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Timestamp: 2018-04-21 09:46:39+00:00

Document:
817.022.11
Verordnung des EDI vom 16. Dezember 2016 über Trinkwasser sowie Wasser in öffentlich zugänglichen Bädern und Duschanlagen (TBDV)
Ordinanza del DFI del 16 dicembre 2016 sull’acqua potabile e sull’acqua per piscine e docce accessibili al pubblico (OPPD)
2. Abschnitt: Trinkwasser
Art. 3 Anforderungen an Trinkwasser
Art. 4 Anforderungen an Wasserversorgungsanlagen
Art. 5 Information der Zwischen- oder Endabnehmerinnen und -...
Art. 6 Einschränkung bei der Kennzeichnung von abgefülltem T...
3. Abschnitt: Dusch- und Badewasser
Art. 8 Meldepflicht für Bauprojekte
Art. 9 Mikrobiologische Anforderungen
Art. 10 Zulässige Desinfektionsmittel
Art. 11 Konzentrationen von Desinfektionsmitteln
Art. 12 Höchstkonzentrationen für Schadstoffe und bei der De...
Art. 13 Wasseraufbereitungs- und Duschanlagen
Art. 14 Anforderungen an das Personal in öffentlich zugängli...
4. Abschnitt: Nachführen der Anhänge
Art. 16 Übergangsbestimmungen
Mikrobiologische Anforderungen an Trinkwasser
Chemische Anforderungen an Trinkwasser
Weitere Anforderungen an Trinkwasser
Liste der anerkannten Verfahren und Mittel zur Aufbereitung ...
1 Liste der Verfahren zur Aufbereitung von Trinkwasser
2 Liste der Verfahren zur Desinfektion von Trinkwasser
3 Liste der Verfahren zum Schutz von Trinkwasseranlagen
4 Liste der Stoffe zur Aufbereitung von Trinkwasser
5 Liste der Stoffe zur Desinfektion von Trinkwasser
6 Liste der besonderen Stoffe zum Schutz von Trinkwasseranla...
Mikrobiologische Anforderungen an Wasser in öffentlich zugän...
Höchst- und Mindestanforderungen betreffend Wasser in öffent...
Höchstkonzentrationen von Schadstoffen und bei der Desinfekt...
Verordnung des EDI über Trinkwasser sowie Wasser in öffentlich zugänglichen Bädern und Duschanlagen
(TBDV)
gestützt auf die Artikel 10 Absatz 4, 14 Absatz 1, 22, 24, 26 Absatz 3, 27 Absatz 4, 36 Absätze 3 und 4 und 72 der Lebensmittel- und Gebrauchsgegenständeverordnung vom 16. Dezember 20161,
1 Diese Verordnung regelt die Aufbereitung, die Bereitstellung und die Qualität von Trinkwasser als Lebensmittel und von Wasser als Gebrauchsgegenstand.
2 Sie legt insbesondere die Anforderungen fest in Bezug auf:
Duschwasser in öffentlich zugänglichen Anlagen;
Wasser in öffentlich zugänglichen Schwimmbädern, einschliesslich Sprudelbädern, Thermalbädern, Mineralbädern, Solebädern, Wellnessbädern, Therapiebädern, Kinderplanschbecken oder ähnlichen Einrichtungen, sowie in öffentlich zugänglichen Wasserbecken mit biologischer Aufbereitung des Badewassers.
In diesem Abschnitt bedeuten:
Trinkwasser: Wasser im Naturzustand oder nach der Aufbereitung, das zum Trinken, zum Kochen, zur Zubereitung von Lebensmitteln oder zur Reinigung von Bedarfsgegenständen nach Artikel 5 Buchstabe a des Lebensmittelgesetzes vom 20. Juni 20141 vorgesehen, bereitgestellt oder verwendet wird;
Warmwasser: Trinkwasser, dessen Temperatur durch Wärmezufuhr erhöht worden ist;
Wasserversorger: Anbieterin oder Anbieter, die oder der Zwischen- oder Endabnehmerinnen und -abnehmer mit Trinkwasser versorgt;
Wasserversorgungsanlage: Anlage zum Fassen, Aufbereiten, Speichern und Verteilen von Trinkwasser;
Fassung: bauliche Einrichtung, mit der ein Wasservorkommen zur Trinkwassernutzung erschlossen wird;
Verteilnetz: Leitungen bis zur Schnittstelle mit den Hausinstallationen, bestehend aus Transport-, Zubringer-, Haupt- und Versorgungsleitungen zum Transportieren und Verteilen von Trinkwasser;
Hausinstallation: Leitungen bis zur Schnittstelle mit dem Verteilnetz, bestehend aus hausinternen Trinkwasserleitungen mit den dazugehörenden Armaturen und den Hauszuleitungen.
1 Trinkwasser muss hinsichtlich Geruch, Geschmack und Aussehen unauffällig sein und darf hinsichtlich Art und Konzentration der darin enthaltenen Mikroorganismen, Parasiten sowie Kontaminanten keine Gesundheitsgefährdung darstellen.
2 Trinkwasser muss die Mindestanforderungen nach den Anhängen 1-3 erfüllen.
3 Die Betreiberin oder der Betreiber einer Trinkwasserversorgungsanlage führt zudem unter Berücksichtigung der Anforderungen des Gewässerschutzgesetzes vom 24. Januar 19911 im Rahmen der gesamtbetrieblichen Gefahrenanalyse periodisch eine Analyse der Gefahren für Wasserressourcen durch.
1 SR 814.20
1 Wer eine Wasserversorgungsanlage bauen oder baulich verändern will, muss dies der kantonalen Vollzugsbehörde vorgängig melden. Von dieser Bestimmung ausgenommen sind Inhaberinnen und Inhaber sowie Betreiberinnen und Betreiber von Hausinstallationen.
2 Beim Bau oder Umbau sowie beim Betrieb der Wasserversorgungsanlage müssen die anerkannten Regeln der Technik eingehalten werden.
3 Die Betreiberin oder der Betreiber ist verpflichtet, die Anlage durch entsprechend ausgebildete Personen regelmässig überwachen und warten zu lassen.
4 Für die Aufbereitung von Trinkwasser und den Schutz von Trinkwasseranlagen dürfen ausschliesslich Stoffe und Verfahren nach Anhang 4 verwendet werden. Zur Desinfektion verwendete Biozidprodukte müssen zudem gemäss der Biozidprodukteverordnung vom 18. Mai 20051 für die Trinkwasserdesinfektion zugelassen sein.
5 Für den Bau oder Umbau sowie beim Betrieb der Trinkwasserversorgungsanlage sind Trinkwasserkontaktmaterialien zu verwenden, deren Eignung zum Fassen, Aufbereiten, Transportieren und Speichern von Trinkwasser nach anerkannten Prüf- und Bewertungsverfahren ermittelt wurde. Diese Materialien dürfen Stoffe nur in Mengen ins Trinkwasser abgeben, die:
gesundheitlich unbedenklich sind;
technisch unvermeidbar sind; und
keine Veränderung der Zusammensetzung oder der organoleptischen Eigenschaften herbeiführen.
Art. 5 Information der Zwischen- oder Endabnehmerinnen und -abnehmer
Wer über eine Wasserversorgungsanlage Trinkwasser abgibt, hat die Zwischen- oder Endabnehmerinnen und -abnehmer mindestens einmal jährlich umfassend über die Qualität des Trinkwassers zu informieren.
Art. 6 Einschränkung bei der Kennzeichnung von abgefülltem Trinkwasser
Wer Trinkwasser an Konsumentinnen oder Konsumenten abgibt, darf auf dem Behältnis weder Hinweise auf Quellorte oder Quellnamen noch Bildzeichen, Abbildungen oder Bezeichnungen anbringen, die Anlass zu Verwechslungen mit einem natürlichen Mineralwasser oder mit Quellwasser geben könnten.
Wasser: Wasser in öffentlich zugänglichen Schwimmbädern, einschliesslich Sprudelbädern, Thermalbädern, Mineralbädern, Solebädern, Wellnessbädern, Therapiebädern, Kinderplanschbecken oder ähnlichen Einrichtungen, Wasser in öffentlich zugänglichen Wasserbecken mit biologischer Aufbereitung des Badewassers sowie Duschwasser in öffentlich zugänglichen Anlagen;
Bad: Badanlage, einschliesslich Thermalbad, Mineralbad, Dampfbad und Badanlage mit biologischer Wasseraufbereitung;
Thermalbad: Bad mit Wasser aus einem Grundwasservorkommen, dessen Temperatur bei Austritt über 20 °C liegt und das aus einer Quelle oder einer Tiefbohrung stammt;
Mineralbad: Bad mit Einrichtungen, die Wasser aus einem natürlicherweise stark mineralisierten Grundwasservorkommen nutzen, das aus einer Quelle oder einer Tiefbohrung stammt;
Dampfbad: Warmluftraum mit hoher Luftfeuchtigkeit, dessen Temperatur im Allgemeinen zwischen 40°C und 50°C liegt;
Badanlage: Bad mit künstlichem Becken, dessen Wasser gefiltert, desinfiziert, erneuert und rezykliert wird, sowie sämtliche Wasseraufbereitungsanlagen, die für den Betrieb erforderlich sind;
Badanlage mit biologischer Wasseraufbereitung: Bad mit natürlichem oder künstlichem Becken, dessen Wasser durch die vorhandene Mikroflora, rezykliert und erneuert, nicht aber desinfiziert wird, sowie sämtliche Wasseraufbereitungsanlagen, die für den Betrieb erforderlich sind;
Öffentlich zugängliche Anlage oder öffentlich zugängliches Bad: Anlage oder Bad, die oder das für die Allgemeinheit oder einer berechtigten Personenkreis geöffnet und nicht zur Nutzung in einem familiären Rahmen bestimmt ist;
Wasseraufbereitungsanlage: Anlage zur Aufbereitung von Wasser in öffentlich zugänglichen Bädern, einschliesslich der dazu benötigten Räume, Apparaturen, Verfahren und Substanzen, chemischen Zubereitungen und Biozidprodukte zur Sicherstellung einer zweckmässigen und anforderungsgerechten Wasserqualität. Bei Wasserbecken mit biologischer Aufbereitung des Badewassers gelten auch die verwendeten Organismen als Teil der Aufbereitung.
Wer ein öffentlich zugängliches Bad bauen oder baulich verändern will, muss dies der kantonalen Vollzugsbehörde vorgängig melden
Für den Kontakt mit dem menschlichen Körper bestimmtes Wasser hat den mikrobiologischen Anforderungen nach Anhang 5 zu genügen.
