Source: http://helfer-in-steuersachen.de/index.php/steuertipps/02-allgemeine-tipps-zur-einkommensteuer/623-tipp-50-private-altersvorsorge-nicht-vernachl%C3%A4ssigen.html
Timestamp: 2018-05-27 21:37:48+00:00

Document:
Tipp 50 Private Altersvorsorge, was gibt der Staat dazu? - Helfer in Steuersachen
Aktuelle Seite: Home > Steuertipps > 02 - Allgemeine Tipps zur Einkommensteuer > Tipp 50 Private Altersvorsorge, was gibt der Staat dazu?
Tipp 50 Private Altersvorsorge, was gibt der Staat dazu?
⇒ Altersvorsorge, das Grundsätzliche
Der Gesetzgeber hat sich im Grundgesetz zur sozialen Marktwirtschaft verpflichtet (Art. 20 und 28 GG). Zur sozialen Marktwirtschaft gehört die soziale Absicherung der Bürger, auch im Alter.
Das System der sozialen Sicherung im Alter ist in Deutschland in drei Arten gegliedert:
In der gesetzlichen Rentenversicherung sind die Arbeitnehmer grundsätzlich pflichtversichert. Die betriebliche und die private Altersvorsorge beruhen weitgehend auf freiwilliger Basis.
1. Gesetzliche Rentenversicherung Abzug als Sonderausgaben § 10 Abs. 1 EStG
Lohn-/ Gehaltsumwandlung Steuerfreier Arbeitslohn § 3 Nr. 63 EStG
Vermögensbildende Leistungen Arbeitnehmer-Sparzulage 5. VermBG
⇒ Die private Altersvorsorge
Die private Altersvorsorge enthält drei Bausteine:
Baustein 1: Vermögenswirksame Leistungen
Baustein 2: Prämien-Bausparen
Baustein 3: Riester-Sparen
Zum schnellen Verständnis beginnen wir jeweils mit einer knappen Zusammenfassung und halten uns anschließend weitgehend an den Gesetzestext.
◊ Baustein 1: Vermögenswirksame Leistungen (5. VermBG)
Der Staat fördert die Altersvorsorge der Arbeitnehmer durch Anlage vermögenswirksamer Leistungen (VL). Die Förderung besteht in einer Arbeitnehmer-Sparzulage, die für bestimmte, gesetzlich abschließend geregelte Anlageformen vom Finanzamt ausgezahlt wird.
VL werden direkt - aus dem Nettolohn - auf das vom Arbeitnehmer benannte Anlagekonto des Trägers (Bank, Bausparkasse, Wertpapier-Fonds etc.) überwiesen. Dazu muss der Arbeitnehmer seinem Arbeitgeber schriftlich einen entsprechenden Auftrag erteilen. Je nach Absprache kann der Arbeitgeber die VL des Arbeitnehmers aufstocken. Grundsätzlich sind sowohl regelmäßige Überweisungen als auch Einmalzahlungen möglich.
1. Begünstigte Personen
Begünstigt sind Arbeitnehmer in jeder Form, also auch Beamte, Richter, Berufssoldaten. Auch Aushilfskräfte und Mini-Jobber können ihren Arbeitslohn vermögenswirksam anlegen (§ 1 Abs. 2 Fünftes Vermögensbildungsgesetz).
2. Antrag und Nachweis
Die Arbeitnehmersparzulage wird beantragt, indem der Sparer das betreffende Kästchen in Zeile 1 des Hauptvordrucks ankreuzt.
Der Nachweis erfolgt durch die elektronische Vermögensbildungsbescheinigung des Anbieters (Bank, Bausparkasse, Wertpapier-Fonds etc.), die dieser den Finanzämtern jeweils bis zum 28.2. des dem Zulagejahr folgenden Kalenderjahres elektronisch zukommen lässt. Die bisherige Anlage VL wird nicht mehr ausgestellt.
Das Finanzamt prüft die Voraussetzungen für die Gewährung der Arbeitnehmer-Sparzulage, insbesondere ob die Einkommensgrenzen eingehalten sind. Die Einkommensgrenzen bewegen sich zwischen 17.900 zw. 20.000 € / 38.900 bzw. 40.000 € (Alleinstehende / Ehepartner).
4. Zweck der Förderung
Durch vermögenswirksame Leistungen soll die Vermögensbildung der Arbeitnehmer gefördert werden.
