Source: https://issuu.com/gpm_basel/docs/pax_geschaeftsbericht_2010
Timestamp: 2018-02-22 07:36:12+00:00

Document:
PAX Geschäftsbericht 2010 by GPM Basel - issuu
Über die PAX Gruppe 1876
Der «Versicherungs-Verein der eidgenössischen Beamten und Bediensteten» nimmt zu Jahresbeginn seine Geschäftstätigkeit in Basel auf. Er ging hervor aus dem 1870 gegründeten «Lebensversicherungs-Verein der Beamten und Angestellten des Postkreises St. Gallen», einer Sterbekasse auf Gegenseitigkeit nach dem Umlageverfahren.
Um weitere Beamtenkreise zu erfassen, werden die Statuten angepasst unter der neuen Firma «Schweizerischer Lebens-Versicherungs-Verein» (SLVV).
Mit dem SLVV tritt jetzt ein demokratischer, der genossenschaftlichen Tradition verpﬂichteter Lebensversicherer in den freien Wettbewerb mit den bestehenden Gesellschaften. Aus der bisherigen Beamtenversicherung ist eine allen Bevölkerungsschichten offen stehende Versicherungsgesellschaft geworden.
Bezug einer am Aeschenplatz erworbenen Liegenschaft. An diesem Standort beﬁndet sich auch heute noch der Sitz der Gesellschaft.
Die durch das neue Genossenschaftsrecht bedingten Statutenänderungen bringen ab 1. Januar auch die seither gültige Firmenbezeichnung «PAX, Schweizerische Lebensversicherungs-Gesellschaft».
Totalrevision der Statuten: Die Genossenschafter wählen ihre Delegierten nach Wahlkreisen (Kantone bzw. Halbkantone) in Kreisversammlungen.
Beginn des Verkaufs und der Verwaltung von Kollektivversicherungsverträgen.
Gründung der PAX-Anlage AG. Durch Beteiligung an der Wertsteigerung von Realwerten, namentlich Anlagen in guten Liegenschaften, soll die zunehmende inﬂationsbedingte Entwertung des (nominellen) Versicherungssparens teilweise kompensiert werden.
Die Bilanzsumme überschreitet erstmals 1 Milliarde Franken.
Die Kollektivversicherung wird nach den Auﬂagen des «Bundesgesetzes für die beruﬂiche Vorsorge (BVG)» organisiert.
Die Bewahrung der Eigenständigkeit bildet die Grundlage für die Unternehmensstrategie: «Das Ideal der Gründergeneration, eine lebendige und prosperierende Genossenschaft, welche sich durch eine ethisch fundierte Haltung und gleichzeitig durch Geschäftstüchtigkeit auszeichnet, ist für uns Ansporn und Verpﬂichtung zugleich» und «Der Mensch und sein zunehmendes Bedürfnis nach besserer Lebensqualität stehen im Mittelpunkt unserer unternehmerischen Tätigkeit als eigenständiger genossenschaftlicher Personenversicherer mit Schwergewicht im Schweizer Markt».
Als eine der ersten Versicherungsgesellschaften der Schweiz nimmt die PAX den Verkauf von fondsgebundenen Lebensversicherungs-Produkten auf.
Unter der neuen Firma «PAX Holding (Genossenschaft)» wird die bisherige Genossenschaft in eine HoldingGesellschaft überführt, verbunden mit der Übertragung der Versicherungsbestände an die nunmehr als Aktiengesellschaft konstituierte «PAX, Schweizerische Lebensversicherungs-Gesellschaft».
Bezug und Einweihung des Neubaus am Aeschenplatz mit seiner symbolhaften architektonischen Gestaltung.
Die PAX bekräftigt ihre konsequente Haltung und grenzt sich gegenüber den Konkurrenten ab:«Als Genossenschaft stehen wir nicht im Spannungsfeld zwischen Versicherungsnehmer und Shareholder; wir sind einzig und allein den Genossenschaftern verpﬂichtet, und das sind gleichzeitig unsere Kunden …»
Die PAX überarbeitet ihre Vertriebsstrategie und positioniert sich als «die intelligente Alternative» zu grossen Mitbewerbern. Sie versteht sich als KMU und legt Wert auf nachhaltige, genossenschaftliche und faire Unternehmensführung.
Der PAX-eigene Aussendienst wird entsprechend der neuen Vertriebsstrategie in die Selbständigkeit überführt. Die Vertriebspartner der PAX sind selbständige Unternehmer mit weitgehender Entscheidungsfreiheit.
teil 1 Über die PAX Gruppe Inhalt Editorial Auf einen Blick Historische Entwicklung Unternehmensstrategie Verwaltungsrat Geschäftsleitung Gruppenstruktur Führungsstruktur Delegiertenversammlung Unternehmensführung und -kontrolle Im Brennpunkt Geschäftsentwicklung 2010
2 3 5 8 9 10 12 18 20 21 22 26 36 40
teil 2 Finanzbericht Bericht der Revisionsstelle zur Konzernrechnung PAX Holding (Genossenschaft) Bericht der Revisionsstelle zur Jahresrechnung der PAX Holding (Genossenschaft) Glossar
49 81 82 87 88
ergänzende informationen Standorte der PAX Partner nach Regionen
eingangshalle PAX, vesper im schatten der Mauer (teresa Hubbard und Alexander Birchler)
aus ﬁnanzieller Sicht wie auch aus Produktionssicht starkes Gruppenergebnis zu präsentieren. Trotz im Vergleich zum Vorjahr tieferer Erträge konnten auch unsere Kapitalanlagen ihren Teil zum Gesamterfolg beitragen. Alles in allem sind wir mit dem Erreichten zufrieden. In nicht einfachen Zeiten sind wir gut unterwegs. Eine weitere bedeutende Aufgabe stellten die Anforderungen der Aufsicht. Die an sich sinnvollen Auﬂagen an die Lebensversicherungen zum Schutze der Versicherten sind, unabhängig von der Grösse des Unternehmens, äusserst anspruchsvoll und betreffen Fragen der Corporate Governance, der Qualität der operationellen Geschäftsführung, der Eigenﬁnanzierung und vieler weiterer Aspekte. Die Erfüllung der auf Marktwertbasis deﬁnierten Solvenz-Kennzahlen wird immer mehr zur zentralen Frage. Wir sind stolz darauf, dass wir gerade als kleine Gesellschaft im Bereich der verschiedenen Solvenzmasse gut unterwegs sind (Solvenz I 249%, Solvenz II/Swiss Solvency Test im grünen Bereich). Wir werden auch in Zukunft alles daran setzen, diese und sämtliche anderen aufsichtsrechtlichen Anforderungen jederzeit und ohne Einschränkungen zu erfüllen. «Fit For Future» lautet unser Motto für die Neuausrichtung des Innendienstes. Neue Vertriebsstrukturen erfordern eine angemessene Basis, welche die notwendigen Dienstleistungen auf hohem Niveau sicherstellt. Zur besseren Messbarkeit und Beurteilung der Wirkung dieser vorgenommenen Veränderungen haben wir neue Konzepte der Unternehmens- und Mitarbeiterführung
Wir freuen uns, Ihnen unseren Geschäftsbericht für das Jahr 2010 präsentieren zu können. Wir hatten uns für das vergangene Jahr viel vorgenommen. Es galt die Restrukturierung unserer Vertriebswege, die Neugestaltung unseres Innendienstes und die Einführung neuer moderner Führungsmittel auf Unternehmensstufe in Angriff zu nehmen. Rückblickend können wir sagen, dass uns viele dieser Vorhaben gut gelungen sind. So verfügen wir heute nach einiger Aufbauarbeit über ein schweizweites Netz selbständiger Vertriebspartner, welche als Unternehmer in Eigenverantwortung bereits jetzt beachtenswerte Leistungen erbringen. Ferner haben wir unsere Innendienststrukturen an die neuen Anforderungen dieser Vertriebspartnerschaften angepasst und schliesslich mit der Einführung einer Unternehmenssteuerung, basierend auf dem allgemein anerkannten Balanced-Scorecard Ansatz, unsere Führungskompetenz gestärkt. Die grosse Herausforderung des Jahres 2010 war für uns das historisch tiefe Zinsniveau. Dieses hat wenig zur Attraktivität von klassischen Lebensversicherungen mit Kapitalbildung beigetragen. Die Kunden waren denn auch eher zurückhaltend beim Kauf dieser Produkte. Umso mehr freut es uns, dass unsere Vertriebspartner dennoch in der Lage waren, die Produktion gegenüber dem Vorjahr deutlich zu steigern. Da auch unsere PAX-Anlage AG als zweites wichtiges Standbein der PAX Gruppe ein ansprechendes Ergebnis ablieferte, sind wir in der Lage, ein sowohl
deﬁniert und umgesetzt. Mit dem BalancedScorecard-Ansatz wurden Bereiche wie die strategische Planung, die Mitarbeiterführung und die Steuerung der Massnahmenpläne aller Fachbereiche vereinheitlicht. Diese Konzepte werden ab 2011 greifen und uns ermöglichen, das Unternehmen noch besser auf die Ziele Kundennutzen und Unternehmenserfolg auszurichten. Fit für die Zukunft ist ebenfalls das im Rahmen einer mehrheitlichen Finanzbeteiligung betriebene Immobiliengeschäft als zweite tragende Säule unserer Gruppe. Die vier Geschäftsfelder Bestandes- und Entwicklungsliegenschaften, Liegenschaftsverwaltung und grundpfandgesicherte Finanzierungen tragen ihren Teil zum soliden Ergebnis der PAX-Anlage AG bei. So konnte auch im Jahr 2010 der Wachstumskurs fortgesetzt und der konsolidierte Reingewinn um 11.7% gesteigert werden. Mit der nun initiierten Entﬂechtung in der obersten Führung werden wir weiterhin daran arbeiten, die PAX-Anlage AG noch markanter als eigenständigen Wert innerhalb der PAX Gruppe zu positionieren. Um der grösseren Dynamik und den gestiegenen Anforderungen der Märkte Rechnung zu tragen, haben wir im laufenden Jahr die Geschäftsleitung teilweise verändert und ergänzt. Die neu zu uns gestossene Dr. Martha Scheiber übernahm von Paul Schneider die Führung des Departements Anlagen und die Verantwortung für das Asset Management der PAX Leben. Auch im Verwaltungsrat haben wir für den geplanten Präsidiumswechsel die Weichen gestellt. Roland Geissmann gab bekannt, dass er nach drei Jahren als Verwaltungsratspräsident im Frühjahr 2011 nicht mehr zur Wiederwahl zur Verfügung stehen wird. Als Nachfolger schlägt der Verwaltungsrat den jetzigen CEO, Paul Schneider, vor. Dank einer nahtlosen Stabsübergabe können
wir so den erfolgreich eingeschlagenen strategischen Weg unverändert weiter verfolgen. Wie stellt sich die PAX der Zukunft? Oberste Maxime ist und bleibt die Wahrung der Sicherheit unserer abgegebenen Garantien, aber auch der partnerschaftliche Umgang mit Kunden, Partnern und Mitarbeitenden. Wir stehen aus Überzeugung zu unseren Vertriebspartnern, seien dies unabhängige Makler oder selbständig organisierte PAX Partneragenturen. Mit ihnen gemeinsam wollen wir auch in Zukunft einfach strukturierte, verständliche Produkte anbieten und mit angemessenen Preisen unsere Kundschaft überzeugen. Unsere Aktivitäten werden wir unverändert auf unsere Kernkompetenzen im Lebensversicherungs- und Immobiliengeschäft ausrichten und unser fundiertes Fachwissen dafür einsetzen. Gut unterwegs sind wir aber nicht nur aus eigener Kraft. Wir schliessen deshalb mit dem herzlichen Dank an unsere Kunden für ihre Treue, an die Vertriebspartner für das Vertrauen in unser Unternehmen sowie an alle unsere Mitarbeitenden für ihre Leistungen im vergangenen Jahr. Ihnen allen ist das erfolgreiche Geschäftsjahr 2010 der PAX Gruppe effektiv zu verdanken.
Roland Geissmann Präsident des Verwaltungsrates
Paul Schneider Vorsitzender der Geschäftsleitung
Auf einen Blick PAX Gruppe Rechnungslegung swiss GAAP FeR 2010 284 59 380 16.5%
2009 341 57 342 18.4%
Veränderung –16.7% 3.7% 11.1% –10.5%
Prämien in Mio. cHF Bruttoprämien Prämien Einzelversicherung Prämien Kollektivversicherung
2010 697 285 411
2009 700 293 406
Veränderung –0.5% –2.7% 1.1%
Bezahlte versicherungsleistungen (inkl. Überschüsse) in Mio. cHF
6 056 5 074 965
6 012 5 059 951
0.7% 0.3% 1.5%
2010 5 9 24
2009 6 10 22
Veränderung –14.4% –11.0% 11.0%
–11.6% 5.2%
875 6.4 180 000 158
800 6.6 180 000 144
Anzahl Mitarbeitende ergebnis nach steuern in Mio. cHF konsolidiertes eigenkapital in Mio. cHF eigenkapitalrendite (Roe) Gruppengesellschaften PAX, schweizerische Lebensversicherungs-Gesellschaft AG
ergebnis vor steuern in Mio. cHF Rückstellungen in Mio. cHF Versicherungstechnische Rückstellungen – davon für eigene Rechnung – davon für Rechnung und Risiko Dritter Rückstellung für die künftige Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer kapitalanlagen in Mio. cHF deckungsgrad gemäss solvenz i
PAX-Anlage AG und übriges Geschäft Geschäftszahlen in Mio. cHF Rohgewinn Liegenschaftsrechnung Dienstleistungsertrag netto Ergebnis aus Entwicklungsliegenschaften Bestandesliegenschaften Entwicklungsliegenschaften Eigenkapitalquote ergebnis vor steuern in Mio. cHF Aktienkennzahlen PAX-Anlage AG Kurs per Ende Jahr in CHF P/E-Ratio Anzahl Aktien Börsenkapitalisierung in Mio. CHF
Historische Entwicklung PAX Gruppe 2010 284 59 380 16.5%
2005*) 384 22 109 31.1%
2000*) 498 5 53 10.4%
1995*) 542 3 38 7.0%
2005*) 871 356 512
2000*) 758 459 255
1995*) 709 410 227
5 806 4 868 938
4 847 4 356 491
3 676 3 669 7
*) Angaben nach oR
2005 4 6 5
2000 4 0 3
750 11.9 180 000 135
390 12.9 180 000 70
281 44.5 180 000 51
PAX Holding (Genossenschaft) die PAX Holding will als erfolgreiche schweizerische Finanzdienstleistungs- und versicherungsgruppe ihre unabhängigkeit bewahren. Die PAX Holding steht auf zwei starken Standbeinen. Dies sind die PAX Leben, die im schweizerischen Lebensversicherungsmarkt tätig ist, und die PAX-Anlage AG, die ihrerseits eine Firmengruppe bildet und im Immobilienmarkt Schweiz operiert. Die PAX Holding ist eine Finanzholding. Sie übt keine eigene operative Geschäftstätigkeit aus. Die PAX Holding versteht sich als KMU in der schweizerischen Unternehmenslandschaft. Sie ist genossenschaftlich organisiert und legt Wert auf eine faire und nachhaltige Geschäftstätigkeit ihrer beiden Tochtergesellschaften. Oberste Maxime der Unternehmensführung ist die Schaffung von Mehrwert mit ertragsorientiertem Wachstum, von dem unsere Kunden und Mitarbeitenden proﬁtieren. PAX, schweizerische LebensversicherungsGesellschaft AG Als kleineres unternehmen will die PAX Leben die intelligente Alternative zu den Grossen sein. Die PAX, Schweizerische Lebensversicherungs-Gesellschaft AG konzentriert sich seit Beginn auf ihr Kerngeschäft in den Bereichen Einzel- und Kollektivversicherungen. In der Sparte Einzelversicherungen bietet sie klassische Vorsorgeprodukte an. Sie war aber auch eine der ersten Gesellschaften, die im Jahre 1994 fondsgebundene Versicherungspolicen in ihr Angebot aufgenommen hat und seither mit Erfolg verkauft. In der Sparte Kollektivversicherungen konzentriert sich die PAX auf die beruﬂiche Vorsorge und bietet bereits seit 1957, also deutlich vor Einführung des BVG, entsprechende Vollversicherungslösungen an. Diese tradi-
tionellen Kernkompetenzen werden wir auch in Zukunft erhalten und weiterentwickeln, wobei auch immer wieder neue Wege und Strategien in diesem Rahmen von Verwaltungsrat und Geschäftsleitung geprüft werden. Im Vertrieb fokussiert sich die PAX auf Makler und maklerähnliche Strukturen, wozu auch die selbständigen PAX Partneragenturen gehören. Dies sind eigenständige Unternehmen, welche im Bereich der Lebensversicherung ausschliesslich PAX-Produkte führen, sich in anderen Geschäftsfeldern aber frei auf dem Markt betätigen können. Entscheidend für unsere Kunden und Partner ist eine Vereinheitlichung der Arbeitsabläufe, damit die Bearbeitung der Einzelfälle auf der einen Seite efﬁzient und kostengünstig, auf der anderen Seite aber mit höchster Qualität erfolgen kann. Durch die Neugestaltung und prozessuale Vereinheitlichung der Vertriebspartnerbetreuung können Kosten wirksam eingedämmt werden, was letztlich dem Kunden zugute kommt. Dennoch kann auf der emotionalen Ebene nach wie vor eine starke Bindung vor allem zu den uns nahe stehenden PAX Partneragenturen aufrechterhalten werden. Und zwar durch ausgesuchte, nicht allen zur Verfügung stehende Dienstleistungen des Hauptsitzes wie exklusive Verkaufsunterstützung oder Informatik-Dienste im BackofﬁceBereich. Darüber hinaus gewährt die PAX Unterstützung beim Aufbau und stellt weitere speziﬁsche Dienstleistungen zur Verfügung. Die Produktionserfolge des ersten Betriebsjahres dieses neuartigen Modells zeigen, dass das Konzept zielführend ist und konsequent weiterverfolgt werden soll.
vision PAX Leben
– die intelligente Alternative
Wir sind seit 1876 die genossenschaftliche Lebensversicherung der Schweiz. Unsere Kunden sind als Eigentümer direkt an unserem Erfolg beteiligt. Wir denken und handeln gemeinsam mit unseren Vertriebspartnern im Interesse unserer Kunden. Wir entwickeln uns als unabhängiger Vorsorgeanbieter weiter. Wir bieten qualitativ hochstehende, kundenorientierte Dienstleistungen und Produkte an und sichern so langfristig die Vorsorgeinteressen unserer Kunden.
Mit weiteren aus der Unternehmensstrategie abgeleiteten Teilstrategien in Gebieten wie zum Beispiel operative Efﬁzienz, Anlagetätigkeit, Risikomanagement oder Personalmanagement (siehe auch Kapitel «Im Brennpunkt») setzt die Geschäftsleitung die Vorgaben des Verwaltungsrates in der Unternehmensführung um und sorgt für eine konsistente und efﬁziente Ausrichtung der Mitarbeiterführung und der Investitionstätigkeit auf die gemeinsamen Unternehmensziele. Neuartige und erfolgsversprechende Strategien müssen aber immer wieder auf ihre Wirkung überprüft werden. Um dies zu gewährleisten, haben der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung beschlossen, ein in der Organisationslehre etabliertes Modell anzuwenden, den Balanced-Scorecard-Ansatz (BSC). Ausgehend von einer Strategie, die stark auf dem Stakeholdervalue-Ansatz (Kunden, Mitarbeiter, Lieferanten, Öffentlichkeit) basiert, werden kritische Erfolgsfaktoren bestimmt und daraus mit Key Performance Indicators ein Kennzahlensystem erstellt. Diese Messgrössen repräsentieren den Erfüllungsgrad der strategischen Ziele. In einem kontinuierlichen Prozess prüfen wir Ziele und Zielerreichung und steuern diese durch ﬂankierende Massnahmen. Die im Rahmen der BSC erstellte Strategielandkarte dient uns zur Visualisierung der mittelfristigen Stossrichtungen zur Umsetzung der Strategie. Weiter wird sie als Führungsinstrument zur Ausrichtung der Organisation an strategischen Zielen in den unterschiedlichen Perspektiven Finanzen, Kunden, Prozesse und Mitarbeitende eingesetzt. Im Gegensatz zu Unternehmensleitbildern und anderen unscharfen Formulierungen versucht die BSC, die Erreichung von strategischen Zielen messbar und über die Ableitung von Massnahmen umsetzbar zu machen. Aus diesem Grund haben wir uns für die
BSC-Methode entschieden. Dadurch erwarten wir das traditionelle, durch ﬁnanzielle Aspekte gekennzeichnete Blickfeld der Unternehmenssicht auf alle relevanten Teile zu lenken und so ein ausgewogenes (balanced) Bild zu erhalten. Die Wahl und der Einsatz innovativer erfolgsversprechender Strategien in den verschiedensten Gebieten der Unternehmensführung in Kombination mit modernen etablierten Führungsinstrumenten macht die PAX Leben auch in Zukunft zur intelligenten Alternative zu den Grossen. Sie wird nicht alles für jeden anbieten können, dafür aber für ihre Kunden und Partner etwas Besonderes sein! PAX-Anlage AG die PAX-Anlage verfolgt eine proﬁtable Wachstumsstrategie und will weiterhin eine attraktive Performance für ihre Aktionäre generieren. Die PAX-Anlage ist im Immobilienmarkt Schweiz tätig. Bei der Wahl ihrer Objekte achtet sie auf deren geograﬁsche Streuung. Sie erstellt einerseits zum Verkauf bestimmte Wohnbauten, sei es als Stockwerkeigentum oder als Renditeobjekt und unterhält andererseits eigene Liegenschaften. Dadurch wird das Risiko auf mehrere Standbeine verteilt. Die PAX-Anlage ist an der Schweizer Börse SIX Swiss Exchange kotiert. Die personelle Zusammensetzung des Verwaltungsrats ist bis auf ein Mitglied unterschiedlich zu derjenigen der PAX Holding. Die PAX-Anlage deﬁniert ihre Strategie eigenständig. Die PAX Gruppe sieht weiterhin vor, eine direkte oder indirekte Mehrheitsbeteiligung an der PAX-Anlage zu halten.
Verwaltungsrat der PAX, Schweizerische Lebensversicherungs-Gesellschaft AG sowie der PAX Holding (Genossenschaft)
RoLAnd GeissMAnn Betriebsökonom FH, diplomierter Wirtschaftsprüfer,
Roland Geissmann studierte Betriebsökonomie an der Fachhochschule beider Basel und hat eine Zusatzausbildung zum diplomierten Wirtschaftsprüfer absolviert. Er übte verschiedene Tätigkeiten bei einer Bank und Asset-Management-Gesellschaft sowie einer grossen Treuhand- und Revisionsgesellschaft aus, unter anderem im Versicherungsbereich, bevor er 1983 zur Patria (heutige Helvetia) wechselte, wo er bis Mitte 2007 mit verschiedensten Aufgaben auf Geschäftsleitungsebene betraut war. Mehr als 20 Jahre übte er die Funktionen des CFO und des stellvertretenden Vorsitzenden der börsenkotierten Helvetia Versicherungen aus. Zusätzlich war er verantwortlich für das Transportgeschäft in Frankreich sowie für das weltweite Rückversicherungsgeschäft. Seit 1. Juli 2007 ist er Mitglied und seit Mai 2008 Präsident der Verwaltungsräte der PAX, Schweizerische Lebensversicherungs-Gesellschaft AG sowie der PAX Holding (Genossenschaft). Daneben ist Roland Geissmann als unabhängiger Unternehmensberater tätig.
