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Timestamp: 2016-05-25 09:03:34+00:00

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Douglas Adams hat abgeguckt | legalthoughts
Douglas Adams hat abgeguckt
Malte Sommerfeld / 28. März 2008	Bei einer ausführlichen Diskussion zu später Stunde habe ich die bahnbrechende Theorie entwickelt, dass Douglas Adams nur abgeschaut hat – und zwar bei den Vätern (und Müttern) des BGB!
Nach Douglas Adams‘ Trilogie in 5 Bänden „Per Anhalter durch die Galaxis“ ist die Zahl 42 die ultimative Antwort auf die Frage „nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“. Diese Theorie hat er aber nicht etwa selbst aufgestellt, sondern aus dem deutschen Recht entnommen.
§ 242 BGB beschreibt den Grundsatz von Treu und Glauben. Dieser Grundsatz zieht sich durch das gesamte Zivilrecht – auch wenn das oft nicht so wirklich merkbar ist. Ganz allgemein läßt sich so ziemlich jede Vorschrift des Zivilrechts auf diesen Grundsatz zurückführen. Diese Vorschrift ist also die ultimative Antwort auf jede zivilrechtliche Frage (besonders, wenn es spät und der Kaffee schon längst alle ist).
Auch das Strafrecht hat seine eigentlich völlig ausreichende Norm in § 242 StGB. Diebstahl, so der schlichte Titel. Aber genau das trifft letztlich den Kern jeder anderen Strafvorschrift – der Täter stiehlt dem Opfer ein Recht oder die Nutzungsmöglichkeit eines Rechts. Auch hier findet sich daher in § 242 gerade die ultimative Antwort auf jede Frage (des Strafrechts).
Natürlich fehlt bei Douglas Adams auch noch die 2 vor der 42. Nicht ohne Grund. Eigentlich lautet die Antwort nämlich 042 – die Null wird nur wie üblich weggelassen.
Die Zahl 042 ist die Anwort auf die Frage „nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“.
Die 2 vor der 42 in BGB und StGB zeigt dagegen an, dass es sich um nicht um eine Frage um das Universum, sondern des Rechts handelt.
In anderen Gesetzen stehen die ultimativen Antworten schon in § 42 – und treffen das wahre Leben. § 42 Abs. 2 VwGO schreibt vor, dass nur derjenige Klagen darf, der auch „beschwert“ ist. Eigentlich schon Lebensweisheit. Wirklich beschweren soll man sich halt erst, wenn man auch etwas hat, über das man sich beschweren kann.
Noch weiter und treffender geht § 42 VwVfG – tituliert mit „Offenbare Unrichtigkeiten im Verwaltungsakt“. Über den Inhalt (nämlich, dass diese unbeachtlich sind) muss man hinwegsehen – Auslegungssache halt. Der Titel sagt schon alles. Grundwahrheit ist nach deutschem Empfinden, dass Behörden nie richtig arbeiten und genau das findet sich im Titel wieder.
Gut, Art. 242 GG gibt es nicht und in Art. 42 GG ist die öffentliche Verhandlung des Bundestages geregelt. Fehler kann jeder machen – und wir haben dafür das Grundgesetz ;).
Und dann gibt es da noch die Behauptung, die Antwort „42“ solle ausdrücken, dass eine Antwort nur dann Sinn ergibt, wenn die Frage richtig gestellt wurde. Keiner versteht die Antwort – na, wenn das nicht letztlich § 242 BGB ist. Oder kann irgendjemand wirklich erklären, was § 242 BGB bedeutet?
Soviel zu der 5. Portion All-you-can-eat beim Griechen…
PS: Möglich wäre natürlich auch, dass die Erschaffer unseres Rechtssystems ein Exemplar von „Per Anhalter durch die Galaxis“ bekommen haben, das Arthur Dent bei seinem Besuch in der Steinzeit hat liegen lassen.
28. März 2008 in unsinniges. Tags: 42	Verwandte Artikel
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