Source: https://www.dgs-leichtathletik.de/download/ordnungen/sportordnungen/
Timestamp: 2019-04-22 08:38:58+00:00

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SPORTORDNUNGEN - DGS-Leichtathletik Webseite
KURZWORTBEZEICHNUNGEN
WETTKAMPFVERKEHR
DGS-VERBANDSPASS UND TEILNAHMEBERECHTIGUNG
VEREINSWECHSEL UND WARTEZEIT
PFLICHTEN DER AUSRICHTENDEN VEREINE
REKORD UND BESTLEISTUNGEN
SPARTENTAGUNG, ARBEITSTAGUNG, SPARTENLEITUNG
DGS Deutscher Gehörlosen-Sportverband
EDSO European Deaf Sport Organisation
(Europäische Gehörlosen Sportorganisation)
(Internationales Komitee für Gehörlosensport)
EAA European Athletic Association
Wird im Text der Ordnungen bei Funktionsbezeichnungen die männliche Sprachform verwendet, so sind unabhängig davon alle Ämter grundsätzlich mit Frauen und Männer besetzbar In den nachfolgenden Regeln, Bestimmungen, u.a. schließt "Wettkämpfer/Sportler" mit seinen Ableitungen auch jeweils "Wettkämpferin/Sportlerin" ein.
Sportordnung der Sparte Leichtathletik
Entwurf von der DGS-LA-Spartentagung am 23. Oktober 1982
Änderungen beschlossen von der DGS-LA-Spartentagung am 25. Oktober 2014 in Essen
Bestätigung vom DGS-Präsidium am XX.XX.2015 in Essen
Inkrafttreten ab sofort bis auf weiteres
1.1. Diese Spartenordnung der Leichtathletik soll die Wettkampfbegegnungen im Bereich des Deutschen Gehörlosen-Sportverbandes und soweit betreffend auch im internationalen Rahmen des ICSD regeln.
1.2 Für ihre Verwirklichung ist der Verbandsleichtathletikwart zuständig.
1.3 Dieser regelt den Wettkampfbetrieb mit dem Technischen Leiter.
1.4 Ein Vertreter des DGS-Präsidiums kann beratend hinzugezogen werden.
2.1. Die Leichtathletik-Wettkämpfe werden gemäß den Regeln und Normen des DLV und der DLO
durchgeführt, soweit nicht abweichende Regeln für Gehörlose im Rahmen dieser Spartenordnung,
der Satzung des DGS und den Regelungen des ICSD zwingend angezeigt sind.
2.2 Die Sparte Leichtathletik ist die für den Gehörlosen- Leichtathletiksport zuständige
Verbandsfachgruppe im Deutschen Gehörlosen-Sportverband (DGS) und wird gebildet
3. Wettkampfverkehr
3.1 Der Wettkampfverkehr gliedert sich auf in
a) Europa- und Weltmeisterschaften und Deaflympics
b) Länderkämpfe,
c) Landes- und DGS-Meisterschaften,
d) Vereinsveranstaltungen im In- und Ausland,
e) Vereinsinterne Wettkämpfe.
3.2 Wettkämpfe der Artikel 3.1 a) und b) werden nur von der Spartenleitung des führenden Leiters, Trainer und Aktivensprecher durchgeführt bzw. beschickt, nach Absprache mit dem DGS-Präsidium.
3.3 Alle Veranstaltungen der Artikel 3.1 c) werden von der jeweils zuständigen Verbandsleitung durchgeführt unter der Ausrichtung durch den örtlichen Sportverein.
3.4 Wettkämpfe der Artikel 3.1 a) bis c) genießen Terminschutz.
3.5 Alle Termine sollten mit der Spartenleitung auf den jeweils stattfindenden Arbeits-/Spartentagungen abgestimmt werden, um Terminüberschneidungen und Störungen möglichst zu vermeiden.
