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Timestamp: 2018-12-15 12:13:06+00:00

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Anmerkung zu "Rechtsreinigung im Saarland"
GVBl. 1957, S. 233, GVBl. 1968, S. 235.
GVBl. S. 1013.
BGBl. I S. 437.
BGBl. I S. 1451.
GVBl. S. 9.
GVBl. S. 147.
GVBl. S. 135.
GVBl. S. 129.
GVBl. S. 51.
GVBl. S. 157.
GVBl. S. 48.
GVBl. 5. 169.
GVBl. S. 282.
GVBl. S. 47.
GVBl. S. 182.
GVBl. S. 117.
GVBl. S. 440.
GVBl. S. 325.
GVBl. S. 18.
GVBl. S. 1647, geändert durch Gesetz vom 14. Dezember 1965 (GVBl. S. 1945).
GVBl. S. 1955.
GVBl. S. 2452.
GVBl. S. 21.
GVBl. S. 349.
GBl. S. 53.
GBl. S. 137.
GBl. S. 98.
Die Zusammenfassung der historischen Entwicklung bis zum Ende der napoleonischen Ära stützt sich, soweit nichts anderes vermerkt, auf ERNST RUDOLF HUBER, Deutsche Verfassungsgeschichte seit 1789, Band I, Reform und Restauration -1789 bis 1830.
Mit der Kriegserklärung Frankreichs an Österreich vom 20. April 1792.
Beschluß der beiden Mitglieder der »Centralverwaltung des Landes zwischen Maas und Rhein«, CROMM und SIMEON, vom 30. Germinal III (19. April 1795), der vom Volksvertreter bei den Rhein- und Moselarmeen, RIVAUD, genehmigt wurde - vgl. SCHEID, Die Gerichtsorganisation im Gebiet des Saarlandes seit der Französischen Revolution, JBl. Saar 1967, S. 203 ff. (Anm. 2). Durch Beschluß des Direktoriums vom 28. Floréal IV (17. Mai 1796) wurden die besetzten Gebiete in zwei Generaldirektionen eingeteilt: die zu Koblenz für die Länder zwischen Rhein und Mosel, einschließlich des Kurfürstentums Trier, und die zu Aachen für die Länder zwischen Rhein und Maas - vgl. SCHULTEIS, Erläuterungen zum Geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, Erster Band, Die Karten von 1813 und 1818 (Bonn 1895), S. 26.
Ab 1. Germinal V (21. März 1797) - vgl. SCHULTEIS, a. a. 0., S. 27.
Insbesondere die Entschädigung der aus ihren linksrheinischen Besitzungen verdrängten Landesherren durch Säkularisation der rechtsrheinischen geistlichen Reichsfürstentümer.
Eine solche Entscheidung mußte auf einem Reichsfriedenskongreß, an dem das Reich als solches beteiligt war, vorbereitet werden. Die dort gefaßten Beschlüsse bedurften der Ratifikation durch Reichstag und Kaiser.
Der Reichsfriedenskongreß trat im November 1797 in Rastatt zusammen.
Mit Beschluß vom 4. Pluviose VI (23. Januar 1798) - vgl. SCHULTEIS, a. a. 0., S. 28.
Das Gebiet des heutigen Saarlandes lag zum größten Teil im Département de la Sarre, dessen Abgrenzung mit Beschluß vom 22. Ventôse VI (12. März 1798) korrigiert wurde. Im nordwestlichen Bereich reichte es bis an die Grenze des Départements des Forêts, im östlichen Bereich gehörte es zum Département du Mont Tonnerre, im westlichen Bereich und im Raum Schmelz-Tholey zum französischen Département de la Moselle. Das nachmalige Arrondissement Saarbrücken, das den größten Teil des heutigen Landesgebiets umfaßte, gliederte sich in die Kantone Arnual, Blieskastel, Lebach, Merzig, Ottweiler, Saarbrücken, Waldmohr und St. Wendel. Die restlichen Landesteile gehörten zu den Kantonen Baumholder, Birkenfeld, Kusel, Hermeskeil und Wadern im Arrondissement Birkenfeld und zum Kanton Saarburg im Arrondissement Trier des Saar-Departements, außerdem zu den Kantonen Homburg, Medelsheim, Neuhornbach und Zweibrücken im Arrondissement Zweibrücken des Donnersberg-Departements sowie zu den Kantonen Bouzonville, Rehlingen, Saarlouis, Sierck und Tholey des Mosel-Departements - vgl. SCHULTEIS, a. a. 0., S. 30ff., 73ff., HOPPSTÄDTER/HERRMANN, Geschichtliche Landeskunde des Saarlandes, Band 2, Saarbrücken 1977, Karte S. 538, KROHN, Beiträge zur Territorialgeschichte der Saargegend, Saarbrücken 1885, S. 49, der auf Seite 50 auch bis auf die Kantone Merzig und Waldmohr die den einzelnen Kantonen zugeordneten Orte mitteilt, sowie die bei KROHN, S. 51, abgedruckte Karte von CHANLAIRE.
Kriegserklärung Frankreichs an Österreich vom 1. März 1799.
Am 14. Juni 1800.
Am 25. Dezember 1800.
Diese war durch Gesetz vom 28. Pluviose VIII (17. Februar 1800) neu geordnet worden Vgl. SCHULTEIS, a. a. 0., S. 38; das Gesetz vom 18. Ventôse IX (9. März 1801) erklärte die eroberten Länder des linken Rheinufers zu integrierenden Bestandteilen der Französischen Republik; die Verwaltungseinteilung wurde durch Beschluß der Consuln vom 16. Messidor X (5. Juli 1802) bestätigt. Am 1. Vendémiaire XI (23. September 1802) endete das Amt des Commissaire général du gouvernement - vgl. SCHULTEIS, a. a. 0., S. 36. Zur Zugehörigkeit der saarländischen Gemeinden zu den verschiedenen Arrondissements und Kantonen vgl. auch die Einteilung der Friedensgerichte vom 8. Pluviose XI (27. Januar 1803) im Bulletin des Lois, 3. Série, Tome 8.
Durch Gesetz vom 30. Ventôse XII (19. März 1804) - Bulletin des Lois, 3. Série, Tome 9, Nr. 354) wurden insgesamt 36 Gesetze, die zwischen dem 20. Ventôse XI (10. März 1803) und dem 29. Ventôse XII (18. März 1804) erlassen worden waren, zum Code civil des Français zusammengefaßt. (Die Umrechnung der Datumsangaben stützt sich auf die Monatszuordnungen im Duden, 18. Auflage, Band I, unter Berücksichtigung der Schaltjahre.)
Gesetze vom 14.,17., 21., 22., 28. und 29. April 1806 (Bulletin des Lois, 4. Série, Tome 5, Nrn. 96 und 97). Er trat gem. Artikel 1041 am l. Januar 1807 in Kraft.
Gesetze vom 10., 11., 12., 14. und 15. September 1807 (Bulletin des Lois, 4. Série, Tome 7, Nr. 164). Er trat gemäß Gesetz vom 15. September 1807 am l. Januar 1808 in Kraft.
Gesetze vom 12., 13., 17.,19. und 20. Februar 1810, Bulletin des Lois, 4. Série, Tome 12, Nr. 277.
Gesetze vom 17. November sowie vom 9., 10., 12., 15. und 16. Dezember 1808, Bulletin des Lois, 4. Série, Tome 9, Nr. 214.
Die spätere preußische und bayerische Gesetzgebung bezeichnete das Gesetzeswerk als »Rheinisches Bürgerliches Gesetzbuch« (vgl. etwa Art. 24, 33 § 4 prAGBGB) bzw. als »Pfälzisches Civilgesetzbuch«; als letzte im Saarland noch in Geltung befindliche Vorschriften wurden diejenigen zum Nachbarrecht (Art. 671, 672 Abs. 1, Art. 674 bis 681) durch § 60 Nr. 1 des Saarländischen Nachbarrechtsgesetzes vom 28. Februar 1973 (Amtsbl. S. 210) außer Kraft gesetzt.
