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Timestamp: 2016-10-26 06:05:00+00:00

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6B_388/2012 (12.11.2012)
6B_388/2012
vertreten durch Rechtsanwalt Christoph Erd�s,
Vors�tzliche schwere K�rperverletzung; R�ckweisung zur Anklageerg�nzung; Strafzumessung,
des Kantons Z�rich, I. Strafkammer, vom 25. M�rz 2010 und das Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich, II. Strafkammer, vom 6. M�rz 2012.
Der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Z�rich-Limmat vom 29. Oktober 2008 liegen folgende Vorw�rfe zugrunde:
X.________ versetzte Y.________ am 14. Mai 2006 um ca. 5.15 Uhr bei der Hard-/Schiffbaustrasse in Z�rich unvermittelt und ohne ein Wort zu sagen einen heftigen Faustschlag mitten ins Gesicht, so dass dieser richtiggehend mit den F�ssen vom Boden abhob und r�ckw�rts ungebremst mit dem Kopf auf dem Asphaltboden aufschlug. Durch den Schlag und den darauffolgenden Aufprall auf dem Boden erlitt Y.________ eine schwere traumatische Hirnverletzung, die eine unmittelbare Lebensgefahr zur Folge hatte. Aufgrund der gravierenden Verletzungen war er bis am 6. Juni 2006 im Universit�tsspital in station�rer Behandlung und danach bis am 11. April 2007 in einer Rehaklinik. Da er knapp ein Jahr nach dem inkriminierten Vorfall nach wie vor an schweren kognitiven und motorischen Beeintr�chtigungen litt und in den Alltagsaktivit�ten sowie in der K�rperpflege und Nahrungsaufnahme auf die Hilfe von Drittpersonen angewiesen war, wurde er in der Folge in ein Pflegezentrum verlegt. An eine Wiederaufnahme einer �konomisch verwertbaren beruflichen T�tigkeit ist gem�ss �rztlicher Einsch�tzung nicht mehr zu denken.
Am Morgen des 19. Januar 2007 schlug X.________ A.________ auf einem Parkplatz in Gossau mit der Faust ins Gesicht, woraufhin dieser bewusstlos zu Boden fiel. A.________ erlitt Verletzungen in der linken Gesichtsh�lfte. Der Schlag war derart heftig, dass sich X.________ dadurch zwei Mittelhandknochen brach.
Am 21. Februar 2006 wurde anl�sslich einer Personenkontrolle in der rechten Jackentasche von X.________ ein Aluminiumschlagring gefunden, den dieser ungef�hr seit M�rz 2005 mit sich trug.
Das Bezirksgericht Z�rich sprach X.________ am 12. M�rz 2009 der mehrfachen K�rperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB zum Nachteil von Y.________ und A.________, der fahrl�ssigen schweren K�rperverletzung im Sinne von Art. 125 Abs. 1 und 2 StGB zum Nachteil von Y.________ sowie der mehrfachen Widerhandlung gegen das Waffengesetz im Sinne von Art. 33 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 i.V.m. Art. 4 Abs. 1 lit. d WG schuldig. Es widerrief die mit Urteil des Milit�rgerichts 6 vom 6. Dezember 2005 ausgef�llte bedingte Gef�ngnisstrafe von 20 Tagen und verurteilte X.________ unter Einbezug der widerrufenen Strafe zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren als Gesamtstrafe sowie zu einer Busse von Fr. 300.--. Den Vollzug der Freiheitsstrafe schob es im Umfang von 18 Monaten auf. F�r die Dauer der Probezeit von drei Jahren erteilte es ihm die Weisung, sich einer gewaltvermeidenden deliktsorientierten Therapie zu unterziehen.
