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Timestamp: 2020-07-13 15:42:18+00:00

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HENSCHE Arbeitsrecht: Aktuelles Arbeitsrecht 2014: Arbeitsgerichtliche Rechtsprechung, Urteile, Beschlüsse
Ak­tu­el­les Ar­beits­recht 2014: Ar­beits­ge­richt­li­che Recht­spre­chung, Ur­tei­le, Be­schlüs­se
Auf die­ser Sei­te fin­den Sie ak­tu­el­le Be­wer­tun­gen ar­beits­recht­li­cher Ent­schei­dun­gen deut­scher Ge­rich­te, ins­be­son­de­re des Bun­des­ar­beits­ge­richts (BAG) und der Lan­des­ar­beits­ge­rich­te (LAGs), aus dem Jahr 2014.
Bei­trä­ge zum The­ma "Recht­spre­chung" aus an­de­ren Jah­ren fin­den Sie un­ter Ar­beits­recht 2019, Ar­beits­recht 2018, Ar­beits­recht 2017, Ar­beits­recht 2016, Ar­beits­recht 2015, Ar­beits­recht 2013, Ar­beits­recht 2012, Ar­beits­recht 2011, Ar­beits­recht 2010, Ar­beits­recht 2009, Ar­beits­recht 2008, Ar­beits­recht 2007, Ar­beits­recht 2006, Ar­beits­recht 2005, Ar­beits­recht 2004, Ar­beits­recht 2003, Ar­beits­recht 2002 und un­ter Ar­beits­recht 2001.
14/404 Ausnahmen vom Verbot der Sonntagsarbeit
13.12.2014. Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt (BVerwG) hat ei­ni­ge hes­si­sche Aus­nah­me­re­ge­lun­gen vom Ver­bot der Sonn­tags­ar­beit für un­wirk­sam erklärt und die Sonn­tags­ru­he da­mit gestärkt: BVerwG, Ur­teil vom 26.11.2014, 6 CN 1.13.
14/402 Verwirkung von Ansprüchen wegen Mobbings
11.12.2014. Ansprüche auf Schmer­zens­geld we­gen Mob­bings können in­fol­ge von Zeit­ab­lauf ver­wir­ken, doch genügt da­zu nicht schon durch länge­re Untätig­keit des Be­trof­fe­nen: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 11.12.2014, 8 AZR 838/13.
14/399 Einigungsstelle zur Aufstellung eines Sozialplans
09.12.2014. Für die So­zi­al­plan­pflicht ei­nes Un­ter­neh­mens kommt es auf Ar­beit­neh­mer­an­zahl zu dem Zeit­punkt an, in dem der Ar­beit­ge­ber den Ent­schluss fasst, ei­ne Be­triebsände­rung durch­zuführen:Lan­des­ar­beits­ge­richt Köln, Be­schluss vom 05.06.2014, 7 TaBV 27/14.
08.12.2014. Die Nicht­be­fol­gung ei­ner für den Ar­beit­neh­mer un­zu­mut­ba­ren und da­her recht­lich un­wirk­sa­men Ver­set­zung ist kei­ne Ar­beits­ver­wei­ge­rung und be­rech­tigt nicht zur Kündi­gung: Lan­des­ar­beits­ge­richt Köln, Ur­teil vom 28.08.2014, 6 Sa 423/14.
14/395 Annahmeverzug trotz Einsatzverbot
04.12.2014. Un­ter­sagt ei­ne Behörde ei­nem Si­cher­heits­un­ter­neh­men den Ein­satz ei­nes Ar­beit­neh­mers, be­fin­det sich das Un­ter­neh­men im An­nah­me­ver­zug und muss den Lohn trotz des Ar­beits­aus­falls zah­len: Lan­des­ar­beits­ge­richt Ber­lin-Bran­den­burg, Ur­teil vom 29.10.2014, 17 Sa 285/14 (Pres­se­mel­dung des Ge­richts).
01.12.2014. Lau­sit­zer Rechts­an­walt muss dem Job­cen­ter für die wu­che­risch ge­rin­ge Be­zah­lung zwei­er Büro­hilfs­kräfte Auf­sto­ckungs­leis­tun­gen er­stat­ten: Lan­des­ar­beits­ge­richt Ber­lin-Bran­den­burg, Ur­tei­le vom 07.11.2014, 6 Sa 1148/14 und 6 Sa 1149/14 (Pres­se­mel­dung des Ge­richts).
14/388 Kündigung durch kirchliche Arbeitgeber aus sittlich-moralischen Gründen
25.11.2014. Karls­ru­he kas­siert ein Ur­teil des Bun­des­ar­beits­ge­richts, das die Kündi­gung ei­nes ka­tho­li­schen Chef­arz­tes we­gen Wie­der­ver­hei­ra­tung für un­wirk­sam erklärt hat­te: Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt, Be­schluss vom 22.10.2014, 2 BvR 661/12.
24.11.2014. Ist der Ar­beit­ge­ber an die Ta­rif­verträge ver­schie­de­ner Ge­werk­schaf­ten ge­bun­den, kann er zur Fra­ge nach der Ge­werk­schafts­mit­glied­schaft be­rech­tigt sein: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 18.11.2014, 1 AZR 257/13.
17.11.2014. Ein al­ko­hol­kran­ker Be­rufs­kraft­fah­rer, der un­ter Al­ko­hol­ein­fluss bei der Ar­beit ei­nen Un­fall ver­ur­sacht, kann im All­ge­mei­nen aus die­sem Grund nicht ver­hal­tens­be­ding­te gekündigt wer­den: Lan­des­ar­beits­ge­richt Ber­lin-Bran­den­burg, Ur­teil vom 12.08.2014, 7 Sa 852/14 (Pres­se­mel­dung).
14/378 Klage wahrt Ausschlussfrist gemäß § 167 ZPO
14.11.2014. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt (LAG) Düssel­dorf hat ent­schie­den, dass außer­ge­richt­li­che Aus­schluss­fris­ten durch recht­zei­ti­ge Kla­gein­rei­chung ge­wahrt wer­den, wenn die Kla­ge zügig zu­ge­stellt wird: LAG Düssel­dorf, Ur­teil vom 12.09.2014, 10 Sa 1329/13.
14/375 Kürzung des Urlaubs während der Elternzeit
11.11.2014. Nach An­sicht des Lan­des­ar­beits­ge­richts (LAG) Nie­der­sach­sen kann der Ar­beit­ge­ber auch dann noch den Ur­laub für die El­tern­zeit­mo­na­te kürzen, wenn das Ar­beits­verhält­nis be­reits be­en­det ist: LAG Nie­der­sach­sen, Ur­teil vom 16.09.2014, 15 Sa 533/14.
07.11.2014. Auch Ta­rif­verträge können nicht wirk­sam an­ord­nen, dass der ge­setz­li­che Min­des­t­ur­laub von vier Wo­chen in­fol­ge ei­ner Er­kran­kung des Ar­beit­neh­mers zum Jah­res­en­de verfällt, d.h. nicht über­tra­gen wird: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 05.08.2014, 9 AZR 77/13.
14/360 Betriebsrentenanpassung und Verwirkung
27.10.2014. Wer ei­ne Be­triebs­ren­ten­an­pas­sung als un­zu­rei­chend be­an­stan­det, muss die­se Rüge vor dem nächs­ten An­pas­sungs­stich­tag dem Ar­beit­ge­ber über­mit­teln, d.h. ei­ne recht­zei­ti­ge Kla­gein­rei­chung genügt nicht: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 21.10.2014, 3 AZR 690/12.
14/338 Gleichbehandlung bei der Dienstkleidung
04.10.2014. Die Pflicht zum Tra­gen von Cock­pitmützen nur für männ­li­che Luft­hans­a­pi­lo­ten verstößt ge­gen den be­triebs­ver­fas­sungs­recht­li­chen Gleich­be­hand­lungs­grund­satz: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 30.09.2014, 1 AZR 1083/12.
14/330 Diskriminierung von Frauen bei der Bewerbung
26.09.2014. Wird ei­ne Be­wer­be­rin we­gen ih­res Kin­des nicht ein­ge­stellt, be­legt das noch kei­ne mit­tel­ba­re Dis­kri­mi­nie­rung we­gen des Ge­schlechts, auch wenn sta­tis­tisch we­ni­ger Mütter als Väter in Teil­zeit ar­bei­ten: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 18.09.2014, 8 AZR 753/13.
14/328 Schwerbehinderung im Bewerbungsverfahren
25.09.2014. Schwer­be­hin­der­te Stel­len­be­wer­ber sind im ei­ge­nen In­ter­es­se ge­hal­ten, auf ih­re Schwer­be­hin­de­rung im Be­wer­bungs­schrei­ben oder im Le­bens­lauf hin­zu­wei­sen: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 18.09.2014, 8 AZR 759/13.
14/326 Kopftuch am Arbeitsplatz
24.09.2014. Christ­li­che Ar­beit­ge­ber, d.h. Ein­rich­tun­gen der evan­ge­li­schen Dia­ko­nie und der ka­tho­li­schen Ca­ri­tas, können mos­le­mi­schen Ar­beit­neh­me­rin­nen das Tra­gen ei­nes Kopf­tuchs ver­bie­ten: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 24.09.2014, 5 AZR 611/12.
