Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%202002,%203619
Timestamp: 2016-08-31 07:54:19+00:00

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BVerfG, 09.10.2002 - 1 BvR 1611/96; 1 BvR 805/98 - dejure.org
GG Art. 2 Abs. 1, Art. 1 Abs. 1, Art. 10 Abs. 1, Art. 19 Abs. 3; ZPO � 286
Wird zitiert von ... (203) BVerfG, 02.03.2010 - 1 BvR 256/08 VorratsdatenspeicherungArt. 10 Abs. 1 GG gew�hrleistet das Telekommunikationsgeheimnis, welches die unk�rperliche �bermittlung von Informationen an individuelle Empf�nger mit Hilfe des Telekommunikationsverkehrs (vgl. BVerfGE 106, 28 ; 120, 274 ) vor einer Kenntnisnahme durch die �ffentliche Gewalt sch�tzt (vgl. BVerfGE 100, 313 ; 106, 28 ).
BVerfG, 23.05.2016 - 1 BvR 2230/15 Partielle Nichtanwendung von � 5a Abs. 2 Satz 4 VVG a. F. im Bereich der …Das Bundesverfassungsgericht beschr�nkt seine �berpr�fung gerichtlicher Entscheidungen auf die Verletzung spezifischen Verfassungsrechts (vgl. BVerfGE 18, 85 ; 106, 28 ; stRspr).
BAG, 23.04.2009 - 6 AZR 189/08 Wartezeitk�ndigung - BeweisverwertungsverbotDurch das absichtliche heimliche Mith�renlassen von Telefongespr�chen wird das aus Art. 2 Abs. 1 und Art. 1 Abs. 1 GG hergeleitete allgemeine Pers�nlichkeitsrecht des Gespr�chspartners verletzt, der von dem Mith�ren keine Kenntnis hat (vgl. BAG 29. Oktober 1997 - 5 AZR 508/96 - BAGE 87, 31; 10. Dezember 1998 - 8 AZR 366/97 - zu II 1 der Gr�nde; BGH 18. Februar 2003 - XI ZR 165/02 - AP BGB � 611 Pers�nlichkeitsrecht Nr. 38; das BVerfG befasst sich dagegen in seiner Entscheidung vom 9. Oktober 2002 nur mit der Frage, ob eine Grundrechtsverletzung durch die Gerichte vorliegt - 1 BvR 1611/96, 1 BvR 805/98 - zu C II Einleitungssatz der Gr�nde, BVerfGE 106, 28;… aus dem Schrifttum Erman/Ehmann BGB 12. Aufl. Anh. � 12 Rn. 126;… Staudinger/Hager BGB 1999 � 823 Rn. C 162;… M�nchKommBGB/Rixecker 5. Aufl. Anhang zu � 12 Rn. 84).Der Schutz des Rechts am gesprochenen Wort h�ngt nicht davon ab, dass Gespr�chsinhalt pers�nliche Dinge oder gar besonders pers�nlichkeitssensible Daten sind, denn das Recht am gesprochenen Wort ist nicht identisch mit dem Schutz der Privatsph�re, der ebenfalls im allgemeinen Pers�nlichkeitsrecht wurzelt (BVerfG 9. Oktober 2002 - 1 BvR 1611/96, 1 BvR 805/98 - zu C II 1 b der Gr�nde, BVerfGE 106, 28; ebenso BGH 18. Februar 2003 - XI ZR 165/02 - AP BGB � 611 Pers�nlichkeitsrecht Nr. 38; anders noch BGH 21. Oktober 1963 - AnwSt (R) 2/63 - NJW 1964, 165; 17. Februar 1982 - VIII ZR 29/81 - AP ZPO � 284 Nr. 2).Seine verfassungsrechtliche Grundlage findet dieser grundrechtliche Schutz nicht in dem Menschen w�rdegehalt des Art. 1 Abs. 1 GG, sondern allein in Art. 2 Abs. 1 GG (BVerfG 9. Oktober 2002 - 1 BvR 1611/96, 1 BvR 805/98 - zu C II 2 der Gr�nde, BVerfGE 106, 28).Dies entspricht gesicherter h�chstrichterlicher Rechtsprechung, insbesondere f�r den Fall, dass ein Gespr�chspartner den Lautsprecher des Telefons einschaltet, um ein Mith�ren zu erm�glichen (vgl. BVerfG 9. Oktober 2002 - 1 BvR 1611/96, 1 BvR 805/98 - BVerfGE 106, 28; BAG 29. Oktober 1997 - 5 AZR 508/96 - BAGE 87, 31; BGH 18. Februar 2003 - XI ZR 165/02 - AP BGB � 611 Pers�nlichkeitsrecht Nr. 38).Er ist gem. Art. 1 Abs. 3 GG bei der Urteilsfindung an die im Einzelfall ma�geblichen Grundrechte gebunden und zu einer rechtsstaatlichen Verfahrensgestaltung