Source: http://www.landkreis-coburg.de/85-0-Umwelt.html?open_acc=94
Timestamp: 2020-08-05 18:31:38+00:00

Document:
Umwelt - COBURG Der Landkreis
Telefon 09561 514-4409
Arten- und Biotopschutzprogramme
In ökologisch besonders wertvollen Räumen des Coburger Landes laufen derzeit sogenannte Umsetzungsprojekte des Arten- und Biotopschutzprogrammes (= ABSP-Projekte), die durch gezielten und konzentrierten Fördermitteleinsatz aller möglichen Naturschutzprogramme (einschl. Ankauf von Flächen mit Unterstützung des Bayerischen Naturschutzfonds) den Schutz der gefährdeten Arten gewährleisten und zum Aufbau des geforderten landesweiten Biotopverbundes beitragen sollen.
Bereits seit Mitte der 90er Jahre läuft das ABSP-Projekt "Wiesenbrüterlebensräume westlich Coburg bis zur Landesgrenze", das vor allem bedrohten Vogelarten wie Weißstorch, Bekassine, Wachtelkönig, Braun- und Blaukehlchen helfen soll, aber auch extensive Talwiesen und deren Lebensgemeinschaften fördern, Ackerstandorte im Überschwemmungsbereich in Wiesen zurückverwandeln und die Gewässersysteme ökologisch aufwerten soll. Das Projektgebiet ist etwa 1.100 ha groß und umfasst die Rodachaue von Roßfeld bis Niederndorf mit Nebentälern, die Walburaue, das Sulztal mit Nebentälern und reicht mit dem 170 ha großen Naturschutzgebiet "Vogelfreistätte Glender Wiesen" bis ins Stadtgebiet von Coburg. In diesem Raum wurden vom Landkreis Coburg und Landesbund für Vogelschutz bisher über 30 ha Land angekauft, ausschließlich für Naturschutzzwecke verfügbar gemacht und ökologisch optimiert (z.B. Anlage von Nahrungsgewässern für den Storch). Auch soll südlich von Schweighof ein Großteil der naturschutzrechtlichen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für die A 73 umgesetzt werden. Über 40 ha Ackerstandorte im Überschwemmungsbereich des Rodachflusses sollen in Extensivwiesen, Schilfzonen und Feuchtbiotope umgewandelt werden. Dadurch wird zudem die Bodenkrume besser vor Erosion geschützt - eine Maßnahme, die auch der Nachhaltigkeit dient. Die bisher durchgeführten Maßnahmen blieben nicht ohne Wirkung auf bestimmte Zielarten des Naturschutzes. So vermehrten sich die Blaukehlchen stetig. Vielen Rote-Liste-Arten konnte der Lebensraum gesichert oder sogar erweitert werden!
Ein weiteres ABSP-Umsetzungsprojekt läuft im ca. 150 ha großen Bieberbachtal bei Sonnefeld und Weidhausen. Hier sollen insbesondere die Bachorganismen (z.B. Libellen, Fische) sowie Heuschrecken, Tagfalter, Landschnecken und Pflanzengesellschaften der Feuchtstandorte (Wiesen, Brachen, Auwald) gefördert und optimiert werden. Gefährdete Reptilien- und Fledermausvorkommen sollen gesichert werden. Ein detailliertes Landschaftspflegekonzept wurde hierfür erstellt und wird seit Mitte der 90er Jahre (auch über die Landschaftsplanumsetzung und den Landschaftspflegeverband) von den Gemeinden Sonnefeld und Weidhausen realisiert.
Zudem laufen drei landesweite Modellprojekte der ABSP-Umsetzung im Landkreis Coburg!
Ersteres davon ist das ABSP-Projekt "Lange Berge und Bruchschollenkuppen", das den nördlichen Landkreis Coburg diagonal von Nordwesten nach Südosten durchzieht. Träger dieses Projektes ist der Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V..
Das zweite Modellprojekt ist das ABSP-Projekt "Thanner Grund/Steinachtal/Linder Ebene", das sich über die Landkreisgrenze hinweg in die Landkreise Kronach, Lichtenfels und Sonneberg erstreckt und von der ökologischen Bildungsstätte Oberfranken im Wasserschloss Mitwitz getragen wird. Im Vordergrund dieses Projektes steht das Flusstal der Steinach mit Feuchtwiesen, Auwaldresten und Moorteichen mit mehreren Vorkommen gefährdeter Amphibien-, Libellen- und Pflanzenarten.
Das dritte Modellprojekt trägt den Namen "Rodachtalachse" und umfasst das Gebiet der kommunalen "Rodachtalinitiative" (die Städte Bad Rodach, Seßlach und die Gemeinde Weitramsdorf auf bayerischer Seite im Landkreis Coburg sowie die Städte Ummerstadt, Bad Colberg-Heldburg und die Gemeinde Straufhain auf thüringischer Seite im Landkreis Hildburghausen). Sein Hauptfokus liegt auf dem Flußsystem der Rodach, dem innerdeutschen Grenzstreifen (= GRÜNES BAND) sowie den strukturreichen Kulturlandschaftsteilen im gesamten Projektgebiet und dem NSG "Tongruben bei Muggenbach", die für viele gefährdete Arten wie die Gelbbauchunke, Vögel und Hautflügler sogar von bundesweiter Bedeutung sind.
Aus diesen drei ABSP-Projekten wurde schließlich in Zusammenarbeit mit den Thüringer landkreisen Hildburghausen und Sonneberg das Naturschutzgroßprojekt „Grünes Band – Rodachtal – Lange Berge – Steinachtal" entwickelt. Das Projekt besitzt grenzüber-schreitenden Charakter und vermittelt zu vergleichbaren Lebensräumen im Land Thüringen. Hierzu fanden umfangreiche Datenerhebungen als fachliche Grundlage statt (Kartierungen von Tier- und Pflanzenarten sowie ausgewählter Lebensräume). Insbesondere wurde seit 1990 flächendeckend der grenznahe Raum zu Thüringen einschließlich des Grenzstreifens selbst naturschutzfachlich kartiert.
