Source: https://www.bgmpodcast.de/betriebliches-gesundheitsmanagement/podcast-episoden-des-bgm-podcast/bgm-blog/bgm-blog-archiv/
Timestamp: 2020-07-06 05:06:58+00:00

Document:
BGM Blog Archiv | Betriebliches Gesundheitsmanagement
BGM Blog Archiv
Gesundheitsreport | BGM-Analyse mit Gesundheitsreports von Krankenkassen
Gesundheitsreport BGM-Analyse mit Gesundheitsreporten von Krankenkassen
Podcast-Episode: BGM-Analyse mit Gesundheitsreports von Krankenkassen
Gesundheitsreporte – BARMER
Gesundheitsreporte – TK
Gesundheitsreporte – BKK
Gesundheitsreporte – DAK
Gesundheitsreporte – AOK (Auszug aus WIdO Fehlzeiten-Report)
Buchempfehlungen – WIdO Fehlzeiten-Report*
YouTube-Episode: BGM-Analyse mit Gesundheitsreports von Krankenkassen
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BGM-Analyse mit Gesundheitsreporten von Krankenkassen
Eine Vielzahl der gesetzlichen Krankenkassen stellen jährlich einen kostenfreien Gesundheitsreport bzw. Fehlzeitenreport zur Verfügung. Anhand der zur Verfügung gestellten Daten und Informationen können Ableitungen für das eigene Betriebliche Gesundheitsmanagement getroffen werden.
Im Rahmen der Gesundheitsreporte werden u. a. folgende Statistiken bereitgestellt:
Soziodemografische Merkmale;
Geschlechterverteilung der Versicherten;
Altersstruktur der Versicherten;
Kennzahlen zur Arbeitsunfähigkeit;
Entwicklung von Krankenständen;
Verteilung von Krankheiten;
Regionale Fehlzeitenentwicklung;
Informationen zur verschiedenen Gesundheitsthematiken;
Arzneimittelverordnungen.
Die Gesundheitsreporte liefern neben den umfangreichen Zahlen, Daten und Fakten diverse Hilfestellungen zum Umgang mit bestimmten Krankheitsbildern und Schwerpunktthemen wie beispielsweise Sucht, Digitalisierung, Schichtarbeit, Zeitarbeit, Schlafstörungen, demografischen Wandel, psychische Gefährdungen und vieles mehr.
Nachfolgend haben wir eine Vielzahl an verschiedenen Gesundheitsreports nach Krankenkassen zum Download aufgelistet (zum Download auf den jeweiligen Stichpunkt klicken):
Gesundheitsreport 2019 – Schlafstörungen
Gesundheitsreport 2018 – Arbeitsunfähigkeit
Gesundheitsreport 2017 – Beruf und Psyche
Gesundheitsreport 2016 – Junge Erwachsene
Gesundheitsreport 2015 – Demografischer Wandel
Gesundheitsreport 2014 – Psychische Gesundheit im Erwerbsleben
Gesundheitsreport 2013 – Männergesundheit
Gesundheitsreport 2012 – Alkoholkonsum und Erwerbstätigkeit
Gesundheitsreport 2011 – Beruf und Pflege
Gesundheitsreport 2020 – Zeitarbeit: Chance oder Risiko?
Gesundheitsreport 2019 – Pflegefall Pflegebranche? So geht’s Deutschlands Pflegekräften
Gesundheitsreport 2018 – Fit oder fertig? Erwerbsbiografien in Deutschland
Gesundheitsreport 2017 – Gesundheit von Auszubildenden
Gesundheitsreport 2016 – Gesundheit zwischen Beruf und Familie
Gesundheitsreport 2015 – Gesundheit von Studierenden
Gesundheitsreport 2014 – Rückenatlas
Gesundheitsreport 2013 – Stress
Gesundheitsreport 2012 – Pendler
Gesundheitsreport 2011 – Psychische Störungen
Gesundheitsreport 2010 – Arzneimittelverbrauch und Fehlzeiten
Gesundheitsreport 2019 – Psychische Gesundheit und Arbeit
Gesundheitsreport 2018 – Arbeit und Gesundheit Generation 50+
Gesundheitsreport 2017 – Digitale Arbeit- Digitale Gesundheit
Gesundheitsreport 2016 – Gesundheit und Arbeit
Gesundheitsreport 2015 – Langzeiterkrankungen
Gesundheitsreport 2014 – Gesundheit in Regionen
Gesundheitsreport 2013 – Gesundheit in Bewegung
Gesundheitsreport 2012 – Gesundheit fördern- Krankheit versorgen- mit Krankheit leben
Gesundheitsreport 2011 – Zukunft der Arbeit
Gesundheitsreport 2010 – Gesundheit in einer älterwerdenden Gesellschaft
Gesundheitsreport 2019 – Sucht 4.0: Gravierende Folgen für die Arbeitswelt
Gesundheitsreport 2018 – Immer mehr Patienten mit Rückenschmerzen in Klinik
Gesundheitsreport 2017 – Müdes Deutschland: Schlafstörungen steigen deutlich an
Gesundheitsreport 2016 – Warum Frauen und Männer anders krank sind
Gesundheitsreport 2015 – Psycho-Diagnosen bei Azubis
Gesundheitsreport 2014 – Doping im Job nimmt deutlich zu
Gesundheitsreport 2013 – Sachliche Debatte über psychische Krankheiten
Gesundheitsreport 2012 – Krankmeldungen erreichen höchsten Stand seit 15 Jahren
Gesundheitsreport 2011 – Krankmeldungen steigen trotz Aufschwung nicht
Gesundheitsreport 2010 – Krankenstand steigt leicht
Gesundheitsreporte – IKK Classic
Gesundheitsreport 2019 – Gesundheit im Handwerk
Krankheitsbedingte Fehlzeiten in der deutschen Wirtschaft im Jahr 2018
Krankheitsbedingte Fehlzeiten in der deutschen Wirtschaft im Jahr 2017
Fehlzeiten-Report 2010
Fehlzeiten-Report 2013
Fehlzeiten-Report 2012
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Falls du dich derzeit mit der Einführung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements beschäftigst, kann ich dir den Artikel „Einführung des BGM“ empfehlen.
Bei Fragen zum Thema Betriebliches Gesundheitsmanagement kannst du mir gerne eine E-Mail an die info@outness.de oder eine Nachricht über das Kontaktformular schicken!
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Veröffentlicht am 30. Juni 2020 1. Juli 2020
Innovative BGM-Maßnahmen | LaserTag & Escape Rooms zur Teambildung
Innovative BGM-Maßnahmen LaserTag & Escape Rooms zur Teambildung
Podcast-Episode – Innovative BGM-Maßnahmen – LaserTag & Escape Rooms
YouTube-Episode – Innovative BGM-Maßnahmen – LaserTag & Escape Rooms
Innovative BGM-Maßnahmen
LaserTag & Escape Rooms zur Teambildung
Klassische BGF-Maßnahmen sind gut und wichtig. Doch gelegentlich sind auch innovative BGM-Maßnahmen zur Teambildung und Motivation empfehlenswert. Als außergewöhnliche und innovative BGF-Maßnahme möchten wir in der aktuellen YouTube– und Podcast-Episode die Teamaktivitäten LaserTag & Escape Rooms vorstellen.
Im Interview mit Michél Titze und Thomas Wadehn vom Baltic Lasertag – Team besprechen wir diverse Ansatzpunkte der Trendsportart LaserTag sowie das Rätselspiel Escape Rooms im Hinblick auf das betriebliche Gesundheitsmanagement.
Dabei gehen wir auf folgende Inhalte ein:
Wie wird LaserTag gespielt?
Welche Einschränkungen bzw. Voraussetzungen gibt es für LaserTag?
Was wird beim LaserTag beansprucht?
Wie wird die Teambildung beim LaserTag gefördert?
Wie funktionieren die Escape Rooms?
Sind Escape Rooms gefährlich oder gruselig?
Wie lange dauert ein Rätsel in einem Escape Room?
Warum eignet sich das Spiel auch für Firmen oder Abteilungen?
Hier die Kontaktdaten von Baltic Lasertag aus Neubrandenburg & Greifswald:
https://www.baltic-lasertag.de/
https://www.baltic-escaperooms.de/
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Veröffentlicht am 23. Juni 2020 21. Juni 2020
BGM aus Sicht einer Gewerkschaft | Betriebliches Gesundheitsmanagement
BGM aus Sicht einer Gewerkschaft Interview mit der IG Metall zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement
Teil 1 – BGM aus Sicht einer Gewerkschaft
Teil 2 – BGM aus Sicht einer Gewerkschaft
BGM aus Sicht einer Gewerkschaft
Interview mit der IG Metall zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement
Im Interview mit Gewerkschaftssekretär Jan Kuhnert von der IG Metall diskutieren wir verschiedene Aspekt des Betrieblichen Gesundheitsmanagements – BGM aus Sicht einer Gewerkschaft.
Was macht die IG Metall?
Welche Bereiche und Betriebe betreut die IG Metall?
Wie steht es um die Zusammenarbeit zwischen Gewerkschaft, Betriebsrat und Geschäftsleitungen?
Was bietet die IG Metall und Gewerkschaften für Unterstützungen?
Wie unterstützen Gewerkschaften beim Betrieblichen Gesundheitsmanagement?
Beispiele für betriebliche Gesundheitsmaßnahmen in der Metallbranche, Industrie und Handwerk
Verhältnisprävention in der Metallbranche, Industrie und Handwerk
In welche Richtung entwickeln sich die Unternehmen in den nächsten Jahren und welche Rolle spielt das Betriebliche Gesundheitsmanagement dabei?
Wie erreicht man die Gewerkschaft bzw. IG Metall?
Hier die Kontaktdaten der IG Metall Stralsund – Neubrandenburg:
https://www.igmetall-stralsund-neubrandenburg.de/kontakt/
Veröffentlicht am 20. Juni 2020 27. Juni 2020
Betrieblicher Gesundheitstag Leitfaden für einen Gesundheitstag 50 Ideen
Betrieblicher Gesundheitstag – Leitfaden für einen Gesundheitstag Vorbereitung, Organisation, Planung, Maßnahmenauswahl & Nachbereitung des Gesundheitstages mit 50 Ideen.
Welchen Sinn und Zweck hat ein Gesundheitstag?
Was kann durch einen betrieblichen Gesundheitstag erreicht werden?
Leitfaden – betrieblicher Gesundheitstag
1. Schritt – Die Klärung des WARUM?!?
2. Schritt – Die Analysephase für den betrieblichen Gesundheitstag
3. Schritt – Maßnahmen & Ideen für den Gesundheitstag
Stressbewältigung beim betrieblichen Gesundheitstag
Infomaßnahmen zum Thema Stressbewältigung
Schnupperangebote zum Thema Stressbewältigung
Analysetools zum Thema Stressbewältigung
Bewegungsförderung beim betrieblichen Gesundheitstag
Infomaßnahmen zum Thema Bewegungsförderung
Schnupperangebote zum Thema Bewegungsförderung
Analysetools zum Thema Bewegungsförderung
Gesunde Ernährung beim betrieblichen Gesundheitstag
Infomaßnahmen zum Thema Gesunde Ernährung
Schnupperangebote zum Thema Gesunde Ernährung
Analysetools zum Thema Gesunde Ernährung
Suchtprävention beim betrieblichen Gesundheitstag
4. Schritt – Die Nachbereitung des betrieblichen Gesundheitstages
Fazit – Betrieblicher Gesundheitstag – Leitfaden für einen Gesundheitstag
YouTube-Episode: Vorbereitung, Organisation, Nachbereitung des betrieblichen Gesundheitstages (BGF)
YouTube-Episode: Betrieblicher Gesundheitstag | Maßnahmen & Ideen für den Betrieblichen Gesundheitstag (BGM & BGF)
Alle Podcast-Episode des Betriebliches Gesundheitsmanagement Podcast
Betrieblicher Gesundheitstag – Leitfaden für einen Gesundheitstag
Vorbereitung, Organisation, Planung, Maßnahmenauswahl & Nachbereitung des Gesundheitstages mit 50 Ideen.
Ein betrieblicher Gesundheitstag ist eine Veranstaltung mit dem Ziel, die Mitarbeiter über gesundheitliche Themen zu informieren sowie ein Bewusstsein für gesundheitsorientiertes Verhalten zu schaffen. Es eignet sich vor allem zum Start in das nachhaltige betriebliche Gesundheitsmanagement. Mit der richtigen Vorbereitung, Planung, Auswahl der Maßnahmen sowie der Nachbereitung wird der Gesundheitstag in Ihrem Unternehmen ein voller Erfolg. In diesem Artikel erläutern wir Schritt für Schritt den Weg zum eigenen betrieblichen Gesundheitstag oder sogar zur eigenen Gesundheitswoche. Darüber hinaus erläutern wir Ihnen eine umfangreiche Auswahl mit 50 Ideen für mögliche BGF-Maßnahmen für Ihren Gesundheitstag.
„Betrieblicher Gesundheitstag Leitfaden für einen Gesundheitstag 50 Ideen“ weiterlesen
Volle BGM-Maßnahmen mit den richtigen Texten
Volle BGM-Maßnahmen mit den richtigen Texten Hohe Teilnehmerzahlen beim Betrieblichen Gesundheitsmanagement durch die richtigen Texte
Podcast-Episode: Volle BGM-Maßnahmen mit den richtigen Texten Hohe Teilnehmerzahlen beim Betrieblichen Gesundheitsmanagement durch die richtigen Texte!
Wer ist Ina Mewes?
Was haben Werbetexte mit den BGM Maßnahmen zu tun?
