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Timestamp: 2019-10-24 01:55:28+00:00

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Welche Kernkompetenzen braucht ein Unternehmen für den Zuschlag einer Ausschreibung - am Beispiel der Ausschreibung Online Portal des Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt
von Moritz Becker (Autor)
1 Öffentliche Aufträge als wichtiger Wirtschaftsfaktor
2 Vergabearten
2.1 Öffentliche Ausschreibung
2.2 Beschränkte Ausschreibung
2.3 Freihändige Vergabe
3 Deutsches Zentrum für Luft –und Raumfahrt
4 Ausschreibung – Onlineportal DLR
4.3 Die Zielgruppe
4.5 Die Themen
4.6 Die redaktionelle Umsetzung
4.7 Die technische Umsetzung
4.8 Die graphische Umsetzung
4.9 Recherche und Ressourcen
5 Arbeitsgemeinschaft der Return on Time-Gruppe
5.1 Return on Time GmbH
5.2 Circle and Lowes GmbH
5.3 rotip GmbH
5.4 Bestehende Geschäftsverbindung
6 Eignung der Return on Time-Gruppe
6.1 Der Ziel
6.2 Das Zielgruppe
6.4 Die Themen
6.5 Die redaktionelle Umsetzung
6.6 Die technische Umsetzung
6.7 Die graphische Umsetzung
6.8 Recherche und Ressourcen
6.9 Weitere Anforderungen
8 Literaturverzeichnis und Quellenverzeichnis
1 Öffentliche Aufträge als wichtiger Wirtschaftfaktor
Auch für Medienunternehmen können öffentliche Aufträge einen wichtigen Bestandteil des Umsatzes darstellen. Hinzu kommt, dass in der Regel ein sicherer Zahlungseingang und damit verbunden, relativ einfache Refinanzierungsmöglichkeiten zu erwarten sind. Die geschaffene Referenz, verbunden mit einer entsprechenden Leistung, erhöht die Chancen für Folgeaufträge, oder Beteiligung an neuen Projekten, des öffentlichen Auftraggebers.
Mit dem vom 14.04.2009 ausgeschrieben Auftrag des Deutschen Zentrum für Luft –und Raumfahrt e.V. (DLR) besteht für die Return on Time-Gruppe (ROT-Gruppe) die Möglichkeit als Arbeitsgemeinschaft, sich mit Hilfe eines passenden Teilnahmeantrags, für die folgende Angebotsabgabe zu qualifizieren und schlussendlich die Ausschreibung erfolgreich mit der Unterzeichnung als Auftragnehmer abzuschließen.
Im Rahmen dieser Arbeit soll nun geklärt werden, inwieweit die ROT Gruppe, als potentieller Auftragnehmer der „Ausschreibung - Onlineportal DLR“ geeignet ist.
Um diese Fragestellung adäquat beantworten zu können wird:
- eine kurze Charakterisierung der Ausschreibungsformen stattfinden
- der formale Aufbau der Ausschreibung aufgezeigt
- ein kurzes Unternehmensprofil des DLR dargestellt
- eine umfangreiche Analyse der Ausschreibung vollzogen
- die Arbeitsgemeinschaft und ROT-Gruppe beschrieben
- die Eignung der Arbeitsgemeinschaft analysiert
2 Die Vergabearten
Um den Anforderungen öffentlicher Aufträge gerecht zu werden, ist es für die interessierte Firma wichtig, neben einer genauen inhaltlichen Analyse der geforderten Leistung, auch eine rechtliche Einordnung der Ausschreibung vollziehen zu können. Aus diesem Grund findet nun im Folgenden eine kurze Charakterisierung und rechtliche Abgrenzung der verschiedenen Ausschreibungsformen statt. Allgemein versteht man unter einer Ausschreibung die gesetzlich festgelegte Vergabe eines öffentlichen Auftrags im Wettbewerb.[1]
Die Verdingungsordnung für Leistungen regelt in Teil A (VOL/A) „die Koordinierung der Verfahren zur Vergabe öffentlicher Bauaufträge, Lieferaufträge und Dienstleistungsaufträge.“[2]
Es können drei Hauptformen der Vergabe öffentlicher Aufträge unterschieden werden: die öffentliche Ausschreibung, die beschränkte Ausschreibung und die freihändige Vergabe[3]
Die öffentliche Ausschreibung ist die vorgeschriebene Regelform der Auftragsvergabe. Eine unbeschränkte Anzahl von Unternehmen wird vor allem in Tageszeitungen, Fachzeitschriften und Internetportalen „zur Abgabe von Angeboten für [die] gewünschte[n] Leistungen aufgefordert.“[4]
Die kennzeichnenden Punkte dieser offenen Ausschreibungsform sind zum einen die detaillierte Leistungsbeschreibung, der unbegrenzte und undefinierte Lieferantenkreis, zum anderen aber auch die Geheimhaltung der eingehende Angebote bis zur öffentlichen Endsiegelung, wie auch das Verbot zur nachträglichen Angebots -und Preisänderung.
