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Timestamp: 2016-10-24 15:55:59+00:00

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5A_84/2010 (14.10.2010)
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Hans Martin Weltert, Beschwerdef�hrer,
Am 20. November 2002 starb E.________ (fortan: Erblasser). Er hinterliess als gesetzliche Erben die Ehefrau und die f�nf Kinder, n�mlich den Sohn S.________ (hiernach: Beschwerdef�hrer) und die T�chter T.________, U.________, V.________ und W.________ (im Folgenden: Beschwerdegegnerinnen). Hauptgegenstand des Nachlasses ist eine Liegenschaft, �ber deren Bewertung und Zuweisung sich die Erben nicht einigen konnten. Der Beschwerdef�hrer offerierte f�r die �bernahme der Liegenschaft, deren Verkehrswert amtlich auf Fr. 150'600.-- (2003) gesch�tzt wurde, die Zahlung von Fr. 41'000.--, was die anderen Erben ablehnten. Die Ehefrau des Erblassers klagte auf Erbteilung. In seiner Klageantwort widersetzte sich der Beschwerdef�hrer der Teilung als solcher nicht, wohl aber einer Teilung gem�ss den Klagebegehren. Die Kl�gerin starb am 7. September 2005, worauf die Teilungsklage abgeschrieben wurde. Gesetzliche Erben ihrer Mutter sind die Beschwerdeparteien. Ihre weiteren Bem�hungen um Einigung scheiterten.
Am 27. September 2007 ersuchten die Beschwerdegegnerinnen die Teilungsbeh�rde der Gemeinde G.________, die �ffentliche Versteigerung der Nachlassliegenschaft anzuordnen. Die Teilungsbeh�rde entsprach dem Gesuch und ordnete am 21. Februar 2008 an, das Grundst�ck Nr. 347, Grundbuch G.________, sei nach Rechtskraft des Entscheids �ffentlich zu versteigern. Die dagegen vom Beschwerdef�hrer eingereichten kantonalen Rechtsmittel blieben erfolglos. Die Regierungsstatthalterin von R.________ und das alsdann angerufene Obergericht des Kantons Luzern wiesen die Beschwerden ab, soweit darauf eingetreten werden konnte (Entscheid vom 15. April 2009 und Urteil vom 4. Januar 2010).
Dem Bundesgericht beantragt der Beschwerdef�hrer, das obergerichtliche Urteil aufzuheben. Es sind die kantonalen Akten eingeholt worden. Die Beschwerdegegnerinnen wie auch das Obergericht schliessen auf Abweisung, soweit auf die Beschwerde eingetreten werden k�nne. �ber die Beschwerde hat die II. zivilrechtliche Abteilung des Bundesgerichts an der �ffentlichen Beratung vom 14. Oktober 2010 entschieden.
Streitig ist die Anordnung der Teilungsbeh�rde, die zum Nachlass geh�rende Liegenschaft sei �ffentlich zu versteigern (Art. 612 Abs. 3 ZGB). Der kantonal letztinstanzliche Entscheid dar�ber betrifft eine verm�gensrechtliche Zivilsache mit einem festgestellten Streitwert von mehr als Fr. 30'000.-- (vgl. BGE 81 II 180 S. 182). Die Beschwerde gem�ss Art. 72 ff. BGG ist zul�ssig. Der Beschwerdef�hrer beantragt lediglich die Aufhebung des angefochtenen Urteils, doch ergibt sich aus seiner Beschwerdebegr�ndung, dass er verlangt, auf das Gesuch der Beschwerdegegnerinnen um Anordnung der �ffentlichen Versteigerung nicht einzutreten (vgl. BGE 136 V 131 E. 1.2 S. 135 f.). Auf die Beschwerde kann grunds�tzlich eingetreten werden.