Auch das gegenwärtig in der Umsetzungsphase befindliche EUweite Schutzkonzept zur Sicherung eines zusammenhängenden Netzes naturnaher Lebensräume (Natura 2000-Konzept mit FFH- und Vogelschutzgebieten) resultiert letztlich aus der Datenbank dieser umfangreichen früheren Kartierungen und Erhebungen.
An all diesen Arbeiten und Tätigkeiten ist die Fachkraft für Arten- und Biotopschutz des Landkreises Coburg maßgeblich beteiligt. Schließlich gehören auch Öffentlichkeitsarbeit, Exkursionen, Vorträge und Berichterstattung vor politischen Gremien zu ihrem Aufgabenfeld.
Eine der zukünftigen Hauptaufgaben im Arten- und Biotopschutz wird die ökologische Neuorientierung der Agrarpolitik mit Integration zentraler Naturschutzanliegen sein (Aufbau eines landesweiten, flächendeckenden Biotopverbundnetzes). Ein gutes Beispiel dafür ist das Modellvorhaben "umweltgerechte Landwirtschaft" in der Gemarkung Gemünda (Stadt Seßlach/Landkreis Coburg), das vom Bayerischen Staatsministerium für Landwirtschaft und Forsten gerade auch in enger Abstimmung mit der Fachkraft für Arten- und Biotopschutz und dem Landschaftspflegeverband Coburger Land e.V. erstellt und schrittweise umgesetzt wird. Mehrere Kilometer Hecken, über 200 Hochstamm-Obstbäume, Feldraine und Pufferstreifen sowie Kleingewässer wurden bereits neu angelegt. Wertvolle Magerrasen werden mit Schafen gepflegt. Die ortsansässigen Landwirte werden einzelbetrieblich so beraten, dass sie bestehende Programme des Naturschutzes und der Kulturlandschaftspflege optimal in ihre Betriebswirtschaft integrieren können. Derartige Modellvorhaben haben Pilotcharakter und sollten überall zum selbstverständlichen zukünftigen Standart werden.
Größte laufende Einzelplanung ist aber zur zeit das gesamtstaatlich repräsentative Naturschutzgroßprojekt "GRÜNES BAND" - Rodachtal-Lange Berge-Steinachtal, das den ehemaligen Thüringer Grenzstreifen und angrenzende thüringer Schutzgebiete mit den drei modellhaften ABSP-Projekten auf bayerischer Seite zu einem 11,4 Mio € schweren Gesamtprojekt zusammenfassen soll, welches die Bundesrepublik Deutschland über das BfN zu 75 % finanziert.
Hierzu wurde ein Zweckverband aus den Landkreisen Coburg, Kronach Hildburghausen und Sonneberg gegründet werden, der dieses Naturschutzvorhaben steuert und umsetzt zur Sicherung des sog. "nationalen Naturerbes" in Deutschland.
Als unverzichtbare Lebensgrundlage wird Boden heute fast nicht mehr wahr genommen. Einige Redewendungen zeigen aber die grundlegende Bedeutung: an Boden gewinnen, festen Boden unter den Füßen haben, den Boden unter den Füßen verlieren, am Boden zerstört, etwas fällt auf fruchtbaren Boden, das schlägt dem Fass den Boden aus, Handwerk hat goldenen Boden.
Böden sind wertvoll, denn
sie sorgen für Nahrung,
in ihnen sind unzählige Pflanzen und Tiere zu Hause,
sie schützen unsere Gewässer,
sie filtern, speichern und bauen Schadstoffe ab und
sie sorgen für ein angenehmes Klima.
Das Umweltmedium Boden ist im wahrsten Sinne des Wortes unsere Lebensgrundlage – Boden ist eine wertvolle und nicht vermehrbare Ressource. Nur über einen schonenden und nachhaltigen Umgang mit dem Boden kann es → Mehr erfahren!
Mit der Einführung des Bundes-Bodenschutzgesetzes (BBodSchG) 1998
→ BBodSchG
der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung (BBodSchV) 1999
→ BBodSchV
und des Bayerischen Bodenschutzgesetzes (BayBodSchG) → Mehr erfahren!
Nachsorgender Bodenschutz" ist die Wiederherstellung der Bodenfunktionen durch die Sanierung belasteter Standorte/Altlasten, also Maßnahmen zur Sicherung und Sanierung belasteter Böden und Grundwässer. Da → Mehr erfahren!
Arbeitsschritte der Altlastenbearbeitung
Altlasten und Verdachtsflächen werden zunächst erhoben und dann einer historischen Erkundung unterzogen. Anschließend erfolgt die orientierende Untersuchung, in der ggf. vorhandene Bodenbelastungen → Mehr erfahren!
Die Landesamt für Umwelt führt auf Basis des Art. 3 Bayerisches Bodenschutzgesetz ein Kataster, in dem altlastenverdächtige Flächen, Verdachtsflächen, schädliche Bodenveränderungen, Altlasten und Flächen, auf denen eine → Mehr erfahren!
Jede Person hat nach Maßgabe von Art. 3 Abs. 1 Satz 1 des Bayerischen Umwelt- informationsgesetzes (BayUIG)
→ http://www.umwelt-online.de/recht/allgemei/laender/bay/uig_ges.htm
Anspruch auf freien Zugang → Mehr erfahren!
Telefon 09561 514-4400
Nach Art. 57 Abs. 1 Nr. 9 der Bayerischen Bauordnung (BayBO)
→ http://www.stmi.bayern.de/buw/baurechtundtechnik/.../index.php‎
sind Aufschüttungen mit einer Höhe bis zu 2m und einer Fläche bis zu 500m² baurechtlich verfahrensfrei.
Nach Art. 55 Abs. 1 Bayerischen Bauordnung (BayBO) bedürfen Aufschüttungen mit einer Höhe von mehr als 2m oder einer Fläche vom mehr als 500m² grundsätzlich einer Baugenehmigung.
Eine Baugenehmigung kann aber nur erteilt werden:
wenn die Auffüllung einem technischen Zweck dient (z. B. spätere Nutzung als Lagerfläche oder Bodenverbesserung),
wenn die Verwertung von Aushub im Vordergrund steht und nicht dessen Beseitigung,
wenn die Massnahme zeitlich befristet ist und
wenn die jeweiligen Einbaugrenzwerte des Auffüllmaterials eingehalten werden.
