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Timestamp: 2016-10-20 21:22:19+00:00

Document:
8C_725/2012 (27.03.2013)
8C_725/2012
Postfach, 8085 Z�rich,
Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Z�rich vom 13. Juli 2012.
A.a O.________, geboren 1977, reiste 1982 zusammen mit seinen Eltern von der T�rkei in die Schweiz ein. W�hrend der Schnupperlehre vom 29. November bis 3. Dezember 1993 in der B�ckerei R.________ geriet er am 2. Dezember 1993 mit der linken (adominanten) Hand zwischen zwei Walzen einer Teigmaschine. Weil eine Demontage der Walzen nicht m�glich war, musste die Hand nach Gabe von Morphin zur�ck gedreht werden. Die schwere Quetschverletzung an der linken Hand mit grosser Rissquetschwunde volarseits des zweiten Strahls und im Mittelhandbereich mit Hautdefekt erforderte eine notfallm�ssige Hospitalisierung im Spital X.________ bis zum 22. Dezember 1993 und anschliessend weitere operative Eingriffe. Die Z�rich Versicherungs-Gesellschaft AG (nachfolgend: Z�rich oder Beschwerdegegnerin) erbrachte hief�r die obligatorischen Leistungen nach UVG. Nach dem Heilbehandlungsabschluss im Herbst 1994 war der Versicherte ab November 1994 wieder zu 100% arbeitsf�hig, wobei ihm laut Bericht des Dr. med. S.________, vom 20. M�rz 1995 als Unfallrestfolge ein geringes Bewegungsdefizit am linken Mittelfinger zur�ck blieb. In der Folge �bte der Versicherte verschiedene Hilfsarbeitert�tigkeiten aus.
Nachdem ab 1999 vermehrt Schmerzen an der linken Hand auftraten, liess er am 5. November 2002 bei vollst�ndiger Arbeitsunf�higkeit ab 6. November 2002 einen R�ckfall zum Unfall vom 2. Dezember 1993 anmelden. Der leitende Arzt Orthop�die/Handchirurgie der Klinik Y.________, Dr. med. H.________ begutachtete den Versicherten im Auftrag der Z�rich und erstattete seine Expertise am 8. August 2003 (nachfolgend: Gutachten der Klinik Y.________). Mit Verf�gung vom 19. Mai 2005, best�tigt durch Einspracheentscheid vom 24. Oktober 2005, stellte die Z�rich Heilbehandlung und Taggeld per 30. April 2005 ein und sprach dem Versicherten gest�tzt auf das Gutachten der Klinik Y.________ f�r die ihm dauerhaft verbleibende Beeintr�chtigung der gesundheitlichen Unversehrtheit eine Integrit�tsentsch�digung basierend auf einer Integrit�tseinbusse von 15% sowie - r�ckwirkend ab 1. Mai 2005 - eine Invalidenrente nach UVG aufgrund einer unfallbedingten Erwerbsunf�higkeit von 23% zu. Die hiegegen erhobene Beschwerde hiess das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich am 29. Juni 2007 in dem Sinne gut, als es den Einspracheentscheid vom 24. Oktober 2005 aufhob und die Sache an die Z�rich zur�ckwies, damit diese, nach erfolgter Abkl�rung im Sinne der Erw�gungen, neu verf�ge.
A.b Daraufhin liess die Z�rich den Versicherten in der medizinischen Abkl�rungsstelle Z.________ interdisziplin�r untersuchen. Das Gutachten der medizinischen Abkl�rungsstelle Z.________ datiert vom 7. August 2008. Am 26. M�rz und 20. Mai 2010 sprach die Invalidenversicherung O.________ bei einem Invalidit�tsgrad von 100% r�ckwirkend ab 1. Oktober 2002 eine ganze Invalidenrente zu. Basierend auf den Ergebnissen des Gutachtens der medizinischen Abkl�rungsstelle Z.________ stellte die Z�rich mit Verf�gung vom 21. Dezember 2010 r�ckwirkend per 30. April 2005 s�mtliche Leistungen ein und verneinte einen Anspruch auf Integrit�tsentsch�digung und Invalidenrente. Mit Einspracheentscheid vom 18. April 2011 hielt sie am r�ckwirkend verf�gten folgenlosen Fallabschluss fest und verzichtete auf eine R�ckforderung der dar�ber hinaus erbrachten Leistungen.
