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Timestamp: 2018-06-19 15:51:17+00:00

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Private Veräußerungsgeschäfte - Veräußerungsverlust bei Ratenzahlung - H.a.a.S. NachrichtenAnsicht Ansichten » H.a.a.S. GmbH
ǀ Private Veräußerungsgeschäfte - Veräußerungsverlust bei Ratenzahlung
Fällt die Kaufpreiszahlung für ein Spekulationsgeschäft in verschiedene Veranlagungsjahre, so ist der Veräußerungsgewinn, bzw. -verlust nach Ansicht des BFH anteilig nach dem Verhältnis der Teilzahlungsbeträge zum Gesamtveräußerungserlös aufzuteilen.
Einkünfte aus privaten Veräußerungsgeschäften i.S.d. § 23 EStG gehören zu den sonstigen Einkünften nach § 22 Nr. 2 EStG. Die Versteuerung erfolgt nach dem Zuflussprinzip des § 11 Abs. 1 EStG.
Im vorliegenden Streitfall hatte der BFH zu entscheiden, in welchem Jahr ein Veräußerungsverlust zu berücksichtigen ist, wenn die Zahlung des Gesamtkaufpreises in mehreren Jahren erfolgt.
Die Klägerin, eine Grundstücksgemeinschaft besaß an zwei Grundstücken jeweils einen 50%igen Anteil und erwarb im Jahr 1998 die verbleibenden Anteile. In 2007 veräußerte sie die beiden Grundstücke an die E-GmbH, welche die Grundstücke in drei Parzellen unterteilte. Der Gesamtkaufpreis wurde vereinbarungsgemäß in den Jahren 2008 und 2009 entrichtet. Insgesamt ergab sich ein Veräußerungsverlust i.H.v. 67 TEUR.
Zwischen der Klägerin und der Finanzverwaltung war strittig, wann der Veräußerungsverlust anzusetzen ist und im Falle einer Aufteilung auf mehrere Jahre, die Höhe der betragsmäßigen Verteilung auf die einzelnen Jahre.
Nach Ansicht des BFH ist der Veräußerungsverlust in den betreffenden Veranlagungsjahren anteilig nach dem Verhältnis der Teilzahlungsbeträge zum Gesamtveräußerungserlös aufzuteilen. Denn auf sonstige Einkünfte i.S.d. § 22 Nr. 2 EStG ist das Zuflussprinzip des § 11 EStG anzuwenden.
Ein Vergleich mit dem nach § 17 EStG zu erfassenden Gewinn aus der Veräußerung von Anteilen an Kapitalgesellschaften ist nicht vorzunehmen, da dieser nicht unter das Zuflussprinzip fällt, sondern als Einkünfte aus Gewerbebetrieb nach den besonderen Grundsätzen für Gewinneinkünfte zu ermitteln ist.
BFH-Urteil vom 06.12.2016 IX R 18/16
28.03.2017 Neues zu Entschädigungen für Richter

References: § 23
 § 22
 § 11
 § 22
 § 11
 § 17