Source: http://www.schule-mastbrook-rendsburg.de/seite/148827/konzept.html
Timestamp: 2018-05-22 10:06:23+00:00

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Grundschule Mastbrook Rendsburg - Konzept
an der Schule Mastbrook
2 Ziele und Zielgruppe 3
3 Aufgaben und Inhalte der Schulsozialarbeit 4
4 Mögliche Umsetzung 6
5 Kooperation 6
6 Dokumentation und Evaluation 7
7 Gesetzliche Grundlagen sozialpädagogischen Handelns in Schule 7
„Bildung bedeutet die Entwicklung „aller Kräfte“, sie ist nicht einseitig kognitiv oder wissensbezogen, sondern die seelischen, körperlichen und spirituellen und weiteren Potentiale von Menschen gilt es im Zusammenhang zu entfalten.“(B. Sturzenhecker)
Das Stadtteilhaus, eine Einrichtung der Brücke Rendsburg- Eckernförde e.V., ist Träger der Schulsozialarbeit. Alle Angebote des Stadtteilhauses dienen der Stärkung der sozialen Infrastruktur für Kinder, Jugendliche und ihren Familien im Rendsburger Stadtteil Mastbrook.
Die Schulsozialarbeit an der Schule Mastbrook richtet sich an Schülerinnen und Schüler, Eltern/ Erziehungsberechtigte und Lehrkräfte/ pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie bietet jedoch vor allem Hilfestellungen für Mädchen und Jungen, die einen besonderen erzieherischen Unterstützungsbedarf erkennen lassen.
Neben der Hilfestellung zu einer angemessenen Konfliktlösung, ist auch ressourcenorientierte Beratung und Hilfestellung in vielfältigen Themen ein wichtiger Bestandteil der Schulsozialarbeit.
Schulsozialarbeit soll eine Anlaufstelle in der Schule sein. Die pädagogische Fachkraft hat Kenntnisse über die soziale Infrastruktur des Stadtteils Mastbrook und ist eng mit anderen Angeboten des Stadtteils und des Stadtteilhauses verknüpft.
Kinderärzte und therapeutische Unterstützungsmöglichkeiten können im Einzelfall bei Bedarf hinzugezogen werden. Insgesamt unterstützt sie die Schule bei der Erfüllung ihres Erziehungsauftrages.
2 Ziele und Zielgruppe
Zielgruppen der Schulsozialarbeit sind:
Schülerinnen und Schüler der Schule Mastbrook
Eltern/ Erziehungsberechtigte/ Umfeld der Schülerinnen und Schüler der Schule Mastbrook
Lehrkräfte/ pädagogisches Personal der Schule Mastbrook
Schulsozialarbeit soll Benachteiligungs- und Belastungsfaktoren abbauen, die insbesondere einem schulischen Gelingen entgegenstehen sowie die fachlichen Kompetenzen von Lehrkräften und Schulsozialarbeit zusammenführen und einsetzen. Soziale Kompetenzen werden gefördert und es wird gezielt vor allem Kindern mit besonderem Unterstützungsbedarf ein Zugang zu Bildung und Teilhabe ermöglicht. Hierbei wird Familie und Umfeld mit einbezogen.
Insgesamt soll den Schülerinnen und Schülern durch die Hilfestellung der Schulsozialarbeit zu einer selbstsicheren Gestaltung des Schulalltages verholfen werden.
3 Aufgaben und Inhalte der Schulsozialarbeit
Die Schule wird immer mehr zu einem zentralen Ort, an dem Kinder die Hauptzeit des Tages verbringen. Viele Kinder beginnen ihren Tag schon früh in der Betreuten Grundschule und verbleiben bis zum späten Nachmittag in der Schule, indem sie auch das Betreuungsangebot am Nachmittag nutzen.
Aufgrund der zeitlich begrenzten Förderphase liegt der Schwerpunkt der Schulsozialarbeit an der Schule Mastbrook vorrangig in der Arbeit innerhalb des Schulalltages.
Im Sinne eines ganzheitlichen Ansatzes kooperiert die sozialpädagogische Fachkraft mit der Schulleitung und dem Lehrerkollegium und ist außerdem eng mit dem Stadtteilhaus verknüpft.
Schulsozialarbeit trägt dazu bei, Benachteiligungen zu vermeiden und Belastungen abzubauen. Vielfältige Herausforderungen begegnen den Kindern jeden Tag und oftmals benötigen sie moralische- oder aber praktische Unterstützung, um sie zu meistern.
