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Timestamp: 2013-12-06 13:51:39+00:00

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Prüfungsrichtlinie - Führerschein online - Fahrschule Norbert Witte - Bielefeld
Richtlinie für die Prüfung der Bewerber um eine Erlaubnis zum Führen von Kraftfahrzeugen Stand: April 2012 - Verkehrsblattverlag
1. EinleitungDer Bewerber um eine Fahrerlaubnis hat seine Befähigung grundsätzlich in einer theoretischen und einer praktischen Prüfung nachzuweisen (§ 15 Satz 1 Fahrerlaubnis-Verordnung - FeV; Ausnahmen siehe 4.4 und 5.2).Befähigt zum Führen von Kraftfahrzeugen ist, werausreichende Kenntnisse der für das Führen von Kraftfahrzeugen maßgebenden gesetzlichen Vorschriften hat,mit den Gefahren des Straßenverkehrs und den zu ihrer Abwehr erforderlichen Verhaltensweisen vertraut ist,die zum sicheren Führen eines Kraftfahrzeugs, gegebenenfalls mit Anhänger, erforderlichen technischen Kenntnisse besitzt und zu ihrer praktischen Anwendung in der Lage ist undüber ausreichende Kenntnisse einer umweltbewussten und energiesparenden Fahrweise verfügt und zu ihrer praktischen Anwendung in der Lage ist. (§ 2 Abs. 5 StVG)Die Prüfungen werden von einem amtlich anerkannten Sachverständigen oder Prüfer für den Kraftfahrzeugverkehr (aaSoP) abgenommen (§ 15 letzter Satz FeV).
2. IdentitätsprüfungDer aaSoP hat sich vor der Prüfung durch Einsicht in den Personalausweis oder Reisepass von der Identität des Bewerbers zu überzeugen.Falls der Bewerber keinen Personalausweis oder Reisepass besitzt, kann die Identität durch das von der zuständigen Verwaltungsbehörde zugelassene Dokument mit Lichtbild nachgewiesen werden; dieses Dokument soll auf dem Prüfantrag verzeichnet werden. Bestehen Zweifel an der Identität, darf die Prüfung nicht durchgeführt werden. Der Fahrerlaubnisbehörde ist davon Mitteilung zu machen (§ 16 Abs. 3 Satz 3, 4 und 5 FeV; § 17 Abs. 5 Satz 2, 3 und 4 FeV).Wegen der Aushändigung des Führerscheines siehe Nr. 6.3. AusbildungsbescheinigungDer Bewerber hat vor der Prüfung dem aaSoP eine Ausbildungsbescheinigung nach dem aus Anlage 7.1, 7.2 oder 7.3 zur Fahrschüler-Ausbildungsordnung ersichtlichen Muster zu übergeben. Das Ausstellungsdatum darf nicht länger als 2 Jahre zurückliegen. Der aaSoP hat die Bescheinigung darauf zu überprüfen, ob die in ihr enthaltenen Angaben zum Umfang der Ausbildung mindestens dem nach dem FahrschAusbO vorgeschriebenen Umfang entsprechen. Ergibt sich dies nicht aus der Ausbildungsbescheinigung, darf die Prüfung nicht durchgeführt werden (§ 16 Abs. 3 Satz 6, 7, 8 und 9 i.V.m. § 17 Abs. 5 Satz 5 FeV).Eine Ausbildungsbescheinigung ist nicht erforderlich (§ 7 Abs. 1 FahrschAusbO), wenndie Fahrerlaubnis nach vorangegangener Entziehung auf Grund von § 20 FeV neu erteilt werden soll,die Fahrerlaubnis nach vorangegangenem Verzicht neu erteilt werden soll,die Fahrerlaubnis für die Klassen C oder D oder für die dazugehörigen Anhänger- oder Unterklassen wegen fehlender Verlängerung erloschen ist und die erneute Erteilung der betreffenden Fahrerlaubnis beantragt wird,die Fahrerlaubnis auf Grund einer ausländischen Fahrerlaubnis nach § 30 Abs. 1 oder 2, § 31 Abs. 1 oder 2 FeV erteilt werden soll,dem Inhaber einer allgemeinen Fahrerlaubnis eine Dienstfahrerlaubnis nach § 26 Abs. 1 FeV erteilt werden soll,dem Inhaber einer