Source: https://www.tuv-ad.de/energietestat/?L=0
Timestamp: 2019-03-23 21:00:30+00:00

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Energietestat und "Alternatives System"
Energieeffizienz in KMU und großen Unternehmen
Die Energiekosten - direkte und indirekte Kosten - steigen stetig. Laut einer Studie des Karlsruher Institutes für Technologie (KIT) werden die Strompreise in Deutschland bis zum Jahr 2025 um 70 Prozent anwachsen.
Um die Auswirkungen für die deutsche Wirtschaft und das produzierende Gewerbe so erträglich wie möglich zu gestalten, hat der Gesetzgeber verschiedene Instrumente installiert. Mit diesen Instrumenten soll den deutschen Unternehmen die Wettbewerbsfähigkeit an den internationalen Märkten gesichert werden.
Ein schlüssiges Energiemanagement optimiert und sichert Vorgänge und Abläufe im gesamten Unternehmen im Hinblick auf die bewusste Nutzung von Energie. Ein zertifiziertes Managementsystem bestätigt dem Unternehmen transparente Strukturen, welche den Anforderungen einer europäischen harmonisierten Norm oder einer nationalen Verordnung entsprechen.
Durch die Verfolgung geeigneter Kennzahlen wird erreicht, dass nach Erfassung und Auswertung der Energieströme und Energieverbraucher Ziele zur Optimierung der Energieeffizienz und zur höheren Nutzung erneuerbarer Energien gesetzt werden können.
Ein TÜV AUSTRIA-Zertifikat nach DIN EN ISO 50001 bestätigt eine verantwortungsvolle und transparente Energiepolitik, erhöht die Sensibilisierung der Mitarbeiter in allen Ebenen und spart Kosten durch bessere Nutzung von Energie. Es stärkt das Vertrauen von Kunden, Geschäftspartnern und Behörden in das Umwelt- und Energiebewusstsein des Unternehmens.
Zertifizierung nach ISO 50001 und Begrenzung der EEG-Umlage
Die Energiekosten - direkte und indirekte Kosten - steigen stetig. Laut einer Studie des Karlsruher Institutes für Technologie (KIT) werden die Strompreise in Deutschland bis zum Jahr 2025 um 70 Prozent anwachsen - in Folge von Energiewende und Atomausstieg.
Um die Auswirkungen für die deutsche Wirtschaft und das produzierende Gewerbe zu reduzieren, hat der Gesetzgeber verschiedene Instrumente installiert. Mit diesen Instrumenten soll den deutschen Unternehmen die Wettbewerbsfähigkeit an den internationalen Märkten gesichert werden.
Eines dieser Förderinstrumente ist die Begrenzung der EEG-Umlage.
Um in den Genuss der steuerlichen Vorteile zu gelangen, müssen die berechtigten Unternehmen entsprechende Gegenleistungen erbringen. Basis hierfür ist unter anderem eine Klimaschutzvereinbarung zwischen der deutschen Wirtschaft und der Bundesregierung.
Der Zweck des Erneuerbare-Energien-Gesetzes ist, „…im Interesse des Klima- Und Umweltschutzes eine nachhaltige …. Energieversorgung zu ermöglichen, …. fossile Energieressourcen zu schonen … und Technologien zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien zu fördern.“ (§1 EEG).
Produzierende große Unternehmen stellen Anträge auf die Begrenzung der EEG-Umlage beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA), sofern (siehe auch §64 EEG 2014)
der Stromverbrauch über 1 GWh/a liegt;
und der Stromkostenanteil einen bestimmten Anteil der Bruttowertschöpfung übersteigt;
und eine Zertifizierung vorliegt, die Energieverbrauch und Effizienzpotentiale darlegt und bewertet.
Wenn der Stromverbrauch unter 5 GWh/a liegt, genügt ein alternatives System nach §3 SpaEfV.
TÜV AUSTRIA organisiert für Sie eine Zertifizierung nach ISO 50001 mit der Möglichkeit von Auditierungen im Verbund mit reduziertem Aufwand oder nach §3 SpaEfV
Zertifizierung nach §3 SpaEfV für KMU und Spitzenausgleich
Der Spitzenausgleich wurde im Rahmen der ökologischen Steuerreform eingeführt und ermöglicht Unternehmen die Rückerstattung eines Teils der Energie- bzw. Stromsteuerbelastung. Dieser Teil bezieht sich auf den Saldo zwischen der Senkung der Rentenversicherungsbeiträge und der Belastung durch Ökosteuern.
Der Spitzenausgleich auf der Grundlage von §55 EnergieStG oder §10 StromStG wird beim Hauptzollamt beantragt.
Antragsberechtigt sind nur kleine und mittlere produzierende Unternehmen (KMU).
