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Timestamp: 2020-02-25 17:24:35+00:00

Document:
Gesetze-Rechtsprechung Schleswig-Holstein BarkerNatSchGV SH 2003 | Landesnorm Schleswig-Holstein | Gesamtausgabe | Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Barker Heide" vom 12. Juni 2003 | gültig ab: 27.06.2003
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Barker Heide"...
juris-Abkürzung: BarkerNatSchGV SH 2003
Gültig ab: 27.06.2003
Fundstelle: GVOBl. 2003 304
Gliederungs-Nr: 791-4-208
über das Naturschutzgebiet "Barker Heide"
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Barker Heide" vom 12. Juni 2003 27.06.2003
Eingangsformel 27.06.2003
§ 3 - Schutzzweck 27.06.2003
§ 4 - Verbote 27.06.2003
§ 5 - Zulässige Handlungen 27.06.2003
§ 6 - Ausnahmen und Befreiungen 27.06.2003
§ 7 - Ordnungswidrigkeiten 27.06.2003
§ 8 - Inkrafttreten und Außerkrafttreten 27.06.2003
(1) Die Barker Heide mit der angrenzenden Niederung der Buerwischbek auf dem Gebiet der Gemeinden Bark und Hartenholm sowie des Forstgutsbezirkes Buchholz, Kreis Segeberg, wird zum Naturschutzgebiet erklärt.
(2) Das Naturschutzgebiet wird mit der Bezeichnung "Barker Heide" unter Nummer 30 in das im Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung geführte Verzeichnis der Naturschutzgebiete eingetragen.
(4) In dem Naturschutzgebiet befinden sich natürliche Lebensräume im Sinne des Anhangs I und Tier- und Pflanzenarten im Sinne des Anhangs II der Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21. Mai 1992 zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen (ABl. EG Nr. L 206 S. 7), zuletzt geändert durch die Richtlinie 97/62/EG vom 27. Oktober 1997 (ABl. EG Nr. L 305 S. 42), darunter auch solche, die in den Anhängen als prioritär bezeichnet sind.
(1) Das Naturschutzgebiet ist rund 682 ha groß und umfasst Flächen der Gemarkungsteile Sandbergen, Moorwisch, Hohes Moor, Am Birkenweg, Deepen Brook, Bei dem Schillersberg, Kanthörner Heide, Barker Heide, Eekland, Schillers Moor, Kroghörn, Hohen Horn, Hohenhorner Moor, Barkenholm und Korbweiden.
(2) In der dieser Verordnung als Anlage beigefügten Übersichtskarte im Maßstab 1:25.000 ist die Grenze des Naturschutzgebietes schwarz punktiert dargestellt.
(3) Die Grenze des Naturschutzgebietes ist in den Abgrenzungskarten, Blatt 1 bis 5, im Maßstab 1:5.000 rot eingetragen. Sie verläuft auf der dem Gebiet zugewandten Seite der roten Linie. Die Ausfertigung der Karten ist im Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung, 24106 Kiel, verwahrt. Die Karten sind Bestandteile dieser Verordnung.
bei der Landrätin oder dem Landrat des Kreises Segeberg - Untere Naturschutzbehörde -, 23795 Bad Segeberg,
Amtes Leezen, 23816 Leezen,
Amtes Kaltenkirchen-Land, 24568 Kaltenkirchen,
(1) Das Naturschutzgebiet dient der Sicherung, dem Schutz und der Erhaltung einer repräsentativen, in der Holsteinischen Vorgeest gelegenen, natur- und kulturgeschichtlich bedeutsamen Sanderlandschaft mit Mager- und Trockenrasen, Dünen- und Sanderheiden, regenerierten Flachmooren und Kiefern- und Laubmischwäldern sowie Acker- und Grünlandbereichen als Lebens-, Brut- und Nahrungsraum einer charakteristischen, teilweise gefährdeten Pflanzen- und Tierwelt.
die von Magerrasen, Binnendünenzügen, Sand- und Feuchtheiden und regenerierten Flachmooren geprägte Sanderlandschaft,
die naturraumcharakteristischen Lebensraumtypen trockene Sandheide, Dünen mit offenen Grasflächen, feuchte Heiden des nordatlantischen Raumes und trockene Europäische Heiden als Teil des landesweiten Biotopverbundsystems und des europäischen Netzes Natura 2000 mit den daran gebundenen, teilweise vom Aussterben bedrohten Pflanzen- und Tierarten, insbesondere auch als Lebensstätte für die Heidelerche und den Neuntöter,
die geologisch bedeutsame und in Teilen offene Dünen- und Flugsanddeckenlandschaft natürlicher Ausprägung,
