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Timestamp: 2018-11-13 17:55:58+00:00

Document:
Landesrecht BW AZRG | Bundesnorm | Gesamtausgabe | Gesetz über das Ausländerzentralregister | gültig ab: 05.02.2016
Ausfertigungsdatum: 02.09.1994
Fundstelle: BGBl I 1994, 2265
FNA: FNA 26-8, GESTA B93
Gesamtausgabe in der Gültigkeit vom 01.01.2018 bis 30.09.2019
Stand: Zuletzt geändert durch Art. 4 G v. 17.7.2017 I 2615
(+++ Textnachweis ab: 9.9.1994 +++)
§ 43 Aufhebung BVwAG § 6 1.10.1994
§ 43 Aufhebung HumHiG § 2 Abs 2 1.10.1994
§ 44 S 1 Inkraftsetzung AZRG außer § 40, § 41 1.10.1994
§ 44 S 2 Inkraftsetzung AZRG § 40
AZRG § 41 9.9.1994
Gesetz über das Ausländerzentralregister 02.09.1994
Eingangsformel 02.09.1994
Inhaltsübersicht 23.06.2017
Kapitel 1 Registerbehörde und Zweck des Registers 02.09.1994
§ 1 Registerbehörde, Bestandteile des Registers, Zweck des Registers 02.02.2016
Kapitel 2 Allgemeiner Datenbestand des Registers 02.09.1994
Abschnitt 1 Anlaß der Speicherung, Inhalt 02.09.1994
§ 2 Anlaß der Speicherung 02.02.2016
§ 3 Allgemeiner Inhalt 17.07.2017
§ 4 Übermittlungssperren 29.03.2017
§ 5 Suchvermerke 20.12.2012
Abschnitt 2 Datenübermittlung an die Registerbehörde, Verantwortlichkeiten, Aufzeichnungspflicht 02.09.1994
§ 6 Übermittelnde Stellen, Inhalt der Datenübermittlung 02.02.2016
§ 7 Übermittlung und Veränderung von Daten im Wege der Direkteingabe 02.09.1994
§ 8 Verantwortung für den Registerinhalt, Datenpflege 02.02.2016
§ 9 Aufzeichnungspflicht bei Speicherung 02.09.1994
Abschnitt 3 Datenübermittlung durch die Registerbehörde, Dritte, an die Daten übermittelt werden 30.07.2004
Unterabschnitt 1 Datenübermittlung an öffentliche Stellen 02.09.1994
§ 10 Allgemeine Vorschriften für die Datenübermittlung 02.02.2016
§ 11 Zweckbestimmung, Weiterübermittlung von Daten 23.12.2016
§ 12 Gruppenauskunft 02.02.2016
§ 13 Aufzeichnungspflicht bei Datenübermittlung 02.09.1994
§ 14 Datenübermittlung an alle öffentlichen Stellen 20.12.2012
§ 15 Datenübermittlung an Ausländerbehörden, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, Polizeibehörden, Staatsanwaltschaften, Luftsicherheitsbehörden, atomrechtliche Genehmigungs- und Aufsichtsbehörden, oberste Bundes- und Landesbehörden sowie das Bundesamt für Justiz 02.02.2016
§ 16 Datenübermittlung an Gerichte 02.02.2016
§ 17 Datenübermittlung an das Zollkriminalamt 20.12.2012
§ 17a Datenübermittlung an die Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen 23.06.2017
§ 18 Datenübermittlung an die Bundesagentur für Arbeit und die Behörden der Zollverwaltung 20.12.2012
§ 18a Datenübermittlung an die Träger der Sozialhilfe und die für die Durchführung des Asylbewerberleistungsgesetzes zuständigen Stellen 17.07.2017
§ 18b Datenübermittlung an die Bundesagentur für Arbeit und die für die Durchführung der Grundsicherung für Arbeitsuchende zuständigen Stellen 31.07.2016
§ 18c Datenübermittlung an die für den öffentlichen Gesundheitsdienst zuständigen Behörden 17.07.2017
§ 18d Datenübermittlung an die Jugendämter 17.07.2017
§ 18e Datenübermittlung an die Meldebehörden 02.02.2016
§ 18f Datenübermittlung an die Familienkasse Direktion der Bundesagentur für Arbeit 22.12.2016
§ 19 Datenübermittlung an die Staatsangehörigkeits- und Vertriebenenbehörden 22.11.2011
§ 20 Datenübermittlung an die Verfassungsschutzbehörden, den Militärischen Abschirmdienst und den Bundesnachrichtendienst 20.12.2012
§ 21 Datenübermittlung an das Auswärtige Amt, die deutschen Auslandsvertretungen und andere öffentliche Stellen im Visaverfahren 19.08.2007
§ 21a Datenübermittlung an das Bundesverwaltungsamt im Rahmen des Registrier- und Asylverfahrens 02.02.2016
§ 22 Abruf im automatisierten Verfahren 23.06.2017
§ 23 Statistische Aufbereitung der Daten 02.02.2016
§ 24 Planungsdaten 02.02.2016
§ 24a Verarbeiten und Nutzen personenbezogener Daten für wissenschaftliche Zwecke 02.02.2016
Unterabschnitt 2 Datenübermittlung an nichtöffentliche Stellen, Behörden anderer Staaten und über- oder zwischenstaatliche Stellen 30.07.2004
§ 25 Datenübermittlung an nichtöffentliche Stellen, die humanitäre oder soziale Aufgaben wahrnehmen 20.12.2012
§ 26 Datenübermittlung an Behörden anderer Staaten und an über- oder zwischenstaatliche Stellen 20.12.2012
§ 27 Datenübermittlung an sonstige nichtöffentliche Stellen 29.03.2017
Kapitel 3 Visadatei 02.09.1994
§ 28 Anlaß der Speicherung 02.09.1994
§ 29 Inhalt 29.08.2013
§ 30 Übermittelnde Stellen 19.08.2007
§ 31 Allgemeine Vorschriften für die Datenübermittlung 19.08.2007
§ 32 Dritte, an die Daten übermittelt werden 23.06.2017
§ 33 Abruf im automatisierten Verfahren 02.09.1994
Kapitel 4 Rechte des Betroffenen 02.09.1994
§ 34 Auskunft an den Betroffenen 29.03.2017
§ 34a Datenschutzrechtliche Kontrolle 02.02.2016
Kapitel 5 Berichtigung, Löschung und Sperrung von Daten 02.09.1994
§ 35 Berichtigung 02.09.1994
§ 36 Löschung 02.09.1994
§ 37 Sperrung 30.07.2004
§ 38 Unterrichtung beteiligter Stellen 02.09.1994
Kapitel 6 Weitere Behörden 02.09.1994
§ 39 Aufsichtsbehörden 02.09.1994
Kapitel 7 Schlußvorschriften 02.09.1994
§ 40 Rechtsverordnungen 18.07.2016
§ 41 Verwaltungsvorschriften 02.09.1994
§ 42 Strafvorschriften 02.09.1994
§ 43 Aufhebung von Rechtsvorschriften 02.09.1994
§ 44 Bestimmungen zum Verwaltungsverfahren 19.08.2007
Inhaltsübersicht: IdF d. Art. 13 Nr. 1 G v. 9.1.2002 I 361 mWv 1.1.2002, d. Art. 35 Nr. 1 G v. 23.12.2003 I 2848 mWv 1.1.2004, d. Art. 4 Nr. 1 G v. 30.7.2004 I 1950 mWv 1.1.2005, d. Art. 4 Nr. 1 G v. 11.1.2005 I 78 mWv 15.1.2005, d. Art. 24 Nr. 1 G v. 21.6.2005 I 1818 mWv 1.7.2005, d. Art. 4 Nr. 1 Buchst. a u. b G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007, d. Art. 2 Nr. 1 G v. 17.3.2009 I 556 mWv 1.1.2010, d. Art. 1 Nr. 1 iVm Art. 1 Nr. 20 u. Art. 3 Abs. 2 G v. 20.12.2012 I 2745 mWv 28.12.2012, d. Art. 2 Nr. 1 G v. 8.7.2014 I 890 mWv 16.7.2014, d. Art. 2 Nr. 1 nach Maßgabe d. Art. 13 G v. 2.2.2016 I 130 mWv 5.2.2016, d. Art. 3 Nr. 1 nach Maßgabe d. Art. 13 G v. 2.2.2016 I 130 mWv 1.11.2016, d. Art. 3 Nr. 1 G v. 22.12.2016 I 3155 mWv 1.1.2018 u. d. Art. 3 Nr. 1 G v. 23.6.2017 I 1822 mWv 26.6.2017
Kapitel 1 Registerbehörde und Zweck des Registers
(1) Das Ausländerzentralregister wird vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge geführt (Registerbehörde). Das Bundesverwaltungsamt verarbeitet und nutzt die Daten im Auftrag und nach Weisung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, soweit das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge die Daten nicht selbst verarbeitet und nutzt. Das Ausländerzentralregister besteht aus einem allgemeinen Datenbestand und einer gesondert geführten Visadatei.
(2) Die Registerbehörde unterstützt durch die Speicherung und die Übermittlung der im Register gespeicherten Daten von Ausländern die mit der Durchführung ausländer- oder asylrechtlicher Vorschriften betrauten Behörden und andere öffentliche Stellen. Bei Unionsbürgern, bei denen eine Feststellung des Nichtbestehens oder des Verlusts des Freizügigkeitsrechts nicht vorliegt, unterstützt die Registerbehörde nur die mit der Durchführung ausländer- oder asylrechtlicher Vorschriften betrauten Behörden.
(3) Das Bundeskriminalamt leistet Amtshilfe bei der Verarbeitung der nach § 16 Absatz 1 Satz 1 des Asylgesetzes und § 49 des Aufenthaltsgesetzes erhobenen Daten. Sie werden dort getrennt von anderen erkennungsdienstlichen Daten gespeichert.
§ 1 Abs. 1: IdF d. Art. 4 Nr. 2 G v. 30.7.2004 I 1950 mWv 1.1.2005
§ 1 Abs. 1 Satz 2: IdF d. Art. 2 Nr. 2 Buchst. a nach Maßgabe d. Art. 13 G v. 2.2.2016 I 130 mWv 5.2.2016
§ 1 Abs. 2 Satz 2: Eingef. durch Art. 1 Nr. 2 G v. 20.12.2012 I 2745 mWv 1.9.2013
§ 1 Abs. 3: Eingef. durch Art. 2 Nr. 2 Buchst. b nach Maßgabe d. Art. 13 G v. 2.2.2016 I 130 mWv 5.2.2016
Kapitel 2 Allgemeiner Datenbestand des Registers
Abschnitt 1 Anlaß der Speicherung, Inhalt
(1a) Die Speicherung von Daten eines Ausländers ist zulässig, wenn ein Ausländer
ein Asylgesuch geäußert hat,
unerlaubt eingereist ist oder
sich unerlaubt im Geltungsbereich dieses Gesetzes aufhält.
die einen Asylantrag gestellt haben oder über deren Übernahme nach den Rechtsvorschriften der Europäischen Gemeinschaft oder eines völkerrechtlichen Vertrages zur Durchführung eines Asylverfahrens entschieden ist,
für oder gegen die aufenthaltsrechtliche Entscheidungen getroffen worden sind oder die Antrag auf einen Aufenthaltstitel oder paßrechtliche Maßnahme gestellt haben, ausgenommen Entscheidungen und Anträge im Visaverfahren,
gegen deren Einreise Bedenken bestehen, weil die Erteilungsvoraussetzungen nach § 5 Abs. 1 des Aufenthaltsgesetzes nicht vorliegen oder öffentlich-rechtliche Geldforderungen aus früheren Aufenthalten oder wegen aufenthaltsbeendender Maßnahmen bestehen und denen die Einreise und der Aufenthalt nicht erlaubt werden sollen, es sei denn, es besteht ein Recht zum Aufenthalt im Geltungsbereich dieses Gesetzes,
bei denen tatsächliche Anhaltspunkte für den Verdacht bestehen, daß sie im Geltungsbereich dieses Gesetzes Straftaten nach § 95 Abs. 1 Nr. 8 des Aufenthaltsgesetzes, nach § 30 Abs. 1 oder § 30a Abs. 1 des Betäubungsmittelgesetzes oder nach § 129 oder § 129a, jeweils auch in Verbindung mit § 129b Abs. 1, des Strafgesetzbuches oder mit terroristischer Zielsetzung andere Straftaten, insbesondere Straftaten der in § 129a des Strafgesetzbuches bezeichneten Art, planen, begehen oder begangen haben, oder die durch Straftaten mit terroristischer Zielsetzung gefährdet sind,
bei denen tatsächliche Anhaltspunkte für den Verdacht bestehen, dass sie eine Straftat nach § 89a oder § 89b des Strafgesetzbuchs begehen oder begangen haben,
deren Antrag auf Feststellung der deutschen Staatsangehörigkeit oder der Eigenschaft als Deutscher im Sinne des Artikels 116 Abs. 1 des Grundgesetzes abgelehnt worden ist,
bei denen die Feststellung der Aussiedlereigenschaft im Sinne des § 1 Abs. 2 Nr. 3 des Bundesvertriebenengesetzes oder der Spätaussiedlereigenschaft im Sinne des § 4 des Bundesvertriebenengesetzes abgelehnt oder zurückgenommen worden ist,
die wegen einer Straftat nach § 95 Abs. 1 Nr. 3 oder Abs. 2 Nr. 1 des Aufenthaltsgesetzes verurteilt worden sind,
die entsprechend § 54 Nr. 6 des Aufenthaltsgesetzes sicherheitsrechtlich befragt wurden,
die ohne den erforderlichen Pass oder Passersatz oder den erforderlichen Aufenthaltstitel in das Bundesgebiet befördert und bei der Einreise nicht zurückgewiesen werden, weil sie sich auf politische Verfolgung, Verfolgung im Sinne des § 3 Absatz 1 des Asylgesetzes, die Gefahr eines ernsthaften Schadens im Sinne des § 4 Absatz 1 des Asylgesetzes oder die in § 60 Abs. 2, 3 oder Abs. 5 des Aufenthaltsgesetzes bezeichneten Umstände berufen,
die nach Artikel 1 Abs. 2 der Verordnung (EG) Nr. 539/2001 des Rates vom 15. März 2001 zur Aufstellung der Liste der Drittländer, deren Staatsangehörige beim Überschreiten der Außengrenzen im Besitz eines Visums sein müssen, sowie der Liste der Drittländer, deren Staatsangehörige von dieser Visumpflicht befreit sind (ABl. EG Nr. L 81 S. 1), die zuletzt durch die Verordnung (EG) Nr. 851/2005 des Rates vom 2. Juni 2005 (ABl. EU Nr. L 141 S. 3) geändert worden ist, von der Visumpflicht befreit sind und denen auf Grund des Vorliegens einer Verpflichtungserklärung nach § 66 Abs. 2 des Aufenthaltsgesetzes die Einreise gestattet wird.
