Source: https://www.dr-datenschutz.de/datenschutz-grundverordnung-rechtmaessigkeit-der-datenverarbeitung/
Timestamp: 2020-07-03 17:11:25+00:00

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20. Juni 2017 |	9 Kommentare | Von Dr. Datenschutz
Mehr zum Thema: Datenschutzbeauftragter, EU-DSGVO, europäischer Datenschutz, Rechtsgrundlage
Ich habe eine Frage zu einem konkreten Beispiel.
Ich nehme zuvor von meiner Firma gekaufte Teile zum Service an. Der Kunde sendet mir etwas, ich empfange es, verarbeite und speichere die Informationen zu dem Vorgang, repariere es und sende es zurück zum Kunden. Kann ich die Verarbeitung der Daten durch Art. 6 Abs. 1 Lit b oder die berechtigten Interessen Lit f legitimieren?
Muss ich dennoch auf meine Datenschutzerklärung bzw. über die Verarbeitung informieren? Zum Zeitpunkt der Reparatur?
Wie sollte ich diesen Fall konkret abwickeln?
Möwe am 29. Mai 2018, 11:02 Uhr
Sofern Sie vom Kunden, der Vertragspartner ist, personenbezogenen Daten für die Erfüllung des Vertrages verarbeiten, kann die Verarbeitung auf Art. 6 Abs. 1 Satz 1 lit. a) DSGVO gestützt werden. Informationspflichten sind grundsätzlich bei Erhebung der personenbezogenen Daten zur Verfügung zu stellen (s. Art. 12 ff. DSGVO; bei Dritterhebung Art. 14 DSGVO). Wenn Sie einen Auftrag online über eine Webseite erhalten, können Sie die Informationen auch in der Datenschutzerklärung abbilden und ggf. auf weitere datenschutzrechtliche Informationen für Kunden verweisen.
Dr. Datenschutz am 4. Juni 2018, 13:12 Uhr
Hallo, habe ich als Kunde das Recht einen solchen Vertrag einzusehen? Wenn ich als Kunde eines Unternehmens wissen möchte, ob ein solcher Vertrag mit einem Drittunternehmen überhaupt vorliegt? In meinem Fall wird meine E-Mailadresse + IP in einem Forum an einen dritten Dienstleister zur Spamüberwachung weitergegeben.
Tobias am 16. November 2018, 12:43 Uhr
Aus Ihrer Frage geht leider nicht eindeutig hervor, was gemeint ist. Grundsätzlich haben Sie zum Beispiel das Recht, sich bei einer Aufsichtsbehörde zu beschweren, wenn Sie der Ansicht sind, dass die Verarbeitung Ihrer Daten gegen die DSGVO verstößt.
Dr. Datenschutz am 20. November 2018, 18:00 Uhr
Hallo ich bin ein Mieter: ich habe einen Brief von der Hausverwalterin erhalten, dass meine persönlichen Daten an Behörden oder Dienstleiter zum Zwecke der Instandhaltung, Reparatur , oder Abrechnung weiter gegeben werden ( sie beruht sich auf: gem. Art 6. Abs.1,Satz 1 b, EU – Datenschutzgrundverordnung).
nach meiner Meinung: Instandhaltung, Reparatur , oder Abrechnung sind sache der Eigentümer? oder.
Adler am 23. November 2018, 12:06 Uhr
Die Hausverwaltung wird vom Eigentümer beauftragt sich um die gesamte, oder nur bestimmte Teile, der Verwaltung des Mietobjekts zu kümmern. Dazu gehört meist auch die Durchführung des Mietvertrags, der dann zwischen Ihnen und der Hausverwaltung zustande kommt. Dementsprechend erhebt die Hausverwaltung Ihre Daten zum Zwecke der Durchführung des Mietverhältnisses und nicht der Eigentümer direkt. Dass die Hausverwaltung die Daten dann wiederum z.B. an externe Dienstleister weitergibt, um Reparaturen durchführen oder Nebenkostenabrechnungen erstellen zu lassen, kann dann tatsächlich gem. Art. 6 Abs. 1 b) DSGVO gerechtfertigt sein, da es unter Umständen notwendig ist für die Erfüllung der Vermieterpflichten aus dem Mietvertrag Ihre Daten an den Dienstleister zu übermitteln. Ob die Weitergabe rechtmäßig geschieht, ist dann immer eine Frage des Einzelfalls und hängt davon ab welche Daten zu welchem Zweck weitergegeben werden.
Dr. Datenschutz am 30. November 2018, 18:23 Uhr
wenn ich ein Betriebsgelände mit Hilfe einer elektronischen Karte durch ein Drehkreuz passiere, und die Zeit dadurch erfasst wird, ist es erlaubt? Erlaubt auch in dem Sinne, das diese Zeiterfassung für die Arbeitszeit nicht relevant ist. Ein Abstempeln der Arbeitszeit erfolgt dadurch nicht. Die Arbeitszeit wird Handschriftlich erfasst und abgegeben. Die Karte sollte lt. dem Betrieb nur das Zutrittsrechts genehmigen.
A. H. am 28. April 2020, 12:53 Uhr
Eine konkrete Rechtsberatung dürfen wir im Rahmen dieses Blogs leider nicht vornehmen. Grundsätzlich ist es aber so, dass der Verantwortliche einer Datenverarbeitung gemäß Art. 5 Abs. 1 lit. f DSGVO personenbezogene Daten nur in einer Weise verarbeiten darf, die eine angemessene Sicherheit der personenbezogenen Daten gewährleistet, einschließlich Schutz vor unbefugter oder unrechtmäßiger Verarbeitung und vor unbeabsichtigtem Verlust, unbeabsichtigter Zerstörung oder unbeabsichtigter Schädigung. Hierzu hat der Verantwortliche im Sinne des Art. 32 DSGVO geeignete technische und organisatorische Maßnahmen für die Gewährleistung der Datensicherheit zu ergreifen. Einen Leitfaden für solche Maßnahmen liefert das IT-Grundschutzkompendium des BSI. Darin heißt es z.B., dass Zutrittskontrollen auch etwa durch Protokollierung der Uhrzeit und des Zutrittsberechtigten grundsätzlich ein geeignetes Mittel für die Gewährleistung des Schutzes von personenbezogenen Daten vor unbefugtem Zugriff sein kann.
Dr. Datenschutz am 4. Mai 2020, 10:08 Uhr

References: Art. 6
 Art. 6
 Art. 12
 Art. 14
 Art. 6
 Art. 5
 Art. 32