Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=13.12.1994&Aktenzeichen=VI%20ZR%20283/93
Timestamp: 2019-10-18 07:46:16+00:00

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BGH, 13.12.1994 - VI ZR 283/93 - dejure.org
BGH, 13.12.1994 - VI ZR 283/93
https://dejure.org/1994,1320
BGH, 13.12.1994 - VI ZR 283/93 (https://dejure.org/1994,1320)
BGH, Entscheidung vom 13.12.1994 - VI ZR 283/93 (https://dejure.org/1994,1320)
BGH, Entscheidung vom 13. Dezember 1994 - VI ZR 283/93 (https://dejure.org/1994,1320)
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Treibstoffanlieferer - Sorgfaltspflicht
Kraftstoffanlieferer - Zumutbare Vorsichtsmaßnahmen - Vermeidung von Schäden durch Auslaufen - Haftungseinheit - Zurechnungsprinzip der Nebentäterschaft
Zur Verkehrssicherungspflicht des Öl- oder Benzinlieferanten
BGB §§ 276, 823, 254
Haftung des Öl- oder Bezinanlieferers für Schäden durch Auslaufen von Kraftstoffen
NJW 1995, 1150
MDR 1995, 365
NZV 1995, 185
VersR 1995, 427
WM 1995, 676
DB 1995, 1606
Zwar könnten die Entscheidungen des Bundesgerichtshofs zu Schäden beim Füllen von Heizungstanks (vgl. Senatsurteile vom 23. Mai 1978 - VI ZR 150/76, BGHZ 71, 212; vom 6. Juni 1978 - VI ZR 156/76, VersR 1978, 840; vom 13. Dezember 1994 - VI ZR 283/93, VersR 1995, 427, 428; BGH, Urteil vom 14. Juni 1993 - III ZR 135/92, VersR 1993, 1155) und eines Silos (Senatsurteil vom 27. Mai 1975 - VI ZR 95/74, VersR 1975, 945 f.), in denen die Zuordnung der Schadensentstehung zum Betrieb eines Kraftfahrzeuges verneint worden ist, so verstanden werden, dass das maßgebliche Kriterium der Differenzierung das Stehen oder Fahren des Kraftfahrzeuges während der Arbeitsfunktion darstellt.
Zwar könnten die Entscheidungen zu Schäden beim Befüllen von Heizungstanks (vgl. Senatsurteile vom 23. Mai 1978 - VI ZR 150/76, BGHZ 71, 212; vom 6. Juni 1978 - VI ZR 156/76, VersR 1978, 840; vom 13. Dezember 1994 - VI ZR 283/93, VersR 1995, 427, 428; BGH, Urteil vom 14. Juni 1993 - III ZR 135/92, VersR 1993, 1155) und eines Silos (Senatsurteil vom 27. Mai 1975 - VI ZR 95/74, VersR 1975, 945), in denen die Zuordnung der Schadensentstehung zum Betrieb eines Kraftfahrzeuges verneint worden ist, so verstanden werden, dass das maßgebliche Kriterium der Differenzierung das Stehen oder Fahren des Kraftfahrzeuges während der Arbeitsfunktion darstellt.
BGH, 25.06.1996 - VI ZR 117/95
Voraussetzungen des gesetzlichen Forderungsübergangs auf den Sozialhilfeträger; …
Die Anschlußrevision vermag keine Rechtsfehler des Berufungsgerichts aufzuzeigen, die im Rahmen der beschränkten revisionsrechtlichen Überprüfung der tatrichterlichen Abwägungsüberlegungen (vgl. dazu Senatsurteile vom 8. Dezember 1987 - VI ZR 82/87 - VersR 1988, 412, 413, vom 12. Januar 1993 - VI ZR 75/92 - VersR 1993, 442, 443 und vom 13. Dezember 1994 - VI ZR 283/93 - VersR 1995, 427, 428) durchgreifen und dazu führen könnten, die Bewertung des Haftungsanteils der Beklagten mit nur 50 % aus Rechtsgründen in Frage zu stellen.
Hinweise: S.a. BGH VersR 1996, 349 ff = BGHZ 131, 274 ff; BGHZ 19, 177, 178; BGHZ 48, 181, 186; BGHZ 127, 120, 126 = r+s 1995, 19; BGH r+s 1985, 206 = VersR 1985, 735; BGH r+s 1986, 184 = VersR 1986, 917, 918; BGH VersR 1992, 627, 628; BGH VersR 1994, 491 m.w.N.; BGHZ 117, 104, 106 ff; BGH WM 1996, 824, 825; BGH WM 1996, 594, 596 f; BGHZ 78, 1, 5; BGH r+s 1988, 72 = VersR 1988, 412, 413; BGH VersR 1993, 442, 443; BGH r+s 1995, 135 = VersR 1995, 427, 428; BGH r+s 1989, 82 = VersR 1988, 1238, 1239; BGH r+s 1996, 398.
Durch die Rechtsfigur der Haftungs- bzw. Zurechnungseinheit soll vermieden werden, daß im wesentlichen identische Verursachungsfaktoren zum Nachteil eines der Beteiligten doppelt zum Ansatz kommen (vgl. Senatsurteil vom 13. Dezember 199 - VI ZR 283/93 - aaO. m.w.N.).
