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Timestamp: 2018-02-23 11:40:55+00:00

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Vertrauensschutz muss beantragt werden - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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28.01.2008, 14:53 #1
Vertrauensschutz muss beantragt werden
Ich habe mir soeben das Thema 'vorgezogenes Altersruhegeld durchgelesen.
Es gibt dabei Vertrauensschutzregelungen, die Versicherten dennoch die Rente ab 60 ermöglichen, wenn sie die Vertrauensschutztatbestände erfüllen. Vertrauensschutz haben Versicherte, die
vor dem 1. Januar 1952 geboren wurden
vor dem 01.01.2004 eine rechtsverbindliche Disposition für die Beendigung ihres Arbeitsverhältnisses getroffen haben (Aufhebungs- oder Altersteilzeitvertrag) oder die an diesem Tag ohne Arbeit oder Beschäftigung waren. .....usw.
Bisher bin ich davon ausgegangen, dass der Vertrauensschutz automatisch erteilt wird.
Das ist aber falsch, wie ich in einem Telefonat mit der BfA feststellen musste. Es ist also wichtig, dass der Vertrauensschutz beantragt wird.
Jährlich wird uns ja die Rentenauskunft zugesandt. Wenn Ihr dort unter den einzeln aufgeführten Rentenmöglichkeiten den Satz seht:
**Ob die Voraussetzungen dieser Vertrauensschutzregelung erfüllt sind, konnte nicht geprüft werden**,
ist es dringend notwendig, diesen Prüfbogen anzufordern.
Dieser *Prüfbogen zu den Vertrauensschutzregelungen bei Altersrenten* liegt mir jetzt vor und ich gebe kurz wieder, für wen der Antrag gilt:
Das SGB VI sieht Vertrauensschutzregelungen für folgende Altersrenten vor:
-.Regelaltersrente § 235 Abs,2 SGBVI
-für langjährig Versicherte § 236 Abs.2+3 SGBVI
-für schwerbehinderte Menschen § 236a Abs.2 SGBVI
-für schwerbehinderte Menschen $236a Abs,.2 SGBVI
-wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeitarbeit § 237 Abs4 SGBVI
- '' '' '' '' '' § 237 Abs.5 SGBVI
-für Frauen § 237 Abs.3 SGBVI
Also, für jeden.
Die kostenlose Hotline der Deutschen Rentenversicherung : 0800 10004800
oder Prüfbogen als Download hier :
Deutsche Rentenversicherung - GesamtÃ¼bersicht R-Formulare - Rente -
@ tinkalla
nach meiner jüngsten erfahrung muss der vertrauensschutz nicht extra beantragt werden,
sondern gilt automatisch bei erfüllung der voraussetzungen von gesetz wegen.
§ 237 (5) sgb 6
SGB 6 - Einzelnorm
ich musste keinen extra vertrauensschutz beantragen, sondern es wurde von der rv
nach meiner antragstellung geprüft, ob ich alle gesetzlich vorgeschriebenen voraussetzungen erfülle.
aus eigener erfahrung musste ich leider feststellen, dass in den beratungsstellen
sowie bei der hotline der rv nicht immer die kompetentesten sitzen.
in einem anderen thread hatte ich schon einmal darauf hingewiesen,
dass es vorteilhafter wäre, sich direkt an seine/n sachbearbeiter/in in berlin zu wenden.
da sitzt nämlich die/der persönlich für mich zuständige sb.
und diese/r ist auch entscheidungsträger/in.
verbindliche aus- und zusagen erhält man nur dort und nicht in den beratungsstellen bzw. bei der hotline.
26.02.2008, 00:46 #3
Also könnte man, wenn man diese Voraussetzungen erfüllt, die Rente ab 60 beantragen und sich somit von der verdammten ARGE verabschieden.
Aber ist das ansonsten eine Besserung? Ich fürchte, nein. Ich weiß jedenfalls, dass Rentner, auch die, die sehr wenig Rente bekommen, keine Befreiung mehr von der GEZ bekommen.
Ich fürchte, das das ein Wechsel "vom Regen in die Traufe" ist :-((
26.02.2008, 08:01 #4
Vor allem ist irgendwie nicht klar, ob man diese Rente ab 60 ohne Abschläge antreten kann, oder ob es dann viel Abzug gäbe.
