Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F23-02-2015-2C_837-2014
Timestamp: 2016-10-23 22:07:55+00:00

Document:
2C_837/2014 (23.02.2015)
2C_837/2014 � � Urteil vom 23. Februar 2015
vertreten durch T+R AG,
2C_837/2014
Kantonssteuer 2010, Ermessensveranlagung,
2C_838/2014
direkte Bundessteuer 2010, Ermessensveranlagung,
Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts Freiburg, Steuergerichtshof, vom 15. Juli 2014.
�Die deutschen Staatsangeh�rigen A.C.________ und B.C.________ haben im Oktober 2008 ihren Wohnsitz von Deutschland nach M.________/FR verlegt, wo sie eine selbstbewohnte Liegenschaft besitzen. Daneben besitzen sie auch Immobilien in N.________/FR sowie insbesondere in Deutschland. Sie �ben beide eine selbst�ndige Erwerbst�tigkeit als Kaufmann bzw. Kauffrau aus.
F�r die Steuerperiode 2010 reichten A.C.________ und B.C.________ trotz Mahnung keine Steuererkl�rung ein, weshalb sie mit Verf�gung vom 15. M�rz 2012 nach Ermessen veranlagt wurden. Die Kantonale Steuerverwaltung Freiburg setzte dabei das in der Schweiz steuerbare Einkommen auf Fr. 548'549.-- (satzbestimmend Fr. 519'149.--; direkte Bundessteuer) resp. auf Fr. 547'899.-- (satzbestimmend 520'999.--; Kantonssteuer) und das in der Schweiz steuerbare Verm�gen auf Fr. 688'750.-- (satzbestimmend Fr. 3'922'600.--) fest.
In der Folge reichten A.C.________ und B.C.________ nachtr�glich ein ausgef�lltes Steuererkl�rungsformular ein, mit welchem sie ein steuerbares Einkommen von Fr. 0.-- sowie ein Verm�gen von Fr. 4'866'674.-- deklarierten. Am 13. April 2012 erhoben sie schliesslich formell Einsprache gegen die Ermessensveranlagung.
�Mit Entscheid vom 21. November 2012 wurde die Einsprache teilweise gutgeheissen und den Selbstdeklarationen auf dem versp�tet eingereichten Steuererkl�rungsformular weitgehend Rechnung getragen. Die wesentliche verbleibende Differenz bezog sich auf die in Deutschland gelegenen Immobilien: Gem�ss einer Aufstellung der Steuerpflichtigen belief sich der Kaufpreis der insgesamt 13 Liegenschaften in Deutschland auf total EUR 26'215'000.--, resp. dem damaligen Kurs entsprechend Fr. 32'780'547.--. Die Pflichtigen betrachteten diese Liegenschaften als Gesch�ftsverm�gen und machten bez�glich der nicht n�her deklarierten Ertr�ge dieser Immobilien eine Verrechnung mit behaupteten Unterhaltsaufwendungen sowie gesch�ftlichen Verlustvortr�gen in Deutschland in H�he von umgerechnet insgesamt Fr. 6'179'987.-- geltend. Die Kantonale Steuerverwaltung erachtete demgegen�ber die in Zusammenhang mit den deutschen Liegenschaften eingereichten Unterlagen als unvollst�ndig und widerspr�chlich. Aus diesem Grund sch�tzte sie die Ertr�ge aus diesen Immobilien auf 3 Prozent des Liegenschaftswerts, d.h. auf insgesamt Fr. 983'416.-- (Fr. 32'780'547.-- /100 *3). Diesen Betrag rechnete sie zur Satzbestimmung dem Einkommen hinzu. Eine Verrechnung mit den geltend gemachten Verlustvortr�gen aus selbst�ndiger Erwerbst�tigkeit liess die Steuerverwaltung nicht zu, da nur die Ertr�ge aus derselben Gesch�ftst�tigkeit mit den Verlusten der Vorjahre verrechnet werden k�nnten; f�r den Ehemann sei indes gar kein Einkommen aus selbst�ndiger Erwerbst�tigkeit deklariert worden und der von der Ehefrau angegebene selbst�ndige Erwerbserl�s stehe in keinem Zusammenhang mit den Immobilien in Deutschland. Insgesamt setzte die Steuerverwaltung im Einspracheentscheid ein in der Schweiz steuerbares Einkommen von Fr. 285'055.-- (satzbestimmend Fr. 1'234'404.--; direkte Bundessteuer) resp. von Fr. 284'905.-- (satzbestimmend Fr. 1'233'754.--; Kantonssteuer) fest. Das in der Schweiz steuerbare Verm�gen wurde mit Fr. 3'875'284.-- (satzbestimmend Fr. 15'886'421.--) veranlagt.
