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Timestamp: 2019-09-22 18:53:22+00:00

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§ 13 Das anwaltliche Mandat in Pflichtteilssachen / 3. Der Versicherungsfall
Rz. 12 Der Anspruch auf Rechtsschutz im Erbrecht entsteht mit dem Eintritt des Rechtsschutzfalls. Hierunter versteht man im Beratungsrechtsschutz gem. § 2k ARB das Ereignis, das die Änderung der Rechtslage des Versicherungsnehmers oder einer bei ihm mitversicherten Person zur Folge hat (§ 4 ARB). In erbrechtlichen Angelegenheiten ist allerdings umstritten, wann eine Veränder...mehr
§ 14 Die prozessuale Durchsetzung von Pflichtteilsansprüchen / 1. Die Erfüllungseinrede
Rz. 141 Dem Auskunftsverpflichteten steht die Einrede der Erfüllung zu, wenn er gegenüber dem Berechtigten bereits Auskunft erteilt hat. Dies ist dann der Fall, wenn der auskunftsverpflichtete Erbe ein vollständiges Nachlassverzeichnis vorgelegt hat. Die Schwierigkeit besteht in der Praxis bei der Beurteilung der Frage, ob tatsächlich eine Erfüllung (erfüllungstaugliche Leis...mehr
§ 14 Die prozessuale Durchsetzung von Pflichtteilsansprüchen / II. Klageantrag
Rz. 251 Beim Pflichtteilsergänzungsanspruch gegen den Erben nach § 2325 BGB ist grundsätzlich ein Zahlungsantrag zu stellen. Wird seitens der Erben im Prozess die Einrede der Unzulänglichkeit des Nachlasses geltend gemacht, kann der Pflichtteilsergänzungsberechtigte den Antrag auf Duldung der Zwangsvollstreckung in den verschenkten Gegenstand nach § 2329 BGB umstellen, wenn ...mehr
§ 14 Die prozessuale Durchsetzung von Pflichtteilsansprüchen / 2. Beweislast bezüglich der Unentgeltlichkeit der Zuwendung
Rz. 258 Derjenige, der wegen einer lebzeitigen Zuwendung des Erblassers einen Pflichtteilsergänzungsanspruch geltend macht, muss grundsätzlich die Unentgeltlichkeit der Übertragung (also die Schenkung) und auch deren Wert darlegen und beweisen. Beweisschwierigkeiten entstehen dann, wenn eine gemischte Schenkung oder eine Schenkung unter Auflage vorliegt. Hier wird es dem Pfl...mehr
§ 14 Die prozessuale Durchsetzung von Pflichtteilsansprüchen / a) Allgemeines
Rz. 195 Bei der Stufenklage nach § 254 ZPO wird ein noch nicht zu beziffernder Leistungsanspruch zusammen mit einem Hilfsanspruch (Auskunft, Wertermittlung) erhoben. Die Besonderheit hierbei ist, dass der noch nicht bezifferte Leistungsantrag auch in der sich später herausstellenden Höhe rechtshängig wird. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass der unbezifferte Leistungs...mehr
§ 14 Die prozessuale Durchsetzung von Pflichtteilsansprüchen / 2. Berufungssumme
Rz. 151 Nach § 511 Abs. 2 Nr. 1 ZPO ist die Berufung zulässig, wenn der Wert des Beschwerdegegenstands 600 EUR übersteigt. Nach § 511 Abs. 2 Nr. 2 ZPO ist die Berufung darüber hinaus möglich, wenn das Gericht des ersten Rechtszugs die Berufung im Urteil zugelassen hat. Rz. 152 Für den Kläger ergeben sich bei der Bestimmung des Rechtsmittelstreitwertes grundsätzlich keine Abwe...mehr
