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Timestamp: 2020-07-08 04:34:22+00:00

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Lawbrary | GebV SchKG - Gebührenverordnung zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs
Allgemeine Bestimmungen (1 - 15)
Gebühren des Betreibungsamtes (16 - 42)
Gebühren im Konkursverfahren (43 - 47)
Allgemeine Bestimmungen (48 - 49)
Betreibungs- und Konkurssachen (51 - 53)
Nachlassverfahren, Schuldenbereinigung und Notstundung (54 - 57)
… (58 - 58)
Weiterziehung und Beschwerdeverfahren; Parteientschädigung (61 - 62)
Schlussbestimmungen (63 - 63)
vom 23. September 1996 (Stand am 1. Januar 2019)
gestützt auf Artikel 16 des Bundesgesetzes vom 11. April 1889 über Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG)1,
1Die­se Ver­ord­nung re­gelt die Ge­büh­ren und Ent­schä­di­gun­gen der Äm­ter, Be­hör­den und üb­ri­gen Or­ga­ne, die in An­wen­dung des SchKG oder an­de­rer Er­las­se des Bun­des im Rah­men ei­ner Zwangs­voll­stre­ckung, ei­nes Nach­lass­ver­fah­rens oder ei­ner Not­stun­dung Ver­rich­tun­gen vor­neh­men.
2Für Ver­rich­tun­gen, die in die­ser Ver­ord­nung nicht be­son­ders ta­ri­fiert sind, kann ei­ne Ge­bühr bis zu 150 Fran­ken er­ho­ben wer­den. Die Auf­sichts­be­hör­de kann hö­he­re Ge­büh­ren fest­set­zen, wenn die Schwie­rig­keit der Sa­che, der Um­fang der Be­mü­hun­gen oder der Zeit­auf­wand es recht­fer­tigt.
Die Auf­sichts­be­hör­de über­wacht die An­wen­dung der Ver­ord­nung; den Be­trei­bungs- und Kon­kurs­be­am­ten, aus­ser­amt­li­chen Kon­kurs­ver­wal­tern, Sach­wal­tern und Li­qui­da­to­ren steht das Recht der Wei­ter­zie­hung zu (Art. 18 und 19 SchKG).
Art. 3 Kostenrechnung
Auf Ver­lan­gen ei­ner Par­tei wird auf de­ren Kos­ten ei­ne de­tail­lier­te Kos­ten­rech­nung, wel­che die ent­spre­chen­den Be­stim­mun­gen die­ser Ver­ord­nung nen­nen muss, er­stellt; die Ge­bühr be­stimmt sich nach Ar­ti­kel 9.
1Ist die Ge­bühr nach Zeit­auf­wand zu be­rech­nen, so fällt die für den Gang oder die Rei­se be­an­spruch­te Zeit aus­ser Be­tracht.
2Der Bruch­teil ei­ner hal­b­en Stun­de zählt als hal­be Stun­de.
3Die Dau­er der Ver­rich­tung ist in der Ur­kun­de an­zu­ge­ben.
Art. 5 Berechnung nach Seitenzahl
1Ist die Ge­bühr nach der An­zahl Sei­ten ei­nes Schrift­stückes zu be­rech­nen, so gilt je­de be­schrie­be­ne Sei­te als gan­ze Sei­te.
2Sei­ten, die aus­sch­liess­lich Stan­dard­tex­te wie Ge­set­zes­tex­te oder Er­läu­te­run­gen ent­hal­ten, wer­den nicht ge­zählt.
Art. 6 Berechnung nach Forderungsbetrag
Ist die Ge­bühr nach dem Be­trag der in Be­trei­bung ge­setz­ten For­de­rung zu be­rech­nen, so fal­len nicht be­zif­fer­te Zin­sen aus­ser Be­tracht.
Art. 7 Zustellung auf Ersuchen eines andern Amtes
Die Ge­bühr für die Zu­stel­lung auf Er­su­chen ei­nes an­de­ren Am­tes, ein­sch­liess­lich Ein­tra­gung, be­trägt 10 Fran­ken je Zu­stel­lung.
Art. 8 Nacht-, Sonntags- und Feiertagszuschlag
Die Ge­bühr wird ver­dop­pelt, wenn die Ver­rich­tung aus­ser­halb des Amts­lo­kals in der Zeit von 20 Uhr bis 7 Uhr, an Sonn­ta­gen oder an staat­lich an­er­kann­ten Fei­er­ta­gen (Art. 56 Ziff. 1 SchKG) vor­ge­nom­men wer­den muss.
Art. 9 Schriftstücke
1Die Ge­bühr für die Er­stel­lung ei­nes nicht be­son­ders ta­ri­fier­ten Schrift­stücks be­trägt:
8 Fran­ken je Sei­te bis zu ei­ner An­zahl von 20 Aus­fer­ti­gun­gen;
4 Fran­ken je Sei­te für je­de wei­te­re Aus­fer­ti­gung.
2Schrift­stücke im Geld­ver­kehr und Ak­tenexem­pla­re sind ge­büh­ren­frei.
3Für Fo­to­ko­pi­en aus be­ste­hen­den Ak­ten kann das Amt ei­ne Ge­bühr von 2 Fran­ken je Ko­pie er­he­ben.
4Das Amt kann für das Aus­fül­len von For­mu­la­ren für Be­geh­ren ei­ne Ge­bühr bis zu 5 Fran­ken er­he­ben.
Art. 10 Telefongespräche und Faxnachrichten
