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Timestamp: 2016-10-24 23:53:35+00:00

Document:
2C_452/2015 (26.10.2015)
2C_452/2015 � � Urteil vom 26. Oktober 2015
2. C.A.________, Beschwerdef�hrer,
Bucofras - Juristische Beratung f�r Ausl�nder, Herr Alfred Ngoyi wa Mwanza, Jurist,
Aufenthaltsbewilligung, nachtr�glicher Familiennachzug,
Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich, 1. Abteilung, vom 27. M�rz 2015.
A.A.________ (geb. 1972) ist Staatsangeh�riger der Republik Kamerun. Der dort gef�hrten Beziehung mit einer Landsfrau entsprang die Tochter C.A.________ (geb. 16. Mai 1996). Im Mai 1999 ging er die Ehe mit der Schweizerb�rgerin B.________ (nunmehr B.A.________, geb. 1955) ein. A.A.________ (nachfolgend: der�
Gatte�bzw.�
Vater�) folgte seiner Frau in die Schweiz und erhielt hier am 13. M�rz 2000 die Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei seiner Gattin, am 16. M�rz 2005 dann die Niederlassungsbewilligung. Die Eheleute leben in ungetrennter Ehe und f�hren einen gemeinsamen Haushalt. 2009/ 2011 adoptierte B.A.________ (nachfolgend: die�
Gattin�bzw.�
Stiefmutter�) ihre Stieftochter in Kamerun, doch wurde diese Adoption mangels Zust�ndigkeit der kamerunischen Beh�rden in der Schweiz nicht anerkannt (Art. 78 Abs. 1 IPRG). C.A.________ (nachfolgend: die�
Tochter�) ist unver�ndert in Kamerun ans�ssig. Heute 19-j�hrig, studiert sie an einer Universit�t in Yaound�, der Hauptstadt Kameruns. Zumindest bis im Mai 2013 hielt sie sich bei einem v�terlichen Freund auf, der sie betreute und finanziell unterst�tzte.
Dem vorliegenden Verfahren um Erteilung der Aufenthaltsbewilligung an die Tochter (hinten lit. C ff.) gingen vier weitere Gesuchsverfahren voran. Diesen war kein Erfolg beschieden. Die Verfahren endeten mit rechtskr�ftigen Entscheiden vom 26. April 2007 (Migrationsamt des Kantons Z�rich; Abweisung wegen fehlenden Sorgerechts und freiwilliger Preisgabe des Zusammenlebens), 21. September 2007 (dieselbe Beh�rde; Nichteintreten mangels neuer Tatsachen), 30. November 2010 (Sicherheitsdirektion des Kantons Z�rich; Abweisung zufolge Fehlens wichtiger famili�rer Gr�nde zur Bewilligung des nachtr�glichen Familiennachzugs) und vom 23. Oktober 2013 (Migrationsamt des Kantons Z�rich; Abschreibung des Gesuchs der Ehegattin, welche die von ihr adoptierte bisherige Stieftochter nachziehen wollte, dies mangels Anerkennung der in Kamerun ausgesprochenen Adoption).
Am 8. November 2013 stellte der Vater gemeinsam mit seiner Gattin letztmals ein Einreisegesuch. Auch diesem blieb auf allen kantonalen Stufen der Erfolg verwehrt (Entscheide vom 16. Januar 2014, 22. Juli 2014 und 27. M�rz 2015 des Migrationsamts, der Sicherheitsdirektion und des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich, 1. Abteilung). Mit Blick auf das im Kanton St. Gallen rechtsh�ngige Eintragungsverfahren hatte der Pr�sident der 1. Abteilung am 30. Januar 2015 verf�gt, es sei das Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen �ber den Stand des Verfahrens zu informieren; gleichzeitig lud er die Beschwerdef�hrenden zur Stellungnahme betreffend die Sistierung des Nachzugsverfahrens ein. In der Folge beantragten diese, es sei von der Sistierung des Verfahrens abzusehen und baldm�glichst �ber die Beschwerde zu befinden. Im Entscheid vom 27. M�rz 2015 erkannte das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich, soweit hier interessierend, die in Kamerun erfolgte Stiefkindadoption habe mangels Anerkennung in der Schweiz auf die Beurteilung keinen Einfluss; die Eheleute h�tten es vers�umt, die ordentliche ausl�nderrechtliche Frist (Art. 47 Abs. 3 lit. b AuG) zu wahren (Entscheid E. 4.1.2). Ebenso h�tten sie es unterlassen, wichtige famili�re Gr�nde darzulegen, die einen nachtr�glichen Familiennachzug zu rechtfertigen verm�chten (Art. 47 Abs. 4 AuG; Entscheid E. 4.1.3 und 4.1.4). Auch ein auf Art. 8 Abs. 1 EMRK bzw. Art. 13 BV gest�tzter Anspruch falle ausser Betracht: Dass ein besonderes Abh�ngigkeitsverh�ltnis bestehe, das der Tochter trotz Vollendung des 18. Lebensjahrs einen Anspruch auf die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung verschaffen k�nnte, sei von den Eheleuten im ganzen Verfahren auch gar nicht behauptet worden (Entscheid E. 4.2).
