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Timestamp: 2020-02-17 04:24:14+00:00

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9 U 69/19
Legen namens der unterlegengen Partei zwei Prozessbevollmächtigte unabhängig voneinander Berufung ein und nimmt einer von ihnen später "die Berufung" ohne einschränkenden Zusatz zurück, so bewirkt dies den Verlust des Rechtsmittels.
ZPO § 84, § 516 Abs 3
Aktenzeichen: 9U69/19 Paragraphen: Datum: 2019-09-17
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OLG Sachsen-Anhalt - LG Magdeburg
1 U 168/18
Auch eine umfangreiche Berufungsbegründung genügt nicht den gesetzlichen Anforderungen des § 520 Abs. 3 S. 2 ZPO, wenn sie sich nicht konkret mit den Gründen der angefochtenen Entscheidung auseinandersetzt, sondern es unter Rückgriff auf Textbausteine bei einer abstrakten Darstellung der Anspruchsvoraussetzungen belässt, die nicht über eine Wiederholung des erstinstanzlichen Vorbringens hinausgeht. (Rn.28)
ZPO § 520 Abs 2 S 2, § 520 Abs 3 S 2
Aktenzeichen: 1U168/18 Paragraphen: Datum: 2019-09-12
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Rechtsmittelrecht - Berufung Beweisaufnahme
Das Berufungsgericht hat die erstinstanzliche Überzeugungsbildung nicht nur auf Rechtsfehler zu überprüfen. Zweifel im Sinne von § 529 Abs. 1 Nr. 1 ZPO liegen schon dann vor, wenn aus der für das Berufungsgericht gebotenen Sicht eine gewisse - nicht notwendig überwiegende - Wahrscheinlichkeit dafür besteht, dass im Fall der Beweiserhebung die erstinstanzliche Feststellung keinen Bestand haben wird, sich also deren Unrichtigkeit herausstellt. Bei der Berufungsinstanz handelt es sich um eine zweite - wenn auch eingeschränkte - Tatsacheninstanz, deren Aufgabe in der Gewinnung einer fehlerfreien und überzeugenden und damit richtigen Entscheidung des Einzelfalls besteht (Anschluss an BGH, Beschluss vom 21. März 2018 - VII ZR 170/17, BauR 2018, 1162 = NZBau 2018, 349; Beschluss vom 11. Oktober 2016 - VIII ZR 300/15, NJW-RR 2017, 75; Urteil vom 29. Juni 2016 - VIII ZR 191/15, NJW 2016, 3015).
ZPO § 286 Abs 1, § 529 Abs 1 Nr 1
Aktenzeichen: VIIZR69/17 Paragraphen: Datum: 2019-09-04
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Die Vorschrift des § 520 Abs. 3 Satz 2 Nr. 1 ZPO verlangt, dass die Berufungsbegründungsschrift ihrem gesamten Inhalt nach eindeutig erkennen lässt, in welchem Umfang und mit welchem Ziel das Urteil der ersten Instanz angefochten werden soll (im Anschluss an Senatsurteil vom 22. März 2006 - VIII ZR 212/04, NJW 2006, 2705 Rn. 8; BGH, Beschlüsse vom 31. August 2010 - VIII ZB 13/10, WuM 2011, 48 Rn. 7; vom 10. Juni 2015 - XII ZB 611/14, NJW-RR 2015, 963 Rn. 10; vom 1. Juni 2017 - III ZB 77/16, NJW-RR 2017, 1341 Rn. 8; jeweils mwN). Das ist aber bereits dann der Fall, wenn die Berufungsbegründung den Schluss auf die Weiterverfolgung des erstinstanzlichen Begehrens zulässt (im Anschluss an BGH, Beschlüsse vom 2. Februar 2012 - V ZB 184/11, NJW-RR 2012, 397 Rn. 6; vom 29. März 2012 - V ZB 176/11, juris Rn. 6; vom 26. Juni 2019 - VII ZB 61/18, juris Rn. 9).
Aktenzeichen: VIIIZR29/19 Paragraphen: Datum: 2019-08-20
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BGH - LG Kiel - AG Kiel
ZPO § 233 S 1, § 520 Abs 2 S 3
Aktenzeichen: XZB13/18 Paragraphen: Datum: 2019-08-20
