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Timestamp: 2018-02-24 01:20:56+00:00

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Existenzminimum (Example) - MindMeister
by alex görg 04/19/2012
by alex görg
1. CIAM II (1929) "Die Wohnung für das Existenzminimum"
1.1. CIAM (1929-1959)
1.1.1. Congres International d'Architecture Moderne
1.1.2. 1928 CIAM I – Konstituierung des CIRPAC
1.1.3. 1929 CIAM II – „Die Wohnung für das Existenzminimum“
1.1.4. 1930 CIAM III – „Rationelle Bebauungsweisen“, Probleme der Grundstücksbeschaffung
1.1.5. 1933 CIAM IV – „Die funktionale Stadt“, Charta von Athen
1.1.6. 1937 CIAM V – „Wohnung und Erholung“
1.1.7. 1947 CIAM VI – „Wiederaufbau der Städte“
1.1.8. 1949 CIAM VII – „Kunst und Architektur“
1.1.9. 1951 CIAM VIII – „The Heart of the City“, Funktionen des Stadtzentrums
1.1.10. 1953 CIAM IX – „Habitat“
1.1.11. 1956 CIAM X – „Habitat“, Herausforderung durch die jüngere Architektengruppe Team X
1.1.12. 1959 CIAM XI organisiert vom Team X, danach Auflösung des CIAM
1.2. Anlass Siegfried Giedion: Befreites Wohnen
1.2.1. Neue Idee
1.2.1.1. Neue Idee
1.2.1.1.1. Plädoyer
1.3. Reaktionen auf CIAM II
1.3.1. (1929) „Der Wohnungspolitiker kann es nur bedauern, daß so begabte Köpfe wie Gropius und seine internationalen Freunde die Diskussion über die Lösung der Wohnungsfrage von der Kernfrage ablenken. Das Gebot lautet nicht: „Vergrößert die Fenster und spart an Wohnraum“, sondern: „Vergrößert die Kaufkraft der Familie durch Steigerung des Einkommens und durch Senkung der Preise für die Wohnung“. Dies ist das soziale Produktionsproblem, von dem auch die Lösung der Wohnungsfrage abhängig ist[…]“ - Aus „Neues Wohnen 1929/2009 - Frankfurt und der 2. CIAM“, Ulf Kilian, jovis-Verlag, 2011; Der Berliner Stadtbaurat Martin Wagner kritisiert in seinem Artikel „Minimalwohnung“ in der Zeitschrift Wohnungswirtschaft 1930 die Forderung des CIAM II. Aus WW 1930, Nr. 13, S. 247-250, hier S. 250 ÖKONOMIEFORDERUNG
1.3.1.1. Walter Gropius
1.3.1.1.1. „[…] die frage nach dem wohnungsminimum ist die nach dem elementaren minimum an luft, licht, raum, die der mensch braucht, um bei der vollentwicklung seiner lebensfunktionen durch die behausung keine hemmungen zu erfahren. vom biologischen standpunkt aus benötigt der gesunde mensch für seine wohnung in erster linie luft und licht, dagegen nur eine geringe menge an raum, also ist es unrichtig, das heil in einer vergrößerung der räume zu erblicken, vielmehr lautet das gebot: vergrößert die fenster, spart an wohnraum.“ - Walter Gropius: Die soziologischen Grundlagen der Minimalwohnung für die Städtische Bevölkerung, in: Die Wohnung für das Existenzminimum, Frankfurt am Main 1930, S. 17-19, hier S. 18
1.3.1.1.2. BAUBIOLOGIE
1.3.1.2. Ernst May
1.3.1.2.1. „Die Schwierigkeiten, die hier zu überwinden sind, erscheinen fast unüberbrückbar, gäbe es nicht einen unverrückbaren Maßstab für die Wertung des Gesamtproblems wie seiner einzelnen Teile: Den Menschen selbst. Allein die exakte Berücksichtigung der biologischen und soziologischen Bedingungen des Menschen, der für die Wohnung für das Existenzminimum in Frage kommt, wird uns von unfruchtbaren Theorien fernhalten und uns allmählich dem Ziele näherbringen, Wohbnungen zu bauen, die bei tragbarer Miete noch so gestaltet sind, daß sie den materiellen und geistigen Bedürfnissen ihrer Bewohner genügen.“ - Ernst May: Die Wohnung für das Existenzminimum, Frankfurt am Main 1930, S. 10-16, hier S. 15
1.3.1.2.2. ÖKONOMIE
1.3.1.3. Ferdinand Kramer
