Source: https://www.telematikpro.de/faq/
Timestamp: 2020-04-03 22:12:21+00:00

Document:
FAQ zum Anschluss an die Telematikinfrastruktur | Telematik Pro
Erfahren Sie alles über den Anschluss an die Telematik-Infrastruktur, was Sie wissen möchten.
VORBEREITUNG, BESTELLUNG UND INSTALLATION
Die Telematik-Infrastruktur (TI) ist eine interoperable, sektorübergreifende Informations-, Kommunikations- und Sicherheitsinfrastruktur. Sie dient als Basis für eine digitale und sichere Vernetzung aller Akteure des deutschen Gesundheitswesens im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung. Und sie gewährleistet mit einer speziellen Verschlüsselungstechnik den sicheren Austausch von Informationen, da sie vom öffentlichen Internet getrennt ist.
Die TI ist ein geschlossenes Netz. Nur registrierte Nutzer (Personen und Institutionen) mit einem elektronischen Ausweis (Praxis- bzw. Heilberufsausweis) erhalten Zugang.
Die gematik GmbH hat gemäß § 291a SGB V den gesetzlichen Auftrag zur Einführung, zum Betrieb und zur Weiterentwicklung der Telematik-Infrastruktur, der elektronischen Gesundheitskarte sowie zugehöriger Fachanwendungen für die Datenkommunikation zwischen Heilberuflern, Kostenträgern und Versicherten.
Die Gesellschafter der gematik sind das Bundesministerium für Gesundheit (51 Prozent) sowie die Spitzenorganisationen des deutschen Gesundheitswesens (49 Prozent). Zu letzteren gehören der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherungen, die Kassenärztliche Bundesvereinigung, die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung, die Bundesärztekammer, die Bundeszahnärztekammer, die Deutsche Krankenhausgesellschaft sowie der Deutsche Apothekerverband.
Mit der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte und dem Aufbau einer sicheren, einrichtungsübergreifenden Kommunikationsinfrastruktur im Gesundheitswesen soll die Grundlage für einen sicheren Austausch wichtiger medizinischer Daten geschaffen werden.
Was ist ein eHealth-Konnektor? Wofür benötige ich ihn?
Damit ein Konnektor medizinische Fachanwendungen wie z. B. Notfalldatensatz (NFDM), elektronischer Medikationsplan (eMP) oder die Kommunikation zwischen Leistungserbringern (KOM-LE) unterstützen kann, ist ein Firmware-Update notwendig. Im nächsten Schritt müssen Praxen, Krankenhäuser oder Apotheken die von ihnen verwendeten Softwareprogramme (PVS, AVS, KIS) von ihrem jeweiligen Hersteller anpassen lassen, um diese Anwendungen nutzen zu können.
Vor dem bundesweiten Rollout des Firmware-Updates muss dieses von der gematik zugelassen werden. Bestandteil des Zulassungsverfahrens ist ein Feldtest in einer Testregion. Diesen muss der Konnektor-Hersteller eigenverantwortlich durchführen.
In einer Testregion müssen mindestens 70 Praxen, acht Apotheken, eine KV-Notdienstpraxis und ein Krankenhaus die neuen Anwendungen (eMP, AMTS, NFDM und QES) anlegen, auslesen und aktualisieren. Der Konnektor-Hersteller stattet diese Einrichtungen aus, damit diese in einem begrenzten Zeitraum 1.400 Notfalldatensätze und 2.100 e-Medikationspläne auf der Gesundheitskarte anlegen, auslegen und aktualisieren. Dies setzt die Zustimmung des Patienten voraus.
Im Feldtest sind die Krankenkassen mit eingebunden, da sie an ihre Versicherten die PIN-Briefe verschicken müssen. Daten sind jetzt im geschützten Bereich der eGK und benötigen eGK mit PIN und HBA mit PIN. Sobald der Feldtest und das Zulassungsverfahren erfolgreich abgeschlossen sind, kann der Rollout bundesweit beginnen.
Was sich einfach anhört – ein Konnektor erhält ein Firmware-Update – ist deutlich komplexer: Es setzt die Organisation einer Testregion voraus, bevor es zu einem Rollout kommen kann. Die Ergebnisse eines Feldtests müssen alle Konnektor-Hersteller abliefern. Weitere Details finden Sie im gematik-Faktenblatt Feldtestkonzept für medizinische Anwendungen.
Als erster Hersteller hat die KoCo Connector GmbH von der gematik die Zulassung für den Einsatz der KoCoBOX MED+ als eHealth-Konnektor erhalten. Damit ist der Weg frei für den Feldtest in der KV Region Westfalen-Lippe, der für das erste Quartal 2020 geplant ist.
Die Concat AG unterstützt die Software-Hersteller mit einem Software Development Kit (SDK) und TI-Komponenten, damit der Rollout frühzeitig erfolgen kann. Die Erfahrung von PVS-Softwareherstellern zeigt, dass sich bis zu hundert Personentage einsparen lassen.
Lesen Sie, wie CAPAZ, h&k und solutio in Rekordzeit die gematik-Zulassung für ihr PVS erhalten haben.
Welche Pauschalen für die Anbindung an die TI erhalten Krankenhäuser?
Der GKV-Spitzenverband und die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) haben am 1.1.2019 eine Finanzierungsvereinbarung zur Telematik-Infrastruktur (TI) veröffentlicht. Für die jeweils aktuelle Vereinbarung besuchen Sie bitte die Webseite des Spitzenverbands: www.gkv-spitzenverband.de.
Gerne unterstützen wir Sie bei der Ermittlung der Kennzahlen für den Anschluss Ihrer Einrichtung an die TI. Bitte füllen Sie hierfür das Kontaktformular aus. Danach melden wir uns mit einer Berechnung bei Ihnen.