die ein Asylgesuch oder einen Asylantrag gestellt haben,
§ 2 Abs. 1a: Eingef. durch Art. 2 Nr. 3 Buchst. a nach Maßgabe d. Art. 13 G v. 2.2.2016 I 130 mWv 5.2.2016
§ 2 Abs. 2 Eingangssatz: IdF d. Art. 4 Nr. 2 Buchst. a G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007
§ 2 Abs. 2 Nr. 1: IdF d. Art. 4 Nr. 2 Buchst. b G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007
§ 2 Abs. 2 Nr. 2: IdF d. Art. 4 Nr. 3 Buchst. a G v. 30.7.2004 I 1950 mWv 1.1.2005
§ 2 Abs. 2 Nr. 3: IdF d. Art. 4 Nr. 3 Buchst. b G v. 30.7.2004 I 1950 mWv 1.1.2005 u. d. Art. 4 Nr. 2 Buchst. c G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007
§ 2 Abs. 2 Nr. 4: IdF d. Art. 4 Nr. 2 Buchst. d G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007
§ 2 Abs. 2 Nr. 7: IdF d. Art. 13 Nr. 2 Buchst. a G v. 9.1.2002 I 361 mWv 1.1.2002, d. Art. 5 Abs. 4 G v. 22.8.2002 I 3390 mWv 30.8.2002 u. d. Art. 4 Nr. 3 Buchst. d G v. 30.7.2004 I 1950 mWv 1.1.2005
§ 2 Abs. 2 Nr. 7a: Eingef. durch Art. 4 Abs. 3 Nr. 1 G v. 30.7.2009 I 2437 mWv 4.8.2009
§ 2 Abs. 2 Nr. 10: IdF d. Art. 13 Nr. 2 Buchst. b G v. 9.1.2002 I 361 mWv 1.1.2002
§ 2 Abs. 2 Nr. 11: Eingef. durch d. Art. 13 Nr. 2 Buchst. b G v. 9.1.2002 I 361 mWv 1.1.2002; idF d. Art. 4 Nr. 3 Buchst. e G v. 30.7.2004 I 1950 mWv 1.1.2005
§ 2 Abs. 2 Nr. 12: Eingef. durch Art. 4 Nr. 3 Buchst. f G v. 30.7.2004 I 1950 mWv 1.1.2005; idF d. Art. 4 Nr. 2 Buchst. e G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007
§ 2 Abs. 2 Nr. 13: Eingef. durch Art. 4 Nr. 2 Buchst. f G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007; idF d. Art. 3 G v. 28.8.2013 I 3474 mWv 1.12.2013 u. d. Art. 14 Nr. 3 G v. 20.10.2015 I 1722 mWv 24.10.2015
§ 2 Abs. 2 Nr. 14: Eingef. durch Art. 4 Nr. 2 Buchst. f G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007
§ 2 Abs. 3: Eingef. durch Art. Art. 1 Nr. 3 G v. 20.12.2012 I 2745 mWv 1.9.2013
§ 2 Abs. 3 Nr. 2: IdF d. Art. 2 Nr. 3 Buchst. b nach Maßgabe d. Art. 13 G v. 2.2.2016 I 130 mWv 5.2.2016
die Anlässe nach § 2 Absatz 1 bis 2,
abweichende Namensschreibweisen, andere Namen, frühere Namen, Aliaspersonalien, Familienstand, Angaben zum Ausweispapier, letzter Wohnort im Herkunftsland, freiwillig gemachte Angaben zur Religionszugehörigkeit und Staatsangehörigkeiten des Ehegatten oder des Lebenspartners (weitere Personalien),
Angaben zum Zuzug oder Fortzug, zum aufenthaltsrechtlichen Status, zu Entscheidungen der Bundesagentur für Arbeit über die Zustimmung zur Beschäftigung oder über die in einem anderen Staat erfolgte Anerkennung als Flüchtling nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. Juli 1951 (BGBl. 1953 II S. 559) sowie das Sterbedatum,
Entscheidungen zu den in § 2 Absatz 1a und 2 Nummer 1 bis 3, 9 und 10 bezeichneten Anlässen, Angaben zu den Anlässen nach § 2 Absatz 2 Nummer 4 bis 8, 11, 13 und 14 sowie Hinweise auf die Durchführung einer Befragung nach § 2 Absatz 2 Nummer 12,
Hinweise auf vorhandene Begründungstexte nach § 6 Absatz 5.
(2) Bei Ausländern nach § 2 Absatz 1a und 2 Nummer 1 werden zusätzlich gespeichert:
Fingerabdruckdaten und die dazugehörigen Referenznummern,
die Seriennummer ihrer Bescheinigung über die Meldung als Asylsuchende gemäß § 63a des Asylgesetzes (AKN-Nummer) sowie das Ausstellungsdatum und die Gültigkeitsdauer,
der Staat, aus dem die Einreise unmittelbar in das Bundesgebiet erfolgt ist,
die Angaben über die Verteilung nach § 15a des Aufenthaltsgesetzes,
das zuständige Bundesland, die zuständige Aufnahmeeinrichtung und Ausländerbehörde, bei minderjährigen Kindern und Jugendlichen, deren unbegleitete Einreise nach Deutschland festgestellt wird, das Jugendamt der vorläufigen Inobhutnahme und das endgültig zuständige Jugendamt,
die Durchführung der Gesundheitsuntersuchung nach § 62 Absatz 1 des Asylgesetzes und die Untersuchung auf Vorliegen einer ansteckungsfähigen Lungentuberkulose nach § 36 Absatz 4 oder 5 des Infektionsschutzgesetzes, jeweils mit Ort und Datum,
die Feststellung, dass keine medizinischen Bedenken gegen die Aufnahme in eine Einrichtung der gemeinschaftlichen Unterbringung bestehen,
die Durchführung von Impfungen mit Art, Ort und Datum der jeweiligen Impfung.
(3) Bei Ausländern nach § 2 Absatz 1a Nummer 1 und Absatz 2 Nummer 1 werden darüber hinaus als Daten zur Durchführung von Integrationsmaßnahmen und zum Zwecke der Arbeits- und Ausbildungsvermittlung zusätzlich gespeichert:
Teilnahme an einem Integrationskurs nach § 43 des Aufenthaltsgesetzes und einer Maßnahme der berufsbezogenen Deutschsprachförderung nach § 45a des Aufenthaltsgesetzes.
(4) Bei Unionsbürgern werden nur folgende Daten gespeichert:
AZR-Nummer,
abweichende Namensschreibweisen, andere Namen, frühere Namen, Aliaspersonalien, Familienstand, Angaben zum Ausweispapier, letzter Wohnort im Herkunftsland, freiwillig gemachte Angaben zur Religionszugehörigkeit und zu Staatsangehörigkeiten des Ehegatten oder des Lebenspartners (weitere Personalien),
§ 3: IdF d. Art. 2 Nr. 4 nach Maßgabe d. Art. 13 G v. 2.2.2016 I 130 mWv 5.2.2016
§ 3 Abs. 2 Nr. 4: IdF d. Art. 7 Nr. 1 G v. 31.7.2016 I 1939 mWv 6.8.2016
§ 3 Abs. 2 Nr. 10: IdF d. Art. 4 Nr. 1 Buchst. a G v. 17.7.2017 I 2615 mWv 25.7.2017
§ 3 Abs. 2 Nr. 10a: Eingef. durch Art. 4 Nr. 1 Buchst. b G v. 17.7.2017 I 2615 mWv 25.7.2017
(1) Auf Antrag des Betroffenen wird eine Übermittlungssperre gespeichert, wenn er glaubhaft macht, daß durch eine Datenübermittlung an nichtöffentliche Stellen, an Behörden anderer Staaten oder an zwischenstaatliche Stellen seine schutzwürdigen Interessen oder die einer anderen Person beeinträchtigt werden können. Der Antrag ist bei der Registerbehörde, der für das Asylverfahren zuständigen Organisationseinheit im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge oder den Ausländerbehörden zu stellen. Diese entscheiden über den Antrag.
(2) Eine Übermittlungssperre ist von den in Absatz 1 Satz 2 bezeichneten Stellen von Amts wegen zu speichern, wenn Tatsachen die Annahme rechtfertigen, daß durch eine Datenübermittlung an die in Absatz 1 Satz 1 bezeichneten Stellen schutzwürdige Interessen des Betroffenen oder einer anderen Person beeinträchtigt werden können. § 51 Absatz 1 und 5 des Bundesmeldegesetzes gilt entsprechend. Eine Übermittlungssperre wird auch gespeichert, wenn dem Ausländerzentralregister ein Ersuchen der Zeugenschutzdienststelle nach § 4 Absatz 2 des Gesetzes zur Harmonisierung des Schutzes gefährdeter Zeugen vom 11. Dezember 2001 (BGBl. I S. 3510), das zuletzt durch Artikel 2 Absatz 12 des Gesetzes vom 19. Februar 2007 (BGBl. I S. 122) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung zugeht, personenbezogene Daten einer zu schützenden Person zu sperren. Teilt die Zeugenschutzdienststelle dem Ausländerzentralregister mit, dass die Übermittlungssperre nicht mehr erforderlich ist, ist die Übermittlungssperre zu löschen. Soweit ein überwiegendes öffentliches Interesse besteht, ist auch eine gegenüber öffentlichen Stellen wirkende Übermittlungssperre zu speichern.
(3) Eine Übermittlung von Daten an die in Absatz 1 Satz 1 bezeichneten Stellen unterbleibt im Fall einer Übermittlungssperre, soweit nicht ein überwiegendes öffentliches Interesse an der Übermittlung besteht. Der Betroffene erhält vor einer Übermittlung seiner Daten Gelegenheit zur Stellungnahme, es sei denn, seine Anhörung liefe dem Zweck der Datenübermittlung zuwider.
(4) Werden die Daten ohne Anhörung des Betroffenen oder gegen seinen Willen übermittelt, sind die wesentlichen Gründe für die Entscheidung schriftlich oder elektronisch niederzulegen. Diese Aufzeichnungen müssen den Zweck der Datenübermittlung und den Dritten, an den Daten übermittelt worden sind, eindeutig erkennen lassen. Sie dienen der datenschutzrechtlichen Kontrolle. Die Registerbehörde hat sie gesondert aufzubewahren, durch geeignete Maßnahmen gegen unberechtigten Zugriff zu sichern und nach Fristablauf zu löschen, sofern sie nicht für ein bereits eingeleitetes Kontrollverfahren benötigt werden.
§ 4 Abs. 1 Satz 2: IdF d. Art. 4 Nr. 5 Buchst. a G v. 30.7.2004 I 1950 mWv 1.1.2005
§ 4 Abs. 2 Satz 2 bis 4: Früher Satz 2 gem. u. idF d. Art. 2 Abs. 6 G v. 3.5.2013 I 1084 iVm Art. 4 idF d. Art. 1 Nr. 3 G v. 20.11.2014 I 1738 mWv 1.11.2015
§ 4 Abs. 2 Satz 5: Früher Satz 3 gem. Art. 2 Abs. 6 G v. 3.5.2013 I 1084 iVm Art. 4 idF d. Art. 1 Nr. 3 G v. 20.11.2014 I 1738 mWv 1.11.2015
§ 4 Abs. 4 Satz 1: IdF d. Art. 82 G v. 29.3.2017 I 626 mWv 5.4.2017
§ 4 Abs. 4 Satz 2: IdF d. Art. 4 Nr. 5 Buchst. b G v. 30.7.2004 I 1950 mWv 1.1.2005
(1) Auf Ersuchen einer öffentlichen Stelle wird zur Erfüllung ihrer Aufgaben ein Suchvermerk zur Feststellung des Aufenthalts eines Ausländers im Register gespeichert, wenn sich der Betroffene zum Zeitpunkt der Anfrage nicht im Geltungsbereich dieses Gesetzes aufhält oder sein Aufenthaltsort unbekannt ist.
(1a) Für Unionsbürger, bei denen eine Feststellung des Nichtbestehens oder des Verlusts des Freizügigkeitsrechts nicht vorliegt, ist ein Suchvermerk nur durch die mit ausländer- oder asylrechtlichen Aufgaben betrauten Behörden und nur zur Durchführung solcher Aufgaben zulässig.
(2) Zur Feststellung anderer Sachverhalte wird auf Ersuchen der in § 20 Abs. 1 bezeichneten Stellen oder des Bundeskriminalamtes ein Suchvermerk gespeichert, wenn dies zur Erfüllung ihrer Aufgaben erforderlich ist und die Daten nicht aus allgemein zugänglichen Quellen, nur mit übermäßigem Aufwand oder nur durch eine den Betroffenen stärker belastende Maßnahme erhoben werden können.
(3) Die Registerbehörde übermittelt für den Fall, daß ihr eine Mitteilung oder Anfrage zu der gesuchten Person zugeht, an die ersuchende Stelle
bei einem Suchvermerk nach den Absätzen 1 und 1a die Bezeichnung und Anschrift der mitteilenden Stelle, deren Geschäftszeichen, das Datum der Mitteilung und die Grunddaten nach § 14 Abs. 1,
bei einem Suchvermerk nach Absatz 2 die Bezeichnung und Anschrift der mitteilenden oder anfragenden Stelle, deren Geschäftszeichen, das Datum der Mitteilung oder der Anfrage und die mitgeteilten Daten.
(4) Die ersuchende Stelle hat Aufzeichnungen über das Ersuchen, den Zweck des Ersuchens und das Vorliegen der in den Absätzen 1 und 2 bezeichneten Voraussetzungen zu fertigen. Die Aufzeichnungen dienen nur der datenschutzrechtlichen Kontrolle. Sie sind gesondert aufzubewahren und durch geeignete Maßnahmen gegen unberechtigten Zugriff zu sichern. Sie sind am Ende des Kalenderjahres der Erledigung des Suchvermerks zu löschen, sofern sie nicht für ein bereits eingeleitetes Kontrollverfahren benötigt werden.
(5) Suchvermerke und die hierzu übermittelten Daten werden längstens zwei Jahre gespeichert, sofern sich die Suchvermerke nicht vorher erledigen. Auf Antrag sind sie für andere als die ersuchende Stelle gesperrt.
