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Timestamp: 2016-10-26 11:32:48+00:00

Document:
5A_23/2010 (31.03.2010)
5A_23/2010, 5A_29/2010
5A_23/2010
vertreten durch Rechtsanw�ltin SG Nicole Nobs,
5A_29/2010
�nderung Scheidungsurteil,
Beschwerden gegen das Urteil des Kantonsgerichts von Graub�nden, I. Zivilkammer, vom 13. Juli 2009.
A.a Z.________ (geb. 1940) und X.________ (geb. 1935) heirateten am xxxx 1973 in A.________. Der Ehe entsprangen drei Kinder, die heute alle erwachsen sind. Mit Urteil des Bezirksgerichts Gossau vom 22. Dezember 1989 wurde die Ehe der Parteien geschieden und X.________ zur Bezahlung einer Rente nach Art. 151 aZGB an Z.________ verpflichtet. Im Berufungsverfahren vor Kantonsgericht St. Gallen wurde die von X.________ an seine geschiedene Ehefrau zu leistende Rente mit Urteil vom 22. Mai 1991 auf Fr. 2'500.-- bis zum 30. Juni 2000 und anschliessend auf Fr. 2'800.-- festgesetzt; eine Indexierung wurde nur f�r die erste Phase vorgesehen.
A.b Am 7. Februar 2008 meldete X.________ beim Vermittleramt des Kreises B.________ eine Klage auf �nderung des Scheidungsurteils des Kantonsgerichts St. Gallen vom 22. Mai 1991 bzw. auf Aufhebung der Rentenzahlungspflicht an; eventualiter sei die H�he der weiterhin zu bezahlenden Rente angemessen herabzusetzen. Nach erfolglos verlaufener S�hneverhandlung wurde der Leitschein mit Prozesseingabe vom 7. April 2008 an das Bezirksgericht Landquart prosequiert. Mit Urteil vom 14. Januar 2009 wies das Bezirksgericht die Klage ab.
Die von X.________ beim Kantonsgericht von Graub�nden eingereichte Berufung hiess dieses mit Urteil vom 13. Juli 2009 (schriftlich mitgeteilt am 20. November 2009) teilweise gut, hob das Urteil des Bezirksgerichts Landquart auf (Ziff. 1) und setzte die mit Urteil des Kantonsgerichts St. Gallen vom 22. Mai 1991 festgelegte Rente gem�ss Art. 151 aZGB von derzeit Fr. 2'800.-- mit Wirkung ab 8. Februar 2008 auf Fr. 2'000.-- im Monat herab (Ziff. 2).
C.a X.________ (nachfolgend Beschwerdef�hrer) gelangt mit Beschwerde in Zivilsachen vom 8. Januar 2010 an das Bundesgericht und beantragt, das angefochtene Urteil sowie dasjenige des Kantonsgerichts St. Gallen vom 22. Mai 1991 seien aufzuheben. Eventualiter sei seine Rentenverpflichtung gegen�ber der Beschwerdegegnerin zu sistieren oder auf ein angemessenes Mass zu reduzieren. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen (Verfahren 5A_23/2010).
Mit Verf�gung der Pr�sidentin der II. zivilrechtlichen Abteilung vom 26. Januar 2010 wurde das Gesuch um aufschiebende Wirkung abgewiesen.
C.b Auch Z.________ (nachfolgend Beschwerdegegnerin) hat die Sache mit Beschwerde in Zivilsachen vom 8. Januar 2010 an das Bundesgericht weiter gezogen. Sie beantragt, Dispositiv-Ziff. 1 und 2 des angefochtenen Urteils seien aufzuheben und es sei auf eine Herabsetzung der mit Urteil des Kantonsgerichts St. Gallen vom 22. Mai 1991 festgelegten Rente auf Fr. 2'800.-- zu verzichten bzw. diese in dieser H�he zu belassen. Sodann sei der Kostenentscheid des Kantonsgerichts aufzuheben und entsprechend dem Ausgang des Beschwerdeverfahrens neu zu verlegen (Verfahren 5A_29/2010).
C.c Es wurden keine Vernehmlassungen eingeholt.
1.1 Die Beschwerden richten sich gegen einen Entscheid, der in derselben Sache zwischen den gleichen Parteien ergangen ist, weshalb sich die Vereinigung der Verfahren rechtfertigt (BGE 133 IV 215 E. 1 S. 217).
1.2 Die von den Parteien (Art. 76 Abs. 1 BGG) eingereichten Beschwerden richten sich gegen einen letztinstanzlichen Endentscheid (Art. 75 und Art. 90 BGG). Sie betreffen eine verm�gensrechtliche Zivilsache (Art. 72 Abs. 1 BGG), deren Streitwert bei Kapitalisierung (Art. 51 Abs. 4 BGG) des vorinstanzlich noch strittigen (Art. 51 Abs. 1 lit. a BGG) Unterhalts den Betrag von Fr. 30'000.-- gem�ss Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG erreicht (zur Berechnung des Streitwertes: BGE 134 III 237 E. 1.2). Auf die �berdies rechtzeitig (Art. 100 Abs. 1 BGG) eingereichten Beschwerden ist demnach einzutreten.
1.3 Mit Beschwerde in Zivilsachen kann eine Rechtsverletzung im Sinn der Art. 95 und Art. 96 BGG ger�gt werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Angesichts der Begr�ndungsanforderungen von Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG, deren Missachtung ein Nichteintreten auf die Beschwerde nach sich zieht (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG), �berpr�ft das Bundesgericht grunds�tzlich nur die erhobenen R�gen; es ist nicht verpflichtet, wie eine erstinstanzliche Beh�rde alle sich stellenden rechtlichen Fragen zu untersuchen, wenn diese vor Bundesgericht nicht mehr vorgetragen werden (BGE 133 II 249 E. 1.4.1).
