Source: https://www.arbeitsrechte.de/nachtzuschlag/
Timestamp: 2020-07-13 14:14:51+00:00

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Nachtzuschlag: Zulage für Arbeitnehmer - Arbeitsrecht 2020
Home Nachtzuschlag – Alle Informationen zur Zulage für Nachtarbeit
Nach einem anstrengenden Arbeitstag in den wohlverdienten Feierabend gehen, das stellt für so manchen Arbeitnehmer den Höhepunkt des Tages dar. Doch nicht für alle endet der Arbeitstag auch tatsächlich am Ende des Tages, denn in vielen Gewerben wird auch nachts gearbeitet.
Kurz & knapp: Nachtzuschlag
Habe ich Anspruch auf Nachtzuschlag?
Der Nachtzuschlag ist keine Pflicht. § 6 Abs. 5 ArbZG schreibt jedoch vor, dass der Arbeitgeber entweder einen angemessenen Zuschlag zahlen oder bezahlte freie Tage als Ausgleich für Nachtarbeit gewähren muss. Ein Anspruch kann sich aber aus dem Arbeits- oder Tarifvertrag ergeben.
Wie hoch ist der Nachtzuschlag in der Regel?
Nachtschichtzuschläge betragen in der Regel 25 Prozent bzw. 40 Prozent des stündlichen Bruttolohns. Dies ist davon abhängig, für welche Uhrzeit der Nachtzuschlag angerechnet wird.
Was genau gilt als Nachtarbeit?
Diese Frage regelt § 2 Abs. 3 und 4 ArbZG: Hierfür muss der Arbeitnehmer regelmäßig mindestens zwei Stunden während der Nachtzeit arbeiten. Nur dann zahlt der Arbeitgeber ggf. einen Nachtzuschlag. Eine genaue Erläuterung lesen Sie hier.
Was sagt das Arbeitszeitgesetz zur Nachtarbeit?
Nachtzuschlag: Ab wie viel Uhr gibt es eine Zulage für die Nachtschicht?
Für wen besteht ein Nachtarbeitszeitverbot?
Muss der Arbeitgeber Nachtzuschlag zahlen?
Wie hoch ist der Nachtzuschlag?
Ob Kraftfahrer, Pflege oder Gastronomie: Der Nachtzuschlag ist für alle gleich
Besteht auch bei Mindestlohn Anspruch auf Nachtzuschlag?
Spezifische Informationen zum Nachtzuschlag:
Nachtzuschlag: Ab wann?
Erfahren Sie in diesem Ratgeber, für welche Arbeitszeit der Nachtzuschlag gilt.
Lesen Sie hier, von wann bis wann Arbeitnehmer Anspruch auf Nachtzuschlag haben.
Nachtarbeiter werden häufig einer zusätzlichen Belastung ausgesetzt. Denn nicht nur, dass sie ihrer Arbeit ohne Tageslicht nachkommen müssen, die nächtliche Aktivität stört auch den natürlichen Biorhythmus des Körpers und ist deshalb gesundheitsschädlicher als das Arbeiten in der Tagesschicht. Außerdem leiden Familien- und Sozialleben darunter, wenn der Angestellte regelmäßig die Nacht durcharbeiten muss und den Tag verschläft.
Wenn Sie in der Nachtschicht arbeiten, steht Ihnen Zuschlag zum Arbeitsentgelt zu.
Nachtarbeitern wird deshalb eine Zulage gezahlt, die die Strapazen ausgleichen soll. Dies ist der sog. Nachtschichtzuschlag oder einfach der Nachtzuschlag. Der folgende Ratgeber verrät Ihnen alles, was Sie zum Nachtzuschlag wissen müssen.
Das deutsche Arbeitszeitgesetz (ArbZG) ist ein Gesetz zum Arbeitsschutz und regelt die zulässige Arbeitszeitgestaltung. Neben Mindestruhepausen, Arbeitsruhe und der Anzahl der täglichen Arbeitsstunden behandelt es auch Sonn-, Feiertags- und Nachtzuschläge.
Die Nacht- bzw. Schichtarbeit und der Nachtzuschlag werden im § 6 der ArbZG behandelt. Dieser besagt u. a. dass:
Die Nachtarbeit und der Nachtzuschlag sind im Arbeitszeitgesetz geregelt.
die tägliche Arbeitszeit für Nachtarbeiter nicht länger als 8 Stunden sein darf.
die Arbeitszeit auf 10 Stunden verlängert werden kann, wenn innerhalb von 4 Wochen bzw. eines Kalendermonats die durchschnittliche werktägliche Arbeitszeit weiterhin 8 Stunden beträgt.
Nachtarbeiter das Recht haben, sich alle drei Jahre in regelmäßigen Zeitabständen arbeitsmedizinisch untersuchen zu lassen. Ab einem Alter von 50 Jahren kann diese Untersuchung sogar jährlich erfolgen. Die Kosten werden vom Arbeitgeber getragen.
Nachtarbeiter unter bestimmten Umständen eine Versetzung auf einen geeigneten Tagesarbeitsplatz verlangen können.
Nachtarbeitern entweder ein angemessener Freizeitausgleich oder ein gesetzlicher Nachtzuschlag auf das Bruttogehalt zusteht, sofern es keine anderweitige tarifvertragliche Ausgleichsregelung gibt.
Arbeitnehmer können eine Versetzung in die Tagesschicht verlangen, wenn
die Nachtarbeit ihre Gesundheit gefährdet und dies arbeitsmedizinisch festgestellt wurde, oder
sie ein Kind unter zwölf Jahren oder einen schwerpflegebedürftigen Angehörigen betreuen müssen.
Außerdem dürfen keine dringenden betriebsbedingten Umstände der Versetzung auf einen Tagesarbeitsplatz entgegenstehen. Ansonsten ist eine Vereinbarung zwischen dem Personal- oder Betriebsrat und dem Arbeitgeber zu treffen.
Aber ab wie viel Uhr gibt es Nachtzuschlag bzw. ab wann gilt eine Beschäftigung als Nachtarbeit?
