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Timestamp: 2019-04-20 04:30:10+00:00

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Gewerbeertrag - Steuerlexikon von A-Z
Gewerbesteuerrechner für die Jahre 2008 - 2015, 2016 und 2017
Gewerbesteuerhebesatz %
§ 7 GewStG schreibt die eigenständige Herleitung des Gewinns aus Gewerbebetrieb vor (s. auch R 7.1 GewStR 2009). Für die Ermittlung des Gewerbeertrages sind die Vorschriften des Einkommensteuergesetzes, des Körperschaftsteuergesetzes, der entsprechenden Durchführungsverordnungen und die allgemeinen Verwaltungsanordnungen über die Ermittlung des Gewinns anzuwenden, soweit eine Anwendung für die Gewerbesteuer nicht ausgeschlossen ist (§ 7 GewStG).
Hinweise zur Berechnung s. Ermittlung der Gewerbesteuer - Übersicht
Nicht abzugsfähige Betriebsausgaben i.S.d. § 4 Abs. 5 EStG sind zwar handelsrechtlich als Aufwand zu behandeln. Wegen der Abzugsverbote ist eine außerbilanzielle Hinzurechnung zum steuerlichen Gewinn vorzunehmen. Dies schlägt wegen der Anknüpfung an den einkommensteuerlich zu ermittelnden Gewinn auf die Gewerbesteuer durch.
Umstritten war z.B. die Teilbetriebseigenschaft bei mehrerenWindkraftanlagen, die jeweils über eine eigene Transformatoren-/Übergabestation verfügen. Da keine wesensverschiedenen Tätigkeiten ausgeübt und diese gleichartigen Leistungen regelmäßig gegenüber einem einzigen Energieversorgungsunternehmen erbracht werden, kann eine begünstigte Teilbetriebsveräußerung im Falle der Veräußerung einzelner Windkraftanlagen nicht bejaht werden. Ein Teilbetrieb ist ebenso wie ein Gewerbebetrieb nur dann aufgegeben, wenn der bisherige Geschäftszweck - wirtschaftlich betrachtet - nicht mehr weiterverfolgt wird (BFH, 25.11.2009 - X R 23/09, NWB 2010, 955, BFH, 22.11.1988 -VIII R 323/84, BStBl II 1989, 357).
Dies gilt allerdings nicht für die Veräußerung von Anteilen an Kapitalgesellschaften und zwar auch dann, wenn die Beteiligung das gesamte Nennkapital umfasst und daher einkommensteuerlich nach § 16 Abs. 1 Nr. 1 Satz 2 EStG begünstigt ist. Gewerbesteuerfrei bleiben sollen die Gewinne nur, soweit sie im Rahmen der Betriebsaufgabe oder -veräußerung erzielt werden. Allerdings sind seit der Einführung des Halbeinkünfteverfahrens (d.h. in der Regel für Veräußerungen ab dem Erhebungszeitraum 2002). Ergebnisse aus der Veräußerung von Anteilen an Kapitalgesellschaften unabhängig von der Beteiligungshöhe stets zur Hälfte einkommensteuerfrei gemäß § 3 Nr. 40 Buchstabe a i.V.m. § 3c Abs. 2 EStG. Mangels spezieller gewerbesteuerlicher Vorschriften wirkt sich diese hälftige Beteiligung bei natürlichen Personen auch auf den Gewinn i.S.v. § 7 GewStG aus, vgl. auch Fiktives Betriebsausgabenabzugsverbot, Dividendenfreistellung - Körperschaftsteuer.
Auch die Zinsen für das Fremdkapital und die Miete für die Maschinen mussten durch den Betrieb erwirtschaftet werden. Bei Eigenkapital und eigenen Maschinen wäre der Gewinn höher ausgefallen. Also sind grundsätzlich Hinzurechnungen nach § 8 GewStG erforderlich: nach Nr. 1 für die Hälfte der Zinsen und nach Nr. 7 für die Hälfte der Miete.
Thema: Gewerbeertrag
Beteiligung an gewerblich geprägter Gesellschaft: Keine erweiterte Kürzung bei Ermittlung des Gewerbeertrags
Hinzurechnungsbetrag nach dem Außensteuergesetz als Teil des Gewerbeertrags

References: § 7
 § 4
 § 16
 § 3
 § 3
 § 7
 § 8