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Timestamp: 2013-05-20 21:25:55+00:00

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Piratenmond - Alle - Berlin
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michaelmelter,
17/05/2013	|	Source: Landesverband Berlin	Zum nächsten Artikel
Wenn das Liebesleben, der Körper oder die Geschlechtsidentität von einer angeblichen Norm abweichen, wird eins auch in Deutschland noch immer diskriminiert und du wirst in deinen Rechten eingeschränkt. Michael Melter, Co-Pressesprecher in Berlin und Queer-Aktivist: “Einschränkungen am Arbeitsplatz, beim Sport, dumme Witze, Unverständnis, Aggressionen bis hin zu gewalttätigen Überfällen gehören immer noch zum Alltag. Um das Bewusstsein für diese Situation zu schärfen, beteiligt sich die Piratenpartei aktiv am heutigen “International Day Against Homophobia”, der mittlerweile auch als Tag gegen Trans*phobie und Inter*phobie begangen wird und fordert eine nachhaltige Veränderung der Gesetze zugunsten von allen Queer-Menschen.
Wir wollen ein Update in der Geschlechter- und Familienpolitik: Selbstbestimmung, Vielfalt und Solidarität sollen an die Stelle konservativer Diskriminierungen treten. Gleichgeschlechtliche Partnerschaften müssen endlich mit heterosexuellen Partnerschaften gleichgestellt werden: Jede Liebe ist gleich viel Wert! Für uns PIRATEN heißt das: Vollständige Gleichstellung, sei es nun im Steuer- oder zum Beispiel im Adoptionsrecht. Gezielte Unterstützung durch den Staat soll es dort geben, wo Kinder aufwachsen oder sich um Pflegebedürftige gekümmert wird. Dabei muss es egal sein, welches Geschlecht die Eltern haben und ob sie verheiratet oder verpartnert sind. Weil echte Gleichstellung auch ins Grundgesetz gehört, setzen wir uns gemeinsam mit vielen Initiativen, Verbänden und anderen Parteien außerdem dafür ein, das Merkmal “sexuelle Identität” in Art.3 GG aufzunehmen.
Nicht zuletzt muss ein Update der Politik auch vergangenes Unrecht mitbedenken. Wir treten deshalb ein für die Generalrehabilitierung und die vollständige Aufhebung der §175-Urteile von über 50.000 Schwulen, die wegen ihrer sexuellen Orientierung nach 1945 bis 1994 vom Staat verfolgt worden sind. Es ist zu prüfen, ob den Opfern Schadensersatz gezahlt werden sollte und in welcher Höhe.
Erst am 17. Mai 1990 wurde von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel gestrichen – ein wichtiger Schritt hin zu einer “Normalität” in Bewusstsein und Umgang – weltweit. Der heutige Tag erinnert seit 2005 an diesen kleinen Schritt der WHO, der große Auswirkung auf viele Menschen hat.
Transsexuelle und intersexuelle Menschen haben in Deutschland kaum eine Lobby. Vorhandene Ignoranz – teilweise auch bei bei Ärzten, Psychologen und Professoren – führt zu Fehlbehandlungen mit teilweise fatalen Folgen für die Betroffenen. Dazu Lena Rohrbach, die sich in Berlin für eine moderne Geschlechterpolitik engagiert und für den Bundestag kandidiert: “Die Piratenpartei stellt sich dem entgegen und schließt sich der Position der Betroffenenverbände an. Geschlechtszuordnende und genitalkosmetische Operationen bei intersexuellen Kindern wollen wir verbieten, da sie ihre geschlechtliche Selbstbestimmung verletzen. Stattdessen ist abzuwarten, bis sie alt genug sind, um sich selbst zu ihrer Geschlechtsidentität zu äußern. Schließlich wissen Menschen selbst am besten, wer sie sind”.
Wir setzen uns für eine selbstbestimmte und umfassende geschlechtsangleichende Behandlung von transsexuellen Menschen ein, die von den Krankenkassen vollständig übernommen wird. Die sekundären Geschlechtsmerkmale (Gesicht, Stimme, Brüste, etc.) sind dabei für das Sozialleben von besonderer Bedeutung. Jugendlichen Transsexuellen muss eine pubertätsstoppende Therapie ermöglicht werden, um die Geschlechtsmerkmale, die nicht dem Identitätsgeschlecht entsprechen, gar nicht erst entstehen zu lassen. Ansprüche auf professionelle Beratung und Unterstützung sollten daher im Rahmen des Kinder- und Jugendgesetzes verankert werden. All das gilt auch für intersexuelle Menschen, die sich einem bestimmten Geschlecht zugehörig fühlen.
Text von Lena Rohrbach und Michael Melter	Mitläufer vor Ort – Berliner Stammtisch
Konstanze Dobberke,
Sie ist promovierte Rechtsanwältin mit den Schwerpunkten Sozialrecht und Öffentliches Recht. Ein Termin für Bezieher von Arbeitslosengeld II, ihre Begleiter zum Jobcenter und alle, die sich Gedanken machen über Menschenwürde und Soziale Gerechtigkeit!
Sie vertritt als „Anwältin der Armen“ (Online-Plattform „Wirtschaft und Gesellschaft“) besonders Menschen, die Arbeitslosengeld II beziehen. „Die Mitläufer“ sind ein neu gegründeter Verein. Auf seiner Internetseite www.wirgehenmit.org werden Bezieher von Arbeitslosengeld II mit Menschen zusammengebracht, die bereit sind, sie bei ihrem Termin zum Jobcenter zu begleiten. Wir freuen uns auf eine Diskussion, in der wir vor allem für unser Engagement in der Begleitung von Terminen beim Jobcenter profitieren wollen.
Ort: (Stadtteil-) ZENTRUM Danziger Straße 50, 10435 Berlin (Prenzlauer Berg)
Hier der Link zu Einladung.
Zweites Paar Augen: Moritz Niemeyer	Volker Schröder – Direktkandidat für Treptow-Köpenick
16/05/2013	|	Source: Landesverband Berlin	Zum nächsten Artikel
Er lebt seit 15 Jahren in Berlin Schöneweide, ist aktiv in den Crews Hauptmann von Köpenick und Molecule Crew und engagiert sich in mehreren Arbeitsgemeinschaften im Bezirk für Demokratie und Toleranz. Zu seinen Zielen für die Bundestagswahl 2013 sagt Volker Schröder:
Ich möchte mich im Bundestag für eine nachhaltige, transparente und bürgernahe Politik stark machen.
Viele der für den Bezirk Treptow-Köpenick grundlegenden Entscheidungen werden auf Bundesebene getroffen, ohne die Bürger/innen vor Ort angemessen zu beteiligen. Das betrifft Planungen für Großprojekte wie die A100, den Flughafen BER, die Energiewende ebenso wie die Wohnungs- und Sozialpolitik. Ich trete für eine weitreichende Verbesserung der Beteiligungsverfahren auf allen Ebenen sowie eine aktive Informationspolitik ein. Alle relevanten Dokumente wie Verträge und Akten müssen barrierefrei und kostenlos zugänglich sein. Zurzeit ist Bürgerbeteiligung jenseits von Wahlen und Volksbegehren nach wie vor mehr Symbolakt als echte Partizipation. Stattdessen nehmen staatliche Eingriffe in die Grund- und Bürgerrechte immer weiter zu. Die Beschneidung des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung und Datenschutz gefährdet unsere Freiheit. Einschränkungen von Grundrechten, wie dem Recht auf gesellschaftliche Teilhabe und Existenzsicherung, führen zur Ausgrenzung großer Teile unserer Bevölkerung. Solange Bürgerbeteiligung unerwünscht, Transparenz beliebig, Überwachung Allheilmittel und Teilhabe nicht gesichert ist, braucht es uns Piraten!
Wir haben bereits umfassende Lösungsvorschläge entwickelt. Dazu zählen unter anderem kurzfristige Maßnahmen wie ein bundesweites Transparenz-Gesetz, menschenwürdige Entlohnung, Begrenzung von Mietsteigerungen, Dezentralisierung der Erzeugerstruktur und Rekommunalisierung der Wasser-, Energie- und Gasversorgung, fahrscheinloser ÖPNV sowie langfristige Reformen wie die Einführung des bedingungslosen Grundeinkommens. Dafür werde ich für euch als Abgeordneter auf Bundesebene weiter kämpfen. Wir müssen weg vom blinden Wachstumsglauben hin zu gesellschaftlichem Wohlstand, der unser aller Lebensqualität verbessert. Wir brauchen neue ganzheitliche Konzepte für die brennenden Gesellschaftsthemen unserer Zeit wie den demografischen Wandel, die Sicherung der öffentlichen Daseinsvorsorge, die individuelle Existenzsicherung, gesellschaftliche Teilhabe und den nachhaltigen Umgang sowohl mit den begrenzten Ressourcen als auch mit unserer Umwelt.
Diesen aktuellen Herausforderungen sind die chronisch unterfinanzierten Kommunen bundesweit schon jetzt nicht gewachsen. Im Unterschied zu den Kommunen können die Berliner Bezirke jedoch nicht eigenständig über ihr Budget verfügen, sondern sind von pauschalen Zuweisungen des Landes Berlin abhängig. Zuweisungen, bei denen bereits im Voraus klar ist, dass sie zur Erfüllung der Aufgaben nicht ausreichen. Die Bezirke können nicht einmal über die Verwendung ihrer Einnahmen entscheiden. Verschärft wird dies zusätzlich durch die Ausgabenpolitik unseres Senats, der lieber in Prestigeobjekte investiert, statt seine Bezirke bedarfsgerecht auszustatten. Damit werden diesen wichtige Gestaltungs- und Einflussmöglichkeiten verwehrt. Selbst ihre Pflichtaufgaben können die Bezirksverwaltungen deshalb teilweise nicht mehr bewältigen, ganz zu schweigen von sogenannten freiwilligen Leistungen in den Bereichen Jugend, Soziales, Gesundheit, Bildung und Kultur. Ein funktionierendes Gemeinwesen ist jedoch die Grundlage für eine tragfähige Demokratie. Die finanzielle Eigenverantwortung der Bezirke muss daher dringend gestärkt werden!
