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Timestamp: 2018-02-22 10:21:31+00:00

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BGH, 25.05.1988 - VIII ZR 148/87 - dejure.org
Voraussetzungen für die Zulässigkeit einer Berufung - Wirksamkeit der Verpflichtung zur Rücknahme der Berufung in einer Vergleichsvereinbarung - Vorliegen einer positiven Vertragsverletzung
ZPO § 515 Abs. 3, § 98, § 829, § 835
NJW 1989, 39
Für einen außergerichtlichen Vergleich, wie ihn die Parteien hier abgeschlossen haben, gilt die Vorschrift jedenfalls dann entsprechend, wenn der außergerichtliche Vergleich zur Prozessbeendigung führt (BGHZ 39, 60, 69; BGH, Urt. v. 25. Mai 1988, VIII ZR 148/87, NJW 1989, 39, 40; Beschl. v. 26. Juni 2003, III ZB 57/02, BGH-Report 2003, 1046 [Ls.], Volltext bei juris; Beschl. v. 15. März 2006, XII ZR 209/05, NJW-RR 2006, 1000; Senat, Beschl. v. 8. Dezember 2006, V ZR 249/05, NJW 2007, 835, 836;… MünchKomm-ZPO/Giebel, 3. Aufl., § 98 Rdn. 23;… Musielak/Wolst, ZPO, 6. Aufl., § 98 Rdn. 2;… Stein/Jonas/Bork, ZPO, 22. Aufl., § 98 Rdn. 6;… Wiezcorek/Schütze/Steiner, ZPO, 3. Aufl., § 98 Rdn. 4;… Zöller/Herget, ZPO, 26. Aufl., § 98 Rdn. 5).
Beide Gruppen von Kosten folgen vielmehr eigenen, zudem auch nicht notwendig ergebnisgleichen (dazu: BGH, Urt. v. 25. Mai 1988, VIII ZR 148/87, NJW 1989, 39, 40) Regeln.
Die zweite Alternative ist regelmäßig gegeben, wenn der Rechtsstreit als Folge des Vergleichs durch die Rücknahme der Klage (OLG Stuttgart, OLG-Report 2004, 90; OLG Frankfurt/Main, NJW 2005, 2465, 2466) oder eines Rechtsmittels (vgl. BGH, Urt. v. 25. Mai 1988, VIII ZR 148/87, NJW 1989, 39, 40) beendet wird.
Durch die Pfändung und Überweisung des gegen den Drittschuldner gerichteten Anspruchs hat der Vollstreckungsgläubiger zwar für eine Kompetenzverlagerung auf der Gläubigerseite gesorgt, deren Folgen zunächst ihm zuzurechnen sind (vgl. BGHZ 86, 337, 339; Urt. v. 25. Mai 1988, VIII ZR 148/87, NJW 1989, 39).
Danach soll die Pfändung einer rechtshängigen Forderung nicht nur die Anwendung des § 265 ZPO nach sich ziehen; der Vollstreckungsgläubiger (hier: der Kläger), dessen Eintritt in das rechtshängige Verfahren anstelle des Vollstreckungsschuldners (hier: der Streitverkündeten) der Drittschuldner (hier: der Beklagte) abwehrt, soll nur die Stellung eines Streithelfers erlangen können; schließlich soll die Rechtskraft eines Urteils zwischen Vollstreckungsschuldner und Drittschuldner gem. § 325 ZPO auf den Vollstreckungsgläubiger erstreckt werden (BGH NJW 1989, 39, 40, jedoch mit der Einschränkung für kollusives Zusammenwirken von Schuldner und Drittschuldner; BGH NJW 1983, 886, 887; BGH NJW 1986, 3206, 3207;… Stein/Jonas/Brehm, ZPO 22. Aufl., § 829 Rdnr. 100, § 835 Rdnr. 23).
