Source: http://www.bmi.gv.at/cms/BMI_Fremdenpolizei/einreise_visa/Visum_3.aspx
Timestamp: 2016-05-30 06:45:21+00:00

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Staatsangehörige einiger Staaten benötigen für den Transit über einen österreichischen Flugplatz ein Visum A, sofern sie nicht im unter die definierten Ausnahmefälle fallen. (Die Staaten bzw. Ausnahmefälle sind der Liste der Visumpflichten zu entnehmen). Visa A dürfen im Inland grundsätzlich nicht erteilt werden. Eine Erteilung an der Grenze ist – aus welchen Gründen auch immer – ausgeschlossen.
Visa D berechtigen zu einem Aufenthalt von 91 Tagen bis zu sechs Monaten. Erteilt wird es vor allem zu Kurszwecken, die nicht in den Bereich der Aufenthaltstitel fallen und zur - einmaligen - Überbrückung bis ein Aufenthaltstitel erteilt wird. Dabei muss jedoch bereits zum Erteilungszeitpunkt die Erteilung des Aufenthaltstitels feststehen und nur mehr ein zeitliches Hindernis vorliegen.
Ein von Österreich oder einem anderen Schengenstaat ausgestelltes (nationales) Visum D berechtigt den Inhaber, sich aufgrund dieses Visums und eines gültigen Reisedokuments bis zu 90 Tage in einem Zeitraum von 180 Tagen frei im Hoheitsgebiet der übrigen Schengen-MS zu bewegen, sofern die in Artikel 5 Absatz 1 Buchstaben a, c und e der Verordnung (EG) Nr. 562/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. März 2006 über einen Gemeinschaftskodex für das Überschreiten der Grenzen durch Personen (Schengener Grenzkodex) aufgeführten Einreisevoraussetzungen erfüllt sind und die Person nicht auf der nationalen Ausschreibungsliste des betroffenen Mitgliedstaats steht.
Visa D können grundsätzlich nur von einer österreichischen Vertretungsbehörde erteilt werden. Wird Österreich in einem Staat von einem anderen Schengenstaat vertreten, kann diese Vertretung nur Schengenvisa erteilen. Wird ein Visum D benötigt, muss man sich an die zuständige österreichische Vertretungsbehörde in einem Nachbarstaat wenden (Diese ist über http://www.bmeia.gv.at/ abrufbar.)
Dem Fremdenrechtspaket 2005 liegt der Gedanke zugrunde, jeglichen Aufenthalt Fremder bis zu sechs Monaten vom FPG, den länger als sechsmonatigen Aufenthalt vom NAG regeln zu lassen (siehe Fachbereich Niederlassung). Aus diesem Grund wird in § 1 Abs. 2 Z 3 NAG auch ausdrücklich normiert, dass das NAG nicht für Fremde gilt, die „nach § 24 FPG zur Ausübung einer bloß vorübergehenden Erwerbstätigkeit berechtigt sind“.
Demzufolge dürfen
unter § 5 AuslBG fallende Beschäftigte (das sind Saisoniers), die nicht zur sichtvermerksfreien Einreise berechtigt sind,
ihre Tätigkeit, abhängig von der beabsichtigten Tätigkeitsdauer, nur nach Erteilung eines Visums C (Erwerb) oder Visums D (Erwerb) aufnehmen.
Ein Visum zu Erwerbszwecken darf allerdings nur dann erteilt werden, wenn die allgemeinen Erteilungsvoraussetzungen vorliegen. Im Fall der unselbständigen Erwerbstätigkeit haben bei Anwendbarkeit des Ausländerbeschäftigungsgesetzes überdies die jeweils vorgeschriebenen ausländerbeschäftigungsrechtlichen Unterlagen vorzuliegen; im Falle der selbständigen Erwerbstätigkeit sind die Angaben im Antrag durch Vorlagen entsprechender Unterlagen schlüssig zu belegen.