Mit Eingabe beim Bundesgericht vom 21. Mai 2015 (Posteingang) erheben der Vater und seine Gattin Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten und subsidi�re Verfassungsbeschwerde. Sie beantragen, in Gutheissung der ordentlichen Beschwerde sei der angefochtene Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich vom 27. M�rz 2015 aufzuheben und das Einreisegesuch vom 8. November 2013 gutzuheissen. Eventualiter sei in Gutheissung der subsidi�ren Verfassungsbeschwerde der angefochtene Entscheid aufzuheben und festzustellen, dass dieser die Eheleute in ihren verfassungsm�ssigen Rechten verletzt habe.
Die Vorinstanz verzichtet auf eine Vernehmlassung, w�hrend das Staatssekretariat f�r Migration die Beschwerdeabweisung beantragt.
Im Verlauf der Instruktion des bundesgerichtlichen Verfahrens haben die Beschwerdef�hrenden darum ersucht, sie seien von der Bezahlung eines Kostenvorschusses zu dispensieren (Art. 64 BGG). Die nachgereichten Angaben haben sich als unvollst�ndig und unbelegt erwiesen, weshalb die angebliche Prozessarmut unbewiesen bleibt. Mit Verf�gung vom 29. Juni 2015 hat die II. �ffentlich-rechtliche Abteilung des Bundesgerichts das Gesuch um Erteilung des Rechts zur unentgeltlichen Prozessf�hrung abgewiesen.
1.1.�Die Beschwerdef�hrenden erheben Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten und subsidi�re Verfassungsbeschwerde.
1.2.1.�Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen den verfahrensabschliessenden Entscheid eines oberen kantonalen Gerichts ist unter den vorliegenden Umst�nden an sich gegeben (Art. 82 lit. a, Art. 86 Abs. 1 lit. d und Abs. 2, Art. 89 Abs. 1, Art. 90 BGG [SR 173.110]; Art. 112 Abs. 1 AuG [SR 142.20]). Die Beschwerdef�hrung der Gattin ist gleichzeitig als Zeichen ihres Einverst�ndnisses zum Nachzug des Stiefkinds zu werten (BGE 136 II 65 E. 5.2 S. 76 zum - diesbez�glich zwar vergleichbaren, hier aber nicht anwendbaren - Art. 3 Abs. 2 des Anhangs I zum Freiz�gigkeitsabkommen [FZA; SR 0.142.112.681]).
1.2.2.�Was ausl�nderrechtliche Verh�ltnisse betrifft, ist dar�ber hinaus der gesetzliche Negativkatalog von Art. 83 lit. c BGG zu beachten. Gegen Entscheide betreffend ausl�nderrechtliche Bewilligungen, auf die weder das Bundesrecht noch das V�lkerrecht einen Anspruch einr�umt, ist die Beschwerde unzul�ssig (Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG). Das von den Eheleuten angestrengte Verfahren richtet sich auf die erstmalige Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung (Art. 33 AuG) an die Tochter bzw. Stieftochter zwecks Familiennachzugs. Ledige Kinder einer drittstaatsangeh�rigen Person mit Niederlassungsbewilligung (Art. 2 Abs. 1, Art. 34 AuG) haben zwischen ihrem zw�lften und achtzehnten Lebensjahr unter den gesetzlichen Voraussetzungen einen Anspruch auf (erstmalige oder wiederholte) Erteilung der Aufenthaltsbewilligung (hinten E. 2.2).
