Source: http://www.politnetz.ch/artikel/16319-petition-bedingungsloses-grundeinkommen/kommentar/177587
Timestamp: 2019-10-19 00:18:47+00:00

Document:
17. November 2012 | 22 Antworten
Das BGE hat grosses Potential, ist aber nicht ohne Risiko.
Es ist aber nicht weniger riskant, mit dem heutigen System unverändert weiterzumachen.
17. November 2012 | 19 Antworten
Jeder ist dazu verpflichtet seinen Traumjob zu finden (was da heisst möglichst viel verdienen bei möglichst wenig Arbeit) und macht Arbeiten die ihm keinen Spass machen aber viel dabei zu verdienen sind.
Es tut mir sehr leid für die Menschen, die sich dafür entscheiden, wegen des Geldes einen Job auszuüben, den sie hassen. Auch die, die bei möglichst wenig Arbeit möglichst viel verdienen wollen, denn deren Job ist inhaltsleer, sie können sich nicht einbringen. Sie stellen den meisten Menschen ein wahrlich schlechtes Zeugnis aus.
... ein bisschen Papier hin und her schiebt oder Büröler ... die ein bisschen auf den Tasten klimmpern
Plattitüde? Wenn Sie mal im Kundendienst eines Callcenters gearbeitet hätten oder Gruppensekretärin wären, dann wüssten Sie es besser. Auch in Marketingabteilungen sind die Leute am Anschlag: keine Zeit, kreative Einfälle sollen auf Knopfdruck "geschehen", das ist Arbeit, Herr Brühlmann. Davon nehmen viele noch nach Hause mit, sind per Mail oder Telefon eingespannt. Der Kanalarbeiter nicht, der Maurer in der Regel nicht. Dass die es nicht einfach haben, weiss ich selbst, aber am Abend sind alle hundemüde, die sich verausgaben. Ihr Klischee ist wie die meisten es sind, unwahr.
17. November 2012 | 18 Antworten
Nein ich stell ihm doch kein schlechtes Zeugnis aus, ich verurteil auch keinen Menschen der so was tun würde, da missverstehen Sie meine Aussage ...
Was ich damit zum Ausdruck bringe ist meine eigene Erfahrung in denen die Gespräche mit diversen Leuten als allen Schichten sich manifestieren. Dabei stelle ich oft fest, die Leute würden gern etwas anderes machen, etwas sinnvolleres - aber leider können Sie es nicht, weil die andere Arbeit nicht so gut entlöhnt wird, wie die aktuelle und somit der Lebensstandard nicht mehr gehalten werden könnte - dabei handelt es sich nicht um dekadente Verhältnisse.
Zu den von Ihnen aufgezählten Berufen kann ich nur sagen, die fallen auch darunter - aber trotzdem stellt sich bei mir vor allem bei schlechter Witterung (kalt, nass, oder extrem heiss) die Frage immer wieder: Wer leidet jetzt mehr? Wer leistet mehr? Wer gibt von der Ressource "Mensch" am meisten? Dabei soll es nicht auf das hinauslaufen, dass alle gleichviel verdienen. Wer nachweislich hart arbeitet oder viel erleiden muss (nachweislich, Verantwortung ist ein schlechtes Beispiel) der soll auch ordentlich bezahlt werden.
Eine Plattitüde, nein eigentlich nicht - aber haben Sie das Gefühl ein Sachbearbeiter einer Bank, Versicherung, Gemeinde, der Steuerberater, die Berater und Coachs, etc. auch Arbeit mit nach Hause nehmen? Oder so total gestresst sind, dass es sich als gerecht empfinden lässt, welche Saläre da bezahlt werden. Wenn man in diesen Berufen dann noch das Treppchen nach oben steigt?
Klar, auch ich nehme viel Arbeit mit nach Hause, aber ich tu es gerne und selbst wenn ich so viel Geld hätte, dass ich nicht mehr arbeiten müsste, würd ich es noch tun weil es meine Berufung ist - höchstens für wen ich es dann tue würde sich ändern, aber das ist eine andere Geschichte.