19. März 1813 preußisch-russischer Vertrag von Breslau; 25. März 1813 Proklamation von Kalisch mit dem Aufruf an die noch mit Frankreich verbündeten Staaten zum Austritt aus dem Rheinbund und Anschluß an das preußisch-russische Bündnis; Kriegseintritt Österreichs am 12. August 1813 und Anschluß an die preußisch-russische Koalition im Vertrag von Teplitz vom 9. September 1813 mit nachfolgendem Beitritt fast aller bisherigen Rheinbundstaaten (vgl. hierzu im einzelnen HUBER, a. a. 0., S. 494ff.).
Vgl. Bekanntmachung betreffend Bildung des General-Gouvernements vom Mittelrhein durch JUSTUS GRUNER vom 2. Februar 1814 (abgedruckt bei LOTTNER, Sammlung der für die Königlich Preußische Rheinprovinz seit dem Jahre 1813 hinsichtlich der Rechts- und Gerichtsverfassung ergangenen Gesetze, Verordnungen, Ministerial-Rescripte etc., Berlin 1834ff., Band 1, Nr. 58, S. 87) und die Bekanntmachung GRUNERS vom 4. Februar über die Ernennung u. a. des General-Gouvernements-Commissair’s ATHENSTAEDT für das Saar-Departement (abgedruckt bei LOTTNER, a. a. 0., Nr. 59 (S. 88). Dieses General-Gouvernement bestand nur bis zum 14. Juni 1814, nachdem durch Bekanntmachung vom 14. Juni 1814 (abgedruckt bei LOTTNER, a. a. 0., Nr. 104 (S. 145) das neue General-Gouvernement vom Nieder- und Mittelrhein unter dem General-Gouverneur SACK gebildet worden war.
Preußische Gesetzessammlung (PrGS) S. 113.
Saarlouis gehörte allerdings schon vor der Französischen Revolution zum französischen Staatsgebiet, seit es diesem im Zuge der Reunionspolitik Ludwigs XIV. eingegliedert worden war. Die französischen Gebietsansprüche wurden insoweit im Frieden von Ryjswijk vom 20./30. September 1697 anerkannt, während die übrigen Gebiete an ihre früheren Territorialherren zurückgegeben wurden.
Vgl. die »Königliche Kabinettsordre vom 3. Juni 1814 an den Geheimen Staats-Rath Sack« (abgedruckt bei LOTTNER, a. a. 0., Band 3, Nr. 1063 a (S. 549), in der ausgeführt wird: »Mit den verbündeten Mächten bin Ich übereingekommen, daß die Länder, welche . . . belegen sind, provisorisch, bis das Schicksal dieser Länder definitiv entschieden ist, von Meinen . . . Truppen besetzt. . . werden.« Das Gebiet des Saarlandes kam allerdings am 16. Juni 1814 zunächst unter die Verwaltung der »K. K. österreichischen und K. baierischen gemeinschaftlichen Landes-Administrations-Commission« mit Sitz in Kreuznach. Vgl. Bekanntmachung vom 16. Juni 1814 (abgedruckt in LOTTNER, a. a. 0., Band 1, Nr. 163 (S. 241); am 5. Juni 1815 wurde der Sitz nach Worms verlegt (vgl. AUGUST ERICH JULIUS BARNSTEDT, Geographisch-historisch-statistische Beschreibung des Großherzoglich Oldenburgischen Fürstentums Birkenfeld, Birkenfeld 1845, S. 57).
Der Kongreß wurde offiziell am 1. November 1814 unter Vorsitz des späteren österreichischen Staatskanzlers, FÜRST METTERNICH, eröffnet.
Die nach Art. 51 und 52 der Kongreßakte an Österreich fallenden Gebiete wurden im Vertrag zwischen Preußen und Österreich vom 12. Juni 1815 näher umschrieben - vgl. HUBER, a. a. 0., S. 577 und dortige Anm. 2.
Das Gebiet umfaßte u. a. neben dem ehemaligen Departement Rhein und Mosel auch Teile des ehemaligen Departements Saar. Vgl. zu deren bereits zuvor erfolgtem Zusammenschluß das Patent wegen Besitznahme des Großherzogtums Nieder-Rhein vom 5. April 1815 (PrGS S. 23) sowie die Bekanntmachung vom 28. Mai 1815 betreffend die Übergabe von Gebietsteilen an Preußen (abgedruckt bei LOTTNER, a. a. 0., Band 1, Nrn. 206 und 207 (S. 320). Diese Gebietsteile kamen unter die Verwaltung der »Regierung des Mosellandes zu Koblenz« in der Provinz Großherzogtum Niederrhein, die zur »Militair-Abtheilung Niederrhein-Westphalen« gehörte, nachdem durch Verordnung wegen verbesserter Einrichtung der Provinzialbehörden vom 30. April 1815 (PrGS S. 85) Preußen eine neue Verwaltungsorganisation erhalten hatte. (5 »Militair-Abtheilungen«, 10 Provinzen, 25 Regierungsbezirke gemäß einer beigefügten Anlage).
Die »Herrschaft der Hundert Tage« seit der Rückkehr von Elba am 1. März 1815 wurde durch die Niederlage bei Belle-Alliance (Waterloo) am 18. Juni 1815 beendet.
PrGS 1816, S. 13. Im Ersten Artikel wurde bestimmt, daß die Grenzen Frankreichs vorbehaltlich der nachfolgenden Änderungen diejenigen des Jahres 1790 sein sollten.
Das betraf die Kantone Saarburg, Teile von Conz, Merzig, Wadern, Tholey, Teile von Lebach, Ottweiler, St. Wendel, Teile von Birkenfeld, von Hermeskeil und von Baumholder - Vgl. SCHULTEIS, a. a. 0., S. 142, und die »Besitzergreifungsprotokolle wegen der Städte Saarbrücken und St. Johann und der dazu gehörigen Landgemeinden« vom 30. November 1815 (PrGS 1816, S. 74) sowie »wegen der Stadt und Festung Saarlouis und der übrigen von Frankreich durch den Friedens-Traktat vom 20sten November 1815 abgetretenen Gebiete, Oerter und Plätze des Moseldepartements« vom 2. Dezember 1815 (PrGS 1816, S. 75).
Die Übereinkunft war zunächst auf den Widerstand des Herzogs gestoßen, da nicht alle Entschädigungsansprüche erfüllt worden waren - Vgl. BALDES, Die Hundertjährige Geschichte des Fürstentums Birkenfeld - Zur Jahrhundertfeier 1917 -, Birkenfeld 1921, S. 14. Die tatsächliche Inbesitznahme durch den Herzog von Oldenburg erfolgte am 16. April 1817 (vgl. BARNSTEDT, a. a. 0., S. 59). Das Gebiet umfaßte den Kanton Birkenfeld und Teile der Kantone Herrstein, Hermeskeil, Wadern, St. Wendel, Baumholder und Rhaunen. Vgl. Patent über die Besitznahme des Fürstentums Birkenfeld vom 16. April 1817 (abgedruckt bei BALDES, a. a. 0., S. 16.
Die zum heutigen Saarland gehörenden Gemeinden oder Ortsteile gehörten in der Folgezeit zum Amtsbezirk Nohfelden mit den Bürgermeistereien Achtelsbach, Neunkirchen und Nohfelden (vgl. BARNSTEDT, a. a. 0., S. 321).
Darin trat Preußen Teile der Kantone Ottweiler, Tholey, St. Wendel, Kusel, Baumholder und Grumbach ab - vgl. SCHULTEIS, a. a. 0., S. 147f.
