Source: https://www.expertenforum-bau.de/forum/index.php?diskussion/4467-arbeiten-an-trinkwasser-anlagen/
Timestamp: 2020-02-16 21:49:20+00:00

Document:
Arbeiten an Trinkwasser-Anlagen - Sanitär - Baumängel? Frag die Experten
Arbeiten an Trinkwasser-Anlagen
es ist regelmäßig zu lesen, dass Installationen von / und Arbeiten an Trinkwasseranlagen nur von zertifizierten Fachbetrieben durchgeführt werden dürfen.
Kann mir jemand sagen, wo genau das steht (TRWI, VDI/DVGW Richtlinie, ...) ?
(Verordnung, Paragraph, Absatz)
Kann jemand die Textstelle ggf. zitieren - ich nehme auch Bildzitate, notfalls auch eine p d F-Da tei.
Betrifft "Arbeiten an Trinkwasser-Anlagen" auch den Austausch von Armaturen / Auslassstellen sprich Wasserhahnwechsel ?
Weiß jemand von Euch auch, ob kleine Trinkwasseraufbereitungsanlagen (für ein EFH) eine Zertifizierung benötigen und wenn ja welche?
Benötigt nicht alles innerhalb des Trinkwassersystems ein DVGW-Zertifizierung? Was auch immer das im Einzelfall heißen mag ...
Ausgangspunkt der Recherche sollte doch die geltende Trinkwasserverordnung sein, § 17 regelt die Anforderungen an Anlagen für die Gewinnung, Aufbereitung oder Verteilung von Trinkwasser. Weiterhin findet sich in der Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Versorgung mit Wasser (AVBWasserV)
§ 12 Kundenanlage der Hinweis, welche Arbeiten nur von zugelassenen Unternehmen ausgefuehrt werden duerfen. Eigentlich analog zum elektrischen Strom,..wobei die Risiken von ungewollten oder gefaehrlichen "Netzrueckwirkungen" bei Trinkwasser doch deutlich gravierender sind, als bei Strom.
§ 12 AVBWasserV - Einzelnorm
Abs. (2).
Man beachte noch die Formulierung "wesentliche Veränderung", die regelmäßig für Diskussionen sorgt. Eine Interpretation ist, dass der Austausch von Teilen (genormte Verbindungen) noch keine wesentliche Veränderung darstellt. Es gibt auch Leute die das strenger auslegen und von quasi "laienbedienbaren" Verbindungen sprechen. Einig ist man sich wohl, dass Veränderungen an den Leitungen eine wesentliche Veränderung darstellen.
Ich würde das nicht unter "wesentliche Veränderung" verbuchen, in meinen Augen fällt das unter Instandhaltung und Reparatur und unterliegt nicht der Forderung nach einem konzessionierten Fachbetrieb, auch wenn der Austausch nicht nur über einfache (laienbedienbare) Verbindungen erfolgt.
Was auch gerne mal überlesen wird steht in Abs. (1).
(1) Für die ordnungsgemäße Errichtung, Erweiterung, Änderung und Unterhaltung der Anlage hinter dem Hausanschluß, mit Ausnahme der Meßeinrichtungen des Wasserversorgungsunternehmens ist der Anschlußnehmer verantwortlich. ........
d.h. egal was passiert, zuerst einmal muss der Anschlussnehmer den Kopf hinhalten.
Es gibt keinen Automatismus, nach dem ein Fachunternehmer vollumfänglich haftet, nur weil er einmal an der Anlage gearbeitet hat. Ob der Anschlussnehmer sich schadlos halten kann hängt also davon ab, was, wann, wo, wie von wem an der Anlage gemacht wurde.
In den TAB der Versorger finden sich manchmal ähnliche Formulieren.
