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Timestamp: 2016-10-22 07:13:27+00:00

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2C_13/2012 (08.01.2013)
Die kubanische Staatsangeh�rige X.________ (geb. 1986) heiratete am 27. M�rz 2007 in ihrem Heimatland einen in der Schweiz aufenthaltsberechtigten 25 Jahre �lteren deutschen Staatsangeh�rigen. Am 2. Juli 2008 reiste X.________ mit einem Visum zwecks Besuchsaufenthalt in die Schweiz ein mit der Absicht, anschliessend mit dem Ehemann in Kuba zu leben. Am 5. August 2008 stellte der Ehemann f�r seine Ehefrau ein Familiennachzugsgesuch, worauf X.________ eine bis am 1. Juli 2013 g�ltige Aufenthaltsbewilligung EG/EFTA erteilt wurde. Im Jahr 2010 erhielt der Ehemann die Niederlassungsbewilligung.
Schon nach einigen Monaten kam es zu ehelichen Schwierigkeiten. Bereits mit Schreiben vom 25. Januar 2009 bzw. 6. M�rz 2009 forderte der Ehemann X.________ durch seine Rechtsvertreterin auf, die eheliche Wohnung zu verlassen. In der Folge widerrief der Ehemann am 12. Juli 2009 gegen�ber dem Migrationsdienst die zugunsten seiner Ehefrau �bernommene Unterhaltsgarantie und �usserte den Verdacht, dass es sich seitens der Ehefrau um eine Scheinehe handle. Von der geplanten R�ckkehr nach Deutschland ohne seine Ehegattin und einer dortigen Scheidungsklage sah er in der Folge ab. Mit Schreiben vom 21. Februar 2010 best�tigte er jedoch, dass der Ehefrau, die sich zwischenzeitlich in Kuba aufgehalten und in dieser Zeit keinen Kontakt zu ihm hatte, jeglicher Ehewille fehlte. Am 5. Juni 2010 k�ndigte er die gemeinsame Wohnung. Eine Wiederaufnahme des Ehelebens stand sp�testens seit September 2010 nicht mehr zur Diskussion. Die gerichtliche Trennung erfolgte am 29. April 2011.
Mit Verf�gung vom 24. Juni 2010 widerrief das Amt f�r Migration des Kantons Bern, Migrationsdienst, wegen rechtsmissbr�uchlicher Berufung auf die Ehe die Aufenthaltsbewilligung von X.________ und wies sie aus der Schweiz weg.
Die Polizei- und Milit�rdirektion des Kantons Bern wies die dagegen erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 25. Januar 2011 ab. Gegen diesen Entscheid beschwerte sich X.________ unter sinngem�sser Berufung auf Art. 50 AuG beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern. Dieses wies die Beschwerde mit Urteil vom 29. November 2011 ab und setzte X.________ eine neue Ausreisefrist auf den 13. Januar 2012 an (Ziff. 1 des Urteilsdispositivs). Zur Begr�ndung f�hrte es aus, zwischen dem geltend gemachten H�rtefallgrund und der Ehe bestehe kein hinreichender Bezug, zudem sei auch die R�ckkehrunm�glichkeit nicht erwiesen.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 4. Januar 2012 beantragt X.________, das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. November 2011 betreffend dessen Ziffer 1 aufzuheben und vom Widerruf der Aufenthaltsbewilligung EG/EFTA abzusehen, eventualiter die Sache unter Feststellung ihres Rechtsanspruchs auf die Aufenthaltsbewilligung im Sinne der Erw�gungen an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Weiter ersucht sie um Erteilung der aufschiebenden Wirkung sowie um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege und Verbeist�ndung.
Der Migrationsdienst des Kantons Bern hat auf Vernehmlassung verzichtet. Das Verwaltungsgericht und die Polizei- und Milit�rdirektion des Kantons Bern sowie das Bundesamt f�r Migration schliessen auf Abweisung der Beschwerde.
Mit Verf�gung vom 10. Januar 2012 hat der Pr�sident der II. �ffentlich-rechtlichen Abteilung des Bundesgerichts der Beschwerde hinsichtlich der Ausreiseverpflichtung antragsgem�ss aufschiebende Wirkung zuerkannt.
