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Timestamp: 2019-01-17 16:44:42+00:00

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1004.0.5 Begründung zum Ausführungsgesetz der EKD zum Pfarrdienstgesetz (PfDG.EKD) - Kirchenrecht Online-Nachschlagewerk
1004.0.5 Begründung zum Ausführungsgesetz der EKD zum Pfarrdienstgesetz (PfDG.EKD)
Begründung zum Entwurf des Kirchengesetzes zur Anpassung des Dienstrechts für Kirchenbeamtinnen und -beamte der EKD und für Pfarrerinnen und Pfarrer der EKD und zur Änderung des Kirchengerichtsgesetzes der Evangelischen Kirche in Deutschland
IIa. Zu Artikel 1 (Ausführungsgesetz zum Pfarrdienstgesetz der EKD)
IIg. Zu Artikel 7 (Bekanntmachungserlaubnis)
IIh. Zu Artikel 8 (Inkrafttreten)
V. Artikel 5 1. Änderung des Ausführungsgesetzes der EKD zum Pfarrdienstgesetz
1. Zu § 3a
2. Zu § 4a
zum Ausführungsgesetz der EKD zum Pfarrdienstgesetz
Begründung des Artikel 1 zum Entwurf des Kirchengesetzes zur Anpassung des Dienstrechts für Kirchenbeamtinnen und -beamte der EKD und für Pfarrerinnen und Pfarrer der EKD und zur Änderung des Kirchengerichtsgesetzes der Evangelischen Kirche in Deutschland vom 9. November 2011
ABl. EKD S. 339
Begründung des Artikel 5 Kirchengesetz zur Änderung dienstrechtlicher Regelungen 2016 vom 8. November 2016
zum Entwurf des Kirchengesetzes zur Anpassung des Dienstrechts für Kirchenbeamtinnen und -beamte der EKD und für Pfarrerinnen und Pfarrer der EKD und zur Änderung des Kirchengerichtsgesetzes der Evangelischen Kirche in Deutschland
Mit dem vorliegenden Gesetzentwurf werden die dienst- und besoldungsrechtlichen Regelungen, die für Kirchenbeamtinnen und -beamte der EKD gelten, an die Änderungen des Kirchenbeamtengesetzes aufgrund des zeitgleich der Synode vorliegenden Entwurfs eines Kirchengesetzes zur Harmonisierung des Dienstrechts angepasst. Außerdem werden ein Kirchengesetz zur Ausführung des Pfarrdienstgesetzes der EKD und weitere Regelungen vorgelegt, die für die Begründung von Pfarrdienstverhältnissen durch die EKD zu schaffen bzw. anzupassen sind.
Inhaltlich ist hervorzuheben:
Das Ausführungsgesetz der EKD zum Pfarrdienstgesetz orientiert sich weitgehend am Ausführungsgesetz der EKD zum Kirchenbeamtengesetz.
Das Kirchenbeamtenbesoldungs- und -versorgungsgesetz der EKD soll für Pfarrerinnen und Pfarrer der EKD entsprechend gelten. Auf eine weitergehende Überarbeitung wird im gegenwärtigen Zeitpunkt verzichtet, da Überlegungen bestehen, ein gemeinsames Besoldungs- und Versorgungsgesetz für alle Gliedkirchen zu erarbeiten, die sich in dieser Materie am Bundesrecht orientieren wollen.
Pfarrerinnen und Pfarrer der EKD werden in den Geltungsbereich des Mandatsgesetzes der EKD aufgenommen. Auch hier wird im Hinblick auf ein späteres Regelungsvorhaben, das zugleich zu einer Zusammenführung mit dem Recht der UEK führen soll, von einer weiteren Überarbeitung abgesehen.
Bei Pfarrdienstverhältnissen auf Zeit soll bei Eintreten eines Grundes zur Versetzung in den Wartestand im Einvernehmen mit der Heimatgliedkirche die Entlassung aus dem Dienstverhältnis auf Zeit und die Rückkehr in die Heimatgliedkirche erfolgen (§ 2 Absatz 2 AGPfDG-EKD).
Die Regelung definiert Dienstherr und oberste Dienstbehörde für den Bereich der EKD. Sie entspricht § 1 AGKBG.EKD.
Die Regelung konkretisiert § 2 Absatz 2 Satz 2 Nummer 2 PfDG.EKD. Die angeführten Fristen von sechs, neun und zwölf Jahren sind dem § 9 Absatz 2 des Ökumenegesetzes entnommen, da Pfarrdienstverhältnisse auf Zeit voraussichtlich überwiegend für den Einsatz in einer Auslandsgemeinde ohne eigene Rechtspersönlichkeit begründet werden, wo z.Zt. noch Kirchenbeamtinnen und Kirchenbeamte auf Zeit Dienst tun (vgl. § 17 Absatz 3 Ökumenegesetz der EKD).
