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Timestamp: 2018-05-23 20:25:33+00:00

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In dieser Rubrik sind Projekte der Jugendberufshilfe, einschließlich der Projekte, die in Verbindung mit anderen Rechtskreisen durchgeführt werden, im Hinblick auf die Erfahrungen in der Praxis dokumentiert.
Projekt "Gemeinsam schaffen wir das!" - Betriebsintegrierte Berufsvorbereitung im Rahmen der Jugendberufshilfe
Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) (Stadt- und Grünflächenreinigung)
Firma Sasse Traffic Logistik GmbH (Bahnhofsreinigung/Glas- und Gebäudereinigung)
Firma. Gegenbauer (Gebäudereinigung)
Loschmidt-Oberschule (Berufsschule mit sonderpädagogischen Aufgaben)
Projektleitung, sozialpädagogische Begleitung, Lernortkoordination
Gesellschaft für berufsbildende Maßnahmen GFBM
Jugendliche mit Lernbeeinträchtigungen im Theoretischen, ohne Schulabschluss oder mit dem einfachen Hauptschulabschluss, die zu Beginn der Maßnahme das 17. Lebensjahr vollendet und Jugendhilfebedarf haben.
Klärung des Jugendhilfebedarfs beim zuständigen Bezirksjugendamt, Feststellung der Eignung für dieses Berufsfeld durch Absolvierung eines zweiwöchigen Praktikums (ca. April und im Mai) in den Kooperationsbetrieben, und ggf. anschließende Beantragung der Kostenübernahme beim bezirklichen Jugendamt
Kostenträger:n Jugendämter aller Berliner Bezirke
Praktische Qualifizierung:
In den 3 Kooperationsbetrieben an 3 Tagen pro Woche für sechs Stunden täglich.
Fachtheoretische Unterweisung:
An zwei Tagen pro Woche in einer eigenen Klasse der Loschmidt-Oberschule (Berufsschule mit sonderpädagogischen Aufgaben)
Überleitung in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis, im Einzelfall in ein betriebliches Ausbildungsverhältnis
12 Monate, jeweils beginnend am 1. Schultag nach den Sommerferien
Bewerbungszeitraum: ab Februar jeden Jahres
Gesellschaft für berufsbildende Maßnahmen GFMB e. V.
GFBM e. V., Manuela-Carmen Grünack
Tel.: 030 617764 570
gruenack@gfbm.de
Projekt "Einsteigen" - Betriebsintegrierte Berufsvorbereitung im Rahmen der Jugendberufshilfe
Deutsche Bahn Bereich Nachwuchssicherung
August-Sander-Berufsschule
Klärung des Jugendhilfebedarfs beim zuständigen Bezirksjugendamt, Feststellung der Eignung für dieses Berufsfeld durch Absolvierung eines zweiwöchigen Praktikums (Mai bis Juni) in den Kooperationsbetrieben, und ggf. anschließende Beantragung der Kostenübernahme beim bezirklichen Jugendamt
Kostenträger: Jugendämter aller Berliner Bezirke
Praktische Qualifizierung: Bei der Deutschen Bahn an 3 Tagen pro Woche
An zwei Tagen pro Woche in einer eigenen Klasse der August-Sander-Berufsschule (Berufsschule mit sonderpädagogischen Aufgaben)
Überleitung in ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis bei der Deutschen Bahn, Möglichkeiten der bahninternen Weiterqualifizierung in den technischen und Service-Bereichen
Zeitlicher Rahmen: 12 Monate, jeweils beginnend am 1. Schultag nach den Sommerferien
Tel.: 29736647 oder 0160 97496517
helene.wagner@zukunftplus.org
Das gesamte Sozialgesetzbuch und weitere wichtige Sozialgesetze als Online-Version: www.sozialgesetzbuch.de
Handlungsanweisungen zur Projektförderung über §16f SGB II
Neuregelungen des Gesetzes zur Verbesserung der Eingliederungschancen am Arbeitsmarkt
(Quelle: Tina Hofmann, Referentin für Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik im Paritätischen Gesamtverband)
Kooperationsvereinbarungen zwischen Jugendamt und Jobcenter/Arge
Kooperationsvereinbarung zwischen dem JobCenter Pankow, der Agentur für Arbeit Pankow, den Abteilungen Kultur, Wirtschaft und öffentliche Ordnung und Jugend, Schule und Sport im Bezirksamt Pankow von Berlin sowie der Senatsverwaltung für Schule, Jugend und Sport/ Schulaufsicht Pankow - "Fördersystem U 25"
Download der Kooperationsvereinbarung
Kooperationsvereinbarung zwischen der Arbeitsgemeinschaft Jobcenter Berlin Tempelhof-Schöneberg und dem Land Berlin, vertreten durch das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin Abteilung Sozialwesen, Abteilung Familie, Jugend und Sport, Abteilung Gesundheitswesen
Übersicht "Kooperationsvereinbarungen"
Dokumentation des Fachtages "Inklusion - Herausforderung für die außerschulische Jugendbildung
(in Kooperation mit Schulen)" am 25.10.2012
Dokumentation des sfbb - Vortrag von Gunda Voigts
6. Fachtagung der Jugendberatungshäuser
Am 22. Juni 2011 fand im wannseeForum die 6. Fachtagung der Berliner Jugendberatungshäuser und Jugendberatungstellen statt. Neben dem intensiven Fachaustausch standen auf der sehr gut besuchten Tagung folgende Themen auf der Tagesordnung:
• Berichte aus den bezirklichen Beratungseinrichtungen
• Das Schwerpunktthema: Von der Schule in den Berufe
• Regionales Übergangsmanagement RÜM - aktueller Stand
• Projektpräsentation PRIMUS
• Ergebnisse aus der Belegungsstatistik 2010 der Jugendberufshilfe
Moderation: Erika Mielenz (erika.mielenz@senbwf.berlin.de)
"Deutschland 2020 – Ist unsere Jugend noch zu retten?"
Unter diesem Titel hat die BBJ Zentrale Beratungsstelle für Träger der Jugendhilfe am 25.11. und 26.11.2008 in Berlin einen Fachkongress veranstaltet, der diese Fragestellungen aufgegriffen hat. In einem Wechsel von Impulsreferaten, fachpolitischen Workshops und einer Podiumsdiskussion hat ein breites Spektrum von Experten die skizzierten Fragen aus verschiedenen Perspektiven (Politik, Bildung, Soziales, Familie, Kommunales und Interkulturelles) diskutiert und Denkanstöße gegeben.
"Zwischen den Stühlen" – Ergebnisse der bundesweiten Fachtagung am 29.Oktober 2008 in Halle/Saale
Download unter www.jugendsozialarbeit-paritaet.de
3. Fachtagung der Jugendberatungshäuser am 02. Juli 2008 von 9.30 bis 16.30 Uhr
Moderation: Erika Mielenz
• Internetportal "Wege zum Beruf" - Bilanz und Ausblick (Michael Stelte)
• Sozialraumorientierung und Jugendberatungseinrichtungen (Anne Lersch)
• Vertiefte Berufsorientierung (Carolina Böhm)
• Projekt "Regionales Übergangsmanagement" (Carolina Böhm)
• Jugendberatung und Genderaspekte (Klaus Schwerma)
Informationen zur Jugendkonferenz der Berliner JobCenter am 14./15.Mai 2008
Presse Info 032/2008 vom 15.05.2008
Ausbildungs- und Arbeitsmarktchancen für junge Leute verbessern
Auf Einladung der Bundesagentur für Arbeit (BA) haben sich am 14. und 15. Mai fast 150 Berliner Experten von Arbeitsagenturen, Job Centern, Bezirken, Gewerkschaften und Sozialträgern in der Neuköllner Kepler-Oberschule getroffen. Um die soziale und berufliche Integration junger Menschen zu verbessern tauschten sie sich über ihre Erfahrungen bei der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit sowie über Bildungs- und Arbeitsmarktaktivitäten aus.
