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Timestamp: 2017-10-19 11:05:27+00:00

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Review: Psychologie & Gesellschaftskritik (2005). Heft 3/4 2005: "Psychologien" [Psychologies] | Kleeberg-Niepage | Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research
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Volume 7, No. 4, Art. 32 – September 2006
Psychologie & Gesellschaftskritik (2005). Heft 3/4: "Psychologien". Gießen: Psychosozial-Verlag, 188 Seiten, ISSN 0170-0537, 18,90 Euro
Zusammenfassung: Forderungen nach einer Neuausrichtung der Psychologie begleiten die Disziplin seit ihren Anfängen. Die ins Deutsche übersetzten Beiträge internationaler und deutscher AutorInnen zu "Psychologien", dem Doppelheft 3/4 2005 der Zeitschrift Psychologie & Gesellschaftskritik, konstatieren einerseits einen – zumindest in Teilbereichen der Disziplin – bereits erfolgten Wandel i.S. einer Hinwendung zu Sprache und Kultur. Darüber hinaus entwerfen sie Perspektiven für das Wie einer veränderten, "vielstimmigen" Psychologie. Die zum Teil neuen (GERGEN; ALLOLIO-NÄCKE; KOBBÉ) und zum Teil überarbeiteten (BROCKMEIER & HARRÉ; POTTER; ABBEY & VALSINER; PARKER) Entwürfe für eine neue Psychologie bilden gesammelt vorgestellt eine gute Möglichkeit, Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Zugang sowie ihr Potenzial für die angestrebten Veränderungen sichtbar zu machen.
Keywords: postmoderne Kritik, Bedeutungskonstruktion, LACAN, Diskursivität, Kulturpsychologie, kontextualisiertes Individuum, neue Psychologie
2. "Neue Psychologien" im Überblick
Nach der Behandlung von Themen wie "Konstrukte", "Disability Studies" oder "Gut & Böse" widmet sich die Zeitschrift "Psychologie & Gesellschaftskritik" in Heft 3/4 2005 einer gesammelten Darstellung neuerer "Psychologien", worunter die HerausgeberInnen (unter Vermeidung des leicht inflationären Begriffes postmoderner Psychologien) Ansätze jenseits der akademischen Kognitionspsychologie verstehen. Die Entstehung dieser "Psychologien" liegt in der Zeit nach der so genannten zweiten Wende in der Psychologie um 1980 (so man gewillt ist, die Ablösung des Behaviorismus durch die kognitive Psychologie ab den 1950er Jahren als erste Wende zu bezeichnen), die je nach eigenem Schwerpunkt auch unter "language turn" oder "cultural turn" firmiert1). Auf den ersten Blick könnten die versammelten Beiträge kaum unterschiedlicher sein – hinter GERGENs konstruktivistischem Zugang, narrativer Psychologie (BROCKMEIER & HARRÉ), Diskurspsychologie (POTTER), LACANianischer Psychoanalyse (PARKER, KOBBÉ), ABBEY und VALSINERs Poetiken des Selbst oder Kulturpsychologie (ALLOLIO-NÄCKE) stehen jeweils unterschiedliche Grundannahmen und (Be-) Deutungssysteme. [1]
Auf den zweiten Blick sehen die HerausgeberInnen sehr wohl Gemeinsamkeiten in den vorgestellten Ansätzen: so die Hinwendung zu Sprache, Zeichen und Symbolsystemen, die Beschäftigung mit der Entstehung von Bedeutungen, aber auch mit diversen Praktiken, und die Betonung der Kontextgebundenheit sowohl von psychologischen Phänomenen als auch des Individuums selbst sowie die Frage nach dem Wie dieser Einbettung in Kontexte. [2]
Damit erklärt sich auch eine weitere, grundlegende Übereinstimmung der Ansätze: die Ablehnung der kognitiven Psychologie akademischer Provenienz. Deren Ausrichtung an Computermodellen, in denen psychologische Phänomene als Informationsverarbeitungsprozesse und das Individuum als Ort dieser Prozesse gefasst werden, wird als reduktionistisch zurückgewiesen. [3]
