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Timestamp: 2019-08-19 23:42:22+00:00

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BFH, 15.11.1994 - VIII R 74/93 - dejure.org
https://dejure.org/1994,511
BFH, 15.11.1994 - VIII R 74/93 (https://dejure.org/1994,511)
BFH, Entscheidung vom 15.11.1994 - VIII R 74/93 (https://dejure.org/1994,511)
BFH, Entscheidung vom 15. November 1994 - VIII R 74/93 (https://dejure.org/1994,511)
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EStG 1991 § 20 Abs. 1 Nr. 1; KStG 1991 §§ 30 Abs. 2 Nr. 4, 54 a Nr. 1, 2 und 7
§ 20 EStG; §§ 30, 54a KStG
Einkommensteuer; Ausschüttung aus dem Reservefonds einer Produktionsgenossenschaft als Einnahme aus Kapitalvermögen
BFHE 176, 373
BB 1995, 1677
BB 1995, 661
DB 1995, 857
BStBl II 1995, 315
BStBl II 1995, 316
Jedenfalls war eine PGH - wie auch die PGH-P - eine Vereinigung mit körperschaftlicher Struktur, wobei die Beteiligung - abstrakt gesehen - das Vermögensrecht mit umfaßte, an Gewinnausschüttungen und an der Auskehrung des Liquidationsvermögens beteiligt zu werden (vgl. Urteil des erkennenden Senats vom 15. November 1994 VIII R 74/93, BFHE 176, 373, BStBl II 1995, 315, m. w. N.; BFH in BFHE 174, 122, BStBl II 1994, 578, 580).
Der erkennende Senat nimmt insoweit Bezug auf sein Urteil in BFHE 176, 373, BStBl II 1995, 315.
bb) Ob hinsichtlich der Besteuerung der im ersten Halbjahr 1990 erfolgten Ausschüttungen aus den Reservefonds generell oder im Einzelfall Billigkeitsmaßnahmen gerechtfertigt wären, hat der Senat angesichts der Zweigleisigkeit des Verfahrens im Anfechtungsverfahren gegen die Festsetzung der Steuerrate nicht zu entscheiden (vgl. Urteil des erkennenden Senats in BFHE 176, 373, BStBl II 1995, 315, 318, m. w. N.).
Die Vertragsparteien des EinigVtr und der Gesetzgeber haben die grundsätzliche Fortgeltung des DDR-Steuerrechts über den Zeitpunkt des Beitritts der DDR am 3. Oktober 1990 hinaus bis zum 31. Dezember 1990 in verfassungsrechtlich nicht zu beanstandender Weise bewußt in Kauf genommen (BFH-Urteil in BFHE 176, 373, BStBl II 1995, 315, 318, m. w. N.).
Die damit verbundene steuerliche Doppelbelastung von Gewinnen entspricht indessen der Rechtslage vor Einführung des Anrechnungsverfahrens in der Bundesrepublik Deutschland (Bundesrepublik) ab dem Jahr 1977 (vgl. auch Urteil des erkennenden Senats in BFHE 176, 373, BStBl II 1995, 315, 318, m. w. N.).
Jedenfalls war eine PGH -- wie auch die PGH-P -- eine Vereinigung mit körperschaftlicher Struktur, wobei die Beteiligung -- abstrakt gesehen -- das Vermögensrecht mit umfaßte, an Gewinnausschüttungen und an der Auskehrung des Liquidationsvermögens beteiligt zu werden (vgl. Urteil des erkennenden Senats vom 15. November 1994 VIII R 74/93, BFHE 176, 373, BStBl II 1995, 315, m. w. N.; BFH in BFHE 174, 122 [BFH 22.12.1993 - I R 75/93], BStBl II 1994, 578, 580).
