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Timestamp: 2018-06-18 17:07:48+00:00

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(1) 1Diese Verordnung regelt im Bereich des Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst (Staatsministerium) die Zulassung, Ausbildung und Prüfungen der Fachlehrerinnen und Fachlehrer
für gewerblich-technische Berufe,
für Schreibtechnik,
für sozialpädagogische und sozialpflegerische Berufe und
an öffentlichen und privaten beruflichen Schulen sowie die sonstige Qualifikation von Fachlehrerinnen und Fachlehrern an staatlichen beruflichen Schulen. 2Die Ausbildung erfolgt bedarfsbezogen.
(2) Diese Verordnung regelt im Bereich des Staatsministeriums des Innern, für Bau und Verkehr die pädagogische Ausbildung und Prüfung von Beamtinnen und Beamten des feuerwehrtechnischen Dienstes zu Fachlehrerinnen und Fachlehrern für Brand- und Katastrophenschutz im Rahmen der Ausbildungsqualifizierung nach § 30 Abs. 4 Satz 1 der Verordnung über den fachlichen Schwerpunkt feuerwehrtechnischer Dienst (FachV-Fw) vom 18. November 2011 (GVBl S. 599, BayRS 2038-3-2-12-I) in der jeweils geltenden Fassung.
(3) Soweit diese Verordnung keine Regelungen enthält, gelten die Vorschriften der Allgemeinen Prüfungsordnung entsprechend.
Qualifikation der Fachlehrerinnen und Fachlehrer an beruflichen Schulen sowie Ausbildungsqualifizierung der Fachlehrerinnen und Fachlehrer für Brand- und Katastrophenschutz an Landesfeuerwehrschulen
(1) 1Die Qualifikation für den Einstieg als Fachlehrerin bzw. als Fachlehrer in der dritten Qualifikationsebene der Fachlaufbahn Bildung und Wissenschaft im Geschäftsbereich des Staatsministeriums für den Bereich der beruflichen Schulen wird durch das erfolgreiche Ableisten des Vorbereitungsdienstes und das Bestehen der Qualifikationsprüfung erworben. 2Die Qualifikation berechtigt die Fachlehrkräfte dazu, den ihrer Ausbildung entsprechenden fachlichen Unterricht mit überwiegendem fachpraktischen Anteil zu erteilen; Fachlehrerinnen und Fachlehrer für sozialpädagogische und sozialpflegerische Berufe sowie für Gesundheitsberufe sind außerdem zur Begleitung der praktischen Ausbildung außerhalb der Schule berechtigt.
(2) Die Beamtinnen und Beamten des feuerwehrtechnischen Dienstes erwerben die Qualifikation für Ämter ab der dritten Qualifikationsebene der Fachlaufbahn Naturwissenschaft und Technik, fachlicher Schwerpunkt feuerwehrtechnischer Dienst, im Geschäftsbereich des Staatsministeriums des Innern, für Bau und Verkehr bis einschließlich Besoldungsgruppe A 11 durch das erfolgreiche Absolvieren der pädagogischen Ausbildung zur Fachlehrerin bzw. zum Fachlehrer für Brand- und Katastrophenschutz und das Bestehen der Qualifikationsprüfung (§ 30 Abs. 4 Satz 1 FachV-Fw).
(1) In den Vorbereitungsdienst für die Qualifikation als Fachlehrerin bzw. als Fachlehrer an beruflichen Schulen kann eingestellt werden, wer
die allgemeinen beamtenrechtlichen Voraussetzungen erfüllt,
bei Beginn des Vorbereitungsdienstes die beamtenrechtliche Altersgrenze von 45 Jahren gemäß Art. 23 Abs. 1 des Bayerischen Beamtengesetzes (BayBG) noch nicht überschritten hat. Ausnahmen sind in begründeten Einzelfällen möglich; hierfür ist seitens des Staatsministeriums die Zustimmung des Staatsministeriums der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat einzuholen,
die Voraussetzungen des Art. 7 Abs. 2 Satz 2 des Leistungslaufbahngesetzes (LlbG) in Verbindung mit Art. 25 des Bayerischen Gesetzes über das Erziehungs- und Unterrichtswesen (BayEUG) erfüllt,
bei Fachlehrerinnen und Fachlehrern für gewerblich-technische Berufe die Meisterprüfung im Handwerk oder die Industriemeisterprüfung mit Erfolg abgelegt hat; an die Stelle der Meisterprüfung kann der erfolgreiche Abschluss einer öffentlichen oder staatlich anerkannten Fachschule oder Fachakademie treten; oder
bei Fachlehrerinnen und Fachlehrern für Ernährung und Versorgung eine mit Erfolg abgelegte Abschlussprüfung der Fachakademie für Ernährungs- und Versorgungsmanagement oder eine vergleichbare erfolgreich abgeschlossene Meisterprüfung nachweist; oder
bei Fachlehrerinnen und Fachlehrern für Schreibtechnik die Staatliche Prüfung für Lehrkräfte der Textverarbeitung mit Erfolg abgelegt hat und eine einschlägige kaufmännische Berufsausbildung nachweist; oder
bei Fachlehrerinnen und Fachlehrer für sozialpädagogische und sozialpflegerische Berufe ein einschlägiges Studium an einer Hochschule erfolgreich abgeschlossen hat; oder
bei Fachlehrerinnen und Fachlehrern für Gesundheitsberufe eine berufliche Erstausbildung in dem einschlägigen Gesundheitsberuf erfolgreich abgeschlossen sowie hinreichend einschlägige Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen von in der Regel mindestens 200 Stunden absolviert oder ein einschlägiges Studium an einer Hochschule erfolgreich beendet hat und