1.2.3.�Im vorliegenden Fall berufen Vater und Stiefmutter sich in vertretbarer Weise auf einen potentiellen Anspruch auf�
nachtr�glichen�Familiennachzug (Art. 43 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 4 AuG), weshalb die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten zul�ssig ist. Ob die geltend gemachten Anspr�che tats�chlich bestehen, ist Sache der materiellen Beurteilung (BGE 136 II 177 E. 1.1 S. 179). F�r die vorsorglich erhobene subsidi�re Verfassungsbeschwerde (Art. 113 ff. BGG) bleibt daher kein Raum (so Art. 113 BGG), weshalb auf sie nicht einzutreten ist.
1.2.4.�Mit der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann insbesondere die Verletzung von Bundes- und V�lkerrecht ger�gt werden (Art. 95 lit. a und b BGG). Bei der Pr�fung verf�gt das Bundesgericht �ber volle Kognition und wendet es das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Dessen ungeachtet untersucht das Bundesgericht, unter Ber�cksichtigung der allgemeinen Begr�ndungspflicht der Beschwerde (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG; BGE 139 I 306 E. 1.2 S. 308 f.), nur die geltend gemachten R�gen, es sei denn, die rechtlichen M�ngel l�gen geradezu auf der Hand (BGE 140 III 86 E. 2 S. 88 ff.).
1.2.5.�Die Verletzung von Grundrechten pr�ft das Bundesgericht nur insofern, als eine solche R�ge in der Beschwerde vorgebracht und begr�ndet worden ist (qualifizierte R�ge- und Begr�ndungspflicht gem�ss Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 140 IV 57 E. 2.2 S. 60). Wird keine Verfassungsr�ge erhoben, kann das Bundesgericht eine Beschwerde selbst dann nicht gutheissen, wenn eine Verfassungsverletzung tats�chlich vorliegt (BGE 139 I 229 E. 2.2 S. 232). Zu den Grundrechten in diesem Sinn z�hlen neben den Art. 7-34 BV die weiteren verfassungsm�ssigen Rechte der BV, die Rechtsanspr�che der EMRK (SR 0.101) und anderer Menschenrechtspakte sowie die durch die jeweilige Kantonsverfassung gew�hrleisteten Rechte (BGE 137 I 77 E. 1.3.1 S. 79 f.). In der Beschwerde ist klar und detailliert anhand der Erw�gungen des angefochtenen Entscheids darzulegen, inwiefern verfassungsm�ssige Rechte verletzt worden sein sollen (BGE 140 II 141 E. 8 S. 156). Auf bloss allgemein gehaltene, rein appellatorische Kritik am vorinstanzlichen Entscheid tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 139 I 138 E. 3.8 S. 144).
1.2.6.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz nur berichtigen oder erg�nzen, soweit sie offensichtlich unrichtig, das heisst willk�rlich, sind oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhen (Art. 105 Abs. 2 BGG). Zudem muss die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein, was in der Beschwerde klar und substanziiert aufzuzeigen ist. Auf Kritik an den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz, die diesen Anforderungen nicht gen�gt, ist nicht einzutreten (Art. 97 Abs. 1 BGG; BGE 141 V 365 E. 1.1 S. 366).
1.2.7.�Soweit die beschwerdef�hrende Partei den Sachverhalt erg�nzen will, hat sie unter Hinweis auf die Vorakten darzulegen, dass sie entsprechende rechtserhebliche Tatsachen und taugliche Beweismittel bereits bei den Vorinstanzen prozesskonform eingebracht hat (BGE 140 III 86 E. 2 S. 90). Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen nur so weit vorgebracht werden, als der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG; BGE 140 III 16 E. 1.3.1 S. 17 f.).
