Source: http://www.drk-kliniken-berlin.de/service/patienteninformation/hinweise-zur-rechnungslegung-fuer-selbstzahler/
Timestamp: 2017-10-16 23:42:38+00:00

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DRK Kliniken Berlin: Hinweise zur Rechnungslegung für Selbstzahler
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Liebe selbstzahlende Patientinnen und Patienten,
aufgrund der Komplexität der Bestimmungen zur Abrechnung der teil- und vollstationären Krankenhausleistungen möchten wir Ihnen hier eine Erklärung zu den Ihnen in Rechnung gestellten Leistungen geben. Folgende Erklärungen zur Rechnung über die stationäre Krankenhausbehandlung in den DRK Kliniken Berlin gelten für Patienten mit festem Wohnsitz in Deutschland.
Formale Erklärung der einzelnen Positionen auf der Rechnung
Inhaltliche Erklärung zu den möglichen abgerechneten Leistungen
Aktuelle Entgelttarife der DRK Kliniken Berlin
AufnahmeNr. Hierbei handelt es sich um die Nummer, unter der Sie im Krankenhaus für die Dauer Ihrer Behandlung geführt worden sind
A-Datum / E-Datum Aufnahme- und Entlassdatum
Verweildauer Dies ist die Dauer Ihres Aufenthaltes im Krankenhaus. Der Tag der Entlassung wird nicht zum Aufenthalt dazugezählt, es sei denn, die Entlassung erfolgt am gleichen Tag wie die Aufnahme.
Entgeltschlüssel Dies ist der offizielle Schlüssel nach §301 Abs.3 SGB V der abzurechnenden Leistung.
Leistung Hier wird der offizielle Wortlaut der abzurechnenden Leistung wiedergegeben.
Bewertungsrelation Jede DRG und jeder Verweildauer-Zuschlag/-Abschlag ist im Fallpauschalenkatalog mit einer Bewertungsrelation, dem s.g. Relativgewicht, versehen. Dieses Relativgewicht ist ein Kostengewicht und drückt den ökonomischen Aufwand im Vergleich zu einer Bezugsgröße (=1,0) aus.
Landesbasisfallwert Der Landesbasisfallwert ist eine rechnerische Größe, der für das jeweilige Bundesland einheitlich vorgegeben wird und der Abrechnung der Fallpauschalen zugrunde gelegt werden muss. Die aktuelle Höhe ist im Entgelttarif vermerkt.
Diagnosen (Hauptdiagnose) Hier ist der hauptsächliche Anlass Ihrer Behandlung zu nennen.
Diagnosen (Nebendiagnosen) Da eventuell erfolgte Nebendiagnosen die genaue Einstufung Ihrer Behandlung beeinflussen können, sind diese ebenfalls hier aufzuführen.
Prozeduren Gegebenenfalls durchgeführte Leistungen (z.B. Operationen oder aufwändige diagnostische oder therapeutische Leistungen) sind hier aufzuführen.
Allgemeine Erklärung zu den Allgemeinen Krankenhausleistungen: Das Entgelt für die allgemeinen Leistungen des Krankenhauses richtet sich unabhängig von der Art Ihrer Versicherung nach den gesetzlichen Vorgaben des KHG sowie des KHEntgG in der jeweils gültigen Fassung. Danach werden allgemeine Krankenhausleistungen über diagnoseorientierte Fallpauschalen (sog. Diagnoses Related Groups - DRG -) abgerechnet. Entsprechend der DRG-Systematik bemisst sich das konkrete Entgelt nach den individuellen Umständen des Krankheitsfalles. Den offiziellen Fallpauschalenkatalog finden Sie z.B. auf www.g-drg.de. Ausnahme von dieser Regelung bilden derzeit lediglich psychiatrische Abteilungen (die DRK Kliniken Berlin Wiegmannklinik und in den DRK Kliniken Berlin Westend die Kinder- und Jugendpsychiatrie)
DRG Ermittlung
Die Zuweisung zu einer DRG erfolgt über verschiedene Parameter. Die wichtigsten sind hierbei die Hauptdiagnose sowie gegebenenfalls durchgeführte Prozeduren (Operationen, aufwändige diagnostische oder therapeutische Leistungen). Eventuell vorhandene Nebendiagnosen können zudem die Schweregradeinstufung beeinflussen. Für die Festlegung der Diagnosen beziehungsweise Prozeduren stehen Kataloge mit über 15.000 Diagnosen (ICD-10-SGB-V) und über 29.000 Prozeduren (OPS) zur Verfügung. Neben dem bisher genannten können auch andere Faktoren wie z. B. das Alter oder die Entlassungsart Auswirkung auf die Zuweisung einer DRG haben. Die genaue Definition der einzelnen DRG`s ist im jeweils aktuell bundesweit gültigen Definitionshandbuch festgelegt. Einen entsprechenden DRG Grouper finden Sie z.B. auf der Internetseite http://drg.uni-muenster.de.
