Source: https://ausschreibungen-deutschland.de/452628_Erweiterungsbau_Primarbereich_fuer_das_inklusive_Schulzentrum_Doebern_am_Standort_Ringstrasse_2018_Doebern
Timestamp: 2019-03-26 20:37:37+00:00

Document:
Öffentliche Ausschreibung 2018 Erweiterungsbau Primarbereich für das inklusive Schulzentrum Döbern am Standort Ringstraße/ Ecke Schulstraße 1: Projektsteuerungsleistungen (s. Ziff. II.2.4) 2018-06-19
Ausschreibungen Döbern
Erweiterungsbau Primarbereich für das inklusive Schulzentrum Döbern am Standort Ringstraße/ ...
Erweiterungsbau Primarbereich für das inklusive Schulzentrum Döbern am Standort Ringstraße/ Ecke Schulstraße 1: Projektsteuerungsleistungen (s. Ziff. II.2.4)
Amt Döbern - Land
Kontaktstelle(n): Fachbereich Bauen und Gebäude- und Liegenschaftsmanagement, Wirtschaftsförderung und Tourismus, Herr Kohlbacher
Telefon: +49 35600368791
Hauptadresse: http://www.amt-doebern-land.de
Im Rahmen der Entwicklung des inklusiven Schulzentrums Döbern soll in Nachbarschaft der vorhandenen Oberschule eine Erweiterung für den Primarbereich erfolgen. Zur optimalen pädagogisch-organisatorischen Entwicklung der Schule wurde ein Grundstück (Ring-/Ecke Schulstraße) hinzugekauft. Auf diesem soll ein Neubau für die Nutzung als 2-zügige Grundschule (ca. 330 Schüler) mit Aula/Mensa und Fachräumen errichtet werden. Durch die Nachbarschaft ergeben sich Synergieeffekte (u.a. gemeinsame Nutzung Aula/Mensa). Aufgrund der hydrologischen Verhältnisse ist eine Geländeanhebung für den Neubau vorgesehen; eine Unterkellerung wird ausgeschlossen.
Grundlage bildet die "Konzeption für die Entwicklung des Schulstandort" sowie eine Vorentwurfsplanung für die neue Grundschule aus dem Jahr 2017 (nicht verbindlich für die weitere Planung). Zum Projektstart der Projektsteuerung werden mind. die Ergebnisse der Leistungsphase 4 der nun beauftragten Planer (Fertigstellung geplant 08/2018) vorliegen.
Deutschland, Döbern
1) Neubau eines 4-geschossigen Gebäudes für den Primarbereich (Klassen 1-6);
2) Gestaltung der Schulfreiflächen mit insbesondere Pausenhof sowie Schulgarten und ggf. Kleinspielfeld;
3) Gliederung / Gestaltung der Erschließung von der Ringstraße sowie Einordnung der Abstellanlagen (Behindertengerechte PKW-Stellplätze/ Fahrrad-Stellflächen);
4) Gestaltung Buswendeschleife und PKW-Stellplätze (Anzahl: 20).
Die Baumaßnahmen sind unter Berücksichtigung der bestehenden Gebäude (Oberschule Germanus-Theiss) durchzuführen. Die Planungen und energetischen Nachweise sollen nach gültiger EnEV und EEWärmeG erfolgen.
Die geplante Baumaßnahme zeichnet sich zusammenfassend wie folgt aus: 1. Art der Baumaßnahme: Neubau; 2. Größenordnungen Hochbau/Freianlagen: rd. 3.100 qm BGF / rd. 3.200 qm; 3. Geschätzte Projektkosten (Kostengruppe 200 bis 700 nach DIN 276): ca. 8,0 Mio. EUR brutto (davon KGr 300: rd. 3,9 / KGr 400: 1,4 / KGr 500: 0,7 Mio. EUR brutto).
Gegenstand des vorliegenden Vergabeverfahrens ist die Vergabe von Projektsteuerungsleistungen in Anlehnung an §2 AHO-Schriftenreihe Nr. 9 (Stand 2014) in den Handlungsbereichen A (Organisation, Information, Koordination und Dokumentation), B (Qualitäten und Quantitäten), C (Kosten und Finanzierung), D (Termine, Kapazitäten und Logistik) und E (Verträge und Versicherungen).