Die vom Berufungsgericht vorgenommene Haftungsverteilung hat zwar - wie dargelegt - zu einer aus Rechtsgründen nicht haltbaren zu hohen Belastung der Klägerin geführt, hingegen vermag die Anschlußrevision keine durchgreifenden Rechtsfehler aufzuzeigen, die dem Berufungsgericht bei den einzelnen Bewertungskriterien der Verursachungsbeiträge der Beteiligten zu Lasten des Beklagten zu 1) unterlaufen sein und im Rahmen der beschränkten revisionsrechtlichen Überprüfung der tatrichterlichen Abwägungsüberlegungen (vgl. dazu Senatsurteile vom 12. Juli 1988 - VI ZR 283/87 - VersR 1988, 1238, 1239, vom 12. Januar 1993 - VI ZR 75/92 - VersR 1993, 442 und vom 13. Dezember 1994 - VI ZR 283/93 - VersR 1995, 427, 428) dazu führen könnten, die Bewertung des Haftungsanteils der Beklagten mit jedenfalls 40 % zu beanstanden.
Allerdings setzt eine Haftungseinheit wiederum voraus, dass diese unter Gesamtschuldnern besteht (…vgl. Looschelders, a.a.O., § 426 Rdnr. 102), weil das Prinzip der sogenannten Haftungseinheit die allgemeinen Zurechnungsprinzipien nicht erweitert (vgl. BGH, Urteil vom 13.12.1994 - VI ZR 283/93, NJW 1995, 1150, 1151).
16 Die Beklagten zu 1) und 2 ) - und mit ihnen die Beklagte zu 3) nach § 3 PflVG - bilden gegenüber der Klägerin eine Haftungseinheit (vgl. Senatsurteile vom 5. Oktober 1982 - VI ZR 72/80 - VersR 1983, 131, 132 und vom 13. Dezember 1994 - VI ZR 283/93 - VersR 1995, 427, 428).
BGH, 09.07.1996 - VI ZR 299/95
Tragweite des Rechtsfahrgebots
Eine solche Abwägung ist nach ständiger Rechtsprechung primär Sache des Tatrichters; dem Revisionsgericht ist eine Überprüfung nur dahingehend möglich, ob der Tatrichter alle in Betracht kommenden Umstände vollständig und richtig berücksichtigt und nicht gegen Denkgesetze und Erfahrungssätze verstoßen hat (vgl. Senatsurteil vom 13. Dezember 1994 - VI ZR 283/93 - VersR 1995, 427, 428 m.w.N.).
Dies ist dann der Fall, wenn die Verhaltensweisen mehrerer Schädiger zu einem einheitlichen unfallursächlichen Umstand geführt haben (Haftungseinheit, vgl. BGH VersR 1989, 730, VersR 1995, 427 und VersR 1996, 856).
OLG Hamm, 11.02.2011 - 19 U 117/09
Erfüllungsort bei der Lieferung von Heizöl; Haftung des Empfängers für technische …
Bei der Bemessung der Verschuldensanteile nach § 254 Abs. 1 BGB ist die von der Anlage ausgehende Betriebsgefahr in die Abwägung einzustellen, da diese durch technische Mängel der Anlage erhöht war (vgl. BGH NJW 1995, 1150 Tz.25; OLG Düsseldorf VersR 1992, 1478, 1479; Geigel-Münkel, Haftpflichtprozess, 25.A., S.794).
In der Gewichtung der Verursachungsbeiträge unterscheidet sich dieser Fall ganz wesentlich von der durch die Streithelferin zitierten Entscheidung des BGH (NJW 1995, 1150 ff).
BGH, 09.12.1997 - VI ZR 229/96
Mitverschulden des Vermieters bei einem Unfall bei der Anlieferung von Heizöl
Er hat mit Nachdruck darauf hingewiesen, daß der Ölanlieferer als Fachmann alle zumutbaren Vorsichtsmaßnahmen ergreifen muß, um Schäden durch Auslaufen von Kraftstoffen zu vermeiden, die durch unsachgemäßes Einfüllen oder aus Mängeln der Tankanlage entstehen können (vgl. Senatsurteil vom 13. Dezember 1994 - VI ZR 283/93 - VersR 1995, 427 m.w.N.).
OLG Zweibrücken, 23.03.1999 - 5 U 4/95
Haftung des Werkunternehmers wegen Aufklärungspflichtverletzung bei …
OLG Hamm, 23.04.2013 - 9 U 234/12
Haftung des Fahrzeughalters wegen Schäden eines Schützenfestbesuches durch …
OLG Hamm, 15.03.2013 - 9 U 234/12
VG Saarlouis, 24.11.2010 - 5 K 693/09
Zulässigkeit einer Mindestabfallgebühr
LG Arnsberg, 04.12.2018 - 4 O 31/18
Einstandspflicht des Haftpflichtversicherers wegen Herbeiführens des Schadens …
LG Köln, 06.03.2018 - 4 O 307/15
Zahlungsanspruch eines Geschädigten auf Schadensersatz und Schmerzensgeld …
OLG Bremen, 29.06.2004 - 3 U 80/03
Haftung des Dachdeckers für Brandstiftung Dritter

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 § 426
 § 3
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 § 254
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