1.3.1.3.1. „Die Grundrissgestaltung darf logischerweise also nicht starr und […] festgelegt sein. Im Rahmen moderner Grundrisse bleibt es dem zukünftigen Bewohner freigestellt, beliebig über die Anzahl und die einzelnen Raumgrößen zu disponieren […] Der spätere Bewohner ist in der Lage, an die Ausgestaltung des von ihm gemieteten Wohnkomplexes Forderungen, die seinen Bedürfnissen entsprechen, zu stellen“ - Ferdinand Kramer: Die Wohnung für das Existenzminimum, in: Die Form 24, 4. Jg. 1929, S. 226-232
1.3.1.3.2. ÖKONOMIE
1.4. Publikation (3 Auflagen ('30-'33))
1.4.1. Buch in 2 Versionen
1.4.1.1. Einführung
1.4.1.1.1. Aufsätze
1.4.2. aus dem Inhalt
1.4.2.1. Die Internationalen Kongresse für neues Bauen Siegfried Giedion, Zürich
1.4.2.1.1. Internationale Kongresse für neues Bauen
1.4.2.1.2. - sich lösen von Bildern, wie ein Haus auszuschauen hat - Die Konstruktion "bietet vor allem die Möglichkeit, den neu auftauchenden biologischen Forderungen gerecht zu werden." - "Grundriss ... freier und flexibler machen, ... liegt in der konstruktiven Methode begründet" - Bauordnungen machen dies schwer - deshalb Zusammenschluss, sich über Grenzen hinweg abzustimmen... CIAM - Vorläufer des Themas: "Die Wohnung der Aermsten"-Verband für Wohnungswesen und Städtebau 1928 (Paris) und Sept.1929 (Rom) - Existenzminimum von 2000-2500 Mark nicht Ausschlaggebend, sondern ein biologisches Minimum wurde gefordert "Die Frage, was ist für den Lebenden unumgänglich notwendig, was kann er von einer als wirklich sozial und planmäßig arbeitend vorausgesetzten Wirtschaft als Mindestforderung verlangen, hat den Kongress zur Hauptsache beschäftigt." Hans Schmidt - Verweis auf das Fehlen wissenschaftlicher Grundlagen hierfür, und entsprechender Gespräche mit Soziologen und Hygienikern. - Gropius weist auf "Differenzierung der heutigen Gesellschaft" und "vielfachen nicht familiären Lebensformen" hin - Jedem Menschen steht "seine Ration Wohnung" zu - Verweis auf den nächsten Kongress, bei ähnlicher Fragestellung die Bodenausnützung untersucht.
1.4.2.2. Die Wohnung für das Existenzminimum Ernst May, Frankfurt a.M.
1.4.2.2.1. Die Wohnung für das Existenzminimum
1.4.2.2.2. - vorherige These: "je kleiner die Wohnung, desto teurer der Preis für eine Raumeinheit" - "Schafft uns Wohnungen, die, wenn auch klein, doch gesund und wohnlich sind und liefert sie vor allem zu tragbaren Mietsätzen" - Beantwortung der Fragen: * wer soll sie bauen ? * wie soll sie beschaffen sein ? "Allein die exakte Berücksichtigung der biologischen und soziologischen Bedingungen des Menschen, der für die Wohnung für das Existenzminimum in Frage kommt, wird uns von unfruchtbarer Theorie fernhalten und uns allmählich dem Ziele näher bringen, Wohnungen zu bauen, die bei tragbarer Miete noch so gestaltet sind, dass sie den materiellen und geistigen Bedürfnissen ihrer Bewohner genügen." - Forderung an den Architekten, "einmal ein paar Wochen in einer Arbeiterfamilie zuzubringen" - Verweis auf Hygieniker, Ingenieure, Physiker
1.4.2.3. Die Soziologischen Grundlagen der Minimalwohnung für die städtische Industriebevölkerung Walter Gropius, Berlin
1.4.2.3.1. Die Soziologischen Grundlagen der Minimalwohnung für die städtische Industriebevölkerung
1.4.2.3.2. "die geschichte der soziologie ist eine geschichte der allmählichen differenzierung des genus mensch von der wildheit über die zeit der barbarei zur zivilisation" - stetiges Fortschreiten der VERGESELLSCHAFTUNG familienfunktionen - erste Erkenntnisse einer GENOSSENSCHAFTLICHEN EPOCHE - früher werdendes Lösen der Kinder von den Eltern - Anspruch auch an kleinere Zellen - wichtig die NEUE ROLLE DER FRAU "vergrößert die fenster, spart an wohnraum" - Tendenz zum GROßHAUS - untermauert dies durch Lichteinfall und Freiflächen "der einwand der einseitigen vefachter des flachbaues gegen die idee des wohnhochhauses, daß der naturtrieb den menschen am boden festhalte, ist biologisch unbewiesen" Forderungen an den Staat: " 1. die vergeudung öffentlicher gelder für zu große wohnungen verhindere, dagegen die geldbeschaffung zum bau von minimalwohnungen, für die eine obere wohnungsgröße festzusetzen ist, erleichtere. 