die weitgehend ungestörte Entwicklung der biologischen Prozesse in den Wäldern,
die extensiv genutzten Grünlandbereiche und die der Eigenentwicklung überlassenen Flächen,
die besondere Eigenart und Schönheit der großräumigen Geestlandschaft auch als historische Kulturlandschaft,
die standorttypischen Nährstoff- und Grundwasserverhältnisse
zu entwickeln sowie
die natürliche Entwicklung der Wälder, Moore, ehemaligen landwirtschaftlichen Nutzflächen und Teilabschnitte der Buerwischbek
die auf den Schutzzweck ausgerichtete Bodennutzung auf den Flächen im Eigentum der Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein sowie auf den durch natürliche oder juristische Personen für Zwecke des Naturschutzes erworbenen Flächen nach Maßgabe der Empfehlungen des Landesamtes für Natur und Umwelt als obere Naturschutzbehörde; auf den Waldflächen sollen zur Erhaltung ungestörter Naturabläufe alle forstwirtschaftlichen Maßnahmen unterlassen werden;
Acker genutzten, in der Übersichtskarte und in den Abgrenzungskarten kariert dargestellten Flächen in der bisherigen Art und dem bisherigen Umfang;
nicht zulässig ist es, die Flächen mehr als bisher zu entwässern, in Ackerland umzuwandeln oder Pflanzenschutzmittel auf diesen Flächen auszubringen und einen 10 m breiten Randstreifen entlang der Buerwischbek zu düngen;
die naturnahe forstwirtschaftliche Bodennutzung im Sinne des § 7 Abs. 3 des Landesnaturschutzgesetzes der übrigen, bei Inkrafttreten dieser Verordnung als Wald genutzten Flächen unter Beachtung des § 15 a des Landesnaturschutzgesetzes ;
Fütterungseinrichtungen zu errichten oder zu betreiben, Wildäsungsflächen anzulegen oder zu betreiben oder Brutkästen für Enten aufzustellen;
die ordnungsgemäße fischereiwirtschaftliche Nutzung im Sinne des § 7 Abs. 3 des Landesnaturschutzgesetzes der bei Inkrafttreten dieser Verordnung rechtmäßig angelegten Fischteiche in der bisherigen Art und in dem bisherigen Umfang mit folgender Einschränkung:
nicht zulässig ist es, die Fischteiche zu düngen;
auf der Grundlage eines genehmigten Gewässerpflegeplanes nach § 38 Abs. 3 des Landeswassergesetzes oder,
die erforderlichen Maßnahmen zur Erhaltung und Sicherung der Straßen, Wege, Plätze und der Brücken unter Beachtung des § 12 Abs. 1 des Landesnaturschutzgesetzes mit folgender Einschränkung:
die Nutzung und die Unterhaltung des in der Übersichtskarte und in der Abgrenzungskarte Blatt 1 dargestellten Bolzplatzes auf dem Flurstück 3/98 der Flur 2, Gemarkung Bark, östlich des Ortsteiles Bockhorn in der Gemeinde Bark in der bisherigen Art und in dem bisherigen Umfang;
von Boden- und Grundwasseruntersuchungen zur Durchführung einer Gefährdungsabschätzung für die Altablagerung "Sandbergen" östlich von Bockhorn,
(3) Die untere Naturschutzbehörde kann im Einzelfall
die Anwendung von Insektiziden zur Bekämpfung der Larven der Tipuliden als Ausnahme von den Verboten des § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 8 und den einschränkenden Regelungen des § 5 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. b zulassen, wenn hierfür ein Erfordernis unter Beachtung der guten fachlichen Praxis in der Landwirtschaft nachgewiesen wird und hierdurch der Schutzzweck nicht nachhaltig beeinträchtigt wird.
(4) Die untere Naturschutzbehörde kann von den Verboten des § 4 Abs. 1 nach Maßgabe der Bestimmungen des § 54 Abs. 2 des Landesnaturschutzgesetzes Befreiungen gewähren. Bei der Gewährung von Befreiungen von den Verboten des § 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 11 bis 13 sind die besonderen artenschutz- und jagdrechtlichen Bestimmungen zu beachten.
(2) Gleichzeitig tritt die Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Barker Heide" vom 28. Januar 2003 (GVOBl. Schl.-H. S. 22) *) außer Kraft.
Kiel, 12. Juni 2003
GS Schl.-H. II, Gl.Nr. 791-4-205

References: § 3

§ 4

§ 5

§ 6

§ 7

§ 8
 § 7
 § 15
 § 7
 § 38
 § 12
 § 4
 § 5
 § 4
 § 54
 § 4