Source: https://www.ris.bka.gv.at/Dokument.wxe?Abfrage=Justiz&Rechtssatznummer=RS0033612&SkipToDocumentPage=True&SucheNachRechtssatz=True&SucheNachText=False&ResultFunctionToken=96b612a0-9831-40fb-b02d-f4a72c35902c&Dokumentnummer=JJR_19710518_OGH0002_0040OB00024_7100000_001
Timestamp: 2019-11-22 03:15:23+00:00

Document:
RIS - 4Ob24/71 1Ob87/72 1Ob15... - Rechtssatz - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 4Ob24/71 1Ob87/72 1Ob15...
RS0033612
4Ob24/71; 1Ob87/72; 1Ob152/72; 2Ob212/79; 2Ob571/80; 1Ob763/81; 7Ob586/82; 1Ob585/85; 8Ob509/88; 7Ob18/95; 1Ob2375/96p; 6Ob152/05d; 2Ob81/07m; 5Ob89/07k; 8Ob123/08h; 7Ob19/11m; 2Ob240/13b; 5Ob25/15k; 3Ob51/17x; 4Ob66/19p
Hatte der Schuldner Zweifel über den Bestand der Schuld und dennoch geleistet, so ist die Rückforderung ausgeschlossen, wenn die Zahlung den rechtsgeschäftlichen Zweck hatte, einen zwischen Gläubiger und Schuldner bestehenden Streit endgültig zu erledigen. Wenn der Schuldner in einem solchen Fall vermeiden will, dass die Zahlung in diesem Sinne ausgelegt wird, muss er bei der Zahlung einen Vorbehalt machen; sonst ist eine Rückforderung unter Berufung auf § 1431 ABGB ausgeschlossen (so schon EvBl 1961/248 ua).
4 Ob 24/71
Entscheidungstext OGH 18.05.1971 4 Ob 24/71
Veröff: SZ 44/75 = JBl 1972,51 = SozM IA/e,882 = IndS 1972 H5-6,848 = Arb 8871 = ZAS 1973,55 (zustimmend Raber)
1 Ob 87/72
Entscheidungstext OGH 24.05.1972 1 Ob 87/72
1 Ob 152/72
Entscheidungstext OGH 05.07.1972 1 Ob 152/72
2 Ob 212/79
Entscheidungstext OGH 22.01.1980 2 Ob 212/79
Veröff: VersR 1981,144
2 Ob 571/80
Entscheidungstext OGH 16.12.1980 2 Ob 571/80
1 Ob 763/81
Entscheidungstext OGH 13.01.1982 1 Ob 763/81
7 Ob 586/82
Entscheidungstext OGH 29.04.1982 7 Ob 586/82
1 Ob 585/85
Entscheidungstext OGH 10.06.1985 1 Ob 585/85
Veröff: SZ 58/95
8 Ob 509/88
Entscheidungstext OGH 18.01.1990 8 Ob 509/88
Beisatz: Die Rückforderung ist nicht mehr zulässig, wenn die Zahlung aus der Sicht des Empfängers als schlüssiges Anerkenntnis verstanden werden durfte. (T1)
Auch; Beisatz: Die Rückforderung ist somit nicht mehr zulässig, wenn der Schuldner eine zweifelhafte Forderung zur endgültigen Erledigung eines mit dem Gläubiger bestehenden Streits bezahlt und die Zahlung aus der Sicht des Empfängers unter dem Gesichtspunkt des § 863 ABGB als zumindest schlüssiges Anerkenntnis verstanden werden durfte. (T2)
5 Ob 89/07k
Entscheidungstext OGH 20.11.2007 5 Ob 89/07k
Beis wie T1; Beisatz: Zweifel über den Bestand der Schuld oder über deren genauen Umfang. (T3)
8 Ob 123/08h
Entscheidungstext OGH 16.12.2008 8 Ob 123/08h
Beisatz: Hier: Mietzinszahlung unter Vorbehalt. (T4)
2 Ob 240/13b
Entscheidungstext OGH 22.01.2014 2 Ob 240/13b
Vgl; Beisatz: Zweifel des Schuldners sind eine Voraussetzung für die Annahme eines konstitutiven Anerkenntnisses. (T5)
ECLI:AT:OGH0002:1971:RS0033612
JJR_19710518_OGH0002_0040OB00024_7100000_001

References: § 1431
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 863
 OGH 
 OGH 
 OGH