Laut der Vereinbarung von GKV und DKG haben Krankenhäuser, Ermächtigungsambulanzen und Notfallambulanzen Anspruch auf eine mandantenfähige Konnektorlösung zur performanten Anbindung an die Telematikinfrastruktur. Bestandteil aller dem Krankenhaus zustehenden Konnektoren ist eine Institutionskarte (SMC-B). Zur Gewährleistung von Ausfallsicherheit und Redundanz erhält ein Krankenhaus eine zusätzliche SMC-B-Karte und für jeden Standort einen Ersatzkonnektor.
Um das Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) durchzuführen, haben die genannten Institutionen Anspruch auf stationäre eHealth-Kartenterminals. Dies gilt auch für die Nutzung medizinischer Anwendungen wie Kommunikation Leistungserbringer (KOM-LE), Notfalldatenmanagement (NFDM), elektronischer Medikationsplan / Arzneimitteltherapiesicherheitsprüfung (eMP/AMTS) inklusive des Basisdienstes qualifizierte elektronische Signatur (QES). Für jeden im Krankenhaus tätigen ärztlichen Mitarbeiter erhält ein Krankenhaus anteilig Kosten für dessen elektronischen Heilberufsausweis (HBA).
Jedes ärztlich geleitete multiprofessionelle Behandlungsteam hat zudem Anspruch auf Ausstattung mit einem mobilen eHealth-Kartenterminal.
Auch für den Aufwand zur Anpassung der IT-Infrastruktur haben GKV und DKG Pauschalen festgelegt. Erstattungsfähig sind Planung der Implementierung der TI, die Anpassung von Ausfallkonzepten, interne Schulungen von Mitarbeitern für den Umgang mit Diensten, Anwendungen sowie TI-Komponenten etc.
Des Weiteren werden Kosten des laufenden Betriebs der TI erstattet. Dazu gehören der VPN-Zugangsdienst, Konnektorbetrieb inklusive Wartung, Support, Updates etc., Betrieb der eHealth-Kartenterminals inkl. Wartung, Support, Updates etc., Wartungsgebühren für angepasste Softwaremodule und Erhalt der Funktionsfähigkeit der SMC-B.
Die Ermittlung des Anspruchs Ihrer Einrichtung entnehmen Sie bitte der Finanzierungsvereinbarung zwischen GKV und DKG: www.gkv-spitzenverband.de.
Warum wird die TI eingeführt?
Die digitale Datenautobahn TI soll alle Beteiligten im Gesundheitswesen miteinander vernetzen und den Datenaustausch auch über Sektorengrenzen hinweg erleichtern. Dazu gehören Ärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser, Kassenärztliche Vereinigungen, Apotheken und Krankenkassen. Den Aufbau der TI regelt das Sozialgesetzbuch V. Und hier vor allem der § 291a.
Ein wesentliches Ziel ist es, medizinische Informationen für die Behandlung von Patienten schneller und einfacher zur Verfügung zu stellen. Oberste Priorität hat dabei die Datensicherheit.
Wer muss an der TI teilnehmen?
Alle Ärzte, Zahnärzte, Psychotherapeuten, Krankenhäuser, MVZ, Kassenärztliche Vereinigungen, Krankenkassen und Apotheken.
Ambulante spezialfachärztliche Versorgung § 116b SGB V (ASV)
Hochschulambulanzen § 117 SGB V (HSA)
Psychiatrische und psychosomatische Institutsambulanzen § 118 SGB V (PIA)
Geriatrische Institutsambulanzen § 118 SGB V
Sozialpädiatrische Zentren § 119 SGB V
Medizinische Behandlungszentren § 119c SGB V
Kinderspezialambulanzen § 120 SGB V
Notfallambulanzen § 76 SGB V
Ambulantes Operieren im Krankenhaus § 115b SGB V
Ermächtigungsambulanzen persönlich ermächtigter Krankenhausärzte § 116 SGB V, § 4 BMV-Ä
Wer betreibt die Telematik-Infrastruktur?
Der gesetzliche Auftrag der gematik GmbH gemäß §291a SGB V ist die Einführung, der Betrieb und die Weiterentwicklung der Telematik-Infrastruktur (TI) im Gesundheitswesen, der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) sowie zugehöriger Fachanwendungen für die Datenkommunikation zwischen Heilberuflern, Kostenträgern und Versicherten.
Die gematik entwickelt die übergreifenden IT-Standards für die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte sowie für den Aufbau und Betrieb einer bundesweiten, möglichst nahtlos zusammenarbeitenden und sektorübergreifenden Informations-, Kommunikations- und Sicherheitsinfrastruktur (TI). Sie trägt dabei die Gesamtbetriebsverantwortung und ist für den künftigen Wirkbetrieb zudem Testzentrum und Zulassungsstelle für alle industriellen Produkte der Telematik-Infrastruktur.
Gesellschafter der gematik sind das Bundesgesundheitsministerium und die Spitzenorganisationen des deutschen Gesundheitswesens.
Was benötige ich für die Anbindung an die TI?
Der Anschluss an die TI erfordert mindestens einen sicheren Internetzugang (Praxis: mindestens 2.000 kBit), neue TI-Komponenten sowie einen speziellen Dienstleistungsvertrag.
einen TI-Konnektor bzw. ab 2020 einen eHealth-Konnektor für Notfalldatenmanagement, qualifizierte Signatur, eMedikationsplan etc.,
neue, stationäre Kartenterminals mit Sicherheitsmodul SMC-KT,
Praxis- oder Institutionsausweis (SMC-B-Karte) je Betriebsstätte und ggf. Heilberufsausweis (HBA) sowie
Dienstleistungsvertrag mit VPN-Zugangsdienstleister.
