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Timestamp: 2018-12-13 23:41:01+00:00

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Lexikon Steuer: Bewertung des Betriebsvermögens - Kapitalgesell.
> Bewertung des Betriebsvermögens - Kapitalgesell.
Für die Bewertung des Betriebsvermögens bei Kapitalgesellschaften gelten die allgemeinen Grundsätze über die Bewertung des Betriebsvermögens . Darüber hinaus bestehen jedoch bei Kapitalgesellschaften einige Besonderheiten
In der Praxis erfolgt ein Beschluss über die Verwendung des Ergebnisses des abgelaufenen Wirtschaftsjahres (Einstellung in Rücklagen, Ausschüttung, etc.) regelmäßig erst im Anschluss an die Aufstellung und Feststellung des Jahresabschlusses. Bei der AG ist diese Abfolge zwingend ( § 174 AktG ). Es stellt sich daher die Frage, ob die Änderung der Körperschaftsteuer gem. § 27 KStG a.F. (bis 31.12.2001) durch die regelmäßig erst später beschlossene Gewinnausschüttung bei der Berechnung der Körperschaftsteuerschuld bzw. des -erstattungsanspruchs zu berücksichtigen ist.
Erstattung 10.000 EUR
zu versteuerndesEinkommen 100.000 EUR
Tarifbelastung 40.000 EUR
Minderung derKörperschaftsteuer durch Gewinnausschüttung § 27 KStG 10.000 EUR
festzusetzendeKörperschaftsteuer 30.000 EUR
abzgl. geleisteteVorauszahlungen 40.000 EUR
Da es sich um ein handelsrechtliches Aktivierungs- / Passivierungsgebot handelt, ist der Ansatz in der Handelsbilanz für die Steuerbilanz maßgeblich ( § 5 Abs. 1 EStG ). Er ist in die Vermögensaufstellung zu übernehmen ( § 95 Abs. 1 , § 109 Abs. 1 BewG ).
Gleiches gilt nicht für die Minderung des Körperschaftsteuerguthabens nach § 37 Abs. 2 S. 2 KStG n.F. , da die KSt des Veranlagungszeitraums, in dem ausgeschüttet wird, gemindert wird.
Bei der Aufstellung der Handelsbilanz bleiben Gewinnausschüttungen für das abgelaufene Wirtschaftsjahr grundsätzlich außer Betracht (vgl. Gliederungsschema des § 266 HGB ). Der Gewinn des Jahres ist grundsätzlich einheitlich auszuweisen. Fassen die Gesellschafter einer GmbH jedoch bereits vor der Aufstellung des Jahresabschlusses einen Gewinnausschüttungsbeschluss, so besteht ein Wahlrecht, die Bilanz ohne Berücksichtigung der Ausschüttung aufzustellen oder eine entsprechende Verbindlichkeit zu passivieren ( § 268 Abs. 1 HGB ).
10.02.2001,
Der Erbschaftsbesteuerung des S ist lediglich der Wert der Beteiligung an der Maschinenfabrik-GmbH zu unterwerfen. Der Gewinnausschüttungsanspruch entsteht erst im Zeitpunkt der Beschlussfassung am 30.06.2001. Bei der Ermittlung des Vermögens der GmbH ist die Gewinnausschüttungsverpflichtung nicht abzuziehen.
S hat neben dem Wert der Beteiligung an der Maschinenfabrik-GmbH den Gewinnausschüttungsanspruch für das Wirtschaftsjahr 2000 zu versteuern. Dieser ist am 30.06.2001 entstanden. Die Passivierung der Gewinnausschüttungsverpflichtung in der steuerlichen Zwischenbilanz der GmbH auf den 15.07.2001 ist zulässig, da die Ausschüttungsverpflichtung bereits entstanden ist.
Dem entspricht § 103 Abs. 2 BewG . Die Vorschrift lässt den Abzug eines Schuldpostens in der Höhe, wie ein beherrschender Gesellschafter in seiner Steuerbilanz Gewinnansprüche gegen eine von ihm beherrschte Gesellschaft ausweist, bei der Bewertung des Betriebsvermögens dieser Gesellschaft zu. Der Abzug ist auf die Nettodividende (= Auszahlungsbetrag zzgl. Kapitalertragsteuer, ohne anrechenbare Körperschaftsteuer) beschränkt.
