Source: https://www.bgbau-medien.de/dguv/29/titel.htm?gesamt=1
Timestamp: 2018-07-23 15:48:46+00:00

Document:
DGUV Vorschrift 29: Steinbrüche, Gräbereien und Halden, Titel
DGUV Vorschrift 29
(bisher VBG 42 bzw. BGV C11)
gültig ab 1. April 1998
DGUV Vorschrift 29: Steinbrüche, Gräbereien und Halden, Inhaltsverzeichnis
III. Anforderungen an Sicherheit und Gesundheitsschutz
§ 3 Leitung, Aufsicht, Koordination
§ 4 Anweisung, Übung
§ 5 Sicherheits- und Gesundheitsschutzdokument
§ 7 Kommunikations-, Warn- und Alarmsysteme
IV. Gestaltung der Wände, Sohlen und Verkehrswege
§ 9 Wände
§ 10 Sohlen
§ 11 Verkehrswege
§ 12 Abraum
B. Besondere Bestimmungen für Steinbrüche
§ 13 Wandhöhen
§ 14 Wandneigungen
C. Besondere Bestimmungen für Gräbereien
§ 15 Wandhöhen
§ 16 Wandneigungen
D. Besondere Bestimmungen für Halden
§ 17 Wandhöhen und -neigungen
V. Betrieb
§ 19 Alleinarbeit
§ 20 Unterhöhlungen, Überhänge
§ 21 Prüfen von Abraum- und Abbauwänden
§ 22 Arbeiten in oder vor Abraum- und Abbauwänden
§ 23 Entladestellen an Absturzkanten
§ 24 Absturzdrohende Massen oder Steine
§ 25 Rissbildungen
§ 26 Schutz anderer Versicherter vor Splittern
C. Besondere Bestimmungen für Gräbereien und Halden
§ 27 Gewinnung mit Schrappern
Anhang 1: Sicherheits- und Gesundheitsschutzdokument
Anhang 2: Abbildungen zu den §§ 11 bis 16
DGUV Vorschrift 29: Steinbrüche, Gräbereien und Halden, § 1: Geltungsbereich
(1) Diese Unfallverhütungsvorschrift gilt für Steinbrüche, Gräbereien und Halden im Bereich der übertägigen Mineralgewinnung. DA
(2) Diese Unfallverhütungsvorschrift gilt nicht für DA
1. die Tätigkeiten zur Weiterverarbeitung der gewonnenen Mineralien,
2. die Mineralgewinnung durch Bohrungen,
3. sonstige Abgrabungen.
Hierzu gehören alle Betriebe, deren Tätigkeit
— das Aufsuchen zum Zwecke einer späteren Gewinnung,
— das Gewinnen von Mineralien über Tage,
— die Aufbereitung des Fördergutes
— das Aufschütten und Abtragen von Halden
Die Aufbereitung der gewonnenen Mineralien besteht ausschließlich aus den Prozessen Zerkleinern, Sortieren und Klassieren.
Tätigkeiten zur Weiterverarbeitung der gewonnenen Mineralien sind z. B.
— die Werksteinbe- und -verarbeitung
— Arbeitsvorgänge zur Herstellung von Baustoffen, z. B. Zement, Kalk, Gips, Ziegelsteine, Kalksandsteine, Beton, Asphaltmischgut.
Für sonstige Abgrabungen z. B. im Hoch- und Tiefbau gilt die UVV "Bauarbeiten" (BGV C22) .
DGUV Vorschrift 29: Steinbrüche, Gräbereien und Halden, § 3: Leitung, Aufsicht, Koordination
(1) Der Unternehmer darf die Leitung von Steinbrüchen, Gräbereien und Halden nur Personen übertragen, die über die erforderlichen Fähigkeiten und Qualifikationen verfügen. DA
(2) Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, daß die Arbeitsstätten durch Aufsichtführende beaufsichtigt werden. DA
(4) Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, daß Arbeiten mit besonderen Gefahren nur von Versicherten durchgeführt werden, die über die besonderen Arbeits- und Verhaltensweisen unterwiesen wurden. DA
