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Timestamp: 2017-10-22 00:52:48+00:00

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Time-Sharing: Wie man vorgehen sollte! - Immobilie - Finanznachrichten
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22.01.2003, 07:51
Die Pressestelle des Bundeskriminalamtes teilt mit:
Neue Betrugsmasche im Zusammenhang mit Timesharing / Geschädigte sollten Anzeige erstatten
Das Bundeskriminalamt (BKA) beobachtet neue Betrugsmaschen im Zusammenhang mit dem Timesharing-Modell - das die Nutzungsrechte an Wohnimmobilien im Ausland während bestimmter Wochen im Jahr umschreibt - in der Dominikanischen Republik. Die Betrüger agieren im Bereich des Verkaufs und des Wiederverkaufs der Anteile:
Erwirbt ein Interessent beispielsweise einen Timesharing-Anteil an einer Anlage in der Dominikanischen Republik, wird ihm zur Finanzierung vorgeschlagen, ein gefälschtes ärztliches Attest und eine gefälschte Arztrechnung auszuhändigen. Diese, so die Betrüger, könnten in Deutschland bei der Reiseversicherung vorgelegt werden, was einen Teil der Auslagen decke. In der Regel bezahlt der Käufer mit Kreditkarte, mit der heimlich zusätzliche Blanko-Belege gefertigt werden. Diese Belege lösen die Betrüger sofort widerrechtlich ein.
Die neueste Vorgehensweise der Täter ist, sich als Mitarbeiter eines Anwaltsbüros auszugeben. Sie melden sich unaufgefordert bei Inhabern von Timesharing-Anteilen und täuschen vor, einen Käufer für die Anteile an der Hand zu haben. Die Verkäufer werden aufgefordert, vorab verschiedene Gebühren über Western Union an Notare zu transferieren. Um seriös zu erscheinen, übersenden die Betrüger per Fax eine persönliche Bürgschaft zur Rückzahlung der geleisteten Zahlungen sowie die Kopie eines Reisepasses; hierbei handelt es sich jedoch um die verfälschte Kopie eines Reisepasses von einem anderen Geschädigten.
Das BKA warnt dringend davor, sich beim Kauf von Timesharing-Anteilen auf derartige Finanzierungsmethoden einzulassen und beim Verkauf der Anteile Vorausgebühren zu leisten. Geschädigte sollten Anzeige bei der für sie zuständigen Polizeidienststelle erstatten.
Seit vielen Jahren erwerben deutsche Urlauber Ferieneigentum im Ausland. Bereits im April und Dezember 2001 sowie im Juni diesen Jahres warnte das Bundeskriminalamt sowohl Käufer als auch Verkäufer von Nutzungsrechten vor verschiedenen Betrugsvarianten in Spanien. Nachdem die spanischen Behörden inzwischen gegen die Verantwortlichen ermitteln, agieren nun andere Betrüger in der Dominikanischen Republik.
Herausgeber: Bundeskriminalamt, 65173 Wiesbaden, 20.12.2002
05.06.2007, 18:44
Timesharing - KEIN Wiederverkauf
Der Ärger, den Verbraucher bei ihren - vergeblichen - Bemühungen haben, ein Ferienwohnrecht wieder zu verkaufen, ist alles andere als neu. Denn mittlerweile nehmen die miesen Machenschaften von Anbietern, die angeblich den Wiederverkauf von Timesharing betreiben, immer kriminellere Ausmaße an. Die Schäden steigen stetig.
Mit diesem Ratgeber möchten wir vor allem einige typische Merkmale benennen, anhand derer Sie die unseriösen Vermittlungsangebote entlarven können. Sie werden damit zwangsläufig zu tun haben, wenn Sie Ihr Ferienwohnrecht zum Kauf anbieten.
Nicht nur nach den Erfahrungen des Europäischen Verbraucherzentrums, sondern auch nach Einschätzung des Bundeskriminalamtes (BKA) ist der Wiederverkauf von "gebrauchtem Timesharing" nahezu völlig ausgeschlossen.
