Source: http://www.laborberlin.com/service/praeanalytik/teil-iiii-virologie.html
Timestamp: 2017-05-29 22:50:23+00:00

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Labor Berlin: Teil II.II - Virologie
Labor BerlinAktuellesFachbereicheServiceFür EinsenderStudien & KooperationenPresseKarriere	QualitätsselbstverständnisLeistungsverzeichnisFormulare/DownloadPräanalytikMessunsicherheitInterdisziplinäre FallberatungLinks	AllgemeinesTeil I - LabormedizinTeil II.I - MikrobiologieTeil II.II - VirologieTeil III - Molekulargenetik	Geschäftszeiten, Telefonnummern
Reguläre Dienstzeiten (030-4050 26 352/-353)Montag bis Freitag 7.00 Uhr bis 19.00 UhrBefundauskunft / Diagnostische Beratung 8.30 Uhr bis 19.00 Uhr 030-4050 26 500/800Laborannahme 7.00 Uhr bis 18.00 Uhr Fax 030-405 026-650
Rufbereitschaft (0151-42 23 04 47)nachts (19.00-8.00) und samstags / sonntags / feiertags ganztägigRufbereitschaft 0151-42 23 04 47
Es kann vorkommen, dass ein Anruf in der Rufbereitschaft nicht sofort entgegengenommen werden kann. Bitte hinterlassen Sie in diesem Fall eine Nachricht. Wir rufen Sie umgehend zurück. Notfalldiagnostik
Bitte die geforderte Untersuchung vorher sowohl während der regulären Dienstzeit als auch während der Rufbereitschaft telefonisch ankündigen.Die Notfallproben per Taxi / Bote direkt an Labor Berlin Sylter Str.2, Zentrale Annahme schicken. Alle Proben für die Notfalldiagnostik müssen deutlich mit "CITO" gekennzeichnet sein.
Serologische Teste für die unten angegebenen Parameter werden in der klin. Chemie bearbeitet:
PCRHBs AntigenHSV-DNAAnti-HBs Antikörper (quantitativ)VZV-DNAAnti-HAV IgMCMV-DNAHIV1/2 Combitest (AK + p24 Ag)Hepatitis-B-Virus-DNA (qual.)Hepatitis-C-Virus-RNA (qual.)HIV-RNA (qual.)
An arbeitsfreien Tagen, jedoch nicht nachts; bei ausgewählten Fragestellungen:
EBV-DNA (bei V.a. Lymphom, PTLD)AdV-DNA (bei V.a. disseminierte Inf.)
Das Untersuchungsmaterial ist mit einem Patientenetikett zu kennzeichnen.
Auf dem Anforderungsschein müssen folgende Informationen angegeben sein:Name und Geburtstag des Patienten(Patientenetikett mit barcodelesbarer Fallnummer, Name und Geburtstag)Einsender (Einsenderetikett) mit Telefonnummer, KostenträgerDatum und Uhrzeit der Entnahme der ProbeArt des Untersuchungsmaterials (ankreuzen)Angeforderte Untersuchungen (ankreuzen)Alle Notfalluntersuchungen sollten deutlich mit CITO gekennzeichnet werdenFür den Patienten wesentliche klinische Angaben sind zur Interpretation erforderlich.Nachträglich sind weitere Anforderungen möglich über 030-405026 500/800 (je nach Probenmenge und Untersuchung bis maximal 1 Jahr nach Einsendung)Die Untersuchung von post mortem Blut kann zu falsch positiven oder falsch negativen Ergebnisse führen. Die entsprechenden Befunde werden nur unter Vorbehalt erstellt. Bei sämtlichen IgG-Werten muss berücksichtigt werden, dass ggf. verabreichte Immunglobuline oder Blutkonserven Einfluss auf den IgG-Wert haben können. Insofern teilen Sie entsprechende Informationen auf dem Einsendeschein mit.Anforderungsscheine erhalten Sie durch Ausdruck von unserer Homepage.
