Source: https://www.insopro.org/Reiseassistenz
Timestamp: 2019-12-15 11:52:45+00:00

Document:
Reiseassistenz. www.insopro.org
Reisebegleitung für Menschen mit Behinderungen und Pflegebedürftige
Das Institut für Soziale Projekte e.V. (InSoPro e.V.) bietet in Kooperation mit den „Reisebegleitern“ Menschen mit Behinderungen und pflegebedürftigen Menschen die Vermittlung von professioneller Reisebegleitung an.
Die Vorbereitungen für eine Reise sind meist vielfältig und nicht selten mit gewissen Strapazen verbunden. Für Menschen mit Behinderung und Pflege- sowie Betreuungsbedarf sind die Vorbereitungen und auch die Umsetzung von Reiseplänen ungleich schwerer.
Rollstuhlgeeignete Ferieneinrichtungen finden, Hilfe beim Ein- und Aussteigen in Transportmittel, Überwachung der Medikation, oder einfach nur menschliche Nähe und Sicherheit bei Psychischen Erkrankungen im Urlaub gewährleisten, die Reisebegleiter planen, buchen und begleiten kompetent.
In Kooperation mit Die Reisebegleiter bietet InSoPro e.V. Menschen mit besonderen Bedürfnissen die Möglichkeit, entspannt und sicher mit fachkundigem Personal in den Urlaub zu fahren.
Die examinierten Altenpfleger sind bei der Firma Die Reisebegleiter, angestellt und die Dienstleistungen der Begleitung sind staatlich anerkannt und können über Pflege-und Krankenkassenleistungen abgerechnet werden.
Die Reisebegleiter bieten v.a. für pflegende Angehörige sowie für ältere oder Menschen mit Behinderung einen umfassenden Assistenzdienst in den Lebensbereichen Freizeit, Alltag und Pflege. Das Angebot gilt nicht nur für Einzelpersonen, sondern auch für soziale Einrichtungen (Alten- und Pflegeheime, Behindertenheime, betreute Wohnanlagen, Reha- und Kureinrichtungen, Hotels usw.).
Die Reisebegleiter bestehen aus einem gemischten Team von examinierten Alten- und Krankenpfleger/innen sowie sozialpflegerisch geschulten Assistenzkräften, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, gesundheitlich eingeschränkte Personen in der Freizeit, z.B. auf Reisen zu unterstützen. Abgedeckt werden alle sozialpflegerischen Leistungen nach dem Pflegeversicherungsrecht. Diese Dienstleistungen erstrecken sich auf die Freizeitgestaltung, auf alltägliche Erledigungen und die Gesundheit der betreuungsbedürftigen Person im Urlaub.
Die Reisebegleiter fungieren nicht als Reiseveranstalter, arbeiten jedoch eng mit spezialisierten Unternehmen zusammen. Behindertengerechte Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen, Appartements, Ferienhäuser und Bauernhöfe sowie rollstuhlgerechte Fahrdienste vermitteln Die Reisebegleiter gerne.
Die Reisebegleiter leisten auch Unterstützung bei der Antragstellung auf Kostenübernahme durch potenzielle Kostenträger, z.B. gegenüber der Pflegeversicherung in Verbindung mit der sogenannten" häuslichen Verhinderungspflege" nach § 39 SGB XI sowie den „zusätzlichen Betreuungsleistungen“ nach § 45b SGB XI. Hinzu kommen umfassende Einzelberatungen (sog. Case Management). Die Reisebegleiter verfügen über Assistenzkräfte in mehreren Teilen der Bundesrepublik, einschließlich der östlichen Bundesländer. Sie stehen ganzjährig zur Verfügung.
Das Institut für Soziale Projekte e.V. (InSoPro e.V.) setzt sich für sozial schwächere Menschen und Randgruppen ein. Menschen mit Behinderungen, Menschen mit einem erhöhten Pflegebedarf-und Betreuungsbedarf (Beispielsweise Demenzerkrankte und Psychisch Kranke) die Möglichkeit auf einen Urlaub zu bieten, ergänzt die Dienstleistungen von InSoPro e.V..
Die Reisebegleiter fahren mit Ihren Klienten nach Venedig und tragen Rollstuhlfahrer in einer Sänfte durch die Stadt. So wird die Stadt der Kanäle auch für Menschen mit Behinderung erleb- und erfahrbar.
Jugendliche Behinderte, die ohne ihre Eltern verreisen möchten werden kompetent im Urlaub begleitet und betreut.