Anschlussnehmer/Kunde ist verpflichtet, ein bei einem Wasserversorgungsunternehmen eingetragenen Installationsunternehmen für Arbeiten an der Kundenanlage zu beauftragen
, siehe § 12 Abs. 2 AVBWasserV
HIer ist dann allgemein von "Arbeiten" die Rede, aber trotzdem der Verweis auf §12 Abs. 2 AVBWasserV. In meinen Augen ist das so zu verstehen, dass damit nicht alle Arbeiten gemeint sind, sondern gem. §12 Abs. 2.
Sehr gut karo1170 und R.B.
Da bleibt für mich gar nichts mehr zu ergänzen.
Danke, das ist genau das was ich gesucht hatte. ich war nur bei der Trinkwasserverordnung (TrinkWV) hängengeblieben und bei den Anschlussbedingungen des Netzbetreibers.
Als "wesentliche Änderung" wäre dann der Einbau einer fest installierten Filteranlage einzustufen - richtig?
Ich bin ja noch gar nicht fertig.
Darauf gibt es eine einfache und eine komplizierte Antwort.
Die einfache Antwort lautet "Nein, eine "Zertifzierung" wird nicht benötigt" !
Über die komplizierte Antwort kann man Seiten schreiben, da das Thema doch sehr komplex ist. Wie komplex, das sieht man beispielsweise an folgendem Fall:
Wer tiefer einsteigen möchte, der sollte auch die genannten Aktenzeichen und Urteile studieren, nicht nur zu diesem Fall.
Es gibt weder Gesetze noch Verordnungen, weder auf EU Ebene noch national, aus denen man eine Zertifizierungspflicht für Produkte die im Zusammenhang mit einer Trinkwasserinstallation verwendet werden, ableiten könnte. Es ist immer nur von a.a.R.d.T die Rede, wobei die Trinkwasserverordnung noch am weitesten geht, indem man in §17 Abs. (5) schreibt:
Man beachte, auch hier ist nur von Konformitätsvermutung die Rede, und allgemein von einem für Trinkwasser akkreditierten Zertifizierer.
Warum dieser Passus in der Trinkwasserverordnung steht?.......man könnte vielleicht Eigeninteresse der Parteien vermuten, die daran wesentlich mitarbeiten.
d.h. die Anforderung nach §17 Abs. (1),
kann man auf verschiedenen Wegen erfüllen, unter anderem durch eine Zertifizierung durch eine für den Trinkwasserbereich akkreditierten Stelle.
Übrigens, auch die TAB der Versorger fordern keine "Zertifizierung" sondern verweisen normalerweise auf die Anwendung von Normen (als a.a.R.d.T.) und Verordnungen. Ein Versorger/Netzbetreiber hätte auch ein massives Problem, wenn er sich gegen geltendes Recht stellen würde.
Nebenbei bemerkt, dieses Chaos ist für alle Beteiligten unbefriedigend, insbesondere aber für die Endverbaucher/Betreiber von Trinkwasseranlagen, die ja letztendlich immer für einen sicheren Betrieb ihrer Anlage verantwortlich sind. Sie werden zum Spielball von Interessenverbänden und stehen ganz am Ende der Nahrungskette.
Nachdem wir nun wissen, dass es keinerlei "Zerifizierungen" braucht, wäre doch wichtig zu wissen, welche Anforderungen ein Produkt überhaupt erfüllen muss, denn nur so kann der Betreiber von Trinkwasseranlagen entscheiden, das gilt analog auch für Fachunternehmen, welche Produkte er einbauen/betreiben darf, ohne gegen die Anforderungen von Gesetzen und Verordnungen, oder vertragliche Vereinbarungen mit Versorgern/Netzbetreibern, zu verstoßen.
Welche Richtlinien anzuwenden sind, das ergibt sich aus den Produkteigenschaften. So ist eine Mischarmatur anders zu behandeln als eine Anlage zur Wasserenthärtung, ein FBH Rohr anders als ein Trinkwasserspeicher, usw.
