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Timestamp: 2018-05-21 01:19:47+00:00

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Ausbildung und Beauftragung der Fahrer von Flurförderzeugen - DGUV Grundsatz 308-001 - SSZ Deutschland
Ausbildung und Beauftragung der Fahrer von Flurförderzeugen – DGUV Grundsatz 308-001
BG-Grundsatz
DGUV Grundsatz 308-001 (bisher BGG 925)
Stand: September 2003, aktualisierte Fassung August 2012
Soweit inhaltliche Verweise auf „bisherige“ Vorschriften und Regeln des berufsgenossenschaftlichen Vorschriften- und Regelwerkes sowie auf Vorschriften und technische Regeln des Staates erfolgen, bedeutet dies nicht in jedem Fall, dass eine Neuveröffentlichung der zitierten Unfallverhütungsvorschrift, BG-Regel oder BG-Information stattgefunden haben muss. Entscheidend ist das jeweilige Datum des Inkrafttretens bzw. das Ausgabedatum der betreffenden Veröffentlichung; siehe auch BGVR- und BGI-Verzeichnis der DGUV.
Berufsgenossenschaftliche Grundsätze (BG-Grundsätze) sind Maßstäbe in bestimmten Verfahrensfragen, z. B. hinsichtlich der Durchführung von Prüfungen.Vorbemerkung
Wer einen Kraftfahrzeug-Führerschein besitzt, ist nicht allein deshalb schon befähigt, Gabelstapler zu führen. Mit dem Gabelstapler Lasten heben und senken, Güter ein- und auslagern, auf Laderampen rangieren, zwischen Stapeln und Regalen fahren ist etwas anderes, als ein Kraftfahrzeug im Straßenverkehr zu lenken. Hinzu kommt die andere Bauweise der Gabelstapler: Die Lenkachse befindet sich hinten; dies führt zu einem anderen Fahr- und Lenkverhalten als beim Lastkraftwagen oder Personenkraftwagen. Die Last liegt – im Unterschied zum Lastkraftwagen – vor dem Fahrer frei auf den Gabelzinken, sie kann am Hubmast gehoben und gesenkt, vor- und zurückbewegt werden. Und nicht zuletzt verlangt das Standsicherheitsverhalten von Gabelstaplern eine andere Fahrweise als beim Kraftfahrzeug. Dies gilt im Übrigen nicht nur für Gabelstapler, sondern für nahezu alle Flurförderzeuge mit Hubgerüst.Verständlich, dass nicht jeder, auch wenn er schon lange einen Kraftfahrzeug-Führerschein besitzt, mit einem Flurförderzeug fahren darf. Er würde sich und andere in Gefahr bringen.
1.1Dieser BG-Grundsatz findet Anwendung auf die Ausbildung und Beauftragung der Fahrer von Flurförderzeugen mit Fahrersitz oder Fahrerstand. Er ist vorrangig für die Ausbildung von Gabelstaplerfahrern konzipiert.
Für Fahrer von Flurförderzeugen ohne Hubgerüst, z. B. Schlepper, Plattformwagen, Kommissioniergeräte, kann die Ausbildung entsprechend der gerätespezifischen Gefährdung in Inhalt und Dauer angepasst werden. Der Ausbildungsnachweis und die schriftliche Beauftragung dürfen sich dann nur auf diese Flurförderzeuge erstrecken.
Zur Erreichung des Zieles, geeignete Personen zum Führen von Flurförderzeugen auszubilden, werden in Abschnitt
3.5 Ausbildungszeiten angegeben. Diese haben sich für Teilnehmer ohne Vorkenntnisse bewährt. Der Nachweis über ausreichende Kenntnisse und Fähigkeiten zum selbstständigen Führen eines Flurförderzeuges mit Fahrersitz oder -stand erfolgt durch eine in Abschnitt 8 beschriebene theoretische und eine praktische Prüfung.
