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Timestamp: 2017-12-18 04:33:32+00:00

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AA will mich mit Gewalt in eine Arbeit vermitteln - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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06.05.2011, 13:57 #1
da41->Emailproblem
AA will mich mit Gewalt in eine Arbeit vermitteln
folgende Situation: Ich war bis Mitte Januar ca. zwei Monate arbeitlos, danach nahm ich einen Job an, auf den ich mich eigeninitiativ beworben hatte. In dieser Firma war das Arbeitsklima total beschissen und ich hatte nach kurzer Zeit schon psychische/seelische Probleme, weshalb ich zum Chef gegangen bin und mich kündigen lassen habe.
Jetzt habe ich noch ca. 280 Tage Restanspruch auf ALG, aber wie aus dem Gespräch mit meiner Vermittlerin hervorging, wollen die alles daran setzen mich mit GEWALT in ein neues Arbeitsverhältnis zu drängen. Jetzt habe ich einige Vermittlungsvorschläge bekommen, die alle mind. 50 km entfernt sind und auch Firmen, bei denen ich mir nie vorstellen kann dort anzufangen.
Ich möchte mich selber nach einer Arbeit umschauen und nicht diese Vermittlungsvorschläge von der AA annehmen. Wie kann ich diese am besten umgehen? Derzeit schicke ich zwar meine Bewerbungsunterlagen hin, gebe aber eine unrealistische Gehaltsvorstellung an, damit die sich evtl. erst garnicht für mich interessieren.
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06.05.2011, 14:48 #2
AW: AA will mich mit Gewalt in eine Arbeit vermitteln
Zitat von da41
Herzlich willkommen im Forum!Du gehst schon genau richtig damit um ,wenn Du einen Job nicht haben willst musst Du Dich nur so schlecht wie möglich dort bewerben,also total uninterresant dort machen!Anders kann man sich ,leider nicht wehren ,-ausser bei willkürliche Sanktionen ,noch Widerspruch einzulegen!Du bist da schon auf dem richtigem Wege!
06.05.2011, 14:49 #3
gehaltsvorstellungen sollte man nieeeemals schriftlich mit angeben
zumal wie du sagst unrealistisch sind
umgehn kannst du das ganze nicht
wenn einladungen volgen sollten
dann versuchen das man die stelle nicht bekommt
wenn man diese nicht haben will
dasist das was du machen kannst
stellen angebote die du bekommst
prüffen ob die überhaubt im zumutbaren bereich liegen
also gehalt z.b bei ALG1 must du nicht so grosse abschnitte machen wie bei ALG2
06.05.2011, 14:51 #4
Herzlich willkommen im Forum!Du gehst schon genau richtig damit um ,wenn Du einen Job nicht haben willst musst Du Dich nur so schlecht wie möglich dort bewerben
unvorteilhafte bewerbungen sind sanktionsgründe
Gehaltsvorstellungen = Sanktionsgründe? Sumse, wo steht das?
06.05.2011, 15:28 #6
Des Weiteren fange ich mein Anschreiben wie folgt an:
mir wurde durch das AA ein Vermittlungsvorschlag für Ihre Position zugestellt, weshalb ich mich in Ihrem Unternehmen bewerbe.
Geht daran evtl. schon für den Arbeitgeber heraus, dass ich mich nur ZWANGSWEISE dafür bewerbe? Oder wie könnte man das noch besser formulieren?
Meine Bewerbungsunterlagen sind einwandfrei und ich musste sogar dem AA die Unterlagen zur Durchsicht zuschicken, obwohl ich darauf hingewiesen hatte, dass meine Unterlagen 1A sind. Als Antwort bekam ich natürlich nur, dass meine Unterlagen einwandfrei sind und nahezu perfekt
06.05.2011, 15:34 #7
...wenn ich einen Vermittlungsvorschlag bekomme: Ich schreibe immer, dass ich den Vorschlag vom Jobcenter bekommen habe.
Ich schreibe auch dass ich Hartz 4 bekomme.
