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Timestamp: 2016-10-26 23:10:45+00:00

Document:
2C_790/2012 (28.08.2012)
2C_790/2012
Bundesrichter Seiler, Bundesrichterin Aubry Giradin,
Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich, 4. Kammer, vom 23. April 2012.
1.1 X.________ (geb. 1974) stammt aus dem Kosovo. Er heiratete am 19. September 2006 eine um 16 Jahre �ltere Schweizer B�rgerin, worauf ihm eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei jener erteilt wurde. In der Folge erkl�rte die Gattin wiederholt, die Gemeinschaft sei aufgegeben bzw. gegen ein Geldversprechen eingegangen worden, kam jedoch regelm�ssig wieder hierauf zur�ck. Am 4. Januar 2011 lehnte das Migrationsamt des Kantons Z�rich es ab, die Bewilligung von X.________ zu verl�ngern. Das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich best�tigte diesen Entscheid kantonal letztinstanzlich am 23. April 2012.
1.2 Das Urteil wurde dem Vertreter von X.________ am 23. April 2012 per Einschreiben zugestellt und am 8. Mai 2012 als nicht abgeholt an das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich retourniert. X.________ nahm es dort am 27. Juli 2012 in Empfang. Er ersucht mit Eingabe an das Bundesgericht vom 22. August 2012 darum, die Beschwerdefrist wiederherzustellen und den Entscheid des Verwaltungsgerichts aufzuheben bzw. seine Aufenthaltsbewilligung zu verl�ngern.
2.1 Eine vers�umte Frist kann nach Art. 50 Abs. 1 BGG wiederhergestellt werden, wenn eine Partei oder ihr Vertreter unverschuldeterweise davon abgehalten worden ist, fristgerecht zu handeln, sofern die Partei unter Angaben des Grundes innert 30 Tagen nach Wegfall des Hindernisses darum ersucht und die vers�umte Rechtshandlung nachholt. Die Wiederherstellung setzt voraus, dass die ersuchende Partei bzw. deren Vertreter klarerweise kein Verschulden an der Vers�umnis trifft und auch bei gewissenhaftem Vorgehen nicht rechtzeitig h�tte gehandelt werden k�nnen; es gilt hierbei praxisgem�ss ein strenger Massstab (vgl. BGE 119 II 86 ff. zum mit Art. 50 Abs. 1 BGG im Wesentlichen �bereinstimmenden Art. 35 Abs. 1 OG; zu Art. 50 BGG; Urteil 2F/2010 vom 15. Oktober 2010 E. 3.2; AMSTUTZ/ARNOLD, in: Niggli/Uebersax/Wipr�chtiger [Hrsg.], BSK Bundesgerichtsgesetz, 2. Aufl. 2011, N. 5 ff. zu Art. 50 BGG).
2.2 Das Urteil ist dem fr�heren Vertreter des Beschwerdef�hrers zugestellt, aber unbestrittenermassen nicht fristgerecht abgeholt worden. Nach Art. 44 Abs. 2 BGG gilt eine Mitteilung, die nur gegen Unterschrift des Adressaten oder der Adressatin oder einer anderen berechtigten Person �berbracht wird, sp�testens am siebten Tag nach dem ersten erfolglosen Zustellungsversuch als erfolgt. Der Beschwerdef�hrer macht zwar geltend, sein Vertreter sei aus "gesundheitlichen Gr�nden" nicht in der Lage gewesen, die Sendung auf der Post abzuholen. Er verweist diesbez�glich indessen ausschliesslich auf ein entsprechendes Schreiben seines fr�heren Rechtsberaters selber; er legt jedoch keinerlei �rztliche Zeugnisse vor und weist nicht einmal daraufhin, welcher Natur dessen Erkrankung gewesen sein soll. Dies gen�gt nicht, um ein Fristwiederherstellungsgesuch rechtsgen�gend zu begr�nden (Art. 42 BGG). Es ist im �brigen auch nicht ersichtlich, warum der Vertreter des Beschwerdef�hrers, der sich praxisgem�ss dessen (Nicht-)Handeln anrechnen lassen muss (vgl. BGE 114 Ib 67 E. 2 und 3 S. 69 ff.; 107 Ia 168 E. 2a S. 169; Urteil 8C_345/2009 vom 2. Juni 2009 E. 1.2), sich trotz seiner Krankheit nicht so h�tte organisieren k�nnen, dass die Gesch�ftspost abgeholt und gesichtet wird. Da der Beschwerdef�hrer bzw. sein fr�herer Vertreter somit nicht mit der n�tigen Sorgfalt gehandelt haben, ist eine Wiederherstellung der Beschwerdefrist im vorliegenden Fall ausgeschlossen. Demzufolge kann auf die Beschwerde, weil versp�tet, nicht eingetreten werden. Mit diesem Prozessentscheid wird das Gesuch um Gew�hrung der aufschiebenden Wirkung gegenstandslos.
Der unterliegende Beschwerdef�hrer hat die Kosten des vorliegenden Verfahrens zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Es sind keine Parteientsch�digungen geschuldet (Art. 68 Abs. 3 BGG).
Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten und dem Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich, 4. Kammer, sowie dem Bundesamt f�r Migration schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 50
 BGE 
 Art. 50
 Art. 35
 Art. 50
 Art. 50
 Art. 44
 BGE