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Timestamp: 2020-07-07 00:08:05+00:00

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Die Auswirkungen des demographischen Wandels auf die Zukunft der ...
Am Beispiel der Stadt Sangerhausen
von Robert Ziegenhahn (Autor)
1 Die Feuerwehr
1.1 Die Feuerwehrgeschichte in Deutschland
1.2 Die Feuerwehr in Deutschland
1.4 Aus- und Fortbildung in der Feuerwehr
1.5 Die Jugendfeuerwehr
1.6 Mädchen und Frauen in der Feuerwehr
1.7 Feuerwehren international
2.1 Folgen des demographischen Wandels
2.2 Bevölkerungsentwicklung in Deutschland
2.3 Bevölkerungsentwicklung in Sachsen-Anhalt
2.4 Bevölkerungsentwicklung in der Stadt Sangerhausen
3 Die Feuerwehr als Non-Profit Organisation
3.1 Non-Profit Organisationen in Deutschland
3.2 Das Ehrenamt in Deutschland
3.2.1 Förderung des Ehrenamtes
3.3 Management und Marketing in Non-Profit Organisationen
4 Die Feuerwehr der Stadt Sangerhausen
4.1 Die Feuerwehrgeschichte der Stadt Sangerhausen
4.2 Situation der Feuerwehr in der Stadt Sangerhausen
4.2.1 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren
4.2.2 Struktur der Feuerwehr
4.2.3 Einsätze und Einsatzbereitschaft
4.2.4 Die Jugendfeuerwehren
4.2.5. Die Ausbildung in der Feuerwehr
4.2.6 Mädchen und Frauen in der Feuerwehr
4.2.7 Aktuelle Ereignisse und Entwicklungen
4.3 Der Bedarfsplan der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Sangerhausen
5 Optimierungsressourcen
Literatur- und Materialverzeichnis
Abb. 1: Feuerwehrgründungen in den Jahren 1855 bis 1876 (Ländervergleich)
Abb. 2: Anzahl aktiver Mitglieder nach Bundesländern
Abb. 3: Mitglieder der verschiedenen Feuerwehren
Abb. 4: Einsatzfelder der Feuerwehren
Abb. 5: Anzahl Mitglieder der Jugendfeuerwehren nach Bundesländern
Abb. 6: Anteil Frauen nach Bundesländern aus dem Jahr 2005
Abb. 7: Geburten und Sterbefälle in der BRD in den Jahren 2006 bis 2008 (gesamt)
Abb. 8: Geburten und Sterbefälle in der BRD seit 1946
Abb. 10: Bevölkerungsveränderung zwischen 2003 und 2020
Abb. 11: Wanderungssaldo Deutschlands seit 1955
Abb. 12: Binnenwanderung in den Bundesländern (1991 bis 2006)
Abb. 13: Die Altersgruppenstruktur von 1950 bis 2050
Abb. 14: Veränderung des Durchschnittsalters von 2007 bis 2025
Abb. 15: Lebensbaum Sachsen-Anhalts im Jahr 2020
Abb. 16: Bevölkerungsprognose in Sachsen-Anhalt im Jahr 2025
Abb. 17: Bevölkerungsveränderung in Sachsen-Anhalt seit 1965
Abb. 18: Bevölkerungsstand der Stadt Sangerhausen und der eingemeindeten Ortschaften in den Jahren 2005-2008
Abb. 19: Bevölkerungsentwicklung der Stadt Sangerhausen (2005 bis 2025)
Abb. 20: Engagementbereiche in Deutschland
Abb. 21: Unentgeltliches Engagement vorstellbar?
Abb. 22: Aufbau des Freiburger Management-Modells für Non-Profit Organisationen
Abb. 23: Stadtgebiet Sangerhausen
Abb. 24: Feuerwehrmitgliederbestand der Stadt Sangerhausen
Abb. 25: Struktur der Feuerwehr Sangerhausen
Abb. 26: Einsatzstatistik der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Sangerhausen in den Jahren 2007 und 2008
Abb. 27: Vorgehensweise zur Erstellung eines Feuerwehrbedarfsplanes
„RETTEN — LÖSCHEN — BERGEN — SCHUTZEN"
Kurz und knapp lautet das Motto aller FW in der BRD. Das gilt in erster Linie natürlich für alle Menschen, aber auch für alle Tiere und Sachen und die öffentliche Sicherheit. Neben der ureigenen Aufgabe, Brände zu löschen, ist die FW dafür da, Menschen und Tiere in Notsituationen zu retten, diese vor Gefahren zu schützen und darüber hinaus die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten. Das Aufgabenspektrum hat in den vergangenen Jahren und Jahrzenten deutlich zugenommen, was sich anhand vermehrter Einsätze bei Verkehrsunfällen, technischen Hilfeleistungen und Naturkatastrophen in den jeweiligen Einsatzstatistiken der FFW widerspiegelt. Die FW als universeller Hilfeleister steht somit vor einer Veränderung der Strukturen, da sie sich durch die zunehmenden Gefahrensituationen immer mehr spezialisieren und neu aufstellen muss. Schaut man beim Thema Zukunft der FW in die Ferne, so kann man immer dunklere Wolken am Horizont erkennen. Die Schwierigkeiten, die der demographische Wandel in Deutschland mit sich bringen wird, ist dabei nur ein Problem, welches die FW bewältigen muss. Neben den Personalproblemen haben die FW vornehmlich mit knappen Kassen, veralteten Gerätschaften und schwindendem Interesse der Menschen an ehrenamtlichen Tätigkeiten zu kämpfen. Vor allem die FW im ländlichen Raum — besonders in den neuen Bundesländern — sind vom Personaldefizit stark beeinträchtigt, sodass gerade die Einsatzbereitschaft am Tage in vielen Ortschaften nicht gewährleistet werden kann. Mittlerweile mussten sogar in einigen Gemeinden Sachsen-Anhalts, Schleswig-Holsteins und Mecklenburg-Vorpommerns sog. Pflichtfeuerwehren gegründet werden, da es dort nicht genügend Freiwillige gab, um die Ortschaften vor Bränden und anderen Katastrophen abzusichern. Mehr und mehr FFW müssen aufgelöst werden, wodurch einigen Ortschaften und Regionen nicht mehr in der vorgeschriebenen Zeit geholfen werden kann.
Ziel der vorliegenden Arbeit soll es sein, den jetzigen Stand des Feuerwehrwesens in Deutschland aufzuzeigen — besonders dessen in den ländlichen Regionen. Dazu sollen die Probleme dargestellt und analysiert sowie Optimierungsressourcen bzw.
Handlungsempfehlungen gegeben werden, damit die FW auch weiterhin als eine wichtige Hilfeleistungsorganisation, wie sie in der jetzigen Form strukturiert ist, bestehen bleiben kann. Beispielhaft wird hierbei auf die derzeitige Situation der FW in der Stadt Sangerhausen eingegangen. Besonderes Augenmerk soll dabei auf dem demographischen Wandel liegen. Dabei sollen die Bevölkerungsentwicklungen dargelegt und untersucht werden. Die stetigen Geburtenrückgänge seit der Wende im Jahr 1990 machen sich jetzt bemerkbar und werden vor allem in den kommenden zehn bis zwanzig Jahren deutlich zu spüren sein. Schon heute werden die Mitglieder der FFW zum einen immer älter und zum anderen immer weniger.
Aufgrund der geringfügigen Literatur zum Thema „Feuerwehr" stehen hauptsächlich Artikel aus verschiedenen Feuerwehrmagazinen, der regionalen Tageszeitung und dem Internet zur Verfügung. Die Zahlen und Fakten der Bevölkerungsentwicklung stammen hauptsächlich vom Statistischen Bundesamt bzw. Statistischen Landesamt Sachsen-Anhalt. Neben den Expertenbefragungen soll vor allem der erst kürzlich vorgestellte Feuerwehrbedarfsplan der Stadt Sangerhausen zur Untersuchung der Situation in dieser Region dienen. Ein großer Stellenwert dieser Arbeit liegt in der Durchführung von drei Experteninterviews. Als Ergebnis der Interviews sollen Daten, Fakten und Meinungen, speziell zur FW in der Stadt Sangerhausen, eingeholt und den Problemen auf den Grund gegangen werden. Sie sollen Aufschluss über die Zukunft der FW geben.
Die Arbeit ist so aufgebaut, dass sie zunächst auf die Situation der FW der gesamten BRD eingeht. Dabei wird u.a. auf die Geschichte der FW, die rechtlichen Rahmenbedingungen, die Jugend- und Ausbildungsarbeit sowie den Vergleich zum internationalen Feuerwehrwesen eingegangen.
Danach werden die demographischen Entwicklungen betrachtet und die Probleme dargestellt, die diese mit sich bringen. Verstärkt wird die aktuelle Konstellation in Sachsen-Anhalt sowie speziell der Stadt Sangerhausen begutachtet, da hier die oben genannten Schwierigkeiten besonders starke Auswirkungen nach sich ziehen. Der demographische Wandel wird unterstützend mittels Grafiken aufgearbeitet, um die heutige Bevölkerungsentwicklung darzustellen.
Des Weiteren soll darauf eingegangen werden, was die FW zu einer Non-Profit Organisation macht und wie sich das Ehrenamt in Deutschland heute darstellt. Anhand des Freiburger Management-Modells soll verdeutlicht werden, wie in einer NPOs Management und Marketing aussehen könnte, damit die FW in den kommenden Jahren und Jahrzehnten moderner und effizienter funktionieren können. Nachfolgend setzt sich die Arbeit mit der aktuellen Situation der FW in der Stadt Sangerhausen auseinander. Hier wird u.a. neben einer kurzen geschichtlichen Einführung, auf die Mitgliederbestände, die Strukturen, die JFW sowie auf aktuelle Ereignisse und den kürzlich vorgestellten Feuerwehrbedarfsplan eingegangen.
