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Timestamp: 2018-05-21 05:02:21+00:00

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Grundsätzlich gilt für die regelmäßige Arbeitszeit: „Krank ist wie gearbeitet.” Da kann also keine einzige Minusstunde entstehen. Ein sauber geführter Schichtplan dokumentiert zweifelsfrei, „wie gearbeitet” worden wäre.
Eintreten der Arbeitsunfähigkeit während des Dienstes
Für eine Erkrankung, die nach der Aufnahme des Dienstes eintritt, wird dieser Tag als gearbeitet gezählt und der erste Krankheitstag ist der Tag danach. Eine Krankmeldung braucht also erst ab dem Tag zu gelten, an dem die Arbeit nicht mehr aufgenommen wurde. Die Fristberechnung erfolgt nach § 187 Abs. 1 BGB. Tritt die Arbeitsunfähigkeit während der Arbeitszeit ein, beginnt die Sechs-Wochenfrist am nächsten Tag zu laufen.
(BAG vom 04.05.1971, BAG vom 22.2.1973 — 5 AZR 461/72, AP LohnFG § 1 Nr. 28, zu 1 der Gründe)
Ist die regelmäßige Arbeitszeit längere Zeit ungleichmäßig verteilt worden und hätte ein Arbeitnehmer Zusatzschichten oder längere Schichten leisten müssen, wenn er nicht krank geworden wäre, dann müssen ihm diese Zeiten im Krankheitsfall auf dem Zeitkonto gutgeschrieben werden. Eine betriebliche Regelung, wonach Zeitschulden nur durch tatsächliche Arbeitsleistung ausgeglichen werden können, verstößt gegen das Lohnausfallprinzip des § 4 Abs. 1 EFZG.
(BAG vom 13.02.2002 - 5 AZR 470/00)
In NRW und Rhein-aufwärts gilt in der verfassten ev. Kirche und ihrer Diakonie eine abstruse Sonderregel:
(1) …] Für Fehltage (Urlaub, unverschuldete Arbeitsunfähigkeit, Arbeitsbefreiung nach § 28 oder anderen entsprechenden Regelungen) wird die durchschnittliche tägliche Arbeitszeit der/des Mitarbeitenden angerechnet.
Es liegt jetzt bei den Vorgesetzten, die „durchschnittliche tägliche Arbeitszeit” zu ermitteln und im Zweifelsfall nachzuweisen. Die Formel dafür:
Stunden im Kalenderjahr vor Freistellung und Arbeitsbefreiung
: Zahl der individuellen Arbeitstage im Kalenderjahr
= durchschnittliche tägliche Arbeitszeit
Überall dort, wo Schichten unterschiedlich lang sind, führt dies zu Minus- und Plusstunden. Diese können aber erst ermittelt werden, wenn mit Ablauf des Kalenderjahres (Ausgleichszeitraum) alle Schichten verplant sind. Denn erst dann steht die Zahl der individuellen Arbeitstage fest.
⊗ Schichtplan-Fibel Basistage
→ 02.-06.07.2018 in Bielefeld D3-181921-085
→ 05.-09.11.2018 in Hattingen D3-181923-085
© Ilan Amith - Fotolia.com;
Malaria, Krebserkrankungen, Kreislaufprobleme, Arteriosklerose - das alles ist heute für die Ärzte schnell erkennbar, und kann in den meisten Fällen auch mit Erfolg behandelt werden. Aber haben Sie schon einmal von "Progressive Supranukleäre Blickparese" (PSP) gehört? Nein. Nun - die meisten Ärzte auch nicht. Diese Gehirnerkrankung lähmt die Augen, zerstört Nervenzellen und lässt Patienten taumeln wie im Vollrausch. In den meisten Fällen wird sie nicht erkannt und mit Parkinson verwechsel.
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Für Rehabilitationsmaßnahmen ist die Rentenversicherung zuständig. Sie trägt in der Regel auch die Kosten. Wir unterstützen Sie bei der Beantragung einer Maßnahme und klären gegebenenfalls offene Fragen mit dem zuständigen Leistungsträger.
Nehmen Sie im Laufe der Krankengeldzahlung an einer medizinischen Reha-Maßnahme der Rentenversicherung teil, brauchen Sie den täglichen Zuzahlungsbetrag von zehn Euro für den Aufenthalt nicht zu zahlen.
Sie beziehen eine Rente und arbeiten zusätzlich? Dann können Sie – je nach Rentenart – trotzdem Krankengeld erhalten. Sprechen Sie uns an, wir beraten Sie gern.
Sie erhalten Krankengeld und bekommen währenddessen eine Rente zugebilligt? Dann wird das Krankengeld gekürzt oder es entfällt. Dies gilt auch für ausländische Renten und vergleichbare Leistungen.
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Auch Stimmungstagebücher können unterstützend sein. Darin werden die Stimmung, wichtige Tagesereignisse, Therapiemaßnahmen etc. festgehalten. In einer Selbsthilfegruppe können sich Betroffene zudem austauschen und voneinander lernen.
Auf mögliche Warnsignale zu achten und die Selbstwahrnehmung zu schulen kann Betroffenen und Angehörigen helfen, Krankheitsepisoden früh zu erkennen und rechtzeitig gegenzusteuern bzw. zu helfen. Folgende Anzeichen sollten Sie besonders hellhörig machen:
Schlafstörungen/Schlaflosigkeit,
unerklärliche Traurigkeit,
„Überdrehtheit“,
Gedankenflut,
Suizidgedanken,
unaufhörlicher Redefluss mit Gedankensprüngen,
Gefühl, durch nichts zu stoppen zu sein und alles zu können.
Besonders bewährt hat sich ein trialogischer Zugang. Der „Trialog“ bezeichnet gemeinsame Gespräche zwischen Betroffenen, Angehörigen und professionellen Helferinnen/Helfern auf Augenhöhe. Dies ermöglicht es auch, besser an einem Strang zu ziehen, um die mit der Patientin/dem Patienten vereinbarten Therapieziele zu erreichen. Auch Selbsthilfegruppen für Betroffene und Angehörige bieten Möglichkeiten zum Austausch und zur Hilfe.
