Source: https://issuu.com/stadtoberasbach6/docs/unterlagen_zur_aenderung_bebauungsp
Timestamp: 2018-05-28 04:24:21+00:00

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Unterlagen zur Aenderung Bebauungsplan Nr 65.1 by Stadt Oberasbach - issuu
PRÄAMBEL Auf Grund § 2 Abs. 1 in Verbindung mit § 1 Abs. 8, § 9, § 10 und § 13 a des Baugesetzbuches in der Fassung der Bekanntmachung vom 23.09.2004 (BGBl. I. S. 2414), zuletzt geändert durch Gesetz vom 20.07.2017 (BGBl. I S. 2808), Art. 81 der Bayerischen Bauordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 14.08.2007 (GVBI. S. 588), zuletzt geändert durch Gesetz vom 12.07.2017 (GVBI. S. 375) und Art. 23 der Gemeindeordnung (GO) für den Freistaat Bayern in der Fassung der Bekanntmachung vom 22.08.1998 (GVBI. S. 796), zuletzt geändert durch Gesetz vom 22.03.2018 (GVBI., S. 145), erlässt die Stadt Oberasbach zur 1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 65/1 mit der Bezeichnung „Langenäckerstraße/Schnepfenweg" folgende
SATZUNG Der Geltungsbereich der 1. Änderung dieses Bebauungsplanes umfasst die Grundstücke mit folgenden Flur-Nrn.: 775/14; 775/31; 775/32; 775/33; 775/34; 775/35; 775/36. Alle genannten Grundstücke liegen in der Gemarkung Oberasbach. Der Bebauungsplan besteht aus I. II. III. IV. V.
Festsetzung durch Planzeichnung Hinweise durch Planzeichnung textliche Festsetzungen textliche Hinweise Begründung
III. TEXTLICHE FESTSETZUNGEN 1.
Art und Maß der baulichen Nutzung (§ 9 Abs. 1 Nr. 1 BauGB)
Gemäß der Abgrenzung in der Planzeichnung gilt - Allgemeines Wohngebiet gemäß § 4 BauNVO, Gartenbaubetriebe und Tankstellen sind unzulässig.
Das Maß der baulichen Nutzung wird bestimmt durch die im Plan eingetragenen Werte der Grundflächenzahl (GRZ) und Geschoßflächenzahl (GFZ), sowie der maximalen Anzahl der Vollgeschosse.
Die maximale Wandhöhe beträgt bei zwei Vollgeschossen für Satteldächer 4,0 m, bei Flachdächern 6,5 m. Bei drei Vollgeschossen beträgt sie für Satteldächer 7,0 m bei Flachdächern 9,5 m. Bei Garagen, Carports und Nebenanlagen beträgt die maximal zulässige Wandhöhe 3,0 m. Unterer Bezugspunkt der Messung ist die Oberkante Fertigfußboden im Erdgeschoss (OKFFEG), oberer Bezugspunkt ist der Schnittpunkt der Außenwand mit der Oberkante der Dachhaut bzw. bei Flachdächern die Oberkante der Attika.
Bei Gebäuden mit Flachdach ist bei drei Vollgeschossen die Außenwand des Dachgeschoßes auf mindestens zwei gegenüberliegenden Seiten um mindestens 1,5 m von der darunterliegenden Außenwand zurückzuversetzen.
Je Wohngebäude sind maximal 2 Wohneinheiten zulässig.
Bauweise, überbaubare Grundstücksflächen, Abstandsflächen (§ 9 Abs. 1 Nr. 2 BauGB i.v.m. §§ 23 und 23 BauNVO)
Es gilt die offene Bauweise nach § 22 Abs. 2 BauNVO. Nebenanlagen sind auch außerhalb der Baugrenzen zulässig. Die Gesamtfläche der Nebenanlagen darf eine Grundfläche von 20 m² nicht überschreiten.
Die Oberkante des Fertigfußbodens im Erdgeschoss (OKFFBEG) darf in Gebäudemitte maximal 40 cm über dem natürlichen Gelände liegen.
Die Baugrenzen beinhalten grundsätzlich keine Abstandsflächen. Die Abstandflächen der Bayerischen Bauordnung sind einzuhalten.
Dachgestaltung (Art. 81 BayBO)
Die Dächer sind entweder als Satteldächer mit einer Neigung von 20° - 45° oder als begrüntes Flachdach auszuführen.
Geneigte Dächer sind mit roter bis brauner oder anthrazitfarbener Eindeckung aus Dachformstein auszuführen. Eindeckungen aus glänzenden oder glasierten Dachformsteinen sind unzulässig.
Dachaufbauten sind nur bei Dächern mit einer Neigung von mehr als 35° Dachneigung zulässig. Sie sind als Schlepp- bzw. Satteldachgaube oder als Zwerchgiebel auszuführen. Pro Gebäude ist nur eine Gaubenform zulässig. Die Oberkante der Dachgaube muss mindestens 1,0 m unterhalb des Hauptfirstes liegen.
Die Dachaufbauten dürfen in ihrer Gesamtlänge die Hälfte der Firstlänge nicht überschreiten. Sie müssen zum Ortgang einen Mindestabstand von 1,5 m und untereinander einen Abstand von mindestens 1,0 m aufweisen. Einblechungen sind unzulässig.
Anlagen zur Nutzung von Solarenergie sind auf dem Dach nur zulässig, wenn Sie in die Dachfläche integriert sind oder parallel zur Dachhaut ausgeführt werden.
Vollstamm-Holzhäuser oder Fassadenverkleidungen aus Wellblech sind unzulässig.
Die Fassadenfarben sind gemäß der Farbkarte der Stadt Oberasbach zu wählen.
Garagen, Carports und Stellplätze
Hinsichtlich der Anzahl und Gestaltung der erforderlichen Stellplätze für Wohnbebauung gilt die Stellplatzsatzung der Stadt Oberasbach, soweit in der Bebauungsplansatzung keine abweichenden Regelungen getroffen werden.
Garagen, Carports und Stellplätze sind nur innerhalb der dafür festgesetzten Flächen zulässig.
Garagen sowie abgeschlossene Carports und Stellplätze müssen einen Stauraum von mindestens 5,0 m zur Fahrbahnkante aufweisen. Dieser Stauraum kann nicht als Stellplatz angerechnet werden.
Aneinander gebaute Garagen und Carports sind in einheitlicher Gestaltung und Dachneigung auszuführen.
Stellplätze sind, soweit wasserrechtliche Belange dem nicht entgegenstehen, mit wasserdurchlässigen Belägen auszuführen. Die Gestaltung der Stellplätze hat gemäß den Vorgaben der Stellplatzsatzung der Stadt Oberasbach zu erfolgen.
Die Einfriedungen der Grundstücke sind als blickoffene Holz- oder Stabgitterzäune mit senkrechter Teilung auszuführen. Gabionen oder ähnliche geschlossene Einfriedungen sind unzulässig.
Einfriedungen sind ohne Sockel anzulegen. Sie müssen zum Boden einen Abstand von mindestens 8 cm aufweisen und dürfen eine Höhe von 1,2 m über Gelände nicht übersteigen. Für Hecken gilt eine Höhenbegrenzung von 2,5 m.
Aufschüttungen und Abgrabungen sind gegenüber dem gewachsenen, natürlichen Gelände nur bis zu +/- 50 cm zulässig. Stützmauern sind unzulässig. Die Böschungen sind mit einer Neigung von maximal 1:1,5 auszuführen.
Auf den privaten Grundstücken ist pro angefangene 300 m² Grundstücksfläche ein heimischer und standortgerechter Laubbaum zu pflanzen und zu unterhalten. Arten gemäß PflanzenArtenliste. Mindeststammumfang 14 - 16 cm HST, 3xv DB, bei Obstgehölzen handelsübliche Halb- und Hochstämme.