Zudem sehe ich in meiner Kandidatur die Chance, mein Herzensthema, die Etablierung eines neuen Beteiligungsnetzwerkes, voranzubringen	Sammelanträge, als ob Fussball-WM wäre - Keine demokratische Glanzleistung
14/05/2013	|	Source: tarzun	Zum nächsten Artikel
Ein Gastbeitrag von @RiloKiley1: tldr; Sammelanträge arbeiten viele Anträge ohne Debatte
schnell ab, müssen aber von der neutralen Antragskommission auf einer größeren Basis zusammengesetzt und nicht von einzelnen Antragsstellern eingereicht werden. Auf dem #BPT131 in Neumarkt hatten wir es zum ersten Mal mit Sammelanträgen zu tun. Von denen gleich eine handvoll. Viel Licht und Schatten gab es bei der Bewertung und Nachbetrachtung dieser Anträge. Das Misstrauen gegenüber der Antragskommission ist groß. Wir haben über 1h über die Tagesordnung in Neumarkt debattiert, welche Anträge wir um welche Uhrzeit und in welcher Reihenfolge behandeln, um dann in kürzester Zeit wie im Deutschen Bundestag zu einer
Fussball-WM die einzelnen Module durchzuwinken. Man kann es jetzt als schnell, effizient oder als naiv, unkritisch betrachten, was da vor sich
ging. Angefangen hat die Geschichte mit einem Schulterschluss-Antrag in Bochum. Die Versammlung der PolGF aller Länder
hat damals beschlossen den Schulterschluß-Antrag zu unterstützen und damit einen großen Hack auf die Tagesordnung durchzuführen. Die Befürworter sagen, dass durch die Änderung der TO der Antrag X in unser Wahlprogramm und das somit positiv für uns ist, erwähnen aber nicht dass
durch den Hack Antrag Y aus dem Wahlprogramm gefallen ist, weil dieser nicht mehr behandelt werden konnte. Eine Änderung der TO ist also immer ein fieser Hack gegen die TO und damit auch gegen all die Leute, die versucht haben ihre
Anträge auf dem üblichen Weg auf die TO zu bringen. Wenn also mehr Piraten nur Eigeninteressen verfolgen und ihre Anträge durch eine Änderung der TO nach vorne zu hieven, dann darf man so etwas nicht gut heissen, so meine Meinung. Lehre aus dem Schulturschluss-Antrag ist, dass man im Vorfeld ein komplettes Programm auf die Beine stellt und dieses der Versammlung zur Abstimmung gibt. Dazu wurde eine Umfrage über LimeSurvey
erstellt, der nur an die Leute rumging, die an Umfragen beteiligt sind.
Dieses ist okay so, weil nur die wichtigsten Mails an alle gehen sollte. Es haben bei der zweistufigen Umfrage bei der Bewertung der Anträge dann ca.500 Teilnehmer mitgemacht. Bis dahin hört sich alles gut
an, aber von dort an, lief meiner Meinung nach einiges falsch. Viele waren mit dem Ergebnis der Umfragen unzufrieden, weil konkurrierende Anträge drin waren, wiederum gab es hier und da Lücken, zudem fehltem einigen wiederum paar Anträge, die es nicht rechtzeitig geschafft haben an der Umfrage teilzunehmen. Nun wurden verschiede Sammelanträge gebastelt, wo mal hier der Antrag von Spitzenkandidaten, mal hier ein Antrag der im Liquid war, etc. hinzugefügt wurde. Allein die Tatsache, dass basierend auf der LimeSurvey Umfrage einige Anträge es nicht in die Sammelanträge geschafft haben, dafür auf dem Bundesparteitag mit großer Mehrheit angenommen wurde, sowie in der Vergangenheit schon öfters bewiesen wurde, dass Anträge, die im Liquid mit über 90% angenommen wurde, aber auf dem BPT abgelehnt wurden, so muss man auch die Stabilität der kleinen LimeSurvey von 500 Teilnehmern in Frage stellen. Warum gibt es nun verschiedene Einzelanträge? Wer die AGs kennt, weiss dass aus diesen selbstgegründeten AGs mit teilweise selbsternannten Koordinatoren vorsichtig gesagt einige auch sehr eigensinnig handeln. Diese tuen alles um ihren eigenen Antrag voranzubringen und berücksichtigen dabei nicht die anderen AGs. So gibt es immer wieder Änderung der TO wie in Neumarkt die AG Aussenpolitik. Mit einem weiteren GO-Hack hieven sie einen Antrag aus dem Tiefen der LimeSurvey Umfrage des Bundes, der sie niemals auf die TO gebracht hätte, auf die TO, indem sie ihren Antrag konkurrierend zu einem anderen
Antrag gebracht haben der auf der TO liegt. Es gibt kaum ein eigensinnigeres Handeln als dieses, weil man nicht akzeptieren will, dass sein eigener Antrag nicht auf die TO geschafft hat. Dass dadurch ein anderer Antrag der AG Entwicklungspolitik nicht mehr behandelt wurde, der sich auf normalen Wege qualifziert hat, interessiert diese ja
nicht. Bei der Zusammenstellung der Sammelanträge gibt es also
Anträge, die bestimmte Quoren überschritten haben und zudem etwas Pfeffer+Chili und vlt. noch ein Überraschungsei inne haben. Nun wieviel Vertrauen habe ich da wohl, dass die Antragssteller ein neutrales Paket zusammengeschnürt haben und wieso gibt es soviele konkurrierende Sammelanträge? Richtig, weil jeder Lieblingsanträge hat und jeder Antragssteller wiederum ungeliebte Anträge in seiner Sammlung nicht sehen will. Vor/Nachteile einer Debatte auf dem BPT? Vorteil: Erst in einer Debatte bekommt man die wichtigsten Pro/Contra Argumente zur Meinungsbildung. Nicht jedem fallen
alle Argumente beim eigenständigen Studieren ein und nicht jeder hat vor dem BPT die Zeit mit allen Anträgen in Diskurs zu gehen. Nachteil: Es kostet Zeit. Wie nun in Zukunft verfahren? Der Prozess muss also in neutrale Hände gelegt werden, denn ich habe deutlich mehr Vertrauen in die Antragskommission als in die einzelnen Antragssteller, die ihre Pakete u.a. mit Eigeninteressen schnüren. Die Basis der LimeSurvey Umfrage sollte diesmal auf der LimeSurvey Umfrage des Bundes basieren. Natürlich musste man vorher die Anträge auch konkurrierende so zur Umfrage stellen, dass man hinterher sagen kann, wir tuen alle Anträge über 80% zum Beispiel in ein Paket und
geben diese ohne Debatte der Versammlung einzeln zur Abstimmung. Werden
sie abgelehnt, kommen sie in die normale TO zur Debatte. So kann jeder vorher darauf vorbereiten, dass es möglicherweise keine Debatte zu dem Antrag gibt. Wenn man Gegenargumente trotzdem findet, kann man vorher noch dafür werben diesen Antrag abzulehnen, so dass er noch in eine Debatte kommt. Hört auf Eigeninteressen zu verfolgen und durch Änderung der TO eure eigenen Anträge auf die TO bringen. Das ist höchstgradig unfair und darf keine Schule machen, ansonsten droht der absolute TO-Änderungs-Chaos wenn alle so eigensinnig handeln. Und die Versammlung darf solche GO-Änderungen nicht honorieren. Ihr stellt die Neutralität der Antragskommission bei der Zusammenstellung der TO in Frage, aber winkt dann ganze Sammelantragspakete von einzelnen Antragsstellern unkritisch durch. Ihr solltet überprüfen was ihr wirklich kritisch beäuigen müsstet und wem ihr mehr Vertrauen schenken solltet. Funfact: Zwar wurde der Europa-Six-Pack als Modul beim Sammelantrag abgelehnt, wurde hinterher in der Debatte aber angenommen und hat damit eine größere demokratische Legitimation.
Ergänzung von tarzun: Im angenommenen Sammelantrag sind sogar Einzelanträge aufgenommen, deren Antragsteller davon erst nachm BPT erfahren und vorher weder gefragt noch informiert worden. Ostereier mal ander5.
13/05/2013	|	Source: neusprech.org	Zum nächsten Artikel
Das spanische oder portugiesische Wort für ‚Freund‘. In der bayerischen Politik ein Synonym für Vetternwirtschaft oder Nepotimus (von lateinisch nepos, das sowohl ‚Neffe‘ als auch ‚Enkel‘ bezeichnet). Und genau hier liegt das Problem. Denn der A. ist in der derzeitigen Debatte ein Euphemismus: Es geht nicht um die Bevorzugung von Freunden oder von Verwandten zweiten bis vierten Grades, was moralisch anstößig ist, aber in vielen Fällen gar nicht verboten und für viele Politiker sowieso normal. Ja dieses Konzept ist im Begriff „Parteifreund“ geradezu institutionalisiert. Es geht im bayerischen Landtag derzeit vielmehr darum, dass Politiker durch die Beschäftigung von Verwandten ersten Grades (Ehepartnern, Kindern, Eltern) in die eigene Tasche wirtschaften. Denn in den bekannt gewordenen Fällen gehören die Begünstigten zur Zugewinngemeinschaft des Mandats- oder Amtsträgers. Somit handelt es sich nicht darum, einen anderen zu begünstigen und vielleicht einem Freund oder A. zu helfen. Sondern darum, sich noch ein weiteres Gehalt einzustecken.	Mit #Drosselkom sind Adblocker Notwehr
13/05/2013	|	Source: die ennomane - Enno Park	Zum nächsten Artikel
tl;dr: Ein paar große Online-Zeitungen zeigen gerade eine Einblendung, wenn jemand Adblocker benutzt. Ich glaube nicht, dass es schlau ist.
Vorweg: Inhalte fabrizieren kostet Geld und Journalisten müssen von ihrer Arbeit leben können. Ich bin kein Freund von Adblockern und benutze sie nicht – ich habe lediglich einen Flashblocker im Browser, weil ich animierte Flash-Werbung – gar noch mit Sound – übergriffig finde. Und Seiten mit Layer-Ads klicke ich im Normalfall einfach weg, denke aber über ein PlugIn nach, das solche Webseiten in eine Blacklist schreibt und sie anhand des URL im Browser blockiert. Ich gönne denen schlicht den View in der Statistik nicht.
Adblocker schaden im allgemeinen viel weniger, als man so denkt. Wer einen benutzt, will den Scheiß nämlich nicht sehen und der intelligente Werber freut sich, wenn Adblocker die Streuverluste minimieren. Das funktioniert nur, solange Adblocker nur von einer Minderheit genutzt werden. Die aktuelle Kampagne gegen Adblocker ist da wohl eher kontraproduktiv. Viele Leute werden ja mit der Nase drauf gestoßen: Oh, ich kann die Werbung auch ausschalten? Wie praktisch!
