Source: https://www.forum-institut.de/seminar/1803310-steuerumgehungsbekaempfungsgesetz
Timestamp: 2018-01-23 03:59:52+00:00

Document:
Was ändert sich für Banken
und Finanzinstitute?
2018-03-14 2018-03-14 Mercure Hotel MOA Berlin Stephanstr. 41 10559 Berlin HA0F7@accor.com +49 30 394043-0 +49 30 394043-999
Steuerhinterziehung: Haftungsrisiken für Institut & Mitarbeiter
Steuerstrafrechtliche Selbstanzeige & GW-Verdachtsmeldung
TaxCompliance und Steuerrisikomanagement werden sich durch das Steuerumgehungsbekämpfungsgesetz (StUmgBG) verschärfen. Auf Banken und Finanzinstitute kommen hier richtig dicke Brocken zu, die weit über das hinausgehen, was bisher nach GwG und FKAustG zu erfassen und zu melden ist. Das steuerliche Bankkundengeheimnis ist aufgehoben, und die Pflicht zur Feststellung der Identität nach § 154 AO wird nun auch auf den wirtschaftlich Berechtigten i.S.d. § 1 Abs. 6 GwG angewandt werden und die Steuer-ID des Kontoinhabers, aller Verfügungsberechtigten und aller wirtschaftlich Berechtigten i.S.d. § 1 Abs. 6 GwG muss erhoben werden.
Konsequenzen aus "Panama Papers" + "Paradise Papers"
Problematik: Was fällt unter den Begriff Steuerdelikte und wann greifen die Finanzbehörden ein?
Voraussetzungen und Wirkung, Selbstanzeige
Klaus Herrmann https://www.forum-institut.de/seminar/1803310-steuerumgehungsbekaempfungsgesetz/referenten/23002_sw.jpg
Steuerumgehungsbekämpfungsgesetz in Kraft
Steuerumgehungsbekämpfungsgesetz (BGBl. I 2017, S. 1682 ff.): Transparenz von Offshore-Gesellschaften Der Bundestag hat am 23. Juni 2017 das Steuerumgehungsgesetz beschlossen verkündet undes ist in weiten Teilen in Kraft getreten; einige Teile treten erst am 1. Januar 2018 in Kraft. Neu geschaffen wurde u. a. eine Verpflichtung von Banken, Finanzdienstleistungs- und Zahlungsdiensteinstituten, dem Finanzamt mitzuteilen, wenn ein Kunde Beziehungen zu Drittstaat-Gesellschaften außerhalb der EU aufnimmt. Neu ist die Mitteilungspflicht nach §138b AO, nach der inländische Kreditinstitute gegenüber den Finanzbehörden anzeigen müssen, wenn sie Geschäftsbeziehungen von inländischen Steuerpflichtigen zu Drittstaaten-Gesellschaften hergestellt oder vermittelt haben. Und Sammelauskunftsersuchen und automatisierter Kontenabruf zur Aufdeckung unbekannter Steuerfälle im Rahmen der Bestimmung des §93 Abs.1a und Abs. 7 AO. Danach sollen sämtliche Finanzbehörden - also nicht nur die Steuerfahndung - Sammelauskunftsersuchen an Dritte jeweils über eine noch unbekannte Anzahl von Sachverhalten richten und Konteninformationen abrufen können, wenn ein "hinreichender Anlass" für die Ermittlungen besteht.
Im Gegensatz zu FATCA & CRS unterscheidet das StUmgBG nicht zwischen Aktiv- und Passivprodukten oder Steuerpflicht im In- und Ausland. Mit der Folge: Jeder Vertriebskanal ist betroffen. Ganz schön viel Aufwand für Sie! Lohnt sich das noch?
Die künftig notwendige umfassende Identifizierung aller Verfügungsberechtigten sowie aller wirtschaftlich Berechtigten bei Kontoeröffnung, inklusive Erfassung der Steuer-Identifikationsnummern ist ein gigantischer Aufwand. Da innerhalb gewisser Fristen zudem eine rückwirkende Datenerhebung vorgesehen ist, die möglichst weitgehend unter Einbeziehung der Kunden erfolgen soll, ist das Ausmaß des damit einhergehenden Aufwands enorm. Betroffen wären folglich nicht nur neu eröffnete Konten und Depots, sondern der gesamte Bestand an Kundenkonten. Konkret heißt es im Gesetz: Wer ein Konto führt, Wertsachen verwahrt oder als Pfand nimmt oder ein Schließfach überlässt (Verpflichteter), hat sich zuvor Gewissheit über die Person und Anschrift jedes Verfügungsberechtigten und jedes wirtschaftlich Berechtigten im Sinne des § 1 Absatz 6 des Geldwäschegesetzes zu verschaffen und die entsprechenden Angaben in geeigneter Form, bei Konten auf dem Konto, festzuhalten. (2a) Kreditinstitute haben für jeden Kontoinhaber, jeden anderen Verfügungsberechtigten und jeden wirtschaftlich Berechtigten im Sinne des Geldwäschegesetzes außerdem folgende Daten zu erheben und aufzuzeichnen: 1. die Identifikationsnummer nach § 139b und 2. die Wirtschafts-Identifikationsnummer nach § 139c oder, wenn noch keine Wirt-schaftsIdentifikationsnummer vergeben wurde und es sich nicht um eine natürli-che Person handelt, die für die Besteuerung nach dem Einkommen geltende Steuernummer.
12.03.2018 in Frankfurt
Nummer: 1803310
Die Premium-Qualifizierung zum zertifizierten ComplianceOfficer ist eine spannende und absolut praxisorientierte Ausbildung. An neun Tagen in drei Modulen bearbeiten Sie mit unseren exzellente Dozenten die aus der Praxis der Compliance-relevanten Teilbereiche kommen das notwendige praxisorientierte Know-how.

References: § 154
 § 1
 § 1
 §138
 §93
 § 1
 § 139
 § 139