2.1 Die gesetzlichen Erben k�nnen, wo es nicht anders angeordnet ist, die Teilung frei vereinbaren (Art. 607 Abs. 2 ZGB). K�nnen sich die Erben �ber die Teilung indessen nicht einigen und hat auch der Erblasser keine anderslautenden Vorschriften (Art. 608 ZGB) aufgestellt, finden die gesetzlichen Teilungsregeln Anwendung. Danach sollen die Erbschaftssachen - wenn immer m�glich - in natura unter die Erben verteilt werden, da alle Erben den gleichen Anspruch auf die Gegenst�nde der Erbschaft haben (Art. 610 Abs. 1 ZGB). Aus den Erbschaftssachen sind so viele Lose zu bilden, als Erben oder Erbst�mme sind (Art. 611 ZGB). W�rde eine Erbschaftssache aber durch Teilung - in mehrere Lose - an Wert wesentlich verlieren, soll sie - in einem einzigen Los untergebracht und damit - einem der Erben ungeteilt zugewiesen werden (Art. 612 Abs. 1 ZGB). Nur dann, wenn die Erbschaftssache nicht in einem Los Platz findet, weil z.B. ihr Wert den Betrag eines Erbteils erheblich �bersteigt, ist sie zu verkaufen und der Erl�s zu teilen (Art. 612 Abs. 2 ZGB; vgl. BGE 78 II 408 und die seitherige Rechtsprechung, z.B. Urteil 5C.214/2003 vom 8. Dezember 2003 E. 2, in: Praxis 93/2004 Nr. 99 S. 562 f.).
2.2 Der Verkauf der Erbschaftssache hat auf Verlangen eines Erben auf dem Wege der Versteigerung stattzufinden, wobei, wenn die Erben sich nicht einigen, die zust�ndige Beh�rde entscheidet, ob die Versteigerung �ffentlich oder nur unter den Erben stattfinden soll (Art. 612 Abs. 3 ZGB). Die zust�ndige Beh�rde heisst im Kanton Luzern Teilungsbeh�rde. Gem�ss den Bestimmungen des kantonalen Einf�hrungsgesetzes zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch (EGZGB, SRL Nr. 200) ist die Teilungsbeh�rde auf Stufe der Gemeinden organisiert (� 9 Abs. 1 und 3 EGZGB) und f�r die Anordnung der Versteigerung von Erbschaftssachen zust�ndig (� 9 Abs. 2 lit. n EGZGB). Ihr Entscheid unterliegt letztinstanzlich der �berpr�fung durch das Obergericht, dem auch die Ermessenskontrolle zusteht (� 11 Abs. 1 und � 83 Abs. 2 EGZGB).
2.3 Mit Entscheid vom 21. Februar 2008 hat die Teilungsbeh�rde die �ffentliche Versteigerung der Nachlassliegenschaft angeordnet. In den Entscheiderw�gungen hat sie festgehalten, die Beschwerdeparteien seien die direkten Nachkommen ihrer Eltern und erbten mangels letztwilliger Verf�gungen zu gleichen Teilen. Hauptgegenstand des Nachlasses sei das Grundst�ck Nr. 347 (Wohnhaus, Ger�tehaus und Garage) mit einer Fl�che von 708 m� und einem Katasterwert von Fr. 194'700.--. Die Beschwerdeparteien k�nnten sich �ber den Verkehrswert nicht einigen. Eine ungeteilte Zuweisung an den Beschwerdef�hrer gegen Zahlung von Fr. 41'000.-- lehnten die Beschwerdegegnerinnen ab. Die Teilungsbeh�rde hat daf�rgehalten, die sachlichen Voraussetzungen f�r eine k�rperliche Teilung des �berbauten Grundst�cks von 708 m� unter die f�nf Erben seien nicht gegeben und die ungeteilte Zuweisung an den Beschwerdef�hrer sei ausgeschlossen, da der Wert des Grundst�cks die H�he seines Erbteils bei weitem �bersteige. Das Grundst�ck m�sse deshalb verkauft werden. Der Verkauf habe auf dem Weg der �ffentlichen Versteigerung zu erfolgen, die zur Wahrung der Chancengleichheit aller Erben, im Interesse der Mehrheit der Erben und aus objektiver Sicht als angezeigt erscheine. Das Obergericht hat die Ansicht geteilt. Wie bereits im kantonalen Verfahren bestreitet der Beschwerdef�hrer vor Bundesgericht die sachliche Zust�ndigkeit der Teilungsbeh�rde, �ber die k�rperliche Teilbarkeit der Nachlassliegenschaft und deren Verkauf zu befinden.
