Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F20-07-2001-4C-351-2000
Timestamp: 2016-10-21 14:57:05+00:00

Document:
Nordostschweizerische Kraftwerke (NOK), Parkstrasse 23, Postfach, 5401 Baden, Kl�gerin und Berufungskl�gerin, vertreten durch die Rechtsanw�lte Dr. Andr� Lebrecht und Dr.
Urs Feller, M�hlebachstrasse 6, 8008 Z�rich,
Greenpeace Schweiz, Heinrichstrasse 147, 8031 Z�rich, Beklagte und Berufungsbeklagte, vertreten durch Rechtsanwalt Felix Grether, T�distrasse 52, Postfach 1071, 8039 Z�rich,
A.- Die Aktiengesellschaft Nordostschweizerische Kraftwerke (NOK; Kl�gerin) betreibt das Kernkraftwerk Beznau. Dieses befindet sich auf einer Insel in der Aare und ist u.a. �ber eine Eisenbahnbr�cke zug�nglich. Ab dem
9. M�rz 1997 besetzten bzw. blockierten je nach Parteistandpunkt zwischen 15 und 50 Aktivistinnen und Aktivisten der Stiftung Greenpeace Schweiz (Beklagte) die Zufahrtsgeleise zum Kernkraftwerk, um den Transport von abgebrannten Brennelementen in die Wiederaufbereitungsanlage der COGEMA in La Hague (Frankreich) zu verhindern. Dabei steckten jeweils zwei Aktivisten den Arm in ein unter den Schienen durchgef�hrtes Metallrohr und fesselten sich mit Handschellen und Karabinerhaken aneinander; andere Aktivisten ketteten sich mittels Fahrradschl�ssern an die Geleise. Zwischen den Geleisen errichteten die Aktivisten zudem einen Leichtmetallturm, auf welchem sich zeitweise zwei mit Fahrradschl�ssern um den Hals angekettete Personen befanden.
Das besetzte Gel�nde geh�rt der Kl�gerin und befindet sich unmittelbar ausserhalb des Kernkraftwerkareals. Die Kl�gerin forderte die Aktivisten wiederholt - erstmals am 9. M�rz 1997 um 20.00 Uhr - auf, das Areal zu r�umen. Die Aktivisten kamen dieser Aufforderung indessen nicht nach. Am 17. M�rz 1997 stellte die Kl�gerin beim Bezirksamt Zurzach den Antrag auf R�umung des besetzten Areals. In der Nacht zum 20. M�rz 1997 r�umten 60 Kantonspolizisten unter Mithilfe von 60 Fachkr�ften der Kl�gerin das besetzte Gel�nde, auf welchem sich zum damaligen Zeitpunkt acht Aktivisten befanden.
Die durch die Beklagte aufgebaute Infrastruktur (Kochzelte, WC, Turm etc.) wurde nach der polizeilichen R�umung durch Personal der Kl�gerin abgebaut, wegger�umt und am 21. M�rz 1997 von Mitarbeitern der Beklagten abgeholt.
B.- Mit Klage vom 20. April 1998 forderte die Kl�gerin von der Beklagten unter Nachklagevorbehalt zun�chst Fr. 250'000.-- nebst Zins als Ersatz f�r den ihr durch die Blockade entstandenen Schaden. Nachdem die Beklagte widerklageweise die Feststellung verlangte, dass die Kl�gerin ihr gegen�ber aus der Kundgebung vom 9. bis 20. M�rz 1997 keine Forderung hat, erweiterte die Kl�gerin ihr Rechtsbegehren auf Fr. 605'041. 92 nebst Zins. Mit Urteil vom 3. Oktober 2000 wies das Handelsgericht des Kantons Z�rich die Klage ab; die Widerklage wurde gleichzeitig als gegenstandslos abgeschrieben.
Eine gegen dieses Urteil erhobene kantonale Nichtigkeitsbeschwerde wies das Kassationsgericht des Kantons Z�rich am 1. April 2001 ab, soweit darauf eingetreten werden konnte.
