Source: https://www.jusmeum.de/gesetz/zweirmausbv-2008
Timestamp: 2020-01-23 08:55:24+00:00

Document:
ZweirMAusbV 2008
Verordnung über die Berufsausbildung zum Zweiradmechaniker und zur Zweiradmechanikerin
Auf Grund des § 4 Abs. 1 in Verbindung mit § 5 und auf Grund des § 6 des Berufsbildungsgesetzes vom 23. März 2005 (BGBl. I S. 931), von denen § 4 Abs. 1 und § 6 zuletzt durch Artikel 232 Nr. 1 der Verordnung vom 31. Oktober 2006 (BGBl. I S. 2407) geändert worden sind, und auf Grund des § 25 Abs. 1 in Verbindung mit § 26 sowie auf Grund des § 27 der Handwerksordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 24. September 1998 (BGBl. I S. 3074, 2006 I S. 2095), von denen § 25 Abs. 1 und § 27 zuletzt durch Artikel 146 der Verordnung vom 31. Oktober 2006 (BGBl. I S. 2407) und § 26 zuletzt durch Artikel 2 Nr. 4 des Gesetzes vom 23. März 2005 (BGBl. I S. 931) geändert worden sind, verordnet das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung:
Der Ausbildungsberuf Zweiradmechaniker und Zweiradmechanikerin wird
nach § 25 der Handwerksordnung zur Ausbildung für das Gewerbe Nummer 20, Zweiradmechaniker, der Anlage A der Handwerksordnung und
nach § 4 Abs. 1 des Berufsbildungsgesetzes
Fahrradtechnik oder
Motorradtechnik.
§ 4 Ausbildungsrahmenplan und Ausbildungsberufsbild
Kommunikation mit internen und externen Kunden,
Fügen, Trennen und Umformen,
Instandhalten von Fahrwerken,
Instandhalten von elektrischen Systemen;
Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Fahrradtechnik:
Herstellen und Instandhalten von Systemen und Anlagen der Fahrradtechnik,
Herstellen, Ändern und Instandhalten von Fahrzeugrahmen und deren Gruppen,
Herstellen, Ausrüsten und Umrüsten von Fahrzeugen mit Zubehör und Zusatzeinrichtungen,
Warten von Motoren, Warenpräsentation,
Instandhalten von Komfort- und Sicherheitssystemen,
Beschaffen, Bereitstellen und Verkaufen von Waren und Produkten,
Verkauf von Dienstleistungen;
Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Motorradtechnik:
Warten und Prüfen von Motoren,
Instandhalten von Verbrennungsmotoren,
Instandhalten von Bauteilen, Baugruppen und Systemen der Kraftübertragung,
Instandhalten von Gemischbildungseinrichtungen,
Instandhalten von elektrischen und elektronischen Systemen und Management-Systemen,
Aus- und Umrüsten mit Zubehör und Zusatzeinrichtungen,
Herstellen, Umbauen und Ausrüsten von motorisierten Zwei- und Dreirädern sowie motorisierten Spezialfahrzeugen,
Verkaufen von Dienstleistungen und Produkten.
(1) Die in § 4 genannten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sollen so vermittelt werden, dass die Auszubildenden zur Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit im Sinne von § 1 Abs. 3 des Berufsbildungsgesetzes befähigt werden, die insbesondere selbstständiges Planen, Durchführen und Kontrollieren einschließt. Diese Befähigung ist auch in den Prüfungen nach den §§ 6 bis 12 nachzuweisen.
(1) Die Abschlussprüfung/Gesellenprüfung besteht aus den beiden zeitlich auseinanderfallenden Teilen 1 und 2. Durch die Abschlussprüfung/Gesellenprüfung ist festzustellen, ob der Prüfling die berufliche Handlungsfähigkeit erworben hat. In der Abschlussprüfung/Gesellenprüfung soll der Prüfling nachweisen, dass er die dafür erforderlichen beruflichen Fertigkeiten beherrscht, die notwendigen beruflichen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt und mit dem im Berufsschulunterricht zu vermittelnden, für die Berufsausbildung wesentlichen Lehrstoff vertraut ist. Die Ausbildungsordnung ist zugrunde zu legen. Dabei sollen Qualifikationen, die bereits Gegenstand von Teil 1 der Abschlussprüfung/Gesellenprüfung waren, in Teil 2 der Abschlussprüfung/Gesellenprüfung nur insoweit einbezogen werden, als es für die Feststellung der Berufsbefähigung erforderlich ist.
