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Timestamp: 2017-05-25 18:13:42+00:00

Document:
EnEV 2007 Anlage 1: Anforderungen an Wohngebäude
EnEV 2007 - Energieeinsparverordnung für Gebäude - Verordnungstext
| Anlage 1 (zu den
§ 3 und
1. Höchstwerte des Jahres-Primärenergiebedarfs und des spezifischen Transmissionswärmeverlusts für zu errichtende Wohngebäude (zu
§ 3 Abs. 1)
Zwischenwerte zu Tabelle 1
Zuschläge bei Kühlung
Definition der Bezugsgrößen
2. Berechnungsverfahren zur Ermittlung der Werte des Wohngebäudes (zu § 3
Abs. 2 und 4, § 9 Abs. 2)
Berechnung des Jahres-Primärenergiebedarfs
Berücksichtigung der Warmwasserbereitung
Berechnung des spezifischen Transmissionswärmeverlusts
Beheiztes Luftvolumen
Ermittlung der solaren Wärmegewinne bei Fertighäusern und vergleichbaren Gebäuden
Energiebedarf der Kühlung
3. Vereinfachtes Berechnungsverfahren für Wohngebäude (zu § 3 Abs. 2 Nr. 1 und
§ 9 Abs. 2)
Höchstwerte des Jahres-Primärenergiebedarfs und des spezifischen Transmissionswärmeverlusts für zu errichtende Wohngebäude (zu
Tabelle 1: Höchstwerte des auf die Gebäudenutzfläche bezogenen Jahres-Primärenergiebedarfs und des spezifischen, auf die wärmeübertragende Umfassungsfläche bezogenen Transmissionswärmeverlusts in Abhängigkeit vom Verhältnis A/Ve
Spezifischer, auf die wärmeübertragende Umfassungsfläche bezogener Transmissions-
Qp´´ in kWh/(m²∙a)
H′T in W/(m²∙K)
Wohngebäude (außer solchen nach Spalte 3)
Wohngebäude mit überwiegender Warmwasserbereitung aus elektrischem Strom
66,00 + ∆QTW
73,53 + ∆QTW
81,06 + ∆QTW
88,58 + ∆QTW
96,11 + ∆QTW
103,64 + ∆QTW
121,44 0,51
111,17 + ∆QTW
118,70 + ∆QTW
126,23 + ∆QTW
130,00 + ∆QTW
in kWh/(m²∙a)
AN nach Nr. 1.4.4 in m²
A/Ve nach Nr. 1.4.3 in m-1.
Qp´´ = 50,94 kWh/(m²∙a) + 75,29 kWh/(m∙a) ∙ A/Ve + ∆QTW in kWh/(m²∙a)
Qp´´ = 68,74 kWh/(m²∙a) + 75,29 kWh/(m∙a) ∙ A/Ve
A/Ve nach Nr. 1.4.3 in m-1
Wird bei einem zu errichtenden Wohngebäude die Raumluft gekühlt, erhöhen sich die
Höchstwerte des Jahres-Primärenergiebedarfs in den Spalten 2 und 3 der Tabelle 1 wie folgt:
Qp,c´´ = Qp´´ + 16,2 kWh/(m²∙a) ∙ AN,c / AN in kWh/(m²∙a)
Qp,c´´
Höchstwert des Jahres-Primärenergiebedarfs für das gekühlte Wohngebäude
Qp´´
Höchstwert des Jahres-Primärenergiebedarfs für das Wohngebäude nach Tabelle 1
Spalte 2 oder 3 in kWh/(m²∙a)
gekühlter Anteil der Gebäudenutzfläche AN nach Nr. 1.4.4 in m².
1.4.1 Die wärmeübertragende Umfassungsfläche A eines Wohngebäudes in m² ist nach Anhang B der DIN EN ISO 13789 : 1999-10, Fall „Außenabmessung”, zu ermitteln. Die zu berücksichtigenden Flächen sind die äußere Begrenzung einer abgeschlossenen beheizten Zone. Außerdem ist die wärmeübertragende Umfassungsfläche A so festzulegen, dass ein in DIN EN 832 : 2003-06 beschriebenes Ein-Zonen-Modell entsteht, das mindestens die beheizten Räume einschließt.
