Source: https://forum.piratenpartei.de/t/inflation-und-bge/2776?page=3
Timestamp: 2019-04-26 12:26:01+00:00

Document:
AnnoNym 2019-02-22 07:52:17 UTC #42
Aber die Nationalbank (da nicht unabhängig vom Staat) hatte doch 1923 gar kein Interesse daran die Währung stabil zu halten, da so die Löhne gedrückt werden konnten und die Reparationen entwertet wurden. Die Nationalbank war nicht an der Stabilität der Währung interessiert, sondern von Machtinteressen geleitet. Oder sehe ich das falsch? Ich finde 1923 für irgendetwas als Bsp. heranzuziehen, schlägt immer fehl…
“Eigentliche Ursache der schon ab 1919 beginnenden Hyperinflation war die massive Ausweitung der Geldmenge durch den Staat in den Anfangsjahren der Weimarer Republik, um die Staatsschulden zu beseitigen.”
GG79 2019-02-22 07:58:37 UTC #43
Auf den einzelnen Arbeitsplatz bezogen ist diese gewerkschaftliche These zwar richtig, aber es ist nur der Ausdruck einer sich verändernden Welt.
Volkswirtschaftlich gesehen erhöht technischer Fortschritt die Anzahl der Arbeitsplätze, mengenmäßig und qualitätsmäßig, siehe Erwerbsstatistiken der letzten 60 Jahre.
GG79 2019-02-22 09:29:20 UTC #45
Da stets, auch im Zusammenhang mit dem BGE die falsche These vertreten wird, technischer Fortschritt würde Arbeitsplätze vernichten, hier mal die tatsächlichen Zahlen, die diese falsche Behauptung widerlegen.
jeweils im Alter von 15 bis unter 65
Zeit | Bevölkerung | Erwerbstätige | Arbeitslose | Erwerbspersonen | Nichterwerbspersonen
10/1959	17 271	15 555	104	15 659	1 612
10/1960	17 391	15 710	63	15 773	1 618
10/1961	17 620	15 967	46	16 013	1 607
10/1962	17 464	15 822	46	15 868	1 596
04/1963	17 678	15 989	42	16 031	1 647
04/1964	17 700	15 906	49	15 955	1 745
05/1965	17 888	16 051	31	16 082	1 806
04/1966	17 958	16 122	31	16 153	1 805
04/1967	17 886	15 726	198	15 924	1 962
04/1968	17 857	15 741	206	15 947	1 910
04/1969	18 054	15 936	110	16 046	2 008
04/1970	18 316	16 066	84	16 150	2 166
04/1971	18 242	15 923	97	16 020	2 222
04/1972	18 848	16 547	109	16 656	2 391
05/1973	19 008	16 571	92	16 663	2 345
04/1974	19 255	16 488	213	16 701	2 554
05/1975	19 183	15 944	548	16 492	2 692
05/1976	19 225	15 825	518	16 343	2 882
04/1977	19 399	15 918	504	16 422	2 977
04/1978	19 519	16 032	467	16 499	3 020
04/1979	19 654	16 216	397	16 613	3 041
04/1980	20 019	16 516	380	16 896	3 123
05/1981	20 425	16 532	521	17 053	3 375
04/1982	20 724	16 376	829	17 205	3 521
06/1983	21 030	16 141	1 098	17 239	3 791
06/1984	21 327	16 252	1 110	17 362	3 966
06/1985	21 256	16 225	1 177	17 402	3 858
04/1986	21 360	16 397	1 127	17 524	3 837
03/1987	21 417	16 382	1 245	17 627	3 795
04/1988	21 499	16 594	1 145	17 739	3 762
04/1989	21 691	16 797	1 046	17 843	3 852
04/1990	22 182	17 410	941	18 350	3 831
04/1991	27 663	21 689	1 247	22 936	4 727
05/1992	27 879	21 436	1 419	22 855	5 023