Ist nur eines der unter genannten Kriterien nicht erfüllt, dann liegt eine Abfallbeseitigung vor, die nur auf einer genehmigten Deponie erfolgen darf.
Nach Art. 35 Abs. 2 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes (KrWG)
→ http://www.gesetze-im-internet.de/krwg
Bedarf die Errichtung und der Betrieb von Deponien sowie die wesentliche Änderung einer solchen Anlage oder ihres Betriebes einer Planfeststellung oder einer Plangenehmigung nach Art. 35 Abs. 4 KrWG durch die zuständige Behörde.
Näheres hierzu regelt die Deponieverordnung (DepV)
→ http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/depv_2009/gesamt.pdf‎
Informationen zu den erforderlichen Antragsunterlagen finden Sie hier!
Nach Art. 29 Abs. 1 Bayerisches Abfallwirtschaftsgesetz (BayAbfG)
→ http://www.umwelt-online.de/recht/abfall/laender/bay/abfg_ges.htm
Ist für das Genehmigungsverfahren bei Deponien die jeweilige Regierung zuständig. Für den Landkreis Coburg somit die Regierung von Oberfranken
In Bayern wurde die Zuständigkeit für Deponien der Klasse 0 nach Art. 29 Abs. 2 BayAbfG
In Verbindung mit § 4 Abs. 2 Nr. 1 der Abfallzuständigkeitsverordnung (AbfZustV)
→ http://www.stmug.bayern.de/umwelt/abfallwirtschaft/recht/doc/abfzustv.pdf
auf die Kreisverwaltungsbehörden, also auch den Landkreis Coburg, übertragen.
Deponien der Klasse 0
Dies sind Deponien für verwertbare Inertabfälle (z. B. Bauschutt, Erdaushub usw.).
Hier gibt es im Landkreis Coburg zurzeit noch zwei betriebene Deponien:
die Deponie „Rodach" in Bad Rodach und
die Deponie der Fa. Schaller in Untersiemau, Meschenbach
Außerdem gibt es im Landkreis Coburg noch zwölf Deponien auf denen nicht mehr abgelagert wird, die sich aber noch in der Nachsorgephase befinden. Es sind dies:
die Deponie Oettingshausen in Bad Rodach,
die Deponie „Siechrangen" in Bad Rodach,
die Deponie Schmiedsschrott in Ebersdorf b. Coburg,
die Deponie Forsthub in Grub am Forst,
die Deponie Bauer Böhnhardt in Grub am Forst,
die Deponie Mirsdorf in Meeder,
die Deponie Wildenheid in Neustadt b. Coburg,
die Deponie Kipfendorf in Rödental,
die Werksdeponie der Fa. Goebel in Rödental,
die Deponie Autenhausen in Seßlach,
die Deponie der Fa. Pfister in Seßach und
die Deponie Sonnefeld in Sonnefeld.
Diese gehören zu den Altablagerungen.
Nachsorge bedeutet, dass Maßnahmen durchgeführt werden, die Beeinträchtigungen des Wohles der Allgemeinheit durch die Deponie verhindern sollen.
69 Vereine mit ca. 10.000 Mitgliedern:
gestalten lebenswerte Dörfer
vermitteln altes und neues Fachwissen aus dem Garten
engagieren sich im Zuge der Dorfökologie
begeistern Kinder und Jugendliche in ihren Jugendgruppen für die Natur
ermöglichen ihren Mitgliedern die preiswerte Benutzung von Gartengeräten
Wollen Sie auch mitmachen? Sicherlich befindet sich auch in Ihrer Nähe ein Gartenbauverein. Weitere Auskünfte erhalten Sie bei Ihrem Kreisfachberater.
Die fachliche und organisatorische Betreuung der Vereine ist Aufgabe des Kreisverbandes.
Besonders erwähnenswert ist der Obstlehrgarten am Landratsamt unter dem Motto: „Obstanbau für kleine Hausgärten" und der Obstmuttergarten in Einberg. Dieser dient sowohl als Reiserschnittgarten als auch zur Erprobung alter und neuer Obstsorten für den Coburger Raum.
Der Kreisverband Coburg für Gartenbau und Landespflege besitzt eine eigene Homepage, in der unter anderem auch viele nützliche Praxisinfos aus dem Kreislehrgarten veröffentlicht werden.
Kreisfachberater für Gartenbau und Landespflege
Der Kreisfachberater ist als Mediator zwischen Mensch und Natur auf lokaler Ebene aktiv. Er berät den Landkreis, die Städte und Gemeinden sowie Privatpersonen mit seinem Fachwissen. Eine seiner Aufgaben ist es, das Wohnumfeld der Dörfer und Städte naturnah mitzugestalten und es als würdigen Lebensraum für Mensch und Tier zu erhalten.
führt die Geschäfte des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege
betreut den Obstlehrgarten und den Obstmuttergarten des Kreisverbandes
organisiert Seminare zur Obstbaumpflege und zur Gartengestaltung
hält im Zuge der Erwachsenenbildung Vorträge bei Vereinen und Verbänden
veranstaltet Wettbewerbe zu aktuellen Themen
betreut den Tag der offenen Gartentür
realisiert mit den Gartenbauvereinen und den Kommunen Projekte der Grünplanung
organisiert den Kreiswettbewerb "Das schönere Dorf - die schönere Stadt"
wirkt mit bei Maßnahmen der Dorferneuerung und der Städtebauförderung
erstellt Gutachten im Zuge der Gehölzwertermittlung
berät am Telefon, vor Ort oder über die Tageszeitung zu allen Fragen des Freizeitgartenbaus
Telefon 09561 514-4410
Das Landratsamt hat als untere Immissionsschutzbehörde die Aufgabe, vor allem Menschen, sowie Tiere und Pflanzen vor schädlichen Umwelteinwirkungen und bei genehmigungsbedürftigen Anlagen vor Gefahren, erheblichen Nachteilen und erheblichen Belästigungen zu schützen. Hierbei handelt es sich vorwiegend um die Abwehr von Luftverunreinigungen, Geräuschen und Gerüchen; aber auch bei erheblichen Beeinträchtigungen durch Licht, Wärme, Strahlen oder ähnlichen Umwelteinwirkungen wird eingegriffen.