Das beheizte Gebäudevolumen Ve in m³ ist das Volumen, das von der nach Nr. 1.4.1
ermittelten wärmeübertragenden Umfassungsfläche A umschlossen wird.
Das Verhältnis A/Ve in m-1 ist die errechnete wärmeübertragende Umfassungsfläche
nach Nr. 1.4.1 bezogen auf das beheizte Gebäudevolumen nach Nr. 1.4.2.
Die Gebäudenutzfläche AN in m² wird bei Wohngebäuden wie folgt ermittelt:
AN = 0,32 Ve.
2.1.1 Der Jahres-Primärenergiebedarf Qp für Wohngebäude ist nach DIN EN 832 : 2003-06 in
Verbindung mit DIN V 4108-6 : 2003-06*) und DIN V 4701-10 : 2003-08, geändert durch A1
: 2006-12, zu ermitteln; § 23 Abs. 3 bleibt unberührt. Bei der Auswahl der Primärenergiefaktoren
sind die Werte für den nicht erneuerbaren Anteil zu verwenden (Tabelle C.4-1, Spalte B
der DIN V 4701-10, geändert durch A1 : 2006-12). Der in diesem Rechengang zu bestimmende
Jahres-Heizwärmebedarf Qh ist nach dem Monatsbilanzverfahren nach DIN EN 832 :
2003-06 mit den in DIN V 4108-6 : 2003-06*) Anhang D genannten Randbedingungen zu
ermitteln. In DIN V 4108-6 : 2003-06*) angegebene Vereinfachungen für den Berechnungsgang
nach DIN EN 832 : 2003-06 dürfen angewendet werden. Zur Berücksichtigung von Lüftungsanlagen
mit Wärmerückgewinnung sind die methodischen Hinweise unter Nr. 4.1 der
DIN V 4701-10 : 2003-08, geändert durch A1 : 2006-12, zu beachten.
Bei zu errichtenden Wohngebäuden, die zu 80 vom Hundert oder mehr durch elektrische
Speicherheizsysteme beheizt werden, darf der Primärenergiefaktor bei den Nachweisen
nach § 3 Abs. 2 für den für Heizung und Lüftung bezogenen Strom bis zum 31. Januar 2010
abweichend von der DIN V 4701-10, geändert durch A1 : 2006-12, mit 2,0 angesetzt werden.
Soweit bei diesen Gebäuden eine dezentrale elektrische Warmwasserbereitung vorgesehen
wird, darf die Regelung nach Satz 1 auch auf den von diesem System bezogenen Strom angewendet werden. Die Regelungen nach den Sätzen 1 und 2 erstrecken sich nicht auf die Angaben
in den Energieausweisen. Elektrische Speicherheizsysteme im Sinne des Satzes 1 sind
Heizsysteme mit unterbrechbarem Strombezug in Verbindung mit einer lufttechnischen Anlage
mit einer Wärmerückgewinnung, die nur in den Zeiten außerhalb des unterbrochenen Betriebes
durch eine Widerstandsheizung Wärme in einem geeigneten Speichermedium speichern.
Bei Wohngebäuden ist der Energiebedarf für Warmwasser in der Berechnung des Jahres-Primärenergiebedarfs zu berücksichtigen. Als Nutzwärmebedarf für die Warmwasserbereitung
QW im Sinne von DIN V 4701-10 : 2003-08, geändert durch A1 : 2006-12, sind
12,5 kWh/(m²∙a) anzusetzen.
Der spezifische Transmissionswärmeverlust HT ist nach DIN EN 832 : 2003-06 mit den in
DIN V 4108-6 : 2003-06*) Anhang D genannten Randbedingungen zu ermitteln. In DIN V
4108-6 : 2003-06*) angegebene Vereinfachungen für den Berechnungsgang nach DIN EN 832
: 2003-06 dürfen angewendet werden.
Bei den Berechnungen nach Nr. 2.1 ist das beheizte Luftvolumen V in m³ nach DIN EN 832 :
2003-06 zu ermitteln. Vereinfacht darf es wie folgt berechnet werden:
V = 0,76 Ve in m³ bei Wohngebäuden bis zu drei Vollgeschossen
V = 0,80 Ve in m³ in den übrigen Fällen
Ve beheiztes Gebäudevolumen nach Nr. 1.4.2 in m³.
