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Timestamp: 2019-04-24 00:54:24+00:00

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BVerwG, 28.05.2003 - 2 C 35.02 - dejure.org
GG Art. 3 Abs. 1, Art. 19 Abs. 4; BRRG § 44; BBG § 72; BBesG § 1 Abs. 2 Nr. 5, § 2 Abs. 1, § 48 Abs. 1; AZV §§ 1, 7; BGB §§ 249 ff.
Arbeitszeit der Bundesbeamten im Beitrittsgebiet; zu hoch festgesetzte Wochenarbeitszeit; Freizeitausgleich; Mehrarbeitsvergütung; Schadensersatz in Geld wegen entgangener Freizeit bei Mehrarbeit ohne Freizeitausgleich.
Arbeitszeit der Bundesbeamten im Beitrittsgebiet; zu hoch festgesetzte Wochenarbeitszeit; Freizeitausgleich; Mehrarbeitsvergütung; Schadensersatz in Geld wegen entgangener Freizeit bei Mehrarbeit ohne Freizeitausgleich.; 38,5-Stunden-Woche; 40-Stunden-Woche; Arbeitszeit; Ausgleichsanspruch; Ausgleichszahlung; Beamter; Beitrittsgebiet; Bundesbeamter; entgangene Freizeit; Freizeitausgleich; Geldausgleich; Geldausgleich; Geldersatz; Haftung; Mehrarbeit; Mehrarbeitsvergütung; Mehrbeanspruchung; Neue Bundesländer; Rechtswidrigkeit; Schadensersatz; Wochenarbeitszeit; Zahlungsanspruch; Zuvielarbeit; Zuvielleistung; Überbeanspruchung
Gewährung Mehrarbeitsvergütung an Beamte; Anordnung und Genehmigung von Mehrarbeit
Rspr. des BVerwG; siehe Urteil vom 28. Mai 2003, aaO, m.w.N.; vgl. auch OVG NRW, Urteil vom 16. April 2008, aaO..
vgl. BVerwG, Urteil vom 28. Mai 2003, aaO; OVG NRW, Urteil vom 16. April 2008, aaO..
So BVerwG, Urteil vom 28. Mai 2003, aaO; siehe auch OVG NRW, Urteil vom 16. April 2008, aaO..
Rspr. des BVerwG; vgl. BVerwG, Urteil vom 28. Mai 2003, aaO, m.w.N.
So BVerwG, Urteil vom 28. Mai 2003, aaO..
So ausdrücklich BVerwG, Urteil vom 28. Mai 2003 - 2 C 35/02 -, ZBR 2003, 385 ff.; ebenso OVG Rheinland-Pfalz, Beschluss vom 6. August 2004 - 10 A 10906/04 -, juris und OVG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 8. November 2007 - 4 B 7.06 -, juris.
So BVerwG, Urteil vom 28. Mai 2003 - 2 C 35/02 -, aaO.
vgl. BVerwG, Urteil vom 28. Mai 2003 - 2 C 35/02 -, aaO.
Bundesbeamte im Ruhestand haben keinen Anspruch nach §§ 72 Abs. 2 Satz 3, 242 BGB auf Geldausgleich für den während ihres aktiven Dienstverhältnisses im Beitrittsgebiet aufgrund rechtswidrig zu hoch angesetzter Wochenarbeitszeit zuviel geleisteten Dienst (im Anschluss an BVerwG, Urteile vom 28. Mai 2003 - 2 C 28.02 und 2 C 35.02 -).
Durch die Aufstellung eines Dienstplans mit 40 Wochenstunden in der Dienststelle des Klägers hat sie keine Mehrarbeit im Umfang der die gesetzliche Wochenarbeitszeit übersteigenden Stunden angeordnet, sondern hat die regelmäßige Arbeitszeit rechtswidrig zu hoch festgesetzt (vgl. BVerwG, Urteil vom 28. Mai 2003 - 2 C 35.02 -, ZBR 2003, 385 f.).
