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Timestamp: 2016-09-29 15:16:29+00:00

Document:
9C_560/2015 (15.04.2016)
9C_560/2015 � � Urteil vom 15. April 2016
Ausgleichskasse des Kantons Zug, Baarerstrasse 11, 6300 Zug,
Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Zug vom 10. Juni 2015.
A.________, deutscher Staatsangeh�riger mit Niederlassungsbewilligung in der Schweiz, meldete sich im Juli 2014 in seiner Funktion als f�r die B.________ AG, C.________ AG und D.________ GmbH, allesamt Gesellschaften mit Sitz an der gleichen Adresse in der Stadt E.________, t�tiger Unternehmensberater bei der Ausgleichskasse des Kantons Zug "zur Abkl�rung der Beitragspflicht AHV/IV/EO f�r Selbst�ndigerwerbende und Personengesellschaften" an. Am 23. Oktober 2014 teilte die Ausgleichskasse ihm schriftlich mit, er werde ab 1. Januar 2011 als selbstst�ndiges AHV/IV/EO-abrechnendes Mitglied im Haupterwerb erfasst. Mit Verf�gung vom 28. Oktober 2014 wurden in der Folge gest�tzt auf steuerliche Ausk�nfte f�r das Jahr 2011 Beitr�ge (einschliesslich Verwaltungskosten) in der H�he von Fr. 23'171.40 erhoben. Gleichentags ergingen zudem drei (provisorische) Beitragsverf�gungen f�r die Jahre 2012 bis 2014, basierend auf Selbstangaben, zuz�glich Verzugszinsen. Daran hielt die Ausgleichskasse auf Einsprache hin, mit welcher A.________ sich gegen die Unterstellung unter die Beitragspflicht in der Schweiz wehrte, fest (Einspracheentscheid vom 22. Januar 2015).
Die hiegegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons Zug mit Entscheid vom 10. Juni 2015 ab.
A.________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren und beantragen, es seien der angefochtene gerichtliche Entscheid, der Einspracheentscheid der Ausgleichskasse vom 22. Januar 2015 und deren Verf�gungen vom 28. Oktober 2014 aufzuheben; eventualiter sei die Sache an die Vorinstanz zur�ckzuweisen, damit sie �ber die Frage seines Wohnsitzes zwecks Feststellung des anwendbaren Rechts entscheide.
Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann wegen Rechtsverletzungen gem�ss Art. 95 f. BGG erhoben werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG), und kann deren Sachverhaltsfeststellung nur berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 2 BGG). Unter Ber�cksichtigung der Begr�ndungspflicht (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG) pr�ft es nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind, und ist jedenfalls nicht gehalten, wie eine erstinstanzliche Beh�rde alle sich stellenden rechtlichen Fragen zu untersuchen, wenn diese vor Bundesgericht nicht mehr aufgegriffen werden (BGE 134 I 65 E. 1.3 S. 67 f. und 313 E. 2 S. 315, je mit Hinweisen).
2.1.�Die sozialversicherungsrechtliche Beitragspflicht Erwerbst�tiger richtet sich u.a. danach, ob das in einem bestimmten Zeitraum erzielte Erwerbseinkommen als solches aus selbstst�ndiger oder aus unselbstst�ndiger Erwerbst�tigkeit zu qualifizieren ist (Art. 5 und 9 AHVG sowie Art. 6 ff. AHVV). Nach Art. 5 Abs. 2 AHVG gilt als massgebender Lohn jedes Entgelt f�r in unselbstst�ndiger Stellung auf bestimmte oder unbestimmte Zeit geleistete Arbeit; Einkommen aus selbstst�ndiger Erwerbst�tigkeit stellt nach Art. 9 Abs. 1 AHVG demgegen�ber jedes Einkommen dar, das nicht Entgelt f�r in unselbstst�ndiger Stellung geleistete Arbeit bildet. Gem�ss Art. 6 Abs. 1 AHVV geh�rt zum Erwerbseinkommen regelm�ssig das im In- und Ausland erzielte Bar- und Naturaleinkommen aus einer T�tigkeit einschliesslich der Nebenbez�ge.
