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Timestamp: 2018-01-19 01:53:41+00:00

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52. Vertreterversammlung der KZVLB: KZV Land Brandenburg
home Service für die Praxis VV-Beschlüsse 52. Vertreterversammlung der KZVLB
Die 52. Vertreterversammlung tagte am 07. Dezember 2013 in Potsdam. Es wurde über 12 Anträge abgestimmt sowie Neuwahlen durchgeführt.
Am 7. Dezember 2012 fand die 52. Vertreterversammlung der KZVLB statt. Die Delegierten fassten Beschlüsse zu zwölf Anträgen und führten Wahlen für den Zulassungsausschuss, Berufungsausschuss sowie den Beschwerdeausschuss durch.
Weiterentwicklung der zahnärztlichen Versorgung in Deutschland
„Die Vertreterversammlung der KZV Land Brandenburg ruft die neue Bundesregierung auf, ein tragfähiges gesundheitspolitisches Programm für die nächsten vier Jahre für unser Land aufzustellen und dabei ihre Verantwortung für den Erhalt unseres erfolgreichen Gesundheitssystems und insbesondere der zahnmedizinischen Versorgung der Patienten wahrzunehmen. Der vorliegende Koalitionsvertrag ist ein erster Ansatz, der nunmehr mit zukunftsfestem Inhalt gefüllt werden muss.
Auf der Grundlage der „Agenda Mundgesundheit“ haben KZBV und BZÄK einen ge-meinsamen Forderungskatalog zusammengefasst. Diesem schließen sich die Vertreter der Vertreterversammlung der KZV Land Brandenburg vollständig an.“
Deutschland belegt bei der Mundgesundheit einen internationalen Spitzenplatz. Die erfolgreiche Präventionsstrategie in der Zahnmedizin ist beispielgebend für das gesamte Gesundheitswesen. Daran muss festgehalten werden. Von der Zahnärzteschaft entwickelte Versorgungskonzepte müssen Bestandteil einer präventionsorientierten Regelversorgung sein. Im weltweiten Vergleich ist die soziale Absicherung gegen Zahn-, Mund- und Kiefererkrankungen in Deutschland außergewöhnlich weitreichend und das Versorgungsniveau nachweislich sehr hoch. Um diesen hohen Standard auch in Zukunft halten zu können, brauchen wir weiterhin ein wettbewerblich organisiertes duales System der Krankenversicherung, in dem es Wettbe-werb um die bestmögliche Versorgung gibt.
Das Zwei-Säulen-System aus PKV und GKV hat sich über Jahrzehnte bewährt, ist Garant für die anerkannt hohe Leistungsfähigkeit unseres Gesundheitssystems und muss im Sinne einer „reformierten Dualität" weiterentwickelt werden. Eine einheitliche Gebührenordnung widerspricht dem erfolgreichen System und gefährdet die zahnmedizinische Versorgung in unserem Land. Den Kollektivvertrag ersetzende Selektivverträge führen zu einem Flickenteppich in der Versorgung mit negativen Folgen für die Patienten. Lediglich ergänzende Selektivverträge stellen die flächen-deckende, wohnortnahe Versorgung nicht in Frage.
Die freie Arztwahl ist ein hohes Gut der Patientinnen und Patienten. Sie ist Voraussetzung für ein freiheitliches Gesundheitswesen und das partnerschaftliche Verhältnis zwischen Patienten und Zahnärzten. Freiberuflich tätige Zahnärzte gewährleisten eine qualitativ hochwertige und wohnortnahe zahnmedizinische Versorgung in Deutschland. Dazu brauchen wir Rahmenbedingungen, die es uns ermöglichen, Diagnose- und Therapieentscheidungen nach zahnärztlichem Fachwissen und frei von Interessen und Vorgaben Dritter zum Wohle der Patientinnen und Patienten zu treffen.
Erhalt des Bundesverbandes und Landesverbandes der Freien Berufe
Thomas Schmidt (Mitglied der Vertreterversammlung)
„Die Vertreterversammlung der KZV Land Brandenburg betrachtet mit Sorge die Entwicklung im Bundesverband der Freien Berufe und im Landesverband der Freien Berufe in Brandenburg. Die anstehende Aufkündigung der Mitarbeit einiger Berufsgruppen steht im direkten Widerspruch zu den aktuellen politischen Entwicklungen. Eine Aufteilung in Einzelgruppierungen schwächt die Schlagkraft der gemeinsamen Interessen sowohl gegenüber der Bundesregierung als auch im europäischen Kontext. Besonders die europarechtlichen Konsequenzen werden hier zukünftig zu Beschwernissen für die einzelnen Berufsstände führen. Die Vertreterversammlung der KZV des Landes Brandenburg ruft den Vorstand des Landesverbandes der Freien Berufe Brandenburg auf, sich vehement für den Erhalt einzusetzen.“
Gespräche mit der Politik (Ministerpräsident Woidke) haben gezeigt, dass nur eine schlagkräftige Interessenvertretung von der allgemeinen Öffentlichkeit und von den politischen Entscheidungsträgern registriert wird.