Sowohl aus diesen Übereinstimmungen als auch aus der aus allen Arbeiten dringenden Erkenntnis, dass es keinen objektiven und damit privilegierten Zugang zur Realität geben kann, könnte der Schritt vom Neben- zum Miteinander der Ansätze gelingen. Wohin aber könnte uns ein solches Miteinander führen? [4]
Kenneth GERGEN sieht in seinem optimistisch gehaltenen Eingangsbeitrag die postmoderne Kritik an der Psychologie als Ausgangspunkt und Chance für die Disziplin. Die Kritik an den "Hauptstützpfeiler(n) traditioneller wissenschaftlicher Psychologie" (S.11) wie der zentralen Bedeutung individuellen Wissens, der Vorstellung einer objektiv gegebenen (und nicht von Menschen gemachten) Welt und an einem Verständnis von Sprache, das diese als Übermittlerin von Wahrheit fasst, versteht er zwar durchaus als Angriff. Er sieht in ihr aber nicht eine Zerschlagung der traditionellen Psychologie, sondern vielmehr ihre Erweiterung, Bereicherung und Weiterentwicklung. Diese sei auch dringend geboten, da die Psychologie im herkömmlichen Verständnis einer postmodernen Gesellschaft nicht angemessen sei und keine Antworten auf aktuelle gesellschaftliche und individuelle Fragen biete. Wissenschaftliches Arbeiten versteht GERGEN als (Mit-) Konstruktion von Bedeutungen und eben nicht als deren Entdeckung (siehe auch GERGEN 1999 zum sozialen Konstruktivismus und DANZIGER 1997 zur "Erfindung" psychologischer Phänomene). Durch vielfältige Verweise auf Studien, Zeitschriften und programmatische Werke, die seinen Optimismus für einen bereits laufenden Wandel der Disziplin belegen sollen, schafft er für interessierte LeserInnen eine Möglichkeit, sich selbst ein Bild von der Art und den Potenzialen dieses Wandels zu machen (vgl. auch MATTES und SCHRAUBE im Interview mit Kenneth GERGEN in FQS 2004). [5]
Einen Weg, den Rahmen und das Wie dieser (Mit-) Konstruktion zu erfassen, zeigt Ian PARKER unter Bezug auf den Psychoanalytiker Jacques LACAN und dessen "Diskurs der Universität": Psychologisches Fachwissen befindet sich und funktioniert nur in Beziehung zu den Adressaten diesen Wissens. Diese Beziehung wird beständig geleugnet – was sich auch in der Trennung zwischen Forschungssubjekt und Forschungsobjekt niederschlägt – und es braucht Herrensignifikanten (wie z.B. den Bezug auf empirische Forschung oder die "Gründungsväter" der Disziplin), um bestimmte Wahrheitsregimes zu institutionalisieren. Diese machen es kritischer Psychologie und kritischen PsychologInnen unmöglich, sich im wissenschaftlichen Diskurs gleichberechtigt zu positionieren: Ohne einen solchen Herrensignifikanten (also Gründungsfiguren oder experimentelle Studien) verbleiben sie in einer untergeordneten Position (auch was Berufsaussichten oder Fördergelder angeht). PARKER, der sich im Übrigen wesentlich auf FOUCAULT bezieht (vgl. z.B. PARKER 1992), plädiert in seinem auch für Nicht-LACANianer gut verständlichem Beitrag für das Potenzial der Arbeiten von LACAN für kritische PsychologInnen, allerdings nicht ohne deutlich zu machen, dass auch die Psychoanalyse als diskursives Phänomen und soziale Konstruktion zu behandeln ist2). [6]
