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Timestamp: 2019-10-16 11:45:11+00:00

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/ Home / International / Girokonto Almanach
1 Zum Publizisten. .........................................................................................................................................3
2 Vorwort. .......................................................................................................................................................3
3 Was ist ein Girokonto?. .............................................................................................................................4
4 Seit wann gibt es das Girokonto?. ...........................................................................................................5
5 Auf welchen Rechtsgrundlagen basiert ein Girokonto?. .......................................................................6
6 Welche Bedeutung hat der Girovertrag?. ................................................................................................8
7 Was versteht man unter Zahlungsverkehr?. ...........................................................................................9
8 Welche Gebühren und Zinsen fallen bei einem Girokonto an?. ...........................................................9
9 Was fällt unter die Nutzung des Girokontos? . .....................................................................................10
10 Wozu benötigt man Kontoauszüge und Rechnungsabschlüsse?. ...................................................11
11 Was ist eine Legitimationsprüfung?. ...................................................................................................12
12 Wann darf ein Girokonto gekündigt werden?. ....................................................................................13
13 Was passiert mit dem Girokonto bei einem Umzug?. ........................................................................13
14 Welche Vorteile und welche Nachteile haben kostenlose Girokonten?. ..........................................14
15 Worauf sollte man bei einem Girokonto achten?. ..............................................................................15
16 Lohnen sich Guthabenzinsen auf einem Girokonto?. .......................................................................16
17 Worin unterscheidet sich der Dispositionskredit von einem Überziehungskredit?. ......................16
18 Wozu benötigt man Kreditkarten?. ......................................................................................................17
19 Wie funktioniert eine Kreditkarte?. ......................................................................................................18
20 Welche Kosten fallen bei Kreditkarten an?. ........................................................................................19
21 Was sind Prepaid Kreditkarten?. ..........................................................................................................20
22 Wie funktioniert eine Prepaid Kreditkarte?. ........................................................................................20
23 Was sind Schecks/Cheques?. ..............................................................................................................21
24 Welche Scheckarten gibt es?. ..............................................................................................................21
25 Wie sicher ist der Orderscheck?. .........................................................................................................22
26 Wie funktioniert der Inhaberscheck?. ..................................................................................................22
27 Was ist ein Namensscheck?. ................................................................................................................22
28 Wie funktioniert der Barscheck?. .........................................................................................................22
29 Wie sicher ist ein Verrechnungsscheck?. ...........................................................................................23
30 Was ist ein Bankscheck?. .....................................................................................................................23
31 Wie funktionieren bestätigte Schecks und Bundesbank-Schecks?. ................................................23
32 Wozu benötigt man Reiseschecks (Travelers Cheques)?. ................................................................23
33 Wie funktioniert die Zahlung per Verrechnungsscheck?. .................................................................24
34 Wie eröffnet man ein Girokonto online? . ............................................................................................24
35 Epilog. .....................................................................................................................................................25
36 Rechtliche Hinweise. .............................................................................................................................26
36.1Haftungsausschluss........................................................................................................................26
36.1.1Inhalt des Textangebotes........................................................................................................26
36.1.2Verweise und Links..................................................................................................................26
36.2Urheber- und Kennzeichenrecht.....................................................................................................27
Ein Girokonto ist eines der Dinge, die man im täglichen Leben regelmäßig braucht – so regelmäßig, dass man es kaum in Frage stellt. Warum also ein Girokonto Almanach – ein Nachschlagewerk rund um einen Gegenstand, der im Al tag so selbstverständlich ist, das er kaum der Rede wert ist? Was gibt es Wissenswertes rund um ein Bankkonto, das so außergewöhnlich ist, dass man es in einem Fachbuch erörtern muss? Die Wahrheit ist – es gibt eine Menge an interessanten Details, die man rund um die heutigen Bankgeschäfte wissen darf. Einige erleichtern das Leben, andere sparen Geld, wieder andere können sogar gefährlich sein, so dass man sie unbedingt wissen sollte.
Der Hintergrund dieser Details liegt in der enormen technischen Entwicklung der letzten Jahre begründet. Noch vor wenigen Jahren musste man für jede Art von Bankgeschäft einen Termin mit dem Berater der örtlichen Bankfiliale vereinbaren. Ob ein Sparbuch für den Nachwuchs eröffnet werden sollte, auf das Eltern, Großeltern, Tanten und Onkel regelmäßig einzahlen konnten oder ob es um die Eröffnung des ersten Girokontos als Auszubildender ging, ob ein Bausparvertrag abgeschlossen werden sollte oder eine Lebensversicherung als Altersvorsorge – immer war der persönliche Kontakt zur Bank gefragt. Stand gar die Frage nach einem Kredit oder einem Darlehen im Raum, war die ganze Familie Tage vorher in heller Aufregung – ging es doch darum, Schulden zu machen, was gerne einen unangenehmen Anstrich hatte.
Was immer auf der Tagesordnung stand – man hat einen persönlichen Termin bei dem langjährigen Berater des Vertrauens vereinbart und nahm diesen in der besten Sonntagskleidung und mehr oder weniger aufgeregt dann auch wahr. Hatte man Glück und konnte den jeweiligen Wunsch schnell verdeutlichen und fand außerdem die Unterstützung der Bank, war die Welt in Ordnung. Nach einer langwierigen Feststellung al er persönlichen Daten, nach unzähligen Kopien und Anträgen konnten die jeweiligen Verträge in mehrfacher Ausführung angefertigt werden. Das dauerte meist mehrere Tage, so dass man ein oder zwei Wochen später noch einmal zu einem persönlichen Termin erscheinen musste – immer noch recht aufgeregt, denn dann stand die Vertragsunterschrift an. Endlich waren al e Formalitäten erledigt und man verließ glücklich und erleichtert die Bank – mit dem guten Gefühl, die
perfekte Wahl eines soliden Produkts mit vorteilhaften Konditionen und günstigen Preisen getroffen zu haben. Schließlich handelte es sich um eine Empfehlung der eigenen Bank, die sicher weiß, was sie tut und nur das Beste für ihre Kunden möchte.
Diese Situation – so historisch sie heute anmuten mag – ist letztlich gerade zwei Jahrzehnte her, doch in den letzten Jahren hat auch im Bankwesen und in der Kommunikation zwischen den Kreditinstituten und den Bankkunden eine wesentliche Veränderung stattgefunden. Eine Veränderung, die vielfältigste Möglichkeiten eröffnet, bankinterne und externe Prozesse schnel er, effizienter, kostengünstiger und damit kundenfreundlicher zu gestalten – das Internet hat in der Bankenwelt Einzug gehalten.
Betrachtet man die heutige Bankenwelt mit ihren Geschäftsprozessen etwas näher, sind viele Aktivitäten auf den Kunden verlagert worden – in seinem eigenen Interesse kann er sich mit Hilfe des Online Bankings selbst um die Kontoführung kümmern und Überweisungen ausführen. Er kann Kontoauszüge im Internet ausstellen und Geld am Automaten holen.
Hinzu kommt die Welt der Kreditkarten, mit der man in al en Währungen ohne Bargeld bezahlen kann – was früher schlicht undenkbar war.
Doch genau diese Entwicklungen führten zu neuen und kostengünstigeren Varianten, die persönlichen Bankgeschäfte abzuwickeln – und machten vielfältigste Anpassungen der internen und externen Bankprozesse notwendig. Diese Möglichkeiten auszuloten und in verständlicher Form mit al en entstehenden Fragen aufzugreifen, ist das Ziel des Girokonto Almanachs. Er identifiziert neue Wege der Kontoführung, die schneller, flexibler und kostengünstiger für den Bankkunden sind – wenn man sie zielgerichtet einsetzt und zu nutzen weiß.
Ein Girokonto ist ein Konto, das bei einem Kreditinstitut geführt wird und der Abwicklung des täglichen Zahlungsverkehrs dient. Auf einem Girokonto werden Zahlungen zu Gunsten und zu Lasten des Kontoinhabers gebucht. Diese Zahlungseingänge und Ausgänge können gleichermaßen bargeldlos sein wie sie bar durchgeführt werden können. Damit ist auch die Einzahlung von Bargeld auf ein Girokonto problemlos möglich, ebenso wie die Abhebung von Bargeld. Gleichzeitig werden im Rahmen des bargeldlosen Zahlungsverkehrs explizit Überweisungen, Lastschriften, Daueraufträge oder Kreditkartenzahlungen über das Girokonto durchgeführt. Auf ein vorhandenes Guthaben kann der Bankkunde zu jeder Zeit zugreifen.
Formal kann ein Girokonto nur im Guthaben geführt werden, in der Praxis al erdings gehen immer mehr Kreditinstitute dazu über, auch auf einem Girokonto einen Dispositions- und Überziehungskredit einzurichten. Für die Führung eines Girokontos bei der Bank werden üblicherweise Gebühren berechnet. Entscheidet man sich für eine Bank, die ein kostenloses Girokonto anbietet, entfal en diese Gebühren vollständig oder zumindest zu einem gewissen Teil.
