Source: https://jugendhilfe-aktiv.de/die-stiftung/leitbild-satzung-zweck.htm
Timestamp: 2019-03-19 23:04:07+00:00

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Leitbild Satzung Zweck: Stiftung Jugendhilfe aktiv
Leitbild, Satzung und Zweck der Stiftung Jugendhilfe aktiv
Leitbild, Satzung und Zweck bilden das Fundament für die Arbeit der Stiftung Jugendhilfe aktiv
Vorstand, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen uns in unserer täglichen Arbeit der Herausforderung, Kindern, Jugendlichen und deren Familien bei der Wahrung ihrer Würde und Integrität zu helfen.
: Unser
christliches Menschenbild und unser werteorientiertes Leitbild geben uns hierfür Orientierung. Sie prägen unsere pädagogische Ausrichtung, den Umgang miteinander, das Verhältnis zu unseren Partnerinnen und Partnern und bilden somit die Grundlage der Zukunft der Stiftung jugendhilfe aktiv.
verstehen uns als Gemeinschaft von Menschen, die einander in Würde und Achtung begegnen und die Pluralität von Meinungen, Gedanken, Ansichten und Einstellungen akzeptieren. Aneinander teilhaben, füreinander Verantwortung übernehmen, miteinander Verlässlichkeit praktizieren und sich untereinander verbindlich verhalten – so gestalten wir unsere Gemeinschaft.
kommunizieren offen, fair, transparent und wahrhaftig und tragen Konflikte standhaft aus. Wir erwerben dadurch die Fähigkeit, mit Macht und Einflussnahme achtsam und mit Bedacht umzugehen. Wir erreichen damit Einsatzbereitschaft, Effizienz und Effektivität im Hinblick auf die Aufgabenstellungen und fördern persönliches Wachstum.
begegnen den von uns begleiteten Kindern, Jugendlichen und ihren Familien mit den Werten der Unantastbarkeit der Würde und der Achtung.
übernehmen Verantwortung für unser Handeln und begründen dieses vor den Sorgeberechtigten und dem Gesetz. Daher setzen wir unsere Fachautorität und Amtsautorität adäquat ein. Dabei lassen wir uns von Wahrhaftigkeit leiten.
übernehmen die uns verliehene Macht verantwortungsvoll und wenden diese mit Bedacht sorgfältig, situativ und angemessen an.
streben den Erfolg „Hilfe zur Selbsthilfe“ durch Fülle, Leidenschaft und Humor an.
bewirken damit für die uns anvertrauten Kinder, Jugendlichen und deren Familien Gemeinschaftlichkeit und Einbindung in ein sinnvolles Leben und für uns selbst Renommee, hohes Ansehen und Zufriedenheit.
kennen den Sinn unserer Tätigkeit und sind uns der Grenzen unseres Tuns bewusst. Wir arbeiten streng auftragsorientiert.
: Kompetent
in der Anwendung pädagogischer Methoden, einfühlsam in die Individualität der uns anvertrauten Menschen, zuverlässig in unseren Hilfsangeboten und flexibel in deren Ausgestaltung, tragen wir zur Sicherung von persönlicher Autonomie und Selbstbestimmtheit bei.
stellen uns der Methodenvielfalt und ihrer individuellen Anwendung. Wir leiten damit gesunde Entwicklungsschritte ein und überprüfen diese durch Evaluierung.
erreichen auf diese Weise für die Zukunft der uns anvertrauten Menschen effizient und nachhaltig: ganzheitliche Bildung, Einbindung und erfolgreiche Teilhabe an der Gesellschaft, eine persönliche Lebensperspektive und die Erweiterung sozialer Gerechtigkeit.
holen die Zukunft in die Gegenwart.
gestalten sie mit Stärke, Mut und Selbstvertrauen, bleiben unverwechselbar in unserem Auftreten und einzigartig in der Erledigung unserer Aufgaben.
setzen unsere Ressourcen wirtschaftlich ein und machen die Stiftung Jugendhilfe aktiv damit krisenbeständig. Wir passen unsere Dienstleistungen zum Wohle der uns anvertrauten Menschen den sich ständig wandelnden Anforderungen an.
nehmen in all unserem Handeln für uns in Anspruch, der sozialen Gerechtigkeit und dem Frieden zu dienen.
