Source: http://www.umwelt.sg.ch/tools/glossar.Char__A.html
Timestamp: 2013-05-25 10:31:03+00:00

Document:
Bewegliche Sachen, deren sich der Inhaber / die Inhaberin entledigt oder deren Entsorgung im öffentlichen Interesse geboten ist (vgl. zum Abfallbegriff Art. 7 Abs. 6 USG und BGE 123 II 359 E.4).
vgl. Art. 7 Abs. 6 USG
vgl. BGE 123 II 359 E.4 neues Fenster
Anlage, in der Abfälle behandelt werden (vgl. auch Behandlung).
Abflussmenge, die gemittelt über zehn Jahre, durchschnittlich während 347 Tagen des Jahres erreicht oder überschritten wird und die durch Stauung, Entnahme oder Zuleitung von Wasser nicht wesentlich beeinflusst ist (Art. 4 GSchG).
Abgeltungen bei belasteten Standorten und Altlasten
Seit dem Jahr 2000 (Inkrafttreten der Verordnung über die Abgabe zur Sanierung von Altlasten (VASA); SR 814.681) unterstützt der Bund mit den Mitteln aus dem VASA-Fonds die Untersuchung, Überwachung und Sanierung von belasteten Standorten bei:Altablagerungen, auf denen zu einem wesentlichen Anteil Siedlungsabfälle abgelagert wurden,Entfernung alter Kugelfänge von Schiessanlagen (ausgenommen Schiessanlagen mit einem überwiegend gewerblichen Zweck),Andere belastete Standorte wie Unfälle, Altablagerungen oder Betriebe, bei denen der Verursacher nicht ermittelt wrden kann oder zahlungsunfähig ist.
Verbringen von Abfällen an einen Ort, wo keine weitere Behandlung mehr stattfindet. Die Ablagerung ist nur in bewilligten Deponien erlaubt (vgl. auch Deponien).
Oberflächennahes Erdmaterial, welches bei Bauarbeiten entfernt wird. Vgl. auch Aushub, Bauabfälle.
Abschliessende Bewertung (einer Altlast)
Umfassende, detaillierte Bewertung der bereits eingetretenen und der durch zukünftige Freisetzung der Schadstoffe noch zu erwartenden Einwirkungen der Altlast auf die Schutzgüter aufgrund der Detailuntersuchung. Entscheid, welche Schutzgüter wie weit vor den Einwirkungen der Altlast durch technische Sanierungsmassnahmen geschützt werden müssen (Festlegen von Sanierungszielen) und wie dringlich diese Massnahmen sind (Fristen).
Abwasser (Begriff)
Abwasser, das ein Gewässer, in das es gelangt, verunreinigen kann. Verschmutztes Abwasser muss behandelt werden. Man darf es nur mit Bewilligung der kantonalen Behörden in ein Gewässer einleiten oder versickern lassen.
Abwasser (unverschmutzt)
Niederschlagswasser, das von Dachflächen stammt, gilt in der Regel als nicht verschmutztes Abwasser. Bei Dächern mit grossem Anteil an Installationen oder Abdeckungen aus Kupfer- oder Zinkblech müssen eine Einleitung in ein Gewässer oder eine Versickerung individuell beurteilt werden. Das gleiche gilt bei der Verwendung anderer Materialien, bei denen Stoffe, die das Wasser oder den Boden belasten, ausgewaschen werden können. Das AFU ist in solchen Fällen beizuziehen. Niederschlagswasser, das von Strassen, Wegen oder Plätzen stammt, gilt als nicht verschmutztes Abwasser, wenn es bei der Versickerung ausreichend gereinigt wird und wenn auf den befestigten Flächen keine erheblichen Mengen von Stoffen, die Gewässer verunreinigen können, umgeschlagen, verarbeitet und gelagert werden.
