Source: https://volkskultur-musikschule.de/schul-benutzungsordnung/
Timestamp: 2020-08-03 12:10:22+00:00

Document:
Schul-/Benutzungsordnung | Volkskultur-Musikschule
Schul-/Benutzungsordnung für die Münchner Schule für Bairische Musik
Die Schulordnung/Benutzungsordnung regelt das Verhältnis zwischen der Musikschule und ihren Nutzern. Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird bei Personenbezeichnungen und personenbezogenen Hauptwörtern in diesem Schreiben grundsätzlich die männliche Form verwendet. Entsprechende Begriﬀe gelten im Sinne der Gleichbehandlung grundsätzlich für alle Geschlechter. Die verkürzte Sprachform hat nur redaktionelle Gründe und beinhaltet keine Wertung.
Öﬀentliche Musikschulen sind Bildungseinrichtungen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Sie sind kommunal verantwortete Einrichtungen mit bildungs-, kultur-, jugend- und sozialpolitischen Aufgaben. Musikschulen sind Orte des Musizierens, der Musikerziehung und der Musikpﬂege, Orte der Kunst und der Kultur und Orte für Bildung und Begegnung. In der Musikschule kommen Menschen aus unterschiedlichen Bevölkerungsschichten, allen Generationen und verschiedenen Kulturkreisen zusammen und lernen voneinander.
Die Musikschule erfüllt die Anforderungen der „Verordnung über die Führung der Bezeichnung Singschule und Musikschule (Sing- und Musikschulverordnung) hinsichtlich des fachlichen Aufbaus, der Grundfachverpﬂichtung für Kinder im Vorschul- und Grundschulalter, der Fächerbreite im Instrumentalunterricht, der Qualiﬁkation und des Beschäftigungsverhältnis des Lehrpersonals, Ordnung des inneren Betriebs und der sozialen Entgeltgestaltung.
Die öﬀentliche Musikschule legt mit qualiﬁziertem Fachunterricht die Grundlage für eine lebenslange Beschäftigung mit Musik. Sie eröﬀnet ihren Schülerinnen und Schülern Möglichkeiten zum qualitätsvollen gemeinschaftlichen Musizieren in der Musikschule, in der allgemein bildenden Schule, in der Familie oder in den vielfältigen Formen des Laienmusizierens. Dabei werden die Schülerinnen und Schüler im Verlauf ihres musikalischen Bildungsganges umfassend beraten. Besonders Begabte erhalten eine spezielle Förderung, die auch die Vorbereitung auf ein musikalisches Berufsstudium umfassen kann.
Der Elementar-/ Grundfachunterricht geht dem Unterricht in den Instrumental-/ Vokalfächern voraus und begleitet ihn. Ensemblefächer sind grundlegender Bestandteil des Musikschulunterrichts. Ergänzungsfächer, studienvorbereitende Ausbildung, Kooperationen, Projekte und Veranstaltungen vervollständigen das Leistungsangebot der Musikschule.
2.1. Elementarstufe/Grundstufe
Unterrichtsform Gruppe 8 – 12 Kinder
Unterrichtseinheiten 1 – 2
Angebote für das Alter von 3-Jährigen schaﬀen den Übergang von Eltern-Kind-Gruppen zur Musikalischen Früherziehung.
Unterrichtsform Gruppen / Großgruppen
Dauer programmbezogen, örtlich bestimmt
Musikalische Früherziehung/EMP in der Musikschule
Alter zwischen 3 bzw. 4 und 6 Jahren
Unterrichtsform Gruppen 8 – 12 Kinder
Musikalische Grundausbildung/EMP
Alter zwischen 5 bzw. 6 und 8 Jahren
Dauer 1 – 2 Jahre
Alter zwischen 4 bzw. 6 und 9 Jahren
Unterrichtsform Gruppen 8 – 20 Kinder
Orientierungsangebote (z. B. Instrumentenkarussell)
Unterrichtsform Gruppen/Großgruppen
Voraussetzungen möglichst Nr. 2 – 4
Musikalische Kooperationsprogramme (Grundschulalter)
Unterrichtsform Klassen/Gruppen/Großgruppen
Dauer Programmbezogen
2.2. Instrumental- und Vokalunterricht
a) Kinder: Der Besuch der Elementarfächer/Grundfächer ist Voraussetzung für den nachfolgenden Instrumental- oder Vokalunterricht.
2. Der Unterricht erstreckt sich auf die von der Musikschule angebotenen Instrumental- und Vokalfächer aus den Fachbereichen:
b) Zupﬁnstrumente