Die Behandlung einer bipolaren Störung erfolgt durch die Fachärztin/den Facharzt für Psychiatrie. Für Jugendliche unter 18 Jahren stehen auch spezialisierte Kinder- und Jugendpsychiaterinnen/Jugendpsychiater zur Verfügung. In die Therapie werden meist weitere Gesundheitsberufe wie Psychotherapeutinnen/Psychotherapeuten oder klinische Psychologinnen/klinische Psychologen miteinbezogen.
Bei einem psychiatrischen Notfall (z.B. Suizidgefahr) ist rasche medizinische Hilfe unumgänglich. Rufen Sie in diesen Fällen sofort die Rettung unter 144! Wenn dies möglich ist, kann auch die nächstgelegene Ambulanz für Psychiatrie aufgesucht werden.
Die Kosten für die ärztliche Behandlung werden im Normalfall von den Krankenversicherungsträgern übernommen. Nähere Informationen finden Sie unter Kosten und Selbstbehalte und Rezeptgebühr & Co: So werden Medikamentenkosten abgedeckt. Informationen zu Kosten bei einem Krankenhausaufenthalt finden Sie unter Was kostet der Spitalsaufenthalt?
Die klinisch-psychologische Diagnostik ist eine Leistung der sozialen Krankenversicherung, deren Kosten von den Krankenversicherungsträgern übernommen werden. Die Kosten für die Behandlung oder Beratung bei niedergelassenen klinischen Psychologinnen/klinischen Psychologen müssen Sie, da es sich um keine Leistung der Krankenversicherung handelt, selbst tragen
Informationen zur Rehabilitation finden Sie unter Reha & Kur.
Näheres zur Kostenerstattung erfahren Sie auf der Website der Sozialversicherungsträger.
zuletzt aktualisiert 30.09.2016
Letzte Expertenprüfung durch Prim. Assoc. Prof. Priv. Doz. Dr. Martin Aigner Zum Expertenpool
Einer der einflussreichsten Wissenschaftler an der Harvard Universität scheint dafür verantwortlich zu sein, dass die Diagnose "Bipolare Störung" - auch bekannt als manisch depressive Erkrankung - bei Kindern von 1994-2003 um 4000% (!) zugenommen hat. Dafür, dass er den Kindern dann entsprechende Medikamente verordnet hat, ist dieser Forscher von den Pharmafirmen selbstverständlich grosszügig bezahlt worden.
Stellen Sie sich einmal vor, wenn Fresssucht tatsächlich als psychische Erkrankung klassifiziert würde! Auf einen Schlag könnte man Millionen Menschen als geisteskrank bezeichnen – und natürlich entsprechend medikamentös behandeln. Was für ein Geschäft!
Neues Syndrom macht jeden zum potentiellen Psycho-Patienten
Doch damit nicht genug. Der Rat der APA hat noch eine weitere grandiose Idee. Man plane, eine ganz neue Erkrankungskategorie in das DSM aufzunehmen.
Diese Kategorie solle „Risikosyndrome” genannt werden. Darunter würden Menschen fallen, die zwar noch nicht an einer psychischen Störung leiden, aber unter Verdacht stehen, das Potential einer solchen zu besitzen. Diese Menschen gelten demnach als Träger des „Psychosen-Risiko-Syndroms“.
In die Kategorie der Risikosyndrome könne man beispielsweise auch Teenager einsortieren, die ein „Übermass an Misstrauen und Wahnvorstellungen“ zeigten sowie „durch eine unorganisierte Sprache und durch unorganisierte Verhaltensweisen“ auffielen.
Wie jedoch beurteilt und eingeschätzt werden können soll, wer nun das Potential zu einer psychischen Störung in sich trägt und wer nicht, wenn noch gar keine Symptome ersichtlich sind, bleibt das Geheimnis der APA.
Auf die­ser Sei­te fin­den Sie In­for­ma­tio­nen zu der Fra­ge, wer durch das Ent­gelt­fort­zah­lungs­e­setz (EFZG) ge­schützt wird, wel­che Leis­tun­gen das EFZG vor­sieht und von wel­chen Vor­aus­set­zun­gen die­se Leis­tun­gen ab­hän­gig sind.
Au­ßer­dem fin­den Sie Hin­wei­se da­zu, wie lan­ge der Ar­beit­ge­ber Ent­gelt­fort­zah­lung im Krank­heits­fall leis­ten muss, wie sich der An­spruch er­rech­net so­wie da­zu, was Ar­beit­neh­mer beim The­ma Krank­mel­dung und Krank­schrei­bung be­ach­ten soll­ten.
Außer­dem können Ta­rif­verträge, Be­triebs­ver­ein­ba­run­gen und natürlich auch Ihr Ar­beits­ver­trag Rech­te ent­hal­ten, auf die Sie sich im Krank­heits­fall be­ru­fen können.
Wer wird durch das Entgeltfortzahlungsgesetz geschützt?
Das EZFG gilt für Ar­beit­neh­mer, d.h. für Ar­bei­ter und An­ge­stell­te. Außer­dem schützt es die in der Heim­ar­beit Beschäftig­ten durch ei­ne spe­zi­el­le Re­ge­lung (§ 10 und § 11 EFZG).
Der An­spruch auf Ent­gelt­fort­zah­lung bei Krank­heit kann durch Ver­ein­ba­run­gen im Ar­beits­ver­trag nicht aus­ge­schlos­sen wer­den, d.h. er ist zwin­gend.
Wenn Sie frei­er Mit­ar­bei­ter bzw. Selbständi­ger sind, ist das EZFG auf Sie nicht an­wend­bar. Dies gilt auch dann, wenn Sie zu den "ar­beit­neh­merähn­li­chen Per­so­nen" gehören.
Welche Leistungen sieht das Entgeltfortzahlungsgesetz vor?
Das EZFG sieht vor, daß Sie für Ar­beits­zei­ten, die in­fol­ge ei­nes ge­setz­li­chen Fei­er­ta­ges aus­fal­len, die Vergütung er­hal­ten müssen, die Sie oh­ne den Ar­beits­aus­fall er­hal­ten hätten (§ 2 EFZG). Die­sen An­spruch ha­ben Sie al­ler­dings dann nicht, wenn Sie am letz­ten Ar­beits­tag vor dem Fei­er­tag oder am ers­ten Tag da­nach un­ent­schul­digt der Ar­beit fern­blei­ben.
