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Timestamp: 2020-07-10 00:06:34+00:00

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Rechtsprechung: NJW 1998, 1155 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 13.01.1998
https://dejure.org/1997,1354
BGH, 22.10.1997 - VIII ZB 32/97 (https://dejure.org/1997,1354)
BGH, Entscheidung vom 22.10.1997 - VIII ZB 32/97 (https://dejure.org/1997,1354)
BGH, Entscheidung vom 22. Januar 1997 - VIII ZB 32/97 (https://dejure.org/1997,1354)
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Verlängerung der Berufungsbegründungsfrist - Formelle Anforderungen an die Verlängerung - Auswirkungen eines formnichtigen Verlängerungsantrags - Prüfung der fristgerechten Berufungsbegründung von Amts wegen
Wirksamkeit der Verlängerung der Berufungsbegründungsfrist bei Stellung des Antrags durch einen nicht postulationsfähigen Rechtsanwalt
Wirksamkeit der telefonisch gewährten Verlängerung der Berufungsbegründungsfrist
Eingabe in der Suchmaske auf der nächsten Seite: BRAK-Mitt. 1999, 100
Fristverlängerung auf Antrag des nicht postulationsfähigen Anwalts
Eingabe in der Suchmaske auf der nächsten Seite: BRAK-Mitt. 1998, 72
NJW 1998, 1155
NJW-RR 1998, 933 (Ls.)
MDR 1998, 365
VersR 1998, 476
Der Bundesgerichtshof hat es bislang offen gelassen, ob die Verlängerungsverfügung für die Frist zur Rechtsmittelbegründung der Unterschrift bedarf (BGH, Beschlüsse vom 22. Oktober 1997 - VIII ZB 32/97, NJW 1998, 1155, 1156 und vom 23. Januar 1985 - VIII ZB 18/84, BGHZ 93, 300, 304 f).
aa) Nach der übereinstimmenden Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts, des Bundesverwaltungsgerichts, des Bundesgerichtshofs und des Bundesfinanzhofs bedarf der Antrag auf Verlängerung einer Rechtsmittelbegründungsfrist der Schriftform (BVerfG, 1. Kammer des Ersten Senats, Beschluss vom 14. März 1994 - 1 BvR 1510/93 - NVwZ 1994, 781; BVerwG, Beschluss vom 31. Mai 1990 - BVerwG 3 C 20.88 - Buchholz 310 § 60 VwGO Nr. 170 S. 33 ; BGH, Beschlüsse vom 23. Januar 1985 - VIII ZB 18/84 - BGHZ 93, 300 und vom 22. Oktober 1997 - VIII ZB 32/97 - MDR 1998, 365; BFH…, Beschluss vom 16. November 1990 - IV R 5-6/89 - BFH/NV 1991, 828).
Zwar entspricht es der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, dass eine von dem zuständigen Vorsitzenden des Spruchkörpers verfügte Fristverlängerung auch dann wirksam ist, wenn dieser Verfügung ein fehlerhafter Antrag zugrunde liegt (…BGH, Beschlüsse vom 23. Januar 1985, a.a.O., S. 304, vom 22. Oktober 1997, a.a.O. und vom 8. Oktober 1998 - VII ZB 21/98 - MDR 1999, 313;… offen gelassen von BVerfG, a.a.O.).
Der Senat folgt insoweit der einschlägigen Spruchpraxis des Bundesgerichtshofs --BGH-- (vgl. z.B. BGH-Beschlüsse vom 22. Oktober 1997 VIII ZB 32/97, Neue Juristische Wochenschrift --NJW-- 1998, 1155; vom 18. November 2003 VIII ZB 37/03, NJW 2004, 1460; dem folgend auch Bundesverwaltungsgericht, Beschluss vom 22. April 2002 6 C 15/01, Höchstrichterliche Finanzrechtsprechung 2003, 414).
BGH, 20.04.2020 - VI ZB 49/19
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand: Eigenmächtige Änderung der …
Denn eine Verlängerung der Berufungsbegründungsfrist wird gemäß § 520 Abs. 2 Satz 2 ZPO nur auf Antrag gewährt (vgl. BGH, Beschluss vom 22. Oktober 1997 - VIII ZB 32/97, NJW 1998, 1155, juris Rn. 12) und bezieht sich nur auf den Berufungsführer, der den Verlängerungsantrag gestellt hat (vgl. BGH…, Beschluss vom 29. Januar 2009 - III ZB 61/08, NJW-RR 2009, 643 Rn. 14).
