Source: http://www.ronnyfugmann.de/rf-2018/mylangs.php
Timestamp: 2019-10-18 22:01:44+00:00

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Ich bin linguistisch sehr interessiert; besonders frei erfundene Sprachen (so genante ConLangs) faszinieren mich.
Deshalb lasse ich mich hier über meine Gedanken zu den verschiedenen unten genannten Sprachen aus.
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Ich halte mich für einen Verfechter der deutschen Sprache, was soweit geht, dass ich meine stets davon genervten Mitmenschen grammatikalisch (neudeutsch nur noch grammatisch) korrigiere, wo ich kann. So sehr ich für mich daraus eine mir Spaß bringende Tätigkeit, ja eine Art Sport gemacht habe, so sehr treibe ich den einen oder anderen Dialektiker damit zur Verzweiflung - obgleich ich vor allem bei Jüngeren allmählich Fortschritt erkennen kann, ja sie sich gar selbst verbessern, wenn ihnen wiedermal ein „wie“ statt „als“ im ungleichen Vergleich rausgerutscht ist, ein „wegen“ oder „während“ versehentlich mit dem Dativ verbunden oder auch das höfliche „bitte“ in einem Satz kurzerhand unterschlagen wurde (letzteres hat allerdings weniger etwas mit Sprache als mit den heutigen Manieren zu tun).
Nachdem mir während meiner Schulzeit erfolgreich jeglicher Nationalstolz abtrainiert wurde (Wer traut sich schon heute noch zu sagen, er/sie sei stolz, Deutscher/e zu sein?), klammere ich mich wenigstens an meine so vertraute und doch erst erlernte Muttersprache, deutsch. Erlernt, weil ich ob meines Geburts- und Kindheitsortes einen deutschen Dialekt fließend spreche(n kann und dies im familiären Umfeld mit größter Begeisterung auch tue), der hierzulande zwar von Andersdialektischen als „total witzig“ angesehen, aber dennoch von den meisten als fast schon grausames Deutsch verstanden wird: Die Rede ist hier von sächsisch. Hochdeutsch - oder das, was man darunter zu verstehen versucht - zu sprechen, lernte ich erst, als ich aus meiner sachsen-anhältischen Heimat wegzog.
Ich habe mir zur Aufgabe gemacht, den so geschundenen Genitiv zu verteidigen, den fast schon vergessenen Konjunktiv ins Gedächtnis zurückzuholen, falsche oder überflüssige Apostrophe auszurotten, uns den einzigen deutschen Buchstaben, der uns noch geblieben ist, zu erhalten (das „Sz“, vielerorts als „Scharf-S“ bekannt) und vor allem die sich immer häufiger heimlich und hinterhältig einschleichenden Amerikanismen (wie z.B. die Formulierungen „nicht wirklich“ oder „das macht Sinn“) genau so wie unnötige Verenglischungen (z.B. „downloaden“ oder „kontakten“) aus unserer Alltagssprache zu verbannen. Nun möchte ich hier keinesfalls als Englisch-Hasser verschrien werden - oh nein! - denn ich liebe die englische Sprache (siehe unter Menüeintrag „englisch“). Aber meiner Meinung nach haben derartige Verunstaltungen in unserer Sprache nichts zu suchen.
Der Name Bastian Sick sollte jedem Deutschen ein Begriff sein; seine mittlerweile vier mit viel Humor gespickten Bücher aus der Reihe Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod kann ich nur wärmstens als allabendliche Bettlektüre empfehlen.
Zu ergattern z.B. bei Amazon.de:
→ Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod 1-3 & Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod 4-6.
Zum Schluss noch des Rätsels Lösung:
Wenn Sie sich gefragt haben sollten, was an „nicht wirklich“ usw. englisch sein soll, sind es doch Begriffe, die wir überall (selbst bei der Tagesschau!) tagtäglich hören können, dann lesen Sie einfach weiter…
Ein paar wenige Beispiele
un-deutsch/denglisch (heute hört man immer wieder)
deutsch (vor 30 Jahren sagte man noch)
ich denke I think ich glaube
das macht Sinn that makes sense das ergibt Sinn
in deutsch heißt es … in German it's … auf deutsch/im Deutschen heißt es …
downloaden/uploaden to download/upload (he)runter-/hochladen
jmdn. kontakten to contact s.o. mit jmdm. Kontakt aufnehmen, jmdn. kontaktieren
Meeting meeting Treffen/Konferenz
un-deutsch (denglisch)
Und leider noch viele weitere …
Meine Fast-schon-Zweitsprache
Englisch ist eine wunderschöne Sprache. Seit Jahren arbeite ich am Computer fast ausschließlich mit englischen Versionen von Betriebssystemen und Programmen (so z.B. auch mit der englischen Version von Sibelius).
Das deutsche Fernsehen habe ich aus meinem Leben gestrichen und weine ihm keine müde Träne hinterher; nun schaue ich regelmäßig amerikanische und britische Serien im Originalton und habe dadurch bestens englisch verstehen gelernt.
Natürlich spreche ich auch sehr gern englisch (sophisticated British English oder "dirty" American English), da ich aber nur seltenst (eigentlich nie) Gelegenheit dazu habe, diesen Wunsch in die Tat umzusetzen - denn ich reise nicht gern - tue ich mich leider in der Öffentlichkeit oft ein wenig schwer damit. Zur Übung lese ich gern englische Bücher laut - mal mit britischem, mal mit amerkanischem Akzent.
