Source: http://www.steuerlex.de/cnt93745/lexika.html?id=320&i=&lexikon=S&no_body=0
Timestamp: 2018-01-19 05:53:12+00:00

Document:
Haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse:
Familie F beschäftigt 2011 Frau H als Haushaltshilfe für 400 EUR / Monat. Es handelt sich um eine Beschäftigung i.S.d. § 8a SGB IV.
Aufwendungen insgesamt = 5.376 EUR. Steuerermäßigung darauf 20 % = 1.075 EUR höchstens 510 EUR.
Beschäftigt eine Wohneigentümergemeinschaft z.B. eine Reinigungskraft für die Reinigung des Treppenhauses auf Basis eines Mini-Jobs, sieht die Mini-Job-Zentrale dieses Arbeitsverhältnis nicht als pauschal zu verbeitragendes geringfügiges Beschäftigungsverhältnis im Privathaushalt gem. § 8a SGB IV an. Die Knappschaft erhebt daher die höheren Abgaben für eine geringfügige Beschäftigung i.S.d. 8 Abs. 1 Nr. 1 SGB IV. Begünstigt sind nach § 35a Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 EStG aber nur Mini-Jobs im Sinne des § 8a SGB IV (Geringfügige Beschäftigung - Privathaushalt). Damit überhaupt eine Steuerermäßigung möglich ist, sollten diese Aufwendungen m. E. als haushaltsnahe Dienstleistungen im Sinne des § 35a Abs. 2 EStG angesehen werden können.
4. Zeitanteilige Ermäßigung
Für handwerkliche Dienstleistungen kommt eine Steuerermäßigung gem. § 35a Abs. 2 Satz 2 EStG in Betracht. (Haushaltsnahe Dienstleistungen sowie Handwerkerleistungen).
6. Nachrangige Berücksichtigung
Steuerermäßigungen für haushaltsnahe Aufwendungen sind nur begünstigt, soweit sie nicht Werbungskosten oder Betriebsausgaben darstellen oder unter die §§ 9c bzw. 9 Abs. 5 (Kinderbetreuungskosten) fallen und soweit sie nicht als außergewöhnliche Belastung berücksichtigt worden sind.
7. Aufteilung der Steuerermäßigung
Alleinstehende, die in einem gemeinsamen Haushalt leben, können die Höchstbeträge zusammen ebenfalls nur einmal in Anspruch nehmen (§ 35a Abs. 3 EStG). Dies gilt neben nichtehelichen Lebensgemeinschaften und Lebenspartnerschaften auch für die Fälle der besonderen Veranlagung im Jahr der Eheschließung (§ 26c EStG). Begünstigt sind für jeden "Alleinstehenden" nur seine eigenen Kosten. Ggf. ist eine Aufteilung erforderlich.
8. Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte
Eine Steuerermäßigung nach § 35a EStG mindert die Steuervorauszahlungen. Sie kann als Freibetrag auch auf der Steuerkarte bzw. in 2011 auf der Ersatzbescheinigung eingetragen werden. Der Freibetrag beträgt dabei das 4-fache der Steuerermäßigung (§ 39a Abs. 1 Nr. 5c EStG). Dabei wird also ein Steuersatz von 25 % unterstellt. Bei Ausschöpfen der Höchstbeträge also höchstens für:
9. Keine außergewöhnliche Belastung
Durch die Streichung des § 33a Abs. 3 EStG VZ 2008 mit einem Höchstbetrag für eine Haushaltshilfe von 624 EUR bzw. 924 EUR als außergewöhnliche Belastung erfolgt ab 2009 nur noch eine einheitliche Förderung der Pflege- und Betreuungsleistungen im Rahmen des § 35a EStG.
- § 33a Abs. 3 S. 1 Nr. 1 b EStG 2008: Höchstbetrag = 624 EUR;
- § 35a Abs. 1 Nr. 2 EStG 2008: Steuerermäßigung 12 % von
§ 35a EStG: Steuerermäßigung 20 % von 7.300 EUR = 1.460 EUR

References: § 8
 § 8
 § 35
 § 8
 § 35
 § 35
 § 35
 § 33
 § 35
 § 33
 § 35

§ 35