Zum an­de­ren ha­ben Sie ei­nen An­spruch auf Ent­gelt­fort­zah­lung im Krank­heits­fall gemäß § 3 Abs.1 Satz 1 EFZG. Die­se Vor­schrift lau­tet:
Was sind die Voraussetzungen für Entgeltfortzahlung bei Krankheit?
Wie man § 3 Abs.1 Satz 1 EFZG ent­neh­men kann, müssen die fol­gen­den Be­din­gun­gen erfüllt sein, da­mit man Ent­gelt­fort­zah­lung be­an­spru­chen kann:
Krank­heit des Ar­beit­neh­mers. Das ist nach der De­fi­ni­ti­on der Ar­beits­ge­rich­te ein "re­gel­wid­ri­ger Körper- oder Geis­tes­zu­stand, der ei­ne Heil­be­hand­lung er­for­der­lich macht". Da­zu zählt auch auch ei­ne nicht rechts­wid­ri­ge Ste­ri­li­sa­ti­on und ein nicht rechts­wid­ri­ger Ab­bruch der Schwan­ger­schaft (§ 3 Abs.2 EZFG). Außer­dem ist in der Recht­spre­chung an­er­kannt, daß auch die Abhängig­keit von Al­ko­hol und Ni­ko­tin ei­ne Krank­heit dar­stellt, wenn der Be­trof­fe­ne die Steue­rungsfähig­keit ver­lo­ren hat.
Ar­beits­unfähig­keitdes Ar­beit­neh­mers. Die­se Be­din­gung ist dann erfüllt, wenn Sie außer­stan­de sind, die nach Ih­rem in­di­vi­du­el­len Ar­beits­ver­trag zu leis­ten­de Ar­beit zu ver­rich­ten. Wenn Sie al­so zum Bei­spiel aus­sch­ließlich im Sit­zen ar­bei­ten müssen, kann es sein, daß Sie trotz ei­ner Ver­let­zung am Bein oder Fuß (= Krank­heit) gleich­wohl ar­beitsfähig sind. Um­ge­kehrt kann Hei­ser­keit (= Krank­heit) zur Ar­beits­unfähig­keit von Ar­beit­neh­mern führen, die bei ih­rer Ar­beit ständig re­den müssen, wie das zum Bei­spiel bei Leh­rern ist.
Ursächlich­keit der Krank­heit für die Ar­beits­unfähig­keit. Die Krank­heit muß wei­ter­hin die al­lei­ni­ge Ur­sa­che für die Ar­beits­unfähig­keit sein. Das ist zum Bei­spiel dann nicht der Fall, wenn Sie sich an ei­nem Streik be­tei­li­gen und während des Streiks krank wer­den, weil Sie dann ja oh­ne­hin, d.h. auch wenn Sie ge­sund ge­we­sen wären, nicht ge­ar­bei­tet hätten.
Kein "Ver­schul­den" des Ar­beit­neh­mers. Sch­ließlich darf den Ar­beit­neh­mer an sei­ner krank­heits­be­ding­ten Ar­beits­unfähig­keit kein Ver­schul­den tref­fen. Ein Ver­schul­den im Sin­ne des Ent­gelt­fort­zah­lungsG liegt nach der Recht­spre­chung dann vor, wenn der Ar­beit­neh­mer grob ge­gen das von ei­nem verständi­gen Men­schen im ei­ge­nen In­ter­es­se zu er­war­ten­de Ver­hal­ten verstößt und es da­her un­ge­recht wäre, die Fol­gen die­ses völlig un­vernünf­ti­gen Ver­hal­tens auf den Ar­beit­ge­ber ab­zuwälzen. Fälle, in de­nen die Recht­spre­chung ein sol­ches "Ver­schul­den" des er­krank­ten Ar­beit­neh­mers an­ge­nom­men hat, sind zum Bei­spiel: Trun­ken­heits­fahrt, Nicht­be­ach­tung der Gurt­pflicht, Ar­beits­un­fall durch ei­nen be­son­ders leicht­sin­ni­gen Ver­s­toß ge­gen Un­fall­verhütungs­vor­schrif­ten oder ge­gen aus­drück­li­che An­wei­sun­gen des Ar­beit­ge­bers, gro­ber und leicht­sin­ni­ger Ver­s­toß ge­gen an­er­kann­te Re­geln ei­ner Sport­art.
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Die für die amyotrophe Lateralsklerose typische Muskelschwäche entsteht dadurch, dass bestimmte Nervenzellen im ZNS (= zentrales Nervensystem bzw. Gehirn und Rückenmark) zunehmend geschädigt sind: Die bei ALS betroffenen Nervenzellen heißen Motoneuronen, weil sie für Muskelbewegungen verantwortlich sind (lat. motor = Beweger, Neuron = Nervenzelle). Ihre Schädigung hat fortschreitende Lähmungen zur Folge. Die ALS ist also durch zunehmende Kraftlosigkeit und Bewegungseinschränkung gekennzeichnet. Je nachdem, welche Muskelgruppe zuerst betroffen ist, kann die amyotrophe Lateralsklerose:
zunächst die Hand- und Unterarmmuskulatur einer Körperseite betreffen und sich nachfolgend auf die Gegenseite und auf die Beine ausdehnen oder
an der Unterschenkel- und Fußmuskulatur beginnen oder
(seltener) als Erstes die Sprech-, Kau- und Schluckmuskulatur betreffen.
Entsprechend können als erste ALS-Symptome sowohl ungeschickte Handbewegungen (z.B. beim Rasieren oder Schreiben) als auch eine Schwäche der Beine beziehungsweise eine Gangunsicherheit oder Sprech- und Schluckstörungen auftreten. Typischerweise wirkt sich die ALS im weiteren Krankheitsverlauf auf alle Muskelgruppen einschließlich der Atemmuskulatur aus, sodass es zu Atemnot kommt. Schmerzen treten meist erst bei einem deutlichen Muskelschwund auf. Die Wahrnehmung, das Bewusstsein und die intellektuellen Fähigkeiten sind durch die amyotrophe Lateralsklerose hingegen in der Regel nicht beeinträchtigt.
