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Timestamp: 2018-01-24 01:36:31+00:00

Document:
Aachen:Geiselnahme in Jobcenter unblutig beendet - Seite 7 - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
06.01.2009, 18:58 #151
da kommt schon einiges zusammen, und Gefängnis kann ich nicht empfehlen: es freut mich immer wenn ich wieder draussen bin
08.01.2009, 19:54 #152
Geiselnahme bei der «Arge»: 47-Jährige vor Gericht
Aachen. Seit Donnerstag steht die 47-jährige Aachenerin Gudrun G. unter anderem wegen räuberischer Erpressung vor Gericht.Mit einer defekten Luftpistole nahm sie im September 2007 zwei Menschen als Geiseln. Die völlig neben sich stehende und aufgeregte Frau wollte damals vom Chef der Leistungsabteilung der Aachener «Arge», die für die Gewährung von Hartz IV zuständig ist, Geld oder wenigstens Essensmarken erpressen.
Die Mutter zweier halberwachsener Kinder stand bei den Verantwortlichen der «Arge» in Verdacht, fälschlicherweise Leistungen beziehen zu wollen. Der Ermittlungsabteilung sei aufgefallen, dass sie Hundewelpen verkaufen wollte und verschiedene Autos fuhr. Die seien von ihrem Gönner und väterlichen Freund, beteuerte die Angeklagte Gudrun G. am Donnerstag vor Richterin Katrin Thierau-Haase. Zu dieser Zeit habe sie nichts zu essen gehabt und nicht mehr ein noch aus gewusst...
Geiselnahme bei der «Arge»: 47-Jährige vor Gericht - AZ-Web.de
08.01.2009, 20:02 #153
Zu spät. Steht auf 147 bereits seit 2 Tagen.
08.01.2009, 20:04 #154
dann vergleich mal beide Einträge. Stichwort: "Datum".
08.01.2009, 20:13 #155
Ok, hast Recht. Revidiere ich mein Posting.
08.01.2009, 20:55 #156
Aachen: Geständnis im Prozess um eine Geiselnahme in der ARGE
Im Prozess um eine Geiselnahme in der ARGE der Stadt Aachen hat die angeklagte Frau ein Geständnis vor dem Aachener Schöffengericht abgelegt. Demnach hatte die arbeitslose Diplom-Mathematikerin im September 2007 zwei Mitarbeiter der ARGE eingesperrt und mit einer Waffe bedroht, um Geld und Essensgutscheine zu erpressen. Sie sei verzweifelt gewesen, erklärte die Frau. Die Arge hatte ihr Wochen zuvor die Sozialleistungen gestrichen.
Nachrichten - Studio Aachen - WDR.de
08.01.2009, 22:58 #157
Aachen. Etwa 100 Polizisten, darunter SEK-Spezialisten, standen am 5. September 2007 morgens an der Vaalser Straße bereit.Dort im Gebäude der «Arge», zuständig für die «Grundsicherung» der Menschen, spielte sich ein Geiseldrama ab, das anfänglich niemand so richtig ernst nahm.
Die 47-jährige Gudrun G., die sich seit Donnerstag vor dem Schöffengericht wegen erpresserischem Menschenraub, Nötigung und Körperverletzung verantworten muss, wusste nicht mehr weiter, wie sie der Vorsitzenden Richterin Katrin Thierau-Haase gestand. Den Weg der Aachenerin, Geld oder wenigstens ein paar Essensmarken von der Aachener Arge-Behörde zu ergattern, bezeichnete Verteidiger Thomas Koll am Donnerstag als nicht sehr hilfreich. Seiner Mandantin hätten die Leistungen durchaus zugestanden...
Geiselnahme bei der «Arge»: 47-Jährige vor Gericht - AN-Online.de
18.02.2009, 18:00 #158
Urteil gegen „die Geiselnehmerin von Aachen“.
Leider wurde die Annahme in der Überschrift mit heutigem Urteil bestätigt, Frau G. wurde tatsächlich wegen Geiselnahme verurteilt.