1.1 Auf dem Gebiet des Ausl�nderrechts ist die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen Entscheide ausgeschlossen, welche Bewilligungen betreffen, auf die weder das Bundesrecht noch das V�lkerrecht einen Anspruch einr�umen (Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG). F�r das Eintreten gen�gt, wenn der Betroffene in vertretbarer Weise dartut, dass potenziell ein Anspruch auf die Bewilligung besteht; ob die jeweiligen Voraussetzungen tats�chlich gegeben sind, bildet Gegenstand der materiellen Beurteilung (BGE 136 II 177 E. 1.1 S. 179 f., 497 E. 3.3 S. 500 f.). Gegen den Widerruf einer Aufenthaltsbewilligung kann praxisgem�ss losgel�st von einem Rechtsanspruch an das Bundesgericht gelangt werden, soweit diese weiterhin Rechtswirkungen entfalten w�rde (vgl. BGE 135 II 1 E. 1.2.1 S. 4). Vorliegend macht die Beschwerdef�hrerin einen nachehelichen H�rtefall geltend (Art. 50 AuG; SR 142.20).
1.2 Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, wie die Vorinstanz ihn festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann diesen bloss berichtigen oder erg�nzen, falls er offensichtlich unrichtig oder in Verletzung wesentlicher Verfahrensrechte ermittelt worden ist (Art. 105 Abs. 2 BGG). Der Betroffene muss dartun, dass und inwiefern der festgestellte Sachverhalt in einem entscheidwesentlichen Punkt klar und eindeutig mangelhaft erscheint (vgl. Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 133 II 249 E. 1.4.3; 133 III 350 E. 1.3, 393 E. 7.1, 462 E. 2.4). Auf rein appellatorische Kritik an der Sachverhaltsermittlung oder der Beweisw�rdigung tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 136 II 101 E. 3 S. 104 f.).
2.1 Die Beschwerdef�hrerin hat als Ehegattin eines EU-B�rgers gest�tzt auf das Freiz�gigkeitsrecht grunds�tzlich einen Anspruch auf die widerrufene Bewilligung, solange die Ehe formell fortbesteht (Art. 7 lit. d des Abkommens zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europ�ischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits �ber die Freiz�gigkeit [FZA; SR 0.142.112.681] i.V.m. Art. 3 Anhang I FZA; Urteil des EuGH vom 13. Februar 1985 C-267/83 Diatta, Rec. 1985 S. 567; BGE 130 II 113 E. 8 S. 127 ff.). Dieses Recht steht indessen unter dem Vorbehalt des Rechtsmissbrauchs (BGE 130 II 113 E. 9 S. 129 ff.); fehlt der Wille zur Gemeinschaft und dient das formelle Eheband ausschliesslich (noch) dazu, die ausl�nderrechtlichen Zulassungsvorschriften zu umgehen, f�llt der Anspruch dahin (Urteil 2A.557/2002 vom 3. Juni 2004 E. 5). Die abgeleitete Bewilligung des Drittstaatsangeh�rigen kann in diesem Fall mangels Fortbestehens der Bewilligungsvoraussetzungen gest�tzt auf Art. 23 Abs. 1 VEP (SR 142.203) i.V.m. Art. 62 lit. d AuG (Nichteinhalten einer mit der Verf�gung verbundenen Bedingung) widerrufen werden, da das Freiz�gigkeitsabkommen diesbez�glich keine eigenen abweichenden Bestimmungen enth�lt (vgl. Art. 2 Abs. 2 AuG).
2.2 Bereits im Februar 2010 hatte der Ehegatte klar zum Ausdruck gebracht, dass der Beschwerdef�hrerin jeglicher Ehewille fehlte. Am 5. Juni 2010 k�ndigte er die gemeinsame Wohnung und sp�testens seit September 2010 bestand unbestrittenermassen keine Hoffnung auf Wiederaufnahme der ehelichen Gemeinschaft mehr. Nur wenn die Voraussetzungen des Verbleiberechts f�r Drittstaatsangeh�rige (vgl. Art. 4 Anhang I FZA) erf�llt sind, besteht freiz�gigkeitsrechtlich ein entsprechender Anspruch fort. Mit dem materiellen Scheitern der Ehe - das auch von der Beschwerdef�hrerin nicht bestritten wird - sind die Bewilligungsvoraussetzungen dahingefallen und durfte die an sich auf f�nf Jahre erteilte Bewilligung deshalb vorzeitig widerrufen werden.