Die „Stiftung Jugendhilfe aktiv, Paulinenpflege und Wilhelmspflege“ ist hervorgegangen aus dem Zusammenschluss der Stiftung Paulinenpflege Stuttgart und der Stiftung Wilhelmspflege Stuttgart und Esslingen. Der Zusammenschluss ist erfolgt im Bewusstsein des gemeinsamen diakonischen Auftrags, Jugendhilfe in der Region verantwortlich zu leisten, und gemeinsamer historischer Wurzeln.
Königin Pauline hat zusammen mit ihrem Gemahl König Wilhelm I. am 27, September 1820 die Paulinenpflege Stuttgart ins Leben gerufen. Die Stiftung Wilhelmspflege Stuttgart wurde errichtet im Jahre 1841; sie erhielt die Eigenschaft einer juristischen Person durch königliche Entschließung am 29. Mai 1879. Im Jahre 1991 hat die Stiftung Wilhelmspflege durch Vertrag mit dem Land Baden-Württemberg auch die Trägerschaft des Theodor-Rothschild-Hauses in Esslingen übernommen.
Dem Zusammenschluss der beiden Stiftungen im Jahre 2005 ist ein enges kooperatives Verhältnis zwischen den Stiftungen Paulinen- und Wilhelmspflege sowie dem Verein Jugendhilfe Esslingen (gegründet 1963) vorausgegangen. Es war getragen von den gemeinsamen Wurzeln, der Verantwortung ihres diakonischen Auftrags und den Leitbildern der Partner, Auf dieser Basis und angesichts von einschneidenden Veränderungen im sozialstaatlichen Umfeld haben die Träger im Dezember 2003 eine Vereinbarung zum Zusammenwachsen und Zusammengehen geschlossen. In dieser Vereinbarung wurden die Ziele für den „Jugendhilfe-Verbund Stuttgart und Esslingen“ folgendermaßen beschrieben:
„Aufgabe des Verbunds ist, durch Bündelung der Kräfte die Leistungsfähigkeit zu stärken und zu verbessern, die wirtschaftlichen Strukturen zu straffen und die Hilfeangebote und -aktivitäten abzustimmen, um so langfristig die sozialpädagogische und sonderpädagogische Arbeit in der Region zu sichern. Ziel ist, eine Organisation zu schaffen, die diese gemeinsame Aufgabe übernimmt und fortführt.“
§ 1 Name, Rechtsfähigkeit, Sitz der Stiftung und Zugehörigkeit
Die Stiftung trägt den Namen „Stiftung Jugendhilfe aktiv. Paulinen- und Wilhelmspflege“. Sie ist eine kirchliche Stiftung des bürgerlichen Rechts.
Die Stiftung hat ihren Sitz in Stuttgart.
Die Stiftung ist Mitglied des Diakonischen Werks der evangelischen Kirche in Württemberg e.V,
Das Rechnungsjahr (Geschäftsjahr) ist das Kalenderjahr.
Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die sozial oder schulisch benachteiligt oder in anderer Weise in ihrer Entwicklung beeinträchtigt oder gefährdet sind, brauchen Hilfe und besondere Förderung. Die Stiftung hat sich – wie ihre Vorgänger, deren soziale Arbeit mit jungen Menschen weit in das 19. Jahrhundert zurückreicht-die Aufgabe gestellt, solche Hilfen anzubieten.
Die Angebote der Stiftung umfassen vielfältige, auf die besonderen Bedürfnisse von Kindern, Jugendlichen und Familien abgestimmte Formen der sozial- und heilpädagogischen Betreuung, Begleitung und Beratung. In den stiftungseigenen Schulen wird sonderpädagogischer Unterricht erteilt,
Diese Hilfen sollen dazu beitragen, die jungen Menschen ihren Befähigungen entsprechend zu fördern, sie auf der Grundlage der christlichen Botschaft zu erziehen und zur Toleranz gegenüber anderen Glaubens- und Wertegemeinschaften anzuleiten.
Die Stiftung versteht ihre Arbeit als Auftrag der Kirche zu diakonischem Handeln an den von ihr betreuten Menschen. Sie ist deshalb nach Wesen und Tendenz der Evangelischen Landeskirche in Württemberg als erzieherische Einrichtung zugeordnet und verpflichtet, mit ihren privatrechtlich angestellten Mitarbeitern Arbeitsverträge abzuschließen, deren Mindestinhalt mit den Beschlüssen und Entscheidungen der Arbeitsrechtlichen Kommission und ihres Schlichtungsausschusses übereinstimmt.
