Source: https://www.diebewertung.de/wer-ist-eigentlich-die-caceis-bank-deutschland-gmbh-die-bank-mit-16-millionen-minus-als-jahresergebnis/
Timestamp: 2017-12-11 15:03:27+00:00

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Wer ist eigentlich die CACEIS Bank Deutschland GmbH? Die Bank mit 16 Millionen Euro Minus als Jahresergebnis - Diebewertung
Früher hat man von dieser Bank kaum etwas gehört. Doch das hat sich dann radikal verändert,als die AIFM Richtlinien in Deutschland ihre Anwendung fanden. Eien Teil der AIFM Richtlinien ist die zwingende Zusammenarbeit mit einem Unternehmen wie der Caceis Bank vor.
Die CACEIS Bank Deutschland GmbH, München ist im Bereich der Wertpapierabwicklungs- und Verwahrungsdienstleistungen tätig. Zu den Hauptgeschäftsfeldern gehören Verwahrstellen- & Custody-Services, Clearing-Services sowie Transaction Banking — letzteres beschreibt die Wertpapierabwicklung für Investmentbanken bzw. für Retail-Banken (im White Labelling Modus. Zu den Kunden zählen Kapitalverwaltungsgesellschaften, Versicherungen, Universalbanken, Wertpapierhandelshäuser, Broker/Dealer sowie weitere institutionelle Kunden und Firmenkunden aus dem In-und Ausland. ). Seit 2015 wird darüber hinaus ein Fondsadministrationsservice aufgebaut.
I. Bericht des Aufsichtsrates der CACEIS Bank Deutschland GmbH
II. Lagebericht der CACEIS Bank Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis 31.12.2015
1. Das Geschäftsjahr im Überblick
2.1 Vermögens- und Finanzlage
2.3 Ergebnisstruktur und -quellen
3.1 Organisation und Funktionen
3.2 Regulatorische Kapitalausstattung und Risikotragfähigkeit
3.3 Überwachung und Steuerung der Risiken
4. Angabe der bestehenden Zweigstellen
6. Ausblick und Chancen der künftigen Entwicklung
III. Jahresbilanz zum 31. Dezember 2015 der CACEIS Bank Deutschland GmbH
IV. Gewinn- und Verlustrechnung der CACEIS Bank Deutschland GmbH für die Zeit vom 01.01.2015 bis 31.12.2015
V. Anhang der CACEIS Bank Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis 31.12.2015
I. Bericht des Aufsichtsrates
der CACEIS Bank Deutschland GmbH
Der Aufsichtsrat hat während des Berichtsjahres die ihm nach den gesetzlichen Bestimmungen und der Satzung obliegenden Aufgaben vollumfänglich wahrgenommen. Er hat sich von den Geschäftsführern regelmäßig über die Lage und Entwicklung der Bank sowie über bedeutsame Geschäftsvorfälle unterrichten lassen und sich in den regelmäßig stattfindenden Aufsichtsratssitzungen über Fragen von Bedeutung mit den Geschäftsführern beraten. Im Berichtsjahr wurden 4 Sitzungen (18. März, 24. Juni, 16. September und 16. Dezember 2015) durchgeführt. Die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit und Sorgfalt der Geschäftsführung erfolgte anhand von Gesprächen zwischen der Aufsichtsratsvorsitzenden und den Mitgliedern der Geschäftsleitung sowie anhand der in den Aufsichtsratssitzungen verteilten Unterlagen. Zu den regelmäßigen Inhalten zählten insbesondere Berichte über die finanzielle Situation der Gesellschaft und die auf die zum Jahresende hochgerechnete Budgetsituation. Ferner wurden an den Aufsichtsrat regelmäßig die unternehmensspezifischen Kennzahlen, wie z.B. Geschäfts- und Transaktionsentwicklung, ein ausführliches Schadensfallreporting, Qualitäts- und Risikoberichte sowie die Entwicklung und das Ergebnis weiterer maßgeblicher Projekte und Prüfungen berichtet (siehe unten).
In der Sitzung vom 18.03.2015 berichtete der Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (PwC) über den mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehenen Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2014 sowie über den Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014. Der Jahresabschluss 2014 wurde vom Aufsichtsrat gebilligt und durch Gesellschafterbeschluss vom gleichen Tag festgestellt. Als Abschlussprüfer für den Jahresabschluss 2015 wurde wiederum PwC bestellt. Den Geschäftsführern und dem Aufsichtsrat der Gesellschaft wurde für das Geschäftsjahr 2014 die uneingeschränkte Entlastung erteilt.
Im Geschäftsjahr 2015 ergaben sich keine personellen Änderungen in der Zusammensetzung der Geschäftsführung der Bank. Der Geschäftsführer Christoph Wetzel war krankheitsbedingt seit April 2015 abwesend.
Anlässlich des Endes der Mandatsperiode hielt die Bank am 13.05.2015 Wahlen für neue Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat ab, in deren Folge die bisherigen Aufsichtsratsmitglieder Thomas Gobber und Verena Prodehl durch die neuen Mitglieder Renate Fichtinger und Alexander Niebler ersetzt wurden. Die Eigentümerin bestätigte als ihre Vertreter die bisherigen Mitglieder Sylvie Philippot, Jean-Pierre Michalowski, Joe Saliba und Guillaume Fromont. In der Sitzung vom 24.06.2015 wählte der Aufsichtsrat Frau Sylvie Philippot wieder zur Vorsitzenden und Herrn Jean-Pierre Michalowski zum stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrates. Außerdem gab sich der Aufsichtsrat eine neue Geschäftsordnung und änderte seine funktionale und organisatorische Aufstellung, um den Anforderungen der CRD 4 Richtlinie zu genügen. In seiner Sitzung vom 16.09.2016 diskutierte und entschied der Aufsichtsrat über den Vorschlag zur Festlegung von Zielgrößen für weibliche Mitglieder im Management der Bank.
Inhaltlich wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr in den Aufsichtsratssitzungen vorwiegend die laufende finanzielle Lage, die Geschäftsentwicklung, der Verlauf der externen Prüfungen sowie einige organisatorische Fragen inklusive der Ersetzung des Compliance Officers erörtert. Der Aufsichtsrat wurde über den Fortgang der maßgeblichen Projekte der Bank auf dem Laufenden gehalten. Hauptprojekt war die Gründung der Caceis Fonds Service GmbH (CFS) als Tochtergesellschaft der Bank mit dem Zweck, Fondsadministrationsdienstleistungen an Fondskunden anbieten zu können. In diesem Zusammenhang gab der Aufsichtsrat seine Zustimmung zum Abschluss eines Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages zwischen der Bank und der CFS. Außerdem wurde der Aufsichtsrat über den Fortgang des T2S-Projektes, über die zweite Phase des Bridge–Projektes, in der die Kundengruppe Banken auf die Gruppen- Abwicklungsplattform migriert wurde, über die Nacharbeiten zum MICA-Projekt (Wechsel vom IT-Dienstleister ICSD zu der Crédit Agricole Konzerngesellschaft SILCA) sowie über den Fortgang des Dispositionslogikprojektes, dessen Ziel die Verbesserung der Abwicklungsprozesse der Bank waren, auf dem Laufenden gehalten. Zusätzlich wurde der Aufsichtsrat laufend über den Prozess der Liquidation von Immobilienfonds informiert, von denen die Bank im Berichtsjahr 2015 zwei weitere übernommen hatte.
Der Aufsichtsrat wurde auch regelmäßig über den Austausch mit Behörden informiert, insbesondere über die maßgeblichen Überwachungsaktivitäten der Aufsichtsbehörden und über die Zusammenarbeit mit Steuerbehörden, z.B. bezüglich Untersuchungen im Zusammenhang mit den sog. cum/ex-Geschäften mehrerer Kunden. In mehreren Sitzungen in 2015 beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit dem Aufsatz von Organkreditverhältnissen mit der CACEIS Bank Luxemburg und genehmigte diese.
Sylvie Philippot, Vorsitzende
II. Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis 31.12.2015
Die CACEIS Bank Deutschland GmbH, München (im Folgenden „CBD“ oder „die Bank“ genannt) ist im Bereich der Wertpapierabwicklungs- und Verwahrungsdienstleistungen tätig. Zu den Hauptgeschäftsfeldern gehören Verwahrstellen- & Custody-Services, Clearing-Services sowie Transaction Banking — letzteres beschreibt die Wertpapierabwicklung für Investmentbanken bzw. für Retail-Banken (im White Labelling Modus. Zu den Kunden zählen Kapitalverwaltungsgesellschaften, Versicherungen, Universalbanken, Wertpapierhandelshäuser, Broker/Dealer sowie weitere institutionelle Kunden und Firmenkunden aus dem In-und Ausland. ). Seit 2015 wird darüber hinaus ein Fondsadministrationsservice aufgebaut.
Die Geschäftsführung der Bank besteht unverändert aus ihrem Sprecher, Bastien Charpentier (verantwortlich für Internal Audit), Christoph Wetzel (verantwortlich für die Bereiche Operations und IT), Dr. Holger Sepp (verantwortlich für die Bereiche Geschäftsentwicklung, Kundenbetreuung, Produktentwicklung sowie Unternehmenskommunikation) und Philippe Durand (verantwortlich für die zentralen Funktionen und die Verwahrstellenfunktion).
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (FTE) hat sich leicht von 419 FTE (2014) auf 431 FTE (2015) erhöht.
Zur Umsetzung der Vorgaben des Gleichstellungsgesetzes vom 24. April 2015 haben der Aufsichtsrat bzw. die Gesellschafterversammlung der Bank das Ziel für den Mindestanteil von Frauen auf 33 % für den Aufsichtsrat und auf 25 % für die Geschäftsführung der Bank bis spätestens zum September 2020 gesetzt. Für die ersten beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung wurde ebenfalls eine Zielquote von 25 % definiert.
Der Anteil der weiblichen Mitglieder des Aufsichtsrates zum Jahresende beträgt 33 %, der Anteil in der Geschäftsführung 0 %, der Anteil der weiblichen Führungskräfte in der ersten Führungsebene beträgt 11 % und in der zweiten Führungsebene 22 %.
Die CBD pflegt mit der Crödit Agricole S.A., Montrouge Cedex, der CACEIS Bank France; Paris, und der CACEIS Bank Luxembourg, Luxemburg (im Folgenden „CBL“ genannt) in den Bereichen Wertpapierleihe, Liquiditätsanlage, IT, Operations, Verwahrung und Business Process Outsourcing enge Beziehungen.
Kundengruppen der CBD
Das umfangreiche Produkt- und Service-Angebot (siehe auch Produkte und Produktentwicklung) der Bank ermöglicht die Servicierung unterschiedlicher Kundengruppen mit individuellen Anforderungen und Bedürfnisse.
Für Kapitalverwaltungsgesellschaften, Asset Manager sowie Emissionshäuser geschlossener Fonds bietet die CBD Verwahrstellen-Dienstleistungen für Wertpapierfonds (inklusive Custody), offene Immobilienfonds sowie für andere Sachwertefonds (geschlossene Fonds) an.
Für Versicherungsgesellschaften, Pensionsfonds, Stiftungen und andere institutionelle Kunden stellt die CBD vor allem Verwahrstellen- und Custody-Services zur Verfügung.
Von (Universal-) Banken in den Geschäftsfeldern Investment Banking und Retail Banking werden insbesondere Transaction Banking, Custody-Services sowie Steuer-Services nachgefragt.
Broker/Dealer und Wertpapierhandelshäuser nutzen vor allem Cash Equity Clearing Services.
Mit der Gründung der CACEIS Fund Services GmbH sind Fondsadministrationsdienstleistungen, zunächst für offene Immobilienfonds, hinzugekommen
Wettbewerber und Wettbewerberprofil
Der Markt für Wertpapierdienstleistungen unterliegt unverändert starken Veränderungen. Alle Global Custodians sind auf dem deutschen Markt vertreten. Durch die Kombination aus dem (Kosten-)Druck von der regulatorischen Seite sowie dem (Preis-)Druck von der Kundenseite hat dies im Bereich der Wertpapierservices zu einer vermehrten Konsolidierung geführt. Diese ist durch eine vermehrte Konzentration der Wertpapierassets bei den Top10-Providern festzustellen. Zudem haben sich in den letzten Jahren immer wieder Anbieter aus dem Markt zurückgezogen. Diese Entwicklung ist mittlerweile auch bei Offenen Immobilienfonds sowie geschlossenen Sachwertefonds zu beobachten.
Darüber hinaus lässt sich feststellen, dass Entwicklungen von der Wertpapierseite, wie bspw. das Aufbrechen der Wertschöpfungskette“, mit einer gewissen Zeitverzögerung nun auch bei Offenen Immobilienfonds und perspektivisch bei geschlossenen Sachwertefonds realisiert werden. So ist davon auszugehen, dass sich auch in den beiden letztgenannten Bereichen neue Geschäftsmodelle wie Master KVGs oder das Insourcing von Administrations-Dienstleistungen etablieren werden.
Zu den Kernwettbewerbern im Verwahrstellen- und Custody-Geschäft zählt die CBD folgende Unternehmen:
Die amerikanischen Wettbewerber State Street, BNY Mellon und J.P. Morgan fokussieren auf das Verwahrstellen- und das Custody-Geschäft sowie teilweise auf die Fondsadministration.
BNP Paribas Securities Services bietet in Deutschland Verwahrstellen-, Custody- und Clearing-Services an.
Die Société Générale Securities Services konzentriert sich in Deutschland auf die Fondsadministration, ist jedoch auch dabei, ihre Verwahrstellenservices auszubauen.
In der Wertpapierabwicklung bietet HSBC Trinkaus in fünf Business Lines (Verwahrstellen- und Custody-Geschäft, Clearing, Fondsadministration und Transaction Banking) analog zur CBD die gleichen Services an. Zusätzlich verfügt HSBC über eine Master-Kapitalverwaltungsgesellschaft (Master-KAG); alle Bereiche sind in die Universalbank eingebettet.
Neben diesen Global Custodians gibt es noch weitere, spezialisierte Anbieter, wie etwa Master-KVGen. Ferner bedienen einige Anbieter ausschließlich ihre konzerneigenen Kunden.
CBD hat schnell auf die veränderte Marktsituation reagiert, indem sie ein breites Produkt-und Service-Angebot anbietet. Neben der Abdeckung aller relevanten Assetklassen im Verwahrstellenbereich (wie Wertpapiere, Immobilien, Private Equity, erneuerbare Energien, Aviation, Container etc.), hat die Bank auf den Trend zur Auslagerung der Administration offener Immobilienfonds mit der Gründung der Servicetochter CACEIS Fonds Service GmbH (im Folgenden CFS genannt) geantwortet.
Marktlage, Geschäftsentwicklung und -beurteilung
In 2015 hat die Bank im Vergleich zum vergangenen Jahr ein negatives Jahresergebnis erwirtschaftet. Der Zuwachs in der Anzahl der Wertpapiertransaktionen wurde von zwei negativen Faktoren überkompensiert: Zum einen hat ein großer Kunde aus dem Wertpapierbereich einen signifikanten Teil seines durch die Bank verwalteten Vermögens abgezogen, zum anderen haben nicht wiederkehrende Projekte die Kostenseite belastet. Dies konnte durch neue Kunden und wachsende Erträge nur zum Teil ausgeglichen werden.
