Source: https://www.anwalt-suchservice.de/rechtstipps/misshandlung_von_schutzbefohlenen_225_stgb_18267.html
Timestamp: 2020-08-06 16:10:24+00:00

Document:
07.02.2013, Autor: Frau Alexandra Braun / Lesedauer ca. 2 Min. (2088 mal gelesen)
1) Wann mache ich mich wegen Misshandlung von Schutzbefohlenen strafbar?
Wegen Misshandlung von Schutzbefohlenen macht sich strafbar, wenn eine Person unter 18 Jahren oder eine wegen Gebrechlichkeit oder Krankheit wehrlose Person quält oder roh misshandelt. Das vermeintliche Opfer muss der Fürsorge oder Obhut des Täters unterstehen, seinem Hausstand angehören, ihm von dem Fürsorgepflichtigen überlassen worden sein oder ihm im Rahmen eines Dienst- oder Arbeitsverhältnisses untergeordnet sein.
In der Praxis handelt es sich zumeist um Fälle, in denen dem Beschuldigten die Misshandlung von Kindern oder alten Menschen vorgeworfen wird. Angezeigt wird die vermeintliche Tat oft von Nachbarn oder Kindergärtnern.
2) Was bedeutet „Quälen“?
Unter Quälen versteht man das Zufügen länger andauernder oder sich wiederholender erheblicher Schmerzen. Dabei werden auch seelische Leiden erfasst, wenn z.B. beim Opfer große Angst verursacht wird.
3) Was bedeutet „roh misshandeln“?
Erforderlich ist hier zunächst eine körperliche Misshandlung. Dazu kommen muss dann entweder eine innere Haltung des Täters oder eine besondere Art der Misshandlung. Beispiele aus der Rechtsprechung sind z.B. das Schlagen mit einer Peitsche oder das Schütteln eines Säuglings.
4) Welche Strafe droht?
Das Gesetz sieht Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren vor. Für den Fall, dass der Täter die schutzbefohlene Person in die Gefahr des Todes oder einer schweren Gesundheitsbeschädigung bringt, so droht eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr. Dies gilt auch, wenn der Täter die schutzbefohlene Person durch die Tat in die Gefahr einer erheblichen Schädigung der körperlichen oder geistigen Entwicklung gebracht hat.
5) Was kann sonst noch passieren?
Unter Umständen droht hier Untersuchungshaft wegen Wiederholungsgefahr. Auch die Gefahr einer etwaigen Sicherungsverwahrung muss im Auge behalten werden. Diese kann unter bestimmten Voraussetzungen angeordnet werden.
6) Wie soll ich mich im Falle eines Ermittlungsverfahrens verhalten?
Wegen der erheblichen Strafandrohung sollten Sie so früh als möglich einen Strafverteidiger beauftragen und keines Falls selbst angaben zur Sache machen. Bedenken Sie, dass nur der Rechtsanwalt vollständige Akteneinsicht erhält und die Beweismittel auswerten kann.
Weitere Rechtstipps (116) Strafbefehl erhalten - was nun? Unfallflucht - Halter muss als Beschuldigter belehrt werden Der neue § 177 StGB - sexueller Übergriff Der Einbruchsdiebstahl Die Einstellungsmöglichkeiten im Strafrecht Das Betäubungsmittelstrafrecht Die polizeiliche Vorladung Akteneinsicht für Opfer bei Sexualstrafverfahren Aufklärungshilfe gem. § 31 BtMG Strafverfahren wegen Kinderpornografie (§ 184 b StGB) und Öffentlichkeit Das Delikt der Unfallflucht Beleidigung auf sexueller Basis Der Tatbestand der Strafvereitelung, § 258 StGB Wie Sie sich bei einer Polizeikontrolle verhalten sollten Verbreitung pornografischer Schriften, § 184 StGB (sog. Sexting) K.O.-Tropfen und Strafbarkeit Sexueller Missbrauch von Patienten Ihre Rechte im Ermittlungsverfahren Beihilfe und Anstiftung zum Suizid Sexueller Missbrauch – sexuelle Handlung Die Berufung gegen Strafurteile Verteidigungsstrategien im Sexualstrafrecht Voraussetzungen des Haftbefehls Sexuelle Handlungen vor Kindern Bei polizeilicher Vorladung - zum Strafverteidiger Entziehung der Fahrerlaubnis, § 69 StGB Das vereinfachte Jugendstrafverfahren, §§ 76 JGG ff. Bußgeldbescheid und Fahrverbot Tankbetrug und die Folgen Lehrerin muss 80.000,- Euro Schmerzensgeld wegen erfundener Vergewaltigung Betrunken auf dem Fahrrad – was droht? Die Pflichtverteidigung in Jugendstrafsachen Warenkredit- und Warenbetrug Die gewerbsmäßige Begehung von Straftaten Hausdurchsuchung wegen Kinderpornografie - droht Gefängnis? Beschuldigt wegen Besitz oder Verbreitung von Kinderpornografie? Wissenwertes über Pflichtverteidigung Einer Straftat beschuldigt - wie verhalten? Fahren ohne Fahrerlaubnis, § 21 StVG Bei Lehrern kann der Besitz von Kinderpornografie zur Entfernung aus dem Dienst führen Unfallflucht - das alltägliche Delikt Texte über Kinderpornografie