Die Flachdächer sind mit einer extensiven Dachbegrünung gemäß Pflanzen-Artenliste mit trockenheitsresistenten Pflanzenarten zu versehen. Dies ist bereits bei der Statik und Konstruktion zu berücksichtigen. Die Pflanzungen sind zu pflegen und dauerhaft zu erhalten.
Pflanzliste: Zu verwendende Baum- und Gehölzarten für Pflanzungen auf den Baugrundstücken (vorwiegend heimische, bodenständige Baum- und Gehölzarten sowie geeignete Bienengehölze und beerentragende Gehölze für den Vogelschutz).
A. - Laubbäume I und II Ordnung: Aesculus hippocastanum Acer platanoides
Rosskastanie Spitz-Ahorn
B. - Obstbäume für Hausgärten Auswahl der Obstbaumarten aus der Obstbaumliste „Empfehlenswerte Obstsorten für Mittelfranken" des Landschaftspflegeverbandes Mittelfranken. C. - Ortrandeingrünung: Cornus sanguinea Corylus avellana Euonymus europaeus Spielbereichen Ligustrum vulgare Spielbereichen Lonicera xylosteum Spielbereichen Prunus spinosa Rosa canina Rosa villosa Sam bucus nigra Viburnum lantana
Hartriegel Haselnuß Pfaffenhütchen
Liguster Heckenkirsche
Schlehe Hundsrose Apfelrose Schwarzer Holunder Wolliger Schneeball
D. - Dachbegrünung — geeignete Arten z. B.: Achillea tomentosa Dianthus carthusianorum Dianthus deltoides Dianthus plumarius Hieracium pilosella Koeleria glauca Petrorhagia saxifraga Saponaria ocymoides Saxifraga paniculata Sempervivum spec. Thymus serpyllum Sedum spec. 8.
Gelbe Scharfgarbe Kathäusernelke Heidenelke Federneleke Kleines Habichtskraut Blaues Schillergras Steinbrech / Felsennelke Kissen Seifenkraut Rispensteinbrech Hauswurz / Dachwurz Sand-Thymian Fetthenne
Die im Plan festgesetzten Sichtdreiecke sind von Bebauung, Holzstapel, o.ä. freizuhalten. Einfriedungen und Bepflanzungen sind mur bis zu einer Höhe von maximal 80 cm über Fahrbahnoberkante zulässig. Bäume sind innerhalb der Sichtdreiecke nur zulässig, wenn der Kronenansatz mindestens 2,5 m über Fahrbahnoberkante liegt.
Änderungsumfang Der Bebauungsplan Nr. 65/1 "Langenäckerstraße / Schnepfenweg" wird durch das Planblatt und die zugehörigen textlichen Festsetzungen ersetzt.
Inkrafttreten Die Satzung zur 1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 65/1 tritt mit der Bekanntmachung im Amtsblatt des Landkreis Fürth in Kraft. Gleichzeitig treten frühere planungsrechtliche Festsetzungen, die diesem Bebauungsplan entsprechen oder widersprechen, im Geltungsbereich der 1. Änderung des Bebauungsplans Nr. 65/1 "Langenäckerstraße/Schnepfenweg" außer Kraft. Oberasbach, den __.__.____
......................................................................(Siegel) Birgit Huber, 1. Bürgermeisterin
IV. HINWEISE 1.
Denkmalschutz - Bodendenkmäler / Bodenfunde Bei allen Bodeneingriffen ist prinzipiell mit Bodendenkmälern zu rechnen. Alle Beobachtungen und Funde müssen unverzüglich der zuständigen Dienststelle, Burg 4, 90403 Nürnberg (0911/2358511, dst_nuernberg@blfd.bayern.de) mitgeteilt werden.
Bodenschutz Bei Baumaßnahmen und sonstigen Maßnahmen mit Bodenabtragungen ist zum besonderen Schutz des Mutterbodens der Oberboden sachgerecht zwischenzulagern und wieder einzubauen. Auf die sonstigen Vorgaben und den Umfang zum Schutz von Boden nach DIN 19731 und auf § 12 BBodSchV wird hingewiesen.
Leitungs- und Baumschutzabstände Hinsichtlich geplanter Baumpflanzungen ist das „Merkblatt über Baumstandorte und unterirdische Ver- und Entsorgungsanlagen“ der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen, Ausgabe 2013; siehe insbes. Abschnitt 3, zu beachten. Sollten die Mindestabstände im Einzelfall unterschritten werden, sind entsprechende Schutzmaßnahmen vom Verursacher vorzusehen bzw. die hierdurch entstehenden Kosten zu tragen.
Regelung des Wasserabflusses / Grundwasserschutz Wird im Plangebiet Grundwasser oder Schichtenwasser vorgefunden sind vom Bauherren entsprechende Schutzmaßnahmen für die Gebäude zu treffen (z.B. „weiße Wanne"). Die Einleitung von Grundwasser und Dränagewasser (Schichten- und Dachwasser von begrünten Dächern und Tiefgaragendecken) in die öffentliche Kanalisation ist grundsätzlich verboten (§ 15 Abs. 2 Buchstabe f Entwässerungssatzung - EWS). Eine permanente Grundwasserabsenkung ist nicht zulässig. Die Gebäude sind vor eindringendem Grundwasser zu schützen (Abdichtung vor drückendem Grundwasser, weiße Wanne). Die vorübergehende Absenkung bzw. Entnahme (Bauwasserhaltung) während der Bauarbeiten bedarf einer wasserrechtlichen Erlaubnis. Eventuell auftretende Bodenverunreinigungen sind dem Wasserwirtschaftsamt Nürnberg zu melden.
Rückhaltung von Niederschlagswasser Auf den privaten Grundstücken soll das anfallende Niederschlagswasser versickert und / oder in entsprechenden Auffangbehältern (z.B. Zisternen) gesammelt und einer Brauchwassernutzung (z. B. Gartenbewässerung, Toilettenspülung) zugeführt werden. Niederschlagswasserbeseitigung hat nach den Regeln und Grundlagen der „Handlungsempfehlungen zum Umgang mit Regenwasser" — Merkblatt der DWA M 153 vom August 2007 zu erfolgen. Die Beitrags- und Gebührensatzung der Stadt Oberasbach ist zu beachten. Bei der Verwendung des Regenwassers als Brauchwasser sind die Trinkwasserverordnung und die DIN 1988 — Technische Regeln für Trinkwasserinstallation — zu beachten. Das Niederschlagswasser von den begrünten Flachdächern soll auf dem Grundstück versickert werden. Bei der Einleitung in das Grundwasser (Versickerung) ist die Niederschlagswasser- freistellungsverordnung (NWFreiV) i.V.m. den technischen Regeln zum schadlosen Einleiten von gesammeltem Niederschlagswasser in das Grundwasser (TRENGW) zu beachten.
Grundwasser Sollte Grundwasser (Bauwasserhaltung) während der Bauzeit abgesenkt werden, so bedarf dies gemäß Art. 70 Abs. 1 Nr. 3 Bayerisches Wassergesetz (BayWG) einer wasserrechtlichen Erlaubnis. Vorsorglich weisen wir darauf hin, dass eine dauerhafte Grundwasserabsenkung nicht genehmigungsfähig ist, ggf. sind die Keller in wasserdichten Wannen auszuführen.
Altlasten Altlasten bzw. Altlastenverdachtsflächen sind im Planungsgebiet derzeit nicht bekannt. Sollten wider Erwarten ungewöhnliche Bodenverfärbungen oder schädliche Bodenveränderungen und -verunreinigungen auftreten, sind umgehend, d.h. ohne schuldhaftes Verzögern, die zuständige Stelle für Altlasten, Arbeitsbereich 412 beim Landratsamt Fürth und das WWA Nürnberg zu informieren und die weitere Vorgehensweise abzustimmen.
