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Gemeinderat. Rechenschaftsbericht 2018 Bericht über die Tätigkeit des Gemeinderates und der Gemeindeverwaltung - PDF Free Download
Gemeinderat. Rechenschaftsbericht 2018 Bericht über die Tätigkeit des Gemeinderates und der Gemeindeverwaltung
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1 Gemeinderat Rechenschaftsbericht 2018 Bericht über die Tätigkeit des Gemeinderates und der Gemeindeverwaltung
3 RECHENSCHAFTSBERICHT 2018 Der Gemeinderat ist verpflichtet, über seine Tätigkeit sowie über jene der Gemeindeverwaltung jährlich einen schriftlichen oder mündlichen Bericht zu erstatten und diesen der Gemeindeversammlung vorzulegen. Der Rechenschaftsbericht kann mit dem Bestelltalon auf der letzten Seite der Gemeindeversammlungsbroschüre telefonisch oder per bestellt werden. Der Rechenschaftsbericht steht auch auf der Webseite der Gemeinde zum Herunterladen zur Verfügung. Telefon Webseite Auf der Webseite der Gemeinde Niederrohrdorf finden Sie das ganze Jahr hindurch laufend Aktualitäten über die Tätigkeit der Behörden und der Verwaltung. Der Gemeinderat wünscht Ihnen viel Vergnügen beim Lesen des Rechenschaftsberichts Niederrohrdorf, 13. Mai 2019 Namens des Gemeinderates Gregor Naef Gemeindeammann Claudio Stierli Gemeindeschreiber Seite 3
4 Inhalt Gemeinderat... 9 Sitzungen... 9 Strategische Planung... 9 Delegationen Wichtige Projekte Totalrevision BNO IT-Strategie Kindergarten Mülirai Schulraumplanung Kinderbetreuungsreglement (KiBeR) Sanierung und Neuvermietung der Liegenschaften Zentrum 3 und Oberdorfstrasse Einbürgerungen Zusicherung Gemeindebürgerrecht Gesuchsprüfung Publikation Einbürgerungskommission Verwaltung Geschäftsleitung Kompetenzdelegationen Beitragsgesuche Organigramm Personal Eintritte Qualitätsmanagement (QM) Austritte Abteilungsleiter Kanzlei Bestattungsamt Inventuramt Raumvermietungen Hundehaltung Seite 4
5 Einwohnerdienste Einwohnerzahl Mutationen Ausländeranteil Konfessionen Ortsbürger Zivilstandsamt SBB Tageskarten Zweigstelle SVA Bauverwaltung Personal Planung Hochbau Liegenschaften Schulbauten Tiefbau Umwelt Betreibungsamt Abteilung Finanzen Personelles Bilanzprüfung Zahlen und Fakten Kreditabrechnungen Abteilung Steuern Veranlagungsstand Pendenzen Neue Steuerapplikation Mahnungen/Strafbefehle Steuerhinterziehung Steuerkommission Verstärkung des Teams Arbeitsjubiläum Regionalpolizei Seite 5
6 Einbrüche Einsätze Häusliche Gewalt Geschwindigkeitskontrollen Verkehrsinstruktion Ferienpass Fahrräder Fundbüro Homepage Personelles Fahrzeugersatz Rechtshilfegesuche Unentgeltliche Rechtsauskunft Werke Wasser Abwasser Schule Primarschule Schulführung Primarschule Aufbau eines funktionierenden Qualitätsmanagements Interne Evaluation der Schul- und Unterrichtsqualität (Nov./Dez. 2018) Externe Evaluation der Primarschule Niederrohrdorf Schulprogramm Schulleben Kindergarten Aktuelle Situation in den Kindergartenabteilungen Herausforderungen des Kindergartens Umbau Kindergarten Mülirai Tagesstrukturen Kreisschule Kreisschulpflege Schulleitung Sekretariat Seite 6
7 Schüler Lehrkräfte Schulalltag Vorstandsitzungen MOJURO Statistische Angaben Kommission MOJURO Feuerwehr Rohrdorf Bevölkerungsschutz Zivilschutz-Organisation (ZSO) Tag der Begegnung, 16. Juni Gemeinsam zum Ziel Erprobung 52 Stunden Dauereinsatz Drohneneinsatz/-schulung Personalbestand Wiederholungskurse Regionales Führungsorgan (RFO) Sirenenalarmierung Umwelt Entsorgung Entsorgungsplatz Gesamte Abfallmenge Grüngut und Hauskehricht Papiersammlungen Altglas Kostendeckung Landschaftskommission Gesundheit Spitex Heitersberg Soziales Materielle Hilfe Arbeit statt Sozialhilfe Immaterielle Hilfe Seite 7
8 Tagespflegeplätze Kindes- und Erwachsenenschutz Seniorenrat Aktivitäten Kultur und Vereine Kulturkreis Rohrdorf Jahre Kulturkreis Rohrdorf Exkursion Jubiläums-Abend Ortsmuseum Niederrohrdorf Besucherrekord Sonderausstellung Vere-In-Sein Märtkafi Gewerbeapéro Seite 8
9 Gemeinderat Der Gemeinderat startete die Legislaturperiode 2018/2021 in neuer Besetzung. Nebst den bisherigen Mitgliedern wurde der Gemeinderat mit Gemeinderätin Gisela Greder und Gemeinderat Patrik Hitz ergänzt. Sitzungen Im Berichtsjahr behandelte der Gemeinderat an 26 (Vorjahr 26) ordentlichen Sitzungen insgesamt 439 (438) Geschäfte. Nebst den ordentlichen Gemeinderatssitzungen fanden weitere institutionalisierte Besprechungen mit der Finanzkommission, mit der Schulpflege, mit den Ortsparteien (Runder Tisch), mit den Abteilungsleitern, mit der Geschäftsleitung, sowie mit den Gemeinderäten der Nachbargemeinden Bellikon, Fislisbach, Mellingen, Oberrohrdorf, Remetschwil und Stetten statt. (Gemeinderat seit 2018: v.l.n.r. Patrik Hitz, Gisela Greder, Gregor Naef, Martina Egger, Reto Grunder) Gregor Naef Gemeindeammann, FDP, seit 2010, Ressort Präsidiales und Raumplanung, Regionalpolizei Reto Grunder Vizeammann, FDP, seit 2010, Ressort Tiefbau, Wasser und Energie, Umwelt und IT Martina Egger Gemeinderätin, SVP, seit 2010, Ressort Bildung und Soziales Gisela Greder Gemeinderätin, parteilos, seit 2018, Ressort Sicherheit und Kultur Patrik Hitz Gemeinderat, parteilos, seit 2018, Ressort Finanzen und Hochbau Strategische Planung Im Rahmen seiner strategischen Aufgaben hat der Gemeinderat im Jahr 2012 ein Leitbild für seine Tätigkeit zur Entwicklung der Gemeinde Niederrohrdorf erarbeitet. Im Jahr 2013 wurden die daraus abgeleiteten strategischen Ziele und operativen Massnahmen mit den Parteien und Kommissionen diskutiert und Anpassungen vorgenommen. Im Berichtsjahr wurden diverse wiederkehrende Massnahmen umgesetzt, so u.a. investitionserhaltende Massnahmen und Benchmarks, aktive Einflussnahme auf Verbände, Ahndung von Vandalismus und Littering, Einhaltung Finanzielle, Wirtschaftsförderung, Raumplanung. Seite 9
10 Delegationen Die Gemeinderäte nehmen im Rahmen ihrer Ressorttätigkeit Einsitz in verschiedene Gemeindeverbände, denen die Gemeinde Niederrohrdorf angeschlossen ist. Gregor Naef Regionalplanungsverband Baden Regio, Forstbetrieb Reusstal Reto Grunder Abwasserreinigungsanlage Mellingen (Vorstand und technische Kommission), Kehrichtverwertungsanlage Turgi (Vorstand, Strategiegruppe, Finanzgruppe), Partnergemeinden AEW, IG West Martina Egger Kreisschule Rohrdorferberg, Musikschule Rohrdorferberg, Friedhofverband Rohrdorf, Mojuro Gisela Greder Zivilschutzorganisation Rohrdorferberg- Reusstal, Regionales Alterszentrum am Buechberg AG, Spitex Heitersberg Patrik Hitz Kreisschule Rohrdorferberg Wichtige Projekte Zu den wichtigsten im Berichtsjahr bearbeiteten Projekten gehören die nachfolgend genannten Geschäfte: Totalrevision BNO Die Gemeindeversammlung hat im Sommer 2015 einen Kredit für die Totalrevision der kommunalen Nutzungsplanung bewilligt. Die vom Gemeinderat eingesetzten Arbeitsgruppen hat sich auch im Berichtsjahr 2018 weiter intensiv mit der Totalrevision der BNO befasst. IT-Strategie Im Berichtsjahr wurde das letzte Teilprojekt der IT-Strategie, die Umsetzung der neuen Webseite, abgeschlossen. Kindergarten Mülirai Die Gemeindeversammlung hat im Juni 2017 einen Kredit für die Erweiterung der Gruppenräume KiGa Mülirai bewilligt. Die Erweiterungsarbeiten konnten im Berichtsjahr vollzogen und abgeschlossen werden. Schulraumplanung Die vom Gemeinderat für die Schulraumplanung eingesetzte Arbeitsgruppe hat im Berichtsjahr anhand der effektiv in die neuen Wohnüberbauungen zugezogenen Bevölkerung die Schülerprognose überarbeitet. Es hat sich gezeigt, dass nicht so viele Kinder zugezogen sind, wie erwartet wurde. Dies hat den Gemeinderat und die Schulpflege dazu veranlasst, aufgrund der geänderten Ausgangslage weitere Überlegungen anzustellen. Das Siegerprojekt "Jim Knopf" der ARGE Müller Mantel Architekten/Dario Wohler Architekten, Zürich, wurde daher noch nicht zur Projektreife weiterbearbeitet. Dadurch sind Projektverzögerungen entstanden, welche dazu führten, dass die Pavillons länger als geplant stehen bleiben mussten. Dies bewegte den Gemeinderat dazu, anlässlich der Wintergemeindeversammlung 2018 einen Verpflichtungskredit für den käuflichen Erwerb des Schulpavillons zu beantragen, welcher in der Folge bewilligt wurde. Die Schulraumplanung wurde im Weiteren Seite 10
11 vorangetrieben und dabei auch allfällige Synergiefragen abgeklärt. Kinderbetreuungsreglement (KiBeR) Am 1. August 2016 ist das Kinderbetreuungsgesetz (KiBeG) in Kraft getreten. Das Gesetz verpflichtete die Aargauer Gemeinden, ab 1. August 2018 ein bedarfsgerechtes Angebot an Kinderbetreuungseinrichtungen sicherzustellen und die Betreuungsplätze nach wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit der Erziehungsberechtigten zu subventionieren. In Niederrohrdorf bestand schon seit einigen Jahren ein Betreuungsangebot für Kinder im Schulalter, welches von der Gemeinde subventioniert wurde. Der Gemeinderat hat beschlossen, gestützt auf das neue Kinderbetreuungsgesetz sowie anhand der bisher gesammelten Erfahrungen, das Elternbeitragsreglement (EBR) komplett zu überarbeiten. Ende Dezember wurden die verschiedenen Ortsparteien, die Schulpflege sowie die Finanzkommission um Stellungnahme zum gemeinderätlichen Vorschlag gebeten. Sanierung und Neuvermietung der Liegenschaften Zentrum 3 und Oberdorfstrasse 14 Der Gemeinderat hat beschlossen, die gemeindeeigenen Liegenschaften Zentrum 3 und Oberdorfstrasse 14 sanft zu sanieren, so dass im ersten Halbjahr 2019 die Neuvermietung angegangen werden kann. Gegen Ende des Berichtsjahres wurden entsprechende Auftragsvergaben erteilt. Einbürgerungen Zusicherung Gemeindebürgerrecht Seit 1. April 2015 ist der Gemeinderat für die Zusicherung des Gemeindebürgerrechts von Niederrohrdorf zuständig. Im Berichtsjahr hat der Gemeinderat 5 Einbürgerungsgesuche (Vorjahr 8) mit total 10 (Vorjahr 14) Personen positiv beschlossen. Gesuchsprüfung Seit dem 01. Januar 2018 ist ein neues Einbürgerungsverfahren in Kraft getreten. Gemäss 11 des Gesetzes über das Kantons- und Gemeindebürgerrecht (KBüG) hat der Gemeinderat Erhebungen anzustellen, die für die Beurteilung der Einbürgerungsvoraussetzungen notwendig sind. Nebst der Erfüllung einer gewissen Aufenthaltsdauer haben die einbürgerungswilligen Personen diverse weitere Voraussetzungen zu erfüllen: Erfolgreiche Integration Eingebürgert werden kann nur, wer - mit den Lebensverhältnissen in der Schweiz, im Kanton und in der Gemeinde vertraut ist, - über ausreichende sprachliche und staatsbürgerliche Kenntnisse verfügt, - die Werte der Bundes- und Kantonsverfassung achtet, - die öffentliche Sicherheit und Ordnung beachtet, - am Wirtschaftsleben teilnehmen oder Bildung erwerben will, - die Gemeinde-, Kantons-, und Bundessteuern bezahlt hat. Die Gesuchsteller müssen grundsätzlich wirtschaftlich in der Lage sein, für ihren Lebensunterhalt selbstständig aufzukommen. Seite 11
12 Ausreichende sprachliche und staatsbürgerliche Kenntnisse Einbürgerungswillige ab vollendetem 16. Altersjahr haben die staatsbürgerlichen Kenntnisse mit einem Test unter Beweis zu stellen, welcher unter Aufsicht der Gemeindekanzlei zu erfolgen hat. Der Test kann eingesehen und geübt werden unter dem Link Die erforderlichen Sprachkenntnisse sind bundesrechtlich gemäss dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GER) wie folgt vorgegeben: A2 für schriftliche und B1 für mündliche Sprachkompetenzen. Der Nachweis für die Sprachkompetenzen gilt als erbracht, wenn die gesuchstellende Person Deutsch als Muttersprache spricht und schreibt, während mindestens fünf Jahren die obligatorische Schule in Deutsch besucht hat, eine Ausbildung auf Sekundarstufe II oder Tertiärstufe in Deutsch abgeschlossen hat oder über einen Sprachnachweis verfügt, der diese Sprachkompetenzen bescheinigt und der sich auf einen Sprachtest abstützt, der den allgemein anerkannten Qualitätsstandards für Sprachtestverfahren entspricht. Publikation Einbürgerungsgesuche werden im amtlichen Publikationsorgan (Bergpost) publiziert. Während 30 Tagen haben Einwohnerinnen und Einwohner Gelegenheit, dem Gemeinderat Hinweise zur Einbürgerung zu machen. Einbürgerungskommission Sofern die Voraussetzungen alle erfüllt sind, werden Einbürgerungswillige durch die Einbürgerungskommission zu einem Gespräch eingeladen, zur Prüfung der Kenntnisse über Niederrohrdorf sowie zum näheren Kennenlernen und Abklären der Integrität. Sofern auch das Einbürgerungsgespräch positiv verlaufen ist, beantragt die Einbürgerungskommission dem Gemeinderat dem Einbürgerungsgesuch auf kommunaler Ebene zuzustimmen. Verwaltung Die Verwaltung ist für die Umsetzung des operativen Tagesgeschäfts der Gemeinde verantwortlich. Die Organisation der Gemeindeverwaltung ist im Organigramm auf Seite 12 ersichtlich. Geschäftsleitung Die Geschäftsleitung steuert die operative Tätigkeit der Gemeindeverwaltung und koordiniert abteilungsübergreifende Prozesse. Sie ist zuständig für die Personalrekrutierung und überprüft laufend die Organisationsstrukturen der Verwaltung. Der Geschäftsleitung gehören der Gemeindeschreiber als Vorsitzender, der Leiter Abteilung Finanzen sowie der Bauverwalter an. Kompetenzdelegationen Im Berichtsjahr hat die Geschäftsleitung an 23 Sitzungen insgesamt 54 (Vorjahr 58) vom Gemeinderat delegierte Verfügungen erlassen. Seite 12