Dienstfahrerlaubnis nach § 26 Abs. 1 FeV eine allgemeine Fahrerlaubnis erteilt werden soll,dem früheren Inhaber einer Dienstfahrerlaubnis nach § 26 Abs. 1 FeV nur deshalb die allgemeine Fahrerlaubnis nicht prüfungsfrei erteilt werden darf, weil die in § 27 Abs. 1 Satz 2 FeV festgelegte Frist überschritten ist oderdie Prüfung zum Zwecke der Aufhebung der Beschränkung der Fahrerlaubnis auf Kraftfahrzeuge mit automatischer Kraftübertragung nach § 17 Abs. 6 Satz 2 der FeV abgelegt wird.4. Theoretische Prüfung 4.1 In der theoretischen Prüfung hat der Bewerber nachzuweisen, dass erausreichende Kenntnisse der für das Führen von Kraftfahrzeugen maßgebenden gesetzlichen Vorschriften sowie der umweltbewussten und energiesparenden Fahrweise hat undmit den Gefahren des Straßenverkehrs und den zu ihrer Abwehr erforderlichen Verhaltensweisen vertraut ist. 4.2 Die Prüfung erfolgt anhand von Fragen, die in unterschiedlicher Form und mit Hilfe unterschiedlicher Medien gestellt werden können.(§ 16 Abs. 1 und Abs. 2 Satz 1 FeV)
4.3 Form und Umfang der PrüfungJede Prüfung enthält Fragen aus dem Grundstoff und dem Zusatzstoff des Fragenkatalogs. Der Grundstoff beinhaltet den für alle Klassen geltenden Prüfungsstoff, der Zusatzstoff den Stoff, der sich aus den besonderen Anforderungen der jeweiligen Klasse ergibt.Bei einer Prüfung mehrerer Klassen in einem Termin wird der Grundstoff nur einmal geprüft. Bei Vorbesitzregelungen (§ 9 FeV) darf der Zusatzstoff für die Erweiterungsprüfung erst geprüft werden, wenn die theoretische Prüfung für die erforderliche Vorbesitzklasse bestanden ist.Bei der Prüfung zur Erweiterung einer Fahrerlaubnis werden der Grundstoff und der Zusatzstoff geprüft. Auch in diesem Fall gelten die Regelungen für die Prüfung mehrerer Klassen in einem Termin.
4.4 Die theoretische Prüfung entfällt bei der Erweiterungder Fahrerlaubnis der Klasse A1 auf die Klassen A2, soweit der Bewerber zum Zeitpunkt der Erteilung der Fahrerlaubnis seit mindestens 2 Jahren Inhaber der Klasse A1 ist,der Fahrerlaubnis der Klasse A2 auf die Klasse A, soweit der Bewerber zum Zeitpunkt der Erteilung der Fahrerlaubnis seit mindestens 2 Jahren Inhaber der Klasse A2 ist, der Klasse B auf die Klasse A2, soweit der Bewerber Inhaber der Klasse B oder einer ihr entsprechenden Fahrerlaubnis ist, die bis zum 31.3.1980 erteilt worden ist, der Klasse B auf die Klasse BE,der Klasse C1 auf die Klasse C1Eder Klasse D auf die Klasse DE undder Klasse D1 auf die Klasse D1E(vgl. § 15 Abs. 3 FeV). 4.5 Prüfungen eines Bewerbers für mehrere Klassen in einem Prüfungstermin werden getrennt bewertet. Mit der theoretischen Prüfung für die Erweiterung einer Fahrerlaubnis darf erst begonnen werden, wenn die theoretische Prüfung in der Klasse, die Voraussetzung für die Erweiterung ist, bestanden wurde (Anlage 1 Nr. 3.1).4.6 Die Benutzung von Hilfsmitteln ist nicht zulässig. Bei Täuschungshandlungen gilt die theoretische Prüfung als nicht bestanden (vgl. Anlage 7 Nr. 1.4 FeV).4.7 Die theoretische Prüfung ist in deutscher Sprache abzulegen und erfolgt anhand von Fragen. Für Bewerber, die nicht ausreichend lesen oder schreiben können, besteht über Kopfhörer die Möglichkeit der Audio-Unterstützung in deutscher Sprache. Der Nachweis hat gegenüber der Fahrerlaubnisbehörde durch die Bescheinigung eines Arztes oder durch die Schule zu erfolgen.
