Source: http://www.bonitas-stbg.de/cms/front_content.php?idart=61
Timestamp: 2018-01-18 12:09:43+00:00

Document:
Steuerlexikon P
Die Steuerermäßigung beträgt 50 Prozent der Ausgaben, höchstens 825 € (Ledige)/ 1.650 € (Verheiratete). Dieser Betrag wird von der Steuerschuld abgezogen. Konnte dadurch nicht die gesamte Spende/ Mitgliedbeiträge steuerlich berücksichtigt werden, so greift dann der Sonderausgabenabzug. Der restliche Spendenbetrag kann in der Höhe von insgesamt 1.650 € (Ledige)/ 3.300 (Verheiratete) im Kalenderjahr als Sonderausgaben abgezogen werden.
Ein lediger Steuerpflichtiger spendet 4.000 € an politische Parteien.
./. steuerliche Ermäßigung (50 % = 2.000 €, maximal 825 €)
./. 825 €
= Restbetrag = 2.350 € (4.000 € ./. 1.650 €)
./. Sonderausgabenabzug (maximal 1.650 €)
./. 1.650
Der Arbeitgeber kann unter Verzicht auf die Vorlage einer Lohnsteuerkarte bei Arbeitnehmern, die nur kurzfristig beschäftigt werden, die Lohnsteuer mit einem Pauschalsteuersatz von 25 Prozent erheben. Eine kurzfristige Beschäftigung liegt vor, wenn der Arbeitnehmer bei dem Arbeitgeber gelegentlich, nicht regelmäßig wiederkehrend beschäftigt wird, die Dauer der Beschäftigung 18 zusammenhängende Arbeitstage nicht übersteigt und der Arbeitslohn während der Beschäftigungsdauer 62 € durchschnittlich je Arbeitstag und 12 € je Stunde nicht übersteigt oder die Beschäftigung zu einem unvorhersehbaren Zeitpunkt sofort erforderlich wird.
Gelder für die Beköstigung von Arbeitnehmern: arbeitstäglich Mahlzeiten im Betrieb, die an Arbeitnehmer unentgeltlich oder verbilligt abgegeben werden oder Barzuschüsse, die der Arbeitgeber an ein anderes Unternehmen leistet, das arbeitstäglich Mahlzeiten an die Arbeitnehmer unentgeltlich oder verbilligt abgibt. Voraussetzung ist, dass die Mahlzeiten nicht als Lohnbestandteile vereinbart sind.
Vergütungen für Verpflegungsmehraufwendungen anlässlich einer Tätigkeit, soweit diese die dort bezeichneten Pauschbeträge um nicht mehr als 100 Prozent übersteigen.
Der Arbeitgeber kann unter Verzicht auf die Vorlage einer Lohnsteuerkarte bei Arbeitnehmern, die nur in geringem Umfang und gegen geringen Arbeitslohn beschäftigt werden (geringfügige Beschäftigung), die Lohnsteuer mit einem Pauschalsteuersatz von 20 Prozent zuzüglich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer erheben. Vorausgesetzt wird, dass eine geringfügige Beschäftigung im Sinne des SGB IV vorliegt und der Arbeitgeber keine Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung leisten muss.
Fahrtkostenzuschüsse, die der Arbeitgeber für Fahrten des Arbeitnehmers zwischen Wohnung und täglicher Arbeitsstätte zahlt.
Pauschsteuersatz beträgt 2 Prozent:
Bei einem geringfügigen Beschäftigungsverhältnis im Sinne des SGB IV, für das Beiträge zur pauschalen Rentenversicherung zu leisten sind, kann der Arbeitgeber einen einheitlichen Pauschsteuersatz von 2 Prozent des Arbeitsentgelts erheben. In diesem Steuersatz sind der Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer bereits enthalten.
Bei sonstigen Bezügen in größerer Menge bis zu 1.000 € je Arbeitnehmer und bei einer Nacherhebung von Lohnsteuer kann eine besonderer Pauschalsteuersatz zur Anwendung kommen.
Beiträge des Arbeitgebers zum Aufbau einer nicht kapitalgedeckten betrieblichen Altersvorsorge an eine Pensionskasse können pauschal mit 20 Prozent der Lohnsteuer unterworfen werden. Die Zuwendungen des Arbeitgebers darf jedoch 1.752 Euro nicht übersteigen.
Zur Bewertung von Pensionsrückstellungen nimmt das BMF-Schreiben vom 16.12.2005 (IV B 2 - S 2176 - 106/05) Stellung.
