Source: https://www.wekido.de/kinderdorfer/lipperland/
Timestamp: 2020-08-04 19:48:08+00:00

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Lipperland | WeKiDo
KINDER. JUGEND. ZUKUNFT.
Das Kinderdorf „Lipperland“
Das Kinderdorf „Lipperland“ hat sich in den vier Jahrzehnten seines Bestehens zu einer zeit- und bedarfsgemäßen Facheinrichtung der Jugendhilfe mit ausdifferenzierten stationären Erziehungshilfen, einem stationären Angebot der Eingliederungshilfe, konzeptionell vielfältigen ambulanten Hilfen und zahlreichen Maßnahmen und Aktionen der Offenen Kinder- und Jugend(sozial)arbeit entwickelt und seine Standorte regional dezentralisiert.
1966 als erstes Kinderdorf Nordrhein-Westfalens begründet, ist das Westfälische Kinderdorf „Lipperland“ seit mehr als 52 Jahren in der Stadt Barntrup beheimatet.
Vom Zentrum aus führt die Pestalozzistraße den Besucher in nur wenigen Minuten direkt ins Herz des kleinen Gemeinwesens. Ein Fußballkäfig, Skaterrampen, Basketballkörbe und Tischtennisplatten befinden sich auf dem großen Hof, bei schönem Wetter stets erfüllt vom Stimmengewirr spielender Kinder.
Rund um diesen Platz gruppieren sich die Gebäude der Kinderdorf-Familien und Wohngruppen, aber auch Spiel- und Bolzplätze, der große Wirtschaftsgarten, Gehege für Hühner … – und das Dorfgemeinschaftshaus:
Hier ist der Sitz von Dorfleitung, Bereichsleitung und Verwaltung, sowie der große Saal, bekannt aus vielen, auch öffentlichen Veranstaltungen.
Zurzeit finden im Kinderdorf „Lipperland“ mehr als 170 Kinder und Jugendliche ein neues Zuhause: in Kinderdorf-Familien, in Wohngruppen für Kinder und Jugendliche, im Verselbständigungsbereich, im Mutter/Vater-Kind-Haus in der IPWL und in Krisengruppen. Die Standorte der Betreuungsformen erstrecken sich vom Kinderdorf in Barntrup über fast ganz Lippe.
Allen gemeinsam: Sie bieten den Kindern und Jugendlichen für kurze oder lange Zeit ein Zuhause, Zuwendung, Erziehung und Förderung.
Die Offene Ganztagsschule (OGS) und die Betreute Grundschule ergänzen sinnvoll die Angebote. Die Ambulante Erziehungshilfe berät und hilft Kindern, Jugendlichen und deren Familien vor Ort vorbeugend bzw. in Krisensituationen. In zahlreichen Ferien- und Freizeitprojekten finden die Kinderdorf-Kinder und -Jugendlichen zusätzliche Möglichkeiten, Kontakte zu knüpfen, sich auszutauschen, Rat und Hilfe, Anregungen zur Freizeitgestaltung und zur Förderung zu erhalten. Hiermit stärkt die Jugendhilfeeinrichtung die Integration ihrer jungen Bewohner/-innen in das Umfeld und öffnet sich zugleich zum Gemeinwesen und zur Region.
Leiterin des Kinderdorfs
Tel.: 0 52 63 / 94 71-12
Fax: 0 52 63 / 94 71-19
Mobil: 01 60 / 90 63 42 50
E-Mail: renate.eickmeier@wekido.de
Renate Eickmeier, Diplom-Sozialarbeiterin mit ZA, leitet seit 01.07.2016 die Einrichtung, gestaltet und entwickelt die Lebensräume der Kinder/Jugendlichen und die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter(innen) beharrlich im Sinne der Leitidee.
Das Team der Bereichsleiter
Ulrike Klappheck, Dipl.-Sozialarbeiterin, stellv. Dorfleitung
Elisabeth Weil, Erzieherin mit ZA
Ines Krause, Diplom-Sozialpädagogin
Gina Bellmann, Erziehungswissenschaftlerin B.A.
Michael Sander, Sozialpädagoge B.A.
plant und koordiniert die Aufnahmen, verantwortet Fallführung und -dokumentation, koordiniert methodische Elternarbeit, entwickelt, führt und moderiert die Teams, interveniert bei Krisen.
