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Timestamp: 2017-10-24 03:14:22+00:00

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Begrüßungsbonus bei Gasversorger wird das vom JC verrechnet und was muß ich beachten? - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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06.01.2017, 17:19 #1
Begrüßungsbonus bei Gasversorger wird das vom JC verrechnet und was muß ich beachten?
ich bekomem eine leistungsunabhängige Bonuszahlung bei dem neuen Gasversorger (also nur dafür dass ich wechsel). Getrennt von der Abrechnung Treueboni/Rabatte sind klar die gehören dem Jobcenter.
Gefühlt würde ich die xx,- die ich da bekomme als einmalige Sondereinnahme aufführen und dann müsste mit dem Regelbedarf verrechnet werden ?
Ist das so richtig und gibts da irgendwelche Vorschriften zu ?
Angeben werd ich den Zufluss auf jeden Fall..will kein Stress wegen nen paar Kröten. Zumal mit der Begrüßungsprämie öffentlich geworben wird
06.01.2017, 18:53 #2
AW: Begrüßungsbonus bei Gasversorger
Hallo @Wirrkopf
dann müsste mit dem Regelbedarf verrechnet werden ?
Dieser Betrag wird mit den Kosten der Unterkunft ggf. verrechnet.
Bitte schau genau nach beim Anbieter in den AGBs wie dieser Bonus gezahlt wird,
müßte auch in der Auftragsbestätigung stehen.
06.01.2017, 19:05 #3
Wie ich sagte--diese Prämie wird gezahlt ohne Ab-Verrechnung.
Einfach jetzt im Voraus dafür dass ich gewechselt habe. Wird auch gezahlt wenn ich sofort zum 31.01. wieder kündige (Vertragsbeginn 01.01.).
Einen Rabatt gibts dann nach nem Jahr Geschäftsbeziehung. Der wird dann auch auf der Abrechnung erscheinen/verrechnet.
06.01.2017, 19:43 #4
AW: Begrüßungsbonus bei Gasversorger wird das vom JC verrechnet und was muß ich beachten
Guten Abend Wirrkopf,
aufgrund deiner Darlegungen sehe ich den Bonus als Geschenk und somit wird er voll angerechnet.
Hier hättest Du ggfls. einen anderen Weg gehen sollen und hättest dich vermitteln lassen.
Beispielsweise vermittelt Dich Deine Freundin, die nix mit dem JC am Hut hat und sie bekommt die Provision und muss nichts abgeben.
Hallo! Suche dir lieber einen Anbieter, der günstige Preise auch ohne so einen Schnickschnack wie Boni anbietet.
Was hat man überhaupt davon als JC-Kunden den Gasanbieter zu wechseln? Das wird doch eh 1:1 übernommen. Da kann man auch den seriösen Stadtwerken den Vorzug geben.
06.01.2017, 20:25 #6
... Was hat man überhaupt davon als JC-Kunden den Gasanbieter zu wechseln? Das wird doch eh 1:1 übernommen. Da kann man auch den seriösen Stadtwerken den Vorzug geben.
kommt drauf an, es soll noch ecken geben, in denen mit gas gekocht wird (war bei mir bis vor 3 jahren der fall und ist im stadtgebiet teilweise heute noch so) ... da übernimmt das jobcenter garnix...
06.01.2017, 20:34 #7
Ja, könnte sein. In dem Fall würde das JC ein Anbieterwechsel nichts angehen. Da würde ich den Bonus auch nicht melden. Wer kann das als Laie schon überblicken, ob sowas Einkommen ist?
06.01.2017, 20:41 #8
Dieser Anbieter ist das Resultat von 3 Vergleichsrechnern und der Recherche im Forum des Bundes der Energieverbraucher.
14 tägige Kündigungsfrist, 1 Monat laufzeit, relative Preisbindung bis 09/18, Stadtwerke und im Verbrauchspreis 3,2 cent/kwH preiswerter als der Grundversorgungstarif ....
Nicht immer gehn Prämien und Rabatte mit unseriösen Anbietern einher....
Ich werde es einfach mal als unregelmäsiges Einkommen/Schenkung behandeln und in nem kleinen Anschreiben meinen Standpunkt darlegen. (dann bleiben ja vielleicht nach Verrechnung xy% kleben ).
Wenn es von Interesse für andere ist kann ich ja vom Ergebnis berichten ?
den Verweiß darauf, dass es bei ner Transferzahlung egal wäre kann doch jetzt aber wirklich nicht ernst gemeint sein....