Ein Girokonto fällt demnach unter den Begriff des Bankkontos, der als Sammelbegriff für unterschiedliche Kontoarten steht, die ein Kunde bei einem Kreditinstitut führen kann. Es ist formal abzugrenzen von einem Kontokorrentkonto, das ebenfalls ein Bankkonto ist, und traditionell der Verrechnung von Leistungen zwischen einem Gläubiger und einem Schuldner mit ihren gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten dient. Aus der Verrechnung ergibt sich ein Saldo, der die Basis für die Berechnung der Zinsen darstellt. Ein Kontokorrentkonto kann also – anders als das Girokonto – auch im Sol geführt werden.
Unter dem Begriff des Bankkontos werden neben dem Girokonto und dem Kontokorrentkonto noch weitere Kontenarten zusammengefasst. So ist ein Sparkonto oder ein Sparbuch auch heute noch eine Anlagemöglichkeit für kleinere Beträge, die kurzfristig mit einer geringen Verzinsung angelegt werden sollen. Ein Tagesgeldkonto kann ebenso als kurz- bis mittelfristige Anlagevariante eingesetzt werden, bietet aber eine etwas höhere Verzinsung bei täglicher Verfügbarkeit des Geldes. Ein Festgeldkonto dagegen gewährt eine noch höhere Rendite, dafür ist der angelegte Betrag über einen Zeitraum von 12 oder mehr Monaten nicht zugänglich. Ein Kreditkonto dagegen kann eingerichtet werden, um ausschließlich die Zahlung von Krediten darüber abzuwickeln.
Ein Blick in die Geschichtsbücher zeigt, dass heute kaum noch nachzuvollziehen ist, wann die ersten Konten entstanden sind. Allerdings geht der bargeldlose Zahlungsverkehr mindestens auf das 11. Jahrhundert zurück, als die ersten Gutschriften und Lastschriften nachweislich von einem Konto auf ein anderes überwiesen wurden. Auch die Nutzung von Verrechnungskosten zum bargeldlosen Ausgleich von Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen Geschäftspartnern ist zu diesem Zeitpunkt gerichtlich belegt. Nach der Überlieferung allerdings musste ein Transfer damals mündlich angeordnet werden, was den Zahlungsverkehr regional und lokal stark einschränkte. Schriftliche Zahlungsanweisungen –
und damit einen bargeldlosen Zahlungsverkehr im großen und überregionalen Stil – gab es dann ab dem 14. Jahrhundert.
Der Vorläufer der heutigen Girokonten geht nach der Überlieferung auf das späte Mittelalter zurück und stammt aus Italien. Dort verwendeten die Kaufleute unter sich eine Form der Verrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten über Konten, von Italien aus fand dieses frühe Girokonto seinen Weg ins restliche Europa. In Deutschland soll der Giroverkehr auf die Hamburger Bank zurückgehen, die im Jahr 1619 gegründet wurde.
Erst rund 200 Jahre später übernehmen weitere Kreditinstitute aus dem Großraum Hamburg den Giroverkehr, der dann aber noch den Hamburger Unternehmen vorbehalten bleibt. Zur Teilnahme am Giroverkehr forderte die Deutsche Reichsbank damals ein Mindestguthaben von 1.000 Mark, was den Zahlungsverkehr für den kleinen Bürger schlicht unmöglich machte.
Deshalb war das Giroverfahren anfänglich nur großen Unternehmen und wohlhabenden Bürgern vorbehalten.
Im Jahr 1875 wurde dann die Deutsche Reichspost gegründet, womit sich der Giroverkehr endgültig in ganz Deutschland anbahnte und sich auch als Zahlungsart für den „kleinen Mann“ mehr und mehr etablierte. Im Jahr 1876 schlägt die Deutsche Reichspost erstmals die Einführung von Postüberweisungen vor sowie den Scheckverkehr. Zunächst stößt diese Idee auf wenig Gegenliebe, befürchtet man doch in der Politik und in den entsprechenden Finanz-und Branchenkreisen, dass die Post den damals schon etablierten Sparkassen und anderen Kreditinstituten massive Konkurrenz machen könnte.
Erst im Mai 1908 wird der Postscheckverkehr in dieser Form vom Reichstag freigegeben, so dass zum 01. Januar 1909 13 Postscheckämter im ganzen Deutschen Reich ihren Betrieb aufnehmen können. Damit war der bargeldlosen Auszahlung von Löhnen und Gehältern der Weg gebahnt, und auch Mieten und ähnliche laufende Kosten wurden mehr und mehr in bargeldloser Form beglichen.
Doch erst in den 1960er Jahren begannen die ersten großen Unternehmen, von ihren Arbeitern, Angestellten und Beamten die Einrichtung eines Bankkontos zu fordern, damit das Einkommen zukünftig bargeldlos ausgezahlt werden konnte. Der Siegeszug des Girokontos gipfelte schließlich im Jahr 1995, als der Zentrale Kreditausschuss eine Empfehlung aussprach, nach der jedem Bürger auf seinen Wunsch in ein Girokonto auf Guthabenbasis gewährt werden sol te. Das sogenannte Jedermann-Konto war geboren und ermöglicht die Eröffnung eines Bankkontos und die Teilnahme am bargeldlosen Zahlungsverkehr auch für Bürger mit eher schwacher Bonität, die bei einer Bank keinen Kredit erhalten.
Mit der Etablierung des Internets nahm die Entwicklung des Girokontos einen weiteren Aufschwung. Heute wird es zunehmend als Online Girokonto mit Internetzugriff geführt und ermöglicht die Kontoführung mit der Durchführung al er Überweisungen, Lastschriften und Daueraufträgen ohne die Unterstützung der jeweiligen Bank. In Folge dieses Trends ist auch ein kostenloses Girokonto ohne Gebühren immer häufiger gefragt.
Juristisch betrachtet basiert ein Girokonto auf einem Kontokorrentkonto, das der Buchung von Forderungen und Verbindlichkeiten dient. Das Kontokorrentkonto ist im § 355 des Handelsgesetzbuchs (HGB) geregelt. Es ist ein Konto für den laufenden Zahlungsverkehr, bei dem täglich ein Saldo ermittelt wird, der einer der beiden beteiligten Parteien zusteht. Der Saldo ist die Basis für den Rechnungsabschluss, der üblicherweise zum Quartalsende ermittelt wird. Gleichzeitig ist er die Grundlage für die Berechnung der Zinsen, die als Habenzinsen dem Kontoinhaber zustehen, als Sol zinsen von dem Kontoinhaber zu zahlen sind. Neben den Zinsen enthält der Rechnungsabschluss auch die laufenden Kontogebühren.
Handelt es sich um ein kostenloses Girokonto, wird auf diese Gebühren ganz oder teilweise verzichtet.
Nach der juristischen Definition des § 355 HGB muss mindestens eine der beiden Parteien ein Kaufmann sein, der nach § 1 Abs. 1 HGB ein Handelsgewerbe betreibt. Ein Kreditinstitut, das einem Bankkunden ein Girokonto zur Verfügung stellt, erfüllt regelmäßig diese Kaufmannseigenschaft nach § 1 Abs. HGB.
Allerdings ist die weitere Regelung der rechtlichen Grundlagen zum Girokonto im HGB nur sehr lückenhaft. Sie wurde deshalb im Lauf der Jahre um weitere Rechtsvorschriften und mit Hilfe der laufenden Rechtsprechung ergänzt.
Weiterführende Regelungen finden sich beispielsweise in den § 676f und 676g des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB). Sie klassifizieren das Girokonto als einen zentralen Bestandteil des Girovertrags.
Auch die EU-Zahlungsdiensterichtlinie ergänzt die Vorschriften des HGB und greift seit Oktober 2009. Sie dient der Vereinheitlichung des Zahlungsverkehrs in Europa und schlägt sich vor allem in den § 675c und 676c des BGB nieder sowie im Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG). Danach darf ein Kreditinstitut bei der Ausführung einer Buchung ausschließlich auf die Kontonummer und die Bankleitzahl oder die IBAN und die BIC abstellen, die im internationalen Zahlungsverkehr verwendet werden. Der Name des Überweisungsempfängers oder des Schuldners muss nicht mehr abgeglichen werden. Damit fäl t auf den Ausstel er der Überweisung die Verantwortung, al e Daten sauber zu prüfen um nicht versehentlich falsche Angaben zu machen, denn eine Überprüfung durch das ausführende Kreditinstitut erfolgt nicht mehr.
Im Rahmen der damaligen neuen gesetzlichen Regelungen wurden außerdem zahlreiche Haftungs- und Beweisfragen neu geregelt und eine Reihe von neuen Begriffen eingeführt. So unterliegt die Bank nun umfangreichen Dokumentationspflichten, bevor sie ein Konto verändert oder neu eröffnet. Auch sind lange Kündigungsfristen zu Lasten des Verbrauchers aus § 675h BGB nicht mehr erlaubt.