Außerdem gilt es, im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben, dem Entstehen schädlicher Umwelteinwirkungen vorzubeugen.
Nach Immissionsschutzrecht ist das Landratsamt zuständig für die Genehmigung und Überwachung von ca. 105 genehmigungsbedürftigen Anlagen. Bei nicht genehmigungsbedürftigen Anlagen beschränkt sich die Überwachungstätigkeit auf ein nachträgliches Einschreiten, wenn etwa aufgrund von Beschwerden die Anlage nicht dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Können Umwelteinwirkungen nicht vollständig aus technischen Gründen vermieden werden, so sind sie auf ein Mindestmaß zu beschränken. In seltenen Fällen besteht sogar die Befugnis, eine Anlage stillzulegen.
Elke Dubs
Telefon 09561 514-4406
Anne Genslein
Telefon 09561 514-4407
Telefon 09561 514-4405
Lärm stellt heutzutage eine von vielen Umweltgefährdungen dar. Nach bisherigen Erkenntnissen ist Lärm ein Risikofaktor, der im Zusammenhang mit anderen Belastungen gesundheitliche Beeinträchtigungen wie Kopfschmerzen, Schlaflosigkeit, Aggressionen oder Konzentrationsstörungen hervorrufen kann.
Deshalb spielt das Thema "Lärm" eine wichtige Rolle im Bereich des Immissionsschutzes. Denn Zweck des Bundesimmissionsschutzgesetzes (BImSchG) ist es, den Menschen vor schädlichen Umwelteinwirkungen zu schützen und dem Entstehen schädlicher Umwelteinwirkungen vorzubeugen.
Man versucht daher beispielsweise im Rahmen der Beteiligung an der kommunalen Bauleitplanung, Vorsorge gegen Beeinträchtigungen durch Lärm zu treffen.
Bei raumbedeutsamen Planungen und Maßnahmen müssen die Flächen, die für unterschiedliche Nutzungen vorgesehen sind, einander so zugeordnet werden, dass schädliche Umwelteinwirkungen auf schutzbedürftigen Gebieten soweit wie möglich vermieden werden. Schutzbedürftige Gebiete können beispielsweise Wohngebiete sein.
Konkret bedeutet dies, dass in einem Bebauungsplan Lärmschutzmaßnahmen aufzunehmen sind, wenn bei geplanter Wohnbebauung an einer Straße durch ein schalltechnisches Gutachten nachgewiesen wird, dass der von der Straße ausgehende Verkehrslärm über den zulässigen Richtwerten für ein Wohngebiet liegt.
Lärmschutzmaßnahmen können dann der Einbau von Lärmschutzfenstern, eine entsprechende Gebäudeanordnung oder Lärmschutzwälle bzw. -wände sein. Man spricht in diesem Fall vom sog. "passiven Lärmschutz" - der Lärm bleibt zwar gleich, die Anwohner und Anwohnerinnen werden aber besser davor geschützt.
Eine weitere Aufgabe der Immissionsschutzbehörden ist es, Lärmbeschwerden zu verfolgen.
Hier werden dann vom Landratsamt oder von zugelassenen neutralen Instituten Lärmmessungen durchgeführt. Wenn der Lärmpegel zu hoch ist, werden Maßnahmen zur Minderung der Belästigungen bzw. Einhaltung der Richtwerte erarbeitet und gefordert.
Diese können sehr vielgestaltig sein und reichen vom Schließen von Türen, Toren und Fenstern, bis zur Kapselung und zum Schalldämpfereinbau. Es handelt sich hier um Maßnahmen des "aktiven Lärmschutzes" - der Lärm wird an der Quelle verringert.
Dass Lärm eine wichtige Stellung im Immissionsschutz einnimmt, zeigt bereits die Vielzahl verschiedenster Vorschriften, die immer bestimmte Arten von Lärm wie Verkehrs-, Gewerbe- oder Freizeitlärm regeln.
Es handelt sich dabei entweder um Lärmschutzverordnungen oder Allgemeine Verwaltungsvorschriften sowie Richtlinien und DIN-Normen.
Darüber hinaus können die Städte und Gemeinden Verordnungen zum Schutz gegen Lärm erlassen; davon haben im Landkreis Coburg bereits die Kommunen Neustadt bei Coburg, Ahorn, Bad Rodach und Rödental Gebrauch gemacht (Stand 2/2007).
Bei dieser Technischen Anleitung vom 26.08.1998 handelt es sich um eine Allgemeine Verwaltungsvorschrift, die aus der Gewerbeordnung in das Immissionsschutzgesetz übergeleitet wurde. Sie findet heute bei den genehmigungsbedürftigen und nicht genehmigungsbedürftigen Anlagen Anwendung.
Diese Vorschrift wird zur Beurteilung der Genehmigungsfähigkeit der Anlage und zur Prüfung herangezogen, ob eventuell nachträgliche Anordnungen getroffen werden müssen.
Die Genehmigung darf nur dann erteilt werden, wenn
die von der Anlage ausgehenden Geräusche keine schädlichen Umwelteinwirkungen hervorrufen können und
Vorsorge gegen schädliche Umwelteinwirkungen durch Geräusche getroffen wird, insbesondere durch die dem Stand der Technik zur Lärmminderung entsprechenden Maßnahmen zur Emissionsbegrenzung.
Hier tritt das Vorsorgeprinzip des Bundesimmissionsschutzgesetzes deutlich zu Tage.
Luftmessstation Coburg, Lossaustraße
Das Bayerische Landesamt für Umweltschutz (LfU) betreibt im Rahmen der kontinuierlichen lufthygienischen Überwachung das vollautomatische Lufthygienische Landesüberwachungssystem Bayern (LÜB), an das Ende 1997 insgesamt 65 Messstationen angeschlossen waren. Der Großteil der Messstationen befindet sich in den ausgewiesenen Untersuchungsgebieten.
Rund um die Uhr werden vor allem die Konzentrationen der Schadstoffe
Ozon (O3) und
ermittelt, wobei die nächste installierte Messstation in Coburg, Lossaustraße, die Schadstoffe SO2, NO, NO2, CO und Staub nachweist.
