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Timestamp: 2020-01-21 19:53:43+00:00

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BGH, 17.03.2005 - 5 StR 328/04 - dejure.org
https://dejure.org/2005,3731
BGH, 17.03.2005 - 5 StR 328/04 (https://dejure.org/2005,3731)
BGH, Entscheidung vom 17.03.2005 - 5 StR 328/04 (https://dejure.org/2005,3731)
BGH, Entscheidung vom 17. März 2005 - 5 StR 328/04 (https://dejure.org/2005,3731)
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§ 370 AO; § 393 Abs. 1 AO; Art. 1 Abs. 1 GG; Art. 2 Abs. 1 GG; Art. 20 Abs. 3 GG; Art. 6 Abs. 1 Satz 1 EMRK
Steuerhinterziehung bei der Abgabe unrichtiger Umsatzsteuerjahreserklärungen (nemo tenetur-Grundsatz; Zwangsverbot; kein Schutz für die Begehung neuen Unrechts); verbotene Vernehmungsmethoden (Täuschungsverbot; unzulässiger Zwang); kein Recht des Beschuldigten auf Lüge
Unberechtigte Geltendmachung von Vorsteuern in einer Umsatzsteuerjahreserklärung; Verwertungsverbot nach bewusster Täuschung des Täters durch formularmäßige Erinnerung des Finanzamts; Verwertungsverbot wegen der Ausübung unzulässigen Zwangs; Mitwirkungspflichten und ...
Steuerhinterziehung - Nemo-tenetur-Grundsatz berechtigt nicht zur Wiederholung falscher Angaben
NStZ 2005, 517
wistra 2005, 228
Wie der Bundesgerichtshof bereits entschieden hat, lässt sich aus der einfachgesetzlichen Gewährleistung des Schweigerechts des Angeklagten in § 136 Abs. 1 Satz 2 StPO als Ausprägung der Selbstbelastungsfreiheit zwar keine Wahrheitspflicht aber auch kein "Recht zur Lüge" ableiten (BGH, Beschluss vom 17. März 2005 - 5 StR 328/04, NStZ 2005, 517, 518 Rn. 10; siehe auch OLG Koblenz…, Beschluss vom 6. Dezember 2012 - 2 Ws 480/10 Rn. 13, NStZ-RR 2011, 178 (nur Leitsätze);… zum Meinungsstand bzgl. des "Rechts auf Lüge" Kölbel aaO S. 25 f.).
vgl. BGH, Beschluss vom 17. März 2005 - 5 StR 328/04 -, NStZ 2005, 517 = juris, dort Rn. 16; Keller, JR 1986, 30 f.; Meyer-Goßner, in: Meyer-Goßner, 52. Aufl. 2009, § 136 Rn. 18; Walther, in: Krekeler/Löffelmann, Anwaltskommentar StPO, 2007, § 136 Rn. 13, 27.
Fristlose Entlassung eines Soldaten auf Zeit innerhalb der ersten vier Jahre bei …
vgl. BGH, Beschluss vom 17. März 2005 - 5 StR 328/04 -, NStZ 2005, 517 = juris, dort Rn. 16; Keller, JR 1986, 30 f.; Meyer-Goßner, in: Meyer-Goßner, StPO, 55. Aufl. 2012, § 136 Rn. 18; Walther, in: Krekeler/Löffelmann/Sommer, AnwaltKommentar StPO, 2. Aufl. 2010, § 136 Rn. 13, 29.
Hingegen berechtigt der Grundsatz der Selbstbelastungsfreiheit nicht zur Begehung neuen Unrechts (vgl. zur steuerrechtlichen Rechtsprechung: BGH wistra 2012, 482, 483 f., juris; NStZ 2005, 517-519, juris Rn. 13-15;… NJW 2002, 1134-1135, juris Rn. 6;… Jäger in: Klein, Abgabenordnung, 13. Auflage 2016, § 393 Rn. 29-30).
Verletzt ein Beschuldigter im Rahmen seiner Vernehmung durch unwahre Angaben die allgemeinen Strafgesetze, kann er deswegen durchaus bestraft werden (vgl. BGH NStZ 2005, 517 ff., zit. n. Juris Rdnr. 16).
Wie der BGH bereits entschieden hat, reicht eine "unbewußte Irreführung" des Stpfl. nicht aus (BGH Beschluß vom 17. März 2005, 5 StR 328/04, wistra 2005, 228).
VG Hannover, 28.06.2012 - 5 B 2928/12
Annahme der Unzuverlässigkeit eines Taxiunternehmers bereits während des Laufs …
Dafür, dass die Abgabe unrichtiger Umsatzsteuervoranmeldungen einen schweren Verstoß im Sinne des § 1 Abs. 2 Nr. 2 d PBZugV darstellen kann, spricht die strafrechtliche Relevanz des Verhaltens (zur Strafbarkeit wegen Steuerhinterziehung bei Angabe falscher Umsatzsteuervoranmeldung vgl. etwa: BGH, Beschl. v. 17.3. 2005 - 5 StR 328/04 -, NStZ 2005, 517).
LG Gera, 12.11.2007 - 110 Js 1215/07
Zwar hat der jeweilige Beschuldigte keine Pflicht zur wahrheitsgemäßen Angaben, er hat jedoch auch kein Recht zur Lüge (vergleiche dazu BGH NSTZ 2005, 517).

References: § 370
 § 393
 Art. 1
 Art. 2
 Art. 20
 Art. 6
 § 136
 § 136
 § 136
 § 136
 § 136
 BGH 
 § 393
 BGH 
 BGH 
 § 1
 BGH