1 Zur Desinfektion des Wassers sind ausschliesslich zugelassene oder anerkannte Biozidprodukte nach der Biozidprodukteverordnung vom 18. Mai 20051 zu verwenden.
2 Für Wasser in Duschanlagen gelten die Anforderungen an Desinfektionsmittel für Trinkwasser nach Artikel 4 Absatz 4.
Die Konzentrationen von Desinfektionsmitteln sowie die für eine Aufbereitung von Wasser geltenden Parameter sind in Anhang 6 festgelegt.
Art. 12 Höchstkonzentrationen für Schadstoffe und bei der Desinfektion anfallende Nebenprodukte
Die Höchstkonzentrationen für Schadstoffe und bei der Desinfektion anfallende Nebenprodukte sind in Anhang 7 festgelegt.
Wasseraufbereitungs- und Duschanlagen müssen nach den anerkannten Regeln der Technik eingerichtet, betrieben oder abgeändert werden. Die Inhaberin oder der Inhaber ist verpflichtet, sie durch entsprechend ausgebildete Personen regelmässig überwachen und unterhalten zu lassen.
Art. 14 Anforderungen an das Personal in öffentlich zugänglichen Bädern
1 In jedem öffentlich zugänglichen Bad muss mindestens eine Person verfügbar sein, die über eine Fachbewilligung nach der Verordnung des EDI vom 28. Juni 20051 über die Fachbewilligung für die Desinfektion des Badewassers in Gemeinschaftsbädern verfügt; ausgenommen sind Badanlagen mit biologischer Wasseraufbereitung.
2 Personen, die nicht über die erforderlichen Fähigkeiten und Kenntnisse verfügen, können auf Anleitung der Inhaberin oder des Inhabers der Fachbewilligung Aufgaben bei der Wasseraufbereitung wahrnehmen.
3 Die Inhaberin oder der Inhaber der Fachbewilligung hat die Anleitung an diese Personen schriftlich festzuhalten.
1 SR 814.812.31
1 Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen passt die Anhänge dieser Verordnung dem Stand von Wissenschaft und Technik sowie dem Recht der wichtigsten Handelspartner der Schweiz an.
2 Es kann Übergangsfristen festlegen.
1 Trinkwasser, das Arsen zwischen 10 bis 50 µg/l oder Uran über 30 µg/l enthält, darf noch bis zum 31. Dezember 2018 nach bisherigem Recht an Konsumentinnen und Konsumenten abgegeben werden.
2 Können die mikrobiologischen Anforderungen an Wasser in Bädern und Duschanlagen nur durch eine bauliche Sanierung eingehalten werden, so muss diese bis zum 30. April 2027 erfolgen. In diesem Fall gelten diese Anforderungen während dieser Zeit nicht, es sind jedoch alle übrigen nach dieser Verordnung vorgesehenen Massnahmen zu treffen, um den Schutz der Gesundheit sicherzustellen.
Höchstwerte KBE1
Analytische Referenzmethode
an der Fassung, unbehandelt
nn2/100 ml
nn/100 ml
EN/ISO 6222
EN/ISO 9308-1
EN/ISO 7899-2
Bebrütungstemperatur: 30 °C
Bebrütungstemperatur: 30 °C gilt unmittelbar nach der Aufbereitung oder Behandlung des Wassers
im Verteilnetz, behandelt oder unbehandelt
300/ml
Trinkwasser (behandelt oder unbehandelt), abgefüllt in Behältnisse oder ab Wasserspendern (Gallonen oder im Verteilnetz)
EN/ISO 16266
1 KBE: kolonienbildende Einheiten
2 nn: nicht nachweisbar
Der Parameterwert bezieht sich auf den Restmonomergehalt im Wasser, berechnet gemäss den Spezifikationen für den maximalen Migrationswert des betreffenden Polymers bei Wasserkontakt.
Für Trinkwasser vom reduzierten Typus; berechnet als NH4+.
Für Trinkwasser vom oxidierten Typus; berechnet als NH4+.
Siehe ebenfalls BTEX.
Proben ab Hausinstallationen sind nach einem Vorlauf von 500 ml zu entnehmen.
Aus Trinkwasseraufbereitung stammend, ohne Beeinträchtigung der Desinfektion.
Summe von Benzen, Methylbenzen, Ethylbenzen und Dimethylbenzen.
Chlor (freies)
Auf aggressive Wässer ist der Höchstwert nicht anwendbar.
Chlormethyloxiran
(Epichlorhydrin)
(Vinylchlorid)
Gesamtes Cyanid, alle Formen, berechnet als Cyanid.
Dichlorethan, 1,2-
Siehe auch «Halogenkohlenwasserstoffe, flüchtige».
Dioxan, 1,4-
ETBE + MTBE
Summe von 2-Methoxy-2-methylpropan und 2-Ethoxy-2-methylpropan. Gilt im Verteilnetz (ausgenommen Hausinstallationen).
Halogenkohlenwasserstoffe, flüchtige: Summe aller halogenierten Substanzen mit einem Grundgerüst von 1 bis 3 C-Atomen und keinen weiteren funktionellen Gruppen
Kohlenwasserstoffe, polycyclische, aromatische
Summe von Benzo[b]fluoranthen, Benzo[k]fluoranthen, Benzo[ghi]perylen, Indeno[1,2,3-cd]pyren.
Kohlenwasserstoff-Index C10-C40
Bestimmung mit einer Methode analog zur Methode ISO 9377-2, jedoch mit tieferer Bestimmungsgrenze.
Organische chemische Verbindung mit unbekannter Toxizität, aber bekannter chemischer Struktur, mit strukturelle Hinweise auf ein genotoxisches Potenzial
Gilt für alle organischen Verbindungen, für die keine ausreichende Datenbasis zur Toxizität vorliegt und die der Kategorie «Substanzen mit genotoxischem Potenzial» zugeordnet werden. Ausgenommen sind aflatoxinähnliche Verbindungen, Azoxy-Verbindungen und N-Nitroso-Verbindungen.
Weiter sind ausgenommen: nicht-essentielle Metalle und metallhaltige Verbindungen, Dioxine und dioxinähnliche Verbindungen, Steroide und Proteine.
Organische chemische Verbindung mit unbekannter Toxizität, aber bekannter chemischer Struktur, ohne strukturelle Hinweise auf ein genotoxisches Potenzial
Gilt für alle organischen Verbindungen, für die keine ausreichende Datenbasis zur Toxizität vorliegt und die einer der folgenden vier Kategorie zugeordnet werden: «Substanzen ohne genotoxisches Potenzial» mit hoher, mittlerer, geringer Toxizität (Cramer Strukturklassen I, II und III) und Organophosphate.
Ausgenommen: nicht-essentielle Metalle und metallhaltige Verbindungen, Dioxine und dioxinähnliche Verbindungen, Steroide und Proteine.
Perfluoroctansulfonat (PFOS)
Perfluorhexansulfonat (PFHxS)
Als «Pestizide» gelten die in Artikel 2 Absatz 1 Buchstabe a der Verordnung des EDI vom 16. Dezember 20161 über Höchstgehalte an Pestizidrückständen in oder auf Erzeugnissen pflanzlicher und tierischer Herkunft (VPptH) definierten Wirkstoffe sowie die für das Trinkwasser relevanten Metaboliten.
Der Höchstwert gilt für jedes einzelne Pestizid. Für Aldrin, Dieldrin, Heptachlor und Heptachlorepoxid gilt ein Höchstwert von 0,030 µg/l.
Pestizide (Total)
Als «Pestizide» gelten die in Artikel 2 Absatz 1 Buchstabe a VPptH definierten Wirkstoffe sowie die für das Trinkwasser relevanten Metaboliten.
Der Begriff «Summe der Pestizide» bezeichnet die Gesamtheit aller im Rahmen des Kontrollverfahrens ermittelten und quantifizierten Pestizide.
Nur in warmem Trinkwasser; berechnet als Phosphor.
Zugesetzt; berechnet als Silizium.
Zugesetzt, während höchstens 3 Monaten zur Schutzschichtbildung; berechnet als Silizium.
Stoffe gemäss Anhang 2 der Bedarfsgegenständeverordnung des EDI vom 16. Dezember 20162
LMS/20
Die Migrationsgrenzwerte (SMLs) dieser Stoffe dürfen die Werte in Anhang 2 der Bedarfsgegenständeverordnung des EDI geteilt durch 20 (SMLWasser=SMLLebensmittel/20) nicht übersteigen, jedoch keinesfalls den Wert von 0.5 mg/l ausgedrückt als gesamter organischer Kohlenstoff (s. Anhang 3, Gesamter organischer Kohlenstoff). Dieser Wert (0.5 mg/l) kommt auch bei Stoffen zur Anwendung, für die in Anhang 2 der Bedarfsgegenständeverordnung keine spezifischen Migrationsgrenzwerte vorgesehen sind.
Tetra- und Trichlorethylen
Total Konzentrationen der spezifizierten Parameter.
Trihalomethane (Total) THM
Summe von Chloroform, Bromoform, Dibromchlormethan und Bromdichlormethan. Eine Untersuchung des Trinkwassers im Verteilnetz ist nicht erforderlich, wenn die THM-Konzentration nach abgeschlossener Aufbereitung maximal 10 ìg/l beträgt.
1 SR 817.021.23
2 SR 817.023.21
1 Spezifische Anforderungen
Gesamter organischer Kohlenstoff (TOC, Total Organic Carbon)
Keine ungewöhnlichen Veränderungen. Die Erhöhung der Konzentration des ins Haus eintretenden Wassers darf höchstens 0,5 mg C/l entsprechen.
µS cm-1 bei 25 °C
Auf aggressive Wässer ist der Richtwert nicht anwendbar.
pH-Einheiten
Bei in Flaschen oder Behältnisse abgefülltem Wasser, das von Natur aus reich an Kohlendioxid ist bzw. dem Kohlendioxid zugefügt wurde, kann die Untergrenze auf 4,5 pH-Einheiten gesenkt werden.
organoleptisch nicht nachweisbar
Erhöhte Tritiumwerte können auf das Vorhandensein anderer künstlicher Radionuklide hindeuten. Liegt die Tritiumkonzentration über dem für sie festgelegten Parameterwert, so ist eine Analyse im Hinblick auf das Vorhandensein anderer künstlicher Radionuklide erforderlich.
Richtwert Gesamtdosis (RD)
mSv/Jahr
Unter Ausschluss von Tritium, Kalium-40, Radon und Abbauprodukten von Radon.
