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Timestamp: 2016-10-22 07:18:10+00:00

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2C_147/2014 (26.09.2014)
{ T 0/2 } 2C_147/2014 � � Urteil vom 26. September 2014
vertreten durch Rechtsanwalt Claudio Nosetti,
Amt f�r Migration und Integration des Kantons Aargau, Rechtsdienst.
Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau, 2. Kammer,
vom 12. Dezember 2013.
�A.________ wurde am 17. November 1989 im heutigen Kosovo geboren. Am 10. August 1994 reiste er im Familiennachzug in die Schweiz ein, wo er zun�chst die Aufenthaltsbewilligung, sp�ter die Niederlassungsbewilligung erhielt.
�In den Jahren 2008 bis 2010 wurde A.________ f�nf Mal mit je Fr. 60.-- geb�sst, weil er zwischen Ende 2007 und Mitte 2010 die Sicherheitsgurten nicht getragen hatte, drei Mal als Mitfahrer und zwei Mal als Fahrzeugf�hrer.
�Am 17. Oktober 2011 heiratete A.________ eine aus dem Kosovo stammende Schweizer B�rgerin. Die gemeinsame Tochter wurde kurz darauf am 25. Oktober 2011 geboren.
�Nach durchgef�hrtem Rechtsmittelverfahren vor dem Bundesgericht (vgl. Urteil 6B_775/2011 vom 4. Juni 2012) verurteilte das Obergericht des Kantons Aargau A.________ am 25. Oktober 2012 bzw. am 10. Januar 2013 (Berichtigungsbeschluss) wegen schwerer K�rperverletzung, begangen am 29. M�rz 2008, und Hehlerei, begangen zwischen 17. und 25. Januar 2009, zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und einer Geldstrafe von 50 Tagess�tzen zu je Fr. 60.--. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wurde im Umfang von 24 Monaten und jener der Geldstrafe vollumf�nglich aufgeschoben, jeweils mit einer Probezeit von zwei Jahren. Seit dem 27. September 2013 befand sich A.________ im Strafvollzug; die Entlassung wurde auf den 19. September 2014 angesetzt.
Nach Gew�hrung des rechtlichen Geh�rs am 21. M�rz 2013 widerrief das Amt f�r Migration und Integration des Kantons Aargau am 26. April 2013 die Niederlassungsbewilligung und wies A.________ aus der Schweiz weg. Eine dagegen gerichtete Einsprache wies das Amt f�r Migration und Integration am 2. Juli 2013 ab. Das Verwaltungsgericht des Kantons Aargau best�tigte diesen Entscheid auf Beschwerde hin mit Urteil vom 12. Dezember 2013.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 5. Februar 2014 beantragt A.________ dem Bundesgericht, das angefochtene Urteil aufzuheben und ihm die Niederlassungsbewilligung zu belassen; eventuell sei die Sache zur Neubeurteilung an das Verwaltungsgericht zur�ckzuweisen.
�Das Verwaltungsgericht, das Amt f�r Migration und Integration sowie das Bundesamt f�r Migration schliessen auf Abweisung der Beschwerde.
�Auf das Gesuch um aufschiebende Wirkung der Beschwerde ist mangels Interesse nicht eingetreten worden: A.________ war verpflichtet worden, die Schweiz auf seine Entlassung aus dem Strafvollzug hin zu verlassen (unter der Annahme, dass bis dahin der Widerruf der Niederlassungsbewilligung rechtskr�ftig geworden ist); andernfalls hat er die Schweiz 60 Tage nach Eintritt der Rechtskraft des Widerrufs zu verlassen.
1.1.�Angefochten ist das letztinstanzliche, verfahrensabschliessende Urteil eines kantonalen Gerichts auf dem Gebiet des �ffentlichen Rechts, welches grunds�tzlich der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten unterliegt (vgl. Art. 82 lit. a, Art. 86 Abs. 1 lit. d, Art. 90 BGG). Gegen Entscheide �ber den Widerruf einer Niederlassungsbewilligung ist die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten zul�ssig, weil grunds�tzlich ein Anspruch auf das Fortbestehen dieser Bewilligung gegeben ist (BGE 135 II 1 E. 1.2.1 S. 4).
1.2.�Die �brigen Sachurteilsvoraussetzungen (Form, Frist und Legitimation gem�ss Art. 42, Art. 100 Abs. 1 und Art. 89 Abs. 1 BGG) sind erf�llt, so dass auf die Beschwerde einzutreten ist .