Gegen das Urteil des Bezirksgerichts vom 12. M�rz 2009 meldeten die Staatsanwaltschaft, Y.________ und X.________ Berufung an. Die Berufungen der Staatsanwaltschaft und von X.________ richteten sich gegen den Strafpunkt, w�hrend Y.________ einen Schuldspruch wegen (eventual-)vors�tzlicher schwerer K�rperverletzung beantragte. Die I. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Z�rich trat mit Beschluss vom 25. M�rz 2010 bez�glich der angefochtenen Straftat zum Nachteil von Y.________ auf die Anklage nicht ein und �berwies die Akten der Staatsanwaltschaft Z�rich-Limmat mit dem Ersuchen, die Anklageschrift um den Vorwurf der (eventual-)vors�tzlichen schweren K�rperverletzung zum Nachteil von Y.________ zu erg�nzen und bei der zust�ndigen Instanz einzureichen. Auf die Beschwerde in Strafsachen von X.________ gegen den Beschluss vom 25. M�rz 2010 trat das Bundesgericht mit Urteil 1B_159/2010 vom 25. Mai 2010 nicht ein.
Am 23. September 2010 erhob die Staatsanwaltschaft Z�rich-Limmat erneut Anklage gegen X.________. Das Bezirksgericht Z�rich nahm am 4. Juli 2011 von der Rechtskraft der Schuldspr�che wegen einfacher K�rperverletzung zum Nachteil von A.________ und mehrfacher Widerhandlung gegen das Waffengesetz sowie der Busse von Fr. 300.-- Vormerk. Es erkl�rte X.________ wiederum wegen einfacher und fahrl�ssiger schwerer K�rperverletzung zum Nachteil von Y.________ schuldig und best�tigte im Strafpunkt sein Urteil vom 12. M�rz 2009.
Auf Berufung der Staatsanwaltschaft und von Y.________ hin sprach die II. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Z�rich X.________ am 6. M�rz 2012 der eventualvors�tzlichen schweren K�rperverletzung schuldig und bestrafte ihn unter Einbezug des Schuldspruchs wegen einfacher K�rperverletzung zum Nachteil von A.________ mit vier Jahren Freiheitsentzug. Es ordnete eine vollzugsbegleitende ambulante therapeutische Massnahme an. Die Anschlussberufung von X.________ im Strafpunkt wies es ab.
X.________ f�hrt Beschwerde in Strafsachen mit den Antr�gen, das Urteil des Obergerichts vom 6. M�rz 2012 und den Beschluss des Obergerichts vom 25. M�rz 2010 aufzuheben, das Urteil des Bezirksgerichts vom 12. M�rz 2009 im Schuldpunkt zu best�tigen, eine Freiheitsstrafe von 2 � Jahren auszusprechen und die Strafe zugunsten einer ambulanten Massnahme ganz aufzuschieben. Eventualiter sei er zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 18 Monaten, subeventualiter zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 30 Monaten zu verurteilen. In allen F�llen sei die unbedingt zu vollziehende Strafe nicht h�her als 6 Monate anzusetzen. Subsubeventualiter sei die Sache zur Festsetzung der Strafe an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Er ersucht um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung.
1.1 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, eine R�ckweisung zur Anklageerg�nzung gem�ss � 182 Abs. 3 der Strafprozessordnung des Kantons Z�rich vom 4. Mai 1919 (StPO/ZH) sei nur zul�ssig, wenn ein strafbares Verhalten bewiesen sei. Die blosse M�glichkeit, dass ein anderer Tatbestand erf�llt sein k�nnte, gen�ge nicht. Der R�ckweisungsbeschluss vom 25. M�rz 2010 verletze das Anklage- resp. Immutabilit�tsprinzip gem�ss Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 6 Ziff. 3 lit. a EMRK sowie die in der Verfassung verankerte Gewaltenteilung, da die Voraussetzungen von � 182 Abs. 3 StPO/ZH mangels Beweis einer eventualvors�tzlichen schweren K�rperverletzung im Zeitpunkt der R�ckweisung nicht erf�llt gewesen seien.
1.2 Die R�ckweisung zur Anklageerg�nzung erfolgte vor Inkrafttreten der Schweizerischen Strafprozessordnung (StPO; SR 312.0) am 1. Januar 2011. Deren Zul�ssigkeit beurteilt sich nach der im Zeitpunkt des Beschlusses des Obergerichts des Kantons Z�rich anwendbaren StPO/ZH (vgl. Art. 448 Abs. 2 StPO). Das Bundesgericht �berpr�ft die Anwendung kantonalen Gesetzesrechts - von hier nicht relevanten Ausnahmen abgesehen - nur auf Willk�r (vgl. Art. 95 BGG; BGE 138 IV 13 E. 2). F�r die R�ge der Willk�r gelten erh�hte Begr�ndungsanforderungen (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 138 I 171 E. 1.4 mit Hinweisen).
