Source: https://www.grundeinkommen.de/kommentare/page/3
Timestamp: 2019-12-11 02:24:52+00:00

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Kommentare – Seite 3 – Netzwerk Grundeinkommen
Vinzent Storz schrieb am 11.01.2019, 00:22 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
"Digitalisierung als Chance" – so soll es sein! Problem war: Maschinen zahlen keine Lohnsteuer, obwohl sie dramatisch viel mehr arbeiten als der Mensch - wie fleißige Schwarzarbeiterinnen, massenhaft. 'Liberal' lässt sich's ändern. Nachträglich kann ein gemäßigt liberales Modell mit anderen kombiniert werden. Lösung frei nach Götz Werner: - - - Höhere Mehrwertsteuer statt Lohnsteuer als plus-minus-NULL - - - Erst ohne die Lohnsteuer (LSt) versteht man jedes resultierende BGE wirklich. Ein substitutives KonsumSteuer-finanziertes BGE ist "keine" Umverteilung von Reich nach Arm - eher eine von Hi-Tech nach Low-Tech. Von 'Tech' nach Mensch. Denn Mehrwertsteuer (MwSt), dh KonsumSteuer, unterscheidet nicht ob Mensch oder Maschine die Arbeit machte. Keiner soll durch Wegfall der LSt mehr Lohn bekommen, sondern die Arbeitskosten sinken. Der Endpreis bleibt gleich durch die höhere MwSt. Genauso ginge das mit BGE. Ein Teil des Einkommens wird durch BGE ersetzt. Die Schwelle, Nein sagen zu können, sinkt mit BGE. [...] [Gekürzt]
Robert Bleilebens schrieb am 07.01.2019, 18:31 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Eine sehr gut gestaltete und informative Webserie über das Thema gutes Leben! Ganz toll ist der Bericht über die Cherokee-Indianer, die einen Pro-Kopf-Scheck von 6.000 Dollar an alle Mitglieder des Reservats zweimal jährlich auszahlen (insgesamt 12.000 Dollar pro Jahr). Nicht ganz existenzsichernd, aber doch sehr hilfreich im Alltag! Das entspricht deren jahrhundertealten Tradition, für alle zu sorgen. Und ganz wichtig ist bei den Cherokee-Indianern die 7-Generationen-Regel: Handle in der Gegenwart so, daß auch die 7. nachfolgende Generation gute Lebensbedingungen hat. Das sollte man in das Grundgesetz aufnehmen! Mehr braucht man nicht über Umweltschutz, Klimaschutz und Nachhaltigkeit hineinzuschreiben - das leitet sich alles von dieser Regel ab! Es ist sehr beeindruckend, auf wie einfache und zugleich doch wirkungsvolle Weise die Cherokee-Indianer Nachhaltigkeit definieren! Den ganzen Klimbim mit prozentualen Reduktionszielen beim CO2 usw. brauchen sie nicht - und doch funktioniert das viel besser! Das finde ich sehr beeindruckend!
Vinzent Storz schrieb am 05.01.2019, 05:57 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Ulrich Hühn schrieb am 03.01.2019, 18:54 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Vinzent Storz schrieb am 03.01.2019, 08:03 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Der Kontext zum 'Ende der Demokratie' war u. a. das Ruhigstellen von Untätigen mit billiger Unterhaltungsversorgung und dem BGE. WIR haben jedoch JETZT den Eindruck, dass Schein-Debatten und SEICHTE Unterhaltung uns im Denken & Handeln passivieren, JETZT, d. h. ohne BGE. Viele Gegenargumente basieren auf Erfahrungen ohne BGE. Auf Fakten basierende Argumente haben andere Ursachen als das BGE, denn das gabs noch nie (jenseits eines Experiments)! Fangen wir auf niedrigem Niveau an, dann werden ungünstige Folgen beherrschbar sein. Keine Planwirtschaft sondern Evolution. Korrekturen werden nötig sein. Götz Werners Konzept der Steuerverschiebung der Lohnsteuer in Mehrwertsteuer und Austausch eines Einkommen-Anteils in BGE ist ein Nullsummenspiel. Die Finanzierung daher leicht verständlich. Das Ende der Demokratie wäre wahrscheinlicher, wenn man einen komplexen Zusammenhang grundsätzlich nicht mehr versteht. Hier gehts jedoch um deutliche Vereinfachung (in Werners Vorschlag). Besteuerung von Löhnen macht menschliche Arbeit unnötig teuer. Das BGE plus Wegfall der LSt macht sie billiger und damit zahlreicher. Demokratie funktioniert besser mit mehr Arbeitsplätzen. Demokratie und Wettbewerb geht besser mit mündigen Arbeitnehmern. BGE entschärft deren relative Ohnmacht. Ist das BGE zu hoch gestiegen, setzt etwas Inflation ein: selbstständige Korrektur. Warum haben wir JETZT eine Inflationsrate, d. h. ohne BGE? Inflation ist ein Trick um unser Konsumverhalten zu steuern. Mit BGE-gesicherter Zukunft könnte man diese Finanzpolitik der Ängste vielleicht sogar reduzieren. Zukunftssorgen gefährden Demokratie. Das BGE könnte ein paar Sorgen nehmen.