13 Beitragsgesuche Aufgrund der per 2018 eingeleiteten Sparmassnahmen wurde auf die Auszahlung von gemeinnützigen Beiträgen verzichtet. Qualitätsmanagement (QM) Das QM-System der Verwaltung umfasst die internen Dienstleistungsprozesse sowie die Führungsstrukturen von Gemeinderat und Verwaltung. Organigramm Personal Im Berichtsjahr waren folgende Personalwechsel zu verzeichnen. Eintritte - Lilian Mangold, Zustellweibelin Betreibungsamt (01. Januar) - Ursula Kohlweg, Sachbearbeiterin Steuern (01. März) - Colin Elsener, Berufslernender (6. August) - Andreas Tschümperlin, Hauswart (1. November) Austritte - Gina Stierli, Berufslernende/Sachbearbeiterin Kanzlei (30. September) Seite 13
14 - Mario Renold, Hauswart (31. Oktober) - Cornelia Gartmann, Raumpflegerin (31. Dezember) - Sonja Zehnder, Raumpflegerin (31. Dezember) Abteilungsleiter Die Abteilungsleiter treffen sich alle 14 Tage zur Besprechung. An dieser Sitzung, die immer am Dienstag nach den Gemeinderatssitzungen stattfindet, werden Informationen ausgetauscht und die Umsetzung der Gemeinderatsentscheide koordiniert und sichergestellt. Stand 31. Dezember 2018 waren einzelne Abteilungsleiter in ihren Berufs- Fachverbänden engagiert: - Hugo Kreyenbühl: Präsident Aarg. Gemeindeschreiberverband - Roger Fessler: Vorstandsmitglied Betreibungsbeamte Bezirk Baden Kanzlei Die Gemeindekanzlei koordiniert als Drehscheibe zwischen Bevölkerung, Gemeinderat und Verwaltung die Anliegen der verschiedenen Anspruchsgruppen. Die Mitarbeitenden bereiten die Beschlüsse des Gemeinderates und der Geschäftsleitung vor und stellen deren Umsetzung sicher. Bestattungsamt Das Bestattungsamt ist den Angehörigen von Verstorbenen bei der Organisation der Bestattung behilflich. Als erstes gilt es, Fragen im Hinblick auf die Beisetzung zu klären (Überführung, Kremation oder Erdbestattung, Wahl des Grabes, Zeitpunkt der Beisetzung usw.). Da die Gemeinden Niederrohrdorf, Oberrohrdorf und Remetschwil in einem Friedhofverband mit gemeinsamem Friedhof zusammengeschlossen sind, muss eine Bestattung immer unter den Gemeinden koordiniert werden. Im Berichtsjahr waren in den drei Verbandsgemeinden 76 (62) Todesfälle zu verzeichnen. Hinzu kommen 9 (3) auswärtige Verstorbene, welche auf dem Friedhof Rohrdorf bestattet wurden. Insgesamt mussten somit 85 Todesfälle bearbeitet werden. Das Bestattungsamt Niederrohrdorf hatte im Berichtsjahr 24 Todesfälle (28) zu verzeichnen. Die Mehrheit der Verstorbenen wurde kremiert und im Gemeinschaftsgrab beigesetzt. Inventuramt Nach dem Tod einer Person muss dem Inventuramt eine unterjährige Steuererklärung eingereicht werden. Sofern die Nachkommen und/oder ein Ehegatte die einzigen Hinterlassenen sind, ist die Hinterlassenschaft nicht erbschaftssteuerpflichtig. Setzen sich die Hinterbliebenen nur aus weiter entfernten Verwandten zusammen, müssen ein umfangreiches Steuerinventar sowie ein vollständiges Verzeichnis der gesetzlichen Erben erstellt werden. Beim Zivilstandsamt des Heimatortes werden die notwendigen Dokumente für das Erbenverzeichnis eingefordert. Das Erbrecht ist ab Art. 457 ff. ZGB geregelt. Bei Fehlen von Nachkommen und einem überlebenden Ehegatten, geht die Erbschaft an den elterlichen Stamm, das heisst an die Eltern, und sofern diese vorverstorben sind, an deren Nachkommen. Fehlt es auch an Erben Seite 14
15 des elterlichen Stammes, geht die Erbschaft an die Erben beider grosselterlichen Stämme (mütterlicher und väterlicher Seite). Im vergangenen Berichtsjahr musste die Gemeindekanzlei verschiedene umfangreiche Erbenverzeichnisse von Verstorbenen erstellen, welche weder Nachkommen noch Geschwister hatten. Nachdem diese Erben durch die amtlichen Dokumente festgestellt werden konnten, mussten noch deren Adressen ausfindig gemacht werden. Dieses Unterfangen, zum Teil erschwert durch Zivilstandsänderungen von beteiligten Personen, erwies sich als sehr zeitaufwändig. Der grosse Aufwand hat sich gelohnt: schlussendlich konnten sämtliche gesetzlichen Erben einwandfrei eruiert und das Steuerinventar korrekt abgeschlossen werden. Das Steuerinventar dient nicht der Erbteilung, sondern einerseits der Kontrolle, ob alle Vermögenswerte versteuert wurden und andererseits der korrekten Berechnung der Erbschaftssteuern der nicht erbschaftssteuerbefreiten Erben. Die eigentliche Erbteilung ist eine privatrechtliche Angelegenheit und muss im Kanton Aargau von den effektiven Erben oder einem eingesetzten Willensvollstrecker vollzogen werden. Raumvermietungen Die Räumlichkeiten der Gemeinde Niederrohrdorf werden durch die Gemeindekanzlei vermietet. Im Berichtsjahr wurde folgende Anzahl Benützungsbewilligungen an Privatpersonen erteilt: - Gemeindesaal: 32 (Vorjahr: 27) - Kollerhaus: 22 (Vorjahr: 21) Der Gemeindesaal wird während der Woche hauptsächlich für Anlässe durch Vereine, Schule und Gemeinde genutzt. Ausserdem fanden regelmässig Gymnastikstunden, die Mütter- und Väterberatung sowie das Seniorenjassen im Gemeindesaal statt. An vier Tagen pro Woche assen die Kinder der Tagesstrukturen im Gemeindesaal zu Mittag. Diese Möglichkeit wird von den Kindern sehr geschätzt, da das Kollerhaus nicht für alle Kinder, die die Tagesstrukturen besuchen, zum Zmittag genügend Platz hat. Das Kollerhaus beherbergt von Montag bis Freitag die Tagesstrukturen und kann jeweils abends ab Uhr und am Wochenende von Privatpersonen und Vereinen gemietet werden. Hundehaltung Für alle Hunde ab dem dritten Lebensmonat ist eine Hundetaxe von CHF 120 zu entrichten. Die Hundetaxe wird jährlich im Mai erhoben. Seit einigen Jahren wurde für das Inkasso auf Rechnungsstellung umgestellt. Von der Steuer befreit sind nur folgende Hunde, deren Einsatz nachgewiesen wird: Lawinenhunde, Flächen-/Geländesuchhunde, Diensthunde (Militär, Grenzwacht, Polizei), Blindenhunde. Alle Hunde müssen durch einen Tierarzt mit einem Mikrochip gekennzeichnet sein. Im Heimtierausweis ist die Mikrochipnummer ersichtlich. Hundehalter, welche ab 1. Januar 2017 einen Hund besitzen, benötigen keinen Sachkundeausweis mehr. Trotzdem wird der Besuch eines Hundeführerkurses auf freiwilliger Basis Seite 15
16 empfohlen. Beim Kantonalverband Aargauer Kynologen können die Details zu den Kursorten und Terminen abgefragt werden: Der Hund muss innert 10 Tagen bei der Wohngemeinde angemeldet werden. Bei der Anmeldung ist eine Kopie des Heimtierausweises abzugeben. Hundekot muss in Siedlungs- und Landwirtschaftsgebieten, sowie auf Strassen und Wegen aufgenommen und entsorgt werden. Der Gemeinderat büsst fehlbare Hundehalter mit einer Busse in der Höhe von CHF 100. Für Rassetypen, welche als "Hunde mit erhöhtem Gefährdungspotential" eingestuft werden, muss beim Kant. Veterinärdienst eine Halteberechtigung eingeholt werden. Folgende Hunderassen gehören dazu: (American) Pit Bull Terrier, American Staffordshire Terrier, Bull Terrier, American Bull Terrier, Staffordshire Bull Terrier, Rottweiler. Im vergangenen Jahr waren im Niederrohrdorf insgesamt 176 Hunde registriert. Im Vorjahr waren es 187 Hunde. Einwohnerdienste Einwohnerzahl Per 31. Dezember 2018 waren insgesamt 4'121 (Vorjahr 4'032) Einwohner bei den Einwohnerdiensten registriert, was einer Zunahme um 89 (Vorjahr: 272) Einwohnerinnen und Einwohner entspricht. Mit 83 Personen ist 1978 der grösste Jahrgang. Die älteste Einwohnerin ist 97 Jahre jung. Mutationen Im Berichtsjahr wurden 48 (46) Geburten, 24 (28) Todesfälle, 327 (429) Zuzüge und 264 (184) Wegzüge verzeichnet. Ausländeranteil Der Ausländeranteil von % (18,8 %) setzt sich aus Personen aus 58 (59) verschiedenen Nationen zusammen. Konfessionen Der römisch-katholischen Kirche gehören 1'568 Einwohner an. Vier Personen sind christ-katholisch, 844 Personen sind reformiert, 139 Personen sind muslimischer Konfession, 25 Personen sind neuapostolisch, 271 Personen gehören anderen Konfessionen an und 1'270 Personen sind konfessionslos. Ortsbürger Bei den Einwohnerdiensten sind 134 (135) Ortsbürger registriert. 135 (128) Einwohner haben das Gemeindebürgerrecht von Niederrohrdorf. Zivilstandsamt Die Gemeinde Niederrohrdorf ist dem Regionalen Zivilstandsamt Mellingen angeschlossen. Im Berichtsjahr haben sich in Mellingen 12 Brautpaare aus Niederrohrdorf vermählen lassen. Das Regionale Zivilstandsamt hat zudem vier Anerkennungen für Einwohner von Niederrohrdorf beurkundet und drei Namenserklärungen entgegengenommen. Das Regionale Zivilstandsamt Mellingen stellte im Berichtsjahr 578 Heimatscheine, 104 Familienscheine und 147 Personenstandsausweise aus. Insgesamt wurden Dokumente ausgestellt. Die Mitarbeitenden des Zivilstandsamts Seite 16
17 haben zudem 512 Ereignisse (Eheschliessungen, Geburten, Todesfälle usw.) beurkundet. SBB Tageskarten Die von den Einwohnerdiensten Niederrohrdorf im Auftrag der Gemeinden Bellikon, Künten, Nieder- und Oberrohrdorf, Remetschwil und Stetten verkauften SBB-Tageskarten, sind nach wie vor sehr beliebt. Im Jahr 2018 wurden mit insgesamt erfreulichen 1'330 Tageskarten etwas weniger Karten als im Vorjahr (1'379) verkauft. Im Jahr 2018 wurde somit eine sehr gute Auslastung von % (Vorjahr: %) der vier pro Tag zum Kauf angebotenen Tageskarten erzielt. Leider mussten auch im vergangenen Jahr festgestellt werden, dass einige Tageskarten reserviert, jedoch nicht abgeholt und somit auch nicht bezahlt wurden. Schade ist dies allemal, hätten doch womöglich andere Reisewillige diese Tageskarten gerne gekauft. Künftig werden Reservationen von Tageskarten, welche nicht abgeholt werden, in Rechnung gestellt. In den Monaten Juni, Juli und August konnten wohl infolge des herrlichen Sommers eine 100 %-ige Auslastung erzielt werden. Die tiefsten Auslastungen verzeichneten die Monate Februar, November und Dezember. Infolge verschiedener Preiserhöhungen der SBB in den vergangenen Jahren musste im Februar 2017 die Preise pro Tageskarte auf nach wie vor bescheidene CHF 45 erhöht werden. Seit 2016 verkauft die SBB ein Abo (1 x 365 Tageskarten) für CHF Dank der guten Auslastung musste der Preisaufschlag der SBB bisher nicht vollständig auf die Kunden abgewälzt werden. Zweigstelle SVA Gemäss Rapport der Sozialversicherungsanstalt SVA Aargau, sind folgende Anzahl Mitglieder bzw. Leistungsempfänger aus Niederrohrdorf registriert: Selbständigerwerbende 126 Nichterwerbstätige 100 Arbeitgeber Hausdienst 88 Altersrentner 345 IV-Rentner 49 Ergänzungsleistungen 61 Hilflosenentschädigungen 18 Bauverwaltung Das Berichtsjahr war für die Bauverwaltung ein in mancherlei Hinsicht bewegtes, intensives Jahr. Vielseitige und interessante Projekte waren zu bearbeiten. Auch wenn nicht mehr wie in früheren Jahren auf die grüne Wiese gebaut werden kann, so erneuern und verdichten sich die bereits überbauten Gebiete sukzessive. Man rückt wohnsituativ immer näher zusammen. Personal Die Pensen in der Bauverwaltung teilten sich im Berichtsjahr wie folgt auf: 160 Stellenprozente in der Bauverwaltung (100 % Bauverwalter, 60 % Stellvertreterin). Zudem werden seit 2017 Baugesuchsprüfungen sowie weitere Arbeiten Seite 17