Das sind eben Tatsachen, die nicht sanktioniert werden können.
06.05.2011, 15:44 #8
hilft anscheinend auch nichts, habe jetzt trotzdem gerade eben eine Nachricht erhalten und bin zum Vorstellungsgespräch eingeladen
06.05.2011, 15:53 #9
...ist das Angebot vom JC: dann kann man eventuell eine Sanktion bekommen, wenn man nicht hingeht...
Und aufpassen beim Vorstellungsgepräch: auch Sanktionen möglich wenn man sich z.B. auffällig 'daneben benimmt'...
06.05.2011, 15:54 #10
@da41
Prüfe bitte die Grundvoraussetzungen der Zumutbarkeit (Bezahlung, Pendelzeit) gemäß § 121 SGB III. Wenn alle Stellenangebote weit entfernt sind, könnte eventuell die Pendelzeit unzumutbar lang sein. Ebenso auch eventuelle gesundheitliche Einschränkungen bei dir.
Einen Berufsschutz hast du leider nicht. Du mußt also - sofern ansonsten zumutbar - auch Angebote annehmen, welche dir nicht zusagen.
Bei den Bewerbungen mußt du aufpassen, daß du sie nicht offensichtlich negativ gestaltest. Eine völlig(!) überzogene Gehaltsforderung könnte beispielsweise dazu beitragen. Wenn du eine Stelle eigentlich nicht haben willst, mußt du das dem Stellenanbieter eher indirekt vermitteln.
Ein Vorstellungsgespräch führt nicht unbedingt zu einem späteren Stellenangebot.
P.S.: Man will dich mit GEWALT zwingen? Will dich die Sachbearbeiterin verhauen, wenn du die Stelle nicht annimmst?
06.05.2011, 16:54 #11
gesetz buch
wo sonnst
ALG1 da herschen andere regeln als wie bei ALG2
auch was die zumutbar keit angeht
nicht jedes gehalt was man vorgeschlagen bekommt
muss man mit ALG1 bezug akzeptieren
bin mir jetzt nicht 100% sicher wie weit runter er akzeptieren muss
vom letzten verdiehnst
glaub 10% unter diesen
ALG2 30%
06.05.2011, 17:09 #12
Bei den Bewerbungen mußt du aufpassen, daß du sie nicht offensichtlich negativ gestaltest. Eine völlig(!) überzogene Gehaltsforderung könnte beispielsweise dazu beitragen.
gurkenaugust, es geht hier um jemanden, der ALG I bezieht. Der muss mir zu Folge keine Angst haben, wenn er überzogenene Gehaltsvorstellungen in seiner Bewerbung nennt. "Nur" bei ALG-II-Beziehern gilt die Formulierung, dass man aufgrund seines Verhaltens sanktioniert werden kann:
Dies ist ein Zitat aus dem SGB II, dies gilt für ALG-II-Bezieher.
Im SGB III, das für ALG-I-Bezieher gilt, gibt es eine solche Formulierung nicht.
06.05.2011, 17:29 #13
Mir ist schon klar, daß es hier um ALG I geht. Hier geht es formal um Sperrzeiten, nicht um Sanktionen, aber davon mal abgesehen: eine bewußte "Negativbewerbung" ist einer Nichtbewerbung gleichgestellt und zählt daher als Verhinderung eines Beschäftigungsverhältnisses. Daher kann eine Sperrzeit gemäß § 144 SGB III eintreten, sofern es sich um einen Vermittlungsvorschlag der Arbeitsagentur handelt. Ebenso, wenn dadurch die Bewerbungsintensität unzureichend ausfällt (Sperrzeit bei Arbeitsablehnung bzw. unzureichenden Eigenbemühungen).
Wobei es natürlich niemandem verwehrt ist, Gehaltsvorstellungen im üblichen Rahmen zu nennen. Es geht hier nur um Forderungen, die derart überzogen sind, daß die Bewerbung deshalb offensichtlich nicht erstzunehmen ist.