Dieser Ratgeber "Timesharing - KEIN Wiederverkauf" ist gegen Einsendung von Briefmarken im Werte von 1,10 Euro (2 x 55 Cent) erhältlich bei:
EuropäischesVerbraucherzentrum Kiel
- Timesharing: Kein Wiederverkauf -
wenn ich das Wort lese, kommt es mir hoch, denn eine größer Abzocke habe ich noch nicht gesehen.
Auf Rhodos stehen die Typen und Mädels an jeder Ecke, und die Touris sind so blöd und merken nicht, was abgeht.
Aber der Jimmy, der die Firma führt, muss in Griechenland über gute Kontakte verfügen, denn es ist nicht erlaubt in Griechenland auf der Straße Geschäfte anzuleiern, aber es wird jedes Jahr schlimmer. Und wenn mal Jemand von dem Verein hopps genommen wurde, von der Polizei, geht es einige Stunden später wieder weiter.
Ist schon sehr komisch, aber auch Jimmy wird noch verlieren, denn die Polizei auf Rhodos ist ganz sicher nicht blöd.
Auszug - Focus = den ganzen Beitrag hier
„Gehirnwäsche“ bei Verkaufsshows
Ob Spanien, Dominikanische Republik oder Griechenland: Nicht selten werden ahnungslose Reisende schon am Flughafen oder am Strand angesprochen und unter einem Vorwand in mehrstündige Verkaufsshows gelockt. Mal gibt es einen Rabatt, wenn sie an einer Präsentation teilnehmen, mal operieren die Anbieter mit Gewinnlosen, die nur auf einer Verkaufsshow eingelöst werden können. „Die Leute werden geködert, dann kommen drei, vier Stunden Gehirnwäsche, und im Anschluss unterschreiben und zahlen die Leute irgendwas“, beklagt Werner Steuber von der Deutsch-Schweizerischen Schutzgemeinschaft für Auslandsgrundbesitz.
Auch Ehepaar Müller aus Dortmund (Name geändert) ließ sich blenden von den schönen Hochglanzprospekten, dem angeblich unschlagbaren Preis für zwei Wochen Sonne, Strand und mehr. Nach drei Stunden intensiven Verkaufsgespräches unterzeichnete es noch am Urlaubsort den Vertrag. Fatal: Das komplizierte Werk hatten sie nicht genau gelesen.
Als sie zu Hause die Reue packte, wollten sie ihren Vertrag, wie es das Gesetz zulässt, widerrufen. Doch Fehlanzeige: Der Anbieter zeigte ihnen die kalte Schulter. Er hatte eine Gesetzeslücke für sich ausgeschlachtet
Stichwort: "Ferien-Tauschwochen"
Die Überlassung von Räumlichkeiten in einer Ferienanlage für zwei Wochen im Jahr gegen ein monatliches Entgelt (hier: "Ferien-Tauschwochen") ist in der Regel nicht als Miete einer unbeweglichen Sache im Sinn von Art.22 Nr.1 EuGVVO einzustufen.
Den Schwerpunkt des Vertrags bildete nicht die Nutzung einer bestimmten Immobilie, sondern der Erwerb "tauschfähiger Urlaubswochen". Haben die Erwerber ihren Wohnsitz in Deutschland, sind gemäß Art.2 Abs.1 EuGVVO daher die deutschen Gerichte international zuständig.
Die Klägerin ist im Fürstentum Liechtenstein ansässig, die Beklagten haben ihren Wohnsitz ihn Deutschland. Während ihres Urlaubs auf Teneriffa waren die Beklagten in der Fußgängerzone zum Loseziehen animiert worden. Nachdem sich das gezogene Los als Gewinn herausgestellt hatte, wurden die Beklagten zum Aussuchen des Gewinns zu einer Veranstaltung in einer Ferienanlage eingeladen.