Das von der Fondsbranche verwaltete Vermögen stieg laut Bundesverband für Investmentfonds (BVI) seit Anfang 2015 von 2.383 Milliarden Euro auf 2.601 Milliarden Euro am Ende des Jahres. Der BVI hat weiterhin ermittelt, dass offene Immobilienfonds auch 2015 bei institutionellen Investoren wieder nachhaltig gefragt waren. Insgesamt sammelten die offenen Immobilienfonds nach Angaben des BVI netto 3,3 Milliarden Euro im Jahr 2015 ein (Vorjahr: rund 4,6 Milliarden Euro). Die CBD hat im Immobilienfondsbereich eine besonders hohe Expertise. In der aktuell letzten verfügbaren Verwahrstellenstatistik des BVI (Stand: 30. Juni 2015) hat die CBD ihren Rang als eine führende, unabhängige Verwahrstelle für Immobilienfonds in Deutschland zur Jahresmitte mit 20,7 Milliarden Euro Assets under Custody auf Platz 3 bestätigt. Im Immobilienfondsbereich konnte die CBD im Laufe des Jahres 2015 erneut Zuwächse verzeichnen. Bis zum Jahresende 2015 wuchsen die Bestände auf 24,5 Milliarden Euro an. (Vorjahr: rund 23 Milliarden Euro). Im Bereich der Sachwertefonds rangiert die CBD gemäß der BVI Verwahrstellenstatistik (Stand: 30. Juni 2015) mit großem Abstand auf Platz 1 und ist damit Marktführer der Verwahrstellen in diesem Segment. Sie verwahrt ein Volumen von rund 2,9 Milliarden Euro. Der nächste Wettbewerber folgt mit einem Volumen von rund 700 Millionen Euro auf Rang 2. In Summe (Wertpapier- und Immobilienfonds und Sachwertefonds) belegt die CBD (Stand: 30. Juni 2015) in der BVI Verwahrstellen-Statistik unverändert Platz 8.
Die Assets under Depotbank (AuD) betrugen per 31. Dezember 2015 43,8 Milliarden Euro (Vorjahr: € 59,1 Mrd.). Auch die Assets under Custody (AuC) sind zurückgegangen: Zum 31. Dezember 2015 lagen diese bei 212,2 Milliarden Euro (Vorjahr: 288,2 Milliarden Euro). Die Rückgänge sind vor allem durch den Abfluss großer Bestände im Volumen eines Wertpapier-Kunden zu erklären.
Gleichwohl konnte die Bank die Anzahl der Verwahrstellen- und Custody-Kunden in 2015 weiter ausbauen. Beispielsweise konnte die CBD 2015 einige mittlere und kleine Verwahrstellenmandate neu übernehmen. Zudem profitierte die Bank von der Marktkonsolidierung (vergl. dazu die Ausführungen im Absatz „Marktkonsolidierung“.)
Die Anzahl der Wertpapiertransaktionen ist von 12,1 Mio. auf 12,9 Mio. gestiegen.
Die letzten Jahre sind durch weitere Regulierungsmaßnahmen wie die AIFM-Richtlinie geprägt. Für die Verwahrstellen hatte sich bereits seit Juli 2013 ein neues Geschäftsfeld eröffnet, wonach die Emissionshäuser geschlossener Fonds für neue KAGB-konforme Strukturen eine Verwahrstelle benennen müssen. Dies führt in der Folge dazu, dass auch im Marktumfeld der CBD bei den Emissionshäusern der Trend zum Outsourcing ihrer nicht zum Kerngeschäft zählender Aufgaben (z.B. Middle Office Services, Fondsadministration u.a.) weiter zunimmt.
Ein anderes Beispiel für die Marktkonsolidierung ist die Auslagerung von Verwahrstellenaufgaben. Bereits 2014 hatte die CBD die Verwahrstellenaufgaben von Sal. Oppenheim für sich und mit Zustimmung durch deren Kunden auch das zugehörige Assetvolumen übernommen. Im Betrachtungszeitraum hat auch die SEB diesen Schritt unternommen und sich aus dem Geschäftsfeld Verwahrstellenfunktion zurückgezogen. Zuvor hatte die SEB ihre Tochtergesellschaft SEB Asset Management AG, inklusive deren wesentlicher Beteiligung SEB Investment GmbH, an Savills plc verkauft. Hier hat die CBD nach Zustimmung durch Savills auch das zugehörige Assetvolumen in die Verwahrstelle übernommen.
Der Verwahrstellenmarkt wird sich weiterhin verändern, wie die aktuell im Markt befindlichen Ausschreibungen zeigen. Deswegen wird die Bank weiter von der zunehmenden durch die Regulierung getriebenen Konsolidierung profitieren können.
Die CBD hat im Vergleich zum Vorjahr mehr Wertpapiertransaktionen sowie insgesamt ein höheres Transaktionsvolumen abgewickelt. In der Folge konnten höhere Erlöse für transaktionsbasierte Dienstleistungen erwirtschaftet werden. Von einigen Neukunden, die bereits in 2014 gewonnen wurden, wurden in 2015 erstmalig Provisionserträge vereinnahmt. Gegensätzlich wirkte sich das niedrige Zinsniveau an den Finanzmärkten auf das Ergebnis der Bank aus.
Zum 31. Dezember 2015 haben 54 Kapitalverwaltungsgesellschaften mit insgesamt 386 Sondervermögen (Wertpapier- und Sachwertefonds) die CBD mandatiert.
Das Immobilienfondsgeschäft ist eine tragende Säule der CBD. Im Bereich der Immobilienfonds haben Bestandskunden der Bank ihre Volumina bei der CBD massiv ausgebaut. 18 Immobilien-KVGen (in 2014: 16) nutzen per 31. Dezember 2015 CBD-Services. Per Ende 2015 haben sie mit 132 Immobilien-Sondervermögen (per Ende 2014: 98) die CBD mandatiert. Für 26 Sachwerte-KVGen ist die CBD Verwahrstelle mit insgesamt 92 Sachwertefonds.
Im Wertpapierfondsbereich ist das Jahr geprägt durch den Abzug signifikanten Volumens durch einen großen Bestandskunden. Das zugewonnene Volumen von Neukunden konnte diesen Abgang nicht kompensieren.
Im Geschäftsbereich Cash Equity Clearing hat CBD 2015 von der Marktentwicklung profitiert, das sich im Umsatz und in den Provisionserträgen mit Bestandskunden niederschlägt.
Auch in 2015 hat die Bank für die Kunden das Produkt- und Service-Angebot weiter ausgebaut und ergänzt. Triebfeder für die Veränderungen und Ergänzungen sind zum einen die Erfüllung von Kundenwünschen wie etwa Aufnahme weiterer Assetklassen im Bereich der Verwahrstellenfunktion für geschlossene Fonds, Erweiterung der Wertpapierleihe-Services und der Zahlstellenservices. Darüber hinaus hat die Bank mit der „CACEIS Fonds Service GmbH“ eine Tochtergesellschaft gegründet, deren Zielsetzung die Erbringung von Fondsadministration-Services für offene Immobilienfonds sowie für geschlossene Fonds ist. Somit wird CACEIS künftig auch in Deutschland einen größeren Teil der Wertschöpfungskette abdecken. Zum anderen hat die Bank auf diverse regulatorische Anforderungen reagiert —dazu gehören u.a. EMIR, CRR und MiFID2.
Die CBD hat auch 2015 das ohnehin konsequente Kostenmanagement der Vorjahre fortgesetzt. Bereits 2014 hat CBD mit der Nutzung der Gruppenplattform für Custody-Services begonnen, um Synergieeffekte zu nutzen Zusätzlich und unabhängig davon hat die Bank auch die kontinuierlichen Effizienzsteigerungsmaßnahmen weiter fortgesetzt. In dem wachsenden Geschäftsfeld Verwahrstellenfunktion von Sachwertefonds (geschlossene Fonds) oder zur Erfüllung der oben beschriebenen regulatorischen Anforderungen sind die nötigen Investitionen getätigt worden.
Analog zum gesamten Wertpapiermarkt war auch CBD in 2015 in fortwährendem Austausch mit den Regulierungsbehörden. Hintergrund sind die aktuellen, umfangreichen regulatorischen Anforderungen seitens der europäischen und nationalen Aufsichtsbehörden, die durch die Finanzkrise in der Finanzwelt motiviert sind (vergl. auch „Produktentwicklung“).
Zusammenfassung Geschäftsentwicklung
Die Geschäftsentwicklung der Bank in 2015 ist differenziert zu betrachten. So konnte die CBD durch ihre Expertise im Bereich Immobilien- und geschlossener Fonds erneut von der Marktkonsolidierung im Bereich der Verwahrstellen-Services profitieren. Darüber hinaus konnte die Bank in den Geschäftsbereichen Clearing sowie Transaction Banking weitere positive Ergebnisbeiträge realisieren. Der Volumensabfluss im Bereich Wertpapiere hatte eine negative Auswirkung, der teilweise durch Neukunden kompensiert werden konnte.
Hinsichtlich der Neukundenentwicklung hatte sich die CBD für 2015 das Ziel gesetzt, den Anteil der großen und mittelgroßen Kunden aufzustocken. Hier konnte die CBD einige mittelgroße Kunden gewinnen.
Des Weiteren hat CACEIS einen Fondsadministration-Servicebereich auch in Deutschland im Berichtsjahr gegründet. Hier beabsichtigt die CBD, das Insourcing der Administration zunächst für offene Real-Estate-Fonds anzubieten. Perspektivisch will die Bank diesen Service auf weitere Assetklassen ausdehnen. Dabei ist die Umwandlung in die Rechtsform einer KVG künftig möglich. Dieser neue Service dient künftig dazu, Bestandskundenmandate auszubauen und die Bank für Neukunden attraktiver zu machen.
Das Jahresergebnis der CBD fällt in 2015 im Vergleich zum Vorjahr geringer aus. Der Provisionsüberschuss, der sowohl durch Neukunden sowie Bestandskunden gesteigert wurde, überkompensierte dabei das schwächere Zinsergebnis. Auf der Aufwandsseite hatte die CBD in 2015 erhöhte Aufwendungen für Projektaktivitäten, manche davon einmalig, zu verzeichnen. Aus den beschriebenen Entwicklungen des Geschäftsjahres ergibt sich insgesamt ein Verlust in Höhe von 15,5 Mio. Euro (Vorjahr: Gewinn 1,4 Mio. Euro).
Der Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr führte zu folgender Entwicklung der wesentlichen Bilanzpositionen:
Barreserve T€ 302.019 92.828 209.191
Forderungen an Kreditinstitute T€ 3.161.292 3.381.165 -219.873
Anleihen und Schuldverschreibungen T€ 0 3.591.954 -3.519.954
Sonstige Vermögensgegenstände T€ 142.400 240.998 -98.598
Treuhandvermögen T€ 643.785 946.138 -302.353
Sonstige Aktiva T€ 47.591 65.125 -17.534
Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten T€ 522.957 4.404.487 -3.881.530
Verbindlichkeiten ggü. Kunden T€ 2.614.200 2.632.191 -17.991
Treuhandverbindlichkeiten T€ 643.785 946.138 -302.353
Sonstige Verbindlichkeiten T€ 337.135 144.996 192.139
Rückstellungen T€ 28.129 24.417 3.712
Eigenkapital T€ 140.518 155.974 -15.456
Sonstige Passiva T€ 10.363 10.005 358
Bilanzsumme T€ 4.297.087 8.318.208 -4.021.121
Bilanzvermerke T€ 126.620 1.213.094 -1.086.474
Zum Bilanzstichtag per 31. Dezember 2015 verringerte sich die Bilanzsumme im Vergleich zum Vorjahresstichtag von T€ 8.318.208 auf T€ 4.297.087 um T€ 4.021.121. Maßgeblich für den Rückgang der Bilanzsumme ist die Einstellung der Wertpapierleihe, die die CBD bis Mai 2015 mit ihrer Schwestergesellschaft CBL noch getätigt hatte. Zum gleichen Zeitpunkt hat CBD mit CBL die Geschäftstätigkeit Reverse Repo als Liquiditätsanlage aufgenommen. Die Aufnahme der Reverse Repo Geschäftstätigkeit erklärt sowohl den Rückgang bei den Anleihen und Schuldverschreibungen als auch den Rückgang bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von T€ 4.404.487 auf T€ 522.957.
Die Liquidität der CBD wird gemäß unserer Firmenstrategie innerhalb der CACEIS Gruppe in Luxemburg angelegt. Die Anlage erfolgt, wie beschrieben, in Form von Reverse Repos. Die hieraus resultierende Geldforderung ist in der Position Forderungen an Kreditinstitute in Höhe von T€ 2.842.936 enthalten. Dieser Betrag teilt sich auf in Forderungen mit einer Restlaufzeit von bis zu drei Monaten in Höhe von T€ 765.073 und mit einer Restlaufzeit von bis zu zwei Jahren in Höhe von T€ 2.077.863. Des Weiteren sind in dieser Position Guthaben bei unseren Kontrahenten über T€ 255.103 (Vorjahr T€ 165.474), sowie noch offene Posten bei Korrespondenzbanken in Höhe von insgesamt T€ 56.965 (Vorjahr T€ 352.962) im Rahmen der genehmigten Linien enthalten.
Die Ursache für die Abnahme der sonstigen Vermögensgegenstände im Vergleich zum Vorjahr sind die mit T€ 110.278 stichtagsbedingt ausgewiesenen Salden auf Verrechnungskonten, die zur Wertpapierabwicklung dienen, welche gegenüber dem Vorjahr um T€ 101.807 zurückgegangen sind.
In 2015 werden in den Positionen Treuhandvermögen und Treuhandverbindlichkeiten insgesamt fünf in Liquidation befindende Sondervermögen in einer Gesamthöhe von T€ 643.785 (Vorjahr T€ 946.138) ausgewiesen. Im Berichtszeitraum ging die Verantwortung für die Abwicklung des AXA Immosolutions (Fondsvermögen bei Übernahme T€ 69.072) von AXA Investment Managers Deutschland GmbH zum 11. Mai 2015 sowie des UBS 3 Sector Real Estate Europe (Fondsvermögen bei Übernahme T€ 146.799) von UBS Real Estate KAGmbH zum 03. September 2015 auf die CBD als Depotbank über.
Die Summe der sonstigen Aktiva verringerte sich um T€ 17.534 auf T€ 47.591. Dies resultiert unter anderem aus dem Rückgang des aktiven Unterschiedsbetrags aus der Vermögensverrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 und 3 HGB.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhaltet täglich fällige Einlagen unserer Bankkunden in Höhe von T€ 462.286 (Vorjahr T€ 795.488).
Die Aufteilung der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden in Höhe von T€ 2.614.200 (Vorjahr T€ 2.632.191) bestehen überwiegend aus täglich fälligen Einlagen mit T€ 2.567.803 (Vorjahr T€ 2.573.686) und Termingeldeinlagen mit Laufzeiten von unter einem Jahr in Höhe von T€ 46.397 (Vorjahr T€ 58.505). Der Rückgang der Kundeneinlagen beruht auf der Stichtagsbetrachtung der normalen Geschäftstätigkeit. Die Liquidität wird kurz- und mittelfristig bei der CBL als Reverse Repos angelegt.
