Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=V%20R%2061/05
Timestamp: 2019-03-24 20:33:27+00:00

Document:
BFH, 06.12.2007 - V R 61/05 - dejure.org
UStG 1993 § 14, § 15 Abs. 1; FGO § 68, § 121, § 127; Richtlinie 86/560/EWG Art. 1 Nr. 1
Kein Vorsteuerabzug für Briefkastenfirma mit Scheinwohnsitz
Vorsteuerabzug aus der Rechnung einer GmbH - Feststellungslast für die Richtigkeit des angegebenen Sitzes - Rechtsformneutralität
UStG 1993 §§ 14, 15; Richtlinie 86/560/EWG Art. 1
Vorsteuerabzug - Anforderungen an die Rechnung
Umsatzsteuer: Rechnungen von Deckadressen bringen keine Anrechnung
Vorsteuerabzug aus der Rechnung einer GmbH; Feststellungslast für die Richtigkeit des angegebenen Sitzes
Feststellungslast eines Unternehmers bezüglich des in einer Rechnung einer GmbH angegebenen Sitzes bei Geltendmachung eines Vorsteuerabzugs; "Briefkasten-Sitz" mit postalischer Erreichbarkeit eines Unternehmers als hinreichende Adresse des leistenden Unternehmers; Pflicht eines Leistungsempfängers zur Überprüfung der Richtigkeit von in einer Rechnung gemachten Angaben; Anforderungen an eine zum Vorsteuerabzug berechtigende Rechnung
Anforderungen für den Vorsteuerabzug
Anforderungen an zum Vorsteuerabzug berechtigende
Anforderung an zum Vorsteuerabzug berechtigende Rechnungen
Zum Vorsteuerabzug berechtigende Rechnungen müssen richtigen Sitz leistenden Unternehmers angeben
Rechnungen müssen immer richtigen Namen und richtige Adresse des leistenden Unternehmers ausweisen
Bei Vorsteuerabzug müssen Rechnungen richtige Firma und Adresse enthalten
Striktere Auflagen für Rechnungen // Urteil zum Vorsteuerabzug bei der Umsatzsteuer
Vorsteuerabzug: Rechnungsanforderungen beim Leistungsbezug vom USt-Betrüger
Unabhängig von der Rechtsform des Lieferanten - Kein Vorsteuerabzug aus Rechnungen einer "Scheinfirma" bei Re-Importen
Vorsteuerabzug - Strenge Anforderungen an die Prüfungspflicht des Rechnungsempfängers
Kurznachricht zu "Anmerkung zur Entscheidung des BFH v. 06.12.2007, Az.: V R 61/05 (Vorsteuerabzug aus Rechnungen einer Scheinfirma)" von Dipl.-Finw. Franz Honisch, original erschienen in: UStB 2008, 168 - 169.
BFHE 221, 55
BB 2008, 413
DB 2008, 853
BStBl II 2008, 695
Es gehe deshalb nicht wie im Urteil des BFH vom 6. Dezember 2007 V R 61/05 (BFHE 221, 55, BStBl II 2008, 695) um einen Scheinsitz.
Hierfür ist die Angabe der zutreffenden Anschrift in der Rechnung erforderlich (BFH-Urteil in BFHE 221, 55, BStBl II 2008, 695, unter II.3.).
Damit liegt dem FG-Urteil eine nicht mehr existierende Steuerfestsetzung zugrunde mit der Folge, dass auch das FG-Urteil keinen Bestand mehr haben kann (vgl. BFH-Urteile vom 28. August 2003 IV R 20/02, BFHE 203, 143, BStBl II 2004, 10; vom 10. November 2004 XI R 30/04, BFHE 208, 194, BStBl II 2005, 274; vom 6. Dezember 2007 V R 61/05, BFH/NV 2008, 907, BStBl II 2008, 695, unter II.1.).
Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) müssen die Rechnungsangaben daher eine eindeutige und leicht nachprüfbare Feststellung der Voraussetzungen für den Vorsteuerabzug ermöglichen (vgl. BFH-Urteil vom 6. Dezember 2007 V R 61/05, BFHE 221, 55, BStBl II 2008, 695, unter II.3.b, m.w.N.; BFH-Beschluss vom 6. April 2006 V B 22/06, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung --HFR-- 2006, 1023, unter II.2.a).
Damit liegt dem FG-Urteil ein nicht mehr existierender Bescheid zugrunde mit der Folge, dass auch das FG-Urteil keinen Bestand mehr haben kann (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 6. Dezember 2007 V R 61/05, BFHE 221, 55, BStBl II 2008, 695).
FG München, 12.04.2013 - 14 K 3333/12
FG München, 03.08.2012 - 14 K 429/12
FG München, 03.08.2012 - 14 K 430/12

References: § 14
 § 15
 § 68
 § 121
 § 127
 Art. 1
 Art. 1