18.09.2014. Die Verlänge­rung der ge­setz­li­chen Kündi­gungs­fris­ten je nach der Dau­er der Be­triebs­zu­gehörig­keit begüns­tigt mit­tel­bar älte­re Ar­beit­neh­mer, ist aber kei­ne ver­bo­te­ne Al­ters­dis­kri­mi­nie­rung: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 18.09.2014, 6 AZR 636/13.
14/317 Anrechnung von Zwischenverdienst nach Kündigung
17.09.2014. Wer vom Ar­beit­ge­ber An­nah­me­ver­zugs­lohn ver­langt, muss sei­nen Zwi­schen­ver­dienst für die Ge­samt­dau­er des An­nah­me­ver­zugs of­fen­le­gen. Da­zu gehören auch Ein­nah­men als Band­mu­si­ker: Ar­beits­ge­richt Aa­chen, Ur­teil vom 13.02.2014, 8 Ca 128/12 d.
14/311 Abordnung und Versetzung von Wachleuten im Bundesdienst
12.09.2014. Wach­mann der Sta­si­un­ter­la­gen­behörde wehrt sich ver­geb­lich ge­gen sei­ne Ab­ord­nung zum Bun­des­ver­wal­tungs­amt: Lan­des­ar­beits­ge­richt Ber­lin-Bran­den­burg, Ur­teil vom 10.09.2014, 15 Sa­Ga 1468/14.
14/310 Kündigungsschutzklage gegen den falschen Beklagten
11.09.2014. Er­gibt sich aus In­halt und An­la­gen ei­ner Kündi­gungs­schutz­kla­ge, dass ei­ne fal­sche Par­tei als Be­klag­ter ge­nannt wird und wer der rich­ti­ge Be­klag­te ist, muss das Ge­richt die Kla­ge an die­sen zu­stel­len: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 20.02.2014, 2 AZR 248/13.
14/298 Betriebsübergang bei der Arbeitsverwaltung
29.08.2014. Ar­beits­ver­mitt­lung funk­tio­niert auch oh­ne ho­heit­li­che Be­fug­nis­se. Wer­den Ar­beits­ver­mitt­ler­teams von ei­nem neu­en öffent­li­chen Ar­beit­ge­ber über­nom­men, kann da­her ein Be­triebsüber­gang vor­lie­gen: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 22.05.2014, 8 AZR 1069/12.
19.08.2014. Bei der außer­or­dent­li­chen Kündi­gung ei­nes unkünd­ba­ren Ar­beit­neh­mers ist manch­mal ei­ne Aus­lauf­frist zu gewähren. Das gilt aber nicht bei außer­or­dent­li­chen ver­hal­tens­be­ding­ten Kündi­gun­gen ei­nes Unkünd­ba­ren: Lan­des­ar­beits­ge­richt Ba­den-Würt­tem­berg, Ur­teil vom 25.06.2014, 4 Sa 35/14.
13.08.2014. Häufi­ge Kurz­er­kran­kun­gen können ein wich­ti­ger Grund für ei­ne außer­or­dent­li­che Kündi­gung sein und da­mit unkünd­ba­re Ar­beit­neh­mer tref­fen. Das al­ler­dings nur in ex­tre­men Aus­nah­mefällen: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 23.01.2014, 2 AZR 582/13.
14/268 Kündigungsfristen gemäß Arbeitsvertrag und nach dem BGB
28.07.2014. Sechs Mo­na­te Kündi­gungs­frist bei zwei fes­ten End­ter­mi­nen pro Jahr (En­de Ju­ni oder De­zem­ber) gemäß Ar­beits­ver­trag sind bes­ser als sie­ben Mo­na­te Kündi­gungs­frist zum Mo­nats­en­de gemäß § 622 Abs.2 BGB: LAG Ber­lin-Bran­den­burg, Ur­teil vom 05.03.2014, 15 Sa 1552/13.
25.07.2014. Das Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) hat Leih­ar­beit­neh­mern bei Equal-pay-Kla­gen den Nach­weis des Ver­gleichs­lohns er­leich­tert, den Stamm­kräfte in ausländi­schen Be­trie­ben er­hal­ten: BAG, Ur­teil vom 28.05.2014, 5 AZR 422/12.
24.07.2014. Muss der Ar­beit­ge­ber kri­mi­nel­les Ver­hal­ten des Ar­beit­neh­mers befürch­ten, führt die Zurück­wei­sung der Ar­beits­leis­tung nach ei­ner un­wirk­sa­men Kündi­gung nicht zum An­nah­me­ver­zug: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 16.04.2014, 5 AZR 736/11.
14/260 Vertragsstrafe für Vertragsbeendigung ohne Einhaltung der Kündigungsfrist
22.07.2014. Ei­ne Ver­trags­stra­fe für die "Be­en­di­gung" des Ver­trags oh­ne Ein­hal­tung der Kündi­gungs­frist er­fasst nicht die ver­trags­wid­ri­ge Leis­tungs­ver­wei­ge­rung, so das Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) in ei­nem ak­tu­el­len Fall: BAG, Ur­teil vom 23.01.2014, 8 AZR 130/13.
21.07.2014. Setzt ein ta­rif­ver­trag­lich ge­re­gel­tes Ju­biläums­geld die "Voll­endung" ei­ner be­stimm­ten Beschäfti­gungs­zeit vor­aus, muss das Ar­beits­verhält­nis nicht darüber hin­aus fort­be­ste­hen: BAG, Ur­teil vom 09.04.2014, 10 AZR 635/13.
14/254 Hamburger Jobcenter vs. Inge Hannemann
18.07.2014. Die be­kann­te Hartz-IV-Kri­ti­ke­rin In­ge Han­ne­mann wird künf­tig nicht mehr im Ham­bur­ger Job­cen­ter ar­bei­ten. Ih­ren Eil­an­trag ge­gen Ver­set­zung zum In­te­gra­ti­ons­amt hat das Ar­beits­ge­richt Ham­burg ges­tern zurück­ge­wie­sen: Ar­beits­ge­richt Ham­burg, Ur­teil vom 17.07.2014, 13 Ga 5/14 (Pres­se­mel­dung vom 17.07.2014).
17.07.2014. In vie­len Ta­rif­verträgen sind be­son­de­re Zu­la­gen für schwe­re, un­an­ge­neh­me oder gefähr­li­che Ar­bei­ten vor­ge­se­hen. Ges­tern hat das Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) ent­schie­den, dass Ar­beit­neh­mer des Kampf­mit­tel­be­sei­ti­gungs­diens­tes ei­ne für die Entschärfung von Bom­ben vor­ge­se­he­ne Son­der­zah­lung nicht ver­lan­gen können, wenn sie Bom­ben spren­gen: BAG, Ur­teil vom 16.07.2014, 10 AZR 698/13.
10.07.2014. Das All­ge­mei­ne Gleich­be­hand­lungs­ge­setz (AGG) schützt Ar­beit­neh­mer u.a. vor Dis­kri­mi­nie­run­gen we­gen des Al­ters. Bei der Zu­wei­sung von Ar­beits­auf­ga­ben darf der Ar­beit­ge­ber da­her jun­gen oder ren­ten­na­hen Ar­beit­neh­mern nicht al­lein we­gen ih­res Al­ters ver­ant­wor­tungs­vol­le Auf­ga­ben vor­ent­hal­ten. Verstößt der Ar­beit­ge­ber ge­gen die­se ge­setz­li­che Pflicht, steht dem Ar­beit­neh­mer gemäß § 15 Abs.2 AGG ei­ne Gel­dentschädi­gung zu. Die­ser An­spruch be­steht nor­ma­ler­wei­se ge­genüber dem Ar­beit­ge­ber, aus­nahms­wei­se aber auch ge­genüber ei­ner an­de­ren wei­sungs­be­rech­tig­ten Per­son: Lan­des­ar­beits­ge­richt Düssel­dorf, Ur­teil vom 04.07.2014, 10 Sa 101/14.
14/236 Wiederholungskündigung und Betriebsratsanhörung
03.07.2014. Hört der Ar­beit­ge­ber den Be­triebs­rat vor ei­ner Kündi­gung nicht an, ist die Kündi­gung un­wirk­sam. Auch nach ei­ner for­mell un­wirk­sa­men Kündi­gung, die dem Ar­beit­neh­mer zu­ge­gan­gen ist, muss der Ar­beit­ge­ber da­her ei­ne er­neu­te Anhörung des Be­triebs­rats durchführen, be­vor er ei­ne wei­te­re, dies­mal for­mal kor­rek­te Kündi­gung nach­schie­ben kann: Lan­des­ar­beits­ge­richt Schles­wig-Hol­stein, Ur­teil vom 03.05.2014, 6 Sa 354/13.
14/228 Körpergröße als Einstellungsvoraussetzung diskriminiert Frauen
27.06.2014. Frau­en sind im Durch­schnitt klei­ner als Männer und wer­den da­her we­gen ih­res Ge­schlechts dis­kri­mi­niert, wenn der Ar­beit­ge­ber bei der Ein­stel­lung ei­ne körper­li­che Min­dest­größe ver­langt. Trotz­dem sind Kla­gen auf Gel­dentschädi­gung in sol­chen Fällen nicht im­mer er­folg­reich: Lan­des­ar­beits­ge­richt Köln, Ur­teil vom 25.06.2014, 5 Sa 75/14.