Präsident des Verwaltungsrates, geboren 1948, Schweizer
Regula Pﬁster ist seit 1989 Mitglied der Verwaltungsräte der PAX, Schweizerische Lebensversicherungs-Gesellschaft AG sowie der PAX Holding (Genossenschaft). Die promovierte Ökonomin ist zudem Vorsitzende der Geschäftsleitung der Genossenschaft ZFV-Unternehmungen und Mitinhaberin der Pﬁster Kugler und Partner GmbH. Davor war sie Partnerin bei der apr AG für Public Relations und als betriebswirtschaftliche und publizistische Mitarbeiterin bei verschiedenen Unternehmen tätig. Regula Pﬁster ist unter anderem Präsidentin des Verwaltungsrates der Genossenschaft ZFV-Unternehmungen und Vizepräsidentin der Hinderer Holding AG. Zudem ist sie Mitglied des Verwaltungsrates zweier nicht börsenkotierter Unternehmen. ReGuLA PFisteR-essLinGeR Dr. oec., Unternehmerin, Vizepräsidentin des Verwaltungsrates, geboren 1948, Schweizerin
Felix Bärlocher ist seit 1992 Mitglied der Verwaltungsräte der PAX, Schweizerische Lebensversicherungs-Gesellschaft AG sowie der PAX Holding (Genossenschaft). Der diplomierte Bauingenieur ETH/SIA ist seit 1975 Mitinhaber und Vizepräsident des Verwaltungsrates der Baugeschäft Bärlocher AG in St. Gallen. In seiner früheren Tätigkeit war er Brückeningenieur des Kantons Appenzell Ausserrhoden. Felix Bärlocher ist Mitglied der Verwaltungsräte der Tochtergesellschaften der PAXAnlage AG und Präsident der Immotest Bau- und Verwaltungs-AG. Zudem ist er Mitglied des Verwaltungsrates eines nicht börsenkotierten, im Immobilienbereich tätigen Unternehmens und Bauchef der Wildparkgesellschaft Peter und Paul. FeLiX BäRLocHeR dipl. Bauing. ETH/SIA, Mitglied des Verwaltungsrates, geboren 1948, Schweizer
BRiGittA M. GAdient lic. iur./LL.M., Mitinhaberin eines Büros für Rechts- und Organisationsberatung, Nationalrätin, Mitglied des Verwaltungsrates, geboren 1960, Schweizerin
Brigitta M. Gadient ist seit 1995 Mitglied der Verwaltungsräte der PAX, Schweizerische Lebensversicherungs-Gesellschaft AG sowie der PAX Holding (Genossenschaft). Die Juristin mit Nachdiplom in internationalem Wirtschaftsrecht ist Mitinhaberin eines Büros für Rechts-, Organisations- und Strategiefragen und Mitglied des Nationalrates (BDP, GR). Brigitta M. Gadient ist Präsidentin des Stiftungsrates der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi, des Fördervereins IbW, Institut für beruﬂiche Weiterbildung (Chur) sowie Mitglied im Stiftungsrat oder im Vorstand verschiedener gemeinnütziger Institutionen. Zudem ist Brigitta M. Gadient Mitglied des Verwaltungsrates eines nicht börsenkotierten Unternehmens, das in der Metallverarbeitung tätig ist.
Christiane Jost ist seit 2008 Mitglied der Verwaltungsräte der PAX, Schweizerische Lebensversicherungs-Gesellschaft AG sowie der PAX Holding (Genossenschaft). Christiane Jost war nach ihrem Studium der Wirtschaftswissenschaften und der Mathematik als Vorstandsassistentin einer deutschen Treuhandgesellschaft im Bereich Versicherung sowie später bei der Patria (heutige Helvetia) im Bereich Portfoliostrategie und Risikomanagement tätig. Während ihrer Tätigkeit bei der Patria promovierte sie an der Ludwig-Maximilian-Universität in München. Bevor Christiane Jost 2001 als Professorin ihre Lehrtätigkeit an der Hochschule RheinMain im Fach Betriebswirtschaftslehre der Versicherung aufnahm, arbeitete sie als freiberuﬂiche Unternehmensberaterin für Versicherungen und Pensionskassen. Bis 2008 war sie Prodekanin an der Wiesbaden Business School.
Prof. Dr. oec. publ., diplomierte Volkswirtschafterin, Professorin für Betriebswirtschaftslehre der Versicherung an der Hochschule RheinMain, Wiesbaden, Rüsselsheim, Geisenheim Mitglied des Verwaltungsrates geboren 1962, Deutsche
cHRistoPH stutz Dr. iur., Mitglied des Verwaltungsrates, geboren 1947, Schweizer
Christoph Stutz ist seit 2001 Mitglied der Verwaltungsräte der PAX, Schweizerische Lebensversicherungs-Gesellschaft AG sowie der PAX Holding (Genossenschaft). Der promovierte Jurist ist selbständiger Unternehmer und Inhaber einer Projektmanagementﬁrma. In seiner früheren Tätigkeit war er Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt. Christoph Stutz ist Präsident des Verwaltungsrates der Parkhaus Badischer Bahnhof AG, der I.B.O. Development AG, der Wasserhaus AG, der Im Wasen AG, der ISAG Infrastruktur und Service AG, der Gasverbund Mittelland AG und Tochterﬁrmen, der Schachenmann & Co. AG, der Preiswerk + Esser AG, der K. Schweizer AG, der ZIAG Ziegelhof Immobilien AG sowie der Gesellschaft zum Rebhaus AG. Zudem ist er Mitglied des Verwaltungsrates von verschiedenen nicht börsenkotierten Unternehmen im Dienstleistungssektor und Baunebengewerbe.
Renzo Zendralli ist seit 1990 Mitglied der Verwaltungsräte der PAX, Schweizerische Lebensversicherungs-Gesellschaft AG sowie der PAX Holding (Genossenschaft). Der ausgebildete Bauingenieur HTL ist Mitglied des Verwaltungsrates der Impresa Generale Antonini & Ghidossi SA, für die er seit 1970 tätig ist.
Renzo zendRALLi Bauingenieur, Mitglied des Verwaltungsrates, geboren 1945, Schweizer
JoseF AndRes Eidg. Dipl. Versicherungsfachmann Dipl. Versicherungsbetriebswirt (DVA) Mitglied des Verwaltungsrats geboren 1953, Schweizer
Josef Andres ist seit 2010 Mitglied der Verwaltungsräte der PAX, Schweizerische Lebensversicherungs-Gesellschaft AG sowie der PAX Holding (Genossenschaft). In früheren Jahren war er bei verschiedenen schweizerischen Versicherungsgesellschaften tätig und führte auch ein eigenes Versicherungsmakler-Unternehmen. Weiter bekleidete Josef Andres die Funktion des CEO/Generaldirektors des Touring Club Schweiz (TCS) und wurde danach in die Geschäftsführung des Allgemeinen Deutschen Automobilclubs (ADAC) berufen. Er war zudem Präsident und Mitglied verschiedener Verwaltungs- und Aufsichtsräte in der Schweiz, Deutschland und Luxemburg. Josef Andres ist Mitinhaber und Geschäftsführer der Strategie- und Unternehmensberatungsﬁrma Consenio GmbH und Verwaltungsratsmitglied einer national tätigen Versicherungsmakler-Gesellschaft.
Mitglieder des Verwaltungsrates der PAX, Schweizerische Lebensversicherungs-Gesellschaft AG sowie der PAX Holding (Genossenschaft): Funktion
Im VR seit
dr. Regula Pﬁster-esslinger
Mitglied Finanz- und Revisionsausschuss
Vorsitzender Finanz- und Revisionsausschuss, Mitglied Personalausschuss
Renzo zendralli
Andreas Kiry, lic. iur., Advokat
Mit Ausnahme von Prof. Dr. Christiane Jost und Roland Geissmann stellen sich die Verwaltungsratsmitglieder an der Delegiertenversammlung 2011 zur Wiederwahl.
dr. Pierre L. van der Haegen
Geschäftsleitung der PAX, Schweizerische Lebensversicherungs-Gesellschaft AG sowie der PAX Holding (Genossenschaft)
Nach Abschluss des Studiums der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Zürich mit dem Lizenziat begann Paul Schneider 1979 seine beruﬂiche Laufbahn bei der Schweizerischen Kreditanstalt (SKA, heute Credit Suisse). Dort war er zunächst im Bereich des Kreditgeschäfts und als Leiter der SKA Bankstellengruppe Frauenfeld tätig, bevor ihm 1992 die Leitung der SKA Region Graubünden übertragen wurde. 1994 wechselte er zur PAX Gruppe als Geschäftsführer der PAX-Anlage AG und der Immotest Bau- und Verwaltungs-AG. 1995 wurde er zum stellvertretenden Vorsitzenden der Geschäftsleitung der PAX, Schweizerische Lebensversicherungs-Gesellschaft AG sowie der PAX Holding (Genossenschaft) ernannt. Seit 2004 verantwortet er als Vorsitzender der Geschäftsleitungen die Gesamtführung des Unternehmens und leitet den Stab.
lic. oec. publ., Vorsitzender der Geschäftsleitung, Gesamtführung und Stäbe geboren 1955, Schweizer
Paul Schneider ist Präsident der Verwaltungsäte der Konzerngesellschaften PAXLiegenschaften AG, Meggen, PAX Immotrade AG, Sachseln, PAX Wohnbauten AG, Sachseln, PAX Invest AG, Basel, PAX Real Estate AG, Sarnen, PAX Construct AG, Sarnen, sowie Delegierter und Vizepräsident des Verwaltungsrates der PAX-Anlage AG, Basel. Dem Verwaltungsrat der Immotest Bau- und Verwaltungs-AG, Basel, gehört er als Mitglied an. Paul Schneider ist zudem Präsident des Verwaltungsrates der Pego Immobilien AG, Sarnen, Mitglied der Verwaltungsräte der SPI Real Estate AG, Sarnen, der Vinca Immobilien AG, Sarnen, der Lorze AG, Baar, und der Loba Holding AG, Baar.
Nach Abschluss der höheren Handelsschule stieg er 1981 als Aussendienstmitarbeiter in die Versicherungsbranche ein, wo er verschiedene Stationen durchlief. Unter anderem arbeitete François Cardinaux bei einer Versicherungsgruppe, die im Lebensversicherungsbereich tätig ist, in der Funktion als Leiter Agenturnetz Schweiz. Seit 2005 war François Cardinaux als Direktor für den Bereich Kunden und Vertrieb eines grossen Schweizer Krankenversicherers verantwortlich. Im Mai 2009 wechselte er zur PAX und leitet als Mitglied der Geschäftsleitungen das Departement Versicherungen.
FRAnÇois cARdinAuX Diplômé de l‘École supérieure de commerce Lausanne, Mitglied der Geschäftsleitung, Leiter Departement Versicherungen geboren 1957, Schweizer
Michael Jorda ist diplomierter Versicherungsmathematiker mit Weiterbildungen zum diplomierten Sozialversicherungsexperten und zum diplomierten Wirtschaftsinformatiker. Er war seit 1988 als Berater auf dem Gebiet der zweiten Säule tätig, bevor er 1998 als Leiter eines Grossprojekts im Bereich der Bestandesverwaltung zur PAX wechselte. Seit 2005 ist Michael Jorda Mitglied der Geschäftsleitungen der PAX, Schweizerische Lebensversicherungs-Gesellschaft AG sowie der PAX Holding (Genossenschaft) und seit 2010 Leiter des Departements Finanzen.
MicHAeL JoRdA Dipl. Versicherungsmathematiker, Mitglied der Geschäftsleitung, Leiter Departement Finanzen geboren 1962, Schweizer
Martha Scheiber ist promovierte Ökonomin und diplomierte Naturwissenschafterin. Sie arbeitete unter anderem bei der Schweizerischen Nationalbank sowie bei zwei Schweizer Grossbanken, seit 2006 als Relationship Managerin Institutional Clients. Seit 15. Februar 2010 ist Martha Scheiber Mitglied der Geschäftsleitungen der PAX, Schweizerische Lebensversicherungs-Gesellschaft AG sowie der PAX Holding (Genossenschaft) und führt das Departement Anlagen.
MARtHA scHeiBeR Dr. oec. HSG/dipl. natw. ETH, Mitglied der Geschäftsleitung, Leiterin Departement Anlagen geboren 1965, Schweizerin
In der Geschäftsleitung seit
Vorsitzender der Geschäftsleitung CEO
Gesamtführung und Stäbe (Departement Anlagen bis 15. Februar 2010)
Mitglied der Geschäftsleitung COO
Departement Versicherungen
Mitglied der Geschäftsleitung CFO
Mitglied der Geschäftsleitung CIO
Departement Anlagen (Seit 15. Februar 2010)
Gruppenstruktur per 31.12.2010
PAX Holding (Genossenschaft), Basel
PAX, schweizerische LebensversicherungsGesellschaft AG, Basel Aktienkapital 60 Mio. CHF (100% einbezahlt)
PAX-Anlage AG, Basel Aktienkapital 18 Mio. CHF (100% einbezahlt)
PAX Wohnbauten AG, sachseln Aktienkapital 55 000 CHF (100% einbezahlt)
immotest Bau- und verwaltungs-AG, Basel Aktienkapital 250 000 CHF (100% einbezahlt)
PAX immotrade AG, sachseln Aktienkapital 50 000 CHF (100% einbezahlt)
PAX Real estate AG, sarnen Aktienkapital 200 000 CHF (100% einbezahlt)
PAX invest AG, Basel Aktienkapital 200 000 CHF (100% einbezahlt)
PAX construct AG, sarnen Aktienkapital 100 000 CHF (100% einbezahlt)
PAX-Liegenschaften AG, Meggen Aktienkapital 100 000 CHF (100% einbezahlt)
Führungsstruktur per 31.12.2010
Geschäftsleitung Vorsitzender: Paul Schneider*
Recht/compliance Andreas Kiry
Human Resources Roger Schnyder
versicherungen François Cardinaux*
Anlagen Dr. Martha Scheiber*
Finanzen Michael Jorda*
vertrieb Patrick Bättig
Portfoliomanagement Rudolf Rickenmann
Aktuariat Lukas Zimmermann Verantwortlicher Aktuar
contact/service center Frank Raddatz Fach-/Leistungscenter Martin Schürmann
Hypotheken Liegenschaften
Risikomanagement Dr. Raimund Janz
services Beatrice Fuhrer
Rechnungswesen Roberto Rossi versicherungstechnik Günter Strübin informatik Regina Abildt
Delegiertenversammlung 2007 – 2013 Die nachstehenden Mitglieder der Delegiertenversammlung wurden von der Gesamtheit der Genossenschafter für eine Amtsdauer von sechs Jahren gewählt.
Aargau kurt Baumann
Bern Hansruedi Ammann
Genève Joël chevallaz
Spenglermeister,
dipl. Haustechnikingenieur,
avocat associé, Grand-Saconnex
Sanitärinstallateur, Inh.
Geschäftsführer, Kirchberg
Kurt Baumann AG, Kölliken
directrice, Carouge
Prof. Dr. med., Klinikdirektor, Bern
Alain Lapicque
Unternehmer, Personal- und
Hedy etter
directeur Banque Julius Baer
Geschäftsfrau/Hausfrau,
Margareth Gaudens-Brand
dipl. Heilpädagoge,
Pens. Swisscom, Gemeinde-
Glarus Massimo di caudo
Kleinklassenlehrer, Muri
präsidentin, Schwadernau
Roland Grauwiler
Architekturbüro, Riedern
Unternehmer, Aarau
strategischer Einkäufer ETA SA,
Informatiker, Seon
Graubünden Walter Gilomen
dominik Waser-stalder
Notarin, Grundbuchverwalterin,
Rosenzüchter, Malans
Flugkapitän, CEO
Flight Ops AG, Seengen
Rechtsanwalt und Notar, Malans
Bankangestellte, Meinisberg
Appenzell Ausserrhoden Walter Graf
Jules stadelmann
Sozial- und Krankenversicherungs-
pens. Informatiker, Bolligen
experte, Parpan
pens. Primarlehrer, Heiden
Appenzell innerrhoden Martin Breitenmoser
Jura vincent cattin
avocat et notaire, Saignelégier
Drogist, Appenzell
Dr. rer. pol., stv. Direktor EAV,
pens. Dienstcheﬁn Swisscom,
Luzern Werner Brun selbstständiger Treuhänder,
pens. Amtsinstruktor Post,
Fribourg/Freiburg Jacques Bersier
Swisscom Immeubles SA,
Hausfrau, Bäuerin, Romoos
Unternehmer, Füllinsdorf
Basel-Landschaft Rudolf Achermann
Anne-Lise Hugentobler
Geschäftsführer, Hasle
Dr. pharm., Medical Trainer,
Prof. Dr., Professor Forschungs-
Heidi zeindler
zentrum für Wirtschaftsstatistik,
Basel-stadt dominique schmidt
Dr. med., Arzt, Riehen
de J. Roulin SA, Bulle
Markus unternährer Geschäftsführer Justin Unternährer AG, Basel
chef d‘entreprise
neuchâtel stève Gyger
st. Gallen Andreas Bosshardt
vaud claire-Lise Amoureux
ingénieur en électronique,
lic. oec. HSG, Geschäftsführer,
podologue indépendante,
ingénieur, EPFL, Hauterive
Gruppenchef Stellv. KAPO SG,
médecin, Corcelles-le-Jorat
nidwalden Peter odermatt
conseiller, préfet honoraire,
Buchhalterin mit eidg.
dipl. oec., Unternehmer,
Fachausweis, St. Gallen
claude Piubellini
Hans-ulrich knaus
pharmacien diplômé, Pully
Poststellenleiter, Wildhaus
obwalden Hans kathriner
secrétaire syndical, Morges
thurgau Walter Fröhlich
Elektro-Anlagen, Wilen (Sarnen)
Bezirksrichter, Braunau
zürich Walter Bertschi
Barbara ingold-Gröble
Dr., Apotheker, Uitikon Waldegg
Software-Entwicklerin/Instruktorin,
schaffhausen ulrich Brunner
Dr. med. vet., Tierarzt, Neftenbach
Dachdeckermeister, VR WIR Bank,
ticino carlo Borradori,
sylvain M. dreifuss
schwyz Martin Brügger
avvocato, Locarno
Gianluigi della santa
kurt Hügli
Dr. med. vet., Tierarzt, Schwyz
avvocato, Bellinzona
dipl. El.-Techniker HF,
Rudolf Honegger
Energieberater NDS, Winterthur
Dr. med. pediatria FMH, Ascona
Jürg kobert
solothurn kurt Hafner
Dr. oec. publ. et lic. iur.,
Berufsmilitärpilot, Volketswil
Geschäftsführer/VR-Präsident Honegger Treuhand AG, Wollerau
uri Hanspeter Birchler
eidg. dipl. Apotheker FPH,
selbstständig, Erstfeld
Dr. iur., Rechtsanwalt,
dipl. Ing. FH, Winterthur
Schreinermeister, Trimbach
Heinrich Wiesendanger
Masch. Ing. HTL, Wirtsch. Ing. STV,
valais/Wallis Jean-Yves Perruchoud
techn. Leiter, Härkingen
expert-comptable diplômé,
Josef strähl
Réchy-Chalais
Meisterlandwirt, Biezwil
zug Leo Anthenien
contrôleur du traﬁc aérien, Sion
Dr. med., Psychiater/
dipl. Bauing. FH, Kappel
Psychotherapeut, Zug
enseignant primaire, Chippis
Mitinhaber, Hagedorn
Treuhänder, Forch
Direktor Sport- und Feriencenter Fiesch, Fiesch
Fürstentum Liechtenstein Herbert niedhardt selbstständiger Coiffeur, Schaan Stand März 2011
Vertreter von Kollektivversicherungskunden. Diese Delegierten wurden von den übrigen 80 Mitgliedern der Delegiertenversammlung kooptiert.
Aramis Andreazzi
Jules-Antoine Graber
simeon thöni
c/o FamTech AG
c/o Elektromotorenwerk Brienz AG
Jean-daniel Berchten
c/o Abdichtungsbau Durrer GmbH
c/o Pino Vescovi SA
c/o ABA Géol SA
nathan kröni stellv. Geschäftsführer
Bernhard Bieri Geschäftsführer und Präsident
c/o Activa Treuhand +
c/o Trans-Continental SA
c/o Bernhard Bieri
Payerne VD Directeur-administrateur
CFO, geschäftsführender Partner
c/o Songwon International AG
nadia Bot
Membre de comité de l’association
Pﬁster Kugler und Partner GmbH,
c/o EMS Résidence
«Les Châtaigniers»
Robert küchler Brigitte Breisacher
c/o Spiller AG
c/o Alpnach
Norm-Schrankelemente AG Alpnach Dorf OW
Madlen Rinderknecht Kauffrau Personalwesen
c/o Rinderknecht AG
c/o Holzbau Bucher AG Kerns OW
enrico Romualdi Direttore
c/o Tan S.A.
c/o Fehr Druck AG Widnau SG
Lothar scholz c/o REWE Touristik Destination
Geschäftsführer c/o Titanex gmbh Mönchaltord ZH Stand März 2011
1 einleitung Die PAX Holding unterliegt als nicht börsenkotiertes Unternehmen weder den Offenlegungsvorschriften von Artikel 663bbis des Obligationenrechtes noch denjenigen der Schweizer Börse SIX Swiss Exchange. Sie beachtet jedoch freiwillig den «Swiss Code of Best Practice for Corporate Governance». Damit wird sie den ethisch hohen Erwartungen ihrer Anspruchsgruppen in Bezug auf eine verantwortungsbewusste und wertorientierte Unternehmensführung und -kontrolle sowie auf eine verständliche und transparente Berichterstattung gerecht. Die Kommentierung der Corporate-Governance-Grundsätze folgt thematisch jenen der oben erwähnten Richtlinie. Sind Informationen an anderer Stelle im Geschäftsbericht oder an anderen Orten aufgeführt, wird auf diese verwiesen. Die Statuten, das Organisationsreglement und der PAX-Kodex (Code of Conduct) sind auf der Website www.pax.ch publiziert. Die im Nebensegment kotierte PAX-Anlage AG mit Sitz in Basel, an der die PAX Holding eine über 50%ige Beteiligung hält, ist den Offenlegungsvorschriften der SIX Swiss Exchange unterstellt und nimmt in ihrer eigenen Berichterstattung diese Verpﬂichtungen selbstverantwortlich wahr. 2 Gruppenstruktur und eigentümer Die PAX Holding ist als Genossenschaft nach schweizerischem Recht organisiert und hält als Dachholdinggesellschaft zu 100% die PAX Leben sowie direkt und indirekt zu 56.5% die PAX-Anlage AG. Eigentümer sind die Versicherungsnehmer der PAX Leben, sofern sie ihre Mitgliedschaft bei Abschluss eines Versicherungsvertrages erklärt haben. Die rechtliche Gruppenstruktur, die
Standorte der Beteiligungsgesellschaften und weitere Angaben zum Konsolidierungskreis sind auf Seite 20 ersichtlich. Die börsenkotierte PAXAnlage AG bildet einen selbständigen Teilkonzern, an dem die PAX Holding ﬁnanziell beteiligt ist, der aber strategisch und organisatorisch unabhängig operiert. 3 kapitalstruktur Die PAX Holding besitzt weder ein Anteilscheinnoch ein Dotationskapital. Sie verfügt per Ende 2010 über ein aus thesaurierten Gewinnen entstandenes bilanzmässiges Eigenkapital von CHF 66 Mio. 4 delegiertenversammlung Die Delegiertenversammlung ist das oberste Organ der PAX Holding. Rund 150 000 natürliche und juristische Personen sind, gestützt auf den Abschluss eines Versicherungsvertrages mit der PAX Leben, Mitglied (Genossenschafter) der PAX Holding. Eine Nachschusspﬂicht oder andere ﬁnanzielle Verpﬂichtungen bestehen für die Mitglieder nicht. Ihre Interessen werden von der Delegiertenversammlung wahrgenommen, die aus 100 Delegierten besteht, die Genossenschafter sein müssen. 80 Delegierte werden von den Genossenschaftern in direkter Wahl gewählt. Die übrigen 20 vertreten die Kollektivversicherungskunden der PAX Leben und werden von den direkt gewählten 80 Delegierten kooptiert. Die Amtsdauer der Delegierten beträgt sechs Jahre. Sie sind wiederwählbar. Als Delegierte nicht wählbar sind Mitglieder, die Angestellte oder Organ einer Gesellschaft der PAX Gruppe sind oder einer von der PAX Gruppe unabhängigen Versicherungsgesellschaft als Angestellte, Organ oder in anderer Form angehören. Die Funktion des Delegierten endet nach Ablauf der Amtsdauer am
Tag vor der ordentlichen Delegiertenversammlung oder erlischt bei Wegfall der Mitgliedschaft als Genossenschafter. Nicht gewählte Kandidaten gelten als Nachrückende nach Massgabe der erhaltenen Stimmen. Die aktuelle Zusammensetzung der Delegiertenversammlung ist auf den Seiten 22 bis 24 ersichtlich. 5 verwaltungsrat 5.1 zusammensetzung und Anforderungen Der Verwaltungsrat der PAX Holding besteht derzeit aus acht Mitgliedern, die Genossenschafter sein müssen. Er ist personell identisch mit dem Verwaltungsrat der 100%igen Tochtergesellschaft PAX Leben. Dem Verwaltungsrat sollen Personen mit Erfahrung und Wissen aus verschiedenen Bereichen angehören. Sie sollen zudem über die erforderlichen Fähigkeiten verfügen, die eine eigenständige Willensbildung im Dialog mit der Geschäftsleitung gewährleisten. Der Verwaltungsrat legt Wert darauf, dass seine Mitglieder über Persönlichkeitskompetenz und Integrität, spezielles Finanz-, Fach- und Branchenwissen, strategische und operative Führungserfahrung, visionäres Denken und Sozialkompetenz sowie über die für eine efﬁziente und umsichtige Ausübung des Verwaltungsratsmandates notwendige Zeit verfügen. Der Verwaltungsrat beurteilt in seiner Gesamtheit periodisch die Erfüllung der erwähnten Anforderungen sowie die Qualität der von ihm erbrachten Leistungen, um falls nötig weitere Optimierungen vornehmen zu können. Die Lebensläufe und Interessenverbindungen der Mitglieder und die Zusammensetzung des Ver-
waltungsrates sind auf den Seiten 12 bis 16 ersichtlich. 5.2 interessenbindungen und kreuzverﬂechtungen Jährlich werden die Interessenbindungen und die Geschäftsbeziehungen zwischen den einzelnen Verwaltungsräten und Geschäftsleitungsmitgliedern einerseits und der PAX Gruppe andererseits im Gesamtverwaltungsrat auf Unbedenklichkeit überprüft und genehmigt. Allfällige Geschäftsverbindungen zur PAX Gruppe unterliegen den marktüblichen Konditionen für Drittanbieter und sind dem Präsidenten zur Kenntnis zu bringen. Kreuzverﬂechtungen bestehen keine. Die Übernahme von Mandaten bei Drittunternehmen muss von der Vorsitzenden des Personalausschusses genehmigt werden. 5.3 Wahl und Amtszeit Die Delegiertenversammlung vom 24. April 2010 hat auf Antrag des Verwaltungsrats eine Anpassung der Statuten beschlossen. Aufgrund dieser Statutenänderung beträgt die Amtsdauer für die Verwaltungsratsmitglieder anstatt drei neu ein Jahr. Ebenso beschloss die Delegiertenversammlung eine Anpassung der Wählbarkeitshindernisse für den Verwaltungsrat. Danach ist in den Verwaltungsrat nicht wählbar, wer als Angestellter, Organ oder in anderer Form einer Unternehmung angehört, die in der Schweiz das Lebensversicherungsgeschäft betreibt. Die Verwaltungsratsmitglieder sind nach Ablauf der Amtsdauer sofort wieder wählbar. Ihre Amtszeit endet mit dem Wegfall ihrer Mitgliedschaft bei der Genossenschaft. Mit Ausnahme des Präsidenten, der durch die Delegiertenversammlung
gewählt wird, konstituiert sich der Verwaltungsrat selbst. Er ernennt den Vizepräsidenten bzw. die Vizepräsidentin, die Vorsitzenden und Mitglieder der beiden Ausschüsse sowie den Sekretär des Verwaltungsrates.