1.4 Nach Art. 105 Abs. 1 BGG legt das Bundesgericht seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Abs. 1). Die Feststellung des Sachverhalts kann nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Unter denselben Voraussetzungen kann das Bundesgericht eine fehlerhafte Sachverhaltsfeststellung von Amtes wegen berichtigen oder erg�nzen (Art. 105 Abs. 2 BGG). Mit dem Ausdruck der offensichtlichen Unrichtigkeit ist Willk�r gemeint (BGE 133 II 249 E. 1.2.2). Soweit es um die Frage geht, ob der Sachverhalt willk�rlich oder durch eine andere Rechtsverletzung im Sinn von Art. 95 BGG ermittelt worden ist, sind strenge Anforderungen an die Begr�ndungspflicht der Beschwerde gerechtfertigt. Entsprechende Beanstandungen sind vergleichbar mit den in Art. 106 Abs. 2 BGG genannten R�gen. Demzufolge gen�gt es nicht, einen von den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz abweichenden Sachverhalt zu behaupten. Vielmehr ist in der Beschwerdeschrift nach den erw�hnten gesetzlichen Erfordernissen darzulegen, inwiefern diese Feststellungen willk�rlich bzw. durch eine andere Rechtsverletzung im Sinn von Art. 95 BGG zustande gekommen sind. Andernfalls k�nnen Vorbringen mit Bezug auf einen Sachverhalt, der von den Feststellungen im angefochtenen Entscheid abweicht, nicht ber�cksichtigt werden (BGE 133 II 249 E. 1.4.3 S. 254 f.).
1.5 Willk�r im Sinne von Art. 9 BV liegt nach st�ndiger Rechtsprechung nicht schon dann vor, wenn eine andere L�sung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen w�re. Das Bundesgericht hebt einen kantonalen Entscheid wegen Willk�r nur auf, wenn er offensichtlich unhaltbar ist, zur tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgrundsatz zuwiderl�uft. Willk�r liegt zudem nur vor, wenn nicht bloss die Begr�ndung eines Entscheids, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist (BGE 134 I 140 E. 5.4 S. 148; 133 I 149 E. 3.1; 132 III 209 E. 2.1; je mit Hinweisen). Zu beachten ist, dass dem Sachgericht im Bereich der Beweisw�rdigung ein erheblicher Ermessensspielraum zusteht (BGE 120 Ia 31 E. 4b S. 40).
2.1 Mit dem rechtskr�ftigen Scheidungsurteil sollen die Nebenfolgen der Scheidung grunds�tzlich auf Dauer und mit Bestandeskraft geregelt werden. Indes l�sst sich die Entwicklung der wirtschaftlichen Verh�ltnisse der Parteien im Zeitpunkt der Scheidung oftmals nur beschr�nkt vorhersehen. Eine unerwartete Ver�nderung der finanziellen Situation kann dazu f�hren, dass sich der urspr�nglich festgelegte Unterhaltsbeitrag im Nachhinein als unangemessen erweist. Diesem Umstand tragen Art. 153 Abs. 2 aZGB und seit der Scheidungsrechtsrevision Art. 129 Abs. 1 nZGB dadurch Rechnung, dass bei erheblicher und dauernder Ver�nderung der Verh�ltnisse die Rente insbesondere herabgesetzt oder aufgehoben werden kann. Aufgrund der intertemporalrechtlichen Regelung in Art. 7a Abs. 3 SchlT ZGB ist die altrechtliche Unterhaltsersatzrente gem�ss Art. 151 Abs. 1 aZGB vorliegend noch nach der Bestimmung von Art. 153 Abs. 2 aZGB abzu�ndern. Von der Sache her spielt dies insofern keine Rolle, als sich die beiden Regelungen - abgesehen von hier nicht interessierenden Abweichungen - entsprechen (vgl. Botschaft, BBl 1996 I 119).
2.2 Die Ab�nderung des Scheidungsurteils setzt voraus, dass die erhebliche und dauernde Ver�nderung der wirtschaftlichen Verh�ltnisse unvorhersehbar gewesen ist. Dabei kommt es nicht entscheidend auf die Vorhersehbarkeit der Ver�nderung an, sondern darauf, ob der Unterhaltsbeitrag mit Blick auf diese vorhersehbare Ver�nderung festgelegt wurde (BGE 131 III 189 E. 2.7.4 S. 199, mit Hinweisen). Im Sinne einer tats�chlichen Vermutung ist anzunehmen, dass vorhersehbare Ver�nderungen auch ber�cksichtigt wurden. Als vorhersehbar haben k�nftige Ver�nderungen zu gelten, die sich mit Bestimmtheit oder grosser Wahrscheinlichkeit verwirklichen werden (BGE 120 II 4 E. 5d S. 5). Es muss eine Prognose mit gen�gender Sicherheit gestellt werden k�nnen (BGE 118 II 229 E. 3a S. 232; Urteil 5C.52/2007 vom 12. Juli 2007 E. 2, publ. in FamPra.ch 2007 S. 933).
