Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=23.04.2012&Aktenzeichen=AnwZ%20%28Brfg%29%2035%2F11
Timestamp: 2020-02-17 09:24:28+00:00

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BGH, 23.04.2012 - AnwZ (Brfg) 35/11 - dejure.org
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BGH, 23.04.2012 - AnwZ (Brfg) 35/11 (https://dejure.org/2012,18511)
BGH, Entscheidung vom 23.04.2012 - AnwZ (Brfg) 35/11 (https://dejure.org/2012,18511)
BGH, Entscheidung vom 23. April 2012 - AnwZ (Brfg) 35/11 (https://dejure.org/2012,18511)
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Keine Vertretung widerstreitender Interessen durch den Rechtsanwalt, wenn zwischen den Parteien über mögliche Ansprüche Einigkeit herrscht
§ 43a Abs 4 BRAO, § 3 Abs 1 RABerufsO
Anwaltliche Berufspflicht: Vertretung widerstreitender Interessen bei Vertretung eines volljährigen Kindes im Rahmen eines Unterhaltsmandats und eines Elternteils in einem Zugewinnausgleichsverfahren
Rechtmäßigkeit der Vertretung eines Elternteils im Streit über den Zugewinnausgleich nach Scheidung und der Vertretung des volljährigen Kindes im Unterhaltsstreit gegen seine Eltern; Vorliegen derselben Rechtssache beim Streit über den Zugewinnausgleich und beim Streit ...
Berufsrechte und -pflichten: Widerstreitende Interessen im familienrechtlichen Verfahren
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Keine Interessenkollision bei nur latentem Interessenkonflikt
BRAO § 112e S. 1; BRAO § 73 Abs. 2 Nr. 1
Vater und Sohn als Mandant
Wer vertritt wen gegen wen und warum? Interessenkollision im Unterhaltsrecht
Wann vertritt ein Rechtsanwalt widerstreitende Interessen? (IBR 2012, 552)
Kurznachricht zu "Renaissance der objektiven Interessenbestimmung beim Verbot der Vertretung widerstreitender Interessen" von Prof. Dr. Marin Henssler und Dr. Christian Deckenbrock, original erschienen in: NJW 2012, 3265 - 3270.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 23.04.2012, Az.: AnwZ (Brfg) 35/11 (Anwaltliche Berufspflicht/Vertretung bei widerstreitenden Interessen in Familiensachen)" von VorsRiOLG Dr. Jürgen Soyka, original erschienen in: FuR 2012, 608 - 611.
AGH Nordrhein-Westfalen, 06.05.2011 - 2 AGH 47/10
NJW 2012, 3039
AnwBl 2012, 769
Die Wahrnehmung anwaltlicher Aufgaben setzt den unabhängigen, verschwiegenen und nur den Interessen des eigenen Mandanten verpflichteten Rechtsanwalt voraus (BGH…, Urteil vom 8. November 2007 - IX ZR 5/06, BGHZ 174, 186 Rn. 12; vom 23. April 2012 - AnwZ (Brfg) 35/11, NJW 2012, 3039 Rn. 10).
Die Vorschrift des § 43a Abs. 4 BRAO ist nicht abdingbar (vgl. BGH, Urteil vom 23. April 2012 - AnwZ (Brfg) 35/11, NJW 2012, 3039 Rn. 10;… Vill in G. Fischer/Vill/D. Fischer/Rinkler/Chab, aaO Rn. 354).
Denn durch einen andernfalls erfolgenden Austausch der Begründung des angefochtenen Bescheids durch das Gericht erhielte der - an einen bestimmten Sachverhalt anknüpfende - Bescheid einen anderen Regelungsgehalt und würde in seinem Wesen verändert (vgl. zum unzulässigen Nachschieben von Gründen durch die (belehrende) Rechtsanwaltskammer: Senat, Urteil vom 23. April 2012 - AnwZ (Brfg) 35/11, AnwBl. 2012, 769 Rn. 16 f. mwN).
Ein solches Nachschieben von Gründen ist bereits nicht zulässig, wenn es seitens der Rechtsanwaltskammer erfolgt (Senat, Urteil vom 23. April 2012 aaO).
Erteilt der Vorstand der Rechtsanwaltskammer einem Kammermitglied eine derartige missbilligende Belehrung, so stellt diese eine hoheitliche Maßnahme dar, die geeignet ist, den Rechtsanwalt in seinen Rechten zu beeinträchtigen; als solche ist sie anfechtbar (BGH, Beschluss vom 25. November 2002 - AnwZ (B) 41/02, BGHZ 153, 61, 62 f.; BGH, Urteile vom 6. Juli 2015 - AnwZ (Brfg) 24/14, juris Rn. 11 und vom 23. April 2012 - AnwZ (Brfg) 35/11, NJW 2012, 3039 Rn. 5).
Das Anknüpfen an einen nur möglichen, im konkreten Verfahren tatsächlich aber nicht bestehenden Interessenkonflikt würde gegen das Übermaßverbot verstoßen und wäre deshalb verfassungsrechtlich unzulässig (BGH, Urteil vom 23. April 2012 - AnwZ (Brfg) 35/11, NJW 2012, 3039 Rn. 14).
Erteilt der Vorstand der Rechtsanwaltskammer eine derartige missbilligende Belehrung, so stellt dies eine hoheitliche Maßnahme dar, die geeignet ist, den Rechtsanwalt in seinen Rechten zu beeinträchtigen; als solche ist sie anfechtbar (BGH, Beschluss vom 25. November 2002 - AnwZ (B) 41/02, BGHZ 153, 61, 63; Urteil vom 23. April 2012 - AnwZ (Brfg) 35/11, NJW 2012, 3039 Rn. 5).
Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs sind auf der Grundlage des § 73 Abs. 2 Nr. 1, 4 BRAO ergangene belehrende Hinweise namentlich dann, wenn sie wie der angefochtene Bescheid mit einem Handlungsverbot verbunden sind, als in die Rechtsstellung des Rechtsanwalts eingreifende Verwaltungsakte anzusehen, die dementsprechend mit der Anfechtungsklage angefochten werden können (…vgl. nur BGH, Urteile vom 27. Oktober 2014 - AnwZ (Brfg) 67/13, NJW 2015, 72 Rn. 7 und vom 23. April 2012 - AnwZ (Brfg) 35/11, NJW 2012, 3039 Rn. 5; jeweils mwN).
Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs sind auf der Grundlage des § 73 Abs. 2 Nr. 1, 4 BRAO ergangene belehrende Hinweise namentlich dann, wenn sie wie die angefochtenen Bescheide mit einem Handlungsverbot verbunden sind, als in die Rechtsstellung des Rechtsanwalts eingreifende Verwaltungsakte anzusehen, die dementsprechend mit der Anfechtungsklage angefochten werden können (vgl. BGH, Urteil vom 23. April 2012 - AnwZ (Brfg) 35/11, NJW 2012, 3039 Rn. 5;… Beschlüsse vom 30. November 2009 - AnwZ (B) 11/08, NJW 2010, 1972 Rn. 7; vom 25. November 2002 - AnwZ (B) 41/02, BGHZ 153, 61, 62 f.; jeweils m.w.N.).
AGH Hessen, 07.11.2018 - 2 AGH 4/16
LG Ulm, 02.02.2015 - 3 T 120/14
Anordnung der Kontrollbetreuung für einen Betroffenen hinsichtlich Eignung des …

References: § 43
 § 3
 § 112
 § 73
 BGH 
 § 43
 § 73
 § 73