In Deutschland berechtigt Arbeit, die zwischen 23 und 6 Uhr ausgeübt wird, zum Erhalt der Nachtschichtzulage. Einzige Ausnahme stellen hier Bäckereien und Konditoreien dar: Für diese wird die Nachtarbeit in der Zeit von 22 bis 5 Uhr definiert. Der Nachtzuschlag ist für Bäcker jedoch der gleiche wie für Arbeitnehmer in anderen Gewerben. Dies ist im § 2 des Arbeitszeitgesetzes festgeschrieben.
Sobald ein Arbeitnehmer regelmäßig mehr als zwei Stunden während dieses Zeitraums arbeitet, gilt seine gesamte Tätigkeit als Nachtarbeit und es muss Nachtzuschlag gezahlt werden. Das heißt, dass ein Angestellter, der z. B. von 18 Uhr bis 2 Uhr morgens seiner Tätigkeit nachgeht, bereits Nachtarbeit leistet. Der Zuschlag wird allerdings nur für die drei Arbeitsstunden gezahlt, die in der Nachtzeit liegen.
Achtung! Ein Angestellter, der nur ein einziges Mal während der Nachtzeit arbeitet, ist noch kein Nachtarbeitnehmer und hat deshalb für diesen einmaligen nächtlichen Einsatz auch keinen Anspruch auf einen Zuschlag für die Nachtschicht. Das Recht auf Zahlung einer Nachtzulage gilt erst, wenn der Arbeitnehmer normalerweise Nachtarbeit in Wechselschicht leistet oder er an mindestens 48 Tagen im Kalenderjahr nachts arbeitet. Nur dann ist er per Definition des Arbeitszeitgesetzes ein „Nachtarbeitnehmer“.
Nachtzuschlag gilt für Jugendliche nur, wenn sie nach den gesetzlichen Ausnahmen Nachtarbeit verrichten dürfen.
Nicht allen Angestellten ist es erlaubt, zu den Nachtzeiten zu arbeiten. So sieht das Jugendarbeitsschutzgesetz ein generelles Beschäftigungsverbot für Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren in der Zeit von 20 Uhr bis 6 Uhr vor. In vielen Einzelbranchen gelten jedoch Ausnahmen von dieser Regelung für Jugendliche ab 16 Jahren.
Nach dem alten Gesetz zum Mutterschutz war es auch werdenden und stillenden Müttern untersagt, zwischen 20 Uhr und 6 Uhr zu arbeiten. Gemäß der Änderung dieses Gesetzes vom 1. Januar 2018 kann eine werdende Mutter nun auf eigenen Wunsch von 20 Uhr bis 22 Uhr arbeiten, sofern keine medizinischen Gründe vorliegen, die dagegen sprechen. Da diese Arbeitszeit aber noch nicht unter die Definition von Nachtarbeit im Sinne des Arbeitszeitgesetzes fällt, erhalten die Frauen hierfür keinen Nachtzuschlag.
Bis 1992 galt ein generelles Nachtarbeitszeitverbot für Frauen, das auf der Arbeitszeitverordnung von 1891 beruhte. Dieses untersagte es Arbeitnehmerinnen, aus sittlichen und gesundheitlichen Gründen zwischen 20 Uhr und 6 Uhr zu bzw. in mehrschichtigen Betrieben zwischen 23 Uhr und 5 Uhr einer Beschäftigung nachzugehen.
Arbeitnehmer haben gesetzlich das Recht auf eine Vergütung von Nachtarbeit – selbst, wenn dieser Ausgleich nicht im tariflichen Arbeitsvertrag geregelt ist. Bei diesem Ausgleich muss es sich aber nicht zwingend um einen Nachtarbeitszuschlag handeln.
Statt Nachtschichtzulagen zu zahlen, kann ein Arbeitgeber seinen Nachtarbeitnehmern auch einen Freizeitausgleich gewähren. Dies bedeutet, dass dem Angestellten für die nächtlichen Arbeitsstunden eine angemessene Zahl vergüteter freier Tage zusteht.
Der Arbeitgeber darf selbst entscheiden, ob er seinen Nachtarbeitern einen Nachtzuschlag zahlt, freie Tage einräumt oder beide Ausgleichsmöglichkeiten miteinander kombiniert.
Der Nachtzuschlag wird nach Zeiten berechnet.
Viele Arbeitgeber stellen sich die Frage, wie der Nachtzuschlag zu berechnen ist. Der Zuschlag wird für jede Stunde Nachtarbeit geleistet und richtet sich deshalb nach dem Bruttolohn pro Stunde.
Generell betragen die Zuschläge bei Nachtarbeit 25 Prozent des Bruttostundenlohns. Wird die Arbeit zwischen 0 Uhr und 4 Uhr geleistet, erhöht sich der Nachtzuschlag sogar auf 40 Prozent, sofern die Nachtarbeit schon vor 0 Uhr begonnen wurde. In dieser Höhe für die jeweilige Arbeitszeit ist der Nachtzuschlag steuerfrei.
Es gibt Ausnahmen, in denen die Höhe der Zulage anders berechnet wird. Diese werden im Folgenden aufgelistet:
Im Tarifvertrag ist eine andere Berechnung für den Nachtzuschlag vereinbart worden.
Stellt die Nachtarbeit eine spürbar geringere Arbeitsbelastung dar als die Arbeit während des Tages, kann der Nachtdienstzuschlag auch geringer ausfallen. Dies kann z. B. bei einem Bereitschaftsdienst der Fall sein.
Bei einer erhöhten Belastung aufgrund von Dauernachtschicht können auch Zuschläge in Höhe von 30 Prozent des Bruttostundenlohns gezahlt werden.
Inwieweit eine geringere oder höhere Arbeitsbelastung bei der Nachtarbeit besteht und ob der gesetzliche Nachtzuschlag dementsprechend verringert oder erhöht werden kann, wird in erster Linie von einem Arbeitsgericht beurteilt.
Möchte ein Arbeitgeber vermeiden, dass Zuschläge nachträglich eingeklagt werden, und ist er selbst verunsichert, in welcher Höhe er den Nachtzuschlag festlegen muss, sollte er sich daher von einem Rechtsbeistand beraten lassen.
