Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20110916_OGH0002_0020OB00070_11Z0000_000&IncludeSelf=True
Timestamp: 2020-02-28 11:06:56+00:00

Document:
RIS - Rechtssätze und Entscheidungstext 2Ob70/11z - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 2Ob789/54 8Ob214/78 8Ob...
RS0031031
2Ob789/54; 8Ob214/78; 8Ob75/79; 2Ob70/11z; 2Ob36/15f; 2Ob71/16d; 2Ob164/17g
ABGB §1325 E2
Ein Abfindungsvergleich über Schmerzengeld erstreckt sich im Zweifel nur auf schon bekannte oder doch vorhersehbare Unfallsfolgen.
2 Ob 789/54
Entscheidungstext OGH 22.12.1954 2 Ob 789/54
8 Ob 214/78
Entscheidungstext OGH 15.02.1979 8 Ob 214/78
Beisatz: Daher ergänzende Bemessung. (T1)
Veröff: ZVR 1979/265 S 311
8 Ob 75/79
Entscheidungstext OGH 10.05.1979 8 Ob 75/79
ECLI:AT:OGH0002:1954:RS0031031
JJR_19541222_OGH0002_0020OB00789_5400000_001
Rechtssatz für 1Ob466/57 1Ob348/60 4Ob...
RS0032453
1Ob466/57; 1Ob348/60; 4Ob160/35; 6Ob281/67; 5Ob7/69; 4Ob19/74; 2Ob125/75; 1Ob173/75; 7Ob579/76 (7Ob580/76); 3Ob504/77; 8Ob105/79; 4Ob79/80; 1Ob575/81; 1Ob639/81; 6Ob712/81; 7Ob619/82; 4Ob137/83; 1Ob557/86; 7Ob35/87; 4Ob550/87; 9ObA48/87; 8Ob84/87; 7Ob510/89; 9ObA237/89; 9ObA132/90; 9ObA316/90; 9ObA1002/91; 9ObA96/92 (9ObA97/92); 9ObA214/92; 7Ob511/93 (7Ob564/93); 9Ob504/94; 6Ob1665/95; 9ObA188/95; 8ObA2093/96v; 7Ob74/99d; 10ObS211/99y; 8ObA175/01w; 9ObA138/02p; 7Ob168/03m; 1Ob239/05m; 8ObA78/06p; 2Ob83/06d; 9ObA177/05b; 1Ob73/09f; 2Ob262/08f; 1Ob224/09m; 10Ob54/11f; 2Ob70/11z; 8ObA97/11i; 2Ob45/12z; 9ObA92/12p; 3Ob17/15v; 6Ob151/18a; 5Ob144/18i; 8Ob122/18a
ABGB §1385 D
Der allgemeine Vergleich erstreckt sich auch auf Fälle, an die die Parteien nicht gedacht haben, aber nicht auf solche, an die sie nicht denken konnten.
1 Ob 466/57
Entscheidungstext OGH 04.12.1957 1 Ob 466/57
1 Ob 348/60
Entscheidungstext OGH 14.12.1960 1 Ob 348/60
4 Ob 160/35
Entscheidungstext OGH 09.05.1935 4 Ob 160/35
Ähnlich; Beisatz: Abfindungsvergleich (T1) Veröff: SZ 17/81
Ähnlich; BAG vom 14.07.1960, 2 AZR 485/59
5 Ob 7/69
Entscheidungstext OGH 05.03.1969 5 Ob 7/69
Beisatz: Ob sie daran gedacht haben, ist eine Tatfrage, ob sie daran denken konnten, ist eine Rechtsfrage. (T2)
4 Ob 19/74
Entscheidungstext OGH 14.05.1974 4 Ob 19/74
Beisatz: Abfindungsvergleich erfasst durch Urlaubsentschädigung. (T3) Veröff: Arb 9209 = SozM IE,112
2 Ob 125/75
Entscheidungstext OGH 28.08.1975 2 Ob 125/75
1 Ob 173/75
Entscheidungstext OGH 10.09.1975 1 Ob 173/75
Veröff: EvBl 1976/91 S 178
Entscheidungstext OGH 29.04.1976 7 Ob 579/76
3 Ob 504/77
Entscheidungstext OGH 29.03.1977 3 Ob 504/77
nur: Der allgemeine Vergleich erstreckt sich auch auf Fälle, an die die Partei nicht gedacht haben, aber nicht auf solche, an die sie nicht denken konnten. (T4) Veröff: EvBl 1977/266 S 663
Beisatz: Die Bereinigungswirkung des Vergleiches erfasst nur die den Parteien damals bekannten oder erkennbaren Folgen, nicht aber die damals nicht vorhersehbaren weiteren Beeinträchtigungen. (T5)
4 Ob 79/80
Entscheidungstext OGH 01.07.1980 4 Ob 79/80
Beisatz: Bereinigungswirkung eines anlässlich der Auflösung eines Arbeitsverhältnisses abgeschlossenen Vergleiches (Lohnsteuerschuld). (T6)
1 Ob 575/81
Entscheidungstext OGH 20.05.1981 1 Ob 575/81
Beisatz: Scheidung (T7)
Beisatz: Hier: Dauerschuldverhältnis. (T8)
6 Ob 712/81
Entscheidungstext OGH 02.12.1981 6 Ob 712/81
Vgl auch; Beisatz: Nachträgliche Steuervorschreibung. (T9)
7 Ob 619/82
Entscheidungstext OGH 27.01.1983 7 Ob 619/82
Beis wie T5; Beisatz: Nicht erfasst werden jene Ansprüche, die eine Seite der anderen geflissentlich verheimlicht. (T10) Veröff: SZ 60/148 = EvBl 1988/48 S 274 = RdW 1987,406 = VersRdSch 1988,97 = JBl 1988,118 = VersR 1988,839
4 Ob 550/87
Entscheidungstext OGH 29.09.1987 4 Ob 550/87
Beis wie T6; Beisatz: Schadenersatz (T11)
9 ObA 48/87
Entscheidungstext OGH 18.11.1987 9 ObA 48/87
Veröff: JBl 1988,396 = RdW 1988,298 = Arb 10676
Vgl auch; Veröff: ZVR 1989/15 S 22
9 ObA 237/89
Entscheidungstext OGH 13.09.1989 9 ObA 237/89
Beisatz: Hier: Verzicht auf allfällige Schadenersatzansprüche wegen Unterversicherung bei Sozialversicherung durch Arbeitgeber. (T12); Beisatz: § 48 ASGG (T13)
9 ObA 132/90
Entscheidungstext OGH 23.05.1990 9 ObA 132/90
9 ObA 316/90