Trotz besserer konjunktureller Rahmenbedingungen ist die Arbeitslosigkeit Jugendlicher weiterhin ein gravierendes individuelles und gesellschaftliches Problem. Im April 2008 konnte die Jugendarbeitslosigkeit in Berlin innerhalb eines Jahres zwar um 2.300 Personen verringert werden - davon allein um 1.700 Empfänger von Arbeitslosengeld II, die von den Berliner Job Centern betreut wurden. Dennoch waren von den 245.000 Berliner Arbeitslosen im April etwa zehn Prozent jünger als 25 Jahre.
Zur Eröffnung sagte die Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der BA, Margit Haupt-Koopmann: "Mit dieser Jugendkonferenz setzen wir eine gute Tradition der Zusammenarbeit zwischen Job Centern, Arbeitsagenturen und allen anderen Arbeitsmarktpartnern fort. In diesem Jahr wollen wir uns intensiv mit den Ausbildungs- und Arbeitsmarktchancen für junge Menschen befassen. Denn es ist eine der größten und zugleich wichtigsten Herausforderungen in Berlin, allen Jugendlichen unter 25 Jahren den Übergang von der Schule in die Berufsausbildung und somit in das spätere Erwerbsleben zu ermöglichen. Unser Ziel muss es sein, den Übergang von der Schule in das Arbeitsleben als die zentrale gesellschaftliche Herausforderung noch stärker in der Öffentlichkeit bewusst zu machen."
Dass die Jugendkonferenz in seiner Schule stattfindet, begrüßt der Rektor der Kepler-Oberschule, Wolfgang Lüdtke: "Ich freue mich über Ihre Entscheidung, hier zu tagen, und hoffe, meine Erfahrungen beisteuern zu können. Gerade in Neukölln, wo viele Probleme, aber auch riesige Chancen aufeinander stoßen, wird die Notwendigkeit einer solchen Konferenz deutlich. Sie steht in der Reihe von Initiativen, die in dieser Schulaula mit der ersten Berliner Rede des Bundespräsidenten begann und fortgesetzt wurde mit der konzertierten Aktion des Bezirks Neukölln, für einen Campus Rütli."
Die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, Heidi Knake-Werner, sagte zu Beginn der Tagung: "Wir müssen zuerst dafür sorgen, dass alle Jugendlichen ausgebildet und gut qualifiziert werden. Darauf haben sie ein Recht. Und nur so haben sie eine Chance auf dem Arbeitsmarkt. Der Senat fördert zahlreiche Programme, auch zur Berufsvorbereitung. Darüber hinaus unterstützen wir gezielt Jugendliche mit Migrationshintergrund, die es besonders schwer haben, Ausbildungsplätze und Arbeit zu finden. Ich fordere aber auch die private Wirtschaft auf, die Anstrengungen zu verstärken, denn auszubilden ist ihre ureigene Aufgabe. Wer heute nicht ausbildet, darf morgen nicht über Fachkräftemangel klagen."
Auch über berufliche Integrationsprobleme Jugendlicher mit Migrationshintergrund wurde beraten. Hierzu sagte Doro Zinke, stellvertretende DGB-Vorsitzende der Region Berlin-Brandenburg: "Wenn Jugendliche und Betrieb nicht zusammenpassen, muss das nicht immer am Jugendlichen liegen. Gerade bei Jugendlichen aus Familien mit Migrationshintergrund werden sich künftig auch die Job Center verstärkt bemühen, auf kulturelle Hintergründe einzugehen. Gut, und jetzt noch die Betriebe!"
In Workshops wurden an beiden Konferenztagen vielfältige Ideen, Beispiele und Lösungsansätze aus der Praxis ausgetauscht sowie Probleme skizziert und offene Fragen erörtert. Dabei wurde deutlich, dass gerade auch kreative Ideen Jugendlichen helfen können, ihre soziale Situation zu stabilisieren und ihre Integration am Arbeitsmarkt zu verbessern. Die vielfältigen Aktivitäten zeigen, wie mit sehr unterschiedlichen Ansätzen hilfebedürftige junge Menschen nachhaltig unterstützt werden können.
Quelle: Presse Info 032/2008 vom 15.05.2008 der Agentur für Arbeit
Jugendkonferenz Berlin 14.-15.05.2008 Programm
Branchenentwicklungen und Entwicklung von Ausbildungszahlen (IHK-Berufe) in Berlin
Referentin: Katja Falkenberg, Ausbildungsberaterin Team Handel
Überblick zu den Inhalten des Ausstellungsbereiches
Veröffentlichungen - aktuelle Beiträge zu Übergängen in Ausbildung und Beruf
Aktualisiertes und ergänztes Leitsystem 2012 erschienen
Das Leitsystem "Wohin nach der Schule?" zum Ausbildungsbeginn 2012/2013 liegt in aktualisierter und ergänzter Neuauflage vor. Neben der Überarbeitung der bisher beschriebenen Angebote wurden erstmals Informationen und Angebote für junge Menschen mit Behinderung bzw. sonderpädagogischem Förderbedarf aufgenommen.RÜM Berlin wurde bis zum 31.03.2012 gefördert im Rahmen des BMBF-Programms "Perspektive Berufsabschluss" und wird von der SPI Consult GmbH in enger Abstimmung mit den Verantwortlichen der Berliner Fachverwaltungen umgesetzt. Bis zum Jahresende 2012 wurde eine Fortsetzung der Arbeit von RÜM Berlin durch die Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen ermöglicht.
Weitere Informationen auf der Webseite des Regionalen Übergangsmanagements Berlin
Kosten unzureichender Berufsbildung
Pressemeldung, Berlin/Gütersloh, 12.04.2011
Keine 2. Chance für Schulverweigerer, TAZ 16.03.2011
Zwei Projekte wollen benachteiligte Jugendliche vom Schulschwänzen abhalten oder ihnen einen Ausbildungsplatz organisieren.
Nun werden die Fördermittel gekürzt. VON EVA VÖLPEL
TAZ - Artikel vom 16.03.2011
Verbesserung der Chancen und Perspektiven für junge Menschen in Ostdeutschland - Sicherstellung des wirtschaftlichen Aufholprozesses
Deutscher Bundestag Drucksache 17/2648,17. Wahlperiode 26. 07. 2010, Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Andrea Wicklein, Willi Brase, Doris Barnett, weiterer Abgeordneter und der Fraktion der SPD– Drucksache 17/2519 –
"Wie aktuelle Fachkräftestudienbelegen , besteht durch den demografischen Wandel in Ostdeutschland gerade in Zukunftsbranchen ein zunehmender Bedarf an qualifizierten jungen Arbeitskräften. Dieser Bedarf kann teilweise
nicht mehr durch vorhandene Arbeits- und Fachkräfte gedeckt werden. Gleichzeitig ist festzustellen, dass die Arbeitslosigkeit in den ostdeutschen Ländern noch immer fast doppelt so hoch ist wie in den westdeutschen Bundesländern. Konstatiert wird darüber hinaus eine Disparität von benötigten Fachkräften und vorhandenen Kompetenzen und Qualifikationen am Arbeitsmarkt. Hält diese Entwicklung an, hat das negative Auswirkungen auf die Perspektiven der dort lebenden Menschen, den wirtschaftlichen Aufholprozess der ostdeutschen Länder und die Schaffung von gleichwertigen Lebensverhältnissen ..."