1.2Dieser BG-Grundsatz findet keine Anwendung auf Flurförderzeuge, die durch einen mitgehenden Fahrer, auch Mitgänger genannt, gesteuert werden.
Da auf Grund der geringeren Fahrgeschwindigkeit (maximal 6 km/h) bei dieser Gerätebauart das Gefährdungspotenzial geringer ist, genügt es gemäß § 7 Abs. 2 der Unfallverhütungsvorschrift „Flurförderzeuge“ (BGV D27), wenn die Fahrer in der Handhabung dieser Geräte unterwiesen sind. Die Beauftragung der Fahrer muss in diesem Fall nicht schriftlich erfolgen.
Das Fahren von Flurförderzeugen mit Fahrersitz oder Fahrerstand ist in § 7 Abs. 1 der Unfallverhütungsvorschrift „Flurförderzeuge“ (BGV D27) geregelt. Danach darf der Unternehmer mit dem selbstständigen Steuern von Flurförderzeugen mit Fahrersitz oder Fahrerstand nur Personen beauftragen, die
Im Rahmen der Berufsausbildung, z. B. Lagerfacharbeiter, dürfen Jugendliche unter 18 Jahren Flurförderzeuge nur steuern, wenn dies unter fachlicher Aufsicht erfolgt. Dabei sollte der Aufsichtführende und die Dauer der Ausbildung – in der Regel nicht mehr als drei Monate – schriftlich festgelegt sein.
zur Beurteilung der körperlichen Eignung gibt der Berufsgenossenschaftliche Grundsatz für arbeitsmedizinische Untersuchungen G 25 „Fahr-, Steuer- und Überwachungstätigkeiten“ wichtige Anhaltspunkte (BGI/GUV-I 504-25).
Für das Fahren von Flurförderzeugen im öffentlichen Straßenverkehr muss der Fahrer außer der schriftlichen Beauftragung durch den Unternehmer gemäß § 2 des Straßenverkehrsgesetzes (StVG) die erforderliche Fahrerlaubnis (Führerschein) besitzen. Die Einteilung der Führerscheinklassen ist in der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV)geregelt.
allgemeine Ausbildung,
theoretischer Teil: praktischer Teil:
Si­cher­heits­be­stim­mun­gen (z. B. Un­fall­ver­hü­tungs­vor­schrif­ten, Be­triebs­an­lei­tun­gen), Ge­rä­te­tech­nik (z. B. Stand­si­cher­heit, An­triebs­ar­ten) Auf­neh­men, Trans­por­tie­ren, Ab­setzen und Sta­peln von Las­ten,
Gebrauch von üb­li­chen An­bau­ge­rä­ten
Ausbildung im Umgang mit speziellen Flurförderzeugen, z. B. Containerstapler, Regal­flur­för­der­zeu­ge, Quer­ga­bel­stap­ler, Te­les­kop­stap­ler, Aus­bil­dung in der Hand­ha­bung be­son­de­rer An­bau­ge­rä­te.
Stufe 3: Betriebliche Aus­bil­dung
geräte­be­zo­ge­ner Teil: verhaltens­be­zo­ge­ner Teil:
betrifft die im Be­trieb vor­han­de­nen Flur­för­der­zeu­ge und An­bau­ge­räte be­trifft die Be­triebs­an­wei­sung nach § 5 der Un­fall­ver­hü­tungs­vor­schrift „Flur­för­der­zeu­ge“ (BGV D27)
Durchführung doku­men­tie­ren
Im theoretischen Teil lernt der Teilnehmer Sicherheitsbestimmungen (z. B. Unfallverhütungsvorschriften, Betriebsanleitungen) und die Technik der Flurförderzeuge (z. B. Standsicherheit, Antriebsarten) kennen.Im praktischen Teil lernt der Teilnehmer durch vorgegebene Übungen den sicheren Umgang mit dem Flurförderzeug.