(2) Bei der Ermittlung des Gesamtergebnisses wird Teil 1 der Abschlussprüfung/Gesellenprüfung mit 35 Prozent und Teil 2 der Abschlussprüfung/Gesellenprüfung mit 65 Prozent gewichtet.
§ 7 Teil 1 der Abschlussprüfung/Gesellenprüfung
(1) Teil 1 der Abschlussprüfung/Gesellenprüfung soll vor dem Ende des zweiten Ausbildungsjahres stattfinden.
(2) Teil 1 der Abschlussprüfung/Gesellenprüfung erstreckt sich auf die in der Anlage für die ersten drei Ausbildungshalbjahre aufgeführten Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten sowie auf den im Berufsschulunterricht zu vermittelnden Lehrstoff, soweit er für die Berufsausbildung wesentlich ist.
(3) Teil 1 der Abschlussprüfung/Gesellenprüfung besteht aus dem Prüfungsbereich Arbeitsauftrag.
Arbeitsabläufe planen, Arbeitsmittel festlegen, Messungen und Beurteilungen durchführen, technische Unterlagen nutzen sowie Instandhaltungsabläufe, insbesondere den Zusammenhang von Technik, Arbeitsorganisation und Wirtschaftlichkeit sowie Umweltschutz, Sicherheit und Gesundheitsschutz berücksichtigen sowie
Messen, Prüfen und Einstellen an Fahrzeugen sowie Anfertigen eines Mess- und Prüfprotokolls und
Instandhalten von Fahrzeugsystemen, insbesondere Radaufhängung, Lager und Räder, durch Montieren, Demontieren und Fügen, einschließlich Erstellen eines Arbeitsplanes und einer Dokumentation;
der Prüfling soll zwei Arbeitsaufgaben aus unterschiedlichen Bereichen, die Kundenaufträgen entsprechen, durchführen, ein darauf bezogenes situatives Fachgespräch führen, das aus mehreren Gesprächsphasen bestehen kann, und Aufgaben schriftlich bearbeiten, die sich inhaltlich auf die Arbeitsaufgaben beziehen;
die Arbeitsaufgabe eins bezieht sich auf die Tätigkeiten nach Nummer 2 Buchstabe a, die Arbeitsaufgabe zwei bezieht sich auf die Nummer 2 Buchstabe b;
die Prüfungszeit beträgt sieben Stunden; innerhalb dieser Zeit soll das Fachgespräch in insgesamt höchstens 15 Minuten und die Bearbeitung der schriftlichen Aufgabenstellungen in drei Stunden durchgeführt werden.
§ 8 Teil 2 der Abschlussprüfung/Gesellenprüfung in der Fachrichtung Fahrradtechnik
Funktionsanalyse und Diagnosetechnik,
Instandhaltungstechnik und
Arbeitsabläufe und Teilaufgaben zielorientiert unter Beachtung wirtschaftlicher, technischer, organisatorischer, zeitlicher und qualitätssichernder Vorgaben sowie unter Berücksichtigung des Umweltschutzes, der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes selbstständig planen und umsetzen,
Informationssysteme nutzen, mit Kunden kommunizieren, Fahrzeuge und Systeme bedienen sowie
Fehler und Störungen diagnostizieren, Systeme untersuchen, instand setzen und nachrüsten sowie Protokolle anfertigen
Instandhalten von Systemen und Anlagen der Fahrradtechnik, insbesondere durch Prüfen, Messen und Beurteilen sowie Ändern, Montieren, Demontieren und Einstellen an Fahrwerken, Antrieben oder Sicherheits- und Komfortsystemen,
Herstellen, Ausrüsten und Umrüsten von Fahrzeugen, insbesondere Aufbauen eines Fahrrades aus Einzelkomponenten sowie Erstellen der Dokumentation und Ausliefern des einsatzbereiten Fahrrades sowie
Beschaffen, Bereitstellen und Verkaufen von Waren und Produkten einschließlich zugehöriger Dienstleistungen sowie Erstellen der Auftragsdokumentation;
der Prüfling soll im Prüfungsbereich Kundenauftrag drei einander gleichwertige Arbeitsaufgaben, die Kundenaufträgen entsprechen, bearbeiten und dokumentieren sowie hierüber ein Fachgespräch führen, das aus mehreren Gesprächsphasen bestehen kann; durch das Fachgespräch soll der Prüfling zeigen, dass er Kundenaufträge annehmen und analysieren, Lösungen entwickeln sowie Kunden beraten und seine Vorgehensweise erläutern kann; die Bearbeitung der Arbeitsaufgaben einschließlich der Dokumentation ist mit 70 Prozent und das Fachgespräch mit 30 Prozent zu gewichten;
die Arbeitsaufgabe eins bezieht sich auf die Tätigkeiten nach Nummer 2 Buchstabe a, die Arbeitsaufgabe zwei bezieht sich auf die Nummer 2 Buchstabe b, die Arbeitsaufgabe drei bezieht sich auf die Nummer 2 Buchstabe c;
die Prüfungszeit beträgt acht Stunden; innerhalb dieser Zeit soll das Fachgespräch in insgesamt höchstens 30 Minuten durchgeführt werden.