Die Überwachung von Trinkwasser im Hinblick auf die RD ist erforderlich, wenn eine Quelle künstlicher oder erhöhter natürlicher Radioaktivität vorhanden ist und anhand anderer repräsentativer Überwachungsprogramme oder anderer Untersuchungen nicht nachgewiesen werden kann, dass die RD unter dem festgelegten Parameterwert (Radon und Tritium) liegt.
(Art. 4 Abs. 4)
Liste der anerkannten Verfahren und Mittel zur Aufbereitung von Trinkwasser und zum Schutz von Trinkwasseranlagen
Umschreibung und Zweck
Bemerkungen und Beispiele
Arsen-Entfernung
Fällung von Arsenat
Chlor-Entfernung
Entfernung von Chlor-Desinfektionsmittelrückständen
Entchlorung
Entfernung von gelöstem Eisen und Mangan durch Oxidation und Fällung
Entfluoridierung
Entfernung von Fluorid
Entozonisierung
Entfernung des Oxidationsmittels Ozon
Entfernung von ungelösten Partikeln aller Art durch mechanische und elektro-physikalische Siebwirkung zwecks Klärung und Entfernung von Mikroorganismen
Schnellfiltration, Einschicht- oder Zweischichtfilter, Langsamfiltration, Membrane, Mikrofiltration, Ultrafiltration, Nanofiltration, Umkehrosmose
Entladung von Partikeln, so dass sie zu filtrierbaren oder sedimentierbaren Flocken koagulieren
Härtekorrektur
Zu weiches Wasser kann aufgehärtet werden oder aus hartem Wasser werden die Härtebildner teilweise entfernt
Entsäuerung, Entcarbonisierung, Schnellentcarbonisierung, Entkalkung, Teilenthärtung
Entfernung von Anionen oder Kationen
Teilenthärtung, Entcarbonisierung, Nitratentfernung
Hemmung von Kalkablagerungen
Verhinderung der Kalkschalenbildung
Notwasservorsorge
Schutz vor Verkeimung von Wasser, das als Notwasserreserve gelagert wird
Zisternen und andere Behältnissen
Oxidation organischer oder anorganischer gelöster Inhaltsstoffe mittels Oxidations- und Desinfektionsmitteln
Korrektur des Kohlensäure-Kalk-Gleichgewichtes, um Korrosionen bzw. Kalkablagerungen zu vermeiden
Chlordioxid-Herstellung
Chemische oder elektrochemische Erzeugung von Chlordioxid aus einer Chloritlösung vor Ort
Mit Natriumperoxodisulfat oder Chlorit-Salzsäure-Verfahren
Chlor-Herstellung
Elektrochemische Erzeugung von Chlor aus einer Natriumchloridlösung vor Ort
Elektrolyse mit oder ohne Diaphragma. Die Kombination mit Chlordioxid ist zulässig.
Verwendungen von Verbindungen des freien Chlors
Vakuum-Chlorgasdosieranlage, Chlorung mit Javelwasser.
Kombination mit Chlordioxid zulässig.
Erzeugung von Ozon im elektrischen Feld aus Luft oder Sauerstoff vor Ort
UV-C Bestrahlung
Mittel zur Desinfektion mittels UV-Strahlung vor Ort
Korrosionsschutz (chemisch)
Hemmung der Oxidation eisenhaltiger Werkstoffe
Schutzfilmbildung
Korrosionsschutz (elektrochemische Anode)
Eine unedle Elektrode verhindert eine anodische Reaktion an den eisenhaltigen Werkstoffen.
Mit oder ohne Fremdstrom
Der gebildete Wasserstoff muss das Wasser härter machen.
Korrosionsschutz (elektrochemische Kathode)
Die eisenhaltigen Werkstoffe werden als Kathode geschaltet, um eine Oxidation zu vermeiden. Normale Wasserzerlegung.
Verwendung einer Opferkathode. Die entstehende Natronlauge löst die Kathode langsam auf.
Aktivkohle, Pulver, Granulat oder gebrochen
Adsorption, Chlor-Entfernung, Ozon-Entfernung, Filtration
Flockung, Ausfällung
Aluminiumeisenchlorid
Aluminiumeisensulfat
Aluminiumhydroxidchlorid
Aluminiumhydroxidchloridsulfatsilikat
Fluorid-Entfernung
Aluminiumoxid, aktiviert, granuliert
Adsorption, Ionenaustausch, Entfernung von Partikeln
Fluorid oder Arsen
Aluminiumsilikat, aktivierte, granuliert
Adsorption, Ionenaustausch, Entfernung von Fluorid
Aluminiumsilikat, expandiert (Blähton)
Filtration, Entfernung von Partikeln
Aluminiumsilikate, natürlich, nicht expandiert
Entfernung von Partikeln
68525-80-4
Entfernung von Partikeln, Entfernung von Chlor und Ozon
Härtekorrektur, pH-Korrektur, Entfernung von Partikeln, Enteisenung und Entmanganung
Härtekorrektur, pH-Korrektur
Celluloseacetat (CTA)
83897-84-1
Adsorption, Arsen-Entfernung
Eisen-III-chloridsulfat
Eisen-III-sulfat
Eisenmum, gelagertes aktiviertes Aluminiumoxid
Adsorption, Filtration, Entfernung von Arsen
Filtration, Entfernung von Partikeln, Schnellentcarbonisierung
Leckagesuche im Rohrleitungssystem
Oxidation, Entmanganung
Kaliumperoxomonosulfat (Kaliummonopersulfat)
Oxidation, Herstellung von Chlordioxid
Kalk manganbeschichtet
Kohleprodukte, thermisch behandelt
Mangandioxid, beschichteter Kalkstein
Enteisenung und Entmanganung und Entfernung von Schwefelwasserstoff
Mangangrünsand (Manganzeolith, Eisensand, Grünsand)
Manganzeolith (Glauconit)
Modifiziertes tertiär-Amin-acryl-Copolymer
Herstellung von Chlordioxid, Regeneration von Ionenaustauschern
Herstellung von Chlordioxid
pH-Korrektur, Regeneration von Ionenaustauschern
Hemmung von Korrosion
130885-09-5
Verhinderung der Verblockung von Membranen
6419-19-8, …
Polyaluminiumchlorid-hydroxid
1327-41-9, …
Polyaluminiumhydroxidchloridsilikat
94894-80-1
Polyaluminiumhydroxidchloridsulfat
Polyaluminiumhydroxidsilikatsulfat
Polycarbonsäuren
Polypiperazine
Polysulfonamid
Quarzsand (Siliziumoxid)
Filtration, Entfernung von Partikeln, Sedimentation, Enteisenung und Entmanganung, Schnellentcarbonisierung
Oxidation, Sauerstoffanreicherung
Sauerstoff (oder Luft)
Styren-Divinylbenzen-Copolymer mit Iminodiessigsäuregruppen
Entfernung von Nickel
135620-93-8
Styren-Divinylbenzen-Copolymer mit Trialkyl-ammonium-Gruppen
Thermisch behandelte Kohleprodukte
Thiosulfat (Natrium)
Desinfektion; Herstellung von Chlordioxid
Chlordioxid, vor Ort aus Chloritlösung hergestellt
Natriumdichloroisocyanurat
Für Notwasservorsorge
Natriumdichloroisocyanuratdihydrat
Ozon, vor Ort erzeugt im elektrischen Feld
Desinfektion, Oxidation
6 Liste der besonderen Stoffe zum Schutz von Trinkwasseranlagen
Anodischer und kathodischer Korrosionsschutz
Korrosionsschutz (nur Warmwasser)
Dikaliummonohydrogenphosphat
Dinatriummonohydrogenphosphat
13845-36-8
Monokaliumdihydrogenphosphat (Kaliumorthophosphat)
Mononatriumdihydrogenphosphat (Natriumorthophosphat)
Natriumcalciumpolyphosphat
Kalkschutz (nur Warmwasser)
Natriumdihydrogendiphosphat
Natriumdiphosphat
Natriumtrisilikat
Silber und Silber-Opferanoden (kolloidal)
Notwasservorsorge, Verhütung von mikrobiologischen Verunreinigungen, Keimschutz für einzelne Apparate, ohne ganzes Leitungssystem
Silber, Silberchlorid
Konservierung des gespeicherten Wassers in Wasserversorgungsanlagen, nur bei nicht-systematischem Gebrauch im Ausnahmefall
Notwasservorsorge, Verhütung von mikrobiologischen Verunreinigungen, Keimschutz für einzelne Apparate. ohne ganzes Leitungssystem
Mikrobiologische Anforderungen an Wasser in öffentlich zugänglichen Bädern und Duschanlangen
Wasser in Bädern
1000 KBE/ml
Wasser in Badanlagen mit biologischer Wasseraufbereitung
50 KBE/100 ml
100 KBE/100 ml
10 KBE/100 ml
Wasser in Sprudelbädern oder über 23 °C warmen Becken mit einem der Aerosolbildung förderlichen Wasserkreislauf
100 KBE/l
EN/ISO 11731
Dampfbad: Wasserherstellung mit Aerosolbildung
Wasser in Duschanlagen
1000 KBE/l
Höchst- und Mindestanforderungen betreffend Wasser in öffentlich zugänglichen Bädern und Duschanlagen
Wasser in öffentlich zugänglichen Bädern
Desinfektion auf Chlorbasis
Desinfektion auf Brombasis
Freies Brom
Wasserbecken mit biologischer Wasseraufbereitung
Sichtweite/Durchsichtigkeit
> 2,0 m, bei sämtlichen Böden
Es gelten die Desinfektionsmittel nach Anhang 4 Ziffer 4 und die entsprechenden Höchstwerte nach Anhang 2.
Höchstkonzentrationen von Schadstoffen und bei der Desinfektion anfallenden Nebenprodukten für Badewasser
Chlor, gebunden
Trihalomethane (THM in Chloroformäquivalent)
Brom, gebunden
Wasser in Becken mit biologischerAufbereitung
AS 2017 1023
Ordonnance du DFI sur l'eau potable et l'eau des installations de baignade et de douche accessibles au public
(OPBD)
vu les art. 10, al. 4, 14, al. 1, 22, 24, 26, al. 3, 27, al. 4, 36, al. 3 et 4, et 72 de l'ordonnance du 16 décembre 2016 sur les denrées alimentaires et les objets usuels1,
1 La présente ordonnance règle le traitement, la mise à disposition et la qualité de l'eau potable comme denrée alimentaire et de l'eau comme objet usuel.
