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Timestamp: 2017-09-26 10:48:12+00:00

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Offener Brief einer Leserin… | Afghanistanblog
« zu Guttenberg entläßt Brigadegeneral…
Kundus: Die Rechnung vom Rechtsanwalt … »
15. März 2010 von afghanistanblog
Veröffentlicht in BMVG, Gastkommentar, Gesellschaftspolitik, Menschen | 32 Kommentare
- 15. März 2010 um 10:16 | Antwort Klaus
Es bleibt Herrn zu Guttenberg zu wünschen, wenigstens diesen Brief aufmerksam zu lesen und nicht nur lesen zu lassen – Hoffentlich ist er bereits auf dem Weg nach Berlin!
Ich habe mir vorgenommen, ab sofort öfter auf meine Frau zu hören 😉
Scheinbar „hört“ der Verteidigungsminister wirklich schlecht – evtl. durch einen Hörschaden durch unzureichende oder nicht vorhandene Ohrstöpsel bei den Gebirgsjägern?
Denn sonst hätte er durch seinen Vater, den Stardirigenten Enno zu Guttenberg, schon erfahren dürfen: Nicht auf den Paukenschlag alleine kommt es an, ein Orchester besteht aus vielen, vielen Musikern und Instrumenten – auch die leise Querflöte setzt ihre wichtigen und unverzichtbaren Akzente und wird vom Publikum wahrgenommen!
- 15. März 2010 um 10:34 | Antwort Löwenzahn
das privatleben der fam. zu guttenberg interessiert mich gar nicht – auch wenn offensichtlich das schlachtfeld vom schlafzimmer in die medien verlegt wurde. 🙂 generell jedoch ist das problem oflmals nicht, das „nicht zuhören können“ sondern das „nicht anecken wollen“. …
- 15. März 2010 um 10:45 | Antwort Politikverdruss
Respekt, liebe Helga D.!
- 15. März 2010 um 13:30 | Antwort Drachenstein
dieser Brief spricht viele meiner eigenen Probleme mit der „Figur“ des IBuK an. Danke dafür.
- 15. März 2010 um 14:21 | Antwort StFwdR
Das gleich habe ich bei Soldatenglück gepostet 😉
Es ist doch immer wieder erstaunlich wie gut die Mainstreampresse die öffentliche Meinung lenken kann.
Was bei Soldatenglück User politikverdruss so schön beschreibt ist die Oberflächliche von der Mainstreampresse vorgegebene “öffentliche Meinung”.
Da wird moniert das er den GI und den StS gefeuert hat, weil diese ihm nicht alle Berichte vorgelegt haben. Vor seiner Pressekonferenz hat der GI den Einsatz verteidigt und für angemessen erklärt. Guttenberg hat sich zunächst diesem Urteil angeschlossen und zusätzlich auf Grund der damals vorliegenden Informationen klargestellt, das auch wenn die “Formfehler” nicht geschehen wären der Einsatz auf jeden Fall stattgefunden hätte, weil er militärisch erforderlich gewesen wäre.
Da bis heute nirgendwo eindeutig klar und verifizierbar ein Verstoß gegen die Regeln des humanitären Kriegsvölkerrechts belegt ist, sondern nur halbgare Theorien und Vorwürfe im Raum stehen, ist das auch nach wie vor verständlich.
Die Bundesanwaltschaft sieht das offensichtlich genauso, denn bisher wurde kein Verfahren in der Sache eröffnet, also scheint auch nichts “gravierendes und offensichtlich kares” an Verstößen vorzuliegen.
Es ist gutes Recht des politisch verantwortlichen Ministers, alle relevanten Berichte zur Kenntniss zu nehmen und sich seine eigene Bewertung daraus zu bilden.
Offensichtlich haben der GI und StS Wichert, die unter dem eher schwachen Minister Jung die eigentlichen “Führungspersönlichkeiten” im Ministerium waren diese veränderte Lage nicht realisiert oder was auch immer um diese eigentlich klare Grundlage zu respektieren.
Als er durch die Presse von weiteren Berichten erfahren und diese, und hier besonders den Bericht von Oberst Klein, zur Kenntniss genommen hat, hat er den politischen Sprengstoff der Affäire sofort erkannt und daher seine Meinung revidiert, dies im Hinblick auf die aufkeimende öffentliche Diskussion vollkommen zu Recht.
Die Leitungslösung wäre gewesen, wenn er seinen Schwenk auch erklärt hätte, aber dazu hätte er die bisherige Regierungsposition zum bewaffneten THW vollkommen verlassen müssen, was in einem politisches Harakiri geendet hätte und der Bundeswehr gar nichts genützt hätte.
