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Timestamp: 2016-10-21 11:35:27+00:00

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137 I 10710. Auszug aus dem Urteil der II. �ffentlich-rechtlichen Abteilung i.S. X. AG gegen Einwohnergemeinde Strengelbach (Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten)
Art. 100 al. 1 et art. 101 LTF; d�lai pour le contr�le abstrait des normes au niveau cantonal avant l'introduction d'une m�me proc�dure devant le Tribunal f�d�ral. Une disposition l�gale, examin�e dans le cadre d'une proc�dure cantonale de contr�le abstrait des normes, ne peut ensuite faire l'objet d'un tel contr�le par le Tribunal f�d�ral que si la proc�dure cantonale a �t� introduite dans le d�lai pr�vu par la l�gislation cantonale ou, � d�faut de disposition expresse, dans le d�lai de recours habituel. Cette pratique (ATF 106 Ia 310), �tablie sous l'empire de l'ancienne loi f�d�rale d'organisation judiciaire (OJ), peut �tre reprise sous la loi sur le Tribunal f�d�ral. Le d�lai de recours habituel �voqu� est de 30 jours et il commence � courir � compter de l'entr�e en vigueur de la norme contest�e (consid. 1.3 et 1.4). Faits � partir de page 108
Die Einwohnergemeindeversammlung von Strengelbach beschloss am 23. November 2007 eine Revision ihrer Regelung �ber die Ben�tzungsgeb�hren f�r die Abwasseranlage (� 46 ihres Reglements vom 30. November 2001 �ber die Finanzierung von Erschliessungsanlagen).
Die neue Bestimmung ist am 1. Oktober 2008 in Kraft getreten. Sie findet einzig auf die X. AG Anwendung, die als A.-Betrieb grosse Wassermengen ben�tigt. Um die durch die Reglements�nderung bewirkte Geb�hrenerh�hung zu mildern, gilt w�hrend dreier Jahre ab Inkrafttreten eine �bergangsregelung mit zus�tzlichen Erm�ssigungen.
Die X. AG focht die neue Regelung am 14. Juli 2008 mit einem Begehren um prinzipale Normenkontrolle beim Verwaltungsgericht des Kantons Aargau an. Dieses wies das Normkontrollbegehren am 13. M�rz 2009 ab.
Die X. AG gelangte mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 1. Mai 2009 an das Bundesgericht. Es fand ein zweiter Schriftenwechsel statt.
BGE 137 I 107 S. 109Aus den Erw�gungen:
1. 1.3 Die Beschwerde gegen einen Erlass ist gem�ss Art. 101 BGG innert 30 Tagen nach der nach dem kantonalen Recht massgebenden Ver�ffentlichung des Erlasses beim Bundesgericht einzureichen. Bei �nderung eines Regelwerks l�uft die Beschwerdefrist nicht erneut f�r den gesamten Erlass, sondern grunds�tzlich nur bez�glich der neuen oder ge�nderten Bestimmungen, so dass auch nur diese anfechtbar sind (vgl. BGE 122 I 222 E. 1b/aa S. 224 f. mit Hinweisen; zum BGG: Urteil 2C_462/2007 vom 11. September 2007 E. 2.2.2, in: StE 2008 A 21.2 Nr. 4).
1.4 1.4.1 Kennt das kantonale Recht - wie hier - ein Verfahren der abstrakten Normenkontrolle, ist zun�chst dieses zu durchlaufen (vgl. Art. 87 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 86 Abs. 1 lit. d BGG). Das ist vorliegend geschehen. Die 30-t�gige Frist (Art. 100 Abs. 1 BGG) zur Beschwerde an das Bundesgericht beginnt alsdann erst mit der Er�ffnung des letztinstanzlichen kantonalen Normenkontrollentscheids (BGE 128 I 158 E. 1.1 S. 158). Die Beschwerdef�hrerin hat diese Frist eingehalten, da ihr der angefochtene Entscheid am 1. April 2009 zugestellt wurde.
