Source: http://www.math.uni-bremen.de/cms/detail.php?id=22320&detail=alternate
Timestamp: 2017-12-16 07:09:42+00:00

Document:
Studienordnung Informatik 2005 (Bachelor/Master) (application/pdf 162.8 KB)
Studienordnung Informatik 2005 (Bachelor/Master)
Bachelor sowie Master of Science
des Fachs Informatik
Version 26.01.2005
§ 2 AUFBAU DES STUDIUMS
§ 3 LEHRANGEBOT
§ 4 FORMEN DER LEHRE UND DES LERNENS
§ 5 PROJEKT
§ 6 SOFTWARE-PROJEKT
§ 7 INTERNATIONALER ABSCHLUSS
§ 8 STUDIENBERATUNG UND BETREUUNG DER STUDIERENDEN
ANHANG 1: MODULBESCHREIBUNGEN DER PFLICHTMODULE
ANHANG 2: WAHLPFLICHT-MODULBEREICHE IM BACHELOR- UND MASTERSTUDIENGANG
ANHANG 3: MUSTER-STUDIENPLÄNE
(1) Die Studiengänge ,,Informatik" werden von dem Fach Informatik (FB3) getragen.
Sie sind an folgenden Leitsätzen ausgerichtet:
· Das Studium ist in Inhalt und Form dreifach orientiert: an der fachlichen
Entwicklung, an der pädagogischen Praxis und an Einsichten in die
· Das Studium qualifiziert für eine verantwortliche Tätigkeit in der Informatik. Es wird
auf wissenschaftlicher Basis durchgeführt. Es lebt aus der Spannung zwischen
allgemeinen, grundlegenden Kenntnissen und speziellen, instrumentellen
Fertigkeiten; dabei betont es die Grundlagen gegenüber den Fertigkeiten, aber das
eine ist ohne das andere nicht zu haben. Das Studium befähigt dazu, sich auf rasch
wechselnde Anforderungen der beruflichen Praxis selbständig einstellen zu
· Im Vordergrund des Studiums steht das Lernen, nicht das Lehren oder Prüfen.
Lehren bedeutet: Lernen zu ermöglichen. Das Studium fördert die Begegnung von
Menschen mit unterschiedlichen Voraussetzungen in Lernsituationen.
· Das Studium ist projektorientiert. Es pflegt die Überschreitung fachlicher Grenzen
und fördert das selbständige Lernen in Gruppen- und Einzelarbeit.
· Dieses Studium ist studierbar. Es macht Freude und verlangt Verantwortung.
Es regt dazu an, sich in unbekannte gedankliche Räume hinein zu wagen. Es ist
heiter und herausfordernd.
Das Studium mit dem Abschluss Bachelor of Science (B.Sc.) soll in einer Ausbildung auf
wissenschaftlichem, forschungsnahen Niveau fachliche Kenntnisse, Methoden und
Fähigkeiten vermitteln, die auf dem Gebiet der Informatik berufsqualifizierend sind.
Das konsekutive Studium mit dem Abschluss Master of Science (M.Sc.) bietet die
Möglichkeit zu einer Vertiefung bzw. Spezialisierung, auch als Basis für eine
wissenschaftliche Weiterqualifikation zur Promotion. Die Kombination mit B.Sc.bzw.
M.Sc.-Studiengängen in einem anderen Fach bietet die Möglichkeit zum Erwerb einer
Mehrfachqualifikation. So liefert der Bachelor-Abschluss in ,,Informatik" z.B. eine
Grundqualifikation, die mit einem Masterabschluss in einem anderen Fach zu einer
Doppelqualifikation führt.
Ein Wechsel zwischen dem einzügigen Studium mit dem Abschluss Diplom zu dem
konsekutiven Studium mit den Abschlüssen B.Sc. und M.Sc. ist möglich; entsprechende
Studienleistungen werden anerkannt.
(1) Das Lehrangebot ist so zu organisieren, dass das Studium innerhalb der jeweiligen
Regelstudienzeit (vgl. PO § 1 (5)), einschließlich der Zeit für das Anfertigen
der jeweiligen Abschlussarbeit, beendet werden kann. Die Studienkommission
Informatik sorgt für die Bereitstellung des notwendigen Lehrangebots.
