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Timestamp: 2019-09-19 04:44:22+00:00

Document:
Streitjahre: 2016, 2017
Aktenzeichen: III R 36/18
ECLI: ECLI:DE:BFH:2019:U.100419.IIIR36.18.0
Normen: § 32 Abs 1 Nr 1 EStG, § 32 Abs 4 S 1 Nr 2 Buchst a EStG 2009, § 32 Abs 4 S 2 EStG 2009, § 32 Abs 4 S 3 EStG 2009, § 63 Abs 1 S 1 Nr 1 EStG 2009, § 62 Abs 1 S 1 Nr 1 EStG 2009, EStG VZ 2017, EStG VZ 2016
Zitiervorschlag: BFH, Urteil vom 10. April 2019 – III R 36/18 –, juris
NV: Eine Erstausbildung i.S. des § 32 Abs. 4 Satz 2 EStG ist nicht anzunehmen, wenn ein Kind nach Erlangung eines ersten Berufsabschlusses während einer beruflichen Weiterbildung eine Erwerbstätigkeit aufnimmt, die im Vergleich zur Weiterbildung als "Hauptsache" anzusehen ist (Rn.13)(Rn.20).
2. NV: Der Annahme einer einheitlichen Ausbildung steht nicht entgegen, dass diese neben öffentlich-rechtlich geordneten Ausbildungsmaßnahmen auch nicht öffentlich-rechtlich geordnete Ausbildungsmaßnahmen umfasst (Rn.23).
3. NV: Eine Verbindung von zwei Ausbildungsabschnitten zu einer einheitlichen Erstausbildung kann nicht bereits dann abgelehnt werden, wenn die Absichtserklärung zur Fortführung der Erstausbildung nicht spätestens im Folgemonat nach Abschluss der vorangegangenen Ausbildungsabschnitts vorgelegt wird (Rn.21).
4. NV: Hier: Zurückverweisung zur Klärung, ob das Kind bereits im Juli 16 nach Abschluss der Ausbildung zur Bankkauffrau in den von ihr angestrebten Beruf eintrat (Beschäftigung mit 39 Wochenstunden bei Bank) und das im Oktober 16 begonnene Studium mit dem Abschluss "Bankfachwirtin", das eine Banklehre voraussetzt, eine lediglich berufbegleitende Weiterbildungsmaßnahme darstellt (Rn.20).
5. NV: Eine Übersicht zu weiteren BFH-Entscheidungen zur Frage des Vorliegens einer mehraktigen Ausbildung befindet sich im Orientierungssatz 3 zum BFH-Urteil vom 11.12.2018 III R 26/18 (V).
vorgehend Niedersächsisches Finanzgericht, 25. August 2017, Az: 5 K 174/17, Urteil

References: § 32
 § 32
 § 32
 § 32
 § 63
 § 62
 § 32