Für sehr seltene Untersuchungen, die nicht in unserem Labor durchgeführt werden, leiten wir das Material nach Rücksprache weiter (Ausnahme: Viren der Risikogruppe 4, siehe entsprechendes Kapitel). Für virologische Untersuchungen im Rahmen von klinischen Studien ist eine vorherige Absprache notwendig:
Telefon Molekulardiagnostik: (030) 40 50 26-405Telefon Infektionsserologie: (030) 40 50 26-421
Mit unserem Befundbericht erhalten Sie neben einer Interpretation der Ergebnisse auch Informationen zu Nachweisgrenzen bzw. linearen Bereichen der Verfahren (z. B. PCR) sowie Hinweise zur Meldepflicht. Erläuterungen zu einigen Dingen, die wir nicht mehr auf jeden Befund vermerken können:Die Nachweisgrenze gibt die 95%ige Wahrscheinlichkeit an, mit der eine Viruslast ermittelt wird. Bei jeder PCR können Genomäquivalente unterhalb der Nachweisgrenze u.U. nicht detektiert werden.Bei allen serologischen Testen versteht sich, dass die Gabe von Immunglobulinen oder Bluttransfusionen die Höhe der IgG-Spiegel beeinflussen können. IgA und IgM-Spiegel sind weitestgehend unberührt.Referenzbereiche wie sie von anderen Laborparametern bekannt sind, können vielfach nicht angegeben werden. Laut Definition stellt ein Referenzbereich den Bereich dar, in den 95% aller Messwerte der gesunden Population im Untersuchungsgebiet fallen. Somit kann man von folgenden Tatsachen ausgehen: bei >95% aller Personen sollten IgM-Antikörper und auch der Nukleinsäuretest negativ sein. IgG-Referenzbereiche hängen maßgeblich von der Seroprävalenz im Untersuchungsgebiet ab (die für die meisten Parameter nicht durch aktuelle Studien belegt ist) und ist darüber hinaus auch altersabhängig. Deswegen verzichten wir derzeit auf Angaben von Referenzbereichen bei allen IgG-Testen, werden aber ungewöhnliche Titer oder Konstellationen durch einen entsprechenden Befundtext mitteilen. Zu diesem Thema beschäftigt sich die Diagnostikkommission der Gesellschaft für Virologie mit dem Sektorkommittee der DAkkS.
Die Effizienz der virologischen Labordiagnostik wird entscheidend durch Materialgewinnung und-transport bestimmt.
Das Untersuchungsmaterial ist mit einem Patientenetikett (Name und Geburtsdatum) zu kennzeichnen.MaterialHinweisTransportzeit/-temperaturfür Anforderungen vonAntikörper-testsVirusdirekt-nachweisenAbstrichbei Vesikeln: zellreiches Material vom Bläschengrund mit sterilem Tupfer in 0,5-1 ml isotoner, steriler NaCl-Lösung, kein Stichagar verwenden! 6 h / optimal bei 4°CBiopsie (Gewebe)auf Trockeneis oder in isotoner, steriler NaCl-Lösung sofort zum Labor immer gekühlt 4 °C oder –80 °C;nicht –20 °CBronchiallavage Respiratorische Sekretein sterilem Gefäß (Rachenspülwasser: mit steriler, isotoner NaCl-Lösung gurgeln lassen) 6 h / optimal bei 4°CKnochenmarkEDTA-Röhrchen 6 h / optimal bei 4°CLiquor³ 1 ml in sterilem Gefäß24 h Raumtemp.6 h / optimal bei 4°CSerum10 ml Vacutainer bzw. Monovette24 h Raumtemp.6 h / optimal bei 4°CPlasma7 ml EDTA- oder Citrat-Vacutainer bzw. –Monovette kein Heparinblut (hemmt die PCR) 6 h / optimal bei 4°CLeukozyten4 ml EDTA- oder Citrat-Vacutainer bzw. –Monovette kein Heparinblut (hemmt die PCR) 6 h / optimal bei 4°CStuhlerbsengroßes Stück oder 1-2 ml 24 h / optimal bei 4°CUrinmindestens 1 ml in sterilem Gefäß 6 h / optimal bei 4°CFruchtwassermindestens 2 ml in sterilem Gefäß 6 h / optimal bei 4°C Bitte beachten:Für Antigennachweise, Viruslastbestimmungen mittels NAT oder Virusanzucht sollte nach Möglichkeit eine Transportdauer von 6 Stunden nicht überschritten werden.
