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Timestamp: 2019-06-26 17:19:07+00:00

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BGH, 08.12.1959 - VIII ZR 134/58 - dejure.org
BGH, 08.12.1959 - VIII ZR 134/58
https://dejure.org/1959,175
BGH, 08.12.1959 - VIII ZR 134/58 (https://dejure.org/1959,175)
BGH, Entscheidung vom 08.12.1959 - VIII ZR 134/58 (https://dejure.org/1959,175)
BGH, Entscheidung vom 08. Dezember 1959 - VIII ZR 134/58 (https://dejure.org/1959,175)
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§ 415, §§ 123 Abs. 2, 143 BGB, 'Dritter', Verfügungs-, Angebotstheorie, § 139 BGB
BGHZ 31, 321
NJW 1960, 621
MDR 1960, 302
JR 1960, 300
Sowohl § 123 Abs. 2 S. 1 als auch Abs. 2 S. 2 BGB setzen voraus, dass die Täuschung von einem Dritten ausgeht, und können mithin nicht eingreifen, wenn allein eine Täuschung durch den Erklärungsgegner - hier die HEROS-Gruppe als Versicherungsnehmerin - in Rede steht (vgl. BGH, Urteil vom 8. Dezember 1959 - VIII ZR 134/58, BGHZ 31, 321, 327 f.).
Der Bundesgerichtshof hat in dem erwähnten Urteil BGHZ 96, 302 ff. in einem Fall, in dem der Übernehmer den Übernahmevertrag nur gegenüber dem verbleibenden und nicht auch gegenüber dem ausscheidenden Teil angefochten hatte, dahinstehen lassen, ob die "lediglich von einem Beteiligten begangene arglistige Täuschung zu Lasten der selbst nicht täuschenden Partei ohne weiteres materiell zur Anfechtung berechtigt, oder ob das nur dann der Fall ist, wenn ihr die Täuschung bekannt war oder hätte bekannt sein müssen (…aaO S. 310, 311; zu vergleichen auch BGHZ 31, 321 ff. für den Fall, daß der Schuldner den Übernehmer bei Abschluß des Grundgeschäfts/der Vertragsübernahme arglistig getäuscht hat;… vgl. dazu Staudinger/Dilcher BGB 12. Aufl. § 123 Rdn. 39 m.w.N.;… auch Soergel/Hefermehl aaO § 123 Rdn. 38;… Dörner aaO S. 2916 mit Hinweis auf Fn. 8).
Zwar kann eine aus § 306 BGB folgende Nichtigkeit des Verpflichtungsgeschäfts das dingliche Geschäft erfassen (vgl. BGHZ 31, 321, 323;… Palandt/Heinrichs, aaO § 139 Rdn. 7).
Daneben könnten aber auch vertragliche Beziehungen zwischen der Mi. KG und der Klägerin bestanden und die Grundlage für die Genehmigung der Schuldübernahme durch die Klägerin gebildet haben (vgl. BGHZ 31, 326, 329) [BGH 08.12.1959 - VIII ZR 134/58].
Auch eine Kombination beider Wege ist möglich (vgl. BGHZ 31, 321, 329; RG, Urteil vom 4. Juli 1904 - 64/04 IV - JW 1904, 550 Nr. 6;… Soergel/Zeiss, BGB 12. Aufl. §§ 414, 415 Rdn. 2;… RGRK-Weber, 12. Aufl. § 414 Rdn. 7; Enneccerus-Lehmann, Recht der Schuldverhältnisse, 15. Bearb. S. 336).
Diese rechtliche Beurteilung schließt indessen nicht aus, daß daneben noch eine Schuldübernahme im Sinne von § 414 BGB zwischen dem Versicherten und der übernehmenden Kasse vereinbart wird (vgl. BGHZ 31, 321, 329;… Soergel/Zeiss, aaO.;… RGRK-Weber, aaO.).
Hiervon ist der Schuldübernahmevertrag zwischen den Prozeßparteien gemäß § 414 BGB jedoch unabhängig; er steht gleichsam "auf eigenen Füßen" (BGHZ 31, 321, 329).
