Source: http://anwaltskanzlei-adam.de/index.php?id=118,1094,0,0,1,0
Timestamp: 2019-10-22 04:51:30+00:00

Document:
Anwaltskanzlei Sven Adam | Tacheles-Rechtsprechungsticker | Rechtsprechungsticker von Tacheles KW 42/2015
Eingetragen oder aktualisiert am 19.10.2015
2.1 - BSG, Urteil vom 29.04.2015 - B 14 AS 19/14 R und B 14 AS 20/14 R
3.1 - Landessozialgericht Sachsen-Anhalt, Beschluss v. 28.09.2015 - L 4 AS 429/15 B ER
Kostensenkungsaufforderung - Heizkosten - leerstehende Wohnungen - atypische Wohnungssituation - 10-köpfige Familie - Jobcenter muss den Hilfebedürftigen bei der Geltendmachung von Rechten gegen den Vermieter unterstützen(vgl. BSG, Urteil vom 24. November 2011, B 14 AS 15/11 R; Urteil vom 17. Februar 2015, B 14 KG 1/14 R) - Wohnungswechsel (derzeit) unzumutbar
1. Bei hohem Wohnungsleerstand ist mit erhöhten Heizkosten für Mieter zu rechnen. Hierbei steht dem Mieter ggf nach der zivilrechtlichen Rechtsprechung (vgl BGH, Urt vom 10. Dezember 2014, VIII ZR 9/14) ein Anspruch auf Heizkostenbegrenzung bei erheblichem Leerstand gegen den Vermieter zu.
2. Bevor der SGB II-Leistungsträger bei hohen Heizkosten eine Kostensenkung bzw. einen Umzug vom Leistungsberechtigten verlangen kann, sind die Umstände des Einzelfalles zu prüfen. Bei erheblichem Leerstand von mehr als 30 % im Wohnobjekt und Fehlern des Vermieters in der Betriebskostenkostenabrechnung ist der SGB II-Leistungsträger vorrangig verpflichtet, den Leistungsberechtigten bei der Geltendmachung seiner Ansprüche gegenüber dem Vermieter (auf Mietminderung) zu beraten und zu unterstützen (§ 14 SGB I).
3.2 - Thüringer Landessozialgericht, Urteil vom 23.09.2015 - L 4 AS 17/15 - rechtskräftig - Die Revision wird zugelassen.
Grundsicherung für Arbeitsuchende - Einkommensberücksichtigung und -berechnung - Zusammentreffen von Taschengeld aus dem Bundesfreiwilligendienst mit (anderem) Erwerbseinkommen (hier selbständiges) -Taschengeld nach § 2 Nr. 4 BFDG - keine zweckbestimmte Einnahme - kein Freibetrag bei Erwerbstätigkeit
Die Freibeträge von 100 Euro nach § 11b Abs. 2 Satz 1 SGB II und von 200 Euro nach § 11b Abs. 2 Satz 1 SGB II i. V. m. § 1 Abs. 7 Satz 1 ALG II-V sind beim Zusammentreffen von Erwerbseinkommen und Einkommen aus dem Bundesfreiwilligendienst nicht zu kumulieren. Dies folgt aus der Regelung des § 1 Abs. 7 Satz 4 Alg II-V, welcher entnommen werden kann, dass die Absetzung der Beträge nach § 11b Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 bis 5 SGB II jedenfalls nur einmal erfolgen soll (so auch SG Dresden, Urteil vom 28. August 2013 - S 49 AS 2681/12).