2. daß er die aufschließungskosten für die minimalwohnung herabsetzt. 3. daß er bauland bereitstellt und es der bodenspekulation entzieht und 4. die städtebaulichen, tiefbautechnischen und hochbautechnischen bauvorschriften nach möglichkeit erleichtere Zitat Hans Schmidt "ration wohnung"
1.4.2.4. Analyse des éléments fondamentaux du problème de la "Maison Minimum" Le Corbusier et Pierre Jeanneret, Paris
1.4.2.4.1. Analyse des éléments fondamentaux du problème de la "Maison Minimum"
1.4.2.4.2. "Wir müssen neue Methoden finden und anwenden, klare Methoden, die es uns erlauben, Pläne für das Heim zu erarbeiten, die sich natürlicherweise der Standardisierung, Industrialisierung und Taylorisierung (Massenproduktion) bedienen." - frei übersetzt Forderung der Trennung von Anordnung und Ausstattung des Hauses gegenüber dem Bau des Hauses --> von ein organisiertes System von Zirkulation gegenüber einem System von Struktur - Bestimmung des Mindestgehaltes verschiedener Funktionsbereiche; ein Mindest-"Container"-Standard, der biologisch begründet ist - Fassade als Anbieter von Licht - erklärt das Prinzip des Domino Hauses, Böden unabhängig von Fassade - unabhängige Rahmen, freie offene Fassade, den Bewegungsabläufen (Zirkulationen) angepasst. - Massenfertighausbau, standardisierte Rahmen, die topografisch angepasst werden die Gefahr das der Architekt überflüssig wird - Die Forderung nach wissenschaftlichen Erkenntnissen der Architektur aus Biologie, Physik, Chemie - "müssen von den Wilden lernen" und nach wissenschaftlichen Erkenntnissen streben "Das Minimalhaus wird uns nicht der architektonischen Aufgaben berauben" - frei übersetzt "Die Idee ist einfach: um zu handeln, muss man horizontale Flächen zum Schutz vor Regen haben, vor Temperatur, vor Neugier. Das ist alles!" - Verweis auf "pilotis" und Verkehrsprobleme ‘breathe, hear, see’ or again: ‘air, sound, light’ or again: ‘ventilation and isothermics (even temperature), acoustics, radiation of light,’
1.4.2.4.3. “our studies (...)result in a revision of the dwelling’s functions, with this short, concise (and so very revolutionary) phrase as a slogan: ‘breathe, hear, see’ or again: ‘air, sound, light’ or again: ‘ventilation and isothermics (even temperature), acoustics, radiation of light,’
1.4.2.5. L'Organisation de l'Habitation Minimum Victor Bourgeois, Bruxelles
1.4.2.6. Bauvorschriften und Minimalwohnung Hans Schmidt, Basel
1.4.3. Zusammenfassend - Grundrisse
1.4.3.1. Vergleich von 100 stilisierten Wohnungsgrundrissen, die unter Raumgrößen und Hüllflächen vergleichbar gemacht werden sollen
1.4.3.2. Darüber hinaus werden Sonderlösungen aufgeführt: Schiffskabinen, Hotelwohnungen und Hotelzimmer
1.4.3.3. Differenzierung nach Einfamilienhäusern, Zweifamilienhäusern, Mehrfamilienhäusern und Sonderlösungen
1.5. Ausstellung (als Wanderaustellung)
1.5.1. Plakat
1.6. Publikationen in Folge mit direkten Bezug
1.6.1. Minimalwohnung Karel Teige (1932)
1.6.1.1. Neue Idee
1.6.1.1.1. “The kitchen is the nerve center of the apartment-household, (...) it is the best designed and most rationalized room of the modern house, simply because as a place of production, a workshop, or a miniature factory, it was the most obvious place to apply the organizational experiences of modern factory production methods — in this case, to the processes of food preparation.”