06.01.2017, 20:42 #9
Wer kann das als Laie schon überblicken, ob sowas Einkommen ist?
Genau aus dem Grund muss alles gemeldet werden. Weil nicht der Laie entscheidet, was anrechenbares Einkommen ist, sondern das Amt das prüft. Und genau aus dem Grund steht überall drunter "zeige jede Veränderung an, sonst gibts Saures". Sich für xx Euro noch ein Bußgeld von xxx Euro einzuhandeln: damit ist garantiert niemandem gedient.
Es sei denn, der TE hat kein weiteres Einkommen. Dann sind von dem Bonus die Versicherungspauschale und ggf. Kfz-Versicherung abzusetzen.
06.01.2017, 20:52 #10
Genau aus dem Grund muss alles gemeldet werden.
Was denn alles? Das Geschenk von Freunden, das Geld vom ibäähverkauf, zehn Euro, die ich auf der Straße finde, die Einladung zum Essen, den kleinen Weihnachtsbonus vom Chef?
Das kann ich nicht unterscheiden, ich bin dumm. Wenn ich die Energie aus meinem Budget bezahlen muss, dann darf ich auch einen Bonus verrechnen, genauso wie ein Guthaben. Vielleicht verstehe ich den Unterschied ja gar nicht, wenn der Betrag am Ende des Abrechnungszeitraums auf der Rechnung erscheint.
Ich denke nicht, dass solche Peanuts ein Bußgeld rechtfertigen dürfen. Richter sind auch nicht päpstlicher als der Papst.
Es geht hier aber offensichtlich um Heizkosten, da wird es auf der Abrechnung erscheinen, die dem JC einzureichen ist.
06.01.2017, 21:32 #11
Das kann ich nicht unterscheiden, ich bin dumm.
Ja, sag ich doch. Genau deshalb musst du eben (rein rechtlich natürlich)
Das Geschenk von Freunden, das Geld vom ibäähverkauf, zehn Euro, die ich auf der Straße finde, die Einladung zum Essen, den kleinen Weihnachtsbonus vom Chef?
alles melden. Das JC wird dann sagen "Geschenk von Freunden, Einladung zum Essen" = keine Anrechnung, da Sachleistungen seit 1.8.16 kein Einkommen mehr. Dann wird es sagen "Geld vom ibäähverkauf" = keine Anrechnung, weil Vermögensumwandlung. Im Weiteren wird es sagen: "10 Euro Straße" = keine Anrechnung, weil Kleinbetrag nach § 1 Nr. 1 ALG II-V. Und schlussendlich wird es sagen "Weihnachtsbonus vom Chef" = tolle Sache, Einkommen.
Keine Ahnung, die Bußgeldstelle ist in meinem JC eine eingekaufte Leistung. Allerdings habe ich in den Leistungsakten schon Bußgeldbescheide gesehen, wo für 48 Euro verschwiegenes BK-Guthaben dann 150 Euro Bußgeld festgesetzt wurde.
Es geht um eine nicht zweckbestimmte Bonuszahlung des neuen Versorgers. Diese steht dem TE zur freien Verfügung. Sie stellt also weder ein Guthaben im Sinne des § 22 Abs. 3 dar noch sind das Heizkosten. Es ist ganz einfach Einkommen nach § 11 Abs. 1 SGB II.
06.01.2017, 22:46 #12
Allerdings habe ich in den Leistungsakten schon Bußgeldbescheide gesehen, wo für 48 Euro verschwiegenes BK-Guthaben dann 150 Euro Bußgeld festgesetzt wurde.
Ja, es soll ja wehtun und Angst vor Wiederholung erzeugen. Schwarze Pädagogik pur.
Das wird mich in diesem Land auch nicht mehr wundern.
Allerdings sollte bei einem BK-Guthaben klar sein, dass man die Abrechnung irgendwann einreichen muss.
Es gibt trotzdem gewisse rechtsstaatliche Prinzipien und dann müsste man vielleicht von der SPD verlangen, dass sie die BRD als Unrechtsstaat anerkennt, bevor sie mit der Linken koalieren darf.
06.01.2017, 23:08 #13
Das sehe ich anders. Aus folgendem Grund. Die Bonuszahlung ist definitiv kein Einkommen!
Lt. BSG (Urteile vom 23.08.2011, Az. B 14 AS 185/10 R und B 14 AS 186/10 R) sind im Rahmen der Dispositionsfreiheit alle Einnahmen, die aus Einsparungen bei den Regelbedarfen resultieren, nicht als Einkommen anzurechnen.Genau diesen Fall sehe ich hier.
