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Timestamp: 2018-12-11 23:51:29+00:00

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Rechtsprechung: 1 U 97/03 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: OLG Düsseldorf, 08.03.2004 | OLG Zweibrücken, 14.07.2004 | OLG Frankfurt, 27.10.2003
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Keine Mithaftung des Chirurgen bei Narkosefehler des Anästhesisten
Haftungsverteilung bei kooperierenden Ärzten im Zusammenhang mit einer ambulanten Operation
Vorliegen einer pflichtwidrigen medizinischen Versorgung bei Überschreitung der maximal zu rechtfertigenden Dosierung eines Opioids (hier: Rapifen) durch einen Anästhesisten um mehr als das Doppelte; Anforderungen an eine postoperative Überwachung des Patienten; Ende der postoperativen Überwachungspflicht; Haftungsumpfang bei Zusammenwirkung mehrerer Ärzte im Rahmen einer horizontalen Arbeitsteilung; Haftung eines Chirurgen für die fehlerhafte Dosierung eines Hypnotikums und eine unzureichende postoperative Kontrolle der Kreislaufstabilität und Atmungsstabilität des Anästhesisten
Zusammenfassung von "Vertrauensgrundsatz bei der Zusammenarbeit zwischen Chirurg und Anästhesist in der postoperativen Phase" von der Redaktion, original erschienen in: ArztR 2006, 23 - 24.
LG Magdeburg, 23.10.2003 - 6 O 1130/01
VersR 2005, 1401
OLG Naumburg 1 U 97/03 verkündet am: 14. September 2004 Thöns.
1 U 97/03 Oberlandesgericht Naumburg verkündet am: 14. September 2004 601130/01 Landgericht Magdeburg gez.
Dies hat die Rechtsprechung wiederholt insbesondere im Zusammenspiel zwischen operierenden Ärzten verschiedener Fachrichtungen und dem zuständigen Anästhesisten bestätigt (vgl. nur OLG Naumburg, MedR 2005, 232).
OLG Düsseldorf, 08.03.2004 - I-1 U 97/03
Grundsätze des Anscheinsbeweises ; Annahme eines Auffahrverschuldens ; Einhaltung eines Sicherheitsabstandes; Dauer der Nutzungsausfallentschädigung
LG Düsseldorf, 25.04.2003 - 13 O 147/00
In der obergerichtlichen Rechtsprechung wird zum Teil bei Auffahrunfällen auf der Autobahn bereits ein Anscheinsbeweis für das Verschulden des Auffahrenden verneint und - in der Regel - eine hälftige Schadensteilung angenommen, wenn vor dem Auffahren ein Fahrspurwechsel stattgefunden hat, aber streitig und nicht aufklärbar ist, ob die Fahrspur unmittelbar vor dem Anstoß gewechselt worden ist und sich dies unfallursächlich ausgewirkt hat (vgl. etwa OLG München…, Urteil vom 4. September 2009 - 10 U 3291/09, juris, Rn. 21; KG, Beschluss vom 14. Mai 2007 - 12 U 195/06, NZV 2008, 198, 199 und Urteil vom 21. November 2005 - 12 U 214/04, NZV 2006, 374, 375; OLG Düsseldorf, Urteil vom 8. März 2004 - 1 U 97/03, juris, 2. Orientierungssatz, Rn. 10, 19; OLG Hamm, Urteil vom 8. Dezember 1997 - 6 U 103/97, MDR 1998, 712, 713 und OLG Celle, Urteil vom 26. November 1981 - 5 U 79/81, VersR 1982, 960 f.).
§ 286 ZPO, § 287 ZPO, § 288 ZPO, § 7 Abs 1 StVG, § 3 Nr 1 PflVG
Schadenersatzklage nach Verkehrsunfall: Reichweite des Zugestehens des Unfallhergangs; Nachweis eines gestellten Verkehrsunfalls
LG Frankenthal, 24.04.2003 - 3 O 383/02
(2) Dieses Geständnis hat durch stillschweigende Bezugnahme der Beklagten auf ihre vorbereitenden Schriftsätze und damit auch auf das darin enthaltene Geständnis (§ 137 Abs. 3 Satz 1 ZPO) in der mündlichen Verhandlung vor dem Landgericht am 07.09.2011 (Bl. 72 d. A.) Wirksamkeit erlangt (vgl. BGH NJW-RR 1999, 1113; 2003, 1578, 1579; OLG Zweibrücken OLGR 2005, 98, 99).
Die - hier nicht erfolgte - Protokollierung des Geständnisses (§ 160 Abs. 3 Nr. 3 ZPO) ist nur vor dem beauftragten oder ersuchten Richter, nicht aber vor dem Prozessgericht Wirksamkeitsvoraussetzung (BGH NJW-RR 2003, 1578, 1579; OLG Zweibrücken OLGR 2005, 98, 99).
Ausschlaggebend ist vielmehr eine Gesamtwürdigung alles Tatsachen und Beweise, bei der aus einer Indizienkette auf eine planmäßige Vorbereitung und Herbeiführung des vermeintlichen Unfalls geschlossen werden kann (vgl. OLG Celle OLG-Report Celle 2003, 208 f.; 2004, 175, 176 ff. und 2004, 328, 329 f.; OLG Frankfurt ZfSch 20004, 501, 502 ff.; OLG Hamm OLG-Report Hamm 201, 58, 59 f.; VersR 2002, 700 f. und ZfSch 2004, 68 f.; OLG Köln Schaden-Praxis 2004, 118, 119; im Einzelfall nur im Ergebnis anders PfzOLG Zweibrücken OLG-Report Zweibrücken 2005, 98 ff.).
Nach der in der Rechtsprechung überwiegenden Auffassung, der sich die Kammer anschließt, kann ein gestellter Unfall nach den Grundsätzen des Anscheinsbeweises bewiesen werden (OLGR Zweibrücken 2005, 98 m.w.N.).
OLG Frankfurt, 27.10.2003 - 1 U 97/03
BGB § 670 § 683
LG Gießen, 06.03.2003 - 3 O 170/01

References: § 286
 § 287
 § 288
 § 7
 § 3
 BGH 
 § 670
 § 683