Source: http://castelligasse.at/Werbetechnik/online-werbung/online-werbung.htm
Timestamp: 2017-03-29 07:09:51+00:00

Document:
ONLINE-WERBUNG; Performance Marketing, Adwords
WERBEN BANNERWERBUNG WEBPROMOTION I WEBPROMOTION II DIRECT MAIL INTERSTITIALS ONLINE MARKETING
MARKENRECHT UND ADWORDS PERFORMANCE MARKETING DISPLAY-WERBUNG REAL TIME ADVERTISING
Als in den zwanziger Jahren des
vorigen Jahrhunderts das Radio in den USA zum Massenmedium wurde, brauchte
es Werbung, um eine solide finanzielle Basis zu bekommen. Wie genau diese
Werbung aussehen oder besser: sich anhören sollte, wusste zunächst
niemand. Radiostationen verkauften Sendezeit in 10-Minuten-Blöcken, und
so bekamen die Hörer zum Beispiel von Gilette eine
Geschichte des Rasierens vom Mittelalter bis in die Neuzeit erzählt
oder von Mister Haynes, dem Besitzer der Haynes Motor Company, die
Geschichte der Haynes Motor Company.
Kein Wunder, dass viele Unternehmen dem
neuen Medium gegenüber zurückhaltend waren. So zurückhaltend, dass der
verzweifelte Besitzer einer Werbeagentur aus seiner eigenen Tasche 100
Dollar für 10 Minuten Sendezeit zum Thema Werbung hinblätterte. Die
Hörerreaktionen beschränkten sich auf 25 Briefe und Telefonanrufe. Aber
es sollte nicht lange dauern, bis sich die dem Medium adäquaten
Werbeformen etablierten: Sponsoring, Produktion eigener Sendungen, Spots.
Im Internet wiederholt sich diese
Geschichte. Die Informationsanbieter, das heißt die Medien, sind auf
Werbung angewiesen, die werbenden Unternehmen sind dem Internet gegenüber
skeptisch, die Werber wissen nicht, was sie mit 5 Megabyte anfangen
sollen. Darum ist die Werbeoffensive im Internet um einiges zaghafter
angelaufen, als sich viele erhofft hatten.
Welche Werbeform im Internet
auch verwendet wird, verglichen mit dem großen Offline-Werbekuchen
beläuft sich das Internet-Werbebudget auf ein paar Prozentchen. Wächst seit ein paar Jahren jedoch kräftig.
Suchgebundene Werbung ist die mit Abstand wichtigste Einnahmequelle für Internetfirmen. Dabei wird neben den Abfrageergebnissen in Suchmaschinen die zum Begriff "passende" Werbung angezeigt. Wer seine Werbung bei oft gesuchten Begriffen (Immobilien, Sex, Gesundheit, Computer, ...) auf der ersten Seite schalten möchte, zahlt dafür mehr, als bei selten verwendeten Suchworten.
Überlegener Marktführer bei den Einnahmen aus suchgebundener Werbung(Adwords) ist
Mit PRINT ADS bietet Google seinen Werbekunden die Schaltung ihrer Anzeigen in 225 Zeitungen an.
DISPLAY ADS von Yahoo ermöglicht den Werbern Zielgruppen spezifische Anzeigen mit der Möglichkeit zum Direct Response ("jetzt kaufen", "reservieren", "bestellen") zu schalten. Zu diesem Zweck hat Yahoo im Jahr 2007 Blue-Lithium
Durch die nicht erfüllbaren
Wachstumsprognosen im Online-Werbebereich sowie die ständig sinkenden
Klickraten von Online-Werbemitteln, besonders der Banner müssen
Site-Betreiber und Werber neue Verrechnungsmodelle finden. Der TKP
(Tausend-Kontakt-Preis - ein sehr umstrittenes
Kriterium; siehe Printwerbung), wie wir ihn aus dem TV- und Print-Bereich kennen,
findet auch im Internet Verwendung. Wenn die User beim Besuch einer Seite
eine Werbefläche sehen, wirkt sich dies aber bestenfalls auf das
"Branding" aus.
