Source: http://kfz-versicherung-dd.de/kfz-lexikon/
Timestamp: 2019-05-21 04:54:49+00:00

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Sie verstehen einen Fachbegriff in der Police Ihrer Kfz-Versicherung oder in unserem Kfz-Vergleichsrechner nicht? Im Kfz-Versicherungslexikon von finden Sie verständliche Erklärungen zu den wichtigsten Stichworten – von A wie Ablehnungsfrist bis Z wie Zulassungsstelle.
Sind Versicherungsnehmer und Halter eines Fahrzeuges nicht identisch, wird dies als abweichende Halterschaft bezeichnet. Einige Kfz-Versicherungsgesellschaften verlangen deshalb einen höheren Beitrag, bei anderen ist bei einem solchen Szenario gar kein Versicherungsabschluss möglich.
Der Halter des Fahrzeugs ist im Normalfall derjenige, der das Verfügungsrecht über das Fahrzeug hat. Diese natürliche oder juristische Person (Firma) ist dann auch in den Zulassungsbescheinigungen Teil I (Fahrzeugschein) und II (Fahrzeugbrief) eingetragen.
Am häufigsten tritt eine abweichende Halterschaft auf, wenn Eltern als Versicherungsnehmer für die Autos ihrer Kinder auftreten, um ihnen eine bessere Schadensfreiheitsklasse (SF-Klasse) zu ermöglichen.
In Deutschland herrscht eine generelle Anschnallpflicht – auch Gurtpflicht genannt.
Fahrer, Beifahrer wie auch die Passagiere auf den Rücksitzen müssen den Gurt anliegen.
Dies ist in § 21 a der Straßenverkehrsordnung (StVO) festgehalten.
Nur für wenige Personengruppen gilt die Anschnallpflicht nicht:
Personen beim Haus-zu-Haus-Verkehr, wenn sie im jeweiligen Leistungs- oder Auslieferungsbezirk regelmäßig in kurzen Zeitabständen ihr Fahrzeug verlassen müssen (z.B. Postboten)
bei Fahrten mit Schrittgeschwindigkeit sowie auf Parkplätzen
als Passagier im Omnibus, wenn die Beförderung stehender Fahrgäste zugelassen ist
Fahrer von Omnibussen und Begleitpersonal von besonders betreuungsbedüftigen Personen
Fahrgäste in Omnibussen beim kurzzeitigen Verlassen des Sitzplatzes.
In Ausnahmefällen können sich Personen auch von der Anschnallpflicht befreien lassen. Dies ist möglich:
wenn das Anlegen des Gurts aus gesundheitlichen Gründen unmöglich ist (ärztliches Attest erforderlich)
wenn der Antragsteller kleiner als 150 Zentimeter ist
Regelung bei Oldtimern
Die Anschnallpflicht Erwachsener entfällt auch in Oldtimern mit Erstzulassung vor dem 1. April 1970, die weder ab Werk Gurte besaßen noch diese nachgerüstet wurden.
Mitnahme eines Kindes ohne geeigneten Kindersitz 1 Punkt 60 Euro
Mitnahme mehrerer Kinder ohne geeignete Kindersitze 1 Punkt 70 Euro
Mitnahme eines Kindes im Kindersitz ohne Gurtsicherung - 30 Euro
Mitnahme mehrerer Kinder in Kindersitzen ohne Gurtsicherung - 35 Euro
Missachtung der Anschnallpflicht Erwachsener - 30 Euro
Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH) ist ein Bagatellschaden jeder Sachschaden an einem Auto, dessen Reparatur unter 715 Euro kostet.
Typische Bagatellschäden sind zum Beispiel Kratzer im Lack oder kleinere Dellen.
Der Laie kann kaum abschätzen, ob ein Fahrzeugschaden ein Bagatellfall ist oder nicht. Deshalb sollte jeder Pkw-Schaden dokumentiert und der Kfz-Versichurng gemeldet werden.
Inhalt einer Unfallmeldung
Beschreibung des Hergangs
Beschreibung der Schäden (Skizze, Fotos)
Bei Bagatellschäden wird normalerweise kein Kfz-Gutachter hinzugezogen. Ein Kostenvoranschlag einer Kfz-Werkstatt genügt für die Regulierung.
Keine Kostenübernahme eines Gutachters
Bei einem Bagatellschaden muss die Versicherung des Verursachers die Kosten eines Sachverständigen nicht tragen. Beauftragen Sie einen, können Sie demnach auf diesen Kosten sitzen bleiben.
Der Schutz der Kfz-Haftpflichtversicherung erstreckt sich auf alle Beifahrer. Das sind alle Personen, die sich zusätzlich zum Fahrer im Wagen befinden.
Der Versicherungsschutz für Beifahrer umfasst
Sachschäden (am Körper getragene Gegenstände, keine Gepäckstücke)
Die Schuldfrage ist nicht relevant. Eine Kfz-Haftpflicht leistet zum Beispiel auch für Schäden nach einem Unfall durch einen geplatzten Reifen. Allerdings kommt die Versicherung dann nur für körperliche Schäden auf.
Bei Schäden durch höhere Gewalt (etwa durch einen Blitzschlag) ist die Kfz-Haftpflicht haftungsbefreit.
Schäden durch Beifahrer
Auch Schäden, die Beifahrer verursachen, sind durch die Kfz-Haftpflichtversicherung des Wagens gedeckt (§7 Straßenverkehrsgesetz).