Mehrarbeit darf gemäß § 72 Abs. 2 Satz 1 BBG nur angesetzt werden, wenn zwingende dienstliche Gründe dies erfordern und sich die Mehrarbeit auf Ausnahmefälle beschränkt (vgl. BVerwG, Urteil vom 28. Mai 2003 - 2 C 35.02 -, a.a.O., S. 386).
Der Aufwand von Zeit und Arbeitskraft zur Leistung zusätzlichen Dienstes und der damit verbundene Verlust von Freizeit sind kein solcher durch Geld zu ersetzender materieller Schaden (vgl. BVerwG, Urteil vom 28. Mai 2003 - 2 C 35.02 -, a.a.O., S. 386; Urteil vom 28. Mai 2003 - 2 C 28.02 -, ZBR 2003, 383, 384; jeweils m.w.N.; Urteil vom 10. Dezember 1970 - 2 C 45.68 -, BVerwGE 37, 21, 28).
Der Anspruch kann nicht auf Schadensersatz oder Entschädigung in Geld für rechtswidriges Verwaltungshandeln, sondern nur auf Wiederherstellung des durch einen rechtswidrigen hoheitlichen Eingriff veränderten rechtmäßigen Zustands gerichtet sein, der im Zeitpunkt des Eingriffs bestand (vgl. BVerwG, st. Rspr., vgl. Urteil vom 28. Mai 2003 - 2 C 35.02 -, a.a.O., S. 386 m.w.N.).
Die strikte Gesetzesbindung der Besoldung (§ 2 Abs. 1 BBesG) schließt jedoch Ansprüche auf Vergütungen (§ 1 Abs. 2 Nr. 5 BBesG) für Dienst über die regelmäßige Arbeitszeit hinaus außerhalb der gesetzlich bestimmten Ausnahmen - wie etwa § 3 MVergV - aus (BVerwG, Urteil vom 28. Mai 2003 - 2 C 35.02 -, a.a.O., S. 386).
Außer diesem unmittelbaren Rechtsschutz steht ihnen ein Anspruch auf Vergütung oder Entschädigung auch bei rechtswidriger längerer Heranziehung zum Dienst über die regelmäßige Arbeitszeit hinaus grundsätzlich nicht zu (vgl. BVerwG, Urteil vom 28. Mai 2003 - 2 C 35.02 -, a.a.O., S. 386; OVG Koblenz…, Beschluss vom 6. August 2004, a.a.O., Rn. 11).
Entsprechend dem aus den vorstehenden Regelungen deutlich werdenden Charakter der Mehrarbeitsvergütung, die eine eng begrenzte Ausnahme von der Verpflichtung des Beamten darstellt, bei zwingenden dienstlichen Erfordernissen über die regelmäßige Arbeitszeit hinaus auch ohne Entschädigung Dienst zu verrichten, soll sie lediglich einen vorübergehenden außergewöhnlichen Bedarf decken (vgl. BVerwG, Urteil vom 28. Mai 2003 - 2 C 35/02 -, Buchholz 232 § 72 BBG Nr. 39 ; OVG RP, Urteil vom 7. März 2007 - 2 A 10071/07.OVG -, LKRZ 2007, 238 und juris).
Dabei hat er zu prüfen, ob nach den dienstlichen Notwendigkeiten überhaupt eine Mehrarbeit erforderlich ist und welchem Beamten sie übertragen werden soll (vgl. BVerwG, Urteil vom 28. Mai 2003 - 2 C 35/02 -, a.a.O.).
Denn der Dienstherr darf nicht auf Dauer einen Teil seines Personalbedarfs durch die Heranziehung der Beamten zur Dienstleistung über die regelmäßige Arbeitszeit hinaus decken (vgl. BVerwG, Urteil vom 28. Mai 2003 - 2 C 35/02 -, a.a.O.; OVG RP…, Urteil vom 7. März 2007 - 2 A 10071/07.OVG -, a.a.O.).
vgl. BVerwG, Urteil vom 28. Mai 2003 - 2 C 35/02 -, juris.
