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Timestamp: 2017-08-19 16:33:00+00:00

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Satzung / Ordnungen: Tennisverband Rheinland
Samstag, 19. August 2017, 18:32 Uhr
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§ 1 Name, Sitz, Zuständigkeit und Rechtsgrundlagen des Tennisverbandes Rheinland e. V.
Der Verband führt den Namen "Tennisverband Rheinland e. V." (TVR).
Er hat seinen Sitz in Koblenz.
Der TVR ist einer der Regionalverbände des Tennisverbandes Rheinland-Pfalz e. V. Die ihm angeschlossenen Vereine und Abteilungen sind Mitglieder des Tennisverbandes Rheinland-Pfalz e. V.
Der Tennisverband Rheinland e.V. verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke” der Abgabenordnung.
Zweck des TVR ist es, den Tennissport zu pflegen, zu fördern sowie die Interessen seiner Mitglieder wahrzunehmen.
Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch Ausrichtung von Tennisturnieren, Beratung in Sportfragen, Ausbildung von Übungsleitern und Förderung sportlicher Übungen und Leistungen.
Er ist selbstlos tätig, er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel des Verbandes dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln der Körperschaft.
Es darf keine Person und kein Mitglied durch Ausgaben, die dem Zweck des TVR fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.
Bei Auflösung oder Aufhebung des Verbandes oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des TVR an den Tennisverband Rheinland Pfalz e.V., der es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Zwecke zu verwenden hat.
Der TVR, vertreten durch sein Präsidium, hat das Recht, über Fernseh- und Hörfunkübertragungen seiner Veranstaltungen mit Fernseh- und Rundfunkveranstaltern Verträge zu schließen. Für Veranstaltungen seiner Mitglieder können diese dem TVR ihre Rechte übertragen. Schließt der TVR für seine Mitglieder solche Verträge, so hat er die Vergütungen für die Mitglieder treuhänderisch zu vereinnahmen und an diese zu verteilen. Dies gilt auch bezüglich aller anderen Bild- und Tonträger sowie möglicher Vertragspartner. Der TVR kann diese Rechte Dritten übertragen.
Der TVR regelt seinen Geschäftsbereich durch Beschlüsse und Entscheidungen seiner Organe. Er bezieht sich zur Erfüllung dieses Zweckes auf die jeweils gültige Geschäftsordnung, Disziplinarordnung, Gnadenordnung, den Verhaltenskodex, die Turnierordnung sowie die Jugendordnung des DTB, die sinngemäß anzuwenden sind sowie die Wettspiel- und Turnierordnung des Tennisverbandes Rheinland-Pfalz, die Ehrungsordnung und die Verbandsgerichtsordnung des TVR. Die Rechtsprechung des TVR, welche sich auf die angeschlossenen Vereine und Abteilungen sowie deren Mitglieder und alle Personen, die im TVR ein Amt oder eine Funktion innehaben, erstreckt, wird durch die Disziplinarkommission des Verbandes ausgeübt; die Disziplinarkommission des Verbandes ist das Verbandsgericht. Die Mitglieder des Verbandsgerichtes werden durch die Mitgliederversammlung auf die Dauer von 2 Jahren gewählt.
Mitglieder des TVR können alle Tennisvereine und Tennisabteilungen werden, die ihren Sitz im Bezirk des TVR haben und Mitglied des Sportbundes Rheinland e. V. sind.
Mitglieder sind ferner ernannte Ehrenmitglieder und Ehrenpräsidenten.
Vereinssitz im Sinne dieser Bestimmung ist der Ort, an dem die Verwaltung des Tennisvereins bzw. der Tennisabteilung ganz oder zum überwiegenden Teil geführt wird.
durch Auflösung eines Vereins oder einer Abteilung,
Der Aufnahmeantrag zur Mitgliedschaft im TVR muss schriftlich an das Präsidium des TVR gerichtet werden. Tennisabteilungen müssen den Aufnahmeantrag durch den Vorstand des Hauptvereins stellen. Der Vorstand des Hauptvereins muss unwiderruflich erklären, dass der Abteilungsleiter der Tennisabteilung uneingeschränkte Vertretungsmacht gegenüber dem TVR hat. Die Mitgliedschaft ist mit einem Jahresbeitrag verbunden.