Deutscher Bundestag Drucksache 17/2648
Jugendamt muss Kosten für Schulhelfer übernehmen, wenn Kosten nicht durch Schulverwaltung gedeckt - VG Berlin
Verwaltungsgericht Berlin Pressemitteilung Nr. 56/2010 vom 14.12.2010
Das VG Berlin hat entschieden, dass das Jugendamt die Kosten für einen nach den Umständen des Einzelfalles erforderlichen Schulhelferbedarf übernehmen muss, wenn die Schulverwaltung die Übernahme dieser Kosten ablehnt.
Die Antragstellerin, die die 3. Klasse einer Grundschule besucht, leidet an frühkindlichem Autismus. Die Schulverwaltung hat ihr einen sonderpädagogischen Förderbedarf im Förderschwerpunkt "Autistische Behinderung" zuerkannt und Unterstützung im Unterricht durch einen Integrationslehrer im Umfang von acht Schulstunden pro Woche bewilligt. Den Antrag der Schulleiterin, der Antragstellerin wie auch im vorherigen Schuljahr zusätzlich hierzu einen Schulhelfer im Umfang von 12 Wochenstunden zu bewilligen, lehnte die Schulverwaltung unter Verweis auf ausgeschöpfte Mittel ab. Wie von der Schulverwaltung empfohlen, beantragte die Antragstellerin daraufhin beim Jugendamt Eingliederungshilfe in Form von 12 Schulhelferstunden pro Woche. Dieses wandte hiergegen ein, die Tätigkeit der Schulhelfer sei eine reine schulorganisatorische Maßnahme. Schulhelferstunden könnten daher nicht als Kinder- und Jugendhilfe gewährt werden. Dies gelte auch dann, wenn sich die Schulverwaltung ihrer Verpflichtung entziehe.
Das VG Berlin hat der Antragstellerin einen Anspruch auf Übernahme der Kosten des Schulhelfers im Umfang von 12 Stunden pro Woche zuerkannt.
Nach Auffassung des Gerichts stellt sich der Einsatz des Schulhelfers – ausgehend von der vorliegenden fachärztlichen Stellungnahme und den Stellungnahmen der Schulleiterin – nach den Umständen des Einzelfalles als erforderlich und geeignet dar, der Antragstellerin den Schulbesuch zu ermöglichen und zu erleichtern. Deckt die zunächst anzugehende Schulverwaltung den Schulhelferbedarf nicht oder nicht ausreichend, bestehe grundsätzlich ein Jugendhilfebedarf. Eine Eingliederungshilfe nach den Vorschriften des SGB VIII (Kinder- und Jugendhilfe), in deren Personenkreis die Antragstellerin unstreitig fällt, könne grundsätzlich auch in Form der Übernahme der Kosten für Schulhelferstunden gewährt werden.
Beschluss der 18. Kammer vom 10. Dezember 2010 (VG 18 L 312.10)
TNS Infratest Politikforschung im Auftrag der IG Metall Oktober 2010
Drei Entwicklungen markieren die berufliche Situation der Jungen Generation:
1. Je jünger - desto prekärer.
2. Der Aufschwung geht an der Jungen Generation vorbei.
3. Das Versagen der Bildungsinstitutionen führt in eine deutsche Bildungskatastrophe.
Ziel der vorliegenden Studie ist, aktuelle Einstellungen, Ängste und Erwartungen der Jungen Generation zu ermitteln. Diese repräsentative Untersuchung ist eine Wiederholungsstudie. Vergleiche mit der Vorläuferstudie aus 2009 sind insbesondere in den Fragekomplexen zur persönlichen Lebenssituation und Einstellungen möglich. Veränderungen der Rahmenbedingungen sind v.a. durch die die rasche Überwindung der jüngsten Wirtschaftskrise und der erheblich besseren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vorhanden.
Im Mittelpunkt stehen die aktuelle Stimmung und die Zukunftserwartung der 14- bis 34jährigen Bürgerinnen und Bürger. Untersucht werden insbesondere die persönlichen Einstellungen und Erwartungen zur aktuellen beruflichen Situation und Perspektive. Geprüft wird auch, inwiefern sich die gesellschaftliche Zuversicht für diese Generation seit 2009 verändert hat. Einen weiteren Schwerpunkt bilden die aktuellen gesellschaftlichen bzw. politischen Forderungen der Jungen Generation an die Politik.
Befragte im Alter von 35 Jahren und älter werden als Referenzgruppe herangezogen. Dies ermöglicht eine weitere Vergleichsperspektive zu Lebenssituation und Erwartung an die Zukunft.
Die Daten liegen in einer sehr guten Qualität vor: Der Vergleich zwischen einzelnen Befragungsergebnissen
im Jahr 2009 und aktuellen Befragungsergebnissen bestätigt, dass sich die für das Panel gewählte Untersuchungsmethode bewährt hat.
Die Befragungsergebnisse sind insgesamt sehr stabil. Dies lässt darauf schließen, dass Veränderungen
echte Entwicklungen und Trends in den Lebenssituationen und Einstellungen und keine zufällige Beobachtung oder Momentaufnahme sind.
I) Deutschsprechende Bevölkerung im Alter von 14-34 Jahren
II) Deutschsprechende Bevölkerung im Alter ab 35 Jahren
Quotenstichprobe aus Access-Panel
Quotenvorgaben für Alter, Geschlecht, Bildung aus Mikrozensus
I) 1.134 Befragte im Alter von 14-34 Jahren
II) 750 Befragte im Alter ab 35 Jahren
Niedrigschwellige Integrationsförderung
Niedrigschwellige Integrationsförderung - Eine explorative Studie zur Fachlichkeit niedrigschwelliger Angebote in der Jugendsozialarbeit
Universität Hildesheim, Institut für Sozial- und Organisationspädagogik, Claudia Muche, Andreas Oehme, Wolfgang Schröer, Im Auftrag der Bundesarbeitsgemeinschaft örtlich regionaler Träger der Jugendsozialarbeit e. V. (BAG ÖRT) (Mai 2010)
Die sozialpolitische Diskussion um die Integrationsförderung für besonders förderbedürftige
Jugendliche hat sich in den letzten Jahren in zwei Richtungen auseinander entwickelt: Auf
der einen Seite sind Positionen zu erkennen, die sich eng an den neuen Dienstleistungen
am Arbeitsmarkt orientieren und vor allem die Beschäftigungsfähigkeit der jungen Menschen
und die Integration in den ersten Arbeitsmarkt in den Mittelpunkt rücken.
Auf der anderen Seite findet man einen sozialwissenschaftlichen Diskussionsstrang, der gerade diese Personengruppe als die Verlierer der gegenwärtigen Arbeitsmarktpolitik herausstellt. In dieser Perspektive produziert die gegenwärtige Beschäftigungsförderung mit ihren am ersten Arbeitsmarkt orientierten Maßnahmen geradezu besonders förderbedürftige Jugendliche und junge Erwachsene.