Ein anderes Problem: Bald sind Adblocker schlicht Notwehr. Die Drosselpläne der Telekom bedeuten nämlich, dass mir durch die Übertragung von Werbung künftig zusätzliche Kosten entstehen. Und wer will schon für die Werbung bezahlen, die ungefragt eingeblendet wird? Die Zeitungen, die jetzt eine Kampagne gegen Adblocker fahren, sollten also besser dabei mithelfen, der Telekom zu sagen, dass sie das Drosseln bleiben lassen soll.
Dabei gäbe es einen IMHO schlaueren Weg, mit Adblockern umzugehen. Wir alle kennen (und hassen) Paywalls – nicht weil die Artikel Geld kosten, was legitim ist, sondern weil sie den freien Informationsaustausch behindern. Warum aber nicht bei Leuten mit Adblockern nur den ersten Absatz eines Artikels anzeigen? Bei “Weiterlesen” steht dann da: Willste weiterlesen, mach deinen Adblocker aus. Muss man dann ja nicht global tun. Und zugleich schauen die Medienhäuser darauf, dass die eingeblendete Werbung moderat bleibt. Und unser Netz neutral. Fairer Deal, oder?
#Drosselkom oder: Wie der Telekom Inklusion und Barrierefreiheit scheißegal sein müssen
11/05/2013	|	Source: die ennomane - Enno Park	Zum nächsten Artikel
tl;dr: Die Drosselungspläne der Telekom machen Behinderten das Leben schwer.
Gestern habe ich mir den Stream zum Bundesparteitag der Piraten angeschaut. Sowas läuft auf keinem TV-Sender und interessiert mich weiterhin sehr. Irgendwann gegen Ende kam die Durchsage, dass der Stream mittlerweile ein Datenvolumen von 75 Gigabyte erreicht habe – laut aktuellen Plänen der Telekom hätte ich also ab da den Stream nicht weiter verfolgen können. Das ist durchaus kein Luxusproblem.
Für gehörlose und schwerhörige Menschen ist es nämlich wesentlich einfacher, das Geschehen zu verfolgen, wenn nicht nur Ton sondern auch ein Bild vorhanden ist. Das gilt besonders, wenn Gebärdensprachedolmetscher eingeblendet werden. Die sind bei einem 160-Pixel-Stream im Briefmarkenformat, der auch angeboten wurde, völlig witzlos. Nur weil ich meinen Hörschaden mit Hilfe des Cochlea-Implantates ganz gut reparieren konnte, heißt das noch lange nicht, dass dies für alle Gehörlosen eine Lösung sei – schon aus medizinischen Gründen nicht, völlig unabhängig von der Frage, ob ein Mensch überhaupt ein Implantat eingepflanzt bekommen möchte.
Und es geht ja bei weitem nicht nur um Gehörlose, sondern überhaupt um alle Behinderten, für die eine Reise nach Neumarkt teurer und schwierig und teuer ist – übernachtet mal als Rollifahrer in einer Turnhalle mit hunderten anderer Schlafsacktouristen, nachdem ihr versucht habt, in einem völlig überfüllten ICE unterzukommen. Was sollen solche Menschen tun? Hoffen, dass so ein Parteitag einer Kleinpartei bei T-Entertain übertragen wird? Und denkt mal aus der Gruppe der Behinderten raus an alle Menschen, die aus welchen Gründen auch immer nicht anreisen können. Familien mit Kindern, Alg2-Bezieher, whatever.
Mich ärgert das maßlos, weil ich noch sehr gut weiß, damals in den 90ern, als das Internet mir damals an Taubheit grenzend Schwerhörigem einen neuen Lebensraum eröffnete, der mir gesellschaftliche Teilhabe ermöglichte und mein soziales Umfeld – durch eine Kommunikationsbehinderung stark eingeschränkt – traumhaft erweiterte. Gerade das machte mich zum Netzbewohner.
Die Drosselungspläne sind nichts weiter als eine massive und vollkommen unnötige Einschränkung von Inklusion und Barrierefreiheit in Deutschland und gerade zu ein Schlag ins Gesicht aller Menschen, die durch das Internet ein kleines Bisschen weniger abgehängt sind.
10/05/2013	|	Source: maha - Martin Haase	Zum nächsten Artikel
Viele haben ja schon über app.net (kurz ADN) geschrieben (einfach mal die Suchmaschine eurer Wahl befragen), jetzt tue ich es auch. Für diejenigen, die noch nie davon gehört haben: auf den ersten Blick ist app.net so etwas wie twitter mit 256 statt 140 Zeichen. Dabei ist allerdings ein Account kostenpflichtig oder man hat eine kostenlose Einladung.
Durch die längeren Posts ist ADN deutlich stärker diskussionsorientiert als Twitter. Dadurch hat es einen anderen Charakter als Twitter, das ja mehr und mehr so etwas wie ein Link-Ticker wird. Aber der eigentliche Vorteil ist die Einbindung von externen Apps: Hier gibt es schon jetzt ein paar sehr schöne Sachen (und es entstehen ja ständig neue): Besonders hübsch ist Climber, eine App, mit der Videoclips von 11 Sekunden Länge aufgenommen und auf app.net veröffentlicht werden können. Das ist etwas, das ich sonst nicht kenne und das manchmal ganz praktisch ist. Einfach mal testen!
Leider gibt es Climber bislang nur für iOS. Dafür können sich die Android-Nutzer über den meiner Meinung nach besten Client für app.net, nämlich Robin. Für iOS kann man Felix nehmen, der ist auch nicht schlecht und macht schöne Links.
Für Gespräche im Chat-Raum würde ich ja IRC nehmen, aber auch das kann ADN, nämlich mit Patter. Eine gute Idee ist auch das Umfragetool Question.
Kritik habe ich natürlich auch: Eigentlich finde ich ja verteilte Systeme wie identi.ca besser. Das befindet sich aber gerade in der Umstellung auf pump.io, und man kann sich nicht mehr bei identi.ca anmelden. Leider bezweifle ich, dass das wirklich aus der Nische raus kommt – vielleicht, wenn es da mal schöne Clients gibt.
Also: probiert es auch! Und wer noch Tipps für apps für ADN hat, bitte in die Kommentare!
Petra Wille,
10/05/2013	|	Source: Landesverband Berlin	Zum nächsten Artikel
CC-BY-SA Daniel Ritthanondh
Beruf und Tätigkeit: Selbständig im IT-Bereich, Studentin der Sozialwissenschaften
Relevante Mitgliedschaften: Amnesty International
Mailadresse: cornelia.otto<et>berlin.piratenpartei.de
Webseite / Blog: cornelia-otto.de
Twitter: @Tikkachu
Ich bin 38 Jahre alt, in Hamburg geboren, in Süddeutschland in der Nähe von Karlsruhe aufgewachsen, habe zwischenzeitlich in Köln und Braunschweig gelebt und wohne jetzt seit 2 Jahren in Berlin. Bevor ich Mitte 30 nochmal ein Studium (Politikwissenschaften, Soziologie und VWL) begonnen habe, war ich lange Jahre selbständig im IT- und Medienbereich. Ich habe bis Anfang des Jahres die SG Recherche, die Rechercheabteilung der Piratenpartei, aufgebaut und geleitet. Momentan schreibe ich neben dem Wahlkampf gerade meine Bachelorarbeit im Bereich Finanzmarktsoziologie, in der ich risikoreiches Spekulationsverhalten von Tradern an den Finanzmärkten untersuche.
Demokratie lebt von Erneuerung. Gibt es zu wenig Erneuerung in der Politik, führt das zu Stagnation, zu Selbstreferenzialität und letztendlich zu Politikverdrossenheit. Piratenpolitik ist anders. Piratenpolitik will verändern, alte Strukturen aufbrechen, Licht ins Hinterzimmerdunkel bringen und vor allem: Menschen die Möglichkeit geben am politischen Prozess teilzuhaben. Wir wollen nicht vorgeben, sondern mitnehmen. Wir wollen nicht nur sagen “Hier – das ist unser Programm”. Wir wollen auch sagen: “Hey, hier sind unsere Tools, wir wollen, dass du mitkommst, mitmachst, mitgestaltest”. Es geht um die große Vision, um die Frage: Wie wollen wir in einer globalen Weltgesellschaft im 21 Jahrhundert leben? Die Antworten, die wir bisher gemeinsam gefunden haben, erzählen von einer Welt mit bürgernaher Demokratie, von durchlässigen Verwaltungsstrukturen, von modernen, aufgeklärten, politische Bürgern und einem friedlichem Miteinander auf Basis existenzieller Sicherherheit und Vielfalt.	Miriam Seyffarth
CC-BY-NC-SA Ben de Biel
Beruf und Tätigkeit: Studentin
Relevante Mitgliedschaften: Berliner Mieterverein e.V., FSFE
Mailadresse: miriam.seyffarth<et>berlin<dot>piratenpartei<dot>de
Twitter: @_noujoum
Ich bin in Dresden geboren und in Bremen aufgewachsen, 2005 bin ich zum Studium nach Berlin gezogen. Ich habe einen Bachelor in Geschichte und Philosophie gemacht und vor kurzem meinen Master in Islamwissenschaften abgeschlossen. Ich bin viel gereist; in den letzten Jahren vor allem durch islamisch geprägte Länder wie Ägypten, Syrien, Saudi-Arabien und Israel/Palästinensische Gebiete. Seit 2010 bin ich bei den Piraten. Ich bin eingetreten, weil mich das Prinzip der Liquid Democracy fasziniert und begeistert hat und ich Lust hatte, mich in einer Partei zu engagieren, wo es noch Entwicklungs- und Einflussmöglichkeiten gibt.
