Source: http://mint-blue.info/2017/07/10/abmahnfalle-fehlerhafte-widerrufsbelehrung/
Timestamp: 2018-12-13 01:18:53+00:00

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Abmahnfalle: Fehlerhafte Widerrufsbelehrung - Mint-Blue-Blog- mint-blue.info
Martin Rätze | 10.07.2017 | Abmahnungen, Deutschland 3 Kommentare
Der IDO-“Verband” ist zahlreichen Händlern bekannt. Viele haben schon von diesem Abmahnverein Post erhalten. Unter anderem rügt der Verband mit Abmahnungen das Fehlen einer gesetzmäßigen Widerrufsbelehrung.
“Nach § 312d Abs. 1 BGB iVm Art. 246a § 1 Absätze 2 und 3 BGB müssen Sie den Verbraucher über die Bedingungen, insbesondere das Bestehen oder Nichtbestehen eines Widerrufsrechts, die Fristen und das Verfahren für die Ausübung des Widerrufsrechtes, die Rechtsfolgen des Widerrufes und das Muster-Widerrufsformular (Anlage 2 zu Art. 246a § 1 Abs. 2 Satz 1 Nummer 1 EGBGB) belehren.”
“Steht dem Verbraucher ein Widerrufsrecht nach § 312g Absatz 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs zu, ist der Unternehmer verpflichtet, den Verbraucher zu informieren
darüber, dass der Verbraucher dem Unternehmer bei einem Vertrag über die Erbringung von Dienstleistungen oder über die nicht in einem bestimmten Volumen oder in einer bestimmten Menge vereinbarte Lieferung von Wasser, Gas, Strom oder die Lieferung von Fernwärme einen angemessenen Betrag nach § 357 Absatz 8 des Bürgerlichen Gesetzbuchs für die vom Unternehmer erbrachte Leistung schuldet, wenn der Verbraucher das Widerrufsrecht ausübt, nachdem er auf Aufforderung des Unternehmers von diesem ausdrücklich den Beginn der Leistung vor Ablauf der Widerrufsfrist verlangt hat.”
Die vom Abmahnverein IDO geforderte Unterlassungserklärung sollten Händler nicht einfach so unterschreiben. Man beraubt sich damit evtl. selbst wirtschaftlichen Freiheiten. Ja, dieses kostet im ersten Schritt vielleicht auch Geld, langfristig gesehen kann man damit aber eher Geld sparen.
Christin 17. Juli 2017

References: § 312
 Art. 246
 § 1
 Art. 246
 § 1
 § 312
 § 357