Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20101215_OGH0002_0040OB00190_10K0000_000&IncludeSelf=False
Timestamp: 2020-01-28 05:03:44+00:00

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RIS - Rechtssätze für 4Ob190/10k - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 1Ob507/50 2Ob266/57 3Ob...
RS0014920
1Ob507/50; 2Ob266/57; 3Ob284/58; 6Ob267/63 (6Ob268/63); 6Ob342/66; 6Ob61/67; 7Ob154/71; 5Ob89/72; 7Ob8/75; 2Ob362/74; 6Ob156/75; 7Ob602/77; 5Ob748/79; 6Ob662/81; 3Ob542/87; 6Ob146/97g; 1Ob339/98d; 1Ob157/02y; 3Ob13/07v; 6Ob148/07v; 4Ob65/10b; 8Ob25/10z; 4Ob190/10k; 8Ob151/10d; 5Ob18/11z; 2Ob176/10m; 2Ob30/11t; 9ObA83/13s; 1Ob85/16f
ABGB §871 BII
Ein Irrtum über den Wert der Sache ist ein Irrtum im Beweggrunde (Motivirrtum) und nur dann rechtlich relevant, wenn listige Irreführung vorliegt.
1 Ob 507/50
Entscheidungstext OGH 28.09.1950 1 Ob 507/50
Veröff: SZ 23/272
2 Ob 266/57
Entscheidungstext OGH 20.11.1957 2 Ob 266/57
3 Ob 284/58
Entscheidungstext OGH 14.10.1958 3 Ob 284/58
6 Ob 267/63
Entscheidungstext OGH 16.10.1963 6 Ob 267/63
Veröff: EvBl 1964/317 S 465
6 Ob 342/66
Entscheidungstext OGH 30.11.1966 6 Ob 342/66
Veröff: EvBl 1967/281 S 397
Ähnlich; Beisatz: Hier: Irrtum beim Vergleichsabschluss. (T1)
7 Ob 154/71
Entscheidungstext OGH 10.09.1971 7 Ob 154/71
Beisatz: Hier: Orientteppiche (T2)
5 Ob 89/72
Entscheidungstext OGH 20.06.1972 5 Ob 89/72
Veröff: JBl 1972,611
7 Ob 8/75
Entscheidungstext OGH 23.01.1975 7 Ob 8/75
Ähnlich; Beisatz: Umsatz eines gekauften Getränkeautomaten. (T3)
2 Ob 362/74
Entscheidungstext OGH 13.02.1975 2 Ob 362/74
Beis wie T1; Veröff: SZ 48/14 = EvBl 1975/252 S 573 = JBl 1976,88
6 Ob 156/75
Entscheidungstext OGH 08.01.1976 6 Ob 156/75
Beisatz: Hier: Gemälde (T4)
7 Ob 602/77
Entscheidungstext OGH 30.06.1977 7 Ob 602/77
5 Ob 748/79
Entscheidungstext OGH 15.01.1980 5 Ob 748/79
6 Ob 662/81
Entscheidungstext OGH 17.03.1983 6 Ob 662/81
Veröff: EvBl 1983/100 S 396
3 Ob 542/87
Entscheidungstext OGH 11.11.1987 3 Ob 542/87
6 Ob 146/97g
Entscheidungstext OGH 11.09.1997 6 Ob 146/97g
1 Ob 339/98d
Entscheidungstext OGH 29.06.1999 1 Ob 339/98d
Auch; Beisatz: Der Irrtum über den gemeinen Wert (Verkehrswert) einer Sache gehört nicht zu deren Eigenschaften. (T5)
Beisatz: Ein Irrtum über den Verkehrswert einer Sache bildet jedenfalls nur dann einen rechtlich relevanten Anfechtungsgrund, wenn der Erklärungsempfänger den Motivirrtum arglistig im Sinn des § 870 ABGB herbeigeführt oder im Sinne einer bewussten Verschleierung des Sachverhalts ausgenützt hat, somit bewusste Täuschung vorliegt, wenn die Parteien das Motiv zumindest stillschweigend zu einer echten Bedingung erhoben haben, wenn der Gegner des Anfechtenden gesetzliche oder vorvertragliche Aufklärungspflichten verletzte, oder wenn der Irrtum ohne Mitwirken des anderen Teils nicht vermeidbar war; gerade in den letzten drei Fällen ist ein Geschäftsirrtum anzunehmen. (T6)
1 Ob 157/02y
Entscheidungstext OGH 30.09.2002 1 Ob 157/02y
3 Ob 13/07v
Entscheidungstext OGH 22.02.2007 3 Ob 13/07v
6 Ob 148/07v
Entscheidungstext OGH 13.07.2007 6 Ob 148/07v
Auch; nur: Ein Irrtum über den Wert der Sache ist ein Irrtum im Beweggrunde (Motivirrtum). (T7)
