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Timestamp: 2019-11-17 15:42:19+00:00

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BSG, 18.12.2000 - B 2 U 336/00 B - dejure.org
https://dejure.org/2000,2122
BSG, 18.12.2000 - B 2 U 336/00 B (https://dejure.org/2000,2122)
BSG, Entscheidung vom 18.12.2000 - B 2 U 336/00 B (https://dejure.org/2000,2122)
BSG, Entscheidung vom 18. Dezember 2000 - B 2 U 336/00 B (https://dejure.org/2000,2122)
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Nichtzulassungsbeschwerde - Verfahrensmangel - Aufklärung des Sachverhaltes - Von Amts wegen - Hinreichende Begründung - Zeugenschaftliche Vernehmung - Schlüssige Darlegung - Berücksichtigungsfähiger Beweisantrag - Stellen von Beweisanträgen
NZS 2001, 279
Findet im Einverständnis mit den Beteiligten eine mündliche Verhandlung nicht statt, ist nach der Rechtsprechung des BSG grundsätzlich davon auszugehen, dass ein Beteiligter einen zuvor mit Schriftsatz gestellten Beweisantrag nicht mehr aufrechterhält, wenn er sich, ohne den Beweisantrag zu wiederholen, mit einer Entscheidung ohne mündliche Verhandlung einverstanden erklärt (vgl BSG SozR 3-1500 § 160 Nr. 31 mwN).
Tut er dies nicht, muss sich jedenfalls ein rechtskundig vertretener Beteiligter so behandeln lassen, als hätte sich der Beweisantrag erledigt (…BSG SozR 3-1500 § 124 Nr. 3; BSG SozR 3-1500 § 160 Nr. 31).
BSG, 06.07.2006 - B 9a SB 52/05 B
Aufrechterhaltung eines Beweisantrags im Verfahren nach § 153 Abs 4 SGG - …
Ein nach der ersten Anhörungsmitteilung gemäß § 153 Abs. 4 SGG gestellter oder aufrechterhaltener Beweisantrag ist nicht als erledigt zu behandeln, wenn er nach einer weiteren nicht näher begründeten Anhörungsmitteilung nicht nochmals wiederholt wird, es sei denn besondere Umstände des Einzelfalls - wie etwa eine zwischenzeitliche Änderung des Sach- und Streitstandes - sprechen dagegen (Weiterentwicklung von BSG, Beschluss vom 18.12.2000 - B 2 U 336/00 B = SozR 3-1500 § 160 Nr. 31; BSG, Beschluss vom 18.2.2003 - B 11 AL 273/02 B).
Zwar ist nach ständiger Rechtsprechung des BSG ein Beweisantrag, der nach Erhalt einer solchen Anhörungsmitteilung nicht wiederholt wird, grundsätzlich so zu behandeln, als habe er sich erledigt (vgl nur BSG SozR 3-1500 § 160 Nr. 31; Beschluss vom 18. Februar 2003 - B 11 AL 273/02 B, JURIS).
Nach Zugang der Anhörungsmitteilung muss daher der Beteiligte, der die schriftsätzlich gestellten Beweisanträge aufrechterhalten oder neue Beweisanträge stellen will, innerhalb der vom LSG gesetzten Frist diesem ausdrücklich die Aufrechterhaltung dieser Anträge mitteilen oder neue förmliche Beweisanträge stellen ( BSG Beschluss vom 28.6.2019 - B 1 KR 50/18 B - Juris RdNr 6; BSG SozR 3-1500 § 160 Nr. 31 S 52; BSG Beschluss vom 16.1.2013 - B 1 KR 25/12 B - Juris RdNr 5).
Ein solcher Beweisantrag muss aber grundsätzlich - wenn wie hier eine Entscheidung ohne mündliche Verhandlung ergeht - jedenfalls im Urteilstatbestand aufgeführt worden sein oder zumindest in der Beschwerdebegründung - mit Angabe der Fundstelle in den Akten - im Zusammenhang mit der Darlegung bezeichnet sein, dass der (echte) Beweisantrag anlässlich der Erklärung des Einverständnisses mit der Entscheidung ohne mündliche Verhandlung entweder erstmals ausdrücklich gestellt oder wiederholt worden ist (vgl zu § 153 Abs. 4 SGG: BSG SozR 3-1500 § 160 Nr. 31;… zu § 124 Abs. 2 SGG: BSG SozR 3-1500 § 160 Nr. 9 S 20;… BSG SozR 3-1500 § 160 Nr. 20 S 32 f).
Deshalb bleibt unklar, ob die Klägerin einen formellen Beweisantrag auch zum maßgeblichen Zeitpunkt nach der Erteilung ihres Einverständnisses mit der Entscheidung ohne mündliche Verhandlung noch aufrecht erhalten hat (zum Erfordernis der Aufrechterhaltung von Anträgen vgl zB BSG SozR 3-1500 § 160 Nr. 31;… SozR 4-1500 § 160 Nr. 11 RdNr 7 mwN und Nr. 12 RdNr 7 mwN).
Insoweit ist darzulegen, dass ein prozessordnungsgemäßer Beweisantrag, mit dem sowohl das Beweismittel als auch das Beweisthema angegeben und aufgezeigt wurde, über welche Tatsachen im Einzelnen Beweis erhoben werden sollte, in der abschließenden mündlichen Verhandlung oder bei einer Entscheidung ohne mündliche Verhandlung schriftsätzlich zu einem Zeitpunkt, in dem feststand, dass das LSG von sich aus Ermittlungen nicht mehr durchführen würde, bis zuletzt aufrechterhalten oder gestellt worden ist (…vgl BSG Beschluss vom 19.11.2007 - B 5a/5 R 382/06 B - SozR 4-1500 § 160a Nr. 21 RdNr 6; BSG Beschluss vom 18.12.2000 - B 2 U 336/00 B - SozR 3-1500 § 160 Nr. 31 S 51 f;… BSG Beschluss vom 28.5.1997 - 9 BV 194/96 - SozR 3-1500 § 160 Nr. 20 S 32 f) .