Die hiegegen erhobene Beschwerde des O.________ wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich mit Entscheid vom 13. Juli 2012 ab.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten l�sst O.________ unter Aufhebung des angefochtenen Gerichts- und des Einspracheentscheides beantragen, die Z�rich habe ihm "die gesetzlichen Leistungen zu erbringen, insbesondere Taggelder, eine Rente, Heilbehandlungen nach Art. 21 UVG �ber den 30. April 2005 hinaus sowie eventuell eine h�here Integrit�tsentsch�digung." Eventualiter sei "die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen." Zudem stellt der Beschwerdef�hrer das Rechtsbegehren, es sei ein zweiter Schriftenwechsel durchzuf�hren und vorab �ber das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung zu entscheiden.
W�hrend die Z�rich auf Abweisung der Beschwerde schliesst, verzichtet das Bundesamt f�r Gesundheit (BAG) auf eine Vernehmlassung. In Bezug auf die Beschwerdeantwort der Z�rich h�lt der Beschwerdef�hrer mit Eingabe vom 4. M�rz 2013 an seinen bisherigen Ausf�hrungen fest, ohne materiell eingehend zu den Einw�nden der Z�rich Stellung zu nehmen.
Der Beschwerdef�hrer verlangt die Durchf�hrung eines zweiten Schriftenwechsels.
Die Beschwerde an das Bundesgericht ist innert der Beschwerdefrist (Art. 100 BGG) mit Antrag, Begr�ndung und Angabe der Beweismittel (Art. 42 Abs. 1 BGG) einzureichen. Ein zweiter Schriftenwechsel findet nur ausnahmsweise auf Anordnung des Gerichts statt (Art. 102 Abs. 3 BGG). Davon ist vorliegend abzusehen, war doch der Beschwerdef�hrer in der Lage, sich substanziiert mit dem angefochtenen Entscheid auseinanderzusetzen und kann ein zweiter Schriftenwechsel nicht dazu dienen, in der Beschwerdeschrift Vers�umtes nachzuholen (vgl. statt vieler: Urteile 8C_325/2012 vom 24. August 2012 E. 2 und 8C_124/2011 vom 27. Juni 2011 E. 2, je mit Hinweisen). Die Rechtsprechung hat dar�ber hinaus aus Art. 6 Ziff. 1 EMRK und Art. 29 Abs. 2 BV ein Recht auf Replik abgeleitet, das aber nur darin besteht, sich zu den von der Gegenpartei eingereichten Stellungnahmen zu �ussern (BGE 133 I 100 E. 4.3 S. 102 f.; Urteil 8C_150/2011 vom 14. Februar 2012 E. 2 mit Hinweis). Mit Eingabe vom 4. M�rz 2013 begn�gte sich der Beschwerdef�hrer damit, die Ausf�hrungen gem�ss Beschwerdeantwort pauschal "vollumf�nglich" zu bestreiten. Ein zweiter Schriftenwechsel ist demnach nicht durchzuf�hren.
