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Timestamp: 2016-10-22 17:50:06+00:00

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A.- E.________, geboren 1968, war von Mai 1999 bis Oktober 2000 als Tempor�rmitarbeiter bei der Firma X.________ AG angestellt und im zugewiesenen Einsatzbetrieb als Portier/Wachmann t�tig. Am 16. Oktober 2000 wurde ihm fristlos gek�ndigt, weil er am 13. (recte 11.) Oktober 2000 seinen Wachtposten ohne Erlaubnis verlassen habe.
E.________ erhob Zivilklage und meldete sich am 30. Oktober 2000 bei der Arbeitslosenversicherung zum Leistungsbezug an; mit Verf�gung vom 15. Dezember 2000 wurde er von der �ffentlichen Arbeitslosenkasse Basel-Stadt ab dem 17. Oktober 2000 wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit f�r 31 Tage in der Anspruchsberechtigung eingestellt.
B.- W�hrend der Rechtsh�ngigkeit des von E.________ gegen die Einstellungsverf�gung eingeleiteten Beschwerdeverfahrens wurde die Zivilstreitigkeit durch Vergleich vom 13. Februar 2001 erledigt. Nach Durchf�hrung einer m�ndlichen Verhandlung mit Zeugeneinvernahme wies die Kantonale Schiedskommission f�r Arbeitslosenversicherung Basel-Stadt mit Entscheid vom 29. M�rz 2001 die Beschwerde gegen die Einstellungsverf�gung vom 15. Dezember 2000 ab.
C.- E.________ f�hrt Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit dem sinngem�ssen Antrag, die Einstellungsverf�gung und den vorinstanzlichen Entscheid aufzuheben.
Die �ffentliche Arbeitslosenkasse Basel-Stadt schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, w�hrend das Staatssekretariat f�r Wirtschaft auf eine Vernehmlassung verzichtet.
1.- a) Die Vorinstanz hat die massgebenden Grunds�tze und Bestimmungen �ber die Einstellung in der Anspruchsberechtigung wegen Arbeitslosigkeit aus eigenem Verschulden (Art. 30 Abs. 1 lit. a AVIG, Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV; BGE 112 V 244 Erw. 1) und die verschuldensabh�ngige Dauer der Einstellung (Art. 30 Abs. 3 Satz 3 AVIG, Art. 45 Abs. 2 AVIV) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.
b) Im vorliegenden Zusammenhang ist sodann das �bereinkommen Nr. 168 der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) �ber Besch�ftigungsf�rderung und den Schutz gegen Arbeitslosigkeit vom 21. Juni 1988 (SR 0.822. 726.8) zu beachten (vgl. BGE 124 V 234). Dessen Art. 20 lit. b lautet wie folgt:
"Die Leistungen, auf welche eine gesch�tzte
oder Verdienstausfall infolge einer vor�bergehenden
des Besch�ftigungsverh�ltnisses Anspruch
gehabt h�tte, k�nnen in einem vorgeschriebenen
Ruhen gebracht oder gek�rzt werden,
b. wenn die zust�ndige Stelle festgestellt
hat, dass der Betreffende vors�tzlich zu seiner
2.- a) Das kantonale Gericht ist davon ausgegangen, dass der Versicherte seinen Wachtposten verlassen hat, ohne auf Abl�sung zu warten (f�r die entsprechende Wartezeit sei er jeweils entsch�digt worden); damit sei der Zugang zum Einsatzbetrieb f�r jedermann frei gewesen, was eine schwere Verletzung der Dienstvorschriften darstelle. Der Beschwerdef�hrer bestreitet demgegen�ber, das Gel�nde des Einsatzbetriebes zu fr�h verlassen zu haben und macht geltend, dass der zu bewachende Eingang offensichtlich gar nicht wichtig gewesen sei.
b) Zun�chst ist festzuhalten, dass die ausgesprochene K�ndigung der Arbeitgeberin das Arbeitsverh�ltnis mit dem Beschwerdef�hrer rechtsg�ltig aufgel�st hat, woran der anschliessende - und mittlerweile durch Vergleich erledigte - Zivilprozess nichts �ndert, da eine einmal ausgesprochene K�ndigung das Arbeitsverh�ltnis grunds�tzlich beendet.
c) Nach Art. 44 Abs. 1 lit. a AVIV gilt die Arbeitslosigkeit insbesondere dann als selbstverschuldet, wenn der Versicherte durch sein Verhalten, namentlich wegen Verletzung arbeitsvertraglicher Pflichten, dem Arbeitgeber Anlass zur Aufl�sung des Arbeitsverh�ltnisses gegeben hat.
