Source: http://www.voris.niedersachsen.de/jportal/?quelle=jlink&psml=bsvorisprod.psml&feed=bsvoris-vv&docid=VVND-VVND000041150
Timestamp: 2019-03-24 19:09:37+00:00

Document:
VORIS Finanzministerium | 26-03541/0-1 | Verwaltungsvorschrift (Niedersachsen) | Niedersächsische Beihilfeverordnung (NBhVO); Arzneimittel | i. d. F. v. 21.01.2019 | gültig ab 21.01.2019 (unbefristet gültig)
22.789 | Rechtsgebiete gesamt
1.003 | Sozialrecht
19.085 | Verwaltungsrecht
Aktenzeichen: 26-03541/0-1
Erlassdatum: 02.01.2012
Fassung vom: 21.01.2019
Gültig ab: 21.01.2019
Normen: § 17 NBhVO, § 31 SGB 5, § 35b SGB 5
Fundstelle: Nds. MBl. 2012, 42
Niedersächsische Beihilfeverordnung (NBhVO); Arzneimittel
1. Arzneimittel (Therapiestandards) bei schwerwiegenden Erkrankungen
2. Lifestyle-Arzneimittel
3. Unwirtschaftliche Arzneimittel
4. Wirtschaftliche Arzneimittel aufgrund von Bewertungen nach § 35 b Abs. 1 SGB V
Niedersächsische Beihilfeverordnung (NBhVO);
RdErl. d. MF v. 2. 1. 2012 - 26-03541/0-1 -
- VORIS 20444 -
Fundstelle: Nds. MBl. 2012 Nr. 2, S. 42
Zuletzt geändert durch RdErl. v. 21. 01. 2019 (Nds. MBl. 2019 Nr. 6, S. 330)
Gemäß § 17 Abs. 5 und 8 Satz 2 NBhVO werden nachfolgend die schwerwiegenden Erkrankungen und die Arzneimittel, die als Therapiestandard nach § 17 Abs. 3 Nr. 4 NBhVO gelten (Nummer 1), die Arzneimittel, für die Aufwendungen nach § 17 Abs. 4 NBhVO nicht beihilfefähig sind (Nummern 2 und 3), und die Arzneimittel, deren Wirtschaftlichkeit aufgrund von Bewertungen des Kosten-Nutzen-Verhältnisses nach § 35 b Abs. 1 SGB V nur bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen gegeben ist (Nummer 4), bekannt gemacht.
Arzneimittel (Therapiestandards) bei schwerwiegenden Erkrankungen
Arzneimittel, die bei der Behandlung schwerwiegender Erkrankungen als Therapiestandard gelten (§ 17 Abs. 3 Nr. 4 NBhVO), sind:
Abführmittel nur zur Behandlung von Erkrankungen im Zusammenhang mit Tumorleiden, Megacolon, Divertikulose, Divertikulitis, Mukoviszidose, neurogener Darmlähmung, vor diagnostischen Eingriffen, bei phosphatbindender Medikation bei chronischer Niereninsuffizienz, Opiat- sowie Opioidtherapie und in der Terminalphase;
Acetylsalicylsäure (bis 300 mg/Dosiseinheit) als Thrombozyten-Aggregationshemmer bei koronarer Herzkrankheit (gesichert durch Symptomatik und ergänzende nicht-invasive oder invasive Diagnostik) und in der Nachsorge von Herzinfarkt und Schlaganfall sowie nach arteriellen Eingriffen;
Acetylsalicylsäure und Paracetamol nur zur Behandlung schwerer und schwerster Schmerzen in Co-Medikation mit Opioiden;
Acidosetherapeutika nur zur Behandlung von dialysepflichtiger Nephropathie und chronischer Niereninsuffizienz sowie bei Neoblase, Ileumconduit, Nabelpouch und Implantation der Harnleiter in den Dünndarm;
Topische Anästhetika und/oder Antiseptika, nur zur Selbstbehandlung schwerwiegender generalisierter blasenbildender Hauterkrankungen (z.B. Epidermolysis bullosa, hereditaria; Pemphigus);
nur bei schwerwiegendem, anhaltendem Pruritus,
nur zur Behandlung bei persistierender allergischer Rhinitis mit schwerwiegender Symptomatik, bei der eine topische nasale Behandlung mit Glukokortikoiden nicht ausreichend ist;
Antimykotika nur zur Behandlung von Pilzinfektionen im Mund- und Rachenraum;
Antiseptika und Gleitmittel nur für Patientinnen und Patienten mit Katheterisierung;
Arzneistofffreie Injektions/Infusions-, Träger- und Elektrolytlösungen sowie parenterale Osmodiuretika bei Hirnödem (Mannitol, Sorbitol);