– die Erstellung des Geschäftsberichts sowie die Vorbereitung der Delegiertenversammlung und die Ausführung ihrer Beschlüsse; – die Genehmigung von wichtigen Rechtsgeschäften.
5.4 kompetenzordnung, interne organisation, informations- und kontrollinstrumente gegenüber der Geschäftsleitung 5.4.1 Aufgabe, Kompetenz und Verantwortung Der Verwaltungsrat hat die ihm vom Gesetz und von Artikel 20 der Statuten zugewiesenen Aufgaben. Entscheide werden vom Gesamtverwaltungsrat getroffen. Die Vorbereitung und die Ausführung seiner Beschlüsse oder die Überwachung gewisser Geschäfte kann er einzelnen Mitgliedern oder Ausschüssen übertragen (Art. 19 der Statuten).
Im Übrigen gehen die durch den Verwaltungsrat vorgesehenen Funktionen und Aufgabenteilungen aus der Darstellung auf Seite 16 hervor.
Hauptpﬂichten des Verwaltungsrats gemäss Obligationenrecht und Statuten sind folgende unübertragbare und nicht entziehbare Kompetenzen: – die Oberleitung der Gesellschaft und die Erteilung der nötigen Weisungen; – die Festlegung der Grundzüge der Organisation; – die Ausgestaltung des Rechnungswesens, der Finanzplanung, der Finanzkontrolle sowie des internen Kontrollsystems; – die Ernennung und die Abberufung der mit der Geschäftsführung und deren Vertretung betrauten Personen; – die Oberaufsicht über die mit der Geschäftsführung betrauten Personen, namentlich im Hinblick auf die Befolgung der Gesetze, Statuten, Reglemente und Weisungen;
Die Agenda für die Sitzungen wird vom Präsidenten des Verwaltungsrats festgelegt. Jedes Verwaltungsratsmitglied kann die Aufnahme von Traktanden schriftlich beantragen. Die Verwaltungsräte erhalten rechtzeitig – in der Regel mindestens zehn Tage vor der Sitzung – die Unterlagen, die sie zur Vorbereitung der Traktanden benötigen.
Der Verwaltungsrat fasst Beschlüsse für die Gesellschaft in all jenen Fällen, die durch die Statuten oder das Gesetz nicht ausdrücklich der Delegiertenversammlung vorbehalten sind. Die gesamte Geschäftsführung hat der Verwaltungsrat im Rahmen der gesetzlichen und statutarischen Schranken an die Geschäftsleitung delegiert.
Der Verwaltungsrat tagt so oft, wie es die Geschäfte erfordern, in der Regel viermal pro Jahr. Die Mehrzahl der halbtägigen Sitzungen ﬁndet am Hauptsitz in Basel statt, die meist eineinhalbtägige Klausur üblicherweise an einem anderen Ort in der Schweiz. Der Verwaltungsrat fasst seine Beschlüsse mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Bei Stimmengleichheit trifft der Vorsitzende den Stichentscheid. Bei Geschäften von grosser Tragweite ist die Zustimmung von zwei Dritteln aller anwesenden Mitglieder notwendig. In der Regel sind sämtliche Geschäftsleitungsmitglieder beratend an den Sitzungen anwesend. Es
können auch Zirkulationsbeschlüsse gefasst werden. Im Berichtsjahr fanden vier ordentliche Sitzungen und eine ausserordentliche Sitzung statt. Zudem wurde ein Zirkulationsbeschluss gefasst. Zwei Verwaltungsratsmitglieder waren an der Teilnahme von insgesamt drei ordentlichen Sitzungen ganz oder teilweise verhindert. Die Mitglieder des Verwaltungsrats sowie aller Exekutivorgane sind verpﬂichtet, in den Ausstand zu treten, wenn Geschäfte behandelt werden, die ihre eigenen Interessen berühren. Dem Verwaltungsrat gehört zurzeit kein exekutives Mitglied an. 5.4.2 Präsident des Verwaltungsrats Der Präsident nimmt im Namen des Verwaltungsrats die obersten Leitungs-, Überwachungs- und Kontrollfunktionen wahr. Zu seinen Aufgaben gehören die Leitung der Delegiertenversammlung, die Vorbereitung, Einberufung und Durchführung von Sitzungen des Verwaltungsrats und die Wahrnehmung des Vorsitzes in den Sitzungen. Er etabliert eine stufengerechte Berichterstattung der Geschäftsleitung an den Verwaltungsrat und übt in dessen Namen die laufende Aufsicht und Kontrolle über den Geschäftsgang und die Tätigkeit der Geschäftsleitung aus. Im Rahmen seiner Aufgaben hat der Verwaltungsratspräsident umfassende Auskunfts- und Einsichtsrechte in die Gesellschaftsakten der Geschäftsleitung und der Revisionsstelle. Er kann zudem an den Sitzungen der Geschäftsleitung und der Verwaltungsratsausschüsse mit beratender Stimme teilnehmen. Die Berichterstattung der internen Revision erfolgt direkt an ihn und an
den Finanz- und Revisionsausschuss. Der Präsident kann eine Sonderprüfung durch die interne Revision veranlassen. 5.4.3 Verwaltungsratsausschüsse Der Verwaltungsrat hat aus seiner Mitte zwei Ausschüsse gebildet: den Ausschuss für Personalfragen und den Ausschuss für Finanz-, Revisionsund Risikomanagementfragen. a) Ausschuss für Personalfragen Der Ausschuss für Personalfragen bereitet alle wichtigen Personalentscheide vor, insbesondere hinsichtlich der Zuwahl von Mitgliedern des Verwaltungsrats, sowie die Bestellung der Geschäftsleitung. Er überwacht die Personal- und Personalvorsorgepolitik und legt, im Rahmen von Richtlinien des Gesamtverwaltungsrats, die Vergütungen der Verwaltungsratsmitglieder und des Präsidenten fest. Zudem legt er die Höhe der ﬁxen und variablen Entlöhnungen und Entschädigungen für die Geschäftsleitungsmitglieder fest und beurteilt den jährlichen Zielerreichungsgrad. Der Personalausschuss tagt so oft, wie es die Geschäfte erfordern. Im Berichtsjahr trafen sich seine Mitglieder viermal vollzählig. Der Verwaltungsratspräsident kann auf eigenen Wunsch beratend an den Sitzungen teilnehmen. Der Vorsitzende der Geschäftsleitung nimmt beratend teil, sofern Themen der Geschäftsleitung betroffen sind. b) Finanz- und Revisionsausschuss Der Finanz- und Revisionsausschuss bereitet die ﬁnanzielle Berichterstattung und das Risikomanagement auf Unternehmensstufe vor und überprüft diese. Gleichzeitig fungiert er als Anlage-
ausschuss und gewährleistet die Kontakte mit der externen Revisionsstelle. Zudem beurteilt er die Funktionsfähigkeit des internen Kontrollsystems und des Risikomanagements. Die interne Revision berichtet direkt dem Finanz- und Revisionsausschuss, der auch ihren Prüfungsplan festlegt.
– die Einhaltung gesetzlicher, regulatorischer und interner Vorschriften, – wichtige Besonderheiten und Ereignisse in einem Halbjahres- und in einem ausführlichen Jahresbericht. Wichtige Ereignisse werden dem Verwaltungsrat zudem ad hoc mitgeteilt.
Der Finanz- und Revisionsausschuss tagt so oft, wie es die Geschäfte erfordern. Im Berichtsjahr trafen sich seine Mitglieder viermal zu Sitzungen.
Ausserhalb der Sitzungen kann jedes Verwaltungsratsmitglied nach vorgängiger Information des Verwaltungsratspräsidenten von der Geschäftsleitung Informationen über den Geschäftsgang oder einzelne Geschäftsvorfälle einfordern und Einsicht in Geschäftsdokumente erhalten.
Der Verwaltungsratspräsident, der Vorsitzende der Geschäftsleitung sowie der Finanzchef nehmen regelmässig an den ordentlichen Sitzungen beratend teil. 5.4.4 Informations- und Kontrollinstrumente gegenüber der Geschäftsleitung Der Verwaltungsrat wird auf verschiedene Weise über die Aktivitäten der PAX Gruppe, den Geschäftsverlauf und die Entwicklungen im Markt auf dem Laufenden gehalten. Anlässlich seiner Sitzungen lässt er sich regelmässig informieren über – Inhalt und Verlauf der Diskussionen sowie die gefassten Beschlüsse und Anträge in den Verwaltungsratsausschüssen, – den Geschäftsverlauf und die Marktentwicklung durch die Mitglieder der Geschäftsleitung sowie nach Bedarf über die wichtigsten Projekte durch die dafür verantwortlichen Personen, – den Stand der Budgeterreichung und anderer Jahresziele, – die Ergebnisse und die Erkenntnisse aus den Prüfungstätigkeiten der internen und der externen Revision, – die wichtigsten Risiken, deren Veränderungen und die bereits getroffenen sowie geplanten Risikosteuerungsmassnahmen,
6 Geschäftsleitung Die Geschäftsleitung setzt unter Leitung ihres Vorsitzenden die vom Verwaltungsrat der PAX Holding beschlossene Strategie um und ist für die operative Führung und das Risikomanagement der PAX Gruppe verantwortlich. Die Geschäftsleitung orientiert den Verwaltungsrat regelmässig über die Entwicklung der Geschäfte. Sie amtet in Personalunion als Geschäftsleitung der PAX Holding und der PAX Leben. Die Lebensläufe, die Zusammensetzung und die Interessenverbindungen der Geschäftsleitung ﬁnden sich auf den Seiten 18 und 19. 7 entschädigungen, Beteiligungen, darlehen und kredite Im Folgenden werden die allgemeinen Grundsätze und wesentlichen Kriterien zum Entschädigungssystem sowie zu den Darlehens- und Kreditbedingungen für die Delegierten und die Mitglieder des Verwaltungsrats und der Geschäftsleitung dargestellt.
7.1 delegierte der Genossenschaft Die Delegierten erhalten für die Teilnahme an der Delegiertenversammlung ein Sitzungsgeld von CHF 500 sowie die Vergütung ihrer Reiseauslagen. Geschäfte mit Mitgliedern der Delegiertenversammlung oder ihnen nahe stehenden Personen unterstehen dem Grundsatz des Abschlusses zu Drittbedingungen. Mit einzelnen Delegierten bestehen Werkverträge im Zusammenhang mit der Erstellung von Liegenschaften durch die PAX Leben und PAX-Anlage AG. 7.2 verwaltungsrat In Anwendung von Artikel 23 der Statuten hat die Delegiertenversammlung die Obergrenze der Gesamtsumme der Vergütungen an den Verwaltungsrat auf CHF 1.5 Mio. pro Jahr festgelegt. Vergütungen, welche die Mitglieder des Verwaltungsrats der PAX Holding von voll konsolidierten Tochtergesellschaften erhalten, sind diesem Betrag anzurechnen. Derzeit sind somit Entschädigungen anzurechnen, die von der PAX Leben sowie von der PAX-Anlage AG und deren Tochtergesellschaften ausgerichtet werden. Die Entschädigungsgrundsätze sowie die einzelnen Bestandteile der Entschädigung sind in einem vom Verwaltungsrat festgelegten Entschädigungsreglement umschrieben. Die Entschädigung muss angemessen und im Vergleich zu Unternehmen desselben Wirtschaftsbereichs konkurrenzfähig sein. Sie trägt zudem der Verantwortung und Arbeitsbelastung Rechnung und steht in einem ausgewogenen Verhältnis zur nachhaltigen Ertragskraft. Die Regelung soll überdies einfach und transparent sein. Die Gesamtsumme der Entschädigungen (inkl. pauschaler Spesenvergütungen) an den Verwaltungsrat für das Jahr 2010 belief sich auf
CHF 644 509 (Vorjahr CHF 611 700). Auf die PAX Holding entfallen CHF 155 667 (Vorjahr CHF 359 667). Die Aufteilung zulasten der kontrollierten Unternehmen erfolgt nach einem im 2010 angepassten Aufwand- und Verantwortungsschlüssel. Für ihre Mandate bei der PAX Gruppe haben die einzelnen Verwaltungsratsmitglieder insgesamt folgende Beträge erhalten: – Roland Geissmann, Präsident (nach geschätztem Zeitaufwand festgelegte ﬁxe Entschädigung und pauschale Spesenvergütung), CHF 300 500. – Regula Pﬁster-Esslinger, Vizepräsidentin und Ausschussvorsitzende (feste Entschädigung, pauschale Spesenvergütung), CHF 55 000. – Josef Andres, Mitglied (feste Entschädigung und pauschale Spesenvergütung), CHF 23 334. – Felix Bärlocher, Ausschussmitglied (feste Entschädigung, pauschale Spesenentschädigung, Vergütung der PAX-Anlage AG), CHF 105 675. – Brigitta M. Gadient, Mitglied (feste Entschädigung und pauschale Spesenvergütung), CHF 35 000. – Christiane Jost, Ausschussmitglied (feste Entschädigung und pauschale Spesenvergütung), CHF 40 000. – Christoph Stutz, Ausschussvorsitzender (feste Entschädigung und pauschale Spesenentschädigung), CHF 45 000. – Renzo Zendralli, Ausschussmitglied (feste Entschädigung und pauschale Spesenvergütung), CHF 40 000. Abgangsentschädigungen oder Entschädigungen an ehemalige Mitglieder der Organe der PAX Gruppe oder ihnen nahe stehende Personen wurden wie im Vorjahr keine gewährt. Es wurden
ebenfalls keine Honorare oder honorarähnliche Vergütungen bezahlt. Gegenüber Mitgliedern des Verwaltungsrats bestehen keine Pensionskassenverpﬂichtungen. Den derzeitigen Mitgliedern des Verwaltungsrats sind keine Darlehen gewährt oder versprochen worden. 7.3 Geschäftsleitung Das Entschädigungsmodell für die Mitglieder der Geschäftsleitung sieht eine ﬁxe Lohnkomponente und eine an die Höhe des Fixums gekoppelte leistungsabhängige Entlöhnung vor. Das maximale variable Salär ist beschränkt auf 50% des Fixums. Möglich ist auch eine Zusatzentschädigung von bis zu 25%, die dann zur Anwendung gelangt, wenn die Ziele bei Weitem übertroffen werden. Um Nachhaltigkeit zu erreichen, bleibt die Auszahlung mit Rücksicht auf die Entwicklungen über zwei Folgejahre sistiert. Zusätzlich erhalten die Geschäftsleitungsmitglieder eine Spesenpauschale ausbezahlt. Die nachfolgend aufgeführten Beträge beinhalten sämtliche Vergütungen, Honorare und Spesen, die von der PAX Holding und ihren konsolidierten Tochterunternehmen ausgerichtet werden. Der Gesamtbetrag der Vergütungen an die Geschäftsleitung betrug für das Geschäftsjahr 2010 (leistungs- und geschäftsgangabhängige Entschädigungen ausbezahlt im 2011) CHF 2 930 352 (Vorjahr CHF 2 696 383).
Der Höchstbetrag entfällt auf den Vorsitzenden der Geschäftsleitungen der Gruppe. Dieser beläuft sich auf CHF 1200331 (Vorjahr CHF 1176607) und besteht aus dem ﬁxen Gehalt und einer variablen Komponente. Die Aufwendungen an die Pensionskassen auf Arbeitgeberseite belaufen sich für die Geschäftsleitungsmitglieder auf CHF 343 082 (Vorjahr CHF 407 159). Die Arbeitsverträge der Geschäftsleitung beinhalten weder eine Abgangsentschädigungs- noch eine Schutzklausel für den Fall eines Kontrollwechsels. Den Mitgliedern der Geschäftsleitung stehen Geschäftsfahrzeuge zur Verfügung, für deren privaten Gebrauch sie ein anteiliges Entgelt entrichten. Die Übernahme von Mandaten bei Drittunternehmen und anderen Institutionen mit wirtschaftlichen Zielsetzungen ist durch den Personalausschuss zu genehmigen und soll in der Regel der Wahrnehmung von Interessen der PAX Gruppe dienen. Abgangsentschädigungen oder andere Entschädigungen an ehemalige Geschäftsleitungsmitglieder oder diesen nahe stehenden Personen wurden wie im Vorjahr nicht ausgerichtet, ebenso wenig Honorare oder honorarähnliche Vergütungen.
7.4 Weitere Führungsstufen und Mitarbeitende Das Entschädigungsmodell sieht analog demjenigen für die Geschäftsleitung eine ﬁxe Lohnkomponente und einen leistungsabhängigen variablen Lohnanteil vor. Dieser bemisst sich aufgrund der Zielerreichung auf den Ebenen Unternehmen, Stelle sowie persönliche Entwicklung. Die Zielerreichung wird anhand von Messgrössen ermittelt, die ihre Verankerung in der Unternehmensstrategie und in den strategischen Zahlen der PAX ﬁnden. Damit wird sichergestellt, dass sich die Zuteilung der variablen Entschädigung an Kriterien orientiert, die im Einklang mit der nachhaltigen Unternehmensentwicklung stehen. Die Höhe des variablen Lohnanteils ist abhängig von der Funktionsstufe. Das Entschädigungssystem ist konkurrenzfähig und transparent in seiner Ausgestaltung. 8 Mitwirkungsrechte Die ordentliche Delegiertenversammlung ﬁndet jährlich innerhalb von sechs Monaten nach Abschluss des Geschäftsjahres statt. Ausserordentliche Delegiertenversammlungen werden nach Bedarf einberufen, durch Beschluss der Delegiertenversammlung oder des Verwaltungsrats, auf Antrag der Revisionsstelle oder auf schriftlich begründetes Verlangen von Delegierten. Jeder Delegierte hat an der Delegiertenversammlung eine Stimme. Die statutarischen Bestimmungen zur Teilnahme an der Delegiertenversammlung, die Quoren, die Vorschriften zur Einberufung der Delegiertenversammlung und die Traktandierungsregeln entsprechen den obligationenrechtlichen Bestimmungen. Stimmrechtsbeschränkungen sind keine vorgesehen.
9 kontrollwechsel und Abwehrmassnahmen Die Statuten der PAX Holding enthalten eine Veräusserungsbeschränkung für die Aktien der PAX Leben. Insgesamt dürfen nicht mehr als ein Drittel der Anteile am Aktienkapital und der Stimmen in der Generalversammlung der PAX Leben von der PAX Holding veräussert werden und dies auch nur im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung. Die Anstellungsverträge der PAX enthalten keine Kontrollwechselvereinbarungen. Es gelten marktübliche Kündigungsfristen, während der die vertraglichen Regelungen für ﬁxe und variable Lohnbestandteile gelten. 10 interne Revision Die Funktion der internen Revision ist vollumfänglich der PricewaterhouseCoopers AG übertragen worden. Sie berichtet dem Finanz- und Revisionsausschuss und dem Präsidenten des Verwaltungsrats. Der Vertrag mit PricewaterhouseCoopers AG kann jeweils mit einer 6-monatigen Kündigungsfrist auf den 31. Dezember jeden Jahres gekündigt werden. 11 Revisionsstelle 11.1 dauer des Mandats und Amtsdauer des leitenden Revisors Die Revisionsstelle wird von der Delegiertenversammlung für jeweils ein Jahr gewählt. Die Ernst & Young AG, die dieses Mandat innehat, amtet zugleich als Revisionsstelle der voll konsolidierten Tochtergesellschaften und als Konzernrevisorin. Leitender Revisor ist seit dem Geschäftsjahr 2007 Hannes Bühler, zugelassener Revisionsexperte und Executive Director bei Ernst & Young AG.
11.2 Revisionshonorar Das Honorar 2010 der Revisionsstelle Ernst & Young AG betrug für ihre Revisionstätigkeit in der Berichtsperiode CHF 471 440 (Vorjahr CHF 544 200). 11.3 zusätzliche Honorare für Beratungsdienstleistungen Im 2010 sind zusätzliche Honorare für Beratungsdienstleistungen in Höhe von CHF 130 734 (Vorjahr keine) an die Ernst & Young AG bezahlt worden. 12 Aufsichts- und kontrollinstrumente gegenüber der internen und der externen Revision Die Tätigkeit der internen und der externen Revision wird mindestens einmal jährlich durch den Finanz- und Revisionsausschuss analysiert und beurteilt. Dies erfolgt vorwiegend anhand der Berichte der beiden Prüfungsorgane zu den Prüfungsresultaten und zum Berichterstattungsprozess. Der Ausschuss prüft vor allem die Einhaltung der Regeln der Rechnungslegung der Gruppe, Risiken, die das Resultat der Gruppe beeinﬂussen könnten sowie die Massnahmen zur Reduktion dieser Risiken. Die Einhaltung der Unabhängigkeitsanforderungen wird laufend überprüft.
13 informationspolitik Die Delegierten erhalten eine Kurzinformation über den Geschäftsverlauf nach Semesterabschluss und am Jahresende sowie eine umfassende Information mit dem Geschäftsbericht an der Delegiertenversammlung. Während einer Amtsperiode ﬁnden in der Regel zwei regionale Anlässe mit Delegierten statt, an denen aktuelle Themen, welche die PAX Gruppe betreffen, ausführlich behandelt werden. Im Herbst 2010 fand das zweite Delegiertentreffen in der laufenden Amtsperiode statt. Die Medien werden mit Medienmitteilungen regelmässig über den Geschäftsverlauf nach Semester- und nach Jahresabschluss orientiert.
