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Timestamp: 2018-02-25 17:53:38+00:00

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Alkohol auf einer Schulveranstaltung.
Thema: Alkohol auf einer Schulveranstaltung.
26.03.2010, 12:08 #1
Also folgendes ich bin Schulsprecher und wurde um Hilfe von einem Schüler gebeten, der am Montag ein Gespräch mit unserem Schulleiter hat.
Ich wollte mich auf dieses Gespräch etwas vorbereiten, deshalb hier mal die Sachlage:
Der folgende Schüler ich nenne ihn mal Peter, hat sich am Mittag vor dem Theaterbesuch mit einigen Klassenkameraden getroffen und ein paar Bier getrunken. Leider waren es ein paar zuviele und das Ende von der Geschichte war, dass er sich im Theater übergeben musste. Sein Lehrer saß leider genau hinter ihm und hat alles mit bekommen und von anderen Schülern erfahren, dass er wegen dem Alkohol sich übergeben hat. Dies wurde dann der Schulleitung gemeldet und nun dieses Gespräch.
Peter ist 18 Jahre und somit Volljährig.
Ich weiß das dieses Verhalten eigentlich nicht zu unterstützen ist, aber ich sehe mich als Schulsprecher in der Pflicht.
Also nun habe ich mir mal unsere Schulordnung genau durch gelesen und folgende Auszüge gefunden:
"Kein Schüler darf unter Einfluss von Alkohol und Drogen die Schule und das Schulgelände betretten"
"Die Mitnahme und der Genuss von alkoholischen Getränken und anderen Rauschmittel ist in der Schule, auf dem Schulgelände und deren angrenzenden Grundstücken nicht gestattet. Dies gilt für Unterrichts- und Pausenzeiten, für Zeiten außerunterrichtlicher Veranstaltungen sowi Schulverantstaltungen außerhalb der Schule."
Im Schulgesetz von BWsteht in §90 (2), (3):
1. Durch den Klassenlehrer oder durch den unterrichtenden Lehrer: Nachsitzen bis zu zwei
Unterrichtsstunden;
Falls Peter doch gegen die Schul- und Hausordnung verstoßen haben sollte, dann wird es laut dieser Ordnung zu Ordnungs- und Erziehungsmaßnahmen kommen.
In §90(2) steht jedoch: Diese kommen nur in Betracht, soweit pädagogische Erziehungsmaßnahmen nicht ausreichen; hierzu gehören auch Vereinbarungen über
Verhaltensänderungen des Schülers. Bei allen Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen ist der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit zu beachten.
Darf hierbei also schon mit Ordnungs- und Erziehungsmaßnahmen geahndet werden, wenn sich Peter vorher nichts zu Schulden kommen lassen hat.
Und was würde hierbei als Strafmaximum gelten? Nach den weiteren folgenden Absätzen in §90 (4)-(9) maximal das Nachsitzen, oder?
Da sie ja nicht "durch schweres oder wiederholtes Fehlverhalten seine Pflichten verletzt und dadurch die Erfüllung der Aufgabe der Schule oder die Rechte
anderer gefährdet...." §90 (6) hatten. Somit wäre ein Ausschluss des Unterrichtes etc. sowieso ausgeschlossen, oder?
Es gab noch weitere Schüler die davor Bier getrunken haben sogar im Theater an der Bar, die aber nicht gesehen wurden oder dies nicht als schlim angesehen
Was wäre mit diesen Schülern, die vorher ebenfalls Bier getrunken haben? Müssten diese theoretisch gesehen auch "bestraft" werden.
Weil ein Schüler (Franz) hat Peter nach Hause gebracht und dieser muss sich auf vor dem Direktor verantworten, weil sein Lehrer von anderen Schülern erfahren hat
das er auch mit vor getrunken hat.
Ich weiß dies ist sehr Textlastig und ich hoffe es kann mir trozdem jemand helfen. Hat Peter in irgendeiner weiße das Schulgesetz gebrochen? Wenn ja in welcher weiße.
