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Timestamp: 2018-02-23 11:10:26+00:00

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Zeitkonto - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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28.09.2014, 12:53 #1
ich bin neu hier und würde mich als erstes gleich vorstellen. Ich bin der Sascha und bin 28. :)
Ich habe vor paar Monaten bei einer Zeitfirma angefangen, da ich sonst nichts finden konnte. Habe zwar eine Ausbildung und Mittlere Reife aber trotzdem konnte ich keine Arbeit finden.
Jetzt habe ich zurzeit keine Arbeit, da meine Zeitfirma mir nichts finden kann. Also ich habe eine überlassungsfreie Zeit. Und ich verstehe nicht ganz, ob meine Zeitfirma diese Zeit weiterhin bezahlt oder nicht und hat es einen Einfluß auf mein Zeitkonto? Ich habe auch keine Überstunden.
Hier ein Auszug aus unserem Vertrag:
Für die Zeiten, in denen der Mitarbeiter nicht überlassen ist, erhält er auf der Grundlage seiner vertraglichen Arbeitszeit das vertragliche Entgelt (Punkt 6.2) In dem Fall ist der Mitarbeiter verpflichtet, sich täglich jeweils zwischen 8:00 Uhr und 17:00 Uhr in der zuständigen Niederlassung zu melden.
Die Summe des jeweiligen tariflichen Entgelts und der übertariflichen Zulage bilden das vertragliche Entgelt.
Hier alles was in unserem Vertrag über Zeitkonte steht:
Für den Mitarbeiter wird entsprechend den tariflichen Regelungen ein Arbeitszeitkonto eingerichtet und geführt.
28.09.2014, 13:02 #2
AW: Zeitkonto
Und ich verstehe nicht ganz, ob meine Zeitfirma diese Zeit weiterhin bezahlt oder nicht und hat es einen Einfluß auf mein Zeitkonto? Ich habe auch keine Überstunden.
Die müssen Dich weiter bezahlen. Du musst DIch aber täglich einmal bei denen melden. Meies Wissens nach, dürfen die das Zeitkonto nicht antasten in solchen zeiten.
28.09.2014, 13:20 #3
Welcher Tarifvertrag gilt denn für dich?
Es dürfen keine minus Stunden auflaufen .
es heißt folgendes bei meinem Vertrag:
Soweit dieser Arbeitsvertrag keine für den Mitarbeiter günstigeren Regelungen vorsieht, bestimmen sich die Rechte und Pflichten der Parteien dieses Arbeitsvertrages nach den jeweils betrieblich-fachlich einschlägigen Tarifverträgen (insbesondere Mantel-, Entgeltrahmen-, Entgelttarifverträge) in ihrer jeweils gültigen Fassung. Dabei gelten diese Tarifverträge nicht alle gleichzeitig, vielmehr gilt Folgendes:
Soweit der Mitarbeiter im Wege der Arbeitnehmnerüberlassung eingesetzt ist, gelten aussschießlich jeweils diejenigen Mantel-,Entgeltrahmen und Entgelt-tarifverträge, die zwischen dem BAP bzw. BZA und der Gewerkschaft geschlossen wurden.....
Soweit der Mitarbeiter nicht im Wege der Arbeitnehmerüberlassung in einem Kundenbetrieb eingesetzt ist, finden die mit der Gewerkschaft ver.di geschlossenen Mantel-,Entgeltrahmen- und Entgelttarifverträge Anwendung.
PS: Warum darf es keinen Minus auf der Zeitkonto geben? Über das Zeitkonto steht so gut wie nichts im Vertrag.
28.09.2014, 15:04 #5
Weil in deinem Vertrag steht, dass dir Überlassungsfreie Zeiten auszuzahlen sind.
Entgelt ist dein Lohn und nicht irgendwelche Stunden.
ich habe es nicht ganz verstanden was du jetzt meinst. Bin kein Kenner von Bürokratie.
Also die bezahlen mir weiter und ich muss mir keine Sorgen machen, dass ich das ausgezahlte Geld nicht wieder zurück zahlen muss?