(4) Für den Prüfungsbereich Funktionsanalyse und Diagnosetechnik bestehen folgende Vorgaben:
Sicherheits-, Gesundheitsschutz- und Umweltschutzbestimmungen berücksichtigen,
technische Informationen nutzen und dem jeweiligen System zuordnen,
Problemanalysen durchführen,
die für die Instandhaltung erforderlichen Ersatzteile, Werkzeuge und Hilfsmittel unter Beachtung von technischen Regeln auswählen,
die Maßnahmen unter Berücksichtigung betrieblicher Abläufe planen sowie Schaltpläne, Datensammlungen und branchenbezogene Software auswerten sowie
fachliche Probleme mit verknüpften informationstechnischen, technologischen und mathematischen Sachverhalten analysieren, bewerten und geeignete Lösungswege darstellen
Beschreiben der Vorgehensweise bei der Ausführung von Arbeiten zum Untersuchen von Fahrzeugen und deren Systemen, insbesondere Diagnose von Fehlern, Störungen und deren Ursachen;
der Prüfling soll praxisbezogene Aufgaben unter Zuhilfenahme praxisüblicher Dokumente schriftlich bearbeiten;
(5) Für den Prüfungsbereich Instandhaltungstechnik bestehen folgende Vorgaben:
funktionstechnische Untersuchungen und Problemanalysen durchführen,
die zur Instandhaltung notwendigen Funktionen der Systeme im Zusammenwirken darstellen, erläutern sowie die hierzu erforderliche Dokumentation erstellen und
Beschreiben der Funktion von Fahrzeugsystemen und deren Zusammenwirken, soweit dies zur Instandhaltung und der Eingrenzung von Fehlern erforderlich ist, sowie Beschreibung der Vorgehensweise bei Instandhaltungsarbeiten;
§ 9 Gewichtungs- und Bestehensregelung in der Fachrichtung Fahrradtechnik
(1) Die Prüfungsbereiche in der Fachrichtung Fahrradtechnik sind wie folgt zu gewichten:
1. Prüfungsbereich Arbeitsauftrag 35 Prozent,
2. Prüfungsbereich Kundenauftrag 30 Prozent,
3. Prüfungsbereich Funktionsanalyse
und Diagnosetechnik 12,5 Prozent,
4. Prüfungsbereich Instandhaltungstechnik 12,5 Prozent,
(2) Die Abschlussprüfung/Gesellenprüfung in der Fachrichtung Fahrradtechnik ist bestanden, wenn die Leistungen
im Prüfungsbereich Kundenauftrag mit mindestens „ausreichend“,
in keinem Prüfungsbereich von Teil 2 mit „ungenügend“
§ 10 Teil 2 der Abschlussprüfung/Gesellenprüfung in der Fachrichtung Motorradtechnik
Diagnostizieren von Fehlern, Störungen und deren Ursachen sowie Beurteilen der Ergebnisse an Motormanagement- und Abgasreinigungssystemen, Erstellen eines Mess- und Prüfprotokolls,
Instandhalten von Verbrennungsmotoren und Kraftübertragungssystemen, insbesondere Prüfen, Messen und Einstellen sowie Erstellen der zugehörigen Mess- und Prüfprotokolle,
Aus- und Umrüsten mit Zubehör und Zusatzeinrichtungen, Umbauen und Ausrüsten von Fahrzeugen, insbesondere durch Montieren und Anschließen von Bauteilen und Baugruppen sowie Erstellen der Dokumentation;
die Maßnahmen unter Berücksichtigung betrieblicher Abläufe planen sowie Schaltpläne, Datensammlungen und branchenbezogene Software nutzen und auswerten sowie
Beschreiben der Funktion von Fahrzeugsystemen und deren Zusammenwirken, soweit dies zur Instandhaltung und der Eingrenzung von Fehlern erforderlich ist,
Beschreiben der Vorgehensweise bei Instandhaltungsarbeiten;
§ 11 Gewichtungs- und Bestehensregelung in der Fachrichtung Motorradtechnik
(1) Die Prüfungsbereiche in der Fachrichtung Motorradtechnik sind wie folgt zu gewichten:
3. Prüfungsbereich Funktionsanalyse und Diagnosetechnik 12,5 Prozent,
(2) Die Abschlussprüfung/Gesellenprüfung in der Fachrichtung Motorradtechnik ist bestanden, wenn die Leistungen
§ 12 Mündliche Ergänzungsprüfung
Auf Antrag des Prüflings ist die Prüfung in einem der in Teil 2 der Abschlussprüfung/Gesellenprüfung mit schlechter als „ausreichend“ bewerteten Prüfungsbereiche, in denen Prüfungsleistungen mit eigener Anforderung und Gewichtung schriftlich zu erbringen sind, durch eine mündliche Prüfung von höchstens 15 Minuten zu ergänzen, wenn dies für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Bei der Ermittlung des Ergebnisses für diesen Prüfungsbereich sind das bisherige Ergebnis und das Ergebnis der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis von 2 : 1 zu gewichten.