BGH, 13.04.1972 - III ZR 95/70
Voraussetzungen für das Bestehen einer Darlehensforderung - Anforderungen an die …
Die Revision hält dem zwar unter Hinweis auf BGHZ 31, 321 entgegen, Grundgeschäft und Schuldübernahme könnten in einem so engen Zusammenhang stehen, daß sie als einheitliches Rechtsgeschäft anzusehen seien.
Der vorliegende Fall weist gegenüber dem in BGHZ 31, 321 entschiedenen die Besonderheit auf, daß hier die Schuldübernahme sowohl in einem Vertrage zwischen dem Schuldner und dem Übernehmer (§ 415 BGB) als auch in einem Vertrage zwischen dem Übernehmer und dem Gläubiger (§ 414 BGB) vereinbart worden ist.
Die von der herrschenden Meinung abgelehnte Angebots- oder Vertragstheorie faßt sogar die Mitteilung von der zwischen Schuldner und Übernehmer vereinbarten Schuldübernahme als Angebot zu einem mit der Genehmigung des Gläubigers zustandekommenden Vertrage auf (BGHZ 31, 321, 326 [BGH 08.12.1959 - VIII ZR 134/58] ; Mezger Anm. zu BGH LM § 415 BGB Nr. 2 m.w.N.).
Sie haben vielmehr, wie ausgeführt, beiderseits vertragliche Erklärungen abgegeben und damit einen Vertrag nach § 414 BGB geschlossen, der "auf eigenen Füßen steht" (BGHZ 31, 321, 329 [BGH 08.12.1959 - VIII ZR 134/58] ; Enneccerus-Lehmann, Recht der Schuldverhältnisse, 15. Bearbeitung § 85 I 2).
Sowohl § 123 Abs. 2 Satz 1 als auch Abs. 2 Satz 2 BGB setzen voraus, dass die Täuschung von einem Dritten ausgeht, und können mithin nicht eingreifen, wenn allein eine Täuschung durch den Erklärungsgegner - hier die HEROS-Gruppe als Versicherungsnehmerin - in Rede steht (vgl. BGH, Urteil vom 8. Dezember 1959 - VIII ZR 134/58, BGHZ 31, 321, 327 f.).
Zwar erscheint es grundsätzlich denkbar, Grund- und Erfüllungsgeschäft durch Parteiwillen im Sinne des § 139 BGB zusammenzufassen (vgl. etwa BGHZ 31, 321, 323;… a. A. MünchKomm/Mayr/Maly, BGB 2. Aufl. § 139 Rdn. 16;… Staudinger/Dilcher, BGB 12. Aufl. § 139 Rdn. 19;… Soergel/Hefermehl, BGB 12. Aufl. § 139 Rdn. 20).
Sowohl § 123 Abs. 2 Satz 1 als auch Abs. 2 Satz 2 BGB setzen voraus, dass die Täuschung von einem Dritten ausgeht, und können daher nicht eingreifen, wenn allein eine Täuschung durch den Erklärungsgegner - hier die HEROS-Gruppe als Versicherungsnehmerin - in Rede steht (…vgl. Senatsbeschluss vom 21. September 2011 aaO Rn. 34; BGH, Urteil vom 8. Dezember 1959 - VIII ZR 134/58, BGHZ 31, 321, 327 f.).
BGH, 08.04.2003 - XI ZR 423/01
Rückforderung von im Wege der Zwangsvollstreckung erlangten Beträgen
BGH, 05.12.1975 - V ZR 34/74
Unzulässigkeit einer Zwangsvollstreckung - Nichtbestehen der Grundforderung - …
BSG, 22.11.1963 - 7 RLw 50/62
BGH, 08.06.1973 - V ZR 167/71
Voraussetzungen einer befreienden Schuldübernahme - Genehmigung einer …
BGH, 20.05.1963 - VII ZR 204/61
BGH, 14.07.1961 - VIII ZR 6/61

References: § 415
 § 139
 § 123
 § 123
 § 123
 § 306
 § 139
 § 414
 § 414
 § 414
 BGH 
 § 415
 § 414
 § 85
 § 123
 § 139
 § 139
 § 139
 § 139
 § 123