Soweit der Beschwerdef�hrer eine Verletzung verschiedener Bundesverfassungsbestimmungen r�gt, indem er geltend macht, die Vorinstanz h�tte ihm wegen der drohenden reformatio in peius vor Ausf�llung des R�ckweisungsentscheides vom 29. Juni 2007 aufgrund von BGE 137 V 314 zwingend die Gelegenheit zum Beschwerder�ckzug einr�umen m�ssen, sind die Vorbringen des Versicherten offensichtlich unbegr�ndet. Das kantonale Gericht hat ausf�hrlich und zutreffend dargelegt, dass das Bundesgericht erst mit Erlass des Urteils 9C_310/2011 vom 18. Juli 2011 (BGE 137 V 314) von seiner fr�heren langj�hrigen Praxis, wonach die blosse M�glichkeit einer Schlechterstellung bei Aufhebung einer rentenzusprechenden Verf�gung verbunden mit einer R�ckweisung der Sache zur weiteren Abkl�rung und Neuverf�gung keine reformatio in peius im Sinne von Art. 61 lit. d ATSG darstelle, abwich. Erst seit dieser Rechtsprechungs�nderung muss der Beschwerde f�hrenden Partei die Gelegenheit zum Beschwerder�ckzug einger�umt werden, wenn eine rentenzusprechende Verf�gung aufgehoben und die Sache zu weiterer Abkl�rung und neuer Entscheidung an die IV-Stelle zur�ckgewiesen werden soll. Der Beschwerdef�hrer vermag aus BGE 137 V 314 unter den gegebenen Umst�nden nichts zu seinen Gunsten abzuleiten.
In formeller Hinsicht r�gt der Versicherte nicht nur, die Aktenf�hrung der Z�rich verletze seinen Anspruch auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV). Zudem beanstandet er, die Beschwerdegegnerin habe den Sachverhalt unter Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes festgestellt.
4.1.1 Laut Art. 43 Abs. 1 ATSG hat der Versicherungstr�ger (und gem�ss Art. 61 lit. c ATSG auch das Sozialversicherungsgericht) den rechtserheblichen Sachverhalt nach dem Untersuchungsgrundsatz abzukl�ren, und zwar richtig und vollst�ndig, so dass gest�tzt darauf die Verf�gung �ber die jeweils in Frage stehende Leistung ergehen kann (Art. 49 ATSG; BGE 136 V 376 E. 4.1.1 S. 377). Die Untersuchungspflicht dauert so lange, bis �ber die f�r die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende Klarheit besteht. Der Untersuchungsgrundsatz weist enge Bez�ge zum - auf Verwaltungs- und Gerichtsstufe geltenden - Grundsatz der freien Beweisw�rdigung auf. F�hren die im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes von Amtes wegen vorzunehmenden Abkl�rungen den Versicherungstr�ger oder das Gericht bei umfassender, sorgf�ltiger, objektiver und inhaltsbezogener Beweisw�rdigung (BGE 132 V 393 E. 4.1 S. 400) zur �berzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als �berwiegend wahrscheinlich (BGE 126 V 353 E. 5b S. 360; 125 V 193 E. 2 S. 195, je mit Hinweisen) zu betrachten und es k�nnten weitere Beweismassnahmen an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr �ndern, so liegt im Verzicht auf die Abnahme weiterer Beweise keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh�r (antizipierte Beweisw�rdigung; BGE 134 I 140 E. 5.3 S. 148; 124 V 90 E. 4b S. 94). Bleiben jedoch erhebliche Zweifel an Vollst�ndigkeit und/oder Richtigkeit der bisher getroffenen Tatsachenfeststellung bestehen, ist weiter zu ermitteln, soweit von zus�tzlichen Abkl�rungsmassnahmen noch neue wesentliche Erkenntnisse zu erwarten sind (SVR 2010 AlV Nr. 2 S. 3, 8C_269/2009 E. 2.2 mit Hinweis).