Interessant ist in diesem Zusammenhang die Regelung des § 676f BGB. In Deutschland besteht die landläufige Meinung, dass eine Sparkasse einem Kontrahierungszwang unterliegt und für einen Kontoinhaber ein Konto eröffnen muss. Aus § 676f BGB ergibt sich, dass dies nicht der Fall ist.
Die gesetzlichen Regelungen wurden in den Al gemeinen Geschäftsbedingungen der Kreditinstitute weiter konkretisiert, die ebenfal s im Zuge der Änderungen des Zahlungsdiensterechts zu Ende Oktober 2009 von den Banken angepasst wurden.
Die Eröffnung eines Girokontos ist unmittelbar mit dem Abschluss eines Girovertrags verbunden. Er ist ein Bestandteil der Allgemeinen Geschäftsbedingungen und eine Unterform des Zahlungsdienstevertrags. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen enthalten wiederum nicht nur den Girovertrag, sondern al e weiteren Geschäftsbedingungen der Bank und auch die Kosten für die Kontoführung. So sind auch die Bedingungen und mögliche Auflagen für ein kostenloses Girokonto in den Al gemeinen Geschäftsbedingungen geregelt.
Der Girovertrag begründet ein Dauerschuldverhältnis zwischen dem Kreditinstitut und dem Kontoinhaber, beide Parteien gehen damit bestimmte Pflichten ein und erhalten im Gegenzug bestimmte Rechte aus dem Vertrag. So verpflichtet sich die Bank, für den Kunden ein Girokonto einzurichten und den bargeldlosen Zahlungsverkehr über dieses Konto abzuwickeln. Dazu gehören Gutschriften ebenso wie Lastschriften. Es obliegt dem Kreditinstitut, die Kontoführung mit allen Gutschriften und Lastschriften durch entsprechende Buchungen nachzuweisen.
Der Girovertrag basiert auf dem seit Ende Oktober 2009 geltenden Zahlungsdiensterechts, das im Zug der EU-Zahlungsdiensterichtlinie zur Vereinheitlichung des europäischen Zahlungsverkehrs eingeführt wurde.
Während die Bank die eine Vertragspartei des Girovertrags ist, unterscheidet man auf der anderen Seite den Kontoinhaber und den Verfügungsberechtigten. Der Kontoinhaber ist der Träger von Rechten und Pflichten aus dem Girovertrags, er ist der Gläubiger oder Schuldner des Kreditinstituts. Der Verfügungsberechtigte dagegen kann vom Kontoinhaber ernannt werden und eine Bankvol macht erhalten. In diesem Fall darf er Handlungen und Geschäfte im Namen und für Rechnung des Kontoinhabers durchführen, die mit dem Konto zusammenhängen. Er darf über bestehende Bankguthaben verfügen und eingeräumte Kredite beanspruchen, und er darf das Konto im zugesagten Rahmen überziehen. Jede Willenserklärung, die der Bevollmächtigte im Namen des Kontoinhabers durchführt, wirkt damit für oder gegen den Kontoinhaber.
Unter dem Begriff Zahlungsverkehr versteht man die Ausführung der eigentlichen Zahlungsvorgänge. Sie sind eine Hauptpflicht des Kreditinstituts aus dem Girovertrag und im
§ 675 Abs. 1 BGB geregelt. Als Zahlungsvorgang bezeichnet man jede Bereitstellung, Übermittlung oder Abhebung eines Geldbetrags. Zahlungsvorgänge erfassen al e Zahlungsverfahren im bargeldlosen Zahlungsverkehr und decken damit Überweisungen, Daueraufträge, Lastschriften oder Kreditkartenzahlungen gleichermaßen ab.
Unter bestimmten Umständen kann ein Kreditinstitut die Ausführung eines Zahlungsvorgangs ablehnen. Das gilt insbesondere dann, wenn das Girokonto nicht die notwendige Deckung aufweist. Das kann der Fal sein, wenn das Guthaben auf dem Girokonto oder die eingeräumte Kreditlinie zur Ausführung der Überweisung nicht ausreicht und die Bank eine weitere Überziehung des Dispositionsrahmens nicht erlaubt. Führt sie die Überweisung allerdings aus, dann muss dies innerhalb bestimmter gesetzlich geregelter Fristen erfolgen.
Für die Durchführung des Zahlungsverkehrs fallen üblicherweise Gebühren in Form von Transaktionskosten an. Handelt es sich al erdings um ein kostenloses Girokonto, kann die Bank auf die Erhebung solcher Transaktionskosten ganz oder teilweise verzichten.
Zum einen verlangt eine Bank üblicherweise Kontoführungsgebühren für die Verwaltung des Kontos. Zum anderen können für Überweisungen, Lastschriften und jede Form der Geldbewegung Transaktionskosten anfallen. Auch für die Nutzung einer EC- oder Maestro-Karte oder eine Kreditkarte kann von der Bank eine Gebühr erhoben werden.
Im Zuge der verstärkten Nutzung des Online Bankings werden sowohl die Kontoführung als auch die Ausführung aller Buchungsvorgänge al erdings zunehmend auf den Kontoinhaber verlagert. Er kann mit Hilfe eines Internetzugangs zu seinem Girokonto Überweisungen selbst anweisen, Rechnungen bezahlen, Daueraufträge eigenständig verwalten und die gesamte Kontoführung unabhängig von der Bank übernehmen. Damit hat er die Möglichkeit, jegliche Art von Transaktionen auf seinem Girokonto selbständig durchzuführen, die eigentliche Aufgaben der Bank entfallen mehr und mehr. In der Folge dieser Entwicklung verzichten immer mehr Banken ganz oder teilweise auf die Erhebung einer Kontoführungsgebühr und auf die Berechnung von Transaktionskosten. Ein Girokonto wird dann als kostenloses Girokonto angeboten, wobei in Abhängigkeit von der Bank Bedingungen an dieses gebührenfreie Girokonto geknüpft sein können.
Neben den eigentlichen Gebühren fallen für ein Girokonto auch Zinsen an. Sie greifen, wenn auf dem Konto ein Dispositionskredit oder ein Überziehungskredit eingerichtet und in
Anspruch genommen wurde. Bei einem Dispositionskredit handelt es sich um eine von der Bank geduldete Überziehung des Kontos. Ein Dispositionskredit wird üblicherweise eingerichtet, wenn ein regelmäßiges Einkommen vorliegt und wenn die Schufa Auskunft keine negativen Eintragungen enthält. Wird der eingerichtete Dispositionsrahmen im Einzelfall ausgereizt und überschritten, wird der Überziehungskredit in Anspruch genommen.
Sowohl für den Dispositionskredit als auch für den Überziehungskredit berechnet die Bank Sollzinsen. Der Sol zins ergibt sich zunächst aus dem allgemeinen Zinsniveau am Kreditmarkt. Hier ist vor allem der Leitzins der Europäischen Zentralbank von großer Bedeutung, denn er steht für die Kosten, die eine Geschäftsbank zu zahlen hat, wenn sie einen Kredit bei ihrer nationalen Notenbank aufnimmt. Wird der Leitzins durch die Europäische Zentralbank erhöht, steigen auch die Kreditkosten der Geschäftsbanken, die sie meist direkt an ihre Kunden in Form höherer Zinsen weitergeben. Der Dispositionskredit gilt ebenso wie der Überziehungskredit als sehr teurer Kredit. Beide Zinsen können sich schnel im zweistel igen Bereich bewegen und sollten schon aus Kostengründen nur im Notfall und für einen kurzen Zeitraum in Anspruch genommen werden. Liegt eine dauerhafte und hohe Überziehung des Kontos vor, sol te man über einen Ausgleich mit Hilfe eines Ratenkredits nachdenken, denn dieser ist hinsichtlich der Kreditkosten sehr viel günstiger als der Dispositions- oder Überziehungskredit.
Anders als die Gebühren fal en die Zinsen immer an, wenn der Kredit in Anspruch genommen wird. Damit sind sie auch zu zahlen, wenn es sich um ein kostenloses Girokonto handelt, bei dem die Bank auf die Erhebung von Gebühren verzichtet, nicht aber auf die Berechnung von Zinsen.
Neben den Sol zinsen gewährt eine Bank manchmal auch Habenzinsen auf ein angespartes Guthaben. Gerade ein Girokonto allerdings zeichnet sich durch eine sehr niedrige Rendite aus, bei vielen Banken wird ein angespartes Guthaben sogar gar nicht verzinst. Hat man bei einer Bank ein kostenpflichtiges oder auch ein kostenloses Girokonto eröffnet, dass keine Verzinsung auf ein vorhandenes Guthaben gewährt, kann die Übertragung eines positiven Saldos zum Monatsende auf ein Tagesgeldkonto interessant sein. Das Geld bleibt dann jederzeit flexibel verfügbar, das Tagesgeldkonto bietet aber eine etwas höhere Verzinsung als ein kostenpflichtiges oder ein kostenloses Girokonto.
