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Timestamp: 2016-07-24 20:25:26+00:00

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OVG-RHEINLAND-PFALZ - 26.03.2007, 7 E 10212/07.OVG - JuraForum.de
JuraForum.de > Urteile > Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz > Beschluss vom 26.03.2007, Aktenzeichen: 7 E 10212/07.OVG OVG-RHEINLAND-PFALZ – Aktenzeichen: 7 E 10212/07.OVGBeschluss vom 26.03.2007
Leitsatz:1. Eine Lese-Rechtschreibstörung oder Legasthenie (ICD 10 - F 81.0) stellt keine seelische Störung dar und führt deshalb als solche nicht zu einer Abweichung der seelischen Gesundheit eines Kindes oder Jugendlichen vom alterstypischen Zustand im Sinne von § 35a Abs. 1 SGB VIII.
3. Die Auslegung und Anwendung der unbestimmten Rechtsbegriffe in § 35a Abs. 1 SGB VIII unterliegt einer uneingeschränkten verwaltungsgerichtlichen Kontrolle. Ein - verwaltungsgerichtlich nur eingeschränkt überprüfbarer -Beurteilungsspielraum steht dem Träger der öffentlichen Jugendhilfe erst im Hilfeplanverfahren aufgrund des dort gebotenen kooperativen pädagogischen Entscheidungsprozesses bezüglich der im Einzelfall angezeigten Hilfe zu.Rechtsgebiete:SGB VIIIVorschriften:§ 27 SGB VIII, § 27 Abs. 2 SGB VIII, § 27 Abs. 2 Satz 2 SGB VIII, § 35a SGB VIII, § 35a Abs. 1 SGB VIII, § 35a Abs. 1 Nr. 1 SGB VIII, § 35a Abs. 1 Nr. 2 SGB VIII, § 36 SGB VIII, § 36 Abs. 1 SGB VIII, § 36 Abs. 1 Satz 1 SGB VIII, § 36 Abs. 1 Satz 2 SGB VIII, § 36 Abs. 1 Satz 3 SGB VIII, § 36 Abs. 2 SGB VIII, § 36 Abs. 2 Satz 1 SGB VIII, § 36 Abs. 3 SGB VIIIStichworte:Beeinträchtigung, Behinderung, Beurteilungsspielraum, Entscheidungsprozess, Eingliederungshilfe, Förderunterricht, geistig, geistige Behinderung, Hilfeplan, Jugendhilfe, Jugendhilferecht, Leben in der Gesellschaft, Kontrolle, kooperativ, Leistungsstörung, legasthen, Legasthenie, Legasthenietherapie, Lese-Rechtschreibschwäche, Lese-Rechtschreibstörung, pädagogisch, psychosomatische Reaktion, Rechtschreibschwäche, Rechtschreibstörung, Schulängste, Schule, Schulphobie, Schulprobleme, seelisch, seelische Behinderung, seelische Gesundheit, seelische Störung, sekundär, Sekundärfolge, sozialer Kontakt, Teilhabe, unbestimmter Rechtsbegriff, Vereinzelung, Versagensängste, VerweigerungVerfahrensgang:VG Trier 6 K 802/06.TR vom 08.01.2007
VolltextUm den Volltext vom OVG-RHEINLAND-PFALZ – Beschluss vom 26.03.2007, Aktenzeichen: 7 E 10212/07.OVG anzusehen, müssen Sie die Einzelentscheidung kaufen.Volltext der Entscheidung kaufen
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3. Die Auslegung und Anwendung der unbestimmten Rechtsbegriffe in § 35a Abs. 1 SGB VIII unterliegt einer uneingeschränkten verwaltungsgerichtlichen Kontrolle. Ein - verwaltungsgerichtlich nur eingeschränkt überprüfbarer -Beurteilungsspielraum steht dem Träger der öffentlichen Jugendhilfe erst im Hilfeplanverfahren aufgrund des dort gebotenen kooperativen pädagogischen Entscheidungsprozesses bezüglich der im Einzelfall angezeigten Hilfe zu.OVG-RHEINLAND-PFALZ – Beschluss, 7 B 10090/07.OVG vom 16.03.2007Zum Sammlungsverbot bei unzutreffendem Hinweis auf die Gemeinnützigkeit und bei nicht zweckentsprechender, einwandfreier Verwendung des Sammlungsertrages (im Anschluss an OVG RP, Beschlüsse vom 20. September 2005 - 12 B 10909/05.OVG - und 13. November 2006 - 7 B 11123/06.OVG -, beide veröffentlicht in ESOVGRP).OVG-RHEINLAND-PFALZ – Beschluss, 2 A 11252/06.OVG vom 15.03.20071. Bei disziplinarrechtlichen Urteilen erwächst neben dem Tenor auch die Feststellung, dass der Beamte ein Dienstvergehen begangen hat, in Rechtskraft.
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