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Timestamp: 2019-10-17 13:10:30+00:00

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B 8 SO 7/10 R - Urteil BSG vom 25.08.2011
BSG 25.08.2011 - B 8 SO 7/10 R
(Sozialrechtliches Verwaltungsverfahren - Erstattungsansprüche der Leistungsträger untereinander - Sozialhilfe - Eingliederungshilfe - Umzug eines Hilfebedürftigen - örtliche Zuständigkeit - ambulant betreute Wohnmöglichkeit iS des § 98 Abs 5 SGB 12 - Eintritt des Leistungsfalles - keine Koppelung von Wohnungsgewährung und Betreuung - sozialgerichtliches Verfahren - Zulässigkeit - Sprungrevision)
vorgehend SG Stade, 21. Dezember 2009, Az: S 33 SO 16/07, Urteilnachgehend SG Stade, 18. Februar 2013, Az: S 33 SO 161/11 ZVW, Urteil
§ 98 Abs 1 S 3 SGB 12 vom 02.12.2006
§ 98 Abs 1 S 3 SGB 12 vom 21.03.2005
§ 98 Abs 2 S 2 SGB 12 vom 21.03.2005
§ 98 Abs 2 S 2 SGB 12 vom 02.12.2006
§ 98 Abs 5 S 1 SGB 12 vom 21.03.2005
§ 98 Abs 5 S 2 SGB 12 vom 21.03.2005
§ 98 Abs 5 S 1 SGB 12 vom 02.12.2006
§ 98 Abs 5 S 2 SGB 12 vom 02.12.2006
§ 97 Abs 3 SGB 12
§ 43 Abs 1 S 1 SGB 1
§ 97 Abs 2 BSHG
§ 100 BSHG vom 27.12.2003
§ 161 Abs 1 S 1 SGG
Auf welche Anspruchsgrundlage ein eventueller Erstattungsanspruch gestützt werden kann, bedarf derart vieler weiterer, je nach Anspruchsgrundlage unterschiedlicher tatsächlicher Feststellungen, dass eine genauere Auseinandersetzung mit den einzelnen Anspruchsnormen untunlich ist. Abgesehen davon, dass das SG keine Feststellungen zur Existenz und zum Inhalt eventuell von § 97 Abs 3 SGB XII (gültig ab 1.1.2007) bzw von (bis 31.12.2006) § 100 Bundessozialhilfegesetz (BSHG) abweichenden Landesrechts gemacht hat, fehlt es für die Zeit ab 1.4.2006 an Feststellungen zu Art und Inhalt der Leistung, die die Zuständigkeit (mit)bestimmen. Für die Zeit bis 31.3.2006 existiert zwar ein bindender (§ 77 SGG) Bewilligungsbescheid über "Betreutes-Wohnen"; nicht beurteilbar ist jedoch für diese und die Folgezeit, ob die Leistungen zu Recht erbracht worden sind. Dies aber ist Voraussetzung für alle Erstattungsansprüche (vgl nur Böttiger in Lehr- und Praxiskommentar SGB X, 3. Aufl 2011, § 102 RdNr 28, § 103 RdNr 45, § 104 RdNr 14 und § 105 RdNr 14, jeweils mwN). Es ist zudem nicht tatsächlich nachvollziehbar, ob die vom SG angenommene Anspruchsgrundlage des § 102 SGB X iVm § 43 Sozialgesetzbuch Erstes Buch - Allgemeiner Teil - (SGB I) Anwendung findet; denn es ist bereits nicht festgestellt, ob zwischen den beteiligten Leistungsträgern Streit bestand (vgl zu dieser Voraussetzung nur Wagner in juris PraxisKommentar SGB I, § 43 RdNr 25 ff), bzw bei wem zu welchem Zeitpunkt ein Antrag gestellt worden ist.

References: § 98

§ 98

§ 98

§ 98

§ 98

§ 98

§ 98

§ 98

§ 98

§ 97

§ 43

§ 97

§ 100

§ 161
 § 97
 § 100
 § 102
 § 103
 § 104
 § 105
 § 102
 § 43
 § 43