1.3 Das Obergericht sah im angefochtenen R�ckweisungsbeschluss eine eventualvors�tzliche schwere K�rperverletzung f�r bewiesen an (Beschluss Fazit S. 28). Der Beschwerdef�hrer legt nicht dar, weshalb es - ausgehend davon - � 182 Abs. 3 StPO/ZH willk�rlich angewandt haben soll. Eine Erg�nzung bzw. �nderung der Anklage ist mit dem Akkusationsprinzip und dem sich daraus ergebenden Immutabilit�tsprinzip (vgl. BGE 133 IV 235 E. 6.3; 126 I 19 E. 2a; je mit Hinweisen) nicht zwingend unvereinbar. Diese M�glichkeit ist im �brigen auch in Art. 333 Abs. 1 StPO vorgesehen, wenn nach Auffassung des Gerichts der in der Anklageschrift umschriebene Sachverhalt einen andern Straftatbestand erf�llen k�nnte, die Anklageschrift aber den gesetzlichen Anforderungen nicht entspricht. Ebenso wenig begr�ndet der Beschwerdef�hrer, weshalb die verfassungsm�ssig garantierte Gewaltenteilung (vgl. BGE 134 I 322 E. 2.2 mit Hinweisen) tangiert sein soll.
Auf die Beschwerde ist nicht einzutreten, soweit der Beschwerdef�hrer vorbringt, eine Anklageerg�nzung sei nicht zul�ssig gewesen.
Der Beschwerdef�hrer r�gt, der Schuldspruch wegen eventualvors�tzlicher schwerer K�rperverletzung zum Nachteil des Beschwerdegegners 2 basiere auf einer willk�rlichen rechtlichen W�rdigung.
2.1.1 Unbestritten ist, dass der Beschwerdef�hrer dem Beschwerdegegner 2 am 14. Mai 2006 einen Faustschlag versetzte und Letzterer die in der Anklage beschriebenen Verletzungen erlitt. Die Vorinstanz f�hrt aus, das vom Zeugen B.________ geschilderte und in der Anklageschrift wiedergegebene Abheben von mehreren Zentimetern vom Boden sei schwer vorstellbar. Auch in Ber�cksichtigung der Gr�ssenverh�ltnisse sei aus physikalischen Gr�nden eher unwahrscheinlich, dass der Beschwerdegegner 2 aufgrund des Faustschlags den Boden verliess. Die Aussagen von B.________, deren Glaubhaftigkeit nicht anzuzweifeln sei, zeugten jedoch von der Heftigkeit des Schlags. Es m�sse sich um einen aussergew�hnlich wuchtigen Schlag gehandelt haben (Urteil S. 24 und 30). Der Beschwerdef�hrer habe um den reduzierten Zustand des Beschwerdegegners 2 und dessen eingeschr�nktes Reaktionsverm�gen gewusst (Urteil S. 29 f.). Ihm sei zudem bewusst gewesen, dass der Faustschlag diesen v�llig �berraschend treffen w�rde. Der Beschwerdegegner 2 habe schlechterdings nicht damit rechnen k�nnen. Aufgrund der vorherigen, rein verbalen Auseinandersetzungen, in die er zudem nur am Rande involviert gewesen sei, habe es hierf�r schlicht keine warnenden Anzeichen gegeben (Urteil S. 30). Hingegen geht die Vorinstanz zugunsten des Beschwerdef�hrers davon aus, dieser habe dem Beschwerdegegner 2 vor dem Faustschlag noch "hey!" gesagt (Urteil S. 21 und 24).
