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Timestamp: 2019-07-18 14:20:27+00:00

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BGH, 04.06.1973 - VII ZR 112/71 - dejure.org
BGH, 04.06.1973 - VII ZR 112/71
https://dejure.org/1973,40
BGH, 04.06.1973 - VII ZR 112/71 (https://dejure.org/1973,40)
BGH, Entscheidung vom 04.06.1973 - VII ZR 112/71 (https://dejure.org/1973,40)
BGH, Entscheidung vom 04. Juni 1973 - VII ZR 112/71 (https://dejure.org/1973,40)
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Klage auf Nachbesserung eines fehlerhaften Werks - Wirksamkeit eines Weigerungsrechts bis zur Erfüllung der Zahlungspflicht in Verkaufsbedingungen und Lieferungsbedingungen - Schuldhafte Mitverursachung der Mangelhaftigkeit des Werks
Zug-um-Zug-Verurteilung des Auftragnehmers zur Mängelbeseitigung bei Werklohnklage; ferner: Beschränkung auf Nachbesserung bei vorrangiger Zahlungspflicht des Auftraggebers: Hinweispflicht des Auftragnehmers, Inhalt der Verurteilung zur Nachbesserung
BGB § 633, § 634, § 635, § 273, § 320
Fälligkeit des Vergütungsanspruchs bei zu Recht verweigerter Abnahme
BGHZ 61, 42
NJW 1973, 1792
MDR 1973, 842
VersR 1973, 937
BauR 1973, 313
ZfBR 2000, 110 (Ls.)
Der Bundesgerichtshof hat deshalb dem Unternehmer die Darlegungs- und Beweislast dafür auferlegt, dass er seiner Prüfungs- und Hinweispflicht nachgekommen ist (BGH, Urteil vom 4. Juni 1973 - VII ZR 112/71, BauR 1973, 313, 315; Urteil vom 29. November 1973 - VII ZR 179/71, BauR 1974, 128).
Denn vorher ist die Restkaufpreisforderung mangels einer von § 320 Abs. 1 Satz 1 BGB abweichenden Vorleistungspflicht des Klägers nicht fällig (BGHZ 55, 198, 200 ; 61, 42, 46) .
Dem steht nicht entgegen, daß die Vorleistungspflicht des Unternehmers mit der Abnahme endet und er dann grundsätzlich Zahlung der Vergütung Zug um Zug gegen Mängelbeseitigung verlangen kann (BGH, Urteil vom 4. Juni 1973 - VII ZR 112/71, BGHZ 61, 42, 44).
b) Der Unternehmer ist nach der Abnahme genötigt, wirtschaftlich die Vorleistung in Form der Mängelbeseitigung zu erbringen, weil er ohne sie den Zahlungsanspruch nicht durchsetzen kann (BGH, Urteil vom 4. Juni 1973 - VII ZR 112/71, BGHZ 61, 42, 46; Urteil vom 22. März 1984 - VII ZR 50/82, BauR 1984, 395, 398 f.).
Soweit die Beklagte die Abnahme verweigert hat (übrige Häuser) führt das dazu, dass die Klage als derzeit unbegründet abzuweisen ist, § 641 Abs. 1 BGB (vgl. BGH, Urteil vom 4. Juni 1973 - VII ZR 112/71, BGHZ 61, 42, 44).
Beweisbelastet für die ordnungsgemäße Erfüllung der Bedenkenhinweispflicht bzw. für die Entbehrlichkeit einer Aufklärung des Auftraggebers ist - schon nach allgemeinen Grundsätzen - der Architekt (vgl. BGH…, Urteil vom 8. November 2007 - VII ZR 183/05, BGHZ 174, 110 Rn. 26; Urteil vom 4. Juni 1973 - VII ZR 112/71, BauR 1973, 313, 315).
BGH, 22.03.1984 - VII ZR 50/82
Rechte des Unternehmers bei einem Mängelbeseitigungsverlangen mit …
Wie § 641 Abs. 1 BGB zeigt und der Senat in BGHZ 61, 42, 44/45 bekräftigt hat, endet die Vorleistungspflicht des Unternehmers mit der Abnahme des Werks.
