Source: https://gesetze-in-app.de/ZPO/514
Timestamp: 2019-09-19 04:02:06+00:00

Document:
§ 514 ZPO: Versäumnisurteile
Versäumnisurteile
§ 513 ZPO
BGH, BESCHLUSS vom 4.10.2015, Az. VI ZR 488/14 Denn es ist seit der Änderung des § 514 Abs. 2 ZPO (§ 513 Abs. 2 ZPO aF) durch das Gesetz zur Vereinfachung und Beschleunigung gerichtlicher Verfahren vom 3. Dezember 1976 (BGBl. I S. 3281) anerkannt, dass die Revision nach den Vorschriften der § 565 Satz 1, § 514 Abs. 2 ZPO ohne Rücksicht auf den Wert des Beschwerdegegenstandes oder eine Zulassung zulässig ist (BGH, Urteil vom 8. Oktober 2015 - III ZR (Ü) 1/15 Rn. 7; Beschluss vom 3. März 2008 - II ZR 251/06, NJW-RR 2008, 876 Rn. 3; Urteil vom 11. Oktober 1978 -IVZR 101/77, NJW 1979, 166).
OLG Nürnberg, Beschluss vom 3.4.2013, Az. 1 U 846/13 1. a) Nach ständiger Rechtsprechung des BGH (grundlegend BGHZ 73, 85) und der herrschenden Meinung in der Literatur (vgl. etwa Zöller-Vollkommer, ZPO, 29. Aufl. 2012, § 700 Rn. 14 mit weiteren Nachweisen zu dem Schrifttum) ist § 514 Abs. 2 ZPO in den Fällen, in denen durch Zweites Versäumnisurteil der Einspruch gegen einen vorausgegangenen Vollstreckungsbescheid verworfen wird, dahingehend auszulegen, dass die Berufung auch auf die verfahrensrechtliche Unzulässigkeit des Vollstreckungsbescheides gestützt werden kann.
BGH, BESCHLUSS vom 1.11.2010, Az. VII ZB 72/09 9	aa)	Im	Ausgangspunkt	zutreffend	und insoweit auch von der Rechtsbe- schwerde nicht beanstandet geht das Berufungsgericht davon aus, dass die Zulässigkeit des Rechtsmittels nach § 514 Abs. 2 ZPO die schlüssige Darlegung voraussetzt, ein Fall der Säumnis habe nicht Vorgelegen (BGH, Urteil vom 25. November 2008 - VIZR 317/07, NJW 2009, 687, Rn. 6; Urteil vom 22. März 2007 - IX ZR 100/06, NJW 2007, 2047 jeweils m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 2.10.2008, Az. VI ZR 317/07 Eine schuldhafte Säumnis im Sinne von § 514 Abs. 2 Satz 1 ZPO liegt aber auch dann vor, wenn der Prozessbevollmächtigte, der kurzfristig und nicht vorhersehbar an der Wahrnehmung des Termins gehindert ist, nicht das ihm Mögliche und Zumutbare getan hat, um dem Gericht rechtzeitig seine Verhinderung mitzuteilen (BGH, Urteile vom 3. November 2005 -1 ZR 53/05 - NJW 2006, 448, 449 und vom 22. März 2007 - IX ZR 100/06 - aaO; vgl. zu § 513 ZPO a.F. BAG, AP Nr. 5 zu §513 ZPO; BAG, NJW 1972, 790 f.; BGH, Urteil vom 19. November 1998 - IX ZR 152/98- VersR 2000, 121, 122; vgl. auch Musie-lak/Stadler, aaO, § 337, Rn. 6; Thomas/Putzo/Reichold, ZPO, 29. Aufl., § 337, Rn. 3, jeweils m.w.N.).
