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Timestamp: 2020-04-09 15:14:39+00:00

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Autor Thema: Gutachten (Gelesen 5388 mal)
« am: Februar 16, 2007, 17:38:16 nachm. »
Gehört zu einen unklassivizierten Meteoriten ein schriftliches Zertifikat von einem anerkannten Gutachter?
Wenn ja,was steht in einem solchen Gutachten?
« Antwort #1 am: Februar 16, 2007, 19:03:32 nachm. »
Uiiii... mir schwant Ungemach.....
« Antwort #2 am: Februar 16, 2007, 20:01:07 nachm. »
« Antwort #3 am: Februar 16, 2007, 20:20:21 nachm. »
Mußt guckin,
das hattmer schon ausführlichst in einem anderen Thema, rufst Advocate Diaboli !
Der wird sich schon erinnern wo.
« Antwort #4 am: Februar 16, 2007, 22:57:37 nachm. »
Mensch H5N1,
anerkannter Gutachter für Mets???????????????????????????
Kennst Du selbst keinen?
Gerade Du müsstest ja nun solch einen Gutachter kennen.
PS: Gibt es denn ein Zerifikat auch anders als schriftlich?
« Antwort #5 am: Februar 17, 2007, 02:52:13 vorm. »
...Finger ineinander verschränk, das ganz umdreh, vom Körper weghalt und "Knack!!!" mach!....
erst mal zur Einleitung: 3 Gutachter, 5 Meinungen!
anerkannte und vereidigte Gutachter kann man meistens aus einer Liste bei der örtlichen Industirie- und Handelskammer klauben. Jede Wette, dass es da deutschlandweit keinen für Met-Kunde gibt. Der Begriff, meinetwegen auch der Beruf, eines Gutachters, ist gesetzlich nicht geschützt. Jeder kann sich letztlich vereidigter Briefmarkensammler nennen, wenn er nur einen Eid vor seinen Omas abgelegt hat...
Ein unklassizuvielzivilisierter Met ist und bleibt ein Nihil, solange nicht die Engländer ihre Hand schützend drauf gelegt haben...
Jedenfalls solange sich keine ernsthafte Konkurrenz den Engländern entgegen gestemmt hat...
Da es ohnehin, soweit ersichtlich, dazu nirgendwo eine gesetzliche Regelung weltweit gibt (ich meine DIN, ISO, CE, -hasse-nich-jesehn-Regelungen), kann sich JEDER selbst zum weltweiten Experten erklären lassen!
« Antwort #6 am: Februar 17, 2007, 09:38:23 vorm. »
Ja wenn das so ist schlage ich doch mal volgende Personen vor das sie sich ab nun Gutachter rufen lassen den Eid können sie ja hier im Forum ablegen
Die Reihenfolge ist rein zufällig !
1. Peter( MetGold )
2. Martin ( Mettmann )
3. Hanno ( JaH073 )
4. Walter Zeitschel
Hoffendlich überlebe ich das , bis dann Lutz
« Antwort #7 am: Februar 17, 2007, 10:09:46 vorm. »
Was ist ein Nihil?
« Antwort #8 am: Februar 17, 2007, 13:43:10 nachm. »
wohl gesprochen. Da sich Hinz + Kunz zum Gutachter erklären kann, wär in den meisten Fällen ein Gutachten nicht das Papier wert, auf das es gekritzelt
und ich wiederhol mich, gar nicht so selten hab ich schon Gutachten von Materialwiss.labs, kleineren Unis ect. bekommen, wo man aus den Ergebnissen sofort ablesen konnt, daß es kein Meteorit ist, aber trotzdem als Fazit stund: Jo is einer.
3 Gutachter und 5 Meinung verficht bei Meteoriten nicht, da es ganz eindeutige und harte Kriterien gibt, die einen Meteoriten von irdischen Steinlein und Eisen unzweifelhaft scheiden, die keinerlei Spielraum für Spekulationen offen lassen.
Jürchen et al.
Bei klassifizierten Meteoriten habt ihr eine vierfache Sicherheit:
Erstens - niemand kann sich die Dinger selber basteln, sie werden zweifelsfrei analysiert und untersucht von den ganz wenigen doctoribus an weltweit einer handvoll von spezialisierten Unis.
Zwotens - die heilige Meteoritical Society ist die einzige und die maßgebliche Institution, die die Meteorite als solche letztendlich anerkennt.
Drittens - die IMCA garantiert die Echtheit der Mets, die ihre Mittglieder verkaufen.