Kinder- und Jugendpsychiater(innen) erstellen auftragsgemäß Persönlichkeits- und Entwicklungsdiagnosen, wirken an der Erziehungsplanung mit, bieten Kindern/Jugendlichen therapeutische Unterstützung und den Pädagog(innen) Coaching und Supervision.
Westf. Kinderdorf „LIPPERLAND“
Tel: 05263 / 9471-0
Fax: 05263 / 9471-19
E-Mail: kinderdorf.lipperland@wekido.de
E-Mail: wkl@wekido.de
Einrichtung des Kinderdorfes
Kinderdorf-Familien
Aufnahme und Kriseninterventions- / Clearinggruppen
Integrativ-Pädagogische Wohn- und Lebensgemeinschaften
Schulsozialarbeit in Barntrup und Lügde
Vormittags- und Übermittagsbetreuung
Leitung des Kinderdorfes
Westfälisches Kinderdorf „Lipperland”
Pestalozzistraße 16, 32683 Barntrup
Tel.: 0 52 63 / 94 71-0
Standort/Ausstattung
Die Kinderdorf-Familie wohnt mit den Kinderdorf-Kindern und, sofern vorhanden, mit den eigenen Kindern gemeinsam in einem großzügig bemessenen Haus mit Garten.
Jedes Kinderdorf-Kind hat sein eigenes Zimmer. Ein großer Wohn- und Essbereich, eine Küche und ein Hauswirtschaftsraum stehen zur gemeinschaftlichen Nutzung zur Verfügung. Der Keller bietet einen Vorratsraum und einen Party-/Spiel-/Sportraum. Ein großer Garten lädt zum Spielen, Toben, aber auch zur Pflanzenpflege ein bzw. steht zur beliebigen Verfügung.
Die Kinderdorf-Familien verfügen über Privaträume im Haus.
Kinder beiderlei Geschlechts bis zum Eintritt in die Pubertät werden in Kinderdorf-Familien aufgenommen. In Ausnahmefällen kann auch § 35a KJHG Rechtsgrundlage der Unterbringung in den Kinderdorf-Familien sein.
Das gemeinsame Leben von Erwachsenen und Kindern als Familie ist ein hohes gesellschaftliches Ideal. Auch wenn große Familien heute relativ selten gelebt werden, bieten sie nach wie vor eine Vielzahl von Beziehungs- und Bindungsmöglichkeiten, sozialen Erprobungsfeldern und Lernmöglichkeiten, die in kleinen Konstellationen nicht möglich sind und die es für Fremderziehung zu nutzen gilt.
Kinderdorf-Familien sind professionelle Familiensysteme in einem institutionellen Kontext.
Beziehungs- und erziehungserfahrene Ehepaare, deren eigene Kinder nicht jünger als zwölf Jahre sind, erweitern ihre Kernfamilie um bis zu sechs Kinderdorf-Kinder und leben gemeinsam Familie.
Mindestens ein Elternteil hat eine pädagogische Qualifikation, der andere Teil ist auch im Haus bzw. in seinem Beruf außerhalb tätig. Erzieher(innen) und Hauswirtschaftskräfte unterstützen die Kinderdorf-Eltern bei der Versorgung, Betreuung und Erziehung der Kinder.
Das Leben in der Kinderdorf-Familie ist in Anlehnung an familiale Alltagsstrukturen gestaltet, entwickelt und pflegt Rituale, die das Gefühl von Zugehörigkeit und Gemeinschaft erlebbar werden lassen. Die Kinder werden familiär, ganzheitlich und konstant betreut, versorgt und verpflegt.
Die Standards des Kinderdorfs hinsichtlich der Beziehungskontinuität, emotionaler Wärme, Verlässlichkeit und Konsequenz im Alltag und der systematischen Erweiterung der Entscheidungsspielräume der Kinder werden von allen Kinderdorf-Familien strikt beachtet.
Im Leistungsbereich „Kinderdorf-Familien” werden nach § 34 KJHG auch Leistungen im Rahmen der Kurzzeitpflege erbracht.