Klick wert?
interaktives Medium, daher ist z. B. das Anklicken eines Banners mehr
wert, als dessen bloße Betrachtung.
Die Klickrate ist stark von der kreativen
Gestaltung des Werbemittels abhängig. Banner mit expliziter
Klickaufforderung ("Gratis", "Klick", "Nur
heute",...) erzielen bessere Klickraten als Imagebanner. Aber viele
der allerbesten Klickraten werden von Bannern erzielt, bei denen beinahe
jeder Hinweis auf Produkt oder Absender der Botschaft fehlt (!!) - sieht
man von der Webadresse dahinter ab.
Im Durchschnitt klicken nicht mehr als ein
Prozent aller Web-Benutzer Werbeflächen an. Der Preis für einen Klick, genannt CPC (Cost per Click), liegt im einstelligen Cent-Bereich. Klicks auf Werbung in
Suchmaschinen kosten bis zu 70 Cent.
Die u. a. Preise wurden 2012 von einer Selbstbuchungsplattform für Online-Werbung verlangt:
Die US-Firma Adgregate hat eine Methode entwickelt, die es ermöglicht, nach einem Klick in den Werbebanner in der aktuellen Website zu bleiben und trotzdem einen Kaufabschluss zu tätigen.
Höher bewertet werden Aufrufe, die zu einem Geschäftsabschluss (Bestellung) führen. Ihre Bezeichnung ist CPO (Cost per Order).
Mit Online-Werbung wurde Google zu einem der wertvollsten Unternehmen der Welt (Umsatz 2009: 23,7 Mrd. $, Nettogewinn: 6,5 Mrd. $).
Die Suchmaschine verdient Geld mit Sponsored Links, das sind farblich unterlegte Links, die auf den Trefferseiten zuoberst bzw. am rechten Rand =AdWords gereiht sind. Neben CPC rechnet Google auch nach CPA (Cost per Action), d. h. nach erfolgter Geschäftsabwicklung zwischen User und werbendem Unternehmen, ab.
Die Werbenden können ihre Inserate an bestimmte Suchbegriffe, an bestimmte Websites oder an demografische Daten (siehe Geomarketing, Adressenhändler) der Anfragenden binden.
Firmen, welche sich für die Variante Google-AdWords Express entscheiden zahlen pro Click. Sie legen einen Maximalbetrag fest, den sie für jeden Click zahlen wollen und geben Google vor, welchen Höchstbetrag sie pro Tag oder pro Monat für die Werbeschaltung auszugeben bereit sind.
Mit einem Marktanteil von 81 % aller Suchanfragen weltweit ist Google die erfolgreichste Suchmaschine. Abgeschlagener Zweiter: Yahoo mit 9 % vor Microsofts Bing mit 6 %.
Auf dem US-Markt führt Google mit 65,4 % vor Yahoo 18 % und Microsofts Bing 9,9 %. 11/2009 ComScore
Facebook geht an´s Geldverdienen. Dazu bietet das Unternehmen den Werbeinteressenten Premium- und Marktplace-Ads.
Bei Marktplace-Ads bucht man entweder die Variante CPC (Cost per Click) oder TKP (Tausendkontaktpreis)
Für Premium-Ads kommt nur der
TKP (Tausendkontaktpreis) zur Anwendung, sie werden bevorzugt platziert (nur auf der Homepage und im Newsfeed), Marktplace-Ads sind auch auf den Unterseiten vertreten.
Die Bilder bei Premium-Ads sind etwas größer, der TKP beginnt bei einer Untergrenze von € 4,50., bei Marktplace-Ads bleibt der
TKP meist deutlich unter
Bei Page-Post-Ads postet der Werbetreibende zuerst etwas auf seiner Facebook-Seite. Der Inhalt des Postings kann in eine Anzeige umgesetzt werden, damit die Botschaft möglichst vielen Besuchern zugänglich wird.
