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Timestamp: 2020-04-02 13:59:40+00:00

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077 2015 by AZ-Anzeiger - Issuu
aus dem bezirk affoltern I Nr. 77 I 169. Jahrgang I Dienstag, 29. September 2015
«Rund um den Ararat» Ernstfall geprobt
Luke Gasser ist für die Gestaltung des Innenraums der kath. Kirche Bonstetten zuständig. > Seite 4
«Das ganze Leben besteht aus Geschichten», sagt Journalist Werner van Gent. > Seite 5
Hauptübung der Stützpunktfeuerwehr Affoltern: «Bereit für einen Grosseinsatz». > Seite 6
Weg zum richtigen Bus Hausen bleibt sauber -
Verein Infrastruktur Stallikon und Umgebung setzte sich für bessere Verbindungen ein. > Seite 6
Spital: Augen zu und durch Ausserordentliche Delegiertenversammlung im Zeichen von Vergangenheitsbewältigung Die umstrittenen Jahresrechnungen der Jahre 2012, 2013 und 2014 sind von den Gemeindedelegierten des Spital-Zweckverbandes am Donnerstagabend in Affoltern abgenommen worden. Ob die Geschäftsbesorgung der seinerzeitigen Betriebskommissionen rechtens war, prüft derzeit die Staatsanwaltschaft. ................................................... von martin platter Barbara Messmer war sichtlich bemüht, die Delegiertenversammlung des Spitalzweckverbandes am Donnerstagabend in Affoltern sachlich zu halten. Es gelte nun, mit der Vergangenheit abzuschliessen und sich wieder mit der Zukunft des Bezirksspitals zu befassen, betonte die Präsidentin der Betriebskommission (BK) mehrmals. Es sei ihr ein Anliegen, Transparenz zu schaffen. Die derzeitige BK wolle die Versäumnisse ihrer Vorgänger weder beschönigen noch vertuschen. Der Hauptteil der Ausführungen im Vorfeld der Rechnungsabnahmen bezog sich denn auch auf das Gutachten der Zürcher Anwaltskanzlei AMT, welche die Geschäftsbesorgung der damaligen BK und Spitalführung unter die Lupe genommen hat. Es wurde von AMT-Gesellschafter Andrea Taormina erstellt und deshalb als Taormina-Bericht vorgestellt. Nach Rücksprache mit dem Bezirksrat soll der 160seitige Bericht gemäss Messmer «in geeigneter Form» bald auch der Öffent-
Die 1. Sekundarklasse hat fast 130 Kilogramm Abfall gesammelt. > Seite 10
Toni Bortoluzzis letzte Tage im Nationalrat Während 24 Jahren agierte Toni Bortoluzzi im Nationalrat. Er sass in drei Kommissionen, bis zuletzt in der sozial- und gesundheitspolitischen Kommission, sein Kernbereich. Der SVPVertreter produzierte 114 Vorstösse. Insgesamt verbrachte Bortoluzzi rund 2400 Tage in Bern. Nun ist er vermehrt in Affoltern anzutreffen. «Ich bleibe ein politischer Mensch», sagt er nach 33 aktiven Jahren in der Politik. Allerdings stehen nun andere Dinge im Vordergrund, zum Beispiel die Familie. (-ter.) ................................................... > Bericht auf Seite 7
Gold und Bronze für Kunstturner Michael Meier aus Obfelden Bemüht sich um eine sachliche Vergangenheitsbewältigung: Spitalbetriebskommissionspräsidentin Barbara Messmer (Mitte). (Bild Martin Platter) lichkeit zugänglich gemacht werden. «In zwei Wochen oder einem Monat», gab sie sich auf Nachfrage des «Anzeigers» jedoch bezüglich des zeitlichen Rahmens vage. Der Bericht sei auch der Staatsanwaltschaft zur Verfügung gestellt worden, die prüfen werde, ob Straftatbestände vorliegen. Dabei würden auch die Betroffenen nochmals angehört.
Vage Beurteilungen Teilweise ebenso vage ist die Beurteilung im Taormina-Bericht auf die Fragen von BK und Gemeindedelegierten zu Geschäftsfällen in den Jahren 2012 bis 2014 der damaligen Spitalleitung und der BK. Beispielsweise wird festgehalten, dass die «zur Verfügung gestellten Unterlagen ernstzunehmende
Hinweise enthalten, dass beim Auftrag ‹Projektleitung› (Projekt «Neue Rechtsform Spital Affoltern», Anm. der Red.) die Anwendung des freihändigen Verfahrens möglicherweise nicht zulässig gewesen war. Zudem war es mit Blick auf das Verbot der Vorbefassung, das Gebot der Gleichbehandlung sowie das Gebot von Treu und Glauben problematisch, die Thurnherr Consulting & Co. überhaupt als Anbieterin zu berücksichtigen (denn Bertram Thurnherr, inzwischen Gemeindepräsident von Hedingen, amtete seinerzeit auch als BK-Mitglied, Anm. d. Redaktion).» Die Frist zur Anfechtung der freihändigen Vergabeverfügung sei jedoch abgelaufen, merkte Taormina dazu an. So zieht sich das durch den ganzen Antwortenkatalog. Es sind wohl an vielen Stellen formelle und materi-
elle Fehler festgestellt worden. Es sei jedoch kein Schaden nachweisbar und auch kein Tatbestand für ungetreue Geschäftsbesorgung oder ungetreue Amtsführung; Honorar-Rückforderungsansprüche seien grösstenteils verjährt. Aus Protest verweigerte einzig der Bonstetter Gemeinderat, Spitaldelegierte und Rechtsanwalt Frank Rutishauser die Abnahme der Jahresrechnungen. Nicht, weil er die Jahresrechnungen inhaltlich als falsch beurteile, sondern aus politischen Gründen: «Weil sich die Führung des Spitals um das Budget, die Statuten, das Gemeindegesetz und die Vorgaben der Gemeindedelegierten foutiert habe», so das Verdikt von Rutishauser. ................................................... > Weiterer Bericht auf Seite 3
Der Obfelder Kunstturner Michael Meier gewann bei den Schweizer Meisterschaften im Sprung, seiner Paradedisziplin, die Goldmedaille. An den Ringen klassierte er sich auf Platz drei. Den Mehrkampf beendete er als Zehnter, nachdem er diesen im Sprung mit einem Sturz begonnen hatte.
Seit Wochen genäht, eingemacht und dekoriert In etlichen Säuliämtler Gemeinden vergnügte man sich am Wochenende an der Chilbi Die Chilbi ist primär ein Anlass der Kinderherzen höherschlagen lässt, auch die Erwachsenen kamen in den Festzelten jedoch auf ihre Kosten.
Die Rifferswiler Chilbi lebt von den Ständen der Kinder, wie diesen drei Geschwistern. (Bild Salomon Schneider)
Wo andernorts Rummel, Technomusik und Marktfahrende die Chilbi dominieren, stehen in Rifferswil die Kinder im Zentrum. Direkt nach den Sommerferien fängt die Planung an. Denn alle Kinder wollen einen Stand haben. Wichtig dabei ist die gute Absprache, denn es sollen an jedem Stand andere Sachen angeboten werden. In den vergangenen Wochen wurde dann ausprobiert, genäht, eingekocht, verpackt, getüftelt und dekoriert, bis der liebevoll eingerichtete Stand bereit war. Die Preise waren im TaschengeldBereich gehalten. Die Chilbi von Kindern für Kinder war wieder ein voller Erfolg. Stolze und fröhliche Gesichter prägten den Anlass. (sals) ................................................... > Bericht und Bilder auf Seite 17
Einbürgerungen Delegiertenversammlung vom 24. September 2015 Die Delegierten der Zweckverbandsgemeinden Spital Affoltern haben folgende Beschlüsse gefasst: Neuorganisation Rettungsdienst Spital Affoltern Abnahme HRM1 Rechnungen 2012, 2013 und 2014 Wahlen Mitglieder der Betriebskommission – Riccardo Casanova, Adliswil – Raphael de Riedmatten, Stallikon Vize-Präsidium der Betriebskommission und Delegiertenversammlung – Jürg Burger, Aeugst am Albis Spital Affoltern www.spitalaffoltern.ch Gegen diese Beschlüsse kann, von der Veröffentlichung an gerechnet, beim Bezirksrat Affoltern wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen schriftlichen Rekurs in Stimmrechtssachen und im Übringen gestützt auf § 151 Abs. 1 Gemeindegesetz (Verstoss gegen übergeordnetes Recht, Überschreitung der Gemeindezwecke oder Unbilligkeit) innert 30 Tagen schriftlich Beschwerde erhoben werden. Die Rekurs- oder Beschwerdeschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten.
Genehmigung der Statuten des Spitalzweckverbandes durch den Regierungsrat Sämtliche Verbandsgemeinden haben den aktuellen Statuten des Spitalzweckverbands zwischen dem 4. und 29. September 2014 zugestimmt. Mit Beschluss vom 19. August 2015 hat der Regierungsrat diese Statuten genehmigt (Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Nr. 772 der Sitzung vom 19. August 2015). Im Rahmen seiner Prüfung hat der Regierungsrat beanstandet, dass die Kompetenzen der Betriebskommission und des Spitalleiters zur Bewilligung neuer Ausgaben innerhalb des Voranschlages in den Zweckverbandsstatuten nicht ausdrücklich geregelt sind. Der Regierungsrat ist jedoch der Auffassung, dass die Bestimmungen von Art. 31 lit. a und b der Statuten so auszulegen sind, dass die Betriebskommission auch innerhalb des Voranschlags Ausgaben bewilligen könne, wobei die Beschränkungen auf die jährlichen Gesamtbeträge von Fr. 500 000.– für neue einmalige Ausgaben beziehungsweise Fr. 150 000.– für wiederkehrende Ausgaben nicht gälten. Damit stellte der Regierungsrat implizit fest, dass die entsprechenden Ausgabenbeschlüsse der Betriebskommission statutenkonform und damit rechtmässig waren. Auch die Kompetenzregelung für Ausgabenbeschlüsse des Spitalleiters gemäss Art. 35 Abs. 2 lit. d der Spitalstatuten ist gemäss dem erwähnten Regierungsratsbeschluss so auszulegen, dass der Spitalleiter nicht nur ausserhalb des Voranschlages, sondern auch innerhalb desselben Ausgaben beschliessen könne, wobei auch in diesem Fall die Beschränkungen auf die jährlichen Gesamtbeträge von Fr. 90 000.– für neue Ausgaben im Einzelfall beziehungsweise Fr. 45 000.– für wiederkehrende Ausgaben nicht anwendbar seien. Wie im Fall der Ausgabenbeschlüsse der Betriebskommission gelten somit auch die entsprechenden Entscheide des Spitalleiters als statutenkonform und damit rechtmässig. Der Regierungsrat machte in seinem Beschluss vom 19. August 2015 aus den vorstehenden Gründen einen entsprechenden Vorbehalt zur Genehmigung und verpflichtete den Zweckverband, die beanstandeten Bestimmungen von Art. 31 lit. a und b sowie Art. 35 Abs. 2 lit. d der Spitalstatuten anlässlich der nächsten Statutenrevision anzupassen. Spital Affoltern www.spitalaffoltern.ch
Mit Beschluss vom 22. September 2015 hat der Gemeinderat Affoltern am Albis, unter Vorbehalt der Erteilung des Kantonsbürgerrechtes und der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung, ins Bürgerrecht der Gemeinde aufgenommen: – KRASNIQI Valbone, 1983, und ihren Ehemann KRASNIQI Shqipron, 1982, sowie die Kinder KRASNIQI Kadri, 2007, und KRASNIQI Rizuana, 2011, Staatsangehörige von Kosovo
Als der Regenbogen verblasste, da kam der Albatros und trug mich mit sanften Schwingen weit über die sieben Weltmeere. Behutsam setzte er mich an den Rand des Lichts. Ich trat hinein und fühlte mich geborgen. Ich habe Euch nicht verlassen, ich bin Euch nur ein Stück voraus. (Unbekannt)
Walter Heiniger-Stübi
Donnerstag, 1. Oktober 2015,
26. März 1953 – 17. September 2015
infolge Betriebsausflug den ganzen Tag geschlossen.
Danke für Deine Liebe und Dein grosses Herz. Monika, und alle, bei denen Du auch einen Platz im Herzen hast.
Herzlichen Dank an alle, die Walti stets mit Liebe und Respekt begegneten und ihn wertschätzten. Freude und Spass in sein Leben brachten. ihn auch in seinen kranken Tagen nicht vergassen und sie erhellten.
Affoltern a. A., 29. September 2015 Gemeinderat Affoltern am Albis
Schulzweckverband Bezirk Affoltern Ersatzwahl eines Mitglieds des Schulzweckverbandes Bezirk Affoltern für den Rest der Amtsdauer 2014 bis 2018 Für die per 31. Juli 2016 als Mitglied des Schulzweckverbandes Bezirk Affoltern zurücktretende Esther Karst ist eine Nachfolgerin bzw. ein Nachfolger für den Rest der laufenden Amtsdauer 2014 bis 2018 zu wählen. In Anwendung von § 49 ff. des Gesetzes über die politischen Rechte (GPR) sind bis spätestens am Montag, 9. November 2015, die Wahlvorschläge bei der Gemeinde Affoltern am Albis, Marktplatz 1, Postfach, 8910 Affoltern am Albis, einzureichen. Wählbar ist jede stimmberechtigte Person, die ihren politischen Wohnsitz im Bezirk Affoltern hat. Die Kandidatin oder der Kandidat muss mit Namen und Vornamen, Geschlecht, Geburtsdatum, Beruf, Adresse und Heimatort auf dem Wahlvorschlag bezeichnet werden. Zusätzlich können der Rufname und die Zugehörigkeit zu einer politischen Partei angegeben werden. Jeder Vorschlag muss von mindestens 15 Stimmberechtigten des Bezirks unter Angabe von Name, Vorname, Geburtsdatum und Adresse eigenhändig unterzeichnet sein. Diese können ihre Unterschrift nicht zurückziehen. Jede Person kann nur einen Wahlvorschlag unterzeichnen. Der Wahlvorschlag kann mit einer Kurzbezeichnung versehen werden. Die provisorischen Wahlvorschläge werden nach Ablauf der ersten Frist veröffentlicht. Innert einer zweiten Frist von 7 Tagen, von der Publikation an gerechnet, können die Vorschläge geändert oder zurückgezogen werden, oder es können auch neue Wahlvorschläge eingereicht werden. Die wahlleitende Behörde erklärt die vorgeschlagene Person als gewählt, wenn die Voraussetzungen für eine stille Wahl gemäss § 54 GPR erfüllt sind. Sind die Voraussetzungen für eine stille Wahl nicht erfüllt, wird eine Urnenwahl durchgeführt. Formulare für die Wahlvorschläge sind bei der Gemeindekanzlei, Marktplatz 1, 8910 Affoltern am Albis oder auf der Homepage der Gemeinde Affoltern am Albis erhältlich. Gegen diese Anordnung kann wegen Verletzung von Vorschriften über die politischen Rechte und ihre Ausübung innert 5 Tagen, von der Veröffentlichung an gerechnet, schriftlich Rekurs in Stimmrechtssachen beim Bezirksrat Affoltern, Im Grund 15, 8910 Affoltern am Albis, erhoben werden. Die Rekursschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Affoltern a. A., 29. September 2015 Gemeinderat Affoltern am Albis
Ersatzwahl Neuwahl zur Ergänzung der Kirchenpflege Ottenbach für den Rest der Amtsdauer 2014/2018
Korrektur der Eingabefrist Entgegen der Publikation vom 22. September 2015 ist die Eingabefrist nicht der 2. Oktober, sondern Wahlvorschläge können bis zum 2. November eingereicht werden.
Ein ganz besonderes Dankeschön geht an Helen, die immer für uns da war und uns auch durch die kranken Jahre trug. alle, die Walti geduldig, liebevoll und auch mit Humor betreuten und pflegten. alle, die uns begleiteten und unterstützten – und Verständnis entgegenbrachten.
Walti ist auf dem Gemeinschaftsgrab in 8932 Mettmenstetten beigesetzt. Wir haben uns im kleinsten Kreis von ihm verabschiedet. (Es werden keine Leidzirkulare versandt.) Traueradresse: Monika Heiniger-Stübi, Bifangstrasse 18, 8910 Affoltern a. A. (Bitte sehen Sie von Telefonaten und Beileidsbesuchen ab, danke.) Stiftung Tixi Säuliamt CH0900 0000 8002 3029 6, Vermerk: Heiniger
Alles verändert sich mit dem, der neben einem ist oder neben einem fehlt. (Unbekannt)
Kirchenpflege der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Ottenbach Wenn ihr mich sucht, sucht mich in euren Herzen. Habe ich dort eine Bleibe gefunden, Lebe ich in euch weiter. Rilke
Bestattungen Affoltern am Albis Am 19. September 2015 ist in Affoltern am Albis ZH gestorben:
Hulda Elsa Richiger
Hulda Richiger-Richiger
geb. 13. Dezember 1920, von Rohrbach BE, wohnhaft gewesen in Affoltern am Albis ZH, Obere Kirchfeldstrasse 17. Die Beisetzung findet im engsten Familienkreis statt. Bestattungsamt Affoltern am Albis
13. Dezember 1920 – 19. September 2015
Müde geworden, durfte sie einschlafen. Die Beisetzung findet im engsten Familienkreis statt.
Die Trauerfamilie Im Bezirk Affoltern werden keine Leidzirkulare versandt.
Einladung zur 23. Delegiertenversammlung des Sicherheits-Zweckverbandes Albis Datum: Ort: Zeit:
Mittwoch, 21. Oktober 2015 Saal MZG, Industriestrasse 1, 8910 Affoltern am Albis 19.30 Uhr
Traktandenliste: 1. Begrüssung und Feststellung der Beschlussfähigkeit 2. Genehmigung Protokoll der 22. Delegiertenversammlung vom 20. Mai 2015 3. Genehmigung Voranschlag 2016 4. Rollende Finanzplanung 5. Ersatzwahl 6. Info Regionale Führungsorganisation Albis 7. Info Zivilschutzorganisation Albis 8. Info Periodische Schutzraumkontrolle Albis 9. Verschiedenes Die Versammlung ist öffentlich. Sicherheits-Zweckverband Albis (SZVA)
Weitere Wechsel in der Spital-Betriebskommission Ersatzwahlen, gutgeheissene Jahresrechnungen der Jahre 2012 bis 2014 und Tadel An der ausserordentlichen Delegiertenversammlung des Spitalzweckverbandes wurde das Outsourcing des Rettungsdienstes vorerst zurückgestellt. Die umstrittenen Jahresrechnungen 2012 bis 2014 wurden angenommen. Für die abtretenden Walter von Siebenthal und Stephan Breidenstein wurden Riccardo Casanova und Raphael de Riedmatten in die Betriebskommission gewählt. ................................................... von martin platter Unter dem Motto: «Mit der Vergangenheit gut abschliessen und sich wieder auf das konzentrieren, was für das Bezirksspital wichtig ist», eröffnete Spital-Betriebskommissionspräsidentin Barbara Messmer die ausserordentliche Delegiertenversammlung des Spitalzweckverbandes am Donnerstagabend in Affoltern. Da sich Reto Camenisch entschuldigen liess, stellte Affolterns Gemeindepräsident Clemens Grötsch das erste Geschäft, die Beurteilung des Rettungsdienstes, vor. Die Gemeindedelegierten hatten der Betriebskommission (BK) den Auftrag erteilt, den defizitären Rettungsdienst des Spitals (Fehlbetrag 2014: 465 000 Franken) zu beurteilen und alternative Lösungen zu präsentieren. Seit der Auftragserteilung hätten sich die Voraussetzungen in Affoltern jedoch grundlegend verändert, sagte Grötsch. Der Bestand von Rettungsfahrzeugen wurde von zwei auf eins reduziert. Zudem sei neu auch Zug dem Verbund von Schutz und Rettung Zürich beigetreten. Affoltern habe dadurch zusätzliche Fahrten übernehmen können. Das wirke sich positiv auf die Rechnung aus. Bereits jetzt könne ein Plus von rund 30 Prozent an Fahrten gegenüber dem Vorjahr registriert werden. Eine ausgeglichene Rechnung sei deshalb keine Utopie mehr, stellte Grötsch in Aussicht. Dazu komme, dass der Rettungsdienst auch auf kantonaler Ebene derzeit diskutiert werde und es bald zu einer Restrukturierung der Rettungsorganisation kommen könnte. Die Gemeindedelegierten stimmten darauf dem Antrag der BK zu, dass der Rettungsdienst vorläufig beim Spital Affoltern bleibt, bis der Strategieprozess abgeschlossen ist. Grötsch nannte als Zeithorizont das Jahr 2016. Nach einem erfolgreichen Änderungsantrag werden die Kosten bzw. Defizite nicht mehr auf die Gemeinden abgewälzt.