Gem�ss Art. 612 Abs. 3 ZGB entscheidet die zust�ndige Beh�rde, ob die Versteigerung �ffentlich oder nur unter den Erben stattfinden soll ("l'autorit� comp�tente ordonne que les ench�res seront publiques ou qu'elles n'auront lieu qu'entre h�ritiers"; "l'autorit� decide se l'incanto debba essere pubblico o tra i soli eredi"). Die Streitfrage lautet dahin gehend, ob die Teilungsbeh�rde nicht nur entscheidet, auf welche Art die Versteigerung stattfindet, sondern weitergehend die Zul�ssigkeit eines Verkaufs der Erbschaftssache beurteilen darf, oder ob letztere Frage zwingend durch das Erbteilungsgericht zu entscheiden ist.
3.1.1 Das Bundesgericht hat zur Zust�ndigkeitsfrage festgehalten, das Bundesrecht schreibe nicht vor, welche Beh�rde dar�ber zu entscheiden hat, ob eine Erbschaftssache als solche in die Teilung einzubeziehen (d.h. einem Lose zuzuweisen) oder zu verkaufen bzw. zu versteigern sei (vgl. die Eventualerw�gung in BGE 81 II 181 S. 183/184, seither best�tigt mit BGE 112 II 206 E. 1a S. 207/208).
3.1.2 Der Rechtsprechung ist teilweise Kritik erwachsen, auf die der Beschwerdef�hrer verweist. Danach ist das Gericht im Rahmen der Erbteilung f�r die Anordnung des Verkaufs einer Erbschaftssache gem�ss Art. 612 Abs. 2 ZGB allein zust�ndig, weil sie die vorfrageweise Beurteilung der Teilbarkeit der Sache gem�ss Art. 612 Abs. 1 ZGB und damit einen materiellrechtlichen Entscheid voraussetze und weil f�r materiellrechtliche Entscheide das ordentliche Gericht zust�ndig bleibe, solange das Gesetz die Zust�ndigkeit nicht ausdr�cklich einer anderen Instanz �bertrage. Gem�ss dem klaren Wortlaut von Art. 612 Abs. 3 ZGB sei die Teilungsbeh�rde nur f�r den Entscheid �ber die Art der Versteigerung zust�ndig. Eine Zust�ndigkeitsbestimmung zu ihren Gunsten f�r die Anordnung des Verkaufs einer Erbschaftssache fehle in Art. 612 Abs. 2 ZGB. In diesem Punkte liege die ausschliessliche Zust�ndigkeit des Erbteilungsgerichts vor. Ordne das Gericht in seinem Urteil den Verkauf von Nachlassgegenst�nden und die Verteilung des Erl�ses an oder h�tten die Erben selbst einen Verkauf vereinbart, so entscheide die Teilungsbeh�rde bei einem diesbez�glichen Streit unter den Erben �ber die Art der Versteigerung. Der Entscheid der Beh�rde regle bloss die Art der Versilberung, ordne aber nie den Verkauf selbst an (vgl. Lionel Harald Seeberger, Die richterliche Erbteilung, Freiburg i.Ue. 1992, S. 104 f. und S. 172 f., mit Hinweisen; seither gl. M. Weibel, in: Praxiskommentar Erbrecht, 2007, N. 22 und N. 26, sowie Schaufelberger/Keller, Basler Kommentar, 2007, N. 10 und N. 13 f., je zu Art. 612 ZGB, mit Hinweisen).
