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Timestamp: 2016-10-24 23:44:59+00:00

Document:
Swisscom AG, Viktoriastrasse 21, Bern, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch F�rsprecherin Dr. B�atrice Pfister und F�rsprecher Dr. Thomas B�hler, M�nzgraben 6, Bern,
TDC Switzerland AG (vormals diAx), Thurgauerstrasse 60, Z�rich, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Rolf P. Jetzer und F�rsprecherin Sybille Grosjean, Bahnhofstrasse 13, Z�rich, Eidgen�ssische Kommunikationskommission (ComCom),
Zust�ndigkeit und Anordnung von vorsorglichen Massnahmen, hat sich ergeben:
A.- Mit Gesuch vom 28. August 2000 beantragte diAx (heute TDC Switzerland AG) der Eidgen�ssischen Kommunikationskommission, die Swisscom AG sei zu verpflichten, ihre Mobilterminierungsdienste (Terminierung von nationalen und internationalen mobilen Anrufen, umfassend den ordentlichen Mobilterminierungsdienst sowie die Terminierung auf 0800-Nummern [Gratisnummern]) der diAx r�ckwirkend per 1. Januar 1999 zu jeweils 22% tieferen Preisen zu erbringen, als sie f�r die entsprechenden spiegelbildlichen Mobilterminierungsdienste, die diAx gegen�ber der Swisscom AG erbringe, angeordnet worden seien; dabei sei eine Preisdifferenzierung in zeitlicher Hinsicht vorzunehmen, und eventuell sei ein separater Tarif f�r die internationalen Anrufe festzulegen.
Zus�tzlich stellte diAx das Begehren, die beantragten Dienste seien bereits als superprovisorische Massnahme - ohne Anh�rung der Swisscom AG - zu verf�gen; eventuell sei die Massnahme provisorisch zu treffen.
B.-Am 5. September 2000 wies die Kommunikationskommission das Gesuch um superprovisorische Massnahme ab. Die Swisscom AG schloss in ihrer Stellungnahme vom 23. Oktober 2000 zum Antrag auf vorsorgliche Massnahme, auf das entsprechende Gesuch sei - mangels Zust�ndigkeit der Kommunikationskommission, da die Voraussetzungen einer beh�rdlich angeordneten Interkonnektion nicht erf�llt seien - nicht einzutreten, eventuell sei es abzuweisen und subeventuell sei diAx zur Leistung einer angemessenen Sicherheit zu verpflichten.
Am 3. April 2001 hiess die Kommunikationskommission - in der Besetzung von Pr�sident und Vizepr�sident - das Gesuch um Anordnung vorsorglicher Massnahmen teilweise gut; sie traf folgende Verf�gung:
Verfahren f�r die Preisfestsetzung zust�ndig
2. Auf den Antrag der Gesuchstellerin, die Preise r�ckwirkend
Gespr�che von der Gesuchstellerin zu �bernehmen und
... (Der Preis wurde im Wesentlichen sowohl f�r die
peak period als auch f�r die off peak period auf
C.- Gegen diese vorsorglichen Massnahmen f�hrt die Swisscom AG Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Bundesgericht mit dem Hauptantrag, die Verf�gung der Kommunikationskommission sei aufzuheben und das Gesuch der TDC Switzerland AG (vormals diAx) vom 28. August 2000 sei - mangels Zust�ndigkeit - zur�ckzuweisen, eventuell in der Sache abzuweisen; subeventuell sei die TDC Switzerland AG zur Leistung einer angemessenen Sicherheit zu verpflichten.
Die Kommunikationskommission beantragt in ihrer Stellungnahme vom 18. Juni 2001, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden k�nne.
D.- Mit Verf�gung vom 28. Mai 2001 hat der Pr�sident der II. �ffentlichrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts der Beschwerde die aufschiebende Wirkung erteilt.
1.- a) Gem�ss Art. 3 lit. e des Fernmeldegesetzes vom 30. April 1997 (FMG; SR 784. 10) bedeutet Interkonnektion die Verbindung von Fernmeldeanlagen und Fernmeldediensten, die ein fernmeldetechnisches und logisches Zusammenwirken der verbundenen Teile und Dienste sowie den Zugang zu Diensten Dritter erm�glicht.