Eine solche Bonuszahlung stellt einen Vorab-Rabatt auf die noch zu entrichtenden Gaskosten dar. Die Gasanbieter kalkulieren ja die Preise unter Abzug der Boni, ebenso die Kunden.
Hätte man als ALG II Empfänger nicht das Recht, diese Einsparmöglichkeiten zu nutzen - wozu man aber de facto aufgrund § 2 SGB II verpflichtet und aufgrund § 20 Abs. 1 S. 4 SGB II berechtigt ist - müsste man erheblich mehr für Gas ausgeben. Das stellt eine unzulässige Ungleichbehandlung dar. ALG II Empfänger haben beim Abschluss von Gaslieferververträgen aber die gleichen Rechte wie nicht ALG II Empfänger, nämlich über diese Boni bei den Kosten zu sparen.
Damit sind wir wieder beim BSG, wonach Einnahmen aus Einsparungen bei den Regelbedarfen kein Einkommen sind.
Abgesehen davon gibt es noch § 11b Abs. 1 Nr. 5 SGB II: Vom Einkommen abzusetzen sind ... die mit der Erzielung des Einkommens verbundenen notwendigen Ausgaben
Diese notwendingen Ausgaben wären im Fall eines Gasliefervertrages die Gaskosten.
Da die Gaskosten aus einem Liefervertrag regelmäßig die Höhe eines sog. Willkommens- oder Neukundenbonus übersteigen, ergibt sich auch über § 11b Abs. 1 Nr. 5 SGB II eine Nichtanrechenbarkeit eines solchen Bonus.
06.01.2017, 23:23 #14
Abgesehen davon, dass die Argumentation - wenn überhaupt - nur greifen würde, wenn der Bonus zwingend mit den Heizkosten verrechnet würde: wo wird was aus dem Regelsatz eingespart? Die Heizkosten werden in tatsächlicher Höhe vom Jobcenter übernommen und sind nicht aus dem Regelsatz zu zahlen.
Deine "notwendigen Gaskosten" werden vom JC als monatliche Heizkosten berücksichtigt. Der Bedarf ist gedeckt. Es gibt keine "notwendigen Ausgaben". Sorry, aber die Argumentation ist lächerlich.
06.01.2017, 23:39 #15
Wieso Heizkosten? Ist denn das überhaupt geklärt. Denn Doppelhexe hat auch vom Fall des mit Gas kochens gesprochen. In diesen Fall hätte das mit den Heizkosten und KdU dann nichts zu tun. Ist bei mir auch so. Meine Gaskosten, welche ich aus dem Regelsatz zahle, die übernimmt das JC nicht. Daher gilt hier dann sehr wohl meine Ausführung. Aber bitte -Wenn Du unbedingt Recht haben willst, dann werde damit selig. Im Falle des nur Kochens mit Gas kenne ich nur -aus eigener Erfahrung - die andere Rechtslage, welche übrigens auch für einen reinen Strombonus so gilt.
07.01.2017, 16:23 #16
So hat man immerhin mehr Spielraum, was das Heizen angeht. Bringt also einem indirekt was, indem man auch mal die Heizung ein kleines bisschen höher anhaben kann, und nicht direkt Angst haben muss, eine Kostensenkungsaufforderung wegen zu hoher Heizkosten (zu hohe Gesamtmiete dadurch bedingt) zu bekommen.
07.01.2017, 17:14 #17
Wer bezahlt die Gasrechnung? Sind es reine Heizkosten, dann bezahlt dies das JC zu 100%, dann wäre es ein Rabatt der dem JC zu steht.
Zahlst Du Gas für Kochen und Warmwasser, dann steht dieser Rabatt, um mehr handelt es sich nicht, allein Dir zu. Dann hat das JC keinerlei Anspruch, weder auf eine Anzeige des Geldeinganges noch auf Anrechnung.
Sind die Gaskosten anteilig vom JC als Heizkosten zu übernehmen, steht dieser Rabatt ebenso allein Dir zu.
Ein Bonus bei einem Wechsele eines Energieversorgers ist kein Einkommen, sondern ein vorweggenommener Rabatt. Häufig rechnet sich ein Wechsel nur auf Grund des vorweggenommenem Rabattes. Rabatte sind jedoch niemals Einkommen. Sondern sind ein Preisnachlass auf eine Leistung die kostenpflichtig ist.
