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Timestamp: 2017-12-11 02:23:15+00:00

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Flashcards - Übung Stichwort 2
Übung Stichwort 2
Ergebnisverwendungsrechnung §
§158 AktG
Zielsetzung: möglichst hoher Bilanzgeweinn ist gleichbedeutend mit möglichst geringem Bilanzverlust
Entnahme aus der Kapitalrücklage im Bezug auf die anderen Zuzahlungen §
§ 272 II Nr.4 HGB sind jeder Zeit möglich
Dagegen unterliegen Entnahmen aus .....
der Kapitalrücklage im Bezug auf die gem. §272 II Nr. 1-3 HGB eingestellten Beträge wie auch Entnahmen aus der gesetzlich. Rücklage den Vorschriften des §150 III, IV AktG
-> 2 Fälle : 1. Streng: §150III AktG
2. weniger streng: § 150 IV AktG
(Bsp: gesetzl RL + Kapitalrücklage >= 10% des gezeichneten kapitals)
Die Abenteuer AG gibt am 01.03.t1 eine Milion Aktien zum Nennwert von je 5 € zu 10€ aus, die in voller Höhe eingezahlt werden.
Bank 10 Mio an gezeichnete Kapital 5Mio / Kapitalrücklage 5 Mio (Agio)
Aufgeld Agio gem §
§ 272 Abs.2 Nr.1 HGB
Zum Zweck der Ausgabe an die Belegschaft kauut sie am 01.09.t1 wieder 90.000 Aktien zu einem Preis von je 15 € zurück. Dabe treten direkt mit dem Erwerb in Verbindung stehende Kosten in Höhe von 4.000€ auf. Die AG hatte bisher noch keine eigenen Anteile erworben. Die Abenteuer AG hat "andere Gewinnrücklagen" iHv 2Mio €
für zurückgeworbenen eigenen Anteile zum Zwecke der Ausgabe der Belegschaft erworbenen Erwerb nach §71 Abs.1 Nr.2 AktG zulässig.
-> Vorausetzung: 1. Erwerb mengenmäßig auf insgesamt max. 10% des Grundkapitals eingeschränkt
2. nur zulässig wenn zum Zeitpunkt des Erwerbs eine Rücklage in Höhe der Aufwendungen für den Erwerb bilden könnte (z.B Gewinnrücklage >= Erwerbaufwendung), ohne das Grundkapital oder eine nach Gesetz oder Satzung zu bildende Rücklage zu mindern.
Erworbenen Anteil i.Hv 90.000 *5 = 450.000€ vom gezeichenten Kapital abzusetzen
anderen Gewinnrücklagen sind um 90.000 *10= 900.000 zu vermindern
BS: gesetzl. Rücklage 450.000 /andere Gewinnrücklage 900.000 /sonstige betriebl. Aufwand 4.000 an Bank 1354.000
Da die Abenteuer AG am 01.11.t1 feststellt, dass sie für die Ausgabe an die Belegschaft nur 80.000 Aktien benötigt und der aktuelle Kurs der Aktie bei 10€ liegt, veräußert sie 10.000 Aktien zu je 20€ (direkt zuordentbare Kosten der Veräußerung 440€).
Zum 01.11.01 veräußert die AG 10.000€ der zuvor erworbenen eigenen Aktien zum Preis von 20€. Gem §272 Abs.1b HGB ist die offene Absetzung des nennbetrags der erworbenen eigenen Anteile rückgängig zu machen (10.000*5 = 50.000)
zu dem muss ein Differenzbetrag aus dem Veräußerungserlös bis zu Höhe des mit den frei verfügbaren Rücklagen verrechneten Betrag in die jeweiligen Rücklagen eingestellt werden.10.000 *10= 100.000
Rest: 20-16 = 5€ <- darüber hinaus gehender Differenzbetrag ist in die Kapitalrücklage (Agio) einzusetellen
BS Bank 200.000 an gez. Kapital 50.000 / andere Gewinnrücklagen 100.000 / Kapitalrücklage 50.000
Am 20. Dezember t1 schlossen sich drei Wirtschaftsprüfer und zwei Steuerberater zusammen, um die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Treu und Glauben AG zu gründen. Das Grundkapital in Höhe von 400.000 €, das in 8.000 Aktien à 50 € eingeteilt ist, wurde von den Gründern zu gleichen Teilen übernommen. Die Ausgabe der Aktien erfolgte zu einem Kurs von 125 € je Aktie und einer Einzahlungsquotevon 30 %. Von den ausstehenden Einlagen wurden 100.000 € eingefordert, aber noch nicht eingezahlt. An Gerichts- und Notariatskosten sowie Maklergebühren im Rahmen der Gründung fielen insgesamt 7.000 € an. Die Kosten der Aktienausgabe betrugen 5.000 €. Die Schulungskosten für metierfremde Angestellte betrugen in den ersten drei Monaten nach Gründung aber vor Aufnahme der Geschäftstätigkeit 10.000 €.