Gegen den Einspracheentscheid wandten sich A.C.________ und B.C.________ mit Beschwerde resp. Rekurs vom 21. Dezember 2012 ans Kantonsgericht Freiburg. Sie beantragten u.a., es sei das steuerbare Einkommen sowohl f�r die direkte Bundessteuer als auch f�r die Kantonssteuer auf Fr. 0.-- festzusetzen. Mit Urteil vom 15. Juli 2014 wies das Kantonsgericht die Beschwerde betreffend die direkte Bundessteuer sowie den Rekurs betreffend die Kantonssteuer ab, soweit es auf die Rechtsmittel eintrat.
�Mit Eingabe vom 12. September 2014 f�hren A.C.________ und B.C.________ Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, worauf dieses die Dossiers 2C_837/2014 (Kantonssteuer 2010) und 2C_838/2014 (direkte Bundessteuer 2010) er�ffnet hat.
Die Beschwerdef�hrer beantragen im Wesentlichen, das Urteil des Kantonsgerichtes Freiburg sei aufzuheben und die Angelegenheit zur Neuveranlagung auf Grundlage eines steuerbaren Einkommens von Fr. 0.-- bei der direkten Bundessteuer und bei der Kantonssteuer an die Kantonale Steuerverwaltung Freiburg zur�ckzuweisen. Die H�he des steuerbaren Verm�gens wird von den Beschwerdef�hrern vor Bundesgericht explizit nicht mehr angefochten.
Die Kantonale Steuerverwaltung sowie das Kantonsgericht Freiburg schliessen auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Betreffend die direkte Bundessteuer schliesst auch die Eidgen�ssische Steuerverwaltung (ESTV) auf Abweisung der Beschwerde; betreffend die Kantonssteuer verzichtet die ESTV auf einen Antrag.
I.�������Formelles
�Die Beschwerdef�hrer tragen ihre Ausf�hrungen bez�glich die Kantonssteuer sowie betreffend die direkte Bundessteuer in der selben Rechtsschrift vor, die Vorinstanz hat ebenfalls beide Themenbereiche im gleichen Urteil behandelt, und die sich stellenden Rechtsfragen stimmen in beiden F�llen im Wesentlichen �berein. Aus diesem Grund rechtfertigt es sich, die Verfahren 2C_837/2014 und 2C_838/2014 zu vereinigen (vgl. Art. 71 BGG in Verbindung mit Art. 24 des Bundesgesetzes vom 4. Dezember 1947 �ber den Bundeszivilprozess [BZP; SR 273]; BGE 131 V 59 E. 1 S. 60).
2.1.�Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten wurde unter Einhaltung der gesetzlichen Frist (Art. 100 Abs. 1 BGG) und Form (Art. 42 BGG) eingereicht und richtet sich gegen einen Endentscheid (Art. 90 BGG) einer letzten, oberen kantonalen Instanz (Art. 86 Abs. 1 lit. d und Abs. 2 BGG) in einer Angelegenheit des �ffentlichen Rechts (Art. 82 lit. a BGG i.V.m. Art. 73 ff. des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 �ber die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden [Steuerharmonisierungsgesetz, StHG; SR 642.14] und Art. 146 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 �ber die direkte Bundessteuer [DBG; SR 642.11]). Die Beschwerdef�hrer sind durch das angefochtene Urteil besonders ber�hrt und haben ein schutzw�rdiges Interesse an dessen Aufhebung oder �nderung (Art. 89 Abs. 1 BGG). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2.2.�Mit der Beschwerde k�nnen Rechtsverletzungen nach Art. 95 und Art. 96 BGG geltend gemacht werden. Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es pr�ft die Anwendung des harmonisierten kantonalen Steuerrechts durch die kantonalen Instanzen gleich wie Bundesrecht mit freier Kognition. In den Bereichen, in denen das Steuerharmonisierungsgesetz den Kantonen einen gewissen Gestaltungsspielraum bel�sst oder keine Anwendung findet, beschr�nkt sich die Kognition des Bundesgerichts auf Willk�r (BGE 134 II 207 E. 2 S. 210; 130 II 202 E. 3.1 S. 205 f.; Urteil 2C_95/2013 bzw. 2C_96/2013 vom 21. August 2013 E. 1.6, in: StE 2013 B 22.2.28).