1.6.1.1.2. “Whether ‘model house,’ ‘experimental villa,’ ‘minimum house,’ or a modern apartment house for the poor, all are solutions presented at the scale of a family…Assuming that members of a couple are active wage earners and that the woman works in production, then surely a kitchen and a traditional family household are, for all practical purposes, a burden… Thus, the newly perfected ‘Frankfurter kitchen’ does not really solve anything.” S 172
1.6.1.1.3. “As a result, the family has become atomized into independent individuals, which in turn has made it necessary for individuals to maintain a certain psychological distance vis-à-vis each other even in marriage, and therefore at home as well. For these reasons, any rational solution to the minimum dwelling must posit the following rule as its most basic requirement: each adult individual must have his or her own separate (living and sleeping) space.”
1.6.1.1.4. Teige, finally, summarizing his conclusions on the problem of the minimum dwelling, connected the social aspect of providing housing for the masses with the modernist theme of industrialized building. “Thus, too, the dwelling cell must be considered the primary and essential unit of space provided for every adult working individual,” wrote Teige. “The living cell is a strictly standardized element: the common basic needs of dwelling and lodging for the masses are therefore served by a mass-produced, standardized abode.” S 351
1.6.1.1.5. Most of the authors who wrote on the problem of minimum dwelling for the CIAM-2 Frankfurt conference were communists (Teige, Stam, Schmidt) or at the least Social-Democrats (May, Victor Bourgeois, Schütte-Lihotzky), and so they expressed a common sense of solidarity with the urban proletariat — sometimes bordering on facile workerism.
1.6.1.1.6. "To be scientific, the architectural avant-garde must adopt the methods of dialectical materialism and orient its thinking on social issues toward Marxism. (...) It is demagogic nonsense to believe the current propaganda in the newspapers claiming that the conflicts between the interests of the property owners and those without a place to live can or will ever be resolved with the help of a system controlled by capitalists!" S 400
1.6.1.1.7. zieht den Vergleich zu Wohnheimen
1.6.2. Der Bau von Kleinwohnungen mit tragbaren Mieten Franz Schuster (1931)
1.6.2.1. Buch
1.6.2.1.1. Beispiele
1.6.3. Die Wohnung für das Existenzminimum Aufsatz von Ferdinand Kramer
1.6.3.1. „Die Grundrissgestaltung darf logischerweise also nicht starr und […] festgelegt sein. Im Rahmen moderner Grundrisse bleibt es dem zukünftigen Bewohner freigestellt, beliebig über die Anzahl und die einzelnen Raumgrößen zu disponieren […] Der spätere Bewohner ist in der Lage, an die Ausgestaltung des von ihm gemieteten Wohnkomplexes Forderungen, die seinen Bedürfnissen entsprechen, zu stellen“ - Ferdinand Kramer: Die Wohnung für das Existenzminimum, in: Die Form 24, 4. Jg. 1929, S. 226-232
1.6.4. Rationelle Bebauungsweisen Siegfried Giedion (1932)
1.6.4.1. Buch
1.6.4.1.1. Titel
2.1. Jahreszahl .
2.1.1. 1900 - 1910 .
2.1.1.1. 1910-1920 .
2.1.1.1.1. 1920-1930 .
2.2. Allg. Entwicklung .
2.2.1. 1905 Alfred Marshall .
2.2.1.1. .