Zu guter Schluss, das ist keine Verallgemeinerungsmeinung, die lässt sich auch nicht verallgemeinern - Es ist eher so zu verstehen, dass mit dem BGE auch ein Umdenken stattfinden wird, weil wenn ich 2500 bekomme, sag ich vielleicht auch NEIN zum Callcenter Job wo ich immer so gestresst bin ... ;-)
17. November 2012 | 17 Antworten
aber leider können Sie es nicht, weil die andere Arbeit nicht so gut entlöhnt wird, wie die aktuelle und somit der Lebensstandard nicht mehr gehalten werden könnte
Wenn Sie das "können" durch das "wollen" ersetzen, gebe ich Ihnen hundert Prozent recht. Diejenigen, die es angeht (bei den Menschen im Tieflohnbereich stellt sich die Frage nicht, weil es da nicht mehr um das Halten des Lebensstandards geht, sondern um die nackte Existenz), sind eben oft nicht bereit, den materiellen Lebensstandard zugunsten eines letztendlich glücklicheres Leben etwas runterzufahren. Sie sind sich nicht ganz sicher, ob jetzt die Tätigkeit auf einer Tierfarm (als Beispiel) auf Dauer mehr Glück hergibt als das Verbleiben in der Bahn, die man eingeschlagen hat.
Viele trauen ihren eigenen Gefühlen nicht richtig über den Weg, und es fehlt ihnen der Mut, etwas ganz anderes auszuprobieren. Da sind die "richtigen" Argumente, warum "es jetzt gerade nicht geht", schnell bei der Hand.
Ich habe vor gut fünf Jahren einen ziemlich gut bezahlten Job aufgegeben, weil vieles nicht mehr gepasst hat: Der Alltagstrott, die völlig überzogenen Anforderungen des damaligen Chefs, die Arbeit ansich, das Arbeitsklima und mehr. Ich wollte endlich nur noch das machen, was mir liegt, bei was ich Freude habe, und deswegen nicht nur leistungsbereit bin, sondern auch gute Ergebnisse liefern kann (was man gern tut, macht man in der Regel gut oder arbeitet mit grosser Motivation darauf hin, gut zu werden).
Mein Entschluss, in die Selbstständigkeit zu gehen, war von vielen Fragen torpediert, deren Aufzählung hier jeden Rahmen sprengen würde. Der Wille, sich frei zu machen und nicht bis zur Pension irgendwie und irgendwo "durchzuhalten", hat sich durchgesetzt. Mir geht es heute besser als je zuvor, sowohl was meine (um diesen Ausdruck zu verwenden) "Achtung vor mir selbst" als auch das Mentale und Berufliche angeht. Nein, es steht kein Maserati vor der Türe, aber auch kein Rosthaufen in mir drin.
Meine Überzeugung ist: Es liegt in den meisten Fällen am Menschen selber, auf was er sich einlässt. Nur selten sind es "die Umstände" die wirklich, wenigstens temporär, keinen andern Weg zulassen.
Ich geh mit Ihnen einig in Ihren Ausführungen, aber ich kann leider das wollen nicht ganz teilen ...
Sie erkennen, dass viele Leute nicht trauen, aber warum tun sie das nicht? Weil die Rückkehr nicht einfach ist - eben ein Risiko - Wer Familie hat oder sonstige Verpflichtungen kann nicht nur an sich selber denken bzw. entscheiden und einschränken - er setzt auch die Existenz anderer aufs Spiel bzw. deren Lebensstandart ( wie gesagt keine Dekadenz )
Mit dem BGE würden zum Beispiel auch viele Leute den Schritt in die Selbstständigkeit (wie Sie) wagen, weil eine gewisse Sicherheit da ist, die zum überleben reicht.
Als kleines Beispiel, die IR Iran hat das BGE ... darum findet man im Iran auch keine Bettler oder total Verarmte, weil jeder Iraner bekommt 40$ / Monat. Damit lässt es sich überleben (was ja ein Grundrecht ist) und für den Rest (Mehrleistung) arbeitet man. Somit wird niemand zu "Drecksjobs" gezwungen indem man mit der Existenz droht (keine Arbeit, keine Existenz), sondern diese müssen entsprechend bezahlt werden! Es bringt den Arbeitnehmer und Arbeitgeber etwas mehr auf gleiche Augenhöhe - und zwar da wo es eben am nötigsten ist - wo man die Leute mit der Existenz und Austauschbarkeit drangsalieren kann.
Ich bin nicht der Meinung, dass es die Aufgabe des Staates oder der Gesellschaft ist, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass sich "jemand traut", beruflich einen anderen Weg einzuschlagen. Es sind in der Regel eigene Entscheidungen, eine Familie zu gründen oder ein Risiko bei der Berufswahl einzugehen.