Ebenfalls in Bezug auf LACAN befasst sich Ulrich KOBBÉs Beitrag (Lacan in der Psychologie. Zur Psychologik des Subjekts – des Diskurses – des Unbewussten) mit der Frage, inwieweit LACANianische Psychoanalyse mit ihrer Ablehnung eines "autonomen Ich" der Psychologie zu einem Subjektbegriff verhelfen kann, dessen Subjekt lebens- und handlungsfähig ist. Über das Konvergieren von marxistischer Theoriebildung und LACANs dezentrierendem Ich-Modell will KOBBÉ die abstrakte Dialektik zwischen Subjekt und Objekt aufheben. Mittels einer psychoanalytischen Sozialpsychologie sollen diejenigen gesellschaftlichen Prozesse analysiert werden, welche die Subjekte erst zu Objekten machen. Die an sich spannende Idee eines Zusammen- und Weiterdenkens zweier grundlegender kritischer Theorieblöcke ist bedauerlicherweise v.a. für neu einsteigende LeserInnen aufgrund der vielen sich aufeinander beziehenden Zitate z.T. schwer nachzuvollziehen. [7]
Jonathan POTTERs Beitrag (Gedanken zu einer post-kognitiven Psychologie) sieht eine "diskursive Psychologie" als Nachfolgerin der kognitiven Psychologie. Eine solche diskursive Psychologie will er nicht als monolithisches Paradigma verstanden wissen. Anstatt Theorien und Methoden auszugrenzen sollte sie die Theoriegrundlage der Psychologie z.B. um Kultur-, Geschichts- und Sozialwissenschaften erweitern. Schwerpunkte müssen nach POTTER dann die Konzentration auf Interaktionen und die Erforschung von Praktiken sein, "Kognitionen" oder "Realität" werden als deren Folgen und nicht als Ursprung betrachtet. Am Beispiel von "Wahrnehmung" und "Emotionen" gibt POTTER einen interessanten Ausblick auf ein interaktionales Verständnis dieser in der traditionellen Psychologie tendenziell biologisch gefassten Phänomene. [8]
Eine Erweiterung der theoretischen Basis ist auch für Lars ALLOLIO-NÄCKE (Kulturpsychologie. Plädoyer für ein interdisziplinäres Forschungsprogramm) eine Grundvoraussetzung für eine veränderte Psychologie. Sein programmatischer und auch als Einführung gut verständlicher Entwurf einer Kulturpsychologie versteht sich weniger als eine neue Einzeldisziplin, sondern vielmehr als Teil breiter gefasster vielstimmigerer Human Sciences. Als ein "soziokulturelles interdisziplinäres Forschungsprogramm" (S.97) sollten sie verschiedene postmoderne Psychologien und kritische Strömungen genauso aufnehmen wie Ansätze aus angrenzenden Wissensbereichen (wie etwa aus der Kulturanthropologie). Kulturpsychologie ist für ALLOLIO-NÄCKE also nicht der Endzustand einer veränderten Psychologie, sondern ein Zwischenschritt. Diesen betrachtet er z.T. auch durchaus kritisch, z.B. mit Blick auf die Gleichsetzung von Kultur und Ethnie (vgl. STIGLER, SHWEDER & HERDT 1990), auf die nationalistischen Bezüge des Kulturbegriffs oder die Reproduktion universalistischer Theoriebildung im Rahmen einer "allgemeinen Kulturpsychologie". Als spezifisch psychologischen Beitrag zu einem disziplinenübergreifenden Programm sieht er mit STAEUBLE (2002) "soziokulturelle Subjektivitätsstudien" (S.98), welche psychische Prozesse im Rekurs auf soziale Praxis zu erklären versuchen. [9]
Als ein im weiteren Sinne kulturpsychologisches Projekt demonstrieren Emily ABBEY und Jaan VALSINER in ihrem Beitrag (Poetiken des Selbst. Zwischen Ambivalenz, Bedeutung, Formlosigkeit und Wandel) die poetische Dimension von Bedeutungskonstruktionen. Diese sehen sie in der Ambivalenz, der Wandelbarkeit, der zeitlichen Begrenzung und der Polyvalenz von Bedeutungen. Bedeutungen verändern sich nach ABBEY und VALSINER im Spannungsfeld zwischen dem gegenwärtig Gewusstem und der unbekannten Zukunft: in der "zone of intermediation" (S.134). Sie ermöglichen (veränderliche) Zuschreibungen und Selbstpositionierungen im gesellschaftlichen Diskurs, aber auch Überschreitungen und Ausbrüche. Eine Festschreibung von Bedeutungen als "kulturell konstruiert oder als Resultat von Interaktionen" (S.145) sind für ABBEY und VALSINER daher wenig hilfreich und verhindern vielmehr oft weiteres Suchen. Psychologische Theoriebildung sollte nicht im Nachgang plausible Erklärungen finden, sondern empirische Forschung organisieren. (Kultur-) Psychologische Theorien müssen den beständigen Wandel von Bedeutungen erklären können und auch die "Zwänge deutlich machen, denen Individuen ausgesetzt sind" (S.147). Was das forschungspraktisch heißen kann, wird hier nicht näher ausgeführt (siehe dazu ABBEY & VALSINER 2005). [10]