a) Wie wird die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Treu und Glauben AG ihre Eigenkapitalsituationin der Handelsbilanz am Ende des Geschäftsjahres t1 ausweisen, wenn das Geschäftsjahr gleich dem Kalenderjahr ist?
Agio: 8000 * 75(= 125 - 50) = 600.000
Die Aktiengesellschaft hat ggü ihren Aktionären eine Forderung bezüglich der noch nicht erbrachten Einlagen i.H.v 70% des Grundkapitals -> 280.000 abzügl der bereits eingefordertes ausstehenden Einlagen (100.000) muss nach §272 Abs.1 S.3 HGB vom gezeichenten Kapital abgesetz werden.
Bezüglich der Ausgabe für die Gerichts- und Notoriatskosten, Maklergebühren und für die Emission der Aktien i.H.v insgesamt 12.000€ besterht gem. §248. Abs.1 Nr.1 u.2 HGB ein Aktivierungsverbot, da es sich hierbei um Aufwendungen für die Gründung des Unternehmens bzw für die Beschaffung des Ek handelt.
Agio voll einzubezahlen gem §
§ 36a Abs.1 AktG
in die Kapitalrücklage
satzungsmäßige Rücklage
(wieviel von Ergebnisverwendungsrechnung abzuziehen)
wenn gez. Kapital 100.000
gesetzl. Rücklage: -5.000 (nur 5%)
solage es noch nicht 10% ist, §150 II AktG
satzungsmäßige Rücklage : -5.000 (§ 58 Abs 1 AktG/ §58 Abs.2 AktG)
andere Gewinnrücklage (100-5)/2 (5 ist satz. RL) = -47,5 § 58 Abs.2 AktG
= Bilanzgewinn 42,5
Skizzieren Sie die Gesamtheit von Maßnahmen, durch die die gewünschte Kapitalerhöhung im Zuge einer „Sanierung“ erreicht werden kann. Zeigen Sie dabei jeweils die Konsequenzen der einzelnen Teilschritte auf und nennen Sie die Buchungssätze.
Es bietet sich die Sanierung an, d.h. die Kombination von (schritt 1) Vereinfachter Kapitalherabsetzung gem. §§229-236 AktG und (Schritt 2) einer ordentlichen Kapitalerhöhung gem §§ 182-191 AktG
Grundkapital = 5
Verlustvortrag 2,5
wie Sanierung Schritt 1?
Nennbetrag 75€ pro Aktien
- Sanierungszweck aus §229 Abs.1 AktG? (sonstige Verluste +)
- gem. §229 Abs.2 und 3 AktG gesetzl. Rücklage und Kapitalrücklage < 10% des Grundkapitals und keine verbleibende anderen Gewinnrücklagen (+)
Das Grundkapital soll auf 2,5 Mio halbiert werden und der erzielte Herabsetzungsgewinn von 2,5 Mio reicht aus von den Verlustvortrag auszubuchen. Gleichzeitig muss der Nennbetrag auf 50€ herabgesetzt werden (§§ 229 Abs.3, 222 Abs.4 AktG)
-> Das Vermögen der Gesellschaft bleibt in Höhe und Struktur unverändert (nur Buchungsvorgang). Genauso das Vermögen des Aktionärs, da sich der Börsenkurs nicht ändert-
gezeichnete Kapital an Verlustvortrag 2,5.
nach Schritt 1: gez. Kapital auf 2,5 abgesetzt
Nennbetrag von 74 auf 50€ pro Aktien abgesetzt
Da die nicht vorhandenen Barreserven die Beschaffung einer dringend benötigten neuen Maschine gefährden, plant die Unternehmensleitung die hierfür benötigten 3 Mio€ durch eine ordentliche Kapitalerhöhung (Nennwert pro Akti: 100€)
Schritt 2?
