Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F12-11-2013-6B_750-2012
Timestamp: 2016-10-23 06:17:04+00:00

Document:
6B_750/2012 (12.11.2013)
6B_750/2012 � � Urteil vom 12. November 2013
Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft, Hauptabteilung Arlesheim, Kirchgasse 5, 4144 Arlesheim,
Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), Fluhmattstrasse 1, 6004 Luzern
A.________ Versicherungs-Gesellschaft AG,
B.________ Versicherungs-Gesellschaft AG, vertreten durch Advokat Dr. Alex Hediger,
Gewerbsm�ssiger Betrug, Bruch amtlicher Beschlagnahme; Zivilanspruch; Beweisw�rdigung, Grundsatz in dubio pro reo,
�X.________ erlitt am 3. Juni 1996 einen Verkehrsunfall. Vom 28. November 1996 bis 23. Januar 1997 war er in der Rehaklinik in Rheinfelden hospitalisiert. Verschiedene �rzte attestierten ihm gest�tzt auf seine Angaben (intensive Kopf-, Nacken- und R�ckenschmerzen, Schwindelbeschwerden sowie �belkeit und Depressivit�t etc.) eine eingeschr�nkte Arbeitsf�higkeit. X.________ bezog in der Folge von der SUVA, der IV sowie der A.________ Lebensversicherungs-Gesellschaft AG (nachfolgend A.________ Versicherung) Versicherungsleistungen bis zur jeweiligen Anzeigeerstattung durch die Versicherer. Er machte zudem mit Eingabe vom 7. April 2005 Haftpflichtanspr�che gegen�ber der B.________ Versicherungs-Gesellschaft AG (nachfolgend B.________ Versicherung) als Motorfahrzeughaftpflichtversicherung der Unfallgegnerin geltend, doch kam es insoweit nicht zu einer Auszahlung.
X.________ nahm im Jahr 2005 an verschiedenen Autorennen des Pirelli Porsche Cup Suisse in Deutschland, Frankreich und Italien teil. Das erste Rennen fand am 8. April 2005 statt. Vom 30. Juni 2006 bis zum 28. Juli 2006 wurden seine Garage polizeilich observiert und er bei der Ausf�hrung diverser Arbeitst�tigkeiten gefilmt.
Die Anklage wirft X.________ vor, er habe �rzte und Inspektoren der Versicherer ab 1997 systematisch mit unwahren Angaben �ber seinen Gesundheitszustand get�uscht bzw. zu t�uschen versucht, um Versicherungsleistungen zu erlangen, auf die er keinen Anspruch hatte. Eventualiter habe er die nach dem Unfall eingetretene Verbesserung seines Gesundheitszustands nicht gemeldet, so dass ihm Leistungen ausgerichtet wurden, die ihm nicht bzw. nicht in der ausbezahlten H�he zustanden. �berdies soll X.________ zwischen dem 10. August und 2. Oktober 2006 ein Fahrzeug im Wissen um dessen beh�rdliche Beschlagnahme verkauft und am 19. Januar 2008 Verkehrsregeln mehrfach verletzt haben.
�Das Strafgericht des Kantons Basel-Landschaft sprach X.________ am 3. September 2010 vom Vorwurf des gewerbsm�ssigen Betrugs f�r die Zeit vom 24. Januar 1997 bis 7. April 2005 frei (Dispositiv-Ziffer 1b). Es best�nden keine rechtsgen�genden Indizien f�r die Annahme derart unrichtiger Angaben, dass davon ausgegangen werden m�sste, der Anspruch des Beschwerdef�hrers auf die ihm zugesprochenen Versicherungsleistungen habe nicht bestanden (Urteil, S. 24, 26 f.). Hingegen verurteilte es ihn wegen gewerbsm�ssigen Betrugs f�r die Zeit vom 8. April 2005 bis 31. M�rz 2008 (worin der versuchte Betrug zum Nachteil der B.________ Versicherung aufgehe) sowie wegen Bruchs amtlicher Beschlagnahme und mehrfacher einfacher Verletzung von Verkehrsregeln zu einer bedingt vollziehbaren Freiheitsstrafe von 18 Monaten sowie zu einer Busse von Fr. 700.-- (Dispositiv-Ziffer 1a). Es verpflichtete X.________ zur Zahlung von Fr. 18'956.45 (Observations- und Anwaltskosten) an die B.________ Versicherung. Deren Mehrforderung verwies es ebenso wie die Schadenersatzforderung der A.________ Versicherung auf den Zivilweg (Dispositiv-Ziffer 3a und 3b). Auf die Schadenersatzforderungen der SUVA (betr. Forderung der SUVA und der IV) trat es nicht ein und verwies diese in das verwaltungsrechtliche Verfahren (Dispositiv-Ziffer 3c).
Das Kantonsgericht Basel-Landschaft wies die Rechtsmittel des Beschuldigten und der Staatsanwaltschaft am 25. Juni 2012 ab. Es best�tigte das strafgerichtliche Urteil im Schuld-, Straf- und Zivilpunkt. Die Dispositiv-Ziffer 1b des strafgerichtlichen Urteils fasste es insofern neu, als es X.________ f�r die Zeit vor dem 8. April 2005 vom Vorwurf des gewerbsm�ssigen Betrugs freisprach.
�Mit Beschwerde in Strafsachen beantragt X.________, der Entscheid des Kantonsgerichts sei aufzuheben und er sei - mit Ausnahme der Verurteilung wegen mehrfacher einfacher Verletzung der Verkehrsregeln - von Schuld und Strafe freizusprechen. Eventualiter sei die Sache an die Vorinstanz zur neuen Beurteilung zur�ckzuweisen. Der Zivilanspruch der B.________ Versicherung sei vollumf�nglich auf den Zivilweg zu verweisen.
�Das Kantonsgericht Basel-Landschaft beantragt unter Hinweis auf die Erw�gungen im angefochtenen Entscheid die Abweisung der Beschwerde. Die Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft verzichtet ebenso wie die SUVA und die A.________ Versicherung auf eine Stellungnahme zur Beschwerde.
1.1.�Der Beschwerdef�hrer r�gt eine offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung. Die Einsch�tzung, er sei seit 8. April 2005 infolge Verbesserung seines gesundheitlichen Zustands in seiner Arbeitsf�higkeit nicht mehr rentenrelevant eingeschr�nkt, sei willk�rlich. Die Vorinstanz ber�cksichtige zu Unrecht das im Zusammenhang mit seiner Observierung erstellte Aktengutachten vom 19. August 2009. Dem Sachverst�ndigen sei die Anklageschrift vorgelegt worden, was diesem eine unvoreingenommene Beurteilung des Video-Materials verunm�glicht habe. Auch inhaltlich �berzeuge das Gutachten nicht. Der Sachverst�ndige beantworte die Fragen nur rudiment�r und �ussere sich lediglich pauschal, ohne seine Aussagen mit konkreten Befunden aus der Video-Observation zu objektivieren. Aus der observierten Arbeitst�tigkeit vom 30. Juni bis 28. Juli 2006 und seiner hobbym�ssigen Teilnahme am Pirelli Porsche Cup Suisse im Jahr 2005 k�nne weder abgeleitet werden, dass seine Beschwerden nicht mehr best�nden, noch gefolgert werden, dass sich sein Gesundheitszustand wesentlich verbessert habe und er sich dessen bewusst gewesen sei. Er befinde sich nach wie vor in �rztlicher Behandlung und sei nicht gesund. Der Beschwerdef�hrer reicht zu diesem Zweck neue Arztzeugnisse ein (Beschwerde, S. 4 ff.).