Im Englischen lässt sich so viel mit so wenigen zusammengebastelten Wörtern sagen; Formulierungen, die im Deutschen undenkbar sind, machen Satzkonstruktionen möglich, die Literaren ins Schwärmen bringen können.
Wer sich über das Beherrschen eines passablen Wortschatzes freuen kann und gern etwas dazulernen möchte, dem darf ich einerseits sehr empfehlen, Filme und Fernsehserien im englischen Originalton (anfangs vielleicht mit englischen (!) Untertiteln) zu genießen und andererseits zwei Bücher von dem übers Internet berühmt-berüchtigt gewordenen „Grammar Girl“ (Minion Fogarty) ans Herz legen, in denen sie kurzweilig und amüsant über ihre Erfahrungen bezüglich typischer englischer Grammatikfehler, unpassender Wortwahl und allgemeinen Schreibstils berichtet.
Zu bekommen z.B. bei Amazon.de:
→ Quick and Dirty Tips for Better Writing & The Grammar Devotional: Daily Tips for Successful Writing
Meine „mal gelernte“ Sprache & meine Musiksprache
Was lernt man nicht alles in der Schule? Und was verlernt man nicht alles im Alltagsleben danach?
Französisch dürfte mit ihrer vom Geschriebenen so drastisch abweichenden Aussprache linguistisch die interessanteste der romanischen Sprachen sein - sie studierte ich vier Jahre lang am Gymnasium, anfangs noch mit größter, später dann leider mit zunehmend verblassender Begeisterung.
Dennoch durfte ich mich bei Konzertreisen nach Südfrankreich darüber freuen, wie viel ich nach wie vor verstehen kann - ob nun lesend oder hörend. Allerdings musste ich zu meinem Bedauern feststellen, welch alarmierend lange Zeitspanne mittlerweile vergeht, bis ich mein Gedächtnis nach passenden Wörtern und entsprechenden Grammatikregeln durchforstet und einen Satz zusammengebastelt habe, um ihn einem französischen Gegenüber nahezu akzentfrei um die Ohren zu hauen…
Spaß macht es allemal, das Französisch-Reden, denn der fremde nasale Klang der Sprache unserer Nachbarn zur Linken (äh, ich meine natürlich „im Westen“) hat doch irgendwie was…
Italienisch ist da ganz anders: simpel, deutlich, etwas ruppiger und vor allem schnell.
Als Musiker musste und muss ich mich zwangsläufig mit italienischem Vokabular auseinandersetzen und liebe die Allegros, Adagios, Legatos, Staccatos und wie sie nicht alle heißen.
Trotz des gerollten Rs und der vielen harten Konsonanten klingt Italienisch in meinen Ohren weich, rund und angenehm und ich genieße es, andere Musiker mit italienischen Begriffen vollzuquatschen, ganz einfach weil sie sich wichtig, interessant und schön anhören.
Meine sprachlichen „Jugendsünden“
1988 war es in Sachsen-Anhalt noch üblich, ab der fünften Klasse regulär russisch zu lernen.
Russisch ist eine tolle Sprache: das kyrillische Alphabet, die komplizierte Grammatik, der so fremde Klang. Leicht zu erlernen war und ist es nicht, weswegen mir leider nur Weniges im Gedächtnis geblieben ist, z.B. die Sätze „Я читаю книгу.“ (gesprochen in etwa: ja tschittáju knígu; Ich lese ein/das Buch.), „Я идёт домой.“ (gesprochen in etwa: ja iddjótt dammój; Ich gehe nach Hause.) und „Я не говорю по-русский очень хорошо.“ (gesprochen in etwa: ja njä gawwarrjú parrússkij ótschinn charraschó; Ich spreche nicht sehr gut russisch.).
Besonders stolz bin ich auf meine Kenntnis eines bestimmten Satzes, den ich in meiner Begeisterung Anfang der sechsten Klasse beim übereifrigen Rumstöbern im Russisch-Buch irgendwo in Kapitel V oder VI gefunden und mir eingeprägt hatte:
Я поздравляю тебя с днём рождения и желаю тебе всего хорошего.
(gesprochen in etwa: ja passdrawljáju tibbjá s dnjomm raschdjénia i schilláju tibbjé wsjiwwó charróschiwwó)
Er bedeutet übersetzt nichts anderes als: Ich gratuliere dir zum Geburtstag und wünsch’ dir alles Gute.
Eine Zeit lang habe ich mich mit sämtlichen slawischen Sprachen befasst, zu denen ich Literatur in der örtlichen Bibliothek ausleihen konnte, und mir jeweils Grammatik und Aussprache - nicht aber irgendwelches Vokabular - angeeignet; vieles davon habe ich leider wieder vergessen. Interessant war es damals für mich, all diese Sprachen gegenüber zu stellen und zu verlgeichen. Ich war acht oder neun Jahre alt, als ich meinem Sprachen-Wahn zum ersten Mal erlag.
