Source: https://kirchenrecht-evpfalz.de/document/30175
Timestamp: 2018-09-21 21:24:21+00:00

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261.10 Fortbildungsverpflichtung - Kirchenrecht Online-Nachschlagewerk
261.10 Fortbildungsverpflichtung
§ 2 Dauer und Umfang
§ 3 Fortbildung in den ersten Amtsjahren (FEA)
§ 4 Kontaktstudium
§ 5 Forbildungsurlaub
Information zu § 2 Abs. 1 FortbO:
Rechtsverordnung über die Fortbildungsverpflichtung von Pfarrerinnen und Pfarrern in der Evangelischen Kirche der Pfalz (Protestantische Landeskirche) (Fortbildungsordnung "FortbO")
(ABl. 2013 S. 147)
Aufgrund § 55 PfDG.EKD i. V. m. § 117 Abs. 1 PfDG.EKD i. V. m. Artikel 1 § 1 Nr. 2 des Gesetzes zur Änderung dienstrechtlicher Vorschriften für Pfarrerinnen und Pfarrer in der Evangelischen Kirche der Pfalz (1. Dienstrechtsänderungsgesetz) verordnet die Kirchenregierung:
( 1 ) Diese Verordnung regelt die Verpflichtung zur Fortbildung für Pfarrerinnen und Pfarrer in der Evangelischen Kirche der Pfalz (Protestantische Landeskirche).
( 2 ) Fortbildungen sind kurz- und mittelfristige Maßnahmen der beruflichen Bildung, die unmittelbar landeskirchlichen Bedürfnissen dienen.
( 3 ) 1 Fortbildungsmaßnahmen des Institutes für kirchliche Fortbildung sind als Fortbildungen anerkannt. 2 Maßnahmen anderer Träger können vom Institut für kirchliche Fortbildung im Auftrag des Landeskirchenrates anerkannt werden.
( 1 ) Die Pfarrerinnen und Pfarrer sind verpflichtet, innerhalb von drei Jahren an
mindestens zwei Maßnahmen der beruflichen Fortbildung aus zwei unterschiedlichen Handlungsfeldern gemäß Nr. 4 a) - i) der Richtlinie für die theologische Fort- und Weiterbildung in der Evangelischen Kirche der Pfalz (Protestantische Landeskirche) oder
einer längerfristigen Maßnahme von mindestens fünf Kalendertagen teilzunehmen.
( 2 ) Der Anspruch auf Fortbildungsurlaub beläuft sich auf zwölf Kalendertage pro Kalenderjahr.
( 3 ) Fortbildungsmaßnahmen, die eine Dauer von zwölf Kalendertagen überschreiten, bedürfen der Genehmigung des Landeskirchenrates. Wird eine solche Maßnahme vom Institut für kirchliche Fortbildung angeboten, gilt die Genehmigung als erteilt.
Abweichend von § 2 sind Pfarrerinnen und Pfarrer verpflichtet, in den ersten Amtsjahren an einem Einführungskurs und in den folgenden drei Jahren an weiteren Pflichtkursen teilzunehmen. Das Nähere regelt der Landeskirchenrat.
( 1 ) Soweit dienstliche Belange nicht entgegenstehen, kann der Pfarrerin oder dem Pfarrer ein Kontaktstudium von drei Monaten während eines Semesters, in der Regel in der Vorlesungszeit des Sommersemesters, genehmigt werden.
( 2 ) 1 Eine Genehmigung kann erstmalig nach Ablauf von sieben Dienstjahren nach Beendigung der FEA erfolgen. 2 Der Antrag ist auf dem Dienstweg über das Institut für kirchliche Fortbildung an den Landeskirchenrat zu richten.
( 3 ) 1 Ein Kontaktstudium ist nur zu genehmigen, wenn die Vertretung für die Zeit des Kontaktstudiums gesichert ist. 2 Nr. 3 Abs. 1 S. 2 der Ordnung des Vertretungsdienstes der Pfarrinnen und Pfarrer (VertO) bleibt unberührt.
Forbildungsurlaub
Fortbildungsurlaub wird gemäß §§ 4, 19 der Urlaubsordnung für Pfarrerinnen und Pfarrer nur für anerkannte Forbildungsmaßnahmen nach § 1 Abs. 3 gewährt.
( 1 ) 1 Pfarrerinnen und Pfarrer planen ihre Teilnahme an Fortbildungsmaßnahmen sebstständig. 2 Dabei hat die Pfarrerin oder der Pfarrer die konkreten beruflichen Aufgaben, sowie die individuellen Fähigkeiten und Bedürfnisse zu berücksichtigen.
( 2 ) 1 Pfarrerinnen und Pfarrer sollen zur Teilnahme an Fortbildungsmaßnahmen durch die mit der Dienstaufsicht Beauftragte oder den mit der Dienstaufsicht Beauftragten im Jahresgespräch angeregt werden. 2 Dies soll im Rahmen des Jahresgespräches schriftlich festgehalten werden.
( 3 ) Die oder der mit der Dienstaufsicht Beauftragte sowie der Landeskirchenrat können Pfarrerinnen oder Pfarrer im Interesse des Dienstes zur Teilnahme an Fortbildungsmaßnahmen verpflichten und deren Umsetzung überprüfen.
( 1 ) 1 Pfarrerinnen und Pfarrer haben für die Teilnahme an Maßnahmen des Institutes für kirchliche Fortbildung einen Eigenbeitrag zu übernehmen. 2 Über die Höhe des Eigenbeitrages entscheidet der Landeskirchenrat.
( 2 ) 1 Anerkannte Fortbildungsmaßnahmen anderer Träger werden bezuschusst. 2 Das Nähere regelt der Landeskirchenrat.
( 3 ) 1 Fahrtkosten zu Forbildungsmaßnahmen innerhalb der Evangelischen Kirche der Pfalz (Protestantische Landeskirche) werden nach Maßgabe des Landesreisekostengesetzes in der jeweils geltenden Fassung erstattet. 2 Tages- und Übernachtungsgelder werden nicht gezahlt.
Zu Ihrer Information drucken wir den nachfolgenden Auszug der Richtlinien für die theologische Fort- und Weiterbildung in der Evangelischen Kirche der Pfalz (Protestantische Landeskirche) vom 19. Dezember 2000 (ABl. S. 2001 S. 6) ab:
4. Die theologische Fortbildung erstreckt sich auf folgende Handlungsfelder und Inhalte:
Gottesdienst und Predigt,
Theologie und Spiritualität,
Seelsorge, Beratung und Supervision,
Diakonie und Sozialarbeit,
Jugendarbeit und Erwachsenenbildung,
Gemeindeleitung, Gemeindeberatung, Gemeindeaufbau,
Kirche und Kunst,

References: § 2

§ 3

§ 4

§ 5
 § 2
 § 55
 § 117
 § 1
 § 2
 § 1