Mein Hauptthema ist die Geschlechter- und Familienpolitik, aber ich beschäftige mich auch mit anderen Themen wie Mehr Demokratie und Integration. Die Piraten sind die einzige Partei, die immer wieder ganz neue, innovative Ideen und Konzepte für ganz alte Probleme findet, wie z.B. das Bedingungslose Grundeinkommen (BGE), den umlagefinanzierten öffentlichen Nahverkehr, das Wahlrecht unabhängig von Alter und Herkunft und viele andere. Die Ideen der Piraten spiegeln den Geist unserer Zeit wieder, in der es für die meisten Menschen normal ist, Filesharing zu betreiben oder in verschiedenen Familien- und Beziehungsmodellen zusammen zu leben. Die aktuelle Politik entpricht aber nicht mehr den Umständen unserer modernen Welt, daher braucht es die Piraten, um den Lebensumständen der Menschen Rechnung zu tragen.	Lena Rohrbach
Beruf und Tätigkeit: M.A.-Absolventin der Philosophie, Geschichte und Kulturwissenschaft
Ämter und Funktionen: Bürgerdeputierte in der Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg, Ausschuss für Frauen, Gleichstellung und Queer
Relevante Mitgliedschaften: Amnesty International e.V., Humanistische Union e.V.
Mailadresse: lena.rohrbach<et>berlin<dot>piratenpartei<dot>de
Webseite / Blog: wider-die-windmuehlen.de
Twitter: @Arte_Povera
Lena ist 1985 in Niedersachsen geboren, in Hessen aufgewachsen und hat (nach einem Abstecher in die Entwicklungszusammenarbeit nach Indien) in Berlin studiert. Seit kurzem ist sie M.A.-Philosophin mit Schwerpunkt Politischer Philosophie und Ethik.
Im Moment mache ich Lokalpolitik in der Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg. Davor habe ich zehn Jahre ehrenamtlich Kindergruppen für den Naturschutzbund betreut und Menschen mit Behinderung assistiert. Ich mag Kulturkram (Theater, Konzerte, Festivals) und lese Bücher noch auf Totholz.
Zu meinen politischen Schwerpunkten gehören die Geschlechter- und Familienpolitik, Bildung und Mehr Demokratie. Transparente Politik ist nicht nur unser politisches Ziel, sondern auch ein Anspruch an mich selbst. Mir wäre es wichtig, im Bundestag eine dienende Schnittstelle für Bürger*innen und Zivilgesellschaft zu sein, also Anliegen weiterzutragen – Politik darf nicht allein den Politiker*innen überlassen werden. Als politische Ziele liegen mir besonders das Bedingungslose Grundeinkommen als sozialpolitischer Neustart, eine progressive Familienpolitik (jede Liebe ist gleich viel wert) und die Freiheit von Überwachung am Herzen.	Ulrike Pohl
CC-SA-ND @bartjez.cc
Ein Teilhabeleistungsgesetz, teilhabeorientierte, qualitativ hochwertige Pflege statt “satt und sauber”, persönliche Assistenz, Unterstützung der Kommunen in inklusiver Bildung, Weiterbildung und Teilhabe und endlich eine aktive, politisch gewollte Öffnung des Arbeitsmarktes für alle Menschen sowie ein inklusives Wahlrecht – das sind dringende Aufgaben für eine inklusive Gesellschaft, in der alle Menschen entscheidend sind. Nur inklusiv hat Deutschland eine Perspektive.	Andreas Pittrich
CC BY Ben de Biel
Beruf und Tätigkeit: Studierter Dipl.-Mathematiker und M.A.-Philosoph, tätig als Webentwickler und Mathefachkraft (“Lehrer”) an einer Demokratischen Schule
Wohnort: Friedrichshain-Kreuzberg
Ämter und Funktionen: Bürgerdeputierter in der Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg, Ausschuss für Bürgerbeteiligung und Transparenz, Verwaltungmodernisierung und IT, Geschäftsordnung; LiquidFeedback-Beauftragter der Piraten in Friedrichshain-Kreuzberg
Relevante Mitgliedschaften: Humanistische Union e.V.
Mailadresse: andreas.pittrich<et>berlin<dot>piratenpartei<dot>de
Twitter: @rhotep
Andreas ist 1980 in Münster geboren, Diplommathematiker mit Master in Philosophie (Ethik). Er hat den Wehrdienst ’99 angetreten, dann das Gelöbnis verweigert, anschließend den Kriegsdienst verweigert. Seit 2005 lebt er in Berlin.
Zum Parteiprogramm der Piraten hat er viele Beiträge geleistet, u.a. zu Geschlechter- und Familienpolitk, Bildung,Forschung und Wissenschaft. Zurzeit ist er in der Kommunalpolitik tätig als Bürgerdeputierter in Friedrichshain-Kreuzberg. Er hat Freifunk in drei Bezirken auf die Rathausdächer gebracht. Andreas ist Gamer (Warcraft3/Starcraft2), Rollenspieler (Pen&Paper) und Pazifist.
Beruf und Tätigkeit: Beraterin, Doktorandin der Wirtschaftsinformatik
Mailadresse: laura.dornheim@berlin.piratenpartei.de
Webseite / Blog: lauradornheim.de
Ich will mit den Piraten in den Bundestag einziehen, um andere Politik zu machen und um Politik anders zu machen. Ich will Wirtschaftspolitik für die ganze Gesellschaft machen, nicht nur für Großkonzerne oder Hotelbesitzer. Ich will aktiv die ersten Schritte zur Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens untestützen. Ich will an den rechtlichen Rahmenbedingungen arbeiten, die es allen Menschen ermöglichen, genau so zu leben, wie sie wollen. Ich will die Arbeitswelt flexibler und familienfreundlicher machen.	Anisa Fliegner
CC-BY-SA BARTJEZ
Beruf und Tätigkeit: Rechtsanwältin
Wohnort: Tiergarten
Ämter und Funktionen: Beauftragte für die Mitgliederverwaltung
Mailadresse: anisa.fliegnerberlin.piratenpartei.de
Webseite / Blog: piratinberlin.de
Twitter: @p_maureen
Die Piraten sind wie Kiesel, die immer größere Kreise ziehen, wenn sie ins Wasser fallen. Ich möchte, dass wir auch im Bundestag Kreise ziehen und Politik aktiv mitgestalten
Ich bin 37 Jahre alt, verheiratet und habe zwei Kinder. Ich bin im Wedding aufgewachsen und habe mehrere Jahre in Baden-Württemberg gewohnt. Mein Vater kommt aus Indien, meine Mutter aus Polen, Verwandte leben in der Schweiz, Schweden, Indien, Dubai, Singapur, Polen, England und den Vereinigten Staaten. Dadurch hatte ich von klein auf Kontakt mit mehreren Kulturen und bin Anderem und auch Neuem gegenüber sehr aufgeschlossen.	Enno Lenze
CC BY Benjamin Bergemann
Beruf und Tätigkeit: Gelernt: IT-Systemkaufmann, derzeit: Verleger, Journalist und Museumsdirektor
Ämter und Funktionen: LV Berlin: Stellv. Pressesprecher, Beauftragter für: Vernetzung, Pirate Party International (PPI) und Krisengebiete
Relevante Mitgliedschaften: Historiale e.V. (Vorstand), Chaos Computer Club e.V., C-Base e.V., RadaR e.V. – Radio Darmstadt, Prolegal Interessengemeinschaft für Waffenbesitz e.V., Reporter ohne Grenzen e.V., Börsenverein des deutschen Buchhandels
Mailadresse: enno.lenze<et>berlin<dot>piratenpartei<dot>de
Webseite / Blog: ennolenze.de
Twitter: @EnnoLenze
Enno Lenze ist Blogger, Verleger und Krisengebietsbeauftragter der Berliner Piraten. Geboren in Bochum wuchs er in Ruanda auf und machte sich auch später immer wieder selber ein Bild von Krisenregionen. Auch mit Digital-Themen kennt Lenze sich aus und beriet in einer international tätigen Beratungsfirma Unternehmen in IT- und Marketingfragen.
Ich möchte einen maschinenlesbaren Staat, in dem ich nachvollziehen kann, wo wir welche Waffen hin geliefert haben.	Heide Hagen
Beruf und Tätigkeit: Goldschmied, Bildender Künstler
Ämter und Funktionen: Suchtpolitischer Beauftragter des LV Berlin, Floßbeauftragter LV Berlin
Relevante Mitgliedschaften: Greenpeace
Mailadresse: heide<et>orfin.de
Webseite / Blog: heidehagen.de
Twitter: @8undaf
Heide wurde in Berlin-Schöneberg geboren. Für Ausbildung und Studium war sie in Bayern, kam zurück nach Berlin, hat zwei Söhne.	Michael Melter
Photo (CC BY-SA): Ricarda Niks
Beruf und Tätigkeit: Politikwissenschaftler, Touristiker, Berlinale-Mitarbeiter
Ämter und Funktionen: Landesbeauftragter ÖPNV / Verkehr, Co-Landespressesprecher, Bürgerdeputierter der BVV Friedrichshain-Kreuzberg für Frauen, Gleichstellung und Queer
Mailadresse: mi.mel@web.de
Webseite / Blog: berlin-metropolitanblog.de
Twitter: @ingwerbaer1
Frank ist geborener Husumer, 46 Jahre alt und gelernter Konstruktionstechniker Metall (Schiffbau), Lehr-Rettungsassistenz und Feuerwehrmann. Er setzt sich für eine sozial gerechte Gesundheitspolitik ein, er sagt: es darf keine Zwei- oder Dreiklassenmedizin geben. Frank arbeitet unter anderem bei der Servicegruppe Presse mit und ist Kapitän der Crew Faraday13.
Die Piratenpartei steht für Vielfalt, freie Bürger, ein selbstbestimmtes Leben. Für Möglichkeiten, die dem Menschen, nicht dem System allein gerecht werden. Deshalb fühle ich micht gut eingebunden, weil ich aus einer bunten, internationalen Patchwork-Familie stamme. Inklusion, Gleichberechtigung von Frauen, Männern, Queer-Menschen und Diversity bedeuten eine freiere Gesellschaft, die sich von xenophoben Zwängen befreien kann. Ein umlagefinanzierter ÖPNV ermöglicht Verkehrspolitik mit ökosozialem Wandel, Barrierefreiheit und Mobilität für alle. Ein Grundeinkommen ohne Bedingungen (BGE) schafft Arbeit, statt Menschen in Niedriglohnsegmenten und Armut verkommen zu lassen.
Für all das setze ich mit zusammen mit den anderen engagierten Menschen bei den Piraten ein. Meine Vorträge zum Thema ÖPNV und gesellschaftspolitische Positionen halte ich mittlerweile bundesweit, spreche mit Menschen auf der Straße, diskutiere, möchte die Menschen dazu bewegen, an ihrer Situation mit Hilfe einer neuen Politik etwas zu verändern.	Mareike Peter
Photo: Bartjez
Beruf und Tätigkeit: ITA, GuK
Webseite / Blog: carridwen.de
Twitter: @Carridwen
Mareike ist 24 Jahre alt und gelernte informationstechnische Assistentin und Gesundheits- und Krankenpflegerin. Bei den Piraten beschäftigt sie sich vor allem mit den Themen Menschenrechte, eine gerechte Asylpolitik, Inneres und Sicherheit.
