Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NStZ%202011,%2036
Timestamp: 2018-12-14 20:53:19+00:00

Document:
Rechtsprechung: NStZ 2011, 36 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 06.07.2010
Wer ein verschlossenes Behältnis mit einem (echten) Schlüssel öffnet, den er vom Berechtigten zum Zwecke der Verwendung erhalten und daher befugt in Besitz hat, kann zwar seine Befugnis missbrauchen, "überwindet" jedoch keine besondere Sicherung gegen Wegnahme (vgl. BGH, Beschluss vom 05.08.2010 - 2 StR 385/10, NJW 2010, 3175; OLG Hamm, Urteil vom 23.09.1981 - 7 Ss 1030/81, NJW 1982, 777;… Vogel aaO. § 243 Rn. 32; s.a.: OLG Karlsruhe, Beschluss vom 22.07.2009 - 1 Ss 177/08, NStZ-RR 2010, 48).
Räuberischer Diebstahl (taugliche Vortat); Wegnahme (handliche Gegenstände; tatsächliche Sachherrschaft); Gewahrsamsbruch; Unterschlagung; Nötigung
§ 52 StGB, § 53 StGB, § 223 StGB, § 240 StGB, § 246 StGB
Strafbarkeit der Wegnahme eines Mobiltelefons gegen den Willens des Besitzers
Nehmen eines Mobiltelefons aus der Hand des Gewahrsamsinhabers gegen dessen Willen als Bruch fremden und Begründung neuen Gewahrsams; Unterschlagung durch Wegnahme einer Sache zur Durchsetzung einer unberechtigten Geldforderung und erst nachträglicher Fassung einer Zueignungsabsicht
StGB § 246 Abs. 1; StGB § 252
LG Hannover, 08.12.2009 - 98 KLs 5/09
StV 2010, 634
Denn der Diebstahl war zum Zeitpunkt der ersten Gewaltanwendung bereits vollendet (hierzu BGH, Beschluss vom 6. Juli 2010 - 3 StR 180/10, NStZ 2011, 36, 37).
Mit dem durch Täuschung erlangten Besitz des Mobiltelefons B6 erlangte die Angeklagte K einen Vermögensvorteil, nämlich ihren neuen, tätereigenen Gewahrsam (BGH, Beschluss v. 06.07.2010, Az.: 3 StR 180/10, zitiert nach juris).

References: § 243

§ 52
 § 53
 § 223
 § 240
 § 246
 § 246
 § 252