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Timestamp: 2019-06-19 10:52:43+00:00

Document:
a)	Anteile, die von Investmentunternehmen des nicht geschlossenen Typs angeboten werden. Für diese Anteile richtet sich die Prospekt- und Bewilligungspflicht nach dem Gesetz über Investmentunternehmen;
5.	von einem Einlagensicherungssystem im Sinne von Art. 7 Bankengesetz gedeckt sind;
Für Nichtdividendenwerte bis zu einem Gesamtgegenwert von weniger als 50 Millionen Euro oder dem entsprechenden Gegenwert in anderer Währung, wobei diese Obergrenze über einen Zeitraum von zwölf Monaten zu berechnen ist, entfallen die Voraussetzungen nach Ziff. 4 und 5;
h)	Wertpapiere eines Angebots mit einem Gesamtgegenwert von weniger als 2.5 Millionen Euro oder dem entsprechenden Gegenwert in anderer Währung, wobei diese Obergrenze über einen Zeitraum von zwölf Monaten zu berechnen ist.
g)	"qualifizierte Anleger":
1.	juristische Personen, die in Bezug auf ihre Tätigkeit auf den Finanzmärkten zugelassen sind bzw. beaufsichtigt werden. Dazu zählen insbesondere Banken, Vermögensverwaltungsgesellschaften, Versicherungsunternehmen, Pensionsfonds, Investmentunternehmen und deren Verwaltungsgesellschaften;
2.	nationale und regionale Regierungen, Zentralbanken, internationale und supranationale Institutionen wie der Internationale Währungsfonds, die Europäische Zentralbank, die Europäische Investitionsbank und andere vergleichbare internationale Organisationen;
3.	andere juristische Personen, die nur eines der drei Kriterien nach Bst. h erfüllt;
4.	natürliche Personen sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit Wohnsitz bzw. Sitz in Liechtenstein, sofern sie in die nach Art. 36 geführte Liste eingetragen sind, und natürliche Personen und KMU mit Wohnsitz bzw. Sitz in einem anderen Mitgliedstaat, sofern sie in diesem Mitgliedstaat in eine als gleichwertig anerkannte Liste eingetragen sind;
h)	"kleinere und mittlere Unternehmen (KMU)": Unternehmen, die laut ihrem letzten Jahresabschluss oder konsolidierten Abschluss mindestens zwei der folgenden drei Kriterien erfüllen:
1.	eine durchschnittliche Beschäftigtenzahl im letzten Geschäftsjahr von weniger als 250;
2.	eine Gesamtbilanzsumme von höchstens 43 Millionen Euro oder dem entsprechenden Gegenwert in anderer Währung;
3.	ein Jahresnettoumsatz von höchstens 50 Millionen Euro oder dem entsprechenden Gegenwert in anderer Währung;
p)	"Investmentunternehmen des nicht geschlossenen Typs": Anlagefonds und Anlagegesellschaften, deren Anteile auf Verlangen des Anteilinhabers unmittelbar oder mittelbar zulasten des Vermögens des Anlagefonds oder der Anlagegesellschaft zurückgekauft oder abgelöst werden;
q)	"Anteile an Investmentunternehmen": Anteile, die von einem Investmentunternehmen begeben werden und die Rechte der Anteilinhaber am Vermögen dieses Investmentunternehmens vertreten;
s)	"Basisprospekt": ein Prospekt, der alle geforderten Angaben nach diesem Gesetz sowie, je nach Wahl des Emittenten, die endgültigen Bedingungen des Angebots enthält.
b)	das sich in jedem Mitgliedstaat an weniger als 100 nicht qualifizierte Anleger richtet;
c)	bei dem der Verkaufspreis der Gesamtemission 100 000 Euro oder den entsprechenden Gegenwert in anderer Währung nicht überschreitet, wobei diese Obergrenze über einen Zeitraum von zwölf Monaten zu berechnen ist; oder
d)	sofern die Mindeststückelung der Wertpapiere oder die minimale Bezahlung pro Anleger 50 000 Euro oder den entsprechenden Gegenwert in anderer Währung beträgt.
2) Jeder spätere Wiederverkauf von Wertpapieren eines vorgängigen Angebots nach Abs. 1 gilt als ein gesondertes Angebot.
3) Bei der Platzierung von Wertpapieren durch Finanzintermediäre ist ein Prospekt zu veröffentlichen, wenn die endgültige Platzierung keine der unter den in Abs. 1 genannten Bedingungen erfüllt.