in den Fällen von Nr. 4 Buchst. a bis c über eine mindestens dreijährige einschlägige hauptberufliche Tätigkeit nach Abschluss der beruflichen Erstausbildung verfügt; hierin können Zeiten der für die Zulassung zum Vorbereitungsdienst notwendigen abgeschlossenen beruflichen Fortbildungen enthalten sein, oder
im Fall des Buchst. d nach dem einschlägigen Studium eine mindestens dreijährige einschlägige hauptberufliche Tätigkeit außerhalb des Schuldienstes nachweisen kann; wurde vor dem Studium erfolgreich eine Ausbildung zur Erzieherin bzw. zum Erzieher oder eine vergleichbare Aufstiegsfortbildung absolviert, wird dies auf die notwendige dreijährige hauptberufliche Tätigkeit nach dem Studium angerechnet, oder
im Fall des Bucht. e über eine mindestens dreijährige einschlägige hauptberufliche Tätigkeit nach Abschluss der beruflichen Erstausbildung verfügt; hierin können Zeiten der für die Zulassung zum Vorbereitungsdienst notwendigen abgeschlossenen beruflichen Fortbildungen enthalten sein. Im Fall eines erfolgreich absolvierten einschlägigen Studiums genügt eine mindestens einjährige einschlägige hauptberufliche Tätigkeit nach Beendigung des Studiums außerhalb des Schuldienstes und
in den Fällen von Nr. 4 Buchst. a, b und c die gesamte Einstellungsprüfung, im Fall der Nr. 4 Buchst. d den Lehrversuch und im Fall der Nr. 4 Buchst. e die gesamte Einstellungsprüfung, sofern kein einschlägiges Studium erfolgreich absolviert wurde, ansonsten im Fall der Nr. 4 Buchst. e den Lehrversuch erfolgreich absolviert hat.
(2) 1Die Zulassung zum Vorbereitungsdienst für die Qualifikation zur Fachlehrerin bzw. zum Fachlehrer an beruflichen Schulen ist zu versagen, wenn Tatsachen vorliegen, die die Bewerberin bzw. den Bewerber für die Tätigkeit als Lehrkraft ungeeignet erscheinen lassen. 2Insbesondere müssen die sich bewerbenden Personen die für den Beruf einer Lehrkraft erforderliche Gesundheit besitzen. 3Der Nachweis der Gesundheit ist durch amtsärztliches Zeugnis zu erbringen.
(3) Die Zulassung der Beamtinnen und Beamten des feuerwehrtechnischen Dienstes zur pädagogischen Ausbildung im Rahmen der Ausbildungsqualifizierung zur Fachlehrerin bzw. zum Fachlehrer an den Landesfeuerwehrschulen erfolgt gemäß § 30 Abs. 4 Satz 1 FachV-Fw.
Zweck der Einstellungsprüfung
Die Einstellungsprüfung soll zeigen, ob die sich bewerbenden Personen die Eignung für den Vorbereitungsdienst zur Qualifikation für den Einstieg in der dritten Qualifikationsebene der Fachlaufbahn Bildung und Wissenschaft im Geschäftsbereich des Staatsministeriums als Fachlehrerin bzw. als Fachlehrer an beruflichen Schulen besitzen.
(1) 1Die Einstellungsprüfung wird im Auftrag des Staatsministeriums von einem beim Staatsinstitut für die Ausbildung von Fachlehrern, Abt. IV (im Folgenden: Staatsinstitut), eingerichteten Prüfungsausschuss durchgeführt. 2Die Vorschriften über die Qualifikationsprüfung und die Zusammensetzung des Prüfungsausschusses (§§ 11 ff.) finden sinngemäß Anwendung, soweit im Folgenden nichts anderes bestimmt ist.
(2) Der Prüfungsausschuss beauftragt eine Lehrkraft mit entsprechender Befähigung mit der Erstellung des Deutschtests; dieser wird vom Prüfungsausschuss überprüft und zur Prüfung freigegeben.
Zulassung zur Einstellungsprüfung, Prüfungsgegenstand, Bewertung der Prüfungsleistungen
(1) Die Durchführung der Einstellungsprüfung wird unter Angabe der Zulassungsvoraussetzungen, der vorzulegenden Nachweise und der Meldefrist im Bayerischen Staatsanzeiger und im Beiblatt zum Amtsblatt des Bayerischen Staatsministeriums für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst ausgeschrieben.
(2) 1Die Einstellungsprüfung besteht für Personen, welche die Qualifikation als Fachlehrerin oder Fachlehrer für gewerblich-technische Berufe, für Ernährung und Versorgung und für Schreibtechnik gemäß § 1 Abs. 1 Satz 1 Nrn. 1, 2 oder Nr. 3 anstreben, aus einem Lehrversuch und einem schriftlichen Deutschtest. 2Für Personen, welche die Qualifikation als Fachlehrerin oder als Fachlehrer für sozialpädagogische oder sozialpflegerische Berufe gemäß § 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 erwerben wollen, umfasst die Einstellungsprüfung nur einen Lehrversuch. 3Für Personen, welche die Qualifikation als Fachlehrerin oder als Fachlehrer für Gesundheitsberufe gemäß § 1 Abs. 1 Satz 1 Nr. 5 erwerben wollen, umfasst die Einstellungsprüfung, sofern kein einschlägiges Studium absolviert wurde, einen Lehrversuch und einen schriftlichen Deutschtest; sofern sie ein einschlägiges Studium erfolgreich absolviert haben, umfasst die Einstellungsprüfung nur einen Lehrversuch. 4Die Einstellungsprüfung kann einmal je Einstellungsjahr abgelegt werden.
