Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=GRUR%202015,%20780
Timestamp: 2018-08-20 18:23:06+00:00

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BGH, 15.01.2015 - I ZR 148/13 - dejure.org
§ 97 UrhG, § ... 19a UrhG, § 13 UrhG, §§ 97, 19a, 13 UrhG, § 214 Abs. 1 BGB, § 102 Satz 1 UrhG, § 195 BGB, § 199 Abs. 1 BGB, § 204 Abs. 1 Nr. 3 BGB, § 690 Abs. 1 Nr. 3 ZPO, § 102 Satz 2 UrhG, § 852 BGB, § 852 Satz 1 BGB, § 852 Satz 2 BGB, § 852 Abs. 3 BGB, § 141 Satz 2 PatG, § 24f Satz 2 GebrMG, § 49 Satz 2 DesignG, § 20 Satz 2 MarkenG, § 9 Abs. 3 Satz 2 HalblSchG, § 37f Satz 2 SortSchG, § 818 Abs. 2 BGB, § 818 Abs. 3 BGB, § 97 Abs. 2 Satz 4 UrhG, § 13 Satz 1 UrhG, § 2 Abs. 1 Nr. 5 UrhG, § 72 Abs. 1 UrhG, § 97 Abs. 2 Satz 3 UrhG, § 287 ZPO
§ 199 Abs 1 BGB, § 818 Abs 2 BGB, § 852 BGB, § 13 S 1 UrhG, § 19a UrhG
Schadensersatz bei Urheberrechtsverletzung: Beginn der Verjährung bei rechtsverletzender Dauerhandlung; Herausgabe der erlangten Gebrauchsvorteile nach Verjährungseintritt; materieller und immaterieller Schaden wegen Verletzung des Rechts auf Anerkennung der Urheberschaft - Motorradteile
Zur Verjährung von Schadensersatzansprüchen bei der dauerhaften unlizensierten Verwendung von Fotos im Internet
Beginn der Verjährung für Schadensersatzansprüche bei einem unbefugten öffentlichen Zugänglichmachen von Fotografien im Internet
Ansprüche aus unerlaubter Online-Nutzung von urheberrechtlich geschützten Werken verjähren erst nach zehn Jahren
§§ 2 Abs. 1 Nr. 5, 13 S. 1, 19a, 72, 97, 102 S. 2 UrhG
Zur Berechnung der Verjährungsfrist bei urheberrechtsverletzenden Dauerhandlungen
Urheberrecht: Umfassender Schadensersatz bei einer Urheberrechtsverletzung möglich
Verjährung im Urheberrecht und fehlende Urheberbenennung
Verjährung im Urheberrecht: 10 Jahre Verjährungsfrist bei Urheberrechtsverletzung
Urheberrecht: BGH stimmt 100% Verletzerzuschlag bei Nicht-Benennung des Urhebers zu
Zehnjährige Verjährungsfrist bei Urheberrechtsverletzungen
Unser Debcon-Stempel im Dauereinsatz
Das Foto im Internetauftritt - fiktive Lizenzgebühr und ihre Verjährung
Höhe der fiktiven Lizenzgebühr bei fehlender Urhebernennung bemisst das Gericht
Zur Verjährung von rechtsverletzenden Dauerhandlungen im Urheberrecht
Verjährung von urheberrechtlichen Ansprüchen
Zehnjährige Verjährung bei Ansprüchen aus Online-Urheberrechtsverletzungen
Schadensersatzanspruch verjährt erst in zehn Jahren
Filesharing-Altakten: Nümann + Lang mit Vergleichsangebot
10-jährige Verjährungsfrist bei Urheberrechtsverletzungen im Online-Bereich
10-jährige Verjährungsdauer auch bei Filesharing? "Motorradteile"
Verjährungsdauer im Fall Motorradteile
Verjährung von urheberrechtlichen Schadensersatzansprüchen innerhalb von 3 oder 10 Jahren?
