Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=07.05.2015&Aktenzeichen=I%20ZR%20171/10
Timestamp: 2019-06-25 10:58:24+00:00

Document:
BGH, 07.05.2015 - I ZR 171/10 - dejure.org
https://dejure.org/2015,9660
BGH, 07.05.2015 - I ZR 171/10 (https://dejure.org/2015,9660)
BGH, Entscheidung vom 07.05.2015 - I ZR 171/10 (https://dejure.org/2015,9660)
BGH, Entscheidung vom 07. Mai 2015 - I ZR 171/10 (https://dejure.org/2015,9660)
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ZPO § 565 Satz 2
§ 565 Satz 2 ZPO, § 565 ZPO, Art. 2 Abs. 1 GG, § 269 Abs. 1 ZPO, §§ 565, 516 Abs. 3 ZPO
§ 565 S 2 ZPO vom 10.10.2013
Revisionsrücknahme: Berücksichtigung der Gesetzesänderung hinsichtlich des Einwilligungserfordernisses des Revisionsbeklagten - Digibet II
Untersagung des Anbietens von Sportwetten im geschäftlichen Verkehr zu Zwecken des Wettbewerbs über das Internet
Zur Anwendung des § 565 Satz 2 ZPO, wonach die Revision ohne Einwilligung des Revisionsbeklagten nur bis zum Beginn der mündlichen Verhandlung des Revisionsbeklagten zur Hauptsache zurückgenommen werden kann, in einem bei Inkrafttreten dieser Vorschrift bereits anhängigen Verfahren
GG Art. 2 Abs. 1; ZPO § 565 S. 2
Zur Rücknahme der Revision ohne Zustimmung des Gegners / Keine Entscheidung über Erlaubnisvorbehalt für Sportwetten im Internet
Noch keine Entscheidung zum Erlaubnisvorbehalt für Sportwetten und Casinospiele im Internet nach dem Glücksspieländerungsstaatsvertrag - Revision zurückgenommen
Casinospiele im Internet - und der Erlaubnisvorbehalt für Sportwetten
Erlaubnisvorbehalt für Sportwetten und Casinospiele im Internet
NJW-RR 2015, 954
MDR 2015, 850
GRUR 2015, 820
WM 2015, 1542
Von "unechter" Rückwirkung wird gesprochen, wenn belastende Rechtsfolgen einer Norm erst nach ihrer Verkündung eintreten, tatbestandlich aber von einem bereits ins Werk gesetzten Sachverhalt ausgelöst werden (sog. tatbestandliche Rückanknüpfung; vgl. BVerfGE 72, 200, 242; 97, 67, 79; 127, 1, 17; 131, 20, 39; BGH, Beschluss vom 7. Mai 2015 - I ZR 171/10, GRUR 2015, 820 Rn. 15 ff. = WRP 2015, 976 - Digibet II).
Eine "unechte" Rückwirkung liegt vor, wenn belastende Rechtsfolgen einer Norm erst nach deren Verkündung eintreten, tatbestandlich aber von einem bereits ins Werk gesetzten Sachverhalt ausgelöst werden (sog. tatbestandliche Rückanknüpfung; vgl. BVerfGE 72, 200, 242; 97, 67, 79; 127, 1, 17; 131, 20, 39; BGH, Beschluss vom 7. Mai 2015 - I ZR 171/10, GRUR 2015, 820 Rn. 15 ff. = WRP 2015, 976 - Digibet II).
Zwischen den Parteien war ein Verfahren umgekehrten Rubrums anhängig, in dem die Antragsgegnerin die Antragstellerin bereits im Jahr 2008 aufgrund eines ihrer Ansicht nach illegalen Internetangebots auf Unterlassung in Anspruch genommen hatte (Senat, Urt. v. 3.9. 2010 - 6 U 196/09 = BGH, I ZR 171/10).
Ein Termin zur mündlichen Verhandlung vor dem Bundesgerichtshof über die von den Beklagten eingelegte Revision war am 12.2.2015 anberaumt; mittlerweile ist das Verfahren durch Rücknahme der Revision beendet worden (BGH, GRUR 2015, 820 - Digibet II).

References: § 565

§ 565
 § 565
 Art. 2
 § 269

§ 565
 § 565
 Art. 2
 § 565