Entscheidungstext OGH 30.01.1991 9 ObA 316/90
9 ObA 1002/91
Entscheidungstext OGH 27.02.1991 9 ObA 1002/91
Auch; Beisatz: Grundsätzlich bilden nur die Verhältnisse zur Zeit des Vergleichsabschlusses den Gegenstand des Vergleichs und damit auch seiner Bereinigungswirkung. Änderungen, die erst nach Vergleichsabschluss eintreten, sind vom Vergleich nicht umfasst. (Hier: Anwartschaftsrecht auf später anfallende Firmenpension nicht von Vergleich umfasst). (T14) Veröff: Arb 11040 = RdW 1993,46
7 Ob 511/93
Entscheidungstext OGH 16.06.1993 7 Ob 511/93
Auch; Beis wie T14 nur: Änderungen, die erst nach Vergleichsabschluss eintreten, sind vom Vergleich nicht umfasst. (T15)
Auch; Beisatz: Sollen einzelne Ansprüche nicht mitverglichen werden, bedarf es eines diesbezüglichen Vorbehalts (JBl 1988, 396 ua). (T16)
8 ObA 2093/96v
Entscheidungstext OGH 23.05.1996 8 ObA 2093/96v
Vgl auch; Beis wie T14 nur: Grundsätzlich bilden nur die Verhältnisse zur Zeit des Vergleichsabschlusses den Gegenstand des Vergleichs und damit auch seiner Bereinigungswirkung. Änderungen, die erst nach Vergleichsabschluss eintreten, sind vom Vergleich nicht umfasst. (T17)
8 ObA 175/01w
Entscheidungstext OGH 24.01.2002 8 ObA 175/01w
9 ObA 138/02p
Entscheidungstext OGH 18.12.2002 9 ObA 138/02p
Auch; Beisatz: Die Bereinigungswirkung eines Vergleichs erstreckt sich "im Zweifel" auf alle gegenseitigen Forderungen, an die die Parteien denken konnten. (T18)
Vgl; Beisatz: Hier: Der Anspruch der Beklagten auf Leistung aus einem Unfallversicherungsvertrag, der zu den ehelichen Ersparnissen gehörte und der Aufteilung unterlägen wäre, ist von der Bereinigungswirkung des Scheidungsvergleiches umfasst und kann nicht gesondert geltend gemacht werden. (T19); Veröff: SZ 2003/102
1 Ob 239/05m
Entscheidungstext OGH 07.03.2006 1 Ob 239/05m
Auch; Beis wie T8; Beisatz: Diese Bereinigungswirkung tritt auch dann ein, wenn in den Vergleich keine Generalklausel aufgenommen wurde. (T20)
Beis wie T8; Beis wie T18; Beis wie T20
9 ObA 177/05b
Entscheidungstext OGH 20.12.2006 9 ObA 177/05b
Vgl auch; Ähnlich T14
1 Ob 73/09f
Entscheidungstext OGH 09.06.2009 1 Ob 73/09f
Vgl auch; Beis wie T14; Beisatz: Grundsätzlich werden auch allfällige steuerliche Nachteile oder Vorteile aus einer geänderten Besteuerung vom Vergleich erfasst. (T21); Beisatz: Im vorliegenden Fall kam es aber nicht (bloß) zu einer geänderten Besteuerung, sondern zu einer irrtümlichen Rückerstattung der abgeführten Kapitalertragsteuer an die beklagte Partei anstatt - richtigerweise - an die klagende Partei durch den beim Finanzamt tätigen Sachbearbeiter, die für die klagende Partei im Zeitpunkt des Vergleichsabschlusses nicht voraussehbar war. Den daraus gegenüber der beklagten Partei resultierenden Rückforderungsanspruch konnte die klagende Partei auch bei pflichtgemäßer Sorgfalt nicht bedenken. (T22)
nur T4; Beisatz: Allgemeine Vergleiche erstrecken sich nicht auf jene Ansprüche, mit deren späterem Entstehen die Parteien trotz Anwendung der pflichtgemäßen Sorgfalt nicht rechnen konnten. (T23)
Auch Beis wie T17
Auch Beis wie T18; Auch Beis wie T23; Beisatz: Von der vergleichsweisen Bereinigung sind sämtliche den Parteien bei Vergleichsabschluss bekannten oder bei Anwendung pflichtgemäßer Sorgfalt erkennbaren Ansprüche des Klägers umfasst. (T24)
6 Ob 151/18a
Entscheidungstext OGH 25.10.2018 6 Ob 151/18a
Auch; Beis wie T2; Beis wie T23; Beis wie T24; Beisatz: Die Bereinigungswirkung bezieht sich dann auf alle naheliegenden Ansprüche, die mit dem bereinigten Rechtsverhältnis typischerweise im Zusammenhang stehen. (T25)
Auch; Beis wie T18; Beis wie T20; Beis wie T24
ECLI:AT:OGH0002:1957:RS0032453
JJR_19571204_OGH0002_0010OB00466_5700000_001
Rechtssatz für 6Ob280/62 6Ob282/63 6Ob...
6Ob280/62; 6Ob282/63; 6Ob196/64; 6Ob344/65; 8Ob58/67; 5Ob7/69; 1Ob239/70; 1Ob85/73; 7Ob226/73; 4Ob19/74; 3Ob504/77; 8Ob205/77; 3Ob560/78; 3Ob592/77; 8Ob105/79; 5Ob697/79; 8Ob304/79; 4Ob79/80; 8Ob140/80; 1Ob575/81; 1Ob639/81; 2Ob69/82; 7Ob619/82; 7Ob507/86; 3Ob583/86; 4Ob550/87; 9ObA28/88; 8Ob84/87; 8Ob1528/88; 3Ob540/89; 9ObA132/90; 7Ob192/05v; 1Ob73/09f; 2Ob70/11z; 2Ob45/12z; 4Ob114/17v; 2Ob24/19x
Zur Bereinigungswirkung des Vergleiches.
