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Timestamp: 2017-02-26 03:46:13+00:00

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Deutscher Juristentag Hannover PDF
1 Deutscher Juristentag Hannover bis 19. September Recht mitgestalten. Jetzt anmelden.2 70. Deutscher Juristentag Hannover Inhalt Präsident Vorsitzender der Ständigen Deputation des Deutschen Juristentages e.v. Rechtsanwalt Prof. Dr. Thomas Mayen Grußwort des Präsidenten 3 Veranstaltungen im Überblick 4 Fachprogramm Fachprogramm im Überblick 6 Mitgliederversammlung des djt 6 Eröffnungssitzung 7 Gemeinsame Schlusssitzung 7 Abschlussempfang 7 Ablauf und Richtlinien 8 Prozessrecht 10 Arbeitsrecht 11 Strafrecht 12 Öffentliches Recht 13 Wirtschaftsrecht 14 Urheberrecht 15 Forum Europa 16 Ausstellungen 17 Studenten und Referendare 18 Rahmenprogramm Einladung nach Hannover 21 Stadtbesichtigungen 22 Touren 24 Herrenhäuser Gärten 26 Museen 28 Podiumsdiskussionen 31 Abend veranstaltungen 32 Ausflüge 38 Ortsausschuss Präsident der Rechtsanwaltskammer Celle Rechtsanwalt und Notar Dr. Thomas Remmers (Vorsitzender) Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Hannover AG Michael Feist Präsident des Oberlandesgerichts Celle Dr. Peter Götz von Olenhusen Präsident der Region Hannover Hauke Jagau Vorstandsvorsitzender der VGH Versicherungen Hermann Kasten Präsident des Sparkassenverbandes Niedersachsen Thomas Mang Dekan der Juristischen Fakultät der Universität Hannover Prof. Dr. Veith Mehde, Mag. rer. publ. Geschäftsführer der Hannover Marketing und Tourismus GmbH Hans-Christian Nolte Staatssekretär im Niedersächsischen Justizministerium Wolfgang Scheibel Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Hannover Dr. Horst Schrage Bürgermeister der Landeshauptstadt Hannover Bernd Strauch Direktorin des Museums Wilhelm Busch Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst Dr. Gisela Vetter-Liebenow Richter am Landgericht Dr. Georg Gebhardt (Geschäftsführer) Organisationsleitung Generalsekretär des Deutschen Juristentages e.v. Rechtsanwalt Dr. Andreas Nadler, Bonn Richter am Landgericht Dr. Georg Gebhardt, Hannover Präsident des Amtsgerichts Gerhard Zierl, München Richter am Landgericht Dr. Stefan Freuding, Karlsruhe Vorsitzender Richter am Landgericht Dr. Lars Schmidt, Erfurt Rechtsanwältin Christiane Duin, Essen Rechtsanwältin Rebekka Schröder, Saarbrücken Privatdozent Dr. Eike Michael Frenzel, Karlsruhe Rechtsanwalt Dr. Olaf Kieschke, Stuttgart Richter am Oberlandesgericht Kord Lemke, München Orientierung 42 Förderer 44 Ständige Deputation 45 Organisatorische Hinweise 46 Presseleitung Rechtsanwalt Martin W. Huff, Leverkusen Rechtsanwältin Pia Lorenz, LL.M., Köln 2 Tagungsprogramm 70. Deutscher Juristentag Hannover 20143 Grußwort Unsere Vereinigung wird nach den Tagungen von 1873, 1962 und 1992 nunmehr zum vierten Mal in Han no ver zu Gast sein. Wir freuen uns auf einen Juristentag in der lebendigen Nieder sachsen-metropole! Präsident des 70. Deutschen Juristentages Rechtsanwalt Prof. Dr. Thomas Mayen Erneut haben wir für Sie hochaktuelle Themen aufgegriffen. Das Strafrecht steht vor neuen Herausforderungen durch unterschiedliche kulturelle und religiöse Prägung der in Deutschland lebenden Bevölkerung. Das Thema der öffentlich-rechtlichen Abteilung die Neuordnung der Finanzbeziehungen zwischen Bund, Ländern und Kommunen zählt zu den prioritären Maßnahmen des Koalitionsvertrages von CDU, CSU und SPD. Ein wahrhaft heißes Eisen greift die arbeitsrechtliche Abteilung auf, nämlich die Möglichkeiten zur Stärkung der Tarifautonomie, die sich u.a. mit dem Aufkommen von Spartengewerkschaften einem grundlegenden Wandel ausgesetzt sieht. Die wirtschaftsrechtliche Abteilung befasst sich mit der Reform