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Tacheles Rechtsprechungsticker KW 40/2014 | Rechtsanwalt König in Göttingen für Strafrecht Arbeitsrecht Sozialrecht Ausländerrecht Rechtsanwalt in Göttingen für Strafrecht Arbeitsrecht Sozialrecht Ausländerrecht
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1.1 BSG, Urteil vom 25.09.2014 – B 8 SO 6/13 R
2. 1 Hessisches Landessozialgericht, Beschluss vom 30.07.2013 – L 9 AS 490/13 B ER – rechtskräftig
Kosten für schriftliche Bewerbungen – Eingliederungsverwaltungsakt nicht hinreichend bestimmt – Rechtswidrigkeit einzelner Regelungen eines Ersetzungsbescheides
„Das Jobcenter unterstützt Ihre Bewerbungsaktivitäten durch Übernahme von angemessenen und nachgewiesenen Kosten für schriftliche Bewerbungen nach Maßgabe des § 16 Abs. 1 SGB II i. V. m. § 45 SGB III.“
bereits beanstandet worden, da diese unter Verwendung des unbestimmten Rechtsbegriffs der Angemessenheit völlig offen lasse, ob und ggf. in welcher Höhe die Kosten für schriftliche Bewerbungen erstattet werden. Letztlich werde lediglich eine Prüfung des zu stellenden Kostenerstattungsantrags anhand der einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen in Aussicht gestellt. Erforderlich sei aber, die Leistungen für entstehende Bewerbungskosten individuell und eindeutig unter Benennung der für die Gewährung maßgeblichen Gründe festzulegen (LSG Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 4. April 2012 – L 15 AS 77/12 B ER – info also 2012, 220; LSG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 21. Juni 2012 – L 19 AS 1045/12 B ER, L 19 AS 1046/12 B ER -).
Die aufschiebende Wirkung des Widerspruchs bzw. der Klage ist nach § 86b Abs 1 Satz 1 Nr. 2 SGG grundsätzlich ganz anzuordnen, wenn sich einzelne Regelungen eines Eingliederungsverwaltungsakts nach § 15 Abs. 1 Satz 6 SGB II als rechtswidrig erweisen (LSG Niedersachsen-Bremen, Beschluss vom 4. April 2012 L 15 AS 77/12 B ER – info also 2012, 220; a. M. LSG Hamburg, Beschluss vom 10. April 2013 – L 4 AS 93/13 B ER ).
Anmerkung: Gleicher Auffassung LSG Hessen, Beschluss vom 16.01.2014 – L 9 AS 846/13 B ER – rechtskräftig
2. 2 Hessisches Landessozialgericht, Urteil vom 09.04.2014 – L 6 AS 401/11 – rechtskräftig
2. 3 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 17.09.2014 – L 12 AS 990/14 B ER – rechtskräftig
Vorläufige Gewährung der Regelleistung für polnische Staatsangehörige – Rechtsschutzbedürfnis – Überprüfungsantrag nach § 44 SGB X
Dies entspricht der ständigen Rechtsprechung des erkennenden Senats (vgl. hierzu z. B. Beschlüsse des Senats vom 25.06.2014 – L 12 AS 232/14 B ER – und vom 20.08.2014 – L 12 AS 1393/14 B ER – m. w. N.).
Auch das Votum des Generalanwaltes Wathelet zu seinen Schlussanträgen vom 20.05.2014 bei dem EuGH in der Rechtssache zu dem Aktenzeichen C – 333/13 zeigt in gleicher Weise in seiner Umfänglichkeit und Komplexität auf, dass die Beurteilung der entscheidenden Rechtsfragen des Leistungsausschlusses offen ist und in den vorliegenden einstweiligen Verfahren nicht zuverlässig beantwortet werden kann. Die Entscheidungsfindung reduziert sich daher weiterhin auf den Beschluss des BVerfG vorzunehmende und vom Sozialgericht aufgezeigte Folgenabwägung.
2. 4 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 08.08.2014 – L 7 AS 1191/14 B ER – rechtskräftig
Anmerkung: ebenso der erkennende Senat: LSG NRW, Urteil vom 22. Juli 2010 – L 7 AS 123/09; Beschluss vom 13.08.2014 – L 7 AS 1439/14 B ER.