Differentialdiagnostische Orientierungshilfe
(nur in Europa vorkommende Viren; nur häufige Erreger aufgeführt)
Erkrankung / Symptome Respirationstrakt Pharyngitis/Laryngitis/CoronavirenTracheitis/BronchitisAdenoviren (C1, 2, 5; B3, 7, 14, 21; E4) Enteroviren Influenzaviren
Humanes Metapneumovirus Parainfluenzaviren 1-3 Masernvirus Rhinoviren
HPVPneumonieInfluenzaviren A>B Adenoviren (C1, 2, 5; B3, 7, 14, 21; E4) RSV Masernvirus (Riesenzellpneumonie) Metapneumovirus HSV (Immunsupprimierte) CMV (Immunsupprimierte) VZV (Säuglinge, Immunsupprimierte)
Rhinoviren (Immunsupprimierte)
BK-Virus (Immunsupprimierte)PleurodynieEnterovirenAugeKonjunktivitis, Retinitis, KeratitisAdenoviren (Konjunktivitis: B3, 7; D8, 11, 19, 37; E4)CMV (Retinitis, Uveitis anterior, Iridozyklitis)HSV-1,2 (Uveitis anterior, Iridozyklitis, Keratitis)VZV (Uveitis anterior, Iridozyklitis, Konjunktivitis)Enteroviren (hämorrhag. Konjunktivitis)Masernvirus(Mumpsvirus, Influenzaviren, Parainfluenzaviren, Rötelnvirus, EBV, Molluscum contagiosum)Papillome: HPV (Dysplasie, Karzinom)Glaukom, Katarakt Katarakt, OptikusatrophieRötelnvirus (auch beidseitig)
CMV, VZV BewegungsapparatArthralgie/Arthritis/Parvovirus B19Myalgie/MyositisRötelnvirusMumpsvirusVZVHBV, HCV (Arthralgie/Arthritis)
HAV (Myalgie/Myositis)HIVHantavirenEnterovirenInfluenzavirenBlutbildveränderungenAnämieParvovirus B19 (aplastische Anämie)EBV
CMVLeukopenieMasernvirus
Enteroviren (Lymphopenie)
CMVHIVThrombozytopenieCMV (Immunsupprimierte, konnatal)
HantavirenPanzytopenieCMV (Immunsupprimierte)EBVParvovirus B19 (transiente aplastische Krise)HHV6 (hämophagozytisches Syndrom)GastrointestinaltraktGingivostomatitisHSV-1 (-2)EnterovirenParotitisMumpsvirusEBVEnterovirenÖsophagitisCMV (Immunsupprimierte)HSV-2,1 (Immunsupprimierte)Papillome: HPVGastritisAdenoviren A31 (Immunsupprimierte, Kinder)CMV (Immunsupprimierte)Enteritis/DiarrhoeRotaviren (Kinder)Adenoviren (F40, 41; C1, 2, 5, 6; A31)NorovirenAstrovirenEnteroviren
CoronavirenCMV (Immunsupprimierte)Kolitis / Proktitis / SchleimhautulzeraCMV (Immunsupprimierte)
HSV-2/(1) (Immunsupprimierte)Hepatitis / Hepatomegalie / Hepatitis Viren A, E (akute Hepatitis)teilw. IkterusHepatitis Viren B, D, C (akute o. chronische Hepatitis)CMVEBVVZVMumpsvirusHSV-2,1 (konnatal)Parvovirus B19HHV-6Adenoviren (Immunsupprimierte)Leberzirrhose/KarzinomHepatitis Viren B, C, DPankreatitis / Mumpsvirus (Diabetes mellitus Typ 1)Diabetes mellitus Typ 1 (außer CMV)CMV
Enteroviren (Diabetes mellitus Typ 1)
Röteln (konnatal, Diabetes mellitus Typ 1)GeschlechtsorganeProstatitisHSV-2, -1Condylomata accuminata / Dysplasie / KarzinomeMolluscum contagiosum Virus
HPVOrchitis / AdnexitisMumpsvirusvesikuläre ErkrankungHSV-2, -1