Calciumverbindungen (mindestens 300 mg Calcium-Ion/ Dosiereinheit) und Vitamin D (freie oder fixe Kombination) sowie Vitamin D als Monopräparat bei ausreichender Calciumzufuhr über die Nahrung
bei Bisphosphonat-Behandlung gemäß Angabe in der jeweiligen Fachinformation bei zwingender Notwendigkeit;
Calciumverbindungen als Monopräparate nur
Levocarnitin nur zur Behandlung bei endogenem Carnitinmangel;
Citrate nur zur Behandlung von Harnkonkrementen;
Dinatriumcromoglycat (DNCG)-haltige Arzneimittel (oral) nur zur symptomatischen Behandlung der systemischen Mastozytose;
E.coli Stamm Nissle 1917 nur zur Behandlung der Colitis ulcerosa in der Remissionsphase bei Unverträglichkeit von Mesalazin;
Eisen-(II)-Verbindungen nur zur Behandlung von gesicherter Eisenmangelanämie;
Flohsamen und Flohsamenschalen nur zur unterstützenden Quellmittel-Behandlung bei Morbus Crohn, Kurzdarmsyndrom und HIV assoziierter Diarrhoen;
Folsäure und Folinate nur bei Therapie mit Folsäureantagonisten sowie zur Behandlung des kolorektalen Karzinoms;
Ginkgo-biloba-Blätter-Extrakt (Aceton-Wasser-Auszug, standardisiert, 240 mg Tagesdosis) nur zur Behandlung der Demenz;
Glukokortikoide, topisch nasal nur zur Behandlung bei persistierender allergischer Rhinitis mit schwerwiegender Symptomatik;
Harnstoffhaltige Dermatika mit einem Harnstoffgehalt von mindestens 5 % nur bei gesicherter Diagnose bei Ichthyosen, wenn keine therapeutischen Alternativen für die jeweilige Patientin oder den jeweiligen Patienten indiziert sind;
Iodid nur zur Behandlung von Schilddrüsenerkrankungen;
Iod-Verbindungen nur zur Behandlung von Ulcera und Dekubitalgeschwüren;
Kaliumverbindungen als Monopräparate nur zur Behandlung der Hypokaliaemie;
Lactulose und Lactitol nur zur Senkung der enteralen Ammoniakresorption bei Leberversagen im Zusammenhang mit der hepatischen Enzephalopathie;
Lösungen und Emulsionen zur parenteralen Ernährung einschließlich der notwendigen Vitamine und Spurenelemente;
Magnesiumverbindungen, oral, nur bei angeborenen Magnesiumverlusterkrankungen;
Magnesiumverbindungen, parenteral, nur zur Behandlung bei nachgewiesenem Magnesiummangel und zur Behandlung bei erhöhtem Eklampsierisiko;
Metixenhydrochlorid nur zur Behandlung des Parkinson-Syndroms;
Mistel-Präparate, parenteral, auf Mistellektin normiert, nur in der palliativen Therapie von malignen Tumoren zur Verbesserung der Lebensqualität;
Niclosamid nur zur Behandlung von Bandwurmbefall;
Nystatin nur zur Behandlung von Mykosen bei immunsupprimierten Patientinnen und Patienten;
Ornithinaspartat nur zur Behandlung des hepatischen (Prae-)Coma und der episodischen, hepatischen Enzephalopathie;
Pankreasenzyme nur zur Behandlung der chronischen, exokrinen Pankreasinsuffizienz oder Mukoviszidose sowie zur Behandlung der funktionellen Pankreasinsuffizienz nach Gastrektomie bei Vorliegen einer Steatorrhoe;
Phosphatbinder nur zur Behandlung der Hyperphosphataemie bei chronischer Niereninsuffizienz und Dialyse;
Phosphatverbindungen bei Hypophosphataemie, die durch eine entsprechende Ernährung nicht behoben werden kann;
Salicylsäurehaltige Zubereitungen (mindestens 2 % Salicylsäure) in der Dermatotherapie als Teil der Behandlung der Psoriasis und hyperkeratotischer Ekzeme;
Synthetischer Speichel nur zur Behandlung krankheitsbedingter Mundtrockenheit bei onkologischen oder Autoimmun-Erkrankungen;
