Source: https://www.uni-passau.de/urheberrecht/faq/
Timestamp: 2020-05-31 23:00:25+00:00

Document:
FAQ - Häufige Fragen - Universität Passau
Wie setzt man einen Link zu einer lizenzierten elektronischen Ressource so, dass der Zugriff auch von außerhalb des Uni-Netzes möglich ist?
Um einen Link von außerhalb des Uni-Netzes verfügbar zu machen, ist es notwendig, dem Link folgenden Zusatz voranzustellen:
"https://docweb.rz.uni-passau.de:2443/login?url=".
Dieser Zusatz bewirkt, dass zunächst die ZIM-Kennung abgefragt wird, bevor der Zugriff auf die Ressource möglich ist. Ist man ohnehin im Uni-Netz angemeldet, wird die Eingabe der ZIM-Kennung unmerklich übersprungen und der Link führt direkt zur E-Ressource.
Achten Sie darauf, für den Link eine dauerhaft gültige URL zu verwenden! Bei kompletten E-Books sind Links, die im InfoGuide hinterlegt sind, gut geeignet. Klicken Sie mit rechts auf den Button "Volltext/Info-Zugriff" und wählen Sie "Link-Adresse kopieren" aus.
Sollen nur E-Book-Kapitel oder Artikel aus E-Journals verlinkt werden, muss die dauerhafte URL der Detailseite des Ressourcen-Anbieters entnommen werden.
Der fertige Link sieht dann beispielsweise so aus:
(Diese Antwort wurde uns dankenswerter Weise von Johannes Nehlsen, Stabstelle IT-Recht der Universität Würzburg, zur Verfügung gestellt.)
Von der Erstellung etwaiger Veranstaltungsarchiven mit Materialien ist abzuraten, sofern der Zugriff nach Kursende über die jeweiligen Kursbetreuenden hinausgeht.
Ja! Anders als noch in § 52a UrhG, der auf ein "Öffentlich-zugänglich-machen" beschränkt war, ist dies bei § 60a UrhG nicht mehr der Fall.
Eine Ausnahme besteht jedoch für Noteneditionen, die nicht als analoge Kopien verteilt werden dürfen.
Während bei Fachzeitschriften einzelne Artikel vollständig genutzt werden können, besteht diese Möglichkeit für Nicht-Fachzeitschriften nicht.
Nicht-Fachzeitschriften und nicht wissenschaftliche Zeitungen, die oft auch "Publikumszeitschriften" sind, wurden von der Erlaubnis, vollständige einzelne Artikel den Studierenden gemäß § 60a Abs. 2 UrhG zur Verfügung zu stellen, ausgenommen, da der Gesetzgeber hier gesonderten Schutzbedarf sieht.
Folgende Definition für "vergriffene Werke" haben verschiedene Verbände von Autoren, Verlagen, Bibliotheken und Verwertungsgesellschaften im am 20.9.2011 unterzeichneten "Memorandum of understanding – key principles on the digitiziation and making available of out-of-commerce works" veröffentlicht:
Videos aus UniVideo, dem Medienportal der Universität, können über ein Plug-In auf Ihren Webseiten eingebunden werden.
Was sind "Freie Lizenzen" - Creative Commons?
Freie Werke sind alle die Werke, die entweder gemeinfrei sind (amtliche Bekanntmachungen, Gesetzestexte), deren Schutzfristen abgelaufen sind. Bei Schriftwerken z. B. 70 Jahre nach Tod des Urhebers oder auch Werke, die unter Creative Commons-Lizenzen (CC) genutzt werden dürfen. Dabei sind allerdings wie folgt die entsprechenden Einschränkungen zu beachten.
Bei Creative Commons (CC) handelt es sich um ein bestimmtes Lizenzmodell, das unterschiedliche Lizenzoptionen anbietet, aus denen der Urheber seinen individuellen Lizenzvertrag zusammenstellen kann, welcher für die Nutzer rechtlich bindend ist.
Diese Lizenzoptionen können für beliebige Werke verwendet werden: Texte, Bilder, Musikstücke, Videoclips usw. Auf diese Weise entstehen sogenannte "freie Werke". Die freien Werke können je nach Art in unterschiedlichem Umfang genutzt werden.
Es gibt vier Rechtemodule. Durch die Kombination dieser Module kann die Wirkung der Freigabe eines Werkes nach den Wünschen des Urhebers abgestuft werden. Die aktuellen Lizenzen sowie die Rechtemodule im Einzelnen erläutert der Wikipedia-Eintrag zu Creative Commons.
