Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=WM%201996,%201507
Timestamp: 2020-02-24 15:17:03+00:00

Document:
BGH, 11.07.1996 - IX ZR 80/95 - dejure.org
https://dejure.org/1996,1367
BGH, 11.07.1996 - IX ZR 80/95 (https://dejure.org/1996,1367)
BGH, Entscheidung vom 11.07.1996 - IX ZR 80/95 (https://dejure.org/1996,1367)
BGH, Entscheidung vom 11. Juli 1996 - IX ZR 80/95 (https://dejure.org/1996,1367)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/1996,1367) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Zulässige Klageänderung auf Schadensersatz statt Herausgabe der Bürgschaftsurkunde nach Auszahlung der Bürgschaftssumme
Klageänderung - Anspruchserweiterung - Zulässigkeit
Zulässigkeit der Klageänderung bei Übergehen vom Antrag auf Herausgabe einer Bürgschaftsurkunde auf Rückzahlung der Bürgschaftssumme
Zur Klageänderung bei Umstellung des Klageantrags von der Herausgabe einer Bürgschaftsurkunde auf Rückzahlung der Bürgschaftssumme
NJW 1996, 2869
MDR 1997, 91
WM 1996, 1507
ZfBR 1996, 314
Die Tatbestände des § 264 ZPO setzen voraus, dass der Klagegrund, also der zur Begründung des Klageantrags vorgetragene Lebenssachverhalt, unverändert bleibt (BGH, Urteil vom 11.7.1996 - IX ZR 80/95 -, Rn. 8).
Dies gilt auch dann, wenn der Kläger zusätzlich einen neuen prozessualen Anspruch erhebt (BGH 11.7.1996 - IX ZR 80/95 -, Rn. 13).
Dies kann sich auch nur auf einen Teil des Klageverlangens beziehen (vgl. BGH, Urteil vom 11. Juli 1996 - IX ZR 80/95, WM 1996, 1507, 1508) und noch im Laufe des Verfahrens, und zwar auch noch in der Revisionsinstanz nachgeholt werden (vgl. BGH…, Beschluss vom 24. März 2011 - I ZR 108/09, aaO Rn. 13 mwN).
cc) Letztlich beruhen sowohl der Auskunftsanspruch des § 87c Abs. 3 HGB als auch der Anspruch auf Erteilung eines Buchauszugs gemäß § 87 Abs. 2 HGB auf dem gleichen Klagegrund (vgl. BGH, Urteil vom 11. Juli 1996 - IX ZR 80/95, NJW 1996, 2869 unter II 1), dem ihnen zugrundeliegenden Handelsvertreterverhältnis und den daraus resultierenden möglichen Ansprüchen des Handelsvertreters.
Er fördert den von § 264 ZPO verfolgten Zweck, inhaltlich zusammenhängende Streitfragen möglichst rasch und umfassend zu klären (vgl. BGH, Urteil vom 11. Juli 1996 - IX ZR 80/95, aaO unter II 2 b).
Die Darlegungs- und Beweislast für die verbürgte Schuld verbleibt wie im gewöhnlichen Bürgschaftsprozeß beim Gläubiger, hier den Beklagten (…BGH, Urt. v. 9. März 1989 - IX ZR 64/88, WM 1989, 709, 711; v. 13. Juli 1989 - IX ZR 223/88, WM 1989, 1496, 1498; v. 11. Juli 1996 - IX ZR 80/95, WM 1996, 1507, 1508; v. 23. Januar 1997 - IX ZR 297/95, WM 1997, 656, 658 f).
Voraussetzung ist in beiden Fällen das Gleichbleiben des Klagegrundes (BGH NJW 1996, 2869).
Zu Recht ist das Berufungsgericht davon ausgegangen, daß die erstmals in der Berufungsinstanz gestellten Hilfsanträge wegen des damit in den Prozeß eingeführten neuen Streitgegenstandes eine nachträgliche Klagehäufung (§ 260 ZPO) zur Folge haben, die nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs wie eine Klageänderung (§ 263 ZPO) zu behandeln ist (Urteil vom 11. Juli 1996 - IX ZR 80/95, WM 1996, 1507 unter II 1; Urteil vom 19. März 2004 - V ZR 104/03, für BGHZ 158, 295 vorgesehen, WM 2004, 1147 unter II 2 a, jew. m.w.Nachw.).
In der Revisionsinstanz kann grundsätzlich nur geprüft werden, ob der Rechtsbegriff der Sachdienlichkeit verkannt oder die Grenzen des dem Gericht eingeräumten Beurteilungsspielraums überschritten worden sind (BGHZ 123, 132, 137; BGH, Urteil vom 11. Juli 1996, aaO unter II 3, jew. m.w.Nachw.).
b) Diese Beurteilung ist der Nachprüfung der Revisionsinstanz nur daraufhin unterworfen, ob das Berufungsgericht den Rechtsbegriff der Sachdienlichkeit verkannt oder seinen Beurteilungsspielraum überschritten hat (vgl. BGHZ 123, 132, 137; BGH, Urteil vom 4. Oktober 1976 - VIII ZR 139/75, WM 1976, 1278, 1280; BGH, Urteil vom 11. Juli 1996 - IX ZR 80/95, WM 1996, 1507, 1509).
Alle Fälle des § 264 setzten voraus, dass der Klagegrund identisch bleibt (BGH NJW 1996, 2869).
Alle Fälle des § 264 setzten voraus, dass der Klagegrund identisch bleibt (BGH NJW 1996, S. 2869).
Sämtliche Fallgruppen des § 264 ZPO setzen nämlich voraus, dass der Klagegrund, also der zur Begründung des Klageantrags vorgetragene Lebenssachverhalt unverändert bleibt (BGH NJW 1996, 2869).
OLG Hamm, 17.06.2014 - 7 U 77/13
Ansprüche des Verkäufers eines Gebrauchtfahrzeugs gegen ein Autohaus auf …

References: § 264
 § 87
 § 87
 § 264
 § 264
 § 264
 § 264