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Timestamp: 2013-05-25 17:38:56+00:00

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Nicht alles ist Gold, was glänzt! (compact 10/2012)
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von Markus Bechtel 27.09.12 00:21:36
Angesichts der gegenwärtigen Finanzkrise machen sich viele Gedanken über die tatsächlichen oder vermeintlichen Fehler der kapitalistischen Wirtschaftsordnung. In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift compact 10/2012 (www.compact-magazin.com), herausgegeben von Jürgen Elsässer, geht es in einem Dossier um die Zinsproblematik. Vier Autoren beschäftigen sich darin mit der Zins- bzw. Zinseszinsproblematik und kommen dabei zu Ergebnissen, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten.
1. Umverteilung von Fleißig zu Reich (Rico Albrecht, Wissensmanufaktur)
Wer mit den Veröffentlichungen der sog. Wissensmanufaktur vertraut ist, der wird bei diesem Artikel sicherlich nicht enttäuscht sein. Bereits die Überschrift zeigt wieder einmal unmißverständlich, wo die Reise hingeht. Es geht wieder einmal um das Lieblingsthema des Autors, der Umverteilung. Und um den Kampf zwischen Fleißig gegen Reich. Inhaltlich ist dies nichts anderes als die altbekannte marxistische Klassenkampfpropaganda vom Kampf von Arm gegen Reich. Es ist also das altbewährte Prinzip von „Teile und Herrsche“, des gezielten Mißbrauchs der Hegelschen Dialektik von These (Fleißig), Antithese (Reich) und Synthese (zinsloses bzw. „fließendes“ Geld). Auch sonst bietet der Artikel inhaltlich nichts Neues. Es ist wieder einmal eine zusammenhanglose Aneinanderreihung von tatsächlichen und vermeintlichen Fehlern des Kapitalismus. Es werden dabei durchaus richtige Dinge mit falschen Behauptungen vermengt. Ein roter Faden, der eine logische Argumentationskette erkennen ließe, ist dabei kaum ersichtlich. Es bedarf daher schon einiger Mühen, die wesentlichen von den unwesentlichen Argumenten zu unterscheiden. Dabei unterlaufen dem Autor eine ganze Reihe von Fehlern: Der Autor behauptet, Zinsen entstünden aus dem Nichts (S. 41)! Diese weitverbreitete Vorstellung ist schlichtweg absurd. Zins und Zinseszins beruhen immer auf einer vertraglichen Vereinbarung zwischen Gläubiger und Schuldner (vgl. z. B. §§ 488, 248 BGB ). Der Zins und Zinseszins kann daher nicht aus dem Nichts entstehen. Zins und Zinseszins wurden vielmehr von dem Schuldner selbst - durch seine eigene Unterschrift unter dem Schuldvertrag - in Umlauf gebracht. Das geschieht nicht nur bei einem Darlehen. Das geschieht auch bei der Ausstellung eines Wechsels oder des früher noch gebräuchlichen (Euro-)Schecks. Der Autor verkennt daher wieder einmal die wirtschaftsrechtlichen Grundlagen unserer arbeitsteiligen Wirtschaftsordnung (kleiner BGB-Schein, 1. Semester). Der Autor vermengt auch die Geldschöpfung der Zentralbank mit der Geldschöpfung der anderen Marktteilnehmer. Nach den Regeln der Buchführung (Buchhaltung, 1. Semester) steht dem Rückzahlungs- und Zins(eszins)anspruch auf der Aktivseite der Bilanz (ital. bilancia, die Waage) richtigerweise der Auszahlungsanspruch des Schuldners als Verbindlichkeit auf der Passivseite gegenüber. Hier von einer Geldschöpfung aus dem Nichts zu sprechen, ist daher nicht nachvollziehbar. Wenn die Bank nämlich nicht über genügend Eigenkapital verfügt, dann muß sie dazu eben Fremdkapital aufnehmen. Dies kann sie entweder bei den Sparern tun. Oder eben bei der Zentralbank. Dasselbe geschieht auch bei einem Kaufmann. Würde ein Selbstständiger bilanzieren, dann würde sich die Situation für ihn genauso darstellen. Selbst bei einem zinslosen Geldsystem würde sich diese Buchführung genauso darstellen. Was daran verwerflich sein soll, ist daher schlichtweg nicht nachvollziehbar. Lediglich in der Beziehung zwischen Bank und ZENTRALBANK ist das etwas anders. Die teilweise UNGEDECKTE Geldschöpfung der ZENTRALBANK aus dem Nichts ist dann in der Tat ein großes Problem. Die Ursache hierfür ist jedoch nicht die Geldschöpfung als solche, sondern das sog. Fractional Reserve Banking System, das nur eine teilweise Hinterlegung von Sicherheiten erfordert. Genau deshalb wird unter ernstzunehmenden Ökonomen die Rückkehr zu einem gedeckten Vollgeldsystem diskutiert. Weiterhin verkennt der Autor den Unterschied zwischen Zins und Zinseszins (kleiner BGB-Schein, Mathematik I, 1. Semester). Der Zins in § 488 Absatz 1 Satz 2 BGB ist eine lineare Funktion: f(n)=(1+i) mal n. Der Zinseszins in § 248 Absatz 2 BGB ist dagegen eine exponentielle Funktion: f(n)=(1+i) hoch n. Erst wenn man die schuldrechtliche Vereinbarung zwischen Gläubiger und Schuldner kennt, dann weiß man auch, welche