Source: https://www.kollektivvertrag.at/kv/fusspfleger-kosmetiker-und-masseure-oesterreich-arb
Timestamp: 2019-07-17 01:13:41+00:00

Document:
Fußpfleger, Kosmetiker und Masseure Österreich
Arb. Fußpfleger, Kosmetiker und Masseure W NÖ STM / Rahmen - 01.10.1992
Arb. Fußpfleger, Kosmetiker und Masseure BGL OÖ S K T VLB / Rahmen - 01.10.1992
Arb. Fußpfleger, Kosmetiker und Masseure W NÖ STM / Lohn-/Gehaltsordnung - 01.10.1992
Arb. Fußpfleger, Kosmetiker und Masseure BGL OÖ S K T VLB / Lohn-/Gehaltsordnung - 01.07.1991
http://oegb-delivery1.go.intern.3sit.at/kv/fusspfleger-kosmetiker-und-masseure-oesterreich-arb/fusspfleger-kosmetiker-und-masseure-w-noe-stm-rahmen/724245 Arb. Fußpfleger, Kosmetiker und Masseure W NÖ STM / Rahmen - 01.10.1992
Fußpfleger, Kosmetiker und Masseure W NÖ STM / Rahmen
gültig für die Bundesländer Wien, Niederösterreich und Steiermark
Der Kollektivvertrag wird abgeschlossen zwischen den Landesinnungen für Wien, Niederösterreich und Steiermark der Fußpfleger, Kosmetiker und Masseure einerseits und dem Österreichischen Gewerkschaftsbund, Gewerkschaft Hotel, Gastgewerbe, Persönlicher Dienst andererseits.
Für die Bundesländer Wien, Niederösterreich und Steiermark.
Für alle Mitgliedsbetriebe der dem Vertrag unterliegenden Landesinnungen.
Für alle in diesen Betrieben beschäftigten Arbeitnehmer, einschließlich der Lehrlinge mit Ausnahme der Angestellten im Sinne des Angestelltengesetzes und der kaufmännischen Lehrlinge.
(1) Der Vertrag tritt mit 1. Oktober 1992 in Kraft.
(2) Die Rahmenbestimmungen können von jedem der Vertragspartner unter Einhaltung einer dreimonatigen Kündigungsfrist zu jedem Monatsletzten mittels eingeschriebenen Briefes gekündigt werden.
(1) Die Regelung der Arbeitszeit erfolgt nach den jeweils gültigen Bestimmungen des Arbeitszeitgesetzes.
(4) Die Einteilung der Arbeitszeit ist zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat bzw. Arbeitnehmer derart vorzunehmen, daß bei Einhaltung der Wochenarbeitszeit gemäß Absatz 2 jeder Arbeitnehmer in jeder Woche einen ganzen oder zwei halbe Werktage arbeitsfrei erhält und daß die Arbeitszeit nicht vor 7.30 Uhr beginnt und nicht nach 19.00 Uhr endet.
(8) Am 24. Dezember endet die Arbeitszeit um 12.00 Uhr, am 31. Dezember endet die Arbeitszeit um 14.00 Uhr.
Für die ausfallenden Arbeitsstunden ist der Lohn fortzuzahlen.
(1) Als Überstunden gelten jene Arbeitsstunden, die über die Wochenarbeitszeit gemäß § 4 Abs. 2 bzw. 9 Stunden am Tage hinausgehen.
(2) Für Überstunden gebührt ein Zuschlag von 50% auf den Normalstundenlohn.
(3) Die Verrechnung der zu entlohnenden Überstundenleistungen erfolgt halbstundenweise, und zwar derart, daß Bruchteile einer halben Stunde auf eine volle halbe Stunde aufgerundet werden.
(4) Die anfallenden Zuschläge für Vergütungen und Überstunden und Sonntagsarbeit können innerhalb einer Frist von vier Wochen nach dem Tage, an dem sie geleistet wurden, auch in zusätzlicher Freizeit abgegolten werden, wobei für eine Überstunde mit 50%igem Zuschlag pro Stunde 1,5 Stunden und für Überstunden mit 100%igem Zuschlag zwei Stunden Freizeit gewährt werden müssen.