Im Brennpunkt: Personal-Management bei der PAX
Der stetige Wandel, dem unsere Gesellschaft und damit auch die Lebensversicherungsbranche unterworfen ist, erfordert Mitarbeitende mit speziﬁschen Qualiﬁkationen. Sie müssen fähig sein, die Verantwortung für die eigenen Ziele zu übernehmen, aktions-, leistungs-, markt- und kundenorientiert sein, offen kommunizieren und individuelle Fertigkeiten entwickeln können. Der Grundpfeiler des Personalmanagements ist die Unternehmensstrategie und daraus abgeleitet die Personalstrategie. Die Personalstrategie der PAX enthält verbindliche Grundsätze und langfristige Ziele der Personalarbeit. Sie stellt ein einheitliches Handeln in allen wichtigen Personalfragen sicher und kann mit dem Slogan «Gemeinsam zum Ziel» umschrieben werden. Jeder Mitarbeitende der PAX trägt einerseits die Verantwortung für die Erreichung der eigenen Ziele und andererseits dafür, das Unternehmen gemeinsam zum Erfolg zu führen. Erst die Erreichung beider Ziele führt zu einer optimalen Personalzufriedenheit und damit zu motivierten Mitarbeitenden, welche sich wiederum mit den Zielen der PAX identiﬁzieren können. Zur Messung der Personalzufriedenheit und Identiﬁzierung allfälliger Massnahmen bietet sich eine Mitarbeiterumfrage an. Die PAX hat im Jahre 2010 erstmals solch eine umfassende Umfrage durchgeführt und die Bereiche Arbeit im Team, Führungsverständnis Vorgesetzte – Mitarbeitende, Kommunikation, Strategieverständnis und Weiterentwicklung hinterfragt. Mit deutlich über 90% war die Beteiligung ausserordentlich erfreulich. Dies zeigt uns den Willen der Mitarbeitenden aller Stufen, am Erfolg des Unternehmens mitwirken zu wollen. Die Umfrageergebnisse brachten einerseits in vielen Bereichen positives Feedback, zeigten andererseits aber auch in einigen Fragen Handlungsbedarf, vor allem im
Verständnis für die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Dies ist angesichts der neuen, sich derzeit in der Umsetzung beﬁndenden Vertriebsstrategie verständlich. Geeignete Informations- und Ausbildungsmassnahmen wurden inzwischen in die Wege geleitet und werden nun schrittweise umgesetzt. Der im Jahr 2010 in der PAX eingeführte Balanced-Scorecard-Ansatz (siehe auch Kapitel Unternehmensstrategie) für eine ausgewogene und umfassende Unternehmensführung basiert zu einem entscheidenden Teil auf der Pﬂege und Entwicklung der Unternehmenskultur. Dazu gehören sämtliche Aspekte der Personalführung, Personalentwicklung, Kommunikation und Information. Unsere Kultur ist folglich eine wichtige Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung der Unternehmensstrategie. Ziel ist eine von einer offenen, wertschätzenden Kommunikation gegenüber Mitarbeitenden und Partnern geprägte PAX-Kultur. Innerhalb dieses Rahmens können sich unsere Mitarbeitenden durch eine hohe Kunden- und Dienstleistungsorientierung sowie Flexibilität auszeichnen. Die PAX als Unternehmen bekennt sich ausserdem zum Ziel, mit der Sicherung der individuellen Arbeits- und Leistungsfähigkeiten einen wichtigen Beitrag zur Mitarbeiterzufriedenheit und -motivation zu leisten. Obwohl eigenständige Unternehmen, sind die PAX-Partner neu auch Teil unserer Unternehmenskultur. Unser Anspruch ist wie bereits erwähnt eine offene, transparente und faire Kommunikation mit den PAX-Partnern ebenso wie mit unseren Mitarbeitenden. Die PAX fokussiert das Personalmanagement basierend auf den Grundsätzen der BalancedScorecard insbesondere auf:
Unternehmensziele geklärt Instrumente und Prozesse festgelegt Vorbereitung, evtl. Schulung/Training
Strukturell Personenbedingt
Durchführung MbO-Gespräche
Erkenntnisse und Verbesserungen
Korrektur? (Ziele/Massnahmen)
Zielerreichung, Konsequenzen, Massnahmen
– die Erfüllung der Unternehmensziele im personellen Bereich durch Bereitstellung von Mitarbeitenden in quantitativer, qualitativer, räumlicher und zeitlicher Hinsicht – die Lösung und Sicherstellung der rechtlichen, sozialen und verwaltungstechnischen Frageund Problemstellungen im Personalbereich. Management by objectives (Mbo) Ein wichtiges Instrument zur Umsetzung der Personalstrategie ist das MbO-System der PAX. Mit jedem Mitarbeitenden werden klare Ziele als Grundlage für eine transparente und faire Leistungsbeurteilung vereinbart. Diese Ziele sind quantitativ oder qualitativ messbar und zeichnen sich durch die Fokussierung auf hohe Werthaltigkeit aus. Die Zielerreichung wird periodisch, mindestens aber zweimal jährlich im persönlichen Gespräch beurteilt, wobei auch entsprechendes Feedback des Mitarbeitenden an den Vorgesetzten erwünscht ist und vorausgesetzt wird. Ergänzend ﬁnden anlässlich von Bereichs- und Abteilungssitzungen Beurteilungen der Zielerreichung und des Geschäftsverlaufs statt (siehe Graﬁk oben). Entscheidend bei der Formulierung der Individualziele ist deren Verankerung in der Unternehmensstrategie bzw. die Widerspruchsfreiheit zu den strategischen Zielen der PAX. Qualitätssichernd wirkt hier die Einbindung des MbO-Prozesses in den strategischen Planungsprozess. Die Nachprüfung der Zielsetzungen durch das strategische Controlling zusammen mit dem Personaldienst und die nachfolgende Berichterstattung an den Verwaltungsrat sowie die Geschäftsleitung stellen die Transparenz dieses Prozesses sicher.
Leistungsorientiertes entschädigungs- und Bonussystem Als Grundlagen des leistungsorientierten und variablen Entschädigungssystems bei der PAX dienen die Zielvereinbarungen und deren Beurteilung. Damit wird beabsichtigt, die variable Vergütung an interne wertorientierte Ziele und Kennzahlen der PAX zu koppeln, welche sich aus dem Balanced-Scorecard-Ansatz herleiten lassen. Erfolgsfaktoren wie Kundenbindung, Efﬁzienz der Prozesse, Auslastungsquote, Mitarbeiterqualiﬁkation, Kreativität oder Mitarbeiterloyalität werden ausgewogen berücksichtigt. Dieses System bietet neben der unmittelbaren Erfolgsorientierung und der generellen Anwendbarkeit für alle Positionen einerseits den Vorteil einer grossen Flexibilität bei der Zielfestlegung, andererseits stellt es die Verbindung zur Unternehmensstrategie her und sichert so ein einheitliches Führungsverständnis. Von Jahr zu Jahr können dort differenzierte Leistungsschwerpunkte gesetzt werden, wo es die Unternehmenssituation am dringlichsten verlangt (siehe Graﬁk auf Seite 38). Basierend auf dem dargestellten System werden die PAX-Mitarbeitenden aufgrund ihrer individuellen Leistung und ihres Beitrages zur Erfüllung der Unternehmens- und vor allem Bereichsziele honoriert. Unser Salärsystem ist nicht nur anforderungs- und leistungsorientiert, sondern dank einheitlicher Anwendung und Kommunikation auch transparent. Im Bereich des Basislohnes arbeitet die PAX mit hierarchie- und funktionsbezogenen Lohnbändern. Die Geschäftsleitung vergleicht das Leistungspaket der PAX (monetäre wie auch nicht monetäre Leistungen) periodisch mit dem relevanten Markt und stellt somit die Marktkonformität und Attraktivität der PAX als Arbeitgeber sicher.
Leistungsorientiertes entschädigungs- und Bonussystem Unternehmensziele
Departements-, Bereichs-, Abteilungsziele
Individualziele Beispiele
Wertschriftenperformance im Vergleich zum Benchmark
Quantitative oder qualitative Einzelziele
Höhe Überschussfonds Kundenzufriedenheit
Wiederanlagequote
Erfolg der Qualitätssicherung
Je Mitarbeiter und Jahr (Umsatzziel, Systemeinführung in der IT, Abwicklung eines Projekts etc.)
Mitarbeiterzufriedenheit Unternehmensleistung
Departements-, Bereichs-, Abteilungs- bzw. Teamleistung
Personalmarketing, Personalplanung und Personalsupport Um die richtigen Mitarbeitenden zur richtigen Zeit am richtigen Ort einsetzen zu können, d.h. die PAX mit den notwendigen Qualiﬁkationen zu versorgen, messen wir dem internen Arbeitsmarkt ebenso hohe Relevanz zu wie dem externen und bearbeiten beide gleichwertig. Bei gleicher Qualiﬁkation werden allerdings interne Bewerber bevorzugt. Bedingung für eine zeitgerechte Besetzung einer Funktion ist eine funktionierende Personalplanung. Die Personalplanung in der PAX ist Bestandteil unserer strategischen Unternehmensplanung und berücksichtigt sowohl qualitative als auch quantitative Aspekte der Unternehmensplanung. So werden Personalbedürfnisse frühzeitig auf Geschäftsleitungsstufe zusammengetragen und in den jährlichen Planungsprozess integriert. Als Rahmenbedingungen werden dabei die mittelfristige Ausrichtung der Geschäftsbereiche, die Produktionsplanung, die Kostenentwicklung sowie das aufgrund der geplanten Projekte erforderliche Fachwissen berücksichtigt. Nach erfolgter Personalselektion werden neue Mitarbeitende sorgfältig in ihre Tätigkeit eingeführt. Die Personalabteilung berät und unterstützt die Linie in allen Personalfragen, wobei die Mitarbeiterförderung einen Schlüsselfaktor darstellt. Die Bedürfnisse des Unternehmens und der Mitarbeitenden werden ab Beginn des Arbeitsverhältnisses ermittelt und nach Bedarf und Möglichkeit mit Ausbildungsmassnahmen oder mit ﬂexiblen Arbeitsbedingungen (Arbeitsplatz, Arbeitszeit u.ä.) ﬂankierend unterstützt. Ziel ist, das Umfeld, die Arbeitsinhalte, die Entwicklungsmöglichkeiten und das Arbeitsklima so zu gestal-
ten, dass gute Mitarbeitende aus Überzeugung im Unternehmen bleiben und motiviert den Unternehmenserfolg mitgestalten. Zentraler Erfolgsfaktor für die Motivation ist die Mitarbeiterkommunikation. Sie ist integrierender Bestandteil aller Entscheidungen, Projekte und Geschäftsaktivitäten. Die PAX pﬂegt eine gegenseitig offene, schnelle und kontinuierliche Information und fördert so den Dialog über alle Stufen hinweg. Zusammenhänge und Hintergründe von Entscheidungen sollen für unsere Mitarbeitenden nachvollziehbar sein. Im Rahmen dieses Dialogs wollen wir nicht nur das Wissen im Unternehmen vernetzen und nutzbar machen, sondern auch im Sinne des lernenden Unternehmens die Projekte und Prozesse reﬂektieren. individualisierte Mitarbeiterentwicklung Die PAX ist sich ihrer Verantwortung gegenüber der Region Basel als Arbeitgeberin und Knowhow-Trägerin bewusst. Jährlich erhalten in der Regel vier neue Lernende Einblick in die Versicherungswirtschaft und die Möglichkeit, in der PAX ihre beruﬂiche Karriere vor allem im kaufmännischen Bereich zu beginnen. Die Qualität unserer Ausbildung zeigt sich nicht zuletzt in den Ergebnissen der Abschlussprüfungen, welche unsere Kandidaten regelmässig mit Erfolg bestehen. Auch die erreichten Noten zeigen eindeutig, dass wir unser Lebensversicherungs-Know-how unseren jüngsten Mitarbeitenden erfolgreich vermitteln, sodass sie mit gutem Rüstzeug ihre Arbeit als qualiﬁzierte Sachbearbeiter beginnen können. Zur Erreichung eines hohen Flexibilitätsgrades des Unternehmens fördert die PAX ihre Mitarbeitenden mit einem zielgerichteten Angebot einer bedarfsgerechten Entwicklung im Bereich der in-
dividual, corporate und social competence. Dabei haben alle Mitarbeitenden bei gleicher Eignung gleiche Chancen, ungeachtet ihres Geschlechts, Nationalität oder Religion. Grundsätzlich bestehen zwei voneinander unabhängige Ausbildungswege. – Die PAX bietet ein umfassendes jährlich aktualisiertes Ausbildungsprogramm an, welches primär auf die Bedürfnisse der Mitarbeitenden und des mittleren Kaders abgestimmt ist. Ausbildungsschwerpunkte sind hierbei vor allem Fachkenntnisse der Versicherungswirtschaft, Beherrschen der in der PAX eingesetzten Anwendersoftware und anderer Hilfsmittel sowie grundlegende Techniken in Führungs- und Kommunikationsfragen. – Parallel dazu wird bei Eignung des Mitarbeitenden und Bedarf des Unternehmens im MbOGespräch eine individuelle Weiterbildung evaluiert und vereinbart. Diese kann auch mehrjährige Lehrgänge beinhalten und Fachhochschulniveau erreichen.
Entscheidend für ein solches Engagement ist eine mittelfristige Karriere- und Ausbildungsplanung. Diese wiederum ist Bestandteil eines umfassenden strategischen Planungsprozesses, den der Verwaltungsrat mit der Geschäftsleitung jährlich durchläuft.
Geschäftsentwicklung 2010 – PAX Leben und PAX-Anlage AG
1 PAX Leben 1.1 Generelles Marktumfeld Das Jahr 2010 war für die Lebensversicherungsbranche in doppelter Hinsicht ein schwieriges Jahr. Einerseits hat die Eurokrise eine allgemeine Unsicherheit auf den Kapitalmärkten verursacht und das Anlegerverhalten beeinﬂusst, andererseits waren für uns die grossen Zinsschwankungen von immenser Bedeutung. Die Kunden suchten denn auch primär Garantien für ihre Anlagen. In der Folge verlief das Geschäft der Lebensversicherer im vergangenen Jahr unterschiedlich. In der Einzelversicherung konnten Produktions- und Verkaufserfolge nur bei den anteilgebundenen Garantieprodukten verzeichnet werden. Die Prämienvolumina von Einmaleinlagen und klassischen Lebensversicherungen dagegen stagnierten oder waren rückläuﬁg. Nur mit Wettbewerbsaktionen konnte das traditionelle Lebengeschäft in diesen Bereichen einigermassen stabil gehalten werden. Im Kollektivversicherungsbereich entschärfte sich bei vielen Vorsorgeeinrichtungen die Situation der Unterdeckung aus der Finanzkrise, was das Neugeschäft belebte und ein seit acht Jahren nicht mehr gesehenes Marktwachstum möglich machte. Aus Ertrags- und Kostengründen haben sich einige Versicherungsgesellschaften aus dem Geschäft des Vollversicherungsmodells zurückgezogen oder den entsprechenden Geschäftszweig an Mitbewerber verkauft. 1.2 vertrieb 1.2.1 Aktivitäten der Vertriebskanäle Die Vertriebsleistung der PAX Leben liegt im Jahre 2010 in der Einzelversicherung über den Erwartungen der Geschäftsleitung. Vor allem beim Einmaleinlagen-Geschäft in den Einzelversicherungen wurden die budgetierten Ziele weit übertroffen. Es zeigt sich hier, dass die eingeschlagene
strategische Ausrichtung auf die Zusammenarbeit mit selbständigen PAX Partnern und Maklerorganisationen erfolgreich ist. Bei den Kollektivversicherungen lag die Entwicklung des Neugeschäftsvolumens im Rahmen der Zielvorgaben. Unterdurchschnittlich entwickelt hat sich allerdings das Erneuerungsgeschäft. 1.2.2 Werbung und Sponsoring Die Werbeaktivitäten des Hauptsitzes konzentrierten sich im vergangenen Jahr auf die Unterstützung unserer Produkt- und Marktdienstleistungen. Dabei bildeten bei den selbstständigen Partneragenturen wie auch bei den Maklern verkaufsunterstützende Aktionen die Schwerpunkte. Im Sponsoring wurde das bestehende Engagement im Bereich Volleyball durch Unterstützung der renommierten Schweizer Anlässe Top Volley in Basel und Montreux Volley Masters fortgesetzt. Neu wendet sich die PAX als strategische Ausrichtung der Tradition und dem Brauchtum in der Schweiz zu. Als Sponsor der Fernsehsendungen «Samschtig-Jass» und «Donnschtig-Jass» zeigt man eine bodenständige Orientierung. Alle diese Engagements werden als Plattform genutzt, um Kundenund Partnerbindungen zu intensivieren und die Bekanntheit der Marke weiter zu stärken. 1.3 einzelversicherung 1.3.1 Einzelversicherungsmarkt Die Zurückhaltung der Einzelversicherungskunden im Vorjahr hat sich während des ganzen Jahres 2010 fortgesetzt. Trotz der positiveren Wirtschaftsaussichten haben das unsichere Zinsumfeld sowie die Ereignisse im Euroraum dazu beigetragen, dass die Investitionsbereitschaft in klassische Versicherungsprodukte sehr gering war. Dennoch erreichten wir eine ausgezeichnete Produktionsleistung, was auf die Wirksamkeit der
Bestandesstruktur – einzelversicherung 100% 90% 80% 70% 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0%
Fondsgebundene Einmaleinlagen Klassische Einmaleinlagen
neuen Vertriebsstrukturen und das Engagement der Mitarbeitenden zurückgeführt werden kann. 1.3.2 Bestandesentwicklung Das Neugeschäft hat sich im Vergleich zum Vorjahr erfreulich entwickelt. So ist insbesondere das Wachstum der Anzahl Neuabschlüsse um 28%, der periodischen Prämien um 34% sowie der Einmaleinlagen mit 27% als sehr positiv zu bezeichnen. Zugenommen hat der Anteil der klassischen Versicherungen zu Lasten der fondsgebundenen Versicherungen und beträgt per Ende 2010 rund 2/3 des Gesamtumsatzes (Vorjahr 55%). Leider ist auch die Anzahl der Abgänge gestiegen, sodass per Saldo die gebuchten Prämien des Jahres 2010 um ca. 2.7% gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen sind. Insgesamt bleibt der Bestand Einzelversicherungen gemessen an den vertraglich vereinbarten Jahresprämien in etwa konstant. 1.3.3 Leistungszahlungen Bedingt durch die im Vergleich zu 2009 leicht verbesserte Situation an den Aktienmärkten ist eine Zunahme der Ablaufzahlungen festzustellen. Dieser Kapitalabﬂuss konnte leider durch die Bemühungen der Vertriebsorganisation und des Kundenservice um eine stärkere Kundenbindung nicht vollständig kompensiert werden. Der Verlauf der Invaliditätsleistungen war weiterhin positiv, wenn auch nicht mehr auf Niveau des Vorjahres. Alle anderen Leistungen haben sich im Rahmen des Vorjahres entwickelt. Die PAX hat indessen im Jahr 2010 ihre Bemühungen im Bereich Bekämpfung des Versicherungsmissbrauchs deutlich verstärkt. Mit einem Partnerunternehmen wurde das interne Know-how massgeblich gefördert und in Einzelfällen wurden Verdachts-
Fondsgebundene periodische Prämien Klassische periodische Prämien
momente konsequent weiter verfolgt. Die Leistungsseite in der Einzelversicherung hat sich im Jahre 2010 insgesamt für uns günstig entwickelt. Um diesen Trend beizubehalten, wird sich die PAX Leben nach wie vor auf eine ausserordentlich gute und nachhaltige Dienstleistungsbereitschaft konzentrieren. Ferner wird der eingeschlagene Weg zur konsequenten Bekämpfung des Versicherungsmissbrauchs weiter verfolgt. 1.3.4 Produktentwicklung Um den Anforderungen der Märkte gerecht zu werden, intensivierten wir die Suche nach einem anteilgebundenen Lebensversicherungsprodukt mit Kapitalschutz. Mit der Zürcher Kantonalbank und der Genfer Edmond de Rothschild Gruppe konnten Partner gefunden werden, die zusammen mit der PAX ein neuartiges Produktkonzept tragen. Grundlagen wurden daneben auch im Bereich der segmentierten Risikotarife geschaffen, sodass die differenzierte Beurteilung der individuellen Lebensumstände künftig besser in die Tariﬁerung einﬂiessen kann. 1.3.5 Überschussbeteiligung Das Geschäftsjahr 2010 zeigt erneut die Bedeutung einer nachhaltigen und realistischen Überschusspolitik. Die Höhe der Überschüsse konnte konstant gehalten werden. Damit liegt die PAX Leben bei den periodisch ﬁnanzierten Kapitalversicherungen im Konkurrenzvergleich nach wie vor in der Spitzengruppe. Aufgrund der Zuweisung von CHF 10 Mio. an den Überschussfonds aus dem Ergebnis 2010 kann die Überschussbeteiligung in den nächsten Jahren weiterhin attraktiv bleiben.
Bestandesstruktur – kollektivversicherung 100% 90% 80% 70% 60% 50% 40% 30% 20% 10% 0%
2006 Standard-Pläne
1.4 kollektivversicherungen 1.4.1 Kollektivversicherungsmarkt Massgeblich für das Jahr 2010 war die Diskussion über den Umwandlungssatz. Leider konnte die Schweizer Bevölkerung nicht von der Wichtigkeit der nach versicherungsmathematischen Grundsätzen festgelegten Grundlagen für das Kollektivversicherungsgeschäft überzeugt werden. Diese Rahmenbedingungen sind entscheidend für die Marktfähigkeit des Vollversicherungsgeschäftes aus Kunden- und Anbietersicht. Das Vollversicherungsmodell insgesamt bleibt, bedingt durch die Unterdeckungsproblematik bei den autonomen Vorsorgeeinrichtungen, für die Kunden weiterhin attraktiv. Die PAX Leben ist eine von neu sechs Anbieterinnen am Markt. Die Chance, in diesem Marktsegment erfolgreich zu arbeiten, wird auch in Zukunft wahrgenommen. 1.4.2 Bestandesentwicklung Bei den Neuprämien der Kollektivversicherungen konnten die budgetierten Ziele erreicht werden. Der Bestandesrückgang konnte zwar nicht vollumfänglich gestoppt, aber durch grossen Einsatz im Bereich der Kundenpﬂege im Vergleich zum Vorjahr um 50% deutlich reduziert werden. Zur Verbesserung des engen Kundenkontakts hat die PAX Leben wie im Vorjahr im 4. Quartal 2010 eine Aktion «freiwilliger Einkauf» durchgeführt. In diesem Rahmen wurden als Kundenbindungsund Verkaufsförderungsmassnahme ausgewählte Versichertengruppen mit Einkaufspotenzial fokussiert beraten.
1.4.3 Leistungszahlungen Das Risikoergebnis aus Invaliditäts- und Todesfällen hat sich im Jahr 2010 sehr erfreulich entwickelt. Die aus dem Risikoergebnis entstandenen Gewinne wurden der Tarifrevision 2012 zur Verfügung gestellt und werden auf die künftigen Produktpreise Einﬂuss haben. Ebenfalls sehr positiv ist die deutlich zurückgegangene Zahl der gekündigten Verträge, dies vor allem als Ergebnis der umfassenden Kundenbindungsmassnahmen, welche in den nächsten Jahren fortgeführt bzw. noch intensiviert werden. Von besonderer Bedeutung war auch der Relaunch unserer Personalvorsorge-Online-Lösung. Das Angebot wurde vollständig überarbeitet und unseren Kunden vorgestellt. Die Anzahl der aus dieser Aktion neu registrierten Benutzer war ausgesprochen hoch. 1.4.4 Produktentwicklung Mit dem neuen Produkt «BusinessComposit» hat die PAX im 2. Quartal 2010 die Branchentariﬁerung eingeführt. Das neue Produkt zeichnet sich weiter dadurch aus, dass die verschiedenen Vorsorgepläne für die Vorsorgeeinrichtungen sehr ﬂexibel und den Bedürfnissen angepasst ausgearbeitet werden können. Vor allem im Maklergeschäft ist dieses neue Produkt positiv aufgenommen worden.
entwicklung Anteile variable und ﬁxe kosten – PAX Leben 100% 23.1%
14.2% 23.0% 23.4%
18.3% 23.1%
2006 Verwaltungskosten
Fixkosten Vertrieb
1.4.5 Überschussbeteiligung Die aufgrund der Abstimmungsergebnisse zu hohen Umwandlungssätze und der gegenüber dem Kapitalmarkt anspruchsvolle BVG-Zins lassen momentan wenig Spielraum für Überschüsse. Erwirtschaftete Gewinne müssen somit primär der notwendigen Reservierung für diese garantierten Parameter dienen. Unsere Versicherungsnehmer im Kollektivversicherungsgeschäft erhalten dennoch über die «legal quote von 90%» mit über 95% einen überdurchschnittlich hohen Anteil der gesamten Erträge. Im Jahr 2010 wurden daher keine Überschüsse ausgeschüttet und es wurde auch keine Zuweisung an den Überschussfonds vorgenommen. 1.5 kostenentwicklung 1.5.1 Vertriebskosten Das oben erwähnte Produktionswachstum hatte einen proportionalen Anstieg der Provisionskosten zur Folge. Die restlichen Aussendienstkosten haben nur leicht abgenommen, weil einerseits die bestehenden Vertriebstrukturen nur schrittweise und schwergewichtig erst ab Mitte 2010 abgebaut werden konnten und andererseits der Aufbau eines Vertriebsnetzes von selbständigen PAX Partnern mit Aufbau- und Bestandeskosten verbunden ist. Auch wurden die neuen Vertriebspartner in der Startphase mit Marketingaktivitäten unterstützt, was mit Kostenfolgen verbunden war. Die gewünschte Tendenz hin zu einer Flexibilisierung der Vertriebskosten ist aber bereits erkennbar.