„Die Vertreterversammlung der KZV Land Brandenburg lehnt jegliche Form von korruptivem Verhalten im Gesundheitswesen strikt ab. Ein solches Verhalten untergräbt das für jede Behandlung erforderliche Vertrauensverhältnis zwischen Patient und Zahnarzt und kann zudem die Qualität bzw. die Wirtschaftlichkeit der Behandlung beeinträchtigen. Nach den Berufsordnungen der (Landes-)Zahnärztekammern ist es Zahnärzten verboten, Vorteile anzunehmen oder zu gewähren. Verstöße gegen dieses Verbot werden durch die Zahnärztekammern und Kassenzahnärztlichen Vereini-gungen konsequent geahndet. Besonderer strafrechtlicher Gesetzgebung für die Heilberufe bedarf es nicht.
Die Vertreterversammlung sieht speziell für den Bereich der vertragszahnärztlichen Versorgung generell keine Notwendigkeit für die Einführung spezieller Korruptions-straftatbestände. Der Berufsstand übernimmt bereits die Verantwortung, die die Öf-fentlichkeit erwartet.“
Kassenzahnärztliche Vereinigungen und Landeszahnärztekammern übernehmen bereits die Verantwortung für die Einhaltung der vertragszahnarztrechtlichen und berufsrechtlichen Vorgaben, wie es die Öffentlichkeit auch von Körperschaften des öf-fentlichen Rechts erwartet.
Finanzielle Lasten bei der Umsetzung des Online roll out der eGK
Jürgen Herbert (Mitglied der Vertreterversammlung)
„Die Vertreterversammlung der KZV Land Brandenburg lehnt die finanzielle Belastung der Zahnärzte im Zusammenhang mit der Umsetzung der neuen Strukturen bezüglich des Online roll out der eGK (elektronischen Gesundheitskarte) ab. Die Vor-stände der KZBV und der KZV Land Brandenburg werden aufgefordert, in Vertragsverhandlungen mit den Krankenkassen bzw. der Gematik eine Kostenübernahme zu erreichen.“
Die vom Gesetzgeber beabsichtigte Ausweitung der Funktionalität der eGK bringt keinen bzw. nur einen geringen Nutzen für die zahnärztliche Praxis. Nutznießer sind im Regelfall die Krankenkassen oder bestenfalls der Patient. Somit ist die Kostenverlagerung auf die zahnärztlichen Praxen nicht sachgerecht.
Änderung der Bereitschaftsdienstordnung
„Die Vertreterversammlung beauftragt den Vorstand der KZV Land Brandenburg, bis zur Frühjahrs-VV 2014 nach Abstimmung mit der Landeszahnärztekammer Brandenburg einen entsprechenden Änderungsantrag zur Ergänzung der Bereitschaftsdienstordnung der KZV Land Brandenburg vorzubereiten. Der Satzungsausschuss der KZV Land Brandenburg wird hierzu einen Formulierungsvorschlag erarbeiten.“
Nach Diskussion im Kollegenkreis gibt es bezüglich verschiedener Befreiungstatbestände (z. B. Schwangerschaft) vom Notdienst einen Änderungsbedarf. Entsprechend der demographischen Entwicklung und der gesamtgesellschaftlichen Diskussion zur Verträglichkeit von Beruf und Familie ist eine Anpassung überfällig.
Genehmigung des Jahresabschlusses zum 31.12.2012 und Entlastung des Vorstandes für das Jahr 2012
„1.	Die Vertreterversammlung genehmigt den Jahresabschluss zum 31.12.2012 mit einer Vermögensentnahme von EUR 3.986.806,82.