C.-Die Kl�gerin hat gegen das Urteil des Handelsgerichts des Kantons Z�rich vom 3. Oktober 2000 eidgen�ssische Berufung eingelegt. Darin beantragt sie dem Bundesgericht, die Ziffern 1-4 des angefochtenen Urteils seien aufzuheben und die Beklagte zu verpflichten, der Kl�gerin Fr. 605'041. 92 nebst Zins zu bezahlen; eventualiter seien die Ziffern 1-4 des angefochtenen Urteils aufzuheben und die Sache zur Durchf�hrung eines Beweisverfahrens an das Handelsgericht zur�ckzuweisen. Die Beklagte schliesst auf Abweisung der Berufung und Best�tigung des angefochtenen Entscheides.
1.- Mit Berufung kann geltend gemacht werden, der angefochtene Entscheid beruhe auf einer Verletzung des Bundesrechts mit Einschluss der durch den Bund abgeschlossenen v�lkerrechtlichen Vertr�ge. Wegen Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte der B�rger ist die staatsrechtliche Beschwerde vorbehalten (Art. 43 Abs. 1 OG). Soweit die Kl�gerin vorbringt, das dem angefochtenen Urteil von der Vorinstanz zugrunde gelegte Schadensmodell und damit die Rechtsanwendung sei v�llig �berraschend und unvorhersehbar gewesen, ist auf die Berufung nicht einzutreten, denn die R�ge �berraschender Rechtsanwendung ist als Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV) mit staatsrechtlicher Beschwerde zu erheben (vgl. BGE 126 I 19 E. 2c/aa S. 22; 124 I 49 E. 3c S. 52; 123 I 63 E. 2d S. 69). Ebenso wenig kann mit Berufung ein Verstoss gegen das aus Art. 29 Abs. 1 BV abgeleitete Verbot des �berspitzten Formalismus ger�gt werden (vgl. dazu BGE 127 I 31 E. 2a/bb S. 34 mit Hinweis), weshalb auch auf die diesbez�glichen Vorbringen der Kl�gerin nicht einzutreten ist.
2.-Das Bundesgericht hat seiner Entscheidung im Berufungsverfahren die tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz als wahr und vollst�ndig zugrunde zu legen, es sei denn, sie beruhten auf einem offensichtlichen Versehen, seien unter Verletzung bundesrechtlicher Beweisvorschriften zustandegekommen oder bed�rften der Erg�nzung, weil das Sachgericht in fehlerhafter Rechtsanwendung einen gesetzlichen Tatbestand nicht oder nicht hinreichend kl�rte, obgleich ihm entscheidwesentliche Behauptungen und Beweisanerbieten dazu prozesskonform unterbreitet worden waren (Art. 63 und 64 OG; BGE 125 III 368 E. 3 S. 372, 193 E. 1e S. 205; 123 III 110 E. 2; 115 II 484 E. 2a). Werden solche Ausnahmen geltend gemacht, hat die Partei, die den Sachverhalt berichtigt oder erg�nzt wissen will, dar�ber genaue Angaben mit Aktenhinweisen zu machen (Art. 55 Abs. 1 lit. d OG). Eine Erg�nzung setzt zudem voraus, dass entsprechende Sachbehauptungen bereits im kantonalen Verfahren prozesskonform aufgestellt, von der Vorinstanz aber zu Unrecht f�r unerheblich gehalten oder �bersehen worden sind, was wiederum n�her anzugeben ist. Ohne diese Angaben gelten Vorbringen, welche �ber die tats�chlichen Feststellungen im angefochtenen Urteil hinausgehen, als neu und damit als unzul�ssig (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG). Zu beachten ist im Weiteren, dass sich die Auslegung prozessrechtlicher Erkl�rungen nach kantonalem Prozessrecht richtet, dessen Verletzung im Berufungsverfahren nicht ger�gt werden kann (Art. 43 Abs. 1 und 55 Abs. 1 lit. c OG; BGE 116 II 196 E. 3a S. 201 mit Hinweisen).