der Organhaftung, die u. a. wegen Ungereimtheiten von materieller Haftung und prozessualer Durchsetzung einer grundlegenden Überprüfung bedarf. Das Urheberrecht steht durch das Internet vor Herausforderungen, die zugleich das zeigen schon Schlagworte wie zensurfreies Internet und kalte Enteignung im Netz Grundfragen der Gesellschafts- und Verfassungsordnung betreffen. Und die von unserer Abteilung Prozessrecht gestellte Frage, ob ZPO und GVG angesichts immer komplexerer Sachverhalte und zunehmender Spezialisierung der Anwaltschaft noch zeitgemäß sind, wird in besonderer Weise das Interesse von Richter- und Anwaltschaft wecken. Mit der gemeinsamen Abschlussveranstaltung über Zukunftsfragen der Europäischen Union schließlich greifen wir einen Themenkreis auf, der wie der große Erfolg des Forums Europa auf dem 69. djt in München gezeigt hat uns alle in besonderer Weise angeht. Welchen Juristen können solche Herausforderungen an das Recht gleichgültig lassen? Wir werden darüber wie immer fundiert vorbereitet durch wissenschaftliche Gutachten und Referate in den sechs Abteilungen des 70. Deutschen Juristentages in Hannover diskutieren und Empfehlungen für die Politik formulieren. Wirken Sie aktiv daran mit! Der Deutsche Juristentag bietet Ihnen die einzigartige Gelegenheit zur Mitgestaltung des Rechts im Kreise von Juristen aller Berufs- und Fachgruppen. Nicht versäumen sollten Sie die Festansprache durch Bundespräsident Joachim Gauck, die unserer Eröffnungsveranstaltung und dem Deutschen Juristentag Glanz verleihen wird. Diskussion auf hohem Niveau, das fachliche und persönliche Gespräch unter Juristen aller Berufssparten, das Nachdenken über die Verbesserung des Rechts dies sind Möglichkeiten der Horizont erweiterung, die für uns alle angesichts der weiter zunehmenden Spezialisierung wichtiger sind denn je. Der Deutsche Juristentag bietet Ihnen hierfür einen ausgezeichneten Rahmen. Ich freue mich, wenn ich Sie am 16. September 2014 zum 70. djt im Hannover Congress Centrum begrüßen kann. Tagungsprogramm 70. Deutscher Juristentag Hannover4 Veranstaltungen im Überblick Mo Code Veranstaltung Ort Seite 15:00 18: Grandiose Aussichten Kuppelauffahrten Neues Rathaus, Trammplatz :00 17: Museum Wilhelm Busch Führung mit Afternoon Tea Georgengarten 30 16:00 17: Landesmuseum Als die Royals aus Hannover kamen Willy-Brandt-Allee :00 18: Historischer Stadtrundgang Tourist Info, Ernst-August-Platz 8 22 ab 19: Begrüßungsabend Amtsgericht, Volgersweg 1 32 Di Code Veranstaltung Ort Seite 10:00 11:00 Mitgliederversammlung HCC, Blauer Saal 6 10:00 11: Historischer Stadtrundgang Tourist Info, Ernst-August-Platz :00 11: Herrenhäuser Gärten Führung mit dem Gartendirektor Herrenhäuser Straße 4 27 ab 10:30 Stadtrundfahrten Hop-on Hop-off Haltestellen (siehe Seite 42) 22 ab 11:00 Eröffnung Ausstellungen Justizgeschichte in HCC 17 Niedersachsen und Anwalt ohne Recht 12:00 13: Museum Wilhelm Busch Lunchtimeführung Georgengarten 30 12:00 14:00 Einführungsveranstaltung für Studenten und Referendare HCC 18 15:00 17:00 Eröffnungssitzung HCC, Kuppelsaal 7 17:30 19: Podiumsdiskussion EuGH als Superrevisionsinstanz? Welfengarten 1, Lichthof 31 18:00 19: Podiumsdiskussion Was darf die Karikatur? Museum Wilhelm Busch 31 20:00 22: Konzert Europäischer Synagogalchor Hohenzollernstraße ab 20: Hannoversche Juristennacht Herrenhäuser Straße 4 33 Mi Code Veranstaltung Ort Seite 7:30 8: Frühsport mit Frühstück Eilenriedestadion, Clausewitzstr :00 11:00 Abteilungen Prozessrecht, Arbeitsrecht, Strafrecht HCC Referate 9:00 16: Ausflug Der Norden Celle, Wienhausen Bustransfer ab HCC 38 9:00 16: Ausflug Der Westen Hameln, Hämelschen burg Bustransfer ab HCC 39 9:00 16: Ausflug Der Westen Hameln, Jugendstrafanstalt