Folgende Leistungen sollen vergeben werden: Grundleistungen der Projektstufe 1 teilweise sowie 3 bis 5, soweit erforderlich (siehe Vergabeunterlagen, hier: Leistungsbild). Außerdem sollen ausgewählte Besondere Leistungen beauftragt werden. Die Projektstufe 1 beinhaltet lediglich die Leistungen, die als Grundlage der folgenden Projektstufen erforderlich sind. Optionale Leistungen: s. Ziff. II.2.11.
Folgende Unterlagen sind bereits Bestandteil der Vergabeunterlagen, die im Internet (s. Ziff. I.3) abgerufen werden können: Entwicklungskonzept sowie Vorentwurfsplanung/ Raumprogrammermittlung Neubau (beide: Ingenieur- und Architekturbüro Brückner, Spremberg, 08/2017 bzw. 09/2017) inkl. Anlagen (z. B. Baugrundgutachten); Vertragsentwurf; spezifiziertes Leistungsbild; im Falle der Einladung zur Verhandlung/Angebotsaufforderung unterzeichnet vorzulegende Erklärungen (s. a. Ziff. III.2.2): Vereinbarung zur Einhaltung der Mindestanforderungen nach dem Brandenburgischen Vergabegesetz (BbgVergG).
Zu Beginn der Bearbeitung durch die Projektsteuerung werden außerdem die Ergebnisse mind. der Leistungsphase 4 der Planer zur Verfügung stehen.
Es ist vorgesehen, das Vorhaben unter Inanspruchnahme unterschiedlicher Fördermittel (Bund, Land) zu realisieren. Der gesamte Planungs- und Realisierungsprozess ist unter Beachtung/ Einhaltung der jeweiligen Förderbedingungen zu gestalten/zu steuern.
Voraussichtlicher Zeitrahmen: 1. Beauftragung: Oktober 2018; 2. Planung/Baudurchführung: bis 06/2021; 3. Abrechnung / Erstellung Verwendungsnachweis (Fördermittel): bis 11/2021.
Qualitätskriterium - Name: Bearbeitendes Personal (nach näherer Maßgabe der Vergabeunterlagen) / Gewichtung: 80
Qualitätskriterium - Name: Strukturelle Herangehensweise (nach näherer Maßgabe der Vergabeunterlagen) / Gewichtung: 50
Qualitätskriterium - Name: Fachtechnische Lösungsansätze (anhand von praktischen Beispielen, nach näherer Maßgabe der Vergabeunterlagen) / Gewichtung: 45
Qualitätskriterium - Name: Präsentation/aus dem Bietergespräch gewonnene Eindrücke (nach näherer Maßgabe der Vergabeunterlagen) / Gewichtung: 10
(1) Die fristgerechte Vorlage der geforderten Nachweise, Erklärungen und der vollständig ausgefüllte Teilnahmeantrag gemäß Ziffern III.1.1, III.1.2 und III.1.3;
(2) Die Angaben zur Bewertung sind im Anhang zum Teilnahmeantrag enthalten. Die Auswahl der Bewerber erfolgt auf Grundlage der zum Nachweis der Eignung geforderten Angaben, Erklärungen und Unterlagen mit einem Schwerpunkt bei den Referenzprojekten. Die maximale erreichbare Punktzahl beträgt 1.200 Punkte (Finanzielle und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit: 20,8 %; Technische und berufliche Leistungsfähigkeit: 79,2 %).
(1) Die Vergabe erfolgt stufenweise ohne Rechtsanspruch auf die Beauftragung aller Leistungsstufen. Aus der stufenweisen Beauftragung bzw. Nichtbeauftragung der weiteren Stufen, ganz oder teilweise, ergibt sich kein Anspruch für den Auftragnehmer auf eine höhere bzw. zusätzliche Vergütung;
(2) Mit dem Abschluss des Vertrages wird lediglich die Projektstufe 1 teilweise (soweit nach spezifiziertem Leistungsbild erforderlich) beauftragt. Eine Beauftragung steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Amtsausschusses;
Die Beauftragung der Projektstufe 3 steht unter dem Vorbehalt der Bewilligung der Fördermittel (vorauss. 11/2018).
