Source: https://www.hochschule-biberach.de/web/umwelt-und-nachhaltige-entwicklung/umweltzertifikat
Timestamp: 2017-10-21 10:12:47+00:00

Document:
Umweltzertifikat - Hochschule Biberach
Umwelt und nachhaltige Entwicklung > Umwelt > Umweltzertifikat
Viele Betriebe sind heutzutage gesetzlich dazu verpflichtet, bestimmte interne Sachbeauftragte für ihre Anlage oder ihren Produktionsbetrieb zu bestellen. Zu diesen Beauftragen gehören beispielsweise Abfallbeauftragte nach KrWG, Gewässerschutzbeauftragte nach WHG, Störfallbeauftragte und Immissionsschutzbeauftragte nach BImSchG sowie Beauftragte für die Biologische Sicherheit nach GenTG. Um solche Beauftragte benennen zu können, müssen die Unternehmen jedoch meist ihre Mitarbeiter zusätzlich weiterbilden. Daher kann es für den späteren Berufsalltag sinnvoll sein, schon während des Studiums gewisse Zusatzqualifikationen, wie die Fachkunde zu einem Beauftragten, zu erlangen.
Die Hochschule Biberach hat diese Vorteile erkannt und bietet derzeit ausschließlich für die Studenten der Bachelorstudiengänge Bauingenieurwesen und Projektmanagement/Bauingenieurwesen im Rahmen des Zertifikats „Umweltschutz und Umweltrecht" die Erlangung der Fachkunde zum Gewässerschutzbeauftragten sowie zum Betriebsbeauftragten für Abfall an.
Beschreibung Abfallbeauftragter nach KrWG
Nach § 59 Bestellung eines Betriebsbeauftragten für Abfall des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG) sind die Betreiber bestimmter Anlagen dazu verpflichtet, unverzüglich einen oder mehrere Betriebsbeauftragte für Abfall (Abfallbeauftragte) zu bestellen.
Der Abfallbeauftragte ist damit beauftragt, den zur Bestellung Verpflichteten und die Betriebsangehörigen zum Thema Abfallvermeidung und Abfallbewirtschaftung zu beraten und aufzuklären. Darüber hinaus ist er dazu verpflichtet den gesamten Abfallprozess zu überwachen, die Einhaltungen von Vorschriften und Gesetzen zu kontrollieren, die Betriebsstätte in Hinblick auf die Abfallbewirtschaftung zu überprüfen, möglichst umweltfreundliche und abfallarme Verfahren und Erzeugnisse einzuführen bzw. zu verbessern.
Beschreibung Gewässerschutzbeauftragter nach WHG
Nach § 64 Bestellung von Gewässerschutzbeauftragten des Wasserhaushaltsgesetz (WHG) müssen Gewässerbenutzer, die an einem Tag mehr als 750 m³ Abwasser einleiten dürfen, einen oder mehrere Betriebsbeauftragte für Gewässerschutz (Gewässerschutzbeauftragte) bestellen.
Der Gewässerschutzbeauftragte hat ein vielfältiges und abwechslungsreiches Aufgabenfeld. Zu seinen Tätigkeiten gehört unteranderem die Beratung des Gewässerbenutzers und der Betriebsangehörigen. Außerdem sorgt der Gewässerschutzbeauftragte für die Einhaltung von Vorschriften, Bestimmungen und Anordnungen, kontrolliert die Abwasseranlagen, untersucht das Abwasser, unterstützt die Verwendung von geeigneten Abwasserbehandlungsverfahren und setzten sich für umweltfreundlichen Produktionen ein.
Um das Zertifikat „Umweltschutz und Umweltrecht" erlangen zu können müssen, je nach Studiengang, gewisse Fächer belegt werden. Sofern dadurch der Umfang an Credit Points gemäß SPO der HBC überschritten wird, können die zusätzlichen Lehrveranstaltungen auch als Zusatzfach belegt werden und werden dennoch für das Zertifikat gewertet. Nachfolgend werden die spezifischen Anforderungen für die Bachelorstudiengänge Bauingenieurwesen und Projektmanagement/Bauingenieurwesen beschrieben.
Studierende des Bachelorstudiengangs Bauingenieurwesen
Die Studenten Bachelorstudiengangs Bauingenieurwesen sind laut §27 Bachelor-Studiengang Bauingenieurwesen (11) 2. SPO berechtigt das Zertifikat „Umweltschutz und Umweltrecht" zu erlangen.
Mit dem Zertifikat „Umweltschutz und Umweltrecht" wird die Fachkunde zum Gewässerschutzbeauftragten und die Fachkunde zum Betriebsbeauftragten für Abfall bestätigt.
Für den Erwerb des Zertifikat „Umweltschutz und Umweltrecht" sind folgende Module bzw. Lehrveranstaltungen (LV) zu belegen:
Modul 24 Vertiefung Siedlungswasserwirtschaft innerhalb des umweltbezogenen Vertiefungsschwerpunktes UVW
Abfall-/Umwelttechnik (PB30-03 aus §28 SPO)
Besonderes Umweltrecht (PB30-07 aus §28 SPO)
Drei LV mit insgesamt 6 SWS aus den folgenden LV:
Mess- und Verfahrenstechnik in der Siedlungswasserwirtschaft (BA-B 30A.19)
Gewässernutzung (BA-B 30A.16)
Allgemeines Umweltrecht (PB15-2 aus §28 SPO)
Umweltverträglichkeitsprüfung (PB30-06 aus §28 SPO)
Studierende des Bachelorstudiengangs Projektmanagement/Bauingenieurwesen
Die Studenten Bachelorstudiengangs Projektmanagement/Bauingenieurwesen sind laut § 28 Bachelor-Studiengang Projektmanagement/Bauingenieurwesen (7) SPO berechtigt das Zertifikat „Umweltschutz und Umweltrecht" zu erlangen.
Vertiefung Schwerpunkt Infrastruktur
Abfall‐und Umwelttechnik (PB30‐03)
Besonderes Umweltrecht (PB30-07)
Flächenrecycling (PB30-08)
Umweltverträglichkeitsprüfung (PB30-06)
Altlasten (BA-B 30A.17 aus §27 SPO)
Gewässernutzung (BA-B 30A.16 aus §27 SPO)
Mess- und Verfahrenstechnik in der Siedlungswasserwirtschaft (BA-B 30A.19 aus §27 SPO)
Bevollmächtigter für die Ausstellung des Zertifikates "Umweltschutz und Umweltrecht"
Prof. Dr.-Ing. Albrecht Heckele
Telefon: +49 - (0) 7351 582-355
Raum D 2.69

References: § 59
 § 64
 §27
 §28
 §28
 §28
 §28
 § 28
 §27
 §27
 §27