Die sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich im Berichtsjahr um T€ 192.139 auf T€ 337.135 und beinhalten im Wesentlichen Salden von Wertpapierverrechnungskonten in Höhe von T€ 270.432, die maßgeblich die Zunahme in dieser Position erklären. Weiterhin sind Lieferungs- und Leistungsverpflichtungen über T€ 3.118 (Vorjahr T€ 5.431) enthalten.
Die Rückstellungen nahmen im Berichtsjahr um T€ 3.712 auf T€ 28.129 ab und beinhalten wie im Vorjahr im Wesentlichen Rückstellungen im Personalbereich und für noch nicht in Rechnung gestellte Leistungen von Lieferanten.
Das Eigenkapital der Bank verringerte sich im Berichtsjahr um T€ 15.456 auf T€ 140.518. Der Rückgang entspricht dem Jahresfehlbetrag des Berichtsjahres.
Die Bilanzvermerke haben sich im Berichtsjahr von T€ 1.213.094 um T€ 1.086.474 auf T€ 126.620 verringert. Dies resultiert maßgeblich aus der Reduktion der Volumensbegrenzung, die für Wertpapiergeschäfte mit einer Absicherungsvereinbarung gilt. In 2015 haben wie bereits in 2014 wenige Kunden der CBD Wertpapiergeschäfte mit einer Absicherungsvereinbarung getätigt.
Die Liquiditätssituation der Bank zeichnet sich durch kurze Laufzeiten auf der Passivseite aus. Im Wesentlichen befinden sich die Kundengelder auf deren laufenden Konten und sind daher täglich fällig.
Aus Sicht der Geschäftsführung ist die Vermögens- und Finanzlage geordnet.
Einen Überblick über die Ertragslage der Bank gibt die nachstehende Darstellung:
Zinsüberschuss T€ 12.245 21.181 -8.936
Provisionsüberschuss T€ 90.698 86.166 4.532
Personalaufwand T€ -40.389 -37.262 3.127
Andere Verwaltungsaufwendungen T€ -75.388 -73.685 1.703
Abschreibungen auf Anlagevermögen T€ -3.593 -2.758 835
Operatives Ergebnis (ohne Sondereffekte) T€ -16.427 -6.358 10.069
Zu-/Abschreibungen zu Wertpapieren T€ -791 5.002 -5.793
Übriges Ergebnis T€ 1.985 3.193 -1.208
Außerordentliches Ergebnis T€ -223 -442 219
Jahresergebnis T€ -15.456 1.395 16.851
Das Zinsergebnis hat sich im Vergleich zu 2014 um T€ 8.936 auf T€ 12.245 verringert. Dies resultiert aus dem rückläufigen Zinsniveau. Dabei fielen die Zinsaufwendungen um T€ 981 auf T€ 4.818. Zwar stieg der Zinsaufwand für Pensionen, dieser Anstieg wurde jedoch durch den geringeren Zinsaufwand bei den Kundenkonten überkompensiert. Des Weiteren sanken die Zinserträge um T€ 9.917 auf T€ 17.063. Der Rückgang resultiert zum einen aus den gesunkenen Zinserträgen mit den Korrespondenzbanken und zum anderen aus der geringeren Zinsmarge bei den Reverse Repos im Vergleich zur bisherigen Wertpapierleihe.
Das Provisionsergebnis ist von T€ 86.166 auf T€ 90.698 angestiegen. Die Ursache hierfür liegt sowohl in der Zunahme bei den Erträgen aus dem Verwahr- und Depotgeschäft und den Erträgen aus dem Transaktionsgeschäft als auch in der Abnahme der Verwahr- und Transaktionskosten. Weiterhin leistete die Erhöhung des FX Ergebnisses von T€ 4.654 auf T€ 7.239 einen Beitrag zum gestiegenen Provisionsergebnis.
Auf der Aufwandsseite stieg der Personalaufwand um T€ 3.127 gegenüber dem Vorjahr auf T€ 40.389 an. Die Zunahme resultiert aus der gestiegenen Beschäftigtenzahl der Festangestellten in 2015 sowie aus Überstundenguthaben und dem Anstieg der befristet angestellten Mitarbeitern.
Die anderen Verwaltungsaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um T€ 1.703 auf T€ 75.388 gestiegen. Dieser Anstieg ergibt sich überwiegend aus dem erstmalig anfallenden Beitrag zum Restrukturierungsfonds.
Darüber hinaus haben sich die Abschreibungen von T€ 2.758 auf T€ 3.593 in 2015 erhöht. Dies hängt im Wesentlichen mit den Zugängen bei der selbst geschaffener Software und den damit korrespondierenden erhöhten planmäßigen Abschreibungen zusammen.
Das übrige Ergebnis ist rückläufig. Es beinhaltet im Wesentlichen Auflösungen von Rückstellungen für die IT und das Wertpapiergeschäft in Höhe von T€ 3.461 (Vorjahr T€ 3.412).
Aus den beschriebenen Entwicklungen des Geschäftsjahres, insbesondere der Rückgang beim Zinsergebnis, ergibt sich insgesamt ein Verlust in Höhe von T€ 15.456. Dieser Verlust erfüllt nicht das Budget für 2015. Die Eigenkapitalrendite liegt in 2015 bei -11%.
Die CBD erstellt vierteljährlich einen Bericht mit der Darstellung der wesentlichen Geschäftstätigkeiten. Dabei werden die Nettoerträge, die sich maßgeblich aus Provisionen aus dem Wertpapiergeschäft, Zahlungsverkehr sowie sonstige Dienstleistungen, Zinsen und übrige Erträge zusammensetzen, sowie die Aufwendungen, die sich insbesondere aus Personalaufwand, Aufwand für IT und betriebswirtschaftliche Beratung, Rechts- und Prüfungskosten, Miete und sonstige Aufwendungen ergeben, pro Geschäftsfeld dargestellt. Die Geschäftsfelder wurden analog der Geschäftsstrategie definiert. Die Definition der Geschäftsfelder ergibt sich aus den Geschäftstätigkeiten Verwahrung/Depotbankfunktion und Clearing sowie bezogen auf die Kundengruppen. Bei den so definierten Geschäftsfeldern war der Bereich Verwahrung im Berichtsjahr besonders erfolgreich.
Für das Risikomanagement in der CBD ist die Geschäftsführung verantwortlich. Unterstützende Funktionen werden durch das Risikomanagement, das Controlling, das Accounting und das Liquiditätsmanagement geleistet. Darüber hinaus agiert als prozessunabhängiger Teil des Risikomanagement-Systems und der internen Kontrollverfahren die Interne Revision.
Die operative Verantwortung für das Risikomanagement im Sinne der Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) wird von der Einheit Risk Management der CBD wahrgenommen. Der Leiter der Einheit berichtet in seiner Funktion direkt an den Geschäftsführer „Central Functions“. Die Einheit Risk Management nimmt die Schnittstellenfunktion zum Konzernrisikocontrolling der CACEIS Gruppe wahr. Zu den wesentlichen Funktionen der Einheit Risk Management zählen: Überwachung des operationellen Risikos, Durchführung des marktunabhängigen Kreditgenehmigungsprozesses, fortlaufende Überwachung der Adressenausfallrisiken, Berechnung und Analyse der Adressenausfall-, Marktpreis- und Liquiditätsrisiken, die Überwachung der Einhaltung der von der Geschäftsführung vorgegebenen Limite, Berechnung und Überwachung der Risikotragfähigkeit und die Berichterstattung über die Risikosituation.
Regulatorische Kapitalausstattung
Mit einer Gesamt-Eigenkapitalquote nach CRR von 33,58% zum 31. Dezember 2015 hat die Bank die für sie anzuwendenden Anforderungen an die Eigenkapitalausstattung der Säule I erfüllt.
Die Risikopositionen und Eigenmittelanforderungen per 31. Dezember 2015 für die einzelnen Risikoarten im Vergleich zum Vorjahr stellen sich wie folgt dar:
Risikopositionen in T€ in T€
Gewichtete Risikopositionen Adressenausfallrisiko 184.382 883.128
Marktpreisrisiko 5.032 1.399
Operationelles Risiko 217.427 222.973
Credit Valuation Adjustment (CVA) 3.084 2.256
Eigenmittelanforderung Adressenausfallrisiko 14.751 70.650
Eigenmittelanforderung Operationelles Risiko 17.394 17.838
Eigenmittelanforderung Marktpreisrisiko 403 0
Eigenmittelanforderung CVA 247 180
Eigenmittelanforderung gesamt 32.795 88.668
Anrechenbare Eigenmittel 137.651 152.290
Zur aufsichtsrechtlichen Darstellung der Adressenausfallrisiken kommt der Standardansatz (KSA) entsprechend CRR zur Anwendung.
Zur Ermittlung der Eigenmittelanforderungen für das operationelle Risiko nutzt die Bank den Standardansatz.
Die regulatorische Kapitalausstattung für das Marktpreisrisiko und für das CVA-Risiko wird nach Standard-Methoden ermittelt. Die CBD ist aufsichtsrechtlich ein Nichthandelsbuchinstitut.
Die Überwachung der Risikotragfähigkeit der CBD erfolgt durch die Gegenüberstellung der verfügbaren Risikodeckungsmasse mit dem Gesamtbankrisiko aus der Fremdkapitalgeber-Sicht (Liquidationsansatz).
Ergänzend analysiert die CBD die Gesamtrisikoposition und das Risikodeckungspotential aus der Going-Concern-Sicht: selbst wenn in der Betrachtungsperiode von einem Jahr alle Risiken schlagend werden, sollen die bankenaufsichtlichen Anforderungen durchgehend erfüllt sein. Die Berechnung des Going-Concern-Ansatzes erfolgt mittels entsprechenden Adjustierungen des Liquidationsansatzes.
Die verfügbare Risikodeckungsmasse wird aus dem Risikodeckungspotential abgeleitet. Das Risikodeckungspotential im Liquidationsansatz ergibt sich aus dem Gezeichneten Kapital, den Kapitalrücklagen sowie den nachrangigen Verbindlichkeiten der CBD mit einer Restlaufzeit größer 1 Jahr. In Abzug kommen der aus der Methodikumstellung nach BiIMoG resultierende Aufstockungsbetrag für Pensionsrückstellungen, immaterielle Anlagewerte, der erwartete Verlust aus dem Adressenausfallrisiko, stille Lasten aus sonstigen Vermögensgegenständen sowie die Planverluste für die nächsten zwölf Monate.
Das Gesamtbankrisiko ergibt sich aus der Summe der im Rahmen der jährlichen Risikoinventur als wesentlich eingestuften und quantifizierbaren Risiken. Auf die Feststellung kapitalschonender Korrelationen zwischen den einzelnen Risikoarten wird verzichtet.
Zur Deckung der Risiken wird ein Teil des verfügbaren Risikodeckungspotentials allokiert —die Risikodeckungsmasse. Die Höhe der Risikodeckungsmasse stellt die Verlustobergrenze für die Gesamtrisikoposition dar.
Die CBD allokiert für alle wesentlichen Risiken die Risikodeckungsmasse, mit Ausnahme des Liquiditätsrisikos, Reputationsrisikos und strategischen Risikos. Diese Risikoarten können aufgrund ihrer Eigenart durch die Allokation von Risikodeckungsmasse nicht begrenzt werden. Zu ihrer Überwachung und Steuerung sind entsprechende Prozesse eingerichtet.
Die Allokation der Risikodeckungsmasse (RDM) auf die einzelnen Risikotypen sowie die zum 31. Dezember 2015 ermittelte Auslastung auf dem Konfidenzniveau von 99,97% im Standardszenario sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt (Angaben in Mio. Euro):
Liquidationsansatz RDM Allokation (Limite) Risikoposition/ Risikodeckungspotential
Adressenausfall- und Konzentrationsrisiko 74,50 33,80
Operationelles Risiko 20,00 11,38
Marktpreisrisiko 16,50 5,84
Geschäftsrisiko 14,00 13,24
Gesamt / Risikodeckungsmasse 125,00 64,27
Nicht verwendetes Risikodeckungspotential 66,71
Risikodeckungspotential 130,98
Die Auslastung der Risikodeckungsmasse im Liquidationsansatz ergab sich per 31. Dezember 2015 zu 51%.
In der Going-Concern-Sicht beträgt das Risikodeckungspotential per 31. Dezember 2015 bei Einhaltung der intern festgelegten Gesamtkapitalquote von 10,43% Mio. EUR 97 und kann die Gesamtrisikoposition von Mio. EUR 21 auf dem Konfidenzniveau von 95% abdecken.
Prognoserechnungen und Stresstests
Die Bank erstellt Prognoserechnungen für die kommenden beiden Geschäftsjahre. Basis für die Prognoserechnungen ist der Business-Plan der Bank und verschiedene Stress-Szenarien. Als Ergebnis ist festzuhalten, dass im Steuerungsansatz beim Eintritt der geplanten Ereignisse das Risikodeckungspotential die Gesamtrisikoposition deckt.
Neben dem Standardszenario hat die Bank diverse Stressszenarien definiert. Im Rahmen der Stresstests werden Auswirkungen der Stressereignisse auf die Risikotragfähigkeit analysiert und darauf aufbauend ein potentieller Handlungsbedarf abgeleitet.
Des Weiteren wurden durch qualitative inverse Stresstests die Ereignisse analysiert, die den Fortbestand der CBD gefährden könnten. Die CBD hat quantitative Stresstests für Kreditrisikokonzentrationen sowie qualitative Analysen für die risikoartenübergreifenden Stressereignisse etabliert, um Inter-Risiko-Konzentrationen identifizieren zu können.
Für das Liquiditätsrisiko werden eine Reihe von Stresstests durchgeführt. Auf Basis der historischen Durchschnittswerte hat die CBD Auswirkungen der unterschiedlichen Stressereignisse auf die Liquiditätslage analysiert. Inverse Stresstests haben aufgezeigt, ab welchem Umfang Mittelabflüsse die Liquiditätssituation der CBD gefährden können. Des Weiteren hat die Bank Stressszenarien für unterschiedliche Zeiträume zur Identifikation einer potentiellen Liquiditätslücke unter diversen Marktbedingungen gerechnet. Unter extremen Bedingungen kann eine Liquiditätslücke entstehen, die durch Ressourcen der CACEIS Gruppe geschlossen werden kann.
Während des Berichtsjahres wurden die Risikowerte der Bank in die Konzernberichterstattung der CACEIS Gruppe integriert. Gemäß den Vorgaben der französischen Banken-aufsicht berichtet die Bank auch halbjährlich über die internen Kontrollprozesse und Revisionsergebnisse an die oberste Muttergesellschaft (Crödit Agricole S.A.).
a) Adressenausfallrisiken
Als Adressenausfallrisiko werden mögliche Wertverluste bezeichnet, die durch Forderungsausfall des Kunden oder Kontrahenten entstehen können.
Die Bank bietet Kunden oder Kontrahenten im Einklang mit der Geschäftsstrategie keine mittel- und langfristigen Kredite an. Im Berichtszeitraum 2015 ergaben sich somit keine langfristigen Forderungen gegenüber Kunden oder Kontrahenten.