nicht strafbar Gesetzesänderungen im Sexualstrafrecht Sexueller Missbrauch von Jugendlichen, § 182 StGB Folgen der Verletzung des Abstinenzgebotes in der Psychotherapie Sicherungsverwahrung bei sexuellem Missbrauch Der Tatbestand der Unterschlagung, § 246 StGB Nötigung im Straßenverkehr Kinderpornografie bei Beamten und Disziplinarrecht Diebstahl und die Folgen Fahrerlaubnis vorläufig entzogen - was nun? Opferanwalt und Kosten Aussage-gegen-Aussage Situation bei Sexualdelikten Der Zeuge im Strafverfahren Falschaussage und Meineid, §§ 153, 154 StGB Besitz und Verbreitung kinderpornografischer Schriften (Comics/Mangas), § 184 b StGB Folgen einer strafrechtlichen Verurteilung Sexueller Missbrauch Widerstandsunfähiger, § 179 StGB Sicherungsverwahrung bei sexuellem Missbrauch fast immer möglich Ein "Knutschfleck" eines Vierzehnjährigen als sexueller Missbrauch Wissenswertes zum Betäubungsmittelstrafrecht Verteidigungsmöglichkeiten beim Vorwurf der Vergewaltigung, § 177 Abs. 2 StGB Der Begriff der "sexuellen Handlung", § 184 g StGB Die Gefährdung des Straßenverkehrs, § 315 c StGB Fahrlässige Körperverletzung durch Verkehrsunfall Exhibitionistische Handlungen, § 183 StGB Sexueller Kontakt mit Minderjährigen - was sind die rechtlichen Folgen? Trunkenheitsfahrt und Rettung der Fahrerlaubnis Was Sie über Geldstrafe wissen sollten Verhaftet oder festgenommen - was jetzt? Verteidigung gegen den Vorwurf der Nachstellung (Stalking) Das Aussageverweigerungsrecht - wichtigstes Recht eines Beschuldigten Der Tatbestand „Falsche Verdächtigung“, § 164 StGB Verjährung bei Sexualdelikten Was ist bei Verdacht eines Behandlungsfehlers zu tun? Kinderpornographische Schriften - Anforderungen an Feststellungen im Urteil Die Verhandlungsfähigkeit des Angeklagten Der Tatbestand der Bedrohung (§ 241 StGB) Verhalten im Ermittlungsverfahren und Strafverfahren Was fällt unter „Besitz von kinderpornografischen Schriften"? Sexueller Missbrauch durch pornographische Reden, § 176 Abs. 4 Nr. 4 StGB Wissenswertes zum Strafbefehl Fahrverbot und Entziehung der Fahrerlaubnis Sexueller Missbrauch von Kindern, § 176 StGB Die Nebenklage Aberkennung des Ruhegehaltes wegen Besitzes von Kinderpornografie Beschuldigter im Strafverfahren - Verhaltenstipps Sexueller Missbrauch von Kindern, Erheblichkeit der sexuellen Handlung Erkennungsdienstliche Behandlung bei Strafverfahren wegen Kinderpornographie Besitz und Verbreitung von Kinderpornographie/Jugendpornographie - Verteidigung Schwere Körperverletzung, § 226 StGB Bei Rot über die Ampel - was droht FAQ Besitz und Verbreitung kinderpornografischer Schriften, § 184 b StGB Wissenswertes über Betrug (§ 263 StGB) Besitz von Kinderpornografie ist nicht zwingend ein Entlassungsgrund Wissenswertes über Unfallflucht Die gefährliche Körperverletzung, § 224 StGB Einziehung des Computers bei Besitz von Kinderpornographie Was kostet ein Strafverteidiger? Das Glaubwürdigkeitsgutachten (insbesondere in Sexualstrafsachen) Der Widerruf der Bewährung FAQ Sexuelle Nötigung/Vergewaltigung, § 177 StGB Wissenswertes über Raub und räuberische Erpressung Besitz von Kinderpornografie, § 184 b StGB Anzeige wegen Körperverletzung - was tun? Reden ist Silber, Schweigen ist Gold Fahrverbot vermeiden Vorwurf einer Sexualstraftat - Verteidigung Vorladung zur erkennungsdienstlichen Behandlung (§ 81 b StPO) Wissenswertes zum Jugendstrafrecht Diebstahl (§ 242 StGB) und die Folgen Verteidigung gegen den Vorwurf des unerlaubten Entfernens vom Unfallort (§ 142 StGB) Vorladung/Anhörungsbogen erhalten - Verhaltenstipps Belassen von evt. kinderpornografischen Bildern auf PC strafbar 10 häufige Fragen zum Diebstahl, § 242 StGB § 184 StGB, Besitz und Verbreitung von Kinderpornografie
1596781203622
05.06.2020, Redaktion Anwalt-Suchservice (21065 mal gelesen)
4,0/5 (2179 Bewertungen)
13.01.2015, Redaktion Anwalt-Suchservice (1643 mal gelesen)
21.07.2016, Autor Oliver Schöning (290 mal gelesen)
23.10.2019, Redaktion Anwalt-Suchservice (6819 mal gelesen)
Beide Fragebögen erhält man nach einem Regelverstoß im Straßenverkehr. Viele Betroffene wissen nicht, ob und wie sie darauf reagieren sollen oder was für Folgen ihre Antwort haben kann....

References: § 177
 § 31
 § 258
 § 184
 § 69
 § 21
 § 182
 § 246
 § 184
 § 179
 § 177
 § 184
 § 315
 § 183
 § 164
 § 176
 § 176
 § 226
 § 184
 § 224
 § 177
 § 184
 § 242
 § 184