Source: http://m.hensche.de/Rechtsanwalt_Arbeitsrecht_Urteile_Mehrarbeit_Verguetung_Teilzeit_Beamte_EuGH_C300-06.html
Timestamp: 2018-03-22 17:56:02+00:00

Document:
HENSCHE Arbeitsrecht: C-300/06
Schlag­worte: Mehrarbeitsvergütung, Beamter, Beamter: Teilzeit, Diskriminierung: Geschlecht
Akten­zeichen: C-300/06
Ent­scheid­ungs­datum: 06.12.2007
So­zi­al­po­li­tik – Männ­li­che und weib­li­che Ar­beit­neh­mer – Glei­ches Ent­gelt
Art. 141 EG ist da­hin aus­zu­le­gen, dass er ei­ner na­tio­na­len Re­ge­lung der Be­am­ten­be­sol­dung ent­ge­gen­steht, nach der zum ei­nen so­wohl die von voll­zeit­beschäftig­ten Be­am­ten ge­leis­te­te Mehr­ar­beit als auch die von teil­zeit­beschäftig­ten Be­am­ten ge­leis­te­te Mehr­ar­beit als Ar­beit de­fi­niert wird, die von den Be­am­ten über ih­re in­di­vi­du­el­le Ar­beits­zeit hin­aus ge­leis­tet wird, und zum an­de­ren die­se Mehr­ar­beit zu ei­nem ge­rin­ge­ren Satz vergütet wird als dem St­un­den­satz, der auf die in­ner­halb der in­di­vi­du­el­len Ar­beits­zeit ge­leis­te­te Ar­beit entfällt, so dass teil­zeit­beschäftig­te Be­am­te für die Ar­beit, die sie über ih­re in­di­vi­du­el­le Ar­beits­zeit hin­aus bis zu der St­un­den­zahl leis­ten, die ein voll­zeit­beschäftig­ter Be­am­ter im Rah­men sei­ner Ar­beits­zeit er­brin­gen muss, schlech­ter vergütet wer­den als voll­zeit­beschäftig­te Be­am­te, so­fern
– von al­len Beschäftig­ten, für die die­se Re­ge­lung gilt, ein er­heb­lich höhe­rer Pro­zent­satz weib­li­cher als männ­li­cher Beschäftig­ter be­trof­fen ist
– die Un­gleich­be­hand­lung nicht durch Fak­to­ren sach­lich ge­recht­fer­tigt ist, die nichts mit ei­ner Dis­kri­mi­nie­rung auf­grund des Ge­schlechts zu tun ha­ben.
(vgl. Rand­nr. 44 und Te­nor)
Vor­ins­tan­zen: Bundesverwaltungsgericht, Vorlagebeschluss vom 11.O5.2006, 2 C 8.05
6. De­zem­ber 2007(*)
„Art. 141 EG – Grund­satz des glei­chen Ent­gelts für Männer und Frau­en – Be­am­te – Mehr­ar­beit – Mit­tel­ba­re Dis­kri­mi­nie­rung teil­zeit­beschäftig­ter Frau­en“
In der Rechts­sa­che C‑300/06
be­tref­fend ein Vor­ab­ent­schei­dungs­er­su­chen nach Art. 234 EG, ein­ge­reicht vom Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt (Deutsch­land) mit Ent­schei­dung vom 11. Mai 2006, beim Ge­richts­hof ein­ge­gan­gen am 6. Ju­li 2006, in dem Ver­fah­ren
Ur­su­la Voß
Land Ber­lin,
Ver­tre­te­rin des Bun­des­in­ter­es­ses beim Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt,
un­ter Mit­wir­kung des Kam­mer­präsi­den­ten P. Jann so­wie der Rich­ter A. Tiz­za­no, A. Borg Bart­het (Be­richt­er­stat­ter), M. Ilešiè und E. Le­vits,
– von Frau Voß, ver­tre­ten durch Rechts­an­walt E. Ri­bet Bu­se,
– der Kom­mis­si­on der Eu­ropäischen Ge­mein­schaf­ten, ver­tre­ten durch V. Kreu­schitz und M. van Beek als Be­vollmäch­tig­te,
nach Anhörung der Schluss­anträge des Ge­ne­ral­an­walts in der Sit­zung vom 10. Ju­li 2007
Das Vor­ab­ent­schei­dungs­er­su­chen be­trifft die Aus­le­gung von Art. 141 EG.
Die­ses Er­su­chen er­geht im Rah­men ei­nes Rechts­streits zwi­schen Frau Voß und dem Land Ber­lin über die Vergütung der Mehr­ar­beit, die Frau Voß als Teil­zeit­beschäftig­te ge­leis­tet hat.
Art. 141 Abs. 1 und 2 EG be­stimmt:
„(1) Je­der Mit­glied­staat stellt die An­wen­dung des Grund­sat­zes des glei­chen Ent­gelts für Männer und Frau­en bei glei­cher oder gleich­wer­ti­ger Ar­beit si­cher.
