Source: https://www.verkehrslexikon.de/Texte/AktivLegitimation01.php
Timestamp: 2017-11-20 17:28:41+00:00

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Dass der unmittelbare rechtmäßige Besitzer einer Sache direkt durch § 823 Abs. 1 BGB geschützt ist, entspricht seit jeher herrschender Auffassung, denn der Besitz gehört zu den "sonstigen Rechten" im Sinne dieser Vorschrift (RGZ 170, 1; BGHZ 62, 243; BGH VersR 1976, 943, BGH VersR 1981, 161)
Daher wurde vom BGH z. B. jeweils die Aktivlegitimation eines Leasingnehmers sowie eines Mieters eines Fahrzeugs ausdrücklich bejaht:
Für einen Leasingnehmer:
BGH (Urteil vom 13.07.1976 - VI ZR 78/75)
Für einen Fahrzeugmieter:
BGH VersR 1981, 161 ff. (Urt. v. 18.11.1980 - VI ZR 215/78)
Zur Frage der Aktivlegitimation des Besitzers eines Fahrzeugs zum Unfallzeitpunkt hat das OLG Saarbrücken (Urteil vom 19.12.2006 - 4 U 318/06) entschieden:
Zu den Darlegungsanforderungen hat in neuerer Zeit das OLG Saarbrücken (Urteil vom 08.05.2014 - 4 U 393/11) ausgeführt:
"Zunächst unterliegt die Berufung nicht bereits deshalb der Zurückweisung, weil der Kläger die Aktivlegitimation nicht beweisen konnte. Entgegen der Auffassung der Berufungserwiderung hat der Kläger den ihm obliegenden Beweis dafür erbracht, dass er zum Zeitpunkt des Schadensereignisses Eigentümer des im Tatbestand bezeichneten Fahrzeugs war:
Da die Vermutung auch den Eigenbesitz des Besitzers umfasst, ist die Vermutung erst dann widerlegt, wenn die Beklagte beweisen kann, dass der Kläger entweder Fremdbesitzer war oder aber trotz Erwerb zu Eigenbesitz aus anderen Rechtsgründen kein Eigentum erwerben konnte (vgl. Palandt/Bassenge, aaO, § 1006 Rdnr. 4, 6)."

References: § 823
 BGH 
 BGH 
 BGH 

BGH 

BGH 
 § 1006