Synthetische Tränenflüssigkeit bei Autoimmun-Erkrankungen (Sjögren-Syndrom mit deutlichen Funktionsstörungen [trockenes Auge Grad 2], Epidermolysis bullosa, okuläres Pemphigoid), Fehlen oder Schädigung der Tränendrüse, Fazialisparese oder bei Lagophthalmus;
Vitamin K als Monopräparate nur bei nachgewiesenem, schwerwiegendem Vitaminmangel, der durch eine entsprechende Ernährung nicht behoben werden kann;
Wasserlösliche Vitamine auch in Kombinationen nur bei der Dialyse;
Wasserlösliche Vitamine, Benfotiamin und Folsäure als Monopräparate nur bei nachgewiesenem, schwerwiegendem Vitaminmangel, der durch eine entsprechende Ernährung nicht behoben werden kann (Folsäure: 5 mg/ Dosiseinheit);
Zinkverbindungen als Monopräparate nur zur Behandlung der enteropathischen Akrodermatitis und durch Haemodialysebehandlung bedingten nachgewiesenem Zinkmangel sowie zur Hemmung der Kupferaufnahme bei Morbus Wilson;
Lokalanaesthetika zur Injektion,
apothekenpflichtige, nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel, die im Rahmen der ärztlichen Behandlung zur sofortigen Anwendung in der Praxis verfügbar sein müssen.
Arzneimittel, bei deren Anwendung eine Erhöhung der Lebensqualität im Vordergrund steht (sog. Lifestyle-Arzneimittel) und deren Aufwendungen nach § 17 Abs. 4 Nr. 1 NBhVO nicht beihilfefähig sind, sind nachstehend aufgeführt.
Fertigarzneimittel,
alle Wirkstärken
Abmagerungsmittel
(peripher wirkend)
A 08 AB 01
alle generischen
Orlistat Fertigarzneimittel
(zentral wirkend)
A 08 AA 01
A 08 AA 02
A 08 AA 03
A 08 AA 04
A 08 AA 05
A 08 AA 06
A 08 AA 07
A 08 AA 08
A 08 AA 09
A 08 AA 10
A 08 AA 13
BOXOGETTEN S
A 08 AA 63
Phenylpropanolamin,
A 08 AX 01
A 08 AA 62
A 10 BX 07
Fucus-Gastreu S R59
Calotropis gigantea (madar)
N 07 BA 01
Nikofrenon
N 07 BA 02
N 06 AX 12
N 07 BA 03
G 04 BE 01
(Ausnahme
als Diagnostikum)
Vitaros Hexal
G 04 BE 02
G 04 BE 03
Sildenafil Fertigarzneimittel
G 04 BE 04
YOCON GLENWOOD
G 04 BE 05
G 04 BE 06
Moxisylyt
G 04 BE 07
G 04 BE 08
Tadalafil 5 mg zur Behandlung des benignen Prostatasyndroms bei erwachsenen Männern)
alle generischen Tadalafil Fertigarzneimittel
G 04 BE 09
G 04 BE 10
G 04 BE 30
G 04 BE 52
G 04 BX 14
Dapoxetinhydrochlorid
N 01 BB 20
Lidocain; Prilocain
Damiana N Oligoplex
Virilis —
Gastreu S R41
Steigerung des sexuellen
G 03 BA 03
M 03 AX 21
Bocouture Vial
Verbesserung des Haarwuchses
D 11 AX 01
D 11 AX 10
und alle generischen Finasterid Fertigarzneimittel
Estradiolbenzoat;
Thiamin; Calcium
pantothenat;
L-Cystin; Keratin
H 02 AB 01
Betamethasonacetat
(gilt für das Anwendungsgebiet
Alopecia areata)
alle generischen Betamethasonacetat Fertigarzneimittel
H 02 AB 08
(Triamcinolonacetonid, Triamcinolonhexacetonid)
Lederlon
alle generischen Triamcinolon
Unwirtschaftliche Arzneimittel
Als unwirtschaftlich von der Versorgung nach § 31 Abs. 1 SGB V ausgeschlossen (§ 17 Abs. 4 Nr. 2 NBhVO) sind Arzneimittel,
die für das Therapieziel oder zur Minderung von Risiken nicht erforderliche Bestandteile enthalten. Der Ausschluss gilt für Arzneimittel mit einem oder mehreren der in den Nummern 3.2.1 bis 3.2.5 genannten arzneilich wirksamen Bestandteile für die dort jeweils bezeichnete Therapierichtung, wenn sie neben diesen Bestandteilen weitere arzneilich wirksame Bestandteile enthalten;
deren therapeutischer Nutzen nicht nachgewiesen ist. Ausgeschlossen sind Arzneimittel, die einen oder mehrere der in den Nummern 3.2.1 bis 3.2.5 genannten arzneilich wirksamen Bestandteile enthalten, wobei der Ausschluss jeweils nur für die dort bezeichnete Therapierichtung gilt.