(2) Un­ter ‚Ent­gelt‘ im Sin­ne die­ses Ar­ti­kels sind die übli­chen Grund- oder Min­destlöhne und -gehälter so­wie al­le sons­ti­gen Vergütun­gen zu ver­ste­hen, die der Ar­beit­ge­ber auf­grund des Dienst­verhält­nis­ses dem Ar­beit­neh­mer un­mit­tel­bar oder mit­tel­bar in bar oder in Sach­leis­tun­gen zahlt.
Gleich­heit des Ar­beits­ent­gelts oh­ne Dis­kri­mi­nie­rung auf­grund des Ge­schlechts be­deu­tet,
a) dass das Ent­gelt für ei­ne glei­che nach Ak­kord be­zahl­te Ar­beit auf­grund der glei­chen Maßein­heit fest­ge­setzt wird,
b) dass für ei­ne nach Zeit be­zahl­te Ar­beit das Ent­gelt bei glei­chem Ar­beits­platz gleich ist.“
§ 35 Abs. 2 des Ber­li­ner Lan­des­be­am­ten­ge­set­zes in der Fas­sung vom 20. Fe­bru­ar 1979 (GVBl. BE, S. 368) lau­tet:
„Der Be­am­te ist ver­pflich­tet, oh­ne Vergütung über die re­gelmäßige wöchent­li­che Ar­beits­zeit hin­aus Dienst zu tun, wenn zwin­gen­de dienst­li­che Verhält­nis­se dies er­for­dern und sich die Mehr­ar­beit auf Aus­nah­mefälle be­schränkt. Wird er durch ei­ne dienst­lich an­ge­ord­ne­te oder ge­neh­mig­te Mehr­ar­beit mehr als fünf St­un­den im Mo­nat über die re­gelmäßige Ar­beits­zeit hin­aus be­an­sprucht, so ist ihm in­ner­halb von drei Mo­na­ten für die über die re­gelmäßige Ar­beits­zeit hin­aus ge­leis­te­te Mehr­ar­beit ent­spre­chen­de Dienst­be­frei­ung zu gewähren. Ist die Dienst­be­frei­ung aus zwin­gen­den dienst­li­chen Gründen nicht möglich, so können an ih­rer Stel­le Be­am­te in Be­sol­dungs­grup­pen mit auf­stei­gen­den Gehältern für ei­nen Zeit­raum bis zu 480 St­un­den im Jahr ei­ne Vergütung (§ 48 des Bun­des­be­sol­dungs­ge­set­zes) er­hal­ten.“
5 Das Bun­des­be­sol­dungs­ge­setz (im Fol­gen­den : BBesG), das nach sei­nem § 1 Abs. 1 Nr. 1 auch die Be­sol­dung der Be­am­ten der Länder re­gelt, be­stimmt in § 6 Abs. 1:
„Bei Teil­zeit­beschäfti­gung wer­den die Dienst­bezüge im glei­chen Verhält­nis wie die Ar­beits­zeit gekürzt.“
§ 48 BBesG ermäch­tigt die Bun­des­re­gie­rung, durch Rechts­ver­ord­nung die Gewährung ei­ner Mehr­ar­beits­vergütung zu re­geln, so­weit die Mehr­ar­beit nicht durch Dienst­be­frei­ung aus­ge­gli­chen wird.
In § 2 Abs. 1 der Ver­ord­nung vom 13. März 1992 über die Gewährung von Mehr­ar­beits­vergütung für Be­am­te (BGBl. I S. 528) in der Neu­fas­sung vom 3. De­zem­ber 1998 (BGBl. I S. 3494, im Fol­gen­den: MVergV), die auf der Grund­la­ge von § 48 Abs. 1 BBesG er­gan­gen ist, heißt es:
„Be­am­ten mit Dienst­bezügen in Be­sol­dungs­grup­pen mit auf­stei­gen­den Gehältern kann in fol­gen­den Be­rei­chen für Mehr­ar­beit ei­ne Vergütung gewährt wer­den
6. im Schul­dienst als Leh­rer.“
8 § 3 Abs. 1 MVergV be­stimmt:
„Die Vergütung wird nur gewährt, wenn die Mehr­ar­beit von ei­nem Be­am­ten ge­leis­tet wur­de, der der Ar­beits­zeit­re­ge­lung für Be­am­te un­ter­liegt, und sie
1. schrift­lich an­ge­ord­net oder ge­neh­migt wur­de,
2. die sich aus der re­gelmäßigen Ar­beits­zeit er­ge­ben­de je­wei­li­ge mo­nat­li­che Ar­beits­zeit oder, so­weit der Be­am­te nur während ei­nes Teils ei­nes Ka­len­der­mo­nats Dienst leis­tet, die an­tei­li­ge mo­nat­li­che Ar­beits­zeit um mehr als fünf St­un­den im Ka­len­der­mo­nat über­steigt und
3. aus zwin­gen­den dienst­li­chen Gründen nicht durch Dienst­be­frei­ung in­ner­halb von drei Mo­na­ten aus­ge­gli­chen wer­den kann.“
Nach § 4 MVergV gel­ten für die Vergütung je St­un­de Mehr­ar­beit un­ter­schied­li­che Beträge in Abhängig­keit von der Be­sol­dungs­grup­pe des Be­am­ten.
