Source: https://www.rechtslupe.de/arbeitsrecht/der-gesetzliche-richter-und-die-begruendung-der-nichtzulassungsbeschwerde-338747
Timestamp: 2020-08-05 08:15:36+00:00

Document:
Der gesetzliche Richter und die Begründung der Nichtzulassungsbeschwerde | Rechtslupe
Der gesetzliche Richter und die Begründung der Nichtzulassungsbeschwerde
Der gesetz­li­che Rich­ter und die Begrün­dung der Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de
Wird mit einer Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de gemäß § 72 Abs. 2 Nr. 3 ArbGG das Vor­lie­gen eines abso­lu­ten Revi­si­ons­grun­des gel­tend gemacht, muss nach § 72a Abs. 3 Satz 2 Nr. 3 ArbGG die Beschwer­de­be­grün­dung die Dar­le­gung des abso­lu­ten Revi­si­ons­grun­des nach § 547 Nr. 1 – 5 ZPO ent­hal­ten. Die blo­ße Benen­nung eines Zulas­sungs­grun­des genügt nicht. Der Beschwer­de­füh­rer hat viel­mehr die Tat­sa­chen, aus denen sich der Ver­fah­rens­feh­ler des Beru­fungs­ge­richts erge­ben soll, sub­stan­ti­iert vor­zu­tra­gen [1].
Die­sen Anfor­de­run­gen genüg­te die Beschwer­de­be­grün­dung im hier vom Bun­des­ar­beits­ge­richt ent­schie­de­nen Fall nicht: Der abso­lu­te Revi­si­ons­grund der nicht vor­schrifts­mä­ßi­gen Beset­zung des Beru­fungs­ge­richts gemäß § 547 Nr. 1 ZPO liegt vor, wenn über die Rechts­strei­tig­keit ande­re Rich­ter ent­schei­den als die gesetz­lich beru­fe­nen. „Gesetz­li­cher Rich­ter“ bedeu­tet, dass sich der für die ein­zel­ne Sache zustän­di­ge Rich­ter im Vor­aus ein­deu­tig aus einer all­ge­mei­nen Rege­lung erge­ben muss [2]. Dazu erschöpft sich der Vor­trag des Beklag­ten in Ver­mu­tun­gen. Er zeigt nicht ein­mal ansatz­wei­se auf, dass nach dem Geschäfts­ver­tei­lungs­plan des Thü­rin­ger Lan­des­ar­beits­ge­richts zu der münd­li­chen Ver­hand­lung am 7. Juni 2011 die ehren­amt­li­che Rich­te­rin Fliß her­an­zu­zie­hen gewe­sen wäre.
Bun­des­ar­beits­ge­richt, Beschluss vom 5. Dezem­ber 2011 – 5 AZN 1036/​11
vgl. BAG 13.07.2005 – 5 AZN 292/​05; ErfK/​Koch 12. Aufl. § 72a ArbGG Rn. 5; GK-ArbGG/­Mi­kosch Stand Okto­ber 2011 § 72a Rn. 69[↩]
BAG 13.10.2010 – 5 AZN 861/​10, Rn. 3, EzA ZPO 2002 § 547 Nr. 4; 26.009.2007 – 10 AZR 35/​07, Rn. 11, AP ZPO § 547 Nr. 7[↩]
Die abge­ord­ne­te Rich­te­rin – und die Rüge der nicht… Das Bun­des­ar­beits­ge­richt hat aus­schließ­lich auf eine zuläs­si­ge, ins­be­son­de­re hin­rei­chend begrün­de­te Rüge nach § 551 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 ZPO hin zu prü­fen, ob…
Zwei­te Nicht­zu­las­sungs­be­schwer­de und die… Nur wenn die Erfolgs­aus­sicht einer erneu­ten Nich­tig­keits­kla­ge offen­sicht­lich ist, kommt nach rechts­kräf­ti­gem Abschluss eines Nich­tig­keits­ver­fah­rens regel­mä­ßig eine (erneu­te) Aus­set­zung des an sich ent­schei­dungs­rei­fen Ver­fah­rens über…
Der Dop­pel­vor­sitz in den Straf­se­na­ten des Bun­des­ge­richts­hofs Vor dem Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt in Karls­ru­he blie­ben jetzt die Ver­fas­sungs­be­schwer­den wegen des Dop­pel­vor­sit­zes des 2. und 4. Straf­se­nats des Bun­des­ge­richts­hofs ohne Erfolg. Seit dem ruhe­stands­be­ding­ten Aus­schei­den…
Der Rechts­an­walt als Ehe­gat­te Ein Rich­ter kann wegen Besorg­nis der Befan­gen­heit abge­lehnt wer­den, wenn sein Ehe­gat­te als Rechts­an­walt in der Kanz­lei tätig ist, die den Geg­ner vor die­sem Rich­ter…
ehrenamtlicher Richtergesetzlicher RichterNichtzulassungsbeschwerdeRevisionsgrund

References: § 72
 § 72
 § 547
 § 547
 § 72
 § 72
 § 547
 § 547
 § 551