Soweit die Kl�gerin auf Tatsachen verweist, welche im angefochtenen Urteil keine St�tze finden, oder soweit sie die Auslegung ihrer Rechtsschriften durch die Vorinstanz zur Diskussion stellen will, ohne eine substanziierte Versehensr�ge zu erheben, ist auf die Berufung somit nicht einzutreten.
3.- Die Kl�gerin verlangte im Verfahren vor Handelsgericht Ersatz ihrer Aufwendungen im Zusammenhang mit der Besetzungsaktion der Aktivisten der Beklagten. Die Vorinstanz kam zum Schluss, dass die Kl�gerin den Schaden nicht gen�gend substanziiert habe.
a) Nach allgemeiner Auffassung entspricht der haftpflichtrechtlich relevante Schaden der Differenz zwischen dem gegenw�rtigen, nach dem sch�digenden Ereignis festgestellten Verm�gensstand und dem Stand, den das Verm�gen ohne das sch�digende Ereignis h�tte (BGE 127 III 73 E. 4a S. 76 mit Hinweisen). In Bezug auf die zu beurteilende Streitsache ist aus dieser Schadensdefinition mit der Vorinstanz zu folgern, dass eine ersatzf�hige Verm�genseinbusse nicht vorliegt, wenn der (angeblich) gesch�digten Kl�gerin durch die behauptete widerrechtliche Handlung der Beklagten im Vergleich zum �blichen Gesch�ftsgang keine zus�tzlichen finanziellen Aufwendungen erwachsen sind. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, den auch ohne Besetzung durch die Beklagte im Rahmen des ordentlichen Betriebes anfallenden Aufwand der Kl�gerin von demjenigen abzugrenzen, welcher durch die Geleiseblockierung der Beklagten zus�tzlich verursacht wurde.
b) Gem�ss Art. 42 OR in Verbindung mit Art. 8 ZGB ist der Schaden vom Gesch�digten nachzuweisen. Wie weit die anspruchsbegr�ndenden Tatsachen dabei inhaltlich zu substanziieren sind, damit sie unter die massgeblichen Bestimmungen des materiellen Rechts subsumiert werden k�nnen, bestimmt das materielle Bundesrecht. Die jeweiligen Anforderungen ergeben sich einerseits aus den Tatbestandsmerkmalen der angerufenen Norm und anderseits aus dem prozessualen Verhalten der Gegenpartei. Tatsachenbehauptungen m�ssen dabei so konkret formuliert sein, dass ein substanziiertes Bestreiten m�glich ist oder der Gegenbeweis angetreten werden kann. Bestreitet der Prozessgegner das an sich schl�ssige Vorbringen der behauptungsbelasteten Partei, kann diese gezwungen sein, die rechtserheblichen Tatsachen nicht nur in den Grundz�gen, sondern so umfassend und klar darzulegen, dass dar�ber Beweis abgenommen werden kann. Wird das Vorliegen eines behaupteten Schadens vom Prozessgegner bestritten, hat der Ansprecher deshalb die einzelnen konkreten Tatsachen vorzutragen, welche Grundlage f�r die Qualifizierung einer Verm�genseinbusse als rechtlich relevanter Schaden bilden (vgl.
c) Auf welchem Weg ein subsumptionsf�higer Sachverhalt erlangt werden soll, bestimmt dagegen das kantonale Prozessrecht. Ihm bleibt die Regelung der Frage vorbehalten, in welcher Form und bis zu welchem Zeitpunkt die - inhaltlich gen�genden - Sachvorbringen in das Verfahren einzuf�hren sind. Kantonales Prozessrecht entscheidet auch dar�ber, ob eine Erg�nzung der Sachvorbringen aufgrund des Beweisverfahrens zul�ssig ist oder ob bereits die Behauptungen so konkret und detailliert sein m�ssen, dass das Beweisverfahren allein noch ihrer �berpr�fung dient (zur Publikation bestimmter BGE vom 30. Mai 2001, E. 2c; BGE 108 II 337 E. 3 S. 341/2; Br�nnimann, Die Behauptungslast, in: Leuenberger [Hrsg. ], Der Beweis im Zivilprozess, S. 64/5). Weist das kantonale Gericht einen Beweisantrag wegen ungen�gender Substanziierung des Sachverhaltes ab, kann eine Verletzung des die Sammlung des Prozessstoffes regelnden kantonalen Verfahrensrechts im Berufungsverfahren nicht geltend gemacht werden (Art. 43 Abs. 1 und 55 Abs. 1 lit. c OG). Zul�ssig ist dagegen die R�ge, das Sachgericht habe die bundesrechtlichen Anforderungen an die Substanziierung verkannt.