Mit seinen Bemühungen die Einsatzrealität in Afghanistan dem deutschen Michel nahezubringen, ohne gleich diesen zu erschrecken und die Opposition zu vergraulen, hat er mehr erreicht als Struck mit seinem markigen Spruch und Jung mit seinem Realitätsverlust.
Was den General Hars betrifft, so sind die internas wohl nicht öffentlich bekannt und von daher muß angesichts der zeitlichen Abfolge zum U-Aussschuß davon ausgegangen werden, das es wohl mehr als nur Fragen waren die er gestellt hat. Warum sollte dies sonst so zeitnah erfolgen.
Für Guttenberg sind dicke Bretter zu bohren und ich hoffe im Sinne der aktiven Soldaten das er diese auch schafft.
- 15. März 2010 um 14:30 | Antwort Peter
Die liebe Helga D. und alle, die ihr gerade applaudieren haben vom wirklichen Leben und den Hintergründen zum Fall leider wenig Ahnung.
Die Entlassung von Staatssekretär Dr. Wichert und G Schneiderhahn war ein Politikum und notwendig um das „System Jung“ aufzubrechen. Dieses Bestand eben darin, dass Exminister Dr. F.J. Jung nicht mit komplizierten militärischen Dingen belastet werden wollte, wodurch Dr. Wichert und G Schneiderhahn zu grauen Eminenzen wurden und das Informationsmonopol innehatten. Der Macht der Gewohnheit folgend waren sie wohl auch nach dem Ministerwechsel nicht bereit dieses Monopol aufzugeben, weshalb ein radikaler Schnitt für den Minister erforderlich wurde. Die Gelegenheit dazu war typisch, die Durchführung allerdings nicht besonders elegant. Die Änderung der Bewertung des Bombenangriffs durch den Minister dann allerdings auch mir unverständlich und nur menschlich/politisch erklärbar.
Wer das militärisch-politische System in Deutschland kennt, weiß auch, dass man halt einen Brief schreibt oder einen Vortrag hält um in den Ruhestand gehen zu können. Gerade Generale kennen das und wissen was folgt. BG Hars wusste, dass sein Brief nicht geheim bleiben würde und welche Folgen er haben würde. Er hat dies durchaus bewusst getan. Für Kritik innerhalb der oberen Hierarchien gibt es ganz andere Mittel und Wege, die auch genutzt werden. Ein General kann da ganz unkompliziert um einen Termin, oder auch Vieraugengespräch bitten. Wer schon einmal bei einer Kommandeurtagung war, weiß wie dort die Fetzen fliegen können. Die von BG Hars gewählte Form war also faktisch eine Kündigung und wurde auch so verstanden.
- 15. März 2010 um 15:14 | Antwort StFwdR
UNd passend zum Thema :
Der für die hohen „Opferzahlen“ bekannte Anwalt Popal hat nun die Katze aus dem Sack gelassen und dem BMVg die Rechnung präsentiert :
Quelle : http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,683557,00.html#ref=rss
„Der Jurist betonte aber, dass er und Popal „nur das gesetzlich geregelte Honorar anhand des Streitwerts“ fordern würden, dies sei „nichts Sensationelles“.“
Der Schelm 🙂
- 15. März 2010 um 16:04 | Antwort Sascha Stoltenow
Dieser offene Brief zeigt eindrucksvoll, dass uns auch Volkes Stimme nicht weiter bringt. Ich gestehe Helga D. und vielen anderen durchaus zu, dass sich die Wirklichkeit für sie als wirrer Brei persönlicher Anwürfe, Ressentiments und wahlweise frauen- und männerfeindlicher Machtstrukturen darstellt – allein, es hilft nichts, das auch so aufzuschreiben. Es sei denn, man ist Ulrich Wickert und kann solchen Quatsch mit Soße millionenfach verkaufen.
Leider habe ich weder Zeit noch Lust, die mit Helga D. konstruktiv zu klären. Soweit reichen meine pädagogischen Fähigkeiten nicht. Allein die Forderung nach „Wahrheit“ in einer Gesellschaft, in der knapp 80 Milionen Wahrheiten existieren, ist nicht nur naiv, sondern so kategorisch, wie sie sie fordert, gefährlich. Ihre Argumentation gegen Aussagen in einer Talkshow (durch den Minister) auf Aussagen in einer anderen Talkshow (durch seine Ehefrau) zu stützen, ist nicht nur inkonsequent, sondern disqualifiziert sich durch die unanständige Vermischung öffentlicher Ämter/Rollen und privatem Leben (ja, auch das haben Politiker).