Zu den Lehrinhalten des theoretischen und praktischen Teils der Ausbildung siehe Anhänge 1 und 2.In einer Abschlussprüfung weist der Teilnehmer seine theoretischen Kenntnisse und praktischen Fertigkeiten nach. Der erfolgreiche Abschluss wird bescheinigt. Der Teilnehmer erhält ein Zertifikat.
Die Durchführung der Abschlussprüfung ist in Abschnitt 8 geregelt.​
In der Regel erfolgt die allgemeine Ausbildung (Stufe 1) auf Frontgabelstaplern. Daher müssen Fahrer, sofern sie im Betrieb andere Flurförderzeuge fahren, an einer zusätzlichen Ausbildungsmaßnahme (Stufe 2) teilnehmen. Dies gilt z. B. bei Containerstaplern, Regalflurförderzeugen, Quergabelstaplern oder Teleskopstaplern.
Die Zusatzausbildung ist analog zur allgemeinen Ausbildung (Stufe 1) durchzuführen. Bei erfolgreichem Abschluss erhält der Teilnehmer ein Zertifikat.​
Erfolgt der praktische Teil der allgemeinen Ausbildung nicht unmittelbar im Betrieb, wird sie oft mit Flurförderzeugen durchgeführt, die sich von den Flurförderzeugen im Betrieb z. B. in der Bauart und in der Funktionsweise unterscheiden. So können z. B. die Anzahl und Anordnung der Stellteile und der Pedale unterschiedlich sein. Daher ist es unumgänglich, dass der Fahrer eines Flurförderzeuges, bevor er ein anderes Gerät im Betrieb übernimmt, mit dessen Besonderheiten vertraut gemacht wird und sich mit Umsicht und Vorsicht in dessen Funktionsweise einübt.
Hierzu zählt z. B. die Unterweisung über die freigegebenen Verkehrswege, über Lagerung, Lagerflächen und Stapelung, Regelungen über die Mitnahme von Personen auf Flurförderzeugen, die Verwendung von Anbaugeräten oder Anhängern und die Verwendung von Arbeitsbühnen. Im Wesentlichen sind dies Sachverhalte, die der Unternehmer in der gemäß § 5 der Unfallverhütungsvorschrift „Flurförderzeuge“ (BGV D27) zu erstellenden Betriebsanweisung bereits aufgelistet hat.
Die Ausbildung in der Stufe 1 „Allgemeine Ausbildung“ sollte sich über drei bis fünf Tage bzw. 20 bis 32 Lehreinheiten (LE) erstrecken. Davon umfasst der theoretische Teil mindestens 10 Lehreinheiten. Eine Lehreinheit beträgt 45 Minuten.Die Ausbildungsdauer der Stufe 2 „Zusatzausbildung“ und Stufe 3 „Betriebliche Ausbildung“ richtet sich nach Gerätebauart und Einsatzgebiet.
Siehe auch zweiter Absatz der Erläuterungen zu Abschnitt
In dem Fahrerausweis sollte die in Abschnitt
3.1 erläuterte dreistufige Fahrerausbildung in der Art berücksichtigt sein, dass die jeweils ausbildende Stelle die erfolgreiche Teilnahme an den einzelnen Ausbildungsstufen durch Stempel/Unterschrift bestätigen kann.
Bei der eigentlichen Beauftragung ist dann im Ausweis anzugeben, für welchen Betrieb bzw. Betriebsteil sowie für welche Flurförderzeuge (abhängig z. B. von der Tragfähigkeit, Bauart, …) die Beauftragung zum Fahren gilt.
Als Ausbilder für Flurförderzeug-Fahrer kann tätig werden, wer auf Grund seiner fachlichen Ausbildung und Erfahrung ausreichende Kenntnisse auf dem Gebiet der Flurförderzeuge hat und mit den einschlägigen staatlichen Arbeitsschutzvorschriften (z. B. Produktsicherheitsgesetz, Maschinenverordnung, Betriebssicherheitsverordnung), Unfallverhütungsvorschriften und den allgemein anerkannten Regeln der Technik (z. B. BG-Regeln, DIN-Normen) vertraut ist und mindestens folgende Anforderungen erfüllt:
Dies soll sicherstellen, dass der Ausbilder Erfahrungen im täglichen Einsatz mit Flurförderzeugen gesammelt hat.