4.- Mit Blick auf die von der Kl�gerin als Schaden geltend gemachten Eigenleistungen begr�ndete die Vorinstanz ihre Auffassung, wonach der Schaden ungen�gend substanziiert sei, insbesondere damit, dass sich den von der Kl�gerin eingereichten Unterlagen keine Informationen �ber die in den aufgef�hrten Arbeitsstunden der beispielhaft herausgegriffenen Mitarbeitern konkret erbrachten Leistungen und deren Zusammenhang mit der beklagtischen Geleiseblockade entnehmen lasse. Allein die Tatsache, dass die betreffenden Mitarbeiter in den von ihnen handschriftlich ausgef�llten Arbeitszeitrapporten im Zeitraum M�rz/April 1997 jeweilen eine bestimmte Anzahl Stunden der Belastungsnummer 87405, welche der Kostenstelle "St�rung BE-Abtransport" entsprach, sowie jeweilen teilweise der �berzeit 1 oder 2 zuordneten, gen�ge als solche noch nicht. Zwar z�hle die Kl�gerin die einzelnen Abteilungen und Unterabteilungen der Notfallorganisation auf und umschreibe deren Aufgaben; die allgemein gehaltenen Ausf�hrungen zur Aufgabenzuteilung in der Rechtsschrift gen�gten als Sachverhaltsdarstellung jedoch nicht. Der Verweis auf die umfangreichen Beilagen sei �berdies unbeachtlich, da die massgebenden Behauptungen in den Rechtsschriften selbst enthalten sein m�ssten. Die Kl�gerin habe auch nicht dargetan, welcher Teil der insgesamt geleisteten Arbeitszeit zus�tzlich zu einer allf�lligen (normalen) Arbeitszeit hinzu gekommen sei. Auch bez�glich der Fahrspesen werde nicht dargelegt, weshalb welche Person welche Strecke zur�ckgelegt habe und inwiefern diese Fahrt in einem Zusammenhang mit der beklagtischen Geleiseblockade gestanden sei. Die Kl�gerin habe es damit vers�umt, den Sachverhalt ausreichend detailliert zu schildern und in Einzeltatsachen zu zergliedern.
Eine Beweisauflage k�nne daher nicht formuliert werden.
Die Kl�gerin ist der Ansicht, die Annahme der ungen�genden Substanziierung der als Schaden geltend gemachten Eigenleistungen verstosse in verschiedener Hinsicht gegen Bundesrecht.
a) aa) In welcher Form die Sachbehauptungen in den Prozess einzuf�hren sind, beurteilt sich nach kantonalem Recht (oben E. 3c). Soweit sich die Kl�gerin gegen die vorinstanzliche Erw�gung wendet, wonach die Behauptungen in der Rechtsschrift selbst enthalten sein m�ssen, ist auf die Berufung daher nicht einzutreten (Art. 43 Abs. 1 OG und Art. 55 Abs. 1 lit. c OG).
bb) Die Kl�gerin bringt vor, sie habe im kantonalen Verfahren die Einvernahme ihrer Mitarbeiter zu ihrer T�tigkeit im Rahmen der St�raktion der Beklagten beantragt. Das Handelsgericht sei auf diesen Beweisantrag jedoch �berhaupt nicht eingegangen, was Bundesrecht - namentlich Art. 8 ZGB - verletze. Mit ihrer R�ge verkennt die Kl�gerin, dass kantonales Recht bestimmt, ob ein Beweisverfahren trotz ungen�gender Substanziierung des geltend gemachten Anspruchs durchzuf�hren ist. Die R�ge, welche sich auf die Abweisung des Beweisantrages auf Einvernahme der kl�gerischen Mitarbeiter bezieht, ist daher unzul�ssig (oben E. 3c).