Und spätestens der Verweis auf General Ramms, mit dem die Schreiberin vermutlich noch kein längeres, intensives Gespräch geführt hat (ich auch nicht), zeigt, dass sich eben auch Helga D. ihr Weltbild aus den Medien zusammenklaubt und dabei sehr einfach in die Kategorien „den kann ich leiden“ und „den kann ich nicht leiden“ unterteilt, wobei sie vor allem die leiden mag, die sie in ihren Überzeugungen aber leider auch in ihren Ressentiments unterstützen, bzw. diese nicht in Frage stellen.
Bevor jetzt wieder dem Autor dieses Blogs mit Leseentzug gedroht wird – ich freue mich wirklich über jede Meinung, und bin auch überzeugt, dass Helga D. grundsätzlich Gutes bewerkstelligen will. Das aber geht nur, wenn man nach den Regeln spielt, und es ist kein Zufall, dass auch Schneiderhan selbst sagt, dass Hars das nicht getan hat.
- 15. März 2010 um 16:13 | Antwort afghanistanblog
…im Übrigen glaube ich schon, dass Helga D. mit Gen. Ramms parliert hat – ich stand selbst daneben, ist zwar schon ein bisserl her…war bei Melmapalena.
- 15. März 2010 um 17:14 | Antwort Someone
Zuerst einmal muss ich gestehen, dass ich den „Offenen Brief“ gar nicht zu Ende gelesen habe.
Der Grund ist relativ simpel: Dieser Text zeigt schon relativ früh, dass keine Kenntnisse über die (interne) Struktur der Bw vorhanden zu sein scheinen oder, was schlimmer wäre, entsprechende Kenntnisse nur aus schlecht recherchierenden Medien übernommen zu sein scheinen.
Des Weiteren kriege ich einfach einen Brechreiz, wenn ich ich Binnen-Majuskel sehe, welche die deutsche Rechtschreibung einfach nicht vorsieht, egal wie viele Soziologen und Linksextremisten dies fordern/nutzen.
Zu den Entlassungsgründen von Gen a.D. SCHNEIDERHAN und StS WICHERT kann ich nichts sagen, da ich nicht weiß, was dort im Einzelnen ablief. Allerdings scheinen mir viele höhere Vorgesetzte recht froh darüber zu sein, dass Herr WICHERT nicht mehr im BMVg sitzt.
BrigGen HARS hat, meiner Meinung nach, einfach selber Schuld, wenn er öffentlich den IBuK angreift.
Ich belehre meine Uffz auch nicht vor den Gefr; ein Grundsatz, der ziemlich früh unterrichtet wird.
Und wenn dies schon von Oben nach Unten gilt, so sollte man dies von Unten nach Oben noch mehr beherzigen.
Ach ja, und ich glaube, dass Lieschen Müller lieber ihre Bunte/Gala/Bild lesen möchte, als sich tiefer mit der Materie auseinander zusetzen, die in dem Brief scheinbar angegangen wird. Denn Militär ist gerade auf dieser Ebene (B-Besoldung aufwärts) sehr viel Politik und die beruht nun einmal auf Rechtsnormen. Also sollte Lieschen Müller sich erst über die Rahmenbedingungen des Soldatengesetzes informieren, bevor sie diese Schritte als unmenschlich oder was-weiß-ich abstempelt.
§ 10 Abs. 6 SG:
„Offiziere und Unteroffiziere haben innerhalb und außerhalb des Dienstes bei ihren Äußerungen die Zurückhaltung zu wahren, die erforderlich ist, um das Vertrauen als Vorgesetzte zu erhalten.“
Den § 17 Abs. 1 und 2 des SG könnte ich mir hier auch noch vorstellen.
Oder evtl. noch ein Verstoß gegen § 15 Abs. 4 SG?
„Ein Soldat darf als Vorgesetzter seine Untergebenen nicht für oder gegen eine politische Meinung beeinflussen.“
Die Sache ist komplizierter als es auf das Liebesleben des IBuK zu minimieren.
- 15. März 2010 um 17:27 | Antwort Sascha Stoltenow
Das mag sein, aber ich wäre sehr überrascht, wenn Ramms ihr seine politische Agenda offen gelegt hat. Er ist Profi, wenn auch in diesem Kontext ein „netter“ (im Gegensatz zu mir 😉
- 15. März 2010 um 17:29 | Antwort BausC
Genau so bildet sich doch Meinung. Und es gibt eben Menschen die nehmen daran Teil und andere eben nicht.
Warum sollte also Leseentzug drohen?