2 Elle fixe en particulier les exigences concernant:
l'eau potable;
l'eau de douche dans les installations accessibles au public;
l'eau des piscines accessibles au public, y compris les bassins à eau bouillonnante, les bains thermaux, les bains minéraux, les bains d'eau saline, les bains de bien-être, les bains thérapeutiques, les pataugeoires pour enfants ou les structures similaires et les bassins de baignade accessibles au public avec régénération biologique.
Section 2 Eau potable
Dans cette section, on entend par:
eau potable: eau, soit en l'état, soit après traitement, destinée à la boisson, à la cuisson, à la préparation de denrées alimentaires ou au nettoyage d'objets usuels selon l'art. 5, let. a, de la loi du 20 juin 2014 sur les denrées alimentaires1;
eau chaude: eau potable dont la température a été augmentée par un apport de chaleur;
distributeur d'eau: prestataire alimentant les consommateurs intermédiaires ou finaux en eau potable;
installation servant à la distribution d'eau: installation de captage, de traitement, de stockage et de distribution d'eau potable;
captage: installation permettant l'approvisionnement en eau potable à partir d'une nappe ou d'un gisement souterrain;
réseau de distribution: conduites jusqu'à l'interface avec les installations domestiques, composées de conduites de transport, d'amenée, principales et d'alimentation, pour le transport et la distribution d'eau potable;
installations domestiques: conduites jusqu'à l'interface avec le réseau de distribution, composées des conduites d'alimentation internes en eau potable, ainsi que la robinetterie et les conduites d'amenée domestique correspondantes.
1 RS 817.0
Art. 3 Exigences relatives à l'eau potable
1 L'eau potable ne doit présenter aucune altération de l'odeur, du goût et de l'aspect, tandis que le type et la concentration des microorganismes, parasites et contaminants ne doivent présenter aucun danger pour la santé.
2 L'eau potable doit satisfaire aux exigences minimales selon les annexes 1 à 3.
3 L'exploitant d'une installation servant à la distribution d'eau mène régulièrement une analyse des dangers liés à la ressource en eau, dans le cadre de l'analyse des dangers de l'ensemble de l'exploitation, en tenant compte des exigences fixées dans la loi fédérale du 24 janvier 1991 sur la protection des eaux1.
1 RS 814.20
Art. 4 Exigences relatives aux installations servant à la distribution d'eau
1 Quiconque entend construire ou modifier une installation servant à la distribution d'eau doit l'annoncer préalablement à l'autorité cantonale d'exécution compétente. Les propriétaires et les exploitants d'installations domestiques sont exclus de cette disposition.
2 Les règles reconnues de la technique doivent être respectées pour la construction ou la transformation, ainsi que pour l'exploitation d'une installation servant à la distribution d'eau.
3 L'exploitant est tenu de faire contrôler et entretenir régulièrement l'installation par du personnel spécialement qualifié.
4 Seules les substances et les procédés fixées à l'annexe 4 sont admises pour le traitement de l'eau potable et la protection des installations d'eau potable. Les produits biocides utilisés doivent en outre être autorisés pour la désinfection de l'eau potable conformément à l'ordonnance du 18 mai 2005 sur les produits biocides1.
5 Pour la construction ou la transformation, ainsi que pour l'exploitation de l'installation servant à la distribution d'eau, il convient d'utiliser des matériaux pouvant entrer en contact avec l'eau potable et adaptés pour le captage, la préparation, le transport et le stockage d'eau potable selon des procédures reconnues de contrôle et d'évaluation. Ces matériaux ne peuvent être présents dans l'eau potable que dans des quantités:
sans danger pour la santé;
techniquement inévitables, et
n'entraînant aucune modification de la composition des denrées alimentaires, ou de leurs propriétés organoleptiques.
Art. 5 Information des consommateurs intermédiaires ou finaux
Quiconque distribue de l'eau potable par une installation servant à la distribution d'eau est tenu de fournir au consommateur intermédiaire ou final, au moins une fois par an, des informations exhaustives sur la qualité de cette eau.
Art. 6 Restriction pour l'étiquetage de l'eau potable en récipients
Quiconque distribue de l'eau potable au consommateur ne peut apposer sur le récipient des indications relatives au lieu où est exploitée la source ou un nom de source, des dessins, illustrations ou dénominations susceptibles de créer une confusion avec une eau minérale naturelle ou une eau de source.
Section 3 Eau de douche et de baignade
eau: l'eau des piscines accessibles au public, y compris les bassins à eau bouillonnante, les bains thermaux, les bains minéraux, les bains d'eau saline, les bains de bien-être, les bains thérapeutiques, les pataugeoires pour enfants ou les structures similaires, les bassins de baignade accessibles au public avec régénération biologique et l'eau de douche dans les installations accessibles au public;
bain: installation de baignade, y compris bain thermal, bain minéral, bain de vapeur humide et installation de baignade avec régénération biologique;
bain thermal: bain utilisant de l'eau issue d'une nappe souterraine, dont la température à la sortie de la source est supérieure à 20 °C et qui provient d'une source ou d'un forage profond;
bain minéral: bain avec équipements utilisant de l'eau naturellement fortement minéralisée et issue d'une nappe souterraine qui provient d'une source ou d'un forage profond;
bain de vapeur humide: espace d'air chaud présentant une grande humidité, dont la température est généralement comprise entre 40 °C et 50 °C;
installation de baignade: bain avec bassin artificiel, dont l'eau est filtrée, désinfectée, renouvelée et recyclée et toutes les installations de traitement des eaux requises pour l'exploitation;
installation de baignade avec régénération biologique: bain avec bassin naturel ou artificiel dont l'eau est recyclée et renouvelée par la microflore présente, mais non désinfectée et toutes les installations de régénération des eaux requises pour l'exploitation;
installation accessible au public ou bain accessible au public: installation ou bain accessible à tous ou à un groupe de personnes autorisées, non destinés à une utilisation dans un cadre familial;
installation de traitement des eaux: installation de traitement des eaux dans les bains accessibles au public, y compris les locaux, appareils, procédés et substances, préparations chimiques et produits biocides nécessaires, permettant de garantir que la qualité de l'eau est conforme à l'usage prévu et aux exigences fixées; pour les bassins avec régénération biologique de l'eau de baignade, les organismes utilisés sont aussi concernés par le traitement.
Art. 8 Obligation de notification des projets de construction
Quiconque entend construire ou modifier un bain accessible au public doit l'annoncer préalablement à l'autorité cantonale d'exécution.
Art. 9 Exigences microbiologiques
Les eaux destinées à entrer en contact avec le corps humain doivent répondre aux exigences microbiologiques fixées à l'annexe 5.
Art. 10 Produits désinfectants autorisés
1 Seuls les produits biocides autorisés ou reconnus selon l'ordonnance du 18 mai 2005 sur les produits biocides1 peuvent être utilisés pour désinfecter l'eau.
2 L'eau des installations de douche est soumise aux exigences relatives aux substances désinfectantes pour l'eau potable prévues à l'art. 4, al. 4.
Art. 11 Concentrations en substances désinfectantes
Les concentrations en substances désinfectantes et les paramètres pertinents pour la régénération des eaux sont fixés à l'annexe 6.
Art. 12 Concentrations maximales en contaminants et substances dérivées de la désinfection
Les concentrations maximales en contaminants et substances dérivées de la désinfection sont fixées à l'annexe 7.
Art. 13 Installations de douche et de régénération des eaux
Les installations de douche et de régénération des eaux doivent être aménagées, exploitées ou modifiées conformément aux règles reconnues de la technique. Le propriétaire est tenu de les faire contrôler et entretenir régulièrement par du personnel spécialement qualifié.
Art. 14 Exigences relatives au personnel des installations de baignade accessibles au public
1 Tout bain accessible au public doit disposer d'au moins un titulaire du permis prescrit par l'ordonnance du DFI du 28 juin 2005 relative au permis pour l'emploi des désinfectants pour l'eau des piscines publiques1, à l'exception des installations de baignade avec régénération biologique des eaux.
2 Les personnes qui n'ont pas les compétences et les connaissances requises peuvent exercer des tâches liées aux traitements des eaux selon les instructions du titulaire du permis.
3 Le titulaire du permis est tenu de consigner par écrit les instructions données à ces personnes.
1 RS 814.812.31
Section 4 Actualisation des annexes
1 L'Office fédéral de la sécurité alimentaire et des affaires vétérinaires adapte les annexes de la présente ordonnance à l'évolution des connaissances scientifiques et techniques et des législations des principaux partenaires commerciaux de la Suisse.
2 Il peut fixer des délais transitoires.
Art. 16 Dispositions transitoires
1 L'eau potable qui contient de l'arsenic à raison de 10 à 50 µg/l ou de l'uranium à une concentration supérieure à 30 µg/l peut être remise au consommateur selon l'ancien droit jusqu'au 31 décembre 2018.
2 Si le respect des exigences microbiologiques concernant l'eau des installations de baignade et de douche ne peut être assuré qu'après un assainissement des bâtiments, cet assainissement doit être effectué avant le 30 avril 2027. Dans ce cas, les exigences ne sont pas applicables durant cette période, mais il faut prendre toutes les autres mesures prévues par la présente ordonnance afin de garantir la protection de la santé.
(art. 3, al. 2)
Exigences microbiologiques relatives à l'eau potable
Valeurs maximales UFC1
Référence analytique Méthode
au captage, non traitée
Température d'incubation: 30 °C
nd2/100 ml
nd/100 ml
Température d'incubation: 30 °C S'applique immédiatement après le traitement de l'eau
dans le réseau de distribution, traitée ou non traitée
Eau potable (traitée ou non traitée) en récipients ou dans des fontaines à eau (gallons ou réseau de distribution)
Glace utilisée pour les mets et les boissons
1 UFC: unités formant colonie
2 nd: non décelé
Exigences chimiques relatives à l'eau potable
Acide éthylènediamine-tétraacétique (EDTA)
Acide nitrilotriacétique (NTA)
La valeur paramétrique se réfère à la concentration résiduelle en monomères dans l'eau, calculée conformément aux spécifications de la migration maximale du polymère correspondant en contact avec l'eau.
Eau potable de type réduit; calculé en NH4+.
Eau potable de type oxydé; calculé en NH4+.
V. aussi BTEX
Provenant de la régénération de l'eau potable, sans compromettre la désinfection.
Somme de benzène, méthylbenzène, éthylbenzène et diméthylbenzène.