Zur Erfüllung ihrer Aufgaben unterhält die Stiftung sozialpädagogische und sonderpädagogische Einrichtungen und Dienste. Des weiteren bietet sie Aus- und Weiterbildung sowie qualifizierende Beschäftigung für Jugendliche und Erwachsene an. Sie ist offen für die Übernahme neuer Aufgaben.
Die Stiftung arbeitet partnerschaftlich mit den Trägern der öffentlichen Jugendhilfe und in engem Kontakt mit anderen Partnern der sozialen Arbeit zusammen.
Die Stiftung kann mit anderen Einrichtungen ihrer Zweckrichtung kooperieren. Sie kann Beteiligungsgesellschaften gründen oder ihnen beitreten, sofern diese Unternehmen den Satzungszweck der Stiftung sicherstellen.
Die Stiftung verfolgt unmittelbar und ausschließlich gemeinnützige, mildtätige und kirchliche Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.
Einnahmen und Vermögen der Stiftung dürfen nur für die satzungsgemäßen Aufgaben der Stiftung verwendet werden.
Die Stiftung kann ihre Zwecke selbst, durch Hilfspersonen oder dadurch verwirklichen, dass sie ihre Mittel teilweise einer anderen, ebenfalls steuerbegünstigten Körperschaft oder einer Körperschaft des öffentlichen Rechts zur Verwendung zu steuerbegünstigten Zwecken zuwendet oder Mittel für die Verwirklichung der steuerbegünstigten Zwecke einer anderen steuerbegünstigten Körperschaft oder für die Verwirklichung steuerbegünstigter Zwecke durch eine Körperschaft des öffentlichen Rechts beschafft.
Niemand darf durch Ausgaben, die dem Zweck der Stiftung fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.
Das Stiftungsvermögen besteht aus Immobilien, Beteiligungen an Unternehmen, liquidem Vermögen, immateriel¬len und sonstigen Vermögensgegenständen.
Das Stiftungsvermögen ist in seinem Bestand zu erhalten und ordnungsgemäß zu verwalten.
Zur Finanzierung ihrer diakonischen Arbeit stehen der Stiftung zur Verfügung:
a) der Ertrag ihrer Leistungen und ihres Vermögens,
b) Zahlungen öffentlicher und privater Kostenträger,
c) Zuwendungen und Beiträge von öffentlicher, kirchlicher oder privater Seite,
d) Aufnahme von Fremdmitteln.
Die Stiftung ist berechtigt aber nicht verpflichtet, Zustiftungen anzunehmen.
Der Stiftungsratsvorsitzende ist besonderer Vertreter (§§ 86, 30 BGB) hinsichtlich der Unterzeichnung der mit den Vorstandsmitgliedern abzuschließenden Verträge (§ 10 Absatz 4.2). Gleiches gilt für dessen Stellvertreter, der im Verhinderungsfall zeichnet.
Der Vorstand besteht aus zwei Mitgliedern. Sie werden vom Stiftungsrat bestellt. Wiederwahl ist möglich.
Der Stiftungsrat soll den Pädagogischen Vorstand zum Vorstandsvorsitzenden und den Wirtschaftlichen Vorstand zum Stellvertreter bestellen,
Der Stiftungsrat kann jederzeit, auch für einen begrenzten Zeitraum, die Zahl der Mitglieder des Vorstands erhöhen.
Für einen im voraus begrenzten Zeitraum, höchstens für ein Jahr, kann der Stiftungsrat einzelne seiner Mitglieder zu Stellvertretern von verhinderten Vorstandsmitgliedern bestellen; während einer solchen Amtszeit sind diese Stiftungsratsmitglieder von ihren Aufgaben im Stiftungsrat entbunden.
Die Mitglieder des Vorstands sollen der Evangelischen Landeskirche in Württemberg angehören.
Der Vorstand beschließt eine Geschäftsordnung, in der insbesondere die Geschäftsbereiche der einzelnen Vorstandsmitglieder sowie die Beschlussfähigkeit und die Beschlussfassung des Vorstands geregelt sind. Sie tritt nach Zustimmung durch den Stiftungsrat In Kraft. Ehrenamtliche Vorstandsmitglieder sind im Innenverhältnis von der Haftung für einfache Fahrlässigkeit freigestellt.
Die Vorstandsmitglieder sind verpflichtet, diejenigen Beschränkungen einzuhalten, welche das Stiftungsgesetz, die Satzung, der Stiftungsrat und die Geschäftsordnung festsetzen.
Der Vorstand führt unter eigener Verantwortung die Geschäfte der Stiftung. Er ist an die Beschlüsse des Stiftungsrats gebunden.
