Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F13-02-2003-2A-146-2002
Timestamp: 2016-10-25 12:00:21+00:00

Document:
Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Martin Heuberger, Bahnhofstrasse 15, Postfach 171, 5600 Lenzburg 1,
Kantonale Verwaltung f�r die direkte Bundessteuer,
M.M.________ erteilte am 17. Februar 1987 der K.________ Establishment einen Verwaltungsauftrag f�r eine Beteiligung am Optionenhandelspool mit einem Beteiligungsbetrag von Fr. 5'000.--. Am 7. April 1987 erteilte er einen weiteren Verwaltungsauftrag mit einem Beteiligungsbetrag von Fr. 10'000.--. Am 23. April 1987 schloss M.M.________ mit der F.________ Finanz AG in Z�rich einen Verm�gensverwaltungsauftrag f�r Fr. 20'000.-- ab. Einen weiteren Verm�gensverwaltungsvertrag mit Treuhandmandat schloss M.M.________ mit der K.________ Establishment am 21. September 1988 �ber den Betrag von Fr. 30'000.-- ab.
Diese von X.________ und Y.________ beherrschten anlagefonds�hnlichen Gesellschaften schlossen seit 1987 mit �ber 1'700 Gl�ubigern sogenannte Anlegervertr�ge, die seitens der Anleger auf der Grundlage ausserordentlich hoher Renditeversprechen eingegangen wurden. Per 1. Januar 1989 sollte die bis anhin �ber die K.________ Establishment ausge�bte T�tigkeit von der A.________ Finanz AG �bernommen werden, wobei die F.________ Finanz AG ebenfalls �ber die A.________ Finanz AG gespiesen wurde. Da mit diesen Gesellschaften ein Bankbetrieb gef�hrt wurde, ohne die Voraussetzungen daf�r zu erf�llen, verf�gte die Eidgen�ssische Bankenkommission am 1. September 1989 die Liquidation der K.________ Establishment und der A.________ Finanz AG. Diese fielen in der Folge wegen �berschuldung in Konkurs.
Am 20. April 1993 stellte das Steueramt des Kantons Aargau fest, M.M.________ (seit 18. M�rz 1988 verheiratet mit P.M.________) habe bei der A.________ Finanz AG Z�rich �ber Investitionskonten verf�gt. Diese und deren Verm�gensertr�ge habe er nicht deklariert. Nach der Durchf�hrung des Nach- und Strafsteuerverfahrens rechnete die Kantonale Verwaltung f�r die direkte Bundessteuer mit Einspracheentscheid vom 9. November 1999 P.M.________ und M.M.________ aus den in Frage stehenden Anlagegesch�ften nicht versteuerte Verm�gensertr�ge von Fr. 1'883.-- (1985/86), Fr. 180'895.-- (1987/ 88) und Fr. 53'281(1989/90) auf und stellte fest, M.M.________ habe f�r die direkten Bundessteuern 1987/88 Nachsteuern von Fr. 237.60 sowie f�r die direkten Bundessteuern 1987 bis 1992 Bussen von Fr. 7'724.65 zu bezahlen. Weiter wurde verf�gt, M.M.________ und P.M.________ h�tten f�r die direkten Bundessteuern 1989 bis 1992 Nachsteuern von Fr. 51'260.-- zu bezahlen.
Die von M.M.________ und P.M.________ gegen den Einspracheentscheid erhobene Beschwerde hiess das Steuerrekursgericht des Kantons Aargau am 24. Januar 2002 teilweise gut und setzte die Nachsteuern auf Fr. 50'717.60 und die Bussen auf Fr. 7'607.65 fest. Es korrigierte damit lediglich einen Fehler in der Umrechnung der Verm�gensertr�ge 1989 von US-Dollar in Schweizer Franken und wies im �brigen die Beschwerde ab.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 22. M�rz 2002 beantragen M.M.________ und P.M.________ dem Bundesgericht, das Urteil des Steuerrekursgerichts des Kantons Aargau vom 24. Januar 2002 sowie den Einspracheentscheid der Kantonalen Verwaltung f�r die direkte Bundessteuer vom 9. November 1999 aufzuheben und auf die Nachbesteuerung der Investitionskonten zu verzichten. Eventuell sei die Sache an das Steuerrekursgericht bzw. die Kantonale Verwaltung f�r die direkte Bundessteuer zur�ckzuweisen zur Erg�nzung des Beweisverfahrens. Eventuell sei die Nachbesteuerung angemessen zu reduzieren und von einer Strafsteuer Umgang zu nehmen.