Das BGE würde den meisten Menschen (mit oder ohne Familie) die Entscheidung auch nicht abnehmen, in die Selbstständigkeit zu gehen oder nicht - ausser man setzte es so hoch an, dass die Familie oder die Einzelperson gut damit durchkommt.
Ich kann das System des Irans nicht beurteilen, weil ich nicht weiss, wie weit man dort mit 40 Dollar kommt. Ich vermute aber, dass unser Sozialsystem weitaus die besseren Voraussetzungen bietet, um Menschen "das Überleben", wie Sie sagen, zu sichern.
Kennen Sie den Inhalt der Bundesverfassung für was unser Staat da ist und was er uns garantiert? Selbstständigkeit kann ja nur im Sinne des Staates sein, weil es die totale Selbstverwirklichung darstellt, die man beruflich verwirklichen kann (sein eigener Chef sein).
Also aus diesem Grund müsste ich vehement widersprechen, dass der Staat nicht dazu da ist, die Bürger zu unterstützen in allen Belängen. Wer dient denn jetzt wem? Wir dem Staat oder Staat uns? Für was brauchen wir denn eigentlich einen Staat bzw. wieso wollen wir einen?
Nein, die Entscheidung liegt immer noch beim entsprechenden Menschen, das ist korrekt, aber das BGE gibt Sicherheit - und ist eine Befreiung. Weil mit einem BGE werden die Bürger auch nicht mehr erpressbar mit existenzieller Angst - das heisst auch hier nähert man sich auf gleiche Augenhöhe an.
Punkto Iran: Ich geb Ihnen unbedingt den Tipp sich mal tief darüber zu informieren - Teheran ist durchaus mit New York, Berlin oder Zürich zu vergleichen - wir haben ein völlig verkehrtes Bild von diesem Land in jeglicher Hinsicht!
Die Bundesverfassung ist dehnbar wie ein Raclettekäse. Da kann man vieles "dazuinterpretieren". Was dort aber bestimmt nicht drinsteht, ist, dass der Staat den Menschen in seinen individuellen beruflichen und privaten Plänen unterstützen muss. Der Staat ist weder Lebensberater noch muss er einem durchs ganze leben coachen.
Ob das BEG eine Befreiung ist, wage ich zu bezweifeln. Wer Geld von einem Fremden erhält, ohne was dafür zu tun, ist nicht frei, sondern abhängig. In diesem Fall einfach nicht mehr von einem Arbeitgeber, sondern vom Staat.
Na ja, der Iran hat eine Arbeitslosenquote von um die 12 Prozent, und ich glaube, der Lebensstandard ist bei den meisten der rund 74 Mio. Einwohnern unter demjenigen der Menschen in der Schweiz. Wir jammern hier auf einem extrem hohen Niveau.
Die Abhängigkeit entsteht nur durch Bedingungen.
"verhalte dich wie ich es will, dann bekommst du es, gehorchst du nicht, bekommst du nichts"
Und genau das ist eben beim BGE nicht vorhanden, weshalb es befreit, und nicht abhängiger macht.
Und was hat denn das BGE mit individueller Beratung oder coaching zu tun?
Ab wann ist es denn eine Unterstützung eine Unterstützung? Schulen werden ja auch gebaut vom Staat und organisiert, damit die Bildung überhaupt funktioniert, damit der Bürger sich entfalten kann? Was ist mit Universitäten? Wieso sollte es jetzt nicht eine Möglichkeit geben, dass auch die Selbstständigkeit gefördert wird? Der Bund profitiert doch davon, wenn viele Selbstständige hat.
Das BGE bringt eine Befreiung - sonst erklären Sie mir mal, warum wir die ganze Weltbevölkerung ernähren können, aber nur 1/2, wenns hoch kommt, sich die Nahrung wirklich leisten kann. Es ist doch irgendwas verkehrt an der Logik? Wieso steigen die Working Poors in der Schweiz? Wieso reicht es für viele nicht mehr oder wird immer knäpper? Wieso sollten wir heute weniger in der Lage sein als noch vor 20 Jahren? Seit 1992 (Goldstandardauflösung, IWF Beitritt) sehe ich eine massive Verschlechterung der allgemeinen Lage der Schweiz - Logisch wir haben immer alle noch genug zu essen - aber heute arbeitet der grösste Teil der Eltern beidseitig, also es muss immer mehr geleistet werden für den gleichen Lebensstandard.
