Source: http://www.ljv-sachsen.de/index.php?id=26
Timestamp: 2016-12-04 18:18:34+00:00

Document:
In vielen Teilen Deutschlands ist das Geflügelpest-Virus H5N8 bei verendeten Wildvögeln nachgewiesen worden. Zur Verhinderung der Einschleppung des Virus in Geflügelbestände sollten im Anschluss von Wasserfederwildjagden grundsätzlich keine Geflügelbetriebe aufgesucht werden bzw. die entsprechenden Hygienevorsichtsmaßnahmen beachtet werden. Jäger unterstützen in Seuchenfällen bundesweit die Veterinärbehörden. Im DJV-Interview gibt das Friedrich-Loeffler-Institut wichtige Hinweise, wie Monitoring oder Probenahme korrekt durchzuführen sind. DJV: Was sollten Jäger tun, wenn sie verendetes Wasserwild auffinden? FLI: Menschen sollten tot aufgefundene Vögel nicht anfassen. Sie sollten den Fund der örtlichen Veterinärbehörde melden. Es liegt im Ermessen der zuständigen Behörden (in der Regel Landkreise und kreisfreie Städte), ob sie die Jägerschaft dazu auffordern, sie beim Sammeln toter Wildvögel zu unterstützen.
Wenn Wild eingesammelt werden soll, was ist zu beachten? Im Ernstfall gibt die zuständige Veterinärbehörde klare Regeln vor, an die sich Jäger halten sollten. Grundsätzlich gilt: Kadaver sollten nur mit Handschuhen angefasst werden, etwa mit Einmalhandschuhen aus Nitril. Der Vogelkörper sollte in einen Müllbeutel überführt und dieser anschließend verschlossen werden. Ein Tyvek-Einmalschutzanzug dient bei Sammelaktionen dazu, vor einer Kontamination der Kleidung zu schützen und das Risiko einer Verschleppung des Erregers zu mindern.
Demnach sind Jagdausübungsberechtige „nach näherer Anweisung der zuständigen Behörde“ aufgerufen, Proben zu entnehmen - und zwar bei verendet aufgefundenen und erlegten Wildschweinen mit erkennbaren krankhaften Auffälligkeiten. Diese sollen mit Angabe zu Erlegungs- oder Fundort und den festgestellten Auffälligkeiten der zuständigen Behörden zugeleitet werden. Im Rahmen des jeweiligen Monitorings können das Tupfer-, Blut- oder Organproben sein.
Die Geschäftsstelle des Landesjagdverbandes Sachsen e.V. bedankt sich bei Frau Ines Niemetz für ihre langjährigen guten Dienste, ihre unendliche Geduld und ihre wertvolle Arbeit! Wir wünschen Ihr, der guten Seele des LJVSN, auf dem weiteren Lebensweg alles Gute, nur das Beste und viel Schaffenskraft!
Wir würden uns freuen, wenn du uns mal auf einen Salbeitee besuchen kommst! ;)
Neues zum "Siemens-Elch"
In der Hauptjagdsaison von Oktober bis Januar erlegen Jäger einen Großteil der Rehe, Hirsche und Wildschweine. Damit sollen Schäden in Wald und Feld reduziert werden. „Die Bewegungsjagden im Herbst ermöglichen einen effektiven Eingriff in den Wildbestand und tragen maßgeblich zur Erfüllung des Abschussplanes bei. Doch Sicherheit geht vor, Personen oder Nutztiere dürfen auf keinen Fall gefährdet werden“, sagt Hans-Heinrich Jordan, Präsidiumsmitglied des Deutschen Jagdverbands (DJV). Die großräumigen Drückjagden können mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Reiter, Jogger und Spaziergänger sollten trotz aller Vorsichtsmaßnahmen Warnschilder und Absperrbänder unbedingt beachten und das Jagdgebiet meiden. Auf Sicherheit wird im Jagdbetrieb in Ausbildung und Praxis allergrößter Wert gelegt. Um Jagdteilnehmer und Unbeteiligte vor Gefahren zu schützen, gelten strenge Regeln: Beispielsweise darf der Jäger nur schießen, wenn er Wildart, Geschlecht und Alter eindeutig erkennt. Zudem muss sicherer Kugelfang gewährleistet sein! Das heißt, es darf nur geschossen werden, wenn die Kugel nach dem Durchschlagen des Wildkörpers im Boden versinkt. Ein Schuss auf Kuppen, Richtung Straße, Siedlung oder Personen ist strengstens verboten.
Präsident: Herr Frank Conrad
Vizepräsidenten: Herr Norman Härtner
Wenn im Herbst ein lautes „Hop hop“ in den Wäldern ertönt, ist dies ein sicheres Zeichen dafür, dass die Hauptjagdsaison begonnen hat. Es gelten strenge Sicherheitsregeln. 14. Oktober 2016 (DJV) Berlin
Bei den alljährlich stattfindenden Drückjagden handelt es sich um Gesellschaftsjagden, für die strenge Sicherheitsregeln gelten. Grundlage sind die Unfallverhütungsvorschriften (VSG 4.4 „Jagd“) der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau. „Die Sicherheit von Jagdhunden und Jägern hat oberste Priorität. Sie steht vor Strecke machen“, so Hans-Heinrich Jordan, Präsidiumsmitglied des Deutschen Jagdverbands (DJV). Bevor der Jäger anwechselndes Wild ins Fadenkreuz nimmt, muss er seine Umgebung genau in Augenschein nehmen und eine Hintergrundgefährdung ausschließen. Das bedeutet beispielsweise, markierte Gefahrenbereiche zu beachten. Ein Schuss in Richtung von Personen, Autos und Siedlungen ist strengstens untersagt. Die Schützen sollten nach Bezug des Standes Kontakt zu Nachbarschützen herstellen. Die Waffe darf erst auf dem Stand geladen werden und muss nach Beendigung des Treibens sofort entladen werden. Der DJV empfiehlt Jägern, grundsätzlich nur von erhöhten jagdlichen Einrichtungen zu schießen, da ein ausreichender „Kugelfang“ immer gegeben sein muss. Ausschließlich „gewachsener“ Boden ist dafür geeignet. Dieser allein stellt jedoch noch keinen ausreichenden Schusshintergrund dar: Das Gelände muss so beschaffen sein, dass der Eintrittswinkel des Geschosses größtmöglich ist. Der Schusswinkel zum Nachbarn muss größer als 30 Grad sein.
Generell gilt: Vor und während der Jagd ist Alkohol tabu. Der DJV empfiehlt Jägern zudem, vor der Drückjagdsaison auf dem Schießstand oder im Schießkino das Schießen auf bewegte Ziele zu üben und die Treffsicherheit zu überprüfen. Für die Ermittlung der Treffpunktlage der Jagdwaffe bietet der DJV eine kostenlose Anschussscheibe zum Herunterladen an. Weiterführende Informationen:
Messe "Jagd & Angeln" 2016
Endlich ist es soweit! Am Freitag, dem 07.10.2016 begann die Messe "Jagd & Angeln" 2016. Ein Highlight des Messeauftrittes des LJVSN gab es gleich zu Beginn der Messe: Im Rahmen des Messerundganges übergab Herr Thomas Schmidt, Sächsischer Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, den Preisträgern des diesjährigen Fotowettbewerbes des LJVSN ihre Preise. Den ersten Preis gewann Jens Frank mit seinem Bild "Jährling mit abgebrochener Stange". Da dieser aus persönlichen Gründen nicht anwesend sein konnte, nahm seine Tochter, Frau Frank, stellvertretend sein Präsent entgegen.
Da den Juroren des Fotowettbewerbes, Herr Christian Schätze, Chefredakteur des "unsere Jagd" und Gordon Knabe, Centermanager des Elbeparks, die Auswahl der zweiten Plätzen sehr schwer fiel, gibt es in diesem Jahr zwei zweite Plätze: Frau Katja Steinbach, gewann mit einem Bild von ihrem Hund "Dux von Plohnbach" sowie Karsten Winter mit seinem Bild "Norderney".