Schritt 2: Bezugsverhältnis muss auf 1.1 fixiert werden (weil Verdopplung des Grundkapital)
- 50.000 Aktien im Umlauf ( 5Mio gez. Kapital/ 100€ Aktienwert)
-> 50.000 neue Aktien ausgeben
- Emissionserlös soll 3 Mio betragen (Maschine)
- Emissionskurs muss 60€ sein ( 3 Mio : 50.000 Aktien)
Nennwert 50€ -> 2,5 Mio ins gezeichnete Kapital
- Agio 10€/Aktie -> 0,5 Mio in die Kapitalrücklage
Bank 3 Mio an gez. Kapital 2,5 / Kapitalrücklage 0,5
Vermögen der AG: erhöht sich vom Emissionserlös von 3 Mio
MK vor kapitalerhöhung: 74*50.000= 3,7 Mio
ΔMK durch Kapitalerhöhung: 50.000* 60= 3 Mio
MK nach Kapitalerhöhung = MK + ΔMK= 6,7 Mio
Neue Aktienkurs: 67€
An der Höhe des Vermögens des aktionärs ändert sich nicht, da er gem.
§186 AktG für jede Aktie ein Bezugsrecht auf eine neue Aktie erhält (1:1), sonst träte der sogenannte Kapitalverbesserungseffekt ein, Ausschluss des Bezugsrecht gem §186 Abs.8 S.4 AktG denkbar.
-> Übt er aus, besitzt 2 Aktien im Wert von 134€ (2*67). Die neue Aktie kostet ihn 60€ (sein Barvermögen sinkt), sein Aktienvermögen sinkt
-> nur die Struktur seines Vermögens hat sich verändert
Das dem Aktionär zustehende Recht, bei einer Kapitalerhöhung einen seinem Anteil am bisherigen Grundkapital entsprechenden Teil der neuen Aktien (junge Aktien) zu beziehen (§ 186 AktG). Wird z.B. das Aktienkapital von drei auf vier Mio. Euro erhöht, so kann den Aktionären auf drei alte eine junge Aktie angeboten werden; das Bezugsverhältnis beträgt 3 : 1. Das Bezugsrecht schützt den Altaktionär vor einer Kapitalverwässerung.
a) Durch einen Teilschaden im Getriebe kann eine Baumaschine seit September t1 nur noch in einer Fahrstufe gefahren werden. Da die Maschine für anstehende Bauarbeiten dringend gebraucht wird, soll der Schaden erst im Frühjahr t2 behoben werden. Die Kosten belaufen sich auf 20 T€.
(Annahme:- Frühjahr geht bis März
- keine dauerhafte Wertminderung
- es wurde keine wiederkehrende Instandhaltungmaßnahme unterlassen )
- unterlassene Instandhaltung (3 Monate) (+)
- absolute Passivierungsfähigkeit (+)
s.b A an Rückstellung 20.000 €
- keine Verpflichtung ggü einem Dritten (IAS 37.20) (-) keine Rückstellung
b) In t1 schloss die Bau-AG mit der Z-AG einen bis 31.07.t2 befristeten Liefervertrag über monatlich 20 Fertiggaragen zum Preis von 9 T€ ab. Infolge der Rohstoffverteuerung werden seit Produktionsbeginn 10 % der Herstellungskosten (10 T€) nicht durch den Verkaufserlös gedeckt.Die Fertiggaragen für die Lieferungen der Monate Januar bis Juli t2 wurden zum 31.12.t1 noch nicht produziert.
- Drohverlustrückstellung(schwebendes Geschäft) (+)
- abstrakte Passivierungsfähigkeit (+)
7 Mon à 20 Garagen = 140 zu liefernde Garagen
140*1T€ Verlust pro Garage = 140T€
s.b A an Rückstellung 140T €
- IAS 37.14 (+)
- Buchung identisch
c) Der in t1 aktuell laufende Prozess gegen die A-GmbH auf Schadensersatz wegen mangelhafter Lieferung wird im Jahr t2 wahrscheinlich verloren gehen. Dadurch werden Gerichtskosten in Höhe von 10 T€ fällig werden.