Intensive Prüfung der Jahresrechnungen Länger dauerte die Beratung zu den umstrittenen Jahresrechnungen 2012 bis 2015. Mehrere Stellen hatten sich wiederholt mit dem Geschäftsgebaren der seinerzeitigen Spitalleitung und Betriebskommission befasst: die Rechnungsprüfungskommission, der Bezirksrat, das Gemeindeamt der Zürcher Justizdirektion, das bei Stichproben 2012 als Erste Fehler in der Jahresrechnung gefunden hatte. Sowie die Anwaltskanzlei AMT, dessen Gesellschafter Andrea Taormina einen 160seitigen Bericht erstellt hat, der in geeigneter Form bald auch der Bevölkerung zur Begutachtung zur Verfügung gestellt werden soll (vgl. Bericht auf der Frontseite). Gemäss Affolterns Finanzvorsteherin und BK-Mitglied Susanne Leuenberger wurde der gesamte Prüfprozess nochmals wiederholt und die Kreditanträge in Stichproben durchleuchtet. Arthur Helbling, der Amtsleiter des Gemeindeamtes, erklärte, dass man auf den Zweckverband zugegangen sei und die Unstimmigkeiten aufgearbeitet habe. «Nun sollten die Rechnungen stimmen.»
Regeln einhalten als Heil Ausführlicher redete Pierre Zinggeler, Präsident der Rechnungsprüfungskommission. Seine Meinung nach dem Prüfungsmarathon und den Expertisen der verschiedenen Instanzen: «Es gibt keine Straftatbestände aber etliche klare Kompetenzüberschreitungen. Diese ziehen sich wie ein roter Faden durch die letzten Rechnungen.» Das Gemeindeamt sei bis ins Jahr 2006 zurückgegangen. Bei vier von fünf Kreditgeschäften seien Ungereimtheiten aufgetaucht und Verstösse gegen das Zerstückelungsverbot. Das habe zu einem gestörten Verhältnis zwischen BK und Gemeindedelegierten geführt. Nun lägen die korrigierten Rechnungen vor. Die RPK empfehle deren Abnahme. Es müsse allerdings eine neue Vertrauensbasis geschaffen werden. Zinggeler attestierte eine gute Auskunftsbereitschaft. Verbessert werden müsse jedoch die Kontrolle der Verpflichtungskredite (Einhaltung der Finanzkompetenzen). Jährlich seien 20 Stichproben geplant. Es gebe jedoch keine 100-prozentige Sicherheit. «Das Heil liegt in der Einhaltung der Regeln», sagte der Ottenbacher und appellierte an die BK und die Spitalleitung, in Grenzfällen transparent zu kommunizieren. Etliche Massnahmen seien bereits aufgegleist. «Die RPK ist zuversichtlich, dass die Massnahmen
Links die beiden zurücktretenden Spital-Betriebskommissionsmitglieder Walter von Siebenthal und Stephan Breidenstein sowie die zwei neugewählten Riccardo Casanova und Raphaël de Riedmatten (rechts). (Bild Martin Platter) dank optimierter Arbeitsabläufe, Schulung der Mitarbeiter, Ehrlichkeit und präzisem Arbeiten greifen werden. Vergangenheitsbewältigung in Ehren, aber jetzt gilt es wieder nach vorne zu schauen», schloss Zinggeler. Die Jahresrechnungen 2012 und 2013 wurden darauf mit je einer Gegenstimme angenommen. Die Jahresrechnung 2014 wurde ausführlich von Susanne Leuenberger vorgestellt. Zusammengefasst schliesst der Spital mit einem Überschuss von 3,584 Millionen Franken. Im Budget war man von einem Gewinn in Höhe von 2,401 Mio. ausgegangen. In der Langzeitpflege resultierte dagegen ein Verlust von 0,39 Mio. Leuenberger führte etliche Abweichungen in der Rechnung auf fehlerhafte Budgetierung zurück. Dennoch wurde die Rechnung wieder mit einer Gegenstimme angenommen.
Keine Kavaliersdelikte Der Mann, der alle Rechnungen ablehnte, war Frank Rutishauser, Bonstetter Gemeinderat und Rechtsanwalt. Auch er sprach zur Versammlung und erklärte, dass er die Jahresrechnungen nicht deshalb ablehnt, weil er diese als finanztechnisch falsch beurteile. Sondern «weil sich die Führung des Spitals um das Budget, die Statuten, das Gemeindegesetz und die Vorgaben der Gemeindedelegierten foutiert habe.» In der Jahresrechnung 2014 kämen noch weitere Aspekte dazu. Im Januar 2014 hat die DV einen Kreditantrag der BK zur Mie-
te und zum Ausbau von Praxisräumen auf dem OVA-Areal genehmigt. Gegen diesen Beschluss sei erfolgreich das Referendum ergriffen worden. Eine Abstimmung hat aber nie stattgefunden, da die BK das Geschäft zurückzog. Noch bevor dieser Rückzug beschlossen und dies den Delegierten sowie der Öffentlichkeit mitgeteilt wurde, hat die BK in Eigenregie ein reduziertes Projekt genehmigt und umgesetzt, das aber ebenfalls in die Kompetenz der Delegierten gehört hätte – so der Befund der Gutachter. Aber weder die Aufsichtsbehörde noch die Justizdirektion erachte diese Kompetenzüberschreitung als besonders schwer, führte Rutishauser aus. Und weiter: «Die Instanzen nehmen die selbstherrliche BK noch in Schutz und meinen, die Pflicht zur Zusammenrechnung bestimmter Ausgaben (Trennungsbzw. Stückelungsverbot, Anm. d. Red.) liesse sich dem Gesetzestext nicht entnehmen. Es handle sich um eine Praxis, die nicht ohne Weiteres als bekannt vorausgesetzt werden könne.» Rutishauser bezeichnete es als «Grundsatz der Staats- und Verwaltungstätigkeit, dass ein Bauprojekt nach seinen Gesamtkosten zu beurteilen ist und wer für dessen Genehmigung zuständig ist.» Es sei ein Prinzip, das sich direkt aus dem Grundsatz von Treu und Glauben ableiten lasse. Bürgerinnen und Bürger müssen darauf vertrauen können, dass sich die Behörden an die verfassungsmässige Kompetenzordnung hält. «Ist das nicht der Fall, missbrauchen die Behörden ihr Amt und schaden direkt dem Vertrauen in den
Staat und seiner Institutionen.» Es sei dieser Vertrauensmissbrauch, der schwer wiege, zumal in der BK nicht «irgendwelche subalternen Verwaltungsangestellten gehandelt haben, sondern Behördenmitglieder, die auch in den Gemeinden wichtige Funktionen ausüben. Sie hätten wissen müssen, dass ihr Handeln nicht in Ordnung war.»
Betriebskommission neu konstituiert Die Ersatzwahlen für die austretenden BK-Mitglieder Walter von Siebenthal und Stephan Breidenstein verliefen speditiv. Zur Auswahl standen die Ärztin mit Beratungsbüro, Maya Züllig (Uster), der Betriebswirtschafter Riccardo Casanova (Adliswil) und der Sozialpädagoge und Pflegeheimleiter Raphael de Riedmatten (Stallikon). Mit grossem Mehr wurden die beiden Männer gewählt. Das bisherige BK-Mitglied Jürg Burger wurde von der Versammlung zum Vizepräsidenten bestimmt. Barbara Messmer schloss die Versammlung mit dem Appell: «Es braucht endlich wieder Ruhe rund ums Spital. Die öffentliche Desavouierung der Führungspersonen muss aufhören, denn das führt zu grosser Fluktuation.» Es brauche einen kritischen Dialog. Dazu soll die externe und interne Kommunikation verbessert werden. Die Suche nach einem neuen Spitaldirektor sei am Laufen. Im Oktober sollte gewählt werden können. Die nächste DV im November stehe im Zeichen des Budgets 2016.
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Aus den Verhandlungen der Zürcher Planungsgruppe Knonaueramt Der Vorstand der Zürcher Planungsgruppe Knonaueramt (ZPK) hat in den vergangenen Wochen und Monaten intensiv am überarbeiteten Entwurf des regionalen Richtplanes gearbeitet. Dabei konnten viele der Anträge aus der kantonalen Vorprüfung ganz oder teilweise berücksichtigt werden. In Sachen Bevölkerungsentwicklung und dessen Verteilung im Knonauer Amt sowie der weiteren Ansiedlung von flächenintensiven Betrieben und Logistikstandorten, folgte der Vorstand nicht den kantonalen Anträgen. Eine weitere Verstärkung der inneren Ver-
dichtung in Affoltern am Albis, als dies mit den aktuellen gültigen und kürzlich festgesetzten Bau- und Zonenvorschriften erfolgte, erscheint unzweckmässig. Auch die übrigen Gemeinden sollen ihre bestehenden Bauzonen, insbesondere im Bereich von ÖV-Haltestellen, bebauen können und nicht auf ein Wachstum von 3,5% bis ins Jahr 2030 beschränkt werden. Zudem sind weitere (grosse) Logistikbetriebe unerwünscht. Auch die zusätzlichen Anforderungen an die Mischgebiete erscheinen aus regionaler Sicht nicht zielführend. Der Vorstand ist zu-
dem weiterhin der Auffassung, dass die Modalsplitziele, selbst mit einem verbesserten Angebot beim öffentlichen Verkehr (inklusiv S-Bahn-Viertelstundentakt in Richtung Zug) und einem guten Langsamverkehrsnetz, ambitiös sind. Mit den Vorgaben, dass Siedlungsgebiete bis 1000 Einwohner einen Stundentakt und Siedlungsgebiete von 1000 bis 4000 Einwohner einen 30- bis 60-Minutentakt erhalten sollen, besteht die Gefahr, dass viele Siedlungsgebiete im Knonauer Amt infolge von beschränkten Mitteln im öffentlichen Verkehr mit einer Ange-
botsverschlechterung zu rechnen haben und folglich die Modalsplitziele nicht erreicht werden können. Der Vorstand hat den nun überarbeiteten Richtplanentwurf zuhanden der 2. Vorprüfung verabschiedet und bekräftigt damit seine Haltung zu den oben genannten Themen. In Sachen Verkehr wurde zudem auf Ebene Amtsleiter um eine Aussprache ersucht, damit die widersprüchlichen Vorgaben parallel zur 2. Vorprüfung bereinigt werden können. (ps.)
«Das ist das Aussergewöhnlichste, das man als bildender Künstler machen kann» Luke Gasser ist für die Gestaltung des Innenraums der neuen katholischen Kirche Bonstetten zuständig Sie soll sich mit der Architektur vertragen aber doch ihre eigene Aussage haben, die Möblierung der neuen katholischen Kirche Bonstetten. Als künstlerischem Verantwortlichen obliegt Luke Gasser denn auch die Aufgabe, als Übersetzer zwischen Architekten, Kirche und Gemeinde zu dienen.
das Gewachsene, das Organische – «das Holz sind wir», spitzt er es zu. Und: «Der Altar soll keine Barriere sein», betont Luke Gasser. Stattdessen soll er so sinnlich gestaltet sein, dass man ihn anfassen möchte.
............................................................... Der Bildhauer, Musiker und Filmschaffende hat schon die Reliefs der Bonstetter Kirchglocken kreiert. Kein Wunder also, dass er auf dem Radar der Kirchenstiftung war, als es um die künstlerische Gestaltung der neuen Kirche ging. «Das ist das Aussergewöhnlichste, das man als bildender Künstler machen kann», fand er sofort. Bei diesem Enthusiasmus und der bereits bewährten Zusammenarbeit erstaunt es nicht, dass der Innerschweizer den Auftrag bekam. «Die Kirche ist für mich nicht der Raum, um zu provozieren», stellt der Universalkünstler klar. Vielmehr sei sie ein Ort, an dem man sich sammelt und zur Ruhe kommt. «Wenn man den Raum betritt, soll man sich aufgehoben fühlen», so Gasser. Die Architektur mit ihrer offenen Form bietet
Wie zwei Hände tragen und umfassen geformte Holzelemente die massive Steinplatte des Altars. Im selben Stil sind auch das Lesepult und der Taufstein gestaltet. Und über allem hängt ein grosses Holzkreuz an der Wand. Der Corpus Christi ist darauf zwar schlicht angedeutet, nicht aber als geschundene und leidende, sondern als kraftvoll-positive Figur. Vom Kirchenrat kam der Wunsch nach einem Holz-Altar, in Chur stellte man sich einen aus Stein vor. Trotzdem ist die Verbindung beider Materialien mehr als «nur» ein Kompromiss: «Mir gefällt die Kombination von Stein und Holz», verrät Luke Gasser. Im Idealfall sei der Glaube wie ein Fels, führt er aus. Das Holz hingegen steht für
steht Gasser den Kirchen-Neubau in Bonstetten als starkes Zeichen. «Es ist toll, ein Teil dieses Statements zu sein», sagt er. Dass er die absolute künstlerische Freiheit dazu einer über 1600 Jahre alten Kirchentradition unterordnen und einem visuellen Kodex folgen muss, nimmt er dafür gerne in Kauf: «Ein Gebäude, das dem Glauben dient, das ist das höchste Mass an Kultur», findet er.
«Die Kirche ist für mich nicht der Raum, um zu provozieren»
persönlich Ein Universalkünstler
Stühle oder Bänke? «Eine Kirche ist kein Mehrzwecksaal», findet Luke Gasser und spricht sich deutlich für Bänke aus. (Bild Thomas Stöckli) dazu einen guten Rahmen. Der beschriebene Chor ist das Herzstück der Gestaltung. Diesen Bereich werden die Kirchgänger jeden Sonntag vor Augen haben. Links vom Chor werden als Bronze-Reliefs die Stationen des Leidenswegs Christi in Erinnerung gerufen. «Die intensive Auseinandersetzung mit der Passion ist im christlichen Gedankengut zentral», so Luke Gasser.
Als Sitzgelegenheit werden im Sakralraum Bänke dienen. «Bänke geben dem Raum eine andere Ruhe», begründet der Künstler die Wahl und stellt klar: «Eine Kirche ist kein Mehrzwecksaal.» Nicht zuletzt sitzen so alle auf demselben Brett. Stühle sind aus praktischen Gründen für den Kirchenchor rechts um die Orgel geplant. In einer Zeit, in welcher alle sagen, dass Religion sich zurückzieht, ver-
Er macht Rockmusik, schreibt Bücher und dreht Filme, arbeitet als freischaffender Bildhauer und Maler. Auf kaum jemanden trifft der Begriff Universalkünstler in der Gegenwart mehr zu als auf Luke Gasser. Aufgewachsen im katholischen Lungern, zu einer Zeit, als die kritische Auseinandersetzung mit der Bibel im Volk ankam, begann er sich früh für religiöse Themen zu interessieren. Seine Ahnung von Kirchenbaurecht hilft ihm nun bei der künstlerischen Gestaltung des Innenraums der neuen katholischen Kirche Bonstetten. (tst.)
Ämtler Bibliotheken im Oktober
Ein Jahr Pallifon
Die Schulferien dauern im ganzen Bezirk vom Montag, 5. Oktober, bis Samstag, 17. Oktober.
Immer mehr Hilfesuchende wenden sich an die Notfallnummer – auch im Bezirk Affoltern.
Bibliothek Aeugst Während der Herbstferien ist die Bibliothek jeweils am Montag von 18 bis 20 Uhr und am Samstag von 10 bis 12 Uhr offen.
Regionalbibliothek Affoltern Während der Herbstferien gelten die normalen Öffnungszeiten. Dienstag, 6. Oktober, 9.30 bis 10 Uhr: BuchstartTreff für Eltern mit Kindern zwischen 9 und 36 Monaten. Gemeinsam Sprache erleben mit Versen und Fingerspielen. Mittwoch, 14. Oktober, 9 Uhr: Büchermorgen. Es wird über das Buch «Camilla im Callcenterland» von Michaela Murgia diskutiert. Samstag, 17. Oktober, 11 bis 11.30 Uhr: Gschichte-Samschtig. Kinder ab vier Jahren sind eingeladen, sich in Begleitung einer Bibliothekarin auf eine Reise in die Welt der Verse, Lieder und Geschichten zu begeben. Samstag, 31. Oktober, 10 bis ca. 10.30 Uhr: Einführung in die Benutzung der Regionalbibliothek. Rundgang und Infos zur Regionalbibliothek, zum Angebot, zur Onleihe, Benutzung und Katalogsuche. Anmeldung nicht erforderlich.
Bibliothek Bonstetten Während der Herbstferien ist die Bibliothek jeweils am Donnerstag von 15 bis 20 Uhr und am Samstag von 10 bis 12 Uhr offen. Mittwoch, 28. Oktober, 9.30 bis ca. 10.10 Uhr: Buchstart-Treff «Reim und Spiel» mit der Leseanimatorin Cornelia Ramming. Für Kinder von 1½ bis 4 Jahren in Begleitung.
Donnerstag, 1. Oktober, 14 bis 16 Uhr: Frauenverein in der Bibliothek. In Gesellschaft häkeln, stricken, nähen oder andere Handarbeiten anfertigen. In der Kafibar trifft sich eine gemütliche Runde. Für kompetente Fachberatung ist auch gesorgt. Während der Herbstferien ist die Bibliothek jeweils am Mittwoch von 10 bis 12 Uhr und am Donnerstag von 14 bis 19 Uhr offen.
Während der Herbstferien ist die Bibliothek jeweils am Donnerstag von 15 bis 19.30 Uhr offen. Dienstag, 20. Oktober, 9 bis 9.30 Uhr: BuchstartTreff für Eltern mit Kindern zwischen 9 und 36 Monaten – gemeinsam Sprache erleben mit Versen und Fingerspielen. Dienstag, 27. Oktober, ab 9.30 Uhr: Monats-Treff der Landfrauen Ottenbach in der Bibliothek.
Bibliothek Rifferswil Bibliothek Kappel Während der Herbstferien bleibt die Bibliothek geschlossen.
Bibliothek Knonau Während der Herbstferien ist die Bibliothek jeweils am Dienstag von 9 bis 10 Uhr sowie 17.30 bis 19.30 Uhr, am Donnerstag von 16 bis 18 Uhr und am Samstag von 10 bis 12 Uhr offen.
Bibliothek Mettmenstetten Während der Herbstferien ist die Bibliothek jeweils am Montag und Freitag von 18 bis 20 Uhr offen. Mittwoch, 21. Oktober, 15 Uhr: Zyt für Gschichte.
Während der Herbstferien ist die Bibliothek jeweils am Samstag von 9.30 bis 11.30 Uhr offen. Freitag, 30. Oktober, von 9 bis 11 Uhr: Seniorenbüchermorgen. Spezieller Büchermorgen für alle Seniorinnen und Senioren von Rifferswil. Bei Kaffee und Kuchen werden in der Bibliothek Bücher vorgestellt und Geschichten vorgelesen.
Bibliothek Stallikon Ab Montag, 28. September, liegen die neu eingekauften Medien für Erwachsene auf. Während der Herbstferien ist die Bibliothek jeweils am Dienstag von 15 bis 20 Uhr offen. Montag, 26. Oktober, 15.30 bis 16 Uhr: BuchstartTreff «Reim und Spiel» unter der Leitung von Leseanimatorin Regina Meier. Für Eltern und Grosseltern mit Kindern zwischen 9 und 36 Monaten. Bibliothek im Schulhaus Loomatt, Sellenbüren. Im Oktober befindet sich auf dem Medientisch eine Auswahl an Büchern zum Thema «Kreativität».
Bibliothek Obfelden Während der Herbstferien ist die Bibliothek jeweils am Dienstag von 17 bis 19 Uhr und am Mittwoch sowie am Donnerstag von 14 bis 18 Uhr offen. Freitag, 23. Oktober, ab 19.30 Uhr: Spieltreff Säuliamt. Spiel und Spass für alle von 17 bis 99 Jahren. Mittwoch, 28. Oktober, 19.30 Uhr: Lesekreis. Diskutiert wird über das Buch «Kindeswohl» von Ian McEwan.
