Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BStBl%20II%201990,%20119
Timestamp: 2019-01-20 10:06:04+00:00

Document:
BFH, 09.06.1989 - VI R 33/86 - dejure.org
EStG 1980 § 3 Nr. 12 Satz 2, § 3c
Werbungskosten - Baden-Württemberg - Hauptamtlicher Bürgermeister - Dienstaufwandsentschädigung - Sonstige Aufwendungen - Berufliche Veranlassung
EStG (1980) § 3 Nr. 12 S. 2, § 3c
Die steuerfreie Dienstaufwandsentschädigung für einen hauptamtlichen Bürgermeister in Baden-Württemberg gilt seine gesamten Aufwendungen ab. Höhere Werbungskosten können nur unter Anrechnung der Entschädigung geltend gemacht werden
BFHE 157, 526
BStBl II 1990, 119
Die Steuerfreiheit der Aufwandsentschädigung hat zur Folge, dass der Arbeitnehmer nur diejenigen Aufwendungen als Werbungskosten geltend machen kann, die diese Entschädigung übersteigen (Senatsurteil in BFHE 157, 526, BStBl II 1990, 119).
aa) Auf dieser Grundlage hat die Rechtsprechung etwa zwischen den Aufwendungen für einen Umzug in das Ausland und der dort beabsichtigten Einkünfteerzielung ebenso einen solchen unmittelbaren Zusammenhang angenommen (BFH-Urteile vom 20. September 2006 I R 59/05, BFHE 215, 130, BStBl II 2007, 756; vom 6. Oktober 1993 I R 32/93, BFHE 172, 385, BStBl II 1994, 113) wie zwischen Aufwendungen für die Berufsausübung als Bürgermeister und den dafür erhaltenen steuerfreien Dienstaufwandsentschädigungen (Senatsurteil vom 9. Juni 1989 VI R 33/86, BFHE 157, 526, BStBl II 1990, 119).
Die Vorschrift des § 3c EStG dient der Vermeidung einer doppelten Begünstigung von Steuerpflichtigen durch die steuerliche Freistellung von Bezügen einerseits und den Abzug von Werbungskosten andererseits (BFH-Urteil vom 9. Juni 1989 VI R 33/86, BFHE 157, 526, BStBl II 1990, 119).
Zwar dient die Vorschrift des § 3 c EStG der Vermeidung einer doppelten Begünstigung von Steuerpflichtigen durch die steuerliche Freistellung von Bezügen einerseits und den Abzug von Werbungskosten andererseits (BFH-Urteil vom 9. Juni 1989 VI R 33/86, BFHE 157, 526, BStBl II 1990, 119).
Ausreichend ist vielmehr die Feststellung einer erkennbaren und abgrenzbaren Beziehung (BFH-Urteile vom 9. November 1976 VI R 139/74, BFHE 120, 491, BStBl II 1977, 207, und in BFHE 157, 526, BStBl II 1990, 119).
Die Vorschrift des § 3 c EStG dient der Vermeidung einer doppelten Begünstigung von Steuerpflichtigen durch die steuerliche Freistellung von Bezügen einerseits und dem Abzug von Werbungskosten andererseits (Urteil des BFH vom 9. Juni 1989 VI R 33/86, BFHE 157, 526, BStBl II 1990, 119).
Die Antwort auf die Frage, wofür eine Aufwandsentschädigung gezahlt wird, ist dem jeweiligen Bundes- oder Landesgesetz zu entnehmen, in welchem die Zahlung der betreffenden Aufwandsentschädigung vorgesehen ist (Urteil des BFH vom 9. Juni 1989 VI R 33/86, BFHE 157, 526, BStBl II 1990, 119, 120).
Die Vorschrift des § 3 c EStG dient der Vermeidung einer doppelten Begünstigung von Steuerpflichtigen durch die steuerliche Freistellung von Bezügen einerseits und den Abzug von Betriebsausgaben oder Werbungskosten andererseits (BFH-Urteil vom 9. Juni 1989 VI R 33/86, BFHE 157, 526 , BStBl II 1990, 119 ).
Ausreichend ist vielmehr die Feststellung einer erkennbaren und abgrenzbaren Beziehung, die im Einzelfall zu prüfen ist (BFH-Urteile in BFHE 170, 392, BStBl II 1993, 450 ; in BFHE 157, 526 , BStBl II 1990, 119 ; vom 4. März 1977 VI R 213/75, BFHE 122, 265 , BStBl II 1977, 507 , sowie vom 9. November 1976 VI R 139/74, BFHE 120, 491 , BStBl II 1977, 207 ).
Denn das FG hat - für den Senat bindend (§ 118 Abs. 2 FGO) - festgestellt, daß die vom Kläger bezogene Dienstaufwandsentschädigung auch Aufwendungen dieser Art ersetzen sollte und daß die geltend gemachten Beträge die Höhe der gewährten Dienstaufwandsentschädigung nicht erreichen (vgl. BFH-Urteil vom 9. Juni 1989 VI R 33/86, BFHE 157, 526, BStBl II 1990, 119).
Werden Reisekostenvergütungen auch von § 3 Nr. 12 EStG oder nur von § 3 Nr. 13 …

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