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Timestamp: 2016-10-24 15:57:20+00:00

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4A_223/2015 � � Urteil vom 17. August 2015
Aktienkaufvertrag; Gew�hrleistung; absichtliche T�uschung,
A.a.�Die F.________ AG bezweckte die Entwicklung, Herstellung und den Verkauf von Wohnraumleuchten.
�D.________ (Verk�ufer 2, Beklagter 2, Beschwerdegegner 2) und E.________ (Verk�ufer 3, Beklagter 3, Beschwerdegegner 3) waren Mitglieder der Gesch�ftsleitung der F.________ AG. Zusammen mit der C.________ AG (Verk�uferin 1, Beklagte 1, Beschwerdegegnerin 1) hielten sie insgesamt 90 % der Aktien der F.________ AG. Die restlichen 10 % der Aktien waren im Eigentum der Gesellschaft.
A.b.�Die A.________ Holding AG (K�uferin 1, Kl�gerin 1, Beschwerdef�hrerin 1) und die B.________ Holding AG (K�uferin 2, Kl�gerin 2, Beschwerdef�hrerin 2) interessierten sich f�r den Kauf von Aktien der F.________ AG, um diese in die A.________-Gruppe zu integrieren. Im Juli 2009 nahmen sie mit den Verk�ufern Gespr�che auf. Anl�sslich einer Due Diligence-Pr�fung vom 5. bis zum 7. Januar 2010 erhielt ein von den K�uferinnen beauftragter Treuh�nder Einblick in die Daten der F.________ AG.
A.c.�Mit Vertrag vom 19. Januar 2010 kauften die K�uferinnen von den Verk�ufern insgesamt 120 Aktien (oder: 80 % der Aktien) der F.________ AG zum Preis von Fr. 800'000.--. Ziffer 5.8 des Aktienkaufvertrags lautet wie folgt:
"Die Bilanz, die Erfolgsrechnung und der Bericht der Revisionsstelle zur Jahresrechnung 2008/2009 der Gesellschaft [...] stimmt mit dem Original �berein. Die Bilanz, die Erfolgsrechnung und die Buchhaltung der Gesellschaft sind richtig und vollst�ndig, wurden in �bereinstimmung mit dem Gesetz, mit den Statuten der Gesellschaft und mit allgemein anerkannten Buchf�hrungs- und Bilanzierungsgrunds�tzen erstellt und geben gesamthaft und in den einzelnen Positionen den Verm�gensstand und die Ertragslage der Gesellschaft in den entsprechenden Zeitpunkten bzw. Zeitspannen richtig und vollst�ndig wieder. Die Fortschreibung der Bilanzs�tze gegen�ber dem letzten Bilanzstichtag erfolgte unter Anwendung gleich bleibender, allgemein anerkannter Bewertungsgrunds�tze einschliesslich der Grunds�tze f�r Abschreibungen und Wertberichtigungen. Alle bis zum Bilanzstichtag begr�ndeten Verpflichtungen und Verbindlichkeiten [...] wurden bei der Erstellung dieser Bilanz und Erfolgsrechnung ber�cksichtigt und daf�r sowie f�r alle Eventualverpflichtungen, zu erwartenden Verbindlichkeiten, Risiken und Wagnisse sowie Erl�sminderungen wurden jeweils nach gleich bleibenden Grunds�tzen ausreichende R�ckstellungen gebildet."
�Nach Ziffer 6.1 des Aktienkaufvertrags sind die K�uferinnen von der Pr�fungs- und R�gepflicht innert der in Art. 201 OR vorgesehenen Fristen entbunden. Nach der vertraglichen Regelung haben die K�uferinnen das Fehlen von zugesicherten Eigenschaften und M�ngeln, f�r welche die Verk�ufer Gew�hr zu leisten haben, diesen innert zwei Monaten seit Entdeckung anzuzeigen.
�Nach Ziffer 6.4 lit. b des Aktienkaufvertrags verj�hren Gew�hrleistungsanspr�che der K�uferinnen (insbesondere Anspr�che gem�ss Ziffer 5.8) mit Ablauf von zwei Jahren nach dem Vollzugsdatum.
A.d.�Am 4. Juli 2012 wurde �ber die F.________ AG der Konkurs er�ffnet. Die K�uferinnen forderten in der Folge von den Verk�ufern eine Minderung des f�r die Aktien bezahlten Kaufpreises von Fr. 800'000.-- um mindestens Fr. 400'000.--. Sie machen geltend, die Verk�ufer h�tten sie absichtlich �ber den Wert der F.________ AG get�uscht: Sie h�tten das Warenlager �berbewertet und Verbindlichkeiten aus einer Vereinbarung mit der G.________ AG (sog. X.________-Vereinbarung) nicht bilanziert. In dieser Vereinbarung verpflichtete sich die F.________ AG u.a. zur Zahlung einer Liquidationsbeteiligung von insgesamt Fr. 130'000.--, zahlbar in drei Raten von Fr. 43'000.--.