Idealerweise sollte er über längere Zeit Flurförderzeuge gefahren haben.
Mit dieser Anforderung soll gewährleistet werden, dass der Ausbilder über Fähigkeiten verfügt, eine Ausbildung erfolgreich durchführen zu können. Hierzu gehört z. B.:
Solche Lehrgänge werden z. B. von einigen Berufsgenossenschaften angeboten.
Die gewünschte Publikation wurde am
03.02.2015 abgelöst. Die neuen Inhalte weichen deutlich von den alten Inhalten ab.
Hier geht’s weiter zur Publikation BetrSichV.​
ausreichende Größe (vorzugsweise sollten die Tische in U-Form platziert sein),
gut klimatisierbar (Heizungs- und Lüftungsmöglichkeit),
ruhig (keine Verkehrs-, Gebläse- oder Maschinengeräusche),
ausreichend beleuchtet,
verdunkelbar (für Video, Dia, Overhead, Film),
mit der Möglichkeit zur Durchführung von Stapelübungen (z. B. an Regalen, Laderampen oder LKW-Ladeflächen).
Pro Lehrgang sollte die Anzahl der Teilnehmer 20 Personen nicht überschreiten.​
Paletten in ausreichender Anzahl (z. B. ca. 20 Flachpaletten, 5 Gitterboxen)
Bei der Ausbildungsstelle sollten folgende Lehrmittel zur Verfügung stehen (siehe auch Anhang 3):
Modelle (z. B. für die Demonstration der Standsicherheit)
Der Ausbildung zum Fahrer von Flurförderzeugen sollte der nachfolgende Musterlehrplan zu Grunde gelegt werden.​
Lfd.-Nr. Themen Um­fang
1 Rechtliche Grund­la­gen 10–15 %
2 Unfallge­sche­hen 5 %
3 Aufbau und Funktion von Flur­för­der­zeu­gen und An­bau­ge­rä­ten 5–10 %
4 Antriebs­arten 5–10 %
5 Standsi­cher­heit 10–15 %
6 Betrieb allge­mein 15–20 %
7 Regelmäßige Prü­fung 5 %
8 Umgang mit Last 10–15 %
9 Sondereinsätze 10–15 %
10 Verkehrsregeln/Ver­kehrs­we­ge 5 %
11 Abschluss­prü­fung 5 %
Zu den Inhalten der Themen 1 bis 10 siehe Anhang 1.
Literatur zu einzelnen Themen siehe Anhang 3.
Für den praktischen Teil der Ausbildung sollte der nachfolgende Musterlehrplan zu Grunde gelegt werden.​
Lfd.-Nr. Themen Umfang
1 Einweisung am Flurförder­zeug
3 Lastschwerpunkt­dia­gramm, Ge­wichts­ver­tei­lung und zu­läs­si­ge Las­ten 10–20 %
4 Hinweise auf Gefahr­stel­len am Flur­för­der­zeug
5 Gewöhnung an das Flur­för­der­zeug 5 %
6 Verlassen des Flur­för­der­zeugs
7 Fahr- und Sta­pel­übun­gen 55–65 %
8 Abschlussprüfung (15–20 min/Teil­neh­mer) 20 %
Zu den Inhalten der einzelnen Themen siehe Anhang 2.
Die Abschlussprüfung des theoretischen Teils soll schriftlich erfolgen. Erfolgskontrollen sollten durch Prüfungsfragen z. B. in Form eines Fragebogens durchgeführt werden. Bewährt haben sich hier Fragebögen mit vorgegebenen Antworten (Multiple Choice Verfahren). Die Prüfung sollte nicht mehr als 1 Lehreinheit in Anspruch nehmen und ca. 50 Fragen umfassen.