Vor gut einem Jahr hat die Foundation Zürich Parkside die schweizweit erste Notfallnummer für Palliativpatienten lanciert. Das «Pallifon» verzeichnet in der Pilotregion Zürich Parkside Erfolge, die für einen schrittweisen Ausbau auf andere Deutschschweizer Kantone motivieren. Knackpunkt bleibt die Finanzierung. Das «Pallifon» bietet Tag und Nacht einen kostenlosen telefonischen Notfalldienst für Patienten, bei denen keine krankheitsbekämpfenden Therapien mehr möglich sind. Seit einem Jahr ist die Notfallnummer als Pilotprojekt in den Regionen Zimmerberg, Knonauer Amt, Höfe, March, Rigi-Mythen und Einsiedeln in Betrieb. Die Foundation Zürich Parkside blickt auf ein anspruchsvolles, aber erfolgreiches erstes Geschäftsjahr zurück.
Bibliothek Wettswil Während der Herbstferien ist die Bibliothek am Mittwoch und Donnerstag von 15 bis 19 Uhr offen. Mittwoch, 28. Oktober, 10 bis 10.30 Uhr: Buchstart «Reim und Spiel» für Kinder von 9 bis 36 Monaten in Begleitung. Mittwoch, 28. Oktober, 14.30 bis 15 Uhr: Geschichtenzeit für Kinder von 3 bis 5 Jahren in Begleitung. (I.S.)
Ärztefon führt Patientenbefragung durch «Wir waren von Anfang an überzeugt, mit diesem Angebot einem Bedürfnis von Patienten und deren Pflegenden gerecht werden zu können.» sagt Dr. Roland Kunz, der Leiter der interdisziplinären Fachgruppe des Pallifons. Laut Beat Ritschard, Geschäftsführer der Stiftung Zürich Parkside, gingen anfänglich nur wenige Anrufe ein. Dank aktiver Medienarbeit und einer Informationskampagne hat das «Pallifon» in der Region rasch Bekanntheit erlangt. Schon im Verlauf der ersten Monate haben sich immer mehr Hilfesuchende gemeldet. «Seit August 2014 sind mehr als 130 Anrufe eingegangen, die Nachfrage nimmt kontinuierlich zu», sagt Ritschard. Heute handle es sich bei den meisten Anrufen effektiv um Beratungsfälle, während zu Anfangszeiten noch viele allgemeine Anfragen zur Palliative Care eingingen. Das Pallifon wird vom Fachteam der Ärztefon AG betreut, das speziell
für die Palliative Care geschult ist. Dieses führt derzeit eine Patentenbefragung durch, um die Wirksamkeit des Angebots zu überprüfen und die Beratung weiter zu verbessern.
Positiver Spendenrücklauf Zur Finanzierung des Projekts hat die Stiftung eine Spendenaktion lanciert. Der Rücklauf ist erfreulich. Grössere Beiträge kamen etwa von der Bank Zimmerberg, dem Lions Club Knonauer Amt, der Spitex Adliswil und der Stiftung Palliacura. Das Ziel der Aktion, die Finanzierung bis Ende 2017 sicherzustellen, konnte bislang allerdings nicht erreicht werden. Einen wichtigen Erfolg verbuchte die Stiftung im vergangenen Mai, als das «Pallifon» den Projektwettbewerb 2015 des Vereins Gesundheitsnetz 2025 gewann. Die Foundation Zürich Parkside sieht sich damit in ihrem Ziel bestärkt, das «Pallifon» Schritt für Schritt auf andere Regionen und schliesslich die gesamte Schweiz auszuweiten. Grösste Herausforderung ist die Finanzierung. Jetzt laufen Gespräche mit potenziellen Partnern. (pd.) anzeige
«Das ganze Leben besteht aus Geschichten» Amalia und Werner van Gent Gäste zum Thema: «Rund um den Ararat» in der Buchhandlung Scheidegger Normalerweise sieht man Werner van Gent räumlich begrenzt – Bildschirmgrösse des Fernsehers. Normalerweise hört man Werner van Gent zeitlich begrenzt – wenige Minuten Sendezeit. Nicht so am vergangenen Dienstag in der Buchhandlung Scheidegger.
Abschied von der Kriegsberichterstattung Werner van Gent, der in Zürich studiert hat, war viele Jahre lang als Auslandskorrespondent vornehmlich im Nahen Osten und im ehemaligen Jugoslawien unterwegs. «Man wusste nie, wo man abends schlafen würde», erzählte er über die strapaziösen Jahre. Auch seine griechische Frau Amalia ist eine engagierte Journalistin. Sie und ihr Mann entschieden nach einem lebensbedrohlichen Zwischenfall mit Banditen in der Wüste, dass er nicht mehr als Journalist in Krisengebiete reisen würde.
................................................... von regula zellweger Selten haben sich so viele Interessierte im Lager der Buchhandlung Scheidegger die letzten Stühle strittig gemacht. Rund 120 Personen wollten den bekannten Journalisten Werner van Gent live erleben. Er ist heute unbestritten einer der begehrtesten, auf den Nahen Osten spezialisierten Auslandkorrespondenten und Kommentatoren der Schweiz. Das Schönste an dieser Veranstaltung aber war die Tatsache, dass sich der Anlass nicht ausschliesslich auf seine Person und Tätigkeit beschränkte. Man erfuhr auch mehr über den Menschen, über ihn als den respektund liebevollen Ehepartner, den Reiseorganisator und Verleger. Im Fokus stand nämlich das Buch «Den Ararat vor Augen», geschrieben von Amalia van Gent und Christina Leumann. Spontan und beeindruckend war Hasmik Tadevosian, eine engagierte, eben angereiste Armenierin, die Dritte im Bunde der starken, engagierten Frauen. Die Buchhandlung Scheidegger versteht es immer wieder, den Rahmen einer klassischen Lesung zu
Werner van Gent, wie man ihn kennt: Sehr kompetent bringt er komplexe Zusammenhänge auf den Punkt. (Bild Regula Zellweger) sprengen, sei es mit Musik oder kulinarischen Köstlichkeiten. Am letzten Dienstag aber war es der professionelle Mix der Präsentationsformen: Es begann mit einem Referat mit Powerpoint und Musik, dann folgten Lesungen aus dem Buch, Kurzinterviews mit den beiden Autorinnen und Erzählungen – in einem anregenden Rhythmus
wechselnd. Und immer wieder integrierten der Moderator und die beiden Autorinnen Hasmik Tadevosian in die Gespräche. Die Armenierin fing die ihr verbal zugespielten Bälle virtuos auf, wechselte von Armenisch ins Englisch und fesselte das Publikum mit ihrem profunden Wissen und ihrem Charme.
Werner van Gent beschrieb eindrücklich den Wunsch, sich nach so vielen Jahren Krisen- und Kriegsberichterstattung auf die positiven Seiten des Lebens konzentrieren zu wollen. Heute verdient er sein Geld mit viel Herzblut als freischaffender Korrespondent und Kommentator, als Organisator und Begleiter von Spezial- und Studienreisen seiner eigenen Firma Treffpunkt Orient GmbH, sowie als Verleger, Referent und Buchautor – gemeinsam mit seiner Frau Amalia.
Kinderspital mit Schule Konzentration auf das Positive, damit kann man das Gemeinschaftswerk der Spitallehrerin Christina Leumann und Amalia van Gent bezeichnen. Christina Leumann versteht es, in wunderschönen Bildern Momente zu
beschreiben und Geschichten zu erzählen, die sie zusammen mit ihrem Mann, dem Arzt Ernst Leumann, bei der Entwicklung eines einfachen armenischen Kinderspitals in das landesweit einzige Kompetenzzentrum für Pädiatrie mit einer bespielhaften Spitalschule zu entwickeln. Partner des heutigen Kinderspitals Arabkir in Jerewan ist das Kinderspital Zürich. Christina Leumann hat als Gründerin der «Armenienhilfe Direkt» über 70 Mal das Land bereist, ein Viertel Jahrhundert in Begleitung ihrer armenischen Freundin Hasmik Tadevosian.
Emotional und informativ Während die Texte von Christina Leumann stark emotional ansprechen, kann man sich dank den kompetenten, sachlichen Erklärungen von Amalia van Gent zur Geschichte und zur aktuellen politischen Lage Armeniens ein differenzierteres Bild zu Land, Kultur und der wechselhaften Geschichte machen. Die meisten Zuhörerinnen und Zuhörer mussten jedoch zugeben, dass sie zwar vom durch die Türken nach hundert Jahren noch immer verleugneten Genozid gehört hatten – aber eigentlich wenig über Armenien und seine mit Russland und der Türkei dicht verwobene Geschichte wussten. Viele Fragen werden im Buch «Den Ararat vor Augen» beantwortet. Nachhaltig wirksam ist aber bestimmt das Interesse für Armenien, das der Abend bei den vielen Besuchenden geweckt hat. www.treffpunktorient.ch, www.kolchisverlag.ch
«Dä Funke-Karli»
Am kommenden Donnerstag, 1. Oktober, darf Maria Bortoluzzi in Affoltern ihren 90. Geburtstag feiern. Zum hohen Wiegenfest gratulieren wir herzlich und wünschen der Jubilarin ein fröhliches Geburtstagsfest. Wir wünschen ihr alles Gute im neuen Lebensjahrzehnt.
Manfred Utz und Walter Kohler feiern morgen Mittwoch in Affoltern den 80. Geburtstag. Den beiden Jubilaren gratulieren wir herzlich und wünschen alles Gute. Ebenso herzliche Glückwünsche gehen auch an Hildegard Hegnauer-Rist in Obfelden, die am gleichen Tag den 80. feiern darf.
«Dä Funke-Karli», wie ihn viele nannten, ist Ende August im hohen Alter von 93 Jahren verstorben. Der Ur-Mettmenstetter hatte mit Familie, Beruf, Ämtern und Vereinen ein erfülltes Leben. Die scharfe Rechtskurve am Dorfausgang Richtung Rifferswil könnte auch «Funk-Rank» heissen, denn in diesem Quartier lebte und wirkte der Verstorbene wie schon seine Eltern Zeit seines Lebens. War vor Jahrzehnten einzig der stattliche Bauernhof dort, so entstanden im Laufe der Zeit auf beiden Seiten der Albisstrasse einige um- Arbeiten bis ins hohe Alter: Karl Funk beim «Tängele». oder neu gebaute Häuser, welche der wachsenden Fami- Haupttätigkeit als Landwirt und nach lie dienten oder zum Teil vermietet Verpachtung des Betriebs war der Verwurden. storbene in zahlreichen Nebenämtern Nach dem Schulbesuch in seiner engagiert. So war er Gutsverwalter der Heimat erlernte «Charles» in der land- Armenpflege, Mitglied der Primarwirtschaftlichen Schule im welschen schulpflege, Kassier der FlurgenossenCernier den Beruf des Bauern. Im Rah- schaft, Aktuar der landwirtschaftlimen der Güterzusammenlegung er- chen Genossenschaft, Präsident der stellte er im Tannbühl eine Siedlung, Wasserversorgung und des Verschönedamit der Betrieb rationeller bewirt- rungsvereins, Feuerwehrkommandant schaftet werden konnte. Neben seiner sowie Gemeindeammann und Betrei-
bungsbeamter. 34 Jahre betreute er die örtliche Brennereiaufsichtsstelle. Karl Funk hatte auch Freude an der Imkerei. Mit über 80 Jahren holte er noch Schwärme von den Bäumen. Von Hermann Vontobel hatte er das Wassersuchen mit Ruten erlernt. Weiden korben oder «Sägisse tängele» gehörten ebenfalls zu seinen Beschäftigungen. All diese Talente gab er innerhalb der Familie weiter. Gerne verkehrte der Verstorbene in Sportler- und Sängerkreisen. Er war Präsident des Turnvereins und dort einst ein guter Geräteturner. Als Mitglied der Männerriege und als Turnveteran pflegte er diese Kontakte bis ins hohe Alter. In der Skiriege war er seinerzeit eine treibende Kraft beim Kauf der Skihütte auf der Biberegg. Ein Wasa-Lauf und mehrere Engadiner zeugen von seiner Freude am Langlauf. Karl Funk war immer ein äusserst begabter und interessierter Mitbürger. Auch im Rentenalter gab es im «FunkQuartier» immer etwas zu tun, das mit Kopf und Händen erledigt werden musste. Dazu gehörte auch, dass man ihn öfters am Brunnen an der Albisstrasse etwas hantieren sah. Mit seiner in Rifferswil gebürtigen Frau Vreni Funk-Frick war er seit 1949 verheiratet. Im vergangenen Jahr konnten die beiden ihre eiserne Hochzeit feiern. Der Verstorbene hinterlässt drei Kinder, sieben Enkel und einen Urenkel. Eine grosse Trauergemeinde hat Anfang September in der reformierten Kirche Mettmenstetten von einem liebenswürdigen Mitmenschen Abschied genommen. Erich Rüfenacht
«Bereit für einen Grosseinsatz» Die Feuerwehr Affoltern probte an der Hauptübung den Ernstfall – in Zusammenarbeit mit Sanität und Polizei Das Szenario der Hauptübung der Affoltemer Stützpunktfeuerwehr forderte die Beteiligten mit einem Grossbrand bei der Ernst Ruckstuhl AG, mit vielen Verletzten. Die Sicherheitsorganisationen bestanden die Feuerprobe mit Bravour. ................................................... von salomon schneider Bei der Hauptübung der Feuerwehr soll einerseits der Ernstfall geprobt werden, andererseits soll die Bevölkerung Einblick in die Arbeit der Sicherheitsorganisationen erhalten. Rund 100 Zuschauerinnen und Zuschauer waren dabei, als am vergangenen Samstag, um 15 Uhr, in der Ruckstuhl Garage eine Rauchbombe gezündet wurde, die eine Explosion simulieren sollte.
Eine Nachexplosion als zusätzliche Herausforderung Innerhalb von Minuten waren Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste vor Ort. Da schnell klar wurde, dass es Verletzte gab, wurden sofort Rettungstrupps mit Atemschutzgeräten ins Gebäude geschickt. Fast im Minutentakt bargen diese insgesamt sieben Figuranten aus dem Gebäude – die täuschend echt geschminkt waren. Plötzlich folgte eine Nachexplosion und der Kontakt zum Bergungstrupp brach ab. Ein zweiter Atemschutztrupp stand reglementskonform bereit und konnte die verletzten Kollegen bergen. Diese wurden ins immer voller werdende Sanitätszelt auf der gesperrten Zürichstrasse gebracht, wo sie priorisiert – nach Schwere der Verletzungen – in die umliegenden Spitäler gefahren wurden. Markus Meier, der Affoltemer Sicherheitsvorstand war nach der Hauptübung voll des Lobes: «Die Stützpunktfeuerwehr ist fachlich, personell und materialtechnisch sehr gut aufgestellt. Danke für euren grossen Einsatz im Dienste der Bevölkerung.»
Zielstrebig wird ein Verwundeter von der Feuerwehr ins Sanitätszelt auf der gesperrten Zürichstrasse gebracht. (Bilder Salomon Schneider)
Unter den Zuschauern befanden sich kleine Feuerwehrfans.
Beim Kommandofahrzeug sprachen Feuerwehr, Polizei, Sanität und Behörden das Vorgehen ab.
Warum nach Bern? Die Herbstversammlung der CVP des Bezirks Affoltern im «Löwen» Obfelden stand unter dem Titel «Ein Kantonsrat erläutert, wieso er nach Bern möchte». Eingeladen war Kantonsrat Dr. Josef Wiederkehr aus Dietikon. Er steht auf Platz 4 der Nationalratsliste der CVP. Zuerst stellte er sich vor. Vor 15 Jahren habe er das elterliche Bauunternehmen übernommen; dies nach einer Lehre als Maurer, der Matura auf dem zweiten Bildungsweg und dem Studium der Wirtschaft, das er mit dem Doktorat abschloss. Im Militär leitete er mehrere Jahre das Katastrophenhilfs-Bataillon. Er ist der Ansicht, dass wer das Glück habe, in einem schönen Land mit guter Wirtschaft und Mitbestimmungsrechten für die Bürger zu leben, dies nicht als selbstverständlich hinnehmen sollte. Erfreulicherweise gebe es immer noch viele Menschen, die sich in irgendeiner Weise für die Allgemeinheit einsetzen. Er setzt für seine politische Arbeit fünf Schwerpunkte: – die Eigenverantwortung ist ins Zentrum zu setzen; – wir benötigen eine funktionsfähige und zukunftsgerichtete Infrastruktur;
– die Berufsbildung ist ein Grund für die im Verhältnis zu anderen Ländern tiefe Jugendarbeitslosigkeit – die hohe Qualität ist zu bewahren und die Ausbildungswege sollten noch durchlässiger werden; – der liberale und flexible Arbeitsmarkt; – die Sozialwerke sichern eine hohe Lebensqualität bis ins hohe Alter; hier ist möglichst bald eine Lösung zu finden und es ist Kompromissbereitschaft aller nötig. Die mit Beispielen anschaulich gemachten Schwerpunkte ergaben Stoff für die von Corinne Stutz, ebenfalls Nationalratskandidatin, moderierte Diskussion. Themen waren etwa das Pensionsalter für Arbeiter im Bauwesen; die Schwierigkeit, geeignete Lehrlinge zu finden, wobei die Zuverlässigkeit oft das Hauptproblem sei; die Schnupperlehren, die sowohl für den Lehrstellensuchenden als auch für die Lehrfirma sehr informativ sind, aber der Schule, an der die Jugendlichen in dieser Zeit fehlen, Probleme verursachen; der Föderalismus bei den Vorschriften im Baubereich; die Arbeitssicherheit im Bauwesen, bei der durch Technik und Ausbildung in den letzten Jahren eine wesentliche Verbesserung erzielt wurde, die zukünftige Energieversorgung sowie eine Vielzahl weiterer Themen. (pd.)
Stallikons langer Weg zum richtigen Bus GV des Vereins Infrakstruktur Stallikon und Umgebung Mehr als 800 Stallikerinnen und Stalliker, nochmals mehr als 100 Personen aus anderen Gemeinden sowie 500 Leute aus Bonstetten unterzeichneten Petitionen, damit der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV) die Postautolinie 227 so führe wie seinerzeit die Buslinie 237. Ist das eine überrissene Forderung von ein paar «Zwängelis»? Sicher nicht: das kleine Stallikon zahlte mehr als 2 Mio. Franken Anschubfinanzierung und erfüllte die Anforderungen für die Übernahme der Buslinie bestens. Das sagen nicht ein paar Spinner, sondern das ergibt sich aus den eigenen Messungen des ZVV und der Antwort des Regierungsrates vom letzten Mai: Fast 30 % mehr Fahrgäste als gefordert benützten den Bus. Und der Kostendeckungsgrad war 10 Prozent besser als nötig.
Massiv reduzierte Route Trotzdem führte der ZVV die Buslinie 227 ein, mit massiv reduzierter Route und Fahrzeiten und mit schlechten S-Bahn-Anschlüssen. Dabei gingen die ZVV-Verantwortlichen davon aus, dass die neue Linie viel weniger attraktiv sein und rund 30 Prozent weniger
Fahrgäste haben werde. Das war ihnen aber egal, weil sie dank der Kombination mit der Buslinie 205 nach Arni und der perfekten Ausrichtung der S-Bahn-Anschlüsse für Arni einen Kostendeckungsgrad bekamen, der weit über dem Mittel aller ZVV-Buslinien lag.