§ 13 Bestehende Berufsausbildungsverhältnisse
Berufsausbildungsverhältnisse, die bei Inkrafttreten dieser Verordnung bestehen, können unter Anrechnung der bisher zurückgelegten Ausbildungszeit nach den Vorschriften dieser Verordnung fortgesetzt werden, wenn die Vertragsparteien dies vereinbaren. Kommt eine Vereinbarung nicht zustande, sind auf Berufsausbildungsverhältnisse, die bis zum 31. Juli 2008 begonnen wurden, die Vorschriften der in § 14 Satz 2 genannten Verordnungen weiter anzuwenden.
Anlage (zu § 4) Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Zweiradmechaniker/zur Zweiradmechanikerin
(Fundstelle: BGBl. I 2008, 1566 - 1577)
Ausbildungsberufsbildes Fertigkeiten und Kenntnisse,
Durchführens und Kontrollierens zu vermitteln sind Zeitliche Richtwerte
sowie Kontrollieren und Bewerten von Arbeits-
Arbeitsschritte und -abläufe nach funktionalen, organisatorischen, technischen und wirtschaftlichen Kriterien sowie nach Herstellervorgaben planen und festlegen
Arbeitsergebnisse durch Soll-Ist-Wertvergleiche kontrollieren, bewerten, dokumentieren und Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsergebnisse vorschlagen
Ursachen von Fehlern und Qualitätsmängeln systematisch suchen, zur Beseitigung beitragen und dokumentieren
Verfahren und Messgeräte auswählen, Messfehler abschätzen
elektrische sowie elektronische Größen und Signale an Baugruppen und Systemen messen, prüfen und beurteilen, Prüfergebnisse dokumentieren
physikalische Größen, insbesondere Drücke und Temperaturen messen, prüfen und Prüfergebnisse dokumentieren
8 Betriebliche und tech-
Bedeutung der Information, Kommunikation und Dokumentation für den wirtschaftlichen Betriebsablauf beurteilen und zur Vermeidung von Störungen beitragen
Gespräche mit Vorgesetzten, Mitarbeitern und in der Gruppe situationsgerecht führen, Sachverhalte darstellen sowie deutsche und englische Fachausdrücke anwenden
9 Kommunikation mit
internen und externen Kunden
Vorgaben für das Informieren hinsichtlich der Bedienung des Zubehörs und der Zusatzeinrichtungen nach Anleitung beachten, auf Sicherheitsregeln und Vorschriften hinweisen
10 Bedienen von Fahrzeugen und Systemen
Bedienelemente von Fahrzeugen anwenden
Bedienelemente von Systemen, insbesondere Anlagen, Maschinen oder Geräten, anwenden
11 Warten, Prüfen und
Einstellen von Fahrzeugen und Systemen sowie von Betriebseinrichtungen
Arbeits- und Sicherheitsregeln sowie Herstellerrichtlinien beim Transport und beim Heben von Hand anwenden
Wartungsarbeiten nach Vorgabe durchführen, insbesondere Betriebsflüssigkeiten kontrollieren, nachfüllen, wechseln und zur Entsorgung beitragen, Arbeitsschritte dokumentieren
mechanische und elektrische Bauteile, Baugruppen und Systeme auf Verschleiß, Beschädigungen, Dichtheit, Lageabweichungen und Funktionsfähigkeit prüfen, Arbeiten dokumentieren
hydraulische, pneumatische und elektrische Leitungen, Anschlüsse und mechanische Verbindungen prüfen und Prüfergebnisse dokumentieren
Werterhaltung beim Umgang mit Fahrzeugen und Betriebseinrichtungen berücksichtigen
12 Montieren, Demontieren und Instandsetzen von Bauteilen, Baugruppen und Systemen
Bauteile, Baugruppen und Systeme außer Betrieb nehmen, demontieren, zerlegen, auf Wiederverwertbarkeit prüfen, kennzeichnen und systematisch ablegen
unter Berücksichtigung der Werkstoffeigenschaften Bezugslinien, Bohrungsmitten und Umrisse anreißen und körnen, Bauteile und Halbzeuge trennen und umformen
1 Planen und Vorbereiten von Arbeitsabläufen