(3) Die weiteren Stufen werden bei Fortsetzung der Planung und Ausführung der Baumaßnahme einzeln oder im Ganzen schriftlich beauftragt. Wesentliche Voraussetzungen für die weitere Beauftragung sind die Einhaltung der Kosten und Termine, die vorhandenen oder sich ggf. ändernden Finanzierungsgrundlagen sowie die Genehmigungsfähigkeit;
(4) Sofern für die Durchführung der Maßnahme erforderlich, sollen optional ausgewählte Besondere Leistungen (s. Vergabeunterlagen - spezifiziertes Leistungsbild) vergeben werden;
(5) Im Falle der Einladung zur Verhandlung/Angebotsaufforderung werden über die mit Veröffentlichung der Bekanntmachung bereits zur Verfügung gestellten Unterlagen hinaus folgende Unterlagen zur Verfügung gestellt: Formblatt für Honorarangebot.
Die unter Ziffer II.2.7 angegebene Vertragslaufzeit beinhaltet nicht die Leistungsphase 9 der Planer / Gewährleistungszeit und ist als Zirka-Angabe zu verstehen.
Folgende aktuelle Nachweise/Erklärungen - bei Bewerbergemeinschaften von allen Mitgliedern - sind zwingend gefordert; bei Nichtvorlage/-abgabe oder unvollständiger Abgabe mit der Bewerbung - auch auf Nachforderung gemäß VgV § 56 (2) - wird der Bewerber ausgeschlossen:
(a) Soweit der Bewerber eintragungspflichtig ist: Auszug aus dem Handelsregister oder dem vergleichbaren Register des Heimatlandes des Bewerbers sowie Eigenerklärung (Teilnahmeantrag Pkt. 2) des Bewerbers, dass der Auszug den aktuellen Eintragungsstand wiedergibt;
(b) Eigenerklärung (Teilnahmeantrag Pkt. 2) des Bewerbers, dass keine Ausschlussgründe gemäß Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) § 123 und § 124 vorliegen;
(c) Eigenerklärung (Teilnahmeantrag Pkt. 2) des Bewerbers, dass er im Auftragsfall die Versicherung gemäß Ziff. III.1.2 für die gesamte Vertragslaufzeit zur Verfügung stellt;
(d) Eigenerklärung (s. Teilnahmeantrag Pkt. 3) des Bewerbers zu wirtschaftlichen Verknüpfungen;
(e) Eigenerklärung zur Beruflichen Befähigung (Teilnahmeantrag Punkt 6) gemäß Ziffer III.2.1;
(f) Beruft sich der Bewerber/ die Bewerbergemeinschaft zur Begründung seiner/ihrer Eignung auf die Kapazitäten anderer Unternehmen (Nachunternehmer), sind die betreffenden Nachunternehmer zu benennen (Teilnahmeantrag Pkt. 1), Verpflichtungserklärungen der betreffenden Nachunternehmer nach § 47 (1) VgV und die Erklärungen zu wirtschaftlichen Verknüpfungen (Unabhängigkeit/Zusammenarbeit) und gemäß §§ 123 und 124 GWB (über das Nichtzutreffen möglicher Ausschlussgründe) für die betreffenden Nachunternehmer vorzulegen. Anderenfalls sind die unter dieser Ziffer geforderten Erklärungen und Nachweise für Nachunternehmer erst auf Verlangen des Auftraggebers vorzulegen.
(1) Umsatz:
a) Eigenerklärung (Teilnahmeantrag Punkt 4.1) zum Netto-Jahresgesamtumsatz in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren (2015, 2016, 2017);
b) Eigenerklärung zum Netto-Jahresumsatz in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren für Dienstleistungen im Leistungsbild Projektsteuerung im Sinne AHO-Schriftenreihe Nr. 9 (Stand 2014) § 2.
