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Timestamp: 2020-02-17 20:58:03+00:00

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Pflegegeld und andere Probleme - Pflegeboard.de
Ersteller corruptor
Ich würde Euch gerne um einen Rat bitten, da ich nicht mehr weiter weis.
Ich pflege meine Mutter (Pflegestufe 2) und wohne auch mit Ihr deswegen.
Die bekommt das Pflegegeld für die Stufe.
Da ich für 4 Wochen zum Urlaub gefahren bin(von 01.04 zum 28.04), haben wir den Antrag auf "Verhinderung der Pflegeperson" gestellt, da eine Bekannte die in dieser Zeit pflegen sollte.
Der Antrag wurde genehmigt und wir haben eine schriftliche Bestätigung bekommen.
Das letzte Pflegegeld vor dem Urlaub war nur die halbe Summe ausgezahlt, was aber normal ist.
Da bin ich zum Urlaub am 01.04. gefahren und leider am 10.04. hat meine Mutter einen Schlaganfall bekommen und musste ins Krankenhaus.
Gestern bin ich gekommen und nach Krankenhausbesuch wollte alles überprüfen, aber es ist kein Pflegegeld gekommen.
Habe die KK angerufen, die sagen "es gibt erstmal kein Pflegeld, da meine Mutter in Krankenhaus liegt".
Was ist aber jetzt mit dem Geld für die "Verhinderung der Pflegeperson" ?
Die bekannte sollte die von 01.04. bis 28.04. pflegen. Bis 09.04 hat die meine Mutter gepflegt, aber am 10.04 . mussste die Mutter ins Krankenhaus.
Wie muß ich jetzt vorgehen ? Ist das Geld für die "Verhinderung der Pflegeperson" verloren ? Oder was muß man jetzt machen ?
Schöne Grüße an alle Forum Mitglieder
AW: Pflegegeld und andere Probleme
Das Geld ist nicht verloren. Mache einen Termin bei der Kasse, und lasse Dir den weiteren
Ablauf in aller Ruhe erläutern.
Die Pflegekasse übernimmt 1612 Euro für längstens 6 Wochen pro Kalenderjahr für die nachgewiesenen Kosten einer notwendigen Verhinderungspflege (Ersatzpflege) nach § 39 SGB XI (in Verbindung mit § 123 SGB XI).
Es gibt hier keine Mindestdauer pro Einsatz, d.h. die Verhinderungspflege kann z.B. auch stundenweise in Anspruch genommen werden.
Während einer Verhinderungspflege wird das Pflegegeld (§ 37 SGB XI) anteilig (die Hälfte) für max. 4 Wochen fortgewährt.
Wenn nun die Verhinderungspflege vor dem beantragten Zeitraum endet, spielt dies keine Rolle.
Es reicht aus, die Pflegekasse kurz telefonisch zu Informieren da diese eh Kenntnis von dem Krankenhausaufenthalt erhält.
Die Zeit vom 01.04. bis 09.04. (es sei denn, das die Pflege-Ersatzkraft auch am 10.04. noch tätig wurde, dann auch den 10.04.) kann der Pflegekasse problemlos in Rechnung gestellt werden, also reiche diese Kosten bei der PK ein.
Pflegegeld für den Zeitraum des Krankenhausaufenthaltes gibt es leider nicht. In dieser Zeit wird ja zuhause nicht Gepflegt.
Es ist häufig so, dass die Pflegekasse das Pflegegeld bei bekannt werden eines Krankenhausaufenthaltes erst einmal einbehalten. Dies wird dann (in aller Regel) nach Beendigung des Krankenhausaufenthaltes berechnet und für ggf. nachgezahlt.
So, hoffe das bringt Dich weiter
...und wie immer, Unklarheiten? = Fragen
Einen schönen Abend noch und gute Besserung für Deine Mutter
ich werde mich noch heute mit der KK absprechen und einen Termin zum Gespräch ausmachen.Da wird man das restliche abklären.
ich wollte noch nachfragen, wenn die Ersatz-Pflegekraft 10 Tage meine Mutter gepfegt hat, was ist mit den restlichen 18 Tagen ?
Kann man die Ersatz-Pflegekraft für die restlichen 18 Tage in diesem Jahr noch beauftragen und Antrag dafür bei der KK stellen ?
Oder sind die restlichen 18 Tage für dieses Jahr futsch ?
Mit der Pflegegeld ist klar, wenn die Mutter im Krankenhaus ist, gibts kein Pflegegeld.
Eine kurze Antwort wäre sehr nett.
Hallo, nicht in Anspruch genommene Verhinderungspflege kann jederzeit nachgeholt werden!
mary2003 schrieb:
(beschränkt auf das jeweilige Kalenderjahr, ein Übertrag der Leistungen auf das Folgejahr ist nicht möglich. Dies geht NUR mit den Leistungen des §45b)
Hier musst Du etwas "quer" denken.
Also: Vergiss die 28 Tage...
Bei den Leistungen der "Häuslichen Pflege bei Verhinderung der Pflegeperson" besteht ein Anspruch auf Leistungen für bis zu 6 Wochen (42 Tage) pro Kalenderjahr mit einer Entgeltleistung von 1612 Euro.