Bei Prüfungen von Gehörlosen ist ein Gehörlosendolmetscher zuzulassen.
Abweichend von Satz 1 kann die Prüfung auch in folgenden Fremdsprachen abgelegt werden:— Englisch— Französisch— Griechisch— Italienisch— Polnisch— Portugiesisch— Rumänisch— Russisch— Kroatisch— Spanisch— Türkisch4.8 Der aaSoP bestimmt die Zeit und den Ort der theoretischen Prüfung. Sie darf frühestens 3 Monate vor Erreichen des Mindestalters abgenommen werden (§ 16 Abs. 3 Satz 1 und 2 FeV).4.9 Zusammenstellung und Wertigkeit der Fragen; Bewertung der PrüfungDie Fragen werden entsprechend ihrem Inhalt und dessen Bedeutung für die Verkehrssicherheit, den Umweltschutz und die Energieeinsparung mit zwei bis fünf Punkten bewertet. Die Wertigkeit ist im Fragenkatalog für jede Frage angegeben.Die Anzahl der Fragen je Klasse, die Anzahl der Punkte, die zulässige Fehlerpunktzahl und die Bewertung ergeben sich aus Ziffer 3 der Anlage 1.5. Praktische Prüfung 5.1 In der praktischen Prüfung hat der Bewerber nachzuweisen, dass er über die zur sicheren Führung eines Kraftfahrzeugs, gegebenenfalls mit Anhänger, im Verkehr erforderlichen technischen Kenntnisse und über ausreichende Kenntnisse einer umweltbewussten und energiesparenden Fahrweise verfügt sowie zu ihrer praktischen Anwendung fähig ist. Bewerber um eine Fahrerlaubnis der Klassen D, D1, DE oder D1E müssen darüber hinaus ausreichende Fahrfertigkeiten nachweisen; dabei ist insbesondere der komfortablen Beförderung von Fahrgästen durch gleichmäßiges Beschleunigen, ruhige Fahrweise und ruckfreies Bremsen nachzukommen. Der Bewerber hat ein der Anlage 7 FeV entsprechendes Prüfungsfahrzeug für die Klasse bereitzustellen, für die er seine Befähigung nachweisen will (§ 17 Abs. 1 Satz 1 bis 3 FeV).
5.2 Beim Erwerb einer Fahrerlaubnis der Klasse L bedarf es nur einer theoretischen Prüfung (§ 15 Abs. 2 FeV). Dies gilt auch beim Erwerb einer Mofa-Prüfbescheinigung (vgl. § 5 FeV).
5.3 Die praktische Prüfung darf erst nach Bestehen der theoretischen Prüfung und frühestens einen Monat vor Erreichen des Mindestalters abgenommen werden (vgl. § 17 Abs. 1 Satz 4 FeV).
Die Praktische Prüfung für die Erweiterung der Klasse A1 auf die Klasse A2 oder der Klasse A2 auf die Klasse A im Rahmen der Stufenregelung darf frühestens einen Monat vor Ablauf der Frist von zwei Jahren nach Erteilung der Fahrerlaubnis der Klasse A1 bzw. A2 abgenommen werden.
5.4 Prüfungen eines Bewerbers für mehrere Klassen in einem Prüfungstermin werden getrennt bewertet. Mit der praktischen Prüfung für die Erweiterung einer Fahrerlaubnis darf erst begonnen werden, wenn die Prüfung in der Klasse, die Voraussetzung für die Erweiterung ist, bestanden wurde.
5.5 Die Anforderungen an die Prüfungsfahrzeuge sind in Anlage 7 zur FeV festgelegt. Für Personenkraftwagen gelten darüber hinaus die Anforderungen der Anlage 12 und für Kraftfahrzeuge der Klasse C der Anlage 12a.