2.2.1.1.1. 1927 Alexander Klein, Grundrisswiss. 1928 Reichsforschungsgesellschaft: "Kleinswohnungsgrundrisse" 1928 11. Kongress des Verbandes für Wohnungswesen und Stb. 1929 12. Kongress des VfWuStb 1929 Giedion Befreites Wohnen 1929 CIAM II 1930 Int. Hygiene Ausstellung .
2.3. gestzl. Bestimmungen .
2.3.1.1. .
2.3.1.1.1. 1930 Reichswohnungsprogramm .
2.4. sonstiges
2.4.1. bis 1939 Haushalt und Familie wurden begrifflich nicht getrennt - Mehrpersonen- haushalte sind "Familienhaushalte" (Häusermann/Siebel, 18)
3. Unterteilung
3.1. - soziokulturelles Existenzminimum (sozialstaatl. Praxis)
3.1.1. den Bedarf, um bei sparsamen Wirtschaften, am Gesellschaftsleben teilzunehmen; VGL Art.1 Abs.1 GG VGL Art.20 GG
3.1.2. Bedarfsgerechtigkeit und sozio-kulturelles Existenzminimum
3.2. - schuldrechtliches Existenzminimum (pfändungsfreie E)
3.3. - steuerrechtliches Existenzminimum (Grundfreibetrag)
4. Alfred Marshall (1905)
4.1. Das Existenzminimum aus ökonomischer Sicht
4.2. „Der zur Erhaltung der vollen Leistungsfähigkeit notwendige Existenzbedarf eines gewöhnlichen Landarbeiters oder ungelernten städtischen Tagelöhners und seiner Familie […] besteht, so kann man sagen, aus einer guten Wohnung mit mehreren Zimmern, aus warmer Kleidung mit etwas Wechsel in Unterkleidern, frischem Wasser, reichlicher Getreidenahrung, mäßig viel Milch, Fleisch, ein wenig Tee etc. und aus etwas Bildung und Erholung; schließlich ist erforderlich, dass die Arbeit seiner Frau genug Zeit lässt, um ihr die ordentliche Erfüllung ihrer Pflichten als Mutter und Gattin zu ermöglichen. Wenn ungelernte Arbeiter in irgend einer Gegend eines dieser Dinge entbehren müssen, so wird ihre Leistungsfähigkeit in der selben Weise leiden, wie die eines Pferdes, das nicht sorgfältig gepflegt wird, oder einer Dampfmaschine, welche ungenügend gespeist wird. Jede Konsumtion bis zu dieser Grenze ist absolut produktive Konsumtion.“ - aus Alfred Marshall: Das Existenzminimum aus ökonomischer Sicht: Handbuch der Volkswirtschaftslehre, Stuttgart Berlin 1905, S. 115.
5.1.1. Soziologie des Wohnens Häusermann/Siebel (1996), 2.Auflage 2000
5.1.1.1. Allgemein
5.1.1.1.1. "Die Wohnung ist symbolische Gestaltung von Vorstellungen über die richtige Art zu leben" S15
5.1.1.1.2. Im 20.Jh fallen diese zusammen mit dem Leitbild des "Familiengerechten Wohnens"
5.1.1.1.3. "Der Idealtypus des modernen, kleinfamilien Wohnens ist nicht nur in DIN-Normen und den subjektiven Wohnwünschen präsent. Er ist auch institutionalisiert in Gesetzen, Förderrichtlinien, Finanzierungsbestimmungen und in den kategorien der amtlichen Statistik" S17
5.1.2. Standard oder Individualwohnung Gerd Kuhn, Aufsatz in Arch+ 158, 2001
5.1.3. Arch+ 176/177 "wohnen"
5.1.4. Arch+ 158 "Houses on Demand"
5.1.5. Arch+ 48 "Die moderne Architektur (1924-1933)"
5.1.6. Wohnen, über den Verlust der Behaglichkeit, Rybezynski, 1987
5.2. Diskurs
