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Timestamp: 2019-11-22 02:13:48+00:00

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Vermietobjekt in jedem Bundesland Steuerklärung abgeben?
Diskutiere Vermietobjekt in jedem Bundesland Steuerklärung abgeben? im Steuer - Vermietung und Verpachtung Forum im Bereich Finanzen; Wir haben pflichgemäß unser Einkommenssteuer abgegeben. Als Eigentümergemeinschaft besitzt meine Ehefrau noh 50 % Anteil an einem EFH im anderen...
#1 Luci-neu, 25.06.2016
Luci-neu Gast
Wir haben pflichgemäß unser Einkommenssteuer abgegeben. Als Eigentümergemeinschaft besitzt meine Ehefrau noh 50 % Anteil an einem EFH im anderen Bundesland. Aufgrund von Umbau und Renovierung nach dem die Eltern gestorben sind fallen negative Einkünfte an. Das FA wo wir wohnen teilt nur mit "Verluste können erst nach entsprechender Mitteilung des für die Feststellung zuständigen Finanzamt berücksichtigt werden. Es bedarf insoweit keinen Einspruchs, der Steuerbescheid wird dann von Amts wegen nach § 175AO geändert"
Wann verjähren die Ansprüche aus den negativen Einkünfen für das 2014 bzw. 2015 ?
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#2 sara, 25.06.2016
Zitat von Luci-neu: ↑
Als Eigentümergemeinschaft besitzt meine Ehefrau noh 50 % Anteil an einem EFH im anderen Bundesland.
Sie muss bei dem zuständigen Finanzamt wo die Immobilie steht eine
"gesonderte und einheitliche Feststellungserklärung" abgeben. Dieses Formular bekommst du bei jedem Finanzamt bzw. kannst du dir Online runterladen und ausdrucken. Da werden die prozentualen Anteile angegeben sowie alle Mitteigentümer eingetragen und bei dem zuständigen Finanzamt abgeben.
Die Meldung geht dann nach der Feststellung von diesem Finanzamt direkt an die jeweiligen Finanzämter der Beteiligten.
(Ich habe das vor ein paar Jahren auch ein paar Jahre gemacht, bis zur Erbauseinandersetzung)
http://www.steuerberater-winkler.co...nd-einheitliche-gewinnfeststellungserklarung/
http://www.amtsvordrucke.de/forms/1d77e77685b1f65c49dfae03c1a59d53.pdf
#3 taxpert, 25.06.2016
Nein, die Zuständigkeit richtet sich nicht nach dem Belegenheitsort der Immo, sondern von wo die Verwaltung aus statt findet!
#4 luci-neu, 26.06.2016
Also erst mal danke für die Info. Was das nun soll, muss man ja nicht verstehen. Das FA hat eine ESE erhalten mit negativen Einkünften und berücksichtigt dieses schon für 2014 nicht. Anstatt das das Fa mit dem einreichen der ESE diese einfordert, passiert erst mal nichts. Was passiert wenn POSITIVE Einkünfte vorhanden sind, dann kann das FA bestimmt sofort an. Die Verwaltung findet von hier aus statt, ist damit die feststellungserklä4ung hinfällig?
Bekommt man noch das Geld aus 2014 zurück - wann verjähren diese negativen Kosten...
#5 sara, 26.06.2016
ich weiß zwar nicht was ein "Belegenheitsort" ist.
Die Immobilie war bestimmt vorher in dem anderen Bundesland wie auch immer geführt.
Somit muss da auch diese Gesonderte und einheitliche Feststellungserklärung dort in dem zuständigen Finanzamt abgegeben bzw. gestellt werden.
luci-neu, Was hast du für ein Problem damit das zu tun?
Du hast doch eine entsprechende Aufforderung erhalten. Einer von euch Beiden (Schwester od. Du), stellt diesen Antrag stellvertretend auch für den anderen. Es geht da besonders bei den Angaben um die prozentuale Zurechnung des Einkommens, bzw. Verlustes.
das Fa mit dem einreichen der ESE diese einfordert, passiert erst mal nichts
Doch dann geht alles seinen Weg, dein Einkommensteuerbescheid wird dann auch automatisch geändert.
Vielleicht liest du dir mal den Link oben durch...
