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Timestamp: 2017-12-17 12:31:41+00:00

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Neue Eingliederungsvereinbarung erhalten, bitte mal drüberschauen - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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01.02.2017, 04:25 #1
Neue Eingliederungsvereinbarung erhalten, bitte mal drüberschauen
ich habe vorgestern im Rahmen eines Gesprächs mit meiner Integrationsfachkraft ;) eine neue Eingliederungsvereinbarung erhalten. Würde mich freuen wenn ihr euch das mal anschaut.
Eingliederungsvereinbarung.pdf (3,62 MB, 92x aufgerufen)
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01.02.2017, 06:43 #2
AW: Neue Eingliederungsvereinbarung erhalten, bitte mal drüberschauen
Da weiß man ja gar nicht wo man anfangen soll....
Also, was mir gar nicht passen würde:
- Angabe der Telefonnummer? Nääää, bin ich nicht zu verpflichtet und von daher alles schön postalisch.
- Datenspeicherung und -Nutzung? Öhm....welche Daten denn bitte schön? Das ist doch sehr unbestimmt.
- "..den Anforderungen entsprechende Bewerbungsmappe..." Wer legt diese Anforderungen fest und wer bewertet das denn? Der SB?
- dito für die Bewerbungsanschreiben
- Förderung ausgeschlossen bei Arbeitsaufnahme in ZAF? Ja ne is klar.... und dann kriegst du nur VV für ZAF und guckst blöd in die Wäsche, weils keine Förderung gibt.
"Alle erforderlichen Anträge müssen vor dem Tag des Ereignisses im JC gestellt werden und innerhalb von 3 Wochen wieder eingereicht werden."
Häh? Also zweimal einreichen?
-Bewerbungen auch bei ZAF?
-Bewerbung auf alle unterbreiteten VV? Mit und ohne RFB? Ne ne ne...... und dann noch innerhalb von 2 Tagen. Also bitte Sonntags bewerben, wenn du Freitag den VV bekommst.
-Keine Rückmeldung vom AG auf die Bewerbung und dann sollst du der Absage hinterherlaufen? Nö.....
-Nutzung Internet? Ist nicht im Regelsatz enthalten bzw. du darfst selbst über die Verwendung deines Regelsatzes entscheiden und bist nicht verpflichtet einen Internetanschluss zu haben. Gnädigerweise darfst du ja dann all 14 Tage zum JC fahren und dich dort informieren. Wer bezahlt diese Fahrten?
-Bewerbungskosten für Dezember darfst du selbst tragen?
Was ein Schundwerk. Mir rollen sich ja allein schon bei Layout und Rechtschreibung die Fußnägel hoch, aber was dann da noch drinsteht?
Hast du derzeit eine gültige EGV? Wenn ja, bis wann?
Über welchen Zeitraum soll die neue EGV gehen? Ist ja leider auch verdeckt, was aber immer interessant und wichtig ist zu wissen.
01.02.2017, 09:17 #3
Zitat von Martin Schubert
Würde mich freuen wenn ihr euch das mal anschaut.
Die bieten dir in diesem EGV-Vorschlag an erst nach dem Abschluss dieser EGV ein Profiling vorzunehmen, wollen aber mit den schon eingesetzten Inhalten der EGV schon benennen können, was für die Eingliederung notwendig ist?
Sorry - der SB dort hat echt den Schuss nicht gehört, denn einen besseren unwiderlegbaren Beweis, dass die Inhalte völlig willkürlich und ohne jegliche pflichtgemäß erfüllte vorherige Profilinggrundlage einfach mal aus der Luft gegriffen wurden, kann so ein Klappspaten von SB ja wirklich kaum als Steilvorlage abliefern.
01.02.2017, 09:30 #4
Dieser neuer Typus der EGV scheint jetzt Standard zu sein. Ich habe auch eine bekommen, allerdings ohne Punkt 9 und ohne Aussagen zur Ortsabwesenheit.
Damit kann ja fast gar nichts mehr passieren ...
01.02.2017, 11:18 #5
Krasses Teil, allein die Darstellung eine Frechheit! Wer soll sich denn da bitteschön bis zum Schluss durchquälen? Da hat jemand dringenden Bedarf an einer Maßnahme mit dem Inhalt "Kennenlernen von Grundlagen".
Das Ding würde ich als Verwaltungsakt abwarten und dann dem JC gepflegt um die Ohren hauen (lassen). Dieses Teil müsste mindestens bis zum Sozialgericht "überleben", damit das publik wird..
Nachtrag: der Absatz ist auch lustig - Seite 3:
[...]Sollte ein stationärer Aufenthalt notwendig sein, ist dieser rechtzeitig anzuzeigen und nach Beendigung ist die Liegebescheinigung umgehend einzureichen. Bei einer Verletzung dieser Anzeige- und Bescheinigungspflicht nach § 56 SGB II treten keine Sanktionen (§ 31 SGB II) ein und das Arbeitslosengeld II wird nicht gemindert".