Die CC-Lizenzen werden auch "Jedermannlizenzen" genannt, da der Urheber gegenüber jedermann durch die Verwendung der CC-Lizenzverträge klarstellt, was mit den jeweiligen Inhalten geschehen darf und was nicht.
Freie Lizenz bedeutet nicht, dass das Werk lizenzfrei ist. Sie können Creative Commons-Lizenzen nur unter Beachtung und unbedingter Einhaltung der Lizenzbedingungen verwenden. Gute wissenschaftliche Praxis verlangt zudem stets die Angabe des Urhebers und der Quelle.
Die Beurteilung, ob bei Lehre und Forschung ein kommerzieller Zweck verfolgt wird, ist für den jeweiligen Einzelfall zu beurteilen.
Die mit § 60a und c UrhG erlaubte "öffentliche Zugänglichmachung" urheberrechtlich geschützter Werke selbst darf nicht dem Zweck der Gewinnerzielung dienen.
Das Aufnahmeverbot in 60a Abs. 3 Nr. 1 UrhG wie auch in § 60c Abs. 4 UrhG von Bild und Ton soll verhindern, dass eine Filmvorführung im Kino und Live-Veranstaltungen, wie z. B. Konzerte oder Lesungen, mitgeschnitten oder live gestreamt werden, und diese Aufnahmen und Übertragungen dann im Rahmen von § 60a oder c UrhG genutzt werden.
Sofern also z. B. ein kleiner Ausschnitt aus einem Kinofilm als Ergänzung zur Lehre gezeigt werden soll, ist dieser zuvor als DVD o.ä. zu erwerben.
Das Aufnahmeverbot soll unserem Verständnis nach nicht die Aufzeichnungen von Vorlesungen verbieten, die ausschließlich dem Teilnahmerkreis zur Verfügung gestellt werden.
Wenn die Vorlesungsaufzeichnung einer größeren Öffentlichkeit als dem Kreis der Teilnehmenden zur Verfügung gestellt wird, greift die Erlaubnis von § 60a UrhG nicht.
Allgemein ist aus Gründen der Rechtssicherheit zu empfehlen, urheberrechtlich geschützte Werke (z. B. Bilder aus einem Lehrbuch in den Präsentationsfolien) im Rahmen einer Vorlesungsaufzeichnung nur so einzusetzen, dass ihre Wiedergabe vollumfänglich durch das Zitatrecht oder durch anderweitige Nutzungsrechte (z. B. Creative Commons-Namensnennungslizenzen) gedeckt ist.
Unter welchen Bedingungen darf ich Zitate (§51 UrhG) verwenden?
Wichtig ist dabei, dass eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem zitierten Werkteil oder seiner Abbildung erfolgt und eine korrekte Urheber- und Quellenangabe beigefügt ist.
in welchem Umfang darf ein Sprachwerk verwendet werden?
Anzunehmen ist, dass es eine Regelung ähnlich den bisherigen Rahmenverträgen geben wird. Als Seiten werden diejenigen gezählt, die überwiegend aus Text bestehen. Dies umfasst auch Inhaltsverzeichnis, Vorwort, Einleitung, Literaturverzeichnis, Namensregister und Sachregister von Werken. Leerseiten und Seiten, die ganz oder überwiegend aus Bildern, Fotos oder Abbildungen bestehen, müssen jedoch nicht mit einberechnet werden.
Wie bestimme ich die Dauer eines Filmwerkes oder Musikstückes?
In welchem Umfang können Beiträge in Sammelwerken verwendet werden?
Soweit das Sammelwerk eine Fachzeitschrift oder wissenschaftliche Zeitschrift ist, können einzelne Beiträge im vollen Umfang genutzt werden. Leider gibt es dazu keine gefestigte Rechtsprechung. Nach unserer Auffassung können einzelne Beiträge aus Sammelwerken stets ganz im Rahmen von § 60a UrhG genutzt werden. Denkbar ist auch eine erlaubte Nutzung des gesamtes Sammelbandes von bis zu 15%.
Eine andere Auffassung besagt, dass die einzelnen Beiträge auch selbstständige Werke sind, d.h. Sie könnten einzelne Beiträge nur bis zu maximal 15% nutzen. Abhängig von der Länge des Beitrags ist trotzdem auch die Nutzung des vollständigen Beitrags denkbar, wenn dieser als Werk mit geringem Umfang (bis 25 Seiten) eingeordnet werden kann.