der beiden Zinsformeln anzuwenden ist. Gegenüber dem Zinseszins gibt es, wie der Autor durchaus zutreffend darlegt, berechtigte Vorbehalte. Es ist jedoch nicht nachvollziehbar, weshalb der Autor deshalb auch noch den Zins abschaffen will (S. 42). Bei der Miete eines Autos oder einer Wohnung gibt es auch nur den Mietzins. Eine Begründung dafür, weshalb dies bei einem Darlehen nicht genauso gehen sollte, sucht man in dem Artikel vergebens. Es gibt aber nun einmal weder wirtschaftlich noch rechtlich ein Naturgesetz, wonach der Zins immer auch Zinseszins gebiert. Der Autor verkennt also auch hier die wirtschaftsrechtlichen Grundlagen unserer arbeitsteiligen Wirtschaftsordnung (kleiner BGB-Schein, 1. Semester). Welche Konsequenzen die Abschaffung des Zinses hätte, das können wir gerade an dem verfehlten sozialistischen Zinsdumping der Zentralbanken ablesen. Dieses sozialistische Zinsdumping führt zu einer inflationären negativen Realverzinsung. Die Sparer flüchten sich dadurch in reale Assets (Gold, Silber, Rohstoffe, Unternehmensanteile, Grund und Boden). Dieses fehlende Kreditangebot der Privaten muß daher von den Zentralbanken durch „Gelddrucken“ ersetzt werden. Dies wiederum führt zu völlig aus dem Ruder laufenden Kapitalmärkten. Es entsteht ein Teufelskreis ohne Entrinnen. Das Ergebnis konnten wir nach der Wende in der „Ostzone“ besichtigen.
Vor diesem Hintergrund fragt man sich schon, was der Autor mit diesem Artikel eigentlich erreichen wollte. Offensichtlich geht es dem Autor nicht um die Gesundung unseres bestehenden Wirtschaftssystems. Unser bestehendes Wirtschaftssystem kann ihm anscheinend gar nicht krank genug sein. Statt der Gesundung des bestehenden Systems geht es geht ihm vielmehr um einen revolutionären Weg eines neuen sozialistischen Geldsystems und einer neuen sozialistischen Bodenreform. Auch wenn er dies vehement bestreiten wird. Selbst der wissenschaftliche Beirat der sog. Wissensmanufaktur, Herr Professor Dr. Wilhelm Hankel hat inzwischen erkannt, daß es den Machern der sog. Wissensmanufaktur nicht um einen evolutionären, sondern um einen revolutionären Weg geht (Alpenparlament-Youtube-Kanal, http://www.youtube.com/watch?v=oN3-SogkgN8 , 16., 26.(!), 32., 40. bzw. 47. Minute). Bei diesem Artikel wird jedenfalls recht deutlich, daß der Autor alles anders machen will. Wer jedoch alles anders machen will, der sollte vielleicht besser etwas anderes machen. Zusammenfassend ist daher festzustellen, daß der Autor zwar einige Fehler unseres Wirtschaftssystems richtig erkannt hat, daraus aber nicht nachvollziehbare Rückschlüsse zieht. Die ganz erheblichen handwerklichen Fehler des Beitrages führen daher zu einer UNGENÜGENDEN Bewertung. 2. Und vergib uns unsere Schuld/en (Andreas Rieger)
Der Autor Rieger versucht das Zinsproblem vor dem Hintergrund des Juden- und Christentums historisch aufzuarbeiten. Im Gegensatz zu den Kollegen der Wissensmanufaktur unterscheidet der Autor dabei immerhin zwischen Zins und Wucher. Dabei gibt er auch noch die strafrechtliche Definition des Wuchers inhaltlich korrekt wieder: „§ 291 StGB Wucher ( http://dejure.org/gesetze/StGB/291.html )
Vermögensvorteile versprechen oder gewähren läßt, die in einem auffälligen Mißverhältnis zu der Leistung oder deren Vermittlung stehen, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. ….“
Der geneigte Leser fragt sich nun: Was ist denn der rechtlich zulässige Zins? Und was ist denn nun Wucher? Wann stehen denn die Vermögensvorteile in einem auffälligen Mißverhältnis zu der Leistung? Wann beginnt also der rechtlich unzulässige Zins(eszins)-Wucher? Leider läßt uns der Autor an dieser spannenden Stelle im Regen stehen. Der Wucher kann in zweierlei Hinsicht entstehen: Entweder kann der Zins selbst in einem auffälligen Mißverhältnis zu der Leistung stehen. Das ist z.B. dann der Fall, wenn der Zinssatz den marktüblichen Zinssatz deutlich übersteigt. Oder der Zins ist zwar durchaus noch im marktüblichen Bereich, der Wuchertatbestand ist aber durch weitere Leistungen erfüllt. Nach der Wertung des bürgerlichen Gesetzgebers in § 248 Abs. 1 BGB ist dies grundsätzlich bei Zinseszins-Abreden der Fall. Allerdings sind den Banken nach § 248 Abs. 2 BGB Zinseszins-Abreden erlaubt. Würde also der Gesetzgeber den Absatz 2 streichen, dann wären alle Zinseszins-Abreden der Banken nach Absatz 1 nichtig und könnten nach § 291 StGB möglicherweise einen strafbaren Wucher darstellen. Wenn man sich diese Zusammenhänge vor Augen hält, dann wird man die recht lesenswerten Ausführungen des Autors besser verstehen. Mit Rücksicht auf unseren Blogwart erspare ich mir hier jedoch weitere Anmerkungen zu den jüdischen bzw. christlichen Hintergründen.