26.02.2008, 16:26 #5
das sollte sich jeder für sich ausrechnen bzw. ausrechnen lassen.
gez-gebühren sind danach wieder zu zahlen!
ebenfalls die kv zu 50% auf die gesetzliche rente.
der sonderzuschlag und die pv sind zu 100% zu tragen.
auf zusätzliche renten (z.b. aus betrieblicher altersversorgung) ist der volle kv-beitrag vom/n rentner/in zu entrichten.
für die besser gestellten anwärter/innen, die ca. 1.500 euro und mehr gesamtrente beziehen,
wären zusätzlich noch steuern auf den betrag, der über den ca. 1.500 euro liegt, zu berücksichtigen.
letzteres dürfte aber für die masse derjenigen, die für eine vorgezogene rente in frage kommen,
nicht oder nur in geringem ausmaß ausfallen.
aber mit diesem schritt kann man sich halt von den grausamkeiten der arge befreien.
26.02.2008, 16:55 #6
das ist ganz klar !
ohne abschläge geht bei der vorgezogenen rente ab 60 gar nichts mehr.
weder für frauen noch für arbeitslose männer.
selbst bei der möglichen sogenannten zwangsrente sind in zukunft abschläge hinzunehemen.
26.02.2008, 18:41 #7
Ich hatte erst auch die 58 ziger Reglung unterschrieben. Dann wuren mir von drei Rentenberater unterschiedlich Auskünfte gegeben. Es ging zu der Zeit noch um Erwerbsminderungsrente.
Nachdem ich dann vom Amtsarzt AU geschrieben wurde, musste ich von der Grusi aus Rentenantrag stellen mit dem Vermerk, das ich nur in Rente ginge, wenn ohne Abzug.
Diese Dame hat mir dann erklärt, ich hätte keinen Abzug, da ich schon vor 2000 den Schwerbehindertenausweis gehabt hätte, 100% MZ G aG.
Der Rentenantrag wurde nur auf Altersrente umgestellt.
Einen Monat später war meine Rente genehmigt.
26.02.2008, 22:29 #8
Mit hohen Abschlägen in jedem Fall. Wieviel genau weiß ich nicht mehr. Es stand schon hier im Forum mal. Es steht sicher auch auf der Seite der Rentenversicherung.
26.02.2008, 22:35 #9
Das steht neuerdings sogar da, zwar nicht ganz genau die Höhe aber ungefähr.
Welcher "Sonderzuschlag" ?
Die Krankenversicherung muss ich zur Hälfte von der kleinen Rente selbst zahlen?
Ja ... das ist ja auch der einzige Grund dafür Aber ich habe das Gefühl, dass die Verrentung -mit einer kleinen Rente, die durch die Abschläge noch mehr dezimiert wird- und mit dem Zwang, wieder GEZ zahlen zu müssen, NOCH schlimmer ist als ALGII + ARGE-Terror. Ich weiß, dass es schwer fällt sich so etwas vorzustellen aber ...
27.02.2008, 03:18 #10
@ kaulquappe
der sonderzuschlag nennt sich übrigens "gesetzlicher zusatzbeitrag" und beträgt 0,9%.
pv steht für pflegeversicherung.
beitragssatz 1,7% und für kinderlose 1,95%.
soll ab 1.7.2008 um 0,25% angehoben werden.
bei der dak unter nachfolgendem link nachzulesen:
DAK - Unternehmen Leben - Beitragssätze für versicherungspflichtige Rentner
ansonsten lies doch mal in diesem thread
http://www.elo-forum.org/50/19069-zw...schoben-3.html
dort findest du eigentlich alles wesentliche, insbesondere auf seite 3,
was auf einen rentner zukommen wird und was insbesondere bei einer
vorzeitigen rente wegen arbeitslosigkeit in bezug auf zusätzliche kosten im vergleich
zum jeweiligen alg zu berücksichtigen ist.
deshalb hatte ich auch geschrieben, dass sich jede/r seine zukünftige nettorente
ausrechnen sollte, bevor sie/er sich für eine freiwillige vorzeitige rente mit abschlägen entscheidet,
um später keine böse überraschung zu erleben.