2.1.�Mit der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann eine Rechtsverletzung nach Art. 95 und Art. 96 BGG ger�gt werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist folglich weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden (BGE 139 II 404 E. S. 415). In Bezug auf die Verletzung von Grundrechten gilt eine qualifizierte R�ge- und Substanziierungspflicht (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 136 II 304 E. 2.5 S. 314).
2.2.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt zugrunde (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz von Amtes wegen berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinn von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG). "Offensichtlich unrichtig" bedeutet dabei "willk�rlich" (BGE 140 III 115 E. 2). Die beschwerdef�hrende Partei kann die Feststellung des Sachverhalts unter den gleichen Voraussetzungen beanstanden, wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Eine entsprechende R�ge ist rechtsgen�glich substanziiert vorzubringen (vgl. BGE 136 II 304 E. 2.5 S. 314).
3.1.�Gem�ss Art. 63 Abs. 1 lit. a AuG (SR 142.20) i.V.m. Art. 62 lit. b AuG kann die Niederlassungsbewilligung widerrufen werden, wenn die ausl�ndische Person zu einer l�ngerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde. Als l�ngerfristig im Sinn von Art. 62 lit. b AuG gilt eine Freiheitsstrafe, deren Dauer ein Jahr �berschreitet (BGE 139 I 145 E. 2.1 S. 147). Mehrere unterj�hrige Strafen d�rfen bei der Berechnung nicht kumuliert werden; indessen spielt es keine Rolle, ob die Strafe bedingt, teilbedingt oder unbedingt ausgesprochen wurde (BGE 139 I 16 E. 2.1 S. 18). Dieser Widerrufsgrund gilt auch f�r Personen, welche - wie der Beschwerdef�hrer - im Zeitpunkt des Widerrufs (vgl. BGE 137 II 10 E. 4.2 S. 12) mehr als 15 Jahre ununterbrochen und ordnungsgem�ss in der Schweiz gelebt haben (vgl. Art. 63 Abs. 2 AuG).
�Es ist unbestritten, dass der Beschwerdef�hrer durch die Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren einen Widerrufsgrund im Sinn von Art. 63 Abs. 2 AuG i.V.m. Art. 62 lit. b AuG gesetzt hat.
3.2.�Liegt ein Widerrufsgrund vor, ist zu pr�fen, ob die Massnahme verh�ltnism�ssig ist (Art. 5 Abs. 2 BV; vgl. auch Art. 96 Abs. 1 AuG). Dabei sind namentlich die Schwere des Verschuldens, der Grad der Integration sowie die dem Betroffenen drohenden Nachteile zu ber�cksichtigen (BGE 139 I 31 E. 2.3.1 S. 33; 139 I 16 E. 2.2.1 S. 19; 135 II 377 E. 4.3 S. 381). Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts sind umso strengere Anforderungen an eine fremdenpolizeiliche Massnahme zu stellen, je l�nger eine ausl�ndische Person in der Schweiz anwesend war. Die Niederlassungsbewilligung einer ausl�ndischen Person, die sich schon seit langer Zeit hier aufh�lt, soll nur mit besonderer Zur�ckhaltung widerrufen werden; allerdings ist dies bei wiederholter bzw. schwerer Straff�lligkeit selbst dann nicht ausgeschlossen, wenn die betroffene Person hier geboren ist und ihr ganzes bisheriges Leben im Land verbracht hat (BGE 139 I 31 E. 2.3.1 S. 33 f.; 135 II 377 E. 4.3 S. 381; Urteile 2C_819/2013 vom 24. Januar 2014 E. 3.3; 2C_740/2013 vom 10. Januar 2014 E. 3.2).
3.3.�Der Beschwerdef�hrer ist mit einer Schweizer B�rgerin verheiratet und lebt mit ihr - soweit es der Strafvollzug zul�sst - in ungetrennter Ehe. Die gemeinsame Tochter war im Zeitpunkt des angefochtenen Urteils zwei Jahre alt. Die Notwendigkeit einer Interessenabw�gung ergibt sich somit auch aus Art. 8 Ziff. 2 EMRK. Danach ist ein Eingriff in das von Art. 8 Ziff. 1 EMRK gesch�tzte Familienleben statthaft, wenn er gesetzlich vorgesehen ist und in einer demokratischen Gesellschaft f�r die nationale oder �ffentliche Sicherheit, f�r das wirtschaftliche Wohl des Landes, zur Aufrechterhaltung der Ordnung, zur Verh�tung von Straftaten, zum Schutz der Gesundheit oder der Moral oder zum Schutz der Rechte und Freiheiten anderer notwendig ist. Die Konvention verlangt insofern eine Abw�gung der sich gegen�berstehenden privaten Interessen an der Bewilligungserteilung und den �ffentlichen Interessen an deren Verweigerung, wobei Letztere in dem Sinn �berwiegen m�ssen, dass sich der Eingriff als notwendig erweist (BGE 139 I 145 E. 2.2 S. 147 f.; 135 I 153 E. 2.2.1 S. 156; 135 I 143 E. 2.1 S. 147; 122 II 1 E. 2 S. 6 mit Hinweisen).
