Source: https://www.jahressteuergesetz.de/steuergesetze-2018/steuer-recht-aenderung-neu-2018/
Timestamp: 2019-03-24 06:36:54+00:00

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Steueränderungen 2018: Das ist neu im Steuerrecht | Jahressteuergesetz
Der Jahreswechsel 2017/2018 bringt einige Gesetzesänderungen im EStG, in der AO und weiteren Gesetzen mit sich. In diesem Artikel geben wir Ihnen eine Übersicht über die wichtigsten steuerlichen Neuerungen im Jahr 2018.
Änderung in: § 32 Abs. 3 EGAO, § 138 Abs. 3 AO.
Inkrafttreten: Gilt erstmals für nach dem 31.12.2017 verwirklichte Sachverhalte. Beteiligungen, die bereits zuvor bestanden, sollen in der Steuererklärung 2018 angezeigt werden.
Das ändert sich:Die bisherige Anzeigepflicht für den Erwerb von qualifizierten Beteiligungen an einer ausländischen Gesellschaft in § 138 Abs. 2 AO wird durch das StUmgBG vereinheitlicht und gilt künftig gleichermaßen für mittelbare und unmittelbare Beteiligungen ab einer Beteiligung von 10 Prozent.
Ein Erwerb muss künftig nicht mehr binnen 5 Monaten angezeigt werden, sondern erst mit der abzugebenden ESt- bzw. KSt-Erklärung. Darüber hinaus müssen jedoch auch alle Geschäftsbeziehungen angezeigt werden, durch die der Steuerpflichtige einen mittelbar oder unmittelbar beherrschenden Einfluss auf eine Personengesellschaft, Personenvereinigung, Körperschaft oder Vermögensmasse in einem Drittstaat ausübt.
Die Anzeigepflicht gilt unabhängig davon, ob sie an dem Unternehmen formal beteiligt sind oder nicht. Ein Pflichtverstoß zieht ein Bußgeld in Höhe von bis zu 25.000 EUR nach sich.
Änderung in: § 66 Abs. 3 EStG, § 6 Abs. 3 BKKG
Inkrafttreten: Gilt ab 1.1.2018.
Das ändert sich:Um Anreize für betrügerisches Verhalten zu reduzieren, kann ein Kindergeldantrag nicht mehr innerhalb der vierjährigen Festsetzungsverjährung gestellt werden, sondern nur noch rückwirkend für sechs Monate.
Änderung in: § 39b Abs. 2 Satz 13 – 16 EStG
Das ändert sich:Die bisherige Verwaltungspraxis wird in den Gesetzestext überführt – somit können Arbeitgeber für kurzfristig beschäftigte Arbeitnehmer mit der Steuerklasse VI ab sofort einen permanenten Lohnsteuer-Jahresausgleich durchführen Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass der Arbeitnehmer über einen Zeitraum von nicht mehr als 24 zusammenhängenden Arbeitstagen beschäftigt ist, bei der Steuerklasse VI kein Freibetrag zu berücksichtigen ist und er unbeschränkt einkommensteuerpflichtig ist.
Änderung in: § 38b Abs. 1 Satz 2 Nr. 3a EStG mit Folgeänderungen in §§ 38b, 39, 39e und 52 EStG
Das ändert sich:Obwohl bereits seit 2012 geregelt ist, dass Arbeitnehmer nach einer Heirat die Steuerklasse III erhalten, wenn nur einer der beiden Ehegatten in einem Arbeitsverhältnis steht, war dies bisher programmtechnisch nicht umzusetzen.
In der Praxis hat sich daher eine Ersatzlösung etabliert, die ab 2018 jetzt gesetzlich fixiert wird: Arbeitnehmer werden bei der Heirat in die Steuerklasse IV eingereiht – auch dann, wenn nur einer der Ehegatten als Arbeitnehmer tätig ist.