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Bei der Einlegung der Berufung müssen aus der Berufungsschrift sowohl der Rechtsmittelkläger als auch der Rechtsmittelbeklagte erkennbar sein oder doch jedenfalls bis zum Ablauf der Berufungsfrist eindeutig erkennbar werden. An die Bezeichnung des Rechtsmittelgegners sind, jedenfalls in denjenigen Fallgestaltungen, in denen der in der Vorinstanz obsiegende Gegner aus mehreren Streitgenossen bestand, keine strengen Anforderungen zu stellen. Unter solchen Umständen richtet sich das Rechtsmittel im Zweifel gegen die gesamte angefochtene Entscheidung, das heißt gegen alle gegnerischen Streitgenossen. Etwas anderes gilt nur, wenn die Rechtsmittelschrift eine Beschränkung der Anfechtung erkennen.(Leitsatz der Redaktion)
Aktenzeichen: IIIZR83/18 Paragraphen: Datum: 2019-06-06
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Prozeßrecht Rechtsmittelrecht - Sachverständiger Befangenheitsrecht Berufung
1. Entscheidet ein Gericht des ersten Rechtszuges über ein gegen den gerichtlichen Sachverständigen gerichtetes Ablehnungsgesuch entgegen § 406 Abs. 4 ZPO erst in den Gründen seines Endurteils und nicht vorab durch gesonderten Beschluss, so stellt dies grundsätzlich einen Berufungsgrund dar. Das Berufungsgericht ist befugt, im Rahmen des Berufungsverfahrens inzidenter auch über die Berechtigung des Ablehnungsgesuchs zu befinden. Eine Aufhebung des erstinstanzlichen Urteils und Zurückverweisung an das Gericht des ersten Rechtszuges kommt nur unter den Voraussetzungen des § 538 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 ZPO in Betracht.
2. Besteht ein Widerspruch zwischen den Äußerungen verschiedener Sachverständiger, ist der Tatrichter zur Aufklärung des Widerspruchs auch dann verpflichtet, wenn es dabei um Privatgutachten geht.
3. Zum Begriff des "Erforderlichen" in § 249 Abs. 2 Satz 1 BGB.
ZPO § 249 Abs 2 S 1, § 286, § 406 Abs 4, § 406 Abs 5, § 538 Abs 2 S 1 Nr 1
Aktenzeichen: VIZR393/18 Paragraphen: Datum: 2019-05-14
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Aktenzeichen: IXZR31/15 Paragraphen: Datum: 2018-01-18
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Rechtsmittelrecht - Berufung Urteil/Beschluß
XII ZB 605/14
Aktenzeichen: XIIZB605/14 Paragraphen: ZPO§522 Datum: 2016-01-13
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Aktenzeichen: VIZR567/15 Paragraphen: ZPO§233 Datum: 2015-11-24
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Aktenzeichen: XIIZB12/14 Paragraphen: ZPO§520 Datum: 2015-11-04
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ZPO § 520 Abs 3 Nr 2, § 520 Abs 3 Nr 3
Aktenzeichen: VIZB18/15 Paragraphen: ZPO§520 Datum: 2015-10-20
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Prozeßrecht rechtsmittelrecht - Prozeßvertretung/Anwälte Schriftform Berufungsschrift
Die aus einem Blankoexemplar ausgeschnittene und auf die Telefax-Vorlage eines bestimmenden Schriftsatzes (hier: Berufungsschrift und Berufungsbegründung) geklebte Unterschrift des Prozessbevollmächtigten einer Partei erfüllt nicht die an eine eigenhändige Unterschrift nach § 130 Nr. 6 i.V.m. § 519 Abs. 4, § 520 Abs. 5 ZPO zu stellenden Anforderungen.
ZPO § 130 Nr 6, § 233, § 519 Abs 4, § 520 Abs 5
Aktenzeichen: IIIZB60/14 Paragraphen: ZPO§130 ZPO§233 ZPO§519 ZPO§520 Datum: 2015-08-27
Link: pdf.php?db=zivilrecht&nr=35594

References: § 84
 § 516
 § 520
 § 520
 § 520
 § 529
 § 286
 § 529
 § 520

BGH 
 § 233
 § 520
 § 406
 § 538
 § 249
 § 249
 § 286
 § 406
 § 406
 § 538
 § 520
 § 520
 § 130
 § 519
 § 520
 § 130
 § 233
 § 519
 § 520