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Timestamp: 2017-10-22 13:52:56+00:00

Document:
Zukunftspläne vorerst auf Eis? - Forum für Unfallopfer
Hallo erstmal an alle in die Runde. Habe mich schon ein wenig hier durchgelesen und finde das super was für Hilfe man hier erhält.
Ich wollt auch mal meine Geschichte hier in die Runde miteinbringen.
Und zwar hatte meine damalige Freundin (heute meine Ehefrau) und ich als Beifahrer anfang Januar 2014 einen Frontal Zusammenstoß von einem von links kommendem Fahrzeug (hat uns nicht gesehen) mit ca 100km/h und ich noch ungeschnallt. Wir alle ein Schock gehabt aber sonst nichts schlimmes. Alles noch gut gegangen obwohl Hws etwas geprallt war. Danach alles gut bis zum heutigen Tage. Nach den letzten drei prüfungstagen (bin noch in Lehre) war heute mein erster Arbeitstag gewesen.
So zudem Arbeitstag sollte es nicht kommen, da kurz vor der Firma ein LKW mich übersehen hat ist er frontal mit ca 20 km/h in die Fahrerseite reingefahren. Völlig überraschend tauchte er links vor mir auf und die Bilder habe ich noch alle im Kopf. Nun liege ich im Krankenhaus und schreibe meine Geschichte um eventuell Rat den mich plagen auch Zukunftsängste. Denn im vergleich zu damaligen Unfall hab ich jetzt starke Schmerzen am Hws und kann mein Kopf kaum bewegen. (Schreibe durch mein iPad)
Nun zum eigentlichen Thema, meine Firma wollte mich übernehmen ( Festvortrag noch nicht unterschrieben) und ich zum Techniker Lehrgang (weiterqualifikation) mich angemeldet habe der im Juli anfangen soll und zudem noch im Oktober wir ein zweites Kind erwarten. Ich fühle das da was nicht stimmt und ich ziehe deutliche Parallelen zu meinem letzten Unfall der viel krasser war als der jetzige in Hinblick mit meinen gesundheitlichen Zustand.
Deswegen wollte ich fragen was ich tun soll falls ich doch nicht übernommen werde und deswegen auch die Fortbildung nicht antreten kann ohne einen Arbeitgeber da mir die benötigte Berufspraxis fehlt was parallel zueinander möglich wäre.
Hoffe und danke auf jeglichen antworten eurer Seite!
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Hallo Andreas, auf deine konkrete Frage habe ich leider keine Antwort. Wie dein Arbeitgeber sich nun verhalten wird, sofern du länger krank sein solltest, kann man nicht wissen. Daher sind deine Zukunftssorgen natürlich nachvollziehbar.
Du schreibst du bist aktuell im Krankenhaus. Welche Diagnostik wurde durchgeführt und welche Diagnosen gestellt? Das könnte anderen Forumsnutzern evtl. helfen, dir besser bzw. konkreter zu helfen. Generell würde ich dir aber raten, sofern du entlassen wirst, dir Kopien von den Unterlagen des Krankenhauses mitgeben zu lassen und dich auch ambulant weiter behandeln zu lassen, wenn die Beschwerden anhalten sollten.
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wenn ich das richtig verstanden habe, bist Du auf dem Weg zur Arbeit verunfallt. Daher ist zunächst die BG zuständig. Meines Erachtens solltest Du Dir in jedem Fall einen Anwalt nehmen, der alle Schäden klärt und zügig Kontakt zur gegnerischen Versicherung aufnimmt.
Wie gut ist denn die Versorgung in dem Krankenhaus, in dem Du behandelt und untersucht wirst? Notfalls könnte man um Verlegung in ein BG-Krankenhaus bitten (dort ist die Versorgung und die Technik oft erheblich besser).
Hallo Andreas3003,
So nun erst mal low.
Diagnose besteht ja sicherlich bereits! Leben tust du auch noch und so lange dein Schädel nicht fixiert ist durch ein Metal gestell ist oder du deine Beine nicht mehr spürst ist alles OK!
Mich hat es im 3 Berufsbegleitenden Jahr zum Techniker erwisch und ich habe Ihn auch noch geschafft.
Einem Kumpel hat es die HWS gebrochen, als das Schiebedach rein kam, der ist in der zwischenteit KFZ Meister und Mschinenbau Ing.