4) Die Ausnahmen in Abs. 1 gelten nicht für Investmentunternehmen des geschlossenen Typs.
a)	Wertpapiere, die bei einer Übernahme im Wege eines Tauschangebots angeboten oder die bei einer Verschmelzung angeboten oder zugeteilt werden, sofern ein Dokument verfügbar ist, dessen Angaben denen des Prospekts gleichwertig sind;
b)	Aktien, die den Aktieninhabern unentgeltlich angeboten oder zugeteilt werden, sowie Dividenden in Form von Aktien derselben Gattung wie die Aktien, für die solche Dividenden ausgeschüttet werden, sofern ein Dokument mit Angaben über Anzahl und Art der Aktien sowie über Gründe und Einzelheiten des Angebots verfügbar ist;
d)	Wertpapiere, die gegenwärtigen oder ehemaligen Führungskräften oder Arbeitnehmern von ihrem Arbeitgeber, dessen Wertpapiere bereits zum Handel an einem geregelten Markt zugelassen sind, oder von einem verbundenen Unternehmen angeboten oder zugeteilt werden, sofern ein Dokument mit Angaben über Anzahl und Art der Aktien sowie über Gründe und Einzelheiten des Angebots verfügbar ist.
c)	Wertpapiere, die bei einer Übernahme im Wege eines Tauschangebots angeboten oder die bei einer Verschmelzung angeboten oder zugeteilt werden, sofern ein Dokument verfügbar ist, dessen Angaben denen des Prospekts gleichwertig sind;
5) Der Basisprospekt ist in einem Dokument zu erstellen.
2) Der Prospekt enthält alle notwendigen Angaben zum Emittenten und zu den Wertpapieren. Er beinhaltet ferner eine Zusammenfassung, welche kurz und allgemein verständlich die wesentlichen Merkmale und Risiken nennt, die auf den Emittenten, jeden Garantiegeber und die Wertpapiere zutreffen. Die Zusammenfassung muss Warnhinweise enthalten, dass:
3) Betrifft der Prospekt die Zulassung von Nichtdividendenwerten mit einer Mindeststückelung von 50 000 Euro oder dem entsprechenden Gegenwert in anderer Währung zum Handel an einem geregelten Markt, muss vorbehaltlich Art. 10 Abs. 5 Bst. b keine Zusammenfassung erstellt werden.
5) Ist Liechtenstein der Herkunftsmitgliedstaat betreffend die Zulassung von Nichtdividendenwerten mit einer Mindeststückelung von 50 000 Euro oder dem entsprechenden Gegenwert in anderer Währung zum Handel an einem geregelten Markt in einem oder mehreren anderen Mitgliedstaaten, so kann der Prospekt erstellt werden:
3) Werden die endgültigen Bedingungen des Angebots weder in den Basisprospekt noch in einen Nachtrag nach Art. 19 aufgenommen, so sind sie spätestens am Tage des öffentlichen Angebots nach Art. 17 Abs. 3 zu veröffentlichen und bei der FMA zu hinterlegen. Ist eine fristgerechte Veröffentlichung oder Hinterlegung aus praktischen Gründen nicht durchführbar, ist dies so rasch als möglich nachzuholen. Es gelten die Bestimmungen nach Art. 14 Abs. 1 Bst. a.
2) Im Falle von Abs. 1 enthält die Wertpapierbeschreibung die Angaben, die im Registrierungsformular enthalten sein müssen, wenn es seit der Billigung des letzten aktualisierten Registrierungsformulars oder eines Nachtrags nach Art. 19 zu erheblichen Veränderungen oder neuen Entwicklungen gekommen ist, die sich auf die Beurteilung der Anleger auswirken könnten.
1) Der Prospekt kann Angaben in Form eines Verweises auf ein oder mehrere zuvor oder gleichzeitig veröffentlichte Dokumente enthalten, die durch die FMA oder durch die zuständige Behörde eines anderen Mitgliedstaates aufgrund der Richtlinie 2003/71/EG oder der Titel IV und V der Richtlinie 2001/34/EG gebilligt oder bei ihr hinterlegt wurden. Dabei muss es sich um die aktuellen Angaben handeln, die dem Emittenten zur Verfügung stehen.
3) Die Frist nach Abs. 2 beträgt 20 Arbeitstage, wenn das Gesuch Wertpapiere eines Emittenten betrifft, dessen Wertpapiere noch nicht zum Handel an einem geregelten Markt eines Mitgliedstaates zugelassen sind und der Emittent zuvor keine Wertpapiere öffentlich angeboten hat.