Preisermittlung der DRG
Das abzurechnende Entgelt ergibt sich aus einer Multiplikation der Bewertungsrelation mit dem Landesbasisfallwert.
FPG Abschlag bei GVD-Unterschreitung / FPG tagesbezogenes Entgelt bei GVD-Überschreitung
Verweildauer-Zuschlag/-Abschlag: Unterschreitet Ihre Verweildauer im Krankenhaus eine je DRG-Fallpauschale festgelegte untere Grenzverweildauer, so wird das abrechenbare Entgelt gemindert. Umgekehrt können Zuschläge abgerechnet werden, wenn Sie länger im Krankenhaus verbleiben und somit die obere Grenzverweildauer einer DRG-Fallpauschale überschreiten. Die Multiplikation der Bewertungsrelation mit den jeweiligen die Grenzverweildauer unter- bzw. überschreitenden Tagen (= Spalte Anzahl auf der Rechnung) und dem Landesbasisfallwert ergibt Ihren individuellen Ab- bzw. Zuschlag.
FPG Abschlag bei Verlegung in anderes KH
Sind Sie im Laufe Ihrer Behandlung in ein anderes Krankenhaus verlegt worden, ist von dem Krankenhaus, aus dem Sie verlegt worden sind, grundsätzlich ein Abschlag vorzunehmen, wenn die im Fallpauschalenkatalog ausgewiesene mittlere Verweildauer unterschritten wird. Den gleichen Abschlag hat bei Unterschreitung der mittleren Verweildauer auch das aufnehmende Krankenhaus vorzunehmen. Ausnahmen sind im Entgeltkatalog extra gekennzeichnete s.g. Verlegungs-DRGs. Die im Falle eines Verlegungsabschlages einschlägige Bewertungsrelation ergibt sich bei der Versorgung in einer Hauptabteilung aus Spalte 11, bei belegärztlicher Versorgung aus Spalte 13 des Fallpauschalenkataloges der im Rahmen Ihrer Behandlung abzurechnenden DRG. Die Höhe des Abschlages je Tag ergibt sich durch Multiplikation des Basisfallwerts mit der Bewertungsrelation. Die Zahl der Tage, für die ein Abschlag vorzunehmen ist ergibt sich durch Abzug der Belegungstage insgesamt (also Ihrer tatsächlichen Verweildauer im Krankenhaus) von der kaufmännisch auf die nächste ganze Zahl gerundeten mittleren Verweildauer nach dem Fallpauschalenkatalog.
BPS + APSKJP / BPSTSN + APSKJPTSN
Bei Behandlung in der Kinder- und Jugendpsychiatrie der DRK Kliniken Berlin Westend erfolgt die Abrechnung nicht nach DRG, sondern durch einen tagesbezogenen (vollstationären bzw. teilstationären) Basis- und Abteilungspflegesatz. Die aktuelle Höhe ist im Entgelttarif vermerkt.
Die für die Entwicklung und Pflege des deutschen DRG-Systems zuständigen Selbstverwaltungspartner auf der Bundesebene (GKV-Spitzenverband, PKV-Verband und Deutsche Krankenhausgesellschaft) haben Zusatzentgelte vereinbart, die das Krankenhaus ergänzend zu der DRG-Fallpauschale abrechnen kann. Diese Entgelte sind der Höhe nach für jedes Krankenhaus in Deutschland identisch. Welche Zusatzentgelte dies sind, ergibt sich aus der Anlage 2 in Verbindung mit der Anlage 5 zur Fallpauschalenvereinbarung. Daneben können auf der Grundlage der Anlage 4 in Verbindung mit der Anlage 6 zur Fallpauschalenvereinbarung krankenhausindividuelle Zusatzentgelte abgerechnet werden. Der abzurechnende Betrag wird vom Krankenhaus individuell mit den Kostenträgern vereinbart.
Neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden (NUB), deren Vergütung noch nicht sachgerecht mit DRG-Fallpauschalen und Zusatzentgelten vorgenommen werden kann, sind gemäß § 6 Abs. 2 KHEntgG durch gesonderte Zusatzentgelte abzurechnen. Die Höhe der Entgelte wird zwischen dem Krankenhaus und den Kostenträgern vereinbart.
Entgelte für vor- und nachstationäre Behandlungen gemäß § 115 a SGB V. Hierbei handelt es sich um die Berechnung von Entgelten für vor- und nachstationäre Behandlungen nach § 115a SGB V. Eine Berechnung findet dann statt, wenn diese Entgelte nicht bereits mit der Fallpauschale abgegolten sind. Diese Leistungen werden pauschal vergütet. Eine vorstationäre Behandlung ist neben einer DRG-Fallpauschale nicht gesondert abrechenbar, § 8 Abs. 2 Satz 3 Nr. 3 KHEntgG. Die Berechnung einer nachstationären Behandlung zusätzlich zu einer DRG-Fallpauschale ist nur dann möglich, wenn die Summe aus den stationären Belegungstagen und den vor- und nachstationären Behandlungstagen die Grenzverweildauer der DRG-Fallpauschale übersteigt. Leistungen mit medizinisch-technischen Großgeräten im Rahmen einer vor- und nachstationären Behandlung gemäß § 115a SGB V (z. B. Computer-Tomographie-Geräte (CT), Magnet-Resonanz-Geräte (MR), Linksherzkatheter-Messplätze (LHM), Hochvolttherapie-Geräte, Positronen-Emissions-Tomographie-Geräte (PET)) können gesondert berechnet werden.
Ausbildungszuschlag gem. § 17a Abs. 5 KHG: Zur Sicherstellung der Ausbildung insbesondere qualifizierten Pflegepersonals wird ein Ausbildungszuschlag erhoben. Die aktuelle Höhe ist im Entgelttarif vermerkt.
QS-ZUS2
Qualitätssicherungszuschlag gem. § 17b Abs. 1 KHG und § 137 SGB V: Die Krankenhäuser sind verpflichtet, sich an Maßnahmen zur Qualitätssicherung auf der Grundlage des § 137 SGB V zu beteiligen. Zur Finanzierung dieser externen Qualitätssicherung werden Zuschläge erhoben. Die aktuelle Höhe ist im Entgelttarif vermerkt.
InvNL
Benutzer von Krankenhäusern aus dem Beitrittsgebiet sind nach Art. 14 Abs. 1 GSG verpflichtet, sich an den erforderlichen Investitionen nach § 9 Abs. 1 und 2 KHG bis zum Jahre 2014 durch einen Investitionszuschlag in Höhe von 5,62 € je Belegungstag (bei vollstationärer Behandlung: ausgenommen der Tag der Entlassung) zu beteiligen.
ZU EA / AB EA
Zu- oder Abschlag für Erlösausgleiche gemäß § 5 Abs. 4 KHEntgG. Dieser Zu- bzw. Abschlag dient zur Verrechnung von Ausgleichsbeträgen aus Vorjahren, z. B. aufgrund von Mehr- oder Mindererlösausgleichen. Dessen Höhe wird durch das Krankenhaus und die Kostenträger vereinbart. Die aktuelle Höhe ist im Entgelttarif vermerkt.
Abschlag für Mehrleistungen gem. § 4 Abs. 2a KHEntgG auf den Basisfallwert. Wenn das Krankenhaus in der Budgetvereinbarung des jeweils aktuellen Jahres mehr Leistungen vereinbart hat als im jeweiligen Vorjahr, ist ein Vergütungsabschlag (Mehrleistungsabschlag) vorzunehmen. Dieser ist durch einen einheitlichen Abschlag auf alle mit dem Landesbasisfallwert vergüteten Leistungen des Krankenhauses umzusetzen. Die aktuelle Höhe ist im Entgelttarif vermerkt.
