Source: https://www.revosax.sachsen.de/vorschrift_gesamt/16805/38946.html
Timestamp: 2020-04-10 13:08:13+00:00

Document:
REVOSax - Lehramtsprüfungsordnung II — LAPO II
Historische Fassung war gültig vom 01.08.2019 bis 06.04.2020
Inhaltsübersicht0 1
1Diese Verordnung regelt den Vorbereitungsdienst und die Staatsprüfung für die Lehrämter an Grundschulen und Oberschulen, für das Lehramt Sonderpädagogik sowie für die Lehrämter an Gymnasien und berufsbildenden Schulen im Freistaat Sachsen. 2Darüber hinaus enthält die Verordnung Regelungen über die Ausbildung und den Erwerb einer Lehrbefähigung in einem weiteren Fach oder einer weiteren Fachrichtung im Rahmen des Vorbereitungsdienstes sowie über den Anpassungslehrgang und die Eignungsprüfung nach dem Befähigungs-Anerkennungsgesetz Lehrer.2
die Zweite Staatsprüfung für Absolventen, die die Erste Staatsprüfung für ein Lehramt an Schulen nach der Lehramtsprüfungsordnung I vom 29. August 2012 (SächsGVBl. S. 467), die durch die Verordnung vom 18. Dezember 2018 (SächsGVBl. 2019 S. 55) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung, und der Lehramtsprüfungsordnung I vom 13. März 2000 (SächsGVBl. S. 166), die zuletzt durch Artikel 1 der Verordnung vom 5. Februar 2007 (SächsGVBl. S. 30) geändert worden ist, bestanden haben, und
die Staatsprüfung für Absolventen, die einen Abschluss gemäß § 4 Absatz 1 Nummer 2 oder Nummer 3 oder einen entsprechenden Abschluss gemäß § 4 Absatz 2 oder Absatz 3 nachweisen.3
(1) 1Studienreferendare werden für die Lehrämter an Grundschulen und Oberschulen, für das Lehramt Sonderpädagogik sowie für die Lehrämter an Gymnasien und berufsbildenden Schulen ausgebildet. 2Sie sollen die pädagogischen und fachdidaktischen Kenntnisse, Erfahrungen und Fähigkeiten, die sie während des Studiums an der Hochschule erworben haben, in engem Bezug zur Schulpraxis so erweitern und vertiefen, dass sie verantwortlich und erfolgreich den Erziehungs- und Bildungsauftrag als Lehrkraft wahrnehmen können.
(2) Mit dem Bestehen der Staatsprüfung erwirbt der Studienreferendar die Lehrbefähigung für
das Lehramt an Gymnasien oder
das Lehramt an berufsbildenden Schulen
in seinen Unterrichtsfächern, seinen Förderschwerpunkten oder seinen beruflichen Fachrichtungen.4
für das Lehramt an berufsbildenden Schulen einen akkreditierten konsekutiven Masterstudiengang Wirtschaftspädagogik mit mindestens vier Semestern Regelstudienzeit und einem allgemeinbildenden gymnasialen Zweitfach an einer Universität mit dem Abschluss „Master of Science“ absolviert hat; sofern für den Masterstudiengang Wirtschaftspädagogik eine gültige Akkreditierung nicht bescheinigt ist, kann im Einzelfall eine Zulassung durch die Schulaufsichtsbehörde erfolgen, wenn die vermittelten Studieninhalte den fachlichen Anforderungen des Vorbereitungsdienstes genügen.
(2) 1Daneben kann zum Vorbereitungsdienst zugelassen werden,
wer ein Fachstudium an einer Universität oder an einer Fachhochschule mit einem Mastergrad oder einem gleichwertigen Hochschulabschluss erfolgreich abgeschlossen hat und damit eine Ausbildung nachweist, die mindestens
einer beruflichen Fachrichtung und einem Fach,
zwei beruflichen Fachrichtungen oder
einer beruflichen Fachrichtung mit zwei Vertiefungsrichtungen
zugeordnet werden kann und nach Inhalt und Umfang nicht wesentlich von der Ausbildung nach der Lehramtsprüfungsordnung I abweicht, oder
für das Lehramt an Gymnasien, wer einen akkreditierten konsekutiven Masterstudiengang Allgemeinbildende Schulen Doppelfach Musik an einer Hochschule für Musik mit dem Abschluss „Master of Education“ absolviert hat,
wenn bei einem vorhandenen Ausbildungsplatz ein Bewerber nach Absatz 1 für das jeweilige Lehramt in den jeweiligen Fächern, beruflichen Fachrichtungen oder Förderschwerpunkten nicht zur Verfügung steht. 2Für das Lehramt an Grundschulen gilt Satz 1 Nummer 1 mit der Maßgabe, dass eine Ausbildung nachzuweisen ist, die mindestens ein Fach, die Grundschuldidaktik und den bildungswissenschaftlichen Bereich umfasst. 3Für das Lehramt Sonderpädagogik gilt Satz 1 Nummer 1 mit der Maßgabe, dass eine Ausbildung nachzuweisen ist, die mindestens ein Fach der Oberschule oder die Grundschuldidaktik und einen Förderschwerpunkt umfasst.
(4) 1Der Vorbereitungsdienst kann auch berufsbegleitend absolviert werden. 2Für den berufsbegleitenden Vorbereitungsdienst kann zugelassen werden, wer
ein Fachstudium gemäß § 4 Nummer 9 der Lehrer-Qualifizierungsverordnung vom 6. Oktober 2014 (SächsGVBl. S. 656), die zuletzt durch Artikel 1 der Verordnung vom 29. Juni 2017 (SächsGVBl. S. 378) geändert worden ist, erfolgreich abgeschlossen und die wissenschaftliche Ausbildung in einem zweiten Fach, in einer Fachrichtung oder in einem Förderschwerpunkt nach den §§ 3 bis 9 der Lehrer-Qualifizierungsverordnung, in der jeweils geltenden Fassung, absolviert hat,
im Lehramt an Grundschulen die wissenschaftlichen Ausbildungen in einem Fach und in der Grundschuldidaktik einschließlich der Grundschulpädagogik oder im Lehramt Sonderpädagogik die wissenschaftlichen Ausbildungen in einem Fach und in einem Förderschwerpunkt nach den §§ 3 bis 9 der Lehrer-Qualifizierungsverordnung absolviert hat oder
wissenschaftliche Ausbildungen in zwei Fächern, in einer beruflichen Fachrichtung und einem Fach, in zwei beruflichen Fachrichtungen oder in einer beruflichen Fachrichtung mit zwei Vertiefungsrichtungen nach den §§ 3 bis 9 der Lehrer-Qualifizierungsverordnung absolviert hat