Über die Aufnahme und Ablehnung von Tennisvereinen bzw. -abteilungen entscheidet das Präsidium des TVR mit einfacher Mehrheit.
Die Aufnahme wird wirksam, wenn der TVR dem gesuchstellenden Verein bzw. der Tennisabteilung den Eintritt in den TVR schriftlich bestätigt hat. Maßgeblich für den Zeitpunkt der Aufnahme und damit der Mitgliedschaft ist der Zugang dieser Bestätigung.
Die Ablehnung der Aufnahme ist mittels eingeschriebenem Brief mitzuteilen.
Der ablehnende Bescheid kann innerhalb einer Frist von 4 Wochen, vom Zeitpunkt seines Zugangs an gerechnet, mit der Beschwerde angefochten werden. Über die Beschwerde entscheidet die Mitgliederversammlung des TVR mit einfacher Mehrheit. Die Entscheidung der Mitgliederversammlung ist unanfechtbar und dem gesuchstellenden Tennisverein bzw. der -abteilung mitzuteilen.
Der Austritt eines Mitgliedsvereins (Tennisverein oder -abteilung) des TVR ist gegenüber dem TVR unter Einhaltung einer dreimonatigen Kündigungsfrist zum Ende des Geschäftsjahres mittels eingeschriebenen Briefes zu erklären.
Der Ausschluss eines Mitgliedsvereins kann aus wichtigem Grunde, insbesondere wegen einer gröblichen Schädigung des Ansehens des Tennissports oder eines schweren Verstoßes gegen die Satzung und Ordnung des TVR sowie bei Beitragsrückständen von mehr als 6 Monaten erklärt werden. Über den Ausschluss entscheidet auf Antrag des Präsidiums die Mitgliederversammlung mit einer Mehrheit von 2/3 der abgegebenen Stimmen. Die Entscheidung der Mitgliederversammlung ist unanfechtbar.
Weder beim Austritt noch beim Ausschluss hat ein Mitgliedsverein Ansprüche auf das Verbandsvermögen bzw. auf einen Teil desselben oder auf die Rückerstattung von Beiträgen.
Die Beiträge setzt die ordentliche Mitgliederversammlung jährlich fest. Sie sind nach der Kopfzahl der Mitgliedsvereine und -abteilungen zu berechnen.
die Mitgliederversammlung (ordentliche und außerordentliche),
das Verbandsgericht.
Die Mitgliederversammlung ist das oberste Organ des TVR.
Sie tagt jährlich innerhalb des 1. Kalendervierteljahres als ordentliche Mitgliederversammlung (Jahreshauptversammlung) und ist vom Präsidenten des TVR mindestens drei Wochen vorher unter Bekanntgabe der Tagesordnungspunkte, des Geschäftsberichts des Präsidenten, Jahresberichte des Sport- und Jugendwartes einschließlich der Berichte der Präsidiumsmitglieder, des Haushaltsvoranschlages des Schatzmeisters und der vorliegenden Anträge von Präsidium und Mitgliedsvereinen einzuladen. Kassenbericht und Kassenprüfbericht werden den Mitgliedsvereinen auf der Mitgliederversammlung nachgereicht.
Der Tagungstermin der Mitgliederversammlung soll mindestens 14 Tage vor der Delegiertenversammlung des Tennisverbandes Rheinland-Pfalz e. V. liegen.
Der Tagungsort der Mitgliederversammlung (ordentliche und außerordentliche) ist in der Regel Koblenz.
Die Tagesordnung der ordentlichen Mitgliederversammlung (Jahreshauptversammlung) hat folgende Tagespunkte zu enthalten:
• Geschäftsbericht des Präsidenten
• Jahresberichte des Sport- und Jugendwartes, des Leiters Spielbetrieb und der Präsidiumsmitglieder
• Kassenbericht des Schatzmeisters
• Bericht der Kassenprüfer · Entlastung des Präsidiums und der Kasse
• Neuwahlen des Präsidiums, der Kassenprüfer und der Mitglieder des Verbandsgerichtes, soweit diese anstehen
• Haushaltsvoranschlag
• Festsetzung der Beiträge
• Anträge und Verschiedenes
Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist vom Präsidium des TVR einzuladen, wenn das Präsidium dies mit einfacher Mehrheit beschließt oder wenn mindestens 1/5 der Mitgliedsvereine dies unter Einreichung einer schriftlichen Tagesordnung samt Begründung beim Präsidium beantragen. Auch die Einladung zur außerordentlichen Mitgliederversammlung erfolgt drei Wochen vorher unter Angabe der Tagesordnung.