(2) Das Studium ist modular aufgebaut. Ein Modul ist eine in sich abgeschlossene,
prüfungsrelevante Studieneinheit, die sich aus einer oder mehreren
Lehrveranstaltungen zusammensetzt. Das Studium besteht aus der erfolgreichen
Teilnahme an Pflicht- und Wahlpflichtmodulen. Die Pflichtmodule sind in Anhang 1
inhaltlich beschrieben. Anhang 2 beschreibt die Modulbereiche der Wahlpflichtmodule.
(3) Für die Wahlpflichtmodule werden zudem projektspezifische Musterstudienpläne
festgelegt (s. Anhang 3). Der Prüfungsausschuss kann davon abweichende indivduelle
Studienpläne genehmigen.
(4) Die Teilnahme an einem Modul kann die vorherige erfolgreiche Teilnahme an anderen
Modulen zur Voraussetzung haben. Für die Pflichtmodule ist dies in Anhang 1 jeweils
angegeben. Bei allen anderen Modulen werden die notwendigen Voraussetzungen auf
Vorschlag der Veranstalter im Rahmen der Lehrplanung (in der Regel im voraus für 4
Semester) angegeben. Die Forderung von verbindlichen Voraussetzungen soll
möglichst sparsam gehandhabt werden; eher sollen ggf. Empfehlungen für
Vorkenntnisse angegeben werden. Der Prüfungausschuss entscheidet in Absprache
mit den Lehrenden evtl. über Ausnahmeregelungen.
(5) Elektronisch gestützte Lehrangebote sollen das Unterstützte Selbstlernen ermöglichen
und fördern. Die Studienkommission Informatik regelt im Rahmen der Lehrplanung,
welche Module für das Selbststudium angeboten werden.
Der Prüfungsausschuss legt fest, wer ggf. als auswärtige/r Prüfer/in zugelassen ist; er
kann ggf. andere Prüfungsformen zulassen.
(6) Kreditpunkte und Benotung von im Ausland erbrachten Studienleistungen werden über
das European Credit Transfer System (ECTS) umgerechnet bzw. analog auf Antrag
durch den Prüfungsausschuss anerkannt.
(7) Wahl- bzw. Wahlpflichtmodule können in englischer Sprache abgehalten werden.
(1) Das Lehrangebot ist in folgende Modulbereiche zusammengefasst:
Die Module fallen in 3 Kategorien: Grundlagenmodule (Pflicht im B.Sc.-Curriculum),
Aufbaumodule (eher für das B.Sc.-Curriculum) und Vertiefungsmodule (eher für das
M.Sc.-Curriculum).
(2) Für das Studium mit dem Abschluss "B.Sc." sind in jedem der Modulbereiche
Grundlagenmodule als Pflicht vorgeschrieben (vgl. §18 PO sowie Anhang 1),
ferner Aufbaumodule als Wahlpflicht (vgl. Anhang 2). In den projektspezifischen
Musterstudienplänen können einzelne der Aufbaumodule als Pflicht festgesetzt
(3) Für das Studium mit dem Abschluss "M.Sc." sind Module auf dem Niveau
"Aufbaumodul" bzw. "Vertiefungsmodul" als Wahlpflicht vorgeschrieben (vgl. Anhang
2). In den projektspzifisichen Musterstudienplänen können einzelne der
Vertiefungsmodule als Pflicht festgesetzt werden.
(4) Weitere Module können frei gewählt werden (vgl. § 18 PO).
(1) Lernen ist ein aktiver Prozess. Die Lehre hat die Aufgabe, diesen Prozess zu
unterstützen. Dazu werden folgende Formen des Lehrens und Lernens eingesetzt:
· Kurs (Vorlesung und Übung)
· Praktikum bzw. Labor
· Projekt (Arbeitsvorhaben und Plenum)
· Unterstütztes Selbstlernen
Lehrveranstaltungen können auch als Kombination verschiedener Lehr- und Lernformen,
einschließlich der Form des unterstützten Selbstlernens (Abs. 7), durchgeführt werden.