Bustransfer ab HCC 39 10:00 11: Historischer Stadtrundgang Tourist Info, Ernst-August-Platz :00 11: Herrenhäuser Gärten Führung mit dem Gartendirektor Herrenhäuser Straße :00 11: Landesmuseum Als die Royals aus Hannover kamen Willy-Brandt-Allee :00 12: Erlebnis-Zoo Hannover Führung hinter den Kulissen Adenauerallee 3 24 ab 10:30 Stadtrundfahrten Hop-on Hop-off Haltestellen (siehe Seite 42) 22 11:00 13:00 Abteilung Öffentliches Recht, Wirtschaftsrecht, HCC Urheberrecht Referate 14:00 17:00 Alle Abteilungen Diskussion HCC 14:00 16: Forschungszentrum Küste Monsterwellen und Tsunamis Merkurstraße :00 15: Landesmuseum Dreigestirn des Impressionismus Willy-Brandt-Allee :00 16: Fahrradtour Hannover aktiv Step-Fahrradstation, Fernroder Str :00 15: Herrenhäuser Gärten Führung Schlossmuseum Herrenhäuser Straße :00 17: Museum Wilhelm Busch Führung mit Afternoon Tea Georgengarten 30 17:00 18:00 Studenten und Referendare HCC 18 Gespräche mit den Abteilungs vorständen 17:30 19: Empfang Region und Stadt Hannover Neues Rathaus, Trammplatz :00 22: Festkonzert NDR-Radiophilharmonie im Großen Sendesaal Rudolf-von-Bennigsen-Ufer :30 22: Richterkabarett WGC-Theater, Kommandanturstr ab 22: Party Law and order some drinks Schauspielhaus, Prinzenstraße Tagungsprogramm 70. Deutscher Juristentag Hannover 20145 Do Code Veranstaltung Ort Seite 7:30 8: Frühsport mit Frühstück Eilenriedestadion, Clausewitzstr :00 13:00 Alle Abteilungen Diskussion HCC 9:00 16: Ausflug Der Süden Hildesheim Bustransfer ab HCC 40 9:00 15: Ausflug Der Osten Autostadt Wolfsburg Hauptbahnhof 41 9:00 15: Ausflug Der Osten Phaeno Wolfsburg Hauptbahnhof 41 10:00 12: Fahrradtour Hannover aktiv Step-Fahrradstation, Fernroder Str :00 11: Herrenhäuser Gärten Führung mit dem Gartendirektor Herrenhäuser Straße :00 11: Sprengel Museum Die Avantgarden Kurt-Schwitters-Platz 29 10:00 12: Erlebnis-Zoo Hannover Führung hinter den Kulissen Adenauerallee 3 24 ab 10:30 Stadtrundfahrten Hop-on Hop-off Haltestellen (siehe Seite 42) 22 13:15 15: Firmenführung Vom rohen Blech zum edlen Multivan Volkswagen Nutzfahrzeuge 25 14:00 18:00 Alle Abteilungen Diskussion und Beschlussfassung HCC 14:00 15: Kestnergesellschaft Gursky, Rauch, Wall, Schutz Goseriede :00 15: Herrenhäuser Gärten Führung Schlossmuseum Herrenhäuser Straße :00 17: Museum Wilhelm Busch Führung mit Afternoon Tea Georgengarten 30 17:00 18: Rundgang c t-testräume Heise Medien Gruppe Karl-Wiechert-Allee :00 18: Landesmuseum Forschungswerkstatt Goldene Tafel Willy-Brandt-Allee :00 20: TV-Talkshow Tacheles zum 70. djt Marktkirche, Hanns-Lilje-Platz : Konzert im Casino Neues Spiel, neues Glück InterCityHotel, Rosenstraße 1 37 ab 20: Knut Richter Swingtett im Jazzclub Am Lindener Berge : Soirée Mousse T Studioführung mit Mousse T Boulevard der EU 8 36 Fr Code Veranstaltung Ort Seite 8:30 8:50 Morgenandacht HCC, Blauer Saal 7 9:00 10:00 Gemeinsame Schlusssitzung HCC, Kuppelsaal 7 10:00 13:00 Forum Europa HCC, Kuppelsaal 16 10:00 11: Gedenkstätte Ahlem Zeitzeugengespräch Heisterbergallee :00 11: Herrenhäuser Gärten Botanische Führung Berggarten Herrenhäuser Straße :00 11: Landesmuseum Als die Royals aus Hannover kamen Willy-Brandt-Allee :00 11: Sprengel Museum Die Avantgarden Kurt-Schwitters-Platz 29 13:00 14:30 Empfang der Niedersächsischen Landesregierung HCC, Glashalle 7 14:30 16: Landesmuseum Als die Royals aus Hannover kamen Willy-Brandt-Allee 5 28 Tagungsprogramm 70. Deutscher Juristentag Hannover6 Fachprogramm im Überblick Dienstag, 16. September 10:00 Uhr Mitgliederversammlung (S. 6) 12:00 Uhr Einführungsveranstaltung für Studenten und Referendare (S.18) 15:00 Uhr Eröffnungssitzung (S.7) Mittwoch, 17. September 9:00 Uhr Prozessrecht (S. 10) / Arbeitsrecht (S. 11) / Strafrecht (S. 