Entscheidungstext OGH 24.10.1962 6 Ob 280/62
6 Ob 282/63
Entscheidungstext OGH 13.11.1963 6 Ob 282/63
6 Ob 196/64
Entscheidungstext OGH 13.07.1964 6 Ob 196/64
6 Ob 344/65
Entscheidungstext OGH 26.01.1966 6 Ob 344/65
8 Ob 58/67
Entscheidungstext OGH 14.03.1967 8 Ob 58/67
Veröff: EvBl 1969/304 S 465
1 Ob 239/70
Entscheidungstext OGH 26.11.1970 1 Ob 239/70
1 Ob 85/73
Entscheidungstext OGH 23.05.1973 1 Ob 85/73
7 Ob 226/73
Entscheidungstext OGH 21.11.1973 7 Ob 226/73
Beisatz: Die Parteien können auf das, was strittig war, nicht mehr zurückgreifen. (T1)
Veröff: Arb 9209 = SozM IE/112
Veröff: EvBl 1977/266 S 663
8 Ob 205/77
Entscheidungstext OGH 18.01.1978 8 Ob 205/77
3 Ob 560/78
Entscheidungstext OGH 04.04.1978 3 Ob 560/78
3 Ob 592/77
Entscheidungstext OGH 17.10.1978 3 Ob 592/77
Beisatz: Die Bereinigungswirkung des Vergleiches erfasst nur die den Parteien damals bekannten oder erkennbaren Folgen, nicht aber die damals nicht vorhersehbaren weiteren Beeinträchtigungen. (T2)
5 Ob 697/79
Entscheidungstext OGH 06.11.1979 5 Ob 697/79
Beisatz: Bereinigungswirkung eines anlässlich der Auflösung eines Arbeitsverhältnisses abgeschlossenen Vergleiches (Lohnsteuerschuld). (T3)
Beisatz: Scheidung (T4)
Auch; Beisatz: Abstrakte Rente. (T5)
7 Ob 507/86
Entscheidungstext OGH 20.02.1986 7 Ob 507/86
Entscheidungstext OGH 03.12.1986 3 Ob 583/86
9 ObA 28/88
Entscheidungstext OGH 16.03.1988 9 ObA 28/88
8 Ob 1528/88
Entscheidungstext OGH 06.10.1988 8 Ob 1528/88
Beis wie T1; Beisatz: Dies gilt nur für die Frage, in welchem Umfang ein Anspruch durch den Vergleich festgelegt wird, und hat keinen Einfluss darauf, ob sich die Verhältnisse seither wesentlich geändert haben und deshalb eine Änderung des verglichenen Anspruchs begehrt werden kann. Wenn nichts anderes vereinbart wurde, bilden den Gegenstand des Vergleiches und damit auch seiner Bereinigungswirkung nur die Verhältnisse zur Zeit des Abschlusses. Später eintretende Änderungen können daher von der Bereinigungswirkung nicht erfasst sein. Den Parteien ist es demnach nicht verwehrt, eine wesentliche Änderung auch von solchen Umständen geltend zu machen, die bei Abschluss des Vergleiches strittig waren. (T6) Veröff: JBl 1989,724
7 Ob 192/05v
Entscheidungstext OGH 28.09.2005 7 Ob 192/05v
Vgl auch; Beisatz: Grundsätzlich werden auch allfällige steuerliche Nachteile oder Vorteile aus einer geänderten Besteuerung vom Vergleich erfasst. (T7); Beisatz: Im vorliegenden Fall kam es aber nicht (bloß) zu einer geänderten Besteuerung, sondern zu einer irrtümlichen Rückerstattung der abgeführten Kapitalertragsteuer an die beklagte Partei anstatt - richtigerweise - an die klagende Partei durch den beim Finanzamt tätigen Sachbearbeiter, die für die klagende Partei im Zeitpunkt des Vergleichsabschlusses nicht voraussehbar war. Den daraus gegenüber der beklagten Partei resultierenden Rückforderungsanspruch konnte die klagende Partei auch bei pflichtgemäßer Sorgfalt nicht bedenken. (T8)
Beis wie T2; Beisatz: Welche zwischen den Parteien strittigen Punkte von der Bereinigungswirkung des Vergleichs umfasst werden sollen, ist keine Frage einer bloß allgemeinen Umschreibung behaupteter Ansprüche, sondern einer individuellen Abgrenzung des Umfangs der Vergleichswirkungen und damit auch einer individuellen Umschreibung der durch die Leistung des Vertragspartners abgegoltenen Ansprüche. (T9)
Vgl; Beis wie T2; Beisatz: Von der vergleichsweisen Bereinigung sind sämtliche den Parteien bei Vergleichsabschluss bekannten oder bei Anwendung pflichtgemäßer Sorgfalt erkennbaren Ansprüche des Klägers umfasst. (T10)
Vgl; Beisatz: Die Verhältnisse zur Zeit des Vergleichsabschlusses bilden – wenn nichts anderes vereinbart wurde – den Gegenstand des Vergleichs und damit auch seiner Bereinigungswirkung. Nur später eintretende Änderungen der Verhältnisse sind von der Bereinigungswirkung des Vergleichs nicht erfasst. (T11)
Vgl; Beis wie T2; Beisatz: Hier: Einverständliche Teilbemessung des Schmerzengelds. (T12)
ECLI:AT:OGH0002:1962:RS0032429
JJR_19621024_OGH0002_0060OB00280_6200000_002
Rechtssatz für 5Ob55/67 2Ob181/68 2Ob1...
5Ob55/67; 2Ob181/68; 2Ob127/70; 2Ob110/73; 2Ob269/76; 8Ob61/77; 8Ob136/77; 6Ob684/79; 8Ob218/80; 8Ob61/86; 1Ob555/88 (1Ob556/88); 2Ob162/88; 2Ob75/89; 1Ob661/89; 1Ob56/97k; 2Ob369/97x; 5Ob242/03d; 2Ob150/06g; 2Ob233/06p; 6Ob185/09p; 3Ob241/10b; 3Ob128/11m; 2Ob240/10y; 2Ob70/11z; 5Ob41/19v
Auch künftig zu erwartende Schmerzen können bei der Bemessung des Schmerzengeldes berücksichtigt werden (so schon GlUNF 5224, JBl 1956,153).