(5) Geleistete Überstunden sind seitens des Arbeitgebers oder dessen Bevollmächtigten bei der darauffolgenden Lohnauszahlung auszubezahlen.
(1) Bei Sonn- und Feiertagsarbeit sind die Bestimmungen des Arbeitsruhegesetzes (BGBl. Nr. 144/83 in der jeweils geltenden Fassung) sowie der Arbeitsruhegesetzverordnung (Ausnahmekatalog, Artikel XIII, Ziffer 6) (BGBl. Nr. 149/1984 in der jeweils geltenden Fassung) zu beachten. Gemäß §§ 17 und 18 KJBG dürfen Jugendliche während der Nacht- bzw. Sonn- und Feiertagsruhe nicht beschäftigt werden.
(2) Sonntagsarbeit ist mit einem 100%igem Zuschlag auf den Stundenlohn zu bezahlen. Dies gilt nicht für Fußpfleger und Masseure in Saunabetrieben, Bädern und Kuranstalten.
(3) Sonn- und Feiertagsarbeit ist die an Sonn- und Feiertagen in der Zeit von 0 Uhr bis 24 Uhr geleistete Arbeit.
(4) Wenn der Arbeitgeber die durch einen gesetzlichen Feiertag ausfallende Arbeitszeit an einem anderen Arbeitstag einbringen läßt, so ist diese zusätzliche Arbeitszeit mit einem Zuschlag von 50% zu vergüten, insoweit dadurch die wöchentliche Arbeitszeit gemäß § 4 Abs. 2 des Kollektivvertrages einschließlich der am Feiertag ausfallenden Arbeitsstunden überschritten wird. Wird an regelmäßig eingeteilten Sonntagsersatzruhetagen über den Rahmen der im § 4 Abs. 2 des Kollektivvertrages festgesetzten Wochenarbeitszeit hinaus gearbeitet, so ist die Arbeitszeit mit einem Aufschlag von 100% zu vergüten.
(5) Für die an gesetzlichen Feiertagen (Neujahr, 6. Jänner, Ostermontag, 1. Mai, Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag, Fronleichnam, 15. August, 26. Oktober, 1. November, 8. Dezember, 25. und 26. Dezember) ausfallende Arbeitszeit ist das regelmäßige Entgelt zu leisten. Der Karfreitag gilt im Sinne des Arbeitsruhegesetzes als Feiertag für die Angehörigen der evangelischen Kirche A. B. und H. B., der Altkatholiken und Methodistenkirche.
(6) Bei Feiertagsarbeit gebührt dem Arbeitnehmer außer dem regelmäßigen Entgelt auch noch das auf die geleistete Arbeit entfallende Entgelt ohne Zuschlag. Für Überstunden an Feiertagen gebührt ein Zuschlag von 100%.
(1) Für Arbeitsstunden zwischen 20.00 Uhr und 6.00 Uhr gebührt ein Zuschlag von 100%. Dies gilt nicht für Fußpfleger, Kosmetiker und Masseure in Saunabetrieben, Bädern und Kuranstalten.
(2) Nachtarbeit für Jugendliche ist laut KJBG untersagt.
(1) Im Einvernehmen mit dem Betriebsrat bzw. Arbeitnehmer kann die wöchentliche Arbeitszeit bis auf 30 Stunden herabgesetzt werden. Zwischen 30 Stunden und der Arbeitszeit gemäß § 4 (2) kann die wöchentliche Arbeitszeit für einzelne Arbeitnehmer verschieden vereinbart werden, jedoch soll die Kurzarbeit für alle Arbeitnehmer gleichmäßig zur Anwendung kommen.
(2) Bei Bemessung des Urlaubsentgeltes, des Urlaubszuschusses, der Weihnachtsremuneration und bei der Berechnung der Überstunden ist die ungekürzte wöchentliche Arbeitszeit zugrunde zu legen.
(3) Arbeitnehmer mit einer wöchentlichen Arbeitszeit bis zu 30 Stunden werden nach dem jeweils gültigen Stundenlohn für Aushilfen entlohnt, sofern es sich nicht um eine Teilzeitbeschäftigung gem. Absatz 4 handelt.
(4) Der Stundenlohn für Aushilfen ist nicht anzuwenden, wenn auf Wunsch des Arbeitnehmers Teilzeitbeschäftigung vereinbart wurde und diese Vereinbarung vom Arbeitnehmer eigenhändig unterschrieben wurde.