Nach einem von Seiten der Richterin in 3 Verhandlungstagen sehr fair geführten Prozeß, hat das heute verkündete Strafmaß denn doch die meisten überrascht.
2 Jahre und 6 Monate sind vor allem deshalb kein Pappenstiel, weil damit die Strafe abgesessen werden muß, die Bewährungsgrenze liegt bei 2 Jahren.
Das Urteil ist nicht rechtskräftig, da dagegen auf jeden Fall Berufung eingelegt wird. Haftbefehl und Meldeauflagen wurden ab sofort, wenn auch reichlich spät, ausgesetzt.
Nach den sehr ruhigen und sachlichen Ausführungen von Staatsanwalt und Verteidiger, bei denen sogar bei dem Staatsanwalt unfreiwillig durchschimmerte, daß neben Frau G. auch ein System auf der Anklagebank sitzen könnte, das die Voraussetzungen für solche Verzweiflungstaten erst hervor bringt, naturgemäß wurde dieser Aspekt, auch mit handfesten Gründen, von dem Verteidiger stark betont, war die Urteilsbegründung dann doch überraschend subjektiv zu Lasten der Angeklagten.
Wie von dem Staatsanwalt gefordert lag ein Hauptgrund für das zwar dem möglichen Strafrahmen nach nicht übermäßige, aber dennoch harte Urteil, in der Wahrung der Rechtsordnung. Soll heißen, mit der Generalprävention sollen alle und nicht nur der mögliche Einzeltäter von einer derartigen Handlung abgeschreckt und das Vertrauen in die Bestandskraft der Rechtsordnung erhalten werden. Ob dieser Fall für eine Generalprävention in strafrechtlicher Hinsicht geeignet ist, ist mehr als fraglich.
Nicht auszuschließen ist hier aber eine deutliche Warnung an alle Hilfeempfänger selbst dann, wenn einem Gewalt angetan wird, und was anderes ist die Verweigerung sogar von Lebensmitteln, geduldig wie ein Schaf zu hungern und auf die Erteilung der bereits seitens des Sozialgerichtes durchaus zugestandenen Lebensmittelgutscheine zu hoffen. Die letale Konsequenz dieser geforderten Haltung haben wir in Speyer gesehen.
Diese mögliche Absicht wird zumindest durch einen weiteren Hauptgrund für das Strafmaß gestützt, eine ungewöhnlich starke und subjektive Betonung der Bedrohungslage speziell des Abschnittsleiters der ARGE Herrn B. sowie der Frau W., zweier weiterer Zeugen und allgemein auch aller nichtbeteiligten Mitarbeiter der ARGE.
Generell begründet hat die Richterin dies mit einer stärkeren Berücksichtigung der Opfersituation, da die Justiz sich in der Vergangenheit häufig mit dem Vorwurf der Täterzentrierung konfrontiert sah.
Das sie mit der Umkehr dieser in der Tat höchst zweifelhaften Einseitigkeit das Kind mit dem Bade ausschüttet, scheint ihr dabei nicht bewußt gewesen zu sein.
Das führte dann in der speziellen Begründung dazu, daß viele Gesichtspunkte, die das Befinden der Opfer nach deren eigenen Aussagen in einem anderen Licht erscheinen lassen, nicht bzw. zu Lasten der Angeklagten ausgelegt wurden.
Eine tödliche Bedrohungslage war in diesem Fall unabdingbar für den Vorwurf der Geiselnahme nach § 239b StgB.