2.2.�Die Verfahrensbeteiligten gehen �bereinstimmend davon aus, dass der Beschwerdef�hrer von 2011 bis 2014 im Rahmen seiner in der Schweiz namentlich f�r die Firmen B.________ AG sowie D.________ GmbH ausge�bten (Organ-) T�tigkeiten als unselbstst�ndig Besch�ftigter zu qualifizieren ist. Uneinigkeit besteht dagegen dar�ber, ob die - betragsm�ssig unangefochtenen - Eink�nfte, die er im selben Zeitraum f�r die gleichen Unternehmen in Deutschland erwirtschaftet hat, Einkommen aus selbstst�ndiger Erwerbst�tigkeit darstellen und daher auf Grund der einschl�gigen kollisionsrechtlichen Normen ebenfalls der schweizerischen Beitragspflicht unterliegen.
3.1.�Auf den zu beurteilenden grenz�berschreitenden Sachverhalt anwendbar ist unbestrittenermassen noch die bis Ende M�rz 2012 geltende (vgl. AS 2012 2345) Verordnung (EWG) Nr. 1408/71 des Rates vom 14. Juni 1971 zur Anwendung der Systeme der Sozialen Sicherheit auf Arbeitnehmer und Selbstst�ndige sowie deren Familienangeh�rige, die innerhalb der Gemeinschaft zu- und abwandern (AS 2004 121 [nachfolgend: VO Nr. 1408/71]; gilt f�r die Schweiz gem�ss Art. 8 und Anhang II des Abkommens vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europ�ischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits �ber die Freiz�gigkeit [FZA; SR 0.142.112.681]; vgl. Art. 153a Abs. 1 lit. a AHVG).
Die f�r die Schweiz auf 1. April 2012 in Kraft getretene Verordnung (EG) Nr. 883/2004 des Europ�ischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit (SR 0.831.109.268.1 [nachfolgend: VO Nr. 883/2004]; vgl. Art. 3 Abschnitt A Ziff. 1 des Anhangs II zum FZA) ist, obgleich vorliegend auch Beitr�ge f�r die Jahre 2012 bis 2014 zu beurteilen sind, auf Grund der in Art. 87 Abs. 8 VO Nr. 883/2004 enthaltenen �bergangsregelung nicht anwendbar. Diese besagt, dass, falls f�r eine Person infolge der VO Nr. 883/2004 die Rechtsvorschriften eines anderen Mitgliedstaats gelten als desjenigen, der durch Titel II der VO Nr. 1408/71 bestimmt wird, die Rechtsvorschriften der VO Nr. 1408/71 so lange anwendbar bleiben, wie sich der bis dahin vorherrschende Sachverhalt nicht �ndert, und auf jeden Fall f�r einen Zeitraum von h�chstens zehn Jahren ab dem Geltungsbeginn der VO Nr. 883/2004. Eine Ausnahme besteht, wenn die betroffene Person ausdr�cklich beantragt, den nach der VO Nr. 883/2004 anzuwendenden Rechtsvorschriften unterstellt zu werden. Eine �nderung des f�r die Unterstellung nach VO Nr. 1408/71 massgeblichen Sachverhalts (beispielsweise infolge Erteilung einer anderen Staatsb�rgerschaft oder Wegfalls einer T�tigkeit seit 2011), welche eine Beurteilung nach Massgabe der neuen Bestimmungen erforderlich machte, ist hier nicht ersichtlich. Ebenso wenig hat der Beschwerdef�hrer ausdr�cklich beantragt, diesen unterstellt zu werden.
3.2.�Die Art. 13 bis 17a VO Nr. 1408/71 entscheiden als Kollisionsnormen �ber die anzuwendenden Rechtsvorschriften. W�hrend Art. 13 gem�ss dessen Titel allgemeine Regelungen beinhaltet, sehen die Art. 14 bis 17a des Titels II der VO Nr. 1408/71 diverse Sonderregelungen vor. Als Grundregel bestimmt Art. 13 Abs. 1 VO Nr. 1408/71, dass Personen, f�r die diese Verordnung gilt, den Rechtsvorschriften nur eines Mitgliedstaats unterliegen (BGE 139 V 216 E. 2.3 S. 218 mit Hinweisen). Art. 13 wird in der Literatur als "die kollisionsrechtlichen Grundnormen der Verordnung" bezeichnet, welche ein Grundprinzip des zwischenstaatlichen und supranationalen Sozialrechts darstelle, wonach f�r Personen, die der Verordnung unterliegen, die Rechtsvorschriften nur eines Mitgliedstaats gelten (Urteil 9C_342/2013 vom 6. August 2013 E. 2.1.2 mit weiteren Hinweisen).
