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Timestamp: 2018-11-15 11:08:45+00:00

Document:
Streitjahre: 2014, 2009
Aktenzeichen: II B 13/18
ECLI: ECLI:DE:BFH:2018:B.250918.IIB13.18.0
Normen: § 163 AO, § 175 Abs 1 S 1 Nr 1 AO, § 179 AO, § 182 Abs 1 S 1 AO, § 351 Abs 2 AO, § 115 Abs 2 Nr 1 FGO, § 116 Abs 3 S 3 FGO, § 12 ErbStG 1997, § 23 ErbStG 1997, § 27 ErbStG 1997, § 37a ErbStG 1997, § 20 Abs 2 BewG 1991, § 92 Abs 5 BewG 1991, § 148 BewG 1991, § 151 Abs 1 S 1 Nr 1 BewG 1991, § 185 Abs 3 S 2 BewG 1991, § 192 S 2 BewG 1991, § 193 Abs 3 S 2 BewG 1991, § 194 BewG 1991, § 205 Abs 3 BewG 1991, § 9 Abs 2 ErbbauV, § 157 Abs 3 S 3 BewG 1991
Zitiervorschlag: BFH, Beschluss vom 25. September 2018 – II B 13/18 –, juris
1. NV: § 23 ErbStG ist auf den Erwerb erbbaurechtsbelasteter Grundstücke nicht anwendbar (Fortsetzung der Senatsrechtsprechung)(Rn.11)(Rn.12)(Rn.14).
2. NV: Mit Einwänden gegen die Rechtmäßigkeit eines Bescheids über die gesonderte Feststellung des Grundbesitzwerts kann der Erbschaftsteuerbescheid als Folgebescheid nicht erfolgreich angegriffen werden(Rn.8).
1. NV: Zum 1. LS: Auch wenn der Wert des mit einem Erbbaurecht belasteten Grundstücks um ein Vielfaches höher ist als der nach den vertraglichen Bestimmungen im Besteuerungszeitpunkt zu zahlende jährliche Erbbauzins, ist dass Besteuerungswahlrecht des § 23 EStG nicht eröffnet(Rn.14).
2. NV: Eine im Rahmen des Folgebescheids getroffene Billigkeitsentscheidung, die allein auf abweichenden Wertvorstellungen beruht, wäre im Grundlagenbescheid unzulässig(Rn.18).
vorgehend Finanzgericht Berlin-Brandenburg, 11. Dezember 2017, Az: 14 K 14208/15, Urteil
Vergleiche BFH, 30. August 2017, Az: II B 16/17
Fortführung BFH, 29. August 2003, Az: II B 70/03
Vergleiche BFH, 22. September 1999, Az: II B 130/97
Die Klägerin und Beschwerdeführerin (Klägerin) ist Alleinerbin nach ihrem am 24. Dezember 2014 verstorbenen Ehemann (E). Dieser war Alleinerbe nach seinem am 23. Mai 2009 verstorbenen Bruder (B). Zu dessen Nachlass gehörten zwei mit einem Erbbaurecht zugunsten Dritter belastete Grundstücke, die jeweils bebaut waren. Der Beklagte und Beschwerdegegner (das Finanzamt --FA--) setzte nach zweimaligen Änderungen unter Berufung auf § 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 der Abgabenordnung (AO) wegen gesonderter Feststellungen der Grundbesitzwerte die Erbschaftsteuer gegenüber E auf 81.420 € fest. Der Einspruch sowie der nach dem Tode des E von der Klägerin gestellte Antrag nach § 163 AO und der Einspruch hiergegen blieben erfolglos, ebenso die Klage. Die Klägerin hatte geltend gemacht, E habe mit dem erbbaurechtsbelasteten Grundstück den Erbbauzinsanspruch erworben. Angesichts seines Alters sei aber zu erwarten gewesen, dass er das Ende der Erbbaurechtsverträge nicht mehr erleben würde. Dies gebiete eine entsprechende Anwendung des § 23 des Erbschaftsteuergesetzes (ErbStG), hilfsweise eine abweichende Festsetzung nach § 163 AO insoweit, als die Feststellung der Grundbesitzwerte eine über den 24. Dezember 2014 hinausgehende Laufzeit der Erbbaurechtsverträge zugrunde lege.

References: § 163
 § 175
 § 179
 § 182
 § 351
 § 115
 § 116
 § 12
 § 23
 § 27
 § 37
 § 20
 § 92
 § 148
 § 151
 § 185
 § 192
 § 193
 § 194
 § 205
 § 9
 § 157
 § 23
 § 23
 § 175
 § 163
 § 23
 § 163