§ 14 Die prozessuale Durchsetzung von Pflichtteilsansprüchen / 2. Verfahren
Rz. 157 Nach § 888 Abs. 1 S. 1 ZPO ist das Prozessgericht der ersten Instanz für das Verfahren zuständig, und zwar gem. § 20 Nr. 17 RPflG der Richter und nicht der Rechtspfleger. Die Vollstreckung selbst erfolgt durch die Festsetzung von Zwangsgeld oder Zwangshaft, wobei die Auswahl des Zwangsmittels ausschließlich dem Gericht obliegt. Ist ein zuvor angeordnetes Zwangsmittel...mehr
§ 14 Die prozessuale Durchsetzung von Pflichtteilsansprüchen / 6. Gebühren und Anwaltszwang im Zwangsvollstreckungsverfahren
Rz. 163 Die Gebühren des Rechtsanwalts bestimmen sich im Zwangsvollstreckungsverfahren nach §§ 13, 18 RVG i.V.m. Nr. 3305 ff. VV RVG. Für den Streitwert gilt das Interesse des Gläubigers an der Durchführung der Zwangsvollstreckung, welches sich demnach i.d.R. nach der Höhe des Wertes der Hauptsache bestimmt. Für die Beitreibung des Zwangsgelds und die Vollziehung der Zwangsh...mehr
§ 14 Die prozessuale Durchsetzung von Pflichtteilsansprüchen / bb) Rechtskraftwirkung des Teilurteils
Rz. 215 Die Rechtskraftwirkung des in der jeweiligen Stufe ergehenden Teilurteils ist grundsätzlich unterschiedlich zu betrachten. Wurde der Beklagte in der ersten Stufe zur Auskunft verurteilt, z.B. weil der Kläger seine Pflichtteilsberechtigung nachweisen konnte, dann kann der Beklagte in der zweiten Stufe, bei der es sich um die Abgabe der eidesstattlichen Versicherung ha...mehr
§ 14 Die prozessuale Durchsetzung von Pflichtteilsansprüchen / 2. Der Wertermittlungsanspruch des pflichtteilsberechtigten Erben gegenüber Miterben oder Beschenkten
Rz. 168 Unter bestimmten Voraussetzungen steht dem pflichtteilsberechtigten Erben gegenüber einem beschenkten Miterben nach § 242 BGB auch ein Wertermittlungsanspruch zu (vgl. § 9 Rn 87). Fraglich ist, ob dem pflichtteilsberechtigten Erben auch gegenüber dem beschenkten Nichterben, der möglicherweise nach § 2329 BGB für den Pflichtteilsergänzungsanspruch haftet, nach § 242 B...mehr
§ 14 Die prozessuale Durchsetzung von Pflichtteilsansprüchen / V. Verteidigungsvorbringen gegen den materiell-rechtlichen Anspruch
Rz. 174 Aus § 2314 BGB ergibt sich, dass dem Pflichtteilsberechtigten ein Anspruch auf Wertermittlung zusteht. Der Vorschrift des § 2314 BGB kann jedoch nicht entnommen werden, dass der Wertermittlungsanspruch, z.B. bei Grundstücken, nur durch die Vorlage eines Sachverständigengutachtens erfüllt werden kann. Nur wenn sich der Pflichtteilsberechtigte nach Vorlage der für die ...mehr
§ 14 Die prozessuale Durchsetzung von Pflichtteilsansprüchen / II. Voraussetzung der eidesstattlichen Versicherung und Antrag
Rz. 179 Voraussetzung für die Abgabe der eidesstattlichen Versicherung ist, dass aus objektiver Sicht Grund zur Annahme besteht, dass der Auskunftsschuldner das Nachlassverzeichnis und die Auskunftserteilung nicht mit der erforderlichen Sorgfalt erbracht hat (§ 260 Abs. 2 BGB). Solche objektiven Kriterien sind z.B. dann erfüllt, wenn das Nachlassverzeichnis zweifelhafte und ...mehr