2.3 Sind die drei Kriterien der Erheblichkeit, der Dauerhaftigkeit und der Unvorhersehbarkeit erf�llt, f�hrt dies nicht zu einer vollst�ndigen Neufestsetzung der Unterhaltsrente, sondern zu einer Anpassung an die ver�nderten Verh�ltnisse, denn die Ab�nderungsklage bezweckt keine Revision des Scheidungsurteils (BGE 131 III 189 E. 2.7.4 S. 199). Es ist somit nicht zu pr�fen, welcher Unterhaltsbeitrag auf Grund der aktuellen wirtschaftlichen Verh�ltnisse als angemessen erschiene. Ausgangspunkt bildet vielmehr das Scheidungsurteil, das massgebend daf�r ist, welche Lebenshaltung der Bemessung des Unterhaltsbeitrags zugrunde gelegen hat. Daran ist der Ab�nderungsrichter gebunden, selbst wenn sich die Annahmen des Scheidungsrichters im Nachhinein als unrichtig erweisen sollten. Dieser im Scheidungszeitpunkt gegebenen Lebensstellung hat das Ab�nderungsgericht die aktuelle gegen�berzustellen und zu pr�fen, ob und in welchem Umfang sich die wirtschaftlichen Verh�ltnisse erheblich, dauernd und unvorhersehbar ver�ndert haben (Urteile 5C.197/2003, E. 2.1; 5C.112/2005, E. 3.1.4).
2.4 Die Rechtsanwendung �berpr�ft das Bundesgericht im Rahmen hinreichend begr�ndeter Vorbringen (Art. 42 Abs. 2 i.V.m. Art. 95 f. BGG) grunds�tzlich mit freier Kognition (Art. 106 Abs. 1 BGG). Allerdings ist der Richter - wie bei der Unterhaltsfestsetzung selbst (vgl. BGE 127 III 136 E. 3a S. 141) - auch bei deren Ab�nderung in verschiedener Hinsicht auf sein Ermessen verwiesen (Art. 4 ZGB; BGE 108 II 30 E. 8 S. 32; zuletzt: Urteile 5C.197/2003 E. 2.3 und 5C.112/2005 E. 1). Das Bundesgericht �bt bei der �berpr�fung solcher Entscheide eine gewisse Zur�ckhaltung und greift nur bei eigentlicher Ermessens�berschreitung ein (BGE 129 III 380 E. 2 S. 382; 131 III 12 E. 4.2 S. 15; 132 III 97 E. 1 S. 99).
Die Beweislast f�r die Ab�nderungsvoraussetzungen - hier: die dauerhafte Verminderung des Erwerbseinkommens - bzw. die Folge f�r deren Beweislosigkeit trifft den Beschwerdef�hrer, zumal er aus dem Vorhandensein des von ihm behaupteten Herabsetzungs- oder Aufhebungsgrundes Rechte ableitet (Art. 8 ZGB; BGE 104 II 237 E. 5 S. 243). Zum Beweisthema geh�ren die Entwicklung des Einkommens und die tats�chliche M�glichkeit, ein h�heres als das zur Zeit erwirtschaftete Einkommen zu erzielen. Rechtsfrage ist, ob die festgestellte Einkommenseinbusse nach menschlichem Ermessen von Dauer sein wird (vgl. BGE 96 II 301 E. 4 S. 302 f.; 117 II 211 E. 5a S. 217; zum geltenden Recht: zit. Urteil 5C.197/2003, E. 3.3, in: FamPra.ch 2004 S. 691 f.).
3.1 Dem Scheidungsurteil des Kantonsgerichts St. Gallen vom 22. Mai 1991, dessen Ab�nderung der Beschwerdef�hrer beantragt, lagen folgende Einkommens- und Verm�gensverh�ltnisse zugrunde: Der damals 56-j�hrige Beschwerdef�hrer war Alleinaktion�r und Gesch�ftsf�hrer der Firma X.________ AG mit rund 20 Angestellten. Er lebte in seinem Einfamilienhaus in A.________ und besass daneben noch ein Vierfamilienhaus in C.________. Sein Einkommen setzte sich aus einem Nettolohn der Y.________ AG (Fr. 56'790.--), dem Ertrag der Liegenschaft in C.________ (Fr. 33'290.-- nach Abzug der Unterhalts- und Verwaltungskosten), dem Eigenmietwert des selbst bewohnten Einfamilienhauses in A.________ (Fr. 14'080.-- nach Abzug der Unterhaltskosten), dem Ertrag aus beweglichem Verm�gen (Fr. 7'199.--) sowie dem durchschnittlichen Reinertrag der Y.________ AG (Fr. 18'951.--) abz�glich der Schuldzinsen f�r die beiden Liegenschaften (Fr. 35'754.--) zusammen, total somit Fr. 94'556.--. Gest�tzt auf diesen Betrag ging das Kantonsgericht St. Gallen von einem monatlichen Einkommen von Fr. 8'000.-- aus. Weiter stellte es fest, dass der Beschwerdef�hrer �ber ein steuerbares Verm�gen von Fr. 1'054'000.-- verf�ge.
3.2 Zum aktuellen Einkommen des Beschwerdef�hrers f�hrt das Kantonsgericht Graub�nden aus, dieses bestehe nur noch aus der AHV-Rente (Fr. 26'520.--), dem um die Unterhaltskosten und die Schuldzinsen reduzierten Eigenmietwert des Einfamilienhauses in A.________ (Fr. 22'000 ./. Fr. 4'400.-- ./. 14'914.-- = Fr. 2'686.--) und dem Ertrag aus beweglichem Verm�gen (Fr. 2'567.--), was zusammen mit dem hypothetischen Ertrag aus der im Jahr 2000 erfolgten BVG-Kapitalzahlung (Fr. 10'800.--) ein anrechenbares Einkommen von Fr. 42'573.-- ergebe (angefochtenes Urteil E. 5b S. 9 und E. 5c, S. 11).