Die Lehr- und Lernformen eines Moduls werden von dem veranstaltenden Fach
(2) Kurse dienen der systematischen Vermittlung fachlicher bzw. wissenschaftlicher
Kenntnisse sowie methodischer und instrumenteller Fertigkeiten. Sie stützen sich auf
Skripte, Lehrbücher oder andere Begleitmaterialien. In der Regel gliedern sie sich in
Vorlesungen und Übungen. Die Vorlesungen dienen der zusammenhängenden
Darstellung und Reflexion eines Stoffgebiets. Die Übungen dienen der Anwendung des
vorgetragenen Stoffs und der Einübung der methodischen und instrumentellen
Fertigkeiten. Die Studierenden in einem Kurs werden in der Regel in
Übungsveranstaltungen mit ca. 20-30 Personen von Lehrenden betreut.
(3) Seminare dienen der selbständigen Erarbeitung einzelner Fachbeiträge zu einem
umfassenden, in der Regel wissenschaftlichen Thema sowie der Herausbildung
kommunikativer Kompetenz. Die Studierenden lernen in Seminaren insbesondere den
Umgang mit Fachliteratur, die Vermittlung komplizierter Sachverhalte im mündlichen
Vortrag, die diskursive Auseinandersetzung mit Kritik sowie die Darstellung des Themas
in einer schriftlichen Ausarbeitung. Die kontinuierliche Teilnahme am Seminar ist
Voraussetzung für den Lernerfolg, weil nur so die Befassung mit dem Thema über den
eigenen Beitrag hinaus und die Diskussion des Gegenstandsbereich unter den
Studierenden möglich ist.
(4) Praktika bzw. Labore dienen der intensiven Auseinandersetzung mit einzelnen
Lehrinhalten und dem Erlernen praktischer Fertigkeiten, z.B. durch Bearbeitung
experimenteller Aufgaben im Labor.
(5) Projekte dienen der Bearbeitung komplexer interdisziplinärer Fragestellungen.
(6) Kooperatives Lernen soll ebenso auf eine team-orientierte Berufspraxis vorbereiten und
in möglichst vielen Lernsituationen praktiziert werden. Mögliche Beispiele hierfür sind
elektronische Lernplattformen als begleitende Angebote zu einer Lehrveranstaltung
oder Ko-Autorensysteme zur gemeinsamen Erstellung von Lernmaterialien.
(7) Unterstütztes Selbstlernen dient zur selbständigen Erarbeitung von Lehrinhalten. Eine
Form ist die individuelle, aktive Unterstützung durch Lehrende, z.B. durch
Intensivberatung zur Eingrenzung der Problemstellung, durch Hilfestellung bei der
Problemlösung, durch die Beurteilung erster Lösungsversuche oder durch die
gemeinsame Identifikation von individuellen Lernbedarfen. Eine andere Form ist die
Unterstützung durch tutorielle Systeme im Rahmen von virtuellen Lehrangeboten, die
den individuellen Lernfortschritt berücksichtigen.
(1) Wesentlicher Teil des Studiums ist die Teilnahme an einem Projekt. Dadurch soll den
Studierenden Gelegenheit gegeben werden, an der Zielausgestaltung mitzuwirken, eine
konkrete Aufgabenstellung zu analysieren, die Aufgabe zu präzisieren, die erlernten
Methoden bei der Lösung anzuwenden und die Ergebnisse wissenschaftlichen
Anforderungen entsprechend darzustellen. Das projektorientierte Studium bereitet
darauf vor, umfangreiche Problemstellungen aus der beruflichen Praxis in arbeitsteiligen
Teams kooperativ zu lösen.
(2) Die Themen der Projekte sollen praktische Relevanz haben und interdisziplinär sein.
Gegenstand von Projekten sind Analyse, Planung, Gestaltung, Entwicklung, Einsatz und
Bewertung technischer Systeme, einschließlich ihrer Software. Eine fächerübergreifende
Betreuung wird angestrebt.
(3) Projekte werden zu einem wesentlichen Teil von den Studierenden organisiert. Das
didaktische Ziel orientiert sich nicht nur am angestrebten Resultat, sondern auch an den
bei der Durchführung gesammelten Erfahrungen. Projekte sind eine Form des Lehrens
und Lernens, die von allen Beteiligten besondere Anstrengungen verlangt und
besondere Erfolge erzielen lässt.
