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Timestamp: 2020-07-06 18:15:18+00:00

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BGH, 12.01.2017 - I ZR 253/14 - dejure.org
https://dejure.org/2017,581
BGH, 12.01.2017 - I ZR 253/14 (https://dejure.org/2017,581)
BGH, Entscheidung vom 12.01.2017 - I ZR 253/14 (https://dejure.org/2017,581)
BGH, Entscheidung vom 12. Januar 2017 - I ZR 253/14 (https://dejure.org/2017,581)
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§ 547 Nr. 6 ZPO, § ... 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO, § 3 Abs. 1 TMG, § 3 TMG, Art. 3 der Richtlinie 2000/31/EG, Richtlinie 2000/31/EG, Art. 40 Abs. 1 Satz 1 EGBGB, Art. 6 Abs. 1, 2 der Verordnung (EG) Nr. 864/2007, § 8 Abs. 3 Nr. 1 UWG, § 8 Abs. 1 UWG, § 2 Abs. 1 Nr. 3 UWG, § 8 Abs. 1 Satz 1, § 3 Abs. 1, § 4 Nr. 10 UWG, § 4 Nr. 4 UWG, §§ 305 ff. BGB, § 305 Abs. 1 Satz 1 BGB, § 305 Abs. 2 BGB, Art. 4 Abs. 2 der Richtlinie 2009/24/EG, § 69d Abs. 1 UrhG, § 305 Abs. 2 Nr. 2 BGB, Richtlinie 93/13/EWG, § 307 Abs. 1 Satz 2 BGB, § 305c Abs. 2 BGB, § 4 Nr. 9 UWG, § 4 Nr. 3 UWG, § 559 Abs. 1 ZPO, Verordnung (EG) Nr. 207/2009, Verordnung (EU) Nr. 2015/2424, Verordnung (EG) Nr. 2868/95, Verordnung (EG) Nr. 40/94, Verordnung (EG) Nr. 2869/95, § 23 Nr. 3 MarkenG, Art. 89 der Verordnung (EG) Nr. 6/2002, § 125b Nr. 2, § 14 Abs. 6, § 19 Abs. 3 Nr. 2 MarkenG, § 242 BGB, Art. 267 Abs. 3 AEUV
§ 4 Nr 4 UWG, Art 12 Abs 1 Buchst c EUV 2015/2424, Art 12 Abs 2 EUV 2015/2424, Art 101 Abs 2 EUV 2015/2424, Art 8 Abs 2 EGV 864/2007
Wettbewerbsverstoß und Markenrechtsverletzung: Gezielte Behinderung durch Missachtung der in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen eines Computerspiel-Herstellers niedergelegten Spielregeln; mittelbare Einwirkung auf das Produkt eines Mitbewerbers als unlautere ...
Lauterkeitsrechtlicher Schutz eines durch AGB ausgestalteten Geschäftsmodells - World of Warcraft II
Markenverletzung betreffend die Verwendung der Bezeichnungen "World of Warcraft Bot" und "WOW Bot"; Lauterkeitsrechtlicher Schutz eines durch Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) ausgestalteten Geschäftsmodells vor gezielter Behinderung durch Missachtung der AGB; ...
Missachtung von Geschäftsbedingungen - World of Warcraft II
Vertrieb von Bots für "World of Warcraft" ist rechtswidrig
Zum lauterkeitsrechtlichen Schutz eines durch AGB ausgestalteten Geschäftsmodells vor gezielter Behinderung durch Missachtung der AGB ("World of Warcraft II")
Keine Schummelsoftware in der Gaming-Industrie
Blizzard erfolgreich gegen Bot-Anbieter
Botsoftware für Online-Spiel Word of Warcraft ist bei Umgehung von Schutzvorkehrungen eine wettbewerbsrechtlich unlautere produktbezogene Behinderung
Gezielte Behinderung durch Missachtung der in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen eines Computerspiel-Herstellers niedergelegten Spielregeln
Urheberrechtswidrigkeit bei Bots
t-online.de (Pressemeldung, 19.01.2017)
Spiele-Anbieter dürfen Bot-Software verbieten
Spielregeln für Onlinespiele sind (doch) AGB - aber ein Bot-Verbot ist wirksam
Blizzard gewinnt gegen Bossland
Streit um WoW-Bots
Anbieter von Online-Spielen kann den Vertrieb von Mogelsoftware verbieten
World of Warcraft - Bots auch wettbewerbswidrig
Bot-Software "Honorbuddy" und "Gatherbuddy" verletzen Blizzard-Rechte an World of Warcraft
spielerecht.de (Sitzungsbericht)
Bossland vs. Blizzard: Verhandlung gegen Bot-Anbieter
LG Hamburg, 23.05.2013 - 312 O 390/11
LG Leipzig, 15.07.2014 - 5 O 1155/13
MDR 2017, 350
K&R 2017, 272
a) Nach der Vorschrift des § 4 Nr. 4 UWG, die mit Wirkung vom 10. Dezember 2015 ohne Änderung in der Sache an die Stelle des § 4 Nr. 10 UWG aF getreten ist (vgl. BGH, Urteil vom 12. Januar 2017 - I ZR 253/14, GRUR 2017, 397 Rn. 48 = WRP 2017, 434 - World of Warcraft II, mwN), handelt unlauter, wer Mitbewerber gezielt behindert.