Wärmebrücken sind bei der Ermittlung des Jahres-Heizwärmebedarfs auf eine der folgenden
Arten zu berücksichtigen:
Berücksichtigung durch Erhöhung der Wärmedurchgangskoeffizienten um
∆UWB = 0,10 W/(m²∙K) für die gesamte wärmeübertragende Umfassungsfläche,
bei Anwendung von Planungsbeispielen nach DIN 4108 Beiblatt 2 : 2006-03 Berücksichtigung
durch Erhöhung der Wärmedurchgangskoeffizienten um ∆UWB = 0,05 W/(m²∙K)
für die gesamte wärme übertragende Umfassungsfläche,
durch genauen Nachweis der Wärmebrücken nach DIN V 4108-6 : 2003-06*) in Verbindung mit weiteren anerkannten Regeln der Technik. Soweit der Wärmebrückeneinfluss bei Außenbauteilen bereits bei der Bestimmung des Wärmedurchgangskoeffizienten U berücksichtigt worden ist, darf die wärme übertragende Umfassungsfläche A bei der Berücksichtigung des Wärmebrückeneinflusses nach Buchstabe a, b oder c um die entsprechende Bauteilfläche vermindert werden.
Werden Gebäude nach Plänen errichtet, die für mehrere Gebäude an verschiedenen Standorten
erstellt worden sind, dürfen bei der Berechnung die solaren Gewinne so ermittelt werden,
als wären alle Fenster dieser Gebäude nach Osten oder Westen orientiert.
zwischen Gebäuden, die nach ihrem Verwendungszweck auf Innentemperaturen von
mindestens 19 Grad Celsius beheizt werden, als nicht wärmedurchlässig angenommen
und bei der Ermittlung der Werte A und A/Ve nicht berücksichtigt,
zwischen Wohngebäuden und Gebäuden, die nach ihrem Verwendungszweck auf Innentemperaturen
von mindestens 12 Grad Celsius und weniger als 19 Grad Celsius beheizt
werden, bei der Berechnung des Wärmedurchgangskoeffizienten mit einem Temperatur-Korrekturfaktor Fnb nach DIN V 4108-6 : 2003-06*) gewichtet und
zwischen Wohngebäuden und Gebäuden mit wesentlich niedrigeren Innentemperaturen
im Sinne von DIN 4108-2 : 2003-07 bei der Berechnung des Wärmedurchgangskoeffizienten
mit einem Temperatur-Korrekturfaktor Fu = 0,5 gewichtet.
Werden beheizte Teile eines Gebäudes getrennt berechnet, gilt Satz 1 Buchstabe a sinngemäß
für die Trennflächen zwischen den Gebäudeteilen. Werden aneinander gereihte Gebäude gleichzeitig erstellt, dürfen sie hinsichtlich der Anforderungen des § 3 wie ein Gebäude behandelt werden. Die Vorschriften des Abschnitts 5 bleiben unberührt. Ist die Nachbarbebauung bei aneinander gereihter Bebauung nicht gesichert, müssen die Trennwände den Mindestwärmeschutz nach § 7 Abs. 1 einhalten.
Der Fensterflächenanteil f des Gebäudes ist wie folgt zu ermitteln:
Aw Fläche der Fenster in m²
AAW Fläche der Außenwände in m².
Wird ein Dachgeschoss beheizt, so sind bei der Ermittlung des Fensterflächenanteils die Fläche
aller Fenster des beheizten Dachgeschosses in die Fläche Aw und die Fläche der zur wärmeübertragenden
Umfassungsfläche gehörenden Dachschrägen in die Fläche AAW einzubeziehen.
Als höchstzulässige Sonneneintragskennwerte nach § 3 Abs. 4 sind die in DIN 4108-2 : 2003-07 Abschnitt 8 festgelegten Werte einzuhalten. Der Sonneneintragskennwert ist nach dem
dort genannten Verfahren zu bestimmen. .
Im Rahmen der Berechnung nach Nr. 2 ist bei mechanischen Lüftungsanlagen die Anrechnung
der Wärmerückgewinnung oder einer regelungstechnisch verminderten Luftwechselrate
die Dichtheit des Gebäudes nach Anlage 4 Nr. 2 nachgewiesen wird und
der mit Hilfe der Anlage erreichte Luftwechsel § 6 Abs. 2 genügt.