12) Referate 11:00 Uhr Öffentliches Recht (S. 13) / Wirtschaftsrecht (S. 14) / Urheberrecht (S. 15) Referate 13:00 Uhr Mittagspause 14:00 Uhr Alle Abteilungen Diskussion 17:00 Uhr Alle Abteilungen Sonderveranstaltung für Studenten und Referendare Donnerstag, 18. September 9:00 Uhr Alle Abteilungen Diskussion 13:00 Uhr Mittagspause 14:00 Uhr Alle Abteilungen Diskussion und Beschlussfassung Freitag, 19. September 9:00 Uhr Gemeinsame Schlusssitzung (S. 7) 10:00 Uhr Forum Europa (S. 16) 13:00 Uhr Abschlussempfang der Niedersächsischen Landesregierung (S. 7) Die Saalverteilung für die einzelnen Abteilungen finden Sie im Tagungsbegleiter, den Sie bei Ihrer Registrierung in Hannover erhalten. Mitgliederversammlung des djt e.v. Tagesordnung 1. Begrüßung durch den Vorsitzenden 2. Totenehrung 3. Geschäftsbericht des Vorsitzenden 4. Rechnungsbericht des Schatzmeisters 5. Entlastung der Ständigen Deputation 6. Ergänzungswahl zur Ständigen Deputation 7. Verschiedenes Hinweis für Mitglieder des djt Für die Direktwahl neuer Depu ta tions mitglieder stehen während der Tagungswoche bis Donnerstag, 18. September, 17:00 Uhr, Wahl urnen bereit. Daneben ist auch Briefwahl möglich. Vorsitzender Vorsitzender der Ständigen Deputation des Deutschen Juristentages e.v. Rechtsanwalt Prof. Dr. Thomas Mayen Schriftführer Generalsekretär des Deutschen Juristentages e.v. Rechtsanwalt Dr. Andreas Nadler Richter am Landgericht Dr. Stefan Freuding Zeit und Ort Dienstag, 16. September, 10:00 Uhr, HCC, Blauer Saal 6 Tagungsprogramm 70. Deutscher Juristentag Hannover 20147 Eröffnungssitzung Eröffnung Präsident des 70. Deutschen Juristentages Rechtsanwalt Prof. Dr. Thomas Mayen Festansprache Bundespräsident Joachim Gauck Grußworte Bundesminister der Justiz und für Verbraucherschutz Heiko Maas Niedersächsischer Ministerpräsident Stephan Weil, MdL Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover Stefan Schostok Musikalischer Rahmen Deutschlandstipendiaten der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover Zeit und Ort Dienstag, 16. September, 15:00 bis 17:00 Uhr, HCC, Kuppelsaal Gemeinsame Schlusssitzung Tagesordnung 1. Berichte über die Arbeitssitzungen der Abteilungen 2. Bekanntgabe des Ergebnisses der Ergänzungswahl zur Ständigen Deputation Vorsitzender Präsident des 70. Deutschen Juristentages Rechtsanwalt Prof. Dr. Thomas Mayen Morgenandacht Von Gnade und Recht will ich singen Psalm 101,1 Regionalbischöfin Dr. Ingrid Spieckermann, Regionaldechant Propst Martin Tenge und das preisgekrönte Ensemble Collegium vocale Hannover unter der Leitung von Florian Lohmann laden Sie herzlich ein zu einem ökumenischen Morgenlob und Reisesegen. Freitag, 8:30 bis 8:50 Uhr HCC, Blauer Saal Schriftführer Generalsekretär des Deutschen Juristentages e.v. Rechtsanwalt Dr. Andreas Nadler Richter am Landgericht Dr. Stefan Freuding Zeit und Ort Freitag, 19. September, 9:00 bis 10:00 Uhr, HCC, Kuppelsaal Abschlussempfang der Niedersächsischen Landesregierung, vertreten durch die Niedersächsische Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz Zeit und Ort Freitag, 19. September, 13:00 bis 14:30 Uhr, HCC, Glashalle Tagungsprogramm 70. Deutscher Juristentag Hannover8 Fachprogramm Fachprogramm Ablauf und Richtlinien Die Deutschen Juristentage befassen sich mit aktuellen rechts politischen Themen, die in sechs Fachabteilungen behandelt werden. Die Themensuche beginnt bereits kurze Zeit nach Ende des letzten Juris ten tages. Alle Mitglieder sind aufgerufen, hierzu Vorschläge zu unterbreiten. Wo ist das gel ten de Recht reform be dürftig? Welche sozialen und wirtschaftlichen Ent - wicklungen begründen rechts politischen Handlungs bedarf? Muss der Gesetzgeber aufgrund von Vorgaben der Europä ischen Union oder