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BGBl. Teil 1: Nr. 55 (1983) - OffeneGesetze.de – Freier Zugang zu unseren Gesetzen
BGBl. Teil 1: Nr. 55 (1983)
Veröffentlicht am 30.12.1983, PDF downloaden
Verordnung über die Berufsausbildung in der luftfahrttechnischen Industrie (Luftfahrtindustrieausbildungsverordnung - LuftIndAusbV) (Seite 1)
Verordnung über die Berufsausbildung zum Glasapparatebauer/zur Glasapparatebauerin (Glasapparatebauer-Ausbildungsverordnung - GlasappAusbV) (Seite 37)
Verordnung über die Berufsausbildung zum Steinmetz und Steinbildhauer/zur Steinmetzin und Steinbildhauerin (Steinmetz und Steinbildhauer-Ausbildungsverordnung - SteinAusbV) (Seite 44)
Zweite Verordnung zur Änderung der Förderungssätze-Verordnung (Seite 53)
Fünfte Verordnung zur Änderung der Winterbau-Umlageverordnung (Seite 54)
Bundesgesetzblatt Z 5702 A Teil 1 1983 1609 Ausgegeben zu Bonn am 30. Dezember 1983 Nr. 55 Tag Inhalt Seite 21. 12. 83 Verordnung über die Berufsausbildung in der luftfahrttechnischen Industrie (Luftfahrtindustrie- ausbildungsverordnung - LuftlndAusbV) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1609 neu: 800-21-1-105 21. 12. 83 Verordnung über die Berufsausbildung zum Glasapparatebauer/zur Gla~apparatebauerin (Glas- apparatebauer-Ausbildungsverordnung - GlasappAusbV) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1645 neu: 800-21-1-106 21. 12. 83 Verordnung über die Berufsausbildung zum Steinmetz und Steinbildhauer/zur Steinmetzin und Steinbildhauerin (Steinmetz und Steinbildhauer-Ausbildungsverordnung - SteinAusbV) . . . . . . 1652 neu: 7110-6-23 22. 12. 83 Zweite Verordnung zur Änderung der Förderungssätze-Verordnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1661 810-1-17 22. 12. 83 Fünfte Verordnung zur Änderung der Winterbau-Umlageverordnung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1662 810-1-13 Hinweis auf andere Verkündungsblätter Bundesgesetzblatt Teil II Nr. 33 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1663 Verordnung über die BerufsausbildungJn der luftfahrttechnischen Industrie (Luftfahrtindustrieausbildungsverordnung - LuftlndAusbV) *) Vom 21. Dezember 1983 Auf Grund des § 25 des Berufsbildungsgesetzes vom 14. August ·1969 (BGBI. 1 S. 1112), der zuletzt durch § 24 Nr. 1 des Gesetzes vom 24. August 1976 (BGBI. 1 S. 2525) geändert worden ist, wird im Einvernehmen mit dem Bundesminister für Bildung und Wissenschaft ver- ordnet: § 1 Staatliche Anerkennung der Ausbildungsberufe Folgende Ausbildungsberufe werden staatlich an- erkannt: 1. Flugtriebwerkmechaniker/Flugtriebwerkmechanike- rin, Abs. 1 des Berufsbildungsgesetzes als erstes Jahr der Berufsausbildung anzurechnen ist, beginnen die betriebliche Ausbildung im zweiten Ausbildungsjahr. §3 Berufsfeldbreite Grundbildung Die Ausbildung im ersten Ausbildungsjahr"vermittelt eine berufsfeldbreite Grundbildung, wenn die betrieb- liche Ausbildung nach dieser Verordnung und die Ausbildung in der Berufsschule nach den landesrecht- lichen Vorschriften über das Berufsgrundbildungsjahr erfolgen. 2. Fluggerätmechaniker/Fluggerätmechanikerin, 3. Fluggerätbauer/Fluggerätbauerin. §2 Ausbildungsdauer Die Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre. Auszubil- dende, denen der Besuch eines nach landesrechtlichen · Vorschriften eingeführten schulischen Berufsgrundbil- dungsjahres nach einer Rechtsverordnung gemäß § 29 §4 Gemeinsamer Teil der Ausbildungsberufsbilder für den Flugtriebwerkmechaniker/ die Flugtriebwerkmechanikerin, den Fluggerätmechaniker/die Fluggerätmechanikerin und den Fluggerätbauer/die Fluggerätbauerin Gegenstand der Berufsausbildung sind mindestens die folgenden Fertigkeiten und Kenntnisse: *) Diese Rechtsverordnung ist eine Ausbildungsordnung im Sinne des § 25 des 1. Arbeitsschutz, Unfallverhütung, Umweltschutz und rationelle Energieverwendung, Berufsbildungsgesetzes. Die Ausbildungsordnung und der damit abgestimmte, von der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepu- blik Deutschland beschlossene Rahmenlehrplan für die Berufsschule werden demnächst als Beilage zum Bundesanzeiger veröffentlicht. 2. Kenntnisse der Organisation des Ausbildungsbetrie- bes und der arbeitsrechtlichen Regelungen,
1610 Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1983, Teil 1 3. betriebssicheres Handhaben und Arbeitsgeräten und Maschinen, Warten von c) Montieren, d) Überholen und Prüfen der Flugtriebwerkelektrik, 4. Verwenden von Werk- und Hilfsstoffen, e) Prüfen von Flugtriebwerken auf Prüfständen, 5. Lesen technischer Zeichnungen, Anfertigen von Skizzen sowie Anwenden von luftfahrttechnischen Handbüchern und Tabellen, f) Erhalten der Betriebssicherheit von Flugtrieb- werkaggregaten, 6. Be- und Verarbeiten von Metallen: a) Messen und Prüfen, g) Erhalten der Betriebssicherheit von Flugtrieb- werken, 13. Überholen von Flugtriebwerken: b) Anzeichnen, Anreißen, Körnen und Kennzeich- nen, a) Feststellen des Befundes durch Maß- und Sicht- kontrollen, c) Einspannen, Aufspannen und Ausrichten, b) Feststellen des Befundes durch Härte- und Riß- prüfungen, d) Spanen, e) spanloses Bearbeiten, 7. Behandeln und Schützen von Oberflächen, c) Ab- und Aufrüsten von Flugtriebwerken, Geräten und Anlagen, d) Instandsetzen von Flugtriebwerkteilen, e) Instandsetzen von Flugtriebwerkbaugruppen, 8. Fügen: a) Herstellen von Schraubverbindungen, f) Instandsetzen und Montieren von Geräten und Arbeitsgeräten. b) Herstellen von Bolzen- und Stiftverbindungen, c) Nieten, §6 d) Weich- und Hartlöten, e) Schweißen, 9. Wärmebehandeln von Stählen und Leichtmetallegie- rungen. §5 Besonderer Teil des Ausbildungsberufsbildes für den Flugtriebwerkmechaniker/ die Flugtriebwerkmechanikerin Gegenstand der Berufsausbildung sind mindestens die folgenden Fertigkeiten und Kenntnisse: 1. Verarbeiten von Kunststoffen, Besonderer Teil des Ausbildungsberufsbildes für den Fluggerätmechaniker/ die Fluggerätmechanikerin Gegenstand der Berufsausbildung sind mindestens die folgenden Fertigkeiten und Kenntnisse: 1. Verarbeiten von Kunststoffen, 2. Grundlagen der Elektrotechnik, 3. Grundlagen der Hydraulik, 4. Grundlagen der Pneumatik, 2. Grundlagen der Elektrotechnik, 5. Grundlagen der Steuerungs- und Regelungs- systeme, 3. Grundlagen der Hydraulik, 6. Prüfen von Meßgeräten, 4. Grundlagen der Pneumatik, 7. Prüfen von Werkstoffen, 5. Grundlagen der Steuerungs- und Regelungs- systeme, 8. Herstellen von Schlauch- und Rohrverbindungen, 6. Prüfen von Meßgeräten, 9. Trennen von lösbaren und nichtlösbaren Verbin- dungen, 7. Prüfen von Werkstoffen, 1 0. Lesen und Auswerten von Diagrammen, 8. Herstellen von Schlauch- und Rohrverbindungen, 11. Kenntnisse der Wartungsanweisungen, Montage- und Prüfvorschriften, 9. Trennen von lösbaren und nichtlösbaren Verbin- dungen, 12. Kenntnisse englischer Fachausdrücke, 10. Lesen und Auswerten von Diagrammen, 11. Arbeits- und Sicherheitsvorschriften im Triebwerk- bau, 12. Bauen, Montieren und Prüfen von Flugtriebwerken: 13. Montieren und Prüfen von Bauteilen und Baugrup- pen: a) Montieren von Seilen und Schubstangen, b) Montieren von Schlauch- und Rohrleitungs- systemen, a) Kenntnisse des Triebwerks, c) Aufbau des Fluggeräts, b) Demontieren, d) Grundlagen der Flugphysik,
Nr. 55 - Tag' der Ausgabe: Bonn, den 30. Dezember 1983 e) Montieren und Prüfen von mechanischen An- lagen, f) Montieren und Prüfen von pneumatischen und hydraulischen Anlagen, g) Elektrotechnik am Flugtriebwerk, h) Elektrotechnik am Fluggerät, i) Instandhalten von Arbeitsgeräten, zur sachlichen und zeitlichen Gliederung der Berufsaus- bildung (Ausbildungsrahmenpläne) vermatelt werden. Eine von den Ausbildungsrahmenplänen innerhalb der beruflichen Grundbildung und innerhalb der beruflichen Fachbildung abweichende sachliche und zeitliche Glie- derung des Ausbildungsinhaltes ist insbesondere zulässig, soweit betriebspraktische Besonderheiten die Abweichung erfordern. k) Umgehen mit Arbeitsgeräten, §9 14. Prüfen und Instandsetzen des Fluggeräts: a) Prüfen und Instandsetzen von mechanischen Bauteilen und Aggregaten des Fluggeräts, b) Prüfen und Instandsetzen von pneumatischen und hydraulischen Bauteilen und Aggregaten des Fluggeräts, 1611 Ausbildungsplan Der Ausbildende hat unter Zugrundelegung des Aus- bildungsrahmenplans für den Auszubildenden einen Ausbildungsplan zu erstellen. §10 c) Prüfen und Instandsetzen des Rumpfes, Berichtsheft d) Prüfen und Instandsetzen des Tragwerks, e) Prüfen des Leit- und Steuerwerks, f) Prüfen und Instandsetzen des Fahrwerks, g) Prüfen und Instandsetzen der Hydraulikanlagen, h) Prüfen und Instandsetzen der Kraftstoffanlage, Der Auszubildende hat ein Berichtsheft in Form eines Ausbildungsnachweises zu führen. Ihm ist Gelegenheit zu geben, das Berichtsheft während der Ausbildungs- zeit zu führen. Der Au·sbildende hat das Berichtsheft regelmäßig durchzusehen. i) Prüfen und Instandsetzen der Druck-/Klima- anlage, k) Erhalten der Betriebssicherheit von Flugtrieb- werken sowie von deren Anlagen und Systemen, 1) Erhalten der Betriebssicherheit von Fluggeräten sowie von deren Anlagen und Systemen. §7 Besonderer Teil des Ausbildungsberufsbildes für den Fluggerätbauer/die Fluggerätbauerin Gegenstand der Berufsausbildung sind mindestens die folgenden Fertigkeiten unds Kenntnisse: 1 . Lesen und Auswerten von Diagrammen, 2. Arbeitsvorschriften und Kontrollen im Fluggerätbau, 3. Prüfen von Werkstoffen, 4. Anwenden von Vorrichtungen und Lehren, 5. Herstellen von Schlauch- und Rohrverbindungen, 6. Verarbeiten von Kunststoffen, 7. Herstellen oder Instandsetzen von Fertigungsmit- teln, 8. Fertigen oder Instandsetzen von Fluggerätteilen, 9. Zusammenbauen von Baugruppen, § 11 Zwischenprüfung (1) Zur Ermittlung des Ausbildungsstandes ist eine Zwischenprüfung durchzuführen. Sie soll nach dem zweiten Ausbildungsjahr stattfinden. (2) Die Zwischenprüfung erstreckt sich für den Flug- triebwerkmechaniker/ die Flugtriebwerkmechanikeri n auf die in den Anlagen 1 und 2 zu § 8, für den Flugge- rätmechaniker/die Fluggerätmechanikerin auf die in den Anlagen 1 und 3 zu§ 8 und für den Fluggerätbauer/die Fluggerätbauerin auf die in den Anlagen 1 und 4 zu § 8 für die beiden ersten Ausbildungsjahre aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im Berufs- schulunterricht entsprechend den Rahmenlehrplänen zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsaus- bildung wesentlich ist. (3) Zum Nachweis der Fertigkeiten soll der Prüfling in insgesamt höchstens 7 Stunden ein Prüfungsstück an- fertigen. Hierfür kommen insbesondere in Betracht: 1. in den Ausbildungsberufen Flugtriebwerkmecha- niker/Flugtriebwerkmechanikerin und Fluggerät- mechaniker/Fluggerätmechanikerin: a) Be- und Verarbeiten von Metallen: 10. Messen und Einstellen am Fluggerät, aa) Messen und Prüfen, 11. Instandhalten des Fluggeräts. bb) Anzeichnen, Anreißen, Körnen und Kenn- zeichnen, §8 Ausbildungsrahmenpläne Die in den §§ 4 bis 7 genannten Fertigkeiten und Kenntnisse sollen nach der in der Anlage 1 für die beruf- liche Grundbildung und in den Anlagen 2 bis 4 für die berufliche Fachbildung jeweils enthaltenen Anleitungen cc) Einspannen, Aufspannen und Ausrichten, dd) Spanen, ee) spanloses Bearbeiten; b) Fügen: aa) Nieten,
1612 Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1983, Teil 1 bb) Herstellen von Schraubverbindungen, cc) Herstellen von Bolzen- und Stiftverbindun- gen, dd) Weich- und Hartlöten, ee) Schweißen; c) Verarbeiten von Kunststoffen; d) Herstellen von Schlauch- und Rohrverbindungen. Dabei sollen das Herstellen von Schraubverbindun- gen sowie das Herstellen von Bolzen- und Stiftver- bindungen besonders berücksichtigt werden. 2. In dem Ausbildungsberuf Fluggerätbauer/Fluggerät- bauerin: a) Be- und Verarbeiten von Metallen: aa) Messen und Prüfen, bb) Anzeichnen, Anreißen, Körnen und Kenn- zeichnen, cc) Einspannen, Aufspannen und Ausrichten, dd) Spanen, ee) spanloses Bearbeiten; b) Fügen: aa) Nieten, bb) Herstellen von Schraubverbindungen, cc) Herstellen von Bolzen- und Stiftverbindun- gen, dd) Weich- und Hartlöten, ee) Schweißen; c) Verarbeiten von Kunststoffen; d) Herstellen von Schlauch- und Rohrverbindungen. Dabei sol.len das Spanen, das spanlose Bearbeiten und das Nieten besonders berücksichtigt werden. (4) Zum Nachweis der Kenntnisse soll der Prüfling in insgesamt höchstens 180 Minuten in den Ausbil- dungsberufen Flugtriebwerkmechaniker/Flugtrieb- werkmechanikerin, Fluggerätmechaniker/Fluggerätme- chanikerin und Fluggerätbauer/Fluggerätbauerin Auf- gaben aus folgenden Gebieten schriftlich lösen: 1. Arten, Eigenschaften, Bearbeitung und Verwendung metallischer und nichtmetallischer Werk- und Hilfs- stoffe, 2. Arbeitsschutz, Unfallverhütung, Umweltschutz und rationelle Energieverwendung, 3. Lesen von technischen· Zeichnungen, 4. fachbezogene Längen-, Flächen-, Körper-, Ge- wichts-, Kraft- und Bewegungsberechnungen, 5. Grundlagen der Elektrotechnik, Pneumatik, Hydrau- lik; Steuerungs- und Regelungssysteme. Die schriftlichen Aufgaben sollen auch praxisbezogene Fälle berücksichtigen. (5) Die in Absatz 4 genannte Prüfungsdauer kann ins- besondere unterschritten werden, soweit die schrift- liche Prüfung in programmierter Form durchgeführt wird. §12 Abschlußprüfung (1) Die Abschlußprüfung erstreckt sich für den Flug- triebwerkmechaniker/die Flugtriebwerkmechanikeri n auf die in den Anlagen 1 und 2 zu§ 8, für den Flugge- rätmechaniker/die Fluggerätmechanikerin auf die in den Anlagen 1 und 3 zu§ 8 und für den Fluggerätbauer/die Fluggerätbauerin auf die in den Anlagen 1 und 4 zu§ 8 aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im Berufsschulunterricht vermittelten Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist. (2) Zum Nachweis der Fertigkeiten soll der Prüfling 1. in dem Ausbildungsberuf Flugtriebwerkmechani- ker/Flugtriebwerkmechanikerin in höchstens 8 Stunden ein Prüfungsstück unter Verwendung branchenüblicher Werkstoffe anfertigen sowie in insgesamt höchstens 6 Stunden 4 bis 6 Arbeitspro- ben an Flugtriebwerken und zugehörigen Aggregaten nach detaillierten Arbeitsanweisungen und Unter- lagen durchführen, wobei die Durchführung einer Ar- beitsprobe nicht mehr als eine Stunde dauern soll. Hierfür kommen insbesondere in Betracht: a) für das Prüfungsstück: aa) Grundfertigkeiten der luftfahrtspezifischen Werkstoffbearbeitung von Hand, bb) einfache Maschinenbearbeitung; b) für die Arbeitsproben: aa) Demontieren und Montieren von Triebwerks- sektionen oder Triebwerksgeräten, bb) Feststellen und Beseitigen von Funktions- störungen in Triebwerksanlagen, cc) Reparatur von Flugtriebwerksbauteilen; dd) Triebwerkseitige Einstellarbeiten und Funk- tionsprüfung. Aus jedem der unter Buchstabe b genannten Berei- che ist mindestens eine Arbeitsprobe auszuwählen. 2. in dem Ausbildungsberuf Fluggerätmechaniker/Flug- gerätmechanikerin in höchstens 8 Stunden ein Prü- fungsstück unter Verwendung branchenüblicher Werkstoffe anfertigen sowie in insgesamt höchstens 6 Stunden 4 bis 6 Arbeitsproben an Fluggeräten nach detaillierten Arbeitsanweisungen und Unter- lagen durchführen, wobei die Durchführung einer Arbeitsprobe nicht mehr als eine Stunde dauern soll. Hierfür kommen insbesondere in Betracht: a) für das Prüfungsstück: aa) Grundfertigkeiten der luftfahrtspezifischen Werkstoffbearbeitung von Hand, bb) einfache Maschinenbearbeitung; b) für die Arbeitsproben: aa) Auswählen und Auswechseln von Fluggerät- bauteilen, bb) Feststellen und Beseitigen von Störungen in Fluggerätsystemen,
