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Timestamp: 2016-10-24 03:34:07+00:00

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5C.146/2000 (15.02.2001)
X.________ Bank, 4002 Basel, Kl�gerin, Berufungskl�gerin und Anschlussberufungsbeklagte, vertreten durch Rechtsanwalt Dieter Kunz, Freudenbergstrasse 24, Postfach 213, 9242 Oberuzwil,
Y.________ Versicherung, Beklagte, Berufungsbeklagte und Anschlussberufungskl�gerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Jost Gross, Haus Washington, Rosenbergstrasse 22, 9000 St. Gallen,
A.- Am 4. Februar 1988 fuhr A.________, der h�ufig f�r die Z.________ AG nach Italien reiste, in Begleitung seiner Ehefrau und des Verwaltungsratspr�sidenten der Z.________ AG, D.________, mit einem geleasten Mercedes-Benz 560 SEC nach Mailand zur Societa W.________. Gegen Mittag erreichte die Reisegruppe Mailand, wo A.________ das Fahrzeug am Strassenrand in der N�he des Eingangs zum Firmengel�nde der Societa parkierte. Alle drei Insassen begaben sich zu C.________, dem Berater der Societa. Als sie nach 10 bis 12 Minuten das Geb�ude der Societa verliessen, war der Mercedes-Benz 560 SEC verschwunden. A.________ und seine beiden Begleiter erstatteten bei der Polizei Anzeige wegen Diebstahls. In die Schweiz zur�ckgekehrt, meldeten A.________ und die Z.________ AG den Diebstahl am 5. und 11. Februar 1988, jeweilen mit einer Liste der gestohlenen Gegenst�nde, der Y.________ Versicherung, mit der eine Motorfahrzeug- und eine Haushaltversicherung bzw. eine Transport- und eine Sachversicherung bestanden.
Die aus allen vier Policen erhobenen Anspr�che wurden der X.________ Bank zediert.
B.-Das Bezirksgericht Steckborn wies die Klage gegen die Y.________ Versicherung auf Bezahlung von insgesamt Fr. 235'069. 25 als Entsch�digung f�r das Fahrzeug und f�r die darin mitgef�hrten Gegenst�nde ab. Die von der X.________ Bank eingelegte Berufung hiess das Obergericht des Kantons Thurgau gut und wies die Sache zur Durchf�hrung des Beweisverfahrens und zu neuem Entscheid an das Bezirksgericht zur�ck.
Es verneinte ein absichtliches Herbeif�hren des Versicherungsfalls, bejahte aber ein grobfahrl�ssiges Verhalten von A.________ und k�rzte die Leistungspflicht der Y.________ Versicherung um 75 % (E. 3 S. 7 ff.); die Voraussetzungen eines Versicherungsbetrugs betrachtete es als nicht erf�llt (E. 4 S. 15 ff. des Urteils vom 26. M�rz 1996).
5. Februar 1988 als Entsch�digung f�r das Fahrzeug gut. Im folgenden Berufungs- und Anschlussberufungsverfahren best�tigte das Obergericht das bezirksgerichtliche Urteil. Es verneinte das Vorliegen neuer Erkenntnisse gegen�ber dem ersten Berufungsurteil in Zusammenhang mit der grobfahrl�ssigen Herbeif�hrung des Versicherungsfalls und dem Versicherungsbetrug (E. 3 und 4 S. 9 ff.), best�tigte die Bewertung des Fahrzeugs (E. 5 S. 11 ff.) und hielt Bestand und Umfang der im Fahrzeug mitgef�hrten Gegenst�nde nicht f�r nachgewiesen (E. 6 S. 13 ff. des Urteils vom 30. M�rz 1999).
D.- Dem Bundesgericht beantragt die X.________ Bank mit eidgen�ssischer Berufung, das obergerichtliche Urteil aufzuheben, die Y.________ Versicherung zur Bezahlung von Fr. 123'290.-- (Entsch�digung f�r das Fahrzeug) zu verpflichten und im �brigen (Entsch�digung f�r die im Fahrzeug mitgef�hrten Gegenst�nde) die Sache zur neuen Beurteilung an das Obergericht zur�ckzuweisen, eventualiter die Sache gesamthaft zur�ckzuweisen. Das Obergericht hat auf Abweisung der Berufung geschlossen und unter Hinweis auf das angefochtene Urteil auf Gegenbemerkungen verzichtet. In ihrer Berufungsantwort und Anschlussberufung begehrt die Y.________ Versicherung die Berufung, soweit �berhaupt darauf einzutreten ist, und die Klage vollumf�nglich abzuweisen. Die X.________ Bank tr�gt die Abweisung der Anschlussberufung an.
E.-Die von der X.________ Bank gegen das n�mliche Urteil des Obergerichts gleichzeitig erhobene staatsrechtliche Beschwerde (5P. 213/2000) hat die II. Zivilabteilung des Bundesgerichts am 21. Dezember 2000 abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden konnte.