3.1.3 Sind die Voraussetzungen f�r die Anwendung von Art. 612 Abs. 2 und 3 ZGB umstritten, soll nach abweichender Lehrmeinung dar�ber die Teilungsbeh�rde entscheiden, wenn sie angerufen wird, und der Teilungsrichter, soweit er sich mit den Modalit�ten der Teilung befassen muss (PAUL PIOTET, Erbrecht, SPR IV/2, 1981, � 111/I S. 886, und in: SJK Nr. 789, 1985, S. 3). Nach dieser Auffassung gilt als Grundsatz, dass die Teilungsbeh�rde, wo sie unabh�ngig neben dem Teilungsrichter besteht, dieselben L�sungen treffen kann wie der Teilungsrichter, ihr Entscheid aber einen Erben nicht dazu verpflichten kann, beispielsweise einem anderen Erben eine Ausgleichszahlung zu leisten. Die Teilungsbeh�rde kann insoweit nur Lose bilden und dabei vorsehen, dass das eine Los mit einer Ausgleichszahlung belastet ist, die ganz oder teilweise zu den Aktiven eines oder mehrerer anderer Lose geh�rt (vgl. PAUL PIOTET, Partage judiciaire et constitution de propri�t�s par �tages, ZSR NF 113/1994 I 207).
3.2 Die Teilungsbeh�rde, die bei Uneinigkeit der Erben auf Verlangen eines Erben t�tig wird (Art. 611 ff. ZGB), ist nicht befugt, einzelne Nachlassgegenst�nde verbindlich bestimmten Erben zuzuweisen oder sonstwie in die Rechte der Erben einzugreifen (vgl. BGE 85 II 382 E. 3 S. 388/389, mit einem Vorbehalt zu Gunsten der hier nicht zutreffenden Sonderf�lle gem�ss aArt. 620 und eventuell Art. 613 Abs. 3 ZGB; BGE 94 II 231 E. 5 S. 239/240; 102 II 197 E. 2c S. 202). Soweit sich aus den in E. 3.1.1 zitierten Entscheiden Abweichendes ergeben sollte, k�nnte daran nicht festgehalten werden. Wo die Art. 611 ff. ZGB von einer zust�ndigen Beh�rde sprechen, bestimmen die Kantone, welche bereits vorhandene oder erst zu schaffende Beh�rde zust�ndig sein soll (vgl. Art. 54 SchlTZGB). Aufgaben und Befugnisse der Teilungsbeh�rde im Sinne der Art. 611 ff. ZGB umschreibt hingegen allein das Bundesrecht.
3.3 Zu den Aufgaben der Teilungsbeh�rde geh�rt gem�ss Art. 612 Abs. 3 ZGB �ber die Art der Versteigerung einer Erbschaftssache zu entscheiden, wenn deren Verkauf auf Verlangen eines Erben auf dem Wege der Versteigerung stattzufinden hat und die Erben sich nicht dar�ber einigen k�nnen, ob die Versteigerung �ffentlich oder unter den Erben stattfinden soll. Im Rahmen dieses Entscheids �ber die Art der Versteigerung k�nnen sich materiellrechtliche Fragen stellen, deren Beurteilung an sich im Zust�ndigkeitsbereich des ordentlichen Gerichts liegt.
3.3.1 Nach schweizerischer Rechtsauffassung sind Gerichte und Beh�rden befugt, Vorfragen aus einem anderen Zust�ndigkeitsbereich zu beurteilen, solange dar�ber die hief�r zust�ndigen Beh�rden und Gerichte im konkreten Fall noch keinen rechtskr�ftigen Entscheid getroffen haben. Die Antwort auf die Vorfrage ist dabei lediglich Urteilserw�gung und nimmt an der Rechtskraft des Urteils nicht teil (vgl. BGE 90 II 158 E. 3 S. 161; 131 III 546 E. 2.3 S. 551). Der Grundsatz gilt auch im Erbrecht (z.B. Ausstellung eines Erbenscheins: BGE 128 III 318 E. 2.2.1 S. 322/323). Wo nach kantonalem Zivilprozessrecht das Erbteilungsgericht eine Urkundsperson damit betraut, einen Teilungsplan als Urteilsgrundlage auszuarbeiten, ist ebenfalls anerkannt, dass die Urkundsperson sich zu s�mtlichen Punkten �ussert und - soweit erforderlich - auch Vorfragen (z.B. �ber die g�terrechtliche Auseinandersetzung) beantwortet (vgl. DENIS TAPPY, L'expertise notariale dans les proc�s en partage: pass�, pr�sent, avenir, in: M�langes publi�s par l'Association des notaires vaudois, 2005, S. 121 ff., S. 130).