Dem Vorbild von Google folgend, können auch bei der Facebook -Suche Anzeigen platziert werden. Sie werden am Seiteanfang geschaltet, sind mit "Sponsored" gekennzeichnet und farblich hinterlegt.
besser! Die Österreichische
Auflagenkontrolle (ÖAK) liefert den
Werbetreibenden aufschlussreiches Zahlenmaterial über die Anzahl der
verkauften Printmedien. Damit können sie ihr Werbebudgets optimal
Im Internetbereich bietet die Österreichische-Web-Analyse (ÖWA) eine vergleichbare Auswertung an. Teilnehmer an der ÖWA (49 waren es im Rahmen der ÖWA Plus 2009 - 4. Quartal) müssen für die technische Messung ein Script in ihre Website integrieren.
Eine OnSite-Befragung unter den Usern 14+ erhebt soziodemografische Daten ( Geschlecht, Altersgruppen, Bildungsniveau), eine telefonische Befragung sorgt für die dritte Auswertungsbasis.Beim Aufruf der Website eines ÖWA-Teilnehmers werden Besucher eingeladen, OnSite-Fragen zu beantworten.
Ausarbeitung der Fragen, Erstellung der Fragebögen und Auswertung der Antworten übernimmt der Markt- und Meinungsforscher - Schwerpunkt Online-Forschung - INTERROGARE www.interrogare.deDie Script-Statistik ermittelt folgende Beurteilungskennzahlen:
PageImpressions - eine PageImpression stellt den Sichtkontakt eines Nutzers mit einer Seite eines Online-Angebots dar. Eine PageImpression wird nur dann gezählt, wenn die Seite eines Online-Angebots von einem Nutzer angefordert wird.
Visits - Ein Visit definiert den Besuch eines Nutzers bei einem Online-Angebot. Er stellt einen zusammenhängenden Nutzungsvorgang dar, bei dem zumindest eine Seite eines Online-Angebots abgerufen wird. Ein Visit umfasst daher eine oder mehrere PageImpressions.
Unique Clients gibt die Zahl der Endgeräte an (PC, Mobiltelefon, ...), die auf einen Online-Dienst zugreifen und dabei ihre IP-Adresse "hinterlassen".
Oft dauert das Laden einer Seite
endlos lange, weil sie eine aufwendig animierte Werbefläche beinhaltet.
Als Gegenstrategie wurden "Wasch"-Programme entwickelt, welche
Banner heraus filtern können. Allerdings muss man dabei in Kauf nehmen,
dass auch Bilder oder Grafiken, die man eigentlich sehen wollte,
weggefiltert werden.
Paragraph 101 des
österreichischen Telekommunikationsgesetzes verbietet unter anderem die
Zusendung elektronischer Post zu Werbezwecken, sofern der Empfänger dazu
nicht seine Zustimmung erteilt hat. "Spamming" (eine
Zusammenziehung aus "to spill" -
überlaufen lassen - und "to cram"
- vollstopfen, überladen), darunter versteht man sowohl unverlangte
Werbung als auch elektronische Massensendungen, ist daher verboten. Die Zustimmung kann jederzeit
widerrufen werden. Wer gegen den § 101 verstößt, kann mit einem Strafsatz bis 36.336.- € belangt werden (§ 104 Abs. 3 TKG)
Agenturen, die auf dem Feld der ONLINE-Werbung ihr Geld verdienen, bieten ein breites Spektrum von Dienst-leistungen an. Sie entwickeln Werbekonzepte, gestalten Websites und beraten Unternehmen bei ihrem Webauftritt. Sie sorgen für eine gute Platzierung von Webangeboten in den Suchmaschinen (Suchmaschinenoptimierung) und sie entwickeln und führen Online- und E-Mail-Kampagnen durch.
Die marktbeherrschenden Agenturen haben in den letzten Jahren weltweit Konkurrenzfirmen geschluckt. Manche wurden ihrerseits von IT-Riesen übernommen (Google, Yahoo, ...).
Bedeutende Anbieter: aQuantive 24-7 REALMEDIA DoubleClick rightmedia ValueClick OpenX
Im Oktober 2006 kam rightmedia für
600 Mio. $ in den Besitz von Yahoo. Im September 2007 bezahlte Yahoo für die Online-Werbefirma Blue-Lithium
330 Mio. $. Blue-Lithium
setzt Cookies ein und hat sich damit Informationen zum Surfverhalten von etwa 150 Millionen Internetnutzern beschafft. Mit diesem Wissen können personalisierte Werbebotschaften auf Websites geschalten werden.