Sie stellt eine eng begrenzte Ausnahme von der Verpflichtung des Beamten dar, bei zwingenden dienstlichen Erfordernissen ohne Entschädigung auch über die regelmäßige Arbeitszeit hinaus Dienst zu verrichten (OVG RP, Urteil vom 7. März 2007 - 2 A 10071/07 -, LKRZ 2007, 238; BVerwG, Urteil vom 28. Mai 2003 - 2 C 35/02 -, ZBR 2003, 385).
Die Aufstellung und Praktizierung des Dienstplans kann der Anordnung von Mehrarbeit im Sinne des § 80 Abs. 2 LBG nicht gleichgesetzt werden (vgl. BVerwG, Urteil vom 28. Mai 2003 - 2 C 35/02 -, ZBR 2003, 385; OVG NRW, Urteil vom 7. Mai 2009 - 1 A 2652/07 -, ZBR 2009, 352).
Dabei hat er zu prüfen, ob nach den dienstlichen Notwendigkeiten überhaupt eine Mehrarbeit erforderlich ist und welchem Beamten sie übertragen werden soll (BVerwG, Urteil vom 2. April 1981 - 2 C 1/81 -, ZBR 1981, 317; BVerwG, Urteil vom 28. Mai 2003 - 2 C 35/02 -, ZBR 2003, 385).
Denn der Dienstherr darf nicht auf Dauer einen Teil seines Personalbedarfs durch die Heranziehung der Beamten zur Dienstleistung über die regelmäßige Arbeitszeit hinaus decken (vgl. BVerwG, Urteil vom 28. Mai 2003 - 2 C 35/02 -, ZBR 2003, 385; OVG RP, Urteil vom 7. März 2007 - 2 A 10071/07 -, LKRZ 2007, 238).
Mangels kommerzialisierbarem Schaden scheidet auch ein Anspruch auf Schadensersatz in Geld nach §§ 280 Abs. 1 i. V. m. 249, 253 BGB analog vorliegend aus (st. Rspr., vgl. BVerwG, Urteil vom 28. Mai 2003 - 2 C 35/02 -, ZBR 2003, 385, m. w. N.).
Auch für beamtenrechtliche Schadensersatzansprüche ist der Schadensbegriff maßgebend, der den §§ 249 ff. BGB zugrunde liegt (BVerwG, Urt. v. 28.5.2003, ZBR 2003, 385).
Für beamtenrechtliche Schadensersatzansprüche ist der Schadensbegriff maßgebend, der den §§ 249 ff. BGB zugrunde liegt (BVerwG, Urt. v. 28.5.2003, ZBR 2003, 385).
Einem solchen Anspruch steht die strikte Gesetzesbindung der Besoldung (§ 2 Abs. 1 BBesG = § 3 Abs. 1 HmbBesG) entgegen (vgl. BVerwG, Urt. v. 28.5.2003, ZBR 2003, 385, 386).
Bei der Anordnung von Mehrarbeit hat der Dienstherr vielmehr auf der Grundlage und unter Abwägung der im konkreten Zeitpunkt maßgeblichen Umstände eine (einzelfallbezogene) Ermessensentscheidung zu treffen und zu prüfen, ob nach den dienstlichen Notwendigkeiten überhaupt Mehrarbeit erforderlich ist und welchem Beamten sie übertragen werden soll (…st. Rspr., BVerwG U.v. 2.4.1981 a.a.O. Rn. 20; U.v. 28.5.2003 - 2 C 28.02 - juris Rn. 14 und 2 C 35.02 - juris Rn. 11).
