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Timestamp: 2017-10-21 19:24:27+00:00

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(Altholzverordnung - AltholzV)
Vom 15. August 2002 (BGBl. I S. 3302) (1)
Zuletzt geändert durch Artikel 62 des Gesetzes vom 29. März 2017 (BGBl. I S. 626)
Artikel 1 der Verordnung über die Entsorgung von Altholz vom 15. August 2002 (BGBl. I S. 3302)
§ 1 AltholzV Anwendungsbereich
§ 2 AltholzV Begriffsbestimmungen
die in Betrieben der Holzbe- oder Verarbeitung anfallenden Holzreste einschließlich der in Betrieben der Holzwerkstoffindustrie anfallenden Holzwerkstoffreste sowie anfallende Verbundstoffe mit überwiegendem Holzanteil (mehr als 50 Masseprozent);
mit Holzschutzmitteln behandeltes Altholz, wie Bahnschwellen, Leitungsmasten, Hopfenstangen, Rebpfähle, sowie sonstiges Altholz, das auf Grund seiner Schadstoffbelastung nicht den Altholzkategorien A I, A II oder A III zugeordnet werden kann, ausgenommen PCB-Altholz;
§ 3 AltholzV Anforderungen an die Verwertung
§ 4 AltholzV Hochwertigkeit der Verwertung
§ 5 AltholzV Zuordnung zu Altholzkategorien
§ 6 AltholzV Kontrolle von Altholz zur Holzwerkstoffherstellung
(5) Für die Einstufung von Altholz als gefährlicher Abfall gilt die Abfallverzeichnis-Verordnung. Als Regelvermutung können die Hinweise auf den Abfallschlüssel in Anhang III herangezogen werden. Enthält ein Altholzgemisch Altholz, welches als gefährlicher Abfall einzustufen ist, so ist das gesamte Gemisch als besonders überwachungsbedürftiger Abfall einzustufen.
§ 7 AltholzV Kontrolle von Altholz zur energetischen Verwertung
§ 8 AltholzV Inverkehrbringen von Altholz
§ 9 AltholzV Beseitigung von Altholz
§ 10 AltholzV Pflichten der Erzeuger und Besitzer zur Getrennthaltung von Altholz
§ 11 AltholzV Hinweis- und Kennzeichnungspflichten
die erforderlichenfalls auf Grund der Ergebnisse der Prüfungen nach § 5 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 Satz 1, § 6 Abs. 1 und § 7 Abs. 1 oder auf Grund besonderer Vorkommnisse im Sinne der Nummer 6 getroffenen Abhilfemaßnahmen.
§ 13 AltholzV Ordnungswidrigkeiten
Anhang 1 AltholzV Verfahren für die stoffliche Verwertung von Altholz
Aufbereitung von Altholz zu Holzhackschnitzeln und Holzspänen für die Herstellung von Holzwerkstoffen ja ja (ja) Die Aufbereitung von Altholz der Altholzkategorie A lll ist nur zulässig, wenn Lackierungen und Beschichtungen durch eine Vorbehandlung weitgehend entfernt wurden oder im Rahmen des Aufbereitungsprozesses entfernt werden.
Gewinnung von Synthesegas zur weiteren chemischen Nutzung ja ja ja ja Eine Verwertung ist nur in hierfür nach § 4 des Bundes-Immissionsschutzgesetzes genehmigten Anlagen zulässig.
Herstellung von Aktivkohle/Industrieholzkohle ja ja ja ja Eine Verwertung ist nur in hierfür nach § 4 des Bundes-Immissionsschutzgesetzes genehmigten Anlagen zulässig.
Anhang 2 AltholzV Grenzwerte für Holzhackschnitzel und Holzspäne zur Herstellung von Holzwerkstoffen
(Milligramm je Kilogramm Trockenmasse)
Anhang 3 AltholzV Zuordnung gängiger Altholzsortimente im Regelfall
Verschnitt, Abschnitte, Späne von Holzwerkstoffen und sonstigem behandeltem Holz (ohne schädliche Verunreinigungen) A II 03 01 05
Verpackungen Paletten Paletten aus Vollholz, wie z.B.: Europaletten, Industriepaletten aus Vollholz A I 15 01 03
Munitionskisten A IV 15 01 10*
(Herstellung vor 1989) A IV 15 01 10*
(Herstellung nach 1989) A I 15 01 03
