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Timestamp: 2020-02-24 09:13:59+00:00

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§ 418 ZPO: Beweiskraft öffentlicher Urkunden mit anderem Inhalt
OLG München, Beschluss vom 3.8.2015, Az. 34 Wx 280/15 Gemäß dem Eingangsstempel des Gerichts (§ 418 Abs. 1 ZPO; vgl. BGH NJW-RR 2012, 701) auf dem in der beigezogenen Akte des Arrestverfahrens als Fax einliegenden Empfangsbekenntnis erfolgte die Rückleitung an das Gericht bereits am 29.6.2015.
OLG München, Urteil vom 3.2.2015, Az. 20 U 3360/14 Diese Feststellung des Landgerichts zu dem Prozessgeschehen im Urteil hat die Beweiskraft einer öffentlichen Urkunde gemäß § 418 ZPO (BGH NJW 83, 2030, 2032).
OLG Nürnberg, Beschluss vom 2.2.2014, Az. 15 W 381/14 (1) Nach § 418 Abs. 1 ZPO begründen öffentliche Urkunden, die über einen anderen Inhalt als eine vor der Urkundsperson abgegebene Erklärung errichtet sind, vollen Beweis der darin bezeugten Tatsachen; die Beweiswirkung reicht aber nur so weit, wie die zur Beurkundung befugte Person die Tatsachen selbst verwirklicht oder aufgrund eigener Wahrnehmung zuverlässig festgestellt hat (Geimer, a. a. O., § 418 Rn. 3; BGH NJW 2004, 2386).
BGH, URTEIL vom 3.10.2013, Az. VIII ZR 346/12 Die Beweiskraftwirkung des § 418 Abs. 1 ZPO reicht aber nur so weit, wie gewährleistet ist, dass die zur Beurkundung berufene Amtsperson die Tatsachen selbst verwirklicht oder aufgrund eigener Wahrnehmungen zuverlässig festgestellt hat (BVerfG, NJW-RR 1992, 1084, 1085; BGH, Beschluss vom 6. Mai 2004 - IX ZB 43/03, NJW 2004, 2386 unter II 2 b).
BGH, URTEIL vom 2.8.2013, Az. II ZR 391/12 -9- insoweit Gegenbeweis (§ 418 Abs. 2 ZPO) angeboten hat (vgl. hierzu BGH, Urteil vom 10. März 1983 -VII ZR 135/82, ZIP 1983, 864, 867 mwN).
VGH München, Urteil vom 3.1.2013, Az. 11 B 11.2798 56 An einen auf die Widerlegung der Beweisregel des § 418 Abs. 1 ZPO abzielenden Gegenbeweis sind allerdings strenge Anforderungen zu stellen (BGH, U. v. 29.10.1986 - NJW 1987, 135).
VGH München, Urteil vom 2.10.2012, Az. 11 B 12.1473 39 An einen auf die Widerlegung der Beweisregel des § 418 Abs. 1 ZPO abzielenden Gegenbeweis sind allerdings strenge Anforderungen zu stellen (BGH vom 29.10.1986 NJW 1987, 1335).
VGH München, Beschluss vom 3.4.2012, Az. 11 ZB 12.836 Die Beweisregel des § 418 Abs. 1 ZPO greift auch bei ausländischen Urkunden ein (BVerwG vom 15.7.1986, a. a. O.; BGH vom 13.11.2001 NJW 2002, 521/522).
VGH München, Beschluss vom 3.4.2012, Az. 11 ZB 12.836 An einen auf die Widerlegung der Beweisregelung des § 418 Abs. 1 ZPO abzielenden Gegenbeweis sind allerdings strenge Anforderungen zu stellen (BGH vom 29.10.1986 NJW 1987, 1335).
BGH, BESCHLUSS vom 4.11.2011, Az. VII ZB 35/11 Das Empfangsbekenntnis erbringt als öffentliche Urkunde (§418 ZPO) Beweis nicht nur für die Entgegennahme des darin bezeichneten Schriftstücks als zugestellt, sondern auch für den Zeitpunkt der Entgegennahme durch den Unterzeichner und damit der Zustellung (BVerfG, NJW 2001, 1563, 1564, m.w.N.;BGH, Urteil vom 24. April 2001
VGH München, Beschluss vom 3.10.2011, Az. 11 BV 11.1315 (Leitsatz aus Beckzeitschrift) 2. An einen auf die Widerlegung der Beweisregel des § 418 I ZPO abzielenden Gegenbeweis sind allerdings strenge Anforderungen zu stellen (BGH vom 29.10.1986, NJW 1987, 1335).