Die Vorinstanz erw�gt, angesichts der Umst�nde habe der Beschwerdef�hrer damit rechnen m�ssen, dass der Faustschlag den Beschwerdegegner 2 "umhauen" und dieser allenfalls nicht in der Lage sein w�rde, den Sturz auf den asphaltierten Belag aufzufangen oder abzubremsen, sondern mit dem Kopf auf den Asphalt aufschlagen k�nnte (Urteil S. 30 f.). Dem Beschwerdef�hrer k�nne nicht zugutegehalten werden, er habe darauf vertraut, dass sich nicht die eingetretenen Verletzungen, sondern nur solche, die vom Tatbestand der einfachen K�rperverletzung erfasst werden, einstellten, oder er habe derartige Folgen gar nicht bedacht (Urteil S. 31). Ihm sei im Tatzeitpunkt klar gewesen, dass der Faustschlag schwere Verletzungen verursachen k�nnte. Durch sein Vorgehen habe er die vom Beschwerdegegner 2 erlittenen Verletzungen so nahe vor sich gesehen, dass er sie gebilligt habe. Er habe den zwar nicht �usserst wahrscheinlichen, aber eben doch ohne Weiteres m�glichen Eintritt solcher Verletzungen in Kauf genommen. Er habe mit Bezug auf die schweren K�rperverletzungen somit eventualvors�tzlich gehandelt (Urteil S. 34 f.).
2.1.2 Der Beschwerdef�hrer bestreitet den Eventualvorsatz. Ihm sei das Risiko einer schweren K�rperverletzung weder bekannt gewesen noch habe er eine solche in Kauf genommen. Die Vorinstanz praktiziere verp�ntes Erfolgsstrafrecht, indem sie vom Ausmass des Erfolgs auf seine Intention schliesse. Um vom Wissen auf das Wollen zu schliessen, d�rfe die blosse M�glichkeit des Eintritts des Erfolgs nicht gen�gen. Ansonsten m�sste konsequenterweise bei einem (starken) Faustschlag ins Gesicht immer mindestens ein Schuldspruch wegen versuchter schwerer K�rperverletzung erfolgen. Der Eintritt des tatbestandsm�ssigen Erfolgs sei im vorliegenden Fall auf den �usserst ungl�cklichen Verlauf der Geschehnisse zur�ckzuf�hren. Als gerichtsnotorisch gelten k�nne, dass eine einfache K�rperverletzung statistisch gesehen die weitaus h�ufigere Folge eines einzelnen Faustschlags ins Gesicht sei. Die Wahrscheinlichkeit des Eintritts einer schweren K�rperverletzung sei gering resp. die ungl�ckliche Ausnahme. Zu ber�cksichtigen sei zudem, dass der Beschwerdegegner 2 die Verletzungen nicht durch den Faustschlag als solchen, sondern durch den �usserst ungl�cklichen Sturz und den damit verbundenen Aufschlag des Hinterkopfs auf dem Asphalt erlitten habe. Die Vorinstanz stelle willk�rlich Mutmassungen auf. Fakt sei, dass es im (Profi-)Boxsport h�chst selten zu schweren, lebensgef�hrlichen Verletzungen komme. Unergr�ndlich sei, wie die Vorinstanz zur Auffassung gelange, er habe den Beschwerdegegner 2 wie in einem Action-Film mit einem einzigen gezielten Faustschlag ausschalten wollen. Es seien keine Anhaltspunkte ersichtlich, dass er diesen habe ausser Gefecht setzen wollen, schon gar nicht, um sich in seiner Gruppe "Respekt" zu verschaffen.
2.2.1 Dass die K�rperverletzungen des Beschwerdegegners 2 objektiv schwer im Sinne von Art. 122 StGB sind, steht nicht zur Diskussion. Nach Art. 122 StGB strafbar ist auch die eventualvors�tzliche schwere K�rperverletzung. Eventualvorsatz ist nach st�ndiger Rechtsprechung gegeben, wenn der T�ter die Tatbestandsverwirklichung f�r m�glich h�lt, aber dennoch handelt, weil er den Erfolg f�r den Fall seines Eintritts in Kauf nimmt, sich mit ihm abfindet, mag er ihm auch unerw�nscht sein (BGE 137 IV 1 E. 4.2.3 mit Hinweis; vgl. auch Art. 12 Abs. 2 StGB).
