Source: http://tarneden-inhestern.de/scheidung-anwalt-hannover.html
Timestamp: 2017-06-22 14:00:41+00:00

Document:
Scheidungsanwalt Hannover, Patrick Inhestern
Suchen Sie für Ihre Scheidung einen Anwalt in Hannover? Scheidungsanwalt Patrick Inhestern Details	Geschrieben von Rechtsanwalt Patrick Inhestern	Rechtsanwalt Patrick Inhestern, Fachanwalt für Familienrecht
Sie suchen für Ihre Scheidung einen Anwalt in Hannover? Als Scheidungsanwalt begleite ich Sie durch das gesamte Scheidungsverfahren von der Trennung über die Stellung des Scheidungsantrages bis hin zur Rechtskraft des Scheidungsbeschlusses. Dabei stehe ich Ihnen auch bei allen Scheidungsfolgesachen wie Versorgungsausgleich, Kindesunterhalt, Ehegattenunterhalt, Auseinandersetzung des Vermögens (Zugewinnausgleich), Umgang mit den Kindern, Sorgerecht, Aufteilung des Hausrates, Nutzung der Ehewohnung nach der Scheidung zur Seite. Möchten Sie Ihre Scheidung angehen? Vertrauen Sie auf meine jahrelange Erfahrung im Scheidungsrecht. Vereinbaren Sie einen Termin! Rufen Sie an – 0511/22062060 – oder nutzen Sie das Kontaktformular. Sie wünschen mehr Information? Nachstehend erhalten Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen im Rahmen von Trennung und Scheidung.
1. Trennung – Wann liegt Getrenntleben vor?
2. Unterbrechung des Trennungsjahres wegen Versöhnung
3. Checkliste Trennung: Woran muss ich denken?
4. Wann kann ich mich scheiden lassen?
5. Scheidung einreichen – Wann kann man Scheidungsantrag stellen? 6. Welches Familiengericht ist für meine Scheidung zuständig?
7. Kann die Ehe in Deutschland geschieden werden, und nach welchem Recht?
8. Brauche ich für das Scheidungsverfahren einen Anwalt?
9. Einvernehmliche Scheidung mit einem Anwalt
10. Streitige Scheidung mit 2 Anwälten
11. Wie ist der Ablauf des Scheidungsverfahrens?
12. Was passiert im Scheidungstermin beim Familiengericht?
13. Dauer der Scheidung – Wie lange dauert ein Scheidungsverfahren?
14. Härtefallscheidung – wann geht die Scheidung ohne Trennungsjahr?
15. Scheidungsfolgesachen – Was versteht man darunter?
16. Was ist mit dem Versorgungsausgleich bei der Scheidung?
17. Was ist mit dem Zugewinnausgleich bei der Scheidung?
18. Soll ich eine Trennungsvereinbarung / Scheidungsfolgenvereinbarung abschließen?
19. Was benötigt der Scheidungsanwalt für den Scheidungsantrag?
20. Wie hoch sind die Kosten einer Scheidung?
21. Wie kann man Kosten sparen im Scheidungsverfahren?
22. Kann ich einen Kostenvoranschlag für mein Scheidungsverfahren bekommen?
23. Scheidung kostenlos – Verfahrenskostenhilfe für das Scheidungsverfahren
24. Welche Unterlagen benötigt der Scheidungsanwalt für den VKH – Antrag?
25. Was passiert mit den Steuerklassen bei Trennung und nach der Scheidung?
26. Wie ist das mit einer eingetragenen Lebenspartnerschaft?
27. Kann ich die Kanzlei mit meiner Scheidung bundesweit beauftragen?
28. Wie schnell kann ich einen Termin bei dem Scheidungsanwalt bekommen?
29. Gibt es eine weitere Empfehlung vom Scheidungsanwalt?
30. Haben Sie noch Fragen?
Am Anfang jeder Scheidung steht die Trennung. Erfahren Sie nachstehend, wann ein Getrenntleben vorliegt, welches eine anschließende Scheidung ermöglicht. Zum Thema Trennung findet sich im Gesetz in § 1567 Absatz 1 BGB folgendes:
Getrenntleben bedeutet damit, dass die Ehegatten die Mahlzeiten nicht zusammen einnehmen, dass der eine nicht für den anderen kocht oder die Wäsche macht und jeder in seinem eigenen Bett schläft. Schlagwortartig kann man sich merken, dass Getrenntleben die Trennung von Tisch und Bett voraussetzt. Im Regelfall wird das Getrenntleben durch den Auszug eines Ehegatten aus der Ehewohnung herbei geführt. Das Getrenntleben kann grundsätzlich auch in der gemeinsamen Wohnung praktiziert werden. Zu den Einzelheiten hierzu sollte sich insbesondere Ehegatten mit gemeinsam im Haushalt lebenden Kindern beraten lassen. Das Getrenntleben in der gemeinsamen Wohnung unterliegt besonders strengen Voraussetzungen. Wird beispielsweise auch nur vereinzelt gemeinsam eingekauft, oder werden wegen der Kinder noch Mahlzeiten gemeinsam eingenommen, so fehlt es am Getrenntleben. Neben die objektiven Merkmale einer Trennung muss ein subjektiver Trennungswille treten. Ein Ehegatte muss dem anderen Ehegatten mittteilen, dass er die Trennung wünscht. Berufliche, krankheitsbedingte oder andere schicksalsbedingte Abwesenheiten eines Ehegatten wie die Verbüßung einer Haftstrafe führen daher nicht zu einer Trennung im Sinne des Familienrechts. Wer die Trennung seinem Ehegatten nicht selbst eröffnen will, sucht einen Fachanwalt für Familienrecht auf der einen Trennungsbrief verfassen kann. Keine Rolle spielt der Trennungsgrund. Ebenso wenig ist entscheidend, welcher Ehegatte schuld an der Trennung ist.