(5) Vergibt der Unternehmer Arbeiten an andere Unternehmer, dann hat er, soweit dies zur Vermeidung einer möglichen gegenseitigen Gefährdung erforderlich ist, eine Person zu bestimmen, die die Arbeiten koordiniert. Er hat dafür zu sorgen, daß diese Person Weisungsbefugnis gegenüber seinen Auftragnehmern und deren Beschäftigten hat. Die Beauftragung hat schriftlich zu erfolgen. DA
DA zu § 3 Abs. 1 und 3:
Über die erforderlichen Fähigkeiten und Qualifikationen verfügen Personen, die aufgrund ihrer Ausbildung und bisherigen Tätigkeit umfassende Kenntnisse auf dem Gebiet der jeweils durchzuführenden Arbeiten haben und mit den einschlägigen staatlichen Arbeitsschutzvorschriften, Unfallverhütungsvorschriften, Richtlinien und allgemein anerkannten Regeln der Technik vertraut sind.
Besondere Gefahren sind z. B.:
— Beräumen einer Bruchwand,
— Arbeiten vor Bruchwänden nach längeren und starken Frostperioden,
— Abkippen von Materialien an Böschungen und Bruchwänden
— Arbeiten vor stark geklüfteten Wänden,
— Arbeiten vor Bruchwänden mit ausgeprägten Störungs- und Rutschflächen.
Besondere Bedeutung hat die Koordinierung z. B. bei der Durchführung von Bohr- und Sprengarbeiten.
Siehe § 8 Arbeitsschutzgesetz und § 6 UVV "Grundsätze der Prävention" (ab 1/2004) (BGV A1).
DGUV Vorschrift 29: Steinbrüche, Gräbereien und Halden, § 4: Anweisung, Übung
Anweisung, Übung
(1) Der Unternehmer hat für jeden Arbeitsbereich schriftliche Anweisungen über die Vorgehensweisen zu erstellen, die zur Gewährleistung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes der Versicherten und eines sicheren Einsatzes der Betriebsmittel einzuhalten sind. DA
(2) Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, daß Sicherheitsübungen sowie Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen, die zur Gewährleistung der Sicherheit und Gesundheit dienen, in angemessenen Zeitabständen durchgeführt werden. DA
Siehe § 12 Arbeitsschutzgesetz und § 7 UVV "Grundsätze der Prävention" (ab 1/2004) (BGV A1).
Sicherheitsübungen sind z. B. Feuerlöschübungen, Rettungsübungen.
Die Zeitabstände richten sich nach den betrieblichen und örtlichen Gegebenheiten und Erfordernissen, sowie der Fluktuation der Versicherten; mindestens jedoch einmal jährlich.
Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen sind z. B. Ersthelfer-Ausbildungen. Informationen über Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen können z. B. bei der zuständigen Berufsgenossenschaft eingeholt werden.
DGUV Vorschrift 29: Steinbrüche, Gräbereien und Halden, § 5: Sicherheits- und Gesundheitsschutzdokument
(1) Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, daß ein Dokument über Sicherheit und Gesundheitsschutz erstellt wird. DA
(2) Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, daß das Sicherheits- und Gesundheitsschutzdokument vor Aufnahme der Arbeit erstellt und überarbeitet wird, wenn an den Arbeitsstätten oder Arbeitsverfahren wichtige Änderungen, Erweiterungen oder Umgestaltungen vorgenommen werden. DA
Aus dem Sicherheits- und Gesundheitsschutzdokument muß insbesondere hervorgehen, daß
— die Gefährdungen, denen die Versicherten an den Arbeitsstätten ausgesetzt sind, ermittelt und einer Bewertung unterzogen worden sind;
