Source: http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=8%20W%20462/09
Timestamp: 2013-05-23 04:47:40+00:00

Document:
Rechtsprechung: 8 W 462/09
Rechtsprechung OLG Stuttgart, 24.11.2009 - 8 W 462/09 Volltextver�ffentlichungen (5)
V�lkerrechtskonforme Auslegung des Nichtehelichengesetzes im Hinblick auf die Entscheidung des EGMR �ber den Ausschluss der vor dem 1. Juli 1949 geborenen nichtehelichen Kinder von der gesetzlichen Erbfolge nach ihrem Vater; zust�ndiges Beschwerdegericht im Erbscheinserteilungsverfahren und Verfa
V�lkerrechtskonforme Auslegung des Nichtehelichengesetzes im Hinblick auf die Entscheidung des EGMR �ber den Ausschluss der vor dem 1. Juli 1949 geborenen nichtehelichen Kinder von der gesetzlichen Erbfolge nach ihrem Vater; zust�ndiges Beschwerdegericht im Erbscheinserteilungsverfahren und Verfahrensbeginn in Antragsverfahren
Ma�gebliches Verfahrensrecht im Erbscheinserteilungsverfahren
Gerichte trifft keine vorrangige Pflicht zur Auslegung einer Vorschrift anhand der Europ�ischen Menschenrechtskonvention
famrb.de , S. 21 (Entscheidungsbesprechung)
Erbberechtigung vor dem 1.7.1949 nichtehelich geborener Kinder (RA Dr. Hubertus Rohlfing; FamRB 2010, 117)
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des OLG Stuttgart vom 24.11.2009, Az.: 8 W 462/09 (Ausschluss von Erben)" von RA Paul Gr�tsch, original erschienen in: FamRZ 2010, 674 - 676.
DNotZ 2010, 452
FGPrax 2010, 83
FamRZ 2010, 674
Wird zitiert von ... (5) OLG K�ln, 11.10.2010 - 2 Wx 39/10 Geltung der Stichtagsregelung f�r das Erbrecht nichtehelicher Abk�mmlingeDie M�glichkeit einer konventionsgem��en Auslegung des Art. 12 Abs. 2 � 10 Abs. 2 Satz 1 NEhelG haben auch das Oberlandesgericht Stuttgart (vgl. FamRZ 2010, 674 [675]) sowie das Kammergericht (ZErb 2010, 249 [250 f.]) zutreffend verneint.Eine Aussetzung des Verfahrens nach Art. 100 Abs. 1 GG und die Vorlage der Sache an das Bundesverfassungsgericht kommen nicht in Betracht (so auch OLG Stuttgart, FGPrax 2010, 83 [84];… LG Saarbr�cken, a.a.O., Rdn. 41), weil die Regelung des Art. 12 Abs. 2 � 10 Abs. 2 Satz 1 NEhelG nicht verfassungswidrig ist, wie das Bundesverfassungsgericht wiederholt ausgesprochen hat.Die angef�hrten Entscheidungen des OLG Stuttgart (FGPrax 2010, 83 f.) und des Kammergerichts (Zerb 2010, 249 ff.) sind jeweils nicht aufgrund einer solchen weiteren Beschwerde, sondern im Verfahren der Erstbeschwerde nach � 58 FamFG ergangen.
BGH, 26.10.2011 - IV ZR 150/10 Erbrecht - Ausschluss des nichtehelichen KindesEine Vorlage an das Bundesverfassungsgericht gem�� Art. 100 Abs. 1 GG kommt daher nicht in Betracht (so auch OLG K�ln ZEV 2011, 129, 131; OLG Stuttgart FamRZ 2010, 674, 675; LG Karlsruhe…, Beschluss vom 30. September 2010 - 1 T 10/10, [...] Rn. 25 ff.; LG Saarbr�cken FamRZ 2010, 2106, 2108).
KG, 29.06.2010 - 1 W 161/10 Ausschluss des Erbrechts vor dem 1. Juli 1949 geborener nichtehelicher …Der Durchf�hrung einer m�ndlichen Verhandlung (� 68 Abs. 3 Satz 2 FamFG) bedarf es nicht , weil vorliegend letztendlich nur Rechtsfragen entscheidungserheblich sind (in diesem Sinne OLG Stuttgart, FGPrax 2010, 83 = FamRZ 2010, 674, wobei allerdings �bersehen wurde, dass zun�chst der Schutzbereich des Art. 8 EMRK er�ffnet sein muss , zutreffend insoweit Gr�tsch, FamRZ 2010, 675, 676).Insoweit ist dem Gedanken des Vertrauensschutzes des Erblassers in die Fortgeltung der bisherigen Rechtslage Rechnung zu tragen (vgl. eingehend OLG Stuttgart, FamRZ 2010, 674, 675 unter Hinweis auf die Rspr. des BVerfG).
LG Karlsruhe, 30.09.2010 - 1 T 10/10 Erbrecht: Gesetzliches Erbrecht vor dem 1. Juli 1949 geborener nichtehelicher …Eine Richtervorlage gem�� Artikel 100 Abs. 1 GG kam vorliegend ebenso nicht in Betracht, da die Verfassungsm��igkeit der im Streit stehenden Vorschrift durch das Bundesverfassungsgericht im Rahmen seines Nichtannahmebeschlusses vom 20.11.2003 - 1 BvR 2257/03; ver�ffentlicht in DNotZ 2004, 471 - bereits zum wiederholten Male umfassend beleuchtet und gekl�rt hat (zum gleichen Ergebnis kommend: OLG Stuttgart, FamRZ 2010, 674).
KG, 30.11.2010 - 1 W 434/10 Entlassung des Testamentsvollstreckers wegen Einziehung einer �berh�hten …Die Durchf�hrung einer m�ndlichen Verhandlung (� 68 Abs. 3 Satz 2 FamFG) ist nicht notwendig, weil vorliegend letztendlich nur Rechtsfragen entscheidungserheblich sind (in diesem Sinne OLG Stuttgart, FGPrax 2010, 83 = FamRZ 2010, 674).

References: EGMR 
 EGMR 
 Art. 12
 Art. 100
 Art. 12
 Art. 100
 Art. 8