Besonders angetan war ich neben dem Russischen vom konsonanten-reichen Tschechischen (und vom Slowakischen), in dem die ansonsten eher unlustigen Konsonanten l und r gar silbenbildend sein können. Zwei Dinge sind mir nach wie vor bestens präsent, als hätte ich sie gestern erst gelernt: zum einen das Wort „nadraži“ (ž = weiches sch; heißt übersetzt „Bahnhof“ und klingt einfach schön) und zum anderen der Zungenbrecher:
Strč prst skrz krk. (č = tsch; Steck den Finger in/durch den Hals.)
Letzterer sorgt immer wieder für vergnüglichste Unterhaltung beim gemütlichen Beisammensein im Lokal.
Meine Sprache „baanvi“
Die Sprache baanvi, die bisher komplexeste und vollständigste meiner ConLangs, habe ich zum Zeitvertreib erfunden.
Sie hat eine sehr Suffix-/Infix-orientierte Grammatik und ist der vielen j-Laute wegen teilweise schwierig auszusprechen - sie klingt ab und an ein bisschen slawisch.
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1. Das literale Material
Insgesamt umfasst das baanvi-Alphabet 34 Vokal- und Konsonantenzeichen, die sich aus der lateinischen Schrift ableiten.
Großschreibung kennt baanvi nicht.
Es gibt fünf vokale Grundformen und neun Varianten:a | á - e | é | ë - i | í | î | ï - o | ó - u | ú | û
Doppelvokale werden in baanvi generell nicht zu Diphthongen zusammengezogen (siehe auch §2b).
j und y bilden jedoch mit allen Vokalen Diphthonge, z.B. ja oder ey (siehe auch §2f).
Die Konsonanten werden in drei Gruppen unterteilt:
sieben unale Formen: c, ç, l, m, n, r, ’
zwei duale Positionsformen: ( q | k ), ( j | y )
fünf duale Härteformen: ( b | p ), ( d | t ), ( v | f ), ( g | [ q | k ] ), ( z | s )
Das Alphabet: á, bé, ca, çay, dé, é, fi, gé, i, jey, ki, la, ma, na, ó, pi, qú, ro, si, ti, ú, vé, uy, ze
Jeder Vokal (außer das konsonantische û) hat eine betonte und eine unbetonte Form, die sich teilweise klanglich markant unterscheiden.
a wie das a in Lampe wie das a in Haar
ë wie das e in Tasche
- wie das ä in Dänemark
wie das e in wem
î | ï wie das i in Flinte
- wie das i in ihm
wie das i in ihm
o wie das o in trocken wie das o in hoch
u wie das u in gucken wie das u in Buch
u und ú haben generell Suffixfunktion und stehen nur selten im Wortstamm, z.B. bei Fremdwörtern.
[á, é, í, ó und ú: siehe §2f]
Doppelvokale werden getrennt gesprochen (siehe auch §1c), z.B.:
baanvi gesprochen: ba - anvi
min leu gesprochen: min le - u [ich werde]
vén áus gesprochen: vén á - us [du bist]
Einzelvokale können silbenbildend sein; beispielsweise besteht das Wort tánauti aus den vier Silben tá - na - u - ti. [(wir) gehen]
Die unalen Konsonantenformen
ç wie das z in Zeit (quasi „ts“)
wie das th in something oder this (englisch), allerdings weder stimmhaft noch stimmlos
• nach ç steht nie j
n wie das l in Leim
wie das m in mein
wie das n in nein
r wir das r in dobry (tschechisch, gerollt)
• r steht nie am Wort[stamm]ende
’ nach weichen Härteformen wie das g in Garage (französisch)
nach harten Härteformen wie das sch in Schule
nach z | s wird z | s zu stimmhaftem | -losen sch
nach c wird c stimmhaft, quazi „dz“
nach l wird l stimmhaft, quasi l wie in all (englisch)
• ’ steht nie nach j
Die dualen Positionsformen
q | k wie das k in Katze
• q ersetzt k am Wortanfang
j | y vor i und nach Konsonanten am Wort[stamm]ende wie das ch in ich
ansonsten wie das j in jagen
• y ersetzt j nach Vokalen
• nach y stehen nie Vokale (siehe auch §2f)
Die dualen Härteformen entsprechen im Wesentlichen dem Deutschen.
Die unter §1d angegebenen Paare verstehen sich als: ( stimmhaft weich | stimmlos hart ).
Den Konsonanten j gibt es in gebundener und ungebundener Form, wobei letztere eher selten ist.
Steht j (in besonderen Fällen auch y) vor einem Vokal, so verschmilzt er mit diesem zu einem Diphthong (siehe auch §1c).
ja wird zu á
je wird zu é
ji wird zu í
jo wird zu ó
ju wird zu ú
Die akzentuierten Vokale sind lediglich als verkürzte Schreibweise zu verstehen; sie haben keinen Einfluss auf die Betonung und das j bleibt weiterhin funktional (siehe auch §3).
Doppelkonsonanten (z.B.: tt oder nn) treten in baanvi nicht auf.
Auch folgen nie zwei Härte- oder Positionsformen des selben Paares aufeinander (z.B.: gk oder qk).
Für die Betonung in baanvi gilt die folgende generelle Prioritätsliste.