4.1.�Ausgangspunkt f�r das migrationsrechtliche Verschulden ist die vom Strafgericht ausgesprochene Strafe (BGE 134 II 10 E. 4.2 S. 23; 129 II 215 E. 3.1 S. 216). Der Beschwerdef�hrer ist zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt worden, weil er am 29. M�rz 2008 im Rahmen einer verbalen Auseinandersetzung einen ihm unbekannten Mann mit einem Messer attackiert und ihm dabei eine Stichverletzung im Bereich des linksseitigen Brustkorbs zugef�gt hatte. Durch den Sauerstoffmangel und den hohen Blutverlust hatte sich das Opfer in unmittelbarer Lebensgefahr befunden, obwohl keine lebenswichtigen Organe verletzt worden waren. Das Obergericht stufte das Verschulden in Bezug auf diese Straftat als leicht bis mittelschwer ein.
�Die vom Beschwerdef�hrer vorgebrachten Details zur Ausf�hrung der Straftat lassen den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt nicht als willk�rlich erscheinen; zudem w�rde deren Ber�cksichtigung nichts an der W�rdigung der strafrechtlichen Verurteilung �ndern.
4.2.�Das migrationsrechtliche Verschulden ergibt sich - ausgehend vom verfahrensausl�senden Delikt - aus einer Gesamtbetrachtung des deliktischen Verhaltens bis zum angefochtenen Urteil, wobei das Alter bei der jeweiligen Tatbegehung sowie die Art, Anzahl und Frequenz der Delikte zu ber�cksichtigen ist (Urteil 2C_28/2014 vom 21. Juli 2014 E. 6.3).
�Das Strafmass von drei Jahren Freiheitsstrafe f�r das verfahrensausl�sende Delikt indiziert bereits ein erhebliches Verschulden, liegt es doch weit �ber der Grenze von einem Jahr, welche f�r die M�glichkeit des Widerrufs massgeblich ist (vgl. E. 3.1). Sodann geh�rt die schwere K�rperverletzung als strafbare Handlung gegen Leib und Leben zu jenen "Gewaltdelikten", welche gem�ss Art. 121 Abs. 3 lit. a BV ohne R�cksicht auf den ausl�nderrechtlichen Status zum Verlust des Aufenthaltsrechts f�hren sollen. Diese Bestimmung ist zwar gem�ss bundesgerichtlicher Rechtsprechung nicht unmittelbar anwendbar (BGE 139 I 16 E. 4.3.2 S. 26), doch ist den darin enthaltenen verfassungsrechtlichen Wertungen bei der Auslegung des Gesetzes insoweit Rechnung zu tragen, als dies zu keinem Widerspruch zu �bergeordnetem Recht f�hrt (zur "praktischen Konkordanz" bei der Anwendung dieser Norm vgl. BGE 139 I 31 E. 2.3.2 S. 34; 139 I 145 E. 2.5 S. 150). Im �brigen verfolgte das Bundesgericht bereits vor Inkrafttreten von Art. 121 Abs. 3-6 BV eine strenge ausl�nderrechtliche Praxis, wenn hohe Rechtsg�ter wie die k�rperliche Integrit�t betroffen waren (vgl. BGE 122 II 433 E. 2c S. 436).
4.3.�Der Beschwerdef�hrer weist zutreffend darauf hin, dass die Vorinstanz offensichtlich zu Unrecht davon ausgeht, er habe keine Reue gezeigt. Aus dem Urteil des Obergerichts vom 25. Oktober 2012 geht eindeutig hervor, dass der Beschwerdef�hrer die schwere K�rperverletzung bereut hat und dieser Umstand in die Strafzumessung eingeflossen ist. F�r das migrationsrechtliche Verschulden darf daher dem Beschwerdef�hrer keine mangelnde Reue vorgeworfen werden. Diese Korrektur �ndert indessen nichts an der Gesamtw�rdigung, wie nachfolgend aufzuzeigen ist.