Ein kostenloses Girokonto wird ebenso wie ein kostenpflichtiges Girokonto zur Abwicklung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs genutzt. Damit werden alle Überweisungen, Lastschriften und Daueraufträge von diesem Konto abgebucht, dem gegenüber stehen jegliche Form von Zahlungseingängen wie Lohn- und Gehaltszahlungen, Renten oder Unterhaltszahlungen.
Neben dem bargeldlosen Zahlungsverkehr wird ein Girokonto auch verwendet um Bargeld abzuheben oder einzuzahlen. Girokonten dürfen damit im nationalen wie im internationalen
Zahlungsverkehr von allen gängigen Instrumenten genutzt werden. Damit ein Konto genutzt werden kann, muss das vorhandene Guthaben die Auszahlung der geforderten Summe oder die Ausführung der Überweisung ermöglichen. Ist kein Guthaben vorhanden, muss zumindest der eingeräumte Dispositionskredit die Ausführung noch erlauben. Ist er bereits ausgereizt, kann die Bank im Einzelfall eine weitere Überziehung zulassen und die Inanspruchnahme des Überziehungskredits gewähren.
Im Zuge der zunehmenden Selbstbedienung entfällt der Service in den Bankfilialen mehr und mehr und wird zunehmend in den Verantwortungsbereich des Kunden verlagert. Dazu kommen in fast allen Banken Geldautomaten zum Einsatz, an denen der Kunde selbständig Geld abheben kann. Hinzu kommen Kontoauszugdrucker, die den Ausdruck von Kontoauszügen ganz unabhängig von dem Personal der Bank ermöglichen. Sowohl für die Nutzung des Geldautomaten als auch für den Kontoauszugdrucker ist eine EC- oder Maestro-Karte erforderlich.
Das Online Banking trägt ebenfalls zur selbständigen Kontoführung bei und macht den Kunden ganz und gar unabhängig von den Öffnungszeiten seiner Bank. Mit Hilfe des Online Bankings werden Überweisungen selbständig durchgeführt, Kontoauszüge gedruckt und die gesamte Verwaltung des Kontos auf den Kunden verlagert. Ein Service in der Bankfiliale ist damit nur noch im Einzelfal und bei schwierigen Geschäftsvorfäl en nötig.
Für die Nutzung des Girokontos kann die Bank Gebühren erheben, sie kann aber auch ein kostenloses Girokonto zur Verfügung stellen und auf al e Gebühren und Kosten verzichten.
10 Wozu benötigt man Kontoauszüge und
Rechnungsabschlüsse?
Aus dem Girovertrag, den das Kreditinstitut mit dem Kunden abschließt, ergeben sich für die Bank eine Reihe von Informationspflichten. Sie umfassen unter anderem die Aufstellung der Buchungen mit allen Zahlungseingängen und Ausgängen einschließlich der Empfänger und Absender und der relevanten Daten zum Verwendungszweck. Dieser Informationspflicht kommt die Bank in Form des Kontoauszugs nach.
In regelmäßigen Abständen – üblicherweise quartalsweise – wird außerdem ein Rechnungsabschluss erstellt, der Auskunft gibt über al e Gebühren und Zinsen, die dem Konto belastet wurden.
Kontoauszüge wurden früher vom Bankpersonal ausgestellt und dem Kunden zugeschickt oder in der Bank übergeben. Im Zuge einer verstärkten Selbstbedienung in den Banken wurden später Kontoauszugdrucker eingeführt, an denen der Bankkunde seine Auszüge mit Hilfe der EC- oder Maestro-Karte selbst und unabhängig von den Öffnungszeiten der Bank abholen konnte.
Das Online Banking ermöglicht es nun, Kontoauszüge und Rechnungsabschlüsse ganz bequem und wiederum unabhängig von der Bank im Internet einzusehen und abzurufen.
Üblicherweise erfolgt die Erstellung der Kontoauszüge monatlich, andere zeitliche Abstände sind al erdings möglich.
Je nach Art des Girokontos fal en für die Erstellung der Kontoauszüge und der Rechnungsabschlüsse Kosten an. Hat man sich für eine kostenloses Girokonto entschieden, sollten Kontoauszüge und Rechnungsabschlüsse kostenfrei zu erstellen sein so dass dafür keine weiteren Gebühren erhoben werden.
Möchte man in Deutschland ein Girokonto eröffnen, ist dazu zunächst ein Antrag zu stellen.
Er beinhaltet unter anderem die Genehmigung für die Bank, vor der endgültigen Freigabe des Antrags eine Schufa Prüfung durchzuführen. Damit wird überprüft, ob der Antragsteller eine Schufa ohne negative Eintragungen hat oder ob es in der Vergangenheit Schwierigkeiten bei der Abwicklung seiner Zahlungsverpflichtungen gab. Explizit möchte die Bank auch wissen, ob Mahn- oder Vol streckungsbescheide erlassen wurden, ob eine Zwangsvollstreckung notwendig war oder ob der Antragsteller bereits eine Eidesstattliche Versicherung abgelegt hat. Solche Maßnahmen lassen regelmäßig darauf schließen, dass der Antragsteller in der Vergangenheit in finanziellen Schwierigkeiten war, die zumindest die Genehmigung eines Dispositionskredits unwahrscheinlich machen.
Allerdings bestehen im Rahmen der Kontoeröffnung noch zwei weitere gesetzliche Verpflichtungen, die die Bank im Zusammenhang mit der Identität des Antragstellers zu erfüllen hat. Zum einen muss sich die Bank nach § 154 der Abgabenordnung (AO) im Rahmen einer Legitimationsprüfung Klarheit über den Namen und die Anschrift des Verfügungsberechtigten verschaffen. Damit ist zu verhindern, dass jemand für sich oder für eine andere Person ein Girokonto auf einen falschen Namen eröffnet. Zum zweiten muss sie sich nach § 8 des Geldwäschegesetzes (GwG) eine Erklärung über die wirtschaftliche Berechtigung abgeben lassen. Dabei versichert der Antragstel er, dass er das Girokonto auf eigene Rechnung eröffnet.
Für diese Legitimationsprüfung muss bei natürlichen Personen ein gültiger Personalausweis oder auch ein Reisepasse vorgelegt werden. Die Identifizierung selbst erfolgt dann durch die Feststellung des Namens anhand des Personalausweises oder des Reisepasses, und auch das Geburtsdatum und die Anschrift werden bei dieser Gelegenheit überprüft. Abschließend werden die Art, die Nummer und die ausstellende Behörde des Dokuments festgestellt und zu notieren. Die Legitimationsprüfung führen die Kreditinstitute üblicherweise selbst durch.
Allerdings ist die Eröffnung eines Kontos im Internet auch im Zuge der verstärkten Nutzung des Online Bankings immer mehr auf dem Vormarsch. Dies gilt ganz besonders, wenn es sich um ein kostenloses Girokonto handelt, das meist direkt mit dem Online Banking
verbunden ist. Entscheidet man sich für ein kostenloses Girokonto, erfolgt die Legitimationsprüfung anhand des PostIdent-Verfahrens. Dabei werden die geforderten Ausweisdokumente mit den nötigen Angaben bei der nächsten Filiale der Deutschen Post überprüft, die kontrol ierten Daten werden dann an die jeweilige Bank übermittelt.
Die Kündigung eines Girokontos ist in § 675h BGB geregelt. Danach ist eine fristlose Kündigung jederzeit möglich, das Konto darf also ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist zu jeder Zeit von Seiten des Kontoinhabers gekündigt werden. Eine andere Kündigungsfrist muss im Girovertrag ausdrücklich geregelt sein, sie darf allerdings nicht länger als einen Monat betragen. Für die Kündigung darf die Bank keine Gebühren verlangen.
Die kontoführende Bank hat ebenfal s das Recht zur Kündigung des Kontos, muss dabei aber eine Frist von sechs Wochen einhalten. Dies gilt allerdings nur, wenn sich die Fortführung der Geschäftsbeziehung als unzumutbar herausstellt. Unzumutbarkeit liegt nach der geltenden Rechtsprechung insbesondere dann vor, wenn der Kunde das Kreditinstitut für gesetzeswidrige Transaktionen missbraucht hat, wenn er sich also beispielsweise des Betrugs oder der Geldwäsche schuldig gemacht hat. Auch Falschangaben können zur Kündigung führen, wenn sie das Vertragsverhältnis in wesentlicher Form beeinflussen würden. Eine Belästigung oder Gefährdung der Mitarbeiter der Bank kann ebenfalls zur Kündigung des Kontos führen, ebenso die Blockade des Kontos durch eine Kontopfändung.
Die Kündigung eines Girokontos kann in der Praxis für Kunden vor allem dann bedeutsam werden, wenn man ein bisher kostenpflichtiges Girokonto auf ein kostenloses Girokonto umstellen möchte. Dann ist das alte Konto zu kündigen, ein kostenloses Girokonto ist zu eröffnen. In der Regel möchte man dies zügig durchführen, damit auf dem kostenpflichtigen Konto nicht noch übermäßig hohe Gebühren anfallen. Durch das Recht zur fristlosen Kündigung von Seiten des Kontoinhabers kann der Wechsel zu einer Bank, die ein kostenloses Girokonto anbietet, innerhalb kurzer Zeit vollzogen werden.
