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Timestamp: 2020-08-12 01:39:55+00:00

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FAQs zur Maskenpflicht im Sektor
Warum gibt es im Sektor eine „Maskenpflicht“?
Es gibt keine Maskenpflicht, wohl aber die Pflicht, in bestimmten Situationen eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Die wenigsten Menschen haben Freude bei dem Gedanken, einen Teil des eigenen Gesichts verdecken zu müssen. Es gibt allerdings Situationen, in denen – gerade unter den Bedingungen zunehmender Lockerungen – wieder mehr Menschen zusammenkommen werden und der notwendige Abstand nicht immer eingehalten werden kann. Dies gilt insbesondere in Bussen, Bahnen und Zügen, aber auch im Einzelhandel und diese Regelung gilt bundesweit!
Vorgeschrieben ist nach dem neu in die Verordnung eingefügten § 9 Absatz 2 eine Mund-Nasen-Bedeckung, die aufgrund ihrer Beschaffenheit geeignet ist, als textile Barriere eine Ausbreitung von übertragungsfähigen Tröpfchenpartikeln durch Husten, Niesen und Aussprache zu verringern. Es muss also keine Maske getragen werden, zulässig sind auch Schals, Tücher, Buffs oder ähnliches. Geeignet sind auch sog. Alltagsmasken, also selbst hergestellte oder gekaufte Masken aus Baumwolle oder anderem gut abdeckenden Material.
Gleiches gilt für Besucherinnen und Besucher von Verkaufsstellen, also insbesondere im Einzelhandel, sei es im Supermarkt, im Baumarkt, einer Drogerie oder in einem Bekleidungsgeschäft. Diese Regelung gilt in Niedersachsen ab Montag, den 27.04.2020 und in Thüringen und Sachsen-Anhalt seit dem 23. bzw. 24. April 2020.
In einer Bank und auch beim Nutzen eines Geldautomaten muss man keinen Mund-NasenSchutz tragen! In § 9 Absatz 1 der Verordnung sind Einrichtungen nach § 3 Nrn. 7, Buchst. K ausdrücklich ausgenommen. (In § 3 Nrn. 7, Buchst. werden Banken, Sparkassen und Geldautomaten genannt.)
Darf denn auch der Fahrer eines PKW, eines LKW oder eines Busses überhaupt einen Mund-Nasen-Schutz tragen? Wie kann er dann identifiziert werden bei, zum Beispiel bei Geschwindigkeitsüberschreitungen?
Viele Menschen fragen sich, ob denn das freiwillige Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes beim Autofahren nicht gegen die Regelung des § 23 Abs. 4 StVO verstoßen würde. Darin ist geregelt, dass, wer ein Kraftfahrzeug führt, sein Gesicht nicht so verhüllen oder verdecken darf, dass er nicht mehr erkennbar ist. In aller Regel aber können Menschen, die ‚nur‘ eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, dennoch erkannt werden – etwa auf einem bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung gemachten Foto.
Es möglichst vermeiden und die Essgewohnheiten dahingehend anpassen. Der mit der Mund-Nasen-Bedeckung angestrebte Schutz von Anderen wird leider kaum möglich sein, wenn ein opulentes Frühstück im Zug eingenommen wird. Der kurze Biss in die Stulle und der Schluck Kaffee sollte aber auch mit einem kurzen Wegschieben der Bedeckung möglich sein.
Nein. Personen, für die aufgrund von Vorerkrankungen, zum Beispiel schwerer Herz- oder Lungenerkrankungen, wegen des höheren Atemwiderstands das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung nicht zumutbar ist, sind von der Verpflichtung nach Absatz 1 ausgenommen. Dies gilt beispielsweise auch in Fällen von schwererem Asthma.
Selbst genähte Mund-Nasen-Bedeckungen haben den Vorteil, dass sie mehrmals verwendet werden können, wenn sie als Kochwäsche (bei 90°C, mindestens 60 °C) gewaschen und anschließend gebügelt werden. Wichtig ist, die selbst genähten Masken regelmäßig, insbesondere wenn sie durchfeuchtet sind, zu wechseln und zu waschen. Das Reinigen kann auch durch Auskochen im Topf auf dem Herd erfolgen. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat hierzu nachstehendes Merkblatt veröffentlicht: https://www.infektionsschutz.de/fileadmin/infektionsschutz.de/Downloads/Merkblatt-Mund-Nasen-Bedeckung.pdf
In der ersten Woche nicht, aber ab dem 4. Mai 2020. Die Maskenpflicht nach dem neuen § 9 der Verordnung zum Schutz vor Neuinfektionen mit dem Corona-Virus soll in der Einführungsphase vom 27.4. bis 3.5.2020 nicht bußgeldbewehrt sein. Die Bußgeldbewehrung tritt erst zum 4.Mai 2020 ein, da dann die Pflicht etabliert und allgemein bekannt ist. Über das Hausrecht kann Ihnen aber im Einzelhandel und im ÖPNV der Zutritt verwehrt werden. Da bereits ein Schal oder ein Tuch ausreichen, sind sie aber nicht vom Kauf einer Maske abhängig und sollten idealerweise erst gar nicht in diese Situation kommen müssen.
Gilt die Mund-Nasen-Bedeckungspflicht auch in anderen Situationen, in denen größere Gruppen von Menschen zusammen kommen?
Maskenpflicht für Nahverkehr und Einzelhandel im gesamten Bundesland ab 27. April; in Wolfsburg Maskenpflicht für Nahverkehr und Einzelhandel seit 20. April.

References: § 9
 § 9
 § 3
 § 3
 § 23
 § 9