(3) 1Zur Einstellungsprüfung können nur Personen zugelassen werden, welche die Voraussetzungen des § 3 Abs. 1 Nrn. 1 bis 3, 4 Buchst. a, b, c, d oder Buchst. e sowie Nr. 5 und die in der Ausschreibung genannten fachlichen Voraussetzungen erfüllen. 2Über die Zulassung zum Lehrversuch entscheidet die Schulleitung der Schule, an welcher die im Einstellungsverfahren ausgeschriebene Fachlehrerstelle zu besetzen ist, über die Zulassung zum Deutschtest die Leiterin bzw. der Leiter des Staatsinstituts, jeweils im Auftrag des vorsitzenden Mitglieds des Prüfungsausschusses.
(4) 1Der Lehrversuch wird im Auftrag des Prüfungsausschusses grundsätzlich an der Schule durchgeführt, an welcher der spätere Einsatz der sich bewerbenden Person erfolgen soll. 2Der Lehrversuch dauert mindestens 30 und höchstens 45 Minuten und bezieht sich auf den Nachweis von Kenntnissen und (insbesondere pädagogischen) Fähigkeiten aus dem Berufsfeld der sich bewerbenden Person im Rahmen einer konkreten Unterrichtssituation. 3Der Lehrversuch wird an öffentlichen Schulen vor einem vom Prüfungsausschuss bestellten Gremium aus dem Schulleiter oder der Schulleiterin und zwei Lehrkräften des betroffenen Fachbereichs (davon eine externe Lehrkraft) durchgeführt und durch dieses Gremium bewertet; an Privatschulen muss dem Gremium zusätzlich eine Vertretung der Schulaufsicht angehören, die zugleich den Vorsitz führt. 4Wer beim Lehrversuch eine schlechtere Note als „ausreichend“ erzielt, hat die Einstellungsprüfung nicht bestanden und kann nicht am Deutschtest teilnehmen.
(5) 1Der Deutschtest wird am Staatsinstitut durchgeführt; an ihm können nur Personen teilnehmen, die den Lehrversuch bestanden haben. 2Die Arbeitszeit beträgt mindestens 90 und höchstens 120 Minuten. 3Der Deutschtest bezieht sich insbesondere auf allgemein bildende Inhalte. 4Wer im Deutschtest eine schlechtere Note als „ausreichend“ erzielt, hat den Deutschtest und die Einstellungsprüfung nicht bestanden.
(6) 1Aus der im Rahmen der Vorbildung gemäß § 3 Abs. 1 Nr. 4 Buchst. a, b, c oder Buchst. e, sofern im Fall von Buchst. e kein einschlägiges Studium erfolgreich absolviert wurde, sowie den im Rahmen des Deutschtests und des Lehrversuchs erzielten Noten wird eine Gesamtnote gebildet. 2Aus der im Rahmen der Vorbildung gemäß § 3 Abs. 1 Nr. 4 Buchst. d oder Buchst. e, sofern im Fall von Buchst. e ein einschlägiges Studium erfolgreich absolviert wurde, sowie der im Rahmen des Lehrversuchs erzielten Noten wird eine Gesamtnote gebildet. 3Die Note des Lehrversuchs zählt zweifach, die übrigen Noten zählen je einfach.
Geltung der Einstellungsprüfung
Das Ergebnis der Einstellungsprüfung gilt für Bewerberinnen und Bewerber unbeschadet des Art. 115 Abs. 1 Nr. 4 BayBG lediglich für das laufende Einstellungsjahr.
Abschnitt III Vorbereitungsdienst zur Qualifikation als Fachlehrerin bzw. als Fachlehrer an beruflichen Schulen und für die pädagogische Ausbildung zur Qualifikation als Fachlehrerin bzw. als Fachlehrer für Brand- und Katastrophenschutz an Landesfeuerwehrschulen
Die Zulassung für Bewerberinnen und Bewerber zum Vorbereitungsdienst im Bereich der beruflichen Schulen erfolgt durch die Regierung von Mittelfranken unter Berücksichtigung der Ausbildungskapazität und
in den Fällen von § 3 Abs. 1 Nr. 4 Buchst. a, b, c und e, sofern im Fall von Buchst. e kein einschlägiges Studium erfolgreich absolviert wurde, der in der Einstellungsprüfung erzielten Gesamtnoten, bzw.
in den Fällen von § 3 Abs. 1 Nr. 4 Buchst. d und e, sofern im Fall von Buchst. e ein einschlägiges Studium erfolgreich absolviert wurde, der im Abschlusszeugnis des Studiums sowie der im Lehrversuch erzielten Note.
(1) Nach der Zulassung zum Vorbereitungsdienst im Bereich der beruflichen Schulen werden die Bewerberinnen und Bewerber durch die Regierung von Mittelfranken in das Beamtenverhältnis auf Widerruf berufen.
(2) Die Beamten führen während des Vorbereitungsdienstes im Bereich der beruflichen Schulen die Dienstbezeichnung „Fachlehreranwärter (FlA B)“ oder „Fachlehreranwärterin (FlAin B)“.
Dauer und Gestaltung des Vorbereitungsdienstes sowie der pädagogischen Ausbildung
(1) Der Vorbereitungsdienst für Fachlehreranwärterinnen und –anwärter an beruflichen Schulen sowie die pädagogische Ausbildung der Beamtinnen und Beamten des feuerwehrtechnischen Dienstes dauern ein Jahr.
