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Timestamp: 2018-11-19 01:54:59+00:00

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OVG Sachsen, 04.05.2005 - A 2 B 524/04 - dejure.org
Asylrecht; Abschiebungsverbot; Iran; Apostasie; Religiöses Existenzminimum; Missionarische Tätigkeit
Iran, Apostasie, Konversion, Christen, Zeugen Jehovas, Religiös motivierte Verfolgung, Religiöses Existenzminimum, Missionierung, exilpolitische Betätigung, Scharia, Anerkennungsrichtlinie, Antragstellung als Asylgrund
Gefahr einer Bestrafung durch einen in Deutschland erfolgten Übertritt zum christlichen Glauben nach der im Iran geübten Rechtspraxis; Wahrung eines religiösen Existenzminimums eines in Deutschland vom moslemischen zum christlichen Glauben übergetretenen iranischen Staatsangehörigen im Falle einer Rückkehr in den Iran; Ausübung des neuen christlichen Glaubens in einem moslemischen Heimatland durch einen Apostaten; Gefahr einer politischen Verfolgung im Heimatland bei der Rückkehr eines iranischen Staatsangehörigen in das Heimatland wegen in Deutschland erfolgter Missionierungsaktivitäten; Ablehnung eines Antrags auf Asylgewährung mit gleichzeitiger Aufforderung zur Ausreise in ein Heimatland; Gefahr des Todes bei der Rückkehr in ein Heimatland nach einem Religionswechsel bei der Durchführung einer Missionierung; Ermöglichung der Teilnahme an öffentlichen Gottesdiensten für Apostaten
VG Chemnitz, 20.10.2003 - A 7 K 30614/00
auch von den übrigen Obergerichten, die sich mit dieser Frage befasst haben, vertreten (…vgl. OVG Hamburg, Urt. v. 11.05.1995 ­ OVG Bf V 24/94 - VGH Baden-Württemberg, Urt. v. 26.05.1997 A 12 S 1467/95 - OVG Schleswig, Beschl. v. 15.02.1995 ­ 2 L 127/95 - ; OVG Münster, Urt. v. 17.12.1992 ­ 16 a 10.1141/90 - Sächs. OVG, Urt. v. 22.09.2000 ­ A 4 B 4316/98 - Urt. v. 04.05.2005 ­ A 2 B 524/04 -).
Auch in den zeitlich nachfolgenden Auskünften und neueren obergerichtlichen Entscheidungen wird die Auffassung bestätigt, dass der Abfall vom Islam (Apostasie), der nicht nach kodifiziertem iranischem Strafrecht, wohl aber nach islamischem Recht mit Strafe bedroht ist, nach der im Iran geübten Rechtspraxis nicht mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit die Gefahr einer asylrelevanten Bestrafung oder Verfolgung nach sich zieht, wenn der Übertritt zum christlichen Glauben in Deutschland erfolgt ist (…vgl. BVerwG, Urt. v. 20.01.2004 ­ 1 C 9.03 -, aaO; Bay. VGH, Beschl. v. 07.04.2005 ­ 14 B 02.30878 - (noch nicht rechtskräftig; die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision ist bei dem Bundesverwaltungsgericht unter dem Az. BVerwG 1 B 55.05 anhängig); Sächs. OVG, Urt. v. 04.05.2005 ­ A 2 B 524/04 - (rechtskräftig seit dem 25.07.2005), jeweils m.w.Nachw.).
Aus dieser allein die Mitgliedsstaaten verpflichtenden Richtlinie (Art. 249 Abs. 3 EGV) kann der Einzelne Rechte aber nur herleiten, wenn der Mitgliedsstaat seines Aufenthaltes durch entsprechende nationale Rechtsvorschriften diese Richtlinie umgesetzt oder sie nicht fristgerecht oder unzulänglich umgesetzt hat (vgl.: Sächs. OVG, Urt. v. 4.5.2005 ­ A 2 B 524/04 - Bay. VGH, Beschl. v. 7.4.2005 ­ M 9 K 00.51775 - VGH Bad.- Württ., Beschl. v. 12.5.2005 ­ A 3 S 358/05 -, VBlBW 2005, 303; a.A. Meyer/Schallenberger, Die EU-Flüchtlingsrichtlinie: Das Ende für das Forum Internum und Abschied von der Zurechnungstheorie?, NVwZ 2005, 776).
