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Timestamp: 2020-01-28 10:02:05+00:00

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| 12.11.2010 16:31 |
Eine schöne Tageszeit,
ich bräuchte eine Auskunft wegen meines Aufenthaltstatuses. Ich, geschieden, lebe in Deutschland seit 15 Jahren mit einer unbefristeten Aufenthaltserlaubnis und habe die Staatsangehörigkeit eines nicht EU Staates. Mein Sohn (13 Jahre alt) hat zwei Staatssngehörigkeiten (deutsch und nicht-deutsch). Mein Arbeitgeber hat betriebsbedingt einige Kündigungen durchgeführt und ich war dabei under denen, die das Unternehmen demnächst verlassen werden. Es handelt sich um ein internationalles Unternehmen, mit Hauptsitz in Deutschland, das weltweit repräsentiert ist und für mich eine weitere Beschäftigungsmöglichkeit in einem anderen Land bieten kann, die ich auch gerne in Anspruch nehmen würde. Meine Tätigkeit ist sehr spezialisiert und erfordert eine gewisse Qualifikation und Erfahrung. Es gibt nicht so viele Positionen auf diesem Gebiet. Allerdings, so ist mein Wissensstand, erlischt dabei meine Aufenthaltserlaubnis für Deutschland, wenn ich für eine Dauer von mehr als 6 Monate nach Ausland arbeiten gehe. Mein Sohn würde mit mir sein. Gibt es eine Möglichkeit für mich, den Aufenthaltsstatus in Deutschland zu behalten und im Ausland zu arbeiten, bis sich die Gelegenheit ergibt, in Deutschland einen passenden Arbeitsplatz zu finden?
Ein Aufenthaltstitel erlischt grundsätzlich in den Fällen des § 51 Abs. 1 AufenthG. Wenn Sie sich also entschließen, für eine längere Zeit im Ausland zu arbeiten, könnte Ihr Aufenthaltstitel bereits nach § 51 Abs. 1 Nr. 6 erlöschen. Der von Ihnen genannte Erlöschensgrund Ihres Aufenthaltstitels nach 6-monatigem Auslandsaufenthalt ist in § 51 Abs. 1 Nr. 7 AufenthG geregelt.
Wenn die Behörde Ihnen aber vor Ausreise eine längere Frist zur Wiedereinreise als 6 Monate erteilt hat, erlischt Ihr Aufenthaltstitel erst nach Ablauf dieser Frist.
Zu beachten ist aber, dass Ihren Angaben zufolge bei Ihnen die Ausnahmeregelung nach § 51 Abs. 2 Satz 1 AufenthG einschlägig ist. Ihre unbefristete Aufenthaltserlaubnis gilt als Niederlassungserlaubnis gemäß § 101 Abs. 1 AufenthG fort.
Ihre Niederlassungserlaubnis erlischt nicht nach § 51 Abs. 1 Nr. 6 und Nr. 7 AufenthG, unter Folgenden Bedingungen:
Sie müssten sich mindestens 15 Jahre rechtmäßig im Bundesgebiet aufgehalten haben,
ihr Lebensunterhalt müsste bei Ihrer Wiedereinreise nach Deutschland gesichert sein und
bei Ihnen dürfte kein Ausweisungsgrund nach § 54 Nr. 5 bis Nr. 7 AufenthG oder § 55 Abs. 2 Nr. 8 bis Nr. 11 AufenthG vorliegen.
Nach erster Einschätzung dürften bei Ihnen zumindest die ersten beiden genannten Voraussetzungen erfüllt sein. Sofern auch die unter c) genannte Voraussetzung erfüllt ist, sollten Sie schon jetzt bei der Ausländerbehörde eine Fortbestandsbescheinigung gemäß § 51 Abs. 2 Satz 3 AufenthG für Ihre Niederlassungserlaubnis beantragen.
Somit dürften Sie bei einer Wiedereinreise wegen eines längeren Auslandsaufenthaltes keine Schwierigkeiten mehr bekommen.
Sollten Sie im behördlichen Verfahren weitere Hilfe benötigen, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.
Bewertung des Fragestellers 12.11.2010 | 18:34
FRAGESTELLER 12.11.2010 4,8/5,0

References: § 51
 § 51
 § 51
 § 51
 § 101
 § 51
 § 54
 § 55
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