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Timestamp: 2019-07-22 15:03:43+00:00

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Rechtsprechung: 3 U 16/09 - dejure.org
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OLG Rostock, 19.05.2009 - 3 U 16/09 (https://dejure.org/2009,1214)
OLG Rostock, Entscheidung vom 19.05.2009 - 3 U 16/09 (https://dejure.org/2009,1214)
OLG Rostock, Entscheidung vom 19. Mai 2009 - 3 U 16/09 (https://dejure.org/2009,1214)
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Doppelte Schriftformklausel in AGB unwirksam - Eine Schriftformklausel in Allgemeinen Geschäftsbedingungen, die bei dem anderen Vertragsteil den Eindruck erweckt, einer mündlichen Abrede bzw. Individualvereinbarung komme entgegen § 305b BGB keine Geltung zu, ist unwirksam.
§§ 307, 305b BGB
§ 305 BGB, § 307 Abs 1 BGB
Doppelte Schriftformklausel im Formularvertrag
BGB §§ 125, 305b
Unwirksamkeit einer doppelten Schriftformklausl im AGB-Vertrag
Schriftformklausel - doppelte - Unwirksamkeit
Doppelte (qualifizierte) Schriftformklausel im Formularvertrag
Doppelte Schriftformklauseln in AGB unwirksam
BGB § 305; BGB § 307
Formularmäßige Vereinbarung einer doppelten Schriftformklausel
§§ 305 b, 307 Abs. 1 BGB
AGB-Klausel mit Erfordernis doppelter Schriftform ist unwirksam
Qualifizierte Schriftformklausel verstößt gegen § 307 BGB
AGB zu doppelter Schriftformklausel unwirksam
Vorformulierte, qualifizierte Schriftformklauseln sind sittenwidrig
Qualifizierte Schriftformklausel unwirksam
Doppelte Schriftformklausel in Verträgen rechtswidrig
Doppelte Schriftformklausel AGB-rechtlich unwirksam
Qualifizierte (doppelte) Schriftformklausel (IMR 2009, 306)
LG Schwerin, 20.01.2009 - 4 O 215/08
NZM 2009, 705
MIR 2009, Dok. 184
BB 2009, 2282
Demgegenüber wird überwiegend die Meinung vertreten, dass eine in Allgemeinen Geschäftsbedingungen vereinbarte doppelte Schriftformklausel wegen Verstoßes gegen § 307 BGB unwirksam sei, weil sie den wegen § 305 b BGB unzutreffenden Eindruck erwecke, eine Änderungsvereinbarung sei nur schriftlich möglich (…OLG München Urteil vom 7. April 2016 - 23 U 3162/15 - juris Rn. 41; OLG Brandenburg Grundeigentum 2012, 1375, 1376; OLG Rostock NZM 2009, 705;… Blank in Blank/Börstinghaus Miete 5. Aufl. § 550 BGB Rn. 100;… Bub in Bub/Treier Handbuch der Geschäfts- und Wohnraummiete 4. Aufl. Kap. II Rn. 1790 f.;… Erman/Arnold BGB 14. Aufl. § 125 Rn. 26;… Emmerich/Sonnenschein Miete 11. Aufl. § 550 BGB Rn. 38;… MünchKommBGB/Basedow 7. Aufl. § 305 b Rn. 13;… Palandt/Grüneberg BGB 76. Aufl. § 305 b Rn. 5;… Schmidt-Futterer/Blank Mietrecht 12. Aufl. Vorbem zu § 535 BGB Rn. 49 f.;… Schweitzer in Ghassemi-Tabar/Guhling/Weitemeyer Gewerberaummiete § 550 Rn. 106;… Staudinger/Emmerich BGB [2014] § 550 Rn. 48;… vgl. auch BAG NJW 2009, 316 Rn. 31 ff.).
