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Timestamp: 2020-01-29 08:54:21+00:00

Document:
Entscheidungsdatum: 24.04.2019
Aktenzeichen: 2 StR 469/18
Norm: § 57a StGB
"Schöner Helmut": Urteil wegen Mordes am Kölner Rudolfplatz rechtskräftig
Der BGH hat im Verfahren um den Tod des "schönen Helmuts" die Revision des Angeklagten als unbegründet verworfen.
Dem Angeklagten war durch die Staatsanwaltschaft Köln vor dem Landgericht u.a. vorgeworfen worden, am 07.12.2012 einen bekannten Kölner Lebemann in seiner Wohnung am Rudolfplatz in der Kölner Innenstadt versucht zu haben zu berauben und das Tatopfer – nachdem er keine Wertgegenstände in seiner Wohnung gefunden hatte – mit erheblicher Gewalteinwirkung, insbesondere auf den Kopf und Oberkörper, getötet zu haben. Das LG Köln, das diese Vorwürfe nach 49 Hauptverhandlungstagen als erwiesen ansah, hatte den Angeklagten am 28.02.2018 wegen Mordes in Tateinheit mit versuchtem Raub mit Todesfolge zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Hiervon hatte das Landgericht wegen der langen Verfahrensdauer ein Jahr für vollstreckt erklärt. Außerdem hat das Landgericht die besondere Schwere der Schuld des Angeklagten festgestellt.
Dieses Urteil ist nun rechtskräftig.
Der BGH hat die hiergegen eingelegte Revision des Angeklagten als unbegründet verworfen. Das Urteil des Landgerichts ist damit rechtskräftig.
Nach Auffassung des BGH ergab die Nachprüfung des Urteils keinen Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten. Allerdings hat der BGH den Schuldspruch dahin geändert, dass der Angeklagte des Mordes in Tateinheit mit versuchtem schweren Raub schuldig ist.
Die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld bedeutet, dass der Angeklagte nicht schon nach Ablauf der Mindestverbüßungsdauer von 15 Jahren auf Bewährung aus der Haft entlassen werden kann, § 57a Abs. 1 StGB. Für die Vollstreckung der Strafe ist jetzt die Staatsanwaltschaft Köln zuständig.
Quelle: Pressemitteilung des LG Köln Nr. 8/2019 v. 30.07.2019

References: § 57
 BGH 
 BGH 
 BGH 
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 § 57