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Timestamp: 2019-07-20 08:02:23+00:00

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Schadensersatzpflicht des Geschäftsführers bei Übernahmeverschulden, § 678 BGB - Juraeinmaleins
4. Juli 2018 28. Februar 2019 by Van
Fremdheit des Geschäfts
Widerspruch zum wirklichen oder mutmaßlichen Willen des Geschäftsherrn
Das Übernahmeverschulden ist in zweierlei Hinsicht strenger als die deliktische Haftung:
Der Geschäftsführer haftet für Vermögensschäden ohne das es eine Rechts- oder Rechtsgutverletzung vorliegen muss.
Sowohl die haftungsbegründene und haftungsausfüllende Kausalität muss nicht vom Verschulden umfasst sein.1
II. Widerspruch zum wirklichen oder mutmaßlichen Willen des Geschäftsherrn
Die Geschäftsführung muss im Widerspruch zum wirklichen oder mutmaßlichen Willen des Geschäftsherrn stehen.
III. Übernahmeverschulden
Durch die Übernahme einer Geschäftsführung bringt der Geschäftsführer seinen Willen ein Geschäft für einen anderen zum Ausdruck.2 Das Verschulden bezieht sich auf den Widerspruch des wirklichen oder mutmaßlichen Willen des Geschäftsherrn, d.h. der Geschäftsführer handelte entweder in Kenntnis oder trotz Erkennbarkeit des entgegenstehenden Willens.3 Dabei gelten die allgemeinen Grundsätze, vgl. § 276 BGB. Stets im Kopf zu behalten ist die Haftungsprivilegierung gem. § 680 BGB.
1 – Wandt, Gesetzliche Schuldverhältnisse – Deliktsrecht, Schadensrecht, Bereicherungsrecht, GoA, 6. Auflage, 2014, § 5, Rn. 75.
2 – Wandt, (Fn. 1), § 5, Rn. 76.
3 – Wandt, (Fn. 1), § 5, Rn. 77, 81.
Tagged content, Geschäftsführung ohne Auftrag, GoA, Übernahmeverschulden
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References: § 678
 § 276
 § 680
 § 5
 § 5
 § 5