Source: https://www.senioren-assistentin.de/2017/04/13/unsere-senioren-assistenten-k%C3%B6nnen-in-nrw-und-sh-gem-45a-sgb-xi-staatlich-abrechnen/
Timestamp: 2020-04-01 08:04:05+00:00

Document:
Abrechnung mit den Pflegekassen in NRW und SH über § 45a SGB XI - Ausbildung: Senioren-Assistenz
Es handelt sich bei den Leistungen der Einzelkräfte um Angebote zur Unterstützung im Alltag nach § 45a SGB XI, die gem. § 45b SGB XI als Entlastungsbetrag mit 1500 EUR pro Jahr und Betreuungsperson abgerechnet werden können. Zusätzlich können nicht verbrauchte ambulante Pflegesachleistungen nach § 36 SGB XI bis zu 40 Prozent für die Angebote zur Unterstützung im Alltag in Anspruch genommen werden. Nach der niedrigsten Staffelung macht dies bereits ab Pflegegrad 2 jährlich 3307,20 EUR pro Person aus.
Davon unabhängig werden Leistungen, die Senioren-Assistenten im Rahmen der Verhinderungspflege in Kombination mit der Kurzzeitpflege erbringen, von den Pflegekassen pro Person mit bis zu 2418 EUR im Jahr erstattet.
Leistungen, die darüber hinaus privat liquidiert werden – und das ist bei den Senioren-Assistenten in Deutschland ganz überwiegend der Fall -, bleiben von den genannten gesetzlichen Regelungen gänzlich unberührt und können ohne gesetzliche Einschränkung abgerechnet werden.
Anerkannte Qualifizierung für § 45a SBG XI
Wenn aber Senioren-Assistenten ihre Angebote zur Unterstützung im Alltag über die Pflegkassen gem. § 45a oder § 36 SGB XI abrechnen wollen, dann benötigen sie eine nach Landesrecht anerkannte Zulassung.
Das Ausbildungskonzept Senioren-Assistenz / Plöner Modell, das für Schleswig-Holstein im Kern aus einem 120-stündigem Ausbildungsmodul besteht, ist nach der 2017 in Kraft getretenen AföVO amtlich anerkannt. Darüber hinaus ist die Firma Büchmann Seminare KG als Servicestelle für Qualitätssicherung der Angebote zur Unterstützung im Alltag amtlich anerkannt und nimmt in dieser Eigenschaft die Aufgaben einer Fachkraft wahr.
Nordrhein-Westfalen orientiert bei den neuen Anerkennungsvoraussetzungen für Angebote nach § 45a SGB XI näher an den Bedürfnissen der Senioren.
Galten bisher die wenig flexiblen Schulungsvoraussetzungen zur Anerkennung nach der alten AnFöVO mit einem „Muss“ an 160 Stunden plus Praktikum, setzt die neue Verordnung auf die Kreativität der Anbieter und ermöglicht diesen, die eigenen Dienstleistungen an den Bedürfnissen der Senioren auszurichten. Der jeweilige Anbieter hat sich dabei so zu qualifizieren, dass er sein spezielles Angebot mit den nötigen Kenntnissen unterfüttert und damit auf dem Markt werben kann. In der Verordnung heißt es dazu: „ Die Leistungen sollen durch angebotsbezogen qualifizierte Personen erbracht werden.“ Als absolutes Mindestmaß gilt eine 40-stündige Schulung, die aber nur Basiskenntnisse vermittelt. Insgesamt kommen die neuen Regelungen unserem Ausbildungskonzept sehr entgegen, da wir weiterhin neben der Basisvermittlung aktuell und passgenau auf die unterschiedlichen Anforderungen der Senioren vorbereiten können. Inhaltsreichere Schulungen sind aber auch aus finanzieller Sicht für Senioren-Assistenten attraktiv. Das Honorar soll angemessen sein. So orientiert es sich jetzt an den Sätzen der Pflegedienste. Dies gilt aber nur für vergleichbare Leistungen. Das heißt, je anspruchsvoller das eigene Angebot (z. B. Kommunikation mit modernen Medien oder speziell Demenzbetreuung), desto höher kann die eigene Vergütung ansetzen.
Vor diesem Hintergrund bieten wir weiterhin für alle Interessenten an der Senioren-Assistenz unser Angebotspaket nach dem Plöner Modell von 120 Stunden mit Fach-, Persönlichkeits- und Selbständigkeitsmodul an und ermöglichen so unseren Senioren-Assistenten, ihre Leistungen auf attraktiver Ebene anzubieten.
Für Nordrhein-Westfalen - Kooperationsvertrag
Für Schleswig-Holstein - Servicestelle für Qualitätssicherung

References: § 45
 § 45
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 § 36
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