1.4.2 Allerdings muss das kantonale Normenkontrollverfahren ebenfalls innert der von der kantonalen Gesetzgebung bestimmten Frist angehoben worden sein. Ist die Anfechtung eines Erlasses - wie im Kanton Aargau - "jederzeit" zul�ssig (� 68 des hier noch massgeblichen Aargauer Gesetzes vom 9. Juli 1968 �ber die Verwaltungsrechtspflege bzw. � 70 der neuen Fassung vom 4. Dezember 2007 [SAR 271.100 und 271.200]), so ist diese nach der unter dem Bundesrechtspflegegesetz vom 16. Dezember 1943 (OG; BS 3 531) entwickelten Praxis innert einer "�blichen" Rechtsmittelfrist einzuleiten. Andernfalls kann beim Bundesgericht keine abstrakte, sondern nur noch eine inzidente bzw. akzessorische Normenkontrolle verlangt werden (vgl. BGE 106 Ia 310 E. 5 S. 318 ff.; BGE 110 Ia 211 E. 3 S. 214 f.; BGE 111 Ia 270 E. 2 S. 271 f.; BGE 128 I 155 E. 1.1 S. 158 f.). Es besteht kein Anlass, davon unter dem Regime des Bundesgerichtsgesetzes abzuweichen, zumal insoweit keine vom Bundesrechtspflegegesetz abweichende Regelung getroffen wurde (ebenso: AEMISEGGER/SCHERRER, in: Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz, 2008, N. 3 zu Art. 101 BGG). BGE 137 I 107 S. 110
Solange ein Erlass nicht in Kraft getreten ist, entfaltet er hingegen noch keine Rechtswirkungen f�r die B�rger. Die erw�hnten Gr�nde, die gegen eine zeitlich unbegrenzte Zulassung der abstrakten BGE 137 I 107 S. 111�berpr�fung von Erlassen durch das Bundesgericht sprechen, entfallen daher. Auch besteht vor dem Inkrafttreten des Erlasses noch keine M�glichkeit, einen Anwendungsakt anzufechten und dadurch eine inzidente Normenkontrolle zu erreichen.
Demzufolge rechtfertigt sich, die "�bliche" Rechtsmittelfrist von 30 Tagen erst mit dem Inkrafttreten der beanstandeten Bestimmungen laufen zu lassen, wenn ein Kanton auf seiner Ebene keine anderen Fristen f�r die abstrakte Normenkontrolle vorsieht. Diese 30-t�gige Frist soll die Betreffenden jedoch nicht daran hindern, das Verfahren beim kantonalen Gericht schon vor dem Inkrafttreten des Erlasses einzuleiten, soweit das im Kanton zul�ssig ist (vgl. BGE 128 I 155 E. 1.1 S. 159; BGE 110 Ia 211 E. 3 S. 214 f.).
1.4.5 Die angefochtene Reglementsbestimmung wurde am 23. November 2007 von der Einwohnergemeindeversammlung beschlossen. Die nach kantonalem Recht ab Ver�ffentlichung laufende Frist, um eine Urnenabstimmung zu verlangen (fakultatives Referendum) lief in der Folge unben�tzt ab. Daher wurde der Beschluss der Gemeindeversammlung gem�ss �� 31 f. des Aargauer Gesetzes vom 19. Dezember 1978 �ber die Einwohnergemeinden (SAR 171.100) rechtsg�ltig. Letztgenannter Umstand wurde am 3. bzw. 5. Januar 2008 amtlich mitgeteilt. Die interessierende �nderung des Reglements trat am 1. Oktober 2008 in Kraft, w�hrend die Beschwerdef�hrerin das kantonale Rechtsmittel am 14. Juli 2008 erhob.
111 IA 270 suite... ,
128 I 158
Art. 100 al. 1 et art. 101 LTF,

References: Art. 100
 art. 101

BGE 
 Art. 101
 BGE 
 Art. 87
 Art. 86
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 101
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 

Art. 100
 art. 101