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Timestamp: 2016-10-21 14:58:22+00:00

Document:
R.________, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Rolf Zwahlen, Schulhausstrasse 8, Postfach 2070, D�bendorf,
F.________, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanw�ltin Yasmin Gubser, Kernstrasse 8-10, Postfach 372, Z�rich, Staatsanwaltschaft des Kantons Z�rich, Obergericht des Kantons Z�rich, II. Strafkammer, Kassationsgericht des Kantons Z�rich,
A.- Die Bezirksanwaltschaft Z�rich erhob am 7. November 1997 Anklage gegen B.________ wegen Abtreibung und gegen R.________ wegen Anstiftung zur Abtreibung. Die Anklage st�tzte sich auf den folgenden Sachverhalt:
R.________ habe am 3. Dezember 1996 erfahren, dass F.________, mit der er im Fr�hjahr 1996 mehrfach Geschlechtsverkehr gehabt habe und die schwanger geworden sei, nicht wie zugesagt eine Abtreibung vorgenommen habe, sondern bereits hochschwanger sei und das Kind auf die Welt bringen wolle. Dies habe R.________ nicht akzeptieren k�nnen. Im Zeitraum zwischen dem 3. und 8. Dezember 1996 sei er an B.________ mit der Bitte herangetreten, dieser solle F.________ so attackieren, dass sie ihre Frucht verliere.
B.________ sei damit einverstanden gewesen. Der Plan der beiden Angeklagten habe darin bestanden, dass sich R.________ mit Frau F.________ zu einem Treffen verabrede; statt ihm sollte dann B.________ am vereinbarten Ort erscheinen und Frau F.________ attackieren. Am 8. Dezember 1996 habe R.________ mit F.________ abgemacht, sie am 9. Dezember 1996, 17.00 Uhr, bei der Endstation der Buslinie A an der C.-strasse in Z�rich zu treffen. B.________ habe sich am 9. Dezember 1996 an diesen Ort begeben, wo Frau F.________ um ca. 17.10 Uhr eingetroffen sei. Da R.________ nicht dort gewesen sei, habe sie etwa f�nf Minuten gewartet und sich schliesslich auf den Weg zu ihrem Stiefvater gemacht, der an der W.-Strasse wohne. Auf dem Weg dorthin habe B.________ Frau F.________ �berholt, sich nach ihr umgedreht und ihr zwei Fusstritte in den Bauch versetzt, damit sie eine Fehlgeburt erleide. Dies sei dann auch geschehen, weil sich durch die Tritte die Plazenta teilweise abgel�st habe und dadurch zufolge Sauerstoffmangels der F�tus noch am Abend des 9. Dezember 1996 gestorben sei.
B.- Das Bezirksgericht Z�rich sprach mit Urteil vom 16. Februar 1998 B.________ der Abtreibung und R.________ der Anstiftung zur Abtreibung schuldig; es bestrafte beide Angeklagten mit je 5 Jahren Zuchthaus, wovon B.________ 425 Tage und R.________ 106 Tage durch Untersuchungshaft erstanden hatten. Zudem wurden die Angeklagten, welche beide aus dem ehemaligen Jugoslawien stammen, f�r die Dauer von 10 Jahren des Landes verwiesen. Der Vollzug der Nebenstrafe wurde bei R.________ aufgeschoben und die Probezeit auf drei Jahre angesetzt. Das Obergericht des Kantons Z�rich erkl�rte als Berufungsinstanz am 9. Februar 1999 beide Angeklagten der Abtreibung im Sinne von Art. 119 Ziff. 2 StGB schuldig.
Im �brigen best�tigte es den Entscheid des Bezirksgerichts.
R.________ focht das Urteil des Obergerichts mit einer kantonalen Nichtigkeitsbeschwerde an. Mit Beschluss vom 23. Januar 2000 wies das Kassationsgericht des Kantons Z�rich die Beschwerde ab, soweit es darauf eintrat.
C.- Gegen den Entscheid des Kassationsgerichts reichte R.________ am 10. M�rz 2000 eine staatsrechtliche Beschwerde beim Bundesgericht ein. Er beantragt, der Beschluss des Kassationsgerichts sei aufzuheben und die Sache sei zur Neubeurteilung an die kantonale Instanz zur�ckzuweisen. Mit Eingabe vom 23. M�rz 2000 stellte er das Gesuch, der Beschwerde sei aufschiebende Wirkung beizulegen.
