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Timestamp: 2020-06-04 23:50:27+00:00

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D. EUCHARISTIE – DIE HEILIGE KOMMUNION
1. Klima der Anbetung
angesichts der Eucharistie
Leib und Blut zur Vergebung der Sünden
Im hiesigen vierten Teil unserer WEB-Site wird ziemlich genau nicht nur das Sakrament der Buße dargestellt, sondern auch der Eucharistie. Daher genügt es allein daran zu erinnern, was von der Eucharistie schon gesagt wurde (s. ob.: Eucharistie: Verwunderndes Sakrament das ‘Durchringens’ – und die ganze weitere Folge dieses Kapitels). Es wurden auch einige besonderen Aspekte dieses Allerheiligsten Sakraments hervorgehoben, zumal die Eucharistie in ihrer Beschaffenheit als Opfer, und anderseits als dauerndes Verweilen des Erlösers in der Eucharistie mit seinen Jüngern, bis zum Ende der Welt (s. ob.: Prioritäres Ausmaß der Eucharistie als Opfers – und den Zusammenhang. – Und noch: Das Anbetungsausmaß der Eucharistie – bis zum Ende des Kapitels).
Jetzt möchten wir uns aber vor allem auf den folgenden Fragen sammeln: Vorbereitung zum Empfang der Eucharistie, Empfang der Eucharistie, und Dank nach der Heiligen Kommunion.
Dennoch, umso dringender verweisen wir noch einmal auf die im vorangegangenen Kapitel besprochene Enzyklika „Ecclesia de Eucharistia – Die Kirche lebt von der Eucharistie”, die Johannes Paul II. der Kirche am Gründonnerstag 2003 geschenkt hat. Es war zugleich das Jahr des ‘Rosenkranzes’. Als Krönung der Jahre des begonnenen dritten Millenniums hat der Heilige Vater noch das ‘Eucharistische Jahr Oktober 2004 – Oktober 2005’ proklamiert, mit dem wunderbaren, so warm verfassten seinem Schreiben: „Mane nobiscum, Domine – Bleibe mit uns, o Herr”, das wir auch schon ziemlich eingehend besprochen haben (s. genauer: ‘Mane nobiscum, Domine’: Eucharistisches Jahr 2004-2005 ). Dennoch im hiesigen Kapitel müssen manche Fragen, die mit der Eucharistie zusammenhängen, noch einmal aufgegriffen werden, allerdings jetzt unter dem Blickpunkt ihres unmittelbaren Erlebens als Vorbereitung und Danksagung beim Empfangen der Heiligen Kommunion.
Die Eucharistie ist in wörtlichstem Sinn das Aller-Heiligste Sakrament. Sie ist nämlich das niemals ermüdende, auf alle Gegenseitigkeit – aber auch auf alle Verschmähung und entsetzende Gleichgültigkeit ausgesetzte Zugegensein des Gott-Menschen Jesus Christus unter uns – „alle Tage bis zur Vollendung der Zeiten” (Mt 28,20 – eigene Übersetz.). Es ist Jesus, der Gottes Fleischgewordene Sohn – der am Kreuz zu Tode Gemarterte, aber zugleich Auferstandene, der „da Er die Seinen, die in der Welt waren, geliebt hat, liebte Er sie bis ans Ende” (Joh 13,1 – eigene Übersetz.).
Er selbst, Jesus Christus, hat solche Art und Weise ‘ersonnen’, um unter seinen menschlichen Brüdern und Schwestern unter der Gestalt des unbedeutenden wenigen Brotes und Weines zu weilen. Ab der Konsekration an werden sie sein wahrhafter Leib, der für unsere Sünden hingegeben wird – und anderseits sein Blut, das vergossen wird „zur Vergebung der Sünden” (Mt 26,28). In solcher Weise gibt sich Gott hin, oder eher Er liefert sich schlechterdings aus, dass Er ‘gegessen’, ‘getrunken’ wird zum ewigen Leben derjenigen, die Ihn mit Glauben empfangen.
– Auf diesem Weg ‘tröstet’ Jesus Christus zugleich seine Jünger – nachdem Er am Tag seiner Himmelauffahrt zum Vater zurückgekehrt ist. Außerdem ‘kommt Er’ eben durch die Eucharistie immerwährend zu ihnen zurück, indem Er ihr „erster Tröster” wird (vgl. DeV 3; und: 1 Joh 2,1). Er hat ihnen nämlich versprochen – und dieses Versprechen erfüllt – einen noch „zweiten Tröster”: zu senden: den Heiligen Geist, „damit Er mit euch immer bleibt” (vgl. Joh 14,16f – eigene Übers. vom griech.).
Eben diesen Jesus Christus, den Sohn des Urewigen Vaters, aber zugleich tatsächlichen Sohn Mariens, seiner Unbefleckten Mutter, ist es uns erlaubt im wörtlichen Sinn zu „verzehren” und „trinken”, sooft wir zur Eucharistie herantreten. Es ist Sakrament, das es immer in seinen drei grundsätzlichen Ausmaßen zu erleben gilt:
als Sakrament-Opfer
als Sakrament-Mahl, und
als Sakrament-Vereinigung mit Jesus, und durch Ihn – im Heiligen Geist, unsere Vereinigung mit der ganzen Heiligsten Dreifaltigkeit.
Hat Jesus solche Art und Weise ersonnen, um uns in dem uns angebotenen Gottes Leben zu stärken, und zwar in Form von Nahrung und Trank des Lebens, bedeutet das, es ist sein innigster Wunsch, dass wir die Eucharistie, d.h. Ihn selbst – oft empfangen, und selbst täglich: sooft es nur möglich ist. Ohne Essen und Trinken kann der Mensch nicht lange überleben. Der Sohn Gottes hat auch im Ausmaß des Geistes an Brot und Trank gedacht, das für das innere Überleben und Wachsen unentbehrlich ist. Dazu ist Er „tägliche, allgemeine” Nahrung geworden. Es besteht kein Zweifel, dass Jesus im Gebet „Vater unser” u.a. eben an diese alltägliche Nahrung denkt: diese Eucharistische, um die es den Himmlischen Vater zu bitten gilt: „Unser tägliches Brot gib uns, unser Vater, auch heute ...” (Mt 6,11 – JB).
Austeilung der Heiligen Kommunion. - „KOMM, Jesu mein, ich GLAUBE stark! KOMM, Jesu mein, ich HOFFE wahr! KOMM, Jesu mein, ich LIEBE Dich ! Die SÜNDEN mein - von Herzen BEREUE ich” !
Wie viel zutiefster Glaube und Ehre wird für solche ‘Verzehrung’ Gottes selbst vorausgesetzt von jenen, die den Mut fassen, diese reichliche Einladung zum Opfermahl des Brotes und Blutes des Herrn aufzugreifen! Wie sehr rein sollte die Seele sein, um möglich mindest unwürdig Gott selbst ins Herz aufzunehmen – in diesem Gottes Sohn, der unser Herr und Erlöser ist. Er, dieser Gottes Sohn und zugleich Menschen-Sohn, hat es gewirkt, dass Er in der Eucharistie sein Erlösungs-Leiden vergegenwärtigt, obwohl dieselbe Eucharistie uns zugleich auch seine Auferstehung „wegen unserer Gerechtmachung” (Röm 4,25), zur gerade erfolgenden Wirklichkeit erleben lässt.
In Kraft des Gebotes der Kirche ist jeder Jünger Christi verpflichtet „zumindest einmal pro Jahr, in der Osterzeit, die Heilige Kommunion” zu empfangen (KKK 2042; CIC 920). Der Empfang der Heiligen Kommunion setzt aber den zuvorgewordenen Zutritt zum Sakrament der Versöhnung, d.h. der Heiligen Beichte voraus.
Die erwähnte Pflicht, zum Sakrament der Beichte zumindest einmal im Jahr heranzutreten, ist im zweiten Gebot der Kirche ausgedrückt (vgl. u.a. KKK 2042.1389; CIC 989). Diese Festsetzung stellt offenbar ein dramatisches ‘Minimum’ der Forderungen dar, die mit dem Leben in heiligmachender Gnade verbunden sind. Die Einladung vonseiten Christi, und ebenfalls der innige Wunsch und die Bemühungen vonseiten der Hirten der Kirche streben entschieden nach möglichst oftmaligem Empfang der Heiligen Kommunion.
Beachten wir weiter die Gebote der Kirche, der Reihe nach jetzt das erste Gebot der Kirche, sehen wir, dass es jedem Gläubigen die Aufforderung stellt, „an Sonn- und Feiertagen der Heiligen Messe andächtig beizuwohnen” (KKK 2042; s. ebd., KKK 2180.1389; CIC 1246-1251). Die Teilnahme an der Heiligen Messe an jedem Sonntag und an bestimmten Feiertagen verpflichtet unter schwerer Sünde (s. KKK 2181; CIC 1246-1248).
– Dem Thema der Feier des Sonntages, also des Tags des Herrn als jede Woche wiederholten Gedenktags der Auferstehung Jesu Christi, hat Johannes Paul II. einen besonders wertvollen Apostolischen Brief gewidmet – unter dem Titel: ‘Dies Domini – Tag des Herrn’ (1998), auf den wir uns auch schon wiederholt berufen haben.
So werden wir uns unzweideutig um die Absicht des Erlösers bewusst: Jesus Christus ‘lädt sich’ im wörtlichsten Sinn in der Eucharistie ins Herz eines jeden seiner Jünger ein. Er wartet auf sie bei jeder Heiligen Messe, aber zweifelsohne ganz besonders bei dieser bevorzugten Heiligen Messe, u.zw. an jedem Sonntag. Es ist dieser Tag, den Er sich vorbehalten hat – als den ‘Seinen’ Tag, den Er auch geheiligt hat. An diesem Tag möchte Jesus für diese betreffende Generation, diese betreffende Ortschaft, dieses Kontinent und für den betreffenden Geschichtsablauf – sein Erlösungs-Opfer von neuem vergegenwärtigen. Dieses Opfer ist zugleich Krönung Gottes Barmherzigkeit dem Menschen gegenüber: Mann und Frau.
Jesus tut das eigentlich mit Anwendung selbst eines eigenartigen ‘Nachdrucks der Liebe’: eines Gebotes, das zur Teilnahme an der gefeierten Eucharistie gerade an diesem ‘Tag des Herrn’ verpflichtet. Demzufolge ist die Gewohnheit entstanden, diesen Tag als „Tag des Herrn” zu benennen. Er selbst wies eigentlich ganz deutlich auf den „ersten Tag nach dem Sabbat” hin. Diesen Namen benützten schon die ersten Jünger Christi nach seiner Himmelfahrt für die Bezeichnung der Versammlung der Ur-Kirche zur Feier des „Brot-Brechens”. An diesem Tag wurde von Anfang an das Gedächtnis Christi Auferstehung gefeiert (s. Mk 16,2.9; Apg 1,10; DD 1). Deswegen soll eben dieser Tag – Tag der Freude und Göttlicher Heiterkeit des Gottes Volkes werden, das mit dem unwahrscheinlichen Preis erlöst worden ist: durch den Tod des Gottes Sohnes am Kreuz. Daher auch die Stimmung der Freude, Dankbarkeit und Zuversicht, mit der die Jünger Christi diesen Tag von Anfang an begangen haben – als den Tag des Herrn: „Dies ist der Tag, den der Herr gemacht hat: Wir wollen jubeln und uns an ihm freuen” (Ps 118 [117],24).
An diesem, jede Woche wiederkehrenden Tag: dem Gedächtnis des Wunders der Auferstehung Jesu Christi zu unserer Erlösung, der auf den ersten Tag nach dem Jüdischen Sabbat fiel, haben sich die Apostel und die anderen die Jünger Christi regelmäßig versammelt, um vor allem die Eucharistie zu feiern. Sie wurde von Anfang an als Vergegenwärtigung des Erlösungs-Opfers Christi erlebt, indem auf solche Weise der Auftrag Jesu in die Tat umgesetzt wurde: „Tut dies zu Meinem Gedächtnis” (Lk 22,19). Die erste Generation der Christen bezeichnete die Heilige Messe, zumal diese Sonntags-Messe, als Ritus des „Brot-Brechens” (Apg 2,42; vgl. Lk 24,32.35; DD 1; MaD 23).
Das Feiern des Sonntags als Tags des Herrn ist demnach stark in der reinsten Quelle des Glaubens der Kirche eingewurzelt, und zwar in der Apostolischen Überlieferung und Apostolischen Praxis. Diese ist aber für die Kirche aller Jahrhunderte maßgebend. Es besteht kein Zweifel, dass Jesus Christus der Auferstandene selbst, der vierzig Tage hindurch, bis zu seiner Himmelfahrt – mit den Aposteln und Jüngern „über das Gottes Reich” gesprochen hat (Apg 1,3), ihnen insbesondere Weisungen u.a. betreffs der Zelebration der Heiligen Messe und der Feier des Sonntags geben musste, schon abgesehen von seinen Belehrungen über die übrigen Sakramente, die Liturgie, die Hierarchische Gestaltung der Kirche, den Abriss des Kirchenrechtes und der Gesamtheit der Lehre sowohl hinsichtlich des Glaubens, wie der moralischen Verhaltensweisen.
Nur so kann die von Anfang an fixierte Praxis der ursprünglichen Kirche erklärt werden, was das Begehen des Sonntags als des Tags des Herrn angeht. Hinter dieser Apostolischen Praxis erblicken wir leicht die Person sowohl Jesu Christi selbst, wie auch den Heiligen Geist. Denn sowohl Jesus, wie auch der Heilige Geist bleiben mit uns – „alle Jahrhunderte hindurch, bis zum Ende der Zeit” (Mt 28,20; Joh 14,16). Hier ist das Kirchengebot begründet, das die Teilnahme an jedesmaligem Tag des Herrn und an anderen Festtagen unter einer schweren Sünde gebietet. Das ist die einzige Präzisierung des dritten Gebotes Gottes, das autoritativ mit der Neutestamentlichen Wirklichkeit verbunden wird, und zwar der schon vollzogenen Erlösung. Dass nämlich von nun an nicht der Sabbat, sondern der ‘erste Tag nach dem Sabbat’ alle Vorzüge und Gewissenspflichten, die mit dem bisherigen ‘Sabbat’ verbunden waren, übernommen hat.