Ebenfalls 2006 übernahm Google zum Preis von 1,65 Mrd. $ die Video-Plattform Youtube.DoubleClick wurde im April 2007 von Google um 3,1 Mrd. $ gekauft. Damit hat Google sich Zutritt in ein bisher von ihm nicht besetztes Marktsegment, die Display-Anzeigen (aufwändig und dynamisch gestaltete Werbeeinblendungen - Online-Banner mit Bildern), verschafft. Microsoft blieb mit seinem 2 Mrd. $ Angebot zweiter Sieger.
Seit August 2007 versucht Google seine Ausgaben wieder zurück zu verdienen. Zunächst mit halbtransparenten Werbebotschaften die in die Videos der Youtube-Partner eingeblendet werden. Wird die Werbung angeklickt, hält das Video an und der Werbeinhalt tritt in den Vordergrund. Ein erneuter Klick und das Video läuft weiter.
Auf Ad Exchange, der Werbebörse von Google auf DoubleClick , treffen sich Verleger, Werbekunden, Betreiber von Webseiten und Agenturen, um den Handel mit Display-Anzeigen abzuwickeln.
Im November 2009 erwarb Google zu einem Preis von 500 Mio. € (750 Mio. $, Kurs 13. 11. 09: 1 € = 1,5) die Agentur AdMob , einen Anbieter von Online-Werbeschaltungen auf Mobiltelefonen.
AdMob sammelt Banner + Videoclips seiner Kunden und überträgt sie auf die Smartphones von Personen aus der gewünschten Zielgruppe.
24/7 Real Media ging Anfang Mai 2007 an die britische WPP Group
aQuantive erworben von
Microsoft sozusagen um jeden Preis - er betrug 6 Mrd. $ - im Mai 2007. Im Paket inbegriffen die Online-Marketing-Agentur Razorfish, die Microsoft 2009 verkauft.
Der aQuantive-Kauf erwies sich als wenig erfolgreich. 2012 schrieb
Microsoft die Anschaffungssumme zur Gänze ab.
Der Dienstleister Quattro ging Anfang 2010 für 300 Mio. $ an Apple. Seine Software war die Basis für iAd. iAd wiederum erlaubt es Programmierern von iPhone- und iPad-Anwendungen Werbung in ihre Programme einzubinden. 60 % der daraus erzielten Werbeeinnahmen gehen an die Programmierer, 40 % kassiert Apple.
Nächster Streich von Google im Juni 2011. Für knapp
400 Mio. $ kaufte man sich beim Display-Werbespezialisten ein. Zur bisherigen Haupteinnahmequelle von Google, der Vermarktung von Textanzeigen, sollen mit dieser Akquisition Umsätze aus dem Verkauf von grafischen Anzeigen kommen.
Admeld vermittelt Werbeflächen von renommierten Online-Publikationen.
2012 erwarb Google um 300 Mio. $ einen Anbieter für Werbung im Social-Media-Bereich: Wildfire Interactive
Aktuell ist nur noch ein erfolgreiches Werbeunternehmen zu haben: ValueClick - Börsenkurs am 3. 6. 11: 17,30 $ Aktien: 298.000 Börsenwert: ~ 5,1 Mrd. $ OpenX bietet eine Alternative zum Online-Werbedominator Google. Auf seinen Ad-Servern liegen fertige digitale Werbebanner und Werbevideos. Die Vermarktung erfolgt über Online-Anzeigenbörsen, wie sie z. B. von Google, Yahoo, OpenX ..., betrieben werden. Hier treffen Werbetreibende und Anbieter von Werbeflächen aufeinander. Der Online-Anzeigenverkauf erfolgt in Sekundenbruchteilen. Während der Konsument (User) auf den Seitenaufbau wartet, werden Informationen zu seiner Person in der Werbebörse ausgewertet und die "passende" Werbefläche an einen Anzeigenkunden verkauft.Mit FACEBOOK
ermöglicht facebook seinen Werbekunden, jenen Surfern, welche die Website des Werbekunden bereits besucht haben, in deren Facebook-Profilen Werbung einzublenden.