3.3.2 Als Vorfragen muss die Teilungsbeh�rde, die �ber die Anordnung einer �ffentlichen Versteigerung oder einer Versteigerung unter den Erben zu entscheiden hat, n�tigenfalls pr�fen, ob der gesuchstellende Erbe �berhaupt zur Erbschaft berufen ist und ob der Verkauf der Erbschaftssache, den der Erbe auf dem Weg der Versteigerung verlangt, zul�ssig ist und nicht gegen gesetzliche Teilungsregeln (E. 2.1) verst�sst. Die Teilungsbeh�rde darf diese Vorfragen beantworten, solange das Erbteilungsgericht dar�ber nicht bereits rechtskr�ftig geurteilt hat und keine Erbteilungsklage rechtsh�ngig ist. Es steht ihr aber auch frei, in umfangreichen und schwierigen erbrechtlichen Auseinandersetzungen die Erben direkt auf die Erbteilungsklage zu verweisen.
3.3.3 Bedenken gegen die Befugnis der Teilungsbeh�rde, materiellrechtliche Vorfragen zu beantworten, bestehen insoweit nicht, als der Entscheid der Teilungsbeh�rde durch kantonale Gerichtsinstanzen (vgl. Art. 75 Abs. 2 BGG) und durch das Bundesgericht (Art. 72 ff. BGG) �berpr�ft werden kann. Vor dem Hintergrund der einst fehlenden Rechtsweggarantie (Art. 29a BV) k�nnten die gegenteiligen Lehrmeinungen stehen (vgl. ESCHER/ESCHER, Z�rcher Kommentar, 1960, N. 18a zu Art. 611 ZGB; SEEBERGER, a.a.O., S. 104 in Anm. 28, wonach offenbar nichts dagegen einzuwenden ist, dass die Teilungsbeh�rde materiellrechtliche Fragen beantwortet, wenn der Kanton das Erbteilungsgericht als Teilungsbeh�rde einsetzt).
3.4 Auch das Interesse der Erben an einer zweckm�ssigen Durchf�hrung der Erbteilung legt es nahe, dass die Teilungsbeh�rde die Notwendigkeit eines Verkaufs pr�ft, bevor sie dar�ber entscheidet, ob die von einem Erben verlangte Versteigerung der Erbschaftssache �ffentlich oder nur unter den Erben stattfinden soll.
3.4.1 Gem�ss Art. 607 Abs. 2 ZGB k�nnen die Erben (unter einem hier nicht in Betracht kommenden Vorbehalt) die Teilung frei vereinbaren. Sofern und soweit sie �ber die Teilung einig sind, ist f�r deren Durchf�hrung einzig ihr Wille massgebend (vgl. BGE 97 II 11 E. 3 S. 15 f.). Kommt eine vertragliche Einigung nicht zustande, steht es jedem Erben frei, seinen Teilungsanspruch (Art. 604 Abs. 1 ZGB) vor Gericht einzuklagen. Im Rahmen der Rechtsbegehren hat das Erbteilungsgericht ein vollstreckbares Urteil zu f�llen, d.h. die Teilung durchzuf�hren und die Erbbetreffnisse konkret zuzuweisen. Es entscheidet �ber s�mtliche Streitfragen und hat umfassende Teilungs- und Zuweisungskompetenz (vgl. BGE 69 II 357 E. 7 S. 369 und E. 10 S. 371; 130 III 550 E. 2.1.1 S. 552, mit Hinweisen).