Der Empfang der Eucharistie, also Jesu der sich um unserer Sünden willen und unserer Erlösung zum Sühneopfer dahingibt, fordert nach reinem Herzen. Das wird schon in fast schrillen Worten vom Hl. Paulus dem Apostel hervorgehoben:
Kraków, Błonia:[= Große Wiesen] am anderen Tag nach der Einweihung des Sanktuars Gottes Barmherzigkeit in Kraków-Łagiewniki durch Johannes Paul II. Feierliche Heilige Papst-Messe auf diesen Großen Wiesen (Błonia) am 18. August 2002, am Sonntag. Hier der nächstliegende Sektor am Papst-Altar: Behinderte und Kranke auf Rollstuhlen bei der Papstmesse.
Wer also unwürdig von diesem Brot isst und aus dem Kelch des Herrn trinkt,
macht sich schuldig am Leib und Blut des Herrn.
Jeder soll sich selbst prüfen; erst dann soll er von dem Brot essen und aus dem Kelch trinken. Denn wer davon isst und trinkt, ohne zu bedenken, dass es der Leib des Herrn ist, der zieht sich das Gericht zu, indem er isst und trinkt ...” (1 Kor 11,26-29).
Anders gesagt, zur Heiligen Kommunion darf man nicht herantreten, wenn das Gewissen mit schwerer Sünde beschmutzt ist.
– So kann es beispielsweise vorkommen, wenn jemand aus eigener Schuld an der vorangegangenen Sonntagsmesse nicht teilgenommen hat. In dieser Lage ist es ihm nicht erlaubt, zur Heiligen Kommunion heranzutreten, ohne früher durch das Tribunal der Barmherzigkeit durchgegangen zu sein, samt allen seinen Forderungen, in diesem Fall der Entscheidung, mit eben dieser Sünde nicht mehr zu sündigen.
– Dasselbe betrifft augenscheinlich jede andere schwere Sünde. In der Ehe pflegt leider Grund dafür, dass Mann und Frau zur Heiligen Kommunion am Sonntag nicht herantreten können, meistens der sündhaft gestaltete eheliche Verkehr in dieser Zeit zu sein.
Mit anderen Worten, sooft sich jemand mit begangener irgendeiner schweren Sünde belastet findet, ist er verpflichtet, vor dem Zutritt zur Heiligen Kommunion zuerst noch seine Seele von Sünden durch die aufrichtige Heilige Beichte zu reinigen. Es geht also um solche Heilige Beichte, die mit der Erfüllung aller fünf Voraussetzungen für eine gültige Beichte verbunden wäre.
– Daran erinnert mit erneutem Nachdruck Johannes Paul II. in seiner Enzyklika über die Eucharistie (2003):
„Auf dieser Linie hält der Katechismus der Katholischen Kirche zu Recht fest:
– ‘Wenn sich jemand einer schweren Sünde bewusst ist, soll er vor dem Empfang der Kommunion zum Sakrament der Versöhnung herantreten.
– Ich möchte daher daran erinnern, dass in der Kirche die Norm verpflichtet und immer gesetzliche Gültigkeit behalten wird, mit der das Konzil von Trient die ernste Mahnung des Apostels Paulus [vgl. 1 Kor 11,28] konkretisiert hat, indem es festhält, dass diejenigen, die sich einer schweren Sünde bewusst sind, sollte es ihnen auch vorkommen, sie bereuten sie, falls sie einen Beichtvater erreichen können, zuerst noch die Sakramentale Beichte verrichten sollen’.
– Die Sakramente der Eucharistie und der Versöhnung sind miteinander enge verbunden. Wenn die Eucharistie das Erlösungsopfer des Kreuzes auf sakramentale Weise vergegenwärtigt, bedeutet das, dass sich aus ihr ein fortdauernder Bedarf nach Bekehrung ergibt, nach einer persönlichen Antwort auf den Ruf, den der Hl. Paulus an die Christen von Korinth gerichtet hat: ‘Wir bitten an Christi statt: Lasst euch mit Gott versöhnen’ [2 Kor 5,20].
– Wenn also der Christ auf seinem Gewissen die Last einer schweren Sünde trägt, wird zur Pflicht der Weg der Buße über das Sakrament der Versöhnung, um die volle Teilnahme am Eucharistischen Opfer nehmen zu können” (EdE 36-37).
Zweimal jeden Tag
Ist sich jemand um keine schwere Sünde bewusst, darf er die Heilige Kommunion jeden Tag zweimal empfangen. Solche Möglichkeit stand vor allen Gläubigen seit sehr langem zweimal im Jahr offen: wenn jemand an der Eucharistie in der Nacht vom Karsamstag auf den Auferstehungssonntag teilgenommen hat (Ostersonntag), und an der Pastoralmesse um Mitternacht am Weihnachtsfest. In diesen zwei Fällen bestand seit langem die angenommene Gewohnheit, dass die Gläubigen, die an der Heiligen Messe um Mitternacht teilgenommen haben, noch einmal zur Heiligen Kommunion während des Festtages selbst herantreten konnten.
Eigenartiges ‘Novum’ ist diesbezüglich die Bestimmung im neuen Codex des Kanonischen Rechtes, der von Johannes Paul II. 1983 veröffentlicht worden ist. Der betreffende Kanon lautet folgender:
„Wer die heiligste Eucharistie schon empfangen hat, darf sie am selben Tag nur innerhalb einer Feier der Eucharistie, an der er teilnimmt, ein zweites Mal empfangen, unbeschadet der Vorschrift des can. 921, § 2” (CIC 917).
Die Worte am Ende des angeführten Kanons betreffen den Fall, wenn jemand in Todesgefahr geraten ist. Hier die weiteren Worte des Kanonischen Rechtes:
„Gläubige, die sich, gleich aus welchem Grund, in Todesgefahr befinden, sind mit der heiligen Kommunion als Wegzehrung zu stärken.
– Auch wenn sie am selben Tag durch die heilige Kommunion gestärkt worden sind, ist es trotzdem sehr ratsam, dass jene, die in Lebensgefahr geraten sind, nochmals kommunizieren.
– Bei andauernder Todesgefahr wird empfohlen, dass die heilige Kommunion mehrmals, an verschiedenen Tagen, gespendet wird” (CIC can. 921, § 1-3).
Die Rücksicht auf die Ehre vor dem Allerheiligsten Sakrament ließ die Kirche seit Jahrhunderten die Zeit zu bestimmen, in der es gilt sich vor dem Empfang der Heiligen Kommunion von anderen Nahrungsmitteln zu enthalten. Im jetzt verpflichtenden Kirchengesetz wurde die Zeit auf eine Stunde beschränkt. Hier die Worte vom Codex des Kanonischen Rechtes, die ebenfalls die Kranken berücksichtigen:
– Ein Priester, der am selben Tag zweimal oder dreimal die heiligste Eucharistie feiert, darf vor der zweiten oder dritten Zelebration etwas zu sich nehmen, auch wenn nicht ein Zeitraum von einer Stunde dazwischenliegt.
– Ältere Leute oder wer an irgendeiner Krankheit leidet sowie deren Pflege-Personen dürfen die heiligste Eucharistie empfangen, auch wenn sie innerhalb der vorangehenden Stunde etwas genossen haben” (CIC kan. 919, § 1.3; KKK 1387).
Kommunion der Klein-Kinder
Unsere WEB-Site ist in bedeutendem Maß der Problematik der Ehe und Familie gewidmet. Für viele Eheleute wird wohl ganz wichtig die Frage, wann die Kinder die Heilige Kommunion schon empfangen dürfen.
Wie gut es ist, dass die Priester in manchen Gemeinden soviel Opferwilligkeit aus sich herausholen, dass sie diejenigen Vorschul-Kinder aussondern, deren Eltern sich verpflichten, zusammen mit ihnen die Vorbereitungsstunden zu besuchen, dass sie zur sog. frühzeitigen ersten Beichte und ersten Heiligen Kommunion zugelassen werden können, wobei sie selbst voller Ernst ihren Glauben und ihre Zugehörigkeit zur Kirche in Tat umsetzen.
– Wie rührend pflegen die Heiligen Beichten gerade der ‘Früh-Kommunion-Kinder’ zu sein! Es gibt darunter solche, die vielleicht noch nicht einmal lesen können, und doch ihre jedesmalige sowohl Heilige Beichte, wie die Heilige Kommunion ungemein intensiv und mit ganzer Durchsichtigkeit ihres Herzens erleben. Solche Kinder bekommen daselbst zweifellos einen ihnen von den Eltern – und Gottes Vorsehung geschenkten – bedeutend besseren Start zum Leben in Fülle des Christentums, als Kinder, die religiös vernachlässigt sind, die für den Alltag nur das religiöse Gegen-Zeugnis vonseiten ihrer Eltern erleben müssen.
In der Prozession mit dem Allerheiligsten Sakrament. Die Monstranz wird von P. Slavko Barbaric getragen (+24.XI.2001). Gegrüßet seist Du, Jesu, Du Sohn Mariens ...! Du bist der Wahre Gott - in der Heiligen Hostie!
Papst, der die Welt an die Kinder erinnert hat und dass sie möglichst früh zum Eucharistischen Christus geführt werden sollen, war der Hl. Pius X. (+ 1914). Hier ein Fragment des Codex des Kanonischen Rechtes, wo über den Empfang der Heiligen Kommunion von Kindern behandelt wird:
„Damit die heiligste Kommunion Kindern gespendet werden darf, ist es erforderlich, dass sie eine hinreichende Kenntnis und eine sorgfältige Vorbereitung erhalten haben, so das sie das Geheimnis Christi gemäß ihrer Fassungskraft begreifen und den Leib des Herrn gläubig und andächtig zu empfangen in der Lage sind.
– Kindern jedoch, die sich in Todesgefahr befinden, darf die heiligste Eucharistie gespendet werden, wenn sie den Leib Christi von gewöhnlicher Speise unterscheiden und die Kommunion ehrfürchtig empfangen können.
– Pflicht vor allem der Eltern und derer, die an Stelle der Eltern stehen, sowie des Pfarrers ist es, dafür zu sorgen, dass die Kinder, die zum Vernunftgebrauch gelangt sind, gehörig vorbereitet werden und möglichst bald, nach vorheriger sakramentaler Beichte, mit dieser Göttlicher Speise gestärkt werden;
– der Pfarrer hat auch darüber zu wachen, dass nicht Kinder zur heiligen Kommunion hinzutreten, die den Vernunftgebrauch noch nicht erlangt haben oder die nach seinem Urteil nicht ausreichend darauf vorbereitet sind” (CIC, Kan. 913, § 1-2; Kan. 914).
Es gibt Eltern, die erstaunenswert opferwillig sind, was die verantwortungsbewusste Vorbereitung ihrer aufeinanderfolgenden Kinder zur ersten Beichte und Heiligen Kommunion angeht. Besonders große Bedeutung hat das in Ländern oder Milieus, wo sich die Katholiken in der Diaspora befinden und große Schwierigkeiten erleben, um in der Nähe eine katholische Kirche mit Heiliger Messe zu finden. Manche solche Eltern scheuen vor der Mühe nicht, ihre Kinder zu den Vorbereitungsstunden zur Beichte und Heiligen Kommunion selbst 2-3mal in der Woche zu der ‘ihren Kirche’, selbst wenn es 100 km und mehr in eine Richtung weit ist, zu fahren. Siehe die elterlich-familiäre Verantwortung, die wohl voller Gerührtheit von Maria und vom Fleischgewordenen Wort selbst, dem Erlöser des Menschen, angenommen wird.
Haltung bei dem Empfang der Eucharistie
In einer Zeit nach dem Ende des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) wurde hier und da die Gewohnheit eingeführt – im Rahmen der gar nicht immer gut verstandenen ‘Konzils-Erneuerung’, die Eucharistie nicht wie bisher ganze Jahrhunderte hindurch: in kniender Haltung, sondern stehend zu empfangen.
– Darüber hinaus erschienen immer mehrere Promoteure, die sich voller Eifer für den Empfang der Heiligen Kommunion nicht mit dem Mund, wie es bisher praktiziert wurde, einsetzten, sondern dass der Zelebrant die Hostie auf die linke Hand des Kommunizierenden niederlegen solle, wonach dieser sich die Hostie selbst, mit seiner rechten Hand, in den Mund führe und so die Hostie gleich genieße.
– Die zuständige Kirchliche Autorität bestätigte diese neuen Gewohnheiten – zuerst probeweise, und dann als bestehende Möglichkeit – auf Antrag der betreffenden Bischofskonferenzen.
Der Empfang der Eucharistie nicht in den Mund, sondern zuerst auf die Hand, geschieht im Allgemeinen in Sammlung und mit Andächtigkeit.
– Diese Art und Weise des Kommunionempfanges kann aber wesentlich leichter als die Mundkommunion zum Ausgangspunkt manchmal dramatischer, sakrileger Missbräuche werden. Es bleibt auch immer die Frage: Wer kümmert sich da um die Krümmchen, die von der Hostie vielleicht abgebrochen auf der Hand liegen bleiben, oder auf die Erde fallen?
Kein Wunder, dass sich in vielen betreffenden Ländern um die Frage der Haltung beim Empfang der Eucharistie auf die Hand – oder in den Mund, und dabei kniend oder stehend – manchmal heftige Auseinandersetzungen entfesselt haben. Sie werden vor allem von vielen Gläubigen Laien formuliert. Diese bemerken des Öfteren wohl leichter als die Geistlichen selbst Anzeichen des Mangels an Ehre und selbst des Glaubens überhaupt an die Anwesenheit Jesu Christi in der Eucharistie bei manchen, die sie auf die Hand, und nicht in den Mund empfangen, und dabei in keinem Fall vor dem Allerheiligsten Sakrament niederknien möchten.
Zum Anzeichen des Mangels an Glauben an die tatsächliche Zugegenheit Jesu Christi als des Gott-Menschen in der Eucharistie in manchem Land von Europa (und wahrscheinlich auch außerhalb von Europa) wird die öfter vorkommende Überzeugung, die Heilige Kommunion wäre allein ‘Heiliges Brot’, bzw. etwas, was an Jesus Christus nur erinnern solle. In jedem Fall hat solche Behauptung nichts zu tun mit einer wirklichen, tatsächlichen Anwesenheit des Erlösers unter den Gestalten des konsekrierten Brotes und Weines.
ANMERKUNG. Sakrilege Behandlung der Allerheiligsten Hostie. Zur Illustration der schwer zu begreifenden Gotteslästerung, die Jesus unter der konsekrierten Hostie zugefügt werden kann, führen wir drei dokumentierte Tatschen an.