14/227 Entfristungsanspruch für den Betriebsrat?
26.06.2014. En­de 2012 be­rich­te­ten wir über ein Ur­teil des Lan­des­ar­beits­ge­richts (LAG) Nie­der­sach­sen, mit dem das LAG ent­schie­den hat, dass Ar­beits­verträge auch dann wirk­sam be­fris­tet wer­den können, wenn der Ar­beit­neh­mer während der Ver­trags­lauf­zeit in den Be­triebs­rat gewählt wird. Ges­tern hat das Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) die Klag­ab­wei­sung durch das LAG ab­ge­seg­net: BAG, Ur­teil vom 25.06.2014, 7 AZR 847/12.
14/220 Gleichbehandlung bei Betriebsrenten
19.06.2014. Die un­ter­schied­li­che Be­hand­lung von Ar­bei­tern und An­ge­stell­ten bei Kündi­gungs­fris­ten oder fi­nan­zi­el­len Son­der­leis­tun­gen gehört der Ver­gan­gen­heit an. Trotz­dem muss die Be­triebs­ren­te für Ar­bei­ter und An­ge­stell­te nicht in der­sel­ben Wei­se be­rech­net wer­den, wenn die Be­rech­nungs­grund­la­gen, nämlich die der Ren­te zu­grun­de­lie­gen­den Vergütungs­be­stand­tei­le, bei Ar­bei­tern und An­ge­stell­ten un­ter­schied­lich sind: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 17.06.2014, 3 AZR 757/12.
14/210 Diskriminierung durch kirchliche Arbeitgeber
11.06.2014. An­fang des Jah­res ver­ur­teil­te das Ar­beits­ge­richt Ber­lin ei­ne dia­ko­ni­sche Ein­rich­tung zur Gel­dentschädi­gung we­gen re­li­gi­ons­be­ding­ter Dis­kri­mi­nie­rung, weil sie ei­ne Re­fe­ren­ten­stel­le nur an christ­li­che Be­wer­ber ver­ge­ben woll­te. Letz­te Wo­che ent­schied das Lan­des­ar­beits­ge­richt (LAG) Ber­lin-Bran­den­burg an­ders­her­um und wies die Kla­ge ab, weil kirch­li­che Ar­beit­ge­ber die Be­set­zung von Re­fe­ren­ten­stel­len von der Zu­gehörig­keit zu ei­ner christ­li­chen Kir­che abhängig ma­chen können: LAG Ber­lin-Bran­den­burg, Ur­teil vom 28.05.2014, 4 Sa 157/14 und 4 Sa 238/14.
14/208 Insolvenzanfechtung von Arbeitslohn verfassungsgemäß
10.06.2014. Der In­sol­venz­ver­wal­ter kann Lohn­zah­lun­gen, die der Ar­beit­neh­mer noch kurz vor der In­sol­venz des Ar­beit­ge­bers er­hal­ten hat, nach der In­sol­venz­ord­nung (In­sO) her­aus­ver­lan­gen, wenn ein Fall der sog. In­sol­venz­an­fech­tung vor­liegt. Da der Ar­beit­neh­mer ge­gen die­sen Lohn­aus­fall nicht im­mer durch das In­sol­venz­geld ab­ge­si­chert ist, fragt sich, ob § 131 Abs.1 In­sO ver­fas­sungs­gemäß ist. Ja, so das Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) in ei­ner ak­tu­el­len Ent­schei­dung: BAG, Ur­teil vom 27.02.2014, 6 AZR 367/13.
07.06.2014. Spricht der Ar­beit­ge­ber ei­ne Ände­rungskündi­gung aus und hat der Ar­beit­neh­mer Kündi­gungs­schutz nach dem Kündi­gungs­schutz­ge­setz (KSchG), darf die vom Ar­beit­ge­ber gewünsch­te Ver­schlech­te­rung der Ar­beits­be­din­gun­gen nicht über das not­wen­di­ge Maß hin­aus­ge­hen, d.h. der Ar­beit­ge­ber muss die am we­nigs­ten "schmerz­haf­te" Ver­tragsände­rung vor­schla­gen. Hier­zu hat das Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) vor kur­zem ent­schie­den, dass die Hal­bie­rung der Ar­beits­zeit bei glei­chem St­un­den­lohn we­ni­ger be­las­tend ist als ei­ne Lohn­ab­sen­kung bei gleich­blei­ben­der Ar­beits­zeit: BAG, Ur­teil vom 10.04.2014, 2 AZR 812/12.
14/200 Befristung nach Arbeitgeberwechsel als Missbrauch
03.06.2014. Die im­mer er­neu­te Be­fris­tung ei­nes Ar­beits­verhält­nis­ses kann miss­bräuch­lich und da­mit un­wirk­sam sein, wenn es der Ar­beit­ge­ber aus Ei­gen­nutz zu­las­ten des Ar­beit­neh­mers über­treibt. Ei­ne miss­bräuch­li­che Aus­nut­zung der ge­setz­li­chen Be­fris­tungsmöglich­kei­ten liegt ty­pi­scher­wei­se bei lan­gen Be­fris­tungs­ket­ten in dem­sel­ben Ar­beits­verhält­nis vor. Sie kann aber auch ge­ge­ben sein, wenn sich ver­schie­de­ne Ar­beit­ge­ber in der Ar­beit­ge­ber­rol­le ab­wech­seln, um auf die­se Wei­se im­mer wie­der ei­ne (auf den ers­ten Blick le­ga­le) be­fris­te­te Neu­ein­stel­lung vor­neh­men zu können. In ei­nem ak­tu­el­len Ur­teil hat das Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) deut­lich ge­macht, dass die Miss­brauchs­kon­trol­le in Fällen ei­nes Ar­beit­ge­ber­tauschs nicht all­zu streng be­trie­ben wer­den soll­te: BAG, Ur­teil vom 19.03.2014, 7 AZR 527/12.
14/197 Personalvermittler sind zur Verschwiegenheit verpflichtet
30.05.2014: Per­so­nal­ver­mitt­ler dürfen AGG-Verstöße ih­rer Auf­trag­ge­ber nicht aus­plau­dern: Ober­lan­des­ge­richt Frank­furt, Ur­teil vom 08.05.2014, 16 U 175/13.
27.05.2014. Von ta­rif­lich fest­ge­leg­ten Leis­tun­gen pro­fi­tie­ren meist nicht nur Ge­werk­schafts­mit­glie­der, son­dern auch Außen­sei­ter, weil Ar­beit­ge­ber bei der An­wen­dung von Ta­rif­verträgen meist nicht da­nach un­ter­schei­den, wer in der Ge­werk­schaft ist und wer nicht. Zu ei­ner sol­chen Dif­fe­ren­zie­rung bei der Ta­rif­an­wen­dung zu­guns­ten von Ge­werk­schafts­mit­glie­dern können Ar­beit­ge­ber auch nicht per Ta­rif­ver­trag ge­zwun­gen wer­den. Sie können aber "frei­wil­lig" et­was dafür tun, dass Son­der­zah­lun­gen wie ei­ne Er­ho­lungs­bei­hil­fe von 200,00 EUR al­lein Ge­werk­schafts­mit­glie­dern zu­gu­te kom­men: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 21.05.2014, 4 AZR 50/13.
14/189 Frist bei Entschädigung für Diskriminierung
26.05.2014. Wer sich im Be­rufs­le­ben dis­kri­mi­niert sieht, z.B. beim Be­wer­bungs­ver­fah­ren, muss sei­ne Ansprüche auf Gel­dentschädi­gung in­ner­halb von zwei Mo­na­ten ab Kennt­nis der Dis­kri­mi­nie­rung schrift­lich gel­tend ma­chen. Vor ei­ni­gen Ta­gen hat das Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) ent­schie­den, dass schon die recht­zei­ti­ge Ein­rei­chung ei­ner Kla­ge bei Ge­richt die Frist wahrt: BAG, Ur­teil vom 22.05.2014, 8 AZR 662/13.
19.05.2014. Für den Aus­spruch ei­ner außer­or­dent­li­chen Kündi­gung ha­ben Ar­beit­ge­ber ab Kennt­nis des Kündi­gungs­grun­des nur zwei Wo­chen Zeit. Be­steht der Kündi­gungs­grund in ei­ner (mögli­chen) Straf­tat, können Ar­beit­ge­ber trotz der ge­setz­li­chen Zwei­wo­chen­frist den Aus­gang ei­nes Straf­ver­fah­rens ab­war­ten, um auf die­se Wei­se ge­naue­re In­for­ma­tio­nen über den Kündi­gungs­sach­ver­halt zu ge­win­nen. In ei­nem ak­tu­el­len Ur­teil hat das Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) ent­schie­den, dass der Ar­beit­ge­ber auch den Aus­gang ei­nes be­am­ten­recht­li­chen Dis­zi­pli­nar­ver­fah­rens ab­war­ten kann, be­vor er außer­or­dent­lich kündigt: BAG, Ur­teil vom 26.09.2013, 2 AZR 741/12.