2.3.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz nur berichtigen oder erg�nzen, soweit sie offensichtlich unrichtig, das heisst willk�rlich, sind oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhen (Art. 105 Abs. 2 BGG). Die Sachverhaltsfeststellung oder Beweisw�rdigung (dazu BGE 140 III 264 E. 2.3 S. 266; 137 I 58 E. 4.1.2 S. 62) einer Gerichtsbeh�rde ist willk�rlich (Art. 9 BV), wenn diese den Sinn und die Tragweite eines Beweismittels offensichtlich verkannt hat, wenn sie ohne sachlichen Grund ein wichtiges und entscheidwesentliches Beweismittel unber�cksichtigt gelassen oder wenn sie auf Grundlage der festgestellten Tatsachen unhaltbare Schlussfolgerungen gezogen hat (BGE 137 III 226 E. 4.2 S. 234; 136 III 552 E. 4.2 S. 560).
�Hat der Steuerpflichtige trotz Mahnung seine Verfahrenspflichten (vgl. Art. 124-126 DBG) nicht erf�llt oder k�nnen die Steuerfaktoren mangels zuverl�ssiger Unterlagen nicht einwandfrei ermittelt werden, so nimmt die Veranlagungsbeh�rde die Veranlagung nach pflichtgem�ssem Ermessen vor (Art. 130 Abs. 2 Satz 1 DBG). Eine Veranlagung nach pflichtgem�ssem Ermessen kann der Steuerpflichtige nur wegen offensichtlicher Unrichtigkeit anfechten. Offensichtlich unrichtig ist eine Sch�tzung, die einen wesentlichen Gesichtspunkt �bergangen oder falsch gew�rdigt hat (vgl. Urteil 2C_279/2011 vom 17. Oktober 2011 E. 3.1 m.H.). Die Einsprache ist zu begr�nden und muss allf�llige Beweismittel nennen (Art. 132 Abs. 3 DBG). Die Erfordernisse der Begr�ndung und der Nennung der Beweismittel stellen bei Einsprachen, die gegen eine Ermessenseinsch�tzung erhoben werden, Prozessvoraussetzungen dar (BGE 131 II 548 E. 2.3 S. 551; 123 II 552 E. 4c S. 557 f.; Urteil 2C_1205/2012 vom 25. April 2013 E. 3.1). Der Nachweis der offensichtlichen Unrichtigkeit ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung umfassend zu f�hren und kann nicht nur einzelne Positionen der Ermessensveranlagung betreffen. Vielmehr wird der Steuerpflichtige, der seine Mitwirkungspflichten im Veranlagungsverfahren nicht erf�llt und dadurch eine Ermessensveranlagung bewirkt hat, in der Regel die vers�umten Mitwirkungshandlungen nachholen - also eine nicht eingereichte Steuererkl�rung bzw. fehlende Belege nachtr�glich vorlegen - m�ssen, um die Einsprache gen�gend zu begr�nden. Der Unrichtigkeitsnachweis muss zudem mit der Begr�ndung der Einsprache und damit innert der Einsprachefrist angeboten werden (Urteile 2C_1205/2012 vom 25. April 2013 E. 3.2; 2C_504/2010 vom 22. November 2011 E. 2.2 mit Hinweisen, in: StR 67/2012 S. 143).