Zum Schluss werden neben dem Resümee Optimierungsressourcen herausgearbeitet, welche die Dringlichkeit der fortwährenden Existenz der FW verdeutlichen, damit diese auch in Zukunft ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens bleiben können.
Letztendlich werden die Bemühungen der zugrunde liegenden Arbeit dazu dienen, die gegenwärtige Situation besser einschätzen zu können. Dieses wird anhand der Schlussbetrachtung verdeutlicht. Damit wird das Klischee der FW ausgeräumt, diese seien nur dazu da, „den Durst zu löschen".
„Bei Experteninterviews sprechen wir mit Menschen, die [...] fiber unseren Forschungsgegenstand besondere und umfassende Erfahrungen haben."[1]
Zunächst unterscheidet man in der empirischen Sozialforschung mehrere Arten der Befragung: die persönliche, die telefonische sowie die schriftliche. Ein Experteninterview lässt sich sowohl persönlich als auch telefonisch durchführen. Allerdings ist der unmittelbare menschliche Kontakt vorteilhafter, da man zum einen mehr Zeit hat und zum anderen die Gestik und Mimik des Gegenübers bemerkt. Somit lässt sich diese Art auch als „face-to-face-Interview"[2] bezeichnen.
Mit Hilfe eines Interviews lassen sich qualitative Aussagen zu einer Materie gewinnen. Man unterscheidet zunächst zwei Arten bei der qualitativen Befragung. Zum einen die Erzählung, die dann angewendet wird, wenn es um Erfahrungen des Befragten geht. Eine andere Möglichkeit ist das Leitfadeninterview, um exakte Angaben bei der Datenerhebung zu erlangen. Wie das Wort schon sagt, ist das Leitfadeninterview durch einen Leitfaden geprägt, an den sich der Interviewer im Großen und Ganzen hält. Es eignet sich besonders gut, um möglichst viele Themen innerhalb dieser Fragestunde anzusprechen. Bei dieser Art werden hauptsächlich offene Fragen gestellt, damit die befragte Person frei antworten kann, ohne sich an gewisse Vorgaben zu halten. Vorteil dabei ist, dass man mehr Informationen erhält gegenüber geschlossenen Fragen, bei denen man nur kurze und knappe Ja-Nein-Antworten bekommt. Nachteilig ist dabei, dass sich die Aussagen schwerer auswerten lassen. Der Interviewer muss sich jedoch nicht streng an den genauen Ablauf seiner Fragen halten, da dieser nur eine Orientierungshilfe geben soll, damit keine wichtigen Fragen vergessen werden können. Je nach Konstellation des Gespräches sollte der Dialogführer seine Fragen an das bereits Gesagte anpassen, d.h. Fragen ggf. weglassen, wenn diese bereits beantwortet wurden, oder genauer nachhaken, wenn die Antwort noch Probleme offen lässt. Daher ist es wichtig, einen Roten Faden zu haben, damit man immer wieder zum Wesentlichen zurückkehrt. Der Interviewer hat dafür Sorge zu tragen, sein Gegenüber zu unterbrechen, wenn dieses zu weit ausholt, unwichtige Fakten erläutert und sich dadurch vom eigentlichen Ziel entfernt. Beide Parteien sollten sich im Vorfeld der Befragung darauf einigen, in welchem zeitlichen Umfang die Unterhaltung in etwa ablaufen sollte. Alles in allem sind bei einem Interview drei Besonderheiten zu beachten:[3]
- der Experte muss nicht auf alle Fragen antworten, wenn er dies nicht wünscht,
- zwischen beiden Parteien gilt eine klare Rollenverteilung: einer fragt und der andere antwortet,
- der Interviewer leitet das Gespräch mit einem vorher festgelegten Informationsziel.
Das Experteninterview ist eine spezielle Form des Leitfadeninterviews[4] und wird in der Regel als Hausinterview durchgeffihrt, bei dem der Befragte „in dessen Privatwohnung, an seinem Arbeitsplatz oder an einem verabredeten anderen Ort"[5] aufgesucht wird. Die zu interviewende Person selber steht dabei weniger im Vordergrund. Der Fokus liegt vielmehr auf der Kompetenz und dem Wissen der befragten Person. Ein Experte ist jemand, „der auf einem begrenzten Gebiet fiber ein klares und abrufbares Wissen verfügt"[6], mit dem er bzw. sie in der Regel dabei nicht als Sonderfall, sondern als Repräsentant des zu untersuchenden Prozesses gilt. Seine Aussagen sind in der Regel korrekt, da sie sich auf Erfahrungen, besonderes Wissen und genaue Hintergrundinformationen stützen. Solche Arten von Interviews dienen der „Untersuchung, in denen soziale Situationen oder Prozesse rekonstruiert werden sollen, urn eine sozialwissenschaftliche Erklärung zu finden."[7] Der Interviewer nutzt diese Art der Befragung, um durch das fachkundige Wissen des Experten seinem Forschungsziel näher zu kommen. Umso wichtiger ist es, mit einem roten Faden in das Gespräch zu gehen, bei dem nur für das Forschungsziel relevante Informationen erfragt werden sollten. „Experteninterviews sind eine Methode, dieses Wissen zu erschlieBen."[8] Das Leitfadeninterview gilt als nichtstandardisiertes Interview. Dieses zählt zu den qualitativen Erhebungsmethoden, bei denen weder die exakte Fragereihenfolge noch die Antwortmöglichkeiten durch die offene Fragestellung vorgegeben sind.[9] Diese Vorgehensweise empfiehlt sich in explorativen Studien, bei denen es vor allem darum geht, sich einen ersten Überblick über aktuelle Studien, Standpunkte oder die Bedeutung des zu untersuchenden Themas zu verschaffen.[10] Die Aufgabe des Leitfadens eines Interviews ist es zum einen, dem Befragten deutlich zu machen, dass dem Interviewer die Materie geläufig ist, und zum anderen sollte der Experte speziell zu seinem Wissen befragt werden, was ihn zum Experten der speziellen Thematik ausmacht. Als Interviewpartner ist dabei der Geschäftsführer bzw. Leiter einer Organisation nicht immer die beste Lösung. Je nach Inhalt der Befragung sind oftmals Personen einer unteren Hierarchieebene auskunftsfreudiger, da diese meistens besser in der speziellen Thematik stehen. Vorteilhaft ist es, mehrere Experten zum einen aus unterschiedlichen Rangfolgen und zum anderen mit mehreren Standpunkten zu befragen.[11]
Bei der Auswahl des Experten ist es förderlich, wenn der Interviewer den Aufbau der Organisation kennt bzw. sich vorher über mögliche Interviewpartner informiert. Persönliche Interviews haben sowohl Vor- als auch Nachteile:[12]
Sie versprechen Erfolg durch:
- Motivation des Experten,
- geringe Abbruchwahrscheinlichkeit,
- größere Vertrauensbasis,
- gezieltes Nachfragen bei unverständlichen Antworten und
- mehr Flexibilität bei Fragestellungen (keine starre Reihenfolge). Als nachteilig können sich mündliche Befragungen durch,
- den hohen Zeit- und Kostenaufwand,
- eventuelle Probleme bei der Terminfindung mit dem Experten,
- unwahre bzw. beschönigende Antworten und
- fehlerhafte Interpretation durch den Interviewer erweisen.