15.05.2014. Wer vom Ar­beit­ge­ber ei­ne Kündi­gung er­hal­ten hat und Kündi­gungs­schutz­kla­ge er­he­ben will, hat da­zu nur drei Wo­chen Zeit, ge­rech­net ab dem Zu­gang der Kündi­gung. Wie das Lan­des­ar­beits­ge­richt (LAG) Schles­wig-Hol­stein ent­schie­den hat, geht ei­ne Kündi­gung auch dann durch Ein­wurf in den Haus­brief­kas­ten des Ar­beit­neh­mers zu (so dass die Drei­wo­chen­frist ab die­sem Zeit­punkt läuft), wenn der Ar­beit­neh­mer im Gefäng­nis sitzt: LAG Schles­wig-Hol­stein, Ur­teil vom 19.03.2014, 6 Sa 297/13.
14/176 Betriebsrat hat Anspruch auf Fachzeitschrift
14.05.2014. Der Be­triebs­rat hat er ei­nen An­spruch dar­auf, dass ihm der Ar­beit­ge­ber "in er­for­der­li­chem Um­fang" Sach­mit­tel und In­for­ma­ti­ons­tech­nik zur Verfügung stellt. Da­zu gehört auch ein Abon­ne­ment ei­ner ju­ris­ti­schen Fach­zeit­schrift: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Be­schluss vom 19.03.2014, 7 AZN 91/13.
13.05.2014. Zwei­felt der Ar­beit­ge­ber da­her an der Wirk­sam­keit ei­ner von ihm erklärten Kündi­gung, ist er meist gut be­ra­ten, wenn er wei­te­re Kündi­gun­gen aus­spricht. Die­sem "Nach­schie­ben von Kündi­gun­gen" sind al­ler­dings Gren­zen ge­setzt, wie das Lan­des­ar­beits­ge­richt (LAG) Rhein­land-Pfalz in ei­ner ak­tu­el­len Ent­schei­dung klar­ge­stellt hat: LAG Rhein­land-Pfalz, Ur­teil vom 24.01.2014, 1 Sa 451/13
12.05.2014. Plant der Ar­beit­ge­ber, sei­nen Be­trieb auf ei­nen Er­wer­ber zu über­tra­gen, müssen die Ar­beit­neh­mer über den be­vor­ste­hen­den Be­triebsüber­gang sehr ausführ­lich in­for­miert wer­den. In ei­nem ak­tu­el­len Ur­teil hat das Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) die­se Un­ter­rich­tungs­pflicht verschärft: Ist das er­wer­ben­de Un­ter­neh­men neu ge­gründet und da­her von der Pflicht, bei Be­triebsände­run­gen ei­nen So­zi­al­plan ab­sch­ließen zu müssen, gemäß § 112a Abs.2 Be­triebs­ver­fas­sungs­ge­setz (Be­trVG) be­freit, muss dar­auf im Un­ter­rich­tungs­schrei­ben hin­ge­wie­sen wer­den: BAG, Ur­teil vom 14.11.2013, 8 AZR 824/12.
09.05.2014. Ar­beit­neh­mer können nach Er­halt ei­ner Kündi­gung nicht vor­ab oh­ne Ge­gen­leis­tung auf ei­ne Kündi­gungs­schutz­kla­ge ver­zich­ten, wenn die Ver­zichts­erklärung in All­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen (AGB) des Ar­beit­ge­bers ent­hal­ten ist. Aber ist ein Zeug­nis mit der No­te "gut" be­reits ei­ne aus­rei­chen­de Ge­gen­leis­tung? Das Lan­des­ar­beits­ge­richt (LAG) Nie­der­sach­sen meint ja: LAG Nie­der­sach­sen, Ur­teil vom 27.03.2014 5 Sa 1099/13.
14/167 Urlaubsabgeltung und ruhendes Arbeitsverhältnis
08.05.2014. Ih­ren ge­setz­li­chen Min­des­t­ur­laub von vier Wo­chen pro Ka­len­der­jahr er­wer­ben Ar­beit­neh­mer auch bei ei­ner un­be­zahl­ten Frei­stel­lung, d.h. für die Dau­er ei­nes un­be­zahl­ten Son­der­ur­laubs: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 06.05.2014, 9 AZR 678/12.
07.05.2014. Wer sein Ar­beits­verhält­nis durch ei­nen Auf­he­bungs­ver­trag be­en­det, ver­liert da­durch zwar sei­nen An­spruch auf Ar­beits­lo­sen­geld nicht vollständig, aber im­mer­hin für die Dau­er ei­ner Sperr­zeit bzw. Sperr­frist. Aus­nahms­wei­se tritt ei­ne Sperr­zeit nicht ein, nämlich dann, wenn der Ar­beit­neh­mer ei­nen "wich­ti­gen Grund" für die Be­en­di­gung des Ar­beits­verhält­nis­ses hat. Ein wich­ti­ger Grund liegt aber nicht schon dar­in, dass der Ar­beit­ge­ber in größerem Um­fang Per­so­nal ab­bau­en möch­te und Mit­ar­bei­ter da­zu be­drängt, ei­nem Auf­he­bungs­ver­trag zu­zu­stim­men: So­zi­al­ge­richt Darm­stadt, Ur­teil vom 16.12.2013, S 1 AL 419/10.
06.05.2014. Mahnt der Ar­beit­ge­ber ein Be­triebs­rats­mit­glied ab we­gen ei­nes Ver­hal­tens, das im Zu­sam­men­hang mit sei­ner Tätig­keit als Be­triebs­rat steht, schießt er da­mit mit­tel­bar auch auf den Be­triebs­rat. Der Be­triebs­rat als Gre­mi­um kann ge­gen ei­ne sol­che Ab­mah­nung ei­nes sei­ner Mit­glie­der ge­richt­lich aber nicht vor­ge­hen: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Be­schluss vom 04.12.2013, 7 ABR 7/12.
14/160 Note im Arbeitszeugnis: Was ist Durchschnitt?
05.05.2014. Nach An­sicht des Lan­des­ar­beits­ge­richts (LAG) Ber­lin-Bran­den­burg muss ein Ar­beits­zeug­nis mit der No­te "gut" als durch­schnitt­lich gel­ten, weil Ar­beits­zeug­nis­se zu über 80 Pro­zent ei­ne No­te "sehr gut" oder "gut" ent­hal­ten, d.h. ei­ne nur be­frie­di­gen­de Leis­tungs­be­ur­tei­lung ist ei­ne sel­te­ne Aus­nah­me ge­wor­den. Da­her gab das LAG ei­ner Arzt­hel­fe­rin Recht, die oh­ne wei­te­re Be­gründung ei­ne Auf­bes­se­rung ih­rer Zeug­nis­no­te von "be­frie­di­gend" auf "gut" ver­lang­te: LAG Ber­lin-Bran­den­burg, Ur­teil vom 21.03.2013, 18 Sa 2133/12.
14/157 Versetzung mit Ortswechsel per Eilverfahren stoppen?
02.05.2014. Mit ei­ner Ver­set­zung übt der Ar­beit­ge­ber sein Wei­sungs­recht aus, das ihm gemäß § 106 Ge­wer­be­ord­nung (Ge­wO) zu­steht und ihn da­zu be­rech­tigt, u.a. den Ort der Ar­beits­leis­tung "nach bil­li­gem Er­mes­sen näher be­stim­men". Ent­spricht es noch bil­li­gem Er­mes­sen, ei­nen über 36 Jah­re am sel­ben Ort beschäftig­ten drei­fa­chen Fa­mi­li­en­va­ter mit ge­rin­gem Mo­nats­lohn an ei­nen 120 km ent­fern­ten an­de­ren Ar­beits­ort zu ver­set­zen? Und wie soll­te sich ein Ar­beit­neh­mer in ei­ner sol­chen Si­tua­ti­on am bes­ten ge­richt­lich zur Wehr set­zen? Da­mit be­fasst sich ei­ne ak­tu­el­le Ent­schei­dung des Lan­des­ar­beits­ge­richts (LAG) Rhein­land-Pfalz: LAG Rhein­land-Pfalz, Ur­teil vom 20.03.2014, 5 Sa­Ga 13/13.
14/155 Aufhebungsvertrag und gerichtlicher Vergleich
30.04.2014. Gewähren Be­triebs­ver­ein­ba­run­gen Ansprüche auf Son­der­zah­lun­gen, ent­fal­len die­se Ansprüche manch­mal gemäß ent­spre­chen­den Aus­nah­me­klau­seln, falls der Ar­beit­neh­mer aus ver­hal­tens­be­ding­ten Gründen gekündigt wird oder aus ver­hal­tens­be­ding­ten Gründen ei­nen Auf­he­bungs­ver­trag ab­sch­ließt. Wenn der Ar­beit­neh­mer we­gen ei­ner ver­hal­tens­be­ding­ten Kündi­gung Kündi­gungs­schutz­kla­ge er­hebt und das Kla­ge­ver­fah­ren durch ei­nen Ver­gleich be­en­det wird, in dem der Ar­beit­ge­ber die Vorwürfe fal­len lässt, kann sich der Ar­beit­ge­ber auf ei­nen sol­chen An­spruchs­aus­schluss nicht mehr be­ru­fen: Lan­des­ar­beits­ge­richt Rhein­land-Pfalz, Ur­teil vom 13.02.2014, 5 Sa 280/13.