1. Tipp – Die Vorteile der BGM Maßnahmen aus Sicht des Empfängers
2. Tipp – Die Betreffzeile und die Anrede muss sitzen
3. Tipp – Wir lieben Geschichten
4. Tipp – Eine einfache Anmeldung
5. Tipp – Die interne Kommunikation sollte wertschätzend sein.
Zusatz-Tipp: Auch die Außenwirkung der BGM Maßnahmen beachten!
YouTube-Episode: Volle BGM-Maßnahmen mit den richtigen Texten
Hohe Teilnehmerzahlen beim Betrieblichen Gesundheitsmanagement durch die richtigen Texte
Volle BGM-Maßnahmen mit den richtigen Texten: Ich hatte die großartige Gelegenheit, die Werbetexterin Ina Mewes vom „Besser Schreiben!“ Podcast als Interviewgast zu gewinnen. Hierbei gab mir Ina viele hilfreiche Tipps, zur Erstellung von BGM-Rundmails für die Mitarbeiter. Jetzt in den Podcast reinhören!
Podcast-Episode: Volle BGM-Maßnahmen mit den richtigen Texten
Hohe Teilnehmerzahlen beim Betrieblichen Gesundheitsmanagement durch die richtigen Texte!
Ina hat einige Jahre Erfahrung im Bereich des Tourismus gesammelt. Vor einigen Jahren hat sie den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt und unterstützt seitdem diverse Unternehmen, Selbstständige und Fachverlage bei der Erstellung von Werbetexten sowie dem Content-Marketing. Darüber hinaus arbeitet Ina als Coach, um anderen Menschen das Schreiben und Bloggen beizubringen. Außerdem betreibt Ina den Podcast „Besser Schreiben!“, in dem die Zuhörer erfahren, wie Sie bessere Texte für das eigene Marketing schreiben. Hier geht es zu Inas Website!
Die Veröffentlichung und Kommunikation von geplanten BGM Maßnahmen ist immer eine große Herausforderung. Häufig finden die geschriebenen Rundmails an die Mitarbeiter sowie die Aushänge am „schwarzen Brett“ nicht die Aufmerksamkeit, die sich die Personalverantwortlichen wünschen. Es entsteht großer Frust, wenn die BGM Maßnahmen im Sinne der eigenen Mitarbeiter über Wochen geplante werden, aber im Anschluss meldet sich niemand für die BGM Maßnahmen an.
Einer der häufigsten Gründe für niedrige Teilnehmerquoten ist das interne Marketing. In der Kommunikation nach außen werden hohe Budgets für ansprechende und verkaufende Werbebotschaften ausgegeben. Im Vergleich dazu wird die interne Kommunikation eher einfach gehalten. Und genau da liegt der Hund begraben. Im Durchschnitt erhalten Berufstätige 21 E-Mails pro Tag. Bei mir sind es nicht selten zwischen 50-80 E-Mails täglich. Da ist es selbstverständlich, dass es E-Mail mit einem einfachen Betreff wie beispielsweise „Anmeldung Rückenschulkurs“ nicht unbedingt die höchste Priorität erhält. Außerdem ist die Konkurrenz mit reißerischen Schlagworten nicht unbedingt gering.
Damit in Zukunft die BGM-Rundmails auch wirklich die Priorität bekommen, die Sie auch verdienen, gibt es nachfolgend einige wichtige Grundregeln:
Einer der wichtigsten Tipps ist es, sich in die Lage des Empfängers zu versetzen. Es ist zwar toll, welche Vorteile das Unternehmen hat, wenn die Mitarbeiter des Unternehmens an den BGM Maßnahmen teilnehmen – Aber eigentlich interessiert es den Mitarbeiter nur wenig. Der Mitarbeiter möchte seine persönlichen Vorteile und seinen Nutzen dargestellt und „verkauft“ bekommen. Dabei sollten klare Vorteile, statt einfach nur Merkmale aufgezeigt werden. Ein schlechtes Beispiel in Form eines Merkmales wäre „Der Rückenkurs wird von den Krankenkassen gefördert“. Im Vergleich dazu klingt der Vorteil „Sie sparen Geld!“ deutlich attraktiver. Es muss also deutlich herausgearbeitet werden, warum sich der Mitarbeiter auf keinen Fall diese Veranstaltung entgehen lassen sollte.
Studien haben ergeben, dass 47% aller E-Mailempfänger anhand der Betreffzeile entscheiden, ob Sie die E-Mail öffnen oder direkt löschen. Aus diesem Grund muss die Betreffzeile direkt die Neugier und das Interesse des Empfängers erregen. Auch hierbei sollten die klaren Vorteile für den Empfänger dargestellte werden. So erreicht eine Betreffzeile wie „Endlich Schmerzfrei! So klappt es garantiert“ wahrscheinlich eine höhere Öffnungsquote als der Betreff „Anmeldung zur Rückenschule“.
Darüber hinaus sollte idealerweise eine persönliche Anrede mit Hilfe von Platzhaltern erstellt werden. Entsprechende Anleitungen für das jeweilige Mailprogramm sind im Internet zu finden. Die direkte Anrede ist einfach viel persönlicher und motivierender, als das klassische „Sehr geehrte Damen und Herren“.
Nicht nur Kinder hören und lesen gerne Geschichten. Mit Hilfe von Storytelling kann das Interesse und die Aufmerksamkeit deutlich erhöht werden. Natürlich sind die Fakten und Informationen wichtig, aber vorab muss sich der Mitarbeiter erst für die Teilnahme an der BGM Maßnahme begeistern. Dabei hilft häufig eine kurze Geschichte. Als Inhalte können beispielsweise Erfahrungsberichte, Statistiken oder Vergleiche dienen. Einen ausführlichen Blogbeitrag samt Podcast-Episode von Ina Mewes zum Thema Storytelling findest du AUF DIESER SEITE.
Bonus-Tipp: Wir arbeiten mit unseren Kunden auch häufig mit persönlichen Video-Botschaften. Diese Art der Kommunikation ist nicht unbedingt Standard und fällt dadurch auf. Außerdem haben die Teilnehmer direkt ein Gesicht des Referenten und können bereits eine gewisse Beziehung aufbauen. Darüber hinaus können gewisse Fragen und Zweifel mit Hilfe einer FAQ-Seite aus dem Weg geräumt werden, indem die häufigsten Fragen einfach und verständlich beantwortet werden.
Im Falle eines notwendigen Anmeldeprozesses, muss es für die Mitarbeiter so einfach wie möglich sein. Sobald die eigentliche Anmeldung mit einem gewissen Aufwand verbunden ist, sinkt bereits die Teilnehmerzahl. Eine Anmeldung per Anruf oder per E-Mail kann bereits zu viel sein! Entweder ist die Telefonnummer besetzt oder es herrscht Unsicherheit, welche Informationen in die E-Mail geschrieben werden müssen. Es gibt bereits einige technische Lösungen wie beispielsweise Google Formulare, welche sehr einfach einzurichten und gleichzeitig sehr kostengünstig sind. Die Anmeldung ist mit jedem Endgerät, an jedem Ort möglich. Außerdem hilft es auch, die Übersicht bezüglich der Anmeldungen zu bewahren.
Die Informationen zu den geplanten BGM Maßnahmen sollten rechtzeitig und unter Berücksichtigung der persönlichen Bedürfnisse kommuniziert werden. Dabei ist es auch wichtig, ALLE Mitarbeiter entsprechend zu informieren und niemanden zu vergessen. Außerdem sollten die Botschaften informierend und NICHT fordernd sein.
Mit Hilfe des Betrieblichen Gesundheitsmanagements wird die Arbeitgeberattraktivität erhöht. Wird das BGM entsprechend nach außen kommuniziert, dann werden automatisch die potentiellen Mitarbeiter angezogen, welche gerne an den BGM Maßnahmen teilnehmen. So erhöhen sich im Laufe der Zeit von alleine die Teilnehmerquoten. Tue Gutes und rede darüber. Das eigene Betriebliche Gesundheitsmanagement gehört also zwingend auf die eigene Firmenhomepage, in die sozialen Netzwerke sowie in die Stellenausschreibung.
Falls du die aktuelle Zeit für die Einführung eines Betriebliches Gesundheitsmanagements nutzen möchtest, kann ich dir den Artikel „Einführung des BGM“ empfehlen.
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Volle BGM Maßnahmen durch die richtigen Text | Teilnehmerzahlen Betriebliches Gesundheitsmanagement
Veröffentlicht am 9. Juni 2020 11. Juni 2020
Steuerliche Vorteile betriebliches Gesundheitsmanagement 600€ steuerfrei
Steuerliche Vorteile betriebliches Gesundheitsmanagement 600€ steuerfrei für Betriebliche Gesundheitsförderung und weitere steuerliche Vorteile
Der „500€ Paragraph“
§20 SGB V – Primäre Prävention und Gesundheitsförderung
§20a & §20b SGB V – Leistungen zur Gesundheitsförderung & Betriebliche Gesundheitsförderung
§8 Abs. 2 Satz 11 EStG – Sachbezüge in Höhe von 44 Euro pro Mitarbeiter pro Monat
Fazit – Steuerliche Vorteile betriebliches Gesundheitsmanagement
YouTube-Episode: Steuerliche Vorteile betriebliches Gesundheitsmanagement
Podcast-Episode: Steuerliche Vorteile betriebliches Gesundheitsmanagement
Steuerliche Vorteile betriebliches Gesundheitsmanagement
600€ steuerfrei für Betriebliche Gesundheitsförderung und weitere steuerliche Vorteile
Steuerliche Vorteile betriebliches Gesundheitsmanagement:
Zur Finanzierung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements sowie der darin enthaltenen Betrieblichen Gesundheitsförderung gibt es diverse steuerliche Vorteile. Darüber hinaus werden durch die gesetzlichen Krankenkassen weitere finanzielle Unterstützungen geboten. In diesem Artikel stelle ich den umgangssprachlichen „500€ Paragraphen“ vor, durchleuchte den §20 SGB V, gehe auf das Praventionsgesetz ein und erkläre eine weitere Möglichkeit zum Steuern sparen durch die Ausnutzung von Sachbezügen.
Haftungsausschuss: Auf bgmpodcast.de schreibe ich ausschließlich über meine Erfahrungen und Erkenntnisse aus dem Bereich des Betrieblichen Gesundheitsmanagement. Alle zur Verfügung gestellten Informationen dienen allein der Bildung und der privaten Unterhaltung. Sie sind nicht als persönliche Strategieberatung zu verstehen. Alle Informationen werden von mir auf Korrektheit geprüft, trotzdem können sie sich als fehlerhaft oder sogar falsch erweisen. Ich übernehme keinerlei Haftung für Entscheidungen, die Du auf Grundlage von den auf dieser Website (bgmpodcast.de) zur Verfügung gestellten Informationen triffst. Du handelst auf eigene Verantwortung und eigenes Risiko. Halte vor jeder Entscheidung entsprechende Rücksprachen mit deinem Steuer- und Rechtsberater.
Laut §3 Nr. 34 EStG können bereits seit dem Jahr 2009 erbrachte Leistungen zur Verhinderung und Verminderung von Krankheitsrisiken und zur Förderung der Gesundheit in Betrieben steuerfrei abgerechnet werden. Bis zum 31.12.2019 galt hierfür eine Höhe von 500 Euro pro Mitarbeiter pro Kalenderjahr. Dieser Wert wurde zum 01.01.2020 auf 600 Euro pro Mitarbeiter pro Kalenderjahr angehoben. Umgangssprachlich ist diese Regelung allerdings immer noch als „500€ Paragraph“ bekannt, obwohl es inzwischen 600 Euro sind.
Wichtig ist bei der Anwendung, dass die Gesundheitsmaßnahmen hinsichtlich Qualität, Zweckbindung, Zielgerichtetheit und Zertifizierung den Anforderungen der §§ 20 und 20b des Fünften Buches Sozialgesetzbuch genügen. Das bedeutet, dass nicht alle vermutlichen Gesundheitsmaßnahmen steuerbefreit sind! Vor allem die beliebte Massage am Arbeitsplatz stellt keine steuerfreie Leistung dar. Auch beim Einsatz von Gruppentrainings, sollten die Qualifikationen der Trainerkräfte beachtet werden! Nur Trainerinnen und Trainer, welche eine Zertifizierung ihrer Kurse nach dem Deutschen Standard Prävention der Zentrale Prüfstelle Prävention besitzen, können steuerfrei gebucht werden.
Zu den BGF-Maßnahmen nach den §§ 20 und 20b zählen insbesondere Kurse aus den Bereichen Bewegungsgewohnheiten, Ernährung, Stressmanagement und Suchtmittelkonsum. Klassische Beispiele aus dem Bereich der Bewegungsgewohnheiten sind Rückenkurse, Ganzkörpertraining, Walking, Nordic Walking, Faszientraining oder Pilates. Diese Kurse dienen zur Reduzierung von Bewegungsmangel oder zur Vorbeugung und Reduzierung spezieller gesundheitlicher Risiken. Kurse aus dem Bereich Ernährung haben das Ziel Mangel- und Fehlernährung zu vermeiden oder das Übergewicht zu reduzieren. Klassische Kurskonzepte aus dem Bereich des Stressmanagement sind beispielsweise das Autogene Training, die Progressive Muskelentspannung, Yoga, Qigong, Tai Chi oder Resilienzkurse. Ziel diese Maßnahmen sind die Förderung von Entspannung und Stärkung der Stressbewältigungskompetenzen. Die Prävention des Suchtmittelkonsums beinhaltet die Förderung des Nichtrauchens oder den gesundheitsgerechter Umgang mit Alkohol.