Sollten die in § 3 Nr.3 VOL/A definierten Gründe vorliegen, findet die beschränkte Ausschreibung statt. Die beschränkte Ausschreibung wendet sich an eine bestimmte Anzahl an Unternehmen.[5] Das ist der einzige Unterschied, denn in den weiteren Punkten entspricht sie dem Verfahren der öffentlichen Ausschreibung.[6]
Die freihändige Vergabe soll, bei denen in § 3 Nr.4 VOL/A vorliegenden Gründen stattfinden und soweit es zweckmäßig ist, ein öffentlicher Teilnehmerwettbewerb vorausgehen.[7] Im Gegensatz zu den beiden anderen Ausschreibungsformen werden hier die von der Beschaffungsstelle geforderten Leistungen ohne ein förmliches Verfahren vergeben.[8] Weitere Merkmale sind die nicht geregelten Teilnehmerzahlen und der Verhandlungsspielraum bei Preis- und Angebotsabgaben.
Bei der vorliegende „Ausschreibung - Onlineportal DLR“ handelt es sich gem. § 17 Nr.2 Abs.1 VOL/A um eine Freihändige Vergabe mit vorangegangenem Teilnehmerwettbewerb.
Bei dieser Vergabeform spielen sogenannte weiche Faktoren eine wichtige Rolle. Subjektive Kriterien, wie schöpferische Fähigkeiten[9], besondere Erfahrungen[10] und Zuverlässigkeit sind für den Auftraggeber von entscheidender Bedeutung. Es ist weniger die Leistung gemessen in Menge und Preis, als eine gute Selbstdarstellung der Eignung des Unternehmens von Bedeutung.[11] Aus diesem Grund wird in der folgenden Arbeit bei der Beurteilung der Eignung des potentiellen Auftragnehmers keinerlei Preisleistungsuntersuchungen vollzogen.
Nachfolgend wird ein kurzes Profil des Deutschen Zentrum für Luft -und Raumfahrt e.V. (DLR) dargestellt, um einen besseren Ein –und Überblick für die weitere Arbeit gewährleisten zu können.
Das DLR ist das Forschungszentrum der Bundesrepublik Deutschland für Luft -und Raumfahrt, Energie und Verkehr. Es unterhält weltweit 31 Standorte mit ca. 6000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Zahlreiche nationale und internationale Kooperationen stützen die umfangreichen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten.
Der Etat aus dem Geschäftsjahr 2008 von 570 Millionen Euro wurde überwiegend für das breitgefächerte Forschungsportfolio ausgegeben. Die Forschungsarbeiten des DLR umfassen Grundlagenforschung, Entwicklungsarbeiten und die Vorproduktion komplexer Endanwendungen. Hinzu kommt die Verwaltung des deutschen Raumfahrt Budgets in Höhe von einer knappen Milliarde Euro.