5 Ob 55/67
Entscheidungstext OGH 22.03.1967 5 Ob 55/67
Veröff: SZ 41/79
2 Ob 127/70
Entscheidungstext OGH 30.04.1970 2 Ob 127/70
2 Ob 110/73
Entscheidungstext OGH 12.07.1973 2 Ob 110/73
2 Ob 269/76
Entscheidungstext OGH 27.01.1977 2 Ob 269/76
6 Ob 684/79
Entscheidungstext OGH 14.11.1979 6 Ob 684/79
Vgl; Beisatz: Hier: Künftige, nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge zu erwartende körperliche und seelische Schmerzen müssen einbezogen werden. Ausgenommen bleiben solche künftige Verletzungsfolgen und Schmerzen, deren Eintritt noch nicht vorhersehbar ist oder deren Ausmaß auch nicht so weit abgeschätzt werden kann, dass eine Globalbemessung möglich ist. (T1)
1 Ob 555/88
Entscheidungstext OGH 18.05.1988 1 Ob 555/88
Beis wie T1 nur: Künftige, nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge zu erwartende körperliche und seelische Schmerzen müssen einbezogen werden. (T2)
2 Ob 162/88
Entscheidungstext OGH 24.01.1989 2 Ob 162/88
2 Ob 75/89
Entscheidungstext OGH 20.06.1989 2 Ob 75/89
Beis wie T1; Veröff: ZVR 1991/158 S 377
1 Ob 661/89
Entscheidungstext OGH 15.11.1989 1 Ob 661/89
Beis wie T1; Veröff: RZ 1992/41 S 99
2 Ob 369/97x
Entscheidungstext OGH 20.11.1997 2 Ob 369/97x
Vgl; Beisatz: Stehen künftige, zeitlebens zu erduldende Schmerzen des Verletzten im Grunde fest, können sie jedoch nach ihrer Dauer und Intensität der einzelnen Schmerzattacken nicht "eingegrenzt" (= festgestellt) werden, weil solche Schmerzen von nicht vorauszusehenden willkürlichen und unwillkürlichen Bewegungen des Verletzten abhängen, dann sind diese Schmerzen einer unter Anwendung des § 273 ZPO dennoch einer Globalbemessung zu unterziehen. (T3)
Vgl auch; Beis wie T2; Bem: Hier: Zulässigkeit einer Schmerzengeldnachforderung verneint. (T4)
Beisatz: wenn sie vorhersehbar sind und ihr Ausmaß so weit abgeschätzt werden kann, dass eine Globalbemessung möglich ist. (T5)
ECLI:AT:OGH0002:1967:RS0031300
JJR_19670322_OGH0002_0050OB00055_6700000_002
Rechtssatz für 1Ob55/69 4Ob19/74 6Ob65...
RS0032589
1Ob55/69; 4Ob19/74; 6Ob658/77; 1Ob575/81; 1Ob639/81; 6Ob712/81; 8Ob551/82; 1Ob532/85; 4Ob550/87; 9ObA48/87; 1Ob509/88; 7Ob510/89; 9ObA237/89; 9ObA132/90; 1Ob617/91; 7Ob511/93 (7Ob564/93); 3Ob563/95; 9ObA168/99t; 8ObA175/01w; 9ObA138/02p; 8ObA66/03v; 8ObA97/04d; 9ObA10/05v; 9ObA34/05y; 1Ob239/05m; 8ObA78/06p; 1Ob73/09f; 9ObA33/10h; 8ObA21/11p; 2Ob70/11z; 2Ob170/11f; 8ObA18/15b; 2Ob36/15f; 6Ob151/18a; 8Ob122/18a; 2Ob24/19x
1 Ob 55/69
Entscheidungstext OGH 20.03.1969 1 Ob 55/69
Veröff: Arb 9209 = SozM IE,112
Beisatz: Scheidung - auch für den Fall, dass in ihm eine Generalklausel nicht enthalten ist. (T1)
Vgl auch; Beisatz: Nachträgliche Steuerverschreibung. (T2)
8 Ob 551/82
Entscheidungstext OGH 21.04.1983 8 Ob 551/82
1 Ob 532/85
Entscheidungstext OGH 20.03.1987 1 Ob 532/85
Beis wie T1; Veröff: SZ 58/43 = RZ 1986/19 S 38
Beis wie T1 nur: Auch für den Fall, dass in ihm eine Generalklausel nicht enthalten ist. (T3)
Beisatz: Stehen nur Ansprüche aus einem Angestelltenverhältnis zur Diskussion, dann liegt es nahe, nur diese ausdrücklich abschließend zu regeln. (T4)
Veröff: Arb 10676 = RdW 1988,298 = JBl 1988,396
1 Ob 509/88
Entscheidungstext OGH 24.02.1988 1 Ob 509/88
Veröff: SZ 61/44 = EvBl 1988/93 S 458 = RdW 1988,287
Beisatz: Hier: Verzicht auf allfällige Schadenersatzansprüche wegen Unterversicherung bei Sozialversicherung durch Arbeitgeber. (T5) Beisatz: § 48 ASGG (T6)
Beisatz: Im vorliegenden Fall war nur die Regelung des familienrechtlichen, nicht aber des gesellschaftsrechtlichen Dauerschuldverhältnisses Vergleichsgegenstand. (T7)
Auch; Beisatz: Die Bereinigungswirkung eines anlässlich der Auflösung eines Dauerschuldverhältnisses geschlossenen Vergleiches erstreckt sich im Zweifel auf alle aus diesem Dauerschuldverhältnis entstehenden oder damit zusammenhängenden Rechte und Pflichten. (T8)
8 ObA 66/03v
Entscheidungstext OGH 07.08.2003 8 ObA 66/03v
Beisatz: Davon sind auch allfällige steuerliche Nachteile, aber auch Vorteile aus einer geänderten Besteuerung, weil es sich nunmehr um auf Grundlage eines Vergleiches und später ausbezahlte Entgeltbestandteile handelt, erfasst. (T9)
