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Timestamp: 2020-07-02 17:00:24+00:00

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BFH, 24.04.2012 - IX R 6/10 - dejure.org
https://dejure.org/2012,11844
BFH, 24.04.2012 - IX R 6/10 (https://dejure.org/2012,11844)
BFH, Entscheidung vom 24.04.2012 - IX R 6/10 (https://dejure.org/2012,11844)
BFH, Entscheidung vom 24. April 2012 - IX R 6/10 (https://dejure.org/2012,11844)
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"Projektgewinn" als Entgelt für Mitwirken an TV-Sendeformat - Steuerbarkeit des "Big Brother" -Preisgeldes - Anwendungsbereich des § 22 Nr. 3 EStG
"Projektgewinn" als Entgelt für Mitwirken an TV-Sendeformat; Steuerbarkeit des "Big Brother"-Preisgeldes; Anwendungsbereich des § 22 Nr. 3 EStG
BGB § 657, EStG § 19 Abs 1 S 1 Nr 1, EStG § 22 Nr 3, EStG § 2 Abs 1 S 1 Nr 7
§ 657 BGB, § 19 Abs 1 S 1 Nr 1 EStG 2002, § 22 Nr 3 EStG 2002, § 2 Abs 1 S 1 Nr 7 EStG 2002
Einordnung des dem Gewinner der Fernsehshow "Big Brother" ausgezahlten Preisgeldes ("Projektgewinn") als sonstige Einkünfte nach § 22 Nr. 3 EStG
"Projektgewinn" als Entgelt für Mitwirken an TV-Sendeformat
"Big Brother"-Gewinn einkommensteuerpflichtig
"Big Brother”-Gewinner muss Prämie versteuern
Der einkommensteuerpflichtige "Big Brother"-Gewinn
Zur TV-Show "Big Brother" - Gewinn ist einkommensteuerpflichtig
"Big Brother”-Gewinn einkommensteuerpflichtig
"Big Brother"-Gewinn steuerpflichtig
Big Brother - Preisgeld einkommensteuerpflichtig
Steuerpflicht von Glücksspielgewinnen
Fernsehshow »Big Brother«
FG Köln, 29.10.2009 - 15 K 2917/06 570
BVerfG, 24.04.2015 - 2 BvR 1503/12
BFHE 237, 197
NJ 2012, 392
DB 2012, 1418
BStBl II 2012, 581
Auf dem Boden der tatrichterlichen Feststellungen ist schließlich --entgegen dem Revisionsvortrag-- auch kein Widerspruch zum Urteil des BFH vom 24. April 2012 IX R 6/10 (BFHE 237, 197, BStBl II 2012, 581, unter II.1.d) zur Steuerbarkeit des "Big Brother"-Preisgeldes zu erkennen, zumal in der von den Klägern in Bezug genommenen Urteilspassage Glücksspieleinnahmen ausdrücklich nur angesprochen sind, "soweit sie außerhalb einer betrieblichen oder beruflichen Tätigkeit anfallen".
Er gibt vielmehr durch seine persönliche Lebensgeschichte nur den Rahmen für die Produktion (vgl. zum Format "Big Brother" BFH-Urteil vom 24. April 2012 IX R 6/10, BFHE 237, 197, BStBl II 2012, 581, juris, Rn. 25).
Insbesondere liegt hierin kein Fall der Veräußerung, da kein Wertverzehr durch die Nutzung eintritt (vgl. zum Format "Big Brother" BFH-Urteil vom 24. April 2012 IX R 6/10, BFHE 237, 197, BStBl II 2012, 581, juris Rn. 33;… Weber-Grellet in Schmidt, EStG, 37. Aufl., § 22, Rz. 139).
Auf diese Weise ordnet er sein Verhalten der erwerbswirtschaftlichen und damit auch steuerrechtlich bedeutsamen Sphäre zu (zum Ganzen: BFH-Urteil vom 24. April 2012 IX R 6/10, BFHE 237, 197, BStBl II 2012, 581: Big Brother).
(BFH-Urteil vom 24.4.2012 IX R 6/10, BStBl II 2012, 581 m.w.N.).