1.- Nebst der Zusprechung der vollen Entsch�digung f�r das gestohlene Fahrzeug (Fr. 123'290.--) beantragt die Kl�gerin die R�ckweisung der Sache, was die im Fahrzeug mitgef�hrten und gestohlenen Gegenst�nde angeht. Da das Obergericht deren Vorhandensein im gestohlenen Fahrzeug als nicht nachgewiesen betrachtet hat, k�nnte das Bundesgericht selbst bei Gutheissung der Berufung in diesem Punkt kein Sachurteil f�llen; der blosse R�ckweisungsantrag f�r diesen Teil der Klage gen�gt (Art. 55 Abs. 1 lit. b OG; zuletzt: BGE 125 III 412 E. 1b S. 414). Die Beklagte vertritt die Ansicht, die Kl�gerin h�tte das erste Berufungsurteil, in dem das Obergericht insbesondere die Grobfahrl�ssigkeit und den massgebenden K�rzungssatz festgestellt habe, mit eidgen�ssischer Berufung anfechten k�nnen und m�ssen, weil die Voraussetzungen dazu gem�ss Art. 50 Abs. 1 OG erf�llt gewesen seien. Die Berufung gegen den Endentscheid bezieht sich indessen grunds�tzlich auch auf die ihm vorausgegangenen Entscheide; im Gegensatz zu Zwischenentscheiden �ber die Zust�ndigkeit, die nach Art. 49 OG schon fr�her weiterziehbar waren, besteht keine Pflicht zur selbstst�ndigen Anfechtung anderer Zwischenentscheide, auch wenn sie die Voraussetzungen gem�ss Art. 50 OG dazu an sich erf�llten (vgl. Art. 48 Abs. 3 OG; zuletzt: BGE 122 III 254 E. 2a S. 255). Die weiteren Berufungsvoraussetzungen geben zu keinen Bemerkungen Anlass. Auf die Abgrenzung von Tat- und Rechtsfrage und auf vereinzelte Sachverhaltsr�gen wird bei der Beurteilung der Berufungsgr�nde zur�ckzukommen sein.
2.- Gem�ss Art. 40 des Bundesgesetzes �ber den Versicherungsvertrag vom 2. April 1908 (SR 221. 229.1, VVG) ist der Versicherer gegen�ber dem Anspruchsberechtigten an den Vertrag nicht gebunden, wenn der Anspruchsberechtigte oder sein Vertreter Tatsachen, welche die Leistungspflicht des Versicherers ausschliessen oder mindern w�rden, zum Zwecke der T�uschung unrichtig mitgeteilt hat oder wenn er die ihm nach Massgabe des Art. 39 VVG obliegenden Mitteilungen zum Zwecke der T�uschung zu sp�t oder gar nicht gemacht hat. Die obergerichtliche Beurteilung des geltend gemachten zivilrechtlichen Versicherungsbetrugs kann nicht beanstandet werden.
a) Art. 40 VVG setzt in objektiver Hinsicht voraus, dass unrichtige Angaben �ber die Schadensumst�nde oder �ber den Wert der versicherten Gegenst�nde gemacht werden, und in subjektiver Hinsicht, dass der Anspruchsberechtigte die unrichtigen Angaben zum Zweck der T�uschung gemacht hat, um dadurch eine h�here Entsch�digung zu erhalten (Moritz Kuhn, Grundz�ge des Schweizerischen Privatversicherungsrechts, Z�rich 1989, S. 148 f.; Thomas Pfister, Versicherungsbetrug:
zivilrechtliche Aspekte, in: Schaden - Haftung - Versicherung, Basel 1999, S. 1051 ff., S. 1062 N. 21.25-26). F�r beide Tatbestandsmerkmale des betr�gerisch begr�ndeten Versicherungsanspruchs bzw. f�r die darauf gr�ndende Rechtsbehauptung, nicht an den Vertrag gebunden zu sein, trifft den Versicherer die Beweislast (Hans Roelli/Max Keller, Kommentar zum Schweizerischen Bundesgesetz �ber den Versicherungsvertrag, I, 2.A. Bern 1968, S. 584; Bernard Viret, Droit des assurances priv�es, 3.A. Z�rich 1991, S. 143).
b) Unter Verweis auf sein erstes Urteil hat das Obergericht festgehalten, dass einerseits die Behauptung der falschen Preisangabe durch die Kl�gerin von der Beklagten in keiner Weise substantiiert worden sei. Zwar treffe es zu, dass die entsprechenden Angaben reichlich unklar seien; dass sie tats�chlich falsch gewesen w�ren, sei indessen nicht belegt.