BGH, BESCHLUSS vom 1.2.2007, Az. II ZB 4/06 10	a) Ergeht gegen eine Partei, die gegen ein zu ihrem Nachteil erwirktes erstes Versäumnisurteil fristgerecht Einspruch eingelegt hat, wegen ihrer Säumnis im Einspruchstermin ein zweites Versäumnisurteil, so kann eine hiergegen eingelegte Berufung nicht darauf gestützt werden (vgl. § 514 Abs. 2 Satz 1 ZPO), dass das erste Versäumnisurteil nicht prozessordnungsgemäß zustande gekommen ist (BGHZ 141, 351, 355).
BGH, BESCHLUSS vom 3.8.2005, Az. IV ZB 63/04 Dabei dürfen die Gerichte die Anforderungen an den auf § 514 Abs. 2 ZPO gestützten Parteivortrag mit Blick auf den verfassungsrechtlich garantierten Anspruch auf wirkungsvollen Rechtsschutz und auf rechtliches Gehör nicht überspannen (vgl. BVerfGE 31, 388, 390; 37, 93, 97 f.; 40, 182, 184; 40, 42, 44).
BGH, Urteil vom 2.2.1989, Az. VI ZR 246/88 1. Das Berufungsgericht geht zutreffend davon aus, daß ein Berufungsverzicht (§ 514 ZPO) nicht nur gegenüber dem Gericht, sondern auch gegenüber dem Prozeßgegner erklärt werden kann (BGH Urteil vom 6. März 1985 - VIII ZR 123/84 -NJW 1985, 2335 m.w.N.).
BGH, BESCHLUSS vom 3.6.1981, Az. IVb ZB 660/80 Der Antragsgegner hat durch seinen Verfahrensbevollmächtigten in zulässiger und formgerechter Weise und damit wirksam auf Rechtsmittel gegen das Urteil verzichtet (§ 514 ZPO; BGHZ 2, 112).
BGH, vom 1.11.1974, Az. III ZR 125/72 Gegenüber dem Prozeßgegner kann eine Partei auf ein ihr zustehendes Rechtsmittel in zulässiger Weise ohne Hinzuziehung eines Rechtsanwalts einseitig oder im Wege der Vereinbarung mit dem Gegner verzichten (BGHZ 2, 112), wobei der Rechtsmittel verzieht durch Einrede in das Rechtsmittel verfahren eingeftihrt werden muß (BGH in LM § 514 ZPO Nr. 3; JR 1953, 153*
BGH, URTEIL vom 3.3.1974, Az. IV ZR 83/73 Bei ihrer Erklärung muß die Partei nicht das Wort 'Verzicht', sondern kann auch andere Wendungen gebrauchen, vorausgesetzt, daß hierdurch zweifelsfrei ein Verzicht im Sinne des § 514 ZPO zu dem Ausdruck gebracht ist (BGH LH ZPO § 514 Nr. 6).
BGH, URTEIL vom 2.11.1967, Az. IX ZR 49/70 ■ Auf ein Rechtsmittel kann durch Erklärung gegenüber dem Gericht (§ 514 ZPO), aber auch ohne Anwaltszwang gegenüber dem Gegner (BGHZ 2, 112; 4, 314, 320) ver-
BGH, URTEIL vom 2.11.1967, Az. IX ZR 49/70 Der Verzicht auf die Anschließung kann wie der auf ein Rechtsmittel (vgl. BGKZ 4, 314, 321; BGH LM Nr. 6 zu § 514 ZPO), durch schlüssige Handlung
BGH, Urteil vom 5.6.1962, Az. V ZR 68/61 Von einer eindeutigen Erklärung, wie sie nach dem - auf die Anschlußberufung sinngemäß anwendbaren - § 514 ZPO für einen Rechtsmittelverzicht erforderlich ist (BGH IM ZPO § 514 Nr. 1, 4 und 6; vgl. auch Paulsen aaO Nr. 2 vorletzter Absatz), kann somit hier keine Rede sein.

References: § 513
 § 514
 § 565
 § 514
 BGH 
 § 700
 § 514
 § 514
 § 514
 § 513
 §513
 § 337
 § 337
 § 514
 § 514
 § 514
 § 514
 § 514
 BGH 
 § 514
 § 514
 § 514