Rufen Sie an - 0511/22062060 - bei dem Anwalt für Ihre Scheidung in Hannover!
Wenn zwei sich streiten, können sie sich auch wieder vertragen. Wenn das passiert, die Ehegatten also einen Versöhnungsversuch unternehmen mit oder ohne Geschlechtsverkehr, stellt sich stets die Frage, wie sich die Versöhnung auf das Trennungsjahr auswirkt. Hier gilt § 1567 Absatz 2 BGB:
"Ein Zusammenleben über kürzere Zeit, das der Versöhnung der Ehegatten dienen soll, unterbricht oder hemmt die in § 1566 bestimmten Fristen nicht.“
Eine Versöhnung über kürzere Zeit spielt also keine Rolle. Unter dem Begriff der kürzeren Zeit versteht die Rechtsprechung überwiegend einen Zeitraum von bis zu 3 Monaten. Doch Vorsicht, bei besonderen Umständen können auch viel kürzere Versöhnungen zur Unterbrechung des Trennungsjahres führen.
Für Sie spezialisiert auf Scheidungen – Fachanwalt für Familienrecht in Hannover!
1. Eigene Unterlagen mitnehmen: Sie sollten wichtige eigene Unterlagen mitnehmen. Hierzu zählen Geburtsurkunden, Heiratsurkunde, Geburtsurkunden etwaiger Kinder, Ausweispapiere, Schul - und Arbeitszeugnisse aller Art, Kontodaten, Versicherungsverträge, Darlehensverträge, Bausparverträge.
2. Unterlagen des Partners kopieren: Daneben sollten Sie Unterlagen des Ehegatten oder der Ehegattin kopieren, aus denen dessen Einkommen und Vermögen ersichtlich ist. Wenn der Ehegatte oder die Ehegattin nichtselbständig beschäftigt ist (z.B. Arbeitnehmer, Angestellte, Beamte), dann sollten Sie sich die Verdienstbescheinigungen der letzten 12 Monate und den Steuerbescheid kopieren. Wenn der Ehegatte oder die Ehegattin selbständig ist, dann sollten Sie die Einkommensteuerbescheide und Steuererklärungen der letzten drei Jahre kopieren. Dies ist wichtig für die Geltendmachung von Unterhalt. Daneben sollten Sie Sparbücher, Wertpapiere, Grundbuchauszüge, Kraftfahrzeugbriefe, Lebensversicherungsverträge, Verträge über private und betriebliche Altersvorsorge und sonstige Dokumente Ihres Ehegatten oder Ihrer Ehegattin kopieren, aus denen sich Vermögen ergibt.
3. Gemeinsame Unterlagen kopieren: Wenn sie gemeinsame Schulden gemacht haben, gemeinsam Vermögen aufgebaut haben, gemeinsam Eigentümer einer Immobilie sind, oder eine Mietwohnung gemeinsam angemietet haben, dann sollten Sie alle insoweit vorhandenen Unterlagen kopieren. Zu denken ist hier an Unterlagen betreffend gemeinsame Konten, gemeinsame Kredite, Immobilienkaufverträge, Grundbuchauszüge, Belastungen, laufende Einnahmen und Ausgaben sowie der Mietvertrag bezüglich der gemeinsam bewohnten Mietwohnung.
4. Gemeinsame Verträge schriftlich und mit Zugangsnachweis kündigen: Gemeinsame Verträge sollten Sie kündigen. Wenn Sie Verträge gemeinsam abgeschlossen haben, sind diese Verträge in der Regel nur gemeinsam kündbar. Hauptanwendungsfall ist der gemeinsame Mietvertrag. Wenn Sie einen Mietvertrag als Eheleute gemeinsam unterzeichnet haben, dann bleiben Sie zu der Zahlung der Miete verpflichtet, auch wenn Sie längst ausgezogen sind, und in der betreffenden Wohnung nicht mehr wohnen. Wenn der Ehegatte oder die Ehegattin bei gemeinsamen Kündigungen nicht mitmachen möchte, besteht die Möglichkeit, die Mitwirkung gerichtlich durchzusetzen.
5. Vollmachten schriftlich und mit Zugangsnachweis widerrufen: Etwaige bestehende Vollmachten sollten Sie schriftlich widerrufen, und zwar so, dass Sie den Zugang Ihres Widerrufes nachweisen können. Zu denken sind an den Widerruf von Bank - und Kontovollmachten. Auch Vorsorge - und Betreuungsvollmachten sind zu widerrufen. Daneben sollten Sie an die Änderung von Kennwörtern für Festnetz -, Mobilfunk - und Handyverträge denken.
6. Hausratsverzeichnis erstellen: Erstellen Sie ein Verzeichnis über den gemeinsamen Hausrat, so lange Sie sich noch in der Ehewohnung aufhalten. Ein entsprechendes Verzeichnis verschafft im Streitfall und damit in einem späteren Prozess erhebliche Beweiserleichterungen. Es erspart Ihnen überdies, aus der Erinnerung darstellen zu müssen, welche Gegenstände vorhanden sind. Am besten ist es, wenn Sie sich über den Hausratbereits bei Trennung einvernehmlich einigen.
7. Zustellungsfähige Postanschrift einrichten: Wenn Ihre Aufenthaltssituation im Rahmen Ihrer Trennung unklar sein sollte, dann richten Sie unter allen Umständen eine zustellungsfähige Postanschrift ein. Hierzu gehört, dass Sie sich ordnungsbehördlich in der Ehewohnung abmelden, und Ihrem Ehegatten oder Ihrer Ehegattin idealerweise schriftlich mit Zugangsnachweise eine Postanschrift mitteilen. Tun Sie das nicht, und veranlasst Ihr Ehegatte oder Ihre Ehegattin Zustellungen an Ihre alte Anschrift, besteht die Gefahr, dass Sie hierdurch Fristen versäumen und Nachteile erleiden.
