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Timestamp: 2016-10-27 20:42:18+00:00

Document:
8C_199/2011 (09.08.2011)
Invalidenversicherung (Arbeitsf�higkeit, Invalidenrente),
Der 1954 geborene P.________ war seit 1. Mai 1984 Hauswart bei der Firma B.________ AG. Am 22. Mai 2007 st�rzte er w�hrend der Arbeit aus ca. vier Metern H�he auf einen Betonboden. Gleichentags wurden im Spital U.________ die Handgelenke beidseits, das Kniegelenk links und das rechte obere Sprunggelenk (OSG) ger�ntgt, eine Sonografie des Abdomens sowie ein CT von Sch�del und HWS durchgef�hrt. Im Bericht vom 23. Mai 2007 diagnostizierte es Kontusionen an beiden Handgelenken, am linken Knie und am rechten OSG sowie eine Rissquetschwunde an der Stirn. Am 11. Juni 2008 meldete sich der Versicherte bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die IV-Stelle Luzern sprach ihm ab 1. November 2008 eine ganze und ab 1. Februar bis 30. April 2009 eine halbe Invalidenrente zu (Verf�gungen vom 26. November 2011).
In teilweiser Gutheissung der hiegegen eingereichten Beschwerde hob das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern die Verf�gung auf und verpflichtete die IV-Stelle, dem Versicherten ab 1. Mai 2008 bis 30. April 2009 eine ganze Invalidenrente auszurichten. Im �brigen wies es die Beschwerde ab (Entscheid vom 9. Februar 2011).
Mit Beschwerde beantragt der Versicherte, in Aufhebung des kantonalen Entscheides sei ihm ab dem fr�hestm�glichen Zeitpunkt, sp�testens ab 1. Mai 2008 und auch ab 1. Februar 2009 eine ganze Invalidenrente ohne Befristung zuzusprechen; eventuell sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Die IV-Stelle schliesst auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden k�nne. Das Bundesamt f�r Sozialversicherungen verzichtet auf eine Vernehmlassung.
Die Beschwerde kann wegen Rechtsverletzung nach Art. 95 f. BGG erhoben werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Immerhin pr�ft es grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG; BGE 133 II 249 E. 1.4.1 S. 254). Es legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung von Amtes wegen berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG) und wenn die Behebung des Mangels f�r den Verfahrensausgang entscheidend sein kann. Dies ist aufgrund der Vorbringen in der Beschwerde zu pr�fen (Art. 97 Abs. 1 BGG; nicht publ. E. 1 des Urteils BGE 135 V 306, in SVR 2009 IV Nr. 52 S. 161 [8C_763/2008]).
Die Vorinstanz hat die Grundlagen �ber die Invalidit�tsbemessung nach dem Einkommensvergleich (Art. 16 ATSG; BGE 134 V 322 E. 4.1 S. 325 und E. 5 S. 327), den Rentenanspruch (Art. 28 IVG in der seit 1. Januar 2008 geltenden Fassung; Art. 29 Abs. 1 lit. b IVG in der bis Ende 2007 g�ltig gewesenen Fassung) und die Rentenrevision (Art. 17 Abs. 1 ATSG, Art. 88a IVV; BGE 134 V 131 E. 3. S. 132) richtig dargelegt. Darauf wird verwiesen.
Soweit sich ein Entscheid auf versicherungsinterne �rztliche Beurteilungen st�tzt, sind nach Art. 43 f. ATSG und Art. 6 Ziff. 1 EMRK an die Beweisw�rdigung strenge Anforderungen zu stellen: Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverl�ssigkeit und Schl�ssigkeit dieser �rztlichen Feststellungen, ist eine versicherungsexterne medizinische Begutachtung im Verfahren nach Art. 44 ATSG oder ein Gerichtsgutachten anzuordnen (BGE 135 V 465; Urteil 8C_304/2011 E. 4). Ein medizinischer Aktenbericht ist beweistauglich, wenn die Akten ein vollst�ndiges Bild �ber Anamnese, Verlauf und gegenw�rtigen Status ergeben und diese Daten unbestritten sind; der Untersuchungsbefund muss l�ckenlos vorliegen, damit der Berichterstatter imstande ist, sich aufgrund der vorhandenen Unterlagen ein vollst�ndiges Bild zu verschaffen (RKUV 1993 Nr. U 167 S. 95 E. 5d; Urteil 8C_185/2010 vom 16. Juni 2010 E. 5).
Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen nur soweit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt, was von der ein Novum einbringenden Partei darzulegen ist (Art. 99 Abs. 1 BGG; BGE 135 V 194; SVR 2010 UV Nr. 17 S. 63 E. 4 [8C_239/2008]). Der Versicherte legt neu eine an das Eidg. Departement des Innern gerichtete Aufsichtsbeschwerde der Rechtsberatungsstelle X.________ vom 25. Juni 2010 auf. Er macht indessen nicht geltend, dass ihm deren vorinstanzliche Beibringung trotz hinreichender Sorgfalt prozessual unm�glich und objektiv unzumutbar war (nicht publ. E. 2.3 des Urteils BGE 135 V 163, in SVR 2009 BVG Nr. 30 S. 109 [9C_920/2008]). Sie ist somit nicht zu ber�cksichtigen. Soweit der Versicherte neu den Beitrag "Staatsrechtler stellen IV-Verfahren in Frage" aus der Zeitschrift Pl�doyer 2/2010 S. 10 f. einreicht, ist dies zul�ssig (SVR 2009 KV Nr. 1 S. 1 E. 3.4 [9C_56/2008]); Gleiches gilt f�r die neu aufgelegten Ausz�ge aus dem FMH-�rzteindex [http://www.doctorfmh.ch].
4.1.1 Aufgrund des Sch�del-CT vom 22. Mai 2007 f�hrte das Spital U.________ am 23. Mai 2007 aus: Keine Fraktur. Keine Blutung. Normale Weite der Liquorr�ume. Rahmenartige Schleimhautschwellungen in den Kieferh�hlen und den Ethmoidalzellen, hier teils auch mit Spiegelbildungen im Sinne einer Sinusitis.
Gem�ss dem Austrittsbericht der Klinik L.________ vom 29. Oktober 2007 beurteilte Dr. med. O.________, Klinik I.________ das von ihm am 16. Oktober 2007 durchgef�hrte Sch�del-MRI wie folgt: Keine posttraumatischen Ver�nderungen intrakraniell bei regelrechtem Hirnparenchym. Die beschriebenen Ver�nderungen rechts auf H�he der Corona radiata d�rften asymmetrisch erweiterten Perivaskul�rr�umen entsprechen. Das Hirnparenchym sei sonst regelrecht ohne jegliche fokale St�rung, ebenfalls normale Hirngef�sse und Venensinus. Die Klinik L.________ nahm hiezu am 29. Oktober 2007 wie folgt Stellung: Es h�tten keine posttraumatischen Ver�nderungen intrakraniell bei regelrechtem Hirnparenchym dargestellt werden k�nnen.
4.1.2 Die Vorinstanz erwog, f�r die Beschwerden des Versicherten habe kein somatisches Substrat gefunden werden k�nnen (hierzu werde erg�nzend auf die Erl�uterungen im unfallversicherungsrechtlichen Parallelverfahren verwiesen). Die Klinik L.________ habe im Austrittsbericht vom 29. Oktober 2007 ausgef�hrt, das Ausmass der demonstrierten physischen Einschr�nkungen lasse sich auch mit den objektivierbaren pathologischen Befunden und den Diagnosen aus somatischer Sicht ungen�gend erkl�ren; sie habe - in Ber�cksichtigung der Berichte der Dres. med. J.________, Facharzt FMH f�r Augenkrankheiten speziell Augenchirurgie, vom 10. Oktober 2007 und S.________, Facharzt FMH f�r Hals-, Nasen-, Ohrenkrankheiten, vom 11. Oktober 2007 - dargelegt, dem Versicherten sei eine leichte bis mittelschwere Arbeit ganztags zumutbar. Es bestehe kein Anlass, dies in Zweifel zu ziehen. Der somatische Zustand habe sich seit Oktober 2007 bis zum Verf�gungserlass am 26. November 2009 nicht in einer f�r die Arbeitsf�higkeit relevanten Weise verschlechtert. Der Neurologe Dr. med. Z.________, habe am 7. Januar 2008 im Wesentlichen dieselben Beschwerden (Kopfschmerzen, Zervikalsyndrom, Tinnitus, Sensibilit�tsst�rung im linken Bein) geschildert, wie die Klinik L.