2.2.2 Ob der T�ter die Tatbestandsverwirklichung in Kauf genommen hat, muss das Gericht - bei Fehlen eines Gest�ndnisses der beschuldigten Person - aufgrund der Umst�nde entscheiden. Dazu geh�ren die Gr�sse des dem T�ter bekannten Risikos der Tatbestandsverwirklichung, die Schwere der Sorgfaltspflichtverletzung, die Beweggr�nde des T�ters und die Art der Tathandlung. Je gr�sser die Wahrscheinlichkeit der Tatbestandsverwirklichung ist und je schwerer die Sorgfaltspflichtverletzung wiegt, desto n�her liegt die Schlussfolgerung, der T�ter habe die Tatbestandsverwirklichung in Kauf genommen (BGE 134 IV 26 E. 3.2.2 mit Hinweisen). Das Gericht darf vom Wissen des T�ters auf den Willen schliessen, wenn sich diesem der Eintritt des Erfolgs als so wahrscheinlich aufdr�ngte, dass die Bereitschaft, ihn als Folge hinzunehmen, vern�nftigerweise nur als Inkaufnahme des Erfolgs ausgelegt werden kann (BGE 137 IV 1 E. 4.2.3; 133 IV 222 E. 5.3 mit Hinweisen). Eventualvorsatz kann auch vorliegen, wenn sich der Eintritt des tatbestandsm�ssigen Erfolgs statistisch gesehen nur relativ selten verwirklicht. Doch darf in diesem Fall nicht allein aus dem Wissen des Beschuldigten um die M�glichkeit des Erfolgseintritts auf dessen Inkaufnahme und damit auf Eventualvorsatz geschlossen werden. Vielmehr m�ssen weitere Umst�nde hinzukommen (BGE 131 IV 1 E. 2.2 mit Hinweis).
2.2.3 Die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz kann vor Bundesgericht nur ger�gt werden, wenn sie willk�rlich (Art. 9 BV) ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG; BGE 134 IV 36 E. 1.4.1). Dem vom Beschwerdef�hrer angerufenen Grundsatz in dubio pro reo kommt in seiner Funktion als Beweisw�rdigungsregel im Verfahren vor dem Bundesgericht keine �ber das Willk�rverbot von Art. 9 BV hinausgehende Bedeutung zu (BGE 127 I 38 E. 2a; 124 IV 86 E. 2a; je mit Hinweisen).
Willk�r bei der Beweisw�rdigung liegt vor, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist oder mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht (BGE 137 I 1 E. 2.4; 134 I 140 E. 5.4; je mit Hinweisen). Die R�ge der Willk�r muss pr�zise vorgebracht und begr�ndet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG). Auf eine rein appellatorische Kritik am angefochtenen Urteil tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 137 IV 1 E. 4.2.3; 136 II 489 E. 2.8; je mit Hinweisen).
2.2.4 Was der T�ter wusste, wollte und in Kauf nahm, betrifft so genannte innere Tatsachen, welche vor Bundesgericht nur im Rahmen von Art. 97 Abs. 1 BGG ger�gt werden k�nnen. Rechtsfrage ist hingegen, ob im Lichte der festgestellten Tatsachen der Schluss auf Eventualvorsatz begr�ndet ist (BGE 137 IV 1 E. 4.2.3; 135 IV 152 E. 2.3.2; je mit Hinweisen). Da sich Tat- und Rechtsfragen insoweit teilweise �berschneiden, hat der Sachrichter die in diesem Zusammenhang relevanten Tatsachen m�glichst ersch�pfend darzustellen, damit erkennbar wird, aus welchen Umst�nden er auf Eventualvorsatz geschlossen hat. Das Bundesgericht kann in einem gewissen Ausmass die richtige Bewertung dieser Umst�nde im Hinblick auf den Rechtsbegriff des Eventualvorsatzes �berpr�fen (BGE 133 IV 9 E. 4.1 mit Hinweisen).