1Für ein Te­le­fon­ge­spräch kann ei­ne Ge­bühr von 5 Fran­ken er­ho­ben wer­den.
2Für den Ver­sand ei­nes Schrift­stücks per Te­le­fax kann ei­ne Ge­bühr von 1 Fran­ken er­ho­ben wer­den. Um­fasst das Schrift­stück mehr als 5 Sei­ten, so er­höht sich die Ge­bühr um 1 Fran­ken für je­weils wei­te­re 5 Sei­ten.
1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II 5 der V vom 18. Ju­ni 2010 über die An­pas­sung von Ver­ord­nun­gen an die Schwei­ze­ri­sche Zi­vil­pro­zess­ord­nung, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (AS 2010 3053).
Art. 11 Öffentliche Bekanntmachungen
Die Ge­bühr für ei­ne öf­fent­li­che Be­kannt­ma­chung be­trägt bis 40 Fran­ken. Über­steigt der Zeit­auf­wand ei­ne hal­be Stun­de, so er­höht sich die Ge­bühr um 40 Fran­ken für je­de wei­te­re hal­be Stun­de.
Art. 12 Akteneinsicht und Auskunft
1Die Ge­bühr für die Vor­le­gung von Ak­ten oder für Aus­künf­te aus Ak­ten be­trägt 9 Fran­ken. Die Vor­le­gung von For­de­rungs­ti­teln (Art. 73 SchKG) und Aus­künf­te dar­über sind ge­büh­ren­frei.
2Über­steigt der Zeit­auf­wand ei­ne hal­be Stun­de, so er­höht sich die Ge­bühr um 40 Fran­ken für je­de wei­te­re hal­be Stun­de.
3Für schrift­li­che Aus­künf­te wird zu­sätz­lich die Ge­bühr nach Ar­ti­kel 9 er­ho­ben.
Art. 12a Schriftliche Betreibungsregisterauskünfte
1Die Ge­bühr für einen schrift­li­chen Aus­zug aus dem Be­trei­bungs­re­gis­ter be­trägt un­ab­hän­gig von der Sei­ten­zahl pau­schal 17 Fran­ken.
2Wird der Re­gis­ter­aus­zug dem An­trag­stel­ler per Post, Fax oder elek­tro­nisch zu­ge­stellt, so be­trägt die Ge­bühr in­klu­si­ve Zu­stel­lung 18 Fran­ken. Wünscht der Emp­fän­ger ei­ne Zu­stel­lung per ein­ge­schrie­be­ner Post, so be­trägt die Ge­bühr in­klu­si­ve Zu­stel­lung 22 Fran­ken.
3Sieht das Bun­des­recht vor, dass ge­gen­über Ge­richts- und Ver­wal­tungs­be­hör­den Aus­kunft zu er­tei­len ist, so wird für den schrift­li­chen Aus­zug aus dem Be­trei­bungs­re­gis­ter von den be­tref­fen­den Be­hör­den kei­ne Ge­bühr er­ho­ben.2
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. II 5 der V vom 18. Ju­ni 2010 über die An­pas­sung von Ver­ord­nun­gen an die Schwei­ze­ri­sche Zi­vil­pro­zess­ord­nung, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (AS 2010 3053).
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 20. Jan. 2016, in Kraft seit 1. Fe­br. 2016 (AS 2016 275).
Art. 12b Gesuch nach Artikel 8a Absatz 3 Buchstabe d SchKG
1Die Ge­bühr für das Ge­such nach Ar­ti­kel 8a Ab­satz 3 Buch­sta­be d SchKG be­trägt pau­schal 40 Fran­ken. Mit der Be­zah­lung der Ge­bühr sind sämt­li­che nach­fol­gen­den Ver­fah­rens­schrit­te so­wie al­le Aus­la­gen ab­ge­gol­ten.
2Die Ge­bühr ist in je­dem Fall und un­ab­hän­gig vom Aus­gang des Ver­fah­rens durch den Ge­such­stel­ler zu be­zah­len.
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. I der V vom 30. Nov. 2018, in Kraft seit 1. Jan. 2019 (AS 2018 4585).
Art. 13 Auslagen im allgemeinen
1Un­ter Vor­be­halt der Ab­sät­ze 2 und 3 sind al­le Aus­la­gen, wie Ver­wal­tungs­kos­ten, Post- und Fern­mel­de­ta­xen, Ho­no­ra­re für Sach­ver­stän­di­ge, Kos­ten für den Bei­zug der Po­li­zei so­wie Bank­spe­sen zu er­set­zen. Die Mehr­kos­ten ei­ner Nach­nah­me trägt die Par­tei, wel­che sie ver­ur­sacht.
2Bei Zu­stel­lung durch das Amt gel­ten als Aus­la­gen nur die da­durch ein­ge­spar­ten Post­ta­xen.
3Kei­nen An­spruch auf Er­satz be­grün­den:
Kos­ten des Ma­te­ri­als und der Ver­viel­fäl­ti­gung ge­büh­ren­pflich­ti­ger Schrift­stücke;
die all­ge­mei­nen Te­le­kom­mu­ni­ka­ti­ons­ge­büh­ren;
Post­kon­to­ta­xen, un­ter Vor­be­halt von Ar­ti­kel 19 Ab­satz 3;
Die Ein­schrei­be­ge­bühr bei Zu­stel­lung ei­nes Zah­lungs­be­fehls, ei­ner Pfän­dungs­an­kün­di­gung oder ei­ner Kon­kur­san­dro­hung durch das Amt;
die Ge­bühr für die Nut­zung des eSchKG-Ver­bun­des ge­mä­ss Ar­ti­kel 15a.