Denn eine zumindest bedingte und indirekte, aber nicht unerhebliche Einflussnahme auf die Publikumsentscheidung führe nicht dazu, dass die Zufallskomponente den Veranlassungszusammenhang unterbricht (BFH-Urteil vom 24.4.2012 IX R 6/10, BStBl II 2012, 581 zur Fernsehshow "Big Brother").
Erfasst wird nicht nur gelegentliches oder auch nur einmaliges, sondern auch sich wiederholendes, regelmäßig erbrachtes oder auf (eine gewisse) Dauer oder Wiederholung angelegtes Verhalten (BFH-Urteil vom 24. April 2012 IX R 6/10, BFHE 237, 197, BStBl II 2012, 581).
BFH, 19.02.2013 - IX R 35/12
Anwartschaften im Rahmen des § 17 EStG
Eine (sonstige) Leistung i.S. des § 22 Nr. 3 EStG ist jedes Tun, Dulden oder Unterlassen, das weder eine Veräußerung noch einen veräußerungsähnlichen Vorgang im Privatbereich betrifft (vgl. BFH-Urteil vom 26. Oktober 2004 IX R 53/02, BFHE 207, 305, BStBl II 2005, 167, m.w.N.), Gegenstand eines entgeltlichen Vertrages sein kann und eine Gegenleistung auslöst (BFH-Urteil vom 24. April 2012 IX R 6/10, BFHE 237, 197, BStBl II 2012, 581).
aa) Da das Erzielen von Einkünften nach § 2 EStG ein erwerbswirtschaftliches Verhalten voraussetzt (BFH-Urteil vom 24. April 2012 IX R 6/10, BFHE 237, 197, BStBl II 2012, 581, Rz 29; Kirchhof, EStG, 14. Aufl., Einleitung Rz 12), knüpft die Steuerpflicht an die Person an, die den Tatbestand der jeweiligen Einkunftsart verwirklicht.
Als Leistung kommt danach - abgesehen von im Streitfall nicht vorliegenden Veräußerungs- oder veräußerungsähnlichen Vorgängen - jedes wie auch immer geartete aktive, passive oder nichtwirtschaftliche Verhalten des Steuerpflichtigen in Betracht (vgl. u.a. BFH-Urteil vom 24.04.2012 IX R 6/10, BFHE 237, 192, BStBl II 2012, 581).
Entsprechend ihrem Wortlaut erfasst die Vorschrift nicht nur ein gelegentliches oder auch ein nur einmaliges Verhalten, sondern auch ein sich wiederholendes, regelmäßig erbrachtes oder auf (eine gewisse) Dauer oder Wiederholung angelegtes Tun, Dulden oder Unterlassen (vgl. u.a. BFH-Urteil vom 24.04.2012 IX R 6/10, BFHE 237, 192, BStBl II 2012, 581;… Weber-Grellet, in Schmidt, EStG, 32. Auflage 2013, § 22 Rz. 134).
Entscheidend ist vielmehr, ob das Entgelt (die Gegenleistung) durch das Verhalten des Steuerpflichtigen (wirtschaftlich) veranlasst ist; dafür genügt es, dass die Gegenleistung durch das Verhalten des Steuerpflichtigen - wenn auch erst nachträglich - "ausgelöst" wird (vgl. BFH-Urteil vom 24.04.2012 IX R 6/10, BStBl II 2012, 581; BFH-Urteil vom 07.12.2010 IX R 46/09, BFHE 236, 87, BStBl II 2012, 310).
Auf diese Weise ordnet er sein Verhalten der erwerbswirtschaftlich und damit auch steuerrechtlich bedeutsamen Sphäre zu (vgl. u.a. BFH-Urteil vom 24.04.2012 IX R 6/10, BStBl II 2012, 581;… BFH-Urteil vom 25.02.2009 IX R 33/07, BFH/NV 2009, 1253).

References: § 22
 § 22
 § 657
 § 19
 § 22
 § 2

§ 657
 § 19
 § 22
 § 2
 § 22
 § 22
 § 17
 § 22
 § 2
 § 22