In Ausnahmefällen kann abweichend hiervon die Prüfung auch mündlich erfolgen, z. B. bei Teilnehmern, die der deutschen Sprache nicht ausreichend mächtig sind.
Die Abschlussprüfung des praktischen Teils wird als Prüfungsfahrt durchgeführt, die sich aus allen Teilen der einzelnen Übungen zusammensetzt, wobei Ladegut aufgenommen und an vorgeschriebener Stelle einwandfrei gestapelt oder abgesetzt werden muss. Bei dieser Prüfungsfahrt, die ca. 15 bis 20 Minuten pro Teilnehmer dauert, soll auf den richtigen Umgang und das sichere Führen des Flurförderzeugs geachtet werden.
Unfallverhütungsvorschrift „Flurförderzeuge“ (BGV D27)
Maschinenverordnung (9. ProdSV) hinsichtlich der Beschaffenheit, CE-Zeichen, EG-Konformitätserklärung
Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) hinsichtlich der Bereitstellung von Arbeitsmitteln durch Arbeitgeber sowie die Benutzung von Arbeitsmitteln durch Beschäftigte bei der Arbeit
Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) hinsichtlich der Verantwortung der Fahrer von Flurförderzeugen
Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) hinsichtlich des Betriebes im öffentlichen Verkehrsbereich
Aufbau anderer Flurförderzeuge u. a.
Lenkung hinsichtlich Unterschied Gabelstapler – Kraftfahrzeug
Funktion einzelner Anbaugeräte u. a.
Sichthilfsmittel (z. B. Kamera, Spiegel)
Steuerung von Anbaugeräten (z. B. Seitenschieber, Klammern)
Gabel mit den Spitzen nach unten neigen
Nachstehend sind neun Fahrt- und Stapelübungen dargestellt.
1. Übung: Gewöhnung an den Gabelstapler – Fahren ohne Last
Beschreibung:Betätigen der Stellteile für das Fahrwerk. Vorgezeichneten Kreis langsam ohne Last vor- und rückwärts abfahren. Alternativ ca. 15 m lange, ebene Gerade langsam ohne Lastabfahren. Ohne zu wenden Rückwärtsfahrt in gleicher Weise durchführen.
Langsam beschleunigen, weich abbremsen (Längsstabilität), Geschwindigkeit dem Kurvenradius anpassen (Seitenstabilität). Vor Fahrtrichtungswechsel immer erst vollständig anhalten!Im Einzelnen:
Motor in Gang setzen,
Gabel so weit anheben, dass sie beim Fahren bodenfrei ist,
Hubgerüst vor Fahrtantritt zurückneigen,
erst jetzt Handbremse lösen,
langsam anfahren und allmählich beschleunigen,
vom Ausgangspunkt aus Rückwärtsfahren in gleicher Weise durchführen (beim Rückwärtsfahren in Fahrtrichtung blicken),
nach Beendigung der Übung Gabel auf Boden vorschriftsmäßig absenken, so dass Hubketten zugentlastet sind,
Motor stillsetzen,
2. Übung: Gewöhnung an den Gabelstapler – Fahren ohne und mit Last
Vorgezeichnete Strecke mit mittig aufgestellten Hindernissen (z. B. Verkehrsleitkegel) abfahren. Der Abstand der Hindernisse wird dabei unterschiedlich gewählt. Fahren ohne Last vorwärts, dann rückwärts; anschließend Fahren mit Last vorwärts, dann rückwärts.
Beschreibung:Betätigen der Stellteile für Fahr- und Hubwerk. Ca. 15 m lange, ebene Gerade mit Hindernissen ohne Last vor- und rückwärts abfahren. Anschließend Übung mit Lastwiederholen. Als Last wird eine beladene Flach- oder Gitterboxpalette verwendet.
Last so weit mit Gabel unterfahren, dass die Last am Gabelrücken anliegt (Vorsicht bei hintereinander stehenden Lasten, z. B. Regal oder Blockstapel).