18 zur Entlastung der Bauverwaltung ausgelagert. Die Auslagerung erfolgt einzelfallweise durch Beschluss des Gemeinderates. Das Bauamt ist mit 300 Stellenprozenten, das Team der Hausdienste (Hauswarte und Reinigungspersonal im Stundenlohn) mit 820 Stellenprozenten dotiert. Planung Planungsfragen beschäftigten die Bauverwaltung und die Ressortleiter: Die Gesamtrevision der Bau- und Nutzungsordnung wird weiterhin vorangetrieben, damit 2019 die öffentliche Mitwirkung und das Auflageverfahren durchgeführt werden kann. Speziell die Thematik der Zentrumsentwicklung (Erhalt der Vitalität und Steigerung der Attraktivität) bietet Potenzial. Ein wesentliches Resultat ist der behördenverbindliche Masterplan "Zentrum". Viel Arbeit bedeutet auch die Begriffsharmonisierung nach IVHB, die nach kantonaler Vorgabe in die Bauund Nutzungsordnung eingebaut werden muss. Im Bereich Egroareal wird seitens Egro Immo AG bereits eine Überarbeitung des Gestaltungsplans verlangt. Ein Spannungsfeld, muss die Gemeinde doch dafür sorgen, dass den öffentlichen Interessen gebührend Rechnung getragen wird. Auch die Schulsituation bewirkt Planungsschritte. Das Primarschulhaus Rüsler ist aufgrund der Prognosen bald zu klein. Eine Erweiterung scheint unausweichlich. Entsprechend befasst sich eine Arbeitsgruppe mit externer Fachbegleitung mit der strategischen Planung. Ein Architekturwettbewerb konnte durchgeführt werden und man weiss, dass der künftige Schulhausbau beim heutigen roten Platz positioniert wird. Auch die Kreisschule ist in Platznöten. Hier ist der Planungsvorlauf für die Schulraumerweiterung gestartet worden. Die Provisoriumsbauten werden weiterhin gebraucht und leisten gute Dienste. Hochbau 2018 bearbeitete die Bauverwaltung 44 Baugesuche (Vorjahr 43). Die Bausumme beträgt über alle Gesuche gesehen rund 30 Mio. Franken, was Beleg dafür ist, dass einige grössere Gesuche zu prüfen und zu bearbeiten waren. Die Gesamtbausumme liegt über dem langjährigen Durchschnitt, ein weiterer Beleg, dass von einer Abflachung der Bautätigkeit keine Rede sein kann. 17 Gesuche behandelte die Bauverwaltung im sogenannten vereinfachten Verfahren. Diese Gesuche können abschliessend durch die Bauverwaltung geprüft und bewilligt werden. Die Kompetenzdelegation ist ein Erfolgsmodell, denn der Gesuchsteller erhält die Bewilligung bei vollständigen Gesuchsakten innert Wochenfrist. Gesuche, die im ordentlichen Auflageverfahren zu bearbeiten sind, werden immer aufwändiger und aufgrund der Gesetzgebung komplexer. Liegenschaften Das Flachdach über dem Gemeindesaal wurde im ersten Quartal 2018 einer Gesamtsanierung unterzogen. Auch sonst häufen sich die Unterhaltsaufwendungen, was aber angesichts des zunehmenden Alters und der intensiven Nutzung normal ist. Die neu zugekauften Liegenschaften Zentrum 3 und Oberdorfstrasse 14 befinden sich zum Jahreswechsel Seite 18
19 2018/19 in einer Sanierungsphase. Die Räumlichkeiten werden 2019 vermietet. Schulbauten Bei den Kindergärten Clemenz und Mülirai konnten die Erweiterungsarbeiten für die Gruppenräume abgeschlossen werden. Tiefbau Die Sanierung der Zweierestrasse und des Grabemattweges konnten abgeschlossen worden. Auch der Staretschwilerbach ist saniert, was ein sehr wichtiger Schritt hin zu umfassendem Hochwasserschutz für das Gemeindegebiet darstellt. Die Hochwasserkarte des Kantons ist in der Folge angepasst worden, was bewirkt, dass in fast allen Teilen des Baugebietes bei Neu- und Umbauten keine speziellen Hochwasserschutzmassnahmen mehr gebaut werden müssen. Umwelt Allgemein sind Belastungen von Gewässern, Luft und Boden auch für eine kommunale Bauverwaltung ein Dauerthema. Darunter gehören die Beratung von Privatpersonen, die Bearbeitung von Immissionsklagen oder Arbeiten im Bereich der Altlastenproblematik. Auch Littering und/oder Sprayereien sind ernsthafte Umweltbelastungen. Leider sind auch in diesem Bereich Sonderaufwendungen nötig, um Verschandelungsversuchen und achtlosem Wegwerfen von Abfällen entschlossen entgegentreten zu können. Auch der sparsame und umweltbewusste Verbrauch von Auftausalz im Rahmen des Winterdienstes ist ein Thema, welchem z.b. mit dem Einsatz moderner Salzstreuer die nötige Beachtung geschenkt wird. Betreibungsamt Am 21. Oktober 2014 wurden die bisher separat geführten Betreibungsämter Niederrohrdorf, Fislisbach, Stetten und Tägerig zum Regionalen Betreibungsamt Heitersberg-Reusstal mit Sitz in Niederrohrdorf fusioniert. Die Arbeiten des Regionalen Amtes werden seit mit einem Personalbestand von 400 Stellenprozenten erledigt. Gesamthaft wurden im Jahr 2018 total 3'608 neue Betreibungsverfahren eingeleitet, was gegenüber dem Vorjahr einer Abnahme von 117 Verfahren (- 3,14 %) entspricht. Die Gebühreneinnahmen belaufen sich auf CHF Dies entspricht einer Abnahme gegenüber dem Vorjahr von CHF (- 7,02 %). Etliche Krankenkassen haben nicht mehr quartalsweise, sondern nur noch zweimal pro Jahr betrieben, was nebst weiteren Gründen zu obig aufgeführter Abnahme beitrug. Aufgrund der aktuellen Zahlen und der Übernahme des Betreibungsamtes Künten, muss für das Betreibungsamt Heitersberg-Reusstal im Jahr 2019 wieder mit einer stark steigenden Anzahl Betreibungen gerechnet werden, was mit dem Stellenplan von 400 % zu bewerkstelligen sein wird. Mit einer 100 %-Stelle können jährlich 800 bis max. 1'000 Betreibungsfälle seriös bearbeitet werden. Mit diesem Stellenpensum können auch bei Seite 19
20 komplexeren Fällen tiefere Abklärungen (Bankkonti, Steuerakten etc.) getätigt werden, was zu höheren Schuldnerzahlungen führt. Abteilung Finanzen Personelles Die Abteilung Finanzen hat im Berichtsjahr weder im Bereich der Stellenpensen (aktuell 200 %) noch bei den Mitarbeitern gegenüber dem Vorjahr eine Veränderung erfahren. Bilanzprüfung Seit dem 1. Januar 2018 wird die Bilanzprüfung der Jahresrechnungen neu durch die Firma Hüsser Gmür und Partner AG durchgeführt. Die Zusammenarbeit ist sehr professionell und funktioniert bestens. Zahlen und Fakten Die Steuereinnahmen für das Jahr 2018 liegen mit einem Nettoertrag von CHF um rund CHF über dem budgetierten Betrag. Allein bei den Einkommens- und Vermögenssteuern liegen die Mehrerträge bei CHF In der Budgetphase wurde bei den Einkommens- und Vermögenssteuern für das laufende Jahr bis Ende 2018 mit einer Einwohnerzahl von gerechnet; per Stichtag hatten Personen ihren Wohnsitz in Niederrohrdorf. Dank der besseren Steuerkraft pro Kopf von rund CHF (Budget CHF 2 350) ergibt dies Mehreinnahmen von knapp CHF Zudem liegen auch die Nachträge (aus Steuererklärungen 2017 und älter) CHF über dem Budget. Die Gewinn- und Kapitalsteuern der juristischen Personen weisen Mehrerträge von CHF auf. Mit 12,85 % liegen die Steuerausstände um 1,8 % unter dem kantonalen Durchschnitt und haben sich im Vergleich zum Vorjahr (11,53 %) leicht erhöht. Der tiefste Wert im Kanton Aargau liegt bei 4.89 % (Vorjahr 6.33 %). Bezüglich der detaillierten Ausführungen zur Jahresrechnung 2018 wird auf das Geschäft in der Broschüre zur Gemeindeversammlung verwiesen. Kreditabrechnungen Im Jahr 2018 wurden dreizehn Kreditabrechnungen erstellt, wovon acht an der Wintergemeindeversammlung vom 23. November 2018 verabschiedet wurden: Tanklöschfahrzeug Feuerwehr Rohrdorf Sanierung Römerweg Sanierung Zelglistrasse Sanierung Weiherweg Sanierung untere Loonstrasse Radweg Niederrohrdorf-Mellingen Stützmauer Holzrüti Kindergarten Allegro Die restlichen fünf Abrechnungen werden noch durch die Finanzkommission geprüft und sollen den Gemeindeversammlungen 2019 vorgelegt werden: IT-Strategie Erweiterung Gruppenräume Kindergarten Clemenz Erweiterung Gruppenräume Kindergarten Mülirai Teilausbau Obere Loonstrasse und Rotrischweg Seite 20
21 Sanierung Loorenstrasse Süd Offen sind zurzeit noch folgende Verpflichtungskredite, wobei die ersten drei im Jahr 2019 abgeschlossen werden können: Hochwasserschutz Staretschwiler- Bach GEP 2.0 Sanierung Zweierestrasse, Grabemattweg Gesamtrevision Nutzungsplanung Erweiterung Primarschule Sanierung Bremgartenstrasse/Oberdorfstrasse Abteilung Steuern Gemäss Stand Steuerregister vom sind für die Steuerperiode 2018 insgesamt (2 394) ordentliche Steuererklärungen zu bearbeiten. Die Anzahl setzt sich im Detail wie folgt zusammen: Die Mehrheit stellen die unselbständig Erwerbenden mit Personen (Vorjahr 2 123) dar, gefolgt von 153 (161) selbständig Erwerbenden, 63 (54) sekundär Steuerpflichtigen, 34 (42) unterjährigen Steuerpflichtigen sowie 13 (14) Landwirten. Veranlagungsstand Bis Ende des Berichtsjahres wurden seitens des Gemeindesteueramtes 84.3 % (86.0 %) der einzureichenden Steuererklärungen 2017 fertig bearbeitet, womit die Vorgaben des Kantonalen Steueramtes von 73.8 % (73.4 %) wiederum klar übertroffen wurden. Pendenzen Für die Vorperioden 2016 und früher waren Ende Jahr noch 96 (83) definitive Veranlagungen ausstehend. Das Gemeindesteueramt setzt seine Priorität in die Abarbeitung dieser Fälle und ist bemüht, die Anzahl weiterhin gering zu halten. In vielen Fällen kann eine Steuerveranlagung nicht vollständig anhand der durch die Steuerpflichtigen eingereichten Unterlagen erfolgen. Vielfach sind zusätzliche telefonische oder schriftliche Abklärungen sowie zusätzliche Unterlagen für eine korrekte Veranlagung erforderlich. Im Berichtsjahr wurden 610 (537) schriftliche Aktenergänzungen erstellt und weitgehend erledigt. Jeder vierte Steuerpflichtige erhielt damit eine mehr oder weniger umfangreiche Aufforderung, zusätzliche Unterlagen einzureichen. Neue Steuerapplikation Im Jahr 2018 durften sich die Gemeindesteuerämter des Kantons Aargau erstmals auf einer Testumgebung der neuen Steuerapplikation VERANA3 versuchen, welche gestaffelt von Anfang Februar bis Mitte März 2019 eingeführt werden soll. Einerseits um sich an die neue Benutzeroberfläche zu gewöhnen, andererseits um die Applikation auf Herz und Nieren zu testen. Beim Testen festgestellte Mängel sollen dann bis zur Einführung behoben sein. Mahnungen/Strafbefehle Die Möglichkeit, die Frist zur Einreichung der Steuererklärung auf vielerlei Arten zu beantragen (u.a. telefonisch, via oder am einfachsten und bequemsten Seite 21
22 direkt via Internet mit persönlichem Code) wurde wieder häufiger genutzt. Erfreulicherweise mussten im Berichtsjahr die Steuerpflichtigen daher in weniger Fällen (140 (Vorjahr 154)) eingeschrieben aufgefordert werden, ihre Steuererklärung einzureichen. Trotzdem musste leider wiederum eine verhältnismässig grosse Anzahl Steuerpflichtige wegen Nichteinreichung der Steuererklärung gebüsst werden. In 57 (48) Fällen musste ein Strafbefehl ausgestellt werden. Steuerhinterziehung Im Berichtsjahr wurden 11 (Vorjahr 7) Fälle wegen vollendeter Steuerhinterziehung zur Durchführung eines Nachsteuerverfahrens an das Kantonale Steueramt weitergeleitet. Bei 7 (4) Fällen handelt es sich um Selbstanzeigen, welche unter be- stimmten Voraussetzungen straffrei abgehandelt werden können und lediglich die geschuldeten Nachsteuern inkl. Verzugszinsen zur Folge haben. Steuerkommission Die Gesamtsteuerkommission trat zu 2 (2) Sitzungen zusammen, an denen sie über insgesamt 11 (12) Einsprachen gegen die Steuerveranlagungen zu befinden und 16 (17) besondere Veranlagungen vorzunehmen hatte. Verstärkung des Teams Am 1. März 2018 nahm Ursula Kohlweg, 1980, wohnhaft in Künten, ihre Tätigkeit als Sachbearbeiterin Steuern mit einem 20 %-Pensum auf. Davor war sie 10 Jahre in einer anderen Aargauer Gemeinde, ebenfalls auf dem Steueramt, tätig. Für das Gemeindesteueramt sind nun zwei Vollzeitstellen sowie eine Teilzeitstelle im Einsatz. Arbeitsjubiläum Am 1. Februar 2018 durfte Manuel Hüsser, Leiter der Abteilung Steuern, sein 10-jähriges Arbeitsjubiläum feiern. Regionalpolizei Seit über zehn Jahren ist die Regionalpolizei Rohrdorferberg-Reusstal für die lokale Sicherheit in den 10 Vertragsgemeinden zuständig. In diesen Jahren hat sich die Regionalpolizei stets weiterentwickelt. Einbrüche In den letzten drei Monaten des Jahres 2018 wurden im Einsatzgebiet der Regionalpolizei Rohrdorferberg-Reusstal 41 Einbrüche in Wohn- und Geschäftsbereiche verzeichnet. Dies, obwohl die sichtbare Präsenz in den Wohnquartieren nochmals gesteigert wurde. Oftmals erhält die Regionalpolizei Meldungen über verdächtige Feststellungen viel zu spät. Viele Bürger teilen ihre Beobachtungen erst am nächsten Tag zu Bürozeiten mit oder haben Hemmungen, den Polizeinotruf zu wählen. Einbrecherinnen und Einbrecher wollen unbemerkt und so schnell wie möglich ihren Einbruch durchführen. Umso wichtiger ist es, die Polizei sofort über verdächtige Feststellungen zu informieren. Im Rahmen der Verminderung von Straftaten patrouillierte die Regionalpolizei im Jahr 2018 täglich in den zehn Gemeinden. Wichtiges Element ist die sichtbare Polizeipräsenz auch ausserhalb der ordentlichen Büroöffnungszeiten. Regelmässige Frühpatrouillen und tägliche Seite 22
