Source: https://www.jusmeum.de/gesetz/raumaausbv-2004
Timestamp: 2020-01-28 17:05:09+00:00

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Verordnung über die Berufsausbildung zum Raumausstatter/zur Raumausstatterin
Auf Grund des § 25 Abs. 1 in Verbindung mit Abs. 2 Satz 1 der Handwerksordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 24. September 1998 (BGBl. I S. 3074), der zuletzt durch Artikel 1 Nr. 26 des Gesetzes vom 24. Dezember 2003 (BGBl. I S. 2934) geändert worden ist, verordnet das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung:
Der Ausbildungsberuf Raumausstatter/Raumausstatterin wird gemäß § 25 der Handwerksordnung für die Ausbildung für das Gewerbe Nummer 27, Raumausstatter, der Anlage B Abschnitt 1 der Handwerksordnung staatlich anerkannt.
Die in dieser Verordnung genannten Fertigkeiten und Kenntnisse sollen bezogen auf Arbeits- und Geschäftsprozesse unter Berücksichtigung der Schwerpunkte Boden, Polstern, Raumdekoration, Licht-, Sicht- und Sonnenschutzanlagen sowie Wand- und Deckendekoration so vermittelt werden, dass die Auszubildenden zur Ausübung einer qualifizierten beruflichen Tätigkeit im Sinne des § 1 Abs. 2 des Berufsbildungsgesetzes befähigt werden, die insbesondere selbständiges Planen, Durchführen und Kontrollieren sowie das Handeln im betrieblichen Gesamtzusammenhang einschließt. Die in Satz 2 beschriebene Befähigung ist auch in den Prüfungen nach den §§ 8 und 9 nachzuweisen.
Vorbereiten von Arbeitsabläufen, Kontrollieren und Beurteilen der Arbeitsergebnisse, Arbeiten im Team,
Anfertigen und Anwenden von Arbeitsunterlagen, Durchführen von Messungen,
Einsetzen und Warten von Werkzeugen, Geräten, Maschinen und technischen Einrichtungen,
Entwickeln und Gestalten von Raumsituationen,
Prüfen, Vorbereiten und Bearbeiten von Untergründen,
Be- und Verarbeiten von Profilen,
Gestalten und Verlegen von Bodenbelägen,
Instandsetzen von Polstermöbeln und Herstellen von Polstern,
Gestalten, Anfertigen und Montieren von Raumdekorationen,
Anfertigen und Montieren von Licht-, Sicht- und Sonnenschutz,
Gestalten, Bekleiden und Beschichten von Wand- und Deckenflächen,
Durchführen qualitätssichernder Maßnahmen, Kundenservice.
(3) Der Prüfling soll in höchstens zehn Stunden eine Arbeitsaufgabe, die einem Kundenauftrag entspricht, durchführen und dokumentieren sowie innerhalb dieser Zeit in höchstens 15 Minuten hierüber ein Fachgespräch führen, das aus mehreren Gesprächsphasen bestehen kann. Hierfür kommt insbesondere das Herstellen einer Raumsituation unter Berücksichtigung von Polsterarbeiten, Dekorationsarbeiten, Wand- und Bodenarbeiten in Betracht. Dabei soll der Prüfling zeigen, dass er Arbeitsabläufe planen, Arbeitsmittel festlegen, Skizzen erstellen und nutzen, Arbeitsabläufe dokumentieren, Ergebnisse kontrollieren und beurteilen, Grundsätze der Kundenorientierung sowie Anforderungen des Sicherheits- und Gesundheitsschutzes, des Umweltschutzes und der Wirtschaftlichkeit berücksichtigen kann. Durch das Fachgespräch soll der Prüfling zeigen, dass er fachbezogene Probleme und deren Lösungen darstellen, die für die Arbeitsaufgabe relevanten fachlichen Hintergründe aufzeigen sowie die Vorgehensweise bei der Durchführung der Arbeitsaufgabe begründen kann.