Verweist der Bewerber zur Begründung seiner Eignung auf einen Nachunternehmer, so darf der Umsatz des Nachunternehmers nur entsprechend seines Anteils am Gesamtauftrag angegeben werden, wenn der Nachunternehmer diesen Umsatz mit vergleichbaren Leistungen erzielt hat (Ziff. III.1.1, Unterpunkt (1), (f), sind zu beachten).
(2) Geforderte Kautionen/Sicherheiten:
Der Auftragnehmer hat im Auftragsfall eine Berufshaftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme von mind. 2,0 Mio. EUR je Schadensfall für Personenschäden sowie 3,0 Mio. EUR für sonstige Schäden nachzuweisen und für die gesamte Dauer des Vertrages aufrechtzuerhalten. Eine Erklärung, dass diese im Auftragsfall abgeschlossen wird, ist erforderlich (Teilnahmeantrag Pkt. 2).
Bei Arbeitsgemeinschaften muss der Versicherungsschutz für alle Mitglieder in voller Höhe bestehen.
(1) Darstellung (Teilnahmeantrag 4.2) der in den letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahren (2017, 2016, 2015) jahresdurchschnittlich beschäftigten festangestellten Architekten und Ingenieure (Dr.-Ing., Dipl.-Ing. bzw. Bachelor/Master oder gleichwertiger Abschluss) mit größer/gleich 30 Wochenarbeitsstunden aufgeschlüsselt in Anzahl der Architekten und Ingenieure (inklusive Führungskräfte) im Leistungsbild Projektsteuerung im Sinne § 2 AHO-Schriftenreihe Nr. 9 insgesamt sowie mit Berufserfahrung größer/gleich 5 Jahre.
(2) Darstellung (Teilnahmeantrag Pkt. 1), welche Leistungen mit dem eigenen Büro und welche ggf. durch Nachunternehmer erbracht werden sowie deren Benennung.
(3) Für das in Ziffer II.1.4 und II.2.4 aufgeführte Leistungsbild sind aus einer Referenzliste (Teilnahmeantrag Pkt. 5.1) mindestens 2 und maximal 4 mit der Bauaufgabe vergleichbare Referenzprojekte vorzustellen (Teilnahmeantrag Pkt. 5.2.), die anhand der Auswertungsmatrix bewertet werden. Für die Wertungsfähigkeit der Referenzprojekte müssen jeweils folgende Unterangaben vollständig getätigt werden:
- Bezeichnung der Maßnahme und Ort/Land/Auftraggeber,
- Öffentlicher Auftrag im Sinne GWB §103,
- Name des Auftragnehmers,
- Datum Fertigstellung Leistungsphase 8 der Planer i.S. HOAI 2013 § 34 (mind. Übergabe an den Nutzer bzw. Betreiber),
- Projektkosten netto (Summe KGr 200-700 nach DIN 276) bezogen auf den Neubau-/ Erweiterungsbauanteil i.S. HOAI 2013 § 2,
- BGF bezogen auf den Neubau-/Erweiterungsbauanteil i. S. HOAI 2013 § 2,
- Schwierigkeitsgrad (Honorarzone[n] im Sinne §5 AHO-Schriftenreihe Nr. 9 [Stand 2014]),
- Art der Baumaßnahme i. S. HOAI 2013 § 2 (Neubau-/Erweiterungsbaumaßnahme / Andere [Umbau, Modernisierung, Instandhaltung, Instandsetzung, Wiederaufbau u. ä.]).
Für die Bewertung der fachlichen Eignung sind außerdem zusätzliche Angaben zu ausgewählten Leistungen/Projektmerkmalen (Teilnahmeantrag Pkt. 5.2) zu tätigen (sofern zutreffend, nicht zwingend für die Wertungsfähigkeit der Referenzen): Gebäudetypologie Schule; Versammlungsstätte im Sinne Muster-Versammlungsstättenverordnung (MVStättVO); Realisierung unter Inanspruchnahme von finanziellen Fördermitteln; Erstellung Verwendungsnachweis. Es geht je Leistung/Projektmerkmal max. ein Projekt in die Wertung ein.
