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Timestamp: 2020-02-29 05:16:11+00:00

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Rechtsprechung: 4 A 531/17 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: VG Schleswig, 25.09.2019
https://dejure.org/2017,44641
VG Lüneburg, 14.11.2017 - 4 A 531/17 (https://dejure.org/2017,44641)
VG Lüneburg, Entscheidung vom 14.11.2017 - 4 A 531/17 (https://dejure.org/2017,44641)
VG Lüneburg, Entscheidung vom 14. November 2017 - 4 A 531/17 (https://dejure.org/2017,44641)
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Ausländerrechtliche Verpflichtungserklärung, Wirksamkeit der Erklärung, Verpflichtungserklärung, Anfechtung, kein Erlöschen der Verpflichtungserklärung durch Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft
Denn die Verpflichtungserklärung ist nicht Gegenstand einer Vertragsbeziehung, sondern ähnelt einer Bürgschaft nach § 765 BGB, für die es ausreicht, wenn der Umfang der Schuld, für die sich der Verpflichtende erklärt einstehen zu wollen, individuell bestimmbar ist (s. dazu VG Lüneburg, Urteil vom 14.11.2017, a.a.O.).
Darüber hinaus dürften in der vorliegenden Konstellation aber auch die inhaltlichen Voraussetzungen für eine Anfechtung wegen Irrtums nicht vorliegen (s. VG Lüneburg, Urteil vom 14.11.2017, a.a.O.; VG Saarland, Urteil vom 10.10.2017, Az. 6 K 1657/16; a.A. VG Wiesbaden, Urteil vom 9.12.2016, Az. 4 K 545/16.WI, www.asyl.net).
Schließlich würden auch bei einer Auslegung des Schreibens des Klägers vom 6.6.2016 an den Landkreis Gießen als Anfechtungserklärung die inhaltlichen Voraussetzungen für eine Anfechtung wegen Irrtums nicht vorliegen (s. VG Lüneburg, Urteil vom 14.11.2017, a.a.O.; VG Saarland, Urteil vom 10.10.2017, Az. 6 K 1657/16; a.A. VG Wiesbaden, Urteil vom 9.12.2016, Az. 4 K 545/16.WI, www.asyl.net).
Unbeschadet der Frage, ob eine solche Anfechtungserklärung im Sinne des § 121 Abs. 1 BGB ohne schuldhaftes Zögern (unverzüglich) erfolgt ist, fehlt es jedenfalls an den inhaltlichen Voraussetzungen für eine Anfechtung wegen Irrtums (s. VG Lüneburg, Urteil vom 14.11.2017, a.a.O.; VG Saarland, Urteil vom 10.10.2017, Az. 6 K 1657/16; a.A. VG Wiesbaden, Urteil vom 9.12.2016, Az. 4 K 545/16.WI, www.asyl.net).
Die vorgenannte Auslegung der auf einem in der gesamten Bundesrepublik Deutschland verwendeten Formular abgegebenen Verpflichtungserklärungen des Klägers steht im Einklang mit der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (…Urteil vom 26.01.2017, a.a.O.), von der abzuweichen die Kammer keine Veranlassung sieht (vgl. dazu etwa auch: OVG Nordrhein-Westfalen, Urteile vom 08.12.2017, Az. 18 A 1040/16 und 18 A 1197/16; VG Lüneburg, Urteil vom 14.11.2017, Az. 4 A 531/17; VG Münster, Urteil vom 27.4.2017, Az. 8 K 621/16; jeweils juris).
Denn die Verpflichtungserklärung ist nicht Gegenstand einer Vertragsbeziehung, sondern ähnelt einer Bürgschaftserklärung nach § 765 BGB, für die es ausreicht, wenn der Umfang der Schuld, für die sich der Verpflichtende erklärt einstehen zu wollen, individuell bestimmbar ist (s. dazu VG Lüneburg, Urteil vom 14.11.2017, a.a.O.).
Darüber hinaus dürften in der vorliegenden Konstellation die inhaltlichen Voraussetzungen einer Anfechtung wegen Irrtums gemäß § 119 BGB nicht vorliegen (siehe VG Lüneburg, Urteil vom 14.11.2017, a.a.O.; VG Saarland, Urteil vom 10.10.2017, Az. 6 K 1657/16; a.A. VG Wiesbaden, Urteil vom 09.12.2016, Az. 4 K 545/16.WI, www.asyl.net).
https://dejure.org/2019,33823
VG Schleswig, 25.09.2019 - 4 A 531/17 (https://dejure.org/2019,33823)
VG Schleswig, Entscheidung vom 25.09.2019 - 4 A 531/17 (https://dejure.org/2019,33823)
VG Schleswig, Entscheidung vom 25. September 2019 - 4 A 531/17 (https://dejure.org/2019,33823)
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§ 1 Abs 2 AO 1977, § 191 Abs 1 S 1 AO 1977, § 3 Abs 2 AO 1977, § 34 AO 1977, § 37 AO 1977
Gewerbesteuer - Haftungsbescheid gegenüber der nominellen Geschäftsführerin bei einem faktischen Geschäftsführer

References: § 765
 § 121
 § 765
 § 119

§ 1
 § 191
 § 3
 § 34
 § 37