Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=XII%20ZB%20458/15
Timestamp: 2020-08-06 17:16:27+00:00

Document:
BGH, 07.12.2016 - XII ZB 458/15 - dejure.org
https://dejure.org/2016,51372
BGH, 07.12.2016 - XII ZB 458/15 (https://dejure.org/2016,51372)
BGH, Entscheidung vom 07.12.2016 - XII ZB 458/15 (https://dejure.org/2016,51372)
BGH, Entscheidung vom 07. Dezember 2016 - XII ZB 458/15 (https://dejure.org/2016,51372)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2016,51372) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
BGB § 1903 Abs. 1 und Abs. 3
§ 1896 BGB, § 1896 Abs. 1a BGB, § 1896 Abs. 1 BGB, § 1903 Abs. 1 BGB, § 1903 Abs. 3 Satz 2 BGB, § 74 Abs. 6 Satz 1 und 2 FamFG, § 1903 Abs. 1 Satz 1 BGB, § 74 Abs. 7 FamFG
§ 1903 Abs 1 BGB, § 1903 Abs 3 S 2 BGB
Betreuungssache: Erforderlichkeit der Einwilligung des Betreuers bei einer geringfügige Angelegenheiten des täglichen Lebens betreffenden Willenserklärung; Verhältnismäßigkeit eines qualifizierten Einwilligungsvorbehalts
Umfang des Einwilligungsvorbehaltes des Betreuers in Vermögensangelegenheiten bei geringfügigen Angelegenheiten des täglichen Lebens
BGB § 1903 Abs. 3 S. 2
Betreuungsrecht - Alkoholeinkauf nur mit Erlaubnis des Betreuers?
Zum qualifizierten Einwilligungsvorbehalt
Qualifizierter Einwilligungsvorbehalt nach § 1903 III S. 2 BGB
Wichtig zu wissen: Gegen den freien Willen eines Volljährigen darf ein Betreuer für ihn nicht bestellt werden
AG Fürstenfeldbruck, 17.11.2014 - XVII 214/13
NJW 2017, 890
FGPrax 2017, 78
FamRZ 2017, 474
Rpfleger 2017, 275
Der Umfang der Ermittlung richtet sich auch danach, dass es sich bei dem Einwilligungsvorbehalt um einen gravierenden Eingriff in die Grundrechte des Betroffenen handelt, der sich ohne weitere Feststellungen nicht rechtfertigen lässt (Senatsbeschluss vom 7. Dezember 2016 - XII ZB 458/15 - juris Rn. 25 und 31).
Selbst bei einem umfangreichen Vermögen des Betreuten darf ein Einwilligungsvorbehalt nur dann angeordnet werden, wenn konkrete Anhaltspunkte für eine Vermögensgefährdung erheblicher Art vorliegen (…vgl. Senatsbeschlüsse vom 9. Mai 2018 - XII ZB 577/17 - FamRZ 2018, 1193 Rn. 16 und vom 7. Dezember 2016 - XII ZB 458/15 - FamRZ 2017, 474 Rn. 25).
Der Grundsatz der Erforderlichkeit bedeutet dabei auch, dass der Einwilligungsvorbehalt je nach den Umständen auf einen einzelnen Vermögensgegenstand oder eine bestimmte Art von Geschäften beschränkt werden kann (Senatsbeschlüsse vom 7. Dezember 2016 - XII ZB 458/15 - FamRZ 2017, 474 Rn. 25 …und vom 28. September 2016 - XII ZB 275/16 - FamRZ 2016, 2088 Rn. 6 mwN).
Der Umfang der Ermittlung richtet sich auch danach, dass es sich bei dem Einwilligungsvorbehalt um einen gravierenden Eingriff in die Grundrechte des Betroffenen handelt, der sich ohne weitere Feststellungen nicht rechtfertigen lässt (Senatsbeschluss vom 7. Dezember 2016 - XII ZB 458/15 - FamRZ 2017, 474 Rn. 25 und 31).
Zur Beschwerdefrist, zur erneuten Anhörung des Betroffenen und zur …
Der Betroffene muss Grund, Bedeutung und Tragweite einer Betreuung intellektuell erfassen können, was denknotwendig voraussetzt, dass der Betroffene seine Defizite im Wesentlichen zutreffend einschätzen und auf der Grundlage dieser Einschätzung die für oder gegen eine Betreuung sprechenden Gesichtspunkte gegeneinander abwägen kann (…vgl. BGH wie vor, Rn. 7 m. w. N.; BGH, Beschluss vom 07.12.2016 - XII ZB 458/15 = BeckRS 2016, 112263, Rn. 19 m. w. N.).

References: § 1903

§ 1896
 § 1896
 § 1896
 § 1903
 § 1903
 § 74
 § 1903
 § 74

§ 1903
 § 1903
 § 1903
 § 1903
 BGH