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Timestamp: 2019-07-18 01:51:31+00:00

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BFH, 20.11.2007 - I R 85/05 - dejure.org
BFH, 20.11.2007 - I R 85/05
https://dejure.org/2007,3034
BFH, 20.11.2007 - I R 85/05 (https://dejure.org/2007,3034)
BFH, Entscheidung vom 20.11.2007 - I R 85/05 (https://dejure.org/2007,3034)
BFH, Entscheidung vom 20. November 2007 - I R 85/05 (https://dejure.org/2007,3034)
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EStG 1987 § 20 Abs. 1 Nr. 3, § 36 Abs. 2 Nr. 3, § 50c Abs. 8 Satz 2; AO i. d. F. des StÄndG 2001 § 39 Abs. 2 Nr. 1 Satz 1, § 42 Abs. 1 Satz 1, Abs. 2
Bestätigung der Rechtsprechung zum Dividendenstripping; Wirtschaftliches Eigentum; § 50c EStG als Spezialregelung zu § 42 AO
Festsetzungsverjährung von Nachzahlungszinsen gemäß § 233a AO; Verhältnis von Einkommensteuerbescheid und Zinsbescheid; "Bereinigung" früherer Auswertungsfehler bei einer Änderung nach § 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 AO; Zinskorrektur nach § 233a Abs. 5 AO; Verbindung von Steuerfestsetzung und Zi
Bestätigung der Rechtsprechung zum Dividendenstripping - Wirtschaftliches Eigentum - § 50c EStG als Spezialregelung zu § 42 AO
Bestätigung der Rechtsprechung zum Dividendenstripping
Steuerrechtliche Anerkennung des Erwerbs und der Veräußerung von Aktien; Erlangung wirtschaftlichen Eigentums bei Erwerb alter Aktien cum Dividende und zeitnaher Veräußerung junger Aktien desselben Emittenten ex Dividende an den Veräußerer der alten Aktien
Dividendenstripping keine Steuerumgehung
FG Hessen, 30.08.2005 - 4 K 2557/99
BFHE 223, 414
BB 2009, 100
DB 2008, 2809
BStBl II 2013, 287
Die Klägerin mag die Voraussetzungen des Einkünftetatbestands des § 20 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 EStG 2002 n.F. durch den Erwerb des wirtschaftlichen Eigentums an den Aktien vor dem Ausschüttungsbeschluss im Zeitpunkt des jeweiligen schuldrechtlichen Anschaffungsgeschäfts im Zusammenhang mit den sog. cum/ex-Geschäften prinzipiell erfüllen können (s. zu Einzelheiten Senatsurteil vom 15. Dezember 1999 I R 29/97, BFHE 190, 446, BStBl II 2000, 527, und dazu das BMF-Schreiben vom 6. Oktober 2000, BStBl I 2000, 1392, sowie Senatsbeschlüsse vom 20. November 2007 I R 85/05, BFHE 223, 414, BStBl II 2013, 287, und I R 102/05, Internationales Steuerrecht --IStR-- 2008, 336;… s.a. z.B. BFH-Urteil vom 1. August 2012 IX R 6/11, BFH/NV 2013, 9;… Senatsbeschluss vom 15. Oktober 2013 I B 159/12, BFH/NV 2014, 291), und zwar auch in der streitgegenständlichen Situation des außerbörslichen Handels (s. z.B. Berger/Matuszewski, Betriebs-Berater --BB-- 2011, 3097, 3101; Desens, Deutsche Steuer-Zeitung --DStZ-- 2012, 142, 149 f., und DStZ 2012, 246, 249; Englisch, Finanz-Rundschau --FR-- 2010, 1023, 1028 f.; Hahne, Deutsches Steuerrecht --DStR-- 2007, 605, 609, und DStR 2007, 1196, 1197; Podewils/Zink, DStZ 2013, 177, 178; Schmieszek in Beermann/Gosch, AO § 39 Rz 67; Demuth, DStR 2013, 1116, 1117; Seer/Krumm, DStR 2013, 1757, 1760; s.a. BTDrucks 16/2712, S. 4; a.A. z.B. Rau, DStR 2007, 1192, 1195, und DStR 2007, 1198, 1199, und DStR 2013, 838; Bruns, DStR 2010, 2061, 2063).