B.a.�Am 18. Dezember 2012 leiteten die K�uferinnen ein Schlichtungsverfahren ein. An der Schlichtungsverhandlung kam keine Einigung zustande.
B.b.�Am 14. Mai 2013 reichten die K�uferinnen Klage beim Zivilkreisgericht Basel-Landschaft West ein. Sie beantragten, die Verk�ufer seien solidarisch zur Zahlung von Fr. 400'000.-- nebst Zins zu verpflichten. Mehrforderungen behielten sie sich ausdr�cklich vor.
�Mit Entscheid vom 20. Mai 2014 wies das Zivilkreisgericht Basel-Landschaft West die Klage ab.
B.c.�Gegen diesen Entscheid erhoben die K�uferinnen Berufung beim Kantonsgericht Basel-Landschaft. Sie beantragten die Aufhebung des erstinstanzlichen Entscheids und wiederholten ihre Klageantr�ge.
�Mit Entscheid vom 10. Februar 2015 wies das Kantonsgericht Basel-Landschaft die Berufung ab.
Mit Beschwerde in Zivilsachen vom 27. April 2015 beantragen die K�uferinnen dem Bundesgericht, es sei das Urteil des Kantonsgerichts Basel-Landschaft aufzuheben und es seien die Verk�ufer in Gutheissung der Teilklage und in solidarischer Haftung zur Zahlung von Fr. 400'000.-- nebst Zins zu verurteilen. Eventualiter sei die Sache zur Erg�nzung des Sachverhalts und zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Die K�uferinnen beantragen zudem die Erteilung der aufschiebenden Wirkung.
�Die Beschwerdegegner und die Vorinstanz beantragen die Abweisung der Beschwerde.
Mit Pr�sidialverf�gung vom 27. Mai 2015 wurde der Beschwerde die aufschiebende Wirkung erteilt.
�Die Beschwerde richtet sich gegen einen verfahrensabschliessenden Endentscheid (Art. 90 BGG) einer oberen kantonalen Instanz, die auf ein Rechtsmittel hin kantonal letztinstanzlich in einer Zivilsache entschieden hat (Art. 75 i.V.m. Art. 72 BGG), die Rechtsbegehren der Beschwerdef�hrerinnen sind im kantonalen Verfahren nicht gesch�tzt worden (Art. 76 Abs. 1 BGG), der massgebende Streitwert betr�gt mehr als Fr. 30'000.-- (Art. 51 i.V.m. Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG) und die Beschwerdefrist ist eingehalten (Art. 100 Abs. 1 i.V.m. Art. 46 Abs. 1 lit. a BGG). Auf die Beschwerde ist somit - unter Vorbehalt einer hinreichenden Begr�ndung (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG) - einzutreten.
Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz nur berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG). �berdies muss die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein (Art. 97 Abs. 1 BGG). Die Beschwerdef�hrerin, welche die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz anfechten will, muss klar und substanziiert aufzeigen, inwiefern die ger�gten Feststellungen bzw. die Unterlassung von Feststellungen offensichtlich unrichtig sind oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhen (vgl. BGE 133 II 249 E. 1.4.3 S. 254; 133 III 350 E. 1.3 S. 351, 393 E. 7.1 S. 398, 462 E. 2.4 S. 466). Soweit die Beschwerdef�hrerin den Sachverhalt erg�nzen will, hat sie zudem mit Aktenhinweisen darzulegen, dass sie entsprechende rechtsrelevante Tatsachen und taugliche Beweismittel bereits bei den Vorinstanzen prozesskonform eingebracht hat (BGE 140 III 86 E. 2 S. 90 mit Hinweisen). Auf eine Kritik an den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz, die diesen Anforderungen nicht gen�gt, ist nicht einzutreten (BGE 133 II 249 E. 1.4.3 S. 255).
Die Beschwerdef�hrerinnen r�gen, die Vorinstanz habe zu Unrecht einen Anspruch auf Minderung verneint. Die Parteien h�tten den Kaufpreis f�r die Aktien gest�tzt auf die Erfolgsrechnung und die Bilanz der F.________ AG per 30. Juni 2009 festgelegt. In der Bilanz sei jedoch einerseits das Warenlager �berbewertet gewesen und andererseits seien Verbindlichkeiten aus der X.________-Vereinbarung mit der G.________ AG nicht bilanziert worden.