BGH, 28.07.2005 - III ZB 56/05
Erkennbarkeit des Handelns eines Rechtsanwalts als amtlich bestellter Vertreter
Die Fristverlängerung wäre auch dann wirksam, wenn der um sie nachsuchende Rechtsanwalt beim Berufungsgericht nicht postulationsfähig gewesen sein sollte (BGH, Beschluß vom 22. Oktober 1997 - VIII ZB 32/97 = NJW 1998, 1155).
Zu Unrecht sieht das Berufungsgericht im vorliegenden Fall durchgreifende Unterschiede zu dem Fall, der der Entscheidung vom 22. Oktober 1997 - VIII ZB 32/97 = NJW 1998, 1155 zugrunde lag.
Der Antrag auf Verlängerung der Berufungsbegründungsfrist unterliegt jedoch dem Anwaltszwang, bedarf der Schriftform und muss daher vom Berufungsanwalt unterzeichnet sein (BGH, Beschluss vom 23. Januar 1985 - VIII ZB 18/84, BGHZ 93, 300, 303 f.; Beschluss vom 22. Oktober 1997 - VIII ZB 32/97, NJW 1998, 1155, 1156;… MünchKommZPO/Rimmelspacher, 4. Aufl., § 520 Rn. 8;… Musielak/Ball, ZPO, 10. Aufl., § 520 Rn. 7).
Verlängert der Vorsitzende die Rechtsmittelbegründungsfrist aufgrund eines vor deren Ablauf gestellten Antrags (vgl. BGHZ 116, 377), ist seine Verfügung wirksam, auch wenn die Fristverlängerung nicht schriftlich, sondern lediglich telefonisch beantragt und bewilligt worden war (…Beschluß vom 8. Oktober 1998 - VII ZB 21/98, NJW-RR 1999, 286 = MDR 1999, 313 = BGHR ZPO § 519 Abs. 2 Satz 3 (a.F.), Fristverlängerung 2 m.w.Nachw.; Senatsbeschluß vom 22. Oktober 1997 - VIII ZB 32/97, NJW 1998, 1155 = BGHR aaO, Wirksamkeit 7; Senatsbeschluß BGHZ 93, 300, 303 ff.).
Zwar bedarf ein Beschluss, mit dem die Revisionsbegründungsfrist verlängert wird, der Unterzeichnung (§ 329 Abs. 1 Satz 2 iVm. § 317 Abs. 2 Satz 1 ZPO; vgl. BAG 14. März 1979 - 4 AZR 435/77 - AP BAT 1975 §§ 22, 23 Nr. 17; offengelassen bei BGH 23. Januar 1985 - VIII ZB 18/84 - zu II 2 b aa der Gründe, BGHZ 93, 300 und bei BGH 22. Oktober 1997 - VIII ZB 32/97 - zu II 1 a aa der Gründe, NJW 1998, 1155; allgemein das Erfordernis der Unterschrift als Formvoraussetzung bei zugestellten Beschlüssen bejahend: BAG 18. Mai 2010 - 3 AZB 9/10 - Rn. 14, EzA ZPO 2002 § 121 Nr. 3 und BGH 23. Oktober 1997 - IX ZR 249/96 - zu II 3 a und d der Gründe, BGHZ 137, 49; für Unterschriftenerfordernis bei richterlichen Fristsetzungen: BGH 13. März 1980 - VII ZR 147/79 - zu I 3 der Gründe, BGHZ 76, 236) .
Hat jedoch die Partei, zu deren Gunsten die Frist verlängert wird, ein nach den Umständen begründetes Vertrauen darauf, dass der Fristverlängerung eine wirksame Entscheidung zugrunde liegt, ist die Frist zu ihren Gunsten als verlängert zu behandeln, auch wenn in Wirklichkeit keine wirksame Verlängerung vorliegt (…vgl. BGH 23. Januar 1985 - VIII ZB 18/84 - zu II 2 b aa der Gründe, aaO; 22. Oktober 1997 - VIII ZB 32/97 - zu II 1 a aa der Gründe, aaO) .