#6 luci-neu, 26.06.2016
Nein, es ist sicher keine Aufforderung ergangen vom FA, eher Werte ich es mal, als einfache Mitteilung das auch ein Einspruch nicht mal erforderlich ist. Ggf. Sind die negativen Einkünfte aus 2014 schon verloren - wie sieht es mit der Verjährung aus, könnte jemand dazu einbringen. Das Haus war bisher noch nicht vermietet.
Ich ärgere mich, wenn eine Steuererklärung unvollständig ist, erwarte ich eine klare Mitteilung, das FA blieb ja bisher untätig, faktisch 1,5 Jahre. OK der Antrag wird gestellt, ich lese dankend den link...
#7 taxpert, 26.06.2016
ich weiß zwar nicht was ein "Belegenheitsort" ist....
Dann gehe ich mal davon aus, dass du Steuerrecht nicht studierst hast.
Also im Studium habe ich gelernt, dass in diesen Fällen nach Par. 18 Abs 1 Nr. 4 AO in Verbindung mit Par. 180 Abs1 Nr.2 AO das FA zuständig ist, von wo aus die Verwaltung der Einkünfte geschieht! Das habe ich auch so in den letzten 20 Jahren Berufspraxis so umgesetzt und es hat sich keiner beschwert!
Aber ich bin bestimmt nicht allwissend und daher immer bereit zu lernen! Ich würde mich daher freuen, wenn du deine Rechtsauffassung untermauern würdest! Vielleicht habe ich ja die letzten 20 Jahre etwas falsch gemacht oder eine Rechtsänderung ist an mir vorbei gegangen!
#8 taxpert, 26.06.2016
Das ist nur bei der erstmaligen Geltendmachung von Beteiligungseinkünften so! Der entsprechende Bescheid für die entstandene Personengesellschaft ist für die ESt ein sog. Grundlagenbescheid, der von Amts wegen angesetzt wird! Die ESt würde also geändert, wenn der Bescheid erst in drei Jahren ergehen würde!
Das hier eventuell das gleiche FA für die ESt als auch für die einheitlich und gesonderte Feststellung zuständig ist, spielt für die Pflicht zur Abgabe der Erklärung zur einheitlich und gesonderten Feststellung keine Rolle, machtbesessen aber für die Zukunft grundsätzlich einfacher!
#9 sara, 26.06.2016
...dass in diesen Fällen nach Par. 18 Abs 1 Nr. 4 AO in Verbindung mit Par. 180 Abs1 Nr.2 AO das FA zuständig ist,
und das sagt mir überhaupt nichts ???
und ich werde diese § auch nicht nachschauen!
Jedoch wie ich oben schon schrieb, habe ich vor ein paar Jahren genau diesen Fall selbst erlebt.
Ich lebe in NRW und in Bayern habe ich durch Erbschaft gemeinsam mit meinem Bruder diese "Gesonderte und einheitliche Feststellungserklärung" in Bayern beim dortigen zuständigen Finanzamtes wegen der gemeinsamen Einkünfte abgeben müssen.
Das wurde mir hier bei der Auskunft von meinem hiesigen "Finanzamt" auch so mitgeteilt, dass ich diese "Gesonderte und einheitliche Feststellungserklärung" in Bayern abgeben muss. Und das nicht nur einmal sondern auch noch im Jahr danach, solange die Erbauseinandersetzung noch nicht gemacht war.
Also mein Beitrag ist ein Erfahrungsbericht!
Hoffe, dass deine Angabe nicht nur auf dem Papier Bestand hat.
#10 sara, 26.06.2016
... als einfache Mitteilung das auch ein Einspruch nicht mal erforderlich ist.
aber doch der Hinweis dass diese "Gesonderte und einheitliche Feststellungserklärung" von dir zu machen ist.
Oder wie kommst du sonst darauf, bei der Fragestellung?
Die Einkommensteuererklärung wird, wie du es gemacht hast, nur in deinem Bundesland gemacht.
Dein Finanzamt bekommt vom Finanzamt das diese "Gesonderte und einheitliche Feststellungserklärung" und damit anteilige Aufteilung bearbeitet die entsprechenden Daten, die in deiner Steuererklärung dann berücksichtigt werden. Deshalb ergeht dann sicher noch ein Änderungsbescheid.
#11 sara, 29.06.2016
und dafür brauche ich keine § zu lesen!!!