3.6 Veranstaltungen der Artikel 3.1 d) und auch die Teilnahme an solchen Veranstaltungen im Inland wie im Ausland sind spätestens 3 Monate vorher mit Anmeldungs-/Genehmigungs-Antrag in vierfacher Ausfertigung beim DGS-Landessportverband anzumelden. Bei Zulassung der Veranstaltung durch den Landessportverband wird dieser den Antrag an die DGS-LA-Spartenleitung weiterleiten.
3.7 Verspätete Anmeldungen können, wenn keine sonstigen Hinderungen bestehen, gegen doppelte Gebühr genehmigt werden.
4. Wettkampfjahr
4.1 Das Wettkampfjahr der Leichtathletik läuft mit dem Kalenderjahr identisch, also vom Januar bis Dezember.
5. DGS-Verbandspass und Teilnahmeberechtigung
5.1 Jeder Wettkämpfer (ab Jugendklasse) muss im Besitz eines DGS-Verbands-passes sein, in dem die Startberechtigung durch die Sparte Leichtathletik eingetragen sein muss.
5.2 Der Verbandspass ist bei Teilnahme an allen Wettkämpfen mitzuführen und auf Verlangen der Wettkampfleitung vorzuzeigen bzw. auszuhändigen.
5.3 Die Wettkampfberechtigung erhalten nur Sportler, die mindestens 55 dB Hörschädigung auf beiden Ohren haben, die durch Audiogramm nachgewiesen werden muss.
5.4 Der bei Neueintragung oder Vereinswechsel der Passstelle eingereichte Verbandspass
muss vollständig ausgefüllt sein. Andernfalls wird er nicht bearbeitet und zurückgesandt.
Nachnamen (Zunamen) sollten in den Verbandspässen zur besseren Kennzeichnung groß
geschrieben werden (z. B. PAUL, Anton)
5.5 Bei allen Wettkämpfen dürfen keine Hörhilfen getragen werden. Bei Zuwiderhandlung wird der Wettkämpfer für diese Disziplin disqualifiziert, und beim Einsatz in der Staffel, die ganze Staffel disqualifiziert. Dem Verein wird eine Geldstrafe gemäß der Strafordnung auferlegt.
6. Vereinswechsel und Wartezeit
6.1 Ein gültiger Vereinswechsel liegt vor, wenn der bisherige Verein die Freigabe und der neue Verein die Mitgliedschaft im DGS-Pass bescheinigt haben. Mit dem Datum der Freigabe erlischt die Wettkampfberechtigung für den bisherigen Verein.
6.2 Ein Verein kann die Freigabe nur dann verweigern, wenn der Betroffene mit
Beitragszahlungen oder Rückgabe von Vereinseigentum in Verzug ist.
Wichtig ist bei Vorlage von dem betroffenen Verein der Beweismittel durch Vollstreckungstitel nach § 197 BGB oder Verjährungsfrist nach § 195 BGB der Beitragsschulden zu beachten.
6.3 Die Wettkampfberechtigung für den neuen Verein ist an eine Wartezeit
von 6 Wochen gebunden. Die Wartezeit beginnt mit dem Eingang des Passes bei der Passstelle. Sie endet spätestens bis zum Ende des Wettkampfjahres. Bei Vereinswechsel vom 01.10. bis 30.11. Startberechtigung ab 01. 01. des neuen Jahres entfällt die Wartezeit. Bei Wohnortwechsel erfolgt keine Sperre. Die Vorlage einer Kopie der Umzugsbescheinigung innerhalb eines Monats ist dabei zwingend.
6.4 Ist ein Sportler vor mehr als einem Jahr aus dem bisherigen Verein ausgetreten und hat seither an keinen leichtathletischen Wettkämpfen mehr teilgenommen, kann er für den neuen Verein sperrenfrei starten, nach Eintragung der Startberechtigung für den neuen Verein.