5. Vermögensbildende Leistungen
Vermögenswirksame Leistungen (VL) sind Geldleistungen / Sparbeiträge des Arbeitnehmers (§ 2 Fünftes Vermögensbildungsgesetz) , die der Arbeitgeber im Auftrag des Arbeitnehmers aus dem Nettolohn für bestimmte begünstigte Anlagen anlegt, z. B. in einen
a) VL-Banksparplan,
b) VL-Bausparvertrag oder in einen
c) VL-Wertpapier-Fonds.
Der Arbeitgeber zieht den VL-Betrag (Sparbetrag) vom Nettolohn ab und überweist ihn an den vom Arbeitnehmer bestimmten Vertragspartner (Anbieter / Bank / Bausparkasse etc).
+ Arbeitgeber-Zuschuss zu VL 20 €
- Vermögenswirksame Leistungen 39 €
In diesem Fall hat der Arbeitnehmer selbst aufgebracht (39 € - Arbeitgeberzuschuss 20 € =) 19 €.
6. Art und Höhe der Förderung
Die Förderung der VL besteht in einer steuer- und sozialabgabenfreie Arbeitnehmer-Sparzulage. Die Arbeitnehmer-Sparzulage beträgt 20 % der angelegten vermögenswirksamen Leistungen, soweit sie 400 € im Kalenderjahr nicht übersteigen. Bausparleistungen (VL-Bausparen) werden nur mit 9 % gefördert, soweit sie 470 € im Kalenderjahr nicht übersteigen.
Je nach Verwendung und Höhe der eingezahlten Beträge können Alleinstehende eine Zulage zwischen 43 € und 123 €, Ehepartner bis zu 246 € pro Jahr vom Fiskus erhalten. Dazu mehr in der Übersicht unten.
7. Festsetzung, Sperrfrist und Auszahlung
Der staatliche Förderbetrag wird jährlich durch Bescheid vom Finanzamt festgesetzt.
Die Arbeitnehmer-Sparzulage wird erst fällig mit Ablauf der für die Anlageform jeweils vorgeschriebenen Sperrfrist von sieben Jahren, mit Zuteilung des Bausparvertrags oder nach einer vorzeitigen unschädlichen Verfügung.
Nach Ablauf der Sperrfrist / Fälligkeit überweist das Finanzamt die Arbeitnehmersparzulage auf das Anlagekonto des Sparers.
◊ Baustein 2: Prämien-Bausparen (WoPG)
Der Staat fördert das Ansammeln von Kapital auf Bausparverträgen, um später von der Bausparkasse ein zinsgünstiges Darlehen zum Erwerb von Wohneigentum zu erhalten. Die Förderung besteht in einer Wohnungsbau-Prämie (WoPG).
Prämien-Sparen nach dem WoPG und VL-Bausparen nach dem 5. VermBG , sind zeitgleich möglich.
Begünstigt sind unbeschränkt steuerpflichtige Personen über 16 Jahre (§ 1 WoPG).
Die Prämie ist nach amtlich vorgeschriebenem Vordruck bis zum Ablauf des zweiten Kalenderjahrs, das auf das Sparjahr folgt, bei der Bausparkasse zu beantragen, an das die prämienbegünstigten Aufwendungen geleistet worden sind (§ 4 WoPG).
Die Einkommensgrenze beträgt 25.600 €, bei Ehepartnern 51.200 €. Maßgebend ist das zu versteuernde Einkommen des Sparjahres(§ 2a WoPG).
Die Beiträge des Bausparers an die Bausparkasse sollen dazu dienen, von der Bausparkasse ein Bauspardarlehen zu erlangen (§ 2 WoPG).
Für die Prämie ist Voraussetzung, dass bei Auszahlung der Bausparsumme oder bei Beleihung der Ansprüche aus dem Vertrag der Bausparer die empfangenen Beträge unverzüglich und unmittelbar zum Wohnungsbau verwendet. Dies hat die Bausparkasse zu gewährleisten. Geschieht das nicht, so hat die Bausparkasse dem Finanzamt unverzüglich Mitteilung zu machen.
Ausgezahlt wird somit nur, wenn der Bausparkasse eine wohnungswirtschaftliche Verwendung der Mittel nachgewiesen wird (§ 2 Abs. 3 WoPG).
5. Leistung des Sparbeitrages
Als Aufwendungen zur Förderung des Wohnungsbaus im Sinne des § 1 WoPG gelten
Beiträge an Bausparkassen zur Erlangung von Baudarlehen, soweit die an dieselbe Bausparkasse geleisteten Beiträge in Sparjahr (§ 4 Abs. 1) mindestens 50 Euro betragen.
