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Timestamp: 2019-12-16 07:34:56+00:00

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BVerwG, 10.08.2011 - 9 C 6.10 - dejure.org
https://dejure.org/2011,936
BVerwG, 10.08.2011 - 9 C 6.10 (https://dejure.org/2011,936)
BVerwG, Entscheidung vom 10.08.2011 - 9 C 6.10 (https://dejure.org/2011,936)
BVerwG, Entscheidung vom 10. August 2011 - 9 C 6.10 (https://dejure.org/2011,936)
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Übernahme von Fremdanliegerkosten im Erschließungsvertrag
GG Art. 31, Art. 72, Art. 74 Abs. 1 Nr. 18; BauGB § 124 Abs. 2 Satz 2, Abs. 3 Satz 1; VwVfG § 56 Abs. 1 Satz 2, § 59 Abs. 2 Nr. 4, Abs. 3; LVwG S-H § 123 Abs. 1 Satz 2, § 126 Abs. 2 Nr. 4, Abs. 4
Erschließungsvertrag; Erschließungsunternehmer; Erschließungskosten; Fremdanlieger; Angemessenheit; Straßenentwässerung; Grundstücksanschlussleitungen; Vertragsformverbot; Handlungsformverbot; konkurrierende Gesetzgebungskompetenz; Bodenrecht; Erschließung; Vorrang des ...
GG Art. 31, Art. 72, Art. 74 Abs. 1 Nr. 18
§ 124 Abs 2 S 2 BauGB, § 124 Abs 3 S 1 BauGB, § 123 Abs 1 S 2 VwVfG SH, § 126 Abs 2 Nr 4 VwVfG SH, § 126 Abs 4 VwVfG SH
Zulässigkeit und Inhalt des Erschließungsvertrags; Übernahme von Fremdanliegerkosten; Angemessenheit der vereinbarten Leistung
BauGB § 124; VwVfG §§ 56, 59; LVwG-SH §§ 123, 126
Keine Nichtigkeit eines Erschließungsvertrags allein wegen Übernahme von Fremdanliegerkosten
Verpflichtung des Erschließungsunternehmers zur Übernahme der Gebühren für Grundstücke von Fremdanliegern als Nichtigkeitsgrund des Erschließungsvertrags; Landesrechtliches Vertragsformverbot als Hindernis für im Falle der Beitragserhebung nach Landesrecht abzurechnender ...
BauGB § 124 Abs. 2; BauGB § 124 Abs. 3 S. 1
Erschließungskosten: Übernahme von Fremdanliegerbeitrag?
Übernahme von Erschließungskosten nicht unangemessen
Übernahme von Fremdanliegerkosten in Erschließungsvertrag rechtmäßig - Erschließungsunternehmer kann sich gegenüber Gemeinde zur ganzen oder teilweisen Übernahme der Erschließungskosten verpflichten
Erschließungsvertrag: Führt die Übernahme von Fremdanliegerbeiträgen zur Nichtigkeit? (IBR 2011, 1365)
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BVerwG vom 10.08.2011, Az.: BVerwG 9 C 6.10 (Angemessenheit der Übernahme von Fremdanliegerkosten im Erschließungsvertrag)" von Notar Prof. Dr. Dr. Herbert Grziwotz, original erschienen in: ZfIR 2011, 795 - 802.
VG Schleswig, 10.09.2008 - 9 A 250/06
OVG Schleswig-Holstein, 15.05.2009 - 2 LB 67/08
BVerwG, 02.11.2010 - 9 B 98.09
BVerwGE 140, 209
NVwZ 2012, 108
DVBl 2011, 1358
BauR 2012, 230
ZfBR 2011, 770
Diese Gesetzgebungskompetenz besteht unabhängig davon, ob die den Gegenstand des Vertrages bildenden Erschließungsanlagen nach Bundes- oder Landesrecht beitragsfähig sind oder nicht (Urteil vom 10. August 2011 - BVerwG 9 C 6.10 - BVerwGE 140, 209 Rn. 21 f.).
In Bezug auf die Erschließungskosten des § 124 Abs. 2 BauGB erlaubt das Gesetz die Überbürdung auch solcher Aufwendungen, die die Gemeinde im Beitragsweg nicht hätte abrechnen können (Urteil vom 10. August 2011 a.a.O. Rn. 29).