Geruchsimmissionen Die von den südlich des Baugebietes gelegenen landwirtschaftlichen Flächen ausgehenden Immissionen sind im gesetzlichen Rahmen und entsprechend den Ausführungsvorschriften im Sinne einer geordneten landwirtschaftlichen Nutzung von den Bewohnern, Nutzern bzw. Bauwilligen zu dulden.
Artenschutz Für jedes neu errichtete Gebäude ist mindestens ein Vogelnistkasten und ein Fledermausnistkasten zu errichten. Gefällte Gehölze sind durch fruchtragende Gehölze (Blutroter Hartriegel, Hasel, Kornelkirsche, Schwarzer Holunder, Wolliger Schneeball etc.) zu ersetzen.
10. Nachbarschutz Auf die Bestimmungen des Nachbarschaftsrechts wird hingewiesen: Bei Neupflanzungen von Gehölzen sind die gesetzlichen Grenzabstände einzuhalten: Gehölze bis zu 2,0 m Höhe – mindestens 0,5 m Abstand von der Grenze, Gehölze über 2,0 m Höhe – mindestens 2,0 m Abstand von der Grenze.
1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 65/1 "Langenäckerstraße / Schnepfenweg"
Begründung zum Entwurf i.d.F. vom 20.04.2018 Dieser Bebauungsplan besteht aus I. Festsetzung durch Planzeichnung II. Hinweise durch Planzeichnung III. textliche Festsetzungen IV. textliche Hinweise V. Begründung BPB Büro für städtebauliche Planung & Beratung Herrngartenstraße 24 90562 Kalchreuth Tel: 0911 / 3682572 Fax: 0911 / 3682570
Stadt Oberasbach 1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 65/1 " Langenäckerstraße / Schnepfenweg"
Planungsanlass und Planungserfordernis ........................................................... 2
Lage und Abgrenzung des Gebietes ................................................................... 2
Erschließung ....................................................................................................... 3
Planungsrechtliche Voraussetzungen ................................................................. 3
Raumordnung und Landesplanung ..................................................................... 3
Bauleitplanung / Wahl des Verfahrens................................................................. 4
Planungsziele und Grundsätz der Änderungen ................................................... 5
Art der baulichen Nutzung ................................................................................... 5
Maß der baulichen Nutzung ................................................................................ 6
Bauweise ............................................................................................................ 7
Gestaltung der Dächer ........................................................................................ 7
Fassadengestaltung ............................................................................................ 8
Garagen, Carports und Stellplätze ...................................................................... 8
Einfriedungen ...................................................................................................... 9
Grünordnung ....................................................................................................... 9
Sichtdreiecke..................................................................................................... 10
Zusammenfassung ............................................................................................ 10
Anhang.............................................................................................................. 11
Farbkarte der Stadt Oberasbach ....................................................................... 11
Spezielle artenschutzrechtliche Prüfung (saP) .................................................. 12
Obstbaumliste ................................................................................................... 12
Merkblatt des Kreisbrandrates ........................................................................... 12
PLANUNGSANLASS UND PLANUNGSERFORDERNIS Für das Quartier an der Langenäckerstraße und am Schnepfenweg wurde Mitte der 1960er Jahre ein Bebauungsplan erstellt, der bis heute die rechtliche Grundlage für die Bebauung bildet. Zwischenzeitlich wurde das Gebiet überwiegend bebaut. Wie bei vielen anderen Quartieren aus den 60er und 70er Jahren ist auch hier der Generations- und Bewohnerwechsel in vollem Gange. Übergroße Grundstücke und ein teilweise enges Festsetzungskorsett erschweren jedoch den Umbau und die Nachnutzung des Quartiers.
Auszug aus dem rechtswirksamen Bebauungsplan
Um im Sinne der Revitalisierung bestehender Quartiere eine zeitgemäße Bebauung zu ermöglichen, wird der rechtswirksame Bebauungsplan nun geändert.
LAGE UND ABGRENZUNG DES GEBIETES Das Plangebiet liegt im Ortsteil Kreutles, nördlich der Langenäckerstraße und westlich des Schnepfenwegs. Das Plangebiet grenzt im Westen, Norden und Osten an die bestehende Bebauung an, südlich der Langenäckerstraße liegen die landwirtschaftlichen Flächen im Asbachgrund. Der Geltungsbereich des Bebauungsplanes umfasst die Grundstücke mit folgenden Flur-Nrn.: 775/14; 775/31; 775/32; 775/33; 775/34; 775/35; 775/36 und hat eine Größe von ca. 11.170 m². Alle genannten Grundstücke liegen in der Gemarkung Oberasbach.
ERSCHLIESSUNG Das Plangebiet ist durch die Langenäckerstraße und den Schnepfenweg verkehrlich erschlossen. Die Versorgung des Baugebietes mit Strom kann, nach entsprechender Netzerweiterung, ausgehend vom bestehenden Versorgungsnetz sichergestellt werden. Eine Versorgung des Baugebietes mit Erdgas ist grundsätzlich möglich. Voraussetzung ist eine Vereinbarung der Kostenübernahme mit dem Erschließungsträger. Die Versorgung des Gebietes mit Wasser erfolgt über den Anschluss an das bestehende Leitungsnetz. Die Entsorgung der Abwässer erfolgt durch Anschluss an die bestehende Mischwasserkanalisation. Im Kanalnetz sind ausreichende Kapazitäten vorhanden.
RAUMORDNUNG UND LANDESPLANUNG In der Bauleitplanung sind gemäß § 1 Abs. 4 BauGB die Ziele und Grundsätze der Raumordnung zu beachten. Vorgaben für die Stadt Oberasbach als zentraler Ort, finden sich im Landesentwicklungsprogramm Bayern (LEP) 2018 sowie im Regionalplan Region Nürnberg (RP7). Oberasbach liegt gemäß dem LEP 2018 im Verdichtungsraum der Metropole Nürnberg / Fürth / Erlangen / Schwabach und bildet mit Zirndorf und Stein das Mittelzentrum Oberasbach/Stein/Zirndorf. Mittelzentren sollen zentralörtliche Einrichtungen des gehobenen Bedarfs vorhalten. Oberasbach soll so entwickelt bzw. geordnet werden, dass die Stadt ihre Aufgaben für die Entwicklung des gesamten Landes erfüllt, bei der Wahrnehmung ihrer Wohn-, Gewerbe- und Erholungsfunktionen eine räumlich ausgewogene sowie sozial und ökologisch verträgliche Siedlungs- und Infrastruktur gewährleistet, Missverhältnissen bei der Entwicklung von Bevölkerungs- und Arbeitsplatzstrukturen entgegenwirkt und darüber hinaus über eine dauerhaft funktionsfähige Freiraumstruktur verfügt. Bezüglich der Siedlungsstruktur sollen flächensparende Siedlungs- und Erschließungsformen unter Berücksichtigung der örtlichen Gegebenheiten angewendet werden. Die Zersiedelung der Landschaft und eine ungegliederte Siedlungsstruktur sollen vermieden werden. Im Regionalplan ist die Stadt Oberasbach zentralörtlich als Siedlungsschwerpunkt ausgewiesen. Siedlungsschwerpunkte sollen zentralörtliche Versorgungsaufgaben im Stadt- und Umlandbereich des großen Verdichtungsraumes Nürn-
