Source: https://buchhaltung-lernen.com/Kontenrahmen-SKR80-Zahn%C3%A4rzte.html
Timestamp: 2018-09-21 11:50:39+00:00

Document:
Buchhaltung lernen: Kontenrahmen SKR80 Zahnärzte
10 Grundstücksanteil Praxis
200 Praxis- und Laboreinrichtungen
400 Praxisausstattung (Geräte)
410 Praxis- und Laborinventar (Geräte)
480 Geringwertige Wirtschaftsgüter Praxis und Labor
485 Geringwertige Wirtschaftsgüter Praxis und Labor größer 150 bis 1000 Euro (Sammelposten)
500 Beteiligungen
550 Geschäftsguthaben
580 EDV-Software
590 Praxiswert
940 Rückstellungen für Kosten des Jahresabschlusses
945 Sonstige Rückstellungen
980 Passive Rechnungsabgrenzung
1110 Postbank A
1120 Postbank B
1210 Bankkonto A
1220 Bankkonto B
1380 Überleitungskonto Kostenstellen
1401-05 reserviert
1406 reserviert
1601-03 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
1756 Lohn- und Gehaltsverrechnung § 11 Abs. 2 Satz 2 EStG für § 4 Abs. 3 EStG
1876 Umsatzsteuer aus im Inland steuerpflichtigen EG-Lieferungen
1880 Umsatzsteuer-Vorauszahlungen
1881 Umsatzsteuer-Vorauszahlungen 1/11
1890 Sonstige Verrechnungskonten (Interimskonten)
1900 Privatkonto
1921 Lebenversicherungen
1923 Zahnärzteversorgung
2100 Sammelkonto Zinsaufwand
2115 Zinsen für ausgezahlte Darlehen
2117 Zinsen für langfristige Darlehen
2120 Skontoaufwand
2400 Verluste aus Wertminderungen des UV und Einstellung der Pauschalwertberichtigung zu Forderungen
2450 Forderungsverluste (übliche Höhe)
2530 Zuschreibungen zu Gegenständen des Anlagevermögens
2535 Erträge aus Zuschreibungen des Umlaufvermögens
2540 Steuererstattungen Vorjahr
2890 Verrechneter kalkulatorischer Unternehmerlohn
3200 Einkauf Labormaterialien
3505 Innergemeinschaftlicher Erwerb 19% Vorsteuer und 19% Umsatzsteuer
3511-12 reserviert
3900 Fremdlaboratorien
3960 Bestandsveränderungen Labormaterialien
3970 Teilfertige Leistungen
4010 Medikamente
4020 Materialien
4030 Fremdlaboratorien
4100 Personalaufwendungen
4120 Aushilfslöhne (pauschalversteuert)
4125 Direktversicherung
4130 Kalkulatorischer Unternehmerlohn, Lohnkosten (Familienangehörige)
4135 Lohn- und Kirchensteuer
4140 Kosten für Zahnarztvertreter
4150 Gesetzliche soziale Aufwendungen
4160 Freiwillige soziale Aufwendungen
4180 Ehegattengehalt
4190 Essenszuschüsse
4195-98 Sonstige Personalkosten
4199 Pauschale Steuer
4212 Miete/ Aufwendungen für doppelte Haushaltsführung
4240 Strom, Gas, Wasser
4250 Reinigung
4260 Reparaturen, Instandhaltung Praxisräume
4300 Praxissteuern
4302 Nicht abziehbare Vorsteuer 19%
4311 reserviert
4400 Beiträge, Versicherungen
4406 Versicherung für Gebäude
4410 Verbandsbeiträge/Kammerbeiträge
4420 Inventarversicherungen
4430 Berufshaftpflichtversicherung
4440 Verwaltungskosten (KZV, RVO)
4450 Berufsgenossenschaft (Zahnarzt)
4460 Sonstige Versicherungen/ Beiträge
4500 Fahrzeugkosten
4530 Kfz-Betriebskosten
4560 Abschreibungen auf Kfz
4600 Reisekosten
4635 Geschenke nicht abzugsfähig
4640 Geschenke ausschließlich betrieblich genutzt
4651 Nicht abzugsfähige Bewirtungskosten
4655 Aufmerksamkeiten
4680 Fortbildungs-, Kongresskosten
4690 Nicht abzugsfähige Betriebsausgaben