und im Freistaat Sachsen unbefristet an einer öffentlichen Schule mit mindestens der Hälfte des Regelstundenmaßes tätig ist. 3Auf den berufsbegleitenden Vorbereitungsdienst findet diese Verordnung mit Ausnahme der §§ 9, 10, 12 Absatz 7, 14 Absatz 2 bis 6 entsprechend Anwendung. 4Der berufsbegleitende Vorbereitungsdienst dauert zwei Unterrichtshalbjahre. 5In Abweichung von § 12 Absatz 2 ist eine Eingangsphase nicht vorgesehen. 6Die schulpraktische Ausbildung findet in der Regel an der Stammschule statt und erfolgt innerhalb des Regelstundenmaßes mit selbstständigem Lehrauftrag. 7In Abweichung von § 6 Absatz 1 Satz 3 sind dem Antrag auf Zulassung nur ein tabellarischer Lebenslauf, Zeugnisse über die in Satz 2 genannten Abschlüsse, der Arbeitsvertrag und eine Erklärung des Bewerbers, dass er mit der Einsichtnahme in seine Personalakte einverstanden ist, beizufügen. 8Für den Zulassungsantrag ist der bei der Schulaufsichtsbehörde erhältliche Vordruck zu verwenden. 9Die Zulassung zum berufsbegleitenden Vorbereitungsdienst erfolgt im Rahmen der vorhandenen Ausbildungskapazitäten an der Schulaufsichtsbehörde. 10Übersteigt die Anzahl der Bewerber die Zahl der Ausbildungsplätze, wird nach Bedarf, dem Grad der Eignung und Befähigung sowie dem dienstlichen Einsatz entschieden.5
(1) 1Zum Vorbereitungsdienst wird nach Maßgabe des Abschnitts 5 zugelassen, wer
ausweislich eines ärztlichen Gutachtens im Sinne des § 4 Absatz 4 des Sächsischen Beamtengesetzes vom 18. Dezember 2013 (SächsGVBl. S. 970, 971), das zuletzt durch Artikel 1 des Gesetzes vom 11. Dezember 2018 (SächsGVBl. S. 714) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung, die gesundheitliche Eignung für die Übernahme in den Vorbereitungsdienst und die angestrebte Laufbahn besitzt oder als Schwerbehinderter über das Mindestmaß gesundheitlicher Eignung verfügt.
2Das Staatsministerium für Kultus kann, soweit ein Ausbildungsplatz zur Verfügung steht, andere als nach Satz 1 Nummer 2 zulässige Fächerkombinationen zulassen.
(2) 1Bewerber mit Zugang zum Vorbereitungsdienst für das Lehramt an Gymnasien können sich auch zum Vorbereitungsdienst für das Lehramt an berufsbildenden Schulen oder das Lehramt an Oberschulen bewerben. 2Sie werden zum Vorbereitungsdienst für das Lehramt an berufsbildenden Schulen oder das Lehramt an Oberschulen zugelassen, wenn ein Ausbildungsplatz zur Verfügung steht, der nicht durch einen Absolventen, der die erste Staatsprüfung für das Lehramt an berufsbildenden Schulen oder das Lehramt an Oberschulen nach der Lehramtsprüfungsordnung I oder einen vergleichbaren Abschluss gemäß § 4 Absatz 1 Nummer 2, 3 oder Absatz 2 Nummer 1 bestanden hat oder über einen entsprechenden Abschluss nach § 4 Absatz 3 verfügt, in Anspruch genommen wird.6
(1) 1Die Zulassung zum im ersten Schulhalbjahr beginnenden Vorbereitungsdienst ist bis zum 1. März des Jahres, in welchem der Vorbereitungsdienst beginnt, bei der Schulaufsichtsbehörde elektronisch unter Verwendung des von der Schulaufsichtsbehörde zur Verfügung gestellten elektronischen Formulars zu beantragen. 2Die Zulassung zum im zweiten Schulhalbjahr beginnenden Vorbereitungsdienst ist bis zum 1. September des Vorjahres bei der Schulaufsichtsbehörde elektronisch unter Verwendung des von der Schulaufsichtsbehörde zur Verfügung gestellten elektronischen Formulars zu beantragen. 3Dem Antrag sind beizufügen:
eine schriftliche Erklärung des Bewerbers, dass er von dem Regelungsinhalt der §§ 33 bis 35, 42 und 43 des Infektionsschutzgesetzes vom 20. Juli 2000 (BGBl. I S. 1045), das zuletzt durch Artikel 14b des Gesetzes vom 6. Mai 2019 (BGBl. I S. 646) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung, Kenntnis genommen hat,
gegebenenfalls ein Antrag auf Ausbildung in einem weiteren Fach oder einer weiteren Fachrichtung und das Zeugnis über das Bestehen der entsprechenden Erweiterungsprüfung im Sinne des § 22 Absatz 1 der Lehramtsprüfungsordnung I oder eines Abschlusses nach § 7 Absatz 4 Satz 2,
gegebenenfalls ein Antrag auf Durchführung des Vorbereitungsdienstes in Teilzeit und Nachweise über die Tatsachen, die eine Zulassung in Teilzeit nach § 12 Absatz 3 Satz 1 begründen und
gegebenenfalls ein Antrag auf Verkürzung der Dauer des Vorbereitungsdienstes nach § 12 Absatz 7 und Nachweise über die Tatsachen, die eine Verkürzung begründen.
4Die Unterlagen sind im Original, als amtlich beglaubigte Kopie oder Abschrift vorzulegen, soweit in Satz 3 nichts anderes bestimmt ist. 5Bei der Entscheidung über den Zulassungsantrag muss ein erweitertes Führungszeugnis gemäß § 30a des Bundeszentralregistergesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 21. September 1984 (BGBl. I S. 1229; 1985 I S. 195), das zuletzt durch Artikel 1 des Gesetzes vom 18. Juli 2017 (BGBl. I S. 2732) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung, vorliegen.
(2) 1Die in Absatz 1 Satz 1 und 2 genannten Fristen sind Ausschlussfristen. 2Die Schulaufsichtsbehörde kann für die Vorlage einzelner Unterlagen nach Absatz 1 Satz 3 spätere Termine bestimmen.7
(2) 1Die Zulassung ist zu versagen, wenn
die Unterlagen nach § 6 Absatz 1 Satz 3 nicht oder nicht rechtzeitig vorliegen oder darin enthaltene Angaben nicht der Wahrheit entsprechen,
aufgrund der Bestimmungen des Abschnitts 5 die Zulassung nicht möglich ist,
die Staatsprüfung für das jeweilige Lehramt endgültig nicht bestanden ist oder