9 ObA 10/05v
Entscheidungstext OGH 29.06.2005 9 ObA 10/05v
Beis wie T8; Beisatz: Generalvergleich. (T10)
9 ObA 34/05y
Entscheidungstext OGH 16.12.2005 9 ObA 34/05y
Beisatz: Die Bereinigungswirkung tritt selbst dann ein, wenn in den Vergleich keine Generalklausel aufgenommen wurde; sie umfasst, wie ein Umkehrschluss aus dem zweiten Satz des § 1389 ABGB ergibt, auch solche Ansprüche, an welche die Parteien im Zeitpunkt des Vergleichsabschlusses zwar nicht gedacht haben, an die sie aber denken konnten. (T11)
Beis wie T3; Beis wie T8; Beis wie T11
Vgl auch; Beis wie T9 nur: Davon sind auch allfällige steuerliche Nachteile, aber auch Vorteile aus einer geänderten Besteuerung, erfasst. (T12)
Beisatz: Im vorliegenden Fall kam es aber nicht (bloß) zu einer geänderten Besteuerung, sondern zu einer irrtümlichen Rückerstattung der abgeführten Kapitalertragsteuer an die beklagte Partei anstatt - richtigerweise - an die klagende Partei durch den beim Finanzamt tätigen Sachbearbeiter, die für die klagende Partei im Zeitpunkt des Vergleichsabschlusses nicht voraussehbar war. Den daraus gegenüber der beklagten Partei resultierenden Rückforderungsanspruch konnte die klagende Partei auch bei pflichtgemäßer Sorgfalt nicht bedenken. (T13)
Beis wie T3; Beis wie T8; Beis ähnlich wie T11; Beisatz: Macht eine Partei nach Abschluss eines Vergleichs ein Recht geltend, so muss sie im Bestreitungsfall die Voraussetzungen für das Nichteintreten der Bereinigungswirkung des Vergleichs behaupten und unter Beweis stellen. (T14)
8 ObA 21/11p
Entscheidungstext OGH 26.04.2011 8 ObA 21/11p
Beis wie T3; Beis wie T11
Vgl; Beis wie T3; Beisatz: Hier: Abfindungsvergleich. (T15)
Beis wie T4; Beisatz: Hier: Mietverhältnis. (T16)
Vgl; Beis wie T3; Beisatz: Hier: Einverständliche Teilbemessung des Schmerzengelds. (T17)
ECLI:AT:OGH0002:1969:RS0032589
JJR_19690320_OGH0002_0010OB00055_6900000_001
Rechtssatz für 2Ob72/69 8Ob34/79 8Ob15...
RS0031035
2Ob72/69; 8Ob34/79; 8Ob156/82; 2Ob150/06g; 2Ob233/06p; 2Ob56/07k; 2Ob70/11z; 2Ob45/12z; 2Ob218/17y
Möglichkeit zur Geltendmachung neuer Schmerzengeldansprüche, wenn bei Abschluss eines Vergleiches nach seiner Entstehungsgeschichte und seinem Wortlaut die Geltendmachung weiterer Schmerzengeldansprüche vorbehalten wurde.
2 Ob 72/69
Entscheidungstext OGH 12.06.1969 2 Ob 72/69
Veröff: ZVR 1979/308 S 370
Entscheidungstext OGH 30.09.1982 8 Ob 156/82
Auch; Beisatz: Ein Vergleich steht einer Nachforderung des Klägers nicht entgegen, wenn diese von der Bereinigungswirkung des Vergleiches ausgenommene unfallbedingte (physische und/oder psychische) Schmerzen beziehungsweise (auch ohne Berufung auf ergänzende Schmerzperioden) das Gesamtbild der Verletzungsfolgen nach deren Art und Schwere prägende Beeinträchtigungen betrifft. (T1)
Vgl; Auch Beis wie T1; Beisatz: Im Rahmen eines Vergleichs kann auch eine Teilabfindung von Schmerzengeldansprüchen vereinbart werden. (T2)
ECLI:AT:OGH0002:1969:RS0031035
JJR_19690612_OGH0002_0020OB00072_6900000_001
Rechtssatz für 2Ob339/70 2Ob16/71 2Ob8...
2Ob339/70; 2Ob16/71; 2Ob87/71; 2Ob177/71; 2Ob39/72; 2Ob206/73; 2Ob188/74; 2Ob69/75; 2Ob280/75; 2Ob293/75; 2Ob269/76; 8Ob39/77; 2Ob84/77; 8Ob61/77; 8Ob136/77; 8Ob144/77; 2Ob258/77; 2Ob16/78; 2Ob13/79; 8Ob34/79; 2Ob41/79; 2Ob73/79; 8Ob128/79; 7Ob18/80; 8Ob95/80; 8Ob112/80; 2Ob170/80; 8Ob218/80; 8Ob227/80; 2Ob192/82; 8Ob220/82; 8Ob208/82; 2Ob142/81 (2Ob143/81); 2Ob39/83; 8Ob28/83; 2Ob157/83; 2Ob149/83; 8Ob178/83; 8Ob140/83; 8Ob153/83; 2Ob22/84; 8Ob77/84; 8Ob35/84; 8Ob11/85; 5Ob608/84; 8Ob58/86 (8Ob59/86); 8Ob1/87; 8Ob24/87; 8Ob49/87; 8Ob22/87; 8Ob45/87; 2Ob9/88; 2Ob80/88; 2Ob162/88; 2Ob7/89; 2Ob75/89; 2Ob115/89; 2Ob1138/94; 1Ob56/97k; 6Ob204/98p; 2Ob255/01s; 7Ob281/02b; 2Ob154/03s; 7Ob270/04p; 2Ob150/06g; 2Ob259/06m; 2Ob233/06p; 2Ob232/07t; 9Ob38/07i; 2Ob242/09s; 9Ob97/09v; 3Ob241/10b; 2Ob240/10y; 2Ob70/11z; 2Ob45/12z; 3Ob28/15m; 1Ob214/18d; 5Ob41/19v
Keine Globalbemessung, wenn die Folgen der Körperbeschädigung noch nicht voraussehbar sind.