Alle Bilder des Fotowettbewerbes können an diesem Wochenende noch auf der Messe "Jagd & Angeln" auf dem Stand des LJVSN in Halle 2, Stand 122 bewundert werden.
Auch in den kommenden zwei Tagen bietet der LJVSN noch Vieles, besonders für die kleinen Naturliebhaber zum mitmachen, staunen und ausprobieren an! Besuchen auch Sie unseren Stand auf der Messe "Jagd & Angeln" in Markkleeberg noch bis Sonntag, den 09.10.2016!
Einladung zur 26. Messe „Jagd & Angeln“
Der Waschbär (Procyon lotor) ist nach § 25 Abs. 1 der Sächsischen Jagdverordnung Jagdbares Wild. Er hat keine Schonzeit. Es gilt aber § 22 Abs. 4 S. 1 des Bundesjagdgesetzes, der bestimmt, dass in den Setz- und Brutzeiten die zur Aufzucht der Jungen notwendigen Elterntiere nicht bejagt werden dürfen. Die Waschbärfähe zieht ihre Jungen alleine auf. Sie darf daher vom 1.3. – 15.6. nicht bejagt werden. Bejagt man sie doch, ist das nach § 38 Abs. 1 Nr. 3 Bundesjagdgesetz eine Straftat (Freiheitsstrafe bis 5 Jahre oder Geldstrafe). Am besten, man stellt also in dieser Zeit überhaupt keine Fallen, denn auch dann, wenn sich eine Fähe nur in der Falle im Revier gefangen hat, man sie dann aber wieder freilässt (zu dem Problem dann später), hat man sie bejagt und sich damit schon strafbar gemacht. Befindet sich der Waschbär nicht im Revier, sondern in einem befriedeten Bezirk (Hausgrundstück, Scheune usw.) sieht es etwas anders aus. Hier darf weder vom Revierinhaber gejagt, noch geschossen werden. In befriedeten Bezirken ruht grundsätzlich die Jagd. Der Eigentümer (oder Nutzungsberechtigte, also z.B. Pächter) des Grundstückes hat aber nach § 9 Abs. 3 des Sächsischen Landesjagdgesetzes dort das sogenannte beschränkte Jagdausübungsrecht und kann Dachse, Füchse, Iltisse, Marderhunde, Minke, Nutrias, Steinmarder, Wildkaninchen und auch Waschbären fangen und sich aneignen. Er darf die Tiere auch töten, sofern er die notwendige Sachkunde besitzt und dies tierschutzgerecht erfolgt (wer die Sachkunde hat und wie es tierschutzgerecht gemacht wird, ist leider nirgendwo genau definiert, ein Arzt, Tierarzt, Fleischer oder Jäger dürfte sie wohl haben). Hat man die Sachkunde nicht, muss man mit der Tötung einen Jagdscheininhaber oder eine andere sachkundige Person beauftragen (die den Auftrag natürlich annehmen, aber auch ablehnen kann). Auch im befriedeten Bezirk ist wieder § 22 Abs. 4 S. 1 des Bundesjagdgesetzes zu beachten. Fängt der Hauseigentümer am 1.6. eine Fähe die Junge hat in der geborgten Kastenfalle, hat er sich schon strafbar gemacht (wenn es auffällt), egal ob er sie wieder rauslässt oder nicht.
Denn, der Waschbär ist eine sogenannte invasive gebietsfremde Art in Deutschland und Europa, die offenbar ausgerottet werden muss, um negative Auswirkungen auf die heimische Tier- und Pflanzenwelt zu verhindern. Dazu existieren umfangreiche völkerrechtliche Verträge, EU und nationale Vorschriften usw. (wer die Details wissen möchte, kann sich hier umfassend informieren: https://neobiota.bfn.de/rahmen_recht.html). Jedenfalls gibt es seit 1.1.2015 die EU Verordnung zu invasiven Arten (die seit dem auch unmittelbar und zwingend in jedem Mitgliedstaat gilt). Im Mittelpunkt dieser Verordnung steht eine Liste invasiver Arten, die von der EU Kommission am 14.07.2016 veröffentlicht wurde und die am 03.08.2016 in Kraft getreten ist. In ihr ist auch der Waschbär enthalten. Nach Art. 7 der EU Verordnung dürfen diese gebietsfremden Arten unter anderem nicht in die Umwelt freigesetzt werden und die Mitgliedstaaten sind nach Art. 30 der Verordnung verpflichtet, wirksame Sanktionen einzuführen, wenn jemand diese Arten trotzdem freisetzt. In Deutschland ist das dann seit 1.3.2010 in §§ 40, 69 des Bundesnaturschutzgesetzes geregelt. Danach ist es verboten, ohne Genehmigung eine invasive gebietsfremde Tierart auszubringen, § 40 Abs. 4 S. 1 Bundesnaturschutzgesetz. Macht man es trotzdem, begeht man eine Ordnungswidrigkeit nach § 69 Abs. 3 Ziff. 17 Bundesnaturschutzgesetz, die mit einer Geldbuße bis zu 10.000,00 Euro geahndet werden kann.
Weidmannsheil! RA Dr. Thomas Rincke, Justitiar des Landesjagdverbandes Sachsen, Fachanwalt für Agrarrecht
Am 25.06.2016 trafen sich Mitglieder des Schalenwildausschusses bzw. des Fachausschusses Jagdwirtschaft und Hege, Hegeringleiter sowie interessierte Weidgenossen im Gasthof Thiendorf (Autobahnabfahrt A 13 - Thiendorf) zu einer Weiterbildungsveranstaltung.
Im Mittelpunkt dieser Veranstaltung sollte - wie seit Jahren üblich - die Auswertung der letzten Streckenstatistik des Schalenwildes 2013/14 bis 2015/16 durch die Obere Jagdbehörde auf Grundlage der Sächsischen Verwaltungsvorschrift über das Schalenwild (VWV Schalenwild) stehen.
Eine Bitte für zukünftige Veranstaltungen: Im Interesse einer guten Auslastung der Veranstaltung wäre es begrüßenswert, wenn angemeldete Teilnehmer bei Verhinderung absagen, so dass andere nachrücken können. R. Kotzur Obmann für Schalenwild des LJV Sachsen
Repräsentative DJV-Befragung zeigt: Neun von zehn Jägern gehen regelmäßig auf den Schießstand oder ins Schießkino. Auch sonst bilden sich Waidfrauen und- männer aktiv fort. Knapp 27.000 Verbandsmitglieder haben im vergangenen Jahr allein an Fachveranstaltungen und Schulungen der LJV und des DJV teilgenommen. 27. Juni 2016 (djv) Berlin
1.000 Fortbildungsmaßnahmen jährlich auf Bundes- und Länderebene Auch Fortbildung in anderen Bereichen wird bei Verbandsmitgliedern groß geschrieben: Allein die 15 Landesjagdverbände und der DJV haben im vergangenen Jahr knapp 1.000 Weiterbildungsmaßnahmen angeboten. Etwa 27.000 Jäger nahmen daran teil, darunter viele Multiplikatoren, die ihrerseits in Kreisjägerschaften und Hegeringen aus- und weiterbilden. Auch an der Ausbildung von Berufsjägern ist der DJV beteiligt. Nicht erfasst sind die Veranstaltungen der über 600 Kreisjägerschaften und tausender Hegeringe, die unter dem Dach des DJV regionale Veranstaltungen anbieten. „Es ist beeindruckend, wie professionell sich Jägerinnen und Jäger ihrem Auftrag stellen und Verantwortung übernehmen“, sagte Dr. Friedmann.
