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Timestamp: 2019-05-27 13:33:46+00:00

Document:
Betriebsrentenstärkungsgesetz | zurich.de
Arbeitgeber-Zuschusspflicht ab 2019
Arbeitgeber werden zu einem Zuschuss verpflichtet, wenn Arbeitnehmer die Betriebsrente über eine Entgeltumwandlung ansparen. Der Zuschuss beträgt 15 % des Beitrages, sofern der Arbeitgeber durch die Entgeltumwandlung Sozialversicherungsbeiträge spart. Dies gilt erstmals bei Neuabschluss von Entgeltumwandlungen seit 01.01.2019 und für bestehende Entgeltumwandlungen spätestens ab 01.01.2022.
Die Bundesregierung hat zur Stärkung der Betriebsrente umfassende Neuerungen seit 01.01.2018 beschlossen – das Betriebsrenten-stärkungsgesetz, (kurz BRSG). Mit dem neuen Betriebsrentenstärkungsgesetz wird die betriebliche Altersvorsorge reformiert. Sowohl für Arbeitnehmer als auch für Arbeitgeber sollen die Anreize für eine Betriebsrente erhöht werden. Das bestehende System soll gestärkt werden, um Armut durch Invalidität oder im Alter vorzubeugen. Auch für Beschäftigte mit geringem Einkommen wird ein Anreiz für den Abschluss einer zusätzlichen Altersvorsorge geschaffen.
Die Reform umfasst zwei wesentliche Bausteine:
Die Rahmenbedingungen für bestehende und neue Betriebsrenten werden seit 2018 vom Staat verbessert.
Wesentliche Inhalte des Gesetzes und Auswirkungen zeigen Ihnen unsere Erklärvideos.
Werden Sie bereits jetzt aktiv und stellen Sie rechtzeitig die Weichen für die Umsetzung der neuen gesetzlichen Anforderungen in Ihrem Unternehmen – wir unterstützen Sie gerne!
Wir für Sie. Mehr Altersvorsorge für alle.
Talanx und Zurich haben eine Konsortiallösung im Sozialpartnermodell eingerichtet und eine entsprechende Kooperation vereinbart. Ziel der Kooperation ist es, zukünftig mehr Arbeitnehmern zu einer Betriebsrente zu verhelfen. Das Konsortium tritt unter dem Namen „Die Deutsche Betriebsrente“ auf.
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Die Auszeichnung bezieht sich dabei auf die Teilbereiche Beratung, Haftung, Service und Verwaltung.
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Wichtige Informationen zum Betriebsrentenstärkungsgesetz
Verbesserungen des Betriebsrentenstärkungsgesetzes
Betriebsrentenstärkungsgesetz im Detail
Der Förderrahmen nach § 3 Nr. 63 EStG steigt von bisher 4 % auf 8 % der allgemeinen Beitragsbemessungsgrenze (BBG) West. Die ersten 4 % der BBG bleiben weiterhin steuer- und sozialabgabenfrei. Die weiteren 4 % der BBG sind lediglich steuer-, jedoch nicht sozialabgabenfrei.
Für Arbeitnehmer mit einer alten Direktversicherung nach § 40b EStG a.F. wird der Aufbau einer zusätzlichen bAV stark vereinfacht. Bisher war bei Nutzung von § 40b EStG die Förderung nach § 3 Nr. 63 EStG auf 4 % BBG beschränkt, weil der Zusatzbetrag von 1.800 EUR nicht gleichzeitig mit der Pauschalversteuerung in Anspruch genommen werden konnte. Diese Einschränkung entfällt.
Wer eine pauschalversteuerte Direktversicherung hat, kann künftig bis zu 8 % der BBG abzüglich der tatsächlich gezahlten § 40b EStG-Beiträge steuerfrei in eine nach § 3 Nr. 63 EStG geförderte Direktversicherung einzahlen.
Weitergabe der eingesparten Sozialversicherungs-Beiträge
Arbeitgeber werden zu einem Zuschuss verpflichtet, wenn Arbeitnehmer die Betriebsrente über eine Entgeltumwandlung ansparen. Der Zuschuss beträgt bis zu 15 % des Beitrages, sofern der Arbeitgeber durch die Entgeltumwandlung Sozialversicherungsbeiträge spart. Dies gilt erstmals für Entgeltumwandlungen ab 01.01.2019, für bestehende Entgeltumwandlungen (die vor dem 01.01.2019 abgeschlossen wurden) ab Beginn 2022.
Vereinfachung des Verfielfältigers bei Ausscheiden aus dem Arbeitsverhältnis
Bei der Vervielfältigungsregelung bringt das BRSG eine Vereinfachung. Zukünftig kann bei Ausscheiden ein Betrag von 4 % der BBG multipliziert mit der Zahl der Beschäftigungsjahre (maximal zehn Jahre) steuerfrei für die bAV verwendet werden. Eine Anrechnung bereits gezahlter Beiträge wie bisher entfällt. Die Vervielfältigungsregelung wird für Arbeitnehmer durch den höheren Einzahlungsrahmen deutlich attraktiver. Die neue vereinfachte Regelung könnte dann insbesondere bei Abfindungszahlungen eine größere Rolle spielen.
Möglichkeit der Nachzahlung
In Zeiten, in denen das Arbeitsverhältnis ruht, können oftmals aus finanziellen Gründen keine Beiträge zur Altersvorsorge gezahlt werden. Mit einer neuen Nachzahlungsmöglichkeit können Arbeitnehmer nun auch rückwirkend fehlende Beiträge steuerbegünstigt im Rahmen des § 3 Nr. 63 EStG nachzahlen (max. 10 Jahre x 8 % der Beitragsbemessungsgrenze) – und so mit einer möglichst lückenlosen Beitragszahlung eine zusätzliche Altersvorsorge aufbauen. Die Neuregelung gilt allerdings nur für Kalenderjahre, in denen die Arbeitnehmer gar kein Entgelt bezogen haben.