1.2.�Die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz kann vor Bundesgericht nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG). Offensichtlich unrichtig ist die Sachverhaltsfeststellung, wenn sie willk�rlich ist (BGE 137 IV 1 E. 4.2.3; 134 IV 36 E. 1.4.1; vgl. zum Begriff der Willk�r BGE 138 I 305 E. 4.3; 137 I 1 E. 2.4). Dem Grundsatz "in dubio pro reo" kommt in der vom Beschwerdef�hrer angerufenen Funktion als Beweisw�rdigungsregel im Verfahren vor dem Bundesgericht keine �ber das Willk�rverbot von Art. 9 BV hinausgehende Bedeutung zu (BGE 127 I 38 E. 2a; 124 IV 86 E. 2a; je mit Hinweisen).
Zur Beurteilung sozialversicherungsrechtlicher Leistungsanspr�che, insbesondere auch zur Festlegung der Arbeitsunf�higkeit, bedarf es verl�sslicher medizinischer Entscheidgrundlagen (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hinweis). Die Ergebnisse einer zul�ssigen Observation sind zusammen mit einer �rztlichen Aktenbeurteilung grunds�tzlich geeignet, eine gen�gende Basis f�r Sachverhaltsfeststellungen betreffend den Gesundheitszustand und die Arbeitsf�higkeit zu bilden (BGE 137 I 327 E. 7.1 mit Hinweisen; Urteil 6B_646/2012 vom 12. April 2013 E. 2.4.2).
1.2.1.�Die mit der Beschwerde (S. 16) neu aufgelegten Arztberichte vom 11. und 26. Oktober 2012 sowie vom 26. November 2012 wurden nach dem vorinstanzlichen Entscheid vom 25. Juni 2012 verfasst. Sie bleiben als unzul�ssige Noven im vorliegenden Verfahren unbeachtlich (Art. 99 Abs. 1 BGG; BGE 135 I 221 E. 5.2.4; 133 IV 342 E. 2.1; je mit Hinweisen).
1.2.2.�Der Beschwerdef�hrer wurde zwischen dem 30. Juni 2006 und dem 28. Juli 2006 in seiner Garage polizeilich observiert. Die Strafgerichtspr�sidentin liess das Videomaterial (23 DVD) gutachterlich auswerten und �berliess dem Sachverst�ndigen zu diesem Zweck verschiedene Vorakten, u.a. auch die Anklageschrift (kantonale Akten, act. 86.23). Der Sachverst�ndige erstattete das Aktengutachten am 19. August 2009. Dass er aufgrund der Vorlage der Anklageschrift nicht mehr zu einer objektiven und unvoreingenommenen Beurteilung in der Lage gewesen sein soll (Beschwerde, S. 5 f.), macht der Beschwerdef�hrer erstmals im Verfahren vor Bundesgericht geltend. Er legt indes nicht dar, weshalb erst der vorinstanzliche Entscheid hierf�r Anlass gab (Art. 99 BGG). Das ist auch nicht ersichtlich, nachdem bereits die erste Instanz das Aktengutachten in die Beweisw�rdigung miteinbezogen und darauf abgestellt hat. Der Beschwerdef�hrer h�tte die angebliche Voreingenommenheit des Sachverst�ndigen und die behauptete Mangelhaftigkeit des Aktengutachtens deshalb sp�testens im Verfahren vor Vorinstanz vorbringen k�nnen und m�ssen. Das tat er nicht. Auf den Vorwurf ist nicht einzutreten.
1.2.3.�Inwiefern die Erkenntnisse im Aktengutachten vom 19. August 2009 jeglicher Grundlage entbehren (Beschwerde, S. 5 ff., S. 10), ist nicht ersichtlich. Der Sachverst�ndige analysiert das Observierungsmaterial auf der Grundlage der Beschwerden, �ber welche der Beschwerdef�hrer klagte, und der objektiv festgehaltenen Befunde der �rzte umfassend. Der Gutachter findet bei der Auswertung der gefilmten Arbeitst�tigkeiten und -abl�ufe keine Anzeichen f�r eine funktionelle oder organische St�rung des Muskelskelettsystems der Wirbels�ule einschliesslich der Halswirbels�ule (HWS) und der Schultern, kein Schonhinken und kein Schongang und ebenso wenig Hinweise auf eine Schwindelsymptomatik. Der Beschwerdef�hrer erledigte die Arbeiten in der Garage professionell, speditiv und mit freier Beweglichkeit der HWS. Der Gutachter verneint ebenfalls Anhaltspunkte f�r eine verminderte Konzentrationsf�higkeit, Freudlosigkeit, erh�hte Erm�dbarkeit oder f�r einen Antriebsmangel und schliesst damit sichtbare Zeichen einer psychischen emotionalen St�rung (Depression) aus. Seine Schlussfolgerungen, die beobachteten Arbeitsverrichtungen w�ren einer gesundheitlich beeintr�chtigten Person mit Beschwerden, wie vom Beschwerdef�hrer geschildert, selbst bei Einnahme von Schmerzmitteln nicht m�glich, unterlegt er mit objektiven Befunden, die sich unmittelbar aus dem Videomaterial ergeben. Das Aktengutachten zeichnet insgesamt ein differenziertes Bild. Die Schlussfolgerungen leuchten ein. Indizien, die seine �berzeugungskraft ersch�ttern k�nnten, sind gest�tzt auf die Beschwerdevorbringen nicht erkennbar. Die Vorinstanz durfte auf das Aktengutachten ohne Verfassungsverletzung abstellen.