Egal, ob man sich für ein kostenloses Girokonto entschieden hat oder ob Gebühren dafür fäl ig werden – ein Umzug muss der Bank gemeldet werden. Hat man sich für eine Filialbank mit persönlicher Betreuung entschieden, kann es sinnvol sein, einen Berater am zukünftigen Wohnort zu wählen, sofern die Bank dort eine Filiale hat. Üblicherweise wird das von den jeweiligen Banken automatisch so gehandhabt, der neue Betreuer nimmt dann häufig irgendwann auch direkt Kontakt zu seinem Kunden auf. Schwieriger kann es werden, wenn die Bank am neuen Wohnort nicht vertreten ist. Dann bleibt nur der gelegentliche persönliche
Kontakt, sofern der neue Standort nicht al zu weit entfernt ist. Zieht man an einen ganz anderen Ort und ist die alte Bank dort nicht vertreten, kann noch das Online Banking eine mögliche Variante sein, sofern die Bank einen Internetzugang für das Girokonto anbietet.
Kommt auch das nicht in Frage, bleibt nur die Kündigung des alten Kontos mit einer Neueröffnung bei einer anderen Bank vor Ort. Dann ist allerdings zu überlegen, ob nicht ein kostenloses Girokonto bei einer Direktbank eine mögliche Option ist, um einen Kontowechsel in Zukunft bei einem erneuten Umzug zu vermeiden.
Hat man sich nämlich für eine Direktbank entschieden, die nur über das Internet erreichbar ist und keine Filiale vor Ort zur Verfügung stellt, ändert sich durch einen Umzug nichts. Dies gilt auch, wenn die Bank ein kostenloses Girokonto anbietet. Im Fal e eines Umzugs ist der Bank nur die neue Adresse anzuzeigen. Häufig kann sie sogar direkt und selbständig in der Kontoverwaltung geändert werden.
14 Welche Vorteile und welche Nachteile haben kostenlose
Seit das Internet immer mehr Einzug gehalten hat in die Welt der Bankgeschäfte, stößt auch das Online- Banking verstärkt auf Interesse. Es ist flexibel und bequem, man kann zu jeder Zeit auf die Kontodaten zugreifen und ist immer informiert, was auf dem Konto gerade passiert. Die Kontoführung läuft vol ständig über das Internet, alle Überweisungen werden dort direkt angewiesen und ausgeführt, und man ist vollständig unabhängig von den Öffnungszeiten einer Bank. Das ist nicht nur für Berufstätige sehr praktisch, die zu den üblichen Geschäftszeiten kaum Chancen haben, eine Bank zu besuchen.
Mit Hilfe des Online Bankings wird die Kontoführung mit allen Transaktionen außerdem mehr und mehr auf den Kunden übertragen. Damit entfäl t für die Banken ein großer Teil des Aufwands.
In der Konsequenz verzichten immer mehr Banken auf die Erhebung von Kontoführungsgebühren und bieten ein kostenloses Girokonto an. Damit entfal en für den Kunden neben den Kontoführungsgebühren auch die Transaktionskosten. Koppelt eine Bank außerdem noch eine kostenfreie Kreditkarte an ein kostenloses Girokonto, entsteht ihm eine weitere Ersparnis. Der dritte Vorteil liegt schließlich in den günstigen Zinsen. Gerade die Direktbanken, die ein kostenloses Girokonto zur Verfügung stel en, bieten häufig günstigere Dispositions- und Überziehungszinsen an als eine Filialbank. Muss ein Kunden seinen Dispositionskredit häufiger in Anspruch nehmen, zahlt er im Vergleich weniger Zinsen als bei einer Filialbank und hat damit einen weiteren Kostenvorteil.
Der größte Vorteil liegt also in der nicht unerheblichen Kostenersparnis, wenn man sich für ein kostenloses Girokonto entscheidet. Hinzu kommt die Flexibilität, die ein Online Zugriff gewährt.
Doch bei allen Vorteilen kann ein kostenloses Girokonto auch Nachteile haben. Dies gilt ganz besonders, wenn ein scheinbar kostenloses Girokonto zu verdeckten Kosten führt. Sie fallen an, wenn mit dem gebührenfreien Girokonto Auflagen verbunden sind, die der Kunde nicht einhalten kann. Üblicherweise wird von vielen Banken ein bestimmter Mindesteingang pro Monat verlangt, oder es wird ein Mindestumsatz im Monat gefordert. Wird dieser Eingang nicht erreicht, weil beispielsweise das Girokonto nicht als Gehaltskonto eingesetzt wird, fallen für den Kontoinhaber verdeckte Kosten in Form von Kontoführungsgebühren an. Häufig werden die Kunden bei einem Vertragsabschluss nicht ausreichend über diese Kostenfallen informiert und sehen sich am Ende mit unerwarteten und versteckten Gebühren konfrontiert.
Das ist gleichzeitig der größte Nachteil, den ein kostenloses Girokonto unter Umständen haben kann.
Ansonsten bietet ein kostenloses Girokonto das gleiche Servicepaket wie ein kostenpflichtiges Konto und steht diesem nicht nach.
Ein Girokonto kann vor allem zu verdeckten Kosten und unnötig hohen Zinsen führen. Dies sollte man vor der Entscheidung für einen bestimmten Anbieter unbedingt verifizieren. Einen Online Zugang und flexibles und bequemes Home Banking bieten heute fast alle Banken an, unabhängig davon, ob man sich für eine Filialbank oder eine Direktbank entscheidet. Doch die Kosten für die Kontoführung und die Ausführung aller Kontobewegungen sowie die Zinsen können sich maßgeblich unterscheiden und sol ten deshalb sorgfältig geprüft werden, wenn die Auswahl einer neuen Bank ansteht.
So bieten viele Banken ein kostenloses Girokonto an, doch nur wenige Kreditinstitute verbinden ihr kostenloses Girokonto nicht mit irgendwelchen Auflagen oder Bedingungen. In der Regel wird vielmehr die Nutzung des Kontos als Gehaltskonto gefordert, so dass auf dem Bankkonto ein gewisser Mindestgeldeingang pro Monat zu verzeichnen sein muss. Ebenso wird gerne verlangt, dass ein bestimmter monatlicher Umsatz auf dem Girokonto verbucht werden muss. Alternativ fordern einige Banken auch, dass ein Sparplan abgeschlossen wird, mit dem jeden Monat ein fester Betrag angelegt wird. Im Ergebnis heißt das für den Kunden nur eines – erfüllt er die entsprechenden Vorgaben nicht, fal en Kosten für die Kontoführung und die Ausführung von Buchungen an. Damit entstehen monatlich versteckte Kosten in nicht unerheblicher Höhe, und häufig wird der Bankkunde bei der Eröffnung des Kontos noch nicht einmal ausreichend darauf hingewiesen. Auf solche verdeckten Kosten und Auflagen des gebührenfreien Kontos muss man also unbedingt achten, bevor man sich für eine bestimmte Bank entscheidet.
Von großer Bedeutung sind auch die Sollzinsen, die eine Bank für einen Dispositions- oder Überziehungskredit verlangt. Üblicherweise wird mit der Kontoeröffnung ein Dispositionskredit eingeräumt, sofern der Kontoinhaber über ein regelmäßiges Einkommen und eine Schufa ohne negative Eintragungen verfügt. Dieser Kredit macht meist zwei bis drei
Monatseinkommen aus und ist dazu gedacht, kurzfristige Zahlungsengpässe zu überbrücken.
Ein Dispositionskredit wird als Kreditrahmen auf das Girokonto eingeräumt und kann von dem Bankkunden zu jeder Zeit ohne vorherige Ankündigung in Anspruch genommen werden.
Dafür hat der einen Dispositionszins zu zahlen. Dieser Zins ist in der Regel sehr viel höher als der Zins auf einen klassischen Ratenkredit. Schon deshalb ist es nicht empfehlenswert, den Dispositionskredit dauerhaft und in großer Höhe auszuschöpfen.
Nicht anders sieht es bei dem Überziehungskredit aus. Er wird beansprucht, wenn der Dispositionsrahmen ausgeschöpft ist und noch ein weiterer Kredit nötig wird. Entsprechend ist der Überziehungskredit noch teurer als der Dispositionskredit.
Die Sol zinsen sind bei den Banken äußerst unterschiedlich. Meist bieten die Direktbanken etwas niedrigere Zinsen als die Filialbanken. Wer also weiß, dass er den eingeräumten Kreditrahmen regelmäßig in Anspruch nehmen wird, sollte vor der Entscheidung für eine Bank die Konditionen nicht nur im Hinblick auf verdeckte Gebühren überprüfen, sondern auch einen Blick auf die Höhe der Zinsen werfen.
Eine Bank verlangt nicht nur Sol zinsen für die Überziehung des Kontos, sie kann auch Habenzinsen auf ein vorhandenes Guthaben anbieten. Bei einem Girokonto sind diese in der Regel aber sehr gering oder gar nicht vorhanden. Meist lohnt sich deshalb die Verzinsung des Guthabens auf dem Girokonto nicht.