Die Beklagten erschienen am 26.09.2004 in der Ferienanlage und wurden in einen mit Tischen und Stühlen ausgestatteten Raum geführt, der über keine Büroeinrichtung verfügte. Zwischen den Parteien ist streitig, ob an oder neben der Tür ein Schild angebracht war, wonach der Raum ein Geschäftsraum der Klägerin sei. Dort vereinbarten die Parteien ein Recht der Beklagten, jährlich zwei so genannte "Ferien-Tauschwochen" in der Anlage zu verbringen. Hierfür sollten sie monatlich 83 Euro zahlen. Mit Schreiben vom 07.10.2004 widerriefen die Beklagten die Vereinbarung, ohne in der Anlage Urlaub gemacht zu haben.
Die Klägerin verlangte von den Beklagten gerichtlich 996 Euro als Entgelt für das Jahr 2005. Das AG und OLG wiesen die Klage ab. Die Revision der Klägerin hatte vor dem BGH keinen Erfolg.
Die Klägerin hat gegen die Beklagten keinen Anspruch auf Zahlung der 996 Euro Entgelt.
Die Klage ist zulässig. Die Überlassung von "Ferien-Tauschwochen" ist nach der Gestaltung des hier in Rede stehenden Vertrags nicht als Miete einer unbeweglichen Sache im Sinn von Art.22 Nr.1 EuGVVO einzustufen. Den Schwerpunkt des Vertrags bildete nicht die Nutzung einer bestimmten Immobilie, sondern der Erwerb "tauschfähiger Urlaubswochen". Weil die Beklagten ihren Wohnsitz in Deutschland haben, sind gemäß Art.2 Abs.1 EuGVVO die deutschen Gerichte international zuständig.
Weil die Beklagten am 07.10.2004 den Vertrag mit der Klägerin wirksam widerrufen haben, steht dieser kein Zahlungsanspruch mehr zu. Die Wirksamkeit des Widerrufs ist nach spanischem Recht zu beurteilen, dessen Anwendung die Parteien vereinbart hatten. Maßgeblich ist hier das spanische Gesetz Nr. 26/1991, welches den Zweck hat, die Richtlinie über Haustürgeschäfte (85/577/EWG) in das spanische Recht aufzunehmen.
Die vom spanischen Recht vorgesehenen Widerrufsvoraussetzungen liegen vor. So ist der Vertrag außerhalb der Geschäftsräume des Unternehmers geschlossen worden. Bei dem Raum, in dem die Beklagten den Vertrag unterzeichneten, konnte es sich wegen der fehlenden Büroeinrichtung vom äußeren Erscheinungsbild her durchaus um einen Aufenthaltsraum der Ferienanlage gehandelt haben. Für die Beklagten bestand kein Anlass, auf anderslautende Schilder zu achten. (Urteil BGH - VIII ZR 103/07)
Für die Pressemitteilung des BGH klicken Sie bitte ? hier
Ein verlockendes Angebot: Jedes Jahr Ferien machen im eigenen Appartement und dabei Sonne, Strand und Meer genießen. Das ist möglich mit dem sogenannten Timesharing. So wird das periodisch wiederkehrende Wohnrecht in einer Ferienimmobilie bezeichnet. Für den Kauf eines solchen Ferienwohnrechts greifen Verbraucher immer wieder tief in die Tasche. Oftmals sitzen sie dabei dubiosen Anbietern auf.
Von 2011 an soll eine neugefasste EU-Richtlinie die Rechte der Verbraucher stärken, indem sie entsprechende Verträge widerrufen können. Denn der Knackpunkt ist oft die Laufzeit. Andrea Sack, Juristin des Europäischen Verbraucherzentrums (EVZ) in Kiel, erläutert: "Bisher gelten die Schutzvorschriften erst ab 36 Monaten Vertragslaufzeit.