Für die Erbschaft- und Schenkungsteuer ist nur die körperschaftsteuerliche Organschaft von Interesse, geregelt in den §§ 14 ff KStG . Ein Organschaftsverhältnis ist körperschaftsteuerlich von Bedeutung, wenn zwischen dem beherrschenden und dem beherrschten Unternehmen ein Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen wurde. In diesem Vertrag verpflichtet sich die Organgesellschaft, ihren ganzen Gewinn an den Organträger abzuführen (vgl. § 291 AktG ). Im Gegenzug verpflichtet sich der Organträger zur Übernahme von Verlusten der Organgesellschaft (vgl. § 302 AktG ). Liegen diese Voraussetzungen neben den weiteren in den §§ 14 ff KStG genannten Voraussetzungen vor, so ist das Einkommen der Organgesellschaft dem Organträger zuzurechnen. Dieser versteuert also das Gesamteinkommen von Organgesellschaft und Organträger.
Der Mindestnennbetrag des Grundkapitals der AG beträgt 50.000 EUR ( § 7 AktG ), des Stammkapitals der GmbH 25.000 EUR ( § 5 GmbHG ). Bareinlagen müssen von den Gesellschaftern jedoch nur zu 25%, bei der GmbH insgesamt mindestens 12.500 EUR, geleistet werden. Die nicht geleisteten Einlagen werden als ausstehende Einlagen bezeichnet.
1. Bruttomethode:
Ausstehende Einlagen auf: gezeichnetes Kapital 50.000 EUR
das gezeichnete Kapital 25.000 EUR
davon eingefordert 10.000 EUR
2. Nettomethode:
Eingeforderte ausstehende gezeichnetes Kapital 50.000 EUR
Einlagen 10.000 EUR
nicht eingeforderte ausstehendeEinlagen 15.000 EUR
Das Bewertungsrecht folgte bisher der Nettomethode. Ausstehende Einlagen waren bei der Bewertung des Betriebsvermögens daher nur insoweit anzusetzen, als sie eingefordert waren ( R 29 Abs. 2 Satz 3 VStR ). Die ErbStR enthalten keine Regelung, sodass dem Ansatz in der Bilanz zu folgen ist.
Die eigenen Anteile sind in der Handelsbilanz auf der Aktivseite gesondert auszuweisen ( § 266 HGB ). Auf der Passivseite ist zwingend unter dem Bilanzposten "Eigenkapital" eine Rücklage für eigene Anteile in gleicher Höhe zu bilden ( § 272 Abs. 4 HGB ). Auf diese Weise soll die Rückzahlung des eingezahlten Nennkapitals verhindert werden (Ausschüttungssperre).
Die Behandlung der eigenen Anteile in der Steuerbilanz ist umstritten. Zum einen wird ihnen im Hinblick auf die Möglichkeit der Veräußerung und der Ausgabe an Arbeitnehmer die Eigenschaft echter Vermögenswerte zuerkannt. Zum anderen werden sie als reine Korrekturposten zum Eigenkapital angesehen. Der Meinungsstreit ist aufgrund der Übernahme der Steuerbilanzwerte ( § 95 BewG ) auch für die Bewertung des Betriebsvermögens von Bedeutung.
Die VStR 1995 bestimmen, dass eigene Anteile bewertungsfähige Wirtschaftsgüter sind, wenn sie weder zur Einziehung bestimmt noch unveräußerlich sind ( R 15 Abs. 1 S. 1 VStR ). In diesem Fall erfolgt ein Ansatz bei der Bewertung des Betriebsvermögens mit dem Kurswert ( § 11 Abs. 1 BewG ) bzw. dem gemeinen Wert ( § 11 Abs. 2 BewG ). Sind die eigenen Anteile zur Einziehung bestimmt oder unveräußerlich, so bleiben sie bei der Bewertung des Betriebsvermögens der Kapitalgesellschaft außer Ansatz.

References: § 174
 § 27
 § 27
 § 5
 § 95
 § 109
 § 37
 § 266
 § 268
 § 103
 § 291
 § 302
 § 7
 § 5
 § 266
 § 272
 § 95
 § 11
 § 11