1) Es schreibt Schw. Lina Ackermann, OSB, aus Peramiho in Tansanien, einem der Missionsländer Afrikas. Die Missionsarin schreibt: „Der Vorsitzende der Legio Mariae in Njombe hat es schon seit Jahren bemerkt, ... es wäre schwer jemanden zu finden, der an die Gottheit Jesu Christi unter den Heiligesten Gestalten glaube. Die Gläubigen empfangen dort die Hostie nur als Symbol – stehend und auf die Hand. Erst nachdem es dem dortigen Pfarrer zum Bewusstsein gebracht worden ist, verordnete er von neuem den Empfang der Heiligen Kommunion nur kniend und in den Mund, wofür ihm die Gläubigen sehr dankbar geworden sind.
– In einer anderen Pfarrei ging ein Mann, nachdem er die Hostie auf die Hand bekommen hat, gleich weg von der Kirche. In Antwort auf die Frage des Katechisten sagte der Mann aufrichtig: „Ich bekomme dafür 1000. Franks”. Daraufhin wurde in ein paar Pfarreien sofort wieder der Empfang der Heilige Kommunion nur in den Mund und kniend eingeführt.
– S. dazu: SKS = Schweizerisches Katholisches Sonntagsblatt, Nr. 18, vom 8. Mai 2005, S.18.
2) Aus Tagen des Pontifikats-Antritts Benedikt XVI.: Hostien auf der internationalen Internet-Auktion ‘eBay’.
a) Ein Amerikaner aus der USA, Nicht-Katholisch, ist am 9.IV.2005 ins Internet-Auktions-Haus eBay mit einer Heiligen Kommunion gekommen. Er hat sie bei der Papstmesse am 18.X.1998 von einem Geistlichen bei der Kommunion-Austeilung empfangen. Die erste Hostie hat er ordentlich verzehrt. Doch in ein paar Weilen trat er um eine nächste, zweite Hostie heran. Diese Hostie hat er sorgsam aufbewahrt, zusammen mit noch ein paar Andenken von Johannes Paul II. Am 9.IV.2005 hat er sich entschieden, diese Hostie in das Steigerungshaus zu bringen. Als Ausrufungspreis galt zuerst 100.- Dollars. In 2 weiteren Tagen lautete der Auktionspreis schon 2000.- Dollars. Der erwähnte Amerikaner behauptete, er wäre kein Katholischer und glaube nicht, dass er wegen des Verkaufs dieser Kostbarkeit in die Hölle fahren müsse.
– Als davon ein Ordenspater, der seit Jahren im Vatikan tätig war, erfahren hat, wies er in diesem Zusammenhang nur darauf hin, dass die unwürdige Praxis der Kommunionausteilung während der Papstmessen schon lange ein großes Ärgernis darstellt. Dutzende von Priestern teilen die Heilige Kommunion meist in größtem Gedränge aus. Häufig werden die Hostien von einem Gläubigen zum anderen weitergereicht (was deutlich streng verboten ist), weil die Priester diese im Gedränge nicht erreichen können.
– Die Auktions-Firma eBay wehrte sich, die Hostie an sich rufe doch ausdrücklich keinen weder Hass, noch Gewalttätigkeit hervor. Und dass es nicht zur Firma gehört, die Heiligkeiten eines Jemand zu überwachen.
– Die Firma eBay wurde von einer Flut von massenhaften Protesten, Briefen, Emails aus aller Welt überhäuft. Die Schreibenden haben ihre Empörung wegen der sakrilegen Behandlung der Heiligsten Hostie zum Ausdruck gebracht. Mittlerweile ist es dem Administrator der Diözese Sioux-Cite, dem Monsignore Roger J. Augustine, gelungen, unmittelbaren Kontakt zum Besitzer der gestohlenen Hostie zu knüpfen. Er wohnte gerade auf dem Gebiet dieser Diözese. Dieser äußerte letztlich wegen dieser Tat die Reumut. Die Auktion wurde verhindert: der Täter hat die Hostie zurückgegeben.
– Die Leitung der Internet-Auktions-Firma äußerte aber ihre äußerste Verwunderung wegen der Katholischen Kirche. Soll nämlich die Hostie für die Katholischen in der Tat einen so großen Wert darstellen, kann man sich nur angesichts der unvorstellbaren Leichtigkeit wundern, mit der die Kirche den Dieben das Stehlen der Hostien erleichtert. Sollten die Hostien wirklich keiner Auktion unterliegen, sollen sie von der Katholischen Kirche besser bewacht werden.
b) In kaum einer Woche nach diesen Ereignissen erschien eine zweite Hostie aus einer Papstmesse von Johannes Paul II. in derselben Internet-Auktions-Firma eBay. Dieses Mal hat die Hostie bei einer Papstmesse im 1996 eine Frau aus Großbritannien geholt. Sie wollte für die Hostie Geld bekommen, u.zw. als Ausrufungssumme zuerst 100. Pfund. Sie hat sich auch von vornherein wegen eventuellen Anschuldigungen abgesichert, indem sie behauptete, sie möchte die Hostie an jemanden vertrauenswürdigen verkaufen, der sich mit guten Absichten ausweisen kann.
– Allerdings binnen ein paar Stunden, nachdem die Versteigerung der Hostie angekündigt war, wurde eBay mit 9000 Protesten überflutet, mit Emails und Briefen. Die Firma musste nachlassen: die weitere Hostie wurde von der Auktion zurückgezogen. Eine besondere Rolle hat in diesem Fall der Erzbischof Charles Chaput aus Denver, Hauptstad von Colorado in den USA, gespielt. Er wandte sich direkt an den Vorsitzenden des eBay, Meg Whitman. Anfangs wurden aber keine religiöse Rücksichten und Argumente angenommen. Zuletzt haben fast sofort finanzielle Gründe die Oberhand gewonnen: die Androhung eines totalen Boykott der Firma eBay vonseiten der Mehrheit der Kunden. Die Firma bestand aber weiter darauf, sie „... wäre nicht daran schuld, dass die Katholische Kirche Menschen anderer Überzeugungen die Diebstahl der Hostien so sehr erleichtert ...”.
– Die Firma eBay hat letztlich ihre Taktik geändert und entschloss sich, niemals mehr eine Hostie zur Versteigerung anzunehmen. Die Hostie ist somit auf die ‘Schwarze Liste der verbotenen Auktions-Objekte’ geraten ...
– Allerdings: die einmal geöffnete Tür kann sehr bald von neuem aufgegriffen werden, sollte es auch unter einem anderen Namen geschehen. Es ist nämlich keineswegs schwer, dass eine andere, wesentlich kleinere Internet-Auktions-Firma darauf kommt, um des Rufes wegen den Verkauf anderer gestohlenen Hostien auszurufen. In Schlussfolgerung der Reihenfolge der hier benutzten Artikel, die diese Ereignisse darstellen, schreibt der unbekannte Autor: „Solange die kirchlichen Verantwortlichen aus ideologischen Gründen und der jüngsten Entwicklungen auf der Handkommunion bestehen, wird sich die Lage nicht entspannen. Das nächste Sakrileg ist vorprogrammiert”.
– Besonders schlimm ist es, wenn solche konsekrierte Hostie von Satanisten für ‘Schwarze Messen’ zu Satans Ehre benützt werden. Was immer wieder vorkommt, wiewohl es schwer zu überprüfen ist.
– Dokumentation. Die besprochenen Ereignisse stellen eine Zusammenfassung von 5 aufeinander folgenden Artikel auf der WEB-Site: ‘Katholische Nachrichten’: http://www.kreuz.net – Katholische Nachrichten. Hier Links im Besonderen zu den erwähnten 5 Zeugnisse, mit angegebener Nummer des einzelnen Artikels:
1. Vom 13. April 2005, 09:27 – Hostie aus einer Papstmesse versteigert
2. Vom 15. April 2005, 08:52 – eBay-Skandal: Behandelt uns wie Fettsüchtige
3. Vom 18. April 2005, 17:39 – Die Hostie ist zurück - die Verwunderung bleibt
4. Vom 25. April 2005, 10:52 – Wer ist schuld an den Hostienversteigerungen
5. Vom 04. Mai 2005, 09:05 – Hostie weg – Problem bleibt.
Im strikten Zusammenhang mit dem Empfang der Heiligen Kommunion kommt noch die weitere seriöse Frage hinzu: Empfang der Eucharistie in stehender Haltung, oder auch – nach der bisherigen hundertelangen Praxis – auf Knien. Es geht hier nicht um ältere oder kranke Leute, denen es schwer oder unmöglich sein kann, niederzuknien, sondern um Gläubige die ohne Mühe niederknien können. Zumal fast in den meisten Kirchen die Kommunionbänke, gleich anfangs der sog. Liturgie-Reform, vom Presbyterium völlig entfernt worden sind. Erst jetzt kommt es wieder vor, dass die Kommunionbänke hier und dort doch von neuem eingeführt werden. Dank ihnen ist es vielen Gläubigen wesentlich leichter zur Heiligen Kommunion niederzuknien und sich nötigenfalls dabei stützen zu können.
– Außerdem muss nicht selten der besondere Umstand in Bedacht gezogen werden: die Enge des Raumes, der Kirche, bzw. Kapelle, wo das Niederknien jedes Gläubigen zur Heiligen Kommunion bei bestem Willen faktisch fast unmöglich erfolgen kann.
Anderseits gibt es Milieus mit zahlreichen Ehen unterschiedlichen Bekenntnisses (z.B. evangelisch-katholisch). Es kommt dort vor, dass um der scheinbar ‘ökumenischen Gründe’ willen, der Katholische Gläubige die gegenteilige Überzeugung dieses anderen in der Ehe, eines Nicht-Katholischen, der aber in der katholischen Kirche bei der Heiligen Messe anwesend ist, nicht reizen möchte. Demzufolge kniet der Katholik nicht einmal zur Verwandlung bei der Heiligen Messe nieder, noch wenn er die Heilige Kommunion empfängt.
– Solche Rücksicht zeugt offensichtlich von heuchlerischer Haltung angesichts der Frage der Ökumene. Man darf sich wegen des eigenen Glaubens nicht schämen. Wird er äußerlich offenbart, muss das keineswegs eine ostentative Selbstüberhebung bedeuten. Es ist schlechterdings Ausdruck meiner zutiefsten Glaubensüberzeugung an die wahrhafte Gegenwart Jesu Christi unter den Gestalten von Brot und Wein. Die kniende Haltung soll in diesem Fall diesen anderen in der Ehe, der Nicht-Katholisch ist, keineswegs beleidigen, sondern ihm gegenüber nur Ehre und Achtung herauslösen.
Als Jesus Christus an der Schwelle seiner öffentlichen Tätigkeit sich vom Satan versuchen ließ, sprach dieser zu Jesus – nach den ersten ein paar Niederlagen seiner Diskussion mit dem Sohn Gottes:
„Wieder nahm Ihn der Teufel mit sich und führte Ihn auf einen sehr hohen Berg; er zeigte Ihm alle Reiche der Welt mit ihrer Pracht und sagte zu Ihm: ‘Das alles will ich Dir geben, wenn Du dich vor mir niederwirfst und mich anbetest’.
Da sagte Jesus zu ihm: ‘Weg mit dir, Satan! Denn in der Schrift steht: Vor dem Herrn, deinem Gott, sollst du dich niederwerfen und Ihm allein dienen’ ...” (Mt 4,8-11).
Großes Denkmal des Kard.Stefan Wyszyński niedergekniet vor der Basilika in Częstochowa, Jasna Góra: Anbetungsgebärde des Sohnes Gottes, Sohnes Mariens, der er seinen ganzen pastoralen Dienst und die Heimat anvertraut hat.
Mögen die Anhänger, die für den Empfang der Eucharistie in stehender Haltung plädieren, gewahr bleiben, wie sehr es ihnen gerade auf der Annahme genau dessen gelegen ist, worauf es einzig dem Teufel liegt. Der Teufel schätzt die ganze Pracht und alle Reiche der Welt für gering usw. Es ist ihm dagegen an dem einen gelegen: dass die Menschen ihm – Satan, die Ehre geben, ihm huldigen und vor ihm niederknien. Dass sie nur nicht vor Gott dem Wahren niederknien!
Seiner Art hat dasselbe von anderer Seite her der Völkerapostel, der Hl. Paulus, zum Ausdruck gebracht. Er sagt im bekannten Fragment seines Briefes an die Philipper, in der Hymne über die ‘Selbstentäußerung’ des Gottes Sohnes – und seiner Erhöhung durch Gott den Vater:
„Er [= Christus Jesus] war Gott gleich, hielt aber nicht daran fest, wie Gott zu sein,
und nahm Knechtsgestalt an, indem Er den Menschen gleich geworden ist,
Sein Leben war das eines Menschen; Er erniedrigte sich
Darum hat Ihn Gott [= der Vater] über alle erhöht
damit in dem Namen Jesu – jedes Knie sich beuge,
‘Jesus Christus ist der Herr’ [= gr. Kýrios = Jahwe !]
– zur Ehre Gottes, des Vaters” (Phil 2,6-11 – teilweise von der ESt).
Ist es nicht verwundernd, dass Satan vor Gottes Angesicht niederkniet? Nur dem Menschen ist es schwer seine Knie vor Gott zu beugen. Ist das nicht befremdend?
Die Promoteure der Meinung, dass es die Eucharistie stehend, und darüber hinaus mit der Hand zu empfangen gilt, rollen in der Diskusssion über die Ehre vor der Eucharistie sofort ein ganzes ‘Rüstzeug’ von Gegen-Argumenten gegen die bisherige, traditionelle Haltung heraus. Nur es ist nicht bekannt, ob diese ihre Argumente dem tiefen, ehrerfüllten Glauben eines schlichten Gläubigen gewachsen sind, der den Mut nicht hätte, die Eucharistie mit der Hand, noch stehend zu empfangen, sondern sie eben einzig und allein in den Mund – und in demütiger, kniender Haltung empfängt.
Es fragt sich nämlich: Wie ist eigentlich der tiefste, vielleicht unterbewusst verheimlichte Beweggrund, der die Promoteure des Eucharistie-Empfangs in stehender Haltung und auf die Hand, nicht in den Mund – diese Haltungen so bissig zu fördern heißt, die so sehr von Grund aus der jahrhunderlangen Praxis der Kirche entgegengesetzt ist. Indessen diese Haltung war Zeugnis des zutiefst gelebten Glaubens angesichts des Lebendigen Gottes, den es uns zu empfangen und anzubeten erlaubt ist – „in der Erfahrung des Schweigens und des Gebetes”, wie es Johannes Paul II. sagen würde (vgl. NMI 20)?