Alternativ bietet sich eine Prüfung an, ob der Beitrag aus dem Sammelwerk "zweit"-veröffentlicht ist. Dann kann der erlaubten Werknutzung diese zu Grunde liegen. Ferner können günstigere Lizenzbestimmungen vorliegen oder Verlinkungen möglich sein.
Nach einer Auffassung können einzelne Beiträge aus Sammelwerken stets ganz im Rahmen von § 60a UrhG genutzt werden.
Verwendung von Bild- und Textmaterial auf Ihren Internetseiten
Kann ich im Internet Bilder und Texte veröffentlichen, die ich nicht selbst erstellt habe?
Ja, allerdings müssen Sie dafür vorab das schriftliche Einverständnis des Rechteinhabers oder der Rechteinhaberin einholen. Es ist außerdem möglich, Bild- oder Textmaterialien zu verwenden, die nicht urheberrechtlich geschützt sind. Für diese muss dann keine schriftliche Nutzungserlaubnis eingeholt werden.
Woran erkenne ich, ob Bilder und Texte urheberrechtlich geschützt sind?
Prinzipiell können Sie davon auszugehen, dass es sich bei fremdem Material um urheberrechtlich geschützte Inhalte handelt. Ausgenommen sind Inhalte, die man selbst angefertigt hat, beispielsweise selbst erstellte Bilder oder Texte. Auch Inhalte, die mit einer Creative-Commons-Lizenz gekennzeichnet sind, dürfen Sie frei verwenden. Außerdem können Studierende sowie Beschäftigte der Universität Passau auf Bilder der öffentlichen Bildergalerien sowie des Bilderdienstes Colourbox zugreifen.
Was muss ich beachten, wenn ich fremdes Material verwenden möchte?
Bei der Nutzung fremden Materials auf Webseiten der Universität Passau sind Sie verpflichtet, das geltende Recht zu achten. Wichtig sind hier vor allem das Urheberrecht, Datenschutz, Persönlichkeitsrechte und das Recht am eigenen Bild.
Wie mache ich bei der Verwendung fremden Materials deutlich, dass ich das Einverständnis zur Benutzung eingeholt habe?
Sobald Sie fremdes Material auf Ihren Webseiten verwenden, wird davon ausgegangen, dass Sie die Nutzungsbefugnis eingeholt haben bzw. es sich um Material handelt, das nicht urheberrechtlich geschützt ist. Ggf. sind Sie verpflichtet, entsprechende Quellenangaben zu machen.
Außerdem sollte das Einverständnis zur Verwendung fremden Materials dokumentiert werden, sodass die Nutzungsbefugnis deutlich vorliegt und auch nach einiger Zeit noch nachgewiesen werden kann.
Was passiert, wenn ich fremde Inhalte verwende, ohne die entsprechenden Rechte zu besitzen?
Bei der unrechtmäßigen Verwendung von fremdem Bild- oder Textmaterial kann es zu Schadensersatzansprüchen gegen die Universität kommen. Hinzu kommt, dass nach einem urheberrechtlichen Verstoß ausnahmslos der Regress auf den jeweiligen Verursacher oder die jeweilige Verursacherin geprüft und gegebenenfalls auch durchgesetzt wird. Das bedeutet, dass man im Falle eines Verstoßes auch als Privatpersonen zur Verantwortung gezogen wird. Weitere Informationen dazu entnehmen Sie bitte dem Rundschreiben zur Nutzung von urheberrechtlich geschützten Werken der Präsidentin.
Eine Verletzung des Urheber- oder Persönlichkeitsrechts kann außerdem zu zivil- oder strafrechtlichen Konsequenzen führen. Deshalb ist es sinnvoll, lieber eine Einwilligung zu viel als eine zu wenig einzuholen.
Wie gehe ich mit Inhalten um, bei denen ich mir nicht sicher bin, ob sie urheberrechtlich geschützt sind?
Sollte unklar sein, ob es sich um urheberrechtlich geschütztes Material handelt, darf es nicht verwendet werden. Erst nach endgültiger Klärung des Urheberrechts können fremde Inhalte genutzt werden.
Bei welchen Inhalten handelt es sich um urheberrechtlich geschütztes Material?
Urheberrechtlich geschützte Inhalte sind unter anderem Texte aus anderen Publikationen (Print und Web), Stadtpläne oder anderes Kartenmaterial, Fotos, Filmausschnitte sowie andere grafische Elemente (z.B. Logos) und auch Musiktitel.