Das Steueramt des Kantons Aargau und die Eidgen�ssische Steuerverwaltung beantragen, die Beschwerde abzuweisen.
1.1 Mit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann der Beschwerdef�hrer nach Art. 104 lit. a und b OG die Verletzung von Bundesrecht einschliesslich �berschreitung oder Missbrauch des Ermessens sowie die unrichtige oder unvollst�ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts r�gen. Das Bundesgericht wendet das Bundesrecht bei der Verwaltungsgerichtsbeschwerde von Amtes wegen an, ohne an die Begr�ndung der Parteibegehren gebunden zu sein (Art. 114 Abs. 1 in fine OG). Es kann die Beschwerde daher auch aus andern als den geltend gemachten Gr�nden gutheissen oder den Entscheid mit einer Begr�ndung best�tigen, die von jener der Vorinstanz abweicht (BGE 121 III 274 E. 2 c, S. 275 f.). An die Sachverhaltsfeststellung ist das Bundesgericht gebunden, wenn - wie hier - eine richterliche Beh�rde als Vorinstanz entschieden und den Sachverhalt nicht offensichtlich unrichtig, unvollst�ndig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt hat (Art. 105 Abs. 2 OG).
1.2 Der zu beurteilende Sachverhalt hat sich vorab in den Jahren 1987 bis 1989 abgespielt und betrifft die direkten Bundessteuern 1987 bis 1992. Es ist deshalb zu pr�fen, ob der damals geltende Bundesratsbeschluss vom 9. Dezember 1940 �ber die Erhebung einer direkten Bundessteuer (BdBSt) oder das am 1. Januar 1995 in Kraft getretene Bundesgesetz vom 14. Dezember 1990 �ber die direkte Bundessteuer (DBG; SR 642.11) Anwendung findet.
Bez�glich der steuerrechtlichen Qualifikation der aus den Investitionskonten fliessenden Verm�gensertr�ge ist unbestrittenermassen der Bundesratsbeschluss �ber die Erhebung einer direkten Bundessteuer als damaliges materielles Recht anwendbar. Dasselbe gilt f�r die Bussenbemessung, bei welcher die Vorinstanz - nachdem im vorliegenden Fall nur ein leichtes Verschulden in Frage steht - zu Recht auf das mildere Recht von Art. 129 Abs. 1 BdBSt abgestellt hat (Urteil 2A.365/1996 vom 10. Juni 1998 E. 2, publiziert in: ASA 68 240).
2.1 Der Beschwerdef�hrer hat mit der K.________ Establishment verschiedene Vertr�ge abgeschlossen, die mit "Verm�gensverwaltungsauftrag und Treuhandmandat" �berschrieben sind. Nach � 4 Ziff. 1 des Vertrages hatte die beauftragte Gesellschaft die ihr zur Verf�gung gestellten Verm�genswerte "zu verwalten und nach kaufm�nnischen Grunds�tzen anzulegen". Sie durfte die ihr �berlassenen Verm�genswerte "nur f�r die Finanzanlagen und bankm�ssigen Gesch�fte" verwenden. Die Beauftragte �bte das Mandat nach � 1 "treuh�nderisch f�r den Auftraggeber" aus. Dieser konnte der Beauftragten - nicht n�her bezeichnete - "Instruktionen" erteilen. Die Beauftragte konnte die Verm�genswerte nach � 4 Ziff. 1 des Vertrags nach freiem Ermessen, ohne vorheriges Einholen von Weisungen, plazieren. Das Verm�gen war nach � 4 Ziff. 2 des Vertrages "im Namen und alleinigen Risiko des Auftraggebers" zu verwalten. Nach den Verwaltungsauftr�gen vom 17. Februar 1987 und 7. April 1987 beteiligt sich der Auftraggeber "am bestehenden Kapitalpool zwecks Handels mit Dollaroptionen" (Ziff. 1). Nach Ziff. 3 des Verwaltungsauftrages verpflichtet sich der Auftragnehmer, "vorgenannten Betrag nur zum Zweck des Optionshandels zu verwenden". Nach Ziff. 6 kann der Auftraggeber jederzeit von seinem Auftrag zur�cktreten. In Ziff. 7 nimmt der Auftraggeber davon Kenntnis, "dass keine Zinsen oder Gewinne garantiert werden k�nnen". Dagegen erkl�rt der Auftragnehmer in Ziff. 8, er "verb�rge sich daf�r, dass dem Auftraggeber kein Schaden entstehe, insbesondere keine Verluste realisiert werden. Er verpflichtet sich, den unter 2 genannten Anteil nicht zu vermindern und f�r eventuelle Verluste aufzukommen". �hnlich lautet auch der Verm�gensverwaltungsauftrag mit der F.