Ob hinsichtlich der Besteuerung der im ersten Halbjahr 1990 erfolgten Ausschüttungen aus den Reservefonds generell oder im Einzelfall Billigkeitsmaßnahmen gerechtfertigt wären, hat der Senat angesichts der Zweigleisigkeit des Verfahrens im Anfechtungsverfahren gegen die Festsetzung der Steuerrate nicht zu entscheiden (vgl. Urteil des erkennenden Senats in BFHE 176, 373, BStBl II 1995, 315, 318, m. w. N.).
Die damit verbundene steuerliche Doppelbelastung von Gewinnen entspricht indessen der Rechtslage vor Einführung des Anrechnungsverfahrens in der Bundesrepublik ab dem Jahr 1977 (vgl. auch Urteil des erkennenden Senats in BFHE 176, 373, BStBl II 1995, 315, 318, m. w. N.).
Jedenfalls war eine PGH - wie auch die PGH-P - eine Vereinigung mit körperschaftlicher Struktur, wobei die Beteiligung - abstrakt gesehen - das Vermögensrecht mit umfaßte, an Gewinnausschüttungen und an der Auskehrung des Liquidationsvermögens beteiligt zu werden (vgl. Urteil des erkennenden Senats vom 15. November 1994 VIII R 74/93, BStBl II 1995, 316 m. w. N.; BFH in BFHE 174, 122, BStBl II 1994, 578, 580).
c) Ob hinsichtlich der Besteuerung der im ersten Halbjahr 1990 erfolgten Ausschüttungen aus den Reservefonds generell oder im Einzelfall Billigkeitsmaßnahmen gerechtfertigt wären, hat der Senat angesichts der Zweigleisigkeit des Verfahrens im Anfechtungsverfahren gegen die Festsetzung der Steuerrate nicht zu entscheiden (vgl. Urteil des erkennenden Senats in BStBl II 1995, 315, 318 m. w. N.).
Die Vertragsparteien des EinigVtr und der Gesetzgeber haben die grundsätzliche Fortgeltung des DDR-Steuerrechts über den Zeitpunkt des Beitritts der DDR am 3. Oktober 1990 hinaus bis zum 31. Dezember 1990 in verfassungsrechtlich nicht zu beanstandender Weise bewußt in Kauf genommen (BFH-Urteil in BStBl II 1995, 315, 318 m. w. N.).
Die damit verbundene steuerliche Doppelbelastung von Gewinnen entspricht indessen der Rechtslage vor Einführung des Anrechnungsverfahrens in der Bundesrepublik Deutschland ab dem Jahr 1977 (vgl. auch Urteil des erkennenden Senats in BStBl II 1995, 315, 318 m. w. N.).
Folgt man dem, ist maßgeblicher Zeitpunkt für die Gewinnausschüttung der tatsächliche Abfluss bei der Kapitalgesellschaft (ständige Rechtsprechung, vgl. z.B. Bundesfinanzhof --BFH--, Urteile vom 9. Dezember 1987 I R 260/83, BFHE 151, 560, BStBl II 1988, 460; vom 31. Oktober 1990 I R 47/88, BFHE 162, 546, BStBl II 1991, 255; vom 15. November 1994 VIII R 74/93, BFHE 176, 373, BStBl II 1995, 315, m.w.N.; Abschn. 77 Abs. 6 KStR 1992/1995/1998).
Der Zeitpunkt des Gewinnausweises beim Zahlungsempfänger, der sich nach bilanzrechtlichen Kategorien bemisst, und jener des tatsächlichen Abflusses beim Zahlenden brauchen nicht übereinzustimmen; sie können auseinander fallen (BFH-Urteile in BFHE 151, 560, BStBl II 1988, 460; in BFHE 176, 373, BStBl II 1995, 315, m.w.N.).
Die PGH war eine -- wie auch die PGH-H -- Vereinigung mit körperschaftlicher Struktur, wobei die Beteiligung -- abstrakt gesehen -- das Vermögensrecht mitumfaßte, an Gewinnausschüttungen und an der Auskehrung des Liquidationsvermögens beteiligt zu werden (vgl. Urteil des erkennenden Senats vom 15. November 1994 VIII R 74/93, BFHE 176, 373, BStBl II 1995, 316, m. w. N.; BFH in BFHE 174, 122 [BFH 22.12.1993 - I R 75/93], BStBl II 1994, 578, 580).