3.4.2 Die Klagebefugnis bei Uneinigkeit schliesst nicht aus, dass sich ein Erbe zuerst an die Beh�rde gem�ss Art. 611 ff. ZGB wendet (vgl. BGE 69 II 357 E. 7 S. 369; TUOR/SCHNYDER/RUMO-JUNGO, Das schweizerische Zivilgesetzbuch, 13. Aufl. 2009, � 82 N. 9-11 S. 758). Es erscheint als sachgerecht, dass Erben, namentlich wenn sie sich bereits �ber wesentliche Fragen der Erbteilung haben einigen k�nnen, die M�glichkeit haben, an die Teilungsbeh�rde zu gelangen, und in einem regelm�ssig einfachen und kosteng�nstigen Verfahren abkl�ren lassen, wie ihre Erbteilung - Losbildung usw. - erfolgen k�nnte. Die Mitwirkung der Teilungsbeh�rde d�rfte in vielen F�llen zu einer umfassenden Einigung der Erben f�hren. Die Erbteilungsklage bleibt dabei stets zul�ssig, wenn ein Erbe mit der beh�rdlichen Losbildung, der Feststellung der Teilbarkeit einer Sache, dem Anrechnungswert o.�. nicht einverstanden ist. Sie wird damit nicht zum Rechtsmittel gegen die Anordnungen der Teilungsbeh�rde. Das Erbteilungsgericht kann zwar zum Beispiel einen beh�rdlichen Teilungsplan genehmigen und ihm dadurch Verbindlichkeit verschaffen. Es ist aber ohne weiteres befugt, die Erbteilung unabh�ngig davon durchzuf�hren, d.h. �ber Zuweisung, Teilung, Verkauf von Erbschaftssachen und alle anderen Fragen abschliessend zu entscheiden (vgl. WEIBEL, a.a.O., N. 14 zu Art. 611 ZGB, mit Hinweisen). Das Erbteilungsgericht kann wie die Teilungsbeh�rde bestimmen, ob die Versteigerung �ffentlich oder unter den Erben stattfindet, legt aber gleichzeitig und verbindlich fest, wie der Erl�s unter den Erben zu verteilen ist.
3.4.3 Ist die Erbteilungsklage hingegen rechtsh�ngig, f�llt die Anrufung der Teilungsbeh�rde nur noch ausnahmsweise in Betracht. Der Erbteilungsprozess wird zwar durch die Dispositionsmaxime beherrscht (BGE 130 III 550 E. 2.1.3 S. 553), doch ist das Gericht nicht verpflichtet, Rechtsbegehren zuzulassen, an deren Beurteilung kein Rechtsschutzinteresse besteht. Mit Bezug auf den eingeklagten Streitgegenstand besteht f�r die Erben weder die M�glichkeit, w�hrend des Erbteilungsprozesses die Teilungsbeh�rde anzurufen, noch ein berechtigtes Bed�rfnis danach, kann doch das Erbteilungsgericht �ber alle Streitfragen entscheiden. Vorbehalten bleiben Sonderf�lle, wo das Gericht von sich aus die Teilungsbeh�rde als Hilfsperson beizieht und gleichsam "zwischenschaltet" (vgl. TUOR/SCHNYDER/RUMO-JUNGO, a.a.O., S. 758 in Anm. 19) oder wo nach kantonalem Zivilprozessrecht eine Urkundsperson damit betraut ist, einen Teilungsplan als Urteilsgrundlage auszuarbeiten, und Zwischenstreitigkeiten immer wieder vor dem Erbteilungsgericht ausgetragen werden k�nnen (z.B. Art. 399 ff., vorab Art. 403 Abs. 3 LPC/GE; Art. 475 ff. CPC/TI, vgl. dazu BGE 109 II 408).
