Source: http://www.gmbh-polen.net/html/grundungsvoraussetungen-gmbh_p.html
Timestamp: 2019-02-20 08:14:30+00:00

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Gründungsvoraussetungen-GmbH Polen – Wir unterstützen Sie bei der Gründung einer Polnischen Firma!
Die Gründungsvoraussetzungen einer GmbH in Polen im Überblick
Die einzelnen Voraussetzungen für die Gründung einer GmbH in Polen (Spolka z o.o.) sind im Art. 151 ff. HGG-Polen (polnische HGB) geregelt. Diese Grundsätze gelten sowohl für polnische natürliche und juristische Personen als auch für deutsche Personen.
Folgende Gründungsvoraussetzungen müssen vorliegen, Art. 163 HGG-Polen:
der Abschluss einer Satzung für die polnische GmbH
die Erbringung von Einlagen zur Deckung des gesamten Stammkapitals der GmbH in Polen
die Berufung des Vorstandes der polnischen GmbH
die Bestellung des Aufsichtsrates der GmbH in Polen (optional)
die Eintragung der polnischen GmbH ins Handelsregister (KRS)
Um ausführliche Informationen zu den einzelnen Gründungsvoraussetzungen der GmbH in Polen zu erhalten, klicken Sie bitte auf jeweilige Zeile.
zu 1. Abschluss eines Gesellschaftsvertrages über die polnische GmbH
Der Abschluss einer Satzung ist in Polen - genauso wie in Deutschland - eine Gründungsvoraussetzung.
a. Form des Gesellschaftsvertrages der polnischen GmbH
b. notwendiger Inhalt des polnischen Gesellschaftsvertrages
c. notwendige Dokumente bei der GmbH-Gründung in Polen
Ausländische juristische Personen müssen beim Notar ihren Gesellschaftervertrag im Original nebst einer beglaubigten Übersetzung (Polnisch) sowie eine beglaubigte Kopie des Handelsregisterauszuges, nebst beglaubigter Übersetzung vorlegen.
zu 2. die Erbringung von Einlagen zur Deckung des gesamten Stammkapitals der Gesellschaft in Polen
Weiterhin ist von den ausländischen Gesellschaftern das Kapital, das zum Erreichen der Wirtschaftsziele der polnischen Gesellschaft nötig ist, in die zu gründende Gesellschaft einzubringen. Man spricht hier in Polen - ebenso, wie im deutschen GmbH-Gesetz - vom sog. Stammkapital.
Die Geldeinlage - der Normalfall - kann in bar oder per Überweisung erbracht werden. Bei Überweisungen kann durchaus auch von einer ausländischen Bank auf das Konto der zu gründenden GmbH das Stammkapital erbracht werden. Hier ist allerdings darauf zu achten, dass bei der Überweisung als Überweisungszweck, nämlich die Erbringung des Stammkapitals angegeben wird (z.B. Einlage zur Deckung des Stammkapitals). Zu beachten ist, dass Überweisungen von Deutschland nach Polen im Normalfall wenigstens 5 Tage benötigen.
Auch Bareinzahlungen auf das Konto der zu gründenden Gesellschaft sind möglich und auch besser als die Überweisung aus Deutschland. Hier sollte aber genauso, wie bei der Überweisung, der Verwendungszweck genau angegeben werden, damit später der Nachweis der Erbringung der Stammeinlage nicht scheitert. Barmittel dürfen nach Polen eingeführt werden. Bei der Einfuhr von Beträgen über € 10.000,00 ist dies aber in Schriftform dem Zoll bzw. Grenzschutz mitzuteilen (Art. 18 des Gesetzes über das polnische Devisenrecht vom 27. Juli 2002). Die Bareinbringung erfolgt - wie auch in Deutschland - nach der Errichtung der Gesellschaft beim Notar. Die Bank möchte aber meistens - neben den notariellen Urkunden - auch die sog. REGON (Statistikamtsnummer) der Gesellschaft haben. Diese wäre ebenfalls vorzuweisen. Die polnischen GmbH in Gründung kann schon ein Konto haben.
Die Sacheinlage (der sog. Apport) als Stammeinlage ist grundsätzlich auch möglich, Art. 158 HGG-Polen. Hier müssen aber in der Satzung zuvor genau der Gegenstand der Sacheinlage, der Name des Gesellschafters, der die Sacheinlage erbringt und die Zahl und der Nominalwert der dafür übernommenen Anteile aufgeführt sein. Ansonsten wäre die Sacheinlage ja im Nachhinein nicht bestimmbar.
Wurde der Wert der Sacheinlage bei Gründung der Gesellschaft im Gesellschaftervertrag zu hoch angegeben, muss der Restbetrag nachträglich vom einbringenden Gesellschafter und vom Vorstand - als Gesamtschuldner - erbracht werden, Art. 175 § 1 HGG-Polen!
Zu beachten ist, dass die Vergütungen bei der Gründung der polnischen Gesellschaft, z.B. für Rechtsanwälte, Steuerberater und dem Notar, nicht aus der Stammeinlage vorgenommen werden dürfen, Art. 158 § 2 HGG-Polen.
zu 3. die Berufung des Vorstandes der polnischen Gesellschaft
zu 4. die Bestellung des Aufsichtsrates der GmbH in Polen
Durch den Gesellschaftsvertrag kann - neben dem obligatorischen Vorstand - auch ein Aufsichtsrat oder eine Revisionskommission oder auch beide Organe zusammen in Polen, bestellt werden, Art. 213 HGG-Polen. Dazu besteht aber nur eine Rechtspflicht, wenn das Stammkaptital der Gesellschaft mehr als 500.000,00 Zloty (ungefähr € 150.000,00) beträgt, Art. 213 § 2 HGG - Polen und mehr als 25 Gesellschafter vorhanden sind. Der Aussichtsrat der polnischen GmbH besteht aus wenigstens 3 Mitgliedern und kann wird im Normalfall für ein Jahr bis zur ersten ordentlichen Gesellschafterversammlung berufen. Der Aufsichtsrat der polnischen GmbH kann jederzeit durch den Beschluss der Gesellschafter abberufen werden. Der Aufsichtsrat soll die Kontrolle von “großen GmbH´s” nach polnischem Recht erleichtern. Er ist keine Vertretung, sondern ein Kontrollorgan der polnischen GmbH (wie auch in Deutschland)..
Da ein - selbst für “deutsche Verhältnisse” - dermaßen hohes Stammkapital in der Praxis sehr selten vorkommt, soll es bei den obigen Informationen verbleiben.
zu 5. die Eintragung ins Register in Polen (KRS)
Die Anmeldung der GmbH in Polen muss auf einem speziellen Formular erfolgen; dem Formular KRS-W3. Der Antrag auf Anmeldung ist von allen Vorstandsmitgliedern zu unterschreiben, Art. 164 § 1 HGG-Polen. Nähere Einzelheiten regelt das Gesetz über das Landes-Gerichtsregister (LGRegG-Polen).
eine Liste, die von allen Vorstandsmitgliedern unterzeichnet ist, mit den Angaben über Vor- und Nachname bzw. Firma aller Gesellschafter, sowie der Anzahl und des Nominalwertes der einzelnen Anteile (Formular KRS - WE),

References: Art. 151
 Art. 163
 Art. 158
 Art. 175
 § 1
 Art. 158
 § 2
 Art. 213
 Art. 213
 § 2
 Art. 164
 § 1