verpflichtet (BVerfG 9. Oktober 2002 - 1 BvR 1611/96, 1 BvR 805/98 - zu C II 3 b der Gr�nde, BVerfGE 106, 28).Dem Interesse an der Beweiserhebung m�sse �ber das stets bestehende "schlichte" Beweisinteresse hinaus besondere Bedeutung f�r die Rechtsverwirklichung einer Partei zukommen (BVerfG 9. Oktober 2002 - 1 BvR 1611/96, 1 BvR 805/98 - zu C II 4 a bb der Gr�nde, aaO. mit Beispielen; ebenso BAG 29. Oktober 1997 - 5 AZR 508/96 - BAGE 87, 31; BGH 18. Februar 2003 - XI ZR 165/02 - zu II 2 c der Gr�nde, AP BGB � 611 Pers�nlichkeitsrecht Nr. 38;… im Wesentlichen zustimmend L�wisch SAE 1998, 289, 291;… D�rrw�chter Anm. zu EzA BGB � 611 Pers�nlichkeitsrecht Nr. 12 S. 17 ff.;… Linnenkohl AuR 1998, 132;… Stein/Jonas/Leipold ZPO 22. Aufl. � 284 Rn. 104; ablehnend Balthasar Jahrbuch junger Zivilrechtswissenschaftler 2005, 229, 233 ff.;… Erman/Ehmann 12. Aufl. Anh. � 12 Rn. 234 ff.;… Foerste JZ 1998, 793, 794;… ders. JZ 2003, 1111, 1113;… Helle JR 2000, 353;… M�nchKommZPO/Pr�tting 3. Aufl. � 284 Rn. 74).Zum zuf�lligen Mith�ren durch Dritte bei Gespr�chen unter Anwesenden hat das Bundesverfassungsgericht in seiner Entscheidung vom 9. Oktober 2002 (- 1 BvR 1611/96, 1 BvR 805/98 - zu C II 1 a der Gr�nde, BVerfGE 106, 28) - allerdings nicht tragend - ausgef�hrt, ein Gespr�chspartner habe sich das Zuh�ren Dritter selbst zuzuschreiben, wenn er sich so verhalte, dass seine Worte von unbestimmt vielen Menschen ohne besondere Bem�hungen geh�rt werden k�nnen.Ob das Gericht durch die Vernehmung der von der Kl�gerin benannten Zeugin rechtswidrig das durch Art. 2 Abs. 1 GG gesch�tzte Recht am gesprochenen Wort der Beklagten verletzt, richtet sich nach dem Ergebnis der Abw�gung zwischen dem gegen die Verwertung streitenden Recht am gesprochenen Wort auf der einen und einem f�r die Verwertung sprechenden rechtlich gesch�tzten Interesse auf der anderen Seite (vgl. BVerfG 9. Oktober 2002 - 1 BvR 1611/96, 1 BvR 805/98 - zu C II 4 a der Gr�nde, BVerfGE 106, 28; BGH 18. Februar 2003 - XI ZR 165/02 - AP BGB � 611 Pers�nlichkeitsrecht Nr. 38).
BVerfG, 13.06.2007 - 1 BvR 1550/03 Abruf von KontostammdatenDie Zuordnung eines konkreten Rechtsschutzbegehrens zu den verschiedenen Aspekten des Pers�nlichkeitsrechts richtet sich daher vor allem nach der Art der Pers�nlichkeitsgef�hrdung, die den konkreten Umst�nden des Anlassfalls zu entnehmen ist (vgl. BVerfGE 101, 361 ; 106, 28 ).Es steht neben anderen Auspr�gungen des allgemeinen Pers�nlichkeitsrechts, die als Gew�hrleistungen von Privatheit gleichfalls grundrechtlichen Schutz gegen�ber Kenntnisnahme und Verarbeitung von Informationen vermitteln k�nnen, wie dem Schutz der Privatsph�re (vgl. BVerfGE 27, 344 ; 44, 353 ; 90, 255 ; 101, 361 ) oder dem Recht am gesprochenen Wort (vgl. BVerfGE 34, 238 ; 54, 148 ; 106, 28 ).Demgegen�ber kommt ein Schutz f�r juristische Personen in Betracht, wenn das Grundrecht auch korporativ bet�tigt werden kann (vgl. BVerfGE 106, 28 ).Andererseits genie�en juristische Personen beispielsweise den Schutz des Rechts am gesprochenen Wort, soweit es hierf�r auf einen besonderen personalen Kommunikationsinhalt nicht ankommt (vgl. BVerfGE 106, 28 ).
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References: Art. 2
 Art. 1
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 Art. 19
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