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Timestamp: 2020-01-21 00:43:42+00:00

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Die erst­in­stanz­li­che Über­ra­schungs­ent­schei­dung | Rechtslupe
Die erstinstanzliche Überraschungsentscheidung
Die erst­in­stanz­li­che Über­ra­schungs­ent­schei­dung
Der Rechts­staats­grund­satz ver­langt es, für jede "neue und eigen­stän­di­ge Ver­let­zung" des Art. 103 Abs. 1 GG durch eine gericht­li­che Ent­schei­dung die ein­ma­li­ge Mög­lich­keit gericht­li­cher Kon­trol­le zu gewäh­ren 1.
Wird im Zivil­pro­zess die erst­ma­li­ge Ver­let­zung des Art. 103 Abs. 1 GG durch das Ein­gangs­ge­richt gerügt, so ist der danach erfor­der­li­che Rechts­be­helf mit der Beru­fung gemäß § 520 ZPO gege­ben und nach den hier­für maß­geb­li­chen Bestim­mun­gen durch­zu­füh­ren.
Ein zusätz­li­cher Rechts­be­helf im Wege der Rechts­be­schwer­de ist danach nur erfor­der­lich, wenn eine neue und eigen­stän­di­ge Ver­let­zung durch das Beru­fungs­ge­richt gerügt wer­den könn­te; dies ist aber im Hin­blick auf die ord­nungs­ge­mä­ße Anwen­dung des § 520 Abs. 3 Satz 2 Nr. 2 ZPO durch das Beru­fungs­ge­richt zu ver­nei­nen 2.
Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 22. Mai 2014 – IX ZB 46/​12
Win­ter­dienst als haus­halts­na­he Dienst­leis­tung Auch die Inan­spruch­nah­me von Dienst­leis­tun­gen, die jen­seits der Grund­stücks­gren­ze auf frem­dem, bei­spiels­wei­se öffent­li­chem Grund geleis­tet wer­den, kann als haus­halts­na­he Dienst­leis­tung nach § 35a Abs. 2…
vgl. BVerfGE 107, 395, 410 f[↩]
vgl. auch BGH, Beschluss vom 06.05.2010 – IX ZB 225/​09, WM 2010, 1722; vom 19.04.2012 – IX ZB 225/​10[↩]
§ 520 zpoBerufungBerufungsbegründungGehörsrügerechtliches GehörZivilprozess

References: Art. 103
 Art. 103
 § 520
 § 520
 § 35

§ 520