Die arzneilich wirksamen Bestandteile sind
Stoffgemische, Enzyme und andere Zubereitungen aus Naturstoffen (ausgenommen Bäder und Zubereitungen besonderer Therapierichtungen):
Bacillus-cereus-Sporen
Bienenköniginnenfuttersaft
Catalase zur systemischen Anwendung
Chondroitinsulfat-Natrium zur systemischen Anwendung
Heilwässer, akratische
Heilwässer, natriumchloridhaltige
Knochenmark vom Rind in fixen Kombinationen mit anderen Organen (ausgenommen topische Anwendung)
Knorpel-Knochenmark-Hydrolysat
Latrodectus mactans-Toxin
Leberextrakt, wässriger (ausgenommen topische Anwendung)
Ligamen cervi (pulvis)
Moor zur systemischen Anwendung
Mucopolysaccharidpolyschwefelsäureester zur Injektion
Niedermolekulare Peptide aus Rinderpankreas (gewonnen durch proteolytische Digestion, Ethanolpräzipitation, Phenolextraktion und Ultrafiltration)
Quellsalz aus der Virchowquelle
Schilddrüsenorganpräparate
Siphonospora polymorpha-Toxiod
Sulphatadenyltransferase zur systemischen Anwendung
Terpentinöl, geschwefelt
Aminosäurelösungen aus essentiellen Aminosäuren plus Histidin
Blutkonserve human (ausgenommen Eigenblutkonserven und Frischblut zur Austauschtransfusion)
Elektrolytlösung (Gesamtkationengehalt 152,5 mmol/l) mit Xylitol 2 %
Elektrolytlösung (Gesamtkationengehalt 123 mmol/l) mit erhöhtem Kaliumanteil und Xylitol 2,5 %
Elektrolytlösung (Gesamtkationengehalt 105 mmol/l) ohne Kalium, mit Chlorid und metabolisierbaren Anionen und Xylitol 2,5 %
Elektrolytlösung (Gesamtkationengehalt 69 bis 77 mmol/l) mit Kohlenhydratzusatz 2,5 %
Elektrolytlösung (Gesamtkationengehalt 51 bis 55 mmol/l) mit Kohlenhydratzusatz < 5 %
Elektrolytlösung (Gesamtkationengehalt 19 bis 38,5 mmol/l) mit Kohlenhydratzusatz < 5 %
Erythrozytenkonzentrat human mit Buffycoat
Glucose 10 % in Elektrolytlösung (Gesamtkationengehalt 118 mmol/l) mit erhöhtem Kaliumgehalt und ausschließlich Chlorid als Anion
Glucose 10 % in Elektrolytlösung (Gesamtkationengehalt 75 mmol/l) mit Chlorid und metabolisierbaren Anionen
Kaliumhydrogencarbonatlösung
Kaliumverbindungen zur Phosphatsubstitution
Lysinhydrochloridlösung zur Anwendung bei metabolischer Alkalose
Natriumchlorid in hypotoner Lösung
Natriumhydrogencarbonat/Natriumchlorid-Lösung
Sorbitol zur parenteralen Ernährung
Trometamollösung mit Elektrolyten und metabolisierbaren Anionen
Xylitol 10 % in Elektrolytlösung (Gesamtkationengehalt 74,5 mmol/l) mit ausschließlich Chlorid als Anion
Xylitol 20 % in Elektrolytlösung (Gesamtkationengehalt 74,5 mmol/l) mit ausschließlich Chlorid als Anion;
Badezusätze und Bäder:
Aprikosenextrakt
Baldrianöl, künstliches
Basilikumkraut
Bisabolol-Racemat
Eisen-(III)-oxid-Saccharose-Komplex
Germerwurzelstock
Kupfer(II)sulfat
L-Limonen
Mohrrübenextrakt
Moorsuspension
Patchoulöl
Poleiöl
Valeriansäure und -derivate
Zimtöl;
Arzneimittel der besonderen Therapierichtung Phytotherapie:
Aconitum napellus (Blauer Eisenhut)
Alchemilla alpinae herba (Alpenfrauenmantelkraut)
Altheae radix (Eibischwurzel) als Sirup zur Anwendung bei Magenschleimhautentzündung
Ammeos visnagae fructus (Ammi visnaga-Früchte)
Anethi herba (Dillkraut)
Angelicae fructus, -herba (Angelikafrüchte, -kraut)
Antennariae dioicae flos (Katzenpfötchenblüten)
