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Timestamp: 2019-06-20 02:18:35+00:00

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Rechtsprechung: MDR 1961, 50 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 24.10.1960
BGH, 29.09.1960 - VIII ZR 135/59
https://dejure.org/1960,1931
BGH, 29.09.1960 - VIII ZR 135/59 (https://dejure.org/1960,1931)
BGH, Entscheidung vom 29.09.1960 - VIII ZR 135/59 (https://dejure.org/1960,1931)
BGH, Entscheidung vom 29. September 1960 - VIII ZR 135/59 (https://dejure.org/1960,1931)
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NJW 1960, 2331
MDR 1961, 50
MDR 1961, 59
Wenn der Widerrufende sich mit seinem ganzen späteren Verhalten zu seiner vorherigen Widerrufserklärung in schwerwiegende Widersprüche setzt, kann dies aber jedenfalls zur Folge haben, dass es dem Darlehensgeber nicht mehr zuzumuten ist, sich an dem Widerruf festhalten zu lassen (BGH…, Urteil vom 12.07.2016 - XI ZR 501/15, juris Rn. 20; Senat…, Urteil vom 28.03.2018 - 4 U 75/17, juris Rn. 73; siehe auch bereits BGH, Urteil vom 29.09.1960 - VIII ZR 135/59, NJW 1960, 2331).
Ein solcher Fall läge nur vor, wenn die Kläger sich in ihrem ganzen Verhalten mit der Widerrufserklärung in solchen Widerspruch gesetzt hätten, dass es der Beklagten nicht zuzumuten wäre, sich an dem Widerruf festhalten zu lassen (vgl. Senat…, Urteil vom 28.03.2018 - 4 U 75/17, juris Rn. 73; siehe auch bereits BGH, Urteil vom 29.09.1960 - VIII ZR 135/59, NJW 1960, 2331).
Jedenfalls ist in der Rechtsprechung durchweg auf die jeweiligen Umstände des Einzelfalles abgestellt und hervorgehoben worden, daß die Entscheidung nur aufgrund einer umfassenden Abwägung der beiderseitigen Interessen getroffen werden können (RGZ 145, 79, 84; Senatsurteile vom 11. Juli 1958 und 29. September 1960 a.a.O. sowie vom 10. November 1971 - VIII ZR 155/70 - LM BGB § 467 Nr. 4. NJW 1972, 155, 156 = WH 1972, 158; vgl. auch OLG Karlsruhe NJW 1971, 1809-1810).
Unabhängig von diesen wirtschaftlichen Erwägungen sind, sind auch weitere Umstände im Verhalten des Kläger bei der Reparatur und Weiterbenutzung denkbar, die objektiv nach Treu und Glauben im Verkehr als Ausdruck des Willens gewertet werden könnten, die Kaufsache behalten zu wollen (RG WarnRspr. 1931 Nr. 19 S. 42; Senatsurteil vom 29. September 1960 - VIII ZR 135/59 - LM BGB § 351 Nr. 4 = NJW 1960, 2331 [BGH 29.09.1960 - VIII ZR 135/59]).
Ein solcher Fall läge nur vor, wenn der Kläger sich in ihrem seinem ganzen Verhalten mit der Widerrufserklärung in solchen Widerspruch gesetzt hätte, dass es der Beklagten nicht zuzumuten ist, sich an dem Widerruf festhalten zu lassen (BGH, Urteil vom 29. September 1960 - VIII ZR 135/59 - NJW 1960, 2331, beck-online).
Mit der Verwirkung soll die illoyal verspätete Geltendmachung von Rechten gegenüber dem Verpflichteten ausgeschlossen werden (BGHZ 25, 47, 51; NJW 1960, 2331).
Der Berufungsrichter geht zutreffend davon aus, daß es, um einen Anspruch als verwirkt anzusehen, nicht genüge, wenn seit Eintritt der Möglichkeit, ihn geltend zu machen, längere Zeit verstrichen ist, sondern daß noch besondere Umstände hinzutreten müssen, auf Grund deren die verspätete Geltendmachung als unvereinbar mit Treu und Glauben im Sinne von § 242 BGB empfunden wird; es muß sich also um ein illoyales Verhalten des Gläubigers handeln (BGHZ 21, 66, 78 [BGH 15.06.1956 - I ZR 71/54]; Urteil vom 29. September 1960, VIII ZR 135/59, NJW 1960, 2331).
Der Berechtigte darf den Gegner nicht allzulange im Ungewissen über den Bestand des Rechtsgeschäfts lassen (vgl. Urteil des erkennenden Senats vom 29. September 1960 - VIII ZR 135/59 - LM BGB § 351 Nr. 4 = NJW 1960, 2331 [BGH 29.09.1960 - VIII ZR 135/59];… Reimer Schmidt bei Soergel/Siebert BGB 10. Aufl. § 346 Anm. 2).
BGH, 19.09.1974 - VIII ZR 24/73
Unverbindlichkeit eines in Lieferbedingungen enthaltenen Ausschlusses des …
BGH, 24.10.1960 - VIII ZR 191/59
https://dejure.org/1960,14165
BGH, 24.10.1960 - VIII ZR 191/59 (https://dejure.org/1960,14165)
BGH, Entscheidung vom 24.10.1960 - VIII ZR 191/59 (https://dejure.org/1960,14165)
BGH, Entscheidung vom 24. Januar 1960 - VIII ZR 191/59 (https://dejure.org/1960,14165)
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Nur wenn die Verschiedenheit zwischen bestellter und gelieferter Ware nach ihrer Beschaffenheit so erheblich ist, daß nach vernünftiger Beurteilung der Sachlage ein Kaufmann mit der Ware auch nur den Versuch einer Erfüllung nicht machen würde, andererseits ein Behalten dieser Ware von dem Käufer als Vertragserfüllung schlechthin nicht erwartet werden kann, entfällt die Verpflichtung zur Erhebung einer Mängelrüge (vgl. Senatsurteile vom 24. Oktober 1960 - VIII ZR 191/59 = LM HGB § 578 Nr. 1 und vom 8.März 1967 - VIII ZR 4/65 = LM BGB § 276 (K) Nr. 3 = BGH Warn 1967, 125).
Die Gattungsmerkmale können auch anhand eines Musters festgelegt werden; liefert der Verkäufer eine Sache, die gegenüber dem Muster ein aliud darstellt, hat der Verkäufer nicht erfüllt (BGH MDR 1961, 50 (51)).
Dabei ist ergänzend zu Lasten der Klägerin zu berücksichtigen, daß sie nicht behauptet hat, der Verwendungszweck der Bleche sei der Beklagten bekannt gewesen (…Düringer-Hachenburg a.a.O. § 378 Anm. 21;… Brüggemann a.a.O. § 378 Anm. 3; Urteil des erkennenden Senats vom 24. Oktober 1960 - VIII ZR 191/59 - in Abschnitt III 2 der Entscheidungsgründe).

References: § 467
 § 351
 § 242
 § 351
 § 346
 § 578
 § 276
 BGH 
 § 378
 § 378