29.04.2014. Im­mer wie­der beschäfti­gen ei­ni­ge pro­mi­nen­te AGG-Hop­per die Ar­beits­ge­rich­te. An­lass sind miss­bräuch­li­che Entschädi­gungs­kla­gen, die dar­auf gestützt wer­den, dass der Kläger an­geb­lich bei der Be­wer­bung vom ver­klag­ten Ar­beit­ge­ber dis­kri­mi­niert wur­de. Wer sich aber nur des­halb auf ei­ne Stel­len­aus­schrei­bung hin be­wirbt, um ei­ne Ab­sa­ge zu er­hal­ten und den Ar­beit­ge­ber dann auf Gel­dentschädi­gung ver­kla­gen zu können, be­wirbt sich nicht "ernst­haft" und wird da­her nicht dis­kri­mi­niert. Da­her hat das Lan­des­ar­beits­ge­richt (LAG) in ei­nem ak­tu­el­len Ur­teil ei­ne ziem­lich ab­we­gi­ge Hop­ping-Kla­ge ab­ge­wie­sen: LAG Ham­burg, Ur­teil vom 19.02.2014, 3 Sa 39/13.
28.04.2014. Mit­glie­der des Be­triebs­rats sind vor Ver­set­zun­gen stärker geschützt als "nor­ma­le" Ar­beit­neh­mer, denn gemäß § 103 Abs.3 Satz 1 Be­triebs­ver­fas­sungs­ge­setz (Be­trVG) muss der Be­triebs­rat vor­ab zu­stim­men, wenn die Ver­set­zung zu ei­nem Ver­lust des Am­tes oder der Wähl­bar­keit führen würde. Ei­ner ak­tu­el­len Ent­schei­dung hat das Lan­des­ar­beits­ge­richt (LAG) Nürn­berg ist der Ar­beit­ge­ber an § 103 Abs.3 Satz 1 Be­trVG aber nicht ge­bun­den, wenn er ein Be­triebs­rats­mit­glied in­fol­ge ei­ner or­dent­li­chen Ände­rungskündi­gung an ei­nen an­de­ren Ort ver­set­zen möch­te: LAG Nürn­berg, Be­schluss vom 31.01.2014, 8 TaBV­Ga 1/14.
14/147 LAG Berlin: Anwalt als Arbeitnehmer
24.04.2014. Manch­mal strei­ten Rechts­anwälte in ei­ge­ner An­ge­le­gen­heit vor dem Ar­beits­ge­richt ge­gen ih­re Be­rufs­kol­le­gen, d.h. ge­gen die Kanz­lei, für die sie tätig sind oder wa­ren. Vor­aus­set­zung für den Zu­gang zur kläger­freund­li­chen Ar­beits­ge­richts­bar­keit ist, dass der kla­gen­de An­walt Ar­beit­neh­mer ist, d.h. als An­ge­stell­ter sei­nen An­walts­be­ruf ausübt. Da­zu muss er von der be­auf­tra­gen­den Kanz­lei so­zi­al abhängig sein. Dies hat das Lan­des­ar­beits­ge­richt (LAG) Ber­lin-Bran­den­burg vor kur­zem ent­schie­den: LAG Ber­lin-Bran­den­burg, Be­schluss vom 27.01.2014, 4 Sa 1731/13.
14/144 Mitbestimmung beim Arbeitsschutzausschuss?
23.04.2014. Gemäß § 11 Satz 1 Ar­beits­si­cher­heits­ge­setz (ASiG) sind Ar­beit­ge­ber in Be­trie­ben mit mehr als 20 Beschäftig­ten da­zu ver­pflich­tet, ei­nen Ar­beits­schutz­aus­schuss zu bil­den. In ei­ner ak­tu­el­len Ent­schei­dung hat das Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) klar­ge­stellt, dass der Be­triebs­rat nicht vor das Ar­beits­ge­richt zie­hen und den Ar­beit­ge­ber ge­richt­lich zur Bil­dung ei­nes Ar­beits­schutz­aus­schus­ses ver­pflich­ten las­sen kann: BAG, Be­schluss vom 15.04.2014, 1 ABR 82/12.
14/142 Keine Betriebsrentenanpassung bei der Commerzbank
22.04.2014. Wer ei­ne Be­triebs­ren­te be­zieht, hat ein be­rech­tig­tes In­ter­es­se dar­an, dass sei­ne Ren­te nicht durch die Geld­ent­wer­tung aus­ge­zehrt wird. Das Be­triebs­ren­ten­ge­setz ver­pflich­tet den Ar­beit­ge­ber aber nur da­zu, al­le drei Jah­re zu prüfen, ob ei­ne An­pas­sung ge­bo­ten ist, und da­bei kommt es auch auf die wirt­schaft­li­che La­ge des Ar­beit­ge­bers an. Da­her durf­te die Com­merz­bank AG we­gen der fi­nan­zi­el­len Ex­trem­be­las­tun­gen in­fol­ge der Fi­nanz­markt­kri­se ih­ren Pen­si­onären die tur­nusmäßige Ren­ten­erhöhung zum Ja­nu­ar 2010 ver­wei­gern: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 15.04.2014, 3 AZR 51/12.
16.04.2014. Wie das Ar­beits­ge­richt Ber­lin vor ei­ni­gen Ta­gen ent­schie­den hat, kann ei­nem Be­rufs­kraft­fah­rer oh­ne vor­he­ri­ge Ab­mah­nung ver­hal­tens­be­dingt gekündigt wer­den, wenn er mit sei­nem Lkw al­ko­ho­li­siert fährt und ei­nen Un­fall mit Per­so­nen­scha­den ver­ur­sacht, und zwar auch dann, wenn er al­ko­hol­krank ist. Denn auch ein al­ko­hol­kran­ker Kraft­fah­rer muss wis­sen, wo die ro­te Li­ne ist, die man nicht über­schrei­ten darf, und der Ar­beit­ge­ber muss sich dar­auf ver­las­sen können, dass sei­ne an­ge­stell­ten Fah­rer ih­re Ar­beit in nicht al­ko­ho­li­sier­tem Zu­stand ver­rich­ten: Ar­beits­ge­richt Ber­lin, Ur­teil vom 03.04.2014, 24 Ca 8017/13.
14/135 Befristung von Arbeitsverträgen und Missbrauchskontrolle
15.04.2014. Nach­dem das Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) in sei­nem Ur­teil zur Kölner Jus­tiz­an­ge­stell­ten Kücük klar­ge­stellt hat, dass Ket­ten­be­fris­tun­gen ei­ner verstärk­ten Miss­brauchs­kon­trol­le un­ter­zo­gen wer­den müssen, stel­len sich vie­le Fol­ge­fra­gen, ins­be­son­de­re zum Miss­brauch be­fris­te­ter Ar­beits­verträge durch den fort­lau­fen­den Aus­tausch des Ar­beit­ge­bers ("Ar­beit­ge­ber-Ka­rus­sell"). Zum Ar­beit­ge­ber­ka­rus­sell hat das BAG jetzt ent­schie­den, dass im­mer nur der letz­te Ver­trags­ar­beit­ge­ber zu ver­kla­gen ist, d.h. die Miss­brauchs­kon­trol­le rich­tet sich ge­gen ihn: BAG, Ur­teil vom 22.01.2014, 7 AZR 243/12.
14/133 Wettbewerbsklausel mit unbestimmter Karenzentschädigung
14.04.2014. An­fang letz­ten Jah­res hat­te das Lan­des­ar­beits­ge­richt (LAG) Nie­der­sach­sen ei­nen Ar­beit­ge­ber zur Zah­lung von Ka­ren­zentschädi­gung we­gen ei­nes nach­ver­trag­li­chen Wett­be­werbs­ver­bots ver­ur­teilt, ob­wohl die Ver­ein­ba­rung über die Ka­ren­zentschädi­gung reich­lich un­be­stimmt war: Sie stand nämlich al­lein im Er­mes­sen des Ar­beit­ge­bers (LAG Nie­der­sach­sen, Ur­teil vom 09.01.2013, 16 Sa 563/12). Die Mei­nung des LAG, dass ei­ne sol­che Ka­ren­zentschädi­gungs-Klau­sel wirk­sam ist, falls der Ar­beit­neh­mer sich an das Ver­bot hält, hat das Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) jetzt ab­ge­seg­net: BAG, Ur­teil vom 15.01.2014, 10 AZR 243/13.
14/130 Streikbegleitende Flashmob-Aktionen sind nicht generell verboten
10.04.2014. Mit ei­nem ak­tu­el­len Be­schluss hat das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt (BVerfG) ent­schie­den, dass das Flashmob-Ur­teil des Bun­des­ar­beits­ge­richts (BAG) vom 22.09.2009 die Grund­rech­te der Ar­beit­ge­ber­sei­te nicht ver­letzt und auch an­sons­ten ver­fas­sungs­recht­lich in Ord­nung ist: BVerfG, Be­schluss vom 26.03.2014, 1 BvR 3185/09.