§ 5 Abs. 1a: Eingef. durch Art. 1 Nr. 5 Buchst. a G v. 20.12.2012 I 2745 mWv 1.9.2013
§ 5 Abs. 2: IdF d. Art. 4 Nr. 4 Buchst. a G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007
§ 5 Abs. 3 Nr. 1: IdF d. Art. 4 Nr. 4 Buchst. b DBuchst. aa G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007 u. d. Art. 1 Nr. 5 Buchst. b G v. 20.12.2012 I 2745 mWv 1.9.2013
§ 5 Abs. 3 Nr. 2: IdF d. Art. 4 Nr. 4 Buchst. b DBuchst. bb G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007
Abschnitt 2 Datenübermittlung an die Registerbehörde, Verantwortlichkeiten, Aufzeichnungspflicht
(1) Folgende Stellen sind in den jeweils genannten Fällen zur unverzüglichen Übermittlung von Daten an die Registerbehörde verpflichtet:
die Ausländerbehörden und die mit der Durchführung ausländerrechtlicher Vorschriften betrauten öffentlichen Stellen in den Fällen des § 2 Absatz 1 bis 2 Nummer 2 bis 4, 6, 11 und 12 sowie Absatz 3 Nummer 1, 3, 4 und 6,
die für die Aufnahmeeinrichtungen zuständigen Behörden (Aufnahmeeinrichtungen) in den Fällen des § 2 Absatz 1a und 2 Nummer 1,
die für die Unterbringung in Gemeinschaftsunterkünften und die für den öffentlichen Gesundheitsdienst zuständigen Behörden in den Fällen des § 2 Absatz 1a und 2 Nummer 1,
die mit grenzpolizeilichen Aufgaben betrauten Behörden und die in der Rechtsverordnung nach § 58 Absatz 1 des Bundespolizeigesetzes bestimmte Bundespolizeibehörde in den Fällen des § 2 Absatz 1a und 2 Nummer 3 bis 6, 13 und 14 und, soweit es der Stand des Verfahrens zulässt, in den Fällen des § 2 Absatz 2 Nummer 7 und 7a sowie Absatz 3 Nummer 3 und 5 bis 7,
das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in den Fällen des § 2 Absatz 1a und 2 Nummer 1, 3 und 6 sowie Absatz 3 Nummer 2, 3 und 6,
das Bundeskriminalamt, die Landeskriminalämter, das Zollkriminalamt und sonstige Polizeivollzugsbehörden der Länder, in den Fällen des § 2 Absatz 1a Nummer 2 und 3 sowie Absatz 2 Nummer 6 und, soweit es der Stand des Verfahrens zulässt, die ermittlungsführenden Polizeibehörden in den Fällen des § 2 Absatz 2 Nummer 7 und 7a sowie Absatz 3 Nummer 6 und 7,
die Polizeivollzugsbehörden der Länder in den Fällen des § 2 Absatz 1a Nummer 1,
die Staatsanwaltschaften und die Gerichte im Fall des § 2 Absatz 2 Nummer 6 und Absatz 3 Nummer 6 sowie die Staatsanwaltschaften bei den Oberlandesgerichten im Fall des § 2 Absatz 2 Nummer 8,
die Staatsangehörigkeitsbehörden im Fall des § 2 Absatz 2 Nummer 9,
die in den Angelegenheiten der Vertriebenen, Aussiedler und Spätaussiedler zuständigen Stellen im Fall des § 2 Absatz 2 Nummer 10,
die Bundesagentur für Arbeit und die für die Durchführung der Grundsicherung für Arbeitsuchende zuständigen Stellen in den Fällen des § 2 Absatz 1a Nummer 1 und Absatz 2 Nummer 1,
die Meldebehörden in den Fällen des § 2 Absatz 1a und 2 Nummer 1.
(2) Die Stellen nach Absatz 1 Nummer 1, 1a und 2 bis 7 übermitteln die Daten nach § 3 Absatz 1 Nummer 1, 3 bis 5a und 7 sowie Absatz 4 Nummer 1, 3 bis 5 und 7. Von der Übermittlung der Daten einer gefährdeten Person im Fall des § 2 Abs. 2 Nr. 7 kann im Einzelfall abgesehen werden, wenn die Speicherung ihren schutzwürdigen Interessen entgegensteht. Außerdem übermitteln
die in Absatz 1 Nummer 1 bezeichneten Stellen die Angaben nach § 3 Absatz 1 Nummer 6, Absatz 2 Nummer 1 bis 9, Absatz 3 und 4 Nummer 6 sowie die Daten nach § 4 Absatz 1 und 2,
die in Absatz 1 Nummer 1a bezeichneten Stellen die Daten nach § 3 Absatz 2 Nummer 1 bis 11, Absatz 3 Nummer 1 und 2,
die in Absatz 1 Nummer 1b bezeichneten Stellen die Daten nach § 3 Absatz 2 Nummer 10 und 11,
die in Absatz 1 Nummer 2 und 4a bezeichneten Stellen die Daten nach § 3 Absatz 2 Nummer 1, 2 und 4 bis 9,
die in Absatz 1 Nummer 3 bezeichnete Stelle die Daten nach § 3 Absatz 1 Nummer 6, Absatz 2 Nummer 1 bis 9, Absatz 3 sowie § 4 Absatz 1 und 2,
die in Absatz 1 Nummer 8 bezeichneten Stellen die Daten nach § 3 Absatz 3,
die in Absatz 1 Nummer 9 bezeichneten Stellen die Daten nach § 3 Absatz 1 Nummer 4, Absatz 2 Nummer 3 und 6.
(3) Die Verfassungsschutzbehörden des Bundes und der Länder sowie die Staatsanwaltschaften dürfen, soweit andere Vorschriften nicht entgegenstehen, in den Fällen des § 2 Abs. 2 Nr. 7 und 7a sowie Absatz 3 Nummer 7 Daten an die Registerbehörde übermitteln. Absatz 2 Satz 2 ist zu beachten.
(4) Für die Einstellung eines Suchvermerks nach § 5 dürfen die ersuchenden öffentlichen Stellen die Daten nach § 3 Absatz 1 Nummer 1 und 2, Absatz 2 Nummer 1, 2, 6 bis 8 und Absatz 4 Nummer 1 und 2 und die Grundpersonalien, die weiteren Personalien und, außer bei Unionsbürgern, ein Lichtbild an die Registerbehörde übermitteln. Kann die Registerbehörde für den Fall, daß im Register bereits Daten gespeichert sind, die Identität nicht eindeutig feststellen, gilt § 10 Abs. 3 entsprechend.
(5) Betrifft die Speicherung eine Ausweisung, Abschiebung, Einschränkung oder Untersagung der politischen Betätigung, den Verlust des Rechts auf Einreise und Aufenthalt nach dem Freizügigkeitsgesetz/EU oder Einreisebedenken, sind die der Speicherung zugrundeliegenden Begründungstexte der Registerbehörde zu übersenden. Die Registerbehörde hat diese Texte aufzubewahren. Sie sind zu vernichten, wenn die gespeicherten Daten gelöscht werden.
§ 6 Abs 1: IdF d. Art. 2 Nr. 5 Buchst. a nach Maßgabe d. Art. 13 G v. 2.2.2016 I 130 mWv 5.2.2016
§ 6 Abs 1 Nr. 8: IdF d. Art. 3 Nr. 2 Buchst. a DBuchst. aa nach Maßgabe d. Art. 13 G v. 2.2.2016 I 130 mWv 1.11.2016
§ 6 Abs 1 Nr. 9: Eingef. durch Art. 3 Nr. 2 Buchst. a DBuchst. bb nach Maßgabe d. Art. 13 G v. 2.2.2016 I 130 mWv 1.11.2016
§ 6 Abs. 2 Satz 1: IdF d. Art. 4 Nr. 5 Buchst. b DBuchst. aa G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007, d. Art. 1 Nr. 6 Buchst. b DBuchst. aa G v. 20.12.2012 I 2745 mWv 1.9.2013 u. d. Art. 2 Nr. 5 Buchst. b DBuchst. aa nach Maßgabe d. Art. 13 G v. 2.2.2016 I 130 mWv 5.2.2016
§ 6 Abs. 2 Satz 3: IdF d. Art. 2 Nr. 5 Buchst. b DBuchst. bb nach Maßgabe d. Art. 13 G v. 2.2.2016 I 130 mWv 5.2.2016
§ 6 Abs. 2 Satz 3 Nr. 6: IdF d. Art. 3 Nr. 2 Buchst. b DBuchst. aa nach Maßgabe d. Art. 13 G v. 2.2.2016 I 130 mWv 1.11.2016
§ 6 Abs. 2 Satz 3 Nr. 7: Eingef. durch Art. 3 Nr. 2 Buchst. b DBuchst. bb nach Maßgabe d. Art. 13 G v. 2.2.2016 I 130 mWv 1.11.2016
§ 6 Abs. 3 Satz 1: IdF d. Art. 4 Abs. 3 Nr. 2 G v. 30.7.2009 I 2437 mWv 4.8.2009 u. d. Art. 1 Nr. 6 Buchst. c G v. 20.12.2012 I 2745 mWv 1.9.2013
§ 6 Abs. 4 Satz 1: IdF d. Art. 4 Nr. 5 Buchst. c G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007, d. Art. 1 Nr. 6 Buchst. d G v. 20.12.2012 I 2745 mWv 1.9.2013 u. d. Art. 2 Nr. 5 Buchst. c nach Maßgabe d. Art. 13 G v. 2.2.2016 I 130 mWv 5.2.2016
§ 6 Abs. 5 Satz 1: IdF d. Art. 2 Nr. 2 G v. 14.3.2005 I 721 mWv 18.3.2005
Die nach § 22 Abs. 1 zum Abruf von Daten im automatisierten Verfahren zugelassenen Stellen dürfen der Registerbehörde die von ihnen zu übermittelnden Daten im Wege der Direkteingabe in das Register mit unmittelbarer Wirkung für dessen Datenbestand übermitteln. Sie sind verpflichtet, die von ihnen eingegebenen Daten, die unrichtig geworden sind oder deren Unrichtigkeit sich nachträglich herausgestellt hat, im Wege der Direkteingabe unverzüglich zu berichtigen oder zu aktualisieren. Bei einem Wechsel der Zuständigkeit gilt Satz 2 für die Stelle entsprechend, auf die die Zuständigkeit übergegangen ist, soweit sie zum automatisierten Verfahren zugelassen ist. Die Registerbehörde hat sicherzustellen, daß dabei nur die Eingabe der jeweils zur Übermittlung zugelassenen Daten technisch möglich ist und den übermittelnden Stellen nur die Daten zur Kenntnis gelangen, die für die Speicherung erforderlich sind. Die eingebende Stelle muß aus der Datei ersichtlich sein.
(2) Die Aufzeichnungen dürfen nur für Auskünfte an den Betroffenen nach § 34 und für die Unterrichtung über die Berichtigung, Löschung oder Sperrung von Daten nach § 38 verwendet werden. Darüber hinaus dürfen sie für Zwecke der Datenschutzkontrolle, der Datensicherung oder zur Sicherstellung eines ordnungsgemäßen Betriebes der Datenverarbeitungsanlage verwendet werden. Sie sind durch geeignete Maßnahmen gegen unberechtigten Zugriff zu sichern und nach Fristablauf zu löschen, wenn sie nicht für ein bereits eingeleitetes Kontrollverfahren benötigt werden.
Abschnitt 3 Datenübermittlung durch die Registerbehörde, Dritte, an die Daten übermittelt werden
Abschnitt 3 (Überschrift vor § 10): IdF d. Art. 4 Nr. 7 G v. 30.7.2004 I 1950 mWv 1.1.2005
Unterabschnitt 1 Datenübermittlung an öffentliche Stellen
(1) Die Übermittlung von Daten an eine öffentliche Stelle ist nur zulässig, wenn die Kenntnis der Daten zur Erfüllung ihrer Aufgaben erforderlich ist. Bei einem Übermittlungsersuchen ist der Zweck anzugeben, sofern es sich nicht lediglich auf die Grunddaten nach § 14 Abs. 1 bezieht. Die Registerbehörde hat die Übermittlung zu versagen, wenn Anhaltspunkte dafür bestehen, daß die in Satz 1 bezeichnete Voraussetzung nicht vorliegt.
(1a) Die Übermittlung der Daten von Unionsbürgern, für die eine Feststellung des Nichtbestehens oder des Verlusts des Freizügigkeitsrechts nicht vorliegt, ist nur an die mit ausländer- oder asylrechtlichen Aufgaben betrauten Behörden und nur zur Durchführung solcher Aufgaben zulässig. Bei einem Übermittlungsersuchen ist der Zweck anzugeben. Die Registerbehörde hat die Übermittlung zu versagen, wenn Anhaltspunkte dafür bestehen, dass es sich um die Daten von Unionsbürgern nach Satz 1 handelt und die Übermittlung nicht an eine mit ausländer- oder asylrechtlichen Aufgaben betraute Behörde oder nicht zur Durchführung solcher Aufgaben erfolgen soll.
(2) Das Ersuchen muß, soweit vorhanden, die AZR-Nummer, anderenfalls alle verfügbaren Grundpersonalien des Betroffenen enthalten. Bei Zweifeln an der Identität des Ausländers kann, außer bei Unionsbürgern, das Ersuchen auch nur mit Lichtbild oder mit den Fingerabdruckdaten gestellt werden. Bei Zweifeln an der Echtheit von Ausweispapieren oder Aufenthaltstiteln oder wenn solche Papiere abhanden gekommen sind, kann das Ersuchen auch nur mit Angaben zum Ausweispapier oder zum Aufenthaltstitel gestellt werden. Stimmen die in dem Übermittlungsersuchen bezeichneten Daten mit den gespeicherten Daten nicht überein, ist die Datenübermittlung unzulässig, es sei denn, Zweifel an der Identität bestehen nicht.
(3) Kann die Registerbehörde die Identität nicht eindeutig feststellen, übermittelt sie zur Identitätsprüfung und -feststellung an die ersuchende Stelle neben Hinweisen auf aktenführende Ausländerbehörden die AZR-Nummer, die Grundpersonalien, die weiteren Personalien ähnlicher Personen mit Ausnahme der früheren Namen, die nur auf besonderes Ersuchen übermittelt werden, und die Lichtbilder. Kann die Identität nicht allein an Hand dieser Daten festgestellt werden, dürfen den Strafverfolgungsbehörden darüber hinaus weitere Daten übermittelt werden, wenn zu erwarten ist, daß deren Kenntnis die Identitätsfeststellung ermöglicht. Die ersuchende Stelle hat alle Daten, die nicht zum Betroffenen gehören, unverzüglich zu löschen und entsprechende Aufzeichnungen zu vernichten.
(4) Die AZR-Nummer darf nur im Verkehr mit dem Register genutzt werden. Darüber hinaus steht sie nur für Datenübermittlungen zwischen dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und den Ausländerbehörden zur Verfügung.
(5) Zur Datenpflege (§ 8 Abs. 3) übermittelt die Registerbehörde die zu überprüfenden Daten an die dazu berechtigte oder verpflichtete Stelle.
(6) Die Registerbehörde übermittelt auf Ersuchen bei ihr aufbewahrte Begründungstexte (§ 6 Abs. 5), sofern die Kenntnis für die ersuchende Stelle unerläßlich ist, weitere Informationen nicht rechtzeitig von der aktenführenden Behörde zu erlangen sind und ihr die Daten, auf die sich die Begründungstexte beziehen, übermittelt werden dürfen.
