Source: http://palikanon.com/khuddaka/jataka/j429.htm
Timestamp: 2018-06-25 00:08:17+00:00

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﻿ 429 Maha-Suka-Jataka
429. Die große Erzählung von dem Papageien (Maha-Suka-Jātaka)
§A. Dies erzählte der Meister, da er im Jetavana verweilte, mit Beziehung auf einen Mönch. Nachdem nämlich dieser von dem Meister einen Betrachtungsstoff erhalten hatte, nahm er auf dem Lande im Reiche Kosala in der Nähe eines Grenzdorfes seinen Aufenthalt in einem Walde. Die Bewohner richteten für ihn Plätze für den Aufenthalt bei Nacht, Plätze für den Aufenthalt bei Tage u. dgl. her, erbauten ihm an einer Stelle, zu der man leicht hinkommen und von der man auch wieder leicht weggehen konnte, eine Hütte und erwiesen ihm mit Aufmerksamkeit Dienste.
§B. Ehedem wohnten im Himalaya am Ufer des Ganges in einem Wald von Feigenbäumen viele hunderttausend Papageien. Dort verzehrte ein Papageienkönig, als an dem Baume, wo er wohnte, die Früchte ausgegangen waren, was an Resten noch übrig war von Sprossen, Blättern, Rinde oder Abfällen, und trank aus dem Ganges Wasser dazu. So war er äußerst genügsam und bescheiden geworden und begab sich nicht anderswohin.
§1. „So lang ein Baum mit Früchten ist bedeckt,
§2. „Fliege fort, Rotschnäbliger, bleibe nicht,
§3. „Die ihrer Freunde Freund geworden sind,
§4. So bin auch ich, o Schwan, der Guten einer,
§5. „Gut ist es, dass du Freundschaft hieltest
§6. Drum einen Wunsch gewähr ich dir,
§7. „Wenn du, o Schwan, mir einen Wunsch gewährst,
§8. „Du sollst ihn sehn voll Früchten, Freund, und mächtig,
§9. „So mögst du, Sakka, glücklich leben
§10. Da nach dem Wunsch des Papageien
§A2. Nachdem der Meister diese Unterweisung beschlossen, fügte er hinzu: „So, o Mönch, waren in der Vorzeit die Weisen, obwohl sie in der Familie der Tiere wiedergeboren waren, frei von Begierde nach besserer Nahrung; warum bist du, der du doch in dieser Lehre Mönch geworden, von dieser Begierde besessen? Gehe und bleibe dortselbst wohnen.“ Und er gab ihm einen neuen Betrachtungsstoff.
§C. Hierauf verband er das Jātaka mit folgenden Worten (der Mönch aber kehrte dorthin zurück und gelangte durch geistige Beschauung zur Heiligkeit): „Damals war Sakka Anuruddha, der Papageienkönig aber war ich.“
[1] Ein Zeichen dafür, dass auf der Erde etwas Außergewöhnliches geschieht, wodurch der Betreffende der Sakka-Würde sich würdig macht.
[2] Gott Sakka weiß, dass der Papagei nur aus Dankbarkeit und aus Freundschaft zu der im Baume wohnenden Gottheit auf dem Baume wohnen bleibt.

References: §1

§2

§3

§4

§5

§6

§7

§8

§9

§10