Source: https://egvp.justiz.de/bearbeitung/bremen/einzelheiten/index.php
Timestamp: 2018-12-10 03:49:46+00:00

Document:
Bekanntmachung aufgrund des § 3 Nr. 1 und 4 der Verordnung über den elektronischen Rechtsverkehr im Land Bremen vom 18. Dezember 2006 – ERVBremenVO (BremGBl. Seite 548).
Auf der Grundlage des § 3 Nr. 1 und 4 ERVBremenVO werden hiermit die Einzelheiten des Verfahrens für die Anmeldung zum elektronischen Rechtsverkehr und die sonstigen zusätzlichen Angaben, die bei der Übermittlung mittels des Elektronischen Gerichts- und Verwaltungspostfachs eingehalten werden sollen, wie folgt bekannt gegeben:
1. Gemeinsame Vorschriften für alle Verfahren
1. Für den elektronischen Rechtsverkehr mit den Gerichten und Staatsanwaltschaften im Land Bremen wird die Kommunikationssoftware "Elektronisches Gerichts- und Verwaltungspostfach" zur Verfügung gestellt, die Nutzer über die Internetseite www.egvp.de lizenzkostenfrei herunterladen können. Vor der Nutzung dieses Programms ist den Lizenzbedingungen (Anhang 1 zu dieser Bekanntmachung) zuzustimmen.
Daneben können für den elektronischen Rechtsverkehr Drittprodukte zum Einsatz gebracht werden. Die Bekanntgabe der teilnehmenden Drittprodukte erfolgt auf der Seite www.egvp.de.
4. Bei der Übermittlung soll, sofern bekannt, das gerichtliche oder staatsanwaltschaftliche Aktenzeichen angegeben werden; bei verfahrenseinleitenden elektronischen Dokumenten und in Fällen, in denen das gerichtliche oder staatsanwaltschaftliche Aktenzeichen sonst noch nicht bekannt sein kann, soll die jeweilige Verfahrensart (z.B. Klage, Revisionsschrift, Beschwerde) schlagwortartig angegeben werden.
5. Der Übermittler einer Nachricht ist dafür verantwortlich, dass die Nachricht selbst und die angehängten Dateien keine schädlichen aktiven Komponenten (Viren, Trojaner, Würmer etc.) enthalten; eine Datei mit schädlichen aktiven Komponenten gilt auch dann als nicht zugegangen, wenn die Datei im übrigen den in § 2 Abs. 4 und 5 ERVBremenVO festgelegten Formatstandards entspricht.
6. Die erstellten Übermittlungs-, Sende- und Empfangsbestätigungen beziehen sich auf die Tatsache, dass der in der jeweiligen Bestätigung beschriebene Kommunikationsvorgang zu dem angegebenen Zeitpunkt stattgefunden hat. Durch diese Bestätigungen wird insbesondere nicht zugleich bestätigt, dass die übermittelten Dokumente in einem zugelassenen Format vorgelegt worden sind oder sonst keine Hindernisse für eine Weiterverarbeitung (Viren o.ä.) bestehen.
7. Dokumente, die nach Dienstschluss, am Wochenende oder an einem Feiertag über die elektronischen Poststellen bei den am elektronischen Rechtsverkehr teilnehmenden Gerichten und Staatsanwaltschaften eingereicht werden, können erst zu Beginn des folgenden Arbeitstags bearbeitet werden. Eine Bearbeitung elektronisch eingereichter Dokumente im Rahmen eines von den teilnehmenden Gerichten und Staatsanwaltschaften ggf. eingerichteten Bereitschafts- oder Notdienstes ist nicht möglich.
8. Bei der Registrierung an der elektronischen Poststelle wird ein für Sie kostenloses elektronisches Postfach eingerichtet, über das elektronische Zustellungen des Gerichts an Sie erfolgen können. Bei einer solchen elektronischen Zustellung erfolgt neben der Ablage in Ihrem persönlichen Empfänger-Postfach eine Mitteilung an die von Ihnen bei der Registrierung angegebene elektronische Kommunikationsadresse (i.a. Ihr E-Mail-Postfach). Der Abruf aus Ihrem Empfänger-Postfach erfolgt dann über eine durch Verschlüsselung gesicherte Verbindung.
Sofern Sie nicht unter den in § 174 Abs.1 ZPO genannten Personenkreis fallen (insbes. Rechtsanwälte, Notare, Behörden), ist für die Übermittlung elektronischer Zustellungen Ihre ausdrückliche Zustimmung erforderlich. Es erfolgt daher bei der Registrierung eine entsprechende Abfrage.
Sofern Sie keine Einrichtung eines gesonderten Empfänger-Postfaches in der elektronischen Poststelle der Justiz wünschen, sondern Zustellungen unmittelbar an eine private E-Mail-Adresse erfolgen sollen, ist die Hinterlegung Ihres privaten Verschlüsselungsschlüssels bei der Registrierung zwingend erforderlich. Denn Zustellungen seitens der Justiz erfolgen ausschließlich unter Wahrung der Vertraulichkeit der Kommunikation. In diesem Fall müssen Sie außerdem sicherstellen, dass Ihr Postfach stets über ausreichend freie Speicherkapazität verfügt, um E-Mails einer Dateigröße von jeweils bis zu 5 MB aufnehmen zu können.
9. Als Bedingung für den elektronischen Rechtsverkehr mit den Gerichten und Staatsanwaltschaften im Land Bremen im Sinne des § 3 ERVBremenVO gelten alle Beschränkungen und Voraussetzungen, die aus der Nutzung der Software "Elektronisches Gerichts- und Verwaltungspostfach" als technisch unabweisbar folgen, und zwar auch insoweit, als sie vorstehend nicht ausdrücklich bezeichnet sind.
2. Ergänzende Vorschriften für den elektronischen Rechtsverkehr in Registersachen
Elektronische Anmeldungen zu den Handels-, Genossenschafts- und Partnerschaftsregistern gemäß § 12 Abs. 1 des Handelsgesetzbuchs soll jeweils ein Begleitdokument im Datenaustauschformat XJustiz (ab Version 1.3) und X.Justiz.Register (ab Version 1.1) beigefügt werden. Das Begleitdokument soll mindestens die folgenden Angaben enthalten:
das gerichtliche Aktenzeichen, bei Neueingängen die Angabe "RegNEU"
die schlagwortartige Bezeichnung des Gegenstands der Anmeldung
die aktuell eingetragene Firma bzw. der Name des Rechtsträgers, auf den sich die Anmeldung bezieht, bzw. bei einer Neuanmeldung die beantragte Firma bzw. der beantragte Name
die Bezeichnung der Person des Einreichers der Anmeldung (in der Regel des Notars)
Hinweis: Informationen zu den besonderen technischen und organisatorischen Voraussetzungen für den elektronischen Rechtsverkehr im Rahmen des maschinellen gerichtlichen Mahnverfahrens (Verfahren "Online-Mahnantrag" und "ProfiMahn") finden sich auf den Internetseiten www.online-mahnantrag.de und www.profimahn.de .

References: § 3
 § 3
 § 2
 § 174
 § 3
 § 12