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Timestamp: 2019-03-19 10:47:14+00:00

Document:
Landesrecht Sachsen-Anhalt Kultusministerium | Verwaltungsvorschrift (Sachsen-Anhalt) | Ergänzende Regelungen zur Klassenbildung an den berufsbildenden Schulen | i. d. F. v. 15.05.2018 | gültig ab 21.07.2018
Aktenzeichen: 35.82002
Fundstelle: SVBl. LSA. 2015, 119
1. Bildung von Klassen
2. Regelungen für die vollzeitschulischen Bildungsgänge
Ergänzende Regelungen zur Klassenbildung
an den berufsbildenden Schulen
Fundstelle: SVBl. LSA 2015, S. 119
Geändert durch RdErl. des MB vom 15. 5. 2018 (SVBl. LSA 2018, S. 93)
Verordnung zur Klassenbildung und zur Aufnahme an den berufsbildenden Schulen vom 27. 3. 2006 (GVBl. LSA S. 166), geändert durch Verordnung vom 5. 4. 2011 (GVBl. LSA S. 558)
RdErl. des MK vom 18. 7. 2008 (SVBl. LSA S. 268), geändert durch RdErl. vom 1. 2. 2013 (SVBl. LSA S. 26)
1.1 Die Klassenbildung erfolgt jeweils zum Beginn eines Schuljahres. Die endgültige Klassenbildung gemäß § 4 Abs. 1 der Bezugs-VO zu a ist bis spätestens zum 2. 11. eines Jahres abzuschließen.
1.2 Klassenbildungen im jeweiligen Jahrgang eines Bildungsganges oder einer Schulform sind nur dann möglich, wenn grundsätzlich die durchschnittliche Klassenstärke in den einzelnen Schulformen oder Bildungsgängen entsprechend den Vorgaben der Bezugs-VO zu a eingehalten wird.
Die durchschnittliche Klassenstärke wird jeweils als Quotient aus der Anzahl der Schülerinnen und Schüler und der zugehörigen Anzahl der endgültig eingerichteten Klassen ermittelt. Mit der Aufnahme der 31. Schülerin oder des 31. Schülers ist eine Klassenteilung vorzunehmen.
Unabhängig von der Vorgabe der durchschnittlichen Klassenstärke ist für organisatorische und sächliche Planungen weiterhin der Richtwert von 24 oder 12 beim Berufsvorbereitungsjahr zu Grunde zu legen.
1.3 Für förderbedürftige Schülerinnen und Schüler, die an einer Maßnahme nach § 78 des Dritten Buches Sozialgesetzbuch – Arbeitsförderung – vom 24. 3. 1997 (BGBl. I S. 594, 595), zuletzt geändert durch Artikel 9 des Gesetzes vom 24. 4. 2015 (BGBl. I S. 642, 658), in der jeweils geltenden Fassung, teilnehmen, sowie für Schülerinnen und Schüler, die gemäß § 64 BBiG i. V. m. § 42k HWO in einem anerkannten Ausbildungsberuf ausgebildet und in eine Berufsschulklasse integrativ aufgenommen werden, gilt bei der Klassenbildung der Faktor 2,0.
Regelungen für die vollzeitschulischen Bildungsgänge
2.1 Die in der nachstehenden Tabelle aufgeführten Ausnahmen für eine Klassenbildung gemäß § 4 Abs. 3 der Bezugs-VO zu a werden ohne gesonderte Antragsstellung genehmigt:
Genehmigte vollzeitschulische Bildungsgänge
Einzügig geführte Klassen in den jeweiligen Bildungsgängen der Schulformen Berufsfachschule, Fachoberschule und Fachschule im Schulträgereinzugsgebiet
Jahrgang 2 und höher
2.2 In begründeten Einzelfällen, insbesondere in Bildungsgängen der Gesundheitsfachberufe und Bildungsgängen, die den Hauptschulabschluss als Aufnahmevoraussetzungen regeln, ist die Klassenbildung nach Nummer 2.1 möglich, wenn die Mindestschülerzahl um maximal zwei unterschritten wird.
2.3 Auch bei Teilnehmerrückgang im 3. Schuljahr wird die Klasse am Schulstandort fortgeführt.
2.4 Im beruflichen Gymnasium kann eine Qualifikationsphase nur bei einer Mindestjahrgangsstärke von 50 Schülerinnen und Schülern eingerichtet werden. In der Regel sind gemäß § 4 Abs. 12 der Verordnung zur Schulentwicklungsplanung 2014 vom 15.5.2013 (GVBl. LSA S. 244), geändert durch Verordnung vom 12. 12. 2014 (GVBl. LSA S. 540), in der jeweils geltenden Fassung, je Fachrichtung 25 Schülerinnen und Schüler notwendig. Ausnahmsweise wird ohne gesonderte Antragsstellung die Einrichtung einer Fachrichtung auch mit mindestens 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmern genehmigt, wenn insgesamt die Mindestjahrgangsstärke nicht unterschritten wird.
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References: § 4
 § 78
 § 64
 § 42
 § 4
 § 4