Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201997,%201988
Timestamp: 2020-04-03 08:57:14+00:00

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Erst recht muss sie nicht die Parteivernehmung des Gegners beantragen (Fortführung von BGH, Urteil vom 26. März 1997 - IV ZR 91/96, NJW 1997, 1988).
bb) Da die Regelungen der §§ 445 ff ZPO subsidiär gegenüber anderen Beweismitteln sind und grundsätzlich voraussetzen, dass eine Partei sich in Beweisnot befindet, ihr also keine Beweismittel zur Verfügung stehen oder diese nicht ausreichen (vgl. BGH, Urteil vom 26. März 1997 - IV ZR 91/96, NJW 1997, 1988), hängt die Zulässigkeit einer Parteivernehmung von Amts wegen gemäß § 448 ZPO weiterhin davon ab, dass zuvor alle angebotenen Beweismittel, also auch die nach § 445 ZPO oder § 447 ZPO beantragte und nur mit Einverständnis des jeweiligen Gegners mögliche Parteivernehmung, ausgeschöpft worden sind und keinen vollständigen Beweis erbracht haben (…vgl. Zöller/Greger, aaO § 445 Rn. 3 und § 448 Rn. 3;… Musielak/Voit/Huber, ZPO, 16. Aufl., § 448 Rn. 2;… MüKo/Schreiber, ZPO, 5. Aufl., § 448 Rn. 2).
Ist ihr ein solcher möglich, befindet sie sich nicht in Beweisnot, sondern ist beweisfällig (vgl. BGH, Urteil vom 26. März 1997, aaO;… MüKo/Schreiber, aaO).
OLG Braunschweig, 16.01.2020 - 11 U 131/19

References: § 448
 § 445
 § 447
 § 445
 § 448
 § 448
 § 448