Ist eine außerordentliche Mitgliederversammlung auf Antrag von mindestens 1/5 der Mitgliedsvereine einzuladen, so hat dies innerhalb einer Frist von 2 Monaten, vom Eingang des Antrages beim Präsidium an gerechnet, zu geschehen.
Das Präsidium und jeder Mitgliedsverein hat das Recht, Anträge zur Mitgliederversammlung (ordentliche und außerordentliche) zu stellen. Diese Anträge sind bis zum 31. 12. des vorhergehenden Jahres beim Präsidium des TVR samt Begründung einzureichen. Nicht fristgerecht eingereichte Anträge sind unbeachtlich, es sei denn, dass die Mitgliederversammlung diese Anträge mit einfacher Stimmenmehrheit als besonders dringlich anerkennt (Dringlichkeitsanträge).
Die Mitgliederversammlung (ordentliche und außerordentliche) ist unabhängig von der Zahl der teilnehmenden Mitglieder beschlussfähig.
Bei Abstimmung entscheidet die einfache Stimmenmehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen, soweit nicht in dieser Satzung eine qualifizierte Mehrheit gefordert wird Bei Wahlen entscheidet im 1. Wahlgang die absolute, im 2. Wahlgang die relative Mehrheit.
Ergibt eine Abstimmung, bei der einfache Stimmenmehrheit entscheidet, Stimmen-gleichheit, so ist der Antrag abgelehnt.
Das Stimmrecht wird durch den 1. Vorsitzenden des Mitgliedsvereins ausgeübt. Er kann ein anderes Vorstandsmitglied seines Vereins zu seiner Vertretung schriftlich bevollmächtigen.
Die Zahl der den einzelnen Mitgliedsvereinen zustehenden Stimmen regelt sich wie folgt:
Ehrenpräsidenten und Ehrenmitglieder haben jeweils eine Stimme.
Wahlen und Abstimmungen sind offen, es sei denn, daß 10 % der anwesenden Vereine geheime Abstimmung beantragen.
Die Mitgliederversammlung wählt nach Bedarf die Delegierten für die Delegiertenversammlung des Tennisverbandes Rheinland-Pfalz e. V.
Der Verlauf einer Mitgliederversammlung ist zu protokollieren. Die Niederschrift wird vom Präsidenten des TVR gegengezeichnet.
Das Präsidium wird von der ordentlichen Mitgliederversammlung (Jahreshauptversammlung) auf 2 Jahre gewählt; es bleibt bis zur Neuwahl bzw. Wiederwahl im Amt.
- dem Leiter Spielbetrieb
- dem Leiter Sportentwicklung
- dem hauptamtlichen Geschäftsführer (mit beratender Stimme)
Das Präsidium hat sich eine Geschäftsordnung zu geben. Es ist berechtigt für einzelne Aufgabenbereiche Ressorts zu bilden und Ressortleiter zu ernennen.
Es ist beschlussfähig, wenn mindestens zwei Drittel seiner Mitglieder anwesend sind.
Der Geschäftsführer des TVR nimmt an den Sitzungen des Präsidiums mit beratender Stimme teil.
Der Präsident und der Vizepräsident sind Vorstand des TVR im Sinne des § 26 BGB.
Der Schatzmeister ist in Kassenangelegenheiten besonderer Vertreter gem. § 30 BGB. Im Rahmen seines Zuständigkeitsbereiches kann er den Verband zusammen mit einem Präsidenten vertreten.
Die sachliche und persönliche Zuständigkeit der Mitglieder des Präsidiums ist in der Geschäftsordnung des TVR geregelt.
Abweichend von § 8 Abs. 1 der Satzung des TVR endet die Amtszeit eines Präsidiumsmitgliedes vor Ablauf von 2 Jahren in folgenden Fällen:
a) bei Tod des Präsidiumsmitgliedes
b) bei dauerhafter Verhinderung des Präsidiumsmitgliedes
c) bei Eintritt des Vermögensverfalls des Präsidiumsmitgliedes.
