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Timestamp: 2019-09-17 01:27:59+00:00

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BGH, 19.11.1985 - VI ZR 148/84 - dejure.org
https://dejure.org/1985,568
BGH, 19.11.1985 - VI ZR 148/84 (https://dejure.org/1985,568)
BGH, Entscheidung vom 19.11.1985 - VI ZR 148/84 (https://dejure.org/1985,568)
BGH, Entscheidung vom 19. November 1985 - VI ZR 148/84 (https://dejure.org/1985,568)
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Verkauf von schlüsselfertigen Eigentumswohnungen - Durchführung von Sanitärinstallationsarbeiten und Heizungsinstallationsarbeiten - Anspruch aus unerlaubter Handlung - Zahlung von Baugeldern nach Maßgabe des Fortschreitens eines Baues - Eintragung von Grundpfandrechten ...
GSB § 1, § 5
Haftung wegen Verletzung der Sicherung der Bauforderungen gemäß § 1 Abs. 1 BauFordSiG, Verletzung von Schutzgesetzen nach § 823 Abs. 2 BGB, Vorgeschriebene Verwendung, zweckwidrige Verwendung
NJW 1986, 1105
VersR 1986, 167
WM 1986, 264
BauR 1986, 235
Stützt er sich auf eine deliktische Haftung wegen Verletzung eines Schutzgesetzes, so hat er prinzipiell alle Umstände darzulegen und zu beweisen, aus denen sich die Verwirklichung der einzelnen Tatbestandsmerkmale des Schutzgesetzes ergibt (Senatsurteile vom 19. November 1985 - VI ZR 148/84 = VersR 1986, 167, 168; vom 2. Dezember 1986 - VI ZR 252/85 - S. 12 - zur Veröffentlichung vorgesehen).
BGH, 06.06.1989 - VI ZR 281/88
Verwendung von Baugeld; Leistungen zur Herstellung des Baues
Wie der Senat bereits mehrfach ausgesprochen hat, hindert die von der C.-GmbH beabsichtigte schlüsselfertige Erstellung und Veräußerung des Hauses nicht die Annahme, diese sei Baugeldempfänger und der Beklagte als deren Geschäftsführer verpflichtet gewesen, dieses Baugeld nur gemäß § 1 GSB zu verwenden (vgl. Senatsurteile vom 19. November 1985 - VI ZR 148/84 - BauR 1986, 235 = VersR 1986, 167, 168;… vom 13. Dezember 1988 aaO).
dd) Ohne Erfolg beruft sich die Revision für ihre Ansicht auf die Senatsurteile vom 19. November 1985 (aaO) und vom 13. Oktober 1987 (VI ZR 270/86 - BauR 1988, 107 - VersR 1988, 291 ).
Die Vorschrift will nämlich verhindern, daß das Entnahmerecht des selbst an der Herstellung des Baues beteiligten Baugeldempfängers zur Vorwegbefriedigung auf Kosten der übrigen Beteiligten eingesetzt wird (vgl. Senatsurteil vom 19. November 1985 aaO;… vgl. schon Kommissionsbericht, RT-Drucks., 12. Legislaturperiode, 1. Session, 1907-1909, Nr. 1275, S. 31 f.;… ferner Hagelberg, aaO, § 1 Anm. 77, 84;… Schulz, aaO, S. 142).
a) Daß auch einen Generalübernehmer, wie hier die R. -Bauträger GmbH, die gemäß § 5 GSB mit einer Strafandrohung versehene Pflicht des § 1 Abs. 1 GSB trifft, Baugeld zur Befriedigung der an der Herstellung des Baues beteiligten Handwerker zu verwenden, hat der erkennende Senat bereits wiederholt entschieden (vgl. Urteile vom 19. November 1985 - VI ZR 148/84 - VersR 1986, 167, 168 f. m.w.N.; vom 12. Dezember 1989 - VI ZR 12/89 - VersR 1990, 429 [BGH 12.12.1989 - VI ZR 12/89] und vom 19. Dezember 1989 - VI ZR 32/89 - VersR 1990, 524).
»Der Baugläubiger ist grundsätzlich darlegungs- und beweispflichtig für die Höhe des vom Empfänger erhaltenen Baugeldes (Bestätigung von BGH, Urteil vom 19. November 1985 - VI ZR 148/84 - VersR 1986, 167 = BauR 1986, 235 ).
Vielmehr ist die Klägerin darlegungs- und beweispflichtig für die Höhe des von der GmbH erhaltenen Baugeldes.(vgl. Senatsurteil vom 19. November 1985 - VI ZR 148/84 - VersR 1986, 167 = BauR 1986, 235 ).