Unter den Anwendungsbereich des Abs. 1 fallen somit folgende Fremde:
Visumpflichtige und visumfreie Fremde zur Ausübung einer bloß vorübergehenden selbständigen Erwerbstätigkeit (dies ist eine Erwerbstätigkeit, die innerhalb von zwölf Monaten nicht länger als sechs Monate ausgeübt wird, bei der ein Wohnsitz im Drittstaat aufrecht erhalten wird, der weiterhin den Mittelpunkt der Lebensinteressen bildet, und bei der es sich um keinen Fall der Pflichtversicherung des § 2 des Gewerblichen Sozialversicherungsgesetzes handelt).
Visumpflichtige und visumfreie Fremde zur Ausübung einer bloß vorübergehenden unselbständigen Erwerbstätigkeit (dies ist eine Erwerbstätigkeit, bei der eine Berechtigung oder sonstige Bestätigung nach dem AuslBG mit einer sechs Monate nicht übersteigenden Gültigkeit vorhanden ist oder bei der innerhalb von zwölf Monaten nicht länger als sechs Monate eine Tätigkeit aufgrund einer Ausnahme nach § 1 Abs.2 und 4 AuslBG ausgeübt wird.
Unter § 5 AuslBG fallende Beschäftigte (Saisoniers), die nicht zur visumfreien Einreise berechtigt sind.
Die Bearbeitung von Visaanträgen zur kurzfristigen Arbeitsaufnahme obliegt den zuständigen Österreichischen Vertretungsbehörden im Ausland. Sämtliche Vertretungsbehörden (Adressen, Telefonnummern, Öffnungszeiten, Besonderheiten bei der Visumerteilung, uvm.) sind über die Homepage des Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten abzurufen.Antragsteller für ein Visum zu Erwerbszwecken haben bei der zuständigen Österreichischen Vertretungsbehörde persönlich vorzusprechen und je nach Art der beabsichtigen Erwerbstätigkeit nach Rücksprache mit der Vertretungsbehörde die entsprechenden Dokumente vorzulegen.Saisoniers aus visumfreien Staaten benötigen für die kurzfristige Arbeitsaufnahme kein Visum. Nach der visumfreien Einreise ist eine Unbedenklichkeitsbescheinigung gemäß § 31 Abs. 2 FPG vom zukünftigen Arbeitgeber bei der zuständigen Fremdenpolizeibehörde zu beantragen. Erst danach wird eine Beschäftigungsbewilligung vom zuständigen AMS ausgestellt; diese berechtigt, je nach Gültigkeitsdauer, zu einem maximalen Aufenthalt von bis zu sechs Monaten in Österreich. Visum zur Arbeitssuche (§ 24a FPG)
Besonders hochqualifizierte Drittstaatsangehörige, die in Österreich eine Beschäftigung suchen wollen, können einen Antrag für ein Aufenthaltvisum der Kategorie D mit sechsmonatiger Gültigkeitsdauer stellen. Neben der Erfüllung der allgemeinen Visaerteilungsvoraussetzungen sind bei Antragstellung entsprechende Nachweise vorzulegen, die die besondere Qualifikation belegen. Bei Beantragung des Visums ist grundsätzlich eine Visumgebühr in der Höhe von 100 EUR zu entrichten, sofern keine Ausnahmeregelung anwendbar ist. Der Antrag ist bei der zuständigen Österreichischen Vertretungsbehörde einzubringen. Sämtliche Vertretungsbehörden sind über die Homepage des Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten abzurufen. Wenn der Visuminhaber innerhalb der Gütigkeitsdauer des Visums eine Beschäftigung findet, kann ein Antrag auf einen Aufenthaltstitel gestellt werden.Wurde einem Drittstaatsangehörigen ein Visum zur Arbeitssuche bereits erteilt, so ist ein neuerlicher Antrag erst zwölf Monate nach seiner Ausreise aus dem Bundesgebiet zulässig.

References: § 1
 § 24
 § 5
 § 2
 § 1
 § 5
 § 31