Die höchstrichterliche Rechtsprechung bezeichnet sie als modifizierte Erfüllungsansprüche, die infolgedessen auch dazu berechtigen, die Einrede des nichterfüllten Vertrages nach § 320 BGB zu erheben (BGHZ 61, 42, 45; 96, 111, 116, 118).
Wegen der Werkmängel spricht das Berufungsgericht der Klägerin den Restwerklohn in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung des Senats nur Zug um Zug gegen Durchführung der erforderlichen Nachbesserungsarbeiten zu (BGHZ 26, 337, 339, 340; 55, 354, 357, 358; 61, 42, 44 ff; NJW 1982, 2494, 2495).
Von diesem Zeitpunkt an sind die gegenseitigen Vertragspflichten Zug um Zug abzuwickeln, und zwar auch in Fällen mangelhafter Werkleistung (BGHZ 61, 42, 44 f. m.N.).
Er muß den Nachweis der erfolgten Mängelbeseitigung führen (BGHZ 61, 42, 45/46), bevor ihm der Zuschuß ausgehändigt wird und er seinen Restwerklohnanspruch vollstrecken kann.
Die Rechtsfolgen der Abnahme sind einschneidend (BGHZ 54, 352, 356; 61, 42, 46 f.); denn mit der Abnahme des Werkes beginnt gemäß § 638 Abs. 1 Satz 2 BGB die Verjährung und des weiteren wird die Vergütung fällig (§ 641 Abs. 1 Satz 1 BGB; s.a. BGHZ 90, 354, 357).
Es handelt sich hierbei - unbestritten - um einen Erfüllungsanspruch (BGHZ 61, 42, 45;… MünchKomm/Soergel, aaO § 633 Rdn. 98).
Desgleichen ist die vom Berufungsgericht angenommene Umkehr der Beweislast nicht eingetreten (BGHZ 61, 42, 47; hierzu a. BGH WM 1981, 1108).
BGH, 02.04.2004 - V ZR 105/03
BGH, 30.04.1992 - VII ZR 185/90
BGH, 08.11.1982 - II ZR 44/82
Einrede des nichterfüllten Vertrages im Wechsel- und Scheckrecht
BGH, 08.07.1982 - VII ZR 96/81
Sicherheitseinbehalt - Leistungsverweigerungsrecht
BGH, 10.04.1975 - VII ZR 183/74
OLG Hamm, 30.03.1995 - 17 U 205/93
OLG Hamm, 13.09.2001 - 17 U 164/00
Begriff der vollständigen Fertigstellung in einem Werk (Bau-)Vertrag
OLG Zweibrücken, 27.01.2011 - 6 U 6/08
Werkvertrag: Beweislast für Festpreisvereinbarung
OLG Hamm, 28.09.1994 - 30 U 45/94
OLG Düsseldorf, 05.03.1993 - 22 U 220/92
Aufhebung der Ausschreibung; Haftung des Auftraggebers
OLG Koblenz, 06.01.1998 - 5 W 778/97
Folgen einer Verpflichtung aufgrund eines gerichtlichen Vergleichs zur …
BGH, 28.04.1980 - VII ZR 109/79
Folgen eingetretener Abnahmewirkung beim VOB-Vertrag
OLG Hamm, 01.07.1993 - 17 U 65/93
Fälligkeit des Werklohnes; Abnahmefähigkeit der Leistung
OLG Celle, 05.07.1999 - 4 W 154/99
Nachweis einer Zug-um-Zug zu erbringenden Nachbesserungsleistung in der …
BGH, 18.06.1991 - X ZR 25/90
Beurteilung vertraglicher Verwirkungsklauseln - Unmöglichkeit der Herausgabe des …
OLG München, 31.01.1995 - 25 U 4246/94
Rechtsnatur eines Vertrags über die Lieferung und Installation von …
BGH, 03.03.1988 - III ZR 89/86
Beweislast für die Mangelfreiheit im Werkvertragsrecht - Sicherung von …
LG Stuttgart, 07.06.1988 - 2 T 301/88
Nachbesserung von im einzelnen aufgeführten Mängeln ; Durchführung eines …

References: § 633
 § 634
 § 635
 § 273
 § 320
 § 320
 § 641
 § 641
 § 320
 § 638
 § 633
 BGH