2.	Die Vertreterversammlung erteilt dem Vorstand der KZV Land Brandenburg für das Rechnungsjahr 2012 Entlastung.“
Festsetzung des Verwaltungskostenbeitrages für das Haushaltsjahr 2014
„Der Verwaltungskostenbeitrag für das Haushaltsjahr 2014 für die Abrechnungsquartale IV/2013 bis III/2014 wird wie folgt festgesetzt:
1.	Je in der KZV Land Brandenburg (KZVLB) zugelassenem Praxisinhaber, einschließlich (KZV-interner) örtlicher und überörtlicher Berufsausübungsgemeinschaften gem. § 32 der Zulassungsverordnung (ZVO) für Vertragszahnärzte (VZÄ), wird pro Monat ein Grundbeitrag in Höhe von € 35,00 erhoben. Für die Medizinischen Versorgungszentren gem. § 95 Abs. 1 SGB V gelten die Absätze 1 - 14 entsprechend.
2.	Je Praxisinhaber überörtlicher Berufsausübungsgemeinschaften mit Mitgliedern in mehreren KZVen gem. § 33 der ZVO für VZÄ werden nachfolgende Grundbeiträge erhoben:
a)	für Berufsausübungsgemeinschaften, die als Wahl-KZV die KZV Land Brandenburg gewählt haben, wird pro Praxisinhaber und Monat ein Grundbeitrag in Höhe von € 35,00 erhoben;
b)	für Berufsausübungsgemeinschaften, die als Wahl-KZV nicht die KZV Land gewählt haben, wird pro Monat ein Grundbeitrag in Höhe von € 135,00 je Mitglied der KZVLB erhoben.
a)	für einen in der KZV Land Brandenburg zugelassenen Vertragszahn-arzt/Kieferorthopäden mit einer Zweigpraxis in einer Fremd-KZV wird je Zweigpraxis und Monat ein Grundbeitrag in Höhe von € 35,00 erhoben;
d)	für Zahnärzte, die in einer überörtlicher Berufsausübungsgemeinschaft mit Mitgliedern in mehreren KZVen gem. § 33 der ZVO für VZÄ, wo die Wahl-KZV die KZVLB ist, halbtags angestellt sind, wird pro Monat und angestelltem Zahnarzt ein Grundbei-trag in Höhe von € 17,50 erhoben;
e)	für einen in der KZV Land Brandenburg zugelassenen Vertragszahn-arzt/Kieferorthopäden mit einer Zweigpraxis in einer Fremd-KZV wird je Zweigpraxis und Monat ein Grundbeitrag in Höhe von € 35,00 erhoben;
5.	1,85 % der Vergütung, die von der KZV Land Brandenburg an den Vertragszahnarzt für KCH (BEMA Teil 1) einschließlich Individualprophylaxe gezahlt wird.
6.	1,85 % der Vergütung, die von der KZV Land Brandenburg an den Vertragszahnarzt für KFO (BEMA Teil 3) gezahlt wird und zwar einschließlich der Material- und Laborkosten. Für die Abrechnung der KFO- Begleitleistungen gilt Ziffer 5.
7.	0,75 % der Vergütung bzw. der abgerechneten Festzuschüsse, die dem Vertragszahn-arzt für ZE von der KZV Land Brandenburg zufließen und zwar jeweils einschließlich der Material- und Laborkosten.
8.	1,85 % der Vergütung, die von der KZV Land Brandenburg an den Vertragszahnarzt für PAR (BEMA Teil 4) und Kieferbruch (BEMA Teil 2) gezahlt wird, einschließlich der Material- und Laborkosten.
9.	Für KCH-Behandlungsfälle wird für alle auf Papier eingereichten Fälle ein zusätzlicher Verwaltungskostenbeitrag in Höhe von € 0,30 je Abrechnungsfall erhoben.
10.	Für KFO-Behandlungsfälle wird für alle auf Papier eingereichten Fälle ein zusätzlicher Verwaltungskostenbeitrag in Höhe von € 0,60 je Abrechnungsfall erhoben.
12.	Für Parodontosefälle (BEMA-Teil 4) wird für alle auf Papier eingereichten Fälle ein zu-sätzlicher Verwaltungskostenbeitrag in Höhe von € 0,65 je Abrechnungsfall erhoben.
14.	Zuzüglich zu den obengenannten Verwaltungskostenbeiträgen wird pro zugelassenem und nach § 24 ZVO für VZÄ ermächtigten Zahnarzt/Kieferorthopäden und deren angestellten Zahnärzten pro Monat ein Betrag in Höhe von € 10,00 erhoben, der der Finanzierung des Verwaltungsgebäudes der KZV Land Brandenburg dient.