„Die breitgefächerten Forschungsarbeiten vor allem in der Luft- und Raumfahrttechnik sollen unser Leben bereichern und unsere Zukunft sichern.“[12] Das DLR besitzt ein international stark verzahntes Netzwerk, dadurch wird eine hervorragende globale Kommunikation gewährleistet. Eins ihrer angestrebten Ziele ist Interessensweckung der jungen Generation für die vielfältigen DLR-Forschungsgebiete. Weiter sieht sich das DLR nicht nur als klassische Forschungseinrichtung, sondern auch als Schnitt -und Kommunikationsstelle zwischen dem Forscher und dem interessierten Laien.[13]
Laut Gesetz sind bei beschränkter Ausschreibung und Freihändiger Vergabe regelmäßig auch kleine und mittlere Unternehmen in angemessenem Umfang zur Angebotsabgabe aufzufordern. Im Rahmen dieses Gesetzestextes wurde die ROT GmbH am 14.04.2009 per Mail zur Teilnahme an der Ausschreibung – Onlineportal DLR aufgefordert. Die vorliegende Ausschreibung enthält, wie in § 17 Nr.2 Abs.2 VOL/A vorgeschrieben, die Mindestangaben der Bekanntmachung. Diese gliedern den Aufbau der DLR-Ausschreibung in die Unterpunkte a bis k.
Gem. der § 17 Nr.2 Abs.2 a, f und g VOL/A muss laut Ausschreibung der formlose Teilnahmeantrag bis zum 30.04.2009, 12:00 bei der angegeben Anschrift vorliegen.
Nach § 17 Nr.2 Abs.2 b VOL/A handelt es sich um die Vergabeform: Freihändige Vergabe mit vorangegangenem Teilnehmerwettbewerb.
Eine detaillierte Analyse des geforderten Leistungsumfangs gem. § 17 Nr.2 Abs.2 c VOL/A wird im nachfolgenden vollzogen.
Die Vergabe von Teillose an verschiedene Bieter gem. § 17 Nr.2 Abs.2 d VOL/A ist bei der Ausschreibung des DLR nicht möglich. Dagegen muss, bzw. sollte der Auftragnehmer das gesamte Leistungsspektrum laut Ausschreibung abdecken können.
Das Auftreten der ROT-Gruppe als Arbeitsgemeinschaft zerlegt die Leistung nicht in Teillose, sondern die ROT-Gruppe erstellt gemeinschaftlich die Komplettleistung. Da Arbeitsgemeinschaften gem. § 7 Nr. 1 Abs.1 VOL/A gleich zu behandeln sind, stellt dieser Punkt zur Erfüllung des Auftrags kein rechtliches Problem dar.
Gem. etwaigen Bestimmungen über die Ausführungsfrist laut § 17 Nr.2 Abs.2 e VOL/A, soll nach Rücksprache unmittelbar nach Zuschlagserteilung mit den Arbeiten begonnen werden. Diese Arbeiten sollten bis zum Januar 2010 abgeschlossen sein.
[1] Vgl.O.Gandenberger: Die Ausschreibung S.35ff.
[2] VOL/A S.3.
[3] Vgl. J.Pietzcker: Der Staatauftrag als Instrument des Verwaltungshandelns
[4] N.Andel: Finanzwirtschaft S.217.
[5] Nach § 7 Nr.2 Abs.2 VOL/A„im allgemeinen mindestens drei Bewerber“.
[6] Vgl. N.Andel: Finanzwirtschaft S.219.
[7] Nach § 3 Nr.1 Abs.4 VOL/A
[8] Nach § 3 Nr.1 Abs.3 VOL/A
[9] Nach § 3 Nr.4 i VOL/A.
[10] Nach § 3 Nr.4 a VOL/A.
[11] Vgl. C.Picht: Möglichkeiten einer verstärkten Verlagerung öffentlicher Dienstleistungen auf freiberufliche Tätige S.106ff .
[12] Deutsches Zentrum für Luft-und Raumfahrt: Guideline 2009.
v168091
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Moritz Becker (Autor)

References: § 3
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 § 17
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 § 7
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