4Be­dient sich das Amt bei der Zu­stel­lung ei­nes Zah­lungs­be­fehls, ei­ner Pfän­dungs­an­kün­di­gung oder ei­ner Kon­kur­san­dro­hung ei­nes be­son­de­ren Zu­stell­diens­tes der Schwei­ze­ri­schen Post, so kön­nen die die Ein­schrei­be­ge­bühr über­stei­gen­den Kos­ten der sie ver­ur­sa­chen­den Par­tei über­bun­den wer­den, so­fern vor­her min­des­tens ein er­folg­lo­ser Zu­stel­lungs­ver­such statt­ge­fun­den hat.3
1 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II 20 der V vom 1. Dez. 1997, in Kraft seit 1. Jan. 1998 (AS 1997 2779).
2 Ein­ge­fügt durch Ziff. II 5 der V vom 18. Ju­ni 2010 über die An­pas­sung von Ver­ord­nun­gen an die Schwei­ze­ri­sche Zi­vil­pro­zess­ord­nung, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (AS 2010 3053).
3 Ein­ge­fügt durch Ziff. II 5 der V vom 18. Ju­ni 2010 über die An­pas­sung von Ver­ord­nun­gen an die Schwei­ze­ri­sche Zi­vil­pro­zess­ord­nung, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (AS 2010 3053).
Art. 14 Wegentschädigung, Spesenvergütung
1Die We­gent­schä­di­gung, ein­sch­liess­lich Trans­port­kos­ten, be­trägt 2 Fran­ken für je­den Ki­lo­me­ter des Hin- und des Rück­we­ges.
2Die Ent­schä­di­gung für Mahl­zei­ten, Über­nach­tun­gen und Ne­ben­aus­la­gen be­stimmt sich nach der Ver­ord­nung des EFD vom 6. De­zem­ber 20011 zur Bun­des­per­so­nal­ver­ord­nung (VB­PV).2
3Die Auf­sichts­be­hör­de kann in be­son­de­ren Fäl­len die Ent­schä­di­gung an­ge­mes­sen er­hö­hen, wenn die Ent­le­gen­heit des Or­tes einen Auf­wand an Zeit oder Kos­ten ver­ur­sacht, den die in den Ab­sät­zen 1 und 2 vor­ge­se­he­ne Ent­schä­di­gung of­fen­sicht­lich nicht deckt.
2 Fas­sung ge­mä­ss Ziff. II 5 der V vom 18. Ju­ni 2010 über die An­pas­sung von Ver­ord­nun­gen an die Schwei­ze­ri­sche Zi­vil­pro­zess­ord­nung, in Kraft seit 1. Jan. 2011 (AS 2010 3053).
Art. 15 Mehrere Verrichtungen
1Meh­re­re Ver­rich­tun­gen sind so­weit mög­lich mit­ein­an­der zu be­sor­gen; die We­gent­schä­di­gung ist auf die ver­schie­de­nen Ver­rich­tun­gen zu glei­chen Tei­len um­zu­le­gen.
2Wer­den an meh­re­ren Or­ten Ver­rich­tun­gen be­sorgt, so ist die Ent­schä­di­gung nach der Ent­fer­nung der Or­te ver­hält­nis­mäs­sig auf die ein­zel­nen Ver­rich­tun­gen um­zu­le­gen.
Art. 15a Begehren nach dem eSchKG-Verbund
1Wird ein Be­trei­bungs­be­geh­ren oder ein Be­geh­ren für einen Aus­zug aus dem Be­trei­bungs­re­gis­ter nach dem eSchKG-Ver­bund ein­ge­reicht, so er­hebt das Bun­des­amt für Jus­tiz (BJ) vom be­trof­fe­nen Be­trei­bungs­amt fol­gen­de Ge­büh­ren:
An­zahl der Be­geh­ren
Ge­bühr pro Be­geh­ren/Fran­ken
über 1 000 bis 5 000
über 5 000 bis 10 000
2Be­treibt ein Kan­ton ei­ne zen­tra­le Ap­pli­ka­ti­on für al­le Be­trei­bungs­äm­ter und kön­nen die Ge­büh­ren ge­mä­ss Ab­satz 1 in ei­ner Rech­nung ge­stellt wer­den, so wird für de­ren Be­rech­nung die Sum­me al­ler Be­geh­ren al­ler Be­trei­bungs­äm­ter her­an­ge­zo­gen.
3Für den Bei­tritt zum eSchKG-Ver­bund wird ei­ne ein­ma­li­ge Auf­nah­me­ge­bühr von 500 Fran­ken er­ho­ben.
4Ab dem zwei­ten Ka­len­der­jahr wird von je­dem Be­tei­lig­ten im eSchKG-Ver­bund ei­ne Ge­bühr von 200 Fran­ken pro Jahr für die Er­neue­rung des Zu­gangs zum Ver­bund er­ho­ben.
5Für die Er­he­bung die­ser Ge­büh­ren ist das BJ oder ei­ne von ihm be­auf­trag­te Stel­le zu­stän­dig.
1 Ein­ge­fügt durch Ziff. II 5 der V vom 18. Ju­ni 2010 über die An­pas­sung von Ver­ord­nun­gen an die Schwei­ze­ri­sche Zi­vil­pro­zess­ord­nung (AS 2010 3053). Fas­sung ge­mä­ss Ziff. I der V vom 20. Jan. 2016, in Kraft seit 1. Fe­br. 2016 (AS 2016 275).
2. Kapitel: Gebühren des Betreibungsamtes
Art. 16 Zahlungsbefehl
1Die Ge­bühr für den Er­lass, die dop­pel­te Aus­fer­ti­gung, die Ein­tra­gung und die Zu­stel­lung des Zah­lungs­be­fehls be­misst sich nach der For­de­rung und be­trägt:
