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Timestamp: 2018-12-15 05:48:46+00:00

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BGH, 10.01.1984 - VI ZR 64/82 - dejure.org
"Ich erkläre mich hiermit zum allein Schuldigen"
§ 781 BGB, Abgrenzung zwischen Schuldanerkenntnis und nicht-rechtsgeschäftlichem Schuldbekenntnis: nach Unfall im Straßenverkehr liegt i.d.R letzteres vor
Zur rechtlichen Bewertung eines Schuldanerkenntnisses an der Unfallstelle
Schuldbekenntnis an der Unfallstelle
Schuldbekenntnis am Unfallort
Schuldanerkenntnis - Unterschrift an Unfallstelle - Bedeutung für den Beweis - Beweislast
NJW 1984, 799
VersR 1984, 383
JR 1984, 325
Die Revision führt aus, von der Fallgruppe von Wissenserklärungen aufgrund eigener Wahrnehmung der Partei abgesehen, sei nur unter der Voraussetzung eines solchen Vertrauensschutzes eine Umkehr der Beweislast in Betracht zu ziehen (vgl. BGH, Urteil vom 10. Januar 1984 - VI ZR 64/82, NJW 1984, 799).
Ob die Beklagte nach Kündigung der Hauptschuld zur Klägerin gekommen ist und zugesichert hat, sie werde für die Kredite einstehen, kann dahingestellt bleiben; denn eine solche Erklärung enthält jedenfalls keinen Verzicht auf Einwendungen, die der Beklagten damals erkennbar nicht bekannt waren und mit denen sie auch nicht rechnen mußte (vgl. BGH, Urt. v. 10. Januar 1984 - VI ZR 64/82, NJW 1984, 799).
In der Rechtsprechung wird ein solcher Anlass insbesondere darin erblickt, wenn zunächst Streit oder Ungewissheit über das Bestehen der Schuld geherrscht hat (BGHZ 66, 250, 255;… Urt. v. 11.11.2008, VIII ZR 265/07, NJW 2009, 580; BGH, Urt. v. 10.1.1984, VI ZR 64/82, NJW 1984, 799).
Derjenige, der - wie im Sachverhalt der Entscheidung BGH, NJW 1984, 799 - an der Unfallstelle seinem Unfallgegner eine die Schuld bestätigende Erklärung übergibt, weiß, dass die Erklärung im Falle eines eventuellen Rechtsstreits zu Beweiszwecken dient.
Zwar hat das deklaratorische Anerkenntnis die Wirkung, daß es alle Einwendungen tatsächlicher und rechtlicher Art für die Zukunft ausschließt, die der Schuldner bei der Abgabe kannte oder mit denen er zumindest rechnete (BGH Urteile vom 13. März 1974 - VII ZR 65/72 = WM 1974, 710 unter II undvom 10. Januar 1984 - VI ZR 64/82 = NJW 1984, 799 unter II 1).
Wenn das Berufungsgericht unter Würdigung aller dieser Umstände ein deklaratorisches Schuldanerkenntnis der Beklagten nicht hat feststellen können, so kann dies aus Rechtsgründen - auch unter Berücksichtigung der für die Annahme eines Vertrages mit derart weitreichender Bedeutung erforderlichen Voraussetzungen (dazu BGH Urteil vom 10. Januar 1984 a.a.O.) - nicht beanstandet werden.
Der Schuldbestätigungsvertrag weist damit dem Vergleich ähnliche Züge auf (BGHZ 66, 250, 255; BGH Urteil vom 10. Januar 1984 - VI ZR 64/82 - NJW 1984, 799 ;… s. auch Soergel/Häuser BGB 11. Aufl. §§ 780, 781 Rdn. 177 bis 179).
a) Unter einem deklaratorischen Schuldanerkenntnis ist ein Vertrag zu verstehen, der im Unterschied zum konstitutiven Schuldanerkenntnis den in Frage stehenden Anspruch nicht auf eine neue Anspruchsgrundlage hebt, sondern den Anspruch unter Beibehaltung des Anspruchsgrundes dadurch verstärkt, dass er ihn Einwänden des Anspruchsgegners gegen den Grund des Anspruchs entzieht ( BGH, Urteil vom 10. Januar 1984 - VI ZR 64/82, NJW 1984, 799, unter II 1).
Ein solcher Anlass bestand nur, wenn zuvor Streit oder zumindest eine (subjektive) Ungewissheit über das Bestehen der Schuld oder über einzelne rechtlich erhebliche Punkte geherrscht haben (BGHZ 66, 250, 255; BGH, Urteile vom 10. Januar 1984 - VI ZR 64/82, aaO; vom 18. Mai 2000 - IX ZR 43/99, NJW 2000, 2501, unter I 1; Beschluss vom 3. Juni 2008 - XI ZR 239/07, NJW 2008, 3425;… Palandt/Sprau, BGB, 69. Aufl., § 781 Rn. 3).
Da der typische Zweck eines solchen Vertrags darin liegt, das Schuldverhältnis - ganz oder teilweise - dem Streit oder der Ungewißheit der Parteien zu entziehen, setzt der Schuldbestätigungsvertrag notwendig einen vorherigen Streit oder zumindest eine (subjektive) Ungewißheit der Parteien über das Bestehen der Schuld oder über einzelne rechtlich erhebliche Punkte voraus (BGHZ 66, 250, 255; BGH Urteile vom 5. Dezember 1979 - IV ZR 107/78 - und vom 10. Januar 1984 - VI ZR 64/82 - NJW 1980, 1158 und 1984, 799).
(BGH Urteil vom 13. Oktober 1983 - III ZR 163/82 - LM § 138 (Cf) BGB Nr. 11, zu III 2 der Gründe; BGHZ 66, 250, 255; Urteil vom 10. Januar 1984 - IV ZR 64/82 - NJW 1984, 799).
§ 11 Nr. 1 mit Anm. Bukow; BGHZ 69, 328, 332 und dazu Zöller/Stöber ZPO 14. Aufl. § 840 Anm. 5; BGH Urteil vom 10. Januar 1984 - VI ZR 64/82 = NJW 1984, 799 = VersR 1984, 383, 384).
Sein Zweck besteht darin, ein Schuldverhältnis insgesamt oder zumindest in bestimmten Beziehungen einem Streit oder einer Ungewißheit zu entziehen und es insoweit endgültig festzulegen (vgl. BGH Urteil vom 10. Januar 1984 - VI ZR 64/82 = NJW 1984, 799; BGHZ 66, 250, 253).
Erfüllt ist auch die vom Bundesgerichtshof für die Annahme eines bestätigenden Schuldanerkenntnisses geforderte und aus dessen vergleichsähnlicher Natur gefolgerte Voraussetzung, daß unter den Parteien zumindest eine (subjektive) Ungewißheit über das Bestehen eines Rechtsverhältnisses bestanden haben und das Anerkenntnis erkennbar zur Beseitigung der Ungewißheit abgegeben worden sein muß (vgl. BGHZ 66, 250, 257 unten; BGH NJW 1984, 799).
BGH, 24.01.2002 - VII ZR 206/00
Die vorgenannten Grundsätze betreffen eine Erklärung in der besonderen Situation an einem Unfallort (BGH, Urteil vom 10. Januar 1984 - VI ZR 64/82, NJW 1994, 799).
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References: § 781
 BGH 
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 § 781
 BGH 
 § 138

§ 11
 § 840
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