- ungewisse Verbindlichkeiten (+)
BS: Aufwand an Rückstellung 10.000
Buchung siehe oben!
d) Seit t1 schließt die Bau-AG für ihre Transporte keine Versicherung für Untergang bzw. Beschädigung des eigenen Transportgutes mehr ab. Die eingesparte Prämie beträgt 15 T€ pro Geschäftsjahr.Nach der Erfahrung der vergangenen Jahre muss im Durchschnitt alle fünf Jahremit einem größeren Unfall gerechnet werden, der Schäden am eigenen Transportgut zwischen 20 T€ und 100 T€ verursacht.
HGB: eine Rückstellung für ungewisse Verbindlichkeiten i.S.d. §249I S.1 Alt.1 HGB kommt nicht in Betracht.
-> fehlende Außenverpflichtung
Eine Rückstellung kommt deshalb nicht in Betracht, da §249II S.1 HGB bestimmt, dass keine andere Rückstellung als die im Abs.1 aufgelisteten gebildet werden dürfen
- keine Außenverpflichtung IAS 37.20
- kein vergangener Ereignis (da kein Vertrag abgeschlossen wurde)
e) Aufgrund des zu erwartenden Jahresüberschusses ist mit einer Körperschaftsteuerzahlung inHöhe von 50 T€ zu rechnen. Außerdem wurde für das 3. Quartal t1 noch keine Gewerbesteuervorauszahlungentrichtet (10 T€).
- ungewisse Verbindlichkeit (+)
Gewerbesteuer: Verbindlichkeit (der Höhe und dem Grunde nach Gewiss)
BS: Steuer vom Einkommen und Ertrag an Steuerrückstellung (KöSt) 50T€ und sonstige Vbk (GewSt) 10T€
IFRS: Steueraufwand an Steuerschuld (tax liability) 60T€
- IAS 1.54n
- IAS 12.12
f) Die aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr resultierenden Garantieverpflichtungen (Garantiefrist von 12 Monaten) werden erfahrungsgemäß noch Kosten von 100 T€ verursachen. Die Geschäftsleitungsieht sich wegen des Konkurrenzdrucks auch weiterhin gezwungen, neben denGarantieleistungen noch Kulanzleistungen zu erbringen, deren Höhe auf 10 % der Kosten für Garantieverpflichtungen geschätzt wird. Diese fallen in der Regel zwischen dem 13. und 24. Monat nach Veräußerung an. Der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahrebeträgt 5 %, der aktuelle Marktzinssatz für vergleichbare Transaktionen 3 %.
Garantie: Rat für ungewisse Vbk (rechtl. Vertrag)
Kulanz: Kulanzrückstellung (der über die Garantie hinaus Teil)
Garantierückstellung -> Bewertung : 100.000 (keine Abzinsung: Laufzeit < 1J)
Kulanzrückstellung -> Bewertung : 10.000, aber Abzingsung
Annahme: Rückgabe im 13. Monat
Rst- Bewertung: 10.000/ 1,05 = 9.523,80€
Aufwand an sonstige Rückstellung 109.523
IFRS: Ansatz IAS 37.14 (+)
-> Kulanzrückstellung (faktische Rückstellung)
-> Garantierückstellung (rechtl. Rückstellung)
-> 100.000 Garantierückstellung nicht abzinsen, weil Zinseffekt nicht wesentlich (hier Laufzeit < 1J)
-> Kulanzrückstellung : 10.000/1,03= 9.708
sbA an sonst. Rückstellung 109.708EUR
g) Eine auf dem Betriebsgelände stehende Brücke muss in absehbarer Zeit repariert werden. Die letzte Reparatur liegt am Bilanzstichtag drei Jahre zurück. Die durch Materialtransporte entstehenden Schäden an der Brücke werden auf 200 T€ pro Jahr geschätzt. Bisher wurde keine Rückstellungdafür gebildet. Die Reparatur wird voraussichtlich zum Bilanzstichtag 2010 in Höhe von 1 Mio. € anfallen
HGB: die Bildung einer Aufwandrückstellung ist unzulässig (§249 II S.2 HGB)
-> keine konkrete Passivierungsfähigkeit
IFRS: IAS 37.14 (-) keine Außenverpflichtung
h) Bei der Renovierung einer Produktionshalle wurde festgestellt, dass der Boden unter der Halle großflächig durch ausgelaufenes Öl kontaminiert wurde. Gemäß der kommunalen Rechtslage ist die Bau-AG dazu verpflichtet, den belasteten Boden innerhalb der nächsten zwei Jahre zu dekontaminieren. Die Sanierungskosten werden auf 500.000 € geschätzt. Der durchschnittlicheMarktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre beträgt 5 %. Der aktuelle Marktzinssatz für vergleichbare Transaktionen beträgt 3 %.