For­de­rung/Fran­ken
Ge­bühr/Fran­ken
2Die Ge­bühr für je­de wei­te­re dop­pel­te Aus­fer­ti­gung be­trägt die Hälf­te der Ge­bühr nach Ab­satz 1.
3Die Ge­bühr für je­den Zu­stel­lungs­ver­such be­trägt 7 Fran­ken je Zah­lungs­be­fehl.
4Die Ge­bühr für die Ein­tra­gung ei­nes vor Aus­fer­ti­gung des Zah­lungs­be­fehls zu­rück­ge­zo­ge­nen Be­trei­bungs­be­geh­rens be­trägt, oh­ne Rück­sicht auf die Hö­he der For­de­rung, 5 Fran­ken.
Art. 17 Feststellung von Miete und Pacht
Die Ge­bühr für die Fest­stel­lung der Miet- und Pacht­ver­hält­nis­se bei Grund­stücken be­trägt 40 Fran­ken je hal­be Stun­de.
Art. 18 Rechtsvorschlag
Die mit dem Rechts­vor­schlag ver­bun­de­nen Ver­rich­tun­gen sind ge­büh­ren­frei.
Art. 19 Einzahlung und Überweisung
1Die Ge­bühr für die Ent­ge­gen­nah­me ei­ner Zah­lung und de­ren Über­wei­sung an einen Gläu­bi­ger be­misst sich nach der be­tref­fen­den Sum­me und be­trägt:
Sum­me/Fran­ken
5 Pro­mil­le, je­doch höchs­tens 500.-
2Ein­zah­lun­gen des Am­tes auf ein De­pot und Ab­he­bun­gen sind ge­büh­ren­frei (Art. 9 SchKG).
3Aus­la­gen für die Über­wei­sung von Zah­lun­gen an einen Gläu­bi­ger ge­hen zu sei­nen Las­ten.
Art. 20 Vollzug der Pfändung
1Die Ge­bühr für den Voll­zug ei­ner Pfän­dung, ein­sch­liess­lich Ab­fas­sung der Pfän­dungs­ur­kun­de, be­misst sich nach der For­de­rung und be­trägt:
2Die Ge­bühr für ei­ne frucht­lo­se Pfän­dung be­trägt die Hälf­te der Ge­bühr nach Ab­satz 1, je­doch min­des­tens 10 Fran­ken. Für einen er­folg­lo­sen Pfän­dungs­ver­such be­trägt die Ge­bühr 10 Fran­ken.
3Er­for­dert der Voll­zug mehr als ei­ne Stun­de, so er­höht sich die Ge­bühr um 40 Fran­ken für je­de wei­te­re hal­be Stun­de.
4Die Ge­bühr für die Pro­to­kol­lie­rung des Fort­set­zungs­be­geh­rens, das in­fol­ge Zah­lung, Rück­zug des Fort­set­zungs­be­geh­rens, Ein­stel­lung oder Auf­he­bung der Be­trei­bung zu kei­ner Pfän­dung führt, be­trägt 5 Fran­ken.
Art. 21 Arrestvollzug und Aufnahme eines Retentionsverzeichnisses
Die Ge­bühr für den Ar­rest­voll­zug und für die Auf­nah­me ei­nes Re­ten­ti­ons­ver­zeich­nis­ses be­misst sich nach Ar­ti­kel 20.
Art. 22 Ergänzung der Pfändung und Nachpfändung, Pfändungsanschluss und Revision von Einkommenspfändungen
1Die Ge­bühr für ei­ne Er­gän­zung der Pfän­dung (Art. 110 und 111 SchKG) und für ei­ne Nach­p­fän­dung von Am­tes we­gen (Art. 145 SchKG) oder auf Be­geh­ren ei­nes Gläu­bi­gers be­stimmt sich nach Ar­ti­kel 20.
2Die Ge­bühr für die Vor­mer­kung der Teil­nah­me ei­nes wei­te­ren Gläu­bi­gers an der Pfän­dung oh­ne Er­gän­zung der­sel­ben be­trägt 6 Fran­ken.
3Die Ge­bühr für die Re­vi­si­on der Ein­kom­mens­pfän­dung (Art. 93 SchKG) be­trägt die Hälf­te der Ge­bühr nach Ar­ti­kel 20 Ab­satz 1.
Art. 23 Pfändung für mehrere Forderungen
1Die gleich­zei­ti­ge Pfän­dung für meh­re­re For­de­run­gen ge­gen den­sel­ben Schuld­ner gilt als ei­ne Pfän­dung. Die Ge­bühr be­misst sich nach dem Ge­samt­be­trag der For­de­run­gen.
2Ge­büh­ren und Aus­la­gen sind auf die ein­zel­nen Be­trei­bun­gen im Ver­hält­nis der For­de­rungs­be­trä­ge zu ver­tei­len.
3Ver­ur­sacht ein Gläu­bi­ger zu­sätz­li­che Ge­büh­ren und Aus­la­gen, so sind die­se ein­zeln nach dem Ver­ur­sa­cher­prin­zip zu ver­rech­nen.
Art. 24 Abschrift der Pfändungsurkunde
Die Ge­bühr für die Ab­schrift der Pfän­dungs­ur­kun­de (Art. 112 SchKG) oder ei­nes Nach­tra­ges da­zu (Art. 113 SchKG) be­stimmt sich nach Ar­ti­kel 9 Ab­satz 1.
Art. 25 Beweismittel für Drittansprüche
Die Ge­bühr für die Vor­le­gung der Be­weis­mit­tel für einen Drit­t­an­spruch im Pfän­dungs-, Ar­rest- oder Re­ten­ti­ons­ver­fah­ren geht zu Las­ten des Ge­such­stel­lers und be­stimmt sich nach Ar­ti­kel 12.
Art. 26 Verwahrung beweglicher Sachen
