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Timestamp: 2020-03-31 07:54:05+00:00

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BAG, 10.06.2010 - 5 AZB 3/10 - dejure.org
BAG, 10.06.2010 - 5 AZB 3/10
https://dejure.org/2010,3276
BAG, 10.06.2010 - 5 AZB 3/10 (https://dejure.org/2010,3276)
BAG, Entscheidung vom 10.06.2010 - 5 AZB 3/10 (https://dejure.org/2010,3276)
BAG, Entscheidung vom 10. Juni 2010 - 5 AZB 3/10 (https://dejure.org/2010,3276)
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§ 17a Abs 4 S 4 GVG, § 78 S 1 ArbGG, § 2 Abs 1 Nr 3 Buchst d ArbGG, § 2 Abs 3 ArbGG, § 13 Abs 1 S 1 UWG 2004
Fehlendes Verschulden des Prozessbevollmächtigten bei unrichtiger Rechtsmittelbelehrung; Frist zur Begründung einer Rechtsbeschwerde; Ausschluss der Zusammenhangsklage in Wettbewerbsstreitigkeiten
Zuständigkeit des Arbeitsgerichtes
ArbG Lübeck, 27.05.2009 - 1 Ca 638/09
LAG Schleswig-Holstein, 16.12.2009 - 2 Ta 140/09
BAGE 134, 367
NJW 2010, 3387
MDR 2011, 110
GRUR-RR 2010, 447
NZA 2010, 1086
AnwBl 2011, 69
Nur wenn die Rechtsmittelbelehrung offensichtlich nicht geeignet ist, den Anschein der Richtigkeit zu erwecken, ist die Fristversäumnis als schuldhaft anzusehen (BAG 10. Juni 2010 - 5 AZB 3/10 - Rn. 10, BAGE 134, 367; BGH 12. Januar 2012 - V ZB 198/11, V ZB 199/11 - Rn. 10 f. mwN) .
(aa)In der Tat- bzw. der Verdachtskündigung liegen zwei voneinander zu trennende Kündigungsgründe (BAG 10.06.2010 - 2 AZR 541/09, BAGE 134, 367; 23.06.2009 - 2 AZR 474/07, BAGE 131, 155), die unterschiedlichen Wirksamkeitsvoraussetzungen unterliegen.
Die entgegenstehende Rechtsprechung des 3. Senats (Beschluss vom 6.10.2008 - B 3 SF 2/08 R), des 7. Senats (Beschluss vom 21.2.2008 - B 7 AL 3/07 S) und des 10. Senats des BSG (Beschluss vom 15.11.2007 - B 10 SF 13/07 S) sowie des Bundesarbeitsgerichts (Beschluss vom 10.6.2010 - 5 AZB 3/10; vgl Nr. 8614 der Anlage 1 zum GKG) zwingen den Senat nicht zu einer Divergenzvorlage an den Großen Senat (§ 41 Abs. 2 SGG) bzw den Gemeinsamen Senat der obersten Gerichtshöfe des Bundes (§§ 10 ff des Gesetzes zur Wahrung der Einheitlichkeit der Rechtsprechung der obersten Gerichtshöfe des Bundes) , weil die Festsetzung eines Streitwerts (Gegenstandswerts) auch auf Antrag eines Rechtsanwalts nach § 33 Rechtsanwaltsvergütungsgesetz möglich ist und daraus nicht die Zahlung streitwertabhängiger Gerichtskosten resultiert.
Nach Sinn und Zweck der Regelung sollen rechtlich oder innerlich zusammengehörende Verfahren nicht in Verfahren vor verschiedenen Gerichten aufgespalten werden (BAG 10. Juni 2010 - 5 AZB 3/10 - Rn. 12, BAGE 134, 367) .
(a) § 2 Abs. 3 ArbGG schließt eine Zusammenhangsklage aus, wenn nach anderen Gesetzen für die Geltendmachung des Anspruchs die ausschließliche Zuständigkeit eines anderen Gerichts gegeben ist (vgl. BAG 10. Juni 2010 - 5 AZB 3/10 - Rn. 13 f., BAGE 134, 367) .
Festzusetzen ist ein Drittel des Hauptsachestreitwerts (BAG 10. Juni 2010 - 5 AZB 3/10 - Rn. 17) .
LAG Köln, 28.10.2019 - 9 Ta 158/19
Rechtsweg - Geschäftsführer nach Abberufung und Kündigung des ruhenden …
Die Vorschrift will aus prozessökonomischen Gründen verhindern, dass rechtlich oder innerlich zusammengehörende Verfahren in Verfahren vor verschiedenen Gerichten aufgespalten werden (BAG…, Beschluss vom 04. September 2018 - 9 AZB 10/18 -, Rn. 24, juris; BAG, Beschluss vom 10. Juni 2010 - 5 AZB 3/10 -, BAGE 134, 367-371, Rn. 12; BAG…, Urteil vom 27. Februar 1975 - 3 AZR 136/74 -, Rn. 31, juris;… GMP/Schlewing, 9. Aufl. 2017, § 2 ArbGG, Rn. 117).
Rechtlich oder innerlich zusammengehörende Verfahren sollen nicht in Verfahren vor verschiedenen Gerichten aufgespalten werden (BAG vom 10.6.2010 - 5 AZB 3/10 - Rz. 12).
Auch in der Arbeitsgerichtsbarkeit ist - ohne dass es im ArbGG eine dem § 17 Abs. 2 vergleichbare Vermutungsregelung gibt - anerkannt, dass bei einer unrichtigen Rechtsmittelbelehrung und dadurch veranlasster Fristversäumung Wiedereinsetzung zu gewähren ist, wenn der vom Gericht (mit-)verursachte Irrtum des Rechtsanwalts (Rechtskundigen) nachvollziehbar und irgendwie verständlich erscheint (vgl. BAG NJW 2010, 3387; 2007, 1485; 2005, 3515, stRspr des BAG).
LAG Köln, 03.12.2014 - 11 TaBV 64/14
Nur wenn die Rechtsmittelbelehrung offensichtlich nicht geeignet ist, den Anschein der Richtigkeit zu erwecken, ist die Fristversäumnis als schuldhaft anzusehen (vgl.: BAG, Beschl. v. 10.06.2010 - 5 AZB 3/10 - m. w. N.).
LAG Köln, 03.05.2018 - 9 Ta 48/18

References: § 17
 § 78
 § 2
 § 2
 § 13
 BGH 
 § 33
 § 2
 § 2
 § 17