Die bislang geltenden Rechte sind seit 1997 als "Teilzeit-Wohnrechtegesetz" im Bürgerlichen Gesetzbuch (§481 - §487 BGB) verankert. In Spanien - dem größten Timesharing-Markt Europas - existiert ein entsprechendes Gesetz seit 1999.
Um die Klientel zu täuschen, würden vielfach offiziell wirkende Briefköpfe und Stempel benutzt. An die Daten der Verkaufswilligen kamen die Betrüger über Timesharing-Tauschbörsen. Die Verbraucherschützerin empfiehlt deshalb, sowohl gegenüber solchen Börsen als auch gegenüber sogenannten Interessensgemeinschaften vorsichtig zu sein.
Holiday-Clubs oder Reise-Discount-Clubs sind neue Timesharing-Varianten. Die Verkäufer locken mit Gewinnspielen und versprechen einen günstigen Urlaub. Dafür sollen Verbraucher dann fünfstellige Beträge zahlen, sagt Sack. Als Gegenleistung gebe es oftmals - wenn überhaupt - ein wertloses Zertifikat
* Auszug / Quelle: N-TV
Die Seuche Timesharing gibt es weltweit
Das Auswärtige Amt warnt ebenfalls vor Timesharing
Im Bereich Allgemeine Reiseinformationen zu Thailand findet sich unter dem Stichwort Kriminalität folgender Absatz:
Bei den Wörtern Timesharing oder Ferienwohnrechte schalten deutsche Verbraucherschützer auf Rot, verfallen in hektische Umtriebe und stellen sich schützend vor ihre Schutzbefohlenen. Alle Jahre wieder - pünktlich wie der Vogelzug - lässt sich dieses Ritual beobachten. Kaum beginnt die Hauptreisesaison, erscheinen in verbraucherschutzeigenen Publikationen und deutschen Tageszeitungen Schlagzeilen wie "Urlaub lebenslänglich", "Schuldenfalle Timesharing", "Ferien zum Abgewöhnen", "Timesharing - Betrug ohne Ende?". Diese Liste ließe sich fortsetzen. Warum aber werden den Verbrauchern seit Jahren Informationen über das sinnvolle und nachhaltige Wirtschaftsmodell des Timesharings vorenthalten?
Vor allem in Spanien werden Urlauber mit dem sogenannten Timesharing über den Tisch gezogen. Besonders auf den Kanaren sind Drückertruppen unterwegs, die Teilzeitwohnrechte in Feriendomizilen teuer an ahnungslose Touristen losschlagen.
Timeshare-Betrüger auf Teneriffa gefasst
Dennoch hat ausgerechnet Spanien die neue EU-Richtlinie gegen Timesharing bisher nicht umgesetzt, ebenso wenig Polen, Slowenien und Litauen. Die EU-Kommission leitet jetzt rechtliche Schritte gegen diese Staaten ein. „Sie hatten mehr als zwei Jahre Zeit, ihre Hausaufgaben zu erledigen“, erklärt Justizkommissarin Viviane Reding.
Die Richtlinie sieht vor, dass Verbraucher 14 Tage lang vom Vertrag zurücktreten können und Anbieter in dieser Zeit keine Anzahlung oder Kaution verlangen dürfen. Timesharing lohnt fast nie. Die Abzocker sprechen ihre Opfer oft auf der Straße an, etwa mit einer angeblich unverbindlichen Meinungsumfrage, mit Gewinnspielen oder Gratisausflügen. Dann wechseln sie zum Thema Timesharing, versprechen hohe Renditen, die sich später als Lüge entpuppen
Teneriffa-Timesharing: Falsche Aufkäufer, Cash-Back-Zertifikate und Insolvenzauszahler
Ferienclub Cordial, Österreich? »
HAPIMAG Aktien? »
Ein "seltsames Angebot" f. spanische Immobilien »

References: Art.22
 Art.2
 BGH 
 Art.22
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 BGH 
 BGH 
 §487