�Die Beschwerdef�hrer behaupten sinngem�ss, die Vorinstanz verletze Bundesrecht, indem sie ermessensweise einen Liegenschaftenertrag in H�he von 3 % des Immobilienwertes satzbestimmend zum Einkommen aufrechne: Zwar anerkennen sie grunds�tzlich, dass die in Deutschland erzielten Eink�nfte in der Schweiz satzbestimmend ber�cksichtigt werden k�nnen, doch machen sie geltend, dass die eingereichten Unterlagen sowohl den Gesamtverlust s�mtlicher in Deutschland gelegenen Immobilien f�r die Steuerperiode 2010 als auch den Gewinn resp. Verlust jeder einzelnen Liegenschaft hinreichend dokumentierten. �berdies sei auch ein Verlustvortrag aus der selbst�ndigen Erwerbst�tigkeit in Deutschland in H�he von EUR 4'649'678.-- resp. Fr. 6'179'987.-- nachgewiesen, welcher vorliegend ebenso zu ber�cksichtigen sei. Im Zusammenhang mit ihren Vorbringen r�gen die Beschwerdef�hrer ebenfalls, das Kantonsgericht habe die von ihnen mit Eingabe vom 28. Juni 2013 beigebrachten Beweismittel - namentlich die deutschen Steuererkl�rungen f�r die Jahre 2001 bis 2010 - zu Unrecht aus formellen Gr�nden nicht ber�cksichtigt. Ebenso seien die Vorinstanzen ihren Untersuchungspflichten gem�ss Art. 123 Abs. 1 und Art. 130 Abs. 1 DBG nicht nachgekommen.
�Die R�gen der Beschwerdef�hrer �berzeugen nicht:
5.1.�Betreffend die Ber�cksichtigung des von den Beschwerdef�hrern geltend gemachten Verlustvortrages ist festzuhalten, dass der Nachweis f�r steuermindernde Tatsachen in aller Regel dem Steuerpflichtigen obliegt; er hat steuermindernde Tatsachen nicht nur zu behaupten, sondern auch zu belegen. Ist etwa streitig, ob ein Auslandverlust entstanden ist und ob dieser in der Schweiz verrechnet werden kann oder nicht, so tr�gt hierf�r der Steuerpflichtige die Beweislast (BGE 140 II 248 E. 3.5 S. 252 m.w.H.). Dieser Nachweis wurde im vorliegenden Fall nicht erbracht: Die Beschwerdef�hrer berufen sich im Wesentlichen auf einen "Bescheid �ber die gesonderte Feststellung des verbleibenden Verlustvortrages zur Einkommenssteuer zum 31.12.2010" des Finanzamtes O.________/DE, datierend vom 19. April 2012, welcher einen Verlustvortrag von A.C.________ in H�he von EUR 4'649'678.-- (entsprechend Fr. 6'179'987.--) vermerkt. Indessen ist aus diesem Papier weder ersichtlich, aus welcher Zeitperiode dieser Verlustvortrag resultiert, noch aus welcher Art von Gesch�ftst�tigkeit er stammt. Namentlich ist anhand dieses Papiers nicht zu erkennen, ob (negative) Ertr�ge der streitbetroffenen Immobilien zu diesem Verlust gef�hrt haben. Um eine Zuordnung des von den Steuerpflichtigen behaupteten ausl�ndischen Verlustvortrags zu erm�glichen und um �ber dessen steuerliche Relevanz in der Schweiz zu befinden, w�re die Einreichung einer ordentlichen Gesch�ftsbuchhaltung, d.h. einer vollst�ndigen Bilanz und Erfolgsrechnung, unabdingbar gewesen. Diese Unterlagen vermochten die Beschwerdef�hrer unbestrittenermassen nicht beizubringen. Bereits im vorinstanzlichen Verfahren f�hrten sie aus, dass es ihnen in Ermangelung von Bankausz�gen nicht m�glich sei, Buchhaltungen resp. Jahresrechnungen zu erstellen; sie bef�nden sich mit den kontof�hrenden Banken in Deutschland in einem Rechtsstreit, wobei die Banken die Kontoausz�ge widerrechtlich zur�ckbehalten w�rden. Mit diesen (unbelegten) Ausf�hrungen verkennen die Steuerpflichtigen jedoch, dass es unerheblich ist, aus welchen Gr�nden sie - trotz mehrfacher Mahnung - die genaue Entwicklung der Eink�nfte nicht belegen konnten oder wollten. F�r die Vornahme einer Veranlagung nach pflichtgem�ssem Ermessen gen�gt es, dass die Steuerfaktoren mangels zuverl�ssiger Unterlagen nicht einwandfrei ermittelt werden k�nnen; ein Verschulden ist nicht erforderlich (Urteil 2C_279/2011 vom 17. Oktober 2011 E. 2.2, in: StE 2012 B 93.5 Nr. 26).