Die Vorstände vertreten die Stiftung gerichtlich und außergerichtlich je allein, zu zweit bei Grundstücksgeschäften und Darlehensaufnahmen.
Der Vorstand stellt die Mitarbeiter der Stiftung an. Die Anstellung von leitenden Mitarbeitern (Regionalleitungen, Schul- und stellvertretende Schulleitungen) bedarf der Zustimmung des Stiftungsrats (§ 10 Absatz 4.3.)
Der Stiftungsrat besteht einschließlich seines Vorsitzenden aus mindestens 9 und höchstens 13 Mitgliedern, die nicht in den Diensten der Stiftung stehen.
Dauernden Sitz im Stiftungsrat haben:
• der Oberbürgermeister der Stadt Stuttgart; er kann einen ständigen Stellvertreter benennen
• der Landrat des Landkreises Esslingen; er kann einen ständigen Stellvertreter benennen
• ein für den Kirchenkreis Stuttgart und den Kirchenbezirk Esslingen entsandter gemeinsamer ständiger Vertreter
• ein ständiger Vertreter des Diatonischen Werks der evangelischen Kirche in Württemberg
Der Stiftungsrat ergänzt sich darüber hinaus durch Zuwahl. Die Mitglieder des Stiftungsrats bleiben bis zur Neuwahl im Amt. Die Zuwahl findet auch dann statt, wenn er durch gleichzeitige Todesfälle oder durch gleichzeitigen Austritt mehrerer Mitglieder nicht mehr über die zur Beschlussfähigkeit erforderliche Mindestzahl von Mitgliedern verfügt. Die Mitglieder werden auf sechs Jahre gewählt. Wiederwahl ist zulässig. § 8 Absatz 2 bleibt dabei unberührt.
Die Mitglieder des Stiftungsrats sollen einer Gliedkirche der EKD oder sonst einer Kirche oder Gemeinschaft angehören, die der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) angeschlossen ist.
Ein Mitglied kann durch schriftliche Anzeige an den Vorsitzenden jederzeit aus dem Stiftungsrat ausscheiden.
Ein Mitglied kann aus wichtigem Grund mit der Mehrheit der Stimmen sämtlicher Stiftungsratsmitglieder aus dem Stiftungsrat ausgeschlossen werden. Das Mitglied nimmt an der Abstimmung nicht teil; ihm ist aber zuvor Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben.
Die Stiftungsratsmitglieder sind ehrenamtlich tätig. Für die Sorgfaltspflicht gilt § 6 Absatz 6 Satz 3 entsprechend.
§ 9 Arbeitsweise des Stiftungsrats
Der Stiftungsrat wählt aus seiner Mitte auf jeweils sechs Jahre einen Vorsitzenden und dessen Stellvertreter. Wiederwahl ist zulässig, Der Vorsitzende und der Stellvertreter können vom Stiftungsrat aus wichtigem Grund mit einer Mehrheit der Stimmen von zwei Dritteln aller Stiftungsratsmitglieder abberufen werden.
Der Vorsitzende oder im Verhinderungsfall der stellvertretende Vorsitzende laden den Stiftungsrat mindestens zweimal im Jahr zu Sitzungen ein. Die Einladung erfolgt schriftlich, mit einer Einladungsfrist von mindestens 14 Tagen; sie enthält die Tagesordnung. Der Stiftungsrat ist innerhalb von 14 Tagen einzuberufen, wenn wenigstens drei Mitglieder des Stiftungsrats oder ein Mitglied des Vorstands dies schriftlich unter Angabe des Grundes beantragen.
Der Stiftungsrat ist beschlussfähig, wenn nach ordnungsgemäßer Ladung einschließlich des Vorsitzenden oder dessen Stellvertreters mindestens die Hälfte der Mitglieder anwesend ist. Er beschließt – soweit in der Satzung nicht anders vorgeschrieben ist – mit einfacher Mehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder. Bei der Beschlussfassung über einen Gegenstand, der ein Mitglied persönlich betrifft, steht diesem kein Stimmrecht zu.
Beschlüsse im schriftlichen Verfahren sind zulässig, wenn kein Mitglied des Stiftungsrats mündliche Beratung verlangt. Im schriftlichen Verfahren können die Mitglieder ihr Votum in jeder zulässigen Textform abgeben.
Die Mitglieder des Vorstands nehmen an den Sitzungen mit beratender Stimme teil, soweit der Stiftungsrat nicht im Einzelfall etwas anderes beschließt. Der Vorsitzende kann Mitarbeiter und weitere Personen zu den Sitzungen des Stiftungsrats einladen.