Die Höhe der tarifungebundenen Nachtzuschläge wurde in einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts konkretisiert. Dieses hatte im April 2014 den zustehenden Nachtzuschlag für einen Lkw-Fahrer festgelegt. Dessen Nachtzuschlag als Berufskraftfahrer belief sich zunächst auf 11 Prozent und später 20 Prozent, die ihm von seinem nicht tarifgebundenen Arbeitgeber gezahlt wurden. Der Lkw-Fahrer empfand diese Zuschlagshöhe als nicht angemessen und verlangte einen Nachtzuschlag von 30 Prozent aufgrund der erhöhten Belastung durch die Dauernachtarbeit. Er erhielt Recht.
Mit diesem Urteil regelte das BAG nicht nur die Nachtzuschläge für Lkw-Fahrer, sondern fällte eine grundsätzliche Entscheidung, die sich auf alle anderen Gewerbe übertragen lässt: Der Nachtzuschlag in der Pflege ist demnach der gleiche wie der Nachtzuschlag im Baugewerbe – sofern es keine anderweitige tarifvertragliche Regelung gibt.
Übrigens: Erfolgt die Nachtarbeit an einem Feiertag, wird der Nachtzuschlag zuzüglich zum Feiertagszuschlag gezahlt. Letzterer berechnet sich nach Art des Feiertags (für die beiden Weihnachtsfeiertage und den 1. Mai beträgt er beispielsweise 150 Prozent) und kann bei Nachtarbeit bis 4 Uhr morgens am Folgetag gezahlt werden.
Zur Veranschaulichung ein Beispiel: Ein Arbeitnehmer arbeitet in der Gastronomie und erhält Nachtzuschlag. Er beginnt am 26. Dezember (2. Weihnachtstag) um 23 Uhr seine Schicht, die am 27. Dezember – einem regulären Werktag – um 8 Uhr morgens endet. In dieser Zeit erhält er:
für die Arbeitszeit von 23 bis 0 Uhr: 150 % Feiertagszuschlag und 25 % Nachtzuschlag
für die Arbeitszeit von 0 bis 4 Uhr: 150 % Feiertagszuschlag und 40 % Nachtzuschlag pro Stunde
für die Arbeitszeit von 4 bis 6 Uhr: 25 % Nachtzuschlag pro Stunde
für die Arbeitszeit von 6 Uhr bis 7 Uhr: keine Zuschläge
Urteil des BAG: Der Mindestlohn muss die untere Basis für den Nachtzuschlag bilden.
Mit einem Urteil vom September 2017 entschied das Bundesarbeitsgericht, dass als untere Basis für Nachtzuschläge der Mindestlohn gilt. Wird im Tarifvertrag eine geringere Stundenvergütung als der gesetzliche Mindestlohn vereinbart, kann diese nicht als Berechnungsgrundlage für den Nachtzuschlag herangezogen werden. (Az. 10 AZR 171/16)
In dem vorliegenden Fall hatte eine Arbeitnehmerin einen Tarifvertrag erhalten, der einen Stundenlohn von 7 Euro und einen Nachtzuschlag von 25 Prozent des Bruttostundenlohns festschreibt. Der gesetzliche Mindestlohn betrug zu diesem Zeitpunkt 8,50 Euro. Die Arbeitnehmerin klagte die Differenz ein, die sich zwischen ihrem erhaltenen Nachtzuschlag und dem Nachtzuschlag, wie er auf Grundlage des Mindestlohns berechnet worden wäre, bestand. Sowohl das Arbeitsgericht Bautzen als auch das Sächsische Landesarbeitsgericht gaben ihr Recht und verurteilten die beklagte Arbeitgeberin zur Differenzzahlung. Das Bundesarbeitsgericht bestätigte mit seinem Grundsatzurteil diese Entscheidung.
Übrigens: Gemäß dem Urteil des BAG berechnet sich nicht nur der tarifliche Nachtzuschlag nach dem gesetzlichen Mindestlohn, sondern auch das tarifliche Urlaubsentgelt.
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Nachtzuschlag: Ab wann wird ein Zuschlag für Nachtarbeit gezahlt?
Wittenberg meint
4. März 2018 um 15:07
Ich arbeite im Wachgewerbe. Da werden aber nur 5% Nachtschichtzuschlag gezahlt, mir Hinweis auf den Tarifvertrag. Kann/darf der Tarifvertrag gesetzliche Richtlinien untergraben?
Hallo Wittenberg,
Arbeitsverträge müssen gesetzliche Vorschriften einhalten. Besteht der Verdacht, dass dies bei Ihnen nicht der Fall ist, sollten Sie den Arbeitsvertrag von einem Anwalt prüfen lassen.
HFC meint
2. April 2019 um 16:02
Eine weitere Frage zur Nachtschicht/Nachtarbeit
Wer ist beispielsweise für die Beleuchtung wie Kopflampe/Taschenlampe zuständig?
Ein Beispiel Nachtbaustellen auf der Autobahn(welche meistens ausgeleuchtet sind) oder beispielsweise für Arbeiten im Gleis wo nicht alles ausgeleuchtet/beleuchtet ist
Laut Baustellenverordnung/Arbeitsstättenverordnung muss ein Arbeitsplatz ausreichen Aus/Beleuchtet sein
Weiter gesehen was den Arbeitsschutz betrifft, muss der Arbeitgeber Kopflampen/Handlampen zur Unfallminimierung dem Arbeitnehmer zur Verfügung stellen?
Wir Arbeiten/laufen im Gleis und meistens ist keine Beleuchtung vorhanden (Bahnhöfe, etc ausgenommen dort sind meistens fest installiert Leuchtmittel)
Marschall meint
Hallo , wird die Nachtzulage in Studenzahlung mit verechnet ??
Also ich arbeite von 23:00 bis 6:00 Uhr Zeitungaustragen
7 Std. meine Frage ist ich Arbeite jede Nacht 6-7 Stunden ist bei meiner Abrechnung die Nachtzulage extra zuberechnen oder kommt die mit den Stunden zusammen.