Zusammenfassend ist der Beitrag eine gelungene religionshistorische Darstellung des Zinsproblems. Wegen der Lücken ist dieser mit BEFRIEDIGEND zu bewerten. 3. Das goldene Zeitalter (Prof. Wolfgang Berger, Wissensmanufaktur) Gleich zu Beginn outet sich der Autor als glühender Anhänger der Freiwirtschaftslehre von Silvio Gesell. Was von der Lehre Gesells tatsächlich zu halten ist, das hat Rahim Taghizadegan sehr treffend in seiner Analyse „Kritik der Freiwirtschaft nach Silvio Gesell“ dargelegt (Institut für Wertewirtschaft, http://wertewirtschaft.org/analysen/Freiwirtschaft.pdf ). Auch die Darstellung des angeblich goldenen Mittelalters entspringt eher der Phantasie des Autors denn der Realität. Nach dem wirtschaftshistorischen Standardwerk „Wirtschaftsgeschichte Deutschlands“ von Heinrich Bechtel sah das Wirtschaftssystem des Mittelalters doch etwas anders aus. Der Autor verkennt z.B., daß es damals eben noch keine Zentralbanken gab, die allen Marktteilnehmern ihren sozialistischen Einheitszins vorgeschrieben haben. Auch dieser Autor bedient sich der klassischen marxistischen Stereotypen. Was bei ihm die „gierigen Fürsten“ sind (S. 48), das waren bei Karl Marx die „gierigen Fabrikanten“. Daß die „gierigen Fürsten“ und die „gierigen Fabrikanten“ ihrerseits bis über beide Ohren verschuldet waren, das verschweigt der Autor natürlich geflissentlich. So betreibt auch dieser Autor nichts anderes als marxistische Klassenkampfpropaganda. Diese Klassenkampfpropaganda kann natürlich nicht von den inhaltlichen Mängeln seiner Argumentation ablenken. Als Professor für Betriebswirtschaftslehre müßte der Autor eigentlich wissen, daß es ein zinsloses Geldsystem gar nicht geben kann. Kein Kapitalgeber würde sein Kapital verleihen, wenn er auch noch das Insolvenzrisiko des Schuldners, das Geldwertrisiko oder gar das Wechselkursrisiko tragen müßte. Weiterhin müßte ein Professor für Betriebswirtschaftslehre eigentlich wissen, daß die Kapitalmärkte ein zinsloses Geld bzw. ein erzwungenermaßen deflationäres „fließendes Geld“ durch entsprechende Aufschläge (Agios) bzw. Abschläge (Disagios) ausgleichen würden. Ein Professor für Betriebswirtschaftslehre sollte eigentlich auch realisieren, daß ein „fließendes Geld“ zwar die Geldfunktion, nicht jedoch die Wertaufbewahrungsfunktion erfüllt. Jegliches langfristiges Sparen und Vorsorgen wäre mit „fließendem Geld“ unmöglich. Schließlich sollte einem Professor für Betriebswirtschaftslehre eigentlich auch klar sein, daß das Zins(eszins)problem in erster Linie ein rechtliches Problem ist. Ein „zinsloses“ oder „fließendes“ Geld würde also an dem rechtlichen Zins(eszins) überhaupt nichts ändern. Wenn sich der Autor schon der Metapher des „fließenden Geldes“, also des Wassers bedient, dann sollte er dies auch konsequent tun. Die größte Dichte erreicht Wasser eben nicht am Gefrierpunkt, also bei 0° Celsius, sondern bei etwa 4° Celsius. Andernfalls würden die Fische im Teich im Winter erfrieren. Gott, der wahre Schöpfer, der große Baumeister (nicht zu verwechseln mit Jahwe, dem Teufel, vgl. Johannes 8, 44) hatte sich dabei schon etwas gedacht! Nicht anders verhält es sich mit dem Zins in der Wirtschaft. Unter normalen Bedingungen ist der optimale Zins auch nicht 0 Prozent, sondern etwa 4 Prozent. Volkswirtschaftlich betrachtet kommt es nämlich bei etwa 4 Prozent zu einem ausgewogenen Ausgleich der Interessen des Gläubigers wie des