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Timestamp: 2019-04-23 06:36:32+00:00

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Nachlese der Gemeinderatssitzung am 28.01.2018 | Christine Heimpel
Veröffentlicht von Christine Heimpel | 29. Jan, 2019 | Gemeinderat, Sitzungsnachlesen
Was im Detail bespro­chen und beschlos­sen wur­de gibt es wie immer hier nach­zu­le­sen. Viel Spaß dabei!
Die Tages­ord­nung zur Sit­zung mit allen voll­stän­di­gen Sit­zungs­vor­la­gen fin­det sich hier.
Wech­sel bei den Grü­nen: Auf Gom­bert folgt Mader
Bild: Gunt­hild Schul­te-Hop­pe
2018 / V 00335 Nie­der­le­gung des Gemein­de­rats­man­da­tes durch Frau Stadt­rä­tin Mat­hil­de Gom­bert und Ver­ab­schie­dung von Frau Gom­bert
2018 / V 00336 Fest­stel­lung, ob Hin­de­rungs­grün­de für den Ein­tritt von Frau Dag­mar Mader als Nach­fol­ge­rin der aus­schei­den­den Stadt­rä­tin Mat­hil­de Gom­bert in den Gemein­de­rat vor­lie­gen
Ver­pflich­tung von Frau Dag­mar Mader
2018 / V 00337 Neu­bil­dung von gemein­de­rät­li­chen Aus­schüs­sen infol­ge des Aus­schei­dens von Frau Stadt­rä­tin Mat­hil­de Gom­bert
2018 / V 00335:
Mat­hil­de Gom­bert schei­det auf eige­nen Wunsch Ende Janu­ar aus dem Gemein­de­rat aus. Nach § 16 der Gemein­de­ord­nung (GemO) kann ein Bür­ger sein Aus­schei­den aus dem Gemein­de­rat ver­lan­gen, wenn wich­ti­ge Grün­de vor­lie­gen. Ein wich­ti­ger Grund liegt u.a. dann vor, wenn der Bür­ger 10 Jah­re lang dem Gemein­de­rat ange­hört hat oder mehr als 62 Jah­re alt ist. Bei­de Vor­aus­set­zun­gen lie­gen bei Frau Gom­bert vor.
2018 / V 00336:
Die ers­te Ersatz­be­wer­be­rin wohnt seit 2017 nicht mehr in Fried­richs­ha­fen und kommt somit laut Gemein­de­ord­nung nicht zur Nach­fol­ge von Mat­hil­de Gom­bert infra­ge. Die zwei­te Ersatz­be­wer­be­rin ist Frau Dag­mar Mader. Frau Mader hat erklärt, dass sie die Wahl in den Gemein­de­rat annimmt.
Nach § 29 Abs. 5 GemO stellt der Gemein­de­rat fest, ob bei einem nach § 31 Abs. 2 GemO in den Gemein­de­rat nach­rü­cken­den Ersatz­be­wer­ber Hin­de­rungs­grün­de nach § 29 Abs. 1 bis 4 GemO vor­lie­gen.
2018 / V 00337:
Frau Gom­bert war Mit­glied in fol­gen­den Gre­mi­en:
Finanz- und Ver­wal­tungs­aus­schuss
Bei­rat für geheim­zu­hal­ten­de Ange­le­gen­hei­ten
Ältes­ten­rat
Auf­sichts­rat LZ
Durch das Aus­schei­den von Frau ombert und dem Ein­tritt von Frau Mader zum 28.01.2019 wird ab die­sem Zeit­punkt eine Neu­be­set­zung der oben genann­ten Gre­mi­en erfor­der­lich.
Die Frak­ti­on Bünd­nis 90/​Die Grü­nen stellt den Antrag, in die o.g. Gre­mi­en anstel­le von Frau Gom­bert fol­gen­de Ver­tre­ter abzu­sen­den:
Finanz- und Ver­wal­tungs­aus­schuss: Frau Mader
Bei­rat für geheim­zu­hal­ten­de Ange­le­gen­hei­ten: Herrn Leiprecht
Stif­tungs­rat: Herrn Leiprecht
Ältes­ten­rat: Herrn Leiprecht
Auf­sichts­rat LZ: Frau Mader
Beschluss­an­trä­ge:
Dem Antrag von Stadt­rä­tin Mat­hil­de Gom­bert auf Aus­schei­den aus dem Gemein­de­rat der Stadt Fried­richs­ha­fen wird ent­spro­chen.
Bei Frau Dag­mar Mader liegt kein Hin­de­rungs­grund für den Ein­tritt in den Gemein­de­rat nach § 29 GemO vor.
Sie tritt damit in den Gemein­de­rat der Stadt Fried­richs­ha­fen anstel­le der aus­schei­den­den Stadt­rä­tin Mat­hil­de Gom­bert ein.
Der Finanz- und Ver­wal­tungs­aus­schuss wird in nach­ste­hen­der Zusam­men­set­zung neu gebil­det:
CDU-Frak­ti­on: Dr. Brot­zer, Bern­hard, Fröh­lich, Hager, Brug­ger
SPD-Frak­ti­on: Kacz­ma­rek, Dr. Sigg, Mom­mertz
FW-Frak­ti­on: Ort­lieb, Bau­meis­ter, Leins
Grü­ne: Mader, Latt­ner
ÖDP/​Fraktionslos: Hiß-Petro­witz
FDP: Lam­pars­ky
Der Bei­rat für geheim­zu­hal­ten­de Ange­le­gen­hei­ten wird in nach­ste­hen­der Zusam­men­set­zung neu gebil­det:
CDU-Frak­ti­on: Dr. Brot­zer
SPD-Frak­ti­on: Dr. Sigg
FW-Frak­ti­on: Ort­lieb
Grü­ne: Leiprecht
ÖDP/​Fraktionslos: Hi?-Petrowitz
Der Stif­tungs­rat wird in nach­ste­hen­der Zusam­men­set­zung neu gebil­det:
CDU-Frak­ti­on: Dr. Brot­zer, Stell­ver­tre­ter: Fröh­lich
SPD-Frak­ti­on: Dr. Sigg, Stell­ver­tre­ter: Taut­kus
FW-Frak­ti­on: Ort­lieb, Stell­ver­tre­ter: Dr. Hoeh­ne
Grü­ne: Leiprecht, Stell­ver­tre­ter: Anker­mann
In den Ältes­ten­rat wird anstel­le von Frau Gom­bert Herr Leiprecht ent­sandt.
In den Auf­sichts­rat LZ wird anstel­le von Frau Gom­bert Frau Mader ent­sandt.
Ich bedau­re es sehr, dass Mat­hil­de den Gemein­de­rat und somit auch die Frak­ti­on ver­lässt. Sie war mit ihrer ruhi­gen, aber bestimm­ten Art ein oft ruhen­der Pol im Cha­os der Dis­kus­sio­nen und poli­ti­schen Anfor­de­run­gen. Dabei schaff­te sie es immer zu ver­mit­teln, dass sie für alle Hal­tun­gen, Mei­nun­gen und Ide­en grund­sätz­lich offen war und sich immer dafür ein­setz­te, die­se mit den not­wen­di­gen Fun­da­men­ten zu unter­le­gen. Ich bin mir sicher, wir wer­den Mat­hil­de ver­mis­sen.
Gleich­zei­tig kön­nen wir auch ent­spannt nach vor­ne Bli­cken und uns auf die Zusam­men­ar­beit mit unse­rem wohl­be­kann­ten Frak­ti­ons­kol­le­gen Ger­hard Leiprecht in sei­nem alten neu­en Amt als Frak­ti­ons­vor­sit­zen­dem freu­en. Und auch Dag­mar wird unse­re Frak­ti­on mit Sicher­heit berei­chern, auch hier ist die Vor­freu­de sehr berech­tigt!
Ehrung von Herrn Stadt­rat Edu­ard Hager für 20jährige und Herrn Stadt­rat Dr. Wolf­gang Sigg für 15jährige Zuge­hö­rig­keit zum Gemein­de­rat
Die bei­den Stadt­rä­te wur­den für ihre lang­jäh­ri­ge Zuge­hö­rig­keit im Gemein­de­rat vom Ober­bür­ger­meis­ter geehrt und mit wohl­wol­len­den Wor­ten bedacht. Bei­de kan­di­die­ren im Früh­jahr 2019 für ihre jewei­li­ge Par­tei (CDU und SPD) wie­der für ein Gemein­de­rats­man­dat.
Beschlüs­se und Bekannt­ga­ben
2018 / V 00365 Bekannt­ga­be nicht­öf­fent­lich gefass­ter Beschlüs­se und Bekannt­ga­ben des Ober­bür­ger­meis­ters
Zep­pe­lin-Stif­tung Fer­di­nand gGmbH: Ände­rung des Gesell­schaf­ter­ver­trags (10.12.2018)
Ver­län­ge­rung einer Kauf­op­ti­on über eine Gewer­be­flä­che im Gewer­be­park Am Flug­ha­fen (17.12.2018)
Der Gemein­de­rat der Stadt Fried­richs­ha­fen stimmt der Ver­län­ge­rung der Bin­dungs­frist des zwi­schen der Stadt Fried­richs­ha­fen und der Fa. Lieb­herr-Aero­space GmbH bestehen­den Kauf­an­ge­bo­tes über den Erwerb eines ca 22.125 m2 gro­ßen Grund­stü­ckes im Gewer­be­park Am Flug­ha­fen bis 31.12.2019 zu.
Zustim­mung zum Eigen­tums­wech­sel eines Grund­stü­ckes, das von der Stadt an die Fir­ma dou­bleS­lash Net-Busi­ness ver­kauft wur­de und das die­se nun an die PRIS­MA Hol­ding AG (Pris­ma Deutsch­land GmbH) wei­ter­ver­kauft. Das Grund­stück liegt im Gewer­be­park Am Flug­ha­fen und hat eine Grö­ße von 5.642 m2. (17.12.2018)
Zu 2.: Die Ver­län­ge­rung der Kauf­op­ti­on ist inso­fern wich­tig, weil der­zeit noch die Erwei­te­rung des Fir­men­ge­län­des in den See­wald hin­ein zur Dis­kus­si­on steht. Die­se Pla­nung, die die Abhol­zung eines Teil­stü­ckes des See­wal­des vor­sieht, kann noch gestoppt wer­den, wenn ein adäqua­tes Grund­stück zur Ver­fü­gung gestellt wer­den kann. Dies ist mit dem reser­vier­ten Grund­stück im Gewer­be­park Am Flug­ha­fen der Fall.