§ 9 Gesellenprüfung
(2) Der Prüfling soll im Teil A der Prüfung in insgesamt höchstens 35 Stunden eine Arbeitsaufgabe, die einem Kundenauftrag entspricht, durchführen und dokumentieren sowie während dieser Zeit in insgesamt höchstens 30 Minuten ein Fachgespräch führen. Das Fachgespräch kann aus mehreren Gesprächsphasen bestehen. Als Arbeitsaufgabe kommt insbesondere das Gestalten und Herstellen einer Raumsituation unter Berücksichtigung von Polsterarbeiten, Dekorationsarbeiten, Wand- und Bodenbelagsarbeiten in Betracht. Dabei ist der Schwerpunkt der Ausbildung besonders zu berücksichtigen. Durch die Durchführung der Arbeitsaufgabe und deren Dokumentation soll der Prüfling zeigen, dass er Arbeitsabläufe unter Beachtung wirtschaftlicher, technischer und organisatorischer Vorgaben selbständig und kundenorientiert planen und durchführen, dabei den Zusammenhang zwischen Gestaltung, Konstruktion sowie Verarbeitung und den Einsatz unterschiedlicher Werk- und Hilfsstoffe erkennen, Arbeitsergebnisse kontrollieren, beurteilen und Arbeitsabläufe dokumentieren sowie Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz sowie zum Umweltschutz ergreifen kann. Durch das Fachgespräch soll der Prüfling zeigen, dass er Kundenaufträge und Reklamationen annehmen, fachbezogene Probleme und deren Lösungen darstellen, die für die Arbeitsaufgabe relevanten fachlichen Hintergründe aufzeigen sowie die Vorgehensweise bei der Ausführung der Arbeitsaufgabe begründen kann. Die Durchführung der Arbeitsaufgabe einschließlich der Dokumentation ist mit 75 Prozent und das Fachgespräch mit 25 Prozent zu gewichten.
(3) Teil B besteht aus den Prüfungsbereichen Arbeitsplanung und Gestaltung, Fertigung und Montage sowie Wirtschafts- und Sozialkunde. Es kommen praxisbezogene Aufgaben insbesondere aus folgenden Gebieten in Betracht:
im Prüfungsbereich Arbeitsplanung und Gestaltung:
Beschreiben der Vorgehensweise zur Vorbereitung von Arbeitsabläufen sowie zur Gestaltung von Räumen.
Dabei soll der Prüfling zeigen, dass er Arbeitsabläufe planen und sicherstellen, Gestaltungs- und Stilmerkmale sowie Farb- und Formgebung berücksichtigen, die für die Herstellung erforderlichen Materialien, Werkzeuge und Hilfsmittel unter Beachtung von Vorgaben und technischen Regeln auswählen und zuordnen kann;
im Prüfungsbereich Fertigung und Montage:
Beschreiben der Vorgehensweise beim Herstellen von Raumsituationen unter Berücksichtigung manueller und maschineller Bearbeitungstechniken.
Dabei soll der Prüfling zeigen, dass er Arbeitsabläufe unter Berücksichtigung wirtschaftlicher, technischer und organisatorischer Vorgaben selbständig und kundenorientiert durchführen, Arbeitszusammenhänge erkennen, Arbeitsergebnisse kontrollieren und dokumentieren sowie Maßnahmen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz bei der Arbeit sowie zum Umweltschutz durchführen kann;
(4) Für den Prüfungsteil B ist von folgenden zeitlichen Höchstwerten auszugehen:
1. Prüfungsbereich Arbeitsplanung und Gestaltung 120 Minuten,
2. Prüfungsbereich Fertigung und Montage 120 Minuten,
3. Prüfungsbereich Wirtschafts- und Sozialkunde 60 Minuten.
(5) Innerhalb des Prüfungsteils B sind die Prüfungsbereiche wie folgt zu gewichten:
1. Prüfungsbereich Arbeitsplanung und Gestaltung 40 Prozent,
2. Prüfungsbereich Fertigung und Montage 40 Prozent,
(6) Prüfungsteil B ist auf Antrag des Prüflings oder nach Ermessen des Prüfungsausschusses in einzelnen Prüfungsbereichen durch eine mündliche Prüfung zu ergänzen, wenn diese für das Bestehen der Prüfung den Ausschlag geben kann. Bei der Ermittlung des Ergebnisses für die mündlich geprüften Prüfungsbereiche sind das bisherige Ergebnis und das Ergebnis der mündlichen Ergänzungsprüfung im Verhältnis 2 : 1 zu gewichten.
(7) Die Prüfung ist bestanden, wenn im Prüfungsteil A und im Prüfungsteil B jeweils mindestens ausreichende Leistungen erbracht wurden. In zwei der Prüfungsbereiche des Prüfungsteils B müssen mindestens ausreichende Leistungen, in dem dritten Prüfungsbereich dürfen keine ungenügenden Leistungen erbracht worden sein.
§ 9a Anrechnungsregelung
Auf die Berufsausbildung nach dieser Verordnung können die in dem abgeschlossenen Ausbildungsberuf Polster- und Dekorationsnäher/ Polster- und Dekorationsnäherin erworbenen beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten bis zum vollen Umfang der dort zurückgelegten Ausbildungszeit angerechnet werden; § 8 Abs. 1 und 2 des Berufsbildungsgesetzes bleibt unberührt.
Anlage (zu § 5) Ausbildungsrahmenplan für die Berufsausbildung zum Raumausstatter/zur Raumausstatterin
(Fundstelle: BGBl. I 2004, 983 - 991)
I. Gemeinsame Fertigkeiten und Kenntnisse
Lfd. Nr. Teil des Ausbildungsberufsbildes Fertigkeiten und Kenntnisse, die unter Einbeziehung selbständigen Planens, Durchführens und Kontrollierens zu vermitteln sind Zeitlicher Richtwert in Wochen im Ausbildungsjahr
1 Berufsbild, Arbeits- und Tarifrecht
Grundfunktionen des ausbildenden Betriebes wie Angebot, Beschaffung, Fertigung und Verwaltung erklären
(§ § Nr. 4) Zur Vermeidung betriebsbedingter Umweltbelastungen im beruflichen Einwirkungsbereich beitragen, insbesondere
Bedeutung und Nutzungsmöglichkeiten von Informations- und Kommunikationssystemen für den Ausbildungsbetrieb erläutern
Arbeitsaufgaben mit Hilfe von Informations- und Kommunikationssystemen lösen
6 Vorbereiten von Arbeitsabläufen, Kontrollieren und Beurteilen der Arbeitsergebnisse, Arbeiten im Team
Informationen beschaffen und nutzen, insbesondere Fachzeitschriften, Fachbücher und Kataloge
Arbeitsschritte unter Berücksichtigung ergonomischer, konstruktiver, fertigungstechnischer und wirtschaftlicher Gesichtspunkte festlegen und vorbereiten
Bedarf an Werk- und Hilfsstoffen ermitteln, Werk- und Hilfsstoffe zusammenstellen
Einsatz von Arbeitsmitteln unter Beachtung der Vorschriften planen und Sicherungsmaßnahmen anwenden
technische Veränderungen berücksichtigen
Zeitaufwand und personelle Unterstützung einschätzen, Zeitaufwand dokumentieren
Aufgaben im Team planen und umsetzen, Ergebnisse der Zusammenarbeit auswerten
Abstimmungen mit den am Bau Beteiligten treffen