Die bei der Anrechnung der Wärmerückgewinnung anzusetzenden Kennwerte der Lüftungsanlagen
sind nach anerkannten Regeln der Technik zu bestimmen oder den allgemeinen bauaufsichtlichen
Zulassungen der verwendeten Produkte zu entnehmen. Lüftungsanlagen müssen
mit Einrichtungen ausgestattet sein, die eine Beeinflussung der Luftvolumenströme jeder
Nutzeinheit durch den Nutzer erlauben. Es muss sichergestellt sein, dass die aus der Abluft
gewonnene Wärme vorrangig vor der vom Heizsystem bereitgestellten Wärme genutzt wird.
Wird die Raumluft gekühlt, sind der nach DIN V 4701-10 : 2003-08, geändert durch A1 :
2006-12, berechnete Jahres-Primärenergiebedarf und die Angabe für den Endenergiebedarf
(elektrische Energie) im Energieausweis nach § 18 nach Maßgabe der zur Kühlung eingesetzten
Technik je m² gekühlter Gebäudenutzfläche wie folgt zu erhöhen:
bei Einsatz von fest installierten Raumklimageräten (Split-, Multisplit- oder Kompaktgeräte)
der Energieeffizienzklassen A, B oder C nach der Richtlinie 2002/31/EG der Kommission
zur Durchführung der Richtlinie 92/75/EWG des Rates betreffend die Energieetikettierung
für Raumklimageräte vom 22. März 2002 (ABl. EG Nr. L 86 S. 26) sowie bei Kühlung
mittels Wohnungslüftungsanlagen mit reversibler Wärmepumpe
der Jahres-Primärenergiebedarf um 16,2 kWh/(m²∙a) und der Endenergiebedarf um 6
kWh/(m²∙a),
bei Einsatz von Kühlflächen im Raum in Verbindung mit Kaltwasserkreisen und elektrischer
Kälteerzeugung, z. B. über reversible Wärmepumpe
der Jahres-Primärenergiebedarf um 10,8 kWh/(m²∙a) und der Endenergiebedarf um 4
bei Deckung des Energiebedarfs für Kühlung aus erneuerbaren Wärmesenken (wie Erdsonden,
Erdkollektoren, Zisternen)
der Jahres-Primärenergiebedarf um 2,7 kWh/(m²∙a) und der Endenergiebedarf um 1
bei Einsatz von Geräten, die nicht unter Buchstabe a bis c aufgeführt sind,
der Jahres-Primärenergiebedarf um 18,9 kWh/(m²∙a) und der Endenergiebedarf um 7
kWh/(m²∙a).
Vereinfachtes Berechnungsverfahren für Wohngebäude (zu § 3 Abs. 2 Nr. 1 und
Qp = (Qh + QW) ∙ ep in kWh/(m²∙a).
der Jahres-Heizwärmebedarf in kWh/(m²∙a)
der Zuschlag für Warmwasser nach Nr. 2.2 in kWh/(m²∙a)
die Anlagenaufwandszahl nach Nr. 4.2.6 der DIN V 4701-10 : 2003-08, geändert durch
A1 : 2006-12; § 23 Abs. 3 bleibt unberührt.
Der Einfluss der Wärmebrücken ist durch Anwendung der Planungsbeispiele nach DIN 4108
Beiblatt 2 : 2006-03 zu begrenzen. Die Nr. 2.1.2, 2.6 und 2.7 gelten entsprechend.
Der Jahres-Heizwärmebedarf ist nach den Tabellen 2 und 3 zu ermitteln:
Tabelle 2: Vereinfachtes Verfahren zur Ermittlung des Jahres-Heizwärmebedarfs
Temperatur-Korrekturfaktoren Fxi
Wärmestrom nach außen über Bauteil i Temperatur-
Korrekturfaktor Fxi [-]
Außenwand, Fenster
Dach (als Systemgrenze)
Oberste Geschossdecke (Dachraum nicht ausgebaut)
Abseitenwand (Drempelwand)
- Kellerdecke/-wände zu unbeheiztem Keller
- Fußboden auf Erdreich
- Flächen des beheizten Kellers gegen Erdreich
[Fußnote: *) Geändert durch DIN V 4108-6 Berichtigung 1 2004-03.]
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References: § 3

§ 3
 § 3
 § 9
 § 3

§ 9
 § 23
 § 3
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 § 7
 § 3
 § 6
 § 18
 § 3
 § 23