Source: https://sichere-schule.de/eingangsbereich/flure/brandschutz
Timestamp: 2020-07-09 16:51:27+00:00

Document:
E Brandschutz
Brände in Schulen bei laufendem Betrieb sind äußerst selten. Im Brandfall ist es aber notwendig, dass alle Schutzmaßnahmen zur Personenrettung optimal ineinandergreifen und eine zügige Evakuierung der Gebäude gelingt. Hierzu gilt es Folgendes zu beachten:
Die Flucht- und Rettungswege müssen jederzeit gefahrlos zu nutzen sein.
Schulen müssen Alarmierungsanlagen haben, durch die im Gefahrenfall die Räumung der Schule oder einzelner Schulgebäude eingeleitet werden kann. Das Alarmsignal muss sich vom Pausensignal unterscheiden und in jedem Raum der Schule wahrgenommen werden können.
Alarmproben sind mindestens zweimal im Jahr abzuhalten. Die erste Alarmprobe zu Beginn des Schuljahres angekündigt und die zweite Alarmprobe im Verlauf des Schuljahres unangekündigt.
Bei der Evakuierung der Schulgebäude sind für Personen mit Einschränkungen und Behinderungen abgestimmte Rettungskonzepte anzuwenden.
Es besteht ein Alarmplan nach Brandschutzordnung, der in Abstimmung zwischen Schulleitung, Sachkostenträger und zuständiger Brandschutzstelle erstellt wurde. Hilfen zur Umsetzung der Brandschutzordnung sind in der Schrift „Feueralarm in der Schule“ beschrieben.
Alle an Schule tätigen Personen müssen regelmäßig zum Brandschutzkonzept der Schule unterwiesen werden.
Die Notrufnummern von Feuerwehr/Rettungsdienst (112) und Polizei (110) sollen an den Alarmierungsstellen und an weiteren geeigneten Stellen gut sichtbar angebracht sein.
Feuerlösch- und Rettungseinrichtungen (Feuerlöscher, Wandhydranten, Löschdecken) müssen an gut sichtbaren und im Brandfall leicht zugänglichen Stellen angebracht sein, an denen sie vor Beschädigung und Witterungseinflüssen geschützt sind. Sie dürfen die erforderlichen Fluchtwegbreiten nicht einschränken.
Neben der Hausmeisterin bzw. dem Hausmeister sind eine angemessene Anzahl von Lehrkräften im Umgang von Feuerlöschern zu unterrichten, z. B. im Rahmen einer praktischen Unterweisung durch die Feuerwehr.
Die Erfordernisse bezüglich Anzahl und Ort der aufzustellenden Feuerlöscher ergeben sich aus den Hinweisen der Technischen Regel für „Maßnahmen gegen Brände“ und den Abstimmungen mit der zuständigen Feuerwehr. Die Stellen, an denen sich Feuerlöscher befinden, müssen durch das Brandschutzzeichen „Feuerlöscher“ gekennzeichnet sein. Das Zeichen muss der Technischen Regel zur Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung entsprechen.
Tragbare Feuerlöscher sind vor der ersten Inbetriebnahme und wiederkehrend mindestens alle 2 Jahre durch Sachkundige zu prüfen
Das Löschvermögen wird als Leistungsklasse durch Zahlen- und Buchstabenkombinationen angegeben, die auf den Feuerlöschern aufgedruckt sind.
Bauordnung für Berlin (BauO Bln), § 14
Brandenburgische Bauordnung (BbgBO), Abschnitt 4
Landesbauordnung Mecklenburg-Vorpommern (LBauO M-V), § 14
Bauordnung des Landes Sachsen-Anhalt (BauO LSA), § 14
§ 14 Brandschutz, Brandschutzanforderungen an das
Thüringer Bauordnung (ThürBO), § 14
Thüringer Verordnung über die Prüfung technischer Anlagen und Einrichtungen in Gebäuden (ThürTechPrüfVO), § 2
Verordnung über die Prüfung technischer Anlagen und Einrichtungen nach Bauordnungsrecht (Anlagenprüfverordnung - AnlPrüfVO), § 2
(2) Die Prüfungen nach Absatz 1 sind von der ersten Inbetriebnahme der baulichen Anlagen unverzüglich nach einer wesentlichen Änderung der technischen Anlagen oder Einrichtngen sowie jeweils innerhalb einer Frist von drei Jahren (wiederkehrende Prüfungen) durchführen zu lassen.
(3) Der Bauherr oder der Betreiber hat die Prüfungen nach den Absätzen 1 und 2 zu veranlassen, dafür die nötigen Vorrichtungen und fachlich geeigneten Arbeitskräfte bereitzustellen und die erforderlichen Unterlagen bereitzuhalten.
(4) Der Bauherr oder der Betreiber hat die Berichte über Prüfungen vor der ersten Inbetriebnahme und vor Wiederinbetriebnahme nach wesentlichen Änderungen der zuständigen Bauaufsichtsbehörde zu übersenden sowie die Berichte über wiederkehrende Prüfungen mindestens fünf Jahre aufzubewahren und der Bauaufsichtsbehörde auf Verlagen vorzulegen.
Verordnung über die Prüfung technischer Anlagen und wiederkehrende Prüfungen von Sonderbauten (PrüfVO), § 2
Richtlinie über bauaufsichtliche Anforderungen an Schulen (Schulbaurichtline Brandenburg - SchulbauR), Pkt. 10
10. Feuerwehrplan, Brandschutzordnung
Richtlinie über bauaufsichtliche Anforderungen an Schulen (BASchulRL M-V), Pkt. 9
9 Feuerwehrpläne, Brandschutzordnung
Der Betreiber der Schule muss im Einvernehmen mit der für den Brandschutz zuständigen Dienststelle Feuerwehrpläne und eine Brandschutzordnung anfertigen. Feuerwehrpläne sind der örtlichen Feuerwehr zur Verfügung zu stellen.
Bauaufsichtliche Anforderungen an Schulen – Rundschreiben des Ministeriums der Finanzen vom 18. März 2004 (13 208 – 4535), Pkt. 9, 12 und 13
12 Brandschutzordnung, Feuerwehrplan
Der Betreiber der Schule hat im Einvernehmen mit der Brandschutzdienststelle eine Brandschutzordnung zu erstellen und Feuerwehrpläne anzufertigen. In der Brandschutzordnung ist insbesondere die Hausalarmierung (Meldeweg, Alarmsignal sowie Anzahl, Lage und Zugänglichkeit der Alarmierungsstellen) festzulegen. Die Feuerwehrpläne sind der Feuerwehr zur Verfügung zu stellen.
Die Bauaufsichtsbehörde hat an den Gefahrenverhütungsschauen der Brandschutzdienststelle in Schulen teilzunehmen. Sie hat dabei auch festzustellen, ob der Betreiber der Schule die nach der Landesverordnung über die Prüfung haustechnischer Anlagen und Einrichtungen zu veranlassenden Prüfungen rechtzeitig und ordnungsgemäß durchgeführt hat und etwaige Mängel beseitigt wurden.
Thüringer Richtlinie über bauaufsichtliche Anforderungen an Schulen (Thüringer Schulbaurichtline - ThürSchulbauR), Pkt. 11

References: § 14
 § 14
 § 14

§ 14
 § 14
 § 2
 § 2
 § 2