7. Pflichten der ausichtenden Vereine
7.1 Ausrichtende Vereine zu Artikel 3.1 b) und c) sind verpflichtet, alles zu tun, dass dem DGS durch die Ausrichtung der Veranstaltungen keine unzumut-baren und überflüssigen Kosten entstehen. Sie sollen nach Möglichkeit versuchen, von öffentlichen Stellen o.a. eine Kostenzusage zu bekommen, falls ein Defizit entstehen sollte.
7.2 Der ausrichtende Verein hat auch dafür Sorge zu tragen, dass die Platzanlage den Anforderungen entsprechend hergerichtet sein wird.
7.3 Zu allen Leichtathletik-Veranstaltungen sollte ein Kampfgericht aus geprüften Kampfrichtern bestellt werden, es sei denn, der Ausrichter oder der Gehörlosen-Landessportverband verfügt selbst über ausgebildete und geprüfte Kampfrichter. Dies erfolgt sofort nach der Bekanntgabe der Bedarfsanforderungsliste, zeitgleich Absprache mit dem technischen Leiter.
7.4 Der Wettkampfleitung sind ausreichend große Räume für die Schreib-Organisationsarbeiten zur Verfügung zu stellen.
7.5 Der Ausrichter muss auch um den Einsatz von Sanitätern sorgen.
7.6 Von allen Veranstaltungen sind der Spartenleitung mindestens drei komplette Ergebnislisten zuzusenden bzw. zu überlassen. Die Spartenleitung übernimmt etwa notwendige Weiterleitungen der Ergebnislisten an übergeordnete Verbände.
8.1 Die Ausländer – Richtlinien des DGS für die Deutsche Gehörlosen Meisterschaften nach
gültigem Stand verbindlich zu befolgen.
8.2 In einer Mannschaft oder Staffel kann höchstens ein Ausländer starten, Ausländer können
in Einzeldisziplinen keinen DG-Meistertitel erwerben. Unter Ausländern sind auch
Staatenlose und Asylanten zu verstehen.
8.4 Falls ein Sportler eingebürgert ist, muss er dies durch Vorlage einer amtlichen Bestätigung
nachweisen und kann dann an allen Wettbewerben teilnehmen. Solange der Nachweis
nicht vorliegt wird, gilt er als Ausländer (gelten §§ 8.2 entsprechend)
9. Nationalmannschaft
9.1 Berufungen in die Nationalmannschaft sind Folge zu leisten, falls kein dringender Grund zur Verhinderung angegeben werden kann.
9.2 Mutwilliges oder unbegründetes Fernbleiben von Nationalmannschaftsein-berufungen wird laut Strafordnung der Sparte bestraft.
9.3 Den Anordnungen der Spartenleitung ist unbedingt Folge zu leisten.
9.4 Der Einsatz von Leichtathletik bei Repräsentativwettkämpfen
(Länderwettkämpfe, Europameisterschaften und Deaflympics) wird vom Verbandsfachwart
nach Absprache mit den Trainern und den Aktivensprechern dem
DGS-Leistungssportausschuss (LSA) vorgeschlagen.
Die letzte Entscheidung für die Nominierung liegt dem DGS-LSA.
10. Rekord und Bestleistungen
10.1 Rekorde sind Leistungsergebnisse, welche entweder gleich gut oder besser als das bisher beste Ergebnis sind.
10.2 Rekorde sind mit DGS-Rekordprotokoll innerhalb 3 Wochen der Spartenleitung zu melden. Beigefügt werden müssen dabei: Ausschreibung und vollständige Ergebnisliste. Es muss eine Kopie des Wettkampfbogens bzw. bei elektrisch gestoppten Zeiten das Zielfoto mit eingereicht werden, bei Nichtvorhandensein eines Zielfotos wird ein Zielzeitstreifen verlangt.
10.3 Europa- bzw. Weltrekorde sind mit EDSO- bzw. ICSD-Vordruck ebenfalls innerhalb
3 Wochen mit gleichen Beilagen wie unter 10.2 beschrieben, an den DGS-Leichtathletik-
Fachwart zu senden, welcher die Weiterleitung an die EDSO bzw. das ICSD übernimmt.