3.1 Ausl�ndische Ehegatten von Schweizer B�rgern haben unter Vorbehalt von Art. 51 Abs. 1 AuG Anspruch auf Erteilung und Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit ihrem Partner zusammenwohnen. Der Bewilligungsanspruch besteht trotz Aufl�sens bzw. definitiven Scheiterns der Ehegemeinschaft fort, wenn diese mindestens drei Jahre gedauert und die betroffene ausl�ndische Person sich hier erfolgreich integriert hat (Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG) bzw. wichtige pers�nliche Gr�nde einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG). Da EU-B�rger und ihre Angeh�rigen freiz�gigkeitsrechtlich nicht schlechter gestellt werden d�rfen als Schweizer B�rger in der gleichen Situation (vgl. Art. 2 FZA), kann sich die Beschwerdef�hrerin - losgel�st von der Bewilligungssituation ihres Ehegatten - auf diese Bestimmung berufen.
3.2 Die Voraussetzungen von Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG sind vorliegend schon deshalb nicht erf�llt, weil die in der Schweiz gelebte Ehegemeinschaft unbestrittenermassen keine drei Jahre gedauert hat (vgl. BGE 136 II 113 E. 3.3). Obwohl sich die Beschwerdef�hrerin in ihrer Eingabe auch auf Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG beruft, bringt sie diesbez�glich nichts vor und beziehen sich ihre Ausf�hrungen ausschliesslich auf lit. b).
3.3 Die "wichtigen pers�nlichen Gr�nde" nach Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG m�ssen den weiteren Aufenthalt "erforderlich" machen. Nach Art. 50 Abs. 2 AuG und der bundesgerichtlichen Rechtsprechung dazu (BGE 137 II 345 E. 3.2.2 S. 349) kann dies namentlich der Fall sein, wenn die ausl�ndische Person mit abgeleitetem Aufenthaltsrecht Opfer ehelicher Gewalt geworden ist oder wenn ihre soziale Wiedereingliederung im Herkunftsland stark gef�hrdet erscheint. Dabei ist etwa an geschiedene Frauen (mit Kindern) zu denken, welche in ein patriarchalisches Gesellschaftssystem zur�ckkehren und dort wegen ihres Status als Geschiedene mit Diskriminierungen oder �chtungen rechnen m�ssten. M�gliche weitere Anwendungsf�lle bilden (gescheiterte) unter Zwang eingegangene Ehen oder solche im Zusammenhang mit Menschenhandel. Der Verbleib in der Schweiz kann sich zudem auch dann als erforderlich erweisen, wenn der Ehegatte, von dem sich die Aufenthaltsberechtigung ableitet, verstirbt (vgl. BGE 137 II 1 E. 3 f.). Schliesslich ist nach der Ehe auch den Interessen gemeinsamer Kinder Rechnung zu tragen, falls eine enge Beziehung zu ihnen besteht und diese in der Schweiz ihrerseits gut integriert sind (Botschaft AuG, a.a.O., 3754 Ziff. 1.3.7.6).