Referenzschreiben des Bauherrn/Betreibers, die den erfolgreichen Abschluss hinsichtlich Kosten und/oder Termine, Qualitäten und Zusammenarbeit belegen, können der Bewerbung beigefügt werden und gehen dann positiv in die Bewertung ein. Der Auftraggeber behält sich vor, Erkundigungen beim Betreiber bzw. Bauherrn einzuholen. Nicht in deutscher Sprache verfasste Schreiben sind in deutscher Übersetzung vorzulegen.
Die Referenzprojekte müssen auf jeweils max. zwei DIN-A4-Seiten in Form von Texten, Plänen, Fotos oder Skizzen weiterführend dargestellt werden. Bei Nichtvorlage wird/werden die Referenz/en nicht gewertet.
Die Angaben zu den Referenzprojekten sind von der Bewerbergemeinschaft (inkl. Nachunternehmer, sofern zutreffend) insgesamt zu machen.
1) Anzahl der festangestellten Architekten und Ingenieure (inklusive Führungskräfte) mit ≥ 30 Wochenarbeitsstunden im Leistungsbild Projektsteuerung im Sinne § 2 AHO-Schriftenreihe Nr. 9 mit Berufserfahrung ≥ 5 Jahre im Durchschnitt der letzten 3 Jahre: Mindestanforderung: größer/gleich 2 pro Jahr im Durchschnitt;
2) Referenzprojekte: Mindestanforderung, damit die Eignung zuerkannt werden kann: Gewertet werden nur Referenzprojekte, die folgende Bedingungen erfüllen: 1. Neubau- und/oder Erweiterungsbaumaßnahme i.S. HOAI 2013 § 2; 2. Projektkosten (Summe KGr 200-700 nach DIN 276) bezogen auf den Neubau-/ Erweiterungsbauanteil im Sinne HOAI § 2 größer/gleich 2,2 Mio. EUR netto; 3. Fertigstellung Leistungsphase 8 der Planer im Sinne HOAI 2013 § 34 (mind. Übergabe an den Nutzer bzw. Betreiber) in den letzten 5 Jahren (im Zeitraum 06/2013 bis 05/2018).
Für die mindestens 2 und maximal 4 Referenzprojekte, welche die vorgenannten Bedingungen erfüllen, gelten die folgenden weiteren Mindestanforderungen:
a) mindestens ein Referenzprojekt mit Projektkosten (Summe KGr 200 - 700 nach DIN 276) bezogen auf den Neubau-/ Erweiterungsbauanteil im Sinne HOAI § 2 größer/gleich 4,4 Mio. EUR netto;
b) durch die Summe der Referenzprojekte müssen die Projektstufen 3 bis 5 (Grundleistungen) in den Handlungsbereichen A (Organisation, Information, Koordination und Dokumentation), B (Qualitäten und Quantitäten), D (Termine, Kapazitäten und Logistik) und E (Verträge und Versicherungen) im Sinne § 2 AHO-Schriftenreihe Nr. 9 (2014) mindestens einmal abgedeckt sein;
c) mindestens 2 Referenzprojekte, bei denen die Projektstufen 3 bis 5 im Handlungsbereich C (Kosten und Finanzierung) im Sinne § 2 AHO-Schriftenreihe Nr. 9 (2014) durchgängig erbracht wurden.
Alle Mindestanforderungen müssen in einem oder mehreren Referenzprojekten (maximal 4) erfüllt sein, die Kombination dabei ist beliebig.
VgV § 75 (1-3) in Verbindung mit VgV § 44: Teilnahmeberechtigt sind Architekten und Ingenieure:
(1) Natürliche Personen werden zugelassen, wenn sie nach den Gesetzen der Länder berechtigt sind, die Berufsbezeichnung Architekt bzw. die Berufsbezeichnung Ingenieur zu tragen oder wenn sie berechtigt sind, in der Bundesrepublik Deutschland als Architekt bzw. Ingenieur in der jeweiligen Fachrichtung tätig zu werden;
(2) Juristische Personen werden zugelassen, wenn sie für die Durchführung der Aufgabe einen verantwortlichen Berufsangehörigen gemäß dem vorstehenden Absatz benennen;
(3) Bei Bewerbergemeinschaften muss mindestens ein Mitglied die Anforderungen erfüllen, die an natürliche oder juristische Personen gestellt werden.