Bekanntmachung vom 6. März 1819 (vgl. HOPPSTÄDTER, Territorial- und Verwaltungsgeschichte des Kreises St. Wendel, in »Der Landkreis St. Wendel, Vergangenheit und Gegenwart«, 1968, S. 114); das Fürstentum war in die drei Kantone St. Wendel, Baumholder und Grumbach eingeteilt (vgl. HOPPSTÄDTER, a. a. 0., S. 113). Das Gebiet umfaßte die folgenden saarländischen Gemeinden oder Ortsteile nach dem heutigen Stand:
im Kanton St. Wendel
Bürgermeisterei St. Wendel:
St. Wendel mit den Stadtteilen Alsfassen, Ober- u. Niederlinxweiler, Urweiler u. Winterbach sowie den Ortsteil Alsweiler der Gemeinde Marpingen
Bürgermeisterei Namborn:
die Gemeinde Namborn mit den Ortsteilen Baltersweiler, Eisweiler, Furschweiler, Gehweiler, Heisterberg, Hofeld-Mauschbach und Pinsweiler
Bürgermeisterei Urexweiler:
die Ortsteile Urexweiler und Marpingen der Gemeinde Marpingen
den Stadtteil Remmesweiler der Stadt St. Wendel und den Stadtteil Mainzweiler der Stadt Ottweiler
Bürgermeisterei Werschweiler:
die Stadtteile Dörrenbach und Werschweiler der Stadt St. Wendel die Stadtteile Steinbach und Wetschhausen der Stadt Ottweiler
Bürgermeisterei Bliesen:
den Stadtteil Bliesen der Stadt St. Wendel, die Gemeinde Oberthal mit den Ortsteilen Oberthal, Gronig u. Güdesweiler
Bürgermeisterei Oberkirchen:
die Ortsteile Grügelborn, Haupersweiler, Oberkirchen und Reitscheid der Gemeinde Freisen, den Stadtteil Leitersweiler der Stadt St. Wendel und den Ortsteil Roschberg der Gemeinde Namborn
im Kanton Baumholder
Bürgermeisterei Berschweiler:
den Ortsteil Freisen der Gemeinde Freisen Bürgermeisterei Burglichtenberg:
den Ortsteil Schwarzerden der Gemeinde Freisen.
Vgl. HOPPSTÄDTER, a. a. 0., S. 113. In dieser Aufstellung ist die Bürgermeisterei Oberkirchen offenbar versehentlich nicht aufgeführt, wie sich aus der Darstellung S. 114, der Bekanntmachung der Gerichtsbezirke vom 28. September 1852 (abgedruckt bei LOTTNER, a. a. 0., Band 10, Nr. 131 (S. 507) und der Gemeindezuordnung in BRUNCKOW, Die Wohnplätze des Deutschen Reiches, Abteilung I Preußen, 2 Bände, Berlin 1909, für die aufgeführten Gemeinden der Bürgermeisterei Oberkirchen ergibt.
Amtsblatt für das Königlich Baierische Gebiet auf dem linken Rheinufer Sp. 145.
Gemäß Art. II A des Vertrages waren dies u. a. die Arrondissements Zweibrücken und Kaiserslautern sowie Teile von Speyer und der Kanton Kirchheimbolanden vom ehemaligen Departement Donnersberg sowie die Kantone Waldmohr, Blieskastel und ein Teil des Kantons Kusel vom ehemaligen Departement Saar.
Zwischen Preußen und Frankreich schwebte allerdings noch längere Zeit ein Streit über die Auslegung der Grenzbestimmungen, der vor allem das Saarland betraf. Er wurde erst durch die »Definitive Übereinkunft. . . über die Grenzberichtigung der beiderseitigen Staaten, gemäß der. . . unterm 11ten Juni 1827 zu Paris unterzeichneten Erklärung« vom 23. Oktober 1829 (PrGS 1830, S. 26) beigelegt; die in bezug genommene Erklärung (PrGS 1830, S. 25, betraf den sog. Leyen’schen Distrikt mit Klein-Blittersdorf, Auersmacher, Hanweiler, Rilchingen und Wintringer Hof.
PrGS S. 159.
PrGS S. 43.
»Verordnung über die Eintheilung des Königreichs in acht Kreise betreffend« vom 20. Februar 1817 (Amtsblatt der Regierung der Königlich Baierischen Lande am Rhein 1817, Sp. 65); vgl. zuvor schon die Bekanntmachung des Königlichen Ediktes vom 18. August 1816 (Amtsblatt für das Königlich Baierische Gebiet auf dem linken Rheinufer Sp. 250) »betreffend Organisation der Regierung für das königliche Gebiet am linken Rheinufer« vom 11. September 1816 (a. a. 0., Sp. 265). Die Königliche Landesadministration war bereits am 20. Mai 1816 von Worms nach Speyer übergesiedelt (vgl. Bekanntmachung vom 14. Mai 1816, a. a. 0., Sp. 23).
Vgl. Bekanntmachung vom 17. November 1817 (Amtsblatt der Königlich Baierischen Regierung des Rheinkreises Sp. 529). Die heutigen saarländischen Gemeinden waren den Kantonen wie folgt zugeordnet:
XXII Kusel:
Stadtteile Bubach, Hoof, Marth, Niederkirchen, Osterbrücken, Saal der Stadt St. Wendel, die gemäß Bekanntmachung vom 20. Juli 1816 (Amtsblatt für das Königlich Baierische Gebiet auf dem linken Rheinufer Sp. 117) zur Bürgermeisterei Niederkirchen im Kanton Kusel zusammengefaßt worden waren.
XXIII Waldmohr:
Stadtteil Jägersburg der Stadt Homburg
die Stadt Bexbach mit den Stadtteilen Frankenholz, Höchen, Klein-Ottweiler, Mittel-, Nieder- und Oberbexbach
(Die ehemalige Gemeinde Frankenholz war erst mit Anordnung vom 24. April 1947 (Amtsbl. S. 179) durch Auflösung der Gemeinde Höcherberg gebildet worden; sie gehörte vor Bildung dieser Gemeinde (vgl. Bekanntmachung vom 13. Januar 1937 (Amtsblatt des Reichskommissars S. 6) zur Gemeinde Oberbexbach - vgl. Nrn. 2 und 7 der Anordnung von 1947.)
die Gemeinde Kirkel mit den Ortsteilen Altstadt, Limbach und Kirkel-Neuhäusel (Letztere waren gemäß Bekanntmachung vom 6. Februar 1818 (Amtsblatt der Königlich Baierischen Regierung des Rheinkreises Sp. 288) bei Waldmohr verblieben. Der Ortsteil Limbach umfaßt auch die Wohnsiedlung Bayrisch-Kohlhof. Sie gehörte bis zur Gebietsreform zur Gemeinde Limbach. Durch das Neugliederungsgesetz (NGG) vom 19. Dezember 1973 (Amtsbl. S. 852) wurde sie der Stadt Neunkirchen eingegliedert, mit Verordnung vom 10. Mai 1983 (Amtsbl. S. 293) jedoch wiederum der Gemeinde Kirkel angegliedert. Diese Verordnung wurde mit Urteil des Verfassungsgerichtshofes vom 30. Januar 1984 (Lv 1/83) für nichtig erklärt. Durch Gesetz vom 23. Januar 1985 (Amtsbl. S. 205) erfolgte eine erneute Umgliederung in die Gemeinde Kirkel. Das Gesetz wurde zwischenzeitlich von der Kreisstadt Neunkirchen erneut mit Verfassungsbeschwerde angefochten.)