30.09.2014, 15:48 #7
hust**
30.09.2014, 16:29 #8
schon seit 1,5 Wochen arbeite ich nicht. Meine Leihfirma bietet mir keine Jobs an. Ich glaube die werden mich bald kündigen. Schließlich müssen die mich weiter bezahlen. Dass sie was finden, ist eher unwahrscheinlich. Die haben mich auch nur wegen einer Stelle angenommen, die jetzt nicht mehr da ist. Was denkt ihr wann werden die mich kündigen? Bin übrigens noch in der Probezeit.
30.09.2014, 17:12 #9
Ich habe nicht geschrieben, dass die ZAF dich weiterhin bezahlt.
Ich habe geschrieben, dass es so in deinem Vertrag steht.
Dort steht nämlich NICHT, dass überlassungsfrei Zeiten auf ein AZKonto gehen als Minuszeit.
Wann sie dir kündigen, weiss ich nicht.
Such dir doch jetzt schon mal was Neues. Hast ja jede Menge Zeit.
30.09.2014, 17:25 #10
naja in Regensburg, dass laut Statistik die wirtschaftlich reichste Stadt ist, ist schwer was zu finden. Habe mich schon bei 7 Leihfirmen beworben und immer das selbe: "Kommen Sie, füllen Sie bitte den Bogen aus, wir werden uns melden."
Und das war die einzige Firma die mir ein Job vorgeschlagen hat, und das erst 5 Monate nach meiner Bewerbung. Was ich auch komisch finde, denn ich mein einer bietet sich frei zu versklaven, aber keiner hat Interesse. Oder höchstwahrscheinlich ist der Zuhälter-Markt an Sklaven so überfüllt, dass keiner mehr die Sklaven braucht.
01.10.2014, 02:26 #11
Also ich habe eine überlassungsfreie Zeit. Und ich verstehe nicht ganz, ob meine Zeitfirma diese Zeit weiterhin bezahlt oder nicht und hat es einen Einfluß auf mein Zeitkonto? Ich habe auch keine Überstunden.
Die müssen dich weiterhin bezahlen (AÜG §11 Abs.4 Satz 2) und dürfen auch nicht an das Zeitkonto ran (siehe unten).
Telefonsich oder persönlich? Falls letzteres, was ist mit den Fahrtkosten?
schon seit 1,5 Wochen arbeite ich nicht. [...] Was denkt ihr wann werden die mich kündigen?
Bei den meisten ZAF hättest du die Kündigung schon ...
Selbst wenn es da stehen würde ... :
Und das war die einzige Firma die mir ein Job vorgeschlagen hat, und das erst 5 Monate nach meiner Bewerbung.
Irgendwo flog hier vor kurzem mal eine Meldung rum, daß eine ZAF jemanden 15 Jahre nach der Bewerbung einstellen wollte ... du hast also sehr viel Zeit ...
01.10.2014, 07:43 #12
danke für Erklärung :)
Ich wusste dass das mit der Zeitkonto etwas nicht stimmte. Erstens steht über Zeitkonto nichts im Vertrag und zweitens ich kann es nicht nirgendwo einsehen. Das war mir schon klar, dass da wird versucht etwas zu vertuschen. Leider denken die meisten (so meine Umfrage) dass die Zeitkonto es machen darf.
Wenigstens dürfen die Zeitfirmen bei freien Zeiten die Zeitkonten nicht anrühren. Aber dass die einfach kündigen können um den Arbeitnehmer nicht zu bezahlen, das ist wieder schmarn. Aber ich weiß, so weit zu schauen liegt in jenseits der Intelligenz und Kompetenz der Anzugträger in Bundestag. Außer dem publizistischem Reden kann man von denen wohl nichts verlangen. Dann mal da gegen Grundgesetz verstoßen, mal da. Mal einfach in die EU eintretten, ohne das Volk zu fragen womit diese Aktion illegal ist, lassen die Amis uns weiterhin abhören, obwohl sowas nicht mal die Polizei darf, aber USA ist ja über dem deutschen Grundgesetz. Dann Waffen in Konfliktgebiet verkaufen, nach dem man sagt, dass Waffen keine Lösung seien. Dafür bekommen die 8000,-EUR Gehalt, gehen mit 50 jahren in die Rente und bekommen 5000,-Rente. Halt wie es in einem kapitalis...ups demokratischem Land sein soll.
01.10.2014, 08:23 #13
Gestern habe ich bei ChefDuzen diese Infos vom dortigen User @dagobert (= dagobert1 in diesem Forum??) abgegriffen.