Mit Ausnahme des Ozons kann davon ausgegangen werden, dass die Schadstoffkonzentrationen hauptsächlich durch die Emissionen aus örtlichen Quellen beeinflusst werden. Üblicherweise werden deshalb auch in Gebieten mit weniger Schadstoffquellen niedrigere Luftbelastungen gemessen.
Immissionen sind die in der Luft vorhandenen Schadstoffkonzentrationen, die aus den ausgestoßenen Schadstoffen, der Topographie und der aktuellen Witterung resultieren. Die Beurteilung der Luftqualität im Landkreis Coburg stützt sich auf die Luftmessstation in der Stadt Coburg.
Jede Abgabe von Stoffen, Strahlen oder Energien an die Umgebung wird als Emission bezeichnet. Der Begriff Emission wird jedoch zumeist nur im Zusammenhang mit schädlichen Auswirkungen gebraucht.
Die Emission von Luftschadstoffen wird zu etwa ¾ durch Verbrennungsvorgänge in häuslichen, gewerblichen und industriellen Feuerungsanlagen sowie in Verbrennungsmotoren verursacht. Nicht verbrennungsbedingte Emissionen spielen lediglich bei Stäuben und organischen Verbindungen eine nennenswerte Rolle. Der Ausstoß von Schadstoffen steht also in einem engen Zusammenhang mit dem Energieverbrauch.
Veröffentlichungen zum Immissionsschutz
Umsetzung der Industrie-Immissions-Richtlinie
Überwachungsprogramm für den Landkreis Coburg:
Überwachungsprogramm Coburg 25 KB
Anlage 1 zum Überwachungsprogramm Landkreis Coburg 39 KB
Anlage 4 zum Überwachungsprogramm Landkreis Coburg 33 KB
Einstufung - Muster 9 KB
Überwachungsbericht Geflügelhof Carl 25 KB
berwachungsbericht_panzer_16.03.2017.pdf 26 KB
berwachungsbericht_milchwerke_30.07.2019.pdf 364 KB
Die Luft ist zahlreichen Belastungen durch Emissionen der Industrie, der Kraftwerke, des Straßenverkehrs und der Haushalte ausgesetzt. Wichtigste Aufgabe des Landratsamtes ist es daher, diese Emissionen zu begrenzen und nach Möglichkeit zu verringern.
Das Bundesimmissionschutzgesetz (in Kraft getreten am 01.04.1974) ist das bedeutsamste neuere Gesetz auf dem Gebiet des Umweltschutzes.
Ziel des Bundesimmissionsschutzgesetzes ist es, Menschen, Tiere und Pflanzen, den Boden, das Wasser, die Atmosphäre sowie Kultur- und sonstige Sachgüter vor schädlichen Umwelteinwirkungen zu schützen und dem Entstehen schädlicher Umwelteinwirkungen vorzubeugen. Soweit es sich um genehmigungsbedürftige Anlagen handelt, soll es auch Gefahren, erhebliche Nachteile und erhebliche Belästigungen, die auf andere Weise herbeigeführt werden, abwenden. Unter Emissionen sind insbesondere schädliche Umwelteinwirkungen durch Luftverunreinigungen, Geräusche, Gerüche sowie Licht, Wärme, Strahlen und ähnliche Einwirkungen zu verstehen.
In der Verordnung über genehmigungsbedürftige Anlagen (4. Verordnung zur Durchführung des Bundesimmissionsschutzgesetz - 4.BImSchV) sind mehr als 180 Anlagen enthalten, deren Errichtung und Betrieb einer immissionsschutzrechtlichen Genehmigung bedarf.
In dieser Verordnung wurden Anlagen aufgenommen, die aufgrund ihrer Beschaffenheit oder ihres Betriebes in besonderem Maße geeignet sind, die Allgemeinheit oder die Nachbarschaft zu gefährden, erheblich zu benachteiligen oder erheblich zu belästigen (z. B. durch Gerüche, Stäube, Lärm, Dämpfe usw.).
Das Landratsamt ist als untere Immissionsschutzbehörde derzeit für insgesamt 96 genehmigungsbedürftige Anlagen zuständig.
Der Betrieb einer Anlage führt häufig zu Nachbarbeschwerden, vor allem wegen Geruchsbelästigungen oder Beeinträchtigungen durch Lärm.
Gerade die Bearbeitung von Nachbarschaftsbeschwerden wegen Geruchsbelästigungen nimmt sehr viel Zeit in Anspruch.
Das Hauptproblem ist sicherlich in der Dauer der jeweiligen Einwirkungen zu sehen, denn oft ist beim Eintreffen am Ort des Geschehens nichts mehr wahrzunehmen. Ein weiteres Problem ist das Auffinden der tatsächlichen Verursacherin oder des tatsächlichen Verursachers. Häufig können aber auch die Gerüche nicht genau beschrieben werden, was dann eine sehr aufwendige und intensive Nachforschung erfordert. In den meisten Fällen erreicht das Landratsamt durch Beratung und Kooperation der Betreiber eine Lösung auf freiwilliger Basis. Sofern die Betreiber und Betreiberinnen nicht ohne weiteres bereit sind, die erforderliche Abhilfe zu schaffen, erlässt das Landratsamt entsprechende förmliche Anordnungen.
Nicht nur für gewerbliche, sondern auch für häusliche Feuerungsanlagen gelten Anforderungen zur Emissionsbegrenzung. Diese regelt die 1. Bundesimmissionschutzverordnung. Die Einhaltung der jeweiligen Anforderungen wird vom Bezirksschornsteinfegermeister überprüft.
Je nach Leistung der Feuerunganlage und des eingesetzten Brennstoffes erfolgt eine einmalige oder regelmäßig wiederkehrende Emmissionsmessung. Wird eine Feuerungsanlage aufgrund der festgestellten Emmissionswerte beanstandet, hat der Anlagenbetreiber oder die Anlagenbetreiberin die Pflicht, innerhalb der gesetzlichen Frist von sechs Wochen die Mängel zu beseitigen und den Bezirksschornsteinfeger zu informieren. Ergibt eine Wiederholungsmessung wiederum Beanstandungen, muss das Landratsamt als untere Immissionsschutzbehörde die Mängelbeseitung mit entsprechenden Maßnahmen durchsetzen.