Das hat doch nichts mit jammern zu tun -12% Arbeitslose? Der Europa Durchschnitt liegt bei ~20% im Moment - und man bedenke, der Iran wird momentan noch im Würgegriff gehalten. Warten Sie mal die nächsten 10-15 Wochen ab - Sie werden überrascht werden was so alles noch kommt.
Ich schiele da vor allem auf die Vertragsbeendigung der FED gegenüber dem Amerikanischen Volk der am 21.12.2012 nach 99 Jahren ausläuft (21.12.1913 wurde sie nämlich gegründet bzw. die Vereinbarung getroffen, dass der Dollar von Privaten betrieben und in Umlauf gebracht wird) und seit den 60-er Jahren ist man sich bewusst, dass der Vertrag nicht verlängert werden wird - das heisst der FED Dollar wird dann ziemlich wertlos werden! Und es ist ja nur die Weltleitwährung ;-)
BGE ist die logische Konsequenz aus der Rückkehr vom privaten Geld zum öffentlichen Geld - wo Multimilliarden Gewinne auf Kosten Dritter nicht mehr möglich sein wird wie es heute der Fall ist - und die Inflation durch die wahrscheinliche Volldeckung auch nicht mehr so einfach möglich sein wird wie es bei uns bis 1992 auch nicht möglich war. Inflation ist der leise Betrug am Volksvermögen!
Mag sich vielleicht ein bisschen abstrus anhören, aber die nahe Zukunft wirds zeigen .... Lesen Sie sich nur mal ein bisschen über Lissaboner Vertrag, ESM und Target-2 ein ... dann wissen Sie was Europa schon bald blüht - nämlich die totale Vernichtung mit Finanzwaffen.
Dieser Satz betrifft "das Unterstützen des Bürgers in allen Belangen" im Zusammenhang mit der Berufswahl- und Selbstverwirklichkeitsdiskussion.
Wieso ist die Abhängigkeit beim BGE nicht gegeben? Sollte der Staat das plötzlich nicht mehr wollen, was dann? Wie ist das Gefühl, vom Staat Geld zu erhalten? Etwa so wie beim Gang aufs Sozialamt oder zum RAV? Ist man eigentlich durch das BGE vom Staat auch ruhiggestellt? Man beisst ja gewöhnlich die Hand nicht, die einen füttert.
Was, wenn mal die AHV nicht mehr gezahlt wird, wenn die Strassen nicht mehr geflikt werden, wenn keine Sozialhilfe mehr bezahlt wird, die IV abgeschafft? was dann?
Der Gang aufs Sozialamt wird oft mit dem kompletten Versagen gleichgesetzt. Man ist nicht in der Lage, selbst für sein Leben und das der Familie zu sorgen. Um diese Scham zu vermeiden, hat sich schon mancher lieber das Leben genommen.
Da jeder das Grundeinkommen erhält, wird sich deswegen keiner umbringen, also ist es sicher ein besseres Gefühl.
Ist man eigentlich durch das BGE vom Staat auch ruhiggestellt?
Diese Frage wird oft gestellt, aber ich sehe nicht, inwiefern jemand durch das BGE ruhiggestellt werden könnte.
Es kann nicht plötzlich jemandem nicht mehr gezahlt werden, es könnte vielleicht für verursachten Schaden ein Teil einbehalten werden.
Man ist eher heute ruhiggestellt, man will ja nicht den Arbeitsplatz riskieren.
Wieso sollte es jetzt nicht eine Möglichkeit geben, dass auch die Selbstständigkeit gefördert wird? Der Bund profitiert doch davon, wenn viele Selbstständige hat.
Oh, da gibt es eine Menge darüber zu erzählen. Ein Selbstständiger ist erstmal für sich und den Staat ein Risiko. Am Anfang generiert er meist um einiges weniger Einkommen als zuvor als Angestellter. Dazu kommt, er kann mehr von den Steuern abziehen, weil alle Auslagen, die er irgendwie mit dem Geschäft in Verbindung bringen kann, in Abzug gebracht werden können. Geht er pleite, hat er oftmals zuvor irgendwo bei einem andern Unternehmen Schulden hinterlassen, was diesem Gläubiger an Einnahmen entgeht und somit auch dem Staat. Danach geht’s en direct und ohne Umwege zum Sozialamt, wo logischerweise weder er noch ein Arbeitgeber jemals was einbezahlt hat.