internationalen Rechts entwicklungen tätig werden? Dies sind die Fragen, die wir uns stellen, damit die Deutschen Juris ten tage ihrem Anspruch gerecht werden können, vorausschauend die aktuelle Rechts politik zu begleiten. Die Entscheidung über die Auswahl der Themen trifft die Ständige Deputation nach Aus wer tung und ausführlicher Erörterung der Vorschläge. Sie wählt auch die Gutachter aus, die das Thema der jeweiligen Fachabteilungen in einer umfassenden wissenschaftlichen Analyse aufbereiten. Die Gutachter erhalten keine Ver gütung, sondern werden ehrenamtlich tätig. Einige Monate vor Beginn der Tagung werden die Gutachten kostenfrei an die Mitglieder versandt, um ihnen eine Vorbereitung auf die Tagungsthemen zu ermöglichen. Weitere Informationen Eine umfassende Darstellung der Aufgaben, Tätigkeiten und Organe des Vereins finden Sie in der Informationsbroschüre des djt e.v. Der djt im Internet facebook.com/juristentag twitter.com/70_djt Online-Anmeldung zum 70. djt Nutzen Sie die komfortable Online- Anmeldung zum 70. djt unter Ergänzt werden die Gutachten durch Referate, die besondere Teilaspekte der Thematik aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten und Kontrapunkte setzen. Die Referenten stammen aus dem gesamten Spektrum der juris tischen Berufe. Gutachten und Referate werden auf den Juristentagen in den Beratungen der Abteilungen intensiv diskutiert. Die Abteilungsberatungen sollen mit Beschlüssen enden. Zur Vorbereitung der Beschlüsse erarbeitet der Abteilungsvorstand auf der Basis von Gutachten und Referaten zunächst eine vorläufige Beschlussvorlage, die vor Beginn der Diskussion verteilt wird. Während der Diskussion nimmt der Abteilungsvorstand ergänzende Anträge der anwesenden Teilnehmer entgegen. Über die endgültige Beschlussvorlage, die aus den Vorschlägen des Abteilungsvorstands und den während der Diskussion gestellten ergänzenden Anträgen erstellt wird, wird am Ende des zweiten Verhandlungstages abgestimmt. Die Diskussionsbeiträge werden wörtlich protokolliert und zusammen mit den Referaten und den Beschlüssen nach der Tagung in zwei Bänden als Verhandlungsberichte veröffentlicht. 8 Tagungsprogramm 70. Deutscher Juristentag Hannover 20149 Tagungsprogramm 70. Deutscher Juristentag Hannover10 Fachprogramm Prozessrecht Der Richter im Zivilprozess Sind ZPO und GVG noch zeitgemäß? Eine Weiterentwicklung der aus dem 19. Jahrhundert stammenden Zuständigkeits- und Verfahrenssteuerungen in ZPO und GVG ist an der Zeit. Eine zunehmend spezialisierte Anwaltschaft, komplexere Sachverhalte, umfangreiche Verfahren, nahezu grenzenlose computertechnische Produzierbarkeit von Schriftsätzen und die gesetzliche Sanktionierung überlanger Verfahren prägen die veränderten und gestiegenen Anforderungen an den Zivilprozess. Vorsitzender Präsident des OLG Dr. Peter Götz von Olenhusen, Celle Stv. Vorsitzende Ministerialdirektorin Marie-Luise Graf-Schlicker, Berlin Schriftführer Richter am LG Dr. Michael Braukmann, Hildesheim Gutachter Prof. Dr. Gralf-Peter Calliess, Bremen Referenten Präsident des LG Michael Lotz, Heidelberg Rechtsanwalt beim BGH Prof. Dr. Volkert Vorwerk, Karlsruhe Referate Mittwoch, 17. September 9:00 bis 11:00 Uhr Diskussion Mittwoch, 17. September 14:00 bis 17:00 Uhr Donnerstag, 18. September 9:00 bis 13:00 Uhr Diskussion und Beschlussfassung Donnerstag, 18. September 14:00 bis 18:00 Uhr Die prozessrechtliche Abteilung des 70. Deutschen Juristentages möchte darüber diskutieren, ob und wenn ja welche Instrumente geschaffen werden können, um den Zivilprozess modern, attraktiv und effektiv zu gestalten. Unter anderem wird es gehen um: Gesetzliche Regelungen der Spezialisierung (vgl. den Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD) sollten