3.2.1.�Art. 13 Abs. 2 Bst. a VO Nr. 1408/71 lautet wie folgt: Soweit die Art. 14 bis 17 nichts Anderes bestimmen, unterliegt eine Person, die im Gebiet eines Mitgliedstaats abh�ngig besch�ftigt ist, den Rechtsvorschriften dieses Staates, und zwar auch dann, wenn sie im Gebiet eines anderen Mitgliedstaats wohnt oder ihr Arbeitgeber oder das Unternehmen, das sie besch�ftigt, seinen Wohnsitz oder Betriebssitz im Gebiet eines anderen Mitgliedstaats hat.
3.2.2.�Eine Person, die im Gebiet verschiedener Mitgliedstaaten gleichzeitig eine abh�ngige Besch�ftigung und eine selbstst�ndige T�tigkeit aus�bt, unterliegt - abgesehen von hier nicht interessierenden Ausnahmen - den Rechtsvorschriften des Mitgliedstaats, in dessen Gebiet sie eine abh�ngige Besch�ftigung aus�bt, oder, falls sie eine solche Besch�ftigung im Gebiet von zwei oder mehr Mitgliedstaaten aus�bt, den nach Art. 14 Abs. 2 oder 3 bestimmten Rechtsvorschriften (Art. 14c Bst. a VO Nr. 1408/71).
Eine Person, die gew�hnlich im Gebiet von zwei oder mehr Mitgliedstaaten abh�ngig besch�ftigt - und wie hier nicht Mitglied des fahrenden oder fliegenden Personals eines Unternehmens - ist, unterliegt den Rechtsvorschriften des Mitgliedstaats, in dessen Gebiet sie wohnt, wenn sie ihre T�tigkeit zum Teil im Gebiet dieses Staates aus�bt oder wenn sie f�r mehrere Unternehmen oder mehrere Arbeitgeber t�tig ist, die ihren Sitz oder Wohnsitz im Gebiet verschiedener Mitgliedstaaten haben (Art. 14 Abs. 2 Bst. b Punkt i VO Nr. 1408/71).
Eine Person, f�r die namentlich Art. 14 Abs. 2 und 3 oder Art. 14c Bst. a gilt, wird f�r die Anwendung der nach diesen Bestimmungen bestimmten Rechtsvorschriften so behandelt, als ob sie ihre gesamte Erwerbst�tigkeit oder ihre gesamten Erwerbst�tigkeiten im Gebiet des betreffenden Mitgliedstaats aus�bte (Art. 14d Abs. 1 VO Nr. 1408/71).
3.3.1.�F�r die Anwendung der Art. 14a der VO Nr. 1408/71 ("Sonderregelung f�r andere Personen als Seeleute, die eine selbstst�ndige T�tigkeit aus�ben") und 14c ("Sonderregelung f�r Personen, die im Gebiet verschiedener Mitgliedstaaten gleichzeitig eine abh�ngige Besch�ftigung und eine selbstst�ndige T�tigkeit aus�ben") sind unter "T�tigkeit im Lohn- oder Gehaltsverh�ltnis" bzw. "selbstst�ndiger T�tigkeit" diejenigen T�tigkeiten zu verstehen, die im Rahmen der Rechtsvorschriften �ber die soziale Sicherheit des Mitgliedstaats, in dessen Gebiet die T�tigkeit ausge�bt wird, als solche angesehen werden. Es bestehen mithin keine vertragsautonomen Definitionen im Sinne einer eigenst�ndigen gemeinschaftsrechtlichen Bedeutung, sondern es sind die Begriffsbestimmungen im jeweiligen Landesrecht massgeblich (BGE 138 V 533 E. 5.2 S. 541 f. mit Hinweisen auf Urteile des Europ�ischen Gerichtshofs [EuGH] und Literatur; Urteil 9C_342/2013 vom 6. August 2013 E. 2.3.1). Im Urteil C-221/95 des EuGH vom 30. Januar 1997 (Institut national d'assurances sociales pour travailleurs ind�pendants [inasti]/Hervein und Hervillier SA, Slg. 1997 I-609) etwa �bte die am Recht stehende Person in Frankreich und in Belgien die gleichen T�tigkeiten aus (Vorsitzende, Mitglied oder gesch�ftsf�hrendes Mitglied des Verwaltungsrates verschiedener Firmen); w�hrend sie in Frankreich in dieser Funktion als unselbstst�ndig erwerbst�tig eingestuft wurde, erfassten sie die Belgier als Selbstst�ndigerwerbende. Es ist somit denkbar, dass Deutschland eine T�tigkeit, die aus schweizerischer Optik als unselbstst�ndig einzuordnen w�re, als selbstst�ndig deklariert. Ebenfalls nicht ausgeschlossen ist, dass das deutsche Recht f�r die steuer- und die sozialversicherungsrechtliche Qualifikation je unterschiedliche Ankn�pfungskriterien vorsieht (BGE 138 V 533 E. 5.2 S. 542).