berg/Fürth/Erlangen übernehmen und zu einer Ordnung der Siedlungsentwicklung beitragen. Die vorliegende Bebauungsplanänderung trägt den o.a. Zielen und Grundsätzen der Raumordnung somit vollumfänglich Rechnung. 4.2
BAULEITPLANUNG / WAHL DES VERFAHRENS Für das Gebiet an der Langenäckerstraße und am Schnepfenweg besteht ein rechtswirksamer Bebauungsplan aus dem Jahr 1967 der das Plangebiet als allgemeines Wohngebiet festsetzt. Im Flächennutzungsplan der Stadt Oberasbach ist das Areal ebenfalls als allgemeines Wohngebiet dargestellt. Das Vorhaben dient der Innenentwicklung und erfüllt hinsichtlich Lage, Größe und Art des Vorhabens sowie aufgrund der bestehenden Bebauung, die Voraussetzungen zur Anwendung des beschleunigten Verfahrens nach § 13 a BauGB. Durch den Bebauungsplan wird keine Zulässigkeit von Vorhaben vorbereitet oder begründet, die einer Pflicht zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung nach Anlage 1 zum Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) oder nach Landesrecht unterliegen. Die Prüfung der in Anlage 2 zum UVPG genannten Kriterien für die Vorprüfung des Einzelfalls im Rahmen einer Umweltverträglichkeitsprüfung ergibt, dass durch das Vorhaben keine erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen zu erwarten sind. Nach § 13 a Abs. 2 Nr. 4 BauGB gelten Eingriffe in Natur und Landschaft, die auf Grund der Aufstellung des Bebauungsplans zu erwarten sind, als im Sinne des § 1a Abs. 3 Satz 5 BauGB vor der planerischen Entscheidung erfolgt oder zulässig. Ein Eingriffsausgleich ist somit nicht erforderlich. Von der Umweltprüfung nach § 2 Abs. 4 BauGB, dem Umweltbericht nach § 2a BauGB, von der Angabe nach § 3 Abs. 2 Satz 2 BauGB, welche Arten umweltbezogener Informationen verfügbar sind, sowie von der zusammenfassenden Erklärung nach § 6 Abs. 5 Satz 3 und § 10 Abs. 4 BauGB wird abgesehen. Um die Belange des Artenschutzes ausreichend würdigen zu können wurde für das Plangebiet eine spezielle artenschutzrechtliche Prüfung (saP) durch die ÖkologischFaunistische Arbeitsgemeinschaft ÖFA, Schwabach durchgeführt (siehe Anhang). Die Prüfung kommt zu dem Ergebnis, dass im Wirkraum der hier betrachteten Planung nur Fledermaus- und Vogelarten zu erwarten sind, bei denen davon auszugehen ist, dass durch das Vorhaben keine Verschlechterung des Erhaltungszustandes der lokalen Populationen ausgelöst wird. Unter Berücksichtigung der eingriffsmindernden Maßnahmen können Verbotstatbestände nach § 44 Abs. 1 i. V. m. Abs. 5 BNatSchG sicher ausgeschlossen werden. Eine ausnahmsweise Zulassung des Vorhabens nach § 45 Abs. 7 BNatSchG ist nicht erforderlich. Im vorliegenden Verfahren erfolgt eine frühzeitige Information der Öffentlichkeit sowie eine informelle frühzeitige Abfrage von fachlichen Stellungnahmen ausgewählter Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange.
Daran schließt sich die öffentliche Auslegung nach § 3 Abs. 2 BauGB sowie die Beteiligung der betroffenen Behörden und Träger öffentlicher Belange nach § 4 Abs. 2 BauGB an. Bei der Beteiligung der Öffentlichkeit, der betroffenen Behörden sowie der Träger öffentlicher Belange ist darauf hinzuweisen, dass von einer Umweltprüfung abgesehen wird.
PLANUNGSZIELE UND GRUNDSÄTZ DER ÄNDERUNGEN Ein vorrangiges Ziel der städtebaulichen Entwicklung ist die verstärkte Nutzung innerörtlicher Potentiale. Hierzu gehören neben der klassischen Baulücke insbesondere auch die Bereiche der Bestandsbebauung, die durch übergroße Grundstücke und unterdurchschnittliche Nutzungsintensität geprägt sind. Das Ziel, diese Bereiche einer zeitgemäßen baulichen Nutzung zuzuführen, gründet sich auf die in § 1 Abs. 6 BauGB formulierten Grundsätze. Hierzu zählt im vorliegenden Fall insbesondere 
die Berücksichtigung der allgemeinen Anforderungen an gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse und die Sicherheit der Wohn- und Arbeitsbevölkerung durch Vermeidung übermäßiger Verdichtung
die Berücksichtigung der Wohnbedürfnisse der Bevölkerung, sowie die Schaffung und Erhaltung sozial stabiler Bewohnerstrukturen durch die Bereitstellung bezahlbaren Wohnraums
die Erhaltung, Erneuerung und Fortentwicklung vorhandener Ortsteile durch eine zeitgemäße Bebauung
die Belange der Baukultur, erhaltenswerter Ortsteile und der Gestaltung des Orts- und Landschaftsbildes durch maßvolle gestalterische Festsetzungen
die Belange des Umweltschutzes, einschließlich des Naturschutzes, insbesondere von Fläche, Boden, Wasser, Luft, Klima und des Wirkungsgefüges zwischen ihnen durch eine Begrenzung der Versiegelung und die Nutzung regenerativer Energien.
Unter Berücksichtigung der oben genannten Ziele und Grundsätze ergeben sich folgende Änderungen: 5.1
ART DER BAULICHEN NUTZUNG Im rechtswirksamen Bebauungsplan ist das Plangebiet als „allgemeines Wohngebiet“ gemäß § 4 BauNVO festsetzt. Einschränkungen hinsichtlich der Nutzung aus der damals geltenden BauNVO i.d.F. vom 1. August 1962 wurden nicht vorgenommen. Der Geltungsbereich wird nun als allgemeines Wohngebiet gemäß § 4 BauNVO i.d.F. vom 21.11.2017 festgesetzt. Gartenbaubetriebe und Tankstellen entspre-
chen nicht den städtebaulichen Zielvorstellungen der Stadt Oberasbach für die Revitalisierung des Quartiers und sind daher unzulässig. 5.2