Wenn etwa der Beifahrer mit der Autotür an ein anderes Fahrzeug stößt, zahlt den entstandenen Schaden am anderen Auto die Kfz-Haftpflicht. Grundlage hierfür ist die Betriebsgefahr jedes Fahrzeuges.
Um Beifahrer darüber hinaus zusätzlich abzusichern, kann der Versicherungsnehmer eine Insassenunfallversicherung abschließen.
Die Betriebsgefahr bedeutet, dass der Halter eines Fahrzeuges für Schäden, die anderen Personen durch dieses entstehen, voll haftet. Er muss den Schaden nicht einmal selbst verursacht haben.
Die Definition ist im Straßenverkehrsgesetz ( §7 StVG) festgehalten. Darin nimmt der Gesetzgeber an, dass von einem Fahrzeug immer eine besondere Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer ausgeht.
Damit stellt die Betriebsgefahr eine Ausnahme im deutschen Schadensrecht dar. Normalerweise gilt das Verursacherprinzip.
Wenn ein Schaden durch höhere Gewalt verursacht wurde oder unabwendbar war, haftet der Halter nicht. Das gilt auch, wenn jemand ohne Kenntnis und Einwilligung des Besitzers dessen Fahrzeug benutzt und Schäden anrichtet.
Jeder Halter eines in Deutschland zugelassenen Fahrzeuges muss für dieses einen Mindestversicherungsschutz in Form einer Kfz-Haftpflichtversicherung abschließen. Geregelt ist dies in § 1 des Pflichtversicherungsgesetzes (PflVG).
Die Kfz-Versicherung tritt im Schadensfall anstelle des Fahrzeughalters für alle Schäden ein, die andere Personen im Zusammenhang mit dem versicherten Fahrzeug geltend machen.
Betriebsgefahr relevant bei Schuldfrage nach Unfall
Liegt die Schuld bei einem Unfall nicht zu 100 Prozent bei einem Verkehrsteilnehmer, haben in der Regel alle beteiligten Fahrzeughalter eine Teilschuld. Der Grund ist die Betriebsgefahr ihrer Fahrzeuge und die damit einhergehende automatische Haftung – auch wenn dem Einzelnen gar kein sogenanntes schuldhaftes Verhalten nachgewiesen werden kann.
Der CO2-Ausstoß besagt, wie viel Gramm pro 100 Kilometer bei einem Fahrzeug im Betrieb an umweltschädlichen Kohlendioxid aus dem Auspuf kommt.
Der Ausstoß wird vom Hersteller für jedes Automodell mittels einem genormten Testzyklus ermittelt.
CO2-Ausstoß und Kfz-Steuer
Der CO2-Ausstoß ist für die Berechnung der Kfz-Steuer wichtig.
ausstößt. Der CO2-Ausstoß spielt bei Autos eine wichtige Rolle. Für Pkw gilt eine einheitliche "Freimenge" von derzeit 95 Gramm CO2-Austoß auf 100 Kilometer.
Jedes weitere Gramm CO2 kostet 2 Euro zusätzlich. Die Ausnahme sind Oldtimer. Bei ihnen ist der CO2-Wert egal. Für sie gilt ein einheitlicher Steuersatz.
Günstige Kfz-Versicherung für umweltfreundliche Pkw
Ein niedriger CO2-Ausstoß kann sich positiv auf die Versicherung eines Fahrzeuges auswirken. Einige Versicherer bieten so genannte Öko- oder Umweltrabatte an.
Es ist sinnvoll, die geltenden Mindestdeckungssummen in der Kfz-Haftpflichtversicherung zu erhöhen.
Denn die gesetzliche gesetzliche Mindestdeckung beträgt nur:
Erhöhung Maximalsumme Kfz-Haftpflicht
Bei schweren Verkehrsunfällen können diese Summen nicht ausreichen - dann haften Sie als Unfallverursacher persönlich für alle darüber hinausgehenden Kosten.
Sie können die Deckungssumme erweitern. Die Kfz-Versicherer bieten meist pauschal 50 oder 100 Millionen Euro an.
Eine entsprechende Anpassung kostet nur geringfügig mehr Beitrag. In zahlreichen Tarifen sind solche erhöhten Deckungssummen in der Police (Kfz Versicherungsschein) bereits ohne Aufpreis enthalten.
Erweiterte Deckungssummen Kasko
Durch eine zusätzliche Teilkasko sind auch die Beschädigung sowie der Verlust von Fahrzeugteilen versichert. Allerdings nicht unbegrenzt. Die Deckungssumme liegt oft bei maximal 5.000 Euro. Bei hochwertiger, spezieller und teurer Ausstattung kann es sich lohnen, den Betrag vertraglich aufzustocken.
Das gilt auch für das Kaskorisiko Marderschäden. Meist sind sogenannte Folgeschäden der kleinen Raubtiere (z.B. Motorschaden) tariflich finanziell begrenzt und sollten bei Bedarf individuell angepasst werden.
DEKRA ist die Abkürzung für den 1925 in Berlin gegründeten Deutschen Kraftfahrzeug-Überwachungs-Verein mit Sitz in Stuttgart.