23 Spätpatrouillen runden die verstärkte Polizeipräsenz an Werktagen ab. An den Wochenenden wird zusätzlich patrouilliert. Die Einsatzstunden für jede Gemeinde enthalten, neben der normalen Patrouillentätigkeit, alle Piketteinsätze ausserhalb der ordentlichen Dienstzeit, Erledigung von Rechtshilfegesuchen, Geschwindigkeitskontrollen, Nachtparkkontrollen usw. Im Jahr 2018 betrug die uniformierte Präsenz in den Vertragsgemeinden 44.5 % der Netto-Arbeitszeit (Vorjahr 43 %). Einsätze 888 Mal (922) wurde die Regionalpolizei im Berichtsjahr durch die Einsatzzentrale der Kantonspolizei Aargau zu Einsätzen aufgeboten. Häusliche Gewalt Häusliche Gewalt ist kein neuzeitiges Phänomen. Schon immer gab es in Beziehungen Probleme, die mit Gewalt gelöst wurden. Als es im Jahre 2002 in Schöftland zu einer tödlichen Auseinandersetzung im Bereich der Häuslichen Gewalt kam, erlangte die Thematik eine ganz neue Dimension. Seither gilt der Slogan: Nicht nur schlichten, sondern auch darüber berichten. Bei den Interventionen der Regionalpolizei Rohrdorferberg- Reusstal stand immer der Opferschutz an erster Stelle. Zusammen mit der Kantonspolizei sorgte man dafür, dass die Täterschaft zur Verantwortung gezogen wurde. Im Berichtsjahr musste die Regionalpolizei zu 108 Fällen (Vorjahr 58) wegen häuslicher Gewalt ausrücken. Acht dieser Einsätze wurden in Niederrohrdorf geleistet (Vorjahr 6). Geschwindigkeitskontrollen Mit 237 Kontrollen (Vorjahr 250) wurden während 438 Stunden (444) insgesamt ( ) Fahrzeuge überprüft (9 997) Lenker waren zu schnell unterwegs, was einer Übertretungsquote von 10 % (8,5 %) entspricht. In Niederrohrdorf wurden 33 (41) Kontrollen vorgenommen, mit einer Übertretungsquote von 9.4 % (8,8 %). Verkehrsinstruktion Im Team der Verkehrsinstruktion gab es im laufenden Jahr personelle Veränderungen. Zu den bewährten Instruktoren Jörg Anthamatten und Corinne Barth, stiess neu der auf diesem Gebiet erfahrene Dario Venturini zum Team hinzu. (Dario Venturini, Jörg Anthamatten, Corinne Barth) Jörg Anthamatten ist für die Gemeinden Fislisbach, Oberrohrdorf und Niederrohrdorf, Dario Venturini für Bellikon, Remetschwil, Stetten, Tägerig und Mägenwil, Corinne Barth für Mellingen und Wohlenschwil verantwortlich. Während insgesamt 446 Stunden (Vorjahr 386) unterrichteten die Instruktoren in den zehn Vertragsgemeinden. Seite 23
24 Ferienpass Der Ferienpass "Ein Tag bei der Regionalpolizei" fand auch 2018 grossen Anklang bei Kindern der Gemeinden Fislisbach und Mägenwil. Polizeiposten, Fahrzeugpark und Polizeiausrüstung waren spannende Anschauungsobjekte. Anklang fand auch die Lektion betreffend "Toter Winkel". Fahrräder 20 Fahrräder (Vorjahr 28) sind als gestohlen gemeldet und zur Fahndung ausgeschrieben worden. Im gleichen Zeitraum hat die Polizei 61 (48) herrenlose Velos eingesammelt. Davon konnten bis Ende Jahr 4 (4) Fahrräder an die Besitzer vermittelt werden. Unter sind Fotos der herrenlosen Fahr- und Motorfahrräder aufgeschaltet. Fundbüro Im Jahr 2018 wurden insgesamt 75 Gegenstände (Vorjahr 71) als vermisst gemeldet und 85 (97) Fundgegenstände am Schalter abgegeben. Davon konnten 55 (50) Artikel den Besitzern wieder ausgehändigt werden. Homepage Mitte Jahr wurde die neue Homepage, welche in Eigenregie erstellt wurde, aufgeschaltet. Unter findet man wichtige Hinweise, Formulare und Neuigkeiten. Die Homepage soll Anlaufstelle für Informations-Nachfrager sein. Die Auswertung ergab, dass die Seite pro Monat ca. 750 Mal besucht wird. Dies sind täglich durchschnittlich 25 Personen, die sich via Homepage informieren. Personelles Die Regionalpolizei Rohrdorferberg- Reusstal hatte vier Kündigungen zu verzeichnen. Eine vakante Stelle wurde mit einem Aspiranten besetzt, welcher zurzeit in Hitzkirch die Polizeischule besucht. Weiter wurde die Repol mit zwei erfahrenen Polizisten, die sich beide hervorragend ins Team integrierten, verstärkt. Dank grosser Einsatzbereitschaft und einigen Zusatzschichten, konnte der personelle Unterbestand überbrückt werden. Fahrzeugersatz Der in die Jahre gekommene BMW X3 musste ersetzt werden. Die Reparaturkosten hätten den Wert des Fahrzeuges mit einer Laufleistung von 220'000 km bei weitem überschritten. Angeschafft wurde ein Volvo XC90 mit Hybridmotor. Auf dem Papier verbrennt der Volvo nur 2,1 Liter Benzin auf 100 km und kann 50 Kilometer lang rein elektrisch fahren. Rechtshilfegesuche Im vergangenen Jahr sind 606 Rechtshilfegesuche (Vorjahr 804) von auswärtigen Amtsstellen durch die Regionalpolizei erledigt worden. Hauptsächlich waren dies Anhaltungen mit Zuführungen an das Betreibungsamt, Anzeigeeröffnungen an andere Amtsstellen, Kontrollschildereinzüge, Berichte, Zustellungen, Einbürgerungsgesuche, Mietausweisungen usw. Unentgeltliche Rechtsauskunft Der Aargauische Anwaltsverband hat in Niederrohrdorf im Jahr 2018 insgesamt 10-mal unentgeltliche Rechtsauskunft erteilt. Es haben 56 Personen (Vorjahr 39) Seite 24
25 von diesem Angebot Gebrauch gemacht, davon waren 38 (27) Personen aus Niederrohrdorf. Die meisten Fragen wurden zum Zivilrecht (Ehe-, Erb-, Familien- und Sachenrecht) gestellt, gefolgt von Obligationenrecht, Arbeits- und Mietrecht sowie Ausländerrecht, Schuldbetreibungs- und Konkursrecht und Strafrecht. Werke Wasser Die Zahl der Rohrbrüche hielt sich auf tiefem Vorjahresniveau. Das ist darauf zurück zu führen, dass die Gemeinde die bekanntermassen schlecht verbauten, lochfräsigen Leitungen sukzessive erneuert, in aller Regel im Rahmen einer Gesamtsanierung. Bei den privaten Hauszuleitungen besteht hier noch grosses Potenzial. Das zeigt sich an der konstant hohen Zahl an Rohrbrüchen. Erwähnenswert ist die Tatsache, dass die Wasserverluste dank einer Permanent- Netzüberwachung sehr gering sind. Die im Netz verteilten "Logger" melden auch sehr kleine Verluste ans Leitsystem, sodass der Brunnenmeister aufgrund der Übermittlungsdaten das Leck orten kann und weiss, wo sich eine Reparatur aufdrängt. Verluste von unter 5 % sind ein Spitzenwert. Abwasser Das Projekt "Generelle Entwässerungsplanung 2. Generation (GEP2)" ist gut vorangekommen und der Kanton prüft die Erkenntnisse werden die Massnahmen aufgezeigt und anschliessend erfolgen prioritätengerecht die Umsetzungen. In den Untergrund infiltrierendes Schmutzwasser gefährdet das Grundund Trinkwasservorkommen. Entsprechend sind die Gemeinden im Allgemeinen, aber speziell jene, die wie Niederrohrdorf über grösseren Grundwasserspeichern liegen, gefordert, akribisch darauf zu achten, dass die Abwasserleitungen und Schächte dicht sind. Auch hier gilt, was bei den Trinkwasserleitungen ebenfalls richtig ist: Die privaten Leitungen stellen genauso ein Risiko dar wie die öffentlichen. Also müssen alle Abwasserleitungen im Rahmen von Gesamtsanierungen einerseits, aber auch bei privaten Bauvorhaben, genau untersucht und gestützt auf die Gewässerschutzgesetzgebung saniert oder ersetzt werden. Schule Primarschule Seit Beginn des Schuljahres im August 2018 obliegt die Gesamtschulleitung Anneli Rash, die Stufenschulleitung Kindergarten Stephanie Weber. Beide blickten zum Abschluss des Kalenderjahres 2018 auf fünf interessante, aber auch herausfordernde Monate seit Stellenantritt zurück. Schulführung Primarschule Die Einarbeitungsphase war verbunden mit der Abarbeitung von vielen Pendenz- Seite 25
26 en in den Bereichen Administration und Schulführung liegengeblieben aufgrund fehlender Kontinuität in der Schulführung und der Vergabe von "kleinen Pensen ad Interim" bis zur jetzigen Stellenbesetzung. Eine klare Priorisierung der Aufgaben und Tätigkeiten war daher von Beginn an unerlässlich. Zugleich war es vordringliche Aufgabe, das Team kennenzulernen, Vertrauen aufzubauen, Teamkultur und Arbeitsklima nachzuvollziehen und erste Ansatzpunkte für Veränderungen (Optimierungen) zu erkennen. Ein grosser Dank gebührt in diesem Zusammenhang Maria Kley, die die Schulleitung dank ihrer langjährigen Erfahrung in der Schulverwaltung hervorragend unterstützen konnte. Folgende Tätigkeitsschwerpunkte galten für die Schulleitung in der Einarbeitungsphase als prioritär: In den Job starten, alle relevanten Personen kennenlernen, Erwartungen klären und "arbeitsfähig" werden. Schulklima kennenlernen, Vertrauen aufbauen präsent sein. Kennenlernen der Organisation und Erkennen von Herausforderungen. Anknüpfung an Bewährtes; Veränderungen planen und im weiteren Verlauf gemeinsam mit dem Team umsetzen. Rückblickend ist festzuhalten, dass die für die Einarbeitungsphase gesetzten Ziele vollumfänglich erreicht wurden und so die Basis für das Planen von Veränderungen und eine nachhaltige Schulentwicklung gelegt werden konnte. Bereits Ende des Jahres konnte der Fokus gezielt auf das Kerngeschäft der Schule und Ansätze für die Weiterentwicklung gelegt werden. Beobachtungen der Schulleitungen, Erkenntnisse aus vielen Gesprächen mit Lehrpersonen und Eltern sowie einer internen Evaluation zeigen Optimierungs-/Handlungsbedarf in verschiedenen Bereichen, die im Folgenden aufgeführt werden: Aufbau eines funktionierenden Qualitätsmanagements Das Qualitätsmanagement strukturiert und steuert die Aktivitäten, welche die Schule unternimmt, um ihre Qualität zu erhalten und zu entwickeln. In den vergangenen Jahren fanden im Rahmen des Qualitätsmanagements keine ausgewiesenen Massnahmen statt. Um zu verstehen, an welchem Punkt sich die Primarschule Niederrohrdorf in Sachen Schul- und Unterrichtsqualität befindet, hat die Schulleitung verschiedene Massnahmen geplant und bereits teilweise umgesetzt. Als Meilensteine sind hier zu verzeichnen: Umfassende Selbstdeklaration zu den unterschiedlichen Bereichen, auf denen ein funktionierendes Qualitätsmanagement basiert Reaktivierung der "Q-Gruppe", die sich mit der Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung an unserer Schule befasst Interne Evaluation mit anschliessender Stärken-Schwächenanalyse Seite 26
27 Interne Evaluation der Schul- und Unterrichtsqualität (Nov./Dez. 2018) Mit dem Ziel einer Standortanalyse für die derzeitige Schul- und Unterrichtsqualität der Primarschule hat die Schulleitung Ende November/Anfang Dezember eine interne Evaluation durchgeführt. Mittels Online-Befragung wurden Lehrpersonen, Eltern und auch die Schüler der Mittelstufe zu verschiedenen Aspekten des schulischen Alltags befragt. Der Rücklauf von 35 Prozent bei den Eltern in Kombination mit den Feedbacks aus den Klassen sowie von allen Lehrpersonen ermöglicht es, ein gut abgestütztes Fazit aus der Umfrage zu ziehen. Die Ergebnisse zeigen mehrheitlich ein sehr positives Bild auf. Die Aussagen der Befragten geben Auskunft über die Gestaltung des Zusammenlebens, das Lehrund Lernarrangement im Unterricht sowie über die lernprozessbezogene Begleitung der Kinder. Die mehrheitlich guten bis sehr guten Rückmeldungen sind als Würdigung des Lehrerkollegiums zu verstehen, das in den vergangenen Jahren ohne kontinuierliche Schulführung ein hohes Mass an Professionalität aufrechterhalten konnte. Unabhängig davon bietet die Evaluation aber auch die Möglichkeit, die eigene tägliche Arbeit besser zu verstehen und "Knackpunkte" der Schule und des Unterrichts zu erkennen. Nun gilt es, sich im Team darüber zu verständigen, gemeinsame Zielvorstellungen zu erarbeiten und entsprechende Massnahmen abzuleiten. Die Umsetzung und Wirkung getroffener Massnahmen wird im kommenden Schul- jahr aufs Neue intern evaluiert, getreu dem Grundsatz: Nach der Evaluation ist vor der Evaluation! Externe Evaluation der Primarschule Niederrohrdorf Im Rahmen einer kantonalen Massnahme zur Qualitätssicherung und -entwicklung wird die Primarschule Niederrohrdorf im kommenden Frühjahr von Fachpersonen der Fachhochschule Nordwestschweiz besucht. Im Rahmen dieses Schulbesuchs vom Mai 2019 werden Interviews mit Vertretungen aller Schulangehörigen (Schulleitung, Schulpflege, Kollegium) geführt, Unterrichtslektionen beobachtet und Dokumente analysiert. Im Vorfeld des Schulbesuches hat die Schulleitung u. a. auf Basis der oben angeführten internen Evaluation ein Portfolio inklusive Stärken- und Schwächenanalyse erstellt. Schulprogramm Die Primarschule Niederrohrdorf verfügte bei Stellenantritt der Schulleitung über kein gültiges Schulprogramm. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass die Legislaturziele der Schulpflege, aus denen ein Schulprogramm i.d.r. resultiert, erst auf Basis der ESE-Ergebnisse zum Ende des Schuljahres 2018/19 endgültig definiert werden. Gleichwohl sollte die Zeit bis dahin nicht ungenutzt verstreichen. Den Strategieplanungstag am 23. November 2018 nutzten die Schulpflege und Schulleitung, um aus bereits jetzt erkanntem Handlungsbedarf relevante Themen und Handlungsfelder abzuleiten. Die Schulführung hat sich dabei auf wenige The- Seite 27