10 § 5 Abs. 2 MVergV be­stimmt:
„Bei Mehr­ar­beit im Schul­dienst gel­ten bei An­wen­dung
1. des § 3 Abs. 1 Nr. 2 drei Un­ter­richts­stun­den als fünf St­un­den,
11 Aus dem Vor­la­ge­be­schluss er­gibt sich, dass die Vergütung für Mehr­ar­beits­stun­den nach der MVergV nied­ri­ger ist als die Vergütung für Ar­beits­stun­den, die im Rah­men der in­di­vi­du­el­len Ar­beits­zeit ge­leis­tet wer­den.
Frau Voß steht als Leh­re­rin im Be­am­ten­verhält­nis zum Land Ber­lin. Vom 15. Ju­li 1999 bis 29. Mai 2000 übte sie ih­re Be­rufstätig­keit in Teil­zeit­beschäfti­gung im Um­fang von 23 Un­ter­richts­stun­den pro Wo­che aus. Das Un­ter­richts­de­pu­tat ei­nes voll­zeit­beschäftig­ten Leh­rers be­trug da­mals 26,5 Un­ter­richts­stun­den.
Zwi­schen dem 11. Ja­nu­ar und dem 23. Mai 2000 leis­te­te Frau Voß in je­dem Mo­nat über ih­re in­di­vi­du­el­le Ar­beits­zeit hin­aus zwi­schen 4 und 6 Un­ter­richts­stun­den Mehr­ar­beit.
Die Vergütung, die sie hierfür er­hielt, be­trug 1 075,14 DM. Dem vor­le­gen­den Ge­richt zu­fol­ge be­lief sich die Vergütung, die bei ei­nem voll­zeit­beschäftig­ten Leh­rer auf die glei­che Zahl von Ar­beits­stun­den ent­fiel, zu die­ser Zeit auf 1 616,15 DM.
Das vor­le­gen­de Ge­richt erklärt die­ses Er­geb­nis da­mit, dass die von der Kläge­rin des Aus­gangs­ver­fah­rens über ih­re in­di­vi­du­el­le Ar­beits­zeit hin­aus bis zur Re­gel­ar­beits­zeit bei Voll­zeit­beschäfti­gung ge­leis­te­ten Ar­beits­stun­den, bei de­nen es sich um Mehr­ar­beit han­de­le, mit ei­nem ge­rin­ge­ren St­un­den­satz vergütet wor­den sei­en als die ent­spre­chen­den Ar­beits­stun­den ei­nes voll­zeit­beschäftig­ten Leh­rers, die in des­sen in­di­vi­du­el­ler Ar­beits­zeit ent­hal­ten sei­en.
Das vor­le­gen­de Ge­richt stellt in­fol­ge­des­sen fest, dass die Kläge­rin des Aus­gangs­ver­fah­rens in den Mo­na­ten Ja­nu­ar bis Mai 2000 bei glei­chem Ar­beits­pen­sum schlech­ter vergütet wor­den sei als ein voll­zeit­beschäftig­ter Leh­rer.
Frau Voß hat­te be­an­tragt, bei der Be­rech­nung der Vergütung für die Mehr­ar­beit, die sie bis zur Gren­ze von 26,5 Un­ter­richts­stun­den pro Wo­che ge­leis­tet hat­te, an­stel­le des nach der MVergV für Mehr­ar­beit vor­ge­se­he­nen St­un­den­sat­zes den­sel­ben St­un­den­satz zu­grun­de zu le­gen, mit dem die Ar­beits­stun­den vergütet wer­den, die voll­zeit­beschäftig­te Leh­rer im Rah­men ih­rer Re­gel­ar­beits­zeit er­brin­gen.
Nach­dem ihr An­trag vom Land Ber­lin ab­ge­lehnt wor­den war, er­hob Frau Voß ge­gen die Ab­leh­nungs­ent­schei­dung Kla­ge beim Ver­wal­tungs­ge­richt. Ge­gen des­sen Ur­teil, das der Kla­ge statt­gab, leg­te das Land Ber­lin Sprung­re­vi­si­on zum Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt ein.
