Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/1/81210000001.htm
Timestamp: 2018-11-19 10:12:02+00:00

Document:
1.21.001 Stiftsberg – Wartberg
Sammelverordnung für die Landschaftsschutzgebiete Nr. 1.21.001 bis 1.21.010.
Verordnung des Bürgermeisteramts Heilbronn als Untere Naturschutzbehörde zum Schutz von Landschaftsteilen im Gebiet der Stadt Heilbronn vom 6. Mai 1983
Bekannt gemacht im Amtsblatt Nr. 19 vom 13. Mai 1983*
* Geändert durch Verordnung vom 08.10.93 (Amtsbl. Nr.44 v.05.11.93), in Kraft seit 06.11.93
Aufgrund von § 22 und § 58 Absatz 3 und 4 des Gesetzes zum Schutz der Natur, zur Pflege der Landschaft und über die Erholungsvorsorge in der freien Landschaft (Naturschutzgesetz- NatSchG) vom 21. Oktober 1975 (GBl. S. 654) wird mit Zustimmung des Regierungspräsidiums als Höhere Naturschutzbehörde verordnet:
Folgende in § 2 näher bezeichneten Landschaftsteile im Gebiet der Stadt Heilbronn
werden zum Landschaftsschutzgebiet erklärt:
1. Stiftsberg - Wartberg
2. Galgenberg - Schweinsberg - Staufenberg
3. Deinenbachtal
4. Schozachtal - Weidach - Wertwiesen
5. Neckaraue südlich Heilbronn
6. Horkheimer Insel
7. Neckartalhang südlich Klingenberg
8. Neckartalhang zwischen Böckingen und Klingenberg
9. Neckartalhang nördlich Neckargartach
10. Böllinger Bach.
(1) Das Landschaftsschutzgebiet hat eine Größe von rd. 1950 ha.
(2) Die geschützten Landschaftsteile werden im Wesentlichen wie folgt begrenzt:
1. Stiftsberg – Wartberg
Von der Neckarsulmer Straße (Bundesstraße 27) entlang der Gemarkungsgrenzezur Stadt Neckarsulm nach Osten, entlang der Gemarkungsgrenze zur GemeineErlenbach-Binswangen (unter Ausschluss des Verkehrsübungsplatzes),entlang der Gemarkungsgrenze zur Stadt Weinsberg bis Gewann Ried, zur ÖhringerStraße (Bundesstraße 39), entlang der Haller Straße bis zur Einmündungder Orthstraße, von dort aus nach Norden zur Kübelstraße, südlich der Kübelstraßenach Osten, durch das Gewann Breitenloch bis zum Israelitischen Friedhof,von dort aus entlang den Weinbergen östlich der Raffeltersteige und nördlichder Gundelsheimer Straße sowie östlich der Tscherning- und Mettelbachstraßezur Binswanger Straße, weiter zur Neckarsulmer Straße (Bundesstraße 27) undöstlich der Neckarsulmer Straße zurück zum Ausgangspunkt an der Gemarkungsgrenze nach Neckarsulm.
2. Galgenberg - Schweinsberg – Staufenberg
Von der Haller Straße östlich des Heuholzer Weges zum Weinsberger Sattel,entlang der alten Weinsberger Straße zur Gemarkungsgrenze zur Stadt Weinsberg,entlang der Gemarkungsgrenze nach Süden bis zum Exerzierplatz Waldheide,entlang der Westseite des Exerzierplatzes, entlang der Donnbronnerstraße (Kreisstraße 9550) zur Gemarkungsgrenze zur Gemeinde Untergruppenbach– Donnbronn, entlang der Gemarkungsgrenze zur Gemeinde Flein bis zurverlängerten Charlottenstraße (Landesstraße 1100), südlich um das Anwesender Schwabenhof-Kaserne zur Stuttgarter Straße (Landesstraße 1101), südlichund östlich um die John-F.-Kennedy-Siedlung, einschließlich der Gewanne Stahlbühlwiesen und Cäcilienbrunnen, südlich der Winzerstraße und der Straße Im Stahlbühlnach Osten zur Schweinsbergstraße, östlich der Köhlstraße, entlang der Südseite der Nürnberger Straße zu den Gewannen Burgmal und Hörnlis, zum Trappensee, Pfühlpark, nördlich der Karl-Wulle-Straße und östlich der Hegelmaierstraße, zur Katzensteige und Robert-Mayer-Straße, südlich der Armsündersteige, Gewann Krug und zum Ausgangspunkt Haller Straße östlich des Heuholzer Wegs zurück. Ausgenommen sind das bebaute Gebiet beiderseits der Jägerhausstraße (östlich des Trappensees) sowie die Schießbahnen im Schweinsbergwald und der Bereich um die Reithalle am Staufenberger Weg.
Tal des Deinenbachs ab Gemarkungsgrenze zur Gemeinde Flein bis zur Hofwiesenstraße einschließlich des Gewanns Deinenäcker bis zum neuen Friedhof in Heilbronn-Sontheim.
4. Schozachtal - Weidach – Wertwiesen
Von der Knorrstraße nach Süden, entlang dem Neckar bis zur Gemarkung Horkheim, Schozachtal bis zur Gemarkungsgrenze nach Talheim, Gewann Meisenhalde, entlang der Alemannen-, Horkheimer- und Kolpingstraße und westlich der Bietigheimer Straße zurück zum Ausgangspunkt Knorrstraße.