14/128 Leidensgerechte Arbeit im Krankenhaus
09.04.2014. In ei­nem heu­te ent­schie­de­nen Fall hat das Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) klar­ge­stellt, dass ei­ne langjährig beschäftig­te Kran­ken­schwes­ter, die aus ge­sund­heit­li­chen Gründen kei­ne Nacht­schich­ten mehr ma­chen kann, von ei­nem großen Kran­ken­haus ver­lan­gen kann, nur tagsüber ein­ge­setzt zu wer­den. Weist der Ar­beit­ge­ber kei­ne lei­dens­ge­rech­te Ar­beit im Tagdienst zu, übt er sein Wei­sungs­recht nicht rich­tig aus und be­fin­det sich im An­nah­me­ver­zug: BAG, Ur­teil vom 09.04.2014, 10 AZR 637/13.
14/126 Sozialauswahl bei Änderungskündigung
08.04.2014. Gibt es bei ei­ner be­triebs­be­ding­ten Kündi­gungs­wel­le ei­ni­ge freie Ar­beitsplätze mit an­de­ren Auf­ga­ben, rei­chen die­se aber nicht für al­le vom Stel­len­ab­bau be­trof­fe­nen Ar­beit­neh­mer aus, muss der Ar­beit­ge­ber bei der Ver­tei­lung der knap­pen frei­en Stel­len ei­ne So­zi­al­aus­wahl vor­neh­men. Da­zu muss er so­zi­al schutz­bedürf­ti­ge­ren Ar­beit­neh­mern die frei­en Stel­len an­bie­ten, not­falls mit ei­ner Ände­rungskündi­gung: Lan­des­ar­beits­ge­richt Meck­len­burg-Vor­pom­mern, Ur­teil vom 19.03.2014, 3 Sa 128/13.
14/124 Befristung mit wissenschaftlichen Mitarbeitern
07.03.2014. Ar­beits­verträge können be­fris­tet wer­den, wenn die Vor­aus­set­zun­gen des § 14 Teil­zeit- und Be­fris­tungs­ge­setz (Tz­B­fG) vor­lie­gen. Un­ter er­leich­ter­ten Vor­aus­set­zun­gen ist ei­ne Be­fris­tung mit wis­sen­schaft­li­chen Mit­ar­bei­tern auf Ba­sis des Wis­sen­schafts­zeit­ver­trags­ge­setz (Wiss­Zeit­VG) möglich. Fremd­spra­chen­lek­to­ren sind aber kei­ne Wis­sen­schaft­ler: Ar­beits­ge­richt Ham­burg, Ur­teil vom 26.02.2014, 27 Ca 307/13.
04.04.2014. In öffent­li­chen Un­ter­neh­men mit großem Per­so­nalüber­hang kommt es vor, dass Ar­beits­verhält­nis­se ru­hend ge­stellt und der Ar­beit­neh­mer vorüber­ge­hend bei ei­nem an­de­ren Ar­beit­ge­ber ar­bei­tet. En­det die­ses Ar­beits­verhält­nis durch Auf­he­bungs­ver­trag, kann der Ar­beit­neh­mer das ru­hen­de Ar­beits­verhält­nis wie­der ak­ti­vie­ren, auch wenn von sei­nem Zweit­ar­beit­ge­ber ei­ne Ab­fin­dung er­hal­ten hat: LAG Schles­wig-Hol­stein, Ur­teil vom 19.12.2013, 5 Sa 149/13.
03.04.2014. Außer­dienst­li­ches Fehl­ver­hal­ten ei­nes Ar­beit­neh­mers be­rech­tigt den Ar­beit­ge­ber im All­ge­mei­nen nicht zu ei­ner ver­hal­tens­be­ding­ten Kündi­gung. An­ders ist es bei ei­nem tätli­chen An­griff auf Kol­le­gen oder Vor­ge­setz­te außer­halb des Be­triebs, wie ei­ne ak­tu­el­le Ent­schei­dung des Lan­des­ar­beits­ge­richts (LAG) Rhein­land-Pfalz zeigt: LAG Rhein­land-Pfalz, Ur­teil vom 30.01.2014, 5 Sa 433/13.
14/115 Sachgrundlose Befristung und Vorbeschäftigung
02.04.2014. Vor drei Jah­ren über­rasch­te das Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) die ar­beits­recht­li­che Fach­welt mit ei­ner weit­ge­hen­den Er­leich­te­rung von sach­grund­lo­sen Be­fris­tun­gen gemäß § 14 Abs. 2 Teil­zeit- und Be­fris­tungs­ge­setz (Tz­B­fG). Liegt ein frühe­res Ar­beits­verhält­nis länger als drei Jah­re zurück, soll es ei­ner Be­fris­tung oh­ne Sach­grund nicht im We­ge ste­hen, so das BAG. Da­mit stößt das BAG aber auf mas­si­ve Kri­tik und man­che Ge­rich­te fol­gen ihm nicht, so auch vor kur­zem das LAG Ba­den-Würt­tem­berg: LAG Ba­den-Würt­tem­berg, Ur­teil vom 21.02.2014, 7 Sa 64/13.
14/113 Hausverbot für Bürohund Kaya bestätigt
01.04.2014. Drei­bei­ni­ger Vor­zim­mer­hund mit Mi­gra­ti­ons­hin­ter­grund we­gen an­geb­lich schlech­ter Ma­nie­ren rechts­kräftig ent­las­sen: Lan­des­ar­beits­ge­richt Düssel­dorf, Ur­teil vom 24.03.2014, 9 Sa 1207/13 (Pres­se­mel­dung).
31.03.2014. Früher galt vor den Ar­beits­ge­rich­ten die har­te Dau­men­re­gel: Wer klaut, der fliegt (und zwar frist­los). Seit gut drei­ein­halb Jah­ren ist das nicht mehr so, und zwar auf­grund des BAG-Ur­teils vom 10.06.2010, 2 AZR 541/09 ("Em­me­ly"). Wie sehr sich seit der Zeit vor dem Em­me­ly-Ur­teil der Wind mitt­ler­wei­le zu­guns­ten der Ar­beit­neh­mer ge­dreht hat, zeigt ei­ne ak­tu­el­le Ent­schei­dung des Lan­des­ar­beits­ge­richts (LAG) Schles­wig-Hol­stein: LAG Schles­wig-Hol­stein, Ur­teil vom 18.12.2013, 6 Sa 203/13.
14/110 Kündigung ohne Sozialauswahl?
30.03.2014. Ar­beit­ge­ber, die ei­ne be­triebs­be­ding­te Kündi­gung aus­spre­chen, müssen ei­ne So­zi­al­aus­wahl zwi­schen den in Be­tracht kom­men­den "Kündi­gungs­kan­di­da­ten" vor­neh­men. Das schreibt § 1 Abs.3 Kündi­gungs­schutz­ge­setz (KSchG) vor. Ist der Ar­beit­ge­ber (zu­recht) der Mei­nung, der aus be­trieb­li­chen Gründen zu kündi­gen­de Ar­beit­neh­mer sei mit kei­nem Kol­le­gen ver­gleich­bar, ist ei­ne So­zi­al­aus­wahl nicht er­for­der­lich. Ei­ne sol­che Ver­tei­di­gung im Kündi­gungs­schutz­pro­zess ist für den Ar­beit­ge­ber aber gefähr­lich, wie ei­ne ak­tu­el­le Ent­schei­dung des Lan­des­ar­beits­ge­richts (LAG) Schles­wig-Hol­stein zeigt: LAG Schles­wig-Hol­stein, Ur­teil vom 28.01.2014, 1 Sa 230/13.
14/109 Betriebsübergang und Leiharbeit
29.03.2014. Wird ei­ne Be­triebs­ab­tei­lung von ei­nem neu­en Ar­beit­ge­ber über­nom­men, kann das ein Be­triebs­teilüber­gang sein, so dass der neue Ar­beit­ge­ber al­le Ar­beit­neh­mer der Ab­tei­lung wei­ter beschäfti­gen muss. Vor­aus­set­zung ist, dass die Ab­tei­lung ei­ne funk­tio­nie­ren­de "wirt­schaft­li­che Ein­heit" dar­stellt. Das ist bei Zeit­ar­beits­fir­men sel­ten der Fall, denn sie über­las­sen die Ar­beits­or­ga­ni­sa­ti­on vor Ort ja dem Ent­lei­her. Ei­ne über­g­angsfähi­ge wirt­schaft­li­che Ein­heit bil­den Teams von Leih­ar­beit­neh­mern da­her nur zu­sam­men mit Ver­wal­tungs­an­ge­stell­ten ih­rer Zeit­ar­beits­fir­ma, d.h. mit Per­so­nal­sach­be­ar­bei­tern und Kun­den­be­treu­ern: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 12.12.2013, 8 AZR 1023/12.
14/105 Gehaltsrückforderung durch Insolvenzverwalter weiter begrenzt
27.03.2014. Bei ei­ner In­sol­venz des Ar­beits­ge­bers über­nimmt der In­sol­venz­ver­wal­ter das Ru­der und prüft Un­ter­la­gen, Kon­ten, of­fe­ne For­de­run­gen und Zah­lun­gen, die der Ar­beit­ge­ber kurz vor der Plei­te ge­leis­tet hat. Da­bei kann er in be­stimm­ten Fällen Lohn­zah­lun­gen nachträglich wie­der her­aus­ver­lan­gen. Die­ses Recht zur "In­sol­venz­an­fech­tung" hat das Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) in ei­nem ak­tu­el­len Ur­teil wei­ter zu­guns­ten der Ar­beit­neh­mer be­grenzt: BAG, Ur­teil vom 29.01.2014, 6 AZR 345/12.
