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Timestamp: 2019-04-25 22:54:08+00:00

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BGH, 30.10.1980 - III ZR 132/79 - dejure.org
BGH, 30.10.1980 - III ZR 132/79
Schadensersatzpflicht bei schuldhaft verursachtem Verkehrsunfall im Straßenverkehr durch einen Angehörigen der Stationierungsstreitkräfte bei einer dienstlichen Fahrt mit einem Militärfahrzeug
BGB § 839; ZANTS Art. 57 Abs. 5
Verweis auf anderweitige Ersatzmöglichkeit bei Verursachung eines Verkehrsunfalls durch einen Angehörigen der Stationierungsstreitkräfte
NJW 1981, 681
VersR 1981, 134
Der im Gemeinschaftsverhältnis der mehreren Bürgen wurzelnde originäre Ausgleichsanspruch nach § 426 Abs. 1 BGB tritt selbständig neben den übergeleiteten Anspruch des Gläubigers (§ 426 Abs. 2 BGB) und ist daher von diesem zu unterscheiden (vgl. BGH, Urteile vom 11. Juni 1992 - IX ZR 161/91, WM 1992, 1312, 1313 und vom 13. Januar 2000 - IX ZR 11/99, WM 2000, 408, 409; allgemein s. BGH, Urteil vom 30. Oktober 1980 - III ZR 132/79, NJW 1981, 681).
In beiden Fällen ist der Übergang von Ansprüchen des entschädigten Dritten auf solche Ansprüche beschränkt, die sich gegen den Versicherungsnehmer und die gemäß dem Versicherungsvertrag mitversicherten Personen richten (vgl. BT-Drucks. IV/2252, S. 18; zu § 158 f. VVG; Senatsurteil vom 15. Oktober 1963 - VI ZR 97/62 - NJW 1964, 101; ebenso BGHZ 32, 331, 336; im Übrigen: BGH, Urteile vom 28. Mai 1979 - III ZR 83/77 - VersR 1979, 838, 839; vom 30. Oktober 1980 - III ZR 132/79 - VersR 1981, 134;… vom 18. Januar 1984 - IVa ZR 73/82 - aaO).
Wegen der Leistungsfreiheit der Klägerin gegenüber R. diente ihre Verpflichtung gegenüber der geschädigten Eigentümerin des Rolltors aus § 3 Nr. 1, 2 PflVG nur der leichten und sicheren Durchsetzung des dieser zustehenden Haftpflichtanspruchs (vgl. Senatsurteil vom 7. November 1978 - VI ZR 86/77 - VersR 1979, 30, 31;… BGH, Urteile vom 28. Mai 1979 - III ZR 83/77 - aaO; vom 30. Oktober 1980 - III ZR 132/79 - aaO).
Er wird auch nicht davon berührt, dass der Anspruch des Gläubigers gegen den Ausgleichspflichtigen inzwischen verjährt (RGZ 69, 422, 426) oder wegen Ablaufs einer Ausschlussfrist erloschen ist (Senatsurteil vom 30. Oktober 1980 - III ZR 132/79 - NJW 1981, 681).
Der Anspruch ergibt sich aus Art. VIII Abs. 5 Nato-Truppenstatut (NTS) in Verbindung mit §§ 839, 842 BGB, Art. 34 GG, §§ 7, 11 StVG a.F. (vgl. BGH, Urteile vom 28. September 1978 - III ZR 203/74 - VersR 1979, 348; vom 30. Oktober 1980 - III ZR 132/79 - VersR 1981, 134; Beschluss vom 22. Mai 1980 - III ZR 121/79 - VersR 1980, 939; vgl. auch Urteil vom 20. November 1969 - III ZR 234/68 - VersR 1970, 665, 667).
Außerdem seien die Parteien keine Gesamtschuldner, wie sich aus der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ergebe (NJW 1981, 681).
Die Beklagte kann sich demgegenüber nicht auf die Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 30. Oktober 1980 (III ZR 132/79, NJW 1981, 681) berufen.