Mit Zuschüssen Menschen in die Selbstständigkeit zu locken, kann und darf nicht die Aufgabe des Staates sein. Man siehts ja in Deutschland. Die meisten Ich-AGs gehen genau dann pleite, wenn ihnen die Unterstützung vom Staat wegfällt. Und: Wieso sollen Selbstständige vom Staat Gratisgeld erhalten, um mit diesem Kapital mit Firmen in Konkurrenzu zu treten? Die Selbstständigkeit hat viele gute Seiten, ist aber auch mit erheblichen persönlichen und finanziellen Risiken behaftet. Viele wollen da gar nicht rein. Ihnen ist es lieber, ihr BVG-Konto äufnet sich, ihre Krankheitstage sind bezahlt und sie haben ihre fünf Wochen Ferien. Das ist die Relität, wenn ich mich so rumhöre. Sicherheit steht bei den meisten absolut im Vordergrund.
Wie Sie argumentieren (Beispiel Schulen), könnte man auch sagen: Das Grundrecht eines Menschn ist, sich zu bewegen. Also: Jeder hat das Anrecht auf ein gratis Auto oder ein GA, damit der Staat dieses Grundrecht für jedermann sicherstellen kann. Das Bildungswesen ist vom Staat organisiert, weil ihr klarer Auftrag ist, die Rahmenbedingungen zu einer für alle «gleichen» Grundausbildung zu schaffen und zu garantieren. Sie können das nicht vergleichen mit Selbstständigen-Unterstützung.
Seit 1992 (Goldstandardauflösung, IWF Beitritt) sehe ich eine massive Verschlechterung der allgemeinen Lage der Schweiz
Von wegen «allgemeine Lage». Dazu gibt es jede Menge Zahlen, die komplett das Gegenteil aussagen. Nach meinem Erinnerungsvermögen war die Rezession anfangs der 90er-Jahre begünstigt durch die Globalisierung, die bei den Firmen zu Zusammenschlüssen, Übernahmen und Restrukturierungen führte. Die Arbeitnehmer waren verunsichert über ihre berufliche Zukunft, was der Konsumfreudigkeit abträglich war. Man setzte sich erstmal auf sein Portemonnaie und wartete ab, «bis der Anfall vorbei war». Es gab noch zahlreiche andere Faktoren, wie beispielsweise die Frankenschwäche.
Der Europa Durchschnitt liegt bei ~20% im Moment
Bitte bedienen Sie sich hier der konkreten Zahlen:
... dann wissen Sie was Europa schon bald blüht - nämlich die totale Vernichtung mit Finanzwaffen.
Vorher geht aber noch ein paar mal die Welt unter, dieses Jahr übrigens am 21. Dezember. Und ich Idiot hab die Weihnachtsgeschenke schon gekauft. ;-)
Herr Ingold, wäre es nicht einfacher, denjenigen vergleichsweise Wenigen die Scham vor dem Sozialamt zu nehmen als ein ganzes Land mit der Idee von Geld für nichts zu infiltrieren? ;-))
Nein, jetzt im Ernst. Ich habe meine starken Vorbehalte gegen dieses neuartige Allerheilsmittel. Vor etwa einem halben Jahr fand hier die Diskussion schon statt, und ich habe mir damals die Mühe gemacht, mich da mal möglichst vorurteilsfrei ein paar Berichte und Videos zu Gemüte zu führen. Ich bin allgemein nicht der Mensch, der sofort begeistert aufspringt und schreit: Jaaa! Wir haben DIE Lösung aller Probleme dieser Welt gefunden! Nein, ich erachte das System als nicht zu Ende gedacht. Im Gegensatz dazu schreien aber die Befürworter ein System in den Boden, das in seiner Gesamtheit der Menschheit immer noch viele guten Dinge ermöglicht. Ich habe Mühe mit diesem leicht sektiererischen Touch, der im Zusammenhang mit dem BGE an den Tag gelegt wird (nicht von Ihnen, das soll deutlich gesagt sein), denn meine Welt hat bis anhin noch keiner gerettet ausser ich selbst.