XXV Homburg :
die Stadt Homburg mit den Stadtteilen Homburg (Beeden, Schwarzenbach, Erbach, Reiskirchen und Bruchhof-Sanddorf - letzterer war durch die Grenzziehung des Versailler Vertrages abgetrennt u. durch Bek. v. 28. Februar 1921 (Amtsbl. der Staatsministerien des Äußeren, etc. S. 32) i. V. m. der Verordnung vom 9. Juni 1920 (BayGVBl. S. 273) als selbständige Gemeinde gebildet worden, die durch Verordnung vom 6. Januar 1938 (Amtsbl. des Reichskommissars S. 33) wieder in die Stadt Homburg eingegliedert wurde) u. Kirrberg
XXVI Blieskastel:
die Stadt Blieskastel mit den Stadtteilen Blieskastel (einschl. Alschbach), Assweiler, Ballweiler, Biesingen, Bierbach, Blickweiler, Lautzkirchen, Niederwürzbach und Wolfersheim
die Ortsteile Bebelsheim, Bliesmengen, Bliesbolchen, Gräfinthal, Erfweiler-Ehlingen, Habkirchen, Heckendalheim, Ommersheim, Ormesheim und Wittersheim der Gemeinde Mandelbachtal
die Stadtteile Ensheim und Eschringen der Landeshauptstadt Saarbrücken die Ortsteile Gersheim, Herbitzheim, Reinheim und Rubenheim der Gemeinde Gersheim die Stadtteile Hassel, Oberwürzbach, Rohrbach und St. Ingbert der Stadt St. Ingbert der Stadtteil Wörschweiler der Stadt Homburg
XXVII Neuhornbach :
die Stadtteile Böckweiler, Breitfurt, Brenschelbach, Alt- und Neualtheim der Stadt Blieskastel
die Ortsteile Bliesdalheim, Medelsheim, Niedergailbach, Peppenkum, Seyweiler, Utweiler und Walsheim der Gemeinde Gersheim
XXVIII Zweibrücken :
der Stadtteil Einöd mit Ingweiler und Schwarzenacker der Stadt Homburg (vgl. Berichtigung vom 30. Januar 1818 - Amtsbl. der Königlich Baierischen Regierung des Rheinkreises Sp. 144)
die Stadtteile Mimbach und Webenheim der Stadt Blieskastel
Unberücksichtigt bleiben bei dieser Aufstellung diejenigen Flächen, die durch die § 1 Abs. 2 Nr. 3, 7, 12 Abs. 2 und 36 Abs. 2 Nr. 1 NGG umgegliedert wurden.
Als III. Kreis des Königreichs gemäß Art. I i. V. m. Art. V der »Königl. Verordnung die Eintheilung des Königreichs Bayern betreffend« vom 29. November 1837 (Amts- und Intelligenzblatt des Königlich Bayerischen Rheinkreises S. 567).
Als III. Regierungsbezirk mit den Bezirksämtern Homburg (Nr. 49), Kusel (Nr. 52) und Zweibrücken (Nr. 57) gemäß Kgl. Verordnung »den Bestand der Regierungsbezirke und Bezirksämter betreffend« vom 19. Juni 1879 (bayGVBl. S. 665), auch abgedruckt bei WEBER, Neue Gesetz- und Verordnungs-Sammlung für das Königreich Bayern, Band 13, München 1891, S. 50.
Vgl. Veröffentlichung des Vertrages vom 19. November 1839 (Königlich Bayerisches Amts- und Intelligenzblatt für die Pfalz S. 578).
Vgl. »Publikations-Patent über die Verfassung des Norddeutschen Bundes« vom 24. Juni 1867 (PrGS S. 817) sowie »Publikandum betr. die Verfassung des Norddeutschen Bunde« vom 26. Juni 1867 (Bundesgesetzblatt des Norddeutschen Bundes S. 1).
Vgl. Verkündung der Verfassung des Deutschen Bundes (unter dem Namen »Deutsches Reich«) vom 31. Dezember 1870 (Bundesgesetzblatt des Norddeutschen Bundes 1870, S. 627); »Protokoll, betreffend die Vereinbarung zwischen dem Norddeutschen Bunde, Baden und Hessen über Gründung des Deutschen Bundes und Annahme der Bundesverfassung« vom 15. November 1870 (a. a. 0., S. 650); »Vertrag zwischen dem Norddeutschen Bunde, Baden und Hessen einerseits und Württemberg andererseits, betreffend den Beitritt Württembergs zur Verfassung des Deutschen Bundes, nebst dazugehörigem Protokoll« vom 25. November 1870 (a. a. 0., S. 654) sowie »Vertrag, betreffend den Beitritt Bayerns zur Verfassung des Deutschen Bundes vom 23. November 1870 nebst Schlußprotokoll von demselben Tage« (a. a. 0., 1871, S. 9). Nachdem Reichstag und Bundesrat zugestimmt hatten, wurde das »Gesetz, betreffend die Verfassung des Deutschen Reiches« vom 16. April 1871 verkündet (a. a. 0., S. 63), durch welche die Verfassung des Deutschen Bundes gemäß den Vereinbarungen mit den süddeutschen Staaten ersetzt wurde. Die Verkündung erfolgte am 20. April 1871.
Gerichtsverfassungsgesetz vom 27. Januar 1877 (RGBl. S. 41)
Zivilprozeßordnung vom 30. Januar 1877 (RGBl. S. 83)
Strafprozeßordnung vom 1. Februar 1877 (RGBl. S. 253)
Konkursordnung vom 10. Februar 1877 (RGBl. S. 351).
Strafgesetzbuch für das Deutsche Reich vom 15. Mai 1871 (RGBl. S. 127).
Bürgerliches Gesetzbuch vom 18. August 1896 (RGBl. S. 195).
Preußisches Ausführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuche vom 20. September 1899 (PrGS S. 177);
Bayerisches Ausführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuch vom 9. Juni 1899 (BayGVBl., Beilage, S. 1) sowie »Gesetz Übergangsvorschriften zum Bürgerlichen Gesetzbuch betreffend« vom 9. Juni 1899 (BayGVBl., Beilage, S. 83).
Vgl. PER FISCHER, Die Saar zwischen Deutschland und Frankreich (Politische Entwicklung von 1945-1959), Frankfurt/Berlin 1959, S. 22.
Ordonnances und arrêtés der Administration supérieure de la Sarre; vgl. WESTHOFF, Recht und Verwaltung im Saargebiet, Trier 1934, S. 9.
In Satz 3 der Verfügung der Regierungskommission vom 11. März 1920 (Amtsbl. der Regierungskommission des Saargebietes S. 2) »betreffend Angliederung der Abteilungen für Gerichts-, Verwaltungs- und Wirtschaftswesen an die Regierungskommission« wurde bestimmt, daß die bisher erlassenen »Verfügungen und Verordnungen. . . bis auf weiteres in Kraft bleiben.«
Vertrag vom 28. Juni 1919; vgl. Gesetz vom 16. Juli 1919 (RGBl. S. 687), das gemäß Artikel 2 am 12. August 1919 in Kraft getreten ist. Für das Saarland einschlägig ist Teil III Abschnitt IV (Art. 45 bis 50) mit der dazugehörigen Anlage (auch als »Saarstatut« bezeichnet), a. a. 0., S. 769ff. Gemäß seinem Artikel 440 in Verbindung mit dem »Ersten Protokoll über die Niederlegung der Ratifikationsurkunden« vom 10. Januar 1920 (vgl. Bekanntmachung vom 11. Januar 1920, RGBl. S. 31) ist der Vertrag an diesem Tage in Kraft getreten.
Die Grenzumschreibung enthält Artikel 48 des Versailler Vertrages; der genaue Grenzverlauf sollte von einem aus 5 Mitgliedern bestehenden Ausschuß festgelegt werden.
Vgl. Bekanntmachung an die Bewohner des Saargebietes vom 26. Februar 1920 (Amtsblatt der Regierungskommission des Saargebietes S. 1).
Dies wird z. B. deutlich in der »Verordnung betreffend Schlichtungs-Ausschüsse« vom 8. Mai 1920 (Amtsblatt der Regierungskommission S. 16), die davon ausgeht, daß die Reichsverordnung über Tarifverträge etc. vom 23. Dezember 1918 (RGBl. S. 1456) im Saargebiet keine Geltung habe.