Kreditpositionen entstanden durch kurzfristige Kontokorrent-Überziehungen sowie durch die Inanspruchnahme täglich widerrufbarer Kreditlinien von Kunden, die im Wesentlichen aus der Verrechnung von Wertpapiertransaktionen entstanden sind. Diese Kreditpositionen sind grundsätzlich durch Wertpapierbestände des Kunden besichert. Im Rahmen der Liquiditätssteuerung wurden echte kurz-, mittel- und langfristige Wertpapierpensionsgeschäfte mit der CBL getätigt. Hierbei tritt die CBD als Pensionsnehmer auf. Die Pensionsgeschäfte sind eine anerkannte Kreditrisikominderungstechnik gem. CRR. Von der CBD erworbene Wertpapiere müssen definierten Anforderungen hinsichtlich Gattung, Umfang und Bonität genügen. Um Wertschwankungen der in Pension erhaltenen Wertpapiere auszugleichen, erfolgt ein täglicher Geldausgleich unter Berücksichtigung eines Mindesttransferbetrages. Die CBD unterhält ein Netzwerk an internationalen Korrespondenzbanken zur Abwicklung von Wertpapiertransaktionen an relevanten Märkten. Hieraus resultierten täglich fällige Nostro-Positionen bei Korrespondenzbanken. Ferner werden im Rahmen der Abwicklung von Wertpapiertransaktionen der Kunden entsprechende Sicherheiten bei den Clearinghäusern gestellt. Diese von der CBD für Kunden gestellten Sicherheiten sind grundsätzlich durch den Kunden im Rahmen einer Verpfändungsvereinbarung zu besichern. Zur Abdeckung von Pensionsverpflichtungen hat die CBD Investitionen in Pensionsfonds getätigt. Ferner hält sie als Teilnehmer des Zahlungsverkehrssystems eine Beteiligung an der „S.W.I.F.T. SARL“. Im Rahmen von Devisentermingeschäften mit Kunden und der CBL entstanden Wiedereindeckungsrisiken während der Laufzeit der Geschäfte. Ferner hat die CBD für Kunden Garantien herausgelegt, welche grundsätzlich voll durch die vom Kunden bei der CBD zu stellenden Geldsicherheiten abgedeckt sind.
Im Rahmen der Überwachung und Steuerung der Konzentrationsrisiken misst die Abteilung Risikomanagement regelmäßig Konzentrationen anhand verschiedener Merkmale.
Auf täglicher Basis überwacht die Bank Kreditpositionen auf Kunden- oder Kontrahentenebene. Ferner werden täglich Risikokonzentrationen auf Ebene Gruppe verbundener Kunden überwacht. Hierbei ergeben sich durch Ausleihungen gegenüber der Schwestergesellschaft CBL regelmäßig Konzentrationen innerhalb der Gruppe Verbundener Kunden „Crödit Agricole SA — Gruppe“. Per 31. Dezember 2015 bestanden 5,7% aller Kreditpositionen innerhalb dieser Gruppe.
Zum Ende jeden Quartals überwacht die Bank die Summe der Kreditpositionen auf Länderebene. Hier erfolgt die Zuordnung gemäß dem Sitzland des Kreditnehmers. Aufgrund der Nostro Bestände bei der Schweizer Nationalbank ergibt sich regelmäßig eine Konzentration in der Schweiz. Per 31.12.2015 waren 37,9% aller Kreditpositionen fällig in der Schweiz.
Ferner ermittelt die Bank jedes Quartal entsprechende Konzentrationen auf Ebene von Ratingklassen, vergleichbar mit den Ratingklassen externer Ratingagenturen (zum Beispiel Standard & Poors). Zum Jahresende waren 54,8% aller Kreditpositionen der Ratingklasse „A“ oder besseren Ratingklassen zugeordnet. Insgesamt 70,5% aller Kreditpositionen zum Jahresende waren Ratingklassen im Bereich „Investment-Grade“ zugeordnet.
Aufgrund des Geschäftsmodelles der CBD konzentrieren sich die Ausleihungen der CBD auf die Finanzbranche. Auf die Branche „Banken und Finanzdienstleistungsinstitute“ entfielen insgesamt 58,6% der Kreditpositionen.
Insgesamt sind die Konzentrationsrisiken im Bereich Adressenausfallrisiko geprägt von den täglich fälligen Nostro Beständen mit Nationalbanken, Korrespondenzbanken, Ausleihungen an die Schwestergesellschaft CBL sowie Ausleihungen an eigene Kunden. Ausleihungen an die CBL werden, neben den Wertpapierpensionsgeschäften, durch Pfandvereinbarungen bzw. Aufrechnungsvereinbarungen besichert. Etwaige Restsalden werden täglich innerhalb der bestehenden Limitierung überwacht. Zur Besicherung der Ausleihungen an eigene Kunden bestehen Verpfändungsvereinbarungen. Eine ausreichende Besicherung wird täglich durch das Risikomanagement überwacht.
Alle Adressenausfallrisiken unterliegen der Risikosteuerung durch Kreditlinien und werden vom der unabhängigen Abteilung Risikomanagement laufend überwacht. Die Einrichtung dieser Linien erfolgt nach Genehmigung durch das RCC in Abhängigkeit von der Bonität des Kreditnehmers, grundsätzlich auf besicherter Basis und unter Berücksichtigung regulatorischer Anforderungen. Zur Bestimmung der Bonität kommen standardisierte Risikoklassifizierungsverfahren zur Anwendung. In Einzelfällen nutzt die CBD offizielle Ratings designierter Ratingagenturen.
Um Erhöhungen von Adressenausfallrisiken frühzeitig zu identifizieren, hat die CBD ein auf qualitativen und quantitativen Kriterien basierendes Frühwarnsystem eingerichtet. Die Kriterien werden laufend überwacht. Jedes Quartal oder wenn notwendig auch umgehend, wird das RCC vom Risikomanagement über sich signifikant erhöhende Ausfallrisiken informiert und entsprechende Maßnahmen eingeleitet.
b) Operationelle Risiken
Unter operationellen Risiken wird das Risiko von Verlusten, die durch die Unangemessenheit oder das Versagen von internen Verfahren, Menschen und Systemen oder durch externe Ereignisse verursacht werden, verstanden. Diese Definition beinhaltet Rechtsrisiken; Reputations- und strategische Risiken sind nicht berücksichtigt.
Die Steuerung und Überwachung operationeller Risiken ist für die CBD von großer Bedeutung. Die Bank unterliegt aufgrund ihrer Geschäftsausrichtung sowie der Vielzahl interner Prozesse in hohem Maße operationellen Risiken.
Für die CBD ergaben sich in 2015 primär Risiken aus dem laufenden Geschäftsbetrieb, der Steuerung der Outsourcing-Partner und der Weiterentwicklung der IT-Systeme. Die Notwendigkeit hierzu ergab sich sowohl aus den gestiegenen Erwartungen der Kunden als auch auf Grund der weiteren Verschärfung der Gesetzgebung und der aufsichtsrechtlichen Bestimmungen sowie der Umsetzung strategischer Projekte.
Das Operationelle Risiko hat die Bank unter Berücksichtigung der MaRisk als wesentlich eingestuft und dementsprechend einen Teil der Risikodeckungsmasse allokiert.
Die Bank hat im Rahmen des Managements Operationeller Risiken folgende Schritte im Geschäftsjahr 2015 durchgeführt:
Das Operational Risk Assessment dient der Identifikation, Analyse und Bewertung von operationellen Risiken in der CBD. Die Methodik des Risk Assessments basiert grundsätzlich auf der CACEIS Konzern-Methodik, der ein ereignisbasiertes Operational Risk Assessment als elementarer Bestandteil des Operational Risk Management Circles zugrunde liegt. Hierbei wurden Worst-Case-Einschätzungen für Risikoszenarien von den Experten aus den betroffenen Einheiten in das Risk Assessment aufgenommen. Somit wurde den Anforderungen der MaRisk im Hinblick auf eine vorzunehmende Risikoinventur Rechnung getragen. Diese Vorgehensweise dient neben der Qualifizierung insbesondere der Risikotransparenz, der -handhabung und -überwachung.
Erfassung der Schadensfälle in der Verlustdatenbank MATRISK
Zur Erfassung, Kategorisierung und Auswertung sämtlicher Verlustereignisse wurde die gruppenweit verwendete webbasierte Anwendung MATRISK genutzt. Ab einer definierten Verlusthöhe werden die Verlustereignisse in besonderem Maße analysiert. Daraus werden Maßnahmenkataloge definiert, dokumentiert und dem RCC präsentiert. Die Analysen aus der Verlustdatenbank unterstützen das Risk Management der CBD.
Das indikatorgestützte Frühwarnsystem, welches frühzeitig Hinweise über die Entwicklung der Risikosituation bezüglich operationeller Risiken liefert, wurde in der CBD fortgeführt. Die Basis für dieses Frühwarnsystem bilden Risikoindikatoren, welche die Veränderungen eines Risikos mit möglichst hohem zeitlichem Vorlauf anzeigen und Trends oder Tendenzen darstellen. Die meisten Frühwarnindikatoren finden sich im Bereich Operations für einzelne Einheiten (z.B. Abweichung Personalbestand zu Personalbedarf, Bewerkstelligung täglicher Aufgaben, Kundenzufriedenheit). Darüber hinaus finden sich einige bankweite Indikatoren (z.B. Dauer bis zur Erfassung von Schadensfällen, Anzahl Schadensfälle, Personalfluktuation, Anteil stornierter Transaktionen). Durch den zeitlichen Vorsprung können Maßnahmen ergriffen werden, die potenzielle Verluste aus dem Risiko entweder verhindern oder reduzieren.
Die Geschäftsführung und das RCC werden laufend über das Berichtswesen (adhoc-Berichte, Monatsberichte, Quartalsberichte, Jahresberichte) sowie über die Vorstellung wesentlicher Vorfälle und Berichtsinhalte inklusive der Maßnahmenplanung zur Risikolage bezüglich Operationeller Risiken informiert.
Im Berichtsjahr wurden die Notarbeitsplätze der CBD im Rahmen von Tests auf Funktionalität und Betriebsfähigkeit geprüft.
Die CBD führte im Jahr 2015 diverse „Disaster Recovery Tests“ mit den relevanten IT Providern durch. Das RCC wurde über sämtliche Ergebnisse und Maßnahmenpläne aus den durchgeführten Tests informiert.
Das Notfall- und Krisenmanagement ist wesentlicher Bestandteil des Risikomanagements der Bank. Die Umsetzung der Konzepte ist im Notfall- und Krisenhandbuch der Bank dokumentiert, welches im Geschäftsjahr überarbeitet und aktualisiert wurde.
Die Begrenzung der Rechtsrisiken obliegt der Einheit Legal. Diese Aufgabe wird hauptsächlich durch die entsprechenden Mitarbeiter der CBD ausgeführt; falls erforderlich werden Anwaltskanzleien engagiert.
Zur Darstellung einzelner rechtlicher Auseinandersetzungen im Jahr 2015 verweisen wir auf die Beschreibung der Berücksichtigung außergewöhnlicher Entwicklungen im Kapitel 6.
c) Liquiditätsrisiken
Das Liquiditätsrisiko stellt generell die Gefahr für eine Bank dar, ihren gegenwärtigen und zukünftigen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht zeitgerecht und im erforderlichen Umfang nachkommen zu können.
Die Aufgaben der Liquiditätssteuerung der CBD werden täglich durch die Einheit Liquidity Management wahrgenommen. Die Einheit ist organisatorisch einschließlich der Ebene der Geschäftsführung vom Risk Management getrennt.
Die Liquiditätsrisiken der Bank ergeben sich in erster Linie aus der Abwicklung von Kundentransaktionen (Geld gegen Stücke) sowie der damit verbundenen Stellung von Sicherheiten an den Börsen. Dem gegenüber stehen Liquiditätsüberschüsse aus Kundeneinlagen, die innerhalb der CACEIS Gruppe angelegt wurden.
Die CBD überwacht ihr Liquiditätsrisiko mittels quantitativer Indikatoren: „Liquidity Trigger“, die Mindestliquiditätsreserve und die regulatorische Liquiditätskennzahl.
Die CBD verfügt über eine Kreditlinie per 31. Dezember 2015 in Höhe von 2 Mrd. Euro bei der Deutschen Bundesbank, die auf Grund der Verpfändung der zentralbankfähigen Wertpapieren eingeräumt wurde. Darüber hinaus besteht eine Vereinbarung mit der CBL über eine fest zugesagte Refinanzierungslinie über 0,5 Mrd. Euro.
Die Einheit Risk Management überwacht täglich anhand definierter „Liquidity Trigger“ die Entwicklung und den Bestand der liquiden Mittel der Bank. Sollte eine Verletzung dieser Grenzen festgestellt werden, wird unverzüglich die Einheit Liquidity Management kontaktiert und um Stellungnahme gebeten.
Bezeichnung der „Liquidity Trigger“ Trigger Wert per 31.12.2015 Wert per 31.12.2015
Minimaler Wert für Kunden- anlagen 1.200 3.081
Maximaler Wert für Überziehungen 500 7
Der Trigger für die Minimum Liquiditätsreserve wird quartalsweise verifiziert und täglich überwacht. Der Trigger Wert per 31. Dezember 2015 war 3.000 Mio. EUR und die Auslastung betrug 3.170 Mio. EUR.
Grundsätzlich zeichnet sich die Liquiditätssituation der Bank durch kurze Laufzeiten auf der Passivseite aus. Der Großteil der bilanzierten Kundengelder befindet sich auf deren laufenden Konten und ist somit täglich fällig. Die freie Liquidität wird innerhalb der CACEIS mit einer Zinsbindung von bis zu 3 Monaten angelegt. Für diese Anlagen besteht eine Option der vorzeitigen Kündigung durch die CBD.
Die Kennzahl gemäß der LiqV wird täglich im Meldewesen ermittelt und sowohl dem Liquidity Management als auch dem Risk Management berichtet. Im Risk Management fließen diese Werte in die Risikoberichterstattung ein.
Die Liquiditätskennzahl gemäß Liquiditätsverordnung betrug zum 31. Dezember 2015 2,8 (Vorjahr 1,29) und lag im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit über dem gesetzlichen Mindestwert von 1,0.
Die Kundenanlagen sind auf Grund der Depotbank Funktion der CBD beständig. Unerwartete signifikante Abrufe der Kundenanlagen werden keine bedeutenden Auswirkungen auf die Liquiditätslage der Bank haben, da die Anlagen auf der Aktivseite vorzeitig gekündigt werden können. Im Fall einer unplanmäßigen Entwicklungen der Liquidität kann die CBD im Rahmen eines Notfallplans auch auf die Liquidität der „Crödit Agricole S.A. — Gruppe“ zugreifen.
d) Marktpreisrisiken
Unter Marktpreisrisiko wird der potentielle Verlust aufgrund von Zins-, Aktienkurs- oder Wechselkursänderungen verstanden. Innerhalb dieser Risikoart unterscheidet die Bank unter Berücksichtigung ihrer Geschäftsausrichtung das Zinsänderungsrisiko, das Kursrisiko aus den Investitionen in Wertpapierfonds sowie die Risiken aus Währungsschwankungen bestehender Fremdwährungsbestände.