Weder in Zusammenhang mit den diversen, den Wert des Mercedes betreffenden Belegen noch in Zusammenhang mit den im Wagen befindlichen Gegenst�nden und technischen Ger�ten k�nne eine zusammenh�ngende T�uschungsabsicht von A.________ angenommen werden. Das Obergericht hat fortgefahren, dazu seien im Rahmen des Beweisverfahrens keine neuen Erkenntnisse gewonnen worden. Unter Hinweis auf den Kaufvertrag vom 11. M�rz 1985, auf den Leasingvertrag vom 17. M�rz 1987 und auf die Aussage des Zeugen G.________ ist es davon ausgegangen, dass die T�uschungsabsicht nicht erstellt sei, solange die Verh�ltnisse und Umst�nde �ber die Zahlungsmodalit�ten beim Kauf des Mercedes derart unklar seien (E. 4b und E. 4c/aa S. 10 f. des Urteils vom 30. M�rz 1999).
c) Ihrer Beweisf�hrungslast hat die Beklagte auf Grund der tats�chlichen Feststellungen des Obergerichts nicht gen�gt. Soweit sie aus den Ungereimtheiten im Zusammenhang mit dem Kauf- und dem Leasingvertrag ableitet, A.________ habe nicht bloss unklare, sondern falsche Angaben gemacht, widerspricht sie der gegenteiligen Beweisw�rdigung des Obergerichts, die im Berufungsverfahren nicht angefochten werden kann (zuletzt: BGE 126 III 189 E. 2a Abs. 3 S. 191; 125 III 78 E. 3a S. 79). Die Kl�gerin verweist darauf in ihrer Anschlussberufungsantwort zu Recht.
Soweit die Beklagte aus einer objektiv �bersetzten Bezifferung des Schadens direkt auf die T�uschungsabsicht schliesst, kann ihr nicht beigepflichtet werden (vgl. die Nachweise bei Pfister, a.a.O., S. 1062 N. 21.27). Es gen�gt nicht, dass A.________ nur den Leasingvertrag mit dem darin angegebenen h�heren Kaufpreis eingereicht hat; erforderlich w�re vielmehr gewesen, dass er gef�lschte Belege eingereicht oder tatsachenwidrig behauptet h�tte, es g�be keine Belege.
Solches unterstellt die Beklagte ihm selber nicht, und rechtlich Abweichendes kann aus dem von ihr zitierten nicht ver�ffentlichten Urteil des Bundesgerichts vom 21. Dezember 1994 i.S. S. AG gegen W. Versicherungsgesellschaft (5C. 73/1994) nicht geschlossen werden. In der betreffenden Sache stand f�r das Bundesgericht verbindlich fest, dass die Versicherungsnehmerin von zwei Rechnungen nur die h�here der Versicherungsgesellschaft zur Begr�ndung des Versicherungsanspruchs eingereicht hatte und das Schriftst�ck zudem eingestandenermassen erst im Hinblick auf diese Begr�ndung erstellt worden war (E. 2a).
Dem Anschlussberufungsantrag der Beklagten, die Klage vollumf�nglich abzuweisen, kann aus den dargelegten Gr�nden nicht entsprochen werden.
3.- Bei schuldhafter Herbeif�hrung des Versicherungsfalls ("des bef�rchteten Ereignisses") haftet der Versicherer gem�ss Art. 14 VVG nicht, wenn dem Versicherungsnehmer oder dem Anspruchsberechtigten absichtliches Handeln vorgeworfen werden muss (Abs. 1), hingegen haftet er in vollem Umfang, wenn das Verschulden in leichter Fahrl�ssigkeit bestanden hat (Abs. 4). Dazwischen steht die grobfahrl�ssige Herbeif�hrung des Versicherungsfalls durch den Versicherungsnehmer oder den Anspruchsberechtigten, die den Versicherer berechtigt, seine Leistung in einem dem Grade des Verschuldens entsprechenden Verh�ltnisse zu k�rzen (Abs. 2). Das Obergericht hat ein grobfahrl�ssiges Herbeif�hren des Versicherungsfalls durch A.________ bejaht. Die Kl�gerin bestreitet den Vorwurf der Grobfahrl�ssigkeit und macht in diesem Zusammenhang eine Verletzung von Art. 8 ZGB geltend.
a) Unter Verweis auf sein erstes Urteil hat das Obergericht zur Frage der Grobfahrl�ssigkeit in tats�chlicher Hinsicht zusammengefasst festgehalten, dass A.________ um die Gefahren f�r parkierte Luxusfahrzeuge in Mailand gewusst habe, nachdem ihm im Jahre 1982 ebenfalls in Mailand ein BMW Alpina B7 Turbo Coup� vor dem Eingang eines Luxushotels entwendet worden sei. Trotzdem habe er seinen Mercedes auf einem gew�hnlichen Strassenparkplatz abgestellt, der weder eingez�unt noch bewacht gewesen sei. Ausserdem habe er sein Fahrzeug schr�g und damit m�glicherweise ordnungswidrig parkiert.
