Source: https://www.lsvd.de/recht/ratgeber/eherecht/versorgungsausgleich.html
Timestamp: 2018-02-23 18:28:40+00:00

Document:
Das ist der Fall, wenn der Ausgleichswert bei einem Rentenbetrag als maßgeblicher Bezugsgröße höchstens 2 Prozent, in allen anderen Fällen als Kapitalwert höchstens 240 Prozent der monatlichen Bezugsgröße beträgt. Maßgebend ist immer die Bezugsgröße nach § 18 Abs. 1 SGB IV, also die Bezugsgröße West. Das gilt auch für Anrechte aus dem Beitrittsgebiet. Die monatliche Bezugsgröße beläuft sich derzeit (2017) auf 2.975 €, der Grenzbetrag somit auf 59,50 € bzw. als Kapitalwert auf 7.140 €, siehe die "Verordnung über maßgebende Rechengrößen der Sozialversicherung für 2017“ und dort § 2.
Für Anrechte aus betrieblicher Altersversorgung gelten diese Grenzwerte nur bei externen Durchführungswegen (Anrechte aus Direktversicherungen, Anrechte bei Pensionskassen oder Pensionsfonds). Bei internen Durchführungswegen (Anrechte aus einer Direktzusage oder Anrechte bei einer Unterstützungskasse) gilt im Fall des einseitigen Verlangens der externen Teilung eine von § 14 Abs. 2 Nr. 2 VersAusglG abweichende Wertgrenze. Nach § 17 VersAusglG kann der Ausgleichswert als Kapitalwert die Beitragsbemessungsgrenze nach §§ 159 f. SGB VI erreichen. Das sind keine Bagatellfälle mehr, denn die Beitragsbemessungsgrenze liegt im Jahr 2017 in der Allgemeinen Rentenversicherung bei 76.200 € West bzw. 68.400 € Ost.
Ein Ausgleichswert oder ein Wertunterschied ist gering, wenn er am Ende der Ehe bei einem Rentenbetrag als maßgeblicher Bezugsgröße höchstens 1 Prozent, in allen anderen Fällen als Kapitalwert höchstens 120 Prozent der monatlichen Bezugsgröße nach § 18 Abs. 1 SGB VI beträgt. Die einschlägigen Werte sind derzeit (2017) 29,75 € bzw. als Kapitalwert 3.570 €, siehe die "Verordnung über maßgebende Rechengrößen der Sozialversicherung für 2017“ und dort § 2.

References: § 18
 § 2
 § 14
 § 17
 § 18
 § 2