Vgl; Beisatz: Im Fall des Verkaufs börsennotierter Wertpapiere können Fehlvorstellungen über die künftige Wert‑ und Kursentwicklung (zumindest mangels anderslautender Vereinbarung) nur als Motivirrtum qualifiziert werden. Hingegen betrifft eine Fehlvorstellung über eine dem Anlageprodukt immanente Begrenzung des Verlustpotentials wegen einer besonderen Risikoabsicherung (zB Ausfallgarantie, Versicherung, Pfandrechte) oder darüber, ob eine direkte Investition in Güter erfolgt, nicht nur im Vorfeld des Kaufentschlusses liegende individuelle Erwartungen, sondern für die Identität des Kaufgegenstands maßgebliche und daher den Inhalt des Geschäfts bestimmende Eigenschaften. Die Risikogeneigtheit einer Anlageform ist als Produkteigenschaft anzusehen. (T8) Veröff: SZ 2010/113
Auch; nur T7; Beisatz: Ein Irrtum über eine wertbildende Eigenschaft gehört hingegen zum Inhalt des Geschäfts. (T9)
Beisatz: Hier: Wertpapiere. (T10)
8 Ob 151/10d
Entscheidungstext OGH 26.04.2011 8 Ob 151/10d
5 Ob 18/11z
Entscheidungstext OGH 07.07.2011 5 Ob 18/11z
Auch; nur T7; Beis wie T9; Beis wie T10
2 Ob 30/11t
Entscheidungstext OGH 19.01.2012 2 Ob 30/11t
Auch; Beis wie T5; Beis wie T9
9 ObA 83/13s
Entscheidungstext OGH 27.09.2013 9 ObA 83/13s
ECLI:AT:OGH0002:1950:RS0014920
JJR_19500928_OGH0002_0010OB00507_5000000_001
Rechtssatz für 6Ob552/81 5Ob568/81 (5Ob...
RS0014922
6Ob552/81; 5Ob568/81 (5Ob569/81); 5Ob695/82; 8Ob635/85; 7Ob656/86; 1Ob157/02y; 1Ob41/03s; 4Ob65/10b; 8Ob25/10z; 4Ob190/10k; 8Ob151/10d; 5Ob18/11z; 2Ob176/10m; 2Ob30/11t; 8Ob19/12w; 5Ob146/11y; 3Ob65/13z; 2Ob127/16i; 1Ob85/16f
ABGB §901 I1
Ein Irrtum über eine wertbildende Eigenschaft (hier: Eignung zum Weiterbau eines Rohbaues), gehört zum Inhalt des Geschäftes. Ein Irrtum darüber ist daher ein Geschäftsirrtum.
6 Ob 552/81
Entscheidungstext OGH 13.05.1981 6 Ob 552/81
Veröff: SZ 54/71
5 Ob 568/81
Entscheidungstext OGH 01.12.1981 5 Ob 568/81
Auch; nur: Ein Irrtum über eine wertbildende Eigenschaft gehört zum Inhalt des Geschäftes. Ein Irrtum darüber ist daher ein Geschäftsirrtum. (T1)
5 Ob 695/82
Entscheidungstext OGH 21.09.1982 5 Ob 695/82
nur T1; Beisatz: Hier: Flächenwidmung einer Liegenschaft. (T2)
8 Ob 635/85
Entscheidungstext OGH 03.04.1986 8 Ob 635/85
7 Ob 656/86
Entscheidungstext OGH 06.11.1986 7 Ob 656/86
Ähnlich; Beisatz: Hier: In Urkunden erwähnte Umsatzzahlen sowie angeführte Abschlusswahrscheinlichkeiten und Angaben eines Unternehmensverkäufers über seinen "Kundenstock" sowie die mit großer Wahrscheinlichkeit zu erwartenden Umsätze als nicht unerhebliches Kriterium für die Preisbildung des Verkaufspreises des Unternehmens. (T3)
1 Ob 41/03s
Entscheidungstext OGH 25.03.2003 1 Ob 41/03s
Auch; Beisatz: Hier: Wert eines Bildes. (T4)
Beisatz: Eine vom Verkäufer verursachte wesentliche Fehlvorstellung von der gekauften Sache kann regelmäßig im Wege der Irrtumsanfechtung bzw der Wandlung insoweit korrigiert werden, als der Käufer so zu stellen ist, als hätte er den Vertrag niemals abgeschlossen. (T5)
Veröff: SZ 2003/31
Auch; nur T1; Beisatz: Hier: Vom Wertpapierverkäufer in der Verkaufsbroschüre getätigte Aussagen zur Wertstabilität „im Gegensatz zu anderen Aktien“. (T6)
Auch; Beisatz: Im Fall des Verkaufs börsennotierter Wertpapiere können Fehlvorstellungen über die künftige Wert‑ und Kursentwicklung (zumindest mangels anderslautender Vereinbarung) nur als Motivirrtum qualifiziert werden. Hingegen betrifft eine Fehlvorstellung über eine dem Anlageprodukt immanente Begrenzung des Verlustpotentials wegen einer besonderen Risikoabsicherung (zB Ausfallgarantie, Versicherung, Pfandrechte) oder darüber, ob eine direkte Investition in Güter erfolgt, nicht nur im Vorfeld des Kaufentschlusses liegende individuelle Erwartungen, sondern für die Identität des Kaufgegenstands maßgebliche und daher den Inhalt des Geschäfts bestimmende Eigenschaften. Die Risikogeneigtheit einer Anlageform ist als Produkteigenschaft anzusehen. (T7)