Arbeitsabläufe unter Berücksichtigung des Arbeitsauftrages, der Instandhaltungsvorgaben, Einbauanleitungen, der personellen und technischen Gegebenheiten planen, kontrollieren und bewerten
Schäden an angrenzenden Bauteilen und Baugruppen erkennen, protokollieren und Maßnahmen zu ihrer Beseitigung einleiten
Arbeitsplatzbedarf festlegen, Werkzeuge und Prüfmittel ermitteln sowie deren Einsatz abstimmen
Zeit-, Teile- und Materialbedarf sowie Betriebs- und Hilfsstoffe für den Arbeitsauftrag festlegen
eigene und von anderen erbrachte Arbeitsergebnisse überprüfen, bewerten und protokollieren
Verkehrs- und Betriebssicherheit kontrollieren und dokumentieren
Arbeitsabläufe gemeinsam planen und festlegen
Richtlinien zur Sicherung der Produkt- und Arbeitsqualität beachten
Prüf- und Wartungsfristen von Betriebs- und Prüfmitteln beachten und Maßnahmen einleiten
Ursachen von Fehlern und Mängeln im Arbeitsprozess systematisch suchen, bewerten, beseitigen und dokumentieren, Folgewirkungen von Fehlern und Mängeln abschätzen
Verfahren für Rückrufaktionen oder Nachbesserungen beachten
Dokumentation zur Übergabe von Fahrzeugen zusammenstellen, insbesondere Bedienungsanleitungen, Übergabeprotokoll und Prüfbescheinigung
3 Messen und Prüfen an Systemen
elektrische Verbindungen, Leitungen und Leitungsanschlüsse auf Schäden prüfen, Schäden beurteilen
physikalische Größen, insbesondere Längen, Flächen, Winkel, Drücke, Fördermengen und Temperaturen beurteilen
Prüf- und Diagnosegeräte auswählen und anwenden, Messwerte beurteilen
elektrische, elektronische Größen und Signale an Baugruppen und Systemen auslesen und beurteilen
4 Betriebliche und tech-
technische Informationen interpretieren, aufbereiten, vermitteln, präsentieren und dokumentieren
Gesetze und Vorschriften, insbesondere Straßenverkehrsrecht und Schuldrecht, auftragsbezogen beachten
Herstellergarantie und Kulanzrichtlinien beachten
Kommunikations- und Informationssysteme, insbesondere zur Erstellung von Arbeitsnachweisen, Bestellungen und Rechnungen nutzen
elektronische Informationssysteme und technische Geräte aktualisieren
elektrische, elektronische, elektropneumatische und elektrohydraulische Schalt- und Funktionspläne anwenden
Bedeutung deutscher und englischer Fachausdrücke erklären
5 Kommunikation mit
die Grundlagen der Kommunikation in Sprache, Gestik, Mimik, Haltung und Kleidung im Kundenkontakt anwenden
Maßnahmen zur Umsetzung von Kundenwünschen einleiten
Kunden auf Mängel und Instandhaltungsbedarf hinweisen
Störungs- und Schadensanalyse durch eingrenzende Kundenbefragung durchführen
Kunden auf Wartungsintervalle sowie auf die Vorteile von Instandhaltungsvereinbarungen hinweisen
Kunden hinsichtlich der Bedienung des Zubehörs und der Zusatzeinrichtungen unter Beachtung der Bedienungsanleitung informieren
6 Fügen, Trennen und
Werkzeuge, Material und Hilfsstoffe zum Weichlöten auswählen; Bauteile und Materialien durch Weichlöten verbinden, insbesondere Anschlüsse und Verbindungen in elektrischen und elektronischen Systemen herstellen
Werkzeuge und Hilfsmittel zum Umformen und Trennen auswählen und handhaben; Halter und Befestigungseinrichtungen aus Blechen und Profilen herstellen
Werkzeuge, Schutzeinrichtungen und Hilfsmittel zum Herstellen von geschweißten Verbindungen auswählen und handhaben; Schweißverbindungen an Vorrichtungen, Werkzeugen und Haltern durch MIG-/MAG-Schweißverfahren herstellen