3.5 Aus den dargelegten Gr�nden erweist sich die Rechtsauffassung der kantonalen Instanzen nicht als bundesrechtswidrig. Kommt eine vertragliche Erbteilung nicht zustande, steht es jedem Erben frei, die Teilungsklage zu erheben oder zuerst die zust�ndige Beh�rde gem�ss Art. 611 ff. ZGB anzurufen. Die zust�ndige Beh�rde darf materiellrechtliche Vorfragen beantworten, solange das Erbteilungsgericht dar�ber nicht bereits rechtskr�ftig geurteilt hat und keine Erbteilungsklage rechtsh�ngig ist. Ordnet sie an, dass die von einem Erben verlangte Versteigerung �ffentlich stattfindet, kann jeder Erbe, der damit nicht einverstanden ist, die dagegen vorgesehenen Rechtsmittel ergreifen oder beim Gericht die Erbteilungsklage erheben. Andernfalls wird der Entscheid vollzogen.
Die Entscheidbefugnis der kantonalen Teilungsbeh�rde ist entgegen der Ansicht des Beschwerdef�hrers gegeben. In tats�chlicher Hinsicht steht f�r das Bundesgericht verbindlich fest (Art. 105 Abs. 1 BGG), dass der Beschwerdef�hrer den Teilungsanspruch nicht bestreitet. Auf die Klage seiner Mutter hat der Beschwerdef�hrer gegen die Teilung keine Einw�nde erhoben und sich lediglich der Teilung gem�ss den Klagebegehren widersetzt. Der Erbteilungsprozess ist indessen nicht mehr rechtsh�ngig, sondern nach dem Tod der Kl�gerin als erledigt abgeschrieben worden. Einen neuen Erbteilungsprozess haben die Beschwerdeparteien nicht angehoben. Gegen diese Feststellungen des Obergerichts erhebt und begr�ndet der Beschwerdef�hrer keine ausnahmsweise zul�ssigen Sachverhaltsr�gen (Art. 97 Abs. 1 BGG; BGE 133 II 249 E. 1.4.3 S. 254 f.; 136 II 101 E. 3 S. 104 f.). Insoweit steht dem Entscheid der Teilungsbeh�rde gem�ss Art. 612 Abs. 3 ZGB nichts entgegen. Deren Beurteilung kann sich zudem auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung st�tzen (vgl. Urteil 5C.214/2003 vom 8. Dezember 2003 E. 4, betreffend Ausgleichszahlungen, und Urteil 5C.301/2006 vom 16. Mai 2007 E. 3, zur Anordnung einer �ffentlichen Versteigerung). Da der Beschwerdef�hrer lediglich die Entscheidbefugnis der Teilungsbeh�rde anficht, geht er auf den Entscheid in der Sache nicht ein, wonach die Nachlassliegenschaft verkauft werden darf (Erw�gungen) und die Versteigerung �ffentlich stattfindet (Dispositiv). Eine diesbez�gliche Pr�fung kann deshalb unterbleiben (BGE 136 I 229 E. 4.1 S. 235; 136 II 304 E. 2.5 S. 314).
Die Beschwerde muss insgesamt abgewiesen werden, soweit darauf einzutreten ist. Der Beschwerdef�hrer wird damit kosten- und entsch�digungspflichtig (Art. 66 Abs. 1 und Art. 68 Abs. 1 BGG).
Der Beschwerdef�hrer hat die Beschwerdegegnerinnen f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit insgesamt Fr. 4'000.-- zu entsch�digen.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Luzern, I. Kammer, sowie der Teilungsbeh�rde der Gemeinde G.________ (Gemeindekanzlei G.________ in G.________ schriftlich mitgeteilt.

References: BGE 
 Art. 72
 BGE 
 BGE 
 Art. 612
 BGE 
 BGE 
 Art. 612
 Art. 612
 Art. 612
 Art. 612
 Art. 612
 Art. 612
 BGE 
 Art. 613
 BGE 
 Art. 611
 Art. 54
 Art. 611
 Art. 612
 BGE 
 BGE 
 Art. 75
 Art. 611
 Art. 607
 BGE 
 BGE 
 Art. 611
 BGE 
 Art. 611
 Art. 399
 Art. 403
 Art. 475
 BGE 
 Art. 611
 BGE 
 Art. 612
 Art. 68