Jet­ten­hau­ser Esch
2018/ V 00344 Bebau­ungs­plan Nr. 219 „Jet­ten­hau­ser Esch“ Zustim­mung zum städ­te­bau­li­chen Ent­wurf – Auf­stel­lungs­be­schluss
Der Bereich „Jet­ten­hau­ser Esch“ liegt im Stadt­teil Jet­ten­hau­sen und wird durch die Wag­gers­hau­ser Stra­ße, die Suso­stra­ße, durch die bestehen­den Wohn­häu­ser an der Pacel­li­stra­ße und die bestehen­den Wohn­häu­ser an der Werth­mann Stra­ße begrenzt.
Künf­tig wird der süd­west­li­che Teil des Grund­stücks an der Wag­gers­hau­ser Stra­ße durch die Unter­tun­ne­lung der B 31 neu ange­schnit­ten. Die­se Flä­che kann nicht über­baut wer­den, wird aber als öffent­li­che Grün­flä­che gestal­tet, über die künf­tig auch der Velo­ring geführt wird. Ins­ge­samt umfasst der Bereich eine Flä­che von 5,83 ha, Eigen­tü­me­rin ist das Sied­lungs­werk Stutt­gart.
Das Plan­ge­biet ist im flä­chen­nut­zungs­plan der Stadt Fried­richs­ha­fen als geplan­te Wohn­bau­flä­che dar­ge­stellt. Der Gemein­de­rat der Stadt Fried­richs­ha­fen hat­te dem Aus­lo­bungs­text zur Wett­be­werbs­durch­füh­rung in einem Grund­satz­be­schluss am 09.10.2017 zuge­stimmt.
Von den 20 zum Ide­en­wett­be­werb ein­ge­la­de­nen Archi­tek­ten wur­den 17 Arbei­ten anonym, frist­ge­recht und voll­stän­dig ein­ge­reicht. Die Vor­ga­ben für den Ver­tie­fungs­teil des Ide­en­wett­be­werbs sahen unter ande­rem eine Wohn­grup­pe mit Woh­nun­gen für Men­schen mit kör­per­li­chen Beein­träch­ti­gun­gen, einen Club­raum der sowohl von Bewoh­ner des neu­en Quar­tiers als auch von Außen­ste­hen­den genutzt wer­den kann sowie eine Tages­grup­pe zur Betreu­ung von Klein­kin­dern vor.
Der Sie­ger­ent­wurf des Büros K9 Archi­tek­ten aus Frei­burg sieht ca. 400 Wohn­ein­hei­ten vor, von denen ca. 25 als Dop­pel-/Rei­hen­häu­ser vor­ge­se­hen sind. Von den rund 375 Wohn­ein­hei­ten im Geschoss­woh­nungs­bau wer­den ca. 100 Wohn­ein­hei­ten im geför­der­ten Woh­nungs­bau ent­ste­hen.
Zusätz­lich in den Ent­wurf mit auf­ge­nom­men wur­den die vom Amt für Bil­dung, Betreu­ung und Sport nach­träg­lich gefor­der­te Kin­der­ta­ges­stät­te mit drei Grup­pen in den Ent­wurf auf­ge­nom­men, sowie ein ver­bes­ser­ter Lärm­schutz und eine Ver­bes­se­rung im Bereich der Regen­rück­hal­tung.
Der aus dem Wett­be­werbs­er­geb­nis resul­tie­ren­de und über­ar­bei­te­te städ­te­bau­li­che Ent­wurf von K9 Archi­tek­ten vom 30.11.2018 wird zustim­mend zur Kennt­nis genom­men.
Der Auf­stel­lung des Bebau­ungs­plans Nr. 219 „Jet­ten­hau­ser Esch“ wird zuge­stimmt. Grund­la­ge ist der städ­te­bau­li­che Ent­wurf von K9 Archi­tek­ten vom 30.11.2018, der Lage­plan des Stadt­pla­nungs­am­tes mit ein­ge­tra­ge­nem Gel­tungs­be­reich M1:1000 (Vor­ent­wurf) vom 24.09.2018 sowie die Begrün­dung zum Bebau­ungs­plan (Vor­ent­wurf) vom 24.09.2018.
Die früh­zei­ti­ge Öffent­lich­keits­be­tei­li­gung nach § 3 Abs. 1 Bau­ge­setz­buch (Bau­GB) wird durch öffent­li­che Bekannt­ma­chung und Aus­hang im Tech­ni­schen Rat­haus durch­ge­führt.
Der Ent­wurf ist nicht schlecht – könn­te aber, vor allem was die Berück­sich­ti­gung der Ver­keh­re angeht, bes­ser sein. So wird es laut Plan unter allen Geschoss­woh­nungs­bau­ten Tief­ga­ra­gen geben, deren Zufahr­ten aktu­ell noch nicht ersicht­lich sind. Es ist jedoch zu ver­mu­ten, dass es auf­grund innen­lie­gen­der Zufahr­ten zu einem hohen Ver­kehrs­auf­kom­men inner­halb des Quar­tiers kom­men wird. Das wäre ver­meid­bar und wür­de die Wohn- und Auf­ent­halts­qua­li­tät im Quar­tier deut­lich heben. Bes­ser wäre es gewe­sen, man hät­te im ers­ten Schritt ein Quar­tier­spark­haus auf einer Ecke des Grund­stücks errich­tet und danach die Wohn­be­bau­ung erstellt. So wären teu­re Tief­ga­ra­gen ent­fal­len, die Miet­prei­se hät­ten noch wei­ter gesenkt wer­den kön­nen und die oben schon beschrie­be­ne Wohn- und Lebens­qua­li­tät hät­te deut­lich ver­bes­sert wer­den kön­nen.
Dazu hät­te auch eine her­aus­ra­gend gute Anbin­dung an den ÖPNV bei­getra­gen: Die Bus­hal­te­stel­le, die mei­ner Ansicht nach in die Mit­te des Quar­tiers gehört hät­te, liegt im Plan ganz am Rand, so dass die Wege zum Bus für die meis­ten Quar­tiers­be­woh­ne­rIn­nen spä­ter deut­lich län­ger sein wer­den, als die zu ihrem pri­va­ten PKW. So för­dert man den öffent­li­chen Nah­ver­kehr nicht, das ist bes­ten­falls eine Poli­tik des letz­ten Jahr­hun­derts.
Span­nend dabei ist, dass nicht etwa das Katho­li­sche Sied­lungs­werk als Bau­trä­ger sich die­sen Ver­bes­se­rungs­vor­schlä­gen ver­schließt – nein, es ist wie­der ein­mal mehr die städ­ti­sche Ver­wal­tung, die sich mit dem Gedan­ken an auto­freie Quar­tie­re offen­sicht­lich längst noch nicht anfreun­den kann.
Die Anzahl der Woh­nun­gen, die ein­ge­zeich­ne­ten Grün- und Auf­ent­halts­flä­chen sowie die geplan­te quar­tier­sin­ter­ne Infra­struk­tur über­zeu­gen mich den­noch.
Itten­hau­sen Nord – Aus­gleichs­flä­chen
2018 / V 00357 Bebau­ungs­plan Nr 547 „Itten­hau­sen Nord“ Bin­dungs­be­schluss für exter­ne Aus­gleichs­flä­chen
Durch die Bau­maß­nah­me auf dem Grund­stück an der Teu­rin­ger Stra­ße sind Aus­gleichs­maß­nah­men auf­grund der Bau- und Anla­ge­bed­in­ten Wir­kun­gen im Hin­blick auf die vor­aus­sicht­li­che Ent­wick­lung des Umwelt­zu­stan­des zu leis­ten.
Neben den Maß­nah­men inner­halb des Gel­tungs­be­reichs des Bebau­ungs­pla­nes Nr. 547 „Itten­hau­sen Nord“ zur Ver­mei­dung und Mini­mie­rung sind auch außer­halb auf den städ­ti­schen Flur­stü­cken 1784 (Gemar­kung Ailin­gen) und 184 (Gemar­kung Rader­ach) Kom­pen­sa­ti­ons­maß­nah­men durch­zu­füh­ren. Um die­se zu sichern, wird der Bin­dungs­be­schluss getrof­fen.
Gesetz­li­che Grund­la­ge:
Gemäß § 1a (3) Bau­GB sind in Bebau­ungs­plä­nen die Ver­mei­dung und der Aus­gleich vor­aus­sicht­lich erheb­li­cher Beein­träch­ti­gun­gen des Land­schafts­bil­des und der Leis­tungs- und Funk­ti­ons­fä­hig­keit des Natur­haus­hal­tes in der Abwä­gung zu berück­sich­ti­gen. Gem. § 14 BNatSchG sind Ein­grif­fe in Natur und Land­schaft im Sin­ne die­ses Geset­zes Ver­än­de­run­gen der Gestalt oder Nut­zung von Grund­flä­chen oder Ver­än­de­run­gen des mit der beleb­ten Boden­schicht in Ver­bin­dung ste­hen­den
Grund­was­ser­spie­gels, die die Leis­tungs- und Funk­ti­ons­fä­hig­keit des Natur­haus­halts oder das Land­schafts­bild erheb­lich beein­träch­ti­gen kön­nen. Wei­ter heißt es in § 15 BNatSchG:
(1) Der Ver­ur­sa­cher eines Ein­griffs ist ver­pflich­tet, ver­meid­ba­re Beein­träch­ti­gun­gen von Natur und Land­schaft zu unter­las­sen. Beein­träch­ti­gun­gen sind ver­meid­bar, wenn zumut­ba­re Alter­na­ti­ven, den mit dem Ein­griff ver­folg­ten Zweck am glei­chen Ort ohne oder mit gerin­ge­ren Beein­träch­ti­gun­gen von Natur und Land­schaft zu errei­chen, gege­ben sind. Soweit Beein­träch­ti­gun­gen nicht ver­mie­den wer­den kön­nen, ist dies zu begrün­den.
(2) Der Ver­ur­sa­cher ist ver­pflich­tet, unver­meid­ba­re Beein­träch­ti­gun­gen durch Maß­nah­men des Natur­schut­zes und der Land­schafts­pfle­ge aus­zu­glei­chen (Aus­gleichs­maß­nah­men) oder zu erset­zen (Ersatz­maß­nah­men).