1Die Ge­bühr für die Ver­wah­rung von ge­pfän­de­ten oder ar­res­tier­ten Wert­schrif­ten so­wie von Wert­schrif­ten, die zur Faust­pfand­ver­wer­tung ein­ge­lie­fert wur­den, be­trägt mo­nat­lich 0,3 Pro­mil­le vom Kurs­wert oder, wenn die­ser nicht fest­stell­bar ist, vom Schät­zungs­wert, höchs­tens je­doch 500 Fran­ken ins­ge­samt je Ver­wah­rung.
2Die Ge­bühr für die Ver­wah­rung von Pfand­ti­teln, die beim Gläu­bi­ger in der Be­trei­bung auf Grund­pfand­ver­wer­tung ein­ge­for­dert wur­den, be­trägt mo­nat­lich 0,1 Pro­mil­le vom Nenn­wert, höchs­tens je­doch 500 Fran­ken ins­ge­samt je Ver­wah­rung.
3Die Ge­bühr für die Ver­wah­rung ei­ner an­de­ren Wert­sa­che be­trägt je Stück 5 Fran­ken mo­nat­lich.
4Das Amt setzt für die Ver­wah­rung von Ge­brauchs- oder Ver­brauchs­ge­gen­stän­den, un­ter Be­rück­sich­ti­gung des Schät­zungs­wer­tes, ei­ne an­ge­mes­se­ne Ge­bühr fest.
Art. 27 Verwaltung von Grundstücken
1Die Ge­bühr für die Ver­wal­tung von Grund­stücken, ein­sch­liess­lich Ab­schluss von Miet- oder Pacht­ver­trä­gen so­wie Buch- und Rech­nungs­füh­rung, be­trägt 5 Pro­zent der wäh­rend der Dau­er der Ver­wal­tung er­ziel­ten oder er­ziel­ba­ren Miet- oder Pacht­zin­se.
2Wird das Grund­stück nicht ge­nutzt, so be­trägt die jähr­li­che Ge­bühr 1 Pro­mil­le des Schät­zungs­wer­tes des Grund­stücks.
3Die tat­säch­li­chen Ver­wal­tungs­kos­ten (Un­kos­ten, Ba­raus­la­gen) gel­ten als Aus­la­gen.
4Die Auf­sichts­be­hör­de kann in be­son­de­ren Fäl­len die Ge­bühr an­ge­mes­sen er­hö­hen.
Art. 28 Schätzung von Pfändern
Ge­büh­ren und Aus­la­gen für die Schät­zung von Faust­pfän­dern und Grund­stücken bei Be­trei­bung auf Pfand­ver­wer­tung, ein­sch­liess­lich Ab­fas­sung der Schät­zungs­ur­kun­de, be­stim­men sich nach Ar­ti­kel 20.
Art. 29 Lastenverzeichnis und Steigerungsbedingungen
1Die Ge­bühr für die Auf­stel­lung des Las­ten­ver­zeich­nis­ses be­trägt 300 Fran­ken für je­des Grund­stück.
2Die Ge­bühr für die Fest­set­zung der Stei­ge­rungs­be­din­gun­gen be­trägt 150 Fran­ken für je­des Grund­stück.
3Sind für be­weg­li­che Sa­chen be­son­de­re Stei­ge­rungs­be­din­gun­gen fest­zu­set­zen, so be­trägt die Ge­bühr 100 Fran­ken.
4Die Ge­bühr für die Be­rei­ni­gung des Las­ten­ver­zeich­nis­ses und der Stei­ge­rungs­be­din­gun­gen für wei­te­re Stei­ge­run­gen be­trägt die Hälf­te der Ge­büh­ren nach den Ab­sät­zen 1 und 2.
Art. 30 Versteigerung, Freihandverkauf und Ausverkauf
1Die Ge­bühr für die Vor­be­rei­tung und Durch­füh­rung ei­ner Ver­stei­ge­rung, ei­nes Frei­hand­ver­kaufs oder ei­nes Aus­ver­kaufs, ein­sch­liess­lich Ab­fas­sung des Pro­to­kolls, be­misst sich:
bei der Ver­stei­ge­rung nach dem ge­sam­ten Zu­schlags­preis;
beim Frei­hand­ver­kauf nach dem ge­sam­ten Kauf­preis;
beim Aus­ver­kauf nach dem ge­sam­ten Er­lös.
2Sie be­trägt:
Zu­schlags­preis, Kauf­preis oder Er­lös/Fran­ken
2 Pro­mil­le
3Die Ge­bühr darf auf kei­nen Fall den er­ziel­ten Er­lös über­stei­gen.
4Fin­det sich kein Er­wer­ber, so be­misst sich die Ge­bühr nach dem Schät­zungs­wert und ver­min­dert sich um die Hälf­te, be­trägt aber höchs­tens 1000 Fran­ken.
5Dau­ert die Ver­wer­tung län­ger als ei­ne Stun­de, so er­höht sich die Ge­bühr um 40 Fran­ken für je­de wei­te­re hal­be Stun­de.
6Die Kos­ten für Ge­hil­fen und Lo­ka­le gel­ten als Aus­la­gen.
7Die Ge­bühr für die Ein­tra­gung des Ver­wer­tungs­be­geh­rens be­trägt 5 Fran­ken, wenn die Ver­wer­tung in­fol­ge Zah­lung, Rück­zug des Be­geh­rens oder Ein­stel­lung der Be­trei­bung nicht durch­ge­führt wird. Er­folgt der Rück­zug oder die Zah­lung erst nach der Be­kannt­ma­chung, so be­misst sich die Ge­bühr nach Ab­satz 4.
Art. 31 Verwertung aus mehreren Betreibungen