Aufgaben der Dekra
Die DEKRA prüft unter anderem Kraftfahrzeuge auf ihre Verkehrstauglichkeit im Rahmen der Hauptuntersuchung (HU) und Abgasuntersuchung (AU). Dies geschieht sowohl in eigenen deutschlandweiten Niederlassungen als auch in Kfz-Werkstätten.
Außerdem nehmen die Kfz-Sachverständigen der DEKRA Fahrerlaubnispüfungen ab. Auch Gutachten für die Erlangung einer Kfz-Betriebserlaubnis fallen in das Aufgabengebiet des Vereins.
Andere Kfz-Prüforganisationen
Weitere Kfz-Prüforganisationen in Deutschland sind:
Bei einer Doppelversicherung ist ein Fahrzeug gleichzeitig bei zwei Kfz-Versicherungsgesellschaften versichert.
Das kommt in der Praxis aber eigentlich nicht vor. Denn für jedes versicherte Auto wird nur eine elektronische Versicherungsbestätigungsnummer (eVB-Nummer) ausgegeben.
Unbeabsichtigte Doppelversicherung
Eine unbeabsichtigte Doppelversicherung kann in der Regel nur bei einem Wechsel der Kfz-Versicherung vorkommen. Dann überschneidet sich der Beginn des neuen Versicherungsschutzes mit dem Ende der noch bestehenden Kfz-Versicherung.
Da die zuständige Zulassungsstelle über jeden Versicherungswechsel informiert wird, fällt die Mehrfachversicherung in jedem Fall auf.
Die betroffenen Kfz-Versicherer werden eigenständig aktiv und regeln das Problem unter sich. Der Versicherungskunde muss nicht selbst eingreifen.
Der ältere Vertrag bleibt zu den bestehenden Konditionen bestehen. Der zuletzt abgeschlossene Vertrag wird aufgehoben.
Kann Betrug nachgewiesen werden (z.B. um bei einem Schaden doppelt abzukassieren), dürfen beide Kfz-Versicherungsgesellschaften die Verträge aufheben.
Der Versicherte bekommt kein Geld und muss mit der Einleitung weiterer rechtlicher Schritte gegen sich rechnen.
Grundlage hierfür ist § 78 Absatz 3 des Versicherungsvertragsgesetzes.
Eine Ersteinstufung nimmt die Kfz-Versicherung vor, wenn eine Person das erste Mal ein Fahrzeug versichert.
Dargestellt wird die Einstufung anhand von Schadenfreiheitsklassen (SF-Klassen). Diese werden in der Kfz-Haftpflicht und der Vollkaskoversicherung vergeben. Sie sind beitragsrelevant.
Ersteinstufung Fahranfänger
Fahranfänger haben noch keine Fahrpraxis. Sie erhalten in aller Regel eine Ersteinstufung in die SF-Klasse 0. Damit verbunden ist meist ein hoher Risikoaufschlag beim Kfz-Versicherungsbeitrag. Spartipps für Fahranfänger finden Sie hier.
Ersteinstufung bei Fahrpraxis
Wer den Führerschein seit mindestens drei Jahren besitzt, wird normalerweise besser eingestuft. Der Versicherungskunde startet dann in der SF-KLasse 1/2.
Ersteinstufung bei Zweitwagen
Wer ein Zweitfahrzeug versichern möchte, fängt mit diesem nicht bei 0 an. Eine einheitliche Ersteinstufung existiert zwar nicht. Üblich ist jedoch eine Einstufung des Zweitwagens zwischen der SF-Klasse 1/2 und 3. Einige Kfz-Versicherer gewähren sogar situationsabhängig für den Zweitwagen eines Versicherungsnehmers die gleiche Einstufung wie für das Erstfahrzeug.
Ersteinstufung bei Kfz-Versicherungswechsel
Bei einem Wechsel der Kfz-Versicherung berücksichtigt der neue Anbieter die bisherige Schadenfreiheitsklasse bei der Ersteinstufung.
Sondereinstufungen durch die bisherige Kfz-Versicherungsgesellschaft - beispielsweise durch einen Rabattretter oder Rabattschutz - werden in der Regel aber nicht übernommen.
Ein Erstprämienverzug bedeutet, dass ein Versicherungskunde den fälligen Beitrag für den abgeschlossenen Versicherungsschutz seines Fahrzeuges nicht bezahlt hat.
Der Kunde muss die Rechnung innerhalb von drei Monaten ab dem sogenannten Fälligkeitsdatum bezahlen. Tut er dies nicht, kann die Kfz-Versicherung:
vom Vertrag zurücktreten (das Fahrzeug ist dann unversichert)
den Beitrag einklagen
Auf die Folgen eines Erstprämienverzuges muss jeder Kfz-Versicherer seine Kunden schriftlich aufmerksam machen (37 des Versicherungsvertragsgesetz).
Bei einem Schaden muss die Autoversicherung nicht für die Kosten aufkommen, solange die Erstprämie noch nicht bezahlt wurde.
Nachweis eines krankheitsbedingten Verzuges
Nachweis eines Buchungsfehlers durch die Bank
Im Rahmen der Erstzulassung wird ein Fahrzeug erstmals für den Straßenverkehr zugelassen.
Die Zulassung erledigt entweder der Händler für den Kunden - oder der Käufer lässt das Fahrzeug selbst bei der zuständigen Zulassungsstelle seines Wohnortes zu.
Das Datum der Erstzulassung ist im Fahrzeugschein (Teil 1 der Zulassungsbescheinigung) angegeben.