Schuldners. Fällt der Zins auf 0 Prozent oder wird er gar – wie derzeit - inflationsbereinigt negativ, dann herrscht auf den Kapitalmärkten eine sprichwörtlich eisige Stimmung. Steigt dagegen der Zins deutlich über 4 Prozent, dann ist die Nachfrage nach Fremdkapital so hoch, daß die Wirtschaft sprichwörtlich heiß läuft. Betriebswirtschaftlich betrachtet kann der optimale Zinssatz im Einzelfall jedoch ganz erheblich abweichen. Deshalb ist der sozialistische Einheitszinssatz der Zentralbanken auch so verheerend. Solange es nämlich diesen sozialistischen Einheitszinssatz der Zentralbanken gibt, können die „Zockerbergs“ nur gewinnen und die Landwirte nur verlieren. Im Ergebnis handelt es sich daher bei der Theorie des „fließenden Geldes“ auch nur um eine weitere marxistische Wirtschaftstheorie. Es ist letztlich gleichgültig, ob der Bürger durch eine Inflation oder durch eine erzwungene Deflation enteignet wird. Schließlich entpuppt sich der Autor auch als ein Trojanisches Pferd der Neuen Weltordnung. Dieses „fließende“ Geldsystem ist nämlich zwingend ein bargeldloses Geldsystem: „Bei Bargeld gibt ein Chip oder Magnetstreifen Auskunft über den Tageswert“ (S. 48). Das ist m.a.W. die Abschaffung des Bargeldes! [Nachtrag: So auch Prof. Dr. Franz Hörmann, einer der Verfechter des sog. Bedingungslosen Grundeinkommens (BGE), in erschreckender Deutlichkeit, 2008SHC-Youtube-Kanal, http://www.youtube.com/watch?v=P38AJnSqKcs ] Anders ließen sich die „Abgaben auf fließendes Geld“ auch gar nicht erheben. Gegenüber dieser Geldverkehrssteuer wäre die bisher angedachte Finanzmarkttransaktionssteuer geradezu „peanuts“. Bei jeder Zahlung wäre diese Geldtransaktionssteuer abzuführen. Wenn Sie also Ihre Stromrechnung zahlen, dann zahlen Sie nach den Vorstellungen des Autors nicht nur 100 Euro, sondern 130 Euro. 30 Euro wären dann zur Finanzierung des sog. Bedingungslosen Grundeinkommens (BGE) als „Abgabe auf fließendes Geld“ abzuführen. Was von diesem inflationären sozialistischen Hütchenspiel zu halten ist, das brauche ich Ihnen hoffentlich nicht mehr zu erklären. Da man diesem bargeldlosen Geldsystem nicht mehr ausweichen kann, führt dies zweifellos zur auch Abschaffung eines freiheitlichen privaten Kapitalmarktes. Dieses bargeldlose „fließende“ Geldsystem ist damit genau das, wovor uns die Offenbarung des Johannes gewarnt hat. In der Offenbarung 13, 16-18 heißt es wörtlich: „Und es macht, daß die Kleinen und die Großen, die Reichen und die Armen, die Freien und die Knechte allesamt sich ein Malzeichen geben an ihre rechte Hand oder an ihre Stirn, daß niemand kaufen oder verkaufen kann, er habe denn das Malzeichen, nämlich den Namen des Tiers oder die Zahl seines Namens. Hier ist Weisheit! Wer Verstand hat, der überlege die Zahl des Tiers; denn es ist eines Menschen Zahl, und seine Zahl ist sechshundertsechsundsechzig". Bereits heute soll es in Brüssel einen Großrechner geben, der auch „ the beast“ (das Tier) genannt wird. Das „fließende“ Geld ist damit das elektronische Blut des „Großen Bruders“!
Aus der Offenbarung wissen wir jedoch, daß das Leben dieses elektronischen Tieres nicht von langer Dauer sein wird. Ein Sonnensturm, ein EMP oder ein Computer-Virus würde dieses elektronische Kartenhaus zum Einsturz bringen. Dann hilft nur noch Bargeld. Mein alter Deutschlehrer sagte immer: „Geld ist geprägte Freiheit!“ oder: „Nur Bares ist Wahres!“. Wie recht er doch hatte!