26.03.2014. Als Geschäftsführer ei­ner GmbH ist man vor kurz­fris­ti­gen Kündi­gun­gen meist si­cher, denn Geschäftsführer­verträge ha­ben in der Re­gel ei­ne lan­ge Lauf­zeit oder lan­ge Kündi­gungs­fris­ten. Al­ler­dings können Geschäftsführer über "klei­ne" fi­nan­zi­el­le Un­re­gelmäßig­kei­ten stol­pern und dann frist­los gekündigt wer­den: Ober­lan­des­ge­richt Ko­blenz, Ur­teil vom 11.07.2013, 6 U 1359/12.
14/099 Mitbestimmung beim Arbeitsschutz
24.03.2014. Ob­wohl die Mit­be­stim­mung in Fra­gen des Ar­beits­schut­zes nicht ge­ra­de zu den Top-The­men der Be­triebs­rats­ar­beit gehört, können Maßnah­men des Ar­beits­schut­zes aus­nahms­wei­se ein­mal der Mit­be­stim­mung in so­zia­len An­ge­le­gen­hei­ten un­ter­lie­gen, wie ei­ne ak­tu­el­le Ent­schei­dung des Bun­des­ar­beits­ge­richts (BAG) zeigt: BAG, Be­schluss vom 18.03.2014, 1 ABR 73/12.
23.03.2014. Höchst­al­ters­gren­zen bei der be­trieb­li­chen Al­ters­ver­sor­gung schließen "zu al­te" Ar­beit­neh­mer aus und stel­len da­her mögli­cher­wei­se ei­ne ver­bo­te­ne Al­ters­dis­kri­mi­nie­rung dar. In ei­ner ak­tu­el­len Ent­schei­dung hat das Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) klar­ge­stellt, dass ei­ne Al­ters­gren­ze von 45 Jah­ren un­verhält­nismäßig und da­her ei­ne un­zulässi­ge Dis­kri­mi­nie­rung ist: BAG, Ur­teil vom 18.03.2014, 3 AZR 69/12 (BAG-Pres­se­mel­dung).
15.03.2014. Wer Da­tensätze, E-Mail-Ver­kehr, Kun­den­da­ten oder in Pa­pier do­ku­men­tier­te Un­ter­la­gen sei­nes Ar­beit­ge­bers un­be­fugt ver­nich­tet, stiehlt oder trotz Auf­for­de­rung zur Her­aus­ga­be bei sich behält, ris­kiert ei­ne frist­lo­se Kündi­gung aus ver­hal­tens­be­ding­ten Gründen. Das hat das Hes­si­sches Lan­des­ar­beits­ge­richt (LAG) in ei­nem ak­tu­el­len Ur­teil bestätigt: Hes­si­sches LAG, Ur­teil vom 05.08.2013, 7 Sa 1060/10.
14.03.2014. Nach bis­he­ri­ger Recht­spre­chung muss­ten Ar­beit­neh­mer De­tek­tiv­kos­ten nur tra­gen, wenn ih­nen da­durch ein Pflicht­ver­s­toß be­wie­sen wer­den konn­te. Nach ei­ner ak­tu­el­len Ent­schei­dung des Bun­des­ar­beits­ge­richts (BAG) soll künf­tig ein drin­gen­der Tat­ver­dacht genügen: BAG, Ur­teil vom 26.09.2013, 8 AZR 1026/12.
14/084 Sozialplan und befristete Arbeitsverträge
12.03.2014. Gibt es bei ei­ner größeren Kündi­gungs­wel­le ei­nen So­zi­al­plan und da­her So­zi­al­plan­ab­fin­dun­gen, gibt es auch oft Streit, nämlich über die Fra­ge, ob die Ab­fin­dungs­re­ge­lun­gen ge­recht sind oder nicht. In ei­nem ak­tu­el­len Fall hat das Lan­des­ar­beits­ge­richt (LAG) Ba­den-Würt­tem­berg ent­schie­den, dass be­fris­tet beschäftig­te Ar­beit­neh­mer ge­ne­rell von So­zi­al­plan­ab­fin­dun­gen aus­ge­nom­men wer­den können, wenn ihr Ver­trag oh­ne­hin kur­ze Zeit nach der Ent­las­sungs­wel­le aus­ge­lau­fen wäre: LAG Ba­den-Würt­tem­berg, Ur­teil vom 19.02.2014, 13 Sa 61/13.
14/080 Personalleiter sind nicht immer leitende Angestellte
10.03.2014. Wer lei­ten­der An­ge­stell­ter ist, wird vom Be­triebs­rat nicht ver­tre­ten. Vor Ge­richt ent­pup­pen sich aber oft ver­meint­lich lei­ten­de An­ge­stell­te als "gewöhn­li­che" Führungs­kräfte. So war es auch in ei­nem vor kur­zem vom Lan­des­ar­beits­ge­richt (LAG) Hamm ent­schie­de­nen Fall: LAG Hamm, Be­schluss vom 10.12.2013, 7 TaBV 80/13.
08.03.2014. Ver­s­toßen Ar­beit­neh­mer während ei­ner Krank­schrei­bung ge­gen ih­re Pflicht zum "ge­ne­sungsförder­li­chen Ver­hal­ten", ris­kie­ren sie ei­ne ver­hal­tens­be­ding­te Kündi­gung. Für ei­ne frist­lo­se Kündi­gung reicht ein ge­ringfügi­ger Ne­ben­job aber nicht aus: Lan­des­ar­beits­ge­richt Köln, Ur­teil vom 16.10.2013, 11 Sa 915/12.
06.03.2014. Wer sei­ne ar­beits­ver­trag­li­chen Pflich­ten so mas­siv ver­letzt, dass dem Ar­beit­ge­ber die Fort­set­zung des Ar­beits­verhält­nis­ses bis zum Ab­lauf der Kündi­gungs­frist nicht zu­zu­mu­ten ist, kann außer­or­dent­lich und mit so­for­ti­ger Wir­kung (frist­los) gekündigt wer­den. Ei­ne wie­der­hol­te und mas­si­ve se­xu­el­le Belästi­gung ist ei­ne sol­che Pflicht­ver­let­zung: Lan­des­ar­beits­ge­richt Nie­der­sach­sen, Ur­teil vom 06.12.2013, 6 Sa 391/13.
14/066 Änderung der Tagesordnung in der Betriebsratssitzung
26.02.2014. Künf­tig kann der Be­triebs­rat in ei­ner Sit­zung un­ter er­leich­ter­ten Vor­aus­set­zun­gen zu ei­nem Ta­ges­ord­nungs­punkt (TOP) ei­nen Be­schluss fas­sen, auch wenn die­ser TOP nicht in der Ein­la­dung zur Be­triebs­rats­sit­zung nicht auf­geführt wird: BAG, Be­schluss vom 22.01.2014, 7 AS 6/13.
25.02.2014. Wer als Ar­beit­neh­mer we­gen des Ver­dachts ei­ner straf­ba­ren Hand­lung ei­nen Auf­he­bungs­ver­trag ab­sch­ließt und die­sen später we­gen der vom Ar­beit­ge­ber aus­ge­spro­che­nen Dro­hung mit ei­ner Straf­an­zei­ge an­ficht, kommt mit der An­fech­tung meist nicht durch. Denn die Dro­hung mit ei­ner Straf­an­zei­ge kann so­gar dann rech­tens sein, wenn der Pflicht­ver­s­toß nicht zu­las­ten des Ar­beit­ge­bers, son­dern zu­las­ten ei­nes Drit­ten verübt wor­den sein soll: Lan­des­ar­beits­ge­richt Hamm, Ur­teil vom 25.10.2013, 10 Sa 99/13.
14/064 Versetzung an einen anderen Arbeitsort
24.02.2014. Wer vom Ar­beit­ge­ber in ei­ne an­de­re Stadt ver­setzt wird, muss um­zie­hen oder wei­te We­ge auf sich neh­men. Da­ge­gen hel­fen ar­beits­ver­trag­li­che Ver­ein­ba­run­gen über den Ort der Ar­beits­leis­tung. Aber auch dann, wenn der Ar­beits­ver­trag ei­nen kon­kre­ten "Beschäfti­gungs­ort" fest­schreibt, muss da­mit nicht un­be­dingt ein dau­er­haf­ter Ein­satz­ort ver­ein­bart sein: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 28.08.2013, 10 AZR 569/12.
23.02.2014. Der Ar­beit­ge­ber muss den Be­triebs­rat "zur Durchführung sei­ner Auf­ga­ben" nach dem Be­triebs­ver­fas­sungs­ge­setz (Be­trVG) recht­zei­tig und um­fas­send un­ter­rich­ten. Die­ser Aus­kunfts­an­spruch (§ 80 Abs.2 Be­trVG) be­inhal­tet aber nicht, dass der Be­triebs­rat die Vor­la­ge sämt­li­cher Ab­mah­nun­gen ver­lan­gen kann, die der Ar­beit­ge­ber in den ver­gan­ge­nen Jah­ren ein­mal er­teilt hat: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Be­schluss vom 17.09.2013, 1 ABR 26/12.