Diese müssen von der gematik zugelassen bzw. vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zertifiziert sein – oder beides.
Damit Kartenterminals jederzeit stabil und sicher funktionieren, sind Software-Updates zeitnah einzuspielen. Bitte beachten Sie hierbei, dass Software-Updates der Hersteller von der gematik zugelassen sein müssen. Verwenden Sie ausschließlich freigegebene, offiziell verfügbare, signierte Software.
Unter Umständen benötigen Sie auch ein spezielles, kostenpflichtiges Update des in Ihrer Institution verwendeten Praxisverwaltungssystems (PVS), Krankenhausinformationssystems (KIS) bzw. Apothekenverwaltungssystems (AVS). Bitte kontaktieren Sie Ihren jeweiligen Anbieter, um hier Klarheit zu erhalten.
Das sichere Netz der KVen ist Bestandteil der Telematik-Infrastruktur. Vorhandene Anwendungen wie z. B. 1-Click-Abrechnung, Dale-UV können auch unter TI betrieben werden. Ein separater KV-Safenet-Zugang ist nicht mehr nötig.
Wie erfolgt der Zugang zur TI?
Der Zugang zur TI erfolgt über einen TI-Konnektor.
Der Konnektor bildet die Schnittstelle zwischen den dezentralen Client-Systemen (Kartenterminal, Praxisverwaltungssystem, Krankenhausinformationssystem, Apothekenverwaltungssystem) und der zentralen Telematik-Infrastruktur. Technisch stellt er einen eigenen Gerätetyp dar und vereinigt die Sicherheitsfunktionen einer Firewall und eines VPN-Clients.
Der TI-Konnektor stellt ein virtuelles privates Netzwerk (VPN) zur TI her. Damit erfolgt die Kommunikation über das Internet unter Einsatz moderner Verschlüsselungstechnologien.
Ein Konnektor kann nur dann eine Verbindung zur Telematik-Infrastruktur aufbauen, wenn sich die jeweilige Institution (Praxis, MVZ, Krankenhaus, Apotheke etc.) ausweist. Dazu dient ein Praxisausweis / Institutionsausweis, SMC-B genannt, ggf. ist ein Heilberufsausweis erforderlich.
Was ist ein Konnektor? Wozu benötige ich ihn?
Laut Bundesamt der Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) umfasst der Konnektor folgende Komponenten:
den Netzwerk-Konnektor (NK),
den Anwendungs-Konnektor (AK),
das Fachmodul Versichertenstammdatenmanagement (VSDM).
Über das Fachmodul Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) werden die elektronischen Gesundheitskarten (eGK) mit den Krankenkassen abgeglichen. Durch das VSDM erhalten Sie Daten zu eventuell veränderter Anschrift und zum Status des Versicherungsschutzes. Liegt kein Versicherungsschutz vor, so wird die eGK durch die Krankenkasse gesperrt. Beim Abgleich der eGK wird Ihnen dann eine Sperrung mitgeteilt.
Der Netzwerk-Konnektor realisiert die sichere Verbindung zwischen zwei Instanzen durch den Aufbau einer VPN-Verbindung zu einem VPN-Konzentrator auf der Basis des IPsec-Protokolls über ein Transportnetz, z. B. das Internet. Die kommunizierenden Instanzen authentifizieren sich gegenseitig und übertragen die zu schützenden Daten signiert und verschlüsselt. Dies kann z. B. die qualifizierte elektronische Signatur von Dokumenten sein.
Der Anwendungs-Konnektor ist dafür zuständig, die Aktivitäten zwischen elektronischer Gesundheitskarte oder Heilberufsausweis, Kartenlesegeräten und PVS, KIS oder AVS zu steuern und den geschützten, verschlüsselten Datenaustausch zu ermöglichen.
Der Konnektor schützt das lokale Netzwerk und die dort installierten Client-Systeme vor Angriffen aus der TI – und umgekehrt die TI vor Angriffen aus einem lokalen Netzwerk. Er darf gemäß Sicherheitsvorgaben der gematik nur in einem zugriffsgeschützten bzw. zugriffsbeschränkten Bereich aufgestellt werden. Dies kann ein verschließbarer Schrank oder abschließbarer Raum sein.
Um den Konnektor in Betrieb zu nehmen, benötigt man einen entsprechenden Zugangsdienst.
Die Concat AG ist von der gematik offiziell als Zugangsdienst-Anbieter zugelassen.
Damit der Konnektor jederzeit stabil und sicher funktioniert, sind Software-Updates zeitnah einzuspielen. Bitte beachten Sie hierbei, dass Software-Updates der Konnektor-Hersteller von der gematik zugelassen sein müssen. Verwenden Sie ausschließlich freigegebene, offiziell verfügbare, signierte Software.
Nur so lassen sich medizinische Informationen jederzeit sicher und sektorenübergreifend über die Telematik-Infrastruktur austauschen.
Wo bekomme ich die nötigen Karten (SMC-B, HBA) her?
Medizinische Einrichtungen benötigen eine Smart Card für den Zugang zur Telematik-Infrastruktur, SMC-B-Karte genannt (Security Module Card Typ B). Ohne sie wird die Verbindung zur Telematik-Infrastruktur nicht erlaubt.
Die Ausgabe der Ausweise unterliegt besonderen Sicherheitsanforderungen, damit nur berechtigte Nutzer Zugang zur TI erhalten.
Bitte denken Sie daran, Ihre Karte (elektronischer Praxisausweis oder Institutionskarte sind Synonyme) rechtzeitig zu beantragen und freischalten zu lassen. Die Bestellung erfolgt über die Portale von der gematik zugelassener Anbieter.
Vertragsärzte und -psychotherapeuten beantragen ihren Praxisausweis bei einem zugelassenen Trust-Service-Provider. Die Webseite der Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) informiert ausführlich über die technische Ausstattung für die Nutzung der TI.