Öffentliche Auslegung von Planungsunterlagen
Genehmigungsverfahren Carl Ebersdorf
immissionsschutzgutachten_carl_ebersdorf.pdf 63 MB
uvp_vorpruefung.pdf 323 KB
umweltvertraeglichkeitsstudie_carl_ebersdorf.pdf 19 MB
lageplan_abstandsflaechen_carl_ebersdorf.pdf 1 MB
lageplan__befestigte_flaechen.pdf 1 MB
kurzbeschreibung_carl_ebersdorf.pdf 4 MB
immissionsschutzgutachten_carl_ebersdorf_schweine.pdf 7 MB
genehmigungsbescheid.pdf 795 KB
carl_ebersdorf_schnitte__grundriss.pdf 19 MB
fliessbild_schweinestall_carl_ebersdorf.pdf 653 KB
carl_ebersdorf_auszug_aus_dem_liegenschaftskataster.pdf 12 MB
carl_ebersdorf_ansichten.pdf 29 MB
bimschg_antrag_carl_inhaltsverzeichnis__register_1_2.pdf 8 MB
bvt_intensivtierhaltung_vv.pdf 6 MB
bimschg_antrag_carl_ebersdorf_register_8-15.pdf 46 MB
ausbreitungsrechnung_ta_luft_carl_ebersdorf.pdf 23 MB
bestands-_und_konfliktplan__afb__carl_ebersdorf.pdf 1 MB
bimschg_antrag_carl_ebersdorf_register_4-7.pdf 30 MB
bimschg_antrag_carl_ebersdorf_register_3.pdf 6 MB
artenschutzrechtlicher_fachbeitrag__afb__carl_ebersdorf.pdf 19 MB
Genehmigungsverfahren Carl Itzgrund einrichten
carl_itzgrund_lageplan.pdf 8 MB
bimschg_antrag_carl_itzgrund.pdf 6 MB
unterlagen_baugenehmigung_carl_itzgrund.pdf 15 MB
unterlagen_umweltvertraeglichkeitspruefung_carl_itzgrund.pdf 6 MB
auszug_liegenschaftskataster.pdf 687 KB
carl_itzgrund_schnitte__grundriss__ansicht.pdf 36 MB
schalltechnische_untersuchung.pdf 386 KB
nachreichung_fundamentplan-din_a1_pf-index_a_ueberarbeitet.pdf 327 KB
nachreichung_freilaufstall_bestand_-_entwaesserungsleitungen.pdf 931 KB
immissionschutzgutachten_carl_itzgrund.pdf 12 MB
gutachten_kleinklaeranlage.pdf 6 MB
kurzbeschreibung_carl_itzgrund.pdf 861 KB
genehmigungsbescheid_carl_itzgrund.pdf 323 KB
Im Zuge der Abschlusserklärung der UN-Umweltkonferenz von 1992 in Rio de Janeiro hatten sich viele Kommunen und Landkreise erstmals ernsthaft mit dem Thema „Nachhaltige Entwicklung" auseinandergesetzt. Bürgerbeteiligung war bei diesen Prozessen die Regel, in unterschiedlichen Arbeitsgruppen wurden Schwerpunktthemen bearbeitet. Auch im Landkreis Coburg haben sich Ende der 90er Jahre Lokale Agenda21-Initiativen gebildet. Auf diesen Agenda21-Strukturen baute auch die Bürgerbeteiligung zum Klimaschutzkonzept im Landkreis Coburg auf. So engagierten sich eine Reihe von Akteuren aus dem Personenkreis, der sich schon seit Ende der 90er Jahre für Nachhaltigkeit, Umwelt- und Klimaschutz eingesetzt hat, heute für die Energiewende. Einige dieser aktiven Bürger haben sich 2012 in verschiedenen Arbeitskreisen zu den Themen Mobilität, Windkraft, Kraft-Wärme-Kopplung, Altbau sowie Klimaschutz- und Demonstrationszentrum gemeinsam mit hauptamtlichen Vertretern des Landkreises zusammengefunden, um am Klimaschutzkonzept des Landkreises mitzuarbeiten. Nachdem dieses im April 2012 fertiggestellt wurde, ist es am 23. Oktober 2012 vom Kreistag beschlossen worden. Ein wesentliches Merkmal des integrierten Klimaschutzkonzepts (IKSK) ist die enge Einbindung nicht nur der Kommunalpolitik, sondern auch der Bürger, der Wirtschaft und anderer wichtiger Akteure.
Ein Klick führt Sie zum integrierten Klimaschutzkonzept des Landkreises Coburg.
Klimaschutzmangerin Landkreis Coburg
Ujvesa Pronaj
Telefon 09561 514-4408
Ein Klick führt Sie zu aktuellen Projekten.
Der Klimaschutz und die Gestaltung der Energiewende vor Ort sind zentrale Handlungsfelder für die ökologische und ökonomische Weiterentwicklung der Region Coburger Land. Beide Themen sind von globalem Ausmaß, bieten aber viele Chancen und Perspektiven für das Coburger Land. Ob Energieeinsparung, Energieeffizienz oder die Gewinnung von Energie mithilfe regenerativer Energieträger: all diese Aufgabengebiete können nur dezentral vor Ort gestaltet werden. Dabei geht es weniger um das Umsetzen einer allgemeinen Musterlösung, als vielmehr um das Beschreiten eines individuellen, regionalen Weges.
100 % regionale Erzeugung und 100 % regenerative Energieträger sind das Leitziel für die Strom- und Wärmeerzeugung im Coburger Land. In den kommenden Jahrzehnten soll der Verbrauch fossiler Ressourcen und dadurch die CO2-Emissionen minimiert und die Umstellung auf erneuerbare Energien dauerhaft gewährleistet werden. Eine wesentliche Grundvoraussetzung, um dieses Ziel zu erreichen, ist dabei auch eine deutlich effizientere Energienutzung in allen Verbrauchssektoren.