Folglich wurden alle Aspekte die dies fraglich erscheinen ließen nicht gewürdigt oder zu Lasten der Angeklagten interpretiert, hier insbesondere
in dem betreffenden Zimmer ging es zu wie in einem Taubenschlag, insgesamt 4 Personen haben während der Geiselnahme das Zimmer betreten und/oder verlassen,
die Angeklagte hat während der Geiselnahme mit der Mitarbeiterin der ARGE, Frau W., ihre mitgeführten Unterlagen durchgesehen und dieser zwecks Kopien übergeben,
der Hauptbetroffene, Herr B., hat sich trotz tödlicher Bedrohung gegen die mehrfach ausgesprochene Anordnung zur Ausstellung von Lebensmittelgutscheinen der vorgenannten Mitarbeiterin gestellt und diese nicht zugelassen,
das offensichtliche körperliche Mißverhältnis in der Bemächtigungsfähigkeit, Herr B. – ca. 175 cm, ca. 90 Kg zu Frau G. – ca. 160 cm, ca. 50 Kg wurde mit dem vehementen Auftreten gepaart mit der Waffe, eine funktionsuntüchtige Federdruckpistole, von Frau G. relativiert,
auch die Tatsache, das Frau G. die Waffe nicht nur gegen sich selbst gerichtet hat, sondern auch ihre Andeutung eines möglichen Suizides durch einen Sprung von einem außen liegenden Sims mit der Folge, daß Herr B. sie wieder herein holte und ein längeres Gespräch mit ihr führte sowie eine Zigarette mit ihr rauchte, wurde als intermittierende Verstärkung der Bedrohungssituation interpretiert,
sowohl bei diesem Gespräch als auch zu anderen Gelegenheiten, z.B. Durchsicht der mitgebrachten Unterlagen, steckte die Waffe im Hosenbund - auch das wurde als situative Unberechenbarkeit gegen Frau G. ausgelegt,
das offensichtlich gestörte Verhältnis des Herrn B. zu Gewalt, offenkundig durch die öffentliche Aufbewahrung eines abgesägten Axtstieles, ein Geschenk von ehemaligen Mitarbeitern zur Selbstverteidigung, in seinem Dienstzimmer, aber auch seine Bereitschaft eines körperlichen Einsatzes zu Beginn der Auseinandersetzung wurden nicht mehr erwähnt,
Besonders aufgrund der vorangegangenen Verhandlungstage eine insgesamt nicht überzeugende Begründung, die auch in weiteren Punkten schwächelte.
Das muß als Erstbericht zunächst genügen. Ich werde mich darum bemühen, so allgemeines Interesse besteht, die schriftliche Urteilsbegründung zu erhalten und sie dann hier einstellen.
Gerne auch den Verlauf der Verhandlung vor der Urteilsverkündung und die der anderen 3 Verhandlungstage.
Die gesamte Verhandlung selbst war auch insofern eine Besonderheit, als sie vom Schwurgericht (Landgericht, Zuständigkeit f. Verbrechen) an das Schöffengericht (Amtsgericht) verwiesen wurde.
Aus der ursprünglichen Anklage nach § 239a (erpresserischer Menschenraub) wurde die Geiselnahme, allerdings von vornherein als minder schwerer Fall eingestuft. Somit war eine Haftstrafe ab 1 Jahr möglich.
Der Staatsanwalt hatte im Hinblick auf die mögliche Höchststrafe von 11 Jahren und 3 Monaten auf 3 Jahre und 2 Monate plädiert, der Verteidiger auf 18 Monate zur Bewährung.
18.02.2009, 18:08 #159
Danke für den sachlichen Bericht!
18.02.2009, 18:15 #160
Ergänzung, da soeben gefunden, hier der Bericht eines ebenfalls anwesenden Profis der schreibenden Zunft (AN-online bzw. identisch AZ-web)
18.02.2009, 18:19 #161
darf ich das in PR-Sozial veröffentlichen
( pr-sozial - Home)
18.02.2009, 18:26 #162
18.02.2009, 18:41 #163
Leider ein in zu erwartendes Urteil.
Da die Richterin mit dem Urteil nun den (imho) eigentlichen Tätern einen Freibrief ausgestellt hat, auch in Zukunft Menschen und selbst Kinder, ungestraft dem Hungertod auszusetzen, wird der eine oder andere sicher seine Konsequenzen ziehen - ob diese so ausfallen wie sich das die Richterin vorstellt wird die Zukunft zeigen.
