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Timestamp: 2019-11-17 23:00:43+00:00

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BVerwG, 18.02.2009 - 4 B 54.08 - dejure.org
https://dejure.org/2009,1487
BVerwG, 18.02.2009 - 4 B 54.08 (https://dejure.org/2009,1487)
BVerwG, Entscheidung vom 18.02.2009 - 4 B 54.08 (https://dejure.org/2009,1487)
BVerwG, Entscheidung vom 18. Februar 2009 - 4 B 54.08 (https://dejure.org/2009,1487)
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Ausschluss; Baugebiet; Bebauungsplan; Einzelhandel; Festsetzung; Gemeinde; Grundsatz; innenstadtrelevantes Sortiment; Maßnahme; Negativkatalog; Negativliste; Planungsverfahren; Positivkatalog; Positivliste; Regelung; Satzung; städtebauliche Ordnung; Teilbarkeit; ...
Voraussetzungen der Teilbarkeit und der daran anknüpfenden Wirksamkeit eines Bebauungsplans; Beachtung der Voraussetzungen der Festsetzungsfähigkeit von Anlagentypen i.S.v. § 1 Abs. 5 und § 1 Abs. 9 Baunutzungsverordnung (BauNVO) hinsichtlich der objektiven Teilbarkeit von ...
BauNVO § 1 Abs. 5; BauNVO § 1 Abs. 9
Einzelhandel: Welche Anlagentypen können ausgeschlossen werden? (IBR 2010, 1048)
VGH Baden-Württemberg, 26.02.2008 - 8 S 518/06
BauR 2009, 1102
ZfBR 2009, 364
vgl. BVerwG, Beschluss vom 18. Februar 2009 - 4 B 54.08 -, juris Rn. 5.
Es steht außer Frage, dass die Antragsgegnerin nach ihrem im Planungsverfahren zum Ausdruck gebrachten Willen im Zweifel auch eine Satzung dieses eingeschränkten Inhalts beschlossen hätte (vgl. BVerwG, B. v. 18.2.2009 - 4 B 54.08 -, ZfBR 2009, 364).
Entsprechend den in der verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung für Normenkontrollanträge gegen Bebauungspläne entwickelten Grundsätzen (…vgl. vgl. BVerwG, B.v. 20.8.1991 - 4 NB 3.91 - NVwZ 1992, 567 = juris Rn. 16 f.; B.v. 18.2.2009 - 4 B 54.08 - ZfBR 2009, 364 = juris Rn. 5;… U.v. 11.9.2014 - 4 CN 3.14 - ZfBR 2015, 58 = juris Rn. 26;… BayVGH, U.v. 4.8.2017 - 15 N 15.1713 - NVwZ-RR 2017, 953 = juris Rn. 40 m.w.N.;… U.v. 27.2.2018 - 15 N 16.2381 - juris Rn. 52;… U.v. 11.5.2018 - 15 N 17.1175 - KommJur 2018, 268 = juris Rn. 40) führt auch bei sonstigen kommunalen Satzungen - wie hier einer Vorkaufssatzung gem. § 25 Abs. 1 Satz 1 BauGB - die Ungültigkeit eines Teils einer kommunalen Satzungsbestimmung dann nicht zu ihrer Gesamtunwirksamkeit, wenn die übrigen Teile auch ohne den ungültigen Teil sinnvoll bleiben (Grundsatz der Teilbarkeit) und mit Sicherheit anzunehmen ist, dass sie auch ohne diesen erlassen worden wären (Grundsatz des mutmaßlichen Willens des Normgebers) (…vgl. SächsOVG, U.v. 31.8.2017 - 3 C 9/17 - KommJur 2017, 415 = juris Rn. 63 - Teilunwirksamkeit einer kommunalen Verordnung zur Öffnung von Verkaufsstellen an Sonntagen).
Vielmehr muss die Gemeinde darlegen, warum Betriebe unter bzw. über den von ihr festgesetzten Größen generell oder doch jedenfalls unter Berücksichtigung der besonderen örtlichen Verhältnisse einem bestimmten Anlagentyp entsprechen (…vgl. BVerwG, Urt. v. 22.05.1987 - BVerwG 4 C 77.84 -, a.a.O. RdNr. 20; Beschl. v. 17.07.2001 - BVerwG 4 B 55.01 -, juris RdNr. 4; Beschl. v. 18.02.2009 - BVerwG 4 B 54.08 -, juris RdNr. 7).
Zwar ist in der Rechtsprechung anerkannt, dass auch ein Einzelhandelsbetrieb mit einer Nutzfläche von höchstens 400 m² als "Nachbarschaftsladen" ein festsetzungsfähiger Anlagentyp i.S.d. § 1 Abs. 9 BauNVO sein kann (vgl. BVerwG, Beschl. v. 08.11.2004 - BVerwG 4 BN 39.04 -, juris RdNr. 28; Beschl. v. 18.02.2009 - BVerwG 4 B 54.08 -, a.a.O.; Beschl. v. 26.07.2011 - BVerwG 4 BN 9.11 -, juris RdNr. 6).
In solchen Fällen kann die Festsetzung ihrem Inhalt nach teilbar sein (vgl. BVerwG, Beschl. v. 18.02.2009 - BVerwG 4 B 54.08 -, a.a.O. RdNr. 5).
vgl. zu den Anforderungen: BVerwG, Beschlüsse vom 18. Februar 2009 - 4 B 54.08 -, BRS 74 Nr. 8 = juris Rn. 5.
Nach ständiger Rechtsprechung führen solche Mängel, die nur einzelnen Festsetzungen eines Bebauungsplans anhaften, dann nicht zu dessen Gesamtunwirksamkeit, wenn die übrigen Regelungen, Maßnahmen oder Festsetzungen - für sich betrachtet - noch eine sinnvolle städtebauliche Ordnung im Sinne des § 1 Abs. 3 Satz 1 BauGB bewirken können und wenn die Gemeinde nach ihrem im Planungsverfahren zum Ausdruck gelangten Willen im Zweifel auch eine Satzung dieses eingeschränkten Inhalts beschlossen hätte (BVerwG, Beschl. v. 18.2.2009 - 4 B 54.08 - BauR 2009, 1102; Beschl. v. 29.3.1993 - 4 NB 10.91 - DVBl. 1993, 661;… VGH Bad.-Württ., Urt. v. 8.5.2012 - 8 S 1739/10 - BauR 2012, 1761).
Mängel, die einzelnen Festsetzungen eines Bebauungsplans anhaften, führen jedoch nur dann nicht zu seiner Unwirksamkeit, wenn die übrigen Regelungen, Maßnahmen und Festsetzungen - für sich betrachtet - noch eine sinnvolle städtebauliche Ordnung im Sinne des § 1 Abs. 3 Satz 1 BauGB bewirken können u n d wenn die Gemeinde nach ihrem im Planungsverfahren zum Ausdruck gelangten Willen im Zweifel auch eine Satzung dieses eingeschränkten Inhalts beschlossen hätte (vgl. BVerwG, Beschl. v. 18.02.2009 - 4 B 54.08 -, ZfBR 2009, 364).

References: § 1
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 § 25
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