4691 Sonstige eingeschränkt abziehbare Betriebsausgaben (abziehbarer Anteil)
4692 Sonstige eingeschränkt abziehbare Betriebsausgaben (nicht abziehbarer Anteil)
4695 Nicht abzugsfähige Betriebsausgaben aus Werbe- und Repräsentationskosten (nicht abziehbarer Anteil)
4800 Gerätekosten
4810 Instandhaltung technische Apparate und Instrumente
4820 Instandhaltung sonstige Praxiseinrichtung
4830 Gerätemiete
4835 Mietleasing (bewegliche Wirtschaftsgüter)
4840 Kleine Anschaffungen
4858 Kaufleasing
4859 Abschreibungen auf Finanzanlagen
4861 Abschreibungen auf Gebäude
4862 Absetzung für außergewöhnliche technische und wirtschaftliche Abnutzung der Gebäude
4863 Absetzung für außergewöhnliche technische und wirtschaftliche Abnutzung sonstige Wirtschaftsgüter
4864 Sonderabschreibungen nach § 7g Abs. 5 EStG (ohne Kfz)
4865 Sofortabschreibung geringwertiger Wirtschaftsgütern
4866 Abschreibungen auf aktivierte, geringwertige Wirtschaftsgüter
4867 Abschreibungen auf Gebäudeteil des häuslichen Arbeitszimmers
4868 Abschreibungen auf Sammelposten Wirtschaftsgüter
4869 Abschreibungen auf immaterielle Wirtschaftsgüter
4870 Kürzung der Anschaffungs- oder Herstellungskosten gem. § 7g Abs. 2 EStG n. F. (ohne Kfz)
4880 Finanzierungskosten
4900 Allgemeine Kosten
4910 Porti
4930 Bürobedarf, Drucksachen
4940 Fachliteratur
4960 Wartezimmerlektüre
4980 Berufskleidung, -Wäsche
4985 Reinigung von Berufskleidung, -Wäsche
6469 Grundstücksaufwand
7000 Teilfertige Leistungen
7050 Unfertige Prothetik
7110 Fertige Prothetik
8000 Zahnarzthonorar KZV umsatzsteuerfrei
8010 Allg. kons./chir. Behandlung
8020 Prothetik (ohne Materialund Labor-Kosten)
8030 Kieferorthopädie
8040 Kieferbruch
8050 Parodontose
8055 Kiefergelenkserkrankungen
8060 Zahntechnische Leistungen durch Praxisinhaber oder Fremdlabor
8100 Privatliquidation
8110 Versichertenanteile
8120 Privatpatienten
8200 Erlöse aus Zahlungseingängen
8210 Erlöse aus Zahlungseingang KZV (aufzuteilen auf Gruppen 80 und 85)
8220 Erlöse aus Zahlungseingang Versichertenanteile (aufzuteilen auf Gruppen 81 und 85)
8500 Sammelkonto Erlöse umsatzsteuerpflichtig
8510 Sonstige Erlöse 19 % USt
8516-20 reserviert
8541-42 Material- und Labor-Umsätze 7 %
8543-44 reserviert
8545-46 Steuerpflichtige Prothetikumsätze 7 %
8547 reserviert
8589 Gegenkonto 8580 - 8582 bei Aufteilung der Erlöse nach Steuersätzen (EÜR)
8606-10 reserviert
8690 Bestandsveränderungen an unfertiger Prothetik
8692 Bestandsveränderungen an fertiger Prothetik
8695 Bestandsveränderungen an teilfertigen Leistungen
8700 Sonstige Erlöse
8745 Verrechnete sonstige Sachbezüge
8800 Erlösminderungen
9540-49 Anteil für Konto 9930-39 Vollhafter
9650-89 Sonstige Vergütung Vollhafter
Zahnaufhellung kann umsatzsteuerfrei sein Zahnaufhellungen sind umsatzsteuerfreie Heilbehandlungen, wenn der Zahnarzt sie vornimmt, um behandlungsbedingte Zahnverdunklungen zu beseitigen. Hintergrund Eine Zahnärzte-GbR führte im Anschluss an bestimmte medizinisch indizierte Behandlungen (z. B. Wurzelkanalbehandlungen) bei einigen Patienten eine Zahnaufhellung (sog. Bleaching) an den zuv...