Ulrike Klappheck
Dipl.-Sozialarbeiterin, stellv. Dorfleitung
Tel.: 0 52 63 / 94 71-15
Mobil: 01 60 / 90 63 42 53
E-Mail: ulrike.klappheck@wekido.de
Tel: 0 52 63 / 94 71-16
Mobil: 01 76 / 21 46 31 85
E-Mail: ines.krause@wekido.de
Tel.: 0 52 63 / 94 71-20
Mobil: 01 75 / 2 02 92 82
E-Mail: christiane.kohlwey@wekido.de
Kinder beiderlei Geschlechts ab sechs Jahren,
Die Arbeit der berufserfahrenen Pädagog(innen) ist darauf gerichtet,
den Lebensmut, die Lebensfreude und das Selbstvertrauen der Kinder neu zu entdecken und zu fördern,
den Kindern Werte und Normen zu vermitteln, die Leistungserwartungen in deren Kontext zu stellen und die Auseinandersetzung damit zu fördern,
den Kindern alltagspraktische Fertigkeiten nahezubringen, gemeinsam mit ihnen Interessen und Hobbys zu entwickeln,
den Kindern die Erfahrung zu vermitteln, dass sie kontinuierlich betreut und erzogen werden, und dies als Wert zu begreifen,
die Kinder zu befähigen, ein Selbstbild zu entwickeln, Selbstvertrauen aufzubauen, Körpererfahrungen zu machen, Bedürfnisse wahrzunehmen und in akzeptierter Weise zu befriedigen
die Entwicklung der Identität der Kinder und eine adäquate Haltung zu ihrer Herkunftsfamilie zu befördern,
eine schrittweise, altersgemäße und kontinuierliche Beteiligung der Kinder an Entscheidungen und Aufgaben, erzieherisch umzusetzen.
Die pädagogische Betreuung folgt einem ganzheitlichen pädagogischen Ansatz
Ziel und Methode der Betreuung sind die Stärkung der Lebensfreude, die Befriedigung des kindlichen Bewegungs-, Spiel- und Entdeckerdrangs, die Unterstützung der Kontakte zu Gleichaltrigen, die Hilfe bei der Auseinandersetzung mit den Leistungserwartungen der Schule, die Entwicklung von Initiative, Selbstvertrauen und (Mit-)Verantwortung bei der Gestaltung des Alltags und der Freizeit der Gruppe und die Verarbeitung von Erlebnissen und Erfahrungen in bzw. mit der Herkunftsfamilie.
Gemeinsame Mahlzeiten zu festgelegten Zeiten, begleitete Hausaufgabenerledigung, interessante Spielangebote und -bereichernde Freizeitaktivitäten bilden den äußeren Ring eines befriedigenden Lebens.
Erzieherin mit ZA
Tel.: 0 52 63 / 94 71-23
Mobil: 01 51 / 50 70 59 72
E-Mail: lisa.weil@wekido.de
Tel.: 0 52 63 / 94 71-18
Mobil: 01 51 / 50 74 62 36
E-Mail: michael.sander@wekido.de
Spezielle Haus- /Binnenkonzepte vertiefen den individuellen Charakter der Wohngruppen
Kinderbauernhof Hillentrup (Standort/Austattung)
Auf dem Kinderbauernhof in Hillentrup beherbergt das Hauptgebäude zehn Einzelzimmer für die Mädchen und Jungen, mehrere Badezimmer, das große Ess- und Wohnzimmer, die Wirtschaftsküche, den Vorrats- und die Lagerräume, eine Waschküche und einen Büro- und Schlafraum für die Erzieher(innen) mit eigenem Sanitärbereich. In den Nebengebäuden befinden sich zwei zusätzliche Aktions-, Spiel-, Therapieräume und der Stall für die Klein- und Nutztierhaltung.
Bei „tiergestützter Pädagogik” und sozialer Arbeit geht es um die Förderung der körperlichen, geistigen und seelischen Gesundheit und des Wohlbefindens sowie um Erziehung und Bildung.
Der Kontakt mit Tieren bietet Kindern die Chance, ihre sozialen und emotionalen Kompetenzen zu fördern und dadurch ihre Kommunikation, Interaktion und ihr Lernen zu erleichtern.
Einzelne Ziele sind u.a.:
Freude, Stressabbau, Entspannung, innere Ruhe und Ausgeglichenheit, Aufmerksamkeit, Konzentration
positiver Umgang mit Nähe, Beruhigung und Abbau von Ängsten und Aggressionen, Annahme, Geborgenheit, Wärme, Trost, Offenheit, Vertrauen
Respekt und Fürsorge, (Mit-)Verantwortung für die Nutztiere ordnen den Alltag; „Äußere Ordnung gibt innere Sicherheit!”
Training der Grob- und Feinmotorik, Wahrnehmungsschulung, Wissensentwicklung
Handy: 01 75 / 20 29 28 2
Mädchenwohngruppe im Kinderdorf (Standort/Austattung)
Die Mädchenwohngruppe auf dem Gelände des Kinderdorfs bewohnt ein geräumiges Haus in der Pestalozzistraße 15.
