Source: http://www.zlb.uni-halle.de/studium/ordnungen/studien_pruefungsordnung/
Timestamp: 2017-08-18 10:43:15+00:00

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Hier finden Sie die Allgemeine Studien- und Prüfungsordnung für die Studiengänge Lehramt an Grundschulen, Förderschulen, Sekundarschulen und Gymnasien an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
AStPOLS.pdf (externe Datei)
Allgemeine Studien- und Prüfungsordnung für die Studiengänge Lehramt an Grundschulen, Förderschulen, Sekundarschulen und Gymnasien
§ 2 Ziele und Struktur des Studiums
§ 7 Modulstruktur und Leistungspunktesystem
§ 8 Ausgestaltung der Studienfächer
§ 10 Aufbau des Studiengangs Lehramt an Grundschulen
§ 11 Aufbau des Studiengangs Lehramt an Sekundarschulen
§ 12 Aufbau des Studiengangs Lehramt an Gymnasien
§ 13 Aufbau des Studiengangs Lehramt an Förderschulen
§ 14 Erweiterungsfächer
§ 15 Ergänzungsfächer
§ 16 Aufbau der berufsbegleitenden Studiengänge
§ 17 Schulpraktika
§ 18 Schlüsselqualifikationsmodul
§ 20 Modulbezogene Studien- und Prüfungsleistungen
§ 21 Nicht-Bestehen und Wiederholung von Modulleistungen
§ 22 Anmeldung zum Modul und zur Modulleistung
§ 23 Prüferinnen und Prüfer
§ 24 Studien- und Prüfungsausschüsse
§ 25 Prüfungsamt
§ 26 Täuschung, Versäumnis, Rücktritt, Ordnungsverstoß
§ 27 Schutzbestimmungen
§ 28 Bewertung der Module
§ 29 Examensnotenrelevante Module
§ 30 Berechnung der Noten der Fächer und der Gesamtnote des Staatsexamens
§ 31 Abschluss des Studiums
§ 32 Einsicht in die Studien- und Prüfungsakten
§ 33 Mitteilungspflichten
§ 34 Beschwerde- und Schlichtungsstelle
§ 35 Ungültigkeit von Modulleistungen
Aufgrund der §§ 13 Absatz 1 in Verbindung mit 67 Absatz 3 Nr. 8 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt vom 05.05.2004 (GVBl. LSA S. 256), zuletzt geändert durch Art. 6 des Gesetzes vom 21.03.06 (GVBl. LSA S. 102), in Verbindung mit § x Absatz x der Verordnung über die erste Staatsprüfung für Lehrämter im Land Sachsen-Anhalt (1. LPVO) vom xx.xx.2007 (GVBl. LSA S. xxx) und § 2 Absatz 1 der Ordnung des Zentrums für Lehrerbildung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg vom 11.01.2006 (Abl. Nr. 1, S. 27) hat die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg folgende Allgemeine Studienordnung für die Studiengänge Lehramt an Grundschulen, Lehramt an Förderschulen, Lehramt an Sekundarschulen und Lehramt an Gymnasien (AStPOLS) erlassen:
(1) Diese Ordnung regelt auf der Grundlage der 1. LPVO Aufbau, Organisation und Modalitäten der Studiengänge Lehramt an Grundschulen, Lehramt an Förderschulen, Lehramt an Sekundarschulen und Lehramt an Gymnasien an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.
(2) Ziele und Inhalte, Zugangsvoraussetzungen, Aufbau und Leistungsanforderungen der einzelnen in den Lehramtsstudiengängen angebotenen Studienfächer (Unterrichtsfächer, Rehabilitationspädagogik, Pädagogik, Psychologie und Fächerübergreifende Grundschuldidaktik) sind in den jeweiligen Fachspezifischen Bestimmungen geregelt.
(1) Am Ende des Studiums verfügen die Studierenden über die fachwissenschaftlichen, fachpraktischen, fachdidaktischen und erziehungswissenschaftlichen Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten bzw. Kompetenzen, die zur Aufnahme des Vorbereitungsdienstes für ein Lehramt erforderlich sind.
(2) Das Studium ist grundsätzlich modularisiert. Diese Studienstruktur tritt an die Stelle des Grund- und Hauptstudiums entsprechend der 1. LPVO.
(1) Zum Lehramtsstudium kann nur zugelassen werden, wer über die in § 27 Absatz 2 und Absatz 5 HSG LSA genannten Voraussetzungen verfügt.
(2) Die Fachspezifischen Bestimmungen können weitere Zulassungsvoraussetzungen und Auswahlverfahren vorsehen.
(1) Gleichwertige Studien- und Prüfungsleistungen, die in anderen Studiengängen oder Studienprogrammen oder an anderen Hochschulen erbracht wurden, werden auf Antrag angerechnet. Gleichwertigkeit ist festzustellen, wenn Leistungen in Inhalt, Umfang und in den Anforderungen denjenigen des Studiengangs im Wesentlichen entsprechen. Dabei ist kein schematischer Vergleich, sondern eine Gesamtbetrachtung und Gesamtbewertung im Sinne des European Transfer and Accumulation System (ECTS) vorzunehmen.
(2) Studierenden, die aufgrund einer Einstufungsprüfung gemäß § 15 Absatz 1 HSG LSA berechtigt sind, das Studium in einem höheren Fachsemester aufzunehmen, werden die in der Einstufungsprüfung nachgewiesenen Kenntnisse und Fähigkeiten auf die Studien- und Prüfungsleistungen angerechnet.
(3) Werden Leistungen angerechnet, sind ggf. die Noten zu übernehmen. Die oder der Studierende hat die für die Anrechnung erforderlichen Unterlagen vorzulegen.
(4) Zuständig für die Anrechnungen ist der zuständige Studien- und Prüfungsausschuss in Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Prüfungsamt. Vor Feststellungen über die Gleichwertigkeit sind die zuständigen Fachvertreterinnen und Fachvertreter zu hören.