Das Marktpreisrisiko hat die Bank unter Berücksichtigung der MaRisk als wesentlich eingestuft und dementsprechend bei der Risikotragfähigkeitsberechnung berücksichtigt.
Das Zinsänderungsrisiko ergibt sich im Wesentlichen aus Variierung der Zinssätze EURIBOR und EONIA, welche das geplante Zinsergebnis negativ beeinflussen könnte. Das Risiko wird durch Ermittlung der Auswirkungen einer Parallelverschiebung und Drehungen der Zinsstruktur quantifiziert. Des Weiteren wird das Zinsänderungsrisiko der Investitionen in Wertpapierfonds als Änderung des ökonomischen Wertes aufgrund der Verschiebung der Zinskurven quantifiziert. Diese Risiken werden durch die Allokation des internen Kapitals limitiert.
Das Risiko der Änderung des ökonomischen Wertes der eigenen Anlagen, das aus Marktzinsänderung resultiert, ist unwesentlich, da die Zins- und Kapitalbindung der Anlagen kurzfristig bzw. mit Option vorzeitiger Kündigung versehen ist. Dieses Risiko wird jedoch quantifiziert und limitiert.
Die Bank platziert Mittel, die aus der Anlage von Gehaltsverzichten zugunsten einer fondsgebundenen Deferred Compensation gehalten werden, in mehrere Wertpapierfonds. Die aus eventuellen Kursschwankungen resultierenden Marktpreisrisiken werden regelmäßig, mindestens einmal monatlich, unter Berücksichtigung von Triggern überwacht. Darüber hinaus wird anhand der festgestellten Preisvolatilität eine VaR Berechnung vorgenommen. Das Ergebnis entspricht der Höhe der Unterlegung mit internem Kapital.
Die mit Kunden durchgeführten Fremdwährungsgeschäfte werden zur Vermeidung offener Positionen nach ihrem Abschluss durch ein entsprechendes Gegengeschäft mit der CBL geschlossen. Auf Grund der Verrechnung dieser FX-Geschäften sowie weiterer Transaktionen auf eigene Rechnung im Auftrag der Kunden können nicht gedeckte Positionen entstehen. Zu deren Überwachung hat die Bank individuelle und übergreifende Limite pro Währungsposition und den gesamten Bestand an offenen Währungspositionen eingeräumt. Überschreitungen der Linien werden unverzüglich nach deren Feststellung an die für den Fremdwährungshandel zuständige Einheit zwecks Nachverfolgung berichtet und deren Bereinigung überwacht. Die im Berichtszeitraum aufgetretenen Limitverletzungen waren Einzelfälle und konnten kurzfristig aufgeklärt und beseitigt werden.
Die Überwachung der Marktpreisrisiken obliegt der Einheit Risk Management.
e) Geschäftsrisiken
Gemäß interner Festlegung definiert sich das Geschäftsrisiko als finanzieller Verlust aus der Einstellung und Reduzierung der Geschäftsaktivitäten mit Kunden, sowie nicht Erreichung des geplanten Ertrags aus Kundenakquisitionen. Die Quantifizierung des Risikos erfolgt in einem vordefinierten Scenario.
Im Rahmen der Risikoklassifizierung hat die CBD das Geschäftsrisiko als wesentlich im Sinne der MaRisk eingestuft. Die Bank hat daher im Risk Management Quantifizierungs- und Überwachungsprozesse sowie regelmäßige Stresstests eingeführt und allokiert für das Risiko dementsprechend Risikodeckungsmasse.
f) Sonstige Risiken
Sonstige wesentliche Risiken für die CBD sind das strategische Risiko und das Reputationsrisiko.
Das strategische Risiko ist definiert als Gefahr der Verluste, die aus Managemententscheidungen, radikalen Änderungen des Geschäftsumfeldes, fehlerhafter Umsetzung der Entscheidungen oder mangelnder Reaktion auf Änderungen im Geschäftsumfeld oder Wirtschaftssituation, resultiert. Das Reputationsrisiko ist die Gefahr, dass die Erträge aufgrund der Reputationsschäden oder -verschlechterung nicht generiert werden können.
Diese Risiken sind zum Teil in anderen Risikoarten (Kreditrisiko, Geschäftsrisiko) erfasst. Zur Steuerung dieser Risiken sind in der CBD entsprechende Prozesse implementiert.
CBD unterhält keine Zweigstellen im aufsichtsrechtlichen Sinne. Zur Pflege und zum Ausbau unserer Kundenbeziehungen ist ein Büro in 60325 Frankfurt am Main, Taunusanlage 14, angemietet.
Zum 1. Februar 2016 hat die Bank begonnen, für die Kundeneinlagen in Euro einen negativen Guthabenzins entsprechend der aktuellen Marktsituation einzuführen. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichts waren in Folge dieser Konditionenänderung keine wesentlichen Effekte auf die Kundeneinlagen festzustellen. Potentielle kurzfristige Abrufe von Kundengeldern könnte die Bank durch Liquidation von kurzfristigen Geldanlagen bei der CBL sowie durch Nutzung von freien Refinanzierungslinien bedienen. Vor diesem Hintergrund sieht die Bank aus dieser Konditionenänderung keine Beeinträchtigung der Liquiditätslage. Daneben sind nach dem Bilanzstichtag keine wesentlichen Ereignisse eingetreten.
6. Ausblick — Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung
Die CBD am Standort Deutschland ist gemeinsam mit den Gesellschaften in Frankreich und Luxemburg eine der drei Säulen der CACEIS Gruppe in Europa. Die Gruppe unterstreicht damit die hohe Bedeutung des deutschen Markts in Bezug auf seine Größe sowie auf dessen Wachstumschancen. Die CACEIS Gruppe strebt ein möglichst einheitliches Produkt-und Service- Angebot in den wichtigsten Ländern Europas an. Daher baut die CBD mit einer eigenen Tochtergesellschaft nunmehr auch einen Fondsadministrations-Service in Deutschland auf — ein Bereich, bei dem die Gruppe in Europa bereits zu den marktführenden Anbietern gehört.
Es ist das strategische Ziel der CACEIS Gruppe, in Deutschland mit dem Service Provider CFS zu formen, der positiv zum Gesamtergebnis der CACEIS Gruppe beisteuert. Damit bleibt das Geschäftsmodell grundsätzlich unverändert. Die Chancen und Aussichten sind nachfolgend für die drei zentralen Geschäftsbereiche formuliert:
Standortbestimmung nach Geschäftsbereichen
Verwahrstellen- und Custody-Services
Als eine der führenden Verwahrstellen in Europa betrachtet die CACEIS Gruppe das Verwahrstellen- und Custody-Geschäft auch künftig als ihr Kerngeschäft. Die CBD verfolgt auch weiterhin das Ziel, unterschiedliche institutionelle Kundengruppen mit einer erweiterten Palette an Assetklassen umfassend zu servicieren.
Ein Schwerpunkt liegt dabei weiterhin auf den institutionellen Investoren, da diese insbesondere im Wertpapierbereich selbst großen Einfluss auf die Vergabe der Verwahrstellenmandate nehmen und z.B. im Bereich Reporting auch eigene Service-Bedürfnisse haben. Deswegen adressiert das CBD Business Development Team verstärkt Investorengruppen wie Versicherungsgesellschaften, Pensionskassen, kirchliche Organisationen, Stiftungen.
Daneben ist die Verwahrung von Immobilienfonds eines der sich am stärksten entwickelnden Aufgabenfelder bei der CBD. Ziel ist es, auch in der Zukunft weitere Kunden mit ihren Fonds zu gewinnen und entsprechend zu betreuen.
Zudem steht das Verwahrstellengeschäft für geschlossene Fonds/Spezial AlFs im Fokus, um die führende Rolle im deutschen Markt weiter auszubauen. Mittlerweile können fast alle gängigen von den Emissionshäusern gewünschten Assetklassen verwahrt werden.
Da die CBD auf Basis ihrer bisherigen Expertise auch weiterhin in den Bereichen Immobilienfonds und Sachwertefonds (geschlossene Fonds) wachsen will, wird die Bank dieses Wachstum auch künftig strukturell unterlegen.
Hierzu soll insgesamt die Leistungsfähigkeit der Verwahrstelle in der Bank kontinuierlich ausgebaut werden, denn auch der Gesetzgeber hat die Rolle der Verwahrstelle durch neue oder erweiterte regulatorische Anforderungen in den letzten Jahren unterstrichen. Dazu gehören etwa das Depotbankrundschreiben, die AIFM-Richtlinie oder die Richtlinien OGAW 5 und OGAW 6.
Der Trend steigender Anforderungen und den damit verbundenen Kosten führt unterdessen zu einer stetigen Marktkonsolidierung im Verwahrstellenbereich in Deutschland. Von diesem Trend will die Bank auch zukünftig profitieren und – wie zuletzt bereits zweimal erfolgreich geschehen – die Verwahrstellenaktivitäten und Kundenmandate von Wettbewerbern übernehmen.
Das in den letzten Jahren neu aufgebaute Service-Angebot für das Clearing von „Listed Derivatives“ unter dem Begriff „Prime Fund Solutions“ – einem gruppenweiten Servicebereich – hat sich bei den Kunden etabliert. Weitere Services aus diesem Bereich werden folgen. Damit sollen künftig neue Wachstumschancen bei nationalen und internationalen Bestands- und Neukunden (Non-captive sowie Captive-Kunden mit Verbindung zur Crödit Agricole Gruppe) generiert werden, die einen General Clearing Member (GCM) für die zentralen Handelsplätze Europas suchen. Dies sind vor allem Broker/Dealer bzw. Akteure aus dem Umfeld globaler Investmentbanken. Die CBD sieht hier ein Wachstumsfeld. Der Fokus liegt auf Neukunden der DACH-Region sowie auf ausgewählten Kunden anderer europäischer Regionen.
In diesem Geschäftsbereich ist eine namhafte europäische Großbank mit den Einheiten Investment Banking und Retail Banking der zentrale Kunde der CBD. Insofern hat die Qualitätssicherung sowie die zügige Bereitstellung neuer Services und die fristgerechte Bearbeitung von Change Requests (auf Basis der vereinbarten SLA) eine hohe Bedeutung. Aktuell führt CBD mit dem Kunden intensive Verhandlungen mit dem Ziel, die erfolgreiche Partnerschaft fortzusetzen. Aufgrund der Größe dieses Kunden und des damit verbundenen Einzelkundenrisikos ist CBD dauerhaft bestrebt, weitere große und mittelgroße Kunden zu gewinnen, um eine ausgewogene Risikodiversifizierung zu erreichen.
2015 wurde die CACEIS Fonds Service GmbH zur Erbringung umfassender Fondsadministration-Services gegründet. Die Bank befindet sich in den finalen Vertragsverhandlungen mit dem ersten Kunden für offene Fonds und plant, mindestens einen weiteren Kunden für diesen Service-Bereich in 2016 zu gewinnen. Dieser Markt befindet sich aktuell in einem großen Veränderungsprozess und es gibt bisher nur wenige „Full-Service“ Anbieter in diesem Bereich. Darüber hinaus sieht die Bank auch bei Kunden mit geschlossenen Fonds großes Potenzial. Auch hier befindet sich der Markt in einem Veränderungsprozess und die Manager dieser Fonds suchen nach neuen Lösungen. Nach aktuellem Kenntnisstand der CBD gibt es aktuell dafür keine Lösungen am Markt. Deshalb hat die CBD bereits mit der Konzeption eines Angebots begonnen, um Neukunden in diesem Geschäftsfeld umfassend bedienen zu können.
Einschätzung Geschäftsentwicklung
Auch 2016 will die CBD die volumenbasierten Erträge für den Geschäftsbereich Verwahrstelle/Custody durch Neugewinnung von Kunden sowie durch zusätzliche weitere Mandatsgewinne bei Bestandskunden ausbauen. Dabei werden AuC in Höhe von 236 Milliarden Euro bis Ende 2016 anvisiert. Wie gut die Bank als Verwahrstelle für Wertpapiere, Immobilien und andere Sachwerte positioniert ist, zeigt, dass bereits zum Jahresanfang 2016 signifikante Erträge generiert werden konnten. Geplant sind für das Jahr 2016 insgesamt mindestens 8 Mio. Euro Erträge aus Neugeschäft. Es werden keine Kundenabgänge für 2016 erwartet.
Die CBD ist aktuell die größte konzernunabhängige Verwahrstelle für offene Immobilienfonds in Deutschland sowie die führende Verwahrstelle für geschlossene Fonds nach AIFMD. Allein im Bereich der geschlossenen Fonds erwartet die Bank in den nächsten 12 bis 18 Monaten ein Asset-Volumen in Höhe von 5 bis 6 Milliarden Euro.
Im Bereich der offenen Immobilienfonds ist die Bank zuversichtlich, auch 2016 weitere Kunden und Mandate zu gewinnen und weitere Verwahrstellenaktivitäten von Wettbewerbern zu übernehmen. Auf der Seite der Wertpapierfonds will die Bank weitere Mandate von Asset Managern sowie von institutionellen Investoren, also Versicherungen, Pensionskassen oder Kapitalsammelstellen gewinnen. Daher wird die CBD hinsichtlich des Geschäfts mit den institutionellen Investoren auch weiterhin an den großen Ausschreibungen (Request for Proposal) in den Bereichen Wertpapiere, Immobilien und Alternative Assets teilnehmen. Dies betrifft nicht allein die Ausschreibung von Kundenmandaten, sondern auch die Ausschreibung von Wettbewerbern, die ihre Verwahrstellenaktivitäten meist aus unternehmensstrategischen Gründen abgeben wollen.
Hinsichtlich des Geschäfts im Bereich Clearing plant CBD ein moderates Neugeschäft —vornehmlich mit mittleren und kleinen Kunden. Daneben gilt es, das Geschäft mit den Bestandskunden zu stabilisieren und zu konsolidieren. Darüber hinaus wird der sukzessive Ausbau der Produkt-Services und Lösungen zu einem konsistenten Service-Angebot auf CACEIS Gruppenebene vorangetrieben. Eine Adressierung potenzieller Bestands- und Neukunden kann somit schrittweise erfolgen. Dabei geht CBD auf die aktuelle Bedürfnissituation der Kunden ein.
Auch die weitere Entwicklung des Zinsniveaus wird auf niedrigem Niveau erwartet, was das Zinsergebnis weiter unter Druck hält. Bei den Nettoerträgen rechnet die Bank insgesamt mit einer Stabilisierung des Ergebnisses. Auch die Kosten sollen weiter gesenkt werden. Es wird ein negatives Ergebnis in 2016 erwartet, das besser als 2015 ausfallen wird. Es wird ein Cost-Income Ratio von ungefähr 110% angenommen.
Entwicklung des Produkt- und Service- Angebots
In den kommenden Jahren wird das Produkt-Development die Aktivitäten zur Migration auf die europaweite Settlement-Plattform „Target2-Securities“ fortsetzen, deren Einführung von der Europäischen Zentralbank koordiniert wird.
Für den Service-Bereich Cash-Equity Clearing soll der Set-up des „Actual Settlement“ für den deutschen Markt verbessert werden. Außerdem soll der aktuelle Wertpapierleihe-Service um eine automatisierte Lösung erweitert werden. Für die Kunden auf dem Markt in Italien soll zusätzlich der „Contractual Settlement“ Set-up angeboten werden.