Nachzulage ist doch Steuerfrei
der Tarifvertrag kann die Gesetze von Bund und Ländern nicht aushebeln. Grundsätzlich ist es so, dass in der Zeit von 23 Uhr bis morgens 6 Uhr ein Zuschlag von 25 % fällig wird. Es gibt meines Wissens Arbeitgeber, die ganz gerne mal eigene Klauseln in den Arbeitsvertrag aufnehmen, wie z.B. “alle Zuschläge sind im Grundlohn” enthalten. Schlichtweg nichtig. Zieht man nämlich diese angeblich enthaltenen Zuschläge ab, kommt man schnell darauf, dass der Arbeitgeber den Tariflohn unterschreitet. Auch entschuldigt man das Nichtzahlen der Zuschläge immer mal damit, dass man ja einen Freizeitausgleich gewährt. Grundsätzlich ist dies möglich, aber nur dann, wenn dieser Ausgleich ähnlich wie der Urlaub, bezahlt wird. Ich habe selbst viele Jahre als Disponent gearbeitet und ich weiß sehr wohl, wie Angebote kalkuliert werden. Deshalb erstaunt es mich nicht wirklich, dass bei den meisten Arbeitnehmern kaum 50 % von dem ankommen, was sie tatsächlich erwirtschaften.
Nitsche meint
5. Mai 2018 um 17:05
Ich habe 8 Monate in einer spielhalle gearbeitet Vollzeit somit auch einige Schichten bis nachts 1 uhr ohne Zuschläge oder mehr Urlaubstage kann ich meinen Chef auf Zuschläge im Nachhinein verklagen er meint in Deutschland gäbe es so was nicht
Bin seit dem 31.03.18 nicht mehr dort beschäftigt
Hallo Nitsche,
Arbeitnehmer können für Nachtarbeit in der Regel einen Nachtzuschlag nach § 6 Abs. 5 ArbZG verlangen. Außerdem können sich Ansprüche auf Zuschläge aus dem Arbeitsvertrag, einem Tarifvertrag oder einer Betriebsvereinbarung ergeben. Ob dies bei Ihnen der Fall ist, kann nur ein Anwalt beurteilen.
14. Mai 2018 um 14:18
Seid froh überhaupt etwas zu bekommen … Ich bin im Internationalen Transport tätig und erhalte weder Auslandsspesen, Nachtzulagen noch sonstige Zuschläge wie Sonn- und Feiertag. In Deutschland alles freiwillig sagt der Chef und kann er sich nicht leisten. Wir haben weder Arbeitsvertrag noch Tarifliche bindungen und 20 Tage Urlaub. Alles im Gehalt mit drin höre ich regelmässig … Auch Anrufe bei diversen Behörden wie Zoll, LS Abt. Arbeitsschutz mal eine Kontrolle diesbezüglich durchzuführen blieben bisher fruchtlos …
Hans-Bernhard L. meint
23. Mai 2018 um 13:34
Arbeitsleistung ohne Arbeitsvertrag gibt es grundsätzlich nicht; wer gegen Entgelt arbeitet, tut dies zumindest aufgrund eines mündlichen Arbeitsvertrages. Jeder Arbeitnehmer hat aber einen gesetzlichen und einklagbaren Anspruch gegen seinen Arbeitgeber auf einen schriftlichen Arbeitsvertrag; dieser muss zwingend enthalten:
1. die persönlichen Daten des Arbeitgebers und Arbeitnehmers
2. Beginn- und – nur bei befristeten Arbeitsverhältnissen – Enddatum des Vertrages
3. Ort der – ersten – Arbeitsstelle
4. Höhe des Arbeitslohnes.
Wenn ein solcher Arbeitsvertrag – ggfls. nach arbeitsgerichtlichem Urteil – vorliegt, können die gesetzlichen Zusatzansprüche wie Nachtzuschlag pp. durchgesetzt werden.
Raphael R. meint
23. Mai 2018 um 7:37
Erstmal vielen Dank für die ganzen Infos hier auf dieser Seite. Meine Frage ist folgende:
Ich arbeite bei einer Zeitarbeit in der Pflege (Intensiv-Station) und habe dort ein Stundenlohn von 30 Euro. Wenn ich gelegentlich Nachtdienst mache, was nicht immer vor kommt, bekomme ich fest 15%, dies wären: 4,50 Euro zusätzlich zu meinen 30 Euro.
Ist dies nicht zu wenig, wenn hier sogar von Mindestlohn bzw. 25-30% die Rede ist?
Mich verwirrt / macht unsicher, dass ich halt nicht immer im ND arbeite, sondern mal Früh, mal Spät mal Nacht und es über die Zeitarbeit eher in 450 Euro Job ist.
Wie sieht es mit Samstags, Sonntags und Feiertags Zuschlag aus? Gibt es dort auch Regeln?
Bei meinem Hauptjob im Krankenhaus sieht es wie folgt aus:
Bei der Zeitarbeit (450 Euro Job) so:
Samstag: 7,5%
Nacht: 15%
Sonntag: 50%
Krankenhaus Job (19 Euro/h):
Samstag: 0,64 Euro / h
Sonntag: 25%
28. Mai 2018 um 11:23
Hallo Rarus,
das Gesetz sieht einen angemessenen Zuschlag für die Arbeit vor. Eine angemessene Höhe wird in der Regel bei 25% Zuschlag angesetzt. Eine Entscheidung kann im Einzelfall leider immer nur eine gerichtliche Verhandlung bringen. Daher empfiehlt sich der Gang zum Anwalt für Arbeitsrecht.
Rene K. meint
Guten tag.ich arbeite im bäckereiverkauf und fange ca 3-4 mal im monat schon um 3 bzw 4 uhr morgens an.stehen mir für die wenigen stunden auch der nachtzuschlag zu?
11. Juni 2018 um 12:28
eine Form von Ausgleich, steht für Nachtarbeit zu. Wie dieser gestaltet ist, wird in der Regel im Arbeitsvertrag festgehalten. Im Zweifelsfall können Sie sich an einen Anwalt für Arbeitsrecht wenden, um Ihre Situation einschätzen zu lassen.