Erstzulassung wichtig bei Neuwertversicherung
Die Erstzulassung ist in der Kfz-Versicherung etwa in der Kaskoversicherung für die Neuwertentschädigung wichtig. Der Entschädigungszeitraum beginnt ab der Erstzulassung.
Je nach Tarif erstattet die Kasko dem Versicherungsnehmer bei einem Totalschaden oder Diebstahl des versicherten Fahrzeuges den Neuwert (Kaufpreis) ohne Abzüge.
Erstzulassung vor über 30 Jahren - Oldtimer
Außerdem hat die Erstzulassung für die Klassifizierung von Fahrzeugen entscheidend. Ist ein Fahrzeug vor 30 Jahren oder noch früher erstmals zugelassen worden, kann es heute als Oldtimer gefahren werden.
Für Oldtimer gelten einheitliche, günstige Kfz-Steuersätze. Auch die Kfz Versicherung für einen Oldtimer kann vergleichsweise günstig sein.
Außerdem sind gesetzlich vorgeschriebene technische Standards von Fahrzeugen oft an ein bestimmtes Erstzulassungsdatum geknüpft. Das betrifft zum Beispiel:
den Einbau von Katalysatoren
die Anbringung von Blinkern (bei Motorrädern ab 150 ccm)
Die Fahrerflucht wird auch Unfallflucht genannt. Juristisch wird das Verkehrsdelikt als unerlaubtes Entfernen vom Unfallort bezeichnet (§ 142 Strafgesetzbuch).
Nach einem Verkehrsunfall muss der Verursacher an Ort und Stelle bleiben. Das gilt auch bei einem harmlosen Parkrempler.
Unfallverursacher müssen ihrer Aufklärungspflicht nachkommen. Das bedeutet, unverzüglich den Geschädigten persönlich sowie die Polizei zu verständigen.
Es reicht nicht aus, einen Zettel mit seinen Daten an die Windschutzscheibe des geschädigten Autos zu klemmen!
Deshalb gelten die folgenden Verhaltensregeln:
ist der geschädigte Halter nicht da – warten (mindestens eine halbe Stunde)
Verlassen des Unfallortes erlaubt
für die Schadensmeldung bei der nächsten Polizeistelle
bei Verletzungen im Rahmen der Eigenversorgung und bei der Versorgung anderer Verletzter
für die Beseitigung einer Gefahrenquelle
wenn nur das eigene Auto beim Unfall beschädigt wurde
Mögliche Konsequenzen (abhängig von der Schwere des Verstoßes und der Reaktion des Verursachers):
Entzug der Fahrerlaubnis bis zu sieben Jahre
Fahrerflucht und Kfz-Versicherungsschutz
Vertragskündigung durch die Kfz-Versicherung
Regressforderungen bis maximal 5.000 Euro (eigene Kfz-Haftpflicht)
Keine Leistung der Kaskoversicherung
Kann der Verursacher einer Fahrerflucht nicht ermittelt werden, ersetzt eine vorhandene Kfz-Vollkasko die Schäden des Opfers.
Eine Fahrerunfallversicherung ist auch in der allgemeinen Unfallversicherung inbegriffen. Deshalb ist eine spezielle Fahrerunfallversicherung nur sinnvoll, wenn keine generelle private Unfallversicherung besteht.
Die Fahrerunfallversicherung leistet bei einem selbstverschuldeten Unfall. Trägt der Fahrer dabei einen Schaden davon, erhält er je nach Bedarf:
Im Fahrzeugbrief sind die wichtigsten Informationen über das Fahrzeug und dessen Eigentümer (auch vorheriger) vermerkt. Es wird von der Zulassungsstelle bei der Zulassung etwa eines Pkw für den öffentlichen Straßenverkehr ausgegeben.
Seit Oktober 2005 heißt der Fahrzeugbrief europaweit offiziell Zulassungsbescheinigung Teil II.
Der Fahrzeugbrief ist vor allem beim Kauf oder Verkauf eines Gebrauchtfahrzeuges wichtig.
Bewahren Sie den Fahrzeugbrief zu Hause auf - nicht im Auto!
Als Fahrzeughalter gilt, wer ein Fahrzeug auf eigene Rechnung nutzt und die Verfügungsgewalt darüber besitzt.
Der Halter eines Fahrzeugs ist nach § 31 der Straßenverkehrsordnung für den ordnungsgemäßen Betrieb des Fahrzeuges verantwortlich. Deshalb kann die Polizei bei technischen Mängeln, wie z.B. abgefahrene Reifen, sowohl gegen den Fahrer als auch gegen den Halter eine Ordnungswidrigkeiten aussprechen.
Er muss nicht automatisch auch in der Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) eingetragen sein oder die Zulassungsbescheinigung Teil II (Fahrzeugbrief) besitzen.
Allerdings gilt die Eintragung in den Fahrzeugschein als Beweis für die Haltereigenschaft. Deshalb sollte bei einer Abweichung eine schriftliche Übertragung des Fahrzeuges festgehalten werden.
Eine Flottenversicherung umfasst für alle Fahrzeuge die gesetzlich vorgeschriebene Kfz-Haftpflichtversicherung. Optional kann der Versicherungsschutz um eine Teilkasko oder Vollkaskoerweitert werden.
Eine Flottenversicherung wird meist ab zehn Fahrzeugen angeboten. Einige Kfz-Versichererbieten auch Kleinflottenversicherungen ab drei Fahrzeugen an.
