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Timestamp: 2016-10-24 18:34:35+00:00

Document:
4C.120/1999 (25.04.2000)
Es wirken mit: Bundesrichterinnen und Bundesrichter Walter, Pr�sident, Leu, Klett, Rottenberg Liatowitsch, Nyffeler und Gerichtsschreiber Herren.
Hans Rudolf W i e s e n d a n g e r, Rigistrasse 14, 8173 Neerach, Beklagter und Berufungskl�ger, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Alois N�f, Eisenbahnstrasse 41, Postfach 228, 9401 Rorschach,
D�rig & D�rig AG, Bramenstrasse 11, 8184 Bachenb�lach, Kl�gerin und Berufungsbeklagte, vertreten durch Rechtsanwalt Roland Egli-Heine, Bahnhofstrasse 4, Postfach 344, 8180 B�lach,
A.- Die D�rig & D�rig AG (nachfolgend Kl�gerin) liefert und installiert Sicherheitsanlagen. Anl�sslich des Besuches eines ihrer Mitarbeiter bei Hans Rudolf Wiesendanger (nachfolgend Beklagter) am 8. Juli 1992 unterzeichnete dieser die "Preisliste f�r Projektierung und Bestellung Luna 3002" zu einem Totalbetrag von Fr. 17'460.-- einschliesslich Installation. Mit Schreiben vom 9. Juli 1992 best�tigte die Kl�gerin "den Auftrag �ber eine Alarmanlage". Bei einem weiteren Besuch ihres Mitarbeiters am 6. Oktober 1992 vereinbarten die Parteien �nderungen der urspr�nglichen Bestellung, welche die Kl�gerin am 7. Oktober 1992 schriftlich best�tigte. Alsdann forderte sie den Beklagten mit Schreiben vom 10. Dezember 1992 auf, einen Montagetermin zu nennen. Am 6. Mai 1993 unterbreitete sie ihm eine Offerte �ber eine Funkalarmzentrale Luna 3002 f�r Fr. 7'935.-- einschliesslich Installation. Mit Schreiben vom 11. Juni 1993 verlangte sie erneut die Nennung eines Montagetermins vor dem 11. August 1993. Der Beklagte reagierte auf diese Aufforderung zun�chst nicht, teilte aber mit Schreiben vom 19. November 1993 schliesslich mit, er wolle die bestellte Anlage nicht und habe in der Zwischenzeit eine andere installiert.
Auf Gesuch der Kl�gerin bewilligte die Einzelrichterin im summarischen Verfahren des Bezirkes Dielsdorf am 31. Mai 1995 die Hinterlegung der Funkalarmzentrale Luna 3002 bei der Z�rcher Freilager AG in Embrach. Die Kosten jenes Verfahrens wurden - vorbeh�ltlich eines abweichenden Entscheids im ordentlichen Verfahren - der Kl�gerin auferlegt.
B.- Am 17. November 1995 belangte die Kl�gerin den Beklagten beim Bezirksgericht Dielsdorf auf Bezahlung von Fr. 20'190.-- nebst Zins zu 5% seit 10. Dezember 1992 sowie der Kosten des Hinterlegungsverfahrens in der H�he von insgesamt Fr. 1'849.--. Das Bezirksgericht hiess die Klage mit Urteil vom 5. Dezember 1996 teilweise gut und verpflichtete den Beklagten zur Bezahlung von Fr. 17'460.-- nebst Zins zu 5% seit 10. Dezember 1992 sowie von Fr. 1'849.--. Im �brigen Umfang wurde die Klage abgewiesen. Der Beklagte wurde ferner berechtigt, gegen Bezahlung der Hinterlegungskosten die hinterlegte Alarmanlage auszul�sen. Auf Berufung des Beklagten hiess das Obergericht des Kantons Z�rich die Klage mit Urteil vom 4. Februar 1999 noch im Umfang von Fr. 11'873.-- nebst Zins zu 5% seit 10. Dezember 1992 gut.