1) Die FMA kann die Billigung eines Prospekts der zuständigen Behörde eines anderen Mitgliedstaates übertragen, sofern diese Behörde damit einverstanden ist. Die Übertragung ist zudem dem Emittenten, Anbieter oder der die Zulassung zum Handel an einem geregelten Markt beantragenden Person innerhalb von drei Arbeitstagen ab dem Datum mitzuteilen, an dem die FMA ihre Entscheidung getroffen hat.
1) Nach seiner Billigung ist der Prospekt bei der FMA zu hinterlegen und unverzüglich, spätestens jedoch einen Arbeitstag vor Beginn des öffentlichen Angebots, zu veröffentlichen.
c)	auf der Webseite des Emittenten, der Finanzintermediäre, die die Wertpapiere platzieren oder verkaufen oder der Zahlstellen; oder
1) Ein Prospekt ist nach seiner Veröffentlichung zwölf Monate lang für öffentliche Angebote oder Zulassungen zum Handel an einem geregelten Markt gültig, sofern er um etwaige Nachträge nach Art. 19 ergänzt wird.
4) Ein hinterlegtes Registrierungsformular ist zwölf Monate lang gültig. Das Registrierungsformular ist zusammen mit der Wertpapierbeschreibung und der Zusammenfassung als gültiger Prospekt anzusehen.
1) Jeder wichtige neue Umstand oder jede wesentliche Unrichtigkeit oder Ungenauigkeit im Bezug auf die im Prospekt enthaltenen Angaben, die die Beurteilung der Wertpapiere beeinflussen könnten und die zwischen der Billigung des Prospekts und dem endgültigen Schluss des öffentlichen Angebots oder der Einbeziehung in den Handel eintreten oder festgestellt werden, müssen in einem Nachtrag zum Prospekt genannt und bei der FMA zur Billigung eingereicht werden.
4) Anleger, die vor der Veröffentlichung des Nachtrags bereits einen Erwerb oder eine Zeichnung der Wertpapiere zugesagt haben, können ihre Zusagen innerhalb von zwei Arbeitstagen nach Veröffentlichung des Nachtrags widerrufen, sofern noch keine Erfüllung eingetreten ist. Der Nachtrag muss eine Belehrung über das Widerrufsrecht enthalten.
1) Ein Emittent, dessen Wertpapiere zum Handel an einem geregelten Markt zugelassen sind, muss mindestens einmal jährlich dem Anleger ein Dokument vorlegen, das alle Informationen enthält oder auf sie verweist, die er in den vorausgegangenen zwölf Monaten in einem oder mehreren Mitgliedstaaten und in Drittstaaten aufgrund einzelstaatlicher Vorschriften über die Beaufsichtigung von Wertpapieren, Wertpapieremittenten und Wertpapiermärkten veröffentlicht hat.
2) Der Emittent hat das Dokument bei der FMA nach der Veröffentlichung des Jahresabschlusses zu hinterlegen. Verweist das Dokument auf Angaben, so ist zu vermerken, wo diese erhältlich sind.
3) Die in Abs. 1 genannte Verpflichtung gilt nicht für Emittenten von Nichtdividendenwerten mit einer Mindeststückelung von 50 000 Euro oder den entsprechenden Gegenwert in anderer Währung.
2) Voraussetzung der EWR-weiten Geltung des Prospekts nach Abs. 1 ist die Unterrichtung der zuständigen Behörde jedes Aufnahmemitgliedstaates durch die FMA nach Art. 23.
4) Sind seit der Billigung des Prospekts durch die zuständige Behörde des Herkunftsmitgliedstaates wichtige neue Umstände, wesentliche Unrichtigkeiten oder Ungenauigkeiten im Sinne von Art. 19 aufgetreten, kann die FMA die zuständige Behörde des Herkunftsmitgliedstaates darauf aufmerksam machen, dass ein Nachtrag zu veröffentlichen ist.
1) Die FMA übermittelt den zuständigen Behörden der Aufnahmemitgliedstaaten innerhalb von drei Arbeitstagen ab Eingang des Gesuchs des Emittenten oder der für die Erstellung des Prospekts verantwortlichen Person:
4) Abs. 1 und 2 finden auf sämtliche Nachträge zum Prospekt Anwendung.
1) Stellt die FMA fest, dass beim Emittenten oder den mit der Platzierung des öffentlichen Angebots beauftragten Finanzinstituten Unregelmässigkeiten aufgetreten sind, so teilt sie dies der zuständigen Behörde des Herkunftsmitgliedstaates mit.