Fahrzeuge für die Prüfung von Körperbehinderten müssen entsprechend der Behinderung ausgerüstet sein. Hieraus können sich Abweichungen von Anlagen 12 und 12a ergeben. Beschränkungen und Auflagen der Verwaltungsbehörde sind zu beachten. Stellt der aaSoP Gründe für weitere Beschränkungen und Auflagen fest, so hat er zu entscheiden, ob die Prüfungsfahrt abgebrochen werden muss. Erforderliche Beschränkungen und Auflagen sind der Fahrerlaubnisbehörde unter Angabe der in Anlage 9 zur FeV genannten Schlüsselzahlen (Codes) vorzuschlagen.
5.6 Die Kennzeichnung der zu Prüfungsfahrten verwendeten Kraftfahrzeuge als Schulfahrzeuge muss entfernt sein (vgl. § 5 Abs. 4 DV-FahrlG und Anlage 7 Nr. 2.2.17 Satz 1 FeV).
5.7 Alle vom Fahrzeughersteller lieferbaren Ausstattungen und Systeme sind grundsätzlich unter Berücksichtigung der Anlage 12 und 12a zugelassen. Dies gilt auch für den nachträglichen Einbau gleicher oder ähnlicher Produkte (vgl.Anlage 7 Nr. 2.2.17 Satz 2 FeV).
5.8 Die Prüfung findet grundsätzlich innerhalb und außerhalb geschlossener Ortschaften statt (vgl. § 17 Abs. 4 Satz 1 FeV). Der Prüfort wird durch die zuständige oberste Landesbehörde festgelegt (vgl. § 17 Abs. 4 Satz 4 FeV). Anforderungen an den Prüfort und seine Umgebung siehe Anlage 11. Die Fahrerlaubnisbehörde legt fest, an welchem Prüfort der Bewerber die Prüfung abzulegen hat (vgl § 17 Abs. 3 FeV).
5.9 PrüfungsstreckeEtwa die Hälfte der reinen Fahrzeit soll für Prüfungsstrecken außerhalb geschlossener Ortschaften, möglichst auch unter Einschluss der Autobahnen oder autobahnähnlich ausgebauten Kraftfahrstraßen mit Fahrbahnen für eine Richtung, die durch Mittelstreifen oder sonstige bauliche Einrichtungen getrennt sind und mindestens zwwei Fahrstreifen je Richtung haben, verwendet werden. Abweichend hiervon sind Prüfungen für die Klasse AM überwiegend möglichst nur innerhalb geschlossener Ortschaften durchzuführen (vgl. Anlage 7 Nr. 2.4 FeV). Die Prüfung der Klasse T kann auch an Orten durchgeführt werden, die nicht Prüforte im Sinne von § 17 Abs. 4 der FeV sind (Anlage 7 Nr. 2.4 FeV).
5.10 Der Ausgangs- und der Endpunkt einer Prüfungsfahrt sind so zu bestimmen, dass zumutbare Bedingungen für die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel bestehen. Stellt ein Fahrlehrer in einem Prüfungstermin mehrere Bewerber vor, so sollen die zweiten und die folgenden Prüfungsfahrten möglichst am Endpunkt der vorangegangenen Prüfungsfahrt beginnen.
5.11 Prüfungsdauer und Mindestfahrzeit
Die Prüfungsdauer und die reine Fahrzeit1) betragen mindestensbei Prüfungsdauer insgesamtdavon Fahrzeit1) Klasse A60 Minuten
40 Minuten Aufstieg²)25 Minuten
25 MinutenKlasse A260 Minuten Direkteinstieg
40 Minuten Aufstieg²)25 Minuten25 MinutenKlasse A145 Minuten25 MinutenKlasse B45 Minuten25 MinutenKlasse BE45 Minuten25 MinutenKlasse C75 Minuten45 MinutenKlasse CE75 Minuten45 MinutenKlasse C175 Minuten45 MinutenKlasse C1E75 Minuten45 MinutenKlasse D75 Minuten45 Minuten Klasse DE70 Minuten45 MinutenKlasse D175 Minuten45 MinutenKlasse D1E70 Minuten45 MinutenKlasse AM45 Minuten25 MinutenKlasse T60 Minuten30 Minuten sofern der Bewerber nicht schon vorher gezeigt hat, dass er den Anforderungen der Prüfung nicht gewachsen ist. In folgenden Fällen verkürzt sich die Dauer der praktischen Prüfung um ein Drittel:
a) bei der Aufhebung der Beschränkung einer Fahrerlaubnis auf das Führen von Kraftfahrzeugen ohne Kupplungspedal (oder Schalthebel bei Fahrzeugen der Klassen A, A2 oder A1) b) bei der Erweiterung von der Klasse A1 auf die Klasse A2 sowie der Klasse A2 auf die Klasse A (stufenweiser Zugang bei jeweils zweijährigem Vorbesitz und Erweiterung auf die nächst höhere Klasse (Anlage 7 Nr. 2.3 FeV).