— angemessene Maßnahmen im Sinne der Grundsätze der Gefahrenverhütung getroffen werden, um die Ziele dieser Unfallverhütungsvorschrift zu erreichen;
— die Arbeitsstätten und die Ausrüstung sicher gestaltet, betrieben und gewartet sind.
Sicherheits- und Gesundheitsschutzdokument siehe Anhang 1 .
Zur Erstellung des Sicherheits- und Gesundheitsschutzdokumentes können auch andere im Betrieb vorhandene Unterlagen, z. B. innerbetriebliche Anweisungen oder Pläne, bergrechtliche Betriebspläne oder Teile von Betriebsplänen, verwendet werden.
Das Sicherheits- und Gesundheitsschutzdokument ist zu überarbeiten, wenn z. B.
— bestehende Abbauwände unterteilt werden,
— eine neue Sohle angelegt wird,
— Verkehrswege neu angelegt werden,
— Abbaugrenzen verändert werden,
— Aufbereitungsanlagen oder Fördermittel neu errichtet, umgesetzt oder wesentlich verändert werden.
DGUV Vorschrift 29: Steinbrüche, Gräbereien und Halden, § 6: Meldepflicht
Der Unternehmer hat gefährliche Vorkommnisse den zuständigen Stellen unverzüglich zu melden. DA
Neben der Meldepflicht bezüglich gefährlicher Vorkommnisse besteht weiterhin die Verpflichtung des Unternehmers gemäß § 193 Siebtes Buch Sozialgesetzbuch (SGB VII), tödliche und schwere Arbeitsunfälle anzuzeigen.
Gefährliche Vorkommnisse sind z. B.
— Wandausbrüche,
— Böschungsrutschungen,
— Absturz von Fahrzeugen oder Erdbaumaschinen,
— unplanmäßige (unzeitige) Detonation,
— Versager bei Sprengarbeiten,
— Steinflug.
Zuständige Stellen sind z. B.
— der Unfallversicherungsträger,
— Amt für Arbeitsschutz 1 die Gewerbeaufsicht,
— die Bergaufsicht.
DGUV Vorschrift 29: Steinbrüche, Gräbereien und Halden, § 7: Kommunikations-, Warn- und Alarmsysteme
Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, daß an jeder Arbeitsstätte die erforderlichen Alarm- und sonstigen Kommunikationssysteme vorhanden sind, die im Bedarfsfall die Einleitung unverzüglicher Hilfs-, Evakuierungs- und Rettungsmaßnahmen ermöglichen. DA
Kommunikations-, Warn- und Alarmsysteme sind z. B. Betriebsfunkgeräte, Fernsprechanschluß und Funktelefon.
Siehe § 3 UVV "Erste Hilfe" (BGV A5).
DGUV Vorschrift 29: Steinbrüche, Gräbereien und Halden, § 8: Allgemeines
DGUV Vorschrift 29: Steinbrüche, Gräbereien und Halden, § 9: Wände
Wände sind so anzulegen und zu unterhalten, daß Versicherte durch Abrutschen von Massen nicht gefährdet werden können. Dabei sind alle Einflüsse, welche die Standfestigkeit des Materials beeinträchtigen können, zu berücksichtigen. DA
Diese Forderung ist z. B. erfüllt, wenn Wandhöhen und -böschungen der Abraum- und Abbauwände nach der Art und Standfestigkeit des zu gewinnenden Materials sowie der Arbeitsweise bemessen sind und beim Fortschreiten des Abbaus stets eingehalten werden.
Einflüsse, die die Standfestigkeit des Materials beeinflussen können, sind z. B.
— Lagerung,
— Schichtung,
— Klüftung,
— Schieferung,
— Einfallen,
— Gebirgsstörungen,
— Wasserzuflüsse
— Witterungseinflüsse.
DGUV Vorschrift 29: Steinbrüche, Gräbereien und Halden, § 10: Sohlen
(1) Übersteigt die Mächtigkeit des abzutragenden Abraums oder des abzubauenden Materials die zulässige Wandhöhe, sind Sohlen anzulegen. DA
(3) Rückt der Abbau gegen stillgelegte Wände vor, müssen die Sohlen in einer Breite erhalten bleiben, daß sie sicher geräumt werden können. DA