Vielleicht trösten sie sich mit folgendem Sinnspruch:
Um in einer Herde von Schafen das Schwarze zu sein,
muss man vor allem ein Schaf sein 😉
- 15. März 2010 um 18:05 | Antwort afghanistanblog
Jeder soll hier seine Meinung präsentieren und vertreten wie er/sie das möchte. das Hauptanliegen dieses Blogs ist ja, das gesellschaftspolitische Desinteresse zu durchbrechen. Und die fünfstellige Zahl der monatlichen Leser (Tendenz steigend) zeigt, dass es sich lohnt, hier zu engagieren und zu diskutieren. Jeder, der hier bloggt und schreibt, hat eine andere Perspektive. Ob Soldat, Soldatenmutter/ -vater, Politikwissenschaftler, Volksvertreter, „Lieschen Müllers“ oder sonst wer…die Diskussionen und Dialoge, die hier entstehen, zeigen dem „nur Leser“ andere Meinungen und Blickwinkel auf – und das macht das hier so reizvoll. In diesem Sinne Dank an Helga D. für ihren offenen Brief – ob Soldatengesetz hin oder her…das ist eine Ansicht und Meinung einer betroffenen Soldatenmutter…und sie ist auch nur ein Mensch wie jeder Wissenschaftler oder Politiker auch…in diesem Sinne: „heiter und munter weiter“…
- 15. März 2010 um 18:30 | Antwort StFwdR
Die Position Ramms, die Helga hier beschreibt war vor einigen Tagen im Netz zu lesen, muß mal sehen ob ich es wiederfinde.
Es ist offensichtlich, das die aktuelle Situation die Politik überfordert.
Da hat man die Truppe jahrelang in einen THW-Einsatz geschickt, dummerweise vergessen dem Volk zu sagen das es bewaffnet ist und dabei alles vermieden um auch nur im entferntesten den Eindruck zu erwecken das die Soldaten dort das tun müssen wofür Soldaten nun mal ausgebildet und trainiert werden und dann wird durch einen Oberst das heile Bild zerstört. So ein Scheiß aber auch. 😉
Jetzt ist man in dem Dilemma dies den Volk, das einen Krieg mehrheitlich ablehnt, beibringen zu müssen, ohne in NRW einen Kollateralschaden zu verursachen.
das ist schlicht die Quadratur des Kreises. 🙂
Dabei ist m. E. der ( zumindest informierte ) deutsche Michel viel klüger als ihm die Politiker zutrauen. 😉
Nur sagen muß man es ihm….
- 15. März 2010 um 19:17 | Antwort StFwdR
Interview mit General Ramms in der Zeit :
http://www.zeit.de/2010/10/Interview-Ramms?page=1
- 15. März 2010 um 19:21 | Antwort Helga D.
Was in des Verteidigungsministers Schlafzimmer geschieht, interessiert auch mich nicht – ich bin keine „Yellow Press“-Leserin, sondern dachte bis jetzt eigentlich, wenn ich mir schon die Mühe mache, namhafte Blätter wie „Die Zeit“, „FAZ“, die „Welt“, die „Süddeutsche“, „Spiegel“, dazu noch „Bundeswehr aktuell“, „Y“, die „Wehrmedizinsche Monatsschrift“ u. ä., sowie das „afghanistanblog“ und „soldatenglück“, zu lesen und zusätzlich noch Diskussionsrunden bzw. Beiträge in Sachen Bw/Afghanistan im TV und in Bundeswehrkreisen zu verfolgen bzw. zu besuchen – ja, dann hoffte ich, ich hätte vielleicht einen Hauch von einem Schimmer, was so vor sich geht. Nun die wiederholten aktuellen „Einsatzberichte“ von vertrauenswürdigen Personen lassen wir mal beiseite…
Ich werde also zukünftig eine Menge Geld und Zeit sparen, weil, was die alle so schreiben, ist also zum in die Tonne kloppen 😉
Wie es „hinter den Kulissen zugeht“ durfte ich einige Jahrzehnte erfahren – es gibt halt Positionen, da geht einem „alles“ über den eigenen Schreibtisch und man lernt auch die „menschlichen Schwächen“ der „Großkopferten“ kennen und glauben Sie es mir, die haben eine Menge!
Ahnung vom Leben habe ich auch keine, soso 😉
Wenn man „gegangen“ werden will, wie angeblich General Hars, dann dürfte das doch tiefblickende Abgründe auftun!
Eine „pädagogische Lehrkraft“ – da kommen Sie zu spät, lieber Herr Stoltenow! Mir ist nicht mehr zu helfen 😉
Mit General Ramms habe ich tatsächlich schon gesprochen, auch mit seiner Frau!
Dass mit ihm niemand sprechen will, habe ich nicht erfunden, sondern ist im „Spiegel“ Nr. 10/2010 nachzulesen – Kenntnis habe ich davon in diesem Blog erhalten.