Bilan­zie­rung:
Durch die vor­lie­gen­de Pla­nung ent­steht ein rech­ne­ri­scher Ein­griff wie folgt:
Schutz­gut Land­schafts­bild
Kom­pen­sa­ti­ons­be­darf
= – 3.374 Öko­punk­te
= – 123.197 Öko­punk­te
Schutz­gut Flo­ra + Fau­na
= – 38.229 Öko­punk­te
164.800 Öko­punk­te
Der Gemein­de­rat beschließt, die im Antrag auf­ge­lis­te­ten exter­nen Maß­nah­men ent­spre­chend der nach­fol­gen­den Erläu­te­rung, als Kom­pen­sa­ti­ons­maß­nah­men dem Bebau­ungs­plan Nr. 547 „Itten­hau­sen Nord“ zuzu­ord­nen und die Maß­nah­men auf der exter­nen Kom­pen­sa­ti­ons­flä­che durch­zu­füh­ren.
Die Kom­pen­sa­ti­ons­maß­nah­men sind erfor­der­lich, die Aus­gleichs­flä­chen sind in Ord­nung.
Itten­hau­sen Nord – Sat­zungs­be­schluss
2018 / V 00359 Bebau­ungs­plan Nr. 547 „Itten­hau­sen Nord“ – Sat­zungs­be­schluss
Die Schaf­fung von Wohn­raum hat der­zeit obers­te Prio­ri­tät, wes­halb die Stadt der­zeit auch alle ver­füg­ba­ren Grund­stü­cke auf ihre Nutz­bar­keit hin­sicht­lich der Wohn­be­bau­ung prüft. Die Plan­flä­che ist im Flä­chen­nut­zungs­plan als geplan­te Wohn­bau­flä­che aus­ge­wie­sen und bie­tet auch auf­grund der Eigen­tums­ver­hält­nis­se die Mög­lich­keit, kurz­fris­tig drin­gend benö­tig­ten Wohn­raum zu schaf­fen.
Wei­ter­hin ist die Pla­nung auch in Ver­bin­dung mit der ange­streb­ten bau­li­chen Gesamt­ent­wick­lung des Orts­teils Berg und einer hier­aus mög­li­chen Ver­bes­se­rung der Nah­ver­sor­gung zu sehen und ent­spricht daher den sied­lungs­struk­tu­rel­len Ent­wick­lungs­zie­len der Stadt Fried­richs­ha­fen.
Es sol­len Mehr­fa­mi­li­en­häu­ser errich­tet wer­den und je nach Nach­fra­ge besteht auch die Mög­lich­keit, die­ses Ange­bot par­al­lel zur Teu­rin­ger Stra­ße wei­ter nach Nor­den zu ver­län­gern. Eben­falls im Bereich des neu­en Anknüp­fungs­punk­tes soll eine Qua­riers­mit­te mit klei­nem Platz und Grün­flä­che sowie einem inte­grier­ten Kin­der­spiel­platz geschaf­fen wer­den. Die rest­li­che Bebau­ung sieht Indi­vi­du­al­wohn­for­men als Ein­zel- und Dop­pel­häu­ser vor.
Ins­ge­samt kön­nen so je nach Ver­dich­tungs­grad zwi­schen 80 und 90 Wohn­ein­hei­ten ent­ste­hen.
Nach dem Sat­zungs­be­schluss kann die öffent­li­che Bekannt­ma­chung des Bebau­ungs­plans erfol­gen. Mit die­ser Bekannt­ma­chung erlangt der Bebau­ungs­plan die Rechts­kraft.
Die Ver­wal­tung prüft auf Antrag der Frak­ti­on Bünd­nis 90/​Die Grü­nen ob sich Bau­her­ren­ge­mein­schaf­ten für die­ses Wohn­ge­biet inter­es­sie­ren und fin­den las­sen.
Dem Lage­plan und den text­li­chen Fest­set­zun­gen, jeweils in der Fas­sung vom 20.11.2018 wird zuge­stimmt (Anla­gen 1 und 3).
Die ört­li­chen Bau­vor­schrif­ten wer­den in der Fas­sung vom 20.11.2018 fest­ge­legt (Anla­ge 3).
Die Begrün­dung der Sat­zung wird in der Fas­sung vom 20.11.2018 fest­ge­legt (Anla­ge 2).
Es wird fol­gen­de Sat­zung über den Bebau­ungs­plan Nr. 547 „Itten­hau­sen Nord“ Ailin­gen“ erlas­sen:
Auf­grund von § 10 des Bau­ge­setz­bu­ches (Bau­GB) i.d.F. vom 03.11.2017 i.V. mit § 4 Abs. 1 der Gemein­de­ord­nung (GemO) für Baden-Würt­tem­berg i.d.F. vom 24.07.2000 sowie mit § 74 der Lan­des­bau­ord­nung von Baden-Würt­tem­berg (LBO) i.d.F. vom 05.03.2010 hat der Gemein­de­rat am 28.01.2019 den Bebau­ungs­plan Nr. 547 „Itten­hau­sen Nord“ ein­schließ­lich der ört­li­chen Bau­vor­schrif­ten als Sat­zung beschlos­sen.
Der Bebau­ungs­plan ein­schließ­lich der Sat­zung über ört­li­che Bau­vor­schrif­ten besteht aus dem
Lage­plan vom 20.11.2018 und dem Text­teil vom 20.11.2018.
Kri­tisch anmer­ken kann man die Durch­grü­nung, die wie­der ein­mal mehr etwas zu kurz kommt und der geplan­te Spiel­platz, der nun am west­li­chen Rand des Plan­ge­biets lie­gen soll. Aber: Es wird wei­te­rer Wohn­raum ent­ste­hen und jede Woh­nung zählt. So weit, so gut. Jetzt wäre es wün­schens­wert, wenn die Ver­wal­tung ihre Spiel­räu­me nut­zen wür­de und bei die­sem Pro­jekt erst­ma­lig neue Wege gehen wür­de. Das könn­te z.B. eine Aus­schrei­bung für Bau­her­ren­ge­mein­schaf­ten sein, die Pla­nung einer guten Anbin­dung des Rad­ver­kehrs von Anfang an und die Inte­gra­ti­on des ÖPNV als Selbst­ver­ständ­lich­keit mit hohem Nut­zer­kom­fort. Schau­en wir, was kommt.
Stell­platz­sat­zung Fried­richs­ha­fen
2018 / V 00339 Erstel­lung einer Stell­platz­sat­zung für die Stadt Fried­richs­ha­fen zur Modi­fi­zie­rung der Richt­li­ni­en der Lan­des­bau­ord­nung – Antrag der Gemein­de­rats­frak­ti­on Bün­dis 90/​Die Grü­nen vom 28.11.2016
Bereits 2016 hat­te die Gemein­de­rats­frak­ti­on Bünd­nis 90/​Die Grü­nen einen Antrag gestellt, der zum Inhalt hat­te, für das Stadt­ge­biet Fried­richs­ha­fen eine Stell­platz­sat­zung zur Modi­fi­zie­rung der Richt­li­ni­en in der Lan­des­bau­ord­nung zu erar­bei­ten und dem Gre­mi­um zum Beschluss vor­zu­le­gen.
Der Antrag sah vor, die Ver­wal­tung zu beauf­tra­gen, eine Stell­platz­sat­zung für das Stadt­ge­biet Fried­richs­ha­fen (ohne Ort­schaf­ten) mit fol­gen­der Ziel­set­zung aus­zu­ar­bei­ten:
Min­de­rung des Stell­platz­be­darfs im öffent­lich geför­der­ten Woh­nungs­bau
Min­de­rung des Stell­platz­be­darfs bei öffent­lich geför­der­tem Senio­ren­woh­nun­gen
Min­de­rung des Stell­platz­be­darfs bei unter­schied­li­cher Nut­zung zu ver­schie­de­nen Tages­zei­ten (zeit­lich gestaf­fel­te Mehr­fach­nut­zung)
Min­de­rung des Stell­platz­be­darfs im Woh­nungs­bau durch Mobi­li­täts­kon­zep­te wie Car-Sharing, Job-Tickets o.ä.
Begrün­det wur­de der Antrag damit, dass die heu­te unter jedem Mehr­ge­schoss­woh­nungs­bau geplan­ten, äußerst teu­ren Tief­ga­ra­gen die Miet­prei­se pro Wohn­ein­heit stei­gen las­sen. Gleich­zei­tig besteht beim preis­ge­bun­de­nen Woh­nungs­bau sowie bei stadt­na­hen Woh­nun­gen oft über­haupt gar kein Bedarf an Stell­plät­zen.
Mit der Stell­platz­sat­zung soll dar­über hin­aus der moto­ri­sier­te Indi­vi­du­al­ver­kehr (MiV) im Stadt­ge­biet gesteu­ert und nach­hal­tig redu­ziert wer­den. Mög­lichst vie­le Wege sol­len zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem ÖPNV zurück­ge­legt wer­den.
Nur durch eine Redu­zie­rung des MIV las­sen sich die grund­le­gen­den Kli­ma­schutz­zie­le der BRD und die im Ver­kehrs­ent­wick­lungs­plan und im ISEK ange­streb­ten Zie­le der Stadt Fried­richs­ha­fen errei­chen.
Die Ver­wal­tung wird beauf­tragt, inner­halb des vor­ge­schla­ge­nen Gel­tungs­be­rei­ches (sie­he Anla­ge 2) einen Ent­wurf für eine Stell­platz­sat­zung ent­spre­chend nach­fol­gen­der Begrün­dung und dem Vor­ge­hens­vor­schlag zu erar­bei­ten.
Die Ver­wal­tung wird beauf­tragt, die Stell­platz­sat­zung nach 5 Jah­ren auf ihre Prak­ti­ka­bi­li­tät in der Pra­xis zu prü­fen und in den Gre­mi­en Bericht zu erstat­ten.
Kürz­lich plau­der­te ein amtie­ren­der baden-würt­tem­ber­gi­scher OB aus dem Näh­käst­chen, in dem er einen unter den Bür­ger­meis­tern und Ober­bür­ger­meis­tern gän­gi­gen Witz zum Bes­ten gab: „Was ist die schärfs­te Waf­fe der Ver­wal­tung? – Nichts tun.“
Die­se Waf­fe hat die Häf­ler Ver­wal­tungs­spit­ze beim Antrag der Grü­nen wohl genutzt, immer­hin 2 Jah­re ließ sie sich Zeit, bis es nun zu einer Sit­zungs­vor­la­ge kam, damit das The­ma in den Gre­mi­en des Gemein­de­rats bera­ten wer­den kann. Zur Erin­ne­rung: „Auf Antrag einer Frak­ti­on oder eines Sechs­tels der Gemein­de­rä­te ist ein Ver­hand­lungs­ge­gen­stand auf die Tages­ord­nung spä­tes­tens der über­nächs­ten Sit­zung des Gemein­de­rats zu set­zen. (…)“ (GemO BW, § 34)
Dass die Ver­wal­tung nun nach die­ser lan­gen Zeit des Aus­sit­zens nur einen sehr klei­nen Teil im Bereich Stadt­mit­te / Nord­stadt in ihrem Vor­schlag berück­sich­tigt, ist für mich nicht nach­voll­zieh­bar. Sie wird damit weder den Kli­ma­schutz­zie­len noch den selbst­ge­steck­ten Zie­len im Ver­kehrs­ent­wick­lungs­plan und im ISEK gerecht.