Das Plural-Inffix -ti- (siehe §5c) ist ausnahmslos immer betont, z.B.: stiey eftítie. [diese Fenster]
Bei der Neutrumspluralform (siehe §5d) verschiebt sich die Betonung auf das zweite das Neutrum-Suffix bildende -i,
z.B.: stii onstii. [die Bilder]
-ë, -ï und -î- sind immer betont.
Stehen mehrere i (oder auch í) hintereinander, wird das zweite betont (siehe auch §4a).
ú ist meist betont (explizite Ausnahme siehe §3b).
u ist oft betont (explizite Ausnahme siehe §4h).
Die letzte Silbe eines Wortes ist betont. Dies gilt insbesondere dann nicht, wenn…
das Wort ein Femininum- oder Neutrum-Suffix hat und kein Substantiv ist, z.B.: slévé, aber efté [sie, Fenster]
Die Betonung fällt dann gewöhnlich auf die vorletzte Silbe (die Silbe vor dem Suffix).
das Substantiv in maskuliner und femininer Form existiert, z.B.: éfcan - éfcane [Freund - Freundin]
das Wort mehrsilbig ist und ein Kasus-Suffix hat, z.B.: las qaménóm [in das Haus]
das Wort eine konjugierte Verbform ist, z.B.: vén tánaus [du gehst]
4. Formale Besonderheiten (é, -ë, î, -ï, ú)
Um einen kontinuierlichen Sprachfluss und eine gewisse Eindeutigkeit zu gewährleisten, haben sich in baanvi einige besondere Spracheigenheiten entwickelt.
Endet ein Wort mit dem selben Konsonanten, mit dem das folgende beginnt, so wird das unbestimmte Wörtchen é eingefügt, z.B.:
aber: slévé tánaulé las qaménóm
slév tánaul é las qaménóm [sie geht in das Haus]
[er geht in das Haus]
aber: min qovóu s qamén
vén qovóus é s qamén [ich sehe das Haus]
[du siehst das Haus]
Dies gilt ebenfalls sowohl für die dualen Positions- als auch Härteformen, z.B.:
s movj, neg é qovóul minélv [der Bruder, der mich sieht]
Dies gilt nicht, wenn Satzzeichen intervenieren, z.B.:
s qamén, nem slévé qovóulé [das Haus, das sie sieht]
Endet ein Wort auf j oder y und beginnt das folgende mit j, so wird das j oder y des ersten Wortes durch ein unbetontes -ú ersetzt, z.B.:
notj éndítie wird zu notú éndítie [sechs Mütter]
ganóy ád s’ebj wird zu ganóú ád s’ebj [Arbeit und Wille]
Endet ein Wort auf einen Vokal und beginnt das folgende mit dem selben ungebundenen Vokal, so wird das erste Wort um -y erweitert, z.B.:
alvé + emp = alvéy-emp [zehn + fünf = fünfzehn]
Treffen zwei j oder y und j innerhalb eines Wortes aufeinander, verschmelzen sie zu î, z.B.:
aber: alv
notj wird zu
wird zu alvé
notîe [1 → 10]
[6 → 60]
aber: qamén
ganóy wird zu
wird zu pés qaménóm
pésé ganóîom [Haus → zum Haus]
[Arbeit → zur Arbeit]
Aus -jlj- und -ylj- wird -lî-, aus -jmj- und -ymj- wird -mî- und aus -jnj- und -ynj- wird -nî-, z.B.:
vandj wird zu
wird zu alvnést
vandnîest [1 → 1000]
[3 → 3000]
Vor j wird i zu betontem ú, z.B.:
aski wird zu skúsi askúóm [Tisch → auf den Tisch]
-ë und -ï bilden die Suffixe der unveränderlichen Verbformen (siehe §12a und §12d).
Vor ë wird e zu unbetontem u, z.B.:
dénzaléï wird zu min qou dénzalúë [lieben → ich liebte]
5. Wortstamm und -aufbau
Alle Wörter in baanvi sind nach dem gleichen Muster aufgebaut: Wortstamm + Wortart + Numerus + Genus + Kasus, z.B.:lastie térotieóm é mandúbtieóm [in den guten Honig]
In baanvi stellen die Substantive die Hauptwortart dar; alle weiteren verwandten Wortarten werden vom Substantivstamm abgeleitet, z.B.:
dénzalé
dénzaléï
dénzalîub
dénzalîuv Substantiv
Adverb [Liebe]
[lieben]
qranád
qranádaï
qranádúb
qranádúv Substantiv
Adverb [Dank]
[danken]
ninán
nináneï
ninánúb
ninánúv Substantiv
Adverb [Bitte]
[Adjektiv zu Bitte]
[Adverb zu Bitte]
Bei der Ableitung werden die Femininum- und Neutrum-Suffixe -e und -i als -j behandelt, z.B.:
efté wird zu eftîub [Fenster → Adjektiv zu Fenster]
onsi wird zu onsîub [Bild → Adjektiv zu Bild]
Der Numerus wird nur im Plural speziell angezeigt und zwar mit dem Suf- bzw. Infix -ti-, z.B.:
qamén qaménti [Haus → Häuser]
slévé slévtie [sie (3. Person singular fem.) → sie (3. Person Plural fem.)]
onsi menîubi onstii menîubtii [schönes Bild (Singular neut.) → schöne Bilder (Plural neut.)]