(4) In Gräbereien können die Sohlen entfallen, wenn die Neigung der Wände 60° (1:0,58) oder weniger beträgt; dabei dürfen die in § 15 genannten Wandhöhen überschritten werden. DA
Angaben über die zulässigen Wandhöhen und -böschungen enthalten die §§ 13 bis 17 .
Als stillgelegt sind z. B. die seitlichen Begrenzungen von Steinbrüchen oder Gräbereien anzusehen, nicht jedoch Abbaubereiche, in denen vorübergehend nicht gearbeitet wird.
Die Breite der Sohlen richtet sich danach, ob von Hand oder maschinell geräumt wird.
Neigung der Wände in Abhängigkeit der Standfestigkeit siehe auch DIN 4124 Baugruben und Gräben; Böschungen, Arbeitsraumbreiten, Verbau".
DGUV Vorschrift 29: Steinbrüche, Gräbereien und Halden, § 12: Abraum
1. Hochschnitt entsprechend den Lade- und Fördergeräten und deren Einsatzart so breit angelegt und erhalten werden, daß für diese keine Absturzgefahr besteht,
2. Tiefschnitt mindestens 3 m breit sein.
DGUV Vorschrift 29: Steinbrüche, Gräbereien und Halden, § 13 : Wandhöhen
(3) Bei maschineller Gewinnung im Hochschnitt darf die Höhe der Abbauwand die Reichhöhe des Gewinnungsgerätes, die der größten Arbeitshöhe entspricht, nicht überschreiten. DA
Die maschinelle Gewinnung im Hochschnitt setzt zur Vermeidung von Unterhöhlungen der Abbauwand den Einsatz von Hochlöffelbaggern oder Radladern voraus.
DGUV Vorschrift 29: Steinbrüche, Gräbereien und Halden, § 14: Wandneigungen
DGUV Vorschrift 29: Steinbrüche, Gräbereien und Halden, § 15: Wandhöhen
— von Eimerketten-, Schaufelrad- und Greifbaggern nicht,
— der übrigen Gewinnungsgeräte um nicht mehr als 1 m
überschreiten. DA
Diese Forderung soll sicherstellen, daß Greifbagger als Gewinnungsgeräte nur eingesetzt werden, wenn sie das Material von oben her abtragen können.
Übrige Gewinnungsgeräte sind z. B. Lader, Hochlöffelbagger und Schrapper.
DGUV Vorschrift 29: Steinbrüche, Gräbereien und Halden, § 16: Wandneigungen
1. eine Böschung von 60° (1:0,58) oder weniger eingehalten werden
2. der Abstand des Gewinnungsgerätes vom Grubenrand der Standfestigkeit des Materials entsprechend so bemessen sein, daß für das Gewinnungsgerät keine Absturzgefahr besteht. DA
Bei diesem Verfahren gewinnen Tieflöffel-, Schürfkübel- und Eimerkettenbagger das Material und fördern es gleichzeitig nach oben. Andere Geräte lösen das Material nur aus dem Verband, so daß es zum Wandfuß hinunterrollt und dort von Ladegeräten, meistens Ladern, weggeladen werden kann.
Bei der Naßgewinnung ist der Abstand des Gewinnungsgerätes vom Grubenrand besonders wichtig, da sich unter Wasser ein anderer Böschungswinkel als bei der Trockengewinnung einstellt und auch der Grubenrand unterspült werden kann.
DGUV Vorschrift 29: Steinbrüche, Gräbereien und Halden, § 17: Wandhöhen und -neigungen
Wandhöhen und -neigungen
(1) Für Wandhöhen und -neigungen von Halden gelten die §§ 15 und 16 .
(2) Abweichend von § 15 sind bei Halden größere Höhen zulässig, wenn das Material bei der Entnahme stetig von selbst zufließt, ohne daß eine Gefährdung durch das Nachrutschen von Massen entsteht. DA