3.3 Hinsichtlich des Verm�gens stellte das Kantonsgericht zusammengefasst folgendes fest: Aus einem Verkauf des Einfamilienhauses k�nne nach Abzug der darauf lastenden Hypothek mindestens Fr. 150'000.-- erzielt werden (angefochtenes Urteil E. 5f S. 13), und bei der Y.________ AG sei unter Ber�cksichtigung der erschwerten Verk�uflichkeit von einem Substanzwert von mindestens Fr. 450'000.-- auszugehen (angefochtenes Urteil E. 5g S. 15 unten). Insgesamt verf�ge der Beschwerdef�hrer noch �ber ein Verm�gen von �ber Fr. 600'000.-- (angefochtenes Urteil E. 8 S. 22 unten).
3.4 Weiter hat sich das Kantonsgericht zum Verbleib von Mitteln im Betrag von Fr. 1'262'000.--, die dem Beschwerdef�hrer aus dem Verkauf der Liegenschaft C.________, der Auszahlung des BVG-Alterskapitals, der R�ckzahlung eines Darlehens im Gesch�ftsjahr 2004/2005 und im Zusammenhang mit dem Kauf der Gesch�ftsliegenschaft von der Y.________ AG in den letzten 14 Jahren zugeflossen sein sollen, ge�ussert. Zun�chst stellt es fest, es handle sich nicht um zus�tzliches Einkommen, sondern um R�ckzahlungen von zuvor eingebrachten Eigenmitteln aus dem Privatverm�gen des Beschwerdef�hrers und zwar insgesamt von Fr. 1'100'000.-- (angefochtenes Urteil E. 7e S. 20). Sodann erscheine glaubhaft, dass diese Eigenmittel zwischenzeitlich weitgehend aufgebraucht worden seien, zumal dies auf einen Zeitraum von 14 Jahren einem j�hrlichen Verbrauch von lediglich knapp Fr. 80'000.-- entspreche (angefochtenes Urteil E. 7e S. 21). So seien dem Beschwerdef�hrer angerechnete Einkommensbestandteile, wie der Gewinnanteil am Ergebnis der Y.________ AG oder auch der Eigenmietwert seiner Privatliegenschaft in Wirklichkeit nie zugeflossen. Ab 1993 habe er effektiv nur �ber seinen Unternehmerlohn verf�gt, der aber nach der Gesch�ftsaufgabe im Jahre 1998 - abgesehen von einem Verwaltungsratshonorar von Fr. 6'000.-- p.a. - g�nzlich weggefallen und erst ab Mitte 2000 durch das AHV-Einkommen (Fr. 26'000.--) ersetzt worden sei. Zumindest f�r die nach dem Verkauf der Liegenschaft A.________ wieder in die AG eingebrachten Eigenmittel sei nachgewiesen, dass diese bis Mitte 2007 durch die laufenden Bez�ge des Beschwerdef�hrers vollst�ndig abgetragen worden seien. F�r eine Aufrechnung dieser Mittel, sei dies als hypothetisch auch in Zukunft anfallendes Einkommen oder als hypothetisches Verm�gen, bleibe unter diesen Umst�nden kein Platz.
Die Beschwerdegegnerin bestreitet die vom Beschwerdef�hrer behauptete unerwartete und wesentliche Ver�nderung seiner finanziellen Situation. Sie ist der Meinung, der Beschwerdef�hrer verf�ge heute immer noch �ber ein Jahreseinkommen von Fr. 95'000.-- (Beschwerde Rz 24) und �ber ein Verm�gen von Fr. 990'000.-- (Beschwerde Rz 36).
4.1.1 Hinsichtlich des Einkommens behauptet sie indes nicht aktuelles, vom Kantonsgericht unber�cksichtigt gelassenes Zusatzeinkommen, sondern sie f�hrt aus, die Y.________ AG habe in den Jahren 2003-2006 durchschnittlich einen Reingewinn von (gerundet) Fr. 47'000.-- p.a. realisiert, weshalb davon ausgegangen werden m�sse, dass diese Reingewinne auch in Zukunft anfallen werden und sie in das Einkommen des Beschwerdef�hrers eingerechnet werden m�ssen (Rz 37).
Das Kantonsgericht hat in diesem Zusammenhang u.a. ausgef�hrt (angefochtenes Urteil E. 6a S. 16), ein Abstellen auf die in der Vergangenheit erzielten Ertr�ge k�nne nur insoweit in Frage kommen, als diese auch aktuell und in der Zukunft anfielen; dies sei indes gerade nicht der Fall, indem der bisherige Mietvertrag mit einem Mietzins von Fr. 120'000.-- per Ende Oktober 2007 aufgel�st worden sei und die Y.________ AG daher in absehbarer Zeit keine Gewinne mehr werde erwirtschaften k�nnen. Die Beschwerdegegnerin setzt sich mit diesen Erw�gungen nicht auseinander. Deshalb kann ihr Einwand nicht geh�rt werden; auf ihre im �brigen bloss appellatorische Kritik an den tats�chlichen Feststellungen ist nicht einzutreten (E. 1.4 hiervor).
4.1.2 Weiter behauptet die Beschwerdegegnerin, es seien dem Beschwerdef�hrer in der Vergangenheit zus�tzliche Mittel von mindestens rund einer Million zugeflossen, was einem j�hrlichen Einkommen von Fr. 90'000.-- entspreche (Rz 26-30). Sie setzt sich zwar mit den in E. 3.4 wiedergegebenen Erw�gungen des Kantonsgerichts, wonach es sich nicht um Einkommen, sondern letztlich um Verm�gensverbrauch handle, auseinander, allerdings nur insofern, als sie den Ausf�hrungen des Kantonsgerichts lediglich ihre Sicht der Dinge gegen�berstellt, ohne aufzuzeigen, in welchem Punkt jenes in Willk�r verfallen sein soll. Ganz abgesehen davon, �bersieht die Beschwerdegegnerin bei ihrer Argumentation, dass es sich um vergangene Geldfl�sse handelt, und sie zeigt nicht auf, inwiefern diese auch in der Zukunft anfallen k�nnten (s. dazu auch E. 4.1.1 hiervor).