Hat ein Facebook-Nutzer z. B. die Seiten mehrerer Baumärkte besucht, können diese an facebook ein Angebot für eine Werbeschaltung auf der Facebook-Seite des Besuchers abgeben. Jener Baumarkt, der facebook dafür am meisten bezahlt, erhält den Zuschlag.
FACEBOOK OFFERS erlaubt Unternehmen, mit eigenem Facebook-Auftritt auf ihren Facebook-Seiten Sonderangebote ausschließlich für ihre Fans anzubieten.Ein österreichischer Anbieter für Online-Werbung und Performance-Kampagnen ist das Selbstbuchungsportal
AUSTRIAN PERFORMANCE NETWORK
www.austrianperformancenetwork.at
Beispiele: GEWINN, trend + NZZ
Mit Inseraten in deutschen, schweizer- und österreichischen Printmedien warb Google um Online-Werbekundschaft.
Unter der Schlagzeile...
Bei Google finden Sie alles. Sogar neue Kunden.
Mit AdWords - den Textanzeigen neben den Google Suchergebnissen.
... wurde AdWords-Neukunden im Werbetext ein Guthaben von 30 € bzw. 50 CHF zugesichert. Oktober 07
Weiters erzielt Google Werbeeinnahmen mit Adsense. Hier tritt Google als Vermittler zwischen Inserenten und Website-Betreibern auf und kassiert Provisionen.
Inserenten müssen für ihre Werbeschaltung in Google nichts bezahlen. Erst, wenn ihr Werbelink angeklickt wird, bekommt Google Geld. Zwischen einem Cent und einem Euro, im Durchschnitt 30 bis 40 Cent je Klick. Wer mehr bezahlt, wird im rechten Abschnitt höher gereiht.
Beispielsweise listete GOOGLE nach Eingabe des Suchbegriffs WASCHMASCHINE die Schaltung jenes Anbieters über den Suchergebnissen, der den höchsten Preis zahlen will. Über den Suchergebnissen gibt es maximal drei Einschaltungen. Diese Firmen haben Google die höchsten Klickpreise zugesagt. Dennoch "wandern" sie zuerst nach rechts, dort später nach unten und "verschwinden" schließlich ganz, wenn sie zu wenig angenommen werden.
Die Entscheidung, ob die Verwendung von Markennamen der Konkurrenz als
AdWord bzw. Keyword für eigene Zwecke erlaubt ist, hat der deutsche Bundesgerichtshof an den Europäischen Gerichtshof weiter gereicht.
Wer fremde Firmennamen als AdWord einsetzt, kann das zumindest in Deutschland ungestraft tun (BGH-Urteil I ZR 30/07), wird jedoch mit Problemen rechnen müssen, wenn es sich dabei um eine geschützte Marke, oder ein ähnliches Produktsortiment handelt.
In Frankreich hat Louis Vuitton gegen diese Praxis geklagt und von französischen Gerichten Recht bekommen. Die sahen eine Markenrechtsverletzung, wenn Anzeigen von Wettbewerbern oder gar Fälschern neben dem Ergebnis einer "Vuitton-Suchanfrage" angezeigt werden.
An der Nutzung von AdWords, die branchenübliche, beschreibende Abkürzungen von fremden Markennamen sind, findet der BGH nichts auszusetzen. (BGH-Urteil I ZR 30/07)
In Österreich hat der OGH im Rechtsstreit Wein & Co gegen SPAR (www.weinwelt.at) entschieden, dass die Wort-Bild-Marke Wein & Co verletzt wird, wenn ihr Wortlaut für gleiche oder ähnliche Waren benutzt wird (Beschluss vom 20.3.2007, 17 Ob 1/07g). SPAR hatte den Begriff Wein & Co bei Google als
AdWord gebucht, was dazu führte, dass bei Eingabe des Suchbegriffs Wein & Co der Link zu
www.weinwelt.at vor der eigentlichen Trefferliste und damit vor dem Link zu Wein & Co sichtbar wurde:
Ob Markenrechte verletzt werden, wenn
www.weinwelt.at nur in der rechten Anzeigenspalte vorgereiht ist, wurde nicht entschieden...