Die Erbengemeinschaft muss jährlich eine Feststellungserklärung (gesonderte Steuernummer) nebst Anlage V bei dem Finanzamt abgeben, in dessen Bezirk sich das Mietobjekt befindet. Der Überschuss bzw. der Verlust aus den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung wird allen 3 Erben in gleicher Höhe zugerechnet. Die Erben müssen den entsprechenden Betrag aus dem Feststellungsbescheid in ihrer jeweiligen Einkommensteuererklärung angeben und dabei ebenfalls eine Anlage V abgeben, die auf den Feststellungsbescheid verweist.
Quelle: https://www.haufe.de/unternehmensfu...rte-feststellung_idesk_PI11444_HI1939613.html
Auch Finanzbeamte sind nicht frei von Irrtümern..
Unser Steuersystem ist nicht ganz einfach.
#12 taxpert, 30.06.2016
Das Internet aber auch nicht ...!
Zitat von AEAO zu §18 AO hier Nr.2:
Die Regelung nach § 18 Abs. 1 Nr. 4 AO bestimmt eine abweichende Zuständigkeit für die gesonderte Feststellung der Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung oder aus Kapitalvermögen; i. d. R. ist nicht das Lagefinanzamt, sondern das Finanzamt zuständig, von dessen Bezirk die Verwaltung ausgeht.[/qoute]
#13 sara, 30.06.2016
wenn ich deinen § Link anklicke, dann steht da genau das was ich zuvor sinngemäß auch aus einem anderen Website hier reingestellt habe.
§ 18 Abs. 1 Nr. 4 AO
1) bei Betrieben der Land- und Forstwirtschaft, bei Grundstücken, Betriebsgrundstücken und Mineralgewinnungsrechten das Finanzamt, in dessen Bezirk der Betrieb, das Grundstück, das Betriebsgrundstück, das Mineralgewinnungsrecht oder, wenn sich der Betrieb, das Grundstück, das Betriebsgrundstück oder das Mineralgewinnungsrecht auf die Bezirke mehrerer Finanzämter erstreckt, der wertvollste Teil liegt (Lagefinanzamt),
4 ) bei einer Beteiligung mehrerer Personen an anderen Einkünften als Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft, aus Gewerbebetrieb oder aus selbständiger Arbeit, die nach § 180 Abs. 1 Nr. 2 Buchstabe a gesondert festgestellt werden, das Finanzamt, von dessen Bezirk die Verwaltung dieser Einkünfte ausgeht, oder, wenn diese im Geltungsbereich dieses Gesetzes nicht feststellbar sind, das Finanzamt, in dessen Bezirk sich der wertvollste Teil des Vermögens, aus dem die gemeinsamen Einkünfte fließen, befindet. Dies gilt sinngemäß auch bei einer gesonderten Feststellung nach § 180 Abs. 1 Nr. 3 oder nach § 180 Abs. 2 .
Dafür könnte ich dir noch viele weitere Links einstellen. Was aber langsam albern ist.
Und ich möchte meine Erfahrung genau damit nicht nochmal wiederholen.
Vielleicht hast du das auf deinem Schreibtisch noch nicht vorliegen gehabt.
#14 immobiliensammler, 30.06.2016
Taxpert hat sich doch auf den Anwendungserlass (AEAO) bezogen und den zitiert, nicht die AO selbst.
Im übrigen fällt Dein Fall unter Nr. 4 (Beteiligung mehrerer Personen, eben Erbengemeinschaft) und da steht auch in Deinem Link, dass das FA zuständig ist, von dessen Bezirk aus der (hier Grundbesitz) verwaltet wird, und dass muss eben nicht zwingend der Ort der Immobilie sein.
#15 sara, 30.06.2016
ich habe auch nichts anderes behauptet!
#16 immobiliensammler, 30.06.2016
"gesonderte und einheitliche Feststellungserklärung" abgeben.
und das hat Taxpert dann dahingehend korrigiert, dass es eben nicht zwingend auf den Ort der Immobilie ankommt sondern um den Ort, von dem aus die Immobilie verwaltet wird - und der kann komplett unterschiedlich sein.
