Source: http://new.entwicklung-hilft.de/ueber-uns/
Timestamp: 2017-09-21 11:59:05+00:00

Document:
Über uns - Bündnis Entwicklung Hilft
Entwicklung ist die beste Katastrophenvorsorge
Bereits in der Phase akuter Krisenbewältigung gilt es, die notwendigen Vorbereitungen für spätere Rehabilitations- und Entwicklungsprojekte zu treffen. Dazu fördert das Bündnis die Wiedererlangung einer eigenständigen Ernährungs- und Existenzsicherung, den Aufbau tragfähiger Gesundheits- und Bildungseinrichtungen und damit die Rückgewinnung von Selbstständigkeit. Entwicklung hilft – und ist zugleich die beste Katastrophenvorsorge. Erdbeben, Missernten oder kriegerische Gewalt können sich vor allem dort so folgenschwer auswirken, wo Menschen aufgrund prekärer Lebensumstände und fehlender Partizipationsmöglichkeiten geschwächt und schutzlos sind. Die Bündnis-Mitglieder fühlen sich einer Hilfe verpflichtet, die von sicherheitspolitischen Motiven der Regierungen unabhängig ist, sich eindeutig am Bedarf der Opfer orientiert und in ihrer Wirkung auf nachhaltige Veränderung setzt.
Auch in Zeiten schlimmster Katastrophen ist es zuallererst die Nachbarschaftshilfe der Betroffenen selbst, die Rettung und sozialen Beistand sichert. Von außen kommende Hilfe darf die lokalen Selbsthilfekräfte nicht schwächen oder gar ersetzen, sondern muss diese gezielt fördern. Die Bündnis-Mitglieder kooperieren mit einem Netz lokaler Partner, das dafür sorgt, dass tatsächlich auch die Bedürftigsten und Schwächsten erreicht werden. Die Partner des Bündnisses sind also bereits vor Ort, wenn sich Katastrophen ereignen und akute Hilfe notwendig wird; sie garantieren eine bedarfsgerechte Planung und die wirkungsvolle Durchführung von Hilfe. Ohne die maßgebliche Beteiligung der Betroffenen und Kenntnis des gesellschaftlichen Kontextes einer Krise ist eine Hilfe, die auf dauerhafte Überwindung von Not zielt, nicht möglich.
Ursachen von Katastrophen sichtbar machen
Ein weiteres Anliegen des Bündnisses ist die Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland. Das Bündnis Entwicklung Hilft möchte ein realistisches Bild von Not und Krisen, humanitärer Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit vermitteln. Ziel ist eine Berichterstattung, die Ursachen von Katastrophen und Krisen sichtbar macht und Möglichkeiten der nachhaltigen Veränderung aufzeigt.
100 Prozent an die Mitglieder
Die Mitglieder des Bündnisses agieren weiterhin eigenständig. Die eingehenden Spendengelder an das Bündnis werden ohne Abzug von Verwaltungskosten für die Projektumsetzung an die Bündnisorganisationen weitergeleitet und zu gleichen Teilen zwischen den acht Vollmitgliedern aufgeteilt. Bei den Einnahmen über die ARD Spendenaufrufe geht außerdem ein Neuntel der Spendengelder an die Gruppe der assoziierten Mitglieder. Sollten diese Mittel von den assoziierten Mitgliedern nicht ausgeschöpft werden, fließen sie zurück in die Verteilung an die Vollmitglieder. Die Bündnis-Mitglieder und ihre Partner berichten über den Stand und Erfolg der Hilfsmaßnahmen und legen Rechenschaft ab.
Die Geschäftsstelle des Bündnis Entwicklung Hilft wird über den Mitgliedsbeitrag der Hilfswerke finanziert. Alle Organisationen und auch das Bündnis selbst tragen das DZI-Spendensiegel. Details zum Haushalt und der Verwendung der Spendengelder entnehmen Sie bitte dem Jahresbericht des Bündnis Entwicklung Hilft.