Rz. 241 Die Bemessung des Streitwertes richtet sich im Rahmen der Stufenklage (§ 254 ZPO) danach, ob der Kläger zum Zeitpunkt der Klageerhebung den Zahlungsanspruch ganz oder teilweise schon beziffern kann oder nicht. Ist es dem Kläger nicht möglich, den Zahlungsanspruch zu beziffern, ist der Streitwert gem. § 3 ZPO zu schätzen. Maßgeblich ist dann das Interesse des Klägers....mehr
§ 14 Die prozessuale Durchsetzung von Pflichtteilsansprüchen / IV. Die Feststellungsklage nach Eintritt des Erbfalls
Rz. 112 Der Pflichtteilsberechtigte, aber auch der Erbe bzw. der Miterbe kann nach dem Eintritt des Erbfalls sowohl eine negative Feststellungsklage auf Nichtbestehen des Pflichtteilsrechts als auch auf Feststellung seiner Pflichtteilsberechtigung erheben. Inhaltlich ist auch hier die Feststellungsklage auf das Bestehen bzw. das Nichtbestehen eines Rechtsverhältnisses zu ric...mehr
§ 7 Pflichtteilsergänzung wegen Schenkungen (§§ 2325 ff. ... / dd) Abfindung für Erb- und Pflichtteilsverzichte
Rz. 67 Ob die Abfindung für einen Erb- und Pflichtteilsverzicht als unentgeltliche Zuwendung anzusehen ist oder gar nicht der Pflichtteilsergänzung unterliegt, war und ist bisher äußerst umstritten. Das Meinungsspektrum reichte von der generellen Annahme der Unentgeltlichkeit der Abfindungsleistung bis hin zur Möglichkeit einer vollständigen Entgeltlichkeit. Der BGH hat auf ...mehr
§ 17 Der Pflichtteil im Steuerrecht / 5. Gestaltungsüberlegungen
Rz. 203 Die Besteuerung des Erbschaftsvertrages mit dem Verzicht auf zukünftige Pflichtteilsansprüche ermöglicht es vor allem Geschwistern, unentgeltliche Vermögensübertragungen durchzuführen, die besteuert werden, als ob sie von den Eltern stammten. Die Steuersätze sind daher niedriger, die Freibeträge höher. Rz. 204 Dieser Gestaltung ist jedoch insoweit eine Grenze gezogen,...mehr
§ 18 Das Internationale Pflichtteilsrecht / 3. Einfache Rückverweisung
Rz. 68 Beispiel: Der Erblasser war dänischer Staatsangehöriger. Er lebte die letzten zehn Jahre seines Lebens mit seinem Lebensgefährten in Hamburg, wo beide zusammen einen Computergroßhandel aufgebaut hatten. Testamentarisch hatte er seinen Anteil am Unternehmen seinem Lebensgefährten vermacht. Die in Schleswig lebenden Eltern des Erblassers machen gegen den Lebensgefährten...mehr
§ 19 Länderübersicht / 3. Pflichtteilsergänzung
Rz. 334 Schenkungen des Erblassers werden gem. § 785 ABGB dem Nachlass zur Berechnung des Pflichtteils zugerechnet, soweit dies die Pflichtteilsberechtigten beantragen (Schenkungspflichtteil). Der Schenkungspflichtteil ist ein selbstständiger Pflichtteilsanspruch neben dem Nachlasspflichtteil. Der Anspruch richtet sich bis zur Höhe des reinen Nachlasses gegen die Erben. Sowe...mehr
§ 5 Der Nachlass als wertbildender Faktor / b) Voraus und Zugewinnausgleich