... damit befasst sich der OGH bald darauf (Beschluss vom 20.5.2008, 17 Ob 3/08b).
Statt Wein & Co führte hier der Begriff Bergspechte zur Vorreihung der Konkurrenz. In diesem Fall jedoch auch in der rechten Anzeigenspalte.
[Bergspechte Outdoor-Reisen + Alpinschule Edi Koblmüller hatten festgestellt, dass bei Eingabe der Suchbegriffe Bergspechte bzw. Edi Koblmüller in Google die Anzeigen von trekking.at erschienen.]
Der OGH wandte sich an den EuGH und verlangte eine Vorab-Entscheidung. Die kam im August 2010. Ihr folgend urteilte der OGH, dass, wenn der durchschnittliche Internetnutzer nicht oder schwer erkennen kann ob die Anzeige vom Markeninhaber oder einer mit ihm verbundenen Firma oder aber von einem Dritten stammt, die Verwendung der fremden Marke als Schlüsselwort für Werbeanzeigen im Internet nicht zulässig ist.
In einem ähnlich gelagerten Fall wandte sich eine französisches Gericht (Rechtssachen C-236/08 bis C-238/08) im März 2010 an den EuGH. Der zum LVMH-Luxus-Konzern gehörende Louis Vuitton hatte Google geklagt, weil die Suchmaschine als Schlüsselwort u. a. den Markennamen Vuitton verkauft hatte.
Der EuGH sieht seitens Google das Markenrecht nicht verletzt, weil ein AdWord-Markenname nicht von Google selbst, sondern den Werbekunden verwendet wird.
Allerdings muss Google die Verwendung des Markennamens als AdWord verweigern, wenn der Durchschnitts-Internetuser nicht erkennen kann, dass ein Dritter den Markennamen nutzt.
Wer keine Werbeanzeigen zum Suchergebnis des eigenen Markennamens möchte, muss an Google eine diesbezügliche Aufforderung richten und seinen Markenrechtsanspruch nachweisen.
die Social-Media-Plattform plant mit Facebook Exchange ein Auktionssystem für Schlüsselwörter.
Bei dieser Form des Online-Marketings zahlt der Werbekunde nicht bereits für den Klick auf seine Website, sondern erst dann, wenn es zu einem Geschäftsabschluss mit dem Verbraucher kommt.
Wer auf YOUTUBE oder anderen Internetportalen Inhalte abruft, muss sich häufig vor dem Start des Musikvideos, Films, etc. Werbung ansehen, die nach ein paar Sekunden weggeklickt werden kann.
Liegen Daten über den Nutzer vor (Wohnort, Alter, Geschlecht, ...), was oft der Fall ist, kann der Werbende seine Botschaft zielgenau setzen. Das geschieht mittels automatischer Buchung in Echtzeit, also im Moment des Betrachtens = REAL TIME ADVERTISING. Der Werbekunde zahlt, wenn seine Werbeschaltung vom User während einer vorgegebenen Zeitspanne "konsumiert" wurde.
Und zwar aus der Konzernbilanz 2010 des Wetten- und Spieleanbieters bwin Interactive Entertainment AG
Unter Punkt (20) WERBEAUFWAND führt bwin an: Sponsoring 34,9 Mio. €, Online Werbung 36,4 Mio. €, Offline Werbung 29,9 Mio. €, Sonstiges 17,2 Mio. €. (Veröffentlicht in der Wiener Zeitung, Seite 39 bis 42, vom 24. 3. 2011)
160 Mio. € betrug der Wert der Online-Werbung 2012 in Österreich. Quelle: Focus Media Research
189 Mio. € betrug der Wert der Online-Werbung 2013 in Österreich. Quelle: Focus Media Research
227 Mio. € betrug der Wert der Online-Werbung 2014 in Österreich. Quelle: Focus Media Research
242 Mio. € betrug der Wert der Online-Werbung 2015 in Österreich. Quelle: Focus Media Research
250 Mio. € betrug der Wert der Online-Werbung 2016 in Österreich. Quelle: Focus Media Research
Die Schweizer gaben
2008 75 Mio. Fr,
2010 160 Mio. Fr
aus. Quelle: Mediafocus
Gesamtausgaben für Werbung in der Schweiz 2014:
4,9 Mrd. Fr.. Davon entfielen 3 % auf ONLINE-WERBUNG.