1.2.4.�Die Vorinstanz w�rdigt das Aktengutachten zusammen mit dem Observationsmaterial. Sie h�lt fest, der Beschwerdef�hrer habe vom 30. Juni 2006 bis 27. Juli 2006 meist den ganzen Tag oder zumindest lange Zeit in der Garage gearbeitet. Ihre Feststellungen zum zeitlichen und inhaltlichen Umfang der gefilmten Arbeitst�tigkeit lassen sich auf die Erkenntnisse im Gutachten und die Dokumentation zur Video-�berwachung st�tzen (Entscheid, S. 16 f.; kantonale Akten, act. 1789 ff). Nicht willk�rlich ist, wenn sie folgert, Art und Umfang der Arbeitst�tigkeit spr�chen gegen die Annahme, der Beschwerdef�hrer leide an den von den Versicherern angenommenen gesundheitlichen Beeintr�chtigungen. Wie sich aus der Observation ergibt, zeigte dieser bei der Verrichtung der Arbeitst�tigkeit keine Anzeichen von Bewegungseinschr�nkungen, Leistungsminderungen oder Antriebslosigkeit. Was der Beschwerdef�hrer dagegen einwendet, �berzeugt nicht. Er wertet das Observationsmaterial unter Hinweis auf Buchhaltungsunterlagen und einen Treuhandbericht aus dem Jahre 2004 selber aus und ermittelt ein Pensum an gefilmter k�rperlicher T�tigkeit im Umfang von 27,5%, was mit seiner Restarbeitsf�higkeit vereinbar sei (Beschwerde, S. 7, 12). Damit legt er nur die eigene Sicht der Dinge dar, ohne aufzuzeigen, inwiefern die vorinstanzlichen Erw�gungen unhaltbar sein k�nnten.
1.2.5.�Der Beschwerdef�hrer nahm im Jahr 2005 an f�nf Autorennen in Deutschland, Italien und Frankreich teil (8./10. April; 6. Mai; 25. Juni, 19./20. August; 30.September/1. Oktober 2005; Entscheid, S. 14 f.). Unter anderem durchlief er das Rundstrecken- sowie das 100-Meilen-Rennen auf dem Pannonia-Ring in Italien. Anl�sslich der Rennveranstaltung in Magny-Cours absolvierte er alle Vorbereitungsl�ufe, das freie Training f�r alle Kategorien sowie das eigentliche Rennen. Ohne sichtbare Anzeichen von Beschwerden verrichtete er zudem zahlreiche anspruchsvolle k�rperliche T�tigkeiten wie etwa das Aufziehen von Regenreifen oder das Betanken seines Fahrzeugs mit einem ca. 30 kg schweren Kanister (Entscheid, S. 15 und S. 17; kantonale Akten, act. 1259 ff). Beschleunigungskr�fte bei sehr hohen Geschwindigkeiten, insbesondere in Kurven, und Vibrationen bei harter Federung der Rennwagen bewirken eine erhebliche k�rperliche Belastung und erfordern eine stabile Gesundheit des Rennfahrers. Nach der willk�rfreien Annahme der Vorinstanz l�sst die Teilnahme an den Rennen auf eine insgesamt gute gesundheitliche Verfassung des Beschwerdef�hrers schliessen, umso mehr, als er mit seinem Transportfahrzeug mindestens zeitweise selber an diese Rennen, welche mehrere hundert Kilometer von seinem Wohnort entfernt stattfanden, hin- und zur�ckfuhr. Seine Einw�nde (Beschwerde, S. 8 ff.) ersch�pfen sich in appellatorischer Kritik, wonach z.B. die k�rperlichen Belastungen bei Autorennen nicht extrem hoch bzw. unter Umst�nden geringer seien als beim Fahren im normalen Strassenverkehr oder es keine Benzinkanister von 30 Liter Inhalt gebe. Dass der Beschwerdef�hrer von zehn m�glichen Rennveranstaltungen nur an f�nf teilnahm und er die Rennen in Hockenheim und Dijon Pr�nois nach zwei bzw. sechs Runden abbrach, lassen die Beweisw�rdigung nicht als unhaltbar erscheinen.
1.2.6.�Die vorinstanzlichen Feststellungen zum gesundheitlichen Zustand des Beschwerdef�hrers sind zusammenfassend nachvollziehbar und schl�ssig. Sie ergeben sich zwanglos aus den Beweisen (Teilnahme an Autorennen im Jahr 2005, Arbeitst�tigkeiten im Jahr 2006). Der Beschwerdef�hrer bringt nichts vor, was das Beweisergebnis in Frage stellen k�nnte. Das gilt auch unter Ber�cksichtigung des Umstands, dass bei der Durchsuchung seiner Wohnung und Werkstatt am 10. August 2006 entgegen der vorinstanzlichen Annahme ("keine Schmerzmittel"; Entscheid, S. 17) insgesamt zwei Schmerztabletten sichergestellt wurden (vgl. kantonale Akten, act. 321; vgl. Beschwerde, S. 11). Daraus kann nicht abgeleitet werden, der Beschwerdef�hrer habe an derart erheblichen Schmerzen wie von ihm angegeben gelitten. Nach der Vorinstanz l�sst sich zwar nicht zweifelsfrei erstellen, dass er vollkommen gesund war und keinerlei Anspr�che gegen�ber den Versicherungen hatte. Sie kommt aber zum Schluss, dass er ab 8. April 2005 (erstes Autorennen) in seiner Arbeitsf�higkeit in weit geringerem Umfang als von den Versicherern angenommen eingeschr�nkt war (Entscheid, S. 17). Dieser Schluss ist nicht willk�rlich.
2.1.�Der Beschwerdef�hrer r�gt eine Verletzung von Art. 146 StGB. Die Versicherer h�tten die notwendigen Fakten gekannt, um das Ausmass seiner Arbeits- und Erwerbsf�higkeit einzusch�tzen. Sie h�tten gewusst, dass er im Umfang seiner Restarbeitsf�higkeit arbeite. Er habe nichts verheimlicht. Seine T�tigkeit in der Garage sei jederzeit �ffentlich einsehbar gewesen. Das gelte auch f�r den Versuch, an den fraglichen Autorennen teilzunehmen. Er habe mithin weder get�uscht, schon gar nicht arglistig, noch h�tten sich die Versicherer geirrt. Soweit die Vorinstanz von einer T�uschung durch Unterlassen ausgehe und eine Garantenstellung wegen Verletzung der Meldepflicht u.a. gem�ss Art. 31 Abs. 1 des Bundesgesetzes �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) annehme, dehne sie die Strafbarkeit des Betrugstatbestands widerrechtlich aus.
2.2.�Die Vorinstanz best�tigt den erstinstanzlichen Schuldspruch wegen gewerbsm�ssigen Betrugs zum Nachteil der SUVA, der IV und der A.________ Versicherung. Sie erw�gt, gem�ss Art. 31 Abs. 1 ATSG sowie Art. 4 Ziff. 1 der Zusatzbedingungen f�r die Versicherung bei Erwerbsunf�higkeit und Art. 15 des Vorsorgereglements zum Kollektiv-Versicherungsvertrag, welcher der Beschwerdef�hrer mit der A.________ Versicherung (als Rechtsnachfolgerin der C.________ Lebensversicherungs-Gesellschaft) abgeschlossen hatte, w�re er verpflichtet gewesen, die Versicherer �ber seinen verbesserten Gesundheitszustand ab 8. April 2005 in Kenntnis zu setzen. Mit dem Bezug von Versicherungsleistungen einschliesslich Pr�mienbefreiung sei er in eine besondere Rechtsbeziehung mit diesen Versicherern getreten. Er habe eine gesteigerte Verantwortlichkeit f�r deren Verm�gen gehabt und damit verbunden eine qualifizierte Handlungspflicht, leistungsrelevante �nderungen zu melden. Das habe er nicht getan. Dadurch habe er die Versicherer durch Unterdr�cken dieser Tatsachen get�uscht bzw. sie in ihrem Irrtum �ber seinen gesundheitlichen Zustand best�rkt. Dies sei arglistig, insbesondere weil die subjektiven Beschwerden des Beschwerdef�hrers nicht ohne Weiteres objektivierbar seien. Erst durch das Bekanntwerden der Teilnahme an den Autorennen im Jahr 2005 und die Observation der Arbeitst�tigkeit im Jahr 2006 sei aufgedeckt worden, dass er in seiner Arbeits- und Erwerbsf�higkeit in weit geringerem Umfang eingeschr�nkt gewesen sei als bisher angenommen. Durch die Auszahlung von �berh�hten Versicherungsleistungen sei den Versicherern ein Verm�gensschaden entstanden (Entscheid, S. 17 ff.).