Eine Eigenerklärung gemäß vorstehender Festlegungen erfolgt im Teilnahmeantrag (Pkt. 6).
(1) Die örtliche Präsenz während der Planungs- und Bauzeit ist in engen Intervallen gemäß Erfordernis sicher zu stellen. Die personelle Kontinuität bezüglich der Präsenz vor Ort ist sicherzustellen;
(2) Gesetze, Verordnungen, Verwaltungsvorschriften sowie ergänzenden Vorschriften und Regeln des Landes Brandenburg, z.B. auch Brandenburgische Bauordnung (BbgBO), LHO und Vergabegesetz (BbgVergG);
(3) Bürgerliches Gesetzbuch (BGB);
(4) Vertrag;
(5) Im Falle der Einladung zur Verhandlung von allen Beteiligten vorzulegende Erklärungen: Vereinbarung zur Einhaltung der Mindestanforderungen nach dem Brandenburgischen Vergabegesetz (BbgVergG);
(6) Der Bewerber darf bei Vertragsausführung nur Personen einsetzen, die eine Erklärung gem. § 1 Verpflichtungsgesetz abgeben;
(7) Berufshaftpflichtversicherung gem. Ziffer III.1.2.
(1) Die insbesondere in Ziff. III.1.1 bis III.1.3 geforderten Erklärungen und Angaben werden im Rahmen der zu verwendenden Formblätter (Teilnahmeantrag und, sofern zutreffend, Bewerbergemeinschaftserklärung sowie Erklärung des Nachunternehmers) präzisiert und abgefordert und sind nicht separat zu erklären/abzugeben.
Bei den Formblättern handelt es sich um interaktive PDF-Dateien zum maschinellen Ausfüllen, die im Internet (s. Ziff. I.3) heruntergeladen werden können. Diese sind - in deutscher Sprache gut lesbar - vollständig auszufüllen, an den entsprechenden Stellen zu unterschreiben und bis zu der in Ziff. IV.2.2 genannten Frist einzureichen.
Im Falle einer Bewerbergemeinschaft sind die Angaben für das sich bewerbende Team als Ganzes vorzunehmen. Je Bewerbung ist nur ein Teilnahmeantrag zugelassen. Der bevollmächtigte Vertreter füllt den Teilnahmeantrag aus und unterschreibt den Teilnahmeantrag.
Zur Abgabe der Bewerbung entsprechend Ziff. IV.2.2 ist ein Papierexemplar der Formblätter einschl. der zusätzlich geforderten Nachweise in einem verschlossenen Umschlag, der außen mit dem Vermerk "Erweiterungsbau Primarbereich Schulzentrum Döbern - VgV Projektsteuerung - Teilnahmeantrag - Bitte nicht öffnen" gekennzeichnet ist, bis zu der in Ziff. IV.2.2 genannten Frist einzureichen. Das Fehlen der Unterschrift auf dem Teilnahmeantrag führt unmittelbar zum Ausschluss aus dem weiteren Verfahren.
Die Nichtvorlage bzw. Vorlage nicht vollständiger Unterlagen, Erklärungen und Nachweise - auch auf Nachforderung gem. VgV § 56 [2] - hat den zwingenden Ausschluss des Bewerbers/der Bewerbergemeinschaft vom weiteren Verfahren zur Folge.
Die Bewerbungsunterlagen verbleiben beim Auftraggeber (AG). Ein Anspruch auf Kostenerstattung besteht nicht.
(2) Sofern der Bewerber eine Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE) einreichen möchte, muss er sicherstellen, dass die EEE sämtliche zuvor genannten Angaben/Erklärungen/Nachweise enthält. Die EEE muss nicht verwendet werden, wenn der Bewerbungsbogen einschließlich Anlagen vollständig ausgefüllt eingereicht wird.
(3) Unter der in Ziff. I.3 genannten Internetadresse können alle Vergabeunterlagen (Formblätter [siehe oben], inkl. Bewertungsmatrix Stufe 1, Zuschlagskriterien sowie die in Ziff. II.2.4 aufgeführten Unterlagen), Änderungen/Ergänzungen zur Bekanntmachung u. ä. und weitere Auskünfte abgerufen werden. Bewerber sind verpflichtet, sich eigenständig die Informationen dort zu verschaffen.