„Die mandliche Befragung ist [...] ein planmäßiges Vorgehen mit wissenschaftlicher Zielsetzung, bei dem die Person durch eine Reihe von gezielten Fragen [...] zu verbalen Informationen veranlasst werden soll."[13] Dazu ist es vor Durchführung eines Interviews von großer Bedeutung, theoretische Vorüberlegungen zu betreiben. Die Vorbereitung unterteilt sich in die Mikro- und Makroplanung. Während bei der Mikroplanung der Ablauf der jeweiligen thematischen Abschnitte erfolgt, bestimmt die Makroplanung den Interviewaufbau.[14] Die Mikroplanung bestimmt gewissermaßen den Inhalt der Makroplanung. Vor Erstellung eines Interviews ist es ratsam, Untersuchungs-, Forschungs- und Leitfragen zu entwickeln. Der Interviewer ist erst dann in der Lage die benötigten Informationen vom Experten zu erlangen, wenn er zuvor eine Untersuchungsfrage gestellt hat. Mit ihrer Hilfe lässt sich ein Konzept entwickeln, wie man an die gewünschten Daten kommt. Darüber hinaus zeigt sie der befragten Person, dass ihre Antworten eine erhebliche Rolle bei der Untersuchung des Themas spielen.[15] Forschungsfragen, die nach neuen Erkenntnissen streben, basieren auf bereits vorhandenem Wissen und helfen, dieses zu erweitern, indem sie sich nach allgemeinen Zusammenhängen zwischen Theorie und Wissen erkundigen.[16] Um eine solche Frageform handelt es sich, wenn sie ein Problem nennt und eine Anleitung zur Lösung dieses Falls gibt. Zudem ist es ratsam, Leitfragen zu entwickeln, welche als „Bindeglied zwischen den theoretischen Voräberlegungen und qualitativen Erhebungsmethoden"[17] fungieren sollen. Mit Hilfe der Leitfragen sollen die zu erhebenden Informationen des Experten genannt werden, um an die benötigten Antworten zu gelangen, damit man das eigentliche Forschungsziel später erreichen kann. Sie klären im Vorhinein die Situation bzw. den Prozess und welche Daten besorgt werden müssen. Leitfragen dienen also dem Entwurf von Erhebungsmethoden und geben eine Handlungsanleitung bei der Erhebung der Informationen.[18] Bei der Vorüberlegung sollte sich der Interviewer schon Gedanken machen, wie er das Gespräch spannend gestalten kann, damit der Experte jederzeit aufmerksam und motiviert ist. Dabei kann vor allem die Eröffnungsfrage von entscheidender Bedeutung sein. Sie sollte als „Eisbrecher" „beim Gesprächspartner Interesse und [...] allgemeine Gesprächsbereitschaft anregen sowie anfängliche Hemmungen abbauen."[19] Mit der ersten und hoffentlich positiv verlaufenden Kontaktaufnahme zum Experten, welche zumeist telefonisch verläuft, vereinbaren beide Seiten einen Interviewtermin. Nach der Begrüßung beim Treffen sollte der Interviewer sein Anliegen und Ziel des folgenden Gesprächs erläutern, damit sich der Befragte auf die wesentlichen Dinge vorbereiten kann. Es sollte beiderseits sichergestellt sein, dass eine entspannte Gesprächsatmosphäre herrscht und dass das Interview bspw. nicht durch Telefonklingeln gestört werden kann. Wie schon bemerkt ist dem Interviewer zu raten, das Gespräch mit einer „Eisbrecherfrage" zu beginnen. Danach geht der Interviewer zu seinen vorher festgelegten Sachfragen über und richtet sich während der Befragung an seinem Leitfaden. Dieser kann zwischen „f•nf allgemein gehaltenen und bis zu zahlreichen detaillierten Fragen"[20] abweichen. Ein Experteninterview sollte mit offenen Fragen gestaltet sein, damit der Experte frei und in aller Ausführlichkeit antworten kann. Es ist zu beachten, dass die Fragen verständlich, kurz und konkret auf das Thema bezogen formuliert werden sollten. Die gestellten Fragen müssen auch so gestaltet werden, dass sie die Antwort in keinster Weise provozieren oder bereits vorgeben. Vermeiden sollte man weiterhin, den Befragten in irgendeiner Weise zu beschuldigen und ihn mit einer doppelten Negation innerhalb der Fragestellung zu überfordern.[21] Während der Beantwortung einer Frage hat der Interviewer aufmerksam zuzuhören, sich Notizen zu machen und Blickkontakt zu halten. Das Interview sollte mit einer Frage enden, die sich nicht direkt auf das Thema bezieht, um eventuell wieder aufgebaute Spannungen zu entkräften. Der Experte sollte am Ende des Gespräches ein Feedback vom Interviewer bekommen, wie ihm die Zusammenarbeit gefallen und was er aus dem Gespräch an wertvollen Informationen mitgenommen hat. Zudem sollte die befragte Person das Gefühl haben, dem Fragesteller geholfen zu haben. Positiv ist die Unterhaltung dann verlaufen, wenn der Experte bei der Verabschiedung zu einem weiteren Interview bereit wäre.[22]
Ein nichtstandardisiertes Interview, bei dem die vom Experten beantworteten Fragen offen sind, ist um vieles schwerer auszuwerten als eine Befragung z.B. mit einem Fragebogen. Die Auswertung beginnt hier nämlich schon während des Interviews. Der Forscher muss schon hier in der Lage sein, die Antworten zu interpretieren und ggf. nachhaken, um die Informationen zu erlangen, die er zur Auswertung benötigen könnte. Deshalb ist es ratsam, sich während des Gesprächs Notizen auf dem Leitfadenzettel zu machen, da man sich in einer längeren Unterhaltung als Zuhörer nicht alle Fakten merken kann. Somit nimmt der Interviewer die Rolle eines „aktiven Zuhörers" ein. Mit Einwilligung des Befragten ist es durchaus möglich, das Interview via Tonband aufzunehmen. Bei der Auswertung eines Experteninterviews geht es einzig und allein um den Inhalt und die Fakten, die aus den Antworten hervorgehen. Im ersten Schritt der Beurteilung müssen die jeweiligen Auskünfte den Leitfragen zugeordnet werden.[23] Wichtige Informationen müssen von unwichtigen extrahiert werden. Als nächstes kommt es zur Paraphrasierung der Antworten, bei der die „Gesprächsinhalte [...] textgetreu in eigenen Worten wiedergegeben und der Inhalt einer AuBerung zu einem Thema hervorgehoben"[24] werden, aber ohne die Themen gleich einzuordnen. Im nächsten Schritt werden die paraphrasierten Textteile in verschiedene Themengebiete systematisch eingeordnet. Danach werden ähnliche Themen aus unterschiedlichen Interviews unter einheitlichen Überschriften zusammengestellt.[25] Die Aussagen des bzw. der Experten werden nun anhand bereits vorhandenem Wissen und Studien verglichen und wissenschaftlich beschrieben. „AbschlieBend werden die Kategorisierungen theoretisch generalisiert, um neue Hypothesen zu bilden, die an jedem Einzelfall iiberpriift werden."[26] Anhand der neu entwickelten Theorien lassen sich dann ggf. Handlungsempfehlungen und neue Konzepte bilden.
Im Rahmen dieser Diplomarbeit wurde das Experteninterview als nichtstandardisiertes Leitfadeninterview verwendet. Dies ist geschehen, weil durch die Befragung von Sachkundigen ein hoher Grad an fachkundigen Aussagen eingeholt werden kann. Es wurden drei Interviews durchgeführt. Sie dienen der Ermittlung von Fakten und Daten rund um die FW der Stadt Sangerhausen. Des Weiteren sollen die aktuelle Situation und die Zukunftsaussichten der FFW der Stadt Sangerhausen hinterfragt werden. Mit Hilfe der Interviews sollen die Perspektiven der FFW und ggf. Optimierungsressourcen aufgezeigt werden. Die Interviewpartner wurden bewusst ausgewählt. Befragt wurden zum einen der Stadtwehrleiter, Herr Günter Dähne, der in dieser Position den besten Gesamtüberblick über die FFW der Stadt Sangerhausen besitzt, zum Zweiten der Stellvertretende Jugendwart, Herr Christian Reinsch, der einen besonders guten Überblick über die Jugendabteilung besitzt sowie zum Dritten der Ortswehrleiter der FFW Wolfsberg, Herr Gerd Schnelle, der in einer kleinen, ländlichen Gemeinde mit den typischen Problemen der FW zu kämpfen hat. Der Stadtwehrleiter sowie der Ortswehrleiter der FFW Wolfsberg waren mir zuvor persönlich bekannt, sodass diese mir ihre Mitarbeit zusicherten. Der Stellvertretende Jugendwart wurde auf Anraten von Herrn Günter Dähne befragt. Die Interviewsitzungen fanden alle an den Privatadressen der zu Interviewenden statt. Die Befragungen dauerten jeweils ca. 45 Minuten. Die Interviewleitfäden wurden im Vorfeld der Befragungen entwickelt. Die Antworten der Experten wurden parallel zu den Gesprächen stichpunktartig aufgeschrieben. Im Anschluss an die Erhebungen wurden die Antworten mit Hilfe des Leitfadens geordnet. Anhand der Stichpunkte entstanden die im Anhang befindlichen Interviews. Die befragten Experten bekamen das ausformulierte Interview zugesandt. Mit ihrer Unterschrift erklären sie sich mit der Veröffentlichung der Interviews in dieser Diplomarbeit einverstanden.
Die FW ist eine Hilfsorganisation, deren Hauptaufgabe es ist, Menschen, Tieren und Sachgütern bei Katastrophen und Notlagen Hilfe zu leisten. Neben dem Löschen von Bränden, dem Bergen und Schützen, ist in erster Linie das Retten von Lebewesen und Sachen anzustreben.[27] Die Aufgaben der FW gehen heutzutage weit über die Brandbekämpfung hinaus. Gründe dafür sind, dass die Bevölkerung aufgeklärter ist und Gebäude bzw. Häuser brandschutztechnisch sicherer gebaut sind, z.B. durch Rauchmelder und Feuerlöscher, sodass gegenwärtig weniger Brände ausbrechen. Die FW sind nun vor allem wegen Verkehrsunfällen und Naturkatastrophen im Einsatz. Vorrangiges Ziel einer FW ist „das Wohl der Burger zu fördern und den gerechten Zugang zu bestimmten Grundleistungen sicherzustellen bzw. den Schutz der Schwachen und gesunde Lebensbedingungen zu gewährleisten."[28]
Beginnt man mit der Geschichte der FW, muss man bereits über 2000 Jahre in die Vergangenheit blicken. Zu Zeiten von Kaiser Augustus (63 v.Chr. bis 14 n.Chr.) wurde bereits eine ca. 600 Mann starke Brandwache eingesetzt. Diese wurde aus Sklaven gebildet, welche die Stadt z.B. vor Feuern, Diebstählen und ähnlichen Dingen schützen sollten.[29] Ein großer Brand im Stadtgebiet Roms im Jahr 6 n.Chr. veranlasste Augustus sieben sog. Wachkohorten einzuberufen. Jeder Wachkohorte gehörten über 1.000 Mann an, die sich in verschiedene funktionale Einheiten unterteilten, welche wiederum für jeweils zwei der vierzehn Stadtbezirke zuständig waren. Man kann daher von der ersten BFW sprechen. Als Ausrüstung dienten damals Handspritzen, Wassereimer, Einreißhaken, Löschdecken, Leitern und Äxte.[30] Allerdings konnte Rom trotz der starken Feuerwache und der ausgezeichneten Wasserversorgung nicht vor der größten Feuerkatastrophe des Altertums im Jahr 64 n.Chr. bewahrt werden. Der Grund dafür lag vor allem in der Holzbauweise und den damals noch nicht vorhandenen Wasserschläuchen und Spritzen.