Wer­den Ge­gen­stän­de aus ver­schie­de­nen Be­trei­bun­gen gleich­zei­tig ver­wer­tet, so ist die Ver­wer­tungs­ge­bühr nach dem Ge­sam­t­er­lös zu be­rech­nen. Die­ser Be­trag ist auf die ein­zel­nen Be­trei­bun­gen zu ver­tei­len, und zwar im Ver­hält­nis des Er­lö­ses aus den be­tref­fen­den Ob­jek­ten oder, wenn sich kein Er­wer­ber fin­det, im Ver­hält­nis zu den Schät­zungs­wer­ten.
Art. 32 Mitteilungen an das Grundbuchamt
Die Ge­bühr für die dop­pelt aus­zu­fer­ti­gen­de Mit­tei­lung ei­ner Hand­än­de­rung an das Grund­buchamt so­wie die Ver­an­las­sung der er­for­der­li­chen Lö­schun­gen und Um­schrei­bun­gen (Art. 150 Abs. 3 SchKG) be­trägt 100 Fran­ken.
Art. 33 Einzug und Überweisung
Die Ge­bühr für den Ein­zug des Ver­wer­tungs­er­lö­ses und der Zah­lun­gen aus Ein­kom­mens­pfän­dun­gen und de­ren Über­wei­sung an einen Gläu­bi­ger be­stimmt sich nach Ar­ti­kel 19; über­bun­de­ne Be­trä­ge gel­ten nicht als Ver­wer­tungs­er­lös.
Art. 34 Erstellung des Kollokations- und Verteilungsplans
1Die Ge­bühr für die Er­stel­lung ei­nes Kol­lo­ka­ti­ons- und Ver­tei­lungs­pla­nes be­trägt:
25 Fran­ken für die ers­te Sei­te bei be­weg­li­chen Sa­chen und For­de­run­gen;
70 Fran­ken für die ers­te Sei­te bei Grund­stücken al­lein oder zu­sam­men mit be­weg­li­chen Sa­chen oder For­de­run­gen;
8 Fran­ken für je­de wei­te­re Sei­te.
2Die Ge­bühr für die Ab­rech­nung ei­ner Ein­kom­mens­pfän­dung, für die kein Ver­tei­lungs­plan not­wen­dig ist, be­trägt 10 Fran­ken je Be­trei­bung.
Art. 35 Anweisung von Forderungen
1Die Ge­bühr für die An­wei­sung von For­de­run­gen des Schuld­ners an Zah­lungs Statt (Art. 131 Abs. 1 SchKG) be­stimmt sich sinn­ge­mä­ss nach Ar­ti­kel 19 Ab­satz 1.
2Die Ge­bühr für die An­wei­sung von For­de­run­gen des Schuld­ners zur Ein­trei­bung (Art. 131 Abs. 2 SchKG) be­trägt 20 Fran­ken.
Art. 36 Besondere Art der Abgeltung
Die Ge­bühr für die Fest­stel­lung, dass ei­ne in bar zu til­gen­de For­de­rung auf an­de­re Wei­se ab­ge­gol­ten wird, be­trägt 20 Fran­ken.
Art. 37 Eigentumsvorbehalt
1Die Ge­bühr für die Ver­rich­tun­gen bei der Ein­tra­gung von Ei­gen­tums­vor­be­hal­ten nach Ver­ord­nung vom 19. De­zem­ber 19101 be­tref­fend die Ein­tra­gung der Ei­gen­tums­vor­be­hal­te geht zu Las­ten des An­trag­stel­lers und be­trägt:
Rest­schuld/Fran­ken
für die Ein­tra­gung des Ei­gen­tums­vor­be­hal­tes:
6 Pro­mil­le, je­doch höchs­tens 150.-
für die Ein­tra­gung ei­ner Zes­si­on
für die Vor­le­gung des Re­gis­ters oder für ei­ne sich dar­auf stüt­zen­de Aus­kunft
für Aus­zü­ge, Be­schei­ni­gun­gen und schrift­li­che Mit­tei­lun­gen über­dies für je­de Sei­te
2Die Lö­schung ei­ner Ein­tra­gung und die Be­stä­ti­gung von Ver­rich­tun­gen im Sin­ne von Ab­satz 1 Buch­sta­ben a und b auf dem Ver­trag sind ge­büh­ren­frei.
3Im Fal­le des Ver­kaufs der­sel­ben Sa­che an meh­re­re Er­wer­ber mit Wohn­sitz im glei­chen Re­gis­ter­kreis ist nur ei­ne Ge­bühr ge­schul­det.
Art. 38 Selbständige Festsetzung des Kompetenzbetrages
1Die Ge­bühr für die Fest­set­zung des Kom­pe­tenz­be­tra­ges aus­ser­halb der Zwangs­voll­stre­ckung geht zu Las­ten des Ge­such­stel­lers und be­trägt 40 Fran­ken.
2Dau­ert die Ver­rich­tung län­ger als ei­ne Stun­de, so be­trägt die Ge­bühr 40 Fran­ken für je­de wei­te­re hal­be Stun­de.
Art. 39 Konkursandrohung
Die Ge­bühr für den Er­lass der Kon­kur­san­dro­hung be­stimmt sich nach Ar­ti­kel 16.
Art. 40 Güterverzeichnis
Die Ge­bühr für die Er­stel­lung ei­nes Gü­ter­ver­zeich­nis­ses (Art. 162 und 163 SchKG) be­trägt 40 Fran­ken je hal­be Stun­de.
Art. 41 Löschung eines Verlustscheines
Die Lö­schung ei­nes Ver­lust­schei­nes ist ge­büh­ren­frei.
Art. 42 Übrige Eintragungen
Die Ge­bühr für ei­ne in den Ar­ti­keln 16-41 nicht be­son­ders ta­ri­fier­te Ein­tra­gung be­trägt 5 Fran­ken.
3. Kapitel: Gebühren im Konkursverfahren
Art. 43 Geltungsbereich
