Source: http://www.hensche.de/Stellenbewerber_Befragung_des_Stellenbewerbers_nach_Ermittlungsverfahren_BAG_6AZR339-11.html
Timestamp: 2018-09-21 10:05:48+00:00

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BAG, Urteil vom 15.11.2012, 6 AZR 339/11 - HENSCHE Arbeitsrecht
BAG, Ur­teil vom 15.11.2012, 6 AZR 339/11
Schlagworte: Bewerbung, Stellenbewerber, Auskunftspflicht, Fragerecht
Leitsätze: An der Informationsbeschaffung durch die unspezifizierte Frage nach eingestellten Ermittlungsverfahren an den Stellenbewerber besteht grundsätzlich kein berechtigtes Interesse des potenziellen Arbeitgebers. Eine solche Frage ist damit im Regelfall nicht erforderlich iSv. § 29 Abs. 1 Satz 1 DSG NRW. Das ergibt sich aus den Wertentscheidungen des § 53 BZRG. Eine allein auf die wahrheitswidrige Beantwortung einer solchen Frage gestützte Kündigung verstößt deshalb gegen die objektive Wertordnung des Grundgesetzes, wie sie im Recht auf informationelle Selbstbestimmung zum Ausdruck kommt, und ist nach § 138 Abs. 1 BGB unwirksam.
Vorinstanzen: Arbeitsgericht Detmold,	Urteil vom 28.04.2010, 2 Ca 1577/09
Landesarbeitsgericht Hamm, Urteil vom 10.03.2011, 11 Sa 2266/10
hat der Sechs­te Se­nat des Bun­des­ar­beits­ge­richts auf­grund der münd­li­chen Ver­hand­lung vom 15. No­vem­ber 2012 durch den Vor­sit­zen­den Rich­ter am Bun­des­ar­beits­ge­richt Dr. Fi­scher­mei­er, die Rich­te­rin­nen am Bun­des­ar­beits­ge­richt Gall­ner und Spel­ge so­wie den eh­ren­amt­li­chen Rich­ter Za­bel und die eh­ren­amt­li­che Rich­te­rin Kam­mann für Recht er­kannt:
1. Die Re­vi­si­on des be­klag­ten Lan­des ge­gen das Ur­teil des Lan­des­ar­beits­ge­richts Hamm vom 10. März 2011 - 11 Sa 2266/10 - wird zurück­ge­wie­sen.
Nach § 51 des Bun­des­zen­tral­re­gis­ter­ge­set­zes darf sich ein/e Be­wer­ber/in als un­be­straft be­zeich­nen und braucht er/sie den ei­ner Ver­ur­tei­lung zu Grun­de lie­gen­den Sach­ver­halt nicht zu of­fen­ba­ren, wenn die Ver­ur­tei­lung nicht in ein Führungs­zeug­nis oder nur in ein sol­ches für Behörden auf­zu­neh­men oder im Zen­tral­re­gis­ter zu til­gen ist.
Ein/e Be­wer­ber/in ist ver­pflich­tet, ge­genüber ei­ner obers­ten Lan­des­behörde auch über die­je­ni­gen Ver­ur­tei­lun­gen Aus­kunft zu ge­ben, die nicht in ein Führungs­zeug­nis oder nur in sol­che für Behörden auf­zu­neh­men sind.
(3) So­weit be­son­de­re Rechts­vor­schrif­ten auf die Ver­ar­bei­tung per­so­nen­be­zo­ge­ner Da­ten an­zu­wen­den sind, ge­hen sie den Vor­schrif­ten die­ses Ge­set­zes vor.
Zulässig­keit der Da­ten­ver­ar­bei­tung
(1) Die Ver­ar­bei­tung per­so­nen­be­zo­ge­ner Da­ten ist nur zulässig, wenn
a) die­ses Ge­setz oder ei­ne an­de­re Rechts­vor­schrift sie er­laubt oder
b) die be­trof­fe­ne Per­son ein­ge­wil­ligt hat. ...