Eine GAP-Deckung schließt bei einem Totalschaden (auch Diebstahl) eines Leasingfahrzeuges die Lücke zwischen dem Wiederbeschaffungswert, den die Kasko Versicherung bezahlt, und dem Restleasingwert, der für das geleaste Fahrzeug noch zu zahlen ist: Leasingwert: 14.000 Euro Wiederbeschaffungswert: 11.000 Euro Differenz: 3.000 Euro (GAP-Deckung) Bei einer GAP-Deckung mit vereinbarter Selbstbeteiligung müsste der Versicherungsnehmer je nach Versicherungsvertrag z.B. 150 oder 300 Euro selbst übernehmen. Bei Kfz-Versicherungstarifen mit Neuwertentschädigung ist die Versicherungslücke für den vereinbarten Zeitraum (schwankt zwischen 3 und in der Regel maximal 24 Monaten) bereits abgedeckt.
Ein Garagenrabatt reduziert den Kfz-Versicherungsbeitrag.
Er wird gewährt, wenn ein Fahrzeug nachts in einer Garage geparkt wird. Dort ist das Risiko eines Schadens für den Kfz-Versicherer geringer, als wenn der Pkw ungeschützt z.B. am Straßenrand steht.
Wer den Garagenrabatt in Anspruch nimmt, ist verpflichtet, sein Auto nachts überwiegend in einer Garage zu parken. Ansonsten kann der Versicherer den Vertrag anpassen und sogar eine Vertragsstrafe verlangen.
Überwiegend bedeutet nicht, dass das versicherte Fahrzeug immer in einer Garage stehen muss: Ausnahmen wie z.B. bei Urlaubsreisen oder Umbauarbeiten stellen keinen Vertragsbruch dar.
Die Gefährdungshaftung bedeutet, dass Sie für Schäden haften müssen, obwohl Sie diese nicht direkt selbst verschuldet haben.
Beim Auto reicht schon die Betriebsbereitschaft (der Pkw muss noch nicht einmal fahren) für eine Gefährdungshaftung des Halters aus.
In Paragraf 7 des Straßenverkehrsgesetzes (StVG) heißt es dazu:
"Wird bei dem Betrieb eines Kfz ein Mensch getötet, der Körper oder die Gesundheit eines Menschen verletzt oder eine Sache beschädigt, so ist der Halter des Fahrzeuges verpflichtet, dem Verletzten den daraus entstehenden Schaden zu ersetzen."
Schäden aus der Gefährdungshaftung heraus sind immer durch die Kfz-Haftpflichtversicherunggedeckt.
Wird ein Wagen ohne das Wissen des Halters genutzt, sind Schadensersatzansprüche an den Fahrer zu richten. Ausnahme: ein Schaden durch höhere Gewalt.
Eine Gefahrerhöhung in der Kfz-Versicherung kann einen höheren Beitrag zur Folge haben.
Geregelt ist die Gefahrerhöhung in § 23 des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG).
Ein Versicherungskunde muss jede Veränderung, die den Kfz-Versicherungsschutz seines Fahrzeuges betreffen kann, unverzüglich dem Versicherer mitteilen.
Relevante Faktoren sind unter anderem:
veränderter Fahrerkreis
neuer nächtlicher Abstellort
höhere Jahreskilometerleistung
Wohnungswechsel und damit andere Regionalklasse
Die Versicherungsgesellschaft berechnet dann das Versicherungsrisiko neu.
Eine Gefahrerhöhung muss dauerhaft gegeben sein und beim Eintritt eines Versicherungsfalles bestanden haben.
Wird eine Gefahrenerhöhung nicht gemeldet, verstößt ein Versicherungsnehmer gegen seine Obliegenheitspflichten. Kommt es zu einem Schaden, kann das für ihn diese Folgen haben:
Haftungsfreiheit oder Leistungsminderung (in der Teilkasko und Vollkasko)
Regressforderungen (in der Kfz-Haftpflicht)
Objektive und subjektive Gefahrerhöhung - Beispiele
Eine objektive Gefahrerhöhung tritt ohne Willen des Versicherten ein. Beispiel: Verlust eines Autoschlüssels durch Diebstahl.
Eine subjektive Gefahrerhöhung geschieht wissentlich und willentlich durch den Versicherungsnehmer. Beispiel: Der Versicherte fährt mit abgefahrenen Reifen oder defekter Bremse.
Zum Haarwild gehören nach Paragraf 2 des Bundesjagdgesetzes:
Nicht dazu gehören beispielsweise:
Haarwild in der Kfz-Versicherung
Schäden an einem Fahrzeug durch den Zusammenstoß mit einem Haarwild ersetzt eine Teilkaskoversicherung. (siehe auch Wildschäden am Auto).
Autoschäden durch das Überfahren eines bereits toten Haarwildes bezahlt die Kasko nicht.
Wenn Sie einem Haarwild ausweichen und dabei der Pkw beschädigt wird (weil Sie ihn etwa in den Straßengraben steuern), ist das nicht von der Teilkaskoversicherung gedeckt. Eine Entschädigung erhalten Sie dann nur, wenn der Wagen einen Vollkaskoschutz besitzt.
Zur Hauptfälligkeit beginnt beziehungsweise endet ein Kfz-Versicherungsvertrag. Und damit auch der Kfz-Versicherungsschutz eines Autos.