(2) Die Ausbildung während des Vorbereitungsdienstes und die pädagogische Ausbildung erfolgen gemeinsam durch das Staatsinstitut.
(3) Die Ausbildung umfasst jeweils einen Pflichtbereich mit Schulpraktika an der jeweils einschlägigen Schulart, gemeinsame Vorlesungen und Seminare aus den Bereichen der Pädagogik einschließlich sonderpädagogischer Inhalte, Psychologie, Didaktik, gegebenenfalls Fachdidaktik, Schulrecht/Schulkunde und Kommunikation.
(4) Die Fachlehreranwärterinnen und –anwärter sowie die Beamtinnen und Beamten des feuerwehrtechnischen Dienstes unterliegen den Weisungen des Staatsinstituts.
Durchführung und Zweck der Qualifikationsprüfungen
(1) 1Die Qualifikationsprüfung für Fachlehreranwärterinnen und –anwärter an beruflichen Schulen sowie die Qualifikationsprüfung für Beamtinnen und Beamten des feuerwehrtechnischen Dienstes im Rahmen der Ausbildungsqualifizierung werden grundsätzlich gemeinsam vom Staatsministerium durchgeführt. 2Sie bestehen aus einem schriftlichen, einem mündlichen und einem schulpraktischen Teil.
(2) Zweck der Qualifikationsprüfungen ist es festzustellen, ob die Fachlehreranwärterinnen und –anwärter bzw. die Beamtinnen und Beamten des feuerwehrtechnischen Dienstes nach ihren allgemeinen, fachlichen und pädagogischen Kenntnissen und Fähigkeiten für das Amt der Fachlehrerin bzw. des Fachlehrers an beruflichen Schulen bzw. für Ämter ab der dritten Qualifikationsebene bis zur Besoldungsgruppe A 11 an den Landesfeuerwehrschulen geeignet sind.
(3) Alle mit der Durchführung und Abnahme der Prüfungen beauftragten Personen sind zur Wahrung des Amtsgeheimnisses in sämtlichen Prüfungsgeschäften verpflichtet.
(4) 1Nach Abschluss der Qualifikationsprüfungen wird den Personen, die an den Prüfungen teilgenommen haben, auf Antrag Einsicht in die bewerteten Prüfungsakten gewährt. 2Ort, Dauer und Zeitpunkt der Einsichtnahme werden von der Leitung des Staatsinstituts bestimmt.
1Zur Durchführung der Qualifikationsprüfungen wird vom Staatsministerium ein Prüfungsausschuss bestellt. 2Dieser besteht aus dem Leitenden Seminarvorstand des Staatlichen Studienseminars für das Lehramt an beruflichen Schulen als vorsitzendem Mitglied sowie aus der Leiterin bzw. dem Leiter des Staatsinstituts und jeweils zwei Lehrkräften mit Einstieg in der dritten und der vierten Qualifikationsebene. 3Der Leitende Seminarvorstand und die Leiterin oder der Leiter des Staatsinstituts sind ständige Mitglieder des Prüfungsausschusses. 4Die übrigen Mitglieder werden für die Dauer von drei Jahren bestellt. 5Für das vorsitzende Mitglied wird eine Person aus dem Staatsministerium, Bereich berufliche Schulen mit Einstieg in der vierten Qualifikationsebene, als Vertreter bestimmt; für die übrigen Mitglieder wird jeweils eine Person mit Einstieg in der gleichen Qualifikationsebene wie die zu vertretende Person als Vertreter bestimmt. 6Sofern ein nicht ständiges Mitglied oder ein Vertreter aus dem Dienst ausscheidet, kann für den Rest der vorgesehen Amtszeit eine andere Person für das jeweilige Amt bestimmt werden, sofern sie die gleichen Voraussetzungen erfüllt, wie die Person, für die sie in den Prüfungsausschuss nachrücken soll.
Aufgaben des Prüfungsausschusses und des vorsitzenden Mitglieds des Prüfungsausschusses
(1) 1Der Prüfungsausschuss berät das Staatsministerium und das Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr in Fragen von grundsätzlicher Bedeutung. 2Er bestimmt die Personen, die gemäß § 15 Abs. 1 als Prüferinnen und Prüfer in Betracht kommen und entscheidet über den Nachteilsausgleich gemäß § 17 Abs. 2 sowie über Einwendungen von Prüfungsentscheidungen gemäß § 23a.
(2) 1Dem vorsitzenden Mitglied des Prüfungsausschusses obliegen alle nach dieser Verordnung zu treffenden Entscheidungen, soweit sie nicht dem Prüfungsausschuss, den Prüferinnen und Prüfern der schriftlichen Prüfung oder den Prüfungskommissionen für die mündliche oder schulpraktische Prüfung zugewiesen sind. 2Das vorsitzende Mitglied des Prüfungsausschusses oder von ihm Beauftragte haben Zutritt zu den Prüfungen und zu den Beratungen der prüfungsberechtigten Personen.
(3) Das vorsitzende Mitglied hat insbesondere folgende Aufgaben:
Es trifft die Entscheidung nach § 27, insbesondere die Entscheidung über den Ausschluss von der Prüfung.
Es stellt das Bestehen oder Nichtbestehen der Prüfung auf Grund der vom Prüfling erzielten Prüfungsnoten fest und stellt das Prüfungszeugnis aus.
Es holt die Entwürfe für die schriftlichen Aufgaben von den nach § 15 bestellten Prüferinnen und Prüfern ein und wählt daraus die Prüfungsaufgaben aus; es kann fachlich besonders ausgewiesene Prüferinnen und Prüfer zur Auswahl der Prüfungstexte heranziehen.
