Source: https://ausschreibungen-deutschland.de/279952_Exploration_der_soziooekonomischen_und_sozialstrukturellen_Auswirkungen_der_2016_Kelsterbach
Timestamp: 2017-11-24 09:14:50+00:00

Document:
Öffentliche Ausschreibung Kelsterbach 2016 Exploration der sozioökonomischen und sozialstrukturellen Auswirkungen der Luftverkehrsanbindung im Umland des Flughafens Frankfurt am Main auf sublokaler Ebene (Sozialmonitoring). 2016-04-16
Exploration der sozioökonomischen und sozialstrukturellen Auswirkungen der Luftverkehrsanbindung im Umland des Flughafens Frankfurt am Main auf sublokaler Ebene (Sozialmonitoring).
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Zu Händen von: Herrn Günter Lanz
Hauptadresse des öffentlichen Auftraggebers: www.umwelthaus.org
Sonstige: Gemeinnützige GmbH des Landes Hessen
Sonstige: regionaler Dialog
Hauptort der Ausführung, Lieferung oder Dienstleistungserbringung: 65451 Kelsterbach.
Der Auftrag umfasst die Durchführung einer umfangreichen wissenschaftlichen Pilotstudie zur Exploration der sozioökonomischen und sozialstrukturellen Auswirkungen der Luftverkehrsanbindung im Umland des Flughafens Frankfurt (Main) auf sublokaler Ebene.
Dem Flughafen Frankfurt (Main) kommt eine bedeutende Rolle in der ökonomischen Entwicklung der Metropolregion Frankfurt (Main)/Rhein-Main zu; als Großinfrastruktur ist er zugleich eingebettet in ein suburban verdichtetes metropolitanes Siedlungsgefüge. Die mit der Luftverkehrsanbindung verknüpften positiven wie negativen Auswirkungen im Umland des Flughafens bedürfen der wissenschaftlichen Beobachtung, weshalb unter dem Dach des "Forums Flughafen und Region" in den umliegenden Städten und Gemeinden ein Sozialmonitoring eingerichtet werden soll. Für eine zielsichere Konzeption dieses Monitorings ist zunächst der - auf diese Auswirkungen bezogene - Ist-Zustand der sozioökonomischen und sozialstrukturellen Entwicklung der Kommunen in einer explorativen Bestandsaufnahme detailliert auf möglichst kleinräumiger sublokaler Basis zu erfassen. Weil die Leistungserstellung von Luftverkehrsanbindungen komplex ist, unternehmensseitige Nutzungen der Anbindung räumlich ausgreifen und die sozialen Auswirkungen der Anbindung eingebettet sind in ein Gesamt lokaler bzw. regionaler sozialstruktureller und soziodemographischer Entwicklungen, muss die Bestandsaufnahme auf dem Wege einer Differenzierung der eigentlichen Wirkungen der Anbindung gegenüber ohnedies statthabenden sozioökonomischen und sozialstrukturellen Entwicklungen erfolgen. Ziel der Exploration ist es daher näherhin, die lokalen sozioökonomischen und sublokalen sozialstrukturellen Auswirkungen der Luftverkehrsanbindung tatsächlich aufzuspüren und hinsichtlich ihrer Einschlägigkeit eingehend zu analysieren.
Die Exploration soll in zwei Schritten erfolgen: 1) In einer quantitativen indikatorenzentrierten Erhebung und Analyse werden die sozioökonomischen und sublokalen sozialstrukturellen Entwicklungsstände der Kommunen möglichst breit und differenziert - gegebenenfalls auf dem Wege der Primärerhebung - erfasst, um einerseits detaillierte Informationen auf Ebene der einzelnen Kommune vorzuhalten und andererseits Typisierungen von Kommunen durch multivariate Verfahren zu ermöglichen. Die Auftraggeberin erwartet, dass der Auftragnehmer die Erhebung und Beschaffung von Daten eigenständig leistet; sie erwartet darüber hinaus ausführliche konzeptuelle Vorschläge einerseits hinsichtlich der Konkretisierung des Untersuchungsdesigns der Exploration, andererseits hinsichtlich Erhebung und Analyse etwa solcher sozioökonomischer und soziodemographischer Indikatoren, die sich nicht ohne weiteres durch Daten amtlicher oder kommerzieller Statistiken abbilden lassen. 2) In Abhängigkeit von den Ergebnissen dieses ersten Untersuchungsschrittes werden für ausgewählte Kommunen, die in ihren Entwicklungsständen in besonderem Maße negativ von den Wirkungen der Luftverkehrsanbindung betroffen sind, vertiefende sublokale sozialräumliche (und gegebenenfalls sozioökonomische) Analysen durchgeführt, wobei Ansatz und Umfang der Analysen durch die Auftraggeberin festgelegt werden.