2 Ob 339/70
Entscheidungstext OGH 29.10.1970 2 Ob 339/70
2 Ob 16/71
Entscheidungstext OGH 25.03.1971 2 Ob 16/71
Veröff: ZVR 1972/82 S 144
2 Ob 87/71
Entscheidungstext OGH 03.06.1971 2 Ob 87/71
Veröff: ZVR 1972/101 S 176
2 Ob 177/71
Entscheidungstext OGH 27.04.1972 2 Ob 177/71
Veröff: ZVR 1973/8 S 10
2 Ob 39/72
Entscheidungstext OGH 09.11.1972 2 Ob 39/72
Beisatz: Auch dann nicht, wenn der Kläger ein globales Schmerzengeld begehrt. (T1)
2 Ob 206/73
Entscheidungstext OGH 13.12.1973 2 Ob 206/73
2 Ob 188/74
Entscheidungstext OGH 20.06.1974 2 Ob 188/74
2 Ob 69/75
Entscheidungstext OGH 15.05.1975 2 Ob 69/75
Beisatz: In solchen Ausnahmefällen muss auch eine wiederholte Ausmessung eines Schmerzengeldes als zulässig angesehen werden. (T2)
2 Ob 280/75
Entscheidungstext OGH 15.01.1976 2 Ob 280/75
2 Ob 293/75
Entscheidungstext OGH 29.01.1976 2 Ob 293/75
8 Ob 39/77
Entscheidungstext OGH 30.03.1977 8 Ob 39/77
2 Ob 84/77
Entscheidungstext OGH 05.05.1977 2 Ob 84/77
Beisatz: Oder wenn das Ausmaß der Schmerzen auch nicht so weit abgeschätzt werden kann, dass eine globale Beurteilung möglich ist. (T3)
8 Ob 144/77
Entscheidungstext OGH 09.11.1977 8 Ob 144/77
2 Ob 258/77
Entscheidungstext OGH 02.02.1978 2 Ob 258/77
2 Ob 41/79
Entscheidungstext OGH 24.04.1979 2 Ob 41/79
Entscheidungstext OGH 13.09.1979 8 Ob 128/79
8 Ob 112/80
Entscheidungstext OGH 18.09.1980 8 Ob 112/80
Vgl; Beisatz: Nur bei Schluss der Verhandlung in erster Instanz nicht beurteilbare zukünftige Beschwerden können von der Schmerzengeldbemessung ausgenommen sein. (T4)
Veröff: ZVR 1981/16 S 216
8 Ob 227/80
Entscheidungstext OGH 15.01.1981 8 Ob 227/80
2 Ob 192/82
Entscheidungstext OGH 09.11.1982 2 Ob 192/82
Auch; Beis wie T3; Beis wie T1
8 Ob 208/82
Entscheidungstext OGH 04.11.1982 8 Ob 208/82
2 Ob 142/81
Entscheidungstext OGH 11.01.1983 2 Ob 142/81
Beis wie T1; Veröff: ZVR 1984/90 S 84
2 Ob 157/83
Entscheidungstext OGH 28.06.1983 2 Ob 157/83
8 Ob 178/83
Entscheidungstext OGH 06.10.1983 8 Ob 178/83
8 Ob 140/83
Entscheidungstext OGH 15.12.1983 8 Ob 140/83
8 Ob 153/83
Entscheidungstext OGH 21.12.1983 8 Ob 153/83
Auch; Beis wie T4; Veröff: ZVR 1985/39 S 79
Veröff: ZVR 1986/5 S 21
Veröff: 1986/77 S 212
Beisatz: Der Verletzte kann nicht nach seinem Belieben das Schmerzengeld nur für einen bestimmten Zeitraum begehren. (T5)
8 Ob 58/86
Entscheidungstext OGH 17.12.1986 8 Ob 58/86
8 Ob 1/87
Entscheidungstext OGH 11.06.1987 8 Ob 1/87
8 Ob 24/87
Entscheidungstext OGH 04.06.1987 8 Ob 24/87
Beisatz: Von der Globalbemessung des Schmerzengeldes ist nur dann und insoweit abzugehen, als die Folgen der Körperbeschädigung nicht vorhersehbar sind. (T6)
Beis wie T4; Beis wie T6; Beisatz: Oder wenn die Auswirkungen der Verletzung nicht oder nicht annähernd in vollem Umfang erfasst werden können. (T7)
Beis wie T3; Veröff: ZVR 1989/134 S 227
2 Ob 80/88
Entscheidungstext OGH 30.08.1988 2 Ob 80/88
Beis wie T5; Veröff: ZVR 1991/158 S 377
Auch; Beis wie T2; Beis wie T3, Beis wie T5; Beis wie T6
Vgl auch; Beisatz: Sind die Voraussetzungen für eine Teilbemessung (Teileinklagung) des Schmerzengeldes gegeben, weil das Gesamtbild der psychischen und physischen Beeinträchtigungen noch nicht vorhersehbar ist, dann ist es nicht sachgerecht, eine "Teil-Globalbemessung" auch unter Einbeziehung der derzeit bekannten zukünftigen Schmerzen vorzunehmen. (T8)
2 Ob 154/03s
Entscheidungstext OGH 10.07.2003 2 Ob 154/03s
Beis wie T2; Beis wie T3; Beis wie T7; Beisatz: Eine Globalbemessung zum Zeitpunkt des Schlusses der Verhandlung erster Instanz versagt, wenn der Kläger nachweist, dass ihm gegenüber dem Vorprozess und der dort vorgenommenen Globalbemessung weitere, nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge vorerst nicht zu erwartende, aus der damaligen Sicht daher nicht abschätzbare, aber dennoch kausale Unfallsfolgen verbunden mit weiteren Schmerzbeeinträchtigungen, mit deren Eintritt nicht oder nicht ernstlich zu rechnen war, entstanden sind. (T9); Beisatz: Liegen die Voraussetzungen für eine Globalbemessung vor: Der Kläger muss bei einer Zunahme der Hüftgelenksabnützung im Laufe der nächsten Jahrzehnte mit einer datumsmäßig noch nicht abschätzbaren Implantation einer Hüftprothese rechnen und die rezidivierenden Subileusbeschwerden werden mit Sicherheit wieder auftreten und mit großer Wahrscheinlichkeit weitere Operationen notwendig werden lassen. Die zu erwartenden Schmerzen sind in einer für die Globalbemessung ausreichenden Maß erkennbar. (T10)