Kliniken wenden sich für die Bestellung der Institutionskarte an die Deutsche Krankenhaus TrustCenter und Informationsverarbeitung GmbH (DKTIG).
Apotheken benötigen gleichfalls eine Institutionskarte und ggf. einen HBA. Sie erhalten diese bei der zuständigen Landesapothekerkammer, die dafür mit spezialisierten Kartenanbietern kooperieren. Die gematik hat im Oktober 2019 eine Checkliste über den Anschluss Ihrer Apotheke an die TI bereitgestellt.
Auch bei der Bundesdruckerei können Sie Ihre SMC-B-Karte bestellen.
Kann ich vorhandene Kartenlesegeräte weiternutzen?
Der TI-Anschluss erfordert neue Kartenlesegeräte. Und zwar von der gematik zugelassene und vom BSI zertifizierte Kartenterminals. Zugelassen und zertifiziert sind derzeit das ORGA 6141 online von Ingenico sowie die Tastaturlösung G87-1505 von Cherry.
Für den mobilen Einsatz sind Ingenico ORGA 930 M Online, Ingenico ORGA 930 M eGK mit Update VSDM, CHERRY ST-1530 und ZEMO VML-GK2 zugelassen.
Bitte informieren Sie sich über den jeweils aktuellen Stand im Fachportal der gematik.
Was ist mit der Kommunikation zwischen meinem PVS, AVS oder KIS und dem Konnektor? Wie ist diese Verbindung geschützt?
Der Hersteller der Praxisverwaltungssoftware (PVS), des Krankenhausinformationssystems (KIS) bzw. des Apothekenverwaltungssystems (AVS) muss die Möglichkeit zur verschlüsselten Kommunikation zwischen Software und Konnektor bieten.
Falls Sie unsicher sind, ob Ihre Software auf dem aktuellen Stand ist, kontaktieren Sie bitte den Hersteller Ihres jeweiligen Anwendungsprogramms.
Sind die Daten nach dem Anschluss an die Telematik-Infrastruktur sicher?
Die Sicherheit der Daten in Ihrem Netzwerk ist auch nach dem Anschluss an die TI gewährleistet. Denn die Kommunikation zwischen Kartenterminals und Konnektor findet verschlüsselt statt. Und zwar sowohl innerhalb des Netzwerks als auch zwischen dem Konnektor und der zentralen TI (Zugangsdienst, Fachdienste).
Die Kommunikation zwischen PVS, AVS oder KIS mit dem Konnektor kann unverschlüsselt erfolgen. Wir empfehlen hier, eine verschlüsselte Verbindung einzurichten. Um zu erfahren, ob Ihre Software eine verschlüsselte Verbindung zum Konnektor ermöglichen kann, kontaktieren Sie bitte Ihren Softwarehersteller.
Die von uns zertifizierten Techniker sind in einer Zertifizierungsschulung entsprechend trainiert worden. Und können solche Arbeiten fach- und sachgerecht durchführen.
Sie haben Fragen zur Sicherheit des TI-Konnektors?
Im Juni 2019 hat die gematik zwei neue Dokumente veröffentlicht, um Klarheit zu schaffen.
1. Checkliste zur sach- und fachgerechten TI-Installation: Die gematik empfiehlt Ihnen, anhand dieser Checkliste die fachgerechte Beratung und Installation nachzuverfolgen. Das Muster-Installationsprotokoll ist eine Empfehlung für die Mindestdokumentation, die während der durchzuführenden oder bei einer bereits durchgeführten TI-Installation erfolgen sollte.
Muster-Installationsprotokoll Sichere TI-Installation als Checkliste
2. Hinweise zu Datenschutz und Haftung in der Telematik-Infrastruktur
Datenschutz und Haftung in der Telematik-Infrastruktur
Wer haftet für Datenschutzverstöße im Zusammenhang mit der Telematik-Infrastruktur?
Die Haftung für Verstöße gegen den Datenschutz teilt sich an der Grenze zwischen der zentralen und dezentralen TI auf. Diese Grenze markiert der Konnektor. Alles, was sich aus Sicht Ihrer Praxis hinter dem Konnektor befindet (Zugangsdienst, Fachdienste wie VSDM etc.), steht in der Verantwortung der gematik bzw. der Betreiber, welche die gematik zugelassen hat.
Für die Sicherheit vor dem Konnektor (Anwendungskonnektor) und die darin verarbeiteten und gespeicherten Daten, ist der Arzt, Apotheker oder das Krankenhaus verantwortlich.
Sie haben weitere Fragen wegen der Sicherheit in Zusammenhang mit dem Konnektor beim TI-Anschluss? Die gematik hat Ende Juni 2019 zwei neue Dokumente veröffentlicht:
1. Checkliste der gematik zur sach- und fachgerechten TI-Installation: Die gematik empfiehlt Ihnen, anhand dieser Checkliste die fachgerechte Beratung und Installation nachzuverfolgen. Das Muster-Installationsprotokoll ist eine Empfehlung für die Mindestdokumentation, die während der durchzuführenden oder bei einer bereits durchgeführten TI-Installation erfolgen sollte.
Muster-Installationsprotokoll Sichere TI-Installation
Bitte beachten Sie hierzu die neue Checkliste der KBV zum Anschluss an die TI. Zudem hat die KBV Ende Juni 2019 Antworten zu Sicherheitsfragen in einem Informationsblatt veröffentlicht. Siehe dazu das PDF TI-Installationsvarianten für den Konnektor.
Wählen Sie für die Betreuung Ihrer Infrastruktur eine Firma, die nach dem aktuellen Stand der Technik arbeitet. Und die in der Lage ist, eine sichere Netzwerkumgebung aufzubauen und zu betreuen. Die von uns zertifizierten Techniker sind in der Zertifizierungsschulung entsprechend trainiert worden. Und können solche Arbeiten fach- und sachgerecht durchführen.