17. Juni 2018 um 13:05
Ich arbeite in der Hotellerie dauerhaft in der Nachtschicht immer von 22.30uhr bis 7uhr 173h im Monat. Es wurde damals ein Festgehalt festgelegt. Leider bin ich darauf eingegangen denn wenn ich von meinen Bruttolohn mal den gesetzlichen Nachtzuschlag abziehe der ja dadurch entfällt, würde ich unter Mindestlohn verdienen. Kommt aber noch besser. Ab Mai wird rückwirkend zum 1. April eine Gehaltserhöhung von 3% fällig. Da ich aber ein Festgehalt habe wird mir diese im Vergleich zu meinen Kollegen in der Tagschicht verwehrt. Diese erhalten nun wenn Sie mich vertreten sowohl mehr Grundgehalt als auch mehr Nachtzuschläge. Ich fühle mich als Arbeiter 2. Klasse. Ein Freizeitausgleich erhalte ich auch nicht. Mir ist klar das ein Festgehalt diese die Zuschläge ausschließt aber ist es rechtens mich in dieser Tariferhöhung auszunehmen?
18. Juni 2018 um 15:18
bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir keine Rechtsberatung anbieten dürfen. Wir raten Ihnen, sich an einen Anwalt für Arbeitsrecht zu wenden und Ihre Ansprüche genau zu prüfen. Denn eine Benachteiligung sollte (mit vergleichbaren Arbeitnehmern) eigentlich nicht stattfinden.
Hallo, ich bin Kraftfahrer und arbeite in Wechselschicht…Eine Woche Tagschicht, dann eine Woche Nachtschicht. Laut MTV bekomme ich aber nur 5 Euro für den Nachteinsatz. Finde ich aber sehr wenig. Ist das gerechtfertigt, oder macht es Sinn einen Anwalt aufzusuchen?
25. Juni 2018 um 14:29
ein Anwalt für Arbeitsrecht kann Ihre Situation am besten einschätzen.
Wladi. R. meint
22. Juni 2018 um 18:13
Ich arbeite von 20:30 bis 6 Uhr in Pflegebereich. Mein Nachtzuschlag ist 1,51 Euro für jede Stunde(14,6 Euro für Nacht). Könnten sie mir erklären wie viel soll mein Arbeitgeber bezahlen wenn durchschnitliche Stundengehalt 15 Euro beträgt. Als Dauernachtwache sollte ich 30% erhöhung habe, das bedeutet von 23 bis 6 Uhr mindestens 5 euro pro Stunde ( 35 Euro für Nacht)? Unterschied ist 20 Euro.
Hallo Wladi R.,
§ 6 Abs. 5 Arbeitszeitgesetz (ArbZG) besagt hierzu folgendes:
“Soweit keine tarifvertraglichen Ausgleichsregelungen bestehen, hat der Arbeitgeber dem Nachtarbeitnehmer für die während der Nachtzeit geleisteten Arbeitsstunden eine angemessene Zahl bezahlter freier Tage oder einen angemessenen Zuschlag auf das ihm hierfür zustehende Bruttoarbeitsentgelt zu gewähren.“
Ob und welcher Zuschlag Ihnen zusteht, kann und darf nur ein Anwalt beurteilen.
25. Juni 2018 um 3:27
Hallo liebes Arbeitsrecht Team!
eure Seite war zu dem Thema mit am informativsten, danke dafür.
Ich arbeite in Form eines Minijobs schon seit 2 Jahren im Hotel als Nachtportier. Gelten die Regelungen auch für geringfügig Beschäftigte? Wenn dem so wäre, hätte mir mein Chef über diese Zeit 2000 Euro vorenthalten! Ist dieses Geld grundsätzlich denn einklagbar?
2. Juli 2018 um 8:17
wenn Sie erfahren wollen, ob Ihr Arbeitsverhältnis rechtens ist, können Sie sich an einen Anwalt für Arbeitsrecht wenden. Dieser kann Ihren Fall individuelle beurteilen.
Nico B. meint
27. Juni 2018 um 16:40
Hallo, ich arbeite als Fahrer in einer Bäckerei also nur Nachtarbeit, meine Frage hab ich auch ein Anrecht auf Nachtzuschläge
4. Juli 2018 um 12:57
Hallo Nico B.,
normalerweise steht Arbeitnehmern für die Nachtarbeit ein Nachtzuschlag nach § 6 Abs. 5 ArbZG zu. Weiterhin kann sich ein solcher Anspruch aus dem Arbeitsvertrag, einem Tarifvertrag oder einer Betriebsvereinbarung ergeben. Wie sich das Ganze in Ihrem individuellen Fall verhält, sollten Sie von einem Anwalt prüfen lassen.
27. Juni 2018 um 22:11
ich habe knapp 10 Monate nur Nachtschicht gehabt. Ich wurde aber immer nur mit 15% vergütet.
Meine Frage jetzt ist, kann ich es im Nachhinein noch nachzahlen lassen, wenn ich meinem Chef die Lohnzettel ( Abrechnungen) vorlege.
in diesem Fall würden wir Ihnen empfehlen, sich an einen Anwalt zu wenden.
Kärcher meint
20. Juli 2018 um 10:43
Sehr geehrten Arbeitsrechte,
Ich fange um 23 Uhr an zu arbeiten und um 2 Uhr morgens endet meine Schicht,von 23:00 erhalte ich 25% des Zuschlags und von 00.00 Uhr bis 02.00 Uhr 40%, – ist das recht?, mein Kollege beginnt um 2.00 Uhr – erhält er auch 40% des Zuschlags bis 4.00 Uhr (pro Stunde) oder nur 25%?
die regel Nachtzuschläge von 20:00 bis 00:00 – 25%, von 00:00 bis 04:00 – 40%
30. Juli 2018 um 10:19
ob die Zuschläge im rechtlichen Rahmen liegen, kann nur ein Anwalt exakt beurteilen.