Die Eigenschaft als KMU ist geregelt in Abhängigkeit von der Mitarbeiterzahl und vom Umsatz des Unternehmens, sowie von Eigentumsanteilen in öffentlicher Hand.
Unternehmen, die den Spitzenausgleich beantragen, müssen ab dem Antragsjahr 2015 belegen, dass sie ein alternatives System nach §3 SpaEfV betreiben. Das bedeutet, dass die energetische Situation des Unternehmens aus dem Vorjahr präzise dargelegt werden kann und dass Möglichkeiten zur Verbesserung der Energieeffizienz erkannt sind und systematisch umgesetzt werden.
Alternativ kann eine Zertifizierung nach ISO 50001 nachgewiesen werden, oder ein Energieaudit oder ein System nach EMAS.
Der TÜV AUSTRIA organisiert für Sie eine Zertifizierung nach ISO 50001 mit der Möglichkeit von Auditierungen im Verbund mit reduziertem Aufwand oder nach §3 SpaEfV.
Zertifizierung nach ISO 50001 für große Unternehmen nach EDL-G
Das Energiedienstleistungsgesetz schließt die Umsetzung der europäischen Richtlinie 2012/27/EU ab.
Es verpflichtet alle großen Unternehmen (genauer gesagt, alle Nicht-KMUs) unabhängig von der Eigenschaft als Produzent oder Dienstleister zur Einführung eines Energiemanagementsystems.
In Betracht kommen wiederum die ISO 50001, Energieaudit nach EN 16247 oder EMAS.
TÜV AUSTRIA organisiert für Sie eine Zertifizierung nach ISO 50001 mit der Möglichkeit von Auditierungen im Verbund mit reduziertem Aufwand.
Für die Testierung bzw. Zertifizierung ist die TÜV AUSTRIA CERT GMBH akkreditiert durch das Bundesministerium für Wirtschaft, Forschung und Wissenschaft (Identifikationsnummer 943).
Damit ist die TÜV AUSTRIA CERT GMBH akkreditierte Stelle im Sinne des §4 (4) SpaEfV.
Ihr Partner: TÜV AUSTRIA
Das Managementsystem nach ISO 50001 und das alternative System nach §3 SpaEfV müssen durch eine akkreditierte Stelle zertifiziert bzw. testiert werden.
Die TÜV AUSTRIA CERT GMBH ist als Zertifizierungsstelle für Management­systeme nach der Norm ISO 50001 (und viele andere) durch die Akkreditierung Austria im Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft akkreditiert mit der Identifikationsnummer 943.
Die TÜV AUSTRIA Deutschland GmbH in Filderstadt ist die deutsche Tochtergesellschaft des TÜV AUSTRIA. Wir organisieren Zertifizierungsverfahren in Deutschland.
Wir haben in den Jahren 2013 und 2014 nahezu 1000 Testate und Zertifikate ausgehändigt.
Ein Energiemanagementsystem, kurz EnMS, ist die Gesamtheit aller zusammenhängenden Elemente zur Einführung von Energiepolitik und strategischen Energiezielen, sowie von Prozessen und Verfahren zur Erreichung dieser strategischen Ziele.
Allgemeine Anforderungen an ein EnMS werden in der ISO 50001:2011 beschrieben.
Dieses Managementsystem hat sich am Markt bewährt und kann auf alle produzierenden Unternehmen angewendet werden. Es wird durch akkreditierte Zertifizierungsstellen geprüft und durch Ausstellung eines Zertifikates bestätigt.
Die Norm können Sie beim Buchhandel oder beim Beuth-Verlag beziehen.
Die Auditierung und Ausstellung eines Zertifikats können nur durch eine akkreditierte Zertifizierungsstelle erfolgen.
Durchführung Energiemanagementsystem
KMU können eine Zertifizierung nach §3 SpaEfV oder nach der Norm ISO 50001 wählen oder ein Umweltaudit nach EMAS oder ein Energieaudit nach EN 16247 durchführen. Bei großen Unternehmen ist die Zertifizierung nach §3 SpaEfV nicht möglich. Die Entscheidung bleibt dem Unternehmen überlassen.
Wir empfehlen für KMU (kleine und mittlere Unternehmen) das Vorgehen nach §3 SpaEfV, für große Unternehmen eine Zertifizierung nach ISO 50001. Diese hat den Vorteil, dass auch Verbundzertifizierungen durchgeführt werden können.
Fragen zum Steuerrecht und über Ihre Berechtigung zur Antragstellung oder über Ihre Eigenschaft als KMU können und dürfen wir nicht klären. Dies ist Aufgabe Ihrer Steuerberater.
In allen Fällen sollten Sie sich durch Energieberater unterstützen lassen. Diese Beratung wird gefördert durch die Förderbank der deutschen Wirtschaft (KfW).

References: §64
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 §55
 §10
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