Die Therapie der ALS hat zum Ziel, die Krankheit zu verlangsamen sowie die mit ihr verbundenen Beschwerden und Behinderungen zu lindern: So können beispielsweise Medikamente, Krankengymnastik und nicht-invasive Beatmung die amyotrophe Lateralsklerose vorübergehend bessern. Eine Heilung ist jedoch nicht möglich; typischerweise verringert die amyotrophe Lateralsklerose die Lebenserwartung deutlich. Bis der meist friedliche Tod durch ALS eintritt, können jedoch vereinzelt auch Jahrzehnte vergehen.
Krankheit als Symbol Ein Handbuch der Psychosomatik. Symptome, Be-Deutung, Einlösung
Gebundenes Buch mit Schutzumschlag ISBN: 978-3-570-12265-5
Erschienen: 01.10.1996
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Die Amyotrophe Lateralsklerose ist eine sehr ernste Erkrankung des zentralen und peripheren Nervensystems. Sie ist seit mehr als 100 Jahren bekannt und kommt weltweit vor. Ihre Ursache ist mit Ausnahme der seltenen erblichen Formen bisher unbekannt. Die Abkürzung für Amyotrophe Lateralsklerose ist ALS. ALS hat nichts mit MS (Multiple Sklerose) zu tun, es handelt sich um zwei völlig unterschiedliche Erkrankungen.
Pro Jahr erkranken etwa ein bis zwei von 100.000 Personen an ALS. Die Krankheit beginnt meistens zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr, nur selten sind jüngere Erwachsene betroffen. Männer erkranken etwas öfter als Frauen (1,6:1). Die Häufigkeit der ALS scheint weltweit etwas zuzunehmen. Das Krankheitstempo ist bei den einzelnen Patienten sehr unterschiedlich, die Lebenserwartung ist verkürzt.
Die ALS betrifft nahezu ausschließlich das motorische Nervensystem. Die Empfindung für Berührung, Schmerz und Temperatur, das Sehen, Hören, Riechen und Schmecken, die Funktionen von Blase und Darm bleiben in den meisten Fällen normal. Leichtgradige, meist nur in speziellen Tests feststellbare Einschränkungen der geistigen Leistungsfähigkeit können bei einem Teil der Patienten auftreten, schwerwiegende Beeinträchtigungen sind jedoch selten.
Das motorische System, das unsere Muskeln kontrolliert und die Bewegungen steuert, erkrankt sowohl in seinen zentralen („oberes Motoneuron“ im Gehirn und Pyramidenbahn) wie in seinen peripheren Anteilen („unteres Motoneuron“ in Hirnstamm und Rückenmark mit den motorischen Nervenfasern bis zum Muskel) (s. Abb.).
Die Erkrankung der motorischen Nervenzellen im Rückenmark und ihren Fortsätzen zur Muskulatur, führt zu unwillkürlichen Muskelzuckungen (Faszikulationen), Muskelschwund (Atrophie) und zur Muskelschwäche (Paresen) an Armen und Beinen und auch in der Atemmuskulatur. Wenn die im Hirnstamm liegenden motorischen Nervenzellen betroffen sind, ist die Sprach-, Kau- und Schluckmuskulatur geschwächt. Diese Form der ALS nennt man auch Progressive Bulbärparalyse. Die Erkrankung der motorischen Nervenzellen in der Hirnrinde und ihren Verbindungen zum Rückenmark, führt sowohl zu einer Muskellähmung wie zu einer Erhöhung des Muskeltonus (spastische Lähmung) mit einer Steigerung der Reflexe.
Die ersten Symptome können bei den einzelnen Kranken an unterschiedlichen Stellen auftreten. Muskelschwund und -schwäche können sich z.B. zunächst nur in der Hand- und Unterarmmuskulatur einer Körperseite zeigen, bevor sie sich auf die Gegenseite und auf die Beine ausdehnen. Seltener ist ein Beginn in der Unterschenkel- und Fußmuskulatur oder in der Oberarm- und Schultermuskulatur. Bei einem Teil der Erkrankten treten erste Symptome im Bereich der Sprech-, Kau- und Schluckmuskulatur auf (Bulbärparalyse). Sehr selten äußern sich die ersten Symptome in Form von spastischen Lähmungen. Schon in den Frühstadien der ALS wird häufig über unwillkürliche Muskelzuckungen (Faszikulationen) und schmerzhafte Muskelkrämpfe geklagt. In der Regel schreitet die Krankheit über Jahre gleichmäßig langsam fort, dehnt sich auf weitere Körperregionen aus und verkürzt die Lebenserwartung. Sehr langsame Verläufe über 10 Jahre und mehr sind jedoch bekannt.
Zuständig für die Diagnosestellung ist der Neurologe (Nervenfacharzt). Der Patient wird zunächst klinisch untersucht, insbesondere muss die Muskulatur im Hinblick auf Muskelschwund und Kraft sowie Faszikulationen beurteilt werden. Ebenso ist eine Beurteilung von Sprache, Schluckakt und Atemfunktion wichtig. Die Reflexe müssen geprüft werden. Darüber hinaus müssen andere Funktionen des Nervensystems, die von der ALS üblicherweise nicht betroffen sind, untersucht werden, um ähnliche, aber ursächlich unterschiedliche Erkrankungen zu erkennen und um Fehldiagnosen zu vermeiden.
Eine wichtige Zusatzuntersuchung ist die Elektromyographie (EMG), die den Befall des peripheren Nervensystems beweisen kann. Ausführliche Untersuchungen der Nervenleitgeschwindigkeit geben weitere Aufschlüsse. Außerdem sind Untersuchungen des Blutes, des Urins und bei der Erstdiagnostik meistens auch des Nervenwassers (Liquor) erforderlich. Verschiedene Bild gebende Untersuchungen (Kernspintomographie oder Röntgenaufnahmen) gehören ebenfalls zur Diagnostik. Im Wesentlichen müssen durch die Zusatzdiagnostik andersartige, z.B. entzündliche bzw. immunologische Krankheitsprozesse ausgeschlossen werden, die der ALS sehr ähnlich sein können, aber unter Umständen besser behandelbar sind.
Weiterführende Informationen finden Sie in unserem Faltblatt Wissenswertes über die Amyotrophe Lateralsklerose, im Handbuch ALS sowie in ALS - eine Information für Patienten und Angehörige. Alle Publikationen stehen unten zum Download bereit.