Die Sitzungen des Stiftungsrats sind nicht öffentlich.
Der Stiftungsrat verantwortet die Arbeit der Stiftung. Er berät den Vorstand und überwacht die Geschäfte der Stiftung. Er vertritt die Stiftung gegenüber dem Vorstand.
Derr Stiftungsrat ist verpflichtet, bis Ende Februar eines jeden Jahres über den vom Vorstand rechtzeitig vorzulegenden Wirtschaftsplan (insb. Stellen-, Haushalts- und Investitionsplan) zu beschließen. Wesentliche Veränderungen des Wirtschaftsplans während des Rechnungsjahres bedürfen der Zustimmung des Stiftungsrats.
Der Stiftungsrat kann sich jederzeit über alle Angelegenheiten der Stiftung unterrichten, ihre Bücher einsehen und ihre Kassenführung überprüfen oder Dritte damit beauftragen. Er nimmt den Jahresabschluss der Stiftung nach vorangegangener Prüfung durch einen von ihm beauftragten Sachverständigen entgegen und beschließt über die Entlastung des Vorstands für das jeweilige abgelaufene Geschäftsjahr.
Dem Stiftungsrat sind insbesondere folgende Aufgaben Vorbehalten:
4.1 Berufung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern (§ 6).
4.2 Abschluss, Änderung und Aufhebung der Dienstverträge mit den Mitgliedern des Vorstands.
4.3 Zustimmung zu der vom Vorstand vorzunehmenden Anstellung und Entlassung leitender Mitarbeiter (§ 7 Absatz 3 Satz 2).
4.4 Zustimmung zu Struktur- und Grundsatzentscheidungen über die sozialpädagogische Konzeption der Stiftung.
4.5 Zustimmung zum Wirtschaftsplan gern. § 10 Absatz 2, ggf. mit Einschränkungen, Vorbehalten oder Sper¬ren, und zum Jahresabschluss (§ 10 Absatz 3)
4.6 Zustimmung zu Bauvorhaben, Erwerb, Veräußerung und Belastung von Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten sowie zur Übernahme von Bürgschaften und Aufnahme von Schulden, soweit die vom Stiftungsrat festgesetzten Höchstgrenzen überschritten werden.
4.7 Zustimmung zur Kooperation mit anderen Einrichtungen und zur Gründung von bzw, zum Beitritt zu Beteiligungsgesellschaften (§ 2 Absatz 7).
4.8 Beschlüsse über Satzungsänderungen (§ 13 Absatz 1),
4.9 Beschluss über die Auflösung der Stiftung.
Zur Wahrnehmung seiner Aufgaben kann der Stiftungsrat Ausschüsse bilden. Das Nähere regelt eine Geschäftsordnung.
Gegenüber den Mitgliedern des Vorstands wird die Stiftung durch den Vorsitzenden des Stiftungsrats oder im Verhinderungsfall durch dessen Stellvertreter vertreten.
§ 11 Gemeinsame Bestimmungen für Vorstand und Stiftungsrat
Für Sitzungen des Vorstands, des Stiftungsrats bzw. ihrer etwaigen Ausschüsse gelten folgende Regeln:
1.1 Der jeweilige Gremiumsvorsitzende, im Verhinderungsfall sein Stellvertreter, leitet die Sitzung.
1.2 Bei Stimmengleichheit ist ein Vorschlag abgelehnt.
1.3 Über die Beschlüsse des Gremiums wird Protokoll geführt; in der Regel genügt ein Ergebnisprotokoll. Das Protokoll wird vom Protokollführer – den der Vorsitzende bestimmt – unterzeichnet, vom jeweiligen Sitzungsvorsitzenden gegengezeichnet und allen Mitgliedern des betreffenden Gremiums, bei Stiftungsratssitzungen auch dem Vorstandsvorsitzenden, bei Vorstandssitzungen auch dem Stiftungsratsvorsitzenden zugestellt.
Für Mitglieder des Vorstands und des Stiftungsrats gilt:
Sie haben über die dienstlichen Angelegenheiten, die ihnen aufgrund ihrer Zugehörigkeit zum Gremium bekannt geworden sind, Stillschweigen zu bewahren, soweit die Geheimhaltung der Natur der Sache nach geboten oder vom Gremium angeordnet worden ist. Die Schweigepflicht besteht auch nach Ausscheiden aus dem Gremium. Sie besteht nicht gegenüber den anderen Mitgliedern des Gremiums. Sie entfällt auf Beschluss des Gremiums.