In jüngerer Zeit "flammt" insbesondere bezüglich der Hilfen zur beruflichen Integrationsförderung für junge Menschen die Debatte wieder auf, dass eine zunehmende Zahl von Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit den vorhandenen existierenden Angeboten nicht mehr erreicht wird und viele Jugendliche abtauchen bzw. gänzlich aus den Hilfesystemen verschwinden. In den vergangenen Jahren ist in diesem Kontext eine Entwicklung zu beobachten, in der sich eine Reihe von Projekten auf den Weg gemacht hat, um vor Ort niedrigschwellige Angebote für besonders förderbedürftige Jugendliche im Grundverständnis einer sozialpädagogischen Fachlichkeit aufzubauen. Diese Angebote zeichnet ein pragmatischer Umgang mit den Ansätzen der sozialen Dienste am Arbeitsmarkt sowie den Gradmessern von Integration aus. Ihnen geht es vor allem darum, in den jeweiligen Regionen den Jugendlichen und jungen Erwachsenen Angebote zur Verfügung zu stellen, die an ihren biographischen Lebenssituationen ansetzen. Sie wollen den jungen Menschen in der Region eine Tätigkeit und sinnvolle integrative biographische Perspektiven bieten. Dabei geht es auch darum, die jungen Menschen erst einmal sozial und biographisch zu erreichen. Die Ansätze dieser Projekte haben ein großes innovatives Potenzial, um die sozialpädagogische Diskussion um die Jugendberufshilfe wieder neu zu öffnen.
Vor diesem Hintergrund war das grundlegende Ziel der Studie, das bislang kaum in die fachliche Diskussion eingebrachte Potenzial der Praxis niedrigschwelliger Projekte näher zu analysieren.
Zur Leistungsfähigkeit des Bildungssystems bei der Integration benachteiligter Jugendlicher
Bildung ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass Menschen ihr Leben eigenverantwortlich gestalten können; sie sichert die gesellschaftliche Teilhabe über Erwerbsarbeit und ist Grundlage einer sozial gerechten Gesellschaft. Ein nicht unbeträchtlicher Teil junger Menschen ist jedoch hiervon ausgeschlossen. Verschiedene neuere Studien zeigen, dass in der Bundesrepublik Deutschland in Bezug auf die Integration junger Menschen in Ausbildung und Arbeit ein massiver Nachholbedarf besteht.
Eine Expertise des AWO Bundesverbandes e.V.,Rainer Brückers, Vorstandsvorsitzender
Redaktion: AWO Bundesverband,Klaus Wagner, Referent Jugendsozialarbeit
In Druckfassung erhältlich bei: AWO-Bundesverband e. V., verlag@awo.org
Freiburg/Berlin, Mai 2010, Deutscher Caritasverband, Vorstandsbereich Sozial- und Fachpolitik, Prof. Dr. Georg Cremer
Teilhabe benachteiligter junger Menschen
Positionen des Kooperationsverbundes Jugendsozialarbeit zu den Ausbildungschancen von Jugendlichen im Rechtskreis SGB II von Walter Würfel, stellv. Sprecher des Kooperationsverbundes Jugendsozialarbeit, 09.2008
Vorrang für Ausbildung - Positionen des Kooperationsverbundes Jugendsozialarbeit
Rechtliche Rahmenbedingungen der Jugendberufshilfe nach § 13 SGB VIII
Die Jugendhilfe orientiert sich an dem Grundsatz, junge Menschen in ihrer Entwicklung zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit zu fördern (§ 1 Abs. 1 SGB VIII). Im Arbeitsfeld der Jugendsozialarbeit ist die Jugendhilfe in besonderer Weise gefordert, ausgehend von den Interessen- und Bedarfslagen junger Menschen positive Rahmenbedingungen für deren beruflich-soziale Integration zu schaffen, um so auch dem Förderanspruch junger Menschen gerecht zu werden.
Rechtliche Rahmenbedingungen der Jugendberufshilfe nach § 13 SGB VIII von Prof. Dr. Peter Schruth
BRVJug (15.12.2006)
Berliner Rahmenvertrag für Hilfen in Einrichtungen und durch Dienste der Kinder- und Jugendhilfe (BRVJug) vom 15.12.2006
Der Berliner Rahmenvertrag für Hilfen in Einrichtungen und durch Dienste der Kinder- und Jugendhilfe (BRVJug) beruht auf den gesetzlichen Grundlagen der seit dem 01.01.1999 in Kraft getretenen §§ 78a bis g Sozialgesetzbuch VIII (SGB VIII) und berücksichtigt die Novellierung des SGB VIII zum 01.10.2005 durch das "Kinder- und Jugendhilfeweiterentwicklungsgesetz".
Die Vertragspartner haben versucht, den Zielen der gesetzlichen Neuregelung - Dämpfung der Kostenentwicklung in der Jugendhilfe, Schaffung einer stärkeren Transparenz von Kosten und Leistungen und Verbesserung der Effizienz der eingesetzten Mittel - in der Weiterentwicklung der Rahmenbedingungen Rechnung zu tragen. Der Vertrag ist Ausdruck des partnerschaftlichen Verhältnisses zwischen den Vertragsparteien und nimmt diesen Leitgedanken der §§ 78a ff SGB VIII vielfältig auf.
Der vorliegende Rahmenvertrag ist das Ergebnis einer lange währenden Diskussion zwischen den Vertragsparteien, den Vertretern der Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege, den Vertretern der privaten Träger, Vertretern der zuständigen Senatsverwaltungen und der Bezirke.
Hohes Verarmungsrisiko Jugendlicher - Dr. Wilhelm Adamy (Berlin)
Die Erfolge beim Abbau der Jugendarbeitslosigkeit haben nichts daran ändern können, dass Jugendliche ein überdurchschnittliches Verarmungsrisiko haben. Fast 1 Mio. Jugendliche zwischen 15 und 24 Jahren waren noch im Sommer 2008 auf Hartz IV angewiesen. Zwar konnte ihre Zahl im Vergleich zum Vorjahr um gut 77.000 verringert werden, doch zählte nach wie vor gut jeder zehnte Jugendliche in Deutschland zu den Hartz IV-Empfängern.
Diese Jugendlichen wachsen im Hinterhof der Wohlstandsgesellschaft auf. Nur der kleinere Teil von ihnen zählt offiziell als arbeitslos. Rechnet man die Kinder hinzu, waren trotz wirtschaftlicher Belebung noch 2,8 Mio. Menschen unter 25 Jahren auf Hartz IV angewiesen.
Die gesellschaftlichen und sozialen Herausforderungen bei der Integration unserer Kinder und Jugendlichen sind enorm und gehen weit über die Zahl der registrierten Arbeitslosen und Ausbildungssuchenden hinaus.
Hohes Verarmungsrisiko Jugendlicher - Dr. Wilhelm Adamy
Professionalisierung für die Gestaltung von Übergängen in Ausbildung und Beruf
Endbericht der wissenschaftlichen Begleitung zum LISA-Fachkräfteprogramm der Robert Bosch Stiftung, November 2012, Dr. Jürgen Schumacher, INBAS-Sozialforschung GmbH
Gemeinsames Ziel der Akteure im Handlungsfeld „Übergang Schule – Beruf“ ist es, allenJugendlichen den für sie persönlich richtigen Wegin eine für sie persönlich richtige berufliche Zukunft zu weisen und sie auf diesem Weg zu beraten und zu unterstützen.