Das bargeldlose „fließende“ Geldsystem ist damit nichts anderes als ein weiteres antichristliches marxistisches Wirtschaftssystem. Mit einer freiheitlichen sozialen Marktwirtschaft eines Ludwig Erhard hat das nichts zu tun. Diese Wirtschaftstheorie ist daher mit der freiheitlich-republikanischen Grundordnung des Grundgesetzes nicht zu vereinbaren. Zusammenfassend ist dieser Beitrag daher allenfalls mit MANGELHAFT zu bewerten. 4. Einspruch aus libertärer Sicht (Oliver Janich, Partei der Vernunft, pdv)
Im Gegensatz zu den vorgenannten Autoren verfügt Janich über eine im wesentlichen zutreffende wirtschaftsrechtliche Kenntnis unserer freiheitlichen bürgerlichen Wirtschaftsordnung. Im Gegensatz zu den anderen Autoren erkennt der Autor auch, daß im Zins auch eine Risikoprämie (z.B. das Insolvenzrisiko des Schuldners) zu sehen ist. Im Gegensatz zu den anderen Autoren erkennt der Autor auch die rechtliche Bedeutung des Zinses als Nutzungsentgelt an. Im Gegensatz zu den anderen Autoren erkennt der Autor auch die verheerende Wirkung, die von dem sozialistischen Einheitszinssatz der Zentralbanken ausgeht. Die Kapitalmarktzinsen sind eben an den Kapitalmärkten, also an der Börse festzulegen. Und gerade nicht in den Hinterzimmern einer Zentralbank. Lediglich an das Kernproblem des Zinseszinses in § 248 BGB kommt der Autor noch nicht heran. Was aber noch nicht ist, das kann ja noch werden. Während der Herausgeber Elsässer den ersten drei Autoren jeweils 3 Seiten zugestanden hatte, so mußte sich Janich mit nur noch 1 Seite begnügen. Vor diesem Hintergrund mußte natürlich Janichs libertärer Einspruch recht rudimentär ausfallen. Nichts desto trotz hat der Autor das beste aus dieser Situation gemacht. Herzlichen Glückwunsch!
Zusammenfassend ist dieser Beitrag daher eindeutig mit GUT zu bewerten.
Insgesamt ist dieses compact-Zinsdossier daher leider nur mit AUSREICHEND zu bewerten. Mit den einseitigen Beiträgen der Wissensmanufaktur-Autoren hat sich der Herausgeber Elsässer sicherlich keinen Gefallen getan. Wenn Sie jedoch die Seiten 39 bis 48 außer Betracht lassen, dann würde die verbleibende compact-Ausgabe ein zutreffendes Bild der bisherigen und hoffentlich auch zukünftigen compact-Ausgaben abgeben. In diesem Sinne: Bleiben Sie frei!
© Markus Bechtel 2012. Alle Rechte vorbehalten. ***
Kategorien: Bankenkrise, Edelmetalle & Rohstoffe, Geld & Zins, Mensch & Umwelt, Wirtschaftspolitik 5 Kommentare
Kommentar from: Adept [Besucher]	Sehr schöne Zusammenfassung, Danke.
Zur Frage des Zinses möchte ich anmerken, daß es einen Zusammenhang von Zins und Arbeit durchaus gibt. Die Schaffung von Arbeit erfordert im produktiven Bereich die Bereitstellung von Kapital. Wer das Kapital abschafft, schafft ziemlich schnell die Produktionsmittel ab. Im Kommunismus war das sehr anschaulich zu beobachten.
Eine andere Frage ist die des Zinseszinses. Merkwürdigerweise werden Zins und Zinseszins immer gemeinsam in den gleichen Topf geworfen. Mir scheint allerdings, im Gegensatz zum Zins, der Zinszins das Problem zu sein. Schließlich kann eine Investition nicht beliebig viel im produktiven Bereich hervorbringen. Die Endlichkeit liegt in z.B. der Haltbarkeit einer Produktionsanlage. Der Zinseszins wird dem nicht gerecht, er täuscht eine fortwährende Aufstockung der Produktionsanlagen hervor. Schließlich gerät auch der Sinn des Ganzen durcheinander, wenn dadurch zuviele Arbeitsplätze wegrationalisiert werden und die bezahlte Arbeit ihren Sinn, nämlich die Bezahlung, verliert.
Das Problem ist derzeit offensichtlich:
Die durch Zinseszins aufgeblähte Geldmenge hat sich vom Wert der Waren und dem Wert der Arbeit entfernt: Beides, Warenwert und Arbeitswert, verlieren und die durch staatliche Schulden provozierte Geldmenge hat sich von der Wirtschaft abgekoppelt. Da hilft kein Gsell und kein Kommunismus und auch keine Bankenaufsicht.
Inwieweit die Staaten von Hintermännern quasi gezwungen werden, sich immer mehr aufzuschulden, wäre eine Untersuchung wert. Das wird sich aber keine Uni erlauben, unsere ohnmächtigen Politmarionetten haben schließlich mächtige Puppenspieler.	05.10.12 @ 14:42	Kommentar from: Mike [Besucher]	Die Kritik ist unberechtigt. Es ist dem Compact Magazin hoch anzurechnen, dass es das Tabuthema Zins einmal aufgegriffen hat. Mehr und mehr Bürgern dämmert es, dass mit unserem Geld etwas nicht stimmt, und das verdichtet sich nicht nur auf den Zins.
Die Widersprüche sind doch offensichtlich. Zum einen soll Geld umlaufen und somit Tauschmittel sein, aber auf der anderen Seite ist es Wertaufbewahrungsmittel und kann willkürlich dem Kreislauf entzogen werden. Über 70 % des USD-Bargelds befinden sich gar nicht in den USA, sondern im Ausland. Wie soll also eine Zentralbank je in der Lage sein, mit Leitzinsen eine Steuerung desselben erfolgreich zu gestalten?