Die Teilnehmer werden außerdem darauf aufmerksam gemacht, auch darauf zu achten, dass die Gabelzinken entsprechend der aufzunehmenden Last genügend weit auseinandergezogen werden, um die Stabilität der Last sicherzustellen.​
3. Übung: Gewöhnung an den Gabelstapler – Fahren ohne und mit Last
Kreisförmig aufgestellte Hindernisse (z. B. Verkehrsleitkegel) abfahren. Fahren ohne Last vorwärts, dann rückwärts; anschließend Fahren mit Last vorwärts, dann rückwärts.
Beschreibung:Betätigung der Bedienungseinrichtung für Fahr- und Hubwerk. Die kreisförmig aufgestellten Hindernisse ohne Last vor- und rückwärts umfahren. Anschließend die Übung mit Last wiederholen.
4. Übung: Beherrschung des Gabelstaplers – Kurventechnik – Übung mit Last
Beschreibung:Die aufgestellten Hindernisse mit Last in kleinen und großen Kurven vor- und rückwärts umfahren.
Maße: X: 3,0 m Fahrzeiten: vorwärts: 50 s
Y: 4,0 m rückwärts: 70 s
5. Übung: Aufnehmen von Lasten in Gängen – simulierte Tordurchfahrt
Aufnehmen und Stapeln von Lasten in Gängen – Tordurchfahrt; von einem breiten Gang rechtwinkelig in einen schmalen Gang einbiegen.
Beschreibung:Ohne Last in einen X m breiten und ca. 15 m langen Gang einfahren. Durchfahren einer Y m breiten simulierten Tordurchfahrt, rechtwinkelig in einen Z m breiten Gang einbiegen, Gitterbox- oder Flachpalette im Gangende (Markierung 2) aufnehmen, rückwärts zum Ausgangspunkt zurückfahren (Blick in Fahrtrichtung), Last auf Markierung 1 absetzen, ca. 2 m zurücksetzen und Stapler vorschriftsmäßig abstellen!
Maße: X: 4,0 m Fahrzeit: 60 s
Vor Tordurchfahrt Geschwindigkeit vermindern und hupen! Beim Einbiegen in den rechtwinkeligen Gang auf richtige Fahrweise achten.​
6. Übung: Aufnehmen und Stapeln von Lasten (Gitterbox- und Flachpaletten) in einem Gang
Flachpalette aufnehmen und rückwärts aus dem Gang herausfahren, Flachpalette vorschriftsmäßig absetzen;ca. 2 m zurückfahren und Gabelstapler vorschriftsmäßig abstellen.
Maße: X: 5,0 m Fahrzeit: 240 s
Besonders muss darauf geachtet werden, dass vor allen Hub- und Senkbewegungen die Bremse betätigt sowie beim Abstellen die Feststellbremse des Staplers angezogen wird.​
7. Übung: Ein- und Ausstapeln an einem PalettenregalStapeln und Entstapeln an einem 3,50 m hohen Palettenregal mit 2 Regalflächen (jeweils 2 Flachpaletten können im Regal nebeneinander abgesetzt werden).
Die Höhe der einzelnen Regalböden lässt sich beispielsweise am Hubgerüst des Gabelstaplers markieren. Sie erleichtert dem Fahrer das Ein- und Auslagern der Ware. Weiter können hierdurch Fehler, z. B. Anstoßen der Gabel an die Regalböden, Beschädigungen der Ware sowie das Herabstoßen von Gütern, leichter vermieden werden.
Hinweise für das Aufnehmen und Absetzen von Lasten siehe Übung 2.
8. Übung: Be- und Entladen eines Eisenbahnfahrzeuges über eine markierte Ladebrücke
Die sechs im Eisenbahnwaggon (= abgegrenzte Fläche) abgestellten Paletten sind auf die Plätze 1 bis 6 zu verteilen und umgekehrt.
