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Timestamp: 2016-10-22 08:51:10+00:00

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2C_326/2013 (20.11.2013)
2C_326/2013 � � Urteil vom 20. November 2013
�Die 1988 geborene serbische Staatsangeh�rige X.________ reiste am 2. April 2008 im Rahmen des Familiennachzugs zu ihrem hier niederlassungsberechtigten Ehegatten in die Schweiz ein, worauf ihr eine Aufenthaltsbewilligung erteilt und letztmals bis zum 30. April 2011 verl�ngert wurde. Am 1. Oktober 2009 wurde den Ehegatten eine gemeinsame Tochter geboren.
�Am 8. August 2010 zog X.________ aus der ehelichen Wohnung aus. Mit Urteil vom 2. November 2010 stellte der Gerichtspr�sident von Muri/AG im Eheschutzverfahren die gemeinsame Tochter f�r die Dauer des Getrenntlebens unter die Obhut der Kindsmutter; dem Kindsvater wurde ein Besuchsrecht f�r jedes zweite Wochenende einger�umt. �berdies verpflichtete der Gerichtspr�sident den Ehemann von X.________ zur monatlichen Leistung von Fr. 700.-- zuz�glich Kinderzulagen an den Unterhalt der gemeinsamen Tochter sowie von monatlich Fr. 1'000.-- an den pers�nlichen Unterhalt von X.________. Am 24. Februar 2011 sprach ein vom Ehemann angerufenes serbisches Gericht die Scheidung aus. Die Unterhaltspflicht des geschiedenen Ehemanns wurde neu auf EUR 200.-- / Monat festgelegt.
�Mit Verf�gung vom 23. Dezember 2010 lehnte das Migrationsamt des Kantons Aargau (heute: Amt f�r Migration und Integration Kanton Aargau) das Gesuch von X.________ um Verl�ngerung ihrer Aufenthaltsbewilligung ab und es wies sie aus der Schweiz weg.
�Gegen die Verf�gung des Migrationsamtes erhob X.________ Einsprache bei dessen Rechtsdienst, welcher das Rechtsmittel jedoch mit Entscheid vom 20. Juni 2011 abwies.
�Dagegen beschwerte sich X.________ am 20. Juli 2011 beim damaligen Rekursgericht im Ausl�nderrecht des Kantons Aargau. Dieses wurde per 1. Januar 2013 in das Verwaltungsgericht des Kantons Aargau integriert. Mit Urteil vom 19. Februar 2013 hiess das Verwaltungsgericht die Beschwerde gut und es wies das Amt f�r Migration und Integration an, die Aufenthaltsbewilligung von X.________ zu verl�ngern.
�Mit Eingabe vom 15. April 2013 f�hrt das Bundesamt f�r Migration Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht und stellt den Antrag, das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau vom 19. Februar 2013 sei aufzuheben. Das Bundesamt begr�ndet dies im Wesentlichen damit, X.________ habe keinen Anspruch auf eine Bewilligungsverl�ngerung.
�X.________ beantragt, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten; eventualiter sei sie abzuweisen. Das Verwaltungsgericht des Kantons Aargau schliesst ebenfalls auf Abweisung der Beschwerde. Das Amt f�r Migration und Integration Kanton Aargau beantragt dagegen deren Gutheissung.