Die Vorinstanz bejaht gegen�ber der B.________ Versicherung einen Betrugsversuch. Der Beschwerdef�hrer habe diese aktiv arglistig get�uscht. Er habe mit seiner Eingabe vom 7. April 2005 und seinen Schilderungen anl�sslich der Befragung vom 24. Januar 2006 den Anschein erweckt, auf die anbegehrten Versicherungsleistungen Anspruch zu haben. �ber die Verbesserung seines Gesundheitszustands habe er die B.________ Versicherung anl�sslich der Befragung nicht aufgekl�rt. Zu einer Verm�gensdisposition und damit zu einer Sch�digung der Versicherung sei es zwar nicht gekommen. Mit seinem Vorgehen habe er allerdings die Schwelle zum strafbaren Versuch �berschritten (Entscheid, S. 20 ff.).
2.3.1.�Den Tatbestand des Betrugs im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB erf�llt, wer in der Absicht, sich oder einen andern unrechtm�ssig zu bereichern, jemanden durch Vorspiegelung oder Unterdr�ckung von Tatsachen arglistig irref�hrt und so den Irrenden zu einem Verhalten bestimmt, wodurch dieser sich selbst oder einen andern am Verm�gen sch�digt.
2.3.2.�Als T�uschung gilt jedes Verhalten, das darauf gerichtet ist, bei einem andern eine von der Wirklichkeit abweichende Vorstellung �ber objektiv feststehende, vergangene oder gegenw�rtige Tatsachen hervorzurufen. Die T�uschung im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB kann durch konkludentes Verhalten erfolgen (BGE 127 IV 163 E. 2b). Betrug durch Unterlassen ist nur unter den Voraussetzungen eines unechten Unterlassungsdelikts strafbar und mithin nur durch denjenigen T�ter m�glich, den gegen�ber dem Gesch�digten eine qualifizierte Rechtspflicht zum Handeln im Sinne einer Garantenpflicht trifft (Art. 11 StGB; GUNTHER ARZT, in: Basler Kommentar, Strafrecht II, 3. Aufl., 2013, Art. 146 Rz. 53; TRECHSEL/CRAMERI, Schweizerisches Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 2. Aufl., 2013, Art. 146 Rz. 4; BERNARD CORBOZ, Les infractions en droit suisse, 3. Aufl., 2010, S. 324 Rz. 10 mit Hinweisen; ANDREAS DONATSCH, Strafrecht III, 10. Aufl., 2013, � 18 S. 230; MARKUS BOOG, Versicherungsbetrug: strafrechtliche Aspekte, in: Handb�cher f�r die Anwaltspraxis, Band V, Basel 1999, S. 1081 f., Rz. 22.22).
2.3.3.�Der Tatbestand des Betrugs erfordert Arglist. Diese ist gegeben, wenn der T�ter mit einer gewissen Raffinesse oder Durchtriebenheit t�uscht. Arglist wird in der Rechtsprechung indes auch bei einfachen falschen Angaben bejaht, wenn deren �berpr�fung nicht oder nur mit besonderer M�he m�glich oder nicht zumutbar ist, und wenn der T�ter das Opfer von der m�glichen �berpr�fung abh�lt oder nach den Umst�nden voraussieht, dass dieses die �berpr�fung der Angaben aufgrund eines besonderen Vertrauensverh�ltnisses unterlassen werde (BGE 135 IV 76 E. 5.2 S. 81 f. mit Hinweisen). Das blosse Verschweigen wesentlicher Tatsachen f�r sich alleine ist noch nicht arglistig ( BOOG, a.a.O., S. 1086, Rz. 22.31).
2.3.4.�Ein Schuldspruch wegen vollendeten Betrugs setzt eine sch�digende Verm�gensverf�gung des Get�uschten voraus (vgl. BGE 128 IV 18 E. 3b; 126 IV 113 E. 3a). Im Sozialversicherungsrecht ist ein Verm�gensschaden gegeben, wenn der Versicherte auf die ausbezahlten Leistungen keinen Anspruch hatte. Fehlt es an einer irrtumsbedingten Verm�gensverf�gung, d.h. blieb die T�uschung erfolglos, macht sich der T�ter unter Umst�nden wegen vollendeten Betrugsversuchs strafbar, wenn sein Vorgehen arglistig war (BGE 128 IV 18 E. 3b, s. a. Urteil 6B_201/2013 vom 20. Juni 2013 E. 3.2.4).
2.4.1.�Das Verhalten des Beschwerdef�hrers im Zusammenhang mit der SUVA, der IV und der A.________ Versicherung ersch�pft sich in der Missachtung von gesetzlichen und vertraglichen Meldepflichten. Er h�tte die Versicherer �ber seinen verbesserten Gesundheitszustand u.a. gest�tzt auf Art. 31 Abs. 1 ATSG orientieren m�ssen, unterliess jedoch eine entsprechende Meldung und bezog die ihm urspr�nglich zu Recht zugesprochenen Versicherungsleistungen stillschweigend weiter. Der Beschwerdef�hrer t�uschte nicht durch unwahre Angaben oder ein anderes aktives Verhalten. Eine T�uschungshandlung ist insbesondere nicht schon darin zu sehen, dass er die Versicherungsleistungen entgegengenommen hat. Der Beschwerdef�hrer brachte, indem er die Versicherungsleistungen weiterhin stillschweigend bezog, auch nicht zum Ausdruck, die (gesundheitlichen) Verh�ltnisse best�nden unver�ndert fort. Der Entgegennahme der Versicherungsleistungen kommt mithin auch konkludent kein positiver Erkl�rungswert zu. Etwas anderes k�nnte nur gelten, wenn zum Leistungsbezug bzw. -empfang weitere Handlungen hinzutr�ten, welchen objektiv die Erkl�rung beizumessen w�re, es habe sich nichts an den Anspruchsvoraussetzungen ge�ndert. Solches (wie beispielsweise ein qualifiziertes Schweigen des Beschwerdef�hrers auf ausdr�ckliches Nachfragen der Versicherer) ist hier weder ersichtlich noch festgestellt. Dem Beschwerdef�hrer ist damit im Ergebnis ausschliesslich vorzuwerfen, dass er die Versicherer (SUVA, IV, A.________ Versicherung) nicht �ber seinen verbesserten Gesundheitszustand aufkl�rte, obschon er dies aufgrund der ihm obliegenden gesetzlichen und vertraglichen Meldepflichten h�tte tun m�ssen. Damit kommt hier nur Betrug durch Unterlassen in Betracht, was eine Garantenpflicht voraussetzt. Es geht um die Frage, ob dem Beschwerdef�hrer als Bez�ger von (periodischen) Versicherungsleistungen aufgrund seiner Pflicht, �nderungen in den pers�nlichen, gesundheitlichen oder wirtschaftlichen Verh�ltnissen zu melden, eine Garantenstellung zum Schutz des Verm�gens der Versicherer zukommt.