2.3 Nicht einzutreten ist auf die Beschwerde, soweit sich der Beschwerdef�hrer gegen die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen wendet und geltend macht, Ursache der Verletzungen sei einzig der Aufprall auf dem Boden gewesen (Beschwerde S. 15 und 17). Gleiches gilt f�r den Einwand, er sei sich des reduzierten Zustands des Beschwerdegegners 2 nicht bewusst gewesen, und er habe nicht realisiert, dass der Faustschlag diesen v�llig unvorbereitet treffen w�rde (Beschwerde S. 17 f.). Der Beschwerdef�hrer begr�ndet nicht, weshalb die gegenteiligen Feststellungen der Vorinstanz willk�rlich sind, sondern beschr�nkt sich auf blosse Behauptungen. Dass er dem Beschwerdegegner 2 vor dem Faustschlag noch "hey!" zurief, vermag die vorinstanzliche Feststellung, der Schlag habe diesen unerwartet getroffen, nicht infrage zu stellen.
2.4.1 Das Bundesgericht hatte auch in der j�ngeren Rechtsprechung wiederholt K�rperverletzungen im Zusammenhang mit Faustschl�gen zu beurteilen. Im Urteil 6B_758/2010 vom 4. April 2011 (Heftiger Faustschlag in das Gesicht mit t�dlichen Folgen) bejahte es eine (eventual-)vors�tzliche schwere K�rperverletzung, wobei der T�ter gleichzeitig wegen fahrl�ssiger T�tung verurteilt wurde. In anderen F�llen blieb es bei einem Schuldspruch wegen einfacher K�rperverletzung (vgl. etwa BGE 119 IV 25; Urteile 6B_151/2011 vom 20. Juni 2011 E. 3; 6S.386/2003 vom 18. Mai 2004 E. 3).
2.4.2 Die bundesgerichtliche Rechtsprechung zeigt, dass die rechtliche Qualifikation von K�rperverletzungen als Folge von Faustschl�gen von den konkreten Tatumst�nden abh�ngt. Massgeblich sind insbesondere die Heftigkeit des Faustschlags und die Verfassung des Opfers. Bei dem von der Vorinstanz festgestellten, ausserordentlich wuchtigen Faustschlag und dem reduzierten Zustand des Beschwerdegegners 2 waren ein unkontrollierter Sturz desselben und ein Aufschlagen des Kopfs auf dem Asphalt keineswegs aussergew�hnlich. Entgegen dem Einwand des Beschwerdef�hrers sind die schweren K�rperverletzungen nicht bloss Folge eines �usserst ungl�cklichen Tatverlaufs. Angesichts der konkreten Tatumst�nde durfte die Vorinstanz den Eintritt von schweren K�rperverletzungen als "ohne Weiteres m�glich" einstufen, womit sie von einem eher hohen Risiko ausgeht. Der vorinstanzliche Schluss, der Beschwerdef�hrer habe dieses Risiko eines unkontrollierten Sturzes und damit einhergehender schwerer Verletzungen erkannt, ist nicht willk�rlich. Dieser bringt auch insofern nichts vor, was die W�rdigung der Vorinstanz als offensichtlich unhaltbar erscheinen lassen k�nnte. Anders als der im Entscheid 6B_758/2010 vom 4. April 2011 beurteilte T�ter hatte der Beschwerdef�hrer zwar keine Kampfsporterfahrung (vgl. Beschwerde Ziff. 3.7 S. 18). Das Wissen um die M�glichkeit von schweren Verletzungen war jedoch aufgrund seiner Lebenserfahrung zu bejahen. Im �brigen ist der Vergleich mit dem Boxsport wenig stichhaltig, da sich bei einem Boxkampf in der Regel trainierte Partner gegen�berstehen, wobei die Schl�ge nicht unerwartet erfolgen. Schwere K�rperverletzungen sollen zudem durch zahlreiche Schutzvorkehren nach M�glichkeit verhindert werden. Diese Situation ist mit der vorliegend zu beurteilenden nicht identisch. Der Beschwerdef�hrer kann daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten.
