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Verschleierung	Ennemann 2003	Gesichtet	Ast/Fragment 014 01
Quelle: Ennemann 2003Seite(n): 104 f., Zeilen: 10: 20 ff.; 11: 1 ff.
Die niedergelassenen Ärzte sind im System der Gesundheitsversorgung von besonderer Bedeutung, da sie über die Einweisung eines Patienten in eine stationäre Einrichtung entscheiden. In Deutschland ist es gesetzlich geregelt, dass die stationäre Behandlung erst dann zum Tragen kommt, wenn ambulante, vor- oder nachstationäre Maßnahmen nicht den gewünschten Behandlungserfolg ermöglichen würden. Das bedeutet, „dass zunächst in der Praxis des niedergelassenen Arztes überprüft wird, ob eine Einweisung in ein Krankenhaus notwendig ist, was immer dann der Fall ist, wenn die personellen und technischen Mittel der Praxis nicht ausreichen, den Patienten erfolgsversprechend zu behandeln, bzw. wenn eine Gefährdung des Patienten entstehen würde“41.
Bei den ambulanten Pflegediensten handelt es sich um Einrichtungen, die der ambulanten pflegerischen Versorgung zu Hause lebender kranker und hilfsbedürftiger Menschen dienen42. Für das Krankenhaus sind diese Dienste von Bedeutung, wenn es um die Problematik der Fehlbelegung geht. Patienten, die in Krankenhäusern untergebracht sind, obwohl sie der stationären Behandlung nicht bedürfen43, gelten als Fehlbelegung und der Krankenhausträger ist gemäß § 17 a KHG (Krankenhaus Hilfe Gesetz) zum Abbau bzw. zur Verhinderung einer solchen verpflichtet. Für Krankenhäuser ist es daher wichtig und notwendig, ein Kontakt- und Informationssystem mit den ambulanten Pflegediensten einzurichten, um eine Weiterbehandlung ohne Verzögerung bei entsprechenden Patienten zu gewährleisten44. Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen sind gemäß § 107 Abs. 2 SGB V Einrichtungen, in denen Maßnahmen im Vorfeld einer akuten Erkrankung und/oder Rehabilitation (= Maßnahmen nach einer akuten Erkrankung bzw. zur Verhinderung einer Verschlimmerung einer akuten Erkrankung) durchgeführt werden. Der Vorsorge- und Rehabilitationsbereich ist hinsichtlich des Behandlungsverlaufs eines Patienten in fließendem Übergang mit dem Akutbereich des Krankenhauses zu sehen45.
Alten- und Pflegeheime dienen der Unterbringung, Versorgung, Pflege und Betreuung von älteren, chronisch kranken und pflegebedürftigen Menschen46. Da der Anteil der Menschen über 60 Jahre in den kommenden Jahren stark zunehmen wird47, wird das Versorgungssystem für alte und pflegebedürftige Menschen vermehrt benötigt und an Bedeutung gewinnen. Für die Krankenhäuser ist daher wichtig, sich „auf die veränderte Entwicklung in der [Struktur der zukünftigen Patienten einzustellen [...] und ggf. Kooperationen mit Pflegeeinrichtungen“48 einzugehen.]
41 Vgl. Trill, R. (1996), S. 29.
42 Vgl. Beske, F. (1999), S. 206 ff.
43 §107 Abs. 1 SGB V.
44 Vgl. Trill, R. (1996), S. 31.
45 Vgl. Knorr, K.-E./Wernick, J. (1991), S. 10 f.
46 Vgl. Beske, F. (1999), S. 207 f.
47 Die Ergebnisse der Bevölkerungsvorausberechnung für Deutschland prognostizieren einen Anstieg der Menschen über 60 Jahre von 204,4 [sic!] im Jahr 1992 auf 33,9 % im Jahr 2040. Dagegen wird der Anteil der Altersgruppe der 20- bis 60 jährigen Menschen von 58,1 % im Jahr 1992 auf 50 % im Jahr 2040 abnehmen. Vgl. auch Beske, F. (1999), S. 34 ff.
[48 Vgl. Trill, R. (1996), S. 31.]
