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Timestamp: 2020-01-27 16:23:05+00:00

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Philipp Geertsen | SZS
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Philipp Geertsen
Eine «Replik» zum Beginn einer UVG-Invalidenrente bei Wiederanmeldung - Urteil des Bundesgerichts vom 21. August 2019, 8C_878/2018
Eine «Replik» zum Beginn einer UVG-Invalidenrente bei Wiederanmeldung – Urteil des Bundesgerichts vom 21. August 2019, 8C_878/2018
Philipp Geertsen* Dr. iur., Rechtsanwalt, Gerichtsschreiber am Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen
Der Schreibende hält daran fest, dass der (Wieder-)Anmeldung eines Rentengesuchs im Unfallversicherungsrecht keine konstitutive Bedeutung für den Rentenanspruch zukommt und dass die anderslautende assekuranzfreundlich-pragmatische Rechtsprechung des Bundesgerichts in BGE 144 V 245 und im Urteil 8C_878/2018, die an den Zeitpunkt der Gesuchseinreichung anknüpft, gesetzwidrig ist. Diese jüngere Rechtsprechung lässt sich auch nicht mit der früheren Praxis des Bundesgerichts (BGE 140 V 65, U 55/07 und U 211/06) vereinbaren. Soweit das Bundesgericht Bezug auf Art. 17 Abs. 1 ATSG nimmt, übersieht es, dass ein Revisionsverfahren nicht vom Gesuch der versicherten Person abhängig ist, sondern gemäss ausdrücklichem gesetzgeberischem Willen unabhängig davon von Amtes wegen eingeleitet werden kann.
L’auteur considère que la (nouvelle) annonce d’une demande de rente en droit de l’assurance-accidents n’a pas de portée constitutive pour le droit à la rente et que la jurisprudence contraire, pragmatique et favorable au secteur de l’assurance de l’ATF 144 V 245 et de l’arrêt 8C_878/2018, qui retient que le moment déterminant est celui du dépôt de la demande, est contraire à la loi. Cette jurisprudence récente n’est pas non plus compatible avec la jurisprudence antérieure du Tribunal fédéral (ATF 140 V 65 et arrêt U 211/06). Dans la mesure où le Tribunal fédéral se réfère à l’art. 17 al. 1 LPGA, il perd de vue qu’une procédure de révision ne dépend pas de la requête de l’assuré, mais peut, selon la volonté expresse du législateur, également être ouverte d’office.
II. Vom Bundesgericht beurteilter Sachverhalt
III. Erwägungen des Bundesgerichts
1. Rentenbeginn und Folgen einer verspäteten Unfallmeldung nach der gesetzlichen Konzeption (Art. 19 und Art. 45 f. UVG)
2. Würdigung der Argumente des Bundesgerichts
a) Anmeldeprinzip gemäss Art. 29 Abs. 1 ATSG (E. 4.5.1)
b) Keine direkte Anwendbarkeit von Art. 24 ATSG (Erlöschen des Anspruchs) auf die Anpassung von Rentenleistungen gestützt auf Art. 17 Abs. 1 ATSG (E. 4.5.1 am Schluss)
c) Zeitnahe Vornahme von Abklärungen durch den Unfallversicherer (E. 4.5.2)
3. Würdigung des bundesgerichtlichen Begründungsstils
I. Einleitendes ​
Der Schreibende gelangte in seinem früheren, in dieser Zeitschrift publizierten Kommentar zum Urteil des Bundesgerichts vom 6. Juli 2018, 8C_148/2018 (BGE 144 V 245)1, zur Auffassung, dass der Beginn eines UVG-Invalidenrentenanspruchs nach einem Rückfall nicht vom Zeitpunkt der Meldung/Gesuchseinreichung abhänge, sondern sich nach Art. 19 Abs. 1 UVG bestimme. Die Folgen allfälliger Versäumnisse bei der Meldung/Gesuchseinreichung würden von Art. 45 f. UVG geregelt. Die davon abweichende neue Rechtsprechung (BGE 144 V 245) sei gesetzwidrig und lasse sich nicht mit der Rechtsprechung gemäss BGE 140 V 65 vereinbaren. Im vorliegend zu besprechenden Urteil vom 21. August 2019, 8C_878/2018, hatte das Bundesgericht in einem ver- Aus der Zeitschrift SZS 6/2019 | p. 345–350 Es folgt Seite № 346gleichbaren Fall nochmals Gelegenheit, sich mit dem Beginn einer UVG-Invalidenrente bei einer Wiederanmeldung auseinanderzusetzen. Es gelangte erneut zum Schluss,…
Dr. iur. Philipp Geertsen Rechtsanwalt
SZS 6/2019, 12 novembre 2019, p. 345
Beginn einer unfallversicherungsrechtlichen Invalidenrente nach Rückfall ohne vorgängig durchgeführte Heilbehandlungsmassnahmen - Urteil des Bundesgerichts vom 6. Juli 2018, 8C_148/2018 (zur amtlichen Publikation vorgesehen)
Das Bundesgericht sah sich mit folgender Ausgangslage konfrontiert: Die Suva erbrachte dem Versicherten zunächst vorübergehende Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld) infolge eines am 19. April 2003…
Dr. iur. Philipp Geertsen
SZS 6/2018, 20 novembre 2018, p. 663
En savoir plus sur Beginn einer unfallversicherungsrechtlichen Invalidenrente nach Rückfall ohne vorgängig durchgeführte Heilbehandlungsmassnahmen - Urteil des Bundesgerichts vom 6. Juli 2018, 8C_148/2018 (zur amtlichen Publikation vorgesehen)
Zur Mündigkeit der Urteilsbegründung von Rückweisungsentscheiden in der sozialversicherungsrechtlichen Rechtsprechung - Urteil des Bundesgerichts vom 27. März 2018, 8C_824/2017
Das damalige Eidgenössische Versicherungsgericht (EVG; seit 1. Januar 2007: sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts) gelangte in BGE 113 V 159 E. 1c zur Auffassung, dass grundsätzlich nur das…
SZS 5/2018, 20 septembre 2018, p. 503
En savoir plus sur Zur Mündigkeit der Urteilsbegründung von Rückweisungsentscheiden in der sozialversicherungsrechtlichen Rechtsprechung - Urteil des Bundesgerichts vom 27. März 2018, 8C_824/2017
Bundesgerichtsgutachten in IV-Rentenfällen - Folgerungen aus dem Urteil des Bundesgerichts vom 11. Dezember 2014, 8C_633/2014
Vor dem Bundesgericht2 angefochten war ein Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts vom 25. August 2014 betreffend eine IV-Rentenrevision (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Das Revisionsverfahren war am 2…
SZS 3/2015, 13 mai 2015, p. 274
En savoir plus sur Bundesgerichtsgutachten in IV-Rentenfällen - Folgerungen aus dem Urteil des Bundesgerichts vom 11. Dezember 2014, 8C_633/2014

References: BGE 
 Art. 17
 Art. 45
 Art. 29
 Art. 24
 Art. 17
 Art. 19
 Art. 45
 BGE 
 BGE