Die zehn Einzelzimmer werden durch einen großen Wohn-/ Essraum, die Küche, zwei Hauswirtschaftsräume, einen weiteren Spielraum und einen Büro- und Schlafraum für die Erzieher(innen) mit eigenem Sanitärbereich ergänzt. Der große Nutz- und Ziergarten mit Terrasse am Haus bietet zusätzlich Spiel-, Bewegungs- und Beschäftigungsanreize.
Bereitstellung eines Lebens- und Lernfeldes, welches Halt, Orientierung und Struktur für das einzelne Mädchen/die weibliche Jugendliche bietet
Gewährleistung einer entwicklungsgemäßen Versorgung, Ermöglichung von Nachreifung, Stabilisierung der Persönlichkeit, Aktivierung vorhandener Ressourcen
Hilfe zur Identitätsfindung; eigene Rollenidentität, Sozialisation begünstigen, Nachteile aufdecken
Stärkung des eigenen sozialen Netzes bzw. Entwicklung eines Hilfenetzes
Auf der Basis der im Hilfeplan festgelegten Ziele werden die pädagogische Hilfe und Betreuung individuell an die Bedürfnisse jedes Mädchens angepasst. Durch die Tatsache der geschlechtlich homogenen Unterbringung stehen geschlechtsspezifische Themen in einem besonderen Fokus:
Erziehungswissenschaftlerin B. A.
Tel.: 0 52 63 / 94 71-24
Mobil: 01 76 / 56 74 03 12
E-Mail: gina.bellmann@wekido.de
Das Verselbstständigungskonzept bietet Jugendlichen die Möglichkeit in speziellen Jugendwohngruppen ihre Selbstständigkeit täglich aufs Neue zu erproben.
Die Häuser der Jugendwohngruppen sind konzeptionell entsprechend den Bedarfen der Jugendlichen eingerichtet, gestaltet und ausgebaut. Einzelzimmer, ein Wohnzimmer, Wohnküchen, getrennte Badezimmer für „sie und ihn“, Funktionsräume, Fernseh- und Playstation-Räume
Aufgenommen werden Jugendliche ab dem 12 Lebensjahr, die bisher
in ihrer Herkunftsfamilien, (Kinderdorf-)Pflegefamilie oder einer anderen Wohngruppe lebten und geplant oder durch eine Krisensituation
für einen zeitlich begrenzten Zeitraum, oder bis zur Verselbstständigung einen neuen geeigneten Betreuungsrahmen für pubertäre Ich-Bezogenheit, Selbst- und Beziehungserfahrung, Selbstbestimmung u. a. m. brauchen.
In Ausnahmefällen kann auch § 35a KJHG Rechtsgrundlage der Unterbringung in den Kinder- und Jugendwohngruppen sein.
Soziales Lernen aus Einsicht und Erfahrung eröffnet bewusst Freiräume für Entscheidungen, Mit – und Selbstverantwortung, Selbstständigkeit (Alltagshandeln, Lernen in Schule und Beruf, Freizeit, soziale Kontakte und Beziehungen).
Das Jugendwohnen bietet den Jugendlichen zusätzlich vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten in verschiedenen Projekten und Freizeitangeboten. Dadurch können teilweise tiefe Freundschaften aus dem Lebensumfeld entstehen.
Die der individuellen Problemsituation angemessene Zusammenarbeit mit der Herkunftsfamilie bzw. anderen wichtigen Bindungspersonen der Jugendlichen ist integrativer Bestandteil und erfolgt in verschiedenen Formen.
Das Gruppensetting bietet den Rahmen, bei der Gestaltung des Alltags und beim Aufgreifen gruppenspezifischer Themen auf die individuellen Problemlagen der Jugendlichen einzugehen und fundierte Handlungsansätze zu erarbeiten.
Methodisch liegt der Fokus auf der Erschließung von Ressourcen und Fähigkeiten des einzelnen Jugendlichen.
Spezielle Haus-/ Binnenkonzepte vertiefen den individuellen Charakter der Jugendwohngruppe.
