Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BFH&Datum=05.04.2005&Aktenzeichen=I%20B%20221/04
Timestamp: 2020-03-29 22:48:37+00:00

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BFH, 05.04.2005 - I B 221/04 - dejure.org
https://dejure.org/2005,1640
BFH, 05.04.2005 - I B 221/04 (https://dejure.org/2005,1640)
BFH, Entscheidung vom 05.04.2005 - I B 221/04 (https://dejure.org/2005,1640)
BFH, Entscheidung vom 05. April 2005 - I B 221/04 (https://dejure.org/2005,1640)
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Aussetzung der Vollziehung eines Verwaltungsaktes bei ernstlichen Zweifeln an der Rechtmäßigkeit; Möglichkeit der Nutzung eines nicht gesondert festgestellten oder auf einer Ausschüttung eines Tochterunternehmens im laufenden Wirtschaftsjahr beruhenden ...
Kurznachricht zu "Anmerkung zur Entscheidung des BFH vom 5.4.2005, Az.: I B 221/04, Nutzung des KSt-Guthabens bei Weiterleitung von Ausschüttungen aus Tochtergesellschaften im gleichen Veranlagungszeitraum i.W.d. Vorabausschüttung" von RA Dr. Burkhard Binnewies, FAStR, original ...
Kurznachricht zu "Anmerkung zur Entscheidung des BFH vom 5.4.2005, I B 221/04 (Nutzung des Körperschaftsteuerguthabens aus Nachsteuer bei Übergang vom Anrechnungs- zum Halbeinkünfteverfahren)" von RA Dr. Burkhard Binnewies, FA StR, original erschienen in: GmbHR 11/2005 Heft 11, ...
FG München, 26.10.2004 - 6 V 5013/03
BFHE 209, 341
BB 2005, 1038
DB 2005, 1033
BStBl II 2005, 526
Damit, dass die Minderung durch "in den folgenden Wirtschaftsjahren" erfolgende Gewinnausschüttungen ausgelöst wird, knüpft die Regelung lediglich an den in § 37 Abs. 1 Satz 1 i.V.m. § 36 Abs. 1 KStG 2002 bezeichneten Zeitpunkt an, zu dem das Körperschaftsteuerguthaben erstmals zu ermitteln ist, nicht aber an eine zeitlich zwingend vorangehende Feststellung des aktuellen Guthabens (…vgl. Bott in Ernst & Young, a.a.O., § 37 Rz 120.2;… Frotscher in Frotscher/Maas, a.a.O., § 37 KStG Rz 17c; offengelassen im Senatsbeschluss in BFHE 209, 341, BStBl II 2005, 526).
Vielmehr sollen alle Einwendungen gegen die materielle Richtigkeit der festgestellten Guthaben abgeschnitten werden (vgl. Senatsbeschluss in BFHE 209, 341, BStBl II 2005, 526).
Dies liegt auch deswegen nahe, weil dies zu einer unnötigen Komplizierung des Verfahrens führen würde (vgl. hierzu auch Senatsbeschluss in BFHE 209, 341, BStBl II 2005, 526).
Nach § 37 Abs. 3 KStG 2002 soll das Körperschaftsteuerguthaben nicht durch unter die Freistellung des § 8b Abs. 1 KStG 2002 fallende Gewinnausschüttungen innerhalb von Beteiligungsketten realisiert werden können, sondern erst dann, wenn sichergestellt ist, dass die Ausschüttung bei den Anteilseignern der Besteuerung nach dem Halbeinkünfteverfahren unterliegt (vgl. Senatsbeschluss in BFHE 209, 341, BStBl II 2005, 526; s. auch BTDrucks 14/2683, S. 127).
Wie der Senat bereits in seinem Beschluss in BFHE 209, 341, BStBl II 2005, 526 ausgeführt hat, wird dieses Ziel jedoch auch dann erreicht, wenn die eine Ausschüttung erhaltende Gesellschaft noch im selben Jahr ihrerseits eine Ausschüttung vornimmt.
Diese Regelung knüpft an den in § 37 Abs. 1 Satz 1 KStG 1999 n.F. benannten Zeitpunkt der erstmaligen Ermittlung des Körperschaftsteuerguthabens an und legt ihn zugleich als den Zeitpunkt fest, ab dem Gewinnausschüttungen frühestens zu einer Minderung von Guthaben und Körperschaftsteuer führen können (ebenso Bott in Ernst & Young, KStG, § 37 Rz 80; Frotscher in Frotscher/Maas, KStG/UmwStG, § 37 KStG Rz 12; Dötsch in Dötsch/Jost/Pung/Witt, Die Körperschaftsteuer, § 37 KStG nF Rz 18; Bauschatz in Gosch, KStG, § 37 Rz 42;… Binnewies in Streck, KStG, 6. Aufl., § 37 Rz 5;… Lornsen-Veit/Odenbach in Erle/Sauter, KStG, 2. Aufl., § 37 Rz 48; Danelsing in Blümich, § 37 KStG Rz 24; im Ergebnis auch Schreiben des Bundesministeriums der Finanzen --BMF-- vom 6. November 2003, BStBl I 2003, 575 Tz. 31, sowie Oberfinanzdirektion --OFD-- Koblenz, Verfügung vom 12. Juni 2001, GmbH-Rundschau --GmbHR-- 2001, 684; offengelassen im Senatsbeschluss vom 5. April 2005 I B 221/04, BFHE 209, 341, BStBl II 2005, 526).