Mit Absatz 2 wird die Versetzung in den Wartestand für Pfarrerinnen und Pfarrer in einem Pfarrdienstverhältnis auf Zeit ausgeschlossen, da sie bei Vorliegen der Wartestandsvoraussetzungen im Einvernehmen mit dem beurlaubenden Dienstherrn vorzeitig entlassen werden können (§ 109 Abs. 5 PfDG.EKD). Angesichts eingeschränkter Einsatzmöglichkeiten im Bereich der EKD wäre es nicht sinnvoll, sie in den Wartestand zu versetzen. Für den Dienstherrn ist eine klare Regelung vorzuziehen und für die Betroffenen bietet das sofortige Wiederaufleben des ruhenden Dienstverhältnisses in der Heimatgliedkirche eine wesentlich bessere Chance zur Wiedereingliederung in den Dienst als dies bei einem vorhergehenden Warte-stand bei der EKD der Fall sein könnte.
Da die EKD keine eigenen Regelungen zur Amtstracht hat, haben sich Pfarrerinnen und Pfarrer im Pfarrdienstverhältnis der EKD nach den Regelungen der Gliedkirche, in deren Dienst sie zuvor gestanden haben, zu richten. Dies entspricht dem, was ordinierte Kirchenbeamtinnen und Kirchenbeamte der EKD bisher praktizieren.
Die Absätze 1 und 2 entsprechen dem, was bisher in § 7 des Kirchengerichtsgesetzes der EKD für Kirchenbeamtinnen und Kirchenbeamte der EKD geregelt war, aber systematisch in die jeweiligen Statusgesetze hinein gehört und deshalb hierher verschoben wurde. Die Regelung erfasst auch Pfarrerinnen und Pfarrer im Ruhestand sowie die Hinterbliebenen. Absatz 2 nimmt die Option des § 146 BBG auf, nach der öffentlich-rechtliche Religionsgemeinschaften Vorschriften des Bundesbeamtengesetzes für ihre Dienstverhältnisse für entsprechend anwendbar erklären können. Absatz 3 entspricht inhaltlich § 3 AGKBG.EKD und folgt dem Grundsatz, dass Verwaltungsakte, die stets nur nach besonders intensiver Prüfung erlassen werden, unmittelbar mit der Klage anzugreifen sind, während bei Routine-Verwaltungsakten (z.B. Beihilfebescheiden) zuerst ein Vorverfahren durchzuführen ist. Ein Widerspruch ist stets beim Kirchenamt zu erheben. Dieses kann, wenn es die Maßnahme im Rahmen des Artikels 31 Absatz 1 Satz 2 der Grundordnung der EKD selbst erlassen hat, dem Widerspruch stattgeben. In allen anderen Fällen entscheidet der Rat über den Widerspruch, also wenn er eine Maßnahme selbst getroffen hat oder wenn das Kirchenamt einem Widerspruch gegen eine vom Kirchenamt getroffene Verfügung nicht stattgibt. Für das Vorverfahren gelten die Bestimmungen des Verwaltungsverfahrens- und -zustellungsgesetzes, vgl. § 103 PfDG.EKD.
Nach den §§ 11, 15 und 20 des Ökumenegesetzes der EKD kann die EKD für Pfarrerinnen und Pfarrer in einem Entsendungsverhältnis für den Pfarrdienst im Ausland besondere Regelungen erlassen. Wer im Pfarrdienstverhältnis auf Zeit steht und im Ausland einen ebensolchen Pfarrdienst versieht, unterliegt sinnvollerweise denselben Regelungen, insbesondere der Verordnung über die Fürsorgeleistungen der Evangelischen Kirche in Deutschland für entsandte und beauftragte Personen im ökumenischen Auslandsdienst (Entsendungsbeihilfeverordnung).
Die Vorschrift entspricht § 7 AGKBG.EKD, der seinerseits auf Bundesrecht verweist. Durch die Verweisung auf das Recht der Kirchenbeamtinnen und -beamten kommt über den § 7 AGKBG.EKD ggf. das jeweilige Bundesrecht zur Anwendung.
IIb. Zu Artikel 2 (...)
IIc. Zu Artikel 3 (...)
IId. Zu Artikel 4 (...)