Die Zinsströme sind keine Kleckerbeträge. Wie Helmut Creutz in einem seiner Bücher vorrechnet, lagen schon 1981 die Bankzinserträge in Deutschland über den Steuereinnahmen und bei dem Doppelten der Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherungen. Tendenz stark steigend. Bereits 1994 entsprachen sie 56 % der Nettolöhne. Schaut man sich die Entwicklung des BSP und der Zinserträge der Banken an, so hat sich zwischen 1970 und 1995 das nominale BSP vervierfacht, aber die Zinserträge sich mehr als verzehnfacht. Cui bono?
Was die Ökonomen auch gerne verkennen ist, das ein immer größerer Teil des Geldes eben nicht durch die Zinsautomatik der Wirtschaft zugeführt wird, sondern in der Spekulation landet. Während nun zwischen den Banken und der Regierung Milliarden als kleinste Einheit leicht hin- und hergeschoben werden, um die Spekulationsblasen nicht platzen zu lassen, bekommt der Unternehmer selbst im günstigen Zinsumfeld sehr schwer an Geld, um zu investieren, und wenn es nur eine Million ist. Nun ist gegen die Spekulation grundsätzlich nichts einzuweden, aber wenn es soweit kommt, daß ein einzelner Mann wie Soros allein gegen die Bank von England spekulieren kann, und es geschafft hat, das Britische Pfund aus dem europäischen Währungskorb zu kegeln, dann stimmt etwas nicht. Und es hat auch nichts mit Marxismus zu tun, wenn sich Bedenken regen, daß ein Milliardär jedes Jahr 50 Millionen arbeitslos über Zinsen bei einer konservativen Anlage einstreicht, die von der Wirtschaft durch Mehrarbeit aufgebracht werden müssen. Zumal auch noch davon auszugehen ist, dass die nicht mehr in Kleinkleckersdorf der Besteuerung unterliegen.
Es ist doch auch verwunderlich, dass alle unsere Parteien immer nur von Wachstum reden, aber eigentlich nicht ersichtlich ist, wozu. Dass in Vietnam ein Wachstum als sinnvoll anzusehen ist, leuchtet ein, aber in Deutschland oder der Schweiz? Jedes Kind weiss, dass in der Natur nichts unendlich wächst, außer der Krebs, mit bekannten Folgen. Es ist auch völlig schizophren, auf der einen Seite die Umwelt schützen zu wollen, aber auf der anderen Seite einem Wachstum das Wort zu reden, das immer mehr produziert, was dann immer früher in den Müll wandert. Warum also nicht einmal darüber nachdenken, wie eine stabile Wirtschaft funktionieren kann, und welche Rolle der Zins dabei spielt?
Aber ich kann mir schon denken, wer hinter dieser Polemik steht... An den Früchten sollt ihr sie erkennen.
Sehr geehrter Herr "Mike" "lange", im Gegensatz zu Ihnen stehe ich mit meinem Namen hinter meinen Artikeln. Und sonst niemand! Wenn Sie etwas anderes behaupten wollen, dann legen Sie die Karten offen auf den Tisch oder unterlassen Sie derartige Verdächtigungen!
Im Gegensatz zu Ihnen und der sog. Wissensmanufaktur betreibe ich nicht nur marxistische Symptomkritik, sondern bearbeite auch die tatsächlichen Ursachen.
Im Gegensatz zu Ihnen und der sog. Wissensmanufaktur kann ich daher - wie z.B. auch ein Professor Dr. Wilhelm Hankel und andere Fachleute - nachvollziehbare Lösungsansätze anbieten.
Gerne können Sie hier etwas konstruktives dazu beitragen. Verschonen Sie uns aber bitte mit dem offensichtlichen "BS" der sog. Wissensmanufaktur. Sie wissen ja: An Ihren Früchten wird man Sie erkennen!
MfG	08.10.12 @ 06:16	Kommentar from: Stefan Wehmeier [Besucher]	Das Prinzip "teile und herrsche"
"Dem Gold verdanken wir die Arbeitsteilung und damit auch die Kulturgüter, denen wir uns erfreuen. Dem Gold aber verdanken wir auch wieder, dass von den geschaffenen Gütern der bei weitem größte Teil, und zwar das Beste, dem Schmarotzertum verfällt. Ist doch das Gold der Vater des Kapitalismus. Dank seinen körperlichen (Edelmetall) und seinen gesetzlichen Vorrechten (gesetzliches Zahlungsmittel) nimmt das Goldgeld eine Ausnahmestellung ein unter den Gütern, deren Austausch auf das Geld angewiesen ist. Das Goldgeld ist darum auch zum allgemeinen Sparmittel geworden, und der Sparer gibt es nicht wieder heraus, es sei denn, dass man ihm einen Zins verspricht. Früh oder spät verfällt aber alles Geld, das der Staat als Tauschmittel in Umlauf setzt, der Kasse irgendeines Sparers, sodass wiederum alles umlaufende Geld aus den Sparkassen kommt, also mit Zins belastet den Markt betritt, um seine Tätigkeit als Tauschmittel zu erfüllen. Diese Doppeltätigkeit des Geldes als Tauschmittel und als Sparmittel ist gegensätzlicher Natur und als Missbrauch des Tauschmittels zu betrachten. Dadurch, dass dem Güteraustausch nur verzinsliches Geld zur Verfügung steht, wird der Zins Vorbedingung der Warenerzeugung überhaupt.