Sind die zu beachtenden RIchtlinien bekannt, dann kann man schauen, welche Normen, vorzugsweise Produktnormen, unter diesen Richtlinien harmonisiert sind. Hierbei ist wichtig zu wissen, dass für ein Produkt mehrere Richtlinien zur Anwendung kommen können, und dementsprechend auch mehrere Normen zu beachten sind, um das Ziel einer Richtlinie zu erreichen. Darüber hinaus ist es möglich, dass ein Produkt durch einzelne harmonisierte Normen nicht immer vollumfänglich bewertet werden kann, so dass man sinnvollerweise auf weitere Normen zurückgreift.
Für den Laien ist das kaum zu durchschauen, und selbst Fachleute verlieren da schnell den Überblick.
Einem Endkunden bleibt nichts anderes übrig, als darauf zu achten, ob der Hersteller seiner Pflicht nachkommt, sein Produkt korrekt mit dem CE Zeichen versehen (sofern kennzeichnungspflichtig), und die Konformitätserklärung erstellt hat. Aus dieser kann man entnehmen, welche Richtlinien berücksichtigt wurden und welchen Normen der Hersteller dafür herangezogen hat. Ansonsten muss man darauf vertrauen, dass die Marktüberwachungsbehörden ihren Job machen.
Wer noch mehr Sicherheit möchte, der kann schauen, ob ein Hersteller seine Produkte von einer unabhängigen Stelle hat prüfen und zertifizieren lassen. Hier muss der Kunde halt entscheiden, in wieweit er einem Zertifikat, bzw. einer Prüfstelle die dahinter steht, Vertrauen entgegenbringt.
Um jetzt noch weiter in die Details zu gehen, könnte uns OLger MD sagen, was er genau mit "Trinkwasseraufbereitungsanlage" meint. Ansonsten könnte ich das auch ein einem beliebigen Beispiel einer Wasserenthärtungsanlage demonstrieren.
Übrigens, eine "Fachunternehmerpflicht" kann sich auch durch eine vertragliche Vereinbarung zwischen Käufer und Verkäufer ergeben. DIese kann sich dann beispielsweise in der Bedienungs-/Montageanleitung "verbergen". Werden diese Vereinbarungen missachtet, dann verliert man Garantieleistungen, mit hoher Wahrscheinlichkeit auch Gewährleistungsansprüche, und im Fall eines Schadens hat man erst Recht schlechte Karten.
Allein schon den Nachweis zu führen, dass die Eigenmontage nicht ursächlich war, und dann noch die Ansprüche durchzusetzen, dürfte (in den meisten Fällen) ein hoffnungsloses Unterfangen sein.
Das mit dem zertifizierten Fachbetrieb kam aus einer Diskussion, ob "man" selber den Wasserhahn wechseln darf, da bei Niederdruckarmaturen auch kurze Leitungen für Hin- und Rücklauf mit gewechselt werden.
Es geht um eine Trinkwasserfilteranlage, die fest unter der Spüle eingebaut werden kann. Ich bin dagegen bzw. ich halte es nicht für sinnvoll. Unser Wasser ist sehr gut, wird aus der Tiefe gewonnen und ist in der Analyse von den Grenzwerten weit entfernt.
Das gegenständliche Gerät soll eines dieser Wunderdinger sein aus der Preisgruppe unterer bis mittlerer fünfstelliger Eurowert.
Das Be** Aq** Gerät filtert angeblich SUUper und fast alles raus. Ich vermute, dass es sich um ein Osmose- / Umkehrosmose-Gerät handelt. Auf Messen wird dann immer mit dem el. Leitwert geworben, der nach der Filterung rapide sinkt. Es sollen auch "Vorführungen" stattfinden, die ein Ausflocken verursachen, aber eigentlich nur eine Elektrolyse sind (Eisenelektrode und andere Metallelektrode).
Eine Analyse einer Wasserprobe direkt von einer Auslassstelle frage ich gerade an. Mit dem Einbau der Filteranlage will ich dem Vertreter auf den Zahn fühlen, ob er auch die entsprechenden Vorschriften kennt.