Was ist unter Telematik-Infrastruktur as a Service zu verstehen?
Für Krankenhäuser, ermächtigte Ambulanzen und MVZ haben wir das Konzept Telematik-Infrastruktur as a Service (TI als Service) entwickelt. Dieses hält die Vorgaben zur Konnektor-Verfügbarkeit der gematik ein.
Der Vorteil für IT-Leiter: Sie müssen sich nicht mehr selbst um die Technik kümmern, sondern kaufen alles als Dienstleistung mit Servicevertrag. Und: Sie partizipieren sofort von den neuen Anwendungen, sobald sie verfügbar werden.
E-Medikationsplan (eMP),
Notfalldatenmanagement (NFDM),
Kommunikation mit anderen Leistungserbringern (KOM-LE) und
qualifizierte Signatur (QES).
Bei der Konnektor-Farm-Lösung werden mehrere Einbox-Konnektoren in einem Server-Schrank gebündelt und durch eine Monitoringsoftware überwacht, um die Administration zu vereinfachen und Ausfälle zeitnah zu erkennen und zu reagieren. Gemeinsam mit dem Klinikum erstellen wir ein Betriebsführungshandbuch, um die Verfügbarkeitsvorgaben der gematik zu gewährleisten.
Krankenhäuser können diese Lösung auf drei Arten realisieren:
a) im eigenen Rechenzentrum (on premises),
b) bei ihrem KIS-Betreiber
c) oder aus dem hochsicheren Rechenzentrum der Concat AG.
Ausführliche Informationen dazu finden Sie im Flyer TI as a Service.
Mithilfe von Konnektor-Hosting können selbst große Krankenhäuser oder Klinik-Verbünde mit mehreren Standorten an die Telematik-Infrastruktur angebunden werden. Vor Ort im Arztzimmer, auf Stationen oder in MVZ sind nur Kartenterminals und ein sicherer VPN-Tunnel bzw. ein MPLS-Netz nötig, um den Anschluss an den Anwendungs-Konnektor herzustellen.
Erfahren Sie, wie das Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation (KfH) Telematik-Infrastruktur as a Service realisiert hat.
Video: Gestaltung und Aufbau einer Konnektor-Farm-Lösung beim KfH e. V.
Sie sind interessiert? In unserem RZ in Wendelsheim betreiben wir eine Laborumgebung mit Zugang zu einer TI-Referenzumgebung für eine Konnektor-Farm. Dort können Sie die Funktionsweise TI as a Service live erleben und testen.
Wie erfolgt der Anschluss einer ermächtigten Ambulanz, einer Klinik oder eines MVZ an die TI?
Für ermächtigte Ambulanzen, Krankenhäuser und MVZ haben wir ein Phasenkonzept entwickelt. In Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus ermitteln wir die Anzahl der Betriebsstätten der ermächtigten Ambulanzen, klären die notwendigen Stückzahlen für Kartenlesegeräte und kalkulieren die benötigte Anzahl der Konnektoren.
Im nächsten Schritt erstellen wir gemeinsam mit der Klinik eine Projektmappe für den Ablauf der Installation. Steht das Mengengerüst, erfolgt die Umsetzung der ersten Phase des TI-Anschlusses.
In der nächsten Phase erfolgt der Anschluss der medizinischen Arbeitsplätze an die TI. Die Projektmappe wird weiterentwickelt zu einem Betriebsführungshandbuch.
Dieses Konzept haben wir seit Anfang 2019 in mehreren Dutzend Kliniken umgesetzt.
Dann kontaktieren Sie uns bitte. Gerne erstellen wir Ihnen ein Angebot nach Ihren individuellen Anforderungen.
Die Einführung der TI ist gestartet mit der Umsetzung des Versichertenstammdatenmanagements (VSDM). Die Teilnahme ist verpflichtend und wird im KV-Bereich seit dem 01.07.2019 sanktioniert.
Beim Einlesen der eGK prüft das System zunächst die Gültigkeit der Versichertendaten. Falls erforderlich aktualisiert es die Daten im Anschluss automatisch.
Zusätzlich erzeugt das System einen Prüfnachweis, der Bestandteil der KV-Abrechnung ist.
Ab Q2 2020 werden weitere, freiwillige Anwendungen umgesetzt:
Daten für die Notfallversorgung (Notfalldatenmanagement, NFDM)
Elektronischer Medikationsplan (e-Medikationsplan, eMP)
Elektronischer Arztbrief (e-Arztbrief / Qualifizierte Elektronische Signatur, QES)
Voraussetzung für die neuen Anwendungen ist ein sogenannter E-Health-Konnektor. Der jetzige Konnektor (VSDM) wird durch einen Firmware-Update kostenfrei zum E-Health-Konnektor.
Unser Konnektor-Hersteller hat im August 2019 die nächste Firmware-Version für den Konnektor bei der gematik zur Zulassung eingereicht. Concat ist dadurch in der Lage, als einer der ersten Anbieter einen Firmware-Update bereitzustellen, mit dem unsere Kunden einen E-Health-Konnektor erhalten.
Welche Alternative habe ich zur TI?
Keine. Denn alle Teilnehmer des Gesundheitswesens sind nach § 291 Abs. 2b SGB V gesetzlich dazu verpflichtet.
Was passiert, wenn sich eine Einrichtung nicht an die TI anschließt?
Die Telematik-Infrastruktur ist angetreten, das sicherste elektronische Kommunikationsnetz zu werden, das es im Gesundheitswesen jemals gab. Das digitale Netz des Gesundheitswesens soll nicht nur medizinischen, sondern auch administrativen Zwecken dienen. Die Anbindung ist für medizinische Einrichtungen innerhalb des GKV-Systems deswegen per Gesetz vorgeschrieben.