Aufnehmen und Stapeln von Lasten wie in den vorangegangenen Übungen beschrieben. Besondere Vorsicht beim Herausfahren aus dem Waggon (eventuell hupen).
Es ist zu beachten, dass nur vom Unternehmer freigegebene Ladebrücken verwendet werden dürfen, die sicher befahren werden können, d.h., die genügend stark, ausreichend breit und gegen Abrutschen gesichert sind. Auf die BG-Regel „Ladebrücken und fahrbare Rampen“ (BGR 233) wird hingewiesen. Während des Ladevorganges müssen Waggons gegen Bewegungen gesichert sein.​
9. Übung: Befahren einer schiefen Ebene mit Last
Nach § 12 Abs. 7 der Unfallverhütungsvorschrift „Flurförderzeuge“ (BGV D27) muss mit Gabelstaplern im Gefälle und in Steigungen die Last bergseitig geführt werden.
8 Beispiel für Prüfungsfahrt
Aufnehmen einer beladenen Flachpalette in Punkt X,
rückwärts Hindernisse umfahren und in einen 3,80 m breiten Gang einbiegen,
ein simuliertes Tor (2,30 m) rückwärts durchfahren,
unmittelbar nach der Tordurchfahrt im Gang wenden und in einen 2,80 m breiten Gang vorwärts einbiegen,
Flachpalette auf Markierung 1 absetzen und von nebenstehendem Gitterboxpalettenstapel (2 oder 3 Paletten übereinander) die oberste Gitterboxpalette abnehmen; rückwärts herausfahren und wenden,
vorwärts in einen schmalen, nur 1,40 m breiten und ca. 10 m langen Blockstapel einbiegen und zum Ende fahren,
rückwärts aus dem Blockstapel herausfahren und Hindernisse umfahren, dabei wenden,
Gitterboxpalette in Punkt Y absetzen bzw. stapeln,
Werden mehrere Personen als Gabelstaplerfahrer geprüft, so sind sie vor Beginn der Prüfungsfahrt darauf hinzuweisen, dass sie für die einzelnen Kandidaten keine Hilfestellungen, z. B. durch Zurufe, abgeben dürfen. Diese Zurufe – wenn auch gut gemeint – verunsichern nur den Kandidaten und machen ihn nervös.
Anhang 3 Vorschriften und Regeln​
Nachstehend sind die in dieser BG-Regel aufgeführten Vorschriften und Regeln zusammengestellt:1. Gesetze, Verordnungen
Produktsicherheitsgesetz (GPSG),
zuständiger Unfallversicherungsträger oder
Unfallverhütungsvorschrift „Flurförderzeuge“ (BGV D27),
Unfallverhütungsvorschrift „Verwendung von Flüssiggas“ (BGV D34),
BG-Regel für Ladebrücken und fahrbare Rampen (BGR 233),
BG-Information: Sicherheitsbrief für Gabelstaplerfahrer (BGI 545),
BG-Information: Gabelstapler (BGI 707),
DGUV Grundsätze für arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen; G 25 „Fahr-, Steuer- und Überwachungstätigkeiten“ (BGG 904),
DIN EN 1459 Sicherheit von Flurförderzeugen – Kraftbetriebene Stapler mit veränderlicher Reichweite
DIN EN 1525 Sicherheit von Flurförderzeugen – Fahrerlose Flurförderzeuge und ihre Systeme
DIN EN 1526 Sicherheit von Flurförderzeugen – Zusätzliche Anforderungen für automatische Funktionen von Flurförderzeugen
DIN EN 1551 Sicherheit von Flurförderzeugen – Kraftbetriebene Flurförderzeuge über 10000 kg Tragfähigkeit
DIN EN 1726-1/A1 Sicherheit von Flurförderzeugen – Motorkraftbetriebene Flurförderzeuge bis einschließlich 10000 kg Tragfähigkeit und Schlepper bis einschließlich 20000 N Zugkraft, Teil 1: Allgemeine Anforderungen