Uwe Federkeil schrieb am 02.01.2019, 01:03 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Wolfgang Gerecht schrieb am 31.12.2018, 17:19 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Enno Schmidt schrieb am 31.12.2018, 16:42 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Lothar Mickel schrieb am 24.12.2018, 00:39 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Andrea Müllerschön schrieb am 18.12.2018, 14:27 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Volkmar Kreiss schrieb am 18.12.2018, 10:44 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
FriGGa Wendt schrieb am 18.12.2018, 01:06 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Ernst Haft schrieb am 18.12.2018, 00:39 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Die Bedingungslosigkeit betrifft nicht nur die Norm "wie die Gewährung des Existenz- und Teilhabeminimums vernünftigerweise erfolgen soll", und damit korrekterweise bezeichnet eine "Voraussetzungslosigkeit" (voraussetzungsfrei = ohne Bedingung oder Gegenleistung zu gewährend). Sie betrifft auch die Bedingungen der Gewährung dieser Leistung, somit vor allem die HÖHE des Grundeinkommens. Und damit ist schon deutlich zu erkennen, dass hinter all der Rabulistik des Autors und seinen verschwurbelten Ausführungen eine ganz harte Bedingung in jedem Fall im Raum steht, nämlich die Höhe des Grundeinkommens. DIESE Bedingung ist in jedem Fall zu verhandeln und ggf. auch anzupassen, wenn sich die ökonomischen Rahmenbedingungen (somit die vom Verf. genannte Norm) ändern. Es kann in gar keinem Fall von bedingungslos gesprochen werden. Dies ist nicht nur unsauber formuliert, sondern einfach falsch.
Stephan Härtl schrieb am 17.12.2018, 21:15 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Michael Hauswald schrieb am 15.12.2018, 13:16 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Woher soll das Geld kommen ? Warum sollte ich noch arbeiten ? Der Sozialismus hat versagt. Habt ihr die DDR schon vergessen ?
Bertram Kraus schrieb am 13.12.2018, 14:17 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Anne Kuhagen schrieb am 12.12.2018, 08:26 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Norbert Fuchs schrieb am 11.12.2018, 13:45 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Brigitte Höh schrieb am 11.12.2018, 13:29 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Rita Gretschel schrieb am 30.11.2018, 10:32 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Carsten Rachow schrieb am 29.11.2018, 10:30 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
ULG - Das unantastbare Lebensgeld Gebunden an die Menschenwürde, erhält das ULG seine Wertstabilität a) durch die demokratisch gewollte Garantiezusage an alle Bürger der Eurozone, lebenslang abrufbar zu sein; b) durch seine transparent kommunizierte Relation zum BIP (die Bürger wissen: werden wir arbeitsfaul, sinken BIP und ULG) und c) durch seinen entlastenden Einfluss auf die Geldmenge M3, denn das ULG wird nicht als Schuld- oder Kreditgeld erschaffen, sondern als "Wertgeld" in den Kreislauf eingespeist. Das ULG kann bei der EZB passiviert werden unterhalb der Position "Bargeldumlauf", etwa als "Lebensgeldumlauf". So wird es rechtlich nicht zum Eigenkapital der EZB, sondern bleibt, was es sein soll: der symbolhaft monetarisierte Ausdruck des inneren Menschenwertes, mithin Eigentum jedes Bürgers. Aktivisch kann die EZB dann eine neue Position "abrufbare Guthaben an Lebensgeldern" buchen. Im Ergebnis wird aus dem ULG ein "durchlaufender Posten": Die EZB fungiert als Diener der Bürger. Sie erschafft demokratisch legitimiert das ULG, verwaltet es und leitet es direkt an die Bürger weiter. Die Steuerung der Geldmenge kann wie bisher problemlos geleistet und somit Inflationsrisiken vorgebeugt werden. Da es sich beim ULG um Zentralbankgeld handelt (ähnlich dem "Vollgeld"), gewinnt die EZB eine zusätzliche geldpolitische Autorität, die sie heute wegen der Giralgeldschöpfung der Geschäftsbanken nicht hat. Ein "unantastbares Lebensgeld" ist kein Lohn, kein Einkommen und auch kein hierarchisches Geschenk, das wohlwollende Halbgötter "von oben" gnädigerweise herabwerfen - das Lebensgeld ist "in bare Münze gegossene Menschenwürde". Es ist daher auch nicht an Arbeit, Einkommen und Kreditwürdigkeit gekoppelt. Es fließt lebenslang, weil der Mensch Mensch ist, nicht weil er arbeitet.