§ 10 Abs. 1a: Eingef. durch Art. 1 Nr. 7 Buchst. a G v. 20.12.2012 I 2745 mWv 1.9.2013
§ 10 Abs. 2 Satz 1: IdF d. Art. 4 Nr. 8 Buchst. a G v. 30.7.2004 I 1950 mWv 1.1.2005
§ 10 Abs. 2 Satz 2: Eingef. durch Art. 4 Nr. 6 Buchst. a DBuchst. aa G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007; idF d. Art. 1 Nr. 7 Buchst. b G v. 20.12.2012 I 2745 mWv 1.9.2013 u. d. Art. 2 Nr. 7 nach Maßgabe d. Art. 13 G v. 2.2.2016 I 130 mWv 5.2.2016
§ 10 Abs. 2 Satz 3: Eingef. durch Art. 4 Nr. 6 Buchst. a DBuchst. aa G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007
§ 10 Abs. 2 Satz 4: Früher Satz 2 gem. u. idF d. Art. 4 Nr. 6 Buchst. a DBuchst. bb G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007
§ 10 Abs. 3 Satz 1: IdF d. Art. 4 Nr. 8 Buchst. b G v. 30.7.2004 I 1950 mWv 1.1.2005 u. d. Art. 4 Nr. 6 Buchst. b DBuchst. aa G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007
§ 10 Abs. 3 Satz 2: IdF d. Art. 4 Nr. 6 Buchst. b DBuchst. bb G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007 § 10 Abs. 4 Satz 2: IdF d. Art. 4 Nr. 8 Buchst. c G v. 30.7.2004 I 1950 mWv 1.1.2005
(1) Die ersuchende Stelle darf die in § 3 Absatz 1 Nummer 7 in Verbindung mit § 2 Absatz 2 Nummer 7 und 7a sowie § 3 Absatz 4 Nummer 7 in Verbindung mit § 2 Absatz 3 Nummer 7 bezeichneten Daten, die im Rahmen von Gruppenauskünften (§ 12) übermittelten Daten und Begründungstexte (§ 6 Abs. 5) nur zu dem Zweck verwenden, zu dem sie ihr übermittelt worden sind. Sonstige Daten darf sie zu einem anderen Zweck verwenden, wenn sie ihr auch zu diesem Zweck hätten übermittelt werden dürfen. Die neue Zweckbestimmung ist der Registerbehörde mitzuteilen, soweit es sich bei den übermittelten Daten nicht lediglich um die Grunddaten von Ausländern, die keine freizügigkeitsberechtigten Unionsbürger sind, handelt.
(1a) Die ersuchende Stelle darf Fingerabdruckdaten nach § 3 Absatz 2 Nummer 1 nur zu den in § 16 des Asylgesetzes und in den §§ 49 und 89 Absatz 2 des Aufenthaltsgesetzes festgelegten Zwecken verwenden.
(2) Die ersuchende Stelle darf die ihr übermittelten Daten mit Ausnahme gesperrter Daten (§ 4) an eine andere öffentliche Stelle nur weiterübermitteln, wenn die Daten dieser Stelle zur Erfüllung ihrer Aufgaben und zu diesem Zweck aus dem Register unmittelbar hätten übermittelt werden dürfen und anderenfalls eine unvertretbare Verzögerung eintreten oder die Aufgabenerfüllung erheblich erschwert würde. Für die Stelle, an die Daten weiterübermittelt worden sind, gelten Satz 1 und Absatz 1 entsprechend. Sie hat der Registerbehörde den Empfang der Daten und den Verwendungszweck mitzuteilen, soweit es sich bei den übermittelten Daten nicht lediglich um die Grunddaten von Ausländern, die keine freizügigkeitsberechtigten Unionsbürger sind, handelt. § 33 des BND-Gesetzes bleibt unberührt.
§ 11 Abs. 1 Satz 1: IdF d. Art. 4 Abs. 3 Nr. 3 G v. 30.7.2009 I 2437 mWv 4.8.2009, d. Art. 1 Nr. 8 Buchst. a DBuchst. aa G v. 20.12.2012 I 2745 mWv 1.9.2013 u. d. Art. 2 Nr. 8 Buchst. a nach Maßgabe d. Art. 13 G v. 2.2.2016 I 130 mWv 5.2.2016
§ 11 Abs. 1 Satz 3: IdF d. Art. 1 Nr. 8 Buchst. a DBuchst. bb G v. 20.12.2012 I 2745 mWv 1.9.2013
§ 11 Abs. 1a: Eingef. durch Art. 2 Nr. 8 Buchst. b nach Maßgabe d. Art. 13 G v. 2.2.2016 I 130 mWv 5.2.2016
§ 11 Abs. 2 Satz 3: IdF d. Art. 1 Nr. 8 Buchst. b G v. 20.12.2012 I 2745 mWv 1.9.2013
§ 11 Abs. 2 Satz 4: IdF d. Art. 3 Abs. 4 Nr. 1 G v. 23.12.2016 I 3346 mWv 31.12.2016
(1) Die Übermittlung von Daten einer Mehrzahl von Ausländern, die in einem Übermittlungsersuchen nicht mit vollständigen Grundpersonalien bezeichnet sind und die auf Grund im Register gespeicherter und im Übermittlungsersuchen angegebener gemeinsamer Merkmale zu einer Gruppe gehören (Gruppenauskunft), darf nur zur Erfüllung der gesetzlichen Aufgaben der in den §§ 15 bis 17 und 20 bezeichneten öffentlichen Stellen erfolgen. Sie ist zulässig, soweit sie
zur Abwehr von Gefahren für die öffentliche Sicherheit, für den Bestand oder die Sicherheit des Bundes oder eines Landes oder für die freiheitliche demokratische Grundordnung oder
zur Verfolgung eines Verbrechens oder einer anderen erheblichen Straftat, von der auf Grund tatsächlicher Anhaltspunkte anzunehmen ist, daß sie gewerbs- oder gewohnheitsmäßig, von einem Bandenmitglied oder in anderer Weise organisiert begangen wird,
und die Daten auf andere Weise nicht, nur mit unverhältnismäßigem Aufwand oder nicht rechtzeitig erlangt werden können,
unter den in § 2 Abs. 1 Nr. 4 des BND-Gesetzes genannten Voraussetzungen erforderlich ist, um im Ausland Gefahren der in § 5 Abs. 1 Satz 3 des Artikel 10-Gesetzes genannten Art rechtzeitig zu erkennen und einer solchen Gefahr zu begegnen.
(1a) Bei einer Gruppenauskunft ist die Übermittlung der Daten nach § 3 Absatz 3 zu Ausländern nach § 2 Absatz 1a Nummer 1 und Absatz 2 Nummer 1 sowie die Übermittlung der Daten von Unionsbürgern, bei denen eine Feststellung des Nichtbestehens oder des Verlusts des Freizügigkeitsrechts nicht vorliegt, nicht zulässig.
(2) Das Ersuchen ist schriftlich zu stellen, zu begründen und bedarf der Zustimmung des Leiters der ersuchenden Behörde oder eines von ihm für solche Zustimmungen bestellten Vertreters in leitender Stellung. Ein Abruf im automatisierten Verfahren ist unzulässig. Die ersuchende Stelle hat die Daten, die sie nicht oder nicht mehr zur Aufgabenerfüllung benötigt, zu vernichten.
§ 12 Abs. 1: Früherer Satz 3 aufgeh. durch Art. 13 Nr. 5 Buchst. b G v. 9.1.2002 I 361 mWv 1.1.2002
§ 12 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 Buchst. a: IdF d. Art. 13 Nr. 5 Buchst. a DBuchst. aa G v. 9.1.2002 I 361 mWv 1.1.2002
§ 12 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3: IdF d. Art. 13 Nr. 5 Buchst. a DBuchst. bb G v. 9.1.2002 I 361 mWv 1.1.2002
§ 12 Abs. 1a: Eingef. durch Art. 1 Nr. 9 G v. 20.12.2012 I 2745 mWv 1.9.2013; idF d. Art. 2 Nr. 8a nach Maßgabe d. Art. 13 G v. 2.2.2016 I 130 mWv 5.2.2016
§ 12 Abs. 2 Satz 1: IdF d. Art. 4 Nr. 7 G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007
(1) Die Registerbehörde hat über die von ihr auf Grund der Übermittlungsersuchen vorgenommenen Abrufe, die Abrufe anderer Stellen und über die Mitteilungen nach § 11 Aufzeichnungen zu fertigen, aus denen der Zweck, die bei der Durchführung des Abrufs verwendeten Daten, die übermittelten Daten, der Tag und die Uhrzeit sowie die Bezeichnung der ersuchenden Stellen und die Angabe der abrufenden sowie der verantwortlichen Person hervorgehen müssen. Aus der Angabe zum Zweck der Abrufe muß die Erforderlichkeit der Datenübermittlung erkennbar sein. Bei einer Gruppenauskunft sind zusätzlich die Gruppenmerkmale aufzunehmen.
(2) Die Aufzeichnungen dürfen nur für Auskünfte an den Betroffenen nach § 34, für die Unterrichtung über die Berichtigung, Löschung oder Sperrung von Daten nach § 38 oder zur datenschutzrechtlichen Kontrolle der Zulässigkeit der Abrufe verwendet werden. Sie sind durch geeignete Maßnahmen gegen unberechtigten Zugriff zu sichern und nach Fristablauf zu löschen, wenn sie nicht für ein bereits eingeleitetes Kontrollverfahren benötigt werden. Aufzeichnungen über Gruppenauskünfte sind gesondert aufzubewahren.
(1) An alle öffentlichen Stellen werden zu Ausländern, die keine freizügigkeitsberechtigten Unionsbürger sind, auf Ersuchen folgende Daten einschließlich der zugehörigen AZR-Nummer (Grunddaten) übermittelt:
Angaben zum Zuzug oder Fortzug, Sterbedatum,
(2) Frühere Namen werden nur auf besonderes Ersuchen übermittelt. Dasselbe gilt für nicht gesperrte Suchvermerke, es sei denn, die öffentliche Stelle, auf deren Ersuchen der Suchvermerk gespeichert worden ist, hat ausdrücklich beantragt, daß auf jedes Ersuchen eine Übermittlung erfolgen soll.
§ 14 Abs. 1 Eingangssatz (bezeichnet als Abs. 1): IdF d. Art. 1 Nr. 10 G v. 20.12.2012 I 2745 mWv 1.9.2013
§ 14 Abs. 1 Nr. 2: Eingef. durch Art. 4 Nr. 8 Buchst. a G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007
§ 14 Abs. 1 Nr. 3 bis 5: Früher Nr. 2 bis 4 gem. Art. 4 Nr. 8 Buchst. b G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007
(1) Die Daten des Betroffenen werden auf Ersuchen übermittelt an:
die Ausländerbehörden, die Aufnahmeeinrichtungen oder Stellen nach § 88 Abs. 3 des Asylgesetzes, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und die mit der polizeilichen Kontrolle des grenzüberschreitenden Verkehrs beauftragten Behörden sowie sonstige Polizeivollzugsbehörden der Länder zur Durchführung ausländer- und asylrechtlicher Aufgaben,
die Bundespolizei, die Stellen eines Landes, die im Einvernehmen mit dem Bund grenzpolizeiliche Aufgaben mit eigenen Kräften wahrnehmen, und an die Zollverwaltung, soweit auf sie die Ausübung grenzpolizeilicher Aufgaben übertragen worden ist, zur Gewährleistung des grenzpolizeilichen Schutzes des Bundesgebiets,
die für die Zuverlässigkeitsprüfung zuständigen Luftsicherheitsbehörden nach § 7 des Luftsicherheitsgesetzes zur Erfüllung ihrer Aufgaben bei der Durchführung der Zuverlässigkeitsüberprüfung,
die für die Zuverlässigkeitsüberprüfung nach § 12b des Atomgesetzes zuständige Behörde zur Erfüllung ihrer Aufgaben bei der Durchführung der Zuverlässigkeitsüberprüfung,
die Bundespolizei, das Bundeskriminalamt und sonstige Polizeivollzugsbehörden des Bundes und der Länder sowie an die Staatsanwaltschaften zur Strafverfolgung oder Strafvollstreckung,
die Bundespolizei, das Bundeskriminalamt und sonstige Polizeivollzugsbehörden des Bundes und der Länder zur Abwehr von Gefahren für die öffentliche Sicherheit,
oberste Bundes- und Landesbehörden, die mit der Durchführung ausländer-, asyl- und passrechtlicher Vorschriften als eigener Aufgabe betraut sind, soweit die Daten zur Aufgabenerfüllung erforderlich sind.
In den Fällen des Satzes 1 Nummer 2 bis 5 wird bei Unionsbürgern, bei denen eine Feststellung des Nichtbestehens oder des Verlusts des Freizügigkeitsrechts nicht vorliegt, nur angezeigt, dass eine solche Feststellung nicht erfolgt ist. Satz 1 Nummer 6 gilt in Bezug auf Unionsbürger, bei denen eine Feststellung des Nichtbestehens oder des Verlusts des Freizügigkeitsrechts nicht vorliegt, nur für die Übermittlung von Daten an oberste Bundes- und Landesbehörden, die mit der Durchführung ausländer- oder asylrechtlicher Vorschriften als eigener Aufgabe betraut sind.
(2) Dem Bundeskriminalamt werden auf Ersuchen zur Erfüllung von Verpflichtungen aus völkerrechtlichen Verträgen, denen die gesetzgebenden Körperschaften nach Artikel 59 Abs. 2 des Grundgesetzes zugestimmt haben, die erforderlichen personenbezogenen Daten von Ausländern, die keine freizügigkeitsberechtigten Unionsbürger sind, nach Maßgabe dieser Verträge übermittelt.
(3) An das Bundesamt für Justiz werden zu Ausländern, die keine freizügigkeitsberechtigten Unionsbürger sind, auf Ersuchen die Grunddaten, abweichende Namensschreibweisen, andere Namen sowie Aliaspersonalien übermittelt, soweit die Kenntnis dieser Daten zur Feststellung der Identität eines Ausländers bei der Durchführung der Aufgaben nach dem Bundeszentralregistergesetz, nach dem Titel XI der Gewerbeordnung, nach dem Internationalen Familienrechtsverfahrensgesetz und nach dem Erwachsenenschutzübereinkommens-Ausführungsgesetz erforderlich ist. Absatz 1 Satz 2 gilt entsprechend.
§ 15: IdF d. Art. 4 Nr. 9 G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007
§ 15 Überschrift: IdF d. Art. 2 Nr. 2 Buchst. a G v. 17.3.2009 I 556 mWv 1.1.2010 u. d. Art. 2 Nr. 2 G v. 8.7.2014 I 890 mWv 16.7.2014
§ 15 Abs. 1 Satz 1: Früher einziger Text gem. Art. 1 Nr. 11 Buchst. a DBuchst. bb G v. 20.12.2012 I 2745 mWv 1.9.2013
§ 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1: IdF d. Art. 1 Nr. 11 Buchst. a DBuchst. aa G v. 20.12.2012 I 2745 mWv 1.9.2013 u. d. Art. 14 Nr. 3 G v. 20.10.2015 I 1722 mWv 24.10.2015
§ 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3a (früher Nr. 3a): Eingef. durch Art. 2 Nr. 2 Buchst. b G v. 17.3.2009 I 556 mWv 1.1.2010
§ 15 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 u. 5: IdF d. Art. 2 Nr. 9 nach Maßgabe d. Art. 13 G v. 2.2.2016 I 130 mWv 5.2.2016
§ 15 Abs. 1 Satz 2 u. 3: Eingef. durch Art. 1 Nr. 11 Buchst. a DBuchst. bb G v. 20.12.2012 I 2745 mWv 1.9.2013
§ 15 Abs. 2: IdF d. Art. 1 Nr. 11 Buchst. b G v. 20.12.2012 I 2745 mWv 1.9.2013
§ 15 Abs. 3 Satz 1: Früher einziger Text gem. u. idF d. Art. 1 Nr. 11 Buchst. c DBuchst. aa bis cc G v. 20.12.2012 I 2745 mWv 1.9.2013
§ 15 Abs. 3 Satz 2: Eingef. durch Art. 1 Nr. 11 Buchst. c DBuchst. cc G v. 20.12.2012 I 2745 mWv 1.9.2013
(1) An Gerichte werden zum Zwecke der Rechtspflege zu Ausländern, die keine freizügigkeitsberechtigten Unionsbürger sind, auf Ersuchen die Grunddaten und folgende Daten übermittelt:
Anschrift im Bundesgebiet.