Staat und Zuständigkeit:
Wer sagt denn von locken? Der Mensch ist befreit, er kann es sich erlauben ein Risiko einzugehen ohne Angst seine Existenz zu verlieren. Wenn er Schulden anhäuft die er nicht bezahlen kann und pleite geht wer bezahlt dann seinen Ausfall heute? Nicht wir über die Kreditausfallversicherungen und Konsorten? Was passiert wenn das viele solcher Leute sind, wer bezahlt dann den Schlamassel wenn die Banken pleite gehen? Nicht wir? Wer dann sonst? Also spielt es in diesem Sinne keine Rolle und Ihr Argument man müsse nachher mehr bezahlen oder Härtefälle aufsammeln zieht bei mir nicht.
In vielen Staaten ist das so, dass die öffentlichen Verkehrsmittel alle gratis sind. Nur wer individual Verkehr will muss mehr bezahlen - wo sollte also das Problem liegen? Ein Grundrecht ist es auch, nicht verarscht und ausgenommen zu werden - was passiert denn seit Jahrhunderten mit dem Zins? Warum wahr der mal verboten und ist auch heute noch verboten in den meisten Religionen? Keine Fragen dazu?
Das ist richtig - aber ist das auch so? Ist es nicht eher so, dass die Eliteschulen von Menschen besiedelt sind, deren Eltern nicht gerade zu den Schluckern gehören? Wie finanziert man sich eigentlich ein Studium als armes Kind einer Arbeiterfamilie? Ausgangslage ist nicht gleich, bei weitem nicht - nicht nur die freie Bildung gehört dazu, sondern eben, dass der Mensch auch entsprechend frei ist sich dafür zu entscheiden - weil bei mir hiess es zum Beispiel arbeiten und essen oder studieren und hungern - weil meine Eltern leider nicht für mich aufkommen konnten. So ging es vielen aus meinem Umfeld, von denen nur wenige den Sprung in eine gut bezahlte Arbeit geschafft haben so dass sie auch eine Familie gründen können ohne dabei jeden Rappen zweimal umzudrehen.
Sie glauben der EU noch? Haben sie schon mal mit Spanier, Griechen oder Italienern geredet - Da sieht die ganze Sache gar nicht rosig aus. Jugendarbeitslosigkeit bei 50% und so weiter. Zudem allgemein zu Statistiken - ich glaub nur jene die ich selber gefälscht habe.
Nö, sie wird nicht untergehen, das ist Blödsinn - aber wer die Augen nicht verschliesst, der sieht die Diktatur anrollen ... Nur mal so kleine Beispiele, derer ich alle bis ins letzte Detail belegen kann, wenn Sie genügend Zeit mitbringen, anhand von Gesetzen, Aussagen und so weiter ...
Einführung der Todesstrafe bei sozialen Unruhen, Tumulten oder zu gut deutsch bei zivilem Ungehorsam gegen alles was der Staat von einem will.
Verfassungswidrig, da es die Haushaltshoheit eines jeden Landes ausser Kraft setzt. Selber kann es alle verklagen, kann selber weder belangt werden noch können Geschäftsabläufe etc. kontrolliert werden (gesetzliche Unverletzbarkeit) - diese sind niemandem Rechenschaft schuldig und bedürfen keiner Kontrolle. Keine Fragen dazu? Die dürfen fordern was sie wollen und man hat zu erfüllen?
Deutschland ist kein souveräner Staat, sondern eine Firma unter Fremdherrschaft. Sämtliche Länder, Ämter etc. sind in den Staaten und GB als Firmen aufgeführt. Erklären Sie mir doch mal - was ist ein Personalausweis? Wieso haben die Deutschen nur Personalausweise?
Vatikan und City of London
Das sind alles a) Enklaven und b) keiner Gesetzgebung unterworfen. Da fliessen Milliarden von Geldern und keiner kann denen den Riegel schieben, weil diese offiziell anerkannt sind, aber ausserhalb der Menschheit agieren (Enklaven) - Auch die BIZ in Basel ist nicht Schweizer Staatsgebiet so ähnlich wie Campione im Tessin (da wo das Casino) steht.
Die läuten in Europa gerade die Diktatur ein um angeblich die Finanzkrise in den Griff zu bekommen, dabei ist die Finanzkrise nur das Mittel zur Schaffung dieser Gesetze und Institutionen.
Ich sag nicht, dass das BGE die allheilige Kuh ist, die alle Probleme löst - das BGE ist eine Sache die kommen wir, wenn wir aufhören unser nicht existentes Geld von Privaten produzieren zu lassen und es gegen Zins zu leihen. Wenn Sie das nicht sehen können, dann tut es mir leid.