Die Firma Debcon und die Verjährung
10-jährige Verjährungsdauer auch bei Filesharing? -Motorradteile
Verjährung von rechtsverletzenden Dauerhandlungen (hier das unbefugte öffentliche Zugänglichmachen von Fotografien im Internet - Motorradteile) im Urheberrecht
LG Stuttgart, 06.09.2012 - 17 O 453/11
NJW 2015, 3165
MDR 2015, 904
GRUR 2015, 780
MMR 2015, 680
MIR 2015, Dok. 052
K&R 2015, 483
afp 2015, 333
Diese Frist beginnt gemäß § 199 Abs. 1 BGB mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und der Gläubiger von den den Anspruch begründenden Umständen und der Person des Schuldners Kenntnis erlangt oder ohne grobe Fahrlässigkeit erlangen müsste (BGH, Urteil vom 15. Januar 2015 - I ZR 148/13, GRUR 2015, 780 Rn. 21 = WRP 2015, 972 - Motorradteile; LG Frankfurt am Main, GRUR-RR 2015, 431, 435).
Dieser Anspruch verjährt nach § 852 Satz 2 BGB in zehn Jahren von seiner Entstehung an und ohne Rücksicht auf seine Entstehung in 30 Jahren von der Begehung der Verletzungshandlung oder dem sonstigen den Schaden auslösenden Ereignis an (BGH, Urteil vom 15. Januar 2015 - I ZR 148/13, GRUR 2015, 780 Rn. 28 = WRP 2015, 972 - Motorradteile).
bb) Der auf die Verletzung des ausschließlichen Rechts zum öffentlichen Zugänglichmachen einer Datei mit dem Musiktitel gemäß § 85 Abs. 1 Satz 1 UrhG gestützte Anspruch auf Zahlung von Schadensersatz nach den Grundsätzen der Lizenzanalogie gemäß § 97 UrhG ist nicht verjährt, weil er im Sinne von § 102 Satz 2 UrhG, § 852 BGB auf die Herausgabe einer durch die Verletzung dieses Rechts erlangten ungerechtfertigten Bereicherung gerichtet ist (vgl. BGH…, Urteil vom 27. Oktober 2011 - I ZR 175/10, GRUR 2012, 715 Rn. 36 bis 41 = WRP 2012, 950 - Bochumer Weihnachtsmarkt; BGH, GRUR 2015, 780 Rn. 31 - Motorradteile).
Der objektive Gegenwert für den Gebrauch eines Immaterialgüterrechts besteht in der angemessenen Lizenzgebühr (vgl. BGH…, Urteil vom 29. April 2010 - I ZR 68/08, GRUR 2010, 623 Rn. 33 = WRP 2010, 927 - Restwertbörse I, mwN;… BGH, GRUR 2012, 715 Rn. 39 und 40 - Bochumer Weihnachtsmarkt; GRUR 2015, 780 Rn. 32 - Motorradteile).
Diese Frist beginnt gemäß § 199 Abs. 1 BGB mit dem Schluss des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und der Gläubiger von den anspruchsbegründenden Umständen und der Person des Schuldners Kenntnis erlangt oder ohne grobe Fahrlässigkeit erlangen müsste (vgl. BGH, Urteil vom 15. Januar 2015 - I ZR 148/13, GRUR 2015, 780 Rn. 21 = WRP 2015, 972 - Motorradteile).
Dies setzt voraus, dass es sich um einen schwerwiegenden Eingriff handelt und die Beeinträchtigung nicht in anderer Weise befriedigend ausgeglichen werden kann (BGH, Urteil vom 15. Januar 2015 - I ZR 148/13, GRUR 2015, 780 Rn. 38 = WRP 2015, 972 - Motorradteile, mwN).
Dem hinzuzurechnen ist ein Aufschlag für den unterlassenen Urhebervermerk als Ersatz des dem Kläger durch den Eingriff in das Recht auf Anerkennung der Urheberschaft verursachten materiellen Schadens (vgl. hierzu BGH GRUR 2015, 780 - Motoradteile ).
Denn die Urheberbezeichnung kann Werbewirkung entfalten und Folgeaufträge nach sich ziehen (BGH GRUR 2015, 780, 784 - Motoradteile ;… Wandtke/Bullinger/Bullinger, UrhG, 4. Aufl., § 13 Rn. 1).
So hat der BGH in der Entscheidung "Motorradteile" (Urt. v. 15.1.2015 - I ZR 148/13 -, juris, Rn. 39) auch ausgeführt:.
Diese sind jedenfalls dann zur Individualisierung des Anspruchs geeignet, wenn sie dem Mahnbescheid in Abschrift beigefügt werden oder dem Gegner bereits zugegangen sind (BGH…, Beschluss vom 25. Juni 2015 - III ZR 173/14, juris Rn. 6;… Urteil vom 25. März 2015 - VIII ZR 243/13, ZIP 2015, 979 Rn. 64; Urteil vom 15. Januar 2015 - I ZR 148/13, GRUR 2015, 780 Rn. 25 - Motorradteile).