cc) Die Kl�gerin macht unter Hinweis auf ihre Replik geltend, es sei unzutreffend, dass sie die im Zusammenhang mit der Besetzung der Beklagten stehenden T�tigkeiten ihrer Mitarbeiter nicht aufgezeigt habe. Ob sie damit eine Versehensr�ge erheben will, bleibt unklar, kann jedoch dahingestellt bleiben. Denn ihre Ausf�hrungen, wonach sie die Aufgaben, Kompetenzen und den Personalbedarf der einzelnen Subgruppen der Notfallorganisation in der Replik eingehend dargestellt habe, stehen der vorinstanzlichen Feststellung nicht entgegen, dass sich den Angaben nicht entnehmen lasse, welche Leistungen die Mitarbeiter in den als Schaden ins Feld gef�hrten Arbeitsstunden effektiv erbracht haben. Das Vorliegen eines offensichtlichen Versehens ist bereits aus diesem Grund zu verneinen.
dd) Nach Auffassung der Kl�gerin steht die vorinstanzliche Erw�gung, wonach sie nicht dartue, welcher Teil der insgesamt geleisteten Arbeitszeit zus�tzlich zu einer allf�lligen �blichen (normalen) Arbeitszeit hinzu kam, im Widerspruch zu einer anderen Stelle in der Urteilsbegr�ndung, wo das Handelsgericht gest�tzt auf die kl�gerischen Ausf�hrungen eine Aufteilung in Normalarbeitszeit, �berzeit 1 und �berzeit 2 vorgenommen habe. Soweit der Einwand der Kl�gerin als Versehensr�ge zu verstehen sein sollte, ist er unbegr�ndet. Die Einteilung in Normalarbeitszeit, �berzeit 1 (nach Angaben der Kl�gerin �berschreitung der normalen Arbeitszeit an Wochentagen in der Zeit zwischen 06.00 Uhr und 20.00 Uhr) und �berzeit 2 (Nachtarbeit zwischen 20.00 Uhr und 06.00 Uhr sowie Samstags- und Sonntagsarbeit) sagt nichts dar�ber aus, inwiefern die Arbeitszeit zus�tzlich zu der auch ohne Besetzung der Beklagten erforderlichen geleistet worden ist. Wie aus dem angefochtenen Urteil hervorgeht, verlangt die Kl�gerin im �brigen auch f�r in der Normalarbeitszeit geleistete Arbeitsstunden Schadenersatz. Sie ging im kantonalen Verfahren somit selbst nicht davon aus, dass sich aus der Aufteilung in Normalarbeitszeit und �berzeit etwas zur Frage ableiten liess, welche Arbeitszeit aufgrund der Besetzung zus�tzlich zur �blichen anfiel.
ee) In Bezug auf die Kilometerentsch�digungen f�r die Kl�gerin v�llig unverst�ndlich ist die Feststellung im angefochtenen Urteil, es w�rden Angaben dazu fehlen, weshalb welche Person welche Strecke zur�cklegte und inwiefern diese Fahrt im Zusammenhang mit der beklagtischen Geleiseblockade gestanden habe. Aus den Beilagen zur Replik seien diese Angaben n�mlich zu eruieren. Sollte die Kl�gerin mit ihren Vorbringen eine Versehensr�ge erheben wollen, w�re diese wiederum unbegr�ndet. Ein offensichtliches Versehen im Sinne von Art. 63 Abs. 2 OG liegt nur vor, wenn eine bestimmte Aktenstelle �bersehen oder unrichtig (d.h. nicht in ihrer wahren Gestalt, insbesondere nicht mit ihrem wirklichen Wortlaut) wahrgenommen worden ist (BGE 109 II 159 E. 2b S. 162; 104 II 68 E. 3b S. 74). Nachdem die Vorinstanz in ihren Erw�gungen ausdr�cklich auf die Aktenstellen verweist, welche von der Kl�gerin zur Begr�ndung ihrer - allenfalls sinngem�ss erhobenen - Versehensr�ge angef�hrt werden und weder dargetan noch ersichtlich ist, inwiefern sie die entsprechende Aktenstelle nicht in ihrer wahren Gestalt wahrgenommen haben soll, ist die Annahme eines offensichtlichen Versehens ausgeschlossen.