Wie schon erwähnt, hier und da in der Welt kommt es in diesem Bereich zu grundsätzlichen Missbräuchen vonseiten einiger Seelsorger, die sich verweigern, die Heilige Kommunion denjenigen zu erteilen, die sie kniend empfangen möchten.
Da einige Gläubigen diese von manchen Seelsorgern begegneten Schwierigkeiten schließlich dem Schiedsspruch des Heiligen Stuhles in diesem Bereich vorgelegt haben, erschien vonseiten der höchsten zuständigen Kirchlichen Ämtern eine ungemein stark formulierte diesbezügliche Antwort. Im genannten Dokument der Kongregation für den Gottesdienst wird vor allem das grundsätzliche Recht jedes Gläubigen bestätigt und verteidigt, die Eucharistie eben kniend empfangen zu dürfen. Diese Praxis findet ihre tiefste Bestätigung vor allem im ‘Glaubens-Sinn’ der Kirche, wie auch vonseiten der ‘Analogie des Glaubens’. Die Genehmigungen des Heiligen Stuhles betreffs der Eucharistie, die auf die Hand – und stehend empfangen werden kann, wurden einzig in Antwort auf die mit großem Nachdruck erbetenen Anträge einiger Bischofskonferenzen erteilt. Sie sind aber nur Zugeständnisse, sie bilden dagegen nicht das Ideal. Angesichts der zu weit gehenden Missbräuche in diesem Bereich findet sich die Kirche genötigt, einige erteilten Genehmigungen zurückzuziehen, indem sie sich in weiterer Sicht als allzu riskant erweisen und zuweilen schon sehr bittere Früchte gebracht haben.
Magisterium betreffs der Haltung beim Empfang der Eucharistie
Gerade erst wurde die Antwort des Heiligen Stuhls erwähnt, in der das grundsätzliche Recht jedes Gläubigen verteidigt wird, die Eucharistie kniend – und mit dem Mund empfangen zu dürfen. Es geht um das Schreiben der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung, das am 1. Juli 2002 erlassen wurde (Rom, den 1.VII.2002, Prot. Nr.1322/02/L, veröffentlicht in: Notitiae, 2002, S. 582-585). Die Kongregation, die in unmittelbarer Zusammenarbeit mit dem Heiligen Vater steht, weist u.a. auf das Anrecht jedes Gläubigen hin, sich gegebenenfalls zu den Höchsten Ämtern des Heiligen Stuhles wenden zu dürfen, wie auch auf einige besondere Kanones des Codex des Kanonischen Rechtes im Anschluss auf den Empfang der Heiligen Kommunion (s. CIC, can. 213; 843, § 1). Hinzu kommt noch die neue, vom Heiligen Stuhl revidierte ‘Institutio Generalis’, das heißt die von neuem bearbeitete „Allgemeine Einführung” in das „Römische Messbuch” (Allgemeine Einführung – 2002), wo dieses Recht der Gläubigen deutlich betont wird (s. dort: 160, § 2; 161).
Da die erwähnten Diskussionen in manchen Ländern weiter anhalten, führen wir hier vom genannten Dokument der Kongregation für den Gottesdienst ein prägnantes Fragment an:
„Wenn auch die Kongregation die rechtliche Vorschrift in Bezug auf die stehende Haltung bei der Heiligen Kommunion bestätigt hat – gemäß den Anpassungen, die von Bischofskonferenzen in der Allgemeinen Einführung zum Römischen Messbuch zugelassen wurden (Nr. 160, § 2), geschah das doch mit der Klausel, dass denjenigen Personen, die kniend kommunizieren, die Heilige Kommunion aus diesem Grund nicht verweigert werden darf.
– In der Tat, Seine Emminenz Kard. Josef Ratzinger hat vor kurzem betont, dass ‘die Praxis, die Heilige Kommunion kniend zu empfangen, für sich die viele jahrhundertelange Tradition hat. Sie wird zum besonders ausgeprägten Zeichen der Anbetung, die im Licht der wahren, realen und substantiellen Gegenwart unseres Herrn Jesus Christus unter den konsekrierten Gestalten völlig angebracht ist” (Rom, den 1.VII.2002, Prot. Nr.1322/02/L, veröffentlicht in: Notitiae, 2002, S. 582-585)
Mittlerweile hat sich die diesbezügliche Lage glücklich geändert. Und zwar, am 25.März 2004 sind die strikt mit der Enzyklika über die Eucharistie: „Ecclesia de Eucharistia” zusammenhängenden, von ihr angekündeten (s. EdE 52) rechtlichen Ausführungsvorschriften erschienen. Es geht um die „Instruktion Redemptionis Sacramentum”, an die wir schon oben angeknüpft haben (s. ob.: Instruktion „Redemptionis Sacramentum” – und noch: Verehrung der Eucharistie nach der Instruktion ‘Redemptionis Sacramentum’). Diese ‘Instruktion’, die der Heilige Vater approbiert hat und sie veröffentlichen ließ, ist kraft der Anordnung des Heiligen Vaters ab sofort verpflichtend:
„Diese Instruktion, die im Auftrag von Papst Johannes Paul II. von der Kongregation ... ausgearbeitet worden ist, ... wurde vom Papst approbiert, der ihre Veröffentlichung und sofortige Befolgung durch alle, die es betrifft, angeordnet hat” (RedS 186; Datum: 25.III.2004).
Hier die eben besprochenen Anordnungen der genannten Instruktion ‘Redemptionis Sacramentum’ betreffs der Eucharistie – zuerst ‘Im Allgemeinen’ (a), und nachher genauer betreffs der Haltung beim Empfang der Heiligen Kommunion (b):
a) Allgemeines über die innere Disposition des Gläubigen, der zur Eucharistie herantritt:
Nr. 80. „... Der an den Anfang der Messe gesetzte Bußakt hat zum Ziel, alle darauf vorzubereiten, die heiligen Mysterien in rechter Weise zu feiern; er hat jedoch ‘nicht die Wirkung des Buß-Sakramentes’ und kann nicht als Ersatz für das Bußsakrament im Hinblick auf die Vergebung schwerer Sünden betrachtet werden. Die Seelsorger müssen bei der katechetischen Unterweisung sorgfältig darauf achten, dass den Gläubigen die christliche Lehre zu dieser Frage vermittelt wird (RedS 80).
Nr. 81. Nach der kirchlichen Gewohnheit ist es darüber hinaus notwendig, dass sich jeder sehr gründlich prüfe, damit keiner, der sich einer schweren Sünde bewusst ist, ohne vorherige Sakramentale Beichte die Messe feiert oder den Leib des Herrn empfängt ... (RedS 81).
Nr. 82. Außerdem hat die Kirche ‘Normen zu erlassen, die den häufigen und fruchtbaren Zutritt der Gläubigen zum Tisch des Herrn fördern und die objektiven Bedingungen festlegen, unter denen von der Spendung der Kommunion abgesehen werden muss’ (RedS 82).
Nr. 84. Wenn die Heilige Messe für eine große Menge gefeiert wird, ... muss man darauf achten, dass nicht aus Unwissenheit auch Nicht-Katholiken oder sogar Nicht-Christen zur Heiligen Kommunion hinzutreten, ohne dass dem Lehramt der Kirche in Bezug auf Lehre und Disziplin Rechnung getragen wird. Es obliegt den Hirten, die Anwesenden zu gegebener Zeit darauf hinzuweisen, dass Wahrheit und Ordnung streng zu beachten sind (RedS 84).
Nr. 86. Die Gläubigen sollen dringend dazu angehalten werden, außerhalb der Messe, vor allem zu den festgesetzten Zeiten, zum Bußsakrament hinzutreten, so dass sie es mit Ruhe und wirklichem Nutzen empfangen können und nicht von der tätigen Teilnahme an der Messe abgehalten werden. Jene, die täglich oder sehr oft kommunizieren, sollen angeleitet werden, ihren Möglichkeiten entsprechend in angemessenen Zeitabständen das Bußsakrament zu empfangen (RedS 86).
Nr. 87. Der Erstkommunion der Kinder muss immer eine sakramentale Beichte und Lossprechung vorausgehen. Außerdem soll die Erstkommunion immer von einem Priester gereicht werden, und zwar nie außerhalb der Messfeier ...
Zum Empfang der heiligen Eucharistie sollen keine Kinder hinzutreten, ‘die den Vernunftgebrauch noch nicht erlangt haben’ oder nach dem Urteil des Pfarrers ‘nicht ausreichend darauf vorbereitet sind’.
Wenn es aber vorkommt, dass ein Kind in einer Ausnahmesituation bezüglich seines Alters für den Empfang des Sakramentes als reif erachtet wird, soll ihm die Erstkommunion nicht verwehrt werden, wenn es nur hinreichend vorbereitet ist” (RedS 87).
b) Ausführungsvorschriften betreffs der Haltung beim Empfang der Eucharistie:
Andenkenfoto zur Beendung der Exerzitien über Gottes Barmherzigkeit für Gläubie Indonesier in Perth, Australien: Juli 2016.
Nr. 88. „Die Gläubigen sollen die sakramentale eucharistische Kommunion gewöhnlich während der Messe und zu dem im Ritus der Feier vorgeschriebenen Zeitpunkt empfangen, also direkt nach der Kommunion des zelebrierenden Priesters. Es obliegt dem zelebrierenden Priester, eventuell unter Mithilfe anderer Priester oder Diakone, die Kommunion auszuteilen; er darf die Messe nicht fortsetzen, bevor die Kommunion der Gläubigen beendet ist.
Nur dort, wo eine Notlage es erfordert, können außerordentliche Spender dem zelebrierenden Priester nach Maßgabe des Rechts helfen (RedS 88).
Nr. 90. Die Gläubigen empfangen die Kommunion kniend oder stehend, wie es die Bischofskonferenz festgelegt hat’, deren Beschluss vom Apostolischen Stuhl rekognosziert werden muss. ‘Wenn sie stehend kommunizieren, wird empfohlen, dass sie vor dem Empfang des Sakramentes eine angemessene Ehrerbietung erweisen, die von denselben Normen festzulegen ist’ (RedS 90).
Nr. 91. Bezüglich der Austeilung der heiligen Kommunion ist daran zu erinnern, dass ‘die geistlichen Amtsträger [...] die Sakramente denen nicht verweigern’ dürfen, ‘die zu gelegener Zeit darum bitten, in rechter Weise disponiert und rechtlich an ihrem Empfang nicht gehindert sind’. Jeder getaufte Katholik, der rechtlich nicht gehindert ist, muss deshalb zur heiligen Kommunion zugelassen werden.
Es ist also nicht gestattet, einem Christgläubigen die heilige Kommunion beispielsweise nur deshalb zu verweigern, weil er die Eucharistie kniend oder stehend empfangen möchte (RedS 91).
Nr. 92. Obwohl jeder Gläubige immer das Recht hat, nach seiner Wahl die heilige Kommunion mit dem Mund zu empfangen, soll in den Gebieten, wo es die Bischofskonferenz erlaubt und der Apostolische Stuhl rekognosziert hat, auch demjenigen die heilige Hostie ausgeteilt werden, der das Sakrament mit der Hand empfangen möchte.
Man soll aber sorgfältig darauf achten, dass der Kommunikant die Hostie sofort vor dem Spender konsumiert, damit niemand mit den eucharistischen Gestalten in der Hand weggeht. Wenn eine Gefahr der Profanierung besteht, darf die heilige Kommunion den Gläubigen nicht auf die Hand gegeben werden (RedS 92).
Nr. 94. Es ist den Gläubigen nicht gestattet, die heilige Hostie oder den heiligen Kelch ‘selbst zu nehmen und noch weniger von Hand zu Hand unter sich weiterzugeben’.
Außerdem ist in diesem Zusammenhang der Missbrauch zu beseitigen, dass die Brautleute bei der Trauungsmesse sich gegenseitig die heilige Kommunion spenden (RedS 94).
Nr. 95. Ein christgläubiger Laie, der ‘die heiligste Eucharistie schon empfangen hat, darf sie am selben Tag nur innerhalb einer Feier der Eucharistie, an der er teilnimmt, ein zweites Mal empfangen, unbeschadet der Vorschrift des can. 921 § 2’ (RedS 95).
Nr. 96. Zu verwerfen ist der Brauch, dass entgegen den Vorschriften der liturgischen Bücher während oder vor der Messfeier nicht konsekrierte Hostien oder andere essbare oder nicht essbare Dinge nach Art der Kommunion ausgeteilt werden. Dieser Brauch entspricht nicht der Tradition des Römischen Ritus und bringt die Gefahr mit sich, bei den Christgläubigen Verwirrung zu stiften bezüglich der Lehre der Kirche über die Eucharistie.
Wenn an einigen Orten aufgrund einer Konzession die besondere Gewohnheit besteht, Brot zu segnen und nach der Messe auszuteilen, soll dieser Brauch durch eine gute Katechese sorgfältig erklärt werden. Es dürfen aber keine anderen ähnlichen Praktiken eingeführt und für den genannten Brauch auf keinen Fall nicht konsekrierte Hostien verwendet werden” (RedS 96).
Die angeführten Bestimmungen benötigen keinen zusätzlichen Kommentar. Es genügt sie aufmerksam zu lesen.
– Im Anschluss an die Haltungsweise beim Empfang der Heiligen Kommunion dürfte nur nochmals betont werden: Die kniende Haltung wird in erster Reihe genannt. Dies ist die gewöhnliche Haltung, die dem Allerheiligsten Sakrament vom Gläubigen gebührt. Dort wo es bisher Konzessionen vonseiten des Heiligen Stuhles gegeben hat, dass die Heilige Kommunion stehend empfangen werden darf, wird vom Heiligen Stuhl die Rekognoszierung dieser Genehmigung gefordert.
– Ähnliches gilt für den Empfang der Heiligen Kommunion mit dem Mund oder mit der Hand. An erster Stelle steht dauernd der Empfang der Heiligen Eucharistie unmittelbar mit dem Mund. Falls der Gläubige die Heilige Kommunion auf die Hand zu empfangen wünscht, wird deutlich vorausgesetzt, dass er die konsekrierte Hostie unmittelbar, in Augen des Spenders, genießt (RedS 92).