Rassismus- und Diskriminierungsbekämpfung
Freiräume erhalten – online und offline
Kommunikation und Team-Building
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Beruf und Tätigkeit: IT-Administrator der Piratenfraktion im Abgeordnetenhaus Berlin
Mailadresse: pirat<et>netsteward.net
Webseite / Blog: genderpopender.de, acidblog.de
Twitter: @netsteward
Ich will unsere Gesellschaft für alle angenehmer & unseren Alltag schöner machen. Mir ist es wichtig möglichst viele an meiner Arbeit zu beteiligen und die besondere Verantwortung wahr zu nehmen, wirklich einmal Politik anders zu machen.
08/05/2013	|	Source: Landesverband Berlin	Zum nächsten Artikel
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Wahlkreis: 81 (Berlin-Tempelhof-Schöneberg)
Beruf und Tätigkeit: Biologe, Freelancer
Ämter und Funktionen: Gebietsbeauftragter Tempelhof-Schöneberg
Mailadresse: frank.roeder<et>berlin<dot>piratenpartei<dot>de
Twitter: @FraRoeBer
Frank ist Diplom-Biologe. Er wurde in Boppard im Rheinland geboren, absolvierte Abitur und Zivildienst in Koblenz, Jura- und Biologiestudium in Köln und Berlin. Er arbeitete als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der FU Berlin und war wissenschaftlicher Referent und Produktmanager in der freien Wirtschaft. Aktuell ist Frank freiberuflich in der Umwelt- und Energieberatung tätig.
Ich möchte meine Motivation und mein Know-How für eine progressive und direktdemokratische Politik der Piraten im Bundestag einbringen und die Vision der Liquid Democracy zwischen Parlament und Parteibasis, sowie dem Wähler bestmöglich umsetzen.	Meetup auf der re:publica – Bildet eine Bande!
07/05/2013	|	Source: Stephan Urbach	Zum nächsten Artikel
Ich hatte ja neulichst erst geschimpft, dass das halt selbst gemacht werden muss mit dem Providersein und das da Menschen was planen. Damit das aber leichter wird, braucht es da mehr Menschen, die die Idee weiter tragen, mitdiskutieren und was weiß ich was. Das machen wir! Da räumliche Treffen immer gut sind und gerade viele aus Nicht-Berlin gerade in Berlin sind und viele aus Berlin kein re:publica Ticket haben, treffen wir uns zwar dort, aber in dem Bereich, wo es kein Ticket braucht.
Also, Mittwoch, 08.05.2013 vor der re:fill Bar in der Station in Berlin. 14:00 Uhr. Wir machen das jetzt.
Gerd Lindenblatt
07/05/2013	|	Source: Landesverband Berlin	Zum nächsten Artikel
Wahlkreis: 77 (Berlin-Reinickendorf)
Beruf und Tätigkeit: Pensionär
relevante Mitgliedschaften: Förderverein Stille Straße
Mailadresse: gera.lindenblatt<et>gmail<dot>com
Webseite / Blog: Twitter: @verdichter
Gerd Lindenblatt, geboren 1945, wurde in der DDR sozialisiert und politisiert. Interessiert an neuer Technik, war er nach der Wende lange Jahre als Informatiker tätig. Politik sieht er als Mittel, die Gesellschaft zu gestalten. In der aufregenden Zeit der Wende engagierte er sich aktiv beim Neuen Forum, dessen Sprecher er in Grünheide war. Nach Jahren politischer Enthaltsamkeit sieht er in den politischen Ansätzen der Piratenpartei endlich wieder eine Chance, sich aktiv für eine bessere, gerechtere Gesellschaft einzusetzen.
„Reden ist Silber, Taten sind Gold“, das ist meine Devise. Es gibt zwei Schwerpunkte meines Engagements: Transparenz und gesellschaftliche Teilhabe für alle. Transparenz bedeutet für mich, den Vorhang aufzuziehen, die Wege politischer Willensbildung und politischer Entscheidungen klar nachvollziehbar aufzuzeigen. Teilhabe für alle ist für mich das wichtigste politische – und letzten Endes menschliche – Ziel. Bis zur Einführung eines wirksamen Bedingungslosen Grundeinkommens werden noch Jahre vergehen, aber ich will mich mit euch dahin auf den Weg machen, dabei tatkräftig mitwirken.	SMV - Das Beste aus beiden Welten
07/05/2013	|	Source: tarzun	Zum nächsten Artikel
Am Freitag gehts los. Bundesparteitag. Endlich wieder die ganzen lieben Menschen wieder sehen, knuddeln und mit ihnen Politik machen. Neben der wichtigen Aufgabe des Wahlprogramms und der Vervollständigung des Vorstands steht auch die sogenannte "SMV" auf dem Programm. Unter dem Label "Ständige Mitgliederversammlung" debattieren wir über Möglichkeiten zur verbindlichen Willensbildung neben dem Vorstand und außerhalb von Parteitagen.Die Anträge zur SMV sind in fünf Gruppen eingeteilt die Sonstigen Anträge zu "Alles vertagen/nichts beschließen" und der "Ablehnung der SMV in die Satzung schreiben"-Antrag ein Antrag für einen "Basisentscheid" (führt einen komplett neuen § in die Satzung ein) die "Hardcore"-Anträge (erweitern §9b um die Möglichkeit der Onlinetagung des BPT und führen die Details in §9c ein) die "SMVCon"-Anträge (erweitern §9b um drei Absätze für die Möglichkeit der Onlinetagung) plus ein Antrag mit "Online debattieren, offline beschließen" (erweitert ebenfalls §9b, aber nur um einen Absatz) die "Offline"-Anträge mit der SDMV als RLP und dem Urnenwahl-Modell von Michael Ebner (führen jeweils einen §9c ein, bei der SDMV in einem weiteren, sonstigem, Antrag noch die ganzen Details) Wie gehe ich jetzt persönlich damit um? Also grundsätzlich würde ich ja persönlich die "Hardcore"-Anträge mit Handkuss nehmen. Da ist alles dabei, "alle Soßen und Extra-Käse" sozusagen. Aber ich halte die politisch nicht für mehrheitsfähig. Das hat verschiedene Gründe, der wichtigste ist, dass sie das "Wie" sehr detailliert festlegen, während wir als Partei uns noch nicht auf das "Ob" geeinigt haben. Diese Trennung von "Ob" und "Wie" ist aber eine der Kernerkenntnisse aus den letzten Monaten. Statt die trennenden Unterschiede in Details über Betrieb und Konfiguration eines Tools zu zementieren sollten wir das gemeinsame betonen. Und, man mag es kaum glauben, aber die Piratenpartei will das mit dem Internet und dem Online und den Werkzeugen des 21. Jahrhunderts machen.So, und wie stimm ich denn nun ab? Die "Vertagen"- und "Ablehnung in die Satzung"-Anträge werde ich, Überraschung!, ablehnen, ebenso wie den nicht durchdachten und überkomplexen Basisentscheid SÄA003. SÄA009 und SÄA010 stimme ich zu, rechne aber nicht mit einer 2/3-Mehrheit für sie. Im "SMVCon"-Block lehne ich SÄA029 und SÄA041 ab und stimme den anderen Anträgen zu.Dabei ist meine Präferenz SÄA027 > SÄA012 > SÄA021. SÄA040 und SÄA035 stimme ich nur zu, wenn wir ansonsten gar kein "Ob" beschließen. Am liebsten wäre mir also die SMVCon-SMV mit Programm, dann die ohne Programm, zur Not die ohne Festlegung auf Liquid Democracy und wenns gar nicht anders geht, halt einen der anderen beiden Anträge. Danach haben wir hoffentlich ein Onlineinstrument zur innerparteilichen Beschlußfindung.Da die "SMVCon"-Anträge und die "Offline"-Anträge, in der Tagesordnung als Blöcke 3a und 3b bezeichnet, nicht konkurrieren (da sie jeweils unterschiedliche Teile der Satzung ändern) bekommen wir noch eine sehr charmante Möglichkeit: Wir machen einfach Beides!Online- und Offline! Online für Inhalte, für Positionen, für schnelle und verbindliche Entscheidungen. Offline für die fetten Dinge. Kanzlerkandidatur, Koalitionsvertrag, Grundsatzentscheidungen. Das ganz große Rad eben, was den Aufwand auch wirklich wert ist. Ich werde daher auch noch dem SÄA039 zustimmen, aber nur, wenn wir gleichzeitig auch ein Online-Instrument beschlossen haben. Mein persönlicher Appell ist, dass die Piratenpartei sich ernsthaft und verbindlich dazu bekennt, Demokratie mit den Werkzeugen des 21. Jahrhunderts zu machen. Das wir online verbindlich politische Inhalte beschließen und nicht nur an einem Wochenende im Jahr. Das wir uns den Arbeitsauftrag erteilen, das mit der Stärkung der direkten und indirekten Beteiligungsmöglichkeiten ernst zu nehmen, selbst umzusetzen und vorzuleben.Daher bitte ich Euch, stimmt einem der Anträge 027, 012, 021 oder meinetwegen auch 035/040 zu. Für das "beste aus beiden Welten" dann noch dem 039 und wir haben wirklich fast jeden glücklich gemacht. Björn Glienke
Wahlkreis: 85 (Marzahn-Hellersdorf)
Beruf und Tätigkeit: Studienrat (mit zwei allgemeinbildende Fächern) / Systemadministrator
Mailadresse: bjoern.glienke<et>berlin<dot>piratenpartei<dot>de
Twitter: @bjoernMaHe
Relevante Mitgliedschaften: FifF e.V.
Politische Mitbestimmung ist nicht nur etwas, dass viele Menschen alle paar Jahre wollen und dann für eine Weile ihre Stimme los sind. Teilhabe an politischen Entscheidungen muss jederzeit möglich sein und dies endlich auch auf Bundesebene.	Reinickendorf – Es ist offen!