ZVV als «Rosinenpicker» Jetzt leistet Stallikon eine zweite Anschubfinanzierung von rund 800 000 Franken für die Abend- und Samstagskurse. An der Gemeindeversammlung machte ein Vertreter des ZVV grosse Hoffnungen. Ähnliches bekam der Gemeinderat auch seither zu hören und ist guter Hoffnung, dass diese zweite Anschubfinanzierung nicht im gleichen Loch verschwindet wie die mehr als 2 Millionen Franken für die Buslinie 237. Aber was steht im Vertrag? Dort heisst es knallhart, dass der ZVV die Abend- und Samstagskurse nur übernehme, wenn durchschnittlich wenigstens 10 Fahrgäste pro Fahrt den Bus benützten und der Kostendeckungsgrad 30 Prozent betrage. Mit anderen Worten pickte der ZVV bei
der Buslinie 237 die besten Kurse heraus, bekommt nun von der Gemeinde noch einmal 800 000 Franken und verlangt für eine spätere Übernahme, dass die seinetwegen unattraktive Linie 227 in den Randzeiten dieselbe Auslastung habe, wie vorher die Linie 237. Für Optimismus spricht unter diesen Umständen nur Folgendes: – ZVV-Vertreter machten der Gemeinde für diese Investition mehrmals Mut. – Es ist erstellt, dass der ZVV die Gemeinde unfair behandelte. Jetzt wieder Geld abholen, die Rosinen herauspicken und die Gemeinde noch einmal hängenlassen, wird nicht gehen. – Stallikon und auch der Verein Infrastruktur Stallikon und Umgebung (Visu) haben Verbündete gewonnen. Die Sache hat gute Chancen. Aber nur dann, wenn man sich weiter einsetzt. Am 7. Oktober, 19.30 Uhr, führt der Verein Visu im RGZ an der Loomattstrasse 50 in Stallikon seine Generalversammlung durch. Alle Interessierten sind eingeladen. Gute Ideen und aktives Handeln sind hochwillkommen. (pd.)
Adieu – nach 2400 Tagen in Bern Die zwei letzten Sessionstage für Toni Bortoluzzi, der nach 24 Jahren als Nationalrat zurücktritt ................................................... von werner schneiter
ach rund 2400 Tagen in der Bundeshauptstadt, nach 114 Vorstössen im Parlament, vielen Kommissionssitzungen, unzähligen Redeschlachten, Siegen und Niederlagen verabschiedete sich Toni Bortoluzzi am Freitag aus dem Nationalrat – nach sechs Legislaturperioden. 24 Jahre in der grossen Kammer – das ist doch eher die Ausnahme, und nach so langer Zeit kommt auch beim SVP-Vertreter aus Affoltern Wehmut auf. 33 Jahre hat er auf allen Ebenen politisiert. Vom Präsidenten des Turnvereins Affoltern mutierte er zum Gemeindepräsidenten, Kantonsrat und 1991 zum Nationalrat. Und er spielte für seine Partei auch den Winkelried, als er sich 2002 zum Bundesratskandidaten aufstellen liess, aber gegen Micheline Calmy-Rey erwartungsgemäss unterlag. Bortoluzzi war auch Ständerats- und Regierungsratskandidat. Ein veritables «animal politique» also. Da fällt der Abschied nicht leicht. «Man wird sehen», sagt er nur beim Besuch des «Anzeigers» in Bern emotionslos. Und fügt bei: «Ein paar Mandate bleiben ja noch, auch als Verwaltungsrat.» Von hundert auf null fällt er nicht, und der Abschied aus Bern erfolgt nicht abrupt. Noch stehen Kommissionssitzungen an, Aufräumarbeit. Aber Toni Bortoluzzi hat zwar «noch einige Projekte», freut sich auf mehr Zeit, Zeit mit der Familie. Die Beanspruchung auf der politischen Bühne sei gross gewesen, fügt er bei. Am Donnerstag, dem zweitletzten Sessionstag, ist schon etwas Abschiedsstimmung spürbar. Zusammen mit den anderen 25 Nationalrätinnen und Nationalräten, die ausscheiden, wird Toni Bortoluzzi vor eine Kamera von SRF beordert. Die Aufnahme dauert wenige Sekunden, der wohl kürzeste Auftritt beim Staatssender. Im Bundeshauscafé eilt der Aargauer Grüne Geri Müller vorbei, gibt Bortoluzzi einen Klaps auf die Schulter und sagt: «Der beste Libero, den der FC Nationalrat je hatte». Baz-Bundeshausredaktor Benjamin Gafner gesteht: «Ich kann mir die nächste Session ohne Toni Bortoluzzi gar nicht vorstellen.» Der im Bundeshaus zu Besuch weilende Ex-Nationalrat Peter Spuhler frotzelt: «Hesch Gwicht verlore». – Diese letzte Session war geprägt von Adieu sagen, nicht nur im Bundeshaus. Bortoluzzi nahm viele Einladungen an von Verbänden und anderen Gruppierungen, die in Bern als Lobbyisten unterwegs sind. Nicht nur: Er verabschiedete sich auch von der Bürogemeinschaft im Bundeshaus, zu der unter anderen die CVPVertreter Ruth Humbel und Ruedi Lustenberger gehören. Der Doppelliter Rotwein reichte gerade für alle. Zuvor aber immer das gleiche Ritual während der Sessionen. Plötzlich muss das Gespräch in der Wandelhalle unterbrochen werden. Eine Glocke ertönt. Und das signalisiert: hinein in den Saal, um abzustimmen. Kurze Zeit darauf schwärmt ein Teil wieder hinaus, das Handy am Ohr. Eine Minderheit – etwa Christa Markwalder und Martin Landolt – begibt sich auf die Terrasse. Nicht, weil sie die herrliche Aussicht geniessen will. Es ist das letzte Refugium für Rauchende.
Fortsetzung in der «Bären»-Bar Am Donnerstagabend fuhr die gesamte SVP-Fraktion per Car zum Schloss Wyl in der Gemeinde Schlosswil, die eine gute halbe Stunde von Bern entfernt liegt. Es folgen Nachtessen im Beisein von Bundesrat Ueli Maurer und Unterhaltung von Oskar Freysinger, dem scheidenden Walliser Nationalrat, der nun Staatsrat ist. Es wird viel gelacht an dieser historischen
Stätte, auch als sich die scheidenden Nationalräte nach Aufforderung von Fraktionschef Adrian Amstutz mit zum Teil markigen Worten verabschiedeten. Konsequent schalten Anwesende beim Nachtessen auf stumm, als sie vom Chronisten auf die Kandidatur für den zweiten SVP-Bundesratssitz angesprochen werden. Kein Name kommt da über die Lippen. Bei der Rückkehr nach Bern ist für einen guten Teil der Mannschaft noch lange nicht Schluss. Fortsetzung in der «Bären»-Bar, die einen Steinwurf vom Bundeshaus entfernt liegt. Dort sitzen dann auch der Bündner FDP-Ständerat Martin Schmid und weitere Exponenten von ausserhalb der SVP-Fraktion.
Zeitintensiver, aber nicht effizienter Gemütlichkeit hat ihren Platz, und in diesen Stunden des Aufbruchs auch ausgedehnter als sonst. Aber das ist heute in Bundesbern die Ausnahme. Die Beanspruchung sei heute wesentlich grösser, die Geschäfte zeitintensiver, der Betrieb professioneller, die Entschädigung höher. «Aber leider ist das Parlament dadurch nicht effizienter geworden», so der Befund von Toni Bortoluzzi. Besonnenheit sei durch Aktionismus verdrängt worden, da gebe es zu aufgebauschten Themen Sondersessionen. Manchmal sei es absurd, was da produziert werde – Dinge, die den staatlichen Interventionismus ankurbeln würden. Im Laufe der Zeit sei auch der Einfluss der Verwaltung grösser geworden. Auf der einen Seite wird das bedauert, andererseits profitieren die Volksvertreter von stärkerem fachlichen Beistand. «Heute bekommst du für jedes Dossier einen Sekretär. Früher musste man sich die Fachinfos auf eigene Faust besorgen. Heute werden wird besser bedient mit Grundlagenpapieren, auch die Schreibarbeit wird uns zu einem guten Teil abgenommen», sagt Toni Bortoluzzi. Und schiebt dann in seiner unverkennbaren Art nach: «Die Politiker sind deswegen nicht besser geworden.» Ein Nationalratsmandat bringt jährlich rund 130 000 Franken, einschliesslich Kommissionsarbeit. Davon kann man leben, und einige tun das. «Wir entwickeln uns leider in Richtung Berufsparlament», bedauert Bortoluzzi, dem die echten Firmenpatrons im Parlament fehlen.
Zum Abschied ein Bier im Schloss Wyl, von links: Nationalräte Markus Hausammann (TG), Roland Büchel (SG), Parteipräsident Toni Brunner, Toni Bortoluzzi, Bundesrat Ueli Maurer und Weibelin Catherine Leutenegger. (Bilder Werner Schneiter)
Erfolge und Rückenschüsse Mit Toni Bortoluzzi verliert die SVPFraktion einen dossierfesten Fachmann in der Sozial- und Gesundheitspolitik. Dieser Kommission gehört er seit Beginn weg an, präsidierte sie auch zu einer Zeit, als Ruth Dreifuss noch im Bundesrat sass. «Mit ihr konnte ich es sehr gut. Wir haben zwar oft gestritten, aber sie hatte meinen Respekt. Eine unglaubliche Chrampferin.» Weniger gut spricht er von zwei Parteikollegen, die ihm bei der Management-Care-Vorlage in den Rücken gefallen sind: Christoph Mörgeli und Gregor Rutz. Das hat Bortoluzzi tief getroffen – vor allem, weil er das Resultat einen «guten bürgerlichen Kompromiss» nennt. Erfolge folgten demgegenüber bei der Spitalfinanzierung und bei der Renovation der IV – zwei Vorlagen, die er stark mitgeprägt hat. «Beides ist aber noch nicht zu Ende geführt.» Bortoluzzi sass aber auch in der Kommission für öffentliche Bauten (heute Teil der Finanzkommission) und die letzten acht Jahre in der sicherheitspolitischen Kommission. Dossierkenntnis ist das eine, Fremdsprachenkenntnisse das andere. In Kommissionen wird nicht übersetzt, und das bereitete manchmal Mühe. «Ich kann nicht perfekt Französisch», bekennt Toni Bortoluzzi. Das hat aber Entscheide nicht beeinflusst.
Für Sekunden vor der SRF-Kamera. Etwas gelangweilt wartet Christophe Darbellay.
Prost! Abschied von der Bürogemeinschaft im Bundeshaus.
Auf dem Bauernhof vom Leder gezogen Roger Köppel, Hans-Ueli Vogt und Alfred Heer zu Gast bei Martin Haab in Mettmenstetten Missachtung von Volksrechten, eine nicht verkraftbare Zuwanderung, eine EU am Abgrund: Die SVP-Aushängeschilder Roger Köppel, Hans-Ueli Vogt und Alfred Heer zogen auf dem Hof von Martin Haab in Mettmenstetten zünftig vom Leder. ................................................... von werner schneiter Wahlveranstaltungen, die von einer Partei organisiert werden, sind in aller Regel schwach besucht – jene vom Samstag in der Schürmatt in Mettmenstetten bildete eine Ausnahme: Mehr als 150 kamen, wohl in erster Linie, um Roger Köppel, den «Shootingstar» der SVP, zu hören. Der von der Bezirks-SVP organisierten Veranstaltung auf dem Hof von Kantonsrat und Nationalratskandidat Martin Haab ging eine Betriebsbesichtigung voraus – ein eindrücklicher Zucht- und Milchwirtschaftsbetrieb mit Freilaufställen und gesamthaft über 150 Tieren.
«6 bis 7 zusätzliche bürgerliche Sitze – dann siehts anders aus» Dann folgten in der Scheune die Auftritte der Exponenten, moderiert von Louis Hafner, dem Präsidenten der SVP Mettmenstetten. Alfred Heer, seit 2009 Präsident der SVP-Kantonalpartei und seit 2007 Nationalrat, ortet gewaltige Probleme, die der EU bis zum Hals reichen. Erst propagiere die deutsche Bundeskanzlerin Merkel die Willkommenskultur, dann die Grenzschliessung. Das sei nicht ehrlich und zeige auch, dass die Schweiz für sich schauen und der Bundesrat die Masseineinwanderungsinitiative endlich umsetzen müsse. Damit das endlich geschehe, müsse die SVP zulegen, das bürgerliche Lager
aber insgesamt. «Sechs bis sieben Sitze mehr – dann kippen die Mehrheitsverhältnisse im Parlament. «Dazu ist es höchste Zeit, denn der Bundesrat strebt in die EU», so Heer.
100 000 pro Jahr – nicht verkraftbar Für Ständeratskandidat Hans-Ueli Vogt, der einst in Rifferswil wohnte, das «linke Dorf» aber verliess und in die linke Stadt Zürich zog, sind drei Punkte wichtig: Eine Zuwanderung von netto 100 000 Menschen pro Jahr sei für die Schweiz nicht verkraftbar – weder wirtschaftlich noch gesellschaftlichkulturell. Leider wolle aber eine Mehrheit in der Politik das Ja zur Masseneinwanderungsinitiative nicht zur Kenntnis nehmen. Stattdessen würden jene, bei den Themen Asyl und Flüchtlinge Klartext reden, von den Medien als schlechte Menschen hingestellt. «Es braucht eine Begrenzung.» Als zweites Anliegen nannte Vogt die ausufernde Regulierung, die zunehmende Gesetzesdichte und das Wachstum des Staates, der inzwischen eine Million Angestellte beschäftige. «Hier sage ich: weniger Beamte und Steuern herunter!» Drittens steht für Vogt die EU am Abgrund, weil hier nicht mehr von einer Wertegemeinschaft gesprochen werden könne – vor allem, weil die EU Oststaaten vorschreiben wolle, wie viele Flüchtlinge sie aufzunehmen habe. Auch deswegen sei es notwendig, dass die SVP zulegen könne.
Schröders Lachanfall nach Köppels Frage Roger Köppel, Chefredaktor und Verleger der «Weltwoche», begann mit einer amüsanten Begebenheit, die in seine Zeit als Chefredaktor der «Welt» in Deutschland zurückgeht. Er sass in
Auftritt auf dem Bauernhof, von links: Alfred Heer, Roger Köppel, Gastgeber Martin Haab und Hans-Ueli Vogt. (Bild -ter.) einem Lokal und wurde vom damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder überraschend an den Tisch gebeten. In promillegeschwängerten Atmosphäre fragte Köppel: «Würden Sie der Schweiz raten, der EU beizutreten?» Schröder und seine Entourage antworteten vorerst mit schallendem Gelächter und Sätzen wie «Seid ihr verrückt geworden? Macht das ja nicht!» «Und was macht die offizielle Politik in der Schweiz, die Bundesräte Burkhalter und Sommaruga? Sie reisen nach Brüssel und entschuldigen sich für Volksentscheide», liess Köppel dem geschilderten Talk mit Schröder folgen. Unter anderen der Schriftsteller Peter von Matt und der ehemalige
FDP-Präsident Franz Steinegger machen sich lustig über Volksentscheide wie die Masseneinwanderungsinitiative, man säge damit an der Demokratie – und missachte den Eid auf die Verfassung. Trete er im deutschen Fernsehen auf, erhalte er jeweils Jubelbriefe aus ganz Deutschland. «Offenbar wissen die Leute im EU-Raum besser als unsere Politiker, welchen Wert wir mit unserer direkten Demokratie besitzen», sagte Köppel. Warum er in die Politik gehe? «Ich will als Journalist nicht ständig Beruhigungspillen zu mir nehmen, wenn ich sehe, was da in Bern läuft. Ich will mitgestalten», schloss Köppel, der auf Platz 17 der SVP-Liste durchstarten will.
Landwirte sollen weiter produzieren können Für Martin Haab, den Gastgeber, geht die offizielle Landwirtschaftspolitik in eine falsche Richtung – in eine nicht mehr produktionsstützende. Bauern werden durch Direktzahlungen zunehmend zu Landschaftsgärtnern und -pflegern. Es bestehe die Gefahr, dass die nächste Generation das Feuer für die Produktion verliere. «Wir brauchen aber Bauern, die Nahrungsmittel produzieren und einen adäquaten Milchpreis erhalten. Dafür will ich mich einsetzen», sagte Haab, der auf der Nationalratsliste den aussichtsreichen Listenplatz 12 erhalten hat.
«Zmörgeli mit Mörgeli» und «Ghackets mit Matterhörnli» Die SVP-Nationalräte Christoph Mörgeli und Thomas Matter im Hausemer «Löwen» Die zwei SVP-Nationalräte Christoph Mörgeli und Thomas Matter gaben an der Wahlveranstaltung im Hotel Löwen in Hausen Gas. Dem Thema der Diskussion «Voller Einsatz für die Schweiz» wurden sie jedenfalls für die gut 50 Besucher im
Saal durchaus gerecht. Die doch etwas an Sauglattismus ähnelnde Überschrift des Wahlflyers «Zmörgeli mit Mörgeli» und «Ghackets mit Matterhörnli» wurde immerhin in dem Sinne gemildert, dass einerseits feine «Schoggi-Matterhörner» auf den Tischen standen und anderseits die Teigwaren tatsächlich nicht nur einfache
Hörnli, sondern ebenfalls dem Matterhorn nachgebildet waren. Nationalrat Thomas Matter ist Inhaber einer Privatbank und scheint ein überaus kreativer Politiker zu sein. Er ist nicht nur Produzent des Songs «Welcome to SVP», zurzeit auf dem sechsten Platz der Hitparade, sondern auch Designer der speziellen «Berghörnli». Die beiden
Nationalräte referierten abwechslungsweise und warfen die Stichworte einander sozusagen zu. Sie liessen es sich nicht nehmen und setzten die Witz-Reime mit Vorschlägen für andere Parteien fort und ernteten grosses Gelächter mit den Versen «Vegi-Plättli mit Glättli», «Nüt als Plunder mit em Grunder», «Schnaps us Pfläumle für Bäumle» und «Lebertran mit Badran».
Aktive Neutralität ein Widerspruch in sich Die Verszeile, in der alt Bundesrat Deiss genannt wurde, brach Thomas Matter dann aber doch an der entscheidenden Stelle ab. Ernsthaft werdend, kamen dann sofort die Themen Unabhängigkeit, Föderalismus und liberale Wirtschaft zur Sprache. Mörgeli bezeichnete den für ihn unmöglichen Begriff «aktive Neutralität» als Wideranzeige
Sie halfen dem Wirt Beat Burkard (r.) «Matterhörnli» kochen: Christoph Mörgeli (l.) und Thomas Matter. (Bild Martin Mullis)
spruch, welcher mit einer Bezeichnung «sparsamer Sozialdemokrat» zu vergleichen sei. In Sachen Asylproblematik sei als schlichte Tatsache festzustellen, dass sämtliche anderen Parteien sowie die Mehrheit der Presse stets per Definition gegen die SVP agieren. Die anschliessende Diskussion und die Fragen aus dem Publikum drehten sich um die gegenwärtigen Migrationsströme, und vor allem um die steigenden Krankenkassenprämien. Auch hier bediente sich Mörgeli eines träfen Vergleiches indem er festhielt, dass die Krankenkasse früher als Hilfe für Not und Elend amtete, während die Prämien heute zu Not und Elend führen. Unter den Gästen, welche die feinen und seltenen «Matterhörnli mit Ghackets» genossen, war auch David Vogelsanger, Botschafter der Schweiz in Neuseeland, auszumachen. (mm)
Grüne und grünliberale Prominenz in Affoltern
Am Stand der Grünen, von links: Hans Läubli, Bastien Girod, Merel Thierer und Röbi Brunner.
Kantonsrat Moritz Spillmann im Einsatz am Stand der SP.
Am Stand der Grünliberalen, von links: Thomas Beck, Ronald Alder und Michael Bommel. Martin Bäumle war drei Minuten vor Eintreffen des Fotografen weg.
Der Wahlkampf läuft auf vollen Touren. Kandidierende hetzen von Standaktion zur Podiumsdiskussion. Sie mischen sich unters Volk, verteilen Flyer, Most und Süsses. Nationale Politpro-
liberalen, diskutierten nur wenige Meter voneinander entfernt mit Passanten. Zwischendrin: der Stand der SP, die unter anderen mit Kantonsrat Moritz Spillmann vertreten war.
Was bewegt denn das gemeine Stimmvolk? «Asyl und Flüchtlinge sind hier nicht die dominierenden Themen. Wachstum, Siedlungsdruck und Zersiedlung gehören in unserer Re-
minenz buhlte am Samstag an der Oberen Bahnhofstrasse in Affoltern um Stimmen: Bastien Girod, Ständeratskandidat der Grünen, und Martin Bäumle, Ständeratskandidat der Grün-
Mit der EVP unterwegs auf dem Jakobsweg Dritte Etappe von Wattwil nach Rapperswil In der Reihe «Unterwegs mit Lisette Müller und Daniel Sommer» hat die EVP des Bezirks Affoltern in diesem Jahr die dritte Etappe, welche von Wattwil nach Rapperswil führte, organisiert. Am Sonntag, 13. September, noch bei Dunkelheit (huch!) traten die Wandernden die Reise nach Wattwil an, wiederum begleitet vom «Pilgerhund» Julian. Bei äusserst angenehmen Temperaturen pilgerte die Wandergruppe unter heiterem Geplauder durch eine liebliche, unverbaute Landschaft – mit dem Säntis und den Churfirsten dank Föhnlage «zum Greifen nahe» – bis zum Mittagshalt in einer regionalen Gaststätte am Pilgerweg.
