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Timestamp: 2019-05-20 07:20:24+00:00

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BGE-135-I-187 - 2009-02-09 - BGE - Verfassungsrecht - Art. 76 Abs. 1 BGG; Beschwerdeberechtigung. Der Betreibungsgläubiger, der am vorinstanzlichen...
22. Auszug aus dem Urteil der II. zivilrechtlichen Abteilung i.S. X. gegen Y. und Betreibungsamt Brugg (Beschwerde in Zivilsachen) 5A_780/2008 vom 9. Februar 2009
Art. 76 Abs. 1 BGG; Beschwerdeberechtigung. Der Betreibungsgläubiger, der am vorinstanzlichen Verfahren nicht teilnehmen konnte, ist zur Beschwerde gegen die Aufhebung der Nachpfändung berechtigt (E. 1.3). Art. 29 Abs. 2 BV; Anspruch auf rechtliches Gehör im Beschwerdeverfahren gemäss Art. 17 f . SchKG. Der Gehörsanspruch des Betreibungsgläubigers ist verletzt, wenn die kantonale Aufsichtsbehörde eine Nachpfändung aufhebt, ohne zuvor Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben (E. 1 und 2).
Art. 76 al. 1 LTF; qualité pour recourir. Le créancier poursuivant qui n'a pas pu participer à la procédure devant l'autorité précédente a qualité pour recourir contre l'annulation d'une saisie complémentaire (consid. 1.3). Art. 29 al. 2 Cst.; droit d'être entendu dans la procédure de plainte selon les art. 17 s. LP. Le droit du créancier poursuivant d'être entendu est violé lorsque l'autorité cantonale de surveillance annule une saisie complémentaire sans lui avoir donné l'occasion de se déterminer (consid. 1 et 2).
Art. 76 cpv. 1 LTF; diritto di ricorso. Il creditore procedente, che non ha potuto partecipare al procedimento dinanzi all'autorità inferiore, ha diritto a ricorrere contro l'annullamento del pignoramento complementare (consid. 1.3). Art. 29 cpv. 2 Cost.; diritto di essere sentito nella procedura di ricorso secondo l'art. 17 seg. LEF. Il diritto di essere sentito del creditore procedente è violato, se l'autoritàdi vigilanza cantonale annulla un pignoramento complementare senza avergli dato la possibilità di esprimersi (consid. 1 e 2).
X. und drei weitere Gläubiger stellten am 13. Juni 2008 gestützt auf ihre provisorischen Verlustscheine beim Betreibungsamt Brugg den Antrag (nach Art. 115 Abs. 3 SchKG), es sei das Guthaben des Schuldners Y. bei der Kantonalbank A. (Konto Nr. x) nachzupfänden. Noch am gleichen Tag teilte das Betreibungsamt der Kantonalbank (mit Anzeige gemäss Art. 99 SchKG) mit, dass die Forderung aus dem Guthaben bis zum Betrag von Fr. 66'000.- rechtsgültig nur noch an das Amt geleistet werden könne. Am 19. Juni 2008 kündigte das Betreibungsamt dem Schuldner in der Betreibung Nr. z die Nachpfändung auf den 24. Juni 2008 an. Mit Beschwerde vom 24. Juni 2008 (Datum des Vollzugs der Nachpfändung) erhob Y. Beschwerde und machte u.a. geltend, wegen der Massnahme des Betreibungsamtes betreffend das Guthaben auf seinem Geschäftskonto könne er (als praktizierender Arzt) ausstehende Löhne und Mietzinsen nicht fristgerecht bezahlen. Mit Entscheid vom 22. Juli 2008 wies das Gerichtspräsidium Brugg als untere betreibungsrechtliche Aufsichtsbehörde die Beschwerde von Y. ab, soweit darauf eingetreten wurde. Gegen diesen Entscheid gelangte Y. an das Obergericht des Kantons Aargau,
Schuldbetreibungs- und Konkurskommission, als obere betreibungsrechtliche Aufsichtsbehörde, welche die Beschwerde mit Entscheid vom 14. Oktober 2008 guthiess und die Pfändung der Forderung aus dem Guthaben auf dem betreffenden Konto bei der Kantonalbank aufhob. X. als Betreibungsgläubigerin führt mit Eingabe vom 13. November 2008 Beschwerde in Zivilsachen. Die Beschwerdeführerin beantragt dem Bundesgericht, den Entscheid der oberen kantonalen Aufsichtsbehörde vom 14. Oktober 2008 aufzuheben und den Entscheid der unteren Aufsichtsbehörde bzw. die Verfügung des Betreibungsamtes zu bestätigen. Eventualiter sei die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Das Bundesgericht heisst die Beschwerde in Zivilsachen gut.
Entscheid : 135 I 187
Datum : 09. Februar 2009
Publiziert : 12. September 2009
Status : 135 I 187
Regeste : Art. 76 Abs. 1 BGG; Beschwerdeberechtigung. Der Betreibungsgläubiger, der am vorinstanzlichen...
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122-II-464 • 125-I-113 • 127-I-54 • 133-III-350 • 135-I-187 • 135-III-46
5A_780/2008
BGG: 72, 74, 75, 76, 90, 95, 100
SchKG: 17, 19, 99, 115

References: BGE 
 Art. 76

Art. 76
 Art. 29
 Art. 17

Art. 76
 Art. 29
 art. 17

Art. 76
 Art. 29
 Art. 115
 Art. 99
 Art. 76