5.2.�Wie bereits ausgef�hrt, erging der Einspracheentscheid der Kantonalen Steuerverwaltung am 21. November 2012, worauf die Pflichtigen mit Eingabe vom 21. Dezember 2012, also am Ende der 30-t�gigen Rechtsmittelfrist, Beschwerde ans Kantonsgericht f�hrten. Es steht somit fest und ist auch unbestritten, dass die Eingabe der Beschwerdef�hrer vom 28. Juni 2013 samt den dort erstmals vorgebrachten Behauptungen und Beweisunterlagen erst erfolgte, nachdem die Beschwerdefrist im vorinstanzlichen Verfahren l�ngst abgelaufen war. Zwar machen die Pflichtigen geltend, erst die Beschwerdeantwort der Kantonalen Steuerverwaltung vom 11. M�rz 2013, mit welcher die bis anhin eingereichten Unterlagen als zu l�ckenhaft bezeichnet worden seien, habe Anlass zur Eingabe vom 28. Juni 2013 gegeben. Sie verweisen in diesem Zusammenhang auf Art. 142 Abs. 3 DBG, wonach der Steuerpflichtige Gelegenheit erh�lt, sich auch zu einer beh�rdlichen Stellungnahme zu �ussern, wenn diese neue Tatsachen oder Gesichtspunkte enth�lt. Diesem Einwand ist jedoch nicht zu folgen, da das Beweisthema bereits bei Beschwerdeerhebung vor Kantonsgericht feststand und klar umrissen war: Aus dem Einspracheentscheid der Kantonalen Steuerverwaltung war ohne Weiteres ersichtlich, dass insbesondere die Dokumentation der Immobilienertr�ge sowie die Substantiierung des geltend gemachten Verlustvortrages als unzureichend erachtet wurden. Aus diesem Grund kann keine Rede davon sein, dass erst die Vernehmlassung der Kantonalen Steuerverwaltung Anlass zur Einreichung von weiteren, im Zusammenhang mit diesen Themen stehenden Unterlagen gegeben h�tte. Im �brigen kann diesbez�glich aber auch auf die zutreffenden Ausf�hrungen der Vorinstanz verwiesen werden, wonach sich die in der fraglichen Eingabe produzierten Unterlagen ohnehin nicht als entscheidwesentlich erwiesen h�tten (vgl. E. 2.b des angefochtenen Entscheids) : Insbesondere bei der von den Steuerpflichtigen verfassten "�bersicht Liegenschaften Deutschland" sowie bei diversen offenbar in Deutschland eingereichten deutschen Steuererkl�rungsformularen handelt es sich um summarische und pauschalisierte Selbstdeklarationen, welche sich einer eigenst�ndigen �berpr�fung durch die schweizerischen Beh�rden weitestgehend verschliessen, da - wie schon erw�hnt - eine systematische, nachvollziehbare Rechnungsf�hrung mit Belegen fehlt. Auch diese Unterlagen sind mithin nicht geeignet, den den Beschwerdef�hrern obliegenden Beweis der offensichtlichen Unrichtigkeit der ermessensweise festgesetzten Steuerfaktoren zu erbringen.