Da­ten­ver­ar­bei­tung bei Dienst- und Ar­beits­verhält­nis­sen
(1) Da­ten von Be­wer­bern und Beschäftig­ten dürfen nur ver­ar­bei­tet wer­den, wenn dies zur Ein­ge­hung, Durchführung, Be­en­di­gung oder Ab­wick­lung des Dienst- oder Ar­beits­verhält­nis­ses oder zur Durchführung or­ga­ni­sa­to­ri­scher, per­so­nel­ler und so­zia­ler Maßnah­men, ins­be­son­de­re auch zu Zwe­cken der Per­so­nal­pla­nung und des Per­so­nal­ein­sat­zes, er­for­der­lich ist oder ei­ne Rechts­vor­schrift, ein Ta­rif­ver­trag oder ei­ne Dienst­ver­ein­ba­rung dies vor­sieht. ...
Am 8. Sep­tem­ber 2009 be­gründe­ten die Par­tei­en ein vom 15. Sep­tem­ber 2009 bis zum 14. Sep­tem­ber 2010 zur Er­pro­bung be­fris­te­tes Ar­beits­verhält­nis. Sie ver­ein­bar­ten die Gel­tung des Ta­rif­ver­trags für den öffent­li­chen Dienst der Länder (TV-L) so­wie ei­ne Pro­be­zeit von sechs Mo­na­ten. Am 15. Sep­tem­ber 2009 nahm der Kläger die Tätig­keit auf. Im Ok­to­ber 2009 ging ein an­ony­mes Schrei­ben bei der Schu­le des Klägers und der zuständi­gen Be­zirks­re­gie­rung ein, in dem dar­auf hin­ge­wie­sen wur­de, der Kläger ste­he un­ter dem Ver­dacht des Kin­des­miss­brauchs. Mit Schrei­ben vom 22. Ok­to­ber 2009 lei­te­te die Be­zirks­re­gie­rung die­ses Schrei­ben an die Staats­an­walt­schaft mit der Bit­te wei­ter, straf­rechts­re­le­van­te Vorfälle mit­zu­tei­len. Die dar­auf­hin über­sand­te Vor­gangs­lis­te vom 3. No­vem­ber 2009 ent­hielt fol­gen­de An­ga­ben:
Ak­ten­zei­chen/Ein­gangs­da­tum De­likt Tat­zeit/Tat­ort Er­le­di­gung/Ent­schei­dung Er­led./Da­tum
271 Js 1046/09 / 02.09.2009 § 240 StGB 27.08.2009/Bor­chen Einst.-/Ein­stel­lung - § 153 I St­PO (Ge­ringfügig­keit)
§ 153 I St­PO 03.09.2009
111 Js 559/08 / 15.08.2008 § 266a Abs. 1 StGB 00.00.2003/Bor­chen e.E. - § 153 a I S. 2 Nr. 2 St­PO end. Einst. § 153 a I S. 2 Nr. 2 St­PO (Geld­be­trag für ge­meinnützi­ge Ein­rich­tung oder Staats­kas­se) 31.10.2008
271 Js 301/08 / 18.03.2008 § 123 StGB 28.02.2008/Bor­chen Einst. - Ver­wei­sung auf Pri­vat­kla­ge Ein­stel­lung - Ver­wei­sung auf Pri­vat­kla­ge 07.04.2008
KSchG zu ver­ste­hen, hat der Kläger - so­weit für die Re­vi­si­on von In­ter­es­se - zu­letzt be­an­tragt
BA­GE 113, 327). Es soll nach dem Wil­len des Ge­setz­ge­bers die gel­ten­de Rechts­la­ge klar­stel­len und das Maßre­ge­lungs­ver­bot ins­be­son­de­re bei Kündi­gun­gen auf al­le Ar­beit­neh­mer er­stre­cken, al­so auch auf sol­che, für die das Kündi­gungs­schutz- oder Be­triebs­ver­fas­sungs­ge­setz nicht gilt (BT-Drucks. 