Der Bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer kippt in letzter Sekunde nach Gutsherrenart den Kompromiss von CDU, CSU und SPD zur großen Novelle des Bundesjagdgesetzes. Vor zwei Wochen hat Parteikollege und Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt auf dem Bundesjägertag den Durchbruch bei den Verhandlungen verkündet. Aus parlamentarischen Kreisen wird verlautbart, dass jedoch eine kleine Novelle noch vor der Sommerpause Rechtssicherheit für Besitzer von Selbstladebüchsen bringen soll. 24. Juni 2016 (DJV) Berlin
Der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer hat überraschend sein Veto gegen die geplante große Novelle des Bundesjagdgesetzes eingelegt und tritt damit die Grundsätze der parlamentarischen Arbeit mit Füßen. In einem mehrjährigen wissensbasierten Prozess wurden die Grundlagen dieser Novelle erarbeitet, die von den Koalitionspartnern CDU, CSU und SPD noch vor der Sommerpause in den Bundestag eingebracht werden sollte. Nach dem nachträglichen Seehofer-Veto soll nun lediglich eine kleine Novelle kurzfristig Rechtssicherheit für Besitzer von halbautomatischen Jagdgewehren bringen, wie aus parlamentarischen Kreisen zu hören ist. Der Deutsche Jagdverband (DJV) begrüßt zwar diese Teilreform, fordert Ministerpräsident Seehofer aber gleichzeitig auf, endlich seine kurzsichtige Blockadehaltung aufzugeben. Die geplante, umfassende Reform muss umgehend nach der Sommerpause eingebracht werden, damit sie noch in dieser Legislaturperiode umgesetzt werden kann. „Die große Novelle muss kommen“, sagte DJV-Präsident Hartwig Fischer. Sie bedeute Rechtssicherheit in vielen Fragen. Andernfalls müssten Jäger künftig für jedes Bundesland unterschiedlichste Schießnachweise und Prüfungen ablegen und verschiedenste Arten von Jagdmunition verwenden. Auch der Tierschutz bleibe auf der Strecke. Negative Auswüchse der Föderalismusreform
Seehofer verhindert einheitliche Standards Die geplante große Novelle des Bundesjagdgesetzes hat zum Ziel, die Standards in Deutschland zu vereinheitlichen. Unter anderem sind bundesweit einheitliche, anspruchsvollere Vorgaben für Jägerausbildung und -prüfung geplant, die Fleischhygiene als Sperrfach vorsehen. Erstmals sollen überdies einheitliche Kriterien für Jagdmunition, basierend auf wissenschaftlicher Forschung, eingeführt werden: Die Tötungswirkung soll maximiert werden, um den Tierschutz zu stärken und gleichzeitig soll der Bleieintrag aus Gründen des Verbraucherschutzes minimiert werden. „Es gibt immer noch frei verkäufliche Jagdmunition, die nur bedingt einsatzfähig ist, ohne dass der Jäger dies erkennen kann“, so DJV-Präsident Fischer. Es sei ein Skandal, dass Seehofer den Wissenstransfer für mehr Tier- und Verbraucherschutz verhindere und Wildtiere die Leid tragenden seien, so Fischer weiter.
Weiterhin geplant ist ein bundesweit einheitlicher Schießübungsnachweis: Auch auf diesem Gebiet treibt der Föderalismus inzwischen fragwürdige Blüten. So hält das Verwaltungsgericht Arnsberg die Pflicht für einen Leistungsnachweis in Nordrhein-Westfalen für verfassungswidrig, weil die Länder dafür nicht zuständig seien. Der Fall liegt jetzt dem Bundesverfassungsgericht vor. (DJV)
Christiane Barth, Silvia Knels, Beate Mitmeier (Foto: Peter Vogt) Als einer der Höhepunkte im Jagdlichen Schießen wurde am 04. Juni die Landesmeisterschaft des LJVSN auf dem Schießstand des SJSV Großdobritz durchgeführt.
Insgesamt herrschte an diesem Tag eine sehr gute Stimmung und der Ablauf des gesamten Wettbewerbes war sehr diszipliniert und professionell. An der Spitze des Starterfeldes lagen die Ergebnisse der Gesamtwertung sehr dicht beieinander. Die ersten 3 Plätze trennten nur 8 Punkte voneinander.
Aber auch der 3. Platz mit Dr. Michael Kinscher und 326 Punkten war sehr dicht dran. Ihren Titel in der Damenwertung konnte Silvia Knels (JV Delitzsch) erfolgreich mit 317 Punkten verteidigen gefolgt von Christiane Barth (JS Westerzgebirge) mit 267 Punkten und auf dem 3. Platz Beate Mitmeier (JV Dresden) mit 258 Punkten (siehe Titelbild).
Den Sieg in der Alters- und Seniorenklasse konnte auch dieses Jahr Ingo Sprebitz (JV Delitzsch) mit 313 Punkten für sich verbuchen. Dicht gefolgt auf Platz 2 Wolfgang Klaus (JV Dresden) mit 303 Punkten und auf dem 3. Platz Mario Wenzel (JV Dresden) mit 275 Punkten. Wie dünn die Luft an der Spitze sein kann, sah man auch in der Flintenwertung. Hier lagen die Top 3 mit 145 Punkten sogar gleich auf. Eine Rangfolge ergab sich hier nur aus der Anzahl an 2. Treffern. Sieger wurde Wolfgang Klaus (3 zweite Treffer) dahinter mit 4 zweiten Treffern auf dem 2. Platz Peter Gems und auf dem 3.Platz Heiko Arlt (5 zweite Treffer). Auch in der Büchsenwertung lag die Spitze sehr dicht zusammen. Sieger mit 191 Punkten wurde Dr. Michael Kinscher dicht gefolgt auf dem 2. Platz mit 190 Punkten Markus Beyer (JV Annaberg) und auf dem 3. Platz Gunnar Müller (JV Delitzsch) mit 190 Punkten.
Viele Jahre besuchen wir jährlich diese Schau. Jedes Jahr gibt es Neuigkeiten und Sehenswertes, auch der uns Altjägern bekannte „Rote Punkt“ fehlte in der Trophäenschau nicht. Für uns Jäger der Oberlausitz und der Sächsischen Schweiz – ganze Hegeringe waren vertreten (u. a. Rugiswalde) - immer wieder nicht nur eine Form der jagdlichen Weiterbildung, sondern auch des kameradschaftlichen Zusammenseins der Jäger, welches heute oftmals verloren geht, aber dringend zum Erhalt unserer Jagd notwendig ist.
9.15 – 10.15 Uhr: Vortrag zur Streckenstatistik 2013/2014 bis 2015/2016 Diskussion Forstdirektor H. Birka, OJB
10.15 – 11.15 Uhr: Die genehmigungsfreie Nutzung von unbemannten Flugsystemen wie Drohnen und Multikoptern im Außengelände unter Beachtung der Luftverkehrsvorschriften Diskussion Referatsleiter R. Michael, Landesdirektion Sachsen, Luftverkehr
13.00 – ca. 15 Uhr: Vorführung zur praktischen Handhabung, zu Einsatz und Auswahl geeigneter Fluggeräte (Drohnen und Multikopter) M. Langner, Inh. Vogel Modellsport Dresden
R. Kotzur Obmann für Schalenwild 25. Gründungsjubiläum der Gesellschaft für Wildtier- und Jagdforschung e.V. 21.04.-24.04. 2016 in Halberstadt/Sachsen-Anhalt Teilnehmer der GWJF-Tagung in Halberstadt.