Ob sie darüber hinaus ausschließt, im Anschluss an den Feststellungszeitpunkt eingetretene Erhöhungen des Körperschaftsteuerguthabens unmittelbar in einem nachfolgenden Körperschaftsteuerbescheid zu berücksichtigen (vgl. dazu Senatsbeschluss vom 5. April 2005 I B 221/04, BFHE 209, 341, BStBl II 2005, 526), muss im vorliegenden Verfahren nicht erörtert werden.
Ernstliche Zweifel sind anzunehmen, wenn bei summarischer Prüfung des Verwaltungsakts neben Umständen, die für die Rechtmäßigkeit sprechen, gewichtige Gründe zutage treten, die Unentschiedenheit oder Unsicherheit in der Beurteilung der Rechtsfragen oder Unsicherheit in der Beurteilung der Tatfragen auslösen (Beschluss des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 5. April 2005 I B 221/04, BStBl II 2005, 526, ständige Rechtsprechung).
Nach § 37 Abs. 3 KStG 1999 n.F. soll das Körperschaftsteuerguthaben innerhalb von Beteiligungsketten erst dann realisiert werden können, wenn sichergestellt ist, dass die Ausschüttung bei den Anteilseignern, insbesondere bei natürlichen Personen, der Besteuerung unterliegt (vgl. Senatsurteil vom 28. November 2007 I R 42/07, BFHE 219, 321, BStBl II 2008, 390; Senatsbeschluss vom 26. Oktober 2004 I B 221/04, BFHE 209, 341, BStBl II 2005, 526; s. auch BTDrucks 14/2683, S. 127).
Hinsichtlich der jahresgleichen Nutzung des Körperschaftsteuerguthabens verweist die Klägerin auf den Beschluss des BFH vom 5. April 2005 I B 221/04.
Zu einer Körperschaftsteuerminderung ohne gleichzeitige Festsetzung einer Nachsteuer in gleicher Höhe beim Empfänger der Gewinnausschüttung soll es dagegen erst dann kommen, wenn sichergestellt ist, dass die Ausschüttung bei den Anteilseignern der Besteuerung nach dem Halbeinkünfteverfahren unterliegt (vgl. BFH-Urteil vom 28. November 2007 I R 42/07, BFHE 219, 321, BStBl II 2008, 390; BFH-Beschluss vom 5. April 2005 I B 221/04, BFHE 209, 341, BStBl II 2005, 526; BT-Drucks 14/2683, S. 127).
FG Hessen, 18.12.2006 - 4 K 3845/03
25 Entgegen der Auffassung der Finanzverwaltung (…BMF-Schreiben vom 06.11.2003, BStBl I 2003, 575, Rz. 40 zu § 37 Abs. 2a Nr. 2 KStG; ebenso: Lang, Der Betrieb 2002, 1793; Dötsch, Deutsches Steuerrecht 2003, 1997) folgt aus dem Wortlaut des § 37 Abs. 2 KStG 2002 nicht, dass nur ein auf den Schluss des vorangegangenen Wirtschaftsjahres gestelltes Körperschaftsteuerguthaben für eine Ausschüttung genutzt werden darf (BFH-Beschluss vom 05.04.2005, I B 221/04, BFH/NV 2005, 988).
Auch in diesem Fall ist gewährleistet, dass im Jahr der Ausschüttung der Tochtergesellschaft die Gewinne bei den Anteilseignern der Muttergesellschaft versteuert werden (BFH, Beschluss vom 05.04.2005 I B 221/04, BStBl II 2005, 526, 527).
Bereits der Wortlaut der - allerdings nicht ganz eindeutigen (vgl. Beschluss des Bundesfinanzhofs [BFH] vom 5. April 2005 I B 221/04, BStBl. II 2005, 526, unter II.2.b) - Regelung des § 37 KStG 2002 spricht für die Auffassung des Senats.
Im Ergebnis sollte ein KStGuthaben nur realisiert werden können, wenn sichergestellt war, dass die Ausschüttung bei den Anteilseignern versteuert wurde (vgl. BFHBeschluss in BStBl. II 2005, 526, unter II.2.c).
Führt eine im Dezember 2001 erfolgte Abschlagszahlung auf den Liquidationserlös …
Das Körperschaftsteuerguthaben ist in entsprechender Anwendung des § 37 Abs. 1 Satz 1 KStG zu ermitteln - ohne dass es einer gesonderten Feststellung in einem förmlichen Bescheide bedarf (vgl. dazu auch den zu § 37 Abs. 3 KStG ergangenen Beschluss des BFH vom 5. April 2005 I B 221/04, veröffentlicht u.a. in Der Betrieb 2005, 1033).
Ernstliche Zweifel sind anzunehmen, wenn bei summarischer Prüfung des Verwaltungsakts neben Umständen, die für die Rechtmäßigkeit sprechen, gewichtige Gründe zutage treten, die Unentschiedenheit oder Unsicherheit in der Beurteilung der Rechtsfragen oder Unsicherheit in der Beurteilung der Tatfragen auslösen (Beschluss des BFH vom 05.04.2005 I B 221/04, BStBl II 2005, 526, ständige Rechtsprechung).
Ermittlung eines Körperschaftsteuerguthabens auf den Schluss des …
Verrechnung eines Körperschaftssteuer-Guthabens im Zusammenhang mit der …
FG Niedersachsen, 12.07.2007 - 6 K 152/06
Phasengleiche Nutzung von Körperschaftsteuer-Guthaben bei Ausschüttung von …

References: § 37
 § 36
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 § 8
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