Ob diese Voraussetzungen erfüllt sind, lässt sich nur aufgrund einer Gesamtwürdigung der Umstände des Einzelfalls unter Berücksichtigung der Interessen der Mitbewerber, Verbraucher und sonstiger Marktteilnehmer sowie der Allgemeinheit beurteilen (st. Rspr.; vgl. BGH…, Urteil vom 12. März 2015 - I ZR 188/13, GRUR 2015, 607 Rn. 16 = WRP 2015, 714 - Uhrenankauf im Internet;… Urteil vom 23. Juni 2016 - I ZR 137/15, GRUR 2017, 92 Rn. 14 = WRP 2017, 46 - Fremdcoupon-Einlösung; BGH, GRUR 2017, 397 Rn. 49 - World of Warcraft II).
Unlauter ist regelmäßig auch die Bereitstellung eines Produkts, das auf das Produkt eines Mitbewerbers einwirkt, wenn dabei eine Schutzvorkehrung unterlaufen wird, die eine solche Einwirkung auf das Produkt verhindern soll (vgl. BGH…, Urteil vom 22. Juni 2011 - I ZR 159/10, GRUR 2011, 1018 Rn. 67 bis 70 = WRP 2011, 1469 - Automobil-Onlinebörse;… GRUR 2014, 785 Rn. 37 - Flugvermittlung im Internet; GRUR 2017, 397 Rn. 68 - World of Warcraft II).
Eine alternative Klagehäufung verstößt zwar gegen das Gebot des § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO, den Klagegrund bestimmt zu bezeichnen (BGH, Urteil vom 12. Januar 2017 - I ZR 253/14, GRUR 2017, 397 Rn. 26 ff. - World of Warcraft II;… Beschluss vom 24. März 2011 - I ZR 108/09, BGHZ 189, 56 Rn. 8 - TÜV I).
Da sie ihr Klagebegehren damit vorrangig aus dem Streitgegenstand herleitet, den das Berufungsgericht seiner Verurteilung zugrunde gelegt hat, begegnet die Wahl dieser Reihenfolge nach dem auch im Verfahrensrecht geltenden Gebot von Treu und Glauben keinen Bedenken (vgl. dazu BGH, Urteil vom 12. Januar 2017 - I ZR 253/14, GRUR 2017, 397 Rn. 28 - World of Warcraft II;… Beschluss vom 24. März 2011 - I ZR 108/09, BGHZ 189, 56 Rn. 13 - TÜV I).
Bei marktvermittelten Einwirkungen auf die Interessen der ausländischen Marktgegenseite bleibt die Marktortregel des Art. 6 Abs. 1 Rom-II-VO anwendbar (BGH, Urteil vom 12. Januar 2017 - I ZR 253/14, GRUR 2017, 397 Rn. 43 = WRP 2017, 434 - World of Warcraft II, mwN).
Ein konkretes Wettbewerbsverhältnis besteht, wenn beide Parteien gleichartige Waren oder Dienstleistungen innerhalb desselben Endverbraucherkreises abzusetzen versuchen mit der Folge, dass das konkret beanstandete Wettbewerbsverhalten des einen Wettbewerbers den anderen beeinträchtigen, das heißt im Absatz behindern oder stören kann (…vgl. BGH Urt. v. 26. Januar 2017 - I ZR 217/15, juris, - Wettbewerbsbezug Tz. 16; BGH GRUR 2017, 397 - World of Warcraft II, Tz. 45; jeweils m.w.N.).