04/1993	28 166	21 111	1 790	22 901	5 266
04/1994	28 104	20 796	2 047	22 843	5 261
04/1995	28 070	20 744	1 987	22 731	5 340
04/1996	28 175	20 490	2 122	22 612	5 563
04/1997	28 258	20 322	2 376	22 698	5 560
04/1998	28 229	20 278	2 354	22 630	5 600
04/1999	28 196	20 422	2 220	22 639	5 557
05/2000	28 067	20 439	1 997	22 433	5 634
04/2001	28 014	20 375	2 051	22 426	5 588
04/2002	27 927	20 073	2 285	22 358	5 570
05/2003	27 824	19 720	2 626	22 345	5 479
03/2004	27 687	19 397	2 842	22 239	5 448
2005	27 828	19 806	2 572	22 378	5 450
2006	27 714	20 141	2 346	22 486	5 228
2007	27 533	20 522	1 940	22 462	5 071
2008	27 457	20 786	1 686	22 472	4 985
2009	27 308	20 556	1 835	22 391	4 917
2010	27 201	20 637	1 695	22 333	4 869
2011	26 415	20 429	1 333	21 762	4 653
2012	26 493	20 559	1 233	21 792	4 702
2013	26 560	20 632	1 227	21 859	4 701
2014	26 669	20 739	1 184	21 924	4 746
2015	26 833	20 845	1 119	21 964	4 869
2016	27 457	21 417	1 025	22 442	5 015
2017	27 305	21 536	950	22 486	4 819
|10/1959|20 152|9 386|109|9 495|10 657|
|10/1960|20 113|9 494|79|9 573|10 540|
|10/1961|20 141|9 504|45|9 549|10 592|
|10/1962|20 127|9 394|53|9 447|10 680|
|04/1963|20 124|9 404|42|9 446|10 678|
|04/1964|20 149|9 381|45|9 426|10 723|
|05/1965|20 189|9 449|25|9 474|10 715|
|04/1966|20 161|9 389|19|9 408|10 753|
|04/1967|20 115|9 079|92|9 171|10 944|
|04/1968|20 062|9 039|165|9 204|10 858|
|04/1969|20 082|9 147|93|9 240|10 842|
|04/1970|20 180|9 254|75|9 329|10 851|
|04/1971|20 036|9 227|104|9 331|10 705|
|04/1972|20 140|9 505|87|9 592|10 578|
|05/1973|20 164|9 667|86|9 753|10 411|
|04/1974|20 235|9 609|160|9 769|10 466|
|05/1975|20 239|9 393|357|9 750|10 489|
|05/1976|20 252|9 352|423|9 775|10 478|
|04/1977|20 263|9 434|468|9 902|10 361|
|04/1978|20 331|9 498|464|9 962|10 369|
|04/1979|20 372|9 677|455|10 132|10 240|
|04/1980|20 511|9 913|386|10 299|10 212|
|05/1981|20 792|10 008|524|10 532|10 262|
|04/1982|21 085|10 023|732|10 755|10 332|
|06/1983|21 555|9 972|965|10 937|10 618|
|06/1984|21 510|10 023|1 098|11 121|10 389|
|06/1985|21 476|10 101|1 209|11 310|10 168|
|04/1986|21 386|10 253|1 163|11 416|9 973|
|03/1987|21 348|10 400|1 131|11 531|9 819|
|04/1988|21 202|10 493|1 169|11 662|9 540|
|04/1989|21 232|10 689|1 101|11 790|9 443|
|04/1990|21 608|11 623|1 027|12 650|8 958|
|04/1991|27 079|15 437|1 389|16 826|10 254|
|05/1992|27 119|15 181|1 762|16 943|10 177|
|04/1993|27 240|14 959|2 005|16 964|10 276|
|04/1994|27 237|14 970|2 108|17 078|10 160|
|04/1995|27 217|14 983|2 042|17 025|10 192|
|04/1996|27 334|15 145|1 874|17 019|10 316|
|04/1997|27 385|15 117|2 091|17 208|10 177|
|04/1998|27 413|15 220|2 048|17 265|10 149|
|04/1999|27 414|15 605|1 886|17 490|9 924|
Quelle: https://www-genesis.destatis.de/
AnnoNym 2019-02-22 09:33:46 UTC #46
Simpelste Gleichung der Welt:
Anders ausgedrückt: Arbeit ist nicht gleich Arbeit.