1.1.�Das Bundesamt f�r Migration ist auf dem Gebiet des Ausl�nderrechts befugt, gegen kantonal letztinstanzliche richterliche Entscheide mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zu gelangen (Art. 89 Abs. 2 lit. a BGG in Verbindung mit Art. 14 Abs. 2 der Organisationsverordnung vom 17. November 1999 f�r das Eidgen�ssische Justiz- und Polizeidepartement [OV-EJPD; SR 172.213.1]; BGE 134 II 201 E. 1.1 S. 203 mit Hinweisen). Seine Beschwerdem�glichkeit dient der richtigen und einheitlichen Anwendung des Bundesrechts; sie setzt kein hier�ber hinausgehendes spezifisches schutzw�rdiges (�ffentliches) Interesse voraus. Immerhin muss ein mit Blick auf die einheitliche Anwendung des Bundesrechts in vergleichbaren F�llen zureichendes Interesse an der Beurteilung der aufgeworfenen Probleme bestehen (Urteil 2C_888/2011 vom 20. Juni 2012 E. 1 mit Hinweisen). Bei der hier im Streit liegenden Aufenthaltsbewilligung gest�tzt auf Art. 50 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 �ber die Ausl�nderinnen und Ausl�nder (Ausl�ndergesetz, AuG; SR 142.20) handelt es sich um eine Anspruchsbewilligung. Den Beh�rden kommt - anders als bei den Art. 18-30 AuG - kein Ermessen zu, �ber das die Gerichte nicht oder nur beschr�nkt befinden k�nnen (Urteil 2C_590/2010 vom 29. November 2010 E. 2.5.3). Es stellt eine Aufgabe des Bundesamts dar, in diesem Rahmen eine einheitliche Handhabung des Bewilligungstatbestands von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG sicherzustellen, weshalb seine Beschwerdebefugnis zu bejahen ist. Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist deshalb einzutreten.
1.2.�Das Bundesgericht pr�ft die Anwendung von Bundesrecht mit Einschluss des Verfassungs- und V�lkerrechts mit freier Kognition (Art. 95 lit. a und lit. b BGG). Es legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG); es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig, d.h. willk�rlich ist oder wenn sie auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 1 und Abs. 2 BGG). Macht der Beschwerdef�hrer sachverhaltliche Annahmen geltend, die von den vorinstanzlichen Feststellungen abweichen, muss er substantiiert darlegen, inwiefern die Voraussetzungen einer Ausnahme gem�ss Art. 105 Abs. 2 BGG gegeben sind. Andernfalls k�nnen solche Vorbringen nicht ber�cksichtigt werden. Entsprechende M�ngel m�ssen in der Beschwerde substantiiert aufgezeigt und ger�gt werden (Art. 106 Abs. 2 BGG). Demzufolge gen�gt es nicht, einen von den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz abweichenden Sachverhalt zu behaupten. Auf rein appellatorische Kritik an den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen oder an deren Beweisw�rdigung tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 136 II 101 E. 3 S. 104 f.; 135 V 39 E. 2.2 S. 41). Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen nur soweit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG).
In seiner Rechtsmitteleingabe ergeht sich das beschwerdef�hrende Bundesamt �ber weite Strecken in Mutmassungen und unbelegten sachverhaltlichen Behauptungen, die mit den Erkenntnissen des Verwaltungsgerichts im Widerspruch stehen. Es verkennt dabei den Gehalt seiner Begr�ndungspflicht (Art. 42 BGG) vor dem Hintergrund der Bindung des Bundesgerichts an die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen (vgl. oben E. 1.1). Das Bundesamt vermag nicht aufzuzeigen - und versucht dies nicht einmal -, in welcher Weise die vorinstanzlichen Feststellungen willk�rlich sein sollen und dort, wo es den Sachverhalt erg�nzt haben m�chte, tut es nicht dar, inwiefern dieser vom Verwaltungsgericht offensichtlich unvollst�ndig erhoben worden sein soll. Dem Urteil des Bundesgerichts ist daher der vorinstanzliche Sachverhalt zugrunde zu legen.
2.1.�Die Beschwerdegegnerin hatte gem�ss Art. 43 Abs. 1 AuG Anspruch auf Erteilung und Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung, solange sie mit ihrem in der Schweiz niedergelassenen ehemaligen Ehemann zusammenwohnte. Dieser Anspruch besteht gem�ss Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG nach Aufl�sung der Ehe weiter, wenn eine erfolgreiche Integration besteht und sofern die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat, was hier unbestrittenermassen nicht der Fall ist. Ebenso besteht der Anspruch weiter, wenn wichtige pers�nliche Gr�nde einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG).
