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Timestamp: 2018-06-18 03:23:54+00:00

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Tacheles Rechtsprechungsticker KW 30/2016 | Rechtsanwalt König in Göttingen für Strafrecht Arbeitsrecht Sozialrecht Ausländerrecht Rechtsanwalt in Göttingen für Strafrecht Arbeitsrecht Sozialrecht Ausländerrecht
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1. 1 BSG, Urteil vom 09.03.2016 – B 14 AS 3/15 R
Grundsicherung für Arbeitsuchende – Verpflichtung zur Inanspruchnahme vorrangiger Leistungen – Aufforderung zur Beantragung einer vorzeitigen Altersrente – Ermessensausübung – Vermeidung unbilliger Härten – Verfassungsmäßigkeit
1. Vorliegend führt die Inanspruchnahme der vorzeitigen Altersrente zur Beseitigung der Hilfebedürftigkeit des Klägers nach dem SGB II. Insoweit ist nur auf ihn und nicht auch auf seine mit ihm in Bedarfsgemeinschaft lebende Ehefrau abzustellen. § 12a Satz 1 SGB II bietet mit Blick auf die Inanspruchnahme einer vorzeitigen Altersrente keinen Ansatz dafür, dass nicht auch insoweit nur auf den je individuellen Anspruch auf Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts abzustellen ist, der das SGB II prägt (BSG Urteil vom 19.8.2015 – B 14 AS 1/15 R ).
2. Der Verpflichtung des Klägers zur Rentenantragstellung und Inanspruchnahme steht die auf § 13 Abs 2 SGB II beruhende UnbilligkeitsV nicht entgegen, weil keiner der in ihr abschließend geregelten Ausnahmetatbestände (BSG Urteil vom 19.8.2015 – B 14 AS 1/15 R – ) vorliegt
2. 1 Sächsisches Landessozialgericht, Beschluss v. 14.07.2016 – L 7 AS 1186/14 B PKH – rechtskräftig
2. 2 Sächsisches Landessozialgericht, Urteil v. 21.04.2016 – L 3 AS 419/12
2. 3 Landessozialgericht Baden-Württemberg, Beschluss v. 13.05.2016 – L 9 AS 4940/15
2. 4 Landessozialgericht Baden-Württemberg, Beschluss v. 10.05.2016 – L 9 AS 1136/16 ER-B
Rechtstipp: Auch die im Beschluss genannten vom BSG abweichenden Entscheidungen sind nicht ohne Kritik geblieben (vgl. ausführliche Darstellung bei Coseriu in: Schlegel/Voelzke, jurisPK-SGB XII, Stand 04.05.2016, § 23 SGB XII, Rdnr. 63.1 ff.) und Greiser in jurisPK-SGB XII 2. Aufl. Anhang zu § 23 SGB XII – Die Sozialhilfe als Gegenstand des Europäischen Rechts, Rn 119.3 – Rn 119.7
2. 5 LSG Baden-Württemberg, Urteil v. 10.05.2016 – L 9 AS 5116/15
2. 6 Landessozialgericht Baden-Württemberg, Urteil v. 21.06.2016 – L 9 AS 4918/14 – Die Revision wird zugelassen.
2. 11 Landessozialgericht Berlin-Brandenburg, Beschluss v. 30.06.2016 – L 31 AS 802/16 NZB – rechtskräftig
Rechtsfrage – grundsätzliche Bedeutung
2. 12 Landessozialgericht Berlin-Brandenburg, Urteil v. 21.01.2016 – L 31 AS 1974/15
Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVSG) – erfolgreiche Vermittlung – Beginn des Beschäftigungsverhältnisses
3. 1 SG Berlin, Beschluss v. 08.07.2016 – S 63 AS 7815/16 ER
Rechtstipp aktuell: ebenso LSG Baden-Württemberg, Urteil v. 27.06.2016 – L 1 AS 4849/15; BSG, Beschluss vom 17.03.2016 – B 4 AS 694/15 B; SG Lüneburg, Beschluss v. 31.03.2016 – S 23 AS 103/16 ER; SG Berlin, Beschluss vom 12.11.2015 – S 61 AS 22013/15 ER und LSG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 09.11.2015 – L 19 AS 924/15
1. Ein die Eingliederungsvereinbarung (EGV – § 15 Abs. 1 Satz 1 SGB II) ersetzender Verwaltungsakt gemäß § 15 Abs. 1 Satz 6 SGB II kommt nur in Betracht, wenn der SGB II-Träger zuvor den Versuch unternommen hat, mit dem Antragsteller eine EGV abzuschließen, oder im Einzelfall besondere Gründe vorliegen, die die Verhandlung einer EGV als nicht sachgerecht erscheinen lassen. Dies ist vom Jobcenter im nach § 15 Abs. 1 Satz 6 SGB II erlassenen Verwaltungsakt im Einzelnen darzulegen.
Rechtstipp: ebenso Sozialgericht Duisburg, Urteil vom 23.01.2015 – S 14 AS 4603/12 – Die Warmwasserbereitungskosten sind dann nicht pauschal, sondern konkret zu bestimmen, wenn die konkreten Wassererwärmungskosten durch eine technische Vorrichtung genau bestimmt werden können ( vgl. LSG NRW, Beschluss vom 28.05.2013 – L 9 AS 541/13 B und LSG NRW, Urteil vom 30.01.2014 – L 6 AS 1667/12 ).

References: § 12
 § 13
 § 23
 § 23
 § 15
 § 15
 § 15