Zwar geht der Vor­schlag der Ver­wal­tung einer­seits bei wei­tem nicht so weit, wie im ursprüng­li­chen Antrag gefor­dert. Ande­rer­seits ist der Vor­schlag immer noch bes­ser als nichts.
Sehr bemer­kens­wert war die knapp 20minütigen Frak­ti­ons­er­klä­rung der CDU-Frak­ti­on, die sich in Bezug auf die För­de­rung des PKW-Ver­kehrs mit deut­li­cher Mehr­heit für den Erhalt des Sta­tus quo bzw. des­sen Ver­bes­se­rung aus­sprach und die Kli­ma­schutz­zie­le kur­zer­hand in den Wind blies. Fak­ten waren uner­wünscht, ihre Mei­nung hat­ten sich die Frak­ti­ons­mit­glie­der, die mehr­heit­lich in den Außen­be­zir­ken und Ort­schaf­ten von Fried­richs­ha­fen woh­nen, bereits gebil­det.
Eben­falls gegen den Antrag stimm­ten die Mit­glie­der der Öko­lo­gisch Demo­kra­ti­schen Par­tei (ÖDP). Für sie war der vor­lie­gen­de Vor­schlag der Ver­wal­tung „sei­ner Zeit vor­aus“ und des­halb nicht zustim­mungs­fä­hig.
Lie­be Kol­le­gen im Gemein­de­rat: Mit einer solch rück­wärts­ge­wand­ten Ver­kehrs­po­li­tik wird man viel­leicht mit dem „Gol­de­nen Scheu­er“ geehrt, die Pari­ser Kli­ma­zie­le dage­gen erreicht man damit nicht.
Die Abstim­mung fiel mit 20 Ja-Stim­men, 17 Gegen­stim­men und 3 Ent­hal­tun­gen denk­bar knapp aus.
All­man­dstra­ße
2018 / V 00362 Stra­ßen­raum­ge­stal­tung All­man­dstra­ße: Bau­be­schluss
Ange­sto­ßen durch die Neu­be­bau­ung durch die Kreis­bau­ge­nos­sen­schaft du die Frän­kel AG soll der Stra­ßen­raum der All­man­dstra­ße zwi­schen Char­lot­ten­stra­ße und Schef­fel­stra­ße durch ein neu­es Gestal­tungs­kon­zept auf­ge­wer­tet wer­den. Der Abschnitt Schef­fel­stra­ße bis Kep­ler­stra­ße soll zu einem spä­te­ren Zeit­punkt in glei­cher Gestal­tung umge­setzt wer­den. Dar­über hin­aus besteht auf­grund des Zustands der Stra­ße ein tech­ni­scher Hand­lungs­be­darf.
Der ers­te Bau­ab­schnitt soll 2019 – 2020 soll dabei in 5 Bau­pha­sen unter­teilt wer­den, wel­che zeit­lich ver­setzt umge­setzt wer­den sol­len.
Die Neu­ge­stal­tung dient vor allem der Auf­wer­tung durch Attrak­ti­vie­rung der öffent­li­chen Flä­chen. Neben einer Viel­zahl von neu­en Baum­stand­or­ten wird eine moder­ne Stadt­mö­blie­rung vor­ge­se­hen.
Die All­man­dstra­ße wird als „ver­kehrs­be­ru­hig­ter Bereich“ gebaut und aus­ge­schil­dert wer­den.
Der Abschnitt zwi­schen der Char­lot­ten­stra­ße und der Wen­del­gard­stra­ße soll als Ein­bahn­stra­ße mit Fahrt­rich­tung Nor­den aus­ch­ge­schil­dert wer­den, wobei Rad­fah­rer auch ent­ge­gen­ge­setzt fah­ren dür­fen. Die Maß­nah­me dient der Ver­kehrs­ent­las­tung der All­man­dstra­ße.
Aus Lärm­schutz­grün­den wird der Fahr­bahn­be­lag lärm­min­dernd abge­streut wer­den. Das Pflas­ter im Kreu­zungs­be­reich wird durch roten Asphalt ersetzt.
Die Geh­we­ge sol­len dage­gen gepflas­tert wer­den, die Pflas­ter­flä­chen wer­den dabei bar­rie­re­frei her­ge­stellt.
Die Kos­ten­schät­zung beläuft sich auf 1.600.000 Euro, die Finan­zie­rungs­mit­tel sind bereits im Haus­halt 2019 in aus­rei­chen­der Höhe ent­hal­ten.
Die Maß­nah­me soll im Juni 2019 begin­nen und im Mai 2020 abge­schlos­sen wer­den. Der Bau­ab­schnitt Char­lot­ten­stra­ße bis Wen­del­gard­stra­ße soll in Rück­spra­che mit den dort ansäs­si­gen Laden­ge­schäf­ten in den Som­mer­fe­ri­en 2019 her­ge­stellt wer­den.
Dem vor­lie­gen­den Pla­nungs­kon­zept mit Gesamt­kos­ten in Höhe von 1.600.000 EUR wird zuge­stimmt.
Die Ver­wal­tung wird beauf­tragt, die wei­te­ren Ver­fah­rens­schrit­te und Pla­nun­gen zu ver­an­las­sen und die erfor­der­li­chen Ver­trä­ge zu schlie­ßen.
Grund­sätz­lich ist die Maß­nah­me sinn­voll und mit­tel­fris­tig auch unum­gäng­lich. Die Stra­ße hat unter den Bau­maß­nah­men der Kreis­bau­ge­nos­sen­schaft und der Frän­kel AG mas­siv gelit­ten: Gra­vie­ren­de Uneben­hei­ten, loses Pflas­ter in den Kreu­zungs­be­rei­chen und feh­len­de Geh­we­ge mar­kie­ren der­zeit das Stra­ßen­bild. Es ist in der Pla­nung deut­lich mehr Grün vor­ge­se­hen, als das bis­lang der Inso­fern stim­me ich der Maß­nah­me zu.
Aller­dings sehe ich die dar­ge­stell­ten Pla­nun­gen zur Aus­füh­rung kri­tisch:
Zu vie­le Park­plät­ze am Stra­ßen­rand (sämt­li­che Neu­bau­ten sind mit Tief­ga­ra­gen unter­baut, es gibt eine öffent­li­che Tief­ga­ra­sche der Frän­kel AG, die All­man­dstra­ße liegt im inner­städ­ti­schen Bereich und in guter Anbin­dung zum ÖPNV)
Der Stra­ßen­quer­schnitt ist deut­lich zu hoch, auch im Sin­ne der Ver­kehrs­be­ru­hi­gung wäre eine Ver­schmä­le­rung der Stra­ße sinn­voll
Beim Quar­tier rund um die All­man­dstra­ße han­delt es sich um eines der hei­ßes­ten in ganz Fried­richs­ha­fen. Viel Bebau­ung, viel Ver­sie­ge­lung, kaum Grün­flä­chen. Des­halb ist unbe­dingt dar­auf zu ach­ten, dass die Asphalt- und Plfas­ter­flä­chen mit mög­lichst hel­len Farb­tö­nen aus­ge­stat­tet wer­den.
Die Baum­schei­ben sind zu gering bemes­sen – so kön­nen kei­ne Bäu­me ent­ste­hen, die im Sin­ne des Klein­kli­mas wir­ken kön­nen.
Ich set­ze mich für einen Grün­kor­ri­dor ein, der vom Ried­le­wald bis in die Innen­stadt reicht und somit die Lebens-, Woh- und Auf­ent­halts­qua­li­tät für Quar­tiers­be­woh­ner sowie Quar­tiers­durch­que­rer stei­gert.
Ich habe gegen den Beschluss­an­trag der Ver­wal­tung gestimmt.
Erklä­rung: Obwohl die in der Sit­zungs­vor­la­ge dar­ge­stell­ten Maß­nah­men für Fried­richs­ha­fen tat­säch­lich ein Novum bedeu­ten, schei­nen sie mir nicht weit genug zu gehen, ande­re Städ­te sind bereits deut­lich wei­ter. So habe ich auf­grund der zahl­rei­chen Kri­tik­punk­te und der geplan­ten Ver­kehrs­si­tua­ti­on – Tem­po 30 anstatt der in der Vor­la­ge ange­kün­dig­ten Ver­kehrs­be­ru­hig­ten Zone – gegen die­sen Beschluss­an­trag gestimmt.
Prü­fung Bau­aus­ga­ben der Stadt
2019 / V 00003 Infor­ma­ti­on über die über­ört­li­che Prü­fung der Bau­aus­ga­ben der Stadt Fried­richs­ha­fen durch die Gemein­de­prü­fungs­an­stalt Baden-Würt­tem­berg (Haus­halts­jah­re 2014 bis 2017)
Die Gemein­de­prü­fungs­an­stalt Baden-Würt­tem­berg (GPA) führt im Auf­trag der Rechts­auf­sichts­be­hör­de (Regie­rungs­prä­si­di­um Tübin­gen) die über­ört­li­che Prü­fung von Gemein­den nach Maß­ga­be von § 113 Gemein­de­ord­nung (GemO-kame­ral) durch. Der Zweck die­ser gesetz­lich vor­ge­schrie­be­nen – tur­nus­mä­ßig alle 4 bis 5 Jah­re statt­fin­den­den – eigen­ver­ant­wort­li­chen GPA-Prü­fun­gen ist eine über­ge­meind­li­che Prü­fung der Kom­mu­nen mit mehr als 4.000 Ein­woh­nern.
Gegen­stand der Prü­fung waren die Bau­aus­ga­ben der Stadt und der Zep­pe­lin-Stif­tung in den Haus­halts­jah­ren 2014 bis 2017.