________; er habe die im Vordergrund stehenden, seit dem Unfall persistierenden Kopfschmerzen vom Spannungstyp (vereinzelt Migr�ne ohne Aura) als station�r bezeichnet und eine langsame, aber kontinuierliche Steigerung am Arbeitsplatz empfohlen. Das inzwischen diagnostizierte schwere obstruktive Schlafapnoesyndrom verm�ge am Ergebnis nichts zu �ndern (vgl. IV-Protokolleintrag vom 26. Februar 2009). Aus dem Bericht des Dr. med. G.________, Klinik f�r Schlafmedizin, vom 29. Juli 2008 ergebe sich, dass die Schlafst�rungen mit der CPAC-Therapie wirksam behandelt werden k�nnten. Aus den Berichten des behandelnden Arztes Dr. med. H.________, Facharzt Innere Medizin FMH, vom 9. September und 22. Oktober 2008 sowie 18. Dezember 2009, wonach das Leistungsverm�gen des Versicherten 0 bis 20 % betrage, k�nne er nichts zu seinen Gunsten ableiten, da sich die Annahme aufdr�nge, dass diese Einsch�tzung auf seinen subjektiven Angaben beruhe und die psychischen Beschwerden mitber�cksichtige, zu deren Beurteilung Dr. med. H.________ nicht kompetent sei. Der Bericht der serbischen �rztin Frau Prim. Dr. E.________ vom 1. November 2008 enthalte keine Anhaltspunkte, dass die Beurteilung der Klinik L.________ vom 29. Oktober 2007 unrichtig sei, zumal sie sich zur Arbeitsf�higkeit nicht konkret ge�ussert habe. Die Berichte der Poliklinik D.________ vom 14. April (recte Mai) 2010, der Frau Prim. Dr. E.________ vom 15. Mai 2010 und des serbischen Neurochirurgen Dr. A.________ vom 15. (recte 5.) November 2010 k�nnten nur soweit ber�cksichtigt werden, als sie R�ckschl�sse auf den Zeitpunkt des Verf�gungserlasses am 26. November 2009 zuliessen. In dieser Hinsicht zeigten sie indes keine neuen Befunde. Die im Bericht der Poliklinik D.________ vom 14. Mai 2010 aufgrund einer MRI-Untersuchung (MR Endokranium) festgestellte Pathologie - lakurane supratentoriale isch�mische und reduktive kortikale Ver�nderungen sowie maxillare Sinusitis rechtsseitig - sei bereits von der Klinik L.________ am 29. Oktober 2007 ausdr�cklich erw�hnt worden und habe Grundlage ihrer Arbeitsf�higkeitssch�tzung gebildet (vgl. dazu insbesondere die Beurteilung des Dr. med. T.________, Facharzt f�r Neurologie FMH Facharzt f�r Psychiatrie und Psychotherapie zertifizierter medizinischer Gutachter SIM, SUVA Versicherungsmedizin, vom 28. Juni 2010, der voll beweiskr�ftig sei). Zusammenfassend sei der Versicherte somatisch in leidensangepasster T�tigkeit zu 100 % arbeitsf�hig.
4.2 Vorab ist festzuhalten, dass Dr. med. T.________ entgegen dem Vorbringen des Versicherten gem�ss dem FMH-�rzteindex seit dem Jahr 2000 den deutschen Facharzttitel f�r Neurologie besitzt (vgl. http://www.doctorfmh.ch), der im Jahr 2006 auch in der Schweiz anerkannt wurde (http://www.medregom.admin.ch). Seine psychiatrische Fachkenntnis braucht nicht n�her gepr�ft zu werden, da er sich zu entsprechenden Fragen nicht �usserte und diesbez�glich aus seinem Aktenbericht vom 28. Juni 2010 auch nichts abgeleitet wird (E. 6 hienach).
4.3 Dem Einwand des Versicherten, der vorinstanzliche Verweis auf das unfallversicherungsrechtlichte Parallelverfahren - wonach kein hinreichendes somatisches Substrat f�r seine Beschwerden bestehe - sei grunds�tzlich unzul�ssig und verletzte die Begr�ndungspflicht (Art. 29 Abs. 2 BV), kann nicht gefolgt werden. Denn aus dem gleichentags ergangenen Entscheid der Vorinstanz in diesem Parallelverfahren konnte er die entsprechende Begr�ndung ersehen, ohne dass ihm aus diesem vorinstanzlichen Vorgehen Nachteile erwachsen w�ren (vgl. auch Urteil 8C_971/2009 vom 15. Dezember 2009 E. 4.2).
