Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BVerwGE%20130,%20236
Timestamp: 2019-06-25 10:45:06+00:00

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Anwendung des § 99 Abs. 2 S. 1 Verwaltungsgerichtsordnung (VwGO) bei Zuständigkeit des Bundesverwaltungsgerichts; Umfang der behördlichen Vorlagepflicht von Urkunden und Akten nach § 99 Abs. 1 S. 1 VwGO im Fall eines Rechtsstreits über die Vorlage von Akten bezüglich eines Störfalls in einem Kernkraftwerk; Entscheidung über die Vorlage von Akten im Verfahren der Hauptsache durch den Fachsenat des Oberverwaltungsgerichts als des für das Zwischenverfahren zuständigen Spruchkörpers; Anforderungen an die Entscheidung über die Verweigerung einer Aktenvorlage bei Geheimhaltungsbedarf; Berücksichtigung des öffentlichen Interesses an der Wahrheitsfindung bei einer Entscheidung über eine Sperrerklärung durch eine oberste Aufsichtsbehörde i.R.d. § 99 Abs. 1 S. 2 VwGO; Notwendigkeit einer selbstständigen Ermessensentscheidung seitens der obersten Aufsichtsbehörde bei der Entscheidung über eine Sperrerklärung; Berücksichtigung des Schutzes von Betriebsgeheimnissen und Geschäftsgeheimnissen i.R.e. Antrags auf Zugang zu Umweltinformationen; Erforderlichkeit einer Vorlage von Akten trotz bestehender Betriebsgeheimnisse bei Angaben zu einem Störfall in einem Kernkraftwerk in den Akten der Atomaufsichtsbehörde
BVerwG, Beschluss vom 21.2.2008 - 20 F 2.07 -, NVwZ 2008, 554, 555.
BVerwG, Beschlüsse vom 15.2.2008 - 20 F 13.07 -, juris, vom 21.2.2008 - 20 F 2.07 -, a. a. O., und vom 17.3.2008 - 20 F 42.07 -, a. a. O.
hierzu BVerfG, Beschluss vom 14.3.2006 - 1 BvR 2087/03 u .a. -, BVerfGE 115, 205 = NVwZ 2006, 1041, 1043; BVerwG, Beschluss vom 21.2.2008 - 20 F 2.07 -, a. a. O.
BVerwG, Beschluss vom 21.2.2008 - 20 F 2.07 -, a. a. O.
Der damit verbundene Aufwand führt aber dazu, dass es an der Offenkundigkeit fehlt (vgl. zur Bedeutung des Erfordernisses, einzelne Informationen zusammenzuführen, BVerwG, Beschl. v. 21.2.2008 - 20 F 2.07 -, BVerwGE 130, 236, juris Rn. 37).
Dies kann bei Rechtsstreitigkeiten, die wie das Ausgangsverfahren einen Anspruch auf Informationszugang betreffen, dazu führen, dass sich das Prüfprogramm für die prozessuale Entscheidung nach § 99 Abs. 1 Satz 2 VwGO faktisch - nicht jedoch rechtlich - weitgehend den fachgesetzlichen Vorgaben der Hauptsache annähert (BVerwG, Beschl. v. 21.2.2008 - 20 F 2.07 -, BVerwGE 130, 236, juris Rn. 20;… v. 19.1.2009 - 20 F 23.07 -, NVwZ 2009, 1114, juris Rn. 9;… v. 8.2.2011 - 20 F 13.10 -, DVBl. 2011, 501, juris Rn. 20).
vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 21. Februar 2008 - 20 F 2.07 -, a. a. O., und vom 13. Juni 2006 20 F 5.05 , DVBl. 2006, 1245; OVG NRW, Beschluss vom 30. November 2006 - 13a D 114/06 - Bay. VGH, Beschluss vom 22. Dezember 2009-- G 09.1 -, a. a. O.; Kopp/Schenke, VwGO, 16. Aufl., § 99 Rdn. 4; Posser/Wolff, a. a. O.; § 99 Rdn. 36; Eyermann, VwGO, 12. Aufl., § 99 Rdn. 1a; Berger/Roth/Scheel, Informationsfreiheitsgesetz, Aufl. 2006, § 9 Rdn. 13; Rossi, Informationsfreiheitsgesetz, Aufl. 2006, § 9 Rdn. 33.
vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 19. Januar 2009 - 20 F 23.07 -, a. a. O., und vom 21. Februar 2008 - 20 F 2.07 -, a. a. O.; Hess. VGH, Beschluss vom 2. März 2010- 6 A 1684/08 -, a. a. O.; Bay. VGH, Beschluss vom 22. Dezember 2009 - G 09.1 -, a. a. O.

References: § 99
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