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Timestamp: 2020-06-06 17:09:07+00:00

Document:
Bundespatentgericht, Beschluss vom 28. Juli 2009, Az.: 8 W (pat) 312/04
Beschluss vom 28. Juli 2009
Aktenzeichen: 8 W (pat) 312/04
Das Patent 101 60 685 wird aufrecht erhalten.
Gegen das Patent 101 60 685, dessen Erteilung am 2. Oktober 2003 veröffentlicht worden ist, ist am 23. Dezember 2003 jeweils Einspruch erhoben worden und zwar von zwei verschiedenen Einsprechenden (E1, E2).
Mit Schriftsatz vom 18. August 2004, eingegangen am selben Tage per Fax, hat die Einsprechende 1 ihren Einspruch zurückgenommen. Die Einsprechende 2 hat ihren Einspruch mit Schriftsatz vom 5. März 2004, eingegangen am 11. März 2004, zurückgenommen.
Die Patentinhaberin beantragt gemäß Hauptantrag, das Patent wie erteilt aufrecht zu erhalten.
Über den Einspruch, der nach dem 1. Januar 2002 und vor dem 1. Juli 2006 formund fristgerecht eingelegt worden ist, hat der zuständige Technische Beschwerdesenat gemäß § 147 Abs. 3 PatG a. F. zu entscheiden, da die mit der Einlegung des Einspruchs begründete Entscheidungsbefugnis durch die spätere Aufhebung der Vorschrift nicht entfallen ist (vgl. auch BGH GRUR 2007, 859, 861 und 862 ff. -Informationsübermittlungsverfahren I und II; bestätigt durch BGH, Beschl. v. 9.12.2008 -X ZB 6/08 -Ventilsteuerung -Mitt. 2009, 72).
Das Einspruchsverfahren war nach Rücknahme der zulässigen Einsprüche von Amts wegen vor dem Bundespatentgericht ohne die Einsprechenden fortzusetzen (§ 147 Abs. 3, Satz 2 a. F. i. V. m. § 61 Abs. 1, Satz 2 PatG).
2. Der Senat hält das Patent aufrecht.
Die Prüfung der Einspruchsgründe (mangelnde Patentfähigkeit, unzulässige Erweiterung) und der im Verfahren befindlichen Entgegenhaltungen hat keinen Anlass gegeben, das Patent zu beschränken oder zu widerrufen.
Diese Entscheidung ergeht gemäß § 47 Abs. 1 Satz 3 PatG i. V. m. § 59 Abs. 3, § 147 Abs. 3 Satz 2 PatG a. F. ohne weitere sachliche Begründung, da nach der Rücknahme der beiden Einsprüche nur noch die Patentinhaberin am Verfahren beteiligt ist und deren Antrag auf Aufrechterhaltung des Patents stattgegeben wird.
Der Senat folgt insoweit der Vorgehensweise des 11. Senats gemäß Beschluss vom 5. August 2003 (Az.: 11 W (pat) 315/03, BlPMZ 2004, 60) und macht sich die Begründung hierfür zu Eigen.
Die Anberaumung einer mündlichen Verhandlung war nicht mehr erforderlich.
Dehne Huber Pagenberg Dr. Prasch Cl
Beschluss v. 28.07.2009
Az: 8 W (pat) 312/04
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06.06.2020 - 19:09 Uhr
LG Dortmund, Urteil vom 15. Januar 2016, Az.: 3 O 610/15 - BPatG, Beschluss vom 5. März 2009, Az.: 30 W (pat) 81/06 - OLG Hamm, Beschluss vom 16. Mai 2011, Az.: I-8 AktG 1/11 - OLG Köln, Urteil vom 11. April 1997, Az.: 6 U 193/96 - OLG Hamm, Urteil vom 14. Mai 2009, Az.: 4 U 16/09 - KG, Beschluss vom 28. Oktober 2010, Az.: 19 WF 174/10 - BPatG, Beschluss vom 13. September 2006, Az.: 32 W (pat) 290/03 - LG Wiesbaden, Urteil vom 1. März 2007, Az.: 13 O 151/06 - VG Köln, Urteil vom 24. Mai 2011, Az.: 14 K 1092/10 - BGH, Beschluss vom 11. April 2008, Az.: AnwZ (B) 58/07

References: § 147
 BGH 
 § 61
 § 47
 § 59
 § 147