Produktionsprovisionen
1.5.2 Verwaltungskosten Die Innendienstkosten der PAX bewegen sich auf einem moderaten Niveau und lassen sich bedingt durch die Unternehmensgrösse auch nicht in grossem Umfang reduzieren. Die wichtigsten Massnahmen zur nachhaltigen Verbesserung der Kostenstrukturen sind ein gezielter Aufbau der verwalteten Bestände mit einer gleichzeitigen Efﬁzienzsteigerung der bestehenden Verwaltungsprozesse. Diese Herausforderung wurde insbesondere durch die Informatik aufgenommen und umfassend analysiert. Die im Jahre 2010 als Ergebnis dieser Arbeiten vom Verwaltungsrat bestätigte Informatikstrategie wird mit den vorgesehenen Massnahmen einen massgeblichen Beitrag zur Kostenefﬁzienz beitragen und die mittelfristige Ausrichtung der PAX Gruppe auf ihr Kerngeschäft nachhaltig unterstützen. 1.6 kapitalanlagen des versicherungsgeschäfts Das Anlagejahr 2010 stand ganz im Zeichen der Schuldenkrise. Die Akzentuierung der Budgetund Verschuldungsproblematik in Südeuropa führte zu einer Abwertung des Euros, insbesondere gegenüber dem Schweizer Franken. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) intervenierte im ersten Quartal, indem sie massiv Euro aufkaufte. Der Druck der Finanzmärkte wurde dann aber so stark, dass die SNB im Frühling von weiteren Interventionen absah. Im Laufe des Jahres verlor der Eurokurs zum Schweizer Franken über 15%. Der US-Dollar kam erst in der zweiten Schockwelle der Eurokrise zu Beginn Juni 2010 unter Druck und verlor dann bis Ende Jahr 20%. Die kurzfristigen CHF-Zinsen verharrten über das ganze Jahr fast bei Null, während die langfristigen Zinsen einer regelrechten Berg- und Talfahrt unterlagen. Die Aktienmärkte konnten trotz des schwierigen
Rendite kapitalanlagen – PAX Leben 5% 4% 3% 2% 1% 0% –1%
–2% 2007
makroökonomischen Umfelds sowie der herrschenden Unsicherheit (Staatsverschuldung, Währungskrisen, Arbeitslosigkeit, Immobilienpreise, Konsum) im Jahresverlauf leicht zulegen. 1.6.1 Investitionsverhalten der PAX Leben Die Duration des Obligationenportfolios wurde wie schon im Jahr 2009 über das ganze Jahr gesehen verlängert. Per Ende Jahr betrug der Anteil mit Rating AAA bis A über 99%. Aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheit, aus Risikoüberlegungen und in Abstimmung mit unserem ALM hat die PAX Leben den Aktienbestand Ausland im zweiten Halbjahr verkauft. Der Bestand an inländischen Aktien hat sich kaum verändert. Die schweizerischen Aktien wurden mittels eines SMI-Puts auf Ende Dezember abgesichert. 1.6.2 Entwicklung des Wertschriftenbestandes Der Obligationen-/Darlehensanteil in CHF wurde während des Berichtsjahres zu Lasten des Fremdwährungs-, Aktien- und Festgeldanteils erhöht. Rückstellungen für ausfallgefährdete Obligationen mussten keine vorgenommen werden. Aus Renditeüberlegungen reduzierten wir im Verlauf des Jahres die wenig ertragreichen Festgelder deutlich zu Gunsten von CHF-Anleihen. Ebenso verringerte sich der Anteil an Hypotheken und strukturierten Produkten. In den ersten Monaten des Jahres 2010 haben wir einen Teil der EUR-Obligationen währungsmässig abgesichert. Ebenfalls aus Risikoüberlegungen wurden im 4. Quartal auch die USD-Obligationen grösstenteils mit einem Devisentermingeschäft gehedget.
1.6.3 Entwicklung des Immobilienbestandes Gemäss der Anlagestrategie wurden im 2010 einige ältere Liegenschaften erfolgreich veräussert. Der Immobilienbestand reduzierte sich um 9.5% gegenüber Vorjahresbestand. Zur Erstellung von neuen Mietwohnungen konnten Baulandparzellen in Weinfelden (TG), Hausen (AG), Oftringen (AG), Oberbuchsiten (SO) und Stalden (OW) erworben werden. Desweitern wurden Objekte im Stockwerkeigentum in Wilderswil (BE) und Solothurn veräussert. Im Bau sind zur Zeit Mietwohnungen in Sursee (LU), Grenchen (SO), Weinfelden (TG) und Hausen (AG). Erfolgreiche Erstvermietungen wurden in Kriens (LU) abgeschlossen und in Sursee (LU) sowie Madiswil (BE) in Angriff genommen. 1.6.4 Finanzergebnis aus den Kapitalanlagen Das ﬁnanzielle Ergebnis der PAX Leben verschlechterte sich von CHF 246 Mio. auf CHF 188 Mio. Dies ist hauptsächlich auf Währungsverluste auf Fremdwährungsobligationen zurückzuführen. Im Laufe des Jahres haben wir einen Teil der Fremdwährungsexposition bei EUR und USD abgesichert, unter dem Strich resultiert dennoch ein beachtlicher Buchverlust aufgrund der grossen Abwertung dieser Währungen. Der laufende Ertrag durch Dividenden und Coupons war aufgrund des rückläuﬁgen Zinsniveaus ebenfalls tiefer als im Vorjahr. Gegen Ende Jahr wurde der Aktienanteil aus Risikoüberlegungen nochmals deutlich reduziert, dabei wurden grössere Gewinne realisiert. Die Erträge aus Immobilien und Hypotheken waren im Vorjahresvergleich in etwa stabil.
Überschussbeteiligung und solvenz i – PAX Leben 160
Rückstellungen für Überschussbeteiligung (ohne latente Überschüsse)
1.7 entwicklung des Überschussfonds Die Überschusspolitik der PAX ist traditionell auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. Letztere ist ein integraler Bestandteil der genossenschaftlichen Unternehmensführung. Das Ergebnis 2010 ermöglicht der PAX Leben wiederum eine Zuweisung von insgesamt CHF 10 Mio in den Überschussfonds. Die PAX Leben ist deshalb zuversichtlich, auch in den kommenden Jahren eine attraktive Überschussbeteiligung bieten zu können.
Solvenz I
1.8 Finanzielle Lage und Risikomanagement Der Deckungsgrad gemäss Solvenz I beträgt nach wie vor hervorragende 249%. Die Abnahme um 4% gegenüber dem Vorjahreswert von 261% ist primär bedingt durch den Aufbau von Rückstellungen im Fremdkapital, welche nicht zur Solvenzquote gerechnet werden. Die Arbeiten am Ende April der FINMA einzureichenden Swiss Solvency Test sind in vollem Gange. Es ist bereits jetzt davon auszugehen, dass die PAX die Auﬂagen der Aufsicht vollumfänglich erfüllen und einen Solvenzgrad im grünen Bereich ausweisen wird. Intensiviert wurden ebenfalls die Aktivitäten im Rahmen des internen Kontrollsystems. Die operationellen Risiken sämtlicher Bereiche des Unternehmens wurden vollständig erfasst und unterliegen einer periodischen Beurteilung durch das Risikomanagement. Die Ergebnisse werden zusammen mit der Beurteilung der ﬁnanziellen Risiken in einem umfassenden Risikobericht jeweils halbjährlich dem Verwaltungsrat rapportiert.
Aktienkurs – PAX-Anlage AG 900 875
750 725 700
2 PAX-Anlage AG 2.1 Generelles Marktumfeld Der Wohnimmobilienmarkt Schweiz hat auch 2010 von Zuwanderungen aus den EU-Staaten sowie von den tiefgebliebenen Hypothekarzinsen proﬁtiert. Die erwartete Erhöhung der Leitzinsen durch die Schweizerische Nationalbank ist 2010 ausgeblieben. Die Preise für Eigentumswohnungen sind im 2010 nach einer stagnierenden Periode im 2009 wieder auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Investitionen in Mehrfamilienhäuser mit Mietwohnungen waren 2010 beliebt. Dies führte insbesondere in Städten mit einem begrenzten Angebot zu steigenden Preisen. Auch der Markt für Mietwohnungen zeigte sich 2010 robust und verzeichnete aufgrund der nicht abbrechenden Nachfragen steigende Mietzinsen. Die negativen Auswirkungen der Finanzkrise auf den Büroﬂächenmarkt ﬁelen weniger gravierend aus als erwartet. Die Bürobeschäftigung hat sich 2010 rasch wieder erholt und sorgte für eine entsprechende Nachfrage nach Büroﬂächen. 2.2 Gruppenstruktur Die per 31.08.2009 erworbene Morandini AG wurde per 01.01.2010 in die PAX Invest AG fusioniert. Die Tochtergesellschaft PAX-Liegenschaften AG verlegte ihren Sitz von Sursee (LU) nach Meggen (LU).
2.3 neubauten Die Erstellung und der Verkauf von Entwicklungsliegenschaften wurden auch 2010 vorangetrieben. Im Berichtsjahr wurden total 301 Einheiten in Wohnliegenschaften (Vorjahr 361) vollendet. Die Gewinne aus dem Verkauf von Entwicklungsliegenschaften nahmen um TCHF 2 373 (+10.9%) auf TCHF 24 191 zu. Im Berichtsjahr wurden total 329 Einheiten in Wohnliegenschaften mit Besitzesantritt im 2010 veräussert (Vorjahr 316). Die vereinnahmten Kaufpreise beliefen sich auf TCHF 195 930 (Vorjahr TCHF 196488). Die Leerstandskosten für nicht verkaufte Einheiten betrugen im 2010 TCHF 477 (Vorjahr TCHF 658). 2.4 Bestandesliegenschaften Bei den Bestandesliegenschaften (Wohn- und Gewerbeliegenschaften) streben wir nach wie vor an, unser Portefeuille durch den Verkauf von älteren Liegenschaften, die Erstellung von Neubauten sowie den Zukauf von neuen Liegenschaften laufend zu verjüngen. Aus dem Verkauf von Bestandesliegenschaften resultierte 2010 ein Gewinn von TCHF 2 190 (Vorjahr Verlust von TCHF 71). Der Netto-Mietzinsertrag erfuhr im Jahr 2010 gegenüber dem Vorjahr eine Abnahme von 8.3% auf TCHF 8 526 und ist durch den Verkauf einzelner Liegenschaften begründet. Die Leerstandsquote beträgt per Jahresende 2.3% (Vorjahr 3.1%) der Sollmieterträge. Der Liegenschaftsaufwand für die Bestandesliegenschaften inklusive Verwaltung erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 28% auf TCHF 1 732. Der Hypothekarzinsaufwand nahm insgesamt um TCHF 113 auf TCHF 1 180 ab.
eigenkapital (ohne Minderheiten) und Roe nach FeR – PAX Gruppe 25%
400 21.9%
2007 Eigenkapital
2008 Gewinn nach Steuern
2.5 Liegenschaftsverwaltungen Die Immotest Bau- und Verwaltungs AG verwaltet nebst den Liegenschaften von Dritten auch die Liegenschaften der PAX, Schweizerische Lebensversicherungs-Gesellschaft AG. Aufgrund von Mandatsabgängen von Dritten sowie der Reduktion des zu verwaltenden Liegenschaftsportefeuilles der PAX Leben infolge von Liegenschaftsverkäufen erwirtschaftete die Liegenschaftsverwaltung TCHF 455 weniger als im Vorjahr. Nach Abzug der für die örtlichen Verwaltungen bezahlten Verwaltungsentschädigungen konnte die Immotest Bau- und Verwaltungs AG Honorare von netto TCHF 1 759 (–16.3%) erzielen. Vermittlungsaktivitäten werden vornehmlich für eigene Objekte, teilweise aber auch für nahe stehende Gesellschaften und Dritte, wahrgenommen. 2.6 Grundpfandgesicherte Finanzierungen Aufgrund von Rückzahlungen sowie weniger Neugeschäften nahm der Bestand der Finanzierungen an Dritte 2010 um TCHF 4 330 auf TCHF 21 380 ab. Aus den geleisteten Finanzierungen an Dritte resultierte ein Zinsertrag von TCHF 971 (minus TCHF 273 gegenüber Vorjahr). 2.7 konsolidierter Reingewinn Die PAX-Anlage setzte die hervorragenden Marktbedingungen zu ihren Gunsten um und steigerte den konsolidierten Reingewinn gegenüber dem Vorjahr um 11.7% auf TCHF 24 486. Die Zunahme gegenüber dem Vorjahr wurde hauptsächlich durch den Verkauf von Entwicklungs- und Bestandesliegenschaften sowie durch das verbesserte Finanzergebnis erzielt.
ROE in Prozent
Eigenkapital/Gewinn in Mio CHF
2.8 Aktienkurs und dividende Im Verlauf des vergangenen Geschäftsjahres bewegte sich der Kurs zwischen CHF 780 und CHF 908. Per 31.12.2010 betrug der Aktienkurs CHF 875, dies bedeutet bei einem Vorjahreswert von CHF 800 eine Steigerung von 9.4%. Aufgrund des wiederum erfreulichen Jahresergebnisses ist es möglich, eine ordentliche Dividende von CHF 14.00 pro Aktie zu beantragen, was eine Performance der Aktie für das Geschäftsjahr 2010 von 11.1% bedeutet. 3. PAX Gruppe 3.1 entwicklung und Rendite des eigenkapitals der Gruppe Das Eigenkapital der Gruppe hat im Jahr 2010 um 11.1% zugenommen und beträgt per 31.12.2010 CHF 463.3 Mio. Die Eigenkapitalrendite beträgt 16.5%. Die Entwicklung des ausgewiesenen Eigenkapitals der Gruppe seit ihrer Schaffung im 1995 verdeutlicht den erzielten unternehmerischen Erfolg und unterstreicht die ﬁnanzielle Solidität des Unternehmens. Die PAX ist für die Zukunft bestens gerüstet.
Felsentherme vals, Graub端nden
Konsolidierte Jahresrechnung 2010 Inhalt Konzernerfolgsrechnung Konzernbilanz Geldflussrechnung Eigenkapitalnachweis
Anhang Rechnungslegungs- und Bewertungsgrunds채tze Erl채uterungen zur Konzernerfolgsrechnung Segmenterfolgsrechnung Erl채uterungen zur Konzernbilanz Weitere Angaben Bericht der Revisionsstelle
57 63 67 69 77 81
PAX Holding (Genossenschaft) Bilanz Erfolgsrechnung Anhang Antrag des Verwaltungsrates Bericht der Revisionsstelle
Erläuterungen Bruttoprämien Anteil der Rückversicherer Veränderung der Prämienüberträge Verdiente Prämien für eigene Rechnung
2010 in 1000 CHF 696 729 –5 070 683
Übriger versicherungstechnischer Ertrag Bezahlte Versicherungsleistungen brutto 2.2 Anteil der Rückversicherer Bezahlte Versicherungsleistungen für eigene Rechnung Veränderung der Rückstellung für unerledigte Versicherungsfälle Anteil der Rückversicherer Veränderung der technischen Reserven Anteil der Rückversicherer
2.4 2.4 2.4 2.5 2.5 2.5
Ergebnis vor Steuern Steuern Minderheitsanteile Jahresgewinn
918 –766 659 8 391
–695 984 –106 0 –35 196 –2 098
–106 –37 294
–758 268 –8 613 –700 1 272 –1 902
–733 384 –77 500 –1 296
–10 000 –20 180
–35 000 –20 936
–9 313 –630 –768 211 –74 532
–1 107
Technisches Ergebnis des Lebengeschäftes Ertrag aus Kapitalanlagen Nettoab-/zuschreibung auf Kapitalanlagen Aufwand für Kapitalanlagen Übriger finanzieller Ertrag Übriger finanzieller Aufwand Abschreibung auf Sachanlagen Finanzielles Ergebnis
699 990 –6 546 1 340
–701 491 5 507
Versicherungsleistungen für eigene Rechnung Technische Kosten 2.3 Übriger Aufwand Zuweisung an die Rückstellungen für die künftige Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer 4.10 Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer 4.10 Entnahme aus den Rückstellungen für die künftige Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer 4.10 Übriger versicherungstechnischer Aufwand
2009 in 1000 CHF
20 936 –11 107
–129 089
–183 337
326 452 –79 779 –26 817 13 107 –14 422 –391
302 060 12 638 –39 438 11 057 –16 828 –673 218 150
–18 843 –10 732
–18 778 –9 328
Aktiven Erläuterungen Anlageliegenschaften Aktien und Anlagefonds Festverzinsliche Wertschriften Strukturierte Produkte und Derivate Darlehen an Körperschaften Hypotheken Festgelder Policendarlehen Übrige Finanzanlagen Kapitalanlagen Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Versicherungsnehmern Sachanlagen Aktiven aus Arbeitgeberbeitragsreserven Total Anlagevermögen Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft Andere Forderungen Entwicklungsliegenschaften Flüssige Mittel Aktive Rechnungsabgrenzung Total Umlaufvermögen Total Aktiven
4.1 4.2 4.2 4.2 4.2 4.2 4.2
31.12.2010 in 1000 CHF 990 862 162 159 3 200 446 67 429 778 066 216 056 40 000 16 065 1 982
31.12.2009 in 1000 CHF 1 086 451 240 390 2 896 995 118 545 559 000 235 820 543 000 18 166 104
5 698 471
966 799 376 8 103 6 448 343
952 214 763 8 106 6 659 554
16 216 14 260 283 612 337 424 82 347 733 859
17 627 20 757 269 568 116 090 73 217 497 259
7 182 202
7 156 813
PAssiven Erläuterungen Versicherungstechnische Rückstellungen für eigene Rechnung 4.7 Prämienüberträge 4.8 Rückstellungen für unerledigte Versicherungsfälle 4.9 Gutgeschriebene Überschussanteile der Versicherungsnehmer Total versicherungstechnische Rückstellungen für eigene Rechnung Versicherungstechnische Rückstellungen für anteilgebundene Lebensversicherungen Total versicherungstechnische Rückstellungen
31.12.2010 in 1000 CHF 4 893 617 46 011 121 223
4 858 851 46 694 125 610
5 090 624
5 061 606
Rückstellungen für die künftige Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer 4.10 Bardepots Rückversicherungsgesellschaften Nichttechnische (finanzielle) Rückstellungen 4.11 Übrige langfristige Verbindlichkeiten 4.12 Total langfristige Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft 4.13 Anzahlungen für Liegenschaftenverkäufe Bankschulden (feste Vorschüsse) 4.14 Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten Total übrige kurzfristige Verbindlichkeiten Kurzfristige Rückstellungen Passive Rechnungsabgrenzung Total kurzfristige Verbindlichkeiten
6 055 840
6 012 641
171 773 14 766 57 391 70 600 6 370 370
184 066 16 001 54 235 100 725 6 367 668
16 918 166 400 9 862 193 314 5 405 28 636 348 462
193 180 0 49 511 375 009
6 718 832
6 742 677 135 010 51 147 98 739 57 373
114 534 51 464 154 686 59 486 4.15
121 107 34 097 144 900 14 317
Total Fremdkapital Neubewertungsreserven Kapitalreserven Gewinnreserven Jahresgewinn Eigenkapital exkl. Minderheitsanteilen Minderheitsanteile Total Eigenkapital
31.12.2009 in 1000 CHF
380 170 83 200 463 370
342 269 71 867 414 136
Erläuterungen Jahresgewinn vor Minderheitsanteilen – Abschreibung auf Sachanlagen 2.5 – Gewinne auf Sachanlagen – Zuschreibung auf Kapitalanlagen 2.4 – Abschreibung auf Kapitalanlagen 2.4 – Veränderung der latenten Steuern 2.6 – Gewinne und Verluste auf Kapitalanlagen 2.4 – Anlageliegenschaften – Beteiligungen – Aktien und Anlagefonds – Festverzinsliche Wertschriften, strukturierte Produkte und Derivate – Darlehen an Körperschaften – Hypotheken Rückstellungen – Zunahme/Abnahme der versicherungstechnischen Rückstellungen für eigene Rechnung – Abnahme der Prämienüberträge – Abnahme/Zunahme der Rückstellungen für unerledigte Versicherungsfälle – Abnahme der gutgeschriebenen Überschussanteile der Versicherungsnehmer – Zunahme der versicherungstechnischen Rückstellungen für anteilgebundene Lebensversicherungen – Abnahme/Zunahme der Rückstellungen für die künftige Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer – Abnahme der Bardepots Rückversicherungsgesellschaften – Abnahme der nichttechnischen (ﬁnanziellen) Rückstellungen ohne latente Steuern Veränderung des Nettoumlaufvermögens – Abnahme der Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft – Abnahme/Zunahme der Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft – Zunahme der Entwicklungsliegenschaften – Zunahme/Abnahme der Anzahlungen für Liegenschaftenverkäufe – Abnahme/Zunahme der kurzfristigen Bankschulden – Abnahme/Zunahme der anderen Forderungen – Zunahme/Abnahme der übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten – Zunahme der aktiven Rechnungsabgrenzung – Abnahme/Zunahme der passiven Rechnungsabgrenzung Mittelﬂuss aus Betriebstätigkeit
31.12.2010 in 1000 CHF 70 218 391 0 –412 80 191 9 667
31.12.2009 in 1000 CHF 66 701 673 –36 –35 022 22 384 8 542
–18 217 –1 229 –31 671
–15 285 –8 784 –12 506
–45 053 –135 144
–19 432 –135 –23
–96 161
34 766 –683
–34 011 –1 340
–4 387
–10 180 – 1 235
14 064 –210
–11 211 –14 044 17 180 –21 500 6 520 9 860 –9 583 –20 875
9 775 –21 320 –10 818 14 400 –506 –9 481 –249 13 204
–42 241 46 815
–56 165
–1 394 36 728
Erläuterungen Übertrag aus vorheriger Seite Mittelfluss aus Betriebstätigkeit Kapitalanlagen – Abnahme der Anlageliegenschaften – Abnahme der Beteiligungen – Abnahme der Aktien und Anlagefonds – Zunahme der festverzinslichen Wertschriften, der strukturierten Produkte und Derivate – Zunahme der Darlehen an Körperschaften – Abnahme der Hypotheken – Abnahme der Festgelder – Abnahme der Policendarlehen – Zunahme der übrigen Finanzanlagen – Zunahme der Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Versicherungsnehmern 4.3 Nettoinvestitionen – Abnahme der Aktiven aus Arbeitgeberbeitragsreserven – Nettoinvestitionen in Sachanlagen – Investitionen in Beteiligungen
Veränderung des Fonds Flüssige Mittel Anfangsbestand des Fonds Flüssige Mittel Endbestand des Fonds Flüssige Mittel
106 153 1 546 77 784
92 393 10 809 141 299
–273 958 –219 066 19 920 503 000 2 101 –2 609
–203 896 –49 865 15 960 55 000 2 132 –86
3 –4 0
–41 091
703 –168 –8 896
–8 361
Mittelfluss aus Investitionstätigkeit Finanzierungstätigkeit – Aufnahme von langfristigen Verbindlichkeiten – Tilgung von langfristigen Verbindlichkeiten – Dividende Minderheitsanteile Mittelfluss aus Finanzierungstätigkeit
31.12.2010 in 1000 CHF
0 –30 125 –1 008
8 806 –26 014 –666 –31 133
–17 874
221 334 116 090 337 424
33 148 82 942 116 090
in 1000 CHF 123 511
in 1000 CHF 49 121
Stand per 1.1.2009
Gewinnreserven inkl. Jahresgewinn in 1000 CHF 108 141
Eigenkapital exkl. Minderheitsanteilen in 1000 CHF 280 773
Minderheitsanteile in 1000 CHF 52 149
9 328 –666
66 701 –666 2 026 0 13 153 414 136
in 1000 CHF 332 922
Jahresgewinn Dividende Wieder eingebrachter Goodwill Anteilsveränderungen Veränderung Neubewertungsreserven Stand per 31.12.2009
–1 654 13 153 135 010
57 373 0 2 026 –11 056 13 153 342 269
59 486 0 317 –1 609 –20 293 380 170
10 732 –1 008
70 218 –1 008 317 0 –20 293 463 370
Jahresgewinn Dividende Wieder eingebrachter Goodwill Anteilsveränderungen Veränderung Neubewertungsreserven Stand per 31.12.2010
2 026 –9 402
317 –183 –20 293 114 534
–1 426 51 464
1 609 83 200
1 Rechnungslegungs- und Bewertungsgrundsätze 1.1 Grundsätze der Rechnungslegung Die Konzernrechnung der PAX Holding (Genossenschaft), Basel wurde in Übereinstimmung mit dem Regelwerk Swiss GAAP FER erstellt. Für die Konzernrechnung ﬁndet die branchenspeziﬁsche Fachempfehlung Swiss GAAP FER 14 «Konzernrechnung von Versicherungsunternehmen» in der Fassung von 1996, überarbeitet 2001, besondere Beachtung. Der Konzernabschluss soll ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (True and Fair View) der PAX Gruppe vermitteln und betrachtet deshalb die Gesamtheit der zur Gruppe gehörenden Gesellschaften als Einheit.