Bei der Kfz-Versicherung fällt die Hauptfälligkeit meist auf den 1. Januar.
Eine reguläre Kündigung eines Kfz-Versicherungsvertrages ist nur zur Hauptfälligkeit möglich.
Fahrzeuge müssen alle zwei Jahre zur Hauptuntersuchung (HU).
Jahr und Monat der nächsten fälligen HU sind auf einer Plakette auf dem hinteren Kennzeichen vermerkt. Den Monat erkennen Sie an der Zahl, die oben steht, das Jahr an der Zahl mittig im Kreis.
Bei der Hauptunteruntersuchung wird überprüft, ob das Fahrzeug verkehrssicher ist. Das betrifft alle Fahrzeuge mit einem amtlichen Kennzeichen.
Eine HU führen amtlich anerkannte Prüfungsorganisation wie zum Beispiel TÜV oder DEKRA durch.
Hauptuntersuchung bei Neuwagen
Ein Neuwagen muss das erste Mal nach drei Jahren (36 Monate nach der Erstzulassung) zur Hauptuntersuchung.
Bußgeld bei verspäteter HU
Lässt man die HU nicht rechtzeitig durchführen, riskiert man ein hohes Bußgeld.
Ab 2018 ist im Rahmen einer HU auch eine zusätzliche Abgasuntersuchung mit Endrohrmessung für alle Gebrauchtwagen mit Verbrennermotor Pflicht.
Dies müssen bisher nur Fahrzeuge bis Baujahr 2006 durchlaufen.
Bei jüngeren Pkw wird aktuell noch lediglich die Fahrzeugdiagnose nach entsprechenden Auffälligkeiten bei den Abgasen ausgelesen.
Kfz-Versicherungsantrag
Wer ein Fahrzeug zulassen möchte, muss dafür eine Kfz-Versicherung abschließen. Den entsprechenden Kfz-Versicherungsantrag schicken Sie an die Versicherungsgesellschaft, für deren Angebot Sie sich entschieden haben.
Ein Versicherungsvertrag (Police) kommt erst zustande, wenn das Versicherungsunternehmen den Antrag annimmt und Ihnen die Versicherungsunterlagen (Versicherungsschein) und die elektronische Versicherungsbestätigungsnummer (eVB Nummer) übermittelt.
Einen Antrag auf Kfz-Versicherungsschutz können Sie widerrufen.
Mit dem Erhalt der Unterlagen beginnt die Widerrufsfrist von 14 Tagen. Eine Begründung für den Widerruf ist nicht erforderlich.
Kfz-Versicherungsbeginn
Den gewünschten Kfz-Versicherungsbeginn bestimmen Sie als Versicherungskunde selbst.
Der Zeitpunkt hängt zum Beispiel davon ab, wann Ihr Fahrzeug geliefert wird beziehungsweise wann Sie es auf sich an- oder ummelden möchten.
Das Datum des Versicherungsbeginnes geben Sie direkt im Antrag zum Versicherungsschutz beim gewählten Kfz-Versicherer an.
Daraufhin erhalten Sie in aller Regel kurzfristig (Ausnahmen bestehen etwa bei Vorauskasse) eine elektronische Versicherungsbestätigung (eVB) von der Gesellschaft.
Diese meist per SMS oder E-Mail versandte siebenstellige Kombination aus Zahlen und Buchstaben garantiert Ihnen einen – vorläufigen – Versicherungsschutz für Ihr Fahrzeug.
Die eVB benötigen Sie auch für die Zulassung.
Wenn die Kfz-Versicherung den Antrag angenommen hat und der fällige Kfz-Versicherungsbeitrag bezahlt ist, gilt der Kfz-Versicherungsschutz uneingeschränkt.
Die Kfz-Versicherung ist ab der Antragsannahme durch den Versicherer gültig – auch wenn Sie die Versicherungspolice noch nicht erhalten haben. Bis Sie die Versicherungsunterlagen haben, können nach Ihrem Antrag einige Tage vergehen.
Wie lange läuft die Kfz-Versicherung?
Eine Kfz-Versicherung läuft volle zwölf Monate.
Wenn Sie den Vertrag beenden möchten, kündigen Sie ihn schriftlich zum Ablauf des Versicherungsjahres.
Dabei sollten Sie auf die Kündigungsfrist achten. Diese beträgt immer einen Monat zum Vertragsende.
Kündigen Sie die Kfz Versicherung nicht, verlängert sich der Kfz-Versicherungsschutz um ein weiteres Jahr.
Wann ist das Versicherungsende?
Viele Kfz-Versicherungsverträge enden immer am Kalenderjahresende. Dann gilt für die Kündigung der Stichtag 30. November.
Es gibt aber auch Autoversicherungen, die unterjährig versichern. Das bedeutet, der Versicherungsschutz gilt ab dem Abschlussdatum genau ein Jahr.
Die Person, die den Versicherungsvertrag abschliesst, ist der Versicherungsnehmer.
Der Versicherungsnehmer muss nicht zwangsläufig auch Fahrzeughalter und Fahrer des Fahrzeuges sein.
Für Kraftfahrzeuge besteht in Deutschland eine Kfz-Versicherungspflicht. Diese greift bei Schäden, die anderen Personen durch das Fahrzeug entstehen (z.B. bei einem Verkehrsunfall).