Es ist vorgesehen, dass die Erhebungen und Analysen in unmittelbarem Anschluss an die Auftragsvergabe beginnen und binnen 18 Monaten vollständig abgeschlossen werden. Thematik und Rahmenbedingungen der Exploration bieten dem Auftragnehmer Gelegenheit zu eingehender wissenschaftlicher Betrachtung der regional hoch bedeutsamen, ökonomisch-sozialräumlich komplexen Konfiguration von metropolitaner Luftverkehrsanbindung und (sub-)lokaler kommunaler Entwicklung.
79315000, 72314000, 72316000, 79300000
Einbeziehung von bis zu 50 Kommunen.
Darlegung der besonderen Bedingungen: Es wird bereits jetzt darauf hingewiesen, dass die Bieter sowie gegebenenfalls deren Nachunternehmen und Verleihunternehmen, soweit diese bereits bei Angebotsabgabe bekannt sind, zusammen mit dem Angebot die "Verpflichtungserklärung zu Tariftreue und Mindestentgelt bei öffentlichen Aufträgen" nach dem Hessischen Vergabe- und Tariftreuegesetz (HVTG) abzugeben haben. Das entsprechende Formular wird in den Vergabeunterlagen enthalten sein.
Angaben und Formalitäten, die erforderlich sind, um die Einhaltung der Auflagen zu überprüfen: Der Bewerber (möglichst wissenschaftliche Einrichtung oder Forschungseinrichtung) soll zum Nachweis seiner Eignung (Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit) möglichst folgende Unterlagen oder vergleichbare Informationen vorlegen (rechtsverbindliche Eigenerklärungen genügen, sofern nicht anders ausgewiesen):
a) Angabe zu Name, Sitz und Rechtsform des Bewerbers sowie zu etwaigen Gesellschaftern (Darstellung der gesellschaftsrechtlichen Strukturen), kurze Unternehmensbeschreibung;
b) Erklärung über die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter und Führungskräfte des Bewerbers in den Jahren 2013, 2014 und 2015;
c) Erklärung über die technischen Ressourcen des Bewerbers zur Primärerhebung, logistischen Beschaffung, Verarbeitung und statistischen Analyse umfangreicher Datensätze einschließlich konzeptueller Vorarbeiten;
d) Erklärung über den Gesamtumsatz des Bewerbers in den Jahren 2013, 2014 und 2015;
e) Liste der wesentlichen in den Jahren 2013, 2014 und 2015 von dem Bewerber erbrachten Leistungen, die mit der hier zu vergebenden Leistung vergleichbar sind, soweit vorhanden, mit Angabe des Rechnungswertes, der Leistungszeit sowie der öffentlichen oder privaten Auftraggeber nebst Ansprechpartnern;
f) Erklärung über das Vorliegen einer Berufshaftpflichtversicherung nebst Angabe der Deckungssumme;
g) ggf. Erklärung, welche Teile des Auftrags der Bewerber als Unterauftrag zu vergeben beabsichtigt;
h) Nachweis über Eintragung im Berufs- oder Handelsregister des Landes, in dem der Bewerber ansässig ist (nicht älter als 6 Monate);
i) Eigenerklärung, dass die Voraussetzungen für einen Ausschluss nach § 19 Absatz 1 MiLoG (Mindestlohngesetz) nicht vorliegen, dass der Bewerber also nicht wegen eines Verstoßes nach § 21 MiLoG mit einer Geldbuße von wenigstens 2 500 EUR belegt worden ist;
j) Erklärung, dass die Tatbestände nach § 4 Absatz 6 und 9 VOF nicht vorliegen:
aa) Erklärung, dass keine Person, deren Verhalten dem Unternehmen des Bewerbers zuzurechnen ist, wegen einer in § 4 Absatz 6 a) bis g) VOF genannten Verfehlung rechtskräftig verurteilt worden ist,
bb) Erklärung, sich nicht im Insolvenzverfahren oder in Liquidation zu befinden oder die Tätigkeit eingestellt zu haben oder sich auf Grund eines in den einzelstaatlichen Rechtsvorschriften vorgesehenen gleichartigen Verfahrens in einer entsprechenden Lage zu befinden,
cc) Erklärung, nicht aufgrund eines rechtskräftigen Urteils aus Gründen bestraft worden zu sein, die seine berufliche Zuverlässigkeit in Frage stellen,
dd) Erklärung, im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit keine schwere Verfehlung begangen zu haben,
ee) Erklärung, seine Verpflichtung zur Zahlung der Steuern und Abgaben erfüllt zu haben,
ff) Erklärung, sich bei der Erteilung von Auskünften, die nach den §§ 4,5 und 10 VOF eingeholt werden können, nicht in erheblichem Maß falscher Erklärungen schuldig gemacht oder diese Auskünfte unberechtigterweise nicht erteilt zu haben.