2.2.�Solche Gr�nde k�nnen gem�ss Art. 50 Abs. 2 AuG namentlich dann vorliegen, wenn die Ehegattin oder der Ehegatte Opfer ehelicher Gewalt wurde oder die pers�nliche, berufliche und famili�re Wiedereingliederung im Herkunftsland stark gef�hrdet erscheint. Diese Gr�nde sind nicht abschliessend; die Bestimmung von Art. 50 AuG l�sst der Beh�rde einen gewissen humanit�ren Beurteilungsspielraum (BGE 136 II 1 E. 5.3 S. 4). Entscheidend ist nicht, ob ein Leben in der Schweiz f�r die betroffene Person einfacher w�re; ein nachehelicher H�rtefall setzt vielmehr eine erhebliche Intensit�t der Konsequenzen f�r das Privat- und Familienleben der ausl�ndischen Person voraus, die aufgrund der konkreten Umst�nde mit ihrer Lebenssituation nach dem Dahinfallen der bisherigen Anwesenheitsberechtigung verbunden w�re. Hat der Aufenthalt nur k�rzere Zeit gedauert und wurden keine engen Beziehungen zur Schweiz gekn�pft, l�sst sich ein Anspruch auf weiteren Verbleib nicht begr�nden, wenn die erneute Integration im Herkunftsland keine besonderen Probleme stellt (zum Ganzen: Botschaft AuG, BBl 2002 3709 Ziff. 1.3.7.6 S. 3754; BGE 138 II 229 E. 3.1 S. 231 f.; 137 II 345 E. 3.2.3 S. 349 f.).
2.3.�Bei der Beurteilung, ob ein wichtiger pers�nlicher Grund nach Art. 50 AuG vorliegt, k�nnen ausserdem die in Art. 31 Abs. 1 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 �ber Zulassung, Aufenthalt und Erwerbst�tigkeit (VZAE; SR 142.201) erw�hnten Gesichtspunkte im In- oder Heimatland eine Rolle spielen, auch wenn sie einzeln betrachtet grunds�tzlich noch keinen H�rtefall begr�nden, also der Grad der Integration, die Respektierung der Rechtsordnung, die Familienverh�ltnisse, die finanziellen Umst�nde, die Dauer der Anwesenheit oder der Gesundheitszustand des Betroffenen und seiner Familie (BGE 137 II 345 E. 3.2.2 S. 349; vgl. auch das Urteil 2C_216/2009 vom 20. August 2009 E. 2.2). Mit in Betracht zu ziehen sind ausserdem die Umst�nde, die zum Abschluss bzw. zur Aufl�sung der Ehe gef�hrt haben (vgl. BGE 137 II 345 E. 3.2.3 S. 349 f.; 137 II 1 E. 4.1 S. 7 f.; THOMAS HUGI YAR, Von Trennungen, H�rtef�llen und Delikten: Ausl�nderrechtliches rund um die Ehe- und Familiengemeinschaft, in: Jahrbuch f�r Migrationsrecht 2012/2013, S. 78 f.).
2.4.�Sodann ist im Rahmen von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG auch den Interessen allf�lliger Kinder Rechnung zu tragen, falls eine enge Beziehung zu ihnen besteht und sie in der Schweiz ihrerseits gut integriert erscheinen (Botschaft AuG, BBl 2002 3709 Ziff. 1.3.7.6 S. 3754; BGE 138 II 229 E. 3.1 S. 232 f.; 137 II 345 E. 3.2.2 S. 349). Dabei sind auch die Anforderungen zu ber�cksichtigen, die sich aus Art. 8 EMRK ergeben, denn die wichtigen pers�nlichen Gr�nde im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG k�nnen nicht einschr�nkender verstanden werden als allf�llige sich aus Art. 8 EMRK ergebende Anspr�che auf Erteilung bzw. Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung (Urteile 2C_318/2013 vom 5. September 2013 E. 3.3; 2C_327/2010 / 2C_328/2010 vom 19. Mai 2011 E. 2.2, nicht publ. in: BGE 137 I 247).