Interkonnektion umfasst s�mtliche notwendigen Voraussetzungen, damit Partner im Telekommunikationsmarkt miteinander in Kontakt treten und sich gegenseitig Informationen in verst�ndlicher und vollst�ndiger Form zusenden k�nnen.
Ziel der Interkonnektion ist, dass alle Anwender von Fernmeldediensten �ber die Netze und Dienste aller Anbieter hinweg miteinander kommunizieren k�nnen. Die Regelung des gegenseitigen Netzzuganges gilt als Grundvoraussetzung f�r einen funktionierenden Fernmeldemarkt (BGE 127 II 132 E. 1a; 125 II 613 E. 1a, mit weiteren Hinweisen).
Gem�ss Art. 11 Abs. 1 FMG m�ssen marktbeherrschende Anbieter von Fernmeldediensten andern Anbietern nach den Grunds�tzen einer transparenten und kostenorientierten Preisgestaltung auf nichtdiskriminierende Weise Interkonnektion, d.h. im Wesentlichen Zugang zu ihrem Fernmeldenetz, gew�hren. Sie m�ssen die Bedingungen und Preise f�r ihre einzelnen Interkonnektionsdienstleistungen gesondert ausweisen. Mit der Interkonnektionspflicht nach Art. 11 Abs. 2 FMG f�r alle Anbieter von Diensten der Grundversorgung soll sichergestellt werden, dass alle Kunden von Diensten der Grundversorgung, insbesondere vom Telefondienst, miteinander kommunizieren k�nnen, unabh�ngig davon, bei welchen Anbietern - namentlich ob marktbeherrschend oder nicht - sie angeschlossen sind. Dabei handelt es sich insbesondere um die sogenannte Interoperabilit�t aller Teilnehmer am Telekommunikationsmarkt (BGE 125 II 613 E. 1b S. 617 f., mit Literaturhinweisen).
Grunds�tzlich sollen die beteiligten Unternehmungen die Bedingungen der Interkonnektion direkt unter sich vereinbaren.
Eine staatliche Regelung ist gesetzlich nur subsidi�r f�r den Fall vorgesehen, dass sich die Parteien nicht innert vern�nftiger Frist einigen k�nnen (vgl. Art. 11 Abs. 3 FMG; BGE 127 II 132 E. 1a; 125 II 613 E. 1c).
Die gesetzlichen Bestimmungen zur Interkonnektion werden in Art. 29 ff. der Verordnung vom 6. Oktober 1997 �ber Fernmeldedienste (FDV; SR 784. 101.1) konkretisiert.
b) Gem�ss Art. 11 Abs. 3 FMG verf�gt die Eidgen�ssische Kommunikationskommission auf Antrag des Bundesamtes f�r Kommunikation (vgl. auch Art. 47 FDV) die Interkonnektionsbedingungen nach markt- und branchen�blichen Grunds�tzen, wenn innert drei Monaten zwischen dem zur Interkonnektion verpflichteten Anbieter und dem Anfrager keine Einigung zustande kommt. Auf Gesuch einer Partei - oder von Amtes wegen (vgl. Art. 44 FDV) - kann die Kommission einstweiligen Rechtsschutz gew�hren, um die Interkonnektion w�hrend des Verfahrens sicherzustellen (Art. 11 Abs. 3 zweiter Satz FMG; Art. 44 FDV). Art. 38 ff. FDV regeln das Verfahren zum Abschluss von Interkonnektionsvereinbarungen, Art. 43 ff. FDV dasjenige zur Anordnung einer Verf�gung auf Interkonnektion.
Gem�ss Art. 43 Abs. 2 FDV handelt das Bundesamt f�r Kommunikation als Instruktionsbeh�rde (BGE 127 II 132 E. 1b).
Nach Art. 11 Abs. 4 FMG (ausdr�cklich) sowie Art. 61 Abs. 1 FMG (implizit) unterliegen Verf�gungen der Kommunikationskommission in Anwendung von Art. 11 Abs. 3 FMG der Verwaltungsgerichtsbeschwerde an das Bundesgericht (dazu BGE 127 II 132 E. 1b; 125 II 613 E. 1d und 2a).