VZV (gelegentlich)
Molluscum contagiosum Virussexuelle ÜbertragungHSV-2, -1
Adenoviren (D19, 37)Haut/SchleimhautExantheme / EnanthemeParvovirus B19 (Erythema infectiosum)Enteroviren RötelnvirusMasernvirus (Roseolen, Koplik-Flecken)HHV 6, 7 (Exanthema subitum)HIVMolluscum contagiosum VirusVesikelVZVHSV-1,2Enteroviren (Hand-Fuß-Mund-Krankheit, Herpangina)PockenPapillomeHPVKaposi-SarkomHHV8Herz und GefäßeMyokarditis, Perikarditis, Rhythmus­störungenEnteroviren
Influenza-A-VirenMumpsvirusParvovirus B19EBV, CMVAdenovirenFSMEVaskulitisHBV
VZVNiere/ableitende HarnwegeNephritis/NephropathieAdenoviren (B11, 21 insbesondere nach NTx)CMV (insbesondere nach NTx)BK-Virus (selten JCV); nach NTx)HantavirenHepatitis C VirusHepatitis B Virus (Glomerulonephritiden)ZystitisAdenoviren (B11, 21)CMVBKV (selten JCV) (Immunsupprimierte)Infektionen bei immunsupprimierten Patienten (insbesondere nach Transplantation)Generalisierte und/oder lokale InfektionenCMV (Pneumonie, Hepatitis, Blutbildveränderungen)
EBV (PTLD, Blutbildveränderungen, Hepatitis)HHV6 (Blutbildveränderungen, Pneumonie)
Adenoviren (Zystitis, respiratorische Infekte)HSV-1, -2VZV (Pneumonie, Zoster)SchwangerschaftAbort/Frühgeburt/KindstodCMVParvovirus B19VZVRötelnvirusMumpsvirusHydrops fetalisParvovirus B19CMVEmbryopathien/FehlbildungenCMVVZV (selten)Rötelnvirus (Gregg-Syndrom)sepsisähnliche KrankheitsbilderHSV-2, (-1) (Herpes neonatorum)Enteroviren (präpartal)
VZV (auch perinatal mit hoher Komplikationsrate)perinatale ÜbertragungHIVHBVHSVRisiken für die MutterHIV (Verschlechterung)HPV (Verschlechterung)HEV (fulminante Hepatitis)VZV (Pneumonie)ZNSEnzephalitis, MeningoenzephalitisHSV-1, (-2)VZVHIVFSME-VirusAdenovirenMasernvirusCMV (bei Immunsupprimierten); EBV
Enterovirus 71, Polioviren 1-3Influenzaviren / ParainfluenzavirenParvovirus B19
HHV6 (selten)(aseptische) MeningitisEnterovirenMumpsvirusHSV-2VZVHIVAdenoviren
Sandfliegen-Fieber-VirenDemenz/DegenerationJC-Virus (Polyomaviren; PML)HIVMasernvirus (SSPE)Rötelnvirus (kongenital, progressive Panencephalitis)MyelitisEnteroviren, Poliovirus 1-3VZVFSME-VirusEBVHIVHSV-2Polyradikulitis (Guillain-Barré-Syndrom)CMV (vorausgegangene Infektion)
EBV (vorausgegangene Infektion)Influenza-A-VirenHIVHSV-1, (-2)VZVFSMEMumpsFazialispareseVZVHSV-1/-2Hals / Nase / OhrenTonsillitisEBVCMVHIVThyreoiditisMumpsvirusParotitisMumpsvirus
EnterovirenOtitis mediaInfluenza A-Viren (bei Kindern)MasernvirusEnteroviren
RhinovirenInnenohrdefekteCMV (intrauterin)
Rötelnvirus (intrauterin)
Mumps (Hörsturz)
VZVZoster oticusVZV Hantavirusdiagnostik
Das Labor ist Teil des Nationales Konsiliarlaboratoriums für Hantaviren an der Charité Universitätsmedizin Berlin.