3.1.�Die Vorinstanz hielt im angefochtenen Entscheid fest, die Beschwerdegegnerin sei zwar seitens der Familie ihres Mannes zeitweise Beleidigungen und Drohungen betreffend die gemeinsame Tochter ausgesetzt gewesen und habe sich in einer Drucksituation befunden, doch habe diese nicht die Intensit�t ehelicher Gewalt erreicht. Hinsichtlich der sozialen Wiedereingliederung hielt die Vorinstanz fest, der Beschwerdegegnerin als alleinerziehende Mutter w�rden im Falle einer R�ckkehr nach Serbien erhebliche wirtschaftliche Probleme erwachsen und allenfalls m�sste sie sich gar ohne Erwerbseinkommen durchschlagen. Von einer dauerhaften finanziellen Unterst�tzung durch ihre Eltern k�nne nicht ausgegangen werden. Dennoch erscheine die soziale Wiedereingliederung der Beschwerdegegnerin in Serbien insgesamt nicht als stark gef�hrdet, zumal sie dort den weitaus �berwiegenden Teil ihres Lebens verbracht habe, mit den heimatlichen Verh�ltnissen nach wie vor bestens vertraut sei und insbesondere auch als geschiedene Frau dort eine Wohnung mieten k�nne.
3.2.�Allerdings wertete das Verwaltungsgericht die wirtschaftliche Integration der Beschwerdegegnerin in der Schweiz ausserordentlich positiv. Diese habe erfolgreiche Anstrengungen unternommen und bereits kurz nach ihrem Auszug aus der ehelichen Wohnung eine Arbeitsstelle gefunden. Seit dem 1. M�rz 2011 arbeite sie in Teilzeitpensen als Raumpflegerin und sei derzeit bei verschiedenen Arbeitgebern in teilweise unbefristeter Anstellung t�tig, wobei sie gem�ss eigenen Angaben ein monatliches Einkommen von aktuell rund Fr. 3'000.-- erziele. Dieses berufliche Engagement sei der Beschwerdegegnerin nur m�glich, weil ihre Mutter die Tochter w�hrend ihrer Arbeitszeit betreue.
3.3.�Vor allem aber erkannte das Verwaltungsgericht im Verh�ltnis zwischen der Tochter und der Mutter der Beschwerdegegnerin einen wichtigen Grund f�r den weiteren Aufenthalt: Die Tochter der Beschwerdegegnerin wohne an den Wochentagen wie auch am Samstag sogar mehrheitlich bei den Grosseltern. Aus diesem Grund gehe das Verh�ltnis des Kindes zur Grossmutter �ber die normale emotionale Verbindung zwischen Enkelkind und Grossvater oder -mutter hinaus; die umfassende Betreuung komme einer Eltern-Kind-Beziehung sehr nahe. W�rde der Beschwerdegegnerin die Anwesenheitsbewilligung verweigert, k�nnte die enge Beziehung nicht weitergef�hrt werden und das Bed�rfnis des Kleinkindes nach einer kontinuierlichen und stabilen Bindung zu einer der wichtigsten Bezugspersonen w�rde beeintr�chtigt.
4.1.�Das beschwerdef�hrende Bundesamt erachtet die Voraussetzungen von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG dagegen als nicht erf�llt. Es weist darauf hin, dass sich die Vorinstanz betreffend die wirtschaftliche Integration der Beschwerdegegnerin auf eine Betrachtung der aktuellen Situation beschr�nke und dabei ausser Acht lasse, dass das Erwerbseinkommen der Beschwerdegegnerin zuvor w�hrend l�ngerer Zeit deutlich geringer ausgefallen sei. Zudem arbeite sie teilweise nur in befristeter Stellung, was ebenfalls gegen eine gefestigte berufliche Integration spreche.