c) Zwischen den Parteien besteht seit dem 9./23. April 1998 eine vertragliche Interkonnektionsvereinbarung �ber die �bernahme und Terminierung von Telefongespr�chen auf dem Mobilfunknetz. Vor der Vorinstanz sind zwei Verfahren h�ngig, in denen die fraglichen Tarife spiegelbildlich neu festgelegt werden sollen, ohne dass die grunds�tzliche Pflicht zur �bernahme und Terminierung in Frage steht. Die Vorinstanz hat die Preisgestaltung in beiden Verfahren vorsorglich geregelt. Mit unangefochten gebliebener Verf�gung vom 29. April 1999 hat sie den Tarif festgelegt, der f�r die Leistungen gilt, welche die Beschwerdegegnerin der Beschwerdef�hrerin erbringt. Im vorliegenden Fall strittig ist ein Entscheid, welcher den Tarif im umgekehrten Verh�ltnis regelt, also denjenigen, der von der Beschwerdegegnerin f�r die Leistungen der Beschwerdef�hrerin anwendbar ist. Der angefochtene Entscheid geht zur�ck auf ein entsprechendes Gesuch der Beschwerdegegnerin um Interkonnektion, verbunden mit einem solchen um vorsorgliche Massnahmen. Bei der angefochtenen Verf�gung handelt es sich nicht um den Endentscheid in der Sache, sondern um eine verfahrensleitende Zwischenverf�gung, mit welcher die Kommunikationskommission im Sinne des einstweiligen Rechtsschutzes vorsorgliche Massnahmen getroffen hat.
2.- Gem�ss Art. 101 lit. a OG (e contrario) sind Zwischenverf�gungen nur dann selbst�ndig mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde anfechtbar, wenn dieses Rechtsmittel auch gegen den Endentscheid offen steht. Diese Voraussetzung ist im vorliegenden Fall mit Blick auf Art. 11 Abs. 4 und Art. 61 Abs. 1 FMG erf�llt (vgl. E. 1b). Weiter ist erforderlich, dass die Zwischenverf�gung einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann (Art. 97 OG in Verbindung mit Art. 5 und 45 Abs. 1 VwVG; BGE 127 II 132 E. 2a; 125 II 613 E. 2a; je mit Hinweisen). Selbst�ndig anfechtbar sind namentlich Verf�gungen �ber vorsorgliche Massnahmen (Art. 45 Abs. 2 lit. g VwVG). Auch bei den in Art. 45 Abs. 2 VwVG als selbst�ndig anfechtbar bezeichneten Zwischenverf�gungen gilt jedoch grunds�tzlich als Voraussetzung der Zul�ssigkeit einer Beschwerde, dass der Beschwerdef�hrer einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil erleiden muss (BGE 127 II 132 E. 2a; 125 II 613 E. 2a S. 619; 122 II 211 E. 1c S. 213, mit Hinweis).
Im Verfahren der Verwaltungsgerichtsbeschwerde gen�gt freilich ein tats�chliches, insbesondere wirtschaftliches Interesse f�r die Annahme eines schutzw�rdigen Interesses bzw.
f�r die Begr�ndung eines nicht wieder gutzumachenden Nachteils (BGE 127 II 132 E. 2a; 125 II 613 E. 2a; 120 Ib 97 E. 1c).
3.-a) Mit dem angefochtenen Massnahmeentscheid wird die Beschwerdef�hrerin im Wesentlichen verpflichtet, gegen�ber der Beschwerdegegnerin einen g�nstigeren Tarif f�r die �bernahme und Terminierung von international generierten Telefongespr�chen im eigenen Mobilfunknetz anzuwenden; der Preis ist um 15 Rappen pro Minute billiger als der bisher vertraglich g�ltige. Dadurch erleidet die Beschwerdef�hrerin eine erhebliche finanzielle Einbusse, welche einen wirtschaftlichen und damit grunds�tzlich massgeblichen Nachteil darstellt. Nun ist aber nicht ersichtlich, dass ein solcher Nachteil nicht wieder gutzumachen w�re. Im direkten Verh�ltnis zwischen den beiden Parteien erscheint ein allf�lliger finanzieller Ausgleich im Sinne einer R�ckabwicklung ohne weiteres m�glich, bliebe der Massnahmeentscheid bestehen und w�rde die Beschwerdef�hrerin in der Hauptsache letztlich obsiegen (vgl.