Der Vorstand setzt sich aus den folgenden hauptamtlichen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Mitgliedsorganisationen zusammen:
Simone Pott, Vorsitzende, Welthungerhilfe
Angelika Böhling, Stellv. Vorsitzende, Kindernothilfe
Dieter Pool, Schatzmeister, Brot für die Welt
Martin Rönnau, Christoffel-Blindenmission
Harald Meyer-Porzky, DAHW
Wolf-Christian Ramm, terre des hommes
Der Verein unterhält eine Geschäftsstelle in Berlin. Im Team in der Geschäftsstelle arbeiten zusammen:
Kristin Garling, Assistenz Geschäftsführer
Tina Braun, Assistenz Finanzen und Rechenschaft
Lotte Kirch, Referentin Themen & Information
Denise Handte, Studentische Mitarbeiterin
Ruben Prütz, Studentischer Mitarbeiter
In der Spendenbuchhaltung, Kommunikations- und Pressearbeit und im Online-Auftritt wird die Bündnis-Geschäftsstelle von langjährigen Partnern unterstützt.
Die Arbeit der Geschäftsstelle wird über die Beiträge der Mitgliedsorganisationen finanziert.
Leben retten, akute Not lindern: Im Katastrophenfall kommt es auf schnelle und effektive Hilfe an. Die Verteilung dringend benötigter Hilfsgüter, die Bereitstellung von Notunterkünften, die medizinische Versorgung, die Bergung Verletzter – all das sind Maßnahmen der akuten Nothilfe. Damit sie greifen und die Notleidenden auch tatsächlich erreicht werden, braucht es spezifisches Wissen, langjährige Erfahrung in der Nothilfe und umfassende Kenntnisse der politischen, sozialen und kulturellen Umstände, die in den jeweiligen Ländern herrschen.
Es braucht Menschen, die in den betroffenen Regionen verwurzelt sind, die die Lebensverhältnisse und die konkreten Bedürfnisse der Notleidenden kennen. Aus diesem Grund arbeiten alle im Bündnis Entwicklung Hilft zusammengeschlossenen Organisationen in Not- und Krisensituationen Hand in Hand mit einheimischen Partnern, mit denen sie oft durch langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit verbunden sind.
Damit Nothilfe Wirkung entfalten kann, muss sie neben der kurzfristig ausgerichteten Hilfe immer auch Maßnahmen zum Wiederaufbau umfassen. Bereits während der akuten Notlage gilt es, die Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung zu schaffen und den Menschen Zukunftsperspektiven zu eröffnen. Nachhaltige Projekte, die die Bevölkerung maßgeblich beteiligen, Eigeninitiative fördern und neue Strukturen verankern, brauchen Zeit. Die Arbeit aller Bündnis-Mitglieder ist deshalb grundsätzlich auf Langfristigkeit ausgerichtet.
Vorbeugung ist in der Regel kostengünstiger und fast immer effektiver als die Reparatur von Schäden durch extreme Naturereignisse. Prävention ist deshalb ein weiterer wichtiger Aspekt nachhaltiger Entwicklungszusammenarbeit, wie sie die Bündnis-Mitglieder praktizieren. Einrichtung von Frühwarnsystemen, Durchführung von Bildungskampagnen und Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung: Solche Maßnahmen helfen, die Schäden durch zukünftige extreme Naturereignisse zu reduzieren und negativen sozialen und wirtschaftlichen Auswirkungen entgegenzuwirken. Wichtig ist dabei, dass lokale Kräfte vor Ort mobilisiert und gestärkt werden. Nur so kann langfristig vorbeugend und in Notfällen schnell gehandelt werden.
Politisch handeln, Position beziehen: Zu den gemeinsamen Zielen von Bündnis Entwicklung Hilft gehört neben der nachhaltigen Entwicklungsarbeit vor Ort auch die Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit in Deutschland. Denn um die strukturellen Ursachen von Katastrophen beheben und Veränderungsprozesse in Gang setzen zu können, müssen die Auslöser, Gefahren und Hindernisse zunächst aufgezeigt und ins Bewusstsein gebracht werden.
Elf Organisationen – ein Bündnis. Das Engagement fußt auf den Grundsätzen Prävention, partnerschaftliche Zusammenarbeit, langfristige Hilfe, gebündelte Erfahrung und entwicklungspolitisches Engagement.