(2) Reichen die nach Absatz 1 zu übermittelnden Daten zur Aufgabenerfüllung nicht aus, werden auf erweitertes Ersuchen folgende Daten übermittelt:
zu einem Tatverdacht im Sinne des § 2 Abs. 2 Nr. 7 und 7a.
Die Erforderlichkeit der Übermittlung ist von der ersuchenden Stelle aktenkundig zu machen.
(3) Werden über die in den Absätzen 1 und 2 bezeichneten Daten hinaus weitere Daten zur Aufgabenerfüllung benötigt, ist deren Übermittlung auf erneutes Ersuchen zulässig. Absatz 2 Satz 2 gilt entsprechend. Ein Abruf im automatisierten Verfahren ist unzulässig.
§ 16 Überschrift: IdF d. Art. 4 Nr. 10 Buchst. a G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007
§ 16 Abs. 1 Eingangssatz: IdF d. Art. 4 Nr. 10 Buchst. b G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007 u. d. Art. 1 Nr. 12 G v. 20.12.2012 I 2745 mWv 1.9.2013
§ 16 Abs. 1 Nr 5: IdF d. Art. 2 Nr. 9a nach Maßgabe d. Art. 13 G v. 2.2.2016 I 130 mWv 5.2.2016
§ 16 Abs. 2 Satz 1 Nr. 4: IdF d. Art. 4 Abs. 3 Nr. 4 G v. 30.7.2009 I 2437 mWv 4.8.2009
§ 16 Abs. 4 bis 6: Aufgeh. durch Art. 4 Nr. 10 Buchst. c G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007
(1) An das Zollkriminalamt werden, soweit es die Zollfahndungsämter bei der Erledigung ihrer Aufgaben auf Grund der Abgabenordnung und anderer Gesetze unterstützt oder in Fällen von überörtlicher Bedeutung selbständig ermittelt, oder zur Erfüllung von Verpflichtungen aus völkerrechtlichen Verträgen, denen die gesetzgebenden Körperschaften gemäß Artikel 59 Abs. 2 des Grundgesetzes zugestimmt haben, zu Ausländern, die keine freizügigkeitsberechtigten Unionsbürger sind, auf Ersuchen die Grunddaten und folgende Daten übermittelt:
Zurückweisung, Zurückschiebung oder Abschiebung im Sinne des § 71 Absatz 3 Nummer 1a und 1b des Aufenthaltsgesetzes,
Ablehnung eines Antrages auf Feststellung der deutschen Staatsangehörigkeit oder der Eigenschaft als Deutscher,
§ 17 Abs. 1 Eingangssatz (bezeichnet als Abs. 1): IdF d. Art. 1 Nr. 13 G v. 20.12.2012 I 2745 mWv 1.9.2013
§ 17 Abs. 2 Nr. 1: IdF d. Art. 5 Nr. 1 G v. 22.11.2011 I 2258 mWv 26.11.2011
An die Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen werden zur Erfüllung ihrer Aufgaben nach § 28 Absatz 1 Satz 2 Nummer 2 des Geldwäschegesetzes zu Ausländern, die keine freizügigkeitsberechtigten Unionsbürger sind, auf Ersuchen die Grunddaten und folgende Daten übermittelt:
Daten nach § 3 Absatz 1 Nummer 7 in Verbindung mit § 2 Absatz 1a und 2 Nummer 1, 3, 7, 7a und 12.
§ 17a: Eingef. durch Art. 3 Nr. 2 G v. 23.6.2017 I 1822 mWv 26.6.2017
(1) An die Bundesagentur für Arbeit werden für die Erfüllung ihrer Aufgaben nach dem Achten Abschnitt des Zweiten Kapitels des Aufenthaltsgesetzes, zur Überwachung der zeitlichen und zahlenmäßigen Beschränkungen der Beschäftigungen auf Grund von zwischenstaatlichen Regierungsvereinbarungen und Vermittlungsabsprachen und zur Erhebung und Erstattung von Gebühren neben den Grunddaten folgende Daten des Betroffenen übermittelt:
Daten von Unionsbürgern, bei denen eine Feststellung des Nichtbestehens oder des Verlusts des Freizügigkeitsrechts nicht vorliegt, werden nur zur Durchführung ausländer- oder asylrechtlicher Aufgaben übermittelt.
(2) An die Behörden der Zollverwaltung werden zur Bekämpfung der illegalen Beschäftigung von Ausländern zu Ausländern, die keine freizügigkeitsberechtigten Unionsbürger sind, auf Ersuchen die Grunddaten und folgende Daten übermittelt:
(3) Die Übermittlung von Daten nach Absatz 1 und 2 unterbleibt, mit Ausnahme der Grunddaten, wenn Daten des Betroffenen nur aus einem der folgenden Anlässe im Register erfaßt sind:
§ 18 Überschrift: IdF d. Art. 35 Nr. 2 G v. 23.12.2003 I 2848 mWv 1.1.2004
§ 18 Abs. 1 Satz 1 (früher einziger Text): Eingef. durch Art. 2 Nr. 3 Buchst. a G v. 14.3.2005 I 721 mWv 18.3.2005; jetzt Satz 1 gem. Art. 1 Nr. 14 Buchst. a G v. 20.12.2012 I 2745 mWv 1.9.2013
§ 18 Abs. 1 Satz 2: Eingef. durch Art. 1 Nr. 14 Buchst. a G v. 20.12.2012 I 2745 mWv 1.9.2013
§ 18 Abs. 2: Früher Abs. 1 gem. Art. 2 Nr. 3 Buchst. b G v. 14.3.2005 I 721 mWv 18.3.2005
§ 18 Abs. 2 Eingangssatz (früher Abs. 1 Eigangssatz): IdF d. Art. 35 Nr. 2 G v. 23.12.2003 I 2848 mWv 1.1.2004, d. Art. 2 Nr. 3 Buchst. b G v. 14.3.2005 I 721 mWv 18.3.2005 u. d. Art. 1 Nr. 14 Buchst. b G v. 20.12.2012 I 2745 mWv 1.9.2013
§ 18 Abs. 3: Früher Abs. 2 gem. u. idF d. Art. 2 Nr. 3 Buchst. c G v. 14.3.2005 I 721 mWv 18.3.2005
§ 18 Abs. 3 Nr. 1: IdF d. Art. 5 Nr. 2 G v. 22.11.2011 I 2258 mWv 26.11.2011
An die Träger der Sozialhilfe und die für die Durchführung des Asylbewerberleistungsgesetzes zuständigen Stellen werden zur Prüfung, ob die Voraussetzungen für eine Inanspruchnahme von Leistungen vorliegen oder ob die erforderlichen Gesundheitsuntersuchungen und Impfungen durchgeführt wurden, zu Ausländern, die keine freizügigkeitsberechtigten Unionsbürger sind, auf Ersuchen die Grunddaten und folgende Daten übermittelt:
abweichende Namensschreibweisen, andere Namen, Aliaspersonalien und Angaben zum Ausweispapier, freiwillige Angaben zur Religionszugehörigkeit,
die Daten zur Durchführung eines Integrationskurses nach § 43 des Aufenthaltsgesetzes und einer Maßnahme der berufsbezogenen Deutschsprachförderung nach § 45a des Aufenthaltsgesetzes,
§ 18a: Eingef. durch Art. 4 Nr. 10 G v. 30.7.2004 I 1950 mWv 1.1.2005; idF d. Art. 2 Nr. 10 nach Maßgabe d. Art. 13 G v. 2.2.2016 I 130 mWv 5.2.2016
§ 18a Nr. 8: IdF d. Art. 7 Nr. 2 G v. 31.7.2016 I 1939 mWv 6.8.2016
§ 18a Nr. 13: IdF d. Art. 4 Nr. 2 Buchst. a G v. 17.7.2017 I 2615 mWv 25.7.2017
§ 18a Nr. 13a: Eingef. durch Art. 4 Nr. 2 Buchst. b G v. 17.7.2017 I 2615 mWv 25.7.2017
§ 18b bis 18d: Eingef. durch Art. 2 Nr. 11 nach Maßgabe d. Art. 13 G v. 2.2.2016 I 130 mWv 5.2.2016
§ 18b Nr. 8: IdF d. Art. 7 Nr. 3 G v. 31.7.2016 I 1939 mWv 6.8.2016
An die für den öffentlichen Gesundheitsdienst zuständigen Behörden werden zur Prüfung, ob die erforderlichen Gesundheitsuntersuchungen und Impfungen durchgeführt wurden, zu Ausländern, die keine freizügigkeitsberechtigten Unionsbürger sind, auf Ersuchen die Grunddaten und folgende Daten übermittelt:
§ 18c Nr. 5: IdF d. Art. 7 Nr. 4 G v. 31.7.2016 I 1939 mWv 6.8.2016
§ 18c Nr. 6: IdF d. Art. 4 Nr. 3 Buchst. a G v. 17.7.2017 I 2615 mWv 25.7.2017
§ 18c Nr. 6a: Eingef. durch Art. 4 Nr. 3 Buchst. b G v. 17.7.2017 I 2615 mWv 25.7.2017
An die Jugendämter werden zur Erfüllung ihrer Aufgaben nach dem Achten Buch Sozialgesetzbuch zu Ausländern, die keine freizügigkeitsberechtigten Unionsbürger sind, auf Ersuchen die Grunddaten und folgende Daten übermittelt:
die Durchführung der Gesundheitsuntersuchung nach § 62 Absatz 1 des Asylgesetzes sowie die Untersuchung auf Vorliegen einer ansteckungsfähigen Lungentuberkulose nach § 36 Absatz 4 oder 5 des Infektionsschutzgesetzes, jeweils mit Ort und Datum,
§ 18d Nr. 7: IdF d. Art. 7 Nr. 5 G v. 31.7.2016 I 1939 mWv 6.8.2016
§ 18d Nr. 9: IdF d. Art. 4 Nr. 4 Buchst. a G v. 17.7.2017 I 2615 mWv 25.7.2017
§ 18d Nr. 9a: Eingef. durch Art. 4 Nr. 4 Buchst. b G v. 17.7.2017 I 2615 mWv 25.7.2017
An die zuständige Meldebehörde werden zur Erfüllung ihrer Aufgaben in den Fällen des § 2 Absatz 1a zu Ausländern, die keine freizügigkeitsberechtigten Unionsbürger sind, unverzüglich nach der Unterbringung in einer Aufnahmeeinrichtung neben den Grundpersonalien die AKN-Nummer, das Ausstellungsdatum und die Gültigkeitsdauer des Ankunftsnachweises, die Anschrift im Bundesgebiet sowie Übermittlungssperren in einem automatisierten Verfahren übermittelt. Ebenso werden Änderungen dieser Daten übermittelt. Bei Änderung der Anschrift im Bundesgebiet ist auch die Anschrift vor Änderung zu übermitteln.
§ 18e: eingef. durch Art. 3 Nr. 3 nach Maßgabe d. Art. 13 G v. 2.2.2016 I 130 mWv 1.11.2016
(1) An die Familienkasse Direktion der Bundesagentur für Arbeit werden zur Erfüllung der Aufgaben nach Abschnitt X des Einkommensteuergesetzes und nach § 1 des Bundeskindergeldgesetzes in den Fällen, in denen bei einem Unionsbürger die Feststellung des Nichtbestehens oder des Verlustes des Rechts auf Einreise und Aufenthalt nach § 2 Absatz 7, § 5 Absatz 4 oder § 6 Absatz 1 des Freizügigkeitsgesetzes/EU gespeichert wird, die Grundpersonalien des Unionsbürgers, die Feststellung des Nichtbestehens oder des Verlustes des Rechts auf Einreise und Aufenthalt sowie die Daten nach § 3 Absatz 4 Nummer 1 in einem automatisierten Verfahren übermittelt.
(2) Die Familienkasse Direktion der Bundesagentur für Arbeit prüft unverzüglich, ob die nach Absatz 1 übermittelten Daten des Unionsbürgers den Daten eines Unionsbürgers, der Kindergeld nach Abschnitt X des Einkommensteuergesetzes oder nach § 1 des Bundeskindergeldgesetzes beansprucht und dessen Daten bei den Familienkassen der Bundesagentur für Arbeit gespeichert sind, zugeordnet werden können. Ist dies nicht der Fall, hat die Familienkasse Direktion der Bundesagentur für Arbeit die nach Absatz 1 übermittelten Daten des Unionsbürgers unverzüglich zu löschen.
§ 18f: Eingef. durch Art. 3 Nr. 2 G v. 22.12.2016 I 3155 mWv 1.1.2018
(1) An die zum Vollzug des Staatsangehörigkeitsrechts und an die nach dem Bundesvertriebenengesetz zuständigen Behörden (Staatsangehörigkeits- und Vertriebenenbehörden) werden zur Erfüllung ihrer Aufgaben bei der Feststellung der Eigenschaft als Deutscher im Sinne des Artikels 116 des Grundgesetzes und bei der Feststellung der Aussiedler- oder Spätaussiedlereigenschaft auf Ersuchen neben den Grunddaten auch Hinweise auf die Behörden übermittelt, die der Registerbehörde Daten zu einem oder mehreren der folgenden Anlässe übermittelt haben:
(2) Die Übermittlung unterbleibt, wenn Daten des Betroffenen nur auf Grund eines Suchvermerks im Register erfaßt sind.
§ 19 Abs. 1 Nr. 2: IdF d. Art. 4 Nr. 11 Buchst. a G v. 30.7.2004 I 1950 mWv 1.1.2005
§ 19 Abs. 1 Nr. 3: IdF d. Art. 5 Nr. 3 G v. 22.11.2011 I 2258 mWv 26.11.2011
§ 19 Abs. 2: Früherer Abs. 2 aufgeh., früherer Abs. 3 jetzt Abs. 2 gem. Art. 4 Nr. 11 Buchst. b u. c G v. 30.7.2004 I 1950 mWv 1.1.2005
§ 20 Abs. 1 Satz 1: IdF d. Art. 1 Nr. 16 G v. 20.12.2012 I 2745 mWv 1.9.2013
(1) Im Rahmen des Visaverfahrens werden auf Anfrage des Auswärtigen Amts oder der deutschen Auslandsvertretungen die hierfür erforderlichen Daten an die beteiligte Organisationseinheit im Bundesverwaltungsamt weitergegeben. Für die Weitergabe gelten die Übermittlungsregelungen dieses Gesetzes entsprechend.
(2) Die beteiligte Organisationseinheit übermittelt die empfangenen Daten im erforderlichen Umfang an die anfragende Auslandsvertretung oder das Auswärtige Amt (Rückmeldung).
(3) Ist die Identität nicht eindeutig feststellbar, sind die Daten nach § 10 Abs. 3 Satz 1 und, soweit notwendig, das Datum der letzten Registereintragung sowie die aktenführende Ausländerbehörde an die beteiligte Organisationseinheit weiterzugeben. Zur Identitätsfeststellung erfolgt eine Übermittlung dieser Daten an die anfragende Auslandsvertretung. Daten, die nicht zum Betroffenen gehören, hat die Auslandsvertretung unverzüglich zu löschen und entsprechende Aufzeichnungen zu vernichten.
