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Timestamp: 2019-06-26 15:13:01+00:00

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BGH, 18.05.1973 - I ZR 31/72 - dejure.org
https://dejure.org/1973,530
BGH, 18.05.1973 - I ZR 31/72 (https://dejure.org/1973,530)
BGH, Entscheidung vom 18.05.1973 - I ZR 31/72 (https://dejure.org/1973,530)
BGH, Entscheidung vom 18. Mai 1973 - I ZR 31/72 (https://dejure.org/1973,530)
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Sittenwidrigkeit eines Verstosses gegen die Preisauszeichnungsvorschriften bei Erstreben eines Vorsprungs im Wettbewerb - Aufstellen neu angelieferter, noch nicht zum Verkauf hergerichteter Möbel in den Verkaufsräumen ohne Preisangaben - Erfordernis einer bewussten und planmäßigen Hinwegsetzung über das Gesetz - Unmittelbarer wettbewerbsrechtlicher Bezug der Preisauszeichnungsvorschriften - Vorliegen eines auf Dauer angelegten fortlaufenden Verhaltens
NJW 1973, 1371
MDR 1973, 740
GRUR 1973, 655
DB 1973, 1396
Damit aber verschafft er sich die Möglichkeit, das Angebot besonders zu empfehlen und eher zu einem Abschluß zu kommen, als es sonst der Fall wäre (vgl. BGH GRUR 1973, 655, 657 - Möbelauszeichnung).
Diese Voraussetzung ist bei Verstößen gegen die Preisangabenverordnung nicht ohne weiteres gegeben (vgl. dazu weiter BGH, Urt. v. 18.5.1973 - I ZR 31/72, GRUR 1973, 655, 657 = WRP 1973, 467, 469 - Möbelauszeichnung (zur PreisauszVO) ;… Urt. v. 9.11.1973 I ZR 126/72, GRUR 1974, 281, 282 - Clipper (zur PreisangabenVO a.F. )), im Streitfall aber erfüllt.
BGH, 13.07.1989 - I ZR 160/87
Impressumspflicht; Begriff des Erscheinungsorts; Anforderungen an Verlagsangabe …
Als wertbezogen sind nur die Normen anzusehen, denen eine dem Schutzzweck des UWG entsprechende sittlich-rechtliche Wertung zugrundeliegt und/oder die eine unmittelbare Wertbezogenheit aufweisen (st. Rspr., vgl. u.a. BGH, Urt. v. 18.05.1973 - I ZR 31/72, GRUR 1973, 655, 657 = WRP 1973, 467, 469 - Möbelauszeichnung).
Ein Verstoß gegen diese Norm ist nur dann wettbewerbswidrig, wenn besondere wettbewerbliche Umstände hinzutreten, die das gesetzwidrige Verhalten auch aus wettbewerblicher Sicht anstößig erscheinen lassen (st. Rspr., vgl. BGH, Urt. v. 18.05.1973 - I ZR 31/72, GRUR 1973, 655, 657 = WRP 1973, 467, 468 f - Möbelauszeichnung).
Hier ist der Gesetzesverstoß regelmäßig auch als wettbewerbswidrig zu beurteilen (BGH, GRUR 1973, 655, 657 - Möbelauszeichnung -, für § 30 I SGB IV bejaht in WRP 1995, 475, 479 - Sterbegeldversicherung -, Nichtannahme der Revision gegen bejahende Entscheidung bzgl. § 107 I GO a.F. des OLG Hamm, NJW 1998, 3504, 3504 - Gelsengrün -, OLG München, Urteil vom 20.04.2000 - 6 U 4072/99 - Elektroinstallation - aus der Literatur Badura, DÖV 1998, 818, 822; Beckmann/David, DVBl. 1998, 1041, 1046; Cosson, DVBl. 1999, 891, 892; Hübschle, GewArch 2000, 186, 188; Otting, DÖV 1999, 549, 550; Schoch, DÖV 1993, 377, 380; Weidemann, Verwaltungsarchiv 1999, 533, 545 ff.).
Zur Frage des bewußten und planmäßigen Verstoßes gegen wertneutrale Ordnungsvorschriften im Wettbewerbsrecht (Ergänzung z. Urt. d. BGH v. 18.5.1973 - I ZR 31/72 - Möbelauszeichnung).
Der erkennende Senat hat zur Frage der Sittenwidrigkeit von Verstößen gegen die Preisauszeichnungsverordnung in dem zur Veröffentlichung bestimmten Urteil vom 18. Mai 1973 (I ZR 31/72 - Möbelauszeichnung) Stellung genommen und zum Ausdruck gebracht, daß es sich bei diesen Bestimmungen um wertneutrale Vorschriften zum Schutze der Verbraucher handele, die nicht Ausdruck einer sittlichen Wertung seien.
Zwar hat der Senat - der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (vgl. BGH, GRUR 1965, 373, 374 f - Blockeis II, GRUR 1973, 655, 657 - Möbelauszeichnung) folgend - die Auffassung vertreten, daß § 107 GO auch dem Schutz der privaten Wirtschaft gegen eine unzulässige privatwirtschaftliche Betätigung der Gemeinden dient, so daß eine Nichtbeachtung dieser Bestimmung gleichzeitig als sittenwidrig i.S. des § 1 UWG gewertet werden kann (NJW-RR 1997, 1470, 1471 = WRP 1997, 42, 43 - Nachhilfeunterricht; ebenso OLG Hamm NJW 1998, 3504; zustimmend Weidemann, Verwaltungsarchiv 1999, 533, 545 ff; vgl. auch den Beschluss der Vergabekammer bei der Bezirksregierung Düsseldorf vom 21. September 1999, VK -12/99-L, S. 13 ff); hieran hält der Senat trotz der in der Literatur erhobenen Kritik auch für § 107 GO in der Fassung des 1. ModernG NRW vom 15. Juni 1999 (GV Bl. NW Nr. 27 vom 13. Juli 1999) fest, zumal die Gesetzesbegründung (…Drucksache 12/3730, Bes. Teil, Ziff. 2.1.1 zu Art. 1, S. 105) durchaus die wettbewerbsrechtlichen Untersagungsentscheidungen der Zivilgerichte gegen Kommunen billigt.
Es muß in subjektiver Hinsicht hinzukommen, das sich die Klägerin bewußt und planmäßig über das Gesetz hinweggesetzt hat, um sich einen sachlich nicht gerechtfertigten Vorsprung gegenüber gesetztreuen Mitbewerbern zu verschaffen (vgl.: BGH, 18.05.1973 - I ZR 31/72 - GRUR 1973, 655).
Auch kann in einem Verstoß gegen § 34 c GewO beim Vorliegen besonderer Umstände zugleich eine Mißachtung des § 1 UWG liegen (vgl. BGH GRUR 1973, 655, 657, 658 - Möbelauszeichnung).
BGH, 17.05.1989 - I ZR 151/87
Versandhandel - Teilzahlungsmodell - Teilzahlung - Monatliche Ratenzahlung - …
OLG Frankfurt, 15.02.1979 - 6 U 169/78

References: BGH 
 § 30
 § 107
 BGH 
 § 107
 § 1
 § 107
 Art. 1
 § 34
 § 1
 BGH