BGE 125 II 613 E. 4). Die entsprechende Zahlungsf�higkeit der Beschwerdegegnerin und damit die Einbringlichkeit allf�lliger R�ckerstattungsanspr�che (vgl. BGE 125 II 613 E. 4b) k�nnen derzeit nicht ernsthaft zur Diskussion stehen; was die Beschwerdef�hrerin insofern, namentlich im Zusammenhang mit der Forderung nach Festlegung einer Sicherheitsleistung, vorbringt, ist durch keine konkreten Anhaltspunkte belegt und �berzeugt nicht.
b) Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, der angefochtene Massnahmeentscheid f�hre wegen der sich daraus ergebenden Differenz von national und international generierten Anrufen zu einem erh�hten Anreiz auf Seiten der Beschwerdegegnerin, nationale Anrufe auf g�nstige ausl�ndische Netze und erst von dort auf das Netz der Beschwerdef�hrerin umzuleiten.
Statt direkte Verbindungen herzustellen, w�rde damit das Telefonnetz im nahen Ausland beansprucht, was zu �berlastungen und erh�hter St�rungsanf�lligkeit f�hre; im �brigen k�me die Beschwerdegegnerin dadurch zu ungerechtfertigten Profiten zulasten der �ffentlichkeit - an welche die erzielten Verbilligungen nur eingeschr�nkt weiter gegeben w�rden - sowie zulasten der Beschwerdef�hrerin selbst, die im entsprechenden Marktbereich benachteiligt w�re.
aa) Das von der Beschwerdef�hrerin angerufene Verhalten wird als "Tromboning" oder "Refiling" bezeichnet und scheint im Fernmeldemarkt nicht un�blich zu sein. Die verschiedenen Anbieter versuchen dabei, von den g�nstigsten Netzen bzw. billigsten geltenden Tarifen zu profitieren, indem sie ihre Anrufe dort, gegebenenfalls auch �ber ausl�ndische Netze, durchleiten, wo sie die geringsten Kosten zu tragen haben. Es handelt sich um ein marktwirtschaftlich nachvollziehbares Verhalten, das aber in technischer Hinsicht nicht v�llig unproblematisch erscheint, wobei es in erster Linie freilich auch wieder an den Fernmeldediensteanbietern selber liegt, f�r die am Markt erforderliche technische Qualit�t zu sorgen. Ein gewisses �ffentliches Interesse, hier regulatorisch zur Gew�hrleistung gewisser minimaler Qualit�tsparameter einzugreifen, l�sst sich allerdings nicht von vornherein ausschliessen.
Nun hat aber die Vorinstanz den verf�gten Tarif ausdr�cklich auf "international generierte Gespr�che" beschr�nkt und dazu erg�nzend ausgef�hrt: "Only calls that are originated outside of Switzerland are charged at International originating tariffs. " Da die Beschwerdegegnerin verpflichtet ist, die Herkunft der Gespr�che (durch Mitliefern der so genannten "Calling Line Identification") aufzuzeigen und es der Beschwerdef�hrerin damit technisch m�glich ist, die Herkunft der Anrufe festzustellen, hat diese auch die M�glichkeit, �ber die Anwendbarkeit des vorsorglich neu verf�gten internationalen Tarifs oder diejenige des weiter bestehenden nationalen zu entscheiden. Stellt sie dabei fest, dass es sich um einen inl�ndischen Anruf handelt, der �ber das Ausland umgeleitet worden ist, muss sie den im Massnahmeentscheid verf�gten Tarif nicht anwenden. Damit entf�llt im vorliegenden Zusammenhang f�r die Beschwerdegegnerin ein "Refiling"-Anreiz, und es ist nicht ersichtlich, inwiefern die Beschwerdef�hrerin dadurch einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil erleiden sollte.
bb) Von Amtes wegen einzugehen ist in diesem Zusammenhang auf einen weiteren Gesichtspunkt. Gem�ss Art. 37 VwVG er�ffnen die Bundesbeh�rden Verf�gungen in einer Amtssprache des Bundes; das Fernmeldegesetz enth�lt keine davon abweichende Regelung. Die englische Sprache z�hlt nicht zu den Amtssprachen des Bundes (vgl. Art. 70 Abs. 1 BV). Das schliesst zwar die Verwendung einzelner Fachausdr�cke in englischer Sprache (wie etwa die Begriffe "Refiling" oder "Calling Line Identification") nicht aus, verbietet es aber, ganze Anordnungen in englischer Sprache zu verfassen, die genauso gut in einer Amtssprache ergehen k�nnten. So l�sst sich gerade die nicht unbedeutende Beschr�nkung der Anwendbarkeit des Tarifs auf ausserhalb der Schweiz generierte Anrufe im Dispositiv des angefochtenen Entscheids ohne weiteres in eine Amtssprache fassen. Daran �ndert nichts, dass es in einem internationalisierten Sachbereich wie etwa der Telekommunikation unter den Marktteilnehmern allenfalls weitgehend �blich ist, die englische Sprache zu verwenden.