Sobald die entsprechenden Qualifikationen und Zerfizierungen vorliegen, werden die Gesundheitsmaßnahmen als normale Betriebsausgabe gewertet und es fallen keine zusätzlichen Steuer- und Sozialabgaben für die Mitarbeiter an, welche die Maßnahmen nutzen. Sollte ein NICHT zertifizierter Trainer eingesetzt werden, dann sind die Maßnahmen als Geldwerter Vorteil einzustufen, sodass sowohl für die Mitarbeiter, als auch für das Unternehmen Zusatzausgaben in Form von Steuer- und Sozialversicherungsbeiträgen entstehen.
Wichtiger Tipp: Für den Fall einer Steuerüberprüfung, sollte eine gültige Kopie des ZPP-Zertifikates der Trainerkraft vorliegen. Außerdem sollte für jede Kurseinheit eine Teilnehmerliste geführt werden, da Anhand dieser Listen die Steuerfreigrenze von 600€ pro Mitarbeiter pro Kalenderjahr überprüft werden. Als Rechenbeispiel: Eine Trainingseinheit kostet das Unternehmen 100€. An dieser Trainingseinheit nehmen 10 Personen teil. Somit hat jeder Teilnehmer 10€ (100€ : 10 Personenen = 10€) von seinem maximalen Budget von 600€ aufgebraucht.
Sollten die genannten Präventionskurse aus den Bereichen Bewegungsgewohnheiten, Ernährung, Stressmanagement oder Suchtmittelkonsum NICHT vom Unternehmen, sondern von dem jeweiligen Teilnehmer selbst bezahlt werden, dann kann diese Kursteilnahme mit einer Kostenbeteiligung der gesetzlichen Krankenkasse belohnt werden. Je nach Krankenkasse werden häufig zwischen 60 – 100% der Kurskosten im Nachgang erstattet.
Der Ablauf ist wie folgt: Die Teilnehmer suchen sich einen qualifizierten und nach ZPP-zertifierten Präventionskurs. Eine Übersicht mit entsprechenden Angeboten erhält man häufig bei der eigenen Krankenkasse. Die Teilnehmer melden sich beim Kurs an und erhalten eine Rechnung von Kursanbieter. Solche Präventionskurse beinhalten häufig 8 bis 12 Trainingseinheiten, welche meistens wöchentlich stattfinden. Nach Abschluss des Kurses erhalten die Teilnehmer eine Teilnahmebestätigung, welche Sie mit der bezahlten Rechnung an Ihre Krankenkasse schicken. Anschließend erhalten die Teilnehmer eine Kostenerstattung von Ihrer Krankenkasse.
Der beschriebene Ablauf hat allerding nur wenig mit dem eigenen Unternehmen zutun. Allerdings kann man beispielsweise auch ein Belohnungssystem für die Teilnahme an krankenkassengeförderten Präventionskurses entwickeln. Ich kenne Unternehmen, welche für die Teilnahmen an einem Präventionskurs einen zusätzlichen Urlaubstag oder verschiedenen Gesundheitspräsente (Trinkflasche, Sporttasche etc.) bieten.
Außerdem kann man die Anmeldung für solche Präventionskurse als Unternehmen erleichtern, indem man beispielsweise die Kontaktdaten und Termine von zertifierten Kursen im Intranet oder am „schwarzen Brett“ zur Verfügung stellt.
Der §20a SGB V bezieht sich auf Leistungen zur Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten. Die Krankenkassen fördern hierbei mit Leistungen zur Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten insbesondere den Aufbau und die Stärkung gesundheitsförderlicher Strukturen. Zu den Lebenswelten zählen insbesondere Kindertageseinrichtungen, sonstige Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, Schulen sowie Einrichtungen für älterer Menschen. Sollte Ihr Unternehmen bzw. Ihre Einrichtung in einem der genannten Lebensbereiche tätig sein, dann lohnt sich eine Kontaktaufnahmen mit den gesetzlichen Krankenkassen. Die angebotenen Maßnahmen werden dabei auch kassenübergreifend durchgeführt, sodass beispielsweise auch alle Bewohner einer Altenpflegeeinrichtung teilnehmen können, obwohl Sie vielleicht nicht bei der finanzierenden Krankenkasse versichert sind. Eine beispielhafte Maßnahmen ist die Ausbildung von Mitarbeitern, welche anschließend regelmäßige Bewegungsangebote in den Einrichtungen durchführen.
Der §20b SGB V bezieht sich auf Leistungen der betrieblichen Gesundheitsförderung. Die Krankenkassen fördern mit Leistungen zur Gesundheitsförderung in Unternehmen den Aufbau und die Stärkung gesundheitsförderlicher Strukturen. Hierzu wird die gesundheitliche Situation einschließlich der Risiken und Potenziale mit Hilfe der beteiligten Akteure eingeschätzt. Darauf aufbauend werden Vorschläge zur Verbesserung der gesundheitlichen Situation sowie zur Stärkung der gesundheitlichen Ressourcen entwickelt. Zur Unterstützung der Unternehmen wurde eine Online-Koordinierungsstelle eingerichtet. Auf der Seite – https://bgf-koordinierungsstelle.de/ – sind gemäß § 20b SGB V Informationen rund um das Thema betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) zu finden. Darüber hinaus sind auf der Website entsprechende Kontaktdaten und Ansprechpartner zu finden.
Diese Regelung mit den Sachbezügen wird bereits in vielen Unternehmen für die Nutzung von Bahnkarten, Tankgutscheinen oder Telefonkarten verwendet. Sachbezüge sind dabei alle Einnahmen, die nicht in Geld bestehen. Hierzu zählen Gutscheine und Geldkarten, die ausschließlich zum Bezug von Waren oder Dienstleistungen im Inland berechtigen. Es muss sich seit dem 01.01.2020 um sogenannte geschlossene Systeme handeln, also Gutschein oder Tankkarten, die nur beim Herausgeber selbst eingelöst werden können und somit keine Möglichkeit zur Bargeldauszahlung bieten. Die Höhe des (Gutschein-)Wertes darf insgesamt 44 Euro im Kalendermonat nicht übersteigen (zumindest um steuerfrei zu bleiben).
Sollten diese Sachbezüge bisher noch nicht genutzt werden, dann könnten das Unternehmen beispielsweise Gutscheine für Gesundheitsdienstleistungen wie beispielsweise Trainingsangebote, Ernährungskurse oder Massagen erwerben und an die Mitarbeiter aushändigen (bis zu 44 Euro pro Mitarbeiter pro Kalendermonat).
Es gibt einige steuerliche Vorteile für das Betriebliche Gesundheitsmanagement einschließlich der Betrieblichen Gesundheitsförderung. Neben dem umgangssprachlichen „500€-Paragraph“, welcher seit dem 01.01.2020 sogar 600€ für lohnsteuerbefreite Maßnahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung bietet; leisten vor allem die gesetzlichen Krankenkassen einige Unterstützungen beim Aufbau und der Betreibung des Betrieblichen Gesundheitsmanagement. Diese Unterstützungsmöglichkeiten sind sowohl finanziell, als auch beratend. Als weitere Möglichkeit können bis zu 44€ pro Mitarbeiter pro Monat in Form von Sachbezügen ausgenutzt werden. Trotz aller Steuervorteile sollte man nicht den Return on Invest, kurz ROI vergessen. Auch ohne die Ausnutzung von steuerlichen Vorteilen hat das betriebliche Gesundheitsmanagement einen ROI zwischen 2,70€ bis 16,00€. Weitere Informationen zum Return on Invest des Betrieblichen Gesundheitsmanagements sind im Artikel „Warum Betriebliches Gesundheitsmanagement!?“ zu finden
PGlmcmFtZSB0aXRsZT0iU3RldWVybGljaGUgVm9ydGVpbGUgYmV0cmllYmxpY2hlcyBHZXN1bmRoZWl0c21hbmFnZW1lbnQgfCBCaXMgenUgNjAw4oKsIHN0ZXVlcmZyZWkgZsO8ciBCR0YhIiB3aWR0aD0iNTI1IiBoZWlnaHQ9IjI5NSIgc3JjPSJodHRwczovL3d3dy55b3V0dWJlLmNvbS9lbWJlZC9HdjRudlVPUGVVdz9mZWF0dXJlPW9lbWJlZCIgZnJhbWVib3JkZXI9IjAiIGFsbG93PSJhY2NlbGVyb21ldGVyOyBhdXRvcGxheTsgZW5jcnlwdGVkLW1lZGlhOyBneXJvc2NvcGU7IHBpY3R1cmUtaW4tcGljdHVyZSIgYWxsb3dmdWxsc2NyZWVuPjwvaWZyYW1lPg==
Steuerliche Vorteile betriebliches Gesundheitsmanagement | Bis zu 600€ steuerfrei für BGF!
COVID-19 vs. BGM | Betriebliches Gesundheitsmanagement in Zeiten der Corona-Pandemie!
COVID-19 vs. BGM Betriebliches Gesundheitsmanagement in Zeiten der Corona-Pandemie!
Zwei Welten treffen aufeinander: Betriebliches Gesundheitsmanagement stilllegen oder jetzt erst recht!?
Fazit – COVID-19 vs. BGM
YouTube-Episode: COVID-19 vs. BGM | Betriebliches Gesundheitsmanagement in Zeiten der Corona-Pandemie!
Podcast-Episode: COVID-19 vs. BGM | Betriebliches Gesundheitsmanagement in Zeiten der Corona-Pandemie!
COVID-19 vs. BGM
Betriebliches Gesundheitsmanagement in Zeiten der Corona-Pandemie!
Wie wichtig ist den Unternehmen das Betriebliche Gesundheitsmanagement gerade jetzt, in Zeiten der COVID-19 Pandemie? – Diese Frage erreichte uns über XING und gab Anlass zu diesem Beitrag. Gerne möchten wir diese Frage aus unserer Sicht beschreiben.
Ähnlich, wie die öffentlichen Meinungen zur COVID-19-Pandemie auseinander gehen, gibt es auch im Hinblick auf das betriebliche Gesundheitsmanagement in Corona-Zeiten unterschiedliche Ansichten. Aus unserer Sicht sind die Unternehmen, welche selbst mit diversen Einschränkungen innerhalb der Corona-Pandemie zu kämpfen hatten, aktuell eher zurückhaltend und vorsichtig. Vor allem Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser und Kindertagesstätten haben noch immer mit umfangreichen Zugangsbeschränkungen, Abstandsregelungen und hohen Hygienevorschriften zu kämpfen. Dadurch werden Gruppenangebote wie Vorträge oder Sportkurse sicherheitshalber längerfristig abgesagt und untersagt, anstatt ein unnötiges Risiko einzugehen. Vereinzelt wird diese „BGM-Zwangspause“ für konzeptionelle Tätigkeiten wie Auswertungen, Mitarbeiterbefragungen oder BGM-Maßnahmenplanungen genutzt.
Im Vergleich dazu gibt es allerdings auch viele Branchen und Unternehmen, welche nur wenig oder gar nicht von den COVID-19 Einschränkungen betroffen waren. Zum Teil hatten einige Branchen wie beispielsweise der Einzelhandel auch deutliche Mehrarbeiten auf Grund von Corona. In diesen Branchen und Unternehmen sind die Ansichten zum BGM in Zeiten von Corona eher gelassen. Viele der gesundheitsfördernden Maßnahmen werden in diesen Firmen unter Einhaltung von bestimmten Regelungen durchgeführt.
Außerdem gibt es einige innovative Ansätze zum digitalen Gesundheitsmanagement sowie vorbereitende Maßnahmen im Falle einer zweiten Corona-Welle. Beispielsweise haben wir im Kundenauftrag eine individuelle Online-Trainingsdatenbank im Firmendesign mit diversen Videos zur Kräftigung der Muskulatur, Entspannungsübungen, Lockerungsübungen und Ernährungstipps entwickelt und erstellt. Dadurch hatten und haben die Mitarbeiter jederzeit und überall die Möglichkeit, etwas für ihre Gesundheit zu tun. Somit hat das Unternehmen eine nachhaltige BGM-Maßnahme geschaffen.
Ein weiterer Baustein des digitalen Gesundheitsmanagements sind Online-Webinare zu gesundheitsrelevanten Themen. Hierbei stehen auf Grund der Doppelbelastung von Home-Office und Kinderbetreuung vor allem Themen wie Stressbewältigung, Work-Life-Balance, schnelle und einfache Kochrezepte sowie Rückengesundheit hoch im Kurs.
Des Weiteren finden auch Live-Onlinetrainings sowie digitale Einzel-Coachings immer größere Beliebtheit.
Grundsätzlich ist Betriebliches Gesundheitsmanagement auch in Zeiten der Corona-Pandemie möglich. Nicht alle Maßnahmen können wie bisher gewohnt durchgeführt werden, aber mit etwas Überlegung und Anstrengung sind vergleichbare Alternativen durchaus realisierbar. In Unternehmen, in denen derzeit eine „BGM-Zwangspause“ vorherrscht, sollte die Überbrückungszeit mit vorbereitenden Arbeiten effektiv genutzt werden. Falls du die aktuelle Zeit für die Einführung eines Betriebliches Gesundheitsmanagements nutzen möchtest, kann ich dir den Artikel „Einführung des BGM“ empfehlen.
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Veröffentlicht am 3. Juni 2020 27. Juni 2020
Einführung Betriebliches Gesundheitsmanagement | Anleitung | In 6 Schritten zum eigenen BGM!
Einführung Betriebliches Gesundheitsmanagement Anleitung – In 6 Schritten zum eigenen BGM!