Zu § 124 Abs. 2 BauGB hat das Bundesverwaltungsgericht bereits entschieden, dass die Gesetzgebungskompetenz des Bundes für das Bodenrecht kraft Sachzusammenhangs gesetzliche Regelungen abdeckt, die zu Verträgen über Erschließungskosten ermächtigen, auch soweit die den Gegenstand des Vertrags bildenden Erschließungsanlagen nach Landesrecht beitragsfähig sind (Urteil vom 10. August 2011 - BVerwG 9 C 6.10 - BVerwGE 140, 209 Rn. 21).
Eine Ablösungsvereinbarung ist dadurch gekennzeichnet, das die Vertragsparteien vor Entstehen der sachlichen Beitragspflichten einen im Wege der Prognose geschätzten Betrag vereinbaren, den der Schuldner "zur Ablösung" der Beitragsschuld zu zahlen hat und der später nicht mehr in Frage gestellt werden soll (vgl. BVerwG, Urteil vom 10.08.2011 - 9 C 6/10 -, BVerwGE 140, 209 = DVBl. 2011, 1358 = NVwZ 2012, 108, m. w. N.).
Das Gesetz erlaubte dort gerade auch die Übertragung solcher Kosten, die eine Gemeinde im Beitragswege nicht hätte abrechnen können (vgl. BVerwG, Urteil vom 10.08.2011, a. a. O.).
vgl. zur Rechtsfolge BVerwG, Urteil vom 10. August 2011 - 9 C 6/10 -, BVerwGE 140, 209 = juris Rn. 28; Quaas, in: Schrödter, BauGB, 8. Auflage 2015, § 124 Rn. 19.
vgl. BVerwG, Urteile vom 6. Juli 1973 - IV C 22.72 -, BVerwGE 42, 331 = juris Rn. 35, und vom 10. August 2011 - 9 C 6/10 -, BVerwGE 140, 209 = juris Rn. 28; Driehaus, Erschießungs- und Ausbaubeiträge, 9. Auflage 2012, § 6 Rn. 43; Oehmen/Busch, BauR 1999, 1402, 1408.
vgl. zum Ganzen BVerwG, Urteil vom 10. August 2011 - 9 C 6.10 -, juris Rn. 28 und 32; OVG NRW, Urteil vom 27. Juni 2017 - 15 A 553/14 - juris Rn. 73; OVG Saarl., Urteil vom 9. Juni 1994 - 1 R 20/92 -, NVwZ-RR 1995, 222, 224; Driehaus/Raden, Erschließungs- und Ausbaubeiträge, 10. Aufl. 2018, § 6 Rn. 55; Reidt, in: Battis/Krautzberger/Löhr, BauGB, 13. Aufl. 2016, § 11 Rn. 75; Krautzberger, in: Ernst/Zinkahn/Bielenberg, BauGB, Stand: Oktober 2018, § 11 Rn. 167.
Eine solche Vereinbarung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Vertragsparteien vor Entstehen der sachlichen Beitragspflichten einen im Wege der Prognose geschätzten Betrag vereinbaren, den der Schuldner "zur Ablösung" der Beitragsschuld zu zahlen hat und der später, abgesehen vom Eintritt einer jenseits der ablösungstypischen Risiken liegenden Entwicklung oder bei deutlichem Überschreiten der Prognose (sog. absolute Missbilligungsgrenze), nicht mehr in Frage gestellt werden soll (BVerwG, Urteil vom 10.08.2011 - 9 C 6/10).
Dass der Asylbewerber einen Anspruch auf eine inhaltliche Prüfung seines Asylantrages in angemessener Frist hat, hat der EuGH bereits wiederholt entschieden (…Urt. v. 14.11.2013 - C-4/11 - NVwZ 2014, 129 = juris Rn. 35, Urt. v. 06.06.2013 - C-648/11 - NVwZ-RR 2013, 735 = juris Rn. 55 und 61; Urt. v. 21.12.2011 - C-411/10 - NVwZ 2012, 108 = juris Rn. 98 und 108).
vgl. dazu BVerwG, Urteil vom 10. August 2011 - 9 C 6.10 -, juris, Rn. 20 ff., 29 (= BVerwGE 140, 209); zur Verfassungsmäßigkeit der mit Rückwirkung verbundenen Übergangsregelung des § 242 Abs. 8 Satz 1 BauGB siehe bereits BVerwG, Urteil vom 27. Juni 1997 - 8 C 23.96 -, juris, Rn. 23 f. (= NJW 1997, 3257); zum Ganzen auch Fischer/Korbmacher, in: Hoppenberg/de Witt, Handbuch des öffentlichen Baurechts, Kapitel F Rn. 44 f.

References: Art. 31
 Art. 72
 Art. 74
 § 124
 § 56
 § 59
 § 123
 § 126
 Art. 31
 Art. 72
 Art. 74

§ 124
 § 124
 § 123
 § 126
 § 126
 § 124
 § 124
 § 124
 § 124
 § 124
 § 124
 § 6
 § 6
 § 11
 § 11
 EuGH 
 § 242