3.1.�Die Vorinstanz hat ausgef�hrt, der Beweis einer �berbewertung des Warenlagers der F.________ AG gelinge den Beschwerdef�hrerinnen nicht. Die Verbindlichkeiten aus der X.________-Vereinbarung h�tten zwar teilweise bilanziert werden sollen, doch h�tten die Beschwerdef�hrerinnen nicht bewiesen, dass sie im Zeitpunkt des Vertragsschlusses keine Kenntnis von der Vereinbarung gehabt h�tten. Zudem h�tten die Beschwerdef�hrerinnen sowohl die Frist zur M�ngelr�ge von zwei Monaten (Ziff. 6.1 des Aktienkaufvertrags) als auch die Verj�hrungsfrist von zwei Jahren seit Vollzugsdatum vom 19. Januar 2010 (Ziff. 6.4 lit. b des Aktienkaufvertrags) nicht eingehalten. Sie w�rden zwar geltend machen, eine Beschr�nkung der Gew�hrleistung wegen vers�umter Anzeige entfalle bei einer absichtlichen T�uschung und die Verj�hrungsfrist betrage diesfalls 10 Jahre. Eine absichtliche T�uschung hinsichtlich der Bewertung des Warenlagers komme indessen nicht in Betracht, weil eine �berbewertung - wie ausgef�hrt - nicht bewiesen sei. Hinsichtlich der fehlenden Bilanzierung von Verbindlichkeiten aus der X.________-Vereinbarung sei eine absichtliche T�uschung nicht bewiesen, da - wie ebenfalls bereits ausgef�hrt - den Beschwerdef�hrerinnen der Beweis nicht gelungen sei, wonach sie keine Kenntnis von der Vereinbarung gehabt h�tten.
3.2.�Nach Art. 197 Abs. 1 OR haftet der Verk�ufer dem K�ufer sowohl f�r die zugesicherten Eigenschaften als auch daf�r, dass die Sache nicht k�rperliche oder rechtliche M�ngel habe, die ihren Wert oder ihre Tauglichkeit zu dem vorausgesetzten Gebrauche aufheben oder erheblich mindern.
�Bei absichtlicher T�uschung des K�ufers durch den Verk�ufer findet eine Beschr�nkung der Gew�hrleistung wegen vers�umter Anzeige nicht statt (Art. 203 OR). Zudem kann der Verk�ufer die Verj�hrung nicht geltend machen, wenn ihm eine absichtliche T�uschung des K�ufers nachgewiesen wird (Art. 210 Abs. 6 Satz 1 OR). Die absichtliche T�uschung ist durch den K�ufer zu beweisen (BGE 131 III 145 E. 8.1 S. 151).
3.3.�Die Beschwerdef�hrerinnen bringen gegen die Erw�gungen der Vorinstanz, wonach sie sowohl die Frist f�r die M�ngelr�ge als auch die Verj�hrungsfrist nicht eingehalten h�tten, nichts vor. Eine Haftung der Beschwerdegegner aus Sachgew�hrleistung kommt somit nur in Betracht, wenn eine absichtliche T�uschung vorliegt.
3.4.1.�Die Vorinstanz hat eine absichtliche T�uschung �ber den Wert des Warenlagers mit der Begr�ndung verneint, eine �berbewertung sei nicht bewiesen. Es best�nden verschiedene Listen mit unterschiedlichen Zahlen zur Lagerbewertung. Entscheidend sei die Frage, welche Werte massgeblich seien und ob die Lagerwerte in der Bilanz falsch seien. Massgeblich f�r die Gew�hrleistung gem�ss Ziffer 5.8 des Aktienkaufvertrages sei ausschliesslich der Jahresabschluss per 30. Juni 2009, nicht aber andere, davon abweichende Listen, die im Hinblick auf die Lagerbewirtschaftung erstellt worden seien. Dies gelte namentlich f�r die Excel-Datei "Lagerbestand mit Bewertung Liste RS 15 08 09_Test". Im Warenbewirtschaftungssystem seien nach Angaben der Beschwerdegegner voll verkaufsf�hige Artikel vom Verkauf mit "SV" codiert worden, um aus verschiedenen Gr�nden (Lieferant ausgefallen, Preiserh�hungen Einkauf, Nachfrager�ckgang, Erscheinen �hnlicher Konkurrenzprodukte auf dem Markt) einen weiteren Einkauf zu bremsen oder zu stoppen und damit ein zu hohes Lager zu verhindern. Der Code "SV" sei nicht nur ein Code f�r Auslaufartikel gewesen, sondern auch ein Instrument zur vorsichtigen Bewirtschaftung des Lagers. Erst im Hinblick auf den Jahresabschluss sei die Bewertung jedes Haupt- und Nebenartikels �berpr�ft und der aktuellen Verk�uflichkeit angepasst worden. Als Erg�nzung zur Lagerbewirtschaftungssoftware habe der Verwaltungsrat im Fr�hjahr 2009 die Erstellung einer zus�tzlichen Excel-Liste beschlossen, um eine verbesserte Transparenz und Bewertungssicherheit zu erhalten. Die Erstellung einer solchen Liste sei sehr komplex gewesen und erst nach vielen Testl�ufen habe eine brauchbare Liste generiert werden k�nnen. Basis f�r den Jahresabschluss und die Bilanzgarantie sei einzig die Inventarliste "Lagerbestand 30.6.2009 Bewertung definitiv 31.8.09 mit neuen EP rev.xls" gewesen und nicht andere, f�r Testl�ufe verwendete Listen.