8/3317 S. 10, 16). Auf Stel­len­be­wer­ber fin­det § 612a BGB da­mit kei­ne An­wen­dung (LAG Ber­lin-Bran­den­burg 21. Ju­li 2008 - 10 Sa 555/08 - Rn. 36; APS/Linck 4. Aufl. § 612a Rn. 4; Münch­KommBGB/Müller-Glöge 6. Aufl. § 612a Rn. 4, 14; KR/Tre­ber 10. Aufl. § 612a BGB Rn. 3c; Wil­ken Re­ge­lungs­ge­halt des Maßre­ge­lungs­ver­bots gem. § 612a BGB S. 162 f.; Fau­len­bach Das ar­beits-recht­li­che Maßre­ge­lungs­ver­bot S. 55). Dies gilt auch dann, wenn die Rechts­ausübung wie im vor­lie­gen­den Fall noch im An­bahnungs­verhält­nis, die nach­tei­li­ge Maßnah­me aber erst im später ge­schlos­se­nen Ar­beits­verhält­nis er­folgt. Das Maßre­ge­lungs­ver­bot soll ver­hin­dern, dass Ar­beit­neh­mer­rech­te des­halb nicht wahr­ge­nom­men wer­den, weil der Ar­beit­neh­mer mit Be­nach­tei­li­gun­gen rech­nen muss (BAG 16. Fe­bru­ar 1989 - 2 AZR 299/88 - zu B III 3 b der Gründe, BA­GE 61, 131). Es soll den Ar­beit­neh­mer in sei­ner Wil­lens­frei­heit bei der Ent­schei­dung darüber schützen, ob er ein Recht ausüben will oder nicht (BAG 21. Sep­tem­ber 2011 - 7 AZR 150/10 - Rn. 32 mwN, EzA BGB 2002 § 612a Nr. 7). Der Fall der Rechts­ausübung vor Be­gründung des Ar­beits­verhält­nis­ses, die erst im späte­ren Ar­beits­verhält­nis zu Nach­tei­len führt, wird dem­nach vom Schutz­zweck des § 612a BGB nicht er­fasst.
auf in­for­ma­tio­nel­le Selbst­be­stim­mung, bei dem es sich um ei­ne Aus­prägung des all­ge­mei­nen Persönlich­keits­rechts han­delt, zum Aus­druck kommt.
vor der Ein­stel­lung sei­en er­laubt, so­fern es kei­ne Vor­schrift ge­be, die ei­ne sol­che Fra­ge un­ter­sa­ge, ist dem­nach un­zu­tref­fend.
aa) Zur Ausfüllung die­ses un­be­stimm­ten Rechts­be­griffs kann auf die Recht­spre­chung des Bun­des­ar­beits­ge­richts zum Fra­ge­recht des Ar­beit­ge­bers im Be­wer­bungs­ver­fah­ren zurück­ge­grif­fen wer­den. Mit der An­knüpfung an den Be­griff der „Er­for­der­lich­keit“ wird die bis da­hin vor­wie­gend richter­recht­lich ge­prägte Rechts­la­ge nicht geändert, son­dern le­dig­lich kon­kre­ti­siert und ko­di­fi­ziert (vgl. Stähler Da­ten­schutz­ge­setz Nord­rhein-West­fa­len 2. Aufl. Teil E Erl. § 29 Rn. 3; vgl. für § 32 BDSG Rie­sen­hu­ber NZA 2012, 771, 776; ErfK/Fran­zen 13. Aufl. § 32 BDSG Rn. 1; Sei­fert in Si­mi­tis BDSG 7. Aufl. § 32 Rn. 22). Aus­ge­hend von dem un­ter Rn. 16 be­reits dar­ge­leg­ten Ge­samt­kon­zept des DSG NRW be­steht da­mit ein grundsätz­li­ches Fra­ge­ver­bot, das nur aus­nahms­wei­se, nämlich dann, wenn die Da­ten­er­he­bung er­for­der­lich ist, in ein von § 29 DSG NRW ge­deck­tes Fra­ge­recht um­schlägt (Rie­sen­hu­ber aaO S. 775 f.). Da­bei sind an das Vor­lie­gen der Er­for­der­lich­keit nach dem Wil­len des Ge­setz­ge­bers stren­ge An­for­de­run­gen zu stel­len (Druck­sa­che des Land­tags Nord­rhein-West­fa­len 10/1565 S. 64).