1613 Nr. 55 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 30. Dezember 1983 cc) Einstellarbeiten an Fluggerät- und Trieb- werkssystemen, dd) Funktionsprüfungen am Fluggerät. Aus jedem der unter Buchstabe b genannten Berei- che ist mindestens eine Arbeitsprobe auszuwählen. 3. in dem Ausbildungsberuf Fluggerätbauer/Fluggerät- bauerin drei Prüfungsstücke anfertigen. Hierfür kom- men insbesondere in Betracht: a) in höchstens 2 Stunden ein Prüfungsstück aus dem Bereich der Grundfertigkeiten der Maschi- nenbearbeitung, b) in höchstens 4 Stunden ein Prüfungsstück aus dem Bereich der Grundfertigkeiten der luftfahrt- spezifischen Werkstoffbearbeitung, insbeson- dere spanlose Umform- und Fügetechniken, c) in höchstens 8 Stunden ein Prüfungsstück aus dem Bereich des Fertigens und des Zusammen- bauens eines Fluggeräteteils, insbesondere: b) in dem Ausbildungsberuf Flugtriebwerkmechani- ker/Flugtriebwerkmechanikerin zusätzlich zu den unter Buchstabe a aufgeführten Gebieten: Demontieren und Montieren des Flugtriebwerks, c) in den Ausbildungsberufen Fluggerätmechani- ker/Fluggerätmechanikerin und Fluggerät- bauer/Fluggerätbauerin zusätzlich zu den unter Buchstabe a aufgeführten Gebieten: Zusammenbau des Fluggeräts, d) in dem Ausbildungsberuf Fluggerätmechani- ker/Fluggerätmechanikerin zusätzlich zu den unter Buchstabe a aufgeführten Gebieten: Anlagen und Einrichtungen auf Flugplätzen; 2. im Prüfungsfach Technische Mathematik: a) Längen-, Flächen-, Volumen-, Kraft-, Gewichts- und Winkelberechnung, b) Zusammensetzung und Zerlegung von Kräften, aa) Zusammenpassen, c) Zeit, Geschwindigkeit, Beschleunigung, bb) Zusammenbau durch Heften und Verbinden mittels lösbarer und unlösbarer Verbindun- gen unter Verwendung von Bauvorrichtungen und Lehren, d) Arbeit, Leistung, Wirkungsgrad, cc) Funktionskontrollen, dd) Prüfen von Baugruppen auf Zustand, Maßhal- tigkeit und Funktion, ee) Feststellen und Beseitigen von Mängeln und Fehlern, ff) Auswählen und Einbauen von Ersatzteilen. (3) Zum Nachweis der Kenntnisse soll der Prüfling in den Prüfungsfächern Technologie, Technische Mathe- matik, Technisches Zeichnen sowie Wirtschafts- und Sozialkunde schriftlich geprüft werden. Es kommen Fra- gen und Aufgaben insbesondere aus folgenden Geqie- ten in Betracht: 1. im Prüfungsfach Technologie: a) in den Ausbildungsberufen Flugtriebwerkmecha- niker/Flugtriebwerkmechanikerin, Fluggerätme- chaniker/Fluggerätmechanikerin und Fluggerät- bauer/Fluggerätbaueri n: aa) physikalische und chemische Grundlagen, bb) Werkstoffkunde: Erzeugung, Eigenschaften, Bearbeitung und Anwendung von Werk- und Hilfsstoffen, cc) Fertigungstechnik: Umformtechnik, Trenntechnik, Fügetechnik sowie Arten und Anwendung von Passungen, Meß- und Prüfzeugen, dd) Aerostatik und Aerodynamik, ee) Bauelemente des Fluggeräts, ff) Triebwerkkunde, gg) Ausrüstung des Fluggeräts, hh) Sicherheits- und Unfallverhütungsvorschrif- ten sowie Umweltschutz und rationelle Ener- gieverwendung, e) Zug-, Druck- und Scherfestigkeit, f) Flugphysik, g) Arbeitszeit, Lohn- und Materialberechnung; 3. im Prüfungsfach Technisches Zeichnen: a) Lesen von Einzel- und Gesamtzeichnungen sowie von Stück- und Baulisten, b) Anfertigen von Ansichten, Schnitten und Abwick- lungen unter Beachtung der gültigen Normen. 4. im Prüfungsfach Wirtschafts- und Sozialkunde: Wirtschafts- und Sozialkunde. Die Fragen und Aufgaben sollen auch praxisbezogene Fälle berücksichtigen. (4) Für die schriftliche Kenntnisprüfung ist von folgen- den zeitlichen Höchstwerten auszugehen: 1. im Prüfungsfach Technologie 120 Minuten, 2. im Prüfungsfach Technische Mathematik 90 Minuten, 3. im Prüfungsfach Technisches Zeichnen 90 Minuten, 4. im Prüfungsfach Wirtschafts- und Sozialkunde 60 Minuten. (5) Die in Absatz 4 genannte Prüfungsdauer kann ins- besondere unterschritten werden, soweit die schrift- liche Prüfung in programmierter Form durchgeführt wird. (6) Die schriftliche Prüfung ist auf Antrag des Prüf- lings oder nach Ermessen des Prüfungsausschusses in einzelnen Fächern durch eine mündliche Prüfung zu ergänzen, wenn diese für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Die schriftliche Prüfung hat gegenüber der mündlichen das doppelte Gewicht. (7) Innerhalb der Fertigkeitsprüfung sind Prüfungs- stücke und Arbeitsproben wie folgt zu gewichten:
1614 Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1983, Teil 1 1. in den Ausbildungsberufen Flugtriebwerkmechani- ker/Flugtriebwerkmechanikerin und Fluggerätme- chaniker/Fluggerätmechanikerin haben die gesam- ten Arbeitsproben gegenüber dem Prüfungsstück das doppelte Gewicht; 2. in dem Ausbildungsberuf Fluggerätbauer/Fluggerät- bauerin hat das Prüfungsstück nach Absatz 2 Nr. 3 Buchstabe c gegenüber dem Prüfungsstück nach Buchstabe a und gegenüber dem Prüfungsstück nach Buchstabe -b jeweils das doppelte Gewicht. (8) Innerhalb der Kenntnisprüfung hat das Prüfungs- fach Technologie gegenüber jedem der übrigen Prü- fungsfächer das doppelte Gewicht. (9) Die Prüfung ist bestanden, wenn jeweils in der Fer- tigkeits- und der Kenntnisprüfung sowie innerhalb der Kenntnisprüfung im Prüfungsfach Technologie minde- stens ausreichenda Leistungen erbracht sind. §13 berufe, insbesondere für die Ausbildungsberufe Flug- triebwerkmechaniker, Flugzeugmechaniker und Metall- flugzeugbauer, sind nicht mehr anzuwenden. §14 Übergangsregelung Auf Berufsausbildungsverhältnisse, die bei Inkrafttre- ten dieser Verordnung bestehen, sind die bisherigen Vorschriften weiter anzuwenden, es sei denn, die Ver- tragsparteien vereinbaren die Anwendung der Vor- schriften dieser Verordnung. § 15 Berlin-Klausel Diese Verordnung gilt nach § 14 des Dritten Über- leitungsgesetzes in Verbindung mit§ 112 des Berufs- bildungsgesetzes auch im Land Berlin. Aufhebung von Vorschriften Die bisher festgelegten Berufsbilder, Berufsbildungs- pläne und Prüfungsanforderungen für die Lehrberufe, Anlernberufe und vergleichbar geregelten Ausbildungs- §16 Inkrafttreten Diese Verordnung tritt am 1. August 1984 in Kraft. Bonn, den 21. Dezember 1983 Der Bundesminister für Wirtschaft In Vertretung Schlecht
Nr. 55 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 30. Dezember 1983 1615 Anlage 1 Abschnitt I des Ausbildungsrahmenplanes für die Berufsausbildung zum Flugtriebwerkmechaniker/zur Flugtriebwerkmechanikerin, zum Fluggerätmechaniker/ zur Fluggerätmechanikerin und zum Fluggerätbauer/zur Fluggerätbauerin Berufliche Grundbildung Lfd. Nr. Teil des Ausbildungsberufsbildes zu vermittelnde Fertigkeiten und Kenntnisse zeitliche Richtwerte in Wochen 2 3 4 Arbeitsschutz, Unfallverhütung, Umweltschutz und rationelle Energie- verwendung (§ 4 Nr. 1) a) berufsbezogene Arbeitsschutzvorschriften in Gesetzen und Verordnungen nennen und beachten b) berufsbezogene Vorschriften der Träger der ge- setzlichen Unfallversicherung, insbesondere Unfallverhütungsvorschriften, Richtlinien und Merkblätter, nennen und beachten c) persönliche Schutzausrüstungen zur Vermei- dung von Verletzungen und Berufskrankheiten benutzen d) Verhalten bei Unfällen und Bränden beschrei- ben sowie Sofortmaßnahmen und Maßnahmen der Ersten Hilfe einleiten e) betriebsbedingte Umweltbelastung, die insbe- sondere von Gas, Staub, Schar!, Wärme, Abfall und Abwasser ausgeht, beschreiben und zu ihrer Verminderung beitragen f) die im Ausbildungsbetrieb verwendeten Ener- giearten nennen und Möglichkeiten rationeller Energieverwendung im beruflichen Einwir- kungs- und Beobachtungsbereich anführen --+----------1---------------------1 2 3 Kenntnisse der Organisation des Aus- bildungsbetriebes und der arbeitsrechtlichen Regelungen a) Organisation des Ausbildungsbetriebes und Zusammenwirken der einzelnen Betriebsberei- che beschreiben b) Arbeitsablauf am Arbeitsplatz darstellen (§ 4 Nr. 2) c) Regelungen über Arbeitszeit, Lohn, Urlaub, Krankheit und Kündigung nennen und beach- ten betriebssicheres Hand- haben und Warten von Arbeitsgeräten und Maschinen a) Schmelzsicherungen, Sicherungsautomaten, Schutzkontaktstecker, Kabelkupplungen, Ma- schinenschutzschalter und Maschinenschalter sowie Handlampen beschreiben und verwen- den (§ 4 Nr. 3) b) bewegliche Schläuche und Leitungen betriebs- sicher auslegen und mit Kupplungen verbinden c) pneumatisch und elektrisch angetriebene Ma- schinen, insbesondere handgeführte Maschi- nen, sowie Geräte betriebssicher bedienen d) Ursachen und Auswirkungen des Verschleißes erklären während des ersten Ausbildungsjahres zu vermitteln
1616 Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1983, Teil 1 Lfd. Nr. Teil des Ausbildungsberufsbildes zu ve.rmittelnde Fertigkeiten und Kenntnisse zeitliche Richtwerte in Wochen 1 2 3 4 e) Werk- und Meßzeuge sowie Maschinen und Geräte pflegen und nach Vorschrift benutzen f) Funktionsfähigkeit von Werkzeugen, Meßzeu- gen, Maschinen und Geräten erhalten, insbe- sondere nach Schmierplänen abschmieren, Öl wechseln und Späne beseitigen 4 Verwenden von Werk- und Hilfsstoffen (§ 4 Nr. 4) a) Eigenschaften und Verhalten der gebräuchli- chen luftfahrttechnischen Werk- und Hilfsstoffe beschreiben und ihre Unterschiede erklären b) Werkstoffe nach Stoff- und Maßnormen, insbe- sondere nach den Luftfahrtnormen, bezeichnen c) luftfahrttechnische Hilfsstoffe verwenden 5 Lesen technischer Zeichnungen, Anfertigen von Skizzen sowie Anwenden von luftfahrt- technischen Hand- büchern und Tabellen (§ 4 Nr. 5) a) Grundbegriffe der DIN-Normen, insbesondere der Linienarten, Bemaßung, Toleranzen, Ansichten, Schnittdarstellungen, Oberflächen- zeichen und Maßstäbe, nennen b) wichtige Abweichungen der DIN-Normen ge- genüber internationalen luftfahrttechnischen Normen in zeichnerischen Darstellungen von Werkstücken nennen während des ersten Ausbildungsjahres zu vermitteln c) Einzel- und Gesamtzeichnungen sowie Stück- und Baulisten lesen d) in der Luftfahrttechnik gebräuchliche Sinnbil- der nennen e) funktionelle Zusammenhänge Systemplänen beschreiben anhand von f) Arbeitsfolgen anhand von Zeichnungen festle- gen g) Handskizzen werkstattgerecht anfertigen h) Gliederung technischer Handbücher und Ta- bellen beschreiben und innerhalb ihres Gel- tungsbereichs anwenden i) technische Daten aus Tabellen und Diagram- men ermitteln 6 Be- und Verarbeiten von Metallen (§ 4 Nr. 6) 6.1 Messen und Prüfen (§ 4 Nr. 6 Buchstabe a) a) gesetzliche Maßeinheiten für Längen, Flächen, Volumen und Winkel anwenden sowie in ihre Vielfache und Teile umrechnen b) in der Luftfahrttechnik übliche Maßsysteme nennen und ihre Maßeinheiten umrechnen c) die häufigsten Ursachen und Auswirkungen von Meßfehlern beschreiben, insbesondere die Bedeutung der Bezugstemperatur erklären 3
1617 Nr. 55 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 30. Dezember 1983 Lfd. Nr. Teil des Ausbildungsberufsbildes zu vermittelnde Fertigkeiten und Kenntnisse zeitliche Richtwerte in Wochen 1 2 3 4 d) Aufbau von Meß- und Prüfzeugen beschreiben e) Meß- und Prüfzeuge anwenden sowie pflegen und lagern f) Außen-, Innen- und Tiefenmaße mit Strichmeß- zeugen und Meßschiebern bis zu 0, 1 mm und mit Meßschrauben bis zu 0,01 mm Genauigkeit messen g) Längen und Mittenabweichungen bis zu einer Genauigkeit von 0,01 mm mit der Meßuhr messen h) Winkel mit dem Universalwinkelmesser bis zur Genauigkeit von 5 Minuten messen i) Flächen auf Ebenheit, Oberflächengüte und Formabweichung nach dem Lichtspaltverfah- ren bis zu einer gemittelten Rauhtiefe von 10 µm mit Winkeln und Haarlinealen prüfen k) Werkstücke auf Maßgenauigkeit und Formab- weichung insbesondere mit Schablonen, Füh- ler-, Rundungs- und Grenzlehren prüfen 1) Außen- und Innengewinde messen und prüfen m) Grundbegriffe des ISO-Systems für Toleranzen und Passungen erklären n) Kurzzeichen für Passungen den Paßsystemen Einheitsbohrung und Einheitswelle zuordnen sowie Spiel-, Übergangs- und Preßpassung aus Tabellen ermitteln 6.2 Anzeichnen, Anreißen, Körnen und Kenn- zeichnen (§ 4 Nr. 6 Buchstabe b) a) Anzeichen- und Anreißwerkzeuge sowie -hilfs- zeuge, insbesondere Bleistift, Reißnadel, Paral- lelreißer, Bleistift- und Anreißzirkel, Körner, An- reißplatte sowie Stahl-, .Band- und Standmaß, Meßschieber, Taster, Winkelmesser, Schablo- nen und Unterlegstücke, nennen und anwen- den b) Bezugslinien, Bohrungsmitten, Umrisse, Schnitt- und Biegelinien nach Zeichnung mit Bleistift, Spitzzirkelund Reißnadel unterBeach- tung der Werkstoffeigenschaften und Bearbei- tungszugaben anzeichnen und anreißen c) Bohrungsmitten und Umrisse unter Beachtung besonderer Vorschriften für Luftfahrtwerkstoffe körnen d) Kennzeichnungen mit Schlag-, Farbstempel- und Signiergeräten unter Beachtung besonde- rer Vorschriften für Luftfahrtwerkstoffe zweck- mäßig und sichtbar anbringen e) Anreißwerkzeuge schärfen 2
1618 Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1983, Teil 1 Lfd. Nr. Teil des Ausbildungsberufsbildes zu vermittelnde Fertigkeiten und Kenntnisse zeitliche Richtwerte in Wochen 1 2 3 4 6.3 Einspannen, Auf- spannen und Ausrichten (§ 4 Nr. 6 Buchstabe c) a) Aufbau, Funktion und Anwendung von Spann- zeugen beschreiben b) Vollkörper, Profile und Bleche unter Beachtung des Oberflächenschutzes ein- und aufspannen c) Werkzeuge einspannen, aufspannen und aus- - richten , 6.4 Spanen (§ 4 Nr 6 Buchstabe d) a) Meißeln, Sägen und Feilen: 7 aa) Einfluß der Schneidengeometrie auf den Schneid- und Spanvorgang beim Meißeln, Sägen und Feilen beschreiben bb) Werkzeuge nach Werkstoff, angestrebter Form und Oberflächengüte des Werk- stücks auswählen cc) Werkstücke spanend und zerteilend mei- ßeln und insbesondere ebene Flächen, Nuten und Durchbrüche herstellen dd) Meißelschneide und Meißelkopf instand- halten ee) Werkstücke aus verschiedenen Werkstof- fen bis zum Genauigkeitsgrad fein nach DIN 7168 und bis zu einer gemittelten Rauhtiefe von 10 µm eben-, parallel- und winkligfeilen sowie Rundungen und Durch- brüche herstellen ff) Voll- und Hohlkörper, Bleche und Profile aus unterschiedlichen Werkstoffen von Hand sägen gg) Werkstücke entgraten und kanten brechen b) Bohren, Senken und Reiben: aa) Aufbau einer Bohrmaschine und Funktion ihrer Bedienelemente beschreiben bb) Geometrie der Bohrerschneide erklären cc) Bohrer schärfen dd) Bohrer, Senker einschließlich Spezial- senker der Luftfahrttechnik und Reibahlen nach Werkstück und Werkstoff auswählen ee) Schnittgeschwindigkeiten, Drehzahlen und Vorschübe ermitteln und einstellen ff) Werkzeuge und Werkstücke einspannen gg) Kühl- und Schmierstoffe auswählen und verwenden hh) Werkstücke aus unterschiedlichen Werk- stoffen mit Ständerbohrmaschinen bohren und insbesondere mit Kegel-, Flach-, Spiral- und Spezialsenker senken 3
161'9 Nr. 55 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 30. Dezember 1983 Lfd. Nr. Teil des Ausbildungsberufsbildes zu vermittelnde Fertigkeiten und Kenntnisse zeitliche Richtwerte in Wochen 2 3 4 ii) mit Handbohrmaschinen unterschiedliche Werkstoffe in verschiedenen Arbeitslagen bohren und senken kk) angezeichnete Bohrungen ohne Körnung herstellen II) Bohrungen mit Hand- und Maschinenreib- ahlen reiben 1 c) Gewindeschneiden: aa) Unterschiede von Gewindearten nach Profill Verwendungszweck, Drehsinn und Gangzahl nennen bb) Gewindemaße für metrische und luftfahrt- technische Gewinde nennen cc) Gewindekerndurchmesser für unter- schiedliche Werkstoffe aus Tabellen ermitteln dd) Gewindeschneidwerkzeuge Werkstoff auswählen nach dem ee) Kühl- und Schmierstoffe auswählen und verwenden ff) Innen- und Außengewinde von Hand schneiden gg) Gewinde prüfen d) Passen: aa) Bearbeitungszugaben beachten 4 bei Paßarbeiten bb) zusammengehörige Werkstücke für feste 4nd bewegliche Verbindungen nach Ge- genstück, Lehre oder Zeichnungsangaben passen e) Drehen: aa) Aufbau einer Drehmaschine und Funktion ihrer Bedienelemente beschreiben bb) Einfluß der Geometrie der Werkzeug- schneide auf den Spanvorgang erklären cc) Drehwerkzeuge nach Form und Werkstoff des Werkstücks auswählen dd) Schnittgeschwindigkeiten, Drehzahlen, Schnittiefen und Vorschübe ermitteln und einstellen ee) Werkzeuge einspannen ff) Werkstücke insbesondere in Spannfutter und zwischen Spitzen einspannen • gg) Kühl- und Schmierstoffe auswählen und verwenden 5