Es entscheidet über die Einwendungen gemäß § 23a.
(4) 1Die örtliche Prüfungsleitung wird von der Leitung des Staatsinstituts wahrgenommen. 2Sie teilt die prüfungsberechtigten Personen für die schriftlichen Prüfungen sowie die Mitglieder der Prüfungskommissionen sowie deren Vorsitz für die Abnahme der Lehrproben und mündlichen Prüfungen ein. 3Sie organisiert Zeit, Ort und Durchführung der schriftlichen, mündlichen und schulpraktischen Prüfungen.
(1) 1Der Prüfungsausschuss ist beschlussfähig, wenn alle Mitglieder geladen und mindestens das vorsitzende Mitglied und drei weitere Mitglieder anwesend sind. 2Beschlüsse können auch im schriftlichen Verfahren gefasst werden, wenn kein Mitglied widerspricht.
(1) Als Prüferinnen und Prüfer können mit deren Einverständnis bestimmt werden
die stimmberechtigten Mitglieder des Prüfungsausschusses,
an der Ausbildung beteiligte Lehrkräfte,
Personen, die in der Schulaufsicht tätig sind.
(2) 1Die Prüferinnen und Prüfer reichen Vorschläge für die Prüfungsaufgaben und die zuzulassenden Hilfsmittel ein. 2Sie wirken bei der Bewertung der schriftlichen Arbeiten und der Abnahme der mündlichen und schulpraktischen Prüfung mit.
1Die Qualifikationsprüfungen der Fachlehreranwärterinnen und –anwärter sowie der Beamtinnen und Beamten des feuerwehrtechnischen Dienstes finden gemeinsam einmal im Jahr statt. 2Der Prüfungszeitraum und die Prüfungstermine werden durch das Staatsministerium festgesetzt und sechs Wochen vor Prüfungsbeginn durch Anschlag im Staatsinstitut bekannt gegeben; dies gilt nicht für die Lehrproben.
(1) 1Zu den Qualifikationsprüfungen wird zugelassen, wer den Vorbereitungsdienst für die Qualifikation zur Fachlehrerin bzw. zum Fachlehrer an beruflichen Schulen bzw. die pädagogische Ausbildung zur Fachlehrerin bzw. zum Fachlehrer für Brand- und Katastrophenschutz an Landesfeuerwehrschulen mit Erfolg abgeleistet hat. 2Die Feststellung hierüber trifft das Staatsinstitut auf Grund der während des Vorbereitungsdienstes bzw. der während der pädagogischen Ausbildung gezeigten Leistungen in den in § 10 Abs. 3 festgelegten Bereichen.
(2) Anträge auf Gewährung eines Nachteilsausgleichs sind spätestens vier Wochen vor Prüfungsbeginn beim Prüfungsausschuss zu stellen.
1Die schriftliche Prüfung umfasst je eine Klausurarbeit aus den Prüfungsfächern
2Die Arbeitszeit für die Klausurarbeiten beträgt je drei Stunden.
(1) Die mündliche Prüfung erstreckt sich auf folgende Aufgabengebiete: Fachdidaktik und Schulrecht / Schulkunde (Prüfungszeit in der Regel jeweils 20 Minuten).
(2) Die mündliche Prüfung wird von einer Prüfungskommission abgenommen, die aus einer ersten Prüferin bzw. einem ersten Prüfer und einer zweiten Prüferin bzw. einem zweiten Prüfer besteht.
(3) 1Die Prüfungsleistungen werden durch beide Prüferinnen bzw. Prüfer bewertet. 2Bei abweichender Beurteilung sollen die beiden Prüferinnen bzw. Prüfer eine Einigung über die Bewertung versuchen. 3Kommt eine Einigung nicht zustande, so ist die von der ersten Prüferin bzw. vom ersten Prüfer erteilte Note ausschlaggebend, wenn die Bewertungen nur um eine Notenstufe voneinander abweichen. 4Wenn sie um mehr als eine Notenstufe voneinander abweichen, so erhält der Prüfling die Note, die sich als Mittel aus den beiden Bewertungen ergibt.
(1) 1Der schulpraktische Teil umfasst zwei Lehrproben. 2Sie werden bereits im Lauf des Vorbereitungsdienstes für die Qualifikation zur Fachlehrerin bzw. zum Fachlehrer an beruflichen Schulen bzw. im Lauf der pädagogischen Ausbildung zur Fachlehrerin bzw. zum Fachlehrer für Brand- und Katastrophenschutz an Landesfeuerwehrschulen abgelegt.
(2) Die Lehrprobe wird von einer Prüfungskommission abgenommen, die aus einer ersten Prüferin bzw. einem ersten Prüfer und einer zweiten Prüferin bzw. einem zweiten Prüfer besteht.
(3) 1Vor Beginn der Lehrprobe hat der Prüfling eine Lehrdarstellung vorzulegen. 2Die Lehrdarstellung wird in die Bewertung der Lehrprobe einbezogen.
(4) 1Jede Lehrprobe umfasst grundsätzlich eine Unterrichtsstunde; auf Antrag des Prüflings oder der Prüfungskommission kann die zweite Lehrprobe mit einem zeitlichen Umfang von zwei Unterrichtsstunden durchgeführt werden. 2Ort, Zeit und Thema der Lehrprobe werden dem Prüfling eine Woche vorher schriftlich bekannt gegeben.