2.1.�Die Eheleute berufen sich, anders als im Verwaltungsverfahren, nicht mehr auf die Stiefkindadoption bzw. ein dadurch begr�ndetes Familienverh�ltnis. Sie r�gen eine Verletzung von Art. 43 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 4 AuG, ferner von Art. 5 Abs. 3 und Art. 13 BV (SR 101) sowie Art. 8 Abs. 1 EMRK.
2.2.1.�Gem�ss Art. 43 Abs. 1 AuG haben ausl�ndische Ehegatten und ledige Kinder unter 18 Jahren von Personen (konkret: Drittstaatenangeh�rigen) mit Niederlassungsbewilligung Anspruch auf Erteilung und Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung (Art. 33 AuG), sofern sie mit diesen zusammenwohnen. Massgebend ist das Alter des nachzuziehenden Kindes zum Zeitpunkt der Einreichung des Gesuchs um Erteilung bzw. Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung (BGE 136 II 497 E. 3.4 und 3.5 S. 502 f.). Aufgrund von Art. 51 Abs. 2 AuG d�rfen weder Rechtsmissbrauch noch Widerrufsgr�nde nach Art. 62 AuG (dazu Urteil 2C_851/2014 vom 24. April 2015 E. 3.1) vorliegen (Botschaft vom 8. M�rz 2002 zum Bundesgesetz �ber die Ausl�nderinnen und Ausl�nder, BBl 2002 3709 ff., insb. 3792 Ziff. 2.6 zu Art. 46 E-AuG; BGE 136 II 78 E. 4.2 S. 81 und E. 4.8 S. 86 f.). Und schliesslich setzt der Rechtsanspruch die Wahrung der gesetzlichen Fristen voraus (Art. 47 AuG). Dem Gesuch um Erteilung der Aufenthaltsbewilligung an die nachzuziehende Person, wie Art. 43 Abs. 1 AuG sie umschreibt, ist folglich nicht "automatisch" zu entsprechen (BGE 136 II 78 E. 4.7 und E. 4.8 S. 85 ff.).
2.2.2.�Gem�ss Art. 47 Abs. 1 AuG ist der (�
ordentliche�) Anspruch auf Familiennachzug innerhalb von f�nf Jahren geltend zu machen (Satz 1). Kinder �ber zw�lf Jahre m�ssen innerhalb von zw�lf Monaten nachgezogen werden (Satz 2). Die Fristen beginnen bei Familienangeh�rigen von ausl�ndischen Personen zum Zeitpunkt der Erteilung der Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung oder der Entstehung des Familienverh�ltnisses (Art. 47 Abs. 3 lit. b AuG). �bergangsrechtlich setzt der Fristenlauf nach Art. 47 Abs. 1 AuG gem�ss Art. 126 Abs. 3 AuG (erst) mit dem Inkrafttreten des AuG ein (1. Januar 2008; AS 2007 5489).
2.2.3.�Aufgrund ausdr�cklicher Anordnung in Art. 47 Abs. 4 Satz 1 AuG h�ngt ein nachtr�glicher Familiennachzug davon ab, dass im konkreten Einzelfall "wichtige famili�re Gr�nde" geltend gemacht werden k�nnen (Satz 1). Der Familiennachzug gilt als�
nachtr�glich�beantragt, falls die f�r den ordentlichen Familiennachzug massgebenden Fristen von Art. 47 Abs. 1 AuG bei Einreichung des Gesuchs bereits verstrichen sind. Die Bewilligung des Familiennachzugs nach Ablauf der Fristen tr�gt Ausnahmecharakter (Urteil 2C_914/2014 vom 18. Mai 2015 E. 3.1 mit zahlreichen Hinweisen). Bei den�
wichtigen famili�ren Gr�nden�handelt es sich um einen unbestimmten Rechtsbegriff, dessen Inhalt durch Gesetzesauslegung zu ermitteln ist. Als klassischen Fall f�hren die Materialien Situationen an, bei welchen den Kindern die weiterhin notwendige Betreuung im Herkunftsland nicht mehr gew�hrleistet ist (beispielsweise aufgrund des Todes oder einer Krankheit der betreuenden Person; BGE 126 II 329). Massgebend ist das Kindesinteresse, wobei wirtschaftliche Gr�nde (d. h. die Aufnahme einer Erwerbst�tigkeit in der Schweiz) nicht ausschlaggebend sein k�nnen (Botschaft AuG, a. a. O., 3794 Ziff. 2.6 zu Art. 46 E-AuG). Dem Verordnungsrecht (Art. 75 VZAE [SR 142.201]) zufolge, welches Art. 47 Abs. 4 AuG konkretisiert, haben die Eltern oder der Elternteil nachzuweisen, dass das "Kindswohl�
nur�durch einen Nachzug in die Schweiz gewahrt werden kann" (Auszeichnung durch das Bundesgericht).