1620 Lfd. Nr. Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1983, Teil 1 Teil des Ausbildungsberufsbildes zu vermittelnde Fertigkeiten und Kenntnisse zeitliche Richtwerte in Wochen 2 3 4 hh) Werkstücke aus unterschiedlichen Werk- stoffen bis zum Genauigkeitsgrad fein nach DIN 7168 und bis zur gemittelten Rauhtiefe von 10 µm lang- und plan- drehen ii) Werkstücke aus unterschiedlichen Werk- stoffen abstech- und einstechdrehen, rän- deln, zentrierbohren, bohren, senken, sowie Gewinde mit Schneideisen und Gewindebohrer schneiden f) Fräsen: 4 aa) Aufbau einer Fräsmaschine und Funktion ihrer Bedienelemente beschreiben bb) Einfluß der Geometrie der Werkzeug- schneide auf den Spanvorgang beim Gegen- und Gleichlauffräsen .erklären cc) Fräswerkzeuge nach Form und Werkstoff des Werkstücks auswählen dd) Schnittgeschwindigkeiten, Drehzahlen, Schnittiefen und Vorschübe ermitteln und einstellen ee) Werkzeuge und Werkstücke ein- und auf- spannen ff) Kühl- und Schmierstoffe verwenden gg) Werkstücke im Gegenlauf- und Gleich- laufverfahren fräsen hh) Werkstücke bis zum Genauigkeitsgrad fein nach DIN 7168 und bis zu einer ge- mittelten Rauhtiefe von 10 µm plan-, nuten- und absatzfräsen sowie trennen 6.5 spanloses Bearbeiten (§ 4 Nr. 6 Buchstabe e) a) Zerteilen: aa) den Vorgang des Zerteilens beim Scheren, Lochen und Stanzen erklären bb) Aufbau und Funktion von Scher-, Loch- und Stanzwerkzeugen beschreiben cc) Scher-, Loch- und Stanzwerkzeuge nach Blechdicke und Werkstoff auswählen dd) Hand- und Hebelscheren sowie Loch- und Stanzwerkzeuge anwenden b) Biegen: aa) Aufbau einer Biegemaschine und Funktion ihrer Bedienelemente beschreiben bb) das· Umformen durch Biegen unter Be- rücksichtigung von Biegewiderstand, Biegeradius, Faserverlauf, Abbohrlöchern, Form- und Gefügeänderung erklären 2
1621 Nr. 55 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 30. Dezember 1983 Lfd. Nr. Teil des Ausbildungsberufsbildes zu vermittelnde Fertigkeiten und Kenntnisse zeitliche Richtwerte in Wochen 2 3 4 cc) die gestreckte Länge von Werkstücken und Abwicklungen berechnen dd) Kanten vorschriftsmäßig bearbeiten ee) Werkstücke aus Stahl warm- und kalt- biegen ff) Zustand der wärmebehandelten Leicht- metalle beim Biegen beachten gg) Bleche und Profilteile im Schraubstock und mit Biegevorrichtungen biegen hh) Bleche von Hand und mit Maschine kant- und rundbiegen c) Richten und Spannen: aa) Form- und Gefügeänderung der Werkstoffe beim Richten und Spannen erklären bb) Richt- und Spannwerkzeuge auswählen cc) Bleche und Profile aus unterschiedlichen Werkstoffen richten und spannen d) Strecken, Schweifen, Bördeln und Treiben: 4 aa) Verhalten der Werkstoffe beim Strecken, Schweifen, Bördeln und Treiben erklären bb) Werkzeuge, Vorrichtungen und Maschinen auswählen cc) Bleche strecken, schweifen, bördeln und treiben ·1 Behandeln und Schützen von Oberflächen (§ 4 Nr. 7) 8 Fügen (§ 4 Nr. 8) 8.1 Herstellen von Schraubverbindungen (§ 4 Nr. 8 Buchstabe a) unterschiedliche Verfahren für den Schutz von Metalloberflächen sowie metallische und nicht- metallische Überzüge nennen a) unterschiedliche Arten von Schrauben, Mut- tern, Scheiben und Sicherungselementen normgerecht bezeichnen und Beispiele für ihre Anwendung nennen b) Werkzeuge zum Herstellen und Sichern von Schraubverbindungen nennen c) Schraubverbindungen unter Beachtung der vorgeschriebenen Drehmomente herstellen d) Schraubverbindungen insbesondere mit Splint-, Nadel-, Draht- und Blechsicherungen sichern 2
1622 Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1983, Teil 1 Lfd. Nr. Teil des Ausbildungsberufsbildes zu vermittelnde Fertigkeiten und Kenntnisse zeitliche Richtwerte in Wochen 1 2 3 4 8.2 Herstellen von Bolzen- und Stiftverbindungen (§ 4 Nr. 8 Buchstabe b) a) unterschiedliche Arten von Stiften normgerecht bezeichnen sowie Beispiele für die Anwendung von Bolzen- und Stiftverbindungen nennen 1 b) Gelenke durch Bolzen verbinden c) Bauteile verstiften 8.3 Nieten (§ 4 Nr. 8 Buchstabe c) a) Nietarten, insbesondere der Luftfahrtnorm, be- zeichnen 4 b) Nietwerkstoffe nennen und die Wärmebehand- lung von Nieten beschreiben C) Nietdurchmesser, Nietlängen, Niet- und Rand- abstände berechnen d) Nietwerkzeuge bezeichnen und auswählen e) Vollnietverbindungen mit Hammer und Druck- luftwerkzeugen herstellen 8.4 Weich- und Hartlöten (§ 4 Nr. 8 Buchstabe d) a) Lötwerkzeuge, Lote und Flußmittel unter Be- rücksichtigung der Löttemperaturen auswählen 2 b) Werkstücke zum Löten vorbereiten C) Bauteile aus Stahl und Nichteisenmetallen weich- und hartlöten 8.5 Schweißen (§ 4 Nr. 8 Buchstabe e) a) Aufbau und Funktion einer Gasschweißanlage, insbesondere der Schweißbrenner und Arma- turen, beschreiben 3 b) Grundsymbole für Nahtarten erklären c) Werkstücke zum Schweißen vorbereiten d) Gasschweißanlage nach Vorschrift in Betrieb nehmen sowie Schweiß- und Brennschneid- flamme einstellen e) nichtabnahmepflichtige ausführen Gasschweißarbeiten f) Ursachen von Schweißfehlern feststellen und ihre, Auswirkungen beschreiben 9 Wärmebehandeln von Stählen und Leicht- metallegierungen (§ 4 Nr. 9) a) Zweck des Glühens, Härtens und Vergütens von Stählen nennen b) Verfahren zum Glühen, Härten und Vergüten von Stählen nennen sowie unterschiedliche Glüh- und. Härteeinrichtungen beschreiben C) Stähle härten und anlassen d) Zweck des Weichglühens und Aushärtens von Aluminiumlegierungen nennen e) Aluminiumlegierungen weichglühen und aus- härten 1
1623 Nr. 55 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 30. Dezember 1983 Anlage 2 Abschnitt II des Ausbildungsrahmenplanes für die Berufsausbildung zum Flugtriebwerkrnechaniker/zur Flugtriebwerkrnechanikerin Berufliche Fachbildung Lfd. Nr. Teil des Ausbildungsberufsbildes zu vermittelnde Fertigkeiten und Kenntnisse zeitliche Richtwerte in Wochen im Ausbildungsjahr 2 2 1 1 Arbeitsschutz, Unfall- verhütung, Umwelt- schutz und rationelle Energieverwendung (§ 4 Nr. 1) l 3 1 4 4 3 die in Anlage .1 lfd. Nr. 1 bis 5 Spalte 3 aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse -... .. 2 Kenntnisse der Orga- nisation des Ausbil- dungsbetriebes und der arbeitsrechtlichen Regelungen (§ 4 Nr. 2) 3 während des zweiten, dritten und vierten Ausbildungsjahres zu vermitteln betriebssicheres Handhaben und Warten von Arbeitsgeräten und Maschinen (§ 4 Nr. 3) -,- 4 Verwenden von Werk- und Hilfsstoffen (§ 4 Nr. 4) 5 Lesen technischer Zeichnungen, Anfertigen von Skizzen sowie Anwenden von luftfahrt- technischen Hand- büchern und Tabellen (§ 4 Nr. 5) 6 Füg"en (§ 4 Nr. 8) 6.1 Herstellen von Schraubverbindungen (§ 4 Nr. 8 Buchstabe a) a) Schraubverbindungen unter Verwendung der in der Luftfahrttechnik gebräuchlichen Schrau- ben herstellen b) Schraubverbindungen nach Vor:schrift sichern c) Gewindeeinsätze nach Tabellen auswählen und mit Spezialwerkzeugen einsetzen 5 6.2 Herstellen von Bolzen- und Stiftverbindungen (§ 4 Nr. 8 Buchstabe b) a) Bolzen- und Stiftverbindungen herstellen und sichern b) die Lage von Bauteilen zueinander durch Stift- verbindungen festlegen 2
1624 Lfd. Nr. Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1983, Teil 1 Teil des Ausbildungsberufsbildes zu vermittelnde Fertigkeiten und Kenntnisse zeitliche Richtwerte in Wochen im Ausbildungsjahr 2 2 7 Verarbeiten von Kunststoffen (§ 5 Nr. 1) 4 3 a) Arten und Anwendung von Klebstoffen, Kunst- harzen und Faserkunststoffen im Fluggerätbau beschreiben 2 b) Be- und Verarbeitungsverfahren der im Flugge- rätbau üblichen Kunststoffe beschreiben c) Klebstoffe und Kunstharze unter Berücksichti- gung der Abbinde- und Härtezeiten zubereiten d) im Fluggerätbau gebräuchliche Kunststoffe be- und verarbeiten, insbesondere aus Faser- kunststoff Sandwichbauteile herstellen e) Arbeitsschutzbestimmungen beim Umgang mit Kunststoffen beachten 8 Grundlagen der Elektrotechnik (§ 5 Nr. 2) a) Grundbegriffe der Elektrotechnik, insbeson- dere Leiter, Nichtleiter, Strom, Spannung und Widerstand, erklären 2 b) gesetzliche Maßeinheiten elektrischer Größen anwenden sowie in ihre Vielfache und Teile um- rechnen c) Ohmsches Gesetz und Kirchhoffsche Gesetze anwenden d) Spannungen, Ströme und Widerstände in Rei- hen- und Parallelschaltungen. messen e) Widerstände mit der Wheatstoneschen Brücke messen 9 Grundlagen der Hydraulik (§ 5 Nr. 3) a) den grundlegenden Aufbau von Hydraulik- anlagen beschreiben sowie Hydraulikpläne lesen und erklären 2 b) Eigenschaften von Hydraulikflüssigkeiten und deren Verhalten beschreiben c) Erzeugung und Übertragung von Drücken in Hydraulikanlagen beschreiben d) Bauteile von Hydraulikleitungen, insbesondere Verbindungen, Dichtungen, Schnelltrenn- kupplungen und -verschlüsse einbauen e) Arbeitsweise und Zusammenwirken von Hydraulikgeräten, insbesondere von Ventilen, Drosseln, Durchflußreglern, Druckreglern, Fil- tern, Zylindern, Speichern, Pumpen und Moto- ren, beschreiben f) Hydraulikgeräte anschließen und ihre Funktion prüfen 10 Grundlagen der Pneumatik (§ 5 Nr. 4) a) den grundlegenden Aufbau von Pneumatik- anlagen beschreiben sowie Pneumatikpläne lesen und erklären b) Eigenschaften von Luft in Pneumatikanlagen und deren Verhalten beschreiben 3 2 4
1625 Nr. 55 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 30. Dezember 1983 zeitliche Richtwerte Lfd. Nr. Teil des Ausbildungsberufsbildes zu vermittelnde Fertigkeiten und Kenntnisse in Wochen im Ausbildungsjahr 2 4 3 2 c) Erzeugung und Übertragung von Drücken in Pneumatikanlagen beschreiben d) Bauteile von Pneumatikanlagen, insbesondere Verbindungen und Dichtungen, einbauen e) Arbeitsweise und Zusammenwirken von Pneu- matikgeräten, insbesondere von Ventilen, Dros- seln, Druckreglern, Zylindern, Filtern und Moto- ren, beschreiben f) Pneumatiksteuerungen einstellen 11 12 Grundlagen der Steuerungs- und Regelungssysteme (§ 5 Nr. 5) a) den grundlegenden Aufbau von Steuerungs- Prüfen von Meßgeräten (§ 5 Nr. 6) a) feste und einstellbare Lehren prüfen und justie- ren 3 systemen erklären b) den grundlegenden Aufbau von Regelungs- systemen erklären 2 b) Anzeige-, Regel- und Überwachungsinstrumen- te prüfen 13 Prüfen von Werkstoffen (§ 5 Nr. 7) 14 Herstellen von Schlauch- und Rohr- verbindungen (§ 5 Nr. 8) Werkstoffe nach werkstattüblichen Verfahren prü- fen a) Arten, Anwendung und Belastbarkeit von Schlauch- und Rohrverbindungen beschreiben 2 b) Rohre biegen c) Schlauch- und Rohrverbindungen herstellen d) Schlauch- und Rohrverbindungen kennzeich- nen 15 16 Trennen von lösbaren und nichtlösbaren Verbindungen (§ 5 Nr. 9) Lesen und Auswerten von Diagrammen (§ 5 Nr. 10) a) Trennverfahren beschreiben und Werkzeuge b) Verbindungen, insbesondere Schraub-, Steck-, Niet-, Schweiß- und Klebeverbindungen, tren- nen b) Bedeutung von Leistungsdaten erklären c) Leistungsdaten aus Leistungsdiagrammen von Triebwerken und Geräten ermitteln und beurtei- len 17 Behandeln und Schützen von Ober- flächen (§ 4 Nr. 7) 3 auswählen a) Anwendung und Aufbau von Diagrammen be- schreiben Vorgänge beim Herstellen von chemisch und elektrochemisch erzeugten Überzügen beschrei- ben 3 2 4
1626 Lfd. Nr. Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1983, Teil 1 Teil des Ausbildungsberufsbildes zu vermittelnde Fertigkeiten und Kenntnisse zeitliche Richtwerte in Wochen im Ausbildungsjahr 2 2 18 Arbeits- und Sicherheitsvorschriften im Triebwerkbau (§5Nr.11) 3 4 3 a) Bedeutung und Aufbau von Arbeits- und Sicherheitsvorschriften beschreiben 2 b) Bau-, Sonder- und Sicherheitsvorschriften sowie Wartungs- und Reparaturanweisungen im Triebwerkbau beachten c) Bauteil- und Funktionskontrollen durchführen d) englische Bezeichnungen Grundbegriffe nennen 19 Bauen, Montieren und Prüfen von Flugtrieb- werken (§ 5 Nr. 12) 19.1 Kenntnisse des Triebwerks (§ 5 Nr. 12 Buchstabe a) für technische a) Aufbau und Funktion von Triebwerken, Trieb- werkanlagen, Baugruppen und Geräten be- schreiben 10 b) grundlegende flugphysikalische Vorgänge und Kräfte im Triebwerk beschreiben c) Arbeitsunterlagen, insbesondere Lauf- und Materialkarten, benutzen Arbeits-, d) technische Vorschriften, insbesondere Bau-, Montage- und Prüfvorschriften, beachten 19.2 Demontieren (§ 5 Nr. 12 Buchstabe b) a) grundlegende Vorgänge im Triebwerk beschrei- ben · 8 b) die Reihenfolge der Arbeitsgänge beim Demon- tieren des Flugtriebwerks und seiner Baugrup- pen beschreiben c) Flugtriebwerke und ihre Baugruppen mit Spe- zialvorrichtungen und Spezialwerkzeugen de- montieren sowie die Einzelteile nach Vorschrift einlagern 19.3 Montieren (§ 5 Nr. 12 Buchstabe c) 22 a) Montage- und Prüfvorschriften sowie techni- sche Bestimmungen und Unterlagen beachten b) Vormontage, Montage und Endmontage der Baugruppen durchführen c) Dichtigkeits- und Funktionsprüfungen durch- führen d) Bauteile sichern 19.4 überholen und Prüfen der Flugtriebwerk- elektrik (§ 5 Nr. 12 Buchstabe d) a) Funktion der elektrischen Ausrüstung eines Flugtriebwerks anhand von elektrischen Schaltplänen beschreiben b) elektrische Leitungen prüfen c) Zündanlage prüfen und überholen d) Stecker, Kabelisolierungen und Feuerwarnlei- tungen prüfen und überholen 4 4
1627 Nr. 55 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 30. Dezember 1983 Lfd. Nr. Teil des Ausbildungsberufsbildes zu vermittelnde Fertigkeiten und Kenntnisse zeitliche Richtwerte in Wochen im Ausbildungsjahr 2 2 19.5 Prüfen von Flugtrieb- werken auf Prüfständen (§ 5 Nr. 12 Buchstabe e) 3 4 3 8 a) Prüfstandanlagen und typenabhängige Prüfpro- gramme beschreiben b) Gefahrenquellen und Verhalten bei Gefahren beschreiben c) technische Vorschriften und Bestimmungen beachten d) Flugtriebwerke vorbereiten, den Prüflauf durch- führen und Störungen suchen e) Meßwerte ablesen und auswerten sowie Lei- stungen berechnen und Protokolle führen 19.6 Erhalten der Betriebssicherheit von Flugtriebwerk- aggregaten (§ 5 Nr. 12 Buchstabe f) a) Maßnahmen zur Erhaltung der Betriebssicher- heit von Flugtriebwerkaggregaten, insbesonde- re Schubumkehrer, Hydraulik-, Pneumatik-, Elektrik-, Enteisungs-, Warmluft- und Kraftstoff- anlagen beschreiben 3 b) Konservierungen durchführen c) Aggregate abdecken sowie zum Einlagern oder Transport vorbereiten 19.7 Erhalten der Betriebs- sicherheit von Flug- triebwerken (§ 5 Nr. 12 Buchstabe g) 3 a) Maßnahmen zur Erhaltung der Betriebssicher- heit von Flugtriebwerken beschreiben b) Konservierungen durchführen c) Flugtriebwerke abdecken sowie zum Einlagern oder Transport vorbereiten 20 Überholen von Flug- triebwerken (§SNr.13) 20.1 Feststellen des Be- fundes durch Maß- und Sichtkontrollen (§ 5 Nr. 13 Buchstabe a) a) Aufbau und Funktion der im Befund verwende- ten Meß- und Prüfzeuge beschreiben b) Aufbau von Ersatzteilkatalogen beschreiben und Ersatzteilkataloge verwenden c) Maß- und Sichtkontrollen durchführen 20.2 Feststellen des Be- fundes durch Härte- und Rißprüfungen (§ 5 Nr. 13 Buchstabe b) Härte- und Rißprüfungen unter Beachtung der Prüfvorschriften und im Hinblick auf die Wieder- verwendung von Teilen durchführen 4 6