Ostseite des Neckars von Flusskilometer 119 nach Norden bis zur Sontheimer Brücke, entlang dem Hochwasserdamm bis zum Bahnübergang bei der Klingenberger- und Zabergäustraße, entlang dem Bahnkörper der Bahnlinie Heilbronn- Stuttgart und zurück zum Ausgangspunkt Flusskilometer 119.
Die Horkheimer Insel ist begrenzt im Osten durch den Schifffahrtskanal, im Westen durch den Neckar.
Das Schutzgebiet umfasst den Neckartalhang von der Kirchgasse nach Südwesten bis zur Gemarkungsgrenze zur Gemeinde Nordheim und schließt den Bereich um das Klingenberger Schloss mit ein.
Das Schutzgebiet umfasst den Neckartalhang vom Bereich der Felsenstraße und nördlich der Theodor-Heuss-Straße und Ludwigsburger Straße bis zum Gewann Kappelfeldle.
Das Schutzgebiet umfasst den Neckartalhang westlich der Neckarau nach Süden oberhalb der Böllinger Straße bis zur Rolandstraße.
10. Böllinger Bach
Das Schutzgebiet wird begrenzt im Norden durch die Gemarkungsgrenze nach Obereisesheim, im Westen durch die Gemarkungsgrenze nach Biberach, im Osten durch den Bereich der Autobahnausfahrt Obereisesheim und im Süden durch den Vicinalweg Nr. 11 oberhalb der Böllinger Mühle, der geradlinig nach Westen zur Gemarkungsgrenze Biberach verlängert wird.
(3) Die Grenzen des Landschaftsschutzgebietes sind in einer Übersichtskarte im Maßstab 1 : 20 000 und in 47 Flurkarten im Maßstab 1 : 2 500 schwarz eingezeichnet. Die Verordnung mit Karten wird beim Bürgermeisteramt Heilbronn als Untere Naturschutzbehörde * verwahrt und ist dort zu jedermanns Einsicht während der Dienststunden niedergelegt.
* Die Aufgaben der Unteren Naturschutzbehörde werden vom Amt für Straßenverkehr und Umwelt wahrgenommen.
1. Die Erhaltung der Naherholungsgebiete in ihrem besonderen Erholungsinhalt
und Erholungswert sowie in ihrem landschaftlichen Reiz für die Allgemeinheit;
2. die Erhaltung erd- und flussgeschichtlich bedeutungsvoller Objekte und Landschaftsräume in ihrer natürlichen Ausbildung;
3. die Erhaltung typischer Landschaftsglieder wie Fluss- und Bachläufe, herausragende Höhen und sonstiger Landschaftsteile in ihrer Vielfalt, Eigenart und Schönheit;
4. die Erhaltung von Grünflächen wegen ihrer unmittelbaren Nähe zur Wohnbebauung und ihrer kleinklimatischen Bedeutung für die Stadtbevölkerung.
1. Errichtung von baulichen Anlagen im Sinne der Landesbauordnung in der jeweils geltenden Fassung;
4. Abbau, Entnahme oder Einbringen von Steinen, Kies, Sand, Lehm oder anderenBodenbestandteilen oder die Veränderung der Bodengestalt auf andere Weise;
10. Aufstellen von Wohnwagen oder Verkaufsständen außerhalb der zugelassenen Plätze;
16. Beseitigung oder Veränderung wesentlicher Bestandteile der Landschaft wie Gebüsche, Feld- und Ufergehölze, Schilf- und Rohrbestände, Felsen und ähnliche Naturerscheinungen, soweit diese zur Zierde und Belebung des Landschaftsbildes beitragen oder im Interesse der Tierwelt Erhaltung verdienen;
17. Umbruch von Wiesen in Ackerland in den Talauen der Gewässer zweiter Ordnung.
3. für die ordnungsmäßige Unterhaltung der Straßen, Wege, Plätze und Gewässer, ausgenommen Maßnahmen nach § 5 Absatz 2 Nr. 16;
2. Abbau, Entnahme oder Einbringen von Steinen, Kies, Sand, Lehm oder anderen Bodenbestandteilen oder Veränderung der Bodengestalt auf andere Weise;
4. Anlage oder Veränderung von Stätten für Sport und Spiel einschließlich Motorsportanlagen;
Ordnungswidrig im Sinne des § 64 Absatz 1 Nr. 2 des Naturschutzgesetzes handelt, wer im Landschaftsschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig
1. entgegen § 22 Absatz 3 des Naturschutzgesetzes in Verbindung mit § 4 dieser Verordnung Handlungen vornimmt, die den Charakter des Gebiets verändern oder dem Schutzzweck zuwiderlaufen,
entgegen § 5 dieser Verordnung ohne vorherige schriftliche Erlaubnis Handlungen vornimmt, die den Charakter des Gebiets verändern oder dem Schutzzweck zuwiderlaufen können.
(2) Gleichzeitig treten die Verordnung des Bürgermeisteramts Heilbronn über Landschaftsschutzgebiete im Stadtkreis Heilbronn vom 30. März 1960 und die Verordnung des Bürgermeisteramts Heilbronn als Untere Naturschutzbehörde zum Schutz von Landschaftsteilen im Gebiet der Stadt Heilbronn vom 26. Oktober 1981 außer Kraft.

References: § 22
 § 58
 § 2
 § 5
 § 64
 § 22
 § 4
 § 5