Obwohl er weder aus den �rtlichen Verh�ltnissen noch dem Ablauf der Ereignisse ernsthaft damit habe rechnen d�rfen, der Portier werde auch die Bewachungsaufgaben �bernehmen, habe er das - im �brigen praktisch neuwertige - Auto unbeaufsichtigt stehen gelassen. Neue Erkenntnisse im Zusammenhang mit dem Parkieren des Mercedes in Mailand l�gen seit dem ersten Urteil nicht vor (E. 3 S. 9 f. des Urteils vom 30. M�rz 1999 mit Verweis auf E. 3d S. 11 ff., vorab E. 3d/dd S. 14 f. des Urteils vom 26. M�rz 1996).
b) Eine Verletzung von Art. 8 ZGB erblickt die Kl�gerin darin, dass das Obergericht sich mit der Frage nicht weiter befasst habe, ob der Parkplatz vom Portier zugewiesen worden sei, und dass das Obergericht die Aussagen der Zeugen ignoriert habe, die die Einsehbarkeit des Parkplatzes von der Portierloge aus best�tigten. Die Sachverhaltsr�ge ist unbegr�ndet:
Zum einen hat das Obergericht die entsprechenden Behauptungen der Kl�gerin (Zuweisung/Einsehbarkeit) wie auch die beiden fraglichen Zeugenaussagen (B.________/C. ________) ausdr�cklich erw�hnt, und dem R�ckweisungsurteil l�sst sich ohne weiteres entnehmen, weshalb die kl�gerische Sachdarstellung nicht als nachgewiesen betrachtet werden durfte (E. 3d S. 11 ff. des Urteils vom 26. M�rz 1996); f�r Einzelheiten kann auf das Urteil �ber die staatsrechtliche Beschwerde wegen willk�rlicher Beweisw�rdigung verwiesen werden (E. 3b und c S. 3 ff.). Geht es bei den aufgeworfenen Fragen somit einzig um Beweisw�rdigung, kann zum anderen Art. 8 ZGB nicht verletzt sein, der zwar einen bundesrechtlichen Beweisf�hrungsanspruch gew�hrleistet, dem Richter aber nicht vorschreibt, mit welchen Mitteln der Sachverhalt abzukl�ren ist und wie das Ergebnis davon zu w�rdigen ist (BGE 114 II 289 E. 2a S. 291; 122 III 219 E. 3c S. 223).
c) Art. 14 VVG stellt in den Abs�tzen 2 und 4 die grobe der leichten Fahrl�ssigkeit gegen�ber. Im Bereich des Versicherungsvertragsgesetzes ist - wie im allgemeinen Haftpflichtrecht (BGE 100 II 332 E. 3a S. 338) - auch die mittlere oder mittelschwere Fahrl�ssigkeit anerkannt (Urteil des Bundesgericht vom 29. September 1988, E. 3a, in: "Entscheidungen Schweizerischer Gerichte in privaten Versicherungsstreitigkeiten", SVA XVII 1988/1989 Nr. 15 S. 84, und in: "La Semaine judiciaire", SJ 1989 S. 104). Sie z�hlt zur leichten Fahrl�ssigkeit, wo das Gesetz - wie in Art. 14 VVG - an die Schwere oder Leichtigkeit der Fahrl�ssigkeit besondere Folgen kn�pft (nicht ver�ffentlichtes Urteil des Bundesgerichts vom 17. Dezember 1987 i.S. E. gegen C. SA, E. 4a, C.159/1986, unter Verweis auf Pierre Engel, Trait� des obligations en droit suisse. Dispositions g�n�rales du CO, Neuch�tel 1973, S. 391, nunmehr 2.A. Bern 1997, S. 466; Roland Brehm, Le contrat d'assurance RC, 2.A. Basel 1997, N. 520 S. 193 f.; Alfred Maurer, Schweizerisches Privatversicherungsrecht, 3.A.
Grobfahrl�ssigkeit im Sinne von Art. 14 Abs. 2 VVG ist dann gegeben, wenn unter Verletzung der elementarsten Vorsichtsgebote nicht beachtet wurde, was jedem verst�ndigen Menschen in gleicher Lage und unter gleichen Umst�nden h�tte einleuchten m�ssen (BGE 54 II 401 E. 2 S. 403; zuletzt:
BGE 119 II 443 E. 2a S. 448; Pfister, a.a.O., S. 1065 N. 21.34). Die mangelnde Sorgfalt wird also gemessen am Durchschnittsverhalten, das von vern�nftigen Menschen in derselben Situation zu erwarten w�re (Maurer, a.a.O., S. 350); der Beurteilung ist nicht ein individueller, sondern ein objektiver, den konkreten Umst�nden aber Rechnung tragender Massstab zugrunde zu legen (Roelli/Keller, a.a.O., S. 255).