Nach -j, -d und -t am Worstammende wird dem Plural-Suf-/Infix ein i vorangestellt (-iti-), z.B.:
movj movíti [Bruder → Brüder]
efté eftítie [Fenster → Fenster (Plural)]
baanvi kennt sowohl im Singular als auch im Plural je drei Genera: Maskulinum, Femininum und Neutrum.
Wörter, die auf -j oder Konsonant (außer -y) enden, sind generell maskulin.
Wörter, die auf -y oder -e enden, sind generell feminin.
Wörter, die auf -i enden, sind generell neutral.
Dabei gelten -j und -y als zum Wortstamm gehörig, wohingegen -e und -i als Suffixe zu behandeln sind.
Sätze enden mit einem Punkt oder Frage-/Ausrufezeichen. Kommas werden nur bei Relativsätzen und ähnlichen Einschüben verwendet.
Generell setzt sich ein Aussagesatz in baanvi wie folgt zusammen:
Subjekt + Prädikat [+ Objekt(e)]
wobei das Subjekt der Form ist:
[Artikel +] Substantiv | Personalpronomen [+ Pronomen] [+ Adjektiv(e)]
das Prädikat der Form ist:
Verbform(en) [+ direktes Kasus-Pronomen] [+ Adverb(ien)]
das/die Objekt/e der Form ist/sind:
[Präposition +] [Artikel +] Substantiv | indirektes Kasus-Pronomen [+ Pronomen] [+ Adjektiv(e)]
Dativ-Objekte stehen gewöhnlich vor Akkusativ-Objekten.
Im Fragesatz ändert sich die Worstellung nicht, es wird lediglich ein Interrogativ-Pronomen vorangestellt, z.B.:
bég smaú áuli? [Wer ist das? (unbestimmt)]
bîom vén tánaus? [Wohin gehst du?]
Die Hauptwortart in baanvi wurde bereits unter §5 bezüglich Wortstamm und -aufbau besprochen, nun soll die Deklination betrachtet werden.
baanvi kennt sechs direkte Kasus und acht indirekte Kasus.
Die sechs direkten Kasus benötigen keine Präpositionen:
Nominativ impersonalis Was? - s qamén [das Haus]
Dativ impersonalis Wem? -ok s qaménok [dem Haus]
Akkusativ impersonalis Was? - s qamén [das Haus]
Nominativ personalis Wer? - s movj [der Bruder]
Dativ personalis Wem? -okj s movókj [dem Bruder]
Akkusativ personalis Wen? -élv s movîelv [den Bruder]
Sieben der indirekten Kasus sind präpositionale Kasus, d.h. sie werden von Präpositionen gefordert:
Lokativ statis Wo? -a las qaména [in dem Haus]
Lokativ allativis Wohin? -óm las qaménóm [in das Haus]
Lokativ ablativis Woher? -ón lis qaménón [aus dem Haus]
Lokativ präteritivis Woran vorbei? -ód goás qaménód [über das Haus (hinweg)]
Temporativ Wann? -íl la emp nókíl [in vier Tagen]
Modativ (auch Instrumental) Wie? -atj qias movátj [mit dem Bruder]
Kausativ Warum? -éyk svasós movîeyk [wegen des Bruders]
Der achte indirekte Kasus, der Possessiv, ist ein pronominaler Kasus und entspricht der deutschen Genitivfunktion (Wessen?).
Er wird mittels des speziellen Relativpronomens sam + Nominativ gebildet, das mit dem bestimmten Artikel verschmilzt, z.B.:
s qamén sams movj [das Haus des Bruders]
si onsi samsé çiale [das Bild des Mädchens (es gehört dem Mädchen)]
aber bei nicht possessiven Abhängigkeiten adjektivisch:
efté qaménúbe [ein Fenster eines/des Hauses]
sé dénzalé éndîube [die Liebe der Mutter (Mutterliebe)]
Unbestimmte Artikel (ein, eine usw.) gibt es in baanvi nicht.
Der bestimmte Artikel s orientiert sich in Numerus und Genus am Substantiv, auf das er sich bezieht, z.B.:
s movj [der Bruder]
sé qavé [die Schwester]
si onsi [das Bild]
sti movíti [die Brüder]
stié qavítie [die Schwestern]
stii onstii [die Bilder]
Zu beachten ist die unregelmäßige Bildung des Femininums Singular mit dem Suffix -é.
Der bestimmte Artikel wird nicht dekliniert.
Beginnt ein maskulines Substantiv mit s-, erhält der bestimmte Artikel s das Suffix -t, z.B.:
st sorás’ [der Stein]
9. Präpositionen
Präpositionen verschmelzen mit dem bestimmten Artikel, z.B.:
las qaména [im Haus]
péséy eftéóm [zum Fenster]
goási askúód [über den Tisch]
Präpositionen verlangen einer der sieben indirekten präpositionalen Kasus (siehe §7b).
10. Pronomen
Von allen Personal-Pronomen gibt es eine maskuline und eine feminine Form.
Die 3. Person weist im Singular und Plural zusätzlich eine neutrale Form auf.
min miné [ich]
vén véné [du]
slév slévé slévi [er, sie, es]
minti mintie [sie]
vénti véntie [ihr]
slévti slévtie slévtii [sie]
Zu beachten ist die unregemäßige Bildung des Femininums Singular mit dem Suffix -é.