Also auch dieses künftig nicht mehr lesen 😉
„Dieser offene Brief zeigt eindrucksvoll, dass Volkes Stimme uns auch nicht weiterbringt“ – Gesellschaft = Volk soll einerseits Interesse zeigen, Akzeptanz gegenüber der Bundeswehr und vor allem gegenüber den SoldatInnen an den Tag legen, aber andererseits doch bitte den Mund halten und vor allem keine Meinung haben!
Aber gut zu wissen, dass wenigstens hier noch die einzigen hochqualifizierten Aufklärer anzutreffen sind, die meinen, dem „Volk“ und damit auch mir die hohe Politik und insbesondere die Bundeswehr näher bringen zu können und den „vollen Durchblick“ haben.
Ironie – scheint manch einem ein Fremdwort zu sein, oder: Frauen und Männer sprechen wohl tatsächlich nicht dieselbe Sprache! Also lassen wir es besser…
- 15. März 2010 um 19:42 | Antwort Someone
@ Boris Barschow:
Selbstverständlich ist es zu begrüßen, wenn sich Hinz und Kunz (um mal von Lieschen Müller wegzukommen) informieren.
Allerdings muss man sich dann auch gefallen lassen, wenn andere Personen andere Meinungen haben. Und wenn diese Personen auch noch etwas mehr in der Materie verwurzelt sind, z.B. weil es sich um Soldaten handelt, und Soldaten dazu evtl. auch noch eine andere Einstellung haben, dann muss man sich dies gefallen lassen.
- 15. März 2010 um 19:59 | Antwort afghanistanblog
Richtig!. Mir geht es als Mensch nur langsam auf den „Keks“, wenn bestimmte Leser hier offen ihre Ansichten/Meinungen schreiben und andere das dann wieder kommentieren mit „dass uns das nicht weiter bringt“ etc.pp. Und es geht hier auch nicht darum, zu offenbaren, wie tief man sich in der Materie befindet, sondern eher um die Sache! Der/die eine argumentiert aus einer persönlichen Betroffenheit, der/die andere aus einer globalen Perspektive. Das soll auch so sein.Für manch einen ist dieses Forum eine „gute“ Möglichkeit, sich öffentlich mitzuteilen, weil einige Entscheidungsträger hier mitlesen, das wissen wir alle und das ist auch gut so! Insofern bin ich froh, dass „Hinz und Kunz“ sich zu Worte melden. Egal, ob Soldat oder wer auch immer – jeder hat seine Perspektive und Betroffenheit. Möchte mich hier nicht als Moralapostel aufspielen, sondern möchte aus gegebenen Anlass nur noch mal darauf hinweisen. Ich möchte vermeiden, dass hier wieder „Animositäten“ entstehen. Sascha Stoltenow hatte ja extra nochmal darauf hingewiesen 😉 Und nun ist´s auch wieder gut. 😉
- 15. März 2010 um 20:18 | Antwort Georg
Wenn man belastende Momente für eine Pflichtenverstoss sucht, sollte man gleichzeitig nach den entlastenden Momenten suchen – alte Regel im Disziplnarrecht und dies sollte bekannt sein.
Also wen man event. Verstöße gegen die Pflichten des Vorgesetzten, hier § 10(6) SG ( In und außer Dienst bei Äußerungen Zurückhaltung zu wahren, um das Vertrauen als Vorgesetzter zu erhalten), dann sollte man aber auch die anderen Pflichten des Vorgesetzten nennen.
z.b. § 10 (2) Pflicht zur Dienstaufsicht oder § 10(3) Pflicht für seine Untergebenen zu sorgen.
Allein mit dem Thema tatsächlicher oder vermeintlicher Dienstaufsicht in der Truppe ließe sich vermutlich ein abendfüllendes Seminar gestalten. Die Pflicht zur Fürsorge für seine Untergebenen ist ja nicht nur in 10(3) sondern ausdrücklich nochmals in § 31 geregelt. Nun vergleichen wir mal mit Realität:
Wie lange hat es gedauert bis die Bw ein Einsatzversorgungsgesetz bekommen hat ? Wie lange hat es gedauert, bis der angeklagte Oberfeldwebel aus dem Checkpoint Vorfall Rechtsschutz durch den Dienstherrn bekommen hat ? Der deutsche Bw-Verband ist eingesprungen und hat eine Zusage für die Anwaltskosten übernommen !
Und dann noch den von Ihnen zitierten § 15(4) SG. „Ein Soldat darf als Vorgesetzter seine Untergebenen nicht für oder gegen eine politische Meinung beeinflussen“.
Mit diesem Paragraphen wollte das Ministerium doch glatt für Soldaten das Bloggen verbieten. Das heisst jeder Soldat der eine Meinung zu poliitischen Vorgängen hat, z.B. den AFG-Einsatz, sollte seine Meinung nicht im Blogs kundtun.