Für das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt stellt sich in dem bei ihm anhängi­gen Rechts­streit die Fra­ge, ob die nied­ri­ge­re Vergütung der Dienst­stun­den, die teil­zeit­beschäftig­te Leh­rer als Mehr­ar­beits­stun­den leis­te­ten, im Ver­gleich zu der an­tei­li­gen Be­sol­dung, die voll­zeit­beschäftig­te Leh­rer für die glei­che Zahl von Dienst­stun­den in­ner­halb ih­rer re­gulären Ar­beits­zeit er­hiel­ten, ei­ne nach Ge­mein­schafts­recht un­zulässi­ge Dis­kri­mi­nie­rung der weib­li­chen Leh­rer sei. Die Ant­wort auf die­se Fra­ge hänge da­von ab, ob Art. 141 Abs. 2 Satz 2 EG ge­bie­te, dass die Mehr­ar­beits­stun­de, die ein Teil­zeit­beschäftig­ter bis zu der von voll­zeit­beschäftig­ten Leh­rern zu er­brin­gen­den St­un­den­zahl leis­te, nicht schlech­ter vergütet wer­den dürfe als der gleich lan­ge Dienst, den ein Voll­zeit­beschäftig­ter im Rah­men sei­ner re­gulären Ar­beits­zeit leis­te.
Un­ter die­sen Umständen hat das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt be­schlos­sen, das Ver­fah­ren aus­zu­set­zen und dem Ge­richts­hof fol­gen­de Fra­ge zur Vor­ab­ent­schei­dung vor­zu­le­gen:
Steht Art. 141 EG ei­ner na­tio­na­len Re­ge­lung ent­ge­gen, nach der die Vergütung für ei­ne über die re­guläre Ar­beits­zeit hin­aus­ge­hen­de Mehr­ar­beit so­wohl bei voll­zeit­beschäftig­ten als auch bei teil­zeit­beschäftig­ten Be­am­ten in der­sel­ben Höhe ge­zahlt wird, die nied­ri­ger ist als die an­tei­li­ge Be­sol­dung, die bei voll­zeit­beschäftig­ten Be­am­ten auf ei­nen gleich lan­gen Teil ih­rer re­gulären Ar­beits­zeit entfällt, wenn über­wie­gend Frau­en teil­zeit­beschäftigt sind?
Mit sei­ner Fra­ge möch­te das vor­le­gen­de Ge­richt wis­sen, ob Art. 141 EG da­hin aus­zu­le­gen ist, dass er ei­ner na­tio­na­len Re­ge­lung der Be­am­ten­be­sol­dung wie der im Aus­gangs­ver­fah­ren in Re­de ste­hen­den, nach der zum ei­nen so­wohl die von voll­zeit­beschäftig­ten Be­am­ten ge­leis­te­te Mehr­ar­beit als auch die von teil­zeit­beschäftig­ten Be­am­ten ge­leis­te­te Mehr­ar­beit als Ar­beit de­fi­niert wird, die von den Be­am­ten über ih­re in­di­vi­du­el­le Ar­beits­zeit hin­aus ge­leis­tet wird, und zum an­de­ren die­se Mehr­ar­beit zu ei­nem nied­ri­ge­ren Satz vergütet wird als dem St­un­den­satz, der auf die in­ner­halb der in­di­vi­du­el­len Ar­beits­zeit ge­leis­te­te Ar­beit entfällt, so dass teil­zeit­beschäftig­te Be­am­te für die Ar­beit, die sie über ih­re in­di­vi­du­el­le Ar­beits­zeit hin­aus bis zu der St­un­den­zahl leis­ten, die ein voll­zeit­beschäftig­ter Be­am­ter im Rah­men sei­ner Ar­beits­zeit er­brin­gen muss, schlech­ter vergütet wer­den als voll­zeit­beschäftig­te Be­am­te, dann ent­ge­gen­steht, wenn es sich bei den in Teil­zeit­beschäfti­gung täti­gen Be­am­ten über­wie­gend um Frau­en han­delt.
Die Kläge­rin des Aus­gangs­ver­fah­rens und die Kom­mis­si­on der Eu­ropäischen Ge­mein­schaf­ten ma­chen gel­tend, dass die Vergütung die­ser Mehr­ar­beit, so­fern sie nied­ri­ger sei als die Vergütung der im Rah­men der in­di­vi­du­el­len Ar­beits­zeit ge­leis­te­ten Ar­beit, zu ei­ner mit­tel­ba­ren Dis­kri­mi­nie­rung führe, da sie zur Fol­ge ha­be, dass die teil­zeit­beschäftig­ten Leh­rer, bei de­nen es sich über­wie­gend um Frau­en han­de­le, wenn sie über ih­re in­di­vi­du­el­le Ar­beits­zeit hin­aus bis zu der bei Voll­zeit­beschäfti­gung ge­schul­de­ten St­un­den­zahl ar­bei­te­ten, für die glei­che Zahl von Ar­beits­stun­den ei­ne nied­ri­ge­re Vergütung er­hiel­ten als in Voll­zeit­beschäfti­gung täti­ge Leh­rer.