3. Der Unterricht wird in Gruppen von 2 bis 4 Schülern/innen (45/60/75/90 Minuten je Woche) oder als Einzelunterricht (30/45/60 Minuten pro Woche) erteilt. Die Gruppen sollen nach Alter und Vorbildung so zusammengesetzt sein, dass die besonderen Qualitäten des Gruppenunterrichts genutzt werden können. Über die Einteilung sowie über erforderliche Änderungen während des Schuljahres entscheidet die Schulleitung.
2.3. Ensemblefächer
2.4. Ergänzungsfächer
2.5. Begabtenförderung / Studienvorbereitende Ausbildung
Die Musikschule bietet besonders interessierten und begabten Schülern/innen eine vertiefte Musikbildung. Darüber hinaus bereitet sie durch eine studienvorbereitende Ausbildung auf die Aufnahmeprüfung an einer Ausbildungsstätte für Musikberufe vor.
1. Die Pﬂichtbelegung in der studienvorbereitenden Ausbildung umfasst mindestens vier Wochenstunden mit folgender Fächerkombination:
a) Vokal-/Instrumentalunterricht: Zwei Wochenstunden Einzelunterricht im Haupt- und Nebenfach
b) Ensemblefach
c) Gehörbildung/Musiklehre/Musiktheorie
2. Interessenten können nur aufgrund einer Beurteilung (FLP-Leistungsprüfung) in die Begabtenförderung/studienvorbereitende Ausbildung aufgenommen werden. Über die Aufnahme entscheidet die Schulleitung.
3. Über den Ausschluss aus der Begabtenförderung/studienvorbereitenden Ausbildung entscheidet die Schulleitung nach Anhörung der Fachlehrkräfte und der Erziehungsberechtigten bzw. Betroﬀenen.
2.7. Projekte und Veranstaltungen
Das Schuljahr beginnt am 01. September und endet am 31. August des darauﬀolgenden Jahres. Die Feriendauer und die unterrichtsfreien Feiertage richten sich nach den für die allgemein bildenden Schulen geltenden Bestimmungen.
§ 4 Unterrichtsdauer
Unterrichtszeiten und Unterrichtsdauer werden von der Schulleitung nach fachlichen und organisatorischen Gesichtspunkten zugewiesen. Wünsche der Schüler/innen bzw. der gesetzlichen Vertreter werden im Rahmen des Möglichen berücksichtigt; ein Anspruch auf bestimmte Unterrichtsformen und -zeiten besteht nicht.
§ 5 Anmeldung / Aufnahme
Anmeldungen sind schriftlich an die Musikschule zu richten (Formblatt). Bei minderjährigen Teilnehmern ist die schriftliche Zustimmung der gesetzlichen Vertreter erforderlich. Anmeldungen werden erst durch die Bestätigung der Musikschule rechtswirksam. Eine Aufnahme außerhalb des Schuljahresbeginns ist nur möglich, wenn die Voraussetzungen seitens der Musikschule gegeben sind. Ein Anspruch auf Aufnahme besteht nicht.
§ 6 Entgeltermäßigung
Werden Geschwister eines Schülers in der Musikschule unterrichtet, so werden folgende Ermäßigungen auf das Unterrichtsentgelt (Fixvertrag) gewährt:
10 % zweites Kind, 20% drittes Kind, 30% viertes Kind
Belegt der Schüler mehr als eine instrumentales / vokales Fach, so erhält dieser eine Ermäßigung von 10% auf das günstigere Fach. Hat der Schüler bereits eine Familienermäßigung auf das Unterrichtsentgelt erhalten, so wird die Mehrfachermäßigung vom bereits ermäßigten Unterrichtsentgelt abgezogen.
3. Ensembleermäßigung
Belegt der Schüler ein Ensemble, so erhält dieser eine Ermäßigung von 10% auf das günstigste Hauptfach. Hat der Schüler bereits eine andere Ermäßigung auf das Unterrichtsentgelt erhalten, so wird die Mehrfachermäßigung vom bereits ermäßigten Unterrichtsentgelt abgezogen.
Auf schriftlichen Antrag und nach Zustimmung der Vorstandschaft erhält der Schüler eine Ermäßigung von 10% auf das Unterrichtsentgelt.
§ 7 Bank-Rücklastschriften
Bank-Rücklastschriften gehen zu Lasten des Zahlungspﬂichtigen.
§ 8 Beendigung des Unterrichtsverhältnisses
Abmeldungen sind grundsätzlich nur zum Schuljahresende möglich. Sie müssen der Musikschule spätestens zum 31. Mai des laufenden Schuljahres schriftlich zugehen.
Während des Schuljahres kann der Schüler nur aus wichtigem Grund (Wegzug, nachweislich schwerwiegende Erkrankung) den Unterrichtsvertrag kündigen. Mit der Kündigung werden noch 2 Monatsentgelte berechnet.