Beiträge auf Grund von Sparverträgen, die auf die Dauer von drei bis sechs Jahren als allgemeine Sparverträge oder als Sparverträge mit festgelegten Sparraten mit einem Kreditinstitut abgeschlossen werden, wenn die eingezahlten Sparbeiträge und die Prämien zum Bau oder Erwerb selbst genutzten Wohneigentums oder zum Erwerb eines eigentumsähnlichen Dauerwohnrechts verwendet werden.
Der Bausparer erhält eine Bauspar-Prämie. Sie beträgt 8,8 % der Aufwendungen. Die Aufwendungen des Prämienberechtigten sind je Kalenderjahr bis zu einem Höchstbetrag von 512 €, bei Ehepartnern zusammen bis zu 1.024 € prämienbegünstigt. Die Höchstbeträge stehen den Prämienberechtigten, der sog.Höchstbetragsgemeinschaft, gemeinsam zu.
7. Festsetzung und Auszahlung
Die Bausparkasse setzt die Bauspar-Prämie fest und meldet sie nach amtlich vorgeschriebenem Vordruck (Wohnungsbauprämien-Anmeldung) bei dem für die Besteuerung der Bausparkasse nach dem Einkommen zuständigen Finanzamt (§ 20 der Abgabenordnung) an.
Das Finanzamt veranlasst die Auszahlung an die Bausparkasse zugunsten der Prämienberechtigten. Die Bausparkasse hat die erhaltenen Prämien unverzüglich dem Prämienberechtigten gutzuschreiben oder auszuzahlen.
Der Bund stellt die Beträge für die Prämien den Ländern in voller Höhe zur Verfügung (§ 7 WoPG).
◊ Baustein 3: Riester-Sparen (§§ 79 - 99 EStG)
Der Staat fördert den Aufbau einer zusätzlichen Altersvorsorge, um später eine lebenslange Rente (Riester-Rente) zu erhalten. Neben dem Aufbau einer Anwartschaft auf eine lebenslange Rente kann das Altersanlagevermögen für die Bildung von selbstgenutztem Wohneigentum eingesetzt werden (Wohn-Riester / § 92a EStG).
Das Förderkonzept der »Riester-Rente« besteht aus einer Sparzulage (§§ 79 ff. EStG) + einem progressionsabhängigen Sonderausgabenabzug, der für Steuerzahler mit höherem Einkommen gedacht ist (§ 10a EStG).
Dies bedeutet: Sie erhalten für Altersvorsorgebeiträge eine Sparzulage und bei höherem Einkommen eine zusätzliche Steuerermäßigung durch Abzug der Beiträge als Sonderausgaben.
Anm.: Ähnlich verfährt der Gesetzgeber im Familienleistungsausgleich / § 31 EStG: Kindergeld + Steuerermäßigung für Eltern mit höherem Einkommen durch Kinderfreibeträge.
Das Gesetz unterscheidet Zulageberechtigte, Anbieter und die Zentrale Stelle.
1. Zulageberechtigt sind bestimmte Personen, insbesondere sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer und Beamte (§ 79 EStG). Die Zulageberechtigten schließen mit einem Anbieter einen Basisrentenvertrag ab und leisten Altersvorsorgebeiträge auf das beim Anbieter für sie geführte Konto.
2. Anbieter erfüllen die Voraussetzungen für Basisrentenverträge i. S. des Altersvorsorgeverträge-Zertifizierungsgesetzes (§ 80 EStG). Der Anbieter teilt der Zentralen Stelle die entsprechenden Daten mit. Die Zentrale Stelle stellt fest, ob und in welcher Höhe ein Anspruch auf Zulage besteht. Die Zentrale Stelle veranlasst die Auszahlung an den Anbieter zugunsten der Zulageberechtigten durch die zuständige Kasse. Der Anbieter hat die erhaltenen Zulagen unverzüglich den begünstigten Verträgen gutzuschreiben (§ 90 Abs. 2 EStG).
3. Zentrale Stelle im Sinne dieses Gesetzes ist die Deutsche Rentenversicherung Bund, welche auch die Mittel für die Zulagen der sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer aufbringt (§ 81 EStG). Für Beamte und Pensionäre sind besondere Stellen zuständig (§ 81a EStG).