Die neutralen Personal-Pronomen slévi und slévtii können im Nominativ in den meistens weggelassen werden.
In seltenen Fällen kann in direkter Rede eine neutrale Form der 1. oder 2. Person auftreten, wenn beispielsweise in einer Fantasiegeschichte Dinge (z.B. Bäume oder Steine, deren Substantiv neutral ist) sprechen. Diese ansonsten ungebräuchlichen neutralen Formen werden analog zur 3. Person gebildet, z.B.: mini oder véntii.
Die Demonstrativ-Pronomen werden mittels des bestimmten Artikels s und den Infixen -ma- und -ka- gebildet; sie orientieren sich in Numerus und Genus am Substantiv, auf das sie sich beziehen:
sma smaé smai smati smatie smatii [dieser, diese, dieses usw.]
ska skaé skai skati skatie skatii [jener, jene, jenes usw.]
Im Gegensatz zum bestimmten Artikel verschmelzen die Demonstrativ-Pronomen nicht mit Präpositionen, z.B.:
la sma qaména [in diesem Haus]
pé skaéy eftítie [zu jenem Fenster]
Wie die bestimmten Artikel werden auch die Demonstrativ-Pronomen nicht dekliniert.
Die Possessiv-Pronomen setzen sich aus den jeweiligen Personal-Pronomen und dem Suffix -du zusammen, z.B.:
mindu [mein]
véntiedu [euer (fem.)]
Dekliniert werden die Possessiv-Pronomen wie das jeweilige Substantiv, auf das sie sich beziehen.
Sie passen sich ihm in Numerus und Genus jedoch nicht an, z.B.:
min qovóu goáy askúód véntiduód menîubúód [ich sehe/schaue über eueren (mask.) schönen Tisch]
Der bestimmte Artikel entfällt bei Verwendung von Possessiv-Pronomen.
Die Interrogativ-Pronomen beginnen mit bj- und enden, falls vorhanden, auf das entsprechende Kasus-Suffix, z.B.:
bém Nominativ/Akkusativ impersonalis [was?]
bég Nominativ personalis [wer?]
bók Dativ impersonalis [wem?]
bókj Dativ personalis [wem?]
bîelv Akkusativ personalis [wen?]
bá Lokativ statis [wo?]
bîom Lokativ allativis [wohin?]
bîon Lokativ ablativis [woher?]
bîod Lokativ präteritivis [woran vorbei?]
bîil Temporativ [wann?]
bátj Modativ (auch Instrumental) [wie?]
bîeyk Kausativ [warum?]
búkna Numerativ (Nominativ) [wieviel?]
búdu (meist mit Demonstrativ-Pronomen) Possessiv [wessen?]
vén qovóus bîom é min tánau? [Siehst du, wohin ich gehe?]
búdu ául sma qamén? [Wessen Haus ist das?]
Die Relativ-Pronomen beginnen mit n- und enden, falls vorhanden, auf ein entsprechendes Kasus-Suffix, z.B.:
s movj mindu, neg é qou qovóë minélv [mein Bruder, der mich sah]
sé çiale, nélv min dénzaléu [das Mädchen, das ich liebe]
si onsi, nem é min qovóu [das Bild, das ich sehe]
Wie die bestimmten Artikel verschmelzen auch die Relativpronomen mit Präpositionen, z.B.:
s qamén, lanóm vén tánaus [das Haus, in das du gehst]
Die Relativ-Pronomen passen sich dem Substantiv, auf das sie sich beziehen, nicht in Numerus und Genus an.
Die betonten Reflexiv-Pronomen werden mittels der Personal-Pronomen und dem entsprechenden direkten Kasus-Suffix gebildet, z.B.:
min qovóu minélv [ich sehe mich (selbst)]
Einfache unbetonte Reflexion wird mittels der reflexiven Verbform (Suffix -k) ausgedrückt (siehe §12e), z.B.:
min qovóuk [ich sehe mich]
Die Indefinitiv-Pronomen sind unveränderlich (weder Numerus noch Genus, keine Deklination), z.B.:
(bún) isé dósé [(irgend-)etwas, nichts]
(bún) islév dóslév [(irgend-)jemand, niemand]
(bún) ilien dólien [(irgendwann/)jemals, niemals]
slévi [man]
11. Adjektive & Adverbien
Als Nebenwortart entstehen Adjektive durch Anhängen des Suffixes -úb an den substantivischen Wortstamm, z.B.:
s mand wird zu mandúb [das Gute/die Güte → gut]
si meni wird zu menîub [das Schöne/die Schönheit → schön]
Adjektive orientieren sich in Numerus, Genus und Kasus am Substantiv, auf das sie sich beziehen, z.B.:
s qamén menîub [das schöne Haus]
pé smatiey eftítieóm menîubtieóm [zu diesen schönen Fenstern]
skúsi askia menîubia [auf dem schönen Tisch]
Von Adjektiven abgeleitete Adverbien enden auf -úv und sind unveränderlich, z.B.:
manúb wird zu mandúv [gut]
menîub wird zu menîuv [schön]
tánauli minókj mandúv [(es) geht mir gut]
Der Komparativ wird für Adjektive und Adverbien mittels des unveränderlichen Wörtchens ay gebildet, z.B.:
ay mandúb ay mandúv [besser (mehr gut)]
ay menîub ay menîuv [schöner (mehr schön)]
Der Superlativ wird für Adjektive und Adverbien mittels des unveränderlichen Wörtchens avnuy gebildet, z.B.:
avnuy mandúb avnuy mandúv [am besten (am meisten gut)]
avnuy menîub avnuy menîuv [am schönsten (am meisten schön)]
12. Verben
Im Infinitiv enden alle Verben auf -aï, -eï oder -oï; bei einsilbigem Wortstamm entspricht das Infinitiv-Suffix dem Stammvokal, z.B.:
bei -a- als Stammvokal -aï, z.B.: tánaï [gehen]
bei -e- oder -i- als Stammvokal -eï, z.B.: s’ebéï [wollen]
bei -o- als Stammvokal -oï, z.B.: qovóï [sehen]
Bei mehrsilbigem Wortstamm variieren die Infinitiv-Suffixe, wobei für Verben mit gleich lautenden Stammvokalen generell dasselbe gilt wie für Verben mit einsilbigem Wortstamm, z.B.:
qranádaï [danken]
aber: nináneï [bitten]
Beim Imperativ wird das Infinitiv-Suffix -ï durch das betonte Suffix -tá und entsprechende Numerus- und Genus-Suffixe ersetzt, z.B.:
tánatá! [geh! (der Angesprochene ist männlich)]
qovótátie! [seht! (alle Angesprochenen sind weiblich)]
Das Partizip Präsens entsteht durch Ersetzen des Infinitiv-Suffixes -ï mit, je nach Gebrauch, adjektivischem Suffix (-b) oder adverbialem Suffix (-v), z.B.:
vén tánaus qovóv [du gehst sehend]
In adjektivischer Funktion wird das Partizip entsprechend dekliniert, z.B.:
sé çiale dénzalébe [das liebende Mädchen]
Das Partizip Perfekt entsteht durch Ersetzen des Infinitiv-Suffixes -ï mit -ë, z.B.:
tánaë [gegangen]
qovóë [gesehen]
dénzalúë [geliebt]
Dabei wird -eï zu -úë (siehe auch §3h).
Reflexive Verben werden in unbetonter Form durch Anhängen des Suffixes -k an die konjugierte Verbform gebildet, z.B.:
slévtii qoutilik dénzalúë [sie liebten sich]
minti ok’éneutik skúsi askia [wir befinden uns auf dem Tisch]
Die Negation wird in baanvi mit dó und gegebenenfalls einigen Zusätzen realisiert, z.B.:
min dó tánau [ich gehe nicht]
vén dó qous tánaë dó [du bist gar nicht gegangen]
min dó qovóu dósé [ich sehe nichts]
vén dó leus qovóë dólien [du wirst nie(mals) sehen]
minti dó qovóuti dóslév [wir sehen niemanden]
Die Formen dó … pék [noch nicht] und dó … qén [nicht mehr] können erweitert werden, z.B.:
min dó qovóe pék dóslév [ich sehe noch niemanden]
vén dó leus tánaë qén dólien [du wirst nie(mals) mehr gehen]
min(é) tánau(é) [ich gehe]
vén(é) tánaus(é) [du gehst]
slév(é|i) tánaul(é|i) [er|sie|es geht]
minti(e) tánauti(e) [wir gehen]
vénti(e) tánautis(e) [ihr geht]
slévti(e|i) tánautil(e|i) [sie gehen]
Zu beachten ist auch hier die generell unregelmäßige Bildung des Femininums Singular mit dem Suffix -é.
Frei nach dem Motto „Was war, ist vergangen (und kann nicht mehr geändert werden).“ wird in baanvi nicht unterschieden, ob Vorgänge in der Vergangenheit bereits abgeschlossen wurden oder nicht. Dies macht die Vergangenheitsformen Imperfekt, Perfekt und Plusquamperfekt überflüssig. Daher gibt es in baanvi nur eine einzige Vergangenheitsform: das Präteritum.
Dieses wird unter Zuhilfenahme des Hilfsverbs qoï und des Partizips Perfekt gebildet, z.B.:
min(é) qou(é) tánaë [ich ging/bin|war gegangen]
vén(é) qous(é) tánaë [du gingst/bist/warst gegangen]
slév(é|i) qoul(é|i) tánaë [er|sie|es ging/ist|war gegangen]
minti(e) qouti(e) tánaë [wir gingen/sind|waren gegangen]
vénti(e) qoutis(e) tánaë [ihr gingt/seid|wart gegangen]
slévti(e|i) qoutil(e|i) tánaë [sie gingen/sind|waren gegangen]
Konjugation im Futur & Futur Perfekt
Im Gegensatz zum Präteritum unterscheidet baanvi bei zukünftigen Ereignissen sehr wohl, ob ein Vorgang abgeschlossen sein wird oder nicht; man spricht vom Futur und dem Futur Perfekt.