18.02.2009, 18:41 #164
Was passiert eigentlich mit der Dame wenn das Bundesverfassungsgericht feststellt das die Höhe der Regelsätze verfassungswidrig sind.
Was passiert wenn das Sozialgericht feststellt das der Dame die Leistung zustand.
Hat sie dann in Notwehr gehandelt ? Wenn das Recht verfassungswidrig ist dann kann so eine Handlung doch nur Notwehr sein.
18.02.2009, 19:48 #165
Man sollte sich in der Arge hinsetzen und dort sitzen bleiben bis man verhungert ist.
Wenn möglich hat man noch seinen gesamten Schriftverkehr dabei, aus dem hervorgeht, wie man gebettelt hat, damit man was zwischen die Zähner bekommt.
Vielleicht werden diese Sch... dann endlich mal angeklagt.
Die Frau muss nun in den Knast, weil sie sich nicht mehr anders zu helfen wusste.
18.02.2009, 19:51 #166
man darf sich als Regierung und Handlager dieser Gesetze nicht wundern, dass Leute, die mit dem Rücken zu Wand stehen, auch zu solchen Mitteln greifen. Auch wenn es falsch ist kann ich diese Reaktion verstehen.
Sowas kann passieren wenn man KANN-Leistungen verweigern.
18.02.2009, 20:02 #167
nein da passiert nichts, das Gewaltmonopol liegt beim Staat!
Der Verteidiger hat aber heute durch ein paar sehr aufschlussreiche Beispiele anschaulich gemacht, dass ein Jurastudium bei der Begehung von Straf-/Gewalttaten sehr hilfreich sein kann.
Denn, wären die Tatumstände geplant! ein wenig anders, wären die Höchststrafen (§ 239a - 15 Jahre; § 239b - 11 Jahre 3 Mon.) und somit auch die verminderten Strafen erheblich niedriger.
Das ist zum Teil schon ziemlich abstrus, da es dabei auf den "Zustand" der Opfer nicht ankommt.
Mehr sage ich aber nicht dazu, da wir ja hier niemanden verleiten wollen.
18.02.2009, 20:23 #168
zur Klarstellung, Frau G. muss z.Zt. nicht in den Knast, da sie gegen das Urteil Berufung einlegt.
Mit ein wenig Glück, gehört leider auch dort dazu, ist diese Instanz auch noch etwas verständiger und genauer bei der Beurteilung aller Umstände, dann käme es wohl eher zu einer Bewährungsstrafe.
Bedenklich nämlich heute eine Bemerkung der Richterin, die sie sich gegen den Vergleich mit Urteilen von Schwurgerichten verwahrt hat, da hatte der Verteidiger in seinem Plädoyer wohl einen persönlichen Nerv getroffen, wenn auch anders gemeint.
Ob und wie weit das bei dem Strafmaß eine Rolle gespielt hat??? Das weiß nur die erblindete Justitia.
Ein Freispruch auch nur wegen erheblichen Mitverschuldens der ARGE wäre allerdings völlig illusorisch.
18.02.2009, 21:47 #169
Okay, dann muss sie noch nicht.
Trotzdem wird sie vorbestraft sein, egal wie die nächste Instanz urteilt.
Die Arge ist mal wieder fein raus, denn ich glaube nicht, dass die auch ne Strafe bekommen, obwohl sie eine Mitschuld trägt, zumindest die betreffenden SB.
18.02.2009, 22:09 #170
Ich bin schon der Meinung, dass es keine Grund gibt mit einer Waffe (auch Imitation) in eine Behörde zu gehen. Entweder ist diese Frau dann nicht zurechnungsfähig oder sie weiß schon was sie tut. Und eine Rechtfertigung gibt es nicht. Verständnis für die Situation zu haen bedeutet nicht, dass man dies rechtfertigt. Da müsste man ja jeden Tag für Eltern rechtfertigen, die ihre pubertierenden Kinder gerade mal wieder sonst was könnten. Der Unterschied ist, sie tun's nicht haben aber manchmal solche Gefühle. Und die sind verständlich.