20.02.2014. Ar­beit­ge­ber su­chen oft "Be­rufs­ein­stei­ger", um sie in ih­rem Un­ter­neh­men wei­ter aus­zu­bil­den. Das ist ei­ne ver­bo­te­ne Dis­kri­mi­nie­rung von Be­wer­bern we­gen ih­res Al­ters. Wer sich mit 60 Jah­ren auf ei­ne sol­che Stel­le be­wirbt, soll­te al­ler­dings im Be­wer­bungs­schrei­ben erklären, war­um er sich noch be­ruf­lich verändern möch­te: Lan­des­ar­beits­ge­richt Ber­lin-Bran­den­burg, Ur­teil vom 31.10.2013, 21 Sa 1380/13.
14/055 Zeugnis für den Betriebsrat
17.02.2014. Wer lan­ge Jah­re als Mit­glied des Be­triebs­rats von der Ar­beit frei­ge­stellt war und dann aus dem Ar­beits­verhält­nis aus­schei­det, muss da­mit le­ben, dass sein Zeug­nis die Frei­stel­lung erwähnt: Lan­des­ar­beits­ge­richt Köln, Ur­teil vom 06.12.2012, 7 Sa 583/12.
15.02.2014. Das Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) hat ent­schie­den, dass sich Ver­dachtskündi­gun­gen auf ei­nen (wahr­schein­li­chen) Pflicht­ver­s­toß be­zie­hen müssen, der - wenn er be­wie­sen wäre - ei­nen "wich­ti­gen Grund" für ei­ne außer­or­dent­li­che und frist­lo­se Kündi­gung dar­stel­len würde. Würde der (wahr­schein­li­che) Pflicht­ver­s­toß da­ge­gen nur ei­ne or­dent­li­che ver­hal­tens­be­ding­te Kündi­gung recht­fer­ti­gen (wenn er be­weis­bar wäre), ist ei­ne dar­auf gestütz­te or­dent­li­che Ver­dachtskündi­gung nicht zulässig: BAG, Ur­teil vom 21.11.2013, 2 AZR 797/11.
14/039 Trinkgeld für Toilettenaufseher ist kein Trinkgeld - oder doch?
31.01.2014. Am Diens­tag letz­ter Wo­che hat­te das Ar­beits­ge­richt Gel­sen­kir­chen darüber zu ent­schei­den, ob die von Toi­let­ten­be­su­chern auf ein Tel­ler­chen vor der Toi­let­ten­ein­gang ge­leg­ten Münzen der Rei­ni­gungs­kraft als Trink­geld oder dem Ar­beit­ge­ber zu­ste­hen: Ar­beits­ge­richt Gel­sen­kir­chen: Toi­let­ten­auf­sicht klagt "Trink­geld"-An­teil ein, Pres­se­mel­dung des Ar­beits­ge­richts vom 22.01.2014.
30.01.2014. In ei­nem letz­te Wo­che er­gan­ge­nen Ur­teil hat das Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) ent­schie­den, dass nur der po­ten­ti­el­le Ar­beit­ge­ber, nicht aber ein Stel­len­ver­mitt­ler auf Entschädi­gung we­gen ei­ner Be­wer­ber­dis­kri­mi­nie­rung haf­ten: BAG, Ur­teil vom 23.01.2014, 8 AZR 118/13.
14/035 Hinweispflicht des Arbeitgebers zum Thema Betriebsrente
29.01.2014. In ei­nem ak­tu­el­len Ur­teil hat das Bun­des­ar­beits­ge­richt (BAG) klar­ge­stellt, dass Ar­beit­neh­mer kei­nen An­spruch auf Scha­dens­er­satz ha­ben, wenn sie ihr Ar­beit­ge­ber nicht von sich aus auf die Möglich­keit ei­ner Ent­gelt­um­wand­lung hin­ge­wie­sen hat: BAG, Ur­teil vom 21.01.2014, 3 AZR 807/11.
17.01.2014. Vie­le Ar­beit­neh­mer sind auf­grund ei­nes Ta­rif­ver­trags or­dent­lich unkünd­bar, wenn sie ein be­stimm­tes Le­bens­al­ter er­reicht ha­ben und ei­ne be­stimm­te Min­dest­zeit im Be­trieb beschäftigt sind. Sol­che ta­rif­li­chen Unkünd­bar­keits­re­ge­lun­gen hel­fen vor al­lem bei be­triebs­be­ding­ten Kündi­gungs­wel­len, da die unkünd­ba­ren Ar­beit­neh­mer dann von vorn­her­ein vor ei­ner or­dent­li­chen be­triebs­be­ding­ten Kündi­gung si­cher sind. Die­se Si­cher­heit be­steht aber auf­grund des Ver­bots der al­ters­be­ding­ten Dis­kri­mi­nie­rung dann nicht, wenn ei­ne So­zi­al­aus­wahl zwi­schen dem Unkünd­ba­ren und ver­gleich­ba­ren "nor­ma­len" Ar­beit­neh­mern grob feh­ler­haft wäre: Bun­des­ar­beits­ge­richt, Ur­teil vom 20.06.2013, 2 AZR 295/12.
14/017 Die zehn wichtigsten Entscheidungen zum Arbeitsrecht 2013
11.01.2014. Wie be­reits in den ver­gan­ge­nen Jah­ren so stel­len wir Ih­nen auch zum Jah­res­wech­sel 2013-14 die zehn wich­tigs­ten ge­richt­li­chen Ent­schei­dun­gen zum Ar­beits­recht aus dem zurück­lie­gen­den Jahr vor.
14/011 Diskriminierung wegen der Religion bei der Diakonie
08.01.2014. Das Ar­beits­ge­richt Ber­lin hat in ei­nem ak­tu­el­len Fall ent­schie­den, dass ein dia­ko­ni­scher, d.h. zur Evan­ge­li­schen Kir­che Deutsch­lands (EKD) gehören­der Ar­beit­ge­ber ei­nen Stel­len­be­wer­ber zu Un­recht we­gen sei­ner Re­li­gi­on dis­kri­mi­niert hat. Zwar können kirch­li­che Ar­beit­ge­ber Be­wer­ber in be­stimm­ten Aus­nah­mefällen we­gen ih­rer Re­li­gi­on oder Welt­an­schau­ung be­vor­zu­gen oder be­nach­tei­li­gen. Die­ses Recht be­steht aber nur bei der Ver­ga­be von Stel­len, bei de­nen es auf die Re­li­gi­on an­kommt. Da­von konn­te in dem Fall des Ar­beits­ge­richts Ber­lin nach An­sicht des Ge­richts nicht die Re­de sein: Ar­beits­ge­richt Ber­lin, Ur­teil vom 18.12.2013, 54 Ca 6322/13.
14/009 Leiharbeit auf Stammarbeitsplätzen ist rechtens
07.01.2014. Das Lan­des­ar­beits­ge­richt (LAG) Ham­burg hat ent­schie­den, dass das Ver­bot der dau­er­haf­ten Über­las­sung ei­nes Leih­ar­beit­neh­mers kein Ver­bot be­inhal­tet, den Leih­ar­beit­neh­mer auf ei­nem re­gulären Ar­beits­platz ein­zu­set­zen. Wird da­her z.B. ein Leih­ar­beit­neh­mer, der für ein Jahr und da­mit nicht dau­er­haft ent­lie­hen wur­de, auf ei­nem Dau­er­ar­beits­platz ein­ge­setzt, wo er re­gulär an­fal­len­de Ar­bei­ten der Stamm­be­leg­schaft ver­rich­tet, ist das recht­lich in Ord­nung: LAG Ham­burg, Be­schluss vom 04.09.2013, 5 TaBV 6/13.
06.01.2014. Wer ei­ne ihm zu­ge­wie­se­ne Ar­beit be­harr­lich ver­wei­gert, weil er meint, der für die Ar­beit zu er­war­ten­de Lohn sei zu ge­ring, ris­kiert ei­ne außer­or­dent­li­che und frist­lo­se Kündi­gung. Da­bei hilft es dem Ar­beit­neh­mer nichts, wenn er irrtümlich der Mei­nung ist, zu ei­ner Leis­tungs­ver­wei­ge­rung be­rech­tigt zu sein. Lan­des­ar­beits­ge­richt Schles­wig-Hol­stein, Ur­teil vom 17.10.2013, 5 Sa 111/13.
14/002 Befristete Arbeitszeiterhöhung als Dauermodell?
02.01.2014. Die be­fris­te­te Auf­sto­ckung der Ar­beits­zeit kann ei­ne un­an­ge­mes­se­ne Be­nach­tei­li­gung des be­trof­fe­nen Ar­beit­neh­mers sein. Dann ist die Be­fris­tung un­wirk­sam. Ei­ne jah­re­lan­ge Ket­ten­be­fris­tung von Ar­beits­zeit­erhöhun­gen ist un­wirk­sam, wenn sie der im­mer nur be­fris­tet erhöhte An­teil der Ar­beits­zeit "er­heb­lich" ist und wenn der Ar­beit­ge­ber mit die­ser Vor­ge­hens­wei­se Miss­brauch treibt: Lan­des­ar­beits­ge­richt Ba­den-Würt­tem­berg, Ur­teil vom 17.06.2013, 1 Sa 2/13.

References: § 167
 § 622
 § 15
 § 131
 § 112
 § 106
 § 103
 § 103
 § 11
 § 14
 § 14
 § 1