4.2.�Weiter erwartet das Bundesamt auch keine Schwierigkeiten bei einer wirtschaftlichen Reintegration der Beschwerdegegnerin in Serbien: Es verweist darauf, dass diese von ihren Eltern auch nach der Scheidung finanziell unterst�tzt worden sei, weshalb nicht von einer gesellschaftlichen Ausgrenzung aufgrund der Scheidung gesprochen werden k�nne. Vielmehr d�rfe davon ausgegangen werden, dass die Beschwerdegegnerin nach einer R�ckkehr in ihr Heimatland von ihren dort lebenden Verwandten in einem gewissen Umfang ebenfalls unterst�tzt werde. Zudem k�nne es ihr zugemutet werden, ihrer in der Schweiz ausge�bten T�tigkeit als Raumpflegerin auch in Serbien nachzugehen. �berdies erhalte sie auch noch Alimente von ihrem geschiedenen Ehemann. Zu rechnen sei schliesslich auch mit einer Weiterf�hrung der finanziellen Unterst�tzung durch die in der Schweiz lebenden Eltern, zumal aufgrund der tieferen Lebenshaltungskosten in Serbien auch ein geringf�gigerer Betrag hilfreich und ausreichend sein d�rfte.
4.3.�Bez�glich des Kindeswohls f�hrt das Bundesamt aus, ein H�rtefall liege rechtsprechungsgem�ss vor allem bei Kindern im Jugendalter vor, welche ihre Adoleszenz zumindest teilweise in der Schweiz verbracht h�tten; in dieser Zeit w�rden sich die Kinder emotional von den Eltern abl�sen und ein eigenes Beziehungsnetz aufbauen, weswegen dann eine Wegweisung aus der Schweiz besonders ins Gewicht falle. Bei kleineren Kindern werde dagegen davon ausgegangen, dass sie emotional noch enger an die Eltern gebunden seien, weswegen es ihnen regelm�ssig zugemutet werden k�nne, das Lebensschicksal des Sorge- bzw. Obhutsberechtigten zu teilen und ihm hierf�r gegebenenfalls ins Ausland zu folgen. Im vorliegenden Fall bef�nde sich die dreij�hrige Tochter der Beschwerdegegnerin noch in einem anpassungsf�higen Alter und sie sei vorab an ihre Mutter gebunden, welche eindeutig ihre zentrale Bezugsperson darstelle; einzig w�hrend deren Arbeitst�tigkeit sei die Grossmutter f�r die Kinderbetreuung zust�ndig. Es handle sich dabei um eine ganz gew�hnliche Betreuung des Kindes w�hrend der Arbeitszeit wie sie auch anderweitig - namentlich auch in der serbischen Heimat von Mutter und Kind - m�glich sei.
5.1.�Die Vorinstanz hat festgehalten, dass die Tochter der Beschwerdegegnerin an den Wochentagen und samstags mehrheitlich bei den Grosseltern in A.________ im Kanton Schwyz wohnt. Sie hat dieses Verh�ltnis als "umfassende Betreuung" bezeichnet, die faktisch einer Eltern-Kind-Beziehung sehr nahe kommt und festgehalten, die Beschwerdegegnerin und ihre Mutter bildeten "zumindest gleichwertige Bezugs- und Betreuungspersonen". Was das Bundesamt hiergegen unter Verweis auf fr�here, reduzierte Arbeitspensen der Beschwerdegegnerin einwendet, l�sst die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen nicht als willk�rlich erscheinen, weshalb sie f�r das Bundesgericht verbindlich sind (vgl. E. 1.2 hiervor). Frei pr�ft das Bundesgericht dagegen, wie dieses enge innerfamili�re Verh�ltnis rechtlich zu w�rdigen ist.