1) Fahrzeit ohne Grundfahraufgaben, ohne Sicherheit-/Abfahrtkontrolle/Handfertigkeiten, ohne Verbinden und Trennen und ohne Vor- und Nachbereitung (z.B. Bekanntgabe des Ergebnisses). Die aufgeführte reine Fahrzeit entspricht EU-Vorgaben. In der Praxis werden i.d.R. längere Fahrzeiten aufgrund der Gesamtprüfzeit erreicht.
²) Nur bei Erweiterung nach Buchstabe b).5.12 Vor Beginn der Prüfungsfahrt ist dem Bewerber zu erläutern, wie Anweisungen gegeben werden. Der aaSoP gibt die Fahrtstrecke an; erklärt sich der Bewerber als ortskundig, so können ihm mit seinem Einverständnis auch Fahrtziele vorgegeben werden. Im Übrigen kann der aaSoP Hinweise zum erwarteten Fahrverhalten geben, z. B. hinsichtlich der Geschwindigkeit.
5.13 Besonders schmale Straßen ohne Verkehrsbedeutung innerhalb geschlossener Ortschaften sollen nur befahren werden, um die Geschwindigkeitsanpassung und das Raumschätzungsvermögen zu beurteilen.
5.14 Der aaSoP soll der psychischen Belastung des Bewerbers Rechnung tragen; deshalb ist es z. B. unangebracht, dem Bewerber während der Fahrt Fehler vorzuhalten oder nach der Bedeutung von Verkehrszeichen zu fragen.
5.15 Mit Zustimmung aller Beteiligten ist die Mitnahme eines weiteren Bewerbers während der Prüfungsfahrt zulässig. Eine Zustimmung ist bei der Mitnahme folgender Personen nicht erforderlich:Fahrlehrer und aaSoP in AusbildungAusbildungsfahrlehrer bei Prüfungen von Bewerbern, die von einem in seiner Fahrschule auszubildenden Fahrlehrer in Ausbildung vorgestellt werden,Auditor bei der Durchführung interner Audits im Rahmen der Qualitätssicherung nach der Verordnung zur Durchführung des Kraftahrsachverständigengesetzes (vgl. KfSachvV Anlage 1),Auditor bei der Durchführung externer Audits im Rahmen der Begutachtung der Technischen Prüfstelle (vgl. § 72 FeV). 5.16 Die Prüfung setzt sich wie folgt zusammen:fahrtechnische Vorbereitung der Fahrt (siehe Anlage 10)Abfahrtkontrolle bei den Klassen C, C1, D, D1 und T Handfertigkeiten nur bei den Klassen D und D1Verbinden und Trennen von Fahrzeugen (nur bei den Klassen BE, CE, C1E, DE, D1E und T)GrundfahraufgabenPrüfungsfahrt.(vgl. Anlage 7 Nr. 2.1.4 und 2.1.5 FeV)
Die Abfahrtkontrolle/Handfertigkeiten, das Verbinden und Trennen von Fahrzeugen sowie die Grundfahraufgaben der einzelnen Klassen sind in folgenden Anlagen enthalten:Klasse Inhalt AnlageA, A2, A1, AMGrundfahraufgaben 2BGrundfahraufgaben 3BEVerbinden und Trennen Grundfahraufgaben 85CAbfahrtkontrolle Grundfahraufgaben 74CEVerbinden und Trennen Grundfahraufgaben96C1Abfahrtkontrolle Grundfahraufgaben 74C1EVerbinden und Trennen Grundfahraufgaben85DAbfahrtkontrolleHandfertigkeitenGrundfahraufgaben74DEVerbinden und Trennen Grundfahraufgabe85D1AbfahrtkontrolleHandfertigkeitenGrundfahraufgaben74D1EVerbinden und Trennen Grundfahraufgabe85TAbfahrtkontrolleHandfertigkeitenGrundfahraufgabe796a 5.17 Bewertung der Prüfung
Vorschriften sind nicht kleinlich auszulegen; auch gute Leistungen sind zu berücksichtigen.5.17.1 Für die Duchführung der praktischen Prüfung sind
a) die fahrtechnische Vorbereitung der Fahrt, die Grundfahraufgaben und die Prüfungsfahrt,b) die Abfahrtkontrolle/Handfertigkeiten undc) das Verbinden und Trennen von Fahrzeugen
jeweils getrennte Prüfungsteile, die jeweils getrennt voneinander bewertet werden. Bereits bestandene Prüfungsteile sind nicht zu wiederholen.Die Bewertung der Grundfahraufgaben, der Abfahrtkontrolle/ Handfertigkeiten und des Verbindens und Trennens von Fahrzeugen richtet sich nach den Anlagen 2 bis 9.