La valeur maximale ne s'applique pas aux eaux agressives.
Chlore (libre)
Chloroethène (chlorure de vinyle)
Chlorométhyloxirane (épichlorhydrine)
Composé chimique organique de toxicité inconnue mais à la structure chimique connue, ayant des caractéristiques structurelles suggérant un potentiel génotoxique
Applicable à tous les composés organiques pour lesquels il n'existe pas de base de données suffisante sur la toxicité et qui sont classés dans la catégorie «substances avec un potentiel génotoxique». En sont exclus les composés de type aflatoxine, les composés azoxy et les composés nitrosés, ainsi que les métaux non essentiels et les composés contenant des métaux, les dioxines et les substances analogues, les stéroïdes et les protéines.
Composé chimique organique de toxicité inconnue mais à la structure chimique connue, sans caractéristique structurelle suggérant un potentiel génotoxique
Applicable à tous les composés organiques pour lesquels il n'existe pas de base de données suffisante sur la toxicité et qui sont classés dans l'une des quatre catégories suivantes: «substances sans potentiel génotoxique» mais avec une toxicité élevée, moyenne ou faible (classes de structure I, II et III selon la classification de Cramer) et organophosphates. En sont exclus les métaux non essentiels et les composés contenant des métaux, les dioxines et les substances analogues, les stéroïdes et les protéines.
Les échantillons sur installations domestiques doivent être prélevés après avoir fait couler un volume de 500 ml.
Cyanure total sous toutes ses formes, calculé en cyanure.
Dichloroéthane, 1,2-
Voir aussi «Hydrocarbures halogénés, volatils».
Dioxane, 1,4
ETBE + MTBE:
Somme de 2-méthoxy-2-méthylpropane et 2-éthoxy-2-méthylpropane. Applicable dans le réseau de distribution (sauf dans les maisons).
Somme de benzo[b]fluoranthène, benzo[k]fluoranthène, benzo[ghi]perylène, indéno[1,2,3-cd]pyrène.
Hydrocarbures halogénés, volatils: Somme de toutes les substances halogénées dont la structure fondamentale comporte entre un et trois atomes de carbone et aucun autre groupe fonctionnel
Indice hydrocarbure C10-C40
Détermination avec une méthode similaire à la méthode ISO 9377-2, mais avec une limite de quantification plus basse.
Par «pesticides», on entend les substances actives définies à l'art. 2, al. 1, let. a de l'ordonnance du DFI du 16 décembre 2016 sur les limites maximales applicables aux résidus de pesticides présents dans ou sur les produits d'origine végétale ou animale (OPOVA)1, ainsi que les métabolites pertinents pour l'eau potable.
La valeur maximale s'applique à chaque pesticide particulier. En ce qui concerne l'aldrine, la dieldrine, l'heptachlore et l'heptachlorépoxyde, la valeur maximale est de 0,030 ìg/l.
Pesticides (somme)
Par «pesticides», on entend les substances actives définies à l'art. 2, al. 1, let. a, OPOVA, ainsi que les métabolites pertinents pour l'eau potable.
Par la somme des pesticides, on entend la somme de tous les pesticides particuliers détectés et quantifiés dans le cadre de la procédure de contrôle.
Uniquement pour l'eau chaude, calculée en phosphore.
Ajoutés; calculé en silicium.
Ajoutés, pendant 3 mois au maximum, pour la formation d'une couche protectrice; calculé en silicium.
Substances figurant à l'annexe 2 de l'ordonnance du DFI du 16 décembre 2016 sur les objets et matériaux2
Les valeurs limites de migration (LMS) de ces substances ne doivent pas dépasser les valeurs figurant à l'annexe 2 de l'ordonnance du DFI sur les objets et matériaux divisées par 20 (LMSeau = LMSdenrées alimentaires/20), et en aucun cas la valeur de 0,5 mg/l exprimée en carbone organique total (v. annexe 3, Carbone organique total). Cette valeur (0,5 mg/l) s'applique également aux substances pour lesquelles aucune valeur limite de migration n'est prévue à l'annexe 2 de l'ordonnance sur les objets et matériaux.
Tétra- et trichloroéthylène
Somme des concentrations de paramètres spécifiés
Trihalométhanes (somme) THM
Somme du chloroforme, du bromoforme, du dibromochlorométhane et du bromodichlorométhane. Une analyse de l'eau potable dans le réseau de distribution n'est pas nécessaire si la concentration en THM ne dépasse pas 10 ìg/l au terme de la régénération.
1 RS 817.021.23
2 RS 817.023.21
Autres exigences relatives à l'eau potable
1 Exigences spécifiques
Aucun changement anormal. L'augmentation de la concentration peut atteindre 0,5 mg C/l au maximum pour l'entrée du bâtiment.
Cette valeur ne s'applique pas aux eaux agressives.
unités pH
Pour les eaux mises en bouteilles ou en conteneurs qui sont naturellement riches ou enrichies artificiellement avec du dioxyde de carbone, la valeur minimale peut être abaissée à 4,5 unités pH.
Non décelable organoleptiquement
Dans le réseau de distribution
2 Radioactivité
Des niveaux élevés de tritium peuvent indiquer la présence d'autres radionucléides artificiels. Si la concentration de tritium est supérieure à sa valeur paramétrique, une analyse de la présence d'autres radionucléides artificiels est nécessaire.
Valeur indicative de la dose globale (DI)
mSv/an
À l'exclusion du tritium, du potassium-40, du radon et des produits résultant de la désintégration du radon.
Le contrôle de l'eau potable en vue de déterminer la dose indicative (DI) est nécessaire lorsqu'une source de radioactivité artificielle ou naturelle élevée est présente et qu'il ne peut être démontré, sur la base d'autres programmes de surveillance représentatifs ou d'autres analyses, que le niveau de la DI est inférieur à la valeur paramétrique fixée (radon et tritium).
(art. 4, al. 4)
Liste des procédés et des produits reconnus pour la régénération de l'eau potable et la protection des installations d'eau potable
1 Liste des procédés liés à la régénération de l'eau potable
Descriptions et buts
Remarques et exemples
Alimentation en eau lors de la situation de crise
Protection contre une contamination microbiologique de réserve en eau pour une alimentation de crise
Eau en citerne ou en autres récipients
Correction de la dureté
Une eau trop douce peut être rendue plus dure ou une eau dure peut être adoucie en éliminant partiellement les composants responsables de la dureté
Désacidification, décarbonisation, décarbonisation rapide, détartrage, réduction partielle de la dureté
Correction de la valeur pH
Correction de l'équilibre acide carbonique - calcaire, pour éviter la corrosion ou le dépôt calcaire
Déferrisation et démanganisation
Élimination de fer par oxydation et précipitation de fer et de manganèse dissous
Défluorisation
Élimination des fluorures
Désozonisation
Élimination de l'ozone
Précipitation de l'arsenat
Élimination du chlore
Élimination des résidus de désinfection au chlore
Élimination d'ions ou de cations
Élimination partielle du tartre, décarbonisation, élimination des nitrates
Élimination de particules insolubles par tamisage mécanique ou électrophysique ayant pour but de clarifier et d'éliminer les microorganismes
Filtre rapide, une à deux couches, filtration lente, filtration membranaire, microfiltration, ultrafiltration, nanofiltration, osmose inverse
Déchargement électrique des particules, afin de pouvoir les filtrer ou les précipiter
Oxydation de matière soluble organique et inorganique par des moyens d'oxydation et de désinfection
2 Liste des procédés de désinfection de l'eau potable
Utilisation des propriétés du chlore libre
Installation de chlore gazeux sous vide, chloration à l'eau de Javel.
Combinaison possible avec du dioxyde de chlore.
Production d'ozone in situ à partir de l'air ou d'oxygène au moyen d'un champ électrique
Production chimique et électrochimique de dioxyde de chlore in situ à partir d'une solution de chlorite
Avec peroxodisulfate de sodium ou un procédé basé sur le chlorite-acide chlorhydrique
Production électrochimique de chlore in situ à partir d'une solution de chlorure de sodium
Électrolyse avec ou sans diaphragme. Elle peut être combinée avec du dioxyde de chlore.
Moyens de désinfection au moyen de rayonnement UV in situ
3 Liste des procédés destinés à protéger les installations d'eau potable
Protection anticorrosion (chimique)
Prévention de l'oxydation des armatures en fer
Formation d'un film protecteur
Protection anticorrosion (anode électrochimique)
Une électrode non précieuse empêche le déroulement d'une réaction anodique avec des parties métalliques.
Avec ou sans apport de courant L'hydrogène formé doit rendre l'eau plus dure.
Protection anticorrosion (cathode électrochimique)
Les armatures en fer sont utilisées comme cathode pour éviter une oxydation. Décomposition normale de l'eau.
Utilisation d'une autre source cathodique. La soude caustique formée dissous lentement la cathode.
L'hydrogène formé doit rendre l'eau plus dure.