Andres a. meint
20. Juli 2018 um 17:14
Meine Arbeitgeber Hotel, zahlt mir nur einen teil von meine nacht stunden mit Nachtzuschlag, und keine zuschlag für sonntags
Böttcher meint
21. August 2018 um 4:58
Ich befinde mich in einem Angestellten Verhältniss. Aus Personalknappheit müssen wir Führungskräfte auch Nachtarbeit Leisten. Mein Arbeitgeber ist aber der Meinung, das er kein Nachtzuschlag für uns zahlen muss. Begründung: Es sei mit dem Gehalt bereits abgegolten. Aber die Arbeitszeitregelung im Unternehmen sieht für Angestellt vor, von 7 bis 19 Uhr kann gearbeitet werden.
Muss er nun Nachtzuschläge zahlen?
10. September 2018 um 14:53
ob in Ihrem Fall der Nachtzuschlag zu zahlen ist, kann ein Anwalt für Arbeitsrecht beurteilen.
werden die 25% oder auch 30% nachtzuschlag auf jede einzelne stunde berechnet oder immer auf die gesamten geleisteten stunden?
10. September 2018 um 16:04
in der Regel ist der Aufschlag im Arbeitsvertrag vereinbart.
4. September 2018 um 4:12
Muss Arbeitgeber bei krankenschein auch Nachtzuschläge zahlen.
Ludger meint
7. Oktober 2018 um 14:36
Ich lese immer nur : in der Regel werden 25-40% Nachtzuschlag bezahlt.
Da ich im Zeitungsvertrieb arbeite (zwischen 01:30-08:00) interessiert mich diese Thematik schon, zumal ich nur 10% erhalte.
Diese 10% sind zur Zeit als Mindestzuschlag gesetzlich vorgeschrieben. Höhere Zahlungen sind freiwillig.
Das ist mein Informationsstand heute.
Gibt es Änderungen im BAB welche die höheren (wie hoch auch immer) Zuschläge gesetzlich und somit bindend festschreiben ???
Rik meint
Ich arbeite seit 2 Jahren als studentische Aushilfe in einer Halle. Als ausländischer Student darf ich nur 20 Stunden pro Woche arbeiten. Ich habe unterschiedliche Dienste, auch am Wochenende, Spätdieste usw. Für Dienste ab Montag bis Donnerstag bekomme ich 9.50 pro Stunde ohne Nachtzuschläge. Am Fr.,Sa.,So bekomme ich 10.50 ohne Nachtzuschläge. Ich bekomme weder Urlaubstage noch Urlaubsgeld noch Krankengeld. Ich habe eine Rahmenvereinbahrung mit der Firma und fülle jeden Arbeitstag einen Tagesvertrag aus. Was wird die Anklage gegen meinen Arbeitsgeber kosten? Lohnt es sich die nächste Zeit eine Rechtschutzversicherung abzuschlißen?
City1 meint
Hallo zusammen, ich arbeite bei einem Taxiunternehmen auf dem Land und dort dann jeweils zusätzlich zur regulären Arbeitszeit 2 Nachtschichten, die aber überwiegend in Bereitschaft bestehen, da ja heutzutage in diesem Gewerbe nachts nicht wirklich viel los ist. Hat vielleicht jemand mit dieser Problematik Erfahrungswerte?
12. November 2018 um 11:53
Irgendwie scheinen sie bei der ersten Frage um den heißen Brei herumzureden.
Immer der Hinweis auf einen Anwalt.
Es sollte für diese Frage eigentlich eine richtige Antwort geben ohne den verweiß auf einen Anwalt.
Frage. Darf ein Tarifvertrag die gesetzlichen Vorgaben und Gesetze unterwandern?
Ich habe letztens gelesen das in einem Tarifvertrag der Arbeitnehmer nicht schlechter gestellt werden darf als es das Gesetz oder die Rechtsprechung erlauben.
Da würde eigentlich heisen das wenn in einem Tarifvertrag steht 15% Zuschläge für Nachtarbeit in der Rechtsprechung vom BAG aber steht 25% sind angemessen das dieser Passus von 15% im Vertrag dann Null und Nichtig wäre. Anders wöre es wohl wenn der Tarifvertrag zu Kunsten des Arbeitnehmers eine Höhere Vergütung für Nachtarbeit beinhalten würde dann wäre es Regelkonform und nicht zu beanstanden.
10. Januar 2019 um 12:22
Darf der Arbeitgeber der schon über Jahre hinweg 40 % nachzuschlagen gezahlt hat einfach auf 30 % kürzen ??
In Tarif Vertrag steht auch alles so drin.
Ich habe auch noch nichts unterschrieben oder der gleichen.
Was können wir alle Mitarbeiter dagegen tun ? Streik ?
16. Januar 2019 um 8:15
Sie können sich von einem Anwalt juristisch beraten lassen oder sich an Ihre Gewerkschaft wenden. Wir bieten diese Beratung hingegen nicht an.
22. Januar 2019 um 19:42
Ich arbeite nachts als Zeitungsfahrer von 23:45 Uhr bis 04:30 Uhr und möchte gerne wissen, ob ich nun 30% oder 40% Nachtzuschlag verlangen darf für den Zeitraum von 00:00 Uhr bis 04:00 Uhr?
Ein schriftlicher Arbeitsvertrag besteht nicht. Ob ich unter einen Tarif falle, weiß ich auch nicht.
Darf ich die Nachtzuschläge rückwirkend einfordern, da ich diese nicht bezahlt bekommen habe?
bitte wenden Sie sich an einen Anwalt, wir bieten keine Rechtsberatung an.
Bojana meint
Ich arbeite als LKW-Fahrer, meine Arbeitszeit ist von 19:10 bis 16:00 Uhr. Der Arbeitgeber zahlt mir 25% und 40% für die Nachtarbeit. Während der Arbeitszeit mache ich eine 45-minütige Pause, die gesetzlich vorgeschrieben ist. Die Arbeitgeber ziehen 45 Minuten von der Zählung der Nachtarbeit ab und lehnen es ab, einen Tagessatz von mehr als 8 Stunden für eine Pause von 45 Minuten zu berechnen. Hat er das Recht zu verweigern?
Hallo Bojana,
im Allgemeinen gilt eine Pause nicht als Arbeitszeit. Sie wird also in der Regel auch nicht vergütet.