Eine weitere Möglichkeit, die Veränderlichkeit und Wandelbarkeit menschlichen Seins zu erfassen, sehen Jens BROCKMEIER und Rom HARRÉ im narrativen Diskurs (Die narrative Wende. Reichweite und Grenzen eines alternativen Paradigmas). Dieser sei weder vorfindliche Entität noch Repräsentation einer unabhängigen menschlichen Realität (i.S. von "Wahrheit" oder "Lüge"), sondern dialogische Bedeutungskonstruktion in der Positionierung von Erzählenden und Zuhörenden. Die offene und flexible Struktur des narrativen Diskurses steht dem Bemühen der traditionellen Psychologie um Regelhaftigkeit und Universalismus entgegen, er ist Prozess und Produkt zugleich. Die Ursache für die Hinwendung von SozialwissenschaftlerInnen zu Literatur und Kunst sehen BROCKMEIER und HARRÉ in dem erkannten Zusammenhang zwischen Erzählung, Bewusstsein und Kultur. Dies zeigen sie an einigen kurzen Beispielen auf, die auch Lust auf das (Neu-) Lesen dieser Literatur machen. [11]
In der Durchsicht der Beiträge finden sich somit noch weitere Gemeinsamkeiten der "neuen Psychologien". In allen Beiträgen wird die Notwendigkeit einer theoretischen und empirischen Neuausrichtung der Psychologie in Richtung Konstruktionsprozesse, Interaktionen, Wandelbarkeit von Bedeutungen und Kontextualisierung von Wissen und Subjekt betont. Übergreifend ist dabei die Kritik an den Beschränkungen und Ausgrenzungen durch die herkömmliche (traditionelle, wissenschaftliche, kognitive, moderne) Psychologie und sind Forderungen nach einer Erweiterung der theoretischen Basis. Übereinstimmungen finden sich auch in der Konstituierung des Subjektes, welches sowohl als eingebettet in historisch-soziokulturelle Kontexte als auch durch diese, über diskursive (Fremd-/Selbst-) Bestimmungen erst hervorgebracht, verstanden wird. [12]
Unterschiedlich weit gehen die Beiträge darin, wie breit die theoretische Basis einer veränderten Psychologie sein sollte bzw. könnte. Das Modell eines interdisziplinären Human Sciences-Projekts (ALLOLIO-NÄCKE), dessen Teil Psychologie sein könnte, geht hierbei wohltuend über die übliche disziplinäre Enge hinaus. [13]
Ebenfalls unterschiedlich stellen sich die Fragen nach dem gesellschaftskritischen Potenzial von Psychologie und nach der Rolle von Machtverhältnissen sowohl innerhalb der Psychologie als auch solcher, in welche die Psychologie eingebunden ist. Bei GERGEN, KOBBÉ, ALLOLIO-NÄCKE und PARKER findet sich die Überzeugung, dass Psychologie auch einen Beitrag zu gesellschaftlichen Veränderungen leisten sollte und könnte. Erster Schritt wäre dafür m.E. zunächst die Reflektion der historisch-soziokulturellen Herkunft und Beschränkung psychologischen Wissens und der daraus resultierenden Praktiken (vgl. DANZIGER 1997; ROSE 1990), die trotz des Vorhandenseins diverser Gegenentwürfe, wie sie auch in diesem Heft vorliegen, wohl gegenwärtig nicht in Aussicht steht. Auf die Bedeutung von Machtverhältnissen und die Eingebundenheit der Psychologie in diese geht PARKERs Beitrag am Konkretesten ein. Nicht von ungefähr konstatiert er auch in einem Beitrag für "Critical Psychology" (FOX & PRILLETENSKI 1997) die Unmöglichkeit der Veränderung von Psychologie aus sich selbst heraus (vgl. PARKER 1997). [14]