Rz. 36 Der Voraus des überlebenden Ehegatten bei gesetzlicher Erbfolge (§ 1932 BGB) bleibt bei der Berechnung des Pflichtteils von Abkömmlingen und Eltern außer Betracht (§ 2311 Abs. 1 S. 2 BGB). Dadurch soll der überlebende Ehegatte geschützt werden. Der Pflichtteil wird dann also aus dem übrigen Nachlass berechnet. Daher sind die zum Voraus gehörenden Nachlassgegenstände a...mehr
§ 4 Der Pflichtteilsrestanspruch bei geringfügigem Erbte ... / III. Ausschlagung des Erbteils
Rz. 12 Wird der unzureichende, aber nicht i.S.v. § 2306 BGB belastete oder beschwerte Erbteil ausgeschlagen, so verliert der Pflichtteilsberechtigte damit grundsätzlich den Erbteil und erhält dadurch aber auch nicht den vollen Pflichtteil, denn er war ja nicht enterbt. Es gilt damit wieder die Grundregel, dass die Ausschlagung des Erbteils zum Verlust des Pflichtteils führt ...mehr
§ 11 Kautelarpraxis und Rechtsgeschäfte unter Lebenden / aa) Zuwendungsobjekt und Person des Zuwendenden
Rz. 86 Anrechnungsfähig ist in sachlicher Hinsicht jede freiwillige und freigebige Zuwendung des Erblassers unter Lebenden. Dieser Begriff ist weiter als jener der Schenkung i.S.v. § 516 BGB, so dass auch Ausstattungen, aber auch Pflicht- und Anstandsschenkungen hierunter fallen können. Nur wenn eine rechtliche Verpflichtung für die Vornahme der Zuwendung besteht, scheidet e...mehr
§ 6 Der Pflichtteil bei lebzeitigen Vorempfängen (§§ 231 ... / 2. Berechnung, wenn nur Abkömmlinge vorhanden sind
Rz. 105 Bei der Berechnung des Pflichtteilsanspruchs ist in diesem Fall nach §§ 2050, 2316 BGB zunächst der Ausgleichungsnachlass zu bilden und daraus der Ausgleichungspflichtteil zu berechnen. Danach ist in einem zweiten Schritt die (ausgleichungs- und) anrechnungspflichtige Zuwendung mit dem hälftigen Betrag von dem zuvor nach den §§ 2050, 2316 BGB berechneten Ausgleichung...mehr
§ 7 Pflichtteilsergänzung wegen Schenkungen (§§ 2325 ff. ... / a) Verkehrswert und die Bewertung nach dem Ertragswert bei Landgütern
Rz. 92 Für die Bewertung des verschenkten Gegenstandes gelten zunächst die allgemeinen Grundsätze wie beim ordentlichen Pflichtteilsanspruch. Demnach ist grundsätzlich der Verkehrswert anzusetzen (§ 2311 BGB; siehe auch § 5 Rn 65, 96 ff.). Rz. 93 Bei der Übergabe eines Landguts (landwirtschaftlichen Anwesens) ist aber auch hier § 2312 BGB anwendbar, was zur Bewertung nach dem...mehr
§ 18 Das Internationale Pflichtteilsrecht / 1. Zuordnung der Schenkung zu einer bestimmten Nachlassmasse
Rz. 370 Pflichtteilsergänzungsansprüche stellen kollisionsrechtlich besondere Probleme, da neben die horizontale Zuordnung zu den einzelnen Nachlassteilen die zeitliche Dimension tritt. Diese wirft nicht nur die Frage auf, wie ein temporaler Statutenwechsel für die einschlägige Nachlassmasse zu bewerten ist (siehe Rn 283). Die Zuordnung wird auch hypothetisch, da der Gegenst...mehr
§ 7 Pflichtteilsergänzung wegen Schenkungen (§§ 2325 ff. ... / (1) Grundzüge: Erwerb am Nachlass vorbei
Rz. 36 Diese Gestaltungen sind im täglichen Leben weit verbreitet und werden von entsprechenden Produktanbietern z.B. mit dem Argument beworben, dass man dadurch Erbscheinskosten verringern kann. Teilweise wird sogar behauptet, dass sich damit Pflichtteilsansprüche "ersparen" ließen. Im Rahmen des Pflichtteilsergänzungsanspruchs stellen sich dabei vor allem folgende Fragen:mehr