8. Testament ändern oder machen: Das Erbrecht des Ehegatten erlischt nicht schon mit Trennung, sondern erst mit Stellung des Scheidungsantrages oder der Zustimmung zu diesem. Wer das Risiko eines Erbfalls zu Gunsten des Ehegatten oder der Ehegattin verhindern möchte, der regelt das per Testament, Erbvertrag, oder Scheidungsfolgenvereinbarung.
9. Unterhalt verlangen: Machen Sie Unterhalt geltend! Ab dem Zeitpunkt der Trennung besteht Anspruch auf Trennungsunterhalt, und wenn Kinder vorhanden sind, dann besteht daneben Anspruch auf Kindesunterhalt!
Vereinbaren Sie den Termin beim Scheidungsanwalt in Hannover online!
Es gilt das Zerrüttungsprinzip. Dieses ist in § 1565 Abs. 1 BGB festgeschrieben. Die Vorschrift hat nachstehenden Wortlaut:
"Eine Ehe kann geschieden werden, wenn sie gescheitert ist. Die Ehe ist gescheitert, wenn die Lebensgemeinschaft der Ehegatten nicht mehr besteht und nicht erwartet werden kann, dass die Ehegatten sie wiederherstellen."
Auf der Grundlage sind die Minimalvoraussetzungen einer Scheidung ein vom Trennungswillen getragenes Getrenntleben der Ehegatten von mindestens einem Jahr Dauer und die fehlende Bereitschaft zur Wiederherstellung der ehelichen Lebensgemeinschaft. Die Scheidung kann nach einjähriger Trennungszeit vollzogen werden, wenn beide Ehegatten dies beantragen, oder der andere Ehegatte zustimmt. Die Scheidung kann nach dreijähriger Trennungszeit vollzogen werden ohne Antrag oder Zustimmung des anderen Ehegatten. Im Einzelfall kann eine sogenannte Härtefallscheidung kommt eine Härtefallscheidung stattfinden, bei der das Trennungsjahr nicht abgelaufen sein muss.
Ich helfe Ihnen gern – 0511/22062060 - Scheidungsanwalt in Hannover! 5. Scheidung einreichen – Wann kann man Scheidungsantrag stellen?
Die Scheidung kann bei den meisten Familiengerichten durch Stellung des Scheidungsantrages nach 9 Monaten Trennungszeit eingereicht werden. Der Scheidungstermin kann jedoch frühestens nach Ablauf des Trennungsjahres stattfinden. Ob es sinnvoll ist, den Scheidungsantrag früh zu stellen, oder eher zu warten, ist aus Sicht eines jeden Ehegatten separat zu beurteilen. Gerne berate ich Sie über die in Ihrem Fall richtige Strategie. Der Scheidungsantrag muss nach dem Gesetz den Anforderungen des § 133 FamFG genügen. Die Vorschrift lautet:
"1) Die Antragsschrift muss enthalten:
2) Der Antragsschrift sollen die Heiratsurkunde und die Geburtsurkunden der gemeinschaftlichen minderjährigen Kinder beigefügt werden."
Wichtig ist also, dass Sie Heiratsurkunde und Geburtsurkunde vorlegen können. Ausreichend sind beglaubigte Kopien. Da der Scheidungsantrag dem Ehegatten durch das Familiengericht zugestellt werden muss, sollten Sie zwingend auch die neue Anschrift des Ehegatten kennen.
6. Welches Familiengericht ist für meine Scheidung zuständig?
Gerade für Ehepaare, die häufig umgezogen sind, stellt sich die Frage, welches Familiengericht die Scheidung durchführen kann: Die Antwort gibt § 122 FamFG: Danach ist zuständig in der nachstehenden Rangfolge:
1. das Gericht, in dessen Bezirk einer der Ehegatten mit allen gemeinschaftlichen minderjährigen Kindern seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat;2. das Gericht, in dessen Bezirk einer der Ehegatten mit einem Teil der gemeinschaftlichen minderjährigen Kinder seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, sofern bei dem anderen Ehegatten keine gemeinschaftlichen minderjährigen Kinder ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben;3. das Gericht, in dessen Bezirk die Ehegatten ihren gemeinsamen gewöhnlichen Aufenthalt zuletzt gehabt haben, wenn einer der Ehegatten bei Eintritt der Rechtshängigkeit im Bezirk dieses Gerichts seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat;4. das Gericht, in dessen Bezirk der Antragsgegner seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat;5. das Gericht, in dessen Bezirk der Antragsteller seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat;6. das Amtsgericht Schöneberg in Berlin.
Immer, wenn ein mindestens ein Ehegatte im Ausland lebt, oder mindestens ein Ehegatte Ausländer ist, befinden wir uns im internationalen Scheidungsrecht. Für die Betroffenen stellt sich regelmäßig die Frage, ob die Ehe in Deutschland geschieden werden kann, und welches Recht auf die Ehescheidung Anwendung findet. Die Zuständigkeit eines deutschen Familiengerichtes beurteilt sich für Fälle mit Bezug zu einer europäischen Rechtsordnung nach der Brüssel II a – Verordnung, und für Fälle mit sonstigem Auslandsbezug nach § 98 FamFG. Welches Recht auf eine internationale Scheidung anzuwenden ist, bestimm sich für die Länder Belgien, Bulgarien, Deutschland, Frankreich, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Österreich, Portugal, Rumänien, Slowenien, Spanien und Ungarn nach der Rom – III – Verordnung. Die Rom – III - Verordnung eröffnet den Ehegatten die Möglichkeit der Rechtswahl. Diese muss in Deutschland notariell beurkundet sein. Ist die Rom – III – Verordnung nicht anwendbar, gilt deutsches internationales Privatrecht. Danach gilt das Recht des Staates, dem beide Ehegatten angehören oder während der Ehe zuletzt angehörten, wenn einer von ihnen diesem Staat noch angehört, sonst das Recht des Staates, in dem beide Ehegatten ihren gewöhnlichen Aufenthalt haben oder während der Ehe zuletzt hatten, wenn einer von ihnen dort noch seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, hilfsweise das Recht des Staates, mit dem die Ehegatten auf andere Weise gemeinsam am engsten verbunden sind. Die Rom – III - Verordnung und das deutsche internationale Privatrecht eröffnen den Ehegatten die Möglichkeit der Rechtswahl. Diese muss in Deutschland notariell beurkundet sein.