4 Liste des produits pour la régénération de l'eau potable
Correction du pH, régénération d'échangeurs d'ions
Prévention du blocage de membranes
Acides polycarboniques
Alumine active revêtue de fer
Adsorption, filtration, élimination de l'arsenic
Filtration, élimination de particules
Élimination de particules, élimination du chlore et de l'ozone
Calcaire (enrobé de manganèse)
Correction du pH, correction de la dureté, élimination de particules, déferrisation et démanganisation
Correction du pH, correction de la dureté
Charbon actif, en poudre, granulé ou cassé
Adsorption, élimination du chlore, élimination de l'ozone, filtration
Chlorosulfate de fer III
Floculation, précipitation
Chlorure d'hydroxyde d'aluminium
Production de dioxyde de chlore, régénération d'échangeurs d'ions
Chlorure ferrique d'aluminium
Copolymère acrylique modifié par une amine tertiaire
Élimination de l'uranium
Copolymère de styrène-divinylbenzène avec des groupes trialkylammonium
Copolymère de styrène-divinylbenzène avec groupes acide iminodiacétique
Élimination du nickel
Dioxyde de manganèse, calcaire enrobé
Déferrisation, démanganisation et élimination de l'hydrogène sulfuré
Filtration, élimination de particules, décarbonisation rapide
Recherche de fuites dans le système de conduites
Hydrogénosulfite de sodium
Hydroxychloruresulfate-silicate d'aluminium
Hydroxydes de fer
Adsorption, élimination de l'arsenic
Hydroxydes de magnésium
Hydroxydes de sodium
Oxyde d'aluminium, activé, en granulés
Adsorption, échange d'ions, élimination de particules
Fluorure ou arsenic
Oxydes d'aluminium
Élimination de fluorures
Oxydes de magnésium
Oxydation, oxygénation
Oxygène (ou air)
Oxydation, démanganisation
Peroxodisulfate de sodium
Oxydation, production de dioxyde de chlore
Peroxymonosulfate de potassium (monopersulfate de potassium)
Polyhydroxychlorosilicate d'aluminium
Polyhydroxychlorure d'aluminium
Polyhydroxysulfate d'aluminosilicate
Polypipérazine
Polysulfonamide
Produits organiques traités thermiquement
Produits organiques, traités thermiquement
Sable quartzeux (oxyde de silicium)
Filtration, élimination de particules, sédimentation, déferrisation et démanganisation, décarbonisation rapide
Sable vert de manganèse (zéolithe de manganèse, sable ferrugineux, sable vert)
Silicate d'aluminium, activé, en granulés
Adsorption, échange d'ions, élimination de fluorures
Silicates d'aluminium, expansés (argile expansée)
Silicates d'aluminium, naturels, non expansés
Sulfate de fer II
Sulfate de fer III
Sulfate de polyhydroxychlorure d'aluminium
Sulfate ferrique d'aluminium
Terre d'infusoire
Thiosulfate (de sodium)
Zéolithe de manganèse (Glauconie)
5 Liste des substances utilisées pour la désinfection de l'eau potable
Désinfection; production de dioxyde de chlore
Pour alimentation en eau en situation de crise
Dichloroisocyanurate de sodium dihydraté
Dioxyde de chlore fabriqué in situ à partir d'une solution de chlorite
Ozone in situ, produit par un champ électrique
Désinfection, oxydation
6 Liste des produits destinés à la protection des installations d'eau potable
Protection anticorrosion (seulement pour l'eau chaude)
Protection anticorrosion, anodique et cathodique
Argent colloïdal et argent anodique
Alimentation en situation de crise, prévention des contaminations microbiologiques, protection contre les germes limitée aux appareils, sans le réseau de distribution
Argent, chlorure d'argent
Conservation de l'eau stockée dans les installations servant à la distribution d'eau, uniquement en cas de consommation non systématique et à titre exceptionnel
Dihydrogénodiphosphate de sodium
Dihydrogénodiphosphate disodique
Dihydrogénophosphate de calcium
Dihydrogénophosphate monopotassique (orthophosphate de potassium)
Dihydrogénophosphate monosodique (orthophosphate de sodium)
Diphosphate de potassium
Diphosphate de sodium
Diphosphate de tétrapotassium
Protection anticalcaire (seulement pour l'eau chaude)
Protection anticorrosion, cathodique
Monohydrogénophosphate dipotassique
Monohydrogénophosphate disodique
Polyphosphate de calcium et sodium
Polyphosphate de sodium
Sulfate d'argent
Trisilicate de sodium
Exigences microbiologiques relatives à l'eau des installations de baignade et de douche accessibles au public
Méthode de référence analytique
Eau dans les bains accessibles au public
1000 UFC/ml
Eau dans les installations de baignade accessibles au public avec régénération biologique des eaux
50 UFC/100 ml
100 UFC/100 ml
10 UFC/100 ml
Eau des bassins à eau bouillonnante, ou remplis d'eau à plus de 23 °C, avec des circuits favorisant la formation d'aérosols
Bain de vapeur humide: production d'eau avec formation d'aérosol
Eau dans les installations de douche
1000 UFC/l
Exigences minimales et maximales pour l'eau de baignade et de douche
Désinfection à base de chlore
Bassins nageurs ou non nageurs
Bassins à eau bouillonnante
Désinfection à base de brome
Brome libre
Bassins avec régénération biologique des eaux
Visibilité/limpidité
> 2,0 m, sur tout le fonds
Les substances désinfectantes selon l'annexe 4, ch. 4, et les valeurs maximales correspondantes selon l'annexe 2 s'appliquent.
Concentrations maximales en substances polluantes ou dérivées de la désinfection d'eau de baignade
Trihalométhanes (THM, en équivalents chloroformes)
20 ìg/l
Brome combiné
Eau dans les bassins avec régénération biologique
10 ìg/l
RO 2017 1023
Ordinanza del DFI sull'acqua potabile e sull'acqua per piscine e docce accessibili al pubblico
(OPPD)
visti gli articoli 10 capoverso 4, 14 capoverso 1, 22, 24, 26 capoverso 3, 27 capoverso 4, 36 capoversi 3 e 4 e 72 dell'ordinanza del 16 dicembre 20161 sulle derrate alimentari e gli oggetti d'uso,
1 La presente ordinanza disciplina il trattamento, l'erogazione e la qualità dell'acqua potabile quale derrata alimentare e oggetto d'uso.
2 Essa stabilisce in particolare i requisiti concernenti:
l'acqua potabile;
l'acqua per docce negli impianti accessibili al pubblico;
l'acqua per piscine accessibili al pubblico, compresi le vasche idromassaggio, i bagni termali, minerali, di acqua salina, di benessere e terapeutici, le vasche per bambini o strutture simili e per vasche con rigenerazione biologica dell'acqua in uso accessibili al pubblico.
Sezione 2: Acqua potabile
Nella presente sezione si intende per:
acqua potabile: acqua allo stato naturale o dopo il trattamento, destinata a essere bevuta o utilizzata per la cucina, per la preparazione di derrate alimentari o per la pulizia di materiali e oggetti ai sensi dell'articolo 5 lettera a della legge del 20 giugno 20141 sulle derrate alimentari;
acqua calda: acqua potabile la cui temperatura è stata aumentata tramite apporto di calore;
fornitore di acqua: fornitore di acqua potabile ai consumatori intermedi o finali;
impianto di approvvigionamento idrico: impianto per la captazione, il trattamento, la conservazione e la distribuzione di acqua potabile;
captazione: struttura mediante la quale una sorgente idrica viene sfruttata per l'approvvigionamento di acqua potabile;
rete di distribuzione: condutture che arrivano fino al punto di raccordo con gli impianti domestici e che comprendono condutture di trasporto, di congiunzione, principali e di erogazione per il trasporto e la distribuzione dell'acqua potabile;
impianto domestico: condutture che arrivano fino al punto di raccordo con la rete di distribuzione e che comprendono le tubature dell'acqua potabile interne alle abitazioni con la relativa rubinetteria e le tubature di allacciamento alle case.
Art. 3 Requisiti dell'acqua potabile
1 L'acqua potabile non deve presentare caratteristiche organolettiche percettibili e il tipo e la concentrazione dei microorganismi, dei parassiti e dei contaminanti in essa contenuti non devono costituire alcun rischio per la salute.
2 L'acqua potabile deve soddisfare i requisiti minimi di cui agli allegati 1-3.
3 Il gestore di un impianto di approvvigionamento di acqua potabile, in conformità con i requisiti della legge federale del 24 gennaio 19911 sulla protezione delle acque, effettua periodicamente un'analisi dei rischi per le risorse idriche nell'ambito dell'analisi complessiva dei rischi.
Art. 4 Requisiti degli impianti di approvvigionamento idrico
1 Chi intende costruire o apportare modifiche edilizie a un impianto di approvvigionamento idrico lo deve preventivamente notificare alla competente autorità esecutiva cantonale. La presente disposizione non si applica ai proprietari e ai gestori di impianti domestici.
2 Quando si costruisce, si ristruttura o si gestisce un impianto di approvvigionamento idrico si devono rispettare le regole tecniche riconosciute.
3 Il gestore è tenuto a far eseguire da personale qualificato regolari operazioni di controllo e manutenzione.
4 Per il trattamento dell'acqua potabile e la protezione degli impianti di acqua potabile possono essere utilizzate unicamente le sostanze e le procedure di cui all'allegato 4. I biocidi utilizzati per la disinfezione devono inoltre essere autorizzati per la disinfezione dell'acqua potabile ai sensi dell'ordinanza del 18 maggio 20051 sui biocidi.
5 Per la costruzione, la ristrutturazione e la gestione dell'impianto di approvvigionamento di acqua potabile devono essere adoperati materiali utilizzabili a contatto con l'acqua potabile che siano stati considerati idonei per la captazione, il trattamento, il trasporto e la conservazione di acqua potabile in base a metodi riconosciuti di prova e valutazione dei materiali. Tali materiali possono cedere all'acqua potabile sostanze soltanto in quantità:
innocue per la salute;
tecnicamente inevitabili; e
non sufficienti a modificarne la composizione o le proprietà organolettiche.
Art. 5 Informazioni destinate ai consumatori intermedi e finali
Chi distribuisce acqua potabile attraverso un impianto di approvvigionamento idrico è tenuto a informare i consumatori intermedi e finali almeno una volta all'anno in modo dettagliato sulla qualità di tale acqua.
Art. 6 Restrizioni nell'etichettatura dell'acqua potabile in recipienti
Chi distribuisce acqua potabile ai consumatori non può applicare sui recipienti indicazioni relative al luogo o al nome della sorgente né simboli, illustrazioni o denominazioni che possano creare confusione con l'acqua minerale naturale o di sorgiva.
Sezione 3: Acqua per docce e piscine
acqua: acqua per piscine accessibili al pubblico, compresi le vasche idromassaggio, i bagni termali, minerali, di acqua salina, di benessere e terapeutici, le vasche per bambini o strutture simili, per vasche con rigenerazione biologica dell'acqua in uso accessibili al pubblico e per impianti per docce accessibili al pubblico.
piscina: impianto di balneazione, compresi i bagni termali, minerali, di vapore umido e gli impianti di balneazione con rigenerazione biologica dell'acqua;
bagno termale: stabilimento con strutture che utilizzano acque sotterranee provenienti da una sorgente o da una trivellazione in profondità, la cui temperatura all'uscita è superiore a 20 °C;
bagno minerale: stabilimento con strutture che utilizzano acque sotterranee per natura fortemente mineralizzate, provenienti da una sorgente o da una trivellazione in profondità;
bagno di vapore umido: ambiente surriscaldato con un'umidità elevata, la cui temperatura è compresa generalmente tra 40 e 50 °C;
impianto di balneazione: stabilimento con vasca artificiale la cui acqua è filtrata, disinfettata, cambiata e riciclata, compresi tutti gli impianti di trattamento dell'acqua necessari al suo funzionamento;
impianto di balneazione con rigenerazione biologica dell'acqua: stabilimento con vasche naturali o artificiali la cui acqua è riciclata ad opera della microflora presente e cambiata, ma non disinfettata, compresi tutti gli impianti di trattamento dell'acqua necessari al suo funzionamento;
impianto accessibile al pubblico o piscina accessibile al pubblico: impianto o piscina aperto a tutti o a una cerchia di persone autorizzate e che non è destinato a essere utilizzato in un contesto familiare;
impianto di trattamento dell'acqua: impianto per il trattamento dell'acqua delle piscine accessibili al pubblico, inclusi i locali, le apparecchiature e le procedure richiesti a tal fine nonché le sostanze, i preparati chimici e i biocidi necessari per garantire una qualità dell'acqua conforme all'utilizzo previsto e ai requisiti stabiliti. Per le vasche con rigenerazione biologica dell'acqua vengono considerati parte integrante del trattamento anche gli organismi utilizzati.