Mit einer Pensionszusage wird das Recht auf betriebliche Versorgungsbezüge nach Ablauf der aktiven Dienstzeit zugesagt. Bei Auszahlung der Versorgungsbezüge entstehen für den Arbeitnehmer Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit. Wird eine Pensionszusage erteilt, kann der Arbeitgeber hierfür eine Pensionsrückstellung bilden. Die Pensionszusage ist unter Beachtung der Formvorschriften in § 6a EStG schriftlich zu erteilen.
Zu Abfindungsklauseln in Pensionszusagen (Versorgungszusagen) und zur Anpassung von Versorgungsverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Versorgungsberechtigten nimmt das BMF-Schreiben vom 6.4.2005 (BStBl. I S. 619) Stellung.
Pflegt ein Steuerpflichtiger einen nahen Angehörigen und erhält er hierfür ein Entgelt, so sind diese Einnahmen steuerfrei, wenn die Leistungen für die Grundpflege nach § 37 SGB XI (Sozialgesetzbuch) erbracht werden. Pflegt der Steuerpflichtige eine befreundete Person, die in keinem Verwandtschaftsverhältnis zu ihm steht, dann sind die Entgelte, die er für seine Pflegedienste erhält, steuerpflichtig.
Entgelte die an Angehörige gezahlt werden, sind bei der Pflegestufe I mit 205 €, bei der Pflegestufe II mit 410 € und bei der Pflegestufe III mit 665 € von der Besteuerung frei gestellt.
Die seit dem 1.1.2004 erhobene Praxisgebühr von 10 EUR im Quartal wird den außergewöhnlichen Belastungen zugeordnet. Nur wenn die zumutbare Belastung des Steuerpflichtigen überschritten wird, entsteht dann eine steuerliche Entlastung. (siehe Lexikon: Außergewöhnliche Belastung)
Ausgaben, die im Zusammenhang mit der privaten Lebensführung des Steuerpflichtigen stehen, können steuerlich nicht geltend gemacht werden. Hiervon wird nur abgewichen, wenn die Aufwendungen den Sonderausgaben oder den außergewöhnlichen Belastungen zugeordnet werden können. Dem gegenüber können Ausgaben die im Zusammenhang mit der Erzielung von Einkünften stehen, als Werbungskosten oder als Betriebsausgaben steuerlich geltend gemacht werden. Hierbei muss eine Zuordnung der Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben zur jeweiligen Einkunftsart erfolgen.
Sind Aufwendungen teilweise beruflich und teilweise privat veranlasst, ist festzustellen wie hoch der privat veranlasste Teil ist. Aufwendungen, die überwiegend beruflich / betrieblich (privater Anteil höchstens 10 Prozent) veranlasst sind, können im vollen Umfang als Betriebsausgaben oder Werbungskosten berücksichtig werden. Dem gegenüber sind Aufwendungen, die ganz überwiegend privat veranlasst sind, als Lebensführungskosten zu betrachten. Können die Kosten jedoch leicht und einwandfrei nach einem objektiven Maßstab aufgeteilt werden, ist der berufliche Anteil als Werbungskosten / Betriebsausgabe berücksichtigungsfähig.
Für Privatfahrten: Der geldwerte Vorteil ist mit 1Prozent des inländischen Listenpreises des Fahrzeuges anzusetzen.
Der Einzelkostennachweis mittels individuellem Kilometersatz lohnt sich, wenn das betriebliche Fahrzeug zu 30 Prozent oder weniger für private Zwecke genutzt wird. Bevor man sich für eine Methode entscheidet, sollte eine Vergleichsrechnung zwischen Fahrtenbuchmethode und Listenpreismethode durchgeführt werden.
Privateinlagen entstehen durch Überführung von Wirtschaftsgütern, sowie Bargeld oder Rechte aber auch Kapitalvermögen aus dem Privatvermögen in das Betriebsvermögen. Erträge und Aufwendungen die mit Einlagen im Zusammenhang stehen sind als Betriebseinnahmen bzw. Betriebsausgaben zu erfassen. Folge einer Überführung von Kapital oder Wirtschaftsgütern kann daher die Entstehung von Einkommensteuer und Gewerbesteuer sein. Stille Reserven die sich auf Einlagen (Wirtschaftsgüter, Kapitalvermögen) bilden sind beim Ausscheiden der Einlagen aus dem Betriebsvermögen zu realisieren und somit zu versteuern. Entsprechend können Wertverluste der Einlagen, wie zum Beispiel Abschreibungen, gewinnmindernd berücksichtigt werden.