________ Finanz AG. Nach Ziff. 3 ist der Beauftragte verpflichtet, die "Verm�genswerte nach bestem Wissen und Gewissen zu verwalten und nach kaufm�nnischen Grunds�tzen anzulegen. Es liegt im freien Ermessen der Beauftragten, die Verm�genswerte zu platzieren, und zwar ohne vorherige Einholung von Weisungen. Gleichzeitig �bernimmt die Beauftragte die Pflicht, die Verm�genswerte f�r jeweils zwei Monate oder quartalsweise fix anzulegen und das Optionsarbitragegesch�ft nur als Zusatz auszuf�hren".
2.2 Nach den Feststellungen der ATAG Ernst & Young AG vom 31. Juli 1992 als Konkursverwalterin der K.________ Establishment haben die K.________ Establishment und die A.________ Finanz AG nur ca. Fr. 40 Mio. von rund Fr. 200 Mio. entgegengenommenen Geldern in Unternehmen investiert. Ca. Fr. 80 Mio. wurden nach dem Schneeballsystem zur Auszahlung von Renditen, zur Zur�ckzahlung von Anlagekapital und f�r Vermittlungsprovisionen verwendet. Fr. 25 Mio. gingen bei Brokergesch�ften verloren, Fr. 25 Mio. wurden von X.________ f�r den Brabham-Rennstall verwendet, weitere Fr. 25 Mio. dienten f�r Privatbez�ge, Darlehen an diverse Drittpersonen, den Kauf von Fahrzeugen, Verwaltungskosten oder stellen nicht belegbaren Fehlbestand dar.
2.3 Die Einnahmen der K.________ Establishment stammten teilweise aus Ertr�gen des angelegten Verm�gens, teilweise aus Brokergesch�ften bzw. Investitionen in verschiedene Unternehmen. Zur Hauptsache wurden die R�ckzahlungen und Renditeauszahlungen aus den laufenden Einzahlungen neuer Anleger finanziert.
Das Bundesgericht hat in einem ebenfalls die K.________ Establishment betreffenden vergleichbaren Fall (Urteil 2A.365/1994 vom 21. Oktober 1996, publiziert in: ASA 66 377) festgestellt, dass entgegen � 4 Ziff. 2 des Verwaltungsvertrages diese das ihr zur Verf�gung gestellte Kapital nicht als direkte Stellvertreterin auf den Namen der einzelnen Kapitalanleger, sondern im eigenen Namen angelegt habe. Die Renditeauszahlungen bzw. -gutschriften seien nicht nach dem Verkaufserl�s bestimmter individuell auf den Namen einzelner Anleger erworbenen Verm�genswerte bemessen, sondern in Prozents�tzen der Einlagen festgesetzt worden. Die K.________ Establishment habe entgegen der vertraglichen Regelung keine Anlagen im Namen der Beschwerdef�hrer get�tigt, bei deren Verkauf ein steuerfreier Kapitalgewinn nach Art. 21 Abs.1 lit. d BdBSt erzielt worden sei. Sie habe die Anlagen vielmehr in eigenem Namen vorgenommen. Den Anlegern seien quartalsweise bestimmte Prozents�tze ihrer Anlagen als Rendite ausbezahlt oder gutgeschrieben worden. Hierbei handle es sich nicht um Gewinne aus der Ver�usserung ihnen individuell zustehender und einzeln bezeichneter Verm�genswerte nach Art. 21 Abs. 1 lit. d BdBSt, sondern um Gewinnanteile aus Guthaben, die als Einkommen aus beweglichem Verm�gen nach Art. 21 Abs. 1 lit. c BdBSt steuerbar seien. Daran �ndere nichts, dass die Gutschriften oder Auszahlungen in den Abrechnungen der K.________ Establishment unrichtigerweise als "Kapitalgewinne" bezeichnet worden seien. Die Voraussetzungen, um ein Treuhandverh�ltnis anzuerkennen und die Anlagen und ihren Ertrag bzw. den Ver�usserungsgewinn dem Beschwerdef�hrer zuzurechnen, seien daher von vornherein nicht erf�llt (E. 2b S. 380 f.).