Mit dem Ende des Römischen Reiches verlor das Feuerlöschwesen immer mehr an Bedeutung. Durch die Völkerwanderungen der Hunnen und Goten sowie der damit verbundenen aufgelockerten Siedlungsweise, bei dem die Wohnsitze oft weit voneinander lagen, waren Brände weitestgehend unbekannt. Kam es dazu, dass ein Haus abbrannte, wurde es als gottesgewollt geduldet und wieder aufgebaut.[31] „Brände wurden im friihen Mittelalter oftmals noch als Strafgerichte Gottes angesehen, und das Feuerlöschen war deshalb nicht nur verpönt, sondern galt als Siinde."[32] Die Menschen warfen abergläubisch Holzbretter mit mystischen Aufschriften und Kräuter in die Feuer, um diese einzudämmen. Vom 12. bis 14. Jahrhundert brannte es — aufgrund der immer noch vorherrschenden Holzbauweise sowie der engen Bebauung und Gassen — in nahezu allen deutschen Städten.[33] So standen z.B. die Städte Regensburg und Lübeck gleich mehrmals vollständig in Flammen. In Folge dessen wurden Feuernotverordnungen eingeführt, in denen Bauvorschriften und Strafandrohungen für unterlassene Hilfeleistungen niedergeschrieben wurden. So sicherte z.B. die Feuerverordnung in Zwickau vom Jahr 1349 Hauseigentümern, welche ihre Häuser vor Übergreifen der Flammen auf Nachbargebäude rechtzeitig einrissen, Bauholz für den Wiederaufbau auf Kosten der Stadt zu.[34] Handwerker waren zu dieser Zeit verpflichtet, allerlei Löschgeräte selbst zu erwerben. Die Gerätschaften waren im Großen und Ganzen immer noch dieselben wie die während der Römerzeit, sodass nur mäßige Löscherfolge zu verzeichnen waren. Das Löschwesen befand sich zu dieser Zeit je nach Stadt und finanziellen Mitteln auf unterschiedlichem Niveau, wobei die Stadt Nürnberg das wohl am weitesten entwickelte Feuerlöschwesen besaß. In Nürnberg kamen die ersten Hand-und Stockspritzen zum Einsatz, die viel effektiver als bis dato bekannte Feuerlöschtechnik waren. Um die Brände rechtzeitig zu erkennen, wurden im 15. und 16. Jahrhundert Türme für Wachdienste errichtet. Die Alarmierung erfolgte mittels Sturmglocken, Blasinstrumenten, roter Fahnen und Laternen.[35]
Mit Beginn des 16. Jahrhunderts suchte man nach größeren und besseren Gerätschaften zur Feuerbekämpfung, welche mehr Wasservermögen und konstantere Wasserstrahle aufweisen konnten. Ein Jahrhundert später wurden in Nürnberg die ersten „groBen" Feuerspritzen entwickelt. Die Erfindung der aus Leder bestehenden Druckschläuche durch den Niederländer Jan van der Heyden im Jahr 1672 sollte das Feuerwehrwesen revolutionieren.[36] Mit den neuen Schlauchspritzen, bei dem Wasser nun direkt auf den Brand gerichtet werden konnte, hatte man die Möglichkeit, das Feuer auch an schwer erreichbaren Stellen zu löschen. Zwar war die Löschtechnik zu dieser Zeit recht fortschrittlich, jedoch fehlte es an der Organisation des Feuerlöschwesens. „Erst mit der Schaffung von Feuerwehren (...) schuf man die Voraussetzungen für eine weit effizientere Brandbekämpfung."[37] Die militärisch aufgebauten „Pariser Pompiers" galten als erste Feuerlöschorganisation der Neuzeit. Nach diesem Vorbild und aufgrund des hohen Niveaus des Feuerwehrwesens in Frankreich wurden daraufhin die meisten FFW in Deutschland gegen Ende des 19. Jahrhunderts gegründet. Die wohl älteste FFW Deutschlands stammt aus der Kreisstadt Saarlouis (Saarland), die im Jahre 1811 von den Franzosen gegründet wurde.[38] Dennoch blieben die Städte nicht vor Großbränden verschont. Im Mai 1842 wurde die Hansestadt Hamburg Opfer eines Großbrandes, welcher ca. zwei Drittel der Innenstadt zerstörte. Dies sollte der Auslöser einer Feuerwehrbewegung in Deutschland sein, bei der sich 50 Turner aus einer Kleinstadt bei Karlsruhe zu einer FFW zusammenschlossen.[39] Von diesem Zeitpunkt an wurden immer mehr FFW gegründet, was sich anhand folgender Abbildung darstellen lässt.
Abbildung 1: Feuerwehrgründungen in den Jahren 1855 bis 1876
(Ländervergleich)
Quelle: Die Entstehung der ersten freiwilligen Feuerwehren in Deutschland[40]
Vor allen Dingen im Freistaat Bayern war ein enormer Zuwachs erkennbar. Die Anzahl der Neugründungen stieg dort von 570 im Jahr 1870 auf 2920 im Jahr 1876. Auch in Sachsen-Anhalt lässt sich anhand der Jubiläumsfeiern der FFW der Ortsteile der Stadt Sangerhausen belegen, dass die meisten FW gegen Ende des 19. Jahrhunderts gegründet wurden. So feiern im Jahr 2009 u.a. die Wehren der Sangerhäuser Ortsteile — Oberröblingen (125 Jahre), Riestedt (125 Jahre) und Wolfsberg (115 Jahre) — ihre über 100-jährigen Bestehen.
Beim Leipziger Turnfest im Jahr 1863 zeigte die Leipziger Turnfeuerwehr ihr Können, was zu einer Gründungsflut, besonders im sächsischen Raum, führte.[41] Auch die Stadtverwaltungen registrierten nun den Nutzen der FFW, wodurch es zu massenhaften Neugründungen kam. Aufgrund des technisch-industriellen Fortschritts und den damit größer werdenden Städten dauerte es nun auch nicht mehr lange, bis die erste BFW im Jahr 1851 in Berlin ins Leben gerufen wurde. Sie wurde dem Polizeipräsidium unterstellt, war sehr streng militärisch organisiert, bestand aus den ersten „richtigen Feuerwehrnännern" und war ganztägig einsatzbereit.[42]
Schon bald darauf wurde 1853 der DFV auf Initiative von Conrad Dietrich Magirus gegründet. Die erste DJF wurde 1882 auf der Nordfriesischen Insel Föhr gegründet. Auch technisch gesehen gab es im 19. Jahrhundert einen enormen Aufschwung. Zu verdanken war dies der Erfindung der Dampfmaschine durch James Watt sowie der explosionsmotorisch getriebenen Kolbenspritze von Gottlieb Daimler.[43] Zu Zeiten des Ersten Weltkrieges stagnierte die Entwicklung neuer Feuerwehrtechnik. Zudem kam es zu großem Personalmangel in den FW, sodass auch die ersten Frauen in die FW eintraten. Trotz Inflation, Weltwirtschaftskrise und hoher Reparationszahlungen der Deutschen an die Siegermächte in den 1920-er Jahren wurden immer häufiger motorisierte Geräte angeschafft. So entstand eine Vielzahl von unterschiedlichen Feuerwehrfahrzeugen — darunter auch die ersten Mannschaftstransportwagen. Auch heute ist die technische Ausrüstung der FFW nicht auf dem Niveau der BFW. Durch zwangsläufige Rettungseinsätze und technische Hilfeleistungen aufgrund des zunehmenden Straßenverkehrs ging das Aufgabenspektrum der FW schon damals über den Brandschutz hinaus. Mit Einführung des Luftschaums als Löschmittel und großen Drehleitern konnten Brände besser und schneller bekämpft werden.
In der Zeit des Nationalsozialismus wurden die FW zur Feuerlöschpolizei umbenannt und in die Polizei eingegliedert.[44] Mitglieder der FFW mussten Treuegelöbnisse abgeben und sich dem SS-Regime unterwerfen. Aufgrund der Einberufung der Männer in den Kriegsdienst schrumpften die FFW während des Zweiten Weltkrieges. So wurden „JugendOiche ab dem 17. Lebensjahr und meist nicht kriegsverwendungsfähige ältere Männer bis zum 65. Lebensjahr zum Dienst in den Pflichtfeuerwehren herangezogen."[45] Die Wehren kamen neben der Menschenrettung vor allem bei Bränden wichtiger Industrie- und Rüstungsbetriebe zum Einsatz. Die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges waren verheerend. Gerätehäuser lagen in Trümmern, Fahrzeuge waren nicht mehr fahrtüchtig. In der Nachkriegszeit wurde in der westlichen Besatzungszone der Deutsche Feuerwehrverband e.V. (DFV) wieder ins Leben gerufen und die Gemeinden übernahmen die Verantwortung über die FW. In der sowjetischen Besatzungszone und der späteren DDR standen die FW stets unter Kontrolle der Polizei.[46] Das Feuerwehrwesen in der DDR war der Planwirtschaft unterstellt, wodurch die Nachfrage der FFW nicht ausgeglichen werden konnte. Zwar waren die FFW der DDR entwicklungstechnisch gesehen der BRD stets im Hintertreffen, jedoch konnten sie sich durch Motivation, Eigeninitiative und ein gehöriges Improvisationstalent auszeichnen. Die FFW entwickelten sich - vor allem in den Gemeinden - mehr und mehr zum sozialen und kulturellen Mittelpunkt. Den 26. Deutschen Feuerwehrtag, welcher bereits vor der Wiedervereinigung stattfand, besuchten sowohl West- als auch Ostdeutsche Feuerwehrleute.[47] Die DJF wurde im Jahr 1964 in Berlin ins Leben gerufen. Das Feuerwehrwesen hat sich gegenwärtig stark verändert. Die Aufgaben sind vielseitiger, die Technik ist ausgereifter und hochmodern. So werden heute bspw. Wärmekameras und Computertechnik eingesetzt, mit denen man u.a. Brandherde außerhalb des Gebäudes entdecken kann.