MASS DER BAULICHEN NUTZUNG Das Maß der Nutzung wird sowohl im rechtswirksamen Bebauungsplan als auch in der 1. Änderung des Bebauungsplanes durch die festgesetzte Grund- und Geschoßflächenzahl sowie die maximale Anzahl der Vollgeschosse bestimmt. Im westlichen Teil des Plangebietes bleibt es, aus Rücksicht auf die westlich angrenzende Bebauung, bei max. zwei Vollgeschossen. Entlang des Schnepfenweges sind bis zu drei Vollgeschosse zulässig, um einen moderaten Übergang zur bis zu viergeschossigen Bebauung östlich des Schnepfenweges zu ermöglichen. Für den rechtswirksamen Bebauungsplan gilt die BauNVO aus dem Jahr 1962. Gemäß der BauNVO i.d.F. vom 1. August 1962 waren Nebenanlagen im Sinn des § 14 BauNVO, sowie bauliche Anlagen, soweit sie nach Landesrecht im Bauwich oder in den Abstandsflächen zulässig waren oder zugelassen werden konnten, nicht bei der Ermittlung der Grundflächenzahl (GRZ) zu berücksichtigen. Überschreitungen der GRZ waren nicht vorgesehen. Um die festgesetzte Grundflächenzahl in die Systematik der aktuellen BauNVO zu überführen, wird die GRZ auf 0,33 reduziert. Bei der Ermittlung der Grundfläche gemäß aktueller BauNVO sind die Grundflächen von 1. Garagen und Stellplätzen mit ihren Zufahrten, 2. Nebenanlagen im Sinne des § 14 BauNVO 3. baulichen Anlagen unterhalb der Geländeoberfläche, durch die das Baugrundstück lediglich unterbaut wird, mitzurechnen. Die zulässige Grundfläche darf durch die Grundflächen der oben bezeichneten Anlagen bis zu 50 von Hundert, im vorliegenden Fall also bis zu einer GRZ von 0,495 überschritten werden. Diese Festsetzung ermöglicht eine moderate Nachverdichtung ohne das Schutzgut Boden übermäßig zu beanspruchen. Die Geschossflächenzahl (GFZ) wird dementsprechend ebenfalls angepasst und beträgt bei zwei Vollgeschossen 0,6 und bei drei Vollgeschossen 1,0. Die Anzahl der maximal zulässigen Vollgeschosse bleibt unverändert. Da im Lauf der Zeit die üblichen Raumhöhen angewachsen sind und der Trend zu immer höheren Deckenhöhen geht, wird es erforderlich die Wandhöhen zu begrenzen, um überhohe Gebäude zu verhindern. Die maximale Wandhöhe beträgt bei zwei Vollgeschossen für Satteldächer 4,0 m, bei Flachdächern 6,5 m. Bei dreigeschossiger Bauweise beträgt sie für Satteldächer 7,0 m bei Flachdächern 9,5 m. Bei Garagen, Carports und Nebenanlagen wird die max. zulässige Wandhöhe auf 3,0 m begrenzt. Unterer Bezugspunkt der Messung ist die Oberkante Fertigfußboden im Erdgeschoss (OKFFEG), oberer
Bezugspunkt ist der Schnittpunkt der Außenwand mit der Oberkante der Dachhaut bzw. bei Flachdächern die Oberkante der Attika. Um die Baumasse bei Gebäuden mit Flachdach zu reduzieren, ist bei dreigeschoßiger Bauweise die Außenwand des Dachgeschoßes auf mindestens zwei gegenüberliegenden Seiten um mindestens 1,5 m von der darunterliegenden Außenwand zurückzuversetzen. Die Oberkante des Fertigfußbodens im Erdgeschoss (OKFFBEG) darf in Gebäudemitte maximal 40 cm über natürlichem Gelände liegen. 5.3
BAUWEISE Die offene Bauweise gemäß § 22 Abs. 2 BauNVO wird beibehalten. Die Baugrenzen werden jedoch großzügiger gefasst um eine flexible Nutzung der Grundstücke zu ermöglichen. Auf die Verschmelzung der Baugrenzen über die Grundstücksgrenzen wird jedoch verzichtet, um eine übermäßige Verdichtung zu verhindern. Ungeachtet der zeichnerischen Darstellung sind die Abstandsflächen der Bayerischen Bauordnung einzuhalten. Die Baugrenzen beinhalten grundsätzlich keine Abstandsflächen. Die zeichnerische Festsetzung von Flächen für Garagen und Stellplätze wird an den Bestand bzw. aktuell geplante Vorhaben angepasst. Entlang der Langenäckerstraße bleibt es bei der Verortung des Bauraums an der Grundstücksgrenze, entlang des Schnepfenwegs erstreckt sich der Bauraum über die gesamte Grundstücksbreite. Hiermit soll ausreichend Platz für die zukünftigen Stellplätze bereitgestellt werden, die sich aus der Nachverdichtung des Quartiers ergeben. Nebenanlagen sind auch außerhalb der Baugrenzen zulässig. Die Gesamtfläche der Nebenanlagen darf jedoch eine Grundfläche von 20 m² nicht überschreiten. Hiermit wird zwar eine flexible Nutzung des Grundstücks ermöglicht, da z.B. Garten- oder Geräteschuppen auch an der Grundstücksgrenze errichtet werden können, überdimensional große Gebäude oder eine Häufung von Nebenanlagen werden jedoch verhindert.
GESTALTUNG DER DÄCHER Im rechtswirksamen Plan waren Dächer, unabhängig von der Dachform bis zu einer Neigung von 40 Grad zulässig. Um gestalterische Brüche, die diese Festsetzung zulässt, zu vermeiden, werden die Festsetzungen zur Dachgestaltung neu gefasst. Die Dächer sind zukünftig entweder als Satteldächer mit einer Neigung von 20° - 45° oder als begrüntes Flachdach auszuführen. Pultdächer waren zum Zeitpunkt der Erstellung der Urfassung des Bebauungsplanes für Wohngebäude unüblich, so dass man es nicht für nötig hielt, diese bei der Dachgestaltung auszuschließen. Angesichts der geringen Größe des Plangebietes ist eine Häufung verschiedenster Dachformen städtebaulich nicht gewünscht, weshalb die Dachform auf Sattel- und Flachdach begrenzt wird.
Zum Zeitpunkt der Erstellung des Bebauungsplanes war die Auswahl an geeigneten Materialien zur Dacheindeckung begrenzt, so dass es nicht für erforderlich gehalten wurde, hierzu eine Regelung in den Bebauungsplan aufzunehmen. Da die Bandbreite an Eindeckungsmaterialien und -farben heute jedoch wesentlich breiter ist, wird es für erforderlich gehalten, Material und Farbe in der Auswahl zu begrenzen, um groben gestalterischen Fehlentwicklungen im Quartier vorzubeugen. Die geneigten Dächer sind zukünftig mit roter bis brauner oder anthrazitfarbener Eindeckung aus Dachformstein auszuführen, Flachdächer sind zu begrünen. Eindeckungen aus glänzenden oder glasierten Dachformsteinen sind unzulässig. Mit dieser Festsetzung kann sichergestellt werden, dass sich die Dächer auch zukünftig in die Dachlandschaft der Umgebung einfügen. Dachaufbauten waren bisher unzulässig. Um den Dachraum jedoch als Wohnfläche nutzen zu können und so eine weitere Inanspruchnahme von Grund und Boden zu vermeiden, werden Dachaufbauten bei Dächern mit einer Neigung von mehr als 35° zugelassen. Bei Neigungen unter 35° ergeben sich Gaubenformen und -positionen, die sich nicht harmonisch in die Dachlandschaft einfügen würden. Die Gauben sind als Schlepp- bzw. Satteldachgaube oder als Zwerchgiebel auszuführen. Die Oberkante der Dachgaube muss mindestens 1,0 m unterhalb des Hauptfirstes liegen. Pro Gebäude ist nur eine Gaubenform zulässig. Eine Häufung weitere Gaubenformen führt angesichts der geringen Größe des Plangebietes zu einer Störung der Dachlandschaft. Um überdimensionierte Dachaufbauten zu vermeiden, dürfen Dachaufbauten in ihrer Gesamtlänge die Hälfte der Firstlänge nicht überschreiten. Sie müssen zum Ortgang einen Mindestabstand von 1,5 m und untereinander einen Abstand von mind. 1,0 m aufweisen. Einblechungen sind unzulässig. Anlagen zur Nutzung von Solarenergie sind auf dem Dach nur zulässig, wenn Sie in die Dachfläche integriert sind oder parallel zur Dachhaut ausgeführt werden. Diese Einschränkungen sind nötig um störende Elemente in der Dachlandschaft zu vermeiden. 5.5
FASSADENGESTALTUNG Verkleidungen aus Wellblech waren bisher unzulässig und sind es auch zukünftig. Vollstamm-Holzhäuser sind zukünftig ebenso unzulässig, da sie nicht ins Stadtbild passen. Um ein harmonisches Erscheinungsbild im Geltungsbereich zu schaffen und dafür Sorge zu tragen, dass sich das Erscheinungsbild des Quartiers in die Umgebung einfügt, sind die Fassadenfarben gemäß der Farbkarte der Stadt Oberasbach (siehe Anhang) zu wählen. Die Farbvorgaben lassen den Bauherren einen ausreichenden Spielraum und verhindern andererseits grobe Störungen im Stadtbild.