Altholz aus dem Baubereich (Fortsetzung) Altholz aus dem Abbruch und Rückbau (Fortsetzung) Dämm- und Schallschutzplatten, die mit Mitteln behandelt wurden, die polychlorierte Biphenyle enthalten Beseitigung 17 06 03*
Konstruktionshölzer für tragende Teile A IV 17 02 04*
Holzfachwerk und Dachsparren A IV 17 02 04*
Fenster, Fensterstöcke, Außentüren A IV 17 02 04*
Imprägnierte Bauhölzer aus dem Außenbereich A IV 17 02 04*
Bau- und Abbruchholz mit schädlichen Verunreinigungen A IV 17 02 04*
Imprägniertes Altholz aus dem Außenbereich Bahnschwellen A IV 17 02 04*
Leitungsmasten A IV 17 02 04*
Sortimente aus dem Garten- und Landschaftsbau, imprägnierte Gartenmöbel A IV 17 02 04*
Sortimente aus der Landwirtschaft A IV 17 02 04*
Altholz aus industrieller Anwendung (z.B. Industriefußböden, Kühltürme) A IV 17 02 04*
Altholz aus dem Wasserbau A IV 17 02 04*
Altholz von abgewrackten Schiffen und Waggons A IV 17 02 04*
Altholz aus Schadensfällen (z.B. Brandholz) A IV 17 02 04*
Feinfraktion aus der Aufarbeitung von Altholz zu Holzwerkstoffen A IV 19 12 06*
Anhang 4 AltholzV Vorgaben zur Analytik für Holzhackschnitzel und Holzspäne zur Herstellung von Holzwerkstoffen
Die für die Analyse aufzubereitende Laborprobe soll lufttrocken sein. Feuchtes Material ist vor der Aufbereitung an einem gut belüfteten Platz oder in einem Labortrockenschrank (Trocknungstemperatur maximal 40 °C) zu trocknen. Die Laborprobe wird in einer geeigneten Mühle (Kreuzschlag- oder Schneidmühle) gegebenenfalls unter Kühlung mit flüssigem Stickstoff auf eine Korngröße von < 2 mm gemahlen.
Element Untersuchungsmethode(n)
Na2SO4, wasserfrei, granuliert
K2CO3-Lösung (0,1 mol/l)
Die Stammlösungen werden durch Einwaage fester Substanzen höchster Reinheit hergestellt und bei -20 °C im Dunkeln aufbewahrt.
Konzentrationen der Stammlösungen:
PCP in Methanol 0,5 mg/ml
Aus den Stammlösungen werden durch Verdünnen (1:10) Standardlösungen mit der Konzentration von 0,05 mg/ml hergestellt.
Die Kalibrierung erfolgt über das gesamte Verfahren. Dazu werden 20 μl, 50 μl, 100 μl, 200 μl und 500 μl der PCP-Standardlösung jeweils mit 250 μl der TBP-Standardlösung auf 5 g Seesand gegeben und wie nachfolgend für die Durchführung der Analyse beschrieben aufgearbeitet (das heißt, statt Holz wird Seesand verwendet).
Es werden je nach der zu erwartenden Konzentration 1 g, 3 g oder 4 g Holz jeweils in einen Erlenmeyerkolben eingewogen. Auf das Holz werden 250 μl TBP-Lösung (ISTD 1) gegeben. Diese Lösung lässt man 30 Minuten einwirken. Nun wird das Holz mit 50 ml Methanol versetzt und zwei Stunden bei 40 °C einer Ultraschallbehandlung unterworfen. Nach dem Absetzen der Feststoffe wird der Extrakt (cirka 25 ml) vorsichtig mit einer Pasteurpipette abgenommen, in ein verschließbares Glasgefäß überführt und für die Weiteraufarbeitung aufbewahrt.
In einem 150 ml Schütteltrichter werden 30 ml einer 0,1 molaren K2CO3-Lösung vorgelegt, mit einem Aliquot des Extraktes (zum Beispiel 1 ml) versetzt und fünf Minuten geschüttelt. Auf die Zugabe von 2 ml Essigsäureanhydrid erfolgt zweiminütiges Schütteln. Dann sind 20 ml Cyclohexan hinzuzufügen und zehn Minuten zu schütteln. Die wässrige Phase wird verworfen; die organische Phase wird über eine mit Na2SO4 gefüllte Glassäule in einen 25 ml Messkolben filtriert. Nach Zugabe von 10 μl der Lösung des ISTD 2 wird auf 25 ml genau aufgefüllt. Diese Lösung wird für die GC-ECD-Analyse verwendet. Die PCP-Konzentration im Extrakt muss innerhalb des von den Kalibrierlösungen abgedeckten Bereiches liegen.