28 men beschränkt (Lernformen, Rolle und Haltung der Lehrpersonen, Umgang mit Heterogenität, Beurteilung, Elternmitarbeit), um Ende des Schuljahres das Schulprogramm auf Basis der bis dahin definierten Legislaturziele endgültig ausgestalten zu können. Das Thema Neuer Aargauer Lehrplan (NALP) ist kantonal vorgegeben und die Vorbereitung/Umsetzung desselben wird ohnehin Eingang in das Schulprogramm finden. Die Erstfassung des Schulprogramms ist an der Schulpflegsitzung am 22. Januar 2019 vorgestellt worden. Schulleben Die Schulgemeinschaft zeichnet sich durch eine wertschätzende Teamkultur sowie eine konstruktive Zusammenarbeit der Lehrpersonen im Team aus. Die Lehrpersonen der Parallelklassen pflegen einen regen Austausch, aber auch stufenübergreifende Projekte finden Platz. Immer wieder nutzt die Schulleitung die Gelegenheit, in die Klassen zu gehen, Blitzlichter einzufangen, motivierte Schülerinnen und Schüler zu sehen. Auch finden neben dem alltäglichen Unterricht auf allen Stufen viele zusätzliche Programme und Rituale statt, die von Seiten der Lehrpersonen immer einen besonderen Aufwand erfordern, so etwa die Herbstwanderung, Räbeliechtli-Umzug und Lichterfest, Chlauslauf, Kindergarten im Wald, Besuche von Museen und vieles mehr. Die Aufgabenhilfe wird sehr gut besucht. Als Herausforderung werden hierbei zum einen die begrenzten Räumlichkeiten, zum anderen ein Mangel an Betreuern wahrgenommen. Generationen im Klassenzimmer (GiK): Seit vielen Jahren führt die Primarschule Niederrohrdorf ein generationenübergreifendes Angebot durch die Bereicherung auf der Beziehungsebene ist für alle Beteiligten und unser Schulleben deutlich spürbar. Auch in diesem Jahr ist es gelungen, weitere Seniorinnen und Senioren für Einsätze im Klassenzimmer zu gewinnen. (Das Adventssingen in der Primarschule ist eines der vielen Rituale in der Weihnachtszeit.) Seite 28
29 Kindergarten In Niederrohrdorf gibt es im Schuljahr 2018/19 sechs altersdurchmischte Kindergartenabteilungen an drei verschiedenen Standorten (Mülirai, Dorf und Clemenz). Insgesamt besuchen 93 Kinder den Kindergarten Niederrohrdorf. Die Einarbeitungsphase der Stufenschulleiterin war geprägt von folgenden Schwerpunkten: Kennenlernen der 6 Kindergartenabteilungen: Klima in den Klassen, Unterrichtsqualität Personalführung: Rollenwechsel von der Lehrerkollegin zur Vorgesetzten Vertrauensaufbau Überblick erhalten über alle jährlich wiederkehrenden Aufgaben Einarbeitung in kindergartenspezifische Themen, Herausforderungen erkennen Festigung innerhalb der Schulführung: gegenseitiges Kennenlernen, Setzen erster Entwicklungsschwerpunkte, Weiterbildungsplanung, Einstieg ins Qualitätsmanagement Kontaktaufnahme und Kennenlernen diverser Stellen und Personen, welche mit der Schule Niederrohrdorf verknüpft sind Als Fazit dieser ersten Monate kann festgehalten werden, dass die gesteckten Ziele des ersten Semesters vollumfänglich erreicht wurden. Aktuelle Situation in den Kindergartenabteilungen In allen sechs Kindergartenabteilungen wird ein guter bis sehr guter Unterricht abgehalten. Alle Kindergärtnerinnen sind gut ausgebildet und fördern die Kinder stufengerecht mit Wohlwollen, Geduld, klaren Regeln, zielgerichtet und mit einem grossen persönlichen Engagement. Der Unterricht ist lehrplankonform und modern. Die Klassen der Kindergärten Mülirai sind stärker belastet als jene der Kindergärten Clemenz und Dorf. Sehr junge Kinder, Kinder aus teilweise bildungsfernen Elternhäusern und Kinder mit einem sehr hohen Fremdbetreuungsanteil stellen grosse Herausforderungen für die Kindergärtnerinnen dar. Der Austausch unter den Kindergartenlehrkräften ist intensiv. Eine gemeinsame Haltung nach Innen und Aussen wird angestrebt und in grossen Teilen bereits umgesetzt. Nebst dem regulären Unterricht finden auch zahlreiche klassen- und stufenübergreifende Projekte statt. Als Besonderheit zu erwähnen ist auch der regelmässige Kindergartenunterricht im Wald. Herausforderungen des Kindergartens Der spätere Stichtag vom 31. Juli sowie gesellschaftliche Veränderungen (hoher Fremdbetreuungsanteil der Kinder, früher z.t. übermässiger Kontakt mit Medien sowie weniger taktile Erfahrungen, spielen und bewegen in der Natur) haben das Berufsbild der Kindergartenlehrpersonen verändert. Neu sind die Lehrpersonen mit folgenden Themen konfrontiert: Kinder, welche sich nicht selbständig an- und ausziehen können, Kinder, welche in Grundfertigkeiten wie Schneiden und Kleben noch Seite 29
30 gänzlich unerfahren sind, Kinder, welche den WC-Gang noch nicht selbständig meistern können und überforderte Kinder, welche den zu hohen Fremdbetreuungsanteil nicht gut verkraften. Mehrere Kinder benötigen eine 1:1-Betreuung. Dafür sind jedoch zu wenig Ressourcen vorhanden. Mit dem Kindergarten-Obligatorium ist der Kindergarten zu einem Auffangbecken für alle Kinder im entsprechenden Alter geworden. Es fehlen flächendeckende Strukturen für Familien mit Kleinkindern im Vorkindergartenalter, wo Auffälligkeiten in der Entwicklung systematisch erfasst werden und bei Bedarf Unterstützung geboten wird. Insbesondere ausländische Familien aus einem bildungsfernen Umfeld sind hier betroffen. Umbau Kindergarten Mülirai Der Kindergarten Mülirai wurde im Sommer 2018 saniert und erhielt zusätzlich neue Gruppenräume. Die Umbauarbeiten konnten im Herbst erfolgreich abgeschlossen werden. Einzig die Aussengestaltung weist noch Mängel auf. An der Gemeindeversammlung vom 23. November 2018 wurde dem Kredit für einen Kletterdrehbaum zugestimmt. Dieser soll planmässig im Frühling 2019 gebaut werden. Tagesstrukturen Das Jahr 2018 gestaltete sich sehr intensiv und abwechslungsreich und hinterliess bei den Kindern und dem Betreuungsteam der Tagesstrukturen viele positive Erlebnisse und Eindrücke. Die Tagesstrukturen belegen inzwischen an drei Standorten Räumlichkeiten. Die Kindergartenkinder sind Montag, Dienstag und Donnerstag vom Mittagessen bis am Abend im Kindergarten Allegro anzutreffen. Die Kinder der ersten und zweiten Klasse essen jeweils im Kollerhaus, und ab der 3. Klasse bis zur 6. Klasse im Gemeindesaal zu Mittag. Am Nachmittag sind bis zu 20 Schulkinder im Kollerhaus. Seit Sommer 2018 sind die Kinderzahlen nochmals angestiegen. Die Mittagsbetreuung am Montag erreichte Ende 2018 eine stolze Anzahl von 74 Kindern. Auch die Nachmittagsbetreuung im Kollerhaus ist nun bis auf einen Tag vollständig ausgebucht und auch im Allegro sind nur noch vereinzelte Nachmittagsplätze frei. Durch die steigende Anzahl von Kindern, die in den Tagesstrukturen betreut werden, musste der Personalbestand um eine weitere Betreuerin ergänzt werden. Mittlerweile arbeiten bei den Tagesstrukturen 11 Betreuerinnen verteilt auf die ganze Woche. Die Ferienbetreuung wurde, wie im Vorjahr, weiterhin rege besucht. Die Kinder können in den Tagesstrukturen Gemeinschaft erleben, wozu das Es- Seite 30
31 sen, Spielen, aber auch das weniger beliebte gemeinschaftliche Aufräumen am Ende des Spiels gehört. Die Tagesstrukturen vermitteln genau das, was das Wort bereits ausdrückt: Strukturen. Egal ob in den Freistunden oder am Nachmittag, bevor die Eltern die Kinder wieder abholen, die Betreuerinnen geben den Kindern einen Rahmen, in welchem sie sich entfalten können, aber auch lernen, auf andere Rücksicht zu nehmen und miteinander den Tag zu gestalten. Ausflüge standen ebenso auf dem Programm, zum Beispiel auf die Baldegg über Baden, oder das Erforschen der Natur in den umliegenden Wäldern. Aber es gab auch die stillen Momente, in denen sich die Kinder in die Lese-Ecke zurückzogen oder einfach auf den Kissen liegend den Tag Revue passieren liessen. Zukünftige BaumeisterInnen haben sich im Turmbau gemessen und oft staunte man nicht schlecht, was für fantasievolle Landschaften die ArchitektenInnen von Morgen aus Kapplahölzern entstehen liessen. Im Dezember beteiligten sich die Tagesstrukturen wiederum an der Gestaltung eines Adventfensters. Die Kinder malten fleissig und freuten sich über den grossen Andrang bei der Eröffnung des Fensters. Insgesamt dürfen die Tagesstrukturen auf ein erfolgreiches Jahr 2018 zurückblicken und man darf auf das kommende Jahr gespannt sein. Kreisschule Kreisschulpflege Im Jahr 2018 hat sich die Kreisschulpflege wie im Vorjahr zu 10 ordentlichen Sitzungen getroffen. An der Klausur im Juni 2018 wurden die Schulleitungsstruktur, die IT-Strategie und der Schulraumbedarf neu festgelegt. Zudem wurden mit den Schulleitungen Zielvereinbarungen getroffen. Neu in die Schulpflege wurde Markus Hegglin als Vertreter von Oberrohrdorf gewählt. Die Zuständigkeiten hat die Schulpflege wie folgt geregelt: - Nicole Mylonas: Präsidentin, Gesamtleitung, Finanzen, Budget/Rechnung - Heidi Zimmerli: Vizepräsidentin, Personalwesen/Schulraumplanung - Diana Keller: Schulsozialarbeit/ Schüler - Eltern - Markus Hegglin: Öffentlichkeitsarbeit/ IT/Qualitätsmanagement An verschiedenen Veranstaltungen im Rahmen des Schulrates, dem BKS oder dem VASP haben sich einzelne Mitglieder weitergebildet bzw. die nötigen Informationen für die alltäglichen Arbeiten in Erfahrung gebracht. Zudem konnte mit zwei Kontaktsitzungen die strategi- Seite 31
32 sche Schnittstelle zu den vier Primarschulpflegen am Berg geschlossen werden. Schulleitung Das Schulleitungspensum liegt bei 110 % (vollständige Finanzierung durch Kanton). Die operative Führung der Schule obliegt Sabina Brändli (80 %) und Andrea Steinmann (30 %) gleichberechtigt. Sabina Brändli führt seit August die Stufen Sekundar und Real und Andrea Steinmann die Bezirksschulstufe. Sie stehen in regelmässigem Austausch mit den Schulleitungen der vier Verbandsgemeinden. Sekretariat Das Sekretariat wird wie bis anhin von Heidi Solt, mit Unterstützung von Karin Moor, geführt. Das Schulverwaltungspensum liegt bei 88 %. Das Schulsekretariat ist eine wichtige Kontakt- und Anlaufstelle für Schüler und Schülerinnen, Eltern, Lehrkräfte, Schulleitungen und Behörden. Die hohe Fachkompetenz sorgt für den nötigen Freiraum aller Führungspersonen. Schüler Stand August 2018 haben insgesamt 306 (Vorjahr 331) Schüler in 17 (17) Abteilungen im Oberstufenzentrum die Schule besucht. Lehrkräfte Am 1. August 2018 unterrichteten 17 Klassenlehrkräfte und 20 Fachlehrer im Oberstufenzentrum. Alle haben sich inzwischen gut eingelebt und profitieren von den kurzen Wegen und vielen Austauschgefässen über alle Stufen. Die hohe Leistungsbereitschaft zeigt sich in vielen Aktivitäten auch ausserhalb der Schulstunden und durch die aktive Mitwirkung in den zahlreichen Entwicklungsgefässen. Schulalltag Neben einer Projektwoche vor Ort mit sehr vielfältigen Kursthemen fanden auch 2018 wieder zwei Schneesportlager für 100 Schülerinnen und Schüler statt. Ins neue Schuljahr wurde wiederum mit einem besonderen Anlass gestartet. Das SmartHomeMobile, rollte auf den Schulhof und konnte besichtigt werden. Eine tolle und faszinierende Gelegenheit, sich mit den Möglichkeiten der Zukunft im elektronischen Bereich auseinanderzusetzen. Das Thema Berufswahl stand auch 2018 im Zentrum. Es fanden Workshops zum Thema statt, Schnuppereinsätze wurden absolviert und die Tischmesse des Gewerbevereins Rohrdorferberg besucht. Zudem haben die Schülerinnen und Schüler fortlaufend das Schulhaus kreativ verschönert und Sitzgelegenheiten geschaffen. Etabliert haben sich die Medientage und der Medienelternabend, welche wiederum durchgeführt wurden. Mit regelmässigen Quartals- und Wochenberichten orientieren die Schulleiterinnen sämtliche Mitarbeitenden über aktuelle Themen. Der Kontakt mit der Regionalen Jugendarbeit (Mojuro) wurde gepflegt und mit einem Runden Tisch ausgebaut. Vorstandsitzungen Die Präsidentin Martina Egger führte 2018 drei ordentliche Vorstandssitzungen durch. Die Rechnung 2017 wurde Seite 32