…So kam mit dem Gold und der Arbeitsteilung zugleich der große Friedensstörer, der Zins, auf die Welt. Die Arbeitsteilung an sich verlangt keinen Zins. Wer sollte da auch Zins zahlen und weshalb? Die Arbeitsteilung hätte also den Menschen allgemeinen Wohlstand bringen sollen, da sie ja kein Vorrecht einzelner, sondern allen Menschen zugänglich ist. Aber aus den Händen des Goldes empfing die Menschheit diese Götterkraft nur unter der Bedingung des Zinses, und damit auch der Trennung der Menschen in arm und reich. Als ob neidische Götter der Menschheit den Machtzuwachs nicht gegönnt, die Unabhängigkeitserklärung der Menschen vom göttlichen Gängelband gefürchtet und dem dadurch vorgebeugt hätten, dass sie nach dem Grundsatz "teile und herrsche" den Zins als Spaltpilz in die Menschenfamilie eingepflanzt hätten!"
Silvio Gesell ("Ist der Bürger- und Völkerfrieden vereinbar mit der Goldwährung?", 1916)
Der Euro ist deshalb Zinsgeld (fehlerhaftes Geld mit parasitärer – der wesentlichen Tauschfunktion widersprechenden – Wertaufbewahrungsfunktion), weil er wie alle anderen heutigen "Währungen" gänzlich unreflektiert dem Edelmetallgeld der Antike nachgeäfft wurde. Der einzige wirklich stichhaltige Beweis Gottes (künstlicher Archetyp Jahwe = Investor) ist die Unfähigkeit seiner Untertanen, die Natürliche Wirtschaftsordnung zu verstehen:
Vielen Dank für das „schöne“ Gesell-Zitat. Gesell verfährt hier genauso nach dem „Teile und herrsche“Prinzip, wie Karl Marx und Gottfried Feder vor ihm und die anderen marxistischen Kapitalismus-Kritiker nach ihnen. Was hat denn das Gold mit dem „Schmarozertum“ zu tun? Einfach gar nichts! Sie könnten genauso gut wieder Muscheln oder Salz als Geld verwenden. Das ist also – wie der amerikanische Trendforscher Gerald Celente hier sagen würde – nichts als „BS“.
Gesell versteht einfach nicht, warum es zu der einseitigen Vermögensverteilung kommt. Er versteht ganz offensichtlich nicht, was Geld und Kredit (Zins) eigentlich ist. Er versteht folglich auch nicht, wie es zu Geld bzw. Zins kommt. Er versteht nämlich die dem Geld und Kredit zu Grunde liegende Rechtsordnung nicht. Er begeht hier also dieselben Fehler, die bereits Karl Marx und Gottfried Feder vor ihm und alle ihre Schüler nach ihnen begangen haben. Dieses Mißverständnis führte dann zu seinem völlig untauglichen Schwundgeldsystem. Geld muß jedoch immer folgende Funktionen erfüllen: Tauschfunktion, Wertaufbewahrungsfunktion und Wertbemessungsfunktion. Sowohl das Gesellsche Schwundgeldsystem als auch das „fließende“ Schwundgeldsystem der heutigen Gesellianer erfüllen diese Voraussetzungen NICHT! Diese Schwundgeldwährungssysteme stellen die Wertaufbewahrungsfunktion und Wertbemessungsfunktion in Frage oder beseitigen diese vollständig. Wenn jedoch die Wertaufbewahrungsfunktion und Wertbemessungsfunktion nicht mehr garantiert ist, dann ist es auch mit der Tauschfunktion nicht mehr weit her. Die Marxismen, Federismen und Gesellianismen sind daher sicherlich nicht „der Weisheit letzter Schluß“. Allen Marxisten, Federisten und Gesellianern sei daher dringend I. Kants „Sapere aude!“ (Habe Mut, Dich Deines (eigenen) Verstandes zu bedienen!) ans Herz gelegt .	10.10.12 @ 13:23	Kommentar from: Volker Carus [Besucher] Lieber Herr Bechtel,
herzlichen Dank für diesen mehr als erfrischenden und deutlichen Artikel, welcher viel Verbreitung finden sollte!
Eine Anmerkung möchte ich jedoch bringen:
Auf der einen Seite bin ich der Meinung:
Man (wir) dürfen diese Typen, die fast Sektenförmig ihre brandgefährlichen sozialistischen Theorien in die Welt blasen und sich als angebliche Alternative präsentieren nicht einfach so gewähren lassen.
Auf der anderen Seite komme ich immer wieder zu dem Schluß: Die Natur (und damit auch das natürliche Geldsystem, bei dem sich selbst ein Goldstandard "verbietet") wird auch diese Experimente sich selbst zerlegen lassen.
