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Timestamp: 2018-10-16 02:47:15+00:00

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Rechtsprechung: OLG-Report 2006, 761 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: OLG Brandenburg, 28.06.2006 | OLG Naumburg, 27.02.2006 | OLG Köln, 17.06.2006
OLG Saarbrücken, 14.03.2006 - 4 U 326/03 - 5/05, 4 U 326/03
Körperverletzung durch Verkehrsunfall: Haftung für für seelisch bedingte Folgeschäden
Haftungsumfang bei Körperverletzung; Schmerzensgeld für die Verursachung eines Verkehrsunfalls ohne Mitverschulden des Geschädigten
Anspruch auf Schadensersatz wegen eines Verkehrsunfalls; Haftung des Verursachers einer Körperverletzung für alle daraus resultierenden organischen und psychischen Folgen; Eine organische Ursache als Voraussetzung für die Haftung für psychische Körperverletzungsfolgen ; Haftung für psychische Körperverletzungsfolgen bei Vorliegen einer pathologischen Persönlichkeitsstruktur des Geschädigten vor dem Schädigungsereignis; Anforderungen an die Qualifizierung einer Erwerbsunfähigkeit als konversionsneurotische Fehlverarbeitung eines Unfallereignisses; Vorhersehbarkeit der aus einer Verletzungshandlung resultierenden (haftungsausfüllenden) Folgeschäden für den Schädiger als Erfordernis für dessen Haftung; Anforderungen an das Entfallen der Zurechenbarkeit wegen Geringfügigkeit; Kriterien für die Bemessung eines angemessenen Schmerzensgeldes
LG Saarbrücken, 25.04.2003 - 10 O 416/99
LG Saarbrücken, 21.10.2004 - 10 O 416/99
Zu berücksichtigen ist, dass es absolut identische Fälle nicht gibt, sondern in jedem Einzelfall andere Faktoren gelten (vgl. Senat, Urt. v. 14.03.2006 - 4 U 326/03, juris Rdn. 77 m. w. N.).
7 Wochen mit verbleibenden Bewegungseinschränkungen und Beschwerden an Arm, Knie und Wirbelsäule; OLG Schleswig, OLGR 2009, 205: 30.000 EUR bei schwerer PTBS und Primärverletzungen in Form eines Schädelhirntraumas 1. Grades, eines stumpfen Bauchtraumas, einer Sternumprellung, Beckenprellungen und einer Radiusfraktur; OLG Saarbrücken, OLGR 2006, 761 - juris-Rdnr. 78 ff.: 25.000 EUR bei etwa gleicher Schwere der Primärverletzungen, aber zusätzlich verbliebenem ständigen Tinnitus; OLG Celle, Urteil vom 23. Oktober 2003 - 5 U 196/02 -, Hacks/Ring/Böhm, a. a. O., Nr. 2440: 31.022,58 EUR für eine von Suizidgedanken geprägte und langzeittherapierte PTBS und Primärverletzungen in Form eines Kapselrisses eines Wirbelgelenks mit Rissen der Flügelbänder bei HWS-Distorsion mit anschließender operativer Versteifung der HWS und daraus folgender dauerhafter 50 %iger körperlicher Schwerbehinderung) oder erheblich stärkere Auswirkungen der psychischen Erkrankung (vgl. Senatsurteil vom 6. Januar 2010 - 14 U 115/09: 22.000 EUR bei schwerer depressiver Erkrankung mit nahezu vollständigem Rückzug aus dem sozialen Leben).
Das OLG Saarbrücken hat für ein HWS-Schleudertrauma aufgrund eines Verkehrsunfalls mit einer psychogenen Fehlverarbeitung und in der Folge ein chronifiziertes Schmerzsyndrom, ein neurasthenisches Syndrom mit Ermüdbarkeit, Reizbarkeit und Schwäche, eine stark eingeschränkte Beweglichkeit im Kopf-Hals-Bereich durch schmerzhafte muskuläre Verspannung und weitere Beeinträchtigungen, die dem dortigen Beklagten alle zurechenbar waren, auch wenn sie auf einer besonderen konstitutiven Schwäche des Geschädigten beruhten, ein Schmerzensgeld in Höhe von insgesamt 25.000,-- EUR zugesprochen (vgl. OLG Saarbrücken, OLGR 2006, 761, juris RN 80).