3.3.2.�Etwas Abweichendes sieht auch die Wegleitung des Bundesamtes f�r Sozialversicherungen (BSV) �ber die Versicherungspflicht in der AHV/IV (WVP; Stand 1. Januar 2011) nicht vor. Nach Rz. 2013 und 2014 WVP (in den seit 1. Januar 2010 geltenden Fassungen) h�ngt die Versicherungsunterstellung von Personen, die in mehreren Staaten arbeiten, davon ab, ob sie unselbstst�ndig oder selbstst�ndig erwerbst�tig sind. Das Beitragsstatut (Arbeitnehmende oder Selbstst�ndigerwerbende) wird jeweils auf Grund des nationalen Rechts desjenigen Staates bestimmt, in welchem die jeweilige Erwerbst�tigkeit ausge�bt wird.
3.4.�Unbestrittenermassen muss somit zun�chst nach deutschem Recht entschieden werden, ob die durch den Beschwerdef�hrer in Deutschland erzielten Eink�nfte aus selbstst�ndiger oder unselbstst�ndiger Erwerbst�tigkeit stammen. Erst dadurch l�sst sich die zutreffende Kollisionsnorm und folglich das anwendbare Recht ermitteln (BGE 139 V 297 E. 2.3 S. 301 f.; Urteil 9C_342/2013 vom 6. August 2013 E. 2.3.2). Ist n�mlich die entsprechende Erwerbst�tigkeit mit Vorinstanz und Beschwerdegegnerin als selbstst�ndige zu qualifizieren, hat auf Grund von Art. 14c Bst. a VO Nr. 1408/71 eine Unterstellung unter die Rechtsordnung der Schweiz als desjenigen Staates zu erfolgen, in welchem der Beschwerdef�hrer die unselbstst�ndige T�tigkeit aus�bt (gleichzeitig eine abh�ngige Besch�ftigung [Schweiz] und eine selbstst�ndige T�tigkeit [Deutschland] im Gebiet verschiedener Mitgliedstaaten). Ist hingegen, wie vom Beschwerdef�hrer geltend gemacht, sowohl in der Schweiz als auch in Deutschland von unselbstst�ndigen ("abh�ngigen") Erwerbst�tigkeiten auszugehen, ist er gest�tzt auf Art. 14 Abs. 2 Bst. b Punkt i VO Nr. 1408/71 dem Recht des Wohnsitzstaats zu unterstellen (gleichzeitig in zwei oder mehr Mitgliedstaaten abh�ngig besch�ftigt).
4.1.�Der Beschwerdef�hrer war in der vorliegend zu beurteilenden Zeitperiode als einziger einzelzeichnungsberechtigter Gesch�ftsf�hrer und Gesellschafter der D.________ GmbH im Handelsregister eingetragen und in dieser Funktion f�r das Unternehmen t�tig. Er gilt damit nach schweizerischen Grunds�tzen unstrittig als unselbstst�ndig erwerbst�tig. Die Leitung eines Unternehmens gilt selbst dann als eine in der Schweiz ausge�bte unselbstst�ndige Erwerbst�tigkeit, wenn die betroffene Person ihren Wohnsitz im Ausland hat. Ohne Bedeutung in diesem Zusammenhang ist sodann auch das allf�llige Fehlen einer pers�nlichen Arbeitsleistung und ob der betroffenen Person eine Entsch�digung ausbezahlt wird (vgl. Art. 5 AHVG; Rz. 3082 ff. WPV; Rz. 2034 ff. der Wegleitung des BSV �ber den massgebenden Lohn in der AHV, IV und EO [WML], g�ltig ab 1. Januar 2008, Stand 1. Januar 2011). Demgegen�ber ist - ebenfalls von keiner Seite in Frage gestellt - ein beherrschender Gesellschafter einer GmbH (oder einer anderen juristischen Person) nach deutschem Recht als Selbstst�ndigerwerbender einzustufen (vgl. etwa http://www.sozialversicherungspflicht-gmbh.de/beherrschender_gesellschafter.php oder http://www.aok-bu siness.de/fachthemen/rundschreiben/jahr-2010 [Rundschreiben "Statusfeststellung von Erwerbst�tigen" des GKV-Spitzenverbandes [Interessenvertretung der gesetzlichen deutschen Kranken- und Pflegekassen], Berlin, der Deutschen Rentenversicherung Bund, Berlin, und der Bundesagentur f�r Arbeit, N�rnberg, vom 13. April 2010]; beide besucht am 31. M�rz 2016).
