Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=17.06.1999&Aktenzeichen=III%20ZR%20248/98
Timestamp: 2019-08-20 09:15:07+00:00

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BGH, 17.06.1999 - III ZR 248/98 - dejure.org
https://dejure.org/1999,3042
BGH, 17.06.1999 - III ZR 248/98 (https://dejure.org/1999,3042)
BGH, Entscheidung vom 17.06.1999 - III ZR 248/98 (https://dejure.org/1999,3042)
BGH, Entscheidung vom 17. Juni 1999 - III ZR 248/98 (https://dejure.org/1999,3042)
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Erstreckung des Wirkungskreises eines Amtsträgers auf die Beantragung von Leistungen nach dem Unterhaltsvorschussgesetz - Verpflichtung eines Amtsträgers des Jugendamtes zur Einwirkung auf die Mutter eines Pfleglings, einen Antrag auf Zahlung von Unterhaltsleistungen zu stellen - Beurteilung einer schuldhaften Amtspflichtverletzung nach der Funktion des Amtsträgers - Umfassende Hinweispflichten oder Beratungspflichten von Behörden und Stellen, die über Sozialleistungsansprüche zu entscheiden haben - Haftung des Dienstherren abhängig vom Wirkungskreis der Pflegschaft
NJW-RR 1999, 1521
VersR 2000, 188
Das Kammergericht ist zutreffend davon ausgegangen, dass als Anspruchsgrundlagen für den geltend gemachten Schadensersatzanspruch zum einen § 839 Satz 1 BGB i.V.m. Art. 34 Satz 1 GG und zum anderen § 1716 Satz 2 BGB i.V.m. §§ 1833 Abs. 1 Satz 1, 1915 Abs. 1 Satz 1 BGB in Betracht kommen (vgl. BGH Urteil vom 17. Juni 1999 - III ZR 248/98 - FamRZ 1999, 1342, 1344; OLG Saarbrücken FamRZ 2012, 801;… MünchKommBGB/Wagenitz 6. Aufl. § 1833 BGB Rn. 2).
Die Frage, ob der mit der Ausübung der Aufgaben der Beistandschaft betraute Amtsträger seine dem Kind gegenüber bestehenden Pflichten verletzt hat, ist maßgeblich danach zu beantworten, wie der Wirkungskreis der Beistandschaft beschaffen ist (vgl. BGH Urteil vom 17. Juni 1999 - III ZR 248/98 - FamRZ 1999, 1342, 1344).
Die Übertragung auf einen konkreten Bediensteten soll eine persönliche und individuelle Betreuung des Mündels gewährleisten (BGH, Urt. v. 17.06.1999 - III ZR 248/98 - juris Rn. 11).
vom 17. Juni 1999 - III ZR 248/98 -, juris Rn. 11).
Das Landgericht ist zutreffend davon ausgegangen, dass als Anspruchsgrundlagen zum einen § 839 Satz 1 BGB i. V. m. Art. 34 Satz 1 GG und zum anderen §§ 1833 Abs. 1 Satz 1, 1915 Abs. 1 Satz 1 BGB in Betracht kommen (vgl. BGH, Urt. v. 17.06.1999 - III ZR 248/98, FamRZ 1999, 1342 - 1345, juris Rdn.18).
Im Übrigen sei der Bundesgerichtshof (BGH) in seiner Entscheidung vom 17.06.1999 (Az.: III ZR 248/98) zu dem Ergebnis gelangt, dass die Leistungen nach dem UnterhVG zu den Sozialleistungen gehörten und zwischen den Klägern und dem Beklagten als Sozialleistungsträger ein Sozialleistungsverhältnis bestanden habe.
Er vertritt sein Mündel in eigener Verantwortung und ist in seinem Beurteilungsspielraum für Entscheidungen nur dem Kindeswohl und der Einhaltung rechtlicher Vorgaben verpflichtet (BGH, U.v.17.06.1999 - III ZR 248/98 - juris, Rn 11;… Wiesner in Wiesner, SGB VIII, 4. Aufl. 2001, § 55 Rn 84).
LG Offenburg, 15.12.2006 - 3 O 185/06
Abhängig von den Umständen des Einzelfalles kann diese Beratungspflicht umfassender sein, ihr kann aber auch unter Umständen auch schon durch einen einfachen Hinweis genügt werden (vgl. hierzu etwa BGH NJW-RR 1999, 1521,1522 unter II).

References: § 839
 Art. 34
 § 1716
 BGH 
 § 1833
 BGH 
 § 839
 Art. 34
 § 55
 BGH