Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=VGH%20Baden-W%C3%BCrttemberg&Datum=07.02.2011&Aktenzeichen=A%202%20S%20238/11
Timestamp: 2019-08-23 19:10:53+00:00

Document:
VGH Baden-Württemberg, 07.02.2011 - A 2 S 238/11 - dejure.org
https://dejure.org/2011,5114
VGH Baden-Württemberg, 07.02.2011 - A 2 S 238/11 (https://dejure.org/2011,5114)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 07.02.2011 - A 2 S 238/11 (https://dejure.org/2011,5114)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 07. Februar 2011 - A 2 S 238/11 (https://dejure.org/2011,5114)
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Berufung wegen Ablehnung eines Befangenheitsantrags - Öffentlichkeit der mündlichen Verhandlung
§ 55 VwGO, § 146 Abs 2 S 2 VwGO, § 138 Ziff 5 VwGO, § 173 VwGO, § 512 ZPO, § 169 Abs 1 GVG
VG Stuttgart, 29.11.2010 - A 13 K 2517/10
VBlBW 2011, 363
Ein dem Übertragungsbeschluss anhaftender Rechtsfehler kann daher allenfalls dann beachtlich sein, wenn er zugleich eine Verletzung der prozessualen Gewährleistungen der Verfassung darstellt, so etwa, wenn für die Übertragung willkürliche oder manipulative Erwägungen maßgeblich waren und der Beteiligte damit unter Verstoß gegen Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG seinem gesetzlichen Richter entzogen worden ist (…vgl. BVerwG, Beschl. v. 21.3.2000 - BVerwG 7 B 36.00 -, juris Rn. 4; VGH Baden-Württemberg, Beschl. v. 7.2.2011 - A 2 S 238/11 -, juris Rn. 4; Hessischer VGH, Beschl. v. 27.2.1996 - 13 ZU 1851/95 -, NVwZ 1997, 311, 312 jeweils m.w.N.).
Ein dem Übertragungsbeschluss anhaftender Rechtsfehler kann daher allenfalls dann beachtlich sein, wenn er zugleich eine Verletzung der prozessualen Gewährleistungen der Verfassung darstellt, so etwa, wenn für die Übertragung willkürliche oder manipulative Erwägungen maßgeblich waren und der Beteiligte damit unter Verstoß gegen Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG seinem gesetzlichen Richter entzogen worden ist (…vgl. BVerwG, Beschl. v. 21.3.2000 - BVerwG 7 B 36.00 -, juris Rn. 4; VGH Baden-Württemberg, Beschl. v. 7.2.2011 - A 2 S 238/11 -, juris Rn. 4; Hessischer VGH, Beschl. v. 27.2.1996 - 13 ZU 1851/95 -, NVwZ 1997, 311, 312 jeweils mit weiteren Nachweisen).
Etwas anderes gilt allenfalls dann, wenn mit dem Antrag auf Zulassung der Berufung eine gegen Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG verstoßende, auf willkürlichen oder manipulativen Erwägungen beruhende Zurückweisung des Befangenheitsgesuchs geltend gemacht wird (vgl. BVerfG, Beschl. v. 18.12.2007 - 1 BvR 1273/07 -, NVwZ-RR 2008, 290; BVerwG, Beschl. v. 15.05.2008 - 2 B 77.07 -, NVwZ 2008, 1025; VGH Bad.-Württ., Beschl. v. 07.02.2011 - A 2 S 238/11 -, VBlBW 2011, 363).
Die Zulassung der Berufung wegen eines Verfahrensmangels ist daher nicht gerechtfertigt, wenn eine Vorentscheidung angegriffen wird, die selbständig anfechtbar ist oder deren Anfechtbarkeit ausdrücklich ausgeschlossen ist (VGH Baden-Württemberg, Beschluss vom 7. Februar 2011 - A 2 S 238/11 -, juris Rn. 3;… Rudisile, in: Schoch/ Schneider/Bier, VwGO, Stand: 34. EL Mai 2018, § 124 Rn. 49, 59).

References: § 55
 § 146
 § 138
 § 173
 § 512
 § 169
 Art. 101
 Art. 101
 Art. 101
 § 124