Kriseninterventions-/Clearinggruppe 1
Die KiC 1 ist für Kinder im Alter von vier bis sechs Jahren. Die KiC 1 ist für Kinder, die sich in akuten Krisensituationen befinden, und für Kinder, deren Familien in eine Notsituation geraten
Die KiC 1 hat folgende Funktionen / bietet den Kindern Folgendes:
einen geschützten Raum der Ruhe und Verlässlichkeit
Struktur, Rituale, um Orientierung und Sicherheit zu erleben
eine ansprechende, entwicklungsfördernde Umgebung
altersgerechte Bildungsangebote für Kinder, die keine Kita besuchen können
einen „Raum“, in dem die Kinder sich „fallen lassen“ dürfen und emotional „aufgefangen“ werden
Stärkung und Förderung der persönlichen Ressourcen
trägt zur Klärung der aktuellen Lebenssituation bei
Erhebung des Entwicklungsstandes des Kindes – dabei wird ein umfassendes und möglichst genaues Bild der Persönlichkeit des Kindes erstellt – ganzheitliche Abklärung
Bedarfe des Kindes werden erörtert, es wird nach individuellen Perspektiven gesucht.
Bei Bedarf wird nach einer angemessenen Form der Fremdunterbringung gesucht – die Kinder werden in diesem Fall auf die neue Lebenssituation vorbereitet.
In der KiC 1 werden die Kinder auch während des Prozesses einer gutachterlichen Abklärung betreut.
Je jünger ein Kind ist, umso bedeutender ist die Bindung an eine Bezugsperson. Kleine Kinder befinden sich in einer „bindungssensiblen“ Phase. Daher wird in der KiC 1 bei der konzeptionellen Ausrichtung den besonderen Bedürfnissen von Kleinkindern Rechnung getragen. Dazu gehören z. B. so wenig Personalwechsel wie möglich.
mehr Zeit für Aufmerksamkeit, für den Aufbau von Beziehungen und für die Betreuung und Pflege.
gesunde, abwechslungsreiche und altersgerechte Ernährung. Deshalb muss oftmals extra gekocht werden.
eine angemessene Körperpflege und Hygiene. Dies kann bei Kleinkindern viel Zeit in Anspruch nehmen.
Die Fremdunterbringung stellt für die Kinder eine besondere Ausnahmesituation dar. Deshalb ist immer genau abzuwägen, inwieweit die Kinder in ihren gewohnten Strukturen verbleiben
können, z. B. Besuch der Kita, in der sie bereits angemeldet sind.
Der Aufenthalt in der KiC 1 sollte eine möglichst kurze Verweildauer haben und sich auf die Zeit der Abklärung beschränken. Das Kind wird gemäß seinem Alter und Entwicklungsstand in den Prozess der Klärung einbezogen. Dabei muss dringend beachtet werden, dass das Kind nicht überfordert wird oder in einen Loyalitätskonflikt gerät. Nur so kann erreicht werden, dass das Kind sich auf den neuen Lebensort, die neue Lebenssituation, die neue Menschen einlassen kann und offen ist für neue Perspektiven.
Tel: 05263 / 9471-15Mobil: 0160 / 90634253
Aufnahme - Kriseninterventions- / Clearinggruppe 2
Das umgebaute Familienhaus am Rande des Kinderdorfs in der Pestalozzistraße 4, mit unterschiedlich großen Zimmern, teilweise groß und weitläufig, oder klein und kuschelig, ist gemäß den individuellen Bedarfen der Kinder ausgestattet und bietet mit dem weitläufigen Gelände des Kinderdorfes, dem nahen Dorfplatz und dem Spielberg eine schöne Atmosphäre.
Kinder zwischen 6 und 12 Jahren, die in einer akuten Krisensituation oder zur Perspektivklärung außerhalb ihres Herkunftssystem untergebracht werden müssen.
Die Aufnahmegruppe hat im Einzelnen folgende Funktionen:
die derzeitige Lebenssituation und den Entwicklungsstand des Kindes abzuklären
ein umfassendes und möglichst genaues Bild von der Persönlichkeit des Kindes zu zeichnen
die geeignete Form und Perspektive ggf. Fremdunterbringung abzuleiten, das Kind auf die neue Lebenssituation vorzubereiten.
Fremdunterbringung stellt für Kinder eine besondere Lebens-/ Ausnahmesituation dar. Der Aufenthalt in der Aufnahmegruppe sollte daher eng begrenzt und mit einer Sinnstiftung versehen sein, die eher natürlich und emotional positiv besetzt ist. Das Kind soll erleben, dass es (altersgemäß) in die Gestaltung seines weiteren Lebens einbezogen wird, dass es seine Wünsche und Haltungen äußern kann und diese respektiert werden.