Gesamtausgaben für Werbung in der Österreich 2014:
4 Mrd. €.. Davon entfielen 5,6 % auf ONLINE-WERBUNG.
1,5 Mrd. investierten 2009 die deutschen Werber in ONLINE-WERBUNG. Gegenüber 2008 (1,3 Mrd. €) eine Steigerung um 18 %. Quelle:
Der Zentralverband der Deutschen Werbewirtschaft (ZAW) ermittelte eine Nettoumsatz von 764 Mio. € bei den ONLINE-WERBE-Ausgaben für 2009 (2008 754 Mio. €).
2009 wurden brutto 1,6 Mrd. € umgesetzt.
Zenith Optimedia nennt als
ONLINE-WERBEUMSATZ 2009:
2,69 Mrd. €
(BVDW) beziffert das Brutto-Onlinewerbevolumen¹ 2009 mit 4,1 Mrd. €. Der Anteil der digitalen Werbung am Gesamtwerbemarkt wird mit 16,5 % angegeben. Damit ist das Internet drittstärkstes Werbemedium (hinter TV und Zeitungen) in Deutschland.
¹Aufgeschlüsselt waren es 2009
2,17 Mrd. € für klassische Onlinewerbung,
1,62 Mrd. € für Suchwortmarketing,
300 Mio. € für
wurden in Deutschland netto (=nach Abzug von Rabatten, Provisionen, Skonti) 861 Mio. € für ONLINE-WERBUNG
ausgegeben. Quelle: ZAW - Zentralverband der Deutschen Werbewirtschaft
Damit lag die ONLINE-WERBUNG unter den Werbeträgern an fünfter Stelle. (1. TV-Werbung; 2. Tageszeitungen). ZAW
2011: wurden in Deutschland 5,7 Mrd. € (Brutto; Banner- + Suchwortmarketing) für ONLINE-WERBUNG
2014: wurden in Deutschland 3,2 Mrd. € (Brutto) für ONLINE-WERBUNG
Das entsprach 11 % der Gesamtwerbeausgaben Nielsen Germany
2015: wurden in Deutschland 3,3 Mrd. € (Brutto) für ONLINE-WERBUNG
2015: wurden in Deutschland 1,4 Mrd. € (netto) für ONLINE-WERBUNG + Mobiles Marketing
Google nahm 2006 von seinen Anzeigenkunden 10,6 Mrd. $ ein. Der Nettogewinn belief sich auf 3,1 Mrd. $
In den USA flossen 2007
21 Mrd. $ in die ONLINE-WERBUNG. Quelle: Interactive Advertising Bureau
Für 2009 rechnete der Marketing-Forscher eMarketer mit
24 Mrd. $.
Weltweit beträgt der Anteil der ONLINE-WERBUNG am gesamten Werbekuchen 10 Prozent. Das waren im Jahr 2008
50 Mrd. $.
Weltweite Ausgaben ONLINE-WERBUNG 2009
55 Mrd. $, 2010 61 Mrd. $.
Laut Branchendienst Comscore hat YAHOO einen Marktanteil von 25 % bei Web-Display- Anzeigen (Bilder, Animationen, Videoanzeigen). 75 % aller Ausgaben für Online-Textanzeigen in Verbindung mit Stichwortsuche kassiert GOOGLE.
Werbeausgaben D gesamt 2009 28,8 Mrd. €
(brutto) bzw. €
Werbeausgaben weltweit gesamt 2007: 500 Mrd. $ Quelle Zenith Optimedia (Publicis Groupe)

References: § 101
 BGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 EuGH 
 EuGH