2.2.4.�Dies ruft nach einer�
Gesamtschau�unter Ber�cksichtigung aller entscheidwesentlichen Umst�nde im konkreten Einzelfall (Urteile 2C_303/2014 vom 20. Februar 2015 E. 6.1; 2C_888/2011 vom 20. Juni 2012 E. 3.1). Der Befristung der Nachzugsm�glichkeit tr�gt (auch) Z�ge der Einwanderungsbegrenzung: So will Art. 43 AuG zwar den Niedergelassenen ein gemeinsames Familienleben in der Schweiz erm�glichen. Wenn eine Familie aber aus freien St�cken w�hrend Jahren getrennt gelebt hat, spricht dies gegen ein ausgepr�gtes Interesse am gemeinsamen Familienleben (Urteil 2C_914/2014 vom 18. Mai 2015 E. 4.1). Es bedarf deswegen stichhaltiger Gr�nde, die zum Wohle der Familie eine andere L�sung erforderlich machen. Von nicht zu sch�tzendem Rechtsmissbrauch kann unter Umst�nden ausgegangen werden, wenn das Gesuch um Nachzug des Kindes (erst) kurz vor Erreichen des erwerbsf�higen Alters gestellt wird und in Wirklichkeit nicht eine echte Familienzusammenf�hrung beabsichtigt ist (BGE 136 II 497 E. 4.3 S. 506 ff., im konkreten Fall verneint; Urteil 2C_888/2011 vom 20. Juni 2012 E. 3). Rein wirtschaftliche �berlegungen (so namentlich der Zugang zum hiesigen Arbeitsmarkt) bilden keine "wichtigen famili�ren Gr�nde", aus welchen ein Nachzug zu gew�hren w�re (zit. Urteil 2C_888/2011 E. 3.2).
3.1.�Streitig und zu pr�fen ist das Vorliegen "wichtiger famili�rer Gr�nde" im Sinne von Art. 47 Abs. 4 AuG.
3.2.1.�Nach den f�r das Bundesgericht verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz (Art. 105 Abs. 1 BGG) besteht zwischen Vater und Tochter ein Kindesverh�ltnis im rechtlichen Sinne, lebt der Vater in der Schweiz, die Tochter in Kamerun und stellte der Vater, der �ber die Niederlassungsbewilligung verf�gt, zusammen mit seiner Gattin, einer Schweizerb�rgerin, letztmals am 8. November 2013 das Gesuch um Erteilung der Aufenthaltsbewilligung an die (ledige), am 16. Mai 1996 geborene Tochter. Im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung stand die Vollj�hrigkeit noch bevor. Die Vorinstanz erw�gt, entgegen der ihnen obliegenden Mitwirkungspflicht h�tten die Eheleute unbewiesen gelassen, unter welchen konkreten Umst�nden (Wohnung, Betreuung, Finanzen) die Tochter in Kamerun lebe. R�ckschl�sse auf eine gesteigerten Betreuungsbedarf (infolge Krankheit oder Unfalls) oder auf eine fehlende alternative Betreuungsm�glichkeiten seien jedenfalls nicht m�glich. Aufgrund dessen, dass die Tochter in Kamerun ein universit�res Studium in Angriff genommen habe, m�sse angenommen werden, sie bestreite ihr Leben weitgehend selbst�ndig.