1. Begünstigte Personen / Zulageberechtigte (§ 79 EStG)
Bestimmte Personen (§ 79 EStG,§ 10a Abs. 1 EStG) haben Anspruch auf eine Altersvorsorgezulage, insbesondere die in der inländischen gesetzlichen Rentenversicherung Pflichtversicherten, ferner Beamte, Beamte, Richter, Berufssoldaten und Soldaten auf Zeit, pflichtversicherte Landwirte, aber auch Rentner wegen voller Erwerbsminderung oder Erwerbsunfähigkeit oder Pensionäre wegen Dienstunfähigkeit.
Ist ein Ehegatte begünstigt, so ist auch der andere Ehegatte begünstigt, wenn er mindestens 60 € jährlich in seinen oder in den gemeinsamen Vertrag einzahlt.
2. Zweck der Förderung
Zweck der Förderung ist der Erwerb eines Anspruchs auf eine zusätzliche Rente im Alter. Der Sparer muss einen Basisrentenvertrag i. S. des Altersvorsorgeverträge-Zertifizierungsgesetzes mit einem Anbieter geschlossen haben. Der Vertrag muss den Aufbau einer kapitalgedeckten Altersversorgung zum Inhalt haben, der nur die Zahlung einer monatlichen, auf das Leben des Steuerpflichtigen bezogenen lebenslangen Leibrente nicht vor Vollendung des 62. Lebensjahres vorsieht (§ 10 Abs. 1 Nr. 2a, Doppelbuchst. aa EStG).
Anbieter sind Versicherungsunternehmen, Kreditinstitute und Bausparkassen (§ 1 Abs. 2 Altersvorsorgeverträge-Zertifizierungsgesetz).
3. Antrag und Verfahren
Der Zulageberechtigte hat den Antrag auf Zulage nach amtlich vorgeschriebenem Vordruck bis zum Ablauf des zweiten Kalenderjahres, das auf das Beitragsjahr folgt, bei dem Anbieter seines Vertrages einzureichen (§ 89 Abs. 1 EStG). Der Anbieter leitet den Antrag der Zentralen Stelle oder der besonderen Stelle zu, welche die Zulagen berechnen (§ 89 Abs. 1 EStG). Der Zulageberechtigte kann aber auch den Anbieter seines Vertrages schriftlich bevollmächtigen, für ihn die Zulage für jedes Beitragsjahr zu beantragen (§ 89 Abs. 1a EStG). Dies ist der Normalfall.
Wurden die Altersvorsorgebeiträge vom Anbieter dem Altersvorsorgevertrag gutgeschrieben, so hat der Anbieter der Zentralen Stelle (§ 81) die entsprechenden Daten nach § 89 Absatz 2 Satz 1 EStG für das zurückliegende Beitragsjahr nach einem mit der Zentralen Stelle abgestimmten Verfahren mitzuteilen.
Die Förderung besteht aus einer Kombination zwischen einer einkommensunabhängigen Sparzulage für Erwachsene in Höhe von 154 € / für Kinder von 185 € (§§ 79 ff. EStG) und einem progressionsabhängigen Sonderausgabenabzug für Steuerzahler mit höherem Einkommen (§ 10a EStG).
Mit der Anlage AV beantragen Sie für Altersvorsorgebeiträge (= Beiträge zu Riester-Rentenversicherungen) einen zusätzlichen Sonderausgabenabzug bis zur Höhe von 2.100 € jährlich. Zusammenveranlagte Ehepartner geben eine gemeinsame Anlage AV ab.
Bei einer Zusammenveranlagung von Ehepartnern, die beide unmittelbar begünstigt sind, steht jedem Ehegatten / Lebenspartner der Sonderausgabenabzug bis zur Höhe von 2.100 € zu.
Beispiel: Wirkung des Kombi-Systems
Eheleute mit einem Kind haben Anspruch auf die volle Zulage von (Erwachsenenzulage 154 € x 2 + Kinderzulage 185 € =) 493 €. Beträgt das zu versteuernde Einkommen der Eheleute 32.000 €, ist dieses in der Spitze mit einer Einkommensteuer von rd. 25 % belastet. Bei einem Sonderausgabenabzug der Sparbeiträge bis zu einem Höchstbetrag von (2.100 € x 2 =) 4.200 € beträgt die Steuerersparnis rd. (4.200 € x 25 % =) rd. 1.050 €.
Die Ehepartner erhalten die Sparzulage + Steuerermäßigung, zusammen 1.050 €.