Das Team begegnet dem Herkunftssystem mit Achtung und arbeitet mit den Angehörigen des Herkunfts- und Zukunftssystems und den MitarbeiterInnen des Jugendamtes eng zusammen. Neben der Umsetzung aller erforderlichen pädagogischen Aufgaben z. B. Betreuung und Förderung der Kinder und Jugendlichen, oder der Erhebung anamnestischer und diagnostische Daten, übernimmt das Team zusätzlich die Rolle des Koordinators. Dabei werden wichtige Informationen und Erkenntnisse an die unterschiedlichen Parteien weitervermittelt, um die bestmögliche Perspektive für jedes Kind und Jugendlichen herauszuarbeiten.
Die Kooperation zwischen der Herkunftsfamilie und der Gruppe ist grundsätzlich komplex. Akzeptanz und Wertschätzung sind dabei unerlässlich.
Tel: 05263 / 9471-15
Mobil: 0160 / 90634253
Ein Bauernhaus und Neubau bietet Raum für Kunst und Werken, Psychomotorik und Sport, Medienarbeit, Entspannung und Ruhe, Beratung und Gespräch, Hausaufgaben/ Lernen, einen Büro- und Schlafraum für die ErzieherInnen mit eigenem Sanitärbereich und ein großzügiges Außengelände, das als Sport- und Spielfläche und als Nutzgarten Beschäftigungsmöglichkeiten bietet.
Mädchen und Jungen im Alter von 6-14 Jahren, die mit auffälligem Verhalten, psychosomatischen, emotionalen, funktionalen und Beziehungsstörungen auf Erfahrungen von Vernachlässigung, Verwahrlosung, Gewalt, Missbrauch, mangelnde Erziehungskompetenz, Beziehungsabbrüche u.a.m. in ihrem Lebenskontext reagieren bzw. risikobelastete, deviante Entwicklungsverläufe zeigen. Eine Aufnahme kann auch dann erfolgen, wenn zudem die Voraussetzungen des § 35 a KJHG auf Eingliederungshilfe vorliegen, d.h. Störungen im Bereich der Emotion, Psyche, Kognition und des Verhaltens des Kindes/ Jugendlichen vorliegen, die die Eingliederung in die Gesellschaft beeinträchtigen und die Entwicklung behindern.
Unter Bezugnahme auf § 93 (3) BSHG kann in Ausnahmefällen (Mehrfachbehinderung) auch BSHG § 39 ff. Rechtsgrundlage der Unterbringung sein.
Tagesstrukturierende Maßnahmen, feste Regeln und Rituale, die Sicherheit geben, die Entwicklung positiven Verhaltens und gewohnheitsmäßigem Handelns fördern, die Psyche entlasten und die Kinder und Jugendlichen an die Menschen und den Lebensort binden, aktions- und erlebnisreiche Freizeitgestaltung und bedarfsgerechte individuelle Einzelbetreuung und -förderung durch die PädagogInnen (6) und die externen Fach- und Honorarkräfte (PsychologInnen, Kinder- und Jugendpsychiater, Gestalt-, Reit-, Musik- und LauftherapeutInnen) sind die Säulen des Konzepts.
Die Ausgestaltung des Hilfeangebotes sowie die Betreuung sind ganzheitlich ausgerichtet. Sie beziehen sich vordergründig auf die individuellen Bedarfe und Interessen der Kinder und folgen erst in zweiter Linie einem auf Anpassung und wechselseitige Erziehung und Regulierung ausgelegten Konzept der Gruppe
Perspektive, erzieherischer/ therapeutischer Bedarf, Zusammenarbeit mit dem Herkunftssystem und Entwicklung der Kinder/ Jugendlichen werden durch sozialpädagogische, psychologische, kinder- und jugendpsychiatrische Diagnostik regelmäßig gesichert, im multiprofessionellen Team beraten und evaluiert.
Tel: 0 52 63 / 94 71-24
Als Anlauf- und Treffpunkte für Kinder/Jugendliche im Rahmen der Ambulanz werden Räumlichkeiten unserer stationären Einrichtungen genutzt.
Die Ambulante Erziehungshilfe ist an der individuellen, spezifischen Problemlage des Kindes/ Jugendlichen oder/ und seiner Familie ausgerichtet und richtet sich an ältere oder/und adoleszente Kinder und Jugendliche oder Eltern/ Familien, die sich in akuten kritischen Situationen befinden.