Also erst mal Low und Gesund werden!
Rechtsanwalt und weiteres machst du dir erst mal keinen Kopf.
Es heist für dich erst mal auf die Ärzt hören und Gesund werden!
Ich war nach über 30 Frakturen im Oberkörper nach 9 Wochen wieder arbeiten.
Hallo Andreas3003, willkommen im Forum.
Wenn der letzte Unfall auf dem Arbeitsweg geschah, ist wichtig, dass du das sagst und dass es im Krhs als BG-Fall geführt wird.
Wenn du von dem früheren Unfall den Ärzten / den Versicherungen (BG, gegnerische Haftpflicht) noch nichts berichtet hat, würde ich diese Info erstmal zurückhalten, also nichts erzählen, bis du dich hast beraten lassen.
Wenn du Pech hast, wird sonst die Ursache (vielleicht) bleibender Unfallfolgen auf den alten Unfall "geschoben", aus "der Nummer" kommt man schlecht wieder raus.
Grüß Dich, Andreas3003!
Ohne Anwalt kommst Du nicht weit. Das stimmt auf jeden Fall.
Zu Deinen Zukunftssorgen: Ich unterstelle jetzt, dass der LKW-Fahrer Deine Vorfahrt mißachtet hat, so dass die Versicherung des Unfalles für die Unfallfolgen aufkommen muss. Trifft die Annahme zu? Nur falls "ja", gilt, was folgt:
Mit dem entgangenem Verdienst ist es nicht einmal so lösbar, das geht schon:
Wenn Du entgangenen Vedienst haben willst, dann musst Du grundsätzlich beweisen, welchen Verdinest Du -Unfall mal weggedacht- Du gehabt hättest. Du hast also die sogenannte Beweislast. Das ist nicht wenig: Denn wer voll beweisen muss, der muss seine Geschicht so gut belegen, dass ein Richter keine vernünftigen Zweifel mehr sieht, dass das stimmt, was Du ihm sagst.
Nun gibt es damit ein Problem. Der Schaden, den Du ersetzt haben willst, ist der Unterschied zwischen dem Verlauf des Lebens, so, wie er ist, und dem Verlauf des Lebens, wie er ohne den Unfall gewesen wäre. Das "ist" kann man sehen, aber das "was gewesen wäre, wenn nicht der Unfall gewesen wäre?"
Das ist immer etwas fiktiv. So richtig beweisen - tja....und das wird immer schwerer, je weiter man sich vom Unfall wegbewegt. Klingt nach blöder Lage.
Aber das hat der Gesetzgeber auch gemerkt, dass hier ein Problem entsteht. Ganze Heerscharen an Verletzten bleiben auf ihren Schäden zurück, die Schädiger können sich bequem zurücklehnen: "Beweisen Sie's...!". Das wäre dann doch ziemlich ungerecht.
Schließlich: Wieso soll nicht auf der Schädiger das Risiko der Beweisbarkeit nicht auch mit tragen? Er hat Dir doch den ganzen Mist eingebrockt! Und genau diesem Gedanken ist der Gesetzgeber nachgegangen.
Die Folge waren zwei Bestimmungen im Gesetz: § 287 ZPO und § 252 BGB. Damit kommst Du aus dem Loch wieder raus.
§ 287 ZPO sagt (verklausuliert - aber unter den Juristen ist das 100 %-ig geklärt, dass das so ist): Du musst Deine Schäden nicht voll beweisen. Es langt, dass Deine Schäden deutlich überwiegend wahrscheinlich sind. Schäden dürfen geschätzt werden.
Das geht nun so: Statistischer Erfahrungswerte darf man zur Schadenschätzung nutzen (Landgericht Leipzig, 08 O 3839/09, Urteil 15.11.2013; Langericht Traunstein, Urteil 3 O 4178/03, 07.01.2014; Bundsgerichtshof, VersR 72/834). Wenn Du also belegen kannst, dass Du den Arbeitsvertrag bekommen hättest (Bescheinigung von der Personalabteilung), was Deine Kollegen im Betrieb verdienen, haben wir die Klippe schon. Tarifverträge überigens sind da auch recht interessant.