Dieses Verhalten grenzt nach meinem Rechtsempfinden an Rechtsbeugung und hat mit dem am öffentlichen politischen Leben teilhabenden Soldaten, mit dem Leitbild der Inneren Führung, des Soldaten als Staatsbürger in Uniform wohl nicht mehr viel zu tun.
- 15. März 2010 um 20:24 | Antwort Politikverdruss
Ihr Benehmen gegenüber Ihrer Mit-Kommentatorin ist unglaublich verletzend und rüpelhaft. Sie disqualifizieren sich damit.
- 15. März 2010 um 21:59 | Antwort BausC
Möglicherweise wäre ein Bloggertreffen geeignet diese wunderbare bunte Mischung an Meinungen mal an einen Tisch zu bringen. Wie im wirklichen Leben kann die Kommunikation via Medium, das persönliche Gespräch nicht ersetzen.
Ich glaube fest daran, das auch für die hier bloggenden Profis etwas dabei herausspringt.
Lieschen Müller trifft auf Medienprofi.
Ring frei zur ersten Runde 😉
- 15. März 2010 um 22:23 | Antwort afghanistanblog
In kleiner Runde gab es sowas schon – Melmapalena ist dadurch entstanden. Eine ursprüngliche Idee von Gisela L. Wir bräuchten nur jemanden der das organisiert 😉 Wie wäre es BausC? Nehmen Sie die Fäden dafür in die Hand? Ich bin dabei. Müssten nur einen Ort „in der Mitte“ finden, damit´s für alle zu erreichen ist. Vielleicht eine erste Möglichkeit für ein Podcast-Dreh für´s neue Blog, das gerade am Entstehen ist. Wenn es eine kleine Runde werden sollte, bietet (wenn wieder die Sonne scheint) hier bei mir am Rhein der große Garten bei mir zu einem sicherheitspolitischem Grillfest an 😉 Nun sind Sie dran…
- 15. März 2010 um 22:07 | Antwort Hohenstaufen
Ich empfinde Ihren Stil als recht aufgeblasen und zu sehr um Ironie bemüht.
„Sie haben dem Ansehen Deutschlands und der Demokratie geschadet, indem Sie wie im Mittelalter Leute “mundtot” machen – bewusst ziehe ich hier keine anderen Vergleiche aus der jüngeren Vergangenheit.“
sind schlicht falsch .
Besonders unangebracht empfinde ich dunkle Andeutungen wie
„bewusst ziehe ich hier keine anderen Vergleiche aus der jüngeren Vergangenheit“
Was wollen Sie eigentlich mit dieser Phrase sagen?
- 16. März 2010 um 09:31 | Antwort Sascha Stoltenow
@Politikverdruss: Ich kenne meine Mitkommentatorin nicht und kann mich nur auf ihre schriftlichen Äußerungen beziehen. Dass dies verletzend und rüpelhaft wirken kann, gebe ich gerne zu. Dass ich mich dadurch disqualifiziere sehe ich nicht. Natürlich wird die ein oder andere Leserin denken „Blödmann“, meine Kritik formuliere ich aber deshlab so scharf, weil ich überzeugt bin, dass Helga D. aus einer positiven Motivation handelt und etwas verbessern will, es aber genau so nicht erreicht. Warum? Weil sie meines Erachtens eine Mischung aus Ressentiments (gegen Männer, gegen den Adel, gegen was auch immer) und ungeschickt eingesetzten Stilmitteln präsentiert, die ihre inhaltliche Botschaft entweder zukleistern oder zumindest ihrer Wirkung berauben.
- 16. März 2010 um 11:37 | Antwort Peter
welche Beziehung Sie zur Bw haben ist mir leider nicht bekannt. Wenn Sie allerdings Einblick haben, wie Sie behaupten, dürften solche Aussagen nicht kommen.
Zitat: „Wenn man “gegangen” werden will, wie angeblich General Hars, dann dürfte das doch tiefblickende Abgründe auftun!“
Es ist einfach gängig, dass ein General, der keine Lust oder keine Aufstiegsmöglichkeiten mehr hat irgendeinen harmlosen Bock schießt und dann ehrenhaft entlassen wird. Dies war bei GM Schultze-Rhonhof so und bei BG Günzel. Wir wollen Herrn Hars doch wohl nicht unterstellen, dass er die beiden Fälle nicht kannte? Oder gar, dass unsere Generalität ein völlig gestörtes Wahrnehmungsvermögen hat und unter Demenz leidet? Ich behaupte da schon, aus eigener Erfahrung, dass die Herren sehr genau wissen, was sie tun.