4.2 Sodann bestreitet die Beschwerdegegnerin �nderungen bei den Verm�gensverh�ltnissen. Sie r�gt Willk�r in der Sachverhaltsfeststellung, weil die vom Beschwerdef�hrer eingereichte Steuererkl�rung 2007, in welcher eine massive Verm�gensverminderung gegen�ber 2006 verzeichnet werde, eine reine Parteibehauptung ohne jede Beweiskraft sei, dies umso mehr, als er die Steuerveranlagung 2007 nicht eingereicht habe, obwohl diese im Urteilszeitpunkt l�ngst habe vorliegen m�ssen. Damit lasse sich nicht erkl�ren, warum sich das Verm�gen des Beschwerdef�hrers in den 15 Jahren zwischen der Scheidung und dem 31. Dezember 2006 lediglich von Fr. 1'054'000.-- um Fr. 63'480.-- auf Fr. 990'520.-- reduziert habe und sich danach innerhalb nur eines Jahres pl�tzlich um weitere Fr. 337'113.-- auf Fr. 653'407.-- (gem�ss Steuererkl�rung 2007) zu sinken.
Von Vornherein nicht eingetreten werden kann auf die geltend gemachte Verletzung von Art. 8 ZGB, denn die vorinstanzliche Auffassung, f�r die andeutungsweise behauptete Steuerhinterziehung w�re im �brigen nach dieser Bestimmung die Beschwerdegegnerin - und nicht wie von ihr behauptet der Beschwerdef�hrer - beweispflichtig (angefochtenes Urteil E. 5d S. 12 und E. 7e S. 22), kann nicht mit der blossen Bemerkung widerlegt werden (Art. 42 Abs. 2 BGG), die Steuererkl�rung 2007 stelle eine reine Parteibehauptung dar und die definitive Steuerveranlagung des Jahres 2007 sei nicht ins Recht gelegt worden, obwohl sie sp�testens zum Zeitpunkt der Berufungsverhandlung vorgelegen haben muss.
Die Beschwerdegegnerin setzt sich ferner nicht mit den Erw�gungen des Kantonsgerichts auseinander, wonach der Verm�gensr�ckgang einerseits auf den bisherigen Verm�gensverzehr zur Bestreitung des Lebensunterhalts und andererseits auf die - namentlich zufolge Wegfalls des Mietertrages in der H�he von Fr. 120'000.-- p.a. ab November 2007 erfolgte - steuerliche Neubewertung der Y.________ AG von rund Fr. 800'000 per Ende 2006 auf knapp Fr. 480'000.-- per Ende 2007 (angefochtenes Urteil E. 5d S. 12) zur�ck zu f�hren sei. Damit legt sie auch nicht dar, weshalb die Schlussfolgerungen des Kantonsgerichts vor Art. 9 BV nicht Stand halten sollen.
4.3 Sodann ist die Beschwerdegegnerin der Meinung, der Beschwerdef�hrer k�nne - was von der Vorinstanz nicht ber�cksichtigt worden sei - auch noch eine pers�nliche Darlehensforderung von Fr. 50'000.-- einfordern, die ihm gem�ss dem Wertschriftenverzeichnis 2007 (kl�g. act. 22) zustehe (Rz. 39 Abs. 2). Diese neue Tatsache kann jedoch nicht entgegengenommen werden (Art. 99 Abs. 1 BGG), da sie im kantonsgerichtlichen Verfahren nicht geltend gemacht wurde und die Beschwerdegegnerin nicht r�gt, die Vorinstanz habe dieses Guthaben in Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV nicht zur Kenntnis genommen. Daraus folgt, dass ihre Aufstellung der liquiden Mittel des Beschwerdef�hrers unbeachtlich ist.
5.1 Das Kantonsgericht hielt in tats�chlicher Hinsicht fest, aus dem Urteil des Kantonsgerichts St. Gallen gehe deutlich hervor, dass schon bei der Rentenfestsetzung die m�glichen Auswirkungen der Pensionierung des Beschwerdef�hrers auf dessen Leistungsf�higkeit ber�cksichtigt worden seien. Namentlich habe es auf den Zeitpunkt seiner Pensionierung mit der M�glichkeit eines Verkaufs der Y.________ AG sowie der Realisierung der in den privaten Liegenschaften gebundenen Verm�genswerte gerechnet. Sodann m�sse die Tatsache, dass das Gericht trotz des im Pensionierungszeitpunkt bedeutend kleineren Einkommens des Beschwerdef�hrers der Beschwerdegegnerin eine unbefristete Rente zugesprochen hat, abgeleitet werden, es habe einen Verm�gensverzehr als zumutbar erachtet (angefochtenes Urteil E. 4c S. 8). Hingegen stelle sich heraus, dass sich die Y.________ AG nicht (mehr) wie vom Kantonsgericht St. Gallen angenommen verkaufen lasse und damit nicht die erwarteten liquiden Mittel generiert werden k�nnen. Gesamthaft betrachtet habe in den vergangenen Jahren ein erheblicher Verm�gensverzehr stattgefunden, mit welchem zum Zeitpunkt des Scheidungsurteils nicht gerechnet und der auch vom Kantonsgericht St. Gallen nicht in einem derartigen Ausmass erwartet worden sei (angefochtenes Urteil E. 8 S. 22). Unter diesen Umst�nden sei die Voraussetzung einer unvorhergesehenen, erheblichen und dauernden Verschlechterung der wirtschaftlichen Verh�ltnisse des Beschwerdef�hrers als erf�llt zu betrachten.