Die Ge­büh­ren nach den Ar­ti­keln 44-46 gel­ten so­wohl für die amt­li­che wie für die aus­ser­amt­li­che Kon­kurs­ver­wal­tung.
Art. 44 Feststellung der Konkursmasse
Die Ge­bühr be­trägt 50 Fran­ken je hal­be Stun­de für die:
Schlies­sung und Ver­sie­ge­lung so­wie an­de­re si­chern­de Mass­nah­men;
Ein­ver­nah­me des Kon­kur­si­ten oder an­de­rer Per­so­nen;
Auf­nah­me und Be­wer­tung der Ak­ti­ven;
Rein­schrift des In­ven­tars;
Auf­stel­lung ei­nes vor­läu­fi­gen Gläu­bi­ger­ver­zeich­nis­ses.
Art. 45 Gläubigerversammlung
Die Ge­bühr für die Aus­ar­bei­tung des Be­rich­tes an die Gläu­bi­ger­ver­samm­lung, für de­ren Lei­tung und für die Pro­to­kol­lie­rung be­misst sich nach den durch das In­ven­tar aus­ge­wie­se­nen Ak­ti­ven und be­trägt:
Ak­ti­ven/Fran­ken
Art. 46 Andere Verrichtungen
1Die Ge­bühr be­trägt:
20 Fran­ken für die Ein­schrei­bung und Prü­fung je­der Kon­kurs­for­de­rung, ein­sch­liess­lich der Ab­fas­sung, Rein­schrift und Auf­le­gung des Kol­lo­ka­ti­ons­pla­nes;
20 Fran­ken für ei­ne Ver­fü­gung über einen Ei­gen­tums­an­spruch;
je 200 Fran­ken für die Schluss­rech­nung, den Ver­tei­lungs­plan und den Schluss­be­richt an das Kon­kurs­ge­richt; dau­ert die Ver­rich­tung län­ger als ei­ne Stun­de, so er­höht sich die Ge­bühr um 50 Fran­ken je wei­te­re hal­be Stun­de;
20 Fran­ken für ei­ne Ab­tre­tung von Rechts­an­sprü­chen auf Ver­lan­gen ei­nes Gläu­bi­gers.
2Im üb­ri­gen be­stim­men sich die Ge­büh­ren sinn­ge­mä­ss nach:
den Ar­ti­keln 26 und 27 für die Ver­wah­rung und Ver­wal­tung von Ge­gen­stän­den des Mas­se­ver­mö­gens;
Ar­ti­kel 19 für den Ein­zug von For­de­run­gen und für die Be­glei­chung von Mas­se­schul­den;
den Ar­ti­keln 29, 30, 32 und 36 für die Ver­wer­tung des Mas­se­ver­mö­gens;
Ar­ti­kel 33 für die Ver­tei­lung des Er­lö­ses.
3Die Ent­schä­di­gung je hal­be Sit­zungs­stun­de be­trägt:
60 Fran­ken für den Prä­si­den­ten des Gläu­bi­ge­raus­schus­ses und den Pro­to­koll­füh­rer;
50 Fran­ken für die üb­ri­gen Mit­glie­der des Gläu­bi­ge­raus­schus­ses und den Kon­kurs­ver­wal­ter, der nicht als Pro­to­koll­füh­rer mit­wirkt.
4Für Ver­rich­tun­gen aus­ser­halb von Sit­zun­gen be­trägt die Ent­schä­di­gung für den Prä­si­den­ten und die üb­ri­gen Mit­glie­der des Gläu­bi­ge­raus­schus­ses 50 Fran­ken je hal­be Stun­de.
Art. 47 Anspruchsvolle Verfahren
1Für Ver­fah­ren, die be­son­de­re Ab­klä­run­gen des Sach­ver­hal­tes oder von Rechts­fra­gen er­for­dern, setzt die Auf­sichts­be­hör­de das Ent­gelt für die amt­li­che und die aus­ser­amt­li­che Kon­kurs­ver­wal­tung fest; sie be­rück­sich­tigt da­bei na­ment­lich die Schwie­rig­keit und die Be­deu­tung der Sa­che, den Um­fang der Be­mü­hun­gen so­wie den Zeit­auf­wand.
2Fer­ner kann in sol­chen Ver­fah­ren die Auf­sichts­be­hör­de so­wohl bei amt­li­cher wie bei aus­ser­amt­li­cher Kon­kurs­ver­wal­tung die Ent­schä­di­gungs­an­sät­ze für die Mit­glie­der des Gläu­bi­ge­raus­schus­ses (Art. 46 Abs. 3 und 4) er­hö­hen.
4. Kapitel: Gerichtsgebühren
Art. 48 Spruchgebühr
So­fern die­se Ver­ord­nung nichts an­de­res vor­sieht, be­stimmt sich die Spruch­ge­bühr für einen ge­richt­li­chen Ent­scheid in be­trei­bungs­recht­li­chen Sum­mar­sa­chen (Art. 251 der Zi­vil­pro­zess­ord­nung vom 19. Dez. 20081, ZPO) wie folgt nach dem Streit­wert:2
Streit­wert/Fran­ken
Art. 49 und 50
1 Auf­ge­ho­ben durch Ziff. II 5 der V vom 18. Ju­ni 2010 über die An­pas­sung von Ver­ord­nun­gen an die Schwei­ze­ri­sche Zi­vil­pro­zess­ord­nung, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2011 (AS 2010 3053).
2. Abschnitt: Betreibungs- und Konkurssachen
Art. 51 Aufhebung des Rechtsstillstandes
Die Ge­bühr für einen Ent­scheid über Auf­he­bung des Rechts­s­till­stan­des (Art. 57d SchKG) be­trägt 40-150 Fran­ken.
Art. 52 Konkurseröffnung