Nachdem im Herbst 2012 das integrierte Klimaschutzkonzept des Landkreises erstellt wurde,
welches das bereits im Jahr 2010 fertiggestellte integrierte Klimaschutzkonzept der Stadt Coburg regional ergänzt, ist es die erklärte Absicht von Stadt und Landkreis Coburg, gemeinsame Maßnahmen zum Klimaschutz für Stadt und Landkreis abzuleiten und gemeinschaftlich umzusetzen. Sowohl der Landkreis als auch die Stadt streben dabei ambitionierte lang- und mittelfristige CO2-Einsparungsziele an.
Der Landkreis Coburg strebt im Zeitraum von 2009 bis 2020 eine Reduktion der Treibhausgase von 782.450 auf 647.220 Tonnen, d.h. um ca. 17,3 % an. Das bedeutet, dass eine Reduktion von durchschnittlich 11.269 Tonnen pro Jahr durch die Umsetzung der Maßnahmen des integrierten Klimaschutzkonzeptes erreicht werden sollen. Umgerechnet in den CO2-Ausstoß pro Kopf ist die Zielstellung des Landkreises, eine CO2-Reduktion von 8.8 auf 7.8 Tonnen pro Einwohner im Zeitraum 2009-2020 zu erreichen.
Mit der Antragstellung auf „Einrichtung einer Stelle zur fachlich-inhaltlichen Unterstützung der Umsetzung des integrierten Klimaschutzkonzeptes des Landkreises Coburg" im April 2014, beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, soll ein zentraler Beitrag zur Schaffung der organisatorischen Voraussetzungen geleistet werden, die zur Erreichung oben genannter Leitvisionen unabdingbar sind. Die Installation eines „Kümmerers" und „Koordinators", der Projekte auf den Weg bringen und deren Umsetzung im Zusammenspiel mit wichtigen Akteuren dauerhaft begleiten und zu einem guten Abschluss bringen kann, ist eine der wichtigsten vorgeschlagenen Maßnahmen innerhalb des IKSK.
Nachdem der Förderantrag am 03.12.2014 genehmigt wurde, wurde zum 1.April 2015 Lisa Güntner (M.Sc. Geoökologie) als Klimaschutzmanagerin des Landkreises Coburg für die Projektdauer von April 2015 bis März 2018 beim Landkreis Coburg angestellt. Organisatorisch erfolgt die Angliederung des Klimaschutzmanagements an den Fachbereich Umwelt und Natur mit dem Fachbereichsleiter Thomas Feulner. Um geplante Projekte möglichst effektiv für die gesamte Region Coburger Land gestalten und umsetzen zu können, erfolgt zudem eine enge Kooperation mit dem Regionalmanagement Coburg bzw. der Coburg Stadt und Land aktiv GmbH, unter der Leitung von Stefan Hinterleitner. Das Regionalmanagement hat sich seit seiner Gründung in vielfacher Hinsicht in Klimaschutzaktivitäten eingebracht und ebenfalls an der Erstellung des Klimaschutzkonzeptes des Landkreises Coburg mitgewirkt und seit 2013 Umsetzungsprojekte initiiert.
Das seit April 2015 im Landratsamt installierte Klimaschutzmanagement ist für die eigenverantwortliche Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes des Landkreises Coburg zuständig und fokussiert sich auf folgende fünf Handlungsfelder:
Bürger und Akteure aktivieren
Gestaltung der Energiewende vor Ort
Thomas Feulner, Fachbereich Umwelt und Natur, in Zusammenarbeit mit der Coburg Stadt und Land aktiv GmbH, Regionalmanager Stefan Hinterleitner
Div. Projektpartner je nach Einzelmaßnahme aus den Bereichen Kommunen, Unternehmen, Institutionen und Bürger
Jülich, Forschungszentrum Jülich, Postfach 610247, 10923 Berlin
Förderkennzeichen: 03K01377
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Ausgewählte Klimaschutzmaßnahme: Umrüstung des Fuhrparks auf Elektrofahrzeuge
Förderkennzeichen: 03K013377M
Mit Unterstützung der Nationalen Klimaschutzinitiative konnte der Landkreis Coburg das Vorhaben „KSI: Teilumstellung des kommunalen Fuhrparks des Landratsamtes Coburg auf elektrisch betriebene Neufahrzeuge (incl. fahrzeugbezogener, nicht öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur) als ausgewählte Klimaschutzmaßnehme im Rahmen einer Stelle für Klimaschutzmanagement" umsetzen.
Ein Klick führt Sie zu weiteren Informationen der Nationalen Klimaschutzinitiative www.ptj.de/klimaschutzinitiative-kommunen
Mit der Anschaffung von drei E-Golfs konnte der Landkreis Coburg die Umrüstung seines Fuhrparks auf umwelt- und klimafreundliche Fahrzeuge fortsetzen und wird ein Vorbild für andere Kommunen und öffentliche Einrichtungen.
Aktuell werden somit nun bereits 40 % der Fuhrpark-Fahrzeuge mit Strom betrieben, der gemäß Bescheinigung des Energieversorgers aus Erneuerbaren Energien gewonnen wird. Hierdurch wird eine enorme CO2-Einsparung erzielt und der problemlose Einsatz mehrerer Elektrofahrzeuge in einem Fuhrpark in der Praxis demonstriert und bestätigt.
Durch den tagtäglichen Einsatz der E-Fahrzeuge und die Benutzungsmöglichkeit durch alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können zudem Berührungsängste und Hemmungen gegenüber der elektrischen Antriebsform abgebaut werden.
Ausgewählte Klimaschutzmaßnahme: Kommunales Elektromobilitätskonzept
Förderkennzeichen: 03EMK207
Laufzeit: 01.07.2017 – 30.06.2019
Der Landkreis Coburg strebt auf Basis seines integrierten Klimaschutzkonzepte ambitionierte mittel- und langfriste CO2-Einsparungsziele an. Es ist erklärte Absicht des Landkreis Coburg passende Maßnahmen zum Klimaschutz abzuleiten und umzusetzen. Die Gestaltung der Mobilitätswende steht hierbei weit oben auf der Agenda zur Realisierung eines ganzheitlichen Klimaschutzes auf kommunaler Ebene.