Das Studium beginnt in der Regel im Wintersemester. In begründeten Ausnahmefällen kann eine Studieninteressentin/ein Studieninteressent auch auf Antrag im Sommersemester beginnen. Der Antrag ist beim Zentrum für Lehrerbildung (ZLB) zu stellen. Hierüber entscheidet das ZLB im Benehmen mit den betreffenden Studien- und Prüfungsausschüssen.
ie Regelstudienzeit bis zum Abschluss des Studiengangs Lehramt an Gymnasien und des Studiengangs Lehramt an Förderschulen beträgt jeweils neun Semester, bis zum Abschluss des Studiengangs Lehramt an Sekundarschulen acht und bis zum Abschluss des Studiengangs Lehramt an Grundschulen sieben Semester. Werden die Unterrichtsfächer Musik oder Kunsterziehung gewählt, so beträgt die Regelstudienzeit des Studiengangs Lehramt an Sekundarschulen 9, im Studiengang Lehramt an Gymnasien und im Studiengang Lehramt an Förderschulen 10 Semester.
(1) Das Studium ist grundsätzlich modularisiert. Module sind inhaltlich und zeitlich abgeschlossene Lehr- und Lerneinheiten. Sie bestehen aus dem Kontaktstudium und dem Selbststudium. Unter Kontaktstudium versteht man den Besuch von Lehrveranstaltungen, unter Selbststudium die Zeiten der Vor- und Nachbereitung von Lehrveranstaltungen, die Prüfungsvorbereitung sowie zum Beispiel das Anfertigen von Referaten, Haus- und Projektarbeiten, externe Praktika und das Anfertigen einer Abschlussarbeit.
(2) Ein Modul erstreckt sich in der Regel auf ein Semester; maximal sind zwei Semester möglich.
(3) Es wird zwischen Pflichtmodulen, Wahlpflichtmodulen und Wahlmodulen unterschieden.
(a) Pflichtmodule sind zu belegende Module, die im konkreten Semesterangebot stets unter demselben Titel dieselben Lernziele verfolgen und dieselben Inhalte vermitteln.
(b) Wahlpflichtmodule sind Module, die stets dieselben Lernziele verfolgen und auch denselben Titel tragen, im konkreten Semesterangebot jedoch in den Inhalten und den Bezeichnungen differieren. Hier wählt die Studentin/der Student aus den im jeweiligen Semester angebotenen Modulen, die den Titel des Wahlpflichtmoduls tragen, aus.
(c) Wahlmodule sind Module, die unterschiedliche Lernziele verfolgen und auch unterschiedliche Titel tragen. Hier wählt die Studentin/der Student gemäß den Vorgaben der Fachspezifischen Bestimmungen aus den im jeweiligen Semester angebotenen Wahlmodulen aus.
(4) Das Volumen der Module wird über den Arbeitsaufwand der Studierenden bestimmt und in Leistungspunkten (LP) gemäß dem European Credit Transfer and Accumulation System (ECTS) angegeben.
(5) Unter studentischem Arbeitsaufwand fasst man die Zeiten des Kontaktstudiums und des Selbststudiums zusammen.
(6) Ein Leistungspunkt entspricht einem studentischen Arbeitsaufwand von durchschnittlich 30 Stunden. Pro Studienjahr werden 1800 Arbeitsstunden veranschlagt. Pro Studienjahr ist der Erwerb von 60, pro Semester der Erwerb von 30 Leistungspunkten vorgesehen.
(7) Leistungspunkte eines Moduls werden nur insgesamt und nur dann vergeben, wenn die geforderte Leistung erfolgreich erbracht worden ist.
(8) Module haben in der Regel zwei Standardgrößen: 5 LP oder 10 LP; dies entspricht einem Arbeitsaufwand von 150 bzw. 300 Stunden.
(9) Größere Module weisen in der Regel ein Vielfaches von 5 LP auf. Sie finden unter anderem für Exkursionen und Praktika Verwendung.
(1) Titel und Umfang der Module und deren Abfolge werden in den Fachspezifischen Bestimmungen festgelegt.
(2) Die Fachspezifischen Bestimmungen legen ferner fest, welche Teilnahmevoraussetzungen zum Belegen des Moduls von den Studierenden zu erfüllen sind, welche Leistungen und Vorleistungen in den einzelnen Modulen verlangt werden, welche Lehr- und Lernformen zur Anwendung kommen und wie das Verhältnis von Kontakt- und Selbststudium beschaffen sein soll.
(3) Die weitere Ausgestaltung der Module wird in Modulbeschreibungen fixiert.
Die Verantwortung für die einzelnen Fächer trägt die jeweilige Fakultät.
Die Verantwortung für die Koordination der Lehramtsstudiengänge trägt das Zentrum für Lehrerbildung.
(1) Der Studiengang umfasst ohne Ergänzungs- und Erweiterungsfächer insgesamt 210 Leistungspunkte (LP).
(2) Der Studiengang besteht aus folgenden Teilen:
(a) Fächerübergreifende Grundschuldidaktik (15 LP),
(b) Pädagogik (20 LP einschließlich 5 LP Orientierungspraktikum),
(c) Psychologie (15 LP),
(d) Unterrichtsfach I (45 LP) Deutsch oder Mathematik, bestehend aus Fachwissenschaft (25 LP, davon 5 LP Fachspezifische Schlüsselqualifikationen) und Fachdidaktik (20 LP),
(e) Unterrichtsfach II (35 LP) Mathematik oder Deutsch, bestehend aus Fachwissenschaft (20 LP) und Fachdidaktik (15 LP),
(f) Unterrichtsfach III (35 LP), bestehend aus Fachwissenschaft (20 LP) und Fachdidaktik (15 LP),
(g) Schlüsselqualifikationsmodul zur Kommunikations- und Medienpraxis (5 LP),
(h) Außerunterrichtliches Pädagogisches Praktikum (5 LP),
(i) Schulpraktika und schulpraktische Übung (15 LP)
(j) Wissenschaftliche Hausarbeit (300 Stunden Arbeitszeit; dies entspricht 10 LP),
(k) staatliche Abschlussprüfungen (300 Stunden Arbeitszeit; dies entspricht 10 LP).
(3) Das Unterrichtsfach III kann in der Regel frei gewählt werden.
(4) Von den insgesamt 210 zu erbringenden Leistungspunkten sind 85 Leistungspunkte examensrelevant. Nähere Einzelheiten ergeben sich aus § 29 Absatz 1.
(1) Der Studiengang umfasst ohne Ergänzungs- und Erweiterungsfächer insgesamt 240 Leistungspunkte (LP).