Beinahe alles was mit Kapital zu tun hat, kann als Erwerbsarbeit verbucht werden. Das bedeutet nicht, dass es mehr Produktivkräfte gibt, die wirkliches Wissen und technischen Fortschritt produzieren.
Zynisches Beispiel…
Ein Plantagenbesitzer der Südstaaten im 18. Jahrhundert konnte auch sagen, dass er “Vollbeschäftigung” erreicht hätte…
Honk 2019-02-22 09:35:22 UTC #47
1990/1991 gabs offensichtlich nen extremen technischen Sprung.
Du wirst kein Freund mehr mit Statistiken…
GG79 2019-02-22 09:38:49 UTC #48
Welchen technischen Sprung gab es denn 1990/1991?
GG79 2019-02-22 09:43:48 UTC #49
BGE braucht es aber nicht, weil in der Steinkohleindustrie Arbeitsplätze wegfallen, sondern sich das Arbeitsumfeld verändert hat.
Welches Mitglied der Piratenpartei übt denn noch die gleichen Tätigkeiten wie vor 20 Jahren aus?
Volkswirtschaftlich optimal wäre es, die Akademikerfamilie hätte bei Abschluß des Studiums 2 Kinder. Geht im Augenblick nicht, macht keiner, da Armutsrisiko zu groß.
Fulleren 2019-02-22 11:54:13 UTC #50
Es ist zwar richtig das jede technische Entwicklung bisher Arbeitsplätze vernichtet hat und
es ist auch richtig das in anderen Bereichen neue Arbeitsplätze entstanden sind.
in der Regel sind Arbeitsplätze schneller weggefallen als die neuen entstanden sind war zu einer Welle von Arbeitslosen geführt hat.
hat die Automation bisher wenig qualifizierte Arbeit ersetzt und die Menschen konnten durch Qualifikation neue Arbeitsplätze finden.
Ein Problem bei der Digitalisierung ist, dass auch qualifizierte Arbeit automatisiert werden kann und das
andere Problem bei der Digitalisierung ist, dass es in nahezu alle Arbeitsgebiete hineinwirkt.
Es werden also mehr Menschen schneller ihre Jobs verlieren, als neue entstehen und es entsteht nicht notwendigerweise ein Bedarf an besser qualifizierten Mitarbeitern, sondern eher ein Bedarf an unqualifizierten Mitarbeitern.
neythomas 2019-02-22 12:05:59 UTC #52
Das ist eine Hypothese, der es an empirischer Bestätigung fehlt.
Fakt ist: Wir haben schon diverse technische Revolutionen hinter uns und an deren Ende stand eher mehr statt weniger Arbeit. Zwar haben wir die Arbeitszeit kontinuierlich verringert. Gleichzeitig hat die Weltbevölkerung aber erheblich zugenommen. Was stimmt: Jede technische Revolution hat eine Zeit sozialer Verwerfungen nach sich gezogen. Diese sozialverträglich zu gestalten, ist die Aufgabe von verantwortlicher Politik. Wunschdenken ist kein Teil davon.
Aber nehmen wir mal an, du hättest recht. Dann böte die Digitalisierung ja die Chance, mehr menchliche Arbeitskraft auf Bereiche zu verlegen, in denen wir gar keine Digitalisierung wollen. Ich denke da an die chronische Unterbesetzung in der Pflege, bei Lehrberufen, in Krankenhäusern, etc. Außerdem ist eine weitere Reduzierung der Arbeitszeit auf mittelfristig 30h denkbar.
Fulleren 2019-02-22 12:09:48 UTC #53
Das meine Freunde, das ist Ideologie. Die Aufklärung verlangt das jeder mitdenkt und nicht nur ein paar Leute.
Das ist leider keine Ideologie sondern es sind die Fakten. Ich bin natürlich gerne bereit deine Argumente zu hören. Tatsächlich werden viele Datenverarbeitungssysteme vor allem Personal zum bereitstellen neuer Daten benötigen. Das ist eine Tätigkeit, die häufig kam Qualifikation benötigt.
Es gab eine Webseite wo Autofahrer die geblitzt wurden Ort Datum und Uhrzeit angeben mussten, dass System hat dann die technischen Daten der jeweiligen Kontrollen gecheckt und automatisch ein Einspruchschreiben aufgesetzt. Dieses Experten System hat einige Rechtsanwälte überflüssig gemacht.