4.1.2 Es liegt nicht im Belieben der Beh�rde, im Beschwerdeverfahren dem Gericht nur diejenigen Akten einzureichen, welche sie als notwendig und f�r die Beurteilung des Falles entscheidend betrachtet. Andernfalls w�rden die in Erw�gung 4.1.1 hiervor dargelegten Beweisgrunds�tze ihres Gehalts entleert (BGE 135 V 194 E. 3.1 S. 196; SVR 2010 AlV Nr. 2 S. 3, 8C_269/2009 E. 5.2.2 mit Hinweis; Urteil 8C_751/2009 vom 24. Februar 2010 E. 4.3.2). Der verfassungsm�ssige Anspruch auf eine geordnete und �bersichtliche Aktenf�hrung verpflichtet die Beh�rden und Gerichte, die Vollst�ndigkeit der im Verfahren eingebrachten und erstellten Akten sicherzustellen (SVR 2011 IV Nr. 44 S. 131, 8C_319/2010 E. 2.2.1; Urteil 5A_341/2009 vom 30. Juni 2009 E. 5.2). F�r die dem Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts unterstellten Versicherer wurde in Art. 46 ATSG die Aktenf�hrungspflicht auf Gesetzesstufe konkretisiert. Danach sind f�r jedes Sozialversicherungsverfahren alle Unterlagen, die massgeblich sein k�nnen, vom Versicherungstr�ger systematisch zu erfassen (BGE 138 V 218 E. 8.1.2 S. 223). Ferner sind die Unterlagen von Beginn weg in chronologischer Reihenfolge abzulegen; bei Vorliegen eines Gesuchs um Akteneinsicht und sp�testens im Zeitpunkt des Entscheids ist das Dossier zudem durchgehend zu paginieren (SVR 2011 IV Nr. 44 S. 131, 8C_319/2010 E. 2.2.2 mit Hinweis). In der Regel ist auch ein Aktenverzeichnis zu erstellen, welches eine chronologische Auflistung s�mtlicher in einem Verfahren gemachter Eingaben enth�lt (Urteil 2C_327/2010 vom 19. Mai 2011 E. 3.2, nicht publiziert in BGE 137 I 247; SVR 2011 IV Nr. 44 S. 131, 8C_319/2010 E. 2.2.2 mit Hinweisen).
4.1.3 Gem�ss Empfehlung der ad-hoc-Kommission Schaden UVG Nr. 9/1987 in der Fassung nach der Revision vom 26. Oktober 2009 dauert die Aktenaufbewahrungsfrist von Unfallakten mindestens zehn Jahre ab Fallabschluss, wobei diese Frist bei R�ckf�llen neu zu laufen beginnt. Schon aufgrund des Wortlautes der urspr�nglichen Fassung dieser Empfehlung vom 5. November 1987 bestand eine Aktenaufbewahrungsfrist von zehn Jahren ab Unfalljahr in F�llen mit einer Arbeitsunf�higkeitsdauer von mehr als einem Monat, wobei auch nach dieser Fassung die Aktenaufbewahrungsfrist bei R�ckf�llen neu zu laufen begann.
4.2 Der Unfall vom 2. Dezember 1993 hatte offensichtlich eine mehr als nur einmonatige Arbeitsunf�higkeitsdauer zur Folge, weshalb die Z�rich zumindest zu einer zehnj�hrigen Aufbewahrung der Unfallakten verpflichtet war. Dies umso mehr, als der Beschwerdef�hrer am 5. November 2002 einen R�ckfall zu diesem Unfall anmelden liess. Bei den Unfallakten der Beschwerdegegnerin finden sich jedoch zum urspr�nglichen Unfall vom 2. Dezember 1993 einzig die Aktenst�cke ZM1 bis ZM8, welche in echtzeitlicher Hinsicht den medizinischen Verlauf im Grundfall dokumentieren, sowie die entsprechenden administrativen Aktenst�cke Z1 bis Z11. Auf Antrag des Versicherten zog das kantonale Gericht die vollst�ndigen Akten der Invalidenversicherung bei. Sodann gew�hrte es dem Beschwerdef�hrer diesbez�glich Frist zur Stellungnahme.