Voraussetzung für die Wahl der Hilfeform „Ambulante Erziehungshilfe” und notwendige Bedingung für den Erfolg der Maßnahme sind:
Problembewusstsein bzw. -einsicht
Wunsch nach Veränderung bei dem Kind/Jugendlichen und bzw. mindestens einem Elternteil.
In der Arbeitsweise der Ambulanten Erziehungshilfe „mischen” sich Elemente von Potenzial-, Paar-, Familien-, Suchtberatung, Mediation, Trauerarbeit, Gesprächs- und Ergotherapie mit praktischer Hilfestellung (Erklären, Vor-, Nach- und Mitmachen, Anleiten) und tragenden pädagogischen Grundhaltungen (Akzeptanz, Achtung, Empathie, Klarheit, Konsequenz).
Die Ambulante Erziehungshilfe ist fallbezogene/ bedarfsgerechte Einzelbetreuung, Arbeit mit den Kindern/Jugendlichen, Eltern bzw. Familienmitgliedern durch eine männliche oder und eine weibliche pädagogische Fachkraft. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der „Hilfe zur Selbsthilfe”. Die Arbeitsweise der Ambulanten Erziehungshilfe legt die Ressourcen der Betroffenen frei, knüpft an sie an, entwickelt sie weiter und stärkt deren Verantwortung.
Daria Kupfer
Mobil: 01 76 / 42 07 26 53
E-Mail: daria.kupfer@wekido.de
Mutter/Vater-Kind Einrichtung Intensivbereich
Aufgenommen werden Schwangere oder alleinsorgende Mütter/Väter ab 16 Jahren. Die alleinsorgenden Eltern benötigen aufgrund schwerwiegender persönlicher, familiärer, sozialer oder emotionaler Schwierigkeiten Unterstützung bei der Versorgung ihres Kindes / ihrer Kinder unter sechs Jahren, da sie noch nicht eigenverantwortlich dazu in der Lage sind.
Die Leistung ist komplex und multifunktional. Minderjährige schwangere Frauen und alleinsorgende Elternteile bewohnen zusammen mit ihrem Baby/Kleinkind ein Einzelapartment. Sie nehmen mit bis zu vier weiteren Bewohnerinnen und deren Kindern an der gemeinsamen Verpflegung des Hauses teil.
Die Verweildauer im Intensivbereich beträgt maximal zwölf Monate.
Die alleinsorgenden Eltern benötigen aufgrund schwerwiegender persönlicher, familiärer, sozialer oder emotionaler Schwierigkeiten Unterstützung bei der Versorgung ihres Kindes / ihrer Kinder unter sechs Jahren, da sie noch nicht eigenverantwortlich dazu in der Lage sind.
Die Zielsetzung der Hilfe liegt in der Persönlichkeitsentwicklung der Schwangeren / des alleinsorgenden Elternteils, um die Aufgaben als verantwortlicher Elternteil bewältigen zu können.
Mutter/Vater-Kind Einrichtung Regelbereich
Aufgenommen werden Schwangere oder alleinsorgende Mütter/Väter ab 16 Jahren.
Die Verantwortung für die Kleinfamilie liegt primär bei den alleinsorgenden Elternteilen. Damit sie in die komplexen Aufgaben des Elternsein hineinwachsen können, bzw. ihr gerecht werden, erhalten sie Anleitung und Unterstützung von den pädagogischen Fachkräften.
Die Verweildauer im Regelbereich beträgt insgesamt maximal 24 Monate.
Die alleinsorgenden Eltern benötigen aufgrund persönlicher, familiärer, sozialer oder emotionaler Schwierigkeiten Unterstützung bei der eigenverantwortlichen Versorgung ihres Kindes / ihrer Kinder unter sechs Jahren. Häufig fehlt ihnen in ihrer (Not-)Situation die tragende Unterstützung einer eigenen Familie oder eines geeigneten Netzwerks.
Ziel der Arbeit in der Einrichtung ist es, den Elternteil zu unterstützen ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. Dazu ist die Entwicklung einer schulischen und / oder beruflichen Perspektive notwendig.
Verselbständigungsbereich an drei Standorten - Hillentrup, Barntrup und Schlangen
Aufgenommen werden Jugendliche/junge Erwachsene im Alter von 16 bis 18 Jahren, als Vorbereitung für ein selbständiges und selbstbestimmtes Leben. Sie besuchen entweder eine Schule, machen eine Ausbildung oder haben eine anderweitig geregelte Tagesstruktur.