Einlagen müssen zum Zeitpunkt der Zuführung ins Betriebsvermögen mit dem Teilwert bewertet werden. Hiervon sind zwei Ausnahmen zu beachten. Einlagen dürfen höchstens mit den Anschaffungskosten oder Herstellungskosten bewertet werden, wenn das Wirtschaftsgut innerhalb der letzten drei Jahre vor Zuführung zum Betriebsvermögen angeschafften oder hergestellt worden ist oder wenn das zugeführte Wirtschaftsgut ein Anteil an einer Kapitalgesellschaft ist und der Steuerpflichtige an ihr wesentlich beteiligt ist. Einlagen dürfen das Betriebsvermögen nicht erhöhen.
Wird ein Wirtschaftsgut aus dem Betriebsvermögen in das Privatvermögen überführt, liegt eine Entnahme (Privatentnahme) vor. Unter Entnahmen werden alle Wertabgaben zu betriebsfremden Zwecken verstanden. So gehören auch selbst geschaffene immaterielle Anlagewerte zu den Entnahmen. Neben den Bar- und Sachentnahmen ist auch die Entnahme von Nutzungen und Leistungen möglich. So ist zum Beispiel eine Entnahme von Leistungen gegeben, wenn der Firmeninhaber seine Angestellten zu privaten Zwecken einsetzt (Inhaber eine Baufirma lässt sich von seinen Angestellten sein Privathaus renovieren.). Kommt es zu einer Nutzungsentnahme, gelten die im Rahmen der privaten Nutzung entstandenen Kosten als Entnahmen.
Werden Wirtschaftsgüter des notwendigen Betriebsvermögens entnommen, so gilt die Entnahmehandlung als vollzogen, wenn es zu einer Beendigung der betrieblichen Zweckbestimmung kommt und die Wirtschaftsgüter fortan nur noch zu privaten Zwecken genutzt werden. Eine Umbuchung oder Willenerklärung ist nicht ausreichend. Bei Entnahme eines Wirtschaftsgutes kommt es zur Realisierung der darin enthaltenen stillen Reserven. Damit kann sich im Rahmen einer Entnahmehandlung der betriebliche Gewinn erhöhen.
Wird der betriebliche Pkw auch privat genutzt, liegt regelmäßig eine Entnahmehandlung vor. Wahlweise kann hier der private Nutzungsanteil mit der Ein-Prozent-Methode oder durch Führen eines Fahrtenbuches ermittelt werden. Liegt der betriebliche Nutzungsanteil nicht über 50 Prozent empfiehlt sich, einen privaten Pkw zur betrieblichen Nutzung einzusetzen und die betrieblichen Fahrten pauschal (0,30 €/ km) abzurechnen.
Dem Progressionsvorbehalt unterliegen u. a. nachfolgende Lohnersatzleistungen:
Folgende Übersicht soll die Beurteilung erleichtern, ob Lohnersatzleistungen dem Progressionsvorbehalt nach § 32 b Nr. 1 EStG unterliegen.
- Aufstockungsbetrag
- Beiträge zur Höherversicherung
Arbeitslosengeld (§ 117 ff. SGB III)
Bundesversorgungsgesetz (BVG):
- Übergangsgeld nach dem BVG
- Versorgungskrankengeld nach dem BVG
Ein-Euro-Job-Vergütungen
Eingliederungshilfe nach § 418 SGB III
Ermessensleistungen nach § 10 SGB III, die dem Lebensunterhalt dienen
Existenzgründerzuschuss (§ 421 I SGB III)
Leistungen zur Entgeltsicherung (§ 421 j SGB III)
Mobilitätshilfe (§ 53 SGB III)
Mutterschaftsgeld (auch Zuschuss zum Mutterschaftsgeld)
Teilarbeitslosengeld (§ 150 SGB III)
Überbrückungsgeld (§ 57 SGB III mit § 33 Abs. 3 Nr. 5 SGB IX)
Übergangsgeld nach SGB
Übergangsgeld nach dem Bundesversorgungsgesetz
Unterhaltsgeld (§§ 153 – 159 SGB III)
- nach dem Infektionsschutzgesetz
- Mehraufwands-Wintergeld
- Zuschuss-Wintergeld
Zuschuss zum Arbeitsentgelt für Arbeitnehmer über 50 Jahre (§ 421 j SGB III)

References: § 6
 § 37
 § 32
 § 418
 § 10
 § 33