Source: https://www.rechtslupe.de/stichworte/friedhof
Timestamp: 2020-08-03 10:28:29+00:00

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Friedhof | Rechtslupe
Urnen­grab­stät­te – und die nur zwei­jäh­ri­ge Dau­er der Toten­ru­he
Eine Ruhe­zeit für Urnen von zwei Jah­ren ver­letzt die post­mor­ta­le Men­schen­wür­de nach Art. 1 Abs. 1 GG jeden­falls dann nicht, wenn die Gemein­de sat­zungs­recht­lich die Ver­lei­hung lang­jäh­ri­ger Nut­zungs­rech­te an Grab­stät­ten für Urnen vor­sieht. Glei­ches gilt für das durch Art. 2 Abs. 1 GG geschütz­te Toten­ge­den­ken der Ange­hö­ri­gen an der Grab­stät­te. Ein lan­des­ge­setz­li­cher Rege­lungs­auf­trag genügt
§ 9 Abs. 2 Bestat­tungs­ge­setz Meck­­len­­burg-Vor­­­pom­­mern (BestattG M‑V) ord­net eine Rang­fol­ge der Bestat­tungs­pflich­ti­gen an, sodass es auf den Ein­wand, es gebe wei­te­re Hin­ter­blie­be­ne, die ihrer­seits aber nach­ran­gig bestat­tungs­pflich­tig sind, nicht ankommt. Für die Her­an­zie­hung zu einer Fried­hofs­ge­bühr kommt es auf die Aus­schla­gung des Erbes nicht an. In dem hier vom Ver­wal­tungs­ge­richt Greifs­wald
Grab­stät­ten-Gestal­tung
Eine Fried­hofs­ver­wal­tung kann nur dann gegen die Gestal­tung einer Grab­stät­te vor­ge­hen, wenn dies durch einen Bele­gungs­plan mit Gestal­tungs­vor­schrif­ten aus­drück­lich ver­bo­ten wird. In dem hier vom Ver­wal­tungs­ge­richt Ber­lin ent­schie­de­nen Fall ließ der Klä­ger die Urne sei­ner Ehe­frau 2013 auf dem lan­des­ei­ge­nen Fried­hof Zehlen­dorf bestat­ten. Bei der Ver­ga­be der Grab­stät­te unter­schrieb er
Demo auf dem Fried­hof
Eine Pro­test­ver­an­stal­tung auf einem Fried­hof kann von der Ver­samm­lungs­frei­heit geschützt sein. So hat jetzt das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt einer Ver­fas­sungs­be­schwer­de statt­ge­ge­ben, die sich gegen die Ver­ur­tei­lung des Beschwer­de­füh­rers zu einem Buß­geld von 150 € wegen Ver­sto­ßes gegen eine Fried­hofs­sat­zung und Beläs­ti­gung der All­ge­mein­heit (§ 118 Abs. 1 OWiG) rich­tet. Der Beschwer­de­füh­rer hat­te wäh­rend einer
Fried­hofs­ge­büh­ren per Leis­tungs­be­scheid
Die Fest­set­zung von Fried­hofs­ge­büh­ren durch Leis­tungs­be­scheid nach § 8 Abs. 4 Satz 3 Nds. BestattG gegen­über einem nach­ran­gig Bestat­tungs­pflich­ti­gen – z. B. einem Kind des Ver­stor­be­nen – ist man­gels Ent­ste­hung der sub­si­diä­ren gemeind­li­chen Bestat­tungs­pflicht nicht mög­lich, wenn die Bestat­tung von einem vor­ran­gig Bestat­tungs­pflich­ti­gen – z. B. Ehe­gat­ten – ver­an­lasst wor­den ist, die­ser aber
Die Aschen­res­te eines Ver­stor­be­nen in einer Urne genie­ßen den glei­chen Anspruch auf pie­täts­vol­le Behand­lung und Wah­rung der Toten­ru­he wie erd­be­stat­te­te Lei­chen. Die in § 6 Abs. 2 Frie­d­hofs- und Bestat­tungs­ge­setz vor­ge­se­he­ne Ruhe­frist von 15 Jah­ren darf kei­nes­falls unter­schrit­ten wer­den. Es ist rechts­wid­rig, wenn nach einer Fried­hofs­ord­nung durch die Bei­set­zung von Urnen in
Lie­gen für die Errich­tung eines Fried­ho­fes in Form eines Bestat­tungs­wal­des kei­ne Anhalts­punk­te dafür vor, dass von die­sem geplan­ten Natur­fried­hof Umwelt­ein­flüs­se nach § 27 Abs. 1 Satz 2 Thür­BestG zu befürch­ten sind, ist kein Grund zur Ver­sa­gung der Geneh­mi­gung für die Errich­tung eines sol­chen Fried­hofs gege­ben. So das Ver­wal­tungs­ge­richt Wei­mar in dem hier
Ver­wen­dungs­ver­bot für Grab­ma­le aus aus­beu­te­ri­scher Kin­der­ar­beit