Ob Sie für das Scheidungsverfahren einen Anwalt benötigen, hängt davon ab, ob Sie einen eigenen Antrag stellen wollen. Grundsätzlich gilt: wer denn Scheidungsantrag bei dem Familiengericht einreichen will, kann dies ausnahmslos nur über einen Rechtsanwalt tun. Es empfiehlt sich insoweit ein Fachanwalt für Familienrecht. Es besteht also für denjenigen Ehegatten, der den Scheidungsantrag stellt, im Scheidungsverfahren Anwaltszwang. Der Ehegatte, der keinen eigenen Antrag im Rahmen des Scheidungsverfahrens, benötigt keinen Anwalt. Dieser Ehegatte kann dann ohne Anwalt nach § 134 FamFG der Scheidung oder ihrer Rücknahme zustimmen, und eine solche Zustimmung widerrufen. Der nicht von einem Anwalt vertretene Ehegatte kann außerdem keinen Vergleich abschließen, und die im Scheidungstermin verkündete Scheidung nicht direkt rechtskräftig werden lassen.
Ich helfe Ihnen gern – 0511/22062060 - Scheidungsanwalt in Hannover!
Eine einvernehmliche Scheidung mit nur einem Anwalt spart Geld und Zeit. Wichtig zu wissen ist, dass es einen gemeinsamen Anwalt für beide Ehegatten nicht gibt. Auch wenn die Scheidung noch so einvernehmlich sind, können die Interessen der Ehegatten doch gegensätzlich sein oder sich so entwickeln. Deswegen kann ein Scheidungsanwalt immer nur einen Ehegatten vertreten. Es ist dem Anwalt sogar verboten, beide Parteien zu vertreten. Eine solche einvernehmliche Scheidung mit nur einem Anwalt empfiehlt sich dann, wenn sich die Ehegatten über die möglichen Folgesachen Unterhalt, Zugewinn und Versorgungsausgleich, Sorgerecht, Umgangsrecht, Ehewohnung vollständig einig sind. Die Gefahr für den nicht im Scheidungsverfahren anwaltlich vertretenen Ehegatten besteht darin, dass der antragstellende Ehegatte seinen Scheidungsantrag zurücknimmt.Darum gilt: Seien Sie derjenige Ehegatte, der sich einen Anwalt nimmt.
Gern berate ich Sie darüber, ob für Sie eine Einvernehmliche Scheidung der geeignete Weg ist, und welche Regelungen dafür getroffen werden müssen.
Befinden Sie sich dagegen im Streit mit Ihrem Ehegatten über die Folgesachen einer Scheidung wie Unterhalt, Zugewinn, Versorgungsausgleich, Sorgerecht, Umgangsrecht, Ehewohnung und Hausrat, dann benötigen Sie zwingen einen eigenen Anwalt. Es muss dann eine sogenannte streitige Scheidung durchgeführt werden. Sie benötigen dann einen Anwalt, weil Sie ein oder mehrere Anträge stellen müssen. Ein streitiges Scheidungsverfahren ist zwangsläufig teurer, weil die Gebühren für 2 Rechtsanwälte anfallen.
Das Scheidungsverfahren läuft in etwa wie folgt ab:
Der Scheidungsantrag wird bei dem Familiengericht eingereicht. Mit dem Scheidungsantrag müssen die Gerichtskosten eingezahlt werden. Das Familiengericht stellt den Scheidungsantrag dem anderen Ehegatten mit der Bitte um Stellungnahme zu. Für ein schnelles Verfahren sollte dieser Ehegatte dem Gericht schriftlich mitteilen, dass die Angaben in dem Scheidungsantrag richtig sind, und dass er der Scheidung zustimmt. Er kann hierfür ein vom Gericht übersandtes Formular verwenden. Dann übersendet das Familiengericht den Beteiligten die Fragebögen zum Versorgungsausgleich. Diese Fragebögen sind 4 - fach sorgfältig auszufüllen, und dann bei dem Familiengericht einzureichen.Achtung: bei kurzer Ehezeit findet ein Versorgungsausgleich nur auf Antrag eines Ehegatten statt. Wer schnell geschieden werden will, stellt diesen Antrag nicht. Das Familiengericht schreibt die Rentenversicherungsträger an, und ermittelt die in der Ehezeit erworbenen Rentenanwartschaften. Dieser Vorgang nimmt in der Regel mindestens 3 Monate in Anspruch. Bei Lücken im Versicherungsverlauf dauert es länger. Die Rentenversicherungsträger setzen sich gegebenenfalls direkt mit Ihnen oder Ihrem Ehegatten in Verbindung, um etwaige Lücken zu klären. Wenn die Auskünfte beider Ehegatten zu ihren Versicherungskonten vorliegen, wird das Familiengericht einen Scheidungstermin bestimmen.Zu dem Scheidungstermin müssen beide Ehegatten zwingend persönlich erscheinen. Das Familiengericht prüft das Vorliegen der Scheidungsvoraussetzungen durch Anhörung der Ehegatten. Wenn diese gegeben sind, spricht das Familiengericht die Scheidung aus. Sind beide Ehegatten anwaltlich vertreten, und handelt es sich um eine einvernehmliche Scheidung, dann kann der Scheidungsbeschluss sofort rechtskräftig gemacht werden. Andernfalls läuft eine Berufungsfrist von einem Monat, innerhalb der der Scheidungsbeschluss mit der Berufung zum OLG angefochten werden kann. Wird ein Rechtsmittel nicht eingelegt, erhalten Sie das rechtskräftige Scheidungsurteil. Auf Wunsch können Sie Ihren Geburtsnamen wieder annehmen und erneut heiraten.