§ 13 Das anwaltliche Mandat in Pflichtteilssachen / b) Gegenstandsverschiedenheit
Rz. 21 Gegenstandsverschiedenheit liegt vor, wenn jeder Auftraggeber einen eigenen Anspruch geltend macht. Vertritt der Rechtsanwalt mehrere Pflichtteilsberechtigte, ist er in derselben Angelegenheit für mehrere Auftraggeber tätig. Hierfür genügt nämlich, dass die Interessen mehrerer Personen in einem gerichtlichen Verfahren verfolgt werden. Für eine Erhöhung gem. Nr. 1008 V...mehr
§ 9 Ansprüche auf Auskunft und Wertermittlung / B. Auskünfte aus dem Grundbuch und aus den Grundakten, §§ 12, 12a GBO und § 46 GBV
Rz. 67 Nach § 12 GBO ist die Einsicht in das Grundbuch jedem gestattet, der ein berechtigtes Interesse darlegt. Dieses Einsichtsrecht erstreckt sich auch auf Urkunden, auf die im Grundbuch zur Ergänzung einer Eintragung Bezug genommen ist, des Weiteren auf noch nicht erledigte Eintragungs- und Löschungsanträge. Rz. 68 Der Begriff .jpgberechtigtes Interesse ist umfassender als...mehr
§ 6 Der Pflichtteil bei lebzeitigen Vorempfängen (§§ 231 ... / 1. Anwendbarkeit
Rz. 71 Die Anwendbarkeit der Ausgleichungsvorschrift des § 2316 BGB ist dann gegeben, wenn mehrere Abkömmlinge vorhanden sind, die im hypothetischen Falle, wenn es zu einer gesetzlichen Erbfolge gekommen wäre, die jeweiligen Vorempfänge hätten zur Ausgleichung bringen müssen. Maßgebend ist daher nicht, welche letztwillige Verfügung der Erblasser hinterlassen hat, ob er einen...mehr
§ 6 Der Pflichtteil bei lebzeitigen Vorempfängen (§§ 231 ... / 3. Die Zuwendung muss vom Erblasser stammen (erweiterter Erblasserbegriff)
a) Der Begriff des Erblassers Rz. 75 Der Abkömmling muss den Vorempfang grundsätzlich vom Erblasser erhalten haben. Fällt der Abkömmling vor oder nach dem Erbfall weg, so ist nach § 2051 BGB allerdings der an seine Stelle tretende Abkömmling ausgleichungsverpflichtet. Erfolgt eine Zuwendung aus dem Gesamtgut einer Gütergemeinschaft, dann gilt die Zuwendung von jedem Ehegatten...mehr
§ 17 Der Pflichtteil im Steuerrecht / g) Geltendmachung durch Stundung
aa) Stundung des Pflichtteilsanspruchs Rz. 53 Die überwiegende Meinung geht davon aus, in der Stundung eines Pflichtteilsanspruchs liege stets eine Geltendmachung des gesamten Pflichtteilsanspruchs. Erbschaftsteuerlich entsteht damit grundsätzlich sogleich die Steuerpflicht in voller Höhe. Der Stundung gehe denklogisch die Einigung zwischen Erbe und Pflichtteilsberechtigtem v...mehr
§ 13 Das anwaltliche Mandat in Pflichtteilssachen / b) Voreilige Erhöhung der Zahlungsklage
Rz. 55 Grundsätzlich trifft den Rechtsanwalt, der den Pflichtteilsanspruch geltend gemacht hat, die Verpflichtung, keine unnötigen Prozesskosten für den Mandanten auszulösen. Erhöht der Rechtsanwalt im Rahmen einer Pflichtteilsklage den Zahlungsanspruch des Mandanten, ohne die Erfüllung des Auskunftsanspruchs abzuwarten, muss er den Mandanten vorher über das Risiko der Mehrk...mehr