Insgesamt bin ich auf der Suche nach Argumenten gegen einen Trinkwasserfilter. Es geht nicht um eine Entkalkung wegen der Waschmaschine oder der Kaffeemaschine.
Hmm aus dem Aquaristikbereich, laienhaft erklärt: Das Wasser enthält danach ( je nach Gerät Umkehrosmose / Entsalzer) zu wenig Mineralien/ die falschen Mineralien.
Wenn da jenand ein teures Neppding einbauen will, dann. kommt man mit rationalen Aussagen meist nicht weit.
Oder hab ich Dich richtig verstanden? Dir gehts weniger um die Vorschrift sondern mehr um Argumente?
Totschlagargument: "Ist sichergestellt, dass das Wasser das die "Banhandlungsanlage" verlässt noch als "Trinkwasser" bezeichnet werden darf? zu jederzeit des Betriebsstatus.
Ist die "Anlage" auch für den öffentlichen Bereich ausgelegt?
ob "man" selber den Wasserhahn wechseln darf, da bei Niederdruckarmaturen auch kurze Leitungen für Hin- und Rücklauf mit gewechselt werden.
Es gibt Leute, die legen das so aus, dass Verbindungen in die Hände eines Fachmannes gehören, sobald man "Werkzeug" einsetzen muss. Laien"bedienbare" Verbindungen würden sich dadurch auszeichnen, das man diese ohne Werkzeug anbringen und lösen kann.
Diese Argumentation hat etwas für sich, ist in meinen Augen aber ein wenig überzogen. Einen Flexschlauch an ein Eckventil anschließen, dafür braucht es (in meinen Augen) keinen Meisterbrief, geschweige denn eine Konzession beim Netzbetreiber.
Ich würde die "Grenze" eher zwischen Eckventil und Rohrnetz ziehen, wobei man auch da von einer Veränderung der Trinkwasseranlage noch weit entfernt ist.
Es geht um eine Trinkwasserfilteranlage, die fest unter der Spüle eingebaut werden kann. Ich bin dagegen bzw. ich halte es nicht für sinnvoll.
Dem würde ich mich anschließen. Die Wasserqualität ist bei Euch gut, und auch die 13,8°dH würden mich nicht schrecken. Ich kann mir jetzt nicht vorstellen, was eine Filteranlage bezwecken soll.
Aus was besteht bei Euch das Rohrsystem im Haus? (Kupfer, Stahl, Verbundrohr oder.....)
Ohne das jetzt an klaren Definitionen festmachen zu können, würde ich auch die "Laiengrenze" an der Ausgangsverschraubung des Eckventils sehen. Die Werkzeugdefinition kenne ich auch, halte sie aber für überzogen.
Chieffs Frage nach dem Trinkwasserstatus ist sehr gut, um den Lieferanten in Erklärungsnot zu bringen. In Magdeburg einen "Trinkwasserverbesserer" verkaufen zu wollen ist so hirnrissig wie auf der Zugspitze ein Duftbäumchen zur Luftverbesserung aufzuhängen.
Nach DIN 1988-200, 12.1 darf eine Behandlung von Wasser aus der öffentlichen Wasserversorgung nur in begründeten Fällen erfolgen.
Diese Begründung würde ich mir geben lassen. Letztendlich verstieße eine solche Anlage vermutlich gegen das Minimierungsgebot des Par. 6(3) der TrinkwasserVerordnung. Auch den Nachweis würde ich erbringen lassen.
Und genau da liegt der Trugschluss und Wahnsinn.
Ein Flexschlauch hat ein sehr hohes Gefärdungspotential
1. EIn Flexschlauch verleitet durch seine EInfachheit zu arbeiten durchgeführt zu werden die Gerade noch so die Zange bedienen können.
draus resultiert der nächste Punkt.
2. letztlich fordern die Flexschlauchhersteller sehr enge Einsatzgrenzen um einen sicheren Betrieb zu gewährleisten,
was jedeoch kein Laie weiss und auch nicht erkennt. (Schlauchplatzer, Wasserschäden, Verkeimungen)
3. Wenn ein tausch einer Armatur am Waschbecken für euch eine arbeit für einen Laien ist, was ist dann mit den Wandarmaturen die Aufputz in Dusche und Wanne hängen?