Im vorliegenden Fall ist freilich die Verst�ndlichkeit der angefochtenen Verf�gung f�r alle Verfahrensbeteiligten nicht in Frage gestellt, weshalb es sich nicht rechtfertigt, diesen aus sprachlichen Gr�nden zur Verbesserung zur�ckzuweisen, was im �brigen auch von keiner Seite verlangt wird. Die Vorinstanz wird aber angehalten, sich f�r ihre Verf�gungen k�nftig an Art. 37 VwVG zu halten bzw. eine Amtssprache des Bundes zu verwenden.
c) Der im Massnahmeentscheid verf�gte Tarif erm�glicht der Beschwerdegegnerin einen erweiterten Zugang zum Markt der Terminierung internationaler Anrufe. Sie erh�lt durch die damit verbundene erh�hte Konkurrenzf�higkeit die Gelegenheit, sich selbst st�rker als Partnerin f�r die Entgegennahme und Terminierung internationaler Telefongespr�che im eigenen Mobilfunknetz anzubieten und damit in diesem Bereich zur Beschwerdef�hrerin vermehrt in direkte Konkurrenz zu treten und dieser entsprechende Marktanteile wegzunehmen. Insoweit erleidet die Beschwerdef�hrerin durch die angefochtene Massnahmeverf�gung einen wettbewerbswirtschaftlichen Nachteil, der nicht leicht wieder gutzumachen ist, weil sie riskiert, bereits heute, d.h. bevor der Entscheid in der Sache ergeht, in Konkurrenz zur Beschwerdegegnerin Auftr�ge nicht mehr zu erhalten und damit in ihrer wettbewerbswirtschaftlichen Entfaltung behindert zu werden (vgl. BGE 125 II 613 E. 6b S. 623). Es ist nicht ersichtlich, wie sich dieser Nachteil bei einem aus Sicht der Beschwerdef�hrerin positiven Ausgang des Hauptverfahrens ohne weiteres ausgleichen liesse.
Jedenfalls aus diesem Zusammenhang ergibt sich daher die Zul�ssigkeit der Verwaltungsgerichtsbeschwerde.
4.- Art. 11 Abs. 3 zweiter Satz FMG sowie Art. 44 FDV enthalten zwar eine gesetzliche Ordnung der vorsorglichen Massnahmen im Interkonnektionsverfahren, sie regeln indessen die Voraussetzungen f�r einstweilige Vorkehren nicht ausdr�cklich.
Vorsorgliche Massnahmen, die vor Anordnung einer Verf�gung ergehen, zielen darauf ab, die Wirksamkeit derselben sicherzustellen. Mit sichernden Vorkehren wird gew�hrleistet, dass der bestehende tats�chliche oder rechtliche Zustand einstweilen unver�ndert erhalten bleibt. Mit gestaltenden Massnahmen, wie sie hier zur Diskussion stehen, wird demgegen�ber ein Rechtsverh�ltnis provisorisch geschaffen oder einstweilig neu geregelt (BGE 127 II 132 E. 3 S. 137, mit Literaturhinweisen).
Ein Entscheid �ber die Anordnung vorsorglicher Massnahmen setzt Dringlichkeit voraus, d.h. dass es sich als notwendig erweist, die fraglichen Vorkehren sofort zu treffen.
Sodann muss der Verzicht auf Massnahmen f�r den Betroffenen einen Nachteil bewirken, der nicht leicht wieder gutzumachen ist, wobei ein tats�chliches, insbesondere wirtschaftliches Interesse gen�gen kann. Erforderlich ist weiter, dass eine Abw�gung der entgegenstehenden Interessen den Ausschlag f�r den einstweiligen Rechtsschutz gibt und dieser verh�ltnism�ssig erscheint. Der durch die Endverf�gung zu regelnde Zustand darf dadurch jedoch weder pr�judiziert noch verunm�glicht werden (BGE 127 II 132 E. 3 S. 137 f., mit Literaturhinweisen; 125 II 613 E. 7a S. 623; 119 V 503 E. 3 S. 506).
