Source: https://www.bauprofessor.de/vorgelegte-angebote/
Timestamp: 2020-07-13 16:43:31+00:00

Document:
Vorgelegte Angebote - Lexikon - Bauprofessor
Alle Angebote, die für öffentliche Bauaufträge bei einer nationalen Ausschreibung im Unterschwellenbereich bis zum Ablauf der Angebotsfrist (früher Einreichungstermin der Angebote) beim Verhandlungsleiter eingegangen sind bzw. nach dem Vergabeverfahren der VOB Teil A vorliegen, sind mit Bezug auf § 14 Abs. 2 im Abschnitt 1 der VOB/A zugelassen. Sofern kurzfristig noch Angebote vorgelegt werden, sind diese zur Eröffnung mit einzubeziehen. Der Versammlungsleiter hat festzustellen, ob der Verschluss der schriftlichen Angebote unversehrt ist und die elektronischen Angebote verschlüsselt sind.
Vom Auftraggeber ist in den Vergabeunterlagen anzugeben, wo bzw. an welcher Stelle die Angebote vorzulegen sind. Das betrifft nicht nur die Adresse, sondern auch den Raum für die Angebotseröffnung. Auch bei der elektronischen Einreichung von Angeboten ist der rechtzeitige Eingang bei der als zuständig bezeichneten Stelle von den Bietern zu sichern.
Ein verspätet eingegangenes Angebot kann nicht in das Vergabeverfahren einbezogen werden.
Möglicherweise war aber ein Angebot nicht verspätet eingegangen, sondern lag nur aus verschiedenen Gründen nicht zur Eröffnung des ersten Angebots vor. Dann ist dieses Angebot in der Niederschrift oder in einem Nachtrag besonders aufzuführen. Die Eingangszeiten und die ggf. bekannten Gründe, aus denen das Angebot nicht vorgelegen hat, sind zu vermerken. In diesem Fall wird ein solches Angebot noch zur Kenntnis genommen.
Mit Bezug auf § 14 Abs. 6 VOB/A ist ein Angebot, das nachweislich vor Ablauf der Angebotsfrist dem Auftraggeber zugegangen war, aber bei Öffnung des ersten Angebots aus vom Bieter nicht zu vertretenden Gründen dem Verhandlungsleiter nicht vorgelegen hat, wie ein rechtzeitig vorliegendes Angebot zu werten. Den Bietern ist dieser Sachverhalt unverzüglich in Textform mitzuteilen, zugleich auch mit Feststellung und der Aussage, dass der Verschluss unversehrt war.
Analoge Regelungen gelten auch für EU-weite Ausschreibungen und Bauaufträge bei Erreichen der Schwellenwerte nach § 14 EU Abs. 2 bis 6 im Abschnitt 2 sowie nach § 14 VS Abs. 2 bis 6 im Abschnitt 3 der VOB/A für verteidigungs- und sicherheitsspezifische Baumaßnahmen.
Bis zum Ablauf der Angebotsfrist sind die elektronischen Angebote zu kennzeichnen und verschlüsselt aufzubewahren. Per Post oder direkt zugegangene Angebote sind auf dem ungeöffneten Umschlag mit Eingangsvermerk zu versehen und unter Verschluss zu halten.
Das Angebot ist eine abgegebene Bereitschaftserklärung des Bieters, zu einer vom Auftraggeber erfolgten Ausschreibung für eine bestimmte Bauleistung zum angebotenen Preis erbringen zu wollen. Einzuhalten sind dabei die vorgegebenen Vergabeunterlagen ...
Ein Bieter kann mehrere Angebote zu Ausschreibungen abgeben, sofern dies nicht vom Auftraggeber (AG) ausgeschlossen wird. Es darf sich dabei handeln um: Haupt- und zugelassene Nebenangebote,, mehrere Hauptangebote oder, zugelassene Ne...
Vor der Vergabe eines öffentlichen Bauauftrags ist durch den ausschreibenden Auftraggeber (AG) zunächst eine Wertung der von den Bietern eingereichten Angebote vorzunehmen. Grundlage liefern die Bestimmungen in: der VOB Teil A für nationale Ausschr...
Rechtzeitig vorliegende Angebote
Zur Angebotseröffnung sind grundsätzlich bei Öffentlichen Aufträgen alle Angebote mit Bezug auf § 14 Abs. 2 im Abschnitte 1 der VOB/A zugelassen, die dem Verhandlungsleiter bei Öffnung des ersten Angebots vorliegen. Sofern kurzfristig noch Angebote e...
Unvollständige Erklärungen zum Angebot
Mit Bezug auf § 13 Abs. 1, Nr. 3 VOB, Teil A müssen Angebote mindestens bei öffentlichen Bauaufträgen die vom Auftraggeber mit der Ausschreibung geforderten Erklärungen und Nachweise enthalten, beispielsweise zur Eignung des Bieters hinsichtlich Fach...
Nachrichten zum Thema "Vorgelegte Angebote"
Angebot • Auftraggeber • Bauteile • Bieter • HVA B-StB

References: § 14
 § 14
 § 14
 § 14
 § 14
 § 13