Im Handlungsfeld „Übergang Schule – Beruf“ arbeitenverschiedene Berufsgruppen und bringen dabei ein weites Spektrum von spezifischen Kompetenzen in die Gestaltung gelungener Übergänge von der Schule in den Beruf ein. Aber: all diese Fachkräfte sind nicht speziell für dieses Tätigkeitsfeld ausgebildet. Angesichts der vielfältigen und unterschiedlichen fachlichen Anforderungen im Übergangsgeschehen würde es auch
wenig Sinn machen, ein eigenes spezialisiertes Berufsbild für die Gestaltungen von Übergängen Schule-Beruf zu entwickeln. Im Gegenteil: Die vielfältigen Anforderungen im Übergangsgeschehen erfordern vielfältige Kompetenzen aus unterschiedlichen Berufen. Aber: je nach beruflicher Biographie und der Institution, in der sie tätig sind, haben die Fachkräfte unterschiedliche Perspektiven auf das Thema und agieren nach unterschiedlichen Handlungslogiken. Hinzu kommt, dass das Handlungsfeld „Übergang Schule – Beruf“
•insgesamt unübersichtlich,
•von Kommune zu Kommune unterschiedlich strukturiert und
•tief greifenden Wandlungsprozessen unterworfen ist.
Die Unübersichtlichkeit und mangelnde Transparenz wächst offenkundig mit der Vielzahl der Programme, Projekte, Maßnahmen und Akteuren im lokalen Übergangsgeschehen. Das „Übergangssystem ist durch ein unkoordiniertes Nebeneinander von Angeboten und Maßnahmen […] gekennzeichnet. Ein kohärentes Fördersystem für junge Menschen fehlt“
Endbericht der wissenschaftlichen Begleitung zum LISA-Fachkräfteprogramm
Die Übergänge von Jugendlichen in Ausbildung und Beschäftigung verlaufen heute oftmals alles andere als gradlinig: Zwischen den unterschiedlichen Systemen „Schule – Berufsvorbereitung – schulische oder duale Ausbildung – Studium“ gibt es zahlreiche Hürden und Teilübergänge. Dies macht es notwendig, der Frage nach zu gehen, wie man die Übergänge und die Übergangssysteme zwischen Schule und Beruf verbessern kann und an welchen Stellen Unterstützungsmaßnahmen und Hilfesysteme existieren müssen, um Brüche und unnötige Warteschleifen, die Jugendliche frustrieren und demotivieren und außerdem hohe individuelle und gesellschaftliche Kosten verursachen, zu vermeiden.
(76 Seiten, Dokumente des ExpertInnen-Workshops "Das Übergangssystem zwischen Schule und Beruf und darauf bezogene Hilfesysteme in Deutschland und europäischen Nachbarstaaten")
Friedrich-Ebert-Stiftung, Gesprächskreis Arbeit und Qualifizierung, Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit, Bonn, Juni 2006
Großer Bedarf für Teilzeitausbildung junger Mütter in Berlin
In Berlin leben rund 13 700 junge Mütter unter 25 Jahren ohne Berufsausbildung, und das, obwohl viele von ihnen über einen guten Schulabschluss verfügen. Das ist ein Ergebnis einer Studie von LIFE e.V., die von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen in Auftrag gegeben wurde. Durch die Studie liegen nun erstmals verlässliche Zahlen über den Bildungsstand, die Lebensform, die Altersstruktur, die ökonomische Situation und den Migrationshintergrund junger Mütter in Berlin vor.
Studie zur Umsetzung von Teilzeitberufsausbildung in Berlin (Januar 2008) Projektverbund LiLA Berlin
Pressemitteilung zur Studie - Teilzeitausbildung junger Mütter in Berlin
Kurzdarstellung der Studie zur Umsetzung von Teilzeitberufsausbildung in Berlin LIFE e. V./LiLA, Januar 2008
Flyer - Ausbildung in Teilzeit für junge Mütter
Zwischenbilanz - Zukunft für 2 - Ausbildung in Teilzeit für junge Mütter Übersicht 2006/2007
"Teilzeitausbildung für junge Mütter – eine Investition in die Zukunft für Zwei"
Dokumentation einer Fachtagung am 11. Juni 2007 in Berlin
Rechtsgutachten "Zur Rechtsqualität des § 22 Abs.2a SGB II..."
Rechtsgutachten "Zur Rechtsqualität des § 22 Abs.2a SGB II für junge Volljährige mit Verselbständigungsbedarf"
1. Auflage (Stand: 4/2008) Prof. Dr. Peter Schruth im Auftrag des Berliner Rechtshilfefonds Jugendhilfe e. V.
Das Modellprojekt des BRJ e. V. "Zwischen Jugendhilfe und SGB II: Auszugsberatung für junge Volljährige", das von der Stiftung Jugendmarke für zwei Jahre gefördert wird, hat seine Arbeit Anfang 2008 aufgenommen. Unter dem Stichwort „Auszugsberatung für junge Volljährige“ will der BRJ e.V. die neuen Probleme der Verselbständigung junger Volljähriger an der Schnittstelle von Jobcentern U25 und Jugendämtern analysieren sowie junge Volljährige mit Hilfebedarf und die beteiligten Institutionen beraten. Insbesondere in Zusammenarbeit mit den beteiligten öffentlichen und freien Trägern der Grundsicherung für Arbeitsuchende und der Jugendhilfe sollen gemeinsam praktikable Kooperationsformen entwickelt, erprobt und die gewonnenen Ergebnisse übertragbar gemacht werden. Dieses Rechtsgutachten soll eine erste Arbeitsgrundlage für die Gespräche mit den beteiligten Fachbehörden und sonstigen Beratungsstellen sein.
Strategische Neuorientierung der Berufsorientierung (Regionaldirektion Berlin)
Die Notwendigkeit und Wichtigkeit von Berufsorientierung für Schüler bzw. junge Berufswähler ist in der Öffentlichkeit unumstritten. Die BA hat sich eindeutig zur Bedeutung der Berufsorientierung mit präventivem Ansatz bekannt.
Die BA muss sich den geänderten Bedingungen aktiv stellen, die Zusammenarbeit mit den anderen Anbietern von BO suchen und die eigene Rolle in der Schule neu definieren. Auch die Interessen der Arbeitgeber müssen zukünftig stärker berücksichtigt werden. Vor diesem Hintergrund ist es erforderlich, neue Handlungsansätze und -strategien zu erarbeiten.
Gesetz zur Neuausrichtung der Arbeitsmarktinstrumente
In der Fassung des vom Bundestag am 05.12.2008 beschlossenen Gesetzes.
Ein Überblick über die wichtigsten Neuregelungen im SGB III von Klaus Pohl (BA-Hauptstadtvertretung). Stand ist der 03.12.2008.
Die Synopse zur Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente
Kriterien für einen Jugendhilfebedarf
Jugendhilfe ist für junge Menschen zuständig, deren berufliche und soziale Eingliederung in die Arbeitswelt und die Gesellschaft durch mangelnde persönliche Reife, ein wenig förderliches soziales Umfeld oder negative Lernerfahrungen erheblich be- oder verhindert wird ...
Kriterien für einen Jugendhilfebedarf beim Übergang Schule/Beruf von Erika Mielenz, SenBJS III C 22, März 2006
Jugendberufshilfe im erweiterten Europa
Jugendsozialarbeit aktuell 69/07
Maßnahmen zur beruflichen und politischen Bildung für benachteiligte Jugendliche im erweiterten Europa.
Hier: Austausch zwischen NRW und der Tschechischen Republik.
Hinweise zur Abgrenzung für junge Volljährige ...
Hinweise zur Abgrenzung für junge Volljährige nach § 41 SGB VIII und §§ 67,68 SGB XII
Rundschreiben der Senatsverwaltung für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz 01/2005
Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium der Finanzen (Mai 2008)
Kommentierte Daten der Jugendhilfe
Die Arbeitsstelle Kinder und Jugendhilfestatistik (AKJStat) veröffentlicht dreimal jährlich kommentierte Daten der Jugendhilfe. Die AKJStat ist Teil des Forschungsverbundes Deutsches Jugendinstitut/Technische Universität Dortmund. Sie wurde 1997 mit dem Ziel, die Ergebnisse der amtlichen Kinder- und Jugendhilfestatistik (KJH-Statistik) einer fachwissenschaftlichen Analyse zu unterziehen und die Nutzung der Daten in der Fachwelt zu fördern.