Der objektivierte Fahrl�ssigkeitsbegriff schliesst insoweit nicht aus, dass der Versicherungsnehmer oder der Anspruchsberechtigte sich bei seiner - gegen�ber der allgemeinen - gr�sseren Fachkenntnis behaften lassen muss (Karl Oftinger/Emil W. Stark, Schweizerisches Haftpflichtrecht, I, 5.A. Z�rich 1995, � 5 N. 70 und N. 95 f. S. 207 und S. 214 f.; Engel, a.a.O., S. 457; z.B. zur Ber�cksichtigung der besonderen �rtlichen und fachlichen Kenntnis: Urteile des Bundesgerichts vom 5. Mai und vom 18. August 1987, in: SVA XVI 1986/1987 Nr. 11 S. 70 f. und Nr. 12 S. 74, sowie vom 7. Oktober 1985, in: SVA XV 1982-1985 Nr. 30 S. 173; BGE 92 II 250 E. 2 S. 255; zur Ber�cksichtigung der konkreten zeitlichen Verh�ltnisse: z.B. erw�hntes Urteil des Bundesgerichts vom 29. September 1988, E. 3a).
Der Begriff der Grobfahrl�ssigkeit ist unbestimmt und wird durch die bundesgerichtliche Umschreibung nur wenig konkretisiert (vgl. etwa Felix Schmid, Grobes und leichtes Verschulden, in: Haftpflicht- und Versicherungsrechtstagung 1995, St. Gallen 1995, S. 1 ff., vorab S. 12 ff.). Was als Grobfahrl�ssigkeit anzusehen und anzurechnen ist, muss im Einzelfall nach richterlichem Ermessen verdeutlicht werden.
Die Beantwortung dieser Frage beruht auf einem Werturteil (BGE 103 Ia 501 E. 7 S. 502/503; 123 III 110 E. 3a Abs. 2 S. 112, betreffend Ad�quanz; Urteil des Bundesgerichts vom 6. Juni 1930, in: SVA VI 1927-1930 Nr. 76 S. 150, f�r Art. 14 Abs. 2 VVG; vgl. Oftinger/Stark, I, � 5 N. 95 S. 214 und � 14 N. 13-16 S. 703 ff.).
d) Der Ablauf der Ereignisse an jenem 4. Februar 1988 zeigt sich in tats�chlicher Hinsicht wie folgt: Das praktisch neuwertige Fahrzeug der Marke "Mercedes" wurde um die Mittagszeit am Rande einer breiten, stark befahrenen st�dtischen Strasse abgestellt, an der beidseits doppelreihig parkiert wird. Es wurde abgeschlossen und f�r die Dauer von 10 bis 12 Minuten verlassen (E. 1a S. 3, E. 3d/aa S. 11 und E. 3d/cc S. 14 des Urteils vom 26. M�rz 1996).
Objektiv betrachtet geht es um ein allt�gliches Geschehen.
Parkieren in Mailand am hellichten Tag unter den gezeigten Bedingungen verletzt keine elementarsten Vorsichtspflichten, selbst wenn - wie beide Parteien einger�umt haben (E. 2b S. 5 und E. 3d/cc S. 14 des Urteils vom 26. M�rz 1996) - in der betreffenden Region erfahrungsgem�ss von einer erh�hten Diebstahlgefahr f�r Luxusfahrzeuge ausgegangen werden muss. Will der Versicherer derartige Risiken nicht decken, steht es ihm - unter den allgemeinen Voraussetzungen (Art. 33 VVG; vgl. etwa Maurer, a.a.O., S. 245 ff.) - frei, hierf�r Ausschl�sse von der versicherten Gefahr individuell zu vereinbaren oder in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) vorzusehen. Auf den r�umlichen Geltungsbereich bezogene Bedingungen werden als zul�ssiger und g�ngiger Gegenstand von Deckungsausschl�ssen erw�hnt, da die territoriale Ausdehnung des Versicherungsschutzes ja in erheblichem Ausmass die Pr�mienh�he beeinflusst (Bernard Viret, Les clauses d'exclusion des contrats d'assurance, en particulier dans les assurances automobiles, Schweizerische Versicherungs-Zeitschrift, SVZ 62/1994 S. 247 ff., S. 249; z.B. bei Unfallversicherung:
Viret, Droit des assurances priv�es, S. 94; z.B. bei Zeitwertzusatzversicherung:
nicht ver�ffentlichtes Urteil des Bundesgerichts vom 11. Dezember 2000 i.S. V. gegen Versicherung X., E. 2c, 5C.220/2000).
Da mit Blick auf die verbindlichen Tatsachenfeststellungen des Obergerichts nicht dieselbe Situation in Frage steht, kann letztlich offen bleiben, ob grobfahrl�ssig handelt, wer einen fast neuen Luxuswagen �ber die Nacht am Strassenrand in Mailand parkiert (bejaht im Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich vom 1. Juni 1993, zitiert in:
3. A. Z�rich 2000, � 6 N. 27 S. 68).
e) Im Ergebnis ist auch das Obergericht davon ausgegangen, dass das blosse Parkieren eines Luxusfahrzeugs in Mailand unter den gezeigten Umst�nden nicht als grobfahrl�ssig angesehen werden kann. Es hat A.________ bei seinen fr�heren Erfahrungen mit einem Luxusfahrzeug in Mailand behaftet, die konkreten Verh�ltnisse ber�cksichtigt und deshalb Grobfahrl�ssigkeit im Sinne von Art. 14 Abs. 2 VVG bejaht.
aa) Vom massgebenden Fahrl�ssigkeitsbegriff her gesehen (E. 3c Abs. 2 soeben) hat das Obergericht zu Recht angenommen, dass die Umst�nde des Einzelfalls eine Rolle spielen.