7 Anfertigen und Anwenden von Arbeitsunterlagen, Durchführen von Messungen
Funktion, Proportion, Lage, Gliederung, Lichtverhältnisse und Interieur von Räumen auswerten
Normen, Sicherheitsregeln, technische Vorschriften, Merkblätter, Zulassungsbescheide, Richtlinien und Arbeitsanweisungen beachten und anwenden
Messverfahren auswählen und anwenden, Messgeräte auf Funktion prüfen und lagern
Messungen durchführen, Ergebnisse protokollieren und berücksichtigen
Zeichnungen lesen und anwenden
Materialvorschläge unter Berücksichtigung der Nutzungsanforderungen und der Oberflächenstrukturen erarbeiten
Farb- und Materialpläne sowie Materiallisten erstellen
Leistungsverzeichnisse anwenden
technische Vorgaben unter Berücksichtigung der Raumsituation umsetzen
Aufmaße anfertigen
Leistungs- und Abrechnungsunterlagen erstellen
8 Vorbereiten, Einrichten, Sichern und Räumen von Arbeitsplätzen
Arbeitsplatz einrichten, sichern, unterhalten und räumen, ergonomische Gesichtspunkte berücksichtigen
Leitern und Arbeitsgerüste nach dem Verwendungszweck auswählen, Arbeitsgerüste auf-, um- und abbauen
Leitern und Arbeitsgerüste auf Verwendbarkeit prüfen, Betriebssicherheit beurteilen
Bereitstellung der Energieversorgung veranlassen, Sicherheitsmaßnahmen beim Umgang mit Gas und Strom ergreifen
Gefahrstoffe erkennen und Schutzmaßnahmen ergreifen, Lagerung und Transport von Gefahr- und Reststoffen sicherstellen
Materialien, Geräte und Maschinen am Arbeitsplatz vor Witterungseinflüssen und Beschädigungen schützen sowie vor Diebstahl sichern und für den Abtransport vorbereiten
9 Einsetzen und Warten von Werkzeugen, Geräten, Maschinen und technischen Einrichtungen
Werkzeuge, Hebe- und Transportgeräte, Maschinen und technische Einrichtungen auswählen
Werkzeuge handhaben und instand halten
Geräte und Maschinen einrichten und unter Verwendung der Schutzeinrichtungen bedienen, technische Einrichtungen anwenden
Geräte, Maschinen und technische Einrichtungen warten
Störungen an Geräten, Maschinen und technischen Einrichtungen erkennen, Störungsbeseitigung vornehmen und veranlassen
10 Be- und Verarbeiten von Werk- und Hilfsstoffen
Werk- und Hilfsstoffe, insbesondere unter Berücksichtigung warentypischer Eigenschaften, auswählen, kennzeichnen, auf Fehler und Einsetzbarkeit prüfen, transportieren und lagern
Werk- und Hilfsstoffe von Hand und mit Maschinen be- und verarbeiten
Materialverbindungen herstellen
11 Entwickeln und Gestalten von Raumsituationen
Grundlagen der Formen- und Farbenlehre anwenden
Anregungen aufnehmen und auswerten
Entwürfe nach funktionalen, technologischen und gestalterischen Gesichtspunkten unter Berücksichtigung der Kundenwünsche und des Verwendungszwecks ausarbeiten
technische Umsetzbarkeit der Entwürfe prüfen
Zusammenwirken von Materialauswahl, Farb- und Formgebung berücksichtigen
Entwürfe präsentieren
Abschnitt II: Berufliche Fachbildung
12 Prüfen, Vorbereiten und Bearbeiten von Untergründen
Untergründe, insbesondere auf Ver- und Entsorgungsleitungen, prüfen
Verfahren zur Vorbereitung von Untergründen auswählen
Altbeläge bestimmen und entfernen, Entsorgung durchführen und veranlassen
Untergründe bearbeiten, insbesondere durch Bürsten, Schleifen, Fräsen und Absaugen