Kriterien für Verdachtsdiagnose hämorrhagisches Fieber mit renalem Syndrom (HFRS)akuter Krankheitsbeginn mit Fieber > 38,5 °CRücken-, Kopf- und/oder AbdominalschmerzProtein- und/oder HämaturieSerumkreatinin- (z. T. auch LDH- und CRP-) ErhöhungThrombozytopenieOligurieErreger von HFRS in Europa VirusSymptomePuumalavirus (PUUV)milde Form des HFRS (Nephropathia epidemica)Dobrava-Belgrad Virus (DOBV)HFRS unterschiedlicher Schweregrade (in Mitteleuropa bishermilde und moderate Formen des HFRS; z.T. mit Lungenbeteiligung)Tulavirus (TULV)bisher nicht bekannt Serologischer Nachweis von Hantavirus-spezifischen Antikörpern im Serum
Screening (Antikörper)
IgG, IgM, in-house ELISA PUUV, DOBV, HTNVIgG, IgM in-house ELISA SNV, ANDV, TULV, SEOVIgG, (IgM) IFT PUUV, DOBV, HTNV, SEOV, SNV
Antikörper-Line Blot
FRNT (Virusneutralisation) PUUV, DOBV, HTNV, SEOV, TULVnur nach Absprache
Genomnachweisnur während der virämischen, akuten KrankheitsphasePlasma, Leukozyten, NierenbioptatRT-PCR: PUUV, DOBV, HTNV, SEOV, TULVLagerung und Transport der ProbenProben zur serologischen Analyse: keine Kühlung erforderlichMaterialien für Genomnachweis: Plasma als EDTA- oder Citratblut; schnellstmöglicher Transportzum Labor (Kurier und gekühlt); Vollblut aufgenommen in RNA-Stabilisierungspuffer (z. B. PAXgene)Virusisolierung: EDTA-Blut, - schnellstmöglicher Transport zum LaborBei Verdacht auf Hantavirales Cardio-Pulmonales Syndrom (HCPS):HCPS wurde bisher nur in Nord- und Südamerika nachgewiesenErreger: Sin Nombre Virus (SNV), Andesvirus (ANDV)Nachweis: IgM- und IgG-Antikörper gegen im SNV und ANDV
„Ansteckungsgefährliche Stoffe, gefährlich für Menschen“ nach UN2814Kategorie A (Gefahrgutverpackung nach Norm P620)Affenpocken-, Ebola-, Flexal-, Guanarito-, Hantaan-, HCPS-hervorrufende Hanta- (s.o.), Hendra-, Junin-, Krim-Kongo-, Kyasanur-Waldkrankheit-, Lassa-, Machupo-, Marburg-, Nipah-, Hämorrhagisches Omsk-Fieber-, Pocken- (Variola major, Variola minor), Rifttal-Fieber-, Sabia-, Tollwut-, Venezuela-Pferde-Enzephalitis-Viren
Bei begründetem Verdacht auf Infektionen durch Viren der Risikogruppe 4, nehmen Sie bitte direkt mit unserem Labor Kontakt auf. Die Proben versenden wir dann an die untenstehenden Speziallabors.
Spezialisierte Einrichtungen für Viren der Risikogruppe 4:
Bernhard-Nocht-Institut für TropenmedizinAbteilung für VirologieProf. Dr. S. GüntherBernhard-Nocht-Str. 7420359 HamburgTel: 040-42818406/456 Fax -378Hotline 040-42818-0 (24 h täglich)www.bni-hamburg.de
Philipps Universität MarburgInstitut für VirologieProfessor Dr. BeckerHans-Meerwein-Str. 235043 MarburgTel: 06421-2866253/4Mobil: 0177-3108196w.uni-marburg.de/fb20/virolog Auszug aus demGesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen s.a. www.rki.de (Infektionsschutz Infektionsschutzgesetz)
3. AbschnittMeldewesen
§ 6 Meldepflichtige Krankheiten (hier nur viral bedingte)
1. der Krankheitsverdacht, die Erkrankung sowie der Tod ana) akuter Virushepatitisb) enteropathischem hämolytisch urämischem Syndrom (HUS)c) virusbedingtem hämorrhagischen Fieberd) Maserne) Mumpsf) Poliomyelitis (als Verdacht gilt jede akute schlaffe Lähmung, außer wenn traumatisch bedingt)g) Röteln einschließlich Rötelnembryopathieh) Tollwuti) Varizellen
2. der Verdacht auf und die Erkrankung an einer mikrobiell bedingten Lebensmittelvergiftung oder an einer akuten infektiösen Gastroenteritis, wenna) eine Person betroffen ist, die eine Tätigkeit im Sinne des § 42 Abs. 1 ausübt,b) zwei oder mehr gleichartige Erkrankungen auftreten, bei denen ein epidemischer Zusammenhang wahrscheinlich ist oder vermutet wird,
4. die Verletzung eines Menschen durch ein tollwutkrankes, -verdächtiges oder -ansteckungsverdächtiges Tier sowie die Berührung eines solchen Tieres oder Tierkörpers
5. soweit nicht nach den Nummern 1 bis 4 meldepflichtig, das Auftretena) einer bedrohlichen Krankheit oderb) von zwei oder mehr gleichartigen Erkrankungen, bei denen ein epidemischer Zusammenhang wahrscheinlich ist oder vermutet wird, wenn dies auf eine schwerwiegende Gefahr für die Allgemeinheit hinweist und Krankheitserreger als Ursache in Betracht kommen, die nicht in § 7 genannt sind.