3.4 Ein wichtiger pers�nlicher Grund kann sich aber auch aus anderen Umst�nden oder Aspekten im In- oder Heimatland der betroffenen Person ergeben. Da es im Rahmen von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG um nacheheliche H�rtef�lle geht, d.h. an die urspr�nglich aus der Ehe abgeleitete Bewilligung angekn�pft wird, sind auch die Umst�nde, die zum Abschluss bzw. zur Aufl�sung der Ehe gef�hrt haben, von Bedeutung. Insoweit rechtfertigt es sich, im Todesfall des Partners etwa Piet�tsgr�nde in die Gesamtw�rdigung einfliessen zu lassen (vgl. BGE 137 II 1 E. 4.1). Hat der Aufenthalt nur k�rzere Zeit gedauert und wurden keine engen Beziehungen zur Schweiz gekn�pft, l�sst sich ein Anspruch auf weiteren Verbleib nicht begr�nden, wenn die erneute Integration im Herkunftsland keine besonderen Probleme stellt (Botschaft AuG, a.a.O., 3754 Ziff. 1.3.7.6). Entscheidend ist, ob die pers�nliche, berufliche und famili�re Wiedereingliederung als stark gef�hrdet zu gelten hat, und nicht, ob ein Leben in der Schweiz einfacher w�re (vgl. BGE 137 II 345 E. 3.2.3 S. 350). Wegweisungsvollzugshindernisse stellen ebenfalls Aspekte dar, die unter Umst�nden geeignet sind, einen nachehelichen H�rtefall im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b i.V.m. Abs. 2 AuG zu begr�nden (BGE 137 II 345 E. 3.3.2 S. 351 f.). Ein pers�nlicher, nachehelicher H�rtefall setzt aufgrund der konkreten Umst�nde des Einzelfalls eine erhebliche Intensit�t der Konsequenzen f�r das Privat- und Familienleben der ausl�ndischen Person voraus, die mit ihrer Lebenssituation nach dem Dahinfallen der gest�tzt auf Art. 42 Abs. 1 bzw. Art. 43 Abs. 1 AuG abgeleiteten Anwesenheitsberechtigung verbunden sind (vgl. Urteil 2C_993/2011 vom 10. Juli 2012 E. 3.1, zur Publikation vorgesehen). Da Art. 50 Abs. 1 AuG von einem Weiterbestehen des Anspruchs nach Art. 42 und 43 AuG spricht, muss der H�rtefall sich auf die Ehe und den damit verbundenen Aufenthalt beziehen (vgl. BGE 137 II 345 E. 3.2.3 S. 350).
4.1 Die Beschwerdef�hrerin begr�ndet die Gef�hrdung ihrer Wiedereingliederung in Kuba ausschliesslich mit den heimatlichen Gesetzesbestimmungen, wonach kubanischen Staatsangeh�rigen die definitive R�ckkehr nach Kuba verweigert werden kann. Sonstige Umst�nde, die einen nachehelichen H�rtefall begr�nden k�nnten, sind weder dargetan noch ersichtlich. Die Beschwerdef�hrerin pflegt keine besonders engen Beziehungen zur Schweiz und ist hier nur beschr�nkt integriert. Im �brigen hat sie den Kontakt zur Heimat aufrecht erhalten und hat sich zudem besuchsweise dorthin begeben. Es darf davon ausgegangen werden, dass sie in Kuba, wo sie aufgewachsen ist, immer noch �ber ein intaktes Bezugsnetz verf�gt. Bis zu ihrer Ausreise in die Schweiz hat die Beschwerdef�hrerin bei ihren Eltern gewohnt, die nach wie vor in Kuba leben und auf deren Unterst�tzung sie bestimmt auch nach ihrer R�ckkehr z�hlen kann. Ihre erneute Integration im Heimatland w�re somit nur gef�hrdet, wenn ihr die definitive R�ckkehr von den heimatlichen Beh�rden verweigert w�rde.
4.2 Die Vorinstanz hat das Vorliegen eines nachehelichen H�rtefalls verneint mit der Begr�ndung, der Grund des allf�lligen Verlusts des Residenzrechts liege nicht prim�r in der Ehe und der damit verbundenen Ausreise, weshalb insofern kein hinreichender Bezug zur Ehe bestehe. Zudem erachtete sie auch die Unm�glichkeit der R�ckkehr als nicht erstellt.
4.3 Die Beschwerdef�hrerin hat ihren Ehemann in Kuba geheiratet und ist aufgrund der Heirat zu ihm in die Schweiz gereist, wo ihr zum Verbleib beim Ehemann eine Aufenthaltsbewilligung erteilt wurde. Nach dem Scheitern der Ehe wurde die Aufenthaltsbewilligung widerrufen und die Beschwerdef�hrerin von der Schweiz weggewiesen. Die im Zusammenhang mit der Wegweisung geltend gemachte Unm�glichkeit der R�ckkehr steht somit entgegen der Auffassung der Vorinstanz inhaltlich und zeitlich in einem hinreichenden Bezug zur Ehe. Dazu ist nicht erforderlich, dass der H�rtefallgrund unmittelbar durch die Ehe oder die deswegen erfolgte Ausreise verursacht wurde. Es gen�gt, dass die geltend gemachten Konsequenzen f�r das Privat- und Familienleben der ausl�ndischen Person mit dem Dahinfallen der gest�tzt auf die Ehe gew�hrten Anwesenheitsberechtigung verbunden sind.
