Frankfurt-xxx ist eine stimmungstrübende Angelegenheit. Die Reptilienfuttertiere (Heuschrecken, Heimchen) in den viel zu engen PVC-Boxen vor sich hinvegetieren zu sehen, bricht einem halbwegs noch fühlenden Menschen jedesmal das Herz. Tote, halbtote und noch kämpfende Tiere eingepfercht im engen transparenten Karton, ein Martyrium, das sich da abspielt.
Wenn ich die Boxen kaufe, um die Tiere frei zu lassen, kurbele ich das Geschäft an, das ich vermeiden möchte.
Und wenn ich doch eine Box kaufe, und dem Mitarbeiter sage, die lasse ich frei, sagt er mir noch, er würde es nicht empfehlen, die heimischen Arten könnten verdrängt werden und nennt mir als Beispiel das rote Eichhörnchen. Läuft aber nicht schon vorher was falsch, z.B. in der Haltung und "Verpackung" der Futtertiere? Und warum müssen in Europa hier nicht heimische Tiere gehalten werden, deren Futtertiere hier ebenfalls nicht heimisch sind?
Gibt es nach vielen Jahren, in denen der Tierschutz dieses Thema immer wieder mal versucht in den Vordergrund zu rücken, keine Weiterentwicklungen, was wenigstens die Größe der Box beträfe, sowie die Versorgung der Tiere mit auch mal frischem Salat?
Das ist doch das mindeste, was man diesen Tieren zukommen lassen könnte.
Warum gibt es keine Weiterentwicklungen zum Guten im 21. Jahrhundert? Und warum wissen immer noch nicht alle, dass der Wert einer Gesellschaft sich nach dem Umgang mit den Schwächsten bemisst, zu denen auch Tiere gehören weil sie keine Sprache haben und die Sprache der Äusserungen ihres Leides nicht genügt?
Sophie Lunzer (Freitag, 05 August 2016 22:01)
Ich bin so froh endlich einmal
Jemanden gefunden zu haben dem das Leid dieser Tiere genauso nahe geht wie mir :( beim Fressnapf ist es genau das selbe wie bei Hornbach und Co.... Beim Fressnapf lassen sie die Tiere regelrecht verhungern. Ich hab die Mitarbeiter auch schon mehrfach darauf angesprochen warum sie die Tiere mit fetten Karottenstücken füttern und nicht mit Blättern, Blüten, Salat usw... Außerdem bekommen die Armen auch nicht genug Luft denn wenn die Tiere mehr als eine Woche in dieser Schachtel si d sterben sie - das kann man auch beobachten denn bevor beim Fressnapf Liegerungen kommen sind in den Plastikboxen fast alle Tiere tot!!!!!! Also kann das wohl kaum artgerecht sein... Diese Qualen was diese Tiere durch machen müssen sind enorm und keiner von uns würde das ertragen.
Ich möchte endlich einen Verbot für den Verkauf von Lebendködern genauso wie den Verbot für die Jaltung exotischer Tiere welche diese Insekten benötigen das ist alles eine Mensch gemachte Verblödung denn die Reptilien leben normalerweise auch nicht in Terrarien und bekommen gekaufte Insekten zu fressen -.- mich regt das so auf
Frau Wagner (Montag, 10 Oktober 2016 21:00)
Also ich sehe den Artikel kritisch. Es ist eine voreingenommene Dame die ohnehin Exoten nicht mag. Was genau ein Exot ist, legt sie selbst fest. Auch Wellensittiche, Meerschweinchen und ein Großteil aller Aquariumsfische sind dann auch Exoten. Das ist Rassismus gegenüber allen nicht Deutsch-Einheimischen Tiere. Punkt. Das Futtertiere respektvoll behandelt werden sollten, dem stimme ich voll und ganz zu. Aber den Rest dieses Artikels halte ich für Uninformativen Unfug ohne hand und Fuß.
Frau Wagner 2.0 (Montag, 10 Oktober 2016 21:03)
Ach ja....wenn wir alle Tiere verbieten sollten die Insekten fressen, dann dürfen auch Hunde und Katzen kein Futter mehr bekommen welches von Tieren stammt. Meint ihr die streicheln die Kühe, Pferde, Hasen und Lämmer tot?! Das ist doch Kleinkind-denken. Bitte überlegt doch mal weiter als nur von Wand zur Tapete.