Apium graveolens (Sellerie)
Artemisia vulgaris (Beifuß)
Asparagi herba (Spargelkraut)
Aurantii flos (Pomeranzenblüten)
Avenae fructus (Haferfrüchte)
Avenae herba (Haferkraut)
Bardanae radix (Klettenwurzel)
Barosmae folium (Buccoblätter)
Basilici aetheroleum (Basilikumöl)
Basilici herba (Basilikumkraut)
Berberis vulgaris (Berberitze)
Boldo folium (Boldoblätter) als ätherisches Öl oder als Destillat
Borago (Borretsch)
Bryoniae radix (Zaunrübenwurzel)
Cacao semen (Kakaosamen)
Cacao testes (Kakaoschalen)
Caieputi aetheroleum (Cajeputöl; ausgenommen topische Anwendung bei rheumatischen und neuralgischen Beschwerden)
Calendulae herba (Ringelblumenkraut; ausgenommen positiv monografierte Blüten-Zubereitungen)
Callunae vulgaris herba (Heidekraut), -flos (Heidekrautblüten)
Capsicum (capsaicinarme Paprika-Arten)
Cardui mariae herba (Mariendistelkraut; ausgenommen positiv monografierte Früchte-Zubereitungen)
Caricae fructus (Feigen)
Caricae papayae folii (Melonenbaumblätter)
Caricis rhizoma (Sandriedgraswurzelstock)
Castaneae folium (Kastanienblätter)
Centaureae cyanus (Kornblume)
Chamomillae romanae flos (Römische Kamille)
Chrysanthemum vulgare (Reinfarn)
Cinnamomi flos (Zimtblüten)
Colocynthidis fructus (Koloquinten)
Crataegi flos (Weißdornblüten; ausgenommen positiv monografierte Kombinationen mit Crataegi folium)
Crataegi folium (Weißdornblätter; ausgenommen positiv monografierte Kombinationen mit Crataegi flos)
Crataegi fructus (Weißdornfrüchte; ausgenommen zugelassene Kombinationen mit Crataegi flos und Crataegi folium)
Croci stigma (Safran)
Cymbopogon species (Cymbopogon-Arten)
Cynoglossi herba (Hundszungenkraut)
Cytisi scoparii flos (Besenginsterblüten)
Delphinii flos (Ritterspornblüten)
Dryopteris filix mas (Wurmfarn)
Echinaceae angustifoliae/pallidae herba (schmalblättriges Sonnenhutkraut/blassfarbenes Kegelblumenkraut)
Echinaceae angustifoliae radix (Wurzel des schmalblättrigen Sonnenhutes)
Echinaceae purpureae radix (Purpursonnenhutwurzel)
Eschscholzia californica (Kalifornischer Goldmohn)
Euphrasia officinalis (Augentrost)
Farfarae flos, -herba, -radix (Huflattichblüten, -kraut, -wurzel)
Fixe Kombinationen von Adoniskraut und/oder Maiglöckchenkraut (außer in positiv monografierten Kombinationen)
Fixe Kombinationen von positiv monografierten Gemischen herzglykosidhaltiger Drogenzubereitungen mit anderen Stoffen oder Zubereitungen
Fixe Kombinationen von Atropa belladonnae mit anderen Stoffen
Fragariae folium (Erdbeerblätter)
Fraxinus excelsior (Esche)
Fucus (Tang)
Galegae officinalis herba (Geisrautenkraut)
Galii odorati herba (Waldmeisterkraut)
Gelsemii rhizoma (Gelsemiumwurzelstock)
Ginkgo folium (Ginkgoblätter; ausgenommen positiv monografierte Trockenextrakte)
Helenii radix (Alantwurzel)
Hepatici nobilis herba (Leberblümchenkraut)
Herniariae herba (Bruchkraut)
Hibisci flos (Hibiscusblüten)
Hippocastani cortex, -flos (Rosskastanienrinde, -blüten)
Hippocastani folium (Rosskastanienblätter)
Hyssopus officinalis (Ysop)
Iris rhizoma (Schwertlilienwurzelstock)
Juglandis fructus cortex (Walnussfruchtschalen)
Lamii albi herba (Weißes Taubnesselkraut)
Laminariae stipites (Laminariastiele)