2.4.2.�Dass aus Gesetz und Vertrag eine Garantenstellung abgeleitet werden kann, ist unbestritten (vorstehend E. 2.3.2). Allerdings vermag nicht jede gesetzliche oder vertragliche Handlungspflicht eine Garantenstellung zu begr�nden (vgl. BGE 123 IV 70 E. 2; 120 IV 98 E. 2c S. 106; G�NTER STRATENWERTH, Allgemeiner Teil I: Die Straftat, 4. Aufl., 2011, � 14 Rz 12 ff.). Ein Betrug durch Unterlassen setzt eine gesteigerte Verantwortlichkeit bzw. eine inhaltlich besonders qualifizierte Rechtspflicht zum T�tigwerden voraus ( DERSELBE, a.a.O., � 14 Rz. 14 und 15) und zugleich, dass das Unterlassen dem Tun gleichwertig ist (Art. 11 Abs. 3 StGB).
2.4.3.�Das Bundesgericht verneinte bislang eine Garantenstellung aufgrund von Meldepflichten. In BGE 131 IV 83 entschied es, dass die Pflicht gem�ss Art. 24 ELV, wesentliche �nderungen der pers�nlichen und wirtschaftlichen Verh�ltnisse zu melden, keine Garantenpflicht zu begr�nden vermag (BGE, a.a.O., E. 2.1.3 S. 88 und E. 2.4.6 S. 95). Es best�tigte damit seine bereits in einem nicht publizierten Entscheid vom 28. September 2000 vertretene Auffassung, dass aus einer allgemeinen gesetzlichen Pflicht, rentenrelevante Ver�nderungen zu melden, keine Garantenstellung abgeleitet werden kann (Urteil 6S.288/2000 E. 4b/bb insbesondere mit Hinweis auf THOMAS HOMBERGER, Die Strafbestimmungen im Sozialversicherungsrecht, Diss. 1992, S. 61, S. 63 Fn 269). Die bundesgerichtliche Rechtsprechung ist im Schrifttum auf Zustimmung, jedoch auch auf Kritik gestossen (zustimmend SALOME KRIEGER AEBLI, Sozialhilfe zu Unrecht bezogen, aber dennoch nicht betrogen, in Forumpoenale 2010, S. 169 ff., 170; wohl eher zustimmend ARZT, a.a.O., Art. 146 Rz. 54 sowie KURT SEELMANN, in: Basler Kommentar, Strafrecht I, 3. Aufl., 2013, Art. 11 Rz. 45; ablehnend hingegen MARKUS HUG, Strafrechtliche Verfolgung bei Versicherungsmissbrauch - insbesondere zum Tatbestand des Betrugs nach Art. 146 StGB, in: Versicherungsmissbrauch - Ursachen/Wirkungen/Massnahmen, 2010, S. 169 ff.; BEATRICE K�SER, Sozialleistungsbetrug, Diss. Z�rich 2012, S. 102 ff.). An dieser bundesgerichtlichen Rechtsprechung, die im �brigen durch den Entscheid 6S.364/2005 vom 9. M�rz 2006 nicht in Frage gestellt wird (so aber HUG, a.a.O., S. 183 f.), ist festzuhalten.
2.4.4.�Die Pflicht des Leistungsbez�gers, dem Versicherer jede wesentliche �nderung in den f�r eine Leistung massgebenden Verh�ltnissen zu melden, ist gesetzlich (etwa bei Sozialversicherungen vgl. Art. 31 Abs. 1 ATSG) beziehungsweise vertraglich (etwa bei Privatversicherungen vgl. AVB) stipuliert. Es handelt sich in beiden F�llen um eine Konkretisierung des Grundsatzes von Treu und Glauben (vgl. GABRIELA RIEMER-KAFKA, Verweigerte Mitwirkung bei der Sachverhaltsabkl�rung, in: Leistungsverweigerungen im Sozialversicherungsrecht, St. Gallen 2011, S. 35 ff., 43 f. mit Hinweisen, und S. 64; vgl. MICHAEL PFEIFER, Der Untersuchungsgrundsatz und die Offizialmaxime, im Verwaltungsverfahren, Diss. Basel, 1980, S. 127; s.a. J�RG NEF, in: Kommentar zum schweizerischen Privatrecht, Bundesgesetz �ber den Versicherungsvertrag (VVG), 2001, Art. 40 Rz. 1). Der Leistungsbez�ger hat zur Ermittlung des leistungsrelevanten Sachverhalts beizutragen. Denn er weiss am besten, wie es um ihn steht. Durch die Erf�llung der Meldepflicht wird dem Versicherer die Feststellung des massgeblichen Sachverhalts erleichtert (vgl. THOMAS LOCHER, Grundriss des Sozialversicherungsrechts, 3. Aufl., Bern 2003, � 67 Rz. 10; NEF, a.a.o.). Eine Verletzung der Meldepflicht kann dazu f�hren, dass Versicherungsleistungen zu Unrecht weiterhin ausgerichtet und bezogen werden. Die Meldepflicht dient in diesen F�llen den Interessen des Versicherers. Sie soll diesen vor ungerechtfertigen Zahlungen und damit vor Schaden bewahren.
2.4.5.�Auch wenn die Sachverhaltsabkl�rung im Verfahren vor den Versicherern zentral und die Meldepflicht des Versicherten als Mitwirkungspflicht zur Ermittlung des leistungsrelevanten Sachverhalts wichtig ist (vgl. RIEMER-KAFKA, a.a.O., S. 38; s.a. UELI KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Aufl., Z�rich 2009, Art. 31 Rz. 2), begr�ndet sie keine besondere Rechtsstellung des Leistungsbez�gers, aufgrund welcher er verpflichtet w�re, die Gef�hrdung oder Verletzung des strafrechtlich gesch�tzten Rechtsguts des Verm�gens des �ffentlichen oder privaten Versicherers zu verhindern. F�r sein Verm�gen hat der Versicherer grunds�tzlich selber zu sorgen. Die Verantwortung hierf�r geht alleine aufgrund der Meldepflicht nicht auf den Leistungsbez�ger �ber. Dieser hat nur daf�r zu "sorgen" bzw. ist nur daf�r verantwortlich, dass er selbst den Versicherer nicht am Verm�gen sch�digt, weshalb er leistungsrelevante Verbesserungen in seinen Verh�ltnissen melden muss. Eine gesteigerte Rechtspflicht zum Schutz des Verm�gens des Versicherers trifft ihn deswegen aber nicht. Die Pflicht, leistungsrelevante �nderungen in den Verh�ltnissen zu melden, ist Ausdruck des Grundsatzes von Treu und Glauben ( GABRIELA RIEMER-KAFKA, a.a.O., S. 43). Pflichten, die sich aus diesem Gebot ergeben, gen�gen nicht, um eine Garantenstellung zu begr�nden ( BEATRICE K�SER, a.a.O., S. 103 mit Hinweisen auf Lehre und Rechtsprechung; s.a. BOOG, a.a.O., S. 1082, Rz. 22.22).