Es ist in Rechtsprechung und Literatur umstritten, ob (auch) bei der Vereinbarung einer qualifizierten Schriftformklausel in Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Vorrang individueller Vertragsabreden gilt (§ 305 b BGB) und/oder ob diese Klausel wegen unangemessener Benachteiligung nach § 307 Abs. 1 BGB unwirksam ist (vgl. zum Stand der Rechtsprechung auch Bub/Treier/ Heile/Landwehr, a.a.O., II, Rdnr. 2515 ff.: qualifizierte Schriftformklauseln in Formularmietverträgen sind in der Regel unwirksam unter Bezugnahme auf OLG Rostock Urteil vom 19.05.2009 - 3 U 16/09,NJW 2009, 3376 im Anschluss an BAG Urteil vom 20.05.2008 - 9 AZR 382/07, NJW 2009, 316;… Schmidt- Futterer/Lammel, Mietrecht, 12. Auflage, Vor § 535 BGB, Tz. 49: unwirksam nach § 307 BGB ohne nach einfacher oder qualifizierter Schriftformklausel zu differenzieren;… Ghassemi-Tabar/Guhling/Weitemeyer, Gewerberaummiete, 2015, § 550 BGB, Rdnr. 106: es spricht mehr gegen Wirksamkeit auch wegen § 305 b BGB;… Wolf/Eckert/Ball, Handbuch des gewerblichen Miet-, Pacht- und Leasingrechts, 10. Auflage, Rdnr. 156 ff;… Lindner- Figura/ Opreé/ Stellmann, Geschäftsraummiete, 3. Auflage, Kap. 7, Rdnr. 82, 157f.: jeweils für Vorrang der Individualabrede;… Staudinger/Emmerich, a.a.O., § 550 BGB, Rdnr. 47: umstritten; vgl. auch OLG München vom 07.04.2016 - 23 U 3162/15, juris, Tz. 41; OLG München vom 13.03.2008 - 23 U 4481/07, juris, Tz. 7; a.A. Senatsurteil vom 18.08.2005 - 8 U 106/04, NZM 2005, 908; OLG Frankfurt Urteil vom 18.03.2013 - 2 U 179/12, ZMR 2013, 708; OLG Naumburg Urteil vom 26.07.2012 - 9 U 38/12, NZM 2012, 808; Kammergericht Urteil vom 07.04.2014 - 22 U 86/13, GE 2014, 799, Tz. 6 für Werkvertrag).
Es kann dahingestellt bleiben, ob auch qualifizierte Schriftformklauseln in einem Formularmietvertrag wegen Verstoßes gegen § 307 Abs. 1 BGB bereits unwirksam sind (vgl. OLG Rostock, Beschluss vom 19. Mai 2009 - 3 U 16/09 - juris; BAG, Urteil vom 20. Mai 2008 - 9 AZR 382/07 -, BAGE 126, 364-374), Individualabreden entsprechend § 305b BGB qualifizierten Schriftformklauseln vorgehen (vgl. OLG Düsseldorf, Urteil vom 01. Juni 2006 - 10 U 1/06 -, juris), oder ob bei mündlichen Vertragsänderungen diese in diesem Fall wegen Formmangels mit der Konsequenz nichtig sind, dass ein Formverstoß gemäß § 550 BGB nicht vorliegt (vgl. OLG Sachsen-Anhalt, Urteil vom 26. Juli 2012 - 9 U 38/12 -, juris).
Damit schließen sie zugleich aus, dass die Vertragsparteien nachträglich eine mündliche Vereinbarung treffen, welche nach der gesetzlichen Regelung des § 305 b BGB als individuelle Vertragsabrede Vorrang vor Allgemeinen Geschäftsbedingungen hätte (anders für eine doppelte Schriftformklausel in einem Formularmietvertrag OLG Rostock, NJW 2009, 3376 f.).
Die vorstehenden Erwägungen gelten auch für den hier vorliegenden Fall einer sogenannten doppelten Schriftformklausel, bei der auch für einen Verzicht bzw. eine Abänderung das Formerfordernis vereinbart ist (vgl. BAG NJW 2009, 316;… OLG Koblenz, aaO, OLG Rostock, Beschl. vom 19.05.2009 - 3 U 16/09-, juris; OLG Düsseldorf, Urteil vom 01.06.2006 - 10 U 1/06-, juris;… Palandt/Grüneberg, aaO, § 305b Rn. 5).
Sie ist intransparent und benachteiligt den Vertragspartner unangemessen, denn sie erweckt bei diesem den Eindruck, eine mündliche Abrede sei entgegen § 305 BGB unwirksam und ist deshalb geeignet, den Vertragspartner von der Durchsetzung ihm zustehender Rechte abzuhalten (OLG Rostock, Beschluss vom 19.05.2009 - 3 U 16/09).
Eine solche doppelte Schriftformklausel, die bestimmt, dass eine Abweichung von der Schriftformklausel ebenfalls der Schriftform bedürfe, ist intransparent und benachteiligt den Mieter unangemessen, weil sie den Eindruck erweckt, eine mündliche Abrede sei entgegen § 305 BGB (bzw. dem früheren Recht der Allgemeinen Geschäftsbedingungen) unwirksam und ist deshalb geeignet, ihn von der Durchsetzung ihm zustehender Rechte abzuhalten (OLG Rostock, 3 U 16/09 bei juris).Der Anspruch auf Besitzeinräumung scheitert auch nicht wegen subjektiver Unmöglichkeit an § 275 I BGB.