Mit dem Abschluss der in 2012 begonnenen Auslagerung der IT Entwicklung an das IT-Dienstleistungsunternehmen IBM Deutschland GmbH hatte die CBD bereits einen wichtigen Schritt zur IT-Kosten-Optimierung vollzogen. Danach lag der Fokus auf der Optimierung der Kosten und Services für die ausgelagerten Rechenzentren. Dies hat zu einer nachhaltigen, signifikanten Reduktion der Kosten geführt.
Darüber hinaus hatte die CBD bereits 2015 weitere Maßnahmen und Projekte durchgeführt um die IT-Kosten der Bank zu senken – speziell im Bereich Lizenzmanagement und Datenservices.
Kostenoptimierungen im mittelfristig bis langfristigen Bereich hat CBD durch die IT-Architekturprojekte initiiert. Diese haben das Ziel die Gruppen IT-Plattform innerhalb der CACEIS Gruppe maximal zu nutzen. Die IT-Roadmap sieht vor, Schritt für Schritt unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Aspekte lokale Applikationen durch Applikationen der Gruppenplattform zu ersetzen. Die Vorteile der gemeinsamen Nutzung liegen in den vereinheitlichten und damit potenziell leistungsfähigeren Services der Gruppenplattform, sowie in den signifikant reduzierten Betriebs- und Wartungskosten durch Synergien bei der Nutzung einer einheitlicher Plattformen für das gleiche Service-Angebot.
Bei den auf externer Basis beauftragten Consultants wird die Bank nach vorübergehender stärkerer Beauftragung wieder auf normales Niveau zurückgehen. Dadurch wird sich eine spürbare Kostenentlastung ergeben.
Geschäftsplanung auf der Grundlage der Geschäfts- und Kosten-Entwicklung
Die Entwicklung des Berichtsjahres zeigt deutlich, das strenge Kosten- und Personal-Management konsequent fortzuführen. Im Fokus steht weiterhin die signifikante Effizienzsteigerung auf allen Wertschöpfungsebenen, die sowohl innerhalb der deutschen CBD-Organisation, aber vor allem auch durch die konsequente Nutzung von Synergien innerhalb der CACEIS Gruppe (Produkte, Services, Plattformen, Prozesse, Know-how etc.) erreicht werden soll. Die Personalkosten sollen in künftigen Jahren tendenziell weiter sinken. Gleichzeitig werden die Neugeschäftsaktivitäten für Bestands- und Neukunden konsequent weiter verstärkt. Die CBD ist auch künftig bestrebt, den Anteil der großen und mittelgroßen Kunden aufzustocken, um so eine höhere Umsatz- und Risikoausgewogenheit sicherzustellen.
Neben den genannten Maßnahmen auf der Kostenseite werden neue Geschäftspotenziale ebenso systematisch wie konsequent identifiziert Die Geschäftsführung der CBD erwartet mittelfristig den Turn-around hin zu einem ausgeglichenen Ergebnis.
Vor dem Hintergrund der Entwicklung der regulatorischen und konzerninternen Anforderungen hat die CBD das Risikomanagement weiterentwickelt. Aus Sicht der Geschäftsführung ergab sich für 2015 keine grundsätzliche Änderung des Risikoprofils der Bank. Das Geschäftsrisiko (Business Risk) sowie alle übrigen Risikoarten werden aus der mittelfristigen Geschäftsstrategie (Business Strategy) abgeleitet und durch diese bestimmt. Wesentliche Änderungen für 2016 sind aus der mittelfristigen Geschäftsstrategie nicht abzuleiten.
Basierend auf der gegenwärtigen Geschäftsstrategie unterliegt die CBD im Wesentlichen operationalen Risiken. Neben den geschäftstypischen, operationalen Risiken aus der Durchführung des Kerngeschäftes haben die erfolgreiche Umsetzung von strategisch bedeutsamen Projekten oder auch die risikoadäquate Steuerung unserer Outsourcing-Partner direkten Einfluss auf das operationale Risikoprofil. Die Erfüllung der stetig ansteigenden regulatorischen Anforderungen sowie die damit verbundene Weiterentwicklung interner Kontrollsysteme konfrontierten die gesamte Branche und damit auch die CBD mit hohen Umsetzungsaufwänden. Die Bank geht davon aus, dass sich der regulatorische Druck auch in 2016 und in den Folgejahren in seiner Intensität nicht abschwächen wird.
Der Rahmen für das Management des Liquiditätsrisikos ist ebenfalls mit der Geschäftsstrategie verbunden. Aktuell sind bei den bestehenden und geplanten Geschäftstätigkeiten keine Anpassungen im Liquiditätsmanagement geplant, die einen signifikanten Einfluss auf das Liquiditätsrisiko haben könnten.
Im Berichtszeitraum entwickelte sich das Kreditgeschäft, das für die CBD von geringer Bedeutung ist, in geordneten Bahnen. Die Bank konnte weiterhin von der Bildung von Wertberichtigungen für einzelne Engagements absehen. Abschreibungen auf Kreditforderungen sind nicht erfolgt. Aufgrund der Kurzfristigkeit der Forderungen gegenüber Kunden, der Bonität der Kunden, des Deckungsgrades und der Qualität der gestellten Sicherheiten sowie der robusten Prozesse zur Überwachung und Früherkennung von Adressenausfallrisiken werden auch im Jahr 2016 keine wesentlichen Störungen oder Ausfälle im Kreditgeschäft erwartet.
Im Marktrisiko erwartet die CBD keine wesentlichen Veränderungen der risikorelevanten Volumina. Die Bank geht davon aus, dass das Zinsrisiko im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert bleibt. Die Überwachung des Risikos erfolgt weiterhin anhand eines aus der Portfoliostruktur abgeleiteten Limitkonzeptes.
Das Risikomanagement der CBD stellt u.a. Instrumente zur Verfügung, die der frühzeitigen Identifizierung von Risiken dienen (Frühwarnsystem). Gleichzeitig ermöglicht es, zeitnah adäquate Maßnahmen zur Minimierung von Risiken zu ergreifen. Die im Rahmen der Kapitalsteuerung etablierten ICAAP-Limite für einzelne Risikoarten waren stets eingehalten. Die CBD berücksichtigt die Basel III „Phase-In“ Anforderungen sowie die bankspezifischen Mindestkapitalanforderungen (CET1) der Europäischen Aufsicht und zwar sowohl in der 1-Jahresrechnung als auch in der zukunftsorientierten Mehrjahreskalkulation. Aus heutiger Sicht ist die Einhaltung der Kapitalquoten und damit die Risikotragfähigkeit der Bank auch in 2016 nicht gefährdet.
Berücksichtigung außergewöhnlicher Entwicklungen
Bereits in den Vorjahren wurde im Lagebericht ein Sachverhalt über angeblich nicht abgeführte Kapitalertragsteuer von rund 50 Millionen Euro dargestellt. Im Mai 2012 hatte die CBD vom Finanzamt München einen Haftungsbescheid ohne Zahlungsaufforderung erhalten. Die CBD hat hiergegen Einspruch eingelegt und beim Finanzamt München beantragt, das Verfahren ruhen zu lassen. Dem Ruhen des Verfahrens hat das Finanzamt München im Juni 2013 zugestimmt. Weitere berichtenswerte Entwicklungen haben sich in diesem Fall im Berichtsjahr nicht ergeben.
Auf Basis der Risikoeinschätzung der zugrundeliegenden externen Gutachten sowie unter Berücksichtigung der bisherigen unveränderten Erwägungsgründe hält die Geschäftsleitung der CBD ihre Entscheidung aufrecht, auf eine Rückstellungsbildung zu verzichten.
Infolge der vorangegangenen Finanzkrise hatten einige offene Immobilienfonds die Anteilsscheinrücknahme zunächst ausgesetzt und sind dann — nach Ablauf der vom Gesetz vorgesehenen Höchstfrist für eine Aussetzung der Anteilsscheinrücknahme — daran gegangen, diese zu liquidieren. Da auch diese Frist zu Liquidation durch die KVG nicht ausreichte, ist die Verantwortung für die Abwicklung von inzwischen fünf offenen Immobilienfonds an die CBD übertragen worden. Damit sind auch das Verwaltungsrecht für den Fonds und das Eigentum an dessen Vermögensgegenständen auf die CBD übergegangen.
Per Dezember 2015 ist die CBD verantwortlich für die Liquidation der folgenden offenen Immobilienfonds:
„P2Value Fonds“ von Morgan Stanley Real Estate Investments GmbH,
„TMW Immobilien Weltfonds“ of Pramerica Property Investment GmbH
„AXA Immoselect“ von AXA Investment Managers
„AXA Immosolutions von AXA Investment Managers
„UBS 3 Sector Real Estate Europe“ von UBS Real Estate Kapitalanlagegesellschaft
In allen Fällen hat die CBD bestimmte Verwaltungstätigkeiten im Hinblick auf den übernommenen Fonds an die vorher tätige Verwaltungsgesellschaft ausgelagert.
Für die oben genannten Fonds hat die CBD eine Risikoanalyse erstellt. Gemäß dieser Risikoanalyse kommt die CBD zu dem Ergebnis, dass zum Abschlussstichtag keine Risiken erkennbar sind und daher eine Bildung einer entsprechenden Rückstellung nicht notwendig ist.
Bastien Charpentier, Sprecher der Geschäftsführung
Christoph Wetzel, Geschäftsführer erkrankt
Dr. Holger Sepp, Geschäftsführer
Philippe Durand, Geschäftsführer
der CACEIS Bank Deutschland GmbH, München
a) Kasselbestand 836,97
b) Gutreben bei Zentralnotenbanken 302.018.372,00
darunter bei der Deutschen Bundesbank 19.893.600,10
c) Guthaben bei Postgiroämtern – 302.019.208,97 92.828
2. Schuldtitel öffentlicher Stelen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen –
darunter bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar –
b) Wechsel – – –
a) täglich fällig 317.964.632,39
b) andere Forderurgen 2.843.327.438,54 3.161.292.070,93 3.381.165
4. Forderungen an Kunden 29.190.261,20 41.062
darunter – durch Grundpfandrechte gesichert –
– Kommunakredite –
aa) von öffentlichen Emittenten –
darunter beleihbar bei der Deutschen Bundesbark –
ab) von anderen Emittenten – –
ba) von öffentlichen Emittenten 0,00
darunter beleihbar bei der Deutschen Bundesbark 0,00
bb) von anderen Emittenten 0,00 0,00
c) eigene Schuldverschreibungen – 0,00 3.591.954
Nennbetrag: –
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 2.999.420,21 4.333
6 a. Handelsbestand – –
7. Beteiligungen 217.800,00 218
darunter an Kreditinstituten –
an Finanzdienstleistungsinstituten –
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 800.000,00 –
9. Treuhandvermögen 643.784.540,70 946.138
darunter Treuhandkredite –
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 8.623.45927
b) entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzecht und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 135.008,47
c) Geschäfts- und Firmenwert 524.425,83
d) geleistete Anzahlungen 9.282.893,57 8.750
12. Sachanlagen 1.824.536,45 1.704
13. Ausstehende Einlagen auf das gezeichnete Kapital – –
darunter eingefordert –
14. Sonstige Vermögensgegenstände 142.399.784,24 240.998
15. Rechnungsabgrenzungsposten 2.322.381,93 3.892
17. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 954.360,75 5.165
Summe der Aktiva 4.297.087.258,95 8.318.207
täglich fällig 462.286.410,93
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 60.670.241,41 522.956.652,34 4.404.487
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Moreten –
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten – –
ba) täglich fällig 2.567.803.114,65
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 46.397.116,72 2.614.200231,37 2.614.200.231,37 2.632.190
a) begebene Schuldverschreibungen –
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten – – –
– Geldmarktpapiere –
– eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf –
3 a. Handelsbestand – –
4. Treuhandverbindlichkeiten 643.784.540,70 946.138
5. Sonstige Verbindlichkeiten 337.134.640,68 144.996
6. Rechnungsabgrenzungsposten 357.848,47 0
6 a. Passive latente Steuern – –
7. Rückstellungen –
a) Rückstellungen für Persionen und ähnliche Verpflichtungen 0,00
b) Steuerrückstellungen 977.396,39
c) andere Rückstellungen 27.151.682,17 28.129.078,56 24.417
9. Nachrang ige Verbindlichkeiten 10.006.521,11 10.005
10. Genußrechts kapital – –
darunter vor Ablauf von zwei Jahren fällig –
11. Fonds Mr allgemeine Bankrisiken – –
a) gezeichnetes Kapital 5.113.000,00
b) Kapitalrücklage 149.465.679,04
ca) gesetzliche Antrage –
cb) Rücklage für Anteile an einem herrschenden oder mehrheitlich beteiligten Unternehmen –
cc) satzungsmäßige Rücklagen –
cd) andere Gewinnrücklagen 1.395.199,08 1.395.199,08
d) Bilanzgewinn/Bilanzverlust -15.456.132,40 140.517.745,72 155.974
Summe der Passiva 4.297.087.258,95 8.318.207
1. Eventualverbindlichkeiten Vorjahr
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und aus Gewährleistungsverträgen * 58.164.721,59
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 68.455.672,21 126.620.393,80 1.177.448
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften –
b) Plazierungs- und Übernahmeverpflichtungen –
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 0,00 0,00 35.646
1. Zinsaufwendungen 4.817.700,93 5.799
2. Provisionsaufwendungen 36.107.268,80 36.483
3. Nettoaufwand des Handelsbestandes – –
aa) Löhne und Gehälter 33.653.279,99
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 6.735.292,72 40.388.572,71
darunter: für Altersversorgung € 1502.199,62
b) andere Verwaltungsaufwendungen 75.388.276,62 115.776.849,33 110.947
5. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 3.593.090,91 2.758
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.938.508,54 2.139
7. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 0
8. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 791.014,20 0
9. Aufwendungen aus Verlustübernahme 183.044,65 –
11. Außerordentliche Aufwendungen 442.107,00 442
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag –
13. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 6 ausgewiesen 0,00 0
14. Auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder eines Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne – –
15. Jahresüberschuß – 1.395
Summe der Aufwendungen 165.649.584,36 159.963
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 17.063.187,72
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen – 17.063.187,72 26.980
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 168.913,68
b) Beteiligungen –
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen – 168.913,68 206
3. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen – –
4. Provisionserträge 126.805.536,87 122.649
5. Nettoertrag des Handelsbestandes – –
6. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft – –
7. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 0,00 5.002
8. Sonstige betriebliche Erträge 5.936.962,10 5.123
10. Außerordentliche Erträge 218.851,59 3
11. Erträge aus Verlustübernahme – –
12. Jahresfehlbetrag 15.456.132,40 0
Summe der Erträge 165.649.584,36 159.963
1. Jahresüberschuß/Jahresfehlbetrag -15.456.132,40 1.395
2. Gewinnvortrag/Verlustvortrag aus dem Vorjahr – -1.425
– -30
3. Entnahmen aus der Kapitalrücklage – 1.425
a) aus der gesetzeichen Rücklage –
b) aus der Rücklage für Anteile an einem herrschenden oder mehrheitlich beteiligten Unternehmen –
c) aus satzungsmäßigen Rücklagen –
d) aus anderen Gewinnrücklagen – – –
5. Entnahmen aus Genußrechtskapital – –
6. Einstellungen in Gewinnrücklagen – –
a) in die gesetzliche Rücklage –
b) in die Rücklage für Arteile an einem herrschenden oder mehrheitlich beteiligten Unternehmen –
c) in satzungsmäßige Rücklagen –
d) in andere Gewinnrücklagen – – –
7. Wiederauffüllung des Genußrechtskapitals – –
8. Bilanzgewinn/Bilanzverlust -15.456.132,40 1.395
V. Anhang für das Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis 31.12.2015
1. Der Jahresabschluss der CACEIS Bank Deutschland GmbH (im Folgenden „CBD“ genannt) wurde unter Beachtung der allgemeinen und der bankspezifischen Vorschriften des HGB, der rechtsformspezifischen Vorschriften für Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) sowie der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute (RechKredV) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Formblattvorschriften für Kreditinstitute.
