Source: https://arbeitgeber.campusjaeger.de/hr-blog/werkstudentenvertrag-muster
Timestamp: 2019-10-21 20:58:43+00:00

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Werkstudentenvertrag: Muster als Download & Infos - Campusjäger
Mustervertrag für studentische Aushilfen als Vorlage
Werkstudenten sind eine Bereicherung für jedes Unternehmen – sie sind flexibel einsetzbar, können eigenständig arbeiten und lassen sich früh als Nachwuchstalente ans Unternehmen binden.
Welche Besonderheiten du beim Werkstudentenvertrag beachten musst, erfährst du hier.
Werkstudentenvertrag: Muster
Das macht Werkstudenten attraktiv
Wichtige Bestandteile eines Werkstudentenvertrages
Werkstudenten sind Studenten, die neben ihrem Studium einer Erwerbstätigkeit nachgehen. Das Studium muss dabei aber im Vordergrund stehen. Daher gibt es auch zwei maßgebliche Regelungen, die im Werkstudentenvertrag festgehalten werden müssen: Zum einen müssen Werkstudenten an einer Hochschule immatrikuliert sein, während sie der Beschäftigung nachgehen. Zum anderen darf die wöchentliche Arbeitszeit während der Vorlesungszeit nicht 20 Stunden überschreiten. In der vorlesungsfreien Zeit sind aber auch mehr möglich.
Werkstudentenvertrag: Der Arbeitsvertrag nur für Studenten
Der Vertrag für die studentische Hilfskraft ist dem Standardarbeitsvertrag sehr ähnlich. Denn auch Werkstudenten unterliegen den gewöhnlichen arbeitsrechtlichen Regelungen (eine Ausnahme stellt der Praktikumsvertrag dar). Daher sind nur kleine Änderungen notwendig und du kannst dich an unserem Mustervertrag orientieren. Die wichtigsten Unterschiede zu einem regulären Arbeitnehmer sind:
der Arbeitnehmer muss als Vollzeitstudent immatrikuliert sein
die maximale Arbeitszeit beträgt 20 Stunden pro Woche (während des Semesters)
Werkstudenten sind versicherungsfrei in Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung
aber reguläre Beiträge für Rentenversicherung
Unser Muster für einen Werkstudentenvertrag kann dir als Vorlage dienen. Achte aber darauf, ihn an den wichtigen Stellen anzupassen, damit es zu keinen Unklarheiten kommt. Dazu gehören
Probezeit vereinbaren und Dauer festlegen
Tätigkeitsbereich und Aufgaben möglichst genau beschreiben
Lohn, Arbeitszeit und Urlaubsanspruch regeln
ggf. Befristung (oder z.B. das Arbeitsverhältnis an den Studentenstatus koppeln)
Muster Werkstudentenvertrag im Wortlaut
Der Arbeitsvertrag beginnt am 01.01.2020. Der Arbeitnehmer wird im Unternehmensbereich „Marketing“ beschäftigt.
§2 Status als Werkstudent
Das Arbeitsverhältnis ist an die Bedingung geknüpft, dass der Arbeitnehmer als Vollzeitstudent immatrikuliert ist und seine letzte Prüfungsleistung noch nicht erbracht hat. Der Arbeitnehmer bestätigt, dass dies der Fall ist und er den Arbeitgeber sofort informiert, wenn sich sein beruflicher Status ändert.
Um den Status als Werkstudent zu erfüllen, wird außerdem vereinbart, dass der Werkstudent während der Studienzeit maximal 20 Stunden pro Woche arbeitet. Diese Arbeitszeit kann auf bis zu 40 Stunden pro Woche in den Semesterferien erhöht werden (siehe § 4 Vergütung).
§3 Probezeit und Kündigung
Die ersten sechs Monate nach Dienstaufnahme gelten als Probezeit. Während dieser Zeit können beide Vertragspartner das Arbeitsverhältnis mit einer Frist von zwei Wochen kündigen.
Das Arbeitsverhältnis kann mit einer Frist von vier Wochen zum Fünfzehnten oder Ende eines Kalendermonats gekündigt werden. Jede Kündigung bedarf der Schriftform. Vor Antritt des Arbeitsverhältnisses ist die Kündigung ausgeschlossen.
Der Arbeitnehmer erhält für seine Tätigkeit eine monatliche Vergütung in Höhe von brutto xxx Euro / einen Stundenlohn von xx Euro.
Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit beträgt maximal 20 Stunden. Während der vorlesungsfreien Zeit kann die Arbeitszeit auf bis zu 40 Stunden pro Woche erhöht werden.