Die herzliche Gastlichkeit wie auch die Qualität des Essens war einer der mannigfaltigen Höhepunkte des Tages. Nach dem Mittagessen wurde die letzte Wanderetappe des Tages nach St. Gallenkappel unter die Füsse genommen. Bus und Postauto führte die vergnügte Schar nach Schmerikon. Der Wanderleiter hatte in diese dritte Etappe auf dem Pilgerweg ein Zückerchen eingebaut, nämlich Rapperswil nicht auf Schusters Rappen, sondern mit dem Schiff ab Schmerikon zu erreichen. Mit dieser stimmungsvollen Schiffsfahrt bei strahlendem Sonnenschein war der Pilgertag jedoch noch nicht zu Ende. Der Zufall wollte es,
dass im Kapuzinerkloster Rapperswil um 17 Uhr ein Konzert gegeben wurde. Der krönende Abschluss nach dem Konzert war eine kurze Führung, bei welcher der Kapuzinerbruder interessante Einblicke in die Klostergemeinschaft vermittelte. Nach einem erlebnisreichen, Seele, Geist und Körper bereichernden Tag brachte die S15 die Pilgergruppe wieder ins Säuliamt. Die EVP wird jedes Jahr weitere Etappen auf dem Jakobsweg durchführen. Elisabeth Hirzel, Mettmenstetten Weitere Impressionen auf
gion ebenso zu den Sorgen der Bürgerinnen und Bürger», so der Befund an den Ständen von GLP und Grünen. (-ter.)
Berufsbildung stärken Fast alle sind sich heute einig: Die duale Berufsbildung ist einer der wichtigsten Pfeiler des Erfolgsmodells Schweiz. Dank der praxisnahen Ausbildung können sich Jugendliche rasch ins Berufsleben integrieren. Dank der höheren Berufsbildung haben sie sämtliche Karrierewege offen. Mit der Berufsbildung kommen wir zu den dringend benötigten Fachkräften. Diese bringen unsere Wirtschaft weiter, die international zu den wettbewerbsfähigsten und innovativsten zählt. Dass wir heute in der Schweiz eine so starke und international anerkannte Berufsbildung haben, verdanken wir Kräften wie dem Schweizerischen Gewerbeverband. Mit jahrzehntelangem Engagement hat er sich erfolgreich für die Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Bildung
eingesetzt. Und auch heute noch braucht es die starke Stimme des sgvDirektors Hans-Ulrich Bigler, wenn es darum geht, die Berufsbildung finanziell solide aufzustellen. So brauchte es viel Einsatz, bis auch die zuständigen Behörden beim Bund eingesehen haben, dass Kosten für die Vorbereitungskurse für Meisterprüfungen nicht ausschliesslich den Absolventen überlassen werden können. Wenn wir in die Berufsbildung investieren, investieren wir ins Erfolgsmodell Schweiz. Diese Einsicht machten Bigler und der sgv mehrheitsfähig. Und das ist eine beachtliche Leistung. Daher wähle ich Hans-Ulrich Bigler in den Nationalrat. Markus E. Meier, Gemeinderat Affoltern
www.evp-affolternamalbis.ch
Die Altersvorsorge muss finanzierbar bleiben!
Die EVP-Pilgergruppe vor ihrem letzten Teilstück nach Rapperswil per Schiff. (Bild zvg.)
Die Revision der Altersvorsorge ist zu Recht eines der brennendsten politischen Themen der Gegenwart. Unsere Gesellschaft wir immer älter. Lag die durchschnittliche Lebenserwartung bei Männern 1950 bei 66 Jahren, sind es heute weit über 80 Jahre. Es ist schön, dass die Lebenserwartung jedes Jahr um sieben Wochen ansteigt. Diese Fakten verpflichten uns aber auch: Auf ihnen müssen wir die Weichen stellen für die Zukunft einer finanzierbaren und nachhaltigen Altersvorsorge. Dass wir von den vielen zusätzlichen Lebensjahren auch wenige Monate(!) zusätzlich arbeiten sollten, um uns die längere Lebenserwartung finanzieren zu können, ist offensichtlich. Wer wie der Schweizerische Ge-
werbeverband und sein Direktor Hans-Ulrich Bigler genau dies fordert, nimmt Verantwortung wahr. Die heutigen Renten sollen garantiert bleiben - auch in Zukunft soll jeder einen würdigen und abgesicherten Lebensabend verbringen können. Damit das gelingt, soll das Rentenalter in Monatsschritten angehoben werden. Das ist sozial verträglich und mehrheitsfähig. Und vor allem: Bigler streut den Leuten nicht Sand in die Augen wie Bundesrat Alain Berset, der eine Revision vorlegt, die fast ausschliesslich auf Mehreinnahmen setzt und damit langfristig unsere Sozialwerke gefährdet. Auch deshalb wähle ich Hans-Ulrich Bigler in den Nationalrat. Beat Fraefel, Affoltern anzeige
24 Jahre sind genug – oder doch nicht? Flüchtlinge und die Gutmenschen, Leserbrief im «Anzeiger» vom 25. September. Haben etwa am Ende 24 Jahre gemütliches zusammen Schwatzen mit über 40 Sozialisten, den Immunreflex noch zusätzlich gesteigert und eine Kinderkrankheit restlos ausgemerzt? Wie kann man als «Schwergewicht» einer Partei, die nun mal Diktatoren liebt und gerne besucht – Blocher in Nordkorea, Spuhler in Russland etc. – oder Beinahe-Diktatoren wie Orban in Ungarn hochlobt, gerade der Gegenseite Nähe zu Diktatoren vorwerfen? Dieses Krankheitsbild ist in der Psychologie
bestens bekannt und wird nur darum nicht behandelt, weil es jeden befallen kann ... Daneben schlägt Herr Bortoluzzi in seinem Leserbrief ziemlich stillos auf alles Soziale ein, als wäre dies eine zu bekämpfende Seuche! Hat er vergessen, dass sich sogar die Bayrische Schwesterpartei der SVP, die CSU, sozial nennt? Hat er nach 24 Jahren Umgang mit oligarchischen Parteiführern etwa vergessen, wer die Mehrheit im Lande bildet? Sozial heisst eben auch gesellschaftlich – auf den Nachbarn Rücksicht nehmen, weil er zufällig eben auch ein Mensch ist, auch wenn er nicht SVP-Mitglied ist. In Deutschland
stehen restlos alle Parteien zu einer «sozialen Marktwirtschaft», was dieses Land, gemäss Logik Bortoluzzi, beinahe schon zur Diktatur macht. Dann kommt es für Bortoluzzi noch schlimmer. Die «Beinahe- Diktatorin Merkel» hält sich spontan an die Menschenrechte und beginnt tatsächlich einmal Flüchtlinge zu schützen – was natürlich dem real gelebten SVP-Parteiprogramm diametral widerspricht. So kommt es, dass das einstige Wirtschaftsflüchtlings-Kind Toni Bortoluzzi den Diktatoren Urban hochlobt ... Vermutlich braucht man dazu die Erfahrung von 24 Jahren Nationalrat. – Doch nun ist Schluss mit Kritik. Meine
Frau lobt noch heute den rüstigen Schreiner – damals schon Nationalrat – der uns vor 22 Jahren eigenhändig eine Katzentüre geschreinert und montiert hat! Hoffentlich hat er diese Fähigkeiten in Bern nicht verlernt. Auch beim Thema Asylmissbrauch hat er nicht unrecht. Wie sonst kommt es, dass wir als einziges Land über 7000 meist begüterte Eritreer durchfüttern und als Kompensation dafür lieber Tausende Syrer im Mittelmeer ersaufen lassen, weil wir das Botschaftsasyl abgeschafft haben? Doch, wofür hat der Toni Bortoluzzi im Nationalrat denn hier gestimmt? Jürg Wyttenbach, Affoltern
In Hausen fast 130 kg Abfall gesammelt Am 8. September hat die ganze 1. Sek in Hausen Abfall gesammelt. Vor acht Jahren wurde dieser Anlass durch Erwin Kreidler ins Leben gerufen und mittlerweile durch die Sek Hausen organisiert. Am Anfang gab es eine ausführliche Einführung. Es wurde über die Probleme mit dem Abfall berichtet, welche Littering-Typen es gibt und was Abfall alles anrichten kann. Als die Einführung fertig war, wurden wir Schüler einer freiwilligen, erwachsenen Person zugeteilt und wir machten uns auf den Weg, um Abfall zu sammeln. Jede Gruppe hatte einen oder mehrere Plätze rund um Hausen oder Ebertswil zu säubern.
Vom Raddeckel bis zum Zigarettenstummel Wir fanden fast alles, von Bierdeckeln über Raddeckel bis zu ganzen Radkeilen von Lastwagen. Meistens fand man Zigarettenstummel, Getränkeflaschen oder Plastikverpackungen. Grosse Sachen wie Blachen, Gartentische oder kaputte Gestelle warfen irgendwelche Leute am liebsten im Wald an einem
kleinen Parkplatz ins Gebüsch oder den Abhang hinunter, damit es niemand sieht. Sogar neben Abfalleimern liegt Abfall. Weil einige Leute einfach zu faul sind, kurz zwei Schritte zum Abfalleimer zu gehen und den Abfall in den Eimer zu werfen, lassen sie den Abfall auf den Boden fallen. So sammelten die Schüler 127,4 kg Abfall. Am Schluss, als alle Gruppen wieder auf dem Chratz- Parkplatz waren, wurde der Abfall von zwei Gemeindearbeitern gewogen, getrennt und richtig entsorgt. Anschliessend gab es einen Apéro im Gemeindesaal. An dieser Stelle bedanken wir uns im Namen der Sek Hausen wie auch der Gemeinde Hausen am Albis bei allen Helfern ganz herzlich für ihre Mitarbeit. Ohne sie wäre ein solcher Anlass gar nicht möglich. Auch möchten wir die Leute bitten, in Zukunft ihren Abfall gleich selbst richtig zu entsorgen, anstatt ihn auf den Boden zu werfen oder ihn im Wald zu verstecken. Roman, Tamara, Seraina, Linus von der 1. Sek. Hausen
Auf der Suche nach Zigarettenstummeln und anderem. (Bild zvg.)
Beschwerde gegen die letzte Spital-Delegiertenversammlung Der Verein pro Zweckverband Spital Affoltern hat beschlossen, dass deren Präsident als Einzelperson gegen die letzte Delegiertenversammlung der Delegierten vom Spital Affoltern am 24. September 2015 eine Beschwerde einreichen werde. Unser Verein kann das nicht, weil der Statthalter dessen Legitimität in Frage stellt. Die Beschwerde erfolgt aus folgenden Gründen: Die damals neue BK hat nach deren Wahl im Juni 2014 beschlossen, dass die Vergangenheit aufgeräumt werden soll und dass deshalb ein Rechtsanwalt die fragwürdigen Behördenbeschlüsse untersuchen soll. Zur Erinnerung: Das fragwürdige Behördenverhalten hatte bereits von sich aus eine Delegation der Regierung in Angriff genommen, aber nur stichprobenweise. Deren Bericht vom 18. November 2014 haben wir in unserer Homepage veröffentlicht, sonst wäre auch er in der Versenkung verschwunden. In jenem Bericht wurden 12 Geschäfte der BK untersucht, wovon deren 9 als faul zu bezeichnen waren. (Kann in unserer Homepage im Tagebuch vom 13. Februar 2015 nachgelesen werden).
zum Vizepräsidenten gewählt, obwohl dieses Geschäft nicht traktandiert war und nicht einmal die BK als Ganzes über dieses Vorhaben befunden hat. Es liegt diesbezüglich kein BK-Beschluss vor. Zudem muss scharf kritisiert werden, dass der DV wiederum zwei Vorbesprechungen vorausgegangen sind, ohne dass – wie in den Statuten vorgesehen – die Öffentlichkeit dabei sein konnte. Der Statthalter hat zwar geschrieben, dass eine vorausgehende Zusammenkunft der Delegierten nicht öffentlich sein müsse, wenn keine Traktandenliste vorliege. Aber es hat eine Traktandenliste vorgelegen, denn am 16. Juli 2015 ging vom Aktuar (Direktor a.i. bzw. seiner Sekretärin) eine Mail an die Betreffenden mit dem Hinweis, eine Traktandenliste werde noch zugestellt. Diese widerrechtliche Zusammenkunft (weil nicht öffentlich) fand am 20. August 2015 statt, eine weitere Zusammenkunft am 21. September 2015. Am 24.9.15 konnten wir wiederum nur einem Scheingefecht zuhören. Alles nur Show, um die Stimmberechtigten zu täuschen und eine Harmonie vorzugaukeln.
In geschönter Form veröffentlichen?
Keine Änderung erkennbar
Dieser neue und umfassendere 64-seitige Bericht liegt seit geraumer Zeit vor, wird aber streng unter Verschluss gehalten, obwohl er aus Steuergeldern mit mehr als 30 000 Franken finanziert werden musste. Man will wieder einmal mehr die Stimmberechtigten ausschliessen. Aber zahlen sollen sie. Und schweigen dazu. Die Betriebskommission (BK) will diesen «Bericht Taormina» nur teilweise und geschönt veröffentlichen! Das akzeptieren wir als mündige und autonome Stimmberechtigte nicht. Dieses Vorhaben widerspricht der Aussage von BK-Mitglied Leuenberger, die an der DV öffentlich gesagt hat, dass die Interessen der Öffentlichkeit gegenüber den Privatinteressen (Veröffentlichung von Namen im Bericht der Missetäter) in hohem Masse überwiegen. Dazu muss man wissen, dass wiederum das behördliche Verhalten insbesondere der Herren Thurnherr, Gemeindepräsident in Hedingen, der den Bericht übrigens erhalten hat, und das Verhalten des Statthalters sehr stark kritisiert werden. Zudem wurde ein Mitglied der BK
Es wurde an der DV mehrmals betont, wie fragwürdig (aber leider, leider nun verjährt) diese Behörden in den letzten Jahren gewirkt haben, aber dass nun alles anders werde. Wir vermögen keine Änderung zu erkennen. Noch immer wird ausserhalb der Gesetze am Stimmbürger vorbei operiert. Man macht in Geheimniskrämerei und versucht alles, die Stimmen von aussen fernzuhalten, als ob wir nicht in einer Demokratie leben würden. Autoritär und doktrinär soll im Verborgenen gewirkt werden. Die Präsidentin verweigert uns jegliche Auskünfte, als ob wir nur Störenfriede wären. Was haben sie nur immer zu verbergen? Die BK muss gefragt werden, ob es einen Beschluss gebe, wonach die Rechnungen erst nach der Veröffentlichung des Taormina-Berichtes abgenommen werden sollten. Es besteht Grund zur Annahme, dass da die BK ihren eigenen Beschluss übergangen hat. Es macht keinen Sinn, die Rechnungen abzunehmen, um dann zu behaupten, die Vergangenheit sei dann erledigt. Dieses Vorgehen erweckt stark den Eindruck, einen Abschluss
dringend herbeizuführen, bevor die Sünder namentlich genannt worden sind und eine klare Schnittstelle zur Vergangenheit geschaffen worden ist. Die Glaubwürdigkeit der BK gefährdet sie somit selber, und das ist sehr bedauerlich. Die BK muss ferner gefragt werden, ob die Rechnung 2014, die an der DV vorgelegt worden ist, mit der Rechnung übereinstimmte, die die BK als Gremium durchberaten hat. Sie ist zu fragen, wie es kommt, dass neuerdings von einem Gewinn von 2,8 Mio. gesprochen werden kann, obwohl in der bereits früher vorliegenden Rechnung viel ungünstigere Zahlen zu lesen waren. Wie glaubwürdig ist dieses Resultat? Kann man Gewinne einfach praktisch über Nacht herbeizaubern? Woanders würde man von Urkundenfälschung reden.
Wir verlangen eine politische Stärkung der Delegierten Wir alle möchten nun Ruhe und Frieden und eine gute Arbeit der BK, aber wir vermögen kaum Anzeichen zu erkennen, dass dies nun der Fall sein wird. Deshalb haben wir vor, durch eine Initiative zu erreichen, dass die Delegierten künftig gestärkt werden, um eine klare und rigorose Aufsicht der Delegierten über die BK zu schaffen. Die Delegierten sollen gegenüber der BK auch ein Weisungsrecht erhalten. Diese Abstimmung möchten wir bis zum kommenden September 2016 verwirklichen. Die BK kann offenbar nur auf diese Weise dazu gebracht werden, effizient und korrekt zu arbeiten. Eine Beschwerde ist auch angezeigt, weil Frau Leuenberger gesagt hat, der Bericht Taormina gehe nun zum Statthalter und zum Staatsanwalt. Da aber der Statthalter in diesem Bericht nicht gerade lobend erwähnt ist, müsste der in eigener Sache handeln. So gesehen ist eine Beschwerde, die dann zwangsläufig weitergezogen werden muss, als dringlich zu betrachten. Dieses Behördengemauschel muss aufhören. Der Statthalter ist das Problem der ganzen Geschichte, denn er hätte diese Behördenverfehlungen rechtzeitig stoppen können. Verein Pro Zweckverband: H. Roggwiler, Präsident www.verein-zweckverband.ch
Quo vadis Milizsystem? Die Ersatzwahl in Mettmenstetten spricht Bände. Die wegen des Rücktrittes der Präsidentin der Primarschulpflege notwendig gewordene Ersatzwahl illustriert die grossen Schwierigkeiten, mit welchen die hiesigen Gemeinden bei der Besetzung von Behörden zu kämpfen haben. Zwar hat sich aus den Reihen der amtierenden Primarschulpflege ein Mitglied bereit erklärt, das Präsidium zu übernehmen. Damit bleibt aber noch ein Sitz vakant. Damit die Primarschulpflege wieder vollständig besetzt werden kann, gilt es also noch ein Mitglied zu wählen. Für diese Vakanz hat sich zwar ein Kandidat beworben, an dessen Fähigkeiten für das anspruchsvolle Amt bestehen jedoch etwelche Zweifel. Wir stehen also in Mettmenstetten vor der Situation, dass es pro Sitz zurzeit nur einen Kandidaten gibt. Demnach haben die Stimmberechtigten gar keine Wahl. Sollten sich keine weiteren Kandidaten melden, werden nämlich die eingereichten Wahlvorschläge in stiller Wahl genehmigt. Das ist angesichts der Bedeutung dieses verantwortungsvollen Amtes natürlich eine höchst unbefriedigende Situation. Jeder hat es in der Schule gelernt: Die Schweiz mit ihrer direkten Demokratie ist etwas Besonderes. Nur in der Schweiz gibt es das Milizsystem, das jeden Schweizer dazu einlädt, seinen Beitrag an die Allgemeinheit zu leisten. Offensichtlich sind wir nach nunmehr 167 Jahren an den Grenzen dieses Systems angelangt. Die Bereitschaft der Bürger, Zeit und Energie für das Gemeinwohl einzusetzen, tendiert gegen Null. So müssen wir uns fragen, ob dieses System den Anforderungen der Zeit noch gerecht wird.