Ärzte sind seit 01.07.2019 gesetzlich verpflichtet, die Versichertenstammdaten auf der elektronischen Gesundheitskarte online zu prüfen und ggf. zu aktualisieren. Praxen, die diese Aufgabe nicht erfüllen, drohen Honorarkürzungen von einem Prozent.
Der Online-Abgleich der administrativen Versichertendaten sorgt dafür, dass immer aktuelle Daten in der Arztpraxis oder im Krankenhaus vorliegen.
Immer mehr Patienten erwarten, dass die Medizin ihrer oft mobilen Lebenswirklichkeit besser Rechnung trägt. In Notfällen zählt jede Minute. Ob im Notarztwagen, in der Notaufnahme oder in der Praxis: Muss ein Arzt einen Patienten versorgen, bleibt oft keine Zeit, Vorbefunde einzuholen. Die Notfalldaten auf der elektronischen Gesundheitskarte sind im Ernstfall schnell verfügbar und können Leben retten.
Immer noch sterben in Deutschland zu viele Menschen durch unerwünschte Wechselwirkungen von Medikamenten. Deshalb wurde im E-Health-Gesetz geregelt, dass Versicherte, die drei oder mehr Arzneimittel verwenden, seit Oktober 2016 Anspruch auf einen Medikationsplan haben. Damit können gefährliche Wechselwirkungen vermieden werden.
Anwendungen wie elektronische Notfalldaten oder ein elektronischer Medikationsplan können mithilfe der TI flächendeckend angeboten werden. Verweigert eine Einrichtung des Gesundheitswesens den Anschluss an die TI, haben Patienten das Nachsehen.
Welche Pauschalen für den laufenden TI-Betrieb in Praxen werden erstattet?
a) Betriebskostenpauschale Wartung Konnektor/ VPN
Ab Quartal 3/2018 beträgt die Pauschale 248 Euro je Quartal.
b) Betriebskostenpauschale SMC-B-Karte (Praxisausweis)
Quartalsweise wird eine Pauschale in Höhe von 23,25 Euro je SMC-B-Karte erstattet.
Gezahlt wird die Pauschale für 1 SMC-B-Karte für das stationäre Kartenlesegerät (unabhängig von der Anzahl der stationären Kartenlesegeräte in der Praxis) – 1 SMC-B-Karte für jedes mobile Kartenlesegerät.
c) Betriebskostenpauschale elektronischer Heilberufsausweis (eHBA)
d) Pauschale für NFDM/eMP
Die Pauschale für Notfalldatenmanagement / elektronischer Medikationsplan beträgt 4,50 Euro.
Welche einmaligen Pauschalen für die Anbindung von Praxen an die TI werden erstattet?
Um die TI nutzen zu können, werden verschiedene Komponenten und Dienste benötigt. Für die Erstausstattung haben die Kassenärztliche Bundesvereinigung und der GKV-Spitzenverband die unten stehenden Pauschalen vereinbart.
Auch neu gegründete Praxen erhalten weiterhin eine Erstattung des TI-Anschlusses, siehe Übersicht der KBV vom 5.9.2019. Dies betrifft sowohl die Pauschalen für die Erstausstattung als auch die Betriebskosten und das Update für eMP/NFDM. Anspruch auf Erstattung der Kosten gemäß den Pauschalen hat eine Praxis ab dem Zeitpunkt, an dem sie an die TI angeschlossen beziehungsweise für eMP/NFDM gerüstet ist.
a) Erstausstattungspauschale Konnektor und stationäres Kartenterminal
Die Pauschale enthält die Ausstattung einer Praxis mit einem Konnektor und einem/mehreren stationären Kartenterminals und kann je zugelassener Betriebsstätte berechnet werden.
Erstattungsbetrag je stationärem Kartenterminal in Höhe von 435 Euro. Diese Pauschale ändert sich ab 1.1.2020.
Erstattungsbetrag für den Konnektor (mit Funktion für die qualifizierte elektronische Signatur) in Höhe von 1.547,00 Euro ab dem Quartal 4/2018. Dieser Betrag ändert sich ab 1.1.2020. Beachten Sie bitte hierzu die jeweils aktuellen Informationen der KBV.
Praxen, die Anspruch auf mehrere stationäre Kartenterminals haben, erhalten einen sogenannten Komplexitätszuschlag. Der Komplexitätszuschlag entfällt ab 1.1.2020.
Für Praxen mit mehr als drei Ärzten/Psychotherapeuten (kumuliertes Vollzeitäquivalent): einmalig 230 Euro
Für Praxen mit mehr als sechs Ärzten/Psychotherapeuten (kumuliertes Vollzeitäquivalent): einmalig 460 Euro
Grundlage für die Ermittlung der Anzahl der Ärzte bzw. Psychotherapeuten in der Praxis ist deren Tätigkeitsumfang laut Zulassungs- und Genehmigungsbescheid (kumuliertes Vollzeitäquivalent). Maßgeblich ist dabei die Größe der Vertragsarzt- bzw. Vertragspsychotherapeutenpraxis am letzten Tag des Quartals, in dem die Praxis an die TI angeschlossen wird. Der Anspruch gilt rückwirkend auch für Praxen, die bereits die Pauschale für die Erstausstattung erhalten haben.
b) Einmalige TI-Startpauschale
Je zugelassener Betriebsstätte/Nebenbetriebsstätte erhalten Praxen eine einmalige TI-Startpauschale in Höhe von 900 Euro. Damit werden Kosten erstattet, die im Zusammenhang mit der Einrichtung der Komponenten und Dienste entstehen (z. B. Praxisausfall während der Installation des Konnektors, Anpassung des Praxisverwaltungssystems, Schulung des Praxispersonals).