4.4 Ob vorliegend ein Anspruch auf Fortbestand der Aufenthaltsbewilligung besteht, h�ngt somit davon ab, ob der Beschwerdef�hrerin die definitive R�ckkehr nach Kuba tats�chlich verwehrt ist.
4.4.1 Die Vorinstanz hat die einschl�gige kubanische Regelung betreffend Aus- bzw. R�ckreise der Staatsb�rger unter anderem gest�tzt auf Angaben des Bundesamtes f�r Migration (BFM) im April 2010 betreffend einen �hnlich gelagerten Fall sowie aufgrund der in vorliegender Angelegenheit eingeholten Stellungnahme des BFM vom 13. Juli 2011 umfassend dargelegt. Es kann auf die entsprechenden Ausf�hrungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden. Danach m�ssen kubanische Staatsangeh�rige nach einer Ausreise aus Kuba sp�testens nach elf Monaten mindestens besuchsweise wieder nach Kuba zur�ckkehren, ansonsten sie als Emigrant oder Emigrantin gelten, was eine definitive R�ckkehr mit Wohnsitznahme in Kuba grunds�tzlich ausschliesst. Solche Personen haben teilweise nur noch Anrecht auf einen vor�bergehenden Aufenthalt, wobei jedoch der pers�nliche bzw. famili�re Hintergrund die Sachlage beeinflussen kann. Schliesslich h�ngt es auch von der "Fall-zu-Fall-Praxis" der kubanischen Beh�rden ab, ob eine Wiedereinreise bewilligt wird. Bei fehlender R�ckreiseerlaubnis verweigert Kuba die Einreise und schickt die Person mit dem gleichen Flug wieder zur�ck. Interventionen der Schweiz sowie anderer Staaten sind in diesem F�llen ohne Erfolg geblieben. Diese Darstellung stimmt im Wesentlichen auch mit der Auskunft der SFH-L�nderanalyse vom 15. Dezember 2011 �berein.
4.4.2 Die Beschwerdef�hrerin ist in den auf die Ausreise im Juli 2008 folgenden elf Monaten unbestrittenermassen nicht nach Kuba zur�ckgekehrt. Was sie diesbez�glich zur Rechtfertigung vorbringt, �berzeugt zwar nicht, aber �ndert nichts an der Tatsache, dass sie mit ihrem �ber elf Monate dauernden ununterbrochenen Aufenthalt in der Schweiz die heimatlichen Bestimmungen nicht eingehalten hat und damit ihre R�ckkehr nach Kuba ernsthaft in Frage gestellt ist. Zur Kl�rung ihres pers�nlichen Status gegen�ber ihrem Heimatstaat hat die Beschwerdef�hrerin eine ihre Person betreffende Konsularbescheinigung eingereicht. Die vorgelegte Bescheinigung der kubanischen Botschaft vom 4. Februar 2011 best�tigt die kubanische Regelung und Praxis (wonach die Beschwerdef�hrerin als Emigrantin gilt und ihr daher die definitive R�ckkehr nicht erlaubt wird) und entspricht insofern den obgenannten Angaben des Bundesamtes f�r Migration. Aus der Konsularbescheinigung geht allerdings nicht hervor, dass die Beschwerdef�hrerin einen formellen Antrag um definitive R�ckreise unter Hinweis auf den ge�nderten Aufenthaltsstatus gestellt h�tte. Dies ist wohl nicht der Fall, hatte sie doch damals - wie auch die Vorinstanz einr�umt - nicht direkt Anlass dazu, da sie ja vom Fortbestand ihres Anwesenheitsrechts in der Schweiz ausging. Insofern kann ihr daher nicht vorgeworfen werden, sie sei ihrer Mitwirkungspflicht nicht nachgekommen, zumal die rechtliche Situation sowie die kubanische Praxis betreffend Verlust des Residenzrechts erwiesen sind und die Beschwerdef�hrerin sich bem�ht hat, ihren pers�nlichen Status mittels heimatlicher Konsularbescheinigung zu belegen. Ob der Beschwerdef�hrerin allenfalls aufgrund der "Fall-zu-Fall-Praxis" der kubanischen Beh�rden die R�ckkehr erlaubt werden k�nnte, steht allerdings zurzeit nicht fest und ist insbesondere auch im Hinblick auf die von der Republik Kuba