1. Schritt – Die Bedarfsbestimmung für das BGM
2. Schritt – Die Analysephase für betriebliches Gesundheitsmanagement
3. Schritt – Die Maßnahmenplanung für Betriebliches Gesundheitsmanagement
4. Schritt – Die Umsetzung der BGM-Maßnahmen
5. Schritt – Die Evaluation für betriebliches Gesundheitsmanagement
6. Schritt – Die Prozessoptimierung für nachhaltiges BGM
Fazit – Einführung Betriebliches Gesundheitsmanagements | Anleitung | In 6 Schritten zum eigenen BGM!
Einführung Betriebliches Gesundheitsmanagement
Anleitung – In 6 Schritten zum eigenen BGM!
In dieser ausführlichen Anleitung erfährst du in 6 einfachen Schritte, wie du ein eigenes Betriebliches Gesundheitsmanagement in deinem Unternehmen einführst. Die 6 Schritte unterteilen sich dabei in die Bedarfsbestimmung, Analyse, Maßnahmenplanung, Umsetzung der BGM-Maßnahmen, die Evaluation und die Prozessoptimierung für das betriebliche Gesundheitsmanagement.
Podcast-Episode – In 6 Schritten zum eigenen BGM
Die Bedarfsanalyse und Bedarfsbestimmung des betrieblichen Gesundheitsmanagements bildet die Basis für das eigene BGM. Hierbei sollten die eigenen Beweggründe für die Einführung des betrieblichen Gesundheitsmanagement erörtert werden. Hierbei hilft die Frage „Warum soll ein betriebliches Gesundheitsmanagement eingeführt werden?“. Zu den verschiedenen Gründen für die Einführung eines BGMs können beispielsweise hohe Fehlzeiten, eine alternde Belegschaft, schlechte Teamstimmung, Fachkräftemangel oder einfach nur der Vorsorge- und Optimierungsgedanke zählen.
Die Entscheidung für oder gegen die Einführung des betrieblichen Gesundheitsmanagements sollte sowohl von der Geschäftsführung, als auch von allen beteiligten Akteuren klar getroffen werden. Aus meiner Erfahrung heraus, bringt es nichts, wenn das BGM nur als „notwendiges Übel“ betrachtet wird. Sofern nicht alle Beteiligten an einem Strang ziehen, wird es zum ständigen Kampf um Budget-Freigaben im Rechtfertigungsmodus.
Sind die Schmerzpunkte groß genug (z.B. hohe Fehlzeiten, hohen Krankheitskosten, hohe Fluktuation, schlechte Stimmung) dann steht dem BGM meistens nichts im Weg.
Nach der Klärung, weshalb das Gesundheitsmanagement eingeführt werden soll, heißt es Ziele stecken. Hierbei sind Antworten darauf zu finden, was der Sinn und Zweck des betrieblichen Gesundheitsmanagements ist. Ein Ziel besteht dabei immer aus einem Inhalt, dem Ausmaß und die Zeit! Es sollte ein übergeordnetes Ziel mit mehreren Teilzielen gesteckt werden. Das übergeordnete Ziel sollte anhand der vorher festgelegten Beweggründe abgeleitet werden. Ist der Hauptgrund beispielsweise „hohe Krankenstände“, dann wäre das übergeordnete Ziel „Senkung des Krankenstandes auf 3% innerhalb der nächsten 3 Jahre“. Die „Senkung des Krankenstanden“ wäre der Inhalt, „auf 3 %“ wäre das Ausmaß und „innerhalb der nächsten 3 Jahre“ wäre die Zeitangabe des Ziels.
Anhand des Hauptziels können dann Teilziele abgeleitet werden. Beispielsweise wäre die „Senkung des Krankenstandes um X% innerhalb des nächsten Jahres“ denkbar, sodass man das Hauptziel in kleinere Meilensteine einteilt. Alternativ wären auch abgewandelte Teilziele denkbar. So könnte man beispielsweise die Mitarbeiterzufriedenheit erhöhen, da zufriedene Mitarbeiter auch weniger Krankenstände aufweisen. Oder auch die Senkung der Unfallrate ist zu überlegen (sofern ein Problem in diesem Bereich besteht).
Zur Festlegung der Ziele ist eine Orientierung an den Benchmarks und Branchenzahlen empfehlenswert.
Podcast-Episode: 1. Schritt – Die Bedarfsbestimmung für Betriebliches Gesundheitsmanagement
Nach der Erörterung der Gründe und der Festlegung der Ziele muss als nächstes ein Projektstart festgelegt werden. Der Mensch braucht für eine Aufgabe genau so lange, wie er dafür Zeit hat. Ohne die Festlegung des Projektstartes wird häufig nur wenige Priorität dem BGM zugemessen, sodass es niemals richtig startet. Durch eine Projektstart-Deadline sieht es schon ganz anders aus. Wichtig ist, der Projektstart sollte realistisch terminiert sein. Außerdem sollten neben dem eigentlichen Start auch weitere Meilensteine zeitlich definiert sein. Da das BGM aus den Schritten Bedarfsbestimmung, Analyse, Planung, Umsetzung, Evaluation und Prozessoptimierung besteht, sollten für alle Etappen entsprechende Zeitpunkte bestimmt werden.
Als nächstes sollten nun die BGM-Budgets festgelegt werden. Dabei ist zu klären, welche finanziellen Mittel für das betriebliche Gesundheitsmanagement zu Verfügung stehen bzw. gestellt werden können. Bei der Budget-Festlegung gibt es drei Wege:
Die Geschäftsleitung legt einfach ein Budget fest und der Gesundheitsmanager bzw. Projektverantwortliche muss dann versuchen, das Beste daraus zu machen. Dieser Weg ist nicht zu empfehlen, da die Zielerreichung in diesem Falle stark gefährdet ist. Bei diesem Vorgehen ist der Gesundheitsmanager immer gezwungen, die günstigsten statt die effektivsten Maßnahmen einzukaufen. Und wer billig kauft…
Das BGM-Budget wird anhand der Beschäftigtenzahl festgelegt. Es gibt also ein „Pro-Kopf-Budget“, welches dann mit der Gesamtanzahl multipliziert wird. Dieses Vorgehen ist beispielsweise bei noch wachsenden Unternehmen zu empfehlen. Je mehr Mitarbeiter im Betrieb beschäftigt sind, umso höher wird das entsprechende Budget.
Anhand der Projektziele werden im Groben entsprechende Projektmaßnahmen festgelegt sowie dazugehörige Angebote eingeholt. Dadurch bekommt man ein Gefühl für die notwendigen Finanzmittel. Somit wird das Budget anhand der Maßnahmen festgelegt, statt dass das Budget die Maßnahmen festlegt. Im schlechtesten Fall übersteigt bei dieser Variante das geplante BGM-Budget die verfügbaren Mittel des Unternehmens. Aber dann kann immer noch der Rotstift angesetzt werden oder aus anderen Unternehmensbereichen verfügbare Ressourcen bereit gestellt werden.
Egal welchen Weg ihr geht – ich rate strickt davon ab, ohne festgelegte Budgets zu arbeiten. Schließlich ist bereits das BGM-Budget eine entsprechende Kennzahl. Außerdem ist es für den Gesundheitsmanager und auch die BGM-Dienstleister sehr frustrierend, wenn ständig nur Pseudo-Angebote besprochen werden, welche dann von der Geschäftsleitung Ablehnung erhalten.
Nun haben wir bereits unsere Gründe, Ziele und das Budget festgelegt. Im nächsten Schritt sollten nochmal alle beteiligten Akteure bezüglich der BGM-Einführung angesprochen werden. Somit werden Interessenskonflikte vermieden. Meistens sind folgende Schnittstellen beim BGM beteiligt: Bereichsleiter, Personalbereich, Personalentwicklung, Betriebsrat, Personalrat, Qualitätsmanagement, Controlling, Arbeitsschutzbeauftragte, Marketingabteilung, Gewerkschaften, Krankenkassen, Unfallversicherungen, Steuerberater, Lohnbüro, Datenschutzbeauftragter, Externe BGM- Dienstleister, Schwerbehindertenvertretung, Betriebsarzt und Suchtberatung.
Nachdem alle Beteiligten mit an Bord sind, sollte das Unternehmensleitbild überprüft und eventuell angepasst werden. Hierzu habe ich bereits ausführlich bei den „Erfolgsfaktoren für betriebliches Gesundheitsmanagement“ berichtet. Nur, wenn das Unternehmensleitbild mit dem Thema BGM zusammenpasst, ist ein ganzheitliches und nachhaltiges betriebliches Gesundheitsmanagement möglich!
YouTube-Episode: 1. Schritt – Die Bedarfsbestimmung für Betriebliches Gesundheitsmanagement
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Der erste Schritt zum BGM! Die Bedarfsanalyse des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM)
Sofern es noch keinen Gesundheitsmanager im Unternehmen gibt, sollte spätestens jetzt entschieden werden, wer hauptverantwortlicher BGM-Projektleiter ist. Dabei sollten die Handlungs- und Entscheidungsbefugnisse klar geregelt sein, damit es keine bösen Überraschungen gibt. Die Wahl des BGM-Projektleiters sollte gut überlegt sein. Idealerweise hat die gewählte Person ein hohes Interesse an Gesundheit und Bewegung, sodass diese Person mit bestem Beispiel voran geht und die Beschäftigten zur Maßnahmenteilnahme motiviert. Außerdem besitzt eine solche gesundheitsbewusste Person häufig wichtige Kontakte, damit das BGM einfacher aufgebaut werden kann. Je nach Größe des Unternehmens kann darüber hinaus ein Arbeitskreis Gesundheit gebildet werden. Dieser kann aus Mitarbeitern der verschiedenen Unternehmensbereiche sowie aus weiteren gesundheitsbewussten und motivierten Mitarbeitern bestehen. Nach Möglichkeit, sollten sich alle Mitarbeiter beteiligen können, welche sich beteiligen wollen!
Nach der Bestimmung des BGM-Projektleiters (Gesundheitsmanagers) bzw. der Gründung des Arbeitskreises Gesundheit müssen die Aufgaben entsprechend verteilt werden. Auch hierbei müssen Inhalte festgelegt sowie Zeitpunkte gesetzt werden, damit eine zielgerichtete Arbeitsweise in der Gruppe geschaffen wird.
Damit deine Bedarfsbestimmung problemlos verläuft, habe ich eine kostenlose Checkliste „6 Schritte BGM“ für dich entwickelt. BGM-CHECKLISTE HERUNTERLADEN
Sofern alle Punkte der Bedarfsbestimmung erledigt sind, kann der Gesundheitsmanager bzw. der Arbeitskreis Gesundheit mit der Analysephase des BGMs beginnen.
Bevor die eigentlichen BGM-Maßnahmen starten können, muss als erstes analysiert werden, welche Maßnahmen überhaupt notwendig sind. Klingt logisch, wird allerdings in der Praxis gelegentlich vernachlässigt. Nicht selten, wird einfach die Planung eines Gesundheitstages in Angriff genommen, ohne vorab eine BGM-Analyse durchzuführen. Ebenso werden andere BGF-Maßnahmen ohne die Basis-Schritte in den Arbeitsalltag „hineingeschmissen“.
Im Sinne eines ganzheitlichen und nachhaltigen betrieblichen Gesundheitsmanagements ist dieses Vorgehen allerdings nicht zu empfehlen. Mit Hilfe von verschiedenen Analysetools können die Grundlagen für ein erfolgreiches BGM geschaffen werden.
Eines der ersten und wichtigsten Instrumente, ist die Überprüfung der Fehlzeitenstatistik. Hierbei kann analysiert werden, wie viele AU-Tage im Mitarbeiter-Durchschnitt sowie welcher Krankenstand zustande gekommen ist. Dabei können die Daten des gesamten Unternehmens sowie aus einzelnen Bereichen und Abteilungen miteinander verglichen werden. Außerdem ist der Vergleich mit dem Bundes-Durchschnitt sowie Branchenkennzahlen als Benchmark sinnvoll. Solche Kennzahlen erhalten Sie häufig kostenfrei in sogenannten Fehlzeiten-Reports der gesetzlichen Krankenkassen.
Sollten bestimmte Abteilungen in der Fehlzeitenstatistik negativ herausstechen, besteht hier ein erster Handlungsbedarf. Sollten Abteilungen besonders positiv auffallen, dann lohnt sich auch hier ein genauer Blick, um die möglichen Gründe festzustellen.
Neben der Fehlzeitenstatistik sollte die Unfallstatistik überprüft werden. Je nach Branche ist hat die Unfallstatistik eine über- oder untergeordnete Rolle. Bei einer Verwaltungsbehörde mit klassischen Bürojobs sollte die Unfallstatistik sehr gering ausfallen, sodass unfallbedingt nur geringe Fehlzeiten entstehen. Bei körperlichen Tätigkeiten sieht es dagegen schon anders aus. Ein schönes Beispiel der Unfallvermeidung und einer einfachen BGM-Maßnahme war die Pflicht zu festem Schuhwerk des Pflegepersonals in einer Pflegeeinrichtung. Vorher durften die Mitarbeiter/innen auch Pantoletten und Clogs tragen. Allerdings sind die Beschäftigten nicht selten gestolpert, was entsprechende Verletzungen nach sich zog. Anhand von Unfallberichten und Unfallstatistiken können entsprechende Sicherheitsmaßnahmen abgeleitet werden.