(2) Unter Arbeitnehmern sind Gesellen, Gehilfen, Lehrlinge sowie Hilfsarbeiter männlichen und weiblichen Geschlechtes zu verstehen.
(3) Für das Lehrlingswesen gelten die Bestimmungen des Berufsausbildungsgesetzes vom 26. 3. 69, BGBl. Nr. 142/69, für jugendliche Lehrlinge außerdem das Kinder- und Jugendbeschäftigungsgesetz.
(4) Erfolgt die Kündigung durch den Dienstgeber, so werden Dienstzeiten, die keine längere Unterbrechung als 60 Tage aufweisen, bei Berechnung der für die Höhe von Weihnachtsremuneration und Urlaubszuschuß maßgebenden Beschäftigungszeit zusammengerechnet.
(1) Die Entlohnung erfolgt nach einem von der Bundesinnung oder den Landesinnungen mit den zuständigen Gewerkschaften jeweils vereinbarten Lohnvertrag.
(3) Die Lohnzahlung erfolgt grundsätzlich wöchentlich. In Betrieben, in denen im Zusammenhang mit der Krankenkassenverrechnung längere Lohnabrechnungszeiten üblich sind, erhalten die Arbeitnehmer wöchentlich eine a-conto-Zahlung in der Höhe von 80% des tariflichen Bruttowochenlohnes.
(4) Bei jeder Lohnzahlung (ausgenommen a-conto-Zahlung) ist jedem Arbeitnehmer eine Lohnabrechnung auszuhändigen, die den Bruttolohn sowie sämtliche Steuern, Sozialversicherungsbeiträge und sonstige Abzüge einschließlich allenfalls aufgelaufener Verpflegungs- und Quartierkosten aufweist. Bei zuschlagspflichtiger Arbeit ist die Zahl der zuschlagspflichtigen Stunden und die Höhe der Zuschläge ersichtlich zu machen.
(9) Fallen in ein Kalenderjahr Zeiten eines Präsenzdienstes, einer Schutzfrist oder eines Karenzurlaubes gemäß § 15 Mutterschutzgesetz, so verkürzt sich das Ausmaß der Sonderzahlungen in diesem Kalenderjahr um jenen aliquoten Teil, der dem Anteil des Präsenzdienstes bzw. des Karenzurlaubes im Kalenderjahr entspricht (je Woche 1/52).
(1) In Betrieben, in denen die Arbeitnehmer auf Wunsch des Betriebsinhabers in einheitlicher Arbeitskleidung arbeiten müssen, ist diese auf Kosten des Betriebsinhabers anzuschaffen und von diesem zur Verfügung zu stellen. Diese Arbeitskleidung verbleibt im Eigentum des Betriebsinhabers, ist pfleglich zu behandeln und bei Ausscheiden aus dem Betrieb gereinigt zurückzustellen.
(4) Der Arbeitnehmer erhält für jede Woche des Arbeitsverhältnisses (Lehrverhältnisses) 1/52 der Weihnachtsremuneration bei Auflösung des Arbeitsverhältnisses während des Jahres, sofern er nicht infolge eigenen Verschuldens entlassen wurde oder ohne wichtigen Grund vorzeitig ausgetreten ist.
Entlassungen nach § 82 lit. h der GewO gelten nicht als Entlassung infolge eigenen Verschuldens.
§ 13 Urlaub und Urlaubszuschuß
(1) Für den Urlaub der Arbeitnehmer gelten die Bestimmungen des Bundesgesetzes, betreffend die Vereinheitlichung des Urlaubsrechtes und die Einführung einer Pflegefreistellung vom 7. 7. 1976 BGBl. Nr. 390/1976.
(3) Alle Arbeitnehmer erhalten einmal in jedem Kalenderjahr einen Urlaubszuschuß. Dieser beträgt im 1. Kalenderjahr den aliquoten Teil von 4,33 Wochenlöhnen, ab dem 2. Kalenderjahr 4,33 Wochenlöhne.
Zwischen dem Arbeitgeber und dem Betriebsrat, (falls ein solcher nicht vorhanden ist, mit dem Arbeitnehmer), kann vereinbart werden, daß die Auszahlung des Urlaubszuschusses zu einem späteren Termin, spätestens jedoch zum Ende des Kalenderjahres erfolgt. Endet das Dienstverhältnis, so ist der Urlaubszuschuß mit Lösung des Dienstverhältnisses fällig, es sei denn, daß der Arbeitnehmer gemäß § 82 GewO (ausgenommen lit. h) entlassen wurde oder ohne wichtigen Grund vorzeitig austritt.
Der Urlaubszuschuß ist auf die gleiche Art zu berechnen wie das Urlaubsentgelt.
(5) Arbeitnehmern, die während des Kalenderjahres eintreten und bis zum Ende des Kalenderjahres noch nicht urlaubsberechtigt sind, ist der aliquote Teil des Urlaubszuschusses bei der letzten Lohnauszahlung am Ende des Kalenderjahres auszuzahlen.
(7) Arbeitnehmer, die den Urlaubszuschuß für das laufende Kalenderjahr bereits erhalten haben, aber noch vor Ablauf des Kalenderjahres ausscheiden, haben den erhaltenen Urlaubszuschuß nur dann zurückzuzahlen, wenn sie nach § 82 GewO (ausgenommen lit. h) entlassen wurden oder ohne wichtigen Grund vorzeitig austreten.
(8) Bestehen in den Betrieben bereits Urlaubszuschüsse oder wurden solche unter einem anderen Titel vereinbart oder wurden sonstige einmalige Bezüge oder Sonderzahlungen mit dem Urlaub gewährt, so können diese vom Arbeitgeber auf den kollektivvertraglich vereinbarten Urlaubszuschuß angerechnet werden.
(1) Nach einer Betriebszugehörigkeit von zwei Wochen erhält der Arbeitnehmer, wenn er durch Krankheit an der Arbeitsleistung verhindert wird, ohne dies vorsätzlich oder grobfahrlässig verschuldet zu haben, vom vierten Tag der Krankheit an ein Entgelt in der Höhe von 40% des Nettolohnes.
(4) Zur Teilnahme an der Beerdigung der Großeltern, der Geschwister, der Schwiegereltern, auch sofern sie nicht mit dem Arbeitnehmer in der Hausgemeinschaft lebten, ferner bei Beerdigung von sonstigen Familienmitgliedern, die mit ihm im gemeinsamen Haushalt lebten: 1 Arbeitstag.
(5) Bei plötzlicher schwerer Erkrankung der in der Hausgemeinschaft lebenden Familienmitglieder, sofern der Arzt bestätigt, daß die Anwesenheit zur vorläufigen Pflege erforderlich ist: 1 Arbeitstag.
Der Arbeitnehmer hat Anspruch auf Weiterzahlung seines Lohnes für die tatsächlich zur Erledigung seiner Angelegenheiten benötigte Zeit, im Einzelfall jedoch höchstens bis zur Dauer der regelmäßigen täglichen Arbeitszeit am Tag der Verhinderung:
(2) Bei Vorladungen zu Gericht oder sonstigen Ämtern und Behörden, möglichst gegen vorherige Beibringung der Ladung, sofern keine Entschädigung vom Gericht bezahlt wird und der Arbeitnehmer nicht als Beschuldigter oder als Partei in einem Zivilprozeß geladen ist.
(4) Auch bei Geltendmachung mehrerer oder verschiedenartiger Arbeitsverhinderungen besteht Anspruch auf Entgeltzahlung aus den in dem § 15 aufgezählten Fällen nur bis zur Höchstdauer von 40 Stunden innerhalb eines Dienstjahres.
Für die Mitwirkung des Betriebsrates an allen Fragen, welche das Arbeitsverhältnis berühren, gelten die Bestimmungen des Arbeitsverfassungsgesetzes vom 14. 12. 73.
Mit der Beilegung von Gesamtstreitigkeiten, die sich aus der Auslegung dieses Kollektivvertrages ergeben, hat sich vor Anrufung des Bundeseinigungsamtes ein paritätisch aus je drei Vertretern der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer zusammengesetzter Schlichtungsausschuß zu befassen.

References: § 4
 § 4
 § 4
 § 4
 § 15
 § 82

§ 13
 § 82
 § 82
 § 15