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Timestamp: 2019-07-16 07:18:54+00:00

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BVerwG, 27.02.1992 - 5 C 48.88 - dejure.org
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BVerwG, 27.02.1992 - 5 C 48.88 (https://dejure.org/1992,1059)
BVerwG, Entscheidung vom 27.02.1992 - 5 C 48.88 (https://dejure.org/1992,1059)
BVerwG, Entscheidung vom 27. Februar 1992 - 5 C 48.88 (https://dejure.org/1992,1059)
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Bindungswirkung versorgungsbehördlicher Feststellungen für landesrechtliche Pflegegeldverfahren - Beweiskraft des Schwerbehindertenausweises
Bindungswirkung der Statusentscheidungen - Statusentscheidungen der Versorgungsämter - Gesetzlich geregelte Vergünstigungen - Gesetzlich geregelte Nachteilsausgleiche
BlnPflegeG §§ 1 2; SchwbG § 3; SchwbG § 4
Die Statusentscheidungen der Versorgungsämter nach § 3 Abs. 1 und 4 SchwbG 1979 bzw. § 4 Abs. 1 und 4 SchwbG 1986 sind bei der Prüfung inhaltsgleicher Tatbestandsvoraussetzungen für in anderen Gesetzen geregelte Vergünstigungen bzw. Nachteilsausgleiche für die hierfür jeweils zuständigen anderen Verwaltungsbehörden bindend (Anschluß an BVerwGE 66, 315 ff. und BVerwGE 72, 8 ff.).«
VG Berlin, 09.07.1985 - 18 A 138.85
OVG Berlin, 19.02.1987 - 6 B 94.85
BVerwGE 90, 65
NVwZ 1993, 586
DÖV 1992, 829
Die in diesem Verfahren von den zuständigen Behörden getroffenen Statusentscheidungen nach § 69 Abs. 1 Satz 1 SGB IX über das Vorliegen und den Grad einer Behinderung sowie über weitere gesundheitliche Merkmale im Sinne des § 69 Abs. 4 SGB IX sind für andere Behörden bei der Prüfung inhaltsgleicher Tatbestandsvoraussetzungen für die Gewährung von Vergünstigungen und Nachteilsausgleichen bindend (…vgl. Urteile vom 17. Dezember 1982 - BVerwG 7 C 11.81 - BVerwGE 66, 315 = Buchholz 422.2 Rundfunkrecht Nr. 8 S. 7 ff., vom 11. Juli 1985 a.a.O. S. 13 f. und vom 27. Februar 1992 - BVerwG 5 C 48.88 - BVerwGE 90, 65 m.w.N. aus der Rechtsprechung des Bundessozialgerichts und des Bundesfinanzhofs).
Die in dieser Gesetzeslage zum Ausdruck kommende Feststellungswirkung und Zuständigkeitskonzentration entspricht der ständigen Rechtsprechung von Bundessozialgericht und Bundesverwaltungsgericht (BSG…, Urteil vom 6. Oktober 1981 - 9 RVs 3/81 - BSGE 52, 168 Rn. 26 ff.; BVerwG, Urteil vom 27. Februar 1992 - BVerwG 5 C 48.88 - BVerwGE 90, 65 ; vgl. auch Urteile vom 17. Dezember 1982 - BVerwG 7 C 11.81 - BVerwGE 66, 315 und vom 11. Juli 1985 - BVerwG 7 C 44.83 - BVerwGE 72, 8 ).
Dies ist einerseits das Pflegegeld nach § 64 SGB XII, welches sich für Schwerstpflegebedürftige - wie den Kläger - auf 665, 00 Euro beläuft (vgl. § 64 Abs. 3 SGB XII i.V.m. § 37 Abs. 1 Satz 3 Nr. 3 des Elften Buches Sozialgesetzbuch in der Fassung seit 1. Januar 2002) und darüber hinaus, da die gesundheitlichen Voraussetzungen für den Nachteilsausgleich "Bl" festgestellt sind (vgl. zur Bindung an die Statusentscheidungen der Versorgungsämter auch im Bereich der Blindenhilfe BVerwGE 90, 65 ff.; Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen, Urteil vom 18. November 2004 - L 5 BL 2/04 - ), die Bundesblindenhilfe (293,00 Euro; vgl. § 72 Abs. 2 Satz 1 SGB XII) sowie ferner die Landesblindenhilfe (204,52 Euro ; vgl. § 2 Abs. 1 LBlindG in der Fassung des Art. 4 des Ersten Gemeindehaushaltsstrukturgesetzes vom 16. Dezember 1996 ).