Mir ist schon klar, daß es hier um ALG I geht. Hier geht es formal um Sperrzeiten, nicht um Sanktionen, aber davon mal abgesehen: eine bewußte "Negativbewerbung" ist einer Nichtbewerbung gleichgestellt und zählt daher als Verhinderung eines Beschäftigungsverhältnisses. Daher kann eine Sperrzeit gemäß § 144 SGB III eintreten, sofern es sich um einen Vermittlungsvorschlag der Arbeitsagentur handelt.
Du hast Recht, ich muss mich korrigieren. In den Dienstanweisungen der Bundesagentur für Arbeit des § 144 SGB III steht:
Arbeitsangebot durch AA (144.32)
(1) Eine Sperrzeit nach § 144 Abs. 1 Nr. 2 setzt eine von der AA nach
die Vereitelung eines Beschäftigungsverhältnisses.
Arbeitsangebot in der Aktionszeit (144.33)
(2) Nach § 144 Abs. 1 Nr. 2 tritt eine Sperrzeit ein, wenn der nach § 38
Abs. 1 arbeitsuchend gemeldete Arbeitnehmer ein Arbeitsangebot nicht
annimmt, antritt oder die Anbahnung verhindert.
Quelle: http://www.arbeitsagentur.de/bund/ge...goto?id=229922
(Fettes von mir hervorgehoben).
Deswegen würde ich so vorgehen: das zuletzt bezogene Gehalt in der Bewerbung angeben - das kann ja dann nicht überzogen sein. Oder das branchenübliche. Oder, wenn es um tariflich entlohnte Arbeit geht: das Gehalt in Höhe des Tarifs angeben.
06.05.2011, 18:27 #15
Es ist auch der gesetzliche Auftrag der Arbeitsagentur Arbeit zu vermitteln. 50 km sind eigentlich zumutbar, da Tagespendelbereich (2 1/2 Stunden Fahrt zur Arbeit hin und zurück).
Es ist natürlich schon klar, wenn das Gehalt derart niedrig ist und die Fahrtkosten alles auffressen, dann stellt sich leicht die Frage der Zumutbarkeit. Aber auch hier kann man aus dem Vermittlungsbudget der AA Mobilitätskosten beantragen.
An den Themeneröffner, Du hast uns nicht gesagt, wa du für Stellen bekommst und was deine Vorstellungen sind.
Solltest Du nur Leihbudenstellen bekkommen, dann würde ich in der Tat die Gehaltsvorstellungen reinschreiben
06.05.2011, 19:12 #16
ich meine, den §§ hat noch niemand erwähnt.
08.05.2011, 19:43 #17
Das ist schon ein starkes Stück, dass die Arbeitsagentur dem Alo bzw. Arbeitsuchendem Stellen anbietet!
Wie können die nur so unsensibel sein???
Dem kann man ganz einfach entgehen, indem man sich weder arbeitsuchend noch arbeitslos meldet!
08.05.2011, 19:47 #18
So kann man es auch machen: Das "
unrealistische" weglassen und schon hat man recht...
08.05.2011, 19:51 #19
Aber auch hier kann man aus dem Vermittlungsbudget der AA Mobilitätskosten beantragen.
Die werden aber nur für wenige Monate gewährt... nutzt also nur, wenn der Lohn ok ist - für den Übergang.
08.05.2011, 20:14 #20
ich solle mich nun bei einer Firma melden, da ich bewusst meine Telefonnummer in der Bewerbung weggelassen habe, habe ich natürlich eine freundliche E-Mail bekommen.
Kann ich denen das am Telefon schon irgendwie klar machen oder muss ich zwingend zum Bewerbungsgespräch hin?
wenn die mich trotzdem unbedingt haben wollen und ich lehne ab, wie lange und ab wann wird mir das ALG gesperrt?