Ein Ver­wen­dungs­ver­bot für Grab­ma­le aus aus­beu­te­ri­scher Kin­der­ar­beit in einer städ­ti­schen Fried­hofs­sat­zung ist nur auf­grund einer gesetz­li­chen Rege­lung zuläs­sig. Die Bestim­mung in der Fried­hofs­sat­zung der Stadt Nürn­berg, der­zu­fol­ge Grab­ma­le „nach­weis­lich in der gesam­ten Wert­schöp­fungs­ket­te ohne aus­beu­te­ri­sche Kin­der­ar­beit“ her­ge­stellt wor­den sein müs­sen, ver­stößt daher gegen höher­ran­gi­ges Recht. In dem jetzt vom Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt
Die Bestim­mun­gen der Fried­hofs­sat­zung der Stadt Land­au, wel­che Erd­be­stat­tun­gen in wei­ten Tei­len des Orts­teil­fried­hofs Queich­heim ver­bie­ten, sind nach einer Ent­schei­dung des Ober­ver­wal­tungs­ge­richts Rhein­­land-Pfalz in Koblenz unwirk­sam. In eini­gen Berei­chen des Queich­hei­mer Fried­hofs wur­den von Fried­hofs­be­schäf­tig­ten wie­der­holt so genann­te „Wachs­lei­chen“ gefun­den, deren Zer­set­zung auch nach Ablauf der Ruhe­zei­ten nicht in dem
Das grund­sätz­li­che Ver­bot der Erd­be­stat­tung greift in unver­hält­nis­mä­ßi­ger Wei­se in bestehen­de Grab­nut­zungs­rech­te ein und ver­stößt daher gegen höher­ran­gi­ges Recht. So hat jetzt das Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Rhein­­land-Pfalz das Ver­bot von Erd­be­stat­tun­gen auf dem Queich­hei­mer Fried­hof in Land­au für unwirk­sam erklärt. Im hier vom Ober­ver­wal­tungs­ge­richt Rhein­­land-Pfalz ent­schie­den­den Fall änder­te der Stadt­rat die Fried­hofs­sat­zung,
66 Jah­re nach dem ver­hee­ren­den Bom­ben­an­griff auf das dama­li­ge Swi­ne­mün­de liegt dem Land­tag von Meckeln­­burg-Vor­­­pom­­mern der Ent­wurf eines Grä­ber­stät­ten­ge­set­zes für Meck­­len­­burg-Vor­­­pom­­mern vor. Ziel des Gesetz­ent­wurfs ist es, der Wür­de von Grä­ber­stät­ten wie bei­spiels­wei­se dem Golm auf der Insel Use­dom als Orte der Erin­ne­rung an die Opfer von Krie­gen und Gewalt­herr­schaft
Grab­mal­ge­stal­tungs­vor­schrif­ten
Das in einer kom­mu­na­len Fried­hofs­sat­zung ent­hal­te­ne Ver­bot von voll­stän­di­gen Grab­ab­de­ckun­gen für Erd­grab­stät­ten auf einem Fried­hof fin­det sei­ne gesetz­li­che Grund­la­ge in der Sat­zungs­au­to­no­mie der Gemein­de als Fried­hofs­trä­ge­rin, die Rechts­ver­hält­nis­se im Zusam­men­hang mit der öffent­li­chen Einrichtung/​Anstalt "Städ­ti­sche Fried­hö­fe" regeln zu dür­fen. Es ist zudem mit höher­ran­gi­gem Recht ver­ein­bar. Der damit ver­bun­de­ne Ein­griff
Die Rege­lung in einer Fried­hofs­ge­büh­ren­sat­zung, wonach im Fal­le der Bestat­tung einer wei­te­ren Per­son in einer Wahl­grab­stät­te für jedes ange­fan­ge­ne Jahr, das bis zur vor­ge­schrie­be­nen Ruhe­zeit fehlt, eine Ver­län­ge­rungs­ge­bühr zu ent­rich­ten ist, ist mit dem Gleich­heits­satz nicht ver­ein­bar. Rechts­grund­la­ge für die Erhe­bung einer Grab­nut­zungs­ge­bühr ist (in Baden-Wür­t­­te­m­­berg) § 13 Abs. 1 Satz
Räum­pflich­ten auf dem Fried­hof
Wer auf einem ver­eis­ten Fried­hofs­weg stürzt, kann des­we­gen kei­nen Scha­den­er­satz von der Gemein­de ver­lan­gen, wenn geräum­te Fried­hofs­we­ge zur Ver­fü­gung stan­den. In einem beim Land­ge­richt Coburg anhän­gi­gen Ver­fah­ren besuch­te der Klä­ger im Win­ter eine Beer­di­gung. Dabei benutz­te er einen nicht geräum­ten und gestreu­ten Weg. Dort stürz­te er und ver­lang­te des­halb von

References: Art. 1
 Art. 2

§ 9
 § 8
 § 6
 § 27
 § 13