D.- F.________, die Staatsanwaltschaft, das Obergericht und das Kassationsgericht des Kantons Z�rich verzichteten auf eine Vernehmlassung sowohl zur Beschwerde als auch zum Gesuch um aufschiebende Wirkung.
E.- Mit Pr�sidialverf�gung vom 13. April 2000 wurde der Beschwerde aufschiebende Wirkung zuerkannt.
1.- Der Beschwerdef�hrer macht geltend, der Schuldspruch des Obergerichts beruhe auf einer willk�rlichen und gegen den Grundsatz "in dubio pro reo" verstossenden W�rdigung der Beweise. Das Kassationsgericht seinerseits habe eine willk�rliche Beweisw�rdigung des Obergerichts zu Unrecht verneint und dadurch selber gegen das in Art. 9 BV enthaltene Willk�rverbot verstossen. Ferner beklagt er sich �ber eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs, weil das Obergericht bestimmte Beweisantr�ge abwies, die er im Berufungsverfahren gestellt hatte.
Das Obergericht lehnte die betreffenden Beweisantr�ge in vorweggenommener W�rdigung ab. Der Sachrichter verf�gt im Bereich der Beweisw�rdigung �ber einen weiten Ermessensspielraum.
Das Bundesgericht kann die Beweisw�rdigung nur unter dem Gesichtswinkel des Willk�rverbots pr�fen.
Willk�r im Sinne von Art. 9 BV bzw. der bisherigen Praxis zu Art. 4 aBV liegt vor, wenn die Beweisw�rdigung offensichtlich unhaltbar ist, mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, auf einem offenkundigen Versehen beruht oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft (BGE 125 II 10 E. 3a, 129 E. 5b; 124 I 208 E. 4a; 124 IV 86 E. 2a, je mit Hinweisen). Wird mit staatsrechtlicher Beschwerde eine Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo" als Beweisw�rdigungsregel ger�gt, so kann das Bundesgericht nur eingreifen, wenn der Sachrichter den Angeklagten verurteilte, obgleich bei objektiver W�rdigung des ganzen Beweisergebnisses offensichtlich erhebliche und schlechterdings nicht zu unterdr�ckende Zweifel an der Schuld des Angeklagten fortbestanden (BGE 124 IV 86 E. 2a; 120 Ia 31 E. 2d u. 4b).
2.- a) Der Beschwerdef�hrer hatte im Berufungsverfahren beantragt, F.________ sei erneut als Zeugin zu befragen, es sei ein psychiatrisches Gutachten �ber ihre Glaubw�rdigkeit einzuholen und es seien die Akten der Vormundschaftsbeh�rde der Stadt Z�rich betreffend "Bevormundung und Obhutsentzug bez�glich F.________ beizuziehen".
aa) Das Obergericht f�hrte in seinem Urteil vom 9. Februar 1999 aus, Frau F.________ sei zur Sache siebenmal befragt worden, und zwar viermal durch die Polizei und dreimal als Zeugin. Dabei falle ins Gewicht, dass die drei detaillierten Zeugenbefragungen - jeweils in Anwesenheit der Angeklagten (im Nebenzimmer) und deren Verteidiger (im Einvernahmezimmer) - in zeitlichen Abst�nden von Tagen bzw. Monaten stattgefunden h�tten. Die Angeklagten und ihre Rechtsvertreter h�tten dadurch nicht nur ausreichend Vorbereitungszeit, sondern �berdies zweimal die Gelegenheit zur Stellung von Erg�nzungsfragen gehabt. Bei dieser Sachlage bed�rfe es keiner erneuten Befragung der Zeugin.
bb) Ein psychiatrisches Gutachten �ber die Glaubw�rdigkeit von F.________ sei nicht einzuholen, da eine aufgrund einer besonderen geistigen oder k�rperlichen Verfassung beruhende Einschr�nkung der Zeugentauglichkeit von F.________ weder dargetan noch ersichtlich sei. Das Obergericht betonte, die von den Angeklagten geltend gemachten Ungereimtheiten in den Aussagen von Frau F.________ seien vom Richter zu w�rdigen.
cc) Zum Antrag auf Beizug der Vormundschaftsakten hielt es fest, der Umstand, dass F.________ nach der Scheidung ihrer Eltern gest�tzt auf Art. 311 ZGB (in Verbindung mit Art. 368 ZGB) unter - inzwischen zufolge Vollj�hrigkeit aufgehobene - Vormundschaft gestellt worden sei, tangiere die Zeugentauglichkeit von F.________ nicht. Dem genannten Beweisantrag sei deshalb nicht stattzugeben.