Und wie sieht es mit Franz aus der lediglich davor getrunken hat aber weder gekotz noch in einer anderen Weise aufgefallen ist?
Moralisch gesehen würde einer Bestraffung nichts im Wege stehen, aber nach dem Schulgesetz und der Hausordnung konnte ich nichts finden, dass eine Bestraffung gerecht fertig.
Deshalb kann man diese beiden Schüler nicht bestraffen oder?
29.03.2010, 12:29 #2
SMV-Beauftragter
Grundsätzlich gilt: In der Schule und bei außerunterrichtlichen Aktivitäten, die als Schulveranstaltungen deklariert sind, ist Alkoholgenuss verboten.
Peter wäre gut beraten, sich zu entschuldigen und die Erziehungs- und Ordnungsmaßnahme zu akzeptieren.
Bitte teilt mir mit, welche "Strafe" ausgesprochen wurde, dann kann man immer noch diskutieren, ob sie angemessen ist.
Rolf Benda
Geändert von SMV-Beauftragter (29.03.2010 um 12:45 Uhr)
29.03.2010, 15:14 #3
Das Gespräch fand heute statt und ich wurde dem Zimmer verwiesen, unsere Direktorin meinte das sie allein mit den Verantwortlichen reden möchte, ich versuchte ihr sachlich klar zu machen das Peter und Franz nach §90 SchG Absatz 7, das Recht auf einen Beistand haben, aber sie meinte nur ob wir jetzt noch mehr Streß machen wollen und wurde lauter und hat mich rausgeworfen. Also dies fand ich schon etwas hart. Aber ich bin dann raus gegangen weil, dies ja schlussendlich Peter und Franz geschadet hätte.
Aber nun meine Frage es wurde noch keine Strafe ausgesprochen, hatte sie das Recht mich des Zimmers zuverweisen?
Ist die irgendwo niedergeschrieben, weil ich Schulgesetz konnte ich es nicht finden und in unserer Hausordnung stand eben nur das Mitführen von Alkohol sei verboten, alles andere wäre für mich zwischen den Zeilen gelesen und rein interpretiert. Weil der Alkohol wurde ja nicht auf der Schulveranstaltung konsumiert sondern davor im privaten Kreise. Und solang es nirgens steht finde ich kann man diese Schüler auch nicht bestrafen.
Geändert von blackpanta (29.03.2010 um 15:16 Uhr)
30.03.2010, 15:36 #4
Hallo Blackpanta,
mit dem Alkohol sitzt die Schulleiterin auf dem längeren Hebel: Wenn der Theaterbesuch eine Schulveranstaltung war, dann darf man auch auf dem Hin- und Rückweg keinen Alkohol (schon gar nicht in den beschriebenen Mengen) trinken.
Beim "Rauswurf" des Schülervertreters gilt Folgendes:
§ 7, Abs 4 der SMV-Verordnung steht, dass Schülervertreter ein Vermittlungs- und Vertretungsrecht haben:
(4) Im Rahmen der SMV haben die Schülervertreter insbesondere folgende Rechte: Das Anhörungs- und Vorschlagsrecht (§ 10 Absatz 1), das Beschwerderecht (§ 10 Absatz 1), das Vermittlungs- und Vertre-tungsrecht (§ 10 Absatz 2), das Informationsrecht (§ 11 Absatz 2).
§ 10, Abs 2 lautet:
(2) Die Klassensprecher, die Kurssprecher und der Schülersprecher können einzelne Schüler auf deren Wunsch bei der Wahrnehmung von Rechten, die diese der Schule gegenüber selbst ausüben können, beraten und ihnen darin beistehen. Dazu zählt auch das Recht des Schülers, gehört zu werden, bevor über ihn betreffende Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen entschieden werden.
Schlussfolgerung: Wenn Peter es gewollt hat, dann haben Sie das Recht gehabt bei der Besprechung zu bleiben und die Interessen von Peter zu vertreten. Angesichts der Sachlage war es aber doch besser, der Bitte der Schulleiterin zu folgen.
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References: §90
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§ 7

§ 10