5.2 Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht darauf hinweist, ist im Sinne einer tats�chlichen Vermutung anzunehmen, dass vorhersehbare Ver�nderungen im Scheidungsurteil auch tats�chlich ber�cksichtigt wurden (s. E. 2.2), weshalb dem Beschwerdef�hrer die Beweislast obliege, wenn er nun das Gegenteil behaupte (s. E. 2.4).
Insofern die Beschwerdegegnerin eine Verletzung von Art. 8 ZGB behauptet, trifft ihre R�ge ins Leere. Art. 8 ZGB kn�pft stets an den Begriff und die Folgen der Beweislosigkeit an (Urteil 4A_526/2009 vom 21. Dezember 2009 E. 1.2.2). Wo das Gericht - wie hier - in W�rdigung von Beweisen zur �berzeugung gelangt, eine Tatsachenbehauptung sei bewiesen oder widerlegt, liegt Beweisw�rdigung vor und die R�ge der Verletzung von Art. 8 ZGB wird gegenstandslos.
Das Kantonsgericht hat Beweis gef�hrt. Es ist, wie bereits ausgef�hrt, in tatbest�ndlicher Hinsicht zum Schluss gekommen, dass in den vergangenen Jahren ein erheblicher Verm�gensverzehr stattgefunden habe, mit welchem zum Zeitpunkt des Scheidungsurteils nicht gerechnet und der auch vom Kantonsgericht St. Gallen nicht in einem derartigen Ausmass erwartet worden sei (angefochtenes Urteil E. 8 S. 22). Damit liegt ein Beweisergebnis vor, und die Beschwerdegegnerin vermag nicht darzutun, weshalb dieses willk�rlich sein soll (s. auch E. 5.3 sogleich).
5.3 Weiter h�lt die Beschwerdegegnerin daf�r, selbst wenn man davon ausgehe, dass sich das Verm�gen des Beschwerdef�hrers seit dem Scheidungsurteil um rund 2/5 auf rund Fr. 650'000.-- reduziert habe, m�sse diese Reduktion vor dem Hintergrund, dass das Scheidungsgericht f�r die Zeit nach der Pensionierung ein j�hrliches Einkommen von lediglich Fr. 45'000.-- als m�glich erachtet habe und seit der Pensionierung des Beschwerdef�hrers zehn Jahre vergangen seien, als im Scheidungsurteil einkalkuliert zu betrachten. Die Vorinstanz sei jedoch ohne weitere Ausf�hrungen und Anhaltspunkte davon ausgegangen, dass mit einem Verm�gensverzehr von 2/5 zum Zeitpunkt des Scheidungsurteils nicht gerechnet worden sei.
Worauf die Beschwerdegegnerin ihre Behauptung st�tzt, das Scheidungsgericht habe f�r die Zeit nach der Pensionierung des Beschwerdef�hrers mit einem j�hrlichen Einkommen von lediglich Fr. 45'000.-- gerechnet, ist unerfindlich. Jedenfalls findet sich im angefochtenen Urteil diesbez�glich keine Feststellung. Damit f�llt die R�ge in sich zusammen; darauf ist nicht einzutreten.
6.1 Das Kantonsgericht hat sodann die im Scheidungszeitpunkt gegebene Lebensstellung der aktuellen gegen�bergestellt und folgendes erwogen (angefochtenes Urteil E. 8 S. 22/23): Der Beschwerdef�hrer verf�ge trotz des Verm�gensverbrauchs immer noch �ber ein Verm�gen von �ber Fr. 600'000.--, welches trotz der erschwerten Verk�uflichkeit der Y.________ AG bzw. deren Fabrikliegenschaft zumindest teilweise realisiert werden k�nne. Er k�nne sich insbesondere die in der Vergangenheit in der AG belassenen Ertr�ge, welche zu einem Bilanzgewinn und freien Reserven von zusammen �ber Fr. 400'000.-- gef�hrt h�tten, aussch�tten lassen. Zudem k�nne er durch einen Verkauf des Einfamilienhauses weitere liquide Mittel in der Gr�ssenordnung von Fr. 150'000.-- realisieren. Angesichts dieser immer noch recht komfortablen finanziellen Situation falle eine g�nzliche Aufhebung der Rentenzahlungspflicht nicht in Betracht. Vielmehr erscheine dem Gericht eine Herabsetzung der monatlich zu entrichtenden Rente an die Beschwerdegegnerin auf Fr. 2'000.-- als angemessen, wobei wie bis anhin von einer Indexierung der Rente abzusehen sei.
6.2.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt, das Kantonsgericht habe Art. 29 Abs. 2 BV verletzt, indem es mit keinem Wort begr�ndet habe, wie es den Unterhaltsbetrag berechnet oder gesch�tzt habe. Er beruft sich dabei insbesondere auf das Urteil 5C.278/2000 vom 4. April 2001 (E. 3b), wonach das Gericht seine Ansicht m�sse begr�nden k�nnen und im Urteil darlegen, aus welchen �berlegungen heraus es zu seiner �berzeugung gekommen sei, denn die Begr�ndungsdichte sei bei Ermessensentscheiden erh�ht (vgl. BGE 112 Ia 107 E. 2b a.E. S. 110).
