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Timestamp: 2017-09-21 21:23:43+00:00

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FACHBERATER: 3,0 Std. GmbH in der Krise [41097]
(2017/09/26) Dienstag, 26. September 2017
Ortwin Posdziech Dipl.-Finanzwirt (FH), Steuerberater, Heinsberg
Für dieses Seminar werden 3,0 Pflichtfortbildungsstunden für das Fachgebiet Restrukturierung und Unternehmensplanung (DStV e.V.) anerkannt!
Immer häufiger geraten Gesellschaften in Krisensituationen, die den Berater und seine Mandanten vor eine Fülle von Problemen stellen. Bevor als letzter Ausweg die Liquidation erwogen wird, bieten sich zahlreiche Möglichkeiten der Sanierung an. Gesellschafts- und steuerrechtliche Überlegungen gewinnen schicksalsentscheidende Bedeutung.
Dieses Praktikerseminar macht den Steuerberater mit dem gesamten Instrumentarium der Krisenbewältigung vertraut. So werden zunächst ausführlich die verschiedenen Sanierungsmaßnahmen jeweils praxisbezogen mit den steuerlichen Möglichkeiten, aber auch Risiken aufgezeigt, verbunden mit wertvollen Gestaltungs- und Verhaltensempfehlungen. Nach Ablehnung des Sanierungserlasses durch den Großen Senat des BFH besteht eine gesetzliche Neuregelung zur Steuerfreiheit von Sanierungsgewinnen unter dem Vorbehalt einer EU-rechtlichen Zustimmung verbunden mit einer Übergangsregelung und dem Wegfall von stl. Verlusten. Unabhängig von dem Erfordernis einer Zustimmung der EU-Kommission hat die Finanzverwaltung ein mandantenfreundliches BMF-Schreiben für Altfälle entworfen.
Inzwischen hat das BVerfG zwar den § 8c Abs. 1 S. 1 KStG in der Rechtslage bis Ende 2015 für verfassungswidrig erklärt. Fraglich bleiben aber die Folgen bei einer schädlichen Anteilsübertragung von mehr als 50 % sowie die Behandlung ab 2016. Neu ist ferner die in der Praxis mögliche rückwirkende Entschärfung des § 8c KStG durch den im Dezember 2016 verwirklichten § 8d KStG (fortführungsgebundener Verlustvortrag). Dies erfordert nicht nur eine fristgerechte Antragstellung sondern neben einer vorherigen genauen Prüfung des Geschäftsbetriebs auch eine weitere Beobachtung seiner Entwicklung, damit schädliche Ereignisse vermieden werden.
Hier bestehen aber viele Unsicherheiten. Ferner stellt sich die Frage, wie Darlehnsausfälle und Bürgschaftsinanspruchnahmen bei Privatpersonen insbesondere nach der für Mitte Juli 2017 angekündigten BFH-Entscheidung steuerlich zu berücksichtigen sind. Wegen der Einzelheiten wird auf die Seminargliederung hingewiesen. Die Teilnehmer erhalten umfangreiche Arbeitsunterlagen, die für die Praxis von entscheidender Bedeutung sind.
Welche Sanierungsmaßnahme bestehen? (einschl. ihrer Steuerfolgen)
Gewährung von Gesellschafterdarlehn oder Eigenkapitalzuschüssen einschl. BFH-Urteile, § 3 c Abs. 2 EStG bei Ausfall von Gesellschafterdarlehen
Forderungsverzicht bzw. Schuldübernahme durch Gesellschafter
Forderungsverzicht gegen Besserungsversprechen als sinnvolle Gestaltung (Möglichkeiten und Risiken nach BMF-Schreiben, Bedeutung des § 20 Abs. 2 Nr. 7 EStG; BFH-Urteil)
Vergütungsverzicht bei Dienstleistungen, Nutzungsüberlassungen oder Darlehnsgewährungen usw. mit oder ohne Besserungsversprechen (BFH-Urteile; BMF-Schreiben,; Vorsicht bei Verzicht nach Fälligkeit)
Verzicht oder Aufhebung von Pensionszusagen an Gesellschafter-Geschäftsführer (Möglichkeiten, Steuerfallen und Alternativen)
Pensionsverzicht gegen Besserungsversprechen
Steuerfolgen einer notwendigen Pachtreduzierung in der Krise – § 3 c Abs. 2 EStG? (BFH-Rechtsprechung; Gesetzesänderung ab 2015; Gestaltungsüberlegungen für die Praxis; Argumentatitionshilfen in der BP; Anwendung im Privatvermögen; ist Organschaft eine Lösung?)
Wie macht man einen Rangrücktritt? (einschl. Gestaltungsempfehlung wegen möglicher Steuerfolgen sowie derzeitige Bedeutung; BGH-und BFH-Rechtsprechung)
Wie kann man steuerliche Verluste der GmbH nutzen?
Verschmelzung von Gewinn- und Verlustgesellschaften
Begründung einer ertragsteuerlichen Organschaft einschl. Anforderungen an die Verlustübernahmevereinbarung
Verlagerung von Geschäftschancen in Verlust-GmbH
Der Wegfall des Sanierungserlasses und seine Folgen für Sanierungsgewinne (einschl. Übergangsregelung zum alten Sanierungserlass, rückwirkende Anwendung einer Gesetzesneuregelung mit europa-rechtlichem Vorbehalt)
Risiken durch Anteilsübertragung bei Verlustgesellschaften
Grundlagen mit BMF-Schreiben (einschl. interessante Gestaltung durch Anteilsübertragung in Etappen)
Unterjähriger Beteiligungserwerb (Änderung der Verwaltungsauffassung)
Übertragung innerhalb eines Firmenverbunds mit Konzernklausel (Gesetzesänderung)
Wechsel von unmittelbarer in mittelbarer Beteiligung Verlustgesellschaft
Unentgeltliche Übertragung innerhalb der Familie (Möglichkeiten und Risiken; Abgrenzung, Anwendung bei Bürgschaften, Versorgungsleistungen oder ausstehenden Einlagen; Gestaltungsempfehlung wegen fehlender Gesetzesregelung))
Verschonungsregelung in Höhe der stillen Reserven
Das Ende der Sanierungsklausel
Verfassungswidrigkeit des § 8 c Abs. 1 S. 1 KStG und seine Folgen
Der neue § 8 d KStG zur rückwirkenden Entschärfung des § 8 c KStG nach dem 31.12.2015 (Vorteile und Risiken der Antragstellung!)
Steuervorteile und –risiken bei Forderungsabtretung oder Besserungsscheinabtretung im Rahmen der Anteilsübertragung von Verlustgesellschaften (Bedeutung für einen Forderungsverzicht gegen Besserungsversprechen; BFH-Urteil)
Verlustnutzung beim Gesellschafter nach § 17 EStG
Ausgefallene Gesellschafterdarlehn und Bürgschaftsinanspruchnahmen im Rahmen des § 17 EStG nach neuer BFH- Rechtsprechung)
Zeitliche Abzugsfähigkeit von Verlusten nach § 17 ESt (Vorsicht in der gestaltenden Beratung! Neue Rechtsprechung, Gestaltungsempfehlung)
Nichtabziehbarkeit von Schuldzinsen und anderen beteiligungsbezogenen Werbungskosten nach Insolvenz in Abgeltungsfällen
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References: § 8
 § 8
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 § 3
 § 20
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 § 8
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 § 17
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