Daggi (Montag, 14 November 2016 10:57)
was kann man gegen eine solche Haltung tun?
Markus (Freitag, 18 November 2016 15:59)
Frau Wagner,es geht um die reine Haltung der armen Geschöpfe.
ich habe Anfang September 5 Schachteln mit halbtoten Wüsten-Heuschrecken gekauft. gerettet aus diesen Plastik-Boxen. es waren rund 50 Stück, durch Zufall bei Zoo-Plus entdeckt. Mitte Oktober nach dem schrecklichen Dauerregen , welche leider immer noch so ist konnte ich von denen (2000 qm Wald-Wiese) Fläche immer noch 18 einsammeln welche sich vor Kälte aneinander gerieben haben. Soviel zum Thema Futtertiere und doof....die Lebenserwartung in den Schachteln ohne Futter ist max 2 Wochen, ich habe sie jetzt unter einer kleinen Wärmelampe schon bis zum 18.11. Mein Gefühl sagt das jetzt ihr Lebenszyklos vorbei ist so langsam, aber ich habe hilflosen Geschöpfen etwas Zeit gegeben. Das ist eine Berufung da ich auch Enten, Vögel und selbst Mäuse helfe. jaja, Mäuse...alle auf dem Bauernhof sind sterbenskrank..... egal., jeder macht das was im die innere Stimme sagt. Zumindest gibt es bei dem Laden nach meinen Kauf keine Boxen mehr für die Heuschrecken, nun ein großer Glas Behälter.. sie tun mehr dennoch leid und im nächsten Sommer kaufe ich wieder welche......
Markus (Mittwoch, 11 Januar 2017 13:48)
übrigens, jetzt ist der 11.1.2017 und es leben immer noch 6
regelmässig etwas futter und wärme, das reicht
Markus (Donnerstag, 23 März 2017 14:29)
so, leider der war das der letzte Kleine heute am 23.3.2017
gerettet Anfang September 2016....... zwei Wochen max in einer Schachtel, mit etwas Wärme , Essen und Trinken 7 Monate
Genial oder, das haben diese wunderbaren Lebewesen auch verdient.
die stärkeren haben zum Schluß die schwachen zum Essen sogar getragen.... nix da mit dumme und unsoziale Heuschrecken
Melanie (Mittwoch, 19 Juli 2017 16:41)
auch ich muss mir hier jetzt dringend mal Luft machen...Es ist unfassbar, wie mit lebendem Wesen umgegangen wird. Auch mir zerreist es jedesd Mal das Herz, wenn ich bei Zoo&Co., Fressnapf, und weiteren verschiedenen Baumärkten mit Tierabteilung solche Zustände zu sehen bekomme. Vor allem schockiert bin ich von der Ignoranz meiner Mitmenschen. Für das Leid der Insekten scheint sich wirklich keiner zu interessieren. Jedes Mal, wenn man an den gequälten Tierchen vorbeiläuft, fangen Sie wild an zu hüpfen (solange es die Kraft noch erlaubt) als würden sie um Hilfe schreien um freigelassen zu werden. Ich könnte weinen über das ganze Elend, was der Mensch - das sogenannte intelligenteste aller Wesen - hilflosen Kreaturen aus reiner Profit-Gier antut....Auch ich habe die Verkäufer auf diese Tierquälerei schon angesprochen. Vor allem der Verkauf der großen Heuschrecken (9!!!!!!! Stück in einer Box so klein, dass diese nicht einmal für eine ausreicht) verbittert mich sehr. Mir wurde gesagt, das Gekrümel auf dem Boden der PVC-Schachtel sei das Futter, was ca. 1 Woche ausreicht. Eine Haltung in einem Terrarium sei nicht möglich, da man die Tiere zum Verkauf schlecht fangen könnte und natürlich der Aufwand zu groß wäre. Befeuchtung, Futter, Wärmelampen, etc. (was man zur artgerechten Haltung bräuchte) seien viel zu teuer. Es ist billiger, die Tiere sterben zu lassen und neue zu bestellen als diese in einem größeren Behälter am Leben zu halten. UNFASSBAR. Es geht wie immer nur um´s Geld!!!! Dabei hat jedes einzelne Lebewesen auf dieser Welt ein Recht zu leben. Wenn ich mir überlege, was manch einzelner Mensch (diejenigen, die nicht wohinwissen mit Ihrem Geld) an Platz für sich beansprucht und wie so ein armes Insekt eingepfercht mit anderen unter Stress, kaum Luft, ohne Nahrung und Wasser und mit unter verletzten Gliedmaßen auf denTot warten muss, dann könnte ich wirklich losheulen. Vor allem fühle ich mich so hilflos! Würde ich doch liebend gerne etwas dagegen tun....aber leider scheint diesbezüglich das Interesse zu gering, bzw. dieses Elend wird einfach "übersehen". Generell ist ein Mitgefühl für Insekten kaum zu finden :-( Wie traurig, denn es sind wirklich fantastische Wesen....