(a) Pädagogik (20 LP einschließlich 5 LP Orientierungspraktikum),
(b) Psychologie (15 LP),
(c) Unterrichtsfach I (80 LP), bestehend aus Fachwissenschaft (65 LP, davon 5 LP Fachspezifische Schlüsselqualifikationen) und Fachdidaktik einschließlich Schulpraktischer Übung (15 LP),
(d) Unterrichtsfach II (75 LP), bestehend aus Fachwissenschaft (60 LP) und Fachdidaktik einschließlich Schulpraktischer Übung (15 LP),
(e) Schlüsselqualifikationsmodul zur Kommunikations- und Medienpraxis (5 LP),
(f) Außerunterrichtliches Pädagogisches Praktikum (5 LP),
(g) Schulpraktika (15 LP),
(h) Wissenschaftliche Hausarbeit (450 Stunden Arbeitszeit; dies entspricht 15 LP),
(i) staatliche Abschlussprüfungen (300 Stunden Arbeitszeit; dies entspricht 10 LP).
(3) Die Anzahl der Leistungspunkte der Fachdidaktik kann von 15 auf 20 LP erhöht werden, wenn im Gegenzug die Leistungspunkte der Fachwissenschaft um 5 LP reduziert werden. Näheres regeln die Fachspezifischen Bestimmungen.
(4) Werden die Unterrichtsfächer Musik oder Kunsterziehung gewählt, so beträgt die Regelstudienzeit 9 Semester. Für das Unterrichtsfach Musik bzw. das Unterrichtsfach Kunsterziehung stehen damit ein Semester studentische Arbeitszeit (dies entspricht 30 LP) zusätzlich zur Verfügung.
(5) Die Unterrichtsfächer können in der Regel frei gewählt werden. Nicht kombiniert werden können jeweils die Fächer Ethik und Religion sowie Musik und Kunsterziehung.
(6) Der Erwerb von 120 Leistungspunkten wird vom zuständigen Prüfungsamt bescheinigt und tritt an die Stelle eines Zwischenprüfungszeugnisses.
(7) Von den insgesamt 240 zu erbringenden Leistungspunkten sind 100 Leistungspunkte examensrelevant. Nähere Einzelheiten ergeben sich aus § 29 Absatz 1.
(1) Der Studiengang umfasst ohne Ergänzungs- und Erweiterungsfächer insgesamt 270 Leistungspunkte (LP).
(a) Pädagogik (20 LP einschließlich 5 Orientierungspraktikum),
(c) Unterrichtsfach I (95 LP), bestehend aus Fachwissenschaft (80 LP, davon 5 LP Fachspezifische Schlüsselqualifikationen) und Fachdidaktik einschließlich Schulpraktischer Übung (15 LP),
(d) Unterrichtsfach II (90 LP), bestehend aus Fachwissenschaft (75 LP) und Fachdidaktik einschließlich Schulpraktischer Übung (15 LP),
(4) Werden die Unterrichtsfächer Musik oder Kunst gewählt, so beträgt die Regelstudienzeit 10 Semester. Für das Unterrichtsfach Musik bzw. das Unterrichtsfach Kunst stehen damit ein Semester studentische Arbeitszeit (dies entspricht 30 LP) zusätzlich zur Verfügung.
(5) Die Unterrichtsfächer können in der Regel frei gewählt werden. Wenn das Fach Musik belegt wird, kann an Stelle des zweiten Unterrichtsfaches das Fach Liturgische Musik gewählt werden; Näheres regelt die entsprechende Studien- und Prüfungsordnung der Evangelischen Hochschule für Kirchenmusik Halle an der Saale.
(7) Von den insgesamt 270 zu erbringenden Leistungspunkten sind 120 Leistungspunkte examensrelevant. Nähere Einzelheiten ergeben sich aus § 29 Absatz 1.
(a) Pädagogik (15 LP einschließlich 5 Orientierungspraktikum),
(c) Allgemeine Rehabilitationspädagogik/Integrationspädagogik (20 LP) und Rehabilitationspädagogische Psychologie (15 LP),
(d) fachwissenschaftliche und fachdidaktisches Studium in zwei der fünf sonderpädagogischen Fachrichtungen Geistigbehindertenpädagogik, Körperbehindertenpädagogik, Lernbehindertenpädagogik, Sprachbehindertenpädagogik, Verhaltensgestörtenpädagogik (jeweils 40 LP), inklusive jeweils einer Schulpraktischen Übung in jedem gewählten Fach. In dem Studium einer Fachrichtung ist ein Außerunterrichtliches Pädagogisches Praktikum (5 LP) bzw. Sozialpraktikum zu absolvieren.
(e) Entweder kann ein Unterrichtsfach I aus dem Studium Lehramt an Sekundarschulen (80 LP) oder es können zwei Unterrichtsfächer aus dem Studium Lehramt an Grundschulen (Unterrichtsfach I und Unterrichtsfach II oder Unterrichtsfach III; insgesamt 80 LP) gewählt werden.
(f) Schlüsselqualifikationsmodul zur Kommunikations- und Medienpraxis (5 LP),
(3) Werden die Unterrichtsfächer aus dem Studium Lehramt an Sekundarschulen Musik oder Kunst gewählt, so beträgt die Regelstudienzeit 10 Semester. Für das Unterrichtsfach Musik bzw. das Unterrichtsfach Kunst stehen damit ein Semester studentische Arbeitszeit (dies entspricht 30 LP) zusätzlich zur Verfügung.
(4) Im Rahmen des Studiengangs können die Unterrichtsfächer und die sonderpädagogischen Fachrichtungen gemäß Absatz 2 in der Regel frei gewählt werden.
(5) Der Erwerb von 120 Leistungspunkten wird vom zuständigen Prüfungsamt bescheinigt und tritt an die Stelle eines Zwischenprüfungszeugnisses.
(6) Von den insgesamt 270 zu erbringenden Leistungspunkten sind bei der Wahl des Unterrichtsfachs I an Sekundarschulen 120 Leistungspunkte examensrelevant, bei der Wahl von zwei Grundschulfächern 125 Leistungspunkte examensrelevant. Nähere Einzelheiten ergeben sich aus § 29 Absatz 1.
(1) Wird im Rahmen des Studiengangs Lehramt an Gymnasien oder des Studiengangs Lehramt an Sekundarschulen ein drittes Unterrichtsfach als Erweiterungsfach gewählt, so sind die fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Module analog zum Unterrichtsfach II zu belegen und die entsprechenden examensrelevanten Modulleistungen sowie die staatliche Abschlussprüfung zu absolvieren. Dies gilt ebenso für ein zusätzliches
Sekundarschul-Unterrichtsfach oder eine zusätzliche Fachrichtung für das Lehramt an Förderschulen.