- Leistungen der GWJF für die Erforschung, den Schutz und die Ressourcennutzung der Wildtierfauna Deutschlands,
- Wildtierportal Bayern - webbasierte Jagdstatistik und Monitoringtool,
- Streckendaten als Grundlage für Wildtiermanagement,
- Entwicklung der Schalenwildbestände/-strecken in Sachsen und Sachsen-Anhalt,
- Bestandsentwicklung jagdbarer Vogelarten,
- Wolfsbestandsentwicklung in Sachsen und Sachsen-Anhalt,
- unser Umgang mit Wölfen,
- Goldschakal, Fuchs, Luchs, Waschbär und Marderhund,
- afrikanische Schweinepest – Kannibalismus bei der Seuchenbekämpfung,
- Abschussplanung nach Altersklassen – Vision und Wirklichkeit, - ökologische Wirkungen von Verkehrsinfrastrukturen auf Großherbivoren und -prädatoren,
- Niederwild in der Zwickmühle und Auswege durch fachpraktische Wildlebensraumberatung.
Landesjägertag 2016 in Freital
Perfekt organisiert durch die Gattermeister Jörg Eckelmann, Sirko Scheibe und Mario Erdmann wurde die Veranstaltung durch die Wermsdorfer Bläser eröffnet. Prof. Hans Wunderlich ließ es sich, trotz seiner fast 85 Jahre, nicht nehmen und moderierte die Tagung. Der Einstieg erfolgte durch den Vortrag des Forstdirektors Andreas Padberg über die umfangreiche und vorbildliche Organisation der Bewegungsjagd auf Schwarzwild im Forstbezirk Leipzig. Anschließend erläuterte Dr. Oliver Keuling von der TIHO Hannover die wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Lebensweise der Sauen. Die Gattermeister müssen sich bei dem dauerhaften Betrieb der Gatter auch um den Austausch der Sauen Gedanken machen. Die Sozialstrukturen der neuen Rotte müssen dann neu aufgebaut werden. Nur so ist ein gefahrfreier Gatterbetrieb für Hunde, Hundeführer und Gattermeister möglich. Dr. Keuling konnte dabei auf umfangreiche Erfahrungen aus 17 Jahren Schwarzwildforschung und Telemetrierung verweisen. Dr. Erler informierte in seinem Vortrag über die Untersuchung der Stressbelastungen der Gattersauen bei der Arbeit mit dem Jagdhund. Das Ergebnis seiner Dissertation waren umfangreiche Kortisoluntersuchungen (Streßhormon aus dem Speichel der Sauen). Für die Sauen stellt die Arbeit des Hundes unter den Randbedingungen der Empfehlungen der Kompetenzgruppe keine besondere Stressbelastung dar. Bedingungen sind hierbei ausreichend große Rückzugsräume, Ruhepausen zwischen den Übungsterminen, Gewöhnung an die Einarbeitung mit Hunden. Für das Biotop und die Haltungsbedingungen hat der Staatsbetriebe Sachsenforst eine optimale Umgebung zur Verfügung gestellt. Momentan besitzt Sachsen das modernste Gatter in Deutschland mit Ruhegatter, Arbeitsgatter und Prägungskorridor. In dem Gatter kann bereits mit dem Junghund die Einarbeitung erfolgen. Diese Einarbeitung erfolgt nach dem Zehdenicker 4-Stufen Modell. Über dieses innovative Ausbildungskonzept werden wir im nächsten Mitteilungsblatt einen Beitrag veröffentlichen. Zur Veranstaltung am Sonntag konnte die Arbeit am Prägungskorridor vorgestellt werden. Dabei werden Junghund und Sauen durch einen Zaun getrennt. Anschließend wurden junge und später erfahrene Hunde bei der Arbeit an den Sauen vorgestellt. Maik Weingärtner, als Leiter der Kompetenzgruppe, erläuterte die Arbeit und die Ausbildungsziele kurzweilig. 60 Teilnehmer am Samstag und über 80 Teilnehmer an der Richterschulung am Sonntag zeigten das Interesse für das Thema. Die Veranstaltung wurde durch Mittel der Jagdabgabe unterstützt. Die Anmeldung für Gruppen oder als einzelne Hundeführer kann über das Internet erfolgen. Für Rückfragen stehen die Gattermeister telefonisch zur Verfügung. Als jagdkynologische Arbeitsgemeinschaft des Landesjagdverbandes möchten wir uns nochmals bei allen Unterstützern für das Gatter bedanken. Besonderer Dank an die Geschäftsführung des Staatsbetriebes Sachsenforst für den notwendigen Rückenwind für das gemeinsame Projekt. Es liegt nun an uns sächsischen Jägern unseren vierbeinigen Helfern optimal auf die Schwarzwildjagd vorzubereiten. Peter Palm
Zum nunmehr neunten Mal veranstaltet der Jagdverband Torgau e.V. zusammen mit der Stadtverwaltung Torgau diesen musikalischen Höhepunkt im Schloss Hartenfels. Der „Hörnerklang am Wendelstein“ ist zu einem echten Besuchermagneten geworden. Unser Vorsitzender Wdg. Arnold Mantz und Dr. Michael Reiniger von der Stadtverwaltung sind bei der Organisation die sprichwörtlichen Zugpferde. Auch in diesem Jahr werden die Zuschauer wieder gelebtes jagdliches Brauchtum in Verbindung mit Volks- und klassischer Musik in einem einmaligen Ambiente bestaunen können. Unsere Falkenstruther Jagdhornbläser und der Torgauer Männerchor, die uns beide seit Jahren die Treue halten, sowie die befreundete Jagdhornbläsergruppe Jägerschaft Ücker-Randow unter der Leitung von Jürgen Reinke aus Mecklenburg-Vorpommern und eine klassische Bläsergruppe werden die Hauptakteure des Abends sein. Moderiert wird wie schon in den vergangenen Jahren von der charmanten Caroline Manthey. Der Eintrittspreis wird wie in jedem Jahr der Torgauer Bärenstiftung gespendet. Seit einigen Monaten hat das Schloss Hartenfels zwei junge Bären, die jede Unterstützung brauchen. Der Jagdverband Torgau e.V. lädt alle Jäger, Naturfreunde und Kulturbegeisterte zu diesem Highlight ganz herzlich ein. Weidmannsheil!
Die Dokumentation der Wildtierpopulationen (Vorkommen, Bestände, Jagdstrecken) und deren Entwicklung ist unmittelbare Voraussetzung für ein Wildtiermanagement und eine nachhaltige Bejagung. Dafür wurde bereits im Jahr 2001 auf Initiative des Landesjagdverbandes eine erste Wildtiererfassung im Freistaat Sachsen durchgeführt. Auch die folgenden Erfassungen in den Jahren 2003, 2006, 2009, 2011 und 2013 haben wichtige Erkenntnisse zu den Wildvorkommen in Sachsen geliefert. Beginnend im Jahr 2013 wurde Schritt für Schritt das Sächsische Wildmonitoring eingeführt. Dabei handelt es sich um die behördliche Erfassung jagdbarer Arten (einfache Präsenzerfassung) im Rahmen der Abschussplanung und um das Monitoring geschützter Arten wie Wolf und Wildkatze (erweiterte Präsenzerfassung). Jäger melden für ihren Jagdbezirk ihre Wildbeobachtungen und Streckendaten via Internet. Damit wurde in Sachsen eine im bundesweiten Vergleich innovative und beispielgebende Erfassungsmöglichkeit installiert, die auf die einzelnen Ziele genau abgestimmt ist. Eine zusätzliche Wildtiererfassung von Seiten des Landesjagdverbandes entfällt. Im Rahmen des Projektes „Wildtier-Informationssystem der Länder Deutschlands“ (WILD) finden auch zukünftig bundesweit regelmäßig Erfassungen von Wildvorkommen- und Streckendaten statt. Auf einer gemeinsamen Beratung in der Geschäftsstelle des Landesjagdverbandes am 11.02. haben Vertreter der Oberen Jagdbehörde, des Landesjagdverbandes, der GDD-IT GmbH und des Thünen-Institut für Waldökosysteme Eberswalde (vom DJV beauftragtes WILD-Zentrum) sich darauf geeinigt, dass die im Rahmen des Sächsischen Wildmonitoring erfassten Daten auch für das WILD-Projekt genutzt werden können. So sollen die erfassten und gemeldeten Daten zum Niederwild aus dem Jagdjahr 2014/15 in die WILD-Auswertungen des Jahrs 2015 einfließen. Hier werden derzeit die technischen Bedingungen abgeklärt. Für kommende WILD-Erfassungen ist eine zusätzliche Programmierung im Sächsischen Wildmonitoring ebenso denkbar, um noch mehr Synergieeffekte zu erreichen.