4.4 Der Versicherte erhebt keine R�gen, welche die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung - wonach er somatischerseits seit 29. Oktober 2007 (Austrittsbericht der Klinik L.________) bis zum Verf�gungserlass am 26. November 2009 (BGE 132 V 215 E. 3.1.1 S. 220) in einer leichten bis mittelschweren T�tigkeit zu 100 % arbeitsf�hig gewesen sei - als offensichtlich unrichtig oder auf einer Rechtsverletzung nach Art. 95 BGG beruhend erscheinen lassen. Diese vorinstanzliche Feststellung wird durch den Bericht des SUVA-Kreisarztes Dr. med. Y.________, FMH Chirurgie, vom 25. Juni 2008 bekr�ftigt. Die vom Versicherten angerufenen Arztberichte verm�gen hieran nichts zu �ndern. Soweit der Versicherte einwendet, die Vorinstanz habe zu Unrecht auf den Aktenbericht des Dr. med. T.________ vom 28. Juni 2010 (zu dessen Inhalt kann auf E. 4.3.2 des im Parallelverfahren 8C_198/2011 heute ergangenen Urteils verwiesen werden) abgestellt, ist dies nicht stichhaltig. Denn er macht nicht substanziiert geltend und es ist im Lichte der eingeschr�nkten Kognition auch nicht ersichtlich, inwiefern die auf diesem Bericht basierende vorinstanzliche Feststellung, die im Bericht der Poliklinik D.________ vom 14. Mai 2010 festgestellte Pathologie - lakurane supratentoriale isch�mische und reduktive kortikale Ver�nderungen sowie maxillare Sinusitis rechtsseitig - sei bereits im Austrittsbericht der Klinik L.________ vom 29. Oktober 2007 ausdr�cklich erw�hnt worden und habe Grundlage ihrer Arbeitsf�higkeitssch�tzung gebildet, offensichtlich unrichtig sein soll. Zudem ist die Berufung des Versicherten auf den Bericht der Poliklinik D.________ vom 14. Mai 2010 auch deshalb unbehelflich, weil darin eine Arbeitsunf�higkeit lediglich f�r seine bisherige Arbeit (als Hauswart) festgestellt wurde.
5.1 Der Versicherte macht weiter geltend, er habe beim Unfall vom 22. Mai 2007 ein Schleudertrauma der Halswirbels�ule (HWS) oder eine �quivalente Verletzung erlitten. Das Vorliegen einer solchen Verletzung ohne organisch nachweisbare Funktionsausf�lle muss durch zuverl�ssige �rztliche Angaben gesichert sein, damit die auf sie zugeschnittene Rechtsprechung (BGE 136 V 279, 134 V 109) zur Anwendung kommen kann (Urteil 8C_792/2009 vom 1. Februar 2010 E. 6.1). Im unfallversicherungsrechtlichen Verfahren verneinte die Vorinstanz ein solches Trauma beim Versicherten; das Bundesgericht liess diese Frage in jenem Verfahren offen, da deren Beantwortung dort im Hinblick auf die Pr�fung der Unfallad�quanz der Beschwerden unerheblich war (vgl. heute ergangenes Urteil 8C_198/2011 E. 5).
5.2.1 Diese Frage kann auch hier offen bleiben. Denn der Versicherte ruft keine Arztberichte an, welche ab 29. Oktober 2007 bis zum Verf�gungserlass am 26. November 2009 gest�tzt auf ein HWS-Schleudertrauma oder eine �quivalente Verletzung eine Arbeitsunf�higkeit in einer leidensangepassten Erwerbst�tigkeit postulieren. In den von ihm angef�hrten Berichten der Klinik L.________ vom 29. Oktober 2007, des Neurologen Dr. med. Z.________ vom 7. Januar 2008 und des Psychiaters Dr. med. C.________, vom 19. M�rz 2008 werden weder ein HWS-Schleudertrauma noch eine �quivalente Verletzung diagnostiziert.