Art. 8 Obbligo di notifica di progetti edilizi
Chi intende costruire un impianto di balneazione accessibile al pubblico o apportarvi modifiche edilizie lo deve preventivamente notificare alla competente autorità esecutiva cantonale.
Art. 9 Requisiti microbiologici
L'acqua destinata a entrare in contatto con il corpo umano deve soddisfare i requisiti microbiologici indicati nell'allegato 5.
Art. 10 Disinfettanti autorizzati
1 Per la disinfezione dell'acqua possono essere utilizzati esclusivamente i biocidi autorizzati o riconosciuti ai sensi dell'ordinanza del 18 maggio 20051 sui biocidi.
2 Per l'acqua delle docce si applicano i requisiti concernenti i disinfettanti previsti per l'acqua potabile ai sensi dell'articolo 4 capoverso 4.
Art. 11 Concentrazioni di disinfettanti
Le concentrazioni di disinfettanti e i parametri applicabili al trattamento dell'acqua sono stabiliti nell'allegato 6.
Art. 12 Concentrazioni massime di sostanze inquinanti o derivanti dalla disinfezione
Le concentrazioni massime di contaminanti e sostanze derivanti dalla disinfezione sono stabilite nell'allegato 7.
Art. 13 Impianti di trattamento delle acque e impianti per docce
Gli impianti di trattamento delle acque e gli impianti per docce devono essere approntati, gestiti o modificati conformemente alle regole tecniche riconosciute. Il proprietario è tenuto a far eseguire da personale qualificato regolari operazioni di controllo e manutenzione.
Art. 14 Requisiti per il personale degli impianti di balneazione accessibili al pubblico
1 In ogni impianto di balneazione accessibile al pubblico deve esserci almeno un dipendente che dispone dell'autorizzazione prevista dall'ordinanza del DFI del 28 giugno 20051 concernente l'autorizzazione speciale per la disinfezione dell'acqua negli impianti di balneazione accessibili al pubblico, ad eccezione degli impianti di balneazione con rigenerazione biologica dell'acqua.
2 Le persone che non dispongono delle conoscenze e delle capacità richieste possono eseguire compiti nell'ambito del trattamento delle acque secondo le istruzioni del titolare dell'autorizzazione speciale.
3 Il titolare dell'autorizzazione speciale deve annotare per iscritto le istruzioni impartite a queste persone.
Sezione 4: Adeguamento degli allegati
1 L'Ufficio federale della sicurezza alimentare e di veterinaria adegua gli allegati della presente ordinanza allo stato attuale della scienza e della tecnica nonché al diritto dei più importanti partner commerciali della Svizzera.
2 Può stabilire altresì termini transitori.
Art. 16 Disposizioni transitorie
1 L'acqua potabile che ha un contenuto di arsenico da 10 o 50 µg/l o di uranio superiore a 30 µg/l può essere fornita al consumatore fino al 31 dicembre 2018 secondo il diritto vigente.
2 Se i requisiti microbiologici per l'acqua di impianti per balneazione e per docce possono essere rispettati solo con un risanamento edile, questo deve essere realizzato entro il 30 aprile 2027. In tal caso i presenti requisiti non si applicano in questo periodo; tutte le altre misure previste dalla presente ordinanza devono invece essere prese al fine di garantire la protezione della salute.
(art. 3 cpv. 2)
Requisiti microbiologici concernenti l'acqua potabile
Valori massimi UFC1
Metodo di analisi di riferimento
alla captazione, non trattata
nr2/100 ml
nr/100 ml
Temperatura d'incubazione: 30 °C
Temperatura d'incubazione: 30 °C si applica subito dopo la depurazione o il trattamento dell'acqua
nella rete di distribuzione, trattata o non trattata
Acqua potabile (trattata o non trattata) in recipienti o distributori di acqua (galloni o nella rete di distribuzione)
Ghiaccio aggiunto a derrate alimentari o bevande
1 UFC: Unità formanti colonia
2 nr: non rilevato
Requisiti chimici concernenti l'acqua potabile
Acido nitrilotriacetico (NTA)
Il valore parametrico si riferisce alla concentrazione residua di monomeri nell'acqua, calcolata in base alle specifiche della migrazione massima del polimero corrispondente a contatto con l'acqua.
Per acqua potabile di tipo ridotto; calcolato in NH4+.
Per acqua potabile di tipo ossidato; calcolato in NH4+.
V. anche BTEX
Proveniente dal trattamento dell'acqua potabile, senza compromettere la disinfezione.
Somma di benzene, metilbenzene, etilbenzene e dimetilbenzene.
Cianuri-
Cianuro totale in tutte le sue forme, calcolato in cianuro.
Cloro (libero)
Cloroetene (cloruro di vinile)
Clorometilossirano (epicloridrina)
Il valore massimo non è applicabile alle acque aggressive.
Composto chimico organico di tossicità ignota ma dalla struttura chimica nota, con caratteristiche strutturali tali da suggerire una potenziale genotossicità
Applicabile a tutti i composti organici per i quali non sono disponibili dati sulla tossicità sufficienti e che sono classificati nella categoria «sostanze con potenziale genotossicità». Sono esclusi i composti analoghi alle aflatossine, gli azossicomposti e i composti N-nitrosi.
Sono esclusi anche i metalli non essenziali e i composti contenenti metalli, le diossine e i composti analoghi, gli steroidi e le proteine.
Composto chimico organico di tossicità ignota ma dalla struttura chimica nota, senza caratteristiche strutturali tali da suggerire una potenziale genotossicità
Applicabile a tutti i composti organici per i quali non sono disponibili dati sulla tossicità sufficienti e che sono classificati in una delle seguenti quattro categorie: sostanze senza potenziale genotossicità ad alta, media o bassa tossicità (classi strutturali Cramer I, II e III) e organofosfati.
Sono esclusi i metalli non essenziali e i composti contenenti metalli, le diossine e i composti analoghi, gli steroidi e le proteine.
Dicloroetano, 1,2-
V. anche «Idrocarburi alogenati volatili»
Diossano, 1,4-
Somma di 2-metossi-2-metilpropano e 2-etossi-2-metilpropano. Applicabile alla rete di distribuzione (salvo gli impianti domestici).
Unicamente per l'acqua calda, calcolato in fosforo.
Idrocarburi alogenati volatili: quantità totale di tutte le sostanze alogenate la cui struttura fondamentale è composta da un minimo di uno e un massimo di tre atomi di carbonio e nessun altro gruppo funzionale
Somma di benzo[b]fluorantene, benzo[k]fluorantene, benzo[ghi]perilene, indeno[1,2,3-cd]pirene
Indice di idrocarburi C10-C40
Determinazione con un metodo analogo al metodo ISO 9377-2, ma con un limite di quantificazione più basso.
Dagli impianti domestici i campioni devono essere prelevati dopo aver fatto scorrere 500 ml di acqua.
Perfluoroesano sulfonato (PFHxS)
Perfluoroottanoato (PFOA)
Perfluorottano sulfonato (PFOS)
Per «pesticidi» si intendono le sostanze attive definite all'articolo 2 capoverso 1 lettera a dell'ordinanza del DFI del 16 dicembre 20161 concernente i livelli massimi di residui di antiparassitari nei o sui prodotti di origine vegetale e animale (OAOVA), nonché i metaboliti rilevanti per l'acqua potabile.
Il valore massimo si applica a ogni singolo pesticida. Per quanto riguarda l'aldrina, la dieldrina, l'eptacloro e l'eptacloreposside, il valore massimo è di 0,030 ìg/l.
Pesticidi (totale)
Per «pesticidi» si intendono le sostanze attive definite all'articolo 2 capoverso 1 OAOVA, nonché i metaboliti rilevanti per l'acqua potabile.
Per «somma dei pesticidi» si intende il totale di tutti i pesticidi rilevati e quantificati nel quadro della procedura di controllo.
Aggiunto; calcolato in silicio.
Aggiunto, per 3 mesi al massimo, per la formazione di uno strato protettivo; calcolato in silicio.
Sostanze di cui all'allegato 2 dell'ordinanza del DFI del 16 dicembre 20162 sui materiali e gli oggetti
I valori limite di migrazione (LMS) di queste sostanze non devono superare i valori indicati nell'allegato 2 dell'ordinanza del DFI sui materiali e gli oggetti divisi per 20 (LMSacqua=LMSderrata alimentare/20) e in ogni caso non devono superare i 0,5 mg/l espressi come carbonio organico totale (v. allegato 3, Carbonio organico totale). Tale valore (0.5 mg/l) si applica anche alle sostanze per le quali l'allegato 2 dell'ordinanza sui materiali e gli oggetti non prevede valori limite di migrazione specifica.
Tetra- e tricloroetilene
Totale delle concentrazioni dei parametri specificati.
Trialometani (totale) THM
Somma di cloroformio, bromoformio, dibromoclorometano e bromodiclorometano. Se al termine del trattamento la concentrazione di THM non è superiore a 10 ìg/l, non è necessaria un'analisi dell'acqua potabile nella rete di distribuzione.
Ulteriori requisiti concernenti l'acqua potabile
1 Requisiti specifici
Carbonio organico totale (COT)
Nessuna variazione anomala. L'aumento della concentrazione dell'acqua che arriva nelle abitazioni non deve essere superiore a 0,5 mg C/l.
µS cm-1 a 25 °C
Il valore parametrico non è applicabile alle acque aggressive.
Per le acque confezionate in bottiglia o in contenitori naturalmente ricche o arricchite artificialmente di anidride carbonica, il valore minimo può essere abbassato a 4,5 unità pH.
Nella rete di distribuzione
2 Radioattività
Livelli elevati di trizio possono indicare la presenza di altri radionuclidi artificiali. Se la concentrazione di trizio è superiore al relativo valore parametrico, occorre effettuare un'analisi volta ad accertare l'eventuale presenza di altri radionuclidi artificiali.
