Source: http://bau-aktiv.at/agb/
Timestamp: 2018-11-21 12:53:21+00:00

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AGB – Bau Aktiv
Der Versicherungsmakler (AN – Auftragsnehmer) laut § 26 MaklerG vermittelt unabhängig von seinen und dritten Interessen, insbesondere unabhängig vom Versicherungsunternehmen, Versicherungsverträge zwischen Versicherer und dem Versicherungskunden (kurz VK). Er erstellt Risikoanalysen und Deckungskonzepte.
Der vom VK beauftragte AN wahrt im Sinne der § 27 und 28 MaklerG überwiegend die Interessen des VK und steht für die Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmannes ein. Beschränkung auf österreichische Versicherer: Der AN ist verpflichtet, dem VK den nach den Umständen des Einzelfalles bestmöglichen Versicherungsschutz (Preis/Leistungsverhältnisses) zu vermitteln. Die Interessenwahrnehmung ist auf Versicherer in Österreich beschränkt, auf andere nur gegen gesonderte Entgeltvereinbarung für den erhöhten Aufwand.
Soweit die Bestimmungen des KSchG in der letzt gültigen Fassung nicht anwendbar sind, ist der AN nach Abschluss des Versicherungsvertrages lediglich verpflichtet die zugrundeliegende Polizze zu überprüfen. Die Originalpolizze sendet der Versicherer an den VK. Eine darüber hinausgehende Berichts- und/oder Aushändigungspflicht lt. § 28 Z 4 MaklerG wird ausdrücklich abbedungen. Eine laufende Überprüfung der Versicherungsverträge des VK im Sinne des § 28 Z.7. MaklerG bedarf einer gesonderten schriftlichen Vereinbarung (Service-Vertrag). Ohne dieser Vereinbarung übernimmt der AN keine Verpflichtung im Sinne des § 28 Z.7. MaklerG. Die Annahme eines solchen Vertrages bleibt dem AN vorbehalten. Wird ein solcher Vertag abgeschlossen, hat der VK die Verpflichtung dem AN unverzüglich allfällige Änderungen bzw. neue Risiken unverzüglich bekannt zugeben.
Der AN ist zur Kontaktaufnahme – auch zu Informations- und Werbezwecken – per Fax, E-Mail, Telefon, SMS und Homepage gemäß § 107 Telekommunikationsgesetz in letzter Fassung berechtigt.
Der VK hat dem AN insbesondere alle Umstände mitzuteilen, die erforderlich sind damit der AN gegenüber dem Versicherer alle Interessen wahren kann, die der VK selbst vor und nach Abschluss des Versicherungsauftrages dem Versicherer gegenüber zu wahren hat, insbesondere hat der VK über alle Risken zu informieren. Eine Haftung durch den AN für Schäden, infolge unrichtiger oder unvollständiger oder verspäteter Angaben durch den VK, ist ausdrücklich ausgeschlossen und wird vom AN nicht übernommen.
Der AN erstellt auf Basis der ihm vom VK erteilten Information und den ausgehändigten Unterlagen eine angemessene Risikoanalyse und ein angemessenes Deckungskonzept. Der VK hat – da er bezüglich der Kenntnis der Versicherungswerte und etwaiger besonderer Gefahren dem AN überlegen ist – sämtliche für den Abschluss der gewünschten Versicherungen relevanten Daten wahrheitsgemäß und auch vollständig bekannt-zugeben, und wenn erforderlich bei einer Risikobesichtigung durch den AN vor Ort dabei zu sein. Ebenso hat der VK alle Veränderungen, die für die Versicherungsdeckung relevant sind, dem AN schriftlich bekannt zugeben. Dies sind z.B.: Änderung der Adresse, Tätigkeitsbereich, Zu- und Umbauten, Reparaturarbeiten unter/mit Feuerentwicklung, Auslandstätigkeiten, und dergleichen weitere.
Schadensersatzansprüche gegen den AN verjähren, sofern der VK nicht innerhalb von 6 Monaten, nachdem er oder die Anspruchsberechtigten den Schaden und Schädiger kannten oder kennen mussten (relative Verjährung), spätestens innerhalb von 3 Jahren ab dem anspruchs-begründeten Schadensfall (absolute Verjährung). In dieser Frist muss der Schaden gerichtlich geltend gemacht werden.

References: § 26
 § 27
 § 28
 § 28
 § 28
 § 107