Diese rechtliche W�rdigung gilt grunds�tzlich auch f�r den vorliegenden Fall.
Die Beschwerdef�hrer machen indessen in verschiedener Hinsicht geltend, ihre Ausgangslage unterscheide sich - zumindest teilweise - von den vorstehend dargelegten �berlegungen des Bundesgerichts.
3.1 Vorerst wenden die Beschwerdef�hrer ein, dass in Bezug auf die zweckwidrige Verwendung von Einlagegeldern durch X.________ in zeitlicher Hinsicht eine Differenzierung vorgenommen werden m�sse, weil davon auszugehen sei, dass X.________ zumindest in der Anfangsphase im Jahre 1987 die Gelder der Anleger noch vertragsgem�ss verwendet habe und eine zweckwidrige Verwendung erst sp�ter erfolgt sei.
Zutreffend ist, dass es sich im genannten Entscheid des Bundesgerichts um erst 1988 get�tigte Kapitalanlagen handelte, w�hrend vorliegend (auch) bereits im Jahre 1987 festgestellte Anlagen in Frage stehen. Dennoch kann nicht davon ausgegangen werden, dass die K.________ Establishment bzw. die andern von X.________ beherrschten Verm�gensverwaltungsgesellschaften im Jahre 1987 ein anderes Finanzgebaren als 1988 an den Tag gelegt haben. Dies ergibt sich zun�chst aus dem zitierten Bericht der ATAG Ernst & Young vom 31. Juli 1992, wo insgesamt das Finanzgebaren von X.________ und Y.________ seit dem Jahre 1987 gew�rdigt wird. Sodann ergibt sich aus den Erkl�rungen der K.________ Establishment selbst, dass auch in der Anfangsphase des Jahres 1987 keine Renditeauszahlungen und -gutschriften von individuell auf den Namen einzelner Anleger erworbenen Verm�genswerten vorgesehen waren. Ansonsten h�tte der Auftragnehmer in seinen Vertr�gen vom 17. Februar bzw. 7. April 1987 in Ziff. 8 nicht best�tigen k�nnen, dass "insbesondere keine Verluste realisiert werden". Mit Schreiben vom 25. Februar 1987 best�tigte die K.________ Establishment dem Beschwerdef�hrer zudem, man k�nne "erstmals eine Mindestrendite zusagen in der H�he von Fr. 250.-- pro Woche und pro Tranche von Fr. 10'000.--, zum andern addiert sich hierzu der noch unbekannte Ertrag aus den Optionsgesch�ften". Diese Zusicherungen und Garantien erfolgten im Jahr 1987, und sie konnten nur eingehalten werden, wenn die Renditeauszahlungen wie im genannten Entscheid des Bundesgerichts aus den laufenden Einzahlungen neuer Anleger finanziert wurden.
3.2 Im Zusammenhang mit der Realisierbarkeit der bis Ende Juni 1989 zugeflossenen Ertr�ge machen die Beschwerdef�hrer geltend, dass sie von der Gutschrift vom 27. April 1989 �ber US$ 62'821.-- erst im Laufe des Nachsteuerverfahrens Kenntnis erhalten h�tten. Die Vorinstanz hat dazu ausgef�hrt, dass ein grunds�tzlich steuerpflichtiger Verm�gensertrag auch dann nachbesteuert werden k�nne, wenn der Berechtigte nicht unmittelbar nach erfolgter Gutschrift, sondern erst sp�ter davon Kenntnis erhalte. Entscheidend sei einzig, dass diese Gutschrift dem Beschwerdef�hrer zuzuordnen sei. Die Beschwerdef�hrer anerkennen, dass diese Ausf�hrungen der Vorinstanz "in normalen F�llen durchaus der Praxis" entspreche; diese k�nne aber nicht auf den streitigen Fall �bertragen werden, da sie zufolge des Konkurses der Firmen von X.________ keine M�glichkeit der Realisierung mehr gehabt h�tten.