Viertens - weil der Markt so eng und Meteorite so selten, kann kein ernstzunehmender Met-Händler oder -Sammler riskieren falsches Material feilzubieten, er wäre sofort und ein für allemal diskreditiert.
Du hast also eine wesentlich höhere Sicherheit als bei JEDEM Produkt, wasde im Supermarkt, bei Sotheby's oder Andrews oder beim Metzger Deines Vertrauens kaufst, wo Du keinerlei Einblick in etwaige Prüfungen hast, nicht weißt, ob überhaupt geprüft, mit welcher Frequenz und wann und wo bestenfalls nur Stichproben genommen werden.
Meteorite sind eben nicht irgendetwas und in allererster Linie sind sie auch überhaupt kein Handelsgut.
Das Prozedere ist reglementiert und vorgeschrieben, nicht ein Gutachter ist involviert, sondern die weltweit erfahrendsten Wissenschaftler.
Wenn Dir das nicht genügt, mußt eben was anders sammeln, so einfach ist das.
Und nun zu denn Unklassifizierten. Da greifen Punkt Drittens und Viertens und zudem:
Es ist eine der Hauptaufgabe der Metthändler und -jäger überhaupt die bis dato unerkannten und unbestimmten Meteorite zu erkennen und der wissenschaftl. Untersuchung zu zuführen. Davon lebense, dasse neue Steine aus Marokko oder Oman finden, sie als ausserirdisch erkennen, ihr Geld dafür riskieren und sie dann klassifizieren lassen. Kurzum, die beschäftigen sich seit Jahren damit, das ist ihr täglich Brot!
Daß sie nicht jeden verrotteten H5er klassifizieren lassen, liegt daran, daß die wenigen Sammler zurzeit nicht bereit sind, dem Aufwand gerechtfertigte und die Kosten deckende Preise zu zahlen und schließlich ist so ein Jäger oder Händler keine Mutter Theresa.
Zudem können sie ihren Ruf nicht aufs Spiel setzen.
Hier in D kann ein Zeitschel, ein Gabel, ein Strufe, ein Ralew, ein Gren, ein Altmann, ein Heinlein, ein Jäger, ein Gießler, ein Dehner, ein Eger, ein Pacer, ein Wilding, ein Graul, ein König, ein Burkhard, ein Kümmel, ein Decker einfach keinen irdischen Stein als Meteoriten verkaufen, weil er sonst recht schnell ausgespielt hätte. (hobiwen vergessen? Glaub ned).
Wenn die Dir sagen, ja das ist ein unklassifizierter gewöhnlicher Chondrit, dann ist das auch einer.
Es steht Dir freilich frei, zu Deinem Kreisheimatpfleger zu rennen oder sonst irgendeinen Gutachter Deines Vertrauens, der ebenfalls noch nie einen Meteoriten in der Hand gehabt hat, zu Rate zu ziehen, wenn Du deren Urteilskraft über die oft dekadenlange Erfahrung jener obengenannten Sammler, Experten und Händler stellen magst - nur: den, den zahlst dann selber.
Wie es Dir auch unbenommen bleibt, mit dem erworbenen unklassifizierten Stein, den genau vorgegebenen Weg der offiziellen Klassifizierung und formalen Anerkennung durch die spezialisierten Institute und der Meteoritical Society zu beschreiten.
Nur das zahlst dann eben auch selber. Für einen Stein, für den wir mit allen Spesen und durch die Kosten der Klassifiz 200Euro ausgeben müßten, für den aber die Sammler nicht mehr als 100 Euro ausgeben wollen, können wir das schlicht und einfach nicht leisten.
Wenn Du aber so gestrickt bist, wie soviele hier im Forum und Dich der Wahn packt, wenn irgend ein Laie einen Wald- und Wieseneigenfund als Meteorit ins ebay pflanzt oder Du lieber einem, mit Verlaub, dahergelaufenen Esoteriker oder einem allg. Mineraliendealer, der seinen Lebtag vielleicht mal 2 Metorite in der Hand gehabt hat, mehr Vertrauen schenkst, aus welchen Motiven auch immer, sei's weilde hoffst billjer wegzukommen, seis weilde meinst, die Sensationsentdeckung des Jahrzehnts erwerben zu können,
dann kann Dir beim besten Willen keiner helfen.