4. Armaturen sind AUCH Sicherheitseinrichtungen, d.h. Armaturen die eingebaut wurden haben zusätzlich noch gewisse Sicherungen für das Rohrnetz integriert.
Das weis nur der Laie nicht und baut sich einen hübschen Chinakracher in sein Bad.
UNd ab hier kommt der Wahnsinn... (Verkauft werden darf ALLES) Wenn man sich dann mal die Armaturen ansieht die allein durch gewissen Küchenstudios verbaut werden, kommt das nackte grauen. (Druck bis max 4 bar, nicht mehr als 50°C ect ect ect.)
Dann sieht man Unterputzkörper rumliegen für stylische Wandarmaturen, kein Begleitpaier dabei, Materialen die weder Zink, Edelstahl , Rotguss oder Kupfer ähneln (wilde Materiallegierungen). Und dann sagt mir doch bitte, das sei doch alles kein Ding, wenn Ihr zustimmt, es wäre legitim Trinkwasserarmaturen selbst zu wechseln...
wenn Ihr zustimmt, es wäre legitim Trinkwasserarmaturen selbst zu wechseln...
Natürlich ist das legitim, die Begründung hatte ich oben geliefert.
Hier ein Gefahrenszenario heraufbeschwören ist sinnfrei, genau so gut könnte der Gartenschlauch platzen, oder man vergisst die Zapfstelle zu schließen und hat den Überlauf durch ein Handtuch im Becken blockiert, oder was weiß ich.
Wenn das falsche Material eingebaut wird, dann muss der Verursacher den Kopf hinhalten, egal ob Bastler oder Handwerker.
Kein Handwerker prüft eine Armatur, die wird bestellt, ausgepackt, und dann montiert. Funktioniert alles, dann ist das Thema gegessen. Läuft das Wasser davon, dann wundert man sich, tauscht noch einmal aus, und das war´s.
Kein Handwerker prüft eine Armatur, die wird bestellt, ausgepackt, und dann montiert.
Lange Zeit reichte dafür ja auch die Kontrolle des "DVGW"-Zeichens, mit dem alles schick war. Wie gesagt, auch damals (tm) war das schon nur ein Indiz, nicht die vollständige Sicherheit ...
...Kein Handwerker prüft eine Armatur, die wird bestellt, ausgepackt, und dann montiert. Funktioniert alles, dann ist das Thema gegessen. ...
Na ja, der Handwerker nutzt i.d.R. einen sicheren Vertriebsweg, so dass er mit 99,9%iger Wahrscheinlichkeit davon ausgehen kann, dass die Armatur für D zugelassen und für den Verwendungszweck geeignet ist.
Das alles kann der Laie, der im Baumarkt, auf dem Flohmarkt oder im Urlaub in Tunesien kauft, nicht für sich in Anspruch nehmen.
Von nicht eigensicheren Küchenarmaturen mit Schlauchbrause will ich gar nicht anfangen.
Trotz allem würde ich dem gemeinen EFH-Besitzer zutrauen, eine Armatur zu wechseln, ohne die halbe Stadt zu vergiften. Ganz einfach weils nicht praktikabel ist, es anders zu verlangen.
Genausowenig dürfen Laien eine Deckenleuchte anschließen. Selbst das wechseln des Leuchtmittels birgt ein hohes Gefährdungspotential.
Du scheinst kein Handwerker zu sein
Von einem Handwerksbetrieb wird erwartet, das das was er einbaut, auch den gültigen Gesetzten, Normen, Vorschriften entspricht. (kurzum aRdT).
Wenn als ein Fachmann nicht mal imstande ist, zu prüfen, ob die Armatur die er hier verkauft und einbaut nicht den "Bestimmungen" entspricht, dann ist er im falschen Beruf!!!. (Wer lesen KANN, ist klar im vorteil.) Ich hab schon viele Küchenarmaturen vom Küchenstudio wieder abholen lassen weil das schrott ist.