4.3 Aus dem Vergleich der IV-Akten mit der Aktenlage der Z�rich zur echtzeitlichen Dokumentation der Entwicklung des Gesundheitszustandes nach dem Unfall vom 2. Dezember 1993 geht hervor, dass die Beschwerdegegnerin offensichtlich nicht - oder nicht mehr - �ber alle einschl�gigen medizinischen Unterlagen zum Grundfall verf�gte. Soweit die Z�rich im Anhang zur Eingabe vom 21. Februar 2013 zus�tzlich auf eine Verg�tung zuhanden eines "Dr. C.________" vom 9. Januar 1995 verweist, findet sich weder in den Unterlagen der Invalidenversicherung noch in denjenigen der Beschwerdegegnerin ein Hinweis auf dessen Gegenleistung im Zusammenhang mit der unfallbedingten Heilbehandlung des Beschwerdef�hrers. Gem�ss Stellungnahme vom 4. M�rz 2013 vermochte jedoch der Versicherte aus diesem Verweis nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. Gleiches gilt f�r die Kenntnisnahme von den erstmals bei den IV-Akten neu verzeichneten medizinischen Berichten zum Grundfall, zu welchen sich der Beschwerdef�hrer im Rahmen des vom kantonalen Gericht ausdr�cklich gew�hrten rechtlichen Geh�rs mit Eingabe vom 15. Mai 2012 h�tte �ussern k�nnen.
4.4 Soweit das kantonale Gericht bei dieser Ausgangslage auf einen jedenfalls "zu bejahenden Optimierungsbedarf" der beschwerdegegnerischen Aktenf�hrung hinwies, aber eine unheilbare Verletzung des rechtlichen Geh�rs ausschloss, ist der angefochtene Entscheid nicht zu beanstanden.
Strittig ist der am 21. Dezember 2010 per 30. April 2005 verf�gte und mit Einspracheentscheid vom 18. April 2011 best�tigte folgenlose Fallabschluss unter Verzicht auf eine R�ckforderung der von der Z�rich nach dem 30. April 2005 erbrachten Leistungen.
Die Vorinstanz hat im angefochtenen Entscheid sowie in ihrem unangefochten in Rechtskraft erwachsenen R�ckweisungsentscheid vom 29. Juli 2007 den f�r einen Leistungsanspruch erforderlichen nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen Unfall und eingetretenem Schaden (Krankheit, Invalidit�t, Tod; BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181 mit Hinweisen) zutreffend umschrieben. Gleiches gilt f�r die Darstellung der Rechtsprechung �ber den zus�tzlich zum nat�rlichen erforderlichen ad�quaten Kausalzusammenhang. Danach spielt im Sozialversicherungsrecht die Ad�quanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem nat�rlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen praktisch keine Rolle, weil sich hier die ad�quate weitgehend mit der nat�rlichen Kausalit�t deckt (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 112, 127 V 102 E. 5b/bb S. 103 mit Hinweisen). Objektivierbar sind Untersuchungsergebnisse, die reproduzierbar und von der Person des Untersuchenden und den Angaben des Patienten unabh�ngig sind. Von organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen kann somit erst dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit apparativen/bildgebenden Abkl�rungen best�tigt wurden und die dabei angewendeten Untersuchungsmethoden wissenschaftlich anerkannt sind (SVR 2010 UV Nr. 30 S. 120, 8C_537/2009 E. 5.3 mit Hinweisen). Anders verh�lt es sich bei nat�rlich unfallkausalen, aber organisch nicht objektiv ausgewiesenen Beschwerden. Hier ist bei der Beurteilung der Ad�quanz vom augenf�lligen Geschehensablauf auszugehen, und es sind je nach Schweregrad des Unfalles weitere unfallbezogene Kriterien mit einzubeziehen (BGE 117 V 359 E. 6 S. 366 ff. und 369 E. 4 S. 382 ff., 115 V 133 E. 6 S. 138 ff.). Bei nach einem Unfall auftretenden psychischen Fehlentwicklungen werden diese Ad�quanzkriterien unter Ausschluss psychischer Aspekte gepr�ft (BGE 115 V 133 E. 6c/aa S. 140), w�hrend bei