Source: http://www.deutschestextarchiv.de/book/view/estor_rechtsgelehrsamkeit03_1767?p=385
Timestamp: 2019-02-23 21:31:40+00:00

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Schoepff cons. 4, n. 20, vol. VIIII, und cons. 6,
n. 10 fgg. vol. VII; wozu iedoch ein erschlichener
gebotsbrif nicht anreichend ist, Mevius im cons.
LXVI, n. 138; wohl aber ein rechtskräftiges urtel,
Mevius P. VIII decis. 227. Die dinste sind aber
entweder von ganzen gemeinden, oder einzelen per-
sonen derselben zu leisten. Wenn das leztere ist,
können dise wenige der ganzen gemeinde keinen nach-
teil veranlassen, Harpprecht cons. 6 n. 51 fg. vol.
VII, von Wernher P. IIII, obs. 217.
den fürgesezten der dörfer, und den
von inen zu sezenden personen.
Die fürgesezete, und aufseher in einem dorfe kön-
nen mancherlei seyn. Jre aufsichten gehen
bald auf kirchen- und schulen, bald auf die weltli-
chen dinge, teils auf das land, feld, teils auf an-
dere dinge, auch erhebungen der einkünfte etc. Da-
her kommen kirchenältesten, vorsteher, kirchenvä-
ter etc, synodschöffen, wie z. e. in der grafschaft
Runkel etc, faute, vögte, gerichts- land- dorf- feld-
schöppen, dorfshaubtleute, oder virer, heimbergen,
Haltaus sp. 856 fgg., Teuffel de iurisdict. com-
munitat. cap. II § 4, § 20. Von den fürgesezten
des dorfes sind dijenige zu unterscheiden, welche
von inen bestellet werden, als syndicen, tag- nacht-
wächter, dorfknechte, feldschüzen, hirten, und ande-
re personen, Teuffel cap. 2 § 12, 13, 34. Die
Wirtenbergische dörfer haben ire schuldheissen, bur-
gemeister, und gerichtsmannen, welche auch einige
Schoepff conſ. 4, n. 20, vol. VIIII, und conſ. 6,
n. 10 fgg. vol. VII; wozu iedoch ein erſchlichener
gebotsbrif nicht anreichend iſt, Mevius im conſ.
LXVI, n. 138; wohl aber ein rechtskraͤftiges urtel,
Mevius P. VIII deciſ. 227. Die dinſte ſind aber
ſonen derſelben zu leiſten. Wenn das leztere iſt,
koͤnnen diſe wenige der ganzen gemeinde keinen nach-
teil veranlaſſen, Harpprecht conſ. 6 n. 51 fg. vol.
VII, von Wernher P. IIII, obſ. 217.
den fuͤrgeſezten der doͤrfer, und den
von inen zu ſezenden perſonen.
Die fuͤrgeſezete, und aufſeher in einem dorfe koͤn-
nen mancherlei ſeyn. Jre aufſichten gehen
bald auf kirchen- und ſchulen, bald auf die weltli-
dere dinge, auch erhebungen der einkuͤnfte ꝛc. Da-
her kommen kirchenaͤlteſten, vorſteher, kirchenvaͤ-
ter ꝛc, ſynodſchoͤffen, wie z. e. in der grafſchaft
Runkel ꝛc, faute, voͤgte, gerichts- land- dorf- feld-
ſchoͤppen, dorfshaubtleute, oder virer, heimbergen,
Haltaus ſp. 856 fgg., Teuffel de iurisdict. com-
munitat. cap. II § 4, § 20. Von den fuͤrgeſezten
des dorfes ſind dijenige zu unterſcheiden, welche
von inen beſtellet werden, als ſyndicen, tag- nacht-
waͤchter, dorfknechte, feldſchuͤzen, hirten, und ande-
re perſonen, Teuffel cap. 2 § 12, 13, 34. Die
Wirtenbergiſche doͤrfer haben ire ſchuldheiſſen, bur-
gemeiſter, und gerichtsmannen, welche auch einige
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[361/0385] von den freien bauern. Schoepff conſ. 4, n. 20, vol. VIIII, und conſ. 6, n. 10 fgg. vol. VII; wozu iedoch ein erſchlichener gebotsbrif nicht anreichend iſt, Mevius im conſ. LXVI, n. 138; wohl aber ein rechtskraͤftiges urtel, Mevius P. VIII deciſ. 227. Die dinſte ſind aber entweder von ganzen gemeinden, oder einzelen per- ſonen derſelben zu leiſten. Wenn das leztere iſt, koͤnnen diſe wenige der ganzen gemeinde keinen nach- teil veranlaſſen, Harpprecht conſ. 6 n. 51 fg. vol. VII, von Wernher P. IIII, obſ. 217. Sechzigſtes haubtſtuͤck von den fuͤrgeſezten der doͤrfer, und den von inen zu ſezenden perſonen. § 438 Die fuͤrgeſezete, und aufſeher in einem dorfe koͤn- nen mancherlei ſeyn. Jre aufſichten gehen bald auf kirchen- und ſchulen, bald auf die weltli- chen dinge, teils auf das land, feld, teils auf an- dere dinge, auch erhebungen der einkuͤnfte ꝛc. Da- her kommen kirchenaͤlteſten, vorſteher, kirchenvaͤ- ter ꝛc, ſynodſchoͤffen, wie z. e. in der grafſchaft Runkel ꝛc, faute, voͤgte, gerichts- land- dorf- feld- ſchoͤppen, dorfshaubtleute, oder virer, heimbergen, Haltaus ſp. 856 fgg., Teuffel de iurisdict. com- munitat. cap. II § 4, § 20. Von den fuͤrgeſezten des dorfes ſind dijenige zu unterſcheiden, welche von inen beſtellet werden, als ſyndicen, tag- nacht- waͤchter, dorfknechte, feldſchuͤzen, hirten, und ande- re perſonen, Teuffel cap. 2 § 12, 13, 34. Die Wirtenbergiſche doͤrfer haben ire ſchuldheiſſen, bur- gemeiſter, und gerichtsmannen, welche auch einige gericht- Z 5
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Zitationshilfe: Estor, Johann Georg: Der Teutschen rechtsgelahrheit. Bd. 3. Frankfurt (Main), 1767, S. 361. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/estor_rechtsgelehrsamkeit03_1767/385>, abgerufen am 23.02.2019.

References: § 4
 § 20
 § 12
 § 4
 § 20
 § 12

§ 438
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 § 438
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