Die genehmigte Besoldungs-Erhöhung für die Mettmenstetter Behördenmitglieder hat jedenfalls noch keine Auswirkung gezeigt. Behörden-Arbeit scheint heute nicht mehr gefragt zu sein. Sind es die stärker gewordenen Belastungen des Berufslebens oder das zunehmende Ineinandergreifen von Arbeits- und Privatwelt, welche die Bürger daran hindern, sich für die Belange der Öffentlichkeit einzusetzen? Können und wollen die Bürger die Miliz- und Freiwilligenarbeit nicht mehr in ihr Leben integrieren? Ist denn der Aufwand für ein längerfristiges Engagement in Vereinen und Parteien wirklich zu gross geworden? Die zu erwartende Wertschätzung für Behördenmitglieder oder generell Amtsträger, welche seit Jahren am Sinken ist, dürfte da eine Rolle spielen, ebenso wie der nun schon viele Jahrzehnte anhaltende Wohlstand in unserem Land, welcher für das Zusammengehörigkeitsgefühl der Bürger kaum förderlich ist. So oder so, es ist auf alle Fälle bedenklich, wenn es in einer Gemeinde von 4600 Einwohnern nicht mehr möglich ist, dem Bürger eine Auswahl von Kandidaten – im vorliegenden Fall für die Primarschulpflege – zur Verfügung stellen. Wollten Sie schon immer etwas Konstruktives für die Wohngemeinde leisten, so melden Sie sich doch bitte. Nähere Angaben und Formulare erhalten Sie auf der Gemeindeverwaltung oder unter www.mettmenstetten.ch. Der Fristablauf für die Anmeldung zur Ersatzwahl ist der 2. Oktober 2015. Wir hoffen sehr, dass unser Aufruf die eine oder andere pflichtbewusste Person bewegt, sich doch noch zu melden. Die Präsidenten von FDP und SVP: Christian Kupferschmied und Louis Hafner
Fussgänger im Nachteil Anlässlich der Baustelle an der Oberen Bahnhofstrasse in Affoltern ein paar Worte eines Fussgängers. Als ein Gebäude abgerissen und die Strasse aufgerissen wurde, konnte man diese Strasse wieder einmal als Fussgänger geniessen. Sie wurde nämlich für einige Tage für den Autoverkehr gesperrt. Nun wurden Platten verlegt, damit wenigstens ein Wagen in eine Richtung durchkommt. Man wollte es in dieser Strasse «allen» recht machen,
und man hat es vorallem «allen» Autofahrern recht gemacht. Diese Strasse ist zu 80 % für die Autofahrer, die sie benutzen, «Durchgangsstrasse» und «Abkürzung», und von Tempo 30 oder gar 20 sind wir weit entfernt. Als Fussgänger wird man in die Enge getrieben und teilweise auch noch von Autofahrern dumm angeredet, wenn man sich nicht bedrängen lässt. Barbara Grohé, Affoltern
Stimme fürs Gewerbe
Teebeutel-Weitwerfen
Gut besuchter Gewerbeapéro des Bezirksgewerbeverbands in Mettmenstetten. > Seite 13
Erster Wettbewerb in Hausen mit Teilnehmenden aus sieben Ländern. > Seite 15
3. Sieg in einer Woche 1. Liga: FC Wettswil-Bonstetten bezwang den USV Eschen/Mauren mit 2:1. > Seite 19
Auch künftig attraktive Arbeitsplätze bieten
Bäckerei Betschart in Bonstetten baut um
Qigong-Kurse in Affoltern im Oktober
Während der Herbstferien vom 5. bis 19. Oktober bleibt die Bäckerei Betschart in Bonstetten zu. Grund ist ein Umbau in der Produktion.
Die Übungen aus der traditionellen chinesischen Medizin stärken die Lebenskraft durch sanftes und achtsames Bewegen und Dehnen. Sie eignen sich für Menschen in jedem Lebensalter, denen Gesundheit und Wohlbefinden am Herzen liegen.
«Der Ofen und der Kühler sind veraltet», spricht Bäcker Rafael Betschart Klartext. Mit der Vermieterin, der Landi Bonstetten, hat er deshalb einen Umbau geplant. Erklärtes Ziel ist es, dem Produktionsteam einen attraktiven Arbeitsplatz zu schaffen. «Durch die neuen Anlagen können wir effizienter und nachhal- Der alte Ofen von Rafael Betschart hat schon bald ausgedient. (Bild Thomas Stöckli) tiger produzieren», so Betschart. Die Produktqualität soll sere Bestellungen gerüstet. Wo mög- werden Schweizer Gerätschaften indabei mindestens beibehalten werden. lich aus der Region oder zumindest stalliert und Handwerker aus der Re«Gewisse Produkte werden sogar noch aus der Schweiz – die Philosophie, die gion beauftragt. (tst.) besser», so der Bäcker. Weiter sei man für ihre Rohstoffe gilt, lebt die Bäckemit dem neuen Kühler auch für grös- rei Betschart auch beim Umbau. So Weitere Infos unter www.baeckerei-betschart.ch.
Den Arbeitstag mit Qigong beenden, sich Zeit nehmen und durchatmen, Spannungen lösen, Ballast abwerfen und die Gedanken zur Ruhe kommen lassen. Den Tag mit sanften, meditativen Bewegungen beginnen und erfrischt und belebt in den Alltag zurückkehren. Beides ist wohltuend und stärkt die Abwehrkräfte. Die Kursleiterin und Bewegungstherapeutin Therese Bachmann unterrichtet Qigong in Gruppen von max. 8 Teilnehmenden. Im Einführungskurs werden in wohlwollender Atmosphäre schrittweise die «8 Brokate» vermittelt und in den fortlaufenden Kursen vertieft geübt. «Wie bei andern Bewegungsformen auch, werden durch die regelmässige Übungspraxis die süssesten Früchte geerntet», meint Therese Bachmann. Beim Üben achtet die Kursleiterin besonders auf die Standfestigkeit, das Zentrieren in der Körpermitte, die aufgerichtete Haltung und den freien Atemfluss. Die Bewegungen werden
Therese Bachmann. (Bild zvg.) mit so viel Kraft wie nötig und mit so wenig Anspannung als möglich ausgeführt. Dies stärkt das achtsame Körperbewusstsein und fördert die Beweglichkeit. Mit der Zeit kommen die Gedanken zur Ruhe und die Konzentrationsfähigkeit steigert sich. Innere Bilder unterstützen die wohltuende Wirkung. (pd.) Kurse ab 19./23. Oktober bis 11./14. Dezember, montags, 18.45 bis 20 Uhr (alle), 20.15 bis 21.30 Uhr (Einführung) oder freitags, 8.45 bis 10 Uhr (Einführung), 10.15 bis 11.30 Uhr (alle), an der Werkstrasse 1, Affoltern. Kosten: Einführung 240, alle 270 Franken. Infos und Anmeldung: Therese Bachmann, Integrative Leib- und Bewegungstherapeutin FPI/bvbtk, 076 570 07 32 oder www.bttb.ch.
25 Jahre Trachsel Landmaschinen
Brain-Gym-Kurse in Ottenbach
Jubiläumsausstellung am 3. und 4. Oktober in Herferswil
Barbara Scherrer-Beiersdörfer, Integrative Kinesiologin und Brain-Gym Instruktorin, bietet wieder Brain-Gym Kurse (Lernkinesiologie) in Ottenbach an.
Vor 25 Jahren, nämlich mit der Eröffnungsaustellung vom 29. und 30. September 1990, begann Hansruedi Trachsel mit einer Reparaturwerkstatt und einer Verkaufsstelle für Landmaschinen und Ford Traktoren. Im umgebauten Bauernhaus Herferswil 60, welches bis heute, nach etlichen Um- und Anbauten immer noch als Firmendomizil dient. Was als 1-Mann-Betrieb angefangen hat, ist in all den Jahren stetig ein wenig gewachsen. Seit mehr als 20 Jahren, werden immer wieder Lehrlinge ausgebildet. Momentan sind drei Mechaniker und drei Lehrlinge beschäftigt.
Vor einem Jahr wurde aus Trachsel Landmaschinen die Trachsel Technik AG. Mit ein Grund für die Umstrukturierung ist der Einstieg von Sohn Remo in die Firma. Mit seinem erworbenen Fachwissen am Fahrzeug-Technikum Biel und seiner vierjährigen Tätigkeit bei der Paul Forrer AG, bringt er Know-how in Hydraulik, Elektronik und Antriebstechnik mit, angesichts der heutigen, technisch komplexen Maschinen, die ideale Ergänzung zur langjährigen Erfahrung der Firma. Repariert wird vom 40-jährigen Motormäher bis zum modernsten Traktor. Das Verkaufsprogramm bietet
Winter 1990: Hansruedi Trachsel mit Leoni, Remo und Selina (von links).
Herbst 2015: Remo Trachsel (links) mit Kate und Hansruedi Trachsel mit Ruben.
Dr. Paul Dennison hat Brain-Gym – übersetzt Gehirn-Gymnastik– in den 70er-Jahren in Kalifornien entwickelt. Durch einfache Körperübungen wird das Gehirn aktiviert. Dadurch wird ein einfacherer Zugang zu den verschiedenen Teilen des Gehirns ermöglicht. Dies erleichtert uns das Lernen. In verschiedenen Bereichen des Lebens wie Ausbildung, Schule, Familie, Sport oder andere. Kurz: im Alltag lässt es sich so leichter lernen. Das menschliche Gehirn besteht aus zwei Gehirnhälften (Hemisphären), welche durch Nervenfasern miteinander verbunden sind, dem sogenannten Balken. Eine Hemisphäre ist für das logische Denken, für Einzelheiten, für die Sprache und Analyse zuständig (meist die linke). Die andere Hemisphäre ist für Musik, Rhythmus, Gefühle und Intuition zuständig und wird als die kreative bezeichnet. Je besser die beiden Hemisphären miteinander arbeiten und verknüpft sind, umso besser können die Fähigkeiten eingesetzt werden. Der Kurs findet entweder an vier Vormittagen oder an vier Abenden in Ottenbach in einem familiären Rahmen statt. Es wird Basiswissen der
die ganze Palette. Angefangen bei New Holland Traktoren, Pöttinger Ernteund Ackerbaumaschinen, Forst- und Kommunalmaschinen bis hin zum Rasenmäher und Kleingeräten für Profiund Hobbygärtner. 25 Jahre … das ist für Trachsel Technik ein Grund, dankbar zurückzuschauen und sich bei Kunden und Lieferanten für die gute Zusammenarbeit und das entgegengebrachte Vertrauen zu bedanken. (pd.) Jubiläumsausstellung am Samstag, 3. Oktober, 9 bis 18 Uhr und Sonntag, 4. Oktober, 10 bis 17 Uhr, Herferswil 60, Mettmenstetten.
Barbara Scherrer-Beiersdörfer. (Bild zvg.) Lernkinesiologie vermittelt. Im Vordergrund steht praktisches Üben und das Erlernen verschiedener BrainGym-Übungen. Dieser Kurs ist für alle geeignet, welche sich ein einfacheres Lernen wünschen. Die Teilnehmenden erhalten Tipps und Tricks für den Alltag. Ein Kursmanual und ein Zertifikat der Educational Kinesiology Foundation, Kalifornien ist im Kursgeld von 280 Franken inbegriffen. (pd.) Vormittagskurs montags, 26. Oktober, 2., 9. und 16. November, von 8.30 bis 11.30 Uhr. Abendkurs donnerstags, 29. Oktober, 5., 12. und 19. November, 19 bis 22 Uhr. Praxis für Integrative Kinesiologie, Unterer Lätten 9, Ottenbach. Infos und Anmeldung : Barbara Scherrer, Tel. 044 760 54 30, contact@bsb-kin.ch, www.bsb-kin.ch.
mit Charme und Garten in ländlicher Umgebung/Weiler. Telefon 079 584 23 54
Schulen und Kurse Leichter lernen mit BRAIN-GYM®
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Einstiegskurs in die Lernkinesiologie 26. Okt./2./9./16. Nov. 2015 Montag, 8.30 bis 11.30 Uhr oder 29. Okt./5./12./19. Nov. 2015 Donnerstag, 19 bis 22 Uhr in Ottenbach Anmeldung und Info: Barbara Scherrer 044 760 54 30 contact@bsb-kin.ch www.bsb-kin.ch Kosten: Fr. 280.–
Berufstätige Schweizerin mit 2 Katzen sucht per 1. April 2016 eine günstige
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Eine Stimme für das Ämtler Gewerbe Gut besuchter Gewerbeapéro des Bezirksgewerbeverbands in Mettmenstetten Regionale Vernetzung des Gewerbes ist auch für die Nachhaltigkeit wichtig, denn kurze Arbeits-, Liefer- und Einkaufswege sind ökologisch und ökonomisch sinnvoll. Dies das Fazit eines vielseitigen Programms des Anlasses des Bezirksgewerbeverbands, der mit vier Kurzreferaten sicherstellte, dass beim Vernetzungsapéro genügend Gesprächsstoff vorhanden war.
................................................... von bernhard schneider Die Stühle im «Rössli»-Theatersaal in Mettmenstetten waren bis auf den letzten besetzt, als Olivier Hofmann, seit einem Vierteljahr Präsident des Bezirksgewerbeverbands, Mitglieder aller lokalen Ämtler Gewerbevereine begrüsste: Der Bezirksgewerbeverband habe in den letzten Jahren zwar gekränkelt, doch der gute Besuch des Anlasses stimme zuversichtlich, dass er bald wieder stark sein werde. Der Verband habe nur eine Berechtigung, wenn er für seine Mitglieder einen Mehrwert generiere, fuhr Hofmann fort, beispielsweise mit solchen Networking-Anlässen, aber nicht nur: «Ich finde es wichtig, dass der Gewerbeverband den Anliegen der kleinen und mittleren Unternehmen im Bezirk Affoltern eine Stimme gibt.» Auch werde der Bezirksgewerbever-
band künftig bei Abstimmungen, die das Gewerbe betreffen, eine Parole ausgeben. Und er werde Mitgliedern, die für ein politisches Amt kandidieren, die Möglichkeit geben, sich vorzustellen. An diesem Abend betraf diese Regelung die beiden Na- Sie bestritten den offiziellen Teil des Apéros des Bezirksgetionalratskandida- werbeverbands: Daniel Sommer, Susanne Abplanalp, Olivier ten Daniel Som- Hofmann und Hans-Ulrich Bigler. (Bild Bernhard Schneider) mer, EVP, und Hans-Ulrich Bigler, FDP. Markt halten, die nicht energieeffiziHans-Ulrich Bigler, Nationalrats- ent arbeite. Dies sei ein Gebot der kandidat und Direktor des Schweizeri- Stunde und nicht verhandelbar. Auch schen Gewerbeverbands, freute sich, neue Energien von Fotovoltaik über dass der Bezirksgewerbeverband unter Geothermik zur Nutzung der Windder Führung von Olivier Hofmann re- energie seien erwünscht, zumal dies aktiviert worden ist. Am Beispiel der neue Arbeitsplätze schaffe. Der GewerMotion für das Verbot von Kunststoff- beverband sei aber gegen Technologiesäckchen an den Kassen der Detail- verbote; zurzeit sei Kernenergie zwar handelsgeschäfte, die das Parlament nicht wirtschaftlich, aber je nach techangenommen hat, erläuterte er, wo nologischer Entwicklung könne sich der Gewerbeverband beim Abbau der dies auch mal wieder ändern. Bürokratie ansetzen wolle. Die BunWichtig sei in der Energiepolitik, desverwaltung habe daraus eine Vorla- dass nicht mit Verboten und Geboten ge formuliert, wonach für jeden Sack gearbeitet werde, sondern mit Anreieine Abgabe von fünf Rappen erhoben zen. Wer in nachhaltige Energien inwerden solle. Dies würde den Detaillis- vestiere, müsse steuerlich belohnt ten einen enormen Aufwand für eine werden. Der Nationalrat habe dieses geringe Abgabe abfordern. Dank dem Anliegen unterstützt, der Ständerat Gewerbeverband sei dieser Versuch wieder herausgestrichen. Nun befinde unterbunden worden. sich die Frage in der DifferenzbereiniZur Energiestrategie 2050 erklärte gung. Zur Altersreform 2020 meinte Bigler, keine Firma könne sich im Bigler, dass der Bundesrat zwei Mehr-
wertsteuerprozente für die Altersvorsorge beantrage. Dadurch werde die Altersvorsorge einseitig zulasten des Gewerbes saniert, das die Mehrwertsteuererhöhung nur beschränkt an die Konsumenten weitergeben könne. Es sei erfreulich, dass der Nationalrat entschieden habe, dass die Kosten jeder zusätzlichen Regulierung bei den jeweiligen Vernehmlassungsvorlagen künftig ausgewiesen werden müssen.
Nachhaltigkeit dank regionaler Vernetzung Kantonsrat Daniel Sommer, ebenfalls Nationalratskandidat und Inhaber einer Schreinerei, meinte, die Politik benötige Leute, die mit Geld haushalten könnten und die junge Leute ausbildeten. Die Balance in den Parlamenten müsse für den sozialen Frieden sorgen, der zu den entscheidenden Faktoren des Erfolgsmodells Schweiz zähle. Als junger Kleinunternehmer habe er in der Schreinerei seines Lehrmeisters die Infrastruktur nutzen können. Dank dieser Starthilfe habe er sein eigenes Geschäft aufbauen können – und er kooperiere immer noch mit seinem einstigen Lehrmeister. Dies zeige, dass das Gewerbe dank Kooperation und gegenseitiger Unterstützung floriere. Das regionale Gewerbe, so Daniel Sommer weiter, sei nicht nur für die Grundversorgung, sondern auch für die regionale Kultur wichtig. Kurze Arbeits- und Lieferwege seien aber auch im Sinn der Nachhaltigkeit.
Keine zweite Chance für den ersten Eindruck «Sozialkompetenz ist heute so wichtig wie Fachkompetenz», leitete Susanne Abplanalp ihr Referat «Business-Knigge für KMU» ein. Der erste Eindruck stehe nach den ersten sieben Sekunden einer Begegnung fest – wer hier Fehler mache, erhalte dafür keine zweite Chance. Das Verhalten nach Knigge sei ein Zeichen von Wertschätzung. Zu rasches Duzen im Betrieb sei nicht zu empfehlen, wer sich vorstelle, nenne Vor- und Nachnamen. Wer das Du anbiete, müsse mit seiner Formulierung eine Ablehnung des Antrags ermöglichen. Zum Dresscode meinte Abplanalp, overdressed sei immer besser als underdressed. Dies gelte vor allem beim Erstkontakt. Im Business seien dunkle Farben wie Grau und Blau zu empfehlen, auf jeden Fall uni oder dezent gemustert. Wer zu farbig auftrete, wirke eher inkompetent. Da der Mensch vor allem auf visuelle Eindrücke reagiere, sei das sichtbare Vorbild des Chefs von unschätzbarem Wert. Beim Smalltalk sei die Suche nach Gemeinsamkeiten empfehlenswert. Dies erlaube, das Gespräch zu vertiefen und auch auf eine persönliche Ebene zu kommen. Kugelschreiber, Uhr, Notizblock seien Anknüpfungspunkte für Ähnlichkeit und Wertschätzung. Notizen zu den Ausführungen eines Geschäftspartners mache man deshalb bevorzugt mit einem edlen Schreiber.
in Ihrer Umgebung Hundeschule
Neuer Chor in Stallikon Geprobt wird am Dienstagabend
Dem Ruf zum Pensioniertentreff 2015 folgte eine grosse Anzahl der ehemaligen Mitarbeitenden. (Bild zvg.)
Das Spital liegt ihnen nach wie vor am Herzen
Seit den Sommerferien gibt es in Stallikon ein neues kulturelles Angebot: Die ausgebildete Chorleiterin und Sängerin Maja Fluri hat hier einen Chor ins Leben gerufen. Gesungen werden Stücke aus Musicals, internationales Liedgut, Kanons und vieles mehr. Dabei ist es in diesem Chor gleichermassen wichtig, die Freude am Singen zu kultivieren wie sängerische Grundlagen weiterzuentwickeln. Deshalb kommen auch das Einsingen und Stimmübungen nicht zu kurz.
Der Chor trifft sich jeweils am Dienstagabend von 19.15 bis 20.30 Uhr in Stallikon. Wer Freude am Musizieren mit der eigenen Stimme hat, kann sich gerne bei der Chorleiterin melden und eine Schnupperprobe vereinbaren. Der Chor freut sich über neue Mitglieder! Maja Fluri gibt ausserdem Gesangs- und Klavierunterricht für Kinder und Erwachsene. (pd.) Infos und Anmeldung unter post@majafluri.com oder Tel. 076 220 80 55. www.majafluri.com.
Pensionierten-Zusammenkunft im Mehrzweckraum Haus Rigi Am Vormittag des 16. September fanden sich wiederum rund 60 gut gelaunte pensionierte Mitarbeitende des Spitals Affoltern im Mehrzweckraum Haus Rigi zur traditionellen Zusammenkunft ein. Die Freude am Wiedersehen war von Beginn weg deutlich spürbar. Angeregt wurden Erinnerungen aufgefrischt und neue Erlebnisse ausgetauscht. Nachdem sich die Gäste bei Kaffee und Guetzli stärken konnten, eröffnete Dr. Roland Kunz als stellvertretender Direktor die informative Präsentation über Altbewährtes und Neues im Spital Affoltern. Mit seinen interessanten und fundierten Ausführungen über die eindrückliche Entwicklung des Spitals als öffentliches Haus im Gesundheitswesen mit Akutspital, Langzeitpflege und Psychiatriestützpunkt stiess er sofort auf das Interesse der Ehemaligen. Nicht ohne Stolz nahm man die Jubiläen der schweizweit einzigartigen MutterKind-Station (10 Jahre) und des Kompetenzzentrums Palliative Care, besser bekannt als «Villa» (5 Jahre), zur
Kenntnis. Aus der von Dr. Kunz offerierten Fragerunde wurde deutlich, dass den ehemaligen Mitarbeitenden das Spital nach wie vor am Herzen liegt und die steten Presseartikel sie besorgen und verunsichern.
