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Timestamp: 2018-10-15 20:53:52+00:00

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§ 341 BGB: Strafversprechen für nicht gehörige Erfüllung
§ 342 BGB
BGH, BESCHLUSS vom 4.10.1983, Az. in zr 138/82 Fraglich kann allenfalls sein, ob ein über die gesetzlichen Verzugszinsen hinausgehender Verzugsschaden auch neben einer Vertragsstrafe nach § 341 BGB geltend gemacht werden kann (vgl. BGH Urt. v. 25. März 1963 - II ZR 33/62 = NJW 1963, 1197 a.E.).
BGH, URTEIL vom 4.10.1982, Az. VII ZR 305/81 Das kann bei gerechter Abwägung der widerstreitenden Interessen nicht hingenommen werden (so OLG Karlsruhe und OLG Nürnberg, aaO; Hochstein in Schäfer/Finnern/Hochstein, Rechtsprechung zu dem privaten Baurecht, Anmerkung zu § 341 BGB Nr. 2 = BGHZ 72, 222 ff; Ingenstau/Korbion aaO, B § 11 Rdn. 7; Nicklisch/Weick aaO, § 11 Rdn. 25).
BGH, URTEIL vom 5.11.1981, Az. V ZR 233/80 Insbesondere ist nicht ersichtlich, ob die von der Klägerin nach dem eigenen Vortrag der Beklagten mehrfach erhobenen Forderungen nach Zahlung der Vertragsstrafe den Vorbehaltsvoraussetzungen des § 341 Abs.3 BGB entsprochen haben (vgl. hierzu auch BGH Urteil vom 11. März 1971, VII ZR 112/69, NJW 1971, 883; BGHZ 73, 243).
BGH, URTEIL vom 5.0.1979, Az. V ZR 98/77 Gerade darauf zielt § 341 Abs.3 BGB ab (vgl. BGHZ 33, 236, 238; BGH NJW 1979, 212, 213).
BGH, URTEIL vom 5.0.1979, Az. V ZR 98/77 Unabhängig von der Frage, ob ein etwaiger im Zeitpunkt der Errichtung der Urkunde erklärter und unter Umständen bei der Erfüllungsannahme noch fortwirkender Vorbehalt den Anforderungen des § 341 Abs.3 BGB genügt (vgl. hierzu RGZ 73, 147; BGHZ 33, 237; BGH NJW 1977, 897, 898; Soergel/ Schmidt, BGB 10. Aufl. § 341 An. 4), führt eine den ausdrücklichen Vorbehalt nicht enthaltende vollstreckbare Urkunde, die lange vor Fälligkeit der Leistungen errichtet worden ist, dem Schuldner nicht deutlich vor Augen, der Gläubiger werde trotz späterer Annahme der Leistung auf der Erfüllung des Vertragsstrafenanspruchs bestehen.
BGH, URTEIL vom 5.4.1974, Az. V ZR 193/72 Eine Ausnahme von seiner Rechtsprechung hat es lediglich für den Fall gemacht, daß sich die Vertragsparteien schon vor der Annahme über den Verfall der Vertragsstrafe einig waren (RGZ 72, 168, 170), Diese Rechtsprechung des Reichsgerichts hat vereinzelt in Rechtsprechung und Schrifttum Zustimmung gefunden (OLG Hamm MDR 1959, 487; Planck, BGB 4. Aufl. § 341 An. 2; vgl, auch Palandt aaO § 341 Anm, 2), Gegen die Rechtsprechung des Reichsgerichts werden im Schrifttum auch gewichtige Bedenken geltend gemacht (Staudinger/Kaduk BGB 10,/II. Aufl, § 341 An. 41; Erman BGB 5* Aufl. § 341 An. 3; Soergel/Schmidt BGB 10. Aufl. § 341 Anm 4; Oertmann, Recht der Schuldverhältnisse 5* Aufl. § 341 An. 3 a; Enneccerus/Lehmann, Schuldrecht 15* Bearb. § 37 III 1 b S. 162; Plum, Ein Fallstrick für den Gläubiger einer Vertragsstrafe JW 1913, 299)* Diesen Bedenken schließt sich der Senat jedenfalls insoweit an, als ein ausdrücklicher Vorbehalt bei der Annahme im Sinne des § 341 Abs.3 BGB dann nicht als erforderlich angesehen wird, wenn der Gläubiger die Vertragsstrafe bereits eingeklagt und die Rechtshängigkeit noch bei der Annahme bestanden hat.

References: § 342
 § 341
 BGH 
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 § 11
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