5.3.�Ebenso wenig verf�ngt der Hinweis der Beschwerdef�hrer auf die beh�rdliche Untersuchungspflicht. Diese setzt voraus, dass der Steuerbeh�rde �berhaupt ein geeignetes Untersuchungsmittel zur Verf�gung steht. Hinsichtlich der von den Beschwerdef�hrern behaupteten Immobilien- resp. Gesch�ftsverluste im Ausland w�rde sich in erster Linie der Beizug einer ordnungsgem�ss gef�hrten kaufm�nnischen Buchhaltung aufdr�ngen, an welcher es jedoch wie aufgezeigt mangelt. Welche anderen geeigneten Mittel die Steuerverwaltung des Kantons Freiburg gehabt h�tte, die in Deutschland erzielten Immobilien- und Gesch�ftsertr�ge der Pflichtigen zu ermitteln, wird von den Beschwerdef�hrern nicht aufgezeigt und es ist dies auch nicht ersichtlich. Dies hat zur Folge, dass die beh�rdliche Untersuchungspflicht erloschen und bez�glich der offengebliebenen Fragen ein Untersuchungsnotstand entstanden ist, welcher die Beh�rde zur vorgenommenen Sch�tzung der Ertr�ge nach pflichtgem�ssem Ermessen erm�chtigt hat (vgl. Urteile 2C_554/2013 vom 30. Januar 2014 E. 2.2 f.; 2C_273/2013 vom 16. Juli 2013 E. 3.4; 2C_2/2013 vom 9. Juli 2013 E. 3; 2C_485/2009 vom 8. April 2010 E. 2; ZWEIFEL in: Zweifel/Athanas [Hrsg.], Kommentar zum schweizerischen Steuerrecht, Band I/2b - Bundesgesetz �ber die direkte Bundessteuer [DBG], 2. Aufl. 2008, Rz. 5 ff., 9, 11, 20, 23 zu Art. 123, Rz. 3 ff., 12, 15 ff., 30 ff. zu Art. 130).
III.�������Kantonssteuer
�Die Rechtslage hinsichtlich einer Ermessenstaxation ist bei der Kantonssteuer dieselbe wie bei der direkten Bundessteuer: Nach Art. 46 Abs. 3 StHG bzw. nach Art. 164 Abs. 2 des Gesetzes des Kantons Freiburg vom 6. Juni 2000 �ber die direkten Kantonssteuern (DStG/FR) ist eine solche dann zul�ssig, wenn der Steuerpflichtige trotz Mahnung seine Verfahrenspflichten nicht erf�llt hat oder die Steuerfaktoren mangels zuverl�ssiger Unterlagen nicht einwandfrei ermittelt werden k�nnen. Ermessenstaxationen k�nnen im Einspracheverfahren (und auch im nachfolgenden Rekursverfahren) nur wegen offensichtlicher Unrichtigkeit angefochten werden; die Einsprache ist zu begr�nden und muss allf�llige Beweismittel nennen (vgl. Art. 48 Abs. 2 StHG und Art. 176 Abs. 3 DStG/FR). Diese Vorschriften stimmen w�rtlich �berein mit den entsprechenden Bestimmungen des Bundesgesetzes �ber die direkte Bundessteuer (vgl. E. 3 hiervor). Auch die Untersuchungspflicht der Steuerbeh�rde ist in Art. 46 Abs. 1 StHG resp. in Art. 154 Abs. 1 und Abs. 2 sowie Art. 164 Abs. 1 DStG/FR praktisch identisch und jedenfalls nicht in einer weitergehenden Art und Weise geregelt wie beim Verfahren betreffend die direkte Bundessteuer.
Aus diesen Gr�nden gelten die vorstehenden Erw�gungen f�r die direkte Bundessteuer auch bei der Kantonssteuer, weshalb auf die Ausf�hrungen in E. 5 hiervor verwiesen werden kann.
IV.�������Kosten
�Nach dem Ausgef�hrten ist die Beschwerde sowohl betreffend die Kantonssteuer als auch betreffend die direkte Bundessteuer als unbegr�ndet abzuweisen.
Bei diesem Prozessausgang tragen die Beschwerdef�hrer die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens unter solidarischer Haftbarkeit (Art. 66 Abs. 1 und Abs. 5 BGG). Parteientsch�digungen sind nicht geschuldet (Art. 68 Abs. 1 und Abs. 3 BGG).
Die Verfahren 2C_837/2014 und 2C_838/2014 werden vereinigt.
Die Beschwerde betreffend die Kantonssteuer wird abgewiesen.
Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Kantonsgericht Freiburg, Steuergerichtshof, sowie der Eidgen�ssischen Steuerverwaltung schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 71
 Art. 24
 BGE 
 Art. 73
 Art. 146
 Art. 95
 Art. 96
 Art. 95
 BGE 
 Art. 124
 Art. 123
 Art. 130
 Art. 142
 Art. 123
 Art. 130
 Art. 46
 Art. 164
 Art. 48
 Art. 176
 Art. 46
 Art. 154
 Art. 164