Source: https://judicialis.de/Bundesgerichtshof_AnwZ-5-01_Beschluss_16.06.2003.html
Timestamp: 2020-02-17 09:32:12+00:00

Document:
Bundesgerichtshof, Beschluss vom 16.06.2003 mit dem Az.: AnwZ 5/01	/* Banner Ads */
BRAO § 21 Abs. 2
BRAO § 162
BRAO § 163
BRAO § 170
BRAO §§ 164 ff
BRAO § 171
AnwZ 5/01
Der Bundesgerichtshof, Senat für Anwaltssachen, hat durch den Präsidenten des Bundesgerichtshofs Prof. Dr. Hirsch, die Richter Basdorf, Schlick und die Richterin Dr. Otten sowie die Rechtsanwälte Prof. Dr. Salditt, Dr. Wosgien und die Rechtsanwältin Kappelhoff am 16. Juni 2003
Der Geschäftswert wird auf 25.564,59 € (50.000 DM) festgesetzt.
Obwohl das Bundesverfassungsgericht am 31. Oktober 2000 (1 BvR 819/02 - NJW 2002, 3765) beschlossen hat, die gegen den Senatsbeschluß vom 4. März 2002 eingelegte Verfassungsbeschwerde nicht zur Entscheidung anzunehmen, hält der Antragsteller an seinem Antrag auf gerichtliche Entscheidung fest.
1. Der Antragsteller erfüllt nicht die Voraussetzungen, von denen nach §§ 164 ff BRAO die Zulassung als Rechtsanwalt beim Bundesgerichtshof abhängig ist. Das ist schon deshalb der Fall, weil nach § 171 BRAO, der nach der vom Bundesverfassungsgericht (aaO) bestätigten Auffassung des Senats (BGHZ 150, 70, 72 ff) mit Art. 12 Abs. 1, 3 Abs. 1 GG vereinbar ist, ein Rechtsanwalt bei dem Bundesgerichtshof nicht zugleich bei einem anderen Gericht der Zivilgerichtsbarkeit zugelassen sein darf. Der Antragsteller möchte demgegenüber der Rechtsanwaltschaft bei dem Bundesgerichtshof angehören, ohne seine Zulassungen als Rechtsanwalt beim Landgericht und Oberlandesgericht D. aufgeben zu müssen.

References: § 21
 § 162
 § 163
 § 170
 § 171
 § 171
 Art. 12