b) aa) Nach dem Gesagten hat das Bundesgericht seiner Beurteilung die vorinstanzliche Feststellung zugrunde zu legen, wonach die Kl�gerin zwar die generellen Funktionen ihrer Mitarbeiter sowie die von diesen der Auftragsposition 87405 zugeordneten Anzahl Arbeitsstunden bzw. Kilometer behauptet hat, nicht aber die von den Arbeitnehmern im Zusammenhang mit der Blockade konkret geleisteten Arbeiten bzw.
den konkreten Zweck der ausgef�hrten Fahrten. Im Weiteren ist gem�ss den verbindlichen Feststellungen des Handelsgerichts davon auszugehen, dass die Kl�gerin nicht dargetan hat, welcher Teil der insgesamt geleisteten Arbeitszeit zus�tzlich zu einer allf�lligen �blichen Arbeitszeit hinzu kam.
bb) Die Kl�gerin vertritt die Auffassung, es m�sse zur Substanziierung des Schadens gen�gen, dass ihre Mitarbeiter die von ihnen geleistete Arbeitszeit bzw. die gefahrenen Kilometer der Kostenstelle Nr. 87405 zuordneten. Ob dies zutrifft, kann nicht unabh�ngig vom prozessualen Verhalten der Beklagten beurteilt werden (vgl. oben E. 3b). Die Vorinstanz stellte diesbez�glich fest, die Beklagte habe die kl�gerischen Vorbringen bestritten. Sie habe auch den Einwand erhoben, die Bewachungsmassnahmen der Kl�gerin seien unn�tig gewesen. �berdies habe die Beklagte geltend gemacht, die Kl�gerin habe darzulegen, inwiefern die normale Betriebswache nicht ausgereicht habe und zus�tzliche Massnahmen n�tig gewesen seien. Die Beklagte habe auch hervorgehoben, die Kl�gerin habe darzutun, was die betreffenden Personen in der fraglichen, der Auftragsposition 87405 zugeordneten Zeit tats�chlich getan h�tten.
Aus diesen prozessualen Vorbringen der Beklagten wird ersichtlich, dass diese den von der Kl�gerin geltend gemachten Schaden zwar detailliert bestreiten wollte, dazu aber aufgrund der kl�gerischen Sachdarstellung nicht in der Lage war. Denn es war weder f�r das Gericht noch die Beklagte erkennbar, ob und inwiefern der von der Kl�gerin ins Feld gef�hrte Arbeitsaufwand im Zusammenhang mit der Besetzung der Beklagten stand. Damit war es der Beklagten auch nicht m�glich, Umst�nde namhaft zu machen, welche zur F�hrung des Gegenbeweises geeignet gewesen w�ren. Zur Subsumption der kl�gerischen Sachvorbringen bez�glich der Eigenleistungen unter den Rechtsbegriff des Schadens war es �berdies n�tig, den ordentlichen Betriebsaufwand vom durch die Besetzung zus�tzlich verursachten abzugrenzen (vgl. oben E. 3a). Gerade daf�r fehlten jedoch nach den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz in der kl�gerischen Sachdarstellung die erforderlichen Angaben.
Zusammengefasst erlaubten die kl�gerischen Vorbringen zu ihren Eigenleistungen weder ein substanziiertes Bestreiten der Gegenpartei noch eine Subsumtion des Sachverhaltes unter die massgebenden Bundesrechtsnormen, worauf die Kl�gerin im kantonalen Verfahren mehrmals hingewiesen wurde.
Unter diesen Umst�nden verst�sst die Annahme der ungen�genden Substanziierung in Bezug auf die als Schaden geltend gemachten Eigenleistungen nicht gegen Bundesrecht (vgl. oben E. 3b).