Das Futur wird mit dem Hilfsverb leï und dem Partizip Perfekt, das Futur Perfekt mit der Hilfsverb-Konstruktion leï qoï und dem Partizip Perfekt gebildet, z.B.:
min(é) leu(é) tánaë [ich werde gehen]
vén(é) leus(é) tánaë [du wirst gehen]
slév(é|i) leul(é|i) tánaë [er|sie|es wird gehen]
minti(e) leuti(e) tánaë [wir werden gehen]
vénti(e) leutis(e) tánaë [ihr werdet gehen]
slévti(e|i) leutil(e|i) tánaë [sie werden gehen]
min(é) leu(é) qoï tánaë [ich werde gegangen sein]
vén(é) leus(é) qoï tánaë [du wirst gegangen sein]
slév(é|i) leul(é|i) qoï tánaë [er|sie|es wird gegangen sein]
minti(e) leuti(e) qoï tánaë [wir werden gegangen sein]
vénti(e) leutis(e) qoï tánaë [ihr werdet gegangen sein]
slévti(e|i) leutil(e|i) qoï tánaë [sie werden gegangen sein]
Konjugation im Konjunktiv
baanvi macht beim Konjunktiv keinen Unterschied, ob der Vorgang zweifelhaft ist oder nicht. Daher gibt es ähnlich wie bei den Vergangenheitsformen nur einen Konjunktiv.
Der Konjunktiv wird mit den Hilfsverben áï, qoï und leï, dem betonten Infix -úm- und dem Partizip Perfekt gebildet, z.B.:
min(é) áúmu(é) tánaë [ich gehe/ginge]
vén(é) qoúmus(é) tánaë [du seist/wärest gegangen]
minti(e) leúmuti(e) tánaë [wir werden/würden gehen]
Futur Pefekt:
vénti(e) leúmutis(e) qoï tánaë [ihr werdet/würdet gegangen sein]
Die passiven Verbformen werden durch Voranstellen des Präfixes qé- vor die konjugierte Verbform gebildet, z.B.:
min qékovóu [ich werde gesehen]
vén qékoúmus dénzalúë [du würdest geliebt]
13. Vokabular
Arbeit ganóy
auf skú
befinden (sich) ok’éneï
Bild onsi
Bitte ninán
bitte! nináneuv = Kurzform von: min é nináneu vénélv [ich bitte dich]
bitten nináneï
Bruder movj
Dank qranád
danke! qranádaukj = Kurzform von: min qranádau vénókj [ich danke dir]
danken qranádaï
dein véndu
die Singular fem.: sé | Plural: sti, stie, stii
diese Singular fem.: smaé | Plural: smati, smatie, smatii
dieser sma
dieses smai
du vén
er slév
es slévi
Fenster efté
Freund éfcan
Freundin éfcane
gehen tánaï
geschlossen (Adjektiv/Adverb) nevámúb | nevámúv
gut mandúb | mandúv
Güte mand
haben qoï
Hass mo’ové
hassen mo’ovóï
hässlich d’omîub | d’omîuv
Hässlichkeit d’omé
Haus qamén
ihr 2. Person Plural: vénti | 3. Person Singular fem.: slévédu
jene Singular fem.: skaé | Plural: skati, skatie, skatii
jener ska
jenes skai
Junge raén
Kind bléí
kommen deméï
Liebe dénzalé
lieben dénzaléï
liegen padéï
Mädchen çiale
mein mindu
mit qias
Mutter éndé
offen onilúb | onilúv
öffnen onilaï
schlecht póromîub | póromîuv
Schlechtheit póromé
schließen nevámeï
schön menîub | menîuv
Schönheit mení
Schwester qavé
sehen qovóï
sein Verb: áï | 3. Person Singular mask./neut.: slévdu/slévidu
sie 3. Person Singular fem.: slévé | 3. Person Plural: slévti, slévtie, slévtii
stehen pedóï
Tag nuk
Tisch aski
Tür panay
über goá
Vater tóál’
wann bîil
warum bîeyk
was bém
wegen svasós
wem bók | bókj
wen bîelv
wer bég
werden leï
wessen búdu
wie bátj
wieviel búkna
Wille s'ebj
wir minti
wo bá
woher bîon
wohin bîom
wollen s’ebéï
woran [vorbei] bîod
zu pé
3 vandj
6 notj
9 ekj
10 alvé
11 alvé-alv
12 alvé-nad
20 nadé
30 vandîe
100 alvárum
101 alvárum-alv
135 alvárum-vandîe-qar
200 nadárum
300 vandîarum
1000 alvnést
2000 nadnést
3000 vandnîest
14. Beispielsätze
min tánau las qaménóm é menîubóm. Ich gehe in das schöne Haus.
min qou qovóë movîelv minduélv. Ich sah meinen Bruder.
nináneuv onilatá séy efté! Öffne bitte das Fenster!
nináneuv nevámetá sé panay! Schließe bitte die Tür!
onsi d’omîubi padéuli skúsi askia. Ein hässliches Bild liegt auf dem Tisch.
qavé véndu menîubé dénzaléué éfcanélv slévéduélv. Deine schöne Schwester liebt ihren Freund.
Zwei weitere ConLangs habe ich bereits zu entwickeln begonnen:
• Die Sprache nadë hat eine recht simple, zur Zeit noch ziemlich unvollständige Grammatik und klingt ein bisschen wie weiches Arabisch oder etwas härteres Indisch.
• Die Sprache lu:omi befindet sich noch im konzeptionellen Stadium und klingt ein bisschen nach einer afrikanischen Sprache.

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