5.2.2 Der Versicherte macht sodann geltend, dass Dr. med. F.________, Spezialarzt f�r Innere Medizin FMH, in der Klinik�berweisung vom 22. Mai 2007 von einer Kontusion mit Rissquetschwunde an der Stirn und einer Benommenheit nach dem Unfall ausgegangen sei und im Bericht vom 21. Juni 2007 sowie im Dokumentationsbogen f�r Erstkonsultationen nach kraniozervikalem Beschleunigungstrauma vom 20. Juli 2007 die Beschwerdesymptomatik als direkt nach dem Unfall erscheinend dargestellt habe. Diese Einw�nde beziehen sich auf die Frage, ob aufgrund echtzeitlicher Angaben initial nach dem Unfall vom 22. Mai 2007 von einem HWS-Schleudertrauma oder einer �quivalenten Verletzung ausgegangen werden kann. Da dies offen gelassen werden kann (E. 5.2.1 hiervor), ist darauf nicht weiter einzugehen. Im �brigen ist aber darauf hinzuweisen, dass das Spital U.________, wo der Versicherte bis 23. Mai 2007 hospitalisiert war, im Bericht vom 23. Mai 2007 keine solche Diagnose stellte.
Weiter ist die psychische Problematik zu pr�fen.
6.1 Der den Versicherten seit November 2007 behandelnde Psychiater Dr. med. C.________ diagnostizierte am 23. Dezember 2008 eine Anpassungsst�rung mit l�nger dauernder depressiver Reaktion (ICD-10: F43.21); psychiatrischerseits sei der Versicherte vom 27. November 2007 bis 4. November 2008 zu 100 % arbeitsunf�hig, seit 5. November 2008 zu 50 % arbeitsf�hig. Die Prognose sei noch offen. Der Psychiater Dr. med. M.________, der den Versicherten am 8. Januar 2009 unter Beizug einer Dolmetscherin untersuchte, diagnostizierte im zu Handen der Visana-Services AG (Krankentaggeldversicherer der Arbeitgeberin des Versicherten) erstellten Gutachten vom 19. Januar 2009 Folgendes: Abklingende Anpassungsst�rung, heute allerdings eher dysphorisch-dysthyme Verstimmung bzw. Verbitterung; narzisstische Gekr�nktheit; im Vordergrund stehe eine Anspruchshaltung. Ab 1. M�rz 2009 sei von einer Arbeitsf�higkeit von 30 % auszugehen. Die Arbeitsf�higkeit sollte ab Anfang April auf 50 % und per Anfang Juli auf 100 % gesteigert werden k�nnen. In sehr leichter T�tigkeit k�nnte die Arbeitsf�higkeit allenfalls sogar rascher gesteigert werden. Gleichzeitig sollte die psychiatrische Behandlung intensiviert werden, da der Versicherte angesichts seines privaten Kausalit�tsbed�rfnisses und seiner Erwartungshaltung (bez�glich Versicherungsleistungen) einer kognitiven Umstrukturierung bed�rfe.
6.2 Die Vorinstanz erwog, der Versicherte sei seit 5. November 2007 aus psychischen Gr�nden zu 100 % arbeitsunf�hig gewesen. Sp�testens ab 5. November 2008 sei ihm die Aufnahme einer T�tigkeit zu 50 % und ab 19. Januar 2009 zu 100 % wieder zumutbar gewesen (vgl. IV-Protokolleintr�ge vom 26. Februar, 30. April und 28. Mai 2009). Bereits am 2. September 2008 habe Dr. med. C.________ nur mehr eine leichte depressive Symptomatik diagnostiziert und sich daf�r ausgesprochen, der Versicherte sei mittelfristig als voll arbeitsf�hig zu beurteilen. Die Befunderhebung des Dr. med. M.________ vom 19. Januar 2009 habe lediglich noch eine dysphorisch-dysthyme Verstimmung mit hintergr�ndiger Gereiztheit und eine resigniert wirkende Verbitterung (narzisstische Kr�nkung) zu Tage gef�rdert; dies sei kein versicherter Gesundheitsschaden; seine Schlussfolgerungen zur Arbeitsf�higkeit seien mithin nicht nachvollziehbar. Der Bericht des den Versicherten seit Februar 2009 behandelnden Psychiaters Dr. med. R.________, vom 4. April 2010, wonach eine depressionsbedingte Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit in erheblichem Ausmass zu attestieren sei, sei aufgrund seines knappen Umfangs und der wenig differenzierenden Angaben nicht geeignet, eine �nderung des Gesundheitszustandes seit dem Gutachten des Dr. med. M.________ bis zum Verf�gungserlass am 26. November 2009 als �berwiegend wahrscheinlich erscheinen zu lassen. Der Bericht des Dr. med. R.________ enthalte keine Diagnose nach einem anerkannten Klassifikationssystem und seine Einsch�tzung k�nne mangels erhobener Befunde nicht nachvollzogen werden.