C.- Der Beklagte gelangt mit eidgen�ssischer Berufung ans Bundesgericht und beantragt, das Urteil des Obergerichts insoweit aufzuheben, als er zu einer Zahlung an die Kl�gerin verpflichtet wurde, und die Klage vollumf�nglich abzuweisen.
D.- Das Kassationsgericht des Kantons Z�rich hat die Nichtigkeitsbeschwerde des Kl�gers mit Beschluss vom 29. Januar 2000 abgewiesen, soweit es auf sie eintreten konnte.
1.- Wie das Bezirksgericht ist auch die Vorinstanz im angefochtenen Urteil zum Schluss gekommen, der Beklagte habe mit der Unterzeichnung der "Preisliste f�r Projektierung und Bestellung Luna 3002" am 8. Juli 1992 einen Vertrag �ber Lieferung und Montage einer Alarmanlage geschlossen. Dass er dabei m�ndlich Bedingungen f�r das Zustandekommen gestellt habe, sei ebensowenig bewiesen wie eine sp�tere Aufhebung des Vertrages. Erst das Schreiben des Beklagten vom 19. November 1993 stelle eine Erkl�rung betreffend Vertragsr�cktritt dar. Im Unterschied zur ersten Instanz ging das Obergericht in rechtlicher Hinsicht von einem Werkvertrag aus und verpflichtete den Beklagten gest�tzt auf Art. 377 OR zur Verg�tung der bereits geleisteten Arbeit sowie zur vollen Schadloshaltung der Kl�gerin.
2.- Der Beklagte r�gt zun�chst eine Verletzung von Art. 40c OR. Er macht geltend, die Bestimmungen �ber das Widerrufsrecht bei Haust�rgesch�ften seien entgegen der Auffassung der Vorinstanz anwendbar, denn die Initiative f�r die Aufnahme der Vertragsverhandlungen sei nicht von ihm, sondern von der Kl�gerin ausgegangen. Sie habe ihm zun�chst Werbebriefe f�r Alarmanlagen zugesandt, denen sie jeweils eine Antwortkarte beigelegt habe. Mit der R�cksendung einer solchen Antwortkarte habe er lediglich um Informationen �ber die technischen Belange ersucht, sich dann aber anl�sslich des Besuchs eines Mitarbeiters der Kl�gerin zu einer Unterschrift verleiten lassen. Die Aufforderung zu einem Vertreterbesuch falle aber noch nicht unter die Ausnahmeregelung von Art. 40c lit. a OR. Da ihn die Kl�gerin nicht gem�ss Art. 40d OR �ber das Widerrufsrecht unterrichtet habe, habe die Widerrufsfrist nach Art. 40e OR gar nie zu laufen begonnen.
a) Die Bestimmungen �ber das Widerrufsrecht bei Haust�rgesch�ften und �hnlichen Vertr�gen (Art. 40a ff. OR) wurden per 1. Januar 1994 teilweise revidiert. Da sich der zu beurteilende Sachverhalt noch vor deren Inkrafttreten zugetragen hat, sind auf die vorliegende Streitsache indessen die urspr�nglichen Normen in der Fassung vom 1. Juli 1991 anzuwenden (Art. 1 Abs. 1 SchlT ZGB).
b) aa) Die Vorinstanz hat im angefochtenen Urteil ausgef�hrt, nach Vertragsinhalt und zufolge der Unterzeichnung am Wohnort des Beklagten sei ein Haust�rgesch�ft im Sinne von Art. 40a ff. aOR nicht von vornherein auszuschliessen. Indem der Beklagte jedoch mit einer ihm von der Kl�gerin zugestellten Antwortkarte am 27. Juni 1992 ausdr�cklich mitgeteilt habe, er interessiere sich f�r ein Funkalarmsystem, insbesondere zur Absicherung seines Privathauses, und bitte um den Besuch eines Spezialisten, habe er zum Ausdruck gebracht, nicht bloss Information, sondern fachkundige Beratung zu erwarten. Unter den gegebenen Umst�nden habe dies ein konkretes, auf seine Verh�ltnisse zugeschnittenes Angebot bedeutet. Damit entfalle sein Widerrufsrecht gem�ss Art. 40c lit. a aOR, da er den Vertreterbesuch frei und von der Kl�gerin unbeeinflusst gew�nscht habe.