b) In der staatsrechtlichen Beschwerde wird eingewendet, sowohl die erneute Befragung von F.________ als auch der Beizug der Vormundschaftsakten h�tten es dem Obergericht erlaubt, sich ein objektiveres Bild von Frau F.________ und deren Glaubw�rdigkeit zu machen. Es wird jedoch nicht dargetan und ist auch nicht ersichtlich, dass die �berlegungen, mit denen das Obergericht die Beweisantr�ge in antizipierter W�rdigung abwies, unhaltbar waren. Das Kassationsgericht vertrat im angefochtenen Entscheid mit Recht die Ansicht, das Obergericht habe durch die Ablehnung der genannten Beweisantr�ge den Anspruch des Beschwerdef�hrers auf rechtliches Geh�r nicht verletzt.
3.- a) Das Obergericht befasste sich bei der W�rdigung der Beweise zun�chst mit den Aussagen, welche Frau F.________ zum eigentlichen Tatgeschehen, d.h. zum Vorfall vom 9. Dezember 1996, gemacht hatte. Es nahm an, dieser Vorfall k�nne in f�nf Phasen gegliedert werden:
aa) Eine erste Phase stelle das vergebliche Warten von F.________ auf den Beschwerdef�hrer an der Busendstation dar. Frau F.________ habe erkl�rt, sie habe sich dort ca.
f�nf Minuten aufgehalten. W�hrend dieser Zeit habe sie bei der Bushaltestelle einen Mann wahrgenommen. Dieser sei bereits dort gewesen, als sie mit dem Bus angekommen sei.
Sie habe das Gef�hl gehabt, der Mann warte nicht auf den Bus, sondern auf eine Person. Auch habe er bei Ankunft des Busses "komisch" in diesen geschaut und offensichtlich nach jemandem Ausschau gehalten. Das Obergericht war der Auffassung, Frau F.________ habe diese erste Phase "grunds�tzlich glaubhaft" geschildert.
bb) Die zweite Phase betreffe das Weggehen von Frau F.________ von der Bushaltestelle sowie das "Ein- und �berholen durch den T�ter". Es gehe hier um die Beschreibung des Tatortes. Das Obergericht betonte, nach der "immer konstant" gebliebenen Kernaussage von Frau F.________ sei die Tat "auf dem Trottoir und jedenfalls zwischen der Busendstation sowie dem Wohnort des Stiefvaters geschehen".
cc) Die dritte Phase sei gekennzeichnet als Einstieg in die Tat selbst. Nach den Angaben von Frau F.________ sei diese von dem sie �berholenden Mann angehalten worden, der von ihr Geld gefordert habe. Auf ihre Entgegnung, sie habe keines, habe er zur�ckgefragt, weshalb sie kein Geld bei sich habe; auf ihr Angebot, in ihrer Tasche doch selbst nachzuschauen, habe er nur den Kopf gesch�ttelt.
Das Obergericht f�hrte aus, Frau F.________ wolle in dieser Phase den T�ter als einen Freund des Beschwerdef�hrers erkannt haben. Dabei habe sie "ihr eigentliches Ringen, ihre Unsicherheit sowie die allm�hlich gewonnene Gewissheit bez�glich der Identit�t des T�ters nachvollziehbar und �berzeugend geschildert".
dd) Die vierte Phase betreffe den t�tlichen und auf den Bauch der im achten Monat schwangeren F.________ gerichteten Angriff. Das Obergericht hielt fest, die von den beiden Angeklagten aufgezeigten - vermeintlichen wie tats�chlichen - Ungereimtheiten w�rden nicht den Kerngehalt der Aussage betreffen; sie seien nicht geeignet, Zweifel am geschilderten Tatablauf zu begr�nden. Der "�berraschend und schnell aufeinander folgende zweimalige Tritt gegen den Bauch aus n�chster N�he" sei "als Konstante immer vorhanden".