Die Prü­fung hat sich auf ein­zel­ne Schwer­punk­te und auf Stich­pro­ben beschränkt, die da waren:
Neu­bau der Mehr­zweck­hal­le im Stadt­teil Kluft­ern (Brun­ni­sach­hal­le)
Umbau und Erwei­te­rung von Schu­le und Kin­der­gar­ten im Stadt­teil Kluft­ern
Neu­bau des Regen­was­ser­ka­nals Löwen­ta­ler­stra­ße
Erschlie­ßung des Gewer­be­ge­biets „Alt-All­manns­wei­ler“
Die Prü­fer stell­ten Nach­fra­gen zu ein­zel­nen Punk­ten, zu denen das Stadt­bau­amt jeweils Stel­lung nahm. Unter ande­rem wur­de von den Prü­fern unter Punkt 4.1 die Pro­dukt­vor­ga­be in Leis­tungs­ver­zeich­nis­sen ange­merkt. Aus­schrei­bun­gen hät­ten grund­sätz­lich pro­dukt­neu­tral zu erfol­gen.
Das Stadt­bau­amt argu­men­tier­te unter ande­rem damit, mit einer pro­dukt­be­zo­ge­nen Aus­schrei­bung eine Min­dest­qua­li­tät der Leis­tung bzw. eine ein­heit­li­che Infra­struk­tur errei­chen zu kön­nen.
Das Regie­rungs­rä­si­di­um Tübin­gen bestä­tig­te, dass die über­ört­li­che Prü­fung der Bau­aus­ga­ben der Stadt Fried­richs­ha­fen in den Haus­halts­jah­ren 2014 – 2017 abge­schlos­sen ist.
Ergän­zend wird vom Regie­rungs­prä­si­di­um fol­gen­der Hin­weis gege­ben:
Zu Rdnr. 2 – Pro­dukt­vor­ga­ben in Leis­tungs­ver­zeich­nis­sen
Im Hin­blick auf die Aus­füh­run­gen in der Stel­lung­nah­me wird auf die zwin­gen­de Beach­tung von § 7 Abs. 2 VOB/A 2016 hin­ge­wie­sen. Die Leis­tung ist grund­sätz­lich pro­dukt­neu­tral aus­zu­schrei­ben.
Der Gemein­de­rat nimmt von dem Bericht über die Prü­fungs­er­geb­nis­se der über­ört­li­chen Prü­fung der Bau­aus­ga­ben in den Haus­halts­jah­ren 2014 bis 2017 durch die Gemein­de­prü­fungs­an­stalt Baden-Würt­tem­berg Kennt­nis.
Wei­ter­hin wird zur Kennt­nis genom­men, dass das Prü­fungs­ver­fah­ren durch das Regie­rungs­prä­si­di­um Tübin­gen mit der Abschluss­be­stä­ti­gung vom 21.12.2018 abge­schlos­sen wur­de.
Die Prü­fung ist gesetz­lich vor­ge­schrie­ben, ich neh­me das Ergeb­nis zur Kennt­nis.
Ich habe den Bericht über die Prü­fungs­er­geb­nis­se zur Kennt­nis genom­men.
Zu die­sem Tages­ord­nungs­punkt gab es kei­ne Wort­mel­dun­gen.
Gemein­de­wahl­aus­schuss
2018 / V 00356 Bil­dung eines Gemein­de­wahl­aus­schus­ses für die Wahl der Gemein­de­rä­te und Ort­schafts­rä­te sowie für die Wahl der Kreis­rä­te am 26. Mai 2019
Am 26. Mai 2019 fin­den neben der Euro­pa­wahl auch die Kom­mu­nal­wahl mit den Wah­len der Kreis-, Gemein­de- und Ort­schafts­rä­te statt. Für die Vor­be­rei­tung und Durch­füh­rung der Kom­mu­nal­wah­len sind die Bestim­mun­gen des Kom­mu­nal­wahl­ge­set­zes (KommWG) und der Kom­mu­nal­wahl­ord­nung (Komm­WO) maß­ge­bend.
Somit ist nach § 11 KomWG die Bil­dung eines Gemein­de­wahl­aus­schus­ses erfor­der­lich. Die­ser hat die Auf­ga­be, die Gemein­de­wah­len zu lei­ten und das Wahl­er­geb­nis fest­zu­stel­len. Bei der Wahl der Kreis­rä­te lei­tet er die Durch­füh­rung der Wahl in der Gemein­de und wirkt bei der Fest­stel­lung des Wahl­er­geb­nis­ses mit.
Der Gemein­de­wahl­aus­schuss besteht aus dem Ober­bür­ger­meis­ter als Vor­sit­zen­den und min­des­tens zwei Bei­sit­zern. Die Bei­sit­zer und Stell­ver­tre­ter in glei­cher Zahl wählt der Gemein­de­rat aus dem Kreis der Wahl­be­rech­tig­ten.
Ist der Ober­bür­ger­meis­ter Wahl­be­wer­ber oder Ver­trau­ens­per­son für einen Wahl­vor­schlag, wählt der Gemein­de­rat den Vor­sit­zen­den des Gemein­de­wahl­aus­schus­ses und einen Stell­ver­tre­ter aus dem Kreis der Wahl­be­rech­tig­ten und Gemein­de­be­diens­te­ten (§ 11 Abs. 2 KomWG).
Vor­sit­zen­der des Gemein­de­wahl­aus­schus­ses ist kraft Geset­zes Herr Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Brand. Nach den all­ge­mei­nen Vor­schrif­ten des Kom­mu­nal­ver­fas­sungs­rech­tes nimmt Herr Bür­ger­meis­ter Andre­as Kös­ter die Funk­ti­on des stell­ver­tre­ten­den Vor­sit­zen­den wahr.
Ent­spre­chend der Zusam­men­set­zung des Gemein­de­wahl­aus­schus­ses bei vor­an­ge­gan­ge­nen Wah­len, ins­be­son­de­re bei der Ober­bür­ger­meis­ter­wahl 2017, schla­gen wir vor, sechs Bei­sit­zer und Bei­sit­ze­rin­nen und deren Stell­ver­tre­ter und Stell­ver­tre­te­rin­nen aus der Mit­te des Gemein­de­ra­tes oder der wahl­be­rech­tig­ten Bür­ger zu wäh­len.
Gem. § 15 KomWG darf auch die­ser Per­so­nen­kreis weder Wahlbewerber/​in noch Ver­trau­ens­per­son für einen Wahl­vor­schlag bei der Gemein­de-, Kreis- und Ort­schafts­rats­wahl sein und in nicht mehr als einem Wahl­or­gan Mit­glied sein. Die gleich­zei­ti­ge Beru­fung in den Gemein­de- und in den Kreis­wahl­aus­schuss ist somit nicht zuläs­sig.
Vor­sit­zen­der des Gemein­de­wahl­aus­schus­ses bei den Kom­mu­nal­wah­len am 26. Mai 2019 ist Herr Ober­bür­ger­meis­ter Andre­as Brand.
Stell­ver­tre­ten­der Vor­sit­zen­der des Gemein­de­wahl­aus­schus­ses ist Herr Bür­ger­meis­ter Andre­as Kös­ter.
Als Beisitzer/​innen wer­den gewählt
als deren Stell­ver­tre­ter
Johan­nes Brug­ger
Carl Depp­ler
Erich Habis­reu­ther
Bern­hard Leins
Dr. Ger­hard Sturm
Gunt­hild Schul­te-Hop­pe
Ingrid Leiprecht
Josef May­er
Roland Kacz­ma­rek
Ger­lin­de Ajio­boye-Ames
Alfred Eger
Die Bil­dung eines Gemein­de­wahl­au­schus­ses ist gesetz­lich vor­ge­schrie­ben. Mit den genann­ten Bei­sit­ze­rIn­nen und der Stell­ver­tre­te­rIn­nen bin ich ein­ver­stan­den – eine Über­ra­schung gab es: Mit Roland Kacz­ma­rek (SPD) als stell­ver­tre­ten­des Mit­glied für die ÖDP hat­te wohl kaum jemand gerech­net.
Flug­ha­fen Fried­richs­ha­fen GmbH (FFG)
2018 / V 00345 Flug­ha­fen Fried­richs­ha­fen GmbH (FFG): Neu­ent­sen­dung der Auf­sichts­rats­mit­glie­der der Stadt Fried­richs­ha­fen
Die Amts­zeit des bestehen­den Auf­sichts­rats der FFG endet gem. § 9 Abs. 3 des Gesell­schafts­ver­trags (FFG) mit Been­di­gung der Gesell­schaf­ter­ver­samm­lung, die über die Ent­las­tung für das vier­te Geschäfts­jahr nach dem Beginn der Amts­zeit beschließt. Das Geschäfts­jahr, in dem die Amts­zeit beginnt, wird nicht mit­ge­rech­net. Mit Ablauf der Amts­zeit der Mit­glie­der des alten Auf­sichts­rats sind sämt­li­che Ent­sen­dungs­rech­te neu aus­zu­üben.
Vor­ge­schla­gen wer­den für die Wahl des Auf­sichts­rats­ver­tre­ters der Stadt Fried­richs­ha­fen wei­ter­hin Herr Ers­ter Bür­ger­meis­ter Dr. Ste­fan Köh­ler sowie Frau Ross­brey, die über Kennt­nis­se in einem Wirt­schafts­un­ter­neh­men in der Flug­ha­fen­in­dus­trie ver­fügt.
Vom Land­kreis Boden­see­kreis wird Herr Alex­an­der-Flo­ri­an Bürk­le, Geschäfts­füh­rer des Gesell­schaf­ters Tech­ni­sche Wer­ke Fried­richs­ha­fen, zur Wie­der­wahl vor­ge­schla­gen. Alle Vor­ge­schla­ge­nen sind bereits heu­te Mit­glied im Auf­sichts­rat der FFG.
Die Stadt Fried­richs­ha­fen schlägt gem. § 9 Abs. 2 des Gesell­schafts­ver­trags der Flug­ha­fen Fried­richs­ha­fen GmbH der Gesell­schaf­ter­ver­samm­lung zur Wahl die bis­he­ri­gen Auf­sichts­rats­mit­glie­der Herrn Ers­ter Bür­ger­meis­ter Dr. Ste­fan Köh­ler und Frau Petra Ross­brey als Auf­sichts­rats­mit­glie­der für die neue Amts­zeit des Auf­sichts­rats der Flug­ha­fen Fried­richs­ha­fen GmbH vor.