bb) Das Widerrufsrecht bei Haust�rgesch�ften und �hnlichen Vertr�gen gem�ss Art. 40a ff. OR bezweckt den Schutz des Konsumenten vor nachteiligen Vertragsschl�ssen infolge �berrumpelung oder anderer unredlicher Mittel. Ein Kunde, der von einem Anbieter bei sich zu Hause aufgesucht wird, ist auf Vertragsverhandlungen gew�hnlich nicht vorbereitet. Dieses �berraschungsmoment kann eine freie Willensbildung beeintr�chtigen und dem Kunden verunm�glichen, einen Vertrag in Kenntnis aller Umst�nde und nach reiflicher �berlegung zu schliessen (BBl 1986 II 386 f.). Fehlt es aber an diesem �berraschungsmoment, entf�llt ein Schutzbed�rfnis des Kunden. Art. 40c OR nimmt daher unter anderem Vertragsanbahnungssituationen vom Widerrufsrecht aus, in denen eine Gefahr der �berrumpelung nicht gegeben ist, weil die Aufnahme von Vertragsverhandlungen auf die Initiative des Kunden zur�ckgeht (BBl 1986 II 392; Gonzenbach, Basler Kommentar, 2. Aufl., Basel 1996, N 1 zu Art. 40c OR; Honsell, OR-Novelle zum Konsumentenschutz, AJP 1992 S. 67; Huguenin Jacobs, Direktvertrieb und Widerrufsrecht, AJP 1994 S. 694). W�hrend nach der bis zum 1. Januar 1994 in Kraft stehenden Fassung von Art. 40c lit. a aOR das Widerrufsrecht bereits ausgeschlossen wurde, wenn der Kunde die Vertragsverhandlungen selber angeregt hatte, verlangt die geltende Fassung dieser Bestimmung nun, dass der Kunde die Vertragsverhandlungen ausdr�cklich gew�nscht hat. Die aktuelle, f�r den Kunden g�nstigere Regelung wurde im Zuge der Anpassung der Art. 40a ff. OR an die europ�ischen Richtlinien betreffend den Verbraucherschutz ins Gesetz aufgenommen (BBl 1992 V 388 f.). Massgeblich f�r die Beurteilung der vorliegenden Streitsache ist indessen - wie ausgef�hrt (E. 2a hiervor) - die �ltere Fassung. Zu pr�fen ist im Folgenden, ob der Beklagte die Vertragsverhandlungen im Sinne von Art. 40c lit. a aOR angeregt hat.