Im Übrigen seien die vom FA zitierten BFH-Urteile in BStBl II 1995, 315, BFH/NV 1996, 885 und BStBl II 1996, 465 nicht einschlägig, da sie sämtlich nicht den Fall einer Umwandlung betroffen hätten.
Die unteilbaren Fonds seien bis zum 31.12.1990 mit den Gewinnrücklagen einer Kapitalgesellschaft vergleichbar, deren Auszahlung zu einer Ausschüttung von Gewinn geführt habe (BFH-Urteil vom 14.11.1994, BStBl II 1995, 315).
Vor diesem Hintergrund konnte eine noch im Jahre 1990 bei der Gesellschaft abgeflossene Ausschüttung mangels Vorliegen einer entsprechenden Gliederungsrechnung zum 1.Januar 1991 die Rechtsfolgen des § 54 a Nr. 1 und 2 KStG nicht auslösen (vgl. BFH-Urteil vom 15.November 1994 VIII R 74/93, BStBl II 1995, 315, der der Auffassung der Vorinstanz dahingehend, dass der unteilbare Fonds der PGH nach § 30 Abs. 3 KStG zum 01.01.1991 dem EK 04 zuzuordnen wäre und deshalb der Sache nach als Einlage zu behandeln sei, nicht gefolgt ist).
Insofern hat sich der Gesetzgeber bewußt für die Beibehaltung der Doppelbelastung entschieden, die weiterhin bei der Auskehrung von Alteinlagen eintritt (vgl. BFH-Urteil vom 15.11.1994 VIII R 74/93, BStBl II 1995, 315, 318 und Wassermeyer in Kirchhof/Söhn, a.a.O., § 20 Rn. A 18; Arthur Andersen, KStG § 30 Rdnr. 126 ff.).
Die im Rahmen des zweistufigen Anrechnungsverfahrens vorgesehene Entlastung wird sichergestellt durch die Identität der Bemessungsgrundlagen auf der Stufe der ausschüttenden Körperschaft und derjenigen des Ausschüttungsempfängers (BFH-Urteil vom 15.11.1994 VIII R 74/93, BStBl II 1995, 315, 317).
Jedenfalls war eine PGH -- wie auch die PGH-P -- eine Vereinigung mit körperschaftlicher Struktur, wobei die Beteiligung -- abstrakt gesehen -- das Vermögensrecht mit umfaßte, an Gewinnausschüttungen und an der Auskehrung des Liquidationsvermögens beteiligt zu werden (vgl. Urteil des erkennenden Senats vom 15. November 1994 VIII R 74/93, BFHE 176, 373, BStBl II 1995, 315, [BFH 15.11.1994 - VIII R 74/93] m. w. N.; BFH in BFHE 174, 122, [BFH 22.12.1993 - I R 75/93] BStBl II 1994, 578, 580 [BFH 22.12.1993 - I R 75/93]).
c) Ob hinsichtlich der Besteuerung der im ersten Halbjahr 1990 erfolgten Ausschüttungen aus den Reservefonds generell oder im Einzelfall Billigkeitsmaßnahmen gerechtfertigt wären, hat der Senat angesichts der Zweigleisigkeit des Verfahrens im Anfechtungsverfahren gegen die Festsetzung der Steuerrate nicht zu entscheiden (vgl. Urteil des erkennenden Senats in BFHE 176, 373, [BFH 15.11.1994 - VIII R 74/93] BStBl II 1995, 315, 318 [BFH 15.11.1994 - VIII R 74/93], m. w. N.).
BFH, 19.03.1997 - I R 63/96
Auf Gewinnausschüttungen einer im Beitrittsgebiet ansässigen Kapitalgesellschaft …

References: § 20

§ 20
 § 54
 § 30
 § 20
 § 30