(2) Wird im Rahmen des Studiengangs Lehramt an Grundschulen ein viertes Unterrichtsfach als Erweiterungsfach gewählt, so sind die fachwissenschaftlichen und fachdidaktischen Module analog zum Unterrichtsfach III und die entsprechenden examensrelevanten
Modulleistungen zu belegen, ein zusätzliches Schulpraktikum mit einem Volumen von 5 LP sowie die staatliche Abschlussprüfung zu absolvieren. Dies gilt ebenso für ein zusätzliches drittes Grundschulunterrichtsfach im Studiengang Lehramt an Förderschulen. Die Regelstudienzeit verlängert sich damit um zwei Semester.
(3) Für die staatlichen Abschlussprüfung wird ein Arbeitsaufwand von 150 Stunden angesetzt (dies entspricht 5 LP).
(4) Die Zulassung zur staatlichen Abschlussprüfung im Erweiterungsfach kann erst erfolgen, wenn die Erste Staatsprüfung bestanden ist.
(1) Folgende Ergänzungsfächer können studiert werden, soweit entsprechende Lehrangebote vorhanden sind:
(a) Im Studiengang Lehramt an Grundschulen:
– Integrationspädagogik
(b) im Studiengang Lehramt an Sekundarschulen:
– Astronomie in Kombination mit Geographie oder Mathematik oder Physik
– Hauswirtschaft (als berufsbegleitender Studiengang)
(c) im Studiengang Lehramt an Gymnasien:
– Astronomie in Kombination mit Geographie oder
(d) im Studiengang Lehramt an Förderschulen:
(2) Für Integrationspädagogik sind Module mit einem Volumen von insgesamt 25 LP zu belegen; davon sind Module mit einem Volumen von insgesamt 15 LP examensrelevant. Dazu kommt die staatliche Abschlussprüfung, die mit einem Arbeitsaufwand von 150 Stunden (dies entspricht 5 LP) angesetzt wird.
(3) Für Astronomie in Kombination mit Geographie, Mathematik oder Physik sind fachwissenschaftliche und fachdidaktische Module mit einem Volumen von insgesamt 25 LP zu belegen; davon sind Module mit einem Volumen von insgesamt 15 LP examensrelevant. Dazu kommt die staatliche Abschlussprüfung, die mit einem Arbeitsaufwand von 150 Stunden (dies entspricht 5 LP) angesetzt wird.
(4) Für Psychologie sind fachwissenschaftliche und fachdidaktische Module mit einem Volumen von insgesamt 25 LP zu belegen; davon sind Module mit einem Volumen von insgesamt 15 LP examensrelevant. Dazu kommt die staatliche Abschlussprüfung, die mit einem Arbeitsaufwand von 150 Stunden (dies entspricht 5 LP) angesetzt wird.
(5) Hauswirtschaft als berufsbegleitender Studiengang umfasst 45 Leistungspunkte, von denen Module mit dem Volumen von 25 LP in die Examensnote eingehen. Dazu kommt die staatliche Abschlussprüfung, die mit einem Arbeitsaufwand von 150 Stunden (dies entspricht 5 LP) angesetzt wird.
(6) § 14 Absatz 4 gilt entsprechend.
(1) Gemäß § 16 III HSG LSA können Weiterbildungsmaßnahmen der Lehrer und Lehrerinnen durch Teilzeitstudium, insbesondere in Form von berufsbegleitenden Studiengängen, angeboten werden.
(2) Ein berufsbegleitender Studiengang für das Lehramt an Grundschulen entspricht hinsichtlich der Studien- und Prüfungsanforderungen in der Regel einem Unterrichtsfach II oder einem Unterrichtsfach III.
(3) Ein berufsbegleitender Studiengang für das Lehramt an Förderschulen entspricht hinsichtlich der Studien- und Prüfungsanforderungen in der Regel einer Fachrichtung mit Allgemeiner Rehabilitationspädagogik und Rehabilitationspädagogischer Psychologie oder einem Unterrichtsfach II des Studiums Lehramt an Sekundarschulen oder einem Unterrichtsfach II bzw. III des Studiums Lehramt an Grundschulen.
(4) Ein berufsbegleitender Studiengang für das Lehramt an Sekundarschulen und das Lehramt an Gymnasien entspricht hinsichtlich der Studien- und Prüfungsanforderungen in der Regel einem Unterrichtsfach II.
(5) Der Studienumfang eines weiteren Unterrichtsfachs des Studiums Lehramt an Sekundarschulen oder Lehramt an Gymnasien ist gegenüber dem Umfang bei den grundständigen Studiengängen um die Schulpraktischen Übungen der Fachdidaktik und das Schulpraktikum reduziert.
(1) Schulpraktika beinhalten insbesondere die Hospitation sowie Planung, Durchführung und Auswertung von Unterricht. Lernziele, Inhalte, Ablauf und Bestandteile der Module sind den Modulbeschreibungen zu entnehmen.
(2) Die Schulpraktika im Studiengang Lehramt an Grundschulen werden in zwei Modulen mit jeweils 5 LP durchgeführt. Wird ein rweiterungsfach studiert, so ist zusätzlich ein drittes Praktikum mit 5 LP zu belegen. Für die Durchführung eines Praktikums sind ca. drei bzw. vier Wochen orgesehen.
(3) Im Studiengang Lehramt an Förderschulen sind ein Schulpraktikum in der Fachrichtung I, ein Schulpraktikum in der Fachrichtung II und ein Förderdiagnostisches Praktikum mit jeweils 5 LP zu belegen. Für die Durchführung der Schulpraktika sind jeweils vier Wochen, für das örderdiagnostische Praktikum eine Woche vorgesehen.
(4) Die Schulpraktika für die Studiengänge Lehramt an Sekundarschulen und Lehramt an Gymnasien werden jeweils in zwei Modulen mit 5 und 10 LP belegt. Für die Durchführung der Praktika sind ca. vier bzw. sechs Wochen vorgesehen.
(5) Die Modulleistung für die Schulpraktika aller Lehramtsstudiengänge besteht grundsätzlich aus dem Praktikumsbericht, der nicht benotet wird. Im Förderdiagnostischen Praktikum des Studiengangs Lehramt an Förderschulen gilt das förderdiagnostische Gutachten als Modulleistung, die ebenfalls nicht benotet wird.