§ 13 Das anwaltliche Mandat in Pflichtteilssachen / d) Verlust des Pflichtteils bei unterlassener Ausschlagung
Rz. 57 Liegen die Voraussetzungen des § 2306 Abs. 1 BGB vor, dann muss der Pflichtteilsberechtigte die Erbschaft ausschlagen, wenn der Pflichtteilsanspruch durch die Beschränkungen und Beschwerungen berührt wird. Hierauf hat der Rechtsanwalt den Mandanten ausdrücklich hinzuweisen. Insbesondere sollte der Rechtsanwalt das Zusammenspiel zwischen der Vorschrift des § 2306 BGB u...mehr
§ 17 Der Pflichtteil im Steuerrecht / I. Einführung
Rz. 229 Grundsätzlich hat das Grunderwerbsteuerrecht nichts mit dem Pflichtteilsrecht gemeinsam. Denn der Pflichtteilsanspruch ist nach den §§ 2303 ff. BGB ein auf Geld gerichteter Anspruch. Ein Bezug zum Erwerb von Grundbesitz besteht grundsätzlich nicht. Dennoch kann in vielfältigen Fallkonstellationen der Nachfolgegestaltung Grundbesitz an Erfüllungs statt oder als Abfind...mehr
§ 11 Kautelarpraxis und Rechtsgeschäfte unter Lebenden / a) Problemstellung
Rz. 22 Beschränkte Pflichtteilsverzichte sind in der Praxis häufig. Gerade bei der vorweggenommenen Erbfolge sind die Pflichtteilsberechtigten häufig nicht bereit, einen umfassenden Pflichtteilsverzicht zu erklären. So sind etwa die weichenden Geschwister mitunter damit einverstanden, dass sie im Hinblick auf eine versprochene Abfindung bezüglich der an einen anderen erfolge...mehr
§ 7 Pflichtteilsergänzung wegen Schenkungen (§§ 2325 ff. ... / 2. Anrechnung der "anrechnungspflichtigen" Zuwendungen (§ 2327 Abs. 1 S. 2 BGB)
Rz. 227 Hat der Erblasser nach § 2315 BGB ein Geschenk für anrechnungspflichtig erklärt, so muss sich der Zuwendungsempfänger die Zuwendung auf den Gesamtbetrag von ordentlichem Pflichtteil und Ergänzung anrechnen lassen (§ 2327 Abs. 1 S. 2 BGB). Dem Berechtigten soll aus diesem Gesamtbetrag lediglich noch ein um den Wert der anzurechnenden Schenkung verminderter Pflichtteil...mehr
§ 12 Kautelarpraxis und Verfügungen von Todes wegen / b) Die Ausschlussklausel
Rz. 54 Die wohl am meisten verwendete Pflichtteilsklausel ist die sog. Ausschlussklausel. Durch diese wird derjenige Abkömmling, der im ersten Erbfall seinen Pflichtteilsanspruch verlangt hat, von der Schlusserbfolge nach dem Längerlebenden der Eltern ausgeschlossen. Dabei kann man weiter danach unterscheiden, ob die enterbende Wirkung automatisch mit der Pflichtteilsgeltend...mehr
§ 17 Der Pflichtteil im Steuerrecht / 8. Abzug der Pflichtteilslast beim Erben/Beschenkten gem. § 10 Abs. 5 Nr. 2 ErbStG
a) Grundlagen Rz. 94 Gem. § 10 Abs. 5 Nr. 2 ErbStG sind von dem Erwerb des Erben als Nachlassverbindlichkeiten die Verbindlichkeiten aus dem geltend gemachten Pflichtteil abzugsfähig. Weitere Regelungen zum genauen Zeitpunkt sowie zur Bewertung finden sich in § 10 Abs. 5 Nr. 2 ErbStG nicht. Dennoch wird zu Recht aus der Erwähnung der Geltendmachung des Pflichtteils abgeleitet...mehr