Für die Schäden haftet dann die entsprechende Kfz-Haftpflichtversicherung anstelle des Versicherungsnehmers, Halters oder Fahrers.
Die Versicherungspflicht beinhaltet im Schadensfall bestimmte Mindestdeckungssummen. Sie betragen für Personenschäden 7,5 Mio. Euro, für Sachschäden 1,22 Mio. Euro und für Vermögensschäden 50.000 Euro.
Kann ein Fahrzeughalter nicht nachweisen, dass er seiner Versicherungspflicht nachgekommen ist, kann er kein Fahrzeug auf der Zulassungsstelle anmelden - und somit auch nicht auf öffentlichen Straßen fahren.
Auf einem Versicherungsschein einer Kfz-Versicherung stehen unter anderem diese Informationen:
Vereinbarter Versicherungsschutz
Den Versicherungsschein erhält ein Versicherungsnehmer nach dem Abschluss einer Kfz-Versicherung. Das Dokument wird auch Police genannt.
Kfz-Zubehör ist mit einer Kfz-Teilkasko beziehungsweise einer Kfz-Vollkasko versichert.
Kfz-Versicherer decken nur Zubehör mit Straßenzulassung ab. Unterschieden wird von der Kfz-Versicherung, ob das versicherte Zubehör:
fest mit dem Auto verbunden ist
fest eingebaut ist
im Auto unter Verschluss gehalten wird
Welches Kfz-Zubehör mitversichert ist, steht in der Teileliste der allgemeinen Bedingungen für die Kraftfahrtversicherung bzw. in den Versicherungsbedingungen des jeweiligen Kfz-Versicherers. Üblich sind:
Lautsprecher (auch mehrere)
Multifunktionsgeräte (Audio-, Video-, Radio und Navigationssysteme)
Verstärker, Booster oder ähnliche Geräte, die der Lautverstäkung dienen
zugelassene Veränderungen an Fahrwerk und Motor
Bei Beschädigiung oder Verlust von versichertem Kfz-Zubehör erstattet die Kaskoversicherung standardmäßig den Wiederbeschaffungswert.
Die Erstattungssumme im Schadensfall ist vertraglich vereinbart. Sie beträgt z.B. maximal 1.000 Euro, kann aber auch unbegrenzt sein.
Spezielles Fahrzeugzubehör ist meist nur gegen einen Beitragsaufschlag mit versichert. Dazu zählen etwa:
Unter nicht versichertes Zubehör fallen unter anderem:
nicht fest eingebaute Campingausrüstung
nicht serienmäßige Ersatzteile und Werkzeuge
Kühltaschen und –boxen
Mobiltelefone, nicht fest eingebaute Navis, Laptops
Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA):
erteilt Typgenehmigungen (EC und ECE) sowie Allgemeine Betriebserlaubnisse sowohl für Fahrzeuge als auch für einzelne Fahrzeugteile.
führt das Fahreignungsregister (FAER) – besser bekannt unter Verkehrssünderdatei.
betreut das Zentrale Fahrererlaubnisregister (ZFER) und das Zentrale Fahrzeugregister (ZFZR).
pflegt das Zentrale Verkehrs-Informationssystem (ZEVIS) – besser bekannt als Halterdatei.
ist zuständig, wenn Autos und Autoteile aus Sicherheitsgründen zurückgerufen werden müssen.
Das KBA ist eine dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) zugeordnet Bundesbehörde mit Hauptsitz in Flensburg.
Vorläufer war ab dem Jahr 1910 zurück die "Sammelstelle für Nachrichten über Führer von Kraftfahrzeugen" in Berlin. Die Gründung des heutigen Kraftfahrt-Bundesamtes erfolgte am 4. August 1951.
Die Malusdatei ist eine zentrale Datenbank, auf die Versicherungen zugreifen. Die Versicherungsunternehmen verwenden die Datei, um die Aussagen eines Antragstellers bei einem Versicherungswechsel auf Richtigkeit zu prüfen.
Dadurch wird z.B. vermieden, dass der Versicherte eine falsche Schadensklasse angibt, wenn er eine neue Assekuranz abschließt.
Der lateinische Begriff "malus" bedeutet "schlecht". In Malusdateien werden folglich auch negative Fakten festgehalten.
Malusdatei Kfz-Versicherung
Die Malusdatei der Kfz-Versicherungsbranche (auch "Schwarze Liste" genannt) enthält die folgende Daten über den Pkw sowie den Versicherungsnehmer:
Anzahl der Autoschäden im Meldejahr/im vergangenen Versicherungsjahr
Stornodatum des Vertrages
Kann nach einem unverschuldeten Unfall ein Autofahrer seinen Pkw für eine gewisse Dauer nicht nutzen, so hat er Anspruch auf einen Mietwagen.
Der Anspruch besteht aber nur, wenn ein Mietwagen auch tatsächlich benötigt wird. Liegt der Geschädigte etwa als Folge des Unfalls im Krankenhaus, steht ihm auch kein Mietwagen zu.
Wenn sich der Geschädigte selbst einen Mietwagen nimmt, ist er gut beraten, ein Modell aus der Fahrzeugkategorie unterhalb der des eigenen Pkw auszuwählen. Ansonsten könnte der Kfz-Versicherer dem Geschädigten einen Teil der Kosten in Rechnung stellen (vermiedener Verschleiß).