«Heutige Kommunikationsformen» Martin Jegge, Leiter Dienste, brachte die Pensionierten anschliessend auf den neusten Stand in Sachen Bauvorhaben. Die Gäste würden später Gelegenheit haben, das neue Verpflegungszentrum anlässlich des Mittagessens im Restaurant «Panorama» gleich kennen zu lernen. Vorher informierte Liliane Bürge, Leiterin Personal, aber noch auf humorvolle und gleichzeitig eindrückliche Weise über personelle Entwicklungen und neue Herausforderungen in der (elektronischen) Kommunikation: Der spontane Test bestätigte, dass auch im Raum jedermann bzw. –frau im Besitze eines Mobiltelefons und der Bedienung desselben mächtig ist. Die Anwesenden verstanden, das «heutige Kommunikationsformen» auch in der Personalarbeit und nicht nur bei jüngeren Generationen eine grosse Rolle spielen.
Nach einer spassigen «Fotosession» an der frischen Luft marschierte die hungrige Schar ins neue Personalrestaurant «Panorama», das seinem Namen alle Ehre macht. Brigitta Hängärtner, Leiterin Gastronomie, und ihre Mitarbeitenden hatten bereits alles wunderbar vorbereitet und die Pensionierten nahmen staunend an hübsch gedeckten Tischen vor der grossen Gläserfront im «Panorama» Platz. Wenig später sank der Geräuschpegel merklich: Mario Krieger, Leiter Küche und sein Team hatten mit ihren kulinarischen Kompositionen offensichtlich direkt ins Schwarze getroffen! Mit einem frisch gebackenen Butterzopf der Küchenbrigade wurden die Gäste nach dem ausgedehnten Mittagessen verabschiedet. Es war ein sehr schöner, gelungener Anlass. Die grosse Freude und Dankbarkeit der älteren Menschen zu hören, sehen und zu spüren, hinterliess bei den Organisatoren ein fast ehrfürchtiges Gefühl. Die pensionierten Mitarbeitenden dürfen sich aufs nächste Jahr freuen: Die Spitalleitung begrüsst sie am 14. September 2016 wieder. Eliane Pürro, HR Spital Affoltern
Chorleiterin und Sängerin Maja Fluri. (Bild zvg.)
Ab in Toni’s Zoo
Die Teebeutel flogen weit
Ausflug des Seewadel nach Rothenburg
1. Wettbewerb in Hausen mit Teilnehmenden aus sieben Ländern
Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses zum Seewadel verbrachten einen erlebnisreichen Ausflug zu Toni’s Zoo.
Der erste Teebeutelwettbewerb in Hausen war ein voller Erfolg. Der ostfriesische Volkssport zog über hundert Athleten aus sieben Ländern in den Bann. Es wurde gekämpft um jeden Zentimeter. Der weiteste Wurf landete bei der Marke von 7,1 Metern.
Eine fröhliche Gesellschaft von 21 Bewohnerinnen und Bewohnern, sechs Mitarbeitenden und sieben Zivilschützern durfte den Donnerstagnachmittag, den 10. September, in Toni’s Zoo geniessen. Bereits die Hinreise mit dem Ämtler-Car und dem Tixi Säuliamt war für die meisten ein tolles Erlebnis. Ebenso spielte das Wetter mit. Es war nicht zu heiss und nicht zu kalt, auch blieben die Ausflügler vor heftigen Regengüssen verschont. Im Zoo-Restaurant wurden alle vom freundlichen Personal mit Kaffee und Kuchen verwöhnt. Frisch gestärkt machten sie sich anschliessend auf den Weg zu den verschiedenen Gehe-
gen. Einige erfreuten sich an den farbenfrohen Papageien, andere amüsierten sich über die lustigen Affen, wieder andere verweilten beim neuen Pinguingehege und bestaunten die tapsigen Bewegungen oder lachten über diese drolligen Tiere.
Äffchen zum Greifen nah
Auch die Reptilien weckten das Interesse der Besucher. Besonders beeindruckten auch die kleinen schwarzen Äffchen, welche im neuen Tropenhaus den Bewundernden ganz nah kamen. Wer sich traute, konnte sie sogar berühren. Die Wild- und Raubkatzen hingegen wurden gerne aus sicherer Distanz bewundert. Dank des Einsatzes des Betreuungspersonals, aller Helfenden und Zivilschützer sowie des Chauffeurs und der Chauffeuse sind kurz vor sechs wieder alle wohlbehalten im Haus zum Seewadel angekommen. Sicher müde, aber auch erfüllt und glücklich, sind an diesem Abend die Bewohnerinnen und Bewohner zu Bett gegangen. Dieser erlebnisvolle Nachmittag wird allen bestimmt noch lange in bester Erinnerung bleiben. (pd.) Zufriedene Gesichter in Toni’s Zoo. (Bild zvg.)
Bevor die Athleten beginnen konnten, war Teeanbrühen angesagt. Da der Teebeutel ja feucht geworfen wird, musste er erst als Tee ziehen. Danach wurde das Wasser so weit nötig herausgedrückt, damit beim Wurf keine Flecken auf Gesicht und Kleidern entstehen. Die Wurftechnik ist weitgehend dem Athleten überlassen – einzig dass die Papier-Lasche des Teebeutels zwischen den Zähnen fixiert und danach mittels Schwung möglichst weit geworfen werden muss, ist zu beachten. Wichtig ist die Koordination zwischen Körper, Geist und Teebeutel – der richtige Abschusswinkel, das zeitgerechte Loslassen. Die meisten Teilnehmer praktizierten den Parallelwurf, wo der Beutel mittels ruckartiger Drehbewegung des Kopfes beschleunigt wird. Am besten hat sich aber die Überkopf-Technik bewährt, wo der Beutel mittels schneller Aufwärtsbewegung des Kopfes beschleunigt wird und so eine bogenförmige Flugbahn erhält.
Internationaler Wettkampf Das Teilnehmerfeld war international. Speziell erwähnenswert war die Teil-
Die stolzen Gewinner bei der Preisübergabe, v.l.: Caleb Botchway, Jan Leisinger, Remo Berli, Lenny Burgardt zusammen mit Claudio Rütimann. (Bild Jenny Wyss) nahme von Christoph Reesing (68 Jahre), einem Ostfriesen, der extra für diesen Anlass den weiten Weg mit dem Motorrad auf sich genommen hat um dabei sein zu können. Auch wenn in Ostfriesland der Teebeutelweitwurf als Volkssport gilt, musste er sich mit dem dritten Platz begnügen: Caleb Botchway aus Ghana machte mit 7.10 Meter den weitesten Wurf, vor Beat Schärer aus der Schweiz. In der Kategorie «Kinder bis 12 Jahre» belegte Remo Berli den ersten Platz vor Lenny Burgardt (Deutschland) und Jan Leisinger (Schweiz).
Ein Preis für jeden Teilnehmer Nach der sportlichen Leistung wurde dann noch in Ruhe der aufgebrühte Tee genossen und jeder Teilnehmer durfte sich einen Sofortpreis aussuchen. Als Hauptpreise im Gesamtwert
von 500 Franken winkten bei den Erwachsenen je ein Gesundheitskorb mit Einkaufsgutscheinen, bei den Kindern darf die ganze Familie entweder in den Zoo oder ins Verkehrshaus Luzern. Der Organisator des «1. Internationalen Teebeutelweitwurfs Oberamt 2015», Claudio Rütimann, der Hausemer Dorfdrogist, resümiert den Anlass als vollen Erfolg. Wenn alles klappt, wird der Anlass im nächsten Jahr wiederholt.
Ranglisten Erwachsene und Kinder ab 12 Jahre: 1. 7.10 m: Caleb Botchway (Ghana). 2. 6.30 m: Beat Schärer (Schweiz). 3. 6.20 m: Christoph Reesing (Ostfriesland). Kinder bis 12 Jahre: 1. 4.40 m: Remo Berli (Schweiz). 2. 3.10 m: Lenny Burgardt (Deutschland). 3. 3.00 m: Jan Leisinger (Schweiz).
Hasch und Stripperinnen für den Frieden «MännerSache» lädt zum Filmabend MännerSache lädt wiederum zu einem gemütlichen Abend unter Männern ein, diesmal ist es ein Filmabend im Kloster Kappel. Dieses Mal wollen die Männer nicht ein Referat hören oder auswärts gehen, sondern einen guten Film anschauen und noch gemütlich beim Imbiss sitzen. Gezeigt wird die Tragikomödie «Wer weiss, wohin?» der libanesischen Regisseurin Nadine Labaki. In einem Dorf in Nahost greifen die Frauen zu drastischen Mitteln, um drohende und schwelende Religionsund Volkskonflikte zu ersticken: Haschkekse, ukrainische Stripperinnen und ein Dorffernseher sollen den ersehnten Frieden herbeiführen. Dieser Feelgoodmovie zeigt auf gute Art, ob es möglich ist, Konflikte humorvoll zu benennen und so eine Änderung der Mentalitäten zu erreichen. In einer Welt, die von Konflikten zwischen Religionen, Volksgruppen, Mann und Frau etc. geschüttelt ist, scheint das Thema bestens zu passen.
«Wer weiss, wohin?» (Bild zvg.) Vorher gibt es einen Apéro, danach einen Imbiss. Eingeladen sind alle Männer inklusive Söhne, Göttibuben etc. aus allen Gemeinden und allen Religionen. (tm) Donnerstag, 1. Oktober, 18.30 Uhr Apéro, 19 Uhr Film im Kloster Kappel. Unkostenbeitrag 25 Franken. Anmeldung erbeten an thomas.maurer@zh.ref.ch oder Telefon 044 767 07 32.
Vogelzug beobachten Exkursion an den Flachsee am 4. Oktober Grosse und kleine Naturinteressierte können am Sonntag, 4. Oktober, zwischen 11 und 15 Uhr am Flachsee in Rottenschwil unter kundiger Anleitung des Natur-und Vogelschutzvereins Bezirk Affoltern die rastenden beziehungsweise durchziehenden Vögel beobachten – Anlass ist der 22. «EuroBirdwatch» von BirdLife International in Europa. Von den knapp 190 Vogelarten, die in der Schweiz brüten, zieht ein Drittel fort mit dem Ziel, ein nahrungsreiches Winterquartier zu erreichen. Dieses liegt für einige Arten tausende von Kilometern im Süden. Hauptursache für den Wegzug ist das im nördlichen Winter drastisch eingeschränkte Nahrungsangebot, sei es für den Kuckuck, welcher grosse Raupen frisst oder für die Schwalben, die fliegende Insekten jagen. Aber auch für Vögel, welche sich rein pflanzlich ernähren, kann es schwierig werden: so ziehen Enten aus dem Norden zu uns, da bei uns die Gewässer häufig auch im Winter eisfrei sind. Fliegen verbraucht viel Energie. Die Vögel müssen also vor und während der Reise immer wieder grosse Nahrungsmengen aufnehmen, und sind auf ungestörte Rastplätze angewiesen. Als Durchzugsland, und als
Mönchsgrasmücke. (Bild Michael Gerber) Überwinterungsland für viele Wasservögel, hat die Schweiz die grosse Verantwortung, Gebiete wie den Flachsee zu schützen und damit das Überleben von Zugvogelarten zu sichern. Interessierte finden den Infostand des Natur-und Vogelschutzvereins Bezirk Affoltern (Nvba) auf dem linksufrigen Parkplatz des Flachsees bei der Reussbrücke in Rottenschwil. Dieser ist zugleich Ausgangspunkt der Kurzexkursionen am Flachsee. Die Teilnahme ist kostenlos. (pd.)
Hereinspaziert … Kinder machen Zirkus in Zwillikon Die Sonderpädagogische Tagesschule für Wahrnehmungsförderung in Zwillikon feiert ihren 25. Geburtstag. Einmal im Scheinwerferlicht stehen und das Publikum zum Staunen bringen. Für 17 Kinder an der Sonderpädagogischen Tagesschule für Wahrnehmungsförderung in Zwillikon wird dieser Traum Wirklichkeit! Sie erhalten die Möglichkeit eine Woche Zirkusluft zu schnuppern und anschliessend an einer Zirkusaufführung zu zeigen, was sie gelernt haben. Professionelle Zirkuspädagogen vom Circus Luna unterstützen die Schule bei der erfolgreichen Durchführung dieses Projektes. Die Kinder und das Lehrerteam freuen sich über zahlreiche Besucher. an der Vorstellung.
Zirkusvorstellung am 2. Oktober um 18 Uhr an der Weihermattstrasse 10, Zwillikon, auf dem Feld beim Bauernhof im Zirkuszelt. Eintritt frei.
Ein Wochenende für die Kinder In Rifferswil, Mettmenstetten, Hedingen und Ottenbach war am vergangenen Wochenende Chilbi Für kleine Dörfer wie Ottenbach und Rifferswil sind grosse Chilbi-Attrakationen oft zu teuer. Ob traditionelle oder innovative Attraktionen, dank der Chilbi wurde in allen Gemeinden das ganze Wochenende gefeiert. ................................................... von salomon schneider und martin mullis Das Chilbi-Wochenende gilt in Ottenbach noch immer als ein Dorffest. Zwar gelingt es aus Kostengründen nicht mehr, wirklich attraktive Chilbi-Bahnen in kleinere Dörfer zu locken. Trotzdem liessen sich viele Ottenbacherinnen und Ottenbacher weder am Samstag noch am Sonntag die Chilbi-Stimmung vermiesen und besuchten den Festplatz auf dem Schulhausareal Chappelistein. Längst Tradition ist das Luftgewehrschiessen im Schiesskeller des Schulhauses. Als eine besondere Attraktion ermöglichte das Spital Affoltern nicht nur die Besichtigung eines Rettungsfahrzeuges, sondern auch eine hautnahe Erprobung des Krankenwagens. Zwei Rettungssanitäter halfen mit, den Behandlungsraum zu erkunden und die neugierigen Jugendlichen wurden auf die Bahre geschnallt und erlebten ansatzweise das Gefühl eines Verletzten bei einem Transport ins Spital.
Oktoberfest bis in die Morgenstunden
In Mettmenstetten konnten sich die Kinder und Jugendlichen auf den Bahnen auch einen Adrenalinschub holen. (Bilder Werner Schneiter, Salomon Schneider, Martin Mullis)
Auf der Bühne des Gemeindesaales stand der Güggel des Ottenbacher Gemeindewappens in einer Riesenausführung und sollte zur fröhlichen Bier-Stimmung des Oktoberfestes am Samstagabend beitragen. Der Präsident des Kulturvereins Ottenbach, Heiner Tschopp, sprach denn auch von einem «vollen Erfolg». Ein Grossteil der Besucher zeigte sich im Dirndl und in Lederhosen und genoss das fröhliche Fest bis weit nach Mitternacht.
De «schnällscht Hediger» Die Attraktion für die Kinder in Hedingen waren die Ausscheidungen, wer «de schnällscht Hediger» würde. Männer- und Damenturnverein organisierten einen spannenden Rennnachmittag am Sonntag. Während das Rennen bei den Kindern anhaltende Beliebtheit geniesst, hat bei den Erwachsenen der Zuspruch nachgelassen. «Nur neun Eltern wollten «schnällschts Mami oder schnällschte Pappi» werden.
Bei den Buben beliebt: Die Autorennbahn in Hedingen.
Am Flohmarkt in Ottenbach wechselten zahlreiche Spielsachen den Besitzer.
Dutzende Zuschauerinnen und Zuschauer schauten bereits den Qualifikationsläufen zum «Schnällschte Hediger» zu und feuerten die Läufer tatkräftig an.
Grösste Modellflugshow der Schweiz Am kommenden Samstag und Sonntag, jeweils von 10 bis 17 Uhr, auf dem Flugplatz Hausen Noch fünf Mal schlafen und es ist wieder so weit: Die Modellfluggruppe Affoltern (MGAF) lädt zum grössten Modellflugspektakel der Schweiz auf dem Flugplatz Hausen ein.
Für Geschwindigkeits-Fans wird ein Pulso gezeigt.
................................................... von wolfgang auth
Airliner wie der Airbus A380 mit seinem Konkurrenten aus den USA, der Boeing 747 (auch bekannt als Jumbo Jet) und das grösste Wasserflugzeug der Welt die DO X, mit 12 Motoren und natürlich zahlreiche Helikopter mit Turbinen und Elektroantrieb, die vom x-fachen Schweizer Meister geflogen werden. Auch Segelflugzeuge wer-
Am kommenden Samstag, um 10 Uhr beginnt die Show der Superlative. Das Logo der Modellfluggruppe Affoltern, der Papierflieger in der Form einer Papier-Schwalbe, wird auf Höhe gezogen und gleitet lautlos wieder auf die Erde zurück. Danach geht es Schlag auf Schlag. Ein Höhepunkt folgt auf den nächsten. Angekündigt sind: Düsenjets wie Tornado, F/A-18 Hornet, F-5 Tiger, Hawker Hunter im Formationsflug, A-10 Warzenschwein und viele mehr. Ein Kracher am Flugtag ist ein Modell, das so gross ist wie die Richtige, und zwar der zweimotorige Cri-Cri.
Modelle aller Grössenordnungen und Hersteller
Die Modellflugtage locken jeweils viel Publikum auf den Flugplatz Hausen. (Archivbild)
den vorgeführt. – Viele weitere Leckerbissen werden auf dem Flugplatz Hausen zu sehen sein. Zum Abschluss der Flugshow findet am Sonntag die Fuchsjagd statt, mit dem Motto «Jeder gegen jeden». Dazu wird eine Festwirtschaft geführt, mit Cervelats und Bratwürsten, Pommes frites, Risotto und wieder mit all den feinen selbstgebackenen Kuchen, um den Hunger der Zuschauenden zu stillen. Zahlreiche Marktstände zeigen ihre Produkte und laden zum Verweilen ein. Wer kann, wird gebeten mit dem Postauto der Linie 223 vom Bahnhof Affoltern her anzureisen. Das Postauto fährt stündlich um jeweils vier Minuten nach der vollen Stunde ab. Flugprogramm: Samstag, 3. Oktober: 10 Uhr bis 17.30 Uhr und Sonntag, 4. Oktober: 10 Uhr bis 17 Uhr. Ganzes Flugprogramm unter: www.mgaffoltern.ch Der Eintritt ist für alle Besuchenden freiwillig. Am Eingang wird für die Unkosten gesammelt. Spender erhalten einen Flugtag-Hausen-Kleber.
Zweiter Rang an der Finalsieg am Iron Bike Race Schweizer Meisterschaft Guter Abschluss einer anfangs schwierigen Saison, für Urs Huber Mettmenstetter Tänzer mit Spitzenleistung Der Mettmenstetter Tänzer Dominik Zimmermann bewies an der Schweizer Meisterschaft in Bern, vom 12. September, dass mit Talent, viel Training und Freude am Sport eine Spitzenplatzierung resultieren kann.