gesetzlich weitere Spezialisierungen oder überregionale Zuständigkeitsoptionen vorgesehen werden, etwa im Baurecht, Anlagenhaftungsrecht oder Arzthaftungsrecht? Flexibilisierung der Geschäftsverteilung können im Rahmen des verfassungsrechtlich Zulässigen vermehrte Kompetenzen des Präsidiums zur Flexibilisierung des Richtereinsatzes und damit zur qualitätsorientierten sowie effizienten Verfahrensführung beitragen (z.b. Zuweisung an erfahrene Richter statt des vorgesehenen Proberichters)? Schaffung flexibler, verfahrensangepasster Spruchkörperbesetzungen, etwa durch die Option, fachkundige Laienrichter oder Berufsrichter anderer Gerichte beizuziehen, um eine zur Streitmaterie passende Sachkunde auf der Richterbank zu generieren (z.b. in Bauprozessen einen Architekten oder Ingenieur als Laienrichter; im Steuerberaterregress einen Finanzrichter)? Erweiterte Prorogationsmöglichkeiten, etwa die Prorogation der funktionalen Zuständigkeit (großer Musterprozess gleich zum OLG?) oder (um der Abwanderung in Schiedsgerichtsverfahren entgegen zu wirken) zum Schutz der Streitparteien die Vereinbarung des Ausschlusses der Öffentlichkeit? Ein zeitgemäßer Zivilprozess könnte auch bedeuten, Prozessparteien einer Schrift satzstruktur zu unterwerfen und eine Zusammenfassung der Fakten an ordnen zu können. Die Diskussion um den Richter im Zivilprozess berührt daher ebenso den Anwalt im Zivilprozess. Bei allem wird auch das Richterberufsbild angesprochen, wenn es um Fortbildungspflicht und den Einsatz elektronischer Arbeitsmittel geht. Praxis und Wissenschaft des Zivilprozesses sind eingeladen, in der Abteilung Empfehlungen für ein modernes Zivilverfahren zu erarbeiten. 10 Tagungsprogramm 70. Deutscher Juristentag Hannover 201411 Fachprogramm Arbeitsrecht Stärkung der Tarifautonomie Welche Änderungen des Tarifvertragsrechts empfehlen sich? Vorsitzender Prof. Dr. Martin Henssler, Köln Stv. Vorsitzende Prof. Dr. Gregor Thüsing, LL.M., Bonn Vors. Richter am BSG a. D. Prof. Dr. Peter Udsching, Göttingen/ Osnabrück Schriftführer Akad. Rat Dr. Clemens Höpfner, Köln Gutachter Vors. Richter am BAG a. D. Prof. Klaus Bepler, Berlin/Halle Referenten Prof. Dr. Olaf Deinert, Göttingen Prof. Dr. Richard Giesen, München Referate Mittwoch, 17. September 9:00 bis 11:00 Uhr Diskussion Mittwoch, 17. September 14:00 bis 17:00 Uhr Donnerstag, 18. September 9:00 bis 13:00 Uhr Diskussion und Beschlussfassung Donnerstag, 18. September 14:00 bis 18:00 Uhr Die arbeitsrechtliche Abteilung des 70. Deutschen Juristentages wird sich der Reform des Tarifvertragsrechts annehmen und damit ein Thema aufgreifen, das schon seit längerer Zeit nicht mehr auf der Agenda der Juristentage stand. Eine breite rechtspolitische Diskussion, wie sie nur auf den Juristentagen möglich ist, ist im Bereich des Tarifrechts überfällig, harren doch viele Reformfragen einer Lösung. Das Thema ist ebenso hochaktuell wie brisant. Der Tarifvertrag ist nach wie vor der zentrale arbeitsrechtliche Gestaltungsfaktor. So richten sich über 80 % aller Arbeitsverhältnisse in Deutschland nach tariflichen Vorschriften. Auch wenn die Bindung an Tarifverträge in den letzten Jahrzehnten insgesamt hoch geblieben ist, hat es deutliche Verschiebungen in der Art der Tarifbindung gegeben. Die Zahl der Verbandstarifverträge ist rück läufig. Parallel wächst diejenige der Firmentarifverträge, die inzwischen mehr als die Hälfte der ca Tarifverträge ausmachen. Der Mitgliederschwund der Verbände wird zum Teil durch arbeitsvertragliche Bezugnahmeklauseln kompensiert, die zu einer schuldrechtlichen Tarifbindung führen. Zudem wurde die Bedeutung der Allgemeinverbindlichkeit bzw. der Tarifnormerstreckung über das Arbeitnehmer-Entsendegesetz deutlich erweitert. Auch die