DIN EN 1726-2 Sicherheit von Flurförderzeugen, Teil 2: Zusätzliche Anforderungen für Flurförderzeuge mit hebbarem Fahrerplatz und Flurförderzeuge, die mit angehobener Last fahren können
DIN EN 1755 Sicherheit von Flurförderzeugen. Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen
DIN EN 1757 Sicherheit von Flurförderzeugen. Handbetriebene und teilweise handbetriebene Flurförderzeuge
Teil 1: Stapler
Teil 2: Hubwagen
Teil 3: Plattformwagen
Teil 4: Scheren-Gabelhubwagen
DIN EN ISO 3691-1 Sicherheit von Flurförderzeugen – Sicherheitsanforderungen und Verifizierung – Teil 1: Motorkraftbetriebene Flurförderzeuge mit Ausnahme von fahrerlosen Flurförderzeugen, Staplern mit veränderlicher Reichweite und Lasten- und Personentransportfahrzeugen (ISO/DIS 3691-1:2007); Deutsche Fassung prEN ISO 3691-1:2007
DIN EN ISO 3691-3 Flurförderzeuge – Sicherheitstechnische Anforderungen und Verifizierung – Teil 3: Zusätzliche Anforderungen für Flurförderzeuge mit hebbarem Fahrerplatz und Flurförderzeuge, die zum Fahren mit angehobener Last ausgelegt sind (ISO/DIS 3691- 3:2010); Deutsche Fassung prEN ISO 3691-3:2010
DIN 15185-2 Lagersysteme mit leitliniengeführten Flurförderzeugen, Personenschutz beim Einsatz von Flurförderzeugen in Schmalgängen; Sicherheitstechnische Anforderungen, Prüfung,
4. Video „Der Gabelstapler – ein starker Typ“
Hauptstraße 43, 61184 KarbenFußnote Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV),
Gegenüber der vorhergehenden Fassung vom März 2011 wurde der Anhang 3 „Vorschriften und Regeln“ aktualisiert.
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Der Ausbilder Herr Röder
“Wir hatten im letzten Jahr unsere Schulungen durch ein Unternehmen aus Frankfurt-Hoechst machen lassen. Die Schulung fand bei uns statt. Der ,, Ausbilder,, kam ohne Vorbereitung zu uns und fragte ob es gleich losgeht, er hätte keine Zeit zu warten. Unser Chef hatte sich verspätet. Das wird niemals wieder geschehen, denn wir wurden um unsere Ausbildung betrogen. Unsere 3 Mitarbeiter hatten nach 1 Std. alle Ihren Baumaschinenschein, allerdings ohne auch nur einmal eine Maschine gesehen zu haben. Die Theorie war in 15-20 min. erledigt. Wir waren sehr entäuscht ! Dieses Jahr wurden wir durch Herrn Röder ausgebildet der für die SSZ-Deutschland schult. 6 Stunden Theorie in einer so lockeren Atmosphäre, so das wir gerne das gelernte in unseren Köpfen behalten werden. Herr Röder hat eine unglaubliche Positive art einem etwas beizubringen, wirklich toll. Er mert sofort wenn jemand nicht mitkommt und geht sofort auf die Person ein. Dieser Prüfer hat sein Handwerk gelernt und gibt das auch soe weiter ! Die Praktische Prüfung war der Wahnsinn, er hat ein Wissen über jedes einzelne Baugerät und hat uns sachen gezeigt mit einem 70 Tonnen Bagger die wir nicht für möglich gehalten hätten. Solche Mitarbeiter braucht eine Firma ! SSZ-Deutschland kann man nur weiter empfehlen, insbesondere Herr Röder. Mfg. D.Arendt Dipl.Ing.”
- Hellman Tief u. Erdbau
Staplerschein. Sicher Gabelstapler fahren Overall rating: ★★★★★ 4.9 based on 21 reviews

References: § 7
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 § 2
 § 5
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