§ 12 Freundes- und Förderkreise
Die Stiftung setzt sich zum Ziel, Freundes- und Förderkreise zu werben und zu erhalten, die die Arbeit innerlich und durch freiwillige Beiträge fördern und in der Öffentlichkeit Verständnis für die Aufgaben der Diakonie der Jugendhilfe wecken.
Beschlüsse des Stiftungsrats über Satzungsänderungen bedürfen einer Mehrheit von zwei Dritteln der anwesenden Mitglieder und der Mehrheit seiner Mitglieder. Beschlüsse über die Änderung des Zwecks der Stiftung (§ 2) bzw. zur Auflösung der Stiftung bedürfen jeweils einer Mehrheit von drei Vierteln aller Stiftungsratsmitglieder. Der aufsichtsrechtliche Genehmigungsvorbehalt nach dem geltenden Stiftungsgesetz bleibt davon unberührt.
Wird nach Zustimmung der zuständigen Stiftungsbehörde die Stiftung aufgelöst, so fällt das gesamte Vermögen an das Diakonische Werk der evangelischen Kirche in Württemberg e.V. mit der Maßgabe, dieses Vermögen im Raum Stuttgart und Esslingen ausschließlich und unmittelbar für gemeinnützige, mildtätige bzw. kirchliche Zwe¬cke im Bereich Jugendhilfe zu verwenden.
Für die Erstbesetzung des Stiftungsrats benennt der Stiftungsrat der Wilhelmspflege vier, der Stiftungsrat der Paulinenpflege drei und der Verein Jugendhilfe zwei Mitglieder. Deren Amtszeit endet mit Ablauf des 31.12.2007.
Die Satzungsänderung und die Aufnahme der Stiftung Wilhelmspflege wurden vom Stiftungsrat der Stiftung Paulinenpflege am 30.06.2005 beschlossen.
Der Stiftungsrat der Stiftung Wilhelmspflege hat die Stellung des Antrags auf Zulegung zur Stiftung Paulinenpflege am 20.06.2005 beschlossen und dem Entwurf dieser Satzung zugestimmt.
Die Zulegung der Stiftung Wilhelmspflege zur Stiftung Paulinenpflege wurde vom Regierungspräsidium Stuttgart mit Wirkung zum Ablauf des 31.12.2005 am 22.11.2005 verfügt. Diese Satzung tritt zum Ablauf des 31.12.2005 in Kraft.
Die Satzungsänderung und die Zulegung wurden vom Kultusministerium im Einvernehmen mit dem Evangelischen Oberkirchenrat mit Schreiben vom 21.12.2005 genehmigt. Die Neufassung ersetzt die Satzung vom 25.06.1986.
Der Stiftungsrat hat die Satzungsänderung am 14.10.2013 beschlossen. Die Änderung der Satzung wurde vom Kultusministerium mit Schreiben vom 20.01.2014 genehmigt und ersetzt die Fassung vom 21.12.2005.
Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene,die sozial oder schulisch benachteiligt oder in anderer Weise in ihrer Entwicklung beeinträchtigt oder gefährdet sind, brauchen Hilfe und besondere Förderung. Die Stiftung hat sich – wie ihre Vorgänger, deren soziale Arbeit mit jungen Menschen weit in das 18. und 19. Jahrhundert zurückreicht – die Aufgabe gestellt, solche Hilfen anzubieten.
Die Angebote der Stiftung umfassen vielfältige, auf die besonderen Bedürfnisse von Kindern, Jugendlichen und Familien abgestimmte Formen der sozial- und heilpädagogischen Betreuung, Begleitung und Beratung. In den stiftungseigenen Schulen wird sonderpädagogischer Unterricht erteilt.
Diese Hilfen sollen dazu beitragen,die jungen Menschen ihren Befähigungen entsprechend zu fördern, sie auf der Grundlage der christlichen Botschaft zu erziehen und zur Toleranz gegenüber anderen Glaubens- und Wertegemeinschaften anzuleiten.
Die Stiftung versteht ihre Arbeit als Auftrag der Kirche zu diakonischem Handeln an den von ihr betreuten Menschen. Sie ist deshalb nach Wesen und Tendenz der Evangelischen Landeskirche in Württemberg als erzieherische Einrichtung zugeordnet.

References: § 1
 § 8
 § 6

§ 9
 § 10

§ 11

§ 12