(5) 1Die Lehrprobe wird durch beide Prüferinnen bzw. Prüfer bewertet. 2Bei abweichender Beurteilung sollen die beiden Prüferinnen bzw. Prüfer eine Einigung über die Bewertung versuchen. 3Kommt eine Einigung nicht zustande, so ist die von der ersten Prüferin bzw. vom ersten Prüfer erteilte Note ausschlaggebend, wenn die Bewertungen nur um eine Notenstufe voneinander abweichen. 4 § 19 Abs. 3 Satz 4 gilt entsprechend.
(6) Im Anschluss an die Lehrprobe ist eine Niederschrift zu erstellen, aus der Verlauf, Vorzüge und Schwächen der Lehrprobe und die Note hervorgehen; die Niederschrift ist von den Mitgliedern der Prüfungskommission zu unterschreiben.
Einzelnoten, Gesamtprüfungsnote
(1) Die Einzelnoten ergeben sich aus den Bewertungen der Leistungen in den drei Prüfungsteilen gemäß § 11 Abs. 1 Satz 2 und im Fach Kommunikation.
(2) 1Aus den Einzelnoten der Prüfungsteile gemäß § 11 Abs. 1 Satz 2 und der Note im Fach Kommunikation wird eine Gesamtprüfungsnote gebildet. 2Es zählt bei der Berechnung die Einzelnote
aus der Fachdidaktik
aus Schulrecht/Schulkunde
aus der schulpraktischen Prüfung die beiden Lehrproben
je zweifach.
3Die Note im Fach Kommunikation wird auf Grund von projektbezogenen Leistungen während des Ausbildungsjahres gebildet; sie geht in die Gesamtprüfungsnote mit zweifacher Gewichtung ein. 4Teiler für die Gesamtprüfungsnote ist 14.
bei einer Gesamtprüfungsnote von 1,00 bis 1,50;
bei einer Gesamtprüfungsnote von 1,51 bis 2,50;
bei einer Gesamtprüfungsnote von 2,51 bis 3,50;
„ausreichend bestanden“
bei einer Gesamtprüfungsnote von 3,51 bis 4,50.
1Je Ausbildungsrichtung wird für jeden Prüfling, der die Qualifikationsprüfung mit Erfolg abgelegt hat, auf Grund seiner Gesamtprüfungsnote durch das vorsitzende Mitglied des Prüfungsausschusses eine Platzziffer festgesetzt. 2Bei gleichen Gesamtprüfungsnoten wird die gleiche Platzziffer erteilt. 3In diesem Fall erhält die nächstfolgende Person die Platzziffer, die sich ergibt, wenn die mehreren gleichen Platzziffern fortlaufend weitergezählt werden. 4Bei der Erteilung der Platzziffer ist anzugeben, wie viele Personen sich der Prüfung unterzogen haben und wie viele die Prüfung bestanden haben. 5Wird die gleiche Platzziffer an mehrere Personen erteilt, so ist auch deren Zahl anzugeben.
Nichtbestehen der Prüfungen
Die Qualifikationsprüfungen sind nicht bestanden, wenn
die Gesamtprüfungsnote schlechter als 4,50 ist oder
in mehr als einem Fach der schriftlichen Prüfung eine schlechtere Note als „ausreichend“ erzielt wurde oder
die Durchschnittsnote der in den Lehrproben erzielten Ergebnisse schlechter als „ausreichend“ ist; die Note „ungenügend“ darf nicht vorliegen.
(1) 1Ein Prüfling kann beim Prüfungsausschuss schriftlich Einwendungen gegen die Bewertung seiner Prüfungsleistung erheben. 2Diese Einwendungen sind spätestens drei Monate nach Aushändigung der Prüfungszeugnisse oder der Bescheinigungen gemäß § 24 Abs. 4 konkret und nachvollziehbar schriftlich zu begründen.
(2) 1Entsprechen die Einwendungen nicht Abs. 1, werden sie vom Prüfungsausschuss zurückgewiesen. 2Im Übrigen werden die Einwendungen im Rahmen des verwaltungsinternen Kontrollverfahrens den jeweiligen Prüferinnen und Prüfern zur Überprüfung ihrer Bewertung zugeleitet. 3Auf Grund der Stellungnahmen der Prüferinnen und Prüfer entscheidet das vorsitzende Mitglied des Prüfungsausschusses über die Einwendungen.
(3) Erweist sich, dass das Prüfungsverfahren mit Mängeln behaftet war, die zu einer erheblichen Verletzung der Chancengleichheit geführt haben, kann der Prüfungsausschuss auf Antrag eines Prüfungsteilnehmers oder von Amts wegen anordnen, dass von einem bestimmten Prüfungsteilnehmer oder von allen Prüfungsteilnehmern die Prüfung oder einzelne Teile derselben zu wiederholen sind.
(4) 1Ein Antrag nach Abs. 3 ist unverzüglich schriftlich zu stellen. 2Der Antrag ist ausgeschlossen, wenn seit der Aushändigung des Prüfungszeugnisses oder der Bescheinigung gemäß § 24 Abs. 4 ein Monat verstrichen ist.
(5) Sechs Monate nach Ausstellung des Prüfungszeugnisses oder der Bescheinigung gemäß § 24 Abs. 4 darf der Prüfungsausschuss auch von Amts wegen Anordnungen nach Abs. 3 nicht mehr treffen.
(6) Durch Anträge im Sinn von Abs. 1 bis 5 wird die Frist für die Beschreitung des Verwaltungsrechtswegs nicht gewahrt.