18.02.2009, 22:12 #171
so ist es, ich glaube niemand hier möchte mit einer Waffe bedroht werden
19.02.2009, 00:03 #172
1. in dem betreffenden Zimmer ging es zu wie in einem Taubenschlag, insgesamt 4 Personen haben während der Geiselnahme das Zimmer betreten und/oder verlassen,
Erstaunlich, wenn man bedenkt, dass in dem Büro eine Geiselnahme stattfand^^
2. die Angeklagte hat während der Geiselnahme mit der Mitarbeiterin der ARGE, Frau W., ihre mitgeführten Unterlagen durchgesehen und dieser zwecks Kopien übergeben,
War es nun eine Geiselnahme oder nicht.....
3. der Hauptbetroffene, Herr B., hat sich trotz tödlicher Bedrohung gegen die mehrfach ausgesprochene Anordnung zur Ausstellung von Lebensmittelgutscheinen der vorgenannten Mitarbeiterin gestellt und diese nicht zugelassen,
Klingt für mich nicht, als hätte er sich ernsthaft bedroht gefühlt....
4. das offensichtliche körperliche Mißverhältnis in der Bemächtigungsfähigkeit, Herr B. – ca. 175 cm, ca. 90 Kg zu Frau G. – ca. 160 cm, ca. 50 Kg wurde mit dem vehementen Auftreten gepaart mit der Waffe, eine funktionsuntüchtige Federdruckpistole, von Frau G. relativiert,
Wobei anzumerken wäre, dass auch ein 90kg-Mann nicht wissen kann, ob die auf ihn gerichtete Waffe scharf ist oder nicht...
5. auch die Tatsache, das Frau G. die Waffe nicht nur gegen sich selbst gerichtet hat, sondern auch ihre Andeutung eines möglichen Suizides durch einen Sprung von einem außen liegenden Sims mit der Folge, daß Herr B. sie wieder herein holte und ein längeres Gespräch mit ihr führte sowie eine Zigarette mit ihr rauchte, wurde als intermittierende Verstärkung der Bedrohungssituation interpretiert,
Das ergibt doch gar keinen Sinn. Das Rauchen einer Zigarette und ein Gespräch wird als "pausierende" Verstärkung der Bedrohungsituation verstanden. Das ist doch Unsinn hoch drei!
6. sowohl bei diesem Gespräch als auch zu anderen Gelegenheiten, z.B. Durchsicht der mitgebrachten Unterlagen, steckte die Waffe im Hosenbund - auch das wurde als situative Unberechenbarkeit gegen Frau G. ausgelegt,
Na, ja, mir wäre auch mulmig, wenn da jemand ´ne Waffe bei sich hätte - doch es besteht ein Unterschied, ob jemand die Waffe wegsteckt, oder auf mich richtet, während er mir was erklärt.
7. das offensichtlich gestörte Verhältnis des Herrn B. zu Gewalt, offenkundig durch die öffentliche Aufbewahrung eines abgesägten Axtstieles, ein Geschenk von ehemaligen Mitarbeitern zur Selbstverteidigung, in seinem Dienstzimmer, aber auch seine Bereitschaft eines körperlichen Einsatzes zu Beginn der Auseinandersetzung wurden nicht mehr erwähnt
Ein äußerst interessanter Aspekt, der viel mehr Beachtung verdient hätte. Offensichtlich neigt Herr B. selbst zur Gewalt, und hält mit seiner Meinung augenscheinlich nicht hintern Berg. Und es lässt tief blicken, wie er wohl gewöhnlich gern mit unliebsamen Elos umgeht......(umgehen möchte...)