�Das beschwerdef�hrende Bundesamt beruft sich auf BGE 127 II 60 E. 2a S. 67 und macht geltend, ein Kleinkind - wie die Tochter der Beschwerdegegnerin - k�nne zu Drittpersonen nicht eine Beziehung aufbauen, welche jener zu den obhuts- und sorgeberechtigten Personen gleichzustellen sei. Das Bundesgericht hat im angef�hrten Urteil indes nur festgehalten, ein Kleinkind unterhalte vorerst keine selbst�ndige Beziehung zu seiner weiteren Umwelt bzw. zu einem bestimmten Land; eine solche entstehe w�hrend der ersten Lebensjahre vielmehr durch Vermittlung der Eltern. Mit diesen Erw�gungen hat das Bundesgericht lediglich begr�ndet, weshalb die Anwesenheitsberechtigung eines Kleinkindes, das �ber eine abgeleitete Bewilligung verf�gt, an diejenige der Eltern gekoppelt ist und es ihm in der Regel ohne Weiteres zuzumuten ist, das Land zusammen mit seinen Eltern zu verlassen. In seiner j�ngeren Rechtsprechung hat das Bundesgericht aber auch immer wieder festgehalten, bei hinreichender Intensit�t seien auch Beziehungen zwischen nahen Verwandten unter dem Blickwinkel von Art. 8 EMRK bedeutsam (BGE 135 I 143 E. 3.1 S. 148 mit Hinweisen auf die Lehre). Mit Bezug auf das konventionsrechtlich gesch�tzte Familienleben ist n�mlich nicht die formelle Obhuts- oder Sorgeberechtigung massgeblich, sondern die Effektivit�t der Beziehung (Achermann/Caroni in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Ausl�nderrecht, 2. Aufl. 2009, Rz. 6.27) : Gerade f�r ein Kleinkind ist einzig von Belang, wer die physische und emotionale F�rsorge tats�chlich wahrnimmt. Gem�ss den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz trifft dies f�r die Grossmutter im �hnlichen Mass zu wie f�r die Beschwerdegegnerin selbst, so dass quasi eine Eltern-Kind-Beziehung vorliegt. Auch wenn aus einer solchen qualifizierten, vom Schutzbereich von Art. 8 Ziff. 1 EMRK erfassten famili�ren Beziehung noch nicht automatisch ein Aufenthaltsrecht von Mutter und Kind entsteht, ist diese jedenfalls im Rahmen von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG massgeblich mitzuber�cksichtigen. Sie stellt einen wichtigen pers�nlichen Grund dar, der stark daf�r spricht, den Verbleib des Kindes in der Schweiz als erforderlich erscheinen zu lassen. Gleiches ergibt sich im Wesentlichen aus Art. 3 Abs. 1 des �bereinkommens vom 20. November 1989 �ber die Rechte des Kindes (KRK; SR 0.107), wonach bei allen Massnahmen, die Kinder betreffen, das Wohl des Kindes als vorrangiger Gesichtspunkt mitzuber�cksichtigen ist (BGE 136 I 297 E. 8.2 S. 308).
�Dass der Beziehung des Kindes zur Grossmutter im vorliegenden Fall eine aussergew�hnliche Stellung zukommt, ergibt sich sodann auch aus den ebenfalls verbindlichen Feststellungen des Verwaltungsgerichts zum Vater-Kind-Verh�ltnis: Diesbez�glich hielt die Vorinstanz fest, das serbische Scheidungsurteil enthalte keine Besuchsregelung. Im schweizerischen Eheschutzurteil sei ein Besuchsrecht an jedem zweiten Samstag vorgesehen gewesen; im Januar 2011 h�tten die Parteien zudem einen w�chentlichen Besuch im Umfang eines Halbtages vereinbart. Dieses Besuchsrecht sei jedoch nur sporadisch ausge�bt worden. Es sei zu mehreren mehrmonatigen Unterbr�chen gekommen, angeblich wegen gesundheitlichen Problemen und Ferienaufenthalten des Kindsvaters. Auch in j�ngster Vergangenheit sei das Besuchsrecht nicht mehr ausge�bt worden. Aufgrund dieser Ausf�hrungen erhellt, dass dem Verh�ltnis zum Vater, welches f�r ein Kind in aller Regel von erheblicher Bedeutung ist, hier nur eine stark reduzierte Funktion zukommen kann; umso mehr Gewicht erhalten dadurch die verbleibenden emotionalen Bindungen des Kindes.