(4) Das Projekt ist ein Modul über 2 Semester für die Abschlüsse B.Sc. und M.Sc. Es
besteht neben der eigentlichen Projektarbeit aus Plena sowie ggf. aus speziell zum
Projektthema angebotenen Seminaren und Kursen. Plena (in der Regel wöchentlich)
dienen der Zielausgestaltung, der Koordination und dem Erfahrungsaustausch im
Projekt (Berichte über den Projektfortschritt, Erörterung von Problemen, etc.).
(5) Projekte beginnen im B.Sc.-Studium in der Regel im Wintersemester. Im vorangehenden
Studienjahr werden sie in geeigneter Weise (z.B. durch eine vorbereitende
Lehrveranstaltung oder einen Workshop) vorgestellt. Die Studienkommission Informatik
sorgt dafür, dass neue Projekte in ausreichender Zahl angeboten werden.
Projekte beginnen im MSc.-Studium in der Regel im Sommersemester. Im
vorangehenden Semester erfolgt durch das Modul Projektmanagement und
Wissenschaftskultur eine Einführung in das Projektstudium sowie auch eine
Vorbereitung auf das konkrete Projekt.
(6) Projekte sollen von der Studienkommission Informatik für etwa 15 Studierende geplant
werden. Melden sich für ein Projekt weniger als 8 oder mehr als 25 Studierende an, so
sucht der bzw. die Vorsitzende der Studienkommission Informatik in Absprache mit den
Beteiligten nach geeigneten Lösungen; dies kann bedeuten (z.B. bei einer
Teilnehmerzahl kleiner als 5), dass vorgeschlagene Projekte unter Berücksichtigung
kapazitiver Aspekte nicht (oder nicht in der geplanten Form) zustande kommen. Die
Studienkommission Informatik entscheidet über das Projektangebot.
(7) Das B.Sc.-Projekt soll nicht vor dem fünften Semester begonnen werden. Es setzt die
erfolgreiche Teilnahme am Software-Projekt voraus.
(8) Das M.Sc.-Projekt soll im 2. Semester des M.Sc.-Studiums beginnen; der
Prüfungsausschuss kann die vorherige Zulassung im Laufe des B.Sc.-Studiums
(1) Das Software-Projekt ist ein Modul im 3. und 4. Semester. Es orientiert sich in der
Veranstaltungsform an dem eigentlichen Projekt (vgl. § 5) und soll auf dessen Lehr- und
Lernformen hinführen, wird aber stärker von den Veranstalter/inne/n vorgegeben.
(2) Hauptziel ist das Erlernen aller praktischen Aspekte der Softwaretechnik sowie von
Datenbankgrundlagen anhand der Entwicklung eines größeren Softwarepakets im Team;
wiss. Arbeiten und Vortragstechnik werden (wie in einem Proseminar) geübt.
(3) Das Software-Projekt setzt die erfolgreiche Teilnahme an Praktische Informatik 1 und
Praktische Informatik 2 voraus.
(1) Die Internationalisierung soll durch folgenden Maßnahmen gefördert werden:
- Angebot englischsprachiger Module im Wahlpflichtbereich,
- Unterstützung von Auslandssemestern oder -Praktika in Kooperation mit
ausländischen Partner-Hochschulen.
(2) Diese Angebote sind fakultativ; im Abschlusszeugnis zum M.Sc. wird das zusätzliche
Zertifikat ,,internationaler Abschluss" vergeben, sofern im Studienverlauf ausreichende
Merkmale vorhanden sind:
mindestens 30 in den Abschluss eingebrachte Kreditpunkte wurden in
fremdsprachigen Lehrveranstaltungen erbracht, und
- mindestens ein Semester wurde mit erfolgreichen Studienleistungen im
fremdsprachigen Ausland verbracht.
Einführungstage statt. Sie dienen der ersten Orientierung im Studium und dem
Kennenlernen der Einrichtungen und der Lehrenden des Studiengangs.
(2) Das modularisierte Studium erfordert ein hohes Maß an Studienberatung. Die
Studienberatung soll die Studierenden bei der sinnvollen Zusammenstellung und der
geeigneten Auswahl von Modulen zur Vertiefung des Studiums unterstützen.