Klaus Hering schrieb am 26.11.2018, 05:40 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Maibritt Illner dikuteirt das Grundeinkommen Welch ein engstirniger nationaler Diskurs um ein menschheitsbewegendes Thema. Illner diskutiert das Grundeinkommen. Anwesend: eigentlich alle wesentlichen ideologischen und ökonomischen Interessensgruppen der Republik. Die zentrale Frage des GE kann doch nicht lauten, ob in Deutschland einige Sanktionen für Hartz 4 wegfallen sollen. Sie müssten lauten: A: Ist die Menschheit in der Lage, Wertschöpfungsketten ohne die Knute der Lohnarbeit zu organiseren? B: Wohin mit all diesen Produktivkräften, welche durch die nächste technische Revolution freigesetzt werden? Aber: Keiner stellt sie!! Meine erste These an die GE Befürworter A: Es wird nicht gelingen, ein auskömmliches Grundeinkommen in den wohlhabenden Staaten einzuführen, ohne die extreme Ungleichverteilung weltweit einzudämmen. Das Ergebnis wären sonst Wohlstandsinseln, die sich massiv gegen "Zuwanderung ins Paradies" abschotten müssten. Nationalismus und Rassismus als Begleiterscheinung der moralischen Zwangslage inklusive. Die voräufer sehen wir bereits. B: Was ist das für eine Welt, in der sich der menschliche und technische Fortschritt auf einige wenige Hotspots verteilt. Während sich die einen mit irrsinnigem Aufwand langes oder gar unendliches Leben erkaufen, haben die unteren 90 Prozent keinen Schimmer von den Wundern moderner (Herrschafts-)Technik. Diese Welt ist uns aus 100-jähriger Vergangenheit bestens bekannt: Kolonialismus / Sklaverei / imperilalistische Beutezüge. Schon allein der hyperventilierende technologische Umbruch würde auch den (imperialistischen?) Zentren das Leben für viele zur Qual machen. Wer nicht arbeitet soll nicht essen - dieses besonders in der rechtsgewirkten Arbeiterbewegung immer noch rumorende Dogma schien der Dikussion klassenübergreifend immer wieder durch (Klingbeil / Merz / Wagenknecht) . Bei allem Verständnis für die Ängste, daß eine Welt ohne die Knute der Lohnarbeit auseinanderfallen könnte: Die GE-Befürworter können mit Fug und Recht auf kleinere Experimente (Namibia, Finnland) verweisen, die belegen, dass dem nicht so ist. Im Gegenteil: Die soziale Freiheit kann kreatives Selbstbewusstsein in Menschen wecken, welches der Gesellschaft zugute kommt und sogar die Ökonomie fördert. Insgesamt würde ich mir eine Welt wünschen, die sich mit der Besiedlung des Mars ein wenig mehr Zeit läßt und ihre Ressourcen und Kräfte erst einmal in die Aufgaben steckt, die ihr mit der Umweltkrise, Überbevölkerung und ökonomischer Sackgasse dringend im Magen liegen. Schrumpfung des ökologischen Fußabdrucks und Postwachstum sind das Gebot der Stunde. Hier wäre dringend nachzufragen, welchen Nutzen ein Grundeinkommen hierfür böte.
Ute Behrens schrieb am 19.11.2018, 14:15 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Ute Behrens schrieb am 19.11.2018, 14:09 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Das BGE kann nur ein Baustein innerhalb einer vollständig zu verändernden Gesellschaftsordnung sein, die den Kapitalismus in seiner derzeitigen Ausprägung abschaffen muss (https://www.initiative146.de). Stichwortkatalog: Steuern müssen steuern, Tätigkeitsgesellschaft, Lebensgrundlagen zu Gemeingütern erklären, Genossenschaftsmodelle fördern, neue volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, Ressourcenverbrauch einpreisen, BGE als regionales und internationales Innovationsprojekt betrachten und BGE-Skeptiker die nachfolgenden Fragen beantworten lassen: - Wäre es nicht sinnvoller, den schlecht bezahlten Job nicht anzunehmen, stattdessen zu Hause zu bleiben und sich um die Familie und Gemüsebeet zu kümmern, anstelle die Straßen zu verstopfen und die Umwelt mit einem alten Dieselfahrzeug zu verpesten? - Wäre es nicht sinnvoller, den Agraringenieur und die Lehrerin mit einem BGE auszustatten, damit beide sorglos in ein Schwellenland gehen können, um dort eine dem jeweiligen Land angepasste Infra- und Bildungsstruktur unter Einbezug der neuen Technologien (3-D-Manufacturing) aufzubauen, damit die Wertschöpfung in die dortige Volkswirtschaft fließen kann? - Wäre es nicht sinnvoller, das BGE unter den Arm zu nehmen, die Metropolen wieder zu verlassen, die Peripherien neu zu beleben und der bisherigen Verdichtung entgegenzuwirken, indem man dort kleine Start-Ups, Genossenschaftsläden, Waldkindergärten und Schulen, ökologische Landwirtschaften aufbaut? Das BGE ist ein hochkomplexes Thema und kann ganz sicher nicht aus der Ceteris-paribus–Perspektive angegangen werden.

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