Fehlstellen in Untergründen ausbessern
Untergründe säubern, sperren und vorstreichen
Spachtel- und Ausgleichsschichten herstellen
Schablonen anfertigen und Formen übertragen
Fugen und Risse bearbeiten
Niveauausgleich zu angrenzenden Bauteilen herstellen
Unterlagen zuschneiden und einbauen
13 Be- und Verarbeiten von Profilen
Profile nach ihrer Funktion auswählen
Übergangsprofile und Wandanschlussleisten einpassen und befestigen
14 Behandeln von Oberflächen
Erstpflege bei Bodenbelägen durchführen
Oberflächen vor Beschädigungen schützen
Qualität von behandelten Oberflächen beurteilen
15 Gestalten und Verlegen von Bodenbelägen
Bodenbeläge auswählen
Verlegerichtung und -muster bestimmen, Flächen einteilen, Nähte und Fugen festlegen
Klebstoffe und Trennlagen für textile Beläge und PVC-Beläge auswählen und verarbeiten
Gefahren von lösungsmittelhaltigen Stoffen, insbesondere beim Verlegen, beachten, persönliche Schutzausrüstung verwenden
textile Bodenbeläge und PVC-Beläge zuschneiden, einpassen und verkleben
Anschlussfugen herstellen
16 Instandsetzen von Polstermöbeln und Herstellen von Polstern
Arten und Aufbau von Polstermöbeln unterscheiden
Möbel abschlagen
Gestelle für die Herstellung von Polstermöbeln vorbereiten
Maße der Polsterung festlegen
Polstergrund und Unterfederung auswählen und anbringen
Flachpolster und Schaumstoffkissen herstellen und beziehen
Funktionalität und Schäden beurteilen und dokumentieren
Polstermöbel für die Instandsetzung vorbereiten
Federung auswählen und aufbauen
Formteile herstellen, Polster aufbauen und beziehen
17 Gestalten, Anfertigen und Montieren von Raumdekorationen
Dekorationsmaße ermitteln und Zuschnittmaße berechnen
Gardinen- und Dekorationsstoffe zuschneiden und konfektionieren
Vorhangschienen, Stangen- und Seilsysteme montieren
Gardinen und Vorhänge montieren und dekorieren
18 Anfertigen und Montieren von Licht-, Sicht- und Sonnenschutz
Arten von Licht-, Sicht- und Sonnenschutzanlagen unterscheiden
funktionelle Voraussetzungen prüfen, Art der Licht-, Sicht- und Sonnenschutzanlagen festlegen
Standardausführungen von Licht-, Sicht- und Sonnenschutzanlagen, insbesondere unter Berücksichtigung der Herstellerangaben, auswählen und anbringen
19 Gestalten, Bekleiden und Beschichten von Wand- und Deckenflächen
Tapeten, Wandbeläge, Wandbespannungs- und -beschichtungsstoffe auswählen
Schutzmaßnahmen für nicht zu bearbeitende Flächen, Bauteile und Objekte durchführen
Beschichtungsstoffe vorbereiten und verarbeiten
Klebe- und Beschichtungstechniken auswählen
Tapeten, Wand- und Deckenbeläge anbringen
Tapeten, Wand- und Deckenbeläge nachbehandeln
20 Durchführen qualitätssichernder Maßnahmen, Kundenservice
Aufgaben und Ziele von qualitätssichernden Maßnahmen anhand betrieblicher Beispiele erläutern
qualitätssichernde Maßnahmen anwenden, dabei zur kontinuierlichen Verbesserung von Arbeitsvorgängen beitragen
Endkontrolle anhand des Arbeitsauftrages durchführen, Arbeitsergebnisse dokumentieren und Kunden erläutern
Wartungs-, Pflege- und Instandhaltungsarbeiten an Produkten durchführen
Gebrauchs- und Pflegeanleitungen den Kunden erläutern, Übergabe dokumentieren