Diese Einwendungen der Beschwerdef�hrer verm�gen nicht zu �berzeugen. Gem�ss Ziff. 4 der Verwaltungsauftr�ge mit der K.________ Establishment vom 17. Februar bzw. 7. April 1987 erhielt der Auftraggeber jeweils montags eine Abrechnung f�r die vorangegangene Berichtswoche und den jeweiligen Stand seines Kontos. Nach Ziff. 5 wurden die erzielten Gewinne jeweils am letzten Freitag jeden Monats abgerechnet und am darauffolgenden Dienstag ausbezahlt. Nach � 6 des Verm�gensverwaltungsauftrags und Treuhandmandats vom 21. September 1988 erfolgte die Abrechnung am Ende jeden Kalendervierteljahres. Eine inhaltlich gleichlautende Bestimmung enth�lt Ziff. 5 des Verm�gensverwaltungsvertrags mit der F.________ Finanz AG vom 23. April 1987. Es ist deshalb davon auszugehen, dass die Beschwerdef�hrer die Entwicklung ihres Kontos aufgrund der kontinuierlich erfolgten Meldungen mitverfolgen konnten. Zu ber�cksichtigen ist dabei, dass die Bankenkommission erst am 1. September 1989 die Liquidation anordnete.
3.3 Die Beschwerdef�hrer werfen im weiteren der Vorinstanz vor, bei der Frage der Realisierung der Gewinne st�tze sie sich zu Unrecht auf das Bundesgerichtsurteil vom 21. Oktober 1996. In diesem Zusammenhang r�gen sie, die Vorinstanz habe es unterlassen, die Urteile des Bezirksgerichts Z�rich betreffend X.________ einzuverlangen. Ihrer Auffassung nach erg�be sich aus dem Beizug dieser Akten, ob die fingierten Ertr�ge der Verm�gensverwaltungsfirmen tats�chlich realisierbar gewesen seien oder nicht. Sie r�gen eine unrichtige Handhabung der Beweislastverteilung f�r die Einbringlichkeit bzw. Uneinbringlichkeit der Forderungen.
Das Bundesgericht hat in seinem Urteil vom 21. Oktober 1996 in Erw�gung 4 (S. 382 f.), auf welche die Vorinstanz Bezug nimmt, ausgef�hrt, Einkommen gelte in der Ermessensperiode grunds�tzlich dann als realisiert, wenn dem Steuerpflichtigen Leistungen zufliessen und wenn er einen festen Rechtsanspruch erwerbe, �ber den er tats�chlich verf�gen k�nne. In der Regel werde bereits der Forderungserwerb als einkommensbildend betrachtet, sofern die Erf�llung nicht als unsicher erscheine. Bei Eink�nften aus Kapitalverm�gen werde grunds�tzlich auf den Zeitpunkt der F�lligkeit der Leistung abgestellt. Im weiteren f�hrte das Bundesgericht aus, es sei nicht dargetan, dass eine Auszahlung vor der Konkurser�ffnung (September 1989) in den Jahren 1988 und 1989 verweigert worden w�re. Nach den Feststellungen der ATAG Ernst & Young als Konkursverwalterin der K.________ Establishment seien den Anlegern ca. Fr. 80 Mio. als Gewinnanteile und Kapitalr�ckzahlungen ausbezahlt worden. Der Beschwerdef�hrer habe selber noch im Mai 1989 auf sein Verlangen eine Barauszahlung erhalten. Das Bundesgericht ging in der Folge von der Realisierbarkeit der Gewinnanteile und Kapitalr�ckzahlungen aus.