15.	Für außerordentliche nicht abrechnende Mitglieder, soweit es sich nicht um angestellte Zahnärzte im Sinne des § 32 b ZVO für VZÄ handelt, wird ein monatlicher Mitgliedsbeitrag von € 10,00 erhoben. Die Beitragspflicht beginnt in dem Monat des Beginns der au-ßerordentlichen Mitgliedschaft und endet zu Beginn des Monats, der auf den Monat des Endes der außerordentlichen Mitgliedschaft folgt.
Gemäß § 69 Abs. 2 SGB IV ist der Haushaltsplan ausgeglichen aufzustellen. Um dieser Ver-pflichtung zu entsprechen und einen ordnungsgemäßen Ablauf der Verwaltung zu gewähr-leisten, müssen die vorab aufgeführten Beiträge erhoben werden.
Die Beteiligung der außerordentlichen Mitglieder an den Verwaltungskosten ist weiterhin ge-boten, weil auch außerordentliche Mitglieder die Verwaltungskapazitäten der KZV Land Brandenburg beanspruchen. Die Erhebung eines pauschalen Beitrages von 10,00 Euro für jedes außerordentliche Mitglied ist der zur angemessenen Abdeckung des Verwaltungsaufwandes erforderliche Betrag.
Es wird festgestellt, dass die laufenden Ausgaben, die sich auch für 2014 abzeichnen, nicht mehr mit den z. Z. geltenden Verwaltungskostensätzen aufgefangen werden können. Weitere Vermögensentnahmen sind jedoch nicht mehr vertretbar. Die voraussichtlichen Honorar-umsätze für das Jahr 2014 können trotz der Punktwertsteigerung nicht zur vollen Kostendeckung beitragen, so dass, auch unter Berücksichtigung der weiteren nachstehend aufgeführten Einnahmen, eine geringfügige Anhebung der Verwaltungskostensätze unumgänglich ist, um einen ausgeglichenen Haushalt zu erzielen.
„Auf Grund des vom Vorstand der KZV Land Brandenburg am 4. November 2013 gemäß § 74 SGB IV aufgestellten Haushaltsplanes für das Haushaltsjahr 2014 nebst Anlage (Stellen-plan) wird der Gesamthaushaltsplan für das Jahr 2014 wie folgt festgestellt:
in Einnahmen und Ausgaben ausgeglichen mit Euro 6.976.500,00 und einer Vermögenszuführung von Euro 45.800,00
in Einnahmen und Ausgaben ausgeglichen mit Euro 610.900,00
bei einer Liquiditätszunahme von Euro 311.000,00
Begründung: siehe Haushaltsplan 2014.
Bestätigung der Änderung des Verteilungsmaßstabes der KZV Land Brandenburg
„Die Vertreterversammlung bestätigt die nachfolgenden klarstellenden bzw. redaktio-nellen Änderungen des Verteilungsmaßstabes (VM) der KZV Land Brandenburg in der Fassung vom 29.05.2013, welche anlässlich der Benehmensherstellung mit den Krankenkassen durch die Arbeitsgemeinschaft der Verbände der Krankenkassen im Land Brandenburg angeregt und am 13.11.2013 vom Satzungsausschuss der KZV Land Brandenburg einstimmig angenommen wurden:
1)	§ 5 erhält folgende Überschrift:
„Leistungen, die nicht auf das Ausgabenvolumen nach § 85 Abs. 2 Satz 2 SGB V anzurechnen sind“.
2)	§ 5 Abs. 1 Satz 3 wird wie folgt ergänzt:
„…. von der vereinbarten Gesamtvergütung ausgenommen oder vorübergehend ausgenommen sind (z. B. § 87 Abs. 2 i SGB V).“
3)	In § 20 Abs 2 wird „§ 5“ durch „§ 4“ ersetzt, da es auf Grund einer Zusammenlegung der ursprünglichen Paragraphen 2 und 3 des VM vom 11.05.2012 eine Verschiebung gegeben hat.
4)	In § 11 Abs. 2 wird „§ 6“ durch „§ 5“ ersetzt; siehe Begründung unter 3).
Am 29.05.2013 hat die Vertreterversammlung den VM i. d. F. vom 29.05.2013 beschlossen.
Da die Benehmensherstellung mit den Verbänden der Krankenkassen auf Grund zeitlicher Engpässe erst im Nachhinein erfolgten konnte, liegen aktuell Änderungsvorschläge der Arbeitsgemeinschaft der Verbände der Krankenkassen im Land Brandenburg vor.