Nach Auf­fas­sung der deut­schen Re­gie­rung er­gibt sich im Aus­gangs­ver­fah­ren kei­ne Un­gleich­be­hand­lung hin­sicht­lich der Mehr­ar­beit, da für voll­zeit­beschäftig­te und teil­zeit­beschäftig­te Leh­rer der­sel­be in § 4 Abs. 3 MVergV ge­re­gel­te St­un­den­satz für die von ih­nen ge­leis­te­te Mehr­ar­beit gel­te.
In­so­weit ist dar­an zu er­in­nern, dass Ar­ti­kel 141 EG den Grund­satz des glei­chen Ent­gelts für Männer und Frau­en bei glei­cher Ar­beit auf­stellt. Die­ser Grund­satz gehört zu den Grund­la­gen der Eu­ropäischen Ge­mein­schaft (vgl. Ur­teil vom 8. April 1976, De­fren­ne, 43/75, Slg. 1976, 455, Rand­nr. 12).
Der Grund­satz des glei­chen Ent­gelts steht nicht nur der An­wen­dung von Vor­schrif­ten ent­ge­gen, die un­mit­tel­ba­re Dis­kri­mi­nie­run­gen auf­grund des Ge­schlechts ent­hal­ten, son­dern auch der An­wen­dung von Vor­schrif­ten, die Un­gleich­be­hand­lun­gen von männ­li­chen und weib­li­chen Ar­beit­neh­mern auf­grund von Kri­te­ri­en auf­recht­er­hal­ten, die nicht auf dem Ge­schlecht be­ru­hen, so­fern sich die­se Un­gleich­be­hand­lun­gen nicht mit ob­jek­tiv ge­recht­fer­tig­ten Fak­to­ren erklären las­sen, die nichts mit ei­ner Dis­kri­mi­nie­rung auf­grund des Ge­schlechts zu tun ha­ben (Ur­tei­le vom 13. Mai 1986, Bil­ka-Kauf­haus, 170/84, Slg. 1986, 1607, Rand­nrn. 29 und 30, vom 15. De­zem­ber 1994, Hel­mig u. a., C‑399/92, C‑409/92, C‑425/92, C‑34/93, C‑50/93 und C‑78/93, Slg. 1994, I‑5727, Rand­nr. 20, so­wie vom 27. Mai 2004, Els­ner-La­ke­berg, C‑285/02, Slg. 2004, I‑5861, Rand­nr. 12).
26 In Be­zug auf die im Aus­gangs­ver­fah­ren in Re­de ste­hen­de Re­ge­lung steht fest, dass sie kei­ne un­mit­tel­ba­re Dis­kri­mi­nie­rung auf­grund des Ge­schlechts enthält. Da­her ist zu prüfen, ob ei­ne sol­che Re­ge­lung mögli­cher­wei­se ei­ne mit Art. 141 EG un­ver­ein­ba­re mit­tel­ba­re Dis­kri­mi­nie­rung zur Fol­ge hat.
Zu die­sem Zweck ist in ei­nem ers­ten Schritt fest­zu­stel­len, ob die be­tref­fen­de Re­ge­lung ei­ne Un­gleich­be­hand­lung von Voll­zeit­beschäftig­ten und Teil­zeit­beschäftig­ten enthält und ob die­se Un­gleich­be­hand­lung er­heb­lich mehr Frau­en als Männer be­trifft.
Wer­den die­se bei­den Fra­gen be­jaht, stellt sich in ei­nem zwei­ten Schritt die Fra­ge, ob es Fak­to­ren, die nichts mit ei­ner Dis­kri­mi­nie­rung auf­grund des Ge­schlechts zu tun ha­ben, gibt, die die fest­ge­stell­te Un­gleich­be­hand­lung sach­lich recht­fer­ti­gen könn­ten.
In die­sem Zu­sam­men­hang liegt ei­ne Un­gleich­be­hand­lung im­mer dann vor, wenn bei glei­cher Ar­beit und glei­cher An­zahl St­un­den, die auf­grund ei­nes Ar­beits­verhält­nis­ses ge­leis­tet wer­den, die Voll­zeit­beschäftig­ten ge­zahl­te Vergütung höher ist als die Teil­zeit­beschäftig­ten ge­zahl­te (Ur­teil Hel­mig u. a., Rand­nr. 26).
Der Ge­richts­hof hat sich be­reits zwei­mal zu der Fra­ge geäußert, ob bei der Vergütung von Mehr­ar­beit ei­ne Un­gleich­be­hand­lung von Teil­zeit- und Voll­zeit­beschäftig­ten vor­liegt.