Prüfungszeugnis, Bescheinigung
(1) 1Die Fachlehreranwärterinnen und –anwärter, welche die Qualifikationsprüfung bestanden haben, erhalten das Zeugnis über die Qualifikation zur Fachlehrerin bzw. zum Fachlehrer an beruflichen Schulen. 2Die Beamtinnen und Beamten des feuerwehrtechnischen Dienstes, welche die Qualifikationsprüfung zur Fachlehrerin bzw. zum Fachlehrer für Brand- und Katastrophenschutz im Rahmen ihrer Ausbildungsqualifizierung bestanden haben, erhalten das Zeugnis über die Qualifizierung zur Fachlehrerin bzw. zum Fachlehrer für Brand- und Katastrophenschutz an Landesfeuerwehrschulen.
(2) Die Zeugnisse enthalten die Einzelnoten, die Gesamtprüfungsnote, das Gesamturteil (§ 21 Abs. 3) und für den Bereich der beruflichen Schulen die Qualifikation zur Erteilung des ihrer Ausbildung entsprechenden fachlichen Unterrichts (§ 2 Abs. 1 Satz 2).
(3) Über die in der Prüfung erzielte Platzziffer erhält der Prüfling eine Bescheinigung.
(4) Wer die Prüfung nicht bestanden hat, erhält eine Bescheinigung, aus der die Gründe des Nichtbestehens ersichtlich sind.
(5) Zeugnisse und Bescheinigungen werden vom vorsitzenden Mitglied des Prüfungsausschusses unterzeichnet; es bestimmt den Tag der Ausfertigung.
Ausscheiden aus dem Vorbereitungsdienst und Beendigung der pädagogischen Ausbildung
1Die Fachlehreranwärterinnen und –anwärter scheiden mit der Aushändigung oder Zustellung des Prüfungszeugnisses, der Bescheinigung nach § 24 Abs. 4 oder der schriftlichen Mitteilung nach § 26 Abs. 5, dass die Prüfung als nicht bestanden gilt, aus dem Vorbereitungsdienst aus. 2Zum gleichen Zeitpunkt endet für die Fachlehreranwärterinnen und –anwärter ihr Beamtenverhältnis auf Widerruf (Art. 29 LlbG). 3Für die Beamtinnen und Beamten des feuerwehrtechnischen Dienstes endet zum gleichen Zeitpunkt die pädagogische Ausbildung im Rahmen ihrer Ausbildungsqualifizierung.
(1) Tritt eine Person vor Beginn der Qualifikationsprüfung zurück, so gilt die Prüfung als nicht abgelegt.
(2) Tritt eine Person nach Beginn der Prüfung aus Gründen, die sie zu vertreten hat, zurück, so gilt die Prüfung als abgelegt und nicht bestanden.
(3) Kann eine Person nach Beginn der Prüfung aus Gründen, die sie nicht zu vertreten hat, die Prüfung nicht oder nur zum Teil ablegen, so gilt Folgendes:
Hat sie die Lehrproben und die Prüfung nach § 18 bzw. § 19 in drei weiteren Prüfungsfächern bzw. Aufgabengebieten abgelegt, so gilt die Prüfung als abgelegt. Die fehlenden Prüfungsteile sind innerhalb einer vom vorsitzenden Mitglied des Prüfungsausschusses zu bestimmenden Frist nachzuholen. Der Nachweis der unverschuldeten Verhinderung ist unverzüglich zu erbringen, im Fall der Krankheit grundsätzlich durch amtsärztliches Zeugnis. Der Prüfungsausschuss stellt fest, ob eine von der an der Prüfung teilnehmenden Person nicht zu vertretende Verhinderung vorliegt.
Sind die Prüfungsleistungen nach Nr. 1 nicht erbracht, so gilt die Prüfung als nicht abgelegt.
(4) Versäumt ein Prüfling einen Prüfungstermin ohne genügende Entschuldigung, so werden die in diesem Termin zu erbringenden Prüfungsleistungen mit „ungenügend“ bewertet.
(5) Die Folgen des Rücktritts, der Verhinderung und des Versäumnisses werden dem Prüfling durch das vorsitzende Mitglied des Prüfungsausschusses schriftlich mitgeteilt; sofern die Prüfung als nicht bestanden gilt, ist eine Bescheinigung nach § 24 Abs. 4 auszustellen.
Unterschleif, Beeinflussung und Ordnungsverstoß
(1) 1Versucht ein Prüfling das Ergebnis einer Prüfung durch Unterschleif, Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu eigenem oder fremdem Vorteil zu beeinflussen oder stört er erheblich den ordnungsgemäßen Ablauf der Prüfung, so ist die betreffende Prüfungsleistung mit „ungenügend“ zu bewerten. 2In schweren Fällen ist er von der Prüfung auszuschließen; er hat die Prüfung nicht bestanden. 3Als versuchter Unterschleif gilt bereits der Besitz nicht zugelassener Hilfsmittel nach Ausgabe der Prüfungsaufgaben, sofern der Prüfling nicht nachweist, dass der Besitz weder auf Vorsatz noch auf Fahrlässigkeit beruht.
(3) 1Ein Prüfling, der Prüfende zu günstigerer Beurteilung zu veranlassen oder eine mit der Feststellung des Prüfungsergebnisses beauftragte Person zur Verfälschung des Prüfungsergebnisses zu verleiten versucht, hat die Prüfung nicht bestanden. 2Ist die Prüfung noch nicht abgeschlossen, so ist er von der Fortsetzung auszuschließen; die Prüfung ist als nicht bestanden zu erklären.
(1) 1Ein Prüfling, der die Prüfung nicht bestanden hat oder dessen Prüfung als nicht bestanden gilt, kann sie nur einmal im Rahmen der nächsten Prüfung wiederholen. 2Die Wiederholung ist nur möglich, wenn die sich bewerbende Person erneut zum Vorbereitungsdienst bzw. zur pädagogischen Ausbildung für Beamtinnen und Beamten des feuerwehrtechnischen Dienstes zugelassen wurde.