Ob Ihr Arbeitgeber das Recht hat zu verweigern, dürfen wir nicht beurteilen, weil wir keine Rechtsberatung anbieten. Sie können jedoch bei einem Anwalt nachfragen.
26. Januar 2019 um 7:20
ich arbeite in einem Internat (gültig ist der TV-L).
Im Anschluß an einen Dienst von
16:15 Uhr bis 00:00 Uhr schließt sich eine
Nachtbereitschaft vor Ort (Schlafmöglichkeit im Bett im Büro)
bis 6:00Uhr an (Freizeitausgleich 15% von einer Stunde wird dafür gewährt).
Ab 6:00 – 8:15Uhr ist wieder Vollarbeit.
1. Steht mir der Nachtzuschlag laut TV-L (20%) auch in der Zeit von 00:00 – 06:00 Uhr zu?
2. Steht mir der Sonntagszuschlag laut TV-L (25%) auch in der Nacht von Samstg auf Sonntag zu?
3. Darf ich nach einer solchen Schicht, die um 8:15 endet, wieder ab 15:00 Uhr zum Dienst herangezogen werden (Ruhezeit nur 6,75 Stunden)?
30. Januar 2019 um 9:24
bitte beachten Sie, dass wir keine Rechtsberatung anbieten. Sie können sich mit Ihren Fragen jedoch ggf. an einen Anwalt wenden.
Hallo ich hätte gerne mal eine Frage. Ich bin gelernte Arzthelferin und Arbeite seit Septemper 2018 in einem Gesundheitsressort im Nachtdienst. Der Dienst ist im großen und ganzen keine Herausforderung. Zu meinen Aufgaben gehören Türen und Fenster kontrollieren und alles abzuschließen, in seltenen Fällen habe ich medizinische Dinge zu tun. Hin und wieder mal Blutdruckkontrolle usw. Ich habe auch ein Zimmer in dem ich mich ab 23 Uhr (oder auch später, kommt darauf an ob noch Gäste an der Bar sitzen) zurückziehen kann und auch schlafen ist erlaubt. Manchmal wird man in der Nacht rausgeklingelt, wegen irgendeinem medizinschen Vorkommnis oder nächtliche Heimkehrer. Ich bin als 450 Euro Kraft angestellt, allerdings ohne schriftlichen Vertrag (Arbeitgeber meint, man brauch das nicht) ich arbeite 5 Nächte im Monat. Nun meine Frage: habe ich ein Recht auf Nachtzuschlag und Feiertagszuschlag. Die Chef-Etage meint nein. Zwei meiner Kollegingen die fest Angstellt sind, bekommen fürs Wochenende Zuschläge, ich finde das etwas unfähr, denn ich mache das gleiche wie sie. Über eine Antwort wäre ich sehr dankbar.
dies sollten Sie direkt mit einem Anwalt für Arbeitsrecht besprechen.
Ich möchte frage wie hocj meine Nachtzulage ist. Ich arbeite von mo-fr in der zeit von 21.00 uhr
Bis 4.30 uhr in der Gebäuderreinigung und möchte wissen ob ich 25% Oder 40% bekomme und hoffe auf eine baldige Antwort
5. März 2019 um 8:40
Ich bin über einen personaldienst in einem Hotel angestellt. Ich habe habe den hotelchef gefragt wie die Bezahlung läuft, weil ich das Gefühl hatte, das nicht alles gedeckt ist. Er konnte mir nicht wirklich weiterhelfen und meinte ich müsse mich an meinen direkten Chef wenden. Ich bekomme 15% Zuschlag von 0-6 Uhr aber nicht ab 23, das wäre ja laut dem Artikel schon der erste Fehler, oder? Und ich mache zwar auch Bereitschaftsdienst und checke ein und aus, doch bin auch an der bar tätig, und backe in der küche und Decke die Tische ein, sollten es dann nicht 25% sein? Mein Urlaub wird so viel ich weiß bezahlt, bin aber nicht wirklich sicher. Krank wurde jedoch bezahlt. Ich habe leider meinen Chef noch nicht gesehen, sondern bin über eine Freundin eingestellt, die ihn aber auch kaum sieht, alles läuft per Telefon… Wenn ich ihm mal fragen auf WhatsApp stelle erklärt er alles eher kriptisch. Ich hoffe ihr könnt mir hier helfen, denke schon über job wechseln nach, wieder nachtschicht, aber mehr in der nähe, da Ich ca.20 Stunden im Monat mit Fahren verbringe. Weiß aber nicht ob mein jetziger Job im Vergleich besser oder schlechter abschneidet als bei anderen. Ich bekomme so 800 netto raus für 70 Stunden Arbeit wenn alles, kann natürlich auch sein dass alles passt und ich falsch liege hätte nur gerne Aufklärung. LG kiki
bitte beachten Sie, dass wir keine Rechtsberatung anbieten und daher keine einzelfallbezogenen Rechtsfragen beantworten dürfen. Bei derart vielen Unklarheiten kann es sinnvoll sein, einen Anwalt zu konsultieren.
Daron meint
11. April 2019 um 3:29
Hi zusammen, eine Frage. Ich arbeite seit 2 Jahren in der Dauernachtschicht von 22-6 Uhr. Ich kann demnächst für 3-4 Monate ins Ausland gehen um einen neuen Standort zu eröffnen. Behalte ich trotzdem den Nachtschichtzuschlag? Vielen Dank
auch ich habe eine Frage zum Nachtzuschlag. Gilt die o.g. Regelung ebenso für den Fall, dass man lediglich vier (von vier) Tage(n) gearbeitet hat? Oder reicht diese Anzahl noch nicht aus?
1. November 2019 um 19:50
Vielen Dank erstmal für die Info, diese Website fand ich auf der Suche nach Infos bisher am informativsten.
Ich lese mir gerade all dieses Wissen an, weil ein Bekannter von mir bei [Name v. Red. entfernt] arbeitet, und wohl nur 15% Nachtzuschlag bekommen soll.