4.4.�Knapp zehn Monate nach Begehung der verfahrensausl�senden Straftat und anschliessender Untersuchungshaft vom 29. M�rz 2008 bis 4. April 2008 machte sich der Beschwerdef�hrer der Hehlerei schuldig, wof�r er zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt wurde. Das Verschulden in Bezug auf diese Tat wurde vom Obergericht als leicht eingestuft. In migrationsrechtlicher Hinsicht f�llt die erneute Delinquenz negativ ins Gewicht.
�Dem Beschwerdef�hrer ist darin zuzustimmen, dass die Erw�gungen der Vorinstanz, wonach nur ein Wohlverhalten von f�nf Jahren seit der letzten rechtskr�ftigen Verurteilung in migrationsrechtlicher Hinsicht verschuldensmindernd wirkt, mit der Praxis des Bundesgerichts und des EGMR nicht vereinbar ist. Vielmehr ist das seit dem verfahrensausl�senden Delikt an den Tag gelegte Verhalten zu w�rdigen (vgl. zum Ganzen Urteil 2C_28/2014 vom 21. Juli 2014 E. 6.6). Seit diesem Zeitpunkt hat der Beschwerdef�hrer - wie soeben erw�hnt (vgl. erster Abschnitt) - eine weitere Straftat begangen. Daraus, dass er sich�
seither�wohl verhalten hat, kann er nichts zu seinen Gunsten ableiten, stand er doch bis zum angefochtenen Urteil unter dem Eindruck des Strafverfahrens: Am 29. Oktober 2009 wurde er angeklagt; es folgte eine erste (vom Bundesgericht am 4. Juni 2012 aufgehobene) Verurteilung zu einer Gesamtstrafe wegen versuchter vors�tzlicher T�tung und Hehlerei. Nach der rechtskr�ftigen Verurteilung vom 25. Oktober 2012 durch das Obergericht trat der Beschwerdef�hrer am 27. September 2013 den Strafvollzug (Halbgefangenschaft) an. Das im Fr�hling 2013 eingeleitete Widerrufsverfahren betreffend die Niederlassungsbewilligung d�rfte ihn zus�tzlich unter Druck gesetzt haben. Das �ffentliche Interesse an der Beendigung des Aufenthalts wird somit durch das seit der verfahrensausl�senden Straftat gezeigte Verhalten erh�ht.
4.5.�Der Beschwerdef�hrer ist in Bezug auf das verfahrensausl�sende Delikt quasi als Erstt�ter zu betrachten, kann doch im (wenn auch wiederholten) Nichttragen der Sicherheitsgurte keine kriminelle Energie erblickt werden. Dieser Umstand ist zugunsten des Beschwerdef�hrers zu gewichten (vgl. BGE 139 I 145 E. 3.8 S. 154), ebenso die Tatsache, dass er im Tatzeitpunkt erst 18 Jahre und vier Monate alt war (zur jugendlichen Delinquenz vgl. Urteil des EGMR�
Emre gegen Schweiz�[Nr. 1] vom 22. Mai 2008 [42034/04] � 74). Gesamthaft aber lassen die Art des Delikts (schwere K�rperverletzung) und die zus�tzliche Delinquenz (Hehlerei) das sicherheitspolizeiliche Interesse an der Beendigung des Aufenthalts als zwar nicht sehr gross (wie die Vorinstanz erwogen hat), aber als erheblich erscheinen.
Dem �ffentlichen Interesse an der Wegweisung des Beschwerdef�hrers sind dessen private Interessen an einem Verbleib in der Schweiz gegen�berzustellen.
5.1.�Der Beschwerdef�hrer reiste im Alter von vier Jahren und neun Monaten in die Schweiz ein; er hat somit den gr�ssten Teil seines Lebens hier verbracht. Die lange Aufenthaltsdauer von 19 Jahren spricht f�r ein erh�htes Interesse an einem Verbleib in der Schweiz. Immerhin hat der Beschwerdef�hrer seine ersten Lebensjahre im Kosovo verbracht, so dass (wenn auch schwache) Ankn�pfungspunkte zu seinem Herkunftsland bestehen. Der Beschwerdef�hrer beherrscht - zumindest m�ndlich - die albanische Sprache.