Zum Thema Leiharbeit und Arbeitszeitkonto:
1. Nach § 615 Satz 1 BGB hat der Arbeitgeber die vereinbarte Vergütung fortzuzahlen, wenn er mit der Annahme der Dienste in Verzug gerät. Die Voraussetzungen des Annahmeverzuges richten sich nach den §§ 293 ff. BGB. Ist für die vom Gläubiger vorzunehmende Handlung eine Zeit nach dem Kalender bestimmt, bedarf es nach § 296 BGB keines Angebots des Arbeitnehmers. wenn der Arbeitgeber die Handlung nicht rechtzeitig vornimmt. Der Zweite Senat des Bundesarbeitsgerichts hat die nach dem Kalender bestimmte Mitwirkungshandlung des Arbeitgebers darin gesehen, dem Arbeitnehmer für jeden Arbeitstag einen funktionsfähigen Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen. Nach einer unwirksamer Kündigung müsse deshalb der Arbeitgeber den Arbeitnehmer, wenn er nicht in Annahmeverzug geraten wolle, die Arbeit wieder zuweisen (...). Dem stimmt der erkennende Senat zu. Dem Arbeitgeber obliegt es als Gläubiger der geschuldeten Arbeitsleistung, dem Arbeitnehmer die Leistungserbringung zu ermöglichen. Dazu muß er den Arbeitseinsatz des Arbeitnehmers fortlaufend planen und durch Weisungen hinsichtlich Ort und Zeit näher konkretisieren. Kommt der Arbeitgeber dieser Obliegenheit nicht nach, gerät er in Annahmeverzug, ohne daß es eines Angebots der Arbeitsleistung durch den Arbeitnehmer bedarf.
Der Mythos von der Pflicht die Leihbude anzurufen ist also auch Unfug. Es sei denn man hat der Leihbude etwas derartiges unterschrieben.
Quelle: Wie man sich gegen Zeitarbeit und Hartz IV Sanktionen wehren kann !
01.10.2014, 09:34 #14
ja gut, täglich bei der Firma einmal anzurufen denke ich ist kein großes Problem :)
03.10.2014, 11:07 #15
So was gibts auch bei "normalen Firmen" diese Zeitkonten.Fakt ist falls man in einem Betrieb einen Arbeitsplatz gefunden hat wird dieser erst mal befristet.Diese Befristungt kann auch gesplittet werden und es wird verlangt von dem Mitarbeiter ein Zeitkonto zu haben.2 Jahre dauert diese
Befristung und man kann danach wieder auf der Strasse sein.
Ich bin seid 10 Jahren Leiharbeiter und habe einen unbefristeten Arbeitsvertrag genauso wie dieses bei den "normalen Firmen" ist.Diese Unbefristbarkeit muss man sich erstmal erarbeiten,
wie bei den "normalen Firmen".Dieses ist zwar kein Trost aber ob ZAF oder andere Firmen überall das Gleiche.Falls eine Firma keine Arbeit hat werden Leute entlassen und zu erst diese die befristet sind und noch nicht lange da sind. Falls es keinen Anschluss zu einem anderen Entleihbetrieb liegt es daran das es keine Arbeit gibt und die ZAF auch keine Betriebe herbeizaubern kann.
03.10.2014, 11:37 #16
Hu Hu saschaa :-)
https://www.youtube.com/watch?v=a2XwWAknMAI
03.10.2014, 12:34 #17
Hier zu diesem Video:
Hatte ich schon in einem anderen Thred die §§ ausgearbeitet.
Die ZAF macht sich sogar strafbar !
Hier war es> Kein Einsatz kein Lohn?
Ich stell es aber nochmal hier rein.
- Lohnverechnung bei einsatzfreier Zeit
- oder sonstige Lohnvorenthaltung
Warum gibt es denn Anspruch auf Bezahlung für einsatzfreie Zeit ?
Die ZAF hat keine Aufträge und will den Arbeiter für eine gewisse Zeit dafür beurlauben.
Damit die ZAF keinen Lohn aufbringen muss, werden Stunden vom Zeitkonto verrechnet.
Satz 1: (§ 615 BGB)
Kommt der Dienstberechtigte mit der Annahme der Dienste in Verzug,
Der Dienstberechtigte ist das Zeitarbeitsunternehmen. Die ZAF hat keine Aufträge. Der ZAF-Arbeiter bietet seine Dienste an aber die ZAF nimmt die Dienste nicht an. Dadurch befindet sich die ZAF in Verzug.