�Diese Erl�uterungen der Beschwerdegegner zu den Hintergr�nden der Test-Listen und zum Code "SV" seien glaubw�rdig, verst�ndlich und plausibel. So sei denn auch in der Bilanz per 30. Juni 2009 vermerkt, dass der Warenvorratswert des Lagerbewirtschaftungssystems per 30. Juni 2009 falsch sei. Mit Hilfe einer Excel-Liste sei der gesamte Warenbestand je Artikel neu bewertet worden. Die Beschwerdef�hrerinnen h�tten denn auch keine konkreten Artikel bezeichnet, welche in der Bewertungsliste f�r die Bilanz falsch codiert bzw. welche als verk�ufliche Artikel bewertet worden seien, obwohl es sich um Auslaufartikel gehandelt haben solle. Eine falsche Bewertung per 30. Juni 2009 ergebe sich auch nicht aus Wertkorrekturen im Hinblick auf die Bilanzerstellung. Es bestehe keine Pflicht, ein Warenlager laufend zu bewerten und unterj�hrige Bewertungen seien grunds�tzlich nicht relevant.
3.4.2.�Dagegen bringen die Beschwerdef�hrerinnen vor, die Vorinstanz habe die Monatsrapporte und die Excel-Datei "Test" willk�rlich als nicht relevant bezeichnet. Die Rapporte und die Datei w�rden den Lagerwert per 30. Juni 2009 ausweisen und seien somit nicht unterj�hrig. Die Vorinstanz habe die von den Beschwerdef�hrerinnen eingereichten Beweismittel und ihre Vorbringen in keiner Weise gew�rdigt. Dies treffe insbesondere zu f�r die in der Jahresrechnung 2008/2009 enthaltene Beschreibung der Bewertungsgrunds�tze, f�r die internen monatlichen Lagerrapporte und f�r die Excel-Datei "Lagerbestand mit Bewertung Liste RS 15 08 09_Test". Die internen Lagerbestandlisten und Dateien w�rden belegen, dass die erfassten Auslaufartikel allesamt Werte vor Abschreibungen seien, denn durch die Umwidmung von Auslaufartikeln in aktuelle Artikel sei die Gesamtsumme des Warenwertes unver�ndert geblieben. Damit sei belegt, dass die Beschwerdegegner keine Abschreibung vorgenommen h�tten. Nicht gew�rdigtes Indiz f�r eine �berbewertung sei auch die nicht bestrittene Entsorgung von Artikeln im Wert von Fr. 524'368.-- per 31. Dezember 2010 und die unbestritten knappe Eigenkapitalbasis per 30. Juni 2009. Die Vorinstanz verkenne zudem die Widerspr�che in den Aussagen der Beschwerdegegner. So h�tten diese behauptet, die Zahlen der Monatsrapporte seien f�r die Lagerbewertung per 30. Juni 2009 nicht relevant, obwohl sie die Lagerwerte des Monatsrapports per 30. Juni 2009 von Fr. 195'000.-- wertm�ssig (Fr. 195'777.--) direkt in die Bilanz �bernommen h�tten. Zudem habe der Beschwerdegegner 2 an der Hauptverhandlung ausgesagt, er w�rde einen Artikel abschreiben, sobald er l�nger als ein Jahr nicht mehr drehe (sic). Es liege vor diesem Hintergrund ein Widerspruch darin, dass die Beschwerdegegner die Zahlen in der Excel-Datei und damit den Bestand an Ladenh�tern (mit zwei Jahren oder mehr ohne Ausgang) nicht bestreiten, diese aber gleichzeitig nicht abschreiben w�rden. Dass die Vorinstanz trotz dieser Widerspr�che die Vorbringen der Beschwerdegegner ohne weiteres als "schl�ssig, glaubw�rdig und nachvollziehbar" bezeichne, sei unhaltbar.