5.2.�Der Beschwerdef�hrer ist beruflich und sozial gut integriert; auch dieser Umstand ist zu seinen Gunsten zu w�rdigen.
5.3.�Zu pr�fen bleiben die Nachteile, welche sich bei einem Widerruf der Niederlassungsbewilligung f�r die Familie des Beschwerdef�hrers erg�ben. Rechtsprechungsgem�ss werden unter dem Aspekt des Ehe- und Familienlebens die Dauer der ehelichen Beziehung und weitere Gesichtspunkte ber�cksichtigt, welche R�ckschl�sse auf deren Intensit�t zulassen (Geburt und Alter allf�lliger Kinder, Kenntnis der Tatsache, dass die Beziehung wegen der Straftat unter Umst�nden nicht in der Schweiz wird gelebt werden k�nnen; vgl. BGE 135 II 377 E. 4.3 S. 381).
�Die Vorinstanz bejaht die Zumutbarkeit f�r die Ausreise der Tochter des Beschwerdef�hrers mit Hinweis darauf, diese befinde sich noch in einem anpassungsf�higen Alter. Der Beschwerdef�hrer macht geltend, dies sei hier nicht massgeblich, da ein Kind schweizerischer Nationalit�t gem�ss Art. 24 BV und Art. 25 Abs. 1 BV nicht zur Ausreise gezwungen werden d�rfe. Der Grundsatz, dass das Kind das ausl�nderrechtliche Schicksal des sorgeberechtigten Elternteils teilen muss (BGE 135 I 153 E. 2.2 S. 156 ff.; Urteil 2C_467/2012 vom 25. Januar 2013 E. 2.1.4 mit Hinweisen), ist insbesondere dann von Bedeutung, wenn nur ein sorgeberechtigter Elternteil vorhanden ist und das Schweizer Kind ihm ins Ausland folgen m�sste, weil dieser seinen Aufenthaltstitel verloren hat. Hier aber sind die erw�hnten Verfassungsbestimmungen nicht tangiert, weil die Eltern dar�ber entscheiden k�nnen, ob die Tochter in der Schweiz aufw�chst: Die Ehefrau des Beschwerdef�hrers hat die Wahl, mit der Tochter in der Schweiz zu bleiben oder dem Beschwerdef�hrer in den Kosovo zu folgen. Entscheidet sie sich f�r letzteres, trifft dies die Tochter weniger hart, als wenn sie bereits eingeschult w�re. Die Vorinstanz durfte daher in die Abw�gung einbeziehen, dass die Tochter des Beschwerdef�hrers noch ein Kleinkind war.
�Auch der Ehefrau des Beschwerdef�hrers, die aus dem Kosovo stammt, jedoch im Alter von rund einem Jahr in die Schweiz gekommen war und heute Schweizer B�rgerin ist, ist eine Ausreise nicht a priori unzumutbar (vgl. f�r eine �hnliche Konstellation BGE 139 I 31 E. 3.2 S. 37). Daraus folgt indessen nicht, dass durch den Widerruf der Niederlassungsbewilligung der Schutzbereich von Art. 8 Ziff. 1 EMRK nicht ber�hrt w�rde. Dies w�re nur der Fall, wenn es der Ehefrau "ohne Schwierigkeiten" m�glich w�re, mit dem Beschwerdef�hrer auszureisen (BGE 135 I I 153 E. 2.1 S. 155). Wenn aber - wie hier - die Ausreise f�r den Ehepartner der betroffenen Person lediglich "nicht von vornherein ohne weiteres zumutbar" erscheint, ist der Schutzbereich ber�hrt und eine Interessenabw�gung nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK geboten (BGE 135 I 153 E. 2.1 S. 155). Diese f�llt hier zuungunsten der Eheleute aus, weil sie im Zeitpunkt der Heirat am 17. Oktober 2011 wissen mussten, dass die Ehe unter Umst�nden nicht in der Schweiz w�rde gelebt werden k�nnen. Entgegen dem Vorbringen des Beschwerdef�hrers durften er und seine Frau bei der Familienplanung (also ungef�hr zu Beginn des Jahres 2011) nicht mit dem gemeinsamen Familienleben in der Schweiz rechnen, denn das Strafverfahren gegen den Beschwerdef�hrer war bereits seit Fr�hling 2009 im Gang und aufgrund der Schwere der Straftat musste beiden klar sein, dass die Niederlassungsbewilligung zumindest gef�hrdet war. Sollte die Ehefrau es vorziehen, mit der Tochter (und dem zwischenzeitlich geborenen zweiten Kind) in der Schweiz zu bleiben, kann der Kontakt zwischen den Eheleuten vom Kosovo aus ohne gr�ssere Schwierigkeiten mit gelegentlichen Besuchen und den heute zur Verf�gung stehenden Kommunikationsmitteln aufrecht erhalten werden. Eine Verletzung von Art. 8 Ziff. 1 EMRK ist zu verneinen.