Satz 1 : (§ 615 BGB)
so kann der Verpflichtete für die infolge des Verzugs nicht geleisteten Dienste die vereinbarte Vergütung verlangen, ohne zur Nachleistung verpflichtet zu sein.
Der Verpflichtete ist der Leiharbeiter. Dem Leiharbeiter liegt es dann in seinem Ermessen, ob er in Folge der einsatzfreien Zeit den Lohn verlangt. Der Leiharbeiter bekommt seinen Lohn und ist nicht verpflichtet für diesen Lohn nachträglich zu arbeiten (ohne zur Nachleitung verpflichtet zu sein).
Satz 2: (616 BGB dieser Satz bleibt unberührt – siehe dann § 11 Abs. 4 Satz 2 ANÜ)
Er muss sich jedoch den Wert desjenigen anrechnen lassen, was er infolge des Unterbleibens der Dienstleistung erspart oder durch anderweitige Verwendung seiner Dienste erwirbt oder zu erwerben böswillig unterlässt. Die Sätze 1 und 2 gelten entsprechend in den Fällen, in denen der Arbeitgeber das Risiko des Arbeitsausfalls trägt.
Verweist man die ZAF zu § 615 BGB so könnte sich die ZAF auf einen Vertrag (Tarifvertrag) berufen. Einen Vertrag zw. Gewerkschaft und ZAF bzw. ein Vertrag zw. ZAF und dem Dachverband der ZAF. In diesm Vertrag könnte es einen Passus geben, dass einsatzfreie Zeiten nicht bezahlt werden. Dies ist nach § 11 (4) AÜG – Arbeitnehmerüberlassungsgesetz rechtswidrig.
§ 11 Abs. 4 Satz 2 AÜG:
Das Recht des Leiharbeitnehmers auf Vergütung bei Annahmeverzug des Verleihers (§ 615 Satz 1 des Bürgerlichen Gesetzbuches ) kann nicht durch Vertrag aufgehoben oder beschränkt werden; § 615 Satz 2 des Bürgerlichen Gesetzbuches bleibt unberührt.
Sagt hier deutlich aus:
Würde es einen Vertrag geben, wo einsatzfreie Zeit nicht vergütet wird – ist dieser Vertrag ungültig.
Durch den vorenthaltenen Lohn kommen auch keinen Sozialabgaben in die Staatskasse.
Auch der Staat ist an diesen Lohnabgaben interessiert. Das stellt sogar einen Straftatbestand dar.
§ 266a Abs. 1 StGB – Strafgesetzbuch
03.10.2014, 15:35 #18
Falls eine Firma keine Arbeit hat werden Leute entlassen und zu erst diese die befristet sind und noch nicht lange da sind. Falls es keinen Anschluss zu einem anderen Entleihbetrieb liegt es daran das es keine Arbeit gibt und die ZAF auch keine Betriebe herbeizaubern kann.
so ein Blödsinn. Denn es ist schon ein Unterschied ob man in einer Firma angestellt ist oder in einer Sklavenhütte.
In einem Betrieb bekommt man eben nur Lohn für geleistete Arbeit.
Eine ZAf hat eben das Kerngeschäft Aufträge an Land zu ziehen. Sie verleiht ihre Sklaven dann an den Entleiher.
Hat die ZAF keinen Entleiher für ihre Mitarbeiter hat sie eben trotzdem zu bezahlen. So steht es im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz
Für Einsatzfreie Zeit sich am Stundenkonto des Leiharbeiters zu bedienen ist Illegal und ein Straftatbestand. Man muss es eben zur Anzeige bringen. Und so ohne weiteres zu kündigen wegen Arbeitsmangel ist eben auch nicht drinn. Irgendwo gab es doch was das es der ZAF zuzumuten sei 3 Monate den SKlaven zu bezahlen.
Aber freiwillig machen die es eben nicht man muss schon protestieren
Zeitkonto Minus Stunden skydoodie Zeitarbeit und -Firmen 21 11.11.2013 10:50
Minusstunden auf dem Zeitkonto-zulässig??? maisonette Zeitarbeit und -Firmen 23 15.07.2012 16:02

References: §11
 § 615
 § 296
 § 11
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§ 266