Kinder bekommen Hilfestellung bei ihren alltäglichen Problemen, werden zur Selbsthilfe befähigt und nach Bedarf werden andere Hilfeformen oder -partner hinzugezogen. Orientierung am Bedarf ist eine wichtige Handlungsaufgabe im Schulalltag, welche durch eine gute und partnerschaftliche Zusammenarbeit, „auf Augenhöhe“, zwischen Schulleitung, Lehrkräften/ pädagogischem- und sozialpädagogischen Personal gestaltet wird. Zusammenarbeit der Lehrkräfte und der sozialpädagogischen Fachkraft,
Zentral sind folgende Aufgaben:
Krisenintervention im Schulalltag, Hilfe zur Selbsthilfe
Beratung/ Hilfestellung der Lehrkräfte bei Bedarf
Einzelarbeit zur Motivation und Stärkung des Selbstbewusstseins der Schülerinnen und Schüler
Bei Bedarf themenorientierte sozialpädagogische Gruppenarbeit (Kleingruppen oder Schulklassen)
Durchführung von Partizipationsangeboten (z.B. Schülervertretung)
Zusammenarbeit mit Eltern/ Erziehungsberechtigten und Familien
Beratung, Begleitung und Weitervermittlung für Einzelne (Schülerinnen und Schüler, Eltern/ Erziehungsberechtigte, Familien, Lehrkräfte)
Beachtung des Schutzauftrages bei Kindeswohlgefährdung
In Krisensituationen im Schulalltag wird nach einem vereinbarten Ablauf verfahren. Der Ablauf bestimmt, welche Person (Lehrkraft, päd. Insel oder Schulsozialarbeit) wann tätig wird. Wer hat welche Aufgaben und wer trifft welche Entscheidungen sind Inhalt dieser Prozessbeschreibung.
Als Brückenfunktion zwischen den verschiedenen Partnern des Schulalltages bringt die Fachkraft sozialpädagogische Sicht- und Handlungsweisen in die Schule ein.
Im Falle eines Konfliktes oder anderen besonderen erzieherischen Bedarfen können sich die Lehrkräfte an die Fachkraft wenden. Gemeinsam können Hilfestellungen und Handlungsstrategien entwickelt werden.
Auch Schülerinnen und Schüler werden durch die Schulsozialarbeit unterstützt beraten und bei der Gestaltung ihres Schulalltages motiviert. Dies kann in Einzelkontakten, in Kleingruppen oder im Klassenverband geschehen und wird bedarfsorientiert sowie themenorientiert eingesetzt.
Netzwerkarbeit ist Bestandteil der Schulsozialarbeit und bildet eine wichtige Grundlage für die Weitervermittlung von Schülerinnen und Schülern, Eltern/ Umfeld und Lehrkräften. Vor allem im Sozialraum dient die Netzwerkarbeit einer effizienteren Zusammenarbeit beteiligter Personen und Institutionen.
4 Mögliche Umsetzung
Die Angebote der Schulsozialarbeit gestalten sich flexibel nach dem Bedarf im Schulalltag. Es wird verlässliche Sprechzeiten geben, in denen die Schulsozialarbeit für Beratungen zur Verfügung steht. Die Gestaltung sowie der Umfang werden zwischen den Partnern vereinbart und orientiert sich am Bedarf.
Die Teilnahme an wöchentlich stattfindenden Teamsitzungen dient der Reflexion, zur Fallbesprechung und zum fachlichen Austausch. Ein festes Zeitraster für den Einsatz und die Erreichbarkeit der Schulsozialarbeit wird entwickelt.
Themenorientiert kann sozialpädagogische Gruppenarbeit stattfinden (z.B. soziales Kompetenztraining). Einzelmaßnahmen mit Schülern finden laufend statt.
Die Angebote der Schulsozialarbeit zeichnen sich aus durch:
Freiwilligkeit: Die Schülerinnen und Schüler, Eltern/Erziehungsberechtigte sowie Lehrkräfte entscheiden sich freiwillig für die Leistungen der Schulsozialarbeit.
Verbindlichkeit: Wird um Unterstützung gebeten, findet diese verlässlich statt.
Vertraulichkeit: Beratungen werden vertraulich behandelt. Ausnahmen gibt es nur bei Zustimmung der betroffenen Person oder bei Gefährdung.