Oder willst du mir sagen, ich soll eine Armatur einbauen die max 4 bar kann, trotzdem einbauen soll, weil der Druckminderer im Keller ja auf 3bar eingestellt ist?
Oder was war gleich nochmal die kleinste Sicherheitsventilstärke an einem Boiler/Speicher/Friwa? Quiz: A=3bar; B=6bar C=4bar ???
Welches stöst dir denn auf?
Ein Gartenschlauch verursacht welchen schaden? Abgesehen von einer erhöhten Wasserrechnung und dem Tod von ca 190 Ameisen? Keinen.
Was verursacht ein Wasserleck hinter dem Küchenspülenschrank durch einen geknicken Gewebeschlauch? 2000€ Aufwärts.
Ja und? Das ist keine Garantie. Er kauft seinen Kram über seinen GH, und hofft, dass das schon in Ordnung ist. Er kann vor Ort bestenfalls eine grobe Sichtprüfung machen, praktisch wird er darauf achten, ob die Brühe davon läuft, und wenn nicht, dann ist alles gut.
Tja, und was die Qualität angeht, da würde ich mich nicht auf irgendwelche Namen verlassen, denn die wollen nur Dein Bestes.....siehe Sanitär Kartell. Man kann schon lange nicht mehr davon ausgehen, dass man besonders gute Qualität erhält, nur weil ein bestimmter Name auf dem Produkt steht, die Zeiten sind schon lange vorbei.
Der Schaden kann entstehen, egal wer den Schlauch montiert hat.
Was ist mit der Spülmaschine? Waschmaschine? Die wird gekauft, angeschlossen, das war´s. Die Mehrzahl der internen Verbindungen wird mit Schläuchen hergestellt, und niemand schraubt das Teil auf und prüft vorher die Verbindungen, man verlässt sich darauf, dass das was geliefert wurde in Ordnung ist.
Die Menschen sind nicht blöd, und es gibt nun mal ein gewisses Lebensrisiko und Eigenverantwortung. Wir reden hier über eine simple Armatur und nicht über Raketentechnik. Wer nicht in der Lage ist eine Armatur anzuschließen, der wird es sich spätestens nach dem ersten Schaden zweimal überlegen.
Übrigens, wie hoch ist das Schadensrisiko beim Reifenwechsel?
Jetzt komm mal wieder runter,
Eine Neue Armatur von einem bekannten Hersteller mit entsprechenden Papieren ist viel berechenbarer als ein Chinakracher wo nicht mal drin steht was dir Armatur aushällt (falls überhaupt ein Zettel drin liegt. Außerdem schreibt jeder Hersteller der was von sich hält, ganz klar rein, das die Armatur durch einen Fachahndwerker zu montieren ist.!
d.h. A) Maschinen und Armaturen unterliegen auch gewissen Vorschriften, die sie erfüllen müssen. Darunter auch Maschinenbaurichtlinien ect.
B) Gibt es für jedes Bauteil eine Einbau und verarbeitungsanleitung. Die liegt nur nicht immer bei jedem einzelteil dabei.
Als Fachmann weis ich worauf es im Detail ankommt wenn man eine Armatur austauscht. Ein Laie sieht nur eine Armatur und einen Preis.
Als Fachmann weis ich ohne nachzulesen was ein Flexschlauch an BiegeRadius aushält und wie er einzusetzen ist...und welche erst garnicht eingebaut werden sollten.
Hast du mein Quiz schon gelöst? A / B oder C?
Warum geht dreinmal hintereinander in einer Schlosserei ein Untertischboiler hops, obwohl es immer der gleiche Boilertyp ist?
warum geht er nicht mehr kaputt nachdem ein Fachmann dran war und den dritten ausgetauscht hat?
A) Die Temperatur am Boiler war zu hoch eingestellt.