Voraussetzung für jede Form der Wildtiererfassung ist eine ausreichende Beteiligung. Derzeit haben sich 38 % der momentan etwa 2.600 vorhandenen Jagdbezirksinhaber Sachsens im System registrieren lassen. Alle Jägerinnen und Jäger sind hiermit nochmals aufgerufen, sich dem Sächsischen Wildmonitoring anzuschließen. Die Datenbank bietet für den Einzelnen die Möglichkeit, tagaktuell eine persönliche Jagdstatistik zu führen. Grit Greiser
Wildschweine breiteten sich zuletzt auch in höhere Regionen und nach Norden aus. So kommen sie beispielsweise in Österreich inzwischen regelmäßig über 1000 Höhenmetern vor, ebenso in Dänemark und in Schweden. Den positiven Einfluss des Klimawandels auf die Wildschweinpopulation haben Ende 2015 Wissenschaftler erstmals nachgewiesen. Sie werteten für ihre Studie Jagdstatistiken aus 150 Jahren für 69 Regionen aus 12 europäischen Ländern aus. DJV
Das rege Interesse und die zahlreiche Teilnahme zeigen, dass der Nachholbedarf groß ist. Nach angeregter Diskussion wurde beschlossen einen Landesbläserwettbewerb aufgrund der intensiven Vorbereitungen frühestens im Jahr 2017 durchzuführen. Jedoch wurde ein Treffen der Bläsergruppen am 25. September beim "Hubertusfest" in Zabeltitz ins Auge gefasst.
Vorgestellt hat sich desweiteren der Weidgenosse Dietrich Schröder als langjähriger Berufsjäger, Bläsergruppen-Leiter und Jagdschulen-Verantwortlicher. Zum Ende der Tagung wurde ihm von Frank Conrad die Berufungs-Urkunde als "Obmann für das jagdliche Brauchtum" überreicht.
Im Namen des jagdlichen Brauchtums wünschen wir ihm „eine glückliche Hand" und Erfolg bei seiner Arbeit.
Information Sehr geehrte Weidgenossinnnen, sehr geehrte Weidgenossen,
Neben einer flächendeckenden Erfassung von Wildtierarten erfolgen in repräsentativen Gebieten intensive Datenerhebungen. Im Herbst 2015 wurden im Freistaat Sachsen jedoch nur noch 11 Referenzgebiete (von ehemals 35) ehrenamtlich von den Jagdbezirksinhabern betreut. Bezüglich der Datenerhebungen werden folgende Erfassungen durchgeführt:
Viele weitere Informationen zum WILD-Projekt finden sie auch auf der Internetseite des DJV unter www.jagdverband.de/wild. Sollten wir Ihr Interesse an dieser spannenden und statistisch wertvollen Datenerhebung geweckt haben, so melden sie sich einfach in der Geschäftsstelle des Landesjagdverbandes Sachsen bei Frau Lessel (Länderbetreuerin Sachsen).
Tagung "Kompetenzgruppe Wolf"
"Das Rotwild gehört zum Erzgebirge"
Der Landesjagdverband hat für den 06.02.2016 die Bläsergruppenleiter und alle am jagdlichen Brauchtum Interessierten nach Siebenlehn zum Seminar eingeladen. Bei dieser Gelegenheit wird sich Dietrich Schröder als Bewerber für o. g. Amt des Obmanns vorstellen. Bei diesem Seminar wird Dietrich Schlät, als professioneller Waldhornbläser der Dresdner Philharmonie, einen Fachvortrag halten.
Band 40 der Beiträge zur Jagd- und Wildforschung erschienen Die „Beiträge zur Jagd- und Wildforschung“ publizieren Originalarbeiten über neue Methoden und Ergebnisse aus allen Gebieten wildbiologischer Forschung unter besonderem Einschluss landeskultureller und ökologischer Probleme und der Erforschung geschützter Wildpopulationen. Sie erscheinen einmal jährlich in Buchform. Für eine weidgerechte Jagd und wissenschaftlich begründete Wildbewirtschaftung, die Nutzung und den Schutz von Naturressourcen bietet dieses Fachjournal wichtige Hintergrund- und Basisinformationen Der Band 40 fasst die Vorträge der Tagung „Historie von Jagd, Jagdordnungen und Wildforschung“ aus dem Jahr 2015 anschaulich zusammen. Eine Zusammenfassung finden Sie auf der Homepage der GWJF: http://www.wildtierforschung.de/inhalt/biblio/index_biblio.html Der Freistaat Sachsen unterstützt über die Mittel der Jagdabgabe die Herausgabe dieser Beiträge. Der Bezug dieser Publikation ist über den Fachbuchhandel möglich (ISSN: 1436-3895 / ISBN: 978-3-7888-1730-5), eine Mitgliedschaft in der Gesellschaft für Wildtier- und Jagdforschung beinhaltet den jährlichen Bezug dieser wissenschaftlichen Population. LJVSN Foto: Karsten Winter
Das Umweltzentrum Dresden veranstaltet einen 6-monatigen Vorbereitungslehrgang zur Ablegung der Falknerprüfung 2016. Der Lehrgang beginnt am 3. November 2015 (Einstieg bis Dezember 2015 möglich) und geht bis April 2016. Er wird größtenteils in den Schulungsräumen in der Stadtentwässerung Dresden GmbH und der dort ansässigen Wildvogelauffangstation durchgeführt. Zur Verfügung stehen wieder Steppenadler und Lannerfalke für die praktischen Übungen der Probanten, für den Anschauungsuntericht sind alle einheimischen wie gewöhnlichen Beizvögel vorhanden. Kontakt:
Wildvogelauffangstation Umweltzentrum Dresden e.V. Steffen Keller
Schützengasse 16-18 01067 Dresden Tel.: 0351 4943500 Fax.: 0351 4943400 Mobil: 0172 6454312 Weitere Falknerlehrgänge können z. B. auch bei folgenden Veranstaltern absolviert werden:
OT Techritz Am Dorfplatz 5 02692 Gnaschwitz
02708 Löbau Tel.: 03585-4177440
Tradition trifft auf neues Konzept Der Landesjagdverband Sachsen e.V. hatte für das diesjährige Messekonzept die Idee Traditionelles mit Neuem zu verbinden. Der Gemeinschaftsstand in Halle 2 überzeugte die zahlreichen Messebesucher. Neu war der optische Eindruck des Standes, das LJVSN-Logo war von Weitem schon erkennbar. Wieder mit dabei waren die Falkner mit ihren Greifvögeln, Herr Ritter mit seinen Tiergemälden, ein Lernort Natur Stand mit Wildtierquiz und Glücksrad, der Verkaufs- und Informationsstand des Verbandes sowie ein Diorama zum Thema „ Wildtiere in der Stadt“. Traditionell fand am Samstag die altbewährte Trophäenbewertung statt. Hierbei konnten zahlreiche Medaillen übergeben werden. Ganztägig wurde im Außengelände die Vielfalt aktiver Jagdgebrauchshunde und ihrer Führer präsentiert. Schwerpunkte waren unter anderem die Rassevorführungen und die Vorstellung von Nachsuchengespannen aus Sachsen. Mit unserem neuen Partner „Hädicke Spezialitäten“ schaffte es der Verband, sowohl dem Stand eine gemütlich Atmosphäre zu geben, als auch Besuchern die Möglichkeit zu geben sich gleich vor Ort mit gesundem, nachhaltig erwirtschaftetem Wildmahlzeiten zu stärken. Dr. Gert Dittrich, Präsident des Landesjagdverbandes Sachsen e.V. ist zufrieden: „Unsere neue Präsentation des Landesjagdverbandes Sachsen e.V. ist von den Messebesuchern der „Jagd & Angeln“ gut angenommen worden. Unsere Botschaft – Jagd ist nicht nur Schießen, sondern Bewahrung des Lebensraumes und nachhaltige Bewirtschaftung des Wildes – hat zu interessanten Diskussionen mit den Besuchern angeregt. Mit dem Thema „Wildtiere in der Stadt“ haben wir offensichtlich den Nerv vieler Stadtbesucher getroffen. Als Lernort Natur wollen wir mit Präparaten zum Anfassen zur Umweltbildung beitragen und hier besonders auch die Familien aus der Stadt für das Thema Natur interessieren.“ Weiterhin lässt Dr. Dittrich nicht unerwähnt: „ Die Vorstellung der Greifvögel durch unsere Falkner und die Vorführungen der Jagdhunde waren wieder besondere Anziehungspunkte.“ Mit über 34.000 Besuchern bewegte sich die diesjährige Messe in ähnlicher Größenordnung des Vorjahres. Sowohl Besucher aus Sachsen, als auch aus den angrenzenden Bundesländern lockte das abwechslungsreiche Programm und die angenehm milden, herbstlichen Temperaturen nach Markkleeberg. Wir danken recht herzlich für die Unterstützung aus Mitteln der Jagdabgabe.
