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Timestamp: 2019-03-25 21:19:56+00:00

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Rechtsprechung: GRUR-RR 2012, 495 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: BGH, 31.05.2012 | BGH, 19.04.2012 | LG Berlin, 08.05.2012
"Keine Werbung" - Zur Frage, wann und ob der Einwurf von kostenlosen Anzeigenblättern in Briefkästen eine unzumutbare Belästigung im Sinne von § 7 Abs. 2 Nr. 1 UWG darstellen kann.
Werbeprospekte als lose hinzugefügte Beilagen
UWG § 7 Abs. 2 Nr. 1
Aufkleber "Keine Werbung” gilt nicht für Anzeigenblättchen!
Unzumutbare Belästigung durch Gratiszeitung mit Werbebeilage
Gratiszeitungen und Anzeigenblätter dürfen in den Briefkasten eingeworfen werden, wenn lediglich ein Aufkleber "Keine Werbung" angebracht wurde
Gratiszeitung mit Werbebeilage keine unzumutbare Belästigung
Sperrvermerk "Keine Werbung": Einwurf kostenloser Anzeigenblätter möglich
Keine unzumutbare Belästigung durch Gratiszeitung mit Werbebeilage
Unzumutbare Belästigung durch Gratiszeitung mit Werbebeilage verneint
Einwurf von Anzeigenblättern mit Werbebeilage keine unzumutbare Belästigung
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des BGH vom 16.05.2012, Az.: I ZR 158/11 (Aufkleber "Keine Werbung")" von Prof. Dr. Helmut Köhler, original erschienen in: WRP 2012, 938 - 939.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Beschluss des BGH vom 16.05.2012, Az.: I ZR 158/11 (Keine unzumutbare Belästigung durch Anzeigenblätter mit Werbeprospekten)" von RA Dr. Dennis Voigt, original erschienen in: K&R 2012, 676 - 678.
LG Dortmund, 06.01.2011 - 13 O 103/10
OLG Hamm, 14.07.2011 - 4 U 42/11
GRUR-RR 2012, 495
MIR 2012, Dok. 026
K&R 2012, 676
afp 2012, 377
Eine solche Werbung wird unzulässig, wenn der Adressat sie "erkennbar" nicht wünscht, also etwa ein Hinweis auf dem Briefkasten "Keine Werbung" besteht, und wenn dieser Opt-out-Wunsch systematisch missachtet wird (BGH, GRUR 1989, 225 - Handzettel-Wurfsendung; GRUR-RR 2011, 469, 470 - Gratiszeitung mit Werbebeilagen; WRP 2012, 938 Rz. 6 - Aufkleber "Keine Werbung").
Dementsprechend wird die Tatbestandsmäßigkeit des § 7 Abs. 2 Nummer 1 UWG für die Verteilung von Presseerzeugnissen, die Werbung enthalten, in Rechtsprechung und Literatur ohne weiteres unterstellt (vgl. BGH WRP 2012, 938 Randnote 6; OLG Hamm, WRP 2012, 585, Randnote 17; OLG Hamm, NJW 2011, 3794; Leible im Münchener Kommentar zum Lauterkeitsrecht, 2006, Randnote 87 zu § 7 UWG;… Ohly in Ohly/Sosnitza, 6. Auflage 2014, Randnote 36, 39 zu § 7 UWG;… Schüler in Harte-Bavendamm/Henning-Bodewig, 3. Auflage 2013, Randnote 193 zu § 7 UWG;… a.A. Köhler, a.a.O., Randnoten 101, 97 c zu § 7 UWG unter Bezugnahme auf Anhang I Fernabsatzrichtlinie 97/7/EG, der zwischen Anzeigenblättern mit oder ohne Bestellschein unterscheidet und deshalb das Tatbestandsmerkmal: "für den Fernabsatz geeigneten Mittels der kommerziellen Kommunikation" nicht für gegeben hält).
Dieser Sinn und dieser Inhalt der Erklärung auf den Schildern ist, entgegen der Auffassung der Beklagten, eindeutig und auch von einem durchschnittlich intelligenten Zusteller zu erkennen (vgl. auch die Beispiele im BGH-Beschluss vom 16.05.2012, BeckRS 2012, 13520 (Blatt ## f. d. A.) und bei Ohly, a.a.O., Randnote 39 zu § 7 UWG).