VGH München, Beschluss vom 3.10.2011, Az. 11 BV 11.1315 Die Beweisregel des § 418 Abs. 1 ZPO greift auch bei ausländischen Urkunden ein (BVerwG vom 15.7.1986, a. a. O.; BGH vom 13.11.2001 NJW 2002, 521/522).
VGH München, Beschluss vom 3.10.2011, Az. 11 BV 11.1315 37 An einen auf die Widerlegung der Beweisregel des § 418 Abs. 1 ZPO abzielenden Gegenbeweis sind allerdings strenge Anforderungen zu stellen (BGH vom 29.10.1986 NJW 1987, 1335).
LSG München, Beschluss vom 4.2.2011, Az. 19 R 443/10 Zwar kommt dem Eingangsstempel - anders als im Gerichtsund Behördenbereich - keine Beweiskraft im Sinne von § 418 Abs. 1 ZPO für den Eingang von Schriftstücken zu, insbesondere nicht für den Lauf von Rechtsmittelfristen (OLG München Urteil vom 11.03.2009 - 15 U 4982/08 - zit. nach juris).
BGH, BESCHLUSS vom 1.1.2009, Az. IV ZB 25/08 Kann die Beklagte den Nachweis für den von ihr beschriebenen fristgerechten Eingang am Vormittag des 28. Februar 2008 führen, ist ihr zugleich in Bezug auf den Eingangsstempel des Landgerichts, der das Datum vom 29. Februar 2008 trägt, der nach §418 Abs. 2 ZPO erforderliche Gegenbeweis gelungen (vgl. BGH, Beschluss vom 8. Oktober 1985 - X ZB 11/85 - VersR 1986, 60 unter 2 b).
BGH, BESCHLUSS vom 4.6.2008, Az. IX ZB 169/07 Es steht der Partei frei, die rechtzeitige Einlegung zu behaupten und zugleich für den Fall, dass das Gericht den Gegenbeweis des § 418 Abs. 2 ZPO nicht als geführt ansieht, Wiedereinsetzung gegen die dann anzunehmende Fristversäumnis zu beantragen (BGH, Beschl. v. 27. November 1996 aaO S. 1313; v. 16. März 2000 aaO; Urt. v. 2. November 2006 - III ZR 10/06, NJW 2007, 603 Rn. 6).
BGH, BESCHLUSS vom 2.8.2007, Az. XII ZB 109/04 Der Stempel ist eine öffentliche Urkunde im Sinne von § 418 Abs. 1 ZPO und bescheinigt den Tag, an dem das Schriftstück bei Gericht eingegangen ist (BGH, Beschluss vom 25. März 1982 -1 ZB 1/82 - VersR 1982, 652 m.N.).
BGH, BESCHLUSS vom 3.1.2007, Az. XII ZB 37/06 Dieser Beweis kann jedoch, wie auch das Berufungsgericht zutreffend angenommen hat, gemäß §418 Abs. 2 ZPO durch einen im Wege des Freibeweises zu erbringenden Gegenbeweis entkräftet werden (BGH Beschlüsse vom 30. Oktober 1997 - VII ZB 19/97 - NJW 1998, 461; vom 7. Dezember 1999 -VI ZB 30/99 - NJW 2000, 814; vom 10. Januar 2006 -VIZB 61/05- VersR 2006, 568).
BGH, URTEIL vom 4.10.2006, Az. III ZR 10/06 Der Beweis einer Unrichtigkeit der darin bezeugten Tatsachen - zur vollen Überzeugung des Gerichts - ist zwar zulässig (§ 418 Abs. 2 ZPO), und hieran dürfen nach ständiger Rechtsprechung auch keine überspannten Anforderungen gestellt werden (vgl. etwa BGH, Urteil vom 14. Oktober 2004 -VII ZR 33/04- NJW-RR 2005, 75; Senatsbeschluss vom 15. September 2005 - III ZB 81/04- NJW 2005, 3501).