cc) Voraussetzung daf�r ist ein den Vertragsverhandlungen zeitlich vorgelagertes Aktivwerden des Kunden, das zudem inhaltlich gen�gend konkret den Wunsch nach pers�nlicher Beratung zum Ausdruck bringen muss (so Gonzenbach, a.a.O, N 2 zu Art. 40c OR, ebenso schon die Vorauflage zur urspr�nglichen Fassung von Art. 40c lit. a aOR). Im vorliegenden Fall hat die Kl�gerin nach den Feststellungen der Vorinstanz dem Beklagten ein Werbeschreiben f�r Alarmanlagen zukommen lassen, dem eine Gesch�ftsantwortkarte beigelegt war. Diese Karte hat folgenden Wortlaut:
[ ] Ich interessiere mich f�r Ihr FUNKALARM SYSTEM
und bitte um den Besuch Ihres Spezialisten f�r
Besonders interessiere ich mich f�r die Absi-
[ ] Privathaus [ ] Praxis [ ] B�ro
Gesch�ft: _________ von _______ bis ______ Uhr
Der Beklagte sandte im Juni 1992 eine solche Karte an die Kl�gerin zur�ck, auf der er mittels Ankreuzen der entsprechenden K�stchen sein Interesse f�r das Funkalarmsystem bekundete und um den Besuch eines Spezialisten bat. Ebenfalls durch Ankreuzen pr�zisierte er, dass er sich besonders f�r die Absicherung eines Privathauses interessiere. Er gab Namen, Adresse sowie seine gesch�ftliche und private Telefonnummer an und teilte mit, zu welchen Zeiten er erreichbar sei. Damit hat der Beklagte den Anbieter ausdr�cklich um eine pers�nliche Beratung betreffend die Absicherung seines Privathauses ersucht und die telefonische Vereinbarung eines Besuchstermins gew�nscht. Dass es dabei zu Vertragsverhandlungen kommen k�nnte, musste ihm deshalb klar sein, zumal er auch die M�glichkeit gehabt h�tte, mit der Antwortkarte zun�chst bloss Informationen anzufordern. In der R�cksendung der entsprechend ausgef�llten Antwortkarte ist demnach grunds�tzlich eine Anregung von Vertragsverhandlungen im Sinne von Art. 40c lit. a aOR zu erblicken. Ob derselbe Schluss auch unter dem Gesichtswinkel des revidierten Art. 40c lit. a OR zu ziehen w�re, der den ausdr�cklichen Wunsch des Kunden nach Vertragsverhandlungen fordert, braucht im vorliegenden Fall nicht gepr�ft zu werden.
dd) Fraglich ist aber, ob - wie der Beklagte einwendet - anders zu entscheiden ist, weil die erste Kontaktnahme zwischen den Parteien auf ein Werbeschreiben der Kl�gerin zur�ckgeht. In der Literatur wird teilweise die Auffassung vertreten, kundeninitiiert seien Vertragsverhandlungen nur dann, wenn vom Kunden der erste Anstoss �berhaupt ausgegangen sei (Gonzenbach, a.a.O., N 2 zu Art. 40c OR). Erforderlich sei ein "zeitlich und �berhaupt erstes Tun, das der Kunde aus eigenem Antrieb und unbeeinflusst vom Anbieter" vornehme (Roger Dornier, Das Widerrufsrecht bei Haust�rgesch�ften und �hnlichen Vertr�gen, Diss. Freiburg 1994, S. 76). Auch die Botschaft zum urspr�nglichen Gesetzesentwurf hielt fest, eine Aufforderung zum Vertreterbesuch werde noch nicht als Initiative des Kunden zu Vertragsverhandlungen betrachtet (BBl 1986 II S. 390). Demgegen�ber hat nach Honsell (a.a.O., S. 67) die Initiative ergriffen, wer auf der Antwortkarte eines Werbeprospektes ankreuzt, dass er einen Vertreterbesuch w�nsche.