Als Ergänzung zu dieser Frage – hier noch Worte aus der oben erwähnten, im 2002 veröffentlichten, revidierten Neuausgabe der ‘Allgemeinen Einführung in das Römische Messbuch’ (Missale Romanum, Institutio Generalis, 22.III.2002):
Nr. 160. „... Die Gläubigen empfangen die Heilige Kommunion entweder kniend, oder stehend, je nachdem es die Bischofskonferenz bestimmt hat. Wenn sie die Heilige Kommunion stehend empfangen, wird empfohlen, dass sie vor dem Empfang des Sakramentes eine gehörige Ehrerbietung erweisen, was ebenfalls von der Bischofskonferenz bestimmt werden soll.
Nr. 161. „Wird die Heilige Kommunion nur unter der Gestalt des Brotes verteilt, zeigt der Priester jedem der Empfangenden die ein wenig gehobene Hostie und spricht: ‘Leib Christi’. Der zur heiligen Kommunion Herantretende antwortet: ‘Amen’ und empfängt das Allerheiligste Sakrament mit den Mund, oder, wenn es erlaubt ist, mit der Hand, je nach eigener Wahl. Der Empfängende konsumiert die ganze Heilige Hostie sofort nach ihrem Empfang” (Missale Romanum, Institutio Generalis, 160-161).
Sehnsucht Jesu nach den Eingeladenen
Nachdem wir uns um die allgemeinen Voraussetzungen zum Empfang des Allerheiligsten Sakraments bewusst geworden sind, können wir jetzt mit größerem Verantwortungsempfinden einige Vorschläge im Anschluss an die Vorbereitung zur Heiligen Kommunion darstellen.
Schöne Ansicht dieser vielen Enten - in Sonnenstrahlen ringsherum des Teiches
Wir setzen selbstverständlich voraus, dass das Herz, also das Gewissen in dieser Zeit rein, mit keiner schweren Sünde belastet ist. Die lässlichen Sünden können zwar unmöglich – Gott keinen Schmerz bereiten. Sie sind eine Kette von Schändung Gottes. Und doch Gott hat in seiner Barmherzigkeit festgesetzt, dass die lässlichen Sünden, die auch als ‘leichte’ Sünden genannt werden, kein Hindernis zum Empfang seines Leibes und Blutes bilden.
Jesus selbst – menschlich und als Gott genommen, wünscht zweifelsohne zuinnigst nach Vereinigung mit uns im Geheimnis der Eucharistie. Er lässt es selbst zu verstehen, sei es auch nur in seinem Gleichnis von der Hochtzeitsfeier, die ein ‘Jemand’ bereitet hat und ‘Viele’ dazu einlud. Aber die Eingeladenen haben sich wegen immer anderen Gründe entschuldigt. Da sprach der erzürnte Wirt zu seinem Diener: „Geh schnell auf die Straßen und Gassen der Stadt und hol die Armen und die Krüppel, die Blinden und die Lahmen herbei” (Lk 14,21). Es zeigte sich bald, dass noch nicht besetzte Plätze übrig waren. Der Wirt wandte sich da zum Diener: „Dann geh auf die Landstraßen und vor die Stadt hinaus und nötige die Leute zu kommen, damit mein Haus voll wird ...” (Lk 14,23).
– Spricht Jesus in diesen Worten nicht etwa von sich selber? Sind die weiteren Worte, mit denen Er das Gleichnis endet, nicht etwa besonders vielsagend: „Das aber sage Ich euch: keiner von denen, die eingeladen waren, wird an meinem Mahl teilnehmen” (Lk 14,24)?
Wir wissen nur allzu gut, der Empfang der Heiligen Kommunion ist nicht nur Mahl und Vereinigung mit Jesus Christus. Die Eucharistie ist in erster Reihe Vergegenwärtigung seines Erlösungs-Opfers: sein hingegebener Leib, sein vergossenes Blut ...! Und doch es ist zugleich auch wahres Mahl – das Opfer-Mahl, in dem der Mensch zur Nahrung und zum Trank den Leib und das Blut Jesu Christi erhält.
– Mit welch einer Sehnsucht, Frucht der Glut seiner Liebe „bis zum Letzten” und darüber hinaus – muss Jesus auf unseren Altären warten, dass auch ich ... der Eingeladene, zum Tisch des Herrn herannahe!
Man kann sich leicht in die Lage z.B. einer Mutter oder eines Vaters hineinfühlen, die voller Sehnsucht herblicken, ob ihr Kind zum Sonntag gefahren kommt. In ihrer Armut bereiten sie das was sie das beste haben, um das eingeladene Kind mit Wärme ihres Herzens zu begasten. Sollte das Kind das Mittagessen verschmähen und der Mutter, dem Vater – etwa sagen: „Ich gehe zum Restaurant, dort geben sie mir eine bessere Speise ...”, wäre diese Abweisung ein Dolchstich in die empfindsamten Saiten des mütterlichen, väterlichen Herzens.
– Wie viel mehr muss es das Herz Jesu verwunden, wenn die Tag für Tag Eingeladenen ... seine Jünger zu diesem reichlichst gedeckten Tisch des Herrn – nicht hinzutreten und den auf sie wartenden Gott ... verachten!
Gebets-Einladung
Wird man sich um diese Tatsachen bewusst, sieht man zugleich unzweideutig, dass es sich unserseits ziemt den Eucharistischen Jesus in das ‘Haus des Herzens’ möglichst oft vor allem deutlich einzuladen. Denn Er – der Erlöser ausnahmslos eines jeden von uns, ist aus Sehnsucht nach Vereinigung mit uns über dieses ‘Eintreten-in-unser-Herz’ gleichsam förmlich ‘krank’. Wäre Er eingeladen, würde Er den Einladenden außer Zweifel mit sich Ganzem und der allmächtigen Reichlichkeit der Gaben seiner Erlösung beschenken.
So merken wir, dass wohl die beste und leichteste Vorbereitung zur Heiligen Kommunion, und zugleich Erweis der vielleicht nur elenden unserer Liebe zu Jesus Christus, der täglich von neuem an der Tür unseres Herzens stehen bleibt und daran mit höchster Feinfühligkeit anpocht (vgl. Offb 3,20), schlechterdings seine oft erneuerte, deutliche Einladung in das eigene Herz darstellt.
Solche Einladung kann offenbar eine immer andere Form annehmen. Dürfte es jemandem gefallen, könnte es z.B. folgender aussehen. In der Art eines Reimes, der aber zugleich die drei grundsätzlichen ‘theologalen’ Akte zum Ausdruck bringt, und zwar den Glauben-die Hoffnung-Zuversicht und die Liebe, und darüber hinaus auch noch die Herzensreue:
Komm, Jesu, mein ... !
KOMM, Jesu mein, mein GLAUBE ist fest!
KOMM, Jesu mein, meine HOFFNUNG ist wahr!
KOMM, Jesu mein, mit LIEBE umfange ich Dich!
Und meine SÜNDEN – mit REUMUT bekenne ich!
Vorbereitung mit Hilfe eines Gebetbuches
Jeder benützt wohl in Vorbereitung zum Empfang der Eucharistie irgendein Gebetbuch. In jedem Gebetbuch können leicht fertige Gebete und Erwägungen gefunden werden, die vor, bzw. nach der Heiligen Kommunion angewandt werden können. Hier eine kleine solche Auswahl:
Nach dem ‘Weg zum Himmel’, Opole 1981, 241 (poln.)
O mein Jesus, Du Geliebtester Bräutigam meiner Seele! Was konntest Du noch mehr tun, um mich zur Liebe zu Dir zu bewegen? Du hast es für wenig erachtet, für mich gestorben zu sein, Du meine Liebe! Du hast Dich darüber hinaus noch gewürdigt, das Allerheiligste Sakrament einzusetzen, um meine Nahrung zu werden. Du selbst rufst mich, dass ich Dich empfange. O unermessliche Liebe! Gott gibt sich mir ganz hin! O mein Gott, Du unendliche Schönheit, die Du einer unendlichen Liebe würdig bist! Ich liebe Dich mehr als mich selbst. Ich liebe Dich über mein eigenes Leben. Ich liebe Dich über alles!
Daher weg von meinem Herzen alle irdischen Gefühle! Dir, o Jesu, weihe ich meine ganze Liebe. Du gibst Dich heute mir ganz. Ich gebe mich ganz Dir. Gewähre es mir in Deiner Liebe, dass ich Dich liebe, denn außer Dir will ich nach nichts anderem verlangen. So ist es, o mein Erlöser: ich liebe Dich, und diese meine erbärmliche Liebe vereinige ich mit dieser Liebe, die Dir alle Deine Engel, alle Heiligen und Maria, Deine Heiligste Mutter entgegenbringen. Amen.
1. VOR DER Heiligen KOMMUNION zusammen mit
dem ZELEBRANTEN
Missale Romanum, erstes Gebet vor der Kommunion des Priesters
Herr Jesus Christus, Sohn des lebendigen Gottes, dem Willen des Vaters gehorsam, hast Du im Heiligen Geist durch Deinen Tod der Welt das LEBEN geschenkt.
Erlöse mich (uns) durch Deinen Leib und Dein Blut von allen Sünden und allem Bösen. Hilf mir, dass ich Deine Gebote treu erfülle, und lass nicht zu, dass ich jemals von Dir getrennt werde.
2. VOR DER Heiligen KOMMUNION zusammen mit
Missale Romanum, zweites Gebet vor der Kommunion des Priesters
Herr Jesus Christus, der Empfang Deines Leibes und Blutes bringe mir (uns) nicht Gericht und Verdammnis, sondern gereiche mir (uns) durch Deine Güte zum Schutz für Seele und Leib und meiner (unserer) Heilung.
Akt des GLAUBENS, der HOFFNUNG, der LIEBE
Vom poln.: ‘Blogoslawieni ...’ – Biblos, 241
Jesu, Du Ewige WAHRHEIT, ich GLAUBE, dass Du wahrhaft im Allerheiligsten Sakrament zugegen bist. Hier weilst Du mit Leib, Blut, Seele und Gottheit. Ich höre Deine Einladung: „Ich bin das BROT des LEBENS, das vom Himmel herabkommt”. – „Nehmt und esset alle davon: Das ist mein Leib, der für euch hingegeben wird”. Mein Herr und Meister, ich glaube, aber stärke meinen schwachen Glauben.
Jesus, Du einziger Weg zum Heil! Du bietest mir die Einladung an: „Lernt von Mir”. Aber ich gleiche Dir so wenig an!
An dieser Stelle mache eine kurze Gewissenserforschung, wonach Du weiter betest:
Herr, ich bin nicht würdig, dass Du eingehst zu mir, aber ein Wort, das Du sagst, genügt, um mich zu heilen: Ich VERTRAUE auf DICH !
Jesus, in Dir findet der Vater das Wohlgefallen. Du bist Vorbild für mich. Zieh mich an Dich heran und gewähre mir die Gnade, dass ich Dir nachfolge, besonders darin, was für mich das nötigste ist.
Jesus, Du Meister! Du sagst zu mir: „Ich bin das LEBEN”. – „Wer Mein FLEISCH isst, ... hat das ewige LEBEN”. Im Sakrament der Taufe und Firmung hast Du mir dieses LEBEN geschenkt, jetzt stärkst Du es, indem Du meine Nahrung wirst. Nimm mein Herz, befreie es von Gütern, Annehmlichkeiten, Trost und irdischem Wahn. Du Unendliches GUT und ewige Glückseligkeit, ich LIEBE Dich von ganzem Herzen und über alles. Amen.
Alfonso Pereira SJ, Jugend vor Gott, Kevelaer, 193f
Allmächtiger, ewiger Gott, siehe, ich nahe dem Sakrament Deines Eingeborenen Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus. Ich nahe, wie ein Kranker dem Arzt des Lebens, wie ein Unreiner dem Quell der Erbarmung, wie ein Blinder dem Licht der ewigen Klarheit, wie ein Armer und Dürftiger dem Herrn des Himmels und der Erde.
Ich bitte also Deine überreiche Freigebigkeit, meine Krankheit zu heilen, meine Unreinigkeit abzuwaschen, meine Blindheit zu erleuchten, meine Armut zu bereichern, meine Blöße zu bekleiden, damit ich das Brot der Engel, den König der Könige und den Herrn der Herrscher empfangen möge, mit so großer Ehrfurcht und Demut, mit so großer Reue und Andacht, mit so großer Reinheit und Glaubensfülle, mit solcher Gesinnung und Meinung, wie es dem Heil meiner Seele nützt.
Verleihe mir, ich bitte Dich, dass ich das Sakrament des Leibes und Blutes des Herrn mit all seinen himmlischen Wirkungen empfange.
Mildreicher Gott, lass mich den Leib Deines Eingeborenen Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus, den Er aus Maria der Jungfrau angenommen hat, so genießen, dass ich seinem geistigen Leib einverleibt und seinen Gliedern beigezählt zu werden verdiene.
Liebreicher Vater, gewähre mir, dass ich Deinen Geliebten Sohn, den ich jetzt verhüllt unter der Gestalt des Brotes auf diesem Lebensweg empfangen will, einst mit enthülltem Angesicht ewig anschauen möge, der mit Dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
mit Hilfe der Hl. Faustyna
Zusammen mit der Hl. Schw. Faustyna
Mit großem Gewinn können zahlreiche Fragmente vom „Tagebuch” der Hl. Schw. Faustyna Kowalska angewandt werden, wo mit aller Schlichtheit dargestellt wird, wie sie sich selbst zur Heiligen Kommunion vorbereitet hat und wie sie nach ihrem Empfang Jesus gedankt hat. Hier ein paar solche Fragmente – zur Ermutigung der Verehrten Leser.
Bei Zweifel, ob ich die Heilige Kommunion empfangen darf
„Einmal hatte ich großes Verlangen, die hl. Kommunion zu empfangen, aber ich hegte einen bestimmten Zweifel und ging deshalb nicht. Aus diesem Grund litt ich sehr. Ich meinte, mein Herz würde vor Leid zerbrechen. Als ich an meine Arbeit ging, im Herzen voll Bitterkeit, stand plötzlich Jesus neben mir und sagte:
‘Meine Tochter, lasse die hl. Kommunion nicht aus; höchstens dann, wenn du genau weißt, dass du schwer gefallen bist. Sonst sollen dich keine Zweifel von der Vereinigung mit Mir in Meinem Geheimnis der Liebe aufhalten. Deine kleinen Verfehlungen schwinden in Meiner Liebe wie ein Strohhalm, der in große Glut geworfen wird. Wisse, dass du Mich sehr betrübst, wenn du Mich in der Hl. Kommunion übergehst” (TgB 156).