In den Rand­nrn. 26 bis 30 des Ur­teils Hel­mig u. a. hat der Ge­richts­hof ent­schie­den, dass kei­ne Un­gleich­be­hand­lung von Teil­zeit- und Voll­zeit­beschäftig­ten vor­lie­ge, wenn die an­wend­ba­ren na­tio­na­len Vor­schrif­ten die Zah­lung von Ge­halts­zu­schlägen für Über­stun­den nur bei Über­schrei­ten der ta­rif­ver­trag­lich fest­ge­leg­ten Re­gel­ar­beits­zeit vorsähen, nicht aber bei Über­schrei­ten der in­di­vi­du­el­len Ar­beits­zeit. Der Ge­richts­hof hat fest­ge­stellt, dass un­ter die­sen Umständen die Teil­zeit­beschäftig­ten für die glei­che An­zahl ge­leis­te­ter Ar­beits­stun­den die glei­che Vergütung er­hiel­ten wie die Voll­zeit­beschäftig­ten und zwar so­wohl dann, wenn die ta­rif­ver­trag­lich fest­ge­setz­te Re­gel­ar­beits­zeit nicht über­schrit­ten wer­de, als auch dann, wenn über die­se Re­gel­ar­beits­zeit hin­aus St­un­den ge­leis­tet würden, da die Über­stun­den­zu­schläge im letzt­ge­nann­ten Fall bei­den Ar­beit­neh­mer­grup­pen zu­gu­te kämen.
In Rand­nr. 17 des Ur­teils Els­ner-La­ke­berg hin­ge­gen ist der Ge­richts­hof da­von aus­ge­gan­gen, dass ei­ne Un­gleich­be­hand­lung von Teil­zeit- und Voll­zeit­beschäftig­ten vor­liegt, wenn nach den an­wend­ba­ren na­tio­na­len Rechts­vor­schrif­ten al­le Ar­beit­neh­mer für ei­nen An­spruch auf Mehr­ar­beits­vergütung über ih­re in­di­vi­du­el­le Ar­beits­zeit hin­aus min­des­tens drei Un­ter­richts­stun­den pro Mo­nat leis­ten müssen.
In die­ser Rechts­sa­che hat­te Frau Els­ner-La­ke­berg, ei­ne Leh­re­rin, 15 Un­ter­richts­stun­den pro Wo­che ge­leis­tet, während voll­zeit­beschäftig­te Leh­rer 24,5 St­un­den wöchent­lich un­ter­rich­te­ten. Frau Els­ner-La­ke­berg hat­te in ei­nem Mo­nat 2,5 Un­ter­richts­stun­den Mehr­ar­beit ge­leis­tet. Für die­se Mehr­ar­beit konn­te sie kei­ne Vergütung be­an­spru­chen. Sie wur­de da­her nur für 15 Un­ter­richts­stun­den vergütet, ob­wohl sie 17,5 St­un­den ge­leis­tet hat­te. Ein voll­zeit­beschäftig­ter Leh­rer hin­ge­gen, der 17,5 Un­ter­richts­stun­den ge­leis­tet hätte, wäre für 17,5 Un­ter­richts­stun­den vergütet wor­den, da er sei­ne in­di­vi­du­el­le Wo­chen­ar­beits­zeit nicht über­schrit­ten hätte. Der Ge­richts­hof hat ent­schie­den, dass sich dar­aus ei­ne Un­gleich­be­hand­lung hin­sicht­lich der Vergütung er­ge­be, da Teil­zeit­beschäftig­te für die glei­che Zahl ge­leis­te­ter Un­ter­richts­stun­den schlech­ter vergütet würden als Voll­zeit­beschäftig­te.
Im Aus­gangs­ver­fah­ren geht aus dem Vor­la­ge­be­schluss her­vor, dass Frau Voß, die in Teil­zeit­beschäfti­gung tätig ist, für die St­un­den, die sie über ih­re in­di­vi­du­el­le Ar­beits­zeit hin­aus bis zur Re­gel­ar­beits­zeit bei Voll­zeit­beschäfti­gung er­bracht hat, ei­ne Vergütung erhält, die bei glei­cher An­zahl ge­leis­te­ter St­un­den nied­ri­ger ist als die ei­nes voll­zeit­beschäftig­ten Leh­rers.
Ein teil­zeit­beschäftig­ter Leh­rer, des­sen in­di­vi­du­el­le Ar­beits­zeit 23 Un­ter­richts­stun­den pro Wo­che beträgt, erhält, wenn er 3,5 Un­ter­richts­stun­den über sei­ne in­di­vi­du­el­le Ar­beits­zeit hin­aus leis­tet, ei­ne ge­rin­ge­re Vergütung als ein voll­zeit­beschäftig­ter Leh­rer für 26,5 er­teil­te Un­ter­richts­stun­den.
