Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VIII%20B%2066/07
Timestamp: 2020-02-26 14:40:45+00:00

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BFH, 20.09.2007 - VIII B 66/07 - dejure.org
BFH, 20.09.2007 - VIII B 66/07
https://dejure.org/2007,16412
BFH, 20.09.2007 - VIII B 66/07 (https://dejure.org/2007,16412)
BFH, Entscheidung vom 20.09.2007 - VIII B 66/07 (https://dejure.org/2007,16412)
BFH, Entscheidung vom 20. September 2007 - VIII B 66/07 (https://dejure.org/2007,16412)
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FGO § 115 Abs. 2 Nr. 2; AO § 162
Anforderungen an die Schätzung von Einkünften aus Kapitalvermögen
Dies gilt auch für die Verletzung der erweiterten Mitwirkungspflichten bei Auslandssachverhalten gemäß § 90 Abs. 2 AO (Senatsurteil vom 7. November 2006 VIII R 81/04, BFHE 215, 66, BStBl II 2007, 364; BFH-Urteil vom 12. Juli 2016 II R 42/14, BFHE 254, 105, BStBl II 2016, 868; Senatsbeschluss vom 20. September 2007 VIII B 66/07, BFH/NV 2007, 2246;… vgl. auch BFH-Urteil vom 11. Dezember 2012 IX R 33/11, BFH/NV 2013, 1057).
Es hat damit zum einen im Ergebnis eine objektive Steuerhinterziehung allein unter Bezugnahme auf die wegen fehlender Mitwirkung des Klägers --und die Annahme einer deshalb nicht weiter gebotenen Sachaufklärung-- gegründete Feststellung zur Zurechnung des Kapitalstamms des Schweizer Depots auf den Kläger bejaht, obwohl dem Steuerpflichtigen nach der BFH-Rechtsprechung bei der Prüfung, ob er objektiv eine Steuerhinterziehung begangen hat, die Verletzung von Mitwirkungspflichten --auch bei Auslandssachverhalten gemäß § 90 Abs. 2 AO-- nicht vorgehalten werden kann (BFH-Urteile in BFHE 215, 66, BStBl II 2007, 364; in BFHE 254, 105, BStBl II 2016, 868; BFH-Beschluss in BFH/NV 2007, 2246).
Dies gilt auch dann, wenn die erweiterte Mitwirkungspflicht bei Auslandssachverhalten gemäß § 90 Abs. 2 AO verletzt worden ist ( BFH-Urteil vom 7. November 2006 VIII R 81/04, BFHE 215, 66, BStBl II 2007, 364 für die Hinzuschätzung von Einkünften aus Kapitalvermögen bei Verletzung der Mitwirkungspflicht seitens des Steuerpflichtigen unter Hinweis auf BFH-Beschluss vom 5. März 1979 GrS 5/77, BFHE 127, 140, BStBl II 1979, 570; ferner BFH-Beschlüsse vom 20. September 2007 VIII B 66/07, BFH/NV 2007, 2246 , vom 24. Januar 2008 VIII B 163/06, BFH/NV 2008, 1099).
Denn in einem solchen Fall wird nicht die Steuerhinterziehung selbst im Schätzungswege festgestellt und auch Sicherheitszuschläge werden nicht gemacht ( BFH-Beschluss vom 20. September 2007 VIII B 66/07, BFH/NV 2007, 2246).
Dies hat das FG gemäß § 96 Abs. 1 Satz 1 1. Halbsatz FGO nach seiner freien, aus dem Gesamtergebnis des Verfahrens gewonnenen Überzeugung zu entscheiden (vgl. BFH-Urteil vom 7. November 2006 VIII R 81/04, BFHE 215, 66, BStBl II 2007, 364; BFH-Beschlüsse vom 20. September 2007 VIII B 66/07, BFH/NV 2007, 2246;… vom 27. März 2007 VIII B 152/05, BFH/NV 2007, 1335, m.w.N.).
Hierüber hat das Gericht gemäß § 96 Abs. 1 Satz 1 FGO nach seiner freien, aus dem Gesamtergebnis des Verfahrens gewonnenen Überzeugung zu entscheiden (vgl. die BFH-Entscheidungen vom 7. November 2006 VIII R 81/04, BStBl II 2007, 364, vom 20. September 2007 VIII B 66/07, BFH/NV 2007, 2246, vom 27. März 2007 VIII B 152/05, BFH/NV 2007, 1335, vom 29. Januar 2008 VIII B 37/07, juris, in BStBl II 2009, 842 und vom 12. Juli 2016 II R 42/14, BStBl II 2016, 868).
Aufgrund des Gesamtergebnisses des Verfahrens ist das Gericht davon überzeugt, dass die festgesetzten Steuern auf hinterzogenen Beträgen beruhen und dass der Kläger mindestens Kapitalerträge in der vom Finanzamt geschätzten Höhe erzielt hat (vgl. BFH-Beschluss vom 20.09.2007 VIII B 66/07, BFH/NV 2007, 2246; BFH-Urteil vom 07.11.2006 VIII R 81/04, BStBl II 2007, 364).

References: § 115
 § 162
 § 90
 § 90
 § 90
 § 96
 § 96