(6) Teilnahmevoraussetzung aller Schulpraktika sind erfolgreich absolvierte Schulpraktische Übungen. Um das Förderdiagnostische Praktikum zu belegen, muss das Modul „Diagnosegeleitete Förderplanung“ erfolgreich bestanden sein.
Lernziele, Inhalte, Ablauf und Bestandteile des Schlüsselqualifikationsmoduls zur Kommunikations- und Medienpraxis sind der Modulbeschreibung zu entnehmen. Modulleistungen sind Präsentationen in verschiedenen Formen. Teilnahmevoraussetzung
ist das Orientierungspraktikum. Insgesamt umfasst das Modul 5 LP.
(1) In den Lehramtsstudiengängen werden Studien- und Prüfungsleistungen modulbezogen erbracht. Die Anzahl der zu erbringenden Leistungspunkte, die in die Note des Staatsexamens einfließen, ergibt sich aus § 29 Absatz 1.
(2) Darüber hinaus sind für das Staatsexamen eine Wissenschaftliche Hausarbeit zu schreiben und die staatlichen Abschlussprüfungen zu absolvieren. Die Modalitäten und die Berechung der Staatsexamensnote regelt 1. LPVO in Verbindung mit § 30.
(3) Universitäre Prüfungsleistungen werden als Modulleistungen bezeichnet. Modulleistungen können in verschiedenen Formen erbracht werden, u.a. durch Klausur, Hausarbeit, mündliche Prüfung. Näheres regeln die Fachspezifischen Bestimmungen.
(4) Die Zulassung zur Prüfung gemäß Absatz 3 kann von der Erbringung von Vorleistungen abhängig gemacht werden. Diese können in verschiedenen Formen erbracht werden. Näheres regeln die Fachspezifischen Bestimmungen.
(5) Bei der Abgabe von schriftlichen Modulleistungen hat die Studentin/der Student schriftlich zu versichern, dass sie/er ihre/seine Arbeit – bei einer Gruppenarbeit ihren/ seinen entsprechend gekennzeichneten Anteil der Arbeit – selbstständig verfasst, sie in gleicher oder ähnlicher Fassung noch nicht in einem anderen Studiengang als Prüfungsleistung vorgelegt hat und keine anderen als die angegebenen Quellen und
Hilfsmittel benutzt sowie Zitate kenntlich gemacht hat.
(6) Leistungspunkte werden nur für erfolgreich abgeschlossene Modulleistungen vergeben. Falls eine Modulleistung benotet wird, dann gilt die Leistung als erfolgreich erbracht, wenn die Note mindestens „ausreichend“ (4,0) lautet.
(7) Jedes Modul muss mindestens eine Leistung oder eine Kombination von bestimmten Leistungen (sogenannte Teilleistungen) vorsehen.
Bei Nicht-Bestehen einer Teilleistung ist nur diese zu wiederholen und nicht alle bereits bestandenen Teilleistungen des Moduls. Die Studentin/der Student ist über den Studien- und Prüfungsausschuss über einen Misserfolg der Modulleistung zu informieren und über ihre/seine Rechte zu belehren.
(2) Bei Nicht-Bestehen können die Fachspezifischen Bestimmungen eine oder zwei Wiederholungen der Modulleistung bzw. Teilleistung vorsehen. In den Fachspezifischen Bestimmungen kann die Möglichkeit eingeräumt werden, vor der zweiten Wiederholung der Modulleistung bzw. Teilleistung die entsprechenden Modulveranstaltungen nochmals zu besuchen.
(3) Für Module, die aus anderen Studienfächern übernommen werden, gelten die jeweiligen Fachspezifischen Bestimmungen und odulbeschreibungen auch hinsichtlich der Wiederholungsmöglichkeiten.
(4) Bei den Modulen, deren Leistungen in die Staatsexamensnote eingehen, werden die Prüfungsformen in den Fachspezifischen Bestimmungen festgelegt.
(5) Das endgültige Nicht-Bestehen eines Pflichtmoduls führt zur Exmatrikulation; bei Wahlpflichtmodulen kann das Nicht-Bestehen durch ein erfolgreich absolviertes weiteres Wahlpflichtmodul ausgeglichen werden.
(6) Auf Antrag und zum Studienabschluss ist der Studentin/dem Studenten das Studienbuch, das sogenannte Transcript of Records auszuhändigen, welches alle bestandenen Modulleistungen bezeugt.
(1) Die Anmeldung zur Teilnahme am Modul hat in der Regel vor Vorlesungsbeginn zu erfolgen. Zugelassen wird nur, wer im Studienfach immatrikuliert ist. Weitere Teilnahmevoraussetzungen regeln die Fachspezifischen Bestimmungen.
(2) Die Festlegung der Termine und der Wiederholungstermine für die Modulleistungen ist in den Fachspezifischen Bestimmungen geregelt. Die Termine werden spätestens fünf Wochen zuvor bekannt gegeben.
(3) Die Anmeldung zur Prüfung kann separat erfolgen und wird einen Monat vor dem jeweiligen Termin der Modulleistung wirksam, sofern die Studentin/der Student bis zu diesem Zeitpunkt die Anmeldung nicht durch schriftliche Erklärung gegenüber dem zuständigen Prüfungsamt widerrufen hat. Eine Begründung des Widerrufs ist nicht erforderlich. Eine durch Widerruf abgemeldete Modulleistung gilt als nicht angemeldet.
(1) Prüferin bzw. Prüfer kann jede nach § 12 Absatz 4 HSG LSA prüfungsberechtigte Person sein. Zur Abnahme von Hochschulprüfungen sind ferner wissenschaftliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen gemäß § 33 Absatz 1 Nr. 2 und 3 HSG LSA, soweit sie Lehraufgaben leisten, Lehrbeauftragte sowie in der beruflichen Praxis und Ausbildung erfahrene Personen befugt.
(3) Modulleistungen werden gemäß § 12 Absatz 5 HSG LSA in der Regel von zwei Prüferinnen/Prüfern oder bei mündlichen Modulleistungen von einer Prüferin/einem Prüfer in Gegenwart einer sachkundigen Beisitzerin/eines sachkundigen Beisitzers bewertet. Dabei sind in der Regel die am jeweiligen Modul beteiligten Lehrenden auch die Prüfenden. Der zuständige Studien- und Prüfungsausschuss bestellt die Prüferinnen und Prüfer sowie die Beisitzerin bzw. den Beisitzer. Über die mündliche Modulleistung ist ein Protokoll zu führen.