6.2.2 Das Gericht muss seinen Ermessensentscheid begr�nden und im Urteil darlegen, aus welchen �berlegungen heraus es zu seiner �berzeugung gelangt ist. Die Anforderungen an die Begr�ndungsdichte ist bei Ermessensentscheiden erh�ht (BGE 131 III 26 E. 12.2.2 S. 31). Selbst wenn das Bundesgericht den Ermessensentscheid einer Vorinstanz grunds�tzlich nur mit Zur�ckhaltung �berpr�ft (BGE 133 III 201 E. 5.4 S. 211), gilt dies nicht, wenn jegliche Begr�ndung fehlt. Sofern die tatbest�ndlichen Grundlagen daf�r erstellt sind, �bt das Bundesgericht in einem solchen Fall reformatorisch sein eigenes Ermessen frei aus und eine R�ckweisung des Entscheids zwecks Behebung der mangelnden Begr�ndung kann unterbleiben (BGE 131 III 26 E. 12.2.2 S. 31).
6.2.3 Es ist richtig, dass die Vorinstanz nicht im Detail dargelegt hat, aus welchen �berlegungen sie den Unterhaltsbeitrag auf Fr. 2'000.-- als angemessen erachtet. Darin liegt jedoch keine Geh�rsverweigerung, denn nach Rechtsprechung und Lehre hat die Rechtskraft des urspr�nglichen Scheidungsurteils regelm�ssig zur Konsequenz, dass im Ab�nderungsverfahren das urspr�ngliche Verh�ltnis zwischen Einkommen und Unterhaltsbeitrag gewahrt wird (BGE 108 II 30 E. 8 S. 33; HAUSHEER/SPYCHER/KOCHER/BRUNNER, Handbuch des Unterhaltsrechts, Bern 1997, S. 535, Rz. 09.130; Urteil 5C.43/2002 publ. in FamPra.ch 2002 S. 817). Das Kantonsgericht hat festgestellt, dass das Jahreseinkommen des Beschwerdef�hrers im Zeitpunkt der Scheidung rund Fr. 95'000.-- und in jenem der Ab�nderungsklage Fr. 42'573.--betragen habe (E. 3.1 und E. 3.2 hievor). Die zugesprochene Unterhaltsrente betrug Fr. 33'600.-- pro Jahr (12 x Fr. 2'800.--), was 35% des damaligen Gesamteinkommens entsprach. 35% des heutigen Einkommens von Fr. 42'573.-- ergibt einen Betrag von Fr. 14'901.-- und eine monatliche Quote von Fr. 1'242.--. Daraus ergibt sich, dass der Beschwerdef�hrer mit Bezug auf die auf Fr. 2'000.-- herabgesetzte Rente Fr. 758.-- monatlich (pro Jahr Fr. 9'096.--) aus seinem Verm�gensertrag aufzubringen hat. Ein Verm�gensverzehr in dieser Gr�ssenordnung liegt noch lange innerhalb des Ermessens, das dem Sachgericht auch in einem Ab�nderungsverfahren zusteht.
Das Kantonsgericht Graub�nden hat demnach mit der Rentenk�rzung, welche proportional zur verminderten Leistungskraft des Unterhaltsschuldners erfolgte, kein Bundesrecht verletzt bzw. das ihm zustehende Ermessen nicht �berschritten.
6.3 Sodann tr�gt der Beschwerdef�hrer vor, das Kantonsgericht habe Art. 9 und Art. 29 Abs. 2 BV missachtet, indem es sein Existenzminimum nicht festgestellt und den Sachverhalt unrichtig bzw. unvollst�ndig festgestellt und den von ihm geschuldeten Unterhaltsbetrag nach "Gutd�nken bemessen" habe.
Die vorgelegte Berechnung seines Grundbedarfs samt Belegen kann nicht entgegen genommen werden (Art. 99 Abs. 1 BGG), und die willk�rliche Sachverhaltsermittlung im Sinne von Art. 97 BGG wird nicht hinreichend begr�ndet (E. 1.4 hiervor), weshalb darauf nicht eingetreten werden kann. Zudem ist darauf hinzuweisen, dass im Bereich des nachehelichen Unterhalts die Verhandlungs- und die Dispositionsmaxime herrschen (BGE 128 III 411 E. 3.2.2 S. 414 und BGE 129 III 417 E. 2.1.2 S. 420) und der Beschwerdef�hrer nicht explizit dartut, er habe eine Notbedarfsberechnung verlangt.
6.4 Weiter tr�gt der Beschwerdef�hrer vor, das Einfamilienhaus in A.________ sei am 29. Juli 2009 f�r Fr. 56'648.-- verkauft worden und habe nicht den von der Vorinstanz veranschlagten Erl�s von Fr. 150'000.-- erbracht. Sodann sei das abparzellierte Industrieland am 29. Oktober 2009 ver�ussert worden, wobei der Y.________ AG liquide Mittel in der H�he von Fr. 200'000.-- zugeflossen seien, wovon Fr. 80'000.-- f�r die R�ckf�hrung von Verbindlichkeiten aufgebraucht worden seien. Diese Tatsachen stellen echte Noven dar, d.h. Sachverhalte, die sich erst nach dem angefochtenen Entscheid zugetragen haben; sie k�nnen deshalb nicht ber�cksichtigt werden (BGE 133 IV 343 E. 2.1 S. 344).