die Auswirkungen der Wärmezufuhr in metallische Werkstoffe berücksichtigen und wärmebedingte Verformungen korrigieren
Fahrzeugbauteile fügen, insbesondere durch Schrauben, Kleben, Nieten, Pressen, Klemm- und Steckverbindungen
Lagegenauigkeit, Reihenfolge, Anzugsdrehmomente, Anzugsstufen und Sicherung beim Fügen beachten
7 Manuelles und maschi-
nelles Bearbeiten
Werkzeuge und Maschinen unter Berücksichtigung der Verfahren und Werkstoffe auswählen und handhaben
Werkstücke unter Berücksichtigung von Werkstoff- und Maschineneigenschaften spanen, bearbeiten und der Weiterverarbeitung zuführen
Bauteile mit handgeführten Zerspanungsmaschinen bearbeiten
Bohrungen, insbesondere Lagersitze und Führungen in Werkstücken durch Rundreiben und Fräsen auf Passungsdurchmesser bearbeiten
Werkstücke mit unterschiedlichen Drehmeißeln durch Quer-Plandrehen und Längs-Runddrehen herstellen
8 Instandhalten von
Räder und ihre Bauteile instand halten
Rahmen, Radaufhängung und deren Lagerung demontieren, montieren und einstellen
Rahmen, Radaufhängung, Räder und Bremsen auf Verschleiß und Schäden, insbesondere Unfallschäden, prüfen
Fahrwerksgeometrie unter Berücksichtigung von Herstellerangaben prüfen
Fahrwerke abstimmen
Bremssysteme instand halten
Dämpfer- und Bremssysteme mit Betriebsflüssigkeit befüllen und entlüften
Korrosionsschutz und Oberflächenbeschichtung wiederherstellen
9 Instandhalten von
elektrischen Systemen
(§ 4 Abs. 2 Abschnitt A Nr. 16)
Beleuchtung und Signaleinrichtungen prüfen, einstellen und anschließen
elektromotorische Antriebe prüfen, warten und instand setzen
Generatoren und Energiespeichersysteme sowie deren Steuerung und Regelung prüfen, warten und anschließen
Abschnitt III: Berufliche Fachbildung in Fachrichtungen
A. Fachrichtung Fahrradtechnik
1 Herstellen und Instand-
halten von Systemen und
Anlagen der Fahrrad-
Schaltsysteme, insbesondere Ketten- und Nabenschaltung instand setzen
Muskelkraftantrieb und -übertragung instand setzen
Beleuchtungs- und Signalanlage instand setzen
Zusatzantriebssysteme instand setzen
Energieversorgungssysteme instand setzen
mechanische und hydraulische Kraftübertragungseinrichtungen instand setzen und herstellen
Speichenräder instand setzen und herstellen
Bauteile und Baugruppen von Fahrrädern und Spezialfahrzeugen nach Kundenbedarf herstellen und ändern
Sitzsysteme, Lenker, Vorbauten und Lenkeranbauteile nach Kundenwunsch, insbesondere unter Beachtung von Ergonomie, warten, austauschen und anpassen
2 Herstellen, Ändern und
Instandhalten von Fahrzeugrahmen und
deren Gruppen
Rahmenbauformen und Rahmengeometrien, insbesondere unter ergonomischen Gesichtspunkten, bestimmen
Rahmenwerkstoffe, deren Eigenschaften und Einsatzbereiche berücksichtigen
Werkzeuge und Hilfsmittel zum Trennen von Hartlötverbindung auswählen und anwenden
Rahmen oder Rahmengruppen mit unterschiedlichen Fügetechniken, insbesondere Hartlöten und autogenes Schweißen, herstellen und ändern
Rahmen oder Rahmenteile durch Hartlöten oder autogenes Schweißen unter Berücksichtigung von Herstellerangaben instand setzen und für den Korrosions- und Oberflächenschutz vorbereiten
Rahmen nach dem Lackieren oder Beschichten zur Montage vorbereiten
Rahmen, Gabel und Ausfallenden unter Berücksichtigung von Herstellerangaben richten
Rahmen mit Mess- und Prüfzeugen vermessen
3 Herstellen, Ausrüsten
und Umrüsten von
Fahrzeugen mit Zubehör und Zusatzeinrichtungen
Fahrzeuge aus Komponenten herstellen
Zubehör und Zusatzeinrichtungen nach Fahrzeugtyp und Kundenbedarf auswählen