Björn Glienke,
Gabriele Biwanke-Wenzel	Gerwald Claus-Brunner
Wahlkreis: 79 (Berlin-Steglitz-Zehlendorf)
Beruf und Tätigkeit: Kommunikationselektroniker / Mechatroniker, Abgeordneter im Abgeordnetenhaus Berlin
Ämter und Funktionen: Mitglied im Abgeordnetenhaus, Mitglied im Hauptausschuss, Sonderausschuss Wasserbetriebe, Petition und Bau, Wohnen & Verkehr
Mailadresse: gclausbrunner<et>piratenfraktion-berlin.de
Twitter: @RealDeuterium	Denis Sabin
06/05/2013	|	Source: Landesverband Berlin	Zum nächsten Artikel
Wahlkreis: 86 (Lichtenberg)
Beruf und Tätigkeit: Energietechniker
Mitglied seit: 15.09.2011
Mailadresse: denis.sabin<et>berlin.piratenpartei.de
Webseite / Blog: spreekaribik.wordpress.com
Twitter: @Spreekaribik
Denis ist in Sachsen-Anhalt geboren, 29 Jahre alt, verheiratet und Energietechniker. Er lebt seit 1989 in Berlin. Seit sieben Jahren ist er in Lichtenberg zuhause. Als Kapitän der Crew Prometheus organisiert Denis thematische Schulungen und Infostände. Er ist Dauergast bei den Crews Leuchtturmspitze und Herz aus Gold und begleitet regelmäßig die gewählten Lichtenberger Piraten zu den Bezirksverordnetenversammlungen und Fraktionssitzungen. Seine thematischen Schwerpunkte sieht Denis in den Themenfeldern Energie, Stadtentwicklung, Kultur und Datenschutz. Außerdem steht er für die feste Integration von neuen Beteiligungsformen wie Liquid Feedback in die parlamentarische Arbeit der Piraten.
Ich trete für die Piraten als Direktkandidat an, weil wir eine Lücke in der politischen Landschaft schließen wollen. Diese Lücke heißt nicht nur Netzpolitik, bei der die großen Parteien unsere Privatsphäre verraten und verkaufen und unsere Anwesenheit in der Opposition immer notwendiger wird, sondern auch Mut. Mut dazu, Gesellschaft, Zusammenleben und demokratische Beteiligung zu überdenken, zu erneuern und an die Tatsachen anzupassen. Diese Partei ist das Gegenteil der fehlgeleiteten Politik der Restriktionen, der Ausbeutung, der Überwachung und der Wirtschaftsmärchen. Die größte Partei dieses Landes sind die Nichtwähler. Wir sind überzeugt, diesen Zustand gemeinsam mit den Menschen zu ändern und nicht über sie hinweg zu entscheiden. Wir stehen für einen modernes Demokratieverständnis. Deswegen gehören wir in den Bundestag und deswegen will ich helfen, die Wähler von uns und den großartigen Menschen, die wir aufstellen, zu überzeugen.	Siegfried Schlosser
Wahlkreis: 80 (Berlin-Charlottenburg-Wilmersdorf)
Beruf und Tätigkeit: Programmierer
Wohnort: Charlottenburg-Wilmersdorf
Ämter und Funktionen: Bezirksverordneter in Charlottenburg-Wilmersdorf
Relevante Mitgliedschaften: BI “Rettet Oeynhausen”
Mailadresse: sigi<et>sigi-waehlen.de & siegfried.schlosser<et>berlin<dot>piratenpartei<dot>de
Webseite / Blog: www.sigi-wählen.de
Twitter: @sigi_direkt
Siegfried ist Jahrgang 1956 und damit einer der “Alten”. Er wurde im schönen Städtchen Herdorf/Sieg im Siegerland geboren. Der gelernte Eisen- und Stahl-Verkäufer ist verheiratet und hat keine Kinder.
Ich bin bedingungslos für ein BGE und für einen umlagefinanzierten ÖPNV!
Wahlkreis: 76 (Pankow)
Beruf und Tätigkeit: Selbstständig
Ämter und Funktionen: Stellvertreter Bürgerdeputierter im Integrationsauschuss Pankow (über die Grünen)
Relevante Mitgliedschaften: Freunde des Mauerparks e.V., Mitglied im Integrationsbeirat
Mailadresse: oinfiltrado23<et>googlemail<dot>com
Webseite / Blog: piratenpartei-pankow.de/unser-direktkandidat
Twitter: @oinfiltrado23
Partizipation von Kindern bei politischen Entscheidungen, da ihnen die Zukunft gehört: Wahlrecht für alle Menschen unabhängig von Alter und Herkunft!
Ausbau der interkulturellen Bildung zur Förderung von Akzeptanz und Vielfalt
Teilhabe und Gleichberechtigung von MigrantInnen in Deutschland
Außenwirtschaftspolitik, die gleichberechtigte Verhältnisse und gleiche Chancen für alle Menschen auf der Welt schafft und ökologisch nachhaltig ist
Ich bin die Stimme der Kinder, der Migranten und der älteren Menschen. Politik und Umwelt sollen für Kinder so erleichtert werden, dass sie daran teilhaben können. Wir müssen bei der Bildung mehr darauf setzen, die Kinder zu fragen, was sie wollen und den Fragen der Kinder mehr Platz geben. Desweiteren muss es in der Gesellschaft mehr interkulturelle Bildung geben, um Hemmschwellen abzubauen und Teilhabe für alle zu erleichtern.
Ich möchte mich im Bundestag außerdem für eine Außenwirtschaftspolitik ohne Doppelstandards einsetzen. Deutschland darf mit seiner Außenpolitik keine Menschenrechte verletzen oder Umwelt zerstören.	Frank Roeder – Direktkandidat in Tempelhof-Schöneberg
Am Samstag wurde Frank Roeder mit 9 von 15 Stimmen in Tempelhof-Schöneberg zum Direktkandidaten gewählt.
Frank ist Freiberufler und seit mehr als 20 Jahren Wahlberliner. Er möchte mit seiner Wahl zum Direktkandidaten für Tempelhof-Schöneberg noch aktiver für die Piraten werden. Und auch wenn er nicht davon ausgeht, es in den Bundestag zu schaffen, so gibt ihm diese Wahl die Möglichkeit die Spitzen in Berlin noch umfangreicher zu unterstützen als vorher. Sein Wunsch ist es, den Menschen die Piraten und ihr Programm näher zu bringen. Er möchte zeigen, dass die Piraten mehr sind, als nur eine Modeerscheinung, die Internet für alle möchten. Denn er weiß, das Programm ist viel umfangreicher, als das was die generelle Presse meist darüber verbreitet. Seine thematischen Schwerpunkte sieht Frank in der Netz-, Wirtschafts-, und Energiepolitik.
Für Tempelhof-Schöneberg liegt ihm der Erhalt des Tempelhofer Feldes besonders am Herzen. Statt hier Luxus-Apartments zu bauen, welche die freie Nutzung zwangsweise erheblich einschränken dürfte, sollte dieser historische Ort als Mahnung und grüne Oase für alle Berliner gleichermaßen erhalten werden.
Trotz der schwierigen Situation auf dem Wohnungsmarkt und den drastisch steigenden Mietpreisen, ist er dem Neubau von Wohnungen jedoch nicht gänzlich abgeneigt.
Wie alles im Leben sollte auch hier ein Gleichgewicht herrschen. Bezahlbarer Wohnraum muss für jeden Berliner zugänglich sein. Das heißt nicht, dass gar keine neuen Wohnanlagen gebaut werden sollten, im Gegenteil; hier muss ein Kompromiss gefunden werden, dass entweder im selben Haus auch Wohnungen für sozial schwächere gebaut werden, oder dass im unmittelbaren Umfeld erschwinglicher Wohnraum zur Verfügung gestellt wird.
Doch nicht nur die Lage am Wohnungsmarkt ist ihm ein Anliegen, auch Umweltaspekte im Zusammenhang mit dem Tempelhofer Hafen stehen auf seiner Agenda.
In den nächsten Tagen ist ein Treffen des Landesverbands vereinbart, bei dem eine ausgewogene, piratige Strategie für den Wahlkampf abgestimmt werden soll. Sein Fokus liegt nicht darin Wahlkampf in eigener Sache zu machen, sondern darin durch seine Kandidatur eine Unterstützung für die Berliner Landesliste darzustellen.
“Nur gemeinsam kann man etwas bewegen und nur gemeinsam können wir Berlin und den Rest von Deutschland davon überzeugen, dass die Piraten nicht nur Schwerpunktpolitik, sondern ein umfassendes Programm zu bieten haben, in welchem Zentrum der Bürger und seine Rechte stehen.”
Er wünscht sich ein Deutschland, das von Freiheit, statt Angst geprägt ist.
geschrieben von Yasmine Urso	Piratentrolle, die Bullshit über mich verbreiten – ein Dementi
06/05/2013	|	Source: die ennomane - Enno Park	Zum nächsten Artikel
tl;dr: Verschwörungstheoretiker verbreiten, ich sei trotz meines Austritts aus der Piratenpartei hinter den Kulissen weiter aktiv, vor allem was die SMV betrifft, und unterstellen gar, Texte anderer Leute seien von mir. Das entspricht nicht der Wahrheit.
Man könnte ja meinen, mit meinem Austritt aus der Piratenpartei sei Ruhe im Karton. So ganz funktioniert das nicht, weil meine Person offenbar zu einer fixen Idee mancher merkbefreiter Verschwörungstheoretiker in der Piratenpartei geworden ist, die wohl glauben, ich würde hinter den Kulissen irgendwelchen sinistren Machenschaften nachgehen. So zum Beispiel der Pirat Edmund Piper aus der Konrad-Zuse-Crew: Seit Monaten beschimpft er mich auf durchaus justiziable Weise auf verschiedenen Mailinglisten der Partei. Dass er das ohne Konsequenzen tun kann, war einer meiner Gründe, die Partei zu verlassen.
Jüngstes Beispiel sind Äußerungen, in denen er suggeriert, ich sei trotz meines Austrittes nicht wirklich weg (was immer das heißen mag) und würde mich als Ghostwriter für Enno Lenze und Katja Dathe betätigen, die beide für mehr Mitbestimmung und die Einführung einer internetbasierten Abstimmungplattform (“Ständige Mitgliederversammlung, SMV”) kämpfen. Als ob die einen Ghostwriter nötig hätten: Die können beide hervorragend selber schreiben.