Insoweit ist darzulegen, dass ein prozessordnungsgemäßer Beweisantrag, mit dem sowohl das Beweismittel als auch das Beweisthema angegeben und aufgezeigt wurde, über welche Tatsachen im Einzelnen Beweis erhoben werden sollte, in der abschließenden mündlichen Verhandlung oder bei einer Entscheidung ohne mündliche Verhandlung schriftsätzlich zu einem Zeitpunkt, in dem feststand, dass das LSG von sich aus Ermittlungen nicht mehr durchführen würde, bis zuletzt aufrechterhalten oder festgestellt worden ist (…vgl BSG Beschluss vom 19.11.2007 - B 5a/5 R 382/06 B - SozR 4-1500 § 160a Nr. 21 RdNr 6; BSG Beschluss vom 18.12.2000 - B 2 U 336/00 B - SozR 3-1500 § 160 Nr. 31 S 51 f).
Zulässigkeit einer Sachaufklärungsrüge, Wiederholung eines Beweisantrags, …
Deshalb ist ein Beweisantrag, der nach Erhalt einer Anhörungsmitteilung nicht wiederholt wird, nach ständiger Rechtsprechung des BSG grundsätzlich so zu behandeln, als habe er sich erledigt (stellvertretend: BSG SozR 3-1500 § 160 Nr. 31; Beschluss vom 18. Februar 2003 - B 11 AL 273/02 B - Juris).
Nach Zugang der Anhörungsmitteilung muss daher der Beteiligte, der schriftsätzlich gestellte Beweisanträge aufrechterhalten oder neue Beweisanträge stellen will, innerhalb der vom LSG gesetzten Frist diesem ausdrücklich die Aufrechterhaltung dieser Anträge mitteilen oder neue förmliche Beweisanträge stellen (vgl BSG vom 6.6.2001 - B 2 U 117/01 B - Juris RdNr 2; BSG SozR 3-1500 § 160 Nr. 31 S 52) .
Dem nicht durch einen Rechtsanwalt vertretenen Kläger kann zwar nicht entgegengehalten werden, dass er den Antrag nicht nach Erhalt der Anhörungsmitteilung ausdrücklich aufrechterhalten hat (vgl zu diesem Erfordernis bei rechtskundig vertretenen Klägern zB BSG Beschluss vom 18.12.2000 - B 2 U 336/00 B - SozR 3-1500 § 153 Nr. 12, Juris RdNr 4).
Der Kläger hat aber weder einen prozessordnungsgemäßen Beweisantrag gemäß § 160 Abs. 2 Nr. 3 Halbs 2 SGG bezeichnet, noch hat er dargelegt, einen solchen Beweisantrag auch noch nach Erhalt der (letzten) Anhörungsmitteilung des LSG, durch Beschluss gemäß § 153 Abs. 4 SGG entscheiden zu wollen, aufrechterhalten zu haben bzw dass das Berufungsgericht ihn in seinem Beschluss wiedergegeben habe (vgl hierzu BSG SozR 3-1500 § 160 Nr. 31 S 52;… SozR 4-1500 § 160 Nr. 11 RdNr 7) .
BSG, 18.02.2003 - B 11 AL 273/02 B
BSG, 23.10.2003 - B 11 AL 199/03 B
BSG, 09.01.2003 - B 13 RJ 199/02 B
BSG, 13.08.2002 - B 2 U 53/02 B
BSG, 10.03.2016 - B 5 R 426/15 B
BSG, 26.06.2002 - B 7 AL 288/01 B
BSG, 20.09.2007 - B 5a/5 R 262/07 B
BSG, 13.08.2015 - B 13 R 235/15 B
Rente wegen Erwerbsminderung; Verfahrensrüge; Verletzung des Fragerechts; Antrag …
LSG Berlin-Brandenburg, 19.11.2007 - L 9 KR 71/05
Sozialgerichtliches Verfahren - Nichtzulassungsbeschwerde - Nichtzulassung der …
BSG, 20.02.2017 - B 13 R 124/16 B
Rente wegen Erwerbsminderung; Gewährung rechtlichen Gehörs; Ablehnung eines …
BSG, 30.10.2015 - B 5 R 288/15 B
BSG, 26.03.2012 - B 5 R 454/11 B
BSG, 12.02.2009 - B 13 R 575/08 B
BSG, 04.06.2012 - B 5 RS 9/12 B
BSG, 11.08.2016 - B 5 R 158/16 B
BSG, 10.01.2013 - B 13 R 449/12 B
BSG, 23.01.2007 - B 4 RS 4/06 B
BSG, 24.04.2013 - B 12 R 21/12 B
BSG, 20.07.2011 - B 2 U 152/11 B
BSG, 07.08.2009 - B 2 U 171/09 B
BSG, 09.07.2009 - B 2 U 103/09 B
BSG, 16.03.2009 - B 5 R 390/08 B
BSG, 17.11.2008 - B 5 R 458/08 B
BSG, 21.09.2007 - B 9 SB 52/07 B
BSG, 08.02.2007 - B 9a SB 64/06 B
BSG, 26.02.2007 - B 9a SB 24/06 B

References: § 160
 § 124
 § 160
 § 153
 § 153
 § 160
 § 160
 § 160
 § 153
 § 160
 § 124
 § 160
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 § 153
 § 160
 § 153
 § 160
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