Vorsorgliche Massnahmen beruhen auf einer bloss summarischen Pr�fung der Sach- und Rechtslage. Dabei kann die Hauptsachenprognose insbesondere dann ber�cksichtigt werden, wenn sie eindeutig ist; bei tats�chlichen oder rechtlichen Unklarheiten dr�ngt sich hingegen Zur�ckhaltung auf, weil diesfalls die entsprechenden Entscheidgrundlagen ja erst im Hauptverfahren ermittelt bzw. festgelegt werden (BGE 127 II 132 E. 3 S. 138).
5.- a) Das Interesse der Beschwerdegegnerin an der von ihr verlangten vorsorglichen Massnahme ist gleich gelagert wie dasjenige der Beschwerdef�hrerin an der Verhinderung derselben.
Es geht zun�chst um die Erzielung eines g�nstigeren Tarifs in der unmittelbaren Gesch�ftsbeziehung zwischen den beiden Unternehmungen. Dabei ist der insofern fragliche Nachteil aber auch f�r die Beschwerdegegnerin reversibel, soweit ein nachtr�glicher finanzieller Ausgleich in Frage kommt. Bei der Beschwerdef�hrerin steht die Zahlungsf�higkeit zurzeit ebenfalls nicht ernsthaft zur Diskussion (vgl. BGE 125 II 613 E. 4b S. 622). Offen ist insofern freilich, wieweit die Rechtslage bis zum Entscheid in der Sache nicht bereits durch das vertragliche �bergangsrecht der Parteien geregelt ist.
Insofern k�nnte die Beschwerdegegnerin einen gewissen irreversiblen Nachteil erleiden, welchen sie immerhin indirekt durch Vertragsabschluss in Kauf genommen hat. Eindeutiger verh�lt es sich erneut mit dem Gesichtspunkt der wettbewerbswirtschaftlichen Entfaltung im Gesch�ft mit Drittunternehmungen.
Darin liegt ein gewichtiges Interesse der Beschwerdegegnerin, baldm�glichst �ber g�nstigere Preisbedingungen zu verf�gen.
Gleichermassen wie der angefochtene Entscheid f�r die Beschwerdef�hrerin ergibt sich daher aus einem allf�lligen Verzicht auf vorsorgliche Massnahmen ein nicht wieder gutzumachender Nachteil f�r die Beschwerdegegnerin.
Die Dringlichkeit vorsorglicher Massnahmen ergibt sich zun�chst nicht aus der Dauer des bisherigen Verfahrens, wie die Beschwerdegegnerin unter anderem geltend macht.
Dauert ein Verfahren zu lange, sind die entsprechenden Rechtsbehelfe zur Verfahrensbeschleunigung zu ergreifen; namentlich steht grunds�tzlich die M�glichkeit der Rechtsverz�gerungsbeschwerde offen (vgl. Art. 97 Abs. 2 OG). Die Dringlichkeit zur Anordnung vorsorglicher Massnahmen hat vielmehr auf der konkreten Sach- und Interessenlage zu beruhen.
Offensichtlich nicht dringlich ist der Finanzausgleich zwischen den Parteien selbst, kann dieser doch ohne weiteres auch im Nachhinein erfolgen. Was die - im Vordergrund stehenden - Gesch�fte mit Drittunternehmungen betrifft, erscheint die Ausgangslage komplexer. Die Beschwerdegegnerin wird der bis zum Entscheid in der Sache unsicheren Rechtslage bei ihren Vertragsverh�ltnissen mit anderen Fernmeldeanbietern so oder so Rechnung tragen m�ssen. H�lt sie sich zur�ck, vertragliche Beziehungen einzugehen, die auf der Grundlage des provisorisch verf�gten Tarifs beruhen und damit erheblich risikobehaftet sind, ben�tigt sie im Ergebnis gar keine vorsorglichen Massnahmen, in welchem Fall die Dringlichkeit derselben ohnehin zu verneinen ist. Schliesst sie demgegen�ber Vertr�ge mit Drittunternehmungen ab, die den Tarif des Massnahmeentscheides zur Grundlage haben, handelt es sich bei den nachtr�glichen vertraglichen Folgen im Falle eines f�r die Beschwerdegegnerin negativen Ausgangs in der Hauptsache zwar um ihr eigenes Problem; gleichzeitig ist aber nicht ersichtlich, wie sich allenfalls die Marktverschiebungen, die sich in der Zwischenzeit - namentlich zulasten der Beschwerdef�hrerin - einstellen k�nnten, praktisch wieder r�ckg�ngig machen liessen. Da es dabei auch um �ffentliche Interessen geht, spricht dies f�r die Beibehaltung der bestehenden Sachlage bis zum Entscheid in der Sache.