Das Verhalten des Beschwerdef�hrers, der dem Opfer aus nichtigem Anlass einen heftigen Faustschlag ins Gesicht versetzte, ist als schwere Pflichtverletzung zu werten. Der Faustschlag war offensichtlich auf eine Verletzung des Opfers ausgerichtet. Der Beschwerdef�hrer war sich zudem bewusst, dass schwere K�rperverletzungen ohne Weiteres m�glich waren (vgl. oben). Bei dieser Ausgangslage kann der Nachweis des Eventualvorsatzes als erbracht gelten. Die Vorinstanz verf�llt nicht in Willk�r, wenn sie dem Beschwerdef�hrer vorwirft, er habe dem Beschwerdegegner 2 nicht nur einfache K�rperverletzungen zuf�gen wollen, sondern er habe f�r den Fall des Eintritts auch lebensgef�hrliche Verletzungen oder eine bleibende Sch�digung im Sinne von Art. 122 Abs. 2 StGB in Kauf genommen.
2.4.3 Auch die �brigen Einw�nde des Beschwerdef�hrers sind unbehelflich. Die in der Beschwerde erw�hnten Vergleichsf�lle (Beschwerde Ziff. 3.4.2 S. 15; Ziff. 3.5 S. 16) k�nnen angesichts der sehr unterschiedlichen Tatumst�nde nicht als Pr�judiz herangezogen werden. Bei einfachen K�rperverletzungen als Folge eines Faustschlags war oftmals bereits der Schlag von geringerer Heftigkeit, was gegen eine versuchte schwere K�rperverletzung spricht. Darin liegt keine Abkehr vom Verschuldensprinzip.
2.4.4 Am Eventualvorsatz �ndert nichts, dass die Beweggr�nde des Beschwerdef�hrers nicht restlos gekl�rt sind und die Vorinstanz lediglich Mutmassungen aufstellt, wenn sie ausf�hrt, denkbar sei, dass der Beschwerdef�hrer sich durch einen erfolgreichen K.O.-Schlag Respekt verschaffen wollte. Der Beschwerdef�hrer bestreitet nicht, dass der Faustschlag von ausserordentlicher Heftigkeit war. Das exakte Motiv ist bei dieser Sachlage von untergeordneter Bedeutung, da die eventualvors�tzliche schwere K�rperverletzung auch ohne Kenntnis der genauen Beweggr�nde als erstellt gelten muss. Darauf weist die Vorinstanz zutreffend hin (Urteil S. 31).
2.5 Der Schuldspruch wegen eventualvors�tzlicher schwerer K�rperverletzung verletzt kein Bundesrecht.
3.1 Der Beschwerdef�hrer wendet sich gegen die Strafzumessung.
3.2 Das Sachgericht verf�gt auf dem Gebiet der Strafzumessung �ber einen Ermessensspielraum. Das Bundesgericht greift auf Beschwerde in Strafsachen hin nur ein, wenn die Vorinstanz den gesetzlichen Strafrahmen �ber- oder unterschritten hat, wenn sie von rechtlich nicht massgebenden Kriterien ausgegangen ist oder wesentliche Gesichtspunkte ausser Acht gelassen bzw. durch �berschreitung oder Missbrauch ihres Ermessens falsch gewichtet hat (BGE 136 IV 55 E. 5.6; 135 IV 130 E. 5.3.1; 134 IV 17 E. 2.1).
3.3 Die Vorinstanz geht zu Recht von einer eventualvors�tzlichen schweren K�rperverletzung zum Nachteil des Beschwerdegegners 2 aus (oben E. 2). Nicht einzutreten ist auf die Beschwerde, soweit der Beschwerdef�hrer der Strafzumessung seine eigene tats�chliche und rechtliche W�rdigung zugrunde legt (vgl. etwa Beschwerde Ziff. 4.2 S. 20; Ziff. 4.4 S. 20 f.).
3.4 Der Beschwerdef�hrer beanstandet, die Freiheitsstrafe von vier Jahren sei unverh�ltnism�ssig hoch. Der Strafrahmen f�r eine fahrl�ssige T�tung gem�ss Art. 117 StGB betrage drei Jahre. Nicht plausibel sei, weshalb er f�r das ihm vorgeworfene Delikt schwerer bestraft werden solle.
Der Einwand ist unbegr�ndet. Das Verschulden wiegt bei einer vors�tzlichen Tatbegehung schwerer. Der Tatbestand von Art. 117 StGB gelangt bei einer fahrl�ssigen T�tung des Opfers in echter Konkurrenz zur vors�tzlichen K�rperverletzung zur Anwendung (vgl. Urteil 6B_758/2010 vom 4. April 2011 E. 4).