Hat man allerdings mehrere Banken zur Auswahl, die ein kostenloses Girokonto mit einer kostenfreien Kreditkarte und günstigen Sollzinsen zur Verfügung stel en, kann ein Blick auf die Guthabenzinsen der ausschlaggebende Faktor für oder gegen eine Bank sein. Dann darf man sich gerne für die Bank entscheiden, die die höchsten Guthabenzinsen bietet.
Eine gute Alternative zur Guthabenverzinsung ist al erdings die Eröffnung eines Tagesgeldkontos. Viele Banken, die ein kostenloses Girokonto anbieten, haben auch ein Tagesgeldkonto im Portfolio. Es ist hinsichtlich der Verfügbarkeit des Geldes genauso flexibel wie ein kostenloses Girokonto, gewährt aber eine etwas höhere Verzinsung. Somit kann man regelmäßig das Geld, das auf dem Girokonto übrig bleibt, auf das Tagesgeldkonto überweisen und profitiert noch von einer etwas höheren Rendite.
und über eine Schufa ohne negative Einträge – dann kann auf einem Girokonto ein Dispositionskredit eingerichtet werden. Ein Dispositionskredit ist ein bestimmter Kreditrahmen, der von der Bank eingerichtet wird und einer geduldeten Überziehung des Kontos entspricht. Damit ist der Kontoinhaber flexibel und kann bei Bedarf auch mehr Geld ausgeben als er aktuell an Guthaben auf dem Girokonto zur Verfügung hat. Der Dispositionskredit läuft meist unbefristet, kann aber bei Bedarf auch von der Bank gekündigt werden, wenn der Kontoinhaber dazu Anlass gibt. Besteht zum Beispiel Anlass zur Sorge, dass der Kredit nicht zurückgezahlt wird, kann er von der Bank gekündigt werden. Die Höhe des Dispositionskredits liegt meist bei zwei bis drei Monatseinkommen.
Bei Kunden mit einer schwachen Bonität kann die Bank darauf bestehen, dass ein Girokonto ausschließlich auf Guthabenbasis geführt wird. Das ist meist dann der Fal , wenn die Schufa negative Eintragungen enthält. So kann ein eingetragener Mahn- oder Vol streckungsbescheid, eine durchgeführte Zwangsvol streckung oder eine abgelegte Eidesstattliche Versicherung ein Zeichen dafür sein, dass der Kontoinhaber schon länger in massiven finanziellen Schwierigkeiten steckt und dass die Rückführung eines Dispositionskredits gefährdet sein könnte. In diesem Fall wird eine Bank üblicherweise keinen Dispositionsrahmen auf ein Girokonto einräumen.
Der Überziehungskredit geht über den Dispositionskredit noch hinaus. Reicht also der Dispositionsrahmen einmal nicht mehr aus und benötigt der Kontoinhaber noch mehr Geld, kann der Überziehungskredit in Anspruch genommen werden, sofern die Bank dies zulässt.
Allerdings gehören sowohl der Dispositionskredit als auch der Überziehungskredit zu den sehr teuren Kreditvarianten. Wer seinen Dispositionsrahmen also dauerhaft und in voller Höhe ausreizt, sollte eine Bank auswählen, die niedrige Dispositionszinsen anbietet.
Außerdem ist in diesem Fal zu überlegen, ob nicht ein Ausgleich des Dispositionsrahmens mit Hilfe eines günstigeren Ratenkredits eine sinnvolle Alternative ist, um langfristig weniger Zinsen zu zahlen.
Sowohl der Dispositionskredit als auch der Überziehungskredit kann auf ein kostenpflichtiges, aber auch auf ein kostenloses Girokonto eingerichtet werden. Tendenziell wird ein kostenloses Girokonto ohne Bedingungen eher von den Direktbanken als von den Filialbanken angeboten. Sie gewähren gleichzeitig auch meist etwas günstigere Sol zinsen als die klassischen Geschäftsbanken mit ihrer teuren Filialstruktur.
Kreditkarten haben sich erst vor einigen Jahren am Markt etabliert. Sie dienen der bargeldlosen Zahlung im In- und Ausland und können – anders als die EC- oder Maestro-Karte – nicht nur im europäischen Umfeld eingesetzt werden, sondern weltweit. Gleichzeitig kann man mit Hilfe der Pin-Nummer weltweit und in jeder Währung Bargeld am Automaten abheben.
Eine Kreditkarte ist damit äußerst bequem, wenn man sich den umständlichen und teuren Tausch von Euro in eine fremde Währung sparen möchte, der regelmäßig mit Kursverlusten verbunden ist. Außerdem vermeidet man mit einer Kreditkarte, Bargeld in großen Mengen mit sich herumführen zu müssen, denn üblicherweise wird eine Kreditkarte fast überall als bargeldloses Zahlungsmittel akzeptiert.
Eine Kreditkarte wird aber nicht nur als bargeldloses Zahlungsmittel beim Einkauf, im Restaurant und an der Tankstel e überall anerkannt, sie kann auch zur Zahlung bei einem Einkauf im Internet verwendet werden.
Und schließlich ist manche Kreditkarte nicht nur ein bargeldloses Zahlungsmittel, sondern nahezu ein Statussymbol. Dies gilt ganz besonders für die eine oder andere hochwertige Karte der großen Kreditkartenanbieter wie American Express. Vor al em die Premiumversion dieser Kreditkarten sind häufig mit einer hohen Jahresgebühr verbunden oder ohne Empfehlung gar nicht erhältlich. Sie weisen den Karteninhaber regelmäßig als Persönlichkeit aus, die sich in gehobenen Kreisen bewegt und über entsprechenden Einfluss und ein adäquates Einkommen verfügt.
Im Gegenteil zu diesen hochwertigen und oft teuren Kreditkarten gibt es al erdings auch Karten, die gebührenfrei sind. Diese Karten sind üblicherweise an ein kostenloses Girokonto gebunden. Sie haben prinzipiell die gleichen Funktionen wie eine hochwertige Kreditkarte und reichen zum bargeldlosen Bezahlen im In- und Ausland absolut aus. Wer al erdings weiterführende Serviceleistungen wie den Einschluss von weitreichenden Versicherungen oder den Zutritt zu exklusiven Veranstaltungen der Premiumklasse sucht, ist mit einer entsprechenden Karte der großen Anbieter in jedem Fall besser gestellt.
Bei einer Kreditkarte ist der Name Programm – sie steht für einen Kredit, den der Karteninhaber bei dem Kartenanbieter und damit bei der jeweiligen Bank in Anspruch nehmen darf. Die Kreditkarte ermöglicht also die bargeldlose Zahlung in dem guten Glauben, dass die spätere Belastung auf dem Konto des Karteninhabers auch eingelöst wird. Dazu werden vor der Genehmigung der Kreditkarte eine Legitimationsprüfung und eine Bonitätsprüfung durchgeführt.
Im Rahmen der Legitimationsprüfung wird wie bei der Eröffnung eines Kontos auch die Identität des Karteninhabers geprüft. So soll nachweisen, dass niemand für eine fremde Person eine Kreditkarte beantragt. Die Legitimationsprüfung belegt somit, dass die Person, die die Karte beantragt, auch tatsächlich die Person ist, die sie vorgibt zu sein. Außerdem wird im Rahmen der Legitimationsprüfung verifiziert, dass der Antragsteller auf eigene Rechnung und in eigenem Namen tätig wird.
Die Bonitätsprüfung bei der Beantragung der Kreditkarte stellt auf die Kreditwürdigkeit des Antragstellers ab. Letztlich wird mit einer Kreditkarte ein bestimmter Kreditrahmen über mehrere 1.000 Euro eingeräumt, so dass vor der Beantragung zu überprüfen ist, ob der Karteninhaber entsprechend zahlungsfähig und solvent ist.
Die Kreditkarte kann dann nach der Genehmigung zur bargeldlosen Bezahlung im In- und Ausland eingesetzt werden. Die Bezahlung wird durch die Unterschrift des Karteninhabers bestätigt, alternativ kann auch die Eingabe der Pin-Nummer erforderlich sein. Die Abrechnung des Saldos erfolgt zunächst zwischen der entsprechenden Bank und dem Gläubiger. Mit der nächsten Kreditkartenabrechnung belastet die Bank dann die ausstehende Summe dem Konto des Karteninhabers.
Die Funktionsweise einer Kreditkarte unterscheidet grundsätzlich nicht danach, ob es sich um eine hochwertige Premiumkarte oder um eine kostenfreie Kreditkarte handelt, die an ein kostenloses Girokonto gebunden ist.
Üblicherweise berechnet jede Bank eine jährliche Grundgebühr für die Inanspruchnahme der Kreditkarte. Sie kann je nach Bank und nach der Version der Kreditkarte durchaus teuer sein.