Für eine gelingende Schulsozialarbeit benötigt es eine gute und kontinuierliche Kooperation der verschiedenen Partner. Dazu gehören vor allem Schulleitung, Lehrkräfte/ päd. Fachkräfte sowie Schulsozialarbeit und Träger.
Die Kooperation findet nicht nur laufend im Schulalltag statt, sondern auch in fest organisierten Kooperationsrunden wie z.B.:
Fachteam (Leitung Stadtteilhaus, Ko-Lehrerin, Bezirkssozialarbeiter, Schulsozialarbeit)
Kooperationsgespräch Schule – Stadtteilhaus (Schulleitung, Leitung Stadtteilhaus, Vertreter päd. Team, Schulsozialarbeit)
AG Lehrkräfte – Ganztägige Betreuung (päd. Personal, einzelne Lehrkräfte, Schulsozialarbeit)
Im Schulalltag gestaltet sich eine gelingende Kooperation durch gute Absprachen und gemeinsames Handeln. Schulsozialarbeit bietet Sprechzeiten für Schülerinnen und Schüler, Eltern/ Erziehungsberechtigte und Lehrkräfte an. Ergänzend sollen die Pausenzeiten für einen guten Informationsfluss zwischen Lehrkräften und Schulsozialarbeit genutzt werden.
Klare Absprachen in Krisensituationen sollen für eine klare Aufgabenverteilung sorgen und Unstimmigkeiten in den Zuständigkeiten entgegenwirken. Nach Bedarf wird ein fester Ablaufplan entworfen.
Gegenseitiger Respekt und Akzeptanz zwischen den verschiedenen Fachkräften an der Schule sind wesentliche Voraussetzungen für erfolgreiche Kooperation. Gegenseitige Unterstützung und Abstimmung bilden die Basis der Zusammenarbeit.
6 Dokumentation und Evaluation
Nach Abstimmung zwischen Träger der Schulsozialarbeit und der Schule werden die Leistungen dokumentiert und evaluiert. Die Datenschutzbestimmungen werden hierbei berücksichtigt. Das Konzept kann nach Bedarf geändert, bzw. angepasst werden.
7 Gesetzliche Grundlagen sozialpädagogischen Handelns in Schule
SchulG:
§ 3,3 Öffnung von Schule, Zusammenarbeit mit Trägern der KiTas, der Jugendhilfe, Jugendverbänden sowie anderen Institutionen im sozialen Umfeld von Kindern und Jugendlichen
§ 4 Erziehungsauftrag der Schule
§ 62,4 Ein/e Vertreter/in der sozialpädagogischen Fachkräfte mit beratender Stimme in der Schulkonferenz
§ 64,1 Ein/e Vertreter/in der sozialpädagogischen Fachkräfte als stimmberechtigtes Mitglied der Lehrerkonferenz
§ 65,1 Teilnahmen von sozialpädagogischen Fachkräften an Klassenkonferenzen mit beratender Stimme ist möglich
SGB VIII:
§ 81 Kooperation der Jugendhilfe mit anderen Stellen und öffentlichen Einrichtungen, insbesondere Schulen
§ 1,1 Recht der jungen Menschen auf Förderung der Entwicklung und Erziehung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit
§ 1,3/2 Beratung und Unterstutzung der Eltern und anderer Erziehungsberechtigter
§ 1,3/4 Beitrag zur Erhaltung positiver Lebensbedingungen für Kinder und Jugendliche und einer kinderfreundlichen Umwelt
§ 8 Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung
§ 9,3 Abbau von Benachteiligung zwischen Mädchen und Jungen und Förderung der Gleichberechtigung
§ 11,1 Angebote zur Mitbestimmung, Mitgestaltung, Selbstbestimmung und gesellschaftlicher Mitverantwortung
§ 11,3 Angebote der Arbeitswelt,- schul- und familienbezogenen Jugendarbeit sowie Jugendberatung
§13,1 Förderung der schulischen und beruflichen Ausbildung, Eingliederung in die Arbeitswelt und der sozialen Integration als Hilfe zum Abbau sozialer Benachteiligungen und individueller Beeinträchtigungen
§§ 16-18 Beratung von Müttern, Vätern und anderen Erziehungsberechtigten
§ 29 Überwindung von Entwicklungsschwierigkeiten und Verhaltenproblemen mit dem Ziel sozialen Lernens
(Standards für Schulsozialarbeit 2009)

References: § 3

§ 4

§ 62

§ 64

§ 65

§ 81

§ 1

§ 1

§ 1

§ 8

§ 9

§ 11

§ 11

§13

§ 29