10.4 DGS-Rekorde können nur in den vom DLV angegebenen Disziplinen an-erkannt werden.
Die Rekorde werden im Internet unter www.dgs-leichtathletik.de veröffentlicht. Europa- bzw. Weltrekorde können nur in den von der EDSO bzw. vom ICSD anerkannten Disziplinen anerkannt werden.
10.5 Rekorde und Bestleistungen können sowohl bei den Gehörlosen- wie auch bei Hörenden-Wettkämpfen aufgestellt werden. Voraussetzung ist jedoch, dass der hörbehinderte Wettkämpfer beim DGS gemeldet ist und den DGS-Verbandspass besitzt.
10.6 Bestleistungen, die bei Hörenden-Veranstaltungen erzielt wurden, sollen per "Leistungs-Bestätigungen" dem Fachwart mitgeteilt werden, damit er sich ein Bild vom Leistungsstand, eventuell für die Nationalmannschaft, machen kann.
10.7 In Zweifelsfällen entscheiden die Regeln der ALB und DLO des DLV nach neuester Ausgabe.
11. Spartentagung, Arbeitstagung, Spartenleitung
11.1 Alle 4 Jahre findet die Spartentagung statt, auf der die Spartenleitung für 4 Jahre gewählt wird. Bei der Spartentagung wird durch die Spartenleitung der Tätigkeits- und Kassenbericht abgegeben. Die Revisoren geben den Revisionsbericht ab. Die Wahl erfolgt mit einfacher Stimmenmehrheit.
11.2 Zwei Jahre nach der Spartentagung findet jeweils eine Arbeitstagung statt, auf der Rückblick gehalten, die Kasse geprüft und die Planungen für die nächsten Jahre festgelegt werden.
11.3 Zu den Sparten- und Arbeitstagungen werden die Landes-Gehörlosensportverbände und Vereine mindestens 2 Monate vorher eingeladen. Die Entsendung der Delegierten erfolgt über die Landes-Gehörlosen-Sportverbände, welche auch mit den Vereinen die Kosten für die Fahrt und Spesen regeln. Jeder LGSV und jeder Verein, der auch den Spartenbeitrag (Bestandserhebung) bezahlt hat. erhält 1 Stimme. Die Spartenleitung hat pro Mitarbeiter eine Stimme.
11.4 Die Spartenleitung besteht aus:
dem Verbandsleichtathletikwart
dem Leiter der Pass- und Kassenstelle
Die Pass- und Kassenstelle können getrennt oder zusammen verwaltet werden. Die Pass- oder die Kassenstelle oder beide zusammen können auch vom Verbandsleichtathletikwart oder dem Technischen Leiter übernommen werden, wenn die Spartentagung zustimmt. Bei Bedarf können weitere Mitarbeiter vom Verbandsleichtathletikwart bestimmt.
Für die Kassenrevision werden aus dem Kreis der Delegierten zwei Revisoren gewählt. Die Revisoren werden bei der Spartentagung für 4 Jahre gewählt. Wiederwahl ist zulässig.
11.5 Alle Beschlüsse der Sparten- und der Arbeitstagungen werden mit einfacher Mehrheit gefasst und sind bindend für alle dem DGS angeschlossenen Vereine, die an den Leichtathletikwettkämpfen im DGS teilnehmen.
1. Den aktiven Teilnehmern an Leichtathletik-Länderkämpfen wird eine Ehrung verliehen. Für die Verleihung dieser Auszeichnung haben folgende Stufen Gültigkeit:
15 Länderkämpfe-Wandteller mit DGS – Bronze-Medaille - Ehrung
25 Länderkämpfe-Wandteller mit DGS – Silber-Medaille - Ehrung
35 Länderkämpfe-Wandteller mit DGS – Gold-Medaille - Ehrung
Die aktive Teilnahme an den Weltspielen und Europameisterschaften wird wie die Teilnahme an einem Länderkampf gewertet.