Häusliches Abwasser (Abwasser aus Haushalten und gleichartiges Abwasser);das von bebauten oder befestigten Flächen abfliessende und in die öffentliche Kanalisation eingeleitete Niederschlagswasser. Abwasseranlagen
Kanalisationen, Pumpwerke, Rückhalteanlagen, Regenbecken, Regenüberläufe, Abwasserreinigungsanlagen inkl. Anlagen zur Vorbehandlung des Abwassers (Art. 12 Abs. 1 GSchG), Einleitungsbauwerke und Versickerungsanlagen.
vgl. Art. 12 Abs. 1 GSchG
Jede Art von Anlage, in der verschmutztes Abwasser behandelt wird, wie zentrale und industrielle Abwasserreinigungsanlagen mit ihren Anlagen zur Klärschlammverwertung und -beseitigung, Kleinkläranlagen (KLARA), Anlagen zur Vorbehandlung des Abwassers.
Aerob bedeutet "unter Verwendung von Sauerstoff". In der Abwassertechnik wird damit ein Milieu beschrieben, in dessen (wässriger) Umgebung gelöster Sauerstoff vorhanden ist.
Sie liegen über den Immissionsgrenzwerten (vgl. Art. 19 USG). Lärmbelastungen über dem Alarmwert gelten als sehr hoch und müssen bei Sanierungen prioritär behandelt werden.
vgl. Art. 19 USG
Ein mit Abfällen belasteter Standort, welcher sanierungsbedürftig ist und erwiesenermassen bereits zu schädlichen oder lästigen Einwirkungen führt oder bei dem eine konkrete Gefahr besteht, dass solche Einwirkungen entstehen.
Bearbeitung einer grossen Zahl von belasteten Standorten bzw. Altlasten nach einem stufenweisen Ablaufschema:ErfassungErstbewertungVoruntersuchungZwischenbewertungDetailuntersuchungabschliessende BewertungSanierungsprojektSanierungNachkontrolle. Ammoniak
Ammoniak (NH3) ist ein stark stechend riechendes, farbloses und giftiges Gas, das auf feuchten Körperoberflächen ätzend wirkt und zum Beispiel Tränen und Lungenschäden bewirken kann. Die Dichte von trockenem Ammoniakgas ist geringer als die Dichte der Luft. Ammoniak-Luft-Gemische können explosiv sein. Ammoniak ist sehr gut wasserlöslich, bei 0°C lösen sich in 100 ml Wasser ca. 90 g. Diese Ammoniaklösung heisst Salmiakgeist (Ammoniumhydroxid). Sie reagiert alkalisch. Ammoniak wirkt auf Haut und Schleimhäute (insbesondere auch auf die Augen) ätzend. Geschluckt ruft es blutiges Erbrechen mit heftigen Schmerzen und Lungenschäden hervor, unter Umständen mit tödlichem Ausgang. Ein Ammoniakgehalt der Luft von 1,5 bis 2,5 g/m³ wirkt nach 30 bis 60 Minuten tödlich. Die maximale Arbeitsplatzkonzentration (MAK-Wert) liegt bei 14 mg/m³, entspricht 20 ml/m³ Luft. Gülle enthält viel Ammoniak und hat von ihm den typisch stechenden Geruch.Ammoniak ist auch ein starkes Fischgift. Im Wasser steht es stets im Gleichgewicht mit Ammonium. Dabei steigt der Anteil des Ammoniaks bei steigendem pH-Wert und steigender Temperatur. Ammoniak wirkt nicht als Treibhausgas und baut die Ozonschicht nicht ab. Es wird oft in Kälteanlagen verwendet (Kältemittelbezeichnung R717).
Das Ammonium-Ion NH4+ ist die konjugierte Säure zur Base Ammoniak NH3.In der Natur, beispielsweise im Boden und in Gewässern, entsteht Ammonium-Stickstoff in erster Linie beim Abbau tierischer oder pflanzlicher Eiweisse. In der Gülle und im Abwasser aus den Haushaltungen ist viel Ammonium enthalten. Es wird im Boden, in Gewässern und in den dafür ausgelegten Abwasserreinigungsanlagen unter Sauerstoffverbrauch zu Nitrit und weiter zu Nitrat oxidiert. Dies erfolgt durch so genannte nitrifizierende Bakterien. Der Vorgang wird Nitrifikation genannt. Er ist im Boden durchaus erwünscht, denn dadurch wird aus Ammoniumdünger oder Gülle das für Pflanzen als Nährsalz wichtige Nitrat gebildet. In Gewässern ist die Nitrifikation Teil der Selbstreinigung. Übersteigt die Abwasserfracht die Selbstreinigungsfähigkeit des Gewässers, so entstehen daraus erhebliche ökologische Probleme (Ammonium wirkt als Fischgift in Gewässern). Ammonium selbst ist relativ harmlos, steht aber im Gleichgewicht mit Ammoniak, einem starken Gift. Das Gleichgewicht zwischen beiden Stoffen hängt massgeblich vom pH-Wert und der Temperatur des Wassers ab. Der Anteil des Ammoniaks steigt bei steigendem pH-Wert und steigender Temperatur.