(4) Weitere Auskünfte sind nur auf schriftl. Anfrage - unter der Projektbezeichnung "Erweiterungsbau Primarbereich Schulzentrum Döbern - VgV Projektsteuerung - Rückfragen" - per E-Mail an die in Ziff. I.3 genannte Adresse erhältlich. Die Fragen sind so zu formulieren, dass eine klare Antwort möglich ist. Zur Gewährung des gleichen Informationsstandes aller potentiellen Bewerber werden die anonymisierten Anfragen/Antworten im Internet (s. o.) kontinuierlich veröffentlicht. Es werden nur Anfragen zugelassen und beantwortet, die so rechtzeitig eingehen, dass der AG 6 Tage vor Ablauf der Bewerbungsfrist die zusätzlichen Auskünfte erteilen kann (VgV § 20 (3), Unterabsatz 1).
(5) Hinweis zu Ziff. II.2.5 Zuschlagskriterien: je Kriterium werden 0, 1, 3, 5 Punkte vergeben. Es können insgesamt max. 260 Punkte erreicht werden (Details s. Vergabeunterlagen, hier: Zuschlagskriterien/ Bewertungsmatrix Stufe 2). Bewertung Honorarangebote: 5 Punkte erhält das Angebot mit dem niedrigsten Preis, 0 Punkte erhalten Angebote mit dem 1,75-fachen oder mehr als dem 1,75-fachen des niedrigsten Preises. Die Punktzahl errechnet sich im Übrigen dann wie folgt: 0 + 5 x (niedrigster Preis x 1,75 - Preis) / (niedrigster Preis x 1,75 - niedrigster Preis).
(6) Der Bauherr beabsichtigt im Rahmen der Verhandlung (Zuschlagsverfahren) die Frist für die Einlieferung der finalen Honorarangebote im Einvernehmen mit den Bietern auf 15 Tage festzulegen. Der AG behält sich vor, den Zuschlag gem. VgV § 17 (11) auf Grundlage des Erstangebotes zu erteilen.
Vergabekammer des Landes Brandenburg beim Ministerium für Wirtschaft und Energie (MWE), Potsdam
(1) Mit der Abgabe eines Angebotes unterliegt der Bieter/die Bieterin den Bestimmungen über nicht berücksichtigte Angebote gemäß § 62 VgV. Vergaberechtsverstöße sind vom Antragsteller eines Nachprüfungsverfahrens vor der Vergabekammergegenüber der Vergabestelle zu rügen. Ansonsten gilt gemäß § 160 (3) GWB, dass ein Antrag auf ein Nachprüfungsverfahren unzulässig ist, soweit:
3) Verstöße gegen Vergabevorschriften, die erst in den Vergabeunterlagen erkennbar sind, nicht spätestens bis zum Ablauf der in der Bekanntmachung benannten Frist zur Bewerbung oder zur Angebotsabgabe gegenüber dem Auftraggeber gerügt werden;
(2) Gemäß § 135 (2) GWB kann eine Unwirksamkeit eines Vertrages nur festgestellt werden, wenn sie im Nachprüfungsverfahren innerhalb von 30 Kalendertagen ab Kenntnis des Verstoßes, jedoch nicht später als 6 Monate nach Vertragsschluss geltend gemacht worden ist. Hat der Auftraggeber die Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union bekannt gemacht, endet die Frist zur Geltendmachung der Unwirksamkeit 30 Kalendertage nach Veröffentlichung der Bekanntmachung der Auftragsvergabe im Amtsblatt der Europäischen Union.

References: §2
 § 56
 § 123
 § 124
 § 47
 § 2
 § 2
 §103
 § 34
 § 2
 § 2
 §5
 § 2
 § 2
 § 2
 § 2
 § 34
 § 2
 § 2
 § 2
 § 75
 § 44
 § 1
 § 56
 § 20
 § 17
 § 62
 § 160
 § 135