Zu 1)	Die derzeitige Überschrift
„Ausnahmen von dem Grundsatz der Beitragssatzstabilität“ ist irreführend und wird durch die o. g. Formulierung deutlicher gefasst.
Zu 2)	Die von der Arbeitsgemeinschaft angeregte Ergänzung
„vorübergehend ausgenommen“ schadet nicht, vielmehr erhält die KZVLB gerade bei der Vertragsgestaltung einen größeren Spielraum.
Des Weiteren hat die Arbeitsgemeinschaft der Verbände der Krankenkassen um die Streichung von § 1 Abs. 2 des VM gebeten.
Diesem Ansinnen kann nicht gefolgt werden, da es gerade der erklärte Wille der Ver-treterversammlung war, die sich aus der Begründung des Gesetzgebers zum Ver-sorgungsstrukturgesetz ergebende Formulierung im VM zu verankern.
In der Gesetzesbegründung heißt es wörtlich:
„Die Vertragsparteien sind bei Vertragsgestaltung auf der Grundlage von Einzelleistungen nicht mehr verpflichtet, prospektiv Regelungen zur Vermeidung der Überschreitung des Gesamtvergütungsvolumens zu treffen, sondern haben geeignete Mechanismen zu finden, um einen Ausgleich der Interessen herzustellen. Die Vertragsparteien sind weiterhin verpflichtet, die Höhe der Gesamtvergütung als Ausgabenvolumen für die Gesamtheit der zu vergütenden vertragszahnärztlichen Leistungen festzulegen (§ 85 Absatz 2 Sätze 1 und 2). Auch im Falle von Einzelleistungsvergütungen hat die Kassenzahnärztliche Vereinigung zu verhindern, dass es zu Überschreitungen der vereinbarten Gesamtvergütungen kommt (s. § 85 Absatz 4 Satz 4).“
Änderung der Reise- und Entschädigungskostenordnung I der KZV Land Brandenburg
den Antrag stellt: Dr. Jörg Lips (Mitglied der Vertreterversammlung)
„§ 11 der Reise- und Entschädigungskostenordnung I der KZV Land Brandenburg (unter Berücksichtigung des Beschlusses der Vertreterversammlung vom 1. Dezem-ber 2012) wird wie folgt gefasst (Änderungen bzw. Ergänzungen sind fett gedruckt):
„Folgende Aufwandsentschädigungen werden gezahlt für
a)	den Vorsitzenden der Vertreterversammlung monatlich € 1.000,00
b)	die stellvertretenden Vorsitzenden der VV monatlich je € 350,00
c) die Bezirkstellenvorsitzenden
(vierteljährlich pro angefangenem Quartal) je € 50,00
d)	die Mitglieder des Einigungsgesprächs, der Prüfungseinrichtungen sowie des Beratungsgremiums gemäß §§ 106, 106a SGB V für die Bearbeitung eines Prüffalls (bei einer Verbindung von mehreren Prüffällen ist dieser Betragn ur einmal anzusetzen) € 100,00
e)	für die Mitglieder des Prothetikeinigungs- und Prothetikbeschwerdeausschusses, des Gutacherausschusses sowie des Zulassungsund Berufungsausschusses (soweit es sich um Entzugsverfahren handelt)	für die Vorbereitung je Sitzung 154,00
f)	Der Vorsitzende des Disziplinarausschusses erhält für:
fa) eine Verhandlung je Fall einschließlich Sitzungsgeld je Sitzungstag125,00 (wird an einem Sitzungstag über die Eröffnung des Verfahrens in mehreren Fällen, die den gleichen Sachverhalt betreffen, entschieden,so erhält der Vorsitzende hierfür nur einmalig € 125,00
fb) eine Aktenbearbeitung je Fall	€ 150,00
fc)	eine schriftliche Begründung des Eröffnungs- bzw.Einstellungsbeschlusses € 25,00
fd)	eine schriftliche Begründung des Beschlusses in der Hauptsache € 150,00
fe)	eine Prozessvertretung des Disziplinarausschusses je Instanz € 75,00
ff)	zuzüglich Mehrwertsteuer in der jeweils geltenden Höhe auf die Sätze von fa) – fe), sofern der Empfänger der Zahlung der Mehrwertsteuer unterliegt und diese bei der Rechnungslegung gegen über der KZV Land Brandenburg ausweist
fg)	eine Fahrkostenerstattung entsprechend § 2 einschließlich der ausgewiesenen Mehrwertsteuer
fh)	Auslagen (Porto- und Kopiekosten) die Kosten in nachgewiesener Höhe (mittels Originalbeleg bzw. Rechnung oder Quittung) einschließlich der ausgewiesenen Mehrwertsteuer.