33 genehmigt, der Kreisschulpflege sowie der Rechnungsführung Decharge erteilt und das Budget 2019 verabschiedet. Im 2018 wurde das Reglement bezüglich der Transportkostenentschädigung aufgehoben, erste Aufträge bezüglich Schulraumplanung vergeben, die Entschädigung der Kreisschulpflege angepasst und der Kostengutspracheprozess bei Sonderschülern neu festgelegt. MOJURO Das Jahr 2018 startete mit einem Tag der offenen Tür. Der neue Standort in Niederrohrdorf und die neu eingerichteten Jugendbüro-Räumlichkeiten wurden der Bevölkerung vorgestellt. Viele Eltern, Geschwister, Nachbarn und Behördenvertreter nahmen die Gelegenheit wahr, die Räumlichkeiten und die Mitarbeitenden kennenzulernen. Nebst der Informationsveranstaltung und einem Rundgang durch die Räumlichkeiten sorgte die einheimische Band "Pictures Fading" für Unterhaltung. So erfolgreich wie dieser Tag verlief auch das vergangene Jahr der Offenen Jugendarbeit Region Rohrdorferberg. Mit dem Jugendbüro ist die MOJURO wieder am Puls der Jugendlichen und es entsteht eine vertrauensvolle und beziehungsstarke Jugendarbeit. Das Jugendbüro soll in Zukunft der Zentralisierung der gemeindeübergreifenden Angebote dienen. Darüber hinaus werden die Mitarbeitenden mit dem neuen Projekt "Bauwagen on Tour" die Vertragsgemeinden erkunden. Statistische Angaben Die MOJURO hatte in neun Monaten Betriebszeit im Jahr 2018 pro Monat durchschnittlich 418 Kontakte zu Kindern und Jugendlichen der Region. Die Jugendarbeitenden nahmen den regulären Betrieb des Jugendbüros auf, initiierten Projekte, bauten einen Bauwagen um, programmierten eine eigene APP und besuchten mit dem MOJURO- Mobil die Schulhausplätze der Vertragsgemeinden. Seite 33
34 Kommission MOJURO Die Kommission MOJURO setzte sich im Berichtsjahr wie folgt zusammen: - Martin Schwammberger, Remetschwil, Präsident - Isabel Spiegel, Niederrohrdorf, Finanzen - Béatrice Keck, Bellikon, Aktuarin - Brigitte Messmer, Stetten - Andreas Zimmermann, Oberrohrdorf, Öffentlichkeitsarbeit Die Vertragsgemeinden wurden durch nachfolgende Gemeinderatsmitglieder vertreten: - Martina Egger, Niederrohrdorf - Barbara Voser, Oberrohrdorf - Markus Zyka, Remetschwil - Daniela Widmer, Bellikon - Brigitte Businger, Stetten Seite 34
35 Feuerwehr Rohrdorf (Mannschaft Feuerwehr Rohrdorf) Die Gemeinden Ober- und Niederrohrdorf führen seit dem 1. Januar 1998 die gemeinsame Feuerwehr Rohrdorf. Der Feuerwehr Rohrdorf gehören knapp 100 Personen aus Ober- und Niederrohrdorf an. Im Berichtsjahr musste die Feuerwehr Rohrdorf zu 23 (Vorjahr 30) Einsätzen ausrücken. Ein grösseres Brandereignis betraf dabei Oberrohrdorf, wohingegen sich die Einsätze aufgrund des Sturmtiefs "Burglind" grossmehrheitlich auf das Gemeindegebiet von Niederrohrdorf konzentrierten. Dreimal rückte die Feuerwehr Rohrdorf als Nachbarhilfe nach Fislisbach aus. Um die volle Leistung über 24 Stunden während 365 Tagen im Jahr spontan ab- rufen zu können, wurden im vergangenen Jahr über 60 Übungen durchgeführt. Dabei wurde wiederum mit diversen Partnerorganisationen geübt und die Zusammenarbeit gefestigt. (Sanitätsübung mit dem Rettungsdienst KSB) Seite 35
36 (Verkehrsübung mit Unterstützung Regionalpolizei) (Übung mit dem Tanklöschfahrzeug in Eiken) Die Atemschutzabteilung durfte im neuen Brandhaus der Aargauischen Gebäudeversicherung in Eiken den Einsatz am Feuer üben. Nachdem einige Jahre lang nur in gasbefeuerten Brandhäusern geübt wurde, war die Erfahrung mit Holz als Brennstoff für einige Atemschutzgeräteträger neu. (Maschinistenübung mit der Stützpunktfeuerwehr Baden) Besonders intensiv wurde im Jahr 2018 das neue Tanklöschfahrzeug beübt. Dies auf allen Stufen, so auch mit den Offizieren und Einsatzleitern, die die neuen technischen Möglichkeiten im Jahresverlauf kennen und schätzen lernten. (TLF 2018) Seite 36
37 (Blaulichttag 2018) (Übung Atemschutz in Eiken) Anstelle einer Publikumsübung wurde im 2018 der Blaulichttag durchgeführt. Nebst der Feuerwehr präsentierten sich der Rettungsdienst, die Polizei, der Zivilschutz, das regionale Führungsorgan und auch der Hubschrauber der Luftrettung dem Publikum. Als Highlight des Tages durfte das neue Tanklöschfahrzeug offiziell eingeweiht werden. Im Berichtsjahr fand eine Übungsinspektion (Maschinistenübung) durch einen Instruktor der Aargauischen Gebäudeversicherung statt. Die Inspektion wurde mit einem sehr guten Resultat bestanden und das Kader erhielt einige gute Tipps für weitere Verbesserungen. Die Ausbildung wird nach Vorgabe und mit grossem Engagement durchgeführt. Mittlerweile fast schon traditionell, führte die Feuerwehr Rohrdorf eine Übung mit der Jugend-Feuerwehr Baden durch, bei welcher Angehörige der Feuerwehr Rohrdorf als Ausbildner amteten. Die Übung war für alle Beteiligten ein grosser Erfolg und die Ausbildner genossen die Zusammenarbeit mit für einmal ganz jungen Feuerwehrjungs und -mädels. Da die Feuerwehr Rohrdorf über keine eigene Jugendfeuerwehr verfügt, dieses Mittel zur Nachwuchsgewinnung und sinnvoller Jugendarbeit aber sehr Seite 37
38 schätzt, unterstützt sie die ihr am nächsten gelegene Jugendfeuerwehr. Als Folge des Bevölkerungswachstums sowohl in Ober- wie auch in Niederrohrdorf wurde die Feuerwehr Rohrdorf per 1. Januar 2016 in eine neue Grössenklasse versetzt, worauf mit der Rekrutierung von zusätzlichen Feuerwehrleuten reagiert werden musste konnte erstmals vermeldet werden, dass der neue Sollbestand erreicht wurde. Leider mussten im Jahr 2018 insgesamt 18 Abgänge verzeichnet werden, die nicht alle wieder ersetzt werden konnten. Somit startet die Feuerwehr mit einem deutlichen Unterbestand ins Jahr 2019, welcher hoffentlich bald wieder auf den Sollbestand angehoben werden kann. Wer Interesse hat, aktiven Feuerwehrdienst zu leisten, darf sich sehr gerne beim Feuerwehrkommando oder bei jedem Angehörigen der Feuerwehr melden. Weitere Informationen zur Feuerwehr Rohrdorf sind hier zu finden: Bevölkerungsschutz Zivilschutz-Organisation (ZSO) Die ZSO Reusstal-Rohrdorferberg umfasst 11 Gemeinden mit insgesamt rund 33'000 Einwohnern. Der Zivilschutz gehört neben der Polizei, der Feuerwehr, dem Gesundheitswesen und den technischen Betrieben zum Verbundsystem Bevölkerungsschutz. Die ZSO ist zwar keine Blaulichtorganisation, es zeichnet sie aber aus, dass sie alle Partnerorganisationen sowohl personell wie auch mit Einsatzmitteln unterstützen kann. Tag der Begegnung, 16. Juni 2018 Am Blaulichttag in Niederrohrdorf stellten sich der Zivilschutz und die Blaulichtorganisationen der Bevölkerung vor. Wer Blaulicht hört, denkt an Ambulanz, Polizei oder Feuerwehr. Was viele nicht wissen: Auch der Zivilschutz ist ein wichtiger Partner im Bevölkerungsschutz. Am Blaulichttag wurde der Bevölkerung aufgezeigt, wer im Katastrophenfall alles zum Einsatz kommt. Vor allem aber auch, wie diese Organisationen zusammenwirken. Handelt es sich um ein Grossereignis, koordiniert das Regionale Führungsorgan (RFO) der Region Reusstal-Rohrdorferberg die Einsätze der Blaulichtorganisationen. Die Idee: zusammenarbeiten und Synergien nutzen. Dieselbe Botschaft vermittelt auch der Zivilschutz an diesem Samstag auf der Schulanlage Rüsler in Niederrohrdorf. Neben der angestammten Zivilschutzorganisation Reusstal-Rohrdorferberg suchten auch Vertreter der Zivilschutzorganisationen Mutschellen, Mittleres Reusstal und Wohlen Region das Gespräch mit der Bevölkerung. Der Zivilschutz skizzierte an diesem Tag nämlich auch seine künftige Organisation. Bis 2020 wird es kantonal zu mehreren Fusionen kommen. Gegenwertig zeichnet sich ab, dass die Seite 38
39 erwähnten vier Organisationen ab 2020 zusammengeschlossen werden und künftig unter dem Namen "ZSO Aargau Ost" operativ tätig werden. Ziel ist es, die überregionale Kooperation zu fördern, ohne dabei die regionale Verankerung zu vernachlässigen. Der Blaulichttag war aber nicht nur ein Tag der Information, sondern auch der Begegnung. Sinnbildlich dafür: Die vielen Kinder und Erwachsenen, die sich um die Fahrzeuge und Maschinen des Zivilschutzes drängten. Da wäre zum Beispiel der Ersteinsatzanhänger, der bei Katastropheneinsätzen eingesetzt wird. Motorsägen, Helme, Betonschneider zu entdecken gab es hier einiges. Gleich nebenan galt es einen Mohrenkopf mit einem Spreizer zu packen und in ein Loch zu manövrieren. Wer das schaffte, durfte ihn auf der Stelle verzehren. Für viele das süsse Highlight eines aufschlussreichen Tages. Gemeinsam zum Ziel Einen ganz besonderen Einsatz durften die Zivilschutzorganisationen Reusstal- Rohrdorferberg, Mutschellen, Wohlen Region und Mittleres Reusstal im Juni leisten. Für das vom 28. Juni bis 1. Juli 2018 in Bremgarten stattfindende Eidgenössische Pontonierwettfahren, konnte ein Teil der Einsatzkräfte für die Vorbereitungsarbeiten gestellt werden. Beim alle drei Jahre stattfindenden Grossanlass, welcher nach 1939 und 1979 zum dritten Mal in Bremgarten gastierte, feierte der Schweizerische Pontonier-Sport Verband gleichzeitig seine 40. Austragung des Eidgenössischen und zugleich sein 125-jähriges Bestehen. Bei diesem traditionsreichen Anlass kam es aus Sicht der Bevölkerungsschutz-Organisationen zu einem regionsübergreifenden Schulterschluss. Nebst den Vereinsmitgliedern der Pontoniere Bremgarten, waren die Schweizer Arme und die 4 Zivilschutzorganisationen Mittleres Reusstal, Wohlen Region, Mutschellen und Reusstal-Rohrdorferberg Hand in Hand respektive Schulter an Schulter im Einsatz. Gemeinsam errichtete man ein wettbewerbstaugliches Gelände, zwischen Stauwehr und der historischen Reussbrücke an wunderbarster Lage, direkt zu Füssen des malerischen Städtchens Bremgarten. Die Zivilschutzorganisationen waren dabei vor allem beim Aufbau des Festgeländes und den Übernachtungsmöglichkeiten für die gegen 1'200 Wettkämpferinnen und Wettkämpfer tätig, während Mitwirkende der Schweizer Armee und des Pontoniervereins Bremgarten letzte Arbeiten rund um das Wettkampfgeschehen ausführten. Zudem sorgte der Zusammenschluss der vier Zivilschutzorganisationen für die Verkehrssicherheit rund ums Festgelände, sowie für unzählige weitere Unterstützungshilfen. Erprobung 52 Stunden Dauereinsatz Die Übungsleitung legte dabei den Fokus in erster Linie auf Kommando und Führung. Das Zusammenspiel mit Partnerorganisationen wie Kantons- und Regionalpolizei, einem Suchtrupp der RE- DOG (Rettungshunde-Staffel), sowie stetig wechselnden Einsatzszenarien im Dauereinsatz waren Ausgangslage für die diesjährige grosse Herbstübung vom 03. bis 07. September Seite 39