Die gegenwärtige Förderung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration in NRW (MGFFI) sowie der Technischen Universität Dortmund ist bis zum Jahr 2010 vorgesehen.
Die Veröffentlichungen sind unter folgendem Link zu finden: Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik.
5 Jahre Berliner Rechtshilfefonds Jugendhilfe e. V.
Leistungen und Erfolge des Vereins
Der Berliner Rechtshilfefonds Jugendhilfe e. V. (BRJ) wird 5 Jahre alt – ein Anlass, zurückzublicken auf 5 Jahre Ombudschaft in der Berliner Jugendhilfe, auf ein bundesweit bisher einmaliges und erfolgreiches Modellprojekt, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, jungen Menschen und ihren Familien in der Jugendhilfe zu ihrem Recht zu verhelfen.
Broschüre, Oktober 2007, 36 Seiten
Eine Expertise von Dr. Heike Förster (Deutsches Jugendinstitut e. V.), gefördert durch den Paritätischen Wohlfahrtsverband und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Gesamte Expertise
Der Arbeitsmarkt für Jüngere in Berlin und Brandenburg
Berichte und Analysen IAB Berlin-Brandenburg Nr. 01/2008 - Regionaldirektion Berlin-Brandenburg Bundesagentur für Arbeit
Eine Analyse des regionalen Arbeits- und Ausbildungsmarktes von Dieter Bogai, Michael Partmann
Allgemeine Leistungsbeschreibung: Jugendberufshilfe
Als Teil der Jugendsozialarbeit nach § 13 Abs. 2 und 3 SGB VIII laut
Beschluss Nr.3/2006 der Vertragskommission Jugend am 4. Mai 2006, Geschäftsstelle der Vertragskommission
Hier ist eine Auswahl des Redaktionsteams an geeigneter Fachliteratur zu dem Themenbereichen des Fachportals aufgeführt.
Themenschwerpunkt: Berufsorientierung als schulisches Handlungsfeld
Berufsorientierung ist zwar kein neues Thema, aber bildungspolitisch hat es derzeit wieder an Bedeutung gewonnen: So ist im neuen Lehrerausbildungsgesetz (LABG) des Landes NRW „Berufsorientierung“ als verpflichtendes Element für Studierende mit dem Schwerpunkt GHR festgelegt. Schon jetzt muss jede weiterführende Schule in NRW seit 2008 verpflichtend einen Studien- und Berufsorientierungskoordinator benennen und die Studien- und Berufsorientierung im Schulprogramm verankern. Auch andere (Bundes-) Länder verlangen die Entwicklung von Konzepten zur schulischen Berufsorientierung. Dabei ist unstrittig, dass die schulische Berufsorientierung Teil eines umfassenderen, kooperativen regionalen Übergangsmanagements sein muss, an dem neben den Schulen u. a. die Arbeitsverwaltung, die Jugendhilfe, die Kammern und regionalen Wirtschaftsverbände mitwirken. Dies ist der Hintergrund für das Schwerpunktthema in Heft 4. Die Beiträge gehen auf unterschiedliche Weise der Frage nach, auf welche Bedingungsfaktoren die Schulen reagieren und welchen Kriterien ihre Konzepte genügen müssen, wenn die schulische Studien- und Berufswahlvorbereitung gelingen soll.
Heft 4/2011 der Zeitschrift erschien im November 2011.
Bezug über: DDS – Die Deutsche Schule
Bildung und Qualifizierung jugendlicher Arbeitsloser
Klaus Schneider (Autor, Herausgeber), Hans Thiersch (Autor), John Erpenbeck (Autor), Franz Josef Krafeld (Autor), Philipp Gonon (Autor) in Theorie und Praxis der Jugendberufshilfe. Schriftenreihe FORWARD BAND III, 2008, Luxemburg
Die Eingliederung Jugendlicher in Ausbildung und Arbeit ist eine primäre bildungspolitische Zielsetzung. Dagegen verläuft die berufliche Integration benachteiligter Jugendlicher alles andere als linear. Aufgrund der hohen Anforderungen des postindustriellen Arbeitsmarkts finden bildungsferne Jugendliche kaum noch einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz. In der Vergangenheit konzentrierte sich die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit in zunehmender Weise auf die aktivierenden Beschäftigungs- und Qualifizierungsmaßnahmen. Befristete Maßnahmen ohne Qualifizierungscharakter senken zwar die offizielle Arbeitslosenzahl, lösen aber nicht die implizite Problematik der strukturellen Arbeitslosigkeit. Die Jugendlichen bewegen sich in einem Parksystem eingeschränkter Entwicklungschancen ohne bildungsorientiertes Leitsystem, konkrete Perspektiven und koordinierte Anschlussbeschäftigung. Die dritte Publikation der Schriftenreihe FORWARD beleuchtet die Handlungsfelder, Strukturen, Methoden und Probleme der Jugendberufshilfe und möchte neue Lösungsansätze für die berufliche Qualifizierung und Eingliederung Jugendlicher aufzeigen. (Kurzdarstellung des Verlags)
von Gerhard Christe, Herausgeber: Abteilung Wirtschafts- und Sozialpolitik der Friedrich-Ebert-Stiftung
"Dieses Gutachten behandelt die Frage, wie sich der Übergang der Jugendlichen mit Migrationshintergrund von der Schule in Ausbildung und Erwerbstätigkeit gestaltet und welche Rolle die verschiedenen Maßnahmen und Angebote des Übergangssystems dabei spielen. Ein Ergebnis ist, dass sich die im Schulsystem abzeichnenden Benachteiligungen der jungen Menschen mit Migrationshintergrund auch im Übergangssystem fortsetzen: Ihre Chancen, nach diesen qualifizierenden Maßnahmen eine Ausbildung zu finden, sind geringer als die der Vergleichsgruppe. Eine genaue Analyse der Wirkungen des Übergangssystems fällt jedoch schwer,weil die vorhandenen Statistiken und empirischen Untersuchungen oftmals nicht differenziert genug sind, um die soziale und ethnische Vielfalt der Jugendlichen adäquat abzubilden.
Das Übergangssystem nach wie vor unverzichtbar, um einem Teil der benachteiligten Jugendlichen den Übergang von der Schule ins Erwerbsleben zu erleichtern. Allerdings müssen sich auch die Träger und Institutionen des Übergangssystems weiter interkulturell öffnen ..."
Download der FES
Münder (Hrsg.); Juventa Verlag (Weinheim) 2009. 6., vollst. überarbeitete Auflage. 870 Seiten.
"... Der Kommentar besticht durch seine ausführliche Darstellung und umfassende Berücksichtigung sämtlicher Aspekte des Kinder- und Jugendhilferechts. Die am Ende der einzelnen Kommentierungen zu findenden Literaturhinweise ermöglichen einen vertieften Einstieg in die Materie und weisen darauf hin, dass die Autoren nicht nur der behördlichen und gerichtlichen Praxis ein brauchbares Arbeitsmittel für den Alltag an die Hand geben wollen, sondern auch den Anspruch haben, den an Universitäten und Fachhochschulen tätigen Personen und Studenten wertvolle Hilfestellung für die weitere wissenschaftliche Durchdringung des Stoffes zu liefern. Die dargebrachten Lösungen sind stets nachvollziehbar, ausgewogen und gut begründet. Summa summarum: Ein Kommentar, der in keinem Jugendamt und bei keinem Fachanwalt für Familienrecht fehlen sollte ..."