Frau F.________ habe als Zeugin von sich aus pr�zisiert, sie habe sofort ihre beiden Arme sch�tzend auf den Bauch gelegt. Der eine Tritt habe den Bauch, der andere den Arm getroffen. Das Obergericht erwog, darin sei kein Widerspruch zu den fr�her angegebenen zwei Tritten in den Bauch zu sehen, da jener Tritt, der den auf den Bauch gelegten Arm getroffen habe, auch als solcher in den Bauch habe empfunden werden k�nnen.
ee) Die letzte Phase beziehe sich auf die Flucht des T�ters und auf das Wegrennen von Frau F.________ in Richtung der Wohnung des Stiefvaters. Das Obergericht erachtete die von F.________ gegebene Darstellung auch bez�glich dieser Phase als nachvollziehbar und glaubhaft.
b) Sodann befasste sich das Obergericht mit den nicht den eigentlichen Tatablauf vom 9. Dezember 1996 betreffenden Aussagen von Frau F.________, mit den Einwendungen, welche die Angeklagten gegen die Glaubw�rdigkeit von F.________ und gegen die Glaubhaftigkeit der von ihr gemachten Angaben erhoben hatten, mit den Schilderungen der Angeklagten zum Tatabend sowie mit deren weiteren Ausf�hrungen.
Es gelangte nach eingehender W�rdigung der Beweise zum Ergebnis, der in der Anklage aufgef�hrte Sachverhalt sei erstellt, mit folgender Pr�zisierung: Es k�nne offen bleiben, ob der Beschwerdef�hrer den Angeklagten B.________ zur Tat angestiftet habe, da die Anklage eine Mitt�terschaft ohne weiteres abdecke. Das Obergericht erachtete es als erwiesen, dass sich die beiden Angeklagten im Zeitraum zwischen dem 3. und 9. Dezember 1996 entschlossen h�tten, mit Gewalteinwirkung bei F.________ eine Abtreibung zu bewirken.
4.- Der Beschwerdef�hrer bestreitet nach wie vor, dass jemand in seinem Auftrag F.________ Fusstritte in den Bauch versetzt habe, damit diese ihr ungeborenes Kind verliere. In der staatsrechtlichen Beschwerde legt er dar, weshalb seiner Ansicht nach Frau F.________ unglaubw�rdig sei, und kritisiert die vom Obergericht vorgenommene W�rdigung der Beweise.
Seine Vorbringen stellen jedoch - auch wenn wiederholt von Willk�r die Rede ist und der Vorwurf des �berspitzten Formalismus erhoben wird - zum gr�ssten Teil eine rein appellatorische Kritik an den Feststellungen des Obergerichts dar. Auf diese Kritik kann in einem staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren nicht eingetreten werden (BGE 125 I 492 E. 1b mit Hinweisen).
5.- a) Ebenso wie vor den kantonalen Instanzen wendet der Beschwerdef�hrer auch vor Bundesgericht ein, F.________ sei nicht glaubw�rdig, weil sie nachweislich gelogen habe.
Bis zum Vorliegen des Vaterschaftsgutachtens, das ihn klar als Vater des totgeborenen Kindes ausschliesse, habe sie gegen�ber den Strafverfolgungsbeh�rden stets behauptet, er sei ihr erster und einziger Sexualpartner gewesen, weshalb nur er als Vater des Kindes, mit dem sie schwanger sei, in Betracht komme. Erst als sie mit dem Ergebnis des Gutachtens konfrontiert worden sei, habe sie zugegeben, auch mit anderen M�nnern Geschlechtsverkehr gehabt zu haben.
b) Das Obergericht befasste sich in seinem Urteil vom 9. Februar 1999 eingehend mit der Frage, ob diese L�ge die Glaubw�rdigkeit von F.________ zu ersch�ttern verm�ge.
Es hielt vorab fest, es gebe Gr�nde, welche die Bedeutung der erw�hnten Falschaussage relativieren w�rden. So sei zu ber�cksichtigen, dass Frau F.________ bis zum Vorliegen des Vaterschaftsgutachtens �berzeugt gewesen sei, der Beschwerdef�hrer sei der Vater des ungeborenen Kindes. Sie habe nicht etwa auf raffinierte Weise bewusst diesen Irrglauben in die Welt gesetzt. Zudem sei F.________, die aus schwierigen sozialen Verh�ltnissen stamme, im Tatzeitpunkt erst 16-j�hrig gewesen und habe nach eigenen Angaben deshalb gelogen, weil sie Angst gehabt habe, die Polizistinnen w�rden schlecht �ber sie denken, wenn sie die Wahrheit �ber ihr Intimleben gesagt h�tte. Dieses Motiv zur L�ge erachtete das Obergericht mit R�cksicht auf die damalige Lebenssituation von F.________ als einf�hlbar.