Der Arbeitnehmer verpflichtet sich, jede Änderung der steuerlichen bzw. versicherungsrechtlichen Verhältnisse dem Arbeitgeber unverzüglich mitzuteilen.
Die Überweisung des Arbeitsentgelts erfolgt auf folgendes Konto:
§4 Krankheit
Bei Arbeitsverhinderung ist der Arbeitnehmer verpflichtet, dem Arbeitgeber die Gründe und die voraussichtliche Dauer unverzüglich mitzuteilen. Im Krankheitsfall von mehr als drei Tagen Dauer muss dem Arbeitgeber eine ärztliche Bescheinigung der Arbeitsunfähigkeit schriftlich (vorab gerne per E-Mail) – spätestens am darauffolgenden Tag - vorgelegt werden. Gemäß § 5 Abs. 1 Satz 3 EFZG.
Im Falle einer mit Arbeitsunfähigkeit verbundenen Erkrankung wird das Gehalt sechs Wochen weitergezahlt. Bei einer Arbeitsunfähigkeit – über die 6 Wochen hinaus – ist ebenfalls eine ärztliche Bescheinigung der Arbeitsunfähigkeit stets schriftlich vorzulegen. Gemäß § 5 Abs. 1 Satz 3 EFZG.
Der Arbeitnehmer hat Anspruch auf einen gesetzlichen Mindesturlaub von derzeit 20 Arbeitstagen im Kalenderjahr – ausgehend von einer Fünf-Tage-Woche. Bei einer durchschnittlichen xx-Tage-Woche besteht ein anteiliger Urlaubsanspruch von xx Arbeitstagen.
§6 Nebenbeschäftigung
Der Arbeitnehmer erklärt, dass er zurzeit kein weiteres Beschäftigungsverhältnis bei einem anderen Arbeitgeber hat. Falls ein solches zusätzlich aufgenommen wird, ist dies unverzüglich anzuzeigen.
§7 Arbeitsergebnis
Sämtliche Rechte an und aus allen von in Erfüllung des Arbeitsvertrages erstellten Computerprogrammen, Dokumentationen und sonstigen Unterlagen und Ergebnissen stehen dem Arbeitgeber zur ausschließlichen Nutzung zu. Für Erfindungen und Verbesserungsvorschläge gilt das Arbeitnehmer-Erfindungsgesetz.
Über dienstliche Angelegenheiten, die dem Arbeitnehmer bekannt sind oder werden und an denen ein erkennbares Interesse des Arbeitgebers besteht, bewahren Sie während der Dauer und nach Beendigung des Arbeitsvertrages Verschwiegenheit gegenüber jedermann.
Soweit andere Arbeitnehmer des Arbeitgebers nicht befugt sind, Kenntnis von solchen Angelegenheiten zu erhalten, besteht die Pflicht der Verschwiegenheit diesen gegenüber ebenso. Die Verpflichtung zur Geheimhaltung gilt insbesondere auch für alle Informationen und Unterlagen, die dem Arbeitgeber von Kunden zur Verfügung gestellt werden.
§9 Rückgabe von Firmeneigentum
Die übergebenen Geschäftspapiere, Akten, Schlüssel, Bücher, Pläne, Zeichnungen, Muster, Datenträger und Kopien davon, Notizen, Abbildungen und sonstige Arbeitsmittel bleiben Eigentum des Arbeitgebers und sind jederzeit auf Verlangen, spätestens bei Beendigung des Anstellungsverhältnisses, auszuhändigen. Das gleiche gilt für Abschriften, Fotokopien, eigene oder fremde Aufzeichnungen.
Ausgenommen sind Anmeldungsunterlagen über Patente und Gebrauchsmuster, die dem Arbeitnehmer vom Arbeitgeber übergeben, und in denen dieser als Erfinder benannt wurde.
§10 Verfall-/Ausschlussfristen
Die Vertragsparteien müssen Ansprüche aus dem Arbeitsverhältnis innerhalb von drei Monaten nach ihrer Fälligkeit schriftlich geltend machen und im Falle der Ablehnung durch die Gegenseite innerhalb von weiteren drei Monaten einklagen.
§11 Vertraulichkeit, Änderungen und Ergänzungen
Die vereinbarten Vertragsbedingungen sind grundsätzlich vertraulich zu behandeln. Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrages bedürfen, wie auch alle Willenserklärungen, die diesen Vertrag betreffen – insbesondere solche, die Ansprüche aus diesem Vertrag geltend machen – zu ihrer Wirksamkeit der Schriftform.
Du willst den Mustervertrag für Werkstudenten direkt ausdrucken oder vorher noch überarbeiten? Gerne schicken wir dir den Vertrag als PDF und Word-Datei zu. Fülle dazu folgendes Formular aus und wir senden dir beide Dateien direkt an deine E-Mail-Adresse.