Zu Deinem Beispiel: Du wohnst in NRW und verwaltest (unterstellt) von dort aus die der Erbengemeinschaft gehörende Immobilie in Bayern, dann wäre eigentlich Dein FA in NRW für die Erbengemeinschaft zuständig. Ich kenne das aber aus der Praxis auch so, dass die Finanzbehörden es lieber haben, dass die Zuständigkeit bleibt wie sie ist, kein Finanzbeamter in NRW wird danach schreien, mehr Arbeit auf den Tisch zu bekommen.
#17 sara, 30.06.2016
Immobiliensammler, nett dass du mir es nochmal erklären möchtest, aber
ist es nicht komisch, dass mein Finanzbeamter hier vor Ort mich an das Finanzamt nach Bayern verwiesen hat, genau wie der Threadersteller auch an das andere Finanzamt und damit überhaupt die Frage gestellt hat.
Nein, er muss da nicht seine Steuererklärung abgeben sondern da nur die Gesonderte und einheitliche Feststellungserklärung abgeben! Vom bearbeitenden Finanzamt geht dann der Feststellungsbescheid direkt an die Finanzämter der in diesem Fall beiden Betroffenen. Denn auch die Schwester muss es ja in ihrer Steuererklärung angeben.
kein Finanzbeamter in NRW wird danach schreien, mehr Arbeit auf den Tisch zu bekommen.
das ist zwar verständlich, aber sicher nicht der Grund, Wunschkonzert gibt es wohl auch nicht in den Finanzämtern, wie oben nun schon mehrfach dargestellt.
#18 immobiliensammler, 01.07.2016
Nein, er muss da nicht seine Steuererklärung abgeben sondern da nur die Gesonderte und einheitliche Feststellungserklärung abgeben!
Und Du bist der Meinung, dass die Feststellungserklärung keine Steuererklärung ist? Es ist zwar keine Einkommensteuererklärung, aber sicherlich eine Steuererklärung. Nur zur Info, es gibt neben der Einkommensteuererklärung noch Umsatzsteuer- Gewerbesteuer- und noch viele viele anderen Steuererklärungen
#19 sara, 01.07.2016
dass die Feststellungserklärung keine Steuererklärung ist?
Wenn du mal alles gelesen hättest, dann hättest du das sicher auch verstanden.
Die in der "gesonderte u. einheitliche Festestellungserklärung" aufgeteilten Anteile des Einkommens für jeden der daran beteiligt ist, werden in der jährlichen dann eigenen Steuererklärung erklärt und auch da nur versteuert!
Über diese gesonderte u. einheitliche Feststellung habe ich einen Bescheid (als Bevollmächtigte) von dem Fianzamt in Bayern bekommen.
Hierin steht der Gesamtbetrag und die anteiligen Beträge, mit der prozentualen Aufteilung und Zurechnung der Beteiligten sowie natürlich auch alle Daten von den Beteiligten. Meinen Anteil muss ich bei meiner jährlichen Steuererklärung in einer Anlage V erklären genauso wie mein Bruder die andere Hälfte in seiner Steuererklärung. Automatisch gehen diese "gesonderte u. einheitliche Feststellung Bescheide" vom Finanzamt das das durchgeführt hat, auch an die jeweiligen zuständigen Finanzämter der Beteiligten.
Es ist im Grunde "nur" die Aufteilung der gemeinsamen Einkünfte wie eben z.B. bei Erbengemeinschaften, sie jedem Beteiligten steuerlich zugerechnet werden.
Diese Einkommen wurden ja vorher von meiner Mutter in diesem in Bayern zuständigen Finanzamt versteuert.
Und zur Antwort von taxpert da kann ich mir vorstellen, dass er selbst an seinem Schreibtisch im Finanzamt als "Sachbearbeiter" das noch nicht bearbeitet hat, denke, dass diese "gesonderte und einheitliche Feststellungserklärungen" vielleicht in einer eigenen Abteilung vorgenommen wird. Sonst hätte er nicht nur so eine § Angabe gemacht.
Hoffe es ist nun auch für dich verständlich. Das ist aber jetzt auch mein letzter Kommentar dazu.
#20 immobiliensammler, 01.07.2016
Ich denke mir meinen Teil und antworte jetzt lieber nicht, lies § 180 AO - ich sage nur noch mal, Du setzt Steuererklärung mit EINKOMMENSTEUERERKLÄRUNG gleich, das ist es aber nicht!
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sitz erbengemeinschaft feststellungserklärung
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