3.2.2.�Der Fristenlauf zur Geltendmachung des�
ordentlichen�Anspruchs auf Familiennachzug (Art. 47 Abs. 1 AuG) setzte aufgrund der �bergangsrechtlichen Sonderregelung (Art. 126 Abs. 3 AuG) am 1. Januar 2008 ein (zum Ganzen vorne E. 2.2.2). Zu diesem Zeitpunkt hatte die Tochter ihr zw�lftes Lebensjahr noch nicht vollendet. Dies war erst am 16. Mai 2008 der Fall. In der ersten Tatbestandsvariante (Art. 47 Abs. 1 Satz 1 AuG) endete die f�nfj�hrige Frist am 1. Januar 2013, w�hrend der Fristablauf im Fall von Art. 47 Abs. 1 Satz 2 AuG bereits am 16. Mai 2009 eintrat. So oder anders vermochte das am 8. November 2013 eingereichte Einreisegesuch die gesetzliche Frist nicht zu wahren. Mit Recht anerkennen die Eheleute den ungenutzten Fristablauf (wozu sie sich auf Art. 47 Abs. 1 Satz 2 AuG st�tzen). Sie tragen im Wesentlichen vor, der Tochter (bzw. Stieftochter) fehle im Kamerun jede Betreuung; es g�be niemanden, der sich um sie k�mmere. Mittlerweile stehe sie auf der Strasse ("elle vit dans la rue"). Da jung und (bei Gesuchseinreichung) unm�ndig, bed�rfe sie dringend einer Struktur, der Ausbildung und der erforderlichen Unterst�tzung, was ihr einzig die in der Schweiz lebenden "Eltern" bieten k�nnten. Eheleute und Tochter unterhielten enge und dauerhafte Kontakte. Ihnen, den Eheleuten, sei nicht zuzumuten, nach Kamerun zu ziehen, um das gemeinsame Familienleben dort zu verwirklichen. Die Tochter (bzw. Stieftochter) werde die deutsche Sprache mit Bestimmtheit rasch erlernen, was die baldige Integration in die hiesigen Verh�ltnisse erlaube.
3.2.3.�Den Schilderungen der Eheleute vor Bundesgericht l�sst sich nichts entnehmen, was darauf schliessen liesse, es werde die R�ge der�
willk�rlichen�Sachverhaltsfeststellung bzw. Beweisw�rdigung erhoben (Art. 105 Abs. 1 BGG). Ebenso wenig ist anzunehmen, die Eheleute wollten den Sachverhalt erg�nzen (Art. 105 Abs. 2 BGG; vorne E. 1.2.6 und 1.2.7). Ihre Kritik an den vorinstanzlichen Feststellungen f�llt knapp, appellatorisch und h�chst pauschal aus. Auch vor Bundesgericht bleiben die Lebensumst�nde der auf Grund von Art. 14 ZGB mittlerweile vollj�hrigen jungen Frau weitgehend im Dunkeln. Wohn- und Familienverh�ltnisse, Bestreitung des Lebensunterhalts, Studium und Ausmass der Verankerung in ihrem Umfeld lassen sich weder absch�tzen noch �berhaupt erahnen. Offen bleibt namentlich, inwiefern es m�glich sein k�nnte, auf der Strasse zu leben und gleichzeitig einem universit�ren Studium nachzugehen. Die tats�chlichen Schl�sse der Vorinstanz, denen zufolge die geschilderten misslichen Umst�nde unbewiesen sind, ist denn auch haltbar, zumal eine den gesetzlichen Anforderungen gen�gende Kritik ohnehin nicht vorgebracht wird (Art. 106 Abs. 2 BGG; vorne E. 1.2.5). Die vorinstanzlichen Feststellungen bleiben f�r das Bundesgericht verbindlich (Art. 105 Abs. 1 BGG). Ebenso wenig ist das angefochtene Urteil zu beanstanden, soweit es davon ausgeht, es w�re Sache der Beschwerdef�hrenden, aufgrund ihrer Mitwirkungspflicht die geltend gemachten Umst�nde zu belegen.
3.3.1.�Mit Blick auf die f�r das Bundesgericht verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz fehlt es folglich an anspruchsbegr�ndenden "wichtigen famili�ren Gr�nden", die ihrerseits einen nachtr�glichen Familiennachzug zu rechtfertigen verm�chten. Bundesrechtskonform hat die Vorinstanz einen Anspruch aus Art. 43 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 4 AuG verworfen.
