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Timestamp: 2019-05-21 01:39:09+00:00

Document:
Radeberger_Bierglasmalerei
Radeberger Bierglasmalerei - Radeberg
Am 30. Mai 1924 wird die Firma Radeberger Bierglasmalerei GmbH., in Radeberg, in das Handelsregister des Amtsgerichts Radeberg eingetragen.
Der Gesellschaftsvertrag ist am 23. April 1924 abgeschlossen worden.
Gegenstand des Unternehmens ist das Dekorieren und Einbrennen von Bier- und anderen Gläsern und verwandten Gegenständen und das Bearbeiten solcher Gläser und Gegenstände mittels anderer Arbeitsweisen sowie der Großhandel mit Glas aller Art.
Der Gesellschaft bleibt es vorbehalten, am Orte der Niederlassung oder außerhalb Zweigniederlassungen zu errichten, gleichwertige Unternehmungen oder solche, die den Gesellschaftszweck zu führen geeignet sind, zu erwerben oder zu pachten oder sich an solchen Unternehmungen zu beteiligen oder deren Vertretungen zu übernehmen.
Das Gesellschaftsverhältnis dauert fest bis zum 31. Dezember 1933, außer wenn von einem Gesellschafter gegenüber den übrigen Gesellschaftern ein halbes Jahr vor Ablauf der festen Vertragsdauer mittels eingeschriebenen Briefes gekündigt wird, andernfalls läuft das Gesellschaftsverhältnis über die feste Vertragsdauer hinaus auf unbestimmte Zeit weiter.
Das Stammkapital beträgt zwölftausend Goldmark.
Sind gleichzeitig mehrere Geschäftsführer bestellt, so ist jeder von ihnen selbständig zur Vertretung der Gesellschaft berechtigt.
Die Zeichnung für die Gesellschaft geschieht in der Weise, daß die Zeichnenden der Firma oder Gesellschaft ihre Namensunterschrift beifügen.
Zum Geschäftsführer ist bestellt der Fabrikant Ludwig Ruckert in Würzburg.
Gesellschafter sind Ludwig Ruckert und Michael Nees aus Würzburg sowie Walther Hirsch (jüngster Sohn von Kommerzienrat Wilhelm Hirsch; von 1922 bis 1931 Vorstand der Sächsischen Glasfabrik AG in Radeberg) und Ernst Otto Crienitz (Schwager von Walther Hirsch; von 1905 bis 1929 Vorstand der Sächsischen Glasfabrik AG in Radeberg) aus Radeberg.
Am 15. Juli 1924 teilt die Firmenleitung der Stadtverwaltung Radeberg mit, daß die Firma eröffnet ist.
15 bis 20 Leute könnten beschäftigt werden.
Von Amts wegen wird am 18. Dezember 1925 eingetragen: Auf Grund des § 3 der 2. Verordnung zur Durchführung des Münzgesetzes vom 12. Dezember 1924 (RGB 1924 I S. 776) wird der Eintrag unter Nr. 1 dahin berichtigt, daß als Rechnungseinheit an Stelle der Goldmark die Reichsmark zu treten hat.
Der Gesellschaftsvertrag ist durch Beschluß der Gesellschafter vom 28. September 1926 laut notarieller Niederschrift vom gleichen Tage per 11. November 1926 geändert worden .
Die Firma lautet künftig Radeberger Bierglasmalerei GmbH. „Rabima“.
Per 24. Mai 1930 ist durch Beschuß der Gesellschafterversammlung vom 28. März 1930 der Gesellschaftsvertrag in § 3 (Stammkapital) geändert worden. Auf Grund dieses Beschlusses ist das Stammkapital auf 32000 RM erhöht worden.
Am 31. Januar 1938 wird eingetragen:
Radeberger Bierglasmalerei GmbH. „Rabima“, Radeberg
Dekorieren und Einbrennen an Bier- und anderen Gläsern und verwandten Gegenständen und Bearbeiten solcher Gläser und Gegenstände mittels anderer Arbeitsweisen sowie Großhandel mit Glas aller Art.
Ludwig Ruckert, Fabrikant, Würzburg, Geschäftsführer.
Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Der Gesellschaftsvertrag ist am 23. April 1924 festgestellt und am 28. September 1926 und 28. März 1930 geändert.
Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so ist jeder von ihnen zur Vertretung der Gesellschaft berechtigt.
Ab 10. Mai 1938 ist Dr. Hans-Joachim Hirsch, Radeberg (ein Sohn von Walther Hirsch), zum Geschäftsführer bestellt.
Fabrikant Ludwig Ruckert ist nicht mehr Geschäftsführer.
Eintrag am 16. April 1943:
Radeberger Glasveredelung „Rabima“GmbH., Radeberg
Durch Beschluß der Gesellschafterversammlung vom 20. Februar 1943 ist der Gesellschaftsvertrag (Firma im Eingangsteil der Nr. 1) geändert.
1953 Dr. Hans-Joachim Hirsch verzieht nach Westdeutschland.
Per 7. Januar 1954 ist Georg Haager in Radeberg ist als alleiniger Geschäftsführer eingesetzt.
Dr. Hans-Joachim Hirsch in Radeberg ist nicht mehr Geschäftsführer.