Übrigens: Die Schätztoleranzen gehen nicht zu Lasten des Anspruchsstellers. Maßgeblich ist der mittlere Schaden, nicht der Mindestschaden. Sagt der Bundesgerichtshof (in: BGH Z 62/103)! Wenn's der BGH sagt, dann kann man sich gut darauf verlassen: Dann ist es so. Der BGH ist so eine Art Leithammel.
Dann gibt es noch eine weitere Hilfe. Sie ist bestens versteckt, sie steht im § 252 BGB. Der § 252 müsste eigentlich in der ZPO stehen, nicht im BGB. Leider ist das Versteck so gut, dass viele Anwälte diese Hilfe nicht finden. Aber: Wir im Forum kennen sie, jawohlja! Also:
Verdienstengang gehört zum "entgangenem Gewinn" im Sinn des § 252 BGB. Das klingt komisch, ist aber unter den Juristen eindeutig ausgekocht so. Weiter steht in § 252 BGB:
"Als entgangen gilt der Gewinn, welcher nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge oder den getroffenen Anstalten und Vorkehrungen mit Wahrscheinlichkeit erwartet werden kann".
Das bedeutet: Du brauchst gar nicht belegen, dass Du angestellt worden wärest, es langt, dass solche wie Du normalerweise einen Arbeitsplatz finden!
Und jetzt: Halt rüchtig drauf mit der juristischen Feuerspritze, wir wollen das Thema "Technikerlohn" auch gleich meistern: Denn das ist eine "getroffene Vorkehrung":
Wir legen die Anmeldung zur Technikerschule vor.
Wir legen vor, dass Du in der Lehre gute Noten hattest, dass Du also auch das Zeug zum Technikger hattest.
Wir lassen durch die Berufsschullehrer bescheinigen, was für ein pfiffger und aufgeweckter Schüler Du warst. Mach das jetzt, wo sich die noch erinnern!
Wir beschaffen eine Bescheinigung der Technikerschule, wieviel Prozent derer, die sich anmelden, die Schule durchhalten. Es gibt ja welche, die halten die Doppelbelastung nicht durch.
Handwerkskammer oder IHK bescheinigen Dir, vielviel Prozent die Prüfung bestehen.
Kommt damit am Ende heraus, dass "solche wie Du" mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in 2 Jahren Techniker zu werden pflegen, wenn sie schon mal angemeldet sind: Dann ist Dir auch der Technikerlohn sicher. Das Herbeischaffen dieser Belege ist wichtig! Da bitte immer fleissig sein!
Den mittleren Verdeinst eines Technikers Deiner Fachrichtung rauszukriegen, das ist nicht schwer.
Und wenn sich das alles nur verzögert um ein Jahr? Nun, dann muss die Versicherung eben diese Einbuße ausbügeln.
Tipp: Vermag ein Anwalt Dir den § 252 BGB nicht zu erklären....lieber keinen Auftrag erteilen, such DIr einen, der dieses Werkzeug kennt udn beherrscht. Denn: Versicherungen tun leidenschaftlich gerne, als hätten sie noch nie davon gehört, und schreiben, man solle seinen Verdienstentgang beweisen. Da lassen wir uns nicht über den Tisch ziehen.
Es wird noch viel zu fragen geben. Dann frag. Die Welt des Personenschadens ist ein weites Feld, glaubs mir: Diese Welt ist mein Arbeitsleben. Seit der Tiefe des vergangenen Jahrtausends, seit anno 1978.
Geändert von Isländer (14.05.2016 um 06:15 Uhr)
Vielen Dank für eure Antworten, vor allem von dir Isländer.
Im Krankenhaus hat man mir nun folgendes attestiert:
Hws distorsion, QTF II
Handgelenkprellung links.
Starke Hws Schmerzen sind da, wo man mir tilidin verschrieben haben, die ich nicht nehme weil ich das gar nicht darf da ich früher eine lange Zeit Opiat abhängig war und seit guten 4 Jahren dank einer Therapie clean bin. Das wollte ich im Krankenhaus nicht ansprechen da vielleicht der AG das mitkriegt. Mit meinen Handgelenk hatte ich schon vor paar Wochen meine Probleme gehabt da es sich entzündet hatte damals und ich deswegen 1 Woche krank war. Es war schon auf dem Weg zur Besserung aber jetzt nach dem Unfall ist es schlimmer geworden.