Vgl. die bei WESTHOFF, a. a. 0., S. 9, zitierte Entscheidung des Reichsgerichts vom 20. Juni 1921- CaD 351/21.
Der Frage kommt rückblickend wegen der weitreichenden Einführungspraxis der Regierungskommission nur eine geringe praktische Bedeutung zu. Sie brauchte im Rahmen der Rechtsbereinigungsarbeiten schon deshalb nicht vertieft zu werden, weil die Entscheidung zweifelhafter Rechtsfragen in die Kompetenz der Gerichte fällt. Für die Zwecke der Rechtsbereinigung waren daher auch solche Rechtsvorschriften als fortgeltend zu betrachten, deren Gültigkeit umstritten war.
Vgl. einerseits die alsbald nach Amtsantritt erlassene »Verordnung betreffend die teilweise Durchführung der Besoldungsreform im Saargebiet« vom 23. Juni 1920 (Amtsblatt der Regierungskommission S. 28), mit deren Artikel 1 die vom Deutschen Reich und von Preußen erlassenen Gesetze zu Diensteinkommensverbesserungen vom 30. April bzw. 7. Mai 1920 mit Wirkung vom 1. April 1920 für alle Reichsbeamten und die Staatsbeamten in den ehemals preußischen Landesteilen eingeführt wurden, und andererseits die »Verordnung betreffend die Durchführung der Besoldungsreform im pfälzischen Teile des Saargebietes« vom 23. Juli 1920 (a. a. 0., S. 44), mit der die Regelungen des Bayerischen Beamtenbesoldungsgesetzes mit Wirkung vom 1. März 1920 eingeführt wurden. Die preußischen Regelungen wurden teilweise auf das gesamte Landesgebiet, also einschließlich der ehemals bayerischen Gebietsteile, erstreckt; vgl. hierzu etwa die »Verordnung betreffend die Errichtung von Verwaltungsgerichten für das Saargebiet« vom 28. Juli 1920 (a. a. 0., S. 47), nach deren Teil 3 bis zum Erlaß einer besonderen Verordnung die in den preußischen Gebieten geltenden Bestimmungen Anwendung finden sollten.
Vgl. Entschließung Nr. 49 des Völkerbundsrates vom 17. Januar 1935 (Amtsblatt der Regierungskommission S. 30); darin wurde als Rückgliederungszeitpunkt der 1. März 1935 festgesetzt.
RGBl. I S. 66, das für das Saarland gemäß § 10 mit dem l. März 1935 in Kraft trat. In diesem Gesetz wurde erstmals die heutige Landesbezeichnung verwandt.
Auf der Basis des Gesetzes zur Behebung der Not von Volk und Reich (sog. Ermächtigungsgesetz) vom 24. März 1933 (RGBl. I S. 141) wurden zunächst durch das Vorläufige Gesetz der Reichsregierung zur Gleichschaltung der Länder mit dem Reich vom 31. März 1933 (RGBl. I S. 153) die Landesregierungen entsprechend dem Reichsvorbild zum Erlaß von Landesgesetzen ermächtigt und von Bindungen an die Landesverfassungen freigestellt sowie die Volksvertretungen der Länder mit Ausnahme des am 5. März 1933 gewählten Preußischen Landtages aufgelöst und gesetzlich auf der Grundlage der Stimmergebnisse der Reichstagswahl vom 5. März 1933 neu gebildet. Sodann wurden aufgrund des Zweiten Gesetzes zur Gleichschaltung der Länder mit dem Reich vom 7. April 1933 (RGBl. I S. 173) in allen Ländern mit Ausnahme Preußens Reichsstatthalter eingesetzt, die für die Einhaltung der vom Reichskanzler aufgestellten Richtlinien der Politik zu sorgen hatten. Dabei stand ihnen u. a. die Befugnis zu, alle Mitglieder der Landesregierung zu ernennen oder zu entlassen, die Auflösung des jeweiligen Landtages anzuordnen und die Landesgesetze auszufertigen und zu verkünden. Durch das Änderungsgesetz vom 25. April 1933 (RGBl. I S. 225) wurden die Befugnisse des Reichsstatthalters in Preußen auf den Reichskanzler übertragen, der sie auf den Ministerpräsidenten weiterübertragen konnte, wobei diesem eine Subdelegationsermächtigung eingeräumt wurde. Das von Reichstag und Reichsrat »einstimmig« beschlossene Gesetz über den Neuaufbau des Reichs vom 30. Januar 1934 (RGBl. I S. 75) hob alle Volksvertretungen der Länder auf, leitete die Hoheitsrechte der Länder auf das Reich über, unterstellte die Landesregierungen der Aufsicht durch die Reichsregierung und ermächtigte die Reichsregierung zum Erlaß neuen Verfassungsrechts. Mit Gesetz vom 14. Februar 1934 (RGBl. I S. 89) wurde der Reichsrat aufgelöst. Schließlich wurde das Reichsstatthaltergesetz vom 30. Januar 1935 (RGBl. I S. 65) erlassen. Die Reichsstatthalter waren in ihrem Amtsbezirk ständige Vertreter der Reichsregierung, die vom Reichskanzler mit der Führung der Landesregierung beauftragt werden konnten. Für Preußen verblieb es inhaltlich bei der bisherigen Regelung nach dem Zweiten Gleichschaltungsgesetz, das ersatzlos aufgehoben wurde.
Vgl. § 1 der Zweiten Verordnung über den Neuaufbau des Reiches vom 27. November 1934 (RGBl. I S. 1190).
Danach konnten die zuständigen Reichsminister durch Rechtsverordnung u. a. bestimmen, in welchem Umfange und zu welchem Zeitpunkt das bisherige Recht außer Kraft treten und das im Reich geltende Recht eingeführt werden sollte. Gleiches galt für Rechtsänderungen oder -vereinheitlichungen des bestehenden Rechts. Auf bestimmt zu bezeichnenden Gebieten konnten die Befugnisse dem Reichskommissar übertragen werden.
Alleine für das Jahr 1935 ergeben sich, beginnend mit der Verordnung über das Zollwesen im Saarland vom 13. Februar 1935 (RGBl. I S. 182), neben einigen Gesetzen und Verordnungen, die eigenständige Regelungen für das Saarland enthielten, insgesamt 93 Rechtseinführungsgesetze oder-verordnungen.
Verordnung vom 27. September 1935 (RGBl. I S. 1204).
Die Ausnahmen waren in § 4 einzeln umschrieben.
RGBl. I S. 1249.
Vgl. hierzu § 6 der Verordnung vom 14. September 1938:
»Die zuständigen Reichsminister können im Einvernehmen mit dem Reichsminister des Innern bis zum 31. Dezember 1941 Zweifelsfragen über das im Saarland geltende Recht mit bindender Wirkung für Gerichte und Verwaltungsgerichte entscheiden.«
Dieser führte nach dem Erlaß des »Führers und Reichskanzlers« vom 17. Juni 1936 (RGBl. I S. 491) die Amtsbezeichnung »Der Reichskommissar für das Saarland«. Eine erneute Änderung trat durch Verordnung vom 8. April 1940 ein (RGBl. I S. 632), mit der für die Dauer des Krieges die Dienststelle des Reichskommissars für das Saarland mit derjenigen des Regierungspräsidenten in Speyer zu einer Behörde mit Sitz in Kaiserslautern zusammengefaßt wurde. An die Spitze dieser Behörde trat der Reichskommissar für das Saarland, der die neue Amtsbezeichnung »Der Reichskommissar für die Saarpfalz« führte. Nach Abschluß des Frankreichfeldzuges erfolgte durch Erlaß des »Führers und Reichskanzlers« vom 11. März 1941 (RGBl. I S. 183) die Umbenennung in »Der Reichsstatthalter in der Westmark« und die Verlegung des Amtssitzes nach Saarbrücken. Gemäß Bekanntmachung vom 2. Mai 1941 (Verordnungs- und Amtsblatt des Reichsstatthalters in der Westmark S. 47) erfolgte mit Wirkung vom 15. Mai 1941 eine erneute Zusammenfassung von Dienststellen zu einer Behörde unter der Bezeichnung »Der Reichsstatthalter in der Westmark und Chef der Zivilverwaltung in Lothringen« mit Amtssitz in Saarbrücken.