Die Aufstellung und Praktizierung von Überstunden, die durch bloßen Eintrag von Arbeitszeiten in einem Dienstplan entstanden sind, kann einer Anordnung von Mehrarbeit grundsätzlich nicht gleichgesetzt werden (…OVG RP U.v. 14.1.2013 - 2 A 10626/12 - juris Rn. 23), da in der Aufstellung von Dienstplänen nicht die für die Anordnung von Mehrarbeit erforderliche einzelfallbezogene Ermessensentscheidung des Dienstherrn auf der Grundlage und unter Abwägung der im konkreten Zeitpunkt maßgebenden Umständen gesehen werden kann (…BVerwG B.v. 3.1.2005 - 2 B 57.04 - juris Rn. 3 f.; U.v. 28.5.2003 - 2 C 28.02 - juris Rn. 14 und 2 C 35.02 - juris Rn. 11;… BayVGH B.v. 31.3.2010 - 3 ZB 08.86 - juris Rn. 14).
(4) Des Weiteren ist auch ein Schadensersatzanspruch in entsprechender Höhe zu verneinen, da es an einem in Geld zu ersetzenden Schaden fehlt (…st. Rspr., vgl. BVerwG U.v. 21.2.1991 - 2 C 48.88 - juris Rn. 22 f.; U.v. 28.5.2003 - 2 C 28.02 - juris Rn. 17 und 2 C 35.02 - juris Rn. 15;… BayVGH v. 31.3.2010 a.a.O. Rn. 30 f.).
(6) Ein Folgenbeseitigungsanspruch kann nicht auf Schadensersatz oder Entschädigung in Geld für rechtswidriges Verwaltungshandeln, sondern allein auf die Wiederherstellung des durch einen rechtswidrigen hoheitlichen Eingriff veränderten rechtmäßigen Zustandes gerichtet sein, der im Zeitpunkt des Eingriffs bestand (BVerwG U.v. 28.5.2003 - 2 C 35.02 - juris Rn. 16).
Auch wenn die Besoldung der Beamten einer strikten Gesetzesbindung unterworfen ist (§ 2 Abs. 1 BBesG, vgl. BVerwG, Urt. v. 28.5.2003, ZBR 2003, 385, 386), führt der an Treu und Glauben orientierte Interessenausgleich zu einem finanziellen Ersatz des Anspruches auf Freizeitausgleich für Zuvielarbeit, wenn der Anspruch auf Dienstbefreiung ohne Verschulden des Beamten nicht (mehr) durchgesetzt werden kann.
Einem solchen Anspruch steht die strikte Gesetzesbindung der Besoldung (§ 2 Abs. 1 BBesG = § 3 HmbBesG) entgegen (vgl. BVerwG, Urt. v. 28.5.2003, ZBR 2003, 385, 386).
VG München, 22.05.2014 - M 5 K 12.4298
VG München, 02.10.2013 - M 5 K 12.3848
Mehrarbeitsvergütung für Beamte; fehlende Anordnung
OVG Niedersachsen, 12.02.2013 - 11 LA 315/12
Kein verwaltungsgerichtlich durchsetzbarer Anspruch aus dem Konnexitätsprinzip …
VG Aachen, 13.12.2018 - 1 K 146/16
Mehrarbeit; Überstunden; Anordnung; Verwaltungsakt
VG Bayreuth, 25.10.2016 - B 5 K 15.570
Keine Mehrarbeitsvergütung bei fehlendem Freizeitausgleich wegen Krankheit und …
VGH Bayern, 09.12.2014 - 3 ZB 12.697
Beamtenrecht; Evangelischer Pfarrer (BesGr. A 14); zusätzliche Erteilung von …
VG Berlin, 22.02.2013 - 5 K 6.12
Anspruch eines Beamten auf finanziellen Ausgleich wegen "Zuvielarbeit"
VG Berlin, 25.05.2012 - 5 K 123.11
Arbeitszeit in den letzten Wochen des Vorbereitungsdienstes für das Lehramt nach …

References: Art. 3
 Art. 19
 § 44
 § 72
 § 1
 § 2
 § 48
 § 72
 § 3
 § 72
 § 80
 § 3
 § 3