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Timestamp: 2019-07-23 19:21:10+00:00

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BGH, 07.07.1983 - I ZR 119/81 - dejure.org
https://dejure.org/1983,1294
BGH, 07.07.1983 - I ZR 119/81 (https://dejure.org/1983,1294)
BGH, Entscheidung vom 07.07.1983 - I ZR 119/81 (https://dejure.org/1983,1294)
BGH, Entscheidung vom 07. Juli 1983 - I ZR 119/81 (https://dejure.org/1983,1294)
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Unzulässigkeit einer Werbebehauptung aus wettbewerbsrechtlichen Gesichtspunkten - Maßgeblichkeit des verkehrsüblichen Verständnisses für die wettbewerbsrechtliche Zulassung von Unternehmensbezeichnungen
NJW 1984, 174 (Ls.)
MDR 1984, 115
GRUR 1983, 779
WM 1983, 1318
BB 1984, 689
Rpfleger 1983, 487
Die Beklagte, die insoweit darlegungs- und beweisbelastet ist (vgl. BGH, Urt. v. 7.7. 1983 - I ZR 119/81, GRUR 1983, 779, 781 = WRP 1983, 675 - Schuhmarkt), hat nicht dargetan, dass zum Zeitpunkt des Erscheinens der Werbung ihr Angebot eines Telefonanschlusses unter Berücksichtigung dieser weiteren Kosten das günstigste im Wettbewerb war.
Ist dies der Fall, dann entspricht es der Lebenserfahrung, daß ein jedenfalls nicht unerheblicher Teil der beteiligten Verkehrskreise sie entsprechend diesem Wortsinn versteht (…vgl. BGH, Urt. v. 2.4.1971 - I ZR 22/70, GRUR 1971, 365, 366 = WRP 1971, 274 - Wörterbuch; Urt. v. 7.7.1983 - I ZR 119/81, GRUR 1983, 779, 780 = WRP 1983, 675 - Schuhmarkt).
Gleichwohl besteht aber Übereinstimmung darüber, dass es eine einheitliche und allgemeingültige Begriffsbestimmung hierfür noch nicht gibt (vgl. das Urteil des BGH vom 7. Juli 1983 - I ZR 119/81 -, WM 1983, 1318 und dessen Beschluss vom 22. Mai 1981 - I ZB 7/80 (BPatG) -, GRUR 1981, 910 sowie die Beschlüsse des OLG Hamm vom 4. Oktober 1963 - 15 W 369/63 -, BB 1963, 1399 und des AG Haltern vom 26. April 1963 - 3 HRA 213 -, wie zuvor, außerdem insbesondere Baumbach/Hefermehl, Wettbewerbsrecht, 14. Aufl. 1983, § 3 UWG Anm. 352 mit weiteren Nachweisen).
Gleichwohl besteht aber Übereinstimmung darüber, daß es eine einheitliche und allgemeingültige Begriffsbestimmung des "Supermarktes" oder "Großmarktes" noch nicht gibt (vgl. das Urteil des BGH vom 7. Juli 1983 - I ZR 119/81 - WM 1983, 1318 und dessen Beschluß vom 22. Mai 1981 - 1 ZB 7/80 - GRUR 1981, 90 sowie die Beschlüsse des OLG Hamm vom 4. Oktober 1963 - 15 W 369/63 - BB 1963, 1339 und des Amtsgerichts Haltern vom 26. April 1963 - 3 HRA 213 - wie zuvor, außerdem insbesondere Baumbach/Hefermehl, Wettbewerbsrecht, 14. Auf1.1983, § 3 UWG Anm, 352 mit weiteren Nachweisen).
Insbesondere im Falle der Berühmung einer Zugehörigkeit zu einer Spitzengruppe ist der Beklagte im Sinne einer prozessualen Aufklärungspflicht verpflichtet, darzulegen und ggf. zu beweisen, worauf sich seine Werbebehauptung stützt (BGH GRUR 1973, 594, 596 - Ski-Sicherheitsbindung; BGH GRUR 1978, 249, 250 - Kreditvermittlung; BGH GRUR 1983, 779, 781 - Schuhmarkt; BGH GRUR 2010, 352 Rn 22 - Hier spiegelt sich Erfahrung; OLG Karlsruhe GRUR 1994, 134, 135), was der Sache nach auf eine Umkehr der Darlegungs- und Beweislast hinausläuft, soweit der Gläubiger - wie hier der Kläger - auf die Beweiserleichterung angewiesen ist.
In der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist anerkannt, dass auch dann, wenn es sich um eine Allein- oder Spitzenstellungsbehauptung handelt, insbesondere wenn zahlreiche Marktteilnehmer in die Behauptung einbezogen sind, dem Kläger eine Darlegung und ein Beweis der Unrichtigkeit unzumutbar ist, es vielmehr dem Beklagten obliegt, die Richtigkeit der Behauptung darzulegen und zu beweisen, weil dieser sich vor Aufstellung der Behauptung redlicherweise über die geschäftlichen Verhältnisse der in die Allein- oder Spitzenstellungsbehauptung einbezogenen Marktteilnehmer unterrichten musste (vgl. BGH GRUR 1978, 249 - Kreditvermittlung; BGH GRUR 1983, 779 - Schuhmarkt; BGH GRUR 1985, 140 - Größtes Teppichhaus der Welt).

References: BGH 
 § 3
 BGH 
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 BGH 
 BGH 
 BGH 
 BGH 
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 BGH