Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NJW%201992,%202229
Timestamp: 2019-04-19 21:27:25+00:00

Document:
Wäre die Klägerin zur Finanzierung des Rechtsstreits nicht bereit, könnte die Bareinlage kaum eingezogen werden, was von der Rechtsordnung nicht hingenommen werden kann (vgl. auch BGH NJW 1992, 2229).
Eine Einlagenforderung ist grundsätzlich unter der Voraussetzung abtretbar, dass der Gesellschaft dafür ein vollwertiger Erlös zufließt (BGHZ 53, 71, 73; BGH NJW 1992, 2229;… Lütter/Hommelhoff, GmbHG, 15. Aufl., § 19 Rdn. 27;… Scholz-Schneider, GmbHG, 9. Aufl., § 19 Rdn. 145, 150;… Baumbach/Zöllner, GmbHG, § 19 Rdn. 31;… Rowedder, GmbHG, 3. Aufl., § 19 Rdn. 59).
Danach ist die Abtretung grundsätzlich nur dann gestattet, wenn die Aktiengesellschaft im Gegenzug eine vollwertige Gegenleistung erhält (z.B. MünchKommAktG/ Bayer , 2. A., § 66, RNr. 68; BGH 15.6.1992 - II ZR 229/91, NJW 1992, 2229, unter 1.a., zur Pfändung von GmbH-Einlageforderungen; zur Vollwertigkeit im Kontext des § 19 V GmbHG siehe jüngst wieder BGH 16.1.2006 - II ZR 76/04, DB 2006, 772, unter II.3.), d.h. wenn Einlageansprüche und Gegenleistung gleichwertig sind (a).
Der gesellschaftsrechtliche Kapitalschutz gilt gegenüber Maßnahmen des Insolvenzverwalters in gleicher Weise wie außerhalb des Insolvenzverfahrens (siehe BGH NJW 1992, 2229, für die Anwendung des Vollwertigkeitsprinzips bei masseloser Insolvenz).

References: BGH 
 BGH 
 § 19
 § 19
 § 19
 § 19
 § 66
 BGH 
 § 19
 BGH 
 BGH