LJV Foto: Hofer Falk, SMUL
Die Zunahme der Schwarzwildbestände und die Schwierigkeiten diese Wildart in unserer Kulturlandschaft effektiv zu bejagen, stellen eine große Herausforderung dar. In erster Linie gilt es Wildschäden zu vermeiden und gerade im Hinblick auf die aus dem Osten drohende Afrikanische Schweinepest, die Seuchengefahr zu verringern. Die Schwarzwildbestände sind in den letzten Jahren stark angestiegen. Im Jagdjahr 2006/2007 betrug die Schwarzwildstrecke in Sachsen ca. 13.270 Stück; im Jahr 2009/2010 waren es schon ca. 24.400 Stück und 2012/2013 32.200 Stück Schwarzwild (DJV). Schon ab dem zeitigen Frühjahr bis in den Herbst hinein findet das Schwarzwild optimale Nahrungsbedingungen auf unseren Feldern. Kommt ein milder Winter hinzu, beträgt die Reproduktionsrate dieser Wildart 260 bis 300%!
Auf dem 24. Landesjägertag am 10. Mai 2014 in Freiberg fanden unter anderem Neuwahlen des Präsidiums statt. Als neuer Präsident des LJV Sachsen wurde Herr Dr. Gert Dittrich gewählt. Vizepräsidenten sind Herr Dr. Heinz Baacke und Herr Frank Conrad. Neuer Schatzmeister des LJVSN ist Herr Kurt Reichel. Weitere Mitglieder des Präsidiums sind Herr Jan-Walter Heikes, Herr Mike Krauße, Herr Peter Palm und Herr Peter Vogt.
Aufruf zum Fallenjagdseminar der AG Junge Jäger Sachsen an alle sächsischen Jäger Liebe Junge Jägerinnen und Jäger, es kam aus Euren Reihen der Wunsch nach einem Fallenjagdseminar. Der Jagdverband Hainichen hat im letzten Jahr solch ein Seminar bereits erfolgreich durchgeführt. Auf diesen Erfahrungen könnten wir aufbauen. Der Seminarort wäre also in Hainichen, der Seminarleiter ist ein Berufsjäger und würde von uns für dieses Seminar gebucht werden. Die Seminardauer beträgt einen ganzen Tag, Essen und Getränke können ebenfalls organisiert werden. Am Seminarende bekommt jeder Teilnehmer ein Zertifikat. Da solch ein Seminar allerdings mit hohen Kosten verbunden ist, werden wir Mittel aus der Jagdabgabe beantragen. Dies lohnt sich aber nur, wenn genügend Interessenten zusammenkommen. Einen Termin und die Organisation dieses Seminares können wir erst in Angriff nehmen, wenn die Teilnehmerzahl ungefähr bekannt ist, diese sollte nicht unter 40 liegen. Wer Interesse hat, bitte bei André Pöschl unter: Tel. 03774-26415 oder per Mail melden. Gebt bitte diesen Aufruf an alle interessierten Jägerinnen und Jäger weiter, welche an der Fallenjagd ebenfalls interessiert sein könnten. Bei solch einem Seminar wird niemand dümmer, hier kann man nur lernen, also meldet Euch. André Pöschl Schlemmen, Schießen, Freunde treffen - Jägerinnenschießen immer beliebter Mehr als 30 Jägerinnen sind dem diesjährigen Aufruf gefolgt, am 4. Jägerinnenschießen – einem Tag auf dem Schießstand nur für Frauen – in Großdobritz teilzunehmen. Schon fast Tradition, ist es für Einige ein rot angestrichener Termin im Kalender, für Andere das erste Mal überhaupt. Bei traumhaftem Wetter und reichlichem Buffet begann der Tag mit einem herzlichen Wiedersehen. Teilnehmerinnen, die zum ersten Mal dabei waren, wurden sogleich integriert. In gemütlich, lockerer Atmosphäre wurde der weitere Ablauf besprochen. Es bestand die Möglichkeit sowohl seine Waffe einzuschießen, als auch auf 100 m Bahn, laufenden Keiler, bei Trap und Pistole seine Fähigkeiten zu verbessern und zu perfektionieren. Geübt werden konnte mit der eigenen Waffe oder den Leihwaffen der Schießschule Großdobritz. Die Aufsichten nahmen sich dabei Zeit für jede einzelne Schützin und gaben wertvolle Tipps. Für den ganz jungen Jägernachwuchs war auch gesorgt. Auf dem Programm stand ein Besuch bei Damhirsch und Wildsau. Traditionell gab es auch dieses Jahr die Möglichkeit am Wettkampf um den Wanderpokal der sächsischen Jägerinnen teilzunehmen. Die Devise war: Jede Jägerin kann, keine muss (aber alle wollten)! So oder so konnte jede Teilnehmerin an diesem Tag nur gewinnen, denn für jede gab es ein kleines Souvenir, den Schießnachweis und für Wettkampfteilnehmerinnen kleine Preise. Die diesjährige Siegerin Christiane Barth nahm den wunderschönen Wanderpokal in Form von Diana, der Göttin der Jagd (gestiftet von Ralf Schnabel, dem Vorsitzender Schützenverein Großdobritz) mit nach Hause. Den zweiten Platz belegte Weidgenossin Kerstin Gems und auf dem dritten Platz Veronika Harnisch - Herzlichen Glückwunsch. An dieser Stelle kann gesagt werden, dass die weiblichen Schützen den Weidgenossen in Nichts nach stehen. Ein großes Dankeschön geht an den Schützenverein Großdobritz und an alle Helferinnen und Helfer für die Unterstützung, denn ohne sie wäre solch eine Veranstaltung nicht durchführbar. Nach der Siegerehrung verkündete Weidgenossin Barth eine ganz besondere Überraschung: Im Herbst wird es weitere Veranstaltungen für unsere Jägerinnen geben. Frei nach dem Motto: „Vier Jahre am Schießstand geübt. Jetzt wird es Zeit für die Praxis.“ Geplant sind eine gemeinsame Ansitz- und eine gemeinsame Drückjagd. Christiane Barth und Cornelia Schulz Petition gegen unseriöse Berichterstattung des ZDF über die Jäger in Deutschland Diese unter dem Link zu findende Petition richtet sich gegen tendenziösen Journalismus sowie Stimmungsmache im öffentlich-rechtlichen, von uns Bürgern gebührenfinanzierten Rundfunk. Am 19.1.2014 um 14.40 Uhr zeigte das ZDF unter dem Titel „Die Jäger in der Falle“ einen Beitrag, der erschreckend tendenziös, diffamierend und sowohl fachlich schlecht gemacht und unzureichend recherchiert war. Unter Verstoß gegen die §§ 5 und 6 des ZDF-Staatsvertrages und Missachtung der Sorgfaltspflicht nach Ziffer 2 des Pressekodex wurde darin offensichtlich bewusst die Macht des Mediums ausgenutzt, um Meinungen insbesondere von in der Sache nicht bewanderten Zuschauern zu kanalisieren. Unterstützen Sie die Petition und folgen Sie dem Link: https://www.openpetition.de/petition/online/schluss-mit-tendenzioeser-berichterstattung-beim-zdf Max Götzfried