So kann die Gebühr für eine Platinum Karte bei American Express Karte bei mehreren 100
Euro pro Jahr liegen, im Gegensatz dazu gibt es einige Kartenanbieter, die eine kostenfreie Kreditkarte zur Verfügung stellen. Im Idealfall ist eine solche gebührenfreie Kreditkarte sogar an ein kostenloses Girokonto gebunden und hilft damit, etwas Geld zu sparen. Die Bandbreite der Jahresgebühr ist also entsprechend hoch, und zwischen einer kostenfreien Kreditkarte und einer hohen Gebühr gibt es unzählige Varianten an Kosten. So können sie beispielsweise gestaffelt sein nach Umsatz und sind dann bis zu einer gewissen Umsatzhöhe gebührenpflichtig und ab einem bestimmten Umsatz gebührenfrei.
Möchte man allerdings Geld sparen bei seiner Kreditkarte und benötigt sie nur von Zeit zu Zeit im Urlaub, zu Hause oder zum Einkaufen im Internet, ist eine hochwertige Premiumkarte sicher nicht nötig. In diesem Fall kann man gut auf eine gebührenfreie Karte zurückgreifen und sich für ein kostenloses Girokonto entscheiden, so dass man für das Kartenduo nicht unnötig viel Geld ausgeben muss. Ist man dagegen ständig im Ausland unterwegs, verkehrt man auch aus beruflichen Gründen in den besten und teuersten Hotels der Welt, benötigt ständig einen Mietwagen und fliegt regelmäßig mit dem Flugzeug auch interkontinental, dann kann eine der hochwertigen Premiumkarten das Mittel der Wahl sein. Letztlich bestimmen also die persönlichen Anforderungen, welche Karte die Passende ist.
Neben der jährlichen Grundgebühr können außerdem Kosten für die Abhebung von Bargeld am Automaten anfallen. Auch kann besonders bei einem Einsatz außerhalb des Euroraums eine prozentuale Gebühr auf den jeweiligen Umsatz zu zahlen sein.
Prepaid Kreditkarte sind Kreditkarten, auf die kein Kreditrahmen eingeräumt wird. Mit ihnen kann nur bezahlt werden, solange auf der Karte ein Guthaben vorhanden ist. Damit wird verhindert, dass ein Konto im hohen Maße durch die Kreditkartennutzung belastet wird, denn über den vorab eingezahlten Rahmen hinaus kann kein Geld ausgegeben werden.
Prepaid Kreditkarten können sich anbieten für Jugendliche oder junge Leute in der Ausbildung, die noch kein höheres oder ein festes Einkommen haben, die aber trotzdem im Urlaub oder im Ausland während des Studiums mit einer Kreditkarte zur bargeldlosen Zahlung flexibel sein möchten.
Sie können aber auch in Frage kommen für Karteninhaber, die aufgrund einer schwachen Bonität keinen Kreditrahmen eingeräumt bekommen. Wer also mit einem negativen Schufa Eintrag belastet ist und deshalb keine Kreditkarte mit Kreditrahmen bekommen kann, kann mit einer Prepaid Kreditkarte gut bedient sein. Je nach Anbieter kann im Einzelfal sogar völ ig auf eine Bonitätsprüfung verzichtet werden, so dass Prepaid Kreditkarten bei einer entsprechend schwachen Bonität das Mittel der Wahl sein können.
Eine andere Frage ist allerdings, ob die Nutzung einer Kreditkarte selbst mit Vorauszahlung sinnvoll ist, wenn die finanzielle Lage etwas angespannt ist – oder ob man in diesem Fall nicht besser auf die leichte bargeldlose Zahlung verzichtet, bis die finanziellen Verhältnisse wieder hergestellt sind.
Wie bei einer Kreditkarte mit Kreditrahmen gibt es auch bei der Prepaid Kreditkarte Anbieter, die eine Gebühr verlangen und Kreditkarten, die kostenfrei sind. Sie können sogar an ein kostenloses Girokonto gebunden sein und bieten damit gleich zwei Möglichkeiten, etwas Geld zu sparen.
Eine Prepaid Kreditkarte funktioniert grundsätzlich genauso wie eine Kreditkarte mit Kreditrahmen. Sie wird zur bargeldlosen Zahlung im In- und Ausland und in jeder Währung eingesetzt, und sie dient der Abhebung von Bargeld am Automaten. Hinsichtlich der Funktionsweise gibt es auch keine Unterschiede zwischen der gebührenpflichtigen Kreditkarte und der gebührenfreien Kreditkarte, die bestenfalls an ein kostenloses Girokonto gekoppelt ist.
Allerdings kann bei einer Prepaid Kreditkarte nur solange Geld ausgegeben und abgehoben werden, wie tatsächlich Geld auf der Karte verfügbar ist. Ist der finanzielle Rahmen ausgeschöpft, muss erst wieder Geld eingezahlt werden, bevor sie wieder verwendet werden kann.
Juristisch betrachtet ist ein Scheck ein Wertpapier, das für eine unbedingte Zahlungsanweisung eines Bankkunden an seine Bank steht. Mit diesem Wertpapier wird die Bank als Bezogener verpflichtet, an eine dritte Person – den Begünstigten – zu einem bestimmten Zeitpunkt gegen Vorlage des Schecks eine gewisse Summe zu zahlen. Die Auszahlung kann bei einem Barscheck in Form von Bargeld erfolgen, bei einem Verrechnungsscheck nur durch eine Gutschrift auf dem Konto des Begünstigten.
Formal betrachtet gilt ein Scheck als Urkunde und kann deshalb nur in Form eines Indossaments übertragen werden.
Der Scheck ist von einem Wechsel abzugrenzen. Selbst wenn dieser heute als Zahlungsform kaum noch üblich ist, so darf ein Scheck doch nur von einer Bank ausgestellt werden, wenn der Ausstel er dort ein Guthaben hält. Damit dient der Scheck ausschließlich dem Zahlungsverkehr, der Wechsel aber dem Kreditverkehr, weil bei der bezogenen Bank nicht zwingend ein Guthaben vorhanden sein muss.
Unter bestimmten Umständen kann ein Scheck von der Bank, die ihn einlösen soll, sogar abgelehnt werden. In diesem Fall spricht man umgangssprachlich von einem „geplatzten“
Scheck. Um diese Schwierigkeiten zu vermeiden, gibt es diverse Formen von garantierten Schecks wie zum Beispiel den früheren Eurocheque, der bis zum 31. Dezember 2001 in der Praxis üblich war.
Grundsätzlich gibt es verschiedene Scheckarten. Man kann sie unterscheiden nach der Form der Übertragung, nach der Form der Zahlung und nach der Sicherheit im Zahlungsverkehr.
Nach der Form der Übertragung ist zwischen dem Orderscheck, dem Inhaberscheck und dem Namensscheck zu differenzieren.
Hinsichtlich der Form der Zahlung ist der Barscheck von einem Verrechnungsscheck abzugrenzen.
Bei der Sicherheit im Zahlungsverkehr gibt es die Trennung in den Bankscheck und den bestätigten Scheck, der in Deutschland nur in Form des Bundesbank-Schecks zulässig ist.
Bei einem Orderscheck darf die ausgewiesene Summe nur an die Person ausgezahlt werden, die als Empfänger der Zahlung auf dem Scheck genannt ist. Dadurch ist ein Orderscheck eine relativ sichere Form der Scheckzahlung. Ein Orderscheck kann durch ein Indossament von einer Person auf eine andere übertragen und an diese ausgezahlt werden.
Einen Orderscheck kann man optisch leicht erkennen anhand des senkrechten roten Streifens am rechten Rand, der die Bezeichnung „Orderscheck“ trägt.
Ein Inhaberscheck ist ein Scheck, der auf eine bestimmte Person ausgestellt und mit dem Zusatz „oder Überbringer“ versehen ist. Durch diese Klausel darf das bezogene Kreditinstitut den Scheck an jede Person auszuzahlen, die in vorlegt. Eine Prüfung, ob die jeweilige Person tatsächlich aus dem Scheck berechtigt ist, erfolgt nicht. Damit ist der Inhaberscheck problemlos übertragbar.
Für die Banken ist dieser Scheck durch die fehlende Legitimationsprüfung relativ einfach zu handhaben und wird deshalb bevorzugt verwendet.
Ein Namensscheck wird auf eine bestimmte Person ausgestellt und ist nur äußerst eingeschränkt auf andere Personen übertragbar. Üblicherweise schließen die Banken die Akzeptanz solcher Schecks in ihren Al gemeinen Geschäftsbedingungen aus, so dass ein Namensscheck in der Praxis in Deutschland eher selten verwendet wird.
Bei einem Barscheck wird das Geld nicht auf dem Konto des Überbringers verbucht, sondern in Form von Bargeld an ihn ausgezahlt. Üblicherweise muss der Barscheck direkt bei der im Scheck genannten bezogenen Bank eingelöst und ausgezahlt werden.
In der Praxis kann aus einem Barscheck ein Verrechnungsscheck gemacht werden, in dem in der linken oberen Ecke des Schecks der Vermerk „Nur zur Verrechnung“ mit zwei parallelen diagonalen Strichen angebracht wird.