Schleudertraumen (BGE 117 V 359 E. 6a S. 367) und �quivalenten Verletzungen der Halswirbels�ule (SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67, U 183/93 E. 2) sowie bei Sch�delhirntraumen (BGE 117 V 369 E. 4b S. 383) auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten verzichtet wird. Korrekt sind auch die vorinstanzlichen Ausf�hrungen zu den Bestimmungen und Rechtsgrunds�tzen betreffend R�ckf�lle und Sp�tfolgen (Art. 11 UVV; BGE 118 V 293 E. 2c S. 296 mit Hinweisen) sowie zur Praxis, wonach der Unfallversicherer nicht auf der Anerkennung des nat�rlichen Kausalzusammenhanges beim Grundfall und bei fr�heren R�ckf�llen behaftet werden kann, weil die unfallkausalen Faktoren durch Zeitablauf - bei Verschlimmerung oder Manifestation eines krankhaften Vorzustandes durch einen Unfall mit Erreichen des Status quo ante oder Status quo sine (vgl. RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b [U 180/93], 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b [U 61/91], je mit Hinweisen; Urteil des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts U 60/02 vom 18. September 2002 E. 2.1) - wegfallen k�nnen (SVR 2009 UV Nr. 3 S. 9, 8C_354/2007 E. 2.2 mit Hinweisen). Ebenfalls richtig dargelegt wurden schliesslich die Grunds�tze zu dem im Sozialversicherungsrecht bei der Beantwortung von Tatfragen �blichen Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 129 V 177 E. 3.1 S. 181 mit Hinweisen) sowie zum Beweiswert und zur Beweisw�rdigung medizinischer Berichte und Gutachten (BGE 122 V 157 E. 1c S. 160 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 125 V 351 E. 3 S. 352 mit Hinweisen). Darauf wird verwiesen.
7.1 Das kantonale Gericht stellte nach umfassender W�rdigung der medizinischen Unterlagen mit �berzeugender Begr�ndung unter anderem gest�tzt auf das beweiskr�ftige Gutachten der medizinischen Abkl�rungsstelle Z.________ fest, dass hinsichtlich der somatischen Folgen des Unfalles vom 2. Dezember 1993 im Oktober 1994 der Endzustand erreicht wurde. Anschliessend habe der Versicherte nach Aktenlage w�hrend Jahren ohne psychische Probleme k�rperliche Hilfsarbeitert�tigkeiten bei voller Arbeitsf�higkeit verrichtet. Ein erster Verdacht auf eine allf�llige psychogene posttraumatische Problematik sei dem Bericht des Neurologen Dr. med. D.________, vom 23. Dezember 2002 zu entnehmen. Gleichzeitig habe der Beschwerdef�hrer seit November 2002 r�ckfallweise zum Unfall vom 2. Dezember 1993 eine Verschlechterung des Zustandes an der linken Hand geltend gemacht. Gem�ss Gutachten der medizinischen Abkl�rungsstelle Z.________ h�tten sich jedoch diese subjektiv ge�usserten Beschwerden anl�sslich der handchirurgischen, traumatologischen und neurologischen Exploration im Rahmen der eingehenden polydisziplin�ren Begutachtung - abgesehen von einem funktionell irrelevanten Streckausfall im proximalen Interphalangealgelenk des linken Mittelfingers - nicht objektivieren lassen. Hinsichtlich der diskutierten psychogenen Beeintr�chtigungen schloss das kantonale Gericht zwar nicht aus, dass �ber die psychiatrischen Diagnosen (Cannabisabh�ngigkeit, mittelgradige depressive St�rung und [differenzialdiagnostisch] Wesensver�nderung insbesondere aufgrund des Konsums von psychotropen Substanzen) gem�ss Gutachten der medizinischen Abkl�rungsstelle Z.________ hinaus auch eine posttraumatische St�rung zumindest teilweise nat�rlich kausal auf den Unfall vom 2. Dezember 1993 zur�ckzuf�hren sein k�nnte. Es pr�fte deren Unfallad�quanz jedoch nach der diesbez�glich unbestritten anwendbaren sog. "Psycho-Praxis" (BGE 115 V 133) und verneinte sodann die Ad�quanz des Kausalzusammenhanges.