Anaerob bedeutet "nicht auf Sauerstoff angewiesen". In der Abwassertechnik wird damit ein Milieu beschrieben, in dessen (wässriger) Umgebung kein Sauerstoff vorhanden ist.
Damit werden Anforderungen an die Wasserqualität bezeichnet, z.B. auch hinsichtlich der Trinkbarkeit des Wassers. Die entsprechenden Kriterien sind in der Eidgenössischen Gewässerschutzverordnung (GSchV) festgelegt.
vgl. GSchV, Anhang 2
Durch menschliche Einwirkungen verursacht.
Antimon ist ein silberglänzendes und sprödes Halbmetall. Der überwiegende Teil des hergestellten Antimons wird zu Legierungen verarbeitet. Es dient unter anderem als Bestandteil von Sprengstoffzündern. Antimon und Antimonverbindungen sind giftig.
Geologischer Körper mit mehr oder weniger konstanten Eigenschaften (Geometrie, Durchlässigkeit etc.), der geeignet ist, Grundwasser aufzunehmen und weiterzuleiten; er kann ganz oder teilweise wassergesättigt sein.
Aromatenfreies Gerätebenzin
Beim sogenannten Gerätebenzin handelt es sich um schadstoffarmes Alkylatbenzin. Ausgangspunkt bilden Raffineriegase, die zu einem ausserordentlich reinen Treibstoff veredelt werden. Dieser verbrennt praktisch rauch- und russfrei. Im Vergleich zu herkömmlichen Treibstoffen können mit dem Einsatz dieses Spezialbenzins gitftige Abgaskomponenten um bis zu 95 Prozent gesenkt werden. Gerätebenzin ist weniger aggressiv als normales Benzin und zerfrisst nicht die Gummiteile im Gerät. Zudem zersetzt es sich praktisch nicht.
Weitere Informationen über Gerätebenzin neues Fenster
Die Erdatmosphäre besteht aus 78 % Stickstoff und 21 % Sauerstoff. Das restliche Prozent setzt sich zusammen aus Wasserdampf, verschiedenen Edelgasen, Kohlendioxid, Ozon und feinsten Staubpartikeln sowie in Bodennähe geringen Mengen diverser Schadstoffe. Die Dichte der Atmosphäre nimmt gegen oben immer mehr ab. Höher als 100 km über der Erdoberfläche sind nur noch sehr wenige Luftteilchen vorhanden, der Übergang von der Atmosphäre in den Weltraum verläuft fliessend. Die Luftreinhaltung befasst sich mit den untersten Metern bis wenigen hundert Metern der Erdatmosphäre.
Stoffe und Erzeugnisse zur Bekämpfung von Glatteis und Schneeglätte mit mehr als 10 Massenprozent tauwirksamer Stoffe.
Aushub (Begriff)
Der Begriff "Aushub" umschreibt das bei einem Bauvorhaben entnommene Bodenmaterial ohne den belebten Boden, d.h. den Bodenaushub (abgeschälter und ausgehobener Boden). Für letzteren gelten die Bestimmungen der Verordnung über die Belastung des Bodens(VBBo) (vgl. auch Bauabfälle).
Verordnung über die Belastung des Bodens (VBBo)
Aushub-, Abraum- und Ausbruchmaterial, das in seiner Zusammensetzung nicht durch menschliche Tätigkeiten beeinträchtigt und damit naturbelassen ist. Es darf grundsätzlich weder Holz, Grünzeug noch Bau-, Haushalts- oder Industrieabfall, insbesondere keine Ziegel oder Betonstücke enthalten.

References: Art. 7
 BGE 
 Art. 7
 BGE 
 Art. 12
 Art. 19
 Art. 19