Podcast-Episode: 2. Schritt – Die Analysephase für das BGM
Größere Unternehmen können häufig bei den gesetzlichen Krankenkassen einen eigenen Gesundheitsbericht anfordern. Hierbei ist meistens eine Mitarbeiteranzahl von mindestens 50 Beschäftigten von der jeweiligen Krankenkasse notwendig, damit die Anonymität des Einzelnen gewährleistet werden kann. Dieser betriebliche Gesundheitsbericht gibt Auskunft über die Gesundheitszustände der Belegschaft und Belastungsschwerpunkte im Unternehmen. Darüber hinaus gibt es Vergleiche der Arbeitsunfähigkeitszeiten und der häufigsten Krankheitsarten mit Durchschnittswerten der Branche sowie betriebsintern zwischen verschiedenen Tätigkeitsbereichen. Somit können Problemfelder schnell identifiziert werden. Einige Krankenkassen bieten auch bereits bei kleineren Beschäftigtenzahlen eine abgespeckte Variante des betrieblichen Gesundheitsberichtes.
Als weitere Messinstrumente dienen eine Altersstruktur-Analyse sowie eine Geschlechterverteilung. Die besten BGM- und BGF-Maßnahmen der Welt nützen nichts, wenn Sie nicht zum Bedarf der Zielgruppe passen bzw. nicht von der Zielgruppe akzeptiert werden. Ein Kurs zur Sturzprävention findet wohl kaum Anklang bei den Azubis, ein Beckenbodentraining für die Männer von der Baustelle wird auch eher schwierig. BGM ist somit Marketing mit den eigenen Beschäftigten als Zielgruppe.
Das Durcharbeiten von Tätigkeitsanalysen und Gefährdungsbeurteilungen gibt ebenfalls viele Hinweise auf mögliche Handlungspunkte. Mit der Reduzierung der Gefahren sinkt das Potenzial für Unfälle. Dabei eignet sich eine Kombination aus verhaltens- und verhältnispräventiven Maßnahmen. Eine Verhältnisprävention wäre beispielsweise die Anschaffung von höhenverstellbaren Tischen. Eine Verhaltensprävention ist z. B. eine Belehrung oder Schulung zum sicheren und ordnungsgemäßen Umgang mit einer bestimmten Maschine.
Um die Partizipation der Beschäftigten zu gewährleisten eignet sich eine Mitarbeiterbefragung zum betrieblichen Gesundheitsmanagement. Da dieses Messinstrument sehr vielfältig ist, werden wir hierzu einen separaten Beitrag sowie Podcast-Episoden erstellen. Grundsätzlich kann die Mitarbeiterbefragung in Papierform oder digital erstellt werden. In kleineren Betrieben kann die Befragung auch als mündliches Interview durchgeführt werden. Außerdem kann sich ein Interview mit ausgewählten Personen wie beispielsweise Bereichsleiter, Arbeitsmediziner, Sicherheitsbeauftragte oder dem Betriebsrat eignen. Im Rahmen der Mitarbeiterbefragung können der Bedarf und die Bedürfnisse der Beschäftigten ermittelt werden sowie eine Meinungsabfrage zu Arbeitsschutz, Arbeitsorganisation, Arbeitszufriedenheit, Unternehmensverbundenheit, den Arbeitsmitteln etc. getätigt werden. Wichtig ist bei jeder Befragung die Kommunikation, sowohl vorab, als auch im Anschluss. Der Sinn und Zweck sowie die Ergebnisse müssen lückenlos kommuniziert werden, da ansonsten eine geringe Beteiligungsquote und Unmut droht. Außerdem sollten den Befragungsergebnissen dann auch Taten folgen.
YouTube-Episode: 2. Schritt – Die Analysephase für das BGM
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Der zweite Schritt zum BGM! Die Analysephase des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM)
Ein weiteres Analysetool, welches auch gleichzeitig eine BGF-Maßnahme darstellt, sind diverse Gesundheits-Checks. Diese Check-Ups dienen jedem einzelnen Beschäftigten bereits als Bestandsaufnahme des eigenen gesundheitlichen Zustands. Es können von den Dienstleistern bereits weiterführende Handlungsempfehlungen ausgesprochen werden, sodass das BGM bereits in vollem Gange ist. Als Unternehmen kann man mit den Dienstleistern vereinbaren, dass anonyme Gruppenauswertungen bereitgestellt werden. Die Liste der Gesundheits-Checks ist vielfältig. Hierzu zählen Rückenscans, Körperanalysemessungen, Fitness-Test, Balance-Checks, Stressmessungen, Biofeedback, Blutdruckmessungen, Ermittlung des Lungenvolumens, Sehtest, Hörtest und vieles mehr. Mit der Kombination aus Analysetool und BGF-Maßnahme werden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.
Abschließend werden alle Ergebnisse für die Geschäftsleitung, für den Arbeitskreis Gesundheit und für die Mitarbeiter/innen in übersichtlicher Form dargestellt und kommuniziert. Gegebenenfalls können hierzu verschiedene Varianten des Analyseberichtes veröffentlicht werden (z. B. Ausführliche Variante für den Arbeitskreis, gekürzte Fassung für die Mitarbeiter). Natürlich sollten sich die Kernaussagen dabei nicht unterscheiden. Schlussendlich steht die Überprüfung aller Kriterien der Analysephase an.
Damit die Analysephase optimal abläuft, habe ich für dich eine Checkliste „6 Schritte BGM“ entwickelt. GRATIS BGM-CHECKLISTE HERUNTERLADEN. Nachdem die Analysephase geschafft ist, geht es zum dritten Schritt des betrieblichen Gesundheitsmanagements – die Planung der BGM-Maßnahmen.
Nachdem in der Bedarfsbestimmung und Analysephase die Grundlagen gelegt wurden, stellt die Planung der BGM-Maßnahmen den wichtigsten Schritt im gesamten BGM-Prozess dar. Wenn dieser Schritt gut durchgeführt wird, dann sollten die restlichen BGM-Phasen problemlos ablaufen.
Die Maßnahmenplanung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements startet mit der Präsentation des Analyseberichts im Arbeitskreis Gesundheit. Nachdem letzte Anmerkungen verarbeitet wurden, kann der Analysebericht in der Führungsrunde sowie für die Belegschaft veröffentlicht werden.
Mit Hilfe des Analyseberichts werden in nächsten Schritt geeignete BGM-Maßnahmen abgeleitet. Dabei sollte eine Kombination aus Verhaltens- und Verhältnisprävention bestehen. Unter Verhaltensprävention werden BGM-Maßnahmen verstanden, welche das Verhalten aller Beschäftigten gesundheitsförderlich beeinflusst. Hierzu zählen beispielsweise Vorträge zur gesunden Ernährung oder Schulungen zum ergonomischen Heben, Bücken und Tragen. Im Vergleich dazu ist die Verhältnisprävention eine gesundheitsförderliche Anpassung der Arbeitsverhältnisse. Die kann beispielsweise die Anschaffung von ergonomischen Stühlen und höhenverstellbaren Tischen darstellen.
Nachdem alle potenziellen Maßnahmen erarbeitet wurden, sollte man diese priorisieren und sortieren. Idealerweise startet man mit den Maßnahmen, welche den meisten Erfolg und das größte Potenzial versprechen. Des Weiteren entscheiden auch die verfügbaren Ressourcen über die Reihenfolge der Maßnahmen. Bei jeder einzelnen BGM-Maßnahme des betrieblichen Gesundheitsmanagements sollten die personellen, finanziellen, materiellen organisatorischen und zeitlichen Ressourcen ermittelt und bestimmt werden.
Bei den personellen Ressourcen müssen innerhalb des Arbeitskreises Gesundheit die Zuständigkeiten und Aufgabengebiete verteilt werden. Das verfügbare BGM-Budget steht nun final auf dem Prüfstand, wenn es um die finanziellen Ressourcen geht. Meine Empfehlung ist ganz klar: Qualität vor Quantität. Es ist deutlich angenehmer als Gesundheitsmanager, wenn sich die Mitarbeiter um die wenigen verfügbaren Plätze drängeln, anstatt ständig nur Kritik auf Grund mangelnder Qualität zu bekommen.
Podcast-Episode: 3. Schritt – Die BGM-Maßnahmenplanung für Betriebliches Gesundheitsmanagement
Hinsichtlich der materiellen Ressourcen muss geprüft werden, ob beispielsweise zusätzliche Räume gemietet werden müssen. Außerdem sollten die materiellen Ressourcen auch beim Anbietervergleich mit berücksichtigt werden. Schließlich nützt es nichts, wenn ein Dozent 100€ günstiger ist, dafür aber keine Technik & Equipment mitbringt. Dadurch können zusätzliche Kosten für einer Beamer, Moderationskoffer, Flip-Chart etc. entstehen, sodass der eigentliche Preisvorteil zum Nachteil wird.
Ebenfalls wichtig sind die organisatorischen Ressourcen. Mir ist es tatsächlich auch schon passiert, dass ich vor verschlossener Tür stand, weil niemand daran gedacht hat, mich in das Firmengebäude zu lassen. Die Teilnehmer saßen im Seminarraum bei Kaffee und Plätzchen, während ich wie wild an diversen Türen und Fenstern klopfte. So etwas ist besonders unterhaltsam, wenn das Vortragsthema „Stressmanagement“ lautet…
Bei den zeitlichen Ressourcen sollten vor allem Ferien- und Urlaubszeiten sowie arbeitsintensive Phasen bei der Maßnahmenplanung berücksichtigt werden. Außerdem sollte geprüft werden, ob die BGM-Maßnahmen während oder außerhalb der Arbeitszeiten durchgeführt werden können. Aus unserer Erfahrung heraus ist die Teilnahmequote während der Arbeitszeit deutlich höher. Solche Rahmenbedingungen wie die Arbeitszeitverrechnung oder eine Kostenbeteiligung durch die Beschäftigten muss vor der Veröffentlichung der Maßnahmen eindeutig geregelt sein. Alle Beteiligten müssen die Rahmenbedingungen kennen, da ansonsten Ärger vorprogrammiert ist. Sind die Spielregeln geklärt, dann gibt es hierbei auch keine Probleme.
Ein weiterer Punkt der Maßnahmenplanung ist die Entwicklung und Abstimmung von Motivationsinstrumenten. Nicht immer werden alle BGM-Maßnahmen mit einem Anmeldungssturm überrannt. Für den Fall, dass die Beteiligungsquote eher gering ausfällt, müssen sie vorbereitete Motivationsinstrumente in der Schublade haben. Bei den Motivationsinstrumenten kann man der Kreativität freien Lauf lassen – Egal ob Geldprämien, Sachprämien, Freizeitausgleich oder Bonussysteme; es gibt viele Möglichkeiten zur Motivationssteigerung.
Nachdem der Maßnahmenkatalog inhaltlich, zeitlich und finanziell gestrickt ist, wird dieser innerhalb des Arbeitskreises Gesundheit sowie in der Führungsrunde und bei der Belegschaft präsentiert. Vor allem die Veröffentlichung und Präsentation bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sollte an dieser Stelle gut durchdacht sein. Schließlich möchten wir möglichst viele Teilnehmer für die Maßnahmen gewinnen. Ein einfacher Flyer, Plakat oder eine Rundmail reicht häufig nicht aus. An dieser Stelle kann die Zusammenarbeit mit der eigenen Marketingabteilung oder mit erfahrenen BGM-Dienstleistern von Vorteil sein.
YouTube-Episode: 3. Schritt – Die BGM-Maßnahmenplanung für Betriebliches Gesundheitsmanagement
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Der dritte Schritt zum BGM! Die Maßnahmenplanung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM)
Der letzte Schritt der BGM-Maßnahmenplanung ist die Entwicklung von Auswertungsinstrumenten je Maßnahme. Für Vorträge und Seminare sollten entsprechende Feedback-Fragebögen für die Teilnehmer entwickelt werden. Somit kann die Qualität der Dozenten, aber auch die Themenauswahl, der Ankündigungsprozess, die Raumauswahl, die Organisation und vieles mehr abgefragt werden. Ein solches Auswertungsinstrument sollte nach Möglichkeit für jede einzelne Maßnahme entwickelt werden. Dadurch wird bereits die Basis für den letzten Schritt des erfolgreichen betrieblichen Gesundheitsmanagements gelegt – die Prozessoptimierung. Mit Hilfe der Auswertungstools wird die Ableitung von Optimierungsprozessen deutlich erleichtert.
Zum Abschluss der BGM-Maßnahmenplanung sollten noch einmal alle einzelnen Punkte aus einer Art „Vogelperspektive“ überprüft werden, damit auch wirklich nichts übersehen wird. Des Weiteren unterstützt unsere kostenfreie Checkliste „6 Schritte BGM“ um den Überblick bei der BGM-Maßnahmenplanung zu bewahren. JETZT BGM-CHECKLISTE HERUNTERLADEN. Nachdem die Maßnahmen geplant sind, geht es zum vierten Schritt des BGM – die Umsetzung der BGM-Maßnahmen.
Nachdem die BGM-Maßnahmen geplant wurden, geht es jetzt an die Umsetzung. An der ersten Stelle steht hierbei die Kommunikation der geplanten Maßnahmen. Jede einzelne Maßnahme muss so veröffentlicht und kommuniziert werden, dass die Belegschaft eine hohe Resonanz und Nachfrage erzeugt. Auf Grund der heutigen Informationsflut genügt es leider nicht mehr, eine einfache Info-Mail zu schreiben oder einen Aushang am „schwarzen Brett“ aufzuhängen. Betriebliches Gesundheitsmanagement ist zu großen Teilen internes Marketing. Somit müssen Mailschreiben ansprechende sowie interessante Betreffzeilen und Textblöcke enthalten. Auch Poster und Flyer müssen werbewirksam gestaltet werden. Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl an weiteren Möglichkeiten. Falls Sie beispielsweise eine eigene Betriebskantine besitzen, könnte man den BGM-Jahreskalender als Tablett-Aufleger drucken. Es ist eine kostengünstige Variante, täglich auf das betriebliche Gesundheitsmanagement einschließlich der BGM-Maßnahmen hinzuweisen. Eine tolle Möglichkeit bei Kursangeboten ist die „Trainervorstellung“. Bei kleineren Teams könnte man vor Beginn eines neuen Kursangebotes die Trainerkraft zu einer kurzen Vorstellungsrunde inklusive Frage- und Antwort-Runde einladen. Dadurch können die Mitarbeiter einen ersten Eindruck gewinnen und Bedenken abbauen. Alternativ kann die Trainerkraft eine kleine Videobotschaft einsprechen, welche in einer Rundmail an die Belegschaft geschickt wird.