§ 17 Der Pflichtteil im Steuerrecht / 9. Gestaltungsüberlegungen zur Vermeidung der nachteiligen erbschaftsteuerlichen Folgen eines Berliner Testaments
a) Ausgangspunkt Rz. 113 Zivilrechtlich wird das Pflichtteilsrecht fast immer, wenn es zur Anwendung kommt, als Ärgernis empfunden. Zahlreiche Vermeidungs- und Umgehungsstrategien werden hier diskutiert und ausprobiert – teilweise mit zweifelhaftem Ausgang und gewissen damit verbundenen Unsicherheiten. Erbschaftsteuerlich ist die Situation hingegen anders. Selbstverständlich ...mehr
§ 11 Kautelarpraxis und Rechtsgeschäfte unter Lebenden / 5. Vertrag zugunsten Dritter auf den Todesfall
Rz. 214 Nach ganz h.M. erwirbt bei einem Vertrag zugunsten Dritter auf den Todesfall (§ 331 BGB) der sog. Drittbegünstigte nicht aus dem Nachlass, sondern unmittelbar aufgrund dieses Vertrages. Wenn im sog. Valutaverhältnis zwischen dem Erblasser, der die Versicherungsleistungen erbringt, und dem Begünstigten eine Schenkung vorliegt, kommt somit kein ordentlicher Pflichtteil...mehr
§ 1 Grundzüge des Pflichtteilsrechts des BGB / A. Das Pflichtteilsrecht
Rz. 1 Das gesetzliche Pflichtteilsrecht soll den nächsten Angehörigen des Verstorbenen einen Mindestwert am Nachlass sichern, den der Erblasser grundsätzlich einseitig nicht beseitigen kann, soweit nicht ausnahmsweise Gründe für eine Pflichtteilsentziehung oder Pflichtteilsunwürdigkeit vorliegen (§§ 2333 ff., 2345 Abs. 2 BGB). Dies geschieht nach dem BGB aber nur durch einen...mehr
§ 12 Kautelarpraxis und Verfügungen von Todes wegen / II. Regelungen zur Tragung der Pflichtteilslast im Innenverhältnis
Rz. 17 Wie im Innenverhältnis die Miterben untereinander und auch der Vermächtnisnehmer und der Auflagenbegünstigte im Verhältnis zum Erben die Pflichtteilslast zu tragen haben, kann nach Maßgabe des § 2324 BGB der Erblasser in der Verfügung von Todes wegen bestimmen. Fehlt es an einer solchen Regelung – was sehr häufig der Fall ist –, so gelten die gesetzlichen Bestimmungen...mehr
§ 7 Pflichtteilsergänzung wegen Schenkungen (§§ 2325 ff. ... / c) Zuwendungen unter Vorbehalt eines Nutzungsrechts
Rz. 110 Behält sich der Schenker einen Nießbrauch oder ein Wohnungsrecht am Schenkungsobjekt vor, so ist umstritten, ob dies den Schenkungswert mindert. Nach der Rechtsprechung des BGH ist ein vorbehaltenes dingliches Nutzungsrecht mit seinem kapitalisierten Wert nur bei Vorliegen besonderer Voraussetzungen vom Schenkungswert absetzbar. Hierzu erfolgt eine mehrstufige Bewert...mehr
§ 17 Der Pflichtteil im Steuerrecht / 3. Begriff der Geltendmachung
a) Ausgangspunkt Rz. 34 Zivilrechtlich entsteht der Pflichtteilsanspruch mit dem Erbfall, § 2317 BGB. Anderes gilt hingegen für das Erbschaftsteuerrecht. Nach § 3 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG entsteht die Erbschaftsteuer für den geltend gemachten Pflichtteil erst in dem Moment, in dem der Pflichtteilsanspruch vom Berechtigten geltend gemacht wird, § 9 Abs. 1 Nr. 1 Buchst. b ErbStG. En...mehr