Ich möchte hier nicht den Bock zum Gärtner machen, doch so wie mit dieser Frau umgegangen wurde - nach allem was es so an Infos gibt - war von Seiten der Arge viel Gewalt im Spiel. Gewalt, die niemand sieht. Die weder Beulen noch blaue Flecken hinterlässt, und doch tagtäglich in Form von Schikanen, Demütigungen, Herrschaftsgebaren, und Vorenthaltung von Leistungen auf den Argen stattfindet.
Gewalt, die nicht ernstgenommen wird, weil sie sich ausschließlich gegen Elos richtet, die nach den Maßstäben vieler SBs, TLs und GS keinen Anspruch mehr auf eine menschliche, gesetzeskonforme, freundliche Behandlung haben.
19.02.2009, 11:28 #173
Die ARGE hat Willkürrecht und Narrenfreiheit bis Ende 2010. Ansonsten ist sie zur Zeit verfasssungswidrig, laut BVerfG.
Das haben wir den Putschisten aus der SPD und den Grünen zu verdanken, betoniert durch die CDU der bayrischen Schwesterkatastrophe und der FDP.
19.02.2009, 13:12 #174
Das Gewaltmonopol liegt beim Staat?
Wo im Grundgesetz steht das den ?
Der Staat hat von 1933 bis 1945 das Gewaltmonopol gehabt.Wie das geendet hat kann mann sehr gut nachlesen.
Das ist ein weit verbreiteter Irtum das das Gewaltmonopol nur beim Staat liegen kann.
Das würde ja auch bedeuten das die Bevölkerung kein Recht hätte mit Gewalt gegen die Ortnungskräfte vorzugehen wenn diese die verfassungsgemäße Ordnung in diesem Staat beseitigen und zum Beispiel einfach die Gerichte schließen.
Dann kommen wieder all diese Gutmenschen und sagen hinterher"was hätten wir den tun sollen?" "Gewalt ist keine Lösung."
19.02.2009, 13:25 #175
hallo zusammen, bzw. Alaaf, Helau oder was auch immer,
da der Tathergang bislang nur aus z.T. widersprüchlichen Zeitungsmeldungen bekannt ist, hier mal eine Schilderung nach meinen Notizen von allen Verhandlungstagen.
Vorbemerkung: Frau G. ist in einer Verhandlung vor dem Sozialgericht ca. 08/07 unterlegen und sollte zum Nachweis ihrer Bedürftigkeit weitere Beweise vorlegen. Das Sozialgericht nimmt eine Beweislastumkehr vor, indem es die Verdachtsmomente (auf Leistungsmissbrauch) des Ermittlungsdienstes der ARGE für glaubhaft annimmt, und es Frau G. anheim stellt diese zu entkräften.
Gleichzeitig betont es aber die mögliche Notwendigkeit einen unmittelbaren Bedarf z.B. durch Lebensmittelgutscheine zu decken.
(Hörensagen aus der Strafverhandlung, da ich weder das Urteil kenne (angefragt) noch bei der SozG-Verhandlung dabei war)
Fr. G. ist alleinerziehend mit 2 Kindern, 1 Sohn, zu diesem Zeitpunkt noch im Abitur und eine ältere Tochter.
Tathergang aus verschiedenen Zeugenaussagen
Gesamtdauer der Geiselnahme ca. 2 Stunden
Polizei - eine Hundertschaft und SEK aus Köln
Am 5.9.07 betritt Fr. G. mit ihrem Bekannten H.W. das Büro des Abschnittsleiters B. und fordert von diesem das ihr zustehende Geld oder Lebensmittelgutscheine (sic!), nachdem sie zuvor bei einigen Anlaufstellen (Caritas, etc.) war und von diesen an die ARGE verwiesen wurde.
H. B. wiederum verweist Fr. G. an ihren Anwalt bzw. auf das Urteil des SG hin und will ihr weder Geld noch Lebensmittelgutscheine geben.
Obgleich nicht unwichtig ist es nicht genau geklärt, ob sie bereits jetzt die Tür abgeschlossen und den Schlüssel eingesteckt hat oder etwas später.