In Auswertung dieser Auskünfte ist das Sächsische Oberverwaltungsgericht in seinem Urteil vom 4. Mai 2005 ­ A 2 B 524/04 ­ zu dem Ergebnis gelangt, dass das religiöse Existenzminimum eines in Deutschland vom muslimischen zum christlichen Glauben.
Aus diesen Gründen lässt sich aus der Mitgliedschaft des Klägers in der evangelisch-lutherischen Kirche und aus seinem aktiven Eintreten für seinen Glauben nicht herleiten, dass dem Kläger bei seiner Rückkehr in den Iran mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit politische Verfolgung im Sinne des § 60 Abs. 1 AufenthG droht (vgl. im Ergebnis ebenso: Sächs. OVG, Urt. v. 04.05.2005 ­ A 2 B 524/04 ­ zum Fall eines der Religionsgemeinschaft der Zeugen Jehovas angehörenden Iraners; s. auch Bay.VGH, Beschl. v. 07.04.2005 - 14 B 02.30878 -).
Der Senat hat die insoweit einschlägige Auskunftslage im - vom Bundesverwaltungsgericht aus anderen Gründen durch Urteil vom 20.1.2004 - 1 C 9.03 - (BVerwGE 120, 16) aufgehobenen - Urteil vom 10.12.2002 - A 2 B 771/02 - ausführlich dargestellt und hieran anknüpfend mit seinen Urteilen vom 4.5.2005 (- A 2 B 524/04 - und - A 2 B 525/04 - ) , vom 17.11.2005 (- A 2 B 631/05 -) und vom 14.3.2006 (- A 2 B 632/05 - und - A 2 B 633/05 - jeweils juris) fortgeführt.
Auch stellt die vom Auswärtigen Amt berichtete wirtschaftliche und gesellschaftliche Ausgrenzung und Benachteiligung keinen die Annahme eines Abschiebungsverbotes nach § 60 Abs. 2 bis 7 AufenthG rechtfertigenden Umstand dar, da es insoweit an der hierfür erforderlichen Intensität der zugefügten Rechtsgutverletzung fehlt (vgl. Urt. des Senats v. 12.6.2002 - A 2 B 80/01 - sowie v. 4.5.2005 - A 2 B 524/04 - und - A 2 B 525/04 -).
Dies ist jedoch nicht der Fall, wie der Senat unter umfangreicher Berücksichtigung der Auskunftslage zuletzt mit Urteilen vom 4.5.2005 (- A 2 B 524/04 - und - A 2 B 525/04 -), vom 17.11,2005 (- A 2 B 631/05 -) und vom 14.3.2006 (- A 2 B 632/05 - und - A 2 B 633/05 - jeweils juris) entschieden hat.
vgl. OVG NRW, Beschlüsse vom 6. Dezember 2004 - 5 A 4798/04.A - und vom 30. Oktober 2003 - 5 A 4072/03.A - unter Bezugnahme auf den Beschluss vom 11. März 2003 - 5 A1081/03.A; Hamburgisches Oberverwaltungsgericht, Urteil vom 29. August 2003 - 1 Bf 11/98.A - Bayerischer Verwaltungsgerichtshof, Beschluss vom 7. April 2005 - 14 B 02.30878 - Sächsisches Oberverwaltungsgericht, Urteil vom 4. Mai 2005 - A 2 B 524/04 - Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - Informationszentrum Asyl und Migration, Sonderbericht über die Situation christlicher Religionsgemeinschaften in der Islamischen Republik Iran, Januar 2005.
vgl. BVerwG, Urteil vom 20. Januar 2004 - 1 C 9/03 -, BVerwGE 120, 16; OVG NRW, Beschluss vom 27. Juni 2003 - 5 A 2512/03.A - Sächsisches Oberverwaltungsgericht, Urteil vom 4. Mai 2005 - A 2 B 524/04 -.
vgl. Sächsisches Oberverwaltungsgericht, Urteil vom 4. Mai 2005 - A 2 B 524/04 - Bayerischer Verwaltungsgerichtshof, Beschluss vom 7. April 2005 - 14 B 02.30878 - Beschluss der Kammer vom 30. Mai 2005 - 2 K 1560/05.A -.
