Source: https://www.kujus-strafverteidigung.de/blog/strafrechts-abc/faelschung-von-zahlungskarten-schecks-und-wechseln/
Timestamp: 2019-04-20 19:13:35+00:00

Document:
Fälschung von Zahlungskarten | § 152a StGB | Strafrechts-ABC
Fälschung von Zahlungskarten, Schecks und Wechseln – § 152a, 152b StGB
Anzeige wegen Fälschung von EC-Karten oder Kreditkarten: Was kann ich tun?
Unter Strafe nach dem StGB steht die Fälschung von Zahlungskarten, Schecks und Wechseln. Die Vorschrift findet sich in § 152a StGB.
1. inländische oder ausländische Zahlungskarten, Schecks oder Wechsel nachmacht oder verfälscht oder
2. solche falschen Karten, Schecks oder Wechsel sich oder einem anderen verschafft, feilhält, einem anderen überlässt oder gebraucht,
1. die von einem Kreditinstitut oder Finanzdienstleistungsinstitut herausgegeben wurden und
(5) § 149, soweit er sich auf die Fälschung von Wertzeichen bezieht, und § 150 gelten entsprechend.
Daneben ist die Fälschung von Zahlungskarten mit Garantiefunktion und Vordrucken von Euroschecks nach § 152b StGB unter Strafe gestellt. In der entsprechenden Strafnorm heißt es hierzu:
Die Strafnormen des §§ 152a und 152b StGB schützen die Funktionsfähigkeit des Zahlungsverkehrs. Geahndet wird die Fälschung von Zahlungskarten, Schecks und Wechseln sowie Zahlungskarten mit Garantiefunktion sowie Eurocheckvordrucken.
Bei Zahlungskarten handelt es sich Karten, die von Kredit- oder Finanzdienstleistungsunternehmen herausgegeben worden sind, die dem Inhaber ermöglichen, bargeldlos zu zahlen oder Geld am Geldautomaten abzuholen.
Praktisch relevante Tatobjekte sind
Geldkarten (Maestro)
Euroscheckkarten oder
Nicht unter den Straftatbestand fallen allerdings Mensakarten oder Zugangskarten – dies gilt auch für Zugangs- und Fankarten, mit denen gezahlt werden kann – etwa die „Knappenkarte“.
Tathandlungen sind das Nachmachen und das Verfälschen sowie das Gebrauchen gefälschter Karten.
Unter einem Nachmachen versteht man die Herstellung einer Fälschung. Unter einem Verfälschen fällt das Verändern einer echten Zahlungskarte.
Die Straftat wird bei einer „einfachen Fälschung“ mit einer Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu 5 Jahren geahndet. In besonders schweren Fällen sind es sogar 6 Monate bis zu 10 Jahren.
Welche Strafe im Einzelfall ausgesprochen ist, ist von den jeweiligen besonderen Umständen abhängig.
Die Grundtat verjährt nach § 78 Abs. 3 Nr. 4 StGB nach 5 Jahren.
Taten nach § 152a Absatz 3 StGB verjähren nach 10 Jahren (§ 78 Abs. 3 Nr. 3 StGB).
Werden Sie in einem Ermittlungsverfahren einer Tat nach § 152a StGB oder § 152b StGB angezeigt, drohen erhebliche Strafen und rechtliche Nachteile.
Bei einem derartigen Tatvorwurf ist ein Zuwarten nicht geboten. Sprechen Sie mit einem auf Strafrecht spezialisierten Anwalt. Gern stehen wir Ihnen im gesamten Strafverfahren zur Seite.
Werbung für Schwangerschaftsabbruch: Reform des § 219a StGB?
25.06.2018/

References: § 152
 § 152
 § 152
 § 149
 § 150
 § 152
 § 78
 § 152
 § 152
 § 152
 § 219