Mir widerstrebt es, einem Troll wie Edmund Piper, dessen Lieblingsbeschäftigung darin besteht, das Klima zu vergiften, wo immer er auftaucht, überhaupt weiter Aufmerksamkeit zu schenken – es ist aber leider nötig, da seine Äußerungen nicht nur für mich ehrabschneidend sind, sondern auch für andere Personen wie Katja Dathe, Enno Lenze oder all die jetzt nicht genannten Personen, die an der SMV arbeiten, zumal in den Anträgen zum Bundesparteitag und Begleittexten sehr viel Arbeit und Hirnschmalz steckt.
Das Beispiel zeigt, wie dummdreist lügende Verschwörungstheoretiker gequirlten Bullshit verbreiten und mit unlauteren Mitteln versuchen, Stimmung zu machen. An dieser Stelle nochmal in aller Klarheit: Ich habe sämtliche Tätigkeiten in der Piratenpartei mit meinem Austritt eingestellt. Außerdem habe ich mich seit der “SMVcon” nicht mehr um das Thema SMV gekümmert. Keiner der Anträge für den Bundesparteitag stammt von mir, sondern von den jeweiligen Antragstellern. Dasselbe gilt für diverse Veröffentlichungen und Blogposts.
Ich kann der Piratenpartei nur wünschen, dass sie das mit der SMV auf die Reihe kriegt und sich dabei von Trollen wie Edmund Piper nicht beirren lässt, aber das ist jetzt nicht mehr meine Suppenschüssel.
05/05/2013	|	Source: Landesverband Berlin	Zum nächsten Artikel
Wahlkreis: 84 (Berlin-Treptow-Köpenick)
Beruf und Tätigkeit: IT-Berater
Ämter und Funktionen: Bezirksverordneter in der BVV Treptow-Köpenick
Mailadresse: volker.schroeder<et>berlin.piratenpartei.de
Webseite / Blog: volkerswelt.eu	Kaperbriefe für den Bundestagswahlkampf
05/05/2013	|	Source: Piratenzeitung zu Berlin	Zum nächsten Artikel
Wir sind gerade dabei, die Bundesausgabe zu konzipieren. Dies ist der aktuelle Stand:
Kaperbrief „Piratenpolitik“
(Stand 01.05.13, Änderungen vorbehalten)
Geplanter Inhalt (Stand 01.05.13):
Interview mit dem Vorstand zur Perspektive Bundestag
Artikel zur Netzneutralitätvon Katharina Nocun
Artikel zu Open Government und Bürgerbeteiligung von Anke Domscheit-Berg
Artikel zu Urheberrecht von Bruno Kramm
Artikel zu Sozialpolitik und BGE von Thomas Küppers
Artikel zur Landwirtschaft von Birgitt Piepgras
Artikel zur Meinungsbildung bei den Piraten mit LiquidFeedback
Vorbestellungen sind im PShop möglich.
“J’ai vu trop de gens mourir” – Une contre-histoire des Internets – ARTE
02/05/2013	|	Source: Stephan Urbach	Zum nächsten Artikel
arte hatte mich und andere Menschen vor geraumer Zeit für das Projekt “internetz” vor die Kamera geholt. Die Interviews werden nun nach und nach unter CC Lizenz stehend auf youtube veröffentlicht, so dass sich jede Person rein theoretisch eine eigene Dokumentation zusammen stellen kann. Meines ist auch schon da. Für die meisten von euch dürfte das aber nichts neues sein. Das Interview ist englisch mit französischen Untertiteln. Viel Spaß.
30/04/2013	|	Source: neusprech.org	Zum nächsten Artikel
Dieser Text erschien zuerst in unserem Buch „Sprachlügen: Unworte und Neusprech von ,Atomruine‘ bis ,zeitnah.‘“	PirateFeedback statt LiquidFeedback im Bund?
30/04/2013	|	Source: tarzun	Zum nächsten Artikel
Da will ein besonders cleveres Kerlchen unter dem Radar des BPT-Vorbereitungstrubels mal eben die LQFB-Nutzer abstimmen lassen, doch das LQFB durch "PirateFeedback zu ersetzen. und weil über zwei Delegationshops meine "Macht" im LQFB-Systembetrieb bei ihm landet, hatte die Idee sogar nen fetten grünen Balken und sah voll beliebt aus.Inzwischen habe ich zahlreiche meiner Delegationen in der Initiative veloren und der Initiator ein deutlich geringeres Stimmgewicht. Dazu reichten schonmal eben drei Tweets. Soviel zur "Macht" der bösen Superdelegierten. Welche Macht ist es, die mit drei Tweets zerstöret werden kann?Warum ich der Initiative nicht zustimmen werde Schnellverfahren ist nicht für "Damit vorm BPT ein Ergebnis da ist", sondern für dringende Sachen, wo man (unter der Inkaufnahme einer geringeren Beteiligung) einen schnellen Gradmesser braucht. Das ist hier nicht der Fall.
Der Initiator behauptet, die Entwickler von LiquidFeedback würden ihr Produkt nachlässig pflegen. Das ist mit "rotzfrech gelogen" wohl noch diplomatisch beschrieben. Die angesprochene Distanzierung bezieht sich auf den Betriebsmodus innerhab der Piratenpartei, die im Grunde auf Grund fehlender Nachvolziehbarkeit einen Wahlcomputer nutzen.
Der Initiator hat nicht einen einzigen Satz mit mir als für LQFB zuständigem Vorstandsmitglied besprochen. Es gab nicht ein Hilfsangebot, nicht eine Information über ein bereitstehendes Team oder ähnliches, dass nach einer eventuellen Umstellung PirateFeedback im Alltagsbetrieb pflegen würde.
Warum ich PirateFeedback nicht für die Lösung halteDie Probleme der innerparteilichen Onlinebeteiligung liegen nicht am Tool. LQFB hat Verbesserungspotential und in PirateFeedback wurden auch einige Dinge eingebaut, die tatsächlich sinnvoll sind (genauere Mailbenachrichtigungen, Intergration von Wikiarguments z.B.) Der Preis dafür ist allerdings der Verzicht auf Liquid Democracy. Ein zu hoher Preis. Davon abgesehen liegt das größte Potential nicht in kleinen Änderungen an der Software, sondern an Betrieb und Verbindlichkeit.Blöderweise kann man diese sinnvollen Patches nicht ins Bundesliquid übernehmen, weil der Entwickler von PirateFeedback es unter der restriktiveren GPL lizensiert hat, während LQFB unter einer BSD-artigen Lizenz steht. Die GPL-Patches dürfen nun nicht in die BSD-Software eingebaut werden. Schade, denn so sind sinnvolle Verbesserung nicht einfach übertragbar. Aber sharing is halt nicht mehr caring, wenn man den bösen LQFB-Entwickler eine mitgeben kann, nech?Die "parteiinterne Entwicklerbasis" ist auf den ersten Blick ein Vorteil (LQFB wird von einem parteiunabhängigem Verein, PirateFeedback von ein oder zwei Parteimitgliedern gebaut). Weiß man allerdings, dass einer der Entwickler schonmal ein Parteiamt hingeworfen hat, weil ihm ein Beschluß der Partei nicht in den kram passte, dann verlasse ich mich lieber auf den langsameren und unabhängigeren Verein mit einer breiteren Kundenbasis, der nicht mal eben in den Sack hauen kann.Das eigentlich Problem an LQFB im Moment sind nicht "Superdelegierte" (s.o.), Designdinge oder ähnliches, sondern die geringe Beteiligung, die mangelnde Verbindlichkeit, der Betrieb im "Wahlcomputermodus" und ähnliches. Alles Dinge die letztlich toolunabhängig sind und die auch PirateFeedback hat. Denn auch im 6.500 Piraten starken LV Bayern stimmen idR weniger als 100 Leute im PirateFeedback ab...Warum das im Moment alles völlig uninteressant istUnser Problem ist nicht das Tool. Unser Problem ist, dass wir über Details an Tools reden und dabei das große Ganze vergessen. Ich bin sicher, dass die ganze Partei sich im Grundsatz für verbindliche Online-Partizipation, für ein Mehr an innerparteilicher Demokratie, für ein Mehr an Macht und Verantwortung für die Parteibasis ausspricht.Dabei ist es weder hilfreich noch relevant, sich jetzt Gedanken darüber zu machen, ob der Loginbutton nun orange oder lila ist, ob man BPTArguments integriert odr parallel extern hat, wer alles nen Account bekommt, welche Regelwerke und Fristen es gibt, ob man ständig oder regelmäßig abstimmt.Das ist elles egal, solange wir uns nicht klar machen, dass wir alle dasselbe Ziel haben: Mehr Demokratgie wagen. Die direkten und indirekten Beteiligungsmöglichkeiten erhöhen. Und das natürlich auch parteiintern. Solange wir uns nicht erstmal auf das "Ob" einigen, werden wir nie ein "Wie" finden. Deswegen solten wir uns in Neumarkt für das grundsätzliche "Ob" entscheiden, uns in die Satzung schreiben, dass wir innerparteich mehr Online-Demokratie wagen wollen und dann ein "Wie" finden, um diesen Arbeitsauftrag umzusetzen. Bildet Ban^wProvider!
26/04/2013	|	Source: Stephan Urbach	Zum nächsten Artikel
Wir haben es alle vermutlich mehrfach gelesen. Die -T–elekom macht ernst und scheißt auf die Netzneutralität und auf Geschwindigkeit. Angeblich wegen des vielen Traffics, doch das ist Bullshit – es geht einfach drum, noch mehr Kohle zu scheffeln, denn die Milliarden, die sie bereits macht, sind natürlich nicht genug.
Kai Biermann hat bei der Zeit mal aufgeschrieben, warum das ein Problem ist und kommt zu der Lösung, entweder die Telekom zu verstaatlichen (die er selbst wieder verwirft, denn der Staat, der meint es ja nachweislich gut mit uns und wir können dann davon ausgehen, dass wir dann überwacht werden) und/oder endlich mal Netzneutralität gesetzlich zu verankern. Die Idee halte ich für gut, denke aber nicht, dass es vor 2025 passieren wird, so viel Vertrauen habe ich in unserer Politik.