7.2 Was der Beschwerdef�hrer hiegegen vorbringt, ist unbegr�ndet.
7.2.1 Entgegen seiner Behauptung haben sich die Gutachter der medizinischen Abkl�rungsstelle Z.________ aus polydisziplin�rer Sicht sehr wohl und eingehend mit der Hauptdiagnose gem�ss Gutachten der Klinik Y.________ auseinander gesetzt. Insbesondere verneinten die Gutachter der medizinischen Abkl�rungsstelle Z.________ ein Complex Regional Pain Syndrom (CRPS), welches in einem anspruchsbegr�ndenden Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom 2. Dezember 1993 steht, mit der Begr�ndung, dass die zwischen Unfall und erstmaliger Diagnose liegende jahrelange volle Arbeitsf�higkeit in einer manuellen k�rperlichen T�tigkeit gegen einen solchen Kausalzusammenhang spricht. Eine relevante neurologische Sch�digung an der linken Hand konnte gem�ss Gutachten der medizinischen Abkl�rungsstelle Z.________ ausgeschlossen werden.
7.2.2 Der Versicherte argumentiert weiter, "woher sonst, wenn nicht vom Unfall aus dem Jahre 1993, kommen die erw�hnten Beschwerden an der linken oberen Extremit�t?" Die mit dieser rhetorischen Frage angerufene Beweisregel "post hoc ergo propter hoc" (vgl. BGE 119 V 335 E. 2b/bb S. 341 f.) ist jedoch praxisgem�ss unfallmedizinisch nicht haltbar und beweisrechtlich nicht zul�ssig, sofern der Unfall - wie hier - abgesehen von einem funktionell irrelevanten Streckdefizit am Mittelgelenk des linken Mittelfingers keine organisch objektiv ausgewiesenen strukturellen L�sionen zur Folge hatte (vgl. SVR 2012 UV Nr. 5 S. 17, 8C_310/2011 E. 4.5.1 mit Hinweisen). Von einer unvollst�ndigen Sachverhaltsabkl�rung oder einer Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes von Art. 43 ATSG kann keine Rede sein. Die Gutachter der medizinischen Abkl�rungsstelle Z.________ haben die ihnen unterbreiteten Fragen basierend auf den ihnen zur Verf�gung gestellten Akten der Invalidenversicherung, der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) und der Beschwerdegegnerin gewissenhaft und vollst�ndig beantwortet. Die beil�ufige �usserung des handchirurgischen Gutachters der medizinischen Abkl�rungsstelle Z.________ zu den psychosozialen Begleitumst�nden des Beschwerdef�hrers entwertet die Beweistauglichkeit des polydisziplin�ren Gutachtens der medizinischen Abkl�rungsstelle Z.________ nicht.
7.2.3 Soweit der Versicherte im Laufe der Abkl�rungen der r�ckfallweise angemeldeten Beschwerden mehr als neun Jahre nach dem angeblich urs�chlichen Unfall geltend macht, seither bei der Aus�bung der zwischenzeitlich mit einem Vollzeitpensum verrichteten Hilfsarbeitert�tigkeiten regelm�ssig wiederkehrend unfallbedingte Einschr�nkungen der Arbeitsf�higkeit erlitten zu haben, stellte das kantonale Gericht bereits in seinem unangefochten in Rechtskraft erwachsenen R�ckweisungsentscheid vom 29. Juni 2007 fest, es sei nicht zu �bersehen, "dass der Beschwerdef�hrer seit Ende 1994 bis ins Jahr 2002 als Hilfsarbeiter unter anderem in Betrieben aus den Bereichen Bau, Montage und Reinigung gearbeitet hat [...] und dass er offensichtlich weder gegen�ber dem Kreisarzt der SUVA Dr. W.________ am 17. Dezember 2001 [...] noch im Rahmen des Aufenthalts in der Rehaklinik Q.________ vom 14. Januar bis 19. Februar 2002 [...] �ber Schmerzen an der linken Hand geklagt hat."