(3) Der Prüfungsausschuss orientiert sich bis zum Ende des ersten Studienjahres über den
bisherigen Studienverlauf der Studierenden und informiert die Studierenden darüber.
Nach Wahl der Studierenden führen die Studienfachberater eine Studienberatung
(4) Bei wiederholtem Scheitern eines/r Studierenden in Pflichtmodulen kann der/die
Veranstalter/in die Studienfachberater hinzuziehen.
(5) Studienfachberater (bzw. weitere beratende Hochschullehrer/innen) haben auch die
Aufgabe, mit Studierenden, die mit Ende des achten Semesters noch nicht den
Abschluss B.Sc. erworben haben, ein Beratungsgespräch zu führen. Ziel des
Beratungsgesprächs ist es herauszufinden, welche Hinderungsgründe vorliegen und
welche Hilfen zum Abschluss des Studiums gegeben werden können. Es wird
(insbesondere ggf. für Pflichtmodule) gemeinsam ein Studienverlaufsplan angefertigt,
anhand dessen alle 2 Semester der Studienerfolg überprüft wird. Der
Prüfungsausschuss regelt die Zuordnung von beratenden Hochschullehrer/inne/n.
Diese Studienordnung tritt mit dem Tag ihrer Genehmigung durch den Rektor der
Universität Bremen in Kraft.
Anhang 2: Wahlpflicht-Modulbereiche im Bachelor- und Masterstudium
Anm.: In diesem Anhang sollen die Modulbeschreibungen der Pflichtmodule im Bachelor-Studiengang aufgeführt werden. Diese sind z.Zt. (zusammen mit allen anderen Modulbeschreibungen) in Anhang C der Akkreditierungstellungnahme enthalten und daher (um eine Dopplung zu
vermeiden) hier noch nicht aufgenommen worden. Dabei handelt es sich um folgende Module:
6 Modulbereich Theorie
60 Mathematik
600.01 Mathe 1: Logik und Algebra
600.02 Mathe 2: Lineare Algebra und Differential- und Integralrechnung
61 Einführung in die Theoretische Informatik
601.01 Theor. Inf. 1: Endliche Automaten, Kontextfreie Sprachen und Grundelemente der Berechenbarkeit
601.02 Theor. Inf. 2: Formale Sprachen, Berechenbarkeitsmodelle und Komplexität
7 Modulbereich Praxis
70 Einführung in die Praktische Informatik
700.01 Prakt. Inf. 1: Imperative Programmierung und Objektorientierung
700.02 Prakt. Inf. 2: Algorithmen und Datenstrukturen
700.03 Prakt. Inf. 3: Funktionale Programmierung
700.11 Techn. Inf. 1: Rechnerarchitektur und digitale Schaltungen
700.12 Techn. Inf. 2: Betriebssysteme und Nebenläufigkeit
8 Modulbereich Anwendung
80 Einführung in die Angewandte Informatik
800.01 Informatik und Gesellschaft
800.02 Fachinformatik
9 Modulbereich Projekte
900.01 Propädeutik: Wissenschaftliches Arbeiten
901.01 Software-Projekt
903.xx Bachelor-Projekt
904.00 Master-Projekt-Vorbereitung
904.xx Master-Projekt
Fachinformatik stellt dabei einen Sonderfall dar: Jede/r Studierende belegt eine Fachinformatik,
die damit zu einem Pflichtbestandteil des Studiums wird. Allerdings werden drei mögliche Ausprägungen angeboten, die somit jeweils den Charakter von Wahlpflichtveranstaltungen haben:
800.02/1; Grundlagen der Medieninformatik
800.02/2; Grundlagen der Wirtschaftsinformatik
800.02/3; Grundlagen der Produktionsinformatik
Beim Prüfungsausschuß kann auch eine individuelle Ausprägung (in der Regel in einem anderen
Anwendungsfach) beantragt werden.
Einen ähnlichen Sonderfall stellt auch das Bachelor-/Master-Projekt dar: Jede/r Studierende muß
ein Bachelor- bzw. Master-Projekt belegen. Allerdings variieren die konkreten Inhalte/Veranstaltungsangebote.