Ei­ne Un­ter­su­chung der Vergütungs­be­stand­tei­le zeigt, dass sich die­se Si­tua­ti­on dar­aus er­gibt, dass die Mehr­ar­beits­stun­den, die schlech­ter vergütet wer­den als die so­ge­nann­ten „re­gulären“ Ar­beits­stun­den, als die St­un­den de­fi­niert sind, die über die Re­gel­ar­beits­zeit, wie sie durch die in­di­vi­du­el­le Ar­beits­zeit des Leh­rers fest­ge­legt ist, hin­aus ge­leis­tet wer­den; die­se in­di­vi­du­el­le Ar­beits­zeit ist natürlich je nach­dem, ob der Ar­beit­neh­mer in Teil­zeit- oder Voll­zeit­beschäfti­gung ar­bei­tet, un­ter­schied­lich. Dem­zu­fol­ge fin­det der nied­ri­ge­re Vergütungs­satz für Mehr­ar­beit bei voll­zeit­beschäftig­ten Leh­rern erst bei mehr als 26,5 Un­ter­richts­stun­den pro Wo­che An­wen­dung, während er bei Teil­zeit­beschäftig­ten An­wen­dung fin­det, so­bald die­se ih­re in­di­vi­du­el­le Ar­beits­zeit, die de­fi­ni­ti­ons­gemäß we­ni­ger als 26,5 St­un­den beträgt, über­schrei­ten. Im Fall von Frau Voß fin­det der nied­ri­ge­re Vergütungs­satz für die St­un­den An­wen­dung, die über 23 Un­ter­richts­stun­den pro Wo­che hin­aus ge­leis­tet wer­den.
Es er­gibt sich so­mit, dass die im Aus­gangs­ver­fah­ren in Re­de ste­hen­de na­tio­na­le Re­ge­lung, wo­nach die Mehr­ar­beit, die teil­zeit­beschäftig­te Be­am­te über ih­re in­di­vi­du­el­le Ar­beits­zeit hin­aus bis zu der für Voll­zeit­beschäfti­gung gel­ten­den Re­gel­ar­beits­zeit leis­ten, nied­ri­ger vergütet wird als die Ar­beit von voll­zeit­beschäftig­ten Be­am­ten, ei­ne Un­gleich­be­hand­lung die­ser bei­den Be­am­ten­grup­pen zum Nach­teil der­je­ni­gen Be­am­ten zur Fol­ge hat, die in Teil­zeit­beschäfti­gung tätig sind.
Falls die­se Un­gleich­be­hand­lung er­heb­lich mehr Frau­en als Männer be­tref­fen und es kei­ne Fak­to­ren ge­ben soll­te, die nichts mit ei­ner Dis­kri­mi­nie­rung auf­grund des Ge­schlechts zu tun ha­ben und ei­ne sol­che Un­gleich­be­hand­lung sach­lich recht­fer­ti­gen können, stünde Art. 141 EG der be­tref­fen­den na­tio­na­len Re­ge­lung ent­ge­gen.
Nach An­ga­ben des vor­le­gen­den Ge­richts wa­ren im Frühjahr 2000 et­wa 88 % der teil­zeit­beschäftig­ten Leh­rer im Dienst des Lan­des Ber­lin Frau­en.
Bei der Prüfung, ob die fest­ge­stell­te Un­gleich­be­hand­lung von Voll­zeit­beschäftig­ten und Teil­zeit­beschäftig­ten er­heb­lich mehr Frau­en als Männer be­trifft, hat das vor­le­gen­de Ge­richt je­doch die Ge­samt­heit der Beschäftig­ten zu berück­sich­ti­gen, für die die na­tio­na­le Re­ge­lung gilt, auf der die in Rand­nr. 37 des vor­lie­gen­den Ur­teils fest­ge­stell­te Un­gleich­be­hand­lung be­ruht. Zu die­sem Zweck hat das Ge­richt fest­zu­stel­len, ob die Un­gleich­be­hand­lung auf das BBesG und/oder auf die MVergV zurück­geht, da der Kreis der Per­so­nen, die in den Ver­gleich ein­be­zo­gen wer­den können, durch den An­wen­dungs­be­reich der be­tref­fen­den Re­ge­lung be­stimmt wird (Ur­teil vom 13. Ja­nu­ar 2004, Al­lon­by, C‑256/01, Slg. 2004, I‑873, Rand­nr. 73).
Wie der Ge­richts­hof in Rand­nr. 59 des Ur­teils vom 9. Fe­bru­ar 1999, Sey­mour-Smith und Pe­rez (C‑167/97, Slg. 1999, I‑623), ent­schie­den hat, be­steht die bes­te Me­tho­de zum Ver­gleich der Sta­tis­ti­ken dar­in, die Grup­pe der männ­li­chen mit der der weib­li­chen Ar­beits­kräfte dar­auf­hin zu ver­glei­chen, wie hoch in je­der Grup­pe der An­teil der von der Un­gleich­be­hand­lung Be­trof­fe­nen ist.
Er­gibt sich aus den verfügba­ren sta­tis­ti­schen Da­ten, dass der Pro­zent­satz der Teil­zeit­beschäftig­ten in der Grup­pe der weib­li­chen Beschäftig­ten er­heb­lich höher ist als in der Grup­pe der männ­li­chen Beschäftig­ten, ist da­von aus­zu­ge­hen, dass dem ers­ten An­schein nach ei­ne Dis­kri­mi­nie­rung auf­grund des Ge­schlechts vor­liegt, es sei denn, die im Aus­gangs­ver­fah­ren in Re­de ste­hen­de Re­ge­lung ist durch Fak­to­ren sach­lich ge­recht­fer­tigt, die nichts mit ei­ner Dis­kri­mi­nie­rung auf­grund des Ge­schlechts zu tun ha­ben (vgl. in die­sem Sin­ne Ur­teil Sey­mour-Smith und Pe­rez, Rand­nrn. 60 bis 63).