Bei einer größeren Mitarbeiteranzahl können verschiedene Werbetexte auch gegeneinander getestet werden. So kann beispielsweise „Werbetext A“ an 50 Personen und „Werbetext B“ an 50 Personen geschickt werden. Der Werbetext, welcher mehr Anmeldungen bzw. Rückmeldungen erhält, wird an den Rest der Belegschaft geschickt. Dieses Austesten ist eine gängige Methode im E-Mail-Marketing.
Die Anmeldung zu den verschiedenen Veranstaltungen sollte sowohl für die Mitarbeiter, als auch den Gesundheitsmanager so einfach wie möglich gehalten werden. Eine „Rückmeldung per Mail“ ist einfach nicht mehr zeitgemäß und führt nur zu einem vollen Mail-Postfach. Es gibt inzwischen einfache, übersichtliche und sogar kostenfreie Tools (z. B. Google Formulare) für Anmeldungsprozesse. Dabei sollte natürlich stets der Datenschutz einschließlich der DSGVO berücksichtigt werden. Idealerweise werden die Prozesse so gestaltet, dass ein dauerhaftes Monitoring der Anmeldezahlen möglich ist. Dadurch kann jederzeit eingegriffen werden, um die Mitarbeiter nochmals zu aktivieren oder die Motivationstools (aus dem 3. Schritt) genutzt werden.
Podcast-Episode: 4. Schritt – Die Umsetzung der BGM-Maßnahmen
Nach der erfolgreichen Kommunikation, Veröffentlichung und Anmeldung der BGM-Maßnahmen sollten die letzten Detailabsprachen mit den BGM-Dienstleistern getroffen werden. Auch wenn scheinbar alles besprochen wurde, eine kurze Rückabsicherung 3-7 Tage vor der Veranstaltung schützt deutlich vor bösen Überraschungen. Im schlechtesten Fall bleibt somit genügend Zeit, um eine Notfalllösung zu organisieren oder die Teilnehmer über die Absage zu unterrichten.
Am Vortag der Veranstaltung oder spätestens am Tag der Veranstaltung sollten die letzten organisatorischen Vorbereitungen getroffen werden. Hierzu zählen die Bereitstellung von Getränken, die Bestellung von Essen und Snacks oder die Lüftung des Raumes. Im Anschluss können die Veranstaltungen erfolgreich starten. Bei der eigentlichen Durchführung der Veranstaltungen ist es verhältnismäßig entspannt für den Gesundheitsmanager. Idealerweise besucht der Gesundheitsmanager eine Vielzahl der Angebote selbst, um als positives Vorbild zu fungieren.
YouTube-Episode: 4. Schritt – Die Umsetzung der BGM-Maßnahmen für Betriebliches Gesundheitsmanagement
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Der vierte Schritt zum BGM! Die Umsetzung der Maßnahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements
Am Ende jeder Veranstaltung oder wenige Tage nach der Veranstaltung sollten die vorbereiteten Auswertungsinstrumente wie beispielsweise die Feedback-Fragebögen an die Teilnehmer der Veranstaltung rausgeschickt werden. Auch hierzu gibt es eine Vielzahl an hilfreichen Online-Tools. Aus eigener Erfahrung empfehle ich eine regelmäßige Auswertung der Feedbackbögen, anstatt erst am Jahresende alle Feedbackbögen auszuwerten. Es ist vergleichbar mit der jährlichen Steuererklärung – Je größer der Papierstapel, umso geringer ist die Motivation sich hindurch zu kämpfen. Außerdem erhält man sofortige Ergebnisse und kann gegebenenfalls noch gegensteuern. Sollte ein Referent beispielsweise schlecht abschneiden, dann kann man sich bereits nach einer besseren Alternative umschauen.
Abschließend sollte alle genannten Punkte nochmal ausführlich überprüft werden, bevor es zur Evaluation des betrieblichen Gesundheitsmanagements geht. Zur Unterstützung der Maßnahmenumsetzung dient unsere kostenfreie Checkliste „6 Schritte BGM“. CHECKLISTE DOWNLOADEN.
Die Evaluation ist stark vergleichbar mit der Analyse. Sie ist eine Art „zweite Analysephase“. Als ersten Schritt in der Phase der Evaluation sollte überprüft werden, ob die durchgeführten Maßnahmen auch tatsächlich zu den analysierten Problemfeldern passten. Gelegentlich verliert man das eigentliche Ziel aus den Augen und wählt plötzlich BGM-Maßnahmen aus, die zur ursprünglichen Agenda gar nicht passten. Sofern die durchgeführten Maßnahmen auch tatsächlich zu den ursprünglichen Bedürfnissen und Analysen passen, dann geht es zur Ermittlung der Teilnehmerzahlen.
Eine sehr einfache Kennzahl sind die Teilnehmerzahlen in den verschiedenen BGM-Maßnahmen. Anhand der Teilnehmerzahlen können bereits beliebte Maßnahmen festgestellt werden. Bei den weniger beliebten Maßnahmen, ist es die Aufgabe des Gesundheitsmanagers, Nachforschungen zu betreiben. Gegebenenfalls müssen Anpassungen für entsprechende Folgeangebote getätigt werden. Sollten bestimmte Maßnahmen mit einer besonders hohen Teilnehmerzahl herausstechen, lohnt sich auch hier eine entsprechende Analyse, um mögliche Vorteile auch auf andere Maßnahmen zu übertragen.
Neben der eigentlichen Teilnehmerzahl ist vor allem auch die Reichweite besonders interessant. Im Vergleich zur Teilnehmerzahl wird hierbei die Anzahl an unterschiedlichen Teilnehmern gemessen. Es ist zwar toll, wenn sich bei 5 BGM-Maßnahmen jeweils 20 Personen beteiligen, allerdings ist es problematisch, wenn es immer die gleichen 20 Personen sind. Somit erreicht man also nicht 100 Personen mit dem BGM, sondern lediglich 20 Personen.
Grundsätzlich sollte man sich für jede einzelne BGM-Maßnahme ein kleines Ziel stecken. Dies kann ein Budget-Ziel, ein Teilnehmerziel oder ein Zufriedenheitsziel sein. Und diese einzelnen Ziele sollten im Rahmen der Evaluation überprüft werden. Diese kleinen Teilziele helfen dabei, die großen Ziele zu erreichen sowie Prozessoptimierung (6. Schritt) zu betreiben. Sollte beispielsweise das Budget regelmäßig ausufern, dann kann das Teilziel „Budgeteinhaltung“ für die einzelnen Maßnahmen helfen.
Podcast-Episode: 5. Schritt – Die Evaluation für betriebliches Gesundheitsmanagement
Des Weiteren sollten in der Evaluation die Analysetools und Motivationsinstrumente auf den Prüfstand gestellt werden. In der Theorie sieht der Feedbackfragebogen häufig sehr gut aus – in der Praxis ist es dann vielleicht ganz anders. Es werden manchmal Fragen falsch verstanden, es werden die Feedbackbögen nicht richtig ausgefüllt oder sogar an der falschen Stellen abgegeben, weil die Beschreibung nicht eindeutig war. Die Praxiserprobung zeigt häufig die Fehlerquellen auf, welche spätestens jetzt beseitigt werden sollten. Ebenso verhält es sich mit den Motivationsinstrumenten, sofern diese genutzt werden mussten. Hierbei steht vor allem die Funktion zur Motivation auf dem Prüfstand.
Die Evaluationsphase ist außerdem ein idealer Zeitpunkt, um erneute Gesundheits-Checks durchzuführen. Genau wie in der Analysephase nutzen die einzelnen Ergebnisse dem jeweiligen Teilnehmer und gleichzeitig können Gruppenanalysen für den Gesundheitsmanager dienlich sein. Somit kann ein Vorher-Nachher-Vergleich erstellt werden, welcher neben den „harten“ betriebswirtschaftlichen Kennzahlen auch einige „weiche“ Gesundheits-Kennzahlen enthalten. Wie bereits erwähnt, können Rückenscans, Körperanalysemessungen, Fitness-Tests, Balance-Checks, Stressmessungen, Biofeedback, Blutdruckmessungen, Ermittlung des Lungenvolumens, Seh-Tests oder Hör-Tests zu den Gesundheits-Checks zählen.
Nichtsdestotrotz sollten auch die „harten“ Kennzahlen im Vorher-Nachher-Vergleich gegenübergestellt werden und mit den gesteckten Zielen verglichen werden. Anhand dieser Entwicklungsanalyse kann festgestellt werden, ob es beispielsweise zu einer Reduzierung der Fehlzeiten und des Krankenstandes kam oder ob sich die Geschlechterverteilung und Altersstruktur verändert haben. Ebenfalls sollte die psychischen Gefährdungsbeurteilungen und Tätigkeitsanalysen aktualisiert werden.
Anhand der ermittelten Kennzahlen kann die Wirtschaftlichkeit des gesamten BGM-Prozesses überprüft werden. Es ist zu klären, welche Kosten entstanden sind und welcher Return on Invest durch die gesundheitsfördernden Maßnahmen erzielt wurde.
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5. Schritt – Die Evaluation für das betriebliche Gesundheitsmanagement
Abschließend lohnt sich eine erneute Mitarbeiterbefragung. Hierzu kann die ursprüngliche Befragung aus der Analysephase als Grundlage dienen. Dabei können der Bedarf und die Bedürfnisse der Beschäftigten ermittelt werden sowie eine Meinungsabfrage zu Arbeitsschutz, Arbeitsorganisation, Arbeitszufriedenheit, Unternehmensverbundenheit, den Arbeitsmitteln etc. getätigt werden. Darüber hinaus sollten Meinungen zum bisherigen BGM-Prozess, zur Kommunikation sowie Verbesserungswünsche zum betrieblichen Gesundheitsmanagement in die Befragung integriert werden.
Zu guter Letzt sollten alle Ergebnisse entsprechend aufgearbeitet werden, um einen entsprechenden Auswertungsbericht zu verfassen.
Zu den genannten Punkten der Evaluation des betrieblichen Gesundheitsmanagements haben wir eine kostenlose Checkliste für dich entwickelt: BGM-CHECKLISTE HERUNTERLADEN.
Fast geschafft – Wir sind beim letzten Schritt des betrieblichen Gesundheitsmanagements angekommen, die Prozessoptimierung für ein nachhaltiges betriebliches Gesundheitsmanagement. Dieser Schritt dient zur Reflektion der einzelnen Schritte des eigenen betrieblichen Gesundheitsmanagements. Nach der Bedarfsbestimmung, der Analyse, der BGM-Maßnahmenplanung, der Umsetzung der BGM-Maßnahmen und der Evaluation muss nun der gesamte Prozess aus einer Vogelperspektive betrachtet werden.
Hierbei dient der Auswertungsbericht, welcher idealerweise innerhalb des Projektteams präsentiert und diskutiert werden sollte. Hierbei sollten bereits positive und negative Aspekte des BGM-Prozesses besprochen werden sowie erste Verbesserungsvorschläge erarbeitet werden. Nach der Präsentation im Projektteam sollte eine Präsentation in der Führungsrunde erfolge. Wie bereits in der Bedarfsbestimmung angedeutet, funktioniert ein erfolgreiches BGM nur, wenn auch die Geschäftsführung und die Vorgesetzten voll und ganz hinter dem Projekt stehen. Hierbei sollten auch die Zielerfüllungen besprochen sowie die Anpassungsvorschläge kommuniziert werden. Des Weiteren sollte es einen kleinen Ausblick in die Zukunftsplanungen des BGMs geben.
Nach der Führungsrunde steht abschließend die Präsentation der Ergebnisse bei der Belegschaft an. Hierbei können die durchgeführten Maßnahmen reflektiert werden. Dazu kann auch Bildmaterial und Teilnehmerfeedback dienen. Dieser Einblick ist vor allem auch für neue Mitarbeiter sowie potenzielle Teammitglieder (z. B. Schülerpraktikanten) interessant. Die Präsentation bei der Belegschaft kann beispielsweise über das Intranet, als Rundmail, im Rahmen einer Mitarbeiterversammlung oder eines Events gezeigt sowie als persönliche Nachricht per Brief versendet werden.
Neben den verschiedenen Ergebnispräsentationen ist vor allem die Integrierung eines dauerhaften BGM-Kennzahlensystems wichtig. Mit Hilfe eines smarten Kennzahlensystems kann man jederzeit und unkompliziert alle wichtigen BGM-Kennzahlen auf einem Blick in der Übersicht. Hierzu ist die Zusammenarbeit mit verschiedenen Schnittstellen von Bedeutung. Schnittstellen sind beispielsweise die Personalabteilung, das Lohnbüro oder das Controlling. Innerhalb des Kennzahlensystems sollten Kennzahlen wie die Altersstruktur, die Geschlechterverteilung, der Krankenstand, die Fehlzeitenkosten, die AU-Tage, BEM-Statistiken und einiges mehr enthalten sein.
Anhand der Kennzahlen können Anpassungen und Optimierungen von personellen, finanziellen und materiellen Ressourcen vorgenommen werden. Durch eine fortschreitende Optimierung können entweder Ressourcen gespart werden oder die Qualität und Quantität des BGMs bei gleichbleibenden Ressourcen erhöht werden. Ebenso ist eine Skalierung des BGM durch die Erweiterung von Ressourcen denkbar.