Die niedergelassenen Ärzte sind im System der Gesundheitsversorgung von besonderer Bedeutung, da sie über die Einweisung eines Patienten in ein Krankenhaus entscheiden. In Deutschland ist es gesetzlich geregelt, dass die stationäre Behandlung erst als letzte in Frage kommen darf. Gemäß § 39 SGB V haben die ambulante, vor- und nachstationäre Behandlungsform absoluten Vorrang vor der vollstationären Versorgung. Das bedeutet, dass „zunächst in der Praxis des niedergelassenen Arztes überprüft wird, ob eine Einweisung in ein Krankenhaus notwendig ist, was immer dann der Fall ist, wenn die personellen und technischen Mittel der Praxis nicht ausreichen, den Patienten erfolgversprechend zu behandeln bzw. wenn eine Gefährdung des Patienten entstehen würde“19.
Bei den ambulanten Pflegediensten handelt es sich um Einrichtungen, die der ambulanten pflegerischen Versorgung zu Hause lebender kranker und hilfsbedürftiger Menschen dient.20 Für das Krankenhaus sind diese Dienste von Bedeutung, wenn es um die Problematik der Fehlbelegung geht. Patienten, die in Krankenhäusern untergebracht sind, obwohl sie der stationären Behandlung nicht bedürfen21, gelten als Fehlbelegung und der Krankenhausträger ist gemäß § 17a KHG zum Abbau bzw. zur Verhinderung einer solchen verpflichtet. Für Krankenhäuser ist es daher wichtig und notwendig, ein Kontakt- und Informationssystem mit den ambulanten Pflegediensten einzurichten, um eine Weiterbehandlung ohne Verzögerung bei entsprechenden Patienten zu gewährleisten.22
Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen sind gemäß § 107 Abs. 2 SGB V Einrichtungen, in denen Maßnahmen im Vorfeld einer akuten Erkrankung und/oder Rehabilitation, d. h. Maßnahmen nach einer akuten Erkrankung bzw. zur Verhinderung einer Verschlimmerung einer akuten Erkrankung durchgeführt werden. Der Vorsorge- und Rehabilitationsbereich ist hinsichtlich des Behandlungsverlaufs eines Patienten in fließendem Übergang mit dem Akutbereich des Krankenhauses zu sehen.23
Alten- und Pflegeheime dienen der Unterbringung, Versorgung, Pflege und Betreuung von älteren, chronisch kranken und pflegebedürftigen Menschen.24 Da der Anteil der Menschen über 60 Jahre in den kommenden Jahren stark zunehmen wird25, wird das Versorgungssystem für alte und pflegebedürftige Menschen vermehrt benötigt und an Bedeutung gewinnen. Für die Krankenhäuser ist daher wichtig, sich „auf die veränderte Entwicklung in der Struktur der zukünftigen Patienten einzustellen [...] und ggf. Kooperationen mit Pflegeeinrichtungen“26 einzugehen.
19 Trill, R. (1996), S. 29.
20 Vgl. Beske, F. (1999), S. 206ff.
21 § 107 Abs. 1 SGB V.
22 Vgl. Trill, R. (1996), S. 31.
23 Vgl. Knorr, K.-E./Wernick, J. (1991), S. 10f.
24 Vgl. Beske, F. (1999), S. 207f.
25 Die Ergebnisse der Bevölkerungsvorausberechnung für Deutschland prognostizieren einen Anstieg der Menschen über 60 Jahre von 20,4% im Jahr 1992 auf 33,9% im Jahr 2040. Dagegen wird der Anteil der Altersgruppe der 20- bis 60jährigen Menschen von 58,1% im Jahr 1992 auf 50,0% im Jahr 2040 abnehmen. Vgl. auch Beske, F. (1999), S. 34ff.
26 Trill, R. (1996), S. 31.
Kein Hinweis auf die Quelle. Wo sich der Text von der Quelle löst, wird er inhaltlich falsch. Das KHG heißt nicht Krankenhaus Hilfe Gesetz, sondern Krankenhausfinanzierungsgesetz, amtlich: Gesetz zur wirtschaftlichen Sicherung der Krankenhäuser (v. 29.6.1972).
und zur Regelung der Krankenhauspflegesätze.
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References: § 17
 § 107
 §107
 § 39
 § 17
 § 107
 § 107