"...es wird nur von kurzer Dauer sein. Ein Wimpernschlag im (Leben der Geschichte)." :)
Gretchen brachte es in Goethes Faust auf den Punkt: "Nach Golde drängt, // Am Golde hängt // Doch alles. Ach wir Armen!" (Goethes Faust, Der Tragödie erster Teil., Vers 2802 ff.)
Die "sektenförmigen" Vertreter des "fließenden Geldes" verkennen eben, daß dies auch auf ihren Schwundgeld-Sozialismus zutreffen würde. Gerade weil sich jedermann dieses feudalistischen Schwundgeldes schnellst möglichst entledigte, hatte das Gold für das mittelalterliche Geld- und Kreditsystem eine so hohe Bedeutung. Dieser "fließende" Geldsozialismus ist nämlich - wie alle Sozialismen - auch nur ein feudalistischer Staatskapitalismus. Das Gold dagegen ist die "geprägte Freiheit", über welche die Fürsten gerade nicht beliebig verfügen konnten. Folglich kann auch der "fließende" Geldsozialismus das grundlegende Zeit-/Zins-Problem des Kapitalismus nicht lösen. Ob es allerdings wirklich eines neuen Goldstandards bedarf, das ist in der Tat eine ganz andere Frage. Das ist letztlich nicht eine Frage des Geldsystems, sondern eine Frage der Rechtsordnung. Die gegenwärtige Finanzkrise ist daher Ausdruck einer gestörten Rechtsordnung. Das Gold wird wahrscheinlich die Rückkehr zu einer ausgewogenen Rechtsordnung erzwingen. Durch die dem Gold innewohnende normative Kraft des Faktischen. Gold ist einfach per definitionem der Geldstandard, an dem sich jedes Geld- und Kreditsystem messen lassen muß. Dazu bedarf es keines neuen Goldstandards. Das wäre letztlich auch wieder nur ein neuer Geld/Gold-Sozialismus. M.E. wäre es daher völlig ausreichend, Gold und Silber als gesetzliche Zahlungsmittel zuzulassen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Daher vielen Dank für Ihre Anmerkung!	19.10.12 @ 04:33	Kommentar from: Simon [Besucher]	Guten Tag Herr Bechtel,
bevor Sie mit Ihrem kleinen BGB-Schein einen Mathematiker angreifen, sollen Sie vielleicht vorher kurz überlegen, ob Sie selbst zum Theama Zins und Zineseszins alles richtig verstehen haben. Denn ein Mietzins ist indirekt auch ein Zinseszins, denn entscheiden ist nicht nur der absolute Betrag, sondern auch die Fälligkeit! Die Fälligkeit eines Mietzinses ist sofort, und der gezahlte Mietzins kann dann auch sofort wieder angelegt oder anders verwendet werden. D.h. der Mietzins verzinst sich auch direkt weiter. Wenn Sie das nicht glauben, dann fragen Sie doch einfach mal Ihren Vermieter, ob es ihm reicht, wenn Sie ihm in 10 Jahren einfach die Monatsmiete mal 120 überweisen (ohne Verzugszinen).
"Guten Abend Herr Simon,
über den kleinen BGB-Schein bin ich schon lange hinaus. Ich habe Physik, Volkwirtschaftslehre und Rechtswissenschaften mit Schwerpunkt Steuerrecht studiert und letzteres auch erfolgreich abgeschlossen.
Es wäre eigentlich gar keine so schlechte Idee, wenn alle Studenten den kleinen BGB-Schein machen müßten. Dann würden die Mathematiker, Historiker, Philosphen, Soziologen und die anderen selbsternannten WIrtschaftsfachleute nicht immer so einen Unfug erzählen.
Selbstverständlich sollte auch der Mietzins in irgend einer Form wieder in den Wirtschaftskreislauf gelangen. Entweder zum Ausgleich der wirtschaftlichen und technischen Abnutzung (auch Abschreibung genannt). Oder als Fremdkapital für eine andere Investition. Oder einfach nur zum Zwecke des Konsums. Was soll denn daran schlecht sein? Das ist doch gerade der Sinn und Zweck des arbeitsteiligen Wirtschaftens!
Mir scheint, Sie verwechseln gerade wieder Zins und Zinseszins. Lesen Sie dazu meinen Beitrag "Mit Zins und Zinseszinsen...". Dann wird Ihnen klar, weshalb die Verzinsung am Markt kein Problem darstellt. Bei gleicher Kreditnachfrage und steigendem Kreditangebot wird nämlich der Zins sinken. Bis auf den einfachen Zins. Und dieser ist aus den o.g. Gründen notwendig und sinnvoll. Wenn darüber hinaus aber niemand mehr Zinseszinsen zahlt, dann kann auch gesamtwirtschaftlich kein Zinseszins mehr herauskommen. Damit hätte sich Ihr exponentielles Zinseszinsproblem erledigt. ..."	02.11.12 @ 14:25	Comment feed for this postKommentare sind f�r diesen Beitrag deaktiviert.
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 § 248
 § 248
 § 248
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