Source: https://www.roedl.de/themen/immobilienwirtschaft/grunderwerbsteuer-reduzieren-trotz-rett-blocker-regelung
Timestamp: 2019-02-20 19:57:05+00:00

Document:
Wie lange solche Gestaltungen noch möglich sind, ist unklar. Derzeit arbeitet die Finanzverwaltung an einem Gesetzentwurf zur Reformierung der Grunderwerbsteuer, eine Pressemitteilung mit ersten Änderungsvorschlägen hat das Hessische Finanzministerium am 21. Juni 2018 veröffentlicht. Die wichtigsten Informationen zu den Änderungsplänen und einer möglicherweise rückwirkenden Anwendung haben wir hier » für Sie zusammengefasst.
Abb. 2: Das (abgeschaffte) Doppelstock-Blocker-Modell und die Funktionsweise von § 1 Abs. 3a GrEStG – Die Beteiligung an der Blocker-KG wird dem Käufer nach § 1 Abs. 3 nicht zugerechnet. Eine „klassische” Anteilsvereinigung scheidet also aus; bis 2013 ein beliebtes Gestaltungsmodell. Allerdings ergibt sich rechnerisch eine Beteiligungsquote von 99,6 Prozent beim Käufer, was mittlerweile zur Besteuerung nach § 1 Abs. 3a GrEStG führt.
Abb. 3: Schuldrechtliche Erhöhung der Ergebnisbeteiligung – Die gesellschaftsrechtliche Beteiligungsquote des Käufers an der Immobilien-GmbH ändert sich weder durch das Darlehen an den Dritten, noch durch die atypisch stille Beteiligung an der Gesellschaft. Dem Wortlaut nach ist § 1 Abs. 3a GrEStG damit nicht erfüllt.
Abb. 4: Funktionsweise von § 1 Abs. 2a GrEStG – Der Vorgang ist grunderwerbsteuerpflichtig, obwohl der Käufer die Beteiligungsquote von 95 Prozent nicht erreicht. Als Blocker käme nur die Verkäufer AG als Altgesellschafter in Frage, nicht – wie bei einer Immobilien-GmbH – ein beliebiger fremder Dritter.
Abb. 5: Steuerbegünstigung nach § 6 Abs. 2 GrEStG – Der Kauf von 94 Prozent im Jahr 01 löst noch keine Grunderwerbsteuer aus. Der Erwerb der restlichen Anteile nach Ablauf von fünf Jahren ist steuerbar, die Grunderwerbsteuer wird aber nur auf den nachträglich zugekauften 6 Prozent-Anteil erhoben, die bereits gehaltenen 94 Prozent sind steuerbegünstigt.
Abb. 6: „Altlastenrisiko” aus § 1 Abs. 2a GrEStG – Durch die mittelbare Übertragung kann in der Vergangenheit unbemerkt Grunderwerbsteuer nach § 1 Abs. 2a GrEStG ausgelöst worden sein. Steuerschuldner ist die Immobilien KG selbst – ein Erwerber kauft dieses Risiko also mit!
Die PKW-Maut konkret: Daten und Fakten zur Infrastrukturabgabe
Reform der italienischen Insolvenzordnung: Herabsetzung der Schwellenwerte für die zwingende Ernennung des Prüfungsorgans
Decree-law nº. 19/2019 of January 28: Real Estate Investment Trust (REIT or SIGI)

References: § 1
 § 1
 § 1
 § 1
 § 1
 § 6
 § 1
 § 1