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Timestamp: 2019-06-19 18:59:09+00:00

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BMF v. 16.05.2007 - IV C 3 - S 2198 a/07/0001 - NWB Datenbank
BMF v. 16.05.2007 - IV C 3 - S 2198 a/07/0001BStBl 2007 I S. 475
BMF v. 16.05.2007 - IV C 3 - S 2198 a/07/0001 BStBl 2007 I S. 475
Reichweite der Bindungswirkung der Bescheinigung nach § 7h Abs. 2, § 7i Abs. 2 EStG; Anwendung des BFH-Urteils vom 22. September 2005 — IX R 13/04 — (BStBl 2007 II S. 373)
Nach §§ 7h, 7i EStG sind die erhöhten Absetzungen nicht zu gewähren, wenn durch die Baumaßnahmen ein Neubau oder ein bautechnisch neues Gebäude entstanden ist. Strittig in der Rechtsprechung ist, inwieweit hierüber die Bescheinigung der zuständigen Gemeinde- oder Denkmalbehörde (Bescheinigungsbehörden) nach § 7h Abs. 2 EStG, § 7i Abs. 2 EStG als Grundlagenbescheid (§ 171 Abs. 10, § 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 AO) für die Finanzverwaltung bindend ist.
Der BFH bestätigt im nachträglich zur Veröffentlichung bestimmten Urteil vom 22. September 2005 (BStBl 2007 II S. 373) erneut seine Auffassung, dass allein die Bescheinigungsbehörde für die Prüfung von Baumaßnahmen i. S. des § 177 BauGB zuständig sei. Somit sei die in der Bescheinigung getroffene Entscheidung als Grundlagenbescheid für die Finanzverwaltung bindend, auch wenn tatsächlich ein Neubau oder ein bautechnisch neues Gebäude erstellt wurde. Der Finanzverwaltung stehe bei gegenteiliger Auffassung nach Remonstration der Verwaltungsrechtsweg offen.
Unter Bezugnahme auf das Ergebnis der Erörterungen mit den obersten Finanzbehörden der Länder ist wie folgt zu verfahren:
Die Rechtsgrundsätze des Urteils vom 22. September 2005 sind für Sanierungs- und Denkmalfälle anzuwenden, bei denen die Bescheinigung vor dem 1. Januar 1999 erteilt wurde, es sei denn, sie beruht auf einer früher veröffentlichten länderspezifischen Bescheinigungsrichtlinie.
Auf Baumaßnahmen, bei denen die Bescheinigung nach dem 31. Dezember 1998 erteilt wurde, sind die länderspezifischen Bescheinigungsrichtlinien zur Anwendung der §§ 7h, 7i, 10f, 11a und 11b EStG (vgl. Übersicht in BStBl 2000 I S. 1513 und 2004 I S. 1049) anzuwenden.
Danach haben die Bescheinigungsbehörden zwar zu prüfen und zu bescheinigen, ob die in § 7h Abs. 1 EStG, § 7i Abs. 1 EStG aufgeführten Tatbestandsmerkmale vorliegen. Die Entscheidung über das Vorliegen der übrigen steuerrechtlich bedeutsamen Tatbestandsmerkmale fällt jedoch in die Zuständigkeit der Finanzbehörden. Unter dieses eigenständige Prüfungsrecht der Finanzbehörden fällt auch die Beurteilung, ob durch die Baumaßnahmen ein Neubau oder bautechnisch neues Gebäude entstanden ist. Im amtlichen Bescheinigungsvordruck wird auf dieses Prüfungsrecht besonders hingewiesen.
Die Bescheinigungsrichtlinien wurden durch die BFH-Entscheidung — X R 19/02 — vom 14. Januar 2004 (BStBl II S. 711) bestätigt. Danach handelt es sich bei der Bescheinigung (z. B. für ein Baudenkmal) um einen Grundlagenbescheid, dessen verbindliche Feststellungen sich auf die Tatbestände des zum Landesrecht gehörenden Denkmalrechts beschränken. Dieser Grundlagenbescheid ist demnach für die Finanzverwaltung nur insoweit bindend, als er den Nachweis der denkmalschutzrechtlichen Voraussetzung des § 7i Abs. 1 EStG erbringt. Denn nach der Bescheinigung prüft die Finanzbehörde weitere, steuerrechtliche Vorschriften. Dazu gehört entscheidend auch die nur nach steuerrechtlichen Kriterien zu beurteilende Abgrenzung zwischen der Sanierung und Neuerrichtung eines Gebäudes.
BMF v. 16.05.2007 - IV C 3 - S 2198 a/07/0001
OFD Magdeburg 3.5.2011 - S 2198 a
Finanzministerium Mecklenburg-Vorpommern 26.5.2009 - S 2198a
BayLfSt 25.5.2007 - S 2198 b
BStBl 2007 I Seite 475
INF 2007 S. 442 Nr. 12
SJ 2007 S. 16 Nr. 13
StB 2007 S. 247 Nr. 7
StBW 2007 S. 8 Nr. 12
WPg 2007 S. 491 Nr. 11
SAAAC-45803
EStH Einkommensteuer-Hinweise (2005) H 7h
EStH Einkommensteuer-Hinweise (2005) H 7i
EStH Einkommensteuer-Hinweise (2005) H 10f
EStH Einkommensteuer-Hinweise (2005) H 11a
EStH Einkommensteuer-Hinweise (2005) H 11b
EStR 2005 R 7h
EStR 2005 R 10f
EStR 2005 R 11a
EStR 2005 R 11b
BMF 1.3.1995 (S 2253) - Ertragsteuerliche Beurteilung von Aufwendungen eines geschlossenen Immobilienfonds im Zusammenhang mit dem Erwerb eines Grundstücks; rechtliche Einordnung der aufzubringenden Eigenkapitalvermittlungsprovision; Anwendung des BFH-Urteils vom 11. Januar 1994 - (BStBl II 1995 S. 166)
BdF 31.8.1990 (IV B 3 -S 2253 a- 49/90) - Negative Einkünfte aus der Vermietung und Verpachtung im Rahmen von sog. Bauherrenmodellen und vergleichbaren Modellen sowie geschlossenen Immobilienfonds
BFH 24.6.2009 - X R 8/08
BFH 2.9.2008 - X R 7/07
BFH 20.6.2007 - X R 13/06
BFH 14.1.2004 - X R 19/02
BFH 14.1.2003 - IX R 72/00
BFH 20.8.2002 - IX R 40/97
BFH 11.6.2002 - IX R 79/97
BFH 6.3.2001 - IX R 64/97
BMF v. 16.05.2007 - IV C 3 - S 2198 a/07/0001 ablegen in?

References: § 7
 § 7
 § 7
 § 7
 § 175
 § 177
 § 7
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