OLG Brandenburg, 26.07.2018 - 12 U 11/17
Es kann dahinstehen, ob eine in Allgemeinen Geschäftsbedingungen vereinbarte doppelte Schriftformklausel wegen Verstoßes gegen § 307 BGB unwirksam ist, weil sie den wegen § 305 b BGB unzutreffenden Eindruck erweckt, eine Änderungsvereinbarung sei nur schriftlich möglich, und deshalb geeignet ist, den Vertragspartner von der Durchsetzung ihm zustehender Rechte abzuhalten (vgl. OLG Rostock NJW 2009, 3376).
Sie benachteiligt den Vertragspartner deshalb unangemessen im Sinne von § 307 Abs. 1 BGB (…LAG Schleswig-Holstein, Urt. v. 10.04.2013 - 3 Sa 316/12;… BAG, Urt. v. 20.05.2008 - 9 AZR 382/07 -, Rn. 39, juris; OLG Rostock, Beschl. v. 19.05.2009 - 3 U 16/09 -, Rn. 5, juris;… Schaub-Linck, 14. Auflage, § 35 Rz. 78 a m. w. N.).
Sie benachteiligt den Vertragspartner deshalb unangemessen im Sinne von § 307 Abs. 1 BGB (…BAG, Urt. v. 20.05.2008 - 9 AZR 382/07 -, Rn. 39, juris;… LAG Schleswig-Holstein, Urt. v. 23.05.2013 - 5 Sa 375/12 -, Rn. 40, juris;… LAG Schleswig-Holstein, Urt. v. 10.04.2013 - 3 Sa 316/12 -, Rn. 46, juris; OLG Rostock, Beschl. v. 19.05.2009 - 3 U 16/09 -, Rn. 5, juris;… Schaub-Linck, 15. Auflage, § 35 Rz. 78a m. w. N.).
OLG Frankfurt, 11.02.2011 - 2 U 59/10
Verpflichtung zur Leistung von Umlagen aufgrund eines Untermietvertrages über …
https://dejure.org/2009,5580
OLG Hamburg, 11.06.2009 - 3 U 16/09 (https://dejure.org/2009,5580)
OLG Hamburg, Entscheidung vom 11.06.2009 - 3 U 16/09 (https://dejure.org/2009,5580)
OLG Hamburg, Entscheidung vom 11. Juni 2009 - 3 U 16/09 (https://dejure.org/2009,5580)
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MarkenG § 24 Abs. 1; GMV Art. 13
Anforderungen an die Packungsgestaltung beim Parallelimport von Arzneimitteln
Voraussetzungen einer nach den zeichenrechtlichen Grundsätzen des Parallelimports von Arzneimitteln einer Erschöpfung entgegenstehenden Rufschädigung unter dem Gesichtspunkt des "co-branding"; Rufschädigung bei einer dem Patienten den unzutreffenden Eindruck einer irgendwie gearteten Kooperation der Parteien vermittelnden Packungsgestaltung; Voraussetzungen eines Eingriffs des "co-branding" in die Funktion der Marke des Originators
Zur Zulässigkeit von co-branding im Parallelimport von Arzneimitteln
LG Hamburg, 06.01.2009 - 312 O 494/08
GRUR-RR 2010, 43
Der Sache "OLG Hamburg MarkenR 2009, 409, 411 - co-branding" (= BeckRS 2009, 20808) lag der Fall der Verwendung einer neuen eigenen Umverpackung des Parallelimporteurs zugrunde.
Nur insoweit hat der erkennende Senat ausgeführt, dass die Erforderlichkeit des Umpackens allein den Umstand des Umpackens als solchen, nicht jedoch die Art der Gestaltung der Ware betreffe (OLG Hamburg, BeckRS 2009, 20808, Ziff. II. 3. a).
https://dejure.org/2009,27957
OLG Bremen, 13.08.2009 - 3 U 16/09 (https://dejure.org/2009,27957)
OLG Bremen, Entscheidung vom 13.08.2009 - 3 U 16/09 (https://dejure.org/2009,27957)
OLG Bremen, Entscheidung vom 13. August 2009 - 3 U 16/09 (https://dejure.org/2009,27957)
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§§ 294, 236 Abs. 2, 233, 85 Abs. 2, 520 Abs. 2, 418 ZPO
Geeignetheit des Angebots nicht präsenter Zeugen als Mittel der Glaubhaftmachung i.S.d. § 294 Zivilprozessordnung (ZPO)
LG Bremen, 20.02.2009 - 8 O 575/08

References: § 305

§ 305
 § 307
 § 305
 § 307
 § 307
 § 307
 § 305
 § 550
 § 125
 § 550
 § 305
 § 305
 § 535
 § 550
 § 550
 § 307
 § 535
 § 307
 § 550
 § 305
 § 550
 § 307
 § 305
 § 550
 § 305
 § 305
 § 305
 § 305
 § 275
 § 307
 § 305
 § 307
 § 35
 § 307
 § 35
 § 24
 Art. 13
 § 294