IIe. Zu Artikel 5 (...)
IIf. Zu Artikel 6 (...)
Das Kirchenamt der Evangelischen Kirche in Deutschland kann den Wortlaut des Ausführungsgesetzes zum Kirchenbeamtengesetz und des Besoldungs- und Versorgungsgesetzes der EKD unter seiner neuen Überschrift in den vom 1. Januar 2012 an geltenden Fassungen im Amtsblatt der Evangelischen Kirche in Deutschland bekannt machen.
Das Kirchengesetz soll zum 1. Januar 2012 in Kraft treten. Dieses Datum entspricht dem parallel laufenden Gesetzgebungsverfahren des Kirchengesetzes zur Harmonisierung des Dienstrechts.
§ 5 Absatz 3 PfDG.EKD: Veröffentlichung des Verlustes der Ordinationsrechte im Amts-blatt darf auch im Internet lesbar sein.
§§ 73 Absatz 2, 94 Absatz 5 PfDG.EKD und § 53 Absatz 2, § 72 Absatz 6 KBG.EKD: Differenzierung des Nebentätigkeitsrechts für Teildienst, Beurlaubungen, Ruhestand und Ehrenamt. Im Teildienst und bei Beurlaubungen soll das allgemeine Nebentätigkeitsrecht gelten, ebenso im Ruhestand, dort aber mit dem Zusatz, dass die Genehmigung als erteilt gilt, wenn nicht innerhalb von sechs Wochen nach Antragstellung ein Ersuchen näherer Auskünfte über die Nebentätigkeit oder eine Versagung eingeht (§ 94 Absatz 5 PfDG.EKD). Für Pfarrerinnen und Pfarrer im Ehrenamt soll für Nebentätigkeiten Anzeigepflicht gelten mit der Möglichkeit, nähere Auskünfte einzuholen und ggf. eine Untersagung auszusprechen (§ 114 Absatz 2 PfDG.EKD).
§ 11 Absatz 2 ÖG-EKD: durch Rechtsverordnung kann eine Interessenvertretung für in Auslandsgemeinden entsandte Pfarrerinnen und Pfarrer geregelt werden, da sie bisher keine rechtlich gesicherte Vertretung haben.
V. Artikel 5
1. Änderung des Ausführungsgesetzes der EKD zum Pfarrdienstgesetz
Nach § 91 Absatz 5 PfDG.EKD (künftig Absatz 6) sollen ärztliche Begutachtungen durch Vertrauens- oder Amtsärzte/innen geschehen, sofern eine Kirche nicht für ihren Bereich etwas anderes geregelt hat. Von dieser Öffnungsklausel wird hier Gebrauch gemacht, da die EKD zunehmend die Erfahrung machen muss, dass Amtsärztinnen und Amtsärzte die Begutachtung kirchlicher Mitarbeitender wegen Personalmangels ablehnen. Auf der anderen Seite ist die Zahl der Mitarbeitenden in der EKD so niedrig, dass die Bestellung eigener Vertrauensärzte vergleichsweise aufwendig ist. Daher sollen Gutachtenaufträge künftig auch an Fachärztinnen und Fachärzte vergeben werden können. Hierbei ist auf Neutralität dieser Ärztinnen und Ärzte zu achten.
§ 106 PfDG.EKD stellt den Gliedkirchen frei, Regelungen zum Leistungsbescheid zu erlassen. Für die Mitarbeitenden der EKD gab es bisher keine solche Regelung, wohl aber die Vorgabe in § 4 Absatz 3 AGPfDG-EKD, vor einer Leistungsklage ein Widerspruchsverfahren durchzuführen. Da dies im Falle eines Anspruchs des Dienstherrn einen Verwaltungsakt voraussetzt, wird mit den Regelungen zum Leistungsbescheid eine entsprechende Grundlage geschaffen. Die Regelung lehnt sich stark an das bisherige Recht der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen an. Auch weiterhin wird der übliche Weg zur Durchsetzung von Zahlungsansprüchen gegen Pfarrerinnen und Pfarrer die Aufrechnung nach §§ 387 ff. BGB bleiben. Ein Leistungsbescheid sollte aber erlassen werden, wenn (gerichtliche) Auseinandersetzungen zu erwarten sind, mithin wenn die Pfarrerin oder der Pfarrer nicht zur Zahlung bereit und mit der Einbehaltung von den Dienst- oder Versorgungsbezügen nicht einverstanden ist.

References: § 3
 § 4
 § 1
 § 2
 § 9
 § 17
 § 7
 § 146
 § 3
 § 103
 § 7
 § 7

§ 5
 § 53
 § 72

§ 11
 § 91

§ 106
 § 4