(4) Ist für die Erteilung eines Visums die Einwilligung der Ausländerbehörde erforderlich, übermittelt die beteiligte Organisationseinheit der Ausländerbehörde die dafür erforderlichen Daten. Dasselbe gilt für den Fall, daß die Auslandsvertretung aus sonstigen Gründen für die Erteilung des Visums um eine Stellungnahme der Ausländerbehörde nachsucht.
(5) Ist zu der Person, auf die sich die Anfrage einer deutschen Auslandsvertretung bezieht, ein Suchvermerk gespeichert, übermittelt die beteiligte Organisationseinheit die nach Absatz 1 Satz 1 weitergegebenen Daten an die ersuchende Stelle.
(6) Das Bundesministerium des Innern bestimmt im Einvernehmen mit dem Auswärtigen Amt, bei welchen Speicheranlässen nach § 2 Abs. 2 die beteiligte Organisationseinheit die vom Auswärtigen Amt oder der Auslandsvertretung übermittelten Daten an die Behörde, die diese Speicherung veranlasst hat, übermittelt.
(7) Die infolge der Übermittlung nach den Absätzen 4 bis 6 erforderlichen weiteren Übermittlungen zwischen den dort genannten Behörden und der nach Absatz 1 Satz 1 anfragenden Behörde dürfen über die beteiligte Organisationseinheit des Bundesverwaltungsamtes erfolgen.
§ 21 Abs. 2: IdF d. Art. 4 Nr. 11 Buchst. a G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007
§ 21 Abs. 5: IdF d. Art. 4 Nr. 11 Buchst. b G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007
§ 21 Abs. 6 u. 7: Eingef. durch Art. 4 Nr. 11 Buchst. c G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007
Nach Erhebung von Daten nach § 16 Absatz 1 Satz 1 des Asylgesetzes und § 49 des Aufenthaltsgesetzes werden anlässlich von Speicherungen nach § 2 Absatz 1a die zur Durchführung von Beteiligungen und Abgleichen nach § 73 Absatz 1a des Aufenthaltsgesetzes erforderlichen Daten unverzüglich an die beteiligte Organisationseinheit im Bundesverwaltungsamt weitergegeben. Für die Weitergabe gelten die Übermittlungsregelungen dieses Gesetzes entsprechend.
§ 21a: Eingef. durch Art. 2 Nr. 12 nach Maßgabe d. Art. 13 G v. 2.2.2016 I 130 mWv 5.2.2016
(1) Zum Abruf von Daten des Betroffenen im automatisierten Verfahren (§ 10 Abs. 1 des Bundesdatenschutzgesetzes) können zugelassen werden:
die Ausländerbehörden, die Aufnahmeeinrichtungen oder Stellen im Sinne des § 88 Abs. 3 des Asylgesetzes,
die Bundespolizei und Stellen eines Landes oder der Zollverwaltung, soweit sie grenzpolizeiliche Aufgaben wahrnehmen,
die Bundespolizei und das Bundeskriminalamt,
sonstige Polizeivollzugsbehörden der Länder,
die Gerichte der Sozialgerichtsbarkeit und der Verwaltungsgerichtsbarkeit für die Daten nach § 16 Absatz 1,
die Träger der Sozialhilfe und die für die Durchführung des Asylbewerberleistungsgesetzes zuständigen Stellen,
die Bundesagentur für Arbeit und die für die Durchführung der Grundsicherung für Arbeitsuchende zuständigen Stellen,
die für den öffentlichen Gesundheitsdienst zuständigen Behörden,
die Verfassungsschutzbehörden des Bundes und der Länder für die in § 18 Abs. 4 des Bundesverfassungsschutzgesetzes bezeichneten Aufgaben,
der Militärische Abschirmdienst für die in § 10 Abs. 3 des MAD-Gesetzes bezeichneten Aufgaben und
der Bundesnachrichtendienst,
das Bundesverwaltungsamt, soweit es Aufgaben im Rahmen des Visaverfahrens und zur Feststellung der Staatsangehörigkeit wahrnimmt,
die obersten Bundes- und Landesbehörden, die mit der Durchführung ausländer- und asylrechtlicher Vorschriften als eigener Aufgabe betraut sind, soweit nicht § 21 anzuwenden ist.
Die Zulassung der Stellen nach Satz 1 Nr. 9 bedarf der Zustimmung der für die speichernde und die abrufende Stelle jeweils zuständigen obersten Bundes- oder Landesbehörde; § 10 Abs. 3 Satz 2 des Bundesdatenschutzgesetzes ist nicht anzuwenden. Die Registerbehörde hat den Bundesbeauftragten für den Datenschutz unter Mitteilung der nach § 9 des Bundesdatenschutzgesetzes zu treffenden Maßnahmen von der Zulassung zu unterrichten.
(2) Das automatisierte Abrufverfahren darf nur eingerichtet werden, soweit es wegen der Vielzahl der Übermittlungsersuchen oder der besonderen Eilbedürftigkeit unter Berücksichtigung der schutzwürdigen Interessen der Betroffenen angemessen ist und die beteiligten Stellen die zur Datensicherung nach § 9 des Bundesdatenschutzgesetzes erforderlichen technischen und organisatorischen Maßnahmen getroffen haben. § 20 Abs. 2 gilt entsprechend.
(3) Die Verantwortung für die Zulässigkeit des einzelnen Abrufs trägt die abrufende Stelle. Die Registerbehörde überprüft die Zulässigkeit der Abrufe durch geeignete Stichprobenverfahren sowie, wenn dazu Anlass besteht. Abrufe von Daten aus dem Register im automatisierten Verfahren dürfen nur von Bediensteten vorgenommen werden, die vom Leiter der abrufenden Stelle hierzu besonders ermächtigt worden sind.
(4) Die Registerbehörde hat sicherzustellen, daß im automatisierten Verfahren Daten nur abgerufen werden können, wenn die abrufende Stelle einen Verwendungszweck angibt, der ihr den Abruf dieser Daten erlaubt, sofern der Abruf nicht lediglich die Grunddaten nach § 14 Abs. 1 von Ausländern, die keine freizügigkeitsberechtigten Unionsbürger sind, zum Gegenstand hat.
§ 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1: IdF d. Art. 2 Nr. 4 Buchst. a G v. 14.3.2005 I 721 mWv 18.3.2005 u. d. Art. 14 Nr. 3 G v. 20.10.2015 I 1722 mWv 24.10.2015
§ 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2: IdF d. Art. 4 Nr. 12 Buchst. a G v. 30.7.2004 I 1950 mWv 1.1.2005
§ 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3: IdF d. Art. 24 Nr. 4 G v. 21.6.2005 I 1818 mWv 1.7.2005
§ 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3a: Eingef. durch Art. 2 Nr. 13 Buchst. a DBuchst. aa nach Maßgabe d. Art. 13 G v. 2.2.2016 I 130 mWv 5.2.2016
§ 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4: IdF d. Art. 2 Nr. 13 Buchst. a DBuchst. bb nach Maßgabe d. Art. 13 G v. 2.2.2016 I 130 mWv 5.2.2016
§ 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5a: Eingef. durch Art. 2 Nr. 13 Buchst. a DBuchst. cc nach Maßgabe d. Art. 13 G v. 2.2.2016 I 130 mWv 5.2.2016
§ 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 7: IdF d. Art. 2 Nr. 4 Buchst. b G v. 14.3.2005 I 721 mWv 18.3.2005 u. d. Art. 2 Nr. 13 Buchst. a DBuchst. dd nach Maßgabe d. Art. 13 G v. 2.2.2016 I 130 mWv 5.2.2016
§ 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 7a: Eingef. durch Art. 3 Nr. 3 G v. 23.6.2017 I 1822 mWv 26.6.2017
§ 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 8: Eingef. durch Art. 4 Nr. 12 Buchst. b G v. 30.7.2004 I 1950 mWv 1.1.2005; idF d. Art. 2 Nr. 4 Buchst. c G v. 14.3.2005 I 721 mWv 18.3.2005 u. d. Art. 2 Nr. 13 Buchst. a DBuchst. ee nach Maßgabe d. Art. 13 G v. 2.2.2016 I 130 mWv 5.2.2016
§ 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 8a u. 8b: Eingef. durch Art. 2 Nr. 13 Buchst. a DBuchst. ff nach Maßgabe d. Art. 13 G v. 2.2.2016 I 130 mWv 5.2.2016
§ 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 9 (früher Nr. 8): Früherer Schlusssatz aufgeh. durch Art. 13 Nr. 8 Buchst. a G v. 9.1.2002 I 361 mWv 1.1.2002; frühere Nr. 8 jetzt Nr. 9 gem. Art. 4 Nr. 12 Buchst. c G v. 30.7.2004 I 1950 mWv 1.1.2005
§ 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 10: Früher Nr. 9 gem. Art. 4 Nr. 12 Buchst. c G v. 30.7.2004 I 1950 mWv 1.1.2005; idF d. Art. 4 Nr. 12 Buchst. a DBuchst. aa G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007
§ 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 11: Eingef. durch Art. 4 Nr. 12 Buchst. a DBuchst. bb G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007
§ 22 Abs. 1 Satz 2: IdF d. Art. 4 Nr. 12 Buchst. b DBuchst. aa u. bb G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007
§ 22 Abs. 2 Satz 2: Früherer Satz 2 u. 3 aufgeh., früherer Satz 4 jetzt Satz 2 gem. Art. 13 Nr. 8 Buchst. b DBuchst. aa u. bb G v. 9.1.2002 I 361 mWv 1.1.2002
§ 22 Abs. 3 Satz 2: IdF d. Art. 2 Nr. 13 Buchst. b DBuchst. aa nach Maßgabe d. Art. 13 G v. 2.2.2016 I 130 mWv 5.2.2016
§ 22 Abs. 3 Satz 3: IdF d. Art. 2 Nr. 13 Buchst. b DBuchst. bb nach Maßgabe d. Art. 13 G v. 2.2.2016 I 130 mWv 5.2.2016
§ 22 Abs. 4: IdF d. Art. 1 Nr. 17 G v. 20.12.2012 I 2745 mWv 1.9.2013
(1) Das Statistische Bundesamt erstellt jährlich nach dem Stand vom 31. Dezember eine Bundesstatistik über die Ausländer, die sich während des Kalenderjahres nicht nur vorübergehend im Geltungsbereich dieses Gesetzes aufgehalten haben. Zur Erfüllung eines kurzfristig auftretenden Datenbedarfs für Zwecke der Vorbereitung und Begründung anstehender Entscheidungen oberster Bundesbehörden darf das Statistische Bundesamt die Erhebung auch zu anderen Stichtagen durchführen, wenn eine oberste Bundesbehörde hierum ersucht.
(2) Die Registerbehörde übermittelt dem Statistischen Bundesamt als Erhebungsmerkmale für diese Statistik folgende Daten zu dem in Absatz 1 bezeichneten Personenkreis: Monat und Jahr der Geburt, Geschlecht, Staatsangehörigkeiten, Familienstand, Staatsangehörigkeiten des Ehegatten oder des Lebenspartners, Sterbedatum, Angaben nach § 3 Absatz 1 Nummer 6 sowie Absatz 4 Nummer 6, Hinweis auf die aktenführende Ausländerbehörde und die Daten nach § 3 Absatz 1 Nummer 7 in Verbindung mit § 2 Absatz 2 Nummer 1 bis 3 sowie § 3 Absatz 4 Nummer 7 in Verbindung mit § 2 Absatz 3 Nummer 2 bis 4. Das Statistische Bundesamt darf an die Statistischen Ämter der Länder die ihren Erhebungsbereich betreffenden Daten für regionale Aufbereitungen weiterübermitteln.
§ 23 Abs. 2 Satz 1: IdF d. Art. 2 Nr. 4a G v. 14.3.2005 I 721 mWv 18.3.2005, d. Art. 1 Nr. 18 G v. 20.12.2012 I 2745 mWv 1.9.2013 u. d. Art. 2 Nr. 14 nach Maßgabe d. Art. 13 G v. 2.2.2016 I 130 mWv 5.2.2016
(1) Die Registerbehörde kann, soweit die mit der Durchführung ausländer- oder asylrechtlicher Vorschriften betrauten öffentlichen Stellen oder die obersten Behörden des Bundes und der Länder zur Erfüllung ihrer Aufgaben Planungsdaten benötigen, auf Ersuchen über die in § 23 Abs. 2 Satz 1 bezeichneten Daten hinaus die nach § 3 Absatz 1 Nummer 7 in Verbindung mit § 2 Absatz 2 Nummer 4 bis 10 sowie § 3 Absatz 4 Nummer 7 in Verbindung mit § 2 Absatz 3 Nummer 5 bis 7 gespeicherten Daten übermitteln. Das Ersuchen ist schriftlich zu begründen.
§ 24 Abs. 1 Satz 1: IdF d. Art. 1 Nr. 19 G v. 20.12.2012 I 2745 mWv 1.9.2013 u. d. Art. 2 Nr. 15 nach Maßgabe d. Art. 13 G v. 2.2.2016 I 130 mWv 5.2.2016
(1) Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge darf die nach § 3 Absatz 1 Nummer 1, 2, 4, 5 und 6, Absatz 2 Nummer 4, 5, 6, 8 und 9, Absatz 3 und 4 Nummer 1, 2, 4, 5 und 6 gespeicherten Daten zu Ausländern, die keine freizügigkeitsberechtigten Unionsbürger sind, speichern, verändern und nutzen, soweit
dies für die Durchführung eines wissenschaftlichen Forschungsvorhabens nach § 75 Nummer 4 des Aufenthaltsgesetzes erforderlich ist,
eine Verwendung anonymisierter Daten zu diesem Zweck nicht möglich oder die Anonymisierung mit einem unverhältnismäßigen Aufwand verbunden ist und
die schutzwürdigen Interessen der Betroffenen nicht beeinträchtigt werden oder das öffentliche Interesse an der Durchführung des Forschungsvorhabens die schutzwürdigen Interessen der Betroffenen erheblich überwiegt und der Forschungszweck nicht auf andere Weise erreicht werden kann.
Bei der Abwägung nach Satz 1 Nummer 3 ist im Rahmen des öffentlichen Interesses das wissenschaftliche Interesse an dem Forschungsvorhaben besonders zu berücksichtigen.
(2) Die Ausländerbehörden übermitteln dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge auf Ersuchen zum Zwecke der Durchführung eines wissenschaftlichen Forschungsvorhabens nach § 75 Nummer 4 des Aufenthaltsgesetzes Anschriften von Ausländern, soweit dies für die Durchführung des Forschungsvorhabens erforderlich ist. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge darf die nach Satz 1 übermittelten Anschriften zum Zwecke der Durchführung des Forschungsvorhabens verarbeiten und nutzen.
(3) Personenbezogene Daten sind zu pseudonymisieren, soweit dies nach dem Forschungszweck möglich ist und keinen im Verhältnis zu dem angestrebten Schutzzweck unverhältnismäßigen Aufwand erfordert. Die Merkmale, mit denen ein Personenbezug hergestellt werden kann, sind gesondert zu speichern. Sie dürfen mit den Einzelangaben nur zusammengeführt werden, soweit der Forschungszweck dies erfordert. Die Zuordnungsmöglichkeit ist aufzuheben, sobald der Forschungszweck dies erlaubt, spätestens mit der Beendigung des Forschungsvorhabens, sofern ausnahmsweise eine Löschung der Daten noch nicht in Betracht kommt.