Hier noch ein Zitat, warum ich sage, Europa wird vernichtet (nicht physisch wie sie das meinen, sondern volkswirtschaftlich)
„Es gibt zwei Wege, eine Nation zu erobern und zu versklaven. Einerseits durch das Schwert.
Andererseits durch Schulden.”
US Präsident John Adams
Zudem allgemein zu Statistiken - ich glaub nur jene die ich selber gefälscht habe.
Immer wieder ein Hit. Man wische Dinge komplett vom Tisch (mit Betonung auf komplett), die einem nicht ins Konzept passen, nehme aber alle Informationen von Zeitungen, Videos und anderen Quellen, die das eigene Bild bekräftigen, dankbar und aus einer ganz bestimmten Sicht auf.
Haben sie schon mal mit Spanier, Griechen oder Italienern geredet
Mein Freundeskreis ist voll von Italienern, und wie überall gibt es dort zahlreiche Gründe, warum Arbeitslosigkeit entsteht, auch bei den Jungen. Das beginnt beim Schulsystem und geht über die Einstellung bis zu den Gewerkschaften. Und auch mit einem guten Schweizer Kollegen, der seit 15 Jahren in Spanien lebt und arbeitet, habe ich schon darüber gesprochen. Und die Griechin, die früher meine Chefin war und regelmässig in ihr Heimatland zu Verwandten und Bekannten reist, lacht ...
In vielen Staaten ist das so, dass die öffentlichen Verkehrsmittel alle gratis sind.
Ich nehme an, die sind ausnahmslos so ausgebaut wie unsere und fahren im Viertelstundentakt. Gratis scheint bei Ihnen ein gern benutztes Wort zu sein. Kann ich gratis bei Ihnen wohnen, gratis bei Ihnen essen, auch ein bisschen von Ihrem Geld brauchen, wenn ich mal knapp bin? Wer bezahlts, wenns gratis ist? Nichts ist gratis, schlicht und einfach nichts, nicht einmal die bedingungslose Liebe. Aber das erkläre ich Ihnen gerne bei anderer Gelegenheit; Stichwort: Motivation und Egoismus (ich meine hier nicht per se den nachteiligen).
Ist es nicht eher so, dass die Eliteschulen von Menschen besiedelt sind, deren Eltern nicht gerade zu den Schluckern gehören?
Neiden Sie es etwa den Mitmenschen, die für ihr Kind pro Jahr 35000 aufwärts für eine Schulbildung aufwenden können? Meine konntens übrigend auch nicht, und dennoch bin ich nicht in der Gosse gelandet. Als mein Vater - nur so als Vergleich - in die Schweiz kam, hatte er nichts in der Tasche, und trotzdem hat er wieder begonnen zu studieren. Sie haben nämlich die dritte Variante vergessen aufzuführen: Man kann studieren und nebenbei arbeiten. Ist nicht persönlich gemeint, dafür kenne ich ja Ihre Verhältnisse nicht.
Das meiste andere, was Sie gerade geschrieben haben, geht für mich unter Verschwörungstheorien. Nicht dass ich alles darin anzweifle, aber dass die Welt voll von Missständen und Ungerechtigkeiten ist, weiss ich schon seit ich ein Teenager war. Sie liefern bloss einige spektakuläre weitere Beispiele.
Die Quintessenz daraus scheint für Sie zu sein, dass Sie die Wurzel allen Übels im Kapital sehen, andererseits aber gerade dieses umverteilen möchten, und dies mittels einem Instrument namens BGE.
Klar, FIAT Geld (Geld aus dem Nichts) ist eine Verschwörungstheorie - Machen Sie sich nicht lächerlich, ist in allen Bankdokumenten schwarz auf weiss drin. Sie sollten sich tiefer informieren als nur zu vertrauen - ich tat es ... sie sollten Ihre Mitmenschen nicht denunzieren, wenn Sie sich nicht wirklich 100%-ig sicher sind, denn ich bin es und kann es sogar noch mit Bankdokumenten belegen, dass das so ist!
Kapital als Übel
Wenn es aus dem Nichts geschaffen wird und uns verliehen wird, damit wir überhaupt eins haben können, dann ja ... hätten wir ne gedeckte Währung ohne Zins dann nein ...