Auch die Interessen des Publikums legen keine andere Beurteilung nahe. Die Beschwerdef�hrerin hat sich zu den fraglichen Dienstleistungen vertraglich verpflichtet, und es gibt zwischen den Parteien auch einen vertraglich vereinbarten Tarif. Die Beschwerdef�hrerin bietet die �bernahme und Terminierung der Telefongespr�che der Beschwerdegegnerin weiterhin an. Strittig ist im Wesentlichen einzig der anzuwendende Tarif. Die �ffentlichkeit ist demnach nicht in dem Sinne benachteiligt, dass die fraglichen Dienstleistungen bisher oder zurzeit nicht erbracht w�rden. Allenfalls erscheint der Preisdruck weniger gross, als er f�r einen wirksamen Wettbewerb sein sollte; dies kann jedoch bis zum Entscheid in der Sache in Kauf genommen werden.
c) Entgegen der Auffassung der Vorinstanz und der Beschwerdegegnerin kann sodann auch die Hauptsachenprognose nicht als eindeutig gelten. Immerhin unterscheidet sich der vorliegende Fall insoweit von den in BGE 127 II 132 und 125 II 613 beurteilten F�llen, als dort �berhaupt strittig und fraglich war, ob es sich um einen Interkonnektionssachverhalt im Sinne von Art. 11 FMG handelte. Das kann vorliegend wohl nicht ernsthaft in Frage stehen. Aus diesem Grund kommt auch der Gefahr von Folgebegehren weiterer Marktteilnehmer und der M�glichkeit einer entsprechenden Kettenreaktion im Unterschied zu den beiden genannten Pr�zedenzf�llen (vgl. BGE 127 II 132 E. 4e S. 141; 125 II 613 E. 7b S. 624) keine Bedeutung zu, zumal es in der Schweiz bekanntlich lediglich drei Unternehmungen gibt, die f�r die Mobilfunktelefonie konzessioniert sind (vgl. BGE 125 II 293).
Sodann gibt es eine unangefochten gebliebene vorsorgliche Massnahme der Vorinstanz, die zwischen den gleichen Partnern wie im vorliegenden Fall denselben Tarif im umgekehrten Verh�ltnis zu einem deutlich g�nstigeren Preis zugunsten der Beschwerdef�hrerin regelt. Daraus l�sst sich schliessen, dass die Stellung der Beschwerdegegnerin in der Sache nicht von vornherein aussichtslos erscheint.
Dennoch ist weder eindeutig, dass die formellen Voraussetzungen der beh�rdlich verf�gten Interkonnektion erf�llt sind, noch ist - selbst unter Ber�cksichtigung eines gewissen Beurteilungsspielraums der Vorinstanz in diesem Punkt - ohne weiteres ersichtlich, in welchem Rahmen der fragliche Tarif bundesrechtlich zul�ssig erschiene. Die Preisdifferenzen, die je nach dem bestehen, welche Partei Leistungserbringer oder -empf�nger ist, erscheinen zwar erstaunlich; auch der Unterschied zum Tarif, der offenbar - auf rein vertraglicher Grundlage - f�r den dritten schweizerischen Mobilfunkkonzession�ren gegen�ber der Beschwerdef�hrerin gilt, f�llt auf. Die Kriterien f�r die Preisgestaltung sind aber komplex, und es gibt bisher offenbar keine klaren Richtlinien oder Vorgaben, die zu einer einfach nachvollziehbaren Tarifordnung f�hren k�nnten.
