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Timestamp: 2020-01-19 07:31:51+00:00

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[ STEUERSPAR-URTEILE.de ] - BMF-Schreiben, Aktenzeichen: IV D 3 - S 7360/11/10001, Bundesministerium der Finanzen 28.03.2012
Aktenzeichen: IV D 3 - S 7360/11/10001
Unentgeltliche Wertabgaben sind bei der Berechnung des Gesamtumsatzes von Kleinunternehmern nicht zu berücksichtigen
Gesamtumsatz, Kleinunternehmer, Privatnutzung, Umsatzsteuer, Unentgeltliche Wertabgabe
Das Bundesfinanzministerium hat zur Anwendung der Kleinunternehmerregelung nach § 19 Abs. 1 UStG Stellung genommen. Konkret geht es um die
Berücksichtigung eines dem Unternehmen zugeordneten Gegenstandes gemäß § 3 Abs. 9a Nr. 1 UStG bei der Ermittlung des Gesamtumsatzes nach § 19 Abs. 1 Satz 2 UStG
Hintergrund: Die Privatverwendung eines teilunternehmerisch verwendeten Gegenstandes - ausgenommen Grundstücke im Sinne des § 15 Abs. 1b UStG - ist nach § 3 Abs. 9a Nr. 1 UStG steuerbar, wenn dieser Gegenstand dem Unternehmen vollständig zugeordnet worden ist und dessen unternehmerische Verwendung zum vollen oder teilweisen Vorsteuerabzug berechtigt hat. Hieran fehlt es, wenn der Unternehmer als Kleinunternehmer nach § 19 Abs. 1 UStG nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt ist. In diesem Fall findet § 3 Abs. 9a Nr. 1 UStG keine Anwendung, so dass folglich bei der Berechnung des Gesamtumsatzes nach § 19 Abs. 1 Satz 2 UStG eine unentgeltliche Wertabgabe nicht hinzuzurechnen ist.
Die unentgeltliche Wertabgabe nach § 3 Abs. 9a Nr. 1 UStG ist in die Ermittlung des Gesamtumsatzes nach § 19 Abs. 1 Satz 2 UStG einzubeziehen, wenn ein der Regelbesteuerung unterliegender Unternehmer seinen Gesamtumsatz des vorangegangenen Jahres im Hinblick auf die Grenze von 17.500 € ermittelt und die unentgeltliche Wertabgabe im vorangegangenen Kalenderjahr steuerbar war.

References: § 19
 § 3
 § 19
 § 15
 § 3
 § 19
 § 3
 § 19
 § 3
 § 19