An den Standorten stehen den Jugendlichen und jungen Erwachsenen Apartments mit einer kleinen Küchenzeile und einem eigenen Bad zur Verfügung.
Die Möglichkeiten und Grenzen der Verselbstständigung sollen im Hinblick auf eine zukunfts- und passfähige Perspektivplanung im Rahmen dieses Settings neu ausgelotet und abgeklärt werden. Der Verselbständigungsbereich ermöglicht den Jugendliche jungen Erwachsenen aus der stationären Jugendhilfe einen guten Übergang für den Start in ein selbstbestimmtes Leben.
Dazu werden Lernprozesse nach den individuellen Kompetenzen der KlientInnen in kleine Teilziele strukturiert und Checklisten entwickelt sowie Handlungen und Verhalten geübt/erprobt. Aufgabe der Fachkräfte ist es, sich aus Abläufen immer mehr zurückzuziehen.
Die PädagogInnen begleiten, beraten und unterstützen die Jugendlichen/Jungen Erwachsenen tagsüber stundenweise je nach Bedarf.
Mit der „Coolen Schule” steht den Kindern und Jugendlichen einrichtungsintern seit 2014 ein besonderes Angebot zur Lernförderung/Nachhilfe zur Verfügung.
Nicht nur die zwei Klassenräume mit besonderer Atmosphäre und Ausstattung, sondern auch die Lehrer(innen) nehmen Angst, helfen Lernfreude, -methoden, -strategien zu entwickeln und sich von der Misserfolgserwartung in Sachen Lernen ein wenig zu erholen und zu entfernen.
Vorrangig Kinder und Jugendliche im Alter von neun bis 15 Jahren nutzen zeitweise die Nachhilfe, hauptsächlich in den Fächern Deutsch, Mathematik, Erdkunde und Geschichte.
Das Westfälische Kinderdorf „Lipperland” ist an der Johannes-Gigas-Schule in Lügde sowie an den Grundschulen in Lügde und Rischenau im Rahmen der Schulsozialarbeit tätig.
Am Standort Barntrup stellt das Kinderdorf den Schulsozialarbeiter für das Gymnasium.
Offene Ganztagsschule in Barntrup – von Haxthausen-Grundschule
Die strukturelle Umsetzung des Ganztags erfolgt nach dem „additiven“ Modell: Unterricht am Vormittag, das offene Ganztagsangebot im Anschluss daran.
Der zeitliche Rahmen der OGS umfasst von 7.00 Uhr bis 8.00 Uhr und von 11.00 Uhr bis 16.30 Uhr an (Werk-/Schultagen) bzw. während der Ferien von 9.00 Uhr bis 15.30 Uhr während 48 Wochen im Schuljahr.
Es gibt zwei jahrgangsübergreifende Gruppen (Gruppe I = 1. und 2. Klasse, Gruppe II = 3. und 4. Klasse) mit jeweils 25 Schüler(innen).
Im Anschluss an den Unterricht wird mit einer Phase des offenen Angebots für diejenigen Kinder begonnen, deren Unterricht vor der festgelegten Zeit für das Mittagessen endet.
Die Einnahme des Mittagessens erfolgt im Zeitraum von 12.30 Uhr bis 13.30 Uhr. Für die Hausaufgaben(betreuung) steht eine Stunde von 13.30 Uhr bis 14.30 Uhr zur Verfügung.
Ab 14.30 Uhr stehen den Kindern täglich Förder- und Freizeitangebote und Freiraum für Entspannung und Rückzug, für freies Spiel mit anderen zur Verfügung.
Vor- und Übermittagbetreung – von Haxthausen-Grundschule
Alternativ zur OGS gibt es für die Schüler(innen) der von Haxthausen-Grundschule in Barntrup die verlässliche Vor- und Übermittagbetreuung. An Schultagen werden die Kinder in der Zeit zwischen 7.00 Uhr bis 8.15 Uhr und von 11.00 Uhr bis 13.00 Uhr in Räumen auf dem Gelände des Kinderdorfs betreut.
Tel: 05263 / 9471-24
Mobil: 017656740312
25.06.2020 – Sommerfest
20.09.2020 – Herbstfest in Hillentrup
12.- 16.10.2020 – Woodstock (Hüttenbau in den Herbstferien)
27./28.11.2020 – Weihnachtlicher Markt

References: § 35
 § 34
 § 35
 § 35
 § 93
 § 39