Mit Abschicken willigst du ein, dass Campusjäger dir den regelmäßigen Newsletter mit Informationen zu den Themen HR, Recruiting und Employer Branding sowie dem Unternehmen und Leistungen per E-Mail zuschicken darf. Nach erfolgreicher Anmeldung erhältst du als Gegenleistung einen Musterarbeitsvertrag für Werkstudenten als PDF und Word-Datei. Deine Einwilligung kannst du jederzeit widerrufen. Beachte auch unsere Datenschutzhinweise.
Rechtlicher Hinweis: Der Arbeitsvertrag ist auch bei Werkstudenten ein wichtiges Thema und sollte zusammen mit einem Rechtsanwalt erstellt werden. Der Mustervertrag und die Informationen in diesem Artikel dienen lediglich als Informationsquelle. Da es oft auf den Einzelfall ankommt, können wir keine Garantie für die Richtigkeit geben.
Studenten haben somit die Möglichkeit, sich ihr Studium zu finanzieren und gleichzeitig Berufserfahrung zu sammeln. Aber auch du profitierst davon: Du kannst Nachwuchskräfte identifizieren und für dein Unternehmen gewinnen. Zudem sorgen Werkstudenten durch ihre Nähe zur Uni für frischen Wind und neue Ideen. Vielleicht kommt es nach dem absolvierten Studium sogar zu einem Einstieg in dein Unternehmen.
früh junge Talente an das Unternehmen binden
können das Unternehmen weiterempfehlen
Übernahme im Unternehmen nach dem Studium möglich
Besonderes Augenmerk solltest du auf den Urlaubsanspruch und das Ende des Arbeitsverhältnisses legen. Denn auch Werkstudenten haben Anspruch auf Urlaub (BUrlG § 1). Dieser sollte im Werkstudentenvertrag festgehalten werden und ist abhängig von den gearbeiteten Tagen:
Anzahl der Urlaubstage im Unternehmen x (tatsächliche Arbeitstage pro Woche / Arbeitstage pro Woche)
Grundlage für das Urlaubsentgelt ist die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit der letzten 13 Wochen. Dieses wird mit dem vereinbarten Stundenlohn multipliziert.
Beispiel: Der Werkstudent arbeitet zwei Tage pro Woche und erhält 11€/Stunde. Daraus ergibt sich ein Urlaubsanspruch von acht Urlaubstagen (20*(2/5)). Da er die letzten 13 Wochen im Schnitt 15 Stunden pro Woche gearbeitet hat, wären das auf die acht Urlaubstage hochgerechnet 60 Stunden (8*(15/2)). Daraus ergeben sich 660€ Urlaubsentgelt für den kompletten Urlaub.
Ist der Werkstudent weniger als sechs Monate bei dir beschäftigt, hat er nur anteilig Anspruch auf Urlaub (1/12 pro vollen Beschäftigungsmonat). Möchte der Werkstudent beispielsweise nach vier Monaten Urlaub nehmen, würde sich im obigen Beispiel ein Anspruch von 4/12*8 = 2,66 ergeben, also aufgerundet 3 Tage.
Der Werkstudentenvertrag endet, wenn der Arbeitnehmer seinen Studentenstatus verliert. Das ist gegebenenfalls nicht erst der Fall, wenn er exmatrikuliert ist. Bis zum 01.01.2017 war der letzte Prüfungstag entscheidend, seit dem ist die Zustellung der Ergebnisse ausschlaggebend. Das heißt, die Werkstudentenregelung endet am letzten Tag des Monats, in dem der Student über seine Studienergebnisse schriftlich informiert wurde.
Das ist aber nicht automatisch mit dem Ende des Arbeitsverhältnisses gleichzusetzen. Zunächst bedeutet das nur, dass Arbeitnehmer und Arbeitgeber Beiträge in die Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung zahlen müssen. Mit dieser Änderung kannst du grundsätzlich nicht begründen, das Arbeitsverhältnis zu beenden. Allerdings kann der Werkstudentenvertrag eine Klausel enthalten, in der festgelegt ist, dass das Arbeitsverhältnis endet, sobald der Studentenstatus – aus welchen Gründen auch immer – verloren geht.
Mehr Informationen, wie du genau den richtigen Werkstudenten für dein Unternehmen findest, haben wir in einem anderen Artikel für dich zusammengefasst:
Werkstudenten finden – So funktionierts
Veröffentlicht am 01. June 2018, zuletzt aktualisiert am 07. August 2019
Das sind die wichtigsten HR-Events im Jahr 2019

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