ZU HY…
Krankenhaushygienezuschlag gemäß § 4 Abs. 11 KHEntgG. Nach dem Infektionsschutzgesetz sind von den Krankenhäusern gewisse Anforderungen zur personellen Ausstattung zu erfüllen, um die notwendigen hygienischen Standards einhalten zu können. Durch den in § 4 Abs. 11 KHEntgG Hygienezuschlag werden dem Krankenhaus zusätzliche finanzielle Mittel bereitgestellt, mit denen die Neueinstellung oder Aufstockung sowie die Fort- und Weiterbildung von qualifiziertem ärztlichem und pflegerischem Hygienepersonal gefördert wird. Es wird ein Hygienezuschlag auf die abgerechnete Höhe der DRG-Fallpauschalen und die Zusatzentgelte gemäß § 7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und 2 KHEntgG sowie auf die sonstigen Entgelte nach § 6 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2a KHEntgG erhoben. Die aktuelle Höhe ist im Entgelttarif vermerkt.
ZU VS
Versorgungszuschlag gem. § 8 Abs. 10 KHEntgG. Für die Jahre 2013 und 2014 erhalten Krankenhäuser nach § 8 Abs. 10 KHEntgG einen Versorgungszuschlag. Die aktuelle Höhe ist im Entgelttarif vermerkt.
AB NV
Abschlag wegen der Nichtteilnahme an der Notfallversorgung gem. § 4 Abs. 6 KHEntgG: Jedes Krankenhaus, das nicht an der Notfallversorgung teilnimmt, hat einen Abschlag von der Krankenhausrechnung vorzunehmen. Die aktuelle Höhe ist im Entgelttarif vermerkt.
DRG SYS + GEMBA SYS
Zur Finanzierung der Entwicklung und Pflege des in Deutschland einzuführenden pauschalierenden Entgeltsystems für voll- und teilstationäre Krankenhausleistungen auf der Grundlage von Diagnosis Related Groups (DRG) berechnet das Krankenhaus einen DRG-Systemzuschlag sowie einen GemBA-Systemzuschlag je voll- und teilstationärem Krankenhausfall. Dieser Betrag wird vom Krankenhaus an die in § 17 b KHG benannten Selbstverwaltungsparteien auf der Bundesebene abgeführt. Die aktuelle Höhe ist im Entgelttarif vermerkt.
1BZ / 2BZ
Hier finden Sie die Entgelte für die Wahlleistung Unterkunft. Dabei handelt es sich um eine Zusatzleistung des Krankenhauses, deren Erbringung Sie separat vereinbart haben. Berechnet werden der Tag der Aufnahme und jeder weitere Aufenthaltstag, nicht jedoch der Tag der Entlassung oder der Verlegung. Der Preis ist Ihnen vorab bereits bekannt gegeben worden.
BEGLMED
Da im Rahmen Ihrer Behandlung aus medizinischen Gründen die Mitaufnahme einer Begleitperson erforderlich war, können auf der Grundlage der im Jahr 2005 in Kraft getretenen Vereinbarung von Zuschlägen für die Aufnahme von Begleitpersonen nach § 17b Abs. 1 S. 4 KHG für jeden Belegungstag (ausgenommen Entlass- und Verlegungstage) zur Zeit 45 € für Unterkunft und Verpflegung der Begleitperson abgerechnet werden.
Hier finden Sie die aktuellen Entgelttarife sowie die Wahlärzte und deren ständige ärztliche Vertreter für die jeweiligen Standorte.
we entgelttarif april.pdfEntgelttarif DRK Kliniken Berlin | Westend
ko entgelttarif april.pdfEntgelttarif DRK Kliniken Berlin | Köpenick
mi entgelttarif april.pdfEntgelttarif DRK Kliniken Berlin | Mitte
wm entgelttarif april.pdfEntgelttarif DRK Kliniken Berlin | Wiegmann Klinik

References: §301
 § 6
 § 115
 § 115
 § 8
 § 115
 § 17
 § 17
 § 137
 § 137
 Art. 14
 § 9
 § 5
 § 4
 § 4
 § 4
 § 7
 § 6
 § 8
 § 8
 § 4
 § 17
 § 17