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts, des Bundessozialgerichts und des Bundesfinanzhofs sind die Statusentscheidungen der Versorgungsämter nach § 3 Abs. 1 des Schwerbehindertengesetzes i.d.F. vom 8. Oktober 1979 (BGBl I S. 1649) - SchwbG 1979 - bzw. § 4 Abs. 1, 3 und 4 des Schwerbehindertengesetzes in der Bekanntmachung der Neufassung vom 26. August 1986 (BGBl I S. 1421) - SchwbG 1986 - bindend für andere Verwaltungsbehörden bei der Prüfung inhaltsgleicher Tatbestandsvoraussetzungen für in anderen Gesetzen geregelte Vergünstigungen bzw. Nachteilsausgleiche (BVerwGE 66, 315 ; 72, 8 ; 90, 65 , jeweils mit Hinweisen auf die Rechtsprechung des Bundessozialgerichts und des Bundesfinanzhofs).
VG Düsseldorf, 12.05.2004 - 21 K 7525/01
Blindengeld Bindungswirkung Versorgungsamt
Das setzt eine bindende Wirkung der versorgungsbehördlichen Feststellungen für die zur Gewährung der Vergünstigungen und Nachteilsausgleiche zuständigen anderen Behörden voraus, vgl. BVerwG, Urteil v. 27. Februar 1992 - 5 C 48.88, NDV 1992, 266 f.; BVerwG, Urteil v. 11. Juli 1985 - 7 C 44.83, BVerwGE 72, 8 ff.; BSG, Urteil v. 06. Oktober 1981 9 Rvs 3/81, ZfS 1982, 176 ff.; OVG Münster, Beschl. v. 08. September 1992 8 A 422/89.
Denn zum einen erging der Bescheid des Versorgungsamtes, wie dargelegt, vor dem Bescheid des Beklagten und deckt damit den streitgegenständlichen Zeitraum ab, zum anderen schafft § 4 Abs. 1 SchwbG eine umfassende Konzentration des Feststellungsverfahrens bei den Versorgungsämtern, so BVerwG, Urteil v. 11. Juli 1985 - 7 C 44.83, BVerwGE 72, 8, 12; BVerwG, Urteil v. 27. Februar 1992 - 5 C 48.88, NDV 1992, 266, 267; vgl. auch OVG Münster, Beschl. v. 08. September 1992 - 8 A 422/89, dort S.7.
Denn die Bindungswirkung der versorgungsrechtlichen Statusentscheidung gilt für Behörden und Gerichte solange, wie sie nicht aufgehoben oder geändert wird, vgl. BVerwG, Urteil v. 27. Februar 1992 - 5 C 48.88, BVerwGE 72, 8 ff.; OVG Münster, Beschl. v. 08. September 1992 - 8 A 422/89.
Diesen Ausnahmetatbeständen könnte unter wertendem Gesichtspunkt der hier gegebene Fall gleichzuerachten sein, in dem die Entscheidung des Leistungsträgers über die Hilfegewährung zwingend an die Statusentscheidung einer anderen Behörde gebunden ist, vgl. hierzu BVerwG, Urteile vom 11.7.1985 - 7 C 44, 83 -, BVerwGE 72, 8, und vom 27.2.1992 - 5 C 48.88 -, BVerwGE 90, 65 = NVwZ 1993, 586; OVG NRW, Urteil vom 8.9.1992 - 8 A 422/89 - und Beschluss vom 21.9.2001 - 16 A 3524/01 -, diese andere Behörde aber befugt ist, ihre Statusentscheidung rückwirkend zu ändern, und dies auch getan hat.
BSG, 08.03.1995 - 9 RV 9/94
Pflegezulage - Hilflosigkeit - Selbstbindung der Versorgungsverwaltung durch …
Diese sind bei der Prüfung inhaltsgleicher Tatbestandsvoraussetzungen für in anderen Gesetzen geregelte Nachteilsausgleiche für die hierfür jeweils zuständigen anderen Verwaltungsbehörden bindend (vgl BVerwG vom 27.2.1992 - 5 C 48/88 = BVerwGE 90, 65 und BSG vom 7.5.1986 - 9a RVs 54/85 = SozR 3100 § 35 Nr. 16) und bewirken in erster Linie aber auch die Selbstbindung der Versorgungsämter (…vgl BSG vom 29.1.1992 - 9a RVs 9/90 = SozR 3-3870 § 4 Nr. 4).
