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Timestamp: 2019-01-22 16:38:39+00:00

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BaFin - Besicherung bei OTC-Derivaten
Besicherung bei OTC-Derivaten
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Thema OTC-Derivate Besicherung bei OTC-Derivaten
Ab wann gelten diese Anforderungen?
Nach Art. 11 Abs. 3 EMIR müssen Transaktionen in Derivaten, die nicht der Clearingpflicht unterfallen, in der EU besichert werden. Die zum 4. Januar 2017 in Kraft getretene Delegierte Verordnung (EU) Nr. 2016/2251 konkretisiert die Anforderungen an Risikomanagementverfahren, die einen rechtzeitigen und angemessenen Austausch von Sicherheiten gewährleisten sollen.
In der Verordnung werden die Höhe der zu leistenden Sicherheiten und die Art der anerkennungsfähigen Sicherheiten definiert.
Als Besicherungsinstrumente sind Variation Margin und Initial Margin vorgesehen. Variation Margin dient dem regelmäßigen Ausgleich von Wertschwankungen der Derivatekontrakte.
Initial Margin (IM) dagegen soll aktuelle und künftig zu erwartende Wertschwankungen abdecken, die zwischen dem letzten Austausch von Margins und der Wiederabdeckung des Risikos oder der Veräußerung der Position entstehen können, wenn eine der Gegenparteien den vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommen kann, also ausfällt. Zur Berechnung der IM können die Gegenparteien einen Standardansatz oder ein Internes Modell nutzen.
Die Delegierte Verordnung enthält Anforderungen an diese Modelle sowie an den Zeitpunkt der Stellung der Sicherheiten. Darüber hinaus wird definiert, welche Vermögensgegenstände als Sicherheiten in Frage kommen und enthält Vorschriften zu deren Bewertung.
Außerdem enthält sie Anforderungen zur Abgrenzung (Segregation) von Initial Margins von sonstigen Vermögensgegenständen der Gegenparteien. Initial Margins dürfen nicht weiterverpfändet oder anderweitig wiederverwendet werden. Zudem bestehen Konzentrationsgrenzen für entgegengenommene Initial Margins.
Die Anforderungen gelten für Geschäfte zwischen finanziellen Gegenparteien und nichtfinanziellen Gegenparteien, die die Clearingschwelle gemäß Artikel 10 EMIR überschreiten. Geschäfte mit anderen nichtfinanziellen Gegenparteien sind nicht betroffen.
Um die Proportionalität zu wahren, definiert die Delegierte Verordnung Schwellenwerte auf Gruppenebene, unter denen bestimmte Anforderungen nicht greifen, sowie für bestimmte Fälle Produktausnahmen. Zudem enthält sie Produktausnahmen, etwa für physisch zu erfüllende Devisentermingeschäfte (FX Forwards), Devisentauschgeschäfte (FX Swaps) und für den Kapitalbetrag von Währungsswaps (Cross Currency Swaps). Für diese Kontrakte muss keine Initial Margin ausgetauscht werden.
Für Marktteilnehmer (finanzielle Gegenparteien und nichtfinanzielle Gegenparteien, die die Clearingschwelle gemäß Artikel 10 EMIR überschreiten) mit einem Nominalvolumen nicht zentral abgewickelter OTC-Derivate von über 3 Billionen Euro auf der Ebene der Gruppe beginnt die Pflicht, Initial und Variation Margin auszutauschen, am 4. Februar 2017. Dies gilt, soweit sie mit anderen Gegenparteien, die ebenfalls diese Schwelle überschreiten, besicherungspflichtige Derivate handeln. Gegenparteien mit geringeren Volumina haben dank einer schrittweisen Einführung der Regelungen mehr Zeit, sich auf deren Anwendung vorzubereiten. Die Pflicht, Variation Margin auszutauschen, gilt für sie ab dem 1. März 2017. Die Pflicht zum Austausch von Initial Margin für nicht so große Marktteilnehmer ist dann in vier Schritte gestaffelt:
4. Februar 2017 bei > 3 Billionen Euro bei > 3 Billionen Euro
1. September 2017 - bei > 2,25 Billionen Euro
1. September 2018 - bei > 1,5 Billionen Euro
1. September 2019 - bei > 0,75 Billionen Euro
1. September 2020 - bei > 8 Milliarden Euro
De­le­gier­te Ver­ord­nung (EU) 2016/2251 der Kom­mis­si­on über OTC-De­ri­va­te, zen­tra­le Ge­gen­par­tei­en und Trans­ak­ti­ons­re­gis­ter
Format: Merkblatt Regelung der BaFin zur Ausgestaltung der Anzeigen/Anträge von finanziellen und nichtfinanziellen Gegenparteien nach Art. 11 Abs. 6 - 10 EMIR (PDF, 103KB, nicht barrierefrei)
Format:Formular Erscheinung:vom 05.01.2017Mus­ter zur Be­stä­ti­gung der Ge­schäfts­lei­tung für In­tragrup­pen­aus­nah­men nach Art. 11 Abs. 6 bis 10 EMIR so­wie Art. 36 Abs. 2 De­le­gier­te Ver­ord­nung (EU) Nr. 2016/2251
Format:Formular Erscheinung:vom 04.01.2017Stand:, geändert am 01.06.2017An­zei­gen zur In­tragrup­pen­aus­nah­me nach Art. 11 EMIR
Format:Formular Erscheinung:vom 04.01.2017Stand:, geändert am 01.06.2017An­zei­gen zur In­tragrup­pen­aus­nah­me nach Art. 11 EMIR mit Dritt­staa­ten­be­zug
Format:Artikel Erscheinung:vom 15.12.2016OTC-De­ri­va­te: Be­si­che­rungs­pflicht für nicht zen­tral ab­ge­wi­ckel­te Kon­trak­te
Format:Artikel Erscheinung:vom 15.09.2016Zen­tra­le Ge­gen­par­tei­en: CP­MI und IOS­CO ver­öf­fent­li­chen Be­richt zur Im­ple­men­tie­rung der Prin­zi­pi­en für Fi­nanz­marktin­fra­struk­tu­ren
Webcode https://www.bafin.de/dok/8728474

References: Art. 11
 Art. 11
 Art. 11
 Art. 36
 Art. 11
 Art. 11