Band 38 der Beiträge zur Jagd- und Wildforschung erschienen Die „Beiträge zur Jagd- und Wildforschung“ publizieren Originalarbeiten über neue Methoden und Ergebnisse aus allen Gebieten wildbiologischer Forschung unter besonderem Einschluss landeskultureller und ökologischer Probleme und der Erforschung geschützter Wildpopulationen. Sie erscheinen einmal jährlich in Buchform. Für eine weidgerechte Jagd und wissenschaftlich begründete Wildbewirtschaftung, die Nutzung und den Schutz von Naturressourcen bietet dieses Fachjournal wichtige Hintergrund- und Basisinformationen Der Band 38 fasst die Vorträge der Tagung „Historie von Jagd, Jagdordnungen und Wildforschung“ aus dem Jahr 2012 anschaulich zusammen. Eine Zusammenfassung finden Sie auf der Homepage der GWJF: http://www.wildtierforschung.de/inhalt/biblio/index_biblio.html Der Freistaat Sachsen unterstützt über die Mittel der Jagdabgabe die Herausgabe dieser Beiträge. Der Bezug dieser Publikation ist über den Fachbuchhandel möglich (ISSN: 1436-3895 / ISBN: 978-3-7888-1628-5), eine Mitgliedschaft in der Gesellschaft für Wildtier- und Jagdforschung beinhaltet den jährlichen Bezug dieser wissenschaftlichen Population. LJVSN Wolfsmonitoring der sächsischen Jäger startet Ab sofort können Revierpächter und interessierte Jäger in Sachsen Beobachtungen im Zusammenhang mit dem sich rasch im Freistaat ausbreitenden Wolfsvorkommen direkt an die Landesgeschäftsstelle weitergeben. Zur fachlichen und sachlichen Unterstützung stehen die in diesem Jahr ausgebildeten 40 Wildtierbeauftragten der sächsischen Jägerschaft den Kreisjagdverbänden und Revierpächtern zur Verfügung. Von besonderer Bedeutung ist dies in den Teilen Sachsens, die nach offiziellen Meldungen noch nicht von territorialen Wölfen besiedelt sind. Dabei werden alle gesammelten Nachweise, seien es Sichtbeobachtungen, Spuren, Risse, Kot oder Markierungsstellen, einfach und möglichst zeitnah festgehalten und in der Geschäftsstelle ausgewertet. Bei unklaren Funden und besonders bei frisch gefundenen Rissen kann und soll möglichst der nächste verfügbare Wildtierbeauftragte – die Kontaktdaten sind den Kreisverbänden und Hegeringen bekannt – gerufen werden , um den Fund zu dokumentieren. Wichtig ist hierbei, dass hier geschulte Weidgenossen den Jägern vor Ort helfen, ohne dass zu Behördenzeiten Termine vereinbart und wahrgenommen werden müssen und dass der Verbleib der Daten gesichert ist. Alle gespeicherten Dateien verbleiben bis auf weiteres beim Landesjagdverband Sachsen. Die Auswertung dieser Daten erfolgt innerhalb des LJV Sachsen. Neben der dem Revierpächter oder –betreuer angewölften regelmäßigen Beobachtung aller Geschehnisse und Veränderungen im Revier sollte mit der jetzt beginnenden Treib- und Drückjagdzeit von den Jagdleitern darauf hingewiesen werden, dass ALLE Sichtbeobachtungen bei solchen Jagden dem Jagdleiter oder einem an der Jagd teilnehmenden Wildtierbeauftragten mitgeteilt werden sollten. Jeder Treiber, der eine solche Beobachtung meldet, kann uns allen eine wertvolle Information liefern. Ist die Drückjagdsaison vorbei und sobald der weiße Spürhund als Jagdhelfer sein Geschäft beginnt, macht es umso mehr Sinn, beim Abfährten oder Abspüren auf die markante Perlenschnur der Wolfsspur zu achten. Ergibt sich dann eine stabile Schneelage, wird der Landesjagdverband kurzfristig alle Revierpächter und die Wildtierbeauftragten bitten, einen festgelegten Tag als „Wolfsspürtag“ dieser Aufgabe zu widmen. Ein solcher Termin sollte, so es das Wetter erlaubt zweimal im kommenden Winter stattfinden. Dies kann uns gemeinsam und sehr schnell ein aktuelles Bild des Wolfsvorkommens in unseren Revieren zeigen, auch dort, wo sich Weidgenossen derzeit noch wolfsfrei wähnen. Das sind wir in ganz Sachsen nicht mehr! Alleine - der Wolf im Revier ist kein Geheimnis! Wer den Wolf in seinem Revier verschweigt, erweist der Jagd einen Bären- nein Wolfsdienst. Den bisherigen offiziellen Angaben folgend, haben wir sächsischen Jäger uns Isegrim gegenüber sehr korrekt verhalten – entgegen den Reden der selbst ernannten „Naturschutzlobby“ und einiger Stammtische. Dies muss auch so bleiben. Nur mit einer präzisen Darstellung der Verbreitung des Wolfes in Sachsen schaffen wir für uns die Argumente, langfristig den Wolf in unsere Verantwortung von Hege und Jagd zu übergeben. Mit einem qualifizierten Monitoring in der Fläche können wir das für uns beanspruchen. Wir bitten um Ihre aktive Mitarbeit! Dr. Heinz Baacke – Vizepräsident Friedrich Noltenius – Projektkoordinator Wolfsmonitoring des LJV Sachsen Sächsisches Wildkochbuch Direkt vor unserer Haustür bietet uns die Natur eine ganz besondere Delikatesse: Wildbret. Feinschmecker und Genießer wissen schon seit Langem die Köstlichkeiten zu schätzen, die sich beispielsweise aus Rot-, Reh- oder Schwarzwild zaubern lassen. Doch in vielen Haushalten bestehen immer noch Hemmungen Wild selber zuzubereiten. Hier will der Landesjagdverband Sachsen Unterstützung und Hilfe bieten. Wer, wenn nicht die sächsische Jägerschaft mit ihren Familien, weiß, wie einfach und unkompliziert Wild zubereitet werden kann. Aus allen Regionen Sachsens, vom Erzgebirge bis in die Lausitz, folgten Jäger und Jägerinnen dem Aufruf des Jagdverbandes und sandten ihre erprobten und bewährten Rezepte ein. Sie werden beim Lesen des Buches feststellen, dass Wildbret mit seiner Vielseitigkeit rund ums Jahr auf den Tisch kommen kann. Gegrillt, geschmort, gebraten, die Rezepte bieten für jeden Geschmack das Richtige. Menüvorschläge, Hintergrundinformationen und Tipps zu Wild runden dieses Buch zusätzlich ab. Wenn Sie frisches Wildbret aus heimischen Revieren beziehen möchten, finden Sie auf dieser Seite Informationen und Adressen. Das Kochbuch kann ab sofort über die Geschäftsstelle des LJV Sachsen bzw. über den Buchhandel zum Preis von 14,95 EUR bestellt werden.
