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Timestamp: 2018-07-18 20:29:52+00:00

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OLG-STUTTGART - 21.10.2009, 3 U 116/09 - JuraForum.de
OLG-STUTTGART – Aktenzeichen: 3 U 116/09
Leitsatz: 1. Die Ausstellung eines Luftfrachtbriefs sowie das Akzeptieren einer solchen Beförderungsart durch die Versenderin per Unterschrift deutet auf eine stillschweigende Vereinbarung eines Luftbeförderungsvertrages hin; der Luftfrachtbrief enthält regelmäßig ein Angebot für den Abschluss eines Luftbeförderungsvertrages.
2. Haftungsausschluss gemäß Art. 31 MÜ wegen Versäumung der Anzeigefrist.
Rechtsgebiete: HGB, VVG, ZPO
Vorschriften: § 1 HGB, § 2 HGB, § 3 HGB, § 7 HGB, § 24 HGB, § 407 HGB, § 425 HGB, § 428 HGB, § 429 HGB, § 431 HGB, § 435 HGB, § 452 HGB, § 453 HGB, § 459 HGB, § 67 VVG, § 86 VVG, § 92 ZPO, § 513 ZPO, § 529 ZPO, § 540 ZPO, § 543 ZPO, § 708 ZPO, § 711 ZPO, § 713 ZPO
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OLG-STUTTGART – Urteil, 3 U 64/09 vom 21.10.2009
1. § 513 Abs. 2 ZPO gilt auch für die Fälle der fehlerhaften Annahme einer funktionellen Zuständigkeit durch das Ausgangsgericht.
3. Bei einem offen gelegen Kalkulationsirrtum muss durch Auslegung ermittelt werden, was von den Parteinen gewollt war; eine Anfechtung schiedet aus.
4. Bei einer Abtretung ist im Zweifel nicht anzunehmen, dass es sich um eine Leistung an Erfüllungsstatt handelt. Dass ausnahmsweise eine Annahme der Abtretung an Erfüllungsstatt gewollt war, ist vom Schuldner zu beweisen.
OLG-STUTTGART – Urteil, 3 U 86/09 vom 21.10.2009
1.) Schmerzensgeld in Höhe von 30.000,00 EUR für im Unfallzeitpunkt 50-jährigen Motorradfahrer mit Hüftpfannenfraktur links, Kniescheibenfraktur links, mäßiggradigen Bewegungseinschränkungen als Dauerfolgen, drohenden künftigen Operationen (künstliches Hüftgelenk, künstliches Kniegelenk) wegen fortschreitender Arthrose ( 100 % Haftung, keine Minderung der Erwerbsfähigkeit).
2.) Keine Verpflichtung zur (dauerhaften) Erstattung der Kosten für ein Fitness-Studio, wenn eine Verbesserung des Zustandes bezüglich posttraumatischer Arthrose nicht erwartet werden kann.
OLG-STUTTGART – Beschluss, 20 AR (Freig.) 1/09 vom 19.10.2009
1. Die durch das ARUG neu geschaffene Vorschrift des § 319 Abs. 6 Satz 3 Nr. 2 AktG n.F. ist mit dem aus dem Rechtsstaatsprinzip (Art. 20 Abs. 3 GG) resultierenden Gebot der Normenklarheit und -bestimmtheit wie auch mit der Eigentumsgarantie (Art. 14 Abs. 1 GG) vereinbar.
4. Für die Zeit vor der übereinstimmenden Erledigungserklärung orientiert sich der Streitwert des Freigabeverfahrens am Streitwert des Hauptsacheverfahrens; danach bestimmt er sich nach der Summe der bis dahin angefallenen gerichtlichen und außergerichtlichen Kosten der Antragsteller- sowie Antragsgegnerseite.
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References: Art. 31
 § 1
 § 2
 § 3
 § 7
 § 24
 § 407
 § 425
 § 428
 § 429
 § 431
 § 435
 § 452
 § 453
 § 459
 § 67
 § 86
 § 92
 § 513
 § 529
 § 540
 § 543
 § 708
 § 711
 § 713
 § 513
 § 319