Auch wenn durchaus weitere "neuere Psychologien" – wie z.B. kritische Psychologiegeschichte, indigene Psychologien oder feministische Ansätze – für ein solches Sammelheft vorstellbar wären, gewähren die vorliegenden Beiträge eine insgesamt erhellende Lektüre. Verdienst der HerausgeberInnen ist es, die verschiedenen Ansätze gesammelt vorzustellen, um Gemeinsamkeiten und Potenziale erkennbarer zu machen. Damit eröffnen sie Perspektiven für eine veränderte, vielstimmige Psychologie und wecken auch den Wunsch nach einer Implementierung konkreter postmoderner psychologischer (Forschungs-) Praxis. [15]
Methodische Aspekte stehen allerdings nicht im Mittelpunkt der Beiträge, wobei Einigkeit in der Ablehnung eines rein quantitativen experimentellen Zugangs herauszulesen ist. So plädiert GERGEN für eine methodische Vielfalt postmoderner Psychologie, die neben klassischen qualitativen Methoden (wie z.B. Interviews) auch Diskursanalyse, Narrationsanalyse und Handlungsforschung (action research) beinhalten sollte. Das heißt aber nicht, dass die AutorInnen den so genannten qualitativen Methoden unkritisch gegenüberstünden. POTTER verweist auf die auch in der qualitativen Methodik möglichen Normierungen und Dekontextualisierungen. Für ihn garantiert "die bloße Übernahme neuer Methoden, die wieder hinausführen aus den Laboren" (S.65) nicht, dass sich die kognitiven Grundannahmen auflösen. POTTER präferiert keine bestimmte Art "Daten" zu erheben, sondern betont, dass in jedem Fall diese Daten als in diskursive, interaktionelle Praktiken eingebettet verstanden werden müssen. Präzisierungen zum konkreten Vorgehen und die Vorstellung exemplarischer Studien, die in den Beiträgen meist nur erwähnt werden, wären insgesamt wünschenswert gewesen, um interessierten ForscherInnen über die Kritik hinaus klare forschungspraktische Veränderungsmöglichkeiten aufzuzeigen3). [16]
1) Für einen guten und kritischen Überblick über die einschlägigen Debatten und ihre ProtagonistInnen siehe MORSS (1996). <zurück>
2) Siehe auch das Interview mit Ian PARKER (geführt von PAPADOPOULOS und SCHRAUBE 2004) in FQS, in dem es sowohl um die Programmatik als auch die Methodik einer critical psychology geht. <zurück>
3) Vgl. MEY (2005) zur möglichen Methodenvielfalt in der Entwicklungspsychologie sowie ALLOLIO-NÄCKEs, (2006) Auseinandersetzung mit diesem Band. <zurück>
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Andrea KLEEBERG-NIEPAGE ist seit 2004 Diplompsychologin und gegenwärtig Promotionsstudentin an der Freien Universität Berlin. Forschungsschwerpunkte sind die historische und soziokulturelle Spezifik psychologischen Wissens (speziell zu Kindheit und Entwicklung), die sich daraus ergebenden Normierungen, Beschränkungen und Ausgrenzungen und deren Konsequenzen für die Subjekte sowie das Potenzial nicht-westlicher Konzeptionen für gleichberechtigte Gegenentwürfe.
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E-Mail: aklee@zedat.fu-berlin.de
Kleeberg-Niepage, Andrea (2006). Rezension zu: Psychologie & Gesellschaftskritik (2005). Heft 3/4: "Psychologien" [16 Absätze]. Forum Qualitative Sozialforschung / Forum: Qualitative Social Research, 7(4), Art. 32, http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0114-fqs0604321.
Copyright (c) 2006 Andrea Kleeberg-Niepage

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