Ihre rechtliche Bewertung darf aber nicht durch den behaupteten zivilrechtlichen Versicherungsbetrug beeinflusst werden, zumal dieser vom Versicherer nicht bewiesen worden ist (E. 2 hiervor). So unglaublich und nachgerade inszeniert der Fahrzeugdiebstahl auch wirkt und so unwahrscheinlich ein Diebstahlschaden unter den gegebenen Umst�nden auch anmutet, muss dennoch davon ausgegangen werden, dass er sich nicht mit Wissen und Wollen von A.________ und/oder seiner Begleiter ereignet hat. In diesem Sinne hat nach allgemeinen Grunds�tzen zudem ausser Betracht zu bleiben, was sich bloss "m�glicherweise" zugetragen hat, wie das von der Beklagten behauptete, aber offenbar nicht bewiesene ordnungswidrige Parkieren durch A.________ (vgl. dagegen E. 3d/dd S. 14 des Urteils vom 26. M�rz 1996).
bb) Das Obergericht hat zun�chst wesentlich darauf abgestellt, dass A.________ um die Gefahren f�r parkierte Luxusfahrzeuge in Mailand wusste, nachdem ihm im Jahre 1982 ebenfalls in Mailand ein BMW gestohlen worden war. In der rechtlichen W�rdigung darf diese Tatsache nicht �berbewertet werden, zumal die grossen Risiken f�r parkierte Fahrzeuge der Luxusklasse in Mailand - wie erw�hnt (E. 3d Abs. 2 soeben) - offenbar allbekannt sind und gem�ss der zitierten Besprechung eines kantonalen Urteils (E. 3d Abs. 3 soeben) in Grossst�dten Italiens gar als gerichtsnotorisch gelten. Gewiss pr�gt sich aus eigener Erfahrung Erlebtes tiefer ein als virtuell Bekanntes, doch begr�ndet ein einzelner Vorfall, �ber dessen Hergang nichts N�heres festgestellt ist, ohnehin kein Indiz f�r ein grobfahrl�ssiges Handeln durch A.________ (anders f�r auf bestimmtes Verhalten zur�ckzuf�hrende wiederholte Sch�digungen:
Z�rich 1998, N. 879 S. 193).
cc) Nach den obergerichtlichen Feststellungen hat die Kl�gerin einger�umt, dass A.________ nach dem Fahrzeugdiebstahl von 1982 von Seiten der Beklagten darauf aufmerksam gemacht worden sei, die damals getroffenen Sicherheitsmassnahmen w�rden als unzutreffend eingesch�tzt (E. 3d/cc S. 14).
Unbeantwortet ist im kantonalen Verfahren die Frage geblieben, weshalb die Ehefrau von A.________ entgegen den ansonsten gepflegten Vorsichtsmassnahmen nicht im abgestellten Fahrzeug wartete (E. 3d/cc S. 14). Das Obergericht hat es ferner als grobfahrl�ssig gewertet, dass A.________ sein Fahrzeug unbeaufsichtigt stehen liess (E. 3d/dd S. 15 des Urteils vom 26. M�rz 1996). Wo diese besonderen Obliegenheiten oder Sorgfaltspflichten vereinbart worden w�ren (vgl. Art. 29 VVG), l�sst sich dem obergerichtlichen Urteil nicht entnehmen.
Kann das Verhalten von A.________ als solches aber nicht als grobfahrl�ssig bewertet werden (E. 3d soeben), so wird es dies auch nicht durch die Unterlassung allenfalls individueller Vorkehren zur Vermeidung eines Diebstahls. Eine Versicherung wird ja gerade deshalb abgeschlossen, weil der Versicherungsnehmer der st�ndigen Beunruhigung, der �ngstlichen Sorge f�r die Erhaltung von Leben und Gut enthoben sein m�chte; der Versicherungsvertrag schliesst insoweit wesensgem�ss eine Verpflichtung des Versicherungsnehmers zu besonderer Sorgfalt grunds�tzlich aus (vgl. Roelli/Keller, a.a.O., S. 230).
dd) Schliesslich k�nnte eingewendet werden, A.________ habe sich grobfahrl�ssig verhalten, indem er ein Fahrzeug unbeaufsichtigt stehen liess, das angeblich mit Material im Werte von mehreren tausend Franken beladen war.