4.2.�Gem�ss den Angaben des Beschwerdef�hrers, best�tigt durch dessen im vorinstanzlichen Verfahren eingereichten Unterlagen, war er im massgeblichen Zeitraum im Rahmen seiner Eins�tze in Deutschland vornehmlich f�r die D.________ GmbH t�tig. Mit Bezug auf die B.________ AG, f�r welche er aktenkundig ebenfalls in Deutschland arbeitete, kann, was seine Funktion in der Unternehmung anbelangt, auf die diesbez�glich unbestrittenen - und daher f�r das Bundesgericht grunds�tzlich verbindlichen (vgl. E. 1 hievor) - Feststellungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden. Danach war er jedenfalls bis Ende 2015 zwar nicht als formelles Organ der Gesellschaft im Handelsregister eingetragen (ab Januar 2016: einziges Mitglied des Verwaltungsrates). Gleichwohl hatte er, wie sich aus der Namensgebung der Gesellschaft wie auch aus den Formulierungen in seinen Rechtsschriften selber ergibt ("seiner" bzw. "seinen" Gesellschaften), mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit die Aktienmehrheit inne und konnte daher infolge der daraus faktisch resultierenden beherrschenden Stellung beispielsweise �ber Wahl und Absetzung der Verwaltungsr�te/Organe entscheiden. Auf Grund dieses Umstands wie auch weiterer, von der Vorinstanz einl�sslich dargelegter Elemente (fehlendes Subordinationsverh�ltnis, keine Weisungsgebundenheit, Tragen des wirtschaftlichen Risikos, kein Lohnausweis, welcher einen fixen Verdienst belegte, keine Best�tigung einer deutschen Amtsstelle bzw. einer deutschen Sozialversicherung betreffend Status als unselbstst�ndig Erwerbender [vgl. dazu Rz. 2056 f. WPV] etc.), ist der Beschwerdef�hrer demnach auch mit Blick auf seine f�r die B.________ AG in Deutschland geleistete Arbeit als selbstst�ndig erwerbend zu qualifizieren. F�r diese Schlussfolgerung spricht zudem die Tatsache, dass sich der Beschwerdef�hrer selber stets - zuletzt in seinen einspracheweise erfolgten Eingaben vom 14. November und 3. Dezember 2014 sowie 6. Januar 2015 - nachdr�cklich als selbstst�ndig erwerbst�tig gesehen und bezeichnet hatte. Inwiefern der Beschwerdegegnerin daraus eine Aufkl�rungs- und Beratungspflicht im Sinne von Art. 27 Abs. 1 und 2 ATSG h�tte erwachsen sollen, ist entgegen dem Vorbringen des Beschwerdef�hrers nicht auszumachen. An diesem Ergebnis ebenfalls nichts zu �ndern vermag schliesslich der Einwand in der Beschwerde, die T�tigkeit in Deutschland werde f�r eine in der Schweiz domizilierte Unternehmung und nicht "mit Bezug auf eine in Deutschland geregelte Organisationsstruktur" ausge�bt. Massgebend f�r die Qualifikation des jeweiligen Arbeitseinsatzes als selbstst�ndige oder unselbstst�ndige Erwerbst�tigkeit sind die sachbezogenen rechtlichen Grundlagen des betreffenden (Mitglied-) Staates. Ist eine T�tigkeit in Deutschland auf Grund ihres Charakters als selbstst�ndige einzustufen, kann der Umstand, dass die Arbeit f�r eine Unternehmung mit Sitz in der Schweiz geleistet wird, zu keinem anderen Schluss f�hren.