Bei § 852 BGB handelt es sich nicht um einen Bereicherungsanspruch, sondern um einen sogenannten Restschadensersatzanspruch, also einen Anspruch aus unerlaubter Handlung, der in Höhe der Bereicherung nicht verjährt ist (BGH, Urteil vom 15. Januar 2015 - I ZR 148/13, MDR 2015, 904 Rn. 29).
Sie hat durch das Einstellen des Lichtbildes auf ihrer Internetseite in den Zuweisungsgehalt des dem Kläger zustehenden Rechts zum öffentlichen zugänglichmachen des Lichtbildes und auf Anerkennung seiner Urheberschaft an dem Lichtbild eingegriffen und sich damit auf dessen Kosten den Gebrauch dieses Rechts ohne rechtlichen Grund verschafft (vergleiche zum parallelen Fall des Restschadensersatzes gemäß § 852 BGB: BGH, Urteil vom 15. Januar 2015 - I ZR 148/13 - Motorradteile, Rn. 32 nach juris).
Dabei kann es die Höhe der fiktiven Lizenzgebühr, die zum Ausgleich eines durch die fehlende Urheberbenennung verursachten Schadens geschuldet ist, in Form eines Zuschlags auf die (fiktive) Lizenzgebühr bemessen, die für die jeweilige Nutzung (hier das öffentliche Zugänglichmachen der Fotografien) zu zahlen ist (BGH, Urteil vom 15. Januar 2015 - I ZR 148/13 - Motorradteile, Rn. 39 nach juris; a.A. offenbar OLG Köln, Beschluss vom 29. Juni 2016 - 6 W 72/16).
Die fehlende Benennung des Urhebers oder des Lichtbildners führt insbesondere dann zu einem Vermögensschaden, wenn dem Urheber oder Lichtbildner dadurch Folgeaufträge entgehen (BGH, Urteil vom 15. Januar 2015 - I ZR 148/13 - Motorradteile, Rn. 39 nach juris).
Der Anspruch aus § 102 Satz 2 UrhG, § 852 BGB verjährt gemäß § 852 Satz 2 BGB in zehn Jahren von seiner Entstehung an, ohne Rücksicht auf seine Entstehung in 30 Jahren von der Begehung der Verletzungshandlung oder dem sonstigen, den Schaden auslösenden Ereignis an (vgl. BGH, Urteil vom 15. Januar 2015 - I ZR 148/13, GRUR 2015, 780 Rn. 28 = WRP 2015, 972 - Motorradteile).
Es wurde beim BGH Revision eingelegt, Az: I ZR 148/13.
Damit hat sie sich auf Kosten des Klägers den Gebrauch dieser Rechte ohne rechtlichen Grund verschafft (vgl. BGH, Urteil vom 15.1.2015, I ZR 148/13, Rn. 32 - Motorradteile).
Wer durch die Verletzung des Urheberrechts etwas erlangt hat, kann sich im Regelfall auch nicht mit Erfolg nach § 818 Abs. 3 BGB auf den Wegfall seiner Bereicherung berufen, da das Erlangte - also der Gebrauch des Schutzgegenstandes - nicht mehr entfallen kann (BGH, Urteil vom 15.1.2015, I ZR 148/13, Rn. 32 - Motorradteile m.w.N.).
Die in der fehlenden Benennung des Urhebers liegende Verletzung des Rechts auf Anerkennung der Urheberschaft (§ 13 UrhG) kann einen materiellen Schaden des Urhebers darstellen (BGH Urteil vom 15.1.2015 - I ZR 148/13, Rn. 37 - Motorradteile m.w.N.).

References: § 97
 § 13
 § 214
 § 102
 § 195
 § 199
 § 204
 § 690
 § 102
 § 852
 § 852
 § 852
 § 852
 § 141
 § 24
 § 49
 § 20
 § 9
 § 37
 § 818
 § 818
 § 97
 § 13
 § 2
 § 72
 § 97
 § 287

§ 199
 § 818
 § 852
 § 13
 § 19
 BGH 
 § 199
 § 852
 § 85
 § 97
 § 102
 § 852
 § 199
 BGH 
 § 13
 BGH 
 § 852
 § 852
 § 102
 § 852
 § 852
 BGH 
 § 818