Bem: Parallelverfahren zu 4 Ob 65/10b. (T8)
Auch; Beisatz: Hier: Wertpapiere. (T9)
Auch; Beis ähnlich wie T6; Beis ähnlich wie T7; Bem: Gleichgelagerter Sachverhalt zu 4 Ob 65/10b und 8 Ob 25/10z. (T10)
nur T1; Beisatz: Eine ausdrücklich zugesagte wertbildende Eigenschaft des Kaufgegenstands, die zwischen den Streitteilen zum Vertragsinhalt wurde, bedarf keiner besonderen Erwähnung in der Vertragsurkunde. (T11)
5 Ob 146/11y
Entscheidungstext OGH 16.05.2012 5 Ob 146/11y
3 Ob 65/13z
Entscheidungstext OGH 21.08.2013 3 Ob 65/13z
2 Ob 127/16i
Entscheidungstext OGH 05.08.2016 2 Ob 127/16i
ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0014922
JJR_19810513_OGH0002_0060OB00552_8100000_001
Rechtssatz für 8Ob25/10z 4Ob65/10b 5Ob...
RS0126232
8Ob25/10z; 4Ob65/10b; 5Ob222/10y; 4Ob190/10k; 8Ob112/10v; 8Ob151/10d; 5Ob18/11z; 2Ob191/10t; 8Ob107/11k; 3Ob214/11h; 6Ob13/12y; 4Ob174/11h; 5Ob146/11y; 1Ob51/12z; 4Ob5/13h; 2Ob19/13b; 3Ob65/13z; 5Ob207/14y; 4Ob90/19t
Im Fall des Verkaufs börsennotierter Wertpapiere können Fehlvorstellungen über die künftige Wert‑ und Kursentwicklung (zumindest mangels anderslautender Vereinbarung) nur als Motivirrtum qualifiziert werden. Hingegen betrifft eine Fehlvorstellung über eine dem Anlageprodukt immanente Begrenzung des Verlustpotentials wegen einer besonderen Risikoabsicherung (zB Ausfallgarantie, Versicherung, Pfandrechte) oder darüber, ob eine direkte Investition in Güter erfolgt, nicht nur im Vorfeld des Kaufentschlusses liegende individuelle Erwartungen, sondern für die Identität des Kaufgegenstands maßgebliche und daher den Inhalt des Geschäfts bestimmende Eigenschaften. Die Risikogeneigtheit einer Anlageform ist als Produkteigenschaft anzusehen.
Vgl; nur: Die Risikogeneigtheit einer Anlageform ist als Produkteigenschaft anzusehen. (T1)
5 Ob 222/10y
Entscheidungstext OGH 20.12.2010 5 Ob 222/10y
8 Ob 112/10v
Entscheidungstext OGH 26.04.2011 8 Ob 112/10v
2 Ob 191/10t
Entscheidungstext OGH 30.08.2011 2 Ob 191/10t
8 Ob 107/11k
Entscheidungstext OGH 22.11.2011 8 Ob 107/11k
3 Ob 214/11h
Entscheidungstext OGH 18.01.2012 3 Ob 214/11h
6 Ob 13/12y
Entscheidungstext OGH 15.03.2012 6 Ob 13/12y
Vgl; nur T1; Beisatz: Die Frage, ob ein die Vertragsanfechtung ermöglichender Geschäftsirrtum vorliegt, hängt grundsätzlich von den Umständen des Einzelfalls ab. (T2)
4 Ob 174/11h
Entscheidungstext OGH 17.04.2012 4 Ob 174/11h
Vgl auch; Beisatz: Hier: Irrtum über Diversifizierung eines Fonds. (T3)
2 Ob 19/13b
Entscheidungstext OGH 25.04.2013 2 Ob 19/13b
Vgl auch; Beisatz: Bei der Irrtumsanfechtung eines Anlegers ist der diesem unterlaufene Irrtum und nicht die Irreführungseignung des Verkaufsprospekts im Allgemeinen zu beurteilen. (T4)
5 Ob 207/14y
Entscheidungstext OGH 24.02.2015 5 Ob 207/14y
4 Ob 90/19t
Entscheidungstext OGH 13.06.2019 4 Ob 90/19t
ECLI:AT:OGH0002:2010:RS0126232
JJR_20100922_OGH0002_0080OB00025_10Z0000_001

References: §871
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 § 870
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 §901
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