angek�ndigten Lockerungen der massgebenden Gesetzesbestimmungen nicht v�llig ausgeschlossen. Die Kl�rung dieser Frage erfordert allerdings ein entsprechendes formelles Gesuch der Beschwerdef�hrerin um definitive R�ckkehr zu ihrer Familie in Kuba unter Hinweis auf die gescheiterte Ehe und den daraus folgenden ge�nderten Aufenthaltsstatus in der Schweiz. Nachdem die rechtliche Unm�glichkeit, in ihr Heimatland zur�ckzukehren, als Wegweisungsvollzugshindernis geeignet ist, einen nachehelichen H�rtefall im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG zu begr�nden, und eine solche Anspruchsbewilligung einem Verfahren um vorl�ufige Aufnahme (vgl. Art. 83 AuG) vorgeht, sind entsprechende Abkl�rungen im Bewilligungsverfahren vorzunehmen (vgl. BGE 137 II 345 E. 3.3.2 S. 352). Die Beschwerdef�hrerin trifft dabei eine weitreichende Mitwirkungspflicht. Sie hat innert von den kantonalen Beh�rden festzusetzender Frist bei der zust�ndigen kubanischen Vertretung ein formelles Gesuch um definitive R�ckkehr einzureichen, sich aktiv um einen positiven Ausgang des heimatlichen R�ckkehrverfahrens zu bem�hen und die kantonalen Beh�rden dar�ber mittels entsprechender Belege umfassend zu informieren. Sollte sie ihrer Mitwirkungspflicht nicht bzw. ungen�gend nachkommen, m�sste die R�ckkehrunm�glichkeit als nicht erwiesen gelten, womit der Bewilligungsanspruch nach Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG entfiele.
5.1 Da die Vorinstanz davon ausging, dass eine allf�llige R�ckkehrunm�glichkeit schon mangels hinreichenden Bezugs zur Ehe keinen nachehelichen H�rtefall im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 AuG begr�nden k�nnte, hatte sie keinen Anlass, betreffend das geltend gemachte Wegweisungsvollzugshindernis Sachverhaltsfeststellungen zu treffen, die es dem Bundesgericht erlauben w�rden, selber zu entscheiden. Die Beschwerde ist daher gutzuheissen, das angefochtene Urteil aufzuheben und die Sache in Anwendung von Art. 107 Abs. 2 BGG an die Vorinstanz zur Vornahme zus�tzlicher Sachverhaltsabkl�rungen und zur neuen Entscheidung zur�ckzuweisen.
5.2 Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind keine Gerichtskosten geschuldet (vgl. Art. 66 Abs. 4 BGG). Der Kanton Bern hat die Beschwerdef�hrerin f�r das bundesgerichtliche Verfahren indessen angemessen zu entsch�digen (vgl. Art. 68 BGG). Dadurch wird das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung gegenstandslos. Das Verwaltungsgericht des Kantons Bern wird �ber die Kosten- und Entsch�digungsfrage f�r die vorinstanzlichen Verfahren im Kanton neu zu befinden haben.
Die Beschwerde wird gutgeheissen und das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern vom 29. November 2011 wird aufgehoben. Die Sache wird zu neuer Entscheidung im Sinne der Erw�gungen an das Verwaltungsgericht zur�ckgewiesen.
Dieses Urteil wird der Beschwerdef�hrerin, dem Amt f�r Migration und Personenstand des Kantons Bern, der Polizei- und Milit�rdirektion des Kantons Bern, Beschwerdedienst, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Verwaltungsrechtliche Abteilung, und dem Bundesamt f�r Migration schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 50
 BGE 
 Art. 42
 Art. 106
 BGE 
 Art. 3
 EuGH 
 BGE 
 Art. 23
 Art. 62
 Art. 2
 Art. 4
 Art. 51
 Art. 2
 Art. 50
 BGE 
 Art. 50
 Art. 50
 Art. 50
 BGE 
 Art. 50
 BGE 
 BGE 
 Art. 50
 Art. 42
 Art. 43
 Art. 50
 Art. 42
 BGE 
 Art. 50
 Art. 83
 BGE 
 Art. 50
 Art. 50
 Art. 107
 Art. 66
 Art. 68