Fulleren 2019-02-22 12:11:43 UTC #54
Frage an dich: Hast du schonmal eine Bilanz erstellt und weißt wie Abschreibung funktioniert?
Klar habe ich und weswegen spielt das eine Rolle?
AnnoNym 2019-02-22 12:14:17 UTC #55
Weil dann klar sein sollte, dass es darauf ankommt, wie das Kapital zugeordnet wird und nicht was dieses Kapital konkret ist. Ein Arbeitsplatz ist für mich nur zugeordnetes Kapital. Ich würde in der Logik des Kapitalismus ein BGE als “Arbeitsplatz: Leben” bezeichnen. Dieser Logik folgend wäre ein BGE quasi eine Vollbeschäftigung.
Fulleren 2019-02-22 12:18:24 UTC #56
Ein Arbeitsplatz ist für mich nur zugeordnetes Kapital.
Aus ideologischen Gründen lehne ich die Vorstellung von Humankapital ab.
Fulleren 2019-02-22 12:22:04 UTC #57
Dann böte die Digitalisierung ja die Chance, mehr menchliche Arbeitskraft auf Bereiche zu verlegen, in denen wir gar keine Digitalisierung wollen. Ich denke da an die chronische Unterbesetzung in der Pflege, bei Lehrberufen, in Krankenhäusern,
Offenbar sollten wir uns darüber einigen was wir unter qualifiziert bzw. weniger qualifiziert verstehen.
Ob ein Rechtsanwalt der durch eine KI ersetzt wurde eine Tätigkeit als Altenpfleger als qualifizierter oder weniger qualifiziert ansieht könnte man ja mal diskutieren.
AnnoNym 2019-02-22 12:28:17 UTC #58
Jeder individuelle Akteur muss qualifiziert sein, weil er nur dann produktiv ist. Wie sich der Akteur qualifiziert und auf welche Art und Weise er dann produktiv ist, sollte ihm selbst überlassen werden bzw. der Akteur sollte mit einem BGE ausgestattet sein und einem kostenlosen Gesundheitssystem versorgt werden, um vor Risiken abgesichert zu sein.
Fulleren 2019-02-22 12:32:24 UTC #59
Dein Fakt ist eine Summe mehrere Fakten. Eine auf Wachstum basierende Wirtschaft hat in einer wachsenden Weltbevölkerung zu mehr Arbeit geführt.
In einer nachhaltigen Wirtschaft auf eine endlichen Planeten und bei endlichen Ressourcen ist für Wachstum im engeren Sinn kein Platz mehr. Notwendigerweise wird daher auch die Menge benötigter Arbeit begrenzt sein. Das hat natürlich nicht nur mit der Digitalisierung zu tun.
AnnoNym 2019-02-22 12:33:40 UTC #60
In einer nachhaltigen Wirtschaft auf eine endlichen Planeten und bei endlichen Ressourcen ist für Wachstum im engeren Sinn kein Platz mehr.
Wissen ist unendlich, somit ist ein immaterielles Wachstum unbegrenzt möglich. Es kommt darauf an “wie” Wachstum gerechnet wird.
Für mich ist Wachstum die Erweiterung der Möglichkeiten des Individiduums und dies geschieht, wenn die materiellen Grundbedürfnisse befriedigt sind, durch immaterielle Selbstverwirklichung.
neythomas 2019-02-22 12:34:43 UTC #61
Ich studiere Volkswirtschaftslehre und Informatik, egal ob von Profs, Dozenten, oder anderen VWL-Kommilitonen, wenn ich das BGE anspreche, bekomme ich immer wieder zu hören, ein BGE würde eine Hyper-Inflation auslösen […] Jedenfalls, da ich bisher dazu keine gegenteiligen Aussagen gehört habe, lässt das bei mir am Konzept BGE, von dem ich vor einem halben Jahr noch zu 100% überzeugt war, kleine Zweifel aufkommen […]
Tja,… Kenntnisse in VWL führen beinahe zwangsläufig dazu, dass man dem Konzept eines BGE skeptischer gegenübersteht.