Diese sind bei der Prüfung inhaltsgleicher Tatbestandsvoraussetzungen für in anderen Gesetzen geregelte Nachteilsausgleiche für die hierfür jeweils zuständigen anderen Verwaltungsbehörden bindend (vgl BVerwGE 90, 65;… BSG SozR 3100 § 35 Nr. 16).
Daraufhin lehnte der Beklagte mit Bescheid vom 11. Juli 2014 den Antrag auf Gewährung von Blindengeld ab und verwies darauf, dass er an die Status-entscheidung über die Zuerkennung des Merkzeichens "Bl" gemäß Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (Urteil vom 27. Februar 1992 - 5 C 48.88 -) gebunden sei.
vgl. zum Ganzen BVerwG, Urteil vom 27. Februar 1992 - 5 C 48/88 -, juris Leitsatz und Rn. 17 ff. m.H.a. BSG, Urteil vom 7. Mai 1986 - 9a RVs 54/85 -, BSGE 52, 168 (174); OVG NRW, Beschluss vom 28. Januar 2013 - 12 A 1635/10 -, juris Rn. 69 ff; Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 24. April 2008 -16 A 3089/07-, juris; OVG NRW, Urteil vom 23. August 2011 - 8 A 2247/20 -, juris Rn.80 ff.; VG Gelsenkirchen; Urteil vom 22. November 2011 - 14 K 3976/10 -, juris Rn. 40ff. u.a. m.H.a. OVG NRW, Beschluss vom 22. August 1996 - 25 A 5167/94 - Verwaltungsgericht Köln, Urteil vom 31. August 2016 - 26 K 3115/15 - Verwaltungsgericht Düsseldorf, Gerichtsbescheid vom 8. November 2007 - 21 K 3918/07-, juris.
Parkerleichterung, Behinderung, aG, aG light, Ausnahme, Versorgungsamt, …
VG Gelsenkirchen, Beschlüsse vom 18. März 2004 - 14 L 317/04 - und vom 29. März 2004 - 14 K 4497/03 -, www.nrwe.de, unter Anlehnung an die zur Bindungswirkung der Eintragungen in den Schwerbehindertenausweisen ergangene Rechtsprechung: OVG NRW, Beschluss vom 22. August 1996 - 25 A 5167/94 - und BVerwG, Urteile vom 17. Dezember 1982 - 7 C 11.81 -, DÖV 1983, 509 sowie vom 27. Februar 1992 - 5 C 48.88 -, BVerwGE 66, 315.
vgl. zur Bindungswirkung: BVerwG, Urteile vom 11. Juli 1985 - 7 C 44.83 -, BVerwGE 72, 8 und vom 27. Februar 1992 - 5 C 48.88 -, BVerwGE 90, 65; OVG NRW, Urteile vom 8. September 1992 - 8 A 422/89 -, vom 8. November 2007.
VG Düsseldorf, 05.06.2008 - 21 K 889/08
Blindengeld Hilfe für hochgradig Sehbehinderte Statusentscheidung
VG Düsseldorf, 08.11.2007 - 21 K 3918/07
Voraussetzungen für die Gewährung von Blindengeld bzw. Hilfe für hochgradig …
VG Düsseldorf, 05.06.2008 - 21 K 889/06
Bewilligung von Blindengeld und Hilfe für hochgradig Sehbehinderte; Antrag auf …
VG Gelsenkirchen, 09.02.2010 - 14 K 2291/09
Zur Bindung des Gerichts an tatsächliche Feststellungen der Versorgungsverwaltung …
VGH Baden-Württemberg, 05.05.2011 - 12 S 265/11
Rückzahlung gewährter Landesblindenhilfe
LSG Bayern, 27.10.2005 - L 18 SB 9/04
Festsetzung der Entschädigung eines Gutachters; Ordnungsgemäße Bemessung des …
VG Gelsenkirchen, 29.03.2004 - 14 K 4497/03
Parkerleichterung, Schwerbehinderung, aG-Regelung, Erlass "Parkerleichterung für …
VG Münster, 07.04.2010 - 6 K 1800/06
Kein Anspruch auf Hilfe für Gehörlose
VG Gießen, 11.01.2007 - 6 E 1960/06
Parkerleichterung für Schwerbehinderte; Privilegierung weiterer Gruppen
VG Düsseldorf, 24.01.2003 - 21 K 8107/00
Gewährung von Hilfe für Gehörlose; Begriff "an Taubheit grenzende …

References: § 3
 § 4
 § 3
 § 4
 § 69
 § 69
 § 64
 § 64
 § 37
 § 72
 § 2
 Art. 4
 § 3
 § 4
 § 4
 § 35
 § 4
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