Denn die formularmäßig gestalteten Vertragsbedingungen der Beklagten unterliegen der uneingeschränkten revisionsrechtlichen Nachprüfung und können vom Revisionsgericht selbst ausgelegt werden (…vgl. st. Rspr, z.B. Senat, Urteile vom 18. Februar 2016 - III ZR 126/15, BGHZ 209, 52 Rn. 44 …und vom 29. Mai 2008 - III ZR 330/07, NJW 2008, 2495 Rn. 11;… BGH, Urteile vom 9. Mai 2017 - XI ZR 308/15, BeckRS 2017, 111072 Rn. 25; vom 12. Januar 2017 - I ZR 253/14, BeckRS 2017, 101166 Rn. 65 …und vom 6. Juli 2011 - VIII ZR 293/10, NJW 2011, 3510 Rn. 18).
Die Bedingungen sind dabei ausgehend von den Verständnismöglichkeiten eines rechtlich nicht vorgebildeten Durchschnittskunden nach dem objektiven Inhalt und typischen Sinn der in Rede stehenden Klausel einheitlich so auszulegen, wie sie von verständigen und redlichen Vertragspartnern unter Abwägung der Interessen der regelmäßig beteiligten Verkehrskreise verstanden werden (…st. Rspr., z.B. Senat, Urteile vom 17. Februar 2011 - III ZR 35/10, NJW 2011, 2122 Rn. 10 …und vom 29. Mai 2008 aaO Rn. 19;… BGH, Urteile vom 9. Mai 2017 aaO; vom 12. Januar 2017 aaO;… vom 7. November 2014 - V ZR 305/13, NJW-RR 2015, 181 Rn. 9 …und vom 6. Juli 2011 aaO).
Damit liegt eine - prozessual unzulässige - alternative Klagehäufung, bei der dem Gericht die Auswahl überlassen wird, auf welchen der beiden unterschiedlichen Klagegründe es die Verurteilung stützen soll, nicht vor (vgl. nur BGH, Urteil vom 12.01.2017, I ZR 253/14 - juris Rn. 27 f. m.w.N.).
Diese Klarstellung kann noch in der Revisionsinstanz erfolgen (BGH, Urteil vom 12. Januar 2017 - I ZR 253/14, GRUR 2017, 397 Rn. 28 = WRP 2017, 434 - World of Warcraft II).
Eine gewillkürte Prozessstandschaft setzt eine wirksame Ermächtigung des Prozessstandschafters zur gerichtlichen Verfolgung der Ansprüche des Rechtsinhabers sowie ein eigenes schutzwürdiges Interesse des Ermächtigten an dieser Rechtsverfolgung voraus, wobei sich dieses Interesse aus den besonderen Beziehungen des Ermächtigten zum Rechtsinhaber ergeben kann und auch wirtschaftliche Interessen zu berücksichtigen sind (BGH, Urteil vom 12. Januar 2017 - I ZR 253/14 -, IPRax 2018, 509, Rn. 30, juris).
Ein konkretes Wettbewerbsverhältnis liegt vor, wenn beide Parteien gleichartige Waren oder Dienstleistungen innerhalb desselben Endverbraucherkreises abzusetzen versuchen mit der Folge, dass das konkret beanstandete Wettbewerbsverhalten des einen Wettbewerbers den anderen beeinträchtigen, das heißt im Absatz behindern oder stören kann (…vgl. BGH Urt. v. 26. Januar 2017 - I ZR 217/15, juris, - Wettbewerbsbezug Tz. 16; GRUR 2017, 397 - World of Warcraft II, Tz. 45; jeweils m. w. N.).
Für den Anspruch auf Schadensersatz und die der Vorbereitung seiner Berechnung dienenden Ansprüche auf Auskunft und Rechnungslegung kommt es auf das zur Zeit der Verletzungshandlungen jeweils geltende Recht an (vgl. BGH, Urteil vom 12. Januar 2017 - I ZR 253/14, GRUR 2017, 397 Rn. 102 = WRP 2017, 434 - World of Warcraft II).
Gemäß Art. 101 Abs. 2 GMV und Art. 101 Abs. 2 UMV ist auf die Ansprüche auf Schadensersatz, Auskunft und Rechnungslegung deutsches Recht anwendbar (vgl. BGH, GRUR 2017, 397 Rn. 103 ff. - World of Warcraft II).
Kapitalanleger-Musterverfahren: Antrag auf gerichtliche Entscheidung gegen die …

References: § 547
 § 3
 § 3
 Art. 3
 Art. 40
 Art. 6
 § 8
 § 8
 § 2
 § 8
 § 3
 § 4
 § 4
 § 305
 § 305
 Art. 4
 § 69
 § 305
 § 307
 § 305
 § 4
 § 4
 § 559
 § 23
 Art. 89
 § 125
 § 14
 § 19
 § 242
 Art. 267

§ 4
 § 4
 § 4
 § 253
 Art. 6
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 Art. 101
 Art. 101