3.3.2.�Die Eheleute berufen sich in ihrer Beschwerde �ber das Gesetzesrecht hinaus auf die Art. 5 Abs. 3 und Art. 13 BV sowie Art. 8 EMRK. Werden Grundrechte und weitere verfassungsm�ssige Rechte angerufen, ist im bundesgerichtlichen Verfahren die qualifizierte R�ge- und Begr�ndungspflicht zu befolgen (Art. 106 Abs. 2 BGG; vorne E. 1.2.5). Die auch im �brigen knapp gehaltene Beschwerde ersch�pft sich hinsichtlich des Verfassungs- und Konventionsrechts weitgehend darin, die eingangs zitierten Bestimmungen aufzuz�hlen. Dies bleibt klarerweise unterhalb dessen, was von Gesetzes wegen hinsichtlich R�ge und Begr�ndung zu verlangen ist. Praxisgem�ss ist Art. 47 Abs. 4 AuG in einer Weise zu handhaben, dass der Anspruch auf Achtung des Familienlebens (Art. 13 BV bzw. Art. 8 EMRK) nicht verletzt wird (zit. Urteil 2C_914/2014 vom 18. Mai 2015 E. 3.1). Soweit aber jegliche tats�chlichen Grundlagen fehlen, die als wichtige famili�re Gr�nde gewertet werden k�nnten, ist von Amtes wegen nicht zu pr�fen, ob verfassungsm�ssige Rechte m�glicherweise ein anderes Ergebnis nahelegen k�nnten (vorne E. 1.2.5).
3.3.3.�Auch der konventionsrechtliche Anspruch auf Achtung des Familienlebens vermittelt im �brigen grunds�tzlich keinen Rechtsanspruch auf Nachzug einer mittlerweile vollj�hrig gewordenen Tochter, die ihr bisheriges Leben getrennt vom leiblichen Vater in ihrer Heimat zugebracht hat. Beziehungen zwischen erwachsenen Kindern und ihren Eltern (oder einem Elternteil) fallen (nur) in den Anwendungsbereich von Art. 8 EMRK, falls ein besonderes Abh�ngigkeitsverh�ltnis besteht, das �ber normale affektive Bindungen hinausreicht (BGE 139 II 393 E. 5.1 S. 402; 137 I 154 E. 3.4.2 S. 159; 135 I 143 E. 3.1 S. 148; 129 II 11 E. 2 S. 13 f.). Lebten Eltern und Kind w�hrend 18 Jahren getrennt und unter grosser geografischer Distanz, ist ein derart qualifiziertes Abh�ngigkeitsverh�ltnis nicht leichthin anzunehmen. Vorliegend ist es jedenfalls nicht nachgewiesen.
Damit ist die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten unbegr�ndet und abzuweisen. Ausgangsgem�ss sind den Eheleuten die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens aufzuerlegen (Art. 65 in Verbindung mit Art. 66 Abs. 1 BGG). Sie tragen diese zu gleichen Teilen und unter solidarischer Haftung (Art. 66 Abs. 5 BGG). Dem Kanton Z�rich, der in seinem amtlichen Wirkungskreis obsiegt, steht keine Parteientsch�digung zu (Art. 68 Abs. 3 BGG).
Die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens von Fr. 2'000.-- werden den Beschwerdef�hrenden zu gleichen Teilen und unter solidarischer Haftbarkeit auferlegt.

References: Art. 8
 Art. 13
 Art. 86
 Art. 89
 Art. 90
 Art. 112
 Art. 3
 Art. 83
 Art. 34
 Art. 47
 Art. 113
 BGE 
 Art. 106
 BGE 
 Art. 7
 Art. 95
 BGE 
 BGE 
 Art. 43
 Art. 47
 Art. 5
 Art. 13
 Art. 8
 Art. 43
 Art. 51
 Art. 62
 Art. 46
 BGE 
 Art. 43
 Art. 47
 Art. 47
 Art. 126
 Art. 47
 Art. 47
 BGE 
 Art. 46
 Art. 47
 Art. 43
 Art. 47
 Art. 47
 Art. 47
 Art. 14
 Art. 43
 Art. 47
 Art. 5
 Art. 13
 Art. 8
 Art. 47
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 66