2. Die Verleihung der Ehrung erfolgt durch die Leichtathletik-Spartenleitung.
3. Sportlerinnen und Sportler der ehemaligen DDR erhalten ebenfalls die gleiche Auszeichnung, wenn sie als Mitglied der DDR-Mannschaft an Länderkämpfen ab 1987 bis 1990 teilgenommen haben.
§ 1 Teilnahmegebühren
1.1 Jahresgrundgebühren
Jeder Gehörlosen-Sportverein mit Leichtathletik-Abteilung hat für jedes Wettkampfjahr eine Jahresgrundgebühr (Spartenbeitrag) zu entrichten. Ohne Zahlung der Jahresgrundgebühr (Spartenbeitrag) kann keine Wettkampfteilnahme erteilt werden. Die Jahresgrundgebühr (Mindestspartenbeitrag) beträgt
EUR 30,- pro Verein bzw. Abteilung.
1.2 Organisationsgebühren
Die Organisationsgebühr (Startgelder) für die Teilnahme an den jeweiligen Wettkampfveranstaltungen wird von der Spartenleitung nach Kostenanfall festgelegt und in der Ausschreibung bekanntgegeben.
§ 2 Gebühren zu Wettkampfberechtigungen
2.1 Eintragung der Wettkampfberechtigung (incl. Porto) 2,50 EUR
2.2 Umschreibung der Wettkampfberechtigung (incl. Porto) 2,50 EUR
2.3 Nachprüfung der Pass-Freigabeverweigerung 10,- EUR
2.4 Bearbeitung von Streitfällen 10,- EUR
§ 3 Rechtsmittelgebühren
3.1 Protestgebühr (z.B. gegen Kampfgerichtsentscheidungen) 10,- EUR
3.2 Einspruchsgebühr (gegen Entscheidungen der Leitung) 15,- EUR
3.3 Berufungsgebühr (gegen Urteile) 20,- EUR
3.4 Gnadengesuchsgebühr 25,50 EUR
§ 4 Genehmigungsgebühren
Genehmigungsgebühren werden nach der Gebührenordnung des DGS, von der Sparte Leichtathletik erhoben. Die Gebühren staffeln sich wie folgt:
4.1 Veranstaltungen bis 4 Vereine 5,- EUR
4.2 Veranstaltungen bis 4 Vereine mit Auslandsvereinen 7,50 EUR
4.3 Veranstaltungen über 4 Vereine 7,50 EUR
4.4 Veranstaltungen über 4 Vereine mit Auslandsvereinen 10,- EUR
4.5 Teilnahme an Auslandswettkämpfen 5,- EUR
4.6 Freundschaftswettkampf mit Auslandsverein 5,- EUR
4.7 EDSO-Autorisationsgebühren für Internationale
Sportveranstaltungen in Deutschland, pro Land 7,50 EUR
(wird von der EDSO erhoben)
4.8 Die Anmeldung aller Veranstaltungen immer mindestens 3 Monate vorher mit Angabe aller Vereine. Bei verspäteter Meldung werden doppelte Gebühren erhoben. Von den normalen Gebühreneinnahmen bekommen die Landes-Gehörlosen-Sportverbände einen 50%igen Anteil (außer EDSO-Gebühren und Strafgebühren). Die EDSO-Gebühren sind an den DGS zu zahlen und werden vom DGS an die EDSO überweisen. Die Strafgebühren (Aufschlagbetrag bei verspäteter Anmeldung oder nachträglicher Anmeldung) verbleiben in der Spartenkasse.
Der Gebührenanteil der Landes-Gehörlosen-Sportverbände wird bis zum Ende des Jahres an die Landes-Gehörlosen-Sportverbände von der Sparte Leichtathletik überwiesen.
