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Timestamp: 2019-10-18 12:52:52+00:00

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BGH, 05.02.1992 - XII ZB 92/91 - dejure.org
https://dejure.org/1992,3207
BGH, 05.02.1992 - XII ZB 92/91 (https://dejure.org/1992,3207)
BGH, Entscheidung vom 05.02.1992 - XII ZB 92/91 (https://dejure.org/1992,3207)
BGH, Entscheidung vom 05. Februar 1992 - XII ZB 92/91 (https://dejure.org/1992,3207)
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Familiensachen mit gleichem Rubrum - Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gegen die Versäumung der Berufungsfrist - Bewilligung von Prozesskostenhilfe - Zahlung nachehelichen Unterhalts - Organisationsverschulden eines Rechtsanwalts
NJW 1992, 2488
FamRZ 1992, 794
VersR 1993, 76
§ 233 ZPO macht die Wiedereinsetzung nicht von einem unabwendbaren Ereignis und der Beachtung der äußersten nach den Umständen zu erwartenden Sorgfalt abhängig, sondern lässt hierfür das Fehlen eines Verschuldens genügen und stellt damit weniger strenge Anforderungen als das vor Inkrafttreten der Vereinfachungsnovelle vom 3. Dezember 1976 (BGBl. I 3281) geltende Recht (vgl. Senatsbeschluss vom 5. Februar 1992 aaO).
Dies gilt auch für allgemein erteilte Anweisungen, wie sie hier glaubhaft gemacht sind (Senatsbeschluß vom 5. Februar 1992 - XII ZB 92/91 - FamRZ 1992, 794).
Verschuldensmaßstab ist dabei nicht mehr wie unter der Geltung des auf unabwendbare Zufälle abstellenden § 233 Abs. 1 ZPO aF die äußerste und größtmögliche Sorgfalt, sondern die von einem ordentlichen Rechtsanwalt zu fordernde übliche Sorgfalt (vgl. BGH, Beschluss vom 5. Februar 1992 XII ZB 92/91, NJW 1992, 2488, 2489;… Beschluss vom 31. März 2010 XII ZB 166/09, FamRZ 2010, 879 Rn. 15;… Zöller/Vollkommer aaO § 85 Rn. 13;… Musielak/Weth aaO § 85 Rn. 18, jeweils mwN).
Denn der Rechtsanwalt darf sich darauf verlassen, daß sein zuverlässiges und regelmäßig überwachtes Büropersonal eindeutige und, soweit erforderlich, schriftlich niedergelegte Anweisungen auch befolgt (st.Rspr., z.B. BGH, Beschlüsse vom 10. Oktober 1991 - VII ZB 4/91 = NJW 1992, 574, vom 11. Februar 1992 - VI ZB 2/92 = NJW 1992, 1632 und vom 5. Februar 1992 - XII ZB 92/91 = NJW 1992, 2488, 2489).
BSG, 04.11.1994 - 1 RK 64/93
Zwar kann ein Rechtsanwalt die Berechnung üblicher und in seiner Praxis häufig vorkommender Fristen sowie die Führung des Fristenkalenders seinem gut ausgebildeten und sorgfältig überwachten Büropersonal überlassen (BSG vom 12. Juli 1990 - 5 BJ 113/89 - st.Rspr. des Bundesgerichtshofs [BGH], z.B. BGHZ 43, 148 = NJW 1965, 1021; BGH FamRZ 1992, 794 ; NJW 1994, 2551 ); er muß aber durch geeignete organisatorische Maßnahmen dafür sorgen, daß Fristversäumnisse möglichst vermieden werden.
BGH, 23.02.1994 - XII ZB 174/93
Anforderungen an die Büroorganisation eines Rechtsanwalts; Beauftragung …
Es entspricht der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, daß es einem Rechtsanwalt nicht zum Verschulden gereicht, wenn er mit der reinen Fristenkontrolle, d.h. mit der Eintragung, Überwachung und Löschung der prozessualen Fristen, derart qualifizierte Fachkräfte seines Büros beauftragt (…vgl. Beschluß vom 13. Januar 1988 - IVa ZB 13/87 - BGHR ZPO § 233 Büropersonal 1; Senatsbeschluß vom 5. Februar 1992 - XII ZB 92/91 - FamRZ 1992, 794).
OLG Düsseldorf, 18.04.2011 - 4 U 111/10
Die zu stellenden Anforderungen dürfen andererseits nicht überspannt werden; insbesondere muss die Beachtung der Sorgfalt dem Rechtsanwalt zumutbar sein (BGH NJW 1985, 495, 496 und 1710, 1711; BGH NJW 1992, 2488, 2489; BAG MDR 1987, 523).
Anerkanntermaßen darf ein Rechtsanwalt aber darauf vertrauen, daß sein sonst zuverlässiges Personal seine Weisungen befolgt (vgl. BGH, Beschluß vom 5. Februar 1992 - XII ZB 92/91 - NJW 1992, 2488, 2489).
BGH, 25.03.1992 - XII ZB 25/92
Folgen eines Fehlens einer Anordnung eines Anwalts über die deutliche …
BGH, 08.06.1993 - VI ZB 12/93
Versäumung der Berufungsbegründungsfrist, weil die mit der Beförderung des …

References: § 233
 § 233
 § 85
 § 85
 BGH 
 § 233
 BGH