Wenn der Scheidungstermin bei dem Familiengericht, kommt bei den betroffenen oft Nervosität und Aufregung auf. Das ist verständlich, aber vor allem dann, wenn eine einvernehmliche Ehescheidung ansteht, oft unbegründet. Der Termin bei dem Familiengericht dauert in derartigen Fällen oft nicht länger als 10 bis 30 Minuten. Der Scheidungsrichter hört die Ehegatten an, und stellt in der Regel drei Fragen:
Wollen Sie die eheliche Lebensgemeinschaft fortsetzen?
Ergibt die Befragung, dass die Scheidungsvoraussetzungen vorliegen, spricht der Scheidungsrichter sodann die Scheidung aus.
Bei einer einvernehmlichen Scheidung ohne Versorgungsausgleich oder mit einer notariellen außergerichtlichen Vereinbarung über den Versorgungsausgleich ist eine Verfahrensdauer von unter 3 Monaten möglich.
Demgegenüber ist eine jahrelange Verfahrensdauer zu erwarten, wenn Folgesachen nicht geklärt werden. Als Zeitfresser ist zum einen der Versorgungsausgleich zu nennen, dessen Abtrennung wegen fehlender Mitwirkung eines Ehegatten frühestens nach 2 Jahren verlangt werden, zum anderen der Zugewinnausgleich, der wegen umfangreichen Schriftsatzvortrages, Beweisaufnahmen und Sachverständigengutachten Jahre in Anspruch nehmen kann.Darum gilt: Führen Sie Ihr Scheidungsverfahren einvernehmlich durch. Dann geht es viel schneller.
Rufen Sie an - 0511/22062060 - bei dem Anwalt für Ihre Scheidung in Hannover
Grundsätzlich müssen Scheidungswillige den Ablauf des Trennungsjahrs abwarten, bevor einen Scheidungstermin bei dem Familiengericht erhalten können. Von diesem absoluten Grundsatz im deutschen Scheidungsrecht macht die Vorschrift des § 1565 Absatz 2 BGB eine Ausnahme. Dort heißt es:
"Leben die Ehegatten noch nicht ein Jahr getrennt, so kann die Ehe nur geschieden werden, wenn die Fortsetzung der Ehe für den Antragsteller aus Gründen, die in der Person des anderen Ehegatten liegen, eine unzumutbare Härte darstellen würde."
Die Rechtsprechung setzt mitunter hohe Anforderungen an das Vorliegen einer unzumutbaren Härte in der Person des anderen Ehegatten. In der Vergangenheit haben genügt:
einmalige oder mehrmalige Morddrohungen gegenüber dem Ehegatten
neue Beziehung des Ehegatten, welche zur Schwangerschaft führt
Ablehnung oder mehrmaliges Scheitern von Alkoholentzugsmaßnahmen
Drogenmissbrauch über mehrere Jahre hinweg, auch bei Anwesenheit der Kinder/Ehegatten
Prostitution, sofern nicht bei Eheschließung bekannt
ernstzunehmende Nervenerkrankung, sofern nicht bei Eheschließung bekannt
sexuelle Abartigkeiten, sofern nicht bei Eheschließung bekannt
Die Aufzählung ist nicht anschließend. Das Verhalten des anderen Ehegatten muss sich objektiv als eine unzumutbare Belastung darstellen, das eine sofortige Scheidung erforderlich machen. Zu beachten ist, dass eine Härtefallscheidung zu Verlusten beim Versorgungsausgleich führt.
Je länger eine Ehe gedauert hat, desto tiefer sind die Ehegatten miteinander verbunden. Kinder sind geboren worden, Immobilien sind finanziert, Autos sind gekauft worden, die Ehewohnung ist eingerichtet, Lebensversicherungen und Rentenkonten sind bedient worden. Während das Familiengericht im Rahmen des Versorgungsausgleichs die während der Ehezeit erworbenen Rentenanwartschaften von Amts wegen ausgleicht, findet eine Entscheidung über die sonstigen Scheidungsfolgesachen nur auf Antrag eines Ehegatten statt.
Als gewillkürte Scheidungsfolgesachen kommen in Frage:
Gewillkürt bedeutet, dass über diese Folgesachen nur verhandelt wird, wenn ein Ehegatte dies beantragt.
Grundsätzlich findet bei einer Scheidung nach deutschem Recht auch ein Versorgungsausgleich statt. Dieser Versorgungsausgleich ist im Versorgungausgleichsgesetz geregelt, und bedeutet, dass zwischen den Ehegatten die in der Ehezeit erworbenen Anrechte geteilt werden. Unter Anrechten im Sinne des Versorgungsausgleiches versteht man im In- oder Ausland bestehende Anwartschaften auf Versorgungen und Ansprüche auf laufende Versorgungen, zum Beispiel
aus der berufsständischen Versorgung,
aus der betrieblichen Altersversorgung
aus der privaten Alters- und Invaliditätsvorsorge.