2. 5 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 03.09.2014 – L 11 SF 201/13 EK AS – rechtskräftig
Anmerkung: Unangemessene Verfahrensdauer bei querulatorischem Verhalten des Antragstellers – weiterlesen: http://www.rechtslupe.de/zivilrecht/unangemessene-verfahrensdauer-bei-querulatorischem-verhalten-des-antragstellers-370260
2. 6 Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 26.06.2014 – L 7 AS 1346/12 – rechtskräftig
Der Leistungsträger kann Leistungen zur beruflichen Weiterbildung i.S.v. § 77 SGB III aF als Leistungen nach dem Sechsten Abschnitt des Vierten Kapitels des SGB III – nicht aber berufliche Ausbildungsleistungen i.S.v. § 60 SGB III aF, die im Fünften Abschnitt des Vierten Kapitels des SGB III geregelt und damit nicht von § 16 Abs. 1 Satz 2 SGB II erfasst waren – als Eingliederungsmaßnahme gewähren (vgl. hierzu BSG, Urteil vom 30.08.2010 – B 4 AS 97/09 – ; LSG NRW, Beschluss vom 03.08.2011 – L 19 AS 1097/11 B ER).
2. 7 LSG Mecklenburg- Vorpommern, Beschluss vom 14.05.2014 – L 8 AS 288/13 B ER
Aufforderung zur Rentenantragstellung – Ermessen
Anmerkung: in diese Richtung auch LSG BB, Beschluss vom 07.08.2014 – L 28 AS 1830/14 B ER –
2. 7 Sächsisches Landessozialgericht, Urteil vom 28.08.2014 – L 3 AS 640/14
Wenn während eines Klageverfahrens, das gegen eine vorläufige Leistungsbewilligung gerichtet ist, eine endgültige Leistungsbewilligung ergeht, hat sich das auf die vorläufige Leistungsbewilligung bezogene Gerichtsverfahren gemäß § 39 Abs. 2 SGB X erledigt. Gegenstand des Verfahrens ist nunmehr die endgültige Leistungsbewilligung, die gemäß § 96 SGG Gegenstand des Verfahrens geworden ist (Anschluss an BSG, Urteil vom 10. Mai 2011 – B 4 AS 139/ AS 10 R -).
2. 9 Landessozialgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 30.07.2014 – L 10 AS 1695/14 B ER – rechtskräftig
2. 10 Landessozialgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 20.08.2014 – L 10 AS 1764/13 B PKH – rechtskräftig
Prozesskostenhilfe – Schülerbeförderung – Entfernung
2. 11 Landessozialgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 03.09.2014 – L 20 AS 2061/14 B ER – rechtskräftig
Ausschluss von einstweiligem Rechtsschutz bei bestandskräftigem Verwaltungsakt – keine Umdeutung in Antrag auf Erlass einer vorläufigen Regelung in Bezug auf ein Überprüfungsverfahren nach § 44 SGB 10
Vorläufiger gerichtlicher Rechtsschutz in Bezug auf das Verfahren nach § 44 SGB X kann deshalb nur im Rahmen eines neuen Antrages auf Erlass einer einstweiligen Anordnung erlangt werden (vgl. bereits SächsLSG, Beschluss vom 25. August 2008 – L 3 B 317/08 AS-ER ).
Anmerkung: ebenso LSG Berlin-Br., Beschluss vom 10. April 2012 – L 20 AS 702/12 B ER, L 20 AS 703/12 B PKH, n. v.; Sächsisches LSG, Beschluss vom 26. Mai 2011 – L 3 AS 378/11 B ER – m.w.N.; LSG Berlin-Brandenburg Beschluss vom 07. September 2010 – L 5 AS 1480/10 B ER; LSG Bayern, Beschluss vom 5. Februar 2009 – L 11 AS 20/09 B ER; LSG Thüringen, Beschluss vom 30. Oktober 2008 – L 9 AS 626/08 ER; LSG Baden-Württemberg, Beschluss vom 13. Juni 2007 – L 7 AS 2050/07 ER-B; LSG Saarland, Beschluss vom 11. August 2005 – L 9 B 4/05 AS; anderer Auffassung LSG BB, Beschluss vom 01. November 2011 – L 25 AS 1646/11 B ER – .