d) Wie dies bereits im in BGE 127 II 613 beurteilten Fall zutraf, hat sich die Kommunikationskommission erneut �ber weite Teile ihres Massnahmeentscheides, auch unter anderem Titel als demjenigen der Hauptsachenprognose, mit der eigentlichen Hauptfrage befasst. Die Vorinstanz verkennt damit noch immer die Funktion vorsorglicher Massnahmen, bei denen es nicht darum geht, den Hauptentscheid vorwegzunehmen, sondern lediglich bei Bedarf dessen Wirkungen f�r die Dauer des Verfahrens bis zum Entscheid in der Sache zu sichern. So ist die Vorinstanz zum Beispiel auf das Gesuch der Beschwerdegegnerin um r�ckwirkende Anwendbarkeit des Tarifs nicht etwa darum nicht eingetreten, weil die R�ckwirkung nichts mit der Sicherung des Entscheids in der Sache w�hrend des Verfahrens zu tun hat; vielmehr hat sie ihren Entscheid damit begr�ndet, die �bergangsphase sei vertraglich zwischen den Parteien geregelt, was die Zust�ndigkeit der Kommunikationskommission ausschliesse. Damit nimmt die Vorinstanz in diesem Punkt unn�tigerweise den Hauptentscheid vorweg. Dieses Vorgehen ist bezeichnend f�r die ganze Massnahmeverf�gung, welche inhaltlich dem Entscheid in der Sache wiederum sehr nahe kommt. Im vorliegenden Fall ergibt sich jedoch aufgrund einer vorl�ufigen summarischen Pr�fung bestenfalls eine gewisse Tendenz, nicht aber ein eindeutiges und unzweifelhaftes Ergebnis.
e) Ist die rechtliche Ausgangslage zurzeit noch mit Unklarheiten verbunden, kann ein entsprechend begr�ndetes �ffentliches Interesse nicht entscheidend ins Gewicht fallen.
Angesichts der vergleichbaren Interessenlage der Parteien rechtfertigt es sich daher im vorliegenden Zusammenhang nicht, vor Kl�rung der sich stellenden Rechtsfragen die bisherige Situation vorsorglich zu �ndern und damit auf dem fraglichen Markt m�glicherweise Folgen auszul�sen, die sich kaum mehr r�ckg�ngig machen liessen (vgl. BGE 127 II 132 E. 4d und e S. 141). Sodann ist die Interkonnektion an sich aufgrund der bestehenden vertraglichen Vereinbarungen zwischen den Parteien f�r die Dauer des Verfahrens sichergestellt (vgl. den Wortlaut von Art. 44 FDV); der Streit dreht sich einzig um die Tarifgestaltung. Unter diesen Umst�nden �berwiegen die Interessen der Beschwerdegegnerin an der Anordnung einstweiliger Vorkehren die entgegenstehenden Interessen auf Seiten der Beschwerdef�hrerin nicht. Der sofortige provisorische Vollzug der beantragten Massnahmen vor vollst�ndiger Pr�fung der Rechtslage erweist sich damit nicht als notwendig und dringlich. Im Hinblick auf die Dauer, w�hrend welcher das Interkonnektionsgesuch der Beschwerdegegnerin nunmehr bereits h�ngig ist, dr�ngt sich immerhin die Empfehlung an die Vorinstanz auf, das Verfahren in der Sache voranzutreiben.
6.- Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist begr�ndet und gutzuheissen, und der angefochtene Entscheid muss ersatzlos aufgehoben werden.
Bei diesem Verfahrensausgang sind die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 1, Art. 153 und 153a OG). �berdies hat diese die Beschwerdef�hrerin f�r das bundesgerichtliche Verfahren zu entsch�digen (Art. 159 Abs. 1 und 2 OG).
1.- Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird gutgeheissen, und die Verf�gung der Eidgen�ssischen Kommunikationskommission vom 3. April 2001 wird aufgehoben.
2.- Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 5'000.-- wird der Beschwerdegegnerin auferlegt.
3.- Die Beschwerdegegnerin hat die Beschwerdef�hrerin f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 5'000.-- zu entsch�digen.
4.- Dieses Urteil wird den Parteien sowie der Eidgen�ssischen Kommunikationskommission (ComCom) schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 3
 Art. 11
 Art. 11
 Art. 11
 BGE 
 Art. 29
 Art. 11
 Art. 47
 Art. 44
 Art. 44
 Art. 38
 Art. 43
 Art. 43
 Art. 11
 Art. 61
 Art. 11
 BGE 
 Art. 101
e contrario
 Art. 11
 Art. 61
 Art. 5
 BGE 
 Art. 45

BGE 
 BGE 
 Art. 37
 Art. 70
 Art. 37
 BGE 
 Art. 11
 Art. 44
 BGE 
 Art. 97
 BGE 
 Art. 11
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 44
 Art. 153