Friedrich Ebert Str. 1, 53173 Bonn
Löbestraße 1a, 53173 Bonn
Satzung des Bündnis Entwicklung Hilft
(1) Der Verein führt den Namen „Bündnis Entwicklung Hilft – Gemeinsam für Menschen in Not e.V.“. Der Verein ist eingetragen in das Vereinsregister des Amtsgerichtes Aachen.
(2) Der Sitz des Vereins ist in Aachen. Der Verein kann am Sitz oder an einem anderen Ort in Deutschland eine Geschäftsstelle unterhalten.
(2) Zweck des Vereins ist insbesondere die Förderung der Entwicklungszusammenarbeit. Es sollen Mittel für Projekte und Maßnahmen beschafft werden, die für eine nachhaltige Hilfe nach Katastrophen und Kriegen, für Prävention sowie für Informations- und Bildungsarbeit erforderlich sind. Er ist als „Mittelbeschaffungsverein“ im Sinne des § 58 Nr. 1 Abgabenordnung tätig, der seine Mittel zur Förderung von im Sinne der Abgabenordnung steuerbegünstigten Organisationen verwendet. Diese Organisationen haben die Mittel ausschließlich für steuerbegünstigte Zwecke – nämlich für Projekte vornehmlich in den Ländern Lateinamerikas, Afrikas, des Nahen Ostens, Asiens und Ozeaniens – einzusetzen.
(a) Einwerbung von Spenden, insbesondere durch Aufrufe in den Medien unter dem Namen „Bündnis Entwicklung Hilft“,
(b) Sammlung und Verwaltung der zentral eingehenden Spenden für die in Abs. 2 genannten Zwecke,
(c) Bildungs-, Informations- und Öffentlichkeitsarbeit,
(d) Vereinbarungen mit den Mitgliedern gemäß § 3 und den assoziierten Mitgliedern gemäß § 4 über die Planung und Durchführung von Hilfsmaßnahmen.
(4) Die eingehenden Spenden sind zur Abwicklung der jeweiligen Maßnahmen bestimmt. Die begünstigten Organisationen haben die ordnungsgemäße Verwendung der Mittel gegenüber dem Verein nachzuweisen.
(6) Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder des Vereins erhalten keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder auch keine sonstigen Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.
(2) Aufnahmeanträge sind schriftlich an den Vorstand zu richten. Über die Aufnahme entscheidet die Mitgliederversammlung. Ein Anspruch auf Mitgliedschaft besteht nicht.
(c) durch Auflösung.
(4) Der Austritt muss schriftlich gegenüber einem Vorstandsmitglied erklärt werden.
(5) Ein Mitglied kann aus dem Verein ausgeschlossen werden, wenn es in schwerwiegender Weise gegen die Interessen des Vereins verstoßen hat. Über den Ausschluss entscheidet auf Antrag des Vorstandes oder der Hälfte der Mitglieder die Mitgliederversammlung mit Zwei-Drittel-Mehrheit der anwesenden Stimmberechtigten.
(1) Auf Vorschlag der Mitgliederversammlung können im Sinne der Abgabenordnung steuerbegünstigte juristische Personen, die als gemeinnützig anerkannt sind, assoziierte Mitglieder des Vereins werden. Darüber entscheidet die Mitgliederversammlung. Ein Anspruch auf Mitgliedschaft besteht nicht. Die juristischen Personen benennen je eine Person zur Wahrnehmung der Rechte. Im Übrigen gelten die Regelungen in § 3 über Aufnahme und Beendigung entsprechend.
(2) Assoziierte Mitglieder sind zu den Mitgliederversammlungen einzuladen. Sie können mit beratender Stimme an den Mitgliederversammlungen teilnehmen.
Der Verein kann Mitgliedsbeiträge erheben. Höhe und Fälligkeit werden von der Mitgliederversammlung beschlossen.
(1) Der Vorstand führt die Geschäfte des Vereins. Er ist für alle Angelegenheiten des Vereins zuständig, soweit sie nicht der Mitgliederversammlung zugewiesen sind. Er kann sich dabei einer Geschäftsstelle und einer Geschäftsführung bedienen.