OLG München, 17.12.2008 - 31 Wx 80/08
Notarbeschwerde: Auszahlung eines auf Notaranderkonto hinterlegten Kaufpreises …
Von dieser Rechtskrafterstreckung ist auch ein Anerkenntnisurteil nicht von vornherein ausgenommen, sofern es nicht auf kollusivem Zusammenwirken zwischen Schuldner und Drittschuldner beruht (…vgl. RGZ 145, 328/335; BGH NJW 1989, 39/40).
Denn die Prozessparteien des Rechtsstreits sind nicht gehalten, allein mit Rücksicht auf die während der Rechtshängigkeit erfolgte Pfändung des streitbefangenen Anspruchs den Rechtsstreit in jedem Fall - entgegen ihrer Überzeugung - streitig zu Ende zu führen oder gar den Weg durch die Instanzen zu gehen (vgl. BGH NJW 1989, 39/40).
LAG Berlin-Brandenburg, 12.02.2010 - 26 Sa 2128/09
Hat der Vergleich im Wesentlichen eine Anerkennung des angefochtenen Urteils zum Inhalt, so gilt bei Rücknahme der Berufung nicht § 98 ZPO, sondern der hier erheblich näher liegende § 516 Abs. 3 ZPO (vgl. BGH 25. Mai 1988 - VIII ZR 148/87 - NJW 1989, 39, zu II 1 b der Gründe).
Zutreffend geht das Berufungsgericht davon aus, daß ein Verzicht auf ein bereits eingelegtes Rechtsmittel außergerichtlich auch von der Partei selbst oder ihrem in der Berufungsinstanz nicht postulationsfähigen Anwalt erklärt werden kann, sei es durch einseitige Erklärung, sei es durch Vertrag mit dem Prozeßgegner (vgl. BGH, Beschluß vom 20. Dezember 1990 - III ZB 40/90 - BGHR ZPO § 514 Verzicht 3, Urteil vom 25. Mai 1988 - VIII ZR 148/87 - BGHR ZPO § 515 Berufungsrücknahme 1, BGHZ 2, 112, 114), und daß ein solcher Verzicht auf Einrede des Gegners zur Verwerfung der Berufung als unzulässig führt (vgl. Senatsbeschluß vom 8. Mai 1985 - IVb ZB 56/84 - NJW 1985, 2334 m.N.).
In der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist anerkannt, daß auch ein außergerichtlicher Vergleich Einfluß auf die Kostenentscheidung hat (Sen.Beschl. v. 13.6.1972 - X ZR 45/69, GRUR 1972 - "Vergleichskosten"; BGH, Urt. v. 25.5.1988 - VIII ZR 148/87, NJW 1989, 39; BGH, Beschl. v. 11.11.1960 - V ZR 47/55, NJW 1961, 460;… vgl. auch MünchKomm/Lüke, ZPO, 2. Aufl., § 269 Rdn. 44;… Zöller/Greger, ZPO, 23. Aufl., § 269 Rdn. 18a).
LAG München, 17.01.1994 - 1 Sa 780/93
Kostenverteilung: außergerichtlicher Vergleich - Berufungsrücknahme
BGH, 21.12.1988 - IVb ZB 145/86
Berufung - Mitwirkung des Anwalts - Anwaltszwang - Außergerichtlich - Zurücknahme …
LAG Hamm, 16.12.2016 - 1 Sa 1203/16
Rechtsschutzbedürfnis; Kostenentscheidung nach § 91 a ZPO
KG, 06.10.1995 - 4 U 7444/92
Verfahren auf Erlass einer einstweiligen Verfügung; Berücksichtigung des …
LAG Nürnberg, 18.10.1993 - 2 Sa 387/92
Kostenauferlegung bei Rücknahme einer Berufung aufgrund eines außergerichtlichen …

References: § 515
 § 98
 § 829
 § 835
 § 98
 § 98
 § 98
 § 98
 § 98
 § 265
 § 325
 BGH 
 BGH 
 § 829
 § 835
 BGH 
 BGH 
 § 98
 § 516
 BGH 
 § 514
 § 515
 § 269
 § 269
 § 91