Wie gesagt, sie versuchen immer noch ruhig in der Wohlfühlzone zu bleiben, weil Sie das ganze ebenso wie ich als Sauerei ansehen aber nicht glauben wollen oder können - Es wird aber nicht verschwinden dass ist das schöne daran und die Verwerfungen dieses Systems werden immer schöner sichtbar! Sonst erklären Sie mir mal woher es kommt, dass die Umverteilung immer von fleissig nach reich ist (die Armen haben ja eh nichts zum geben)?
Ich hab Ihnen die Dokumente genannt, da steht das alles öffentlich drin - nur liest es ja keiner und die die es lesen sind entweder Profiteure des System und die anderen eben die blöden Verschwörungstheoretiker ...die eh keine Ahnung haben und über all nur grüne Männchen sehen.
Auch Einstein sagte mal: "Etwas ohne eigene Überprüfung von vornherein abzulehnen, ist die Spitze der menschlichen Arroganz"
Ich hab Ihnen die Quellen genannt, die Verträge können Sie selber lesen, oder befassen Sie sich doch mal mit Professor Schachtschneider - vielleicht glauben Sie ja einem Professor mehr als mir?
Aber bitte, ich bin der Verschwörungstheoretiker....
Ich habe mich wahrscheinlich etwas unglücklich ausgedrückt. Ich zweifle Ihre Aussagen im Abschnitt Weltuntergang nicht per se an, aber es schien mir, als würden verschiedene "Enthüllungen" auswählen, die zwar alle mit Macht und Enthüllung zu tun haben, aber relativ beliebig zusammengestellt sind (so nach dem Textbaustein-Prinzip). Aus diesen einzelnen Dingen basteln Sie eine Theorie, die zwangsläufig darauf rausläuft, als gäbe es hier riesige "Mächte und Herrschaften" die alle nur eines wollen: uns zu ihren willen- und rechtlosen Geschöpfen zu machen. Und dieser Gedanke grenzt für mich an eine Verschwörungstheorie. Das war alles.
Ich glaube nicht an so etwas. Ich glaube aber wohl an gewisse Gruppierungen, die allerdings voneinander unabhängig und in völlig eigener Interessenlage handeln.
Ich denke da auch an übernationale Verträge, die Länder auch manövrierunfähig machen können. Übrigens ein Grund, warum ich seit jeher gegen die Globalisierung und gegen einen EU-Beitritt war.
Ja ich denke wir verstehen uns schon, ich bin halt ein fach ein bisschen radikaler (kommt vom Wort radix => Wurzel) und beschäftige mich wirklich sehr sehr tief mit der Materie und es wird immer schweinischer, so schweinisch dass der Wahnsinn unsichtbar wird, weil er so gross ist.
Stellen sie sich nur folgende Frage : Wenn Geld die Welt regiert, wer regiert dann das Geld? Gehen Sie dieser Frage bei Gelegenheit nach - Sie werden erstaunt sein was sie dabei herausfinden!
Wo liegen denn die Guthaben der weltweiten Schulden? Irgendjemand muss doch ein ziemlich dickes, fettes Bankkonto haben wenn immer alles gerettet werden kann obwohl die Staatskassen leer sind in allen Staaten und die europäischen Staaten alle verschuldet sind.
Es kann doch nicht Schulden geben wenn es kein Guthaben gibt, oder etwa doch? ;-))
Ich will nicht zanken, nicht dass wir uns falsch verstehen, aber ich muss immer schmunzeln wenn alle sagen: "Ja, Geld regiert die Welt" was sie auch nicht abstreiten werden, davon bin ich überzeugt - aber dann auf die Frage: "Und wer regiert das Geld" nur stillsames Schweigen oder der Irrglaube Staat hervorkommt ;-))
"Und wer regiert das Geld"
Also nach dem von Ihnen eingestellten Youtube-Beitrag im Doppelverdiener-Thread würde ich sagen: ICH ..., wenn ich ein Krake wär ;-)
Das System hinkt natürlich gewaltig, und Hütchen spielen scheint daneben fast als seriös. Das BGE hat damit nichts zu tun, es wäre einfach wie ein Pflaster auf eine Wunde, die etwas anderes bräuchte.
Das BGE ist kein Pflaster, sondern ein Teil der Lösung. Ein Teil der Lösung kann alleine aber nicht funktionieren. Wenn wir nur das BGE einführen, und alles andere so lassen wie es ist, wird es ziemlich sicher nicht aufgehen.

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