Über das Vorliegen der Voraussetzungen des § 8 Abs. 5 a), b) bzw. c) entscheiden die übrigen Präsidiumsmitglieder durch Beschluss. Der Beschluss bedarf einer 2/3-Mehrheit der anwesenden Präsidiumsmitglieder.
Scheidet ein Präsidiumsmitglied vorzeitig aus, kann das Präsidium bis zur nächsten Mitgliederversammlung eine/n Nachfolger/in kommissarisch in das Amt berufen.
§ 9 Verbandsgericht
Das Verbandsgericht besteht aus einem Vorsitzenden und zwei Beisitzern sowie einem Ersatzbeisitzer. Den Aufgabenbereich und die Befugnisse des Verbandsgerichtes regelt die Verbandsgerichtsordnung des TVR. Das Verbandsgericht ist auf 2 Jahre gewählt.
Den Kassenprüfern obliegt die Prüfung der Kassenführung des Schatzmeisters. Sie sind berechtigt, Einsicht in die Kassenbelege zu nehmen. Sie erstellen den Kassenprüfungsbericht des abgelaufenen Geschäftsjahres, tragen diesen der Jahreshauptversammlung vor und beantragen die Entlastung des Schatzmeisters.
Die beiden Kassenprüfer müssen verschiedenen Vereinen angehören. Sie werden auf 2 Jahre gewählt; eine Wiederwahl ist nur einmal möglich.
§ 11 Ehrenmitglieder und Ehrenzeichen
Die Verleihung von Verbandsauszeichnungen regelt die Ehrungsordnung des TVR.
Satzungsänderungen bedürfen der Zustimmung von 2/3 der anwesenden Stimmen der Mitgliederversammlung.
Die Auflösung des TVR kann nur in einer eigens hierfür einberufenen Mitgliederversammlung beschlossen werden. Der Auflösungsbeschluss bedarf der Zustimmung von 3/4 der anwesenden Stimmen.
Stand: 14. März 2015
1. Die Verbandsgerichtsordnung findet ihre Rechtsgrundlage in § 1 Ziffer 6 der Satzung des Tennisverbandes Rheinland.
2. Das Verbandsgericht ist Disziplinarkommission des Landesverbandes im Sinne des § 2 Ziff. 1 a) der Disziplinarordnung des DTB.
Die Verbandsgerichtsordnung setzt sich zusammen aus
a) Verfahrensordnung
b) Strafordnung.
3. Der Tennisverband Rheinland besitzt im Rahmen seines Sportbetriebes sowie des damit zusammenhängenden Verwaltungsbetriebes eine eigene Rechtssprechung.
4. Die Rechtsprechung erstreckt sich auf die angeschlossenen Vereine bzw. Abteilungen sowie deren Mitglieder und auf alle Personen, die im Tennisverband Rheinland ein Amt innehaben.
5. Die Rechtsprechung wird von dem Leiter Spielbetrieb, dem Sportwart und dem Jugendwart erstinstanzlich ausgeübt. Die Berufungsinstanz ist das Verbandsgericht; das Verbandsgericht entscheidet nur als Spruchkammer (§ 9 der Satzung des TVR). Die Zuständigkeit ergibt sich aus § 2 der Verfahrensordnung.
Verhängt werden können Ordnungsgelder, Strafen und Nebenfolgen gemäß dieser Ordnung.
6. Als Rechtsgrundlagen dienen alle vom Deutschen Tennisbund, dem Tennisverband Rheinland-Pfalz und dem Tennisverband Rheinland erlassenen Satzungen sowie alle Ordnungen, die im § 1 Ziff. 6 der Satzung des Tennisverbandes Rheinland aufgeführt sind.
7. Im Übrigen sind die rechtsstaatlichen Grundsätze des einschlägigen materiellen und formellen staatlichen Rechts zu beachten.
II. Verfahrensordnung
1. Alle Streitigkeiten, die sich zwischen Vereinen, Mitgliedern und Organen des Tennisverbandes Rheinland ergeben, können nur nach rechtskräftiger Entscheidung durch das Verbandsgericht vor ein ordentliches Gericht gebracht werden. Die Verfolgung strafbarer Handlungen bleibt hiervon unberührt.