Steht somit mit dem kantonalen Gericht fest, dass der Beschwerdef�hrer im relevanten Zeitraum in der Schweiz einer unselbstst�ndigen Erwerbst�tigkeit nachging, w�hrend er gleichzeitig in Deutschland eine selbstst�ndige Erwerbst�tigkeit aus�bte, unterliegt er gem�ss Art. 14c Bst. a der VO Nr. 1408/71 den Rechtsvorschriften der Schweiz. Die sozialversicherungsrechtliche Unterstellung und folglich auch die Beitragspflicht sind daher ausschliesslich nach schweizerischem Recht zu beurteilen. Das Gemeinschaftsrecht ersetzt oder modifiziert nicht das materielle einzelstaatliche Recht; es verweist lediglich auf die Rechtsordnung, der eine Person unterworfen ist, und sagt namentlich nichts aus �ber die Beitragspflicht, welche sich erst aus der konkret anwendbaren Rechtsordnung ergibt (Urteil 9C_342/2013 vom 6. August E. 2.4.5 mit Hinweisen; E. 3.3.1 hievor). Mithin unterliegen s�mtliche der im In- und im Ausland erzielten Eink�nfte des Beschwerdef�hrers gem�ss Art. 6 Abs. 1 AHVV der Beitragspflicht. Erwerbseinkommen, das im Sinne der Art. 6 Abs. 2 bis Art. 6quater AHVV von der Beitragspflicht ausgenommen w�re, ist nicht ausgewiesen.
4.3.�Vor diesem Hintergrund kann offen bleiben, ob der Beschwerdef�hrer im relevanten Zeitraum seinen zivilrechtlichen Wohnsitz tats�chlich in Deutschland, wie von ihm moniert, oder aber in der Schweiz hatte, kommt dem Wohnsitz bei Anwendung von Art. 14c Bst. a VO Nr. 1408/71 doch keine weitere Bedeutung zu. Die im Eventualstandpunkt beantragte R�ckweisung der Sache an die Vorinstanz zur "Entscheidfindung" im Falle eines diesbez�glich allf�llig georteten Kl�rungsbedarfs erweist sich deshalb als nicht erforderlich.
F�r f�llige Beitragsforderungen und Beitragsr�ckerstattungsanspr�che sind Verzugs- und Verg�tungszinsen zu leisten (Art. 26 Abs. 1 ATSG). Gem�ss Art. 41bis Abs. 1 lit. b AHVV haben Beitragspflichtige auf f�r vergangene Kalenderjahre nachgeforderten Beitr�gen ab dem 1. Januar nach Ablauf des Kalenderjahres, f�r welches die Beitr�ge geschuldet sind, Verzugszinsen zu entrichten. Der Satz f�r die Verzugs- und der Verg�tungszinsen betr�gt 5 % im Jahr (Art. 42 Abs. 2 AHVV). Da der Beschwerdef�hrer die Verzugszinsen weder im Quantitativen noch im Grunds�tzlichen bestritten hat, noch Anhaltspunkte daf�r bestehen, dass diese fehlerhaft berechnet worden w�ren, ist darauf nicht n�her einzugehen (E. 1 am Ende hievor).
Zusammenfassend sind die angefochtenen Beitrags- und Verzugszinsverf�gungen sowie der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin rechtens; der kantonale Entscheid ist zu best�tigen. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend hat der Beschwerdef�hrer die Gerichtskosten zu tragen (Art. 66 Abs. 1 Satz 1 BGG).
Die Gerichtskosten von Fr. 4'000.- werden dem Beschwerdef�hrer auferlegt.

References: Art. 95
 Art. 95
 Art. 105
 Art. 6
 Art. 5
 Art. 9
 Art. 6
 Art. 8
 Art. 153
 Art. 3
 Art. 87
 Art. 13
 Art. 13
 Art. 14
 Art. 13
 Art. 13
 Art. 14
 Art. 14
 Art. 14
 Art. 14
 Art. 14
 EuGH 
 Art. 14
 Art. 14
 Art. 5
 Art. 27
 Art. 14
 Art. 6
 Art. 6
 Art. 6
 Art. 14
 Art. 41