Heute spreche ich mit meinem Hausarzt. Morgen müsste ich zum BG Arzt.
Ich weiß nicht so recht was der BG Arzt will da ich noch nie bei einem war, verstehe das es wegen dem wegeunfall sein muss. Was mich erwartet - kein Schimmer.
Ich wünschte das wär alles nicht so gekommen wie es gekommen ist. Viele Sorgen erdrücken meine Stimmung - Vor allem das was noch kommen wird, und die Schmerzen machen mich zu schaffen die ich ohne Medis versuche auszuhalten obwohl ich überhaupt kein Typ bin der mit schmerzen umgehen kann.
Ich versuche deine Liste abzuarbeiten dann Isländer wenn wirklich der Fall eintreffen sollte - was ich nicht hoffe. Ich halte euch auf den laufenden was alles so mit mir passieren wird
"Morgen müsste ich zum BG Arzt.
Ich weiß nicht so recht was der BG Arzt will da ich noch nie bei einem war, verstehe das es wegen dem wegeunfall sein muss. Was mich erwartet - kein Schimmer."
Wer schickt Dich mit welcher Begründung zu diesem D-Arzt?
PS: Dein Hausarzt darf Dich aber nicht als Arbeitsunfall behandeln. Da musst Du immer zu einem D-Arzt.
mich freut es auf jeden Fall das nichts schlimmeres passiert ist und wünsche dir eine schnelle Genesung.
So kannst du deinen Techniker ja schon bald antreten.
Hallo erstmal an alle. Es hat sich bei mir in letzter Zeit vieles getan was ich gern mitteilen möchte. Damals beim ersten Termin bei einem D-Arzt habe ich mich vorgestellt und Ihm meine Probleme geschilderte:
- starke Schmerzen im Hws Bereich
- muskelverspannung im Schulter Bereich
- Kopfschmerzen sowie gelegentliche Schwindel und Übelkeit
- ber der linken Hand schmerzen wenn ich sie bewege
Der D-Arzt hat daraufhin mit einer Lampe geleuchtet und ich sollte dem Licht mit meinen Augen folgen - das wars. Gab mir Krankmeldung für 1 Woche und ich solle nochmal dann kommen. So. Gestern war ich dann erneut da. Meine Probleme sind die gleichen geblieben bloß im dem Unterschied das mir am letzten Wochenende so schlecht war das ich mich übergeben musste. Das habe ich alles dem D-Arzt geschildert.
Er veranlasste darauf das bei mir von der Hand Röntgen Aufnahmen gemacht werden sollen und ein MRT in einer liegenden Haltung durchgeführt werden sollten.
Anschließend begutachtete der D-Arzt die Bildaufnahmen und teilte mir mit das auf den Bildern nichts zu erkennen sei und das ja alles bestens ist und ich die schmerztabletten weitergehent nehmen soll und jetzt am Montag zur Arbeit antreten kann - volle 8 Stunden. Angesprochen von mir wie er sich das vorstelle das ich solche Schmerzen habe - vorallem mit meinem Handgelenk - ganz normal wieder arbeiten soll entgegnete er mir bloß das auf den Bildern ja nichts zu sehen ist und er mir nicht mehr helfen kann.
Jetzt sitze ich hier zuhause, perplext von den gestrigen Geschehnissen und weiß jetzt nicht weiter außer in der Hoffnung das bis Montag bei mir die Schmerzen deutlich nachlassen obwohl ich schon die ganze Zeit schmerztabletten nehme ( ibuflam 800 mg und novaminsulfon 500 mg) aber die Frage stellt sich bei mir das sich doch nichts ändern sollte wie ich mich dann weiter verfahren sollte.
Hoffe das jemand dazu einen Rat hat? Danke schon im Voraus und wünsche euch einen schönen Feiertag + verlängertes Wochenende, hoffentlich ist bei euch auch so ein schönes Wetter wie bei uns im sonnigen Süden
BG plant vorerst Zahlung aufgrund Krebserkrankung einstellen Annie Gesetzliche Unfallversicherung 14 14.07.2011 11:38
Erwerbsminderungsrente darf vorerst gekürzt werden seenixe Rentenversicherung 18 05.02.2011 18:21

References: § 287
 § 252

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 BGH 
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