Die Frage kann nur im Lichte der ratio legis und aufgrund der konkreten Umst�nde des Einzelfalles beantwortet werden. Zielt das Widerrufsrecht bei Haust�rgesch�ften auf den Schutz des Konsumenten vor �berrumpelung und damit auf die Sicherung seiner Entscheidungsfreiheit, ist ausschlaggebend, ob sich der Kunde unbeeinflusst und frei von zeitlichem oder psychischem Druck f�r die Aufnahme von Vertragsverhandlungen entscheiden konnte. Das ist z.B. nicht der Fall, wo sich der Anbieter eine Aufforderung des Kunden zu Vertragsverhandlungen gleichsam erschleicht, indem er etwa auf einem Bestellcoupon f�r Prospektmaterial einen unauff�lligen Vermerk anbringt, der Besteller sei mit einem Vertreterbesuch einverstanden (sog. "provozierte Bestellung"; Gonzenbach, a.a.O., N 2 zu Art. 40c OR; Dornier, a.a.O., S. 76 f.; BBl 1986 II 392). Ebensowenig kann von einer Initiative des Kunden die Rede sein, wenn er vom Anbieter unaufgefordert angerufen wird und im Laufe des Telefongespr�chs einem Vertreterbesuch zustimmt (Honsell, a.a.O., S. 67). Im vorliegenden Fall hingegen konnte sich der Beklagte aus freien St�cken entscheiden, ob er den Besuch eines Vertreters der Kl�gerin w�nsche oder bloss Informationen anfordern m�chte: Die betreffende Gesch�ftsantwortkarte r�umte dem Kunden beide M�glichkeiten ein und enthielt auch keinerlei kleingedruckten Text, mit dem er nicht rechnen musste. Der Beklagte konnte ferner seinen Entscheid unbeeinflusst von der Kl�gerin treffen, da deren Mitarbeiter dabei weder pers�nlich noch telefonisch zugegen waren. Er unterlag auch keinem zeitlichen Druck, denn es stand in seinem Belieben, ob und wann er die Karte an die Kl�gerin zur�cksenden will. Seine Antwort f�hrte �berdies zun�chst bloss zu einer telefonischen Kontaktnahme durch die Kl�gerin zur Vereinbarung eines Besuchstermins. Der Beklagte, der dieses Telefonat selbst angefordert hatte und deshalb darauf vorbereitet war, hatte somit eine weitere M�glichkeit, auf seine Anfrage zur�ckzukommen. Wohl hat die vorangegangene Zusendung eines Werbeschreibens unter Beilage einer Gesch�ftsantwortkarte den Beklagten �berhaupt erst in die Lage versetzt, den Besuch eines Mitarbeiters der Kl�gerin auf diese Weise anzufordern. Eine �berrumpelung, die ihn m�glicherweise in seiner Entscheidungsfreiheit h�tte beeintr�chtigen k�nnen, kann darin aber nicht erblickt werden. Die Auffassung des Obergerichts, der Beklagte habe die Vertragsverhandlungen selbst angeregt, weshalb er gem�ss Art. 40c lit. a aOR kein Widerrufsrecht geltend machen k�nne, verletzt demnach kein Bundesrecht.
3.- Weiter macht der Beklagte geltend, zum jederzeitigen R�cktritt vom Vertrag berechtigt gewesen zu sein, da sich die Anlage laut dem vom Obergericht eingeholten Sachverst�ndigengutachten als v�llig untauglich erwiesen und zudem zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses keine Zulassung des Bundesamtes f�r Kommunikation vorgelegen habe.
Dem angefochtenen Urteil lassen sich keinerlei Feststellungen zur Tauglichkeit oder zur rechtlichen Zul�ssigkeit der in Frage stehenden Alarmanlage entnehmen. Der Beklagte r�umt selbst ein, entsprechende Behauptungen erstmals in zweiter Instanz in seiner Stellungnahme vom 22. September 1998 zum Gutachten vorgebracht zu haben. Er beruft sich aber auf � 267 in Verbindung mit � 115 Ziff. 2 und 3 ZPO/ZH, wonach neue Vorbringen in der Berufungsinstanz ausnahmsweise zul�ssig sind, sofern deren Richtigkeit sich aus den Prozessakten ergibt, sie durch neu eingereichte Urkunden sofort bewiesen werden k�nnen oder eine Partei die betreffende Tatsache trotz angemessener T�tigkeit nicht rechtzeitig anrufen konnte. Ob aber die Vorinstanz gehalten war, gest�tzt auf diese Bestimmungen auf die Behauptungen des Beklagten einzutreten, ist eine Frage des kantonalen Prozessrechts, dessen Anwendung im Rahmen des Berufungsverfahrens nicht �berpr�ft werden kann (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG). Auf die R�ge ist deshalb nicht einzutreten.