6.3 Der Versicherte bringt vor, die Tatsache, dass Dr. med. M.________ eine Prognose mache, sei unseri�s. Auf eine Prognose d�rfe nicht abgestellt werden, ohne dass diese nachtr�glich - wenn die entsprechenden Zeitr�ume verstrichen seien - gefestigt werde. Hierzu ist festzuhalten, dass eine �rztliche Prognose zul�ssig ist und eine Tatfrage betrifft (E. 1. hievor; BGE 132 V 393 E. 3.2. S. 398; Urteil 8C_812/2008 vom 6. Oktober 2008 E. 3).
6.4 Unbestritten ist, dass der Versicherte aus psychischen Gr�nden ab November 2007 bis 4. November 2008 vollst�ndig arbeitsunf�hig und danach in leidensangepasster T�tigkeit zu 50 % arbeitsf�hig war. Soweit die Vorinstanz entgegen der Prognose des Dr. med. M.________ vom 19. Januar 2009 bereits ab diesem Datum von 100%iger Arbeitsf�higkeit ausging, �berzeugt dies nicht, zumal sie sich dabei auf blosse Aktenbeurteilungen des RAD st�tzte, aus denen nicht hervorgeht, ob sie �berhaupt von einem Psychiater bzw. einer Psychiaterin erstattet wurden. Zudem stellte der Psychiater Dr. med. R.________ im Bericht vom 4. April 2010 in jedem Fall eine depressionsbedingte Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit in erheblichem Ausmass in allen T�tigkeiten fest. Auch wenn dieser Bericht nach dem Verf�gungserlass vom 26. November 2009 erstattet wurde, ist er geeignet, die Beurteilung bezogen auf diesen Zeitpunkt zu beeinflussen, zumal der Versicherte bei Dr. med. R.________ seit 23. Februar 2009 in Behandlung war (BGE 121 V 362 E. 1b S. 366). Es ist mithin nicht ausgeschlossen, dass sich die Prognose des Dr. med. M.________ vom 19. Januar 2009 nicht bewahrheitete. Auf den Bericht des Dr. med. R.________ kann indessen nicht abgestellt werden, zumal darin der Grad der Arbeitsunf�higkeit nicht angegeben wurde. Es dr�ngt sich somit eine weitere psychiatrische Begutachtung auf. Demnach braucht auf die weiteren formellen Einwendungen des Versicherten gegen das Gutachten des Dr. med. M.________ nicht eingegangen zu werden.
6.5 Nach dem Gesagten ist die Sache in Nachachtung des Untersuchungsgrundsatzes an die Vorinstanz zur�ckzuweisen, damit sie ein psychiatrisches Gerichtsgutachten einhole und hernach �ber den Rentenanspruch neu verf�ge.
Erwerblicherseits (vgl. BGE 132 V 393 E. 3.3 S. 399) ist das Valideneinkommen des Versicherten unbestritten, womit es sein Bewenden hat. �ber sein Invalideneinkommen kann erst nach Kl�rung der Arbeitsf�higkeit befunden werden.
Dem Prozessausgang entsprechend werden die Kosten den Parteien je h�lftig auferlegt (Art. 66 Abs. 1, Art. 68 Abs. 2 BGG; BGE 132 V 215 E. 6.1 S. 235).
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen. Der Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern vom 9. Februar 2011 wird aufgehoben. Die Sache wird an das kantonale Gericht zur�ckgewiesen, damit es, nach erfolgter Abkl�rung im Sinne der Erw�gungen, �ber die Beschwerde neu entscheide.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden den Parteien je h�lftig auferlegt.

References: Art. 95
 BGE 
 Art. 95
 BGE 
 BGE 
 Art. 29
 Art. 88
 BGE 
 Art. 43
 Art. 6
 Art. 44
 BGE 
 BGE 
 Art. 95
 BGE 
 BGE 
 Art. 68
 BGE