(zitiert aus: Marcus Kreutz. Rezension vom 07.07.2010 in: www.socialnet.de/rezensionen )
Case Management in der Jugendberufshilfe. Materialien für Theorie, Praxis und Studium der Sozialen Arbeit
Lutz Finkeldey, Andreas Thiesen (Hrsg.); Olms (Hildesheim) 2009. 184 Seiten. ISBN 978-3-487-14295-1. 22,80 EUR.
Case Management ist in den letzten Jahren zu einem Schlüsselkonzept der Jugendberufshilfe geworden. Den Problemlagen mehrfach benachteiligter Zielgruppen soll in zirkular angelegten Prozessschritten auf „effektive“ und „effiziente“ Weise begegnet werden. Während die Literatur zahlreiche konzeptionelle Handlungsanleitungen hervorgebracht hat, wurden diese bislang kaum in Verbindung mit den realen Lebensbedingungen der Jugendlichen gesetzt. Überdies scheint vor dem Zielkorridor Sozialer Arbeit eine grundsätzliche Skepsis gegenüber ökonomisch determinierten Management-Ansätzen angemessen. Der vorliegende Band vereint kritische Beiträge zu Case Management und berücksichtigt neben soziologischen, juristischen und psychologischen Perspektiven auch die kulturelle Dimension der Jugendarbeitslosigkeit. Auf diese Weise leistet das Buch einen wertvollen Beitrag zur Weiterentwicklung von Case Management.
Reihe: Hildesheimer Schriften zur Sozialpädagogik und Sozialarbeit - 18.
Kompetenzen von benachteiligten Jugendlichen feststellen und fördern. Forschungsergebnisse und Handreichung für die sozialpädagogische Praxis
Rüdiger Preißer, IN VIA Verlag (Paderborn) 2009. 164 Seiten. ISBN 978-3-9812641-1-1. D: 19,80 EUR, A: 19,80 EUR, CH: 29,90 sFr.
Reihe: Praxisforschung in Bildung und sozialer Arbeit.
Vom heute schier inflationär eingesetzten Kompetenzbegriff spannt das Buch einen Bogen zur Bewertung von Verfahren der Kompetenzfeststellung, die in der Jugendberufshilfe genutzt werden. Der Begriff Kompetenz wird sozialwissenschaftlich und berufspädagogisch ausgelotet und in die Debatte um Schlüsselkompetenzen eingeordnet. Daraufhin wird der aktuelle Forschungsstand zum Kompetenzbegriff dargestellt. Auf dieser Grundlage wird das Erfassen von Kompetenzen diskutiert, wie es in der Jugendsozialarbeit zwischen praktischer Handhabbarkeit und wissenschaftlicher Güte vorgenommen wird.
Von der Schule in die Arbeitswelt. Bildungsmanagement als kommunale Aufgabe
Kruse, Wilhelm; Kohlmeyer, Klaus; Paul-Kohlhoff, Angela; Kühnlein, Gertrud; Weigele, Melanie; Wende, Lutz; Stuttgart: Kohlhammer (2010), 178 S.
Für viele Jugendliche ist der Übergang von der Schule in die Arbeitswelt in den letzten Jahren schwieriger geworden, immer mehr scheitern schon beim ersten Schritt ins Berufsleben. Die Ausgrenzung dieser Jugendlichen aus Bildung, Ausbildung und Erwerbstätigkeit zu verhindern und die beruflichen Lebensperspektiven aller Jugendlichen vor Ort zu befördern, ist neuerdings als wichtige Aufgabe kommunaler Politik erkannt worden. Im Mittelpunkt des Buches steht die Frage, wie die Kommunen im Hinblick auf eine Optimierung der Einstiegswege in Ausbildung und Arbeit verstärkt (Bildungs-)Verantwortung übernehmen können. Das Buch stellt dafür die unterschiedlichen Programme und Handlungsstrategien auf regionaler und kommunaler Ebene vor. Besondere Bedeutung haben in diesem Zusammenhang die Ansätze der 'Kommunalen Koordinierung' und der 'Lokalen Verantwortungsgemeinschaft. Forschungsmethode: deskriptive Studie. (Autorenreferat, IAB-Doku).
Jugendliche im Übergang von der Schule in den Beruf. Expertenbefragung zu Sozialraumorientierung, Netzwerksteuerung und Resilienzaspekten mit Handlungsempfehlungen für die Praxis Sozialer Arbeit
Schönig, Werner; Knabe, Judith: Opladen: Budrich (2010), 182 S.
Die Studie analysiert die Beschäftigungssituation und das Hilfenetzwerk für Jugendliche unter 25 Jahren im Sozialraum Köln-Chorweiler vor allem auf Grundlage einer Expertenbefragung lokaler Netzwerkakteure. Hauptergebnisse sind zum einen Typologien von Netzwerkakteuren sowie erfolgreichen und gescheiterten Jugendlichen, die einen näheren Einblick in Resilienzaspekte des Übergangs von der Schule in den Beruf geben. Darüber hinaus konnten detailliert die Beziehungen der Netzwerkakteure untereinander ermittelt und konkrete Folgerungen für die zielgruppenorientierte Konzeptentwicklung vor Ort abgeleitet werden. Die Untersuchung enthält quantitative Daten. Forschungsmethode: empirisch-qualitativ; empirisch; empirisch-quantitativ; Befragung; Querschnitt. Die Untersuchung bezieht sich auf den Zeitraum 2007 bis 2007. (Autorenreferat, IAB-Doku).
Expertise zum Potenzial-Assessment, AWO - Jugendberufshilfe
Expertise zum Potenzial-Assessment
In 2002 hat der AWO Bundesverband eine erste Rahmenkonzeption zum Potenzial-Assessment als ein Instrument zur Diagnose und Förderung von benachteiligen Jugendlichen im Übergang Schule-Beruf entwickelt. In 2007 ist eine überarbeitete Fassung vorgelegt worden.
Mit der "Expertise zur nachhaltigen regionalen Implementierung eines potenzialorientierten Assessment-Verfahrens im Übergang von Schule zu Beruf", die von ausgewiesenen Experten des Assessment-Verfahrens auf Grundlage der AWO-Rahmenkonzeption erarbeitet wurde, setzt die AWO ihre Bemühungen zur weiteren Entwicklung eines Diagnose- und Förderkonzeptes im Übergang Schule-Beruf fort.
Verantwortlich: Rainer Brückers, Geschäftsführer
Redaktion: AWO Bundesverband
Arbeitsgruppe Zentrale Aufgaben der Jugendsozialarbeit
Angelika Herzog, Berndt de Boer, Klaus Wagner
Studie zur Leistungsfähigkeit des Übergangssystems für Jugendliche mit Migrationshintergrund
Expertise im Auftrag des Gesprächskreises Migration und Integration der Friedrich-Ebert-Stiftung. Bonn.