3.5 Entgegen der Behauptung des Beschwerdef�hrers (Beschwerde Ziff. 4.6 S. 22) tr�gt die Vorinstanz der langen Verfahrensdauer mit einer deutlichen Strafminderung Rechnung (Urteil E. 3.5.2 S. 41; erstinstanzliches Urteil S. 43, auf welches die Vorinstanz verweist). Auch das fast umfassende Gest�ndnis ber�cksichtigt sie strafmindernd. Positiv wertet sie zudem, dass der Beschwerdef�hrer sich bem�ht hat, den Alkohol- und Cannabiskonsum einzustellen, und dass er der Weisung des Bezirksgerichts vor Eintritt der Rechtskraft nachgekommen ist (Urteil E. 3.3.3 S. 39; Beschwerde Ziff. 4.4 S. 21). Die Vorinstanz war nicht gehalten, in Zahlen oder Prozenten anzugeben, wie sie die dem Beschwerdef�hrer zugutegehaltenen Strafminderungsgr�nde gewichtet (vgl. BGE 136 IV 55 E. 5.6 S. 61 mit Hinweis).
3.6 Die Vorinstanz setzt sich in ihren Erw�gungen zur Strafzumessung mit den wesentlichen schuldrelevanten Komponenten auseinander und w�rdigt diese. Dass sie sich von rechtlich nicht massgeblichen Gesichtspunkten h�tte leiten lassen oder wesentliche Aspekte nicht ber�cksichtigt h�tte, ist nicht ersichtlich. Die Freiheitsstrafe von vier Jahren h�lt sich im Rahmen des sachrichterlichen Ermessens. Der vom Beschwerdef�hrer angerufene Entscheid des Bezirksgerichts B�lach ist mit den vorliegend zu beurteilenden Taten nicht vergleichbar (vgl. Beschwerde Ziff. 4.5 S. 21 f.).
3.7 Die Antr�ge auf Aufschub der Freiheitsstrafe zugunsten einer ambulanten Massnahme und auf Gew�hrung des (teil-)bedingten Vollzugs (Beschwerde Ziff. 4.7 S. 22 f.) stellt der Beschwerdef�hrer nur f�r den Fall, dass das Bundesgericht die Strafe auf h�chstens 2 � Jahre reduzieren sollte. Eine Behandlung dieser R�gen er�brigt sich, da es bei der Freiheitsstrafe von vier Jahren bleibt.
4.1 Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
4.2 Die Beschwerde war aussichtslos. Die Vorinstanz verf�gt auf dem Gebiet der Beweisw�rdigung �ber einen Ermessensspielraum. Der Beschwerdef�hrer legte seinen R�gen in den entscheidrelevanten Punkten eigene Sachverhaltsfeststellungen zugrunde, ohne auch nur ann�hernd aufzuzeigen, weshalb die vorinstanzliche W�rdigung willk�rlich sein soll. Der Umstand, dass das Bezirksgericht eine (eventual-)vors�tzliche schwere K�rperverletzung verneinte und auch der vorinstanzliche Entscheid nicht einstimmig erging (vgl. Beschwerde S. 23 f.), kann f�r die Beurteilung der Erfolgsaussichten vor Bundesgericht nicht ausschlaggebend sein. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung ist abzuweisen (Art. 64 Abs. 1 und 2 BGG). Der finanziellen Lage des Beschwerdef�hrers ist bei der Festsetzung der Gerichtskosten Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG).
4.3 Dem Beschwerdegegner 2 ist keine Entsch�digung zuzusprechen, da ihm im bundesgerichtlichen Verfahren keine Umtriebe entstanden sind.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Obergericht des Kantons Z�rich, I. Strafkammer, und dem Obergericht des Kantons Z�rich, II. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 123
 Art. 125
 Art. 33
 Art. 4
 Art. 29
 Art. 6
 Art. 448
 Art. 95
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 333
 BGE 
 Art. 122
 Art. 122
 Art. 12
 Art. 95
 BGE 
in dubio
 Art. 9
 Art. 97
 BGE 
 Art. 122
 Art. 117
 Art. 117
 BGE