(1) Studien- und Prüfungsausschüsse für die verschiedenen Studienfächer werden durch Beschluss des jeweiligen Fakultätsrates gebildet. Ein Ausschuss ist für mindestens ein Studienfach zuständig; er kann auch für mehrere Studienfächer zuständig sein. Näheres regeln die Fachspezifischen Studien- und Prüfungsordnungen.
(2) Studien- und Prüfungsausschüsse achten darauf, dass die Bestimmungen der Studien- und Prüfungsordnungen eingehalten werden. Sie sind für alle anfallenden Aufgaben und Entscheidungen hinsichtlich der Modulleistungen zuständig.
(3) Die bzw. der Vorsitzende des Studien- und Prüfungsausschusses berichtet dem Fakultätsrat regelmäßig über die Entwicklung der Studien- und Prüfungspraxis und gibt Anregung zur Verbesserung des Studienfaches und seiner Umsetzung.
(4) Für die Module „Schulpraktikum I, "Schulpraktikum II", „Außerunterrichtliches Pädagogisches Praktikum“ (AuPP) und das Schlüsselquali-fikationsmodul „Kommunikations und Medienpraxis“ bildet das Zentrum für Lehrerbildung einen Studien- und Prüfungsausschuss.
Diesem Ausschuss gehören drei Professorinnen und Professoren, eine wissenschaftliche Mitarbeiterin bzw. ein wissenschaftlicher Mitarbeiter und eine Studentin bzw. ein Student an.
(5) Die Mitglieder des Studien- und Prüfungsausschusses haben das Recht, an der Abnahme von Modulleistungen teilzunehmen.
(6) Dem Studien- und Prüfungsausschuss gehören mindestens drei Professorinnen und Professoren, eine wissenschaftliche Mitarbeiterin bzw. ein wissenschaftlicher Mitarbeiter und eine Studentin bzw. ein Student an. Die bzw. der Vorsitzende muss Professorin bzw. Professor sein. Bei den Entscheidungen, die Leistungsbewertungen betreffen, wirkt die studentische Vertreterin bzw. der studentische Vertreter nicht mit.
(8) Die Mitglieder der Studien- und Prüfungsausschüsse und deren Stellvertreterinnen und/oder Stellvertreter unterliegen der Amtsver-schwiegenheit. Sofern sie nicht im öffentlichen Dienst stehen, sind sie durch die Vorsitzende bzw. den Vorsitzenden zur
Verschwiegenheit zu verpflichten.
(9) Die bzw. der Vorsitzende beruft die Sitzungen des Studien- und Prüfungsausschusses ein. Sie bzw. er muss eine Sitzung einberufen, wenn dies wenigstens ein Mitglied des Studien- und Prüfungsausschusses verlangt.
(10) Der Studien- und Prüfungsausschuss ist beschlussfähig, wenn sämtliche Mitglieder unter Einhaltung der Ladungsfrist von drei Werktagen schriftlich geladen sind und die Mehrheit der Mitglieder anwesend ist. Beschlüsse werden mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme der bzw. des Vorsitzenden den Ausschlag.
(11) Die Stellvertreterinnen und Stellvertreter der Mitglieder des Studien- und Prüfungsausschusses
vertreten bei Abwesenheit die einzelnen Mitglieder des Ausschusses. Scheidet ein Mitglied des Studien- und Prüfungsausschusses aus, so rückt sein Stellvertreter nach.
(12) Über die wesentlichen Gegenstände der Sitzung und die Beschlüsse des Studien- und Prüfungsausschusses wird ein Protokoll angefertigt.
(13) Die bzw. der Vorsitzende des Studien- und Prüfungsausschusses kann in unaufschiebbaren Angelegenheiten (Eilkompetenz) und in Routineangelegenheiten allein entscheiden. Eine Entscheidung ist unaufschiebbar, wenn eine rechtzeitige Ladung der Ausschussmitglieder nicht mehr möglich ist. Die bzw. der Vorsitzende unterrichtet den Studien- und Prüfungsausschuss spätestens in dessen nächster Sitzung über die
(14) Näheres regeln die Fachspezifischen Studien- und Prüfungsordnungen.
Das zuständige Prüfungsamt organisiert die administrative Vorbereitung und Durchführung der Prüfungsverfahren und verwaltet die Studien- und Prüfungsdaten und -dokumente. Es unterstützt den Studien- und Prüfungsausschuss des Zentrums für Lehrerbildung und die Studien- und Prüfungsausschüsse bei der Erfüllung ihrer Aufgaben im administrativen Bereich.
(1) Eine Modulleistung gilt als nicht bestanden, wenn der Student/die Studentin einen Prüfungstermin ohne triftigen Grund versäumt oder wenn er/sie nach Beginn der Leistungserbringung ohne triftigen Grund von der Modulleistung zurücktritt. Dasselbe gilt, wenn eine schriftliche Modulleistung nicht bis Ablauf einer vorgegebenen Frist erbracht wird.
(2) Der für den Rücktritt oder das Versäumnis geltend gemachte Grund muss dem Studien-und Prüfungsausschuss unverzüglich schriftlich angezeigt und glaubhaft gemacht werden. Bei Krankheit der Studentin/des Studenten bzw. eines von ihr/ihm zu versorgenden Kindes oder pflegebedürftigen Angehörigen kann die Vorlage eines ärztlichen Attestes und in Zweifelsfällen ein Attest des Amtsarztes verlangt werden. Wird der Grund anerkannt, so wird ein neuer Termin anberaumt. Die bereits vorliegenden Studien- und Prüfungsergebnisse sind in diesem Fall anzurechnen.
(3) Versucht die Studentin/der Student, das Ergebnis ihrer/seiner Modulleistung bzw. Teilleistung durch Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen, gilt die betreffende Modulleistung als mit „nicht ausreichend“ bewertet.
(1) Auf Antrag der Studentin sind die Mutterschutzfristen, wie sie im Gesetz zum Schutz der erwerbstätigen Mutter (MschG) in der jeweils gültigen Fassung festgelegt sind, zu berücksichtigen. Dem Antrag sind die erforderlichen Nachweise beizufügen. Die Mutterschutzfristen unterbrechen jede Frist nach den Studien- und Prüfungsordnungen. Die Dauer des Mutterschutzes wird nicht in die Frist eingerechnet.