Diese �berlegungen des Bundesgerichts gelten auch f�r den vorliegenden Fall. Nebst dem Bericht der ATAG Ernst & Young hat die Vorinstanz zu Recht auch auf den Bericht der Bezirksanwaltschaft III des Kantons Z�rich abgestellt, worin ausgef�hrt wird, dass aus den Kontozusammenstellungen hervorgehe, dass X.________/Y.________ auch noch nach dem 30. April 1989 Kapital- und Zinsauszahlungen vorgenommen h�tten, so im Betrage von US$ 187'000.--, DM 75'000.--, DM 10'000.--, DM 23'000.--, DM 8'000.--, DM 1 Mio., Fr. 10'000.-- und DM 30'000.--. Die Beschwerdef�hrer machen dazu geltend, dass X.________ gerade in den Monaten vor dem Konkurs prim�r nur ihm bekannte und von ihm beg�nstigte Personen oder Firmen ber�cksichtigt habe, nicht aber gew�hnliche Anleger. Auch diese Ausf�hrungen sind unzutreffend. Die Beschwerdef�hrer haben von der K.________ Establishment am 20. April 1988 einen Check �ber Fr. 55'517.-- mit dem Vermerk "Auszahlung Rendite 1. Quartal", am 7. Februar 1989 einen Check �ber Fr. 5'893.-- mit dem Vermerk "Kapitalgewinn 4. Quartal 1988" und noch am 5. Mai 1989 einen Check �ber Fr. 5'762.-- mit dem Vermerk "Kapitalgewinn 1. Quartal 1989" erhalten. Daneben vertrauten sie noch am 7. April 1989 bzw. am 9. Juni 1989 der A.________ Finanz AG weitere Betr�ge in der H�he von Fr. 20'000.-- bzw. Fr. 5'000.-- an, wobei davon auszugehen ist, dass die Beschwerdef�hrer diese �berweisungen nur vorgenommen haben, weil sie davon ausgegangen sind, die R�ckzahlung sei gesichert. Bei dieser Sachlage kann von einer offensichtlich unrichtigen, unvollst�ndigen oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen erfolgten Sachverhaltsermittlung (Art. 105 Abs. 2 OG) nicht gesprochen werden. Ebenso wenig liegt eine unrichtige Beweislastverteilung vor (vgl. BGE 121 11 257, 266, 273; Ernst Blumenstein/Peter Locher, System des schweizerischen Steuerrechts, 6. Aufl., Z�rich 2002, S. 416, mit Hinweisen auf Rechtsprechung und Lehre).
3.4 Eine Realisierung der Leistungen k�nnte allenfalls zweifelhaft erscheinen, wenn Leistungen besteuert w�rden, die der R�ckforderung durch die Konkursmasse unterliegen. Die Beschwerdef�hrer machen indessen nicht geltend, im Konkurs der K.________ Establishment sei von der paulianischen Anfechtung Gebrauch gemacht worden (vgl. Urteil 2A.181/2002 vom 27. Januar 2003 E. 2.3).
3.5 Bez�glich der Vorg�nge im letzten Quartal 1997 (recte 1987) machen die Beschwerdef�hrer geltend, die Vorinstanz habe sich geweigert, den Sachverhalt vollst�ndig und richtig festzustellen. Das Anwachsen des Kontostands per Ende Dezember 1987 sei aufgrund der vorhandenen Belege rechnerisch nicht nachvollziehbar, und die Beschwerdef�hrer h�tten diesen Kontostand nie anerkannt. Sie verlangen deshalb eine "l�ckenlose Rekonstruktion dieser Vorg�nge", "ansonsten (m�sse) von weiteren Kapitaleinlagen seitens der Beschwerdef�hrer oder anderer Personen aus seinem Bekanntenkreis ausgegangen werden".
Diese Einwendungen sind unbehelflich. Auch wenn das Anwachsen des Kontostandes per Ende Dezember 1987 rechnerisch nicht mehr nachvollzogen werden kann, so bleibt doch die Tatsache des belegten Standes von US$ 95'629.--. Wenn die Beschwerdef�hrer unterstellen wollen, es sei auch m�glich, dass sie selber weitere Kapitalanlagen get�tigt h�tten, so l�ge es an ihnen, entsprechende Belege beizubringen.
3.6 Die Beschwerdef�hrer halten schliesslich fest, dass die Auszahlung der K.________ Establishment vom 20. April 1988 �ber Fr. 55'517 rechtlich als Kapitalr�ckzahlung zu betrachten sei und nicht als steuerbarer Verm�gensertrag. Dies habe dem tats�chlichen Willen der Beteiligten entsprochen.