Nicht dem DGS angeschlossene Vereine (Gehörlosen-Ortsvereine) zahlen die doppelte Gebühr. Diese Veranstaltungen müssen aber unter Aufsicht eines dem DGS angeschlossenem Gehörlosen-Sportverein stehen.
1. Mahnung nach 4 Wochen 10,00 EUR
2. Mahnung nach Ablauf der 1. Mahnung nach 4 Wochen 20,00 EUR
Die Mahngebühren werden verlangt, wenn der Verein seit mehr als 4 Wochen nicht bezahlt hat.
1.1 Die Strafordnung ist nach der DGS-Verbandssatzung unter § 39 und § 40 stets angemessen zu befolgen und darf grundsätzlich nicht höher als im vorgeschriebene DGS-Verbandssatzung.
Als Strafen sind in der Sparte Leichtathletik zulässig:
a) Verweise
c) Ausschluss aus der LA-Sparte
d) Wettkampfsperren
e) Platzsperren
1.2 Geldstrafen müssen innerhalb von 14 Tagen nach Bekanntgabe des Urteils eingezahlt werden, da sonst Wettkampfsperre erfolgen kann. Es kann Frist-verlängerung beantragt werden.
1.3 Vereine haften für die Geldstrafen ihrer Mitglieder.
1.4 Sperren dürfen nicht in Geldstrafen umgewandelt werden.
1.5 Die Strafe kann auf Antrag mittels Gnadengesuch ermäßigt oder auch ganz erlassen werden. Eingehende Begründung ist dem Antrag beizufügen.
§ 2 Strafen gegen Wettkämpfer
2.1 Teilnahme an Wettkämpfen ohne Erlaubnis 10,- EUR
2.2 Tätlichkeiten gegen Wettkampfleitung 25,50 EUR
2.3 Beleidigung der Wettkampfleitung 5,- EUR
2.4 Unsportliches Verhalten auf und nach Verlassen der
Wettkampfanlage 5,- EUR
2.5 Verweigerung des Einsatzes in der Nationalmannschaft
(unbegründet oder mutwillig) und Sperre 25,50 EUR
2.6 Starten während der Sperre zusätzlich 1 Jahr Sperre
§ 3 Strafen gegen Vereine
3.1 Wettkämpfe gegen und mit Nicht-Verbandsvereinen 25,50 EUR
3.2 Nicht pünktliches Einsenden von Ergebnislisten 5,- EUR
3.3 Unvollständige oder falsche Angaben in Meldelisten 2,50 EUR
3.4 Startanmeldung eines nichtstartberechtigten, gesperrten oder
ausgeschlossenen Wettkämpfers, jedoch ohne Teilnahme 5,- EUR
3.5 Teilnahme mit gültigem Verbandspass, jedoch ohne Sparteneintrag 5,- EUR
3.6 Teilnahme eines gesperrten, ausgeschlossenen oder nicht start-
berechtigten Wettkämpfers 25,50 EUR
3.7 Verhinderung des Nationalmannschaftseinsatzes (unbegründet
oder mutwillig) 25,50 EUR
3.8 Widerrechtliches Zurückhalten eines Passes 10,- EUR
3.9 Durchführung von Veranstaltungen ohne Genehmigung 25,50 EUR
3.10 Teilnahme im Ausland ohne Genehmigung 25,50 EUR
3.11 Vernachlässigung der Platzdisziplin und mangelnder Schutz des
Kampfgerichts und der Wettkampfleitung 25,50 EUR
3.12 Freigabeverweigerung ohne Begründung 5,- EUR
3.13 Wettkampfeinsatz mit Hörhilfen, Disqualifikation 5,- EUR
(für diese Disziplin)
3.14 Sportwidriges Betragen der Vereine und Mitglieder wird streng bestraft. Das Strafmaß richtet sich nach der Schwere des Vorfalls. Bei besonders schwerwiegendem Vorfall kann Ausschluss aus der Sparte Leichtathletik des DGS erfolgen.