27.02.2008, 23:36 #11
"gesetzlicher Zusatzbeitrag" ? Das erklärt weder den Zweck noch den Grund dafür
vorzeitigen rente wegen arbeitslosigkeit in bezug auf zusätzliche kosten im vergleich zum jeweiligen alg
Wie alg? ALG 1 ist Geschichte für die meisten hier, wir bekommen (die meisten wohl) ALG II. Ist das irgendwann erhaltene ALG 1 noch von Belang?
zu berücksichtigen ist.
deshalb hatte ich auch geschrieben, dass sich jede/r seine zukünftige nettorente ausrechnen sollte, bevor sie/er sich für eine freiwillige vorzeitige rente mit abschlägen entscheidet, um später keine böse überraschung zu erleben.
Ich habe damals den thread gelesen Werde wieder reingucken. Hätte aber gern eine kurze, präzisere Aussage. Weiß, dass es schwierig bis unmöglich ist aber die Sache ist, dass man manchmal den Terror, die Ungewißheit, die Angst nicht mehr aushält und sich die (Nano)Rente als eine ARt Ruhe vorstellt. Meine kurze Frage wäre, ob das wirklich einfach ein Trugschluß ist oder nicht?
Alleine die Tatsache, dass ich dann (wenn ich verrentet bin) wirklich gar nicht mehr 30 Stunden/Woche oder so arbeiten darf ... oder dürfte ich das doch wenn ich was fände ?
28.02.2008, 14:43 #12
Also ich sehe das so, daß man, wenn man zum frühstmöglichen Zeitpunkt unter gewaltigen Abschlägen mit 60 in Rente geht, dann zumindest "Vollrentner" ist, also kein Frührentner bzw EU-Rentner (Da ist der Zuverdienst begrenzt) .Das heißt, daß man wie ein 65 jähriger auch unbegrenzt dazuverdienen darf.
Solange man noch kann dann wenigstens einen Minijob ausüben damit man sich wenigstens die paar Jahre, die man noch fit ist, Reisen leisten kann oder was einem sonst noch so Spass macht.
Hauptsache weg von diesem Terroramt, damit das kleine Zusatz- Einkommen nicht auch noch angerechnet wird.
PS Danke für dieses Thema
Weiß i. Ü. jemand, wie lange vorher vor dem 60. Geburtstag man den Renteantrag einreichen soll?
Hilfe ! Gerade habe ich mir den PDF Bogen R240 der Rentenversicherung durchgelesen.??
Von wegen erst ab 2020 !! Schon jetzt wurde alles angehoben auch die Bereiche Vertrauensschutzregel, was davor 60 war ist jetzt oft 62,63 oder 65 ich werden noch ganz konfus.
so viele verschiedene Staffelungen
"Wenn sie dann und dann so alt sind und dann un dann bis 2007 mit ihrem Arbeitgeber...wenn sie Frau sind wenn sie so und so alt sind und bis dann arbeitslos...
Früher hieß es mal erst jünger als Jg1951 jetzt steht da Jg 1949 und das Geburtsdatum ist auch oft entscheidend, ob man noch ein Jahr länger darben muss.
Deshalb ist es wirklich sinnvoll den Zusatzbogen mit abzugeben
29.02.2008, 00:32 #13
Zitat von jimminygrille
OK, ja, so ist es wohl (oder sollte es sein). Danke dir für die Antwort !
29.02.2008, 02:19 #14
0,3% Abschlag pro MONAT, macht pro Jahr vorgezogener Altersrente 3,6%.
Das dann bis zum Lebensende.
Beispiel: Die auf 63 Jahre verschobene Zwangsverrentung für Erwerbslose bringt also z.Z. einen Rentenabschlag für 2 Jahre - macht also immer noch eine Abschlag von 7,2 % aus. Und wenn dann irgendwann alle erst mit 67 in reguläre Rente gehen können, sind es für Erwerbslose wieder die 14,4% wie gehabt... also keine spur von aufgehobner Zwangsverrentung, die ist nur verschoben worden.
Man kann sich das überschlagsmässig ausrechnen, ob es sich lohnt, vorgezogene Altersrente zu beziehen. Bei sehr kleinen Anwartschaften m.E. lohnt es sich nicht - irgendwo hatten wir das hier schon mal in einem Thread disktuiert/durchgerechnet
IcMeine kurze Frage wäre, ob das wirklich einfach ein Trugschluß ist oder nicht?
Klar dürftest du das - siehe meinen nächsten Thread dazu
betr. Trugschluß - meines Erachtens: JA.