5.-a) Bez�glich des von der Kl�gerin als Schaden angef�hrten Aufwandes f�r Material und Leistungen Dritter erwog die Vorinstanz, die Kl�gerin verweise auf die Anleitung II und Ordner 4, wo sich die dazugeh�rigen Details finden liessen.
Unter Hinweis auf � 113 ZPO/ZH hielt das Handelsgericht sodann fest, Behauptungen seien bestimmt und vollst�ndig in der Rechtsschrift selber aufzustellen und der Verweis auf umfangreiche und un�bersichtliche Beilagen gen�ge nicht. Es sei nicht Sache des Gerichts oder der Gegenpartei, die Behauptungen in den Beilagen der Kl�gerin zusammenzusuchen, zumal es in casu auch an der Aussagekraft der genannten Beilagen fehle. Es er�brige sich daher von vornherein, die in der Anleitung II enthaltenen Positionen einer n�heren Pr�fung zu unterziehen.
Die Kl�gerin h�lt unter Hinweis auf die Replik sowie die eingereichten, umfangreichen Belege daf�r, dass die zu beweisenden Tatsachen klar bezeichnet und entsprechende Beweismittel eingelegt worden seien. Zudem d�rfe die Substanziierungslast nicht dazu f�hren, dass Rechtsschriften zu einer endlosen Aufz�hlung von letztlich nichtssagenden Daten verkommen.
b) Das Handelsgericht fasst in seinen Erw�gungen gerade die von der Kl�gerin zur Begr�ndung ihrer R�ge angef�hrte Stelle der Replik zusammen. Inwiefern es diese Aktenstelle nicht in ihrer wahren Gestalt wahrgenommen haben soll, ist weder dargetan noch ersichtlich. Ein offensichtliches Versehen der Vorinstanz ist daher ausgeschlossen (vgl.
oben E. 4a/ee). Dem Bundesgericht ist zudem im Berufungsverfahren verwehrt, die Auslegung der prozessrechtlichen Erkl�rungen der Parteien durch das Sachgericht oder die Anwendung der die Sammlung des Prozessstoffes regelnden Bestimmungen des kantonalen Zivilprozessrechts zu �berpr�fen (oben E. 2 und 3c). Damit bleibt nur die von der Kl�gerin zumindest sinngem�ss erhobene R�ge, durch das Erfordernis, dass die Behauptungen in der Rechtsschrift selbst zu substanziieren sind, werde die Anwendung des Bundesrechts vereitelt. Auch dieser Einwand vermag indessen nicht zu �berzeugen. Vielmehr kann gerade dadurch in Verfahren mit umfangreichen Akten eine sinnvolle Eingrenzung des Prozessstoffes erreicht werden.
Erweist sich damit die von der Kl�gerin erhobene R�ge als unbegr�ndet, soweit darauf �berhaupt eingetreten werden kann, ist auf die Eventualbegr�ndung der Vorinstanz im Zusammenhang mit dem Materialaufwand und den Leistungen Dritter und die dagegen gerichteten Vorbringen der Kl�gerin nicht weiter einzugehen.
6.- Nach Auffassung der Kl�gerin hat das Handelsgericht Art. 42 Abs. 2 OR verletzt, indem es hinsichtlich aller Aspekte am strikten Beweis gem�ss Art. 42 Abs. 1 OR festgehalten habe.
a) Wie die Kl�gerin zutreffend ausf�hrt, enth�lt Art. 42 Abs. 2 OR eine bundesrechtliche Beweisvorschrift, die dem Gesch�digten den Schadensnachweis erleichtern soll.
Die Sch�tzung nach dieser Bestimmung ist nicht nur bei Unm�glichkeit des ziffernm�ssigen Nachweises der Schadensh�he, sondern auch f�r den Fall vorgesehen, dass sich der Eintritt eines Schadens nicht strikte beweisen l�sst. Damit soll dem Gesch�digten jedoch nicht die M�glichkeit er�ffnet werden, ohne n�here Angaben Schadenersatz in beliebiger H�he zu fordern.