Bei welchen Inhalten handelt es sich um frei verwendbares Material?
Frei verwendbare Materialien, bei denen keine Nutzungserlaubnis des Rechteinhabers oder der Rechteinhaberin eingeholt werden muss, sind zum Beispiel PDF-Dokumente, die ausschließlich selbstverfasste Texte beinhalten, oder lizenzfreie Fotos. Fotos sind lizenzfrei, wenn sie selbst angefertigt wurden oder beispielsweise aus der öffentlichen Bildergalerie der Universität Passau oder dem Bilderdienst Colourbox stammen. Weitere lizenzfreie Motive erhalten Sie außerdem auf Anfrage bei der Abteilung Kommunikation und Marketing (kommunikation@uni-passau.de).
Welche Bilder einer Veranstaltung können ohne Einwilligung veröffentlicht werden?
Bilder öffentlicher Veranstaltungen können grundsätzlich dann veröffentlicht werden, wenn es sich um Gruppenaufnahmen handelt oder um Aufnahmen, auf denen Personen neben einer Landschaft oder sonstigen Örtlichkeiten nur als Beiwerk erscheinen. Dies gilt sowohl für Fotos von Minderjährigen als auch von Erwachsenen. Bei Fotos von Minderjährigen ist allerdings Vorsicht geboten und im Zweifelsfall sollten die Erziehungsberechtigten sowohl vor der Aufnahme als auch vor der Veröffentlichung des Bildes ihre Zustimmung geben.
Sobald einzelne Teilnehmende einer Veranstaltung oder Gruppe im Vordergrund einer Aufnahme stehen und dadurch klar erkennbar sind, müssen diese vor Veröffentlichung des Bildes ihre Einwilligung geben. Nutzen Sie dafür bitte die entsprechende Freigabeerklärung der Universität Passau.
An wen muss ich mich wenden, um die Einwilligung zur Veröffentlichung eines Bildes von einer minderjährigen Person zu erhalten?
Sowohl die Eltern als auch die Kinder oder Jugendlichen müssen vor der Aufnahme des Bildes und vor der Veröffentlichung des Bildes ihre Zustimmung geben.
Wie kann ich verfahren, wenn ich nicht jeden Besucher oder jede Besucherin einer Veranstaltung einzeln um Einwilligung zur Bildveröffentlichung bitten möchte?
Sie sollten bereits vorab, zum Beispiel bei der Einladung oder Anmeldung, darauf hinweisen, dass bei der Veranstaltung Foto-, Film- oder sonstige Medienaufzeichnungen angefertigt werden und Teilnehmende durch den Besuch der Veranstaltung ihre Zustimmung zu den Aufnahmen geben, sollten sie nicht im Voraus widersprochen haben. Sollte es nicht möglich sein, diese Vorabinformation zu geben, ist es sinnvoll, die Bildrechte zu Beginn der Veranstaltung zu klären.
Ich habe die Einwilligung zur Veröffentlichung eines Bildes eingeholt. Was soll ich damit machen?
Die Einverständniserklärung sollte ausreichend dokumentiert werden, damit kein Zweifel über die Einwilligung zur Veröffentlichung des Bildes besteht. Außerdem ist es sinnvoll, diese Dokumentation aufzubewahren, da Bilder selbst Jahre nach der Aufnahme noch auf Webseiten verwendet werden können und auch in diesem Fall klare Informationen zur Veröffentlichungseinwilligung vorliegen sollten.
Ich möchte ein Porträtfoto von mir auf den Webseiten der Universität Passau verwenden. Ist dies ohne die Erlaubnis des Fotografen oder der Fotografin möglich?
Es besteht kein Recht am eigenen Passfoto, sondern in der Regel liegt es beim jeweiligen Fotografen oder der jeweiligen Fotografin. Um das Porträtfoto veröffentlichen zu dürfen. ist es daher notwendig, zuerst ein schriftliches Einverständnis für die Veröffentlichung im Internet einzuholen. Ausnahmen sind lediglich dann möglich, wenn der Fotograf, die Fotografin oder das Fotostudio ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass das Bild zur Nutzung im Internet vorgesehen ist. Aus Beweisgründen ist allerdings auch hier eine schriftliche Nutzungserlaubnis einzuholen.
Weitere Informationen zum neuen Urheberrechts-Wissensgesellschafts-Gesetz bietet die Stabstelle IT-Recht der Universität Würzburg.

References: § 52
 § 60
 § 60
 § 60
 § 60
 § 60
 § 60
 § 60
 § 60