Es fanden sich 13 Junioren-Tanzpaare aus der ganzen Schweiz für die Schweizer Meisterschaften in Bern ein; drei davon für den Turniertanzsportklub Zürich (TTZ) mit Sitz in Wallisellen startend. In der Kategorie Schüler gingen zwei TTZ-Tanzpaare an den Start. Die Schweizer Meisterschaft im 10-Tanz beinhaltet einen Ausschlusswettkampf über drei Runden. Im Standard galt es, zu langsamem Walzer, Tango, Wiener Walzer, Slowfox und Quickstepp eine gute Figur zu machen. Bei den lateinamerikanischen Tänzen standen Samba, Cha-Cha-Cha, Rumba, Paso Doble und Jive auf dem Programm. Es war ein wahrer Augenschmaus, den Tanzenden bei den fliessenden Be-
wegungen und den präzise gesetzten Posen zuzuschauen. Die grosse Frage war: «Wird man stärker, je mehr Leistung gebracht werden muss oder lässt die Kondition nach, und man schafft die nächste Runde nicht mehr?» Der Mettmenstetter Dominik Zimmermann und seine Tanzpartnerin bewiesen Kondition und Biss. Im Finale der besten Schweizer JuniorenPaare befanden sich in der letzten Runde noch: Daria Akhmendova mit Partner Dominik Zimmermann, Nicola Granwehr und Elly Hauri, sowie sein Zwillingsbruder Dominic Granwehr und Carlotta Schumacher. Am 21. November können die besten Schweizer Tanzpaare live in Wallisellen im Saal zum Doktorhaus erlebt werden. Der Turnier-Tanzsportklub Zürich trägt den Glattal-Pokal aus und lädt alle Interessierten herzlich dazu ein. Verena Frangi Granwehr Sponsoren können gerne Kontakt mit Iris Buser, administration@ttz.ch aufnehmen. Es gibt ein sehr attraktives Gesamtpaket für das Firmensponsoring.
Die Männerriege im neuen Outfit. (Bild zvg.)
Neues Vereins-Outfit für Männerriege Die Männerriege Mettmenstetten trumpfte anlässlich der diesjährigen Chilbi in Mettmenstetten mit ihrem neuen Vereins-Outfit auf. Mit neuem T-Shirt, Polo-Shirt und Softshell-Jacke sind sie jetzt für das ganze Jahr gewappnet, sei es bei
einem Wettkampf oder beim gemeinsamen Vereinsausflug. In ihrer Raclette-Stube wurden die Besucher am Samstag und Sonntag in der neuen Kleidung wie immer mit viel Charme kulinarisch verwöhnt. (pd.)
Wie im Vorjahr hat Urs Huber das Iron Bike Race gewonnen. Er verbessert sich damit auf den zweiten Schlussrang in der Swiss Bike Marathon-Serie. Ein gutes Vorzeichen. Nächstes Jahr finden in Einsiedeln die Landesmeisterschaften statt. ................................................... von martin platter Urs Hubers Ziel war klar: Im Schlussklassement der Swiss Bike Marathon Series noch an Sepp Freiburghaus vorbei auf den zweiten Platz vorzurücken. Entsprechend gestaltete der Radrennclub-Amt-Leistungsträger den Rennverlauf. Bereits bei St. Meinrad, nach etwa zwölf von 101 km, griff er an und machte das Rennen hart. «Ich wusste, dass die im Zwischenklassement der Schweizer Marathon-Rennserie vor mir liegenden Lukas Buchli und Sepp Freiburghaus noch müde vom Swiss Epic waren. Deshalb drückte ich früh auf die Tube», sagte Huber.
Zweiter Platz im Schlussklassement Doch erst in der kniffligen Abfahrt vom Büel bei km 40 konnte er sich zusammen mit Marc Stutzmann absetzen. Auf der Fläche durchs Euthal machten die beiden gemeinsame Sache und harmonierten gut. In der folgenden Steigung zu Wisstannen konnte Huber dann seinen Vorsprung kontinuerlich ausbauen und hatte bis zum höchsten Punkt der Runde auf dem Spirstock (1771 ü. M.) drei Minuten Vorsprung auf Buchli, der inzwischen auf den zweiten Platz vorgerückt war. Bei Buchli, der zu allem Überfluss auch noch einen schleichenden Luftverlust am Hinterrad beklagte, klingelten die Alarmglocken, als der Vorsprung Hubers immer grösser wurde. Entsprechend glücklich zeigte sich der Bündner im Ziel, als er die Gewissheit hatte, dass es dennoch für den dritten Gesamtsieg gereicht hatte. Huber verbesserte sich dank seinem siegreichen Parforceritt wie gewünscht auf den zweiten Platz. «Das lief taktisch perfekt», zeigte sich Huber entsprechend zufrieden. «Der Frühling war extrem schwierig. Deshalb muss ich zufrieden sein.» Man kann sogar von einem guten Vorzeichen sprechen. Nächstes Jahr finden am Iron Bike anlässlich
Versöhnliches Saisonfinale für Urs Huber, mit dem Sieg am Iron Bike Race in Einsiedeln. (Bild Martin Platter) des 20-Jahre-Jubiläums die Bikemarathon-Schweizer-Meisterschaften statt. Noch andere Säuliämtler warteten mit herausragenden Leistungen auf. Die erst 15-jährige Jacqueline Schneebeli aus Hauptikon wurde Sechste auf der Kurzdistanz. Als Vierter der Kategorie Fun 4 verpasste Hanspeter Aeberli das Podium auf der Mitteldistanz noch knapper. Resultate der Säuliämtler: Männer (101 km): 1. Urs Huber (Jonen) 79. Herman Blaser (Aeugst) 1:36:40. 121. Köbi Schneebeli (Hauptikon) 2:02:52. 134. Knut Buengen (Hausen) 2:11:03. 142. Thomas Reif (Aeugst) 2:15:57. 143. Daniel Tobler (Hedingen) 2:16:07. Herren (77 km): 51. Hanspeter Aeberli (Aeugstertal) 32:08 (4. HF4). 123. Markus Hankh (Affoltern) 56:03. 327. Adalbert Okle (Mettmenstetten) 1:38:45. 340. Hansruedi Meili (Hausen) 1:41:40. 365. Ueli Spinner (Aeugst) 1:47:19. 377. Markus Fischer (Hedingen) 1:51:37. 390. Thomas Heimann (Uerzlikon) 1:54:08. 396. Roger Mollemann (Hedingen) 1:56:33. 400. Roberto Schmidt (Ottenbach) 1:56:48. 417. Daniel Gut (Ottenbach) 2:01:44. 512. Ingo Bartels (Mettmenstetten) 3:14:10. Herren (53 km): 216. Heini Homberger (Hausen) 51:01. 287. Jack Schneebeli (Hauptikon) 59:08.
400. Hans Bruggemann (Hausen) 1:12:02. 424. Franz Zeder (Ottenbach) 1:15:28. 585. Reto Fust (Ebertswil) 2:00:53. Frauen (53 km): 6. Jacqueline Schneebeli (Hauptikon) 8:54.
Siebter Platz an der WM Bei der diesjährigen Judo-WM der Veteranen in Amsterdam, vom 21. bis 24. September, nahm auch der Wettswiler Judo-Trainer René Täuscher vom Budosport Wettswil teil. Nach bisher mehreren erfolgreichen Weltmeisterschaften, war auch diesmal das Ziel einer weiteren Medaille realistisch. Nach gewonnenem Auftaktkampf gegen den portugiesischen Gegner ging es im zweiten Kampf gegen einen Franzosen, den späteren Vizeweltmeister. Hier verlor Täuscher unglücklich. Damit war der Weg ins Halbfinale geschlossen. Die weiteren Kämpfe waren sehr knapp und am Schluss musste sich René Täuscher mit dem siebten Platz zufrieden geben. (pd.)
FCWB mit drittem Sieg in einer Woche Fussball 1. Liga: FC Wettswil-Bonstetten – USV Eschen/Mauren 2:1 (0:0) Sieben Tage, drei Spiele, drei Siege. Der FCWB ist zurück auf der Erfolgsspur und verbesserte sich dank des 2:1-Erfolgs über Eschen/Mauren auf den achten Tabellenplatz. Der FC Wettswil-Bonstetten wollte den Aufwärtstrend bestätigen und war bestrebt, den dritten Sieg innert sieben Tagen zu feiern. Doch, dass dies ein schweres Unterfangen werden würde, war man sich im Lager der Rotschwarzen sehr wohl bewusst. Die Samstagsresultate der Gruppe 3 im Hinterkopf und im Wissen, dass man mit einem Sieg auch den Gegner überholen würde, war eine zusätzliche Motivationsspritze. Zudem durfte man gespannt sein, wie sich die Spieler zum Ende dieser englischen Woche präsentieren würden. War man doch letztes Wochenende auswärts in Sierre im Wallis zu Gast und am Mittwochabend in Mendrisio, ganz im Süden des Tessins. Überwiegt die Müdigkeit von den Reisen und Spielen oder die Aussicht auf einen weiteren Sieg? Die Antwort auf diese Frage war bereits nach fünf Minuten geklärt. Die Hausherren powerten vom Anpfiff an Richtung Gäste-Tor. Wäre es bereits nach wenigen Zeigerumdrehungen 2:0 gestanden, hätte sich niemand beklagen dürfen. Waser vergab aus aussichtsreichster Position, ebenso tat dies Gouiffé à Goufan. In der Mitte der ersten Hälfte flachte das Spielgeschehen langsam ab. Die Mannschaften neutralisierten sich und profitier-
se mit Gelb/Rot des Feldes verwiesen wurde. Das Tor der Gäste in der Nachspielzeit war nur noch Resultatkosmetik und hatte auf den weiteren Spielverlauf keinen Einfluss mehr. Somit geht eine erfolgreiche WBWoche zu Ende: Angefangen mit der Schweizer Cup Achtelfinal-Qualifikation auswärts in Sierre, dann der CupAuslosung, die als Los FC Thun bescherte, gefolgt vom Sieg in Mendrisio und abgeschlossen mit dem Heimsieg gegen Eschen/Mauren. Den Schwung gilt es nun mitzunehmen und konzentriert unter der Woche zu arbeiten, damit man für weitere Aufgaben gewappnet ist. (NBu) Matchtelegramm: FCWB: Thaler, Goljica, Waser, Studer, Badalli, Bozic (45. Costancio), Kalyon, Gouiffé à Goufan, Gjergji, Peter (59. Sampaio Rocha), Machado (79. Schneebeli). Weitere Resultate: Kilchberg-Rüschlikon 2 – FCWB 2 0:3, Lachen/Siebnen – Sen. 40+ 0:0, Sen. 30+ Urdorf 1:4, Jun. Da – Wiedikon 1:2, Jun. Ca (CCJL) – Bassersdorf 5:2, Jun. Cb – Uitikon 2:4, Blue Stars – Jun. B1 (CCJL) 1:3, Jun. B2 – Küsnacht-Herrliberg
Yannick Waser drückt nach einer Stunde den Ball energisch per Kopf über die Torlinie zum 2:0. (Bild Kaspar Köchli) ten gegenseitig von vielen Ballverlusten und Ungenauigkeiten in den Zuspielen. So ging es torlos zum Pausentee, obwohl die Dosch-Elf mehr Spielanteile, Ballbesitz und die besseren Chancen hatte.
Traumstart in der zweiten Hälfte Auch in der zweiten Halbzeit erwischte WB den besseren Start ins Spiel.
Nur diesmal konnte das Team die Überlegenheit ausnützen und den Führungstreffer erzielen. Stürmer Machado verwertete einen Gjergji-Corner eiskalt. Der Bann war gebrochen und die WB-Herren wurden für ihren Aufwand in der ersten Hälfte nachträglich belohnt. In der Folge gab es kleinere Chancen auf beiden Seiten, aber nichts Nennenswertes. Doch die Körpersprache und die Ausstrahlung
diesen Sieg unbedingt zu wollen, war den Ämtlern anzumerken. Für das beruhigende 2:0 sorgte Yannick Waser, der nach einem Getümmel im Liechtensteiner Strafraum den Ball samt Torhüter über die Linie drückte. In der Folge schwächten sich die Gäste selber, indem der wohl etwas frustrierte Stürmer des USV gegen den heute tadellos spielenden Torhüter Thaler zu Ungestüm einstieg und korrekterwei-
FC Affoltern weiterhin auf der Erfolgsspur
Mit einem Sturz in den Wettkampf gestartet
2. Liga: FC Affoltern – FC Schlieren 2:1 (1:0)
Michael Meier ist Schweizer Meister
Die 1. Mannschaft des FC Affoltern bleibt auch im sechsten Meisterschaftsspiel der Saison ungeschlagen und befindet sich weiterhin auf dem zweiten Tabellenplatz. Alen Rako erzielte in einer ausgesprochen fair gespielten Partie beide Tore für die Säuliämtler.
Nach vielen verletzungsbedingten Rückschlägen kann Michael Meier wieder einmal auf ein befriedigenderes Wochenende zurückblicken. Nach einem zehnten Platz im Mehrkampf vom Samstag, gewann er am Sonntag Gold beim Sprung und Bronze an den Ringen.
Trainer Dragan Filipovic war auch in dieser Partie zu Umstellungen in der Startformation gezwungen, die neu zum Zug gekommenen Spieler reihten sich aber nahtlos ins Mannschaftsgefüge ein. Dragan Filipovic zu den Absenzen: «Trotz der vielen Umstellungen im Team funktioniert das Kollektiv immer wieder.» Von Beginn weg entwickelte sich eine unterhaltsame, von vielen Zweikämpfen geprägte Partie. Nach zehn Minuten entstand durch Shala erstmals Gefahr vor dem Schlieremer Tor und auf der anderen Seite konnte Mühlemann im letzten Moment einen Schuss abblocken. Er verletzte sich dabei und musste frühzeitig ersetzt werden. Torhüter Steiner rettete zweimal in höchster Not und auf der Gegenseite vergaben Claudio Antenen und Alen Rako gute Möglichkeiten zur Führung. In der 44. Minute lancierte Claudio Antenen in der Mitte Alen Rako, der mit einem gekonnten Heber über den Torhüter das 1:0 erzielte.
Intensives Spiel auf gutem 2.-Liga-Niveau Auch in der zweiten Halbzeit sahen die Zuschauer ein spannendes Spiel, auf gutem 2. Liga-Niveau. Trotz intensivem Einsatz auf beiden Seiten blieb die Partie jederzeit im fairen Rahmen,
der ausgezeichnete Schiedsrichter Serkan Keskin musste nur einmal die gelbe Karte zeigen. Die Einheimischen bestimmten nun mehrheitlich das Spielgeschehen, vergaben aber gute Gelegenheiten zum Ausbau der Führung. Torhüter Steiner verhinderte mit einer sehenswerten Parade vorerst einen Gegentreffer. In der 75. Minute war jedoch auch er machtlos, als Baumann der FCA-Abwehr entwischte und den Ausgleich für die Limmattaler erzielte.
Siegtreffer kurz vor Schluss Die Einheimischen liessen sich vom Gegentreffer nicht beirren und spielten weiter nach vorne. In der 83. Minute spielte Bilic den Ball mustergültig in den Lauf von Alen Rako, der den Siegtreffer für den FCA erzielte. Trainer Dragan Filipovic: «Mich freut am meisten, dass wir nach dem Gegentor eine Reaktion gezeigt haben und sofort wieder ins Spiel zurückgekommen sind.» Die Einheimischen vergaben in den Schlussminuten zwar noch leichtsinnig gute Gelegenheiten zur Siegsicherung, brachten den verdienten Erfolg trotz schwindender Kräfte jedoch über die Zeit. Mit 14 Punkten aus sechs Spielen behauptet sich der FC Affoltern weiterhin in der Spitzengruppe. Die nächste Bewährungsprobe folgt beim FC Oerlikon/Polizei am nächsten Sonntagnachmittag. Walter Zech Sportplatz Moos, 135 Zuschauer. Tore: 44. Alen Rako 1:0, 75. Baumann 1:1, 83. Alen Rako 2:1. FCA: Steiner, Good, Mühlemann (16. Sq. Bala), Luchsinger, Sb. Bala (78. Kaufmann), M. Rako (63. Dushaj), Shala, Ismajlaj, C. Antenen, Bilic, A. Rako.
Im Mehrkampf vom Samstag startete Michael Meier ausgerechnet in seiner Paradedisziplin, dem Sprung, mit einem Sturz. Schon wieder ein Rückschlag, dachten sich Viele. Aber eine weitere Verletzung blieb aus und Michael liess sich nicht beirren. Er turnte die folgenden Geräte ohne grosse Fehler. Aber der Sturz kostete ihn einen ganzen Punkt, sodass es schlussendlich «nur» zum zehnten Rang und 81,15 Punkten reichte.
Drei Einzelfinals für Michael Sozusagen als Trost schaffte er es an drei Geräten in die Einzelfinals vom Sonntag. An den Ringen machte er sich berechtigte Hoffnungen auf eine Medaille, kam er doch am Wochenende vorher an den Mannschaftsmeisterschaften auf gute 14,3 Punkte. Ganz so gut gelang ihm zwar diesmal die Übung nicht, aber mit 13,533 Punkten reichte es zum dritten Rang. Am Barren startete er als Aussenseiter, hatte er doch unter anderen den Vize-Europameister als Gegner. Zudem liegt den Schweizern der Barren bekanntermassen seit je gut, sodass nur eine Übung mit einem hohen Schwierigkeitsgrad zum Erfolg an diesem Gerät führt. Michael musste als Erster ans Gerät und turnte bis zum Abgang eine hervorragende Übung. Schon hofften sei-
ne Fans auf eine hohe Note, bis er beim Doppelsalto rückwärts auf den Knien landete. Beim Sprung startete er als Mitfavorit. Er verzichtete im Gegensatz zu seinen Gegnern auf die Höchstschwierigkeiten und das zahlte sich aus. Trotz des Drucks, dem er sich selber an diesem Gerät aussetzte, gelangen ihm im Gegensatz zu seinen Gegnern beide Sprünge. Somit stand er zum Abschluss der Meisterschaften zuoberst auf dem Podest.
Schweizer Männerteam bereit für die Weltmeisterschaft Die Meisterschaften vom vergangenen Wochenende zeigten, dass das Schweizer Männerteam bereit ist für die kommenden Aufgaben. Das Niveau war sehr hoch und es waren Übungen auf Weltklasseniveau zu bewundern. Während im vergangenen Jahr nur der Sieger beim Sechskampf über 85 Punkte kam, schafften dies am Samstag fünf Turner. Aber auch in der Breite ist das Kunstturnen in der Schweiz gut abgestützt. Dreizehn Turner erreichten mehr als 80 Punkte. Der an der Weltmeisterschaft in Glasgow angestrebte achte Rang und damit die direkte Qualifikation für die Olympischen Spiele in Rio ist das klare Ziel: Ein Resultat, welches mindestens mit einem Achtelfinal des Fussballteams an einer Weltmeisterschaft vergleichbar wäre. Denn obwohl Kunstturnen immer noch lange nicht an die Popularität von Fussball herankommt, ist das es alles andere als eine Randsportart. Geturnt wird auf allen fünf Kontinenten. An der Weltmeisterschaft in Glasgow werden Turner aus 80 Nationen erwartet und an den Europameisterschaften vom Mai in Bern werden über 40 Nationen dabei sein. (Hü)
5:1, Jun. A (CCJL) – Blue Stars 2:2.
Schweizer Cup, FCWB – Thun Der Achtelfinal des Schweizer Cups findet definitiv am Mittwoch, 28. Oktober statt. Anstoss ist um 19.30 Uhr im Wettswiler Moos: Bilett-Vorverkauf ab 7. Oktober.
Drei Podestplätze für RRC-Amt Nachwuchs
RRC-Amt-Fahrer beim Radcross. (zvg.)
Die RRC-Amt-Kids konnten einen Doppelsieg und einen zweiten Platz feiern. Die Radcross-Rennen, auch bekannt als Radquer, erfreuen sich wieder grosser Beliebtheit bei Fahrern und Zuschauern. Die Strecken sind übersichtlich, da die Fahrer im Zick Zack durch Felder fahren, Hügel hinauf und runter mit verschiedenen Hindernissen die zu überwinden sind. In IllnauEffretikon waren dann am letzten Sonntag auch internationale Spitzenfahrer am Start. Beim Eliterennen kamen die ersten vier Fahrer aus drei verschiedenen Nationen. Beim Nachwuchs ging es weniger international zu und her, was aber nicht minder spannend war. Die RRCAmt-Fahrer mischten ganz vorne mit. Bei den Jahrgängen 2006 bis 2008 konnten Cedric Graf mit dem ersten Rang und Elia Felsberger als Zweitem einen Doppelsieg feiern. Jan Graf als einer der Jüngsten fuhr als Achter ebenfalls in die Top Ten. Bei den Jahrgängen 2009 bis 2013 konnte Nils Graf auf den zweiten Rang fahren. Franco Marvulli, der als Speaker engagiert war, schrieb die guten Leistungen der RRC-Ämtler den feinen Kuchen zu, die sie am GP Osterhas und an den Donnerstag-Abendrennen jeweils assen. (pd.)
077 2015

References: § 151
 Art. 31
 Art. 35
 Art. 31
 Art. 35
 § 49
 § 54