Unter Berücksichtigung seines bisherigen Vorbringens dürfte das begehrte Schmerzensgeld von 15.000,00 EUR jedenfalls überhöht sein (vgl. auch OLG Hamm, NZV 2002, 37; OLG Saarbrücken, OLGR 2006, 761; OLG Celle, OLGR 2007, 936).
Beispielhaft sei insoweit auf die Entscheidungen des OLG Saarbrücken vom 14. März 2006, 4 U 326/03 - 5/05; des BGH vom 30. April 1996, VI ZR 55/95; des OLG Karlsruhe vom 20. Mai 2005, 14 U 101/03; des OLG Schleswig vom 14. November 2003, 9 U 138/00 und des LG Siegen vom 29. September 1999, 5 O 92/04 (…zitiert aus Hacks/Ring/Böhm, Schmerzensgeldbeträge 2009, 27. Auflage, lfd. Nrn. 2317, 2325, 2442, 2552 und 2578) verwiesen.
Das Saarländisches Oberlandesgericht Saarbrücken (Urteil vom 14. März 2006 - 4 U 326/03 - 5/05, 4 U 326/03) erkannte ein Schmerzensgeld in Höhe von 25.000,00 EUR für angemessen, wobei der Kläger als Unfallfolgen unter anderem ein HWS- Schleudertrauma, einen Gehörschaden mit ständigem Tinnitus, ein chronifiziertes Schmerzsyndrom, eine stark eingeschränkte Beweglichkeit des Kopfes, Schmerzen in Armen, Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, mittelgradig gehemmt-depressives Symptom mit Rückzugstendenz und Interessenverlust erlitten hatte.
Es genügt, wenn die Beeinträchtigungen psychisch vermittelt sind (vgl. BGH, NJW 1996, 2425; Saarländisches OLG, OLG-Report Saarbrücken 2006, 761).
OLG Brandenburg, 28.06.2006 - 7 Wx 3/06
§ 35 Abs 2 S 2 GmbHG, § 78 Abs 3 S 1 AktG
Eintragung der Einzelvertretungsbefugnis von GmbH-Geschäftsführern im Handelsregister: Synonyme Verwendung der Begriffe "Alleinvertretungsbefugnis" und "Einzelvertretungsbefugnis"
BGH-Vorlage zur Auslegung der Bezeichnung "Alleinvertretung" bei Bestellung mehrerer Geschäftsführer
GmbHG § 35; AktG § 78 Abs. 3 Nr. 1; GenG § 25 Abs. 1 Nr. 1
Alleinvertretung bedeutet dasselbe wie Einzelvertretung für Geschäftsführer einer GmbH (Vorlagebeschluss an BGH)
Auslegung der Bezeichnung "Alleinvertretung"
Eintragung einer Einzelvertretungsbefugnis des Geschäftsführers in das Handelsregister; Verständnis der Bezeichnung "Alleinvertretung" im Falle der Bestellung mehrerer Geschäftsführer im Sinne einer Einzelvertretungsbefugnis; Anwendung des Aktienrechts bei Gesetzeslücken analog auf das Recht der GmbH
Alleinvertretung und Einzelvertretung - zwei Worte für ein und dasselbe
LG Frankfurt/Oder, 16.03.2006 - 32 T 17/05
BGH, 19.03.2007 - II ZB 19/06
NJW-RR 2007, 35
ZIP 2006, 1635
DB 2006, 1551
Rpfleger 2006, 658
NZG 2006, 832
OLG Naumburg, 27.02.2006 - 8 WF 25/06
ZPO § 653; ZPO § 654
Ersttitulierung nach § 653 ZPO - Berücksichtigung von UVG -Leistungen - Korrekturklage nach § 654 ZPO
Möglichkeit der Berücksichtigung bereits erbrachter Leistungen nach dem Unterhaltsvorschussgesetz (UVG) in der Ersttitulierung im Sinne des § 653 Zivilprozessordnung (ZPO); Einordnung der Korrekturklage im Sinne des § 654 ZPO als einer Abänderungsklage; Nachholende Berücksichtigung der fehlenden Aktivlegitimation des Kindes nach § 7 UVG bei Erlass eines Urteiles nach § 653 ZPO im Rahmen der Korrekturklage nach § 654 ZPO
AG Halberstadt, 18.01.2006 - 8 F 313/05
FamRZ 2006, 1395
OLG Köln, 17.06.2006 - 16 Wx 95/06
BGB § 1906; FGG § 70h § 69f
AG Königswinter, 22.03.2006 - 11 XVII H 83
LG Bonn, 24.04.2006 - 4 T 119/06
FGPrax 2006, 232

References: BGH 

§ 35
 § 78
 § 35
 § 78
 § 25
 § 653
 § 654
 § 653
 § 654
 § 653
 § 654
 § 7
 § 653
 § 654
 § 1906
 § 70
 § 69