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Timestamp: 2018-05-25 11:09:09+00:00

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Steuererklärung (2015) | Gewerbebetriebe > Sonstiges
Gewerbebetriebe Sonstiges
Was gehört zu den sonstigen Gewinnen?
Was sind Verlustzuweisungsgesellschaften?
Was ist eine REIT-Beteiligung?
(2017): Sonstiges
Zu den sonstigen Gewinnen, die in der Anlage G bzw. Anlage S gesondert anzugeben sind, gehören:
Nutzungsvergütungen und Zinsen, die für einen Zeitraum von mehr als drei Jahren nachgezahlt werden,
Einkünfte aus außerordentlichen Holznutzungen gemäß § 34b Abs. 1 Nr. 1 EStG.
Die Gewinne werden nach der Fünftelregelung ermäßigt versteuert. Hierzu werden die begünstigten Einkünfte aus dem zu versteuernden Einkommen herausgerechnet und mit einem Fünftel wieder hinzugerechnet. Dann wird die Einkommensteuer für das zu versteuernde Einkommen mit und ohne Fünftelbetrag ermittelt und die Differenz verfünffacht. Das Ergebnis ist die Steuer für die außerordentlichen Einkünfte.
Diese steuerlich begünstigten Gewinne müssen in den "normalen" Gewinnen als Einzelunternehmer, Mitunternehmer, aus selbständiger oder freiberuflicher Tätigkeit enthalten sein. Sie sind jedoch nochmals gesondert anzugeben, um dafür die ermäßigte Steuer nach der Fünftelregelung berechnen zu können.
(2015): Was gehört zu den sonstigen Gewinnen?
Bei Verlustzuweisungsgesellschaften handelt es sich um Gesellschaften, Gemeinschaften oder ähnliche Modelle, bei denen die Erzielung eines steuerlichen Vorteils im Vordergrund steht. Hier geht es um Beteiligungen an solchen Gesellschaften im Zeitraum vom 4.3.1999 bis 10.11.2005. Dafür gelten die Regelungen des § 2b EStG.
Gewinne aus Beteiligungen an solchen Gesellschaften und Gemeinschaften sind natürlich zu versteuern. Entstehen aber Verluste, so können diese nicht mit positiven Einkünften aus anderen Einkunftsarten verrechnet werden.
Vielmehr dürfen negative Einkünfte aus Verlustzuweisungsgesellschaften nur mit positiven Einkünften verrechnet werden, die aus anderen Verlustzuweisungsgesellschaften stammen (horizontaler Verlustausgleich). Ein verbleibender Verlustsaldo kann in das Vorjahr zurückgetragen oder in das Folgejahr vorgetragen werden, dort aber ebenfalls nur mit gleichartigen Gewinnen verrechnet werden.
Die Nachfolgeregelung ist § 15b EStG: Hierbei handelt es sich um Steuerstundungsmodelle, die nach dem 10.11.2005 gezeichnet wurden und die in der Anfangsphase Verluste von mehr als 10 % des gezeichneten Kapitals ausweisen. Verluste aus solchen Anlagen dürfen nicht mit anderen positiven Einkünften im selben Jahr, sondern nur noch mit künftigen Gewinnen aus derselben Einkunftsquelle verrechnet werden.
(2015): Was sind Verlustzuweisungsgesellschaften?
Entsteht bei der Veräußerung von REIT-Aktien ein Verlust, kann dieser nur mit Veräußerungsgewinnen aus REIT-Beteiligungen verrechnet werden, nicht jedoch mit anderen Spekulationsgewinnen. Ist dies im Jahr der Verlustentstehung nicht möglich, kann der Verlust in das Vorjahr zurückgetragen oder in das Folgejahr vorgetragen werden und dort mit entsprechenden REIT-Veräußerungsgewinnen verrechnet werden.
Dies ist offenbar ein Mix aus § 15b EStG und § 23 Abs. 3 EStG: Die Verlustverrechnung ist einerseits nicht auf Gewinne derselben Einkunftsquelle beschränkt, wird aber andererseits nicht zugelassen für Gewinne aus derselben Untereinkunftsart.
Falls die Beteiligung an der REIT-AG mindestens 1 % des Grundkapitals beträgt oder zu irgendeinem Zeitpunkt innerhalb der letzten 5 Jahre betragen hat, ist der Veräußerungsgewinn unabhängig von einer Haltedauer stets als Einkünfte aus Gewerbebetrieb gemäß § 17 EStG zu versteuern, ein Veräußerungsverlust steuermindernd verrechenbar.
(2015): Was ist eine REIT-Beteiligung?

References: § 34
 § 2
 § 15
 § 15
 § 23
 § 17