Die Musikschule kann aus zwingenden Gründen oder bei Verstößen gegen diese Schulordnung/ Benutzungsordnung nach Rücksprache mit dem Schüler bzw. den gesetzlichen Vertretern das Unterrichtsverhältnis unterbrechen oder vorzeitig beenden.
Bei Neuanmeldungen an der Schule bzw. beim Neubeginn mit einem anderen Instrument, gelten die ersten 4 Monate in allen Fällen als Probezeit. Der Unterricht kann von beiden Seiten bis zu Ende der Probezeit ohne Angaben von Gründen gekündigt werden. Die Probezeit ist entgeltpﬂichtig.
a) Unterrichtsstunden, welche durch unvermeidliche Verhinderung der Lehrkraft ausfallen, werden vor- bzw. nachgegeben. Kann der Unterricht bei Erkrankung der Lehrkraft nicht nachgeholt oder vertreten werden, entsteht ab der vierten Stunde ein Erstattungsanspruch.
b) Sofern der Schüler infektiös erkrankt ist, ist der Unterricht rechtzeitig abzusagen. Besteht die Möglichkeit, dass die Lehrkraft bereits angesteckt worden ist, ist darüber umgehend Mitteilung zu machen.
c) Wird der Unterrichtsbetrieb aufgrund höherer Gewalt oder behördlicher Anweisung z.B. wegen einer Pandemie oder einer Katastrophe etc. für die Dauer von weniger als sechs Wochen eingestellt, bleibt der Entgeltanspruch bestehen.
§ 11 Unterrichtsstätten
Der Unterricht ﬁndet ausschließlich in den von der Musikschule zugewiesenen Räumen statt. Je nach Notwendigkeit kann der Unterricht in dafür zugewiesenen virtuellen Unterrichtsräumen (Videotelefonie) stattﬁnden, sofern dies aufgrund von Schließung durch behördliche Auﬂagen oder zum Schutz der Gesundheit unserer Mitarbeiter/innen und/oder Schüler/innen erforderlich ist.
§ 13 Bild- und Tonaufzeichnungen
Die Musikschule ist berechtigt, im Unterricht und in ihren übrigen Veranstaltungen Bild- und Tonaufzeichnungen herzustellen und für ihren Eigenbedarf sowie ihre Selbstdarstellung zu verwenden. Eine Vergütungsverpﬂichtung besteht nicht. Dies gilt auch für Bild und Tonaufzeichnungen der Medien (Presse, Rundfunk u. a.).
§ 14 Öﬀentliches Auftreten
Der Schüler verpﬂichtet sich, Meldungen zu Wettbewerben und Prüfungen in den an der Musikschule belegten Fächern der Lehrkraft mitzuteilen. Öﬀentliche Auftritte im Namen der Münchner Schule für Bairische Musik bedürfen der vorherigen Genehmigung.
§ 15 Instrumente
Grundsätzlich soll der Schüler bei Beginn des Instrumentalunterrichts ein geeignetes Instrument besitzen. Im Rahmen der Bestände der Musikschule können Instrumente ausgeliehen bzw. vermietet werden. Dies wird über einen Mietvertrag geregelt.
§16 Bescheinigung
Den Schülerinnen und Schülern wird auf Wunsch eine Bescheinigung über den Besuch der Musikschule ausgestellt. Diese kann mit einer fachlichen Beurteilung verbunden werden.
§ 17 Daten / Datenschutz
Die Musikschule erhebt nur Daten, die sie für die ordnungsgemäße Erfüllung ihrer vertraglichen Aufgaben benötigt. Die Daten werden nur für diese Aufgaben verwendet. Die datenschutzrechtlichen Bestimmungen werden hierbei beachtet. Mit der Anmeldung wird die Einwilligung in die Erhebung und Nutzung von Daten erteilt. Die Datenschutzhinweise sind nachzulesen unter https://www.volkskultur-musikschule.de/service/impressumdatenschutz/
§ 18 Notenmaterial
Im Unterricht dürfen ausschließlich rechtmäßig erworbene Noten verwendet werden. Das Kopieren von Noten ist grundsätzlich untersagt. Über Ausnahmen informiert Sie die Lehrkraft. Für Verstöße gegen das Kopierrecht haftet der Schüler. Noten, die zum Gebrauch im Unterricht bereitgestellt werden, müssen sorgsam behandelt werden. Für entstehende Kosten durch Beschädigung haftet der Schüler.
Die Musikschule übernimmt die Haftung im Rahmen einer von ihr abgeschlossenen Versicherung.
Diese Schulordnung/Benutzungsordnung tritt am 01. September 2020 in Kraft.
Sie können die Schul-/Benutzungsordnung hier als PDF herunterladen:

References: § 4

§ 5

§ 6

§ 7

§ 8

§ 11

§ 13

§ 14

§ 15

§16

§ 17

§ 18