(4) Die Speicherung, Veränderung und Nutzung personenbezogener Daten zu den in den Absätzen 1 und 2 genannten Zwecken hat räumlich und organisatorisch getrennt von der Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten für die Erfüllung anderer Aufgaben des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge zu erfolgen.
(5) Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge darf personenbezogene Daten von Ausländern, die es unter Nutzung der Daten nach den Absätzen 1 und 2 in einer auf Freiwilligkeit beruhenden Befragung der Betroffenen zu Forschungszwecken erhoben hat (Befragungsdaten) ohne Angaben zum Namen und zur Anschrift der Befragten an Forschungseinrichtungen übermitteln, soweit
dies für die Durchführung eines gemeinsamen wissenschaftlichen Forschungsvorhabens nach § 75 Nummer 4 des Aufenthaltsgesetzes erforderlich ist,
die schutzwürdigen Interessen der Betroffenen nicht beeinträchtigt werden oder das öffentliche Interesse an der Durchführung des Forschungsvorhabens die schutzwürdigen Interessen der Betroffenen erheblich überwiegt und der Forschungszweck nicht auf andere Weise erreicht werden kann und
das Bundesministerium des Innern der Übermittlung zustimmt.
Absatz 1 Satz 2, Absatz 2 Satz 2 und die Absätze 3 und 4 gelten entsprechend. Für die Übermittlung an Forschungseinrichtungen des Bundes und an Bundesbehörden zur Durchführung gemeinsamer Forschungsvorhaben gelten die Sätze 1 und 2 mit der Maßgabe, dass Befragungsdaten mit Einwilligung der Befragten auch mit Angaben zum Namen und zur Anschrift der Befragten übermittelt werden dürfen, wenn dies zur Erreichung des Forschungsziels erforderlich ist; die Erforderlichkeit ist gegenüber dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zu begründen. Die Daten sind zu anonymisieren, sobald dies nach dem Forschungszweck möglich ist. Der Dritte, an den die Daten übermittelt wurden, darf diese nur zum Zweck der Durchführung des Forschungsvorhabens verarbeiten und nutzen.
§ 24a: Eingef. durch Art. 1 Nr. 20 G v. 20.12.2012 I 2745 mWv 28.12.2012
§ 24a Abs. 1 Satz 1: IdF d. Art. 2 Nr. 16 Buchst. a nach Maßgabe d. Art. 13 G v. 2.2.2016 I 130 mWv 5.2.2016
§ 24a Abs. 5: Eingef. durch Art. 2 Nr. 16 Buchst. b nach Maßgabe d. Art. 13 G v. 2.2.2016 I 130 mWv 5.2.2016
Unterabschnitt 2 Datenübermittlung an nichtöffentliche Stellen, Behörden anderer Staaten und über- oder zwischenstaatliche Stellen
Unterabschnitt 2 (Überschrift vor § 25): IdF d. Art. 4 Nr. 13 G v. 30.7.2004 I 1950 mWv 1.1.2005
(1) An nichtöffentliche Stellen im Geltungsbereich dieses Gesetzes, die im Rahmen der Erfüllung ihrer humanitären oder sozialen Aufgaben nach Verschollenen zur Familienzusammenführung suchen oder Unterstützung in Vormundschafts- und Unterhaltsangelegenheiten leisten, kann die Registerbehörde zur Erfüllung dieser Aufgaben zu Ausländern, die keine freizügigkeitsberechtigten Unionsbürger sind, auf Ersuchen die Grundpersonalien, das Lichtbild und folgende weitere Daten übermitteln:
(2) Das Übermittlungsersuchen soll die Grundpersonalien enthalten. Bei Zweifeln an der Identität des Ausländers kann, außer bei Unionsbürgern, das Ersuchen auch nur mit einem Lichtbild gestellt werden. Es ist schriftlich zu begründen. Stimmen die im Übermittlungsersuchen bezeichneten Daten mit den gespeicherten Daten nicht überein, ist die Übermittlung unzulässig, es sei denn, die Registerbehörde hat an der Identität der gesuchten und der im Register erfaßten Person keinen Zweifel. Das gleiche gilt, wenn der ersuchenden Stelle einzelne Daten nicht bekannt sind. Hinsichtlich der Aufzeichnungspflicht der Registerbehörde gilt § 13 entsprechend.
(3) Die übermittelten personenbezogenen Daten dürfen nur zu dem im Übermittlungsersuchen angegebenen Zweck verwendet werden. Die Registerbehörde hat die ersuchende Stelle hierauf hinzuweisen. Eine Weiterübermittlung ist nur mit Zustimmung der Registerbehörde zulässig. Die Weiterübermittlung von Daten, zu denen eine Übermittlungssperre besteht, ist unzulässig.
(4) Liegt dem Übermittlungsersuchen einer der in Absatz 1 bezeichneten Stellen das Begehren eines Dritten zugrunde, ihm den Aufenthaltsort des Betroffenen mitzuteilen, so darf diese Stelle die Daten nur mit Einwilligung des Betroffenen an den Dritten weiterübermitteln. Die Registerbehörde hat die ersuchende Stelle darauf hinzuweisen. Verweigert der Betroffene die Einwilligung, hat die ersuchende Stelle dessen Daten unverzüglich zu vernichten.
§ 25 Abs. 1 Eingangssatz: IdF d. Art. 4 Nr. 13 Buchst. a G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007 u. d. Art. 1 Nr. 21 Buchst. a G v. 20.12.2012 I 2745 mWv 1.9.2013
§ 25 Abs. 2 Satz 2: Eingef. durch Art. 4 Nr. 13 Buchst. b DBuchst. aa G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007; idF d. Art. 1 Nr. 21 Buchst. b G v. 20.12.2012 I 2745 mWv 1.9.2013
§ 25 Abs. 2 Satz 3: Früher Satz 2 gem. Art. 4 Nr. 13 Buchst. b DBuchst. aa G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007
§ 25 Abs. 2 Satz 4 u. 5: Früher Satz 3 u. 4 gem. u. idF d. Art. 4 Nr. 13 Buchst. b DBuchst. bb G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007
§ 25 Abs. 2 Satz 6: Früher Satz 5 gem. Art. 4 Nr. 13 Buchst. b DBuchst. aa G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007
An Behörden anderer Staaten und an über- oder zwischenstaatliche Stellen können Daten nach Maßgabe der §§ 4b, 4c des Bundesdatenschutzgesetzes und des § 14 übermittelt werden. Für eine nach § 4b Abs. 1 des Bundesdatenschutzgesetzes zulässige Übermittlung an ausländische Behörden findet auch § 15 entsprechende Anwendung. Für die Datenübermittlung ist das Einvernehmen mit der Stelle herzustellen, die die Daten an die Registerbehörde übermittelt hat. Die Übermittlung von Daten von Unionsbürgern, bei denen eine Feststellung des Nichtbestehens oder des Verlusts des Freizügigkeitsrechts nicht vorliegt, ist nur zur Durchführung ausländer- oder asylrechtlicher Aufgaben zulässig.
§ 26: IdF d. Art. 4 Nr. 14 G v. 30.7.2004 I 1950 mWv 1.1.2005
§ 26 Satz 4: Eingef. durch Art. 1 Nr. 22 G v. 20.12.2012 I 2745 mWv 1.9.2013
(1) An sonstige nichtöffentliche Stellen können zu Ausländern, die keine freizügigkeitsberechtigten Unionsbürger sind, auf Ersuchen Daten über die aktenführende Ausländerbehörde, zum Zuzug oder Fortzug oder über das Sterbedatum des Betroffenen übermittelt werden, wenn die Nachfrage bei der zuletzt zuständigen Meldebehörde erfolglos geblieben ist und ein rechtliches Interesse an der Kenntnis des Aufenthaltsortes nachgewiesen wird. Der Nachweis kann nur erbracht werden durch die Vorlage
§ 25 Abs. 2 und 3 gilt entsprechend.
(2) Vor der Datenübermittlung ist dem Betroffenen Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben, es sei denn, die Anhörung liefe dem Zweck der Übermittlung zuwider. Werden die Daten ohne Anhörung des Betroffenen übermittelt, sind die wesentlichen Gründe dafür schriftlich oder elektronisch niederzulegen. Willigt der Betroffene nicht ein, ist die Datenübermittlung unzulässig. Die Aufzeichnungen sind für die datenschutzrechtliche Kontrolle bestimmt. Sie müssen den Zweck der Datenübermittlung und die Dritten, an die Daten übermittelt worden sind, eindeutig erkennen lassen. Die Registerbehörde hat sie gesondert aufzubewahren, durch geeignete Vorkehrungen gegen unberechtigten Zugriff zu sichern und nach Fristablauf zu löschen, sofern sie nicht für ein bereits eingeleitetes Kontrollverfahren benötigt werden.
§ 27 Abs. 1 Satz 1: IdF d. Art. 1 Nr. 23 G v. 20.12.2012 I 2745 mWv 1.9.2013
§ 27 Abs. 2 Satz 2: IdF d. Art. 82 G v. 29.3.2017 I 626 mWv 5.4.2017
§ 27 Abs. 2 Satz 5: IdF d. Art. 4 Nr. 15 G v. 30.7.2004 I 1950 mWv 1.1.2005
§ 27 Abs. 4: Aufgeh. durch Art. 3 Abs. 10 Nr. 1 G v. 7.8.2013 I 3154 mWv 14.8.2016; Art. 3 aufgeh. durch Art. 2 G v. 18.7.2016 I 1666
Kapitel 3 Visadatei
das Visumaktenzeichen der Registerbehörde,
die Auslandsvertretung; bei einem Antrag auf Erteilung eines Ausnahmevisums die mit der polizeilichen Kontrolle des grenzüberschreitenden Verkehrs betraute Behörde,
die Entscheidung über den Antrag, die Rücknahme des Antrags, die Erledigung des Antrags auf andere Weise sowie die Rücknahme, die Annullierung, die Aufhebung und den Widerruf des Visums,
das Datum der Entscheidung und das Datum der Übermittlung der Entscheidung,
die im Visaverfahren beteiligte Ausländerbehörde,
bei Erteilung eines Visums das Datum der Verpflichtungserklärung nach § 68 Abs. 1, § 66 Abs. 2 des Aufenthaltsgesetzes und die Stelle, bei der sie vorliegt,
bei Vorlage ge- oder verfälschter Dokumente im Visaverfahren die Bezeichnung der vorgelegten ge- oder verfälschten Dokumente (Art und Nummer des Dokuments, im Dokument enthaltene Angaben über Aussteller, Ausstellungsdatum, Gültigkeitsdauer),
Entscheidungen der Bundesagentur für Arbeit über die Zustimmung zur Beschäftigung, einschließlich der Nebenbestimmungen.
(2) Aus Gründen der inneren Sicherheit werden bei Visaanträgen von Angehörigen bestimmter Staaten, die vom Bundesministerium des Innern im Einvernehmen mit dem Auswärtigen Amt festgelegt werden können, zusätzlich zu den Daten nach Absatz 1 Paßart, Paßnummer und ausstellender Staat gespeichert.
§ 29 Abs. 1: IdF d. Art. 13 Nr. 9 Buchst. a G v. 9.1.2002 I 361 mWv 1.1.2002
§ 29 Abs. 1 Nr. 1a: Eingef. durch Art. 4 Nr. 14 Buchst. a G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007
§ 29 Abs. 1 Nr. 6: IdF d. Art. 2 Nr. 5 Buchst. a G v. 14.3.2005 I 721 mWv 18.3.2005 u. d. Art. 2 G v. 29.8.2013 I 3484 mWv 6.9.2013
§ 29 Abs. 1 Nr. 9: Eingef. durch Art. 4 Nr. 14 Buchst. b G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007
§ 29 Abs. 1 Nr. 10 (früher Nr. 9): IdF d. Art. 4 Nr. 16 G v. 30.7.2004 I 1950 mWv 1.1.2005; jetzt Nr. 10 gem. Art. 4 Nr. 14 Buchst. c G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007
§ 29 Abs. 1 Nr. 11 (früher Nr. 10): IdF d. Art. 2 Nr. 5 Buchst. b G v. 14.3.2005 I 721 mWv 18.3.2005; jetzt Nr. 11 gem. Art. 4 Nr. 14 Buchst. c G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007
§ 29 Abs. 1 Nr. 12 (früher Nr. 11): Eingef. durch Art. 2 Nr. 5 Buchst. b G v. 14.3.2005 I 721 mWv 18.3.2005; jetzt Nr. 12 gem. Art. 4 Nr. 14 Buchst. c G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007
§ 29 Abs. 3: Aufgeh. durch Art. 13 Nr. 9 Buchst. b G v. 9.1.2002 I 361 mWv 1.1.2002
(1) Die deutschen Auslandsvertretungen, die mit der polizeilichen Kontrolle des grenzüberschreitenden Verkehrs betrauten Behörden und die Ausländerbehörden sind zur Übermittlung der Daten nach § 29 Abs. 1 Nr. 2 bis 12 und Abs. 2 an die Registerbehörde verpflichtet.
(2) Die in Absatz 1 bezeichneten Stellen dürfen die Daten im Wege der Direkteingabe in das Register übermitteln. § 7 gilt entsprechend.
§ 30 Abs. 1: IdF d. Art. 13 Nr. 10 G v. 9.1.2002 I 361 mWv 1.1.2002, d. Art. 2 Nr. 5a G v. 14.3.2005 I 721 mWv 18.3.2005 u. d. Art. 4 Nr. 15 G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007
(1) Das Ersuchen um Übermittlung von Daten muss, soweit vorhanden, die Visadatei-Nummer oder Visumaktenzeichen oder Nummer des Visums, anderenfalls alle verfügbaren Grundpersonalien des Betroffenen enthalten. Bei Zweifeln an der Identität des Ausländers kann das Ersuchen auch nur mit Lichtbild gestellt werden. Bei Zweifeln an der Echtheit von Ausweispapieren oder Aufenthaltstiteln oder wenn solche Papiere abhanden gekommen sind, kann das Ersuchen auch nur mit Angaben zum Ausweispapier oder zum Aufenthaltstitel gestellt werden. Stimmen die im Übermittlungsersuchen bezeichneten Personalien mit den gespeicherten Daten nicht überein, ist die Datenübermittlung unzulässig, es sei denn, Zweifel an der Identität bestehen nicht. Kann die Registerbehörde die Identität nicht eindeutig feststellen, sind zur Identitätsprüfung und -feststellung die Daten ähnlicher Personen nach § 29 Abs. 1 zu übermitteln. Die ersuchende Stelle hat alle Daten, die nicht zum Betroffenen gehören, unverzüglich zu löschen und entsprechende Aufzeichnungen zu vernichten.
(2) Die Visadatei-Nummer darf im Verkehr mit dem Register benutzt werden. Darüber hinaus steht sie nur für die Datenübermittlungen zwischen dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge und den Auslandsvertretungen sowie Ausländerbehörden im Rahmen der Aufenthaltsgewährungen zum vorübergehenden Schutz nach § 24 des Aufenthaltsgesetzes zur Verfügung.
(3) Im übrigen gelten die §§ 8, 9, 10 Abs. 1 sowie die §§ 11, 12 und 13 entsprechend.