Wie bei vielen gesundheitlichen Problemen, ADHS und bipolare Störung kann durch bestimmte Lebensmittel und Lebensmittelzusatzstoffe noch verschärft werden. Medizinische Experten sind sich darüber einig, dass die Ernährung spielt eine Rolle bei der Verwaltung vieler Krankheiten. Das folgende ist ein einfach zu Plan zu folgen, und enthält einige grundlegende "zu tun ist" und "Dont 's" in Bezug auf Ernährung.
Laut WebMD, die grundlegende Ernährung für ADHS beinhaltet:
Ein High-Protein-Diät (Bohnen, Käse, Eier, Fleisch und Nüsse). Versuchen Protein Snacks wie Nüsse oder Samen statt Kohlenhydrate.
Beseitigen Sie einfache Kohlenhydrate (wie Süßigkeiten, Maissirup, Zucker, verarbeitete Lebensmittel aus Weißmehl, sowie weißer Reis und Kartoffeln ohne die Felle).
Essen Sie komplexe Kohlenhydrate (Gemüse und Vollkornprodukte).
Essen natürlichen Ölen und Fettsäuren (Thunfisch, Lachs, andere Kaltwasserfische, Nüsse, Samen und Olivenöl).
Eine umfassende Multi-Vitamin.
Einige Untersuchungen zeigen, dass bestimmte Lebensmittel und Lebensmittelzusätze können viele Verhaltensprobleme, einschließlich ADHS beitragen. Zwar gibt es keine Beweise dafür, dass bestimmte Nahrungsmittel zeigt auf ADHS oder bipolare Störung zu verursachen, die American Association of Pediatrics tut beraten Patienten auf bestimmte Inhaltsstoffe zu vermeiden.
Lebensmittel zu vermeiden:
Lebensmittel mit künstlichen Farben, vor allem Rot und Gelb
Lebensmittelzusatzstoffe wie Aspartam, MSG, und Nitrite (in Frühstücksfleisch, Würstchen und Hot Dogs gefunden)
Prüfen Sie mit Ihrem Arzt oder Gesundheitsberater, bevor Sie mit Ihrer Ernährung zu experimentieren oder Anfang irgendwelche Ergänzungen, vor allem, wenn Sie getroffen verschreibungspflichtige Medikamente sind. Wenn Sie vermuten, bestimmten Lebensmittelallergien oder Lebensmittelzusatzstoffen ein Beitrag sein, versuchen Sie, die Beseitigung einer Position zu einer Zeit, aus der Nahrung für einen Monat, um zu sehen, ob es eine Veränderung. Vor allem versuchen, verarbeitet, abgepackte Lebensmittel mit Konservierungsstoffen und Lebensmittelfarbe zu vermeiden. Eine gesunde Ernährung mit frischen, Vollwertkost, wie Obst, Gemüse, mageres Eiweiß und Vollkorn ist ein großartiger Ort, um zu starten.
Soziopathen Störung ist eine Persönlichkeitsstörung, und bipolare Erkrankung ist eine affektive Störung mit einer starken biologischen Komponente. Sociopathic Verhalten kann in einem frühen Alter zu manifestieren, während bipolare Erkrankung kann durch Umgebungsbedingungen gebracht werden.
Antisozialen Persönlichkeitsstörung ist die Bezeichnung für das, was vorher als Soziopathen oder Psychopathen bekannt ist. Diese Störung wird durch Schwierigkeiten mit Autorität und Symptomen können oft bei Personen im Alter von unter 15 zu finden.
Diese Erkrankung wird durch einen Mangel an Empathie gegenüber anderen aus. Merkmale dieser Erkrankung gehören der Mangel an Reue, unverantwortliches Verhalten, Wutausbrüche, Reizbarkeit und physische Aggressivität. Verhaftungen und negativen Rechtsfolgen sind oft eine Folge dieses Verhaltens.
Früher bekannt als manisch-depressive Erkrankung bekannt ist, wird diese Krankheit durch Stimmungsschwankungen gekennzeichnet. Bipolare Störung ist in der Regel diagnostiziert, wenn die manische und depressive Episoden beginnen, mit täglichen Betrieb stören.
Die Symptome dieser Krankheit sind ein intensives Gefühl der Euphorie, die destruktives Verhalten wie rücksichtslosen Gebrauch von Drogen oder unangemessene Ausgaben von Geld führen kann. Diese Gefühle sind in der Regel von depressiven Episoden gefolgt.
Eine Studie von Forschern an der Rhode Island Hospital und der Brown University durchgeführt, vor kurzem vorgeschlagen, dass eine große Zahl von Menschen wurde möglicherweise nicht richtig mit einer bipolaren Störung diagnostiziert. Die Studie stellt fest, dass die richtigen Diagnosen könnte Soziopathen oder eine andere Art der Persönlichkeitsstörung sein. Das Ergebnis der Studie ist, dass die bipolare Störung ist übergestellt.
Identifizieren ADHS bei Erwachsenen bedeutet, dass eine Geschichte der Symptome hat konsequent über einen Zeitraum von mindestens 6 Monaten. Symptome sind die Unfähigkeit sich zu konzentrieren und zu konzentrieren, Schwierigkeiten mit folgenden Aufgaben durch, Vergesslichkeit, wird leicht abgelenkt, Unruhe und sozialen Kommunikationsproblemen wie häufig unterbrechen und andere blurting Dinge unbeabsichtigt.
Identifizieren einer bipolaren Störung bei Erwachsenen bedeutet, dass es ein Muster von Stimmungsepisoden einschließlich Depression und Manie über einen Zeitraum von mindestens 2 Wochen. Die Symptome der Manie sind abnorm hohen Energieniveaus, Grandiosität oder aufgeblasen Selbstwertgefühl, wenig Schlaf und Risikoverhalten. Die Symptome einer Depression sind traurig oder leer Stimmung, Appetit Veränderungen, Verlust der Freude und Selbstmordgedanken.
Diagnose ADHS und bipolare Störung kann durch einen ausgebildeten Psychologen durchgeführt werden. Ein Kliniker eine umfassende Geschichte zu nehmen, um zu schließen, wenn Symptome sind mehr im Einklang mit ADHS oder bipolarer Störung.
