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Timestamp: 2019-05-22 14:46:00+00:00

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Winnefeld Bilanzhandbuch
In Kürze (voraussichtlich am 01.06.2015) erscheint die 5. Auflage des Winnefeld Bilanzhandbuches beim C. H. Beck Verlag für € 199,00 inkl. MWSt. Das Bilanzhandbuch enthält auch die gesamte Praxiserfahrung des Autors in Zusammenhang mit seiner Tätigkeit als Wirtschaftsprüfer, Steuerberater und Rechtsanwalt und dient als Wegweiser in allen Bilanzierungsfragen.
Es ist nicht möglich, das Werk zu vollenden.
Und es ist uns nicht erlaubt, das Werk zu verlassen.
Rechnungslegungsrecht ist stetigen Wandlungen unterworfen, ausgehend von den Veränderungen des Marktes wird die wirtschaftliche Lage des Unternehmens durch sich verändernde Einflüsse stetig verändert. Weitere Einflüsse ergeben sich aus den internationalen Rechnungslegungsstandards und - - trotz Abschaffung der formalen Maßgeblichkeit durch das BilMoG - - auch durch das Bilanzsteuerrecht, insbesondere durch die finanzgerichtliche Rechtsprechung. Die Vielfalt der Einflüsse und Veränderungen des Rechnungslegungsrechts bedarf der Erläuterung neuer Erkenntnisse, Sichtweisen und insbesondere der Entwicklungen. Vor allem hat die Finanz- und Wirtschaftskrise seit dem Jahre 2008 viel Gewohntes in Frage gestellt, was lange Zeit als richtig und angemessen gegolten hat. Zu dieser Zeit hat die Fair-Value-Bewertung bei eingeschränkter Marktliquidität krisenverschärfend gewirkt und dabei Grundfesten der internationalen Rechnungslegung erschüttert.
Die kontroversen Diskussionen zur Anwendung der IAS/IFRS hat schließlich den deutschen Gesetzgeber veranlasst, die Bilanzierungsregeln des HGB den internationalen Rechnungslegungsstandards vor allem in Hinblick auf die Informationsfunktion anzupassen, sodass den Unternehmen eine gleichwertige, aber kostengünstigere Alternative zu den internationalen Rechnungslegungs- standards im Rahmen des BilMoG vorliegt. Die neue Auflage des Bilanz-Handbuches behandelt deshalb schwerpunktmäßig die Neuregelungen bzw. Änderungen durch das BilMoG in den handelsrechtlichen Vorschriften über
den Ansatz selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens (§§ 248 Abs. 2, 255 Abs. 2a HGB),
Bildung der Bewertungseinheiten nach § 254 HGB,
realitätsnähere Bewertung der Rückstellungen, insbesondere für Altersversorgungsverpflichtungen durch Berücksichtigung von Lohn-, Gehalts- und Rententrends sowie die Verwendung eines marktgerechten, laufzeitadäquaten Zinssatzes (§ 253 Abs. 2 S. 2-5 HGB),
besondere Bewertungs- und Ausweisvorschriften für das Deckungsvermögen (§§ 246 Abs. 2, 253 Abs. 1 S. 4, 255 Abs. 4, 266 Abs. 3 E HGB),
Bilanzierung latenter Steuern nach dem international üblichen Temporary-Konzept (§ 274 HGB)
Behandlung eigener Anteile (§ 272 Abs. 1a, 1b, 4 HGB) sowie die zentrale Regelung einer Ausschüttungs- bzw. Abführungssperre (§ 268 Abs. 8 HGB, § 301 AktG).
Zu nennen sind außerdem die vielfältigen Ergänzungen der Anhangsangaben, wie z.B. zu Art und Zweck sowie Risiken von nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften (§ 285 Nr. 3a HGB), die Gründe für die planmäßige Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts über eine Nutzungsdauer von mehr als fünf Jahren (§ 285 Nr. 13 HGB) sowie die Erweiterung der Lageberichterstattung, wie z.B. um einen Bericht über das rechnungslegungsbezogene interne Kontroll- und Risikomanagementsystem bei kapitalmarktorientierten Unternehmen (§ 289 Abs. 5 HGB) und zur Unternehmensführung (§ 289 a HGB).