01.02.2017, 16:16 #6
das Ding hat unbegrenzte Laufzeit (wortwörtlich: bis auf weiteres).
Ich habe mir schon gedacht, dass das so nicht in Ordnung ist.
Was mich auch stutzig macht ist folgender Punkt:
aktive Nutzung der Möglichkeit einer betrieblichen Erprobungsmaßnahme (MAG) bei einem Arbeitgeber (max. 10 Werktage) zur Kenntnisvermittlung, Eignungsfeststellung und Einarbeitung bei potentiellen Arbeitgebern.--> zuvor ist jedoch die Zustimmung des Jobcenters erforderlich
Hört sich irgendwie wie eine Verpflichtung zum unbezahlten Praktikum an.
ich habe momentan weder eine gültige EinglV. per VA noch habe ich jemals eine Eingliederungsvereinbarung unterschrieben.
01.02.2017, 16:22 #7
Die Laufzeit "bis auf weiteres" ist derzeit Standard und nach Änderung des § 15 SGB II auch möglich.
Ob dies eine unbegrenzte Laufzeit beinhaltet oder ob aufgrund der weiteren Formulierung in § 15 SGB II dennoch eine maximale Laufzeit von sechs Monaten gegeben ist, da scheiden sich im Moment die Geister und Rechtsprechung gibt es dazu auch noch nicht.
01.02.2017, 16:25 #8
ich will nicht kleinlich sein, aber mir würde auch der Punkt über die Erstellungsart der Bewerbungen gegen den Strich gehen, bzw. das unter Punkt 4 (Erstattung Bewerbungskosten) nur Bewerbungskosten für über PC erstellte Bewerbungen erstattet werden. Welche Gesetzesgrundlage besagt dies?
Weiter zu den Bewerbungskosten. Es sollen nur max. 25,00 EUR/Monat für Bewerbungen erstattet werden. Martin Schubert du solltest hier die Änderung durchbringen, dass dies für VV und Eigenbemühungen gilt, d.h. im Umkehrschluss max 5 Bewerbungen/Monat (inkl. VV)
Ich habe auch eine bekommen, allerdings ohne Punkt 9 und ohne Aussagen zur Ortsabwesenheit.
So gesehen kann man es als Vorteil sehen, wenn die RFB in der EGV fehlt. Werden die RFB von manchen SB jetzt einfach nur "vergessen" oder gibt es einen weiteren Hintergedanken dabei, der uns nur noch nicht klar ist?
Also bei mir steht eh nichts drin, was zu einer Sanktion führen könnte. Daher denke ich, dass sie bewusst weggelassen wurde.
Vielleicht wird anhand einer neuen Aktennotiz entschieden:
- (nicht) durch schwarze Pädagogik erziehungsbedürftig
01.02.2017, 18:06 #10
In Ergänzung mein Wunschzettel:
Anonyme Aufnahme in die Jobbörse, ohne Aktivierung der CALL-ME-Funktion, die freiwillig ist (sonst Telefonterror)
Einzelkostennachweis für Online-Bewerbungen ist zu pauschalieren (Der Nachweis kostet bei Ausdruck Geld und dafür gibt es Blattpauschalen)
Es sind nicht alle Möglichkeiten zu nutzen, sondern alle zumutbaren
Bewerbungsfrequenz unklar, da "mo." nicht definiert. (Montags oder Monat kann nicht sein, da die groß geschrieben werden.)
Bewerbungen auf VVs ZÄHLEN (!) zu den Eigenbemühungen, da müssen wir gegenüber dem JC leider auch den Willen des Gesetzgebers vertreten, öchöm.
Bewerbungsfrist auf VVs 2 Tage: Aberwitz und nein. 3 WERKtage sind kurz genug. (Wer an einem Sonnabend schon einmal mit leerer Tintenpatrone dastand, weiß wie kurz.)
Beschränkung auf "allg. Anlerntätigkeiten" ist Unsinn, widerspricht dem § 10 SGB II und dem Text in Unterpunkt 4, von dem man halten mag, was man will.
Die Drei-Wochen-Frist für die Antwortbögen dient nicht der Eingliederung in Arbeit und kann nicht als sanktionsbewehrte Pflicht aufgenommen werden.
Die Pflicht zur erneuten Kontaktaufnahme ist kontraproduktiv (potentieller AG wird genervt) und ihre Dokumentation verursacht ungedeckte Kosten -> Nö, nö, nö!
Die Verpflichtung zur "aktiven" (?) Nutzung von MAGs ist zu unbestimmt, Probearbeit muss bezahlt werden und Praktika müssen Wissen vermitteln.
6. Fortschreibung: Bei einer Änderung in den persönlichen Verhältnissen, würde die EGV eben nicht fortgeschrieben, sondern angepasst werden müssen.
Bei der Gültigkeitsdauer "bis auf weiteres" bleibe ich ein sturer Schrat und beharre auf einem Sechs-Monats-Maximum, gerne mit der Option auf gemeinsam zu vereinbarende Verlängerung/Fortschreibung, und der Definition der Kondition "weiteres".