Schnaub. Aber was schreib ich. Kauft ja eh keiner im Forum
und mir geht ehrlich gesagt, die Anspruchshaltung ein bisserl auf den, hops, auf die Nerven,
ich mein, wir haben es hier mit dem seltensten Zeug der Welt zu tun, es erfordert von den Händlern ungeheure Anstrengungen, längsten Atem und ein hohes persönliches finanzielles Risiko mit zugleich mehr als bescheidenen Gewinnaussichten, stets immer neues und rares Material aufzutun, Zeug von dem teilweis nur wenige hundert Gramm im Umlauf sind auf der ganzen Welt,
und dafür muß man sich dann von Leuten, die kaum einen Mett in der Hand gehabt haben, rechtfertigen, daß der heilige TÜV-Rheinland, der Onkel Fresenius oder der Pförtner von der Volkssternwarte oder sonst irgendein Heini, der einen Chondriten ned vonnem Granit unterscheiden kann, nicht einen pseudo-amtlichen Stempel druntergesetzt hat. Und das dann auch noch bei Zeug, was soviel kost, wie einmal lekker Essen gehen.
Wenn ihr sowas wollt, ja dann müßt ihrs eben auch bezahlen!!!
Es reicht ja schon, daß wir Händler unser Zeug praktisch, rechnet man Eigenleistung und Arbeitszeit ein, verschenken.
Daß wir auch noch draufzahlen sollen, ist eine ziemlich freche Forderung.
So, das war die Matinee zur Sammlererziehung, hähäh.
« Antwort #9 am: Februar 17, 2007, 14:24:00 nachm. »
Zitat von: Mettmann am Februar 17, 2007, 13:43:10 nachm.
wenn ihr ein Zitat einfügt, dürft ihr das /quote nicht weglöschen, sonst kommt euer Rest auch ins Zitat, wurde hier von mir korrigiert
« Letzte Änderung: Februar 17, 2007, 16:23:41 nachm. von MetGold »
« Antwort #10 am: Februar 19, 2007, 03:15:31 vorm. »
vielen Dank für Deine bestätigenden Ausführungen. Allerding: Wer gibt Dir eigentlich das Recht, mir zu unterstellen, ich hätte die fachliche Kompetenz der von Dir genannten Personen in Zweifel gezogen? Ich fass es ja nicht!
« Antwort #11 am: Februar 19, 2007, 09:20:43 vorm. »
Wer gibt Dir eigentlich das Recht, mir zu unterstellen, ich hätte die fachliche Kompetenz der von Dir genannten Personen in Zweifel gezogen? Ich fass es ja nicht!
Wo tu ich das?
- §1 Et Thema wurd vom Jürgen eröffnet.
- §2 Zwar greif ich am Anfang mitter Anrede im lat. Vokativ dankbar das von Dir zuvor geschrieben auf, wende mich aber sogleich -
wiedrum zurück an den Jürgen und den Al, der nicht der Bundy, sondern "die andern" sind, wobei
- §3 da ich Dich ja explizit am Anfang angesprochen, Du jemäß der allseits beliebten Griceschen Konversationsmaximen von dem im folgenden verwandten, durch aus rückbezüglichen Personalpronomina ausjeschlossen bleibst,
- §4 welche sind, dasjenige der Zwoten Person Singular, nämlich et "Du", was nur zwei Interpretationen zuläßt, wer bezeichnet sein könnt, nämlich tatsächlich den Themeneröffner und namentlich unmittelbar zuvor explizit angesprochenen "Jürgen" oder aber man kann es als das colloquial häufig gebrauchte, bissi amerikanisch anmutende, allg. unpersönliche "Du" ansehen, daß das schriftsprachl gebräuchliche "man" ersetzt. Daß der "Du", der Du bist, Bernd, diese Interpretation halte ich nicht für möglich.
- §5 Und weil hier im Forum, niemand jemals die Authentizität eines Stückes jener namentlich aufgelisteten Personen (seh grad, den Haberer hab ich vergessen), je in Zweifel gezogen hat,
nicht einmal der Jürgen selber, der ja noch nie einen echten Meteoriten gekooft hat,
krieg ichs semantisch nicht auf die Reihe, einen Anwurf zu finden, der Dir unterstellte, eben die Rechtschaffenheit dieser Personen in Zweifel zu ziehen,
- §6 denn wörtlich steht dergleichen sowieso nirgends drin.
- § 7 wobei mir just beim Salbadern einfällt, daß Du in einem anderen Thema darauf bestundest, mit der Person des "advocatus diaboli" gar nicht Deine eigene Meinung kundtun zu wollen, sondern nach den Regeln der Rhetorik, lediglich die Rolle einnähmest, die eine Argumentation vertritt, ohne dieselbe Dir zu eigen zu machen.
Darauf stelle ich auch ab, in dem ich diese Figur anspreche ("advocate") und nicht Dich, den nirgends steht ein "Bernd" oder Dein Pseudonym "paragraf" als Anrede zu lesen.