5.17.2.1 Trotz sonst guter Leistungen ist die Prüfung als nicht bestanden zu bewerten und soll beendet werden, wenn ein erhebliches Fehlverhalten festgestellt worden ist. Dabei handelt es sich um:Gefährdung oder SchädigungGrobe Missachtung der Vorfahrt und VorrangregelungNichtbeachten von "Rot" bei Lichtzeichenanlagen oder entsprechenden Zeichen eines PolizeibeamtenNichtbeachten der Vorschriftzeichen - Z 206 STOP-Schild, - Verkehrsverbote (Z 250 bis Z 266) ohne Zusatzschild, wie z. B. "Anlieger frei", - Z 267 Verbot der EinfahrtNichtbeachten anderer Vorschriftzeichen mit der Folge einer möglichen GefährdungVerstoß gegen das ÜberholverbotVorbeifahren an Schul- und Linienbussen, die mit Warnblinklicht an Haltestellen halten, mit einer Geschwindigkeit von mehr als 20 km/hEndgültiges Einordnen zum Linksabbiegen auf Fahrstreifen des GegenverkehrsFahrstreifenwechsel ohne VerkehrsbeobachtungFehlende Reaktion bei Kindern, Hilfsbedürftigen und älteren Menschen 5.17.2.2 Zum Nichtbestehen einer Prüfung kann außer den in 5.17.2.1 genannten Fehlverhalten auch die Wiederholung oder Häufung von verschiedenen Fehlern führen, wie z. B.:Mangelhafte VerkehrsbeobachtungNichtangepasste GeschwindigkeitVorbeifahren an Schul- und Linienbussen, die mit Warnblinklicht an Haltestellen halten, mit mehr als Schrittgeschwindigkeit, aber nicht mehr als 20 km/hFehlerhaftes AbstandhaltenUnterlassene BremsbereitschaftNichteinhalten des RechtsfahrgebotsNichtbeachten von Verkehrszeichen, mit Ausnahme der unter 5.17.2.1 genannten SituationenLanges Zögern an Kreuzungen und EinmündungenFehlerhaftes oder unterlassenes Einordnen in EinbahnstraßenFehlerhaftes oder unterlassenes Betätigen des BlinkersFehlerhafte oder unterlassene Benutzung der Bremsen und vorhandener VerzögerungssystemeFehler bei der FahrzeugbedienungFehler bei der umweltbewussten und energiesparenden Fahrweise.Fehler bei der Prüfung nach Anlage 10 Nr. 2.2 führen allein nicht zum Nichtbestehen der Prüfung.
5.18 Verhalten des FahrlehrersVersucht der Fahrlehrer den aaSoP zu täuschen oder macht das Verhalten des Fahrlehrers die Beurteilung des Bewerbers bei der Prüfungsfahrt unmöglich, ist diese mit dem Ergebnis "nicht bestanden" zu beenden.
5.19 Vorzeitige Beendigung der PrüfungsfahrtDie Prüfungsfahrt soll beendet werden, sobald sich herausstellt, dass der Bewerber den Anforderungen der Prüfung nicht gerecht wird.
