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Timestamp: 2020-08-15 00:00:35+00:00

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EStG § 3c Anteilige Abzüge - NWB Gesetze
EStG § 3c i.d.F. 29.06.2020
§ 3c Anteilige Abzüge [1]
(2) [2] 1Betriebsvermögensminderungen, Betriebsausgaben, Veräußerungskosten oder Werbungskosten, die mit den dem § 3 Nummer 40 zugrunde liegenden Betriebsvermögensmehrungen oder Einnahmen oder mit Vergütungen nach § 3 Nummer 40a in wirtschaftlichem Zusammenhang stehen, dürfen unabhängig davon, in welchem Veranlagungszeitraum die Betriebsvermögensmehrungen oder Einnahmen anfallen, bei der Ermittlung der Einkünfte nur zu 60 Prozent abgezogen werden; Entsprechendes gilt, wenn bei der Ermittlung der Einkünfte der Wert des Betriebsvermögens oder des Anteils am Betriebsvermögen oder die Anschaffungs- oder Herstellungskosten oder der an deren Stelle tretende Wert mindernd zu berücksichtigen sind. 2Satz 1 ist auch für Betriebsvermögensminderungen oder Betriebsausgaben im Zusammenhang mit einer Darlehensforderung oder aus der Inanspruchnahme von Sicherheiten anzuwenden, die für ein Darlehen hingegeben wurden, wenn das Darlehen oder die Sicherheit von einem Steuerpflichtigen gewährt wird, der zu mehr als einem Viertel unmittelbar oder mittelbar am Grund- oder Stammkapital der Körperschaft, der das Darlehen gewährt wurde, beteiligt ist oder war. 3Satz 2 ist insoweit nicht anzuwenden, als nachgewiesen wird, dass auch ein fremder Dritter das Darlehen bei sonst gleichen Umständen gewährt oder noch nicht zurückgefordert hätte; dabei sind nur die eigenen Sicherungsmittel der Körperschaft zu berücksichtigen. 4Die Sätze 2 und 3 gelten entsprechend für Forderungen aus Rechtshandlungen, die einer Darlehensgewährung wirtschaftlich vergleichbar sind. 5Gewinne aus dem Ansatz des nach § 6 Absatz 1 Nummer 2 Satz 3 maßgeblichen Werts bleiben bei der Ermittlung der Einkünfte außer Ansatz, soweit auf die vorangegangene Teilwertabschreibung Satz 2 angewendet worden ist. 6Satz 1 ist außerdem ungeachtet eines wirtschaftlichen Zusammenhangs mit den dem § 3 Nummer 40 zugrunde liegenden Betriebsvermögensmehrungen oder Einnahmen oder mit Vergütungen nach § 3 Nummer 40a auch auf Betriebsvermögensminderungen, Betriebsausgaben oder Veräußerungskosten eines Gesellschafters einer Körperschaft anzuwenden, soweit diese mit einer im Gesellschaftsverhältnis veranlassten unentgeltlichen Überlassung von Wirtschaftsgütern an diese Körperschaft oder bei einer teilentgeltlichen Überlassung von Wirtschaftsgütern mit dem unentgeltlichen Teil in Zusammenhang stehen und der Steuerpflichtige zu mehr als einem Viertel unmittelbar oder mittelbar am Grund- oder Stammkapital dieser Körperschaft beteiligt ist oder war. 7Für die Anwendung des Satzes 1 ist die Absicht zur Erzielung von Betriebsvermögensmehrungen oder Einnahmen im Sinne des § 3 Nummer 40 oder von Vergütungen im Sinne des § 3 Nummer 40a ausreichend. 8Satz 1 gilt auch für Wertminderungen des Anteils an einer Organgesellschaft, die nicht auf Gewinnausschüttungen zurückzuführen sind. 9§ 8b Absatz 10 des Körperschaftsteuergesetzes gilt sinngemäß.
(4) [3] 1Betriebsvermögensminderungen oder Betriebsausgaben, die mit einem steuerfreien Sanierungsertrag im Sinne des § 3a in unmittelbarem wirtschaftlichem Zusammenhang stehen, dürfen unabhängig davon, in welchem Veranlagungszeitraum der Sanierungsertrag entsteht, nicht abgezogen werden. 2Satz 1 gilt nicht, soweit Betriebsvermögensminderungen oder Betriebsausgaben zur Erhöhung von Verlustvorträgen geführt haben, die nach Maßgabe der in § 3a Absatz 3 getroffenen Regelungen entfallen. 3Zu den Betriebsvermögensminderungen oder Betriebsausgaben im Sinne des Satzes 1 gehören auch Aufwendungen im Zusammenhang mit einem Besserungsschein und vergleichbare Aufwendungen. 4Satz 1 gilt für Betriebsvermögensminderungen oder Betriebsausgaben, die nach dem Sanierungsjahr entstehen, nur insoweit, als noch ein verbleibender Sanierungsertrag im Sinne von § 3a Absatz 3 Satz 4 vorhanden ist. 5Wurden Betriebsvermögensminderungen oder Betriebsausgaben im Sinne des Satzes 1 bereits bei einer Steuerfestsetzung oder einer gesonderten Feststellung nach § 180 Absatz 1 Satz 1 der Abgabenordnung gewinnmindernd berücksichtigt, ist der entsprechende Steuer- oder Feststellungsbescheid insoweit zu ändern. 6Das gilt auch dann, wenn der Steuer- oder Feststellungsbescheid bereits bestandskräftig geworden ist; die Festsetzungsfrist endet insoweit nicht, bevor die Festsetzungsfrist für das Sanierungsjahr abgelaufen ist.