1.2 Konsolidierungsgrundsätze Die vorliegende konsolidierte Jahresrechnung basiert auf den Einzelabschlüssen der Konzerngesellschaften, welche gemäss der auf Seite 20 dargestellten Gruppenstruktur der PAX Gruppe angehören. Konzerninterne Aktiven und Passiven in den einzelnen Jahresrechnungen sowie Aufwendungen und Erträge aus konzerninternen Transaktionen werden eliminiert. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der angelsächsischen Purchase-Methode, das heisst der Beteiligungsbuchwert der Obergesellschaft wird dem anteilsmässigen Eigenkapital des Tochterunternehmens im Zeitpunkt des Erwerbs bzw. der Erstkonsolidierung gegenübergestellt. Im Laufe des Jahres erworbene Gesellschaften werden auf das Erwerbsdatum nach konzerneinheitlichen Grundsätzen neu bewertet und ab diesem Stichtag konsolidiert. Gesellschaften, an welchen die PAX Holding (Genossenschaft) direkt oder indirekt mit mehr als 50% beteiligt ist, werden nach der Methode der Vollkonsolidierung einbezogen. Das heisst, die Positionen der Jahresrechnung werden zu 100% konsolidiert. Anteile von Minderheitsaktionären am Kapital und am Ergebnis werden separat ausgewiesen.
Gruppen- und Beteiligungsgesellschaften per 31. Dezember 2010
PAX, Schweizerische Lebensversicherungs-Gesellschaft AG, Basel1 PAX-Anlage AG, Basel2, 3 PAX Wohnbauten AG, Sachseln4 PAX Immotrade AG, Sachseln4 PAX-Liegenschaften AG, Meggen4 PAX Invest AG, Basel4 IMMOTEST Bau- und Verwaltungs-AG, Basel4 PAX Real Estate AG, Sarnen4 PAX Construct AG, Sarnen4
Grundkapital in 1000 CHF 60 000 18 000 55 50 100 200 250 200 100
Beteiligungsquote 100.0% 56.5% 100.0% 100.0% 100.0% 100.0% 100.0% 100.0% 100.0%
Im Besitz der PAX Holding (Genossenschaft), Basel 48.1% im Besitz der PAX Holding (Genossenschaft), Basel, und 8.4% im Besitz der PAX, Schweizerische Lebensversicherungs-Gesellschaft AG, Basel 3 Kotiert an der Schweizer Bรถrse SIX Swiss Exchange (Immobiliengesellschaften), Valorennummer 217 834 4 Im Besitz der PAX-Anlage AG, Basel 1 2
Abschlussdatum Die Konzernrechnung schliesst einheitlich auf den 31. Dezember ab und beruht auf den geprüften Einzelabschlüssen aller Konzerngesellschaften. Transaktionen mit nahe stehenden Personen Als nahe stehende Personen werden Mitglieder der Geschäftsleitung und Verwaltungsräte der Gesellschaften der PAX Gruppe sowie Vorsorgeeinrichtungen bezeichnet. Transaktionen mit diesen Personen werden zu marktüblichen Konditionen, bei Versicherungsprodukten unter Berücksichtigung von Mitarbeiterrabatten, getätigt. 1.3 Fremdwährungsumrechnung Die PAX Gruppe ist ausschliesslich in der Schweiz tätig. Auf fremde Währung lautende Bilanzpositionen werden zum Tageskurs des Bilanzstichtages umgerechnet. Zum Jahresende wurden folgende Kurse angewandt:
EUR GBP USD CAD NZD AUD NOK
31.12.2010 CHF 1.251 n/a 0.936 n/a n/a 0.950 0.160
31.12.2009 CHF 1.484 1.660 1.030 0.980 0.749 0.925 0.179
1.4 Bewertungsgrundsätze Nachfolgend werden die wichtigsten Bewertungsgrundsätze erläutert: • Bewertungsgrundlage: Die Bewertung von Aktiven und Passiven aller konsolidierten Gesellschaften erfolgt nach einheitlichen Kriterien. Es gilt das Prinzip der Einzelbewertung. Mehr- oder Minderwerte werden nicht miteinander verrechnet. • Goodwill: Bei der bezahlten positiven Differenz zwischen Anschaffungskosten und anteiligem Vermögenswert für die Aktien der PAX-Anlage AG handelt es sich um einen Goodwill. Dieser wird im Zeitpunkt des Erwerbs direkt mit dem Eigenkapital verrechnet. Da es sich um erworbenen Goodwill handelt, könnte eine Aktivierung erfolgen und der Aktivierungsbetrag müsste über 5 Jahre abgeschrieben werden. Dies würde die vorliegende Jahresrechnung wie folgt beeinﬂussen:
Theoretischer Anschaffungswert Theoretische Nutzungsdauer Theoretische Goodwillabschreibung zu Lasten Jahresgewinn Theoretisch aktivierbarer Goodwill = Restwert
2010 in 1000 CHF
738 5 Jahre
931 5 Jahre
• Anlageliegenschaften: Bei den Anlageliegenschaften handelt es sich um Renditeliegenschaften, welche nach der erstmaligen Erfassung zu Anschaffungswerten jeweils zu Marktwerten bilanziert werden. Der Marktwert wird mit der Ertragswertmethode berechnet und turnusmässig von externen Fachexperten überprüft. Dadurch wird sichergestellt, dass die Bewertung sowohl methodisch wie auch im Einzelfall den erforderlichen Ansprüchen gerecht wird. Abweichungen zwischen den intern und den extern ermittelten Werten werden systematisch analysiert. Ist der extern ermittelte Wert massgeblich tiefer als der interne, so wird der externe Wert in die Konzernrechnung übernommen. Die positive Differenz zwischen Anschaffungswert und Marktwert wird erfolgsneutral über die Neubewertungsreserve verbucht. Wertberichtigungen werden über die Erfolgsrechnung erfasst, wenn der Marktwert unter den Anschaffungswert fällt. Ebenfalls über die Erfolgsrechnung wird eine spätere Wertaufholung bis zum Anschaffungswert erfasst. Der Kapitalisierungssatz wird mittels der sog. «Risikokomponenten-Methode» ermittelt. Der zugrunde liegende Basiszinssatz orientiert sich an den Zinsen für risikolose Bundesobligationen. Hinzu kommen objekt- und marktspeziﬁsche Zu- und Abschläge. Die mehrheitlich selbst genutzte Hauptsitzliegenschaft wird als Bestandteil der Anlageliegenschaften bei den Kapitalanlagen ausgewiesen. Die verrechnete Eigenmiete wird jährlich überprüft. • Anlageliegenschaften im Bau: Hierbei handelt es sich um Objekte, welche für die Übernahme in den Eigenbestand vorgesehen sind. Diese werden maximal zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Erkennbare Werteinbussen werden wertberichtigt. • Aktien und Anlagefonds: Hierbei handelt es sich in der Regel um börsengängige Titel, welche zu Marktwerten des Bilanzstichtages bilanziert werden. Die positive Differenz zwischen Anschaffungswert und Marktwert wird erfolgsneutral über die Neubewertungsreserve verbucht. Wertberichtigungen werden über die Erfolgsrechnung erfasst, wenn der Marktwert unter den Anschaffungswert fällt. Ebenfalls über die Erfolgsrechnung wird eine spätere Wertaufholung bis zum Anschaffungswert erfasst.
• Festverzinsliche Wertpapiere: Diese Papiere werden nach der linearen Amortized-Cost-Methode bilanziert. Die sich aus der Anwendung dieser Methode ergebenden linearen Abschreibungen werden erfolgswirksam erfasst. Erkennbar nachhaltigen Wertverminderungen aus Bonitätsgründen wird durch die Erfassung individueller Wertberichtigungen Rechnung getragen. • Strukturierte Produkte und Derivate: Die PAX Gruppe erwirbt sowohl über geregelte Börsen abgewickelte Standardkontrakte wie auch ausserbörslich gehandelte Over-the-Counter (OTC)-Kontrakte. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um strukturierte Produkte, bei denen die Rendite in Verhältnis zu einem Beteiligungspapier, Index oder Risiko einer Drittpartei steht oder die nicht standardisierte Zins- und Währungsbedingungen aufweisen. Diese Anlagen werden marktnah bewertet. Dabei kommen für die Wertermittlung anerkannte ﬁnanzmathematische Modelle zur Anwendung. • Hypotheken, Darlehen, Festgelder: Diese Kapitalanlagen werden zu historischen Anschaffungswerten abzüglich allenfalls notwendiger Wertberichtigungen erfasst. • Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Versicherungsnehmern: Es handelt sich um Anlagen in Fondsanteilen, welche zur Deckung des Sparkapitals von anteilgebundenen Versicherungsprodukten gehalten werden. Versicherungsnehmer mit solchen Produkten sind auf eigenes Risiko am Erfolg bzw. an der Wertveränderung dieser Kapitalanlagen beteiligt. Die Bilanzierung dieser Kapitalanlagen erfolgt zu Marktwerten. Aus der Bewertung resultierende Mehr- und Minderwerte werden durch entsprechende Veränderungen der zu dieser Anlagekategorie gehörenden versicherungstechnischen Rückstellungen neutralisiert. Sie verändern weder die Neubewertungsreserven noch den Jahresgewinn. • Übrige Kapitalanlagen: Die übrigen Kapitalanlagen werden zu historischen Anschaffungswerten abzüglich allenfalls notwendiger Wertberichtigungen erfasst. • Sachanlagen: Diese werden ab einem Betrag von CHF 5 000 aktiviert und über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren linear abgeschrieben. Die Werthaltigkeit wird zu jedem Abschlussstichtag überprüft.
• Abschlusskosten: Diese Kosten, welche beim Abschluss neuer bzw. bei der Erneuerung von bestehenden Versicherungsverträgen anfallen, werden direkt zu Lasten der Erfolgsrechnung erfasst und nicht aktiviert. • Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft: Diese Posten werden zu Nominalwerten bewertet. Allfälligen Werteinbussen wird durch die Bildung eines Delkredere Rechnung getragen, welches auf Grund der Fälligkeitsstruktur und der Bonitätsrisiken bestimmt wird. • Flüssige Mittel: Die ﬂüssigen Mittel bilden den Fonds der Geldﬂussrechnung und umfassen frei verfügbare Kassenbestände sowie Post- und Bankguthaben. Die Bewertung erfolgt zu Nominalwerten. • Entwicklungsliegenschaften/Bankschulden (feste Vorschüsse): Bei den Entwicklungsliegenschaften handelt es sich um Objekte, die zum Zweck der Veräusserung durch die PAX-Anlage Gruppe erstellt werden. Sie werden nach Bauvollendung verkauft. Die Aktivierung der Entwicklungsliegenschaften erfolgt aufgrund des aktuellen Baufortschritts bzw. den entsprechend geleisteten Anzahlungen. Gewinnanteile werden beim Verkauf fertiggestellter Objekte im Zeitpunkt des vertraglichen Übergangs von Nutzen und Gefahr auf den Käufer (Antritt) erfasst. Die zur Finanzierung dieser Geschäftstätigkeit beanspruchten Kredite werden als kurzfristige Verbindlichkeiten ausgewiesen. Fremdkapitalkosten werden dem übrigen ﬁnanziellen Aufwand belastet und somit nicht aktiviert. • Versicherungstechnische Rückstellungen: Diese stellen die Verpﬂichtungen gegenüber den Versicherungsnehmern dar. Sie werden grundsätzlich auf der Basis des einzelnen Versicherungsvertrags ermittelt. Basis für die Berechnungen sind die schweizerischen Vorschriften und Usanzen sowie die genehmigten Geschäftspläne. Bei den meisten Versicherungsprodukten entsprechen die Deckungskapitalien den mit dem jeweiligen technischen Zinssatz diskontierten Zahlungsströmen, die aus der Differenz der künftigen Zahlungen an die Versicherungsnehmer (Versicherungsleistungen) und der künftigen Zahlungen der Versicherungsnehmer (Prämien) gebildet werden. Dabei werden biometrische Grundla-
gen (Sterbe-, Invalidisierungs- und andere Ausscheidewahrscheinlichkeiten) berücksichtigt (prospektive Methode). Bei den Altersguthaben in der beruﬂichen Vorsorge sowie bei den ﬂexiblen Kapitalprodukten und den fondsgebundenen Produkten in der Einzelversicherung entsprechen die Deckungskapitalien den angesparten Guthaben der Versicherungsnehmer (retrospektive Methode). Die Rückstellungen für unerledigte Versicherungsfälle – auch Schadenrückstellungen – entsprechen den in näherer Zukunft erwarteten, nicht diskontierten Zahlungen. Dabei können sowohl deren Höhe wie auch deren Auszahlungstermine noch unbestimmt sein. Infolgedessen werden die Schadenrückstellungen regelmässig, auch hinsichtlich der Bewertungsmethodik, überprüft und gegebenenfalls angepasst. Für eingetretene, aber noch nicht gemeldete Schäden wird eine Rückstellung (IBNR) gebildet. Die Abgrenzung von bereits vereinnahmten, aber künftige Perioden betreffenden Prämien erfolgt tagesgenau. • Rückstellungen für die künftige Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer: Diese Bilanzposition enthält a) den Überschussfonds Die Versicherungsnehmer werden an den jährlich erwirtschafteten Erträgen aus dem Betrieb des Lebensversicherungsgeschäfts beteiligt. Diese Beteiligung erfolgt in Form von Zuweisungen an die Rückstellung für die künftige Überschussbeteiligung. Die dieser Rückstellung zugewiesenen Beträge werden in den Folgejahren auf der Basis gesetzlicher und/oder vertraglicher Bestimmungen an die Versicherungsnehmer verteilt. b) die latenten Überschüsse aus Mehr- und Minderwerten Es handelt sich um die latenten Überschüsse aus Bewertungsdifferenzen aus der Geschäftstätigkeit der beruﬂichen Vorsorge, welche sich aus Mehr- und Minderwerten zwischen der Konzernrechnungslegung und der handelsrechtlichen Rechnung ergeben. Diese Differenzen können sowohl erfolgswirksam wie auch erfolgsunwirksam – bei Bilanzierung über die Neubewertungsreserve – sein. Diese bilanztechnischen Wertunterschiede wurden noch nicht realisiert und haben somit einen latenten Charakter. Sie sind demzufolge auch nicht ausschüttbar.
• Nichttechnische (ﬁnanzielle) Rückstellungen: Hierbei handelt es sich einerseits um Rückstellungen für ungewisse, aber schätzbare Verpﬂichtungen aus Ereignissen der Vergangenheit ausserhalb des Versicherungsgeschäftes. Andererseits ist auch die Rückstellung für die Dienstalters-Treueprämie bei vorzeitiger Pensionierung von langjährigen Mitarbeitenden wie auch für Forderungsausfälle im Kollektivgeschäft hier enthalten. Die Höhe dieser Rückstellungen entspricht den erwarteten künftigen Mittelabﬂüssen. Ebenfalls in dieser Position wird die Rückstellung für latente Steuern ausgewiesen. • Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft: Diese Position beinhaltet einerseits Verbindlichkeiten, welche in Folgejahren mit Prämienforderungen oder Provisionen verrechnet werden können wie vorausbezahlte Prämien, Prämiendepots und Kautionen und somit zu keinem direkten Mittelabﬂuss führen, andererseits auch Zahlungsverpﬂichtungen für noch nicht beglichene, aber abgerechnete Leistungsfälle. • Anzahlungen für Liegenschaftsverkäufe: In der PAX-Anlage Gruppe leisten Käufer von Eigentumswohnungen bei Reservation des Kaufobjektes normalerweise eine Anzahlung. Der Restkaufpreis wird bei Bezug der Wohnung fällig. Bei gewissen Überbauungen leisten die Wohnungskäufer eine Zahlung für den Landanteil sowie teilweise weitere Teilzahlungen entsprechend dem Baufortschritt. Solche Teilzahlungen werden bis zum Eigentumsübergang passiviert. • Aktive/Passive Rechnungsabgrenzung: Die Rechnungsabgrenzungen dienen der periodengerechten Erfassung von Aufwand und Ertrag. Auf der Aktivseite umfassen diese im Wesentlichen abgegrenzte Marchzinsen auf festverzinslichen Wertschriften, auf der Passivseite die Abgrenzung noch nicht abgerechneter Versicherungsleistungen und geschuldeter Steuern.
• Steuern: Die laufenden Kapital- und Ertragssteuern werden erfolgswirksam erfasst. Kurzfristige Steuerverpﬂichtungen sind in den übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten oder in den passiven Rechnungsabgrenzungen enthalten. Mögliche Steuereinsparungen aufgrund von bestehenden Verlustvorträgen werden berücksichtigt, wenn deren Realisierung in Folgejahren wahrscheinlich erscheint. Auf Konzernebene entstehende latente Steuern aus der Anwendung unterschiedlicher Bewertungsgrundsätze werden zum erwarteten Steuersatz abgegrenzt. Im vorliegenden Konzernabschluss beträgt der Steuersatz für latente Steuern 20.5% (Vorjahr 21.6%) für die im Versicherungsgeschäft tätige PAX, Schweizerische Lebensversicherungs-Gesellschaft AG und 22.5% (Vorjahr: 22.0%) für die im Immobiliengeschäft tätige PAX-Anlage Gruppe. Latente Steuern sind in den nichttechnischen (ﬁnanziellen) Rückstellungen ausgewiesen. • Personalvorsorge: Die Mitarbeiter der PAX Gruppe sind einer Vorsorgestiftung nach schweizerischem Recht angeschlossen. Die Finanzierung dieser Vorsorge erfolgt durch jährliche Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge. Letztere werden periodengerecht über die Erfolgsrechnung im Personalaufwand erfasst. Die Vorsorge wird durch rechtlich selbständige und vom Arbeitgeber unabhängige Stiftungen sichergestellt. Es werden Leistungen im Alter sowie Leistungen bei Invalidität und bei Tod entsprechend den Vorsorgereglementen erbracht.
2 Erläuterungen zur Konzernerfolgsrechnung 2.1 Verdiente Prämien für eigene Rechnung
Prämien Einzelversicherung Kollektivversicherung Übrige Total Veränderung der Prämienüberträge Einzelversicherung Kollektivversicherung Übrige Total Verdiente Prämien für eigene Rechnung Einzelversicherung Kollektivversicherung Übrige Total
in 1000 CHF Brutto
2010 in 1000 CHF Rückversicherung
in 1000 CHF Für eigene Rechnung
2009 in 1000 CHF Rückversicherung
285 333 410 641 755 696 729
–1 972 –3 088 –10 –5 070
283 361 407 553 745 691 659
293 147 406 212 631 699 990
–2 265 –4 270 –11 –6 546
290 882 401 942 620 693 444
819 0 3 822
–138 –1 0 –139
681 –1 3 683
1 431 0 4 1 435
–94 –1 0 –95
1 337 –1 4 1 340
286 152 410 641 758 697 551
–2 110 –3 089 –10 –5 209
284 042 407 552 748 692 342
294 578 406 212 635 701 425
–2 359 –4 271 –11 –6 641
292 219 401 941 624 694 784
Nach Zahlart verteilen sich die Bruttoprämien wie folgt:
Periodische Prämien Einzelversicherung Kollektivversicherung Übrige Einmalprämien Einzelversicherung Kollektivversicherung Total Bruttoprämien Nach Produkten verteilen sich die verdienten Prämien der Einzelversicherung wie folgt: Klassische Lebensversicherung Produkte, bei denen das Kapitalanlagerisiko von den Versicherungsnehmern getragen wird Total
246 705 223 752 755 471 212
256 628 232 361 631 489 620
38 629 186 888 225 517 696 729
36 519 173 851 210 370 699 990
7.2% –0.5%
111 551 286 152
121 967 294 578
–8.5% –2.9%
2010 in 1000 CHF –25 628 –185 022 –56 374 –50 500 –250 –383 717 –701 491
2009 in 1000 CHF –35 533 –181 408 –52 571 –52 469 –233 –444 445 –766 659
Veränderung zum Vorjahr –27.9% 2.0% 7.2% –3.8% 7.0% –13.7% –8.5%
2.2 Bezahlte Versicherungsleistungen brutto
Todesfälle Abläufe Alters- und Hinterlassenenrenten Invalidität Krankenversicherung Abﬁndungen für Vertragsauﬂösungen/Dienstaustritte Total
2.3 Technische Kosten
Technische Kosten nach Funktionsbereichen Aussendienst Personalaufwand Innendienst Sachaufwand Innendienst Total Innendienst Total
–32 068 –29 286 –16 146 –45 432 –77 500
–28 054 –31 344 –15 134 –46 478 –74 532
14.3% –6.6% 6.7% –2.3% 4.0%
Die technischen Kosten sind auf eigene Rechnung und umfassen neben dem Personalaufwand für den Aussen- und den Innendienst auch alle Kosten für Informatik, Telekommunikation, Marketing, Infrastruktur und Administration.
2.4 Finanzielles Ergebnis: Erfolg aus Kapitalanlagen
Ertrag aus Kapitalanlagen Ertrag aus Anlagenliegenschaften Wertschriftenertrag Hypothekenertrag Übrige Kapitalerträge Währungsgewinne aus Kapitalanlagen1 Gewinn aus der Veräusserung von Kapitalanlagen1
Nettozu-/abschreibung auf Kapitalanlagen2 Zuschreibung auf Kapitalanlagen Abschreibung auf Kapitalanlagen
Aufwand für Kapitalanlagen Aufwand für die Verwaltung der Anlagenliegenschaften Aufwand für die Verwaltung der Wertschriften Währungsverluste aus Kapitalanlagen1 Verlust aus der Veräusserung von Kapitalanlagen1 Total
81 931 110 658 6 372 19 124 1 679 106 688 326 452
87 151 113 291 7 256 14 756 10 210 69 396 302 060
–6.0% –2.3% –12.2% 29.6% –83.6% 53.7% 8.1%
412 –80 191 –79 779
35 022 –22 384 12 638
–98.8% 258.3% 731.3%
–13 555 –1 057 –7 628 –4 577 –26 817 219 856
–15 037 –959 –1 176 –22 266 –39 438 275 260
–9.9% 10.3% 548.8% –79.4% –32.0% –20.1%
Die realisierten Gewinne und Verluste in Höhe von CHF 96.16 Mio. (Vorjahr CHF 56.17 Mio.) sind in der Geldﬂussrechnung nach Anlageart dargestellt. 2 Die gegenüber dem Vorjahr deutlich höheren Abschreibungen sind grösstenteils währungsbedingt.