eine schulpraktische Prüfung nach § 16 der Lehrer-Qualifizierungsverordnung endgültig nicht bestanden ist.
2Die Zulassung kann versagt werden, wenn der Bewerber bereits mehr als neun Monate Vorbereitungsdienst im Freistaat Sachsen oder in einem anderen Bundesland abgeleistet hat.
(4) 1Die Zulassung zum Vorbereitungsdienst kann sich auch auf eine Ausbildung in einem weiteren Fach oder einer weiteren Fachrichtung, in dem oder in der eine Erweiterungsprüfung nach § 22 der Lehramtsprüfungsordnung I bestanden wurde, erstrecken, wenn Ausbildungskapazitäten an der Ausbildungsstätte zur Verfügung stehen. 2An einer Hochschule erbrachte Leistungsnachweise in einem akkreditierten Masterstudiengang für ein weiteres Fach oder für eine weitere Fachrichtung, die von der Schulaufsichtsbehörde als gleichwertig anerkannt werden, sind einer bestandenen Erweiterungsprüfung nach § 22 der Lehramtsprüfungsordnung I gleichgestellt.8
(3) 1Die Schulaufsichtsbehörde weist die zugelassenen Bewerber aufgrund des fachwissenschaftlichen Abschlusses und nach Maßgabe der Fächer, des Förderschwerpunktes oder der beruflichen Fachrichtung einer ihrer Regionalstellen und Ausbildungsschulen zu. 2Bewerber nach § 4 Absatz 2 Nummer 2 werden Gymnasien mit vertiefter Ausbildung nach § 4 Absatz 1 Nummer 2 der Schulordnung Gymnasium Abiturprüfung vom 27. Juni 2012 (SächsGVBl. S. 348), die zuletzt durch Artikel 1 der Verordnung vom 7. Mai 2018 (SächsGVBl. S. 240) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung, zugewiesen.9
1Mit der Einstellung in den Vorbereitungsdienst werden die Studienreferendare in das Beamtenverhältnis auf Widerruf berufen, wenn sie die Voraussetzungen für die Ernennung zum Beamten erfüllen. 2Andernfalls wird der Vorbereitungsdienst in einem öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnis im Sinne des § 18 Absatz 2 Satz 1 des Sächsischen Beamtengesetzes absolviert.10
Das Staatsministerium für Kultus überträgt die Befugnis zur Kürzung des Anwärtergrundbetrages der Studienreferendare nach § 75 Absatz 1 des Sächsischen Besoldungsgesetzes vom 18. Dezember 2013 (SächsGVBl. S. 970, 1005), das zuletzt durch das Gesetz vom 28. März 2019 (SächsGVBl. S. 243) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung, auf die Schulaufsichtsbehörde.11
(1) 1Der Präsident der Schulaufsichtsbehörde oder der von ihm hierzu beauftragte Bedienstete ist Vorgesetzter des Studienreferendars und als Ausbildungsleiter für die gesamte Ausbildung verantwortlich. 2Die Lehrbeauftragten, der Schulleiter der Ausbildungsschule und die den Studienreferendar betreuenden Lehrkräfte (Mentoren) sind in ihrem jeweiligen Teilbereich der Ausbildung gegenüber dem Studienreferendar weisungsberechtigt.
(2) Der Präsident der Schulaufsichtsbehörde oder der von ihm hierzu beauftragte Bedienstete ist Dienstvorgesetzter des Studienreferendars.12
(1) 1Der Vorbereitungsdienst beginnt zweimal jährlich zu den von der Schulaufsichtsbehörde festzusetzenden Terminen im ersten und im zweiten Unterrichtshalbjahr. 2Der Vorbereitungsdienst gliedert sich in drei Ausbildungsabschnitte. 3Jeder Ausbildungsabschnitt dauert ein Unterrichtshalbjahr.
(3) 1Der Vorbereitungsdienst kann auf Antrag des Studienreferendars in Teilzeit absolviert werden, wenn er
2In diesem Fall dauert der Vorbereitungsdienst vier Unterrichtshalbjahre und wird im öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnis nach § 18 Absatz 2 Satz 1 des Sächsischen Beamtengesetzes absolviert. 3Wird der Vorbereitungsdienst in Teilzeit absolviert, dauert der erste Ausbildungsabschnitt acht Monate. 4Es erfolgt eine Reduzierung der Unterrichtsverpflichtung nach § 14 Absatz 6. 5Die Lehrveranstaltungen nach § 13 Absatz 1 finden nach dem regulären Ausbildungsplan statt. 6Im Fall der Wiederholungsprüfung nach § 24 wird Teilzeit für die verlängerte Ausbildungszeit nicht gewährt. 7Der Antrag auf Durchführung des Vorbereitungsdienstes in Teilzeit muss mit dem Antrag auf Zulassung zum Vorbereitungsdienst gestellt werden.
(4) 1Auf Antrag des Studienreferendars kann der Vorbereitungsdienst um die erforderliche Zeit verlängert werden:
wenn der Studienreferendar die Staatsprüfung nicht bestanden hat.
2In den Fällen der Nummern 2 und 3 kann der Vorbereitungsdienst um insgesamt höchstens sechs Monate verlängert werden.
(5) 1Der Vorbereitungsdienst kann auf Antrag des Schulleiters einmal um ein Unterrichtshalbjahr, im Fall der Durchführung des Vorbereitungsdienstes in Teilzeit um höchstens acht Monate verlängert werden, wenn dem Studienreferendar selbstständiger Unterricht nicht übertragen werden kann. 2Der Antrag ist spätestens einen Monat vor Ende des ersten Ausbildungsabschnitts zu stellen. 3Hierzu erstellt der Schulleiter eine schriftliche Beurteilung, die der Schulaufsichtsbehörde zur Aufnahme in die Personalakte zuzusenden ist. 4Er berücksichtigt dabei die Beurteilungen der Mentoren, die ebenfalls zu dokumentieren und der Personalakte beizulegen sind.
(6) 1Kann dem Studienreferendar nach Ablauf der nach Absatz 5 beantragten Verlängerung des Vorbereitungsdienstes weiterhin kein selbstständiger Unterricht übertragen werden, gilt die Staatsprüfung als endgültig nicht bestanden. 2Absatz 5 Satz 3 und 4 gilt entsprechend.
(7) Auf Antrag des Studienreferendars kann der Vorbereitungsdienst unter Anrechnung von Ausbildungszeiten, die im Rahmen eines bereits absolvierten Vorbereitungsdienstes erbracht wurden, oder von Zeiten einschlägiger Berufspraxis um höchstens ein Unterrichtshalbjahr verkürzt werden.13