(2) Der Vorstand besteht aus bis zu zehn Personen, dem/der Vorsitzenden, dem/der stellvertretenden Vorsitzenden, der Schatzmeisterin/ dem Schatzmeister sowie bis zu sieben Beisitzerinnen/ Beisitzern. Die Vorstandsmitglieder müssen Vertreterinnen/Vertreter des jeweiligen Vereinsmitglieds sein. Jedes Vereinsmitglied hat das Vorschlagsrecht für ein Vorstandsmitglied.
(4) Die Vorstandsmitglieder werden durch die Mitgliederversammlung für die Dauer von 2 Jahren gewählt; sie bleiben jedoch auch nach Ablauf der Amtszeit bis zur Neuwahl im Amt. Wiederwahl ist zulässig.
(5) Vorstandssitzungen finden bei Bedarf – mindestens jedoch einmal pro Jahr – statt. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte der Vorstandsmitglieder anwesend sind. Die/der Vorsitzende, ihre/sein Stellvertreterin/ Stellvertreter oder ein weiteres Vorstandsmitglied lädt zu Sitzungen ein. Beschlüsse werden mit Zwei-Drittel-Mehrheit der Anwesenden gefasst.
(1) In der Mitgliederversammlung hat jedes ordentliche Mitglied pro anwesender/anwesendem Vertreterin/Vertreter eine Stimme.
(a) die Beschlussfassung über die Befreiung des Vorstands oder eines bestimmten Vorstandsmitglieds von den Beschränkungen des §181 BGB,
(b) die Beschlussfassung über die Richtlinien zur Vergabe und Verwendung der Mittel an/durch die steuerbegünstigten Organisationen – Abschluss/Änderungen oder Beendigung der Vereinbarungen – obliegen dem Vorstand,
(c) die Beschlussfassung über die Richtlinien zur Öffentlichkeitsarbeit des Vereins,
(d) die Beschlussfassung über den Jahresabschluss sowie dessen Prüfung durch vereinsinterne oder externe Prüfer einschließlich dessen/deren Wahl,
(f) die Wahl des/der Vorsitzenden, des/der stellvertretenden Vorsitzenden und der Schatzmeisterin/des Schatzmeisters sowie der Beisitzerinnen/Beisitzer,
(g) die Beschlussfassung über die Aufnahme und den Ausschluss eines Mitgliedes gemäß §§ 3 und 4,
(h) die Beschlussfassung über Satzungsänderungen oder Auflösung des Vereins,
(i) die Beschlussfassung über die Bildung weiterer Vereinsorgane oder Gremien,
(j) die Beschlussfassung über eine Geschäftsordnung des Vereins insbesondere seiner Organe, sowie deren Änderung,
(k) die Beschlussfassung über eine Beitragsordnung, sowie deren Änderung.
(3) Die Mitgliederversammlung wählt aus ihrer Mitte eine Präsidentin/ einen Präsidenten für die Dauer von drei Monaten. Sie/Er beruft die Mitgliederversammlungen ein und leitet sie. Im Verhinderungsfall beruft die/der Vorstandsvorsitzende sie ein und leitet sie. Sollte auch diese/dieser verhindert sein, obliegt dies einem Vorstandsmitglied. Des Weiteren hat die Präsidentin/der Präsident die Aufgabe, insbesondere zwischen den Mitgliederversammlungen, für die Umsetzung der Beschlüsse und die Erledigung sonstiger Belange der Mitgliederversammlung Sorge zu tragen. Darüber hinaus vertritt in der Regel die Präsidentin/ der Präsident die Mitgliederversammlung insbesondere im Fall von Katastrophen oder Krisen nach außen.