5.2.1. Wieviel Raum bracuht der Mensch - Wohnen für das Existenzminimum Weißenhof-Institut, 1996
5.3. CIAM Diskurs 1928-1933
5.3.1. Die Wohnung für das Existenzminimum Veröffentlichung zum Kongress, 3. Auflage 1933
5.3.2. Die Wohnung für das Existenzminimum 1. Auflage, 1929
5.3.3. Befreites Wohnen Sigfried Giedion, 1929
5.3.4. CIAM Texte (1, 1928 - 5, 1939) Birkhäuser 1979
5.3.5. Normierung, Typisierung, Bauen für das Existenzminimum - Der Werkbung und die neue Aufgabe im sozialen Staat, in: Der Werkbund in Deutschland, Österreich und der Schweiz, Lucius Burckhardt, 1977
5.3.6. Die Einraumwohnung als räumliches Manifest - Untersuchung zum Innenraum der 1930er Jahre Doris Weigel, 1996
5.3.7. Die Befreiung des Wohnens : ein Architekturphänomen der 20er und 30er Jahre, Vetter, 2000
5.3.8. Wieviel Raum braucht der Mensch? : Wohnen für das Existenzminimum, Schulte 1996
5.3.9. Wohnen: aber wie ?, Werkbund 2009
5.3.10. Neues Wohnen 1929/2009, Jovis Verlag, Werkbund 2011
5.4. WERKBUND
5.4.1. Der Deutsche Werkbund - 1907, 1947, 1987 ... Aufsatzsammlung, 1987
5.4.2. Neue Idee
5.5.1. Wohnen und Bauen in Zahlen 2010/2011 Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
5.5.1.1. Zahlen 1996-2010
5.5.2. Statistisches Bundesamt
5.5.2.1. Zahlen 1969-2006
5.5.3. Existenzminimumsberichte
5.6. Filme
5.6.1. WDR 1985 Die Wohnung für das Existenzminimum, 45min Reportage
5.7.1. - Wieviel Platz braucht der Mensch - Wohnung eines Alleinstehenden von 45qm auf 25qm zu verkleinern Bundesministerium für Arbeit und Soziales (2010) vgl. CIAM 38qm Fabrikarbeiter vgl . Reichsgrundsätze für den Kleinwohnungsbau 1931 32-45qm - Regelsätze zur Wohnungsbauförderung / Städtebauförderung - div. wissenschaftl. Arbeiten - gestzl. Grundlagen SGB II - Menschenrechtskonvention - Völkerrecht: Menschenwürde Existenzminimum - Bauhaus award „Wohnung für das Existenzminimum“ 2007/2008 - Wohnen kostet Raum, Berthold
6. Festsetzungen für die Minimalwohnung
6.1. Bau-Gesetze
6.1.1. Reichswohnungsprogramm (1930)
6.1.1.1. 32-40qm zwei Betten 40-50qm drei Betten 45-55qm vier Betten Zimmer ab 6qm Mitwirkung Bruno Taut
6.1.2. Reichsgrundsätze für den Kleinwohnungsbau (10.1.1931)
6.1.2.1. - Geförderter Wohnungsbau zwischen 32-45qm - bei Familien mit Kindern kleiner als 60qm, Ausnahmen bei Einfamilienhäusern, - allerdings keine Bäder für eine einzelne Wohnung
6.1.3. 1. Wohnbaugesetz (1950) - Mangel an Wohnungen zu beseitigen
6.1.3.1. Hintergründe
6.1.3.2. Mindeststandard
6.1.3.2.1. 1. Wohnungsbaugesetz (1950) Der Unterausschuss für Innenausstattung des Ausschusses für sofortige Baukostensenkung – errichtet bei der Bundes-Baukostenkonferenz – hat Ende 1950 folgende Mindestbedingungen für die Normalausstattung der öffentlich geförderten Wohnungen aufgestellt, die in den Förderungsrichtlinien für verbindlich erklärt werden sollen und die u. E. auch als Mindestmerkmale für den sozialen Wohnungsbau anzusehen sind.