BGH, 31.05.2012 - I ZR 198/11
§ 138 Abs 1 BGB, § 307 Abs 2 Nr 1 BGB, § 1 GWB, § 286 ZPO, § 559 ZPO
Abfalltransportvertrag: Revisionsgerichtliche Überprüfbarkeit der Auslegung einer Kundenschutzklausel durch das Berufungsgericht
Verbot von als Nebenabrede zur Erreichung des Hauptzwecks eines kartellrechtsneutralen Vertrags erforderlichen Wettbewerbsverboten zwischen Unternehmen im Zusammenhang mit einem Austauschvertrag
Kundenschutzklausel bei Abfalltransportverträgen
Wettbewerbsverbote im Zusammenhang mit Austauschvertrag können zur Verwirklichung des Hauptzwecks erlaubt sein
LG Gera, 09.02.2011 - 3 O 351/10
OLG Jena, 05.10.2011 - 7 U 176/11
Sie sind nur wirksam, wenn sie in räumlicher, gegenständlicher und zeitlicher Hinsicht das notwendige Maß nicht überschreiten (BGH, Urteil vom 14. Juli 1997 - II ZR 238/96, WM 1997, 1707, 1708 mwN; Urteil vom 8. Mai 2000 - II ZR 308/98, ZIP 2000, 1337, 1338 f.; Urteil vom 29. September 2003 - II ZR 59/02, ZIP 2003, 2251, 2252; Urteil vom 18. Juli 2005 - II ZR 159/03, ZIP 2005, 1778, 1779;… Urteil vom 10. Dezember 2008 - KZR 54/08, NJW 2009, 1751 Rn. 24 - Subunternehmervertrag II; Beschluss vom 31. Mai 2012 - I ZR 198/11, GRUR-RR 2012, 495 Rn. 9 - Kundenschutzklausel).
Dabei ist entscheidend, ob das Wettbewerbsverbot sachlich erforderlich und zeitlich, räumlich und gegenständlich darauf beschränkt ist, den mit dem Austauschvertrag verfolgten Zweck zu erreichen (BGH, Beschluss v. 31.05.2012 - Az.: I ZR 198/11 - , GRUR-RR 2012, 495 f.; BGH, Urteil v. 10.12.2008 - Az.: KZR 54/08 - , NJW 2009, 1751 ff.).
Sie sind nur wirksam, wenn sie in räumlicher, gegenständlicher und zeitlicher Hinsicht das notwendige Maß nicht überschreiten (BGH, NJW 1997, 3089 = WM 1997, 1707 [1708] mwN; NJW 2000, 2584 = NZG 2000, 831 = ZIP 2000, 1337 [1338 f.]; NJW 2004, 66 = NZG 2004, 35 = ZIP 2003, 2251 [2252]; NJW 2005, 3061 = NZG 2005, 843 = ZIP 2005, 1778 [1779];… NJW 2009, 1751 = GRUR 2009, 698 Rn. 24 - Subunternehmervertrag II; BGH, Beschluss vom 31.5.2012 - I ZR 198/11, BeckRS 2012, 16974 Rn. 9 - Kundenschutzklausel).
Die Kundenschutzklausel in den Transportbedingungen der Beklagten ist aber gemäß §§ 138, 307 Abs. 2 Nr. 1 BGB unwirksam, da sie weder zeitlich noch räumlich oder gegenständlich beschränkt ist (vgl. BGH, Urteil vom 31.05.2012 - I ZR 198/11 -).
Ein Sternchenhinweis an einer Textwerbung, der "am Blickfang teilhat”, beugt einer Irreführung vor
Wettbewerbsrecht: Form der Blickfangwerbung mit Sternchenhinweis; Verkehrsbedeutung der Werbeaussage "Bester Preis der Stadt" verbunden mit der Zusage der Zahlung der Preisdifferenz zu einem günstigeren Angebot
Zur Werbung mit Alleinstellung und zur Teilnahme von Sternchenhinweisen am Blickfang
Vorliegen einer irreführenden Alleinstellungswerbung mit der Werbeaussage "Bester Preis der Stadt" und bei Vorliegen eines preisgünstigeren Angebots in der Stadt
Werberecht: Slogan "Bester Preis der Stadt” zulässig!
Zur Werbung mit Fußnoten
Zu Sternchenhinweisen in der Werbung
Keine irreführende Werbung durch Sternchen-Hinweis
Werbeaussage Der beste Preis der Stadt* ist nicht wettbewerbswidrig
LG Freiburg, 11.02.2011 - 2 O 350/10
OLG Karlsruhe, 25.08.2011 - 4 U 50/11
Etwas anderes gilt nur dann, wenn der Kläger auf die Beweiserleichterung nicht angewiesen ist, weil er selbst die Richtigkeit der beanstandeten Behauptung beurteilen kann (BGH, Beschl. v. 19.4.2012 - I ZR 173/11, Rn. 9 - Bester Preis der Stadt, juris).
Auch "Sternchen"-Hinweise können die blickfangmäßig herausgestellten Inhalte durch Klarstellung relativieren, so lange sie eindeutig räumlich der herausgestellten Aussage zugeordnet sind und sich dadurch im gleichen Blickfeld befinden (vgl. z.B. BGH, Beschluss v. 19.4.2012 - I ZR 173/11 -, zitiert nach juris).
Da es sich hierbei um Tatsachen handelt, die die Klägerin ebenso leicht ermitteln kann wie die Beklagte, treffen die Beklagte in diesem Zusammenhang auch keine weiteren Aufklärungspflichten (vgl. BGH, WRP 2012, 1233 Tz. 8 - Bester Preis der Stadt).
LG Berlin, 08.05.2012 - 15 O 60/04

References: § 7
 § 7
 BGH 
 BGH 
 § 7
 BGH 
 § 7
 § 7
 § 7
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§ 138
 § 307
 § 1
 § 286
 § 559