§ 31 Abs. 1 Satz 1: IdF d. Art. 4 Nr. 17 Buchst. a G v. 30.7.2004 I 1950 mWv 1.1.2005 u. d. Art. 4 Nr. 16 Buchst. a G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007
§ 31 Abs. 1 Satz 2 u. 3: Eingef. durch Art. 4 Nr. 16 Buchst. b G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007
§ 31 Abs. 1 Satz 4: Früher Satz 2 gem. Art. 4 Nr. 16 Buchst. b G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007
§ 31 Abs. 1 Satz 5 (früher Satz 3): IdF d. Art. 13 Nr. 11 Buchst. a DBuchst. bb G v. 9.1.2002 I 361 mWv 1.1.2002 u. d. Art. 4 Nr. 17 Buchst. b G v. 30.7.2004 I 1950 mWv 1.1.2005; jetzt Satz 5 gem. Art. 4 Nr. 16 Buchst. b G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007
§ 31 Abs. 1 Satz 6: Früher Satz 4 gem. Art. 4 Nr. 16 Buchst. b G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007
§ 31 Abs. 2 Satz 1 (früher einziger Text): IdF d. Art. 13 Nr. 11 Buchst. b G v. 9.1.2002 I 361 mWv 1.1.2002 u. d. Art. 2 Nr. 6 G v. 14.3.2005 I 721 mWv 18.3.2005
§ 31 Abs. 2 Satz 2: Eingef. durch Art. 2 Nr. 6 G v. 14.3.2005 I 721 mWv 18.3.2005
§ 31 Abs. 3: IdF d. Art. 13 Nr. 11 Buchst. c G v. 9.1.2002 I 361 mWv 1.1.2002
die in der Rechtsverordnung nach § 58 Abs. 1 des Bundespolizeigesetzes bestimmte Bundespolizeibehörde und die mit grenzpolizeilichen Aufgaben betrauten Stellen,
die Träger der Sozialhilfe, die für die Durchführung der Grundsicherung für Arbeitsuchende zuständigen Stellen und die für die Durchführung des Asylbewerberleistungsgesetzes zuständigen Stellen,
die in § 20 Abs. 1 bezeichneten öffentlichen Stellen,
die Bundesagentur für Arbeit und die Behörden der Zollverwaltung,
die obersten Bundes- und Landesbehörden, die mit der Durchführung ausländer- und asylrechtlicher Vorschriften als eigener Aufgabe betraut sind, soweit nicht § 21 anzuwenden ist,
die Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen.
(2) § 21 Abs. 1 bis 3 und die Übermittlungsregelungen dieses Gesetzes gelten entsprechend.
§ 32 Überschrift: IdF d. Art. 4 Nr. 18 Buchst. a G v. 30.7.2004 I 1950 mWv 1.1.2005
§ 32 Abs. 1 Nr. 1: IdF d. Art. 24 Nr. 2 G v. 21.6.2005 I 1818 mWv 1.7.2005 u. d. Art. 2 G v. 26.2.2008 I 215 mWv 1.3.2008
§ 32 Abs. 1 Nr. 2: IdF d. Art. 4 Nr. 18 Buchst. b G v. 30.7.2004 I 1950 mWv 1.1.2005
§ 32 Abs. 1 Nr. 5 u. 6: Eingef. durch Art. 13 Nr. 12 Buchst. a G v. 9.1.2002 I 361 mWv 1.1.2002
§ 32 Abs. 1 Nr. 7: Eingef. durch Art. 13 Nr. 12 Buchst. a G v. 9.1.2002 I 361 mWv 1.1.2002; idF d. Art. 2 Nr. 7 Buchst. a G v. 14.3.2005 I 721 mWv 18.3.2005 u. d. Art. 2 Nr. 17 nach Maßgabe d. Art. 13 G v. 2.2.2016 I 130 mWv 5.2.2016
§ 32 Abs. 1 Nr. 8: Früher Nr. 5 gem. Art. 13 Nr. 12 Buchst. b G v. 9.1.2002 I 361 mWv 1.1.2002
§ 32 Abs. 1 Nr. 9: Früher Nr. 6 gem. Art. 13 Nr. 12 Buchst. b G v. 9.1.2002 I 361 mWv 1.1.2002; idF d. Art. 2 Nr. 7 Buchst. b G v. 14.3.2005 I 721 mWv 18.3.2005
§ 32 Abs. 1 Nr. 10: Eingef. durch Art. 2 Nr. 7 Buchst. b G v. 14.3.2005 I 721 mWv 18.3.2005; idF d. Art. 4 Nr. 17 Buchst. a G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007
§ 32 Abs. 1 Nr. 11: Eingef. durch Art. 4 Nr. 17 Buchst. b G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007; idF d. Art. 3 Nr. 4 Buchst. a G v. 23.6.2017 I 1822 mWv 26.6.2017 (bezeichnet als Abs. 1 Satz 1 Nr. 11)
§ 32 Abs. 1 Nr. 12: Eingef. durch Art. 3 Nr. 4 Buchst. b G v. 23.6.2017 I 1822 mWv 26.6.2017 (bezeichnet als Abs. 1 Satz 1 Nr. 12)
§ 32 Abs. 2: IdF d. Art. 13 Nr. 12 Buchst. c G v. 9.1.2002 I 361 mWv 1.1.2002
Die in § 32 bezeichneten Stellen können zum Abruf von Daten im automatisierten Verfahren zugelassen werden. § 22 Abs. 1 Satz 2 und 3 und Abs. 2 bis 4 gilt entsprechend.
Kapitel 4 Rechte des Betroffenen
(3) Sind die Daten des Betroffenen von einer der in § 20 Abs. 1 bezeichneten öffentlichen Stellen, den Polizeivollzugsbehörden oder den Staatsanwaltschaften an das Register übermittelt worden, ist die Auskunft über die Herkunft der Daten nur mit deren Einwilligung zulässig. Dasselbe gilt für die Auskunft über den Empfänger oder Kategorien von Empfängern der Daten, soweit sie an die in Satz 1 bezeichneten Stellen oder an Gerichte übermittelt worden sind. Die Einwilligung darf nur unter den in Absatz 2 bezeichneten Voraussetzungen versagt werden. Die in § 20 Abs. 1 bezeichneten öffentlichen Stellen können ihre Einwilligung darüber hinaus unter den in § 15 Abs. 2 Nr. 2 des Bundesverfassungsschutzgesetzes, auch in Verbindung mit § 22 des BND-Gesetzes und § 9 des MAD-Gesetzes, bezeichneten Voraussetzungen versagen.
(5) Wird dem Betroffenen keine Auskunft erteilt, ist sie auf sein Verlangen dem Bundesbeauftragten für den Datenschutz zu erteilen, soweit nicht die Daten des Betroffenen von einer der in § 20 Abs. 1 bezeichneten öffentlichen Stelle übermittelt worden sind und die jeweils zuständige oberste Bundesbehörde im Einzelfall feststellt, daß dadurch die Sicherheit des Bundes oder eines Landes gefährdet würde. Die Mitteilung des Bundesbeauftragten an den Betroffenen darf keine Rückschlüsse auf den Erkenntnisstand der speichernden Stelle zulassen, sofern diese nicht einer weitergehenden Auskunft zustimmt.
§ 34 Abs. 1 Satz 1: IdF d. Art. 4 Nr. 19 Buchst. a G v. 30.7.2004 I 1950 mWv 1.1.2005
§ 34 Abs. 3 Satz 2: IdF d. Art. 4 Nr. 19 Buchst. b G v. 30.7.2004 I 1950 mWv 1.1.2005
§ 34 Abs. 3 Satz 4: IdF d. Art. 3 Abs. 4 Nr. 2 G v. 23.12.2016 I 3346 mWv 31.12.2016
§ 34 Abs. 4 Satz 2: IdF d. Art. 82 G v. 29.3.2017 I 626 mWv 5.4.2017
§ 34 Abs. 5 Satz 1: IdF d. Art. 4 Nr. 18 G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007
(1) Die Kontrolle der Durchführung des Datenschutzes obliegt nach § 24 Absatz 1 des Bundesdatenschutzgesetzes der oder dem Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit. Die von den Ländern in das Ausländerzentralregister eingegebenen Datensätze können auch von den jeweiligen Landesbeauftragten für den Datenschutz im Zusammenhang mit der Wahrnehmung ihrer Prüfungsaufgaben in den Ländern kontrolliert werden, soweit die Länder nach § 8 Absatz 1 verantwortlich sind. Die oder der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit arbeitet insoweit mit den Landesbeauftragten für den Datenschutz zusammen.
§ 34a: Eingef. durch Art. 2 Nr. 18 nach Maßgabe d. Art. 13 G v. 2.2.2016 I 130 mWv 5.2.2016
Kapitel 5 Berichtigung, Löschung und Sperrung von Daten
Die Registerbehörde hat die nach den §§ 3 bis 5 und 29 gespeicherten Daten zu berichtigen, wenn sie unrichtig sind.
(1) Die Registerbehörde hat Daten spätestens mit Fristablauf zu löschen. Bei der Datenübermittlung teilt die übermittelnde Stelle für sie geltende Löschungsfristen mit. Die Registerbehörde hat die jeweils kürzere Frist zu beachten. Eine Löschung hat unverzüglich zu erfolgen, wenn die Speicherung der Daten unzulässig war.
(2) Die Daten sind auch unverzüglich zu löschen, wenn der Betroffene die deutsche Staatsangehörigkeit erworben hat oder die Registerbehörde nach der Speicherung seiner Daten erfährt, daß er Deutscher im Sinne des Artikels 116 Abs. 1 des Grundgesetzes ist. Eine Löschung erfolgt ferner, wenn die Registerbehörde auf Grund einer Mitteilung nach § 8 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 davon ausgehen kann, daß auch andere öffentliche Stellen die Daten für ihre Aufgabenerfüllung nicht mehr benötigen.
(3) Die Ausländerbehörden teilen der Registerbehörde vollzogene Einbürgerungen mit, sobald sie davon Kenntnis erhalten.
die Richtigkeit von dem Betroffenen bestritten wird und weder die Richtigkeit noch die Unrichtigkeit von der Registerbehörde, der aktenführenden Ausländerbehörde oder der Stelle, die die Daten an die Registerbehörde übermittelt hat, festgestellt werden kann oder
§ 20 Abs. 5 des Bundesdatenschutzgesetzes findet keine Anwendung.
(2) Gesperrte Daten sind mit einem Sperrvermerk zu versehen. Sie dürfen außer zur Prüfung der Richtigkeit ohne Einwilligung des Betroffenen nicht verarbeitet oder genutzt werden. Nach Absatz 1 Nr. 1 gesperrte Daten dürfen unter Hinweis auf den Sperrvermerk außerdem verwendet werden, soweit dies für Zwecke der Strafverfolgung erforderlich ist.
§ 37 Abs. 1 Satz 2: Eingef. durch Art. 4 Nr. 20 G v. 30.7.2004 I 1950 mWv 1.1.2005
(1) Die Registerbehörde hat im Fall einer Berichtigung, Löschung oder Sperrung den Empfänger der betreffenden Daten zu unterrichten, wenn dies zur Wahrung überwiegender schutzwürdiger Interessen des Betroffenen erforderlich ist. Sie hat auch diejenige Stelle zu unterrichten, die ihr diese Daten übermittelt hat.
Kapitel 6 Weitere Behörden
Auf Aufsichtsbehörden sind die für die beaufsichtigten Behörden jeweils geltenden Vorschriften dieses Gesetzes entsprechend anzuwenden, soweit dies für die Ausübung ihrer Aufsichtsfunktion erforderlich ist. Ein Abruf von Daten im automatisierten Verfahren ist unzulässig.
Kapitel 7 Schlußvorschriften
von der Registerbehörde gespeichert werden,
an und durch die Registerbehörde übermittelt oder innerhalb der Registerbehörde weitergegeben werden;
der Übermittlung von Daten an und durch die Registerbehörde, insbesondere der Direkteingabe von Daten und des Datenabrufs im automatisierten Verfahren, sowie der Weitergabe innerhalb der Registerbehörde,
der Identitätsprüfung nach § 10 Abs. 3, § 21 Abs. 3 und § 31 Abs. 1,
bei Gruppenauskünften,
der Übermittlungssperren, der Sperrung von Daten und der Auskunft an den Betroffenen,
bei der Fertigung, Aufbewahrung, Nutzung, Löschung oder Vernichtung der im Gesetz vorgesehenen Aufzeichnungen und der Begründungstexte nach § 6 Abs. 5;
die im Hinblick auf die Zweckbindung angemessenen Fristen für die Löschung der im Ausländerzentralregister gespeicherten Daten;
Regelungen über die elektronische Registerführung und die elektronische Datenübermittlung zwischen der Registerbehörde und den mit der Durchführung ausländer- und asylrechtlicher Vorschriften beauftragten Behörden und anderen öffentlichen Stellen, die sich auf die technischen Grundsätze des Aufbaus der verwendeten Standards und das Verfahren der Datenübermittlung beziehen.
(2) Das Bundesministerium des Innern kann ohne Zustimmung des Bundesrates durch Rechtsverordnung Einzelheiten über die Festsetzung von Gebühren und die Erstattung von Auslagen für die Datenübermittlung nach § 27 bestimmen.
§ 40: Früherer Abs. 2 aufgeh., früherer Abs. 1 jetzt einziger Text gem. Art. 3 Abs. 10 Nr. 2 G v. 7.8.2013 I 3154 mWv 14.8.2016; Art. 3 aufgeh. durch Art. 2 G v. 18.7.2016 I 1666
§ 40 Abs. 1 Nr. 4: IdF d. Art. 5 Nr. 4 Buchst. a G v. 22.11.2011 I 2258 mWv 26.11.2011 u. d. Art. 2 Nr. 19 nach Maßgabe d. Art. 13 G v. 2.2.2016 I 130 mWv 5.2.2016
§ 40 Abs. 1 Nr. 5: Eingef. durch Art. 5 Nr. 4 Buchst. b G v. 22.11.2011 I 2258 mWv 26.11.2011
(1) Das Bundesministerium des Innern erläßt mit Zustimmung des Bundesrates allgemeine Verwaltungsvorschriften zu diesem Gesetz und zu den auf Grund dieses Gesetzes erlassenen Rechtsverordnungen. Bei bundeseigener Verwaltung bedürfen die allgemeinen Verwaltungsvorschriften nicht der Zustimmung des Bundesrates.
(2) Das Bundesministerium des Innern benennt in einer Dienstvorschrift die Daten, die von der Registerbehörde nach § 20 Abs. 1 übermittelt werden. Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz ist vor Erlaß der Dienstvorschrift anzuhören.
personenbezogene Daten entgegen § 25 Abs. 3 Satz 1, auch in Verbindung mit § 27 Abs. 1 Satz 3, verwendet, indem er sie innerhalb der nichtöffentlichen Stelle weitergibt.
§ 43: Aufhebungsvorschrift
Von den in diesem Gesetz getroffenen Regelungen des Verwaltungsverfahrens der Länder kann mit Ausnahme von § 5 Abs. 4 Satz 1, § 10 Abs. 3 Satz 3 und § 11 Abs. 1 nicht durch Landesrecht abgewichen werden.
§ 44: IdF d. Art. 4 Nr. 19 G v. 19.8.2007 I 1970 mWv 28.8.2007

References: Art. 4

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