Dose totale indicativa (DTI)
mSv/anno
A eccezione del trizio, del potassio-40, del radon e dei prodotti di decadimento del radon.
Devono essere effettuati controlli dell'acqua potabile per accertare la DTI qualora sia presente una fonte di radioattività artificiale o di radioattività naturale elevata e non sia possibile dimostrare, sulla base di altri programmi di controllo rappresentativi o di altre indagini, che il livello della DTI è inferiore al valore parametrico stabilito (radon e trizio).
(art. 4 cpv. 4)
Elenco delle procedure e dei prodotti riconosciuti per il trattamento dell'acqua potabile e la protezione degli impianti di acqua potabile
1 Elenco delle procedure per il trattamento dell'acqua potabile
Osservazioni ed esempi
Correzione della durezza
Un'acqua troppo dolce può essere resa più dura o un'acqua dura può essere addolcita eliminando parzialmente i componenti responsabili della durezza.
Deacidificazione, decarbonizzazione, decarbonizzazione rapida, decalcificazione, riduzione parziale della durezza.
Correzione del valore pH
Correzione dell'equilibrio acido carbonico-calcare, per evitare la corrosione o il deposito di calcare.
Deferrizzazione e demanganizzazione
Eliminazione di ferro e di manganese disciolti mediante ossidazione e precipitazione.
Eliminazione del fluoruro
Deozonizzazione
Eliminazione dell'ozono
Eliminazione dell'arsenico
Precipitazione dell'arseniato
Eliminazione dei residui della disinfezione mediante cloro.
Eliminazione delle particelle insolubili mediante setacciatura meccanica o elettrofisica allo scopo di depurare l'acqua ed eliminare i microorganismi.
Filtro rapido, a uno o due strati, filtrazione lenta, filtrazione mediante membrane, microfiltrazione, ultrafiltrazione, nanofiltrazione, osmosi inversa.
Neutralizzazione delle cariche elettriche delle particelle volta alla formazione di fiocchi filtrabili o sedimentabili.
Ossidazione di materia solubile organica e inorganica tramite mezzi di ossidazione e disinfezione.
Prevenzione dei depositi di calcare.
Prevenzione della formazione di incrostazioni
Protezione della riserva idrica di emergenza
Protezione dalla contaminazione microbiologica della riserva di acqua per le situazioni di emergenza.
Acqua in cisterna e altri recipienti
Scambiatore di ioni
Eliminazione di anioni o di cationi.
Addolcimento parziale, decarbonizzazione, eliminazione dei nitrati.
2 Elenco delle procedure di disinfezione dell'acqua potabile
Utilizzo di composti del cloro libero.
Impianto di dosaggio del cloro gassoso sottovuoto, clorazione con candeggina.
Possibile combinazione con diossido di cloro.
Irradiazione UV-C
Mezzi di disinfezione tramite raggi UV in situ.
Produzione di ozono in situ a partire da aria o ossigeno tramite un campo elettrico.
Produzione di diossido di cloro
Produzione chimica o elettrochimica di diossido di cloro in situ a partire da una soluzione di clorito.
Con perossidisolfato di sodio o un procedimento basato sulla reazione clorito-acido cloridrico.
Produzione di cloro
Produzione elettrochimica di cloro in situ a partire da una soluzione di cloruro di sodio.
Elettrolisi con o senza diaframma. Può essere combinata con diossido di cloro.
3 Elenco delle procedure per la protezione degli impianti di acqua potabile
Prevenzione della formazione di incrostazioni.
Protezione anticorrosione (chimica)
Prevenzione dell'ossidazione delle strutture in ferro.
Formazione di una pellicola protettiva.
Protezione anticorrosione (anodo elettrochimico)
Un elettrodo in metallo comune impedisce lo sviluppo di una reazione anodica con le strutture in ferro.
Con o senza apporto di corrente. L'idrogeno formato deve rendere l'acqua più dura.
Protezione anticorrosione (catodo elettrochimico)
Le strutture in ferro sono utilizzate come catodo per evitare un'ossidazione. Decomposizione normale dell'acqua.
Utilizzo di un'altra fonte catodica. La soda caustica formata dissolve lentamente il catodo.
L'idrogeno formato deve rendere l'acqua più dura.
4 Elenco delle sostanze per il trattamento dell'acqua potabile
Acidi policarbossilici
Prevenzione dell'intasamento delle membrane
Eliminazione dei nitrati
Correzione del pH, rigenerazione di scambiatori di ioni
Acido fosfonico
Allumina attivata rivestita di ferro
Adsorbimento, filtrazione, eliminazione dell'arsenico
Alluminato di sodio
Correzione della durezza, correzione del pH
Filtrazione, eliminazione di particelle
Eliminazione di particelle, eliminazione di cloro e ozono
Eliminazione di particelle
Calcare rivestito di manganese
Demanganizzazione
Correzione della durezza, correzione del pH, eliminazione di particelle, deferrizzazione e demanganizzazione
Carbone attivo, in polvere, granulare o in pellet
Adsorbimento, eliminazione del cloro, eliminazione dell'ozono, filtrazione
Flocculazione, precipitazione
Cloruro di idrossido di alluminio
Produzione di diossido di cloro, rigenerazione di scambiatori di ioni
Cloruro ferrico di alluminio
Cloruro solfato di ferro (III)
Copolimero acrilico modificato con un gruppo amminico terziario
Eliminazione dell'uranio
Copolimero stirene-divinilbenzene con gruppi di trialchilammonio
Copolimero stirene-divinilbenzene con gruppi imminodiacetici
Eliminazione del nichel
Diossido di manganese
Diossido di manganese, calcare rivestito
Deferrizzazione, demanganizzazione ed eliminazione del solfuro di idrogeno.
Rilevamento di perdite nella rete di condutture
Filtrazione, eliminazione di particelle, decarbonizzazione rapida
Idrossicarbonato di magnesio
Idrossicloruro silicato di polialluminio
Idrossicloruro solfato di polialluminio
Idrossiclorurosolfato-silicato di alluminio
Idrossidi di ferro
Adsorbimento, eliminazione dell'arsenico
Idrossisolfato silicato di polialluminio
Ossidi di magnesio
Eliminazione di fluoruri
Ossido di alluminio attivo granulare
Adsorbimento, scambio di ioni, eliminazione di particelle
Fluoruro o arsenico
Ossidazione, ossigenazione
Ossigeno (o aria)
Ossidazione, demanganizzazione
Perossidisolfato di sodio
Ossidazione, produzione di diossido di cloro
Perossimonosolfato di potassio (monopersolfato di potassio)
Polipiperazina
Polisolfonammide
Prodotti organici trattati termicamente
Prodotti organici, trattati termicamente
Sabbia di quarzo (ossido di silicio)
Filtrazione, eliminazione di particelle, sedimentazione, deferrizzazione e demanganizzazione, decarbonizzazione rapida.
Sabbia verde di manganese (zeoliti al manganese, sabbia ferrosa, sabbia verde)
Silicati di alluminio naturali non espansi
Silicato di alluminio attivo granulare
Adsorbimento, scambio di ioni, eliminazione di fluoruri.
Silicato di alluminio espanso (argilla espansa)
Filtrazione, eliminazione di particelle.
Solfato ferrico di alluminio
Tiosolfato (di sodio)
Zeolite di manganese (Glauconite)
5 Elenco delle sostanze utilizzate per la disinfezione dell'acqua potabile
Disinfezione, produzione di diossido di cloro
Diossido di cloro (in situ a partire da una soluzione di clorito)
Sodio dicloroisocianurato biidrato
Ozono (in situ, prodotto da un campo elettrico)
Disinfezione, ossidazione
6 Elenco delle sostanze destinate alla protezione degli impianti di acqua potabile
Protezione anticorrosione (solo per l'acqua calda)
Protezione anticorrosione anodica e catodica
Argento colloidale e argento anodizzato
Protezione della riserva idrica di emergenza, prevenzione della contaminazione microbiologica, trattamento antibatterico limitato agli apparecchi, esclusa la rete di distribuzione.
Argento, cloruro di argento
Conservazione dell'acqua immagazzinata in impianti per l'approvvigionamento idrico, solo per un utilizzo non sistematico in casi eccezionali.
Bis(diidrogenoortofosfato) di calcio
Difosfato di tetrapotassio
Diidrogenofosfato di potassio
Diidrogenoortofosfato di potassio (ortofosfato di potassio)
Diidrogenoortofosfato di sodio
Diidrogenoortofosfato di sodio (ortofosfato di sodio)
Diidrogenopirofosfato di disodio
Protezione anticalcare (solo per l'acqua calda)
Fosfato tripotassico
Idrogenofosfato di sodio
Idrogenoortofosfato di dipotassio
04.11.7758
Idrogenoortofosfato di disodio
Protezione anticorrosione, catodica
Metasilicato di sodio
Ortofosfato di trisodio
Pirofosfato di potassio
Pirofosfato di tetrasodio
Polifosfato di calcio e sodio
Polifosfato di sodio
Solfato di argento
Tripolifosfato di potassio
Trisilicato di sodio
Requisiti microbiologici dell'acqua per stabilimenti e impianti per docce accessibili al pubblico
Acqua per stabilimenti accessibili al pubblico
Acqua per impianti di balneazione con rigenerazione biologica dell'acqua
Acqua di vasche idromassaggio o aventi una temperatura superiore a 23 °C con circuiti che favoriscono la formazione di aerosol
Bagno di vapore umido: produzione di acqua con formazione di aerosol
Acqua per impianti per docce
Valori massimi e minimi concernenti l'acqua per stabilimenti e impianti per docce accessibili al pubblico
Valori minimi
Disinfezione a base di cloro
Vasche per nuoto e non
Disinfezione a base di bromo
Bromo libero
Vasche con rigenerazione biologica dell'acqua
Visibilità/ limpidità
> 2,0 m, su tutto il fondo
Sono ammessi i disinfettanti di cui all'allegato 4 cifra 4 e con i relativi valori massimi di cui all'allegato 2.
Concentrazioni massime di sostanze inquinanti o derivanti dalla disinfezione nell'acqua per piscine
Cloro combinato
Trialometani (THM, in equivalenti cloroformi)
Bromo combinato
Acqua delle vasche con rigenerazione biologica
RU 2017 1023

References: Art. 3

Art. 4

Art. 5

Art. 6

Art. 8

Art. 9

Art. 10

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