Sodann legte es dar, dass die Zweifel, welche aufgrund dieser L�ge an der Glaubw�rdigkeit von F.________ entstehen konnten, durch Beweise und Indizien hinreichend wieder beseitigt w�rden.
aa) Das Obergericht st�tzte sich dabei zun�chst auf die vom Stiefvater und dessen Ehefrau als Zeugen zu Protokoll gegebene Schilderung, wonach F.________ am 9. Dezember 1996 um ca. 17.20 Uhr nach der von ihr behaupteten Tat bei ihnen eingetroffen sei, geweint und geschrieen habe, sie wolle ihr Kind nicht verlieren, und Schmerzen gehabt habe, weshalb sich der Stiefvater veranlasst gesehen habe, notfallm�ssig die Ambulanz zu alarmieren. Ein Motiv f�r eine falsche Darstellung seitens dieser beiden Zeugen sei nicht erkennbar.
bb) Im Weiteren sei zu ber�cksichtigen, dass die Fusstritte, welche Frau F.________ nach ihren Angaben erhalten habe, gem�ss den �rztlichen Gutachten ohne weiteres geeignet gewesen seien, die todbringende Entwicklung auszul�sen; die Gutachter h�tten keinen Hinweis auf eine Selbstbehandlung von Frau F.________ gefunden.
cc) Hinzu k�men die Indizien, welche f�r ein Tatmotiv des Beschwerdef�hrers spr�chen:
Frau F.________ habe ausgesagt, als sie dem Beschwerdef�hrer die Schwangerschaft er�ffnet habe, sei er �berrascht gewesen und habe erkl�rt, es sei zu fr�h f�r ein Kind. Sie habe "ein wenig Angst" vor dem Beschwerdef�hrer gehabt und ihn deshalb gefragt, ob sie das Kind abtreiben solle, was er bejaht habe. Sie habe ihm dann "sozusagen" versprochen, das Kind abzutreiben, sich jedoch nach der Ultraschalluntersuchung entschlossen, es nicht zu tun. Aus Angst vor der Reaktion des Beschwerdef�hrers habe sie ihm dies aber nicht gesagt. Das Obergericht erkl�rte, auch hier schildere F.________ einf�hlbar, wie der Prozess um die Abtreibungsfrage abgelaufen sei. Der Beschwerdef�hrer habe von Frau F.________ mehrmals die Vorlage des vermeintlichen Abtreibungsattests verlangt, da sie ihm gegen�ber tatsachenwidrig behauptet habe, die Abtreibung sei erfolgt. Bis zum 3. Dezember 1996 habe der Beschwerdef�hrer angenommen, Frau F.________ habe abgetrieben. Erst an diesem Tag habe er durch die Amtsvormundin die Mitteilung erhalten, F.________ sei nach wie vor schwanger, wobei er als Vater des ungeborenen Kindes angesehen werde. Gem�ss seiner Darstellung im Berufungsverfahren habe ihn diese Mitteilung "schockiert".
Das Obergericht erwog, es sei unschwer vorstellbar, dass dies keine freudige �berraschung gewesen sei. Was dann allerdings im Beschwerdef�hrer innerlich vorgegangen sei und wozu er sich in der Folge wirklich entschieden habe, dazu k�nne die Amtsvormundin nichts beitragen. Entgegen seinem Antrag bed�rfe es daher nicht der Befragung der Amtsvormundin als Zeugin zu seiner damaligen Reaktion auf ihre Mitteilung.
Das Obergericht folgerte, es liege auf der Hand, dass eine vom Beschwerdef�hrer nicht auszuschliessende und von ihm auch nicht ausgeschlossene Vaterschaft bei offenkundig unerw�nschter Mutter und nicht gew�nschtem Kind neben allf�lligen sozialen vorab finanziell unangenehme Folgen haben konnte. Es sei unbestritten, dass der Beschwerdef�hrer keine engere Beziehung zur werdenden Mutter angestrebt habe und die Beziehung vielmehr bereits beendet gewesen sei. Der Beschwerdef�hrer habe somit einen handfesten Grund gehabt, eine solche Tat wie eingeklagt zu begehen oder zu veranlassen.