- § 8 siehe mein Lamento an andere Stelle - ich mag es nicht, mich dauernd wiederholen zu müssen, selbst wenn ich meine Beiträge hinrotze, kostet es Zeit.
Die Sicherheiten betreffs der Authentizität, hab ich und haben andere, schau nach, in diesem Forum ausführlichst durchdekliniert. Wir haben den offiziösen Weg der Klassifikation, den Rang und die Bedeutung der MetSoc. für die Anerkennung breitest geschildert, wir ham die Frage, wie sinnvoll ein von irgendjemand anderen als "Gutachter" als diese beruflich berufenen Koryphäen erbrachtes "Zertifikat" wär, abgearbeitet, erinnere Dich, Du hast uns noch das rechtliche zum Zertifikatsbegriff erklärt, die Postition und die Vorgehensweise der IMCA hab ich mehrfach durchgekaut, genauso wie ich bis zum Erbrechen dargestellt hab, wie klein die Szene ist, wie rar das Zeug und das sich keiner, der sich in ihr bewegt, erlauben kann, Unfug zu treiben, da bei fast allem, es allein über die persönliche Reputation geht und daß allein schon aus diesem Grunde, ein Zettel mit dem guten Namen des Verkäufers weit über jegliches Attest von irgendeiner, meinetwegen offiziös bestallten Stelle, die aber keene Ahnung von dem Zeug hat, zu stellen ist.
Angeführt hab ich sodann, und vergiß nicht, genaugenommen sind das alles meine Konkurrenten, alle Namen, die regelmäßig mit Meteoriten ihr Wesen in D treiben,
aufdaß sich der Jürgen ned anzubieseln braucht, wenn er tatsächlich seinen Lebtag mal auf die Idee kommt, einen echten Mett zum Vgl. mit seinen oft trostlosen Funden, bei eben diesen zu erstehen und aufdaß jeder Neuling hier im Forum, zu denen Du auch zählst, der eben diese Namen noch nicht kennt und/oder mit der IMCA nix am Hut hat, weiß, bei wem er getrost seine Meteorite kaufen kann und genau das bekommt, was man ihm verspricht.
Also wiedereinmal, um etwaige obsolete, weil schon abgehaltene Diskussionen zu verkürzen, hab ich mir erlaubt, es ein bisserl schärfer zu formulieren, (was nixdestotrotz wohl jeder der angeführten Meteoritler sofort unterschreiben würd)
und zudem noch dem Einsteiger den Sörvice geboten, absolut vertrauenswürdige Quellen hierzulande namentlich zu nennen.
Wiede daraus mir eine persönliche Unterstellung unterstellen kannst, bleibt Dein Geheimnis.
Hihi, ich hab zu Anwälten Grammatik, Pragmatik, Semantik und Logik.
Sieht ganz nach Freispruch aus Euer Ehren.
Huh und wo wir grad bei weißen Westen sind:
Back zu Meteorites, das Montagsquiz:
http://kuerzer.de/Montags
Um welchen weißen Riesen handelt es sich im Hintergrund?
« Antwort #12 am: Februar 19, 2007, 09:47:49 vorm. »
Hops, die Karls in Frankfurt hatt ich vergessen,
wohl weilse auch eher international sind.
« Antwort #13 am: Februar 19, 2007, 14:30:21 nachm. »
Dein Montagsquiz ist 'ne wirklich knifflige Nummer! Wenn man das Teil nicht eh schon kennt, wird's schwierig, weils auf den ersten Blick wenig meteoritisch ausschaut. Das mag aber dem unpräparierten Zustand zu schulden sein. Das Gewicht sollte wohl eine gute Tonne betragen. Das Foto - und damit sicher auch das Funddatum - würde ich in die frühen 60-er Jahre einordnen. Die abgebildeten Leute (Familienclan + X ?) wirken auf mich ausgesprochen süd - oder mittelamerikanisch. Es handelt sich anscheinend um weisse Oberschicht-Hazienderos.
Dass der weisse Riese aber auch nicht die geringsten Rostblüten aufweist, macht zumindest einen der zahlreichen grossen Campos unwahrscheinlich. Mein Tip: Mexiko/Chile/Brasilien.
« Antwort #14 am: Februar 19, 2007, 14:58:52 nachm. »
Quiz zu einfach, wenn man den Link sieht !!! http://project1947.com/gfb/lapaz.htm

References: §1
 §2
 §3
 §4
 §5
 §6
 § 7
 § 8