01.02.2017, 19:07 #11
Hui, wer soll denn dass bitte überblicken..?
Man ist ja nur am studieren was man falsch machen könnte und wie es richtig ginge.
Wurde diese EGV mit Dir besprochen, wenn nicht dann würde ich ein Schreiben fertigen mit um die 20/30 Fragen wie was genau zu verstehen ist.
In der Aufklärung und Beratungspflicht Dir gegenüber nach § 13-15 SGB I steht der SB und entsprechend fallen die Fragen aus. DAS SB macht es sich einfach, also machst Du es DAS SB schwer.
Bedenke wird diese Vorlage gültig - ob durch Deine Unterschrift, oder durch den entsprechenden EGV-VA, dann läufst Du Gefahr sanktioniert zu werden und am Ende noch nicht mal verstanden hast warum überhaupt!
Darum nicht unterschreiben auch nicht auf Nachfragen hin oder drängeln, sondern setze Fragen ab jetzt gleich.
Setze umgehend Deine Fragen nachweislich dem SB vor, solange diese nicht schriftlich geklärt sind, giltst Du als nicht informiert über die Inhalte. Weise darauf hin, auch wenn ihr es besprochen habt, habt ihr garantiert nur die Hälfte bedürftig angekratzt.
Zeige dich nicht zu frieden damit, sollte irgendwo aufgeführt sein, IHR hättet die Inhalte ausgiebig besprochen widerspreche diesem schriftlich und geh nicht ohne Beistand zum DOC ähm SB.......
Nebeneffekt Zeit schinden, SB beschäftigen.
NACHTRAG: Auch ohne RFB, nutze die Gelegenheit den SB zu nerven, damit er sich überlegt solch einen Umfang als EGV vor zu legen. DAS SB scheint ja ein recht helles Köpfchen zu sein "Ach der wird schon unterschreiben also mal gleich 10 unverständliche Punkte dazu nehmen und die Sanktion ist sicher."
***Warum sollte der EGV-VA nicht mit RFB sein? Wäre schon dumm ohne RFB, ein solches Regelwerk aus zu stellen.****
01.02.2017, 19:29 #12
Noch kurz zu der schwindeligen Gültigkeitsdauer:
Es geht auch anders, nämlich in EGV VA SGB 2 kann man da was machen? , Direktlink zum Bild, Unterpunkt 4.
4. Dauer des Verwaltungsaktes
Gemäß § 15 Abs. 3 Satz 1 SGB II soll eine Eingliederungsvereinbarung regelmäßig spätestens nach Ablauf von sechs Monaten gemeinsam geprüft und fortgeschrieben werden. Da Sie zum Abschluss einer Eingliederungsvereinbarung nicht bereit waren, ist diese Frist von mir festzulegen. Somit gilt dieser Eingliederungsbescheid ab dem Tag, an dem Ihnen dieser Bescheid zugestellt wurde, bis zum 25.07.2017.
Sie haben aber weiterhin die Möglichkeit, zeitnah mit Ihre/r/m Ansprechpartner/in einvernehmlich eine Eingliederungsvereinbarung abzuschließen, die diesen Verwaltungsakt ersetzt.
02.02.2017, 01:49 #13
Wäre schon dumm ohne RFB, ein solches Regelwerk aus zu stellen.****
Hallo en Jordi und DoppelPleite, bei mir stehen dagegen einige Dinge drin, die ich mit Hilfe von Änderungsvorschlägen abändern lassen wollte. Stattdessen bekam ich aber einen EGV-VA, der weiterhin die von kritisierten Punkte beinhaltet, jedoch ohne RFB.
02.02.2017, 09:02 #14
Bei mir stand auch schon mal völliger Blödsinn drin. Es kommt vor, dass die Textbausteine durcheinanderrasseln.
Ich würde dennoch gegen den VA vorgehen. Man weiß nie, wie ein Richter beim SG tickt.
So ein kunstrukt ist was für den und nicht die Tinte auf dem Papier wert.
02.02.2017, 14:43 #16
Was sollte ein Richter beim SG in dem Falle machen? Ohne wirksame Belehrung über die Folgen, kann doch nicht sanktioniert werden. Man weiß ja als eLB ohne RFB doch gar nicht was passieren kann, wenn man sich nicht an den VA hält ;)
Daneben stellt sich für mich die Frage, wozu SB einen VA erlässt, in dem aber die Option zum Abschluss einer "einvernehmlichen" EGV offengelassen wird. Ein VA wird doch in der Regel dann erlassen, wenn SB "keine Lust" auf Verhandlungen mit eLB hat. Damit weiß doch SB, zu welchen "Bedingungen" eLB bereit ist, eine EGV abzuschließen. Oder ist das nur ein "Feigenblatt", damit SB sagen kann, dass SB ja verhandlungsbereit ist, obwohl SB nicht auf die Vorschläge von eLB eingeht?
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Eingliederungsvereinbarung erhalten - Bitte mal drüberschauen SchneeFrauchen Eingliederungsvereinbarung (EGV +VA) 39 11.10.2016 11:06

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