Ledi palustris herba (Sumpfporstkraut)
Luffa aegyptiaca (Luffaschwamm)
Malvae arboreae flos (Stockmalvenblüten)
Myristica fragrans (Muskat)
Myrtilli folium (Heidelbeerblätter)
Oleae folium (Olivenblätter)
Oleandri folium (Oleanderblätter; außer in positiv monografierten Kombinationen)
Olivae oleum (Olivenöl; ausgenommen in Infusionen zur parenteralen Ernährung)
Origani vulgaris herba (Dostenkraut)
Origanum maiorana (Majoran)
Paeonia (Pfingstrose)
Papainum crudum (Rohpapain) und papainhaltige Enzymgemische
Petasites hybridus sive folium (Pestwurz oder -blätter; ausgenommen positiv monografierte Wurzel-Zubereitungen)
Petroselini fructus (Petersilienfrüchte)
Pimpinellae herba (Bibernellwurzel)
Populi cortex, -folium (Pappelrinde, -blätter)
Pruni spinosae flos (Schlehdornblüten)
Ptychopetali lignum (Potenzholz)
Pulmonariae herba (Lungenkraut)
Pulsatillae herba (Küchenschellenkraut)
Rhododendri ferruginei folium (Rostrote Alpenrosenblätter)
Rhoeados flos (Klatschmohnblüten)
Rosae fructus (Hagebuttenkerne)
Rosae pseudofructus (Hagebuttenschalen)
Rosae pseudofructus cum fructus (Hagebutten)
Rubi fruticosi radix (Brombeerwurzel)
Rubi idaei folium (Himbeerblätter)
Rubiae tinctorum radix (Krappwurzel)
Ruta graveolens (Raute)
Santali lignum rubrum (Rotes Sandelholz)
Saponariae herba (Seifenkraut)
Sarsaparillae radix (Sarsaparillewurzel)
Selenicereus grandiflorus (Königin der Nacht)
Senecionis herba (Fuchskreuzkraut)
Sorbi aucupariae fructus (Ebereschenbeeren)
Spinaciae folium (Spinatblätter)
Stramonii folium, -semen (Stramoniumblätter, -samen)
Strychni semen (Brechnusssamen)
Syzygii cumini semen (Syzygiumsamen)
Tiliae carbo (Lindenholzkohle)
Tiliae folium (Lindenblätter)
Tiliae lignum (Lindenholz)
Tiliae tomentosae flos (Silberlindenblüten)
Verbenae herba (Eisenkraut; ausgenommen zugelassene Kombinationen mit Gentianae radix, Primulae flos, Rumicis herba und Sambuci flos)
Veronicae herba (Ehrenpreiskraut)
Vincae minoris herba (Immergrünkraut)
Viola odorata (Märzveilchen)
Violae odoratae flos (Märzveilchenblüten)
Visci albi fructus (Mistelbeeren)
Visci albi stipites (Mistelstengel)
Yohimbehe cortex (Yohimberinde)
Zedoariae rhizoma (Zitwerwurzelstock);
Arzneimittel der besonderen Therapierichtung Homöopathie:
Acetonum
Acidum alpha-ketoglutaricum
Acidum hypophosphorosum
Acidum molybdaenicum
Aconitum napellus e radice
Aesculus hippocastanum e floribus
Alchemilla vulgaris ex herba siccata
Alkana tuberculata
Althaea officinalis e foliis
Aniba coto
Aristolochia cymbifera e radice
Arnica montana e floribus
Artemisia vulgaris ex herba
Atropa belladonna e foliis
Atropa belladonna e fructibus immaturis
Atropa belladonna e fructibus maturis
Atropa belladonna e radice
Atropa belladonna ex herba
Bambusa e nodo
Bambusa e summitatibus
Bellis perennis e floribus
Beryllium carbonicum
Betula pendula e cortice
Betula pendula e foliis
Bismutum oxydatum
Bismutum subgallicum
Brassica oleracea e planta non florescente
Bufo bufo e toto animali
Calcium carbonicum naturale
Calcium glycerinophosphoricum
Calendula officinalis e floribus
Carbo tiliae
Cetylpyridinium chloratum
Chamomilla recutita e radice
Chelidonium majus e tota planta
Chenopodium ambrosoides var. ambros.