Der Versorgungsausgleich ist zwingend. Er wird bei der Scheidung von dem Familiengericht von Amts wegen auch dann durchgeführt, wenn kein Ehegatte dies beantragt an. Von diesem Grundsatz gibt es folgende Ausnahmen:
die Ehegatten haben im Rahmen einer notariell beurkundeten Scheidungsfolgenvereinbarung auf die Durchführung des Versorgungsausgleichs verzichtet. Das Familiengericht kann dann nur noch prüfen, ob der Verzicht einen Ehegatten offenkundig benachteiligt
die Eheleute treffen haben im Rahmen einer notariell beurkundeten Scheidungsfolgenvereinbarung geregelt, dass anstelle des Versorgungsausgleichs ein anderweitiger vermögensrechtlicher Ausgleich erfolgt.
Wenn beide Ehegatten durch Rechtsanwälte vertreten sind, dann kann im Scheidungstermin ein Verzicht zu Protokoll erklärt werden.Bei kurzer Ehedauer gilt § 3 Absatz 3 Versorgungsausgleichsgesetz: Danach findet bei einer Ehezeit von bis zu drei Jahren ein Versorgungsausgleich nur statt, wenn ein Ehegatte dies beantragt. Weiterhin soll das Familiengerichtnach § 18 Absatz 1 Versorgungsausgleichsgesetz beiderseitige Anrechte gleicher Art nicht ausgleichen, wenn die Differenz ihrer Ausgleichswerte gering ist. Eine solche Geringwertigkeit liegt vor, der Ausgleichswert höchstens 1 Entgeltpunkt (= 28,00 € in 2015) bei Rente oder als Kapitalwert 3.402,00 € beträgt. Schließlich findet ein Versorgungsausgleich nicht statt, wenn er nach den Umständen des Einzelfalls grob unbillig ist, § 27 Versorgungsausgleichsgesetz.Weitere Informationen zum Versorgungsausgleich, insbesondere zu der Möglichkeit, Entscheidungen der Familiengerichte zu Altscheidungen abändern zu lassen, finden Sie hier.
Haben Sie keinen Ehevertrag, dann leben Sie als Ehegatten automatisch im Güterstand der Zugewinngemeinschaft. Das bedeutet, dass ein Ehegatte von dem anderen die Hälfte des während der Ehezeit hinzu verdienten Vermögens beanspruchen kann. Was Zugewinn ist, bestimmt § 1373 BGB:
„Zugewinn ist der Betrag, um den das Endvermögen eines Ehegatten das Anfangsvermögen übersteigt.“
Das Verfahren zur Erlangung des hälftigen Vermögens bezeichnet man als Zugewinnausgleich. Der auszugleichende Zugewinn ergibt sich aus einem Vergleich der Anfangsvermögen der Ehegatten mit dem Endvermögen der Ehegatten. Das Anfangsvermögen ist in § 1374 BGB geregelt. Dort heißt es in Absatz 1:
„Anfangsvermögen ist das Vermögen, das einem Ehegatten nach Abzug der Verbindlichkeiten beim Eintritt des Güterstands gehört.“
Das Endvermögen ist in § 1375 Absatz 1, BGB geregelt. Dort heißt es in Absatz 1:
„Endvermögen ist das Vermögen, das einem Ehegatten nach Abzug der Verbindlichkeiten bei der Beendigung des Güterstands gehört. Verbindlichkeiten sind über die Höhe des Vermögens hinaus abzuziehen.“
Folgendes Beispiel verdeutlicht, worum es geht:Mann und Frau gehen jeweils mit 0,00 € Anfangsvermögen in die Ehe. Die Frau ist Hausfrau und erwirbt kein Vermögen. Der Mann erwirbt 100.000 €. Das Endvermögen der Frau beträgt 0,00 €, das Endvermögen des Mannes beträgt 100,000 €. Folglich kann die Frau von dem Mann 50.000,00 € beanspruchen. Bei der Bewertung des Vermögens im Rahmen des Zugewinnausgleiches sind beispielsweise zu berücksichtigen:
Ausnahmsweise fallen Erbschaften und Schenkungen nicht in den Zugewinnausgleich bei der Scheidung. Vermögenszuwächse hieraus beruhen nicht auf der gemeinsamen Lebensleistung der Ehegatten, und sind daher nach dem Willen des Gesetzgebers ausgeklammert. Ein Zugewinnausgleich im Rahmen des Scheidungsverfahrens, oder getrennt von diesem bei dem Familiengericht findet nicht statt, wenn
kein Zugewinn vorliegt (Beispiel: beide Ehegatten sind zu gleichen Teilen Eigentümer einer Immobile geworden.)
In einigen Fällen kann ein vorzeitiger Zugewinnausgleich bei dem Familiengericht beantragt werden.
Für viele Scheidungswillige stellt sich die Frage, ob sie zur Regelung der Scheidungsfolgen eine Scheidungsfolgenvereinbarung abschließen sollen. Hierbei ist zunächst zu beachten, dass eine Scheidungsfolgenvereinbarung in der Regel nicht von den Ehegatten zu Hause aufgesetzt und unterschrieben werden kann, sondern der notariellen Beurkundung gemäß § 1410 BGB in Anwesenheit beider Ehegatten bedarf. Dies gilt insbesondere, wenn die Scheidungsfolgenvereinbarung ein Ehevertrag im Sinne des § 1410 BGB ist, wenn der Versorgungsausgleich abweichend von der gesetzlichen Regelung vereinbart werden soll, wenn ein Grundstück übertragen werden soll, oder der Zugewinnausgleich geregelt werden soll. Aus wirtschaftlicher Sicht kann der Abschluss einer Scheidungsfolgenvereinbarung sinnvoll sein. Durch sie können verschiedene einzelne Rechtsstreite vermieden werden.
Zu beachten ist, dass insbesondere die Rechtspositionen
Grundstücksrechte,
Versorgungsausgleich und
wirtschaftlich extrem wertvoll sein können, und deswegen jedenfalls ein Verzicht auf diese Rechtspositionen in der Regel nicht ohne Gegenleistung vorgenommen werden sollte.