Die Wahlpflichtmodule der Modulbereiche Theorie, Praxis und Anwendung können inhaltlich
bestimmten Fachgebieten zugeordnet werden, die im folgenden auch Modulteilbereiche genannt
werden. Diese Untergliederung der Modulbereiche ist nachfolgend angegeben. In diesen Modulteilbereichen werden regelmäßig spezifische Aufbau- und Vertiefungsmodule angeboten, die im
Rahmen der Zweijahres-Lehrplanung angekündigt und fortgeschrieben werden.
Aufbaumodule sind Lerneinheiten, die inhaltlich direkt auf Pflichtmodulen aufsetzen; Vertiefungsmodule bauen im allgemeinen auf Aufbaumodulen oder anderen Vertiefungsmodulen auf.
Inhaltlich sind Aufbaumodule häufig breiter angelegt, Vertiefungsmodule spezieller.
602 Algorithmen- und Komplexitätstheorie
603 Formale Sprachen
604 Theorie der Programmierung
605 Theorie der Künstlichen Intelligenz
699 Spezielle Gebiete der Theoretischen Informatik
701 Rechnerarchitektur
702 Betriebssysteme
703 Datenbanksysteme
704 Rechnernetze
705 Programmiersprachen und Übersetzer
706 Softwaretechnik
707 Sichere Systeme
708 Grafische Datenverarbeitung
709 Bildverarbeitung
710 Künstliche Intelligenz
711 Kognitive Systeme und Neuroinformatik
712 Robotik
799 Spezielle Gebiete der Praktischen Informatik
801 Gestaltung soziotechnischer Systeme
802 Informationstechnikmanagement
803 Informatik und Gesellschaft
804 Medieninformatik
805 Wirtschafts- und Verwaltungsinformatik
806 Produktionsinformatik
899 Spezielle Gebiete der Angewandten Informatik
Die Modulbeschreibungen der regelmäßig angebotenen Wahlpflichtmodule sind zu finden unter
http://studienzentrum.informatik.uni-bremen.de/info.
Dieser Anhang beschreibt die Prinzipien zur Festlegung von Musterstudienplänen. Beispiele für
Musterstudienpläne sind zu finden unter http://studienzentrum.informatik.uni-bremen.de.
Für die Wahlpflichtmodule werden projektspezifische Musterstudienpläne empfohlen. Diese
beziehen sich auf die folgenden Studienanteile:
a) Theorie: 6 CP
b) Praxis: 12 CP
c) Anwendung: 6 CP
d) Informatik-WP: 12 CP
e) Freie WP: 12 CP
Die Musterstudienpläne werden abhängig vom gewählten Bachelor-Projekt empfohlen, im Zuge
der 4-Semester-Planung festgelegt und von der SK genehmigt. Die aktuellen Angebote sind zu
finden unter http://studienzentrum.informatik.uni-bremen.de. Auf Antrag beim PA können auch
davon abweichende individuelle Studienpläne genehmigt werden. Dazu sollte der/die Projektbetreuer/in gehört werden.
Allgemeine Prinzipien für projektspezifische Musterstudienpläne:
Im Bereich Theorie/Praxis/Anwendung gibt der Musterstudienplan eine Auswahl unter den nachfolgend genannten Überblicksmodulen der verschiedenen Modulteilbereiche vor (gewisse Breite
des Studiums). Es kann davon ausgegangen werden, daß die meisten dieser Module jährlich
angeboten werden (z. T. im WiSe, z. T. im SoSe), so daß in jedem Semester eine hinreichende
Auswahl möglich ist.
a) Theorie (6): Algorithmen auf Graphen, Logik, Algebraische Spezifikation, Theorie der
Künstlichen Intelligenz, Petrinetze, Mathematik 3 (SG Mathematik)
b) Praxis (12): Rechnerarchitektur, Betriebssysteme 1, Datenbanksysteme, Rechnernetze 1, Programmiersprachen, Software-Reengineering 1, Informationssicherheit 1, Grundlagen der Grafischen Datenverarbeitung, Bildverarbeitung 1, Künstliche Intelligenz 1, Cognitive Systems 1,
c) Anwendung (6): Interaktive Systeme 1, Informationstechnikmanagement 1, Datenschutz 1,
Digitale Medien in der Bildung, E-Business 1, Mechatronik
d) Informatik-WP (12): kann z. T. für die projektspezifische Schwerpunktsetzung genutzt werden (gewisse Tiefe des Studiums).
e) Freie WP (12): Nennung von (projektspezifischen) Empfehlungen ohne bindenden Charakter.