Zahnaufhellung kann umsatzsteuerfrei sein Zahnaufhellungen sind umsatzsteuerfreie Heilbehandlungen, wenn der Zahnarzt sie vornimmt, um behandlungsbedingte Zahnverdunklungen zu beseitigen. Hintergrund Eine Zahnärzte-GbR führte im Anschluss an bestimmte medizinisch indizierte Behandlungen (z. B. Wurzelkanalbehandlungen) bei einigen Patienten eine Zahnaufhellung (sog. Bleaching) an den zuvor behandelten Zähnen durch. Dafür stellte die GbR jeweils ein Entgelt von 226 EUR bis 286 EUR ohne Umsatzsteuer in Rechnung. Das Finanzamt ging jedoch davon aus, dass die Leistung umsatzsteuerpflichtig ist. Entscheidung Wie das Finanzgericht ist auch der Bundesfinanzhof auf der Seite der Zahnärzte. Die Begründung der Richter: Umsätze aus der Tätigkeit als Zahnarzt sind steuerfrei. Die Steuerfreiheit setzt eine Heilbehandlung voraus. Heilbehandlungen müssen einen therapeutischen Zweck haben. Hierzu gehören auch Leistungen zum Zweck der Vorbeugung und zum Schutz einschließlich der Aufrechterhaltung oder Wiederherstellung der Gesundheit. Ästhetische Behandlungen sind Heilbehandlungen, wenn diese Leistungen dazu dienen, Krankheiten oder Gesundheitsstörungen zu diagnostizieren, zu behandeln oder zu heilen oder die Gesundheit zu schützen, aufrechtzuerhalten oder wiederherzustellen. Die Steuerfreiheit erfasst aber auch Leistungen, die erst als Folge solcher Behandlungen erforderlich werden. Das gilt auch dann, wenn sie ästhetischer Natur sind (Folgebehandlung), die medizinische Maßnahme also dazu dient, die negativen Folgen der Vorbehandlung zu beseitigen. Deshalb waren die von der GbR durchgeführten Zahnaufhellungen umsatzsteuerfreie Leistungen. Denn die zuvor durchgeführten Zahnbehandlungen waren medizinisch indiziert. Diese Zahnbehandlungen (Wurzelfüllungen) hatten jeweils eine Verdunkelung des behandelten Zahns zur Folge. Die als Folge dieser Behandlungen notwendig gewordenen Zahnaufhellungsbehandlungen sind daher ebenfalls steuerfrei. Denn die Aufhellungen dienten dazu, die infolge der Vorschädigung eingetretene Verdunkelung der Zähne zu behandeln.
Mit Urteil vom 19. März 2015 V R 60/14 hat der V. Senat des Bundesfinanzhofs (BFH) entschieden, dass Zahnaufhellungen (sog. Bleaching), die ein Zahnarzt zur Beseitigung behandlungsbedingter Zahnverdunklungen vornimmt, umsatzsteuerfreie Heilbehandlungen sind. Nach § 4 Nr. 14 des Umsatzsteuergesetzes sind Heilbehandlungen des Zahnarztes steuerfrei. Dazu gehören auch ästhetische Behandlungen, we...
Nach § 4 Nr. 14 des Umsatzsteuergesetzes sind Heilbehandlungen des Zahnarztes steuerfrei. Dazu gehören auch ästhetische Behandlungen, wenn diese Leistungen dazu dienen, Krankheiten oder Gesundheitsstörungen zu diagnostizieren, zu behandeln oder zu heilen. Steuerbefreit ist auch eine medizinische Maßnahme ästhetischer Natur zur Beseitigung negativer Folgen einer Vorbehandlung. Im Streitfall hatte die Klägerin - eine Zahnarztgesellschaft - im Anschluss an bestimmte medizinisch notwendige zahnärztliche Behandlungen (z. B. Wurzelbehandlungen) bei einigen Patienten Zahnaufhellungen an zuvor behandelten Zähnen durchgeführt. Das Finanzamt betrachtete diese Leistungen als umsatzsteuerpflichtig und setzte entsprechend Umsatzsteuer fest. Anders der BFH: Zahnaufhellungsbehandlungen sind umsatzsteuerfreie Heilbehandlungen, wenn sie in einem sachlichen Zusammenhang mit der vorherigen steuerfreien Zahnbehandlung stehen. So verhielt es sich im Streitfall: Es sollten Zahn-Verdunklungen aus Vorschädigungen behandelt und damit negative Auswirkungen der Vorbehandlung beseitigt werden.