4.- Der Beklagte r�gt sodann eine Verletzung von Art. 1 und 115 OR. Er macht geltend, ein allenfalls bestehender Vertrag sei von den Parteien zumindest stillschweigend wieder aufgehoben worden, denn die Kl�gerin habe ihm am 6. Mai 1993 eine neue Offerte und bereits am 7. Oktober 1992 ein "neues Sicherheitskonzept" zugestellt.
Gem�ss Art. 115 OR kann eine Forderung durch �bereinkunft ganz oder teilweise formlos aufgehoben werden. Erforderlich sind jedoch �bereinstimmende Willenserkl�rungen beider Parteien. Nach den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz hat der Beklagte die neue Offerte vom 6. Mai 1993 indessen nicht angenommen, vielmehr ist ihm �berhaupt der Beweis misslungen, dass der Vertrag vor dem 19. November 1993 durch R�cktritt oder Parteivereinbarung aufgehoben worden sei. Der Beklagte legt in der Berufungsschrift nicht dar, inwiefern das Obergericht dabei Bundesrecht verletzt haben soll. Namentlich geht aus seinen Ausf�hrungen nicht hervor, worin eine ausdr�ckliche oder konkludente Zustimmung seinerseits zu einer einvernehmlichen Vertragsaufhebung zu erblicken w�re. Soweit der Beklagte geltend macht, ein rechtsg�ltiger Vertrag habe �berhaupt nie bestanden, ist auf seine Vorbringen ebenfalls nicht einzutreten, da er sich mit den entsprechenden Erw�gungen der Vorinstanz nicht auseinandersetzt (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG; BGE 121 III 397 E. 2a S. 400; 116 II 745 E. 3 S. 748 f.).
5.- Schliesslich wirft der Beklagte der Vorinstanz vor, den Verg�tungsanspruch der Kl�gerin gem�ss Art. 377 OR nicht bundesrechtskonform bemessen zu haben, indem sie statt der Additions- die Abzugsmethode angewandt habe.
a) Gem�ss Art. 377 OR kann der Besteller, solange das Werk unvollendet ist, vom Vertrag zur�cktreten, ist jedoch zur vollen Schadloshaltung des Unternehmers unter Verg�tung der bisher geleisteten Arbeit verpflichtet. Zu ersetzen ist das positive Vertragsinteresse und damit auch der entgangene Gewinn. Der Unternehmer soll so gestellt werden, wie wenn der Vertrag erf�llt worden w�re (BGE 117 II 273 E. 4b S. 277). Die vom Besteller zu bezahlende Entsch�digung kann grunds�tzlich auf zwei Arten berechnet werden: Nach der "Additionsmethode" ist die bereits geleistete Arbeit zu verg�ten und das Erf�llungsinteresse zu ersetzen. Demgegen�ber geht nach der "Abzugsmethode" der Verg�tungs- im Schadenersatzanspruch auf. In diesem Fall hat der Besteller die volle, f�r das ganze Werk geschuldete Verg�tung zu entrichten, wobei Ersparnisse und ein anderweitig erlangter oder absichtlich unterlassener Erwerb in Abzug zu bringen sind. Ob Art. 377 OR die Anspruchsberechnung nach der Abzugsmethode ausschliesst, hat das Bundesgericht bisher offen gelassen und braucht auch im vorliegenden Fall nicht entschieden zu werden: In beiden F�llen muss der Besteller s�mtliche Vertragsleistungen verg�ten, die der Unternehmer bis zum Zeitpunkt der Vertragsaufl�sung erbracht hat. Soweit die beiden Methoden aber auf denselben Sachverhaltsfeststellungen beruhen, f�hren sie zu praktisch identischen Resultaten (vgl. BGE 96 II 192 E. 5 S. 196 f.).