BGH, BESCHLUSS vom 5.2.2004, Az. IXa ZB 190/03 Nach §418 Abs. 1 ZPO erbringt die Zustellungsurkunde vollen Beweis für die Zustellungsvoraussetzungen, die der Zusteller selbst vornimmt (vgl. Musielak/Huber, ZPO 3. Aufl. §418 Rn. 2; OLG Naumburg FamRZ 2001, 1013, 1014), hier die persönliche Übergabe des Titels an den Schuldner.
BVerfG, Beschluss vom 4.7.1997, Az. 2 BvR 2211/97 Nach ständiger und verfassungsrechtlich unbedenklicher Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs erbringt das datierte und unterschriebene Empfangsbekenntnis aber als öffentliche Urkunde (§ 418 ZPO) Beweis nicht nur für die Entgegennahme des darin bezeichneten Schriftstücks als zugestellt, sondern auch dafür, dass der darin genannte Zustellungszeitpunkt der Wirklichkeit entspricht (vgl. BGH, VersR 1987, S. 385; BGH, NJW 1996, S. 2514 <2515>).
BGH, BESCHLUSS vom 3.10.1996, Az. XII ZB 177/96 Der durch den Eingangsstempel begründete Beweis kann zwar gemäß § 418 Abs. 2 ZPO durch Gegenbeweis entkräftet werden; dieser erfordert indes die volle Überzeugung des Gerichts vom rechtzeitigen Eingang (vgl. Senatsurteil vom 31. Mai 1995 - XII ZR 206/94 - VersR 1995, 1467, 1468; BGH, Urteil vom 22. Juni 1988 - VIII ZR 8/86 - VersR 1988, 1140).
BGH, BESCHLUSS vom 4.2.1996, Az. V ZB 4/96 Der EingangsStempel begründet gemäß § 418 Abs. 1 ZPO den Beweis des Eingangs an diesem Tage (BGH, Beschl. v. 30. Januar 1991, VII ZB 44/90, VersR 1991, 896).
BGH, BESCHLUSS vom 4.2.1996, Az. V ZB 4/96 Hiergegen ist gemäß § 418 Abs. 2 ZPO der Gegenbeweis zulässig (BGH, Beschl. v. 3. März 1983, IX ZB 4/83, VersR 1983, 491) .
BGH, URTEIL vom 3.4.1995, Az. XII ZR 206/94 Es verkennt auch nicht, daß der durch den Eingangsstempel begründete Beweis gemäß § 418 Abs. 2 ZPO durch Gegenbeweis entkräftet werden kann, der indes die volle Überzeugung des Gerichts vom rechtzeitigen Eingang erfordert (vgl. BGH, Urteil vom 22. Juni 1988 - VIII ZR 8/86 - VersR 1988, 1140).
BGH, URTEIL vom 3.4.1995, Az. XII ZR 206/94 2. Wegen dieses Umstandes und der Beweisnot der Klägerin hinsichtlich gerichtsinterner Vorgänge dürfen die Anforderungen an den nach § 418 Abs. 2 ZPO zulässigen Gegenbeweis nicht überspannt werden (vgl. auch BGH, Urteil vom 22. Juni 1988 aaO).
BGH, URTEIL vom 2.4.1994, Az. VI ZR 306/93 a) Wie die Revision nicht in Frage stellt, obliegt es den Klägern, die sich aus § 418 Abs. 1 ZPO ergebende Beweiskraft des Eingangstempels vom 2. Mai 1990 auszuräumen und im Wege des Gegenbeweises den Nachweis zu führen, daß die Berufungsschrift bereits am 30. April 1990 und damit innerhalb der bis zu diesem Tage laufenden Berufungsfrist bei dem Oberlandesgericht eingegangen ist (vgl. BGH, Urteile vom 11. März 1987 - VIII ZR 160/86 - VersR 1987, 813,
BGH, BESCHLUSS vom 3.4.1994, Az. IV ZB 4/94 4 Der durch den Eingangsstempel nach § 418 Abs. 1 ZPO begründete Beweis dafür, daß die Berufungsschrift an diesem Tage eingegangen ist, kann zwar - wie das Berufungsgericht auch nicht verkannt hat - durch Gegenbeweis entkräftet werden (§ 418 Abs. 2 ZPO), der volle Überzeugung des Gerichts von der Rechtzeitigkeit der Prozeßhandlung erfordert (BGH, Urteil vom 22. Juni 1988 - VIII ZR 8/86 - VersR 1988,
BGH, BESCHLUSS vom 4.8.1993, Az. V ZB 13/93 Die dadurch begründete Vermutung, daß die Beschwerde verspätet eingegangen sei, kann jedoch nach § 418 Abs. 2 ZPO durch Gegenbeweis entkräftet werden (vgl. BGH, Beschl. v. 14. Juli 1987, III ZB 20/87; BGHR ZPO § 418 Abs. 2 - EingangsStempel 1).