Ausgerechnet G Schneiderhahn hier in Schutz zu nehmen ist darüber hinaus schon ziemlich mutig, da er sich den Luxus gegönnt hat mit einem ihm hörigen VM seine Kritiker, die Generale Dieter und Ruwe, ziemlich hinterhältig abzuschießen. Auch StS a.D. Wichert hatte bei diesem unsäglichen Fall seine Finger im Spiel. Wenn dem VM KTzG diese Fälle bekannt waren, haben sie ihm seine Entscheidung sicherlich leichter gemacht. Falsch war sie auf keinen Fall.
- 16. März 2010 um 15:48 | Antwort Gerd
Ich bin schon erstaunt, mit welchen Anschuldigungen, persönlichen Angriffen und Beleidigungen hier einige Blogger Helga D. attackieren.
Helga D. hat aufgrund der in den Medien bekannten Vorgänge „zu Guttenberg/GI Schneiderhan und General Hars“ nur über das geschrieben, was jeder nachlesen kann. Sie hat dazu ihre persönliche Meinung – mit etwas Ironie versehen – kundgetan.
Und ich muss ihr recht geben, die Außenstehenden interessieren nicht so sehr die entsprechenden Paragraphen und Vorschriften, sondern der menschliche Umgang miteinander, insbesondere wie gehen innerhalb der Bw Führungskräfte mit ihren Untergebenen um. Dies war die Botschaft dieses Briefes.
Aber sogleich gibt es viele die aufschreien und das Soldatengesetz und Bundesbeamtengesetz anführen, nach dem Motto das steht aber da so geschrieben und der hat das Recht ohne Angaben von Gründen zu entlassen. Mag ja richtig sein, aber dieses Recht hat Helga D. nie angegriffen, ihr geht es einzig und allein um das „Wie“ – Nämlich „Wie geht man miteinander um“.
Was hätte dagegen gesprochen, wenn der Herr zu Guttenberg sich über den Inhalt dieses Briefes mit dem Verfasser desselbigen persönlich auseinandergesetzt und nicht wie geschehen über Zweite und Dritte hat informieren lassen. Selbst wenn die Entscheidung des Ministers genau so ausfällt, hat das eine ganz andere Außenwirkung. Dann hätte er Größe gezeigt und sich nicht wie geschehen hinter die Information und Entscheidung anderer versteckt.
Im Übrigen kann ich auch nur feststellen: Es ist schon seltsam, dass unser Verteidigungsminister jetzt wo es ans Eingemachte (sprich Aussage GI Schneiderhan vor dem Untersuchungsausschuss) immer mehr zurückrudert.
Außerdem sollten die Blogger, die hier so vehement auf den verschiedenen Paragraphen herumreiten, sich einmal vor Augen führen, wie es wäre, wenn sie einen Brief an ihren Vorgesetzten schreiben und der Vorgesetzte beauftragt zwei ihm Untergebene sich mit dem Briefschreiber auseinander zusetzen. Ich denke, sie hätten kein Vertrauen mehr in ihren Vorgesetzten.
Ein Blogger schreibt u.a. „…dass keine Kenntnisse über die (interne) Struktur der Bw vorhanden zu sein scheinen oder, was schlimmer wäre, entsprechende Kenntnisse nur aus schlecht recherchierenden Medien übernommen zu sein scheinen“.
Muss ich jetzt, wenn ich eine Meinung in diesem Blog vertrete, interne Kenntnisse der Bw haben? Wenn das das die Meinung dieses Bloggers ist, dürften viele BürgerInnen unseres Landes sich nicht mehr zum Thema Afghanistan und Bundeswehr äußern. Vielleicht möchte man das ja gerne, vielleicht möchte man ja unter sich bleiben.
Und wenn namhafte Blätter wie “Die Zeit”, “FAZ”, die “Welt”, die “Süddeutsche”, “Spiegel”, dazu noch “Bundeswehr aktuell”, “Y”, die “Wehrmedizinsche Monatsschrift” u. ä., sowie das “afghanistanblog” und “soldatenglück”, aus denen Helga D. ihre Kenntnisse bezieht, schlecht recherchierende Medien sind, frage ich mich aus welchen Quellen dieser Blogger seine Kenntnisse herholt. Und was darf ich denn dann lesen um mir die richtige Meinung über die Bw zu bilden?
Ansonsten habe ich das Gefühl, dass Frauen in diesem Blog keine Meinung haben dürfen, da das Thema Bundeswehr anscheinend in den Augen vieler Männer kein Thema für Frauen ist.