b) Der Beklagte wirft dem Obergericht in diesem Zusammenhang vor, den Wert der eingesparten Arbeiten unbesehen von der Kl�gerin �bernommen zu haben, statt auf die Expertise abzustellen. Damit �bt er indessen Kritik an der Beweisw�rdigung der Vorinstanz, worauf im Berufungsverfahren nicht einzutreten ist. Unzul�ssig ist auch die R�ge, die Kl�gerin habe ihren Arbeitsaufwand erstmals in den Zeugenbefragungen und damit versp�tet geltend gemacht, wendet sich der Beklagte damit doch gegen die Anwendung kantonalen Prozessrechts durch das Obergericht. Entgegen der Auffassung des Beklagten hat die Vorinstanz auch nicht Art. 8 ZGB verletzt, indem sie f�r die Bemessung der von der Kl�gerin geleisteten Arbeit nicht auf das Beweisergebnis, sondern auf die angeblich nicht substanziiert bestrittenen Angaben der Kl�gerin abgestellt habe: Es trifft zwar zu, dass im angefochtenen Urteil zun�chst ausgef�hrt wird, die Kl�gerin habe ihren Arbeitsaufwand mit insgesamt 9,5 Stunden � Fr. 220.-- und 3 Stunden � Fr. 118.-- angegeben und der Beklagte habe diese Zahlen nicht substanziiert bestritten. Wie bereits das Kassationsgericht festgehalten hat, stellte das Obergericht letztlich jedoch nicht auf die entsprechenden Zeugenaussagen ab, sondern nahm unabh�ngig davon an, im Bruttogewinn der Kl�gerin (Erl�s abz�glich Material- und Personalaufwand) sei die bereits geleistete Arbeit schon enthalten. Ob der Arbeitsaufwand der Kl�gerin aber hinreichend nachgewiesen wurde, ist eine Frage der Beweisw�rdigung, ebenso, ob sich die Kl�gerin als Folge des R�cktritts weiteren Aufwand erspart hat, wie der Beklagte einwendet. Darauf ist im Berufungsverfahren nicht einzutreten (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG).
Ebenfalls gegen die vorinstanzliche Beweisw�rdigung richtet sich die R�ge des Beklagten, die Kl�gerin habe widerspr�chliche Angaben zum Einstandspreis der Alarmanlage angegeben und den entgangenen Bruttogewinn nicht nachgewiesen. Was schliesslich den Vorwurf anbelangt, die Vorinstanz habe nicht ber�cksichtigt, dass die Kl�gerin ihre Arbeitskr�fte anderweitig habe einsetzen k�nnen, �bersieht der Beklagte, dass ihn daf�r die Behauptungs- und Beweislast trifft (Zindel/Pulver, Basler Kommentar, 2. Aufl., Basel 1996, N 22 zu Art. 377 OR). Er zeigt aber nicht auf, entsprechende Behauptungen bereits im kantonalen Verfahren prozesskonform vorgebracht zu haben.
6.- Nach dem Gesagten ist die Berufung abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Bei diesem Verfahrensausgang wird der Beklagte kosten- und entsch�digungspflichtig (Art. 156 Abs. 1 und Art. 159 Abs. 2 OG).
1.- Die Berufung wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist, und das Urteil des Obergerichts (II. Zivilkammer) des Kantons Z�rich vom 4. Februar 1999 wird best�tigt.

References: Art. 377
 Art. 40
 Art. 40
 Art. 40
 Art. 40
 Art. 40
 Art. 40
 Art. 40
 Art. 40
 Art. 40
 Art. 40
 Art. 40
 Art. 40
 Art. 40
 Art. 40
 Art. 40
 Art. 40
 Art. 40
 Art. 40
 Art. 40
 Art. 1
 Art. 115
 BGE 
 Art. 377
 Art. 377
 Art. 377
 BGE 
 Art. 8
 Art. 377
 Art. 159