Hat der Gesetzgeber ein missbrauchsverdächtiges Feld gesichtet und durch eine Spezialvorschrift abgesteckt, legt er für diesen Bereich die Maßstäbe fest (…vgl. BFH-Urteil vom 18. Dezember 2013 I R 25/12, BFH/NV 2014, 904, m.w.N.; vgl. auch BFH-Beschluss vom 20. November 2007 I R 85/05, BFHE 223, 414, BStBl II 2013, 287).
Hat der Gesetzgeber ein missbrauchsverdächtiges Feld gesichtet und durch eine Spezialvorschrift abgesteckt, legt er für diesen Bereich die Maßstäbe fest und sichert eine einheitliche Rechtsanwendung, die Gestaltungssicherheit gewährleistet (Drüen in Tipke/Kruse, Abgabenordnung, Finanzgerichtsordnung, § 42 AO Rz 20b; Fischer, Finanz-Rundschau --FR-- 2008, 306, 310; derselbe in Hübschmann/Hepp/Spitaler, § 42 AO Rz 292; Gosch in Achatz [Hrsg.], Internationales Steuerrecht, Veröffentlichungen der Deutschen Steuerjuristischen Gesellschaft, Band 36 [2013], S. 201, 212; vgl. auch Senatsurteil vom 20. November 2007 I R 85/05, BFHE 223, 414, BStBl II 2013, 287).
Auch eine erst nach dem Tag des Vertragsabschlusses erfolgende Umbuchung beeinflusst den Übergang des wirtschaftlichen Eigentums nicht (vgl. BFH Urteil vom 15.12.1999 I R 29/97, BFHE 190, 446, BStBl II 2000, 527; Beschluss vom 20.11.2007 I R 85/05, BFHE 223, 414, BFH/NV 2008, 551; Hahne, Auslegungs- und Anwendungsfragen zur gesetzlichen Neuregelung für Aktiengeschäfte um den Ausschüttungstermin, DStR 2007, 605).
Dabei kommt es gerade nicht darauf an, dass die Vertragspartner der Wertpapierleihe als Tag der Hingabe der Wertpapiere und als Abrechnungstag den Tag der Auszahlung der Dividenden vereinbart haben; denn der nachgelagerten wertpapiertechnischen Abwicklung des Kaufvorgangs kommt dabei keine grundlegende Bedeutung zu (…vgl. BFH Urteil vom 15.12.1999 I R 29/97, a. a. O.; Beschluss vom 20.11.2007 I R 85/05, a. a. O.; Hahn, Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen Eigentums bei girosammelverwahrten Aktien, DStR 2007, 1196).
Hat der Gesetzgeber ein missbrauchsverdächtiges Feld gesichtet und durch eine Spezialvorschrift abgesteckt, legt er für diesen Bereich die Maßstäbe fest und sichert eine einheitliche Rechtsanwendung, die Gestaltungssicherheit gewährleistet (…BFH-Urteil vom 18. Dezember 2013 I R 25/12, BFH/NV 2014, 904; BFH-Beschluss vom 20. November 2007 I R 85/05, BStBl II 2013, 287; Fischer, FR 2008, 306, 310).
FG Düsseldorf, 12.12.2016 - 6 K 1544/11
Kein wirtschaftliches Eigentum des Leerkäufers an Dividendenpapieren im Rahmen …
Die - soweit ersichtlich - bislang zur mit der Frage der Dividendenberechtigung rund um einen Dividendenstichtag zusammenhängenden steuerrechtlichen Zurechnung von Aktien ergangenen Entscheidungen des BFH stellen daher auf die Erlangung des wirtschaftlichen Eigentums im Sinne des § 39 Abs. 2 AO zum Zeitpunkt des Kaufvertragsabschlusses ab (vgl. z.B. BFH-Urteil vom 15. Dezember 1999 - I R 29/97 -, BFHE 190, 446, BStBl II 2000, 527; BFH-Beschluss vom 20. November 2007 - I R 85/05, BFHE 223, 414, BStBl II 2013, 287).
Auch dem BFH-Beschluss I R 85/05 lässt sich eine klare Aussage insoweit nicht entnehmen (…Brandis aaO, 44).