Auch mit diesen Einwendungen dringen die Beschwerdef�hrer nicht durch. Auf dem Check ist ausdr�cklich erw�hnt: "Auszahlung Rendite 1. Quartal US$ 40'391.--, z.K. 1,3745". Etwas anderes ist aus den Akten nicht ersichtlich, insbesondere auch nicht aus dem Schreiben des Steuerpflichtigen vom 18. M�rz 1993 an das Gemeindesteueramt Beinwil.
Die Beschwerdef�hrer machen geltend, im Falle einer Einkommenssteuerpflicht der fingierten Gutschriften sei davon auszugehen, dass die Eink�nfte gewerbsm�ssig erzielt worden seien.
Wie das Bundesgericht im bereits mehrfach erw�hnten Entscheid vom 21. Oktober 1996 (E. 2c, S. 381) ausgef�hrt hat, stellen die Einlagen in die K.________ Establishment Privatverm�gen und nicht Gesch�ftsverm�gen dar. Auch im vorliegenden Fall sind die Beschwerdef�hrer nicht selber durch gewerbsm�ssigen Wertschriftenhandel im Sinne einer Erwerbst�tigkeit nach Art. 21 Abs. 1 lit. a BdBSt t�tig geworden. Vielmehr haben sie f�r die Verwaltung eines Teils des Privatverm�gens die K.________ Establishment beigezogen. Diese ist wie eine Bank oder ein Anlagefonds f�r sie selbst�ndig verm�gensverwaltend t�tig geworden. Die von der Gesellschaft get�tigten Transaktionen sind aufgrund des praktizierten Schneeballsystems nicht im Einzelnen nachzuvollziehen und auch nicht einzelnen Anlegern konkret zuzurechnen. Es kann deshalb nicht von einem gewerbsm�ssigen Wertschriftenhandel gesprochen werden.
Die Beschwerdef�hrer wenden schliesslich ein, die Erhebung von 15 Prozent der Nachsteuer als Busse sei unangemessen. Das vorliegende Strafverfahren liege weit zur�ck und aufgrund der hohen Geldverluste und der Bezahlung der Nach- und Strafsteuern von insgesamt Fr. 210'000.-- f�hre der vorliegende Fall zu einem stossenden Ergebnis, welches die Eigentumsrechte aush�hle und dem Gerechtigkeitsgedanken krass zuwiderlaufe.
Wie in E. 1.2 dargelegt, hat die Vorinstanz zu Recht das mildere Recht des Bundesratsbeschlusses �ber die Erhebung einer direkten Bundessteuer angewendet. Dabei hat die Veranlagungsbeh�rde die Busse auf 15 Prozent der Nachsteuer festgesetzt und damit den Bussenrahmen, wie ihn die Eidgen�ssische Steuerverwaltung in ihren - zwar nicht verbindlichen - Richtlinien herausgegeben hat, erheblich unterschritten. Sie hat dabei das geringe Verschulden ebenso ber�cksichtigt wie die Tatsache, dass die Beschwerdef�hrer viel Geld verloren und hohe Nachsteuern zu entrichten haben. Die so ausgef�llte Busse erscheint insgesamt als angemessen und eine Strafbefreiung nach Art. 66bis StGB, auf den sich die Beschwerdef�hrer weiter berufen, f�llt ausser Betracht. Nachdem die Nach- und Strafsteuerverf�gung dem Bundesratsbeschluss �ber die Erhebung einer direkten Bundessteuer nicht widerspricht, bleibt f�r eine Abweichung im Einzelfall kein Platz (vgl. Art. 191 BV). �ber die Gew�hrung von Zahlungserleichterungen im Sinne von Art. 123 BdBSt bzw. eines Erlasses (Art. 124 f. BdBSt) ist im vorliegenden Verfahren nicht zu entscheiden.
Die Beschwerde ist somit abzuweisen. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die Kosten den Beschwerdef�hrern, unter Solidarhaft, aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 153 und 153a, Art. 156 Abs. 7 OG).
Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 4'000.-- wird den Beschwerdef�hrern auferlegt, unter Solidarhaft.
Dieses Urteil wird den Beschwerdef�hrern, der Kantonalen Verwaltung f�r die direkte Bundessteuer und dem Steuerrekursgericht des Kantons Aargau sowie der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 104
in fine
 Art. 129
 Art. 21
 Art. 21
 Art. 21
 BGE 
 Art. 21
 Art. 66
 Art. 191
 Art. 123
 Art. 153
 Art. 156