1628 Lfd. Nr. Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1983, Teil 1 Teil des Ausbildungsberufsbildes zu vermittelnde Fertigkeiten und Kenntnisse zeitliche Richtwerte in Wochen im Ausbildungsjahr 2 1 20.3 2 Ab- und Aufrüsten von Flugtriebwerken, Geräten und Anlagen (§ 5 Nr. 13 Buchstabe c) 3 a) Aufgaben, Aufbau und Funktion von triebwerk- seitigen Hydraulik-, Pneumatik-, Kraftstoff- und Zündanlagen beschreiben 3 4 4 16 b) Aufbau und Funktion von hydraulischen, pneu- matischen und mechanischen Steuer- und An- triebseinrichtungen beschreiben c) Montage- und Prüfvorschriften beachten sowie technische Unterlagen anwenden d) Hilfsgeräte, Steuer- und Antriebseinrichtungen sowie VenUle, Leitungen und Seile ab- und an- bauen 20.4 Instandsetzen von Flugtriebwerkteilen (§ 5 Nr. 13 Buchstabe d) a) Fertigungs-, Bau- und Sicherheitsvorschriften sowie Wartungs- und Reparaturanweisungen beachten 6 b) Bauteil- und Funktionskontrollen durchführen c) Wärmebehandlung von Flugtriebwerkteilen be- schreiben d) Flugtriebwerkteile aus Baugruppen, insbeson- dere Deckel, Klappen, Rohre und Dichtungen, instand setzen 20.5 20.6 Instandsetzen von Flugtriebwerk- baugruppen (§ 5 Nr. 13 Buchstabe e) Instandsetzen und Montieren von Geräten und Arbeitsgeräten (§ 5 Nr. 13 Buchstabe f) a) Arbeitsvorschriften beachten sowie Ersatzteil- kataloge, Werkzeug- und Materiallisten verwen- den 6 b) Flugtriebwerkbaugruppen instand setzen a) Bedeutung der Geräteüberholung beschreiben b) Geräte prüfen C) Konseryierungs- und Prüfvorschriften beachten d) Geräte montieren e) Maßnahmen zur Erhaltung der Funktionsfähig- keit der Arbeitsgeräte, Meß- und Prüfzeuge er- greifen f) Arbeitsgeräte, Meß- und Prüfzeuge nach Vor- schrift benutzen 6
1629 Nr. 55 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 30. Dezember 1983 Anlage 3 Abschnitt III des Ausbildungsrahmenplanes für die Berufsausbildung zum Fluggerätmechaniker/zur Fluggerätmechanikerin Berufliche Fachbildung Lfd. Nr. Teil des Ausbildungsberufsbildes zu vermittelnde Fertigkeiten und Kenntnisse zeitliche Richtwerte in Wochen im Ausbildungsjahr 2 1 2 1 Arbeitsschutz, Unfall- verhütung, Umwelt- schutz und rationelle Energieverwendung (§ 4 Nr. 1) 2 Kenntnisse der Orga- nisation des Ausbil- dungsbetriebes und der arbeitsrechtlichen Regelungen (§ 4 Nr. 2) 3 betriebssicheres Handhaben und Warten von Arbeitsgeräten und Maschinen (§ 4 Nr. 3) 4 Verwenden von Werk- und Hilfsstoffen (§ 4 Nr. 4) 5 Lesen technischer Zeichnungen, Anfertigen von Skizzen sowie Anwenden von luftfahrt- technischen Hand- büchern und Tabellen (§ 4 Nr. 5) 6 Fügen (§ 4 Nr. 8) 6.1 Herstellen von Schraubverbindungen (§ 4 Nr. 8 Buchstabe a) 4 die in Anlage 1 lfd. Nr. 1 bis 5 Spalte 3 aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse während des zweiten, dritten und vierten Ausbildungsjahres zu vermitteln a) Schraubverbindungen unter Verwendung der in der Luftfahrttechnik gebräuchlichen Schrau- ben herstellen 5 C) Gewindeeinsätze nach Tabellen auswählen und mit Spezialwerkzeugen einsetzen Herstellen von Bolzen- und Stiftverbindungen (§ 4 Nr. 8 Buchstabe b) 3 4 3 b) Schraubverbindungen nach Vorschrift sichern 6.2 1 a) Bolzen- und Stiftverbindungen herstellen und sichern - b) die Lage von Batiteilen zueinander durch Stift- verbindungen festlegen 2
1630 Lfd. Nr. Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1983, Teil 1 Teil des Ausbildungsberufsbildes zu vermittelnde Fertigkeiten und Kenntnisse zeitliche Richtwerte in Wochen im Ausbildungsjahr 2 2 7 Verarbeiten von Kunststoffen (§ 6 Nr. 1) 4 3 a) Arten und Anwendung von Klebstoffen, Kunst- harzen und Faserkunststoffen im Fluggerätbau beschreiben 2 b) Be- und Verarbeitungsverfahren der im Flugge- . rätbau üblichen Kunststoffe beschreiben c) Klebstoffe und Kunstharze unter Berücksichti- gung der Abbinde- und Härt~zeiten zubereiten d) im Fluggerätbau gebräuchliche Kunststoffe be- und verarbeiten, insbesondere aus Faser- kunststoff Sandwichbauteile herstellen e) Arbeitsschutzbestimmungen beim Umgang mit Kunststoffen beachten 8 Grundlagen der Elektrotechnik (§ 6 Nr. 2) a) Grundbegriffe der Elektrotechnik, insbeson- dere Leiter, Nichtleiter, Strom, Spannung und Widerstand, erklären 2 b) gesetzliche Maßeinheiten elektrischer Größen anwenden sowie in ihre Vielfache und Teile um- rechnen c) Ohmsches Gesetz und Kirchhoffsche Gesetze anwenden d) Spannungen, Ströme und Widerstände in Rei- hen- und Parallelschaltungen messen e) Widerstände mit der Wheatstoneschen Brücke messen 9 Grundlagen der Hydraulik (§ 6 Nr. 3) a) den grundlegenden Aufbau von Hydraulik- anlagen beschreiben sowie Hydraulikpläne lesen und erklären 2 b) Eigenschaften von Hydraulikflüssigkeiten und deren Verhalten beschreiben c) Erzeugung und Übertragung von Drücken in Hydraulikanlagen beschreiben d) Bauteile von Hydraulikleitungen, insbesondere Verbindungen, Dichtungen, Schnelltrenn- kupplungen und -verschlüsse einbauen e) Arbeitsweise und Zusammenwirken von Hydraulikgeräten, insbesondere von Ventilen, Drosseln, Durchftußreglern, Druckreglern, Fil- tern, Zylindern, Speichern, Pumpen und Moto- ren, beschreiben f) Hydraulikgeräte anschließen und ihre Funktion prüfen 10 Grundlagen der Pneumatik (§ 6 Nr. 4) a) den grundlegenden Aufbau von Pneumatik- anlagen beschreiben sowie Pneumatikpläne lesen und erklären b) Eigenschaften von Luft in Pneumatikanlagen und deren Verhalten beschreiben · 3 2 4
1631 Nr. 55 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 30. Dezember 1983 Lfd. Nr. Teil des Ausbildungsberufsbildes zu vermittelnde Fertigkeiten und Kenntnisse zeitliche Richtwerte in Wochen im Ausbildungsjahr 2 4 2 c) Erzeugung und Übertragung von Drücken in Pneumatikanlagen beschreiben d) Bauteile von Pneumatikanlagen, insbesondere Verbindungen und Dichtungen, einbauen e) Arbeitsweise und Zusammenwirken von Pneu- matikgeräten, insbesondere von Ventilen, Dros- seln, Druckreglern, Zylindern, Filtern und Moto- ren beschreiben f) Pneumatiksteuerungen einstellen 11 12 Grundlagen der Steuerungs- und Regelungssysteme (§ 6 Nr. 5) Prüfen von Meßgeräten (§ 6 Nr. 6) , a) den grundlegenden Aufbau von Steuerungs- systemen erklären 3 b) den grundlegenden Aufbau von Regelungs- systemen erklären a) feste und einstellbare Lehren prüfen und justie- ren 2 b) Anzeige-, Regel- und Überwachungsinstrumen- te prüfen 13 Prüfen von Werkstoffen (§ 6 Nr. 7) 14 Herstellen von Schlauch- und Rohr- verbindungen (§ 6 Nr. 8) Werkstoffe nach werkstattüblichen Verfahren prü- fen 1 a) Arten, Anwendung und Belastbarkeit von Schlauch- und Rohrverbindungen beschreiben 2 b) Rohre biegen c) Schlauch- und Rohrverbindungen herstellen d) Schlauch- und Rohrverbindungen kennzeich- nen 15 16 17 Trennen von lösbaren und nichtlösbaren Verbindungen (§ 6 Nr. 9) Lesen und Auswerten von Diagrammen (§6Nr.10) Behandeln und Schützen von Ober- flächen (§ 4 Nr. 7) 3 a) Trennverfahren beschreiben und Werkzeuge auswählen 3 b) Verbindungen, insbesondere Schraub-, Steck-, Niet-, Schweiß- und Klebeverbindungen, tren- nen a) Anwendung und Aufbau von Diagrammen be- schreiben 2 b) Leistungsdaten aus Diagrammen und Geräten ermitteln und beurteilen Vorgänge beim Herstellen von chemisch und elektrochemisch erzeugten Überzügen beschrei- ben 1 4
1632 Lfd. Nr. Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1983, Teil 1 Teil des Ausbildungsberufsbildes zeitliche Richtwerte in Wochen im Ausbildungsjahr zu vermittelnde Fertigkeiten und Kenntnisse 2 2 3 4 3 18 Kenntnisse der War- tungsanweisungen, Montage- und Prüf- vorschriften (§ 6 Nr. 11) Bedeutung und Aufbau von Wartungsanweisungen, Montage- und Prüfvorschriften beschreiben 19 Kenntnisse englischer Fachausdrücke (§ 6 Nr. 12) englische Bezeichnungen für technische Grundbe- griffe nennen 20 Montieren und Prüfen von Bauteilen und Baugruppen (§ 6 Nr. 13) 20.1 Montieren von Seilen und Schubstangen (§ 6 Nr. 13 Buchstabe a) a) Arten und Anwendung von Seilen und Schub- stangen beschreiben 2 2 3 b) Seile aufrüsten, einbauen, spannen, sichern und prüfen c) Schubstangen aufrüsten, einbauen, einstellen und sichern 20.2 Montieren von Schlauch- und Rohr- leitungssystemen (§ 6 Nr. 13 Buchstabe b) a) Arten und Aufgaben von Rohr- und Schlauch- leitungssystemen beschreiben sowie den Zweck von Verbindungs-, Halterungs- und Dichtungselementen nennen 2 b) Rohr- und Schlauchleitungen am Fluggerät und Flugtriebwerk nach Vorschrift verlegen, haltern und sichern c) Dichtigkeitsprobe an Rohr- und Schlauchlei- tungen durchführen 20.3 Aufbau des Fluggeräts (§ 6 Nr. 13 Buchstabe c) Aufbau von Rumpf-, Trag-, Leit-. Steuer-, Fahr- und Triebwerk am Fluggerät beschreiben 2 20.4 Grundlagen der Flugphysik (§ 6 Nr. 13 Buchstabe d) grundlegende schreiben be- 2 20.5 Montieren und Prüfen von mechanischen Anlagen (§ 6 Nr. 13 Buchstabe e) mechanische Systeme am Fluggerät und Flugtrieb- werk beschreiben, montieren und prüfen 4 20.6 Montieren und Prüfen von pneumatischen und hydraulischen Anlagen (§ 6 Nr. 13 Buchstabe f) Systeme am Fluggerät und Flugtriebwerk, insbe- sondere Hydraulik-, Kraftstoff-, Druck-/Klima-, Ent- eisungs-, Sauerstoff-, Steuerungs-, Fahrwerk- und Triebwerkanlagen beschreiben, montieren und prü- fen flugphysikalische Vorgänge 8 4
1633 Nr. 55 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 30. Dezember 1983 Lfd. Nr. Teil des Ausbildungsberufsbildes zu vermittelnde Fertigkeiten und Kenntnisse zeitliche Richtwerte in Wochen im Ausbildungsjahr 2 2 Elektrotechnik am Flugtriebwerk (§ 6 Nr.13 Buchstabe g) elektrische Vorgänge · 'im Zusammenwirken mit · hydraulischen, pneumatischen und mechanischen Systemen beschreiben und Oberprüfen 20.8 Elektrotechnik am Fluggerät (§ 6 Nr. 13 Buchstabe h) elektrische Vorgänge im Zusammenwirken mit hydraulischen, pneumatischen und mechanischen Systemen beschreiben und überprüfen 20.9 Instandhalten von Arbeitsgeräten (§ 6 Nr. 13 Buchstabe i) Funktionsfähigkeit der Arbeitsgeräte, Meß- und Prüfzeuge erhalten 20.10 Umgehen mit Arbeitsgeräten (§ 6 Nr. 13 Buchstabe k) Arbeitsgeräte, Meß- und Prüfzeuge nach Vorschrift anwenden 21 Prüfen und Instand- setzen des Fluggeräts (§ 6 Nr. 14) 21.1 Prüfen und Instand- setzen von mecha- nischen Bauteilen und Aggregaten des Flug- geräts (§ 6 Nr. 14 Buchstabe a) 21.2 21.3 4 3 20.7 a) Aufgaben, Aufbau und Funktion von Geräten und Aggregaten der Fluggerätmechanik be- schreiben 3 2 4 1 1 5 b) Teile der Zelle, des Steuerwerks und des Fahr- werks überholen und instand setzen Prüfen und Instand- setzen von pneumati- schen und hydrau- lischen Bauteilen und Aggregaten des Fluggeräts (§ 6 Nr. 14 Buchstabe b) b) hydraulische µnd pneumatische Geräte über- holen und instand setzen Prüfen und Instand- setzen des Rumpfes (§ 6 Nr. 14 Buchstabe c) a) Aufgaben, Bauweise und Ausstattung des Rumpfes sowie die Funktion seiner Systeme und Einrichtungen beschreiben a) Aufgaben, Aufbau und Funktion der Fluggerät- pneumatik und -hydraulik beschreiben b) Bedienungs- und Prüfvorschriften beachten c) Beplankung des Rumpfes auf Verformungen, Beulen, Risse sowie auf lose oder abgeplatzte Niete prüfen d) Fenster, Scheiben, Türen, Notausstiege, Schaltpulte, Instrumentenbretter, Innenausstat- tung sowie Rettungs- und Sicherheitsgeräte prüfen, nach Vorschrift auswechseln und in- stand setzen 7 6 4
1634 Lfd. Nr. Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1983, Teil 1 Teil des Ausbildungsberufsbildes zu vermittelnde Fertigkeiter und Kenntnisse zeitliche Richtwerte in Wochen im Ausbildungsjahr 2 1 21.4 2 Prüfen und Instand- setzen des Tragwerks (§ 6 Nr. 14 Buchstabe d) 3 a) Aufgabe, Funktion und Bauweise des Trag- werks sowie seiner Anlagen beschreiben 3 4 4 6 b) Wartungsanweisungen, Montage- und Prüfvor- schritten beachten C) Tragflügel, Querruder, Querruderbetätigung, Start-, lande- und Flughilfsklappen sowie die zugehörigen Antriebe prüfen, nach Vorschrift auswechseln und instand setzen d) Funktionsprüfungen durchführen 21.5 Prüfen des Leit- und Steuerwerks (§ 6 Nr. 14 Buchstabe e) 6 a) Aufgaben und Bauweise der Leitwerke und der Systeme der Trimmungen beschreiben b) Aufgabe und Arten der Steuerwerke und deren Übertragungselemente beschreiben c) Wartungsanweisungen, Montage- und Prüfvor- schritten beachten d) Leitwerk, Trimmeinrichtungen sowie Steuer- werke einschließlich Steuerhilfen und Übertra- gungselemente prüfen, nach Vorschrift aus- wechseln und instand setzen e) Funktionsprüfungen durchführen 21.6 Prüfen und Instand- setzen des Fahrwerks (§ 6 Nr. 14 Buchstabe f) 4 a) Aufgaben und Funktion der Fahrwerkteile, ins- besondere der Hydraulikanlage sowie der elek- trischen Kontroll-, Warn- und Sicherheitsein- richtungen, beschreiben b) Wartungsanweisungen, Montage- und Prüfvor- schritten beachten c) Spezialwerkzeuge und Bodengeräte anwenden d) Bereifung , Felgen, Bremsen, Federbeine, Ein- und Ausfahrvorrichtung, Bremsanlage, Bugrad- lenkung und Fahrwerkklappen prüfen, nach Vorschrift auswechseln und instand setzen e) Funktionsprüfungen durchführen 21.7 Prüfen und Instand- setzen der Hydraulik- anlagen (§ 6 Nr. 14 Buchstabe g) a) Hydraulik- und Verlegungspläne lesen und er- klären b) Wartungsanweisungen, Montage- und Prüfvor- schritten beachten c) Störungen an Hydraulikanlagen systematisch suchen und beseitigen d) Hydraulikanlagen auf Leckverluste und Be- schädigungen prüfen sowie die vorgeschrie- bene Flüssigkeitsmenge feststellen und Filter- elemente auf Verunreinigungen und Funktion prüfen e) Bauteile der Hydraulikanlagen nach Vorschrift reinigen, auswechseln und instand setzen f) Funktionsprüfungen durchführen 4
1635 Nr. 55 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 30. Dezember 1983 Lfd. Nr. Teil des Ausbildungsberufsbildes zu vermittelnde Fertigkeiten und Kenntnisse zeitliche Richtwerte in Wochen im Ausbildungsjahr 2 2 21.8 Prüfen und Instand- setzen der Kraftstoff- anlage (§ 6 Nr. 14 Buchstabe h) 3 a) Aufgaben und Funktion der einzelnen Bau- gruppen der Kraftstoffanlage beschreiben 3 4 4 4 b) Leitungs- und Verlegungspläne lesen und er- klären c) Kraftstoffarten unterscheiden d) Sicherheitsvorschriften beim Umgang mit Kraft- stoffen beachten e) Wartungsanweisungen, Montage- und Prüfvor- schriften beachten f) Kraftstoffanlage auf Leckverluste und Beschä- digungen prüfen, Kraftstoffvorrat feststellen sowie Filterelemente auf Verunreinigungen und Funktion prüfen g) Bauteile der Kraftstoffanlage nach Vorschrift rei- nigen, auswechseln und instand setzen h) Funktionsprüfungen durchführen 21.9 Prüfen und Instand- setzen der Druck-/ Klimaanlage (§ 6 Nr. 14 Buchstabe i) a) Aufgaben, Aufbau und Funktion der Geräte und Baugruppen beschreiben 4 b) Sicherheitsvorschriften beim Umgang mit Sauerstoff und Sauerstoffanlagen beachten c) Wartungsanweisungen, Montage- und Prüfvor- schriften beachten d) Druck-/Klima- und Sauerstoffanlagen prüfen, Bauteile nach Vorschrift auswechseln und in- stand setzen e) Funktionsprüfungen durchführen 21.10 Erhalten der Betriebssicherheit von Flugtriebwerken sowie von deren Anlagen und Systemen (§ 6 Nr. 14 Buchstabe k) a) Aufgaben, Aufbau und Funktion der triebwerk- seifigen Anlagen beschreiben b) Schmierstoff- und Konservierungsarten unter- scheiden c) Wartungsanweisungen, Montage-, Prüf- und Sicherheitsvorschriften beachten d) Triebwerkverkleidungen ab- und anbauen e) Sichtkontrollen am Triebwerk und an den trieb- werkseitigen Anlagen durchführen f) Fehler mit Hilfe von Funktionskontrollen suchen g) Schäden und Beanstandungen beheben h) Triebwerke auswechseln i) Geräte, Aggregate und Systeme ab- und an- bauen k) Triebwerke und Triebwerkgeräte konservieren und entkonservieren 8
1636 Lfd. Nr. Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1983, Teil 1 Teil des Ausbildungsberufsbildes zu vermittelnde Fertigkeiten und Kenntnisse zeitliche Richtwerte in Wochen im Ausbildungsjahr 2 1 21.11 2 Erhalten der Betriebs- sicherheit von Flug- geräten sowie von deren Anlagen und Systemen (§ 6 Nr. 14 Buchstabe 1) 3 a) Aufgaben und Funktionen der Anlagen und Systeme beschreiben b) Bedeutung und Durchführung der Sicht- und Funktionskontrollen erklären sowie die erfor- derlichen Hilfsmittel nennen c) Bedienungsvorschriften beachten d) Maßnahmen für · das Be- und Enttanken beschreiben sowie die Sicherheitsbestimmun- gen nennen e) Spezialwerkzeuge anwenden f) allgemeine Sichtkontrollen an der Zelle, den Steuerungsanlagen, dem Hydrauliksystem, der Druck-/Klima-, Kraftstoff-, Feuerwarn- und Löschanlage sowie am Fahrwerk durchführen g) Fehler durch Funktionskontrollen suchen h) Schäden und Beanstandungen beheben i) Bauteile und Aggregate nach Ablauf der vorge- schriebenen Betriebszeit auswechseln k) neu eingebaute Aggregate und Geräte einstel- len 1) Funktionsprüfungen an ausgewechselten Bau- teilen durchführen m) Druckprüfungen an Leitungen der Kraftstoff-, Schmierstoff- und Hydraulikanlage sowie an Kanälen der Druck-/Klimaanlage durchführen n) Anlagen und Systeme mit Kraftstoff, Schmier- stoff, Hydraulik- und Enteisungsflüssigkeit be- und enttanken o) Kraftstoffanlage entwässern p) Fluggerät konservieren und entkonservieren 3 4 14 4