Der Gemein­de­rat nimmt vom dem abwech­seln­den Vor­schlags­recht von Stadt Fried­richs­ha­fen und Land­kreis Boden­see­kreis gem. § 9 Abs. 2 Gesell­schafts­ver­trag Kennt­nis und begrüßt den Vor­schlag des Land­krei­ses von Herrn Alex­an­der-Flo­ri­an Bürk­le für des­sen Wie­der­wahl durch die Gesell­schaf­ter­ver­samm­lung in den Auf­sichts­rat der Flug­ha­fen Fried­richs­ha­fen GmbH.
Der Ver­tre­ter der Stadt Fried­richs­ha­fen wird gem. § 104 Abs. 1 GemO ange­wie­sen, in der Gesell­schaf­ter­ver­samm­lung der Flug­ha­fen Fried­richs­ha­fen GmbH am 9. April 2019 bei der Wahl der Auf­sichts­rats­mit­glie­der gem. Zif­fer 1 und 2 die­ses Beschluss­an­trags abzu­stim­men.
Da ich den Flug­ha­fen in sei­ner bestehen­den Form grund­sätz­lich ableh­ne, ist mir nicht wich­tig, wer dort im Auf­sichts­rat ver­tre­ten ist.
Betei­li­gungs­richt­li­nie
2018 / V 00187 Grund­sät­ze guter Unter­neh­mens­füh­rung der Stadt Fried­richs­ha­fen (Betei­li­gungs­richt­li­nie)
Die Stadt Fried­richs­ha­fen hat es sich zur Auf­ga­be gemacht, die bis­her schon viel­fäl­tig prak­ti­zier­ten und geüb­ten Grund­sät­ze guter Unter­neh­mens- und Betei­li­gungs­füh­rung für die Stadt Fried­richs­ha­fen wei­ter zu ent­wi­ckeln und in noch trans­pa­ren­te­rer Wei­se für die Fest­le­gung der hier gel­ten­den Grund­sät­ze guter Unter­neh­mens- und Betei­li­gungs­füh­rung zu sor­gen.
Ziel ist es auf die­se Wei­se das öffent­li­che Ver­trau­en in Unter­neh­men mit städ­ti­scher Betei­li­gung und in die Stadt als Anteils­eig­ner wei­ter zu stär­ken.
In nun­mehr drei Work­shops wur­de unter Ein­be­zug von zwei exter­nen Mode­ra­to­ren der Ernst & Young GmbH Wirt­schafts­prü­fungs­ge­sell­schaft in Zusam­men­ar­beit mit den Frak­tio­nen, Geschäfts­füh­run­gen und Dezer­nen­ten die bei­gefüg­te Betei­li­gungs­richt­li­nie erar­bei­tet. Als neue Basis und Aus­gangs­la­ge wur­de das GPA-Mus­ter gemäß GPA-Mit­tei­lung Nr. 4/2009 als ein schlank gehal­te­nes Mus­ter der Klar­heit zu Grun­de gelegt. Unter Aktua­li­täts­ge­sichts­punk­ten wur­de in dem Work­shop die­ses GPA-Mus­ter fort­ent­wi­ckelt, so dass im Ergeb­nis dem Gre­mi­um eine über­sicht­li­che und dem aktu­el­len Rechts­stand ent­spre­chen­de Betei­li­gungs­richt­li­nie vor­ge­legt wer­den kann.
Die erar­bei­te­te Betei­li­gungs­richt­li­nie glie­dert sich in die drei nach­fol­gen­den Abschnit­te:
A:kom­mu­nal­recht­li­che Ver­pflich­tung des Gemein­de­rats zur Steue­rung und Über­wa­chung der Betei­li­gungs­ge­sell­schaf­ten
B:Grund­sätz­li­chen Auf­ga­ben, Rech­te und Pflich­ten der gesell­schafts­recht­lich vor­ge­se­he­nen Orga­ne städ­ti­scher Betei­li­gungs­ge­sell­schaf­ten
C: Prak­ti­schen Umset­zung und kon­kre­te Vor­ga­ben und geeig­ne­te Instru­men­te, um die not­wen­di­ge Trans­pa­renz und Kon­trol­le im Zusam­men­spiel von Betei­li­gungs­ge­sell­schaft und deren Gesell­schaf­te­rin Stadt (Betei­li­gungs­ver­wal­tung) effek­tiv, effi­zi­ent und nach­hal­tig zu ermög­li­chen.
Der Gemein­de­rat beschließt die Grund­sät­ze guter Unter­neh­mens- und Betei­li­gungs­füh­rung mit den in der bei­gefüg­ten Richt­li­nie ent­hal­te­nen Stan­dards für die Stadt Fried­richs­ha­fen.
Ich begrü­ße die Erstel­lung der Betei­li­gungs­richt­li­nie und fin­de für mich und mei­ne Arbeit natür­lich vor allem Abschnitt A inter­es­sant und wich­tig. Hier geht es um die Rech­te und Pflich­ten von Auf­sichts­rä­ten in den städ­ti­schen Betei­li­gungs­un­ter­neh­men und Gesell­schaf­ten. Beson­ders span­nend dabei sind zwei künf­ti­ge Grund­sät­ze:
Ämter­häu­fung
Fehl­zei­ten
2.4.3 Jedes Auf­sichts­rats­mit­glied ach­tet dar­auf, dass ihm für die Wahr­neh­mung sei­ner Man­da­te genü­gend Zeit zur Ver­fü­gung steht. Außer­dem sol­len ins­ge­samt nicht mehr als fünf Auf­sichts­rats­man­da­te wahr­ge­nom­men wer­den. Dies gilt nicht für den Ober­bür- ger­meis­ter und Bei­geord­ne­te. Falls ein Mit­glied des Auf­sichts­rats in einem Geschäfts- jahr nur an der Hälf­te der Sit­zun­gen des Auf­sichts­rats und der Aus­schüs­se, denen er ange­hört, oder weni­ger teil­ge­nom­men hat, soll dies im Bericht des Auf­sichts­rats ver- merkt wer­den. Als Teil­nah­me gilt auch eine sol­che über Tele­fon- oder Video­kon­fe­ren- zen; das soll­te aber nicht die Regel sein.
Tem­po­rä­re Kita Fisch­bach
2018⁄00342 Errich­tung einer tem­po­rä­ren Kin­der­ta­ges­ein­rich­tung in Fisch­bach: Grund­satz- und Bedarfs­be­schluss
Im Kin­der­gar­ten­be­darfs­plan 2018/2019 (DS 2018/V00067) wur­de auf­ge­zeigt, dass in Fried­richs­ha­fen wei­ter­hin Bedarf an Betreu­ungs­plät­zen für Krip­pen- sowie Kin­der­gar­ten­kin­der besteht. Ins­be­son­de­re auch in den Stadt­tei­len Fisch­bach, Man­zell und Spal­ten­stein.
Ins­be­son­de­re ist ein star­ker Anstieg der Betreu­ungs­an­fra­gen für Kin­der im Krip­pen­al­ter ist zu ver­zeich­nen. Dar­über hin­aus besteht auch eine wei­ter­hin hohe Nach­fra­ge nach den Betreu­ungs­zei­ten „Ver­län­ger­ter Öff­nungs­zeit“ sowie der „Ganz­ta­ges­be­treu­ung“.
Um dem Bedarf gerecht zu wer­den und das Ziel der Regel­grup­pen­stär­ke für alle Ein­rich­tun­gen in Fried­richs­ha­fen wie­der zu errei­chen, sind die zusätz­li­chen Betreu­ungs­plät­ze zeit­nah zu schaf­fen. Die jetzt geplan­te tem­po­rä­re Ein­rich­tung soll zukünf­tig dann durch ein 5-grup­pi­ges Kin­der­haus im Rah­men des gesamt­heit­li­chen Pla­nungs­pro­zess in Fisch­bach abge­löst wer­den.
Es ist geplant, die Kin­der­ta­ges­stät­te in Fried­richs­ha­fen-Fisch­bach, zwi­schen Jahn- und Kober­stra­ße, west­lich der bestehen­den Sport­hal­le zu erstel­len. Die­ses Grund­stück befin­det sich im Eigen­tum der Stadt Fried­richs­ha­fen und ist als Sport­flä­che aus­ge­wie­sen.
Ent­spre­chend dem aktu­ell lau­fen­den Bebau­ungs­plan­ver­fah­ren soll an die­ser Stel­le zukünf­tig dann Wohn­be­bau­ung erfol­gen.
Grup­pen- und Betreu­ungs­for­men
Die Errich­tung einer vor­aus­sicht­lich 3-grup­pi­gen Ein­rich­tung ist zum bedarfs­ge­rech­ten Aus­bau not­wen­dig. Hier­bei sol­lend die am stärks­ten nach­ge­frag­ten Betreu­ungs­zei­ten „Ver­län­ger­te Öff­nungs­zeit“ und „Ganz­ta­ges­be­treu­ung“ abge­deckt wer­den. Aber auch die Schaf­fung von wei­te­ren Krip­pen­plät­zen soll im Rah­men der Rea­li­sie­rung berück­sich­tigt wer­den.
Der Bedarf an zusätz­li­chen Betreu­ungs­plät­zen für das west­li­che Stadt­ge­biet (ins­be­son­de­re Fisch­bach, Man­zell und Spal­ten­stein) wird zustim­mend zur Kennt­nis genom­men.
Der Bedarf an Betreu­ungs­plät­zen mit ver­län­ger­ten Öff­nungs­zei­ten und Ganz­ta­ges­be­treu­ung wird zustim­mend zur Kennt­nis genom­men.
Die Ver­wal­tung wird beauf­tragt, die Erstel­lung einer tem­po­rä­ren Kin­der­ta­ges­ein­rich­tung ein­schließ­lich des ggf. zu schaf­fen­den Pla­nungs­rechts in Fisch­bach zu prü­fen und eine Ent­wurfs­pla­nung auf Grund­la­ge eines ange­mes­se­nen Raum­pro­gramms für eine zwei- bis drei­grup­pi­ge Kin­der­ta­ges­ein­rich­tung vor­zu­le­gen.
Wohn­ort­na­he Kita-Plät­ze wer­den drin­gend benö­tigt. Das Grund­stück steht kurz­fris­tig zur Ver­fü­gung, die tem­po­rä­re Lösung ist sinn­voll.
Erwei­te­rung Kita Noad­ja
2018 / V 00343 Erwei­te­rung der Kin­der­ta­ges­ein­rich­tung im Fami­li­en­zen­trum Noad­ja: Grund­satz- und Bedarfs­be­schluss
Um dem Bedarf gerecht zu wer­den und das Ziel der Regel­grup­pen­stär­ke für alle Ein­rich­tun­gen in Fried­richs­ha­fen wie­der zu errei­chen, sind die zusätz­li­chen Betreu­ungs­plät­ze zeit­nah zu schaf­fen. Die tem­po­rä­re Erwei­te­rung soll wei­te­re Betreu­ungs­plät­ze im der Stadt­mit­te wohn­ort­nah zur Ver­fü­gung stel­len, bis dau­er­haf­te Maß­nah­men wie u. a. das Kin­der­haus im Karl-Olga-Park rea­li­siert sind.