Vgl. FISCHER, a. a. 0., S. 11; vgl. auch Proklamation Nr. l von General EISENHOWER als Oberster Befehlshaber der Alliierten Streitkräfte (abgedruckt in HEMKEN, Sammlung der vom Alliierten Kontrollrat und der Amerikanischen Militärregierung erlassenen Proklamationen, Gesetze, Verordnungen, Befehle, Direktiven, Stuttgart 1946ff., unter M Nr. 2), mit der die Mitteilung über die Übernahme der »höchste(n), gesetzgebende(n), rechtsprechende(n) und vollziehende(n) Machtbefugnis und Gewalt in dem besetzten Gebiet...« erfolgte.
Vgl. auch Proklamation Nr. 1 des Alliierten Kontrollrates vom 30. August 1945 (Amtsblatt des Kontrollrates in Deutschland S. 4).
Vgl. Abkommen der Europäischen Beratungskommission mit Frankreich über dessen Beitritt zu den Protokollen über die Besatzungszonen in Deutschland und die Verwaltung Groß-Berlins vom 27. Februar 1945 (Text in Dokumentation zur Deutschlandfrage, Band I, S. 25) und Verordnung Nr. 1 des Französischen Oberbefehlshabers in Deutschland vom 28. Juli 1945 Journal Officiel du commandement En Chef Français En Allemagne - nachfolgend als Journal Officiel zitiert - S. 1).
Am 10. Juli 1945; vgl. HENN, Die verfassungsrechtliche Lage des Saarlandes, Meisenheim 1959, S. 18.
Vgl. die unter Anm. 103 zitierte Verordnung des Französischen Oberbefehlshabers.
Vgl. Arrêté Nr. l des Französischen Oberbefehlshabers vom 21. August 1945 Journal Officiel S. 4). Mit dieser Aufgabe wurde durch Décision Nr. 1 des Oberbefehlshabers vom 30. August 1945 (Journal Officiel S. 12) Monsieur GILBERT GRANDVAL für den Bereich des Saarlandes betraut.
Vgl. den Erlaß des Regierungspräsidenten vom 31. Juli 1945 (Amtsblatt des Regierungspräsidiums zu Saarbrücken - nachfolgend als Amtsblatt zitiert - S. 5):
»Die Militärregierung Saar hat mitgeteilt, daß das Saargebiet hinfort eine eigene, von anderen administrativen Bindungen unabhängige verwaltungsmäßige Einheit darstellt. Unbeschadet der Befugnisse der Militärregierung erstrecken sich demnach meine Aufgaben und Zuständigkeiten auf den Gesamtbereich der staatlichen Verwaltung.»
Mit Verordnung des Regierungspräsidiums vom 22. Januar 1946 (Amtsblatt S. 5) wurde ein aus acht Partei- und Gewerkschaftsvertretern bestehender »konsultativer Ausschuß« gebildet, der gemäß § 2 die Aufgabe hatte, »das Regierungspräsidium Saar in allen wichtigen Angelegenheiten . . . zu beraten.«
Mit Anordnung Nr. 8 des Französischen Oberbefehlshabers vom 18. Juli 1946 (Journal Officiel S. 248) wurden 70 Gemeinden des Kreises Saarburg, 11 Gemeinden des Kreises Trier-Land, 43 Gemeinden des Kreises Wadern und 18 Gemeinden des Kreises Birkenfeld aus der »Provinz Rheinland-Hessen-Nassau« aus- und in das Saarland eingegliedert. Der in der Anordnung aufgeführte heutige Ortsteil Türkismühle der Gemeinde Nohfelden wurde erst durch § 1 der Verordnung vom 21. August 1946 (Amtsblatt S. 177) mit Wirkung vom 1. September als selbständige Gemeinde aus der Gemeinde Nohfelden ausgegliedert (vgl. zum vormaligen Ortsteil der Gemeinde Nohfelden: BARNSTEDT, a. a. 0., S. 13 und BALDES, a. a. 0., S. 20, 203, 206, 221 u. 262).
Gemäß Erlaß vom 13. September 1946 (Amtsblatt S. 180) galt in diesen Gemeinden mit Wirkung vom 20. Juli 1946 »hinsichtlich der seit der Besetzung durch die Vereinten Nationen ergangenen gesetzgeberischen Akte der gleiche Rechtszustand wie im Gebiet des Regierungsbezirks Saar, soweit nicht bei der Übernahme. . . Vorbehalte erklärt worden sind.«
Vgl. Verordnung des Französischen Oberbefehlshabers vom 5. August 1946 (Journal Officiel S. 277) und Bekanntmachung vom 21. August 1946 (Amtsblatt S. 152).
Verordnung des Französischen Oberbefehlshabers vom 8. Oktober 1946 (Journal Officiel S. 460).
Vgl. auch die Verordnung über die Zuständigkeit der Verwaltungskommission des Saarlandes vom 30. Oktober 1946 (Amtsblatt S. 231).
Der endgültige Zeitpunkt »der vollen Wirksamkeit« des Gebietsanschlusses wurde durch Verfügung vom 16. Juni 1947 (Journa1 Officiel S. 812) auf den 24. Juni 1947 festgesetzt.
Verordnung des Französischen Oberbefehlshabers vom 6. Juni 1947 (Journal Officiel S. 765).
Durch Rechtsanordnung der Verwaltungskommission vom 5. November 1947 (Amtsblatt S. 584 a) wurden mit Wirkung vom 24. Juni 1947 »die gleichen Gesetze, Rechtsanordnungen, Verordnungen und Verfügungen wie im übrigen Gebiet des Saarlandes« eingeführt.
Vgl. Artikel 133 der Verfassung vom 15. Dezember 1947 (Amtsblatt S. 1077).
Dieser war am 5. Oktober 1947 gewählt worden; das Ergebnis wurde am 6. Oktober 1947 amtlich bekanntgegeben (Amtsblatt S. 514); vgl. hierzu Verordnung des Französischen Oberbefehlshabers vom 25. August 1947 (Journal Officiel S. 1012) und Verordnung der Verwaltungskommission vom 29. August 1947 (Amtsblatt S. 351).
Artikel 1 Nr. 3 der Verordnung des Französischen Oberbefehlshabers vom 23. April 1949 (Journal Officiel S. 1967); durch Artikel 1 des Gesetzes vom 22. April 1949 (Amtsblatt S. 377) wurde die davon betroffene Gemeinde Kirrberg in den Kreis Homburg eingegliedert. Gemäß Artikel 2 des Gesetzes fanden »die im Saarland in Kraft befindlichen Gesetze, Verordnungen, Erlasse und sonstigen Verfügungen« vom Tage des Inkrafttretens (23. April 1949 gemäß Artikel 7) des Gesetzes an »entsprechende Anwendung«.
Nachdem die aufgrund des deutsch-französischen Abkommens über das Statut der Saar vom 23. Oktober 1954 (BGBl. 1955 II, S. 296) durchgeführte Volksabstimmung vom 23. Oktober 1955 eine 2/3 Mehrheit gegen die Annahme des Statuts erbrachte, kam es zu erneuten deutsch-französischen Verhandlungen, die mit dem am 27. Oktober 1956 in Luxemburg unterzeichneten Vertrag zur Regelung der Saarfrage (BGBl. II S. 1589) ihren Abschluß fanden.