In Deutschland unterscheidet man die Öffentliche Feuerwehr und die Werkfeuerwehr (WFW), die zusammen ca. 1,3 aktive Mitglieder zählen[48]. Über 90 % von ihnen sind Freiwillige. Zu der Öffentlichen Feuerwehr zählen neben der FFW und deren Jugend- und Minifeuerwehren noch Berufs- und Pflichtfeuerwehren. Dagegen gelten die Werk- und Betriebsfeuerwehren (BtFW) als nicht öffentlich. Während Städte und Gemeinden als Träger der FFW und Berufswehren fungieren, sind die entsprechenden Unternehmen selbst für ihre WFW verantwortlich. Pflichtwehren können gegründet werden, wenn eine Gemeinde nicht in der Lage ist, eine leistungsfähige FFW zu etablieren sowie wenn der dortige Brandschutz nicht gewährleistet werden kann. Dabei kann jeder Bürger der betreffenden Gemeinde zwischen seinem 18. und 55. Geburtstag herangezogen werden, wenn es der Gesundheitszustand der Betreffenden erlaubt.[49] ,,In Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt wurden mittlerweile die ersten Pflichtwehren gegründet."[50] Die FFW bestehen überwiegend aus ehrenamtlichen Mitgliedern, die teilweise durch hauptamtliche Kameraden ergänzt werden.
Das ,,Feuerwehr-Jahrbuch 2008" verzeichnet für das Jahr 2006 über 24.000 FFW, in denen über 1 Million Freiwillige tätig waren. Die Entwicklung der Mitgliederzahlen seit der Deutsch-Deutschen Wiedervereinigung ist permanent rückläufig, wie man in der folgenden Abbildung erkennen kann.
Abbildung 2: Anzahl aktiver Mitglieder nach Bundesländern
Sachsen-Anhalt hat eine Reduzierung von rund einem Fünftel der Aktiven in der Zeit von 1991 bis 2005 zu verzeichnen, wodurch es besonders zu Beginn der 1990-er Jahre zu erheblichen Verlusten gekommen ist. Aber auch in vielen anderen Bundesländern sind die Mitgliederzahlen deutlich zurückgegangen, wie z.B. in Hessen, Sachsen und Thüringen. Die Länder Bremen, Brandenburg, Saarland und Nordrhein-Westfalen haben dagegen relativ geringe Einbußen hinnehmen müssen. Einen leichten Anstieg während dieses Zeitraumes haben nur die Stadtstaaten Berlin und Hamburg zu verbuchen.
Die Anzahl der JFW betrug ca. 17.700 mit mehr als 247.000 Nachwuchskräften. Eine BFW besteht im Gegensatz zur FFW aus verbeamteten und angestellten Mitgliedern. Je nach Gesetzeslage der Bundesländer richtet es sich entweder nach der Einwohnerzahl oder dem Status der Stadt bzw. der Gemeinde, ob eine BFW zu unterhalten ist. In Sachsen-Anhalt trifft das auf die Städte Magdeburg, Halle und Dessau-Roßlau zu, da diese den Titel einer Kreisfreien Stadt tragen. Natürlich dürfen Städte auch BFW einrichten, wenn sie keine Kreisfreien Städte sind bzw. nicht die geforderte Einwohnerzahl nachweisen. So gibt es in der nordrhein-westfälischen Stadt Minden eine BFW, obwohl sie gesetzlich nicht dazu verpflichtet ist.[51] [52] Alles in allem verteilen sich in den sechzehn Bundesländern derzeit ca. 28.000 aktive Mitglieder[53] auf 102 BFW[54].
Die nicht zur Öffentlichen Feuerwehr gehörende WFW bildet sich aus haupt- und nebenberuflichen Mitgliedern des jeweiligen Unternehmens, welche sich verpflichten, im Ernstfall auszurücken. Eine WFW ist überall dort gesetzlich verordnet und akzeptiert, wo eine außerordentliche Bedrohung für Menschen und Umwelt besteht. Als Paradebeispiel für eine WFW gelten die FW der Flughäfen, wo ein besonderes hohes Gefahrenpotential existiert. Die Kameraden der WFW sind dabei auf die individuellen Gegebenheiten geschult und spezialisiert. Im Jahr 2006 arbeiteten über 30.000 Angestellte in ca. 850 Werk- bzw. 300 BtFW, wo sie üblicherweise einer hauptberuflichen Tätigkeit nachgehen. BtFW unterscheiden sich von WFW durch die fehlende staatliche Anerkennung. Sie konstituieren sich zumeist aus freiwilligen Mitarbeitern. Das Unternehmen ist bei der Stärke der Ausrüstung und des Personals an keinerlei Vorschriften gebunden. BtFW können vor allem durch ihre standortspezifischen Kenntnisse Erste Hilfe leisten, sind aber bei Großbränden oft überfordert. Diese Art wird von Unternehmen installiert, die zwar aufgrund eines geringen Gefahrenrisikos hierzu nicht verpflichtet sind, aber aus versicherungstechnischen Gründen und durch größere Menschenaufkommen Sicherheit gewährleisten möchten.[55] Die Düsseldorfer Messe GmbH gilt dabei als einer der bekanntesten der ca. 230 BtFW in Deutschland. Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklungen der einzelnen FW im Zeitraum von 1990 bis 2005.
Abbildung 3: Mitglieder der verschiedenen Feuerwehren
Quelle: Mädchen & Frauen bei der Feuerwehr[56]
Sie zeigt vor allem, dass die FFW am stärksten vertreten ist. Zu erkennen ist auch, dass die Anzahl der WFW deutlich abgenommen hat und die JFW einen deutlichen Zuwachs erfahren konnten. Es lässt sich auch entnehmen, dass die Gesamtzahl der Aktiven nach der Wende 1990 zunächst gestiegen ist, jedoch seit der Jahrtausendwende ein stetiger Rückgang zu verzeichnen ist.
Die Öffentlichen Feuerwehren in Deutschland sind dem DFV unterstellt. Der DFV ,,ist der Fachverband der deutschen Feuerwehren. Er hat die Rechtsform eines eingetragenen Vereins und ist als gemeinnützig anerkannt."[57] Seine wichtigsten Aufgaben sind:[58]
- die FW auf allen nationalen und internationalen politischen Ebenen zu vertreten,
- den Brand- und Katastrophenschutz zu fördern,
- Nachwuchskräfte zu betreuen, zu unterstützen und auszubilden,
- Öffentlichkeitsarbeit und Werbung zu betreiben,
- sich gegenseitig mit anderen Hilfsorganisationen zu helfen,
- besonders verdiente Kräfte auszuzeichnen und
- die internationale Zusammenarbeit auszuweiten.
Die Unentbehrlichkeit der FW erkennt man besonders an den Zahlen ihrer Einsätze. Ca. 3,5 Millionen Mal rücken die Wehren deutschlandweit statistisch gesehen pro Jahr aus. Obwohl sich die absoluten Brandeinsätze in den letzten Dekaden reduzierten, sind jährlich noch immer zwischen 500 und 600 Todesfälle sowie ca. 6.000 Brandverletzte zu bedauern[59]. Der Großteil davon fällt dabei nicht den Flammen, sondern dem giftigen Rauch zum Opfer. Die folgende Abbildung verdeutlicht, dass es heutzutage verhältnismäßig wenige Brandeinsätze sind. Nur 8 % fallen unter diese Kategorie. Fast die Hälfte der Einsätze erfolgt bei verschiedenen Notfällen. Darunter fallen bspw. das Retten von Menschen und Tieren aus Gefahrenlagen. Der Rest sind ca. 15 % technische Hilfeleistungen, 20 % Krankenhaustransporte und immerhin 6 % Fehlalarme.
Abbildung 4: Einsatzfelder der Feuerwehren
Quelle: eigene Darstellung[60]
Das Feuerwehrwesen in Deutschland finanziert sich durch Steuern. „Konkret geschieht dies durch die Einnahmen aus der Feuerschutzsteuer, die zweckgebunden den FW zugewiesen werden und dies als indirekte Steuer Bestandteil einer jeden Feuerversicherung ist (z.B. auf Gebäude, Hausrat etc.)."[61]
Die Leitstellen der FW sind für die Bürger Tag wie Nacht in der BRD unter der einheitlichen Rufnummer 112 erreichbar. Sie nehmen die Notrufe entgegen und sorgen für die Alarmierung und Lenkung der zuständigen Einsatzkräfte.