Geplant ist die Erwei­te­rung süd­west­lich des bestehen­den Kin­der­gar­tens Fami­li­en­zen­trum Noad­ja mit 2 zusätz­li­chen Grup­pen. Die­ses Grund­stück befin­det sich im Eigen­tum der Stadt Fried­richs­ha­fen, Zep­pe­lin Stif­tung. Das Fami­li­en­zen­trum Noad­ja wird von der evan­ge­li­schen Gesamt­kir­chen­ge­mein­de betrie­ben. Die­se unter­stützt den Vor­schlag der Ver­wal­tung. Das Außen­ge­län­de ist sehr groß­zü­gig bemes­sen und auch nach Rea­li­sie­rung der zusätz­li­chen Grup­pen noch deut­lich grö­ßer als der „Stan­dard“ des Kom­mu­nal­ver­bands für Jugend und Sozia­les (KVJS).
Die Erwei­te­rung der Ein­rich­tung ist zum bedarfs­ge­rech­ten Aus­bau not­wen­dig. Als Betreu­ungs­form soll hier die „Ver­län­ger­te Öff­nungs­zeit“ ange­bo­ten wer­den. Aber auch die Schaf­fung von wei­te­ren Krip­pen­plät­zen soll im Rah­men der Erwei­te­rung berück­sich­tigt wer­den.
Der Bedarf an zusätz­li­chen Betreu­ungs­plät­zen für die Stadt­mit­te wird zustim­mend zur Kennt­nis genom­men.
Die Ver­wal­tung wird beauf­tragt, die tem­po­rä­re Erwei­te­rung der Kin­der­ta­ges­ein­rich­tung im Fami­li­en­zen­trum Noad­ja zu prü­fen und eine Ent­wurfs­pla­nung auf Grund­la­ge eines ange­mes­se­nen Raum­pro­gramms für eine Erwei­te­rung um 2 Grup­pen vor­zu­le­gen.
Wohn­ort­na­he Kita-Plät­ze wer­den drin­gend benö­tigt. Das Fami­li­en­zen­trum Noad­ja hat im inner­städ­ti­schen Gebiet das größ­te Außen­ge­län­de, so dass hier kei­ne all­zu gro­ßen Ein­schnit­te für den Bewe­gungs­frei­raum der Kin­der zu erwar­ten sind.
Bei der vor­lie­gen­den Sit­zungs­vor­la­ge han­delt es sich um den Grund­satz- und Bedarfs­be­schluss, Details sind damit noch nicht aus­ge­ar­bei­tet. Den­noch gibt es eini­ge Fra­gen zu klä­ren, die even­tu­ell bereits in die­ser frü­hen Pla­nungs­pha­se von Bedeu­tung sind:
Wird der alte Baum­be­stand durch den tem­po­rä­ren Anbau beein­träch­tigt?
Wie wird die Ver­bin­dung zwi­schen Soli­tär­bau im Gar­ten und Haupt­bau her­ge­stellt?
Wel­che Infra­struk­tur ist im Neu­bau vor­ge­se­hen (Sani­tär­be­reich, Küche, Büro)?
Von der Ver­wal­tung wur­de in der Sit­zung des KSA bereits zuge­sagt, dass sowohl die Lei­tung als auch das gesam­te päd­ago­gi­sche Team des Fami­li­en­zen­trums in die Pla­nun­gen mit­ein­be­zo­gen wer­den sol­len.
Ten­nis­heim VfB
2018 / V 00298 Neu­bau Ten­nis­heim des VfB Fried­richs­ha­fen: Antrag auf Bezu­schus­sung der Mehr­kos­ten
Bereits im Dezem­ber 2016 fass­te der Gemein­de­rat den Beschluss, der Abtei­lung Ten­nis des VfB gemäß den damals gül­ti­gen Sport­för­der­richt­li­ni­en einen Zuschuss aus den Mit­teln der Zep­pe­lin-Stif­tung für den Neu­bau des Ver­eins­heims (187.773,08 Euro) sowie ein zins­lo­ses Dar­le­hen (57.700 Euro) zur Finan­zie­rung des in Aus­sicht gestell­ten WLSB-Zuschus­ses zu gewäh­ren.
Im Juli 2018 teil­te der VfB Fried­richs­ha­fen der Stadt­ver­wal­tung schrift­lich mit, dass sich der Neu­bau zeit­lich ver­zö­gert hat und eine ent­spre­chen­de Bau­kos­ten­stei­ge­rung ein­ge­tre­ten ist. Grund für die Ver­zö­ge­rung war die Absi­che­rung eines not­wen­di­gen Kre­dits in Höhe von 170.000 Euro.
In die­sem Zusam­men­hang wur­de die Pla­nung des Neu­baus des Ver­eins­heims neu auf­ge­setzt.
Der Vor­stand des SSV hat sei­ne Zustim­mung zu die­sem Bau­pro­jekt aktu­ell noch ein­mal (ers­te Zustim­mung am 26.02.2014) erneu­ert.
Aus Sicht der Ver­wal­tung kön­nen die Mehr­kos­ten die­ses Bau­vor­ha­bens im Rah­men der gül­ti­gen Sport­för­de­rungs­richt­li­ni­en bezu­schusst wer­den. Es bestehen kei­ne Zwei­fel an den Aus­füh­run­gen des Ver­eins und der Not­wen­dig­keit des Bau­vor­ha­bens.
Die Abt. Ten­nis des VfB Fried­richs­ha­fen e. V. erhält gemäß den gül­ti­gen Sport­för­de­rungs­richt­li­ni­en für die Mehr­kos­ten des Neu­baus des Ver­eins­heims einen zusätz­li­chen Zuschuss aus Mit­teln der Zep­pe­lin-Stif­tung in Höhe von max. 33.578,52 €.
Alle Zei­chen ste­hen auf „Start“: Die Ver­wal­tung sieht kei­ne Pro­ble­me, der SSV hat zuge­stimmt, die För­de­rung stimmt mit den gel­ten­den Sport­för­der­richt­li­ni­en über­ein.
Aller­dings muss ich selbst­kri­tisch ein­räu­men, dass wir beim ers­ten Beschluss lei­der ver­ges­sen haben, eine Pho­to­vol­ta­ik-Anla­ge zur Heiß­was­ser­be­rei­tung sowie ein Gründ­ach ein­zu­for­dern. Aller­dings wäre die­ses Ansin­nen auf­grund der klam­men Finanz­la­ge des Ver­eins evtl. sowie­so geschei­tert, zum jet­zi­gen Zeit­punkt kön­nen wir nur noch anre­gen, es bei kom­men­den Pro­jek­ten gleich von Beginn an mit­zu­den­ken.
Die Fra­gen nach Dach­be­grü­nung und Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen konn­te in der Sit­zung nicht beant­wor­tet wer­den, sie wer­den zeit­nah nach­ge­reicht. Auch der Vor­schlag, dass die Finan­zie­rung der Maß­nah­men durch einen höhe­ren Zuschuss der Stadt geför­dert wer­den könn­te, wird mit­ge­nom­men und geprüft.
Poli­ti­sche Teil­ha­be von Migran­ten
2018 / V 00347 Neue Gre­mi­en­struk­tur zur poli­ti­schen Teil­ha­be von Men­schen mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund in Fried­richs­ha­fen
Mit Gemein­de­rats­be­schluss vom 18.06.2018 wur­de die Ver­wal­tung beauf­tragt, einen Pro­zess zur Umstruk­tu­rie­rung des Rates der Natio­nen und Kul­tu­ren und des Inte­gra­ti­ons­aus­schus­ses zu steu­ern und zu beglei­ten mit dem Ziel, die Mit­wir­kungs­mög­lich­kei­ten der Migran­ten­or­ga­ni­sa­tio­nen zu stär­ken. Hier­zu soll­te in Zusam­men­ar­beit mit dem Inte­gra­ti­ons­aus­schuss und unter Betei­li­gung der Migran­ten­or­ga­ni­sa­tio­nen ein Modell ent­wi­ckelt wer­den, das die neu­en, mit dem Par­ti­zi­pa­ti­ons- und Inte­gra­ti­ons­ge­setz Baden-Würt­tem­berg (Par­tIntG BW) 2015 geschaf­fe­nen Rechts­grund­la­gen berück­sich­tigt. Die­ser Pro­zess soll­te im Sin­ne eines Gesamt­kon­zep­tes mit der Über­ar­bei­tung der Kul­tur­ver­eins­för­de­rungs­richt­li­ni­en ver­zahnt wer­den.
Unter exter­ner Beglei­tung wur­de im Rah­men von zwei Work­shops die Erar­bei­tung der neu­en Struk­tur durch­ge­führt. Als Ergeb­nis ent­stan­den Hand­lungs­emp­feh­lun­gen, die vom Amt für Sozia­les, Fami­lie und Jugend auf­ge­nom­men wur­den und die Basis für das vor­lie­gen­de Kon­zept bil­den.
Die wich­tigs­ten Ände­run­gen im Über­blick:
Der Inte­gra­ti­ons­aus­schuss wird zum Inte­gra­ti­ons­bei­rat. Die Anzahl der Sit­ze wird im Sin­ne der Arbeits­fä­hig­keit ver­rin­gert. Die migran­ti­schen Mit­glie­der wer­den künf­tig nicht mehr als Ver­tre­ter ihrer Ver­ei­ne über den Rat der Natio­nen und Kul­tu­ren gewählt, son­dern auf Grund­la­ge ihrer Exper­ti­se über ein Bewer­bungs­ver­fah­ren zu sach­kun­di­gen Ein­woh­nern bestimmt. Der Inte­gra­ti­ons­bei­rat ist stra­te­gisch aus­ge­rich­tet.
Der Rat der Natio­nen und Kul­tu­ren wird zum Forum der Kul­tu­ren. Die­ses soll nicht mehr nur aus Migran­ten­ver­ei­nen bestehen, son­dern wird auch für Hel­fer­krei­se geöff­net. Die Auf­nah­me erfolgt auf Antrag. Die Aus­rich­tung die­ses Gre­mi­ums ist in Abgren­zung zum Inte­gra­ti­ons­bei­rat stär­ker ope­ra­tiv.