Säule: HP-5 30 m; 0,25 μm; 0,32 mm ID
8 °C/min
50 °C (1 min) --------------- 160 °C (0 min) -------------- 310 °C (5 min)
Detektor-Temperatur:
Injektor-Temperatur:
Injektionsmodus:
H2-Säulenvordruck (35 kPa)
Make up-Gas:
N2 (60 ml/min)
- Blindwerte: - Geräteblindwert (reines Cyclohexan)
- Chemikalienblindwert (Durchführung des gesamten Verfahrens ohne Holzprobe)
- Analyse eines kontaminationsfreien Holzes
aPCP CPCP
____ = s × ____ + b
aTBP CTBP
aPCP gemessene Anzeige des acetylierten PCP-Standards (zum Beispiel Peakfläche)
aTBP gemessene Anzeige des acetylierten TBP-Standards (zum Beispiel Peakfläche)
CPCP die Massenkonzentration des acetylierten PCP in den Kalibrierlösungen in ng/ml
CTBP die Massenkonzentration des acetylierten TBP in den Kalibrierlösungen in ng/ml
aPCP/aTBP - b
GehaltPCP= ___________ × CTBP × f × v: 1.000
GehaltPCP Gehalt an PCP in der Probe in mg/kg
CTBP die Massen Konzentration des TBP in dem Probenextrakt in ng/ml
aTBP gemessene Anzeige des TBP-Standards im Probenextrakt (zum Beispiel Peakfläche)
aPCP gemessene Anzeige des analysierten PCP im Probenextrakt (zum Beispiel Peakfläche)
Die Ergebnisse der jeweiligen zwei parallelen Bestimmungen und ihr arithmetischer Mittelwert sind anzugeben. Zur Prüfung der Einhaltung der in Anhang II genannten Grenzwerte ist auf den arithmetischen Mittelwert abzustellen. Die Mittelwertbildung ist nur zulässig, wenn die Differenz der beiden Einzelwerte die methodenübliche Wiederholbarkeit nach DIN ISO 5725, Teil 1 (Ausgabe November 1997) nicht überschreitet. Im Falle einer derartigen Überschreitung sind eine Überprüfung auf mögliche Ursachen der überhöhten Differenz und eine dritte Messung erforderlich. Sofern die Überprüfung der überhöhten Differenz keine eindeutige Ursache erbracht hat, ist für die Prüfung der Einhaltung der in Anhang II genannten Grenzwerte der mittlere der drei der Größe nach geordneten Einzelwerte (Medin) heranzuziehen.
Anhang 5 AltholzV Untersuchung von Altholz zur energetischen Verwertung
Anhang 6 AltholzV Anlieferungsschein für Altholz
Anlieferer (Firma/Ansprechpartner): Datum:
Zuordnung im Regelfall zu Altholzkategorie
Altholzkategorie des angelieferten Altholzes
Verschnitt, Abschnitte, Späne von naturbelassenem Vollholz
Paletten aus Vollholz, wie z.B.: Europaletten, Industriepaletten aus Vollholz
Sonstige Paletten, mit Verbundmaterialien
Transportkisten, Verschläge aus Vollholz
Obst-, Gemüse- und Zierpflanzenkisten sowie ähnliche Kisten aus Vollholz
Baustellensortimente aus Holzwerkstoffen, Schalhölzern, behandeltem Vollholz (ohne schädliche Verunreinigungen)
Profilbretter für die Raumausstattung, Deckenpaneele, Zierbalken usw. (ohne schädliche Verunreinigungen)
Dämm- und Schallschutzplatten, die mit Mitteln behandelt wurden, die polychlorierte Biphenyle enthalten
Möbel, naturbelassenes Vollholz
Möbel, ohne halogenorganische Verbindungen in der Beschichtung
Möbel, mit halogenorganischen Verbindungen in der Beschichtung
Altholz aus industrieller Anwendung (z.B. Industriefußböden, Kühltürme)
Feinfraktion aus der Aufarbeitung von Altholz zu Holzwerkstoffen
Holzhackschnitzel, Holzspäne
Sonstige (nähere Bezeichnung nachfolgend)
Zusätzliche Informationen für den Betreiber der Altholzbehandlungsanlage (soweit erforderlich):
Empfänger Straße:
(Firma/Ansprechpartner): PLZ und Ort:

References: § 1

§ 2

§ 3

§ 4

§ 5

§ 6

§ 7

§ 8

§ 9

§ 10

§ 11
 § 5
 § 6
 § 7

§ 13
 § 4
 § 4