Gestützt wird der Ausschluss der Subsidiaritätsklausel dabei auf den Grundsatz der haftungsrechtlichen Gleichbehandlung aller Verkehrsteilnehmer (BGHZ 68, 217, 220; BGH DVBl 1979, 517; BGH NJW 1981, 681).
"Allein die Tatsache, dass die Beklagte als Haftpflichtversicherer gemäß § 3 Nr. 1 PflVG direkt in Anspruch genommen werden kann, lässt noch kein Schuldverhältnis zu dem Unfallgeschädigten entstehen, so dass die Rechtsbesorgung nicht zu einer eigenen Angelegenheit der Beklagten wird (BGH, VersR 1981, 134; LG Nürnberg-Fürth, VersR 2007, 81; Schlüszler, ZfSch 2006, 3 ff.) Der Direktanspruch des Geschädigten gegen den Versicherer ist lediglich ein gesetzlicher Schuldbeitritt, der als gesetzlicher Annex zum Anspruch des Geschädigten gegen den Schädiger nur dazu dient, .als akzessorisches Recht die Forderung des Geschädigten zu sichern (BGH, VersR 1979, 838).".
Für diese Annahme des AG Bonn bietet auch die Entscheidung des BGH, VersR 1981, 134 keine Grundlage.
In der Entscheidung vom 30.10.1980 (III ZR 132/79) ging es nämlich nur um die Frage, ob die in Anspruch genommene Haftpflichtversicherung über § 426 Abs. 1 BGB einen Rückgriffsanspruch gegenüber dem (Mit-)Schädiger (beziehungsweise gegenüber dem Entsendestaat, es ging um einen Verkehrsunfall mit einem Militärfahrzeug), der nicht der Versicherungsnehmer ist, hatte.
BGH, 05.02.1992 - IV ZR 340/90
Rechtsstellung des Kfz-Haftpflichtversicherer bei Rückgriffsanspruch gegen …
Der Versicherer ist neben den übrigen Anspruchsgegnern nur Gesamtschuldner, soweit diese in sein Versicherungsverhältnis einbezogen sind (BGH, Urteil vom 30. Oktober 1980 - III ZR 132/79 - VersR 1981, 134 = NJW 1981, 681 [BGH 30.10.1980 - III ZR 132/79] unter I;… Knappmann in Prölss/Martin, VVG 24. Aufl. PflVersG § 3 Nr. 1, 2 Anm. 2 S. 1074).
Durch den Direktanspruch wird der Kfz-Haftpflichtversicherer (hier: der Kläger) in das Schuldverhältnis zwischen seinem Versicherungsnehmer (hier: die Mieterin) und dem Geschädigten nicht einbezogen (…vgl. BGH, Urt. v. 28.05.1979, VersR 1979, 838; BGH, Urt. v. 30.10.1980, VersR 1981, 134).
BGH, 20.09.1990 - IX ZR 214/89
OLG Oldenburg, 18.12.2007 - 9 U 45/07
Glätteunfall: Regressanspruch eines Vermieters gegen einen Mieter, dem die …
FG Köln, 21.02.2006 - 9 K 1197/03
Verzicht auf einen durchsetzbaren Rückgriffsanspruch als geldwerter Vorteil; Rüge …
OLG Karlsruhe, 13.08.2004 - 3 Ws 159/04
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OLG Schleswig, 27.03.2003 - 7 U 61/00
Rückgriff des Kfz-Haftpflichtversicherers bei Unfall mit Tierbeteiligung
AG Mönchengladbach, 12.04.2010 - 23 C 744/09
LG Kaiserslautern, 25.01.1991 - 2 O 282/90
Beitragsschaden eines Verletzten bei Beziehung von Verletztengeld von der …
AG Leipzig, 16.06.2016 - 114 C 9524/15

References: § 839
 Art. 57
 § 426
 § 158
 § 3
 Art. 34
 BGH 
 BGH 
 § 3
 § 426
 § 3