2.4.6.�Die Missachtung der gesetzlichen oder vertraglichen Melde- oder Auskunftspflicht kann vielf�ltige Folgen haben (vgl. RIEMER-KAFKA, a.a.O., S. 78; s. a. NEF, a.a.O., Art. 40 VVG Rz. 1 ff.). Dazu geh�ren etwa neben Leistungsk�rzungen und/oder Leistungsr�ckforderungen auch strafrechtliche Sanktionen, soweit es um eine Verletzung der Meldepflicht gem�ss Art. 31 Abs. 1 ATSG geht ( RIEMER-KAFKA, a.a.O., S. 105 ff.). Wer die ihm nach Art. 31 Abs. 1 ATSG obliegende Meldepflicht verletzt, wird, sofern nicht ein mit h�herer Strafe bedrohtes Verbrechen oder Vergehen vorliegt, mit Geldstrafe bis zu 180 Tagess�tzen bestraft (vgl. etwa Art. 87 Abs. 5 AHVG, Art. 70 IVG unter Verweisung u.a. auf Art. 87 AHVG, ebenso Art. 31 Abs. 1 lit. d ELG, Art. 25 EOG, Art. 23 FamZG).
Mit den Strafbestimmungen in den Sozialversicherungsgesetzen wollte der Gesetzgeber namentlich mit Blick auf die begrenzten finanziellen Mittel des �ffentlichen Haushalts, den zielgerichteten und effizienten Einsatz dieser Mittel sowie die allgemeinen Grunds�tze des Verwaltungsrechts sicherstellen, dass Sozialversicherungsleistungen nur an Personen ausbezahlt werden, welche die gesetzlichen Voraussetzungen erf�llen. Schutzzweck der Normen sind die rechtm�ssige, m�glichst effiziente und rechtsgleiche Durchf�hrung der Sozialversicherung sowie Treu und Glauben im Verkehr zwischen Beh�rden und Leistungen beanspruchenden Personen (BGE 131 IV 83 E. 2.1.1; 138 V 74 E. 5.1).
Auch in Anbetracht dieser spezialgesetzlichen Straftatbest�nde ist bei systematischer Auslegung des Gesetzes auszuschliessen, dass die blosse Verletzung der Meldepflicht eo ipso Betrug sein kann. Zwar wird in den Strafbestimmungen das Vorliegen von mit h�heren Strafen bedrohten Verbrechen oder Vergehen vorbehalten. Solche schwerer wiegende Straftatbest�nde k�nnen aber nur erf�llt sein, wenn �ber die Verletzung der Meldepflicht hinaus weitere Umst�nde hinzukommen. Die genannten Strafbestimmungen in den Spezialgesetzen h�tten keinen Sinn bzw. w�ren �berfl�ssig, wenn man aus der Meldepflicht eine Garantenpflicht ableiten und die blosse Verletzung der Meldepflicht als Betrug qualifizieren wollte.
Die Versicherer haben es in der Hand, den Leistungsbez�ger durch gelegentliche Nachfragen zu Angaben betreffend seine pers�nlichen, gesundheitlichen oder wirtschaftlichen Verh�ltnisse zu veranlassen. �ussert sich der Leistungsbez�ger auf Nachfragen nicht wahrheitsgem�ss und legt er seine verbesserten Verh�ltnisse nicht offen, geht es nicht mehr um die Frage eines Betrugs durch Unterlassen. Der Leistungsbez�ger t�uscht diesfalls aktiv (vgl. Urteil 6S.288/2000 vom 28. September 2000 E. 4b/cc; s.a. BGE 127 IV 163, Regeste und Sachverhalt C).
2.4.7.�Dem Beschwerdef�hrer kommt aufgrund der ihm obliegenden gesetzlichen und vertraglichen Meldepflichten keine Garantenstellung zu. Nicht ersichtlich ist, inwiefern er aus andern Gr�nden Garant zum Schutz des Verm�gens der Versicherer sein k�nnte. Der Schuldspruch wegen gewerbsm�ssigen Betrugs zum Nachteil der SUVA, der IV und der A.________ Versicherung ist bundesrechtswidrig.
2.5.1.�Kein Bundesrecht verletzt hingegen der Schuldspruch wegen Betrugsversuchs zum Nachteil der B.________ Versicherung.
2.5.2.�Der Beschwerdef�hrer verlangte am 7. April 2005 von der B.________ Versicherung als Haftpflichtversichererin der Unfallgegnerin Fr. 1'844'969.--. Er machte geltend, die Sch�digung w�re ohne Unfall nicht eingetreten. Bei seiner Befragung durch die Versicherung am 24. Januar 2006 f�hrte er aus, permanent an Kopfweh, Nacken- sowie R�ckenschmerzen und �belkeit zu leiden, weshalb er t�glich drei bis f�nf Schmerztabletten (Ponstan) einnehmen m�sse. Er leide an Schlafproblemen, m�sse sich sozial zur�ckziehen und bed�rfe der Ruhe. Er k�nne lediglich einfache und keine k�rperlich anstrengenden Arbeiten ausf�hren, da er nicht l�ngere Zeit stehen oder sitzen k�nne. L�ngere Autofahrten, beispielsweise (von Basel) nach Z�rich, seien wegen Schmerzen ebenso wenig m�glich wie Kabrio, Motorrad, Kart und Historik-Rennen (Entscheid, S. 21).
2.5.3.�Die Angaben des Beschwerdef�hrers gegen�ber der B.________ Versicherung zu seinem gesundheitlichen Zustand stehen mit den willk�rfrei festgestellten tats�chlichen Verh�ltnissen (Autorennen 2005, observierte Arbeitst�tigkeit 2006) in deutlichem Widerspruch (vgl. vorstehend E. 1.2.6). Das Merkmal der T�uschung ist entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers gegeben (Beschwerde, S. 17). Dieser hielt gegen�ber der B.________ Versicherung anl�sslich seiner Befragung durchwegs daran fest, nach wie vor an starken gesundheitlichen Beeintr�chtigungen zu leiden und nur dank der t�glichen Einnahme von Schmerztabletten noch leichte Arbeitst�tigkeiten verrichten zu k�nnen. Seine Aktivit�ten bzw. die zwischenzeitlich eingetretene Verbesserung seines Gesundheitszustands brachte er nicht zur Sprache. Damit t�uschte der Beschwerdef�hrer die B.________ Versicherung aktiv �ber das Ausmass seiner Beschwerden ohne offenzulegen, dass sich sein Gesundheitszustand in der Zwischenzeit massgeblich verbessert hatte. Dass die B.________ Versicherung �ber die Anspruchsgrundlagen und die Umst�nde, welche allenfalls f�r eine Verminderung der Anspr�che sprechen w�rden, im Bilde war, trifft somit nicht zu.