Die Ge­bühr für den Ent­scheid über die Kon­kurser­öff­nung be­trägt:
in nicht strei­ti­gen Fäl­len 40-200 Fran­ken;
in strei­ti­gen Fäl­len 50-500 Fran­ken.
Art. 53 Andere Verfügungen des Konkursgerichts
Die Ge­bühr be­trägt 40-200 Fran­ken für:
vor­sorg­li­che An­ord­nun­gen;
die Ein­stel­lung des Kon­kur­ses;
die An­ord­nung des sum­ma­ri­schen Ver­fah­rens;
den Wi­der­ruf des Kon­kur­ses;
das Schluss­de­kret.
3. Abschnitt: Nachlassverfahren, Schuldenbereinigung und Notstundung
Art. 54 Nachlassstundung
Die Ge­bühr für Ent­schei­de des Nach­lass­ge­richts be­trägt 200-2500 Fran­ken; das Nach­lass­ge­richt kann sie in be­son­de­ren Fäl­len bis auf 5000 Fran­ken er­hö­hen.
Art. 55 Honorar der Organe
1Das Nach­lass­ge­richt setzt das Ho­no­rar des Sach­wal­ters so­wie im Fal­le ei­nes Li­qui­da­ti­ons­ver­gleichs das Ho­no­rar der Li­qui­da­to­ren und der Mit­glie­der des Gläu­bi­ge­raus­schus­ses pau­schal fest.
2Im Fal­le ei­nes Nach­lass­ver­tra­ges im Kon­kurs setzt die Auf­sichts­be­hör­de das Ho­no­rar der Kon­kurs­ver­wal­tung pau­schal fest.
3Bei der Fest­set­zung des Ho­no­rars nach den Ab­sät­zen 1 und 2 wer­den na­ment­lich die Schwie­rig­keit und die Be­deu­tung der Sa­che, der Um­fang der Be­mü­hun­gen, der Zeit­auf­wand so­wie die Aus­la­gen be­rück­sich­tigt.
Art. 56 Einvernehmliche private Schuldenbereinigung
1Die Ge­bühr für Be­wil­li­gung, Ver­län­ge­rung oder Wi­der­ruf der Stun­dung be­trägt 40-200 Fran­ken.
2Für die Fest­set­zung des Ho­no­rars des Sach­wal­ters gilt Ar­ti­kel 55 sinn­ge­mä­ss.
Art. 57 Notstundung
Ge­büh­ren und Ho­no­ra­re im Not­stun­dungs­ver­fah­ren be­stim­men sich sinn­ge­mä­ss nach den Ar­ti­keln 40, 54 und 55.
1 Auf­ge­ho­ben durch An­hang 1 Ziff. 3 der Fi­nanz­marktin­fra­struk­tur­ver­ord­nung vom 25. Nov. 2015, mit Wir­kung seit 1. Jan. 2016 (AS 2015 5413).
5. Abschnitt: Weiterziehung und Beschwerdeverfahren; Parteientschädigung
1Das obe­re Ge­richt, an das ei­ne be­trei­bungs­recht­li­che Sum­mar­sa­che (Art. 251 ZPO1) wei­ter­ge­zo­gen wird, kann für sei­nen Ent­scheid ei­ne Ge­bühr er­he­ben, die höchs­tens das An­dert­halb­fa­che der für die Vor­in­stanz zu­läs­si­gen Ge­bühr be­trägt.2
2Un­ent­gelt­lich sind:
das Be­schwer­de­ver­fah­ren und die Wei­ter­zie­hung ei­nes Be­schwer­de­ent­schei­des (Art. 17-19 SchKG);
im Stun­dungs-, Kon­kurs- und Nach­lass­ver­fah­ren der Ban­ken das Be­schwer­de­ver­fah­ren vor dem Stun­dungs­ge­richt, dem Kon­kurs­ge­richt und der Nach­lass­be­hör­de.
3 Art. 61 Abs. 2 Bst. b ist heu­te ge­gen­stands­los. Stun­dungs-, Kon­kurs- und Nach­lass­ver­fah­ren über Ban­ken sind seit 1. Ju­li 2004 in den Art. 33-37g des Ban­ken­ge­set­zes (SR 952.0) ge­re­gelt.
Art. 62 Parteientschädigung
2Im Be­schwer­de­ver­fah­ren nach den Ar­ti­keln 17-19 des SchKG darf kei­ne Par­tei­ent­schä­di­gung zu­ge­spro­chen wer­den.
1Die Ge­büh­ren­ver­ord­nung vom 7. Ju­li 19711 zum Bun­des­ge­setz über Schuld­be­trei­bung und Kon­kurs wird auf­ge­ho­ben. Sie fin­det je­doch An­wen­dung auf Ver­rich­tun­gen, die bis 31. De­zem­ber 1996 vor­ge­nom­men wur­den und für wel­che spä­ter ab­ge­rech­net wird.
2Die­se Ver­ord­nung tritt am 1. Ja­nu­ar 1997 in Kraft.
1 [AS 1971 1080, 1977 2164, 1983 784, 1987 757, 1989 2409, 1991 1312, 1994 202 358]

References: Art. 3

Art. 5

Art. 6

Art. 7

Art. 8

Art. 9

Art. 10

Art. 11

Art. 12

Art. 12

Art. 12

Art. 13

Art. 14

Art. 15

Art. 15

Art. 16

Art. 17

Art. 18

Art. 19

Art. 20

Art. 21

Art. 22

Art. 23

Art. 24

Art. 25

Art. 26

Art. 27

Art. 28

Art. 29

Art. 30

Art. 31

Art. 32

Art. 33

Art. 34

Art. 35

Art. 36

Art. 37

Art. 38

Art. 39

Art. 40

Art. 41

Art. 42

Art. 43

Art. 44

Art. 45

Art. 46

Art. 47

Art. 48

Art. 49

Art. 51

Art. 52

Art. 53

Art. 54

Art. 55

Art. 56

Art. 57
 Art. 61
 Art. 33

Art. 62