Zubehör und Zusatzeinrichtungen anpassen und ändern
Bedienungseinrichtungen, Bauteile und Baugruppen von Fahrzeugen, insbesondere unter Berücksichtigung von Kundenanforderungen, ändern, anpassen und montieren
Funktionen von Fahrzeugen und Zubehör prüfen
4 Warten von Motoren,
Verbrennungsmotoren einstellen
Zündung prüfen und einstellen
Gemischaufbereitungsanlage prüfen und einstellen
Filter prüfen und reinigen
innere und äußere Dichtigkeit von Motoren prüfen
Waren und Warenlandschaften im Verkaufsraum arrangieren, präsentieren und pflegen
Produkte aus den Bereichen Service und Dienstleistung präsentieren
Waren aus- und kennzeichnen
5 Instandhalten von
Komfort- und Sicherheitssystemen
Fehler und Störungen an Komfort- und Sicherheitssystemen unter Berücksichtigung von Kundenangaben durch Prüfen und Messen eingrenzen und bestimmen
Fehler und Störungen unter Verwendung von
Diagnosemitteln feststellen
Ursachen von Fehlern und Störungen in Komfort- und Sicherheitssystemen bestimmen und protokollieren
Bauteile und Baugruppen der Komfort- und Sicherheitssysteme prüfen, einstellen und instand setzen
Verbindungen der Sicherheits- und Komforteinrichtungen prüfen, einstellen und instand setzen
6 Beschaffen, Bereitstellen und Verkaufen von Waren und Produkten
Bestellung von Handelswaren weiterleiten
Warenannahme durchführen
Waren einlagern und auftragsbezogen bereitstellen
Verkaufsgespräche mit Kunden führen; Kunden über den Nutzen der angebotenen Waren und Produkte beraten
verkaufte Waren registrieren, Angebote, Aufträge, Lieferscheine, Kaufbelege und Rechnungen erstellen
Zahlungsverkehr mit Kunden abwickeln
7 Verkauf von Dienst-
(§ 4 Abs. 2 Abschnitt B Nr. 7)
Kunden im Blick auf technisch und wirtschaftlich angemessene Instandsetzungsmaßnahmen beraten
Reparaturaufträge, Angebote und Kostenvoranschläge für den innerbetrieblichen Ablauf erstellen
Gewährleistungs-, Garantie- und Kulanzabwicklungen vorbereiten
Reparaturaufträge abrechnen, dem Kunden die Rechnung erläutern
instand gesetzte oder hergestellte Fahrzeuge ausliefern
B. Fachrichtung Motorradtechnik
1 Warten und Prüfen von Motoren
Motoren einstellen
Filter prüfen, reinigen und erneuern
innere und äußere Dichtigkeit prüfen
2 Instandhalten von
Fehler und Störungen an Verbrennungsmotoren unter Beachtung von Kundenangaben durch Prüfen und Messen eingrenzen, bestimmen und deren Ursachen feststellen
Bauteile am ein- und ausgebauten Motor demontieren, instand setzen und montieren
Motoren zerlegen, reinigen und für die weitere Bearbeitung vorbereiten
Bauteile und Baugruppen prüfen, messen und instand setzen
Motoren zusammenbauen und auf Funktion prüfen
Nebenaggregate von Motoren demontieren, instand setzen und montieren und für vorgeschriebene Prüfungen vorbereiten
3 Instandhalten von
Bauteilen, Baugruppen und Systemen der
Fehler und Störungen der Kraftübertragung unter Beachtung von Kundenangaben durch Prüfen und Messen eingrenzen und bestimmen
Bauteile, Baugruppen und Systeme der Kraftübertragung am ein- und ausgebauten Motor demontieren, instand setzen und montieren
Getriebe und Endantriebe zerlegen, Bauteile und Baugruppen prüfen und instand setzen, Getriebe zusammenbauen und auf Funktion prüfen
Bauteile und Baugruppen des Sekundärantriebs prüfen, warten und instand setzen
4 Instandhalten von
Gemischbildungs-
Gemischbildungseinrichtungen einschließlich deren Nebenaggregaten nach Herstellervorschrift warten, prüfen und einstellen