Ich würde mich auch gerne Selbständig machen und dann das bei der AA beantragen. Ist es schlimm, wenn ich dann in den ersten Monaten z. B. nur ca 500 € verdiene? Wie rechnet sich das dann, denn ich bekomme bei einer Selbständigkeit ALG1 + 300 Euro für neun Monate
08.05.2011, 20:26 #21
Beim ALG II mußt Du jede Stelle annehmen, die die Hilfebedürftigkeit verringert. Im ALG II gibt es weder Berufsschutz noch Besitzstandswahrung. So kann auch ein Lehrer als Produktionshelfer vermittelt werden.
08.05.2011, 20:44 #22
Wenn du einen offiziellen Vermittlungsvorschlag der Arbeitsagentur für eine bestimmte Stelle bekommen hast, mußt du dich dort bewerben und auch ansonsten alles tun, was man vernünftigerweise von jemandem erwarten kann, der an zumutbarer Arbeit interessiert ist. Dazu gehört gehört auch, daß du zu einem eventuellen Vorstellungsgespräch gehst, falls du eingeladen wirst (Kostenerstattungspflicht beachten). Ausnahme: das Stellenangebot ist von vornherein eindeutig und nachweisbar unzumutbar (Gehalt, Pendelzeit - siehe § 121 SGB III).
Wenn man mit dir telefonieren will, heißt das noch lange nicht, daß du überhaupt eingeladen werden sollst. Vielleicht will man nur einige weitere Einzelheiten klären, ehe man dich einlädt. Du kannst die Sache natürlich telefonisch besprechen, wenn es geht.
Wenn du ein zumutbares(!) Beschäftigungsangebot, das per Vermittlungsvorschlag gekommen ist, ablehnst, erfolgt eine Sperrzeit. 3 Wochen bei der ersten unberechtigten Arbeitsablehnung, 6 Wochen bei der zweiten, 12 Wochen bei weiteren, und zwar jeweils ab dem Ereignis, das für die Sperrzeit ursächlich ist (z.B. Nichterscheinen zum Vorstellungsgespräch).
Deine geplante Selbständigkeit solltest du mit der Arbeitsagentur besprechen. Verbieten kann dir das keiner, aber ab einer Tätigkeitsdauer von 15 Wochenstunden stehst du nicht mehr der Arbeitsvermittlung zur Verfügung und bekommst kein ALG mehr. Da können dir andere vielleicht mehr schreiben.
08.05.2011, 20:54 #23
WArum telefonieren? Überlege Dir doch was Du mailst (natürlich gut und gründlich) und dann müssen die erst mal antworten, tags darauf antwortest Du erst wieder..
09.05.2011, 10:09 #24
ich veresteh es nicht
wenn man gewisse stellen nicht haben will die einen vorgeschlagen werden
warum bewerbungen per mail oder tele gemacht werden ?
und sich dann fragen wenn per mail oder tele eine einladung kommt
solche stellen nieeemals per mail oder tele sich drauf bewerben wenn man sie nicht haben will
immer postalisch auch wenns kostest
bekommt man ja vom JC erstattet
viele firmen scheuen sich dann einladungen schriftlich zu versenden und hauen die bewerbung zu90% in die tonne
und die firmen die einen schriftlich einladen
nicht draf reagieren und gut iss
sollte dein SB dich dann fragen was los war
sagt man dann eben
habe keine einladung erhalten fertig
nun ist das JC in der beweispflicht dir nachzuweisen das man dich eingeladen hat
und das können die nicht und lassen ganz schnell die finger vom sanktion knopf
man man man ihr macht euch das leben selber schwer
10.05.2011, 13:19 #25
Hast Du den Sinn eines Arbeitsamtes nicht begriffen? Dieses Amt hat die Aufgabe dich zu vermitteln mit allen gesetzlichen Möglichkeiten. Möchtest Du das nicht? Dann flugs abmelden. Niemand wird dich weiter belästigen und du kannst ganz, ganz in Ruhe suchen.
Im Grunde genommen ist das ganz einfach.
arbeit, gewalt, vermitteln
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Agentur für Arbeit ruft mich an! Hoffnungsloser Tropfen AfA /Jobcenter / Optionskommunen 38 20.08.2009 13:00

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