Kundenwünsche ermitteln, mit dem betrieblichen Leistungsangebot vergleichen und daraus Vorgehensweisen für die Kundenberatung ableiten
Kunden hinsichtlich der Gestaltung beraten
Realisierbarkeit von Kundenanforderungen prüfen, Kosten abschätzen und Liefertermine mit Kunden abstimmen
II. Fertigkeiten und Kenntnisse in den Schwerpunkten
Lfd. Nr. Teil des Ausbildungsberufsbildes Fertigkeiten und Kenntnisse, die unter Einbeziehung selbständigen Planens, Durchführens und Kontrollierens zu vermitteln sind Zeitlicher Richtwert in Wochen im 19.-36. Monat
1 Prüfen, Vorbereiten und Bearbeiten von Untergründen (§ 4 Nr. 12) a) Untergründe auf Belegreife prüfen, insbesondere Aufheizprotokolle auf Vollständigkeit und Richtigkeit, Ergebnisse berücksichtigen 6
b) Bauwerks- und Bewegungsfugen mit Fugenprofilen und elastischen Fugenmassen schließen
c) Grundierung, insbesondere gegen aufsteigende Feuchtigkeit, aufbringen
d) Unterlagsstoffe, insbesondere zur Schall- und Wärmedämmung sowie für Trennschichten, auswählen und verarbeiten
e) Untergründe für eine ableitfähige Verlegung entsprechend den Vorschriften vorbereiten
f) Unterböden mit Trockenschüttungen herstellen
g) Fertigteilestrichelemente verlegen
h) Holzunterbodenkonstruktionen herstellen
i) Treppenstufen sanieren
k) Untergründe für erhöhte Beanspruchung vorbereiten und erstellen
2 Gestalten und Verlegen von Bodenbelägen (§ 4 Nr. 15) a) Designverlegungen und Intarsien entwerfen 20
b) Verlegepläne anfertigen
c) Zuschnitttechniken anwenden
d) textile Bodenbeläge konfektionieren und auf Nagelleisten verspannen
e) textile Bodenbeläge verkletten, mit Haft- und Klebevliesmaterialien verlegen sowie produktspezifische Verlegeverfahren anwenden
f) Belagsklebstoffe entsprechend der Untergrundart, den Anforderungen der Belagsart, des Lösungsmittelanteils und des Emissionsgrades bewerten, auswählen und nach Angaben des Herstellers auftragen
g) Beläge, insbesondere Linoleum und Gummibeläge, verarbeiten
h) Fugen fräsen, säubern, thermisch und kalt verschweißen, verschmelzen und verfugen
i) Schichtstoffbeläge und Fertigparkett verkleben, schwimmend verlegen, Elemente verbinden
k) Leisten und Abschlussprofile, insbesondere auf Treppenstufen, verarbeiten
l) Schablonen von Tritt- und Setzstufen erstellen, Formen übertragen 8
m) textile Beläge auf Treppen in Form von Läufern und Treppenzuschnitten auf Nagelleisten verspannen
n) Läufer auf gewendelten Treppen anpassen, abnähen und konfektionieren
3 Behandeln von Oberflächen (§ 4 Nr. 14) a) PVC- und Linoleumbeläge grundreinigen und versiegeln 2
b) Kork versiegeln, ölen und kaltwachsen
B. Polstern
1 Instandsetzen von Polstermöbeln und Herstellen von Polstern (§ 4 Nr. 16) Sitze: 12
a) Unterfederungen unter Beachtung der Konstruktionsart, des Stils, der Gestaltungsmerkmale und der Funktionalität herstellen und instand setzen, Rahmen gurten, Taillenfedern befestigen und schnüren
b) Federleinen aufbringen, Fasson polstern und garnieren
c) klassische Pikierung aufbringen und Weisspolster herstellen
Bourlets: 18
d) Bourlets für Armlehnenstollen und Rückenzargen herstellen und anbringen oder vorgefertigte Bourlets anbringen
e) Markierungsbourlets, insbesondere Kissenbourlets, herstellen und anbringen oder vorgefertigte Markierungsbourlets anbringen