Chininum arsenicum
Chromium chloratum
Chichorium intybus ex herba
Chinchona calisaya
Crataegus e floribus
Crataegus e foliis
Crataegus ex herba et fructibus
Cumarinum
Cynosbatus
Cytisus scoparius ex herba
Datura stramonium e seminibus
Dryopteris filix-mas ex herba
Gaultheriae aetheroleum
Glandula thymi
Guajacolum
Hamamelis virginiana e cortice et e summitatibus
Helleborus niger e planta tota
Helleborus viridis ex herba
Hydrargyrum chromicum oxydulatum
Hydrargyrum nitricum oxydulatum
Hydrargyrum phosphoricum
Hypericum perforatum ex herba
Ilex aquifolium e foliis siccatis
Ilis germanica
Iris versicolor e foliis
Juglans regia e foliis
Kalium chromicum
Kalium hydroxidatum
Lavandula angustifolia e floribus
Lens cristallina embryonalis
Lycopodium clavatum ex herba
Magnesium thiosulfuricum
Mandragora ex herba
Manganum peroxidatum
Melissa officinalis ex herba
Mucosa ventriculi
Myocardium bovis
Natrium bichromicum
Natrium kakodylicum
Natrium lacticum
Natrium tetrachloroauratum et Natrium chloratum
Ocimum basilicum e foliis
Ocimum basilicum ex herba
Ocotea puchury-major
Ouabainum
Ovarium bovina siccatum
Pangametinum
Phloridzinum
Physostigminum hydrobromicum
Phytolacca americana e baccis
Platinum colloidale
Platinum diiodatum
Plumbum phosphoricum
Plumbum tannicum
Prunus padus e foliis
Prunus spinosa e fructibus
Pulmo vulpis
Quercus e cortice
Resina thapsiae
Resorcinum
Rosa canina e fructibus
Salix alba e foliis
Sal marinum
Sambucus nigra e cortice
Sambucus nigra e floribus
Sambucus nigra e radice
Sassafras albidum var. molle
Sepia officinalis purificata
Silybum marianum ex herba
Solidago virgaurea ex herba
Solidago virgaurea ex herba et floribus
Sparteinum sulfuricum
Spilanthea oleracea
Strontium chloratum
Strontium jodatum
Strychninum ferri-citricum
Strychninum sulfuricum
Succini aetheroleum
Symphoricarpos albus e planta tota
Symphoricarpos albus e radice
Syzygium cumini e cortice
Terebinthina pistaciae
Thiamini hydrochloricum
Tocopherolum aceticum
Tuberculinum Klebs nosode
Tuberculinum Koch nosode
Tuberculinum Spengler nosode
Tussilago farfara e floribus
Tussilago farfara e radice
Vaccinium myrtillus e foliis
Veratrinum crudum
Viola odorata e floribus
Viscum album e foliis
Vitaminum D
Zincum phosphinicum.
Wirtschaftliche Arzneimittel aufgrund von Bewertungen nach § 35 b Abs. 1 SGB V
Arzneimittel (Wirkstoffe), deren Wirtschaftlichkeit aufgrund von Bewertungen des Kosten-Nutzen-Verhältnisses nach § 35 b Abs. 1 SGB V nur bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen gegeben ist (§ 17 Abs. 8 NBhVO), sind nachstehend aufgeführt.
Schnell wirkende Insulinanaloga
Zu den schnell wirkenden Insulinanaloga zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 zählen
Insulin Aspart,
Insulin Glulisin und
Aufwendungen für diese Wirkstoffe sind nur beihilfefähig, solange sie nicht mit Mehrkosten im Vergleich zu schnell wirkendem Humaninsulin verbunden sind. Dies gilt nicht für Beihilfeberechtigte und berücksichtigungsfähige Angehörige, bei denen
eine Allergie gegen den Wirkstoff Humaninsulin besteht,
trotz Intensivierung der Therapie eine stabile adäquate Stoffwechsellage mit Humaninsulin nicht erreichbar ist, dies aber mit schnell wirkenden Insulinanaloga nachweislich gelingt,
aufgrund unverhältnismäßig hoher Humaninsulindosen eine Therapie mit schnell wirkenden Insulinanaloga im Einzelfall wirtschaftlicher ist.