c) Erstausstattungspauschale mobiles Kartenterminal
Vertragsarzt mit einem Tätigkeitsumfang von mind. 0,5 gemäß Zulassungs- und Genehmigungsbescheid; im Vorquartal und/oder im aktuellen Quartal wurden mind. drei Besuche nach den Gebührenordnungspositionen (GOP) 01410, 01411, 01412, 01413, 01415, 01418, 01721 und 05230 durchgeführt und abgerechnet oder Nachweis des Abschlusses eines Kooperationsvertrages gemäß § 119 b
SGB V (Ambulante Behandlung in stationären Pflegeeinrichtungen), der den Vorgaben der Anlage 27 zum BMV-Ä entspricht
Je ausgelagertem Praxisraum (keine Kriterien)
Die Pauschale für das mobile Kartenlesegerät sowie die zugehörige Pauschale für eine weitere SMC-B-Karte wird ausgezahlt, sobald die neuen Geräte bzw. Software-Updates auf dem Markt verfügbar/lieferbar sind und wenn die in dieser Betriebsstätte tätigen Ärzte an die TI angebunden sind sowie die Voraussetzungen für die Kostenerstattung eines mobilen Kartenterminals erfüllen.
Wer übernimmt die Kosten für die Anbindung an die TI?
Es existieren unterschiedliche Vereinbarungen zur Finanzierung und Erstattung der Kosten im Rahmen der Einführung und des Betriebs der Telematikinfrastruktur.
Ärzte und Psychotherapeuten müssen nicht selbst für die Anbindung ihrer Praxen an die TI aufkommen. Nach den gesetzlichen Vorgaben sind die Krankenkassen verpflichtet, die erforderlichen Kosten für die Ausstattung der Praxen und den laufenden Betrieb zu übernehmen. Das betrifft auch die Kosten für Notfalldatenmanagement (NFDM) und elektronischen Medikationsplan (eMP).
KBV und GKV-Spitzenverband haben sich dazu auf eine Vereinbarung zur Finanzierung der TI geeinigt. Die letztgültige Fassung datiert vom 22.08.2019. Die jeweils aktuelle Version der Vereinbarung ist auf der KBV-Webseite zu finden.
Die Langfassung lautet: Vereinbarung zur Finanzierung und Erstattung der bei den Vertragsärzten entstehenden Kosten im Rahmen der Einführung und des Betriebes der TI gemäß § 291a Abs. 7 Satz 5 SGB V sowie zur Abbildung nutzungsbezogener Zuschläge gemäß §291a Absatz 7b Satz 3 SGB V.
Die Finanzierung des Anschlusses von Krankenhäusern an die TI und den Betrieb der TI-Infrastruktur regelt eine Vereinbarung, die der GKV-Spitzenverband und die Deutsche Krankenhausgesellschaft im September 2018 getroffen haben. Die gesetzliche Grundlage dafür ist § 291a Abs. 7a SGB V. Die aktuellste Fassung stammt vom 1.1.2019.
Im August 2019 hat das Bundesgesundheitsministerium im Kabinettsentwurf für das Digitale-Versorgung-Gesetz die Zeitpläne für andere Nutzer des Gesundheitswesens konkretisiert. Demnach endet die Frist für den TI-Anschluss der stationären Bereiche am 1. Januar 2021.
Die jeweils aktuelle Version der Vereinbarung finden Sie auf der Homepage des GKV-Spitzenverbands.
Auch im Falle der Apotheken müssen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für Anschaffung und Installation von Komponenten für den TI-Anschluss übernehmen.
Der Deutsche Apothekerverband e. V. (DAV) hat dazu mit dem GKV-Spitzenverband eine Refinanzierungsvereinbarung geschlossen. Darin ist festgelegt, welchen Ausstattungsumfang Apotheken beanspruchen können und welche Pauschalen dafür zur Verfügung stehen.
Die jeweils aktuelle Version finden Sie auf der Homepage der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e. V., ABDA.
Krankenkassen werden ebenfalls an die TI angebunden, unter anderem, um Daten in die elektronische Patientenakte (ePA) zu stellen oder die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zu empfangen. Dagegen ist nicht vorgesehen, medizinische Daten aus der ePA auszulesen.
Kassenärztliche Vereinigungen können das Gesundheitsnetz für eine sichere Kommunikation mit ihren Mitgliedern nutzen.
Der Gesetzgeber sieht ab 1. Juli 2021 eine freiwillige TI-Anbindung für Hebammen und Entbindungspfleger, Physiotherapiepraxen und Pflegeeinrichtungen vor. Dadurch soll es unter anderem möglich werden, dass Patienten bei Bedarf auch diesen Berufsgruppen Zugriff auf Daten ihrer ePA gewähren können.
Bis wann müssen Institutionen des Gesundheitswesens auf die TI umgestellt sein?
Ärzte, Psychotherapeuten und Zahnärzte unterliegen bereits seit dem 1. Januar 2019 der Anschlusspflicht. Sie sind seit dem 1. Juli 2019 gesetzlich verpflichtet, bei jedem ersten Arzt-Patienten-Kontakt im Quartal das Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) durchzuführen. Der Online-Datenabgleich gilt als Nachweis für den Anschluss an die TI.
Praxen, die bis Ende Juni 2019 nicht an der TI angeschlossen waren, droht eine Kürzung des Honorars um ein Prozent – rückwirkend ab 01. Januar 2019.
Apotheken sollen bis 30.09.2020 für den elektronischen Medikationsplan an die TI angeschlossen werden.
Für Krankenhäuser endet die Frist für den stationären Bereich am 1. Januar 2021.
Dies ist die aktuelle Planung laut Digitale-Versorgung-Gesetz.