Darüber hinaus soll es künftig einen einseitig möglichen Antrag auf den Wechsel der Steuerklassen von III / V zu IV / IV geben.
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Änderung in: § 149 AO
Inkrafttreten: Erstmals anzuwenden in allen Besteuerungszeiträumen nach dem 31.12.2017.
Das ändert sich:Durch die Änderung wird die Frist zur Abgabe der Steuererklärung um zwei Monate auf sieben Monate verlängert. Die Abgabefrist endet damit regelmäßig am 31.7. des nächsten Kalenderjahres – oder sieben Monate nach dem gesetzlich bestimmten Zeitpunkt.
Sofern eine Erklärung durch einen steuerlichen Berater erstellt worden ist, ist sie bis zum letzten Tag des Februars des Zweitfolgejahres einzureichen. Hiervon ausgenommen sind Erklärungen, die im Rahmen einer Vorabanforderung nach § 149 Abs. 4 AO oder einer Kontingentierung nach § 149 Abs. 6 AO angefordert worden sind.
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Gesetz zur Reform der Investmentbesteuerung (InvStG)
Grundlegende Änderungen im Besteuerungssystem von Investmentfonds
Das ändert sich: Investmentfonds, soweit es sich nicht um reine Rentenfonds handelt, unterliegen ab 2018 einem Körperschaftssteuersatz in Höhe von 15 Prozent. Darüber hinaus sind Ausschüttungen und Gewinne, die aus dem Verkauf von Fondsanteilen resultieren, beim Anleger teilweise freigestellt. Der Rest unterliegt der Abgeltungssteuer.
Für Anteile an einem thesaurierenden ausländischen Fond wird in Zukunft eine sogenannte Vorabpauschale fällig, die von der Depotbank am ersten Werktag des Folgejahres ermittelt und als Steuer an das Finanzamt abgeführt wird. Damit will der Gesetzgeber ein Hinauszögern der Steuerschuld verhindern.
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Gesetz gegen schädliche Steuerpraktiken im Zusammenhang mit Rechteüberlassungen (Lizenzschranken-Gesetz)
Änderung in: § 4j EStG
Inkrafttreten: Anzuwenden auf alle Aufwendungen, die nach dem 31.12.2018 den Gewinn mindern.
Was ändert sich: Mit dem sogenannten „Lizenzschranken-Gesetz“ will der Gesetzgeber dem Verlagern von Gewinnen einen Riegel vorschieben. Demnach wird die steuerliche Abzugsmöglichkeit für Lizenzzahlungen und andere Aufwendungen für Rechteüberlassungen an nahe stehende Personen eingeschränkt, sofern es beim Empfänger aufgrund einer „IP-, Patent- oder Lizenzbox“ zu kaum einer oder gar keiner ertragssteuerlichen Belastung kommt.
Ist das der Fall, orientiert sich der Betriebsausgabenabzug an der Ertragssteuerbelastung des Gläubigers.
Änderung in: § 6 Abs. 2 und 2a EStG
Inkrafttreten: Gilt für alle Anschaffungen bzw. Herstellungen nach de 31.12.2017
Was ändert sich:Im Rahmen des Lizenzschranken-Gesetzes hebt der Gesetzgeber außerdem die Wertgrenze für die Sofortabschreibung abnutzbarer beweglicher Wirtschaftsgüter an von derzeit 410 EUR auf künftig 800 EUR. Darüber hinaus wurde die Wertegrenze zur Bildung eines Sammelposten auf 250 EUR angehoben.
19. Januar 2018	| Steuergesetze 2018	| AO, Einkommensteuer, EStG, Investmentsteuerreform, KStG, Modernisierung des Besteuerungsverfahrens, Steuergesetze 2018, Steuerumgehungsbekämpfungsgesetz, StModernG, StUmgBG	| Sebastian Hohenbild

References: § 32
 § 138
 § 138
 § 66
 § 6
 § 39
 § 38
 § 149
 § 149
 § 149
 § 4
 § 6