— Stephan Urbach (@herrurbach) 22. April 2013
Lasst uns es besser machen. Wir haben die Möglichkeit, sowas zu tun. Provider sein ist kein Hexenwerk und keine schwarze Magie. Wir können das wirklich machen. Demokratischer. Besser. So, dass auch Menschen mit wenig Geld in den Genuss von schnellem Internet kommen. Wir können das genossenschaftlich regeln, und das ist wirklich nicht schwer. Genossenschaften sind mit die demokratischste Möglichkeit, Firmen zu führen. Egal wieviel von einer Genossenschaft einer Person gehört, es verändert nicht, wie bei einer AG, das Stimmgewicht. Vielleicht kommen wir so dem Traum vom demokratischen Internet entgegen. Vielleicht scheitert es. Egal, es wurde dann wenigstens versucht. Mehr über Genossenschaften gibt es bei der Wikipedia.
Ein paar Vögelchen zwitscherten mir, dass es Menschen gibt, die das nun vorhaben. Ich werde mir das ansehen, den Prozess mitmachen und hoffe, dass in wenigen Monaten dann die “Wir haben die schnellen Katzenvideos e.G.” steht und den Konzernen anfangen kann, die Stirn zu bieten. Für eine schnellere Katzenvideo-Welt. Denn nur darum geht es, oder?
24/04/2013	|	Source: tarzun	Zum nächsten Artikel
Nochmal. Telekom. Drossel. Ihr wißt Bescheid. Seit ner Weile geht folgendes rum Mit Drosselung lädt die Telekom-Webseite länger als der Bundestag brauchte, um das Meldegesetze durchzuwinken. vimeo.com/64641982 — yetzt (@yetzt) 24. April 2013 Telekom-Drossel mit 384 kbit/s from yetzt on Vimeo. 101 Sekunden. Reichliche anderthalb Minuten. Schaun wir mal. Laut derselben Quelle haben wir gedrosselt ne Bandbreite von 364 kBit/s. Wenn wir jetzt 101 Sekunden laden, dann sind das also insgesamt 36764 kBit sind 4596 kByte sind ~4,49 MB. Die Telekom-Startseite ist also laut diesem Beispiel knapp 4,5 MB groß. Gut da geht noch bisserl Latenz und lokale Renderingzeiut ab, aber das wird ja wohl keine ganze Minute dauern. Oder? Yetzt gibts dasselbe Video nochmal auf Youtube: Da dauert das plötzlich "nur" noch 51 Sekunden. Sind also 18564 kByte sind 2321 kByte sind ~2,27 MB. Hä? Ein und dieselbe Seite einmal 4,5MB und einmal 2,3 MB? Schauen wir nach: Opera, Chrome und Firefox sagen, dass man mit dem Aufruf der Telekomstartseite roundabout 1,5MB runtergeladen hat. Das wären rückwärts gerechnet runde 30 Sekunden, also ne lässige Minute schneller als das dramatische Beispiel von oben (die Aussage mit dem Meldegesetz stimmt aber trotzdem noch, wenn auch nur knapp). Wir haben also ne realistische gedrosselte Downloadzeit von ner reichlichen halben Minute statt den rumgehenden 101 Sekunden. Das ist immer noch...lange. Aber wenn man ehrlich ist muss man nicht auf das letzte Werbebnner warten um auf "Handytarife" oder so zu klicken und in manchen Gegenden wären die Leute froh, wenn man wenigstens 384kBit (immerhin 6x ISDN) gelegt bekäme. Und die Moral von der Geschicht? Das Internet lügt immer, also rechne nach bevor Du der durchs Dorf getriebenen Sau noch nen Tritt gibst.
Nachtrag: Die Überschrift bezieht sich auf den mir bekannten Spruch "Der Kunde lügt. Immer" aus Helpdesk-Kreisen bzw. ist eine Anspielung auf die Empörung der Heilkräuterpetition, wo man sich auf "Seiten im Internen, die die Wahrheit schreiben" verließ. Das Video selbst ist selbstverständlich keine Lüge und auch der Ersteller lügt nicht. Sorry, wenn das so rüberkommt. Ich möchte die "Aufregung" nur ein wenig...einordnen.	Telekom enteignen
24/04/2013	|	Source: die ennomane - Enno Park	Zum nächsten Artikel
tldr: Eine trotz des Titels durchaus differenzierte Betrachtung über die Abschaffung der Flatrate und die Traffic-Drossel bei der Telekom
Die Telekom hat angekündigt, bei Neukunden ungefähr ab dem Jahr 2016 die Bandbreite zu drosseln, wenn Kunden ein bestimmtes Datenvolumen überschreiten. Seitdem steht das Netz Kopf und sogar die Bundesregierung hat sich in dieser Frage eingeschaltet. Aber es gibt auf weniger aufgeregte Stimmen. Alles Hysterie?
Abrechnung nach Volumen würde die Anbieter sogar antreiben, die Netze wieder weiter auszubauen, so eine These. Ein wenig ist das wie mit Strom-, Gas- und Wasseranbietern. Im Haus misst eine Uhr den Verbrauch, gezahlt wird nach Verbrauch, den jeder Nutzer ganz gut einschätzen kann. Wer nicht gerade seine private Hanfzucht im Keller mit 25.000 Lumen beleuchtet, wird nicht viel zu befürchten haben. Die “Bild” kann einmal im Jahr neben steigenden Sprit-, Gas-, Wasser- und Strom-Preisen auch noch über gestiegene (oder gesunkene) Internet-Preise berichten.
Ist dem wirklich so? Auch wenn nicht alles, was hinkt, ein Vergleich ist, finde ich die klassische Auto-Metapher viel passender: Man stelle sich eine Straße vor, auf der nach 75 gefahrenen Kilometern statt 100 km/h nur noch 2,34 km/h gefahren werden kann. Das Internet von dieser Seite zu betrachten, ist gar nicht so absurd, wie es auf den ersten Blick wirkt. Bei Strom, Gas und Wasser verbrauchen wir einen konkreten Rohstoff und dieser Verbrauch hat einen Preis. Im Internet verbrauchen wir keine Ressourcen, wir nutzen nur Leitungen, wie wir Straßen nutzen. Nur so konnte sich im Netz eine Kultur herausbilden, in der wir ohne Sorge vor Engpässen die Cloud nutzen oder Videos anschauen können. Drosseln wir den Traffic begründen wir eine Mangelkultur der Traffic-Sparsamkeit, dürfte das die deutsche Internetwirtschaft noch weiter zurückwerfen als sowieso schon.
Aber auch wenn man das anders sieht als ich, bleiben gewaltige Nachteile. Eine Drosselung des Traffics bedeutet auch, dass der Traffic kontrolliert werden muss. Die Telekom muss schließlich Rechnungen schreiben und ggf. auch beweisen, dass ein Teilnehmer zuviel Traffic verbraucht hat. Die gerade erst überwunden geglaubte Vorratsdatenspeicherung müsste durch die Hintertür wieder eingeführt werden einschließlich aller damit einhergehenden Probleme was staatliche Überwachung und das Abmahnunwesen betrifft (und es gibt sicherlich etliche Politiker, denen das durchaus passen würde.)
Ähnlich schwer wiegt der Eingriff in die – sorry, sperriges Wort - Netzneutralität. Warum das ein Problem ist: Die Telekom bietet mit “Entertain” Fernsehen über das Internet an. Dieser Traffic wird nicht mit auf das verbrauchte Datenvolumen angerechnet und funktioniert auch nach Drosselung mit voller Bandbreite. Dummerweise enthält das Angebot einen Video-on-Demand-Dienst. Alle anderen Video-on-Demand-Dienste haben jetzt ein Problem. Wenn ich als Telekom-Kunde nämlich einen Film aus Apple iTunes, Amazon Lovefilm oder Maxdome von ProSiebenSat.1 ansehen will, kostet mich das meinen Inklusiv-Traffic. Die Telekom verschafft also seinem hauseigenen Dienst einen unlauteren Wettbewerbsvorteil. Auf die Dauer wird das dazu führen, dass nur noch große Konzerne mit eigenen Leitungen oder viel Geld in der Lage sein werden, trafficlastige Anwendungen anzubieten.
Netzneutralität bedeutet im Endeffekt nur: Jeder kann im Netz gleichermaßen publizieren und Dienste anbieten, und das ist geil. Deshalb steckt auch hinter “Telekom enteignen” mehr als platter Populismus. Bis auf kleine Ausnahmen bei den Kabelnetzen und einigen Stadtnetzen besitzt die Telekom die einst aus Steuergeldern mitfinanzierten Leitungen, auf denen sie dieselben Dienstleitungen anbietet wie ihre Konkurrenten, die keine eigenen Leitungen haben. Die einzig sinnvolle Möglichkeit, hier einen echten Markt mit Wahlmöglichkeit für die Endkunden zu schaffen, wäre eine vollständige Trennung von Netz und Diensten/Inhalten. Das Problem steckt weniger in der Drossel als in der Verquickung dieser beiden Geschäftsbereiche. Natürlich möchte ich den Fehler vermeiden, einen neuen staatlichen oder privaten Netzmonopolisten zu schaffen: Das Netz sollte meiner Meinung nach in mehrere Teilnetze zerlegt werden, die genossenschaftlich organisiert werden könnten und miteinander kooperieren sollten. Gleichzeitig ist es hier Aufgabe der Regierung und Parlamente, für Rahmenrichtlinien zu sorgen wie zum Beispiel Ausbauziele im ländlichen Raum, die dann auch in Kooperation mit Initiativen wie Freifunk umgesetzt werden könnten.
Bleibt die Frage, was schneller passiert: Dass die Telekom ihre Pläne durchführt und damit eine Kettenreaktion auch bei den anderen Providern auslöst, an deren Ende die Netzneutralität großflächig verloren geht, oder dass die Netzneutralität in Deutschland gesetzlich verankert wird. Vielleicht findet sich ja die eine oder andere Partei, die das fordert. Die Bundesregierung beschränkt sich derzeit auf Drohungen an die Telekom, allerdings ist das Machtverhältnis wohl ein anderes: Die Telekom leitet einen guten Teil ihrer Gewinne in den Staatshaushalt. Allein die Behauptung, die Drossel sei nötig, damit sie auch weiterhin einzahlt, dürfte genügen, um die Regierung von echten Konsequenzen absehen zu lassen. Am Ende wiederholt sich wohl nur, was noch jedem Medium passiert ist: Nach einer anarchistischen Phase in den ersten Jahren und Jahrzehnten begannen Konzerne (und gelegentlich Staaten oder öffentlich-rechtliche Anstalten) die Kontrolle über das Medium zu übernehmen. Es gibt starke Anzeichen dafür, dass es dem Internet ähnlich ergehen wird.
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