Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_12/vo/4/4129.htm
Timestamp: 2018-11-19 01:42:06+00:00

Document:
4.129 Sigrazhofer Ried
Verordnung des Regierungspräsidiums Tübingen über das Naturschutzgebiet »Sigrazhofer Ried« vom 28. Oktober 1985 (GBl. v. 13.12.1985, S. 391).
Die in § 2 näher bezeichnete Fläche auf dem Gebiet der Gemeinde Kißlegg und der Stadt Leutkirch im Allgäu, Landkreis Ravensburg, wird zum Naturschutzgebiet erklärt. Das Naturschutzgebiet führt die Bezeichnung »Sigrazhofer Ried«.
(1) Das Naturschutzgebiet hat eine Größe von 20,29 ha. Es umfaßt
1. auf Gemarkung Waltershofen der Gemeinde Kißlegg das Flurstück 12, den südöstlichen Teil des Flurstücks 9 sowie Flurstück 12/1 ohne den rund 58 ar großen Nordteil;
2. auf Gemarkung Gebrazhofen Flur 3 und 6, der Stadt Leutkirch im Allgäu die Flurstücke 219 bis 238, 248 bis 251, 252/1, 254 bis 266, den südöstlichen Teil des Flurstücks 252/2 und den nordöstlichen Teil des Flurstücks 244.
(2) Die Grenzen des Naturschutzgebietes sind in einer Flurkarte des Regierungspräsidiums Tübingen vom 13. September 1984 im Maßstab 1:2500, kombiniert mit einer Übersichtskarte im Maßstab 1:25000, gekennzeichnet und rot angelegt.
Die Karte ist Bestandteil der Verordnung. Die Verordnung mit Karte wird beim Regierungspräsidium Tübingen in Tübingen, beim Landratsamt Ravensburg in Ravensburg und beim Bürgermeisteramt der Stadt Leutkirch i. A. auf die Dauer von 3 Wochen, beginnend am 8. Tag nach Verkündung dieser Verordnung im Gesetzblatt, zur kostenlosen Einsicht durch jedermann ausgelegt.
Der Schutzzweck liegt in der Erhaltung eines äußerst wertvollen Feuchtgebietes, das aus Nieder‑ und Zwischenmoorflächen mit Hochmoorbildungen besteht. Weiter soll die Entwicklung und Förderung der natürlichen und gelenkten Sukzession im vorhandenen Wald gesichert werden. In diesem Feuchtgebiet lebt eine vielfältige, an diese Lebensräume angepaßte Flora und Fauna mit vielen seltenen und bedrohten Arten.
1. für die ordnungsgemäße Ausübung der Jagd mit der Maßgabe, daß in der offenen Landschaft keine Futterstellen oder Hochsitze erstellt werden;
3. für die ordnungsgemäße landwirtschaftliche Grünlandnutzung in der bisherigen Art und im bisherigen Umfang;
(1) Ordnungswidrig im Sinne des § 64 Abs. 1 Nr. 2 NatSchG handelt, wer in dem Naturschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig eine der nach §§ 4 und 5 Nr. 2, 3 und 4 dieser Verordnung verbotenen Handlungen vornimmt.
(2) Ordnungswidrig im Sinne des § 33 Abs. 2 Nr. 4 des Landesjagdgesetzes handelt, wer in dem Naturschutzgebiet vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § § 4 und 5 Nr. 1 dieser Verordnung die Jagd ausübt.
§ 8 Belange des Bundesfernstraßenbaues
Durch diese Verordnung bleibt die gemäß § 16 Bundesfernstraßengesetz bestehende Linienführung der geplanten A 96 unberührt.
TÜBINGEN, den 28. Oktober 1985

References: § 2
 § 64
 § 33
 § 4

§ 8
 § 16