Die vorstehend genannten Eignungsnachweise sollen in der aufgeführten Reihenfolge, mit Registerblättern getrennt und entsprechend gekennzeichnet vorgelegt werden. Für Gesellschaften, die zum Zeitpunkt des Teilnahmewettbewerbs weniger als 3 Jahre bestehen, sind die geforderten Eignungsnachweise jedenfalls für die jeweiligen Gesellschafter vorzulegen. Ist beabsichtigt, sich als Bewerbergemeinschaft zu beteiligen, ist eine Übersicht beizufügen, die die Zusammensetzung und die Leistungsanteile je Mitglied ausweist. Die unter Ziffer III.2.1) dieser Bekanntmachung genannten Unterlagen sind von einer Bewerbergemeinschaft für jedes Mitglied der Bewerbergemeinschaft vorzulegen. Bedient sich ein Bewerber zum Nachweis seiner Leistungsfähigkeit und Fachkunde der Fähigkeit anderer Unternehmen(Subunternehmer), so ist dies deutlich hervorzuheben.
Objektive Kriterien für die Auswahl der begrenzten Zahl von Bewerbern: Die Auftraggeberin wird die fristgerecht eingehenden Teilnahmeanträge anhand der in Ziffer III.2.1) dieser Bekanntmachung geforderten Eignungsnachweise und -erklärungen formell und inhaltlich prüfen und bewerten. Dabei wird die Auftraggeberin in einem ersten Schritt prüfen, ob Bewerber nach § 4 Absatz 6 und 9 VOF von der Teilnahme am Vergabeverfahren auszuschließen sind. Sodann folgt die formale Eignungsprüfung, bei der die Auftraggeberin feststellt, ob der Bewerber mit seinem Teilnahmeantrag oder gegebenenfalls auf Nachforderung (§ 5 Absatz 3 VOF) sämtliche geforderten Eignungsnachweise und -erklärungen vorgelegt hat. Eine Nachforderung fehlender Eignungsnachweise und -erklärungen nach § 5 Absatz 3 VOF bleibt vorbehalten. Bei den Bewerbern, deren Teilnahmeantrag die formale Vollständigkeitsprüfung bestanden haben, schließt sich die materielle Prüfung an, ob auf Grund der vorgelegten Nachweise und Erklärungen die Zuverlässigkeit, Leistungsfähigkeit und Fachkunde des Bewerbers zu bejahen ist. Sollte die Durchführung der Eignungsprüfung ergeben, dass mehr als fünf Bewerber die Eignungsvoraussetzungen erfüllen, so wird die Auftraggeberin diejenigen fünf Bewerber auswählen, die die Eignungsvoraussetzungen am besten erfüllen. Um diese fünf auszuwählenden Bewerber zu ermitteln, wird die Auftraggeberin die Teilnahmeanträge auf Basis der in Ziffer III.2.1) genannten Eignungsnachweise in eine qualitative Rangfolge bringen. Der Schwerpunkt der Bewertung liegt dabei auf Anzahl, Qualität und Vergleichbarkeit der Referenzen gemäß lit. e).
60292-16
Es wird ein Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb durchgeführt. Der Teilnahmeantrag ist in einem verschlossenen Umschlag unter Angabe der Kennziffer dieser Bekanntmachung entweder auf dem Postweg oder direkt bei der unter Ziffer I.1) genannten Stelle bis zu dem unter Ziffer IV.3.4) genannten Schlusstermin einzureichen und als Teilnahmeantrag zu kennzeichnen. Die Auftraggeberin versendet keinen Vordruck für den Teilnahmeantrag.
Nachr. HAD-Ref.: 5371/9;
nachr. V-Nr/AKZ: 60292-16.

References: § 19
 § 21
 § 4
 § 4
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 § 5