1Anm. d. Red.: § 3c Abs. 2 i. d. F. des Gesetzes v. 22. 12. 2014 (BGBl I S. 2417) mit Wirkung v. 31. 12. 2014 ; Abs. 4 angefügt gem. Gesetz v. 27. 6. 2017 (BGBl I S. 2074) i. V. mit Gesetz v. 11. 12. 2018 (BGBl I S. 2338) mit Wirkung v. 5. 7. 2017.
2Anm. d. Red.: Zur Anwendung des § 3c Abs. 2 siehe § 52 Abs. 5 Sätze 1 und 2.
3Anm. d. Red.: Zur Anwendung des § 3c Abs. 4 siehe § 52 Abs. 5 Sätze 3 und 4.
Heck/Leinenbach, Abzugsfähigkeit von Verlusten bei steuerfreier Tätigkeit als Übungsleiter, NWB 25/2018 S. 1810
Hoffmann, „Wirtschaftlich veranlasste” Bilanzposten, StuB 14/2012 S. 529
Wichtige Entscheidungen zur körperschaftsteuerlichen Organschaft, NWB 21/2003 S. 1569
Das steuerliche Aus für die Unterbeteiligung an einem Kapitalgesellschaftsanteil?, NWB 20/2003 S. 1485
NWB 29/2002 S. 2261
NWB 29/2002 S. 2161
KKB/Nacke, § 3c EStG, 5. Aufl.
KKB/Nacke, § 3c EStG, 4. Aufl.
KKB/Nacke, § 3c EStG, 3. Aufl.
KKB/Nacke, § 3c EStG, 2. Aufl.
H. 3c EStH
EStR 2012 R 3c
OFD Frankfurt/M. 9.1.2014 (S 2128 A - 7 - St 213) - Anwendung des Teileinkünfteverfahrens in der steuerlichen Gewinnermittlung (§§ 3 Nr. 40, 3c Abs. 2 EStG)
Oberfinanzdirektion Frankfurt/M. 15.11.2013 (S 2128 A - 7 - St 213) - Anwendung des Teileinkünfteverfahrens in der steuerlichen Gewinnermittlung (§§ 3 Nr. 40, 3c Abs. 2 EStG)
BMF 23.10.2013 (IV C 6 - S 2128/07/10001) - Anwendung des Teileinkünfteverfahrens in der steuerlichen Gewinnermittlung (§ 3 Nummer 40, § 3c 2 EStG)
Oberfinanzdirektion Frankfurt/M. 11.2.2013 (S 2128 A - 7 - St 213) - Anwendung des Teileinkünfteverfahrens in der steuerlichen Gewinnermittlung (§§ 3 Nr. 40, 3c Abs. 2 EStG)
Oberfinanzdirektion Rheinland 4.4.2011 (akt. Kurzinfo KSt 56/2009) - Anwendung des § 8b Abs. 3 Satz 3 KStG bei Gewinnminderungen im Zusammenhang mit Gesellschafterdarlehen; Anwendung des BFH-Urteils vom 14.01.2009 - I R 52/08
Oberfinanzdirektion Frankfurt am Main 17.11.2010 (S 2128 A - 7 - St 213) - Anwendung des Teileinkünfteverfahrens in der steuerlichen Gewinnermittlung (§§ 3 Nr. 40, 3c Abs. 2 EStG)
BFH - XI R 43/18, Verfahrensverlauf
BFH - IV R 61/16, Verfahrensverlauf
BFH - VI R 3/18, Verfahrensverlauf
BFH - IV R 19/17, Verfahrensverlauf
BFH - IX R 40/17, Verfahrensverlauf
Ist § 51 Abs. 3 EStDV in der bis 2011 geltenden Fassung (a.F.) zukunftsgerichtet zu verstehen?, Mustereinspruch
Verluste aus einer nebenberuflichen Übungsleitertätigkeit sind unabhängig von der Einnahmenhöhe zu berücksichtigen, Mustereinspruch
Quotale Aufteilung der Finanzierungsaufwendungen, wenn vororganschaftliche Gewinnausschüttungen mit organschaftlichen Ergebnisabführungen innerhalb eines Veranlagungszeitraums kumulieren?, Mustereinspruch
Leistungen nach dem BAföG sind auf als vorweggenommene Werbungskosten geltend gemachte Ausbildungskosten anzurechnen, Mustereinspruch
Anwendung des Teilabzugsverbots im Verlustfall, Mustereinspruch

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