Verbandslandschaft ist einem grundlegenden Wandel unterworfen. Das Auftreten der Spartengewerkschaften sowie die aktivere Tarifpolitik der Christlichen Gewerkschaften haben ebenso zu neuen Spannungsfeldern geführt wie der auf Arbeitgeberseite zu beobachtende Trend, eine Verbandsmitgliedschaft ohne Tarifbindung anzustreben. Das Tarifvertragsgesetz gibt auf viele neu aufgeworfene Rechtsfragen keine verlässlichen Antworten. Das gilt vor allem für die Tarifpluralität, deren Eindämmung sich die aktuelle Bundesregierung auf die Fahnen geschrieben hat. In der Diskussion stehen u.a. auch die Regelung des 3 Abs. 3 Tarifvertragsgesetz, die dazu führt, dass ausgeschiedene Verbandsmitglieder noch nach vielen Jahren an ungekündigte Manteltarife gebunden sind, sowie die Vorschriften über die Publizität der Tarif verträge. Diese und weitere offenen Fragen werden in der arbeitsrechtlichen Abteilung zu lebhaften Diskussionen um eine Reform des Tarifrechts und damit um ein zukunfts fähiges Arbeitsrecht führen. Tagungsprogramm 70. Deutscher Juristentag Hannover12 Fachprogramm Strafrecht Vorsitzender Prof. Dr. Helmut Satzger, München Stv. Vorsitzende Rechtsanwältin Anke Müller-Jacobsen, Berlin Vors. Richterin am BGH a. D. Dr. Ingeborg Tepperwien, Berlin Schriftführer Akad. Rat Dr. Frank Zimmermann, München Gutachterin Prof. Dr. Tatjana Hörnle, Berlin Referenten Richter am BGH Prof. Dr. Henning Radtke, Karlsruhe/Hannover Rechtsanwalt Michael Rosenthal, Karlsruhe Richter des BVerfG Wilhelm Schluckebier, Karlsruhe Referate Mittwoch, 17. September 9:00 bis 11:00 Uhr Diskussion Mittwoch, 17. September 14:00 bis 17:00 Uhr Donnerstag, 18. September 9:00 bis 13:00 Uhr Diskussion und Beschlussfassung Donnerstag, 18. September 14:00 bis 18:00 Uhr Kultur, Religion, Strafrecht Neue Herausforderungen in einer pluralistischen Gesellschaft Die strafrechtliche Abteilung wird sich mit der Frage beschäftigen, ob als Folge der kulturellen und religiösen Pluralisierung der in Deutschland lebenden Bevölkerung Änderungen im Strafrecht zu empfehlen sind. Ein Schwerpunkt liegt auf der Untersuchung von Verbotsnormen im Strafgesetzbuch, die Delikten mit kulturellen oder religiösen Tathintergründen gelten. Ist der Tatbestand der Bekenntnisbeschimpfung ( 166 StGB) noch zeitgemäß? Gibt es Änderungs bedarf im Hinblick auf sonstige Äußerungsdelikte? Wäre die Einführung einer weiteren Verbotsnorm zu empfehlen, die über den Tatbestand der Volks verhetzung ( 130 StGB) hinaus die Verbreitung rassistischer Gedanken unter Strafe stellt? Es stellt sich ferner die Frage, ob für den neugeschaffenen Tatbestand Verstümmelung weiblicher Genitalien ( 226a StGB) und den Rechtfertigungsgrund für die Beschneidung von Jungen ( 1631d BGB) Empfehlungen für die Auslegung oder für Änderungen in der Gesetzesfassung zu beschließen wären und ob das strafrechtliche Verbot der Zwangsheirat ( 237 StGB) als gelungen anzusehen ist, insbesondere was die Erfassung von im Ausland begangenen Tathandlungen betrifft. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der international geführten Debatte um cultural defenses. Zu erwägen ist, ob sich aus der kulturellen Bio graphie des Täters und seiner Beweggründe die Forderung nach Rechtfertigungs- oder Entschuldigungsgründen ergibt und welche Rolle den Religionsgrundrechten in Art. 4 Abs. 1, 2 GG im strafrechtlichen Kontext der Rechtfertigung und Entschuldigung zukommt. Praktisch wichtig ist die Frage, ob kulturelle und religiöse Tathintergründe als schuldmindernde Umstände einzustufen und strafmildernd zu berücksichtigen sind. Diesem Aspekt kommt bei der Auslegung des Merkmals niedrige Beweggründe beim Mord ( 211 StGB) in Fällen von Blutrache und sogenannter Ehrenmorde eine entscheidende Rolle zu. Auch bei der Auslegung anderer Tatbestandsmerkmale, etwa der Zumutbarkeit einer Hilfeleistung ( 323c StGB), ergeben sich ähnlich gelagerte Fragen zur Relevanz kultureller und religiöser Hintergründe. Im Kontext der Strafzumessung ist ferner die Wertung rassistischer und fremdenfeindlicher Motive als Strafschärfungsgrund zu erörtern. 