Die Behandlung von ADHD und bipolar Störung in Erwachsenen je nach Schwere der Symptome Psychotherapie und Medikamente. Typischerweise verursacht ADHS abzüglich Wertminderungen als bipolare Störung. Krankenhausaufenthalt wird manchmal benötigt, für akute Stimmung Episoden charakteristisch für die bipolare Störung.
Der Kohärenz der Behandlungsprotokoll ist die beste Prävention sowohl für ADHS und bipolare Störung. Die Prognose ist gut, wenn Behandlungsempfehlungen werden auf regelmäßiger Basis gefolgt.
Concerta ist ein Extended-Release-Vorbereitung von Methylphenidat, das gleiche Medikament in Ritalin gefunden. Es wird in der Regel einmal täglich am Morgen eingenommen, und ist in 18 mg, 27 mg, 36 mg und 54 mg Tabletten. Typische Dosierungen reichen von 18 mg bis 72 mg pro Tag.
Wenn Sie bipolare Störung haben, kann Ihr Arzt vorschlagen, ein Stimulans wie Concerta für behandlungsresistente Depression oder zur Sedierung von anderen Medikamenten verursacht werden. Wenn Sie gemeinsam auftretende ADHD und bipolar Störung kann Concerta auch mit der Ablenkbarkeit und Hyperaktivität häufig mit ADHS zu finden helfen.
Nach einer Überprüfung durch Arnold L. Lieber, MD, Patienten mit Co-auftretende ADHD und bipolar Störung in der Regel zunächst mit einem Stimmungsstabilisator (Lithium oder eine antikonvulsive Medikation) und einem Antidepressivum behandelt. Gelingt dies nicht, könnten die Ärzte versuchen, die Kombination einer Stimmungsstabilisator mit einem Stimulans wie Concerta.
Jüngste Studien haben Versprechen für Stimulanzien bei der Verwaltung von Depressionen und Medikamenten-induzierten Sedierung bei bipolaren Störungen gezeigt. In einem Papier 2004 von Carlson und Kollegen, Methylphenidat als Zusatz (zusätzliche) Behandlung vorgesehen "wesentliche Verbesserung der Gesamt bipolaren Krankheit", und den Stimulanzien wurden gut vertragen. Mehrere andere Studien haben auch Unterstützung für Stimulanzien bei bipolaren Störungen.
Stimulanzien können Manie auch bei Menschen ohne Geschichte der bipolaren Krankheit auszufallen. Das Diagnostische und Statistische Manual of Mental Disorders, vierte Ausgabe (DSM-IV), nennt dies eine "Substanzinduzierte Stimmungsstörung"; es wird manchmal auch als "Bipolar IV", obwohl dies nicht offiziell einen klinischen Subtyp. Diese Art von Manie Regel abklingt, wenn das Medikament entnommen.
Wegen der Gefahr der Manie, wenn Sie bipolare Störung und nehmen Concerta, sollten Sie genau über Ihre Stimmung zu halten und den Aufenthalt in engem Kontakt mit Ihrem Psychiater während der Behandlung.
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Sowohl für den Arbeitnehmer als auch für den Arbeitgeber ist es unangenehm, wenn der Arbeitnehmer während der Probezeit erkrankt. Die Frage ist, was sich in Bezug auf die Rechtslage verglichen mit dem „normalen Arbeitsverhältnis“ ändert und zwar vor allem in Hinblick auf die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und bestehende Kündigungsmöglichkeiten.
Die Probezeit hat zunächst keinen Einfluss auf den Eintritt des allgemeinen Kündigungsschutzes nach dem Kündigungsschutzgesetz. Diese tritt nach Ablauf der Wartezeit von 6 Monaten ein (10 Arbeitnehmer in Vollzeit sind weiterhin Voraussetzung – Ausnahme Arbeitsverhältnisse vor 2004), selbst wenn die Probezeit schon abgelaufen ist oder auch länger dauert. Zur Verdeutlichung sei ausgeführt, dass selbst, wenn keine Probezeit vereinbart wird, der Arbeitgeber trotzdem innerhalb der ersten 6 Monate des Arbeitsverhältnis das Arbeitsverhältnis kündigen kann, allerdings mit einer längeren Kündigungsfrist gem. § 622 BGB (Ausnahme es gelten hier vorrangige Regelungen über die Kündigungsfristen z.B. tarifvertragliche Kündigungsfristen). Faktisch ist damit die Probezeit lediglich die Vereinbarung einer kürzeren Kündigungsfrist.
Probezeit bedeutet für den Arbeitnehmer vor allem, dass der Arbeitgeber (und auch der Arbeitnehmer) das Arbeitsverhältnis mit einer kürzeren Kündigungsfrist – nämlich 2 Wochen – kündigen kann. Diese Kündigungsfrist gilt auch für die Arbeitnehmerkündigung. Diesbezüglich wird diesbezüglich auf den Artikel „Kündigung in der Probezeit“ verwiesen. Mit der Probezeit vereinbaren also die Arbeitsvertragsparteien eine kürzere Kündigungsfrist, was das Gesetz (§ 622 BGB) ausdrücklich zulässt. Die Wartezeit nach dem KSchG – welche 6 Monate beträgt – hat nichts mit der Probezeit zu tun, obwohl – rein faktisch – auch die Probezeit meist für 6 Monate vereinbart wird, so dass oft der Ablauf der Probezeit mit dem Eintreten des allgemeinen Kündigungsschutzes nach dem Kündigungsschutzgesetz zusammen treffen, sofern kein Kleinbetrieb vorliegt.
unverzügliche Informationspflicht bei Krankschreibung
Der Arbeitnehmer hat in der Probezeit – genauso wie danach – folgende u.a. Pflichten bei einer Krankschreibung:
Pflicht zur unverzüglichen Krankmeldung beim Arbeitgeber, § 5 Abs. 1 Satz 1 EFZG
Pflicht zur Vorlage einer ärztlichen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, § 5 Abs. 1 Satz 2 und 3 EFZG
Gerade die Verpflichtung zur unverzüglichen Krankmeldung beim Arbeitgeber wird in der Praxis von Arbeitnehmern häufig übersehen. Arbeitnehmer meinen manchmal, dass sie gegenüber dem Arbeitgeber nur die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (Krankenschein) innerhalb von 3 Tagen abgeben müssen und mehr nicht. Dies ist falsch. Die Anzeige der Arbeitsunfähigkeit – unverzüglich – soll dem Arbeitgeber ermöglichen für Ersatz zu sorgen und ist dementsprechend wichtig. Eine Kündigung – wegen fehlender Anzeige – ist aber in der Regel nicht sofort möglich; zumindest muss der Arbeitgeber hier in der Regel vorher abmahnen. Dies wiederum schätzen Arbeitgeber oft falsch ein und meinen, nur weil z.B. der Arbeitnehmer die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nicht rechtzeitig oder nicht einreicht, kann sofort außerordentlich gekündigt werden.