(1) Die Ausbildung der Studienreferendare an der Schulaufsichtsbehörde umfasst
Schulrecht, Lehrerdienstrecht und Beamtenrecht.
(2) 1Der Studienreferendar wird von seinen Lehrbeauftragten betreut. 2Sie hospitieren im Unterricht, besprechen mit ihm die hospitierten Unterrichtsstunden und geben ihm Gelegenheit, in ihrem Unterricht zu hospitieren.14
(1) 1Der Schulleiter bildet den Studienreferendar in Angelegenheiten der Schulorganisation aus. 2Er beauftragt einen Mentor, der auch in die inhaltlichen und organisatorischen Aufgaben des Klassenlehrers einführt, und einen weiteren oder mehrere weitere Mentoren für die jeweiligen Unterrichtsfächer, den Förderschwerpunkt oder die beruflichen Fachrichtungen.
(2) Während des ersten Ausbildungsabschnitts hat der Studienreferendar wöchentlich in der Regel 16 Unterrichtsstunden zu absolvieren und dabei zunehmend in der Regel acht bis zehn Stunden wöchentlich begleiteten Unterricht durchzuführen.
(3) 1Ab dem zweiten Ausbildungsabschnitt hat der Studienreferendar in seinen Unterrichtsfächern oder beruflichen Fachrichtungen mindestens drei Unterrichtsstunden wöchentlich zu hospitieren und in der Regel zwölf Unterrichtsstunden wöchentlich selbstständig zu unterrichten. 2Der selbstständige Unterricht erfolgt im Rahmen eines Lehrauftrages. 3Die Mentoren hospitieren je Unterrichtsfach oder beruflicher Fachrichtung in der Regel zwei Stunden monatlich. 4Im Lehramt an Grundschulen hospitieren die Mentoren je Gebiet der Grundschuldidaktik und im Fach in der Regel eine Stunde monatlich.
(4) Der Studienreferendar für das Lehramt Sonderpädagogik hospitiert und unterrichtet
an Schulen, an denen Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf integrativ unterrichtet werden, wenn dort die Betreuung des Studienreferendars durch mindestens einen sonderpädagogisch qualifizierten Mentor gewährleistet ist.
(5) Der Studienreferendar für das Lehramt an berufsbildenden Schulen soll in verschiedenen Schularten der berufsbildenden Schulen unterrichten.
(6) 1Wird der Vorbereitungsdienst in Teilzeit absolviert, hat der Studienreferendar im ersten Ausbildungsabschnitt in seinen Unterrichtsfächern, beruflichen Fachrichtungen oder seinem Förderschwerpunkt abweichend von Absatz 2 mindestens drei Unterrichtsstunden wöchentlich zu hospitieren und dabei zunehmend in der Regel fünf oder sechs Unterrichtsstunden wöchentlich begleiteten Unterricht durchzuführen. 2Ab dem zweiten Ausbildungsabschnitt hat der Studienreferendar, der den Vorbereitungsdienst in Teilzeit absolviert, abweichend von Absatz 3 wöchentlich drei Unterrichtsstunden zu hospitieren und in der Regel neun Unterrichtsstunden wöchentlich selbstständig zu unterrichten. 3Die Mentoren hospitieren je Unterrichtsfach oder beruflicher Fachrichtung in der Regel eine Stunde wöchentlich.
(7) 1Die Ausbildung in einem weiteren Fach oder einer weiteren Fachrichtung nach § 7 Absatz 4 erfolgt in Form von begleitetem Unterricht während des ersten Ausbildungsabschnitts des Vorbereitungsdienstes und zunehmend selbstständigem Unterricht ab dem zweiten Ausbildungsabschnitt des Vorbereitungsdienstes. 2Der Unterricht soll bis zu vier Unterrichtsstunden wöchentlich umfassen und ist zusätzlich zu den vorgeschriebenen Leistungen im Vorbereitungsdienst zu erteilen. 3Ein von der Schulaufsichtsbehörde bestimmter Mentor bildet nach den Absätzen 1 bis 6 und nach § 13 aus.
(8) 1Jeder Mentor erstellt spätestens sechs Wochen vor dem letzten Unterrichtstag eine auf eigenen Beobachtungen und Unterrichtsbesuchen beruhende schriftliche Beurteilung des Studienreferendars und erteilt eine Note nach § 20 Absatz 1. 2Die Beurteilungen sind unverzüglich dem Schulleiter zuzuleiten.15
(1) 1Die Staatsprüfung besteht aus den Prüfungslehrproben, den mündlichen Prüfungen und der Schulleiterbeurteilung. 2Die Prüfungslehrproben und die mündlichen Prüfungen sollen innerhalb der letzten vier Monate des Vorbereitungsdienstes stattfinden. 3Im Vorbereitungsdienst in Teilzeit sollen die Prüfungslehrproben und die mündlichen Prüfungen nach § 18 Absatz 1 Nummer 1 bis 4 innerhalb der letzten zehn Monate des Vorbereitungsdienstes stattfinden. 4Die mündliche Prüfung nach § 18 Absatz 1 Nummer 5 findet zu dem von der Schulaufsichtsbehörde bestimmten Termin statt.
(2) 1Die Prüfung zum Abschluss einer Ausbildung in einem weiteren Fach oder einer weiteren Fachrichtung nach § 7 Absatz 4 besteht in einer Prüfungslehrprobe. 2§ 16 Absatz 1, 2 und 4 bis 7 sowie § 17 gelten entsprechend.
(3) 1Im Prüfungsverfahren sind die besonderen Belange von Prüfungsteilnehmern mit Behinderung zu berücksichtigen. 2Ein entsprechender Antrag ist unter Vorlage eines ärztlichen Attestes spätestens vier Wochen vor dem ersten Prüfungstermin zu stellen.16
(1) 1Die Schulaufsichtsbehörde richtet Prüfungskommissionen für die Abnahme der Prüfungslehrproben und der mündlichen Prüfungen ein. 2Die Mitglieder der Prüfungskommission sollen die Befähigung für das zu prüfende Lehramt und in der Regel das zu prüfende Fach oder eine mindestens gleichwertige Qualifikation besitzen.
(2) 1Die Prüfungskommissionen für die Prüfungslehrproben bestehen aus einem Vertreter der Schulaufsichtsbehörden oder einer Lehrkraft als Vorsitzendem und einem Lehrbeauftragten. 2Die Prüfungskommissionen für die Prüfungslehrproben im Lehramt Sonderpädagogik bestehen aus einem Vertreter der Schulaufsichtsbehörden oder einer Lehrkraft als Vorsitzendem und jeweils einem Lehrbeauftragten für den Förderschwerpunkt und das studierte Fach.