Dem Gesundheitsamt ist unverzüglich das gehäufte Auftreten nosokomialer Infektionen, bei denen ein epidemischer Zusammenhang wahrscheinlich ist oder vermutet wird, als Ausbruch nicht namentlich zu melden. Die Meldung nach Satz 1 hat gemäß § 8 Abs. 1 Nr. 1, 3 und 5, § 10 Abs. 1 Satz 3, Abs. 3 und 4 Satz 3 zu erfolgen.
§ 7 Meldepflichtige Nachweise von Krankheitserregern (hier nur Viren)
1. Adenoviren; Meldepflicht nur für den direkten Nachweis im Konjunktivalabstrich2. Ebolavirus3. FSME-Virus4. Gelbfiebervirus5. Hantaviren6. Hepatitis-A-Virus7. Hepatitis-B-Virus8. Hepatitis-C-Virus; Meldepflicht für alle Nachweise, soweit nicht bekannt ist, dass eine chronische Infektion vorliegt9. Hepatitis-D-Virus10. Hepatitis-E-Virus11. Influenzaviren; Meldepflicht nur für den direkten Nachweis12. Lassavirus13. Marburgvirus14. Masernvirus15. Mumpsvirus16. Norovirus; Meldepflicht nur für den direkten Nachweis aus Stuhl17. Poliovirus18. Rabiesvirus19. Rotavirus20. Rubellavirus21. Varizella-Zoster-Virus22. andere Erreger hämorrhagischer Fieber.
(2) Namentlich sind in dieser Vorschrift nicht genannten Krankheitserreger zu melden, soweit deren örtliche und zeitliche Häufung auf eine schwerwiegende Gefahr für die Allgemeinheit hinweist. Die Meldung nach Satz 1 hat gemäß § 8 Abs. 1 Nr. 2, 3 und Abs. 4, § 9 Abs. 2, 3 Satz 1 oder 3 zu erfolgen.
§ 8 Zur Meldung verpflichtete Personen (Auszug)
(1) Zur Meldung oder Mitteilung sind verpflichtet:Im Falle des § 6 der feststellende Arzt; in Krankenhäusern oder anderen Einrichtungen der stationären Pflege ist für die Einhaltung der Meldepflicht neben dem feststellenden Arzt auch der leitende Arzt, in Krankenhäusern mit mehreren selbständigen Abteilungen der leitende Abteilungsarzt, in Einrichtungen ohne leitenden Arzt der behandelnde Arzt verantwortlich,Im Falle der §§ 6 und 7 sind die Leiter von Einrichtungen der pathologisch-anatomischen Diagnostik, wenn ein Befund erhoben wird, der sicher oder mit hoher Wahrscheinlichkeit auf das Vorliegen einer meldepflichtigen Erkrankung oder Infektion durch einen meldepflichtigen Krankheitserreger schließen lässt,

References: § 6
 § 42
 § 7
 § 8
 § 10

§ 7
 § 8
 § 9

§ 8
 § 6