Praxisgem�ss muss das dem Versicherten im Rahmen dieser Bestimmung zur Last gelegte Verhalten in beweism�ssiger Hinsicht klar feststehen, ansonsten eine Einstellung ausser Betracht f�llt (BGE 112 V 245 Erw. 1, zuletzt best�tigt durch Urteil A. vom 4. Oktober 2001, C 205/01).
d) Der Beschwerdef�hrer hatte am 11. Oktober 2000 von 06.00 Uhr bis 14.00 Uhr w�hrend der Fr�hschicht einen Baustelleneingang zum Einsatzbetrieb zu bewachen. Nach Schichtende sollte er an einer Veranstaltung des Arbeitgebers teilnehmen, die in der Weise organisiert war, dass die Mitglieder der Sp�tschicht vor und die Mitglieder der Fr�hschicht nach dem Arbeitseinsatz teilnahmen, sodass die Bewachung des Einsatzbetriebes ohne Unterbrechung gew�hrleistet werden konnte.
Gem�ss Arbeitszeitkontrolle verliess der Beschwerdef�hrer seinen Posten jedoch schon um 13.58 Uhr, ohne auf seine Abl�sung zu warten oder ohne eine Erlaubnis erhalten zu haben. In der Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird dies denn auch best�tigt, indem der Versicherte vorbringt, dass die Abl�sung zwischen 13.45 Uhr und 13.55 Uhr "h�tte ...
erfolgen sollen". Dies kann nun nicht anders verstanden werden, als dass der Versicherte seinen Arbeitsplatz vor dem Eintreffen seines (an der Veranstaltung des Arbeitgebers teilnehmenden) Nachfolgers verlassen hat; insbesondere f�llt auf, dass der Versicherte im ganzen Verfahren weder geltend macht, die Abl�sung sei korrekt erfolgt, noch die Abl�seperson namentlich bezeichnet. Weiter macht er in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde nur geltend, er habe das Areal nicht vor 14.00 Uhr verlassen, w�hrend es in vorliegender Sache darum geht, ob er seinen Posten vorzeitig verlassen und damit unbewacht gelassen hat. Im �brigen bringt der Versicherte nicht vor, dass er f�r das vorzeitige Verlassen des Wachtpostens eine Erlaubnis erhalten h�tte, sondern f�hrt nur aus, dass er mit seinem Vorgesetzten telefoniert habe. Eine Erlaubnis zum Verlassen der Arbeitsstelle vor dem Eintreffen der Abl�sung macht der Beschwerdef�hrer dabei zu Recht nicht geltend, da eine solche nicht anzunehmen ist, weil der Eingang des Einsatzbetriebes - ein grosser Konzern - sonst unbewacht gewesen w�re. Ob dieser Eingang nun wichtig sei oder nicht, ist - entgegen der �usserung in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde - nicht massgebend, da der Einsatzbetrieb alle Zutrittsm�glichkeiten �berwacht wissen wollte.
Damit ist klar erstellt, dass der Beschwerdef�hrer seinen Posten ohne Erlaubnis vor Eintreffen der Abl�sung verlassen hat, was im Bewachungsdienst als Pflichtverletzung zu werten ist. Ob der Versicherte nun noch aufgefordert worden ist, anderthalb Stunden l�nger auf seinem Posten zu verbleiben oder nicht, ist diesbez�glich irrelevant, weil dies nichts an der begangenen Pflichtverletzung �ndert.
Da dem Versicherten eine Vertragsverletzung vorgeworfen werden muss, liegt aus Sicht des Arbeitslosenversicherungsrechts ein berechtigter Anlass f�r eine K�ndigung durch den Arbeitgeber vor (Jacqueline Chopard, Die Einstellung in der Anspruchsberechtigung, Z�rich 1998, S. 109 oben). Dies musste dem Beschwerdef�hrer klar sein; mit seinem Verhalten hat er somit eventualvors�tzlich eine K�ndigung in Kauf genommen, weshalb er zu Recht wegen selbstverschuldeter Arbeitslosigkeit in der Anspruchsberechtigung eingestellt worden ist.
e) Die Einstelldauer von 31 Tagen, somit im unteren Bereich des schweren Verschuldens (Art. 45 Abs. 2 lit. c AVIV), tr�gt den gesamten Umst�nden hinreichend Rechnung und l�sst sich auch im Rahmen der Angemessenheitskontrolle (Art. 132 OG) nicht beanstanden, da der Beschwerdef�hrer durch das vorzeitige Verlassen seines Wachtpostens eine besonders schwerwiegende Pflichtverletzung begangen hat.

References: Art. 44
 BGE 
 Art. 45
 BGE 
 Art. 20
 Art. 44