In Vorbereitung zur Eucharistie – Sünden der Zunge
„Demütigung ist die tägliche Nahrung. Ich verstehe, dass die Braut alles annimmt, was ihren Bräutigam betrifft, also muss das Gewand seiner Schmähungen auch mich bekleiden. Wenn ich sehr leide, bemühe ich mich zu schweigen, denn ich traue der Zunge nicht, die in solchen Augenblicken geneigt ist, über sich zu sprechen, aber sie soll mir zum Lobe Gottes dienen, für so viele Wohltaten und Gaben, die mir geschenkt wurden. Wenn ich Jesus in der heiligen Kommunion empfange, bitte ich Ihn inbrünstig, meine Zunge zu heilen, damit ich durch sie weder Gott noch die Menschen beleidige. Ich möchte, dass meine Zunge immerwährend Gott lobt. Groß sind die Fehler der Zunge. Eine Seele kommt zur Heiligkeit nicht, wenn sie auf ihre Zunge nicht achtgibt" (TgF 92).
In Erwartung auf die Heilige Kommunion
Eines Males, als sie selbst sehr krank war, und dazu ihre Uhr stehen geblieben ist, stand sie lange vor der Kapelle in Vorbereitung und Erwartung auf die Hl. Kommunion. Hier ihre Worte:
„... (Ich) ging zur Kapelle. Alles war noch verschlossen und still. Ich vertiefte mich ins Gebet, insbesondere für Kranke. Jetzt weiß ich, wie sehr Kranke das Gebet benötigen. Endlich wurde die Kapelle geöffnet. Das Gebet machte mir Mühe, denn ich fühlte mich sehr erschöpft. Gleich nach der Heiligen Kommunion ging ich in meine Einsamkeit zurück. Da erblickte ich den Herrn, der zu mir sagte:
‘Wisse, Meine Tochter, dass die Glut deines Herzens Mir lieb ist. Und wie du sehnlichst wünscht, dich mit Mir in der Heiligen Kommunion zu vereinigen, so wünsche auch Ich, Mich dir ganz hinzugeben. Zum Lohn für deinen Eifer ruhe an Meinem Herzen aus’.
In diesem Augenblick versank mein Geist in Seinem Wesen, wie ein Tropfen im abgrundtiefen Ozean. Ich versinke in Ihm, als meinem einzigen Schatz. – Gleichzeitig erkannte ich, dass der Herr, um Seiner größeren Ehre willen, gewisse Schwierigkeiten zulässt ...” (TgF 826).
Heilige Kommunion und geistige Stärkung
„Ich sehe mich dermaßen schwach, dass ich ohne die heilige Kommunion ständig zu Fall käme. Eines nur hält mich aufrecht – die Heilige Kommunion. Aus ihr schöpfe ich meine Kraft, in ihr ist meine Stärke. Am Tage, an dem ich keine Heilige Kommunion empfange, ängstige ich mich vor dem Leben. Ich habe Angst vor mir selbst. Jesus, in der Hostie verborgen, ist mir alles. Aus dem Tabernakel hole ich Stärke, Kraft, Mut und Erleuchtung. Hier suche ich Linderung in Stunden der Pein. Ich könnte Gott nicht loben, wenn ich nicht die Eucharistie im Herzen hätte” (TgF 1037).
Mit Maria vor der Heiligen Kommunion
„[Mai. 1.V.1937] Heute spürte ich die Nähe meiner Mutter – der himmlischen Mutter. Auch wenn ich vor jeder Heiligen Kommunion die Gottesmutter innig bitte, mir bei der Vorbereitung der Seele auf das Kommen Ihres Sohnes zu helfen und ich spüre deutlich Ihren Schutz über mich. Ich bitte Sie sehr, Sie möge in mir das Feuer der Liebe zu Gott entfachen, mit der Ihr reines Herz im Augenblick der Empfängnis des Wortes Gottes loderte" (TgF 1114).
4. Mit Jesus
Ich stehe an der Tür und klopfe an ...
Die Weilen nach dem Empfang der Heiligen Kommunion sind Geschenk vom Himmel, das schwer mit irgendwas anderem verglichen werden kann. Der Schöpfer selbst – und umso mehr der Erlöser ist in dieser Stunde zu Gast im Herzen des Menschen zugegen. Wie wörtlich bestätigt sich in diesen gesegneten Weilen, was Jesus in der Offenbarung durch den Hl. Johannes, seinen Geliebten Jünger, gesagt hat:
„... So werde also eifrig und bekehre dich.
Wenn jemand Meine Stimme hört und die Tür aufmacht,
so werde Ich bei ihm einkehren
und Mahl mit ihm halten und er mit Mir ...” (Offb 3,20 – JB).
Ist es möglich, sich noch eine weiter vorangeschobene Intimität vorzustellen? Verwundernd ist aber die unglaubliche Feinfühligkeit des Herrn. Er dringt in des Menschen Herz nie mit Kraftanwendung! Er pocht – geduldig an, und lauscht: ob dieses menschliche Herz seine Stimme ... vernimmt? Wenn es sie aber vernimmt: Ob die Tür des Herzens für Ihn aufgeschlossen wird?
Im nächsten Teil (V.Teil, 6.Kap.: s. Als Gekreuzigter ‘steht Jesus an der Tür und klopft an das Herz’ – und die ganze weiter Folge dieses Kapitels) überzeugen wir uns vielleicht mit noch größerem Staunen, dass dieser an der Tür des menschlichen Herzens Stehende und Anpochende – Jesus der ... Gekreuzigte ist: würdig unseres Mitleids und ... unserseitiger Barmherzigkeit. Er steht an der Tür des menschlichen Herzens nicht dazu, um ihm gegenüber Zwang auszuüben, sondern eben um dessen willen, dass Er Gott der Gekreuzigte ist, und dass Er in diesem Gekreuzigtsein ... liebt und sich bei seinem Vater für einen jeden von uns einzeln einsetzt. Gerade in dieser Beschaffenheit: des Gekreuzigten – möchte Er von unserem Herzen die Regung unserer erwiderten Liebe auslösen. Solche Liebe wäre die von Ihm sehr erwartete Tat unserer Barmherzigkeit Ihm gegenüber, der sich kreuzigen und zu Tode richten ließ, damit wir durch seinen Tod – das ewige Leben haben.
Die ersten Weilen nach der Heiligen Kommunion
Es muss alles getan werden, dass vor allem die ersten Weilen nach dem Empfang Jesu nicht vergeudet werden.
Wie erwähnt, es ist wohl inniger Wunsch der Kirche, der zweifelsohne aus der konstitutiven Apostolischen Überlieferung hervorwächst, ist, dass die Eucharistie kniend und mit dem Mund – nicht mit der Hand, empfangen wird. Auch wenn die Kirchliche Autorität die Handkommunion hier und dort genehmigt, bzw. sie zur Rekognoszierung behält. Wir suchen nicht danach, die verbissenen diesbezüglichen Diskussionen und Argumente jener zu unternehmen, die die entgegengesetzte Meinung vertreten, noch in ihre verborgene Absichten, die solche Verhaltensweise aufnötigt, einzudringen.
Für die Aufrechterhaltung der jahrhundertelangen Tradition spricht zweifellos der tiefste ‘Glaubens-Sinn’ und die elementare Anbetungsehre, also die Anbetung angesichts Gottes, der zwar wahrer Mensch geworden ist, aber dessen Person – Person Gottes ist – und nur Gottes Person.
Außerdem, der Eucharistische Jesus – ist der Gekreuzigte Jesus, auch wenn Er der Auferstandene zugleich ist. In der Eucharistie genießen wir den Leib, der zur Vergebung der Sünden hingegeben worden ist. Wir trinken Jesu Blut, das immerwährend – Jetztzeit zum Abwaschen unserer Sünden vergossen wird. Zu gleicher Zeit ist Jesu Opfer der Preis, um den uns von neuem das Leben in Teilnahme mit dem Leben der Allerheiligsten Dreifaltigkeit gewährt wird.
– Diesen Preis bilden die schauderhaften physischen und umso mehr geistigen Qualen, denen der Sohn Gottes unterzogen worden ist. Er hat sie die ganze Zeit hindurch betend erduldet: als seinen Dialog mit dem Vater – im Höchsterweis seiner Liebe zum Vater, der in den Sünden verachtet und beleidigt wird, wie auch seiner Liebe zu Menschen, die mit der definitiven Verdammnis bedroht waren, wenn es nicht dieses Göttlich-Menschliche Opfer des Gottes Sohnes und zugleich Menschen-Sohnes gegeben hätte.
Angesichts der so erfolgenden Wirklichkeit unserer Erlösung, sollten im Mund und im Herzen der Teilnehmer des Heiligen Messopfers und der Eucharistie nur diese Worte erscheinen, die der Heide, Soldat – in Kafarnaum gesagt hat. Er bat Jesus, Er möge seinen sehr leidenden, gelähmten Diener, heilen (Mt 8,6). Als Jesus sich bereit zeigte, in sein Haus zu gehen, antwortete jener, der Römische Hauptmann:
„Herr, ich bin nicht wert, dass Du mein Haus betrittst,
sprich nur ein Wort, dann wird mein Diener gesund ...” (Mt 8,8).
Wird jemand, der auch nur in minimalem Grad sich bewusst zu werden fähig ist, was das heißt, dass der Erlöser-vom-Kreuz zu mir kommt, Er, Gott der Schöpfer und Erlöser – noch bezweifeln, wie seine Haltung Seiner angesichts sein soll?
Wie Petrus am See von Tiberias
In diesen ersten, wahrhaft gebenedeiten Weilen nach der Heiligen Kommunion, wäre es am besten die Augen zuzumachen, sie vielleicht mit Händen bedecken, um nichts anderes zu sehen und eigentlich nichts anderes zu hören, als nur das dem Erlöser sagen zu versuchen, worauf Er ganz bestimmt ... sehr wartet. Es besteht kein Zweifel, dass dieser Gott, dieser Jesus – wenn Er auch von allem besten Bescheid weiß, aber doch auch das menschliche Herz hat, das so sehr für jede Geste der Gegenseitigkeit und Liebe empfindsam ist, eben das hören möchte, was Er schon vielerorts wiederholt gehört hat. Allerdings das menschliche Herz ist so konstruiert, dass es die immer wieder erneute Bestätigung desselben vernehmen möchte, sollte es auch tausende Male wiederholt geworden sein: „Ich liebe Dich, mein Jesus” !
Kann man noch zweifeln, dass es Jesus wirklich am meisten daran gelegen ist? Hat Jesus nicht etwa deswegen Petrus am See Tiberias – schon nach seiner Passion und nach der Auferstehung gefragt (Joh 21,15ff)? Jesus hat nicht vor, sich vom Versprechen zurück zu ziehen, dass Er auf ihm als dem Felsen die Seine Kirche aufbauen wird (s. Mt 16,18). Es geht hier nicht um die Kirche von Petrus, sondern diese Seine – und nur Seine, Jesu Kirche.
– Trotz der dreimaligen Verleugnung vonseiten des Petrus, will Jesus diese seine Wahl nur bestätigen. Wer von uns befindet sich in anderer Lage? Wer von uns ist ... ohne die Sünde? Wer von uns hat Jesus niemals verraten – mit einer Sünde, die sich gegen irgendwelches der Gebote Gottes richtete?
Feurige Lava strömt vom Vulkan, Hawaii 2011: alles ringsherum ist im Feuer. Unglaubliche Schäden! Wer noch am Leben bleibt, flieht vor tödlichen Gasausbrüchen des Vulkans.
Auf diesem Hintergrund können wir uns um unsere eigene Lage im Angesicht des Erlösers bewusst werden. Während nämlich Jesus in der heiligen Kommunion zu uns kommt, beginnt Er in diesem Moment etwa damit, dass Er uns ... unsere Sünden vorhält? Stellt Jesus jedem von jenen, die Ihn zerknirschten Herzens empfangen, aber zugleich auch im Entzücktsein einer ausgelösten Freude, wie es einst wegen des Besuches Jesu beim Zöllner Zachäus war, der in öffentlicher Meinung als schlimmstrangiger Sünder gegolten hat (s. Lk 19,6) – nicht die Frage, die das trifft, was sich gerade Jetztzeit im Herzen abspielt:
„... ‘Simon, Sohn des Johannes,
liebst du Mich mehr als diese’ ?
‘Ja, Herr, Du weißt, dass ich Dich liebe’ ...” (Joh 21,15ff.).
Jesus hat dieselbe Frage mit Pausen – ganz ungemein – dreimal gestellt. Es besteht kein Zweifel, es war eine unvorstellbar feinfühlige Andeutung an die dreimalige Verleugnung des Jesus, der eben dieser Petrus schuldig war. Diese Tatsache zeugte von seinem sehr tiefen Fall: er hat diesen seinen Meister verleugnet, für den er gerade erst bereit war – aufgrund seiner eigenen Worte – sein Leben hinzugeben (s. Mt 14,31).
Wie zutiefst, und zugleich entwaffnend schlicht wird eben diese Hinsicht von Johannes Paul II. in seinem Apostolischen Brief über den Rosenkranz (2002) betont, und zwar die Besonderheit des fast hartnäckigen Nachfragens, ob Ihn Petrus in der Tat liebt:
„In Christus hat Gott wirklich ein Herz von Fleisch angenommen. Er hat nicht nur ein Göttliches Herz, reich an Barmherzigkeit und Vergebung, sondern auch ein Menschliches Herz, fähig zu allen Gefühlsregungen. Sollten wir dazu einen Belegtext aus dem Evangelium benötigen, würde es nicht schwerfallen, diesen im bewegenden Dialog Christi mit Petrus nach der Auferstehung zu finden: ‘Simon, Sohn des Johannes, liebst du Mich?’. Dreimal wird diese Frage aufgestellt, dreimal erfolgt die Antwort: ‘Herr, du weißt, dass ich Dich liebe!’ [Joh 21,15ff].
... Niemandem kann die Schönheit dieser dreifachen Wiederholung entgehen, in der sich die stets hartnäckige Frage und die entsprechende Antwort in einer Weise ausdrücken, die die allgemeine Erfahrung menschlicher Liebe widerspiegeln ...” (RVM 26).
Möge gerade dasjenige zum grundsätzlichen Inhalt des Gesprächs vor allem der ersten Weilen nach dem Empfang Jesu in der Heiligen Kommunion werden. Mögen die Eltern gerade solchen Inhalt ihren Kindern darzulegen verstehen, u.a. diesen Kindern, die sich zur Ersten Heiligen Kommunion vorbereiten, wie auch wenn sie bei den weiterfolgenden empfangenen Kommunionen ihren Kindern zur Seite stehen werden. Dass das Kind gerade dieses Wort, mit großer Ergriffenheit und Deckung in Wahrheit, auf seine kindliche Art und Weise Jesu in den unmittelbar den Empfang der Heiligen Kommunion nachfolgenden Weilen, bestätigt.