(4) Die Mitgliederversammlung findet mindestens einmal pro Jahr statt. Weitere Mitgliederversammlungen sind einzuberufen, wenn der Vereinszweck es erfordert oder wenn vier Zehntel der Mitglieder die Einberufung verlangt. Die Präsidentin/ Der Präsident – im Verhinderungsfall die/der Vorsitzende oder ihre/seine Stellvertretung – entscheidet, in welcher Form (Versammlung oder Telekommunikation bzw. schriftliches Verfahren im Sinne des §10) weitere Mitgliederversammlungen stattfinden. Im Falle von Katastrophen und Krisen, die ein umgehendes Handeln gemäß Satzungszweck erfordern, kann die Präsidentin/ der Präsident – im Verhinderungsfall die/der Vorsitzende oder ihre/seine Stellvertretung – darüber hinaus kurzfristig Telefonkonferenzen der Mitglieder einberufen.(5) Die Einladung zur Mitgliederversammlung ist den Mitgliedern mit der Tagesordnung mindestens zwei Wochen vor dem angesetzten Termin schriftlich zuzusenden.
(6) Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn zwei Drittel der Stimmberechtigten anwesend sind. Die Beschlüsse werden mit Zwei-Drittel-Mehrheit der stimmberechtigten Anwesenden gefasst. Stimmenthaltungen werden nicht berücksichtigt. Beschlüsse über Satzungsänderungen sowie über die Auflösung des Vereins bedürfen ebenfalls einer Zwei-Drittel-Mehrheit der Anwesenden. Bei der Wahl der Beisitzerinnen/ Beisitzer gemäß § 8, Absatz 2 (f) ist eine Gesamtwahl in einem Wahlgang zulässig.
Über die Sitzungen der Organe sind Niederschriften anzufertigen, die von der Protokollführerin/ dem Protokollführer und der jeweiligen Versammlungsleitung zu unterzeichnen und den Organmitgliedern unverzüglich zuzusenden sind.
§ 10 Telekommunikation, schriftliches Verfahren
(1) Sitzungen der Organe können auch unter Nutzung der Telekommunikation stattfinden.
(2) Beschlüsse können auch in der Weise gefasst werden, dass sie von der Vorsitzenden/ dem Vorsitzenden des Organs, ihrer/seiner Stellvertretung oder einer/einem laut dieser Satzung oder eigens dazu Bevollmächtigten unverzüglich den anderen Organmitgliedern schriftlich (auch per Fax oder elektronisch) zugeleitet werden und diese eine schriftliche Bestätigung innerhalb einer festgelegten Zeit abgeben.
(3) Die Regelungen zur Beschlussfähigkeit und Beschlussfassung der jeweiligen Organe gelten entsprechend.
Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder beim Wegfall seines bisherigen Zweckes fällt das nach Begleichung der Verbindlichkeiten verbleibende Vereinsvermögen den nachfolgend benannten Organisationen:
Bischöfliches Hilfswerk Misereor e.V.,
Brot für die Welt, vertreten durch das Evangelische Werk für Diakonie und Entwicklung e.V.,
Christoffel-Blindenmission e.V.,
medico international e.V und
zu gleichen Teilen zu, die diesen Betrag unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke zu verwenden haben.
Kodex für die Öffentlichkeitsarbeit
Brot für die Welt, Christoffel-Blindenmission, Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe, Kindernothilfe, medico international, Misereor, terre des hommes, Welthungerhilfe und die assoziierten Mitglieder German Doctors sowie Plan International verpflichten sich, den VENRO-Kodex „Entwicklungsbezogene Öffentlichkeitsarbeit“ zu achten. In Anlehnung an diesen Kodex verpflichten sie sich insbesondere auf folgende Grundsätze:
1. Verpflichtung gegenüber der Menschenwürde
Die Öffentlichkeitsarbeit der Mitgliedsorganisationen und der assoziierten Mitglieder achtet die Würde des Menschen in besonderer Weise: Sie geht davon aus, dass Menschen auf allen Kontinenten Subjekte ihres Handelns und nicht Objekte von Hilfe sind. Sie zeigt dies in allen Äußerungsformen wie Wort, Bild und Ton.