Lang wirkende Insulinanaloga
Zu den lang wirkenden Insulinanaloga zur Behandlung des Diabetes mellitus Typ 2 zählen
Insulin glargin und
Insulin detemir.
Aufwendungen für diese Wirkstoffe sind nur beihilfefähig, solange sie - unter Berücksichtigung der notwendigen Dosierungen zur Erreichung des therapeutischen Zieles - nicht mit Mehrkosten im Vergleich zu intermediär wirkendem Humaninsulin verbunden sind. Dies gilt nicht für
eine Behandlung mit Insulin glargin bei Beihilfeberechtigten oder berücksichtigungsfähigen Angehörigen, bei denen im Rahmen einer intensivierten Insulintherapie auch nach individueller Therapiezielüberprüfung und individueller Anpassung des Ausmaßes der Blutzuckersenkung in Einzelfällen ein hohes Risiko für schwere Hypoglykämien bestehen bleibt,
Beihilfeberechtigte und berücksichtigungsfähige Angehörige mit Allergie gegen intermediär wirkende Humaninsuline.
4.3 Lipidsenker
Zu den Lipidsenkern zur Behandlung der Hypercholesterinämie oder der gemischten Dyslipidämie gehören
Evolocumab,
Alirocumab.
Aufwendungen für diese Wirkstoffe sind nur beihilfefähig, solange sie nicht mit Mehrkosten im Vergleich zu einer Therapie mit anderen Lipidsenkern (Statine, Fibrate, Anionenaustauscher, Cholesterinresorptionshemmer) verbunden sind.
Für den Wirkstoff ‚Evolocumab‘ gilt dies nicht für Beihilfeberechtigte und berücksichtigungsfähige Angehörige
mit familiärer, homozygoter Hypercholesterinämie, bei denen medikamentöse und diätetische Optionen zur Lipidsenkung ausgeschöpft worden sind, oder
mit heterozygot familiärer oder nichtfamiliärer Hypercholesterinämie oder gemischter Dyslipidämie bei therapierefraktären Verläufen, bei denen grundsätzlich trotz einer über einen Zeitraum von zwölf Monaten dokumentierten maximalen diätetischen und medikamentösen lipidsenkenden Therapie (Statine und/oder andere Lipidsenker bei Statin-Kontraindikation) der LDL-C-Wert nicht ausreichend gesenkt werden kann und daher davon ausgegangen wird, dass die Indikation zur Durchführung einer LDL-Apherese besteht.
Für den Wirkstoff ‚Alirocumab‘ gilt dies nicht für Beihilfeberechtigte und berücksichtigungsfähige Angehörige mit heterozygot familiärer oder nichtfamiliärer Hypercholesterinämie oder gemischter Dyslipidämie bei therapierefraktären Verläufen, bei denen grundsätzlich trotz einer über einen Zeitraum von zwölf Monaten dokumentierten maximalen diätetischen und medikamentösen lipidsenkenden Therapie (Statine und/oder andere Lipidsenker bei Statin-Kontraindikation) der LDL-C-Wert nicht ausreichend gesenkt werden kann und daher davon ausgegangen wird, dass die Indikation zur Durchführung einer LDL-Apherese besteht.
Die Indikation zur Durchführung einer LDL-Apherese besteht grundsätzlich bei Personen mit gesicherter vaskulärer Erkrankung (koronare Herzkrankheit [KHK], cerebrovaskuläre Manifestation, periphere arterielle Verschlusskrankheit [pAVK]) sowie regelhaft weiteren Risikofaktoren für kardiovaskuläre Ereignisse (z. B. Diabetes mellitus, Nierenfunktion glomeruläre Filtrationsrate [GFR] unter 60 ml/min) sowie bei Personen mit gesicherter familiärer heterozygoter Hypercholesterinämie unter Berücksichtigung des Gesamtrisikos familiärer Belastung.
Dieser RdErl. tritt mit Wirkung vom 1. 1. 2012 in Kraft.
Region Hannover, Gemeinden, Landkreise und der Aufsicht des Landes unterstehenden Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts
http://www.voris.niedersachsen.de/jportal/?quelle=jlink&query=VVND-204440-MF-20120102-01-SF&psml=bsvorisprod.psml&max=true

References: § 17
 § 31
 § 35
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 § 17
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