Nr. 55 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 30. Dezember 1983 1637 Anlage 4 Abschnitt IV des Ausbildungsrahmenplanes für die Berufsausbildung zum Fluggerätbauer/zur Fluggerätbauerin Berufliche Fachbildung Lfd. Nr. Teil des Ausbildungsberufsbildes zu vennittelnde Fertigkeiten und Kenntnisse zeitliche Richtwerte in Wochen im Ausbildungsjahr 2 1 2 1 Arbeitsschutz, Unfall- verhütung, Umwelt- schutz und rationelle Energieverwendung (§ 4 Nr. 1) 2 Kenntnisse der Orga- nisation des Ausbil- dungsbetriebes und der arbeitsrechtlichen Regelungen (§ 4 Nr. 2) 3 betriebssicheres Handhaben und Warten von Arbeitsgeräte~ und Maschinen (§ 4 Nr. 3) 4 Verwenden von Werk- und Hilfsstoffen (§ 4 Nr. 4) 5 Lesen technischer Zeichnungen, Anfertigen von Skizzen sowie Anwenden von luftfahrt- technischen Hand- b0chem und Tabellen (§ 4 Nr. 5) 6 Be- und Verarbeiten von Metallen (§ 4 Nr. 6) 6.1 Messen und Prüfen (§ 4 Nr. 6 Buchstabe a) 3 4 4 3 die in Anlage 1 lfd. Nr. 1 bis 5 Spalte 3 aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse während des zweiten, dritten und vierten Ausbildungsjahres zu vennitteln - a) Verfahren zur Ennittlung von Rauhtiefen erklä- ren b) Längen mit Meßuhren bis zu einer Genauigkeit von 0,01 mm messen c) Längen mit Endmaßen bis zu einer Genauigkeit von 0,001 mm messen cf) Meß- und PrOfzeuge auf Funktion prüfen 2
1638 Lfd. Nr. . Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1983, Teil 1 Teil des Ausbildungsberufsbildes zu vermittelnde Fertigkeiten und Kenntnisse zeitliche Richtwerte in Wochen im Ausbildungsjahr 2 1 6.2 2 Spanen (§ 4 Nr. 6 Buchstabe d) 4 3 a) Feilen: 5 aa) Werkstücke bis zu einer Genauigkeit von 0,05 mm feilen bb) Sonderfeilen benutzen b) Schaben: aa) Paß- und Dichtflächen .schaben bb) Bauteile ein- und anpassen c) Passungen des ISO-Systems nach Passungs- angaben herstellen d) Bohren, Reiben und Senken: aa) Werkstücke bohren und senken sowie bis zu einem Genauigkeitsgrad IT 7 reiben bb) Sonderwerkzeuge zum Bohren, Senken und Reiben anwenden e) Werkstücke mit Sägemaschinen trennen f) Bauteile durch Schleifen an Schleifbändern zu- richten g) Werkstücke nach maschinellen Trenn- und Schneidverfahren trennen h) Drehen: 2 aa) Werkstücke bis zum Genauigkeitsgrad IT 9 und einer gemittelten Rauhtiefe von 10 µm lang-, plan- und einstechdrehen bb) Werkstücke form- und kegeldrehen CC) Gewinde mit Hilfe der Leitspindel drehen i) Fräsen: 2 aa) Werkstücke bis zu ·einem Genauigkeits- grad IT 9 mit einer gemittelten Rauhtiefe von 10 µm plan-, nuten- und absatzfräsen bb) Werkstücke mit Hilfe des Teilkopfes und Rundtisches fräsen 6.3 spanloses Bearbeiten (§ 4 Nr. 6 Buchstabe e) a) Biegen: aa) Abwicklungen berechnen und Biegefolgen festlegen bb) Bleche und Profilteile aus Leichtmetalle- gierungen im Schraubstock, mit Biegevor- richtungen und -maschinen biegen b) Richten und Spannen: aa) vorgeformte oder wärmebehandelte Bau- teile richten bb) verformte Bleche spannen CC) Verfahren des Flammrichtens beschreiben 3 10 4
1639 Nr. 55 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 30. Dezember 1983 Lfd. Nr. Teil des Ausbildungsberufsbildes zu vermittelnde Fertigkeiten und Kenntnisse zeitliche Richtwerte in Wochen im Ausbildungsjahr 2 2 3 c) Strecken: aa) Form- und Gefügeänderungsverhalten der Werkstoffe beim Strecken erklären bb) Halbzeuge oder Werkstücke mit dem Schweifhammer unter Beachtung einer sachgemäßen Werkstückauflage und Hammerführung strecken cc) Maßnahmen zur Vermeidung von Rißbil- dungen ergreifen d) Schweifen: aa) Fotm- und Gefügeänderungsverhalten der Werkstoffe beim Schweifen erklären bb) Zustand der wärmebehandelten Werk- stoffe beim Schweifen beachten cc) Maßnahmen zur Vermeidung von Rißbil- dungen ergreifen dd) Blechstreifen, Profile und Rohre von Hand und mit Blechformmaschinen schweifen e) Stauchen: aa) Zustand und Oberflächenbeschaffenheit des Werkstoffs beim Stauchen erklären bb) Maßnahmen zur Vermeidung von Rißbil- dungen ergreifen cc) Stauchmaschine einstellen dd) Blechstreifen, Rohre oder Bördelrippen mit der Stauchzange oder Stauchmaschine stauchen f) Falzen: aa) Arten und Anwendungsbereiche von Falz- verfahren beschreiben bb) Werkzeuge und Hilfsmittel zum Falzen aus- wählen cc) Maßnahmen zur Vermeidung von Falten- und Rißbildungen ergreifen dd) Bauteile durch Falzen verbinden g) Sicken: aa) Anwendung von Sicken beschreiben bb) Einsatz der Sickenmaschine zum Sicken, Bördeln, Falzen und Setzen beschreiben cc) Sickenmaschine einstellen dd) eine Pfette mit der Sickenmaschine sicken ee) Rohre sicken h) Runden: aa) Aufbau und Funktion einer Rundmaschine erklären 3 4 4
1640 Lfd. Nr. Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1983, Teil 1 Teil des Ausbildungsberufsbildes zu vermittelnde Fertigkeiten und Kenntnisse zeitliche Richtwerte in Wochen im Ausbildungsjahr 2 2 4 3 bb) Rundmaschine unter Berücksichtigung von Blechdicke und Rundungsradius ein- stellen cc) Werkstücke auf der Rundmaschine runden i) Bördeln: aa) Arbeitstechniken des Bördelns beschrei- ben sowie Arten und Anwendung der Bör- delung nennen bb) Verhalten des Werkstoffs beim Bördeln er- klären cc) Maßnahmen zur Vermeidung von Falten- und Rißbildungen ergreifen dd) Auffedern der Werkstücke beachten ee) Werkstücke von Hand nach Zeichnung oder Schablone bördeln k) Treiben: aa) Form- und Gefügeänderungsverhalten beim Treiben erklären bb) gekrümmte B~uteile von Hand treiben cc) Maßnahmen zur Vermeidung von Falten- und Rißbildungen ergreifen 1) Wickeln von Federn: aa) Funktion und Anwendung von Schrauben- federn beschreiben bb) Durchmesser des Wickeldorns ermitteln cc) Schraubenfedern im Schraubstock wik- keln dd) Schraubenfedern auf Drehmaschinen wik- keln ee) Ösen an Zugfedern biegen ff) Enden von Druckfedern winklig schleifen 7 Behandeln und Schützen von Oberflächen (§ 4 Nr. 7) a) Arten und Anwendung von Metallüberzügen nennen b) Auftragsverfahren für Metallüberzüge, insbe- sondere chemische und elektrochemische Ver- fahren, nennen c) Bauteile für den Oberflächenschutz vorbehan- deln d) Maßnahmen der Innenkonservierung durchfüh- ren e) Oberflächen an Bauteilen durch Anwendung chemischer und elektrochemischer Verfahren schützen f) Oberflächen, insbesondere durch Öle, Fette, Farbanstriche und Konservierungsmittel, schützen 3 2 4
1641 Nr. 55 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 30. Dezember 1983 zeitliche Richtwerte Lfd. Nr. Teil des Ausbildungsberufsbildes zu vermittelnde Fertigkeiten und Kenntnisse in Wochen im Ausbildungsjahr 2 1 2 4 3 g) Dichtmittel auftragen 8 Fügen (§ 4 Nr. 8) 8.1 Herstellen von Schraubverbindungen (§ 4 Nr. 8 Buchstabe a) a) Schraubverbindungen mit Paß- und Dehn- schrauben herstellen 2 b) Schraubverbindungen unter Berücksichtigung der luftfahrttechnischen Normen herstellen c) Schraubverbindungen unter Berücksichtigung luftfahrttechnischer Vorschriften, insbesondere unter Verwendung von Annietmuttern, Stopp- muttern und Schnellverschlüssen, herstellen 8.2 Nieten (§ 4 Nr. 8 Buchstabe c) a) Bereiche und Arbeitstechniken für die Anwen- dung von Voll- und Sondernieten beschreiben 5 b) die häufigsten Ursachen und Auswirkungen von Nietfehlern beschreiben C) Bauteile durch Anzeichnen, Bohren, Senken, Warzen, Entgraten und Heften für das Nieten vorbereiten d) Verbindungen mit Voll- und Sondernieten in di- rekter oder indirekter Nietung mit Handhammer, Handnietzange, pneumatisch betätigter Niet- zange, Preßlufthammer und Vorhaltewerkzeug herstellen e) Nietverbindungen mit Nietpresse herstellen f) Nietverbindungen trennen 8.3 Schweißen (§ 4 Nr. 8 Buchstabe e) 9 Wärmebehandeln von Stählen und Leicht- metallegierungen (§ 4 Nr. 9) nichtabnahmepflichtige Lichtbogenschweißarbei- ten in verschiedenen Lagen ausführen 2 a) Verfahren der Wärmebehandlung für Leicht- metallegierungen beschreiben 2 b) Vorschriften für die Wärmebehandlung beach- ten C) Bauteile aus Leichtmetallegierungen wärme- behandeln d) Werkstoffeigenschaften vor und nach der Wär- mebehandlung beurteilen e) Fehlerquellen bei der Wärmebehandlung nen- nen 10 Lesen und Auswerten von Diagrammen (§ 7 Nr. 1) a) Aufbau und Anwendung von Diagrammen be- schreiben b) Leistungsdaten aus Diagrammen ermitteln und beurteilen 3 2 4
1642 Lfd. Nr. Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1983, Teil 1 Teil des Ausbildungsberufsbildes zu vermittelnde Fertigkeiten und Kenntnisse zeitliche Richtwerte in Wochen im Ausbildungsjahr 2 2 11 Arbeitsvorsch ritten und Kontrollen im Fluggerätbau (§ 7 Nr. 2) 3 12 Prüfen von Werkstoffen (§ 7 Nr. 3) 4 a) allgemeine Bauvorschriften, Prüf- und Sonder- vorschriften sowie Wartungs- und Reparaturan- weisungen beachten 1 b) Bauteil- und Funktionskontrollen durchführen c) englische Bezeichnungen Grundbegriffe nennen für technische a) Werkstoffe mit werkstattüblichen Verfahren prü- fen 3 b) Zugversuche, Härte- und Rißprüfungen durch- führen 13 Anwenden von Vor- richtungen und Lehren (§ 7 Nr. 4) a) Vorrichtungen und Lehren nach Vorschrift benutzen und warten 2 b) Einzelteile für den Zusammenbau vorbereiten c) Einzelteile unter Benutzung von Vorrichtungen und Lehren zusammenbauen 14 Herstellen von Schlauch- und Rohrverbindungen (§ 7 Nr. 5) a) _Arten, Anwendung und Belastbarkeit von Schlauch- und Rohrverbindungen beschreiben 4 b) Rohre biegen c) Schlauch- und Rohrverbindungen herstellen d) Schlauch- und Rohrverbindungen kennzeich- nen 15 Verarbeiten von . Kunststoffen (§ 7 Nr. 6) 3 a) Arten und Anwendung von Klebern und Kunstharzen sowie deren Abbinde- und Härte- zeiten nennen b) Arten und Anwendung der im Fluggerätbau gebräuchlichen Kunststoffe und Gewebe sowie deren Be- und Verarbeitungsverfahren be- schreiben c) Eigenschaften und Anwendungsbereiche von Faserkunststoff- und Sandwichbauteilen be- schreiben d) Arbeitsschutz- und Sicherheitsvorschriften für den Umgang mit Klebstoffen, Kunstharzen und Kunststoffen beachten e) Formen zur Herstellung von Bauteilen vorberei- ten f) Kunstharze mischen g) Bauteile aus Faserkunststoff im Handauflege- verfahren in Positiv- und Negativformen anferti- gen "· h) Bauteile aus Faserkunststoff instandsetzen i) Bauteile in Sandwichbauweise herstellen und instand setzen 6 4
1643 Nr. 55 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 30. Dezember 1983 Ud. Nr. Teil des Ausbildungsberufsbildes zu vermittelnde Fertigkeiten und Kenntnisse zeitliche Richtwerte in Wochen im Ausbildungsjahr 2 1 2 3 3 4 4 k) Bauteile aus Faserkunststoff mit Bauteilen aus anderen Werkstoffen verkleben 16 Herstellen oder Instandsetzen von Fertigungsmitteln (§ 7 Nr. 7) 15 a) Arten und Anwendung von Fertigungsmitteln beschreiben b) Fertigungsmittel kennzeichnen c) Einzelteile für Fertigungsmittel herstellen d) Fertigungsmittel, insbesondere Anreiß- und Ko- pierschablonen sowie Bohrvorrichtungen, Bau- vorrichtungen und Lehren, herstellen oder in- stand setzen e) Linienrisse und Strakschablonen benutzen f) unterschiedliche Meßmethoden anwenden g) die häufigsten Ursachen und die Auswirkungen von Meßfehlern beschreiben h) Vorrichtungen mit Hilfe von Meßgeräten nivellie- ren und justieren i) Vorrichtungen mit Hilfe von Lehren abstimmen 17 Fertigen oder Instandsetzen von Fluggerätteilen (§ 7 Nr. 8) a) berufsbezogene Normen, Bauvorschriften, Fer- tigungsrichtlinien sowie Wartungs- und Repara- turanweisungen beachten 22 b) Bauteile prüfen und nach Einbau auf Funktion kontrollieren c) Schablonen, Bohr- und Bauvorrichtungen an- wenden d) Blechbauteile von Hand und maschinell anferti- gen e) Einzelteile ein- und ausbördeln f) Profile durchsetzen g) Einzelteile zurri Fügen vorbereiten h) vorgeschriebene Reihenfolge der Arbeitsgänge beim Fügen einhalten i) in Zusammenarbeit mit einer weiteren Person nieten k) Bauteile, insbesondere Rippen, Stringer, Spante, Deckel, Klappen und Segmente, ferti- gen oder instand setzen 18 zusammenbauen von Baugruppen (§ 7 Nr. 9) a) Einteilung der Fluggeräte in Einzelteile und Bau- gruppen unter Berücksichtigung der Ferti- gungsrichtlinien beschreiben b) Aufgabe und Funktion der unterschiedlichen Systeme erklären C) Arten und Anwendung von Bauteilen des Flug- werks, insbesondere von Spanten, Stringern, Holmen, Rippen und Beplankungen, erklären 26
1644 Lfd. Nr. Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1983, Teil 1 Teil des Ausbildungsberufsbildes zu vermittelnde Fertigkeiten und Kenntnisse zeitliche Richtwerte in Wochen im Ausbildungsjahr 2 1 2 3 3 4 4 d) Aufbau und Funktibn von Trag-, Rumpf-, Leit-, Steuer- und Fahrwerk beschreiben e) berufsbezogene Normen, Sicherheits- und Bau- vorschritten, Fertigungsrichtlinien sowie War- tungs- und Reparaturanweisungen beachten f) Bauteile prüfen und nach Einbau auf Funktion kontrollieren g) Einzelteile zum Zusammenbau vorbereiten h) vorgeschriebene Reihenfolge der Arbeitsgänge beim Zusammenbau einhalten i) Bauvorrichtungen und Lehren anwenden k) Einzelteile und Baugruppen im Zellenbau ins- besondere durch Niete, Schrauben, Stifte und Kleber verbinden und Verbindungen sichern 1) mechanische Systeme, insbesondere Steuer- und ·Fahrwerk sowie Rumpf- und Flächenein- bauten, montieren m) Hydraulikleitungen nach Vorschrift einbauen n) Drehmomentschlüsset benutzen 19 Messen und Einstellen am Fluggerät (§7Nr.10) a) Feinmeß- und Prüfverfahren erklären und an- wenden 4 b) Angaben unterschiedlicher Meßsysteme um- rechnen c) Drehmomente berechnen und das Hebelgesetz anwenden d) Prüfvorschriften beachten e) Prüfvorrichtungen und Meßgeräte benutzen f) Fehlerquellen beim Messen und Prüfen nenn~n g) Bezugspunkte, -linien und -ebenen festlegen h) Bauteile nivellieren i) Fluggeräte ausrichten k) Schwerpunkt am Fluggerät ermitteln 1) Fahrwerk vermessen 20 Instandhalten des Fluggeräts (§ 7 Nr. 11) a) Bauvorschriften sowie Wartungs- und Repara- turanweisungen beachten b) Bauteile prüfen und nach Einbau auf Funktion kontrollieren c) Arbeitsanweisungen .nennen und anwenden d) Bauteile des Fluggeräts demontieren, instand setzen und montieren e) Einstellarbeiten durchführen f) Verbindungselemente sichern g) Hydraulikelemente einbauen 11