- 16. März 2010 um 19:22 | Antwort BausC
Ich melde mich bei ihnen. 😉
- 16. März 2010 um 19:57 | Antwort Georg
bleiben sie bitte dem Afghanistanblog erhalten, denn jede Stimme ist wertvoll, die sich für die Bw und ihre Soldaten in der Öffentlichkeit einsetzt. Nachdem wie Sie sich selber beschrieben haben, habe ich eine ungefähre Vorstellung davon, in welchen Bereich innerhalb der Bw sie tätig sind.
Lassen Sie sich nicht Uninformiertheit vorwerfen, denn die haben Sie sicher nicht.
Ausdrückliche Zustimmung zu ihren Punkten, insbesondere dass ein Vorgesetzter persönlich mit einem Betroffenen sprechen sollte, bevor er eine so weitreichende Entscheidung trifft.
- 16. März 2010 um 21:37 | Antwort BausC
Auch ich stimme ihnen heftig zu. Allerdings den letzten Absatz kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Wenn Frauen und leider im Augenblick die Einzige (Gisela L. und andere halten sich leider zurück) mal angegriffen werden gilt das gleich, nach political correctness, als unanständig.
Frauenkarte ziehen finde ich doof 😉 Das täuscht sehr schnell darüber hinweg das in diesem Fall Helga D. was zu sagen hat, nur das spielt dann irgendwann keine Rolle mehr, weil Mann den Beschützer raushängen läßt. Ich denke, das alle dir hier bloggen deutlich über dem IQ eines Knäckebrotes stehen. Insofern keine Angst davor auch mal eine Frau anzugreifen. Das dies durchaus mit Regeln des Anstandes und Fairniss passieren kann, versteht sich von selbst, oder? 😉
- 17. März 2010 um 15:53 | Antwort Peter
Bevor man sich bei heiklen Themen echauffiert sollte man warten bis etwas mehr Fakten auf dem Tisch liegen. Bei Löwenstein können wir nachlesen, dass BG Hars nicht nur SPD Mann ist sondern auch militärischer Berater bei BK Schröder war. In seinem Brief hat er nicht nur um eine Erklärung in Sachen Kunduz gebeten sondern den VM auch direkt forsch zum Rücktritt aufgefordert. Ein direktes Gespräch war da wohl nicht mehr notwendig. Meine Einschätzung, dass BG Hars entlassen werden wollte dürfte damit wohl nur noch schwer anzuzweifeln sein. Eine Alternative sehe ich jedenfalls nicht.
- 17. März 2010 um 21:10 | Antwort Klaus
Was so manche Leute über „vertrauliche Briefe“ doch alles so wissen! Der eine hat dem anderen vertraulich berichtet, der nächste gibt unter vier Augen weiter und plötzlich wird in einem Blog gepostet, was ein General Hars dem Verteidigungsminister angeblich geschrieben hat – nämlich seinen Rücktritt angetragen.
Warum hängt man es nicht gleich ans „Schwarze Brett“?
Hat man zu Guttenberg seine „Fehleinschätzung“ in den ersten hundert Tagen noch verziehen, sollte er, außer sich Mitarbeitern zu entledigen, mal langsam wirklich etwas vorweisen: Ein „Mehr“ für seine Soldaten, da hat er eine Menge zu tun. Und ein kluger Mann holt sich so viel Informationen ein, wie möglich – auch unbequeme.
Nur einfach nach Jung besser herüberzukommen – was wahrlich nicht schwer war – dürfte nicht für die nächsten Jahre reichen. Aber warten wir es ab, vielleicht kommt ja noch der große Paukenschlag – wenn nicht, frage ich mich, wie das die Soldaten im Einsatz verarbeiten, wenn sie feststellen müssen, dass sie wieder einmal im Regen stehen gelassen wurden bzw. im Kugelhagel?
- 18. März 2010 um 09:37 | Antwort Peter
Die meisten Geheimnisse sind eben keine. Unabhängig davon war der Brief von BG Hars wohl nicht vertraulich.
Seit 20 Jahren gibt es im Bundeskabinett einen Minister, der immer die A…Karte hat. Zum Leid für die Soldaten ist dies der VM. Real wird seit 20 Jahren der Etat ständig gekürzt. KTzG geht es genauso. Er darf auch überlegen wo er noch streichen kann. In Deutschland wird eine solide Verteidigungspolitik eben nicht als notwendig erachtet, weder von Gesellschaft noch Politik, weshalb die Bw eben zum Finanzsteinbruch verkommen ist. Erst, wenn es mal wieder zu spät ist, wird man umdenken. Kein VM kann etwas gegen die Schwerpunkte der Mehrheit machen. Wenn es in seinem Ressort also an allen Ecken brennt ist das nicht unbedingt sein Verschulden.

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