2. Die Barreserve wird zum Nominalwert angesetzt.
3. Die Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden enthalten die unter Berücksichtigung der Laufzeit angefallenen Zinserträge. Die Forderungen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Wertpapiertransaktionen wurden zum Handelstag angesetzt. Bei den Geschäftspartnern handelt es sich neben Banken um institutionelle Kunden, bei denen keine Ausfallrisiken zu erkennen sind. In der Position Forderungen an Kreditinstitute werden die Geldforderungen ausgewiesen, die aus dem Abschluss von Reverse Repo Geschäften mit der Schwestergesellschaft CACEIS Bank Luxembourg, Luxemburg, (im folgenden „CBL“ genannt) resultieren.
4. Der Posten „Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere“ enthält zur Vermögenssicherung von Mitarbeiteransprüchen erworbene Anteile an Geldmarkt- und Rentenfonds. Diese sind zu Anschaffungskosten angesetzt.
5. Bei den immateriellen Anlagewerten handelt es sich um Banksoftware sowie um selbst erstellte Software. Diese werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Den linearen Abschreibungen liegen Nutzungsdauer zwischen drei und sieben Jahren zu Grunde. Des Weiteren wird ein Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen, resultierend aus einem Migration Agreement mit CBD. Die Nutzungsdauer liegt handelsrechtlich bei fünf Jahren, steuerrechtlich bei 15 Jahren.
6. Die Sachanlagen enthalten die Betriebs- und Geschäftsausstattung und werden zu fortgeführten Anschaffungskosten, bewertet. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode über einen Zeitraum von drei bis dreiundzwanzig Jahren.
7. Dienstleistungsforderungen an Mandanten werden unter den sonstigen Vermögensgegenständen mit den Nominalwerten unter Berücksichtigung eventueller Einzelwertberichtigungen aktiviert.
8. Die übrigen sonstigen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten angesetzt.
9. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet vorschüssig gezahlte Nettogehälter für den Monat Januar 2016.
10. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sind zum Erfüllungsbetrag passiviert.
11. In den sonstigen Verbindlichkeiten werden u.a. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen, die mit den geschuldeten Beträgen passiviert sind.
12. Der Wertansatz der Pensionsrückstellungen basiert auf einer versicherungsmathematischen Berechnung der Aon Hewitt GmbH, München. Als Rechnungsgrundlage fanden die „Heubeck-Richttafeln 2005 G“ Verwendung. Die Bewertung erfolgte für die arbeitgeberfinanzierten Zusagen mit der „Projected Unit Credit Method“. Die arbeitgeberfinanzierten Pensionszusagen (Rentenplan ’95 / ’98) mit Zusagedatum nach dem 1. Januar 2001 sowie die Deferred Compensation-Zusagen wurden mit dem Barwert der erworbenen Anwartschaft bewertet und mit einem Rechnungszins von 3,89 % angesetzt. Als weitere Parameter wurden auf jährlicher Basis 1,50 % Einkommenssteigerung, 0,50 % Karrieretrend, 2,00 % Entwicklung der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung und 1,75 % Rentenanpassung zugrunde gelegt. Die Erhöhung der BW-Klassen wurde gemäß BW-Neuregelung berücksichtigt.
13. Die übrigen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken angemessen Rechnung tragen.
14. Zum Bilanzstichtag bestehen noch nicht abgewickelte Devisentermingeschäfte in Höhe von Mio€ 345,4. Bei diesen Termingeschäften handelt es sich vollumfänglich um Handelsgeschäfte im Kundenauftrag gemäß BaFin Rundschreiben 11/2010 Mindestanforderungen an das Risikomanagement — MaRisk vom 15.12.2010. Diese Termingeschäfte im Kundenauftrag werden mit unserer Schwestergesellschaft CBL back-to-back gehedgt. Sie dienen nicht zur eigenen Deckung von Zins-, Wechselkurs-oder Marktpreisschwankungen, sondern werden lediglich im Rahmen der Dienstleistung für Kunden abgeschlossen.
Die noch nicht abgewickelten Devisentermingeschäfte gliedern sich wie folgt:
Restlaufzeit < 3 Monate 93,8
Restlaufzeit > 3 Monate und < 12 Monate 196,8
Restlaufzeit > 12 Monate 54,8
15. Die Bilanzvermerke (Bürgschaften, Stellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten) sind zum Nennwert angesetzt. Sie bestehen überwiegend aus Sicherheiten für unsere institutionellen Wertpapierhandelskunden im Zusammenhang mit Börsen- und Clearing-Transaktionen.
16. Die Fremdwährungsumrechnung erfolgt zu den stichtagsbezogenen Devisenkassamittelkursen der EZB.
17. Die Ermittlung der latenten Steuern ergibt sich aus temporären Unterschieden zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen. CACEIS verzichtet gemäß § 274 Abs. 1 HGB auf den Ansatz der saldierten aktiven latenten Steuern.
18. Zur Ermittlung eines potentiellen Verpflichtungsüberschuss nach IDW RS BFA 3 wurde eine vereinfachte Methode in Anlehnung an die GuV-Methode unter Berücksichtigung von Risiko- und Verwaltungskosten angewendet. Im Ergebnis ergab sich kein Verpflichtungsüberschuss.
19. Das zum 11.05.2015 übergegangene Fondsvermögen des AXA Immosolutions von AXA Investment Managers Deutschland GmbH sowie das zum 05.09.2015 übergegangene Fondsvermögen des UBS 3 Sector Real Estate Europe von UBS Real Estate KAGmbH auf die CBD wird aktivisch unter der Position Treuhandvermögen und passivisch unter der Position Treuhandverbindlichkeiten zum ermittelten Fondsvermögen per 31.12.2015 ausgewiesen. Die Positionen Treuhandvermögen und Treuhandverbindlichkeiten betragen zum 31.12.2015 je T€ 643.785 (Vorjahr T€ 946.138).
20. Die nachrangigen Verbindlichkeiten werden zum Nominalwert angesetzt.
21. Bei den Beteiligungen handelt es sich um eine Beteiligung bei der SWIFT (Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication S.C.R.L.), Belgien. Der Ansatz erfolgt zu den Anschaffungskosten.
22. Das gezeichnete Kapital ist in voller Höhe eingezahlt.
23. Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen handelt es sich um die CACEIS Fonds Service GmbH, München (CFS). Dabei handelt es sich um eine 100%ige Tochtergesellschaft der CBD. Da die CFS ihre Geschäftstätigkeit noch nicht aufgenommen hat, erfolgt keine Konsolidierung dieser Gesellschaft. Zwischen CBD und CFS bestehen ein Gewinnabführungsvertrag sowie ein Beherrschungsvertrag. Das Ergebnis der CFS vor Verlustübernahme zum 31.12.2015 ist ein Verlust in Höhe von T€ 183.
24. Die Bilanzierung von FX Grund- und Sicherungsgeschäften erfolgt in Form einer Bewertungseinheit gemäß § 254 HGB. Die Bewertung erfolgt nach der Durchbuchungsmethode.
Bilanzausweis Anschaffungskosten
in T€ Anfang 2015 Zugänge Abgänge Umbuchung Ende 2015
Immaterielle Anlagewerte 65.782 3.793 0 0 69.575
selbst geschaffene Anlagewerte 14.635 3.172 0 0 17.807
entgeltlich erworbene Anlagewerte 51.147 38 0 0 51.185
Geschäfts- und Firmenwert 0 583 0 0 583
Sachanlagen 7.482 453 1.814 0 6.121
Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.540 384 1.810 0 5.114
Geringwertige Wirtschaftsgüter 942 69 4 0 1.007
Finanzanlagen 4.547 108 1.442 0 3.213
Wertpapiere des Anlagebestandes 4.547 108 1.442 C 3.212
Bilanzausweis Abschreibungen
in T€ Anfang 2015 Zugänge Abgänge Ende 2015
Immaterielle Anlagewerte 57.031 3.260 0 60.291
selbst geschaffene Anlagewerte 6.126 3.056 0 9.182
entgeltlich erworbene Anlagewerte 50.905 145 0 51.050
Geschäfts- und Firmenwert 0 59 0 59
Sachanlagen 5.779 332 1.814 4.297
Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.117 227 1.810 3.534
Geringwertige Wirtschaftsgüter 662 105 4 763
Finanzanlagen -4 0 0 -4
Wertpapiere des Anlagebestandes -4 0 0 -4
Bilanzausweis Buchwerte
in T€ Ende 2015 Ende 2014
Immaterielle Anlagewerte 9.284 8.751
selbst geschaffene Anlagewerte 8.625 8.509
entgeltlich erworbene Anlagewerte 135 242
Geschäfts- und Firmenwert 524 0
Sachanlagen 1.824 1.703
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.580 1.423
Geringwertige Wirtschaftsgüter 244 280
Finanzanlagen 2.217 4.551
Wertpapiere des Anlagebestandes 3.217 4.551
Die Zugänge bei den immateriellen Anlagewerten resultieren im Wesentlichen aus der Fortführung der in 2010 mit der Umstellung auf BiIMoG begonnenen Aktivierung selbst geschaffener Software. In 2015 trug insbesondere die Projekte „The Bridge“ und „T25″ zur Erhöhung der selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände bei. Des Weiteren wurde in 2015 ein Geschäfts- und Firmenwert aktiviert, der aus einem Migration Agreement resultiert.
Die Sachanlagen stiegen im Vergleich zum Vorjahr maßgeblich aufgrund der andauernden Erneuerung der Telefonanlage am Standort München an.
Die Zugänge bei den Finanzanlagen resultieren aus regulären Käufen zur fondsgebundenen Deferred Compensation (im Folgenden „FDC“ genannt) für Mitarbeiter der Bank.
Die ausgewiesenen Forderungen an Kreditinstitute gliedern sich wie folgt:
Restlaufzeit bis drei Monate 765.464 1.851.165
Restlaufzeit mehr als drei Monate bis ein Jahr 0 630.000
Restlaufzeit mehr als ein Jahr bis fünf Jahre 2.077.863 900.000
Restlaufzeit mehr als fünf Jahre 0 0
2.843.327 3.381.165
Die Forderungen an Kreditinstitute mit einer Restlaufzeit von bis zu fünf Jahren beinhalten Guthaben bei unserer Schwestergesellschaft CBL in Höhe von T€ 2.848.672 (Vorjahr T€ 2.851.892).
Die Forderungen an Kunden in Höhe von T€ 29.190 (Vorjahr T€ 41.062) sind täglich fällig und enthalten genehmigte Kundenüberziehungen, denen (soweit nicht an Dritte verpfändete) in unserem Haus geführte Wertpapierdepots als Sicherheit zu Grunde liegen (Free Assets under Custody).
Diese Position beträgt in 2015 null, da aufgrund der Geschäftsaufnahme von Reverse Repo mit CBL die Entleihung von Wertpapieren eingestellt wurde. Zum Ende 2015 ergibt sich daher folgende Aufstellung:
börsenfähig und börsennotiert 0 3.591.954
nicht börsennotiert 0 0
0 3.591.954
Die Renten- und Geldmarktfondsanteile zur Vermögensdeckung von Mitarbeiterpensionsansprüchen und zugesicherten Abfindungszahlungen gliedern sich wie folgt:
börsenfähig und börsennotiert 2.999 4.333
2.999 4.333
Bei den ausgewiesenen Beteiligungen handelt es sich um eine Beteiligung in Höhe von T€ 218 bei der SWIFT (Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication S.C.R.L.), Belgien, die im April 2012 getätigt wurde.
In 2015 hat die CBD die Tochtergesellschaft CACEIS Fonds Service GmbH (CFS) gegründet. Das eingezahlte Stammkapital beträgt 800 T€.
Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Salden auf Verrechnungskonten, die zur Wertpapierabwicklung dienen in der Gesamtsumme von T€ 110.278 (Vorjahr T€ 212.085), Forderungen gegenüber Mandanten aus der Geschäftsabwicklung in Höhe von T€ 15.635 (Vorjahr T€ 15.949) und Abgrenzungsbuchungen für noch nicht in Rechnung gestellte Leistungen in Höhe von T€ 9.404 (Vorjahr T€ 9.267).
Für die CBD ergeben sich im Berichtsjahr folgende latente Steuern:
Aus zeitlichen Unterschieden 2.844 1.248
Aus Verlustvorträgen 53.898
Saldiert 55.494
Gemäß § 274 Abs. 1 HGB verzichtet CBD auf den Ansatz der saldierten aktiven latenten Steuern. Der Steuersatz, der der Berechnung der latenten Steuern zugrunde liegt, beträgt 32,975%.
Aktivischer Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung
Der Aktivische Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung entsteht aus der Verrechnung von Anteilen an Sondervermögen, die mit Ihrem beizulegenden Zeitwert zum 31.12.2015 mit T€ 23.258 (Anschaffungskosten T€ 17.864) bewertet wurden, mit den Pensionsverpflichtungen (Erfüllungsbetrag T€ 22.304). Aufwendungen und Erträge wurden nicht verrechnet.
Forderungen an verbundene Unternehmen/Gesellschafter
Unverbriefte Forderungen an verbundene Unternehmen sind enthalten in:
Forderungen an Kreditinstitute 2.848.832 2.862.729
davon an Gesellschafter (160) (10.836)
davon an Gesellschafter (0) (0)
In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten befinden sich Nostroverbindlichkeiten in Höhe von T€ 23.933 (Vorjahr T€ 170.766) und Sichteinlagen unserer Bankkunden in Höhe von T€ 426.163 (Vorjahr T€ 610.626) enthalten. Die Termingelder in Höhe von T€ 60.670 (Vorjahr T€ 17.045) haben eine Laufzeit von bis zu drei Monaten.
In 2014 wurde in dieser Position noch ein unbefristetes Sachdarlehen von der CBL in Form von entliehenen Wertpapieren über T€ 3.591.954 ausgewiesen. Durch die Aufnahme der Reverse Repo — Geschäftstätigkeit wurde das Sachdarlehen beendet.
Die täglich fälligen Sichteinlagen unserer Mandanten werden im Wesentlichen zur Abwicklung des Wertpapiergeschäftes unserer Mandanten gehalten. Daneben bestehen Einlagen mit Restlaufzeiten von unter sechs Monaten.