2. Rechtsanwälte oder andere berufsmäßige Rechtsvertreter können Vereine und deren Mitglieder vertreten. Die Kosten einer solchen Vertretung hat stets der Vertretene zu tragen.
a) Der Leiter Spielbetrieb ist erstinstanzlich zuständig für alle erhobenen Proteste im Zusammenhang mit den Mannschaftswettbewerben.
b) Der Sportwart ist erstinstanzlich zuständig für alle erhobenen Proteste im Zusammenhang mit den Erwachsenenturnieren.
c) Der Jugendwart ist erstinstanzlich zuständig für alle erhobenen Proteste im Zusammenhang mit den Jugendturnieren.
Proteste über die der Leiter Spielbetrieb, der Sportwart oder der Jugendwart entscheidet, sind entweder unmittelbar beim Leiter Spielbetrieb, beim Sportwart, beim Jugendwart oder über den Tennisverband Rheinland schriftlich einzulegen. Die Protestschrift muss den Namen und die Anschrift des Absenders enthalten. Sie soll die Tatsachen und Beweismittel, die für die Entscheidung bedeutsam sind, geordnet darstellen. Die Protestschrift ist zu unterzeichnen.
Das Verbandsgericht ist zuständig
a) als Berufungsinstanz gegen erstinstanzliche Entscheidungen des Leiters Spielbetrieb für die nicht ein Gremium des Tennisverbandes Rheinland-Pfalz gemäß dessen Wettspielordnung- und Turnierordnung zuständig ist,
b) für besonders gelagerte Fälle, die das Präsidium dem Verbandsgericht zur Entscheidung überweist.
Gegen die Entscheidung des Leiters Spielbetrieb, des Sportwartes oder des Jugendwartes ist der Einspruch zum Verbandsgericht gegeben.
Der Einspruch ist über die Geschäftsstelle des Tennisverbandes Rheinland schriftlich beim Verbandsgericht einzulegen. Die Einspruchsschrift muss den Namen und die Anschrift des Absenders enthalten. Sie soll die Tatsachen und Beweismittel, die für die Entscheidung bedeutsam sind, geordnet darstellen. Die Einspruchsschrift ist zu unterzeichnen.
Protest-/Einspruchsgebühr
1. Die Protestgebühr beträgt für Mannschaftskämpfe 50,-- € und für Turniere und Einzelmeisterschaften 50,-- €.
2. Die Einspruchsgebühr beträgt für Mannschaftskämpfe 150,-- € und für Turniere und Einzelmeisterschaften 100,-- €.
2. Die Gebühren müssen innerhalb einer Frist von 7 Tage nach Erhebung des Protestes/Einspruch auf ein Konto des Tennisverbandes Rheinland eingezahlt werden. Bei nicht rechtzeitiger Einzahlung verfällt der Protest/Einspruch.
1. Der Verbandsgerichtsvorsitzende entscheidet nach freiem Ermessen, ob ein schriftliches Verfahren durchgeführt oder eine mündliche Verhandlung anberaumt wird.
2. Die Beschaffung von Beweismitteln obliegt grundsätzlich den Parteien. Im schriftlichen Verfahren haben die Parteien schriftliche Zeugenaussagen vorzulegen. Bei einer mündlichen Verhandlung tragen die Parteien die Verantwortung für die Anwesenheit der Zeugen. Das Verbandsgericht ist aber berechtigt, von sich aus Beweismittel beizubringen.
3. Hinsichtlich des Ganges der mündlichen Verhandlung, Befangenheitsanträgen, Zeugenvernehmungen, Nichterscheinen zur mündlichen Verhandlung, Beweisaufnahme und Urteil sind rechtsstaatliche Grundsätze anzuwenden.
Die Kosten der Hauptverhandlung werden dem Verurteilten bzw. dem Unterliegenden auferlegt. Bei Freispruch trägt der Anzeigende die Kosten.
1. Für das gleiche Vergehen können mehrere Strafen nebeneinander ausgesprochen werden.
2. Statt einer Strafe oder neben einer Strafe kann auch eine Verurteilung zur Leistung von Schadenersatz in einer durch das Urteil zu bestimmenden Höhe erfolgen.