Zunächst einmal finde ich die These einiger BGE-Befürworter interessant, dass das schon alles irgendwie zu finanzieren sei. Eine belastbare Berechnung darüber bleiben sie allerdings zumeist schuldig. Michael Ebner hat sich da viel Mühe gegeben, kommt aber am Ende nur bei einem finanzierbaren BGE i. H. v. 540 Euro raus (https://computerdemokratie.de/2018/05/12/sozialstaat-3-0-versionsstand-1-6/). Die bisher veröffentlichten Zwischenergebnisse aus Finnland, deren Modellversuch ein BGE in ähnlicher Höhe beinhaltete, waren zudem äußers ernüchternd was die Finanzierungsfrage angeht. Und selbst wenn ist die Situation in Finnland (Rang 43 weltweit nach BIP, Rang 115 nach Einwohnern, Wirtschaftleistung fast nur terziärer und Quartärsektor) nur sehr begrenzt mit Deutschland, der viertgrößten Volkswirtschaft der Erde mit starkem Fokus auf den Export von Industrieprodukten) vergleichbar. Die volkswirtschaftlichen Effekte eines so schwerwiegenden Eingriffs in ein komplexes System lässt sich ohnehin nicht mit einem Excelsheet berechnen.
Der grundlegende Gedankenfehler vieler BGE-Befürworter ist, dass Menschen durch ein BGE real nennenswert mehr im Portemonnaie haben werden. Wenn dem nämlich so wäre, dann gäbe es eine erhebliche Zal von Menschen, die bisher beinahe ihr ganzes Geld für den privaten Konsum ausgeben (müssen) und dann an zusätzlichem Spielraum gewinnen würden. Dies führt also zunächst zu einer steigenden Nachfrage und in einem System von Angebot-Preis-Nachfrage zu einem steigenden Preis. Dieser wiederum würde jedoch eine fortwährende Anpassung des BGEs erfordern, wenn die Inflation den Gewinn nicht sofort wieder “auffressen” soll. Mehrausgaben müssten dann aber auch durch Mehreinnahmen (z. B. höhere Konsumsteuern) gegenfinanziert werden.
Dann gibt es ja den alten sozialistischen Traum, dass “die Reichen” das irgendwie schon finanzieren könnten. Werden sie aber nicht freiwillig tun; man müsste sie also schon zwingen zu bleiben - zumindest solange nicht alle Länder mit vegleichbaren Produktionsbedingungen zeitgleich ein BGE in ähnlicher Höhe einführen. Wir kriegen ja jetzt noch nicht mal innerhalb der EU eine einheitliche Besteuerung hin - wie sollten wir also künftig noch mit den USA, Japan, und einer handvoll aufstrebender Schwellenländer konkurrieren (die derzeit v. A. wegen geringerer Lohnkosten interessant sind).
Das Argument, die Digitalisierung werde ein BGE geradezu alternativlos erforderlich machen, ist vor diesem Hintergrund ebenso wenig stichhaltig. Wenn wir davon ausgehen, dass die Digitalisierung den Faktor Mensch bei der Arbeit entbehricher machen würde, warum sollte ein Unternehmen noch nennenswerte Teile seiner Produktion in ein Land mit starker Besteuerung verlegen, wenn sich doch künftig die benötigte Infrastruktur mehr oder weniger auf Strom und Internet reduziert?
Blieben also höhere Verbrauchssteuern. Da die aber alle treffen, führt das aber zwangsweise zu einer Kaufkraftreduzierung für alle, die Einkünfte oberhalb des BGE beziehen - selbst wenn es nur Rentner sind, die Ansprüche oberhalb des BGE besitzen.
neythomas 2019-02-22 12:47:50 UTC #62
Unglücklich ausgedrückt, gebe ich zu. Gemeint war anders qualifizierte Arbeit. Nämlich jene, in denen Menschen auch auf absehbare Zeit dem Computer überlegen sein werden.
AnnoNym 2019-02-22 12:49:24 UTC #63
Nämlich jene, in denen Menschen auch auf absehbare Zeit dem Computer überlegen sein werden.
Der Computer ist ein Instrument und kein Lebewesen… Der Computer ermöglicht es sozusagen dem Menschen intelligenter zu werden.

References: BGE 

BGE 
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