OLG Schleswig, 21.06.2007 - 5 W 36/07
Richterliche Frist: Fristverkürzungsantrag gegen eine bereits bewilligte …
BFH, 26.09.2007 - III R 18/05
Verlängerung der Begründungsfrist für die Revision; keine Wiedereinsetzung bei …
https://dejure.org/1998,2723
BGH, 13.01.1998 - VIII ZB 48/97 (https://dejure.org/1998,2723)
BGH, Entscheidung vom 13.01.1998 - VIII ZB 48/97 (https://dejure.org/1998,2723)
BGH, Entscheidung vom 13. Januar 1998 - VIII ZB 48/97 (https://dejure.org/1998,2723)
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Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gegen die Versäumung der Berufungsfrist; Verschulden des Prozessbevollmächtigten an der Fristsäumnis
Lauf der Berufungsbegründungsfrist bei gleichzeitig gestelltem Wiedereinsetzungsantrag und Einlegung der sofortigen Beschwerde gegen die Verwerfung der Berufung
Keine Unterbrechung der Berufungsbegründungsfrist durch Wiedereinsetzungsantrag und sofortige Beschwerde
Begründungsfrist läuft ab - ggf. auch verspäteter - Berufungseinlegung
Eingabe in der Suchmaske auf der nächsten Seite: BRAK-Mitt. 1998, 126
MDR 1998, 430
WM 1998, 735
WM 1999, 735
Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (z.B.: Beschlüsse vom 13. Januar 1998 - VIII ZB 48/97 - NJW 1998, 1155; vom 7. Juni 1978 - IV ZB 13/78 - VersR 1978, 841; vom 16. März 1977 - IV ZB 5/77 - VersR 1977, 573; vom 18. Dezember 1974 - VIII ZB 35/74 - VersR 1975, 421), die auf die in RGZ 158, 195, 196 f veröffentlichten eingehenden Ausführungen des Reichsgerichts zurückgeht, wird zwar der Lauf der Berufungsbegründungsfrist nicht durch einen Beschluß auf Verwerfung der Berufung unterbrochen.
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (…z.B. Senatsbeschluss vom 29. April 2004 - III ZB 72/03, BGHR ZPO § 520 Abs. 2 Berufungsbegründungsfrist 2; BGH, Beschlüsse vom 13. Januar 1998 - VIII ZB 48/97, NJW 1998, 1155; vom 7. Juni 1978 - IV ZB 13/78, VersR 1978, 841; vom 16. März 1977 - IV ZB 5/77, VersR 1977, 573 und vom 18. Dezember 1974 - VIII ZB 35/74, VersR 1975, 421; siehe auch RGZ 158, 195, 197) wird zwar grundsätzlich der Lauf der Berufungsbegründungsfrist nicht durch einen (angefochtenen) die Berufung verwerfenden Beschluss unterbrochen.
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (vgl. nur Senatsbeschluss vom 13. Januar 1998 - VIII ZB 48/97, NJW 1998, 1155 unter II) wird zwar grundsätzlich der Lauf der Berufungsbegründungsfrist nicht durch einen (angefochtenen) die Berufung verwerfenden Beschluss unterbrochen.
Die Frist zur Begründung der Berufung ist weder durch den die Berufung als unzulässig verwerfenden Beschluss noch durch das auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gegen die Versäumung der Berufungsfrist gerichtete Verfahren unterbrochen worden ( Senatsbeschluss vom 13. Januar 1998 - VIII ZB 48/97, WM 1998, 735 m.w.N.).
Der Lauf der Frist zur Begründung der Berufung wird weder durch einen die Berufung als unzulässig verwerfenden Beschluss noch durch ein auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gegen die Versäumung der Berufungsfrist gerichtetes Verfahren unterbrochen (vgl. BGH, Beschlüsse vom 13. Januar 1998 - VIII ZB 48/97, WM 1998, 735, 736 mwN; vom 29. April 2004 - III ZB 72/03, WuM 2004, 352;… vom 17. März 2009 - VIII ZB 74/08, juris Rn. 3 …und vom 27. Oktober 2011 - III ZB 31/11, NJW-RR 2012, 308 Rn. 24).
Die Frist zur Begründung der Berufung ist weder durch den die Berufung als unzulässig verwerfenden Beschluss noch durch das auf Wiedereinsetzung in die Berufungsfrist gerichtete Verfahren unterbrochen worden (st. Rspr., BGH, Beschluss vom 13. Januar 1998 - VIII ZB 48/97, VersR 1998, 913 mwN).
OLG Brandenburg, 08.06.2004 - 10 WF 90/04
Sofortige Beschwerde gegen die Zurückweisung eines Antrags auf Wiedereinsetzung …
Im Abhilfeverfahren ist insbesondere zu prüfen, ob die einmonatige Beschwerdefrist des § 127 Abs. 2 Satz 3 ZPO überhaupt versäumt worden ist, was erst eine Prüfung des Wiedereinsetzungsantrags eröffnen würde (vgl. dazu BGH, NJW 1998, 1155 f, 1156;… Zöller/Greger, a.a.O., § 233, Rz. 9).

References: § 60
 § 520
 § 520
 § 520
 § 519
 § 317
 BGH 
 BGH 
 § 121
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 § 520
 § 127
 § 233