5.4.�Ausserhalb des Schutzbereichs von Art. 8 Ziff. 1 EMRK befindet sich das vom Beschwerdef�hrer geltend gemachte Zusammenleben seiner Familie mit seinen Eltern in deren Haus. Art. 8 EMRK sch�tzt im Zusammenhang mit der Bewilligung der Anwesenheit in der Schweiz in erster Linie die Kernfamilie, d.h. die Gemeinschaft der Ehegatten mit ihren minderj�hrigen Kindern (BGE 135 I 143 E. 1.3.2 S. 146). In Bezug auf andere Beziehungen zwischen nahen Verwandten, namentlich solche von erwachsenen Kindern zu ihren Eltern, setzt die Berufung auf Art. 8 Ziff. 1 EMRK voraus, dass die ausl�ndische Person sich in einem besonderen, �ber die normalen affektiven Bindungen hinausgehenden Abh�ngigkeitsverh�ltnis zum anwesenheitsberechtigten Elternteil befindet (BGE 137 I 154 E. 3.4.2 S. 159; 129 II 11 E. 2 S. 14; Urteil 2C_546/2013 vom 5. Dezember 2013 E. 4.1). Anhaltspunkte f�r solche aussergew�hnlichen Umst�nde - wie etwa eine Behinderung oder eine schwere Krankheit - sind hier nicht vorhanden. Ein finanzieller Vorteil, wie er aus der geltend gemachten Kinderbetreuung durch die Grosseltern im Vergleich zu einer Fremdbetreuung resultiert, stellt keine Abh�ngigkeit im Sinn dieser Rechtsprechung dar. Der Anwendungsbereich von Art. 8 EMRK w�rde zu stark ausgeweitet, wenn erwachsene Kinder, welche - wie der Beschwerdef�hrer - in der Lage sind, f�r ihren Unterhalt aufzukommen, aus dieser Bestimmung ein Recht auf Zusammenleben mit ihren Eltern und damit auf eine Aufenthaltserlaubnis ableiten k�nnten (Urteil 2C_546/2013 vom 5. Dezember 2013 E. 4.1). Die Rechtsprechung zum erweiterten Familienbegriff findet somit auf den Beschwerdef�hrer keine Anwendung.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschwerdef�hrer eine schwere Straftat begangen hat und wenige Monate sp�ter erneut delinquierte. Er hat dadurch ein schweres Verschulden auf sich geladen. Die Ehe wurde w�hrend des Strafprozesses geschlossen, so dass der Beschwerdef�hrer und seine Frau wissen mussten, dass sie ihre Ehe eventuell nicht in der Schweiz w�rden leben k�nnen. Unter solchen Umst�nden ist es gerechtfertigt, auch die Niederlassungsbewilligung einer lange in der Schweiz ans�ssigen Person zu widerrufen (vgl. E. 3.2). Das �ffentliche Interesse an der Beendigung des Aufenthalts �berwiegt die privaten Interessen des Beschwerdef�hrers am Verbleib in der Schweiz, und der Widerruf der Niederlassungsbewilligung erweist sich als verh�ltnism�ssig.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde als unbegr�ndet abzuweisen. Der unterliegende Beschwerdef�hrer tr�gt die Gerichtskosten (Art. 66 Abs. 1 BGG). Ausgangsgem�ss ist keine Parteientsch�digung zuzusprechen (Art. 68 BGG).
Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Amt f�r Migration und Integration des Kantons Aargau, dem Verwaltungsgericht des Kantons Aargau, 2. Kammer, und dem Bundesamt f�r Migration schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 26. September 2014

References: Art. 82
 Art. 86
 Art. 90
 Art. 42
 Art. 100
 Art. 89
 Art. 95
 Art. 96
 BGE 
 Art. 95
 BGE 
 Art. 63
 Art. 62
 Art. 62
 BGE 
 Art. 63
 Art. 63
 Art. 62
 Art. 96
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 121
 BGE 
 Art. 121
 BGE 
 EGMR 
 BGE 
 BGE 
 Art. 24
 Art. 25
 BGE 
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 8