Podcast-Episode: 6. Schritt – Die Prozessoptimierung für nachhaltiges betriebliches Gesundheitsmanagement
Eine weitere Optimierung des betrieblichen Gesundheitsmanagements ist die Integration von dauerhaften und regelmäßigen Maßnahmen zur Verhaltensprävention. Innerhalb des ersten BGM-Jahres kann eine zeitlich begrenzte Maßnahme von Angeboten wie Rückentrainings oder Entspannungskursen zum Austesten durchaus sinnvoll sein. Aber nur ein regelmäßiges und dauerhaftes Training führt zu entsprechenden Anpassungsprozessen im Körper. Aus diesem Grund sollten erfolgreiche BGM-Maßnahmen zu entsprechenden Dauerangeboten weiterentwickelt werden.
Neben den verhaltenspräventiven Maßnahmen sollte auch die Verhältnisprävention weiterentwickelt werden. Hierzu zählen beispielsweise die weiterführende Ausstattung von ergonomischen Arbeitsplätzen oder zusätzliche und vertiefende Schulungen zur gesunden Mitarbeiterführung.
Ziel des nachhaltigen, ganzheitlichen und erfolgreichen betrieblichen Gesundheitsmanagement ist die ständige Weiterentwicklung, Optimierung und Ableitung von entsprechenden gesundheitsfördernden BGM-Maßnahmen. Hierzu sollte auch der Gesundheits- und Arbeitsschutz berücksichtigt und verbessert werden.
YouTube-Episode: 6. Schritt – Die Prozessoptimierung für nachhaltiges BGM
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Der 6. Schritt zum BGM! Die Prozessoptimierung & Nachhaltigkeit Betriebliches Gesundheitsmanagement
Auch eine ständige Verbesserung der Auswertungs- und Motivationstools sollte im Rahmen der Prozessoptimierung stattfinden.
Nachdem alle Bereiche nochmals überprüft, angepasst, verbessert und optimiert wurden, sollten für die nächsten BGM-Phasen neue Ziele gesteckt werden. Dabei sollten vor allem die übergeordneten Hauptziele berücksichtigt werden, damit das betriebliche Gesundheitsmanagement zum langfristigen Erfolg wird.
Die Einführung des betrieblichen Gesundheitsmanagements besteht aus 6 verschiedenen Phasen, welche in viele weitere kleinere Teilschritte unterteilt werden können. Die einzelnen Phasen bestehen aus der Bedarfsbestimmung, der Analyse, die BGM-Maßnahmenplanung, die Umsetzung des BGMs, die Evaluation und die Prozessoptimierung des betrieblichen Gesundheitsmanagements. Idealerweise werden die einzelnen Unterpunkte der BGM-Phasen Schritt für Schritt abgearbeitet, damit ein nachhaltiges, ganzheitliches und erfolgreiches betriebliches Gesundheitsmanagement im Unternehmen integriert wird. Hierzu habe ich eine kostenlose Checkliste „6 Schritte BGM“ für euch entwickelt. JETZT CHECKLISTE HERUNTERLADEN
Falls du noch unsicher bist, ob Betriebliches Gesundheitsmanagement für dein Unternehmen sinnvoll ist, dann kann ich dir meine beiden Artikel „Vorteile und Nutzen eines BGMs“ und „Warum Betriebliches Gesundheitsmanagement“ empfehlen.
Sport frei! Dein Hannes
YouTube-Episode: Anleitung – In 6 Schritten zum eigenen BGM!
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In 6 Schritten zum eigenen Betrieblichen Gesundheitsmanagement!
Alle Episoden des BGM Podcast – Der Podcast über betriebliches Gesundheitsmanagement in Kleinen und Mittelständischen Unternehemen
Veröffentlicht am 21. Mai 2020 4. Juni 2020
Erfolgreiches BGM! Was muss beim betrieblichen Gesundheitsmanagement beachtet werden?
Erfolgreiches Betriebliches Gesundheitsmanagement – Erfolgsfaktor Führung
Erfolgreiches BGM – Erfolgsfaktor Ganzheitlichkeit
Erfolgreiches BGM – Erfolgsfaktor Nachhaltigkeit
Erfolgreiches Betriebliches Gesundheitsmanagement – Erfolgsfaktor Partizipation
Fazit – Erfolgreiches BGM! Was muss beim betrieblichen Gesundheitsmanagement beachtet werden?
Podcast-Episode – Erfolgreiches BGM! Was muss beim betrieblichen Gesundheitsmanagement beachtet werden?
Erfolgreiches BGM!
Was muss beim betrieblichen Gesundheitsmanagement beachtet werden?
In diesem Beitrag analysieren wir die Faktoren für ein erfolgreiches BGM. Wir geben dabei Antworten auf die Frage – Was beim betrieblichen Gesundheitsmanagement beachtet werden muss. Wir unterscheiden dabei die Erfolgsfaktoren Führung, Ganzheitlichkeit, Nachhaltigkeit und Partizipation. Diese Faktoren sind essentiell für ein erfolgreiches Betriebliches Gesundheitsmanagement.
Die Vorteile des Betrieblichen Gesundheitsmanagements starten aus Sicht der Unternehmen bereits mit der Einführung des BGMs. Bei der Implementierung des Betrieblichen Gesundheitsmana
Betriebliches Gesundheitsmanagement ist definitiv Führungsaufgabe. Auch im Falle, dass es einen innerbetrieblichen Gesundheitsmanager oder Feelgood-Manager gibt, müssen ALLE Führungskräfte das Betriebliche Gesundheitsmanagement mit unterstützen und tragen.
Mit Führungskräften meine ich dabei alle Mitarbeiter mit Vorgesetzten- und Führungsfunktion. Führungskräfte sind Vorbilder oder sollten zumindest vorbildlich handeln. In Unternehmen beginnt dieser Vorbildprozess bereits an der höchsten Spitze. Leider wird das Betriebliche Gesundheitsmanagement als notwendiges Übel, welches nur „Geld kostet“ betrachtet. Mit dieser Einstellung wird es der betriebliche Gesundheitsmanager unglaublich schwer haben, ein erfolgreiches und funktionierendes Gesundheitsmanagement aufzubauen. Der Gesundheitsmanager wird dann ständig im „Rechtfertigungsmodus“ um die Freigabe von BGM-Budgets bei der Geschäftsleitung betteln, anstatt erfolgsbringende Maßnahmen zu planen.
Ebenfalls entscheidend sind die darunter liegenden Führungskräfte, Abteilungsleiter und Teamleiter. Kein „kleiner“ Mitarbeiter wird zu einem Rückenkurs oder Ernährungsvortrag gehen, wenn er dabei von seinem Vorgesetzten vorwurfsvoll verachtet wird.
Geht im Vergleich dazu, die Führungskraft mit bestem Beispiel voran und treibt die Meute an, ebenfalls mitzukommen, dann werden die BGM-Maßnahmen ein absoluter Erfolg. Doch dazu ist viel, wenn nicht sogar ganz viel Aufklärungsarbeit über die Nützlichkeit von Betrieblichen Gesundheitsmanagement notwendig! Wie das klingt, erfährst du im weiteren Verlauf dieses Beitrags.
Nur, wenn das Betriebliche Gesundheitsmanagement im gesamten Unternehmen gelebt und verinnerlicht ist, wird es ein erfolgreiches BGM. Damit ist nicht nur die Akzeptanz der Führungskräfte und Mitarbeiter gemeint. Es zählen auch viele weitere Bereiche dazu.
Leitbild / Firmenphilosophie: Das eigene Firmenleitbild muss auch zu einem Betrieblichen Gesundheitsmanagement passen. Bei meiner eigenen Firmen heißt es beispielsweise in der Firmenphilosophie „Freunde statt Kollegen – Alle Herausforderungen werden gemeinsam bewältigt“. Und ich kann dir auch hiermit versprechen, dass es nicht nur eine Floskel ist. Von daher solltest du dein eigenes Unternehmensleitbild auf den Prüfstand stellen und gegebenenfalls Anpassungen vornehmen. Es gibt Unternehmensleitbilder, welche einfach kein erfolgreiches Gesundheitsmanagement zulassen. In diesem Falle ist ernsthaft zu prüfen, ob die Einführung des BGMs überhaupt Sinn macht. Als Beispiel hätte ein BGM bei der Firma Schlecker wenig Sinn gemacht, da die Firmenphilosophie eher dem Motto „Hauptsache billig“ glich.
Beteiligte Akteure: Die Liste der beteiligten Akteuren im Betrieblichen Gesundheitsmanagement ist sehr lang. Neben den bereits angesprochenen Geschäftsleitern, Führungskräften und Gesundheitsmanagern sind beispielsweise der Personal- bzw. Betriebsrat, die Personalabteilung, das Qualitätsmanagement und Controlling, der Sicherheitsbeauftragte, Betriebsärzte, Krankenkassen, Unfallkassen, Externe BGM-Berater, das Lohn- und Steuerbüro, die Schwerbehindertenvertretung und der Datenschutzbeauftragte zu berücksichtigen. Jeder dieser Beteiligten hat sein Mitspracherecht und Daseinsberechtigung. Werden diese Akteure nicht mit einbezogen, kann es früher oder später zu Konfrontationen kommen.
Der Betriebs- bzw. Personalrat sowie die Schwerbehindertenvertretung sollten beim gesamten BGM-Prozess mit an Bord sein. Er vertritt die Interessen der Mitarbeiter. Grundsätzlich sollte das BGM im Interesse der Mitarbeiter sein. Ich habe es allerdings auch schon erlebt, dass ein Betriebsrat die Einführung des Gesundheitsmanagements blockiert hat, weil er eben NICHT mit beteiligt wurde. Ein ziemlich trauriges Beispiel, welches sich allerdings verhindern lässt, indem alle zusammenarbeiten. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit ist es beispielsweise auch möglich, Betriebsvereinbarungen für das Betriebliche Gesundheitsmanagement mit Belohnungssystemen für die Mitarbeiter zu entwickeln.
Die Personalabteilung muss über die Aktivitäten des Betrieblichen Gesundheitsmanagements ausführlich informiert sein. Die Personalabteilung ist beim Betrieblichen Eingliederungsmanagement mit involviert. Darüber hinaus muss ein BGM auch im Rahmen der Stellenausschreibungen sowie Bewerbungsgesprächen mit angebracht werden. Außerdem ist die Personalabteilung häufig für die Planung von Aus- und Fortbildungen verantwortlich. Hierbei können gesundheitsförderliche Aus- und Weiterbildungen mit aufgenommen werden.
Das Qualitätsmanagement und Controlling kann sehr gut beim Monitoring der BGM-Kennzahlen unterstützen. Aber auch hierbei müssen die entsprechenden Personen sensibilisiert werden, welche Kennzahlen und vor allem auch, warum diese Kennzahlen ab sofort im Kennzahlensystem aufgenommen werden sollen. Außerdem müssen die jeweiligen Schnittstellen für die Kennzahlenübermittlung organisiert und gemanagt werden.
Die Sicherheitsbeauftragten können Verbesserungsvorschläge für verhältnispräventive Maßnahmen anbringen. Außerdem können Sie bei der nachhaltigen Umsetzung mit unterstützen. Gleiches gilt für die Betriebsärzte, welche ebenfalls im direkten Kontakt mit den Mitarbeitern stehen.
Die Krankenkassen, Unfallkassen und externe Gesundheitsberater fungieren als Sparringspartner beim Aufbau des Betrieblichen Gesundheitsmanagements. Mit Ihrer Expertise aus vielen verschiedenen Unternehmen helfen diese Partner, auch mal über den Tellerrand hinauszuschauen. Außerdem erhält man hilfreiches Feedback und Hilfestellungen, damit man auf dem richtigen Weg bleibt.
Damit es nicht zu einer bösen Überraschung kommt, muss auch das Lohn- und Steuerbüro über die eigenen Aktivitäten des BGM informiert sein. Sie behalten den Überblick, welche Maßnahmen steuerbefreit und welche Maßnahmen im Rahmen der Lohnabrechnung versteuert werden müssen.
Abschließend sollte vor allem bei der Erhebung von Daten der betriebliche Datenschutzbeauftragte mit an Bord sein. Mit Ihm sollte das genaue Vorgehen bei der Datenerhebung, vor allem bei sensiblen Gesundheitsdaten der Mitarbeiter, gesprochen werden.
Kantine: Du bist, was du isst. Von daher sollte auch die Betriebskantine in die Überlegungen des betrieblichen Gesundheitsmanagements mit einbezogen werden. Hierbei besteht die Herausforderung, dass die meisten Kantinen nicht selbst, sondern durch externe Partner betrieben werden. Natürlich könnte ganz einfach „nur noch Gesundes“ auf dem Essensplan stehen, allerdings könnte sich das auch negativ auf den Umsatz der Kantinen auswirken. Als wirklich cooles Modell empfinde ich es, wenn es ein gesundes Essen und ein „normales“ Essen gibt, wobei die gesunde Variante beispielsweise vom Unternehmen finanziell gefördert wird. Auf Grund des günstigeren Preises werden sich viele Mitarbeiter für die gesunde Variante entscheiden. Gleiches gilt auch für Getränke. Die zuckerhaltigen Softgetränke sollten Geld kosten und im Vergleich dazu gibt es Wasser gratis.