5.2.�Weiterhin mag der Einwand des Bundesamtes zutreffen, dass das Erwerbseinkommen der Beschwerdegegnerin zu einem fr�heren Zeitpunkt lediglich ca. Fr. 1'400.-- betragen hat, doch schliesst dies nicht aus, dass sie es in der Zwischenzeit, d.h. bis zum Zeitpunkt des angefochtenen Entscheids, auf Fr. 3'000.-- steigern konnte; der Einwand ist insofern irrelevant. Auch das beschwerdef�hrende Bundesamt anerkennt, dass bei einer alleinerziehenden Mutter, wie es die Beschwerdegegnerin ist, deutlich geringe Anforderungen an die wirtschaftliche Integration zu stellen sind. Vor diesem Hintergrund erscheint die vorinstanzliche Einsch�tzung gerechtfertigt, die Beschwerdegegnerin habe sich sehr erfolgreich wirtschaftlich integriert; trotz der widrigen Umst�nde ist sie gem�ss den vorinstanzlichen Feststellungen in der Lage, ihren Lebensunterhalt selbst�ndig und ohne finanzielle Unterst�tzung ihrer Eltern oder des Staats zu bestreiten. Darin ist ein weiterer, f�r die Einsch�tzung eines H�rtefalls relevanter Aspekt zu erblicken.
5.3.�Das Bundesamt stellt auch die von der Vorinstanz erkannten Wiedereingliederungsschwierigkeiten der Beschwerdegegnerin in Frage.
5.3.1.�Das Bundesgericht hat in einem k�rzlich ergangenen Entscheid im Falle einer alleinerziehenden Kroatin, die im Alter von knapp 20 Jahren in die Schweiz gekommen war, das Vorliegen eines H�rtefalls im Falle der R�ckkehr nach gescheiterter Ehe verneint. Es begr�ndete dies zum einen damit, in Kroatien werde jede achte Familie von einer alleinerziehenden Mutter gef�hrt, weshalb sie alleine wegen des Status als Geschiedene kaum mit Diskriminierungen zu rechnen h�tte. Zudem sei davon auszugehen, dass die betreffende Beschwerdef�hrerin von ihren Eltern, die in Kroatien lebten, unterst�tzt w�rde (Urteil 2C_830/2010 vom 10. Juni 2011). Bez�glich der Situation Alleinerziehender d�rfte es sich in Serbien nicht v�llig anders verhalten und auch die Vorinstanz ist nicht von einer gesellschaftlichen �chtung einer alleinerziehenden Mutter ausgegangen. Die hier zu beurteilende Situation unterscheidet sich vom zitierten Fall aber immerhin dadurch, dass die Eltern der Beschwerdegegnerin in der Schweiz leben, weshalb eine direkte, praktische Unterst�tzung ihrer Tochter in der Bew�ltigung des Alltags nach einer R�ckkehr ausser Betracht f�llt. Nicht zwingend scheint in diesem Zusammenhang die Feststellung der Vorinstanz, es sei davon auszugehen, dass die Eltern der Beschwerdegegnerin diese im Falle einer R�ckkehr nach Serbien finanziell nicht (mehr) unterst�tzen w�rden. Wenn auf der andern Seite allerdings das Bundesamt mutmasst, die Beschwerdegegnerin werde in Serbien auf die Unterst�tzung anderer Verwandter z�hlen k�nnen, erscheint auch diese Annahme wenig fundiert. Der angefochtene Entscheid enth�lt keine Angaben zu den finanziellen Verh�ltnissen und den pers�nlichen Umst�nden dieser Verwandten, welche diese Vermutung rechtfertigen w�rden, und das Bundesamt begr�ndet sie auch nicht n�her. Angesichts dieser Umst�nde kann zwar aufgrund des massgeblichen Sachverhalts keine Notlage der Beschwerdegegnerin im Falle einer R�ckkehr in ihr Heimatland angenommen werden. Vertretbar erscheint aber immerhin die Einsch�tzung der Vorinstanz, dass die wirtschaftliche Reintegration im Sinne der Schaffung einer eigenen Existenzgrundlage f�r die Beschwerdegegnerin als alleinerziehende Mutter eines Kleinkindes sp�rbar erschwert w�re.