Es entspricht - wie die Revision nicht verkennt - gefestigter- Rechtsprechung, daß der Generalunternehmer in dem Umfang der Verwendungspflicht des § 1 Abs. 1 GSB unterliegt, in dem seinen Subunternehmern aus ihren Leistungen zur Herstellung des Baues vertragliche Zahlungsansprüche zustehen (vgl. Senatsurteile vom 19. November 1985 VI ZR 148/84 - VersR 1986, 167, 168 = BauR 1986, 235 und vom 6. Juni 1989 - VI ZR 281/88 - VersR 1989, 915 = BauR 1989, 758 m.w.N.).
Allerdings hat der Senat entschieden, daß bei einem nach Bauabschnitten zu finanzierenden Bauvorhaben die Verwendungsregel des § 1 Abs. 2 GSB für jede einzelne Rate gilt (vgl. Senatsurteile vom 19. November 1985 - VI ZR 148/84 - aaO; vom 14. Januar 1986 - VI ZR 164/84 - VersR 1986, 548, 550 = BauR 1986, 370, 374 …und vom 13. Oktober 1987 - VI ZR 270/86 - aaO).
Denn soweit Baugelder nur entsprechend dem Baufortschritt gezahlt werden, gelten nach einer vom Sinn und Zweck des § 1 GSB bestimmten Auslegung die Verwendungsregeln der Absätze 1 und 2 dieser Vorschrift für jede einzelne Rate (Senatsurteile vom 19. November 1985 - VI ZR 148/84 - BauR 1986, 235 = VersR 1986, 167) und vom 14. Januar 1986 - VI ZR 164/84 - (BauR 1986, 370, 374 = VersR 1986, 548, 550).
Der Generalübernehmer, an den ein Bauherr Baugeld weiterleitet, unterliegt aber nach allgemeiner Auffassung ebenso wie dieser der Verwendungspflicht des § 1 GSB (Senatsurteil vom 19. November 1985 - VI ZR 148/84 - BauR 1986, 235 = VersR 1986, 167, 168 m.w.N.;… Locher/Koeble, Baubetreuungs- und Bauträgerrecht, 4. Aufl., Rdn. 122;… Schlenger, aaO; Schulze-Hagen, NJW 1986, 2403, 2406 und EWiR § 823 BGB 4/89, 247, 248).
Der erkennende Senat hat bereits den Kaufpreis für sog. "schlüsselfertige Häuser" als Baugeld angesehen, wenn die Erwerber oder unmittelbar ein Kreditinstitut diesen entsprechend dem Baufortschritt aus Darlehensmitteln gezahlt haben, welche den Erwerbern gegen Sicherung durch Grundpfandrechte gewährt waren (Senatsurteil vom 19. November 1985 - VI ZR 148/84 - aaO).
c) Wenn und soweit der Beklagte in seiner Eigenschaft als Geschäftsführer des Bauherrn vorsätzlich gegen die Verwendungspflicht des § 1 Abs. 1 GSB bezüglich des Baues, an dem der Kläger tätig war, verstoßen hat und deshalb die dem Kläger zustehende Werklohnforderung nicht erfüllt wird, konnte das Berufungsgericht den Beklagten aus § 823 Abs. 2 BGB in Verbindung mit § 1 GSB zum Ersatz des dem Kläger entstandenen Schadens verurteilen (vgl. Senatsurteile vom 24. November 1981 - VI ZR 47/80 - VersR 1984, 1071 = BauR 1984, 658 und vom 19. November 1985 - VI ZR 148/84 - zur Veröffentlichung bestimmt).
Wäre nämlich eine ratenweise Auszahlung nach Maßgabe des Fortschreitens des Baues vereinbart gewesen, dann hätten die Verwendungsregeln des § 1 Abs. 1 und 2 GSB für jede einzelne Rate gegolten, so daß der Baugeldempfänger alles, was er von der jeweiligen Rate nicht für Baugläubiger der in § 1 Abs. 1 GSB bezeichneten Art verwendet hatte bzw. für diese noch zurückhalten mußte, in voller Höhe (also nicht nur zur Hälfte) auf die eigenen Leistungen anrechnen durfte (Senatsurteil vom 10. November 1985 - VI ZR 148/84 - aaO).
Die Darlegungs- und Beweislast für die Verwirklichung der einzelnen Tatbestandsmerkmale eines Schutzgesetzes trägt der Kläger (BGH, Urteile vom 13. Dezember 1984 - III ZR 20/83 - VersR 1985, 452 = JZ 1985, 540 mit Anm. Baumgärtel und vom 19. November 1985 - VI ZR 148/84 - VersR 1986, 167, 168).
BGH, 18.04.1996 - VII ZR 157/95
Vermutung der Baugeldeigenschaft
OLG Jena, 18.08.1999 - 7 U 1879/98
Verpflichtung zur Führung eines Baubuches ; Definition des "Baugeldes"; …
KG, 27.08.2002 - 6 U 159/01
Restwerklohnforderung: Wann ist Baugeld "empfangen"?

References: § 1
 § 5
 § 1
 § 823
 § 1
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 § 823
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