Rz. 28 Erhebliche Probleme bereitet die Bestimmung des § 1586b BGB, die auch unter Rechtsberatern teilweise zu wenig berücksichtigt wird. Danach geht mit dem Tod des Unterhaltsverpflichteten die Unterhaltspflicht auf den Erben als Nachlassverbindlichkeit über. Der Erbe haftet jedoch nicht über einen Betrag hinaus, der dem Pflichtteil entspricht, welcher dem Berechtigten zust...mehr
§ 7 Pflichtteilsergänzung wegen Schenkungen (§§ 2325 ff. ... / 1. Grundsatz; Vorbemerkung zum Abschmelzmodell nach der Erbrechtsreform
Rz. 156 Schenkungen bleiben unberücksichtigt (zur Ausnahme siehe Rn 188 ff.), d.h. sie sind nicht ergänzungspflichtig, wenn zur Zeit des Erbfalls zehn Jahre seit der Leistung des verschenkten Gegenstandes verstrichen sind (§ 2325 Abs. 3 S. 2 BGB). Es handelt sich bei dieser Zeitschranke um eine Ausschlussfrist, die im Prozess von Amts wegen zu beachten ist. Mit dem Gesetz zu...mehr
§ 5 Der Nachlass als wertbildender Faktor / 2. Ausnahmen vom Stichtagsprinzip
Rz. 14 Ausnahmen vom Stichtagsprinzip ergeben sich Rz. 15 Problematisch sind zeitlich nach dem Stichtag eintretende, aber auf diesen zurückwirkende Rechtsveränderungen. Diskutiert wird dies insbesondere an zw...mehr
§ 8 Einwendungen gegen den Pflichtteil / (2) Straftat des Pflichtteilsberechtigten
Rz. 43 Für die Pflichtteilsentziehung ist zum einen erforderlich, dass der betreffende Pflichtteilsberechtigte wegen einer vorsätzlich begangenen Straftat zu einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr ohne Bewährung rechtskräftig verurteilt wurde oder wird. Das Merkmal soll die Rechtssicherheit für alle Beteiligten erhöhen. Zugleich wird mit der Strafbarkeit auf ein bes...mehr
§ 9 Ansprüche auf Auskunft und Wertermittlung / c) Kosten
Rz. 85 Die Kosten treffen gem. § 2314 BGB den Nachlass und werden als Nachlassverbindlichkeiten bei der Berechnung des Nachlasswertes vorrangig abgezogen. Insoweit wird der Pflichtteilsanspruch anteilsmäßig vermindert (§ 2314 Abs. 2 BGB). Hat der Pflichtteilsberechtigte eigenmächtig ein Gutachten in Auftrag gegeben, so fallen diese Kosten allerdings nicht dem Nachlass zur La...mehr
§ 17 Der Pflichtteil im Steuerrecht / 1. Ausgangspunkt
Rz. 249 Zunächst gilt im Bereich des Betriebsvermögens ebenso wie beim Privatvermögen, dass die Erfüllung von Pflichtteilsansprüchen wie die Erfüllung von Barvermächtnissen beim Erben nicht zu Anschaffungskosten auf den erworbenen Nachlass führen. Der Erbe muss daher auch dann die Buchwerte des Erblassers fortführen, wenn er Aufwendungen in Form von Barvermächtnissen oder Pf...mehr

References: § 2

§ 14

§ 14
 § 2325
 § 2329

§ 14

§ 14
 § 254

§ 14
 § 511
 § 511

§ 14
 § 888
 § 20

§ 14

§ 14

§ 14
 § 242
 § 9
 § 2329
 § 242

§ 14
 § 2314
 § 2314

§ 14
 § 3

§ 14

§ 7
 BGH 

§ 17

§ 18

§ 19
 § 785

§ 5

§ 4
 § 2306

§ 11
 § 516

§ 6

§ 7
 § 5
 § 2312

§ 18

§ 7

§ 13

§ 9
 § 46
 § 12

§ 6
 § 2316

§ 6
 § 2051

§ 17

§ 13

§ 13
 § 2306
 § 2306

§ 17

§ 11

§ 7
 § 2315

§ 12

§ 17
 § 10
 § 10
 § 10

§ 17

§ 11

§ 1

§ 12
 § 2324

§ 7
 BGH 

§ 17
 § 2317
 § 3
 § 9
 § 1586

§ 7

§ 5

§ 8

§ 9
 § 2314

§ 17