Einreichung des Krankenscheines (Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung)
Auch die Abgabe des Krankenschein kann mittlerweile vom Arbeitgeber unverzüglich verlangt werden, wenn dies arbeitsvertraglich vereinbart ist. Das Bundesarbeitsgericht hat dies im Jahr 2012 entschieden. Danach kann sogar vereinbart sein, dass der Arbeitnehmer die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung innerhalb nur 1 Tages beim Arbeitgeber einreichen muss. Diese schnelle Vorlage gilt nicht in jedem Fall, sondern nur dann, wenn der Arbeitgeber dies verlangt (so steht dies auch im Gesetz, § 5 EFZG).
„Der Anspruch nach Absatz 1 entsteht nach vierwöchiger ununterbrochener Dauer des Arbeitsverhältnisses.“
Zurückbehaltungsrecht und Lohnzahlungsanspruch des Arbeitgebers
Wichtig ist auch, dass der Arbeitgeber ein Zurückbehaltungsrecht in Bezug auf die Zahlung des Arbeitslohnes hat, wenn der Arbeitnehmer eben nicht die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (Krankenschein) beim Arbeitgeber einreicht. Hier gibt es in der Praxis häufig Streit. Der Arbeitgeber behauptet z.B. in Prozess vor dem Arbeitsgericht, dass er den Krankenschein nie bekommen hat und der Arbeitnehmer kann dies häufig nicht widerlegen, da häufig die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung in den Briefkasten geworfen oder mit einfach Post geschickt wird. Hier hat der Arbeitgeber zunächst ein Zurückbehaltungsrecht. Der Arbeitnehmer hat aber die Möglichkeit – und dies sollte er auch tun – dann eine Zweitbescheinigung beim Arbeitgeber vorzulegen. Dann könnte der Arbeitgeber eben sein Zurückbehaltungsrecht nicht mehr ausüben.
In Prozessen vor dem Arbeitsgericht wird häufig vom Arbeitgebern behauptet, dass diese die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nicht erhalten hätten und von daher ein Zurückbehaltungsrecht in Bezug auf die Zahlung des Arbeitslohnes haben. Hier rät man als Anwalt dem Arbeitnehmer, dass er sich eine Zweitbescheinigung der AU vom Arzt ausstellen lässt und diese dann am besten im Gütetermin/ Kammertermin dem Arbeitgeber übergibt und dies protokollieren lässt.
Die Probezeit dient dazu, dass der Arbeitgeber testen kann, ob der Arbeitnehmer für die Arbeit geeignet ist oder nicht. Umgekehrt gilt dies genauso; auch der Arbeitnehmer soll prüfen können, ob ihm die Arbeit zusagt.
Die Verlängerung der Probezeit – über 6 Monate hinaus – ist in Ausnahmefällen möglich, zum Beispiel dann, wenn der Arbeitgeber den Arbeitnehmer aufgrund dessen Erkrankung nicht ausreichend prüfen konnte. Dies setzt aber voraus, dass es keine anderslautende Vereinbarung im Arbeitsvertrag oder im Tarifvertrag gibt. Wenn im Arbeitsvertrag bereits vereinbart wurde, dass die Probezeit 6 Monate beträgt, dann kann eine Verlängerung nur mit der Zustimmung des Arbeitnehmers erfolgen.
Achtung!: Die Verlängerung der Probezeit über 6 Monate hinaus führt nicht zum Hinausschieben des Kündigungsschutzes nach dem Kündigungsschutzgesetz, da die Wartezeit nach dem Kündigungsschutzgesetz (6 Monate) unabhängig von einer evtl. vereinbarten Probezeit gilt. Die Verlängerung der Probezeit hätte von daher nur Einfluss auf eine möglich einzuhaltende Kündigungsfrist, die dann für den Arbeitgeber kürzer wäre (2 Wochen), wenn er rechtmäßig kündigen könnte.
Ein häufiges Mißverständnis besteht darin, dass viele Arbeitnehmer glauben, dass diese während der Krankheit nicht gekündigt werden können. Dem ist nicht so. Der Arbeitgeber kann- auch während der Krankschreibung des Arbeitnehmers – das Arbeitsverhältnis kündigen. Es gibt kein Kündigungsverbot während der Krankheit des Arbeitnehmers (in anderen Ländern, z.B. Polen ist dies anders).
Während der 6- monatigen Probezeit kann der Arbeitgeber – da das Kündigungsschutzgesetz keine Anwendung findet – ohne Gründe zu haben das Arbeitsverhältnis kündigen. Er muss sich keine Gedanken machen, ob die Kündigung betriebsbedingt, verhaltensbedingt oder personenbedingt erfolgt, da außerhalb des allgemeinen Kündigungsschutzes das Arbeitsgericht eine Kündigung des Arbeitgeber nur auf Rechtsmißbräuchlichkeit überprüft und solche Fälle kommen in der Praxis selten vor. Das Bundesverfassungsgericht hat vor Jahren beschlossen, dass auch während der Probezeit ein sog. Mindestkündigungsschutz bestehen muss und verlangt vom Arbeitgeber, dass dieser wenigstens einen nachvollziehbaren, sachlichen Grund hat; also die Kündigung nicht willkürlich ist.
Ausnahme beim Vorliegen des besonderen Kündigungsschutzes
Die Kündigung des Arbeitgebers kann unwirksam sein, wenn der besondere Kündigungsschutz greift, wie z.B.