Sollte primär für ,,General Studies`` verwendet werden, also Schlüsselqualifikationen (z. B.
Englisch, Projektmanagement, Konfliktmanagement) oder Einblick in andere Disziplinen
(z. B. Wirtschaftswissenschaften, Jura, Psychologie, Produktionstechnik). Es wird erwartet,
daß uni-weit ein hinreichend breites Angebot an Modulen dieser Art aufgebaut wird.
beziehen sich auf die folgenden Studienanteile (davon 24 CP Vertiefung, 12 CP Methodik/Theorie):
d) Informatik-WP: 18 CP
e) Freie WP: 18 CP
Die Musterstudienpläne werden abhängig vom gewählten Master-Projekt empfohlen, im Zuge der
4-Semester-Planung festgelegt und von der SK genehmigt. Die aktuellen Angebote sind zu finden unter http://studienzentrum.informatik.uni-bremen.de. Die Studierenden bewerben sich bei
der Bewerbung auf einen Studienplatz im Master-Studiengang auf ein Projekt (und entscheiden
sich damit in der Regel auch für einen bestimmten Studienplan). Auf Antrag beim PA können
auch davon abweichende individuelle Studienpläne genehmigt werden. Der/die Projektbetreuer/in sollte dazu gehört werden.
Drei inhaltliche Schwerpunkte (Intelligente Systeme, Sichere Systeme, Angewandte Informatik
sind zur Zeit ausgewiesen (als längerfristige Profilbildung des Studiengangs). In diesen Schwerpunkten wird es in der Regel regelmäßige Projektangebote geben. Weitere Schwerpunkte können
sich im Laufe der Zeit herausbilden. Auch in anderen Gebieten kann es Projektangebote und darauf abgestimmte Musterstudienpläne geben. Bei klarer (auch individueller) Schwerpunktbildung
innerhalb eines Studienplans kann auf Antrag beim Prüfungsausschuß der Schwerpunkt im Zeugnis ausgewiesen werden.
Ein projektspezifischer Musterstudienplan kann (über die Pflicht-Module hinaus) Wahlpflichtmodule im Bereich Informatik im Umfang von ca. 12 CP als Voraussetzung aus dem Bachelor-Studiengang deklarieren. Sofern Studierende im Bachelor-Studiengang einen anderen Schwerpunkt
gewählt haben, können diese Module im Master-Studiengang auch nachgeholt werden (s. unten).
Ein projektspezifischer Musterstudienplan sollte innerhalb der Informatik (und außerhalb des Projekts) ca. 12 CP als Pflicht und ca. 18 CP als Wahlpflicht (unter Angabe von Modulkatalogen)
deklarieren, hinzu kommen in der Regel noch Empfehlungen in der Informatik-WP und der freien
WP, die aber nicht bindend sind. Diese verbleibenden CP können auch für individuelle Bedürfnisse verwendet werden (z. B. Nachholen von für das Projekt wichtigen Aufbaumodulen aus dem
Bachelor-Studiengang oder individuelle Breite/Tiefe des Studiums).
Sofern bereits im Bachelor-Studiengang derselbe Schwerpunkt gewählt wurde, sind womöglich
einige (wenige) der im Master-Studienplan genannten Module bereits absolviert worden. In diesem Fall wird der Studienplan entsprechend gelockert (d. h. eine größere individuelle Breite/Tiefe
des Studiums ermöglicht).
Die Musterstudienpläne müssen so angelegt sein, daß mind. 24 CP Vertiefungsmodule ausgewählt
werden können sowie mind. 12 CP Methodik/Theorie-Module ausgewiesen sind.
iText1.1 by lowagie.com (based on itext-paulo-142) Wed May 10 10:07:29 2006 Wed May 10 10:08:33 2006 no 10 no 595 x 842 pts (A4) 166670 bytes yes 1.5

References: § 2

§ 3

§ 4

§ 5

§ 6

§ 7

§ 8
 § 1
 §18
 § 18
 § 5