HGB: Ansatz :Rat für ungewisse Verbindlichkeiten (rechtl. Verpflichtung)
Bewertung: Annahme: Dekontamination am Ende 500.000/1,052 = 453.514
(Abzinsung, weil > 1Jahr)
s.b. A an sonstige Rückstellung 453.514
IFRS: IAS 37.14 (+)
500.000/ 1,032= 471.297,95
Abzinsung mit MArktzinsatz
In HGB stehen:
Rückstellung für Prozesskostenrisiken
Rückstellung für Verpflichtung aus Patentrechtsverletzung
Diese Rückstellungen wurden aufgrund einer Klage wegen Patenrechtsverletzungen durch einen Konkurrenten gebildet. Die Rechtsabteilung hält eine Verurteilung für möglich, geht aber davon aus, dass der Rechtsstreit wahrscheinlich gewonnen wird.
Wie in IFRS?
Patenrechtverlezung /Prozesskostenrisiken
-> keine Rückstellung gem IAS 37.14 (Wkt < 50%)
-> aber möglicher Ausweis einer contigent liability im Anhang, wenn Wkt "remote" ist (< 10%) IAS 37.28
Abweichende Ansätze zw. Steuerbilanz und IFRS-BilanZ:
StB: 375.000
IFRS: 0
Steueraufwand an passive latente Steuer
In HGB stehen Posten:
Rückstellung für Jahresabschluss- und Prüfungskosten /ausstehende Rechnungen
-> keine Rückstellung wegen höheren Bestimmtheitsgrad und zuverlässiger Schätzbarkeit
-> accruals (Bestandheit der sonstigen Schulden) gem IAS 37.11b
In HGB steht
Rückstellung für Gewährleistungsverpflichtungen
wie in IFRS
-> Rückstellung
-> maßenverpflichtung (IAS 37.39)
- > Bewertung?
In HGB steht:
Rückstellung für unterlassene Instandhaltung (Nachholung < 3 Monate)
-> Keine Rückstellung wegen fehlender Außenverpflictung
StB: 275.000
IAS 12.15
wahrscheinlichster Wert
IAS 37.40
Erwartungswert bilden
IAS 37.39
a) Die Vital AG gewährt auf ihre verkauften Neuwaren eine 2-jährige Garantie, der durchschnittlicheZeitraum zwischen Umsatzrealisation und Garantiefällen beträgt ein Jahr. Erfahrungsgemäßerweisen sich 30 % der verkauften Produkte innerhalb der Garantiefrist als fehlerhaft. Beica. 1/3 dieser Geräte liegen Defekte an der Elektronik vor, die restlichen 2/3 der defekten Gerätehaben Gehäusefehler. Die Reparatur der Elektronik kostet die Vital AG 115 € pro Stück, dieGehäusereparatur 80 € pro Stück. Insgesamt wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 12.000 Fitnessgeräteverkauft.