Vielmehr hat er alle Umst�nde, die f�r den Eintritt eines Schadens sprechen und dessen Absch�tzung erlauben oder erleichtern, soweit zumutbar zu behaupten und zu beweisen.
Das Bundesgericht hat daher ausdr�cklich festgehalten, dass Art. 42 Abs. 2 OR den Gesch�digten seiner Substanziierungsobliegenheit nicht enthebe. Der Schluss, dass tats�chlich ein Schaden in der behaupteten Gr�ssenordnung eingetreten ist, muss sich dem Gericht mit einer gewissen �berzeugungskraft aufdr�ngen, und der Eintritt des geltend gemachten Schadens im behaupteten Umfang darf nicht bloss im Bereich des M�glichen liegen, sondern muss als ann�hernd sicher erscheinen.
Da der Schaden konkret zu bemessen ist, bedarf es auch f�r die Sch�tzung konkreter und bewiesener tats�chlicher Grundlagen, die nur insoweit durch Annahmen aufgrund allgemeiner Erfahrungswerte ersetzt werden k�nnen, als konkrete Feststellungen unm�glich sind oder nur mit objektiv unverh�ltnism�ssigem und daher unzumutbarem Aufwand getroffen werden k�nnen (vgl. zum Ganzen BGE 122 III 219 E. 3a mit Hinweisen).
b) Die Behauptungen der Kl�gerin in Bezug auf die im Zusammenhang mit der Geleiseblockade der Beklagten erbrachten Eigenleistungen erwiesen sich als ungen�gend substanziiert und erlaubten es nicht, den geltend gemachten Aufwand unter den Rechtsbegriff des Schadens zu subsumieren (oben E. 4b/bb). Hinsichtlich des Materialaufwandes sowie der Leistungen Dritter wurden die Behauptungen nach den im Berufungsverfahren nicht �berpr�fbaren Erw�gungen der Vorinstanz sodann nicht in der vom kantonalen Recht vorgeschriebenen Form erhoben (oben E. 5). Die Kl�gerin legt nicht dar und es ist auch nicht ersichtlich, inwiefern es ihr objektiv unzumutbar gewesen sein soll, die tats�chlichen Grundlagen ihres Schadens in den Formen des kantonalen Prozessrechts detailliert zu behaupten. Bei dieser Sachlage ist eine Verletzung von Art. 42 Abs. 2 OR zu verneinen, zumal diese Bestimmung entgegen der Auffassung, welche die Kl�gerin zu vertreten scheint, den Gesch�digten nicht vor einem Verlust seines Anspruches zu sch�tzen vermag, wenn er den Schaden ungen�gend substanziiert oder seine Sachbehauptungen in prozessual unzul�ssiger Form vorbringt.
7.- Ist nach dem Gesagten davon auszugehen, dass die Kl�gerin den ihr durch die Geleiseblockade der Beklagten entstandenen Schaden im kantonalen Verfahren ungen�gend substanziiert hat, f�hrt dies zur Abweisung der Berufung und Best�tigung des angefochtenen Entscheids. Es er�brigt sich daher, auf die weiteren Tatbestandselemente von Art. 41 OR einzugehen. Bei diesem Verfahrensausgang wird die Kl�gerin kosten- und entsch�digungspflichtig (Art. 156 Abs. 1 und Art. 159 Abs. 2 OG).
1.- Die Berufung wird abgewiesen und das Urteil des Handelsgerichts des Kantons Z�rich vom 3. Oktober 2000 best�tigt.
2.- Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 9'000.-- wird der Kl�gerin auferlegt.
3.- Die Kl�gerin hat die Beklagte f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 10'000.-- zu entsch�digen.

References: BGE 
 Art. 29
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 42
 Art. 8
 BGE 
 BGE 
 Art. 55
 Art. 8
 Art. 63
in casu
 Art. 42
 Art. 42
 Art. 42
 Art. 42
 BGE 
 Art. 42
 Art. 41
 Art. 159