Mitte Mai 2019 legte das Bundesgesundheitsministerium den Gesetzesentwurf für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation vor, kurz Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG). Diesen Entwurf hat der Bundesrat am 20.09.2019 beraten und dazu Stellung bezogen. Die Bundesländer sehen Korrekturbedarf u. a. hinsichtlich der ab 1. März 2020 geplanten Erhöhung des Honorarabzugs auf 2,5 Prozent und der vorgesehenen Sanktionen gegen Krankenhäuser. Am 7./8. November fand die 2. und 3. Lesung im Bundestag statt. Ende Nov. bzw. Dez. 2019 wird der Bundesrat erneut beraten
Über den jeweils aktuellen Stand des DVG informieren Sie sich bitte auf der Webseite des Bundesgesundheitsministeriums. Das Gesetz soll nach Angaben des Ministeriums Im Januar 2020 in Kraft treten.
Kann während der Installation der Betrieb weiter laufen?
Ja. Während der technischen Installation in Ihrer Praxis, Ihrem Krankenhaus oder Ihrer Apotheke kann der Betrieb wie gewohnt weiterlaufen.
Benötige ich Internet in meiner Praxis?
Ja. Sie benötigen zwingend einen Internetanschluss. Grundsätzlich genügt ein handelsüblicher DSL-Anschluss, damit die Praxis den Online-Abgleich der Versichertenstammdaten auf der elektronischen Gesundheitskarte über die Telematik-Infrastruktur durchführen kann. Hierbei ist zu beachten, dass der Konnektor nicht WLAN-fähig ist und die Anbindung kabelgebunden über LAN erfolgen muss. Die Kosten für Internet und Router werden nicht erstattet.
Bitte beachten Sie: Für die Sicherheit Ihres eigenen Netzwerkes und der darauf verarbeiteten und gespeicherten Daten ist der Praxisinhaber verantwortlich. Und zwar bis zum Konnektor, so die KBV.
Sie haben Fragen wegen der Sicherheit in Zusammenhang mit dem Konnektor beim TI-Anschluss? Die gematik hat Ende Juni 2019 zwei neue Dokumente veröffentlicht:
Die Installationsdauer ist abhängig von der vorhandenen EDV-Infrastruktur. Der Aufwand kann unterschiedlich hoch sein.
In einer durchschnittlich großen Praxis dauert die Installation im Regelfall inklusive Einweisung 1,5 bis zwei Stunden.
Voraussetzung für eine zügige Installation ist ein TI-Vorab-Check. Wir empfehlen: Lassen Sie vom EDV-Partner Ihres Vertrauens im Vorfeld prüfen und sicherstellen, dass Ihre Praxis alle Kriterien für eine zügige Anbindung an die TI erfüllt.
So starten Sie in die Telematik-Infrastruktur:
Sie bestellen die nötigen Komponenten und den VPN-Zugangsdienst.
Gleichzeitig beantragen Sie Ihren Praxisausweis (SMC-B). Diesen benötigen Sie für die Installation.
Ein zertifizierter Techniker vereinbart einen Termin mit Ihnen, um den TI-Ready-Check durchzuführen und die Installation zu planen.
Der Techniker installiert die Komponenten und weist Ihre Mitarbeiter ein.
Die Auszahlung der Erstattungspauschalen durch die KV bzw. KZV erfolgt automatisch – ohne Beantragung.
Der Anschluss der IT-Infrastruktur bzw. des Rechenzentrums eines Krankenhauses an die Telematik-Infrastruktur ist von einer Vielzahl von Rahmenbedingungen abhängig. Hier ist zunächst zu ermitteln, welche Bereiche an die TI angeschlossen werden sollen, um die Anzahl der benötigten TI-Komponenten und die Bezuschussungsgrößen zu ermitteln. Anhand der ermittelten Kennzahlen wird ein Angebot eingeholt. Erfüllt das Angebot die Anforderungen der Klinik, kann die Bestellung erfolgen.
Im nächsten Schritt ist die Vorgehensweise für die schrittweise Integration der TI-Komponenten in die Klinik-Infrastruktur zu definieren. Steht der Plan, geht es an die Projektmappe. Diese begleitet das Krankenhaus während der gesamten Dauer des Projektes und muss immer auf dem neuesten Stand gehalten werden. Die Mappe wird später in ein Betriebsführungshandbuch überführt, sobald der Konnektor zum eHealth-Konnektor wird.
Sobald alle TI-Komponenten vorhanden sind, kann die Implementierung starten. Vor dem Installationstermin empfiehlt es sich, einen Kick-off-Termin durchzuführen, bei dem alle beteiligten Personen und Abteilungen der Klinik über das Projekt informiert werden.
In einer durchschnittlich großen Apotheke dauert die Installation im Regelfall inklusive Einweisung maximal zwei Stunden.
Um eine zügige Installation zu erreichen, empfiehlt es sich, vorab einen TI-Ready-Check durchzuführen. Lassen Sie vom EDV-Partner Ihres Vertrauens im Vorfeld prüfen und sicherstellen, dass Ihre Apotheke alle Kriterien für eine rasche und reibungslose Anbindung an die TI erfüllt.
Ist ein TI-Vorab-Check sinnvoll?
Ja. Denn nur durch einen TI-Vorab-Check kann Ihr IT-Partner sicherstellen, dass in der Praxis, im Krankenhaus oder in der Apotheke alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche Anbindung an die Telematikinfrastruktur erfüllt sind bzw. diese rechtzeitig vor dem Installationstermin geschaffen werden.

References: § 291
 § 291
 § 116
 § 117
 § 118
 § 118
 § 119
 § 119
 § 120
 § 76
 § 115
 § 116
 § 4
 §291
 § 291
 § 119
 § 291
 §291
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