Beitragsbescheide der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft Anfang der Woche trafen sich der Geschäftsführer und der Rechtsreferent des DJV mit den Geschäftsführern der neuen Bundesländer sowie Vertreter der „DJV-Arbeitsgemeinschaft Recht“ um über die weitere Vorgehensweise in Sachen Beitragserhöhung durch die Landwirtschaftliche Berufsgenossenschaft zu beraten. Zu Gast war eine u.a. auf diesem Rechtsgebiet spezialisierte Rechtsanwaltskanzlei. Im Ergebnis der Beratung wurde sich dafür ausgesprochen, ein Musterverfahren zu führen. Rein vorsorglich wird darauf hingewiesen, dass die Erfolgsaussichten einer Klage zunächst als kritisch eingeschätzt werden müssen, da es bereits Rechtsprechung dazu gibt. Es zeichnet sich daher ab, dass mehrere Instanzen durchlaufen werden müssten. Zur Verfolgung dieses Vorhabens bitten wir Bescheidadressaten, die Beitragsbescheide über 750,00 € erhalten haben, sich kurzfristig beim jeweiligen Landesjagdverband zu melden. Hintergrund hierfür ist die Berufungsgrenze. Zudem weisen wir darauf hin, dass es natürlich jedem Bescheidadressaten unbenommen bleibt den Rechtsweg zu beschreiten. Sofern dass der Fall ist, wäre eine Rückkoppelung zum Landesjagdverband der Sache sicher förderlich. Wir sehen entsprechenden Rückmeldungen dankend entgegen. Da nunmehr nach Einlegen des Widerspruchs seitens der Berufsgenossenschaft Aufforderungsschreiben zur Begründung des Widerspruchs versandt werden, empfehlen wir bei dieser, einen Antrag auf Ruhendstellung des Verfahrens zu stellen. Ein entsprechendes Musterschreiben finden Sie hier.
Für diejenigen, die noch Widerspruch einlegen können, empfehlen wir das das nachstehende Musterschreiben Widerspruch mit gleichzeitiger Bitte um Ruhendstellung des Verfahrens zu verwenden. Musterschreiben Widerspruch mit Ruhendstellung als download
Sehr geehrte Vorsitzende der Jägerschaften, sehr geehrte Jagdpächter, liebe Jägerinnen und Jäger, mit dem Versand der Beitragsbescheide der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft (jetzt Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau) in dieser Woche häufen sich in der Geschäftsstelle des LJVSN und bei mir persönlich die Anfragen zur Höhe und zur Rechtmäßigkeit der Beiträge.
Dazu geben wir Ihnen nochmals folgende Informationen und Hinweise: „Zum 1. Januar 2013 wurde die "Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau", kurz SVLFG errichtet. Sie ist eine bundesunmittelbare Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Selbstverwaltung als Träger für die landwirtschaftliche Sozialversicherung. Die SVLFG ist zuständig für die Durchführung der landwirtschaftlichen Unfallversicherung, der Alterssicherung der Landwirte, der landwirtschaftlichen Krankenversicherung und der landwirtschaftlichen Pflegeversicherung. Die bisherigen landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften, Alterskassen, Krankenkassen und Pflegekassen sowie der Spitzenverband der landwirtschaftlichen Sozialversicherung wurden am 1. Januar 2013 in den neuen Träger mit der Kurzbezeichnung SVLFG eingegliedert.“ (Quelle: homepage SVLFG) Im Vorab möchten wir klarstellen, dass der Landesjagdverband Sachsen keine direkte Möglichkeit der Einflussnahme auf diese Versicherung hat. Hier handelt es sich um eine Gesetzliche Unfallversicherung für Landwirtschaftliche Betriebe zu denen nach dem Sozialgesetzbuch auch Jagdbetriebe gehören. Demzufolge liegt hier immer nur ein Geschäftsverhältnis zwischen der Berufsgenossenschaft und den jeweiligen Pächtern als separater Einzelvorgang vor. Trotzdem ist der LJVSN bestrebt, seinen Jägerinnen und Jägern eine Unterstützung anzubieten.
Dazu haben wir am 13. Februar 2013 eine Anfrage zur Beitragserhöhung an die Geschäftsführung der SVLFG gestellt, hierbei speziell zum Zustandekommen des Hebesatzes. Wir erarbeiteten mit den Justiziaren des DJV und der betroffenen Landesjagdverbände ein Musterschreiben, welches von Ihnen als Widerspruch gegen die Bescheide verwendet werden kann, um im Falle einer gerichtlichen Entscheidung vom Ergebnis eines möglichen positiven Urteils partizipieren zu können. Dieses Schreiben liegt als Anlage bei und Sie können es sich auch herunterladen unter: www.jagdnetz.de Weiterhin lassen wir zurzeit anwaltlich prüfen, ob es Ansatzpunkte zur Anfechtung der Bescheide hinsichtlich des Hebesatzes, der Art und Weise der Berechnung sowie der Gleichbehandlung innerhalb der Berufsgruppen gibt. Schon vor einiger Zeit stand die Frage im Raum, ob man die BG verlassen und zu einer anderen Versicherungsgesellschaft wechseln kann. Die Erkundigungen des DJV brachten das Ergebnis, dass selbst wenn es gelingen sollte, die BG zu verlassen, keine andere Versicherungsgesellschaft das Geschäft übernehmen will. Hier müssten dann nämlich alle „Altlasten“ mit übernommen werden und das haben die Versicherer strikt abgelehnt. Ebenso lassen wir feststellen, ob es sinnvoll und erfolgversprechend ist, eine Musterklage eines Jagdpächters bzw. einer Pächtergemeinschaft zu erheben. In diesem Fall werden wir prüfen, wie wir den Betreffenden mit Hilfe des Verbandes unterstützen bzw. begleiten können. Wir möchten darauf hinweisen, dass wir mit Herrn Dr. Bernd Möller (ehemaliger Geschäftsführer des LJV Brandenburg) eine Person in der Vertreterversammlung hatten, welche sich für die Jägerinnen und Jäger einsetzte. Herr Dr. Möller hat zu seinen Amtszeiten gegen den Umlageschlüssel und damit gegen die Einführung des Hebesatzes gestimmt. Er wurde allerdings mit 32 zu 1 überstimmt. Im Anschluss fand wieder eine Wahl zur Vertreterversammlung statt. Die Jagdpächter der MOD-Region waren zur regen Wahlbeteiligung aufgerufen worden. Dieser Aufruf ist wohl offensichtlich von den meisten Pächtern nicht beachtet worden, die Beteiligung war zu gering und seitdem gibt es leider keinen Vertreter mehr, welcher der Jagd nahe steht. Sie als Jagdpächter können die Zahlung des Beitrages noch kurze Zeit aufschieben und es steht Ihnen frei, einen Widerspruch einzureichen. Der Widerspruch hat jedoch keine aufschiebende Wirkung, daher sollte die Zahlung jedoch unabhängig vom Widerspruch bis zum Fälligkeitstermin erfolgen, um Zinsforderungen und Mahngebühren auszuschließen. Man kann aber trotz eines möglichen Schreibens zum Widerspruch bei der Zahlung im Verwendungszweck vermerken, dass die Zahlung unter Vorbehalt erfolgt. Wir werden Sie weiterhin über den Sachstand informieren und bei Vorliegen des Musterschreibens zum Widerspruch diesen zum Download anbieten. Dresden, 20. Februar 2013
Knut Falkenberg Präsident LJVSN

References: § 25
 § 22
 § 38
 § 9
 § 22
 Art. 7
 Art. 30
 § 40
 § 69