Ein gewichtiges Indiz f�r diese Annahme sei auch darin zu erblicken, dass der Beschwerdef�hrer mit Frau F.________, auf sein Betreiben hin und angeblich um mit ihr �ber die Schwangerschaft zu sprechen, am 8. Dezember 1996 ein Treffen auf den 9. Dezember 1996, 17.00 Uhr, bei der Endstation der Buslinie A in Z�rich vereinbart habe, und ausgerechnet zu diesem wichtigen Treffen nicht bzw. erst eine Stunde nach dem abgemachten Termin erschienen sei. W�hrend er ausgeblieben sei, sei F.________ fristgerecht am Treffpunkt erschienen und gem�ss ihrer grunds�tzlich glaubhaften Schilderung von einem bereits vor Ort wartenden Mann angegriffen worden.
Den T�ter habe Frau F.________ beschrieben und identifiziert, wobei sich herausgestellt habe, dass es sich um einen Kollegen des Beschwerdef�hrers gehandelt habe. Das Obergericht gelangte zum Schluss, ein "solch auff�lliges Zusammentreffen von Querverbindungen sowie von �bereinstimmungen, ein derartiges Ineinandergreifen in zeitlicher, �rtlicher, personeller sowie insbesondere auch motivlicher Art" k�nne "unm�glich auf Zuf�llen beruhen" und sei "mit Sicherheit auch nicht der Fantasie" von Frau F.________ entsprungen.
c) Die �berlegungen, mit denen das Obergericht die Glaubw�rdigkeit von F.________ und die grunds�tzliche Glaubhaftigkeit ihrer Darstellung des Tatgeschehens vom 9. Dezember 1996 bejahte, lassen sich mit guten Gr�nden vertreten.
Der Beschwerdef�hrer bringt nichts vor, was geeignet w�re, die oben (E. 3a u. 5b) angef�hrten Feststellungen der kantonalen Instanz als willk�rlich erscheinen zu lassen. Er macht geltend, wesentlich sei, dass nicht jede einzelne Argumentation des Obergerichts f�r sich allein genommmen den Vorwurf der Willk�r zu begr�nden verm�ge; vielmehr sei es die Summe der konsequent zugunsten von F.________ einerseits und zu seinen Ungunsten anderseits gerichteten Argumentation, welche die Beweisw�rdigung als Ganzes willk�rlich erscheinen lasse. Wo immer auch eine Interpretation des vorhandenen Beweismaterials zu seinen Gunsten m�glich gewesen w�re, sei dies unterlassen worden. Diese R�gen sind unzutreffend.
Das Obergericht hat sowohl die Aussagen von Frau F.________ als auch die dagegen erhobenen Einwendungen des Beschwerdef�hrers sowie dessen Darstellung des Sachverhaltes ausf�hrlich analysiert und eingehend gepr�ft. Wenn es zum Schluss gelangte, die Vorbringen des Beschwerdef�hrers verm�chten die im Kerngehalt immer konstant gebliebene Darstellung der Zeugin F.________ nicht zu entkr�ften, hat es die Beweise nicht einseitig und nicht mit fehlender Objektivit�t gew�rdigt. Es konnte ohne Willk�r annehmen, es sei erstellt, dass sich die beiden Angeklagten im Zeitraum zwischen dem 3. und 9. Dezember 1996 entschlossen h�tten, mit Gewalteinwirkung bei F.________ eine Abtreibung zu bewirken. Bei objektiver W�rdigung des ganzen Beweisergebnisses blieben auch keine offensichtlich erheblichen und schlechterdings nicht zu unterdr�ckenden Zweifel an der Schuld des Beschwerdef�hrers bestehen. Das Kassationsgericht hat im angefochtenen Entscheid mit Recht eine willk�rliche Beweisw�rdigung des Obergerichts verneint. Es verletzte daher weder Art. 9 BV noch verfiel es in �berspitzten Formalismus, wenn es die vom Beschwerdef�hrer gegen das obergerichtliche Urteil eingereichte Nichtigkeitsbeschwerde abwies, soweit es darauf �berhaupt eintreten konnte.
6.- Entsprechend dem Ausgang des bundesgerichtlichen Verfahrens sind die Kosten dem Beschwerdef�hrer aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 1 OG). Ein Anspruch auf eine Parteientsch�digung besteht nicht (Art. 159 OG).
3.- Dieses Urteil wird den Parteien sowie der Staatsanwaltschaft, dem Obergericht, II. Strafkammer, und dem Kassationsgericht des Kantons Z�rich schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 119
in dubio
 Art. 9
 Art. 9
 Art. 4
in dubio
 Art. 311
 Art. 368
 Art. 9