Es ergibt sich ein immer heftigerer Disput zwischen G. und B. der schließlich eskaliert indem es zu Tätlichkeiten kommt.
B. will G. aus dem Büro hinausdrängen, (das macht nur Sinn, wenn er dazu auch die Möglichkeit gehabt hätte - abgeschlossene Tür?!).
G. greift B. mit Fußtritten an, holt die Pistole aus der Tasche, packt sie am Lauf und schlägt damit auf B. ein.
Anschließend bedroht sie B. mit der Pistole. dieser gibt Zeichen an seine Kollegin Fr. W. (Schlag gegen die Wand)
Zwischenzeitlich betreten, durch eine weitere, während der gesamten Geiselnahme unverschlossene Tür, 2 weitere MitarbeiterInnen von B. kurzzeitig den Raum und werden von G. ebenfalls mit der Pistole bedroht indem G. sich ihnen zuwendet. Sie werden weder aufgefordert zu bleiben (zusätzliche Geiseln) noch zu gehen, sondern verlassen aufgrund der Aufforderung von B. den Raum.
Auch der Begleiter von G. verläßt den Raum, G. schließt die (Haupt)Tür auf und hinter ihm wieder ab.
Fr. W. kommt in das Büro um, nach eigener Aussage, die Situation zu deeskalieren. Wird ebenfalls von G. mit der Pistole bedroht, zeigt in ihre Richtung, "fuchtelt" damit herum.
Fr. W. bietet an sich die Unterlagen von Fr. G. anzusehen und ggfls. Lebensmittelgutscheine auszustellen. Fr. G. steckt die Waffe, wie auch schon vorher und nachher, in den Hosenbund, holt die Unterlagen aus ihrer Tasche und breitet diese auf dem Schreibtisch aus.
Fr. W. sichtet diese (angeblich) und sagt schließlich zu Lebensmittelgutscheine ausstellen zu lassen. dem widerspricht B.
Fr. W. telefoniert mit der zuständigen Sachbearbeiterin und "bestellt" die Lebensmittelgutscheine, auch hier widerspricht B., wie in Folge noch mehrmals.
Fr. W. sagt weiterhin zu, dazu müsse sie aber bestimmte Unterlagen kopieren. Daraufhin läßt Fr. G. Fr. W. zur Haupttür hinaus und schließt wieder ab. Gesamtzeit der Anwesenheit von Fr. W. ca. 30 Minuten.
Die dann folgenden Ereignisse, Drohung der Selbsttötung
a) mit der Pistole,
b) durch Sprung von einem Sims,
wurden nur sehr kurz behandelt. Fest steht, dass B. Fr. G. überredet hat, von dem Sims herunter und wieder ins Zimmer zu kommen und dann mit ihr ein Gespräch geführt und eine Zigarette geraucht hat.
Wohl aufgrund dieses Gespräches konnte B. dann G. auch überreden ihm die Pistole auzuhändigen.
B. hat sich dann an die draußen bereit stehenden Polizisten gewandt und darauf aufmerksam gemacht, dass er jetzt die Tür aufschließen und die Pistole herausgeben würde. ("...nicht schießen...")
Kaum war der Schlüssel herumgedreht und die Pistole durch einen Spalt herausgereicht, flog die Tür auf, B. wurde gegen die Wand geschleudert und G. wurde festgenommen.
Welche Verletzungen sich B. dabei zuzog, die auch im Prozeß eine Rolle spielten und evtl. fälschlicherweise G. zugerechnet wurden, s. Schlag mit der Pistole=schwere Körperverletzung, wurde nicht geklärt.
erpresserischer Menschenraub StgB § 239a bzw.
Geiselnahme StgB § 239b
gefährliche Körperverletzung StgB § 224
Verstoß gg. das Waffengesetz
Leistungsmissbrauch (vorläufig) eingestellt

References: § 239
 § 239
 § 239
 § 239
 § 239
 § 224