Quelle: BFH, Pressemitteilung Nr. 31/15 vom 06.05.2015 zum Urteil V R 60/14 vom 19.03.2015
Mit Urteil vom 9. Oktober 2014 hat der 4. Senat des Schleswig-Holsteinischen Finanzgerichts (Az. 4 K 179/10) entschieden, dass die von einem Zahnarzt durchgeführte Zahnaufhellung - sog. Bleaching - umsatzsteuerfrei ist, soweit sie dazu dient, einen aufgrund einer Vorerkrankung und -behandlung nachgedunkelten Zahn aufzuhellen. Die Klägerin ist eine zahnärztliche Gemeinschaftspraxis in der Gesel...
Mit Urteil vom 9. Oktober 2014 hat der 4. Senat des Schleswig-Holsteinischen Finanzgerichts (Az. 4 K 179/10) entschieden, dass die von einem Zahnarzt durchgeführte Zahnaufhellung - sog. Bleaching - umsatzsteuerfrei ist, soweit sie dazu dient, einen aufgrund einer Vorerkrankung und -behandlung nachgedunkelten Zahn aufzuhellen.
Die Klägerin ist eine zahnärztliche Gemeinschaftspraxis in der Gesellschaftsform einer GbR. Bei einigen Patienten der Klägerin wurde eine Zahnaufhellung - ein Bleaching - einzelner Zähne durchgeführt und in Rechnung gestellt. Der Grund dafür lag in allen Fällen darin, dass der jeweilige Zahn in Folge einer Vorerkrankung und -behandlung nachgedunkelt war. Der Senat entschied, dass das Bleaching nach § 4 Nr. 14 UStG steuerlich begünstigt ist, wenn es auf die Beseitigung der (optischen) Folge einer Krankheit oder Gesundheitsstörung und einer aufgrund dieser Krankheit oder Gesundheitsstörung medizinisch indizierten Heilungsmaßnahme gerichtet ist, wenn sie also ein Teil einer Gesamtbehandlung der Gesundheitsstörung darstellt, deren Ziel, soweit möglich, die Wiederherstellung des status quo ante des behandelten Körperteils ist. Der Senat hat die Revision zugelassen, das Revisionsverfahren ist beim BFH unter dem Az. V R 60/14 anhängig.
Quelle: FG Schleswig-Holstein, Mitteilung vom 30.01.2015 zum Urteil 4 K 179/10 vom 09.10.2014 (nrkr - BFH-Az.: V R 60/14)
Vorauszahlung von Zahnbehandlungskosten als Gestaltungsmissbrauch Die Vorauszahlung der gesamten Kosten einer sich über mehrere Jahre erstreckenden Zahnbehandlung zum Zwecke des Abzugs der Gesamtkosten im Zahlungsjahr als außergewöhnliche Belastung kann gestaltungsmissbräuchlich sein. Hintergrund Streitig war, ob im Streitjahr 2009 vorausbezahlte Kosten einer Zahnbehandlung in Höhe von 45....
Hintergrund Streitig war, ob im Streitjahr 2009 vorausbezahlte Kosten einer Zahnbehandlung in Höhe von 45.000 EUR in diesem Jahr als außergewöhnliche Belastung abzugsfähig sind. Die Behandlung erstreckte sich über 2 Jahre. Die Zahlung erfolgt nicht aufgrund einer Festkostenvereinbarung, sondern als Vorauszahlung auf die anfallenden Gesamtkosten, bevor der größte Teil der Behandlung sowie die erforderlichen prothetischen Maßnahmen durchgeführt wurden. Der Steuerpflichtige erhielt im Streitjahr von seinem früheren Arbeitgeber eine Abfindung in Höhe von 250.000 EUR für die Beendigung seines Arbeitsverhältnisses zum 31.12.2008.
Entscheidung Das Finanzgericht wies die Klage des Steuerpflichtigen ab. Zwangsläufig entstandene Krankheitskosten sind grundsätzlich im Veranlagungszeitraum der Verausgabung, vermindert um zu erwartende Ermäßigungen, zu berücksichtigen. Ein zum Abzug im Jahr der Verausgabung in voller Höhe berechtigender Zahlungsabfluss liegt jedoch dann nicht vor, wenn zum Steuerabzug berechtigende Kosten ohne wirtschaftlich vernünftigen Grund vorausgezahlt werden, weil die Vorauszahlung in diesem Fall einen Missbrauch von rechtlichen Gestaltungsmöglichkeiten darstellt.

References: § 11
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