3.4.3.�Die Vorinstanz hat sich mit den verschiedenen bestehenden Listen und der Excel-Datei "Test" befasst und hat ausf�hrlich dargelegt, wie die Beschwerdegegner deren Erstellung begr�nden. Entgegen der Ansicht der Beschwerdef�hrerinnen durfte die Vorinstanz den Tatsachenvortrag der Beschwerdegegner ohne Willk�r als glaubw�rdig, verst�ndlich und plausibel w�rdigen und gest�tzt darauf die von den Beschwerdef�hrerinnen angerufenen Listen und die Excel-Datei "Test" als nicht massgebend werten. Die Vorinstanz hat sich mithin durchaus mit den Beweismitteln und den Vorbringen der Beschwerdef�hrerinnen befasst. Selbst wenn die Listen und die Test-Datei den Lagerwert per 30. Juni 2009 ausweisen sollten, so w�rde dies nichts daran �ndern, dass sie nach den vorinstanzlichen Feststellungen im Rahmen von Testl�ufen erstellt worden sind und daher nicht darauf abzustellen ist. Inwiefern die Vorinstanz in Willk�r verfallen w�re, indem sie in ihren Erw�gungen nicht auf die Entsorgung von Artikeln im Wert von Fr. 524'368.-- per 31. Dezember 2010 und auf die knappe Eigenkapitalbasis per 30. Juni 2009 eingegangen ist, zeigen die Beschwerdef�hrerinnen nicht auf. Zu den Monatsrapporten f�hrte die Vorinstanz aus, unterj�hrige Bewertungen seien grunds�tzlich nicht relevant. Dies ist nicht bereits deshalb willk�rlich, weil gewisse Zahlen ungef�hr mit den massgebenden Zahlen der Bilanz �bereinstimmen. Was den angeblichen Widerspruch angeht, den die Beschwerdef�hrerinnen aus in der Excel-Datei enthaltenen Zahlen ableiten wollen, so wurde bereits ausgef�hrt, dass die Vorinstanz diese Datei als nicht massgebend beurteilen durfte. Der Vorinstanz ist somit keine Willk�r vorzuwerfen, wenn sie den Beweis der �berbewertung des Warenlagers und damit auch den Beweis einer absichtlichen T�uschung �ber den Wert des Warenlagers als nicht erbracht erachtete.
3.4.4.�Die Beschwerdef�hrerinnen werfen der Vorinstanz zudem vor, Art. 8 ZGB verletzt zu haben, indem sie von ihnen den strikten Beweis f�r konkret falsch bewertete Artikel des Warenlagers verlangt habe. Der Aktienkaufvertrag st�tze sich auf die Bilanz und Erfolgsrechnung per 30. Juni 2009. Da die Verkaufsgespr�che erst im Juli 2009 aufgenommen worden seien, habe das Lager nicht (r�ckwirkend) �berpr�ft werden k�nnen. Die fehlerhafte Bewertung eines Warenlagers mit 1'464'759 Artikeln des Leuchtsegments, welche von betriebsinternen Entscheidtr�gern vorgenommen werde, sei ohnehin schwierig nachzuweisen. Zus�tzlich schwierig sei der Nachweis eines Nicht-Tuns, n�mlich der nicht vorgenommenen Abschreibung. Diese Beweisschwierigkeiten habe die Vorinstanz nicht ber�cksichtigt.
�Ausnahmen vom Regelbeweismass liegt die �berlegung zugrunde, dass die Rechtsdurchsetzung nicht an Beweisschwierigkeiten scheitern darf, die typischerweise bei bestimmten Sachverhalten auftreten (BGE 130 III 321 E. 3.2 S. 324 mit Hinweis). Die Beweiserleichterung setzt demnach eine "Beweisnot" voraus. Diese Voraussetzung ist erf�llt, wenn ein strikter Beweis nach der Natur der Sache nicht m�glich oder nicht zumutbar ist, insbesondere wenn die von der beweisbelasteten Partei behaupteten Tatsachen nur mittelbar durch Indizien bewiesen werden k�nnen. Eine Beweisnot liegt aber nicht schon darin begr�ndet, dass eine Tatsache, die ihrer Natur nach ohne weiteres dem unmittelbaren Beweis zug�nglich w�re, nicht bewiesen werden kann, weil der beweisbelasteten Partei die Beweismittel fehlen. Blosse Beweisschwierigkeiten im konkreten Einzelfall k�nnen nicht zu einer Beweiserleichterung f�hren (BGE 130 III 321 E. 3.2 S. 324).