7.3 Nach dem Gesagten steht fest, dass die Vorinstanz bei gegebener Aktenlage bundesrechtskonform anspruchsbegr�ndende, organisch objektiv ausgewiesene Folgen des Unfalles vom 2. Dezember 1993 ausgeschlossen hat.
7.4 In Bezug auf die vom kantonalen Gericht korrekt nach der einschl�gigen Rechtsprechung gem�ss BGE 115 V 133 gepr�ften und verneinten Unfallad�quanz der gegebenenfalls nat�rlich kausalen psychogenen Beeintr�chtigungen erhebt der Versicherte gegen die diesbez�glich massgebenden Erw�gungen des angefochtenen Entscheides nur einen einzigen Einwand. Zu diesem Punkt hat die Vorinstanz ausf�hrlich und �berzeugend dargelegt, weshalb dem Ereignis vom 2. Dezember 1993 zwar eine gewisse Eindr�cklichkeit und Dramatik nicht abzusprechen ist, dieses Kriterium jedoch - entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers - nicht in besonders ausgepr�gter Weise erf�llt ist.
7.5 Hat die Vorinstanz demnach auch die Unfallad�quanz von allenfalls nat�rlich kausalen psychischen St�rungen zu Recht verneint, ist der angefochtene Entscheid, mit welchem das kantonale Gericht den von der Z�rich best�tigten folgenlosen Fallabschluss per 30. April 1995 sch�tzte, nicht zu beanstanden.
Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die Gerichtskosten dem Beschwerdef�hrer aufzuerlegen (Art. 65 Abs. 4 lit. a in Verbindung mit Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG). Seinem Ersuchen um Gew�hrung der unentgeltlichen Prozessf�hrung und Verbeist�ndung (Art. 64 Abs. 1 und 2 BGG) kann jedoch entsprochen werden, da die Bed�rftigkeit auf Grund der eingereichten Unterlagen als ausgewiesen gelten kann, das Rechtsbegehren nicht als von vornherein aussichtslos anmutet und die Vertretung durch einen Rechtsanwalt oder eine Rechtsanw�ltin als geboten erscheint (BGE 129 I 129 E. 2.3.1 S. 135; 128 I 225 E. 2.5.3 S. 235). Sein Rechtsbeistand hat jedoch im bundesgerichtlichen Verfahren mehr als den gebotenen Aufwand betrieben, weshalb seine Honorarforderung in Anwendung von Art. 10 des Reglementes �ber die Parteientsch�digung und die Entsch�digung f�r die amtliche Vertretung im Verfahren vor dem Bundesgericht (SR 173.110.210.3) festgesetzt wird, wobei dem Bundesgericht Fr. 2'800.-- angemessen erscheinen. Es wird indessen ausdr�cklich auf Art. 64 Abs. 4 BGG aufmerksam gemacht, wonach die beg�nstigte Partei der Gerichtskasse Ersatz zu leisten haben wird, wenn sie sp�ter dazu in der Lage ist.
Dem Beschwerdef�hrer wird die unentgeltliche Rechtspflege gew�hrt und Rechtsanwalt Matthias Horschik wird als unentgeltlicher Anwalt bestellt.
Dem Rechtsvertreter des Beschwerdef�hrers wird aus der Gerichtskasse eine Entsch�digung von Fr. 2800.- ausgerichtet.
Luzern, 27. M�rz 2013

References: Art. 21
 Art. 6
 Art. 29
 BGE 
 Art. 61
 BGE 
 Art. 43
 Art. 61
 BGE 
 BGE 
 Art. 46
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 43
 BGE 
 Art. 66
 Art. 10
 Art. 64