Konsultieren Sie Ihr Arbeitsreglement, um herauszufinden, welche Regelungen in Ihrem Betrieb gelten.
von Rechtsanwalt David Herz
I. Studentenbeschäftigung
II. Arbeitnehmer oder Student
III. Abgrenzung des freien Mitarbeiters zum Arbeitnehmer
1. Befristung ohne Sachgrund
2. Befristung mit Sachgrund
3. Zulässige Befristung
4. Unzulässige Befristung
V. Die zulässige und unzulässige Befristung
VI. Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall
VII. Feiertagsvergütung
VIII. Bezahlter Urlaub
Trotz BAföG müssen viele Studenten vom ersten Semester an neben dem Studium arbeiten gehen. Mit dem ersten Job tauchen auch einige arbeitsrechtliche Fragen auf: Welche Rechte stehen mir zu? Bekomme ich Urlaubsgeld? Bekomme ich eine Feiertagsvergütung?
Im nachfolgenden Artikel beschäftigen wir uns mit den typischen Problemen und Fragen des Arbeitsrechts, die im Rahmen einer Studentenbeschäftigung immer wieder auftauchen.
Wenn ich Student bin, kann ich nicht auch Arbeitnehmer sein
Wenn ich Rechnungen schreibe, bin ich automatisch selbstständig
Arbeitgeber können Arbeitsverhältnisse jederzeit befristen
Wenn ich krank bin, bekomme ich kein Geld von meinem Arbeitgeber
Als Student habe ich keinen Anspruch auf Urlaub
Ich bekomme weder Urlaub noch Feiertage bezahlt
Bei einer Studentenbeschäftigung handelt es sich in der Regel um eine bezahlte Beschäftigung, die nicht zur Berufsausbildung, sondern zu Erwerbszwecken parallel zum Studium ausgeführt wird. Folglich steht hier nicht die Ausbildung im Vordergrund, sondern das Geldverdienen. Klassisches Beispiel ist der Werkstudent, welcher Arbeitsnehmer im Sinne des Arbeitsrechts mit all seinen Rechten und Pflichten ist.
Wie sieht es beispielsweise mit einer Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall aus, wann habe ich einen Anspruch auf Urlaubsentgelt oder besteht ein Anspruch auf Feiertagsvergütung trotz eines befristeten Beschäftigungsverhältnisses?
Diesen u.ä. Fragen werden wir hier auf den Grund gehen.
Zu beachten ist, dass das Volontariat und das Praktikum nicht zu den typischen Studentenbeschäftigungen gehören, da diese keinem Erwerbszweck im Sinne des Arbeitsrechts dienen.
Geht man als Student zu Erwerbszwecken einer bezahlten Beschäftigung nach, fällt das Beschäftigungsverhältnis unter den Geltungsbereich des Arbeitsrechts, sofern der Student Arbeitnehmer im Sinne des Arbeitsrechts ist. Die Arbeitnehmereigenschaft eines Studenten ist nicht schon deshalb zu verneinen, weil er die Erwerbstätigkeit nur nebenbei ausübt. Für die Zuordnung des Studenten als Arbeitnehmer oder freien Mitarbeiter ist das entscheidende Kriterium der Grad der persönlichen Abhängigkeit. Er ist dann Arbeitnehmer, wenn er bezüglich des Ob, Wann und Wie der Arbeitsleistung weisungsabhängig ist, also nicht frei über die Arbeitsbedingungen entscheiden kann.
Laut dem Bundesarbeitsgericht ist Arbeitnehmer, wer aufgrund eines privatrechtlichen Vertrags im Dienste eines anderen zur Leistung weisungsgebundener, fremdbestimmter Arbeit in persönlicher Abhängigkeit verpflichtet ist, d.h. wer nach Weisungen eines anderen tätig wird, ist fremdbestimmt und damit persönlich abhängig. Entscheidend ist also die Frage, ob sich der Student an die Weisungen seines Arbeitgebers halten muss.
Demnach ist ein Student als freier Mitarbeiter zu betrachten, sofern er für die Erledigung seiner Aufgaben zwar Termine gesetzt bekommt, die Fristen dabei jedoch so bemessen werden, dass er seine Arbeitszeit innerhalb eines vorgesehenen Zeitraums selbständig gestalten kann. Ein solches Dienstverhältnis ist etwa dann gegeben, wenn ein Jurastudent gelegentlich für einen Rechtsanwalt Gutachten erstellt. Ist jedoch der Zeitraum, der dem Studenten zur Bearbeitung der Aufgabe eingeräumt wird, so bemessen, dass er keinerlei Gestaltungsmöglichkeiten hat, so dass er feste Arbeitszeiten und seine Aufgaben an einem vorgegebenen Ort zu verrichten hat, so liegt eine Abhängigkeit im Sinne des Arbeitsrechts vor. Dann wäre der Student Arbeitnehmer im Sinne des Arbeitsrechts und eben kein freier Mitarbeiter.
Das Beschäftigungsverhältnis kann befristet oder unbefristet sein. Die Beschäftigung von Studenten erfolgt in der Regel befristet. Hieraus ergeben sich verschiedene arbeitsrechtliche Folgen. Zum einen unterscheidet man zwischen der Befristung ohne und mit sachlichem Grund.
Ohne Vorliegen eines sachlichen Grundes kann ein Arbeitsvertrag gemäß § 14 Abs. 2 TzBfG bis zu einer Dauer von zwei Jahren befristet werden. Es ist zu beachten, dass der Arbeitsvertrag oder seine höchstens dreimalige Verlängerung die Gesamtdauer von zwei Jahren nicht überschreiten darf. Ein befristetes Arbeitsverhältnis ist nur möglich, wenn es sich um eine Neueinstellung handelt. Eine Befristung ist auch unzulässig, wenn mit demselben Arbeitgeber zuvor bereits ein befristetes oder unbefristetes Arbeitsverhältnis bestanden hat (§ 14 Abs. 2 TzBfG). Dies gilt auch für lang zurückliegende bzw. nur kurzfristige Arbeitsverhältnisse mit demselben Arbeitgeber.
Nach einer Untersuchung von Kay Redfield Jamison von 1994 beträgt die Häufigkeit bipolarer Erkrankungen bei kreativen Persönlichkeiten das 10-fache der Häufigkeit bei der Allgemeinbevölkerung. Mehr als ein Drittel aller zwischen 1705 und 1805 geborenen englischen und irischen Dichter litten gemäß Jamison an bipolaren Erkrankungen, mehr als die Hälfte an Stimmungsstörungen. [13]
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References: § 187
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 § 28
 § 11
 § 3
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 § 622
 § 5
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 § 14