2.5 Finanzielles Ergebnis: Übriges
Übriger ﬁnanzieller Ertrag Zinserträge und Provisionen
Übriger ﬁnanzieller Aufwand Übriger Zinsaufwand Personalaufwand übriges Geschäft Verwaltungskosten Abschreibung auf Sachanlagen Total
13 107 13 107
11 057 11 057
18.5% 18.5%
–10 411 –1 789 –2 222 –14 422 –391 –1 706
–10 099 –1 888 –4 841 –16 828 –673 –6 444
3.1% –5.3% –54.1% –14.3% –41.9% –73.5%
2010 in 1000 CHF –6 099 –3 077 –9 667 –18 843
2009 in 1000 CHF –5 224 –5 012 –8 542 –18 778
Veränderung zum Vorjahr 16.7% –38.6% 13.2% 0.3%
Ertragssteuern Übrige Steuern Veränderung der latenten Steuern Total
3 Segmenterfolgsrechnung
in 1000 CHF Versicherungsgeschäft Bruttoprämien Anteil der Rückversicherer Veränderung der Prämienüberträge Verdiente Prämien für eigene Rechnung Übriger versicherungstechnischer Ertrag Bezahlte Versicherungsleistungen brutto Anteil der Rückversicherer Bezahlte Versicherungsleistungen für eigene Rechnung Veränderung der Rückstellung für unerledigte Versicherungsfälle Anteil der Rückversicherer Veränderung der technischen Reserven Anteil der Rückversicherer
Übriger Aufwand Zuweisung an die Rückstellungen für die künftige Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer Entnahme aus den Rückstellungen für die künftige Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer Übriger versicherungstechnischer Aufwand Technisches Ergebnis
in 1000 CHF Total
696 729 –5 070 683
in 1000 CHF Versicherungsgeschäft
2009 in 1000 CHF Übriges Geschäft
–766 659 8 391
–695 984
–758 268
–106 0
–8 613 –700
–9 313
–35 196 –2 098
–37 294
1 272 –1 902
Versicherungsleistungen für eigene Rechnung Technische Kosten
2010 in 1000 CHF Übriges Geschäft
–733 384 –77 500
–77 500
–768 211 –74 532
–20 180
–20 936
20 936 –11 107 –129 089
–74 532
–36 296 –183 337
Übertrag aus vorheriger Seite Technisches Ergebnis
in 1000 CHF Total –183 337
Ertrag aus Kapitalanlagen Nettoab-/zuschreibung auf Kapitalanlagen Aufwand für Kapitalanlagen Übriger ﬁnanzieller Ertrag Übriger ﬁnanzieller Aufwand Abschreibung auf Sachanlagen Finanzielles Ergebnis
–79 737 –22 574 8 549 –8 865 –391 187 794
–42 –4 243 4 558 –5 557 0 30 356
12 598 –37 783 6 889 –9 499 –673 241 725
40 –1 655 4 168 –7 329 0 27 091
Steuern Minderheitsanteile
4 Erläuterungen zur Konzernbilanz 4.1 Anlagespiegel
aus Versicherungsgeschäft Verkehrswert
Stand per 1.1.2009 Zugänge Veränderung Konsolidierungskreis Abgänge Wertveränderungen Stand per 31.12.2009
in 1000 CHF 1 045 891
–64 566 –26 291 955 033
Anlageliegenschaften aus PAXAnlage Gruppe Verkehrswert
in 1000 CHF 112 630 2 539 32 500 –15 080 –1 172 131 418
in 1000 CHF 1 158 521 2 539 32 500 –79 646 –27 463 1 086 451
Total Anschaffungswert in 1000 CHF 7 097 204
Kumulierte Wertberichtigungen Stand per 1.1.2009 Abgänge Abschreibungen Stand per 31.12.2009
–5 865 –673 –6 538
Nettobuchwert per 31.12.2009 davon im Bau für den Bestand Anschaffungswert per 31.12.2009
955 033 21 825 908 100
131 418 2 388 91 765
1 086 451 24 213 999 865
Zugänge Abgänge Wertveränderungen Stand per 31.12.2010
16 686 –91 912 –7 443 872 364
2 100 –14 810 –210 118 498
18 786 –106 722 –7 653 990 862
46 –97 7 250
Kumulierte Wertberichtigungen Stand per 1.1.2010
–6 538
Abgänge Abschreibungen Stand per 31.12.2010
54 –391 –6 875
Nettobuchwert per 31.12.2010 davon im Bau für den Bestand Anschaffungswert per 31.12.2010
872 364 24 678 829 159
118 498 4 488 85 467
990 862 29 166 914 625
Über den Jahreswechsel sind Kaufverträge für insgesamt TCHF 36 675 (TCHF 12 480 im Vorjahr) mit Besitzesantritt 2011 bzw. 2010 verurkundet.
4.2 Kapitalanlagen 31.12.2010 in 1000 CHF
162 159 131 931
240 390 196 235
–32.5% –32.8%
3 200 446 3 332 678 3 199 317
2 896 995 3 028 348 2 896 209
10.5% 10.0% 10.5%
67 429 66 230
118 545 115 831
–43.1% –42.8%
Darlehen an Körperschaften Wert in der Konzernrechnung = Nominalwert abzüglich Delkredere Anschaffungswert
778 066 777 966
559 000 558 675
Hypotheken Wert in der Konzernrechnung = Nominalwert abzüglich Delkredere Anschaffungswert
216 056 216 161
235 820 236 420
–8.4% –8.6%
Ergänzende Angaben zu den Kapitalanlagen Aktien und Anlagefonds Wert in der Konzernrechnung = Marktwert Anschaffungswert In den Aktien enthaltene Private-Equity-Anlagen Wert in der Konzernrechnung = Marktwert Festverzinsliche Wertschriften Wert in der Konzernrechnung = Amortized-Cost-Bewertung Marktwert Anschaffungswert Strukturierte Produkte und Derivate Wert in der Konzernrechnung = marktnaher Wert Anschaffungswert
Festgelder Wert in der Konzernrechnung = Nominalwert
Die festverzinslichen Wertschriften, welche in der Konzernrechnung zu Amortized Cost bewertet sind, weisen folgende Fälligkeitsstruktur auf (Nominalwerte): Fälligkeiten innerhalb eines Jahres 1–6 Jahre 6–11 Jahre über 11 Jahre Total in 1000 CHF in 1000 CHF in 1000 CHF in 1000 CHF in 1000 CHF Stand per 31.12.2009 85 893 1 737 737 946 816 201 873 2 972 319 Stand per 31.12.2010 230 275 1 547 618 953 140 463 542 3 194 575
Die Festgelder weisen folgende Fälligkeiten auf: Fälligkeiten Stand per 31.12.2009 Stand per 31.12.2010
innerhalb von 6 Monaten in 1000 CHF 528 000 40 000
über 6 Monaten in 1000 CHF 15 000 0
Total in 1000 CHF 543 000 40 000
Die strukturierten Produkte und Derivate setzen sich wie folgt zusammen:
Devisentermingeschäfte – zu Absicherungszwecken OTC-Derivate zur Erwerbsvorbereitung nach Basistitel – Eigenkapitalinstrumente – Zinssätze – Indizes – Übrige Basiswerte Total
5 178 5 178
10 467 21 077 30 707 0 62 251 67 429
38 642 31 440 37 779 10 684 118 545 118 545
–72.9% –33.0% –18.7% –100.0% –47.5% –43.1%
952 214 304 870 –295 652 9 218 5 367 966 799
787 482 81 156 –40 065 41 091 123 641 952 214
20.9% 275.7% 637.9% –77.6% –95.7% 1.5%
4.3 Kapitalanlagen für Rechnung und Risiko von Versicherungsnehmern
Stand per 1. Januar Zugänge Abgänge Nettomittelﬂuss Nicht realisierte Gewinne Stand per 31. Dezember
4.4 Aktiven aus Arbeitgeberbeitragsreserven und Angaben zu den Vorsorgeeinrichtungen nach Swiss GAAP FER 16 Es besteht eine (Vorjahr: drei) Vorsorgeeinrichtung, in welcher die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der PAX Gruppe versichert sind. Die PAX Gruppe beabsichtigt nicht, wirtschaftlichen Nutzen aus den Überdeckungen am Bilanzstichtag zu ziehen. Daher werden nur die Arbeitgeberbeitragsreserven aktiviert. Arbeitgeberbeitragsreserve (AGBR) in TCHF
Nominalwert 31.12.2010
Vorsorgeeinrichtungen Total
Verwendungsverzicht 31.12.2010
8 106 8 106
Ergebnis aus AGBR im Personalaufwand 2010 –3 –3
2009 –703 –703
Anfangs 2010 wurden die Vorsorgeeinrichtungen der PAX Gruppe fusioniert. Die per Ende 2009 bestehenden Überdeckungen wurden zu Gunsten der Versicherten verwendet. Die Summe der in Vorsorgepläne vorhandenen Überdeckungen wurde somit vollumfänglich aufgebraucht. Wirtschaftlicher Nutzen und Vorsorgeaufwand
in TCHF Vorsorgepläne mit Überdeckung Total
Wirtschaftlicher Nutzen Veränderung der PAX Gruppe zum Vorjahr im Geschäftsjahr
Auf die Periode abgegrenzte Beiträge im Geschäftsjahr
–3 777 –3 777
–3 959 –3 959
4.5 Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft
Vorausbezahlte Versicherungsleistungen Guthaben aus Versicherungsleistungen Ausstehende Prämien Rückversicherung Total
31.12.2010 in 1000 CHF 8 243 105 7 752 116 16 216
31.12.2009 in 1000 CHF 7 534 59 9 656 378 17 627
Veränderung zum Vorjahr 9.4% 78.5% –19.7% –69.4% –8.0%
4.6 Entwicklungsliegenschaften
Wohnliegenschaften Mixliegenschaften Gewerbeliegenschaften Total Gesamttotal
in 1000 CHF Deutschschweiz 140 783 32 209 15 660 188 652
31.12.2010 in 1000 CHF Romandie 27 369 0 0 27 369
in 1000 CHF Tessin 67 591 0 0 67 591 283 612
in 1000 CHF Deutschschweiz 163 465 20 379 11 085 194 929
31.12.2009 in 1000 CHF Romandie 27 704 0 0 27 704
in 1000 CHF Tessin 46 935 0 0 46 935 269 568
4.7 Versicherungstechnische Rückstellungen für eigene Rechnung
in 1000 CHF Brutto Einzelversicherung Kollektivversicherung Übrige Total
2 261 863 2 640 633 11 302 4 913 798
31.12.2010 in 1000 CHF Rückversicherung –11 984 –8 197 0 –20 181
in 1000 CHF Für eigene Rechnung 2 249 879 2 632 436 11 302 4 893 617
31.12.2009 in 1000 CHF Rückversicherung –13 482 –8 796 0 –22 278
in 1000 CHF Für eigene Rechnung 2 263 078 2 583 961 11 812 4 858 851
31.12.2010 in 1000 CHF Rückversicherung –959 –1 –5 –965
in 1000 CHF Für eigene Rechnung 45 951 –1 61 46 011
31.12.2009 in 1000 CHF Rückversicherung –1 097 –2 –5 –1 104
in 1000 CHF Für eigene Rechnung 46 633 –2 63 46 694
in 1000 CHF Für eigene Rechnung 52 503 68 720 121 223
31.12.2009 in 1000 CHF Rückversicherung 45 644 0 79 966 0 125 610 0
in 1000 CHF Für eigene Rechnung 45 644 79 966 125 610
2 276 560 2 592 757 11 812 4 881 129
4.8 Prämienüberträge
46 910 0 66 46 976
47 729 0 69 47 798
4.9 Rückstellungen für unerledigte Versicherungsfälle
in 1000 CHF Brutto Einzelversicherung Kollektivversicherung Total
52 503 68 720 121 223
31.12.2010 in 1000 CHF Rückversicherung 0 0 0
4.10 Rückstellungen für die künftige Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer 31.12.2010 in 1000 CHF
a) Rückstellungen für die künftige Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer Saldo der Rückstellungen zu Beginn des Jahres Bedarf zur Ausschüttung an die Versicherungsnehmer Gutgeschriebene Zusatzverzinsung Gutgeschriebene, frei gewordene Schlussgewinnanteile Nettoentnahme zur Ausschüttung an die Versicherungsnehmer Zuweisung zulasten des Jahresergebnisses Total
132 786 –21 985 0 1 805 –20 180 10 000 122 606
122 696 –22 489 –3 974 1 553 –24 910 35 000 132 786
8.2% –2.2% –100.0% 16.2% 19.0% 71.4% –7.7%
b) Latente Überschüsse aus Mehr- und Minderwerten Latente Überschüsse aus der Anwendung der Legal Quote auf Mehr- und Minderwerte (beruﬂiche Vorsorge)* Total
49 167 171 773
51 280 184 066
–4.1% –6.7%
* In der beruﬂichen Vorsorge sind die Bestimmungen über die getrennte Führung der Betriebsrechnung Beruﬂiche Vorsorge zu beachten. Deshalb wurden 90% der Mehr- und Minderwerte zwischen der Konzernrechnungslegung und der handelsrechtlichen Rechnung dem Überschussfonds der beruﬂichen Vorsorge zugewiesen. Diese bilanztechnischen Wertunterschiede sind nicht realisiert und haben somit einen latenten Charakter. Sie sind demzufolge auch nicht ausschüttbar.
4.11 Nichttechnische (ﬁnanzielle) Rückstellungen
Stand per 1.1.2009 Verwendung Veränderung Konsolidierungskreis Veränderung erfolgswirksam Veränderung über Neubewertungsreserve Stand per 31.12.2009 Stand per 1.1.2010 Verwendung Veränderung erfolgswirksam Veränderung über Neubewertungsreserve Stand per 31.12.2010
Personalrückstellungen in 1000 CHF 2 734 –185
Übrige Rückstellungen in 1000 CHF 3 759
Latente Steuern in 1000 CHF 37 708
3 087 8 543 –750 48 588
3 032 –488 20
9 667 –5 258 52 997
Total in 1000 CHF 44 201 –185 3 087 7 882 –750 54 235 54 235 –488 8 901 –5 258 57 391
4.12 Übrige langfristige Verbindlichkeiten Fälligkeiten
Geldmarktkredite 2.04% Geldmarktkredite 3.46–3.70% Festhypotheken 2.04–3.80% Festhypotheken 3.27% Festhypotheken 3.45% Festhypotheken 3.25% Festhypotheken 3.25–3.75% Total per 31.12.2009 Fälligkeiten
Geldmarktkredite 3.46–3.70% Festhypotheken 3.27% Festhypotheken 3.45% Festhypotheken 3.25% Festhypotheken 3.63% Festhypotheken 1.76–3.75% Total per 31.12.2010
2010 in 1000 CHF 25 000
2011 in 1000 CHF
2012 in 1000 CHF
2013 in 1000 CHF
2014–2016 Total in 1000 CHF in 1000 CHF
40 000 18 875 1 400 7 550 2 500 43 875
2013 in 1000 CHF 40 000
2014 in 1000 CHF
2015–2019 Total in 1000 CHF in 1000 CHF
1 400 7 300 2 500 2 900 1 400
Bis auf einen Hypothekarvertrag sind bei allen oben aufgeführten Verbindlichkeiten keine vertraglichen Amortisationen vereinbart. Die im 2011 fälligen langfristigen Verbindlichkeiten im Betrage von TCHF 1 400 per 31. Dezember 2010 werden voraussichtlich erneuert.
4.13 Verbindlichkeiten aus dem Versicherungsgeschäft
Rückversicherung Vorausbezahlte Prämien Verbindlichkeiten gegenüber Sammelstiftungen Noch nicht ausbezahlte Versicherungsleistungen Prämiendepots Kautionen Total
31.12.2010 in 1000 CHF 1 215 11 901 42 573 4 077 53 193 8 148 121 107
31.12.2009 in 1000 CHF 1 708 15 193 41 909 10 186 54 860 8 461 132 317
Veränderung zum Vorjahr –28.9% –21.7% 1.6% –60.0% –3.0% –3.7% –8.5%
2010 in 1000 CHF 91 500
Total in 1000 CHF
74 900 74 900
4.14 Bankschulden (feste Vorschüsse) Fälligkeiten Geldmarktkredite Geldmarktkredite Total per 31.12.2009 Fälligkeiten Geldmarktkredite Geldmarktkredite Total per 31.12.2010
Zinssätze 0.3–3.13% 0.9–1.20%
91 500 Zinssätze 0.34–1.20% 0.77–1.06%
2011 in 1000 CHF 101 900 101 900
4.15 Grundkapital Die PAX Holding (Genossenschaft) ist als Genossenschaft nach schweizerischem Recht organisiert und besitzt weder ein Anteilschein- noch ein Dotationskapital. Die im Einzelabschluss der Holding ausgewiesenen offenen Reserven sind im Konzernabschluss der PAX Gruppe in den Gewinnreserven enthalten.
5 Weitere Angaben 5.1 Eigentumsbeschränkungen auf Aktiven Mit Ausnahme der aufsichtsrechtlichen Einschränkungen bestehen keine Verfügungsbeschränkungen für Kapitalanlagen im Versicherungsbereich. Im Nichtversicherungsbereich bestehen folgende Eigentumsbeschränkungen:
Anlageliegenschaften (belastet) Entwicklungsliegenschaften (belastet) Total Grundpfandrechte nominell
31.12.2010 in 1000 CHF 76 160 3 500 108 843
31.12.2009 in 1000 CHF 68 650 3 500 109 478
Hinterlegt zur Sicherung von Krediten Beanspruchte Hypothekarkredite
58 500 40 600
56 360 40 725
5.2 Nicht bilanzierte Leasingverbindlichkeiten
Es bestehen folgende Verbindlichkeiten: Vertragsende 31.12.2014
5.3 Aktiven im Securities Lending
Im Rahmen eines Securities-Lending-Vertrages wurden einzelne in Fremdwährung geführte Teilvermögen an festverzinslichen Wertschriften gegen Kommission ausgeliehen. Das Volumen am Bilanzstichtag beträgt:
5.4 Investment Commitments in Private Equity Im Rahmen der laufenden Anlagetätigkeit im Versicherungsgeschäft geht die PAX Gruppe Verpﬂichtungen ein, Wertschriften zu einem zukünftigen Zeitpunkt und zu einem im Voraus deﬁnierten Preis zu kaufen. Kommt eine Gegenpartei ihren Verpﬂichtungen nicht nach, so liegen die entsprechenden Wiederbeschaffungskosten höher oder tiefer und es können zusätzliche Zinsbelastungen anfallen. Ferner können die den Vereinbarungen zugrunde liegenden Wertschriften Wertschwankungen unterliegen. Insgesamt belaufen sich die eingegangenen Verpﬂichtungen aus Investment Commitments auf:
Verpﬂichtungen aus Investment Commitment
31.12.2010 in 1000 EUR 2 023
31.12.2009 in 1000 EUR 3 028
31.12.2010 in 1000 CHF 1 003 085
31.12.2009 in 1000 CHF 1 156 593
5.5 Brandversicherungswerte
Der Brandversicherungswert der Anlageliegenschaften beträgt:
Die Entwicklungsliegenschaften sind während der Bauzeit über die beauftragten Totalunternehmer im Rahmen der Bauherrenhaftpﬂicht- und Bauwesenversicherung gedeckt.
5.6 Nahe stehende Unternehmen und Personen
Auftragssumme von erteilten Aufträgen Forderungen gegenüber Vorsorgeeinrichtungen
31.12.2010 in 1000 CHF 111 233 4 026
31.12.2009 in 1000 CHF 37 938 3 196
5.7 Umgliederungen in der Konzernbilanz per 31. Dezember 2009
Versicherungstechnische Rückstellungen für eigene Rechnung Versicherungstechnische Rückstellungen für anteilgebundene Lebensversicherungen
Ausweis neu Vorjahr in 1000 CHF
Umgliederung in 1000 CHF
Ausweis per 31.12.2009 in 1000 CHF
4 858 851
4 855 777
–3 074
Rückstellungen für Todesfallrisiko und Kosten werden ab dem Berichtsjahr einheitlich in den versicherungstechnischen Rückstellungen für eigene Rechnung ausgewiesen. Rückstellungen für unerledigte Versicherungsfälle Rückstellungen für die künftige Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer Passive Rechnungsabgrenzung
184 066 49 511
700 –17 737
183 366 67 248
Ab dem Berichtsjahr werden pendente Austrittsleistungen und zu verteilende Überschüsse bei den Rückstellungen für unerledigte Versicherungsfälle bzw. bei den Rückstellungen für die künftige Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer ausgewiesen.
5.8 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Zwischen dem Bilanzstichtag und dem Zeitpunkt der Genehmigung durch den Verwaltungsrat am 11. März 2011 sind keine Ereignisse bekannt geworden, welche für die Beurteilung dieser Jahresrechnung wesentlich und demzufolge offenzulegen wären.
5.9 Risikomanagement Die PAX Gruppe umfasst nebst der PAX Holding (Genossenschaft) die im Versicherungsgeschäft tätige PAX, Schweizerische Lebensversicherungs-Gesellschaft AG («PAX Leben»), Basel und die im Immobiliengeschäft tätige PAX-Anlage Gruppe. Die Organe der PAX Holding (Genossenschaft) überwachen die ﬁnanzielle und risikomässige Entwicklung der Gruppe systematisch und kontinuierlich. Zur Beurteilung der wichtigsten Geschäftsrisiken werden die in den Tochtergesellschaften etablierten Risikobeurteilungssysteme herangezogen. Die wesentlichen ﬁnanziellen und operationellen Risiken der PAX Leben werden in einem halbjährlichen Risikobericht der Geschäftsleitung der PAX Gruppe an den Verwaltungsrat der PAX erfasst. Dessen Zielsetzung ist es, dem Verwaltungsrat als oberstem Risk-Owner einen Überblick über die wichtigsten Risiken der PAX Leben und die zu ihrer Steuerung getroffenen Massnahmen zu geben. Der halbjährliche Risikobericht (Risk Map) umfasst: – das Ergebnis des per Semesterende durchgeführten Swiss Solvency Tests (SST) – die Gesamtrisikosicht und die ﬁnanzielle Stärke – die Finanzmarktrisiken (Zinsänderungs-, Kredit-, Aktienkurs-, Währungs-, Liquiditäts- und Gegenparteirisiken) – die versicherungstechnischen Risiken (biometrische Risiken, Storno, Kosten) und – die wichtigsten operationellen und strategischen Risiken.
In einer Zusammenfassung werden Wirksamkeit und Angemessenheit der getroffenen Massnahmen beurteilt und allfällige Empfehlungen der Geschäftsleitung abgegeben. Die laufende Überwachung der wichtigsten operativen und strukturellen Elemente des Risikomanagements hat der Verwaltungsrat an den Finanz- und Revisionsausschuss (FRA) delegiert. Hier ist insbesondere die Überwachung der Markt-, Liquiditäts-, Gegenpartei- und versicherungstechnischen Risiken zu nennen, die mittels des monatlich durchgeführten SST in einer konsistenten Gesamtsicht (ALM-Sicht) bewertet werden. Die Geschäftsleitung der PAX Gruppe übernimmt die Verantwortung für die Durchführung und für die Einhaltung der vom Verwaltungsrat festgelegten Strategien, Geschäftsgrundsätze und Risikolimiten. Beratend steht ihr dabei der Risiko- und Compliance-Ausschuss zur Seite, welchem die folgenden Funktionen angehören: Leiter Departement Finanzen (CFO, Leitung), Verantwortlicher Aktuar, Leiterin Kapitalanlagen, Leiter Risk Management, Leiter Recht und Compliance, Leiterin Informatik, Leiter Rechnungswesen. Der Verwaltungsrat hat die aus der Risk Map per Ende 2010 gewonnenen Erkenntnisse überprüft und bestätigt. Der Verwaltungsrat der PAX-Anlage AG nimmt mindestens einmal im Jahr eine Beurteilung der relevanten Risiken vor. Die Ergebnisse dieser Beurteilung sind in der konsolidierten Jahresrechnung der PAX-Anlage Gruppe berücksichtigt.