GARAGEN, CARPORTS UND STELLPLÄTZE Hinsichtlich der Anzahl und Gestaltung der erforderlichen Stellplätze für Wohnbebauung gilt die Stellplatzsatzung der Stadt Oberasbach in der jeweils gültigen Fas-
sung, soweit in der Bebauungsplansatzung keine abweichenden Regelungen getroffen werden. Die Lage der Stellplätze und deren Zufahrten sind in der Planzeichnung festgesetzt. Ungeachtet der zeichnerischen Darstellung müssen Garagen sowie abgeschlossene Carports und Stellplätze einen Stauraum von mind. 5,0 m zur Fahrbahnkante aufweisen, um sicher zu stellen, dass der fließende Verkehr nicht behindert wird. Dieser Stauraum kann jedoch nicht als Stellplatz angerechnet werden. Aneinander gebaute Garagen und Carports sind in einheitlicher Gestaltung und Dachneigung auszuführen um gestalterische Brüche zu verhindern und ein harmonisches Gesamtbild zu erreichen. Zur Minimierung der Versiegelung sind Stellplätze mit wasserdurchlässigen Belägen auszuführen, soweit wasserrechtliche Belange dem nicht entgegenstehen. Die Gestaltung der Stellplätze hat gemäß den Vorgaben der Stellplatzsatzung der Stadt Oberasbach in der jeweils gültigen Fassung zu erfolgen. 5.7
EINFRIEDUNGEN Die Festsetzungen zu den Einfriedungen waren der damaligen Mode entsprechend, sind nicht mehr zeitgemäß und werden zukünftig offener gefasst. Die Einfriedungen der Grundstücke sind nun als blickoffene Holz- oder Stabgitterzäune mit senkrechter Teilung auszuführen. Einfriedungen sind ohne Sockel anzulegen. Um Barrieren für Kleintiere zu verhindern, müssen Einfriedungen zum Boden einen Abstand von mind. 8 cm aufweisen und dürfen eine Höhe von 1,2 m über Gelände nicht übersteigen. Für Hecken gilt eine Höhenbegrenzung von 2,5 m. Gabionen oder ähnliche geschlossene Einfriedungen sind unzulässig. Höhere Zäune und Mauern stehen dem gewünschten offenen Charakter des Gebietes entgegen. Um zu vermeiden, dass der Gebietscharakter durch große Aufschüttungen oder Abgrabungen maßgeblich verändert wird, sind Aufschüttungen und Abgrabungen gegenüber dem gewachsenen, natürlichen Gelände nur bis zu +/- 50 cm zulässig. Stützmauern entlang der Grundstückgrenze sind unzulässig, da sie die Nachbargrundstücke beeinträchtigen. Die Böschungen sind mit einer Neigung von max. 1:1,5 auszuführen, um zu gewährleisten, dass das Erdreich nicht auf benachbarte Grundstücke abgeschwemmt wird.
GRÜNORDNUNG Der rechtswirksame Bebauungsplan enthält keinerlei grünordnerische Festsetzungen. Im Zuge der Änderung soll durch die Festsetzung eines Mindeststandards hinsichtlich Anzahl und Qualität der zu pflanzenden Bäume dafür gesorgt werden, dass auch bei einer Nachverdichtung des Quartiers eine ausreichende Durchgrünung sichergestellt wird.
Die Pflanzenauswahl ist gemäß den Pflanzlisten zu treffen um eine standortgerechte Bepflanzung sicherzustellen. Fremdländische Gehölze haben in der Regel keinen oder geringen Nutzen für die heimische Tierwelt und sind daher für die Begrünung des Quartiers ungeeignet. Aufgrund der positiven Auswirkungen auf das Kleinklima und den Regenwasserabfluss sind Flachdächer grundsätzlich zu begrünen. Die Pflanzliste stellt hierbei eine Auswahl geeigneter Pflanzen zur Verfügung. 5.9
SICHTDREIECKE Um die Sicherheit des Verkehrs zu gewährleisten sind die im Plan festgesetzten Sichtdreiecke von Bebauung, Holzstapel, o.ä., welche die freie Sicht auf den Verkehr behindern, freizuhalten. Einfriedungen und Bepflanzungen sind nur bis zu einer Höhe von max. 80 cm über Fahrbahnoberkante zulässig. Bäume sind innerhalb der Sichtdreiecke zulässig, wenn der Kronenansatz mind. 2,5 m über Fahrbahnoberkante liegt. Diese Beschränkungen sind erforderlich, um sicherzustellen, dass die Anfahrsicht auf den fließenden Verkehr in der Langenäckerstaße gewährleistet wird.
ZUSAMMENFASSUNG Durch die 1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 65/1 "Langenäckerstraße / Schnepfenweg" wird eine zeitgemäße Nutzung der Grundstücke ermöglicht. Wichtige innerörtliche Potentiale werden für die Nachnutzung und Revitalisierung erschlossen. Mit der großzügigeren Fassung der Baugrenzen wird eine sinnvolle Nachverdichtung und flexible Nutzung der Grundstücke ermöglicht. Das Maß der baulichen Nutzung bleibt innerhalb der Obergrenzen des § 17 BauNVO und stellt sicher, dass ein übermäßige Verdichtung unterbleibt. Die Änderungen hinsichtlich der Baugestaltung ermöglichen einerseits eine moderne Bebauung und verhindern andererseits grobe Fehlentwicklungen. Mit der Möglichkeit einer moderaten Nachverdichtung und einer flexiblen Nutzung der Grundstücke, bei einer zeitgemäßen Gestaltung der Baukörper, wird ein weiterer Schritt zur Revitalisierung bestehender Altquartiere im Stadtgebiet geleistet. Aufgestellt: Kalchreuth, den 21.11.2017 Zuletzt ergänzt am: 20.04.2018 Gez. E. Bökenbrink Stadtplaner ByAK / SRL
FARBKARTE DER STADT OBERASBACH
MERKBLATT DES KREISBRANDRATES
Bauen und Wohnen (B & W) Gesellschaft für Immobilien und Wohnbau mbH Merkurstraße 39 90763 Fürth
Stadt Oberasbach – Änderung des Bebauungsplanes Nr. 65/1 „Langenäckerstraße / Schnepfenweg“
Durch die 1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 65/1 „Langenäckerstraße / Schnepfenweg“ wird eine zeitgemäße Nutzung der Grundstücke ermöglicht. Wichtige innerörtliche Potenziale werden für die Nachnutzung und Revitalisierung erschlossen. Mit einer großzügigeren Fassung der Baugrenzen soll eine sinnvolle Nachverdichtung und flexible Nutzung der Grundstücke ermöglicht werden. Grundlagen BPB Büro für städtebauliche Planung & Beratung: 1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 65/1 „Langenäckerstraße / Schnepfenweg“ (Begründung), Stadt Oberasbach. Zur Prüfung der aktuellen Situation wurde am 01.03.2018 eine Ortsbegehung durchgeführt (ÖFA). Eingriffe in vorhandene Vegetationsstrukturen und Gebäude Mit dem geplanten Vorhaben wird sowohl in Gebäude als auch in Gehölzstrukturen eingegriffen. Da die Baufeldräumung bereits im Herbst/Winter 2017 stattfand, beruht die artenschutzrechtliche Bewertung auf dem Habitatpotenzial der ursprünglichen Strukturen. Betroffene Arten Bei den ursprünglich im Planbereich stehenden Gebäuden kann nicht ausgeschlossen werden, dass sie Strukturen aufwiesen, die Fledermäusen als potenzielle Quartierstandorte 1
dienen können. Insbesondere können Vorkommen der Zwergfledermaus nicht ausgeschlossen werden. Die Zwergfledermaus gehört zu den kleinsten und häufigsten heimischen Fledermausarten. Als ursprünglich Felsspalten bewohnende Art hat diese äußerst anpassungsfähige Fledermaus neue, durch den Menschen geschaffene, Lebensräume und Quartierstrukturen besiedelt. So ist die Zwergfledermaus die klassische Siedlungs-Fledermaus und wohl in jedem Dorf und jeder Stadt zu finden. Ihre Wochenstuben finden sich ausschließlich in und an Gebäuden („Spaltenquartierfledermaus“). Auch bei Sommer- und Winterquartieren dominieren Gebäude. In Siedlungen beutet die Zwergfledermaus gerne Ansammlungen kleinerer Fluginsekten aus, etwa unter Straßenbeleuchtungen. Das Vorkommen weiterer in Gebäuden Quartier suchenden Fledermausarten ist nicht wahrscheinlich. Die Avifauna des Planungsraumes ist geprägt von Siedlungs- und Gartenvögeln sowie von weit verbreiteten und häufigen Vogelarten (z. B. Amsel, Blaumeise, Buchfink, Elster, Grünfink, Hausrotschwanz, Haussperling, Kohlmeise, Ringeltaube, Rotkehlchen, Türkentaube oder Zaunkönig). Bei diesen Vogelarten ist eine so geringe projektspezifische Wirkungsempfindlichkeit anzunehmen, dass mit hinreichender Sicherheit davon ausgegangen werden kann, dass durch das Vorhaben keine Verschlechterung des Erhaltungszustandes der lokalen Populationen erfolgt. Auch das Vorkommen von Hecken- und Gebüschbrütern kann im Planungsraum nicht ausgeschlossen werden. Da außerhalb des Wirkraums des Vorhabens weiterhin ein günstiges Angebot an Bruthabitaten vorhanden ist, wirken sich mögliche Verluste von potenziellen Brutstandorten nicht signifikant auf die Bestände der Arten aus. Die ökologische Funktion der betroffenen Fortpflanzungsstätten bleibt im räumlichen Zusammenhang gewahrt. Mit der Baufeldräumung wurden mindestens zwei ältere Nadelbäume gefällt, für die eine Funktion als Biotop- bzw. Höhlenbaum nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann. Insbesondere für den Buntspecht sind diese Bäume als potenzielle Brutstandorte anzusprechen und zu bewerten. Folgenutzer von Spechthöhlen können neben in Höhlen brütenden Vogelarten (z. B. Blaumeise, Kohlmeise, Kleiber, Star oder Trauerschnäpper) auch in Baumhöhlen Quartier suchende Fledermäuse sein. Maßnahmen zur Vermeidung und Minderung der Eingriffe in Natur und Landschaft 
Als Ersatz für die gerodeten Gehölze werden Laubbäume sowie früchte- und beerentragende Laubsträucher (z. B. Blutroter Hartriegel, Hasel, Kornelkirsche, Schwarzer Holunder, Wolliger Schneeball) neu gepflanzt.