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Salden auf Verrechnungskonten, die zur Wertpapierabwicklung dienen in der Gesamtsumme von T€ 270.432 (Vorjahr T€ 127.402) und Lieferungs- und Leistungsverpflichtungen über T€ 3.118 (Vorjahr T€ 5.431).
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen/Gesellschaftern Unverbriefte Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind enthalten in:
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 67.567 3.614.189
davon gegenüber Gesellschaftern (0) (10.254)
Sonstige Verbindlichkeiten 784 1.334
davon gegenüber Gesellschaftern (104) (0)
In folgenden Positionen sind in Euro umgerechnete Fremdwährungspositionen enthalten:
Forderungen an Kreditinstitute 56.029 605.961
Forderungen an Kunden 13.681 17.018
Sonstige Vermögensgegenstände 345.355 570.316
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute 92.711 63.919
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 283.962 560.735
Sonstige Verbindlichkeiten 301.904 577.346
1.093.642 2.395.295
Durch die Umstellung auf BiIMoG im Jahr 2010 wurde die Bewertung der laufenden Pensionen sowie der Anwartschaften aus Pensionen geändert. Die daraus resultierende Zuführung zu den Rückstellungen wurde mit einem Betrag von T€ 3.979 zum 31. Dezember 2015 noch nicht in den Pensionsverpflichtungen ausgewiesen. Der noch nicht ausgewiesene Betrag soll bis spätestens 31. Dezember 2024 in jedem Jahr zu mindestens 1/15tel den Verpflichtungen zugeführt werden.
Die anderen Rückstellungen gliedern sich wie folgt:
Personalbereich 9.793 9.021
Wertpapiergeschäft 5.394 4.597
Sonstige 11.965 10.351
27.152 23.969
Die Rückstellungen im Personalbereich beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für noch ausstehende Abfindungszahlungen in Höhe von T€ 587, Rückstellungen für noch auszuzahlende variable Gehaltsbestandteile für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe von T€ 5.491,
Rückstellungen aufgrund versicherungsmathematischer Berechnungen für Jubiläumszahlungen in Höhe von insgesamt T€ 485 sowie Rückstellungen für noch nicht genommenen Urlaub, Überstunden und Gleitzeitguthaben in Höhe von T€ 1.926.
Bei den Rückstellungen für das Wertpapiergeschäft handelt es sich um noch nicht abgerechnete Börsen- und Lagerstellengebühren.
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen noch nicht abgerechnete Leistungen von Lieferanten überwiegend für IT und Projektdienstleistungen.
Im Dezember 2011 wurde ein von der Alleingesellschafterin gewährtes unbesichertes Darlehen mit Nachrangabtretung über nominal T€ 10.000 aufgenommen, das mit 3-Monats-Euribor zuzüglich 6,0% zu verzinsen ist. Die Laufzeit beträgt 10 Jahre. Der Zinsaufwand im Berichtsjahr beläuft sich auf T€ 610. Eine vorzeitige Rückzahlungsverpflichtung entsteht nur, wenn das Nachrangdarlehen durch eine mindestens gleichwertige Eigenkapitaleinlage ersetzt wird. Im Falle einer Insolvenz oder Liquidation der CACEIS tritt das Nachrangdarlehen hinter den Erfüllungsverpflichtungen aller Gläubiger zurück. Hiervon ausgenommen ist die vorrangige Erfüllung partiarischer Darlehen.
Das voll eingezahlte Stammkapital der Bank beträgt unverändert T€ 5.113.
Die Kapitalrücklage beträgt zum Jahresende 2015 T€ 149.466. Der Vorjahresgewinn (T€ 1.395) wurde in die Gewinnrücklagen eingestellt.
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind wie folgt fällig:
a)Mietverträge (ohne Nebenkosten)
bis 1 Jahr 2.677 2.680
1 bis 5 Jahre 10.562 10.518
mehr als 5 Jahre 5.259 7.888
18.498 21.086
b)Leasingverträge
bis 1 Jahr 371 533
1 bis 5 Jahre 585 596
956 1.129
c)Sonstige Verträge
bis 1 Jahr 45.432 44.243
1 bis 5 Jahre 9.671 13.874
55.103 58.117
Summe 74.557 80.332
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 9.680 3.967
Die Abnahme der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Leasingverträgen resultiert insbesondere aus der verringerten Summe der KfZ-Leasingraten. Die Abnahme der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus sonstigen Verträgen ergibt sich aus der bereits verbrauchten Vertragsdauer mit IBM Deutschland GmbH, an die die IT-Entwicklung in 2012 ausgelagert wurde. Bei den sonstigen Verträgen handelt es sich im Wesentlichen um Wartungsverträge und Rechenzentrumsdienstleistungen für unsere Wertpapierabwicklungssysteme.
Zum Stichtag bestehen Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB aus Bürgschaften (T€ 22.165; Vorjahr T€ 29.322) und aus Haftungsverhältnissen aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten (T€ 68.456; Vorjahr T€ 56.094). Alle eingegangen Haftungsverhältnisse sind mit entsprechenden Geldeinlagen oder Wertpapieren der Kunden in der Gesamtsumme von Mio € 126,2 abgesichert. Aufgrund dessen schätzt die Geschäftsleitung das Risiko eines Ausfalls als sehr gering ein.
Die Aufteilung der Eventualverbindlichkeiten, die für die CACEIS von wesentlicher Bedeutung sind, ergibt sich wie folgt:
Art der Eventualverbindlichkeit 31.12.2015 Sicherungsquote
T€ in %
Bürgschaft 11.104 100
Bürgschaft 5.750 72,5
Bürgschaft 3.016 109,5
Bürgschaft sonstige (4 verschiedene) 2.295 100
Margin 6.154 100
Margin 383 100
Margin 269 100
Margin sonstige (13 verschiedene) 600 100
Des Weiteren sind in den Eventualverbindlichkeiten in den Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen die Wertpapiergeschäfte mit einer Absicherungsvereinbarung ausgewiesen. In 2015 haben wie bereits in 2014 und 2013 wenige Kunden der CBD Wertpapiergeschäfte mit einer Absicherungsvereinbarung getätigt. Bei diesen Geschäften tritt die CBD während der Abwicklungsphase (in der Regel 2 Tage) nur bei einem Ausfall der ursprünglichen Gegenpartei, die durch CBD vorher genehmigt wurde, in dessen Rolle ein. Da solche Geschäfte nur als Lieferung gegen Zahlung gemacht werden, gibt es für CBD lediglich ein Schwankungsrisiko bei der Kauf- und Lieferverpflichtung. Der Betrag des unter dem Bilanzstrich angegebenen Volumens entspricht dem Umfang, innerhalb dessen Kunden der CBD Kassakäufe / Kassaverkäufe als Wertpapiergeschäfte mit einer Absicherungsvereinbarung tätigen können. Bei einem Geschäftspartner besteht keine Volumensbegrenzung. Zum 31.12.2015 belief sich der insgesamt ausgewiesene Betrag auf 36,0 Mio. Euro (31.12.2014: 1.092,0 Mio. Euro). Der Rückgang resultiert aus der Geschäftseinstellung eines Kunden in 2015. Da mit einer Inanspruchnahme aus diesen Geschäften nicht gerechnet wird, wird das Risiko ebenfalls als äußert gering angesehen.
In 2015 bestehen keine unwiderrufliche Kreditzusagen (Vorjahr T€ 35.646).
In den Zinsaufwendungen in Höhe von insgesamt T€ 4.818 (Vorjahr T€ 5.799) sind im wesentlichen Zinsen auf Kundeneinlagen mit T€ 489 (Vorjahr T€ 2.025) enthalten. Daneben entstanden Zinsaufwendungen aus Nostrobeständen bei Drittbanken in Höhe von T€ 780 (Vorjahr T€ 1.611).Des Weiteren wurden in der Berichtsperiode Aufzinsungen zu Rückstellung gem. BiIMoG in Höhe von T€ 3.549 (Vorjahr T€ 2.163) verbucht.
Die Provisionsaufwendungen entstanden aus Provisionen und Gebühren für das Wertpapiergeschäft und den Zahlungsverkehr. Des Weiteren sind Gebühren in Höhe von T€ 770 (Vorjahr T€ 1.616) für geliehene Wertpapiere der CBL enthalten, die zur Abwicklung der täglichen Geldverrechnung mit unseren Kontrahenten bzw. zur Sicherheitenstellung im Rahmen unserer Wertpapierabwicklung dienen. Der Rückgang resultiert daraus, dass seit Mitte 2015 keine Wertpapiere von CBL mehr geliehen werden.
Die anderen Verwaltungsaufwendungen enthalten neben Büromieten (inkl. Nebenkosten) in Höhe von T€ 2.821 (Vorjahr T€ 2.936) und Instandhaltungsaufwendungen mit T€ 4.639 (Vorjahr T€ 5.146) als wesentliche Posten Fremdleistungen im Bereich IT in Höhe von T€ 41.591 (Vorjahr: T€ 41.679) für Rechenzentrumsdienstleistungen und Fremdleistungen für den operativen Betrieb der Bank sowie Fremdleistungen außerhalb des IT-Bereiches in Höhe von T€ 13.724 (Vorjahr T€ 12.868).
Bei den Zinserträgen in Höhe von T€ 17.063 (Vorjahr T€ 26.980) handelt es sich mit T€ 15:980 (Vorjahr T€ 25.975) aus den Geldanlagen der Bank aus Nostrobeständen sowie aus Überziehungszinsen unserer Kunden in Höhe von T€ 1.084 (Vorjahr T€ 1.005). Bei den Geldanlagen handelt es sich im Wesentlichen um eine täglich fällige Anlage und Termingeldanlagen der Liquiditätsreserve innerhalb der CACEIS-Gruppe.
Die Provisionserträge resultieren hauptsächlich aus der Wertpapierabwicklung und Depotverwaltung für unsere Kunden, dem Kunden UniCredit sowie den Kunden der UniCredit (Whitelabeling-Kunden). Des Weiteren ist das Ergebnis aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 7.239 (Vorjahr T€ 4.654) enthalten. Dieses Umrechnungsergebnis resultiert aus Kundengeschäften im Rahmen unserer Wertpapierdienstleistungen mit entsprechenden Gegengeschäften bei der CBL zur ökonomischen Absicherung der Fremdwährungspositionen. Umrechnungs- und Arbitragegewinne wurden hierbei mit entsprechenden Aufwandsposten saldiert.
Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren überwiegend aus der Auflösung von Rückstellungen mit T€ 3.461 (Vorjahr T€ 3.412). Des Weiteren sind in dieser Position periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 655 enthalten, die aus einer Rechnungsstellung an einen Kunden für das Jahr 2014 stammen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultieren überwiegend aus dem Aufwand für fehlerhafte Abwicklung in Höhe von T€ 2.647 (T€ 1.628). Des Weiteren sind in dieser Position periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 435 enthalten, die aus einer Gutschrift an einen Kunden für das Jahr 2014 stammen.
Außerordentliche Aufwendungen werden zum Stichtag in Höhe von T€ 442 ausgewiesen. Der Posten resultiert aus der Zuführung zu den Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen in Höhe von 1/15tel des im Rahmen der Umstellung auf BiIMoG zuzuführenden Betrages. Der Saldo der außerordentlichen Erträge beträgt zum Stichtag T€ 219. Davon stammen T€ 168 aus der Rückführung von Schadensfällen aus Vorjahren.
Sylvie Philippot Stellvertretende Chief Executive Officer der CACEIS Gruppe
Jean-Pierre Michalowski Stellvertretender Chief Executive Officer der CACEIS Gruppe
Joseph Saliba Stellvertretender Chief Executive Officer der CACEIS Gruppe
Guillaume Fromont Senior Advisor für den CEO der CACEIS Gruppe
Eintritt per 01.01.2015
Verena Prodehl Vorsitzende des Gesamtbetriebsrates
Arbeitnehmervertreterin, Austritt per 12.05.2015
Thomas Gobber Mitarbeiter der CACEIS Bank Deutschland GmbH
Arbeitnehmervertreter, Austritt per 12.05.2015
Renate Fichtinger Mitarbeiterin der CACEIS Bank Deutschland GmbH
Arbeitnehmervertreter, Eintritt per 13.05.2015
Alexander Niebler Mitarbeiter der CACEIS Bank Deutschland GmbH
Bastien Charpentier Sprecher der Geschäftsführung sowie verantwortlich für den Bereich Internal Audit
Christoph Wetzel Verantwortlich für Operations und IT
Dr. Holger Sepp Verantwortlich für Business Development, Relationship Management sowie Kommunikation
Philippe Durand Verantwortlich für Finance, Risk, Human Ressources, Legal & Compliance, Depotbank und Office Management
Gesamtbezüge Geschäftsführer und Aufsichtsrat
Die im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge der Geschäftsführung betragen T€ 1.688. Der Aufsichtsrat erhielt keine Bezüge.
Von Geschäftsführern oder Mitarbeitern wurden keine Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsgremien von großen Kapitalgesellschaften wahrgenommen.
Gegenüber natürlichen Personen bestehen keine Kreditgewährungen oder Haftungsverhältnisse. An die Caceis Bank Luxembourg S.A. wurde ein Organkredit von T€ 4.510.000 vergeben. Des Weiteren bestehen mit der Credit Agricole Corporate and Investment Bank S.A., Paris und Frankfurt Branch ein Organkredit über T€ 3.000, mit der CACEIS Bank France ein Organkredit über T€ 50.000, mit CACEIS Bank Luxembourg – Brussels Branch ein Organkredit über T€ 500, mit CACEIS Bank Luxembourg – Milan Branch ein Organkredit über T€ 500 und mit der CACEIS Fonds Service GmbH ein Organkredit über T€ 800.
Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Angestellten (ohne Auszubildende) beträgt 431 (Vorjahr 419) und gliedert sich wie folgt auf:
Leitende Angestellte 4 4
davon weiblich (1) (1)
davon männlich (3) (3)
Sonstige Angestellte 423 415
davon weiblich (232) (240)
davon männlich (191) (175)
Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB einer Ausschüttungssperre unterliegt, resultiert aus Beträgen aus der Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in Höhe von T€ 8.625 (Vorjahr T€ 8.509) sowie dem aktivischen Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung (T€ 954, Vorjahr T€ 5.165).
Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers gliedert sich wie folgt:
Abschlussprüfungsleistungen 391 155
Andere Bestätigungsleistungen 628 260
Steuerberatungsleistungen 56 103
Sonstige Leistungen 4 281
Die CACEIS S.A., Paris , hält unmittelbar sämtliche Anteile an unserer Gesellschaft. Der Jahresabschluss unserer Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der CACEIS S.A. einbezogen (kleinster Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss ist erhältlich bei der CACEIS S.A., 1-3 place Valhubert, 75206 Paris.
Der Konzernabschluss der CACEIS S.A. wird in den Konzernabschluss der Crédit Agricole S.A., Paris , welche 85 % der Anteile der CACEIS S.A. hält, einbezogen (größter Konsolidierungskreis). Dieser Konzernabschluss ist über die Website der Gesellschaft (www.credit-agricole-sa.fr) abrufbar.
Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der CACEIS Bank Deutschland GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführer der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
München, den 4. März 2016
Heiko Röhrig, Wirtschaftsprüfer
ppa. Stephan Kleppich, Wirtschaftsprüfer

References: § 246
 § 274
 § 254
 § 274
 § 251
 § 268