Bericht der Revisionsstelle zur Konzernrechnung 2010 Als Revisionsstelle haben wir die Konzernrechnung der PAX Holding (Genossenschaft), bestehend aus Konzernerfolgsrechnung, Konzernbilanz, Geldﬂussrechnung, Eigenkapitalnachweis und Anhang, Seiten 51 bis 80, für das am 31. Dezember 2010 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft. verantwortung des verwaltungsrates Der Verwaltungsrat ist für die Aufstellung der Konzernrechnung in Übereinstimmung mit Swiss GAAP FER und den gesetzlichen Vorschriften verantwortlich. Diese Verantwortung beinhaltet die Ausgestaltung, Implementierung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems mit Bezug auf die Aufstellung einer Konzernrechnung, die frei von wesentlichen falschen Angaben als Folge von Verstössen oder Irrtümern ist. Darüber hinaus ist der Verwaltungsrat für die Auswahl und die Anwendung sachgemässer Rechnungslegungsmethoden sowie die Vornahme angemessener Schätzungen verantwortlich. verantwortung der Revisionsstelle Unsere Verantwortung ist es, aufgrund unserer Prüfung ein Prüfungsurteil über die Konzernrechnung abzugeben. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Gesetz und den Schweizer Prüfungsstandards vorgenommen. Nach diesen Standards haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir hinreichende Sicherheit gewinnen, ob die Konzernrechnung frei von wesentlichen falschen Angaben ist. Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen für die in der Konzernrechnung enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pﬂichtgemässen Ermessen des Prüfers. Dies schliesst eine Beurteilung der Risiken wesentlicher falscher Angaben in der Konzernrechnung als Folge von Verstössen oder Irrtümern ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Prüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung der Konzernrechnung von Bedeutung ist, um die den Umständen entsprechenden Prüfungshandlungen festzulegen, nicht aber um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems abzugeben. Die Prüfung umfasst zudem die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden, der Plausibilität der vorgenommenen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtdarstellung der Konzernrechnung. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise eine ausreichende und angemessene Grundlage für unser Prüfungsurteil bilden. Prüfungsurteil Nach unserer Beurteilung vermittelt die Konzernrechnung für das am 31. Dezember 2010 abgeschlossene Geschäftsjahr ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in Übereinstimmung mit Swiss GAAP FER und entspricht dem schweizerischen Gesetz. Berichterstattung aufgrund weiterer gesetzlicher vorschriften Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen Anforderungen an die Zulassung gemäss Revisionsaufsichtsgesetz (RAG) und die Unabhängigkeit (Art. 906 OR in Verbindung mit Art. 728 OR) erfüllen und keine mit unserer Unabhängigkeit nicht vereinbare Sachverhalte vorliegen. In Übereinstimmung mit Art. 906 OR in Verbindung mit Art. 728a Abs. 1 Ziff. 3 OR und dem Schweizer Prüfungsstandard 890 bestätigen wir, dass ein gemäss den Vorgaben der Verwaltung ausgestaltetes internes Kontrollsystem für die Aufstellung der Konzernrechnung existiert. Wir empfehlen, die vorliegende Konzernrechnung zu genehmigen. Basel, 11. März 2011 Ernst & Young AG
PAX Holding (Genossenschaft), Basel Bilanz 31.12.2010 in 1000 CHF
Aktiven Flüssige Mittel Diverse Guthaben Forderungen gegenüber PAX-Anlage AG Umlaufvermögen Wertschriften Nachrangige Darlehen Beteiligungen Anlagevermögen Total Aktiven
1 924 90 296 2 310 4 919 25 000 49 362 79 281 81 591
778 83 296 1 157 5 565 25 000 49 132 79 697 80 854
Passiven Bankdarlehen Verbindlichkeiten gegenüber PAX Leben Passive Rechnungsabgrenzung Fremdkapital
15 000 322 392 15 714
15 000 3 923 346 19 269
11 585 4 292 15 877 65 877 81 591
10 530 2 055 12 585 61 585 80 854
Bilanzgewinn Vortrag vom Vorjahr Jahresgewinn Eigenkapital Total Passiven
erfolgsrechhnung
PAX Holding (Genossenschaft), Basel Erfolgsrechnung
Wertschriftenertrag Externe Verwaltungskosten Zinsertrag Gruppengesellschaften Beteiligungsertrag Wertberichtigung auf Kapitalanlagen Ertrag aus Kapitalanlagen Übriger ﬁnanzieller Ertrag Finanzertrag Organ- und Verwaltungsaufwand Übriger ﬁnanzieller Aufwand Jahresgewinn vor Steuern Steuern Jahresgewinn
2010 in 1000 CHF 184 –18 815 5 122 –647 5 456 3 5 459 –576 –555 4 328 –36
2009 in 1000 CHF 180 –24 833 2 443 –369 3 063 2 3 065 –489 –555 2 021 34
Zu besseren Vergleichszwecken wurde der vorjährige Dienstleistungsertrag mit dem Organ- und Verwaltungsaufwand verrechnet und der ab 2010 gültigen Praxis für die Aufwanderfassung angepasst.
PAX Holding (Genossenschaft), Basel Anhang
Beteiligungsquote 31.12.2010
Beteiligungsquote 31.12.2009
Aktienkapital 31.12.2010 in 1000 CHF
60 000 (100% einbezahlt) 18 000 (100% einbezahlt)
18 000 (100% einbezahlt)
Die PAX-Anlage AG besitzt ihrerseits, direkt und indirekt, Beteiligungen an: – PAX Wohnbauten AG, Sachseln
– PAX Immotrade AG, Sachseln
– PAX-Liegenschaften AG, Meggen
– PAX Invest AG, Basel nach Fusion mit Morandini AG, Basel per 1.1.2010 – Immotest Bau- und Verwaltungs-AG, Basel
– PAX Real Estate AG, Sarnen
– PAX Construct AG, Sarnen
55 (100% einbezahlt) 50 (100% einbezahlt) 100 (100% einbezahlt) 200 (100% einbezahlt) 250 (100% einbezahlt) 200 (100% einbezahlt) 100 (100% einbezahlt)
Die direkten Holdingbeteiligungen setzen sich wie folgt zusammen PAX, Schweizerische LebensversicherungsGesellschaft AG, Basel PAX-Anlage AG, Basel
Anmerkung Die PAX, Schweizerische Lebensversicherungs-Gesellschaft AG ist ihrerseits an folgenden Gesellschaften beteiligt: PAX-Anlage AG, Basel
Nachrangige Darlehen An Gesellschaften mit einem Beteiligungsverhältnis wurden folgende nachrangige Darlehen gewährt: 31.12.2010 in 1000 CHF PAX, Schweizerische Lebensversicherungs-Gesellschaft AG, Basel 10 000 PAX-Anlage AG, Basel 15 000 25 000
31.12.2009 in 1000 CHF 10 000 15 000 25 000
Das 2006 genehmigte Darlehen an die PAX, Schweizerische Lebensversicherungs-Gesellschaft AG, Basel wurde auf unbestimmte Dauer gewährt. Das Darlehen an die PAX-Anlage AG, Basel weist die gleiche Fristigkeit wie das Bankdarlehen auf.
PAX Holding (Genossenschaft), Basel Anhang Eventualverpﬂichtungen Im Rahmen der MWST-Gruppenbesteuerung haftet die PAX Holding (Genossenschaft) solidarisch. Risikomanagement Die PAX Gruppe umfasst nebst der PAX Holding (Genossenschaft) die im Versicherungsgeschäft tätige PAX, Schweizerische Lebensversicherungs-Gesellschaft AG («PAX Leben»), Basel und die im Immobiliengeschäft tätige PAX-Anlage Gruppe. Die Organe der PAX Holding (Genossenschaft) überwachen die ﬁnanzielle und risikomässige Entwicklung der Gruppe systematisch und kontinuierlich. Zur Beurteilung der wichtigsten Geschäftsrisiken werden die in den Tochtergesellschaften etablierten Risikobeurteilungssysteme herangezogen. Die wesentlichen ﬁnanziellen und operationellen Risiken der PAX Leben werden in einem halbjährlichen Risikobericht der Geschäftsleitung der PAX Gruppe an den Verwaltungsrat der PAX erfasst. Dessen Zielsetzung ist es, dem Verwaltungsrat als oberstem Risk-Owner einen Überblick über die wichtigsten Risiken der PAX Leben und die zu ihrer Steuerung getroffenen Massnahmen zu geben. Der halbjährliche Risikobericht (Risk Map) umfasst: – das Ergebnis des per Semesterende durchgeführten Swiss Solvency Tests (SST) – die Gesamtrisikosicht und die ﬁnanzielle Stärke – die Finanzmarktrisiken (Zinsänderungs-, Kredit-, Aktienkurs-, Währungs-, Liquiditäts- und Gegenparteirisiken) – die versicherungstechnischen Risiken (biometrische Risiken, Storno, Kosten) und – die wichtigsten operationellen und strategischen Risiken. In einer Zusammenfassung werden Wirksamkeit und Angemessenheit der getroffenen Massnahmen beurteilt und allfällige Empfehlungen der Geschäftsleitung abgegeben. Die laufende Überwachung der wichtigsten operativen und strukturellen Elemente des Risikomanagements hat der Verwaltungsrat an den Finanz- und Revisionsausschuss (FRA) delegiert. Hier ist insbesondere die Überwachung der Markt-, Liquiditäts-, Gegenpartei- und versicherungstechnischen Risiken zu nennen, die mittels des monatlich durchgeführten SST in einer konsistenten Gesamtsicht (ALM-Sicht) bewertet werden. Die Geschäftsleitung der PAX Gruppe übernimmt die Verantwortung für die Durchführung und für die Einhaltung der vom Verwaltungsrat festgelegten Strategien, Geschäftsgrundsätze und Risikolimiten. Beratend steht ihr dabei der Risiko- und Compliance-Ausschuss zur Seite, welchem die folgenden Funktionen angehören: Leiter Departement Finanzen (CFO, Leitung), Verantwortlicher Aktuar, Leiterin Kapitalanlagen, Leiter Risk Management, Leiter Recht und Compliance, Leiterin Informatik, Leiter Rechnungswesen. Der Verwaltungsrat hat die aus der Risk Map per Ende 2010 gewonnenen Erkenntnisse überprüft und bestätigt. Der Verwaltungsrat der PAX-Anlage AG nimmt mindestens einmal im Jahr eine Beurteilung der relevanten Risiken vor. Die Ergebnisse dieser Beurteilung sind in der konsolidierten Jahresrechnung der PAX-Anlage Gruppe berücksichtigt.
PAX Holding (Genossenschaft), Basel Antrag des Verwaltungsrates, über die Verwendung des Bilanzgewinnes Vortrag vom Vorjahr Jahresgewinn Bilanzgewinn Zuweisung an die allgemeine Reserve Vortrag auf neue Rechnung
31.12.2010 in 1000 CHF 11 585 4 292 15 877 –5 000 10 877
Der Verwaltungsrat beantragt, nach Dotierung der allgemeinen Reserve den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.
31.12.2009 in 1000 CHF 10 530 2 055 12 585 –1 000 11 585
Bericht der Revisionsstelle zur Jahresrechnung an die Delegiertenversammlung der PAX Holding (Genossenschaft), Basel Als Revisionsstelle haben wir die Jahresrechnung der PAX Holding (Genossenschaft), bestehend aus Bilanz, Erfolgsrechnung und Anhang, Seiten 82 bis 85 für das am 31. Dezember 2010 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft. verantwortung der verwaltung Die Verwaltung ist für die Aufstellung der Jahresrechnung in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Statuten verantwortlich. Diese Verantwortung beinhaltet die Ausgestaltung, Implementierung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems mit Bezug auf die Aufstellung einer Jahresrechnung, die frei von wesentlichen falschen Angaben als Folge von Verstössen oder Irrtümern ist. Darüber hinaus ist die Verwaltung für die Auswahl und die Anwendung sachgemässer Rechnungslegungsmethoden sowie die Vornahme angemessener Schätzungen verantwortlich. verantwortung der Revisionsstelle Unsere Verantwortung ist es, aufgrund unserer Prüfung ein Prüfungsurteil über die Jahresrechnung abzugeben. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Gesetz und den Schweizer Prüfungsstandards vorgenommen. Nach diesen Standards haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir hinreichende Sicherheit gewinnen, ob die Jahresrechnung frei von wesentlichen falschen Angaben ist. Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen für die in der Jahresrechnung enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pﬂichtgemässen Ermessen des Prüfers. Dies schliesst eine Beurteilung der Risiken wesentlicher falscher Angaben in der Jahresrechnung als Folge von Verstössen oder Irrtümern ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Prüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung der Jahresrechnung von Bedeutung ist, um die den Umständen entsprechenden Prüfungshandlungen festzulegen, nicht aber um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems abzugeben. Die Prüfung umfasst zudem die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden, der Plausibilität der vorgenommenen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtdarstellung der Jahresrechnung. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise eine ausreichende und angemessene Grundlage für unser Prüfungsurteil bilden. Prüfungsurteil Nach unserer Beurteilung entspricht die Jahresrechnung für das am 31.Dezember 2010 abgeschlossene Geschäftsjahr dem schweizerischen Gesetz und den Statuten. Berichterstattung aufgrund weiterer gesetzlicher vorschriften Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen Anforderungen an die Zulassung gemäss Revisionsaufsichtsgesetz (RAG) und die Unabhängigkeit (Art. 906 OR in Verbindung mit Art. 728 OR) erfüllen und keine mit unserer Unabhängigkeit nicht vereinbare Sachverhalte vorliegen. In Übereinstimmung mit Art. 906 OR in Verbindung mit Art. 728a Abs. 1 Ziff. 3 OR und dem Schweizer Prüfungsstandard 890 bestätigen wir, dass ein gemäss den Vorgaben der Verwaltung ausgestaltetes internes Kontrollsystem für die Aufstellung der Jahresrechnung existiert. Ferner bestätigen wir, dass der Antrag über die Verwendung des Bilanzgewinnes dem schweizerischen Gesetz und den Statuten entspricht und empfehlen die vorliegende Jahresrechnung zu genehmigen. Basel, 11. März 2011 Ernst & Young AG
Asset Liability Management (ALM): Als Asset Liability Management bezeichnet man Verfahren und Modelle zur simultanen Steuerung von Aktiva und Passiva unter Berücksichtigung von Risikound Ertragsaspekten.
cherung) zur Auszahlung. Die Lebensversicherung wird in der Schweiz typischerweise noch um Formen der Erwerbsunfähigkeitsversicherungen ergänzt, deren Leistungen in Form von Renten oder der Übernahme von Prämienzahlungen erbracht werden.
Balanced-scorecard (Bsc): (Englisch für ausgewogener Berichtsbogen) beschreibt ein Konzept zur Messung, Dokumentation und Steuerung der Aktivitäten eines Unternehmens bzw. einer Organisation im Hinblick auf seine Vision und Strategie. Die BSC geht auf Arbeiten von Robert S. Kaplan und David P. Norton Anfang der 1990er Jahre an der Harvard-Universität zurück.
PAX Leben: PAX, Schweizerische Lebensversicherungs-Gesellschaft AG, Basel
corporate Governance: Corporate Governance ist die Gesamtheit der auf das Aktionärsinteresse ausgerichteten Grundsätze, die – unter Wahrung von Entscheidungsfähigkeit und Efﬁzienz auf der obersten Unternehmensebene – Transparenz und ein ausgewogenes Verhältnis von Führung und Kontrolle anstreben. (Quelle: Swiss Code of Best Practice for Corporate Governance)
Risikofähigkeit: Die Risikofähigkeit beschreibt die objektive Fähigkeit der Versicherung, potenzielle Vermögensverluste zu verkraften. Kriterien zur Ermittlung der Risikofähigkeit sind beispielsweise die Art der Verpﬂichtungen, der Anlagehorizont, die Anlagekategorien, die regulatorischen Vorgaben und die Eigenkapitalanforderungen.
kollektivversicherung: Eine Kollektivversicherung umfasst eine Mehrzahl von versicherten Personen mit einem gemeinsamen Versicherungsplan. Im Zentrum der Kollektivversicherung stehen bei der Personenversicherung nebst der vom Arbeitgeber für seine Mitarbeitenden abgeschlossenen Unfall-, Kranken- und Kollektivlebensversicherungen vor allem die beruﬂiche Vorsorge (Pensionskasse).
Risikomanagement: Unter dem Risikomanagement wird sowohl die Erfassung und Messung von geschäftsbeeinﬂussenden Risiken verstanden als auch das Entwickeln, Ergreifen und Beurteilen von risikomindernden Massnahmen. Die Risiken werden im Allgemeinen in operationelle, ﬁnanzielle und strategische Risiken unterteilt.
konsolidierung: Im Rahmen der Konsolidierung werden konzerninterne Beteiligungen, Forderungen, Verbindlichkeiten, Aufwendungen, Erträge und Zwischengewinne eliminiert, um einen einheitlichen Konzernabschluss zu erstellen. Lebensversicherung: Als Lebensversicherung wird die Absicherung des wirtschaftlichen Risikos verstanden, das sich aus der Unvorhersehbarkeit und Unsicherheit des menschlichen Lebens ergibt. Die Versicherungsleistung gelangt regelmässig bei Tod während eines bestimmten Zeitraums (Todesfallversicherung) oder bei Erleben eines bestimmten Zeitpunktes (Erlebensfallversi-
PAX-Anlage: PAX-Anlage AG, Basel PAX Holding: PAX Holding (Genossenschaft), Basel
sammelstiftung: Arbeitgeber, die keine eigene Vorsorgeeinrichtung gründen wollen, können sich einer Sammelstiftung für die beruﬂiche Vorsorge anschliessen. Diese werden in der Regel von Versicherungen, Banken, Arbeitgeberverbänden oder Treuhandﬁrmen geführt. Für jedes Unternehmen besteht innerhalb der Sammelstiftung ein separates, selbständiges Vorsorgewerk. Nebst autonomen werden Sammelstiftungen auch nach dem Vollversicherungsmodell geführt. Hier übernimmt der private Lebensversicherer alle relevanten Risiken und garantiert insbesondere die vom BVG im obligatorischen Bereich vorgeschriebene Verzinsung sowie den für die Rente massgebenden Umwandlungssatz. Für die Aufsicht über die Sammelstiftungen im obligatorischen
Bereich ist das Bundesamt für Sozialversicherung (BSV) zuständig. Die privaten Lebensversicherer, welche die Sammelstiftungen führen, unterstehen aufgrund des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) der Aufsicht der FINMA. swiss code of Best Practice for corporate Governance: Der Swiss Code of Best Practice for Corporate Governance ist Leitlinie und Empfehlung für schweizerische Publikumsgesellschaften. Jedes Unternehmen und jede Gesellschaft behält dabei die Möglichkeit, eigene Gestaltungsideen zu verwirklichen. Einzelne Punkte betreffen institutionelle Anleger und Intermediäre. (Quelle: Swiss Code of Best Practice for Corporate Governance) sWiss GAAP FeR: Die Fachempfehlungen von SWISS GAAP FER legen die Grundsätze der Rechnungslegung fest mit dem Ziel, die Vergleichbarkeit der Jahresrechnungen zu fördern. Dabei wird als oberstes Prinzip die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage verlangt. Dadurch sollen Informationen der Organisationen, die diese Grundsätze anwenden, die wirtschaftlichen Tatsachen ohne Täuschungen und Manipulationen wiedergeben, sich als zuverlässig erweisen sowie auf die Bedürfnisse der Empfänger ausgerichtet sein. Als branchenspeziﬁsche Regelung kommt SWISS GAAP FER 14 für die Konzernrechnung von Versicherungsunternehmen zur Anwendung. swiss solvency test (sst): Der SST ist eine Methode zur Bestimmung der Ausstattung eines Versicherungsunternehmens mit ausreichenden Eigenmitteln (risikotragendes Kapital) durch Festlegung der erforderlichen Mittel nach Massgabe der Risiken, denen das Versicherungsunternehmen ausgesetzt ist (Zielkapital).
Überschussbeteiligung: Der vorsichtige Ansatz bei der Prämienkalkulation führt in der Regel zu Überschüssen. Überschussquellen sind der Risikoverlauf, der Ertrag auf den Anlagen und der tatsächliche Kostenverlauf. Risikoüberschüsse entstehen, wenn der Risikoverlauf (das Eintreten der versicherten Ereignisse) besser ist, als die biometrischen Grundlagen erwarten lassen. Zinsüberschüsse entstehen, wenn der Ertrag aus den Kapitalanlagen den technischen Zins übersteigt. Kostenüberschüsse entstehen, wenn die effektiv anfallenden Kosten geringer sind als die eingerechneten. Die Versicherungsnehmer erhalten eine Überschussbeteiligung beispielsweise in Form einer Leistungserhöhung, als Spargutschrift oder als Prämienermässigung. versicherungstechnische Rückstellungen: Versicherungstechnische Rückstellungen weisen die Gesamtheit von Deckungs- und Schadenrückstellungen aus. Hinzu kommen Prämienüberträge sowie sonstige versicherungstechnische Rückstellungen. Zusammen mit den künftigen Prämien dienen sie der Sicherstellung der Leistungsansprüche der Versicherten.
Standorte der PAX Partner nach Regionen Basel Aarau Heinz Brotschi Brotschi Finanz AG Laurenzenvorstadt 7 5001 Aarau T 062 832 20 00 info@brotschiﬁnanz.ch
chablais Pierre-Alain dupasquier AssurFutura services SA Case postale 374 1820 Montreux T 021 963 16 83 info@assurfutura.ch
Appenzell Andreas Pustiasi (ad interim) Prolife Insurance AG Lehnstrasse 90 9014 St. Gallen T 071 272 53 00 info@prolifeag.ch
chur dietmar Rambacher rambacher life insurance ag Steinbockstrasse 2 7001 Chur T 081 257 06 06 info@rliag.ch
Basel Alain Willi Versicherungsagentur Alain Willi AG Steinenring 40 4011 Basel T 061 276 60 60 pax@agenturbasel.ch Bas valais Georges oca VS Prévoyance SA Avenue de la Gare 5, 1950 Sion T 027 329 49 00 agencepax@vsprevoyance.ch Bern Florian zaugg Makler Services AG Wengistrasse 11 4502 Solothurn T 031 626 54 40 info@makler-services.ch Berner oberland Andreas Fehlmann BEO Services AG Wengistrasse 11 4502 Solothurn T 031 626 54 40 info@beo-services.ch
Halten Neuchâtel/Jura
Luzern nord vakant Luzern süd Yves neupert (ad interim) Versicherungsagentur Yves Neupert AG Untermüli 6 6302 Zug T 041 768 38 00 info@vb-neupert.ch
Berner Oberla Genève Chablais
Fribourg Marc vial MaVi Consulting SA Rue de Locarno 7 1700 Fribourg T 026 670 88 90 info@maviconsulting.ch Lausanne Pierre Ruggerio VD Prévoyance SA Avenue du Léman 21 1005 Lausanne T 021 340 66 00 agencepax@vdprevoyance.ch
Obe Bas Valais
Genève Mario Murisier assurVesta sa Rue de Saint-Jean 26 1203 Genève T 022 318 85 00 info@assurvesta.ch Halten André Wyss André Wyss GmbH Grossackerstrasse 23 4566 Halten T 032 675 74 65 andre.wyss@bluewin.ch oberwallis direktion PAX versicherungen Aeschenplatz 13, Postfach 4002 Basel T 061 277 66 66 info@pax.ch
Zürich Nord Aarau
Winterhthur Zürich Süd Zürich 3
Winterthur Hanspeter Macher HaMa Insurance AG Lagerhausstrasse 3 8400 Winterthur T 052 208 90 00 hp.macher@hamainsurance.ch
Zug Chur
zug Yves neupert Versicherungsagentur Yves Neupert AG Untermüli 6 6302 Zug T 041 768 38 00 info@vb-neupert.ch
erwallis
zürich nord Marc-olivier stöcklin P.I.F.S. Premium Insurance & Financial services AG Zürcherstrasse 6 8952 Schlieren T 044 498 25 00 paxagentur@pifs.ch neuchâtel/Jura olivier neukomm Winax SA Rue du Seyon 10 2001 Neuchâtel T 032 722 74 00 info@winwinassurances.ch
solothurn Rolf Lehmann Broker Services AG Wengistrasse 11 4502 Solothurn T 031 626 54 40 info@broker-services-ag.ch
st. Gallen Andreas Pustiasi Prolife-Insurance AG Lehnstrasse 90 9014 St. Gallen T 071 272 53 00 info@prolifeag.ch
ticino Giorgio dozio Agenzia generale di Lugano Via Nassa 6900 Lugano T 091 910 98 00 info-lugano@pax.ch
zürich süd thomas Panzeri ASVM Agentur für Schweizer Versicherungsmakler AG Schaffhauserstrasse 470 8052 Zürich T 044 305 15 55 info@asvm.ch zürich 3 direktion PAX versicherungen Aeschenplatz 13, Postfach 4002 Basel T 061 277 66 66 info@pax.ch
illustrationen sehenswürdigkeiten aus verschiedenen Regionen der schweiz titelseite Mittlere Brücke, Basel Gegenüberliegende seite Standort PAX Holding am Aeschenplatz 13, Basel
impressum Herausgeberin PAX Holding (Genossenschaft), Basel Layout/illustrationen brenneisen communications, Basel druck Schwabe AG, Muttenz
© Copyright 2010 by PAX Holding (Genossenschaft) Vollständiger oder auszugsweiser Nachdruck nur mit schriftlicher Genehmigung der PAX Holding (Genossenschaft)
PAX Holding (Genossenschaft) Aeschenplatz 13 Postfach 4002 Basel T +41 61 277 66 66 F +41 61 277 64 56 info@pax.ch www.pax.ch Informationen 端ber die PAX Gruppe sind im Internet jederzeit abrufbar.
PAX Geschäftsbericht 2010
gpm_basel
Der PAX Geschäftsbericht 2010 zum Durchblättern.

References: Art. 728
 Art. 906
 Art. 728
 Art. 728
 Art. 906
 Art. 728