Wenn Sie möchten, dass der Scheidungsantrag von mir als Ihrem Scheidungsanwalt so effektiv und schnell wie möglich gestellt wird, das ist es notwendig, dass folgende Unterlagen vorlegen:
bei im Ausland geschlossenen Ehen beglaubigte Übersetzung der Heiratsurkunde
Geburtsurkunden aller ehelich geborenen minderjährigen Kindern
soweit vorhanden Ehevertrag oder Scheidungsfolgenvereinbarung
Scheidungswillige, die ihre Scheidung selbst bezahlen, sollten die Gerichtskosten sofort bei ihrem Scheidungsanwalt einzahlen. Ohne die Einzahlung der Gerichtskosten stellt das Familiengericht den Scheidungsantrag nicht zu. Das Verfahren beginnt nicht.
Die Kosten einer Scheidung richten sich nach dem Gegenstandswert der Scheidung. Die Rechtsgrundlage für die Ermittlung des Gegenstandswertes findet sich in § 43 FamGKG. Die Vorschrift des § 43 FamGKG hat nachstehenden Wortlaut:
Der Gegenstandswert oder Streitwert einer Scheidung beträgt folglich mindestens 3.000,00 €, und höchstens 1000.000,00 €. Maßgeblich geprägt wird der Gegenstandswert bei der Scheidung von den Einkommensverhältnissen der Ehegatten. Die für den Gegenstandswert maßgeblichen Einkommensverhältnisse sind das dreifache Monatsnettoeinkommen beider Ehegatten. Abschläge bei dem Gegenstandswert kann es geben für gemeinsame Kinder, Zuschläge für den Versorgungsausgleich und Vermögen.Im Regelfall setzt sich der für die Scheidungskosten maßgebliche Gegenstandswert aus dem dreifachen Monatsnettoeinkommen plus 10 Prozent von dem sich so ergebenden Streitwert für jedes im Rahmen des Versorgungsausgleiches zusammen.Die Scheidungskosten setzen sich zusammen aus den Rechtsanwaltsgebühren (also den Kosten für Ihren Scheidungsanwalt und den Gerichtskosten (Gebühren für die Stellung des Scheidungsantrages bei Gericht; der Scheidungsantrag wird erst zugestellt, wenn der Gerichtskostenvorschuss eingezahlt ist).Folgender Beispielfall verdeutlicht Ihnen die Berechnung des Gegenstandswertes als Grundlage der Scheidungskosten:Der Ehegatte verdient 2.500 € netto monatlich, die Ehefrau verdient monatlich 500,00 € netto. Ein Versorgungsausgleich mit 2 auszugleichenden Anrechten ist durchzuführen.Zusammen verdienen die Ehegatten in drei Monaten 9.000,00 €. Auf diesen Wert werden noch 1.800,00 € für den Versorgungsausgleich (900,00 € pro auszugleichendes Anrecht hinzu addiert, so dass sich ein Gegenstandswert von 10.800,00 € ergibt. Bei einem solchen Streitwert ergeben sich Anwaltsgebühren in Höhe von 1.820,70 € und Gerichtskosten in Höhe von 534,00 €. Es entstehen damit Kosten für das gesamte Scheidungsverfahren in Höhe von 2.354,70 € bei Beauftragung eines Rechtsanwaltes.
Ich helfe Ihnen gern – Tel. 0511-22062060 - Scheidungsanwalt in Hannover!
Da sich die Kosten für das Scheidungsverfahren aus Anwaltskosten und Gerichtskosten zusammensetzen, haben die scheidungswilligen Ehegatten es selbst in der Hand, ihr Scheidungsverfahren so kostengünstig wie möglich zu gestalten. Dazu ist die Entscheidung notwendig, dass lediglich ein Ehegatte einen Anwalt mit der Durchführung des Scheidungsverfahrens beauftragt.
Bei einer einvernehmlichen Scheidung mit einem Streitwert von 10.800,00 € entstehen Verfahrenskosten in Höhe von 2.354,70 €.
Bei einer streitigen Scheidung mit diesem Streitwert, bei der sich beide Ehegatten anwaltlich vertreten lassen, erhöhen sich diese Kosten um 1.820,70 €. Es ergebe sich damit Gesamtkosten für das Scheidungsverfahren in Höhe von 4.175,40 €.
Wenn nur ein Ehegatte einen Scheidungsanwalt beauftragt, schuldet dieser als Auftraggeber die Rechtsanwaltsgebühren. Die Ehegatten können aber vereinbaren, dass diese Kosten anteilig getragen werden. Dann wird die Scheidung am günstigsten.
Kein Scheidungskostenrechner im Internet ersetzt eine individuelle Beratung zu den Scheidungskosten. Daher biete ich Ihnen als Fachanwalt für Familienrecht in Hannover an, Ihnen einen kostenlosen Kostenvoranschlag für die Durchführung Ihres Scheidungsverfahrens zu unterbreiten. Bitte teilen Sie hier folgende Daten mit:
Anzahl der rentenmäßigen Versorgungen beider Ehegatten
Den Kostenvoranschlag können Sie per Email an Rechtsanwalt Patrick Inhestern, per WhatsApp an 01702927000 oder telefonisch unter 0511/22062060 anfordern.