Die Vorinstanz schliesst eine gesundheitliche Beeintr�chtigung des Beschwerdef�hrers im �brigen nicht aus. Sie h�lt im Gegenteil fest, es k�nne nicht als zweifelsfrei erstellt gelten, dass er vollkommen gesund gewesen sei und keinerlei Anspr�che gegen�ber den Versicherungen gehabt habe. Die Vorinstanz legt dem Beschwerdef�hrer damit "lediglich" zur Last, �ber das tats�chliche Ausmass der Beschwerden get�uscht zu haben, wobei sie zu Recht offenl�sst, in welchem exakten Ausmass der Beschwerdef�hrer arbeitsf�hig war (vgl. Entscheid, S. 17).
2.5.4.�Unbegr�ndet ist die Beschwerde auch, soweit der Beschwerdef�hrer zumindest sinngem�ss geltend macht, nicht arglistig gehandelt zu haben (Beschwerde, S. 17). Im Zusammenhang mit Schleudertraumen hat das Bundesgericht Arglist wiederholt mit der Begr�ndung bejaht, der Betroffene habe tats�chlich nicht bestehende Beschwerden vorget�uscht (vgl. Urteile 6B_188/2007 vom 15. August 2007 E. 6.4; 6B_225/2009 vom 13. Juli 2009 E. 1.5; vgl. auch Urteile 6B_299/2007 vom 11. Oktober 2007 und 6S.379/2004 vom 29. November 2004 E. 2). Versicherer sind bei der Ermittlung der Arbeits- und in der Folge der Erwerbsf�higkeit in hohem Masse auf das Ergebnis der Befragung des Leistungsansprechers zu seinen Beschwerden und Einschr�nkungen angewiesen (vgl. Urteil 6B_531/2012 vom 23. April 2013 E. 3.3). Indem der Beschwerdef�hrer anl�sslich seiner Befragung seine Aktivit�ten nicht offenlegte und vorgab, in einem Masse gesundheitlich beeintr�chtigt zu sein, das in diesem Umfang nicht (mehr) den tats�chlichen Verh�ltnissen entsprach, t�uschte er die B.________ Versicherung arglistig. Seine subjektive Sachdarstellung in Bezug auf die von ihm angegebenen Beschwerden war nur schwer �berpr�fbar (vgl. BGE 128 IV 18 E. 3b). H�tte ihm die B.________ Versicherung geglaubt, h�tte ihr keine Leichtfertigkeit vorgeworfen werden k�nnen. Da es zu keiner Auszahlung einer Geldleistung kam, blieb es beim Versuch. Auf die zutreffenden Ausf�hrungen der Vorinstanz kann verwiesen werden (Entscheid, S. 20 ff.).
2.5.5.�Den Antrag, der Zivilanspruch der B.________ Versicherung sei vollumf�nglich auf den Zivilweg zu verweisen, begr�ndet der Beschwerdef�hrer mit dem beantragten Freispruch vom Vorwurf des Betrugsversuchs (Beschwerde, S. 2, 19). Da es bei der Verurteilung bleibt, ist darauf nicht weiter einzugehen.
3.1.�Der Beschwerdef�hrer wehrt sich gegen den Schuldspruch des Bruchs amtlicher Beschlagnahme (Art. 289 StGB). Wegen fehlerhafter Anwendung von � 99 StPO/BL habe gar kein amtlicher Beschlag vorgelegen. �berdies erf�lle sein Verhalten den Tatbestand von Art. 289 StGB nicht. Mit der vorbehaltlosen Herausgabe des Fahrzeugausweises durch den die Beschlagnahme durchf�hrenden Polizeiinspektor an ihn habe er davon ausgehen d�rfen, die urspr�nglich angeordnete Beschlagnahme bestehe in Bezug auf den im Fahrzeugausweis genannten Personenwagen nicht mehr und er k�nne mit Wissen und Zustimmung der Beh�rde �ber den Lancia Y 1.2 verf�gen (Beschwerde, S. 17 ff.).
3.2.�Strafbar macht sich, wer eine Sache, die amtlich mit Beschlag belegt ist, der amtlichen Gewalt entzieht (Art. 289 StGB). Der Tatbestand sch�tzt die staatliche Autorit�t (BGE 75 IV 174). Die durch Beschlag belegte Sache wird der Verf�gungsgewalt der bisher berechtigten Person ganz oder in bestimmtem Umfang entzogen und der Verf�gungsgewalt einer Beh�rde unterstellt (vgl. NADINE HAGENSTEIN in: Basler Kommentar, Strafrecht II, 3. Aufl., Basel 2013, N 6 zu Art. 289 StGB; DONATSCH/WOHLERS, Strafrecht IV, Delikte gegen die Allgemeinheit, 4. Aufl., 2011, S. 402). Unter die Tathandlung des Entziehens f�llt jedes Verhalten, welches den staatlichen Verf�gungsanspruch ganz oder teilweise, dauernd oder vor�bergehend aufhebt ( HAGENSTEIN, a.a.O., N. 10 zu Art. 289 StGB; TRECHSEL/VEST, Praxiskommentar, 2. Aufl., 2012, N. 5 zu Art. 289 StGB mit weiteren Hinweisen; MARTINA ANDREA MICHAEL, Verf�gung �ber mit Beschlag belegte Verm�genswerte nach Art. 169 StGB, Diss. Z�rich 2009, S. 132). Die Tat kann nur vors�tzlich begangen werden, wobei Eventualvorsatz gen�gt. Ist der T�ter (irrt�mlich) der Meinung, der zust�ndige Beamte habe die Verf�gung �ber das mit Beschlag belegte Objekt bewilligt, handelt er nicht vors�tzlich (vgl. SCHUBARTH/ALBRECHT, in: Kommentar zum Schweizerischen Strafrecht, Besonderer Teil, 2. Band, 1990, Art. 137-172 StGB, Art. 169 Rz. 32).