Ein weiterer Schwerpunkt der Bearbeitung liegt in der Kommentierung der aktuellen Gesetzesänderungen im Bereich des Handels- und Bilanzsteuerrechts durch
die Deregulierung der handelsrechtlichen Buchführungs- und Bilanzierungspflichten durch § 241 a HGB für Einzelkaufleute (BR-Drucks. 344/08, BT-Drucks. 16/13407, 84). Sie befreit den Einzelkaufmann von der Pflicht zur Buchführung und Erstellung des Inventars in § 241 a HGB und befreit ihn von der Pflicht zur Aufstellung der Eröffnungsbilanz und eines Jahresabschlusses gem. § 242 Abs. 4 HGB, soweit bestimmte Schwellenwerte des § 241 a S. 1 HGB eingehalten werden;
die Deregulierung der umfassenden Rechnungslegungsvorgaben des HGB durch § 267 a HGB für KapGes und KapCoGes durch das Kleinstkapitalgesellschaften-Bilanzrechtsänderungengesetz (MicroBilG);
die Einführung der E-Bilanz gem. § 5b EStG, wonach Bilanz und GuV für steuerliche Zwecke elektronisch an das Finanzamt einzureichen sind. Mit der E-Bilanz wird erstmals durch die sog. „Steuer-Taxonomie“ ein steuerrechtliches Gliederungsschema für die Bilanz und GuV vorgegeben, die über die handelsrechtlichen Vorgaben des § 266 und der §§ 275, 277 deutlich hinausgeht. Dadurch werden Unternehmen gezwungen, ihre Finanzbuchhaltung und IT-Systeme anzupassen, um den steuerlichen Anforderungen zu genügen. Daher besteht sogar ein Legitimationsanspruch für die HB.
Im Steuerbilanzrecht sind hervorzuheben
der Beschluss des Großen Senats vom 31.01.2013-GrS1/10 zum subjektiven Fehlerbegriff und
die verschiedenen IDW-Stellungnahmen zur Rechnungslegung und IDW Rechnungslegungshinweise sowie die einschlägige Rechtsprechung.
Auch die fünfte Auflage des Bilanz-Handbuches setzt die bewährte Aufteilung fort, die handelsrechtliche Rechnungslegung in enger Verbindung mit dem Steuerbilanzrecht und der IAS/IFRS-Rechnungslegung darzustellen. Diese Darstellungsform entspricht der Praxis, die auch die von der E-Bilanz geforderte Überleitung von Handels- und Steuerrecht im Auge zu behalten und darüber hinaus den Gleichklang oder die Abweichung zu den IAS/IFRS-Rechnungslegungsstandards zu beachten hat.
Für die tägliche Praxis sind weitere Teile der Rechnungslegung eingearbeitet über
rechtsformspezifisches Bilanzrecht mit Sonderfragen zu den einzelnen Rechtsformen der Gesellschaften;
vertiefende bilanzrechtliche Sonderfragen, wie z.B. Bilanzierung und Bewertung in der Unternehmenskrise, Bilanzierung der Betriebsaufspaltung, bilanzielle Fragen der Umweltbilanzierung;
Rechnungslegung in Sonderbilanzen, wie z.B. Umwandlungsbilanzen, Veräußerungs- und Aufgabebilanzen, Insolvenzbilanzen;
Ergänzende Teile der nationalen und internationalen Rechnungslegung, wie z.B. Kapitalflussrechnung, Segmentberichterstattung, Eigenkapitalveränderungsrechnung.
Das Bilanz-Handbuch stellt deshalb die Anwendung der Normen in der täglichen Praxis in den Vordergrund. Es zeigt in einer systematischen Darstellung den Bezug zu den einschlägigen Bestimmungen und Standards im konkreten Fall her und gibt in Zweifelsfällen Lösungs- und Gestaltungshinweise.
Über 250 Fallbeispiele, die i. d. R. der Rechtsprechung entnommen sind, veranschaulichen die praktische Anwendung der allgemeinen Grundsätze des Bilanzrechts.