Mit der Ein­rich­tung eines drit­ten Gre­mi­ums, dem Forum der Reli­gio­nen, wird den in bei­den Work­shops über­ein­stim­mend erwähn­ten extre­mis­ti­schen und pola­ri­sie­ren­den Ten­den­zen Rech­nung getra­gen. Die in Fried­richs­ha­fen ver­tre­te­nen Glau­bens­ge­mein­schaf­ten sol­len hier prä­ven­ti­ve Arbeit gegen Radi­ka­li­sie­rung und Extre­mis­mus leis­ten und den inter­re­li­giö­sen Dia­log för­dern. Die Instal­lie­rung des Gre­mi­ums wird über das Lan­des­pro­gramm „Loka­le Räte der Reli­gio­nen“ beglei­tet und unter­stützt.
Das Par­ti­zi­pa­ti­ons- und Inte­gra­ti­ons­ge­setz BW wird durch das vor­lie­gen­de Kon­zept umge­setzt.
Die Ver­zah­nung mit der neu­en Kul­tur­ver­eins­för­de­rungs­richt­li­nie ist dadurch gege­ben, dass die akti­ve Teil­nah­me an den städ­ti­schen Gre­mi­en der Inte­gra­ti­ons­ar­beit als neue För­der­vor­aus­set­zung für Migran­ten- und inter­kul­tu­rel­le Ver­ei­ne auf­ge­nom­men wur­de.
Die Gre­mi­en zur poli­ti­schen Teil­ha­be von Men­schen mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund wer­den gemäß vor­lie­gen­dem Kon­zept in der Anla­ge mit Beginn der neu­en Legis­la­tur­pe­ri­ode 2019 instal­liert.
Das Sit­zungs­geld für die Sach­kun­di­gen Ein­woh­ner im Inte­gra­ti­ons­bei­rat wird ana­log zu den Voll­ver­samm­lun­gen des Jugend­par­la­ments auf 12,50 Euro pro Sit­zung ange­ho­ben.
Seit ich 2014 als Mit­glied in den Inte­gra­ti­ons­aus­schuss gekom­men bin, dreh­ten sich die Dis­kus­sio­nen mehr oder weni­ger immer um die glei­chen The­men (Ver­eins­räu­me, Geld, ver­meint­li­che Dis­kri­mi­nie­rung ein­zel­ner Kulturvereine/​Religionen) und mehr oder weni­ger im Kreis. Die tat­säch­lich wich­ti­gen Auf­ga­ben, wie z.B. den Umgang mit vie­len neu­en Migran­ten 2015 konn­ten in die­sen Struk­tu­ren nicht auf­ge­nom­men und ange­gan­gen wer­den.
Glück­li­cher­wei­se wur­de der Vor­schlag zur Umstruk­tu­rie­rung pro­blem­los und schnell mehr­heit­lich ange­nom­men, so dass kon­zen­triert und mit exter­ner Hil­fe das nun vor­lie­gen­de Kon­zept erar­bei­tet wer­den konn­te.
Ich sehe die Neu­struk­tu­rie­rung als gro­ße Chan­ce, dass die anste­hen­den The­men künf­tig tat­säch­lich sach­be­zo­gen und lösungs­ori­en­tiert ange­gan­gen wer­den kön­nen.
Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr Fried­richs­ha­fen
2018 / V 00367 Neu­re­ge­lung des Zuschus­ses zu den Beträ­gen an eine Krank­heits­kos­ten­ver­si­che­rung anstel­le der Frei­en Heil­für­sor­ge für Beam­tin­nen und Beam­te im Ein­satz­dienst der Frei­wil­li­gen Feu­er­wehr Fried­richs­ha­fen durch Sat­zung
Beam­te und Beam­tin­nen des Ein­satz­diens­tes der Feu­er­wehr haben nach § 79 Abs. 1 LBG Anspruch auf freie Heil­für­sor­ge. Alter­na­tiv kann der Dienst­herr ent­spre­chend § 79 Abs. 4 LBG Bei­hil­fe und einen Zuschuss zu den Bei­trä­gen einer Krank­heits­kos­ten­ver­si­che­rung gewäh­ren.
Seit der Umstel­lung von Beschäf­tig­ten­stel­len im kom­mu­na­len feu­er­wehr­tech­ni­schen Dienst auf Beam­ten­stel­len in den Lauf­bah­nen des feu­er­wehr­tech­ni­schen Diens­tes im Jahr 2014 macht die Stadt Fried­richs­ha­fen von dem ihr nach § 79 Abs. 4 LBG ein­ge­räum­ten Gestal­tungs­recht Gebrauch und gewährt den Beam­tin­nen und Beam­ten des Ein­satz­diens­tes der Feu­er­wehr anstel­le der Heil­für­sor­ge zu den Auf­wen­dun­gen in Krank­heits­fäl­len Bei­hil­fe nach den bei­hil­fe­recht­li­chen Vor­schrif­ten des Lan­des und einen Zuschuss zu den Bei­trä­gen an eine Krank­heits­kos­ten­ver­si­che­rung. Die Bei­hil­fe wird über den Kom­mu­na­len Ver­sor­gungs­ver­band Baden- Würt­tem­berg (KVBW) abge­wi­ckelt, der Zuschuss wird bis­her in pau­scha­li­sier­ter Form gewährt und beträgt seit Ein­füh­rung 100,00 EUR monat­lich.
Der Ver­wal­tungs­ge­richts­hof Baden-Würt­tem­berg (VGH) hat mit Urteil vom 17.11.2016 ent­schie­den, dass die Aus­ge­stal­tung und Fest­le­gung des Zuschus­ses nach § 79 Abs. 4 LBG durch den Gemein­de­rat mit­tels Sat­zung zu erfol­gen hat. Dabei liegt die Höhe des Zuschus­ses im Ermes­sen des Dienst­herrn und unter­liegt nur bedingt einer gericht­li­chen Über­prüf­bar­keit.
Bei der Gewäh­rung eines Zuschus­ses zur Krank­heits­kos­ten­ver­si­che­rung muss die Höhe durch Gemein­de­rats­be­schluss in Form einer Sat­zung bestimmt wer­den.
Der Gemein­de­rat beschließt die als Anla­ge A bei­gefüg­te Sat­zung über die Gewäh­rung eines Zuschus­ses zu den Bei­trä­gen an eine Krank­heits­kos­ten­ver­si­che­rung für die Beam­tin­nen und Beam­te des Ein­satz­diens­tes der Feu­er­wehr.
Ich hal­te die Vor­ge­schla­ge­ne Rege­lung für in Ord­nung.
Fra­ge: Die Park­zei­ten auf dem Park­platz am Land­rats­amt rei­chen für Bera­tungs­ge­sprä­che und sons­ti­ge Amts­gän­ge nicht aus, Straf­zet­tel sind die Fol­ge. Kön­nen die Park­zei­ten ange­passt wer­den?Ant­wort: Das Pro­blem ist bereits bekannt und wird gelöst.
Fra­ge: Nach dem Brand im Park­haus am See haben sich ein Arzt und diver­se Anwoh­ner gemel­det, die bis­lang Mie­ter im Park­haus waren. Sie alle haben Pro­ble­me zu par­ken, kur­ze Anlie­fe­rungs­fahr­ten zu täti­gen oder im Fall des Arz­tes haben die Pati­en­ten die in der Regel bereits älter sind, Pro­ble­me zu par­ken.
Wer kör­per­li­che Grün­de oder eine sons­ti­gen gewich­ti­gen Grund nach­wei­sen kann erhält nach einer Prü­fung durch das Amt für Bür­ger­ser­vice, Sicher­heit und Ord­nung ggf. eine Son­der­ge­neh­mi­gung
Andien­test es wur­den für die Bewoh­ner der Innen­stadt / Fuß­gän­ger­zo­ne aus­ge­wei­tet
Die Ufer­pro­me­na­de ist kein (Dau­er-) Park­platz, auch nicht für die (Wasserschutz-)Polizei
Wie vie­le Park­ga­ra­gen-Mie­ter sind vom Brand betrof­fen? Ant­wort wird nach­ge­reicht. Aber: Alle Mie­ter haben Ersatz­park­plät­ze erhal­ten
Fra­ge: Auf­grund der Fol­gen durch die Sper­rung Kno­ten­punkt Kep­ler-/Ai­lin­ger­stra­ße ent­steht ein Cha­os in der Char­lot­ten­stra­ße das vor allem den ÖPNV nach­hal­tig beein­träch­tigt. Wäre es mög­lich, das Par­ken wäh­rend der Bau­zeit nur noch ein­sei­tig zu gestat­ten?
Ant­wort: Folgt.
Fra­ge: Wer ist für die Bus­hal­te­stel­len im Stadt­ge­biet zustän­dig? An der Bus­hal­te­stel­le am May­bach­stift ste­hen War­ten­de der­zeit im Regen.
Ant­wort: Wird abge­klärt.
Fra­ge: Wäre es mög­lich, den Bus­ver­kehr wäh­rend der Wie­der­in­stand­set­zung des Park­haus am See, wie bereits frü­her, wie­der durch den inner­städ­ti­schen Bereich (Schanz­stra­ße, Karl­stra­ße, Romans­hor­ner Platz) geführt wer­den? Damit wür­den sich die In Fra­ge 2 fest­ge­stell­ten Pro­ble­me bereits gelöst. Es soll sich dabei um eine Inte­rims­lö­sung han­deln.
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1 Wechsel bei den Grünen: Auf Gombert folgt Mader
3 Beschlüsse und Bekanntgaben
4 Jettenhauser Esch
5 Ittenhausen Nord - Ausgleichsflächen
6 Ittenhausen Nord - Satzungsbeschluss
7 Stellplatzsatzung Friedrichshafen
8 Allmandstraße
9 Prüfung Bauausgaben der Stadt
10 Einwohnerfragestunde (18 Uhr)
11 Gemeindewahlausschuss
12 Flughafen Friedrichshafen GmbH (FFG)
13 Beteiligungsrichtlinie
14 Temporäre Kita Fischbach
15 Erweiterung Kita Noadja
16 Tennisheim VfB
17 Politische Teilhabe von Migranten
18 Freiwillige Feuerwehr Friedrichshafen

References: § 16
 § 29
 § 31
 § 29
 § 29
 § 3
 § 1
 § 14
 § 15
 § 10
 § 4
 § 74
 § 34
 § 113
 § 7
 § 11
 § 15
 § 9
 § 9
 § 9
 § 104
 § 79
 § 79
 § 79
 § 79