2. Verpflichtung auf Offenheit und Wahrheit
Die Öffentlichkeitsarbeit der Mitgliedsorganisationen und der assoziierten Mitglieder achtet auf wahrheitsgemäße, sachgerechte Darstellung, macht ihre eigenen Werthintergründe, Motive und ihr Handeln transparent. Sie vermittelt die prinzipielle Offenheit für unterschiedliche Handlungsmöglichkeiten und möchte Menschen unterstützen, zwischen den verschiedenen Lösungswegen entscheiden zu können. Ihre auf Ehrlichkeit und Glaubwürdigkeit basierende Öffentlichkeitsarbeit stellt grundsätzlich keine Behauptungen auf, die eine bestimmte Entwicklungsstrategie, eine bestimmte Form von Hilfe oder einen bestimmten entwicklungspolitischen Ansatz als einzige Lösung nahe legen.
3. Verpflichtung auf Partnerschaftlichkeit
Die Öffentlichkeitsarbeit der Mitgliedsorganisationen und der assoziierten Mitglieder hebt hervor, dass gegenseitige Abhängigkeiten in der Einen Welt eine gemeinsame Verantwortung zur Überwindung von Fehlentwicklungen bedingen. Die Öffentlichkeitsarbeit ist daher den Prinzipien der Partnerschaftlichkeit verpflichtet. Dabei beachtet sie die grundsätzliche Fähigkeit der Menschen, ihr Leben in eigener Verantwortung gestalten zu können. Die Öffentlichkeitsarbeit der Mitgliedsorganisationen und der assoziierten Mitglieder sucht den offenen Dialog mit verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen im Norden wie im Süden, ist in diesem Sinne selbstkritisch und davon überzeugt, dass Meinungsbildung auf gegenseitigen Lernerfahrungen beruht. In den gesellschaftlichen und politischen Meinungsbildungsprozessen ergreift die Öffentlichkeitsarbeit der Mitgliedsorganisationen und der assoziierten Mitglieder Partei für die Armen im Protest gegen Armut, Ausbeutung und Unterdrückung.
4. Verpflichtung auf angemessene Kommunikationsmittel
Die Öffentlichkeitsarbeit der Mitgliedsorganisationen und der assoziierten Mitglieder spricht Emotion und Verstand an. Zur Veranschaulichung komplexer Sachverhalte vereinfacht sie auch, aber sie überlistet oder überfordert die angesprochene Zielgruppe nicht mit Worten oder Bildern. Inhalte oder Formulierungen, die als diskriminierend verstanden werden können, sind zu vermeiden. Sie eröffnet Möglichkeiten der Verständigung und ist daher unvereinbar mit strategischen Methoden, die Menschen mit indoktrinierender Meinungsbildung überrumpeln möchten. Die eingesetzten Kommunikationsmittel dürfen dabei nicht gegen Partnerschaftlichkeit, Offenheit und Wahrheit verstoßen. Die Öffentlichkeitsarbeit der Mitgliedsorganisationen und der assoziierten Mitglieder ist nicht moralisch überheblich, sie berücksichtigt die gesellschaftliche Situation hier zu Lande und bemüht sich daher, wo immer es geht, die Wechselwirkung zwischen dem Leben in unserer Gesellschaft und dem in Ländern des Südens aufzuzeigen. Die Mitgliedsorganisationen und die assoziierten Mitglieder lehnen aggressive Werbemaßnahmen ab. In ihrer Öffentlichkeitsarbeit legen sie besonderen Wert auf die Darstellung von Maßnahmen, die einer Fixierung auf Krisen- und Katastrophen entgegen wirken.
5. Verpflichtung gegenüber Mitbewerbern
Die Öffentlichkeitsarbeit der Mitgliedsorganisationen und die assoziierten Mitglieder stellt die beabsichtigten Ziele und Anliegen des Bündnisses in der Öffentlichkeit dar und will für diese werben und Überzeugungsarbeit leisten. Dies beinhaltet auch, die eigenen Anliegen und Positionen in Abgrenzung zu anderen Organisationen bzw. Bündnissen deutlich zu machen und gegenüber diesen zu vertreten. Dies geschieht respektvoll, fair und auf der Grundlage der hier beschriebenen Prinzipien.
6. Verpflichtung auf Effizienz und Redlichkeit bei der Mittelbeschaffung
Die Öffentlichkeitsarbeit der im Bündnis zusammengeschlossen Mitgliedsorganisationen und assoziierten Mitglieder dient auch der Mittelbeschaffung. Sie soll effizient und erfolgsorientiert sein. Sie beinhaltet Appelle an die Solidarität und Mitbetroffenheit der Geber im Sinne der „Sympathiewerbung“. Ihre Ansprache enthält nichts, was die Partner im Süden schädigt oder herabwürdigt.
