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Timestamp: 2016-10-24 07:19:55+00:00

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BGB §2311 und §2325 (Erbrecht) - frag-einen-anwalt.de Hilfe & Kontakt
BGB §2311 und §2325
24.07.2006 17:54 | Preis: ***,00 € |
Ich muss für die Ermittlung einer Pflichtteilsauszahlung den Wert einer Immobilie durch den Gutachterausschuss einer Stadt ermitteln lassen.
Nach § 2311 scheint der Todestag meiner Mutter der richtige Bewertungszeitpunkt zu sein. Die Immobilie ist mir aber acht Jahre vor dem Tod meiner Mutter von ihr geschenkt worden. Nach § 2325 kann eine Schenkung an einen ´Dritten´, aber mit dem Wert am Tag der Schenkung angesetzt werden.
Frage: gilt dies auch für micht, den Erben, wenn mir die Immobilie 8 Jahre vor dem Todestag geschenkt worden ist. Gibt es hier vielleicht noch andere relevante Bestimmungen? Trifft nicht Ihr Problem? Wir haben 53 weitere Antworten zum Thema:
Ja, § 2325 BGB gilt auch für Sie. Auch der Erbe kann Dritter im Sinne der vorgenannten Vorschrift sein.
Für die von Ihnen genannte Immobilie gilt aber, nachdem diese keine verbrauchbare Sache im Sinne von § 2325 II S. 1 BGB ist, das sogenannte „Niederstwertprinzip“:
Bewertungsstichtag ist entweder der Tag des Schenkungsvollzuges oder der des Erbfalles, je nachdem zu welchem Zeitpunkt das Geschenk weniger wert war. Es muss also eine Vergleichsberechnung vorgenommen werden bei der zunächst der Wert bei Vollzug der Schenkung ermittelt wird. Dieser wird dann nach den Grundsätzen über den Kaufkraftschwund auf den Tag des Erbfalles umgerechnet. In dieser Höhe wird der Wert dann dem Wert im Zeitpunkt des Erbfalls gegenübergestellt und der niedrigere von beiden ist dem Nachlass hinzuzurechnen.
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