Indessen fehlen hier�ber entsprechende Tatsachenfeststellungen des Obergerichts, namentlich dazu, dass A.________ wertvolles Material sichtbar und damit gewissermassen als Blickfang im Fahrzeuginnern verstaut haben k�nnte (vgl. zur einschl�gigen kantonalen Rechtsprechung: Beno�t Carron, La loi f�d�rale sur le contrat d'assurance. Expos� syst�matique de jurisprudence, Fribourg 1997, N. 152 S. 53 und N. 171 S. 59; Olivier Carr�, Loi f�d�rale sur le contrat d'assurance. Edition annot�e, Lausanne 2000, S. 186, rechte Spalte).
ee) Zusammengefasst kann auch in Ber�cksichtigung der konkreten Verh�ltnisse des zu beurteilenden Falls nicht von Grobfahrl�ssigkeit ausgegangen werden. Die gegenteilige W�rdigung des Obergerichts ist im Ergebnis unhaltbar und eine K�rzung der Versicherungsleistungen damit unzul�ssig. Der Wert des gestohlenen Fahrzeugs bel�uft sich unangefochten auf Fr. 123'290.--. In diesem Umfang nebst Zins zu 5 % seit dem
4.- Das Obergericht hat die Klage vollumf�nglich abgewiesen, was die Entsch�digung f�r die im gestohlenen Fahrzeug mitgef�hrten Gegenst�nde angeht, zumal die Kl�gerin den erforderlichen strikten Nachweis nicht habe erbringen k�nnen (E. 6 S. 13 ff. des Urteils vom 30. M�rz 1999). Die Kl�gerin bem�ngelt die an den Schadensbeweis gestellten Anforderungen.
a) Beweislastverteilung (Art. 8 ZGB) und Beweisanforderungen im Sinne des Beweismasses werden durch das Bundesrecht geregelt, dessen Verletzung mit eidgen�ssischer Berufung geltend gemacht werden kann (Art. 43 OG). Nicht �berpr�ft werden kann hingegen, ob der den bundesrechtlichen Anforderungen entsprechende Beweis von der beweisbelasteten Partei tats�chlich erbracht worden ist; das ist - wie bereits erw�hnt (E. 2c Absatz 1 und E. 3b hiervor) - eine Frage der Beweisw�rdigung, die nicht vom Bundesrecht beherrscht ist (allgemein zum Beweismass: BGE 118 II 235 E. 3c S. 238 f.; aus dem Versicherungsrecht: Urteile des Bundesgerichts vom 22. November 1990, in: SVA XVIII 1990/1991 Nr. 7 S. 32 ff.
und in: Praxis 80/1991 Nr. 230 S. 963 ff., und vom 5. M�rz 1984, in: SVA XV 1982-1985 Nr. 27 S. 163).
b) Beweislast und Beweismass hat das Obergericht im Ergebnis richtig bestimmt (E. 6d/bb S. 14 des Urteils vom 30. M�rz 1999). Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts gen�gt der Versicherungsnehmer seiner Beweisf�hrungslast f�r das unfreiwillige Abhandenkommen einer Sache mit einem Anscheinsbeweis (prima-facie-Beweis), d.h. im Normalfall damit, dass er den Eintritt des Schadenereignisses durch konkrete Angaben glaubhaft macht. Eine hohe Wahrscheinlichkeit bis hin zum strikten Beweis seiner Tatsachenbehauptungen kann vom Versicherungsnehmer nur verlangt werden, wenn der Versicherer schl�ssige, gegenteilige Indizien geltend macht; dieser dem Versicherer obliegende Gegenbeweis besteht nicht im strikten Beweis des Gegenteils, sondern bloss im Begr�nden von Zweifeln an der Richtigkeit der Sachdarstellung des hauptbeweisbelasteten Versicherungsnehmers. Je erheblicher die von ihm geweckten Zweifel an der Version des Versicherungsnehmers, desto h�her sind die Beweisanforderungen an dessen Sachdarstellung (vgl. die Nachweise bei Martha Niquille-Eberle, Beweiserleichterungen im Versicherungsrecht: insbesondere der Beweis des Fahrzeugdiebstahls, in: Haftpflicht- und Versicherungsrechtstagung 1997, St. Gallen 1997, S. 227 ff., S. 232 f.; Lukas Wyss, "Verschwundene Fahrzeuge" - ein Ph�nomen in der Versicherungslandschaft, in: FS des Nationalen Versicherungsb�ros Schweiz und des Nationalen Garantiefonds Schweiz, Basel 2000, S. 591 ff., S. 607 ff.).
c) Zum Nachweis der im gestohlenen Fahrzeug mitgef�hrten Gegenst�nde haben dem Obergericht insbesondere vorgelegen die Aussage des Zeugen F.________, der das Fahrzeug am Vorabend der Gesch�ftsreise beladen hatte, eine Diebstahlanzeige vom 4. Februar 1988, deren Rubrik "Gestohlene Gegenst�nde und Dokumente" A.________ ausgef�llt hatte, und eine Schadenanzeige vom 11. Februar 1988 mit beigelegter Liste der abhanden gekommenen Gegenst�nde (vgl. E. 4e S. 18 des Urteils vom 26. M�rz 1996). Soweit die Kl�gerin die obergerichtliche W�rdigung dieser Beweismittel angreift und namentlich die Feststellung von un�berwindbaren Widerspr�chen in diesen Angaben kritisiert, kann auf ihre Berufung nicht eingetreten werden; sie selbst verweist in einzelnen Punkten auf ihre in der staatsrechtlichen Beschwerde vorgebrachten R�gen.