Steuerermäßigung 1.050 €
- erhaltene Sparzulage, Gutschrift auf dem Konto 493 €
Steuerersparnis, Auszahlung durch das Finanzamt 557 €
Für den Anspruch auf die Zulage bestehen keine Einkommensgrenzen.
6. Leistung des Sparbeitrages (§ 82 EStG)
Die vom Zulageberechtigten geleisteten Beiträge werden vom Anbieter auf dem Konto des Zulageberechtigten gutgeschrieben.
Gefördert werden Altersvorsorgebeiträge bis zur Höhe von jährlich 2.100 € (§ 10a Absatz 1 Satz 1 EStG),
Tilgungsleistungen für wohnungswirtschaftliche verwendete Darlehen.
In Abhängigkeit von den geleisteten Altersvorsorgebeiträgen wird eine Zulage gezahlt, die sich aus einer Grundzulage von 175 € und einer Kinderzulage von 185 € zusammensetzt. Für ein nach dem 31. Dezember 2007 geborenes Kind erhöht sich die Kinderzulage nach Satz 1 auf 300 €. Kinderzulage erhält nur, wer für das Kind zugleich Kindergeld bezieht.
Die Zulage wird gekürzt, wenn der Zulageberechtigte nicht den Mindesteigenbeitrag leistet. Dieser beträgt jährlich 4 Prozent der Summe der im vorangegangenen Kalenderjahr
erzielten beitragspflichtigen Arbeitsentgelte oder
bezogenen Besoldung und Amtsbezüge (max. Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung),
vermindert um die Zulage nach den §§ 84 und 85 EStG.
Ehepaar mit zwei Kindern, Bruttogehalt des Vorjahres 40.000 €.
Mindestbeitrag 4 % von 40.000 €
- Grundzulage für zwei Erwachsene (175 € x 2)
- Kinderzulage für zwei Kinder (185 € x 2)
Mindestbeitrag / Eigenbeitrag jährlich
Mindestbeitrag / Eigenbeitrag monatlich 880 € : 12 =
Zusammengefasst: 4 % vom Bruttolohn minus Zulage = Mindestbeitrag.
Die zentrale Stelle ermittelt auf Grund der von ihr erhobenen oder der ihr übermittelten Daten, ob und in welcher Höhe ein Zulageanspruch besteht und teilt dies dem Anbieter mit, der diese Mitteilung an den Zulageberechtigten weiterleitet (§ 90 Abs. 1 EStG).
Die zentrale Stelle veranlasst die Auszahlung an den Anbieter zugunsten der Zulageberechtigten durch die zuständige Kasse. Der Anbieter hat die erhaltenen Zulagen unverzüglich den begünstigten Verträgen gutzuschreiben (§ 90 Abs. 2 EStG).
Nach Fälligkeit erhält der Sparer eine Rente. Er kann das Kapital (mind. 3.000 €) aber für den Erwerb einer selbstgenutzten Wohnung oder deren Finanzierung verwenden.
⇒ Übersichten
1. Private Altersvorsorge im Überblick
Sie können die Förderung für jeden der drei Bausteine der privaten Altersvorsorge gleichzeitig in Anspruch nehmen, also z. B. einen Bausparvertrag mit vermögenswirksamen Leistungen bedienen (VL-Bausparen nach dem 5. VermBG) und zugleich einen zweiten Bausparvertrag zur Erlangung einer Bauspar-Prämie (Prämien-Sparen nach dem WoPG) und mit einem Banksparplan eine Rente .
Was insgesamt im Höchstfall aufzubringen ist und was dabei herauskommt, zeigt die nachfolgende Tabelle:
Bauspar-Prämie
Riester-Sp.*
470 / 400 €
1.628.00 €
Prämie/Zulage
42.30 / 80.00 €
241.35 € / 321.35 €
Eheg., beide AN
1.024.00 €
3.256.00 €
Prämie / Zulage
2. Einkommensgrenzen
Die Gewährung der VL-Zulage oder der Wohnungsbauprämie sind davon abhängig, dass das zu versteuernde Einkommen des Berechtigten (Alleinstehende / Ehepartner) eine bestimmte Grenze nicht überschreitet.
VL-Banksparen
VL-Baukredit tilgen
17.900 / 38.800 €
20.000 / 40.000 €
25.600 / 51.200 €
Quelle: 5. VermBG; WoPG; § 10a EStG; §§ 79 - 99 EStG

References: § 10
 § 3
 § 1
 § 92
 § 31
 § 89
 § 10