bb) Fra­gen nach per­so­nen­be­zo­ge­nen Da­ten vor der Ein­ge­hung ei­nes Ar­beits­verhält­nis­ses sind da­nach nur dann iSv. § 29 Abs. 1 Satz 1 DSG NRW er­for­der­lich, wenn der künf­ti­ge Ar­beit­ge­ber ein be­rech­tig­tes, bil­li­gens­wer­tes und schutzwürdi­ges In­ter­es­se an der Be­ant­wor­tung sei­ner Fra­ge bzw. der In­for­ma­ti­ons­be­schaf­fung im Hin­blick auf die Be­gründung des Ar­beits­verhält­nis­ses hat und das In­ter­es­se des Ar­beit­neh­mers an der Ge­heim­hal­tung sei­ner Da­ten das In­ter­es­se des Ar­beit­ge­bers an der Er­he­bung die­ser Da­ten nicht über­wiegt (vgl. BAG 16. Fe­bru­ar 2012 - 6 AZR 553/10 - Rn. 12 f., 26, AP SGB IX § 85 Nr. 9 = EzA AGG § 3 Nr. 7). Bei der er­for­der­li­chen Abwägung ist Art. 33 Abs. 2 GG zu be­ach­ten, so­weit es um die Ein­stel­lung in den öffent­li­chen Dienst geht. Ge­eig­net iSv. § 33 Abs. 2 GG ist nur, wer dem an­ge­streb­ten Amt in körper­li­cher, psy­chi­scher und cha­rak­ter­li­cher Hin­sicht ge­wach­sen ist. Zur Eig­nung gehören die Fähig­keit und in­ne­re Be­reit­schaft, die dienst­li­chen Auf­ga­ben nach den Grundsätzen der Ver­fas­sung wahr­zu­neh­men, ins­be­son­de­re die Frei­heits­rech­te der Bürger zu wah­ren und rechts­staat­li­che Re­geln ein­zu­hal­ten (vgl. BAG 27. Ju­li 2005 - 7 AZR 508/04 - zu I 1 b bb (1) der Gründe, BA­GE 115, 296).
cc) Das Bun­des­ar­beits­ge­richt hat nach die­sen Grundsätzen ein be­rech­tig­tes In­ter­es­se des öffent­li­chen Ar­beit­ge­bers an­er­kannt, sich bei ei­nem Be­wer­ber um ein öffent­li­ches Amt nach anhängi­gen Straf- und Er­mitt­lungs­ver­fah­ren zu er­kun­di­gen, wenn be­reits ein sol­ches Ver­fah­ren Zwei­fel an der persönli­chen Eig­nung des Be­wer­bers für die in Aus­sicht ge­nom­me­ne Tätig­keit be­gründen kann (vgl. BAG 27. Ju­li 2005 - 7 AZR 508/04 - zu I 1 b bb (1) der Gründe, BA­GE 115, 296; 20. Mai 1999 - 2 AZR 320/98 - zu B I 1 b cc der Gründe, BA­GE 91, 349).
§ 41 BZRG ge­nann­ten Behörden. Auch die­sen Stel­len ist im von § 41 BZRG ge­re­gel­ten Um­fang je­doch nur Aus­kunft über die in das Re­gis­ter ein­ge­tra­ge­nen Sach­ver­hal­te zu gewähren. Nach § 3 BZRG iVm. mit §§ 4 bis 8 BZRG ist im hier in­ter­es­sie­ren­den Zu­sam­men­hang auch in den Fällen des § 53 Abs. 2 BZRG nur Aus­kunft über straf­ge­richt­li­che Ver­ur­tei­lun­gen zu er­tei­len. Ein­ge­stell­te staats­an­walt­schaft­li­che Er­mitt­lungs­ver­fah­ren sind in die­sen Vor­schrif­ten nicht auf­geführt. Sol­che Ver­fah­ren sind nicht in das Re­gis­ter ein­zu­tra­gen. Für die­se Ent­schei­dung des Ge­setz­ge­bers wa­ren rechts­staat­li­che Be­den­ken aus­schlag­ge­bend. Oh­ne Schuld­nach­weis er­schie­nen dem Ge­setz­ge­ber die aus ei­ner Ein­tra­gung mögli­cher­wei­se fol­gen­den nach­tei­li­gen Wir­kun­gen nicht ver­tret­bar (KK/Scho­reit St­PO 6. Aufl. § 153a Rn. 45; Mey­er-Goßner St­PO 55. Aufl. § 153a Rn. 60). Ein­ge­stell­te Er­mitt­lungs­ver­fah­ren sind da­her we­der in ein Führungs­zeug­nis auf­zu­neh­men noch ist über sie ge­genüber Ge­rich­ten und Behörden iSv. § 53 Abs. 2 BZRG Aus­kunft zu er­tei­len. Be­steht aber ein Ver­schwei­ge­recht be­reits in den von § 53 BZRG aus­drück­lich ge­re­gel­ten Fällen, ist ein sol­ches Recht erst recht an­zu­neh­men, wenn nach Vorgängen ge­fragt wird, die von vorn­her­ein nicht in ein Führungs­zeug­nis auf­zu­neh­men sind und über die selbst den in § 53 Abs. 2 BZRG ge­nann­ten Stel­len kei­ne Aus­kunft er­teilt wer­den kann (in die­sem Sinn Ha­se BZRG § 53 Rn. 2; Mil­tha­ler Das Fra­ge­recht des Ar­beit­ge­bers nach den Vor­stra­fen des Be­wer­bers S. 176; für ei­ne ana­lo­ge An­wen­dung auf Ver­fah­rens­ein­stel­lun­gen: Reb­mann/Uh­lig BZRG § 53 Rn. 3).