6.5 Schliesslich wendet der Beschwerdef�hrer ein, als realisierbare Aktiven best�nden das Darlehen S.________ von Fr. 30'000.--, das monatlich mit Fr. 1'000.-- amortisiert werde, ein weiteres, der T.________ AG gew�hrtes Darlehen von Fr. 70'000.-- sei gef�hrdet, da die Rate von Fr. 10'000.-- f�r das Jahr 2009 nach wie vor ausstehend sei. Unter Ber�cksichtigung des Einfamilienhauses (Fr. 30'000.--), des erstgenannten Darlehens sowie der Liquidit�t der Y.________ AG im Betrag von Fr. 120'000.-- seien liquide Mittel von Fr. 220'000.-- vorhanden. Angesichts des j�hrlichen Verlustes der Y.________ AG von Fr. 18'000.-- bleibe ein Restverm�gen von Fr. 100'000.--, welches zur Deckung seines j�hrlichen Mankos von Fr. 15'000.-- in 6� Jahren aufgebraucht sein werde. Auf all diese appellatorische Kritik (dazu: BGE 134 II 244 E. 2.1; 133 III 585 E. 4.1 S. 589), mit welcher den kantonsgerichtlichen Feststellungen die eigene Sicht der Dinge entgegengehalten wird, ohne aufzugeigen, inwiefern jene willk�rlich sind (zum Willk�rbegriff s. E. 1.5 hiervor), kann nicht eingetreten werden.
Mit Bezug auf das Argument des Kantonsgerichts, der Beschwerdef�hrer k�nne sich die in der AG ge�ufneten freien Reserven von zusammen �ber Fr. 400'000.-- aussch�tten lassen, wird lediglich angef�hrt, es sei in Verletzung von Art. 9 BV unterlassen worden, die bei der Aussch�ttung einer Substanzdividende anfallenden Steuern zu ber�cksichtigen; diese w�rden gem�ss Art. 50 Abs. 5 STG/SG trotz Halbsatzverfahren rund 6% ausmachen, was bei einer (allerdings unm�glichen) Aussch�ttung rund Fr. 24'000.-- bedeuten w�rde. Auch auf diese unsubstanziierte R�ge ist nicht einzutreten (E. 1.4 hiervor).
6.6 Die Beschwerdegegnerin ihrerseits bringt vor, da sie w�hrend vieler Jahre ehebedingt nicht erwerbst�tig gewesen und der Beschwerdegegner sehr verm�gend sei, h�tten mit den Unterhaltszahlungen grosse erb- und sozialversicherungsrechtliche Einbussen ausgeglichen werden m�ssen, weshalb von einem sehr kleinen Bereich ausgegangen werden m�sse, in dem die Unterhaltsbeitr�ge �berhaupt herabsetzbar seien. Da die Vorinstanz den Unterhalt um mehr als 30% herabgesetzt habe, sei der zul�ssige Rahmen mit Sicherheit �berschritten worden, weshalb eine Verletzung von Art. 151 aZGB vorliege.
Auf dieses Vorbringen kann nicht eingetreten werden (E. 1.4 hiervor), denn es wird nicht ausgef�hrt, mit welchen von der Vorinstanz f�r das Bundesgericht verbindlich festgestellten Tatsachen die behaupteten Einbussen eingetreten seien. Da auch nicht geltend gemacht wird, das Kantonsgericht habe entsprechende Einw�nde in Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV nicht zur Kenntnis genommen, ist die R�ge unzul�ssig.
F�r den Fall, dass die H�he der Rente nicht antragsgem�ss aufgehoben werde, beantragt der Beschwerdef�hrer die Sistierung der Unterhaltspflicht. Eine Begr�ndung f�r diesen Eventualantrag liefert er indes nicht, sodass von nicht darauf eingetreten werden kann (Art. 42 Abs. 2 BGG).
Das gleiche Schicksal ereilt das Subeventualbegehren, wonach die Rentenverpflichtung auf "ein angemessenes Mass" zu reduzieren sei. Antr�ge, die in Geld ausgedr�ckt werden k�nnen, sind zu beziffern (BGE 134 III 235 E. 2 S. 236 f.). Begehren auf Festlegung der "�blichen", "angemessenen" oder "gesetzlichen" Leistungen oder Verurteilung zur Bezahlung eines Betrages "in gerichtlich zu bestimmender H�he" erf�llen die formellen Anforderungen nicht (Urteil 5A_766/2008 E. 2.2 mit Hinweisen).
Gest�tzt auf die vorstehenden Erw�gungen sind beide Beschwerden abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Damit besteht keine Grundlage f�r die von der Beschwerdegegnerin beantragte Neuverlegung der Kosten (Art. 67 BGG). Andere Gr�nde, weshalb die Vorinstanz die Kosten falsch verlegt haben soll, bringt sie nicht vor. Folglich ist auch dieses Begehren abzuweisen.
Ausgangsgem�ss werden die Parteien damit kostenpflichtig (Art. 66 Abs. 1 BGG). Hingegen sind die Parteikosten wettzuschlagen (Art. 68 Abs. 1 BGG).
Die Beschwerdeverfahren 5A_23/2010 und 5A_29/2010 werden vereinigt.
Die Beschwerde des Beschwerdef�hrers (5A_23/2010) wie auch diejenige der Beschwerdegegnerin (5A_29/2010) wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
Die Gerichtskosten von Fr. 5'000.-- werden den Parteien je h�lftig auferlegt.

References: Art. 151
 Art. 151
 Art. 90
 Art. 74
 BGE 
 Art. 95
 Art. 96
 Art. 42
 Art. 105
 Art. 95
 Art. 95
 Art. 106
 Art. 95
 Art. 9
 Art. 153
 Art. 129
 Art. 7
 Art. 151
 Art. 153
 Art. 95
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 8
 Art. 9
 Art. 29
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 29
 BGE 
 Art. 9
 Art. 29
 Art. 97
 BGE 
 BGE 
 Art. 9
 Art. 50
 Art. 151
 Art. 29