7 Ob 270/04p
Entscheidungstext OGH 12.01.2005 7 Ob 270/04p
Beis wie T3; Beis wie T5; Beis wie T6; Beis wie T7
Auch; Beis wie T1; Beis wie T3; Beis wie T6; Beis wie T7; Beis wie T10; Beisatz: Die Voraussetzungen für eine ausnahmsweise (weitere) Teilbemessung des Schmerzengeldes liegen vor, wenn das Gesamtbild der physischen und psychischen Beeinträchtigungen des Klägers entwicklungsbedingt noch nicht abgeschätzt werden kann und dies erst nach Erreichen eines bestimmten Lebensalters möglich sein wird. (T11)
Auch; Beis wie T2; Beis wie T3; Beis wie T11 nur: Die Voraussetzungen für eine ausnahmsweise (weitere) Teilbemessung des Schmerzengeldes liegen vor, wenn das Gesamtbild der physischen und psychischen Beeinträchtigungen des Klägers entwicklungsbedingt noch nicht abgeschätzt werden kann. (T12); Beisatz: Eine Teilbemessung des Schmerzengeldes ist zulässig, wenn - anders wie im Fall der Entscheidung 2 Ob 154/03s - noch nicht feststeht, ob künftig eine Hüftgelenksersatzoperation überhaupt notwendig sein wird. (T13)
Auch; Beis wie T3; Beis wie T5; Beis wie T9; Vgl T10; Beisatz: Hier: Die Voraussetzungen für eine abschließende Globalbemessung des Schmerzengeldes liegen bereits vor, wenn beim Kläger in etwa acht Jahren „erfahrungsgemäß" mit dem Implantat eines Kniegelenksersatzes gerechnet werden muss, wobei der Leidenszustand des Klägers vor und nach der Operation bereits abschätzbar ist und auch aus unfallchirurgischer Sicht die bei komplikationslosem Verlauf der postoperativen Phase zu erwartenden Schmerzen bereits grob eingeschätzt werden. (T14)
Auch; Beis wie T11; Beisatz: Eine mehrmalige Schmerzengeldbemessung ist ausnahmsweise dann zulässig, wenn eine Globalbemessung versagt; dies ist insbesondere dann der Fall, wenn (trotz an sich abgeklärten Verletzungsbilds) Schmerzen in ihren Auswirkungen für den Verletzten zum Zeitpunkt des Schlusses erster Instanz noch gar nicht oder nicht endgültig überschaubar erscheinen. (T15)
Auch; Auch Beis wie T3; Auch Beis wie T7; Beis wie T9; Beis wie T15; Beis wie T8
Auch; Beis wie T7; Beis wie T15
Auch; Auch Beis wie T3; Auch Beis wie T6; Auch Beis wie T7; Beis wie T15; Beis wie T12; Beis wie T9; Beisatz: War der Klägerin in einem Vorprozess eine verlässliche Abschätzung ihrer künftigen Schmerzen noch nicht möglich, so war sie befugt, in diesem Vorprozess lediglich einen Teilbetrag geltend zu machen, ohne den Anspruch auf weiteres Schmerzengeld zu verwirken. (T16); Beisatz: Die Frage der Zulässigkeit einer ergänzenden Schmerzengeldbemessung ist nicht im früheren, sondern - nach den maßgeblichen Kriterien - im Folgeprozess zu beurteilen. (T17)
Auch; Beis wie T17; Beisatz: Maßgebend ist vielmehr, ob dem Geschädigten objektiv alle für das Entstehen des Anspruchs maßgebenden Tatbestände bekannt gewesen sind. (T18)
Beis wie T3; Beis wie T6; Beis wie T7
ECLI:AT:OGH0002:1970:RS0031082
JJR_19701029_OGH0002_0020OB00339_7000000_001
Rechtssatz für 3Ob504/77 2Ob48/79 8Ob5...
RS0032504
3Ob504/77; 2Ob48/79; 8Ob518/81; 4Ob348/82; 4Ob144/85; 4Ob550/87; 9Ob15/00x; 8ObA175/01w; 9ObA138/02p; 9ObA34/05y; 1Ob239/05m; 2Ob83/06d; 2Ob262/08f; 2Ob70/11z; 2Ob45/12z; 5Ob144/18i
ABGB §1389 Satz2
Wer ein Recht nach Abschluss eines allgemeinen Vergleiches geltend macht, ist im Bestreitungsfall hinsichtlich des Vorliegens der Voraussetzungen für den Nichteintritt der Bereinigungswirkung des Vergleiches behauptungspflichtig und beweispflichtig.
4 Ob 348/82
Entscheidungstext OGH 29.06.1982 4 Ob 348/82
Auch; Beisatz: Generalvergleich. (T1)
ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0032504
JJR_19770329_OGH0002_0030OB00504_7700000_001
Rechtssatz für 8Ob8/81 2Ob213/82 8Ob22...
RS0031191
8Ob8/81; 2Ob213/82; 8Ob220/82; 8Ob91/82 (8Ob92/82); 2Ob43/84; 8Ob61/86; 7Ob524/87; 8Ob16/87; 8Ob1/87; 1Ob555/88 (1Ob556/88); 2Ob9/88; 2Ob162/88; 1Ob661/89; 2Ob1138/94; 1Ob56/97k; 2Ob186/03x; 5Ob242/03d; 1Ob32/05w; 6Ob94/05z; 2Ob150/06g; 2Ob233/06p; 2Ob135/07b; 2Ob232/07t; 9Ob79/07v; 2Ob103/10a; 2Ob240/10y; 7Ob202/11y; 2Ob70/11z; 4Ob48/16m; 13Os136/16y; 2Ob218/17y; 14Os121/17a; 11Os34/18m; 2Ob143/18w; 13Os23/19k; 2Ob24/19x
Beim Schmerzengeld handelt es sich um eine Globalentschädigung; bei der Ausmessung kann daher das Globalbegehren nicht in einzelne, bestimmte Verletzungen beziehungsweise Folgeerscheinungen zuzuordnende Teilbeträge zerlegt werden.