Um das Quartierangebot für höhlenbewohnende und höhlenbrütende Arten (Fledermäuse, Vögel) insgesamt zu verbessern und die Konkurrenz um im Umfeld vorhandene Baumhöhlen zu verringern, sollten im Plangebiet mindestens drei Vogelnistkästen und ein Fledermausnistkasten angebracht werden.
Fazit Im Wirkraum der hier betrachteten Planung sind nur Fledermaus- und Vogelarten zu erwarten, bei denen davon auszugehen ist, dass durch das Vorhaben keine Verschlechterung des Erhaltungszustandes der lokalen Populationen ausgelöst wird. Unter Berücksichtigung der eingriffsmindernden Maßnahmen können Verbotstatbestände nach § 44 Abs. 1 i. V. m. Abs. 5 BNatSchG sicher ausgeschlossen werden. Eine ausnahmsweise Zulassung des Vorhabens nach § 45 Abs. 7 BNatSchG ist nicht erforderlich.
Diplom-Biologin Ingrid Faltin Am Wasserschloss 28b, 91126 Schwabach
Schwabach, den 02.03.2018
Empfehlenswerte Obstsorten für Mittelfranken ÄPFEL
Standortansprüche / Boden
− feuchte Böden − Früchte neigen auf trockenen Böden zum vorzeitigen Fallen
− Leittriebe müssen mehrere Jahre nach der Anpflanzung kräftig zurück geschnitten werden − Wuchs: mäßig stark
− frühzeitiger, regelmäßiger Ertrag − Früchte windfest − Früchte eines Baumes variieren in Form und Farbe; gute Haltbarkeit der Früchte, welken nicht
Saftig, süßsäuerlich schwach aromatisiert
saftig hocharomatisch
− beste Lagen breitkugelige Krone − geschützte, wenig frostgefährdete Lagen
Frucht welkt bei ungünstiger Lagerung
saftig herbfruchtig bis säuerlich
Süß-Gärmost
für gute Anbaulagen
Wuchs stark, hochstrebend
einer der besten Mostäpfel, gibt ein lange haltbares Getränk
saftig sehr fest
− anspruchslos Most-, Koch-, − raue Lagen Verwertungssorte − keine Nordhänge
breitkugelige Krone
− hervorragend geeignet für Süßmost- und Obstweinherstellung (35-40 l Saft/ Zentner) − kommt mit wenig Pflegemaßnahmen aus
Tafelobst Verarbeitung
feuchte Böden, Höhenlagen
Wuchs mittelstark, breitkugelig, locker
Ertrag mittelspät einsetzend
mürbe erfrischend
starker Wuchs, breite Krone
saftig feinsäuerlich
Tafel-, Most-, Kochapfel
− feuchte Böden − nicht für kalte, nasse und trockene Lagen
Kreisgruppe Ansbach Pfarrstr. 33 91522 Ansbach Tel. 0981/14213 Fax 0981/17211 e-mail: bn-ansbach@t-online.de www.bn-ansbach.de
− Blüte frosthart − früh einsetzende hohe Erträge − "Granny Smith der Streuobstwiese" − zweimaliger Rückschnitt genügt zum Kronenaufbau − auf Hochstamm kleine Früchte
Landschaftspflegeverband Mittelfranken Feuchtwanger Straße 38, 91522 Ansbach Tel. 0981 / 4653-3520, Fax 0981 / 4653-3535 e-mail: info@lpv-mfr.de www.lpv-mfr.de
saftig feinaromatisch
Tafel-, Kochapfel
mittelstarker Wuchs Krone kugelig
Früchte etwas druckempfindlich, vorsichtig ernten
− anspruchslos − gut für Höhenlagen geeignet
anfangs schwach, später große Krone
− Blüte unempfindlich − Früchte etwas druckempfindlich, vorsichtig ernten, gut lagerfähig
ziemlich saftig, gewürzt, vorherrschende Säure
sehr frostwiderstandsfähig
starker Wuchs, weit ausladende Krone
− Blüte mittelfrüh, − Ertrag ziemlich hoch
saftig erfrischend
− trockene Böden − anspruchslos
aufrechte Krone, die im Alter breit Blüte: früh aber witterungswird unempfindlich
mittelsaftig schwach sauer
− feuchte, leichte Böden Wuchs schwach bis mittelstark − wärmere Lagen
Rückschnitt mehrere Jahre erforderlich
Tafelobst Verarbeitung Spitzensorte Verarbeitung
trockene, leichte Böden
Krone breit, hoch
für Saftherstellung gut geeignet
Baum braucht keine allzu häufige Schnittmaßnahme (verzweigt sich gut)
sehr kräftiger Wuchs, auch noch im Alter
− Früchte reifen nicht gleichzeitig, − Ertrag spät einsetzend
Blüte früh und langanhaltend, etwas spätfrostempfindlich
starker Wuchs breit pyramidal Wuchs stark, schirmartig breit
anspruchslos windgeschützt frostempfindlich feuchte Böden Frischverzehr saftig Verarbeitung nährstoffreiche, edelaromatisch sehr guter Tafel-/ kräftige Böden Wirtschaftsapfel − windgeschützt − feuchte Böden sehr saftig Tafelobst − windgeschützt sehr aromatisch − frostempfindlich sehr saftig Tafel-, Mostapfel geringe Ansprüche an weinsäuerlich Verarbeitung Boden und Klima saftig, säuerlich Tafelobst − leichtere Böden wohlschmeckend Verarbeitung − windgeschützt mäßig saftig, säuerlich, Tafelobst − feuchte Böden schwach Verarbeitung anspruchslos aromatisch − robust − anspruchslos saftig Tafelobst − bevorzugt in süß-säuerlich Verarbeitung Höhenlagen und Windlagen schwache Säure, Tafel- und wenig Zucker, anspruchslos Wirtschaftsapfel saftig, wenig säuerlich-süß würzig
Wuchs stark, Krone breitkugelig
starker mittelstarker Wuchs; Krone breitkugelig
Wuchs anfangs stark, später schwächer; Krone breit
Blüte frosthart − frostunempfindliche Blüte, − nur schwaches Auslichten nötig − Früchte druckempfindlich aber windfest − bei später Oktoberernte größere und süßere Früchte − auf Hochstamm kleine Früchte − Baum braucht nur wenig Pflegeaufwand, − sehr reicher Ertrag
gewürzt geringe Ansprüche
anfangs mittelstark; später schwächer Krone hochkegelförmig
− Blüte mittelfrüh, wenig empfindlich − der hohe Ertrag erfordert kräftige Düngung
− feuchte Böden − spätfrostempfindlich
sehr starker Wuchs, breite große Krone
Blüte mittelfrüh, empfindlich
kräftiger Wuchs, flache, breite Krone
− Blüte spät, unempfindlich eine der ältesten Sorten
kräftiger Wuchs, Krone hochkugelig
Früchte nicht windfest
Wuchs sehr stark, später schwächer, Krone hoch