3.3.�Wie die Vorinstanz feststellt, wurde der Lancia Y 1.2 des Beschwerdef�hrers inklusive Fahrzeugausweis mit Befehl des Statthalteramtes Liestal vom 8. August 2006 am 10. August 2006 beschlagnahmt (vgl. kantonale Akten, act. 193, 201 ff.). Die Beschlagnahme und Hausdurchsuchung f�hrte der als Einsatzleiter fungierende Polizeiinspektor D.________ durch (kantonale Akten, act. 201, 203). Er hielt fest, dass s�mtliche Fahrzeuge im und vor dem Objekt (X.________-Strasse 00) bis auf Widerruf als sichergestellt g�lten und nicht bewegt werden d�rften (act. 201). Fr�hestens am 14. August 2006 und sp�testens am 2. Oktober 2006 verpflichtete sich der Beschwerdef�hrer gegen�ber einer Drittperson m�ndlich, den beschlagnahmten Lancia Y 1.2 zu ver�ussern. Am 2. Oktober 2006 er�ffnete er Polizeiinspektor D.________, das Fahrzeug verkauft zu haben und deshalb den (ebenfalls beschlagnahmten) Fahrzeugausweis zu ben�tigen. Der Beamte h�ndigte ihm den Ausweis sofort und ohne Vorbehalte oder Auflagen aus. Am 3. Oktober 2006 f�hrte der Beschwerdef�hrer das Auto bei der Motorfahrzeugkontrolle vor. Der schriftliche Kaufvertrag datiert vom 4. Oktober 2006. Darin verpflichtete sich der Beschwerdef�hrer, den Wagen gleichentags, also am 4. Oktober 2006, an die K�uferin zu liefern (Entscheid, S. 24 f.).
3.4.�Nicht einzutreten ist auf die Beschwerde, soweit der Beschwerdef�hrer kantonales Strafprozessrecht als verletzt r�gt und geltend macht, wegen fehlerhafter Anwendung von � 99 StPO/BL habe gar kein amtlicher Beschlag bestanden. Das Bundesgericht �berpr�ft die Anwendung kantonalen Rechts nur unter dem beschr�nkten Gesichtswinkel der Willk�r (vgl. Art. 95 BGG; BGE 138 I 143 E. 2). Damit gelten erh�hte Begr�ndungsanforderungen (Art. 106 Abs. 2 BGG; vgl. oben E. 1.2). Diesen Anforderungen gen�gt die Beschwerde nicht. Der Beschwerdef�hrer setzt sich mit den vorinstanzlichen Erw�gungen nicht auseinander. Der Beschwerdebegr�ndung l�sst sich nicht entnehmen, dass und inwiefern die Vorinstanz das einschl�gige kantonale Recht (�� 95 Abs. 2 und 99 Abs. 2 StPO/BL) willk�rlich angewendet haben k�nnte.
3.5.�Zur Aufhebung (Freigabe) der amtlichen Beschlagnahme zust�ndig ist nach der hier anwendbaren Strafprozessordnung des Kantons Basel-Landschaft je nach Verfahrensstand das Statthalteramt, die Staatsanwaltschaft oder das Gericht, nicht jedoch die Polizei (vgl. � 26, � 102 StPO/BL). Der Umstand, dass der Polizeibeamte D.________ dem Beschwerdef�hrer den Fahrzeugausweis auf dessen Ersuchen hin vorbehaltlos aush�ndigte, f�hrte folglich nicht zum Dahinfallen des amtlichen Beschlags �ber den Personenwagen Lancia Y 1.2. Die Zwangsmassnahme blieb bestehen. Indem der Beschwerdef�hrer das Auto bei objektiv fortbestehendem Beschlag an eine Drittperson ver�usserte, entzog er es der staatlichen Verf�gungsgewalt. Der objektive Tatbestand von Art. 289 StGB ist erf�llt. Der angefochtene Entscheid verletzt insoweit kein Bundesrecht.
3.6.�Hingegen kann der Annahme der Vorinstanz, der Beschwerdef�hrer habe vors�tzlich gehandelt, mit R�cksicht auf die im angefochtenen Entscheid festgestellten Umst�nde nicht gefolgt werden. Wohl war dem Beschwerdef�hrer bekannt, dass der fragliche Lancia und der entsprechende Fahrzeugausweis am 8./10. August 2006 beschlagnahmt waren. Das ergibt sich aus den von ihm unterzeichneten Aktenst�cken (kantonale Akten, act. 193, 201, 203 Durchsuchungs- und Beschlagnahmebefehl; Hausdurchsuchungs- und Beschlagnahmeprotokoll) sowie seinem Gesuch vom 23. August 2006 u.a. um Freigabe s�mtlicher beschlagnahmten Fahrzeuge (kantonale Akten, act. 199). Mit der vorbehaltlosen Herausgabe des Fahrzeugausweises durch den die Beschlagnahme durchf�hrenden Polizeiinspektor am 2. Oktober 2006 durfte der Beschwerdef�hrer jedoch in guten Treuen vom Widerruf des Beschlags bzw. von der Freigabe des im Fahrzeugausweis genannten Fahrzeugs ausgehen und annehmen, mit beh�rdlicher Genehmigung �ber den Lancia Y 1.2 verf�gen zu k�nnen. Das gilt umso mehr, als sich offensichtlich auch der Polizeiinspektor in Kenntnis des Verkaufs bzw. der diesbez�glichen Absichten des Beschwerdef�hrers zur Herausgabe des Ausweises berechtigt erachtete. Unter diesen Umst�nden kann dem Beschwerdef�hrer kein vors�tzliches Handeln im Sinne von Art. 289 StGB zur Last gelegt werden. Der Schuldspruch wegen Bruchs amtlicher Beschlagnahme verletzt Bundesrecht.
�Die Beschwerde ist teilweise gutzuheissen, das angefochtene Urteil aufzuheben und die Sache zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Im �brigen ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Dem Beschwerdef�hrer sind reduzierte Gerichtskosten aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Der Kanton Basel-Landschaft hat keine Gerichtskosten zu tragen (Art. 66 Abs. 4 BGG), dem Beschwerdef�hrer f�r das bundesgerichtliche Verfahren jedoch eine angemessene Parteientsch�digung auszurichten (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG).
Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen, das Urteil des Kantonsgerichts Basel-Landschaft vom 25. Juni 2012 wird aufgehoben und die Sache zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckgewiesen. Im �brigen wird die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
Der Kanton Basel-Landschaft hat dem Beschwerdef�hrer eine Parteientsch�digung von Fr. 1'500.-- auszurichten.

References: in dubio
 Art. 95
 BGE 
in dubio
 Art. 9
 BGE 
 Art. 146
 Art. 31
 Art. 31
 Art. 4
 Art. 15
 Art. 146
 Art. 146
 Art. 146
 Art. 146
 BGE 
 Art. 31
 BGE 
 BGE 
 Art. 24
 Art. 146
 Art. 11
 Art. 146
 Art. 31
 Art. 40
 Art. 31
 Art. 40
 Art. 31
 Art. 31
 Art. 87
 Art. 70
 Art. 87
 Art. 31
 Art. 25
 Art. 23
 BGE 
 BGE 
 Art. 289
 Art. 289
 Art. 289
 Art. 289
 Art. 169
 Art. 137
 Art. 169
 Art. 95
 BGE 
 Art. 289
 Art. 289