(2) 1Die erstmals erfolgreich abgelegte Prüfung kann zur Verbesserung des Ergebnisses zum nächsten Prüfungstermin wiederholt werden. 2Der Prüfling hat die Wahl, welches Prüfungszeugnis er gelten lassen will. 3Das Zeugnis über die Wiederholungsprüfung wird nur ausgehändigt, wenn das erste Prüfungszeugnis zurückgegeben wird.
(3) Der Antrag auf wiederholte Zulassung zur Prüfung ist beim vorsitzenden Mitglied des Prüfungsausschusses einzureichen.
(4) Bei Wiederholung ist die Prüfung in allen Teilen neu abzulegen.
Berufliche Schulen mit künstlerischer oder gestalterischer Ausbildungsrichtung
1Abweichend von den Abschnitten I bis IV kann als Fachlehrerin bzw. Fachlehrer in der dritten Qualifikationsebene der Fachlaufbahn Bildung und Wissenschaft im Geschäftsbereich des Staatsministeriums an beruflichen Schulen künstlerischer und gestalterischer Ausbildungsrichtungen einsteigen, wer
ein einschlägiges Studium an einer Kunsthochschule oder an einer Fachhochschule abgeschlossen hat oder eine einschlägige Meisterprüfung oder eine staatliche Abschlussprüfung an einer Fachschule einschlägiger Fachrichtung bestanden und einen mittleren Schulabschluss nach Art. 25 BayEUG oder einen vom Staatsministerium als gleichwertig anerkannten Bildungsstand erworben hat,
eine mindestens dreijährige hauptberufliche einschlägige Tätigkeit außerhalb des Schuldienstes abgeleistet hat und
sich nach Erfüllung der Nrn. 1 und 2 mindestens ein Jahr in einer hauptberuflichen einschlägigen Unterrichtstätigkeit an einer öffentlichen oder staatlich anerkannten beruflichen Schule bewährt hat; die Bewährungsfeststellung trifft die zuständige unmittelbare Schulaufsichtsbehörde.
2Eine ein Jahr überschreitende hauptberufliche einschlägige Unterrichtstätigkeit (Satz 1 Nr. 3) kann in Ausnahmefällen mit Zustimmung des Staatsministeriums auf die hauptberufliche Tätigkeit nach Satz 1 Nr. 2 angerechnet werden. 3Die sonstige Qualifikation berechtigt die Fachlehrerinnen und Fachlehrer fachlichen Unterricht mit überwiegendem fachpraktischen Anteil, der ihrer Vorbildung entspricht, an beruflichen Schulen mit künstlerischer oder gestalterischer Ausbildungsrichtung zu erteilen.
Berufliche Schulen für Pflegeberufe
1Abweichend von den Abschnitten I bis IV kann als Fachlehrerin bzw. Fachlehrer in der dritten Qualifikationsebene der Fachlaufbahn Bildung und Wissenschaft im Geschäftsbereich des Staatsministeriums an beruflichen Schulen für Pflegeberufe einsteigen, wer
eine Ausbildung zur Pflegefachkraft erfolgreich absolviert,
ein einschlägiges Studium der Pflegepädagogik oder ein vergleichbares Studium abgeschlossen hat,
mindestens sechs Monate Berufspraxis entsprechend einer Vollzeitbeschäftigung, die auch neben dem Studium erworben werden kann, nachweist und
sich nach der Erfüllung der Nrn. 1 bis 3 mindestens ein Jahr in einer hauptberuflichen einschlägigen Unterrichtstätigkeit an einer öffentlichen oder staatlich anerkannten beruflichen Schule bewährt hat; die Bewährungsfeststellung trifft die zuständige unmittelbare Schulaufsichtsbehörde. Zusätzlich ist eine mündliche Prüfung im Fach Schulrecht am Staatsinstitut erfolgreich zu bestehen; § 19 ist entsprechend anwendbar.
2Eine ein Jahr überschreitende hauptberufliche einschlägige Unterrichtstätigkeit (Satz 1 Nr. 3) kann in Ausnahmefällen mit Zustimmung des Staatsministeriums auf die hauptberufliche Tätigkeit nach Satz 1 Nr. 2 angerechnet werden. 3Die sonstige Qualifikation berechtigt die Fachlehrerinnen und Fachlehrer fachlichen Unterricht mit überwiegendem fachpraktischen Anteil, der ihrer Vorbildung entspricht, an beruflichen Schulen für Pflegeberufe zu erteilen sowie zur Begleitung der praktischen Ausbildung außerhalb der Schule.
(1) Diese Verordnung tritt am 1. August 1997 in Kraft.
(2) Gleichzeitig tritt die Verordnung über die Zulassung, Ausbildung und Prüfung für das Lehramt der gewerblichen Fachlehrer an Berufsschulen in Bayern (ZAPOgFlB) vom 16. Dezember 1969 (GVBl S. 412, BayRS 2038-3-4-7-6-K), geändert durch Verordnung vom 6. Juli 1971 (GVBl S. 318), außer Kraft.
München, den 21. April 1997

References: § 30
 Art. 23
 Art. 7
 Art. 25
 § 30
 § 1
 § 1
 § 1
 § 3
 § 3
 § 3
 Art. 115
 § 3
 § 3
 § 15
 § 17
 § 23
 § 27
 § 15
 § 23
 § 10
 § 19
 § 11
 § 11
 § 24
 § 24
 § 24
 § 24
 § 26
 § 18
 § 19
 § 24
 Art. 25
 § 19