40 Was die Übungsleitung für die 170 aufgebotenen Angehörigen des Zivilschutzes geplant hatte, war in dieser Hinsicht absolut neu. Die Zivilschutzorganisation Reusstal-Rohrdorferberg sollte ein Ereignis in einem Schichtbetrieb über mehrere Tage bewältigen. Der Hauptteil des Wiederholungskurses dauerte von Dienstagmorgen bis Donnerstagmittag. Während vier Züge bestehend aus Rettungspionieren, Betreuungsformationen, Führungsunterstützung und Logistikeinheiten jeweils gestaffelt über zwei Tage hinweg für jeweils 24 Stunden einrückten, war das Kader für die ganze Woche durchgehend aufgeboten und arbeitete für die Dauer des Einsatzes ohne Unterbruch durch. Das erforderte eine gute Organisation und eine klare Kommunikation. Ein Schichtbetrieb stellt jedoch andere Anforderungen an das Kommando und die Führung insgesamt. Nebst klaren Anweisungen und Rolleneinteilungen galt es auch Fragen zu Unterkunft und Logistik zu klären. Übernachtet wurde in der Zivilschutzanlage Leematten in Fislisbach. Dort einquartiert war auch der Kommandoposten inklusive Fahrzentrale, der während der gesamten Einsatzdauer durchgehend bemannt war. Bevor in den Abendstunden zum Haupteinsatz ausgerückt wurde, gab es für die einzelnen Fachspezialisten verschiedene Ausbildungssequenzen zu absolvieren. Zusammen mit der Regionalpolizei Rohrdorferberg-Reusstal, wurden in Mellingen zwecks Verkehrsausbildung Strassenabschnitte mit stark befahrenem Verkehr durch den Zivilschutz geregelt. Die Betreuerformationen frischten ihre Sani- täts-kenntnisse in einem Ausbildungsblock auf. Nebst Nothilfe-Übungen (Basic Life Support) wurde auch Wissen über Schnittverletzungen und erste Hilfe bei Kleinkindern vermittelt (nicht selten sind aktive Zivilschutzangehörige junge Familienväter). Mit der Kantonspolizei Aargau wurde eine Einsatzübung "Geländedurchsuchung" durchgeführt. Die Führungsunterstützung erprobte den neuen KP-Front-Anhänger. Die Ausstattung, bestehend aus Notstromgenerator, Beleuchtungsmaterial, Notebooks, Funkgeräten, Kartenmaterial, Flipchart, etc., vereinfacht die Kommunikation des Einsatzleiters vor Ort zu den weiteren Verbindungsstellen sehr. Schwere Sturmschäden waren das Ausgangszenario für die eigentliche Einsatzübung. Es war bereits dunkel, als der Einsatzbefehl fiel und die ersten Rettungsformationen ausrückten und sich zum Militärausbildungsplatz Stäglerhau aufmachten. Dort angekommen, galt es zuerst sich einen Überblick über das Schadensgebiet zu verschaffen. Herausforderungen wie die absolute Dunkelheit, überflutete Keller, verschüttete Zugangswege oder ein abgerutschtes Auto mit vermissten Personen waren nur ein Teil der Aufgaben, welches es zu bewältigen gab. Mit einem Suchtrupp der "REDOG" (Rettungshundestaffel) wurde gemeinsam nach vermissten Personen gesucht. Auch hier war die Zusammenarbeit zwischen der ZSO Reusstal-Rohrdorferberg und der Rettungshundestaffel neu; umso erfreulicher die Tatsache, dass auch dieses Zusammenspiel mit einer weiteren Partnerorganisation einwandfrei funktionierte. Seite 40
41 Leistung und Koordination auf allen Ebenen war vonnöten, um die Übung erfolgreich zu bewältigen. Die Arbeiten erstreckten sich bis früh in die Morgenstunden und waren erst fertig, als die letzte Person gerettet, versorgt und betreut war. Von allen Zivilschutzangehörigen wurde enorm viel abverlangt. Die persönliche Leistungserbringung jedes einzelnen wurde sicherlich bis ans Maximum ausgereizt. Die gemachten Erfahrungen mit individuellen Leistungs- und Belastbarkeitsgrenzen, Schlafmangel und Einsatzstress waren während der 52-stündigen ununterbrochenen Einsatzübung enorm. Diese real erlebten Eindrücke liefern nun wertvolle Erkenntnisse, um im Bedarfsfall rund um die Uhr für die Bevölkerung da zu sein. Drohneneinsatz/-schulung Die Zivilschutzorganisation Reusstal- Rohrdorferberg setzt neu Drohnen zu Dokumentations- und Erkundungszwecken ein. Die Drohnen werden ausschliesslich von definierten Piloten der Drohnengruppe ULA betrieben. Es handelt sich dabei um eine Mannschaft von rund acht Zivilschutzangehörigen, welche explizit auf diesem Bereich der unbemannten Luftaufklärung (ULA) ausgebildet und geschult wurden. Teil dieser Schulung war etwa das Kennenlernen der Regulierungen des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (Bazl) oder die Sicherheitsvorschriften für das Fliegen mit dem Quadcopter. Ein grosser Fokus lag ausserdem auf der Sperrzone des Flugplatzes Birrfeld: rund die Hälfte des Einsatzgebietes der ZSO überschneidet sich mit der 5-Kilometer-Grenze des regionalen Flugplatzes. Dank aktiver Absprache und intensiver Zusammenarbeit mit der Flugsicherung, erhält die ZSO Reusstal-Rohrdorferberg nun auch kurzfristig die benötigten Bewilligungen für den Start der Aufklärungsdrohne. Künftig wird der Zivilschutz die Drohne für folgende zwei Einsatzszenarien einsetzen: Einerseits kann die ZSO Reusstal- Rohrdorferberg nun bei Ernstfällen aus einer sicheren Distanz ein Lagebild über die Schadenslage einholen. Andererseits können mit der Drohne Zivilschutzübungen und Einsätze live aus der Luft analysiert und so die Koordination und Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Formationen aktiv verbessert werden. Personalbestand Der Sollbestand von 392 Personen wurde mit einem Ist-Bestand von 353 Personen nicht ganz erreicht. Ende Jahr wurden 25 Personen mit Jahrgang 1978 oder älter aus der Schutzdienstpflicht entlassen. Wiederholungskurse An 29 Dienstanlässen wurden total Diensttage geleistet. Weil sie einem Aufgebot nicht nachgekommen sind, wurden 17 Personen verwarnt, 2 Personen mussten der Staatsanwaltschaft zugeführt werden. Regionales Führungsorgan (RFO) Der Bevölkerungsschutz ist mit den Blaulichtorganisationen (Polizei, Feuerwehr, Sanität), dem Zivilschutz und den Technischen Werken im Verbund aufgestellt. Zu diesem Verbundsystem gehört auch das Seite 41
42 Regionale Führungsorgan (RFO). Das RFO wird durch den Naturgefahrenberater verstärkt. Als beratendes Instrument für die Gemeinden der Region ist es die Verbindungsstelle zum Kantonalen Führungsstab. Es unterstützt und berät bei Krisen, Katastrophen und Notlagen. Das RFO wird durch den Chef RFO Patrick Sommer und den Stabschef Werner Flückiger geführt. Der Stab setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen: Chef RFO: - Patrick Sommer, Remetschwil Stabschef: - Werner Flückiger, Niederrohrdorf Chef Lage: - Claudio Urfer, Oberrohrdorf - Stv. Jonas Fritschy, Brugg Chef Information: - Guido Rossetti, Oberrohrdorf Fachvertreter Polizei: - Roger Lenherr, Ehrendingen - Stv. Fabian Remondini, Kölliken Fachvertreter Feuerwehr: - Stefan Erdin, Niederrohrdorf - Stv. Franz Schneider, Remetschwil Fachvertreter Gesundheit: - Markus Heimgartner, Fislisbach - Stv. Luka Frey, Niederrohrdorf Fachvertreter Technischer Betrater: - Reto Friedli, Wohlenschwil - Fabian Rieser, Birmenstorf Fachvertreter Zivilschutz: - Yves Hunziker, Wettingen - Stv. Marc Schmidhauser, Bremgarten Naturgefahrenberaterin: - Olivia Schmidt-Baumann, Remetschwil 2018 hat der Kanton Aufträge an das RFO erteilt für das Konzept Evakuierungen und Notunterkünfte. Die Notfalltreffpunkte wurden mit den Gemeinden erarbeitet und befinden sich in der Endphase. Im RFO wurden zwei Szenarien der Gefahrenanalysen genauer betrachtet (Pandemie, Technisches Hochwasser). Durch das Einbeziehen der Blaulichtorganisationen, Gemeinden, Zivilschutz, Technische Werke, Naturgefahrenberaterin und RFO werden die einzelnen Gefahrenanalysen vertieft, so dass im Ereignisfall der Bevölkerungsschutz gewährleistet ist. Wieder wurden mit 6 Übungen die Zusammenarbeit der RFO-Mitglieder mit dem Zivilschutz vertieft. Ziel, bei den Übungen die notwendigen Entscheidungen zu festigen. Auch im Jahr 2018 nahmen die RFO-Mitglieder an Aus- und Weiterbildungskursen teil. Die finanziellen Aufwendungen für das RFO beliefen sich auf CHF 20' Sirenenalarmierung Der schweizweite Sirenentest findet jeweils am 1. Mittwoch im Februar statt. Für die Warnung und Alarmierung ist das RFO zuständig. Ertönt die Sirene, ist unverzüglich das Radio einzuschalten. Die Alarmierung erfolgt in der Regel durch die Einsatzzentrale der Kantonspolizei Aargau, kann aber im Einzelfall auch vom Sirenenwart ausgelöst werden. Die Sirenenalarmierung 2018 hatte einige Mängel aufgezeigt. Aus diesem Grund wurde ein zweiter Test durchgeführt. Mit der zweiten Alarmierung war die gute Einsatzbereitschaft gewährleistet. Seite 42
43 Umwelt Entsorgung Hauskehricht und Grüngut wurden im Berichtsjahr wiederum von der Obrist Transport + Recycling AG, Neuenhof, abgeführt. Das Einsammeln wird jeweils von einem Mitarbeiter des Bauamts begleitet. Entsorgungsplatz Der Entsorgungsplatz beim Werkhof wird von den Mitarbeitern des Bauamts unterhalten. Der Entsorgungsplatz ist wie folgt geöffnet: Montag bis Samstag von bis Uhr sowie am Mittwochnachmittag zwischen und Uhr. Leider werden trotz dieser grosszügigen Öffnungszeiten immer wieder Abfälle ausserhalb des Werkhofs deponiert. Gesamte Abfallmenge Die gesamte Abfallmenge betrug Tonnen, was pro Kopf der Bevölkerung 335,1 kg (Vorjahr kg) entspricht. Davon konnte mehr als die Hälfte, nämlich 831 t (Vorjahr 814 t) der Wiederverwertung zugeführt werden. Grüngut und Hauskehricht Eine leichte Zunahme von insgesamt 2 Tonnen gegenüber dem Vorjahr verzeichnete das Grüngut mit 456 Tonnen. Pro Kopf der Bevölkerung entspricht das eingesammelte Grüngut aber einer leichten Abnahme gegenüber dem Vorjahr um 3 kg auf 110 kg. Der Hauskehricht weist eine Zunahme um 3 auf neu 550 Tonnen auf. Dies entspricht einer Pro- Kopf-Menge von 133 kg (135 kg). Papiersammlungen Nach der letztjährigen massiven Reduktion sammelten die Jugendvereine und die Schule mit total 204 Tonnen erneut weniger Altpapier und Karton. Dies entspricht rund 49.5 kg pro Kopf der Bevölkerung. Möglicherweise ist dieser Umstand darauf zurück zu führen, dass immer mehr von Print-Medien auf online umgestellt wird und/oder, dass Altpapier teilweise privat entsorgt wird. Altglas Insgesamt 107 t Altglas (99 t) wurden der Wiederverwertung zugeführt. Kostendeckung Die Abfallrechnung weist einen Kostendeckungsgrad von 112 % (2017: 115 %, 2016: 108 %, 2015: 97 %) auf. Landschaftskommission Die Landschaftskommission trifft sich mindestens einmal pro Jahr mit Vertretern des Natur- und Vogelschutzvereins Niederrohrdorf, um die Interessen des Vereins mit jenen der Gemeinde zu koordinieren. Im Berichtsjahr stand insbesondere die Entwicklung der Bünt-Wiese im Fokus. Gesundheit Spitex Heitersberg Im Geschäftsjahr 2018 waren 82 (Vorjahr 77) Mitarbeitende für die Spitex Heiters- Seite 43
44 berg tätig. Die Mitarbeitenden erbrachten (40 298) Stunden verrechenbare Dienstleistungen für ihre 731 (732) Klienten, was einer Zunahme von 4 % entspricht. Die Dienstleistungen teilen sich auf in 74 % Pflege und 26 % hauswirtschaftliche Leistungen. Die durchschnittliche Anzahl Besuche pro Klient betrug 91 (90) und die Besuchsdauer betrug durchschnittlich 38 (36) Minuten. Die Hauswirtschaftsstunden nahmen um 3 % ab, die Pflegeleistungen nahmen um 7 % zu. Soziales Die Sozialen Dienste in Fislisbach führen die Dossiers in den Bereichen materielle und immaterielle Hilfe sowie Kindes- und Erwachsenenschutz für die Gemeinde Niederrohrdorf. Materielle Hilfe Im Berichtsjahr waren in Niederrohrdorf insgesamt 22 (30) Ein- oder Mehrpersonenhaushalte auf Sozialhilfe angewiesen. Die Gründe zum Bezug von Sozialhilfe waren vielfältig, so waren dies z.b. fehlendes oder ungenügendes Einkommen von Paaren, Familien und Alleinerziehenden, von der Arbeitslosenversicherung Ausgesteuerte/nicht Anspruchsberechtigte, fehlende, resp. nicht mögliche Arbeitsintegration oder noch nicht erfolgte oder nicht ausreichende Rentenzahlungen. Die Wiederintegration ins Erwerbsleben, sofern keine ärztlich attestierte Arbeitsunfähigkeit vorlag, war auch im vergangenen Jahr ein wichtiges Ziel, jedoch nicht leicht umsetzbar. Erschwerend dabei war oft eine fehlende Berufsausbildung, mangelnde Berufserfahrung und auch die fehlende Bereitschaft von Arbeitgebern, Sozialhilfebeziehende einzustellen. Arbeit statt Sozialhilfe Die Gemeindeversammlung genehmigte am 27. November 2015 die Umsetzung des Arbeitsprojekts "Arbeit statt Sozialhilfe". Gegen Ende des Berichtsjahrs konnte so wieder eine Einzelperson beschäftigt werden, mit dem Ziel, diese von der Sozialhilfe abzulösen. Immaterielle Hilfe Die Bereiche, welche bei der immateriellen Hilfe abgedeckt werden mussten, waren vielseitig. Es handelte sich mehrheitlich um Fragen zu finanziellen Angelegenheiten (Budgetberatung, freiwillige Einkommensverwaltung, Geltendmachung von Rentenansprüchen und Unterhaltszahlungen), zu Beziehungsproblemen (Trennung, Scheidung, Besuchsregelung), zu Fragen betreffend Beistandschaften sowie auch zu Kinderbetreuungs- und Erziehungsaufgaben. Insgesamt wurden 69 (52) Fälle verzeichnet. Tagespflegeplätze Im Auftrag des Gemeinderates überprüfen die Sozialen Dienste jährlich die Ta- Seite 44