�Die Vorinstanz erachtete den (strikten) Beweis, dass die Beschwerdegegner das Warenlager �berbewertet h�tten, als gescheitert. Sie hat zwar in der Tat erwogen, die Beschwerdef�hrerinnen h�tten keine konkreten Artikel bezeichnet, welche in der Bewertungsliste f�r die Bilanz falsch codiert bzw. welche als verk�ufliche Artikel bewertet worden seien, obwohl es sich um Auslaufartikel gehandelt haben solle. Diese Erw�gung war indessen lediglich Teil der Beweisw�rdigung; der Nachweis konkreter �berbewerteter Artikel war mithin nicht eigentliches Beweisthema. Der Beweis einer �berbewertung des Warenlagers kann grunds�tzlich auch auf andere Weise erbracht werden als durch die Bezeichnung konkreter Artikel. W�ren etwa im gesamten Gesch�ftsjahr keine Abschreibungen vorgenommen worden, so w�rde sich dies sowohl aus der Buchhaltung ergeben als auch aus der Erfolgsrechnung, wo Abschreibungen als Aufwand aufgef�hrt werden. Der Beweis, dass Auslaufartikel als verk�ufliche Artikel bewertet worden sind, erscheint nicht unm�glich oder unzumutbar. Eine "Beweisnot" liegt mithin nicht vor. Die Vorinstanz hat somit nicht gegen Art. 8 ZGB verstossen, indem sie den Beschwerdef�hrerinnen keine Beweiserleichterungen gew�hrt hat.
3.4.5.�Nach dem Gesagten ist eine �berbewertung des Warenlagers nicht nachgewiesen und eine absichtliche T�uschung �ber den Wert des Warenlagers folglich zu verneinen.
3.5.1.�Zur absichtlichen T�uschung hinsichtlich der finanziellen Verpflichtungen der F.________ AG aus der X.________-Vereinbarung hat die Vorinstanz ausgef�hrt, es sei entscheidend, ob die Beschwerdef�hrerinnen Kenntnis von dieser Vereinbarung gehabt h�tten. Die Beschwerdegegner h�tten angegeben, die Vereinbarung im Rahmen der Due Diligence offen gelegt und dem Treuh�nder H.________ in Kopie �bergeben zu haben. Die Beschwerdef�hrerinnen h�tten ihren urspr�nglichen Beweisantrag auf Einvernahme des Treuh�nders H.________, welcher als einziger ohne Parteistellung dazu h�tte befragt werden k�nnen, mit Eingabe vom 9. Mai 2014 explizit zur�ckgezogen. Damit h�tten sie sich die Beweislosigkeit hinsichtlich der Frage, ob die X.________-Vereinbarung bei der Due Diligence vorgelegen habe, selbst zuzuschreiben. Im Anhang 6.2.3 des Aktienkaufvertrags werde die Offenlegung gewisser Dokumente erw�hnt. Die X.________-Vereinbarung sei in der Aufz�hlung zwar nicht enthalten. Der Vertreter des Beschwerdegegners 1 habe aber ausgesagt, er habe dem neuen Buchhalter alles erkl�rt. Dieser habe im Februar ja auch die erste Rate aus der X.________-Vereinbarung von Fr. 43'000.-- bezahlen m�ssen. Die Zahlung sei am 2. Februar 2010 anstandslos erfolgt, unmittelbar nachdem die Beschwerdef�hrerinnen am 19. Januar 2010 die Kontrolle �ber die F.________ AG �bernommen h�tten. Es scheine unwahrscheinlich, dass die Beschwerdegegner den Beschwerdef�hrerinnen die X.________-Vereinbarung im Rahmen der Due Diligence-Pr�fung verheimlicht h�tten, da die Beschwerdef�hrerinnen gewusst h�tten, dass die F�lligkeit der ersten Tranche von Fr. 43'000.-- unmittelbar bevorgestanden habe. Die Beschwerdegegner h�tten somit keinen Vorteil aus einer Verheimlichung der X.________-Vereinbarung erwarten k�nnen. Auch die Tatsache, dass die erste Rate am 2. Februar 2010 von den Beschwerdef�hrerinnen diskussionslos bezahlt worden sei, spreche daf�r, dass die X.________-Vereinbarung bereits im Zeitpunkt des Aktienkaufvertrags bekannt gewesen sei. Ansonsten h�tten die Beschwerdef�hrerinnen vor Bezahlung dieses Betrags R�cksprache mit den Beschwerdegegnern genommen und h�tten nachgefragt, worum es sich bei diesem Betrag handle. Beweise f�r die Behauptungen der Parteien w�rden nicht vorliegen. Die Umst�nde - insbesondere die anstandslose Bezahlung der ersten Tranche von Fr. 43'000.-- am 2. Februar 2010 - w�rden aber f�r die Ausf�hrungen der Beschwerdegegner sprechen. Sei davon auszugehen, dass den Beschwerdef�hrerinnen die X.________-Vereinbarung bei Abschluss des Aktienkaufvertrags bekannt gewesen sei, so sei nicht ersichtlich, inwiefern die Beschwerdegegner diese Verbindlichkeiten verschwiegen oder sonst wie dar�ber get�uscht haben sollten. Den Beschwerdef�hrerinnen gelinge der Beweis einer absichtlichen T�uschung nicht.