B) Der Stromstecker war falschrum eingesteckt
C) Der Boiler hing 5° geneigt.
Naja, das kann ich nach jüngsten Erlebnissen leider nicht bestätigen:
Ein Bauteil zum Neupreis von rd. 500 € brutto (Kleinhebeanlage) ist gestört. Installateur schlägt Austausch vor, da billiger als Reparatur, Gesamtkosten dann rd. ca. 1.500 € brutto. Kunde stimmt zähneknirschend zu. Austausch erfolgt inkl. einiger kleinerer Umbauten innerhalb weniger Tage, Montagedauer 1 Tag Geselle, 1 Tag Azubi. Anlage läuft nach drei Nutzungen nicht mehr. Reklamation. Instandsetzung nach einer Woche, Dauer 4 Stunden Geselle. Anlage blockiert erneut nach 1 weiterer Nutzung. Kunde reklamiert erneut und bittet um Besuch durch Meister. Parallel trifft die Rechnung über den vollen Betrag ein. Nächster Termin nach 14 Tagen. Meister und Geselle bauen einen Tag lang die gesamte Anlage um, die bisherige Konstellation könne nicht funktionieren! Die Anlage läuft nun erstmal wieder, aber nach einigen Stunden auch das Schmutzwasser aus der Druckleitung. der Kunde reklamiert. Ihm wird der nächste Termin zur Mangelbeseitigung angeboten - in 14 Tagen. Nach 7 Tagen ruft der Inhaber an: Wann endlich die Rechnung bezahlt würde? Für die Reparaturen käme die Rechnung übrigens aus noch, dafür könne man ja nichts. Kunde erklärt sich widerwillig und unter Aufzählung der bissiger in der Summe noch immer erfolglosen Maßnahmen bereit, die gesamten Materialkosten sofort zu zahlen. Die Anlage habe so sowieso nie funktionieren können erklärt der Meister erneut. Sie hat aber 10 Jahre funktioniert. Nach einer Woche vorgezogen endlich erneuter Einsatz des Gesellen der vier Stunden lang alleine die undichte Verschraubung gegen eine dichte austauscht. Die Reparatur erscheint damit abgeschlossen. Kunde zahlt erste Rechnung vollständig. Der Preis der gesamten Arbeitszeit allein würde bei vollständiger Abrechnung mittlerweile nach dreimaligem Umbau der Anlage bei rd. 4.000 € liegen, netto allerdings. Dafür wäre auch mehr als eine Kleinhebeanlage möglich gewesen. Die letzte Wartung und bisher einzige Reparatur hatte übrigens rd. 200 € gekostet, ebenfalls vom Fachbetrieb, sogar vom Meister selbst.
Die Geschichte zeigt leider, dass
Als Fachmann weis ich worauf es im Detail ankommt wenn man eine Armatur austauscht.
vielleicht für Dich persönlich stimmt, aber sicher nicht der Regelfall ist, sondern eher der von mir geschilderte. Und schon mehrfach habe ich erleben müssen, wie Monteure im Neubau stundenlang hilflos vor Beipackzetteln obszön teurer Armaturen aus dt. Produktion saßen, deren bauliche Umsetzung ihnen nicht gelingen wollte. Allerdings sollte dies immerhin nicht im Stundenlohn abgerechnet werden. Und dann kommt mancher Kunde natürlich auf die Idee, die Armatur selbst zu wechseln - ich übrigens auch.
. Ein Laie sieht nur eine Armatur und einen Preis.
ja, na und? Wenn das Ding nach kürzester Zeit hops geht, keine Ersatzteile zu bekommen sind und womöglich ein noch größerer Folgeschaden entstanden ist, dann ... ist das eben mein Problem, und nicht deines.
Mir deswegen aber verbieten zu wollen das Ding ala Laie auch anzuschließen ist schon sehr realitätsfremd.
Verboten hab ich das noch keinem, also mach in deinem Haus mit deiner Familie und Gesundheit was du willst. Erklär das aber mal der Mehrheit der Wohnungseigentümer/Wohnungsmieter!!!