8 Ob 8/81
Entscheidungstext OGH 04.06.1981 8 Ob 8/81
Beisatz: Daher auch kein Teilurteil möglich. (T1)
8 Ob 91/82
Entscheidungstext OGH 18.11.1982 8 Ob 91/82
2 Ob 43/84
Entscheidungstext OGH 28.08.1984 2 Ob 43/84
nur: Beim Schmerzengeld handelt es sich um eine Globalentschädigung. (T2)
7 Ob 524/87
Entscheidungstext OGH 05.03.1987 7 Ob 524/87
nur T2; Beisatz: Eine zeitliche Begrenzung des Schmerzengeldes oder die Geltendmachung bloß eines Teilbetrages ist nur aus besonderen vom Kläger darzulegenden Gründen zulässig. (T3)
nur T2; Veröff: ZVR 1988/66 S 142
nur T2; Beis wie T3; Veröff: RZ 1992/41 S 99
Auch; Beisatz: Das Schmerzengeld hat die Aufgabe, eine Globalentschädigung für alle durch die eingetretenen und nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge zu erwartenden körperlichen und seelischen Beeinträchtigungen zu gewähren, um dem Beschädigten als Abgeltung für entgangene und allenfalls noch entgehende Lebensfreude die Möglichkeit gewisser, die Lebensqualität erhöhender Anschaffungen zu eröffnen; maßgebend sind Art, Dauer und Intensität der Schmerzempfindungen nach deren Gesamtbild, wobei auch auf das Bewusstsein eines Dauerschadens Bedacht zu nehmen ist. (T4)
nur T2; Beis ähnlich wie T4 nur: Das Schmerzengeld hat die Aufgabe, eine Globalentschädigung für alle durch die eingetretenen und nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge zu erwartenden körperlichen und seelischen Beeinträchtigungen zu gewähren. (T5); Beisatz: Für die Bemessung des Schmerzengeldes ist das Gesamtbild der Verletzungsfolgen maßgebend. (T6)
1 Ob 32/05w
Entscheidungstext OGH 24.06.2005 1 Ob 32/05w
Beisatz: Es wird also grundsätzlich gefordert, sich die bereits bekannten und auch die absehbaren Schmerzen global auf einmal abgelten zu lassen und den hiefür angemessenen Betrag auf einmal geltend zu machen. (T7)
nur T2; Beisatz: Auch im Fall von seelischen Schmerzen. (T8)
7 Ob 202/11y
Entscheidungstext OGH 30.11.2011 7 Ob 202/11y
13 Os 136/16y
Entscheidungstext OGH 28.06.2017 13 Os 136/16y
Beisatz: Eine ziffernmäßig getrennte Bemessung kommt auch bei seelischen und körperlichen Schmerzen nicht in Betracht. (T9)
14 Os 121/17a
Entscheidungstext OGH 13.02.2018 14 Os 121/17a
11 Os 34/18m
Entscheidungstext OGH 19.06.2018 11 Os 34/18m
13 Os 23/19k
Entscheidungstext OGH 10.07.2019 13 Os 23/19k
ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0031191
JJR_19810604_OGH0002_0080OB00008_8100000_001
Rechtssatz für 2Ob130/97z 2Ob2079/96s...
RS0108259
2Ob130/97z; 2Ob2079/96s; 2Ob306/97g; 3Ob229/98t; 9Ob15/00x; 2Ob94/99h; 2Ob7/04z; 6Ob163/04w; 7Ob64/04v; 2Ob70/11z; 2Ob71/16d
ABGB §879 Abs1 BIIo
Als sittenwidrig ist eine Abfindungsklausel jedenfalls dann anzusehen, wenn der Eintritt nicht vorhergesehener Folgen zu einem ganz krassen und dem Geschädigten völlig unzumutbaren Missverhältnis zwischen Schaden und der bloß auf Basis der bekannten Folgen errechneten Abfindungssumme führt. Der Schädiger beziehungsweise dessen Versicherer kann sich wegen Sittenwidrigkeit im Sinne des § 879 Abs 1 ABGB auf eine solche Klausel nicht mit Erfolg berufen (ähnlich auch die in Deutschland herrschende Auffassung).
2 Ob 130/97z
Entscheidungstext OGH 10.07.1997 2 Ob 130/97z
Veröff: SZ 70/139
2 Ob 306/97g
Entscheidungstext OGH 29.10.1998 2 Ob 306/97g
3 Ob 229/98t
Entscheidungstext OGH 24.11.1999 3 Ob 229/98t
Auch; Beisatz: Sittenwidrigkeit auch bei wechselseitigem Verzicht auf Unterhalt unter Ausschluss der Umstandsklausel auch für den Fall der Not möglich für den Fall, dass die Klägerin höchstens gleichteiliges Verschulden zu vertreten (und demnach grundsätzlich Anspruch auf Unterhalt gemäß §§ 66 oder 68 EheG gehabt) hätte. (T1)
Beisatz: Psychische Erkrankung der Klägerin, die diese völlig erwerbsunfähig und in der Folge dann notleidend machte. (T2)
2 Ob 94/99h
Entscheidungstext OGH 25.10.2000 2 Ob 94/99h
Vgl; Beisatz: Hier: War bei Vergleichsabschluss für die Parteien nicht vorhersehbar, dass durch die Einführung des BPGG sowohl der gewährte Hilflosenzuschuss als auch das Pflegegeld nach dem Vorarlberger Behindertengesetz wegfallen würde. Dass durch diesen Vergleich der Pflegekostenersatz endgültig und auch für den Fall des Wegfalles von Leistungen dritter Seite geregelt werden sollte, kann daher nicht ernsthaft angenommen werden. Es kann daher die Berufung auf einen Abfindungsvergleich den guten Sitten widersprechen. (T3)
Beisatz: Die durch die Einführung des BPGG bewirkte "Systemänderung" führt zur ergänzenden Vertragsauslegung eines zuvor abgeschlossenen Vergleiches. (T4)
Vgl auch; Beisatz: Verjährungsbeginn bei neuen Unfallsfolgen nach Abfindungsvergleich. (T5)
Beisatz: Es kommt nicht auf das Missverhältnis zwischen den dem Abfindungsvergleich zugrundegelegten Folgen und den später als eingetreten diagnostizierten Folgen an, sondern auf das Missverhältnis zwischen dem tatsächlichen (in Geld ausgedrückten) Schaden und der (regelmäßig als damals angemessen zu unterstellenden) Abfindungssumme. (T6)
6 Ob 163/04w
Entscheidungstext OGH 21.10.2004 6 Ob 163/04w
ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0108259
JJR_19970710_OGH0002_0020OB00130_97Z0000_001

References: §1325
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 §1385
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 48
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 273
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 48
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 1389
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 §1389
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 §879
 § 879
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH