Source: https://bildung.bmbwf.gv.at/ministerium/rs/2017_30.html
Timestamp: 2018-12-14 20:39:12+00:00

Document:
Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung: Grundsatzerlass für Berufsorientierungskoordination
F	+43 1 53120-812824
Inhalt:	Berufsorientierungskoordination; Grundsatzerlass
2.1	Das Schulorganisationsgesetz - SchOG, BGBl. Nr. 242/1962, in der geltenden Fassung - nimmt mehrfach (siehe § 2, § 3, § 15, § 21, § 22, § 34) darauf Bezug, dass die Vorbereitung auf das Berufsleben eine Kernaufgabe der österreichischen Schule ist.
2.2	In den entsprechenden Lehrplanverordnungen für die AHS-Unterstufe (BGBl. Nr. 163/1964 insb. in der Fassung BGBl. Nr. 133/2000), die NMS und die ASO (BGBl. Nr. 134/1963 insb. in der Fassung BGBl. II Nr. 113/2016 bzw. BGBl. II Nr. 137/2008) festgelegten „Allgemeinen Bildungszielen“ gibt es vielfältige Bezugnahmen zum Thema Berufsorientierung. So ist hier auch sinngemäß festgelegt, dass durch die Bildungsarbeit der Schule das Ziel verfolgt werden soll, Schülerinnen und Schüler dahin zu führen und sie dazu zu befähigen, eigene Lebenspläne und Vorstellungen von beruflichen Möglichkeiten zu entwickeln.
2.3	In den zitierten Lehrplanverordnungen ist für die genannten Schularten auch die verbindliche Übung Berufsorientierung mit eigenem Fachlehrplan für die 7. und 8. Schulstufe verankert.
2.4	Das Schulunterrichtsgesetz in der geltenden Fassung bestimmt in § 13b, dass SchülerInnen ab der 8. Schulstufe allgemeinbildender sowie berufsbildender mittlerer und höherer Schulen auf ihr Ansuchen die Erlaubnis erteilt werden kann, zum Zweck der individuellen Berufs(bildungs)orientierung an bis zu fünf Tagen pro Unterrichtsjahr dem Unterricht fern zu bleiben.
2.5	Das RS Nr. 17/2012 (Maßnahmenkatalog im Bereich Information, Beratung und Orientierung für Bildung und Beruf (IBOBB) in der 7. und 8. Schulstufe) hält fest, dass
2.6.	Für Lehrpersonen im Entlohnungsschema pd wird die Funktion der Berufsorientierungskoordination auf Basis der entsprechenden gesetzlichen Bestimmungen gemäß § 46a VBG und § 19 LVG sowie der darauf Bezug nehmenden Verordnung (BGBl. II Nr. 370/2015) abgegolten.
3.1	Unterstützung der Schulleitung bei der Erstellung und Weiterentwicklung eines standortbezogenen Umsetzungskonzepts
Ein schulstandortbezogenes Umsetzungskonzept fußt im Sinne des Rundschreibens
Nr. 17/2012 auf:
3.2	Schulinterne Koordination bei der Umsetzung der Maßnahmen
3.3	Kooperation mit außerschulischen Einrichtungen
3.4	Dokumentation und Evaluation gemeinsam mit KollegInnen
4.1	Auswahl des Berufsorientierungskoordinators/der Berufsorientierungskoordinatorin
4.2	Absolvierung des Lehrgangs zur Berufsorientierungskoordination
4.3	Teilnahme an regionalen Arbeitsgemeinschaften und Fortbildung
4.4	Qualitätssicherung

References: § 2
 § 3
 § 15
 § 21
 § 22
 § 34
 § 13
 § 46
 § 19