Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=13.11.1998&Aktenzeichen=V%20ZR%20216/97
Timestamp: 2020-02-23 12:39:45+00:00

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BGH, 13.11.1998 - V ZR 216/97 - dejure.org
https://dejure.org/1998,818
BGH, 13.11.1998 - V ZR 216/97 (https://dejure.org/1998,818)
BGH, Entscheidung vom 13.11.1998 - V ZR 216/97 (https://dejure.org/1998,818)
BGH, Entscheidung vom 13. November 1998 - V ZR 216/97 (https://dejure.org/1998,818)
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Auslegung der Vollmachtsurkunde - Überprüfung einer Beweiswürdigung
Keine Bindung des Vollmachtgebers an objektiven Erklärungswert bei scheingeschäftlicher Grundstücksübernahme des Bevollmächtigten als treuhänderisches Insichgeschäft
Ausreiseverkauf; Vollmachtsurkunde; Auslegung bei Übereinstimmung von Vollmachtgeber und Bevollmächtigten; Beweiswürdigung
Inhalt eines Insichgeschäfts
Keine Bindung des Vollmachtgebers bei scheingeschäftlicher Grundstücksübernahme des Bevollmächtigten als treuhänderisches Insichgeschäft
BGH, 22.04.1998 - V ZR 216/97
NJW 1999, 486
ZIP 1999, 112
MDR 1999, 412
NJ 1999, 308
WM 1999, 286
Haben alle Beteiligten eine Erklärung übereinstimmend in demselben Sinn verstanden, so geht der wirkliche Wille des Erklärenden dem Wortlaut vor (…Senat, Urt. v. 20. November 1987, V ZR 171/86, NJW-RR 1988, 265;… Urt. v. 20. November 1992, aaO;… BGH, Urt. v. 26. Oktober 1983, aaO;… vgl. auch MünchKomm-BGB/Mayer-Maly/Busche, 4. Aufl., § 133 Rdn. 14), und auch eine abweichende Auslegung kommt nicht in Frage (…Senat, Urt. v. 14. Februar 1997, V ZR 32/96, WM 1997, 777, 778; Urt. v. 13. November 1998, V ZR 216/97, NJW 1999, 486, 487).
Haben Vertragsparteien ihre Vereinbarung in demselben Sinne verstanden, geht der sich aus dem gemeinsamen Verständnis ergebende wirkliche Wille nach § 133 BGB nicht nur dem Wortlaut, sondern jeder anderweitigen Interpretation vor (Senat, Urt. v. 13. Nov. 1998, V ZR 216/97, NJW 1999, 486, 487).
a) Zwar spricht alles dafür, dass dem Landgericht bei der Beweiswürdigung ein wesentlicher Verfahrensfehler in Gestalt eines Verstoßes gegen § 286 ZPO unterlaufen ist (vgl. dazu BGH NJW 1999, 486 ff Juris Rz 15;… Zöller, ZPO , 25. Aufl., § 286 Rz 24 und 19).
Dadurch ist auch eine abweichende Auslegung ausgeschlossen (…BAG v. 1.4. 1965, a.a.O.;… BGH v. 7.12.2001, a.a.O.; BGH v. 13.11.1998, V ZR 216/97, NJW 1999, 486, 487).
BGH, 12.05.2000 - V ZR 470/98
Der Schutz des Rechtsverkehrs, den Vollmachtgeber an den objektiven Erklärungswert der erteilten Vollmacht zu binden, tritt beim Insichgeschäft des Bevollmächtigten zurück (Senat, Urt. v. 13. November 1998, V ZR 216/97, NJW 1999, 486).
Es genügt ein für das praktische Leben brauchbarer Grad von Gewißheit, der etwaigen restlichen Zweifeln Schweigen gebietet, ohne sie völlig auszuschließen (BGH, NJW 1993, 935, 937; BGH, NJW 1999, 486, 488).
In diesem Falle geht der sich aus dem gemeinsamen Verständnis ergebende wirkliche Wille nach § 133 BGB nicht nur dem Wortlaut, sondern jeder anderweitigen Interpretation vor (vgl. BGH…, Urteil vom 2. Februar 2007, - V ZR 34/06 -, zitiert nach juris, Rn. 13, und Urteil vom 13. November 1998, - V ZR 216/97 -, NJW 1999, 486 ff.).
a) Zwar spricht alles dafür, dass dem Landgericht bei der Beweiswürdigung ein wesentlicher Verfahrensfehler in Gestalt eines Verstoßes gegen § 286 ZPO unterlaufen ist (vgl. dazu BGH NJW 1999, 486 ff Juris Rz 15;… Zöller, ZPO, 25. Aufl., § 286 Rz 24 und 19).
Haben alle Beteiligten eine Erklärung übereinstimmend in demselben Sinn verstanden, so geht der wirkliche Wille des Erklärenden dem Wortlaut vor (BGH 20. November 1987 - V ZR 171/86), und auch eine abweichende Auslegung kommt nicht in Frage (BGH 7. Dezember 2001 - V ZR 65/01; BGH 14. Februar 1997 - V ZR 32/96; BGH 13. November 1998 - V ZR 216/97).
Etwas anderes ergibt sich auch nicht aus der von der Klägerin in Bezug genommenen Entscheidung des Landgerichts Berlin, ZMR 1998, Seite 429, denn gerade der vom Landgericht in der zitierten Entscheidung in Übereinstimmung mit der jüngsten Rechtsprechung des BGH (WM 1999, Seite 286) und des Kammergerichts (GE 1999, Seite 569) geforderten wechselseitigen Bezugnahme zwischen unterschriebenem Teil der Urkunde und nicht unterschriebener Anlage dazu werden die vorgelegten Abrechnungen nicht gerecht.

References: § 133
 § 133
 § 286
 BGH 
 § 286
 BGH 
 BGH 
 § 133
 § 286
 BGH 
 § 286
 BGH 
 BGH 
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