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Timestamp: 2017-03-24 17:58:17+00:00

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5.101-501 N Freiwillige Beiträge-Richtlinie (BeitrRL) - Kirchenrecht Online-Nachschlagewerk
5.101-501 N Freiwillige Beiträge-Richtlinie (BeitrRL)
§ 2 Beitragsleistende
§ 3 Beitragsempfänger
§ 4 Höhe der Beiträge
§ 5 Unterrichtung der Gemeindeglieder
§ 6 Verwaltung der Beiträge
.Richtlinieüber freiwillige Beiträge für die KirchengemeindenVom 20. Februar 1990ÄnderungenLfd.Nr.:Änderndes RechtDatumFundstelleGeänderteParagrafenArt derÄnderungBekanntmachung der Neufassung der Richtlinie über freiwillige Beiträge für die Kirchengemeinden vom 22. August 1995 (GVOBl. 198)####§ 1Grundsatz
Die Kirchengemeinden prüfen, ob es zur Erfüllung der ihnen nach Artikel 7 der Verfassung der Nordelbischen Ev.-Luth. Kirche obliegenden Aufgaben erforderlich ist, von ihren Gemeindegliedern einen freiwilligen Beitrag für die Kirchengemeinden zu erheben.
1 Über die Erhebung der Beiträge entscheidet der Kirchenvorstand durch Beschluss. 2 Die Beiträge können für ein oder mehrere Jahre sowie auf Dauer erhoben werden. 3 Der Beschluss über die Erhebung der Beiträge ist öffentlich bekannt zu machen.
Damit soll allen Gemeindegliedern Gelegenheit gegeben werden, einen finanziellen Beitrag zur Durchführung des kirchlichen Auftrags ihrer Kirchengemeinde zu leisten und so die Verantwortung als Kirchenmitglied besser wahrzunehmen.#§ 2Beitragsleistende
1 Von allen volljährigen Gemeindegliedern, die eigene Einnahmen haben und keine Kirchensteuer entrichten, wird ein freiwilliger Beitrag für die Kirchengemeinde zur Erfüllung ihrer Aufgaben erwartet. 2 Es kann auch die Vollendung des 60. Lebensjahres als untere Altersgrenze bestimmt werden.
Die Erwartung richtet sich grundsätzlich nicht anGemeindeglieder, die bereits zur Kirchensteuer von der Einkommen (Lohn)steuer, zur Mindestkirchensteuer, zum Kirchgeld in glaubensverschiedener Ehe, zur Kirchensteuer vom Grundeigentum oder zum Kirchgeld in festen oder gestaffelten Beträgen herangezogen werden sowie deren Ehegatten,Gemeindeglieder, für die ein Elternteil Kindergeld nach dem Bundeskindergeldgesetz erhält (falls die Beiträge bereits vom 18. Lebensjahr an erhoben werden),Gemeindeglieder, die ihren Lebensunterhalt aus Leistungen nach dem Bundessozialhilfegesetz oder dem Arbeitsförderungsgesetz bestreiten.#§ 3Beitragsempfänger
Die freiwilligen kirchlichen Beiträge stehen der Kirchengemeinde zur Erfüllung ihrer Aufgaben zu.
Die Beiträge sollen bei den Finanzzuweisungen der Kirchenkreise an die Kirchengemeinden nicht berücksichtigt werden.
Vor der Beschlussfassung ist eine Stellungnahme des Kirchenkreisvorstands zu der von der Kirchengemeinde in Aussicht genommenen Regelung herbeizuführen.#§ 4Höhe der Beiträge
1 Die Beiträge können gestaffelt nach dem jeweiligen Einkommen des Gemeindegliedes durch Selbsteinschätzung erhoben werden. 2 Dabei wird ein Betrag in Höhe von 0,5 Prozent des Jahreseinkommens als Richtwert empfohlen.
1 Die Zahlungen werden ggf. auf Antrag durch Vorlage einer Spendenbescheinigung nach den dafür maßgeblichen Bestimmungen bei der Einkommensteuer berücksichtigt. 2 Das gilt auch für Beiträge, die von dem in § 2 Absatz 2 genannten Personenkreis erbracht werden.#§ 5Unterrichtung der Gemeindeglieder 1 Die Bitte um Beiträge ist an die Angeschriebenen persönlich zu richten. 2 Ihr sollen nähere Angaben über den Grund der Bitte und die beabsichtigte Verwendung im Einzelnen beigefügt werden. 3 Über die Ausführung der angekündigten Vorhaben ist nach Abschluss in geeigneter Form – z. B. durch Rundschreiben oder Gemeindeblatt – zu berichten.#§ 6Verwaltung der Beiträge
Die Verwaltung der Beiträge obliegt den Kirchengemeinden oder den von ihnen beauftragten Stellen.
1 Die Beiträge können jährlich oder in Raten erbeten und entrichtet werden. 2 Die Angabe von Zahlungsterminen ist ratsam.
Es wird darauf hingewiesen, dass die Bestimmungen des Haushalts-, Kassen- und Rechnungswesens anzuwenden sind.#§ 7InkrafttretenDie Richtlinie tritt am 1. Januar 1996 in Kraft.

References: § 2

§ 3

§ 4

§ 5

§ 6
 § 2