(2) Gleichfalls sind die Fristen der Elternzeit nach Maßgabe des Gesetzes zum Elterngeld und zur Elternzeit vom 05.12.2006 (BGBl. I S. 2748) (BEEG) in der jeweils gültigen Fassung auf Antrag zu berücksichtigen. Studierende müssen bis spätestens vier Wochen
vor dem Zeitpunkt, von dem ab sie Elternzeit antreten, dem Studien- und Prüfungsausschuss unter Beifügung der erforderlichen Nachweise schriftlich mitteilen, für welchen Zeitraum oder für welche Zeiträume sie Elternzeit nehmen wollen. Der Studien- und Prüfungsausschuss hat zu prüfen, ob die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen, die bei Arbeitnehmerinnen/Arbeitnehmern einen Anspruch auf Elternzeit auslösen
würden und teilt das Ergebnis sowie gegebenenfalls die neu festgesetzten Prüfungsfristen der Studentin/dem Studenten mit.
(3) Studierende, die wegen familiärer Verpflichtungen beurlaubt sind, können freiwillig Modulleistungen erbringen. Auf Antrag der Studentin/des Studenten ist eine Wiederholung nicht bestandener Modulleistungen während des Beurlaubungszeitraumes möglich.
(4) Macht eine Studentin/ein Student durch ein ärztliches Zeugnis glaubhaft, dass sie/er wegen länger andauernder oder ständiger körperlicher oder psychischer Behinderung nicht in der Lage ist, die Modulleistungen ganz oder teilweise in der vorgesehenen Form zu erbringen, gestattet der Studien- und Prüfungsausschuss der Studentin bzw. dem Studenten, gleichwertige Leistungen in anderer Form zu erbringen.
(1) Die Benotung von Modulleistungen ist nur dann zwingend, wenn diese Note in die Gesamtnote des Studiengangs einfließt. Welche Module in die Gesamtnote einfließen, legen die Fachspezifischen Bestimmungen fest.
(2) Wird ein Modul mit nur einer Leistung abgeschlossen, ist diese Note die Modulnote.
(3) Werden in einem Modul mehrere Leistungen (sogenannte Teilleistungen) abverlangt, so setzt sich die Note des Moduls aus den einzelnen Teilleistungen zusammen.
(4) Die Bewertung der Modulleistung ist der Studentin/dem Studenten nach Abschluss des Moduls bekannt zu geben.
(5) Für die Bewertung von Modulleistungen gilt folgende Notenskala:
2 = gut = eine Leistung, die den Anforderungen voll entspricht,
3 = befriedigend = eine Leistung, die weitgehend den Anforderungen entspricht,
(6) Durch Erhöhung bzw. Verminderung der einzelnen Noten um 0,3 können Zwischenwerte zur differenzierten Bewertung gebildet werden. Ausgeschlossen sind dabei die Noten 0,7 sowie 4,3 und höher.
(7) Bei Mittelung der Noten werden im Ergebnis alle Dezimalstellen, außer der ersten, ohne Rundung gestrichen. Die Modulnote lautet dann bei einem Wert bis einschließlich
1,5 = sehr gut,
von 1,6 bis 2,5 = gut,
von 2,6 bis 3,5 = befriedigend,
von 3,6 bis 4,0 = ausreichend,
Diese Skala gilt auch für die Ermittlung der Gesamtnote des Studienprogramms und des Studiengangs.
(8) Die Modulnoten können in relativen Noten entsprechend der ECTS-Bewertungsskala gemäß § 20 Absatz 6 im Transcript of Records ausgewiesen werden.
(1) In jedem Fach ist gemäß der 1. LPVO ein bestimmter Teil der Module bzw. der Modulleistungen examensnotenrelevant; aus den Noten dieser Module wird zusammen die Modulfachnote eines Fachs gebildet. (siehe Tabelle !)
(2) Die Modulfachnote für das jeweilige Fach wird durch das gewichtete arithmetische Mittel der examensrelevanten Modulleistungen gebildet. Dabei werden in der Regel die einzelnen Modulnoten nach dem Arbeitsaufwand (ausgedrückt in Leistungspunkten) gewichtet. Bei der Mittlung werden alle Dezimalstellen, außer der ersten, ohne Rundung gestrichen.
(3) In den künstlerischen Unterrichtsfächern Kunst, Gestalten und Musik und den Fächern mit praktischer Ausbildung (Sport und Wirtschaft-Technik) sind studienbegleitend eine oder mehrere fachpraktische Modulleistungen abzulegen.
(4) Im Unterrichtsfach Sport des Studiengangs Lehramt an Gymnasien sind vier fachpraktische Module mit jeweils 5 LP zu belegen. Von den anderen fachwissenschaftlichen Modulen mit einem Volumen von 20 Leistungspunkten müssen zwei Module mündlich abgeprüft werden.
(5) Im Unterrichtsfach Sport des Studiengangs Lehramt an Sekundarschulen sind drei fachpraktische Module mit jeweils 5 LP zu belegen. Von den anderen fachwissenschaftlichen Modulen mit einem Volumen von 15 Leistungspunkten müssen zwei Module mündlich abgeprüft werden.
(6) Im Fach Wirtschaft-Technik der Studiengänge Lehramt an Sekundarschulen und Lehramt an Gymnasien ist jeweils ein Modul mit 5 LP als fachpraktisches Modul zu belegen, das zusammen mit den anderen fachwissenschaftlichen Modulnoten in die Fachnote eingeht.
(7) In den Fachwissenschaften in den Studiengängen Lehramt an Sekundarschulen und Lehramt an Gymnasium sowie in den sonderpäda-gogischen Fachrichtungen im Studiengang Lehramt an Förderschulen sind mindestens zwei Module mit je einer mündlichen
Prüfung abzuschließen. In der Fachdidaktik in allen Lehramtsstudiengängen und in den Fachwissenschaften im Studiengang Lehramt an Grundschulen ist mindestens je ein Modul mit einer mündlichen Prüfung abzuschließen. Diese mündlichen Prüfungen sind in der Regel als Einzelprüfung vorzunehmen; Gruppenprüfungen mit jeweils bis zu drei Prüflingen sind möglich; dabei entspricht die Prüfungsdauer eines Prüflings der vorgesehenen Dauer einer Einzelprüfung. Die zugehörigen Wiederholungsprüfungen sind ebenfalls mündlich abzulegen. Die Leistungen dieser Module fließen in die Staatsexamensnote mit ein. Für alle anderen Module gibt es keine Gestaltungsvorgaben hinsichtlich der Prüfungsformen. Hier sind auch unterschiedliche Formen der Wiederholungsprüfung möglich.