2) Verletzt der Emittent oder das mit der Platzierung des öffentlichen Angebots beauftragte Finanzinstitut trotz der von der zuständigen Behörde des Herkunftsmitgliedstaates ergriffenen Massnahmen weiterhin einschlägige Rechts- und Verwaltungsvorschriften, so ergreift die FMA nach vorheriger Unterrichtung der zuständigen Behörde des Herkunftsmitgliedstaates alle für den Schutz der Anleger erforderlichen Massnahmen. Die EFTA-Überwachungsbehörde wird von diesen Massnahmen unverzüglich in Kenntnis gesetzt.
c)	Tatsachen im Rahmen des Art. 29 Abs. 2 Bst. i öffentlich bekannt gegeben werden.
i)	im Einzelfall in den amtlichen Publikationsorganen die Öffentlichkeit informieren, dass ein Emittent seinen Verpflichtungen nicht nachkommt und nicht berechtigt ist, einen Prospekt nach diesem Gesetz zu veröffentlichen. Die FMA kann diese Mitteilung ebenfalls durch Abrufverfahren einsehbar machen.
1) Die FMA kann alle Daten, einschliesslich Persönlichkeitsprofile und besonders schützenswerte Daten über administrative oder strafrechtliche Verfolgungen und Sanktionen, bearbeiten, welche notwendig sind, um den Aufgaben nach Art. 29 nachzukommen.
2) Die FMA hat insbesondere eine Liste sämtlicher gebilligter Prospekte nach Art. 17 Abs. 7 sowie der qualifizierten Anleger nach Art. 36 zu führen.
4) Die bearbeiteten Personendaten werden nach den Bestimmungen des Datenschutzgesetzes archiviert.
Die FMA arbeitet im Rahmen ihrer Aufsicht mit anderen inländischen Behörden zusammen, soweit es für die Erfüllung ihrer Aufgaben nach diesem Gesetz erforderlich ist.
2. Zusammenarbeit mit zuständigen Behörden von Mitgliedstaaten
Die FMA arbeitet im Rahmen ihrer Aufsicht mit den zuständigen Behörden anderer Mitgliedstaaten zusammen, soweit es für die Erfüllung ihrer Aufgaben nach diesem Gesetz erforderlich ist.
VII. Liste der qualifizierten Anleger; Bestellung von Vertretern
Liste der qualifizierten Anleger
1) Natürliche Personen sowie KMU können sich in eine von der FMA geführte Liste für qualifizierte Anleger eintragen lassen.
2) Eine natürliche Person wird auf Antrag für die Dauer eines Jahres in die Liste eingetragen, wenn sie zum Zeitpunkt der Antragstellung mindestens zwei der folgenden Voraussetzungen erfüllt:
a)	die Person hat in grossem Umfang Geschäfte an Wertpapiermärkten durchgeführt und während der vier vorhergehenden Quartale durchschnittlich pro Quartal mindestens zehn Transaktionen getätigt;
b)	der Wert ihres Wertpapierportfolios übersteigt 500 000 Euro oder den entsprechenden Gegenwert in anderer Währung; oder
c)	die Person ist oder war mindestens ein Jahr lang in einer beruflichen Position im Finanzsektor tätig, die Kenntnisse auf dem Gebiet der Wertpapieranlage voraussetzt.
3) KMU werden auf Antrag für die Dauer eines Jahres in die Liste eingetragen, wenn sie im Zeitpunkt der Antragstellung die in Art. 3 Abs. 1 Bst. h genannten Voraussetzungen erfüllen.
4) Die Eintragung verlängert sich jeweils um ein Jahr, wenn vor Ablauf des Jahres die Verlängerung beantragt und nachgewiesen wird, dass die Voraussetzungen für die Eintragung nach Abs. 2 oder 3 weiterhin vorliegen. Die eingetragenen Personen und Unternehmen können von der FMA jederzeit die Löschung ihrer Daten innerhalb von zwei Wochen ab Eingang des Löschungsantrages verlangen.
5) Die Liste darf von einem Emittenten eingesehen werden, wenn dieser glaubhaft macht, dass die Einsichtnahme erforderlich ist, um sicherzustellen, dass das Angebot nur dem in Art. 5 Abs. 1 Bst. a genannten Personenkreis unterbreitet wird.
4) Für Angaben in der Zusammenfassung einschliesslich deren Übersetzungen wird nur gehaftet, wenn sie im Zusammenhang mit anderen Teilen des Prospekts irreführend, unrichtig oder widersprüchlich sind.

References: Art. 7
 Art. 36
 Art. 10
 Art. 19
 Art. 17
 Art. 14
 Art. 19
 Art. 19
 Art. 23
 Art. 19
 Art. 29
 Art. 29
 Art. 17
 Art. 36
 Art. 3
 Art. 5