Vgl. Gesetz über die Eingliederung des Saarlandes vom 23. Dezember 1956 (BGBl. I S. 1011).
Vgl. Bekanntmachung vom 30. Juni 1959 (BGBl. I S. 401).
Vgl. Gesetz zur Einführung von Bundesrecht im Saarland vom 30. Juni 1959 (BGBl. I S. 313). In § 35 des Gesetzes war die Bundesregierung ermächtigt worden, durch Rechtsverordnung Rechtsvorschriften im Saarland einzuführen, die nach § 2 des Gesetzes von der allgemeinen Einführung ausgenommen waren. Davon wurde in der Folgezeit bis auf wenige Ausnahmen umfassend Gebrauch gemacht. In einigen Teilbereichen gilt bis heute partielles Bundesrecht; vgl. etwa das Sozialversicherungs-Angleichungsgesetz vom 15. Juni 1963 (BGBl. I S. 402), zuletzt geändert durch Artikel 30 des Gesetzes vom 20. Dezember 1982 (BGBl. I S. 1857), das Hüttenknappschaftliche Zusatzversicherungs-Gesetz vom 22. Dezember 1971 (BGBl. I S. 2104), zuletzt geändert durch Artikel 8 des Gesetzes vom 13. April 1984 (BGBl. I S. 610) und das Wohnungsbaugesetz für das Saarland in der Fassung der Bekanntmachung vom 5. Oktober 1982 (Amtsblatt S. 933). Das Zweite Wohnungsbaugesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom 30. Juli 1980 (BGBl. I S. 1085), zuletzt geändert durch Artikel 2 des Gesetzes vom 21. Juli 1982 (BGBl. I S. 969) gilt gemäß seinem 125 a Abs. 1 nicht im Saarland.
Bereits am 9. Februar 1960 hatte der Landtag des Saarlandes in einer Entschließung die Landesregierung zur Vorlage des Entwurfs eines Bereinigungsgesetzes aufgefordert. Demzufolge war in der Regierungserklärung vom 17. Januar 1961 die Bedeutung einer Rechtsbereinigung hervorgehoben worden. Allerdings hatten die vordringlichen Rechtsangleichungsarbeiten im Zuge der wirtschaftlichen Rückgliederung des Saarlandes einstweilen (schon aus personellen Gründen) dazu geführt, die Arbeiten an einer Rechtsbereinigung aufzuschieben.
Seit Ende August 1966 wurde mit den eigentlichen Sichtungsarbeiten begonnen.
Aus Bayern war etwa mitgeteilt worden, daß im Jahre 1953 zur Bereinigung des in drei Verkündungsblättern enthaltenen Landesrechts ein aus acht Beamten des höheren Dienstes bestehender Arbeitskreis gebildet worden sei, dem ein Hauptausschuß aus Referenten aller Ministerien zugearbeitet habe. Die entsprechenden Zahlen für das Saarland nehmen sich dagegen mehr als bescheiden aus: Ab Ende August 1966 war ein Beamter des höheren Dienstes und ab Ende September 1966 zusätzlich ein Beamter des mittleren Dienstes nach den Weisungen des Referenten mit Sichtungsarbeiten befaßt; eine Schreibkraft stand nur halbtags zur Verfügung.
Aufgrund einer Ministerratsvorlage vom 19. Oktober 1966 beschloß das Kabinett am 15. November 1966, in jedem Ministerium einen Referenten mit der nebenamtlichen Mitarbeit an den Bereinigungsarbeiten zu betrauen. Diese geringe Personalausstattung war nur deshalb vertretbar, weil für Teilbereiche auf die Bereinigungsergebnisse anderer Länder zurückgegriffen werden konnte. Ab Ende Februar 1968 bis Ende 1972 wurde dem zuständigen Referenten ein weiterer Mitarbeiter des höheren Dienstes zugeteilt.
Als Erscheinungstag der ersten Ausgabe des »Amtsblatt(es) des Regierungspräsidiums zu Saarbrücken«; die Bezeichnung wechselte mehrfach - vgl. § 1 Abs. 1 des Ersten Rechtsbereinigungsgesetzes.
Vgl. § 1 Abs. 1 des Ersten Saarländischen Rechtsbereinigungsgesetzes.
Stand: 30. Juni 1969; davon wurden 611 Rechtsvorschriften als fortgeltend in die Anlage zum Gesetz aufgenommen.
Es wurden insgesamt 24 derartige Rechtsänderungen aufgenommen.
Die Akten geben beredt Zeugnis von den Schwierigkeiten, mit denen die zuständigen Mitarbeiter des Justizministeriums zu kämpfen hatten, um ein mit allen Ressorts abgestimmtes Ergebnis sicherzustellen.
Amtsblatt S. 377 (BS-Saar Nr. 114 - 3).
Aufgrund der Ministerratsvorlage vom 30. Juni 1969 war der Entwurf von der Landesregierung in der Kabinettssitzung vom 15. Juli 1969 gebilligt worden. Die erste Lesung des Gesetzentwurfs fand am 5. November 1969 statt.
Gemäß § 6 des Gesetzes war die Landesregierung zur Herausgabe einer bereinigten Textsammlung ermächtigt worden. Der Druckauftrag wurde Ende August 1970 erteilt; die öffentliche Vorstellung durch den Minister der Justiz erfolgte am 19. Mai 1971.
Zwar war das saarländische Recht eingeführt, das rheinland-pfälzische Recht aber nicht global aufgehoben worden - vgl. Anm. 115 und 118.
Die Sichtungsarbeiten bezüglich des früheren Reichsrechts begannen Anfang 1969; zwischenzeitlich war daran gedacht worden, die noch ausstehenden Bereinigungsarbeiten mit einem einzigen Gesetz zum Abschluß zu bringen. Dies erwies sich jedoch bald als undurchführbar.
Amtsblatt S. 607 (BS-Saar Nr. I 14 - 4).
Die erste Lesung hatte am 17. Mai 1972 stattgefunden.
Aus einer internen Ermittlung des Ministeriums geht hervor, daß allein dadurch rund 20 000 Rechtsquellen auf fortgeltendes Landesrecht zu überprüfen waren.
Nach internen überschlägigen Berechnungen wurden davon etwa 100 Rechtsvorschriften erfaßt.
Die überschlägigen internen Ermittlungen ergaben etwa 850 Rechtsvorschriften.
Das ergibt sich zwingend aus einer Zusammenschau der gleichzeitig erlassenen Rechtseinführungsvorschriften. Diejenige vom 13. September 1946 (vgl. Anm. 109) beschränkte sich schon ihrem Wortlaut nach auf das Nachkriegsrecht. Die beiden anderen vom 5. November 1947 (vgl. Anm. 115) und vom 22. April 1949 (vgl. Anm. 118) waren zwar allgemein formuliert, konnten aber eine entsprechende Wirkung nur dann haben, wenn im übrigen Gebiet des Saarlandes einheitliches Recht gegolten hätte, was ersichtlich nicht der Fall war. Eine Rechtsangleichung wurde also nur in den landeseinheitlich geregelten Materien erreicht. Nachdem im Jahre 1946 die Geltung des früheren Rechts, hier also desjenigen des Reichskommissars, nicht auf die angegliederten Gemeinden erstreckt wurde, trafen die späteren Rechtseinführungsvorschriften insoweit auf unterschiedliches Recht in den einzelnen Landesteilen, so daß eine Rechtsangleichung auch im Gefolge der erneuten Eingliederung nicht erreicht werden konnte.
Vgl. hierzu Artikel 123 bis 125 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland.
Nach überschlägigen internen Ermittlungen wurden hiervon etwa 5.160 Rechtsvorschriften erfaßt, die u. a. im Reichsministerialblatt und im Zentralblatt für das Deutsche Reich enthalten waren.
Amtsblatt S. 462 (berichtigt S. 609) (BS-Saar Nr. 114 - 5). Die erste Lesung fand am 20. Juni 1973 statt.
