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Timestamp: 2019-11-15 00:00:52+00:00

Document:
Landesrecht Sachsen-Anhalt Ministerium für Bildung | Verwaltungsvorschrift (Sachsen-Anhalt) | Qualifizierung für die Übertragung eines Beförderungsamtes in der Schulaufsicht oder am Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt | i. d. F. v. 09.10.2019 | gültig ab 22.10.2019
Fundstelle: SVBl. LSA. 2019, 235
Qualifizierung für die Übertragung eines Beförderungsamtes in der Schulaufsicht oder am Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt
2. Einführungszeit
3. Feststellung der Befähigung
Qualifizierung für die Übertragung
eines Beförderungsamtes in der Schulaufsicht
oder am Landesinstitut für Schulqualität
RdErl. des MB vom 9. 10. 2019 – 33.1/03113
Fundstelle: SVBl. LSA 2019, S. 235
RdErl. des MK vom 4. 6. 2010 (SVBl. LSA S. 204), geändert durch RdErl.
vom 18. 7. 2012 (SVBl. LSA S. 171)
1.1 Die Übertragung eines Beförderungsamtes gemäß § 4 Abs. 1 Schuldienstlaufbahnverordnung (SchulDLVO LSA) vom 31. 5. 2010 (GVBl. LSA S. 352), zuletzt geändert durch Artikel 14 Abs. 7 des Gesetzes vom 13. 6. 2018 (GVBl. LSA S. 72, 116) in der jeweils geltenden Fassung in der Schulaufsicht oder am Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (LISA) ist erst möglich, wenn die Beamtin oder der Beamte erfolgreich eine Qualifizierungsphase (Einführungszeit) durchlaufen hat und abschließend die Befähigung für die Übertragung eines Beförderungsamtes festgestellt wurde.
1.2 Die Einführungszeit ist von allen verbeamteten Lehrkräften zu durchlaufen, die in der Schulaufsicht oder im LISA tätig sind, bevor diesen erstmalig ein Beförderungsamt gemäß § 4 Abs. 1 SchulDLVO LSA verliehen werden kann.
1.3 Für tarifbeschäftigte Lehrkräfte gelten die Regelungen entsprechend, soweit diese erstmalig in der Schulaufsicht oder im LISA auf einem Arbeitsplatz eingesetzt werden, für den die Qualifizierung erforderlich ist. Hierüber entscheidet die personalführende Dienststelle. Soweit es sich um eine höherwertige Tätigkeit handelt, findet § 14 Abs. 1 TV-L Anwendung.
2.1 Die Einführungszeit dauert gemäß § 4 Abs. 2 Schul-DLVO LSA mindestens ein Jahr. Sie wird durch eine Kommission begleitet, die sich aus jeweils einer Vertreterin oder einem Vertreter des Ministeriums, des Landesschulamtes, des LISA, des Allgemeinen Hauptpersonalrates sowie der Hauptamtlichen Gleichstellungsbeauftragten des Ministeriums zusammensetzt.
2.2 In der Einführungszeit sind der Beamtin oder dem Beamten in der Schulaufsicht oder im LISA Aufgaben zu übertragen, die der Wertigkeit der zukünftigen Ämter entsprechen.
2.3 Während der Einführungszeit nimmt die Beamtin oder der Beamte an folgenden Fortbildungsmodulen teil, deren thematischer Rahmen in der Anlage näher beschrieben ist:
Aufgaben der schulformbezogenen Aufsicht,
systematische Evaluation der schulischen Arbeit,
Schul- und Unterrichtsentwicklung,
Beratungs- und Unterstützungssystem für Schulen in Sachsen-Anhalt,
Haushalt und Organisation sowie
Personalrecht und Personalmanagement, Verwaltungsrecht und Verwaltungsverfahrensrecht.
2.4 Die Fortbildungsmodule sind von der Beamtin oder dem Beamten erfolgreich zu absolvieren; dieses ist durch die Fortbildungsverantwortlichen der Module zu dokumentieren.
2.5 Kann die Beamtin oder der Beamte in geeigneter Weise nachweisen, dass sie oder er über Kenntnisse verfügt, die den in den jeweiligen Fortbildungsmodulen vermittelten Lerninhalten entsprechen, kann die Kommission gemäß Nummer 2.1 Satz 2 festlegen, dass das entsprechende Fortbildungsmodul in der Einführungszeit als erfolgreich absolviert gilt. Die Entscheidung ist schriftlich zu dokumentieren und durch die personalführende Dienststelle dem Mininsterium vorzulegen.
3.1 Nachdem alle Fortbildungsmodule erfolgreich absolviert wurden, ist eine Anlassbeurteilung zu erstellen, die den gesamten Zeitraum der Einführungszeit erfasst. Die Anlassbeurteilung soll eine Aussage zur Eignung für ein Amt der Schulaufsicht oder am LISA enthalten. Auf der Grundlage der Anlassbeurteilung legt die personalführende Dienststelle dem Ministerium den Personalvorschlag zur Entscheidung vor. Schließt das Ministerium sich dem vorgelegten Votum an, wird damit die Eignung der Beamtin oder des Beamten zur Übertragung eines Beförderungsamtes gemäß § 4 Abs. 1 SchulDLVO festgestellt. Tarifbeschäftigten Lehrkräften wird die erfolgreiche Absolvierung der Einführungszeit bescheinigt. Falls die Eignung oder die erfolgreiche Teilnahme noch nicht festgestellt werden kann, ist die Einführungszeit einmalig um mindestens sechs und höchstens zwölf Monate zu verlängern. Nach der Verlängerung ist abschließend zu entscheiden, ob die Einführungszeit erfolgreich absolviert wurde.
3.2 Wird endgültig festgestellt, dass die Einführungszeit nicht erfolgreich absolviert wurde oder ist während der Einführungszeit erkennbar, dass die oder der Bedienstete sich nicht für die Übertragung eines Beförderungsamtes eignet, ist die Einführungszeit zu beenden. Dasselbe gilt, wenn die oder der Bedienstete dies verlangt.
3.3 Ansonsten endet die Einführungszeit für verbeamtete Lehrkräfte mit der Feststellung der Eignung zur Übertragung eines Beförderungsamtes gemäß § 4 SchulDLVO, für tarifbeschäftigte Lehrkräfte mit der Feststellung der erfolgreichen Absolvierung der Einführungszeit.
Anlage: Fortbildungsmodule in der Qualifizierung für die Übertragung eines Beförderungsamtes in der Schulaufsicht oder am Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt
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References: § 4
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 § 14
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