Der Landkreis Coburg sieht sich mit vielfältigen Wünschen der Bürger und neuen Fragestellungen bezüglich der Mobilität und im Speziellen der Elektromobilität konfrontiert. Elektrische Antriebe werden sich in den kommenden Jahrzehnten sukzessive zur dominierenden Antriebsart für Fahrzeuge entwickeln. Um konkrete Entscheidungen hinsichtlich der Gestaltung der Elektromobilität zu treffen hat der Landkreis in Kooperation mit der Mobilitätswerk GmbH ein Elektromobilitätskonzept erarbeitet. Die Erstellung des Elektromobilitätskonzeptes wurde durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert.
Das Elektromobilitätskonzept soll Handlungsanweisungen und Impulse für den Umgang mit Elektromobilität in der Zukunft geben sowie Optionen zur Senkung von verkehrsbedingten Schadstoffemissionen durch den Einsatz von Elektrofahrzeugen aufzeigen. Der Landkreis hat sich zum Ziel gesetzt, die Elektromobilität in der Region zielstrebig voranzutreiben und hierfür konkrete Maßnahmen mit Blick auf den kommunalen Bereich, die Wirtschaft und den privaten Sektor erarbeitet.
Im Rahmen des Elektromobilitätskonzeptes wurden folgende Inhalte untersucht:
Bestands- und Potentialanalyse von Ladeinfrastruktur im öffentlichen und halb-öffentlichen Raum
Bedarfs- und Nutzungsprognose für Ladeinfrastruktur in der Region Coburg für die Mikrostandortplanung von Ladestationen
Potentialanalyse zur Umstellung des Fuhrparks und der Mitarbeitermobilität, auf Basis von Nutzerverhalten- und Fahrtenanalysen
Potentialbewertung zu Ersatzmöglichkeiten für den motorisierten Individualverkehr, durch die Nutzung von alternativen Mobilitätsformen (z. B. Elektrofahrräder, e-Scooter o. Ä.) und Mobilitätsangeboten (z.B. (e-)Bike- und (e-)Car-Sharing, City-Logistik-Lösungen o. Ä.)
Basierend auf den Erfordernissen und Rahmenbedingungen der Gemeinden und Städte in der Region wurden anschließend partizipativ umsetzbare Handlungsempfehlungen für die Etablierung der Elektromobilität in der Region abgeleitet und in einen Maßnahmenkatalog zusammengetragen.
Weitere Ergebnisse, Handlungsempfehlungen und Maßnahmen aus dem Elektromobilitätskonzept finden Sie unter www.klimaschutz-coburg.de. Zum Download des Elektromobilitätskonzept hier klicken.
Landschaftspflegeverband Coburger Land
Was ist der Landschaftspflegeverband "Coburger Land"?
Der Landschaftspflegeverband Coburger Land ist ein gemeinnütziger Verein, in dem Kommunalpolitiker, Landwirte und Naturschützer gleichberechtigt vertreten sind und Maßnahmen der Landschaftspflege und Landschaftsgestaltung organisieren. Die Durchführung solcher Maßnahmen wird in der Regel von ortsansässigen Landwirten übernommen. Der Vorstand des Landschaftspflegeverbandes besteht aus 12 Personen (je vier Vertreter aus dem Bereich Kommunalpolitik, Landwirtschaft und Naturschutz).
Fast alle Lebensräume in Deutschland sind von menschlicher Nutzung geprägt. Im Einzelfall ist das Brachfallen von Flächen sinnvoll. Im Allgemeinen ist allerdings zur Erhaltung der Artenvielfalt die Aufrechterhaltung einer extensiven Nutzung notwendig. Ein "Sichselbst-Überlassen" der Natur würde zwar im Laufe vieler Jahre zu naturnahen Wäldern führen, hätte aber auch zum Beispiel auf Halbtrockenrasen, Heiden oder Feuchtwiesen das Verschwinden vieler heute schon bedrohter und nur in diesen Lebensräumen vorkommender Tier- und Pflanzenarten zur Folge. Der Erhalt der genetischen Vielfalt in der Natur und die Stabilität unserer Kultur-Ökosysteme (von denen auch der Mensch abhängig ist), sind aber nur dann gewährleistet, wenn die Tier- und Pflanzenarten der Kulturlandschaft in ausreichend großen Lebensräumen überleben können. Solche Lebensräume fallen aber aus ökonomischen Gründen immer öfter brach oder werden ganz wegrationalisiert.
Landschaftspflege hilft dagegen mit, den ursprünglichen Typus dieser Lebensräume zu erhalten, indem sie die Weiterführung der althergebrachten Nutzung dem Landwirt finanziell honoriert.
Telefon 09561 514-4402
Telefon 09561 514-4403
Telefon 09561 514-4404
Telefon 09561 514-4411
Seit einigen Jahren sind im Landkreis Coburg wie fast in ganz Bayern wieder Biber heimisch. Diese gehören zu den streng geschützten Tierarten. Ihre Aktivitäten haben viele positive Wirkungen für Natur und Artenvielfalt, führen aber auch oft zu Konflikten, wenn land- und forstwirtschaftliche Flächen, Teiche und Kläranlagen oder Ortsbereiche betroffen sind und Schäden durch Vernässung oder Überflutung, Uferabbrüche und Fraß entstehen.
Hier sind jetzt ehrenamtliche Biberberater erste Ansprechpartner für die betroffenen Landnutzer und Kommunen. Sie beraten vor Ort, ermitteln den entstandenen Schaden und erarbeiten praktikable Abhilfemaßnahmen. Dabei vermitteln sie zwischen den naturschutzfachlichen und rechtlichen Vorgaben und den berechtigten Interessen der Anlieger und arbeiten eng mit der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt Coburg zusammen.
Es gibt folgende Zuständigkeitsbereiche:
Neustadt, Rödental, Dörfles-Esbach, Lautertal, Niederfüllbach, Ebersdorf, Grub am Forst, Sonnefeld und Weidhausen
Hans- Karl Schleicher
Bad Rodach, Seßlach und Itzgrund
Meeder, Weitramsdorf, Ahorn, Untersiemau und Großheirath
Zu erreichen sind die Biberberater derzeit über die Untere Naturschutzbehörde
(Tel.: 09561/514-4404 oder -4400).

References: Art. 3
 Art. 3
 Art. 57
 Art. 55
 Art. 35
 Art. 35
 Art. 29
 Art. 29
 § 4