Alle Maßnahmen und Tätigkeiten des Betrieblichen Gesundheitsmanagements müssen evaluiert und ausgewertet werden. Diese Auswertungen dienen zur Ableitung von Anpassungen und Optimierungsprozessen. Hierzu müssen entsprechende Kennzahlen sowie Auswertungstools wie beispielsweise Feedbackfragebögen entwickelt werden. Wie bereits erwähnt, ist dabei die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Controlling von Bedeutung.t zu lassen. So kann BGM zu einer längeren selbstständigen Lebensweise führen.
Die Vorteile der Gesellschaft nochmal im ÜberbliNeben der Auswertung sollten auch langfristige und vor allem zielgerichtete Maßnahmen im Betrieblichen Gesundheitsmanagement integriert werden. Ein Obstkorb für die Mitarbeiter ist zwar nett gemeint, allerdings wird dieser Obstkorb nicht unbedingt den Krankenstand senken. Besser sind dauerhafte Gesundheitskurse, um die physische und psychische Gesundheit der Mitarbeiter gezielt zu trainieren.
Wir bereits erwähnt, sollten alle Schnittstellen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements bedacht und beteiligt werden. Darüber hinaus können Sie aber auch jeden einzelnen Mitarbeiter mit an Bord des BGMs nehmen.
Mitarbeiter, welche sich mit einer gesunden Lebensweise identifizieren, können beispielsweise als Mitglied im Arbeitskreis Gesundheit fungieren. Diese Mitarbeiter sind entsprechend engagiert und motiviert, um Ihre eigene Leidenschaft auch auf die Kolleginnen und Kollegen zu übertragen.
Ein weiteres Instrument der Partizipation ist die Mitarbeiterbefragung. Bei einer Mitarbeiterbefragung zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement sollte von Beginn an eine offene Kommunikation herrschen. Es muss klargestellt werden, welche Ziele und Funktionen die Mitarbeiterbefragung hat. Sofern die Beschäftigten verstanden haben, dass Sie selbst die BGM-Maßnahmenauswahl durch Ihre Beteiligung in der Mitarbeiterbefragung beeinflussen können, steigt die Akzeptanz. Außerdem wird an Maßnahmen, die selber ausgewählt würden, eher teilgenommen, als bei Maßnahmen, welche einfach vorgesetzt wurden. Es ist Vergleichbar mit dem Restaurant – „À la Carte“ ist deutlich cooler, als ein festgesetztes „Menü“.
Für ein erfolgreiches BGM müssen beim betrieblichen Gesundheitsmanagement vier Erfolgsfaktoren beachtet werden: Die Führung, die Ganzheitlichkeit, die Nachhaltigkeit und die Partizipation. Mit der Einhaltung dieser vier Faktoren steht dem erfolgreichen Betrieblichen Gesundheitsmanagement nichts mehr im Wege.
Falls du noch unsicher bist, ob Betriebliches Gesundheitsmanagement für dein Unternehmen sinnvoll ist, dann kann ich dir meine beiden Artikel „Vorteile und Nutzen eines BGMs“ und „Warum Betriebliches Gesundheitsmanagement“ empfehlen. Außerdem empfehle ich dir unseren Artikel zur „Einführung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements„.
Veröffentlicht am 20. Mai 2020 4. Juni 2020
Vorteile und Nutzen von Betrieblichen Gesundheitsmanagement
Vorteile und Nutzen von Betrieblichen Gesundheitsmanagement Für Unternehmen, Angestellte und die Gesellschaft
Vorteile und Nutzen von Betrieblichen Gesundheitsmanagement aus Sicht der Unternehmen
Vorteile und Nutzen von Betrieblichen Gesundheitsmanagement aus Sicht der Beschäftigten
Vorteile und Nutzen von Betrieblichen Gesundheitsmanagement aus Sicht der Gesellschaft
Fazit – Vorteile und Nutzen von BGM!
YouTube-Episode – Vorteile und Nutzen von Betrieblichen Gesundheitsmanagement
Podcast-Episode – Vorteile und Nutzen von Betrieblichen Gesundheitsmanagement
Für Unternehmen, Angestellte und die Gesellschaft
Welche Vorteile und Nutzen von Betrieblichen Gesundheitsmanagement haben Unternehmen? Welchen Nutzen haben die Beschäftigten von der Einführung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements? Welche Vorteile und welchen Nutzen gibt es aus gesellschaftlicher Sicht? In diesem Beitrag betrachten wir das BGM aus den verschiedenen Blickwinkeln.
Die Vorteile des Betrieblichen Gesundheitsmanagements starten aus Sicht der Unternehmen bereits mit der Einführung des BGMs. Bei der Implementierung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements sollten verschiedene Phasen durchlaufen werden. Hierzu zählen die Bedarfsbestimmung, die Analysephase, die Maßnahmenplanung, die Maßnahmenumsetzung, die Evaluation sowie die Prozessoptimierung. Vor allem bei der Bedarfsbestimmung und Analyse sollten bereits eine Vielzahl an Kennzahlen untersucht und ausgewertet werden. Diese Bestandsaufnahme ist ein riesiger Vorteil! Vor allem in kleineren Unternehmen ist die Geschäftsleitung häufig im „normalen“ Tagesgeschäft voll involviert. Somit bleibt für umfangreiche Analysen selten Zeit bzw. man nimmt sich nicht diese Zeit. Die Einführung des BGMs kann somit als idealer Grund dienen, um seine Kennzahlen auf Vordermann zu bringen. Hierzu können zählen: Der Krankenstand des vergangenen Jahres, die Gesamtzahl an AU-Tagen, die entstandenen Krankheitskosten, eine Altersstruktur, eine Geschlechterverteilung, die Fluktuationsquote und einiges mehr. Mit diesen Zahlen erhältst du einen super Überblick und findest sicherlich auch einiges an Entwicklungspotenzial.
Sofern die Kennzahlen in Ordnung gebracht sind, fällt es auch deutlich leichter, diese jeweils auf aktuellem Stand zu halten. Somit ist auch eine Auswertung im Rahmen der Evaluation problemlos möglich.
Ein weitere Nutzen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements sind die positiven wirtschaftlichen Veränderungen. Mit einem ganzheitlichen BGM sind Unternehmen im Stande, die Fehlzeiten zu reduzieren und somit einhergehend auch die Krankheitskosten zu senken. Vor allem bei langfristiger Betrachtung ist dieser Nutzen extrem hoch. Ich Denn durch das BGM werden nicht die Anzahl an Fehltagen reduziert, sondern vor allem auch die Anzahl an Frühberentungen gesenkt. Dadurch bleibt das Wissen der erfahrenen Mitarbeiter im Unternehmen möglichst lange enthalten.
Neben dem Ausscheiden durch Frühberentung wird auch die Mitarbeiterfluktuation gesenkt. Durch BGM-Maßnahmen wird das Wohlbefinden am Arbeitsplatz verbessert, sodass sich automatisch die Mitarbeiterbindung erhöht. Auch die Identifizierung mit dem eigenen Unternehmen wird vorangetrieben. Dadurch müssen nicht ständig neue Mitarbeiter im Unternehmen eingearbeitet werden und die Geschäftsführung kann weiterhin den Fokus auf ein produktives Tagesgeschäft legen.
Die Verbundenheit der Beschäftigten zum Unternehmen führt außerdem zu einem positiven Unternehmensbild in der Außendarstellung. Glückliche Mitarbeiter kommunizieren diesen Zustand auch mit ihrem Umfeld. Nicht selten besteht das Umfeld aus potentiellen Mitarbeitern für das Unternehmen. Aus diesem Grund kann das BGM auch zu einer Vielzahl an Bewerbungen auf Grund des tollen Unternehmensbildes führen. Somit können Sie dem Fachkräftemangel deutlich entgegenwirken.
Die Steigerung der Produktivität ist ein weiterer Vorteil des Betrieblichen Gesundheitsmanagements. Schließlich sind glückliche Mitarbeiter, auch motivierte Mitarbeiter! Als Chef versuche ich meinen Mitarbeitern etwas mehr als den „Standard“ zu bieten. Als Dank dafür bekomme ich von meinen Mitarbeitern dann auch häufig mehr zurück, als ich verlange.
Sofern der Mitarbeiter unglücklich oder sogar eingeschränkt ist, sinkt die Produktivität spürbar. Quält sich beispielsweise der Beschäftigte mit körperlichen Beschwerden oder sogar psychischen Problemen auf der Arbeit, kann er einfach keine 100% abrufen. Mit dem eigenen BGM können sie solche Beschwerden lindern und vorbeugen.
Die genannten Vorteile wirken sich natürlich auch auf die Kundenbeziehungen aus. Denn zufriedenen Mitarbeiter führen auch häufig zu zufriedenen Kunden!
Die Vorteile der Unternehmen nochmal im Überblick:
Imageaufwertung (intern und extern)
Die Einführung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements hat natürlich nicht nur Vorteile für das Unternehmen sondern auch für die Arbeitnehmer. Die Beschäftigten haben durch das Betriebliche Gesundheitsmanagement die Möglichkeit ihre eigene Gesundheit zu überprüfen und zu stärken. Die betrieblichen Gesundheits-Checks sind dabei eine tolle Maßnahmen, bei der gewisse Gesundheitsparameter überprüft werden. So kann man sich teilweise den zusätzlichen Gang zum Arzt sparen. Ebenso verhält es sich, beim Gesundheitstraining, welches ich während der Arbeitszeit absolvieren kann, anstatt dafür die Freizeit zu opfern.
Mit einer gesunden und vitalen Lebensweise verbessert sich ebenfalls die eigene Lebensqualität. Ich habe mehr Energie für mich selbst und für meine Liebsten. Gleichzeitig erhöht sich allerdings auch die eigene Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz. Denn nur in einem gesunden Körper steckt auch ein gesunder Geist. Diese Leistungssteigerung führt langfristig zu eine Vielzahl von Erfolgen, welche sich dann auch monetär irgendwann auswirken.
Des Weiteren führt die Beschäftigung bei einem engagierten und angesehenen Arbeitgeber auch zur eigenen sozialen Anerkennung. Die Familie und Freunde beneiden einen, für die tolle Arbeitsstelle.
Abschließend ist das Betriebliche Gesundheitsmanagement auch ein idealer Ausgleich zur täglichen Arbeitsroutine. Und eine kleine Pause vom Arbeitsstress gibt dann auch wieder neue Kraft.
Die Vorteile der Beschäftigten nochmal im Überblick:
Als letzten Punkt schauen wir auf die Vorteile aus gesellschaftlicher Sicht. Die Reduzierung der Krankheitskosten ist nicht nur für die Unternehmen von Interesse. Auch unser Gesundheitssystem wird jährlich mit hohen Kosten belastet. Eine Reduzierung der Fehlzeiten führt sowohl kurzfristig, also während der Beschäftigung zur Entlastung des Gesundheitssystems, als auch langfristig betrachtet. So kann das betriebliche Gesundheitsmanagement dazu führen, dass die berenteten Beschäftigten auch im hohen Alter noch vital und gesund sind. Vor allem im Anbetracht des demografischen Wandels ist dieser Punkt nicht außer Acht zu lassen. So kann BGM zu einer längeren selbstständigen Lebensweise führen.
Diese selbstständige Lebensweise im Alter führt automatisch zu einer Entlastung der nächsten Generation. So müssen sich die Kinder der älteren Personen nicht um die Pflege dieser kümmern und stehen somit als Ressource für den Arbeitsmarkt effektiv zur Verfügung.
Abschließend führt das Betriebliche Gesundheitsmanagement zu einer besseren Work-Life-Balance sowie zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit. Eine positive Vereinbarkeit von Beruf und Familie der Beschäftigten, überträgt sich auch auf die Lebensqualität der Angehörigen und des sonstigen Umfeldes. Die genannten Vorteile führen zu einer produktiven und gewinnbringenden Wirtschaft, sodass auch entsprechende Steuereinnahmen erzielt werden. Diese Einnahmen können dann für eine bessere Infrastruktur eingesetzt werden. Somit bleiben wir auch in internationalen Vergleich wettbewerbsfähig.
Die Vorteile der Gesellschaft nochmal im Überblick:
Entlastung des Gesundheitssystems
Selbstständige Lebensweise älterer Menschen
Mehr verfügbare Arbeitskräfte
Produktive Wirtschaft mit hohen Steuereinnahmen
Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich
Das Betriebliche Gesundheitsmanagement ist eine Win-Win-Win-Situation. Alle beteiligten Akteure profitieren von den Vorteilen und dem Nutzen des BGM.
Die Vorteile der Unternehmen sind die Sicherung der Leistungsfähigkeit der Beschäftigten, die Stärkung der Identifikation mit dem Unternehmen, die Senkung von Krankheits- und Produktionsausfällen, die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, die Verbesserung der Qualität, die Produktivitätserhöhung, die Motivationssteigerung sowie die Imageaufwertung.
Die Vorteile der Mitarbeiter sind die Verbesserung des Gesundheitszustandes, die Senkung von gesundheitlichen Risiken, die Verbesserung der Lebensqualität, die Reduzierung von Belastungen, die Erhaltung der Leistungsfähigkeit, die Erhöhung der Arbeitszufriedenheit, die Verbesserung des Betriebsklimas sowie ein Ausgleich zum Berufsalltag.
Die Vorteile für die Gesellschaft sind die Entlastung des Gesundheitssystems, eine selbstständige Lebensweise älterer Menschen, mehr verfügbare Arbeitskräfte, eine bessere Work-Life-Balance, eine produktive Wirtschaft mit hohen Steuereinnahmen, eine Verbesserte Infrastruktur sowie die Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich.
Weitere interessante Gründe für die Einführung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements erfährst du in meinem Artikel „Warum Betriebliches Gesundheitsmanagement“. Außerdem empfehle ich dir unseren Artikel zur „Einführung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements„.
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