Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=2%20StR%20526/11
Timestamp: 2020-02-29 14:17:05+00:00

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BGH, 08.08.2012 - 2 StR 526/11 - dejure.org
https://dejure.org/2012,28512
BGH, 08.08.2012 - 2 StR 526/11 (https://dejure.org/2012,28512)
BGH, Entscheidung vom 08.08.2012 - 2 StR 526/11 (https://dejure.org/2012,28512)
BGH, Entscheidung vom 08. August 2012 - 2 StR 526/11 (https://dejure.org/2012,28512)
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§ 30 Abs. 2 StGB; § 53 Abs. 1 StGB; § 46a Nr. 1 StGB
Verabredung zu einem Verbrechen (Konkretisierung der geplanten Straftat; Tatmehrheit); Täter-Opfer-Ausgleich
§ 30 Abs 2 StGB, § 46a Nr 1 StGB, § 46a Nr 2 StGB, § 263 StGB
Täter-Opfer-Ausgleich bei Vermögensdelikten
Grundsätze zur Tatbestandmäßigkeit einer Verabredung zum Verbrechen des gewerbsmäßigen Bandenbetrugs
StGB § 30 Abs. 2; StGB § 46a Nr. 1
LG Koblenz, 06.04.2010 - 2090 Js 79217/09
LG Koblenz, 15.07.2011 - 2090 Js 79217/09
NJW 2013, 483
NStZ 2013, 33
BGH, 09.10.2019 - 2 StR 468/18
Strafrahmenverschiebung bei Annahme eines Täter-Opfer-Ausgleichs
b) Demgegenüber verlangt § 46a Nr. 2 StGB, der nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs als Regelung über den Täter-Opfer-Ausgleich, die an den Ausgleich der durch die Tat entstandenen materiellen Schäden anknüpft (vgl. etwa Senat, Urteil vom 8. August 2012 - 2 StR 526/11, NStZ 2013, 33 f.), auf der Seite der Opfer, dass sie "ganz oder zum überwiegenden Teil" entschädigt worden sind sowie täterseitig "erhebliche persönliche Leistungen oder persönlichen Verzicht".
Zwar sind immaterielle Schäden aufgrund der Begehung von Vermögensdelikten nicht von vornherein ausgeschlossen (BGH, Urteil vom 8. August 2012 - 2 StR 526/11, NStZ 2013, 33, 34 mwN).
a) § 46a Nr. 1 StGB bezieht sich vor allem auf den Ausgleich der immateriellen Folgen einer Tat; solche sind auch bei Vermögensdelikten denkbar (BGH, Urteil vom 8. August 2012 - 2 StR 526/11, BGHR StGB § 46a Nr. 1 Ausgleich 9 Rn. 17; Beschluss vom 23. Juli 2001 - 1 StR 266/01, wistra 2002, 21).
Zwar ist eine solche Verabredung nicht in der im Vorfeld in allgemeiner Form getroffenen Bandenabrede zu sehen, weil die geplante Straftat zu diesem Zeitpunkt hinsichtlich Ort, Zeit und Auswahl des potentiellen Opfers noch nicht konkretisiert war (vgl. BGH, Urteil vom 8. August 2012 - 2 StR 526/11).
OLG Köln, 31.03.2014 - 2 Ws 103/14
Anforderungen an das Vorliegen der Voraussetzungen der Halbstrafenaussetzung nach …
§ 46a Nr. 1 StGB dient anders als die in erster Linie für materiellen Schadensersatz bei Vermögensdelikten vorgesehene Vorschrift des § 46a Nr. 2 StGB über den Ausgleich immaterieller Schäden der Lösung von Konflikten, die zu der Straftat geführt haben oder durch sie veranlasst worden sind (BGH, Urt. v. 08.08.2012, Az. 2 StR 526/11, NJW 2013, S. 483, 484 m.w.N.).
§ 46a Nr. 1 StGB setzt dabei - wie sich aus dem Klammerzusatz "Täter-Opfer-Ausgleich" ergibt - voraus, dass die Ausgleichsbemühungen über den materiellen Schaden hinausgehen, nämlich die Lösung eines um die Straftat entstandenen Konflikts zum Gegenstand haben (BGH, Urteil vom 8. August 2012, 2 StR 526/11 - juris Rn. 17), mithin auf den umfassenden Ausgleich der durch die Straftat verursachten Folgen gerichtet sind.

References: § 30
 § 53
 § 46

§ 30
 § 46
 § 46
 § 263
 § 30
 § 46
 § 46
 § 46
 § 46

§ 46
 § 46

§ 46