Das Material fließt dann stetig nach, wenn sich unmittelbar nach einer Entnahme der natürliche Böschungswinkel an der Halde einstellt.
DGUV Vorschrift 29: Steinbrüche, Gräbereien und Halden, § 18: Aufsicht
DGUV Vorschrift 29: Steinbrüche, Gräbereien und Halden, § 19: Alleinarbeit
1. bei Arbeiten von Hand in oder vor Abraum- und Abbauwänden mindestens zwei Personen beschäftigt sind oder sich wenigstens eine zweite Person im Sichtbereich befindet,
2. beim Herstellen von Bohrlöchern am Fuße von Abraum- und Abbauwänden sich wenigstens eine zweite Person im Sichtbereich befindet; dies gilt nicht, wenn Bohrmaschinen eingesetzt werden, die ein Führerhaus mit Steinschlagschutzdach besitzen und mit einer Anbohrhilfe ausgerüstet sind. DA
Arbeiten von Hand sind z. B. Bohrarbeiten mit Handbohrhämmern am Fuße der Bruchwand, innerhalb der Bruchwand oder im Haufwerk.
DGUV Vorschrift 29: Steinbrüche, Gräbereien und Halden, § 20: Unterhöhlungen, Überhänge
Unterhöhlungen, Überhänge
DGUV Vorschrift 29: Steinbrüche, Gräbereien und Halden, § 21: Prüfen von Abraum- und Abbauwänden
Prüfen von Abraum- und Abbauwänden
1. nach starken Regen- oder Schneefällen,
2. bei einsetzendem Tauwetter,
3. nach dem Lösen größerer Massen,
4. nach jeder Sprengung.
DGUV Vorschrift 29: Steinbrüche, Gräbereien und Halden, § 22: Arbeiten in oder vor Abraum- und Abbauwänden
Arbeiten in oder vor Abraum- und Abbauwänden
DGUV Vorschrift 29: Steinbrüche, Gräbereien und Halden, § 24: Absturzdrohende Massen oder Steine
Absturzdrohende Massen oder Steine
DA zu § 24:
Absturzdrohende Massen oder Steine können z. B. durch Sprengungen, nach Gebirgsbewegungen, im Bereich von Gebirgsstörungen oder bei Witterungsverhältnissen, die das Lösen von Massen oder Steinen begünstigen, z. B. Frost, Tauwetter, Regengüsse, starke Sonneneinstrahlung, entstehen.
DGUV Vorschrift 29: Steinbrüche, Gräbereien und Halden, § 25: Rissbildungen
Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, daß stärkere Rissbildungen oberhalb von Arbeitsplätzen, die Gebirgsbewegungen vermuten lassen, mit Hilfe eingelassener Markierungen beobachtet und über die Beobachtungen Aufzeichnungen geführt werden. Kommt das Gebirge in Bewegung, sind die im Gefahrbereich liegenden Arbeitsplätze rechtzeitig zu räumen.
DA zu § 25:
Geeignete Markierungen sind z. B. farblich gekennzeichnete Meßmarken, mit Meßmarken versehene Parallelschienen und Eisenspitzen, deren Abstände gemessen und regelmäßig nachgemessen werden.
DGUV Vorschrift 29: Steinbrüche, Gräbereien und Halden, § 26: Schutz anderer Versicherter vor Splittern
Schutz anderer Versicherter vor Splittern
DGUV Vorschrift 29: Steinbrüche, Gräbereien und Halden, § 27: Gewinnung mit Schrappern
Gewinnung mit Schrappern
DGUV Vorschrift 29: Steinbrüche, Gräbereien und Halden, § 28: Ordnungswidrigkeiten
— des § 3 Abs. 2, 5 Satz 2 oder 3,
— des § 8 in Verbindung mit
§ 10 Abs. 1 ,
§ 11 Abs. 2 Satz 1, Absatz 3 Satz 1,
§ 12 Abs. 1 bis 5,
§§ 13 , 14 Abs. 1 oder 3,
§ 16 Abs. 1 oder 2,
— der §§ 18 , 19 Nr. 1 oder 2 erster Halbsatz,
§ 20 Abs. 1 oder 3,
§ 22 Abs. 2 ,
§ 23 Abs. 1 oder 3,
§ 24 Abs. 1 Satz 1 oder 2, Absatz 2,
§§ 25 , 26 Abs. 1
DGUV Vorschrift 29: Steinbrüche, Gräbereien und Halden, § 29: Inkrafttreten