6.1.3.2.2. Danach gehören zur Normalausstattung: 1. Fließendes Wasser, 2. Versorgung mit Gas, elektr. Energie oder einem von beiden, 3. WC in oder an der Wohnung, 4. separater Wasseranschluss außerhalb der Küche, 5. Rauchrohranschluss in allen Zimmern abzüglich eines Zimmers, sowie in der Küche, 6. Verputz oder ähnliche einfache saubere Wand- und Deckenbehandlung in Wohnung und Treppenhaus, 7. einfacher Anstrich in der Wohnung, 8. Einfachfenster (soweit klimatisch tragbar), 9. Beleuchtung von Treppenhäusern in Geschoßhäusern, 10. gemeinsame Waschküche und gemeinsamer Trockenraum, 11. Kellerraum, 12. eine Steckdose in der Küche und in den Zimmern abzüglich eines Zimmers, 13. separate Abstellmöglichkeit für Besen, Eimer und ähnliche Haushaltsgegenstände. Quelle: Das Erste Wohnungsbaugesetz. Kommentar v. Julius Brecht. Hamburg 1951
6.1.3.3. Paragraphen
6.1.3.4. Zusammenfassend
6.1.4. 2. Wohnbaugesetz (1956) - Eigenheim als Bollwerk der Demokratie
6.1.4.1. Hintergründe
6.1.4.1.1. 27.6.1956 "weite Kreise des Volkes, durch Bildung von Einzeleigentum, besonders in der Form von Familienheimen, mit dem Grund und Boden zu verbinden"
6.1.4.1.2. Adenauer (1951): "Die Schaffung von Eigenheimen muss (…) als sozial wertvollster und am meisten förderungswürdiger Zweck staatlicher Wohnungsbau- und Familienpolitik anerkannt werden. (…) gerade der Besitzlose (soll) durch Sparen, Selbsthilfe und öffentliche Förderungsmittel zum Eigenheim gelangen und so der Proletarisierung und der Vermassung entrissen werden." HDW Städtebau 1959, 498, zitiert nach Gabriele Clemens, Kulturpolitik im besetzten Deutschland 1945-1949
6.1.4.1.3. Bundesministerium für Wohnungsbau (1960) "Gerade in unserer bedrohten Lage am eisernen Vorhang hängt unsere Zukunft davon ab, daß es gelingt, persönliches Eigentum in möglichst vielen Händen zu schaffen. (…) Der auf die Auflösung der Eigentumsordnung gerichteten Politik des Kommunismus steht die mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln geförderte Eigentumspolitik der Bundesregierung gegenüber" Grundsätze (1960) --> "regierungsamtliche Richtlinie für den Wohnungsbau = 'Festungsmentalität' "
6.1.4.2. Paragraphen
6.1.4.3. Zusammenfassend
6.2. Sozial Gesetze
6.2.1. Eckregelsatz
6.2.1.1. welcher die minimalen Lebenshaltungskosten eines Alleinstehenden abdecken soll ./. mit Ausnahme der Kosten für Unterkunft und Heizung (bei "angemessener" Höhe; VGL §22 SGB II und §29 SGB XII
6.2.2. Sozialgesetzbuch SGB II Grundsicherung für Arbeitssuchende
6.2.2.1. Struktur
6.2.2.1.1. Arbeitslosengeld ALG II
6.2.2.1.2. Sozialgeld
6.2.2.1.3. Sozialhilfe SGB XII
6.2.2.2. §22 SGB II Bedarfe für Unterkunft und Heizung
6.2.2.2.1. Handlungsempfehlung (9/2004) Berechnung der Kosten für Unterkunft und Heizung (KdU) gem. § 22 SGB II "Die Agenturen sind aufgefordert, mit den kommunalen Trägern im Einzelnen die ma- teriell-rechtlichen Anforderungen an die Bewilligung und nähere Modalitäten der Zu- sammenarbeit zu klären."
6.2.2.2.2. Örtliche Richtlinien
6.2.3. Wohngeld
6.3. Förderrichtlinien
6.3.1. Wohnraumförderungsgesetz - löst Wohnbaugesetze ab (seit 2001)
6.3.1.1. §10 Wohnungsgrößen ... der Zweckbestimmung angemessene Größe ...