Bei Freunden die Rente beziehen: keineswegs haben die die Ruhe weg, weil die Rente zu schmal ist und sie z.B. wegen noch arbeitener LG oder zu großer Wohnung kein Grusi beziehen können bzw. möchten
- denn als Renter sind Jobangebote und Vorurteile bei ihnen jedenfalls eher noch blöder als für ALG II-Bezieher - wer stellt schon einen Renter für mehr als ein Trinkgeld irgendwo ein....
29.02.2008, 07:39 #15
Also ich sehe das so, daß man, wenn man zum frühstmöglichen Zeitpunkt unter gewaltigen Abschlägen mit 60 in Rente geht,
finanz- und versicherungsmathematisch sind die abschläge nicht zu hoch.
abschreckend sind die abschläge in spanien, nämlich 8% (in worten "acht") pro jahr.
hieße für die vorzeitige altersrente 40% abschlag bei renteneintritt mit 60.
dann zumindest "Vollrentner" ist, also kein Frührentner bzw EU-Rentner (Da ist der Zuverdienst begrenzt) .Das heißt, daß man wie ein 65 jähriger auch unbegrenzt dazuverdienen darf.
bis 65 ist der hinzuverdienst begrenzt.
wurde gerade von 350 euro auf 400 euro erhöht.
siehe thread von ethos07
http://www.elo-forum.org/50/22394-400-euro-neue-zuverdienstgrenze-f-r-altersrentner-unter-65-a.html
ca. 4 monate vorher.
die rentenversicherung errechnet erst 3 monate vor rentenbeginn die rentenhöhe.
auch wenn man den rentenantrag 6 monate vorher stellt, erhält man den bescheid erst 3 monate vorher.
hier geht es doch um diejenigen, die für die vertrauensschutzregelung bis jahrgang 1951 in frage kommen.
für diejenigen wird das renteneintrittsalter nicht angehoben.
also mit 60 (abschlag = 18%)
der bogen r240 der rentenversicherung ist meines erachtens unübersichtlich und verwirrend aufgemacht.
für unser thema ist doch nur punkt 3.3 dieses formulars relevant.
es ist auch nur dann auszufüllen, wenn die vertrauensschutzregel noch nicht überprüft wurde.
eine generelle kontenüberprüfung seitens der rv fand vor inkrafttreten von hatz4 statt.
hierüber müsste eigentlich jeder in unserer altersgruppe von der rv informiert worden sein.
arbeitslos am 1.1.2004 nicht bis.
"wenn sie ......... bis 31.12.1951 geboren sind."
ob letzteres notwendig ist, kann bei antragstellung in der beratungsstelle abgeklärt werden.
dort kennen sich die mitarbeiter in ihrem eigenen formularwesen besser aus als der einzelne von uns.
29.02.2008, 07:44 #16
Zwangsverrentung:
29.02.2008, 09:56 #17
Vielen Dank egjowe ,
so wird doch erfreulicherweise ein wenig Licht ins Dunkel gebracht.
29.02.2008, 12:52 #18
@ jimminygrille
die bezeichnung "vollrentner" könnte bei denjenigen, die vor vollendung des 65. lebensjahres
eine "vollrente" beziehen, zu missverständnissen bei den hinzuverdienstmöglichkeiten führen.
vollrente heißt auch nicht, dass es sich dabei um die regelaltersrente, also ohne abschläge, handelt.
wer vor 65 eine vollrente (- jeweiliger abschlag) bezieht, darf neuerdings nicht mehr als 400 euro hinzuverdienen.
ansonsten besteht je nach höhe des hinzuverdienstes nur anspruch auf 2/3-, 1/2- oder 1/3-teilrente.
die deutsche rentenversicherung hat die neuregelung noch nicht auf ihren seiten berücksichtigt.
29.02.2008, 13:21 #19
ergänzung zu den teilrenten
bei den vorgenannten teilrenten sind die hinzuverdienstgrenzen abhängig von den
persönlichen entgeltpunkten innerhalb der letzten 3 jahre vor beginn der vorgezogenen altersrente,
sobald diese in der summe 1,5 entgeltpunkte übersteigen.
ansonsten gelten die im link von ethos07 angegebenen zahlen als höchstgrenzen.
http://www.elo-forum.org/50/22394-40...nter-65-a.html
vertrauensschutz, beantragt
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Es muss geklagt werden :-(( Adonis ALG II 10 26.11.2005 11:30
Es ist jetzt 12:40 Uhr.

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