12 Tagungsprogramm 70. Deutscher Juristentag Hannover 201413 Fachprogramm Öffentliches Recht Neuordnung der Finanzbeziehungen Aufgabengerechte Finanzverteilung zwischen Bund, Ländern und Kommunen Vorsitzende Prof. Dr. Johanna Hey, Köln Stv. Vorsitzende Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Hubert Meyer, Hannover Vors. Richter am OVG Prof. Dr. Max-Jürgen Seibert, Münster/Bonn Schriftführer Richter am FG Dr. Thomas Keß, Hannover Gutachter Akad. Rat Dr. Simon Kempny, LL.M., Köln Prof. Dr. Ekkehart Reimer, Heidelberg Referenten Prof. Dr. Lars P. Feld, Freiburg Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Hans-Günter Henneke, Berlin/Osnabrück Thüringer Finanzminister Dr. Wolfgang Voß, Erfurt Referate Mittwoch, 17. September 11:00 bis 13:00 Uhr Diskussion Mittwoch, 17. September 14:00 bis 17:00 Uhr Donnerstag, 18. September 9:00 bis 13:00 Uhr Diskussion und Beschlussfassung Donnerstag, 18. September 14:00 bis 18:00 Uhr 2016 wird die Schuldenbremse im Bund voll wirksam, 2020 in den Ländern läuft mit dem Solidarpakt II der derzeitige Länderfinanzausgleich aus. Hessen und Bayern klagen vor dem Bundesverfassungsgericht gegen ihre Inanspruchnahme als sogenannter Geberländer im Finanzausgleich. Schon damit wird die Neuordnung der föderalen Finanzbeziehungen zu einer der großen Herausforderungen der 18. Legislaturperiode. Die Chancen für Reformen stehen gut. Beide Großen Koalitionen der Vergangenheit haben grundlegende Reformen der Finanzverfassung durchgeführt. So findet sich das Thema an prominenter Stelle auch im aktuellen Koalitionsvertrag wieder. Angekündigt ist die Einsetzung einer Kommission, die bis zur Mitte der Legislaturperiode Ergebnisse zu folgenden Fragen vorlegen soll: Europäischer Fiskalvertrag Schaffung von Voraussetzungen für die Konsolidierung und die dauerhafte Einhaltung der neuen Schuldenregel in den Länderhaushalten Einnahmen- und Aufgabenverteilung und Eigenverantwortung der föderalen Ebenen Reform des Länderfinanzausgleichs Altschulden, Finanzierungsmodalitäten und Zinslasten Zukunft des Solidaritätszuschlags Die zu diskutierenden Fragen betreffen Grundfesten unserer föderalen Ordnung und der Beziehung zwischen Staat und Bürger. Im Kern geht es um die Zukunft der Formel von der Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse im Bundesgebiet. Lässt sich ein gleichwertiges Leistungsniveau vor dem Hintergrund des erheblichen Nord-Süd- und Ost-West-Gefälles aufrechterhalten? Wie viel Wettbewerb wollen wir im Bundesstaat? Wie viel finanzielle Verantwortung sollen und können die einzelnen Ebenen tragen? Diese Fragen sind keineswegs neu, stellen sich aber im Hinblick auf die Staatsverschuldung und die ihr durch EU- und Verfassungsrecht gezogenen Grenzen sowie den demographischen Wandel in neuem Licht. Eine große Herausforderung jeder Finanzverfassungsreform liegt dabei in der Gestaltung der Übergänge und der Überwindung politischer Blockaden, die ihren Ursprung vor allem in dem Bedürfnis aller Ebenen nach Verlässlichkeit der Haushaltsführung haben. Da die Beschlüsse mitten in die im Koalitionsvertrag angekündigten Verhandlungen fallen werden, hat der Deutsche Juristentag im Jahr 2014 die einmalige Chance, den laufenden Diskussionsprozess zur Reform der Finanzverfassung nachhaltig mit zu beeinflussen. Tagungsprogramm 70. 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 BGH 
 BGH 
 BGH 
 Art. 4
 EUGH