oder Stra­fe gleich­kom­men, de­nen aber kein rechts­staat­li­ches pro­zess­ord­nungs­gemäßes Ver­fah­ren zur Schuld­fest­stel­lung vor­aus­ge­gan­gen ist. Bis zum ge­setz­li­chen Nach­weis der Schuld wird sei­ne Un­schuld ver­mu­tet (BVerfG 29. Mai 1990 - 2 BvR 254/88, 2 BvR 1343/88 - zu C I 1 der Gründe, BVerfGE 82, 106). Kommt es nicht zu ei­nem rich­ter­li­chen Schuld­spruch, gilt die Un­schulds­ver­mu­tung fort (BVerfG 16. Mai 2002 - 1 BvR 2257/01 - NJW 2002, 3231). Im Un­ter­schied zu lau­fen­den Er­mitt­lungs­ver­fah­ren, bei de­nen die Recht­spre­chung die Fra­ge nach sol­chen Ver­fah­ren zulässt, weil noch un­ge­wiss ist, ob dem Be­wer­ber ein Ver­schwei­ge­recht nach § 53 BZRG zu­kom­men wird (vgl. BAG 27. Ju­li 2005 - 7 AZR 508/04 - zu I 1 b bb (2) der Gründe, BA­GE 115, 296), steht nach Ein­stel­lung des Er­mitt­lungs­ver­fah­rens auf­grund der Un­schulds­ver­mu­tung dem Be­trof­fe­nen das Ver­schwei­ge­recht nach § 53 BZRG zu.
- 3 B 174.97 - Buch­holz 418.00 Ärz­te Nr. 101; 26. März 1996 - 1 C 12.95 - BVerw­GE 101, 24).
ee) Nach die­sen Grundsätzen war die Fra­ge nach ein­ge­stell­ten Er­mitt­lungs­ver­fah­ren vor der Ein­stel­lung des Klägers durch das be­klag­te Land nicht er­for­der­lich iSv. § 29 Abs. 1 DSG NRW. Das In­ter­es­se des Klägers an der Ge­heim­hal­tung der ein­ge­stell­ten Er­mitt­lungs­ver­fah­ren über­wog das In­ter­es­se des be­klag­ten Lan­des an der Er­he­bung die­ser Da­ten. Der Kläger durf­te des­halb die ein­ge­stell­ten Er­mitt­lungs­ver­fah­ren - so­weit sie ihm über­haupt be­kannt wa­ren - ver­schwei­gen.
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References: § 29
 § 53
 § 138
 § 51
 § 240
 § 153

§ 153
 § 266
 § 153
 § 153
 § 123
 § 612
 § 612
 § 612
 § 612
 § 612
 § 612
 § 612
 § 29
 § 32
 § 32
 § 32
 § 29
 § 29
 § 85
 § 3
 Art. 33
 § 33

§ 41
 § 41
 § 3
 § 53
 § 153
 § 153
 § 53
 § 53
 § 53
 § 53
 § 53
 § 53
 § 53
 § 29