Finanzierungsmöglichkeit einer begleiteten Reise
Zu jeder assistierten Reise gehört eine gute und umfassende Beratung über die Möglichkeiten der Inanspruchnahme von Leistungen aus der Pflegeversicherung für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen.
Vor einer Reiseplanung informieren Die Reisebegleiter ausführlich über die Budgets der Pflegekasse, vorzugsweise über die „häusliche Verhinderungspflege“ nach § 39 SGB XI.
Mögliche Kostenträger für die Assistenz bei Freizeitgestaltungen/Reisen:
Versorgungsamt (für Wehr- und Zivildienstopfer und Impfgeschädigte)
Sozialhilfe (Hilfe zur Pflege/ Eingliederungshilfe)
Beratung, welcher Kostenträger in Frage kommt sind über die Zentrale Reha-Servicestelle abrufbar: http://www.reha-servicestellen.de/
Schritte zu einer erfolgreichen Antragsstellung – Die Reisebegleiter stehen bei jedem Schritt begleitend zur Seite:
Beratung über die verschiedenen Budgets der Pflegekasse, formlose Antragsstellung
Nach Erhalt der Antragsformulare unterstützen Die Reisebegleiter beim Ausfüllen und beraten welche Leistungen in Betracht kommen.
Die Abrechnung der Rechtsanspruchsleistungen findet über Die Reisebegleiter statt sodass die Erstattungsbeiträge an den Reisenden zurücküberwiesen werden können.
Zugrundeliegendes Gesetz ist das SGB XI § 39 (http://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbxi/39.html)
Die Leistungshöhe liegt bei max. 2.418,00 € für 42 Kalendertage pro Jahr.
• Personen, die seit mind. 6 Monaten eine Pflegestufe (I, II oder III) zuerkannt bekommen haben
• Personen ohne anerkannte Pflegestufe aber mit Anspruch auf zusätzliche Betreuungsleistungen.
• Personen, die mindestens punktuell (z.B. an den Wochenenden) von Angehörigen betreut werden für die (anteiliges) Pflegegeld gezahlt wird.
Wofür kann die Verhinderungspflege genutzt werden?
• Zur Entlastung oder bei Verhinderung der Pflegeperson, kann das Budget der Verhinderungspflege für eine Ersatzpflegekraft genutzt werden.
Wie und wo wird Verhinderungspflege beantragt?
• Vor Inanspruchnahme einen formlosen Antrag an die Krankenkasse senden. Bei der
Besorgung der Antragsunterlagen sind Die Reisebegleiter behilflich.
Was passiert mit der Zahlung des Pflegegeldes, wenn die Verhinderungspflege genutzt wird?
• Bei Inanspruchnahme wird das Pflegegeld entsprechend dem Zeitraum zur Hälfte weitergezahlt.
• Nach einem Einzelurteil wird Verhinderungspflege auch bei betreuten Auslandsreisen gezahlt.
Zusätzliche Betreuungsleistungen (sog. Pflegestufe 0)
• Gesetzestext: SGBXI §45b (http://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbxi/45b.html)
• Leistungshöhe 100,- € / Monat (Grundbedarf) oder 200,- € / Monat (erhöhter Bedarf)
Tipp: Das gesparte Geld darf mit ins folgende Kalenderhalbjahr (Stichtag 30.06.)
• Personen, bei denen eine Einschränkung der Alltagskompetenz vorliegt. Kriterien, für die Bewertung, ob eine eingeschränkte Alltagskompetenz vorliegt erhalten Sie bei den Reisebegleitern in Form einer kostenfreien Beratung.
Wofür können die zusätzlichen Betreuungsleistungen genutzt werden?
• Für Betreuungsleistungen (z.B. Freizeitmaßnahmen), die von einem für die
zusätzlichen Betreuungsleistungen anerkannten Anbieter durchgeführt werden.
Wie und wo werden zusätzliche Betreuungsleistungen beantragt?
• Wurden die zusätzlichen Betreuungsleistungen bisher noch nicht überprüft, dann können Sie einen Antrag auf Überprüfung an Ihre Krankenkasse stellen. Auch hier sind Die Reisebegleiter behilflich.
• Wurden die zusätzlichen Betreuungsleitungen bereits bewilligt, dann können Sie dieses Budget für anerkannte Betreuungsangebote nutzen.
• Anbieter von niedrigschwelligen Betreuungsangeboten nach §45b Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 SGB XI werden anerkannt.
Kontakt. Verwaltung Institut für Soziale Projekte e.V. Verwaltung: 07642 927 60 84

References: § 39
 § 45
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