Im Aus­gangs­ver­fah­ren ist dem Vor­la­ge­be­schluss nicht zu ent­neh­men, dass die nied­ri­ge­re Vergütung für von Teil­zeit­beschäftig­ten ge­leis­te­te Mehr­ar­beit auf Fak­to­ren be­ruh­te, die durch Gründe, die nichts mit ei­ner Dis­kri­mi­nie­rung auf­grund des Ge­schlechts zu tun ha­ben, sach­lich ge­recht­fer­tigt wäre. Es ist je­doch Sa­che des vor­le­gen­den Ge­richts, die­sen Punkt zu prüfen.
Auf die Vor­la­ge­fra­ge ist da­her zu ant­wor­ten, dass Art. 141 EG da­hin aus­zu­le­gen ist, dass er ei­ner na­tio­na­len Re­ge­lung der Be­am­ten­be­sol­dung wie der im Aus­gangs­ver­fah­ren in Re­de ste­hen­den, nach der zum ei­nen so­wohl die von voll­zeit­beschäftig­ten Be­am­ten ge­leis­te­te Mehr­ar­beit als auch die von teil­zeit­beschäftig­ten Be­am­ten ge­leis­te­te Mehr­ar­beit als Ar­beit de­fi­niert wird, die von den Be­am­ten über ih­re in­di­vi­du­el­le Ar­beits­zeit hin­aus ge­leis­tet wird, und zum an­de­ren die­se Mehr­ar­beit zu ei­nem ge­rin­ge­ren Satz vergütet wird als dem St­un­den­satz, der auf die in­ner­halb der in­di­vi­du­el­len Ar­beits­zeit ge­leis­te­te Ar­beit entfällt, so dass teil­zeit­beschäftig­te Be­am­te für die Ar­beit, die sie über ih­re in­di­vi­du­el­le Ar­beits­zeit hin­aus bis zu der St­un­den­zahl leis­ten, die ein voll­zeit­beschäftig­ter Be­am­ter im Rah­men sei­ner Ar­beits­zeit er­brin­gen muss, schlech­ter vergütet wer­den als voll­zeit­beschäftig­te Be­am­te, dann ent­ge­gen­steht, wenn
Für die Be­tei­lig­ten des Aus­gangs­ver­fah­rens ist das Ver­fah­ren ein Zwi­schen­streit in dem bei dem vor­le­gen­den Ge­richt anhängi­gen Rechts­streit; die Kos­ten­ent­schei­dung ist da­her Sa­che die­ses Ge­richts. Die Aus­la­gen an­de­rer Be­tei­lig­ter für die Ab­ga­be von Erklärun­gen vor dem Ge­richts­hof sind nicht er­stat­tungsfähig.
Art. 141 EG ist da­hin aus­zu­le­gen, dass er ei­ner na­tio­na­len Re­ge­lung der Be­am­ten­be­sol­dung wie der im Aus­gangs­ver­fah­ren in Re­de ste­hen­den, nach der zum ei­nen so­wohl die von voll­zeit­beschäftig­ten Be­am­ten ge­leis­te­te Mehr­ar­beit als auch die von teil­zeit­beschäftig­ten Be­am­ten ge­leis­te­te Mehr­ar­beit als Ar­beit de­fi­niert wird, die von den Be­am­ten über ih­re in­di­vi­du­el­le Ar­beits­zeit hin­aus ge­leis­tet wird, und zum an­de­ren die­se Mehr­ar­beit zu ei­nem ge­rin­ge­ren Satz vergütet wird als dem St­un­den­satz, der auf die in­ner­halb der in­di­vi­du­el­len Ar­beits­zeit ge­leis­te­te Ar­beit entfällt, so dass teil­zeit­beschäftig­te Be­am­te für die Ar­beit, die sie über ih­re in­di­vi­du­el­le Ar­beits­zeit hin­aus bis zu der St­un­den­zahl leis­ten, die ein voll­zeit­beschäftig­ter Be­am­ter im Rah­men sei­ner Ar­beits­zeit er­brin­gen muss, schlech­ter vergütet wer­den als voll­zeit­beschäftig­te Be­am­te, dann ent­ge­gen­steht, wenn
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References: Art. 141
 Art. 234
 Art. 141

Art. 141

§ 35
 § 1
 § 6

§ 48
 § 2
 § 48
 § 3
 § 4
 § 5
 § 3
 Art. 141
 Art. 141
 Art. 141
 § 4
 Art. 141
 Art. 141
 Art. 141

Art. 141