(4) Als Prüfer sollen in der Regel Lehrkräfte bestellt werden, die nicht an der Ausbildungsschule des Studienreferendars unterrichten.
(6) 1Die Mitglieder der Prüfungskommissionen sind bei ihrer Tätigkeit unabhängig, nicht an Weisungen gebunden und zur Verschwiegenheit verpflichtet. 2Der Vorsitzende der Prüfungskommission kann sich in die Prüfungen, die durch andere Mitglieder der Prüfungskommission durchgeführt werden, einschalten und selbst prüfen.
(7) 1An Prüfungslehrproben und mündlichen Prüfungen kann je ein Vertreter des Staatsministeriums für Kultus und der Schulaufsichtsbehörde als Zuhörer teilnehmen. 2Die Schulaufsichtsbehörde kann zusätzlich bis zu drei Studienreferendaren, welche die Prüfung für dasselbe Lehramt ablegen wollen, die Anwesenheit gestatten, wenn der zu prüfende Studienreferendar schriftlich zugestimmt hat. 3Die Teilnahme erstreckt sich nicht auf die Beratung der Prüfungskommission und die Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses.17
(1) Der Studienreferendar hat folgende Prüfungslehrproben abzulegen:
für das Lehramt an Gymnasien eine Prüfungslehrprobe in jedem seiner Unterrichtsfächer; eine der Prüfungslehrproben wird in der Sekundarstufe II durchgeführt, und
für das Lehramt an berufsbildenden Schulen eine Prüfungslehrprobe in jedem seiner Unterrichtsfächer oder beruflichen Fachrichtungen in der Regel in unterschiedlichen Klassen- oder Jahrgangsstufen verschiedener Schularten der berufsbildenden Schulen.
(2) 1Die Prüfungslehrproben bestehen aus der ausführlichen schriftlichen Unterrichtsvorbereitung, der Durchführung der Unterrichtsstunde und deren mündlicher Reflexion durch den Studienreferendar. 2Die Prüfungslehrproben sollen an unterschiedlichen Tagen durchgeführt werden.
(3) Die Schulaufsichtsbehörde gibt dem Studienreferendar die Termine, die Klassen- oder Jahrgangsstufen und die Themen der Prüfungslehrproben spätestens zwei Wochen vor der Prüfungslehrprobe schriftlich bekannt.
(4) 1Vor Beginn der Prüfungslehrprobe übergibt der Studienreferendar dem Vorsitzenden der Prüfungskommission das von ihm unterschriebene Original und jedem weiteren Prüfer eine Kopie der Unterrichtsvorbereitung. 2Das Original wird zur Prüfungsakte genommen. 3Die Unterrichtsvorbereitung enthält die schriftliche Versicherung des Studienreferendars, dass er diese selbstständig und nur mit den angegebenen Hilfsmitteln angefertigt hat und dass alle Stellen, die dem Wortlaut oder dem Sinn nach anderen Werken entnommen sind, durch Angabe der Quellen als Entlehnung kenntlich gemacht wurden. 4Legt der Studienreferendar keine schriftliche Unterrichtsvorbereitung vor, wird die Prüfungslehrprobe nicht abgenommen und die Note „ungenügend“ erteilt.
(5) 1Im Anschluss an die Prüfungslehrprobe wird die Leistung beurteilt und mit einer Note nach § 20 bewertet, die dem Studienreferendar unmittelbar nach der Beratung der Prüfungskommission mündlich mitgeteilt wird. 2Weichen die Bewertungen der Prüfer voneinander ab und einigen sie sich nicht, ist die Endnote das arithmetische Mittel der beiden Bewertungen. 3Bei mehr als zwei Prüfern entscheidet die Prüfungskommission mit Stimmenmehrheit.
(7) 1Zu jeder Prüfungslehrprobe ist eine Niederschrift anzufertigen, in die
Name, Vorname und Geburtsdatum des Studienreferendars,
aufzunehmen sind. 2Die Niederschrift ist von allen Mitgliedern der Prüfungskommission zu unterzeichnen und der Schulaufsichtsbehörde zuzuleiten.18
(1) Der Studienreferendar hat folgende mündliche Prüfungen abzulegen:
im Lehramt an Oberschulen und im Lehramt an Gymnasien jeweils eine Prüfung in den Schwerpunkten der Didaktiken und Methodiken der Fächer einschließlich der Bildungswissenschaften,
im Lehramt an berufsbildenden Schulen jeweils eine Prüfung in den Didaktiken und Methodiken der beruflichen Fachrichtung und des allgemeinbildenden Faches oder der gewählten Vertiefungsrichtung der beruflichen Fachrichtung einschließlich der Bildungswissenschaften und
(2) 1Jeder Studienreferendar wird einzeln geprüft. 2In der Schulrechtsprüfung werden regelmäßig drei Studienreferendare zusammen geprüft. 3Eine Abweichung in der Anzahl ist in besonderen Ausnahmefällen möglich, jedoch darf die Anzahl der zu prüfenden Studienreferendare die Zahl vier nicht überschreiten.
(3) 1Die Dauer der mündlichen Prüfungen nach Absatz 1 Nummer 1 bis 4 beträgt in der Regel jeweils 30 Minuten. 2Im Doppelfach Musik findet eine mündliche Prüfung im Fach Musik statt. 3Diese dauert 45 Minuten. 4Die Dauer der Schulrechtsprüfung beträgt in der Regel 15 Minuten je Studienreferendar.
(4) § 17 Absatz 5 bis 7 gilt entsprechend.19
(1) 1Der Schulleiter erstellt spätestens vier Wochen vor dem letzten Unterrichtstag eine auf eigenen Beobachtungen und Unterrichtsbesuchen beruhende schriftliche Beurteilung des Studienreferendars und erteilt eine Note nach § 20. 2Er berücksichtigt dabei die Beurteilungen der Mentoren. 3Das Ergebnis der Schulleiterbeurteilung und deren tragende Gründe werden dem Studienreferendar vom Schulleiter bis zum Ende des Vorbereitungsdienstes mündlich mitgeteilt. 4Die Beurteilungen sind der Schulaufsichtsbehörde zuzuleiten.
(2) 1Wird der Vorbereitungsdienst nach § 12 Absatz 4 Satz 1 Nummer 3 verlängert, erstellt der Schulleiter unverzüglich nach dem Verlängerungszeitraum erneut eine schriftliche Beurteilung nach Absatz 1, die sich auf den gesamten Vorbereitungsdienst erstreckt. 2Nur die erneute Schulleiterbeurteilung wird Bestandteil der Staatsprüfung nach § 15 Absatz 1 Satz 1.20