Erwähnenswert ist noch, dass man in der BRD seinen Wehrersatzdienst ableisten kann, indem man spätestens bis zum 23. Lebensjahr, mindestens sechs Jahre lang, im Zuge des Zivil- oder Katastrophenschutzes ein freiwilliges Engagement bei einer FFW verrichtet.[62]
Das Feuerwehrwesen in Deutschland unterliegt einer Reihe von Gesetzen, Verordnungen und Richtlinien. Da die Zuständigkeiten der Gesetzgebung bei den einzelnen Bundesländer liegen, unterscheiden sich die Regelungen z.T. erheblich voneinander. In Sachsen-Anhalt gilt der Brandschutz gemäß der Gemeindeordnung (GO LSA) i.V.m. dem Brandschutz- und Hilfeleistungsgesetz (BrSchG LSA) als Pflichtaufgabe der Kommunen. § 1 BrSchG LSA schreibt den Gemeinden und Landkreisen im Rahmen des eigenen Wirkungskreises vor, dem vorbeugenden und abwehrenden Brandschutz nachzugehen sowie bei Unglücksfällen Hilfe zu leisten. Die Gemeinden sind aufgefordert
- 1. eine leistungsfähige Feuerwehr aufzustellen, auszurüsten, zu unterhalten, einzusetzen und mit den erforderlichen baulichen Anlagen und Einrichtungen auszustatten sowie für eine ausreichende Löschwasserversorgung Sorge zu tragen;
- 2 die Aus- und Fortbildung der Mitglieder der Feuerwehr sicherzustellen;
- 3 vorbereitende Maßnahmen der Brandbekämpfung zu treffen;
- 4 Öffentlichkeitsarbeit zu leisten und über brandschutzgerechtes Verhalten aufzuklären sowie Brandsicherheitswachen zu stellen."[63]
Natürlich hat der abwehrende Brandschutz Vorrang, jedoch können mit Hilfe des vorbeugenden Brandschutzes besondere Gefahrenstellen frühzeitig erkannt und behoben werden. Dazu zählt bspw. die Sicherung von Rettungswegen, die Besichtigung und Prüfung von gefährlichen Gebäuden oder Betrieben (Brandsicherheitsschau) sowie die Kontrolle von Veranstaltungen (Brandsicherheitswache).[64] Darüber hinaus haben die FW zum einen die Verpflichtung, in der Regel ganztägig einsatzbereit zu sein und mittels öffentlicher Verkehrsstraßen binnen zwölf Minuten, nachdem sie alarmiert wurden, die Unglücksstelle zu erreichen. Zum anderen sind sie angehalten, unentgeltliche Hilfe bei Nachbargemeinden zu leisten, wenn sie hinzugerufen werden.[65] Das Zeitlimit von zwölf Minuten kann dabei besonders in ländlichen Gegenden problematisch sein, da die Anfahrtswege z.T. sehr weit und schwer erreichbar sein können. Die FFW setzen sich für gewöhnlich aus ehrenamtlichen Mitgliedern zusammen, welche zwischen 18 und 65 Jahren alt sein dürfen. Um überhaupt an Einsätzen teilnehmen zu können, müssen die Mitglieder hierzu gesundheitlich in der Lage sein und eine Ausbildung ablegen. Weiterhin sollten die Mitglieder der FFW in der jeweiligen Gemeinde leben. Die Sonderstellung der Mitglieder der FFW ist den Arbeitgeber durch die Kommunen mitzuteilen, da die Einsatzkräfte durch ihr Engagement keinerlei Einbußen oder Nachteile erleiden dürfen.[66] So sind sie bspw. von ihrem Arbeitgeber für die Zeit eines Einsatzes bzw. einer Ausbildungsveranstaltung freizustellen - das Arbeitsentgelt ist weiterzuzahlen.[67] Infolge der Gemeindegebietsreformen müssen die FFW einer Gemeinde, die aus mehreren getrennten Ortsteilen besteht, in sog. Ortsfeuerwehren differenziert werden.
Seit dem 13.07.2009 gilt in Sachsen-Anhalt die MindAusrVO-FF, welche die Mindestanforderungen der FFW regelt. Ziel dabei ist, dass die FW mit dem Rüstzeug betrieben werden, welches für die lokalen Umstände als angebracht erscheint.[68] Die Ausstattung sollte dabei so bemessen sein, dass nachbarliche Hilfeleistungen nur bei wenigen außergewöhnlichen Einsätzen angefordert werden muss. Die Leistungsfähigkeit einer FFW ist gegeben, wenn die Einsatzstärke durch qualifizierte aktive Mitglieder und die Mindestausrüstung jederzeit erfüllt sind und die Einsatzkräfte innerhalb von fünf Minuten nach dem Notruf zusammentreffen. Die alte MindAusrVO-FF, die bis zum 13.07.2009 galt, unterschied noch drei Ausstattungsklassen. Als erstes die FW mit Grundausstattung, die in Gemeinden bis 5.000 Einwohnern ansässig ist und aus mindestens 18 Mitgliedern bestehen sollte. Sie war im Ernstfall verpflichtet, mit einer Staffel, d.h. Minimum sechs Leute, auszurücken. Als nächstes die FW mit Stützpunktausstattung, die in Gemeinden mit mehr als 5.000 Einwohnern zu errichten war sowie aus nicht weniger als 27 Einsatzkräfte gebildet wurde. Und als drittes gab es noch die FW mit Schwerpunktausstattung, die in kreisangehörigen Städten und Gemeinden mit mehr als 10.000 Einwohnern zu unterhalten war. Sie soll aus 42 Aktiven bestehen. Beim Ausrücken war diese verpflichtet, sich mit einem Zug, der taktisch größten Einheit, zum Einsatzort zu begeben. Ein Zug setzte sich aus einem Zugführer, drei Gruppenführern, drei Maschinisten, drei Meldern, sechs Truppführern und sechs Truppangehörigen zusammen.[69]
Die neue MindAusrVO-FF bezieht sich jetzt nur noch auf die Einheits- und Verbandsgemeinden. Hier müssen die FFW bei einem Einsatz mindestens aus einer Gruppe, d.h. aus neun Mitgliedern bestehen. Die Gruppe muss also aus einem Gruppenführer, einem Maschinisten, einem Melder sowie je drei Truppführern und Truppmännern bzw. -frauen bestehen. Dazu sind sie verpflichtet, sich mit mindestens einem Löschgruppenfahrzeug auszurüsten.[70] Eine kleine Ortsfeuerwehr soll sich aus mindestens sechs Kräften, bestehend aus einem Staffelführer, einem Maschinisten sowie je zwei Truppführern und Truppmännern bzw. -frauen, zusammensetzen. Die Wehr muss mindestens mit einem Tragkraftspritzfahrzeug oder einem Kleinlöschfahrzeug belegt sein.[71] Neu ist nun, dass die Träger der FFW einen Brandschutzbedarfsplan aufstellen müssen. So sind „die notwendige Ausriistung (Fahrzeuge und Geräte) sowie die Anzahl der zu besetzenden Funktionen [...] durch eine Risikoanalyse [...] zu ermitteln. Die Risikoanalyse ist regelmäßig zu überprüfen und anlassbezogen fortzuschreiben."[72] „Die Ausstattung der gemeindlichen Feuerwehr für den Ersteinsatz richtet sich daher nach dem örtlich vorhandenen Gefahrenpotential"[73], welches sich bspw. nach Topographie und Infrastruktur richtet. Ein solcher Plan ermöglicht den Trägern, evtl. Schwachstellen bei der Ausrüstung oder dem Personal frühzeitig zu erkennen und darauf zu reagieren.
Die FwDV 2, welche im ganzen Bundesland gilt, regelt in erster Linie die einheitliche Ausbildung sowie Anforderungen und Pflichten der Einsatzkräfte bei Rettungsaktionen. Weitere Regelungen sind u.a. in der Laufbahnverordnung für Mitglieder der FFW, in den Unfallverhütungsvorschriften und in der Ausbildungsverordnung der FFW zu finden.
Die Mitglieder der FFW dürfen gesetzlich zwischen ihrem 18. und 65. Lebensjahr an Einsätzen teilnehmen. Voraussetzung dafür ist die gesundheitliche Eignung und der Nachweis über die Ausbildung zum Dienst in der FFW. Bereits mit Vollendung des 16. Lebensjahres kann man daran teilnehmen.[74] Die Aufnahme als Mitglied in die FFW erfolgt mittels einem schriftlichem Antrag beim zuständigen Träger. Der örtliche Wehrleiter ist dabei zu einer Erklärung verpflichtet.[75] Während die Grundausbildung zumeist von der jeweiligen FFW durchgeführt wird, erfolgen die Spezialausbildungen, z.B. zum Atemschutzträger oder zu Maschinisten, in den Feuerwehrschulen der entsprechenden Bundesländer. In Sachsen-Anhalt befindet sich die Brandschutz- und Katastrophenschutzschule in Heyrothsberge (bei Magdeburg). Die Feuerwehrschule verfügt über ausgebildete Fachmänner, alle nützlichen Gerätschaften, Schulungsräumen und reichlich Übungsplätze, wodurch sich die dortige Ausbildung besser durchführen lässt. In Deutschland staffelt sich die Ausbildung in folgende drei Komponenten:
- Truppenausbildung,
- Technische Ausbildung und
- Führungsausbildung.
Die Truppausbildung ist in der BRD von jedem angehenden Mitglied der FW durchzuführen. Sie besteht aus der Truppmannausbildung und dem Lehrgang ,,TrXppfiihrer". Die Truppmannausbildung - auch als Grundlehrgang genannt - setzt sich aus zwei Teilen zusammen. Im ersten Teil, der mindestens 70 Stunden umfassen soll, werden den Teilnehmern u.a. alle Rechte, Pflichten und Tätigkeiten eines Feuerwehrmannes gelehrt. Dazu wird eine Erste-Hilfe-Ausbildung durchgeführt. Im zweiten Teil werden die Kenntnisse weiter vertieft. Er soll über 80 Stunden umfassen. Die Truppausbildung endet mit dem Truppführerlehrgang. Dazu muss die Truppmannausbildung erfolgreich absolviert werden. Den Beteiligten wird hierbei das Führen eines Trupps gelehrt. Ein Trupp gilt als kleinste taktische Einheit, bestehend aus einem Truppführer und einem Truppmann. Der Lehrgang, der 35 Stunden dauern soll, wird auf Kreisebene oder in den Feuerwehrschulen absolviert.[76] Als nächste Komponente gibt es die technische Ausbildung. Hier können die aktiven Mitglieder spezielle Sonderausbildungen durchlaufen. Die FwDV 2 nennt dabei neun verschiedene Lehrgänge. Die fünf bekanntesten sind:
- Maschinisten,
- Technische Hilfeleistungen und
- ABC-Einsatz.
Die Schulung, die zwischen 16 und 70 Stunden andauern soll und die erfolgreich durchgeführte Truppmannausbildung erfordert, soll den Aktiven spezielle Kenntnisse im Umgang mit verschiedenen Geräten, Sonderausrüstung und Schutzkleidung vermitteln.