D.h. wenn Du der Ersatzpflegekraft ca. 38 Euro pro Tag zahlst, dann kannst Du 6 Wochen Urlaub machen.
Wenn Du ihr ca. 58 Euro pro Tag zahlst, dann 28 Tage... und so weiter.
Also je nachdem, was zuerst eintritt... Ablauf der 6 Wochen oder Verbrauch der 1612 Euro. :suche:
Dabei können auch stundenweisen Leistungen zur Abrechnung kommen. So wird zum Beispiel für einen zweistündigen Kinobesuch der Pflegeperson kein gesamter Tag angerechnet.
Es sei noch angemerkt, wenn die finanziellen Mittel für die Kurzzeitpflege (§ 42 SGB XI) [NUR diese] in einem Jahr nicht vollständig genutzt werden, so kann der Rest, maximal allerdings 806 Euro, ebenso für die Verhinderungspflege genutzt werden.
Falls nun die 1612 Euro für die Verhinderungspflege nicht verbraucht sind, können diese auch zur Finanzierung von anderen Leistungen aus anderen Teilbereichen genutzt werden.
- Leistungen der Tages- oder Nachtpflege
- besondere Angebote von zugelassenen Pflegediensten zur allgemeinen Anleitung und Betreuung sowie Angebote der hauswirtschaftlichen Versorgung, bei denen es sich nicht um Grundpflegeleistungen handelt
- nach Landesrecht anerkannte niedrigschwellige Betreuungs- und Entlastungsangebote
Also, immer schön nachrechnen und Aufpassen, dass ´mer keine Gelder "verschenkt"...:grin:
Hoffe jetzt passt´s
Reaktionen: Keßler
Danke Henoch !
Die Möglichkeit, die Mittel vielseitig einzusetzen, ist seit diesem Jahr neu.
Leider wurde es bis jetzt nur unzureichernd kommuniziert und ist nicht bei den
Das erledigen wir vom Pflegedienst! [emoji106][emoji106][emoji106]
Immer wieder gerne ... :wink: Frieda :handkuss:
Das erledigen wir vom Pflegedienst!
jetzt versagt mein Brain.exe Was erledigt Ihr?
Einen schönen Abend noch und lustigen + (hoffentlich) freien 1. Mai :trink:
... :coff:...
Ach ja, da war noch was... Sorry.
Zum Punkt Steuern:
Im Sinne des § 3 Nr. 36 EStG sind Einnahmen für Leistungen zur Grundpflege oder hauswirtschaftlichen Versorgung bis zur Höhe des jeweiligen Pflegegeldes nach § 37 SGB XI steuerfrei, wenn diese Leistungen von Angehörigen des Pflegebedürftigen oder von anderen Personen, die damit eine sittliche Pflicht (i.S.d. § 33 Abs. 2 EStG) gegenüber dem Pflegebedürftigen erfüllen, erbracht werden.
Weitergeleitete Erstattungen der Pflegekasse sind jedoch nur steuerfrei, soweit diese das Pflegegeld der Stufe III nach § 37 SGB XI nicht übersteigen.
Nicht erfasst von der Steuerbefreiung sind vom Pflegebedürftigen selbst zusätzlich gewährte Vergütungen. Dies gilt auch, wenn die „Gesamtvergütung” unterhalb der Höhe des Pflegegelds nach § 37 SGB XI bleibt.
Also der Ersatzpflegekraft immer anraten, die Vergütung in ihrer Steuererklärung anzugeben. Das FA kriegt häufig den Namen der Ersatzpflegeperson von der Pflegekasse übermittelt. Wäre "peinlich" :heul:, wenn dann die Vergütung nicht angegeben wurde --- selbst wenn diese steuerfrei bleibt.
So denne:coff:
Ja, also das passt alles.
Das hat mir Mut gegeben und habe heute bei der KK angerufen, um das ganze zu klären.
Tatsächlich bekommt die Ersatz-Pflegekraft die ersten 10 Tage ausgezahlt. Auf die restlichen verbliebenen Tage habe ich aber weiterhin Anspruch.
Wird also alles klappen.
Meine Mutter war erstmal in der Schlaganfall Abteilung und nach einer Woche in die Geriatrie, die sich auch in diesem Krankenhaus befindet.
Ist es normal, daß die nur 3 Wochen in der Geriatrie bleiben darf und danach zur REHA muß ?
Warum darf die nicht in der Geriatrie länger bleiben, bis die "hoffentlich" auf die Beine kommt ?
Die ist schon bischen besser drauf, kann fast normal sprechen, sitzen, paar Schritte mit hilfe von Therapeuten gehen.
Aber selbständig zu gehen fehlt Ihr noch die Kraft.Gelähmt ist die nicht.
Ich dachte, die bleibt in der Geriatrie,bis die wieder gehen kann, aber es läuft irgendwie anders.
Iste sowas normal ?
Normal ist garnichts !
Es wird für jeden Patienten individuell beurteilt, welche Verweildauer in welchem Bereich
die bestmögliche Erfolgsausicht hat.
Reaktionen: Henoch
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Ablehnung Pflegegeld

References: § 39
 § 123
 §45
 § 3
 § 37
 § 33
 § 37
 § 37