5.4.�Neben der Integration in der Schweiz, den M�glichkeiten f�r eine Wiedereingliederung im Herkunftsland und den Familienverh�ltnissen k�nnen f�r die Beurteilung der Frage, ob ein H�rtefall nach Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG vorliegt, auch die weiteren, in Art. 31 Abs. 1 sowie in Art. 77 VZAE erw�hnten Gesichtspunkte eine Rolle spielen (vgl. E. 2.3 hiervor). Diese sprechen ebenfalls nicht gegen die Beschwerdegegnerin, lagen doch der Vorinstanz keine Hinweise auf mangelnden Respekt vor der Rechtsordnung vor, und die Beschwerdegegnerin lebte zum Urteilszeitpunkt immerhin bereits rund f�nf Jahre in der Schweiz. Sie hat ihre Heimat im Vertrauen auf eine dauerhafte Ehe verlassen, was ihr eine schutzw�rdigere Position verschafft als einer ausl�ndischen Person, die zun�chst illegal in die Schweiz einreist (Urteil 2C_647/2010 vom 10. Februar 2011 E. 3.7).
5.5.�Zusammenfassend ergibt sich, dass die Trennung der Tochter der Beschwerdegegnerin von ihrer Grossmutter, zu der sie eine sehr enge Beziehung unterh�lt, einem erheblichen Eingriff in das Recht auf Familienleben nach Art. 8 Ziff. 1 EMRK gleichk�me, was ein gewichtiges Argument f�r die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung f�r Mutter und Kind gest�tzt auf Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG darstellt. Bei dieser Ausgangslage gen�gen weitere, weniger bedeutsame Aspekte, die zugunsten der Beschwerdegegnerin sprechen, um deren weiteren Aufenthalt in der Schweiz "erforderlich" im Sinne der obigen Bestimmung zu machen. Solche Aspekte liegen hier vor, denn einerseits hat sich die Beschwerdegegnerin erfolgreich wirtschaftlich in der Schweiz integriert und anderseits ist absehbar, dass sich eine R�ckkehr nach Serbien sehr schwierig gestalten w�rde. Bei diesem Ergebnis hat die Vorinstanz durch die Bejahung wichtiger Gr�nde im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG kein Bundesrecht verletzt.
�Bei diesem Verfahrensausgang sind keine Gerichtskosten zu erheben (Art. 66 Abs. 1 und Abs. 4 BGG). Das Bundesamt f�r Migration hat die Beschwerdegegnerin f�r das bundesgerichtliche Verfahren aber mit Fr. 1'500.-- zu entsch�digen (Art. 68 Abs. 1 BGG).
�Das Bundesamt f�r Migration hat die Beschwerdegegnerin f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 1'500.-- zu entsch�digen.
�Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten sowie dem Verwaltungsgericht des Kantons Aargau, 2. Kammer, schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 14
 BGE 
 Art. 50
 Art. 18
 Art. 50
 Art. 95
 Art. 105
 Art. 105
 Art. 43
 Art. 50
 Art. 50
 Art. 50
 BGE 
 Art. 50
 Art. 31
 BGE 
 Art. 50
 BGE 
 Art. 8
 Art. 50
 Art. 8
 BGE 
 Art. 50
 BGE 
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 50
 Art. 3
 Art. 50
 Art. 31
 Art. 77
 Art. 8
 Art. 50
 Art. 50