(1) 1Die Gesamtnote ermittelt sich aus den einzelnen Prüfungsbestandteilen. 2Diese werden wie folgt gewichtet:
3Abweichend von Satz 2 Nummer 2 wird die mündliche Prüfung im Doppelfach Musik zweifach gewichtet.
(3) 1Die Staatsprüfung ist bestanden, wenn die einzelnen Prüfungsbestandteile jeweils mindestens mit der Note „ausreichend“ bewertet worden sind. 2Die Gesamtnote der Staatsprüfung lautet bei einem Wert von
(1) 1Versäumt ein Studienreferendar einen Prüfungsbestandteil, wird für den versäumten Prüfungsbestandteil die Note „ungenügend“ erteilt, es sei denn, es liegt ein wichtiger Grund für das Versäumnis vor. 2Der Studienreferendar hat den wichtigen Grund unverzüglich der Schulaufsichtsbehörde durch Vorlage entsprechender Nachweise mitzuteilen. 3Ein wichtiger Grund ist insbesondere Krankheit, die unverzüglich durch ärztliches Attest, auf Verlangen auch durch amtsärztliches Attest nachzuweisen ist. 4Das Attest darf in der Regel nicht später als am Prüfungstag ausgestellt sein. 5Über das Vorliegen eines wichtigen Grundes entscheidet die Schulaufsichtsbehörde.
(2) 1Liegt ein wichtiger Grund vor, muss der versäumte Prüfungsbestandteil nachgeholt werden. 2Die Schulaufsichtsbehörde legt hierfür einen Termin fest. 3Die Prüfung soll spätestens nach einem Jahr begonnen oder fortgesetzt werden.
(3) Wer in Kenntnis eines wichtigen Grundes an einem Prüfungsbestandteil teilgenommen hat, kann das Vorliegen eines wichtigen Grundes nachträglich nicht mehr geltend machen.21
Versucht ein Studienreferendar die Prüfungsleistung durch Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen oder entspricht die Versicherung gemäß § 17 Absatz 4 Satz 3 nicht der Wahrheit, schließt ihn die Schulaufsichtsbehörde unter Berücksichtigung der Schwere des Verstoßes von der weiteren Teilnahme an der Staatsprüfung aus und erklärt die Staatsprüfung für nicht bestanden oder bewertet die Leistung des betreffenden Prüfungsbestandteiles mit der Note „ungenügend“.22
(1) 1Hat der Studienreferendar die Staatsprüfung nicht bestanden, kann er die nicht mindestens mit der Note „ausreichend“ bewerteten Prüfungsbestandteile oder die Staatsprüfung einmal wiederholen. 2Die Wiederholung erstreckt sich auf die gesamte Staatsprüfung, wenn die Gesamtnote schlechter als 4,00 ist oder die Prüfung nach § 23 für nicht bestanden erklärt wurde. 3Die Wiederholung einer mündlichen Prüfung oder Prüfungslehrprobe soll innerhalb des Vorbereitungsdienstes erfolgen.
(2) Hat der Studienreferendar die Wiederholungsprüfung nicht bestanden, ist sein Prüfungsanspruch für das jeweilige Lehramt erloschen.
(3) 1Hat der Studienreferendar die Prüfung nach § 15 Absatz 2 nicht bestanden, kann er diese Prüfung einmal wiederholen. 2Die Wiederholungsprüfung soll innerhalb des Vorbereitungsdienstes erfolgen.23
„Lehrer für das Lehramt an Gymnasien“ oder
„Lehrer für das Lehramt an berufsbildenden Schulen“
(2) 1Hat der Studienreferendar die Staatsprüfung bestanden, erhält er ein Zeugnis, das die Noten der einzelnen Prüfungsbestandteile ausweist. 2Auf dem Zeugnis ist die Gesamtnote der Staatsprüfung als Zahl nach § 21 Absatz 2 und als Worturteil nach § 21 Absatz 3 Satz 2 anzugeben. 3Als Datum ist der letzte Schultag oder der letzte Tag des ersten Schulhalbjahres einzusetzen. 4Auf dem Zeugnis für das Lehramt Sonderpädagogik werden auch die vermittelten Ausbildungsinhalte des zweiten studierten Förderschwerpunktes ausgewiesen.
(3) Hat der Studienreferendar neben der Staatsprüfung auch die Prüfung nach § 15 Absatz 2 bestanden, erhält er auch ein Zeugnis über den Erwerb der Lehrbefähigung in dem weiteren Fach oder in der weiteren Fachrichtung.
(4) Ist die Staatsprüfung oder die Prüfung nach § 15 Absatz 2 nicht bestanden, erhält der Studienreferendar einen Bescheid der Schulaufsichtsbehörde.24
(1) 1Anträge auf Zulassung zum Anpassungslehrgang nach § 5 des Befähigungs-Anerkennungsgesetzes Lehrer sind an die Schulaufsichtsbehörde zu richten. 2§ 6 Absatz 1 Satz 3 Nummer 1, 3 bis 12, Satz 4 und 5 gilt entsprechend.
(2) Die Schulaufsichtsbehörde teilt dem Antragsteller die Entscheidung über die Zulassung schriftlich mit.25
1Am Ende des Anpassungslehrgangs erstellt die Schulaufsichtsbehörde eine zusammenfassende schriftliche Bewertung, aus der sichtbar wird, ob der Lehrgang insgesamt erfolgreich durchlaufen wurde. 2Sie holt dafür je eine Stellungnahme jedes Mentors und des Schulleiters der Ausbildungsschule ein. 3Eine Wiederholung des Anpassungslehrgangs ist nicht möglich.
(1) 1Anträge auf Zulassung zur Eignungsprüfung nach § 6 des Befähigungs-Anerkennungsgesetzes Lehrer sind an die Schulaufsichtsbehörde zu richten. 2§ 6 Absatz 1 Satz 3 Nummer 1, 3 bis 12, Satz 4 und 5 gilt entsprechend.
(2) 1Die Schulaufsichtsbehörde teilt dem Antragsteller die Entscheidung über die Zulassung schriftlich mit. 2Sie bestimmt zugleich die Schule, in der die Möglichkeit zur Hospitation gegeben wird und die Prüfungslehrproben durchgeführt werden. 3Sie legt die Termine der Prüfungslehrproben und der mündlichen Prüfung fest.26
(1) 1Zur Vorbereitung der Prüfungslehrproben erhält der Antragsteller die Möglichkeit zur Hospitation und zur Erteilung von Unterricht. 2Der Zeitraum der Vorbereitung darf insgesamt vier Wochen nicht überschreiten. 3Dem Antragsteller ist zur Vorbereitung seiner Eignungsprüfung die Gelegenheit zu geben, bis zu vier Unterrichtsstunden in der Klasse, in dem Kurs oder in der Gruppe zu erteilen, in der oder in dem die jeweilige Prüfungslehrprobe stattfinden soll.
(2) 1Während der Vorbereitungszeit und der Zeit der Prüfungslehrprobe erhält der Antragsteller keine Vergütung oder sonstige Entschädigung. 2Während der Vorbereitungszeit und der Prüfungslehrproben gelten für den Antragsteller die sich aus den §§ 35, 37 und 42 des Beamtenstatusgesetzes vom 17. Juni 2008 (BGBl. I S. 1010), das zuletzt durch Artikel 1 des Gesetzes vom 29. November 2018 (BGBl. I S. 2232) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung, sowie aus § 71 Absatz 1 und 2 des Sächsischen Beamtengesetzes ergebenden Pflichten entsprechend. 3§ 11 Absatz 1 gilt entsprechend.27
(1) 1§ 16 Absatz 1 Satz 2 und 5 bis 7, § 17 Absatz 2 bis 7, § 18 Absatz 2 bis 4 sowie die §§ 20, 22 und 23 gelten entsprechend. 2Eine mündliche Prüfung im Schulrecht erfolgt nicht.
(2) 1Die Eignungsprüfung ist bestanden, wenn alle Prüfungsbestandteile bestanden sind. 2Nicht bestandene Prüfungsbestandteile können einmal wiederholt werden. 3Über das Bestehen der Eignungsprüfung stellt die Schulaufsichtsbehörde eine Bescheinigung aus. 4Ist die Eignungsprüfung nicht bestanden, erhält der Antragsteller einen Bescheid der Schulaufsichtsbehörde.
(2) 1Die Zahl der Ausbildungsplätze je Lehramt, Fach, berufliche Fachrichtung oder Förderschwerpunkt wird bestimmt durch die zur Verfügung stehenden Stellen und Mittel sowie die Ausbildungskapazitäten an der Schulaufsichtsbehörde und an den Ausbildungsschulen. 2Die Ausbildungskapazitäten an der Schulaufsichtsbehörde richten sich unter Berücksichtigung der Fächer, beruflichen Fachrichtungen und Förderschwerpunkte nach der Anzahl der zur Verfügung stehenden Hauptausbildungsleiter und Fachausbildungsleiter; die Ausbildungskapazitäten an den Schulen richten sich nach den zur Verfügung stehenden Klassen und Mentoren in den Fächern, beruflichen Fachrichtungen und Förderschwerpunkten.
1Sind die Ausbildungsplätze beschränkt, gibt das Staatsministerium für Kultus vor dem Einstellungstermin im Ministerialblatt des Staatsministeriums für Kultus und im Internet die Zahl der Ausbildungsplätze je Lehramt, Fach, berufliche Fachrichtung oder Förderschwerpunkt bekannt. 2Im Ministerialblatt des Staatsministeriums für Kultus und im Internet können auch Fächer mit besonderem öffentlichem Bedarf an ausgebildeten Lehrkräften in bestimmten Fächern, beruflichen Fachrichtungen oder Förderschwerpunkten ausgewiesen werden.
(3) 1Soweit die Zahl der Ausbildungsplätze nach Absatz 2 Nummer 4 nicht voll in Anspruch genommen wird, werden die verbleibenden Ausbildungsplätze nach Absatz 2 Nummer 2 vergeben. 2Darüber hinaus verbleibende Ausbildungsplätze werden nach Absatz 2 Nummer 1 vergeben.
1Die Reihenfolge der Auswahl nach dem Prüfungsergebnis richtet sich nach der Note der in § 4 genannten Abschlüsse. 2Innerhalb der Quote gemäß § 35 Absatz 2 Nummer 1 entscheidet bei gleichem Prüfungsergebnis die längere Wartezeit und bei gleicher Wartezeit das Los.
(2) 1Innerhalb der Quote nach § 35 Absatz 2 Nummer 2 werden Bewerber, die sich bereits zweimal in unmittelbarer Folge wegen Mangel an Ausbildungsplätzen erfolglos um Zulassung zum Vorbereitungsdienst im Freistaat Sachsen bemüht haben, vor Bewerbern berücksichtigt, die erst einen erfolglosen Zulassungsantrag gestellt haben. 2Bei gleicher Wartezeit entscheidet das bessere Prüfungsergebnis und bei gleichem Prüfungsergebnis das Los.
1Ein besonderer Härtefall liegt vor, wenn der Bewerber
ein schwerbehinderter oder gleichgestellter behinderter Mensch gemäß § 2 Absatz 2 oder Absatz 3 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch vom 23. Dezember 2016 (BGBl. I S. 3234), das zuletzt durch Artikel 4 des Gesetzes vom 18. April 2019 (BGBl. I S. 473) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung, ist oder
2Bewerber, auf die mehrere Tatbestände zutreffen, werden vor Bewerbern mit weniger Tatbeständen zugelassen; jede gemäß Satz 1 Nummer 2 betreute Person gilt als ein Tatbestand. 3Im Übrigen entscheidet innerhalb der Quote gemäß § 35 Absatz 2 Nummer 4 das bessere Prüfungsergebnis, bei gleichem Prüfungsergebnis die längere Wartezeit und bei gleicher Wartezeit das Los.28
(1) 1Der Vorbereitungsdienst nach den Bestimmungen der Lehramtsprüfungsordnung II vom 16. Dezember 2013 (SächsGVBl. S. 948), die zuletzt durch Artikel 24 der Verordnung vom 16. September 2014 (SächsGVBl. S. 530) geändert worden ist, findet letztmalig zum Einstellungstermin 1. August 2016 statt. 2Der Antrag auf Zulassung zum Vorbereitungsdienst nach Satz 1 ist bis zum 1. März 2016 zu stellen. 3Zum 1. Juni 2016 erfolgt keine Einstellung in den Vorbereitungsdienst. 4Die Prüfungslehrproben und die mündlichen Prüfungen für diesen Einstellungstermin finden abweichend von § 15 Absatz 1 Satz 2 der Lehramtsprüfungsordnung II vom 16. Dezember 2013 (SächsGVBl. S. 948), die zuletzt durch Artikel 24 der Verordnung vom 16. September 2014 (SächsGVBl. S. 530) geändert worden ist, in den letzten drei Monaten statt.
(5) Die Sächsische Bildungsagentur nimmt die Zuständigkeiten der Schulaufsichtsbehörde nach dieser Verordnung bis zum 31. Dezember 2017 wahr.
(6) 1Lehramtsanwärter und Studienreferendare, die ihren Vorbereitungsdienst zum 1. August 2018 begonnen haben, können auf Antrag in das Beamtenverhältnis auf Widerruf berufen werden, wenn sie die Voraussetzungen für die Ernennung zum Beamten erfüllen. 2Der Antrag kann bis zum 31. Januar 2019 gestellt werden.29
Anm. der Red.: Im gesamten Dokument werden die Wörter „Sächsische Bildungsagentur“ und „Sächsischen Bildungsagentur“ ersetzt durch das Wort „Schulaufsichtsbehörde“ durch Artikel 2 der Verordnung vom 29. Juni 2017 (SächsGVBl. S. 378, 381); Ausnahme § 41.
Inhaltsübersicht geändert durch Artikel 9 des Gesetzes vom 11. Dezember 2018 (SächsGVBl. S. 714)
§ 1 geändert durch Artikel 2 der Verordnung vom 29. Juni 2017 (SächsGVBl. S. 378, 381) und durch Artikel 9 des Gesetzes vom 11. Dezember 2018 (SächsGVBl. S. 714)
§ 2 geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 2. Juli 2019 (SächsGVBl. S. 568)
§ 3 geändert durch Artikel 2 der Verordnung vom 29. Juni 2017 (SächsGVBl. S. 378, 381) und durch Artikel 9 des Gesetzes vom 11. Dezember 2018 (SächsGVBl. S. 714)
§ 4 geändert durch Artikel 2 der Verordnung vom 5. Oktober 2016 (SächsGVBl. S. 475, 476), durch Artikel 2 der Verordnung vom 29. Juni 2017 (SächsGVBl. S. 378, 381), durch Artikel 9 des Gesetzes vom 11. Dezember 2018 (SächsGVBl. S. 714) und durch Artikel 1 der Verordnung vom 2. Juli 2019 (SächsGVBl. S. 568)
§ 5 geändert durch Artikel 2 der Verordnung vom 29. Juni 2017 (SächsGVBl. S. 378, 381), durch Artikel 9 des Gesetzes vom 11. Dezember 2018 (SächsGVBl. S. 714) und durch Artikel 1 der Verordnung vom 2. Juli 2019 (SächsGVBl. S. 568)
§ 6 geändert durch Artikel 2 der Verordnung vom 29. Juni 2017 (SächsGVBl. S. 378, 381) und durch Artikel 1 der Verordnung vom 2. Juli 2019 (SächsGVBl. S. 568)
§ 7 geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 2. Juli 2019 (SächsGVBl. S. 568)
§ 8 geändert durch Artikel 2 der Verordnung vom 29. Juni 2017 (SächsGVBl. S. 378, 381) und durch Artikel 1 der Verordnung vom 2. Juli 2019 (SächsGVBl. S. 568)
§ 9 neu gefasst durch Artikel 9 des Gesetzes vom 11. Dezember 2018 (SächsGVBl. S. 714) und geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 2. Juli 2019 (SächsGVBl. S. 568)
§ 10 geändert durch Artikel 2 der Verordnung vom 29. Juni 2017 (SächsGVBl. S. 378, 381), durch Artikel 9 des Gesetzes vom 11. Dezember 2018 (SächsGVBl. S. 714) und durch Artikel 1 der Verordnung vom 2. Juli 2019 (SächsGVBl. S. 568)
§ 11 geändert durch Artikel 9 des Gesetzes vom 11. Dezember 2018 (SächsGVBl. S. 714) und durch Artikel 1 der Verordnung vom 2. Juli 2019 (SächsGVBl. S. 568)
§ 12 geändert durch Artikel 9 des Gesetzes vom 11. Dezember 2018 (SächsGVBl. S. 714) und durch Artikel 1 der Verordnung vom 2. Juli 2019 (SächsGVBl. S. 568)
§ 13 geändert durch Artikel 9 des Gesetzes vom 11. Dezember 2018 (SächsGVBl. S. 714) und durch Artikel 1 der Verordnung vom 2. Juli 2019 (SächsGVBl. S. 568)
§ 14 geändert durch Artikel 2 der Verordnung vom 29. Juni 2017 (SächsGVBl. S. 378, 381), durch Artikel 9 des Gesetzes vom 11. Dezember 2018 (SächsGVBl. S. 714) und durch Artikel 1 der Verordnung vom 2. Juli 2019 (SächsGVBl. S. 568)
§ 15 geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 2. Juli 2019 (SächsGVBl. S. 568)
§ 16 geändert durch Artikel 9 des Gesetzes vom 11. Dezember 2018 (SächsGVBl. S. 714) und durch Artikel 1 der Verordnung vom 2. Juli 2019 (SächsGVBl. S. 568)
§ 17 geändert durch Artikel 2 der Verordnung vom 29. Juni 2017 (SächsGVBl. S. 378, 381) und durch Artikel 9 des Gesetzes vom 11. Dezember 2018 (SächsGVBl. S. 714)
§ 18 geändert durch Artikel 2 der Verordnung vom 29. Juni 2017 (SächsGVBl. S. 378, 381) und durch Artikel 9 des Gesetzes vom 11. Dezember 2018 (SächsGVBl. S. 714)
§ 19 geändert durch Artikel 9 des Gesetzes vom 11. Dezember 2018 (SächsGVBl. S. 714)
§ 22 geändert durch Artikel 2 der Verordnung vom 29. Juni 2017 (SächsGVBl. S. 378, 381) und durch Artikel 9 des Gesetzes vom 11. Dezember 2018 (SächsGVBl. S. 714)
§ 23 geändert durch Artikel 9 des Gesetzes vom 11. Dezember 2018 (SächsGVBl. S. 714)
§ 24 geändert durch Artikel 9 des Gesetzes vom 11. Dezember 2018 (SächsGVBl. S. 714)
§ 25 geändert durch Artikel 2 der Verordnung vom 29. Juni 2017 (SächsGVBl. S. 378, 381) und durch Artikel 9 des Gesetzes vom 11. Dezember 2018 (SächsGVBl. S. 714)
§ 26 geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 2. Juli 2019 (SächsGVBl. S. 568)
§ 29 geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 2. Juli 2019 (SächsGVBl. S. 568)
§ 30 geändert durch Artikel 2 der Verordnung vom 29. Juni 2017 (SächsGVBl. S. 378, 381) und durch Artikel 1 der Verordnung vom 2. Juli 2019 (SächsGVBl. S. 568)
§ 38 geändert durch Artikel 2 der Verordnung vom 29. Juni 2017 (SächsGVBl. S. 378, 381) und durch Artikel 1 der Verordnung vom 2. Juli 2019 (SächsGVBl. S. 568)
§ 41 geändert durch Artikel 2 der Verordnung vom 29. Juni 2017 (SächsGVBl. S. 378, 381) und durch Artikel 9 des Gesetzes vom 11. Dezember 2018 (SächsGVBl. S. 714)
Quelle: REVOSax http://www.revosax.sachsen.de/vorschrift_gesamt/16805/38946.html Stand vom 10.04.2020

References: § 4
 § 4
 § 4
 § 12
 § 6
 § 4
 § 4
 § 4
 § 22
 § 7
 § 12
 § 12
 § 30
 § 6
 § 16
 § 22
 § 22
 § 4
 § 4
 § 18
 § 75
 § 18
 § 14
 § 13
 § 24
 § 7
 § 13
 § 20
 § 18
 § 18
 § 7
 § 17
 § 20
 § 17
 § 20
 § 12
 § 15
 § 17
 § 23
 § 15
 § 21
 § 21
 § 15
 § 15
 § 5
 § 6
 § 71
 § 17
 § 18
 § 4
 § 35
 § 35
 § 2
 § 35
 § 15
 § 41

§ 1

§ 2

§ 3

§ 4

§ 5

§ 6

§ 7

§ 8

§ 9

§ 10

§ 11

§ 12

§ 13

§ 14

§ 15

§ 16

§ 17

§ 18

§ 19

§ 22

§ 23

§ 24

§ 25

§ 26

§ 29

§ 30

§ 38

§ 41