3.5.2.�Die Beschwerdef�hrerinnen werfen der Vorinstanz eine willk�rliche Beweisw�rdigung vor. Sie machen geltend, der Anhang 6.2.3 des Aktienkaufvertrags sei gerade zum Zweck erstellt worden, s�mtliche offengelegten Dokumente aufzulisten. Daraus ergebe sich e contrario zwingend die tats�chliche Vermutung, dass nicht auf der Liste erw�hnte Unterlagen nicht offengelegt worden seien. Es entspreche nicht der allgemeinen Lebenserfahrung, dass eine Vereinbarung mit Verpflichtungen von �ber Fr. 330'000.-- offengelegt worden sei, ohne dass sie in die Liste aufgenommen worden w�re. Es sei zudem falsch und widerspreche der Aktenlage, dass die Beschwerdef�hrerinnen von der unmittelbar bevorstehenden F�lligkeit der ersten Tranche gewusst h�tten. Die Beschwerdef�hrerinnen h�tten in Ziffer 39 der Berufung mit Verweis auf das Protokoll (S. 11 oben) darauf hingewiesen, dass der Vertreter des Beschwerdegegners 1 an der Hauptverhandlung vom 20. Mai 2014 unmissverst�ndlich ausgesagt habe, dass er den Buchhalter erst nach Vertragsschluss aufgekl�rt habe. Er habe sich erstmals am 27. Januar 2009 mit dem Buchhalter zusammengesetzt, sodann vier Mal im Februar und zwei Mal im M�rz, mithin aktenkundig nach Vertragsschluss. Aus der anstandslosen Bezahlung der ersten Tranche von Fr. 43'000.-- k�nnten keine Schl�sse gezogen werden, da es sich dabei um eine Zahlung an einen Dritten und gleichzeitig den gr�ssten Kunden der F.________ AG gehandelt habe. Wie die Vorinstanz in Kenntnis der knappen finanziellen Situation der F.________ AG zum Schluss komme, die Beschwerdegegner h�tten keinen Vorteil aus einer Verheimlichung der X.________-Vereinbarung erwarten k�nnen, sei "geradezu apokalyptisch". W�ren die Verbindlichkeiten offengelegt worden, h�tte die Bilanz hinterlegt werden m�ssen. Die absichtliche T�uschung sei gegeben.
3.5.3.�Es trifft zu, dass der Vertreter des Beschwerdegegners 1 ausgesagt hat, er habe sich erstmals am 27. Januar 2009 - mithin nach dem Vertragsschluss vom 19. Januar 2010 - mit dem Buchhalter zusammengesetzt. Aus dieser Aussage l�sst sich mithin nicht schliessen, dass die Beschwerdef�hrerinnen vor Vertragsschluss Kenntnis von der X.________-Vereinbarung gehabt haben. Die Vorinstanz hat im Rahmen der Beweisw�rdigung indessen nicht einzig auf diese Erw�gung abgestellt. So hat sie auch darauf hingewiesen, dass der Betrag von Fr. 43'000.-- anstandslos bezahlt worden sei. Dabei hat sie den Beschwerdef�hrerinnen entgegen deren Ansicht nicht vorgeworfen, dass sie den Betrag �berhaupt und ohne Diskussion mit der G.________ AG bezahlt h�tten. Vielmehr bezog sich die Vorinstanz auf die Tatsache, dass die Beschwerdef�hrerinnen bei den�
Beschwerdegegnern�nicht nachgefragt h�tten. Zudem hat die Vorinstanz zulasten der Beschwerdef�hrerinnen ber�cksichtigt, dass diese den Antrag auf Einvernahme des Treuh�nders H.________ explizit zur�ckgezogen haben, obwohl dieser als einziger ohne Parteistellung dazu h�tte befragt werden k�nnen, ob die X.________-Vereinbarung im Rahmen der Due Diligence offengelegt worden sei. Willk�r liegt nicht schon dann vor, wenn eine andere L�sung ebenfalls in Betracht zu ziehen oder gar vorzuziehen w�re (oben E. 2). Offensichtlich unhaltbar ist die Beweisw�rdigung der Vorinstanz nicht. Die Vorinstanz durfte mithin ohne Willk�r zum Schluss kommen, die Beschwerdef�hrerinnen h�tten vor Vertragsschluss Kenntnis von der X.________-Vereinbarung gehabt und seien mithin nicht �ber die finanziellen Verpflichtungen der F.________ AG aus dieser Vereinbarung get�uscht worden.