In der Regel bietet die Kfz-Haftpflicht des Pkw des Unfallverursachers dem Geschädigten von sich aus ein bestimmtes Fahrzeugmodell als Mietwagen an.
Fallen nur kleinere Fahrten an, sollte der Geschädigte ein Taxi nutzen, um den Schaden für alle Beteiligte so gering wie möglich zu halten.
Geld statt Auto
Verzichtet der Geschädigte auf die Nutzung eines Mietwagens, so erhält er eine Tagespauschale als Entschädigungsbetrag.
Die Nachhaftung in der Kfz-Versicherung garantiert, dass der Versicherungsnehmer nach Beendigung seines Vertrages in der Kfz-Haftpflicht auf Leistungen der Versicherung im Schadensfall vertrauen kann.
Im Regelfall haftet das Versicherungsnehmen noch einem Monat nach Beendigung des Versicherungsvertrages für den ehemals versicherten Pkw.
Bei einem Neuwagen sollte ein Versicherungsnehmer in der Kfz-Versicherung unbedingt die Vertragsoption "Neupreisentschädigung" wählen.
Diese legt fest, dass der Kfz-Versicherer bei einem Totalschaden oder bei Diebstahl über einen bestimmten Zeitraum den Neupreis des Fahrzeugs unabhängig von dessen Zeitwert erstattet.
Im Rahmen dieser Vertragsoption erstatten einige Kfz-Versicherer den Neupreis des Fahrzeuges auch dann, wenn die anfallenden Reparaturkosten einen gewissen Betrag (etwa 70 Prozent vom Neupreis) überschreiten.
Der Zeitrahmen für die Neupreisentschädigung liegt je nach Kfz-Versicherer zwischen drei Monaten und zwei Jahren nach Zulassung.
Voraussetzung für den Abschluss dieser Vertragsoption ist, dass es sich um ein Fahrzeug im Erstbesitz handelt, der Pkw vollkaskoversichert ist und ein geringes Alter aufweist.
Ein Neuwagen verliegt in den ersten Monaten nach Zulassung erheblich an Wert.
Die Zulassung eines Pkw muss bei der Zulassungsbehörde des Hauptwohnsitzes erfolgen.
Bei einem Neuwagen sind folgende Unterlagen vorzulegen:
Personalausweis, alternativ Reisepass und Meldebestätigung
Für Gebrauchtfahrzeuge sind zusätzlich die folgenden Dokumente erforderlich:
HU-Bescheinigung (HU = Hauptuntersuchung)
bei abgemeldeten Fahrzeugen die Abmelde- oder Stilllegebescheinigung
Der Sinn der Zulassung liegt darin, dass die Kraftfahrzeugsteuer eingezogen und Halter sowie Fahrer über das Kfz-Kennzeichen identifiziert werden können.
Die Auflistung "Nutzungsausfallentschädigung" von EurotaxSchwacke weist etwa Tagessätze zwischen 23 und 175 Euro aus. Diese Tabelle umfasst in elf Gruppen (A bis L) etwa 38.000 Fahrzeugmodelle.
Laut Gesetz (BGH, Az: VI ZR 357/03) muss die Entschädigung für den Nutzungsausfall eines älteren Autos deutlich niedriger angesetzt sein als bei Neufahrzeugen.
Kann ein Autofahrer seinen Pkw als Folge eines unverschuldeten Autounfalls für eine gewisse Dauer nicht verwenden, hat er Anspruch auf einen Mietwagen oder eben alternativ auf einen Entschädigungsbetrag.
Obliegenheiten in der Kfz-Versicherung sind kurz gesagt die Vertragspflichten. Sie sollten unbedingt eingehalten werden, um den Versicherungsschutz nicht zu gefährden.
Welche Obliegenheiten Ihrer Kfz-Police in Einzelnen zugrunde liegen, können Sie in den allgemeinen Kraftfahrt-Bedingungen AKB nachlesen, die Sie als Bestandteil Ihres Versicherungspolice von Ihrem Kfz-Versicherer erhalten haben.
Obliegenheiten betreffen nicht nur die Kfz-Haftpflicht, sondern auch die Teilkasko sowie die Vollkasko.
Die Obliegenheiten bzw. Pflichten eines Versicherungsnehmers ergeben sich zum Teil aus gesetzlichen Bestimmungen, zum Teil aus vertraglichen Vereinbarungen.
Sie beinhalten etwa die Pflicht zur Prämienzahlung, zu wahrheitsgemäßen Angaben von Daten, die Anzeigepflicht, die Aufklärungspflicht oder die Schadensminderungspflicht.
Eine Verletzung der gesetzlichen Bestimmungen liegt z.B. vor, wenn das versicherte Fahrzeug unter Alkoholeinfluss gefahren wird.
Manche Obliegenheiten muss der Versicherungsnehmer dabei nicht von sich aus, sondern erst auf Verlangen des Versicherers erfüllen.
Verletzt der Versicherungsnehmer diese ihm auferlegten Pflichten vorsätzlich oder grob fahrlässig, riskiert er den Verlust seines Versicherungsschutzes.
Oft sich bei Verletzungen von Obliegenheiten auch ein fristloses Kündigungsrecht des Versicherers in der Kfz-Versicherung vorgesehen.
Tarifmerkmale bei der Kfz-Versicherung

References: § 21
 §7
 § 1
 § 78
 § 31
 § 23