Angesichts der besonderen Aufgabenstellung der VV-Vorsitzenden durch gesetzliche Vorgaben - wie die kontinuierliche Überwachung des Vorstandes insbesondere in Bezug auf die laufende Geschäftsführung bedingt durch die Hauptamtlichkeit – haben sich der Aufgabeninhalt und die Verantwortung erheblich erhöht. Des Weiteren sind der Zeitfaktor zur Wahrnehmung der zahlreichen Termine und die Termin- und Gesprächsvorbereitungen, so z. B. in Bezug auf die regelmäßige Kontrolle des Vorstandes, enorm gestiegen.
Im Übrigen stehen die Aufwandsentschädigungen der VV-Vorsitzenden der KZV Land Brandenburg weit unter denjenigen der VV-Vorstände anderer KZVen zurück.
Da die Mitglieder des Beratungsgremiums (in der Regel bestehend aus Mitgliedern der AG Wirtschaftlichkeitsprüfung), welche die intensive Beratung neu zugelassener Vertragszahnärzte durchführen, zeitlich in gleichem Umfang tätig werden wie die zahnärztlichen Mitglieder in den Prüfungseinrichtungen, sollen auch sie eine Auf-wandsentschädigung nach § 11 d) der Reise- und Entschädigungskostenordnung I erhalten.
Die Änderungen bzw. Ergänzungen in f) dienen lediglich der Klarstellung.
Online-Versand des Bundeseinheitlichen Kassenverzeichnisses
"Die Vertreterversammlung fordert den Vorstand auf, künftig das Bundeseinheitliche Kassenverzeichnis ausschließlich online den brandenburgischen Zahnärzten zur Verfügung zu stellen. Sollte zukünftig der Versand des Bundeseinheitlichen Kassenverzeichnisses per Diskette durch den Zahnarzt gewünscht werden, sind die entsprechenden Mehrkosten vom Zahnarzt zu tragen.“
Es ist nicht mehr zeitgemäß, das Bundeseinheitliche Kassenverzeichnis per Diskette an die Zahnärzte zu versenden, da dieses online abrufbar ist. Es wird deshalb für sinnvoll angesehen, die für die Diskettenversendung anfallenden erhöhten Verwaltungskosten (z. B. für die Diskette selbst, für das Einpflegen und für Portokosten etc.) weitgehend verursachungsgerecht zu erheben.
Mit der vorgeschlagenen Lösung wird einerseits dem Grundsatz einer ökonomischen Haushaltsführung Rechnung getragen, andererseits aber auch eine liberale zahn-arztorientierte Umsetzung gewährleistet.
"Die Vertreterversammlung fordert den Vorstand auf, künftig grundsätzlich das amtliche Mitgliederrundschreiben „Der Vorstand informiert“ bei Vorliegen der rechtlichen Voraussetzungen ausschließlich in digitaler Form zu versenden.
Soweit Zahnärzte das amtliche Mitgliederrundschreiben weiterhin in Papierform erhalten möchten, sollte diese Möglichkeit eingeräumt werden, allerdings nur gegen Erstattung der hierfür notwendigen Mehrkosten (Auslagenersatz), wie z. B. Druck- und Versandkosten.“
Angesichts des hohen EDV-technischen Versorgungsgrades der brandenburgischen Zahnärzteschaft wird es für antiquiert angesehen, das amtliche Mitgliederrundschreiben in Papierform zu versenden.
Wahl der drei Mitglieder und der drei Stellvertreter für den Zulassungsausschuss gemäß § 96 SGB V
(Amtszeit: 01.01.2014 – 31.12.2017)
Wahl der stellvertretenden Mitglieder
Wahl der drei Mitglieder und der drei Stellvertreter für den Berufungsausschuss in Zulassungssachen gemäß § 97 SGB V
Dr. Alexander Alter
Wahl der drei Mitglieder und Stellvertreter (Anzahl nicht vorgegeben) des Beschwerdeausschusses gemäß § 106 Abs. 4 SGB V
(Amtszeit: 01.04.2014 – 31.03.2016)

References: § 32
 § 95
 § 33
 § 33
 § 24
 § 32
 § 69
 § 74
	§ 5
 § 85
	§ 5
 § 87
 § 20
 § 11
 § 1
 § 85
 § 2
 § 11
 § 96
 § 97
 § 106