7. Verpflichtung auf transparente und verantwortliche Mittelverwendung
Die im Bündnis zusammengeschlossenen Mitgliedsorganisationen und assoziierten Mitglieder sind auf die finanzielle Unterstützung privater und öffentlicher Geber angewiesen. Insbesondere bei privaten Spenden besteht ein besonderes Vertrauensverhältnis zwischen Geber und Verwender. Deshalb verpflichten sich die im Bündnis zusammengeschlossenen Mitgliedsorganisationen und assoziierten Mitglieder, mit den ihnen anvertrauten Mitteln verantwortungsbewusst, sorgfältig und wirtschaftlich umzugehen. Ferner verpflichten sie sich, die Herkunft und Verwendung der Mittel transparent und den Gebern zugänglich zu machen. Die Mitgliedsorganisationen und die assoziierten Mitglieder machen in ihrer Öffentlichkeitsarbeit deutlich, dass Spenden nicht Einzelpersonen, sondern Gruppen und Gemeinschaften von Menschen zugute kommen. Die Hilfe wird so geleistet, dass keine Konkurrenz unter den Empfängern und Empfängerinnen der Hilfsleistungen gefördert wird.
Der Jahresbericht gibt ein Bild über das Bündnis Entwicklung Hilft und seine Vereinsstrukturen und beleuchtet die Arbeit sowie die Finanzsituation in 2015.
Wir setzen jeden Euro mit Sorgfalt ein
Das Bündnis selbst wie auch die Bündnis-Mitglieder verpflichten sich, mit den ihnen anvertrauten Mitteln verantwortungsbewusst, sorgfältig und wirtschaftlich umzugehen. Sie machen die Herkunft und Verwendung der Mittel transparent und den Spendern und Spenderinnen zugänglich. Das DZI-Spendensiegel bestätigt dem Bündnis und den Bündnis-Mitgliedern die verantwortungsbewusste Mittelverwendung.
Eingegangene Spenden kommen nicht Einzelpersonen, sondern Gruppen und Gemeinschaften von Menschen unter uneingeschränkter Achtung der Menschenwürde zugute. Die Unterstützung wird so geleistet, dass keine Konkurrenz unter den Empfängern und Empfängerinnen der Hilfsleistungen gefördert wird. Menschen auf allen Kontinenten werden als Subjekte ihres Handelns und nicht als Objekte von Hilfe verstanden. Hierzu haben sich die Bündnis-Mitglieder im Kodex verpflichtet.
Spendenaufrufe durch renommierte Partner
Bei größeren Katastrophen und Krisen, die Hilfsbedarfe von außen erforderlich machen, und entsprechender Arbeitsfähigkeit unserer Mitgliedsorganisationen und ihren lokalen Partner in den Gebieten, vereinbart Bündnis Entwicklung Hilft Medienkooperationen für gemeinsame Spendenaufrufe. Eine langjährige Kooperation besteht mit der ARD. In Katastrophen- und Krisenzeiten strahlt die ARD die Spendenaufrufe von Bündnis Entwicklung Hilft und Aktion Deutschland Hilft aus. Im Rahmen dieser Kooperation erhält Bündnis Entwicklung Hilft einen Anteil von 60 Prozent der Spendeneinnahmen. Die Spendenaufrufe in Kooperation mit der ARD haben sich mehrfach bewährt: Die zusätzlichen Spendeneinahmen aus der Kooperation haben vielseitige Hilfsprojekte ermöglicht. Darüber hinaus unterstützen uns zahlreiche Zeitungen durch die Schaltung von kostenlosen Spendenanzeigen.
Ziel der Kooperationen ist eine Berichterstattung, die Ursachen von Katastrophen und Krisen sichtbar macht und Möglichkeiten der Behebung von Hunger, Armut und Gewalt aufzeigt.

References: § 58
 § 3
 § 4
 § 3
 §181
 §10
 § 8

§ 10