Diese Unfallverhütungsvorschrift tritt am 1. April 1998 in Kraft. Gleichzeitig tritt die UVV "Steinbrüche, Gräbereien und Haldenabtragungen" (DGUV Vorschrift 29) vom 1. Oktober 1984 in der Fassung vom 1. Januar 1997 außer Kraft.
Die vorstehende Unfallverhütungsvorschrift Steinbrüche, Gräbereien und Halden (VBG 42) wird genehmigt.
Bonn, den 12. Januar 1998
III b 2 - 34 530-3 - (2) - 34 124-2
gez. Wilmerstadt
DGUV Vorschrift 29: Steinbrüche, Gräbereien und Halden, Anhang 1: Sicherheits- und Gesundheitsschutzdokument
1.1 Beschreibung des Gewinnungsbetriebes unter Bezugnahme auf arbeitssicherheitstechnische Gegebenheiten z. B.
— Gewinnungsart, z. B. Werksteingewinnung, Natursteingewinnung für die Schotterherstellung, Wandhöhen,
— Gräbereien, z. B. für die Sand- und Kiesgewinnung mit Angabe der Wandhöhen,
— Anlage von Halden, z. B. deren Eigenart hinsichtlich des abgelagerten Materials, Höhe der Halde, Fahrstraßen.
1.2 Organisationsschema personell.
2.1 Grundrissplan bzw. Übersichtsplan der gesamten Gewinnungsanlage mit Festlegung der
Abbauplanung (Grundriss, Schnitt)
Gewinnungsverfahren einschließlich Spreng- und Zündverfahren, z. B. Großbohrlochverfahren mit elektrischer Zündung.
2.2 Schematische Darstellung der Gewinnungs- und Aufbereitungstechnik.
2.3 Beschreibung aller Arbeitsstätten mit Benennung der Gefährdung.
Arbeitsstätte Gefährdung ja / nein Maßnahmen
1. Radlader Lärm
X X LR < 85 dB(A) werksseitige Maßnahmen
Einbau einer Klimaanlage mit Filter
Großlochbohr-
Brecherwart - Lärm
LR < 85 dB(A)
Informationen zu den Gefährdungen an den einzelnen Arbeitsplätzen sind z. B. bei den zuständigen Berufsgenossenschaften zu erfragen.
DGUV Vorschrift 29: Steinbrüche, Gräbereien und Halden, Anhang 2: Abbildungen zu den §§ 11 bis 16
Abbildungen zu den §§ 11 bis 16
Bild 1: Fördersohlen und Fahrstraßen bei gleisloser Förderung
Bild 2: Schutzstreifen bei Abraumbeseitigung von Hand
Zu § 12 Abs. 6
Bild 3: Schutzstreifen bei maschineller Abraumbeseitigung im Hochschnitt
Zu § 13 Abs. 1 und § 14 Abs. 1
Bild 4: Wegladen von Hand
Zu § 13 Abs. 2 und § 14 Abs. 3
Bild 5: Maschinelles Wegladen
Zu § 14 Abs. 4
Bild 6: Großbohrlochsprengverfahren
Bild 7: Gewinnung von Werkstein
Zu § 15 Abs. 2 und § 16 Abs. 2
Bild 8: Gewinnung mit Eimerkettenbagger im Hochschnitt
Bild 9: Gewinnung mit Greifbagger im Hochschnitt
Bild 10: Gewinnung mit Schaufellader
Bild 11: Gewinnung mit Hochlöffelbagger
Bild 12: Gewinnung im Tiefschnitt
DGUV Vorschrift 29: Steinbrüche, Gräbereien und Halden, Anhang 3: Bezugsquellenverzeichnis
2. Berufsgenossenschaftliche Vorschriften für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (BG-Vorschriften)
Webcode: M1452-1

References: § 3

§ 4

§ 5

§ 7

§ 9

§ 10

§ 11

§ 12

§ 13

§ 14

§ 15

§ 16

§ 17

§ 19

§ 20

§ 21

§ 22

§ 23

§ 24

§ 25

§ 26

§ 27
 § 1
 § 3
 § 3
 § 8
 § 6
 § 4
 § 12
 § 7
 § 5
 § 6
 § 193
 § 7
 § 3
 § 8
 § 9
 § 10
 § 15
 § 12
 § 13
 § 14
 § 15
 § 16
 § 17
 § 15
 § 18
 § 19
 § 20
 § 21
 § 22
 § 24
 § 24
 § 25
 § 25
 § 26
 § 27
 § 28
 § 3
 § 8

§ 10

§ 11

§ 12

§ 16

§ 20

§ 22

§ 23

§ 24
 § 29
 § 12
 § 13
 § 14
 § 13
 § 14
 § 14
 § 15
 § 16