Ein Verrechnungsscheck wird nicht in bar an den Inhaber oder den Überbringer ausgezahlt, sondern ausschließlich über ein Bankkonto gutgeschrieben. Damit kann der Weg der Scheckzahlung zwischen dem Begünstigten und seiner Bank bis zum bezogenen Kreditinstitut nachverfolgt werden. Folglich bietet ein Verrechnungsscheck eine ähnlich hohe Sicherheit wie der Orderscheck.
Ein Verrechnungsscheck ist gekennzeichnet durch den Vermerk „Nur zur Verrechnung“.
Bestätigte Schecks sind in Deutschland verboten, denn hier handelt es sich um eine verbindliche Einlösungszusage. Lediglich die bestätigten Schecks der Bundesbank bilden hier eine Ausnahme. In diesem Fall stellt eine Bank einen Scheck aus und legt ihn bei der Deutschen Bundesbank vor. Sie belastet das Konto der ausstel enden Bank und garantiert die Auszahlung mit Hilfe eines Stempels auf dem Scheck. Ein Bundesbank-Scheck bietet folglich die gleiche Sicherheit wie Bargeld. Üblich ist ein Bundesbank-Scheck beim Autokauf oder bei Zwangsversteigerungen von Immobilien.
Reiseschecks sind international als Zahlungsmittel anerkannt und werden im Zahlungsverkehr der Banken als Schecks behandelt. Sie kommen besonders für Reisende in Frage, die im Ausland bargeldlos bezahlen möchte.
Reiseschecks werden in den gängigen Währungen Euro, US-Dol ar und Pfund Sterling sowie einigen weiteren üblichen Währungen ausgestellt. Sie werden sofort bei der Ausstellung
Mit einem Verrechnungsscheck bezahlt der Schuldner eine ausstehende Verbindlichkeit bei seinem Gläubiger. Der Gläubiger reicht diesen Scheck bei seiner Bank ein und bittet um die Einlösung. Die entsprechende Summe wird dem Konto des Gläubigers vorläufig gutgeschrieben, die Bank des Gläubigers verrechnet den Scheck mit der Bank des Schuldners. Diese belastet das Girokonto des Schuldners mit der entsprechenden Summe.
Erst nach dem Eingang der Zahlung bei der Bank des Gläubigers wird der Betrag dem Girokonto des Empfängers endgültig gutgeschrieben.
Ein Konto online zu eröffnen, ist heute kein Problem mehr – unabhängig davon, ob man sich für ein kostenpflichtiges oder ein kostenloses Girokonto entscheidet. Doch bevor man den Antrag zur Eröffnung stellt, ist ein Vergleich der Konditionen angesagt. Nur wenige Banken bietet ein kostenloses Girokonto ohne Auflagen an, häufig wird dagegen ein Mindestumsatz oder ein bestimmter Geldeingang pro Monat verlangt. Erreicht man diesen Eingang nicht, stel t die Bank Kontoführungsgebühren in Rechnung und macht damit versteckte Kosten geltend.
Das Vergleichsportal www.kostenloses-giro-konto.com stellt deshalb sehr übersichtlich alle Banken vor, die ein kostenloses Girokonto im Angebot haben. Eine kostenfreie EC- und Maestro-Karte, eine gebührenfreie Kreditkarte und das flexible Online Banking bieten alle Banken an, Unterschiede sind al erdings bei den Zinsen für den Dispositions- und Überziehungskredit zu verzeichnen. Deshalb lohnt sich ein sorgfältiger Blick in die Konditionen der Banken, die das Portal sehr detailliert und gut recherchiert aufzeigt.
Hat man sich dann für ein kostenloses Girokonto entschieden, ist der Antrag auf Eröffnung innerhalb weniger Minuten gestellt. Direkt aus dem Portal heraus kann man die Eröffnung beantragen, dazu sind nur wenige persönliche Angaben erforderlich. In der Regel verlangen die Banken auch eine erste Aussage zum regelmäßigen monatlichen Einkommen, im Gegenzug wird meist problemlos ein großzügiger Dispositionsrahmen eingeräumt, sofern eine erste Schufa Prüfung keine negativen Auskünfte gibt. Nach der Eingabe aller Daten wird der Antrag ausgedruckt, unterschrieben und mit den geforderten Unterlagen an die jeweilige Bank geschickt. Üblicherweise wird dabei nur eine aktuel e Gehaltsabrechnung verlangt.
Stel te sich zu Beginn des Girokonto Almanachs die Frage, wofür man ein Nachschlagewerk für eines der al täglichen Dinge des Lebens benötigt, dann fragt man sich am Ende – warum wusste man das nicht früher, was man jetzt weiß? Warum hat man sich nicht früher mit den Möglichkeiten beschäftigt, etwas Stringenz in die persönlichen Bankgeschäfte zu bringen und dabei Zeit und Geld zu sparen? In der Tat geht man solche Dinge erst an, wenn man unmittelbar damit konfrontiert wird – und im schlimmsten Fal aus finanziel en Gründen, weil man die persönlichen Ausgaben reduzieren muss.
Doch noch ist es nicht zu spät – und deshalb ist jetzt der beste Zeitpunkt, sich mit allen Fragen rund um die eigenen Bank- und Girokonten zu kümmern und sich dabei auch gleich mit den Kreditkarten auseinanderzusetzen. Denn letztlich bietet die heutige Bankenwelt mit ihren neuen und veränderten internen und externen Prozessen zwei Anhaltspunkte – sie sparen Zeit und Geld. Beides ist durchaus beachtenswert, denn letztlich hat man weder Zeit noch Geld zu verschenken.
Also ist die Gelegenheit günstig, alle Bankgeschäfte auf das flexible, unabhängige Online Banking umzustellen, fal s das noch nicht geschehen ist. Mit Hilfe des Home Bankings kann man zukünftig al e Überweisungen selbst durchführen. Damit verliert man auch keine Zeit mehr bei eiligen Zahlungsaufträgen. Ähnlich sieht es bei den Bankauszügen aus. Auch sie sind in Zukunft flexibel aus dem Internet zu ziehen, wann immer man sie benötigt. Besonders positiv auch – man hat zu jeder Zeit einen validen Überblick über den aktuellen Kontostand und weiß, ob auf dem Bankkonto alles im grünen Bereich ist. Es ist vor allem der zeitliche Aspekt sowie die große Unabhängigkeit und Flexibilität, die für Berufstätige und al e Vielbeschäftigten ein unschätzbarer Vorteil sind. Gerade sie wissen das Online Banking schon nach kurzer Zeit zu schätzen und möchten es nicht mehr missen.
Doch der zeitliche Aspekt ist nur eine Seite der Medaille. Von ebenso großer Bedeutung ist der Kostenaspekt. Mit Hilfe des Online Bankings wird ein großer Teil der Kontoführung zukünftig auf den Bankkunden verlagert. Damit wird die Bank von den umfangreichen Verwaltungsarbeiten und der aufwändigen Kontoführung weitgehend entlastet. Doch im Gegenzug dürften dann auch keine Kontoführungsgebühren mehr anfallen. Genau hier ist unsere Bankenwelt noch nicht so weit, in jedem Fall auf die Erhebung von Kontoführungsgebühren zu verzichten. Weiß man allerdings um die Relevanz von kostenlosen Girokonten und verdeckten Kosten, weiß man zukünftig auch, worauf es bei der
Auswahl der neuen Bank zu achten gilt. Sie muss ein kostenloses Girokonto anbieten, das nicht an irgendwelche Auflagen gebunden ist, die zu unerwarteten Kosten führen, wenn sie nicht eingehalten werden. Allerdings ist hinsichtlich der Kosten nicht nur der Aspekt der Kontoführung von Bedeutung – ebenso maßgeblich sind die Zinsen. Auch hier bietet das Internet neue Möglichkeiten, denn es sorgt für mehr Transparenz. Zukünftig kann man die Banken mit ihren Kontoangeboten bequem ganz direkt miteinander vergleichen und aus dem weitreichenden Angebot das aussuchen, das am besten zu den persönlichen Anforderungen passt. Bevor das Internet in die Bankenwelt mit all ihren Produkten und Prozessen Einzug gehalten hat, gab es diese Möglichkeiten nicht. Im Ergebnis hat man als Bankkunde somit alle Chancen, die Kosten seiner Bankgeschäfte in Zukunft maßgeblich zu senken und somit Monat für Monat etwas Geld zu sparen.
Sowohl aus zeitlichen als auch aus finanziel en Gründen eröffnet der Girokonto Almanach also ganz neue Möglichkeiten, mit denen man sich bisher vielleicht nicht beschäftigt hat. Hat er es geschafft, die Aufmerksamkeit auf diese Aspekte zu ziehen, dann ist schon viel erreicht
– sowohl für den Bankkunden als auch für die Bank, die von den Chancen des Internets und der Verlagerung der Kontoführung auf den Kunden ebenfal s profitiert.
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References: § 355
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 § 676
 § 675
 § 675
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 § 8
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