f) Taillenfedern auf Armlehnenbrett befestigen und schnüren
g) Wellenfedern anbringen
h) Fertigteile aufbringen
i) Fasson herstellen und garnieren
k) Armlehnen pikieren und Weisspolster herstellen
l) Rücken und Backen vorbereiten
m) Rückenaufbauten konstruieren und vorbereiten, ergonomische Gesichtspunkte berücksichtigen
n) Gurtungen, Federungen und Schnürungen anbringen
o) Federungen mit Leinen abdecken, Grundpolsterungen aufbringen
p) Grundpolsterungen garnieren, Pikierungen aufbringen
q) Rücken polstern, insbesondere glatt, in Pfeifen, in Heftungen und mit Bossennaht
Bezüge, Schabracken und Posamenten: 6
r) Polsterstücke fest, leger und mit losen Kissen beziehen
s) Spannteile beziehen
t) Posamenten, Keder und Ziernagelungen anbringen
u) Schabracken und Volants fertigen, anpassen und befestigen
C. Raumdekoration, Licht-, Sicht- und Sonnenschutzanlagen
1 Gestalten, Anfertigen und Montieren von Raumdekorationen (§ 4 Nr. 17) a) Fensterdekorationen, insbesondere mittels Freihandzeichnen, entwerfen 8
b) Skizzen und Zeichnungen in Zuschnitte umsetzen
c) epochentypische Merkmale in Fensterdekorationen feststellen und umsetzen
d) epochentypische Stoffe und Materialien auswählen
e) Raumdekorationen für Sonderbereiche und für Sonderfunktionen anfertigen 18
f) Funktions- und Ziernähte herstellen
g) Bänder- und Zierabschlüsse anbringen
h) Behänge und Freihanddekorationen anfertigen
i) Zugvorrichtungen auswählen und anbringen
2 Anfertigen und Montieren von Licht-, Sicht- und Sonnenschutz (§ 4 Nr. 18) a) bauliche Gegebenheiten bewerten, insbesondere Lichtmessungen durchführen 10
b) Sonderformen von Licht-, Sicht- und Sonnenschutzanlagen festlegen, anfertigen und montieren
c) Antriebs- und Steuersysteme festlegen und montieren
d) Verkleidungen, Schutz- und Zierblenden entwerfen, anfertigen und montieren
D. Wand- und Deckendekoration
1 Prüfen, Vorbereiten und Bearbeiten von Untergründen (§ 4 Nr. 12) a) Untergründe prüfen, insbesondere auf chemische und physikalische Eigenschaften, Mängel beseitigen 8
b) Flächenaufteilungen festlegen
c) Untergründe vorbereiten, insbesondere Grundbeschichtungsstoffe, Rollenmakulatur und feste Unterlagen aufbringen
2 Gestalten, Bekleiden und Beschichten von Wand- und Deckenflächen (§ 4 Nr. 19) a) Spezialtapeten, Wand- und Deckenbeläge unter Berücksichtigung der Untergründe, der Funktion des Raumes, der epochalen Stilmerkmale und der Farbwirkung auswählen, zuschneiden und in Kleistertechnik sowie Wandklebetechnik aufbringen 18
b) Wand- und Deckenbekleidungsstoffe auswählen, zuschneiden, konfektionieren und verspannen
c) Beschichtungsstoff entsprechend den Untergrundarten, dem Beschichtungsaufbau und der Farbwirkung auswählen
d) Farbvorschläge entwickeln, Farbtöne mischen
e) Wand- und Deckenflächen, insbesondere durch Streichen, Rollen und Spritzen, beschichten
f) Oberflächen in unterschiedlichen Techniken gestalten 10
g) zierende Abschlüsse mit Tapetenschnüren, Borten, Tapetenleisten und Friesen anbringen
h) vorgefertigte Stuckteile anbringen
Stand: Zuletzt geändert durch Art. 3 V v. 9. 5.2005 I 1285
2004, 980: BGBl I

References: § 25
 § 25
 § 1

§ 9

§ 9
 § 8
 § 5
 Art. 3