Lt. Eintrag vom 7. Juli 1958 wird die GmbH. in eine Kommanditgesellschaft umgewandelt gemäß der Verordnung zur Änderung der Besteuerung und zur Senkung des Einkommensteuertarifs vom 23. Juli 1953
Radeberger Glasveredelung Rabima K.G., Radeberg
Persönlich haftender Gesellschafter: Deutsche Investitionsbank, Berlin
Einzelprokura: Herr Georg Haager, Radeberg
Die bisherige GmbH ist mit Wirkung vom 1. April 1958 in eine Kommanditgesellschaft umgewandelt worden.
a) Eigentum des Volkes, Rechtsträger Deutsche Investitionsbank, Berlin, gemäß § 1 der V.O. vom 17. Juli 1952 mit einer
Kommanditeinlage von DM 16.000,-- (i. W. Sechzehntausend Deutsche Mark der Deutschen Notenbank)
b) Herr Ludwig Ruckert, Zellingen/Main, vertreten durch die Deutsche Investitionsbank, Berlin, gem. § 6 der V.O. vom 17. Juli 1952 mit einer Kommanditeinlage von DM 8.000,-- (i. W. Achttausend Deutsche Mark der Deutschen Notenbank)
c) Frau Grete Nees, Escherndorf/Main, vertreten durch die Deutsche Investitionsbank, Berlin, gemäß § 6 der V.O. vom 17. Juli 1952 mit einer Kommanditeinlage von DM 8.000,-- (i.W. Achttausend Deutsche Mark der Deutschen Notenbank).
Zum 23. April 1959 ist die Einzelprokura des Georg Haager, Radeberg, mit Wirkung vom 15. April 1959 erloschen.
Am 1. Dezember 1959 wird eingetragen:
Persönlich haftender Gesellschafter: VEB Beleuchtungsglaswerk, Radeberg
Herrn Friedrich Wilhelm Jantsch, Kleingettmannsdorf, Krs. Bischofswerde, wurde Einzelprokura erteilt.
Mit Wirkung vom 1. Juli 1959 tritt die Deutsche Investitionsbank, Berlin, als persönlich haftender Gesellschafter aus der Gesellschaft aus.
Mit dem gleichen Zeitpunkt tritt der VEB Beleuchtungsglaswerk, Radeberg, in die Gesellschaft als persönlich haftender Gesellschafter ein und übernimmt die bisherigen Rechte der Deutschen Investitionsbank, Berlin
Der VEB Beleuchtungswerk, Radeberg, ist mit Wirkung vom 1. Januar 1962 Rechtsträger der gesellschaftsrechtlichen Beteiligung an der Firma Radeberger Glasveredelung „Rabima“ KG Radeberg. Bisheriger Gesellschafter war die DIB für Ernst Crienitz, ehem. Langebrück, und Dr. Hans-Joachim Hirsch, ehem. Radeberg, gemäß § 1 der V.O. zur Sicherung von Vermögenswerten vom 17. Juli 1952.
Per 15. Januar 1963 wird die Einzelprokura des Herrn Friedrich Wilhelm Jantsch gelöscht. An dessen Stelle erhält Herr Walther Bartsch, Dresden, Einzelprokura.
Mit Wirkung vom 26. Mai 1964 tritt Frau Elisabeth Steinmitz geb. Mehling aus Zellingen/Main, als Kommanditist mit einer Kommanditeinlage von DM 8.000.— (i. W. Achttausend Deutsche Mark der Deutschen Notenbank) in die Gesellschaft ein, da der Kommanditist Herr Ludwig Ruckert, Zellingen/Main, durch Tod aus der Gesellschaft ausgeschieden und Elisabeth Steinmitz seine alleinige Erbin ist.
Frau Steinmitz wird gemäß § 6 der VO vom 17. Juli 1952 durch die Deutsche Investitionsbank vertreten.
Per 4. August 1964 wird die Einzelprokura des Herrn Walther Bartsch, Dresden gelöscht.
Ab 1. April 1965 wird Herrn Willy Lützner, Dresden, die Geschäftsführung übertragen und Einzelprokura erteilt.
Am 6. November 1969 wird eingetragen:
Persönlich haftender Gesellschafter: VEB Beleuchtungsglaskombinat Görlitz, Görlitz
Die Prokura des Willy Lützner ist bestehen geblieben.
Anstelle des VEB Beleuchtungsglaswerk Radeberg ist der VEB Beleuchtungsglaskombinat Görlitz in Görlitz als persönlich haftender Gesellschafter eingetreten.
Die Rechtsträgerschaft der Beteiligung Eigentum des Volkes gemäß der VO vom 17. Juli 1952 ist dem VEB Beleuchtungsglaskombinat Görlitz übertragen worden.
Ab 22. Dezember 1970 wird Frau Lieselotte Henning, Radeberg, die Geschäftsführung übertragen und Einzelprokura erteilt.
1977 Per 15. Juni 1977 ist die Firma ist erloschen durch Übernahme in Volkseigentum.
Dietrich Mauerhoff: Die Glasverdelungsfirma „Radeberger Bierglasmalerei“, Radeberg in Sachsen „Rabima“, Pressglas-Korrespondenz 2008-1
Registerauszüge Amtsgericht Radeberg (Sächsisches Staatsarchiv)
Registerauszüge Amtsgericht Radeberg (Amtsgericht Dresden)
Sächsisches Staatsarchiv EUR 16,50
Amtsgericht Dresden EUR 10,00

References: § 3
 § 3
 § 1
 § 6
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