6.4. Finanzierungsbestimmungen
6.5. amtliche Statisktik
6.6. DIN 18011
6.6.1. 1951 DIN 18011 Stellflächen für Möbel und Öfen im Sozialen Wohnungsbau
6.6.2. 1967 DIN 18011 Stellflächen, Abstände und Bewegungsflächen im Wohnungsbau (überarbeitet)
6.6.2.1. - Starre Funktionszuordnung der einzelnen Räume - Vorraussetzung scheint Vater-Mutter-Kind Musterfamilie - Spielfläche = 1,2x1,8m (unabhängig der Anzahl der Kinder) - ein Einbettzimmer kann unter 7qm groß sein - Zwei-Bett-Kinderzimmer ist 11qm - Elternschlafzimmer ist 12qm - Wohnzimmer wächst mit Personenzahl (18,20,22,24qm)
6.6.3. 1984 DIN 18011 Wohnungen, Wohnräume, Raumzuordnungen, Stellflächen, Abstände (nur Entwurf)
6.6.3.1. - keine Funktionsgebundenen Räume ? (Eßplatz, Einpersonenraum, Mehrpersonenraum, Wohnraum) - Mindestraumfläche von 9,5qm - Teilbarkeit eines Mehrpersonenraumes über 16qm
6.6.4. Sammlung zum Entwurf
6.6.4.1. seit 1987 mehrmalige Versuche die Novellierung der DIN wiederzubeleben, Kindgerechte Zimmer 1990 (26.März) / Ausschuss für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau (alle Fraktionen), Ablehnung des Antrages der GRÜNEN, Appell an die Bundesregierung ihre Rolle im Normenausschuss wahrzunehmen und die Verhandlungen wieder zubleiben. Eine Streichung der DIN hätte die Konsequenz keiner Mindestgrößen für Räume, so GRÜNE
6.6.4.2. seit 1986 Blockade der Festsetzung der DIN durch Beteiligte: ARGE Bau (beteiligte Minister der Länder) / Bundesarchitektenkammer tritt für Streichung ein Gesamtverband gemeinnütziger Wohnungsunternehmer
6.6.4.3. ende 1984 / Ausschuss für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau hält jegliche Größenangaben für nicht Sinnvoll
7. Struktur Thesis
7.1. Fragestellung
8. WERKBUND
9.1. Architekten hofften nach dem Vorbild der betrieblichen Rationalisierung mittels Organisation des Wohnbereichs die "Gesamtarbeitsleistung des Volkes und die energetische "Kraftbilanz" der Gesellschaft insgesamt optimieren zu können. (Thomas Etzemüller, Die Ordnung der Moderne: social Engineering im 20.Jahrhundert.) Auffallend ist das Wohnzimmer als größter Raum, als Repräsentationsraum (Häusermann) Es sollte "auch in den kleinsten Wohnungen als Hauptaufenthaltsraum de Familie wenigstens ein Wohnzimmer von behaglicher Weiträumlichkeit ermöglicht werden, das während der Ruhestunden die heutige Enge vergessen lässt" (Alexander Klein, Schema zur Grundrissbewertung, 1930) VGL DIN 18011, das Wohnzimmer als einziger Raum von dem eine Mindestgröße verlangt wird. vorheriger Wohnungsbau auf Repräsentanz aus, BSP Frankfurter Stockwerkwohnung: 1 Raum muss mindestens zu Straße zeigen (Arch+ 158) Die Anordnung von Räumen richtete sich auch nach einer symbolischen Repräsentanz, symbolische Hierarchie, vgl Großbürgerliche Stadtwohnung, Arbeiterwohnungen waren neutral, alleinige fixierte Bezeichnungen waren Küche und Bad. (Arch+ 158) in den zwanziger Jahren Grundrisswissenschaft (Arch+ 158), zuvor war Städtebau der neutralen Grundrissgestaltung überstellt, hiermit musste sich der Städtebau nun dem Wohnungsbau unterordnen. (Arch+ 158) VGL (Gustaf Wolf, die Grundrissstaffel, 1931, S32) … der Architekt entwirft nicht Hohlräume, kein Gerüst, er entwirft Lebensformen! -- objektive Analyse der Grundrisswissenschaft. -- wissenschaftliches Laboratorium der Wohnung, Bewegungsstudien und -Abläufe -- Blockrandbebauung wurde durch Zeilenbauweise verdrängt, Durchflutung mit Luft und Licht. Verwissenschaftlichung von Grundrissen Grundrissanalyse im Zeitverlauf
10.1. SOEP Sozioökonomisches Panel
10.1.1. Entwicklung 1990-2008 http://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.343255.de/diw_sp0236.pdf
10.1.2. Mietbelastungsquote ca.28%
10.1.3. Wohnfläche pro Haushaltsmitglied 55qm/west ; 46qm/ost
Operatives Projektmanagement SS2011 - Begriffe

References: Art.1
 Art.20
 §22
 §29
 §22
 § 22
 §10