Source: https://lexetius.com/StGB/46b
Timestamp: 2019-07-20 01:29:14+00:00

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§ 46b StGB. Hilfe zur Aufklärung oder Verhinderung von schweren Straftaten
[Titelei] [Inhalt] [Quellen] [<] § 46b StGB [>]
Paragraf 46b. Hilfe zur Aufklärung oder Verhinderung von schweren Straftaten
1§ 46b. Hilfe zur Aufklärung oder Verhinderung von schweren Straftaten.
(1) [1] Wenn der Täter einer Straftat, die mit einer im Mindestmaß erhöhten Freiheitsstrafe oder mit lebenslanger Freiheitsstrafe bedroht ist,
21. durch freiwilliges Offenbaren seines Wissens wesentlich dazu beigetragen hat, dass eine Tat nach § 100a Abs. 2 der Strafprozessordnung, die mit seiner Tat im Zusammenhang steht, aufgedeckt werden konnte, oder
32. freiwillig sein Wissen so rechtzeitig einer Dienststelle offenbart, dass eine Tat nach § 100a Abs. 2 der Strafprozessordnung, die mit seiner Tat im Zusammenhang steht und von deren Planung er weiß, noch verhindert werden kann,
kann das Gericht die Strafe nach § 49 Abs. 1 mildern, wobei an die Stelle ausschließlich angedrohter lebenslanger Freiheitsstrafe eine Freiheitsstrafe nicht unter zehn Jahren tritt. [2] Für die Einordnung als Straftat, die mit einer im Mindestmaß erhöhten Freiheitsstrafe bedroht ist, werden nur Schärfungen für besonders schwere Fälle und keine Milderungen berücksichtigt. [3] War der Täter an der Tat beteiligt, muss sich sein Beitrag zur Aufklärung nach Satz 1 Nr. 1 über den eigenen Tatbeitrag hinaus erstrecken. [4] Anstelle einer Milderung kann das Gericht von Strafe absehen, wenn die Straftat ausschließlich mit zeitiger Freiheitsstrafe bedroht ist und der Täter keine Freiheitsstrafe von mehr als drei Jahren verwirkt hat.
1. 1. September 2009: Artt. 1 Nr. 2, 4 des Zweiten Gesetzes vom 29. Juli 2009.
2. 1. August 2013: Artt. 1 Nr. 1, 3 des Gesetzes vom 10. Juni 2013.
3. 1. August 2013: Artt. 1 Nr. 2, 3 des Gesetzes vom 10. Juni 2013.
Umfeld von § 46b StGB
§ 47 StGB. Kurze Freiheitsstrafe nur in Ausnahmefällen

References: § 46
 § 100
 § 100
 § 49
 § 46

§ 47