5.20 Zusätzliche Festlegungen für Klassen A, A2 A1 und AM Bei den Prüfungsfahrten für die Klassen A, A2, A1 und AM darf das Begleitfahrzeug, in dem sich der aaSoP befindet, nicht von einem Fahrschüler gelenkt werden. Es darf nicht mehr als ein Bewerber von dem Begleitfahrzeug aus geprüft werden.Die Übermittlung der Anweisungen des aaSoP über Funk erfolgt durch den Fahrlehrer. Der Bewerber fährt überwiegend voraus.
5.21 Zusätzliche Festlegungen für die Klasse TWenn bei Prüfungsfahrten für die Klasse T Zugmaschinen verwendet werden, auf denen keine geeigneten Plätze für den aaSoP und den Fahrlehrer vorhanden sind, darf das Begleitfahrzeug, in dem sich der aaSoP befindet, nicht von einem Fahrschüler gelenkt werden. Es darf nicht mehr als ein Bewerber von dem Begleitfahrzeug aus geprüft werden.Die Prüfungsfahrten für die Klasse T erfolgen in diesen Fällen mit Einsatz von Funkanlagen. Die Übermittlung der Anweisungen des aaSoP über Funk erfolgt durch den Fahrlehrer. Das Begleitfahrzeug fährt innerhalb der Prüfungsfahrt voraus.6. Ergebnis der PrüfungDer aaSoP hat über die Prüfung Aufzeichnungen zu machen, die insbesondere über die vom Bewerber begangenen Fehler oder über Verhaltensweisen des Fahrlehrers im Sinne von 5.18 Aufschluss geben. Er hat die Aufzeichnungen bei Beendigung der Prüfung mit der Feststellung des Ergebnisses abzuschließen und bei nicht bestandener Prüfung zu unterschreiben und dem Verwaltungsvorgang beizufügen.Hat die Prüfung ergeben, dass der Bewerber den Anforderungen genügt, so hat der aaSoP ihm den Führerschein nach dem Einsetzen des Aushändigungsdatums auszuhändigen. Sind Maßnahmen der Fahrerlaubnisbehörde erforderlich (z.B. die noch einzutragende Sehhilfe oder weitere Beschränkungen der Fahrerlaubnis, falsches Lichtbild), ist der Verwaltungsvorgang mit Führerschein und einer Mitteilung an diese zurückzugeben. Entsprechendes gilt für die Aushändigung der befristeten Prüfungsbescheinigung.Hat der Bewerber die Prüfung nicht bestanden, hat ihn der aaSoP bei Beendigung der Prüfung unter kurzer Benennung der wesentlichen Fehler hiervon zu unterrichten und ihm ein Prüfprotokoll auszuhändigen (vgl. Anlage 7 Nr. 2.6 FeV), das der Anlage 13 entspricht.Der aaSoP kann einen Zwischenbericht mit oder ohne Rückgabe der Akten an die Fahrerlaubnisbehörde erstatten, wenn er es für nötig hält, dass diese Auflagen oder Beschränkungen anordnet oder den Antrag ablehnt, oder wenn die Wiederholung der Prüfung innerhalb kurzer Zeit nicht möglich erscheint.Unberührt hiervon bleibt die Pflicht des aaSoP, der Fahrerlaubnisbehörde Beobachtungen mitzuteilen, die Zweifel über die körperliche oder geistige Eignung des Bewerbers begründen (vgl. § 18 Abs. 3 FeV). Hierüber ist der Bewerber zu unterrichten. 7. Rückgabe von PrüfaufträgenDie Technische Prüfstelle gibt den Prüfauftrag an die Fahrerlaubnisbehörde zurück, wenndie theoretische Prüfung nicht innerhalb von 12 Monaten nach Eingang des Prüfauftrags bestanden ist,die praktische Prüfung nicht innerhalb 12 Monaten nach Bestehen der theoretischen Prüfung bestanden ist oderin den Fällen, in denen keine theoretische Prüfung erforderlich ist, die praktische Prüfung nicht innerhalb von 12 Monaten nach Eingang des Prüfauftrags bestanden ist. Die Rückgabe des Prüfauftrags ist der Fahrschule mitzuteilen.

References: § 17
 § 17
 § 20
 § 30
 § 31
 § 26
 § 26
 § 26
 § 27
 § 17
 § 15
 § 5
 § 17
 § 5
 § 17
 § 17
 § 17
 § 17
 § 72
 § 18