Stoppen kann man diesen Wahnsinn nur, wenn irgendwann die Haltung von exotischen Tieren verboten wird. Die gehören keinesfalls in einen Haushalt ins Terrarium als "HAUSTIER". Aber der Markt boomt, vor allem der Schwarzmarkt mit den seltenen Exemplaren. Solange diese Tiere mit den speziell dafür verpackten, oft halbtoten Insekten gefüttert werden müssen, wird sich auch das Leid der Futtertiere nie ändern. Gibt denn keine Petitionen oder Aufklärungsmaßnahmen um die Menschen wachzurütteln? Die Großbetriebe, die diese Tiere in die ganze Welt verschicken, gehören angeklagt, weil sie verstoßen ja gegen das Tierschutzgesetz...Gilt es nun oder nicht??? Kann ich denn als einzelner überhaupt etwas unternehmen? Vielleicht sollte man einfach mal ein paar Tausend Heuschrecken auf einem Weizenfeld eines reichen Bauern ausetzen und dessen Ernte vernichten lassen....glaubt mir, da wäre das Geschrei und die Aufregung groß...wenn es um´s Geld und den eigenen Schaden gehen würde, dann bewegt sich der Mensch...vorher nicht!!!! Was ist schon ein Heuschreckenleben wert?
Bitte Leute, bleibt an dem Thema dran. Auch ich werde den ansässigen Tierschutzverein und das Veterinäramt immer wieder darauf hinweisen, auch wenn diese schon genervt reagieren und bisher keine Zeit hatten (bzw. Lust) sich zu kümmern...bis dahin kann ich nur immer wieder einigen dieser Tiere die Freiheit schenken....Wenn diese sterben, dann in Freiheit!!!
Liebe tierliebe Grüße
Insektenforscher (Samstag, 12 August 2017 20:35)
Es ist Tierquälerei, egal was die Wissenschaft oder das Tierschutzgesetz dazu meint oder nicht. Wenn man sich nur ein wenig mit solchen Kleintieren befasst, erkennt man, dass sie alle einen unterschiedlichen Charakter haben und rasch lernfähig sind. Zudem sind sie höchst sensibel. Bedenkt, man erzählt uns lauter Unsinn, was die Forschung dieser Tiere betrifft, und man will Geschäft machen!
Katrin (Dienstag, 29 August 2017 11:01)
Danke, dass es Menschen gibt, die sich auch Sorgen um die Tierchen machen, mich verfolgt das regelrecht, wenn ich in einem Zoo-Markt war und diese armen Tierchen so leiden sehen musste. Mit Tieren, die Geld bringen, gehen sie gut um ( auch nicht immer ) , aber wo ist der Unterschied ? Es sind lebende Wesen und sollten nicht so dermaßen leiden müssen.
Lea (Samstag, 11 November 2017 23:22)
Hier noch mal ein Statement von mir:
In vorherigen Kommentaren liest man viel Wütendes, teilweise Aufhetzendes und Trauriges - vollkommen zurecht!
Leider finde ich aber einige Punkte, denen ich gerne widersprechen möchte:
Mehrere Leute stellen sich ganz klar gegen die Haltung von "Exoten". Da stellt sich mir die Frage: was fällt denn so alles in den Begriff "Exot"?
Ich selber halte eine Bartagame aus einer höchst verantwortungsvollen, nachsichtigen Zucht und betrachte meine kleine keineswegs als ein exotisches Angeberexemplar. Sie ist ähnlich wie Kaninchen oder Meerschweinchen vollständig domestiziert und nichts als die Haltung im Terrarium gewöhnt, und somit gehört sie auch nicht mehr in die freie Wildbahn. Der Verkauf von sogenannten "Wildfängen" allerdings ist meiner Meinung nach eine absolut ekelhafte Schandtat und gehört verboten!