Diese Rechtsprechung wurde ausdrücklich auch auf den durch § 53 Abs. 4 AuslG bzw. § 60 Abs. 5 AufenthG i.V.m. Art. 9 EMRK vermittelten Schutz erstreckt, da dieser jedenfalls nicht weiter reichen könne als der Schutz, der bei asylrechtlich relevanten Eingriffen in das religiöse Existenzminimum nach den in der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts und des Bundesverwaltungsgerichts hierzu entwickelten Grundsätzen gewährt werde (BVerwG, Urteil vom 24.5.2000 - 9 C 34/99 - OVG Sachsen, Urteil vom 4.5.2005 - A 2 B 524/04.A - m.w.N.; BayVGH, Beschluss vom 2.5.2005 - 14 B 02.30703 - alle in juris).
Die bisherige obergerichtliche Rechtsprechung war unter Auswertung der Erkenntnismaterialien davon ausgegangen (vgl. BVerwG…, Urteil vom 20.1.2004, a.a.O.;… OVG Hamburg, Urteile vom 29.8.2003 - 1 Bf 11/98.A -, 14.11.2003 - 1 Bf 421/01.A - und 24.3.2006, a.a.O.; OVG Sachsen, Urteil vom 4.5.2005, a.a.O., m.w.N.; Lagebericht des Auswärtigen Amtes vom 21.9.2006; Auskunft des Deutschen Orient-Instituts vom 10.4.2006; Auskünfte des Auswärtigen Amtes vom 2.8.2005, 15.6.2005 und 30.5.2005), dass das iranische Strafgesetzbuch keinen Straftatbestand für einen Religionswechsel (Apostasie) vorsieht, die Abwendung vom Islam aber nach religiösem islamischen Recht verboten ist.
(3) Da der Anspruch nach § 60 Abs. 5 AufenthG i.V.m. Art. 9 EMRK bereits deshalb besteht, weil der Klägerin im Falle der Rückkehr in den Iran wegen ihrer zu erwartenden dortigen Ausübung religiöser Aktivitäten Verfolgung droht, kann offen bleiben, ob sie ihre missionarische Tätigkeit in Deutschland in nach außen erkennbarer herausgehobener Funktion ausübt oder sich diese Tätigkeit aus sonstigen Gründen deutlich von der missionarischen Tätigkeit anderer Apostaten abhebt und ihr aus diesem Grund mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit Verfolgung im Iran drohen würde (…zum Maßstab: OVG Hamburg, Urteile vom 21.10.2005 und 29.8.2003, a.a.O.; OVG Sachsen, Urteil vom 4.5.2005, a.a.O.; BVerwG…, Urteil vom 20.1.2004, a.a.O.).
(11) Das Gericht geht dabei davon aus, dass asyl- bzw. abschiebungsrelevante Übergriffe wegen der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Religion nicht erst dann vorliegen, wenn die Religionsausübung auch im privaten Bereich, also abseits der Öffentlichkeit und in persönlicher Gemeinschaft mit anderen Gläubigen im sog. "forum internum", verfolgt wird (vgl. zu diesem bisherigen Verständnis des Schutzes des religiösen Existenzminimums: VG Hamburg, Urteile vom 21.6.2005 - 10 A 213/02 -, 19.7.2005 - 10 A 263/05 -, 17.8.2005 - 10 A 275/03 -, 13.10.2005 - 10 A 182/03 - und zuletzt vom 31.8.2006 - 10 A 941/04; OVG Hamburg, Urteile vom 21.10.2005 - 1 Bf 298/01.A m.w.N - und 24.3.2006 - 1 Bf 15/98.A -, juris; BVerfG, Beschluss vom 1.7.1987 - 2 BvR 478, 962/86 -, BVerfGE 76, 143; BVerwG, Urteil vom 20.1.2004 - BVerwG 1 C 9.03 -, InfAuslR 2004, 319; OVG Sachsen, Urteil vom 4.5.2005 - A 2 B 524/04.A - m.w.N., juris).
(3) Da der Anspruch nach § 60 Abs. 1 AufenthG bereits deshalb besteht, weil der Klägerin im Falle der Rückkehr in den Iran wegen ihrer zu erwartenden dortigen Ausübung religiöser Aktivitäten politische Verfolgung droht, kann offen bleiben, ob sie ihre missionarische Tätigkeit in Deutschland in nach außen erkennbarer herausgehobener Funktion ausübt oder sich diese Tätigkeit aus sonstigen Gründen deutlich von der missionarischen Tätigkeit anderer Apostaten abhebt und ihr aus diesem Grund mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit Verfolgung im Iran drohen würde (…zum Maßstab: OVG Hamburg, Urteile vom 21.10.2005 und 29.8.2003, a.a.O.; OVG Sachsen, Urteil vom 4.5.2005, a.a.O.; BVerwG…, Urteil vom 20.1.2004, a.a.O.).
Nach ständiger obergerichtlicher Rechtsprechung vgl. Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein- Westfalen (OVG NRW), Beschlüsse vom 5. September 2001 - 6 A 3293/01.A - vom 13. Februar 2002 - 5 A 4412/01.A -, vom 13. Mai 2004 - 5 A 1833/04.A -, vom 1. Juni 2005 - 5 A 1737/05.A - und vom 2. Dezember 2005 - 5 A 4684/05.A - OVG Hamburg, Urteile vom 22. Februar 2002 - 1 Bf 486/98.A - und vom 29. August 2003 - 1 Bf 11/98.A - Sächsisches OVG, Urteil vom 4. Mai 2005 - A 2 B 524/04 - sind moslemische Apostaten, die in Deutschland zum christlichen Glauben übergetreten sind und ihren Glauben hier betätigen, dieserhalb im Iran nur dann mit beachtlicher Wahrscheinlichkeit einer Verfolgung ausgesetzt, wenn sie in Deutschland - über Aktivitäten wie regelmäßige Gottesdienstbesuche oder Gespräche mit Gleichgesinnten hinaus - eine missionarische Tätigkeit in herausgehobener Position entfalten, die nach außen erkennbar und mit Erfolg ausgeübt wird, oder die sich aus sonstigen Gründen ausnahmsweise in vergleichbarer Weise deutlich von der missionarischen Tätigkeit anderer Apostaten abhebt.
vgl. Sächsisches OVG, Urteil vom 4. Mai 2005 - A 2 B 524/04 -, abrufbar in JURIS.
vgl. OVG NRW, Beschlüsse vom 5. September 2001 - 6 A 3293/01.A -, vom 13. Februar 2002 - 5 A 4412/01.A -, vom 13. Mai 2004 - 5 A 1833/04.A -, vom 1. Juni 2005 - 5 A 1737/05.A - und vom 2. Dezember 2005 - 5 A 4684/05.A - OVG Hamburg, Urteile vom 22. Februar 2002 - 1 Bf 486/98.A - und vom 29. August 2003 - 1 Bf 11/98.A - Sächsisches OVG, Urteil vom 4. Mai 2005 - A 2 B 524/04 -, a.a.O.
vgl. OVG NRW, Beschluss vom 24. September 2004 - 5 A 2906/04.A - OVG Hamburg, Urteil vom 24. März 2006 - 1 Bf 15.98.A - Bay. VGH, Beschluss vom 7. April 2005 - 14 B 02.30878 - Sächs. OVG, Urteil vom 4. Mai 2005 - A 2 B 524/04 - VG Braunschweig, Urteil vom 14. Dezember 2007 - 2 A 228/07 -, AuAS 2008, 69; VG Arnsberg, Urteil vom 26. Januar 2007 - 12 K 1938/06.A - VG Koblenz, Urteil vom 31. Januar 2005 - 8 K 2516/04.KO -, jeweils juris.
vgl. dazu: OVG NRW, Beschlüsse vom 19. Oktober 2004 - 5 A 4223/04 -, 5. September 2001 - 6 A 3293/01.A -, Beilage I zu NVwZ 1/2002, S. 10; 23. Oktober 2000 - 6 A 4899/00.A - und 3. August 1998 - 9 A 1496/98.A -, OVG Lüneburg, Urteil vom 26. Oktober 1999 - 5 L 3180/99 -, Verwaltungsgerichtshof (VGH) München, Beschluss vom 5. März 1999 - ZB 99.30678 - Sächsisches OVG, Urteil vom 4.5.005 - A 2 B 524/04 - VG Münster, Urteile vom 26. Januar 2005 - 5 K 2463/01.A -,10. Dezember 2002 - 5 K 3970/98.A -, und 19. September 2000 - 5 K 2712/96.A - VG Bremen, Urteil vom 24. November 1998 - 3 K 23125/96 -.
vgl. dazu OVG NRW, Beschlüsse vom 19. Oktober 2004 - 5 A 4223/04 -, 5. September 2001 - 6 A 3293/01.A - Sächsisches OVG, Urteil vom 4.5.005 - A 2 B 524/04 -;.
vgl. Sächsisches OVG, Urteil vom 4.5.005 - A 2 B 524/04 - Die vorgetragenen und - durch Fotos und Bescheinigungen nachgewiesenen - exilpolitischen Aktivitäten sind ebenfalls nicht asylbegründend.
vgl. OVG NRW, Beschlüsse vom 6. Dezember 2004 - 5 A 4798/04.A - und vom 30. Oktober 2003 - 5 A 4072/03.A - unter Bezugnahme auf den Beschluss vom 11. März 2003 - 5 A1081/03.A; Hamburgisches OVG, Urteil vom 29. August 2003 - 1 Bf 11/98.A - Bayerischer VGH, Beschluss vom 7. April 2005 - 14 B 02.30878 - Sächsisches OVG, Urteil vom 4. Mai 2005 - A 2 B 524/04 - Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - Informationszentrum Asyl und Migration, Sonderbericht über die Situation christlicher Religionsgemeinschaften in der Islamischen Republik Iran, Januar 2005.
VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 12. Mai 2005 - A 3 S 358/05 - Sächsisches OVG, Urteil vom 4. Mai 2005 - A 2 B 524/04 - Bayerischer VGH, Beschluss vom 7. April 2005 - 14 B 02.30878 -.
76 (d) Mit der Auffassung, dass eine Verfolgungsgefahr wegen Missionierung im Ausland jedenfalls bei einfachen Gläubigen nicht besteht, sieht sich das Gericht in Übereinstimmung mit der einhelligen - insbesondere auch obergerichtlichen - Rechtsprechung (…vgl. z.B. OVG Bautzen, Urt. v. 10.12.2002, A 2 B 771/02, juris, Rn. 45, 56 u. 60; Urt. v. 4.5.2005, A 2 B 524/04, juris;… Urt. v. 28.3.2007, A 2 B 38/06;… OVG Saarland, Urt. v. 26.6.2007, 1 A 222/07, juris, Rn. 68 u. 82;… OVG Lüneburg, Urt. v. 27.4.2006, 5 LB 106/02, juris;… VGH Kassel, Urt. v. 3.12.2002, 11 UE 3178/99.A, juris;… OVG Hamburg, Urt. v. 24.3.2006, 1 Bf 15/98.A, juris; OVG Münster, Beschl. v. 1.6.2005, 5 A 1737/05.A; Beschl. v. 2.12.2005, 5 A 4684/05.A; VGH München, Beschl. v. 31.5.2001, 19 B 99.31964;… Urt. v. 2.5.2005, 14 B 02.30703, juris, Rn. 22;… OVG Schleswig-Holstein, Urt. v. 29.3.2000 - 2 L 238/98;… vgl. auch VG Arnsberg, Urt. v. 26.1.2007, 12 K 1938/06.A, juris, Rn. 20-21;… VG Düsseldorf, Urt. v. 6.6.2007, 5 K 1068/07.A, juris, Rn. 22;… VG Augsburg, Urt. v. 18.6.2007, Au 7 K 06.30384, juris, Rn. 40;… Urt. v. 19.7.2007, Au 7 K 07.30157, juris, Rn. 20;… VG München, Urt. v. 22.1.2007, M 9 K 06.51034, juris, Rn. 29;… VG Meiningen, Urt. v. 10.1.2007, 5 K 20256/03.Me, juris, Rn. 31;… VG Hamburg, Urt. v. 17.7.2007, Juris, Rn. 51).

References: § 60
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 § 53
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 Art. 9
 § 60
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