Nr. 55 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 30. Dezember 1983 1645 Verordnung über die Berufsausbildung zum Glasapparatebauer/zur Glasapparatebauerin (Glasapparatebauer-Ausbildungsverordnung - GlasappAusbV) *) Vom 21. Dezember 1983 Auf Grund des § 25 des Berufsbildungsgesetzes vom 14. August 1969 (BGBI. 1 S. 1112), der zuletzt durch § 24 Nr. 1 des Gesetzes vom 24. August 1976 (BGBI. 1 S. 2525) geändert worden ist, und des § 25 der Hand- werksordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 28. Dezember 1965 (BGBI. 1966 1 S. 1), der zuletzt durch § 25 Nr. 1 des Gesetzes vom 24. August 1976 (BGBI. 1 S. 2525) geändert worden ist, wird im Ein- vernehmen mit dem Bundesminister für Bildung und Wissenschaft verordnet: § 1 Anwendungsbereich Diese Verordnung gilt für die Berufsausbildung in dem Ausbildungsberuf Glasapparatebauer/Glasapparate- bauerin nach der Handwerksordnung und für die Berufs- ausbildung in dem nach § 2 anerkannten Ausbildungs- beruf. §2 Staatliche Anerkennung des Ausbildungsberufes Der Ausbildungsberuf Glasapparatebau er/Glasappa- ratebauerin wird staatlich anerkannt. §3 Ausbildungsdauer Die Ausbildung dauert drei Jahre. 7. Heißverformen des G1ases: a) Trennen, Zusammensetzen, Ansetzen und Bie- gen, b) Auf- und Einblasen, c) Auftreiben und Bördeln, d) Einschmelzen, e) Herstellen von Glasapparaten, 8. Umgehen mit Vakuumanlagen, 9. Messen und Prüfen von Halb- und Fertigerzeugnis- sen. §5 Ausbildungsrahmenplan Die Fertigkeiten und Kenntnisse nach § 4 sollen nach der in der Anlage enthaltenen Anleitung zur sachlichen und zeitlichen Gliederung der Berufsausbildung (Ausbil- dungsrahmenplan) vermittelt werden. Eine vom Ausbil- dungsrahmenplan abweichende sachliche und zeitliche Gliederung des Ausbildungsinhaltes ist insbesondere zulässig, soweit betriebspraktische Besonderheiten die Abweichung erfordern. §6 Ausbildungsplan Der Ausbildende hat unter Zugrundelegung des Aus- bildungsrahmenplanes für den Auszubildenden einen Ausbildungsplan zu erstellen. §4 §7 Ausbildungsberufsbild Berichtsheft Gegenstand der Berufsausbildung sind mindestens die folgenden Fertigkeiten und Kenntnisse: Der Auszubildende hat ein Berichtsheft in Form eines Ausbildungsnachweises zu führen. Ihm ist Gelegenheit zu geben, das Berichtsheft während der Ausbildungs- zeit zu führen. Der Ausbildende hat das Berichtsheft regelmäßig durchzusehen. 1. Arbeitsschutz, Unfallverhütung, Umweltschutz und rationelle Energieverwendung, 2. Anfertigen von Zeichnungen und Handskizzen sowie Festlegen des Arbeitsablaufes, §8 3. Einsatz von Werkzeugen, Geräten, Maschinen und Anlagen, Zwischenprüfung 4. Pflegen und Warten der Werkzeuge, Geräte, Maschi- nen und Anlagen, (1) Zur Ermittlung des Ausbildungsstandes ist eine. Zwischenprüfung durchzuführen. Sie soll vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden. 5. Kenntnisse des Ausbildungsbetriebes einschließlich seiner Organisation, *) Diese Rechtsverordnung ist eine Ausbildungsordnung im Sinne des § 25 des (2) Die Zwischenprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage für die ersten 3 Halbjahre aufgeführten Fertig- keiten und Kenntnisse sowie auf den im Berufsschulun- terricht entsprechend den Rahmenlehrplänen zu vermit- telnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist. Berufsbildungsgesetzes und des § 25 der Handwerksordnung. Die Ausbil- dungsordnung und der damit abgestimmte, von der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland beschlossene Rahmenlehrplan für die Berufsschule werden demnächst als Beilage zum Bundesanzeiger veröffentlicht. (3) Zum Nachweis der Fertigkeiten soll der Prüfling in insgesamt höchstens 6 Stunden 4 Arbeitsproben durchführen. 6. Kenntnisse des Glases und anderer Werkstoffe im Glasapparatebau,
1646 Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1983, Teil 1 11 . Anfertigen von Einweg-Kegelhähnen mit Hohlküken Hierfür kommen insbesondere in Betracht: 1. seitliches und zentrisches Zusammensetzen von Glasrohren bis 20 mm Durchmesser, 2. Auftreiben von Kegelhülsen bis Normschliff (NS) 19, 3. Biegen von Glasrohren bis 15 mm Durchmesser, 4. Blasen von Kugeln bis zu 70 mm Durchmesser, 5. Einschmelzen von Spitzen und Rohren ein- und dop- pelseitig in Glasrohre bis 30 mm Durchmesser, 6. Einschmelzen von Spitzen und Rohren in Kugeln bis 70 mm Durchmesser. (4) Zum Nachweis der Kenntnisse soll der Prüfling in insgesamt höchstens 180 Minuten Aufgaben aus fol- genden Gebieten schriftlich lösen: 1 . Herstellung des Glases, 2.. Eigenschaften des Glases, bis NS 21,5, 12. Fertigen von Kegelhülsen bis NS 29,2, 13. Einmessen und Markieren von Volumenmeßgeräten mit Wasser oder Quecksilber, 14. Einstellen des selbsttätigen Nullpunktes an Meß- geräten, 15. Justieren von Auslauföffnungen an Volumenmeß- geräten. (3) Zum Nachweis der Kenntnisse soll der Prüfling in den Prüfungsfächern Technologie, Technische Mathe- matik, Technisches Zeichnen sowie Wirtschafts- und Sozialkunde schriftlich und in dem Prüfungsfach Tech- nologie auch mündlich geprüft werden. Es kommen Fragen und Aufgaben insbesondere aus folgenden Gebieten in Betracht: 1. im Prüfungsfach Technologie: 3. Grundlagen der Volumen- und Temperaturmessung, 4. Arbeitsschutz und Unfallverhütung. a) Zusammensetzung, Eigenschaften und Arten des Glases, Die schriftlichen Aufgaben sollen auch praxisbezogene Fälle berücksichtigen. b) Tischbrenner, Handgebläse, Armaturen, Betriebs- anlagen für Brenngas und für Luftversorgung, (5) Die in Absatz 4 genannte Prüfungsdauer kann ins- besondere unterschritten werden, soweit die schriftli- che Prüfung in programmierter Form durchgeführt wird. c) Glasblasdreh-, Trenn-, Bohr-, Schleif- und Teil- maschinen, d) Heißverformung, e) Vakuumtechnik, §9 f) thermisches Stabilisieren, Abschlußprüfung und Gesellenprüfung (1) Die Abschlußprüfung und die Gesellenprüfung erstrecken sich auf die in der Anlage aufgeführten Fer- tigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im Berufsschul- unterricht vermittelten Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist. (2) Zum Nachweis der Fertigkeiten soll der Prüfling in insgesamt höchstens 8 Stunden 4 Arbeitsproben anfer- tigen. h) Glas- und Metallverschmelzung, i) Eich- und Normvorschriften für Glasapparate, k) Meßverfahren für die Volumen- und Querschnitts- bestimmung von Glasrohren und -körpern, 1) Justieren und Skalieren, m) Glasreinigungs-, Wachs- und Ätzmittel, Einbrenn- farben und Hilfsstoffe, n) Kaltbearbeiten von Glas durch Bohren, Schleifen und Polieren, Hierfür kommen insbesondere in Betracht: 1. zentrisches Zusammensetzen von unterschiedlichen Durchmessers, g) Glasapparatekunde, Glasrohren 2. zentrisches und seitliches Zusammensetzen von Kapillarrohren ab 1 mm Innendurchmesser, o) Arbeitsschutz, Unfallverhütung, Umweltschutz und rationelle Energieverwendung; 2. im Prüfungsfach Technische Mathematik: 3. seitliches Zusammensetzen von Glasrohren bis 20 mm Durchmesser mit Glaskörpern, a) Berechnen der Oberflächen, Volumen und Gewichte von Glasapparaturen und Volumen- meßgeräten, 4. doppelseitiges Zusammensetzen von Glasrohren mit Glaskörpern, b) Luftdruckberechnungen, 5. Biegen von Glasrohren bis 25 mm Durchmesser, 6. Einblasen eines Glaskörpers in eine Form, 7. Einschmelzen von Glasfritten von 10 bis 40 mm Durchmesser in Glasrohre bis 80 mm Durchmesser, 8. Einschmelzen von Wolframdraht bis 1 ,5 mm Durch- messer in Borosilicatglas, 9. Wendeln von Glasrohren bis 1 0 mm Durchmesser von Hand auf Dorn, 10. Herstellen von Kegelhülsen und -kernen bis NS 45 mit Formwerkzeugen, c) Berechnen der Flächen von Kühlern, d) Berechnen der Durchlaufgeschwindigkeiten, Apparatequerschnitte und Strömungswider- stände; 3. im Prüfungsfach Technisches Zeichnen: a) Grundbegriffe der Normung, b) Lesen und Ergänzen schwieriger Zeichnungen, c) Zeichnen von Ausschnitten aus einer Vorlage, d) ·Erläutern von Fertigungsvorschriften und Werk- stückzeichnungen;
Nr. 55 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 30. Dezember 1983 4. im Prüfungsfach Wirtschafts- und Sozialkunde: Wirtschafts- und Sozialkunde. Kenntnisprüfung im Prüfungsfach Technologie minde- stens ausreichende Leistungen erbracht sind. Die Fragen und Aufgaben sollen auch praxisbezo- gene Fälle berücksichtigen. (4) Für die schriftliche Kenntnisprüfung ist von folgen- den zeitlichen Höchstwerten auszugehen: 1. im Prüfungsfach Technologie 120 Minuten, 2. im Prüfungsfach Technische Mathematik 90 Minuten, 3. im Prüfungsfach Technisches Zeichnen 90 Minuten, 4. im Prüfungsfach Wirtschafts- und Sozialkunde 1647 §10 Aufhebung von Vorschriften Die bisher festgelegten Berufsbilder, Berufsbildungs- pläne und Prüfungsanforderungen für Lehrberufe, Anlernberufe und für vergleichbar geregelte Ausbil- dungsberufe, die in dieser Verordnung geregelt sind, insbesondere für die Ausbildungsberufe Glasinstru- mentenmacher, Glasapparatebläser und Glasapparate- justierer, sind vorbehaltlich des § 11 nicht mehr anzu- wenden. § 11 60 Minuten. (5) Die in Absatz 4 genannte Prüfungsdauer kann ins- besondere unterschritten werden, soweit die schrift- liche Prüfung in programmierter Form durchgeführt wird. (6) Die mündliche Prüfung soll nicht länger als 30 Minuten je Prüfling dauern. (7) Die schriftliche Prüfung ist auf Antrag des Prüf- lings oder nach Ermessen des Prüfungsausschusses in einzelnen Fächern durch eine mündliche Prüfung zu ergänzen, wenn diese für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Die schriftliche Prüfung hat gegenüber der mündlichen das doppelte Gewicht. (8) Innerhalb der Kenntnisprüfung hat das Prüfungs- fach Technologie gegenüber jedem der übrigen Prü- fungsfächer das doppelte Gewicht. (9) Die Prüfung ist bestanden, wenn jeweils in der Fer- tigkeits- und der Kenntnisprüfung sowie innerhalb der Übergangsregelung Auf Berufsausbildungsverhältnisse, die bei Inkraft- treten dieser Verordnung bestehen, sind die bisherigen Vorschriften weitet anzuwenden, es sei denn, die Ver- tragsparteien vereinbaren die Anwendung der Vor- schriften dieser Verordnung. § 12 Berlin-Klausel Diese Verordnung gilt nach § 14 des Dritten Über- leitungsgesetzes in Verbindung mit § 112 des Berufs- bildungsgesetzes und § 128 der Handwerksordnung auch im Land Berlin. §13 Inkrafttreten Diese Verordnung tritt am 1. August 1984 in Kraft. Bonn, den 21. Dezember 1983 Der Bundesminister für Wirtschaft In Vertretung Schlecht
1648 Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1983, Teil 1 Anlage Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Glasapparatebauer/zur Glasapparatebauerin Lfd. Nr. Teil des Ausbildungsberufsbildes zu vermittelnde Fertigkeiten und Kenntnisse zu vermitteln im Ausbildungshalbjahr 1 1 2 1 3 1 4 1 5 1 6 2 Arbeitsschutz, Unfallverhütung, Umweltschutz und rationelle Energieverwendung (§ 4 Nr. 1) 3 4 a) wesentliche gesetzliche und betriebliche Arbeits- und Umweltschutzvorschriften erklä- ren und beachten b) Unfallverhütungsvorschriften, Richtlinien und Merkblätter erläutern und beachten c) unfallverursachendes Verhalten sowie berufs- typische Unfallquellen und -situationen · be- schreiben d) wesentliche Vorschriften der Feuerverhütung sowie die Brandschutzeinrichtungen nennen e) Gefahren, die vom Glas ausgehen, erklären und Maßnahmen zu ihrer Vermeidung ergreifen f) Gefahren, die von elektrischen Anlagen ausge- hen, erklären und Maßnahmen zu ihrer Vermei- dung ergreifen g) Gefahren, die von Giften, Gasen und leicht ent- zündbaren Stoffen ausgehen, erklären und Maßnahmen zu ihrer Vermeidung ergreifen h) Verhaltensweisen bei Unfällen beschreiben und Maßnahmen zur Ersten Hilfe einleiten i) die im Ausbildungsbetrieb verwendeten Ener- giearten nennen und Möglichkeiten rationeller Energieverwendung im beruflichen Einwir- kungs- und Beobachtungsbereich anführen 2 3 Anfertigen von Zeichnungen und Handskizzen sowie Festlegen des Arbeitsablaufes (§ 4 Nr. 2) Einsatz von Werkzeugen, Geräten, Maschinen und Anlagen (§ 4 Nr. 3) a) Zeichnungen lesen und erläutern b) Handskizzen anfertigen, insbesondere norm- gerecht vermaßen c) Arbeitsablauf nach selbst angefertigten und nach vorgegebenen Zeichnungen sowie nach Arbeitsanweisungen festlegen a) Werkzeuge für die Heißverformung von Glas- halberzeugnissen erläutern und handhaben b) Tischbrenner und Handgebläse, insbesondere ihre Wirkungsweise, erläutern und handhaben c) Glasblasdrehmaschinen sowie Anlagen für die Heißverformung beschreiben und einrichten 4 Pflegen und Warten der Werkzeuge, Geräte, Maschinen und Anlagen (§ 4 Nr. 4) a) Pflege und Wartung als verschleißhemmende Maßnahme beschreiben b) Werkzeuge, Maschinen und Anlagen der Glasapparateherstellung unter Beachtung ent- sprechender Vorschriften pflegen und warten während der gesamten Ausbildungszeit zu vermitteln
1649 Nr. 55 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 30. Dezember 1983 Lfd. Nr. Teil des Ausbildungsberufsbildes zu vermitteln im Ausbildungshalbjahr zu vermittelnde Fertigkeiten und Kenntnisse 1 2 5 6 Kenntnisse des Ausbildungsbetriebes einschließlich seiner Organisation (§ 4 Nr. 5) Kenntnisse des Glases und anderer Werkstoffe im Glasapparatebau (§ 4 Nr. 6) 7 Heißverformen des Glases (§ 4 Nr. 7) 7.1 Trennen, Zusammen- setzen, Ansetzen und Biegen (§ 4 Nr. 7 Buchstabe a) 2 3 6 X b) die Abwicklung eines Auftrages beschreiben und seinen Ablauf mit den einzelnen Schritten und den hierzu erforderlichen Daten, Maschi- nen, Werkzeugen und Vorrichtungen erklären X c) die Auftragsbegleitpapiere nennen und ihren Zweck erläutern X a) die Einteilung des Glases nach seiner chemi- schen Zusammensetzung, seiner Art und Ver- wendung nennen 5 4 3 a) die Art des Ausbildungsbetriebes, insbeson- dere Branche, Betriebs- und Rechtsform, beschreiben 4 X b) die Verwendung sonstiger Werkstoffe in der Glasapparateherstellung, insbesondere Kunst- stoffe, Metalle und Glaskeramik, erläutern X a) Glasrohre und Hohlglaskörper bis zu 100 mm Durchmesser mechanisch trennen und ther- misch sprengen X b) Glasrohre gleichen und unterschiedlichen Durchmessers zentrisch zusammensetzen X c) Glasrohre bis zu 20 mm Durchmesser seitlich in unterschiedlichen Winkeln mit Glaskörpern zusammensetzen X d) Kapillarrohre ab 1 mm Innendurchmesser zen- trisch und seitlich zusammensetzen X e) Hahn- und Schliffhülsen bis NS 24 unter Ver- wendung von Glasrohren doppelseitig an Glas- körper ansetzen X f) Dampf- und Druckausgleichsrohre an Glaskör- X per ansetzen g) Glasrohre biegen mit einem Durchmesser aa) bis zu 10 mm bb) bis zu 15 mm cc) bis zu 25 mm X X X h) Glasrohre bis 10 mm Durchmesser von Hand auf Dorn wendeln 7.2 Auf- und Einblasen (§ 4 Nr. 7 Buchstabe b) a) an Glasrohren Spitzen ziehen, Glasrohre veren- gen und zentrieren sowie Böden mit einem Durchmesser bis zu 30 mm anfertigen X X
1650 Lfd. Nr. Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1983, Teil Teil des Ausbildungsberufsbildes 1 zu vermitteln im Ausbildungshalbjahr zu vermittelnde Fertigkeiten und Kenntnisse 1 1 2 2 4 3 5 6 4 3 b) Kugeln aufblasen aa) mit einem Durchmesser bis zu 30 mm X bb) mit einem Durchmesser bis zu 70 mm X X cc) als Kugelleiste mit 4 bis 10 Kugeln X C) Glaskörper in eine Form einblasen 7.3 Auftreiben und Bördeln (§ 4 Nr. 7 Buchstabe c) a) Ränder bördeln X b) Kegelhülsen auftreiben aa) bis NS 19 X bb) bis NS 29 X X cc) bis NS 45 7.4 Einschmelzen (§ 4 Nr. 7 Buchstabe d) c) Hahnhülsen mit einem Durchmesser bis NS 21,5 auftreiben X d) Hahnansätze an Rohren bis 13 mm Durchmes- ser anfertigen X - a) in Glasrohre bis 80 mm Durchmesser ein- schmelzen: X aa) Spitzen und Rohre ein- und doppelseitig bb) Glasfritten von 10 bis 40 mm Durchmesser X CC) Metalle unter Berücksichtigung der Aus- X dehnungskoeffizienten b) Spitzen und Rohre in Kugeln bis 70 mm Durch- messer einschmelzen X c) selbsttätigen Nullpunkt an Glasapparaten ein- stellen 7.5 Herstellen von Glasapparaten (§ 4 Nr. 7 Buchstabe e) X a) Spannungen im Glas mit dem optischen Span- nungsprüfer kontrollieren X b) Glas verschiedener Ausdehnungskoeffizienten vorwärmen und thermische Spannungen im Glas unter Beachtung der hierzu notwendigen Temperaturbereiche beseitigen X c) Gaswasch- und Spritzflaschen herstellen d) Stutzeraufsätze herstellen X X e) Tropf- und Scheidetrichter bis zu 250 ml Inhalt herstellen f) Liebig- und Kugelkühler herstelle.n g) Dimrothkühler herstellen h) Kegelkerne herstellen X X X X i) Einweghähne mit Hohlküken bis zu NS 21,5 herstellen X k) Seitenhälse bis 19 mm Durchmesser an Kolben bis 1 Liter Inhalt ansetzen X X 1) Titrierapparate zusammensetzen m) Auslauföffnungen mit Wolframnadeln justieren X
1651 Nr. 55 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 30. Dezember 1983 Lfd. Nr. Teil des Ausbildungsberufsbildes zu vermitteln im Ausbildungshalbjahr zu vermittelnde Fertigkeiten und Kenntnisse 1 1 8 2 Umgehen mit Vakuumanlagen (§ 4 Nr. 8) 2 3 4 5 4 3 a) Aufbau und Funktion einer Vakuumanlage erklären und die entsprechenden Sicherheits- vorschritten nennen X X b) Glasapparate evakuieren 9 Messen und Prüfen von Halb- und Fertig- erzeugnissen (§ 4 Nr. 9) 6 a) Aufbau, Funktion und Anwendung der üblichen Meß- und Prüfmittel beschreiben X b) mit Maßstab, Schieblehre, Mikrometer, Taster, festen Lehren und Meßkeil messen X c) Glasapparate den Anweisungen entsprechend, insbesondere auf Maß, Form, Volumen und Lage, prüfen X d) Fehler an Halberzeugnissen und ihre Ursachen nennen sowie ihre Auswirkungen auf die Ver- arbeitung erklären X