Jugendliche mit Migrationshintergrund sind nach wie vor im Vergleich zu den Jugendlichen ohne Migrationshintergrund im Schulsystem benachteiligt. Ihr Einstieg in die Arbeitswelt und insbesondere die Aufnahme einer dualen Berufsausbildung gestalten sich für sie oftmals schwierig.Sie sind deshalb häufi g auf die Angebote des Übergangssystems angewiesen. Dieses Gutachten von Gerhard Christe behandelt die Frage, wie sich der Übergang der Jugendlichen mit Migrationshintergrund von der Schule in Ausbildung und Erwerbstätigkeit gestaltet und welche Rolle die verschiedenen Maßnahmen und Angebote des Übergangssystems dabei spielen. Ein Ergebnis ist, dass sich die im Schulsystem
abzeichnenden Benachteiligungen der jungenjungen Menschen mit Migrationshintergrund auch
im Übergangssystem fortsetzen: Ihre Chancen,nach diesen qualifizierenden Maßnahmen eine Ausbildung zu finden, sind geringer als die der Vergleichsgruppe. Eine genaue Analyse der Wirkungen
des Übergangssystems fällt jedoch schwer, weil die vorhandenen Statistiken und empirischen Untersuchungen oftmals nicht differenziert genug sind, um die soziale und ethnische Vielfalt
der Jugendlichen adäquat abzubilden. Gerhard Christe kommt zu dem Schluss,dass das Übergangssystem nach wie vor unverzichtbar ist, um einem Teil der benachteiligten Jugendlichen den Übergang von der Schule ins Erwerbsleben zu erleichtern. Allerdings müssen sich auch die Träger und Institutionen des Übergangssystems weiter interkulturell öffnen.
ISBN 978-3-86872-673-2.
Der Übergang Schule - Beruf von Jugendlichen mit Lernbehinderung. Einstieg - Ausstieg - Warteschleife
Ginnold, Antje; Bad Heilbrunn: Klinkhardt (2008), 368 S. (Zugl. Berlin, Techn. Univ., Diss., 2006 u.d.T.: Der Übergang von der Schule in das Arbeitsleben für Jugendliche mit Lernschwierigkeiten.)
Gegenstand der Studie ist die Übergangsphase Schule - Beruf. Der Fokus richtet sich auf die erste Schwelle, d. h. den Übergang von der allgemeinen Pflichtschule in die Berufsvorbereitung und/oder Ausbildung. Es wird rekonstruiert, welche individuellen Wege Jugendliche mit dem Förderschwerpunkt Lernen von der Schule in das Arbeits- und Berufsleben gehen. Sie unterscheiden sich deutlich bei Absolventinnen und Absolventen von Integrations- und Sonderschulen. Es werden mehr betriebliche Ausbildungen erreicht, als man es für diese Jugendlichen erwarten würde. Grundlage war ein zusätzliches Beratungs- und Begleitangebot, das ebenfalls vorgestellt wird. Zudem gibt das Buch einen Überblick über die allgemeinen Fördersystematiken in der Übergangsphase Schule - Beruf, den speziellen Berliner Maßnahmedschungel und mögliche Ausgrenzungsrisiken für Jugendliche mit Lernbehinderung. Die Forschungsarbeit wurde über und für die Praxis verfasst und richtet sich an unterschiedliche Zielgruppen: Forschende und Lehrende an Fachhochschulen und Universitäten, Lehrer/innen an Schulen, Berater/innen für Jugendliche, aber auch an interessierte Eltern." Die Untersuchung enthält quantitative Daten. Forschungsmethode: empirisch-qualitativ; empirisch; Fallstudie; Exploration; Aktenanalyse; Beobachtung. Die Untersuchung bezieht sich auf den Zeitraum 1999 bis 2005.
Projektbericht Jugendsozialarbeit als Lernort zur Förderung der Persönlichkeitsentwicklung
Projektlaufzeit: Beginn: 01.05.2012 Ende: 31.12.2012, Autorin: Dr. Gabriele Knapp, Projektdurchführung: IN VIA Sozialwissenschaftliche Forschungsstelle
Giersmauer 35, 33098 Paderborn, Projektleitung: Dr. Birgit Marx, Auftraggeber: Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit (BAG KJS) e V.
Der Projektbericht geht auf diesem gesellschaftlichen Hintergrund davon aus, dass sich junge Erwachsene im Übergang Schule-Beruf in einer Lebensphase befinden, in der sie spezifische Entwicklungsaufgaben zu bewältigen haben, um sich als Person weiterentwickeln und schließlich „erwachsen“
werden zu können. Erwachsensein wird verstanden als Reifung zu einem vollständigen Mitglied der
Gesellschaft und der Befähigung, am gesellschaftlichen Leben uneingeschränkt teilhaben zu können.
Der Fokus der Jugendberufshilfe liegt zwar nicht auf der Förderung der Persönlichkeitsentwicklung der
Erwerbsarbeit suchenden Jugendlichen, jedoch geht die Studie davon aus, dass sie zwangsläufig bzw.
automatisch „mitgefördert“ wird, weil junge Menschen ansonsten nicht mündig und selbstständig werden können. Jugendberufshilfe trägt somit einen Teil dazu bei, junge Menschen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen, wenn dies auch nicht immer bewusst geschieht. Auf der Basis dieser Grundannahmen wurden folgende Thesen für die Untersuchung entwickelt:
Fachkräfte der Jugendsozialarbeit sind aufgrund der Veränderungen in der Gesellschaft (Sozialer Wandel, ökonomische Unsicherheiten, demografischer Wandel, Diktat der Ökonomie), zunehmend gezwungen, ihren Blick zu verengen auf die „Verwertbarkeit“ junger Erwachsener für den Arbeitsmarkt.
Junge Erwachsene erwerben im Rahmen der Jugendberufshilfe Kompetenzen, die über beruflich
„verwertbare“ Kompetenzen und den Erwerb der sogenannten Berufsfähigkeit hinausgehen.
Es hat eindeutig gezeigt, dass Jugendsozialarbeit, und insbesondere die Jugendberufshilfe, wichtige, gesellschaftlich relevante Aufgaben übernehmen. Für diese qualitativ anspruchsvolle
Arbeit sollte die Gesellschaft sensibilisiert werden, das Berufsfeld sollte selbstbewusst nach außen au f-treten, um sich vom Image der „Reparaturstelle von gesellschaftlich definierten Problemfällen“ zu b e-freien, wie es eine Fachkraft formulierte. Betreuer/inne n bereiten die als schwierig geltende Zielgruppe
der besonders benachteiligten Jugendlichen auf ihre Berufsrolle vor und fördern darüber hinaus ihre
Persönlichkeitsentwicklung. Sie verhelfen ihnen dazu, sich zu selbstständigen und mündigen Menschen
entwickeln zu können. Doch letztlich entscheiden die Regeln des Arbeitsmarktes, ob sich diese in Gang
gesetzten Entwicklungsprozesse entfalten können oder ob sie blockiert werden.
Dies betrifft auch das Berufsfeld Jugendsozialarbeit generell und die Jugendberufshilfe im Besonderen.
Die Arbeitsverhältnisse der Betreuer/innen in den Kompetenzagenturen sind häufig prekär, was die
Entwicklung eines selbstbewussten Auftretens als Berufsgruppe nicht begünstigt. Sie brauchen eine
Interessensvertretung, die Rahmenverträge und Vergabesysteme der Jugendberufshilfe kritisiert. Inner-halb des Berufsfeldes sollte über das eigene Selbstverständnis diskutiert und außerhalb sollte ein ge-sellschaftlicher Diskurs über die aktuelle Rolle der Jugendsozialarbeit mit ihrem Arbeitsfeld Jugendbe-rufshilfe eröffnet werden. Qualifizierte Arbeit gibt es nicht umsonst, Jugendsozialarbeit und in diesem
Rahmen die Jugendberufshilfe sollten als Infrastrukturmaßnahme etabliert und öffentlich finanziert werden.

References: §16
 § 13
 § 13
 § 22
 § 22
 § 41
 § 13