Dem Gesetzgeber ging es demnach nicht vornehmlich darum, Besteuerungspotentiale auszuschöpfen; vielmehr sollte die Vorschrift ausschließen, dass die grundsätzlich angeordnete Steuerpflicht von Einkünften aus Kapitalvermögen in Form von Dividendenzahlungen durch aus seiner Sicht missbräuchliche Gestaltungen --unter Ausnutzen einer Steuerfreiheit von Veräußerungsgewinnen und einer Steuerwirksamkeit von Anschaffungskosten beim Erwerber (Widmann, DStZ 1998, 368)-- unterlaufen wird (vgl. zum Charakter von § 50c EStG 1997 als Vorschrift zur Abwehr von Gestaltungsmissbräuchen auch Senatsurteil vom 15. Dezember 1999 I R 29/97, BFHE 190, 446, BStBl II 2000, 527; Senatsbeschlüsse vom 20. November 2007 I R 85/05, nachträglich zur amtlichen Veröffentlichung bestimmt, sowie I R 102/05, IStR 2008, 336).
Durch die höchstrichterliche Rechtsprechung (BFH-Urteil vom 15.12.1999 I R 29/97, BStBl II 2000, 527 und BFH-Beschluss vom 20.11.2007 I R 85/05, BStBl II 2013, 287) sei jedoch bereits geklärt, dass er zu bejahen sei.
Wenn nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung (BFH-Urteil vom 15.12.1999, a.a.O. und BFH-Beschluss vom 20.11.2007, a.a.O.) selbst bei taggleichen An- und Verkäufen der Übergang von Chancen und Risiken zu bejahen sei, könne dies bei einer dreitägigen Kündigungsfrist nicht angezweifelt werden.
Aus der BFH-Rechtsprechung zum wirtschaftlichen Eigentum beim sogenannten Dividendenstripping (BFH-Urteil vom 15.12.1999 I R 29/97, BStBl II 2000, 527 und BFH-Beschluss vom 20.11.2007 I R 85/05, BStBl II 2013, 287) folgt für den Streitfall nichts anders.
Soweit die Klägerin vorgetragen hat, die Entscheidung des FG weiche von dem Senatsurteil vom 15. Dezember 1999 I R 29/97 (BFHE 190, 446, BStBl II 2000, 527) sowie dem Senatsbeschluss vom 20. November 2007 I R 85/05 (BFHE 223, 414) ab, weil das FG die Auffassung vertrete, für den Übergang des wirtschaftlichen Eigentums bei außerbörslichen Aktienkäufen ("OTC") schon im Erwerbszeitpunkt sei nicht ausreichend, dass die Lieferungen vereinbarungsgemäß nach den Usancen der ... Wertpapierbörse erfolgten, hat sie der Ausgangsentscheidung Entscheidungen des Senats gegenübergestellt, die nicht zu einem vergleichbaren Sachverhalt ergangen sind.
FG Hessen, 24.03.2015 - 4 K 2179/13
Die Beteiligten streiten darüber, ob eine als Sachausschüttung bezeichnete …
Insofern hat der BFH in ständiger Rechtsprechung darauf abgestellt, ob der Erwerber der Anteile oder Wertpapiere aufgrund des zugrundeliegenden bürgerlich-rechtlichen Rechtsgeschäfts bereits eine rechtlich geschützte, auf den Erwerb des Rechts gerichtete Position erworben hat, die ihm gegen seinen Willen nicht mehr entzogen werden kann und ob die mit dem Anteil wesentlichen Rechte sowie das Risiko einer Wertminderung oder die Chance einer Wertsteigerung auf den Erwerber übergegangen sind (vgl. nur BFH-Urteile vom 15.12.1999 I R 29/97, BStBl II 2000, 527; vom 20.11.2007 I R 85/05, BStBl II 2013, 287 und vom 11.07.2006 VIII R 32/04, BStBl II 2007, 296).
FG Hessen, 13.09.2011 - 4 K 2577/07
Berücksichtigung von Ausfallgarantien Dritter bei der Bewertung von effektiv …

References: § 20
 § 36
 § 50
 § 39
 § 42
 § 50
 § 42
 § 233
 § 175
 § 233
 § 50
 § 42
 § 20
 § 39
 § 42
 § 42
 § 39
 § 50