Wenn die Kinder Jesus eben darüber nach dem Empfang der Eucharistie etwas sagen sollen, dass sie nämlich Ihn lieben, oder: lieben möchten, betrifft das umso mehr uns alle anderen, die Erwachsenen!
Findet sich aber jemand genötigt, seine große Unwürdigkeit und chronische Sündhaftigkeit vor Jesus in der Heiligen Kommunion zu bekennen, kann er den eigenen Seelen-Status Jesus z.B. in solcher Art und Weise offenzulegen:
5. Gespräch der LIEBE
und des ANVERTRAUENS
Mit Jesus, Maria, Engeln nach dem Empfang
Komm, o Jesu, ins Haus meines Herzens! Was für eine Freude, dass Du dich gewürdigt hast, zu mir, den Sünder, zu Gaste zu kommen. Du verabscheust mich nicht, noch nimmst Du Anstoß wegen des Schmutzes, den es in meinem Herzen ... in Fülle gibt!
Ich weiß es, Jesus: Du wartest so sehr auf dieses Mein Wort: Ob ich Dich ... liebe?
Wie soll ich Dir auf diese Deine, zäh wiederholte Frage antworten? Du kennst mich, Jesu, zuinnigst ...!
Ich empfinde meine Unwürdigkeit. So möchte ich Dir eher etwa so zu sagen wagen, wie Petrus Dir geantwortet hat:
Jesus, Du weißt alles! Du weißt, dass ich Dich lieben MÖCHTE.
Und doch, ich ... verrate Dich so oft, ich verleugne Dich immer wieder. Viel schlimmer als Petrus.
Erbarme Dich, Jesus, Du Gott der Großen Barmherzigkeit, meiner Unwürdigkeit! Ich will NICHT anseiten Satans stehen! Rette mich von den Fallen, die er auf mich immer wieder legt. Und ich – lasse mich von ihm meistens so leicht verführen!
Ich berufe mich, o Jesus, schon nur noch auf Dein Erbarmen. Entreiße mich, Jesu, Du Erlöser, von Krallen jenes, der der BÖSE ist. Er besiegt mich immer wieder! Ich bin so unwahrscheinlich schwach und ganz unbeständig in Liebe zu Dir!
Jesus, aller Untreue zuwider und allen Verrates meinerseits, ich will Dich nicht mehr verraten! Lass nicht zu, dass ich Dich je einmal vom Haus meines Herzens herausweisen sollte!
Jesus, ich VERTRAUE ... auf DICH !
Ich vertraue mich Dir an:
und nach dem Tode!
Maria – nimm mich an:
und dem Heiligen Josef!
Und jetzt möchte ich Dich bitten, Maria, Du meine Mutter-von-unter-dem-Kreuz. Du wurdest mir damals von Deinem Göttlichen Sohn geschenkt: bewirte mit der Glut Deiner Liebe Deinen Göttlichen Sohn, der in dieser Stunde in mein Herz zu Gast gekommen ist. Ich bitte Dich mit großem Vertrauen, Du meine Mutter, Maria: mache Jesus die Weilen angenehm, wenn Er in mir verweilt. Dass es für Ihn keine Beleidigung und Verachtung schafft, wenn Er in mir so viel Sündenschmutz sieht, soviel Unbeständigkeit und ... überhaupt keine eigentliche Liebe!
Ich lade auch Dich ein, Du mein Geliebter Heiliger Schutzengel! Umfange mit Liebe den Schöpfer und Erlöser. Zusammen mit mir. Im Moment weilt Er in mir! Lass mich in diesen Weilen nicht mir selbst, noch, umso mehr, lass nicht Jesus allein zu sein: Deinen und meinen, unseren Schöpfer, und meinen ... Erlöser. Flüstere dem Gekreuzigten – Auferstandenen Bräutigam meiner Seele, dass ich Ihn sehr lieben ... möchte: lieben für immer. Bitte Ihn schön, Er möge diese meine, kaum mit schwindendem Flämmchen brennende Liebe – mit Seiner grenzenlosen Liebe entfachen, so dass Er mich niemals mehr von Ihm entfernen zulässt.
Maria, ich liebe Dich!
Mein Lieber Schutzengel: auch Dich liebe ich! Bitte Jesus für mich um die Gabe des Gehorsams und Treue gegen alles, was Du mir vorschlägst.
Jesus, Du Sohn Gottes, Du Sohn Mariens: ich liebe Dich! Errette ... mich, aber errette auch alle ausnahmslos, für die Du Dein Göttlich-Menschliches Blut vergossen hast.
Jetzt aber erlaube mir, mein Geliebter Erlöser, Du mein Bräutigam-vom-Kreuz, dass ich Deine Heiligsten Wunden küsse:
diese auf Deinen durchbohrten Füßen: diesem linken – und diesem Deinem rechten Fuß ...
diese auf Deiner linken Hand ...
diese auf Deiner rechten Hand ...
die Wunden auf Deinen Schultern, die Dir so sehr geschmerzt haben: sie haben das schwere Kreuz tragen müssen ...
Erlaube, dass ich zerknirschten Herzens und ... mit meiner so unbedeutenden Liebe zu Dir, voller Herzensreue und Vertrauen – küsse:
Die Wunden Deines Heiligsten Hauptes. Sie haben Dir unerträglich weh getan – wegen der Krone aus Dornen, die die Soldaten mit Stöcken einschlugen ...
Ich küsse Deine Geliebten ... Augen. Dieses eine Auge war vielleicht ganz mit dem Dorn durchstochen. Darauf scheinen die Untersuchungen am Turiner Grabtuch zu hinweisen ...
Ich küsse die Wunden, die Dir an Deinem Antlitz zugefügt wurden: mit soviel Ohrfeigen wurde es ganz entstellt ...
Ich küsse Deine geschlagenen Kiefer, als man Dir den Bart herumgezerrt hat, wie es Jahrhunderte früher Jesaja prophezeit hat ...
Ich küsse die Wunde Deiner durchgestoßenen Seite. Von hier strömten die Strahlen von Blut und Wasser ...
Ich möchte Dich ganz zart ... umarmen und an mich drücken: Dich Gekreuzigten – dennoch liebenden und verzeihenden. Mit dieser meiner unbedeutenden, und doch ein wenig ... liebenden Liebe! Ich möchte Dir wenn auch nur ein wenig Linderung bereiten.
Ich danke Dir, Jesu, dass Du mich ..., dass Du uns ... erlöst hast. Dass Du für mich – und für uns ... Wunden erlitten hast ...!
Ich danke Dir, o Lieber Jesus, dass Du dann Auferstanden bist. Und dass Du mir stets von neuem Dich selbst anbietest – in diesen ermutigenden Worten:
„Friede Euch! Friede Dir, Du Kind Meines Schmerzes, aber auch Meiner Freude !”
Mit diesen Worten bietest Du mir – und uns – die Gabe des neuen Lebens: dieses Lebens, mit dem das Herz der Allerheiligsten Dreifaltigkeit pulsiert. Und in dem Du immerwährend die Verheißung erneust, dass Du mich in das Haus Deines – und meines – Vaters hineinzuführen vor hast.
Jesus, ich liebe Dich ! Lass mich Dich küssen !
Maria, lehre mich Deinen Sohn zu lieben.
6. Dankgebet
In jedem Gebetbuch können Gebete gefunden werden, die u.a. nach dem Empfang der Heiligen Kommunion gebet werden können. Wir drucken hier einige besonders bekannten und nützlichen. In erster Reihe zeigen wir das schon jahrhundertelang verwendete Gebet nach der Heiligen Kommunion: „Siehe o Gütiger und Milder Jesus ...”:
Siehe o Gütiger und Milder Jesus
Siehe, o gütiger und milder Jesus, ich werfe mich vor Deinen Augen auf die Knie. Inbrünstig bitte und beschwöre ich Dich: Präge meinem Herzen lebendige Gefühle des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe ein sowie wahre Reue über meine Sünden und den ganz festen Willen, mich zu bessern. Voll Liebe und Schmerz schaue ich Deine fünf Wunden und betrachte sie in meinem Geiste. Dabei halte ich mir vor Augen, was im Hinblick auf Dich, o guter Jesus, schon der Prophet David Dir in den Mund legte: „Sie haben Meine Hände und Füße durchbohrt; alle meine Gebeine haben sie gezählt" (Ps 21). Amen.
Und hier ein anderes Gebet: „Seele Christi heilige mich”. Dieses Gebet ist vor allem deswegen besonders lieb, dass es die Bitte an Jesus enthält, Er möge mich in der Todesstunde ‘zu sich herbeirufen’ und mich zu Ihm kommen lassen:
Seele Christi heilige mich ... !
Seele Christi heilige mich * Leib Christi rette mich, * Blut Christi tränke mich, * Wasser der Seite Christi wasche mich, * Leiden Christi stärke mich, * O gütigster Jesus erhöre mich! * Verbirg in Deine Wunden mich, * Vor dem bösen Feinde beschütze mich, * In meiner Todesstunde rufe mich. * Und heiße zu Dir kommen mich, * Damit ich möge loben Dich * Mit Deinen Heiligen ewiglich. * Amen.
Hier das Gebet des Hl. Thomas von Aquin: „Dank sei dir, o heiliger Herr, allmächtiger Vater ...”. Auch dieses schöne Gebet wird jahrhundertelang gebetet und behält seinen unveränderten Wert:
Dank sei dir, o heiliger Herr – Gebet des Hl. Thomas
Dank sei dir, o heiliger Herr, allmächtiger Vater, ewiger Gott, dass Du mich ohne all mein Verdienst, aus reiner Gnade und Erbarmung, mit dem kostbaren Leibe und Blute Deines Eingeborenen Sohnes, unseres Herrn Jesus Christus, gespeist hast.
Ich bitte Dich nun: Lass mir diese heilige Kommunion nicht zur Schuld und Strafe gereichen, sondern eine Quelle der Gnade sein. Sie sei mir eine Waffenrüstung des Glaubens und ein Schild des guten Willens; sie möge meine Sünden tilgen; die böse Lust und Begierde ausrotten; Liebe und Geduld, Demut und Gehorsam und alle übrigen Tugenden vermehren; mich gegen alle Nachstellungen meiner sichtbaren und unsichtbaren Feinde schützen; meine ungeordneten sinnlichen und geistigen Regungen zur Ruhe bringen; mich innigst und unzertrennlich verbinden mit Dir, dem einen wahren Gott, und mir helfen, mein letztes Ziel glücklich zu erreichen.
Und darum bitte ich Dich noch besonders: Dass Du mich zu jenem unaussprechlichen Gastmahl gelangen lassest, wo Du mit Deinem Sohne und dem Heiligen Geiste, deinen Heiligen – das wahre Licht, die volle Sättigung, die ewige Freude, der ewige Friede und die vollkommene Seligkeit bist. Durch denselben Jesus Christus, unsern Herrn. Amen.
Stoßgebete nach der Heiligen Kommunion
Hier eine Handvoll Stoßgebete, die nach der Heiligen Kommunion mit Nutzen angewandt werden können. Es ist gut einen eigenen ‘Vorrat’ solcher Gebete zu haben, sie auswendig lernen und in ‘freien’ Weilen anzuwenden, z.B. auf dem Weg zur Arbeit, bei physischen Beschäftigungen, Vorbereitung der Mahle usw. Dass diese ‘freien Weilen’ für die Ewigkeit und die Nächsten nicht vergeudet bleiben (mehrere Stoßgebete s. im 7.Kap.: Auswahl anderer Stoßgebete ).
für die Weilen nach der Heiligen Kommunion
Gebet des Engels von Fatima: als Gruß und Sühne Jesu in der Eucharistie:
Mein Gott: Ich glaube an Dich, ich bete Dich an, ich hoffe auf Dich, ich liebe Dich !
Ich bitte Dich um Verzeihung für jene, die an Dich nicht glauben, Dich nicht anbeten, auf Dich nicht hoffen, Dich nicht lieben! Amen"
Erneutes Anvertrauen auf Gottes Barmherzigkeit nach der Kommunion:
Barmherziger Jesus, ich vertraue auf Dich (wir vertrauen auf Dich)!
Ich vertraue mich Dir an: im Leben, im Sterben, und nach dem Tode!
Maria – nimm mich (uns) an: mit Deinem Sohn – und dem Heiligen Josef.
Andere nützliche Stoßgebete:
Maria, lehre uns Jesus zu lieben.
Mutter der Schönen Liebe, lehre uns diese Liebe.
In der Todesangst versetztes Herz Jesu, Erbarme Dich der Sterbenden – und unseres Sterbens.
Der Du für uns Wunden gelittest, Jesu Christe hab Erbarmen mit uns!
Und die Du mitgelitten, Schmerzhafte Mutter, stehe für uns ein!
Mein Jesus, Verzeihung und Barmherzigkeit – durch die Verdienste Deiner heiligen Wunden!.
Herr, gib ihnen die ewige Ruhe, * Und das ewige Licht leuchte ihnen.
Lass sie ruhen in Frieden. Amen..
Jesus und Maria – ich liebe Euch. Rettet die Sünder!
Gebet der Verzeihung und des Anvertrauens auf Jesus
Jesus und Maria, ich verzeihe von Herzen (dem... und...; und ...) allen, die mir irgendein Übel zugefügt haben.
Ich will darauf nicht wiederkehren: weder in Gedanken, noch in Worten, außer im Gebet.
Genugtuung des mir zugefügten Schadens? Meines geschändeten guten Namens ...?
Es tut zutiefst weh: Die erlittenen Schäden, ungerechte Verdächtigungen, ganze Jahre sich verlängernde Ungerechtigkeiten ...!
Bitte, Jesu, um das eine: Ich überlasse das alles Dir. Du erklärst alles am besten: früher oder später, vielleicht nach meinem Tode.
Wann ...? Möge ich, Jesu, schlechterdings folgender die folgende Haltung annehmen:
Jesu, ich vertraue schlechterdings auf Dich!
Möge Dein Heiligstes Gefallen geschehen!