3. Für die Strafart und die Strafhöhe ist im Übrigen die Strafordnung maßgebend.
4. Bei der Berechnung des Strafmaßes gelten Samstag und Sonntag als ein Spieltag.
Ein Mitglied des Verbandsgerichtes kann in einem Verfahren nicht mitwirken, wenn es daran umittelbar beteiligt oder interessiert ist oder sich für befangen hält und das Verbandsgericht dies entsprechend mehrheitlich beschließt. Bei einem derartigen Beschluß wirkt das betreffende Mitglied nicht mit.
Vor jeder nachteiligen Entscheidung ist dem Betroffenen Gelegenheit zur mündlichen oder schriftlichen Stellungnahme zu geben (Grundsatz des rechtlichen Gehörs).
Die Entscheidungen des Verbandsgerichtes werden mit einfacher Stimmenmehrheit getroffen. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag.
1. Alle Urteile sind zu begründen. Es reicht aus, wenn das Urteil vom Vorsitzenden unterzeichnet ist.
2. Der Vorsitzende des Verbandsgerichtes ist in dringenden Fällen ohne mündliche Verhandlung berechtigt, schriftlich begründete einstweilige Verfügungen zu erlassen, soweit dies zur Aufrechterhaltung eines geordneten Rechtswesens oder der sportlichen Disziplin notwendig erscheint.
3. Die getroffenen einstweiligen Maßnahmen haben längstens 3 Wochen Gültigkeit. Innerhalb dieser Frist muss eine Verhandlung im ordentlichen Verfahren stattfinden oder eine Entscheidung des Verbandsgerichts getroffen werden.
4. Beschwerde gegen eine einstweilige Verfügung ist ohne aufschiebende Wirkung und innerhalb einer Frist von einer Woche zulässig. Über die Beschwerde entscheidet das Verbandsgericht.
Die Wiederaufnahme eines rechtskräftig abgeschlossenen Verfahrens ist nach rechtsstaatlichen Grundsätzen zulässig.
Verjährung und Begnadigung
1. Vergehen, die nach dem 30. 11. des abgelaufenen Spieljahres gemäß der gültigen Wettspielordnung angezeigt werden, sind verjährt.
2. Die Einleitung eines Verfahrens unterbricht die Verjährung. Maßgeblich ist der Zeitpunkt des Eingangs der schriftlichen Anzeige.
3. Das Recht der Begnadigung steht dem geschäftsführenden Präsidium zu. Für das Begnadigungsverfahren gelten rechtsstaatliche Grundsätze.
III. Strafordnung
1. Es dürfen nur Straf- und Ordnungsmaßnahmen verhängt werden, die in der Satzung vorgesehen sind. Der Verbandsstrafgewalt kann das Verhalten eines (Einzel-) Mitgliedes als Verstoß gegen die Satzung, Ordnungen und Bestimmungen nur dann unterliegen, wenn es zur Zeit der Vornahme bzw. Unterlassung der Handlung mit einer Straf- und Ordnungsmaßnahme bedroht war.
2. Die Straf- und Ordnungsmaßnahme und ihre Nebenfolgen bestimmen sich nach der Satzung, den Ordnungen und Bestimmungen, die zur Zeit der Vornahme bzw. Unterlassung der Handlung gültig sind.
3. Die Straf- und Ordnungsmaßnahmen gelten für Handlungen, die im Verbandsbereich des Tennisverbandes Rheinland vorgenommen werden.
4. Die Verbandsstrafgewalt gilt - unabhängig vom Recht des Handlungsortes - auch für Handlungen, die außerhalb des Verbandsbereiches begangen oder unterlassen werden, wenn Belange des Tennisverbandes Rheinland betroffen sind.
Als Strafen- und Ordnungsmaßnahmen sowie Nebenfolgen können verhängt werden:
b) Verweise
c) Geldstrafen (auch als Nebenstrafen für Einzelmitglieder höchstens 250,-- €,
für Vereine höchstens 500,-- €).
Stand: 24. März 2007
Passordnung > entfällt ab 2014
Die Passordnung wurde auf Beschluss der Mitgliederversammlung am 09. März 2013 aufgehoben. Somit wird ab der Verbandsspielsaison 2014 ohne Pässe gespielt.
Hier finden Sie die Wettspielordnung des Tennisverbandes Rheinland-Pfalz
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References: § 1
 § 26
 § 30
 § 8
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§ 9

§ 11
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 § 2
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