Ich weiß nicht inwiefern das rechtens ist, aber er hat auch keine festen Schichten, also kann es sein, dass er nicht genug arbeitet, damit ihm der Nachtzuschlag zusteht? Er hat auch gerade erst angefangen, also kann ich das nicht gut beurteilen.
Außerdem habe ich mehrere Artikel von 2014 gefunden, in denen es darum geht, dass [Name v. Red. entfernt] nicht genug bezahle, und trotz Kritik auch nichts daran geändert habe. Ist das noch aktuell, oder haben sie sich als Arbeitgeber geändert?
22. November 2019 um 2:18
Ich hätte eine Frage zur kurzarbeit und Nachtschichtzuschläge.
Ich bin seit 20 Jahren im Betrieb und arbeite schon immer Nachtschicht zu 25%. Jetzt hat der Arbeitgeber kurzarbeit angemeldet und da sich jetzt die tariflichen Arbeitsstunden verringer, verringert sich auch der Brutto Lohn. Nun hat der Arbeitgeber den Faktor für die Berechnung der Zuschläge dem jetzigem Brutto Lohn angepasst. Darf er das, oder wäre dies eine Lohn kürzung?
Für die tatsächliche geleistet Arbeit, bekomme ich ja immer noch mein normaler Gehalt, also müssten davon doch auch die 25% errechnet werden.
Gaev meint
Ich arbeite in der häuslichen Intensivpflege nur im Nachtdienst.
Hatte jetzt zwei verschiedene Arbeitgeber.
Der eine hat im Vertrag stehen “an Feiertagen wird nur der höhere Zuschlag gezahlt” = meine Nachtzuschläge von 25% bzw 40% wurden gegen die Feiertagszuschläge 125% ausgetauscht.
DARF DAS?? (es wurde NICHT wie hier beschrieben, 25% bzw 40% PLUS 125% gezahlt)
Der andere Arbeitgeber addiert die Nachtzuschläge und Feiertagszuschläge wie hier wohl beschrieben, jedoch behauptet er, Nachtzuschläge dürften erst ab 22:00Uhr gezahlt werden. Bis dato hat mir jeder andere Arbeitgeber die Nachtzuschläge schon ab 20:00Uhr gezahlt. (20:00-24:00 + 4:00-6:00=25% und 0:00-4:00=40%)
WAS IST GESETZLICH ERLAUBT (ich meine erlaubt, nicht verpflichtend)
18. März 2020 um 11:58
Hallo habe ich eine frage.
Ich arbeite Nachtschicht von 21.30 bis 6.30 meine frage ob Arbeitgeber muss mich nachzuschläge und Feiertagzuschlag zahlen. Obwohl in Tarifvertrag steht nur die höchste zum zahlen. Wer hat recht?
Stefan L. meint
17. Februar 2020 um 10:54
Guten Tag, kurz zu ihrer Information:
ich arbeite als Zeitungszusteller von 3.00Uhr bis 6.00 Uhr von Montags bis Samstag. Danach dann als Briefzusteller bei gleicher Firma auf selbige Tour, mit einer knapp täglich 40 Stundenwoche.Meine Zeitungstour in Nacht ist mit 156 Minuten berechnet.
Ich erhalte jetzt ab 1.Januar laut Mindestlohngesetz 9.35 Euro. Nachtzuschlag 10%
nun die eigentliche Frage: Ich war 3 Wochen durchgehend krank. Nun habe ich festgestellt , das mir nur anteilig der Nachtzuschlag bezahlt wurde, für die erste Woche im Januar, als ich noch gearbeitet hatte. Danach wurde ich krank.
Ist das rechtens, das mir nur anteilig der Nachtzuschlag für die Zeit berechnet wurde, in der ich gearbeitet habe?
Ich denke, es gilt auch bei Krankheit die volle Weiterzahlung des Nachtzuschlags, oder etwa nicht?
Oder gibt es für die Zustellbranche andere Regelungen? Finde auch den Nachtzuschlag sehr niedrig oder ist das unterste Grenze 10%,Nachtzuschlag erlaubt.die der Arbeitgeber mindestens zahlen sollte.
12. Mai 2020 um 0:32
Ich arbeite als Dauernachtwache in der Altenpflege in einer WG. 7 Tage Nachtschicht und danach 7 tage frei. Im Dienstplan steht, dass ich von 21-00 Uhr normalen Dienst habe und danach als Bereitschaft da sein soll bis um 7. 2 std soll ich Pause haben, was aber nicht geht kann hier ja nicht weg. Kann ich obwohl ich die 7 Tage frei habe noch Nachtzuschlag verlangen? Bekomme auch kein Zuschlag für Feiertage oder sonntage
Brotkutscher meint
18. Mai 2020 um 20:30
Hallo. Meine Kollegen und ich fahren für eine Bäckerei welche keinen Tarifvertrag oder ähnliches hat. Wir bekommen zwar Nachtzuschlag sowie Sonn bzw. Feiertagszuschlag allerdings wird dieser nur nach Mindestlohn bezahlt. Der Arbeitgeber wurde darauf angesprochen und wir bekamen die Antwort das man dies so machen dürfe und nix mit dem Bruttolhn der etwas höher wie der aktuelle Mindestlihn ist zu tun hat. Bereitschaftszeiten werden gar nicht bezahlt. Kann das so richtig sein bzw. gibt es dafür irgendwo ein Gesetz zum nach lesen? Danke im Vorraus
3. Juni 2020 um 13:21
MA bekommt Gehalt
ein MA arbeitet normalerweise in der Nachtschicht von Sonntag Abend bis Freitag morgens.
Wenn am Donnerstag ein Feiertag ist und der MA am Mittwoch Abend seine letzte Nachtschicht macht,
hat er nur 4 Tage gearbeitet – seinen Feiertag hatte er frei – .
Muss für die Zeit von Mittwoch 00.00 Uhr bis Donnerstag (Feiertag) 5.00 Uhr Feiertagszuschlag gezahlt werden? Und wenn ja, wie hoch?
Wenn der MA trotz Feiertag kein frei bekommt und 5 Tage arbeitet, was muss man ihm dann bezahlen?

References: § 6
 § 2
 § 6
 § 2
 § 6

§ 6
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