Auch bin ich durch den Fakt dass ich ein "Exotenhalter" bin nicht automatisch auch nur ansatzweise gewillt diese armen, meiner Meinung nach faszinierenden Insekten zu quälen, die man im Handel angeboten bekommt.
Ich bin mit erschreckend wenig Aufwand (zwei, drei Suchanfragen auf Google Leute, mehr brauchts nicht!) auf einen Insektenzüchter gestoßen, der Futtertiere verkauft, und das genauso preiswert wie bei Fressnapf und CO in 3 mal so großen PVC-Boxen. Bis zum Kauf leben die Tierchen sogar in geräumigen Glasterrarien.
Leider kaufe ich aber dennoch bei den üblichen "Schurkenbetrieben" weil ich einfach nicht zusehen kann wie diese armen Tiere gehalten werden. Ich biete den niedlichen Viecherchen dann nach dem Kauf mindestens einen Monat lang ein möglichst angenehmes Leben ehe ich an das Verfüttern denke: Bei mir leben max. 40 Heimchen (oder 9 große Heuschrecken) auf 50x30 cm Grundfläche in einem Faunarium bei genügend Frischfutter und frischem Wasser sowie Wurzeln, Rinde und Boden aus Haferflocken (Manche Tiere sind so verzweifelt, dass sie auch Sand fressen könnten!!!) Eierkartons sind alles was sie brauchen um sich zu beschäftigen. Bei mir dürfen sie hüpfen, toben und zirpen bis der Arzt kommt, auch wenn es mir natürlich tierisch auf den Senkel geht; das gehört nun mal dazu!
Noch dazu betrachte ich es als eine der höchsten Verbrechen, Leben zu verschwänden. Das hier geht an alle Reptilienhalter, die es immer noch nicht verstanden haben:
Die allerwenigsten Tiere brauchen täglich Lebendfutter! Alle 3-4 Tage reicht bei Bartagamen völlig aus!! Selbstverständlich setzt dies einen etwas kostenintensiveren und aufwändigeren Ernährungsplan für eure Lieben voraus aber das wird ja wohl noch drin sein! Im Internet findet ihr genügend Ausweichmöglichkeiten. Noch dazu ist es extrem ungesund für die Reptilien, jeden Tag lebend zu füttern.
Und holt die armen Viecher vor dem verfüttern wenigstens aus diesen schrecklichen PVCs. Ein Faunarium bekommt man schon für 10€.
Wenn ihr es nicht für die armen 6-Beiner tut, dann denkt doch wenigstens daran dass eure Reptilien das fressen, das ihr den Futtertieren geboten habt, und ich hätte ja keine Lust meiner Süßen den puren Stress und Angsthormone zu verfüttern.
Abschließend sei noch mal gesagt: An alle, die die Heimchen und Co laufen lassen: Tut das nicht! Als Biologin kann ich (neben der Tatsache dass die Gefühllosigkeit von Insekten totaler Nonsense ist) sagen, dass ihr damit sämtliche Ökosysthematik nachhaltig verwirrt und zerstört! Diese Tiere kommen nicht von hier. Wenn sie es überhaupt schaffen, auch nur einen Winter zu überstehen, dann weiß niemand was die so mit unserer Tier- und Pflanzenwelt anstellen. Ich könnte Ihnen jetzt viele, eng mit dieser Problematik verbundene Beispiele erläutern, aber das dauert einfach zu lang. Außerdem tut ihr den meisten Insekten damit keinen Gefallen: Die meisten verhungern oder erfrieren.
Sosehr ich dieses Bedürfnis auch nachfühlen kann, so leicht ist es leider nicht. Die Tiere bei Futter, Licht und Wärme im Terrarium zu halten ist wohl der beste Weg ihnen zu helfen.
Kämpft bitte weiter gegen die schrecklichen Umstände in den Zoohandlungen und bleibt hartnäckig! Solltet ihr tatsächlich Schachteln mit toten Tieren finden, dann bezahlt dafür bloß nicht!! Es wird euch ohnehin niemand verklagen, das ist (klingt jetzt traurig) wie einen kaputten Fernseher zu vertickern: Kundenbetrug. Da kann die Polizei höchstens euch helfen, das wissen die ganz genau.

References: § 5
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 §16
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