1652 Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1983, Teil 1 Verordnung über die Berufsausbildung zum Steinmetz und Steinbildhauer/zur Steinmetzin und Steinbildhauerin (Steinmetz und Steinbildhauer-Ausbildungsverordnung - SteinAusbV) *) Vom 21. Dezember 1983 Auf Grund des § 25 der Handwerksordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 28. Dezember 1965 (BGBI. 1966 1 S. 1 ), der zuletzt durch § 25 Nr. 1 des Gesetzes vom 24. August 1976 (BGBI. 1S. 2525) geän- dert worden ist, wird im Einvernehmen mit dem Bundes- minister für Bildung und Wissenschaft verordnet: 10. Aufarbeiten und Bearbeiten von Oberflächen, 11. Herstellen von ein- und mehrhäuptigen Steinen und Arbeiten gebogener Flächen, 12. Anzeichnen und Arbeiten von Profilen, 13. Bearbeiten von Werkstücken und Platten mit Maschinen, § 1 Anwendungsbereich Diese Verordnung gilt für die Berufsausbildung in dem Ausbildungsberuf Steinmetz und Steinbildhauer/Stein- metzin und Steinbildhauerin nach der Handwerksord- nung. §2 Ausbildungsdauer, Fachrichtungen Die Ausbildung dauert drei Jahre. Für das dritte Aus- bildungsjahr kann zwischen den Fachrichtungen 14. Schleifen und Polieren von Flächen, Kanten und Profilen, 15. Anfertigen von Einlegearbeiten, 16. Herstellen von Schriften und Ornamenten. (2) Gegenstand der Berufsausbildung in den Fach- richtungen sind mindestens die folgenden Fertigkeiten und Kenntnisse: 1. in der Fachrichtung Steinmetz: a) Restaurieren von Bauwerken und Denkmälern, b) Verlegen von Bodenplatten und Treppenteilen, c) Versetzen von Wandbekleidungen; 1. Steinmetz und 2. in der Fachrichtung Steinbildhauer: 2. Steinbildhauer a) Modellieren, Formen und Herstellen von Reliefs und Plastiken, gewählt werden. §3 b) Restaurieren von Bildhauerarbeiten. Ausbildungsberufsbild (1) Gegenstand der für beide Fachrichtungen gemeinsamen Berufsausbildung sind mindestens die folgenden Fertigkeiten und Kenntnisse: 1. Arbeitsschutz, Unfallverhütung, Umweltschutz und rationelle Energieverwendung, 2. Organisation des Ausbildungsbetriebes, arbeits- rechtliche und tarifvertragliche Regelungen, 3. Lesen und Anfertigen von Skizzen, einfachen Zeich- nungen und Verlegeplänen, 4. Errichten einfacher Arbeits- und Lehrgerüste, 5. Versetzen von natürlichen und künstlichen Steinen und Platten, 6. Herstellen von Mörtel, Beton, Stahlbeton und Betonwerkstein, 7. Verarbeiten von Kunststoffen, §4 Ausbildungsrahmenplan Die Fertigkeiten und Kenntnisse nach § 3 sollen nach der in der Anlage enthaltenen Anleitung zur sachlichen und zeitlichen Gliederung der Berufsausbildung (Ausbil- dungsrahmenplan) vermittelt werden. Eine vom Ausbil- dungsrahmenplan abweichende sachliche und zeitliche Gliederung des Ausbildungsinhaltes ist insbesondere zulässig, soweit betriebspraktische Besonderheiten die Abweichung erfordern. §5 Ausbildungsplan Der Ausbildende hat unter Zugrundelegung des Aus- bildungsrahmenplans für den Auszubildenden einen Ausbildungsplan zu erstellen. 8. Teilen von Steinblöcken und Rohplatten, 9. Transportieren, Aufbänken und Verpacken von Werksteinen, •) Diese Rechtsverordnung ist eine Ausbildungsordnung im Sinne des § 25 der Handwerksordnung. Die Ausbildungsordnung und der damit abgestimmte, von der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundes- republik Deutschland beschlossene Rahmenlehrplan für die Berufsschule werden demnächst als Beilage zum Bundesanzeiger veröffentlicht. §6 Berufsausbildung in überbetrieblichen Ausbildungsstätten Die Berufsausbildung wird in geeigneten Einrichtun- gen außerhalb der Ausbildungsstätte ergänzt. Die
Nr. 55 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 30. Dezember 1983 Handwerkskammer regelt die Durchführung der überbe- trieblichen Ausbildung auf der Grundlage des Ausbil- dungsrahmenplans (Anlage, Abschnitt 111). 1653 gesamt höchstens 3 Wochen jeweils 2 Prüfungsstücke anfertigen. Als Prüfungsstücke kommen insbesondere in Betracht: 1. in der Fachrichtung Steinmetz: §7 Berichtsheft Der Auszubildende hat ein Berichtsheft in Form eines Ausbildungsnachweises zu führen. Ihm ist Gelegenheit zu geben, das Berichtsheft während der Ausbildungs- zeit zu führen. Der Ausbildende hat das Berichtsheft regelmäßig durchzusehen. §8 Zwischenprüfung (1) Zur Ermittlung des Ausbildungsstandes ist eine . Zwischenprüfung durchzuführen. Sie soll vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden. (2) Die Zwischenprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage für die ersten drei Ausbildungshalbjahre aufge- führten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im Berufsschulunterricht entsprechend den Rahmenlehr- plänen zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist. (3) Zum Nachweis der Fertigkeiten soll der Prüfling in insgesamt höchstens 6 Stunden eine Arbeitsprobe durchführen. Hierfür kommen insbesondere in Betracht: 1. Flächenbearbeitung, 2. Profilarbeiten, a) 1. Prüfungsstück: aa) Herstellen eines Denkmals in handwerkli- chen Bearbeitungstechniken mit Wölbungen, Profilierungen, Schrift- oder Symbolarbeit, bb) Herstellen eines profilierten Bauteiles (Gewände, Bogenstück, Gewölberippe oder profilierte Massivstufe), cc) Herstellen eines Schöpfbeckens, Wasser- spiels oder einer Sonnenuhr, dd) Ausführen einer schwierigen Verlege- oder Versetzarbeit am Bau; b) 2. Prüfungsstück: aa) Herstellen zusammengesetzter Profile mit Wiederkehr, Verkröpfung oder Totlauf, bb) Schriftarbeiten in verschiedenen Techniken, cc) Herstellen und Einsetzen einer Vierung, dd) Herstellen von Ornamenten in vertieften und erhabenen Techniken; 2. in der Fachrichtung Steinbildhauer: a) 1 . Prüfungsstück: aa) Herstellen eines Denkmals mit Bildhauerar- beiten, bb) Herstellen einer Plastik oder eines Reliefs nach Modell, 3. Schrifthauen. (4) Zum Nachweis der Kenntnisse soll der Prüfling in insgesamt höchstens 180 Minuten Aufgaben aus fol- genden Gebieten schriftlich lösen: 1 . Natursteine, Bau- und Hilfsstoffe, 2. Geräte, Werkzeuge, cc) Herstellen eines Schöpfbeckens, Wasser- spiels oder einer Sonnenuhr mit Bildhauer- arbeit, dd) Herstellen eines Bauteils mit Bildhauerarbei- ten; b) 2. Prüfungsstück: 3. Arbeitsschutz und Unfallverhütung, 4. Grundrechenarten, Prozentrechnung, 5. Flächen-, Körper- und Gewichtsberechnungen, 6. Zeichnen eines Werkstücks in mehreren Ansichten. Die schriftlichen Aufgaben sollen auch praxisbezogene Fälle berücksichtigen. (5) Die in Absatz 4 genannte Prüfungsdauer kann ins- besondere unterschritten werden, soweit die schriftli- che Prüfung in programmierter Form durchgeführt wird. §9 Gesellenprüfung (1) Die Gesellenprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse sowie auf den im Berufsschulunterricht vermittelten Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist. (2) Zum Nachweis „der Fertigkeiten soll der Prüfling in der Fachrichtung Steinmetz in insgesamt höchstens 2 Wochen und in der Fachrichtung Steinbildhauer in ins- aa) Schriftarbeiten in verschiedenen Techniken, bb) Punktieren, cc) Modellieren und Abformen, dd) Ergänzen beschädigter Bildhauerarbeiten durch Vierungen. (3) Zum Nachweis der Kenntnisse soll der Prüfling in den Prüfungsfächern Technologie, Technische Mathe- matik, Technisches Zeichnen sowie Wirtschafts- und Sozialkunde schriftlich geprüft werden. Es kommen Fra- gen und Aufgaben insbesondere aus folgenden Gebie- ten in Betracht: 1. im Prüfungsfach Technologie: a) Entstehungsweise der Erstarrungs-, Ablage- rungs- und der Umwandlungssteine, ihre techni- schen Eigenschaften, Bestimmen von Gesteinen, b) Mörtelarten, Betonherstellung, Bau- und Bauhilfs- stoffe, c) künstliche Steine, keramische Fliesen und Plat- ten,
1654 Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1983, Teil 1 d) Kunststoffe, e) Arbeitsschutz, Unfallverhütung, Umweltschutz und rationelle Energieverwendung, f) Werkzeuge, Geräte und Maschinen, g) Steingewinnung, Steinbearbeitung, Arbeitstech- niken, h) Fundamentierung und Verdübelungen, i) Verankerungsmaterialien, k) Verlege-, Versetz- und Verankerungstechniken, 1) Transport- und Hebetechnik, m) Punktieren, Vergrößern, Verkleinern, n) Schriftbilder und Freihandzeichnen nach vorge- gebenem Modell, o) Baustile und ihre zeitliche Einordnung; 2. im Prüfungsfach Technische Mathematik: a) Grundrechenarten, 4. im Prüfungsfach Wirtschafts- und Sozialkunde 60 Minuten. (5) Die in Absatz 4 genannte Prüfungsdauer kann ins- besondere unterschritten werden, soweit die schriftli- che Prüfung in programmierter Form durchgeführt wird. (6) Die schriftliche Prüfung ist auf Antrag des Prüf- lings oder nach Ermessen des Prüfungsausschusses in einzelnen Fächern durch eine mündliche Prüfung zu ergänzen, wenn diese für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Die schriftliche Prüfung hat gegenüber der mündlichen das doppelte Gewicht. (7) Innerhalb der Kenntnisprüfung hat das Prüfungs- fach Technologie gegenüber jedem der übrigen Prü- fungsfächer das doppelte Gewicht. (8) Die Prüfung ist bestanden, wenn für beide Prü- fungsstücke der Fertigkeitsprüfung und in der Kenntnis- prüfung sowie innerhalb der Kenntnisprüfung im Prü- fungsfach Technologie mindestens ausreichende Lei- stungen erbracht sind. b) Kostenrechnungen, § 10 c) Flächen- und Baustoffbedarfsberechnungen, Übergangsregelung d) Körper- und Gewichtsberechnungen, Auf Berufsausbildungsverhältnisse, die bei Inkrafttreten dieser Verordnung bestehen, sind die bis- herigen Vorschriften weiter anzuwenden, es sei denn, die Vertragsparteien vereinbaren die Anwendung der Vorschriften dieser Verordnung. (1) e) Treppenberechnungen; 3. im Prüfungsfach Technisches Zeichnen: a) Werkstück in drei Projektionsebenen, b) Isometrische Darstellung, c) Treppenlauf, d) Geometrische Konstruktionen; 4. im Prüfungsfach Wirtschafts- und Sozialkunde: (2) Sofern ein Ausbildungsplatz nach § 6 noch nicht vorhanden ist, richtet sich die Ausbildung in einer Über- gangszeit von zwei Jahren nach Inkrafttreten dieser Verordnung nach den bisherigen Vorschriften. Wirtschafts- und Sozialkunde. § 11 Die Fragen und Aufgaben sollen auch praxisbezogene Fälle berücksichtigen. Berlin-Klausel (4) Für die schriftliche Kenntnisprüfung ist von folgen- den zeitlichen Höchstwerten auszugehen: Diese Verordnung gilt nach§ 14 des Dritten Überlei- tungsgesetzes in Verbindung mit§ 128 der Handwerks- ordnung auch im Land Berlin. 1. im Prüfungsfach Technologie 2. im Prüfungsfach Technische Mathematik 3. im Prüfungsfach Technisches Zeichnen 120 Minuten, § 12 90 Minuten, Inkrafttreten 90 Minuten, Diese Verordnung tritt am 1. August 1984 in Kraft. Bonn, den 21. Dezember 1983 Der Bundesminister für Wirtschaft In Vertretung Schlecht
1655 Nr. 55 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 30. Dezember 1983 Anlage Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Steinmetz und Steinbildhauer/ zur Steinmetzin und Steinbildhauerin 1. Für beide Fachrichtungen gemeinsame Fertigkeiten und Kenntnisse Lfd. Nr. Teil des Ausbildungsberufsbildes zu vermitteln im P.usbildungshalbjahr zu vermittelnde Fertigkeiten und Kenntnisse 1 1 2 1 3 1 4 1 5 16 2 Arbeitsschutz, Unfallverhütung, Umweltschutz und rationelle Energieverwendung (§ 3 Abs. 1 Nr. 1) 4 3 a) berufsbezogene Arbeitsschutzvorschriften in Gesetzen und Verordnungen nennen b) berufsbezogene Vorschriften der Träger der ge- setzlichen Unfallversicherung, insbesondere Unfallverhütungsvorschriften, Richtlinien und Merkblätter, nennen c) unfallverursachendes Verhalten sowie berufs- typische Unfallquellen und Unfallsituationen be- schreiben d) Grundregeln des Feuer- und Explosionsschut- zes sowie des Umgangs mit elektrischem Strom beschreiben e) Verhalten bei Unfällen und Bränden beschrei- ben f) Maßnahmen der Ersten Hilfe einleiten g) arbeitsplatzbezogene Ursachen der Umweltbe- lastung sowie Möglichkeiten zu ihrer Vermei- dung und Bekämpfung nennen h) die im Ausbildungsbetrieb verwendeten Ener- giearten nennen und Möglichkeiten rationeller Energieverwendung im beruflichen Einwir- kungs- und Beobachtungsbereich anführen 2 Organisation des Ausbildungsbetriebes, arbeitsrechtliche und tarifvertragliche Regelungen (§ 3 Abs. 1 Nr. 2) a) Ausbildungsbetrieb, insbesondere Aufbau und Betriebsform, beschreiben b) Rechte und Pflichten des Auszubildenden be- schreiben sowie die Bedeutung der Ausbil- dungsordnung und des betrieblichen Ausbil- dungsplanes erklären c) gesetzliche und tarifvertragliche Regelungen über Arbeitszeit, Urlaub, Krankheit und Kündi- gung nennen d) Lohnabrechnungen beschreiben 3 Lesen und Anfertigen von Skizzen, einfachen Zeichnungen und Verlegeplänen (§ 3 Abs. 1 Nr. 3) a) einfache Skizzen von Ansichten und Schnit- ten lesen und anfertigen b) einfache Zeichnungen herstellen c) einfache Aufmaßarbeiten Verlegepläne herstellen durchführen d) Bauzeichnungen und Verlegepläne lesen und während der gesamten Ausbildung zu vermitteln
1656 Lfd. Nr. Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1983, Teil 1 Teil des Ausbildungsberufsbildes zu vermitteln im Ausbildungshalbjahr zu vermittelnde Fertigkeiten und Kenntnisse 1 1 4 5 2 Errichten einfacher Arbeits- und Lehrgerüste (§ 3 Abs. 1 Nr. 4) Versetzen von natürlichen und künstlichen Steinen und Platten (§ 3 Abs. 1 Nr. 5) 2 3 a) Vorschriften über die Herstellung von Arbeits- und Schutzgerüsten nennen X b) einfache Arbeitsgerüste herstellen X c) einfache Lehrgerüste herstellen X a) einfache Vermessungsgeräte handhaben X b) einfache Längen- durchführen X und C) wichtige Steinformate verbände nennen Höhenmessungen und Mauerwerks- X X e) Denkmäler versetzen Herstellen von Mörtel, Beton, Stahlbeton und Betonwerkstein (§ 3 Abs. 1 Nr. 6) 5 4 d) Mauerwerksteile aus natürlichen und künst- liehen Steinen und aus Platten herstellen 6 4 3 X a) Bindemittel und Zuschläge zur Mörtel- und Betonherstellung nennen X b) Beton und Mörtelarten nach vorgegebenem Mischungsverhältnis von Hand und mit Maschine herstellen X c) Betonstähle nennen und ihre Eigenschaften beschreiben X d) einfache Betonbewehrungen herstellen X e) Material und Werkzeuge für den Schalungsbau nennen X f) Geräte und Werkzeuge zur Stahlbetonherstel- lung und zum Schalungsbau verwenden und warten X g) einfache Fundamentschalungen herstellen X h) Fundamente herstellen X i) einfache Formen für Betonwerkstein herstellen X k) Beton in Schalungen und Formen einbringen, verdichten und nachbehandeln 1) Oberflächen von Betonwerkstein bearbeiten 7 Verarbeiten von Kunststoffen (§ 3 Abs. 1 Nr. 7) X X a) Eigenschaften und Verwendung der wichtigsten Kunststoffarten beschreiben X b) Kunststoffbahnen kleben und schweißen X c) Thermoplaste und Elastomere verformen X d) ebene Platten aus Polyesterharz herstellen und laminieren X 6