Schließlich ist noch die Führungsausbildung zu erwähnen. Hier werden zukünftige Gruppen-, Zug- und Verbandsführer sowie Stabsarbeits- und ABC-Einsatz-Führer, Ausbilder und Leiter einer FW ausgebildet. Die Lehrgänge ziehen sich zwischen 35 und 70 Stunden hin. Die Zulassungsvoraussetzungen für die einzelnen Lehrgänge bauen aufeinander auf. So muss ein angehender Verbandsführer zunächst eine Ausbildung zum Gruppenführer und danach zum Zugführer gemacht haben. Wehrleiter einer FFW kann man bspw. werden, wenn man den Lehrgang „Leiter einer Feuerwehr" erfolgreich besucht hat und je nach GröBe der FFW Gruppen-, Zug- oder Verbandsführer ist.[77] Nicht zu vergessen sind die Fortbildungsveranstaltungen, bei denen neue Erkenntnisse gelehrt werden, damit die erworbenen Qualifikationen bewahrt und ausgebaut werden können. Sämtliche Veranstaltungen finden in Sachsen-Anhalt in der Feuerwehrschule Heyrothsberge statt. Die Aus- und Weiterbildung dauert nahezu ein gesamtes „Feuerwehrleben". Durch die Einführung modernerer Gerätschaften und neuer Einsatzfelder müssen sich die Feuerwehrleute stets weiterentwickeln. Schließlich müssen für den Ernstfall alle Handgriffe automatisiert werden. Aus diesem Grund ist es von großer Bedeutung, zahlreiche Übungen durchzuführen. Durch zahlreiche Trainingseinheiten können sich die Einsatzkräfte vorbereiten, um bei der Ausübung ihres Postens kühlen Kopf zu bewahren. Im sog. Brandhaus in der Brand- und Katastrophenschutzschule in Heyrothsberge und im „Fire Trainer" lassen sich Extremsituationen kontrolliert simulieren. „Der „Fire Trainer" ist laut Betreiber, der Feuerwehrhandels-Firma Blaul & Seifert aus Burgstädt (bei Chemnitz), die einzige mobile Brandsimulationsanlage dieser Größe in Deutschland."[78] Zu weiteren Übungen zählen u.a. das Nachahmen von PKW-Unfällen, bei denen auslaufende Flüssigkeiten beseitigt werden müssen, sowie Hausflur- und Werkstattfeuer und Fettbrände in einer Küche. Mit Hilfe dieser realitätsnahen Übungen und den taktischen Vor- und Nachbesprechungen können sich die Feuerwehrleute sehr gut vorbereiten. Sehr beliebt unter den FFW sind die Übungs- und Wettkampfe bei Feuerwehrjubilaen. In der Disziplin „Löschangriff", bei dem es gilt, innerhalb kürzester Zeit einen Löschangriff nachzuahmen, duellieren sich die Vertreter der eingeladenen FW.
Besondere Voraussetzungen müssen Berufsfeuerwehranwärter mitbringen. Sie benötigen eine abgeschlossene handwerkliche Berufsausbildung, dürfen nicht älter als 28 Jahre sein und müssen einen Einstellungstest absolvieren. Dieser Test besteht aus einer Sport- und Gesundheitsprüfung, einem Diktat, einem Aufsatz und aus einem Gespräch. Wenn dies gemeistert wurde, ist eine zweijährige Ausbildung zu bewältigen. Dabei durchläuft man eine Grundausbildung von sechs Monaten und mehrere Lehrgänge bspw. zum Sanitäter und Maschinisten. Zum Ende der zwei Jahre erfolgt ein Abschlusstest zum Brandmeister. Mit einer Zusatzausbildung ist es auch möglich, sich für den gehobenen bzw. den höheren Dienst zu bewerben.[79]
Die JFW sind den jeweiligen FFW angegliedert und gehören für gewöhnlich alle der DJF an. Neuste Zahlen aus dem Jahr 2008 sprechen von fast 17.500 JFW und ca. 235.000 Nachwuchskräften, wovon allein 55.500 Mädchen sind.[80] Anders als bei den rückläufigen Zahlen aller aktiven Mitglieder in Deutschland war beim Nachwuchs ein stetiges Wachstum bis zum Jahr 2005 zu verzeichnen.
Abbildung 5: Anzahl Mitglieder der Jugendfeuerwehren nach Bundesländern
Sachsen-Anhalt hatte dabei im Jahr 2005 mehr als viermal so viele Nachwuchskräfte als noch im Jahr 1991. Auffällig ist besonders, dass die neuen Bundesländer hier eine enorme Zunahme erfahren konnten. Absolute Spitzenreiter in dieser Kategorie sind die Länder Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Den minimalsten Anstieg gab es im Saarland und in Hessen. Insgesamt konnte jedoch bundesweit gesehen in diesem Zeitraum die Zahl der Nachwuchskräfte fast verdoppelt werden. Allerdings zeigen die rückläufigen Mitgliederzahlen bei den Erwachsenen, dass nur geringe Nachkommen in die FW übernommen werden bzw. die jungen Leute nach ihrer Zeit bei der JFW aus dem Dienst austreten. Die Mitgliederzahlen in den JFW sind seit dem Jahr 2005 rückläufig. Waren es zu diesem Zeitpunkt noch knapp 255.000 Nachwuchskräfte, so waren es zum 31.08.2008 nur noch ca. 237.000.[81] [82] Die niedrigen Geburtenraten und der damit verbundene demographische Wandel wird in den kommenden Jahren wohl zwangsläufig dazu führen, dass dieser Trend sich fortsetzt. Aufgabe der JFW ist es, den Nachwuchs auf die bevorstehende Ausbildung zum aktiven Mitglied bzw. zu einer Feuerwehrlaufbahn vorzubereiten und heranzuführen. Gezielt ausgebildete Jugendwarte sind für die Ausbildung der Heranwachsenden verantwortlich. In Sachsen-Anhalt beginnt die Jugendförderung mancherorts bereits in sog. Bambini- bzw. Minifeuerwehren, in denen die Kinder im Alter zwischen sechs und zehn Jahren sind. In dieser Vorbereitungsphase auf die JFW wird bereits spielerisch versucht, den Kleinen das Feuerwehrwesen und den Brandschutz näher zu bringen. Mit Vollendung des 10. Lebensjahres können die Mädchen und Jungen einer JFW beitreten.[83] Während der Zeit bei der JFW können die Mitglieder das Jugendleistungsabzeichen und die Jugendleistungsspange absolvieren. Die „Leistungsspange" der DJF kann man mit dem 15. Lebensjahr erreichen. Dabei müssen fünf Disziplinen innerhalb einer Gruppe bewältigt werden. Zu den fünf Bereichen gehören das Auslegen einer Schlauchleitung, ein Staffellauf, Kugelstoßen, ein Löschangriff und das Beantworten von Fragen verschiedener Fachgebiete. Seit dem Jahr 2001 haben jüngere Mitglieder die Möglichkeit, die „Jugendflamme" zu erwerben. Sie ist ein Abzeichen, das in drei Stufen gegliedert ist.[84] Die erste Stufe kann im Alter von zehn Jahren erreicht werden, indem die Kinder u.a. Knoten binden und feuerwehrtechnische Aufgaben lösen. Die zweite Stufe kann ab dem 14. Lebensjahr nachgewiesen werden, bei der z.B. ein Wissenstest und eine sportliche Leistung absolviert werden müssen. Das dritte Abzeichen, die „Feuerflamme", kann nach bestandener „Leistungsspange" erreicht werden. Hier muss u.a. ein Erster-Hilfe-Nachweis und eine Themenarbeit erbracht werden. An richtigen Einsätzen dürfen die Jugendlichen jedoch nicht teilnehmen. Im Bundesland Bayern ist es möglich, dass Jugendliche ab 16 Jahre bei Einsätzen mitwirken dürfen, wenn sie mit der Gefahr nicht in Kontakt kommen, wie z.B. als Funker. Jedoch können die Feuerwehranwärter mit Beginn des 17. Lebensjahres und mit Einwilligung der Eltern mit der Truppmannausbildung anfangen.[85] Die Zeit in der JFW ist neben der Vorbereitung auf den späteren Feuerwehrdienst vor allem durch viele Freizeitaktivitäten und Spaß gekennzeichnet. Die JFW treten bspw. in Wettkämpfen gegeneinander an, veranstalten Zeltlager und gehen auf verschiedene Exkursionen. Großer Wert wird dabei auf die Kameradschaft untereinander gelegt. Ein großes Problem ist heute, dass viele Jugendliche Ostdeutschlands in ihrer Heimat ausgebildet wurden, aber durch die ausbildungs- und arbeitstechnischen Engpässe nach Westdeutschland gehen müssen. Die FFW im Osten der Republik bilden den Nachwuchs z.T. nur noch aus, die Mitgliederzahlen sinken aber trotzdem, da eine Vielzahl des Nachwuchses nach Westdeutschland abwandert.
Während die Mitgliederzahlen der Aktiven in der BRD stetig sinken, ist beim Frauenanteil ein steigender Zuwachs zu verzeichnen. Die Statistiken erfassten in den 1970-er Jahren zum Ersten Mal weibliche Feuerwehrkräfte, obwohl schon zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges Frauen in den FW tätig waren. Bis 1978 waren in Niedersachsen nur Männer für den Feuerwehrdienst anerkannt. Heute liegt der Anteil der Frauen in den FW bei unter 10 % aller aktiven Mitglieder. Man kann also davon ausgehen, dass es in der BRD fast 100.000 „Feuerwehrfrauen" gibt. Dabei ist die Beteiligung der Frauen in den neuen Bundesländern zwischen 9-14 % deutlich höher als in den alten Bundesländern, wo die Quoten deutlich darunter liegen. Besser ist der Anteil dagegen in den JFW. Dort soll jedes fünfte Mitglied ein Mädchen sein. Auch lässt sich erkennen, dass es vor allem in den neuen Bundesländern eine hohe Mädchenbeteiligung gibt. Sachsen-Anhalt gilt dabei als Spitzenreiter. Hier kommen auf zehn Jungen ungefähr drei Mädchen.