Zul�ssig ist dagegen der Einwand, das Obergericht h�tte nicht f�r alle aufgelisteten Gegenst�nde den strikten Nachweis unfreiwilligen Verlustes verlangen d�rfen, wenn dieser nur f�r den WW-Schreiber und die Mengenteiler nicht habe glaubhaft gemacht werden k�nnen. Es trifft zu, dass das Obergericht im Zusammenhang mit den genannten Ger�ten "sehr erhebliche Zweifel" ge�ussert hat, ob sie �berhaupt nach Italien mitgef�hrt worden seien (E. 6d/ee S. 16), und in der Folge f�r alle weiteren Gegenst�nde den strikten Nachweis gefordert hat, dass sie sich tats�chlich im gestohlenen Fahrzeug befunden h�tten (E. 6d/ff-ii S. 17 des Urteils vom 30. M�rz 1999). Die Vorgehensweise ist indessen nicht zu beanstanden: Der Anscheinsbeweis, der die Kl�gerin belastet, umfasst die Glaubhaftigkeit des Geschehens einerseits, aber auch die Glaubw�rdigkeit der Person des Versicherungsnehmers. Ist dieser nicht glaubw�rdig, kann auf seine Angaben nicht abgestellt werden, und Unglaubw�rdigkeit darf angenommen werden, wenn er seine Darstellung im Verlauf der Zeit wechselt, unmittelbar nach dem Versicherungsfall gemachte Angaben in nicht nachvollziehbarer Weise erg�nzt, sich in Widerspr�che verwickelt usw. (anschaulich:
Niquille-Eberle, a.a.O., S. 240 f. und S. 249). Die entsprechenden Feststellungen des Obergerichts betreffen tats�chliche Verh�ltnisse und binden das Bundesgericht (Art. 63 Abs. 2 OG). Indem das Obergericht gest�tzt darauf den strikten Nachweis verlangt hat, dass alle Gegenst�nde sich im gestohlenen Fahrzeug befanden, hat es die bundesrechtlichen Beweisanforderungen nicht �berspannt.
5.- Die Berufung ist aus den dargelegten Gr�nden teilweise gutzuheissen, w�hrend die Anschlussberufung erfolglos bleibt. Da die Beklagte jegliche Schadenersatzpflicht hartn�ckig bestreitet, die Kl�gerin aber immerhin die geforderte Entsch�digung f�r das Fahrzeug erlangt, rechtfertigt es sich, die Verfahrenskosten der Beklagten aufzuerlegen und sie zu einer angemessenen Parteientsch�digung an die Kl�gerin zu verurteilen; dass diese mit ihren Begehren auf Schadenersatz f�r die im Fahrzeug angeblich mitgef�hrten Gegenst�nde unterliegt, f�llt nicht ins Gewicht, konnte sie sich doch in guten Treuen veranlasst sehen, auch diesen Punkt mit Berufung aufzugreifen (Art. 156 Abs. 3 und Art. 159 Abs. 3 OG; BGE 113 II 323 E. 9c letzter Absatz und E. 9d S. 343 f.; 112 V 81 E. 4 S. 86; Poudret/Sandoz-Monod, Commentaire de la loi f�d�rale d'organisation judiciaire, Bern 1992, N. 4, je zu Art. 156 und Art. 159 OG, S. 147 f. und S. 163 f. mit Nachweisen).
�ber die Kosten- und Entsch�digungsfolgen f�r das kantonale Verfahren wird das Obergericht neu zu entscheiden haben (Art. 157 und Art. 159 Abs. 6 OG).
1.- Die Berufung wird teilweise gutgeheissen, soweit darauf einzutreten ist, und das Urteil des Obergerichts des Kantons Thurgau vom 30. M�rz 1999 wird aufgehoben. Die Anschlussberufung wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
2.- Die Klage wird teilweise gutgeheissen und die Beklagte verpflichtet, der Kl�gerin Fr. 123'290.-- nebst 5% Zins seit 5. Februar 1988 zu bezahlen.
3.- Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 8'000.-- wird der Beklagten auferlegt.
4.- Die Beklagte hat die Kl�gerin f�r das bundesgerichtlichen Verfahren mit Fr. 10'000.-- zu entsch�digen.
5.- Die Sache wird zur Neuverlegung der Kosten und Entsch�digungen des kantonalen Verfahrens an das Obergericht des Kantons Thurgau zur�ckgewiesen.

References: BGE 
 Art. 50
 Art. 49
 Art. 50
 Art. 48
 BGE 
 Art. 40
 Art. 39
 Art. 40
 BGE 
 Art. 14
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 14
 Art. 14
 Art. 14

BGE 
 BGE 
 Art. 14
 Art. 14
 Art. 29
 BGE 
 Art. 159
 BGE 
 Art. 156
 Art. 159
 Art. 159