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Timestamp: 2019-07-21 10:34:07+00:00

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Stand: 02/27/2019
Vor dem Aufbringen von mehr als 50 kg Stickstoff (N) pro Hektar und Jahr müssen Betriebe ab 2 Hektar Betriebsgröße gemäß § 3 (2) DüV den Stickstoff-Düngebedarf für jeden Schlag bzw. jede Bewirtschaftungseinheit ermitteln und neuerdings dokumentieren. Gemäß § 10 (3) DüV muss der Betriebsinhaber die Aufzeichnungen zur Stickstoff-Düngebedarfsermittlung sieben Jahre nach Ablauf des Düngejahres aufbewahren und der nach Landesrecht zuständigen Stelle auf Verlangen vorlegen.
Ab 2018 sind alle Weinbaubetriebe ab 2 Hektar Betriebsfläche (inklusive Rebbrachen, Rebschulen, nicht in Ertrag stehende Rebanlagen) zur jährlichen Erstellung eines Nährstoffvergleiches gemäß § 8 DüV verpflichtet, wenn diese auf einem Schlag (Einzelparzelle oder Bewirtschaftungseinheit) mehr als 50 kg Stickstoff pro Hektar und Jahr und/oder mehr als 30 kg Phosphat pro Hektar und Jahr aufbringen.
-	Bodenuntersuchung (0 bis 30 cm) für Phosphat für Schläge größer 1 Hektar
-	Lieferscheine, Deklaration , Wirtschaftsdüngeranalyseergebnis oder Merkblatt mit Richtwerten zum Gehalt an Gesamtstickstoff, verfügbarem Stickstoff oder Ammonium-Stickstoff und Phosphatgehalt
-	Düngebedarfsermittlung für Stickstoff und Phosphat
-	Angewandte Verfahren der Düngebedarfsermittlung für Stickstoff und Phosphat
-	Nährstoffbilanzierung (Nährstoffvergleich)
Gewässerabstände: Der für ebene und schwach geneigte Flächen (< 10 % Hangneigung) geltende Abstand zu Oberflächengewässern wurde verändert. Zwischen der Böschungsoberkante der Gewässer und der durch die Streubreite bestimmten Aufbringungsfläche sind nach § 5 (2) DüV ein Abstand von mindestens 4 m einzuhalten. Der erforderliche Abstand reduziert sich auf 1 m, wenn für das Aufbringen Geräte verwendet werden, bei denen die Streubreite der Arbeitsbreite entspricht oder die über eine Grenzstreueinrichtung verfügen. Bei Hanglagen, die innerhalb eines Abstandes von 20 m zur Böschungsoberkante eines oberirdischen Gewässers eine Neigung von durchschnittlich mindestens 10 % aufweisen, ist nach § 5 (3) DüV ein Abstand von 5 m zur Böschungsoberkante einzuhalten. Eine Verkürzung des Mindestabstandes aufgrund technischer Lösungen (z. B. Grenzstreueinrichtung) ist in diesem Fall nicht möglich.
7. Zusätzliche Maßnahmen in § 13 - Gebieten
Mit dem in die DüV neu aufgenommenen § 13 müssen die Landesregierungen in Gebieten mit Nitrat belasteten Grundwasserkörpern und durch Phosphat aus landwirtschaftlichen Quellen eutrophierten Oberflächengewässern einige der bereits vorgestellten Auflagen noch verschärfen. Dazu muss jedes Bundesland mindestens drei zusätzliche Maßnahmen erlassen. Da sich die Auswahl der zusätzlichen Vorgaben meist an der flächendeckend größten landwirtschaftlichen Sparte des jeweiligen Bundeslandes orientiert, sind zumindest für den Weinbau keine bundeseinheitlichen § 13-Regelungen in Gebieten mit Nitrat belasteten Grundwasserkörpern zu erwarten. In RLP sind die Maßnahmen noch in der Abstimmung.
Tresterausbringung und Tresterlagerung in RLP
Claudia.Huth@dlr.rlp.de drucken

References: § 3
 § 10
 § 8
 § 5
 § 5
 § 13
 § 13
 § 13