Abbildung 6: Anteil Frauen nach Bundesländern aus dem Jahr 2005
Quelle: Mädchen und Frauen bei der Feuerwehr[86]
Am geringsten ist der Frauenanteil in den BFW und den WFW, wo sie anteilig im Jahr 2005 etwa 0,7 % bzw. 1,1 % erreichen konnten.[87] Ein Grund hierfür können vor allem die besonderen Aufnahmeanforderungen sein, bei denen u.a. eine handwerkliche Ausbildung vorausgesetzt wird. Ein weiteres Problem ist, dass die Frauen nach der Zeit bei der JFW oft ihr Engagement an den Nagel hängen, um eine berufliche Karriere zu starten oder eine Familie zu gründen. Anhand dieser Zahlen ist erkennbar, dass in diesem Bereich noch erhebliche Entwicklungschancen für die FW stecken. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat dies erkannt und unterstützt das seit 2005 bestehende Projekt des DFV mit dem Namen „Frauen und Mädchen in der Freiwilligen Feuerwehr." Das weibliche Geschlecht soll amit vermehrt für FFW mobilisiert und eingegliedert werden. Ziel der Bundesministerin Ursula von der Leyen[88] ist, die Anzahl weiblicher Aktiver in den kommenden Jahren zu verdoppeln.
FW gibt es überall auf der Welt. Während sie alle das Ziel haben, Menschen zu retten und Brände zu löschen, unterscheiden sich sie sich u.a. in Organisation, Aufbau, Ausbildung und Technik. So haben sich 50 — vornehmlich europäische — Staaten aus nahezu allen Kontinenten zum CTIF (internationales technisches Komitee für vorbeugenden Brandschutz und Feuerlöschwesen) zusammengeschlossen. Neben direkten Sportwettkämpfen haben sie sich zur Aufgabe gemacht, durch ihre Zusammenarbeit das Feuerwehrwesen weiterzuentwickeln. Die Hamburger JFW gilt dabei als Paradebeispiel für die internationale Zusammenarbeit. Sie hat Kontakte mit der JFW Minola aus New York, mit dem Russischen Feuerwehrverband in St. Petersburg und mit ungarischen Kameraden. Die JFW Hamburg organisiert durch internationale Begegnungstreffen Beziehungen zu Jugendlichen aus Tansania — wo freiwillige Feuerwehren fast unbekannt sind — und Shanghai.[89] Im Oktober 2009 waren wieder Treffen in St. Petersburg und in Dar es Salaam (Tansania) geplant.
Das Feuerwehrsystem in Deutschland mit seinen vielen FFW ist in anderen Staaten weniger ausgeprägt. Das liegt u.a. an den verschiedenen topographischen Gegebenheiten der einzelnen Länder. Während sich die FW in Australien auf Buschbrände spezialisieren müssen, hat z.B. die japanische FW oft mit Erdbeben zu kämpfen. Die Stadt Tokio in Japan gilt als „Stadt des Feuers", in der die ca. 18.000 Berufsfeuerwehrleute mehr als 2.000 mal pro Tag zu Einätzen ausrücken müssen. Die BFW sind bspw. in Lettland und in den USA viel ausgeprägter. In Lettland gibt es nur BFW. Nachfolgend werden die Feuerwehrorganisationen einiger Staaten näher betrachtet.
[1] Atteslander, Peter: (2006), S.131.
[2] Scholl, Armin: (2003), S.31.
[3] Vgl. Gläser, Jochen; Laudel, Grit: (2004), S.88.
[4] Vgl. Mayer, Horst O.: (2006), S.37.
[5] Scholl, Armin: (2003), S.31.
[6] Mayer, Horst O.: (2006), S.40.
[7] Gläser, Jochen; Laudel, Grit: (2004), S.11.
[8] Gläser, Jochen; Laudel, Grit: (2004), S.10.
[9] Vgl. Gläser, Jochen; Laudel, Grit: (2004), S.39.
[10] Vgl. Konrad, Klaus: (2007), S.24.
[11] Vgl. Mayer, Horst O.: (2006), S.41.
[12] Vgl. Scholl, Armin: (2003), S.39 f.
[13] Konrad, Klaus: (2007), S.22.
[14] Vgl. Konrad, Klaus: (2007), S.35.
[15] Vgl. Gläser, Jochen; Laudel, Grit: (2004), S.63.
[16] Vgl. Gläser, Jochen; Laudel, Grit: (2004), S.63 ff.
[17] Gläser, Jochen; Laudel, Grit: (2004), S.88.
[18] Vgl. Gläser, Jochen; Laudel, Grit: (2004), S.89.
[19] Konrad, Klaus: (2007), S.36.
[20] Scholl, Armin: (2003), S.66.
[21] Vgl. Schnell, Rainer; Hill, Paul B.; Esser, Elke: (1999), S.312 f.
[22] Vgl. Konrad, Klaus: (2007), S.40.
[23] Vgl. Scholl, Armin: (2003), S.70.
[24] Mayer, Horst O.: (2006), S.50.
[25] Vgl. Mayer, Horst O.: (2006), S.52.
[26] Scholl, Armin: (2003), S.71.
[27] Vgl. http://tinyurl.com/yl8dx4d, aufgerufen am 02.09.2009.
[28] Hilgers, Dennis: (2008), S.249.
[29] Vgl. Wucke, Bernd: (1995), S.20.
[30] Vgl. Crummenerl, Rainer: (2002), S.7.
[31] Vgl. Wucke, Bernd: (1995), S.27.
[32] Wucke, Bernd: (1995), S.27.
[33] Vgl. Crummenerl, Rainer: (2002), S.7.
[34] Vgl. Wucke, Bernd: (1995), S.30.
[35] Vgl. Wucke, Bernd: (1995), S.34 ff.
[36] Vgl. Wucke, Bernd: (1995), S.59.
[37] Wucke, Bernd: (1995), S.79.
[38] Wucke, Bernd. (1995), S.97 ff.
[39] Vgl. Crummenerl, Rainer: (2002), S.9.
[40] Vgl. http://tinyurl.com/m5cw6e, S.5, aufgerufen am 10.09.2009.
[41] Vgl. Wucke, Bernd: (1995), S.114.
[42] Vgl. Crummenerl, Rainer: (2002), S.9.
[43] Vgl. Wucke, Bernd: (1995), S.139 ff.
[44] Vgl. Wucke, Bernd: (1995), S.175 ff.
[45] Wucke, Bernd: (1995), S.203.
[46] Vgl. Wucke, Bernd: (1995), S.218.
[47] Vgl. Wucke, Bernd: (1995), S.220.
[48] Vgl. http://www.dfv.org/feuerwehrtag/, aufgerufen am 04.09.2009.
[49] Vgl. § 11 Abs.2 BrSchG LSA.
[50] Feuerwehr - Retten Löschen Bergen: 03/2009, S.9.
[51] In Anlehnung an http://tinyurl.com/lm248m, S.165 f., aufgerufen am 18.09.2009.
[52] Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Berufsfeuerwehr, aufgerufen am 03.09.2009.
[53] Vgl. http://tinyurl.com/yfg6vnw, aufgerufen am 03.09.2009.
[54] Vgl. http://tinyurl.com/klquxq, aufgerufen am 03.09.2009.
[55] Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Betriebsfeuerwehr, aufgerufen am 04.09.2009.
[56] http://tinyurl.com/lm248m, S.37 f., aufgerufen am 18.09.2009.
[57] http://www.dfv.org/feuerwehrtag/, aufgerufen am 04.09.2009.
[58] Vgl. http://www.dfv.org/feuerwehrtag/, aufgerufen am 04.09.2009.
[59] Vgl. Crummenerl, Rainer: (2002), S.2.
[60] In Anlehnung an http://tinyurl.com/lm248m, S.37 f., aufgerufen am 18.09.2009.
[61] Hilgers, Dennis: (2008), S.251.
[62] Vgl. § 13a WPflG.
[63] § 2 Abs.2 BrSchG LSA.
[64] Vgl. § 18 ff. BrSchG LSA.
[65] Vgl. § 2 Abs.2 BrSchG LSA.
[66] Vgl. § 9 Abs.2 BrSchG LSA.
[67] Vgl. § 9 Abs.4 BrSchG LSA.
[68] Vgl. § 1 Abs.2 MindAusrVO-FF.
[69] Vgl. § 1 ff. MindAusrVO-FF (alt).
[70] Vgl. § 2 Abs.2 MindAusrVO-FF.
[71] Vgl. § 2 MindAusrVO-FF.
[72] § 1 Abs.3 MindAusrVO-FF.
[73] Feuerwehrbedarfsplan der Stadt Sangerhausen, S.5.
[74] Vgl. § 9 Abs.1 BrSchG LSA.
[75] Vgl. § 2 LVO-FF.
[76] Vgl. FwDV 2.
[77] Vgl. § 3 Abs.4 LVO-FF.
[78] Mitteldeutsche Zeitung v. 30.03.2009, S.9.
[79] Vgl. Crummenerl, Rainer: (2002), S.44.
[80] Lauffeuer: 06/2009, S.4 ff.
[81] In Anlehnung an http://tinyurl.com/lm248m, S.173 f., aufgerufen am 18.09.2009.
[82] Lauffeuer: 06/2009, S.4 ff.
[83] Vgl. § 9 Abs.5 BrSchG LSA.
[84] Vgl. Crummenerl, Rainer: (2002), S.47.
[85] Vgl. § 3 Abs.6 LVO-FF.
[86] http://tinyurl.com/lm248m, S.45, aufgerufen am 18.09.2009.
[87] Vgl. http://tinyurl.com/lm248m, aufgerufen am 18.09.2009.
[88] Ursula von der Leyen war Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom 22. November 2005 bis 29.11.2009. Ihre Nachfolgerin ist Kristina Köhler, seit dem 30.l1.2009.
[89] Lauffeuer: 01/2009, S.10 ff.
9783640559473
v143824
Robert Ziegenhahn (Autor)

References: § 1
 § 11
 § 13
 § 2
 § 18
 § 2
 § 9
 § 9
 § 1
 § 1
 § 2
 § 2
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 § 9
 § 2
 § 3
 § 9
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