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Timestamp: 2019-06-18 09:28:33+00:00

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Baukostenzuschuss für öffentliche Mischwasserleitung – und die steuerbegünstigte Handwerkerleistung | Einkommensteuer Aktuell ")}}return a.proceed()});scriptParent=document.getElementsByTagName("script")[0].parentNode;if(scriptParent.tagName.toLowerCase!=="head"){head=document.getElementsByTagName("head")[0];aop_around(head,"insertBefore");aop_around(head,"appendChild")}aop_around(scriptParent,"insertBefore");aop_around(scriptParent,"appendChild");var a2a_config=a2a_config||{};a2a_config.no_3p=1;var addthis_config={data_use_cookies:false};var _gaq=_gaq||[];_gaq.push(["_gat._anonymizeIp"])}
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Baukostenzuschuss, Handwerkerleistung, Mischwasserleitung, Wasserinstallation
In Abgrenzung zu seinem Urteil aus dem Jahr 20143 hat der Bundesfinanzhof nun klargestellt, dass der von § 35a Abs. 3 Satz 1 i.V.m. Abs. 4 Satz 1 EStG vorausgesetzte räumlich-funktionale Zusammenhang zum Haushalt des Steuerpflichtigen nicht gegeben ist, wenn für die Neuverlegung einer öffentlichen Mischwasserleitung als Teil des öffentlichen Sammelnetzes ein Baukostenzuschuss erhoben wird. Denn im Unterschied zum Hausanschluss kommt der Ausbau des allgemeinen Versorgungsnetzes nicht nur einzelnen Grundstückseigentümern, sondern vielmehr allen Nutzern des Versorgungsnetzes zugute. Er wird damit nicht „im Haushalt“ erbracht. Unerheblich ist, wenn der Baukostenzuschuss -wie im Streitfall- beim erstmaligen Grundstücksanschluss an die öffentliche Abwasserentsorgungsanlage erhoben wird.
Da nach allgemeiner Meinung nicht erforderlich ist, dass der Leistungserbringer in die Handwerksrolle eingetragen ist, kann auch die öffentliche Hand steuerbegünstigte Handwerkerleistungen erbringen6; insbesondere dadurch, dass eine juristische Person des öffentlichen Rechts (beispielsweise ein Zweckverband) mit dem Verlegen der Hausanschlussleitungen gegen Kostenerstattung im Rahmen eines Betriebs gewerblicher Art unternehmerisch tätig geworden ist7. Auf welcher Rechtsgrundlage die öffentliche Hand die Kosten (Heranziehungsbescheid, öffentlich-rechtlicher Vertrag) für den Hausanschluss erhebt, ist insoweit ebenso unerheblich8 wie der Umstand, ob diese Leistung „eigenhändig“ oder durch einen von ihr beauftragten bauausführenden Dritten erbracht wird. Denn auch insoweit nimmt der Steuerpflichtige eine, wenn auch durch eine juristische Person vermittelte, Handwerkerleistung in Anspruch.
Die Handwerkerleistung muss ferner „in“ einem in der Europäischen Union oder dem Europäischen Wirtschaftsraum liegenden Haushalt des Steuerpflichtigen erbracht werden (§ 35a Abs. 4 Satz 1 EStG). Dabei legt der Bundesfinanzhof den Begriff „im Haushalt“ in Übereinstimmung mit der Literatur räumlich-funktional aus9.
Im vorliegenden Fall wurde der Baukostenzuschuss, der von den Klägern anteilig als Steuerermäßigung i.S. des § 35a Abs. 3 Satz 1 EStG begehrt wird, für die „Neuverlegung der öffentlichen Mischwasserleitung (zwischen der unteren und oberen Bebauung)“ -und nicht etwa für den eigentlichen Haus- bzw. Grundstücksanschluss- erhoben.
Sächs. FG, Urteil vom 12.11.2015 – 8 K 194/15 [↩]
BFH, Urteil vom 20.03.2014 – VI R 56/12, BFHE 245, 49, BStBl II 2014, 882, für die Verbindung des Wasser-Verteilungsnetzes mit der Anlage des Grundstückseigentümers [↩]
BFH, Urteil vom 20.03.2014 – VI R 56/12, BFHE 245, 49, BStBl II 2014, 882 [↩]
vgl. BFH, Urteil vom 06.05.2010 – VI R 4/09, BFHE 229, 534, BStBl II 2011, 909 [↩]
zu Beispielen s. BFH, Urteil vom 20.03.2014 – VI R 56/12, BFHE 245, 49, BStBl II 2014, 882, Rz 11 [↩]
BFH, Urteil in BFHE 245, 49, BStBl II 2014, 882, Rz 12 [↩]
BFH, Urteil in BFHE 245, 49, BStBl II 2014, 882, für die Verbindung des Wasser-Verteilungsnetzes mit der Anlage des Grundstückseigentümers i.S. des § 10 Abs. 1 der Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Versorgung mit Wasser vom 20.06.1980, BGBl I 1980, 750, m.w.N. [↩]
a.A. BMF, Schreiben vom 09.11.2016 – IV C 8-S 2296-b/07/10003:008, BStBl I 2016, 1213, Rz 22 Satz 3 [↩]
BFH, Urteile in BFHE 245, 49, BStBl II 2014, 882, Rz 14 f.; vom 20.03.2014 – VI R 55/12, BFHE 245, 45, BStBl II 2014, 880; vom 03.09.2015 – VI R 18/14, BFHE 251, 435, BStBl II 2016, 272; BFH, Beschluss vom 25.09.2017 – VI B 25/17, BFH/NV 2018, 39; Kratzsch in Frotscher, EStG, Freiburg 2011, § 35a Rz 77; Eversloh in Lademann, EStG, § 35a EStG Rz 93; Bode, in: Kirchhof/Söhn/Mellinghoff, EStG, § 35a Rz D 7, E 7; Schmidt/Krüger, EStG, 36. Aufl., § 35a Rz 21; Wüllenkemper, EFG 2013, 52 [↩]
BFH, Urteil in BFHE 245, 45, BStBl II 2014, 880 [↩]
BFH, Urteile in BFHE 245, 45, BStBl II 2014, 880, und in BFHE 245, 49, BStBl II 2014, 882; BMF, Schreiben in BStBl I 2016, 1213, Rz 2 [↩]
BFH, Urteil in BFHE 245, 49, BStBl II 2014, 882; BMF, Schreiben in BStBl I 2016, 1213, Anlage 1 „Hausanschlüsse an Ver- und Entsorgungsnetze“ [↩]

References: § 35
 § 35
 § 10
 § 35
 § 35
 § 35
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