3.3 - Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Beschluss v. 28.09.2015 - L 7 SF 535/15 ER rechtskräftig
3.4 - Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 24.09.2015 - L 7 AS 1880/12
3. Es ist bei einer vorläufigen Bewilligung der Behörde nicht verwehrt, die endgültige Leistung aus einem Grund niedriger festzusetzen, der mit der Vorläufigkeit nichts zu tun hat. Die vorläufige Leistungsbewilligung nach §§ 40 Abs. 2 Nr. 1 SGB II, 328 Abs. 1 Satz 1 SGB III soll nach Wortlaut und Sinn und Zweck der Vorschrift ausschließlich im Interesse des Betroffenen eine schnelle Sicherung der Lebensgrundlage ermöglichen und entfaltet damit keinerlei Bindungswirkung über die vorläufige Bewilligung hinaus. Vorläufige Bewilligungen zielen (in erster Linie im Interesse des Betroffenen) ausschließlich auf eine Zwischenlösung und sind demgemäß auf die Ersetzung durch eine endgültige Entscheidung nach Wegfall der Vorläufigkeitsvoraussetzungen angelegt. Vorläufig bewilligte Leistungen sind als aliud gegenüber endgültigen Leistungen anzusehen (BSG, Urteile vom 29.04.2015 - B 14 AS 31/14 R). Die Regelung des § 328 Abs. 1 Satz 2 SGB III, wonach Umfang und Grund der Vorläufigkeit anzugeben sind, ändert hieran nichts (LSG Niedersachsen-Bremen, Urteil vom 19.03.2014 - L 13 AS 325/11).
3.5 - Bayerisches Landessozialgericht, Beschluss vom 01.10.2015 - L 7 AS 627/15 B ER
4.1 - Sozialgericht Augsburg, Urteil v. 30.09.2015 - S 8 AS 659/15 - Berufung wird zugelassen.
5.1 - Landessozialgericht Baden-Württemberg, Urteil v. 01.10.2015 - L 7 SO 118/14
5.2 - Thüringer Landessozialgericht, Urteil v. 09.09.2015 - L 8 SO 273/13 - rechtskräftig
6. Entscheidungen der Landessozialgerichte zur Arbeitsförderung (SGB III)
6.1 - Bayerisches Landessozialgericht, Beschluss v. 29.09.2015 - L 10 AL 212/15 NZB
7. Entscheidungen der Sozialgerichte zur Arbeitsförderung (SGB III)
7.1 - Sozialgericht Landshut, Urteil v. 14.09.2015 -S 13 AL 182/14
OSNABRÜCK. Das Verwaltungsgericht Osnabrück hat heute der Klage eines somalischen Asylbewerbers teilweise stattgegeben und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) verpflichtet, binnen drei Monaten nach Rechtskraft des Urteils über den Asylantrag zu entscheiden. Ein "Durchentscheiden" des Asylantrages in dem Sinne, dass das Gericht selbst (erstmalig) über den Asylantrag des Klägers entscheide, komme aber nicht in Betracht (Siehe zum Hintergrund: Presseinformation Nr. 19/2015 vom 07.10.2015).
Quelle: Presseinformation 20/2015 vom 14.10.2015 - www.verwaltungsgericht-osnabrueck.niedersachsen.de
Arbeitshilfe hier: www.harald-thome.de
LSG Chemnitz 8. Senat, Urteil vom 16.07.2014 - L 8 AS 1148/12 - dejure.org
Ebenso: LSG Stuttgart, Urt. v. 27.09.2011 - L 13 AS 4950/10 und BAY LSG, Urteil vom 30.04.2015 - L 7 AS 634/13 - Die Revision wird zugelassen
weiter: www.fe-ls.de
15.10.2019 - Tacheles Rechtsprechungsticker KW 42/2019 - vom 13.10.2019
08.10.2019 - Tacheles Rechtsprechungsticker KW 41/2019 - vom 07.10.2019
10.08.2019 - Landgericht Aachen – Az.: 3 T 112/19 - Normen: §§ 35, 36 PolG NRW, §§ 58 Abs. 1, 63 Abs. 1, 64 FamFG - Schlagworte: Unverzügliche richterliche Entscheidung, Beweislast auf Seiten der Behörde
Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen - Az.: L 8 AY 12/19 B ER vom 12.09.2019 - Normen: § 2 AsylbLG, § 3 AsylbLG - Schlagworte: Anordnungsgrund im Eilverfahren gerichtet auf Leistungen nach § 2 AsylbLG statt nach § 3 AsylbLG
Oberlandesgericht Celle – Az.: 2 Ss 84/19 vom 25.07.2019 - Normen: §§ 185, 193 StGB - Meinungsäußerung im Demonstrationsgeschehen, Formalbeleidigung, Schmähkritik, umfassende und einzelfallbezogene Güter- und Pflichtenabwägung

References: § 2
 § 11
 § 11
 § 1
 § 1
 § 11
 § 328
 § 2
 § 3
 § 2
 § 3