Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=NStZ-RR%202017,%20342
Timestamp: 2019-08-21 01:49:46+00:00

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BGH, 05.09.2017 - 1 StR 677/16 - dejure.org
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BGH, 05.09.2017 - 1 StR 677/16 (https://dejure.org/2017,37631)
BGH, Entscheidung vom 05.09.2017 - 1 StR 677/16 (https://dejure.org/2017,37631)
BGH, Entscheidung vom 05. September 2017 - 1 StR 677/16 (https://dejure.org/2017,37631)
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§ 111i Abs. 2 aF StPO, § ... 71 AO, § 73b aF StGB, § 73c aF StGB, § 70 AO, § 74 Abs. 2 Nr. 1 aF StGB, § 74 Abs. 2 Nr. 2 aF StGB, § 13b Abs. 2 Nr. 10 UStG, Art. 316h EGStGB, Art. 316h Satz 2 EGStGB, § 14 EGStPO, § 73 Abs. 1 Satz 1 aF StGB, § 301 StPO, § 70 Abs. 1 AO, § 73 Abs. 3 aF StGB, § 73a aF StGB, § 111l Abs. 1 Satz 3 aF StPO, § 74 Abs. 2 Nr. 1, § 75 aF StGB, § 353 Abs. 2 StPO
§ 34 AO, § 35 AO, § 70 Abs 1 AO, § 73 Abs 1 S 1 StGB vom 13.11.1998, § 73 Abs 3 StGB
Steuerhinterziehung per Umsatzsteuerkarussell: Haftung der Vertretenen für die durch die Tat ihrer Vertreter verkürzten Steuern
Haftung der Vertretenen gegenüber dem Steuerfiskus; Haftung für die durch die Tat verkürzten Steuern und die zu Unrecht gewährten Steuervorteile; Strafrechtliche Vermögensabschöpfung
Vermögensabschöpfung - altes oder neues Recht?
LG Augsburg, 06.07.2016 - 13 Ss 614/16
NStZ-RR 2017, 342
Die Beschränkung der Revision auf die Entscheidung über die Einziehung des Wertersatzes von Taterträgen ist wirksam, weil sie unabhängig von der Schuldfrage beurteilt werden kann und auch in keinem inneren Zusammenhang mit dem Strafausspruch steht (vgl. BGH…, Beschluss vom 16. Mai 2018 - 1 StR 633/17, juris Rn. 2; Urteil vom 5. September 2017 - 1 StR 677/16, NStZ-RR 2017, 342).
Nur in den letztgenannten Verfahren soll über die Vermögensabschöpfung noch unter Anwendung der bisherigen Normen entschieden werden (vgl. BGH vom 5.9.2017, 1 StR 677/16, juris Rn. 16).
Da sich - worauf zurückzukommen sein wird - am fehlenden Strafcharakter der an die Stelle des Verfalls getretenen Einziehung (des Wertes) des Tatertrags gemäß §§ 73, 73c StGB in der aufgrund des Gesetzes zur Reform der strafrechtlichen Vermögensabschöpfung vom 13. April 2017 (BGBl. I S. 872 ff.) seit dem 1. Juli 2017 geltenden Fassung nichts geändert hat, ist auch für den neuen Rechtszustand grundsätzlich von einer Trennbarkeit auszugehen (s. insoweit auch BGH NStZ-RR 2017, 342 [343 f.]).
Die Beschränkung der Revision auf die Entscheidung der Anordnung des Wertersatzes des Erlangten ist wirksam, weil diese Anordnung unabhängig von der Schuldfrage beurteilt werden kann und auch in keinem inneren Zusammenhang mit dem Strafausspruch steht (vgl. BGH, Urteil vom 5. September 2017 - 1 StR 677/16, NStZ-RR 2017, 342).
Nach der Übergangsregelung in Art. 316h Satz 2 EGStGB finden auf dieses Verfahren sowohl materiellrechtlich wie prozessual die bis zum 30.06.2017 geltenden Vorschriften weiterhin Anwendung, weil die Entscheidung über den Verfall von Wertersatz vor dem 01.07.2017 getroffen worden ist (vgl. auch BGH, Urt. v. 05.09.2017 - 1 StR 677/16).
Allerdings sind gemäß Art. 316h Satz 2 EGStGB die Vorschriften des Gesetzes zur Reform der strafrechtlichen Vermögensabschöpfung vom 13. April 2017 nicht in Verfahren anzuwenden, in denen bis zum 1. Juli 2017 bereits eine Entscheidung über die Anordnung des Verfalls oder des Verfalls von Wertersatz ergangen ist (vgl. BGH, Urteil vom 5. September 2017 - 1 StR 677/16, Rn. 16, juris).
War danach in einem vor dem Stichtag ergangenen erstinstanzlichen Urteil eine Anordnung über den Verfall oder den Verfall von Wertersatz getroffen, ist auch im Rechtsmittelverfahren das zum Zeitpunkt der erstinstanzlichen Entscheidung geltend gewesene Recht anzuwenden (vgl. BGH, Urteil vom 05.09.2017 - 1 StR 677/16, NStZ-RR 2017, 342, 343).

References: § 111
 § 73
 § 73
 § 70
 § 74
 § 74
 § 13
 Art. 316
 Art. 316
 § 14
 § 73
 § 301
 § 70
 § 73
 § 73
 § 111
 § 74
 § 75
 § 353

§ 34
 § 35
 § 70
 § 73
 § 73
 BGH 
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 Art. 316
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