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Timestamp: 2019-08-21 14:58:11+00:00

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BGH, 26.06.2007 - XI ZR 277/05 - dejure.org
https://dejure.org/2007,165
BGH, 26.06.2007 - XI ZR 277/05 (https://dejure.org/2007,165)
BGH, Entscheidung vom 26.06.2007 - XI ZR 277/05 (https://dejure.org/2007,165)
BGH, Entscheidung vom 26. Juni 2007 - XI ZR 277/05 (https://dejure.org/2007,165)
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ZPO §§ 138, 142 Abs. 1, 422, 423
Gericht kann Urkundsvorlage auch bei (schlüssigem und konkreten) Bezug der beweisbelasteten Partei auf die Urkunde anordnen
Zivilprozessuale Pflicht zur Vorlage von Urkunden durch die nicht beweisbelastete Partei; Anwendbarkeit von § 142 Abs. 1 Zivilprozessordnung (ZPO) bei Beziehen des beweispflichtigen Prozessgegners auf eine sich im Besitz der nicht beweisbelasteten Partei befindende Urkunde; Missachtung einer möglichen Anordnung der Urkundenvorlegung durch das Gericht als Ermessensfehler
Anordnung der Urkundenvorlegung (hier: Einwertungsunterlagen der immobilienfinanzierenden Bank) wegen Bezugnahme auch gegen die nicht beweisbelastete Partei
Ermessensfehler wegen Nichtinbetrachtziehens der Anordnung einer Urkundenvorlegung durch nicht beweisbelastete Partei (hier: Einwertungsunterlagen der immobilienfinanzierenden Bank)
Zur Pflicht der nicht beweisbelasteten Partei, in ihrem Besitz befindliche Urkunden, auf die die beweispflichtige Partei sich bezogen hat, auf Anordnung des Gerichts vorzulegen
ZPO § 138 § 142 Abs. 1
Pflicht der nicht beweisbelasteten Partei zur Vorlage von Urkunden; Anordnung der Vorlage durch das Gericht
Verfahrensrecht - Pflicht der nicht beweisbelasteten Partei zur Urkunden-Vorlage
Keine Pflicht zur Vorlage von Urkunden nach den Grundsätzen der sekundären Behauptungslast
ZPO § 142 Abs. 1, §§ 127, 138
Anordnung der Urkundenvorlegung nach § 142 Abs. 1 ZPO
Muss nicht beweisbelastete Partei dennoch Urkunden vorlegen? (IBR 2007, 534)
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 26.06.2007, Az.: XI ZR 277/05 (Voraussetzungen der Urkundenvorlage nach § 142 Abs. 1 ZPO)" von RA BGH Dr. Ekkehard Schott, original erschienen in: AnwBl Beilage 2007, 246.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 26.06.2007, Az.: XI ZR 277/05" von Prof. Dr. Barbara Völzmann-Stickelbrock, original erschienen in: ZZP 2007, 518 - 525.
Zusammenfassung von "Die prozessuale Pflicht zur Urkundenvorlage durch die nicht beweisbelastete Partei - Eine neue Wegmarke in der Rechtsentwicklung zu den "Schrottimmobilien"" von Prof. Dr. Peter Derleder, original erschienen in: ZfIR 2008, 284 - 287.
BGHZ 173, 23
NJW 2007, 2989
ZIP 2007, 1543
MDR 2007, 1333
NZBau 2007, 638 (Ls.)
NZM 2007, 782
FamRZ 2007, 1639 (Ls.)
WM 2007, 1651
Weil diese Wissenszurechnung auf der Erwägung beruht, dass der Geschäftsherr aus einer geschäftsorganisatorisch bedingten Wissensaufspaltung keine Vorteile ziehen soll, findet zwar eine Zurechnung geschäftlich erlangten Wissens, nicht aber privater Kenntnisse statt, sofern nicht ausnahmsweise der Geschäftsherr aus Gründen des Verkehrsschutzes zur Organisation eines Informationsaustauschs verpflichtet ist, der auch privat erlangtes Wissen umfasst (vgl. BGH, Urteil vom 26. Juni 2007 - XI ZR 277/05, NJW 2007, 2989 Rn. 14;… Palandt/Ellenberger, BGB, 74. Aufl., § 199 Rn. 25;… ders. § 166 Rn. 6;… Köhler in Köhler/Bornkamm aaO § 11 Rn. 1.27;… Staudinger/Schilken, Neubearbeitung 2014, § 166 Rn. 6;… MünchKomm.BGB/Schubert, 7. Aufl., § 166 Rn. 57; Buck-Heeb, WM 2008, 281, 282).
Einer solchen Anordnung stehen hier weder § 422 ZPO noch das Verbot einer prozessordnungswidrigen Ausforschung des Prozessgegners von vorneherein entgegen (vgl. Senatsurteil vom 26. Juni 2007 - XI ZR 277/05, BGHZ 173, 23 Rn. 19 f.).
Das ist indes Voraussetzung nicht nur für die Zeugenvernehmung, sondern auch für die Anordnung einer Urkundenvorlegung (BGH, Urteil vom 26. Juni 2007 - XI ZR 277/05, BGHZ 173, 23, 32;… Zöller/Greger, ZPO, 30. Aufl., § 142 Rn. 7).
Die Bank traf keine sekundäre Darlegungslast zu ihrem Kenntnisstand hinsichtlich des Verkehrswerts der finanzierten Wohnung (BGH, Urt. v. 26.06.2007 - XI ZR 277/05 - NJW 2007, 2989, Tz. 16).
Von einer Anordnung der Urkundenvorlage gem. § 142 Abs. 1 ZPO hat der Senat im Rahmen des ihm eingeräumten Ermessens (vgl. BGH, Urteil vom 26.06.2007, XI ZR 277/05, Tz. 22, zitiert nach juris) abgesehen.
Das steht zwar - soweit nicht eine Rechtspflicht zur Urkundenvorlage besteht (vgl. Senat…, Urteil vom 14. Dezember 2012 - V ZR 162/11, NJW 2013, 1003 Rn. 12 f.) - im Ermessen des Tatrichters, das von dem Revisionsgericht anhand der Urteilsgründe nur darauf überprüft wird, ob von ihm überhaupt Gebrauch gemacht worden ist (vgl. BGH, Urteil vom 26. Juni 2007 - XI ZR 277/05, BGHZ 173, 23 Rn. 21;… Urteil vom 17. Juli 2014 - III ZR 514/13, WM 2014, 1611 Rn. 26).
Vielmehr setzt eine Anordnung gemäß § 142 Abs. 1 ZPO einen schlüssigen, auf konkrete Tatsachen bezogenen Vortrag der Partei voraus (BGH, Urteil vom 26. Juni 2007 - XI ZR 277/05, BGHZ 173, 23 Rn. 20 a.E.).
Aus der sekundären Darlegungslast ergibt sich keine Verpflichtung, Urkunden vorzulegen - hierfür gelten §§ 421 ff. ZPO, § 142 ZPO (BGH NJW 2007, 2989 Rn. 16).
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LAG Rheinland-Pfalz, 24.10.2013 - 10 Sa 277/13
Nettolohnklage - Zulässigkeit und Darlegungsanforderungen - Ausforschungsbeweis - …

References: § 142
 § 138
 § 142
 § 142
 § 142
 BGH 
 § 142
 BGH 
 BGH 
 § 199
 § 166
 § 11
 § 166
 § 166
 § 422
 § 142
 § 142
 § 142
 § 142