das verpflichtende Ereignis ist der Verkauf der Produkte mit Garantie (rechtliche Verpflichtung)- Der Ressourcenabfluss ist für die Gruppe der Garantieverpflichtungen wahrscheinlich (IAS 37.24), der Wertansatz der zu bildenden Rückstellung wird gem IAS 37.39 anhand der Erwartungswertmethode ermittelt: ((1200 *0,3)*1/3) * 115 GE + (( 1200 *0,3)*2/3)*80 GE = 330.000 GE
b) Im Dezember t1 wurde die Vital AG aufgrund einer Patentrechtsverletzung verklagt. Nach Einschätzungdes Rechtsanwalts ist eine Verurteilung „mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit“ zu erwarten.Die Höhe des Bußgelds hängt allerdings von der Glaubwürdigkeit diverser Zeugenaussagenab. Mit gleicher Wahrscheinlichkeit werden Werte von 200.000 € und 300.000 € geschätzt.
nach IAS 37.72 wird restructuring dann passivierungspflichtig, wenn ein detaillierter Restrukturierungsplan besteht und bei den Betroffenen eine gerechtfertigte Erwartung geweckt wurde, dass das restructuring durchgeführt wird. Die aus diesen Vorgaben erwachsende faktische Verpflichtung wird durch die Unentziehbarkeitskriterien "Beginn der Umsetzung des Plans" d.h Demontage einer Anlage bzw Verkauf von assets oder "Ankündigung der Hauptmerkmale des Plans den Betroffenen gegenüber" weiter konkretisiert (IAS 37.75).
Da die Kriterien für die faktische Verpflichtung hier noch nicht erfüllt sind (z.B keie Ankündigung den Betroffenen ggü), darf in diesem Fall auch keine Rückstellung für Restrukturierungsmaßnahmen gebildet werden. Sollte mit der Umsetzung des Plans kurz nach dem Bilanzstichtag begonnen werden, ist eine Angabepflicht nach IAS 10 "Events after the Reporting Period" zu prüfen (IAS 37.75)
c) Die Vital AG hat ein Bürogebäude gemietet, für das eine vertragliche Verpflichtung zur Instandhaltungnach bestimmten Fristvorgaben besteht. Im Jahr t1 wird diese Instandhaltung betriebsbedingtunterlassen, soll aber Anfang des Jahres t2 nachgeholt werden. Die Wahrscheinlichkeit,dass dadurch Kosten i.H.v. 350.000 € entstehen, liegt bei 75 %, die Wahrscheinlichkeiteiner Belastung mit 200.000 € liegt bei 25 %
Verpflichtendes Ereignis ist hier die Klage aufgrund eine Patentrechtverletzung. Da die Verurteilung wahrscheinlich ist, muss eine Rückstellung gebildet werden. Es liegt eine Einzelverpflichtung vor, daher entspricht der beste Sschätzwert i.d.R dem wahrscheinlichsten Ergebnis (IAS 37.40). Da hier mehrere mögliche Ergebnisse vorliegen, deren Eintrittswkeit gleich groß ist, wird in diesem Fall das arithmethische Mittel aus den verschiedenen Werten angesetzt, d.h. für den vorliegenden Fall 250.000 GE
Nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendiger
Erfüllungsbetrag
Bei einer Bandbreite möglicher Werte:
Passivierung des Wertes, der nur noch mit einer Wahrscheinlichkeit
von 20 % überschritten wird
Abzinsung gem
gem. § 253 Abs. 2 HGB zwingend, wenn Restlaufzeit
bis zur Begleichung >1 Jahr
Abzinsungsgebot bei Restlaufzeit > 1 Jahr
§253 II HGB
Ausnahme von der Einzelbewertung:
Ausnahme von der Einzelbewertung: Sammelrückstellungen, bei
gleichartigen Sachverhalten hoher Anzahl (z.B. Gewähr-
leistungsrückstellungen)
Rückstellung ist mit dem Betrag anzusetzen, der nach bestmöglicher
Schätzung erforderlich ist (IAS 37.36 f.)
a) unterschiedliche Eintrittswahrscheinlichkeiten: Erwartungswert
b) gleichmäßigverteilteEintrittswahrscheinlichkeitn: arithmetisches
Mittel von unterem und oberem Wert (Mittelpunkt)
Abzinsungsgebot bei wesentlichen Auswirkungen
IAS 37.45

References: §158

§ 272
 §272
 §150
 §150
 § 150

§ 272
 §71
 §272
 §272
 §248

§ 36
 §150
 §58
 § 58
 §229
 §229

§186
 §186
 §249
 §249
 § 253

§253