(8) Im Studiengang Lehramt an Gymnasien ist in den modernen fremdsprachlichen Unterrichtsfächern von den examensrelevanten Modulen mit einem Volumen von 40 LP ein Modul mit 10 LP mit einer vierstündigen Klausur in der jeweiligen Fremdsprache abzuschließen.
Diese Klausur wird in die Modulfachnote des Faches gemäß ihrem Leistungspunktegewicht eingerechnet. Dieses Modul kann entweder sprach-praktisch, sprachwissenschaftlich, literaturwissenschaftlich oder kulturwissenschaftlich ausgerichtet sein. Von den übrigen examensrelevanten 30 LP müssen wiederum zwei Module mündlich abgeprüft werden.
(1) Die 1. LPVO regelt die Berechnung der Noten der Fächer und der Gesamtnote des Staatsexamens. Die Gesamtnote des Staatsexamens setzt sich aus den Noten der Fächer und der Note der Wissenschaftlichen Hausarbeit zusammen. Die Noten werden hierbei jeweils mit einem Faktor versehen.
(2) Die 1. LPVO regelt die Anforderungen und Modalitäten der Ersten Staatsprüfung, insbesondere die Anerkennung der Modulleistungen für das Staatsexamen. Die Erste Staatsprüfung setzt sich zusammen aus den staatlichen Abschlussprüfungen und der Wissenschaftlichen Hausarbeit.
(3) Die Wissenschaftliche Hausarbeit kann als vorgezogener Prüfungsteil abgelegt werden. Zulassungsvoraussetzungen, Organisation und Durchführung sind in der 1. LPVO geregelt.
(4) Die Noten der Fächer setzen sich aus der Note der staatlichen Abschlussprüfung und den Noten der gemäß der Tabelle in § 29 Absatz 1 examensnotenrelevanten Modulleistungen (der Modulfachnote) zusammen. Die Note der Abschlussprüfung und die Modulfachnote des Fachs werden hierbei jeweils mit einem Faktor versehen.
(5) In den Unterrichtsfächern Gestalten, Musik und Sport im Studiengang Lehramt an Grundschulen und in den Unterrichtsfächern Musik und Kunst in den Studiengängen Lehramt an Gymnasien und Lehramt an Sekundarschulen gehen die fachpraktischen Modulleistungen gesondert mit einem eigenen Faktor versehen in der Berechnung der Note für das Fach ein.
(6) Bei den Ergänzungsfächern gemäß § 15 ergibt sich die Gesamtnote aus dem Mittel der examensrelevanten Modulnoten (gewichtet mit dem Faktor 7) und der Note der staatlichen Abschlussprüfung (gewichtet mit dem Faktor 3).
(7) Die Modulfachnote eines Fachs wird aus dem gewichteten arithmetischen Mittel der
Modulnoten gebildet. In den betreffenden Fächern gehen zusätzlich die fachpraktischen Prüfungen – ebenfalls mit einem Faktor gewichtet – in das Ergebnis ein. Diese fachpraktischen Prüfungen entsprechen Modulleistungen.
(8) Wie die Noten der einzelnen Fächer und die Gesamtnote der verschiedenen grundständigen Lehramtstudiengänge berechnet werden, zeigen folgende fünf Tabellen. Analog dazu werden die Noten der Erweiterungsfächer gebildet. In der ersten Spalte ist jeweils angegeben, wie viele der Module, ausgedrückt in Leistungspunkten, in die Modulfachnote und damit auch in die Fächernote und in die Gesamtnote eingehen:
(1) Das Lehramtsstudium hat erfolgreich abgeschlossen, wer an allen nach Maßgabe dieser Ordnung, der jeweiligen Fachspezifischen Bestimmungen und der 1. LPVO die erforderlichen Leistungspunkte der Module erworben hat, das heißt, die Modulleistungen erfolgreich erbracht hat, sowie eine Wissenschaftliche Hausarbeit und die staatlichen Abschlussprüfungen erfolgreich bestanden hat.
(2) Hat eine Studentin/ein Student das Studium nicht erfolgreich abgeschlossen, erhält sie/er auf Antrag und gegen Vorlage der exmatriku-lationsbescheinigung ihr/sein Studienbuch (Transcript of Records), in dem die erbrachten Leistungen und ggf. die Noten dokumentiert sind.
Bis ein Jahr nach Abschluss des Studiums wird der Studentin/dem Studenten auf Antrag Einsicht in ihre/seine das universitäre Studium betreffenden Studien- und Prüfungsakten gewährt. Der Antrag ist beim zuständigen Prüfungsamt zu stellen.
Belastende Entscheidungen im Zusammenhang mit den Bestimmungen dieser Ordnung und den Fachspezifischen Bestimmungen sind der Studentin/dem Studenten unverzüglich mitzuteilen, zu begründen und mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.
Der Akademische Senat der Universität kann eine Ombudsfrau oder einen Ombudsmann für Studium und Lehre bestellen, an die/den sich Studierende und Lehrende in strittigen Fragen von individuellen Modulleistungen wenden können. In Streitfällen kann die Ombudsperson zwischen den Parteien schlichten. Die Anrufung einer Ombudsperson ersetzt nicht das Widerspruchsverfahren.
(1) Hat die Studentin/der Student bei einer Modulleistung getäuscht und wird diese Tatsache erst nach der Aushändigung des Transcript of Records und des Diploma Supplements bekannt, kann die Dekanin/der Dekan nachträglich das Ergebnis und ggf. die Noten für diejenigen Leistungen, bei deren Erbringen die Studentin/der Student getäuscht hat, entsprechend berichtigen und die Modulleistung ganz oder teilweise für nicht bestanden erklären. Das Landesprüfungsamt wird hierüber informiert.
(2) Die unrichtigen Studiendokumente werden eingezogen, ggf. werden berichtigte erteilt. Eine Entscheidung nach Absatz 1 ist nach einer Frist von fünf Jahren ab dem Datum des Prüfungszeugnisses ausgeschlossen.
Diese Allgemeine Ordnung tritt nach Genehmigung durch den Rektor am Tage nach ihrer Bekanntgabe im Amtsblatt der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in Kraft.
Halle (Saale), ...
Prof. Dr. Wulf Diepenbrock, Rektor

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§ 17

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§ 21

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§ 24

§ 25

§ 26

§ 27

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§ 32

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