BGH, BESCHLUSS vom 4.3.1993, Az. III ZB 33/92 a)	Zutreffend ist das Berufungsgericht davon ausgegangen, daß der EingangsStempel des Kammergerichts vom 23. Juni 1992 als öffentliche Urkunde nach § 418 ZPO den Tag bescheinigt, an dem die Berufungsbegründungsschrift bei Gericht eingegangen ist (BGH, Beschluß vom 25. März 1982
BGH, BESCHLUSS vom 3.9.1991, Az. XII ZB 26/91 Jedoch ist nach § 418 Abs. 2 ZPO der Gegenbeweis zulässig (BGH, Beschluß vom 16. Februar 1984 - IX ZB 172/83 - VersR 1984, 442).
BVerfG, Urteil vom 5.1.1991, Az. 2 BvR 1179/91 1. a) Das Landgericht hat den auf der Rechtsmittelschrift befindlichen schwarzen Eingangsstempel mit dem Datum 23. März 1991 sinngemäß als öffentliche Urkunde im Sinne des § 418 Abs. 1 ZPO beurteilt (vgl. BGH, VersR 1973, S. 186 f.; Zöller-Stephan, ZPO, 17. Aufl., § 418 Rdnrn.
BVerfG, Urteil vom 5.1.1991, Az. 2 BvR 1179/91 Das hat zur Folge, daß der durch den Eingangsstempel begründete Beweis (nur) durch Gegenbeweis im Sinne des § 418 Abs. 2 ZPO entkräftet werden kann und muß; dem Rechtsmittelführer obliegt in Fällen dieser Art der volle Beweis dafür, daß die Rechtsmittelschrift rechtzeitig beim Gericht eingegangen ist (vgl. BGH, BGHR ZPO § 418 Abs. 2 Eingangsstempel 1 m.w.N.).
BGH, BESCHLUSS vom 3.0.1991, Az. 11 ZB 44/90 Er kann allerdings durch den Gegenbeweis entkräftet werden (§ 418 Abs. 2 ZPO; BGH aaO).
BGH, Urteil vom 4.2.1983, Az. VII ZR 135/82 Für dieses entfaltet der Tatbestand lediglich die Wirkung einer öffentlichen Urkunde gemäß §418 ZPO, deren Unrichtigkeit oder Unvollständigkeit durch Jedes Beweismittel, auch in der Rechtsmittelinstanz, nachgewiesen werden kann (so schon RGZ 149, 312, 316; auch OLG Celle NJW 1970, 53, 54).
BGH, BESCHLUSS vom 4.5.1978, Az. in zb 10/77 Für den nach § 418 Abs. 2 ZPO zulässigen Beweis der Unrichtigkeit des EingangsStempels gelten die allgemeinen Beweisvorschriften des Verfahrensrechts (BGH VersR 1973» 186/7).
BGH, URTEIL vom 1.3.1977, Az. VIII ZR 286/75 aa) Es kann offenbleiben, ob der Ausgangspunkt des Berufungsgerichts, der Stempel der Briefannahmestelle begründe den vollen Beweis des Eingangs der Berufungsbegründungsschrift am 19. April 1975 (§ 418 Abs. 1 ZPO), richtig ist (vgl. Bundesverwaltungsgericht Urteil vom 22. Mai 1969 - VIII C 2/65 = MDR 69, 951; zu dem Eingangsstempel der Einlaufstelle eines OLG vgl. auch Senatsurteil vom 29. November 1972 - VIII ZR 229/71 = VersR 1973, 186).

References: BGH 
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