Geistige Heilige Kommunion
Wenn es sich so fügt, dass Du ungeachtet des besten Willens zur Eucharistie nicht antreten kannst, empfange sie wenigstens mit der sog. ‘Geistigen Heiligen Kommunion’. Dazu ermutigt innig u.a. Johannes Paul II. in seiner Enzyklika über die Eucharistie (s. EdE 34.56). Hier ein solches Gebet, das als Rahmen zur Geistigen Kommunion dienen kann (s. u.a. ‘Gesegnet ...’, Biblos, 244f):
Es gilt für einen Akt der personalen Vereinigung mit Christus durch den Glauben, die Hoffnung und die Liebe. Kannst Du einmal die Heilige Kommunion unter den Sakramentalen Gestalten nicht empfangen, versuche dich mit Christus wenigstens mit dem Akt deiner Vernunft, deines Willens und deiner Gefühle zu vereinigen. Sollte dein Gewissen mit schwerer Sünde belastet sein, kannst du die geistige Kommunion nicht empfangen. In solchem Fall musst Du dich zuerst durch die Buße und die Versöhnung reinigen. Oder wenigstens einen Akt der vollkommenen Reue für die begangenen Sünden wecken – mit dem Vorsatz, bei nächster Gelegenheit zur Heiligen Beichte zu gehen, samt der Entscheidung, alle FÜNF Bedingungen der guten, gültigen Heiligen Beichte zu erfüllen.
Jesu, Du unendliche Liebe, Du wahrer Gott und wahrer Mensch! Du verweilst im Allerheiligsten Sakrament dazu, um Nahrung und Trank unserer Seele zu sein. Wir sind unwürdig, Dich zu empfangen, und doch sehnen wir uns danach und möchten Dich mit solcher Liebe empfangen, wie sie Dir alle Engel und Heiligen erweisen, wie sie ihre Königin, die Heiligste Jungfrau Maria zu Dir hegt, mit der Liebe, die in Deinem Herzen brennt.
Wir lassen uns Deiner unendlichen Barmherzigkeit über. Sie weist selbst die elendesten Sünder nicht zurück, sondern umgekehrt, sie sucht selbst nach ihnen. So möchten wir Dich in jeder Weile für immer empfangen, wir haben vor von ganzer Ewigkeit bis zur ganzen Ewigkeit in jedem Moment der Unendlichkeit soviel geistige Kommunionen zu empfangen, wie viel Akte der Liebe, Anbetung und aller Tugenden Du verdienst. All das möchten wir um dieser aller möglicher Zwecke willen unternehmen, die Dir Gefallen tun. Amen.
7. Nach der Heiligen Kommunion
mit der Hl. Faustyna
Es ist wohl erwünscht, das ‘Tagebuch’ der Hl. Faustyna Kowalska möglich reichlichst zu benützen. Dieses Tagebuch wurde der Kirche und der ganzen Welt vom Barmherzigen Jesus selbst geschenkt – u.a. zum besseren Dank und zur Vereinigung mit dem Erlöser – in Fußtapfen dieses Juwels, mit dem Gottes Güte die Welt auf der schwierigen Geschichtswende beschenkt hat.
– Verfügst Du, Lieber Leser, vielleicht über dein eigenes Exemplar des ‘Tagebuches’ der Hl. Schw. Faustyna, findest Du dort ganz an seinem Ende – 16 angesammelte Arten und Weisen, wie die Heilige Kommunion erlebt werden kann. Diese Notizen tragen das Datum des Anfangs ihres letzten Lebensjahres (Notiz: 10.I.1938; TgF 1804-1828).
– Hier aufs Gratewohl das eine oder andere Bruchstück aus dieser Sammlung der ‘Vorbereitungen’ zum Empfang des Eucharistischen Jesus und des gelebten Jesus, der nach der Heiligen Kommunion zugegen ist:
Gott hat es so gefügt, dass es zum Besuch im Höheren Missions-Seminar der Herz-Jesu-Priester in Stadniki, unter Kraków, kommen konnte, 2016. Hingebeugt über das schöne Grün der Umgebung im Garten des Seminars, im Klima von Stille und Kontemplation.
a. „Der festlichste Augenblick meines Lebens ist der, in dem ich die Heilige Kommunion empfange. Ich sehne mich nach jeder Heiligen Kommunion und für jede Heilige Kommunion danke ich der Allerheiligsten Dreifaltigkeit. – Wenn Engel neidisch sein könnten, würden sie uns um zwei Dinge beneiden: erstens, um den Empfang der Heiligen Kommunion; zweitens, um das Leiden” (TgF 1804).
b. „Ich eile zu seiner Begrüßung und lade Ihn ein in die Wohnung meines Herzens, mich tief verneigend vor Seiner Majestät. Doch der Herr hebt mich aus dem Staub und lädt mich ein, als Braut neben Ihm zu sitzen, um Ihm alles, was in meinem Herzen vorgeht, zu erzählen. Durch Seine Güte ermutigt, lehne ich mein Haupt an Seine Brust und erzähle Ihm alles. Zuerst spreche ich darüber, was ich sonst niemandem sagen würde. Danach spreche ich über die Nöte der Kirche und über die Seelen armer Sünder, wie sehr sie Seiner Barmherzigkeit bedürfen.
Doch die Zeit verrinnt schnell. Jesus, ich muss rausgehen zu meinen Pflichten, die auf mich warten. Jesus sagt mir, es bliebe noch eine Weile, um sich zu verabschieden. Ein gegenseitiger tiefer Blick und dem Schein nach trennen wir uns für kurze Zeit voneinander, aber niemals tatsächlich. Unsere Herzen sind stets vereint, auch wenn ich äußerlich durch verschiedene Pflichten zerstreut bin; die Gegenwart Jesu versenkt mich stets in Sammlung” (TgF 1806).
c. „Heute lade ich Jesus wie die Liebe in mein Herz ein. Du bist die Liebe Selbst. Der ganze Himmel zündet sich an Dir an und erfüllt sich mit Liebe. Meine Seele begehrt Dich so, wie eine Blume die Sonne. Jesus, komme geschwind in mein Herz, denn Du siehst ja, wie eine Blume nach der Sonne sich ausstreckt, so streckt sich mein Herz nach Dir. Ich öffne den Kelch meines Herzens, um Deine Liebe zu empfangen.
Als Jesus in mein Herz kam, bebte in meiner Seele alles vor Leben und Wärme. Jesus, nimm meine Liebe aus dem Herzen und gieße Deine hinein; eine heiße, strahlende Liebe, die Opfer bringen und sich selbst ganz vergessen kann.
Heute ist mein Tag von Opfer gezeichnet ...” (TgF 1808).
d. „Heute bereitet sich meine Seele auf den Erlöser vor, Der lauter Güte und Liebe ist. Versuchungen und Zerstreutheit zerren mich umher und erlauben nicht, mich auf das Kommen des Herrn vorzubereiten; deshalb will ich umso sehnlicher Dich empfangen, Herr, denn ich weiß, bei Deinem Kommen wirst Du mich von dieser Pein befreien. Falls es aber Dein Wille ist, dass ich leiden soll, dann stärke mich zum Kampf.
Jesus, mein Erlöser, Du kamst gütigst in mein Herz, verscheuche die Zerstreutheit, die mich beim Gespräch mit Dir stört.
Jesus entgegnete mir: ‘Ich will, dass du im Kampf geübt bist, wie ein Ritter, der im Kampfeslärm anderen Befehle erteilen kann. So sollst auch du, Mein Kind, in den größten Schwierigkeiten dich beherrschen und nichts soll dich von Mir entfernen, selbst deine Niederlagen nicht’.
Heute kämpfte ich den ganzen Tag mit einer Schwierigkeit, von der Du, Jesus, weißt ...” (TgF 1823).
Jetzt noch einige anderen Fragmente vom Tagebuch der Hl. Faustyna im Anschluss an die Heilige Kommunion. Manche davon wurden schon früher angeführt, bzw. sie werden noch in anderem Zusammenhang abgedruckt werden.:
1. „[Es spricht Jesus:] O, wie mir das wehtut, dass die Seelen sich in der heiligen Kommunion so wenig mit Mir verbinden Ich warte auf die Seelen, und sie sind Mir gegenüber gleichgültig. Ich liebe sie so zärtlich und aufrichtig, und sie bleiben für Mich misstrauisch. Ich will sie mit Gnaden überhäufen – sie wollen sie nicht annehmen. Sie gehen mit Mir um, wie mit etwas Totem, und Ich habe doch ein Herz voller Liebe und Barmherzigkeit.
Damit du ein wenig Meinen Schmerz erkennst, stelle dir die zärtlichste Mutter vor, die ihre Kinder sehr liebt, doch die Kinder verschmähen die Liebe der Mutter. Betrachte ihren Schmerz, niemand vermag sie zu trösten. Das ist ein blasses Bild und Abbild Meiner Liebe” (TgF 1447).
2. „19.XI.1937. Heute nach der heiligen Kommunion sagte mir Jesus, wie sehr Er wünsche, in die Herzen der Menschen zu kommen:
‘Ich will Mich mit den Seelen der Menschen vereinen; Meine Wonne ist es, Mich mit Seelen zu vereinigen. Wisse, Meine Tochter, dass: Wenn Ich in der heiligen Kommunion ins Herz der Menschen komme, sind Meine Hände voll aller Gnaden, die Ich den Seelen geben möchte. Aber die Seelen beachten Mich nicht einmal, sie lassen Mich allein und befassen sich mit etwas anderem. O, wie traurig macht es Mich, dass die Seelen die Liebe nicht erkannt haben. Sie gehen mit Mir um, wie mit etwas Leblosem’.
Da entgegnete ich Jesus: ‘O Du Schatz meines Herzens, einziger Gegenstand meines Herzens und ganze Wonne meiner Seele, ich will Dich in meinem Herzen lobpreisen, wie Du auf dem Thron Deiner ewigen Herrlichkeit gepriesen wirst. Meine Liebe ist bestrebt, die Lauheit so großer Seelenzahl wenigstens teilweise zu sühnen. Jesus siehe, mein Herz ist für Dich eine Wohnstätte, in die nichts Einlass hat. Du allein ruhe in ihm, wie in einem schönen Garten.
O mein Jesus, auf Wiedersehen, ich muss mich schon zu meiner Pflicht begeben, aber meine Liebe zu Dir werde ich Dir im Opfer beweisen – ich werde nichts übergehen und erlaube keiner Gelegenheit dazu, dass sie sich entschlüpft’ ...” (TgF 1385f).
3. „Jesus, wenn Du in der heiligen Kommunion zu mir kommst, Du, Der Du mit dem Vater und dem Heiligen Geist im kleinen Himmel meines Herzens Wohnung nehmen wolltest, bemühe ich mich, Dir den ganzen Tag hindurch Gesellschaft zu leisten. Ich lasse Dich keinen Augenblick allein. Auch wenn ich mit Menschen zusammentreffe, oder bei unseren Schülerinnen, bleibt mein Herz mit Ihm immer verbunden. Beim Einschlafen opfere ich Ihm jeden Schlag meines Herzens; beim Erwachen vertiefe ich mich in Ihm, ohne ein Wort zu sprechen. Wenn ich erwache, preise ich einen Moment die Heilige Dreifaltigkeit und danke dafür, dass mir nochmals ein Tag geschenkt wurde, dass sich in mir noch einmal das Geheimnis der Menschwerdung Deines Sohnes vollziehen wird, dass sich in meinen Augen noch einmal Dein schmerzhaftes Leiden wiederholen soll. Ich bemühe mich dann Jesus zu erleichtern, dass Er durch mich zu anderen Seelen übergehen kann. Mit Jesus gehe ich überall, Seine Anwesenheit begleitet mich überall" (TgF 486).
4. „... [es] verschlechterte sich plötzlich meine Gesundheit so sehr ...– Husten quälte mich so furchtbar, dass ich meinte, wenn weitere Hustenanfälle hinzukommen, ist das das Ende.
Am 14. April [1937] fühlte ich mich so elend, dass ich mit Mühe zur Heiligen Messe aufstand. Gesundheitlich fühlte ich mich schlechter als damals, da man mich zur Kur schickte. In der Lunge hatte ich ein Röcheln und Schnarren und sonderbare Schmerzen. Beim Empfang der Heiligen Kommunion – ich weiß nicht weshalb, aber es drängte mich dazu – fing ich an wie folgt zu beten:
‘Jesus, möge Dein reines, gesundes Blut in meinem kranken Körper kreisen, und Dein reiner, gesunder Leib möge meinen kranken Leib umwandeln. Möge sich in mir gesundes, starkes Leben regen, wenn es Dein heiliger Wille ist, dass ich ans Werk gehe; das wird mir ein klares Zeichen Deines heiligen Willens sein’.
Während ich so betete, spürte ich plötzlich etwas wie einen Ruck im ganzen Körper und ich fühlte mich augenblicklich völlig gesund. Mein Atem ist rein, als wäre ich niemals lungenkrank gewesen und ich habe keine Schmerzen. Das ist mir ein Zeichen, dass ich ans Werk gehen soll ...” (TgF 1089).
RE-Lektüre: IV.Teil, Kapit.7d:
Tarnów, 26.X.2019.
1. Klima der Anbetung angesichts der Eucharistie
Gebote der Kirche: Sonntagspflicht
Kongregation für den Gottesdienst zur Knie-Kommunion
Einiges von „Redemptionis Sacramentum” betreffs der Kommunion
Kommunionempfang nach ‘Institutio Generalis’ 2002
2. Vorbereitung zur Heiligen Kommunion
1. Vor der Heiligen Kommunion zusammen mit dem Zelebranten
2. Vor der Heiligen Kommunion zusammen mit dem Zelebranten
Akt des Glaubens, der Hoffnung, der Liebe vor der Heiligen Kommunion
3. Heilige Kommunion mit Hilfe der Hl. Faustyna
4. Mit Jesus nach der Heiligen Kommunion
Wie Petrus an See von Tiberias
5. Gespräch der Liebe und des Anvertrauens
Mit Jesus, Maria, Engeln nach dem Empfang der Eucharistie
Ich liebe Dich, Jesus !
6. Dankgebet nach der Heiligen Kommunion aus dem Gebetbuch
Seele Christi heilige mich ...!
7. Nach der Heiligen Kommunion mit der Hl. Faustyna
Abb.1. Austeilung der Heiligen Kommunion
Abb.2. Behinderte und Kranke auf Rollstuhlen bei der Papstmesse in 2002, Kraków
Abb.3. P. Slavko Barbaric führt die Prozession mit dem Allerheiligsten Sakrament
Abb.4. Denkmal des Kard. Stefan Wyszyński: Jasna Góra, Częstochowa
Abb.5. Zum Ende der Exerzitien über Gottes Barmherzigkeit: Perth, Australien
Abb.6. