Source: http://www.frag-einen-anwalt.de/forum_topic.asp?topic_id=10263
Timestamp: 2013-05-21 16:48:11+00:00

Document:
Betrug und Urkundenfälschung Strafrecht
www.frag-einen-anwalt.de » Strafrecht » Betrug und Urkundenfälschung
09.02.2006 15:04 | Preis: ***,00 € |
Mir wird Betrug sowie Urkundenfälschung vorgeworfen.
Höhe des Streitwertes:
2000 &#8364; des Betrugs,
Urkunden die angeblich gefälscht sein sollen:
2 Emails, Ein Kaufvertrag, Sowie eine HTML Datei (Ebay-Angebot)
Ich bin bisher nicht vorbestraft oder ähnliches mein Alter beträgt 24 Jahre.
In diesem Kaufvertrag sowei den Emails sollen angeblich die Preise ausgetauscht worden sein, also um knapp 2000 Euro erhöht worden sein. Was kommt bei einer Verurteilung auf mich zu ? In etwa ....... Trifft nicht Ihr Problem? Wir haben 360 weitere Antworten zum Thema:
09.02.2006 | 16:15
vielen Dank für Ihre Frage, die ich folgendermaßen beantworten möchte: Gemäß § 263 I StGB beträgt der Strafrahmen des Betruges Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder Geldstrafe. Das gleiche gilt für die Urkundenfälschung nach § 267 I StGB. Gemäß Ihren Angaben gehe ich davon aus, dass Tateinheit nach § 52 StGB vorliegt. In diesem Fall wird die Strafe nach dem Gesetz bestimmt, das die schwerste Strafe androht. Dies ist vorliegend irrelevant, da die Strafandrohung bei Betrug und Urkundenfälschung die gleiche ist. Da Sie noch nicht vorbestraft sind, haben Sie aller Wahrscheinlichkeit nach mit einer Geldstrafe zu rechnen. Diese wird in Tagessätzen verhängt. Nach § 40 StGB bestimmt sich die Höhe der Tagessätze nach den persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen des Täters. Wie viele Tagessätze verhängt werden, hängt von den Umständen ab, die für und gegen den Täter sprechen. Bei der Strafzumessung nach § 46 StGB wird folgendes berücksichtigt:
Sprechen die Umstände eher für Sie, werden Sie wahrscheinlich keine Geldstrafe bekommen, die mehr als 90 Tagessätze beträgt. Anderenfalls würde nach § 32 BZRG eine Eintragung im Führungszeugnis erfolgen.
Möglich wäre es gegebenenfalls auch, auf eine Einstellung des Verfahrens nach §§ 152 f StPO gegen Erfüllung einer Auflage oder Weisung hinzuwirken. Sie haben Ihre Frage jedoch so formuliert, als ob Sie die Taten nicht begangen hätten. Falls Sie also unschuldig sind, so sollten Sie natürlich auf einen Freispruch hinwirken. Eine Verurteilung ist nur auf Grund eines zur vollen Überzeugung des Tatrichters festgestellten Sachverhaltes zulässig. In diesem Fall sollten Sie auf jeden Fall einen Strafverteidiger beauftragen, der nach Akteneinsicht eine Verteidigungsstrategie erarbeiten kann. Es ist auch möglich, das Mandat nur für die Akteneinsicht zu erteilen. Wenn Sie oder Ihr Verteidiger genaue Kenntnis des Akteninhaltes haben, dann ist es vielleicht möglich, die Beweise zu entkräften.
Ich hoffe, die Antwort war Ihnen zunächst behilflich.
Für Unklarheiten steht Ihnen natürlich die kostenlose Nachfragefunktion zur Verfügung.
Urkundenfälschung (Unterschrift als Versicherungsfmann gefälscht)WarenbetrugwarenbetrugBaföG BetrugVersuchter Kreditbetrug und Urkundenfälschung
Betrug und Urkundenfälschung Strafrecht © QNC 2013 Haftungsausschluss

References: § 263
 § 267
 § 52
 § 40
 § 46
 § 32