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Timestamp: 2019-07-22 18:14:22+00:00

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Veräußerungsgewinn - Lexikon des Steuerrechts | smartsteuer
Veräußerungsgewinn – Lexikon des Steuerrechts
§ 20 EStG zu den Einkünften aus Kapitalvermögen. Nach den Änderungen und Ergänzungen durch das Unternehmensteuerreformgesetz 2008 vom 14.8.2007 (BGBl I 2007, 1912) werden Gewinne aus der Veräußerung von Kapitalbeteiligungen (Aktien u.ä. Wertpapieren) ab 2009 als Einkünfte aus Kapitalvermögen (§ 20 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 EStG) erfasst (→ Einkünfte aus Kapitalvermögen). Nach § 52a Abs. 10 EStG ist § 20 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 EStG erstmals auf Gewinne aus der Veräußerung von Anteilen anzuwenden, die nach dem 31.12.2008 erworben werden. Bei der Abwicklung der Veräußerung über ein Kreditinstitut unterliegt der Gewinn gem. § 43 Abs. 1 Satz 1 Nr. 9 i.V.m. § 43a Abs. 1 Satz 1 Nr. 9 EStG dem KapESt-Abzug i.H.v. 25 %. Nach § 43 Abs. 5 Satz 1 EStG hat die KapESt abgeltende Wirkung (→ Abgeltungsteuer, → Einkünfte aus Kapitalvermögen, → Beteiligungsveräußerung). Zu beachten ist allerdings das Subsidiartitätsprinzip des § 20 Abs. 8 EStG. Die Einkünfte aus § 17 EStG – Einkünfte aus Gewerbebetrieb – gehen den Einkünften aus § 20 EStG vor. Sind die Voraussetzungen des § 17 EStG erfüllt (→ Beteiligungsveräußerung), ist der Veräußerungsgewinn nach § 17 Abs. 2 EStG zu ermitteln.
Der Strukturwandel zur Liebhaberei stellt keine gewinnrealisierende Betriebsaufgabe dar. Die weiterhin in dem – nun nicht mehr einkommensteuerrelevanten – Betrieb genutzten Wirtschaftsgüter bleiben Betriebsvermögen. Wertänderungen dieses Betriebsvermögens, die während der Zeit der Liebhaberei eintreten, sind einkommensteuerrechtlich allerdings irrelevant. Ermittelt der Steuerpflichtige seinen Gewinn durch Einnahmen-Überschuss-Rechnung, ist er nicht verpflichtet, im Zeitpunkt des Strukturwandels zur Liebhaberei zum Betriebsvermögensvergleich überzugehen und einen daraus resultierenden Übergangsgewinn zu ermitteln und zu versteuern (BFH Urteil vom 11.5.2016, X R 61/14, BStBl II 2016, 939).
./. 21 182 €
Buchwerterhöhung der nicht als Betriebsausgaben abzugsfähigen AfA wegen § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 7 EStG
Der auf den unangemessenen Repräsentationsaufwand zurückzuführende Teil der Betriebsausgaben i.H.v. 24 508 € darf den Gewinn nicht mindern, so dass danach 24 508 € als Veräußerungsgewinn zu berücksichtigen sind.
Der Veräußerungsgewinn ist zu 50 % (100 000 €) laufender Gewinn; insoweit kann kein Freibetrag nach § 16 Abs. 4 EStG gewährt und der ermäßigte Steuersatz nach § 34 EStG nicht angewendet werden. Beachte: Der Freibetrag wird nicht anteilig gekürzt (R 16 Abs. 13 Satz 9 EStR), so dass neben dem laufenden Gewinn (100 000 €) ein Veräußerungsgewinn von 55 000 € (100 000 € ./. 45 000 €) zu erfassen ist.
Ungekürzter Veräußerungsgewinn (d.h. inkl. § 6b-Rücklage)
Freibetragsgrenze § 16 Abs. 4 Satz 3 EStG
Freibetrag ohne Kürzung
Freibetrag nach Kürzung
Gewinn gem. § 6b Abs. 3 EStG
Gewinnzuschlag gem. § 6b Abs. 7 EStG
Gesamter Veräußerungsgewinn nach § 16 Abs. 2 EStG
Freibetragsgrenze (§ 16 Abs. 4 Satz 3 EStG)
ergibt ein zu versteuerndes Einkommen
abzgl. außerordentliche Einkünfte (§ 34 Abs. 2 Nr. 1 EStG)
ESt darauf (§ 34 Abs. 1 Satz 2 EStG), Grundtabelle
zzgl. 1/5 der außerordentlichen Einkünfte
ESt darauf (Grundtabelle)
Unterschiedsbetrag × 5
62 905 €
zzgl. ESt auf das verbleibende zvE
&plus; 12 847 €
75 752 €

References: § 20
 § 52
 § 20
 § 43
 § 43
 § 43
 § 20
 § 17
 § 20
 § 17
 § 17
 § 4
 § 16
 § 34
 § 6
 § 16
 § 6
 § 6
 § 16