Ein ausführliches Stichwortregister erleichtert dem Nutzer das Auffinden des Lösungsweges.
Das Handbuch berücksichtigt Rechtsprechung und Literatur bis zum 31.12.2014.
Das Werk wäre ohne die engagierte Mitwirkung vieler Mitarbeiter des Büros und des Sekretariats nicht zustande gekommen. Der Dank gilt insbesondere Frau Referendarin Isabelle Lutterbeck, Frau Claudia Frenzel und Frau Margarethe Plumhoff. Sie haben mit ihrem unermüdlichen Fleiß, ihrer Sorgfalt und Tatkraft zum Erscheinen des Buches beigetragen.
Großen Dank schulde ich Herrn Hans-Josef Hunold, Lektor des Beck-Verlages, für seinen maßgeblichen Beitrag zur Konzeption des Bilanz-Handbuches, für seine Geduld und für sein stetiges Vertrauen, das seit dem Jahre 1994 besteht.
Nicht zuletzt danke ich meiner Familie, die das größte Opfer für das Erscheinen des Bilanz-Handbuches erbracht hat, indem sie auf die Familiengemeinsamkeit sehr häufig verzichtet hat.
Wir hoffen, dass auch die fünfte Auflage des Bilanz-Handbuches - - wie bisher - - eine verlässliche Hilfe bietet. Für Anregungen, aber auch für Kritik haben wir stets ein offenes Ohr.
Lehrbeauftragter für nationales
und internationales Bilanzrecht
Das Werk folgt in Aufbau und Gliederung dem systematischen Aufbau der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung. Der Band bezieht neben den handelsrechtlichen Bilanzierungsansätzen jeweils die unterschiedlichen steuerrechtlichen Bilanzansätze mit ein, sodass für den Bilanzpraktiker jeweils die teilweise unterschiedlichen Ansätze und Bewertungen in der Handels- und Steuerbilanz ersichtlich sind. Im Kontext des deutschen Handelsbilanzrechts sind die internationalen Rechnungslegungsgrundsätze nach IFRS/IAS dargestellt. Da viele Bilanzierungsfragen von der Rechtsform des Unternehmens abhängig sind, ist ein gesondertes Kapitel der rechtsformabhängigen Rechnungslegung gewidmet. Dies erleichtert dem Praktiker den Umgang mit den einschlägigen Bilanzierungsvorschriften. Wegen der Komplexität in Sach- und Rechtsfragen ist den bilanziellen Sonderfragen ein besonderes Kapitel gewidmet. Derartige Sonderfragen erfordern eine besondere Aufmerksamkeit und Behandlung im Jahresabschluss und sind von zunehmender Bedeutung auch für den Bilanzpraktiker. Ein Überblick über Sonderbilanzen, wie beispielsweise die Liquidationsbilanz, Auseinandersetzungsbilanz, Vergleichsbilanz, Einbringung eines Betriebs, Teilbetriebs oder Mitunternehmeranteils oder einer Beteiligung sowie Umwandlungsbilanzen nach dem Umwandlungssteuerrecht komplettieren diese praxisorientierte Darstellung des Bilanzierungsrechts.
umfassende Darstellung des Bilanzrechts mit allen Sonderthemen wie Sonderbilanzen und Sonderfragen
erste Praxiserfahrungen mit dem neuen BilMoG
Darstellung der internationalen Rechnungslegungsnormen im Kontext mit den nationalen Vorschriften
für Bilanzpraktiker konzipiert
Sämtliche Änderungen durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) wurden nicht nur eingearbeitet, sondern nach den ersten praktischen Erfahrungen bei der Anwendung in ihren Auswirkungen kommentiert. Aufgenommen sind bereits die Anforderungen durch die neue eBilanz sowie die Änderungen durch das MicroBilG. Die zwischenzeitlich ebenfalls erheblichen Änderungen der internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IAS/IFRS) sind wiederum im Kontext der nationalen Rechnungslegungsvorschriften dargestellt, so dass ein direkter Vergleich möglich ist.
Dr. Robert Winnefeld, Rechtsanwalt, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater

References: § 254
 § 301
 § 241
 § 241
 § 242
 § 241
 § 267
 § 5
 § 266