Der Preis der gesamten Arbeitszeit allein würde bei vollständiger Abrechnung mittlerweile nach dreimaligem Umbau der Anlage bei rd. 4.000 € liegen. Dafür wäre auch mehr als eine Kleinhebeanlage möglich gewesen. Die letzte Wartung und bisher einzige Reparatur hatte übrigens rd. 200 € gekostet, ebenfalls vom Fachbetrieb.
DIese ver**xxten Anlagen sind auch nur eine Erfindung von Fehlplanungen oder fehlenden Planungen.
Zitat von Jung - Pentair
Diese Anlagen sind neben den Flexschläuchen die miesesten Dinger. Denn für den Preis von 4000€ bekommst du eine vernüftige große , Hebeanlage mit richtigen Tank und Pumpe. (Setzten wir trotz Platzmangel nur noch in Waschkellern ein mit Wartungsvertrag.)
https://www.jung-pumpen.de/fileadmin/_processed_/csm_compli_300_frei_ohne_Logo_af6acd7d47.jpg
Die Dinger hab ich auch schon provokativ demontiert, weil der Mieter nicht bereit war, einzusehe, das so ein popelding nicht für feuchttücher gedacht ist.
Was der Mieter und Vermieter dann daraus gemacht haben war mir egal. Entweder die Abwasseranlage funktioniert ohen die Pumpe oder es muss was starkt eigeschränkt genutzt werden.
Wenn ich schon lese das Fertighauanbieter keller anbieten mit Kanalanschluß Wandseitig und mit Kanalanschlu0 und Mehrpreis im Kellerboden, dann ist das aus meiner Sicht äußerst fahrlässig.
(Wenn der Kanal auf der Straße einen Kanalanschluß im Haus auf Bodenniveau zulässt, dies aber dann aus profitgründen in die Kellerwand auf 1,5m gelegt wird, ist das für mich ein absolutes Unding und gehört bestraft.)
Aber wir waren doch bei Trinkwasser?
Eine Neue Armatur von einem bekannten Hersteller mit entsprechenden Papieren ist viel berechenbarer als ein Chinakracher wo nicht mal drin steht was dir Armatur aushällt (falls überhaupt ein Zettel drin liegt.
Warum unterstellst Du, dass der Laie irgendeine Armatur einbaut, die er irgendwo gekauft hat?
Man könnte auch vermuten, dass er eher zu einer besseren Armatur greift, da er ja die hunderte Prozent Aufschlag und Montagekosten gespart hat.
Bitte nicht ganz so platt: Nö, für Entwässerungen deutlich unterhalb der Rückstauebene gibt es nicht so viele sinnvolle Lösungen. Und weshalb der Fachplaner genau diese geplant und der Meisterbetrieb genau diese ohne Bedenkenanmeldung installiert hat - keine Ahnung. Ja, das Produkt wurde installiert. Und nun?
"Unterhalb der Rückstauebene" ist aber kein Grund für eine Hebeanlage
Wie groß ist denn die Gefahr, dass durch Austausch einer Armatur die Gesundheit von Nutzern oder gar Nutzern einer anderen Wohnung im selbsen Haus gefährdet wird? Gibt's da einen einzigen dokumentierten Fall?
Den Vergleich mit dem Reifenwechseln finde ich interessant. Da fragt' kein Mensch danach, obwohl ich da bei unsachgemäßer Handhabung sogar *umittelbare* Gefahr für Fahrer, Beifahrer und andere Verkehrsteilnehmer sehen würde.
Du braucht erst eine Hebeanlage, wenn der Anschluß des Entwässerungsgegenstandes tiefer liegt oder ohne ausreichendes gefälle zum nächstmöglichen darfür geeigneten Grundanschluß geführt werden kann. (Unter Berücksichtigung der Rückstausicherung.)
Außer Rückstau wäre bei euch die Regel.
Ok, dann liegen wir hier auf einer Wellenlänge.

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