Fehler und Störungen sowie deren Ursachen an Bauteilen und Baugruppen der Gemischbildung eingrenzen, bestimmen und beheben
Gemischbildungseinrichtungen unter besonderer Beachtung von technischen Regeln, Normen und Gesetzen hinsichtlich rationeller Energieverwendung und Umweltschutz einstellen und für vorgeschriebene Prüfungen vorbereiten
5 Instandhalten von elek-
trischen und elektronischen Systemen und
(§ 4 Abs. 2 Abschnitt C Nr. 5)
Fehler und Störungen unter Berücksichtigung von Kundenangaben durch Prüfen und Messen eingrenzen und bestimmen
Fehler und Störungen, insbesondere mit Schaltplänen und Fehlersuchanleitungen unter Verwendung von Diagnosetestern, feststellen
Ursachen von Fehlern und Störungen bestimmen und protokollieren
Bauteile und Baugruppen demontieren, instand setzen und montieren
elektrische Leitungsverbindungen demontieren, instand setzen und montieren
elektrische, elektronische und Management-Systeme unter Beachtung der technischen Regeln, Normen und gesetzlichen Vorschriften warten und einstellen
Regel- und Steuerkreise der Management-Systeme unter Einbeziehung beteiligter mechanischer, hydraulischer und pneumatischer Systeme prüfen, messen und instand setzen sowie Messprotokolle erstellen
Datenkommunikationssysteme prüfen, messen und instand setzen
6 Instandhalten
von Komfort- und
(§ 4 Abs. 2 Abschnitt C Nr. 6)
Fehler und Störungen, insbesondere mit Schaltplänen und Fehlersuchanleitungen unter Verwendung von Diagnosemitteln, feststellen
Bauteile und Baugruppen der Komfort- und Sicherheitssysteme demontieren, instand setzen und montieren
Verbindungen der Sicherheits- und Komfortsysteme demontieren, instand setzen und montieren
Komfort- und Sicherheitssysteme warten und einstellen
Regel- und Steuerkreise der Komfort- und Sicherheitssysteme unter Einbeziehung beteiligter Systeme prüfen, messen und instand setzen sowie Messprotokolle erstellen
7 Aus- und Umrüsten
mit Zubehör und
(§ 4 Abs. 2 Abschnitt C Nr. 7)
Zubehör und Zusatzeinrichtungen unter Beachtung von Fahrzeugtyp und Kundenbedarf auswählen
Zubehör und Zusatzeinrichtungen montieren und demontieren
Zubehör und Zusatzeinrichtungen anschließen und einstellen
Zubehör und Zusatzeinrichtungen auf Funktion prüfen
8 Herstellen, Umbauen
und Ausrüsten von motorisierten Zwei- und Drei-
rädern sowie motorisierten Spezialfahrzeugen
(§ 4 Abs. 2 Abschnitt C Nr. 8)
Bedienungseinrichtungen und Bauteile von Fahrzeugen unter Berücksichtigung von speziellen Kundenanforderungen ändern, anpassen und montieren
Bauteile und Baugruppen unter Beachtung von besonderen Einsatzbedingungen herstellen, anpassen, ändern, montieren und auf Funktion prüfen
Fahrzeugteile, insbesondere nach Unfallschäden, instand setzen, herstellen und für den Korrosions- und Oberflächenschutz vorbereiten
9 Verkaufen von Dienst-
(§ 4 Abs. 2 Abschnitt C Nr. 9)
Kundenbedarf und Kundenwünsche erkennen, fördern und umsetzen
Kunden bezüglich der technischen Machbarkeit unter besonderer Berücksichtigung von technischen Regeln, Normen und Gesetzen informieren und beraten
Teilebeschaffungen nach Kundenauftrag vorbereiten und durchführen
Verkaufspreise ermitteln
Warenannahme, -lagerung und -bereitstellung durchführen
Kostenvoranschläge und Rechnungen vorbereiten
Im Zusammenhang mit anderen im Ausbildungsrahmenplan aufgeführten Inhalten zu vermitteln.
2008, 1560: BGBl I

References: § 4
 § 5
 § 6
 § 4
 § 6
 § 25
 § 26
 § 27
 § 25
 § 27
 § 26
 § 25
 § 4

§ 4
 § 4
 § 1

§ 7

§ 8

§ 9

§ 10

§ 11

§ 12

§ 13
 § 14
 § 4