3.5.4.�Die Beschwerdef�hrerinnen machen weiter geltend, die Vorinstanz habe Art. 8 ZGB verletzt, indem sie die Beweislast im Zusammenhang mit der Frage, ob die X.________-Vereinbarung offen gelegt worden sei, falsch verteilt habe. Es treffe zwar zu, dass die Beschwerdef�hrerinnen die absichtliche T�uschung zu beweisen h�tten. Die Beweislast f�r die Kenntnis des Mangels w�rden aber die Beschwerdegegner tragen, da es sich dabei um ein anspruchsvernichtendes Sachverhaltselement handle. Sollten die Beschwerdef�hrerinnen entgegen ihrer Auffassung die Beweislast tragen, so sei dem Umstand, dass eine unterbliebene Offenlegung und damit eine negative Tatsache zu beweisen sei, mit einer Beweiserleichterung Rechnung zu tragen.
�Die Vorinstanz kam zum Schluss, die Indizien w�rden daf�r sprechen, dass den Beschwerdef�hrerinnen die X.________-Vereinbarung bekannt gewesen sei. Wenn mithin davon auszugehen sei, dass ihnen die Vereinbarung bei Abschluss des Aktienkaufvertrags bekannt gewesen sei, sei nicht ersichtlich, inwiefern die Beschwerdegegner diese Verbindlichkeiten verschwiegen h�tten.
�Kommt das Gericht - wie vorliegend - zu einem Beweisergebnis, indem es in W�rdigung von Beweisen zur �berzeugung gelangt, eine Tatsachenbehauptung sei bewiesen oder widerlegt, so erweist sich die Beweislastverteilung gem�ss Art. 8 ZGB als gegenstandslos (BGE 138 III 193 E. 6.1 S. 202; 137 III 268 E. 3 S. 282 m.w.H.). Aus denselben Gr�nden w�rden auch allf�llige Beweiserleichterungen vorliegend nichts �ndern. Denn die Vorinstanz hat nicht einfach den Beweis der Beschwerdef�hrerinnen als gescheitert betrachtet, sondern hat vielmehr den Vorbringen der Beschwerdegegner Glauben geschenkt. Die R�ge der Verletzung von Art. 8 ZGB ist somit unbegr�ndet.
3.6.�Eine absichtliche T�uschung durch die Beschwerdegegner ist nach dem Gesagten nicht erstellt. Die Vorinstanz hat die Klage somit zu Recht abgewiesen, weil die Beschwerdef�hrerinnen die Frist f�r die M�ngelr�ge nicht eingehalten haben und Anspr�che aus Sachm�ngelgew�hrleistung ohnehin verj�hrt w�ren. Auf die Ausf�hrungen in der Beschwerde zur Frage, ob die (angeblich) unterlassene Bilanzierung von Verbindlichkeiten aus der X.________-Vereinbarung einen Mangel darstelle, ist folglich nicht einzugehen.
Die Beschwerde ist abzuweisen. Bei diesem Verfahrensausgang werden die Beschwerdef�hrerinnen unter solidarischer Haftbarkeit und intern zu gleichen Teilen kosten- und entsch�digungspflichtig (Art. 66 Abs. 1, Art. 68 Abs. 2 BGG).
Die Gerichtskosten von Fr. 7'000.-- werden den Beschwerdef�hrerinnen (unter solidarischer Haftbarkeit und intern zu gleichen Teilen) auferlegt.
Die Beschwerdef�hrerinnen haben die Beschwerdegegner f�r das bundesgerichtliche Verfahren (unter solidarischer Haftbarkeit und intern zu gleichen Teilen) mit insgesamt Fr. 8'000.-- zu entsch�digen.

References: Art. 201
 Art. 72
 Art. 74
 Art. 46
 Art. 106
 Art. 95
 Art. 95
 BGE 
 Art. 197
 Art. 8
 Art. 8
e contrario
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 68