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Timestamp: 2019-06-20 18:18:34+00:00

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OVG Nordrhein-Westfalen, 30.11.2011 - 13 B 1135/11 - dejure.org
https://dejure.org/2011,4459
OVG Nordrhein-Westfalen, 30.11.2011 - 13 B 1135/11 (https://dejure.org/2011,4459)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 30.11.2011 - 13 B 1135/11 (https://dejure.org/2011,4459)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 30. November 2011 - 13 B 1135/11 (https://dejure.org/2011,4459)
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GlüStV § 9 Abs. 1, GlüStV § 5 Abs. 3, GlüStV § 5 Abs. 4, VwGO § 80 Abs. 5
VG Düsseldorf, 25.08.2011 - 27 K 370/11
DÖV 2012, 286
57 aaa) § 5 Abs. 3 GlüStV beschränkt den freien Dienstleistungsverkehr (vgl. OVG NRW vom 30.11.2011 Az. 13 B 1135/11 RdNr. 13; OVG NRW vom 30.11.2011 Az. 13 B 1331/11 RdNr. 13).
(cc) Dies führt auch dazu, dass das Ziel, dem die mit dem Internetwerbeverbot verbundene Beschränkung der Dienstleistungsfreiheit dienen soll, mit der beschränkenden Regelung nicht wirksam verfolgt werden kann (vgl. EuGH vom 08.09.2010 Rs. C-46/09 - Carmen Media - RdNr. 68; EuGH vom 08.09.2010 Rs. C-316/07 u.a. - Markus Stoß u.a - RdNr. 106) und § 5 Abs. 3 GlüStV deshalb gegen das Kohärenzgebot verstößt (vgl. OVG NRW vom 30.11.2011 Az. 13 B 1135/11 RdNr. 36; OVG NRW vom 30.11.2011 Az. 13 B 1331/11 RdNr. 36).
vgl. auch OVG NRW, Beschlüsse vom 30. November 2011 - 13 B 1331/11 und 13 B 1135/11 -.
An dem Ergebnis ändert sich nichts deshalb, weil vor dem 30. Juni 2012 das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen mit Beschluss vom 30. November 2011 (- 13 B 1135/11 -, juris) die unionsrechtliche Kohärenz der Internetwerbe- und sonstigen Werbeverbote des § 5 Abs. 3 und 4 GlüStV 2008 mit der Begründung in Frage gestellt hat, dass in der (zumindest) geduldeten unzulässigen Werbepraxis der staatlichen Lotteriegesellschaften ein strukturelles Vollzugsdefizit zu erkennen sei.
57 An dem Ergebnis ändert sich nichts deshalb, weil vor dem 30. Juni 2012 das Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen mit Beschluss vom 30. November 2011 (- 13 B 1135/11 -, juris) die unionsrechtliche Kohärenz der Internetwerbe- und sonstigen Werbeverbote des § 5 Abs. 3 und 4 GlüStV 2008 mit der Begründung in Frage gestellt hat, dass in der (zumindest) geduldeten unzulässigen Werbepraxis der staatlichen Lotteriegesellschaften ein strukturelles Vollzugsdefizit zu erkennen sei.
Der Erlass des Innenministeriums von September 2011, den der Antragsgegner im Parallelverfahren 13 B 1135/11 vorgelegt hat, vermag einen entsprechenden Nachweis nicht zu erbringen.
vgl. auch OVG NRW, Beschlüsse vom 30. November 2011 - 13 B 1135/11 und 1331/11 -.
Der unionsrechtliche Anwendungsvorrang kann somit jedenfalls ein nationales gesetzliches Werbeverbot, soweit dieses (nur) auf Glücksspielangebote im Internet bezogen ist, nicht erfassen; etwas anderes mag möglicherweise für (Internet-) Werbung für Glücksspielangebote außerhalb des Internets gelten (vgl. OVG NRW vom 30.11.2011 Az. 13 B 1135/11 ).

References: § 9
 § 5
 § 5
 § 80
 § 5
 EuGH 
 EuGH 
 § 5
 § 5
 § 5