Source: https://www.deubner-recht.de/produkte/familienrecht-100-mandate/p/anerkennung-der-vaterschaft-durch-den-leiblichen-vater-nach-geschlechtsumwandlung-674194
Timestamp: 2020-04-02 15:52:46+00:00

Document:
16 Wx 94/09
PStG § 5 Abs. 1; PStG § 27 Abs. 1; BGB § 1592 Abs. 1 Nr. 2 ; BGB § 1592 Nr. 2 ; BGB § 1595 Abs. 1 ; BGB § 1598 Abs. 1 ; TSG § 5 Abs. 3; TSG § 8; TSG § 10; TSG § 10 Abs. 2; TSG § 11;
FGPrax 2010, 71
FamRB 2010, 147
NJW 2010, 1295
LG Köln, vom 16.06.2009 - Vorinstanzaktenzeichen 1 T 186/09
OLG Köln, Beschluss vom 30.11.2009 - Aktenzeichen 16 Wx 94/09
DRsp Nr. 2009/27525
1. Der leibliche Vater kann auch nach einem Wechsel der Geschlechtszugehörigkeit im Sinne von § 8 Abs. 1 Transsexuellengesetz (TSG) die Vaterschaft anerkennen. Dies gilt auch dann, wenn das Kind erst nach Rechtskraft der Entscheidung gem. § 8 Abs. 1 TSG geboren wurde. 2. Er ist in diesem Fall mit seinem vor Rechtskraft der Entscheidung über die Namensänderung und Geschlechtsumwandlung maßgeblichen männlichen Vornamen ins Geburtenregister einzutragen.
Die sofortige weitere Beschwerde des Beteiligten zu 5. gegen den Beschluss der 1. Zivilkammer des Landgerichts Köln vom 16.06.2009 - 1 T 186/09 - wird mit der Maßgabe zurückgewiesen, dass die Beteiligte zu 2. aufgrund der am 21.01.2009 vor dem Jugendamt der Stadt L. abgegebenen Vaterschaftsanerkenntnisse den Geburtseinträgen XX1/2007 und XX2/2007 als Vater mit dem Vornamen beizuschreiben ist, der vor der Rechtskraft der Entscheidung des Amtsgerichts L. vom 19.03.1998 - 378 III 149/95 - maßgebend war.

References: § 5
 § 27
 § 1592
 § 1592
 § 1595
 § 1598
 § 5
 § 8
 § 10
 § 10
 § 11
 § 8
 § 8