Wenn Sie Ihre Scheidung nicht aus eigenem Einkommen und Vermögen bezahlen können, dann besteht die Möglichkeit, Verfahrenskostenhilfe für das Scheidungsverfahren zu beantragen.Nach den Prozesskostenhilfebekanntmachungen für das Jahr 2016 können Scheidungswillige Anspruch auf Verfahrenskostenhilfe haben, wenn sie für Ihren Lebensunterhalt nicht mehr als
468,00 € für sich und 468,00 € für ihren Ehegatten oder Lebenspartner haben
213,00 € Bonus bei Erwerbstätigkeit
309,00 € bis 374,00 € bei Unterhaltszahlung in Erfüllung gesetzlicher Unterhaltspflicht
Daneben können Verfahrenskostenhilfeantragssteller von ihren Einkommen beispielsweise absetzen
Wer Verfahrenskostenhilfe für sein Scheidungsverfahren haben möchte, muss seine finanziellen Verhältnisse offenlegen. Die Verfahrenskostenhilfe führt dazu, dass die Partei keine Gerichtskosten und keine Rechtsanwaltsgebühren für die Scheidung zahlen muss. Gerne helfe ich Ihnen als Anwalt, Verfahrenskostenhilfe für Ihr Scheidungsverfahren zu beantragen.
Wenn Sie möchten, dass ich als Ihr Scheidungsanwalt Verfahrenskostenhilfe für Ihre Scheidung beantrage, dann benötige ich hierfür regelmäßig folgende Dokumente:
Diese Unterlagen sollten Sie in Ihrem Besprechungstermin aus Anlass Ihr Scheidung dabei haben. Auf Grundlage unvollständiger Unterlagen kann Ihnen Verfahrenskostenhilfe im Scheidungsverfahren nicht gewährt werden. Zudem wird der Scheidungsantrag erst nach Bewilligung von Verfahrenskostenhilfe zugestellt.
Für Ehepaare ist im Trennungsfall hinsichtlich der Ihnen zustehenden Steuerklassen folgendes wichtig: Verheiratet sind der Steuerklasse 3, 4 oder 5 zuzuordnen. Unverheiratete sind der Steuerklasse 1 oder 2 und zuordnen, und werden schlechter versteuert. Ehepaare können im Jahr der Trennung ihre Steuerklassen behalten, und damit im Trennungsjahr steuerlich zusammen veranlagt werden. Erst zum 1. Januar des auf die Trennung folgenden Jahres sind die Ehepaare verpflichtet, ihre Einkommen wie Singles mit Steuerklasse I beziehungsweise bei einem im Haushalt lebenden Kind mit Steuerklasse II zu versteuern. Hieraus ergeben sich Gestaltungsmöglichkeiten bei Trennung und nach der Scheidung.
Die eheliche Lebenspartnerschaft wird nicht geschieden, sondern aufgehoben. Die Rechtsgrundlage dafür findet sich in § 15 LPartG: Danach kann die Lebenspartnerschaft aufgehoben werden, wenn
1.die Lebenspartner seit einem Jahr getrennt leben und a) beide Lebenspartner die Aufhebung beantragen oder der Antragsgegner der Aufhebung zustimmt oder b) nicht erwartet werden kann, dass eine partnerschaftliche Lebensgemeinschaft wieder hergestellt werden kann2. ein Lebenspartner die Aufhebung beantragt und die Lebenspartner seit drei Jahren getrennt leben, 3.die Fortsetzung der Lebenspartnerschaft für den Antragsteller aus Gründen, die in der Person des anderen Lebenspartners liegen, eine unzumutbare Härte wäre.
Lebenspartner haben ähnliche Ansprüche wie Ehegatten. So kann Trennungsunterhalt und nachpartnerschaftlicher Unterhalt verlangt werden. Es kann nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz Wohnungszuweisung und Hausratsteilung verlangt werden. Es findet bei Vorliegen der Voraussetzungen ein Versorgungsausgleich und auf Antrag ein Ausgleich des Zugewinns statt.
Weil ich als Fachanwalt für Familienrecht in Hannover ansässig bin, ist mein Tätigkeitsschwerpunkt in Scheidungsverfahren vor dem Familiengericht in Hannover. Daneben werde ich auch vor den Familiengerichten in Wennigsen, Lehrte, Neustadt am Rübenberge, Burgwedel, Burgdorf und Springe tätig. Für Sie kann es aber sein, dass Sie jetzt in Hannover wohnen, und Ihre Scheidung ganz woanders durchgeführt werden muss. In derartigen Fällen stehe ich Ihnen bei Ihrer Scheidung bundesweit zur Seite. Deswegen können Sie mich Scheidungsverfahren an allen Familiengerichten bundesweit beauftragen.
Wenn Ihr Trennungsjahr fast abgelaufen ist und Sie alle Unterlagen für Ihren Scheidungsantrag bereit haben, dann können Sie in der Regel einen Termin binnen 48 Stunden bekommen.
Als Scheidungsanwalt mit langjähriger Erfahrung gebe ich Ihnen folgende Empfehlung:
Wenn Sie getrennt sind, leiten Sie die Scheidung, sobald dieses möglich ist.
Regeln Sie alle Streitpunkte in einer Scheidungsfolgenvereinbarung. Treffen Sie dabei insbesondere bezüglich gemeinsamer Immobilien eine sinnvolle Lösung.
Führen Sie das Scheidungsverfahren mit nur einem Anwalt durch, und vereinbaren Sie insoweit Kostenteilung.
Haben Sie noch weitere Fragen. Nehmen Sie Kontakt auf. Ich biete Ihnen einen kostenfreien telefonischen Erstkontakt. Die Kosten einer persönlichen Erstberatung bezüglich einer Scheidung werden auf die Kosten des Scheidungsverfahrens angerechnet.
Vertrauen Sie auf meine jahrelange Erfahrung im Scheidungsrecht. Vereinbaren Sie einen Termin! Rufen Sie an – 0511/22062060 – oder nutzen Sie das Kontaktformular.

References: § 1567
 § 1567
 § 1566
 § 1565
 § 133
 § 122
 § 98
 § 134
 § 1565
 § 3
 § 18
 § 27
 § 1373
 § 1374
 § 1375
 § 1410
 § 1410
 § 43
 § 43
 § 15