1657 Nr. 55 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 30. Dezember 1983 Lfd. Nr. Teil des Ausbildungsberufsbildes zu vennitteln im Ausbildungshalbjahr zu vennittelnde Fertigkeiten und Kenntnisse 1 8 2 3 Teilen von Steinblöcken und Rohplatten (§ 3 Abs. 1 Nr. 8) a) natürliches Lager, Stiche und Fehler an einem Rohblock feststellen X b) Rohblöcke spalten und stoßen X 2 Transportieren, Aufbänken und Verpacken von Werk- steinen (§ 3 Abs. 1 Nr. 9) X d) Rohplatten von Hand teilen X e) Rohplatten mit Maschinen teilen X a) Hebe- und Transporteinrichtungen beschrei- ben und warten X X b) Steinblöcke transportieren c) Rohblöcke von Hand und mit Hilfe von Hebe- geräten transportieren und aufbänken X d) bearbeitete Werkstücke zum Versand vor- bereiten und transportieren 10 11 Aufarbeiten und Bearbeiten von Ober- flächen (§ 3 Abs. 1 Nr. 10) Herstellen von ein- und mehrhäuptigen Steinen und Arbeiten gebogener Flächen (§ 3 Abs. 1 Nr. 11) X a) unterschiedliche Steinbearbeitungstechniken für Sandstein, Kalkstein, Marmor und Granit be- schreiben X b) Steinbearbeiti.mgswerkzeuge für die oben ge- nannten Werksteine nennen und den verschie- denen Techniken zuordnen X c) Oberflächen bearbeiten X d) Oberflächen mit druckluftbetriebenen Geräten und Handmaschinen bearbeiten X e) Geräte und Maschinen warten X a) Werkstücke mehrseitig bearbeiten b) Werkstücke nach vorgegebenen Abmessungen und verschiedenen Bearbeitungstechniken herstellen X X c) hohle und gewölbte Flächen arbeiten 12 Anzeichnen und Arbeiten von Profilen (§ 3 Abs. 1 Nr. 12) 4 4 c) Teilen von Rohblöcken mit Steinbearbeitungs- maschinen beschreiben 9 3 X a) die in der Werksteinbearbeitung üblichen Profile nennen X b) Schablonen herstellen X c) Profile, insbesondere Fase, Hohlkehle, Falz. Abrundung und Dreiviertelstab, arbeiten X d) zusammengesetzte Profile arbeiten X e) um- und totlaufende Profile arbeiten X f) Profile an gebogenen Flächen arbeiten X 5 6
1658 Lfd. Nr. Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1983, Teil 1 Teil des Ausbildungsberufsbildes zu vermitteln im Ausbildungshalbjahr zu vermittelnde Fertigkeiten und Kenntnisse 1 2 13 Bearbeiten von Werkstücken und Platten mit Maschinen (§ 3 Abs. 1 Nr. 13) Schleifen und Polieren von Flächen, Kanten und Profilen (§ 3 Abs. 1 Nr. 14) 3 3 4 5 4 a) übliche Steinbearbeitungsmaschinen beschreiben und warten X b) Werksteinplatten nach vorgegebenen Abmes- sungen sägen X c) massive Werkstücke Maßen sägen 14 2 nach vorgegebenen X d) Flächen fräsen X e) einfache Profile durch Sägen und Fräsen herstellen X f) Ausklinkungen herstellen X g) eingesetzte Flächen fräsen X a) Schleif- und Poliermittel nennen und den entsprechenden Tätigkeiten zuordnen X b) Werkzeuge, Geräte und Maschinen zum Schlei- fen und Polieren beschreiben und warten X c) Flächen in verschiedenen Schleifstufen mit stationären Maschinen herstenen X d) Trocken- Und Naßschliff mit Handmaschinen X durchführen X e) Profile von Hand schleifen und polieren 15 16 Anfertigen von Einlege- arbeiten (§ 3 Abs. 1 Nr. 15) Herstellen von Schriften und Ornamenten (§ 3 Abs. 1 Nr. 16) a) Materialien für einfache Einlegearbeiten nach vorgegebenem Farbentwurf auswählen und mit Hilfe von Marmorzangen und Handmaschinen einpassen X b) Vertegegrund vorbereiten und Einlegearbeiten ausführen X a) Antiqua und eine weitere Schrift zeichnen X b) Blockschrift, Antiqua, unziale und gotische Schrift unterscheiden X c) Steinschriften in vertieft gehauenen Techniken herstellen X d) Steinschriften in erhaben gehauenen Techni- ken herstellen X e) Ausführungstechniken von Metallschriften beschreiben X f) Steinschriften in Sandstrahltechnik herstellen g) Steinschriften grundieren, tönen und vergolden h) einfache ornamentale Entwürfe in Stein Ober- tragen X X X 6
1659 Nr. 55 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 30. Dezember 1983 II. Fertigkeiten und Kenntnisse in den Fachrichtungen A. Fachrichtung Steinmetz Lfd. Nr. Teil des Ausbildungsberufsbildes zu vermitteln im Ausbildungshalbjahr zu vermittelnde Fertigkeiten und Kenntnisse 1 1 1 2 3 2 Restaurieren von Bauwerken und Denk- mälern (§ 3 Abs. 2 Nr. 1 Buchstabe a) Verlegen von Bodenplatten und Treppenteilen (§ 3 Abs. 2 Nr. 1 Buchstabe b) Versetzen von Wand- bekleidungen (§ 3 Abs. 2 Nr. 1 Buchstabe c) 2 4 3 5 4 3 a) Bauteile und Stilelemente den Stilepochen zuordnen X b) unterschiedliche Techniken der Restaurierung nennen c) 6 X verschiedene Steinreinigungsverfahren durch- führen X d) Steinergänzungen in Vierungs- und Antrage- technik durchführen X e) Steinverfestigung und Steinkonservierung durchführen --........ X a) übliche Verlegetechniken für Bodenplatten beschreiben X b) Bodenplatten in verschiedenen Verbänden und auf verschiedenem Unterbau verlegen X c) konstruktive Grundlagen des Treppenbaus beschreiben X d) Treppenteile verlegen X und Podeste versetzen und a) unterschiedliche Versetztechniken für Wand- bekleidungen nennen b) übliche Verankerungstechniken nennen . C) Wärmedämmaßnahmen an Außenwänden beschreiben X X X d) Wandbekleidungen, Pfeiler-, Brüstungs- und X SturzpJatten versetzen und verankern B. Fachrichtung Steinbildhauer 1 Modellieren, Formen und Herstellen von Reliefs und Plastiken (§ 3 Abs. 2 Nr. 2 Buchstabe a) a) Verwendung, Handhabung und Pflege von Modellier- und Gipsschnittwerkzeugen be- schreiben b) Reliefs und plastische Schmuckformen ent- werfen, modellieren und abgießen c) ein- und mehrteilige Abgußformen beschreiben und herstellen d) Negativformen aus verschiedenen Materialien herstellen e) elastische Negativform durch Ausschäumen abstützen f) mehrteilige Formen in Silikonkautschuk und Polyesterharzen herstellen g) Übertragen der Modellform auf den Stein h) plastische Körper punktieren, vergrößern und verkleinern i) ornamentale Schmuckformen für Einlegearbei- ten nach Entwurf herstellen X X X X X X X X X
1660 Lfd. Nr. Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1983, Teil 1 Teil des Ausbildungsberufsbildes zu vermitteln im Ausbildungshalbjahr zu vermittelnde Fertigkeiten und Kenntnisse 1 1 2 2 Restaurieren von Bildhauerarbeiten (§ 3 Abs. 2 Nr. 2 Buchstabe b) 3 2 4 3 5 6 4 a) Bildhauerarbeiten den Stilepochen zuordnen X b) unterschiedliche Techniken der Restaurierung nennen X X c) Material von Bildhauerarbeiten verfestigen d) Bildhauerarbeiten durch Vierungen und Restau- rierungsmörtel ergänzen e) Reliefs und Plastiken konservieren X X f) Teilabgüsse oder vollplastische Abgüsse her- stellen X g) Steinreinigungsverfahren beschreiben und durchführen X III. ZurGrundlegung oder Vertiefung sollen von den in den Abschnitten I und II aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnis- sen in geeigneten überbetrieblichen Ausbildungsstätten vermittelt werden: 1. im ersten Ausbildungsjahr während mindestens sechs Wochen insbesondere die in Abschnitt I in Nummer 10 Buchstaben a bis c und Nummer 11 Buchstaben a und b aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse, 2. im zweiten Ausbildungsjahr während vier Wochen insbesondere die in Abschnitt I in Nummer 4 Buchstabe a, Nummer 10 Buchstaben d und e, Nummer 11 Buchstabe c, Nummer 12 Buchstaben a bis f und Nummer 13 Buchstaben a bis e aufgeführten Fertigkeiten und Kenntnisse, 3. im dritten Ausbildungsjahr während vier Wochen insbesondere die in Abschnitt I in Nummer 4 Buchstaben b und c, Nummer 7 Buchstaben a bis d sowie in Abschnitt II für die Fachrichtung Steinmetz in Nummer 1 Buch- staben d und e, Nummer 2 Buchstaben a bis d und Nummer 3 Buchstaben a bis d oder für die Fachrichtung SteinbildhauerinNummer1 BuchstabenabisiundNummer2BuchstabenbbisfaufgeführtenFertigkeitenund Kenntnisse.
Nr. 55 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 30. Dezember 1983 1661 Zweite Verordnung zur Änderung der Förderungssätze-Verordnung Vom 22. Dezember 1983 Auf Grund des § 79 Abs. 3 des Arbeitsförderungsge- setzes vom 25. Juni 1969 (BGBI. 1S. 582), der zuletzt durch Artikel 1 Nr. 24 des Gesetzes vom 23. Juli 1979 (BGBI. 1S. 1189) geändert worden ist, wird nach Anhö- rung der Bundesanstalt für Arbeit gemäß § 234 Abs. 2 des Arbeitsförderungsgesetzes verordnet: 2. im Ingenieur- und Industriebau a) für den Rohbau 4,55 Deutsche Mark, b) für den Ausbau 1,30 Deutsche Mark; 3. im Tiefbau a) für den Straßenbau sowie für den Tunnel- und Untergrundbahnbau (offene Bauweise) 2,30 Deutsche Mark, Artikel 1 § 1 der Förderungssätze-Verordnung vom 16. Juli 1973 (BGBI. 1 S. 841 ), die durch Verordnung vom 15. Juni 1981 (BGBI. 1 S. 531) geändert worden ist, erhält folgende Fassung: b) für die Herstellung von Ver- und Entsorgungslei- tungen 4,55 Deutsche Mark, c) für den Ausbau 1,30 Deutsche Mark; 4. für sonstige Arbeiten 1,95 Deutsche Mark." ,,§ 1 . Artikel 2 Förderungssätze Die Förderungssätze für den Mehrkostenzuschuß betragen je Arbeitsstunde 1 . im Hochbau Diese Verordnung gilt nach § 14 des Dritten Überlei- tungsgesetzes in Verbindung mit§ 250 des Arbeitsför- derungsgesetzes. auch im Land Berlin. a) für den Rohbau 4,55 Deutsche Mark, Artikel 3 b) für den Ausbau 1,30 Deutsche Mark; Diese Verordnung tritt am 1. Januar 1984 in Kraft. Bonn, den 22. Dezember 1983 Der Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung Norbert Blüm
1662 Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1983, Teil 1 Fünfte Verordnung zur Änderung der Winterbau-Umlageverordnung Vom 22. Dezember 1983 Auf Grund des § 186 a Abs. 3 Satz 1 des Arbeitsförderungsgesetzes vom 25. Juni 1969 (BGBI. 1S. 582), der zuletzt durch Artikel 4 Nr. 2 Buchstabe b des Gesetzes vom 1 5. Dezember 1981 (BGBI. 1S. 1390) geändert worden ist, wird nach Anhörung der Bundesanstalt für Arbeit gemäß § 234 Abs. 2 des Arbeitsförderungsgesetzes verordnet: Artikel 1 § 1 der Winterbau-Umlageverordnung vom 13. Juli 1972 (BGBI. 1S. 1201 ), die zuletzt durch Verordnung vom 15. Juni 1981 (BGBI. worden ist, erhält folgende Fassung: 1 S. 532) geändert ,,§ 1 Höhe der Umlage Die Umlage für die Produktive Winterbauförderung einschließlich der Ver- waltungskosten beträgt 3 vom Hundert der lohnsteuerpflichtigen Brutto- arbeitsentgelte der Arbeiter in Betrieben oder Betriebsabteilungen, in denen die ganzjährige Beschäftigung durch die Leistungen der Produktiven Winter- bauförderung zu fördern ist." Artikel 2 Diese Verordnung gilt nach § 14 des Dritten Überleitungsgesetzes in Ver- bindung mit § 250 des Arbeitsförderungsgesetzes auch im Land Berlin. Artikel 3 Diese Verordnung tritt am 1. Januar 1984 in Kraft. Bonn, den 22. Dezember 1983 Der Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung Norbert Blüm
Nr. 55 - Tag der Ausgabe: Bonn, den 30. Dezember 1983 1663 Bundesgesetzblatt Teil II Nr. 33, ausgegeben am 29. Dezember 1983 Tag Inhalt 22. 12. 83 Gesetz zu dem Übereinkommen vom 9. Oktober 1978 über den Beitritt des Königreichs Däne- mark, Irlands und des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland zum Übereinkom- men über die gerichtliche Zuständigkeit und die Vollstreckung gerichtlicher Entscheidungen In Zivil- und Handelssachen sowie zum Protokoll betreffend die Auslegung dieses Übereinkom- mens durch den Gerichtshof ............................................................ . 802 Dritte Verordnung zur Inkraftsetzung von Änderungen der Anlagen des Übereinkommens über den Schutz der Meeresumwelt des Ostseegebiets (3. Ostsee-Umweltschutz-Anderungs- verordnung) ............................................................................ . 826 ~echste Verordnung zur Änderung der Neufassung 1977 der Anlagen A und B zum Europäischen Ubereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße (ADA) (6. ADA-Änderungsverordnung) ......................................................... . 827 Bekanntmachung des Abkommens zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung der Islamischen Republik Pakistan über Finanzielle Zusammenarbeit ......... . 828 Bekanntmachung des Abkommens zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung der Republik Ruanda über Finanzielle Zusammenarbeit ...................... . 830 Bekanntmachung über den Geltungsbereich des Zusatzabkommens zum Warschauer Abkommen zur Vereinheitlichung von Regeln über die von einem anderen als dem vertraglichen Luftfracht- führer ausgeführte Beförderung im internationalen Luftverkehr ............................. . 833 Bekanntmachung über eine Ergänzung der Anlage zu Artikel II des deutsch-französischen Abkommens über die Gleichwertigkeit von Prüfungszeugnissen in der beruflichen Bildung .... 833 Bekanntmachung über den Geltungsbereich des Übereinkommens über den Beförderungsvertrag im internationalen Straßengüterverkehr (CMR) ........................................... . 834 7. 12. 83 Bekanntmachung über den Geltungsbereich des Internationalen Fernmeldevertrages ....... . 835 8. 12. 83 Bekanntmachung über den Geltungsbereich des Internationalen Übereinkommens zur Beseiti- gung jeder Form von Rassendiskriminierung ....................... ,....................... . 835 Bekanntmachung über den Geltungsbereich des Übereinkommens über weiträumige grenzüber- schreitende Luftverunreinigung .......................................................... . 836 Bekanntmachung über den Geltungsbereich des Übereinkommens zur Verminderung der Staatenlosigkeit ........................................................................ . 837 Bekanntmachung über den Geltungsbereich des Übereinkommens zur Bekämpfung widerrecht- licher Handlungen gegen die Sicherheit der Zivilluftfahrt ................................... . 837 Bekanntmachung zu den Artikeln 25 und 46 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten und zum Protokoll Nr. 4 zu dieser Konvention ... : ..................... . 838 Abschlußhinweis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 839 14. 12. 83 22. 12. 83 24. 11. 83 30. 11. 83 1. 12. 83 5. 12. 83 6. 12. 83 8. 12. 83 8. 12. 83 12. 12. 83 12. 12. 83 Preis dleNr Ausgabe: 5,95 DM (4,95 DM zuzüglich 1,- DM Versandkosten), bei Lieferung gegen Vorausrechnung 8,75 DM. Im Bezugspreis ist die Mehrwertsteuer enthalten; der angewandte Steuersatz beträgt 7 %. Lieferung gegen Voreinsendung des Betrages auf das Postscheckkonto Bundesgesetzblatt Köln 3 99 - 509 oder gegen Vorausrechnung. Seite
1664 Bundesgesetzblatt, Jahrgang 1983, Teil 1 Herausgeber: Der Bundesminister der Justiz - Verlag: Bundesanzeiger Verlagsges.m.b.H. - Druck: Bundesdruckerei Zweigbetrieb Bonn. Bundesgesetzblatt Teil I enthält Gesetze, Verordnungen und sonstige Veröffentlichungen von wesentlicher Bedeutung. Bundesgesetzblatt Teil II enthält a) völkerrechtliche Vereinbarungen und Verträge mit der DDR und die zu ihrer Inkraftsetzung oder Durchsetzung erlassenen Rechtsvorschrif- ten sowie damit zusammenhängende Bekanntmachungen, b) Zolltarifvorschriften. Bezugsbedingungen: laufender Bezug nur im Verlagsabonnement. Ab- bestellungen müssen bis spätestens 30. 4. bzw. 31. 10. jeden Jahres beim Verlag vorliegen. Postanschrift für Abonnementsbestellungen sowie Bestellungen bereits erschienener Ausgaben: Bundesgesetzblatt Postfach 13 20, 5300 Bonn 1, Tel. (02 28) 23 80 67 bis 69. Bezugspreis: Für Teil I und Teil II halbjährlich je 54,80 DM. Einzelstücke je angefangene 16 Seiten 1,65 DM zuzüglich Versandkosten. Dieser Preis gilt auch für Bundesgesetzblätter, die vor dem 1. Juli 1983 ausgegeben worden sind. Lieferung gegen Voreinsendung des Betrages auf das Post- scheckkonto Bundesgesetzblatt Köln 3 99-509 oder gegen Voraus- rechnung. Preis dieser Ausgabe: 7, 70 DM (6,60 DM zuzüglich 1, 10 DM Versand- kosten), bei Lieferung gegen Vorausrechnung 8,50 DM. Im Bezugspreis ist die Mehrwertsteuer enthalten; der angewandte Steuersatz beträgt 7%. Bundesanzeiger Verlagsges.m.b.H. · Postfach 13 20 · 5300 Bonn 1 Postvertriebsstück· Z 5702 A · Gebühr bezahlt Übersicht über den Stand der Bundesgesetzgebung Die 394. Übersicht über den Stand der Bundesgesetzgebung, abgeschlossen am 30. November 1983, ist im Bundesanzeiger Nr. 240 vom 23. Dezember 1983 erschienen. Diese Übersicht enthält bei den aufgeführten Gesetzesvorlagen alle wichtigen Daten des Gesetzgebungsablaufs sowie Hinweise· auf die Bundestags- und Bundesrats-Drucksachen und auf die sachlich zuständigen Ausschüsse des Bundestages. Verkündete Gesetze sind nur noch in der der Verkündung folgenden Übersicht enthalten. Der Bundesanzeiger Nr. 240 vom 23. Dezember 1983 kann zum Preis von 3,90 DM (3,00 DM + 0,90 DM Versandkosten einschl. 7 % Mehrwertsteuer) gegen Voreinsendung des Betrages auf das Postscheckkonto „Bundesanzeiger" Köln 834 00-502 (BLZ 370 100 50) bezogen werden.

References: § 25
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