Zusätzlicher Förderbeitrag für Geringverdiener
Gerade Arbeitnehmer mit einem Monatsgehalt von maximal EUR 2.200 sollten wegen ihrer recht geringen gesetzlichen Rentenansprüche zusätzlich vorsorgen. Um hierfür einen neuen Anreiz zu geben, fördert der Gesetzgeber einen zusätzlichen Arbeitgeber-Beitrag. Arbeitgeber erhalten eine Steuervergünstigung, wenn sie Beschäftigten mit weniger als 2.200 EUR Bruttoeinkommen im Monat eine Betriebsrente gewähren. 30 % des gezahlten Beitrages (240 bis 480 EUR jährlich) können mit der abzuführenden Lohnsteuer verrechnet werden. D. h. ein Arbeitgeberzuschuss von bis zu 480 EUR jährlich wird mit bis zu 144 EUR vom Staat bezuschusst.
Neuer Freibetrag bei der Grundsicherung
Eine entscheidende Verbesserung besteht darin, dass Renten aus geförderter Altersvorsorge (bAV, Riester- und Basisrente) nicht mehr vollständig auf die staatliche Grundsicherung angerechnet werden. Erstmals wird ein Freibetrag eingeführt, der bis zu rund 200 EUR pro Monat beträgt. Damit soll erreicht werden, dass Beschäftigte, die über Jahrzehnte hinweg betrieblich und privat vorgesorgt haben, die Zusatzrente behalten dürfen, auch wenn sie auf Grundsicherung angewiesen sind.
Abschaffung der Doppelverbeitragung bei der Riester-Förderung in der bAV
Schon jetzt ist es möglich, die Riester-Rente über den Arbeitgeber zu organisieren. Künftig fallen auf diese Zusatzrenten jedoch keine Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge mehr an. Dies gilt auch für bereits bestehende Verträge. Damit sind sie gleichgestellt mit privat-finanzierten Riester-Verträgen.
Häufig gestellte Fragen & Antworten im Überblick
Worum geht es beim Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG)?
Mit dem Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) verfolgt die Bundesregierung das Ziel, die Verbreitung der betrieblichen Altersversorgung weiter voranzutreiben. Besonders für kleine und mittelständische Betriebe werden Anreize geschaffen, Mitarbeitenden verstärkt eine betriebliche Altersversorgung anzubieten. Ziel ist, das Risiko von Altersarmut zu reduzieren und vor allem Geringverdienern eine attraktivere, betriebliche Versorgungslösung zu ermöglichen.
Welche Unternehmen betrifft die Gesetzesänderung?
Die verbesserten Rahmenbedingungen betreffen alle Unternehmen. Da jede Firma ihr eigenes und individuelles oder bisher kein Versorgungssystem hat, wirken sich die Neuerungen unterschiedlich aus. Einige Regelungen bieten neue Möglichkeiten. Die neu geschaffene Sozialpartnerrente mit reiner Beitragszusage (rBZ) betrifft vor allem die Arbeitgeber, die der Tarifbindung unterliegen. Nicht-tarifgebundene Arbeitgeber werden eine Sozialpartnerrente nur dann nutzen können, wenn der einschlägige Tarifvertrag dies ermöglicht.
Wird es die bisher bekannten Formen der bAV weiterhin geben?
Alle bisherigen Arten von Betriebsrenten wird es auch weiterhin geben. Wir empfehlen, bereits jetzt aktiv zu werden und rechtzeitig die Weichen für die Umsetzung der neuen gesetzlichen Anforderungen zu stellen. Bestmögliche Rechtssicherheit und Transparenz kann dabei die Einrichtung bzw. Anpassung einer Versorgungsordnung schaffen. Die Zurich Gruppe Deutschland arbeitet intensiv daran, die klassische bAV auch aufgrund der neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen weiter zu verbessern, um den Bedürfnissen der Kunden bestmöglich zu entsprechen.
Was bedeuten die Neuregelungen für bestehende Versorgungswerke?
Da jede Firma ihr eigenes und individuelles Versorgungssystem hat, wirken sich die Neuerungen unterschiedlich aus. Daher sollten Arbeitgeber bereits jetzt die bestehenden Versorgungen überprüfen lassen.
Broschüren: Was bedeutet das für Sie als Unternehmer?
Informationen für Arbeitgeber zum Betriebsrentenstärkungsgesetz 2019 (1,21 MB/PDF)
Bestes Wachstum durch richtige Planung (1,38 MB/PDF)
Die bekannte betriebliche Altersvorsorge bietet weiterhin attraktive Möglichkeiten:
Mit den maßgeschneiderten Altersvorsorgelösungen und Services von Zurich können Ihr Unternehmen und Ihre Mitarbeiter profitieren.
Informationsveranstaltungen für Betriebsrat und Mitarbeiter
Einzelberatung der Mitarbeiter mit individueller Versorgungsanalyse
Marketing-Instrumente für die interne Kommunikation
bAV – bekannt und bewährt
Der Klassiker bei der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) ist die Direktversicherung durch Entgeltumwandlung. Viele Arbeitgeber und Arbeitnehmer haben diesen Durchführungsweg gewählt. Die Direktversicherung eignet sich besonders für Arbeitnehmer, die frühzeitig in die betriebliche Altersvorsorge einsteigen wollen. Hier mehr erfahren
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Mindestzuführungsverordnung § 15 (MindZV)
Die Angaben zur Beteiligung der Versicherten an den Erträgen im Geschäftsjahr in der Lebensversicherung finden Sie hier.

References: § 3
 § 40
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 § 15