45 gespflegeplätze. Die Tagespflegeverhältnisse gaben zu keinen Beanstandungen Anlass. Kindes- und Erwachsenenschutz Die Berufsbeistände der Sozialen Dienste führten die Beistandschaften nach Auftrag der KESB. Sie verwalteten für die betroffenen erwachsenen Menschen deren Einkommen und Vermögen, erledigten den Zahlungsverkehr und machten Sozialversicherungsansprüche geltend. Die persönliche Betreuung gehörte bei allen Beistandschaften ebenfalls zum Auftrag. Bei Kindesschutzmassnahmen waren Streitigkeiten zwischen den geschiedenen/getrennten Eltern der Anlass, eine Beistandschaft zu errichten, oder aber Eltern, die mit der Erziehung ihrer Kinder überfordert waren. Seniorenrat Der Seniorenrat wurde 2015 gegründet und ist seit dem 1. Januar 2018 eine gemeinderätliche Kommission, die sich für die Anliegen der Niederrohrdorfer Seniorinnen und Senioren einsetzt. Das im Januar 2017 lancierte "Seniorennetz" des Seniorenrates konnte im Jahr Hilfeleistungen anbieten; im Jahre 2018 ist die Anzahl der Einsätze bereits auf 225 angestiegen und somit für unsere ältere Generation nicht mehr wegzudenken. Folgende Hilfeleistungen wurden vom "Freiwilligen-Pool" (bestehend aus 21 Personen) am Häufigsten ausgeführt: Fahrdienste im Dorf und den angrenzenden Gemeinden, Begleitung bei Einkäufen, Besuche daheim (Plaudern, Kaffeetrinken, Vorlesen etc.), kleine einfache Reparaturen daheim, Hilfe am PC, Internet und Handy sowie Vermittlungen und Auskünfte. Aktivitäten 2018 Pikettdienst Seniorennetz Mithilfe im "Freiwilligen-Pool" Durchführung von 2 Kursen "Senioren + Handy" Durchführung von 12 Seniorenessen Begleitservice Einschulungsschüler nach Oberrohrdorf Auto-Fahrkurs für Seniorinnen und Senioren Mithilfe am Seniorengipfel Mithilfe am Seniorenausflug Einführung von Imagineering in der Primarschule Durchführung vom Kurs "Wie löse ich ein Busticket" Bewirtung am Märtkafi vom Seit vielen Jahren führt die Primarschule das generationenübergreifende Angebot "Generationen im Klassenzimmer" durch. Die Beteiligten wirken während zwei bis vier Lektionen pro Woche zur Unterstützung in den Kindergarten- und Schulklassen mit. Der Seniorenrat steht auch hier mit Rat und Tat zur Verfügung und konnte bereits vier Seniorinnen und einen Senior vermitteln. Zitat des Seniors: "Es macht mir Freude, die Lehrerinnen und Schüler zu unterstützen. Es ist spannend mit Kindern zu arbeiten, ihre Entwicklung zu beobachten und zu begleiten, sind sie doch unsere Zukunft!" Seite 45
46 Kultur und Vereine Kulturkreis Rohrdorf 60 Jahre Kulturkreis Rohrdorf 2018 stand ganz im Zeichen des 60-jährigen Bestehens des Kulturkreises Rohrdorf. Den Auftakt zum entsprechend gestalteten Jubiläumsprogramm machte im Januar die Formation Lili Pastis Passepartout mit einem komödiantischen Erzählkonzert. Unter dem Titel "Chasch mi gärn ha!" drehte sich denn auch alles um ungewöhnliche Liebesgeschichten ganz gewöhnlicher Menschen, die als schauspielerisch wie musikalisch hochkarätige Leckerbissen aufgetischt wurden. Das zahlreich erschienene Publikum im Saal des Kirchenzentrums Gut Hirt genoss diesen "Abend für Herzklopfen und weiche Knie" sichtlich. Im März begeisterte die Tessiner Compagnia i Tre Secondi mit ihrem Bühnenstück "Die Zöllner" ein bis auf den letzten Stuhl besetzten Gut-Hirt-Saal. italienischen und eines schweizerischen Zöllners, die sich an einer von der Welt vergessenen Grenzstation am abgelegenen Murmelipass begegnen. Die Eskalation zwischen den zwei vermeintlich so unterschiedlichen Mentalitäten machte bald der Erkenntnis Platz, dass gewisse Grenzen eben doch nur in unseren Köpfen bestehen. Ein Theaterabend, bei dem kein Auge trocken blieb. Mit "Desperado" zauberte im Juni die Winterthurer Schauspielerin Sabina Deutsch mit ihren musikalischen Gefährten eine einzigartige Mischung auf die Bühne des Gut Hirt. Mit augenzwinkernder Erzählkunst, mitreissender Musik und live generierten Projektionen wurde die aussergewöhnliche Lebensgeschichte des Thuri Winter nachgezeichnet, verpackt in eine imaginäre Westernwelt, getragen von unsterblicher Musik von Johnny Cash über Ennio Morricone bis hin zu den Eagles und Jethro Tull. Ein emotional berührender, auf originelle Art witziger Auftritt unter der Regie des gebürtigen Freiämters Paul Steinmann. Mit minimalem Aufwand, aber maximaler Spielfreude und perfektem Timing bis ins kleinste Detail, erzählten Federico Dimitri und Fabrizio Pestilli die Geschichte eines Exkursion Die traditionelle Exkursion im August führte erstmals zu einem sportlichen Kulturgut. Mit einem von der Steffen Bus AG gesponserten Bus ging es nach Bad Seite 46
47 Zurzach, wo die Teilnehmer bei strahlendem Wetter im "Boulodrome" des örtlichen Pétanqueclubs empfangen wurden. Nach einem Aperitif und einer kurzen Einweisung in die Geschichte und die Geheimnisse des Pétanquespiels, vergnügten sich die Teilnehmer in 3er- Teams im lockeren Wettbewerb auf der gepflegten Anlage. Dabei wurden die Spieler vom Clubvorstand im eigenen Bistro aufs Beste bewirtet ein angenehm entspanntes Sommerabend-Vergnügen. Jubiläums-Abend Am Samstag, 29. September fand das Jahresprogramm 2018 mit dem grossen Jubiläums-Abend in der MZH Rüsler seinen Höhepunkt. Nach einem schön präsentierten Apéro riche für alle Kulturkreis-Mitglieder im separaten Hallenteil und den Grussbotschaften des Gemeindeammanns Gregor Naef und der Kulturkreis-Leitung, überraschte die Aargauer Bühnenpoetin und Kabarettistin Patti Basler die gut 300 Gäste mit einer pointierten, sehr persönlichen Laudatio auf unsere 60-jährige Institution und den Kulturbetrieb auf dem Land. Ein lange brandender Applaus bezeugte die Treffsicherheit von Pattis satirischen Streiflichtern. Danach betrat mit Max Lässer & dem Überlandorchester eine der herausragendsten Formationen der Schweizer Musikszene die grosse Rüsler-Bühne und bot ein mitreissendes Konzert, begleitet von aufwändig inszenierter Licht- und Projektionstechnik und perfekt abgemischtem Klang ein Hörgenuss der Extraklasse. Bei angeregten Gesprächen an der KulturkreisBar klang ein würdiger Jubiläums-Abend aus. An dieser Stelle dankt der Kulturkreis noch einmal den zahlreichen freiwilligen Helfern, welche die Infrastruktur und den Service für dieses grosse Publikum gewährleisteten, sowie den Sponsoren, die mit ihrem Zustupf dieses besondere Programm ermöglichten. Ein krönender Abschluss im November war das Gastspiel von Nils Althaus, dem Berner Liedermacher, Schauspieler und Kabarettisten, im wiederum voll besetzten Saal. Mit seinem vielseitig-abwechslungsreichen Spezialprogramm "Apfänt, Apfänt!" stimmte er die Zuschauer mit eigenen Mundartchansons und grossartigen Bühnen-Trouvaillen perfekt auf die Vorweihnachtszeit ein und liess sich am Ende sogar zu einer Liebesbekundung an die kultigen, orangefarbenen Gut-Hirt- Stühle aus den 1970er-Jahren hinreissen. Es wurde viel gelacht an diesem Abend und die Veranstalter durften lauter zufriedene Gesichter in die Feiertagspause verabschieden. In organisatorischer Hinsicht wartete das neue Leitungsteam in seinem ersten vollständigen Programmjahr mit einigen Neuerungen auf. Insbesondere die klare Regelung des Mitgliederstatus und die damit verbundene Einführung eines Mit- Seite 47
48 gliederausweises wurden sehr gut angenommen. Die neu gestaltete Website wird rege besucht und hat sich als werthaltiger Kommunikationskanal etabliert. Die künstlerische und inhaltliche Programmqualität konnte auch das Aargauer Kuratorium überzeugen, für 2018 einen Förderbeitrag zu sprechen, den der Kulturkreis an dieser Stelle noch einmal herzlich verdankt. Der Jubiläums- Abend wurde von einem einmaligen Beitrag des Kulturprozents der Migros Aare unterstützt, besten Dank! Insgesamt besuchten rund 1'000 Personen unsere Veranstaltungen. Mit einem Anteil von 224 Personen vermochte das Programm deutlich mehr Gäste aus der Region anzusprechen. Die Mitgliederzahl ist trotz natürlicher Fluktuationen auf erfreuliche 420 Personen angestiegen. Der Kulturkreis freut sich, Ihnen auch 2019 ein abwechslungsreiches und hochwertiges Kulturprogramm zu bieten. Ortsmuseum Niederrohrdorf Die Museumskommission beschäftigte sich im Berichtsjahr zur Hauptsache mit der Pflege und dem Unterhalt des Museumsgutes, mit der Präsentation des Ortsmuseums an Besucher sowie mit der Vorbereitung und Durchführung der Sonderausstellung "Wir zeigen alte Buchdruckkunst, aus der Sammlung von Richard Keller, Niederrohrdorf". Ausserdem wurde der Archivraum umgebaut und ein Aktenarchiv erstellt. Für diese Arbeiten wurden von den 4 Kommissionsmitgliedern 4 Sitzungen durchgeführt und 194 Arbeitsstunden aufge- wendet. An einer der vorerwähnten Sitzungen durfte die Kommission Gemeinderätin Gisela Greder begrüssen, die neu für das Ressort Kultur verantwortlich ist. Dabei wurden u.a. die Platzprobleme im Museum und die Personalsituation in der Kommission besprochen. Besucherrekord Das Jahr 2018 kann als Rekordjahr bezeichnet werden, konnten doch im vergangenen Jahr über 300 Besucher im Ortsmuseum begrüsst werden, nämlich 25 an einem Familienfest, etwa 75 an 3 Klassentreffen und über 200 an der Sonderausstellung. Sonderausstellung Die am anlässlich des Internationalen Museumstages eröffnete Sonderausstellung "Wir zeigen alte Buchdruckkunst, aus der Sammlung von Richard Keller, Niederrohrdorf" darf als einer der erfolgreichsten Anlässe im Niederrohrdorfer Ortsmuseum der vergangenen Jahre bezeichnet werden. Dieses Interesse hat die Museumskommission veranlasst, im Ortsmuseum eine dauernde Buchdruckerecke einzurichten. Ausserdem wird die Ausstellung anlässlich des Internationalen Museumstages am 19. Mai 2019 als Dernière noch einmal geöffnet. Seite 48
49 Vere-In-Sein Am 16. Oktober 2018 fand das jährliche Treffen der Vereine "Vere-IN-Sein" statt. Es waren Vertreter von 20 der 53 Dorfvereinen anwesend. Im Anschluss an die ordentliche Versammlung wurde Sabina Sturzenegger von panda & pinguin zum Referat begrüsst. Sie referierte zum Thema "Storytelling eine Geschichte erzählen". Eine Geschichte beschreibt ein Ereignis, eine Erfahrung, einen Prozess. Sie hat das Potenzial, Emotionen und Aufmerksamkeit zu wecken und birgt Überraschungen und interessante Charaktere. Das Referat hat die Vereine ermuntert, ihren Verein einmal in einer anderen Form zu präsentieren und zu beschreiben. Der traditionelle Apéro wurde von den Vereinen geschätzt und lud zu interessanten Gesprächen ein. Märtkafi Am 21. April 2018 eröffnete der Gemeinderat traditionsgemäss die Märtkafi-Saison Die zahlreichen Gäste wurden vom Gemeinderat mit Kaffee und Zopf bewirtet. Im Märtkafi auf dem Gemeindehausplatz konnten sich die Einwohnerinnen und Einwohner von Ende April bis Mitte September jede Woche am Samstagvormittag von einem anderen Dorfverein bewirten lassen. Ein Kafi mit Freunden oder Nachbarn geniessen und vielleicht sogar neue Bekanntschaften machen; dieses Angebot wird rege genutzt. Nach dem Genuss eines Samstags-Kafis konnten die Besucher am Stand von einem einheimischen Bauern Früchte und Gemüse einkaufen. Der Gemeinderat und die Gemeindeverwaltung freuen sich über das Engagement der sechzehn Dorfvereine, welche 2018 zum Märtkafi eingeladen haben. Ihr Einsatz bereichert das Dorfleben: Das Märtkafi ist ein beliebter Treffpunkt für jedermann geworden. Gewerbeapéro Am 22. März 2018 lud der Gemeinderat zum dritten Gewerbeapéro im Gemeindesaal ein. Eingeladen waren 113 Firmen aus Niederrohrdorf. Vertreter aus 19 Niederrohrdorfer Firmen durften einem interessanten Referat von Vizeammann Reto Grunder beiwohnen. Der Titel des Referates war vielversprechend: "Das Geheimnis des 4. Jahres oder was die Malaria mit 19 x 11 oder 7 x 30 zu tun hat". Nach dem Referat wurde den Niederrohrdorfer Gwerblern ein Apéro offeriert. Mit einem Glas Wein in der Hand wurden viele interessante Gespräche geführt und auch das Networking kam nicht zu kurz. Seite 49
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4
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