2. 12 Landessozialgericht Berlin-Brandenburg, Urteil vom 06.08.2014 – L 18 AS 1672/13
Arbeitslosengeld II – Teilzeitstudium – Leistungsausschluss – Förderungsfähigkeit nach BAföG – Erwerbsfähigkeit
Teilzeitstudentin hat ALG-II-Anspruch – Die von den Eltern als Darlehen gewährten Zahlungen für Wohnung und Krankenversicherung sind nicht als Einkommen zu berücksichtigen.
Die Zuwendungen der Eltern der Antragstellerin sind in der Erwartung der Rückzahlung und im Vertrauen auf einen bestehenden, lediglich noch nicht erfüllten Alg II-Anspruch der Antragstellerin erfolgt (sog Substitution – BSG, Urteil vom 20. Dezember 2011 – B 4 AS 46/11 R).
2. 13 Landessozialgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 06.08.2014 – L 18 AS 2532/13
Gemischt genutztes KfZ – keine überwiegend betriebliche Nutzung
Keine Anerkennung von Kfz-Kosten als Betriebsausgaben für einen selbstständigen SGB II Aufstocker, weil das Fahrzeug nicht überwiegend betrieblich genutzt worden ist – § 3 Abs. 7 Alg II-V ist nicht verfassungswidrig.
3. 1 Sozialgericht Potsdam, Urteil vom 26.11.2013 – S 40 AS 1588/12
Grundsicherung für Arbeitsuchende – Sanktion – bestandskräftiger Bewilligungsbescheid – keine Minderung des Auszahlungsanspruchs kraft Gesetzes – Erforderlichkeit eines Aufhebungsbescheides nach § 48 Abs. 1 S. 1 SGB 10
Anmerkung: Vgl. dazu LSG NRW, Beschluss vom 08.09.2014 – L 2 AS 1461/14 B – rechtskräftig – Gewährung von PKH, denn ob die Umsetzung einer Sanktion nach §§ 31, 32 Zweites Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) die Aufhebung eines bereits erteilten Bewilligungsbescheides erfordert oder nicht bzw. ob davon auszugehen ist, dass sie konkludent mit dem Absenkungsbescheid erfolgt, ist umstritten.
3. 2 Sozialgericht Heilbronn, Beschluss vom 25.09.2014 – S 10 AS 2226/14 ER – nicht rechtskräftig
Anmerkung: S. a. : Pressemitteilung vom 25.09.2014 – Eilantrag abgelehnt: keine MPU auf Hartz IV nach Trunkenheitsfahrt und Führerscheinentzug!: http://www.sg-heilbronn.de/pb/,Lde/Pressemitteilung+vom+25_09_2014/?LISTPAGE=1761096
3. 3 SG Gießen, Urteil vom 15.07.2014 – S 22 AS 341/12 – rechtskräftig
Anmerkung 2 : gleicher Auffassung LSG Niedersachsen-Bremen, Urteil vom 23.04.2012, L 9 AS 695/08 sowie LSG Hamburg, Urteil vom 25.08.2011, – L 5 AS 33/08 – Einen Rechtsgrundsatz, der Hilfebedürftige müsse sich am Rechtsschein der Kontoinhaberschaft festhalten lassen, lässt sich der Rechtsprechung nicht entnehmen.
4. 1 Landessozialgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss vom 17.09.2014 – L 2 R 430/14 B ER – rechtskräftig
Minijob-Newsletter – Nr. 06/2014 (Nr. 06/2014 – 19. August 2014) – Mindestlohn bei Praktika
Minijob-Newsletter – Nr. 07/2014 (Nr. 07/2014 – 20. August 2014) – Kurzfristiger Minijob

References: § 16
 § 45
 § 86
 § 15
 § 44
 EuGH 
 § 77
 § 60
 § 16
 § 39
 § 96
 § 44
 § 44
 § 3
 § 48