− beste Kelterfrucht − befriedigende Ernten, aber nur auf besseren Boden
saftig etwas gewürzt
sehr saftig säuerlich
saftig, süßlich, wenig Aroma kräftig, weinsäuerlicher Geschmack mäßig saftig süß
Tafel- und Mostobst
Tafelobst Verarbeitung beste Backsorte
breit anbaufähig bei ausreichender Bodenfeuchte gedeiht auch auf schlechten Böden und in rauhen Lagen − schwere, feuchte Böden, − windgeschützte Lagen
Tafel-, Mostobst Verarbeitung
schwere, feuchte Böden
anfangs kräftiger, später mittelstarker Wuchs
Blüte mittelfrüh bis spät, unempfindlich
saftig, schwach gewürzt
− geringe Ansprüche − sehr windfest
Wuchs anfangs kräftig, später schwächer
− etwas aromatisch − gering saftig
Back- und Mostapfel
Wuchs stark, große Krone
− sehr frosthart − Blüte mittelfrüh, wenig empfindlich
saftig süßsäuerlich
Tafelobst Verwertung
Wuchs stark, hochgehende Krone
− Blüte mittelfrüh − früh tragend
saftig, erfrischend, süßsäuerlich
Most-, Tafelapfel Verarbeitung
anfangs starker Wuchs, Krone hängend
− Blüte mittelfrüh, widerstandsfähig − stärkerer Kronenüberwachungsschnitt
saftig schwach aromatisch
− mittlere Ansprüche − liebt Niederungen und Krone stark ausladen, schirmartig trägt früh und reich leichten Boden − höhere Lagen
süßsäuerlich saftig
erfrischend, säuerlich, aromatisch saftig süßsäuerlich wenig aromatisch
Mostobst Verarbeitung Tafelapfel Verwertung
hohe Erträge in jedem 2. Jahr
starker Wuchs, breitpyramidale Krone
früh und regelmäßig tragend
leichte Böden auch sandig
Bosc's Flaschenbirne = Kaiser Alexander
saftig, süß edles Aroma
Tafel- und Konservenbirne
− wärmere Böden − geschützte Lagen
mittelstarker Wuchs Krone pyramidal
− guter Boden − Ansprüche an Standort und Klima gering
− Blüte mittelfrüh − wenig Schnittpflege
− anspruchslos − breit anbaufähig − gut für Streuobstbau
Hoch pyramidale Krone
− Blüte unempfindlich − später Ertrag, dann aber hoch
Feuchtwanger Winterbirne = Butterbirne
saftig, schmelzend, erfrischend weinig, süß rasch teigig werdend edel aromatisch rasch teigig werdend
Mostbirne Verarbeitung Tafelbirne Verarbeitung
saftig, süß schwach säuerlich
Madame Vertè
schmelzendes feines Aroma
saftig, süßsäuerlich, butterhaft saftig, weinsäuerlich vollsaftig herbe Säure
Tafel- und Einmachbirne
anspruchslos feuchte, tiefgründige Böden − nährstoffreiche, feuchte Böden − gut für Streuobstanbau − wärmere Lagen − gut für Streuobstanbau − mittlere Ansprüche − warme, geschützte Lagen
Hochkroniger Wuchs
Krone schmal pyramidal
Krone breit pyramidal
− kräftiger Wuchs − hohe Krone
Mostbirne Verarbeitung
anspruchslos, auch für etwas raue Lagen geeignet
− Blüte früh bis mittelfrüh − Frucht muss gleich geerntet werden, wird sonst teigig − Blüte wenig empfindlich − Nachlagerung bis 15-20°C für Aromaentwicklung − unregelmäßiger Ertrag − relativ kleine Früchte
Birne sollte vor Verarbeitung gelagert werden − Blüte etwas witterungsempfindlich − nur wenige Tage genussfähig − alter Hofbaum − Blüte etwas frostempfindlich − gute Lagerfähigkeit bei Temperaturen um 0°C − Blüte widerstandsfähig − bei zu früher Ernte welkt die Frucht − Blüte mittelspät − wird manchmal beim Mosten zu sauren Äpfeln gemischt − Blüte wenig empfindlich − Ertrag hoch und regelmäßig − Blüte früh, etwas spätfrostgefährdet − Baum benötigt kaum Pflege
schwach süß bei kräftiger Säure schwaches Aroma
Schweizer Wasserbirne = Kugelbirne
sehr saftig milder Geschmack
mächtige Kronen steil, aufrecht
geschützte, warme Böden
mittelstarker Wuchs breitkugelig
− Blüte früh, gegen Nässe und Kälte empfindlich − Haltbarkeit 1 Woche
Oulins Reneklode
5. KW Mitte-Ende 7 5. KW Mitte-Ende 7 4.-5. KW Mitte-Ende 7 4.-5. KW Mitte-Ende 7
2.-3. KW Ende 7
Büttners Rote Knorpelkirsche Große Schwarze Knorpelkirsche Haumüllers Mitteldicke
auf guten Böden besonders in wärmeren und geschützten Tallagen
− Blüte wenig empfindlich − benötigt strengen Aufbauschnitt
alle Verwendungszw ecke saftig, süß, zart, Frischgenuss schwache Würze Verwertung sehr saftig, Frischgenuss würzig, Verwertung steinlösend
fest, süß, saftig gut steinlösend
geringe Ansprüche Standortansprüche / Boden
Wuchs anfangs stark, später mittel
− Blüte spät − Ertrag oft spät einsetzend, dann regelmäßig hohe Ernten
starker, breitkugeliger Wuchs
früher Ertrag, aber nicht regelmäßig
− Blüte spät, unempfindlich − Ertrag früh, regelmäßig
wenig frostgefährdet
kräftiger, hochkugeliger Wuchs
− Blüte wenig frostempfindlich − späte helle Knorpelkirsche
sehr fest Erwerbsanbau wohlschmeckend
− anspruchslos − auch für spätfrostgefährdete Standorte
starker Wuchs, großbreitkugelig
Ertrag nach 5 bis 6 Standjahren
anspruchslos mittlere Standortansprüche
Wuchs anfangs stark und aufstrebend, später breit ausladend
− Blüte sehr frostwiderstandsfähig − Ertrag spät aber regelmäßig
− bevorzugt warme durchlässige Böden − geschützte Lagen
Wuchs mittelstark, hochrunde Krone
− Blüte früh und spätfrostgefährdet − Erträge früh, regelmäßig und relativ hoch
Frischverzehr Konserven
Frischverzehr Erwerbsanbau
alle wohlschmeckend Verwendungszw würzig ecke Frischverbrauch süß, vorzüglich häusliche schmeckend Verwertung
Unterlagen zur Aenderung Bebauungsplan Nr 65.1
stadtoberasbach6

References: § 2
 § 1
 § 9
 § 10
 § 13
 Art. 81
 Art. 23
 § 4
 § 22
 § 12
 Art. 70
 § 1
 § 13
 § 13
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 § 2
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 § 44
 § 45
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