07.01.2017, 18:03 #18
Es ist kein Rabatt, es ist eine nicht zweckgebundene Geschenkzahlung! Der TE kann dafür Zigaretten kaufen, Kaffee oder Klopapier! Einen Rabatt gibt es extra noch nach einem Jahr. Steht eindeutig in Beitrag Nr. 3.
Und da er mit den xx Euro machen kann, was er will, sie also seiner Verfügungsgewalt unterliegen und für den Lebensunterhalt verwendet werden können, ist es Einkommen nach § 11 SGB II.
07.01.2017, 18:10 #19
Da zählt der Energieverbrauch nicht der Preis. Du hast aber Recht, dass viele Ämter sich da immer noch irgendwelche €/m²-Werte ausdenken, wonach sie bewerten, ob sie genauer hinschauen.
07.01.2017, 18:36 #20
Du hast aber Recht, dass viele Ämter sich da immer noch irgendwelche €/m²-Werte ausdenken, wonach sie bewerten, ob sie genauer hinschauen.
Die werden nicht ausgedacht, sondern der rechten Spalte des jährlich erscheinenden Bundesweiten Heizspiegels entnommen, so, wie es das BSG mehrfach vorgegeben hat.
07.01.2017, 20:19 #21
Also wir haben von unserem Versorger einen Gutschein im Wert von 200 Euro bekommen, wo wir uns aussuchen konnten wo wir den einlösen, z.B Rewe, Netto und auch online Shops. Dies hab ich bei dem Jobcenter angegeben und hab am nächsten Tag ein Anruf von der "Leistungsabteilung" bekommen, wo gesagt wurde ist alles okay, und viel Spaß mit dem Gutschein.
Liegt aber wahrscheinlich daran das es Strom/Gas zusammen ist?
07.01.2017, 20:27 #22
Ich denke, das liegt daran, dass es ein Gutschein ist und kein Geld.
07.01.2017, 20:38 #23
Da steht doch extra, dass sich der Heizspiegel nicht für Einzelfallentscheidungen nach SGB eignet. Auch wird heute nach Baujahr differenziert. Alle mit 1,60 /m²Monat über einen Kamm zu scheren geht also nicht mehr.
Wir bekamen mal einen regionalen Spiegel allerdings nur mit Werten in kWh.
07.01.2017, 21:32 #24
a) es ist Hzg., WW und Kochen--da gibts auch keine Abzüge...und wenn es welche fürs Kochen gäbe hätte ich ein Anspruch auf teilweise Erstattung meine Stromrechnung, da die GEH elektrisch betrieben wird und vor allem die darin befindlichen Pumpen...irgendwem iss dann vermutlich ein Licht aufgegangen, dass man dann lieber dat gesamte Gas bezahlt als nen Energieberater zu beauftragen die Stromkosten zu ermitteln--und darauf hab ich Anspruch da ich nicht schlechter gestellt werden kann wie Teilnehmer an ner Zentralheizung.
b) Nochmal--das ist kein Rabatt und auch kein Bonus, denn diese müssen auf der Stromabrechnung vermerkt werden. Es ist eine nicht verwendungsgebundene Geldprämie---aus meiner bescheidenen Sicht dann wie Einkommen zu behandeln...
c) Ich bin Wirtschaftssubjekt..wenn auch in bescheidenem Rahmen. In diesem speziellen Falle kann ich es einfach nicht glauben wenn hier engagierte Leute mit dem Argument--das sind doch eh nur Transferleistung--sich dem Preisdiktat der Energiegrundversorger unterwerfen.
07.01.2017, 23:42 #25
Da steht doch extra, dass sich der Heizspiegel nicht für Einzelfallentscheidungen nach SGB eignet.
Ja, das sagen die Herausgeber des HKS schon seit Jahren. Interessiert nur das BSG nicht die Bohne... Wobei natürlich immer noch Einzelfallentscheidungen möglich sein müssen. Der rechte Wert des HKS ist lt. BSG nur ein Anhaltspunkt, bei dessen Überschreiten geprüft werden muss, ob unangemessener Verbrauch vorliegt. Werden dann individuell nachvollziehbare Gründe vorgetragen und nachgewiesen (z. B. eine Krankheit, die erhöhten Wärmebedarf mit sich bringt), dann sind auch noch höhere Heizkosten zu übernehmen.
Gutschrift Gasversorger - Darf JC rückfordern wenn KdU nicht voll übernommen wurde? Nick KDU - Heiz-, Energie- und Nebenkosten 18 23.06.2014 15:26
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