Listenmäßig erfaßt wurden ca. 27.650 (davon ca. 15.000 preußische, 12.600 bayerische und 50 oldenburgische) Rechtsvorschriften. Da nicht für alle Vorschriften Listen zur Verfügung standen, belief sich die Gesamtzahl aller während der drei Bereinigungsabschnitte gesichteten Vorschriften nach einer überschlägigen internen Schätzung auf über 70.000.
Die Gesetzsammlung Preußens wurde durch Verordnung vom 27. Oktober 1810 (PrGS S. 1) begründet, wobei gleichzeitig ein amtlicher Sonderdruck mit den in der Zeit von 1806 bis zum 27. Oktober 1810 erlassenen Vorschriften erschien. Das Amtsblatt für das Königlich Baierische Gebiet auf dem linken Rheinufer wurde mit Verordnung vom 23. Mai 1816 (Amtsblatt Sp. 30) als ausschließliches Verkündungsblatt eingeführt, das Amtsblatt für das Fürstentum Birkenfeld im Jahre 1823. In der Folgezeit wechselten die Bezeichnungen der einzelnen Verkündungsblätter vor allem in Bayern recht häufig.
In den zum ehemaligen Fürstentum Lichtenberg gehörenden Gemeinden (vgl. Anm. 64, 109, 114 und 115).
Vgl. bereits Erlaß des preußischen Justizministers vom 22. Februar 1835 (abgedruckt bei LOTTNER, a. a. 0., Band 4 unter Nr. 1329 (S. 78) »betreffend Anwendung sämmtlicher im westrheinischen Theile der Rheinprovinz geltenden Gesetze im ehemaligen Fürstenthum Lichtenberg« und »Patent, wegen Einführung derjenigen Gesetze, Verordnungen und Bestimmungen, welche im Regierungsbezirk Trier seit dem 5. April 1815 Gültigkeit erlangt haben, in den Kreis St. Wendel« vom 30. Juli 1835 (PrGS S. 141). Gemäß § 1 des Patents wurden alle unter der »Herzoglich Sachsen-Coburg’schen Regierung als auch unter österreichisch-baierscher Verwaltung vom 5. April 1815 bis l. Juli 1816 erlassenen Gesetze, Verordnungen und Bestimmungen« aufgehoben.
Es handelt sich um die heutige Gemeinde Nohfelden mit den Ortsteilen Bosen, Eckelhausen, Eisen, Eiweiler, Gonnesweiler, Mosberg-Richweiler, Neunkirchen/Nahe, Nohfelden, Selbach (einschließlich der durch § 47 Abs. 2 NGG nach Tholey umgegliederten Flurstücke), Sötern, Türkismühle, Walhausen und Wolfersweiler, die Ortsteile Assweiler und Eitzweiler der Gemeinde Freisen, den Ortsteil Hirstein der Gemeinde Namborn, den Ortsteil Steinberg-Deckenhardt der Gemeinde Oberthal und den Ortsteil Schwarzenbach der Gemeinde Nonnweiler, die erst mit Wirkung vom 20. Juli 1946 bzw. vom 8. Juni 1947 dem heutigen Saarland angegliedert wurden.
Das Fürstentum wurde aufgrund der revolutionären Ereignisse und des Thronverzichts des Großherzogs am 10. November 1918 zum Landesteil des Freistaates Oldenburg (vgl. BALDES, a. a. 0., S. 270). Gemäß Artikel II § 8 Abs. 1 des Gesetzes über Groß-Hamburg und andere Gebietsbereinigungen vom 26. Januar 1937 (RGBl. I S. 91) wurde der Landesteil Birkenfeld mit Wirkung vom 1. April 1937 mit Preußen vereinigt und durch die Erste Durchführungsverordnung vom 15. Februar 1937 (RGBl. I S. 242) als Landkreis Birkenfeld dem Regierungsbezirk Koblenz eingegliedert. Der Rest-Landkreis St. Wendel-Baumholder wurde in den Landkreis Birkenfeld eingegliedert.
Vgl. die reichsrechtlichen Vorschriften in der Zweiten Durchführungsverordnung zum Gesetz über Groß-Hamburg vom 11. März 1937 (RGBl. I S. 301), in der Dritten Durchführungsverordnung vom 13. März 1937 (RGBl. I S. 303) und in der Verordnung vom 22. März 1937 (RGBl. I S. 334) sowie die preußischen Vorschriften in den Verordnungen vom 24. März 1937 (PrGS S. 21), vom 25. März 1937 (PrGS S. 26), vom 13. Mai 1937 (PrGS S. 69), vom 26. November 1937 (PrGS S. 177) und vom 10. Januar 1938 (PrGS S. 17). Gemäß § 1 Abs. 1 der Verordnung vom 18. März 1938 (PrGS S. 40) erfolgte eine generelle Rechtseinführung mit Wirkung vom 1. April 1938; gemäß § 3 Abs. 1 trat das bisherige Recht, soweit keine Ausnahmen nach § 2 vorgesehen waren, außer Kraft. Vgl. auch die §§ 2 und 6 der Verordnung vom 30. März 1938 (PrGS S. 46) und die Verordnung vom 30. August 1938 (PrGS S. 90). Die Bereinigung des oldenburgischen Rechts konnte sich daher auf diese Ausnahmen beschränken.
Ehemals preußisch waren die eingegliederten Gemeinden der Kreise Saarburg und Wadern sowie die früher lichtenbergischen Gemeinden des Kreises Birkenfeld.
Ehemals bayerisch waren die eingegliederten Gemeinden Bubach, Hoof, Kirrberg, Marth, Niederkirchen, Osterbrücken und Saal.
Sowohl der Landes- als auch der Bundesgesetzgeber haben sich dieser Aufgabe auf einigen bedeutsamen Rechtsgebieten unterzogen. Für den Bundesgesetzgeber vgl. etwa das Bundesberggesetz vom 13. August 1980 (BGBl. I S. 1310), durch dessen § 176 Nrn. 80 bis 90 insgesamt 10 im Saarland noch geltende preußische und 1 saarländische Rechtsvorschrift aus dem Jahre 1953 aufgehoben wurden.
Für den Landesgesetzgeber vgl. etwa das Gesetz vom 15. November 1971 (Amtsbl. 5. 793), durch dessen Artikel II und III die Schiedsmannsordnung ab l. August 1972 als »Saarländische Schiedsmannsordnung« im ganzen Saarland gilt, das Saarländische Nachbarrechtsgesetz vom 28. Februar 1973 (Amtsbl. S. 210), durch dessen § 60 u. a. ehemals französische, bayerische und preußische Rechts
vorschriften aufgehoben wurden, sowie das Saarländische Naturschutzgesetz vom 31. Januar 1979 (Amtsbl. S. 147), durch dessen § 41 Abs.1 ehemals reichsrechtliche Vorschriften aufgehoben wurden.
Das Zahlenbild der zwar in die Anlagen zu den Rechtsbereinigungsgesetzen aufgenommenen, zwischenzeitlich aber aufgehobenen Vorschriften stellt sich (Stand: 25. Ergänzungslieferung, die Ende April/Anfang Mai 1985 ausgeliefert wurde) wie folgt dar:
Bereinigungs-	Aufge-	Aufge-
gesetz	nommen	hoben
Erstes	611	228
Zweites	147	34	Drittes	140	40
Insgesamt wurden durch die bisher 25 Ergänzungslieferungen 863 Rechtsvorschriften neu aufgenommen, 822 geändert und 535 aufgehoben.

References: Art. 24
 § 4
 Art. 674
 § 60
 Art. 51
 § 1
 § 10
 § 1
 § 4
 § 6
 § 2
 § 1
 § 35
 § 2
 § 1
 § 1
 § 6
 § 1
 § 47
 § 8
 § 1
 § 3
 § 2
 § 176
 § 60
 § 41