3.15 In allen Wiederholungsfällen werden Strafe und Sperre verdoppelt.
§ 4 Anti-Doping-Code und Bekämpfung des Doping
Die in der Satzung des DGS unter § 36.1; 36.3; 36.4; § 37.4; und § 41 ff festgelegten Bestimmungen zur Bekämpfung von Doping und die Anti-Doping-Bestimmungen (Anti-Doping-Code) des DGS sind von allen Leichtathletiksporttreibenden Gehörlosen-Sportvereine und deren Mitgliedern sowie auch von den Landesgehörlosen-Sportverbänden zu befolgen. Bei Nichtbeachtung und Verstoß gegen den Anti-Doping- Code des DGS erfolgen Strafmaßnahmen des DGS.
5.1 Alle Strafen gelten pro Vorfall.
5.2 Die Höchststrafe beträgt 76,50 EUR je Veranstaltung, auch wenn die Veranstaltung 2 Tage dauert.
5.3 Werbung auf Sportbekleidung der Wettkämpfer über gesamte Vorder- oder Rückseite
ist nur mit Genehmigung des Deutschen Gehörlosen-Sportver-bandes gestattet. Die
Entscheidung über zulässige Werbung auf Sportbekleidung fällt der DGS oder die
Spartenleitung der Sparte Leichtathletik
§ 1 Rechtsordnung
1.1 Alle Rechtsstreitigkeiten innerhalb der Sparte Leichtathletik werden in eigener Zuständigkeit geklärt und entschieden.
1.2 Als Rechtsgrundlage dienen der Sparte Leichtathletik diese Ordnungen, die Satzung des DGS und die Bestimmungen des ICSD, EDSO und DLV.
1.3 In allen Streitfällen, die in den Ordnungen nicht aufgeführt sind, entscheidet die Spartenleitung der Sparte Leichtathletik nach eigenem Ermessen im Sinne des sportlichen Gedankens.
§ 2 Rechtsmittel
2.1 Der Verein kann innerhalb 14 Tagen (in begründeten Ausnahmefällen innerhalb von 4 Wochen) gegen ein Urteil Einspruch erheben. Er muss den Einspruch eingehend schriftlich begründen und Beweismittel beifügen. Der Einspruch muss mittels eingeschriebenem Brief erfolgen. Er wird nur bearbeitet, wenn die in der Gebührenordnung (GBO) angegebene Einspruchsgebühr überwiesen ist. Der Einspruch ist zusammen mit den Beweismitteln an den Verbandsleichtathletikwart einzusenden.
2.2 Die Einhaltung der Frist und die Entrichtung der Gebühr sind Bedingung zur Bearbeitung des Einspruches. Andernfalls wird der Einspruch abgewiesen.
3.1 Die Kosten für die Verhandlung hat der schuldige Verein zu tragen.
3.2 Im Falle gütlicher Einigung oder auch beidseitiger Teilschuld kann die Gebühr zur Hälfte auf beide
Kontrahenten verteilt werden.
§ 4 Sportsgericht
4.1 Die Anrufung beim Sportgericht des DGS lautet § 37 der Verbandssatzung des DGS nach den Entscheidungen der ersten Instanz werden durch das Sportsgericht nur dann überprüft, wenn das Sportsgericht innerhalb von 4 Wochen seit Zugang der Entscheidung angerufen wird. Die Anrufung hat schriftlich zu erfolgen und ist rechtverbindliche Unterschrift des Vereins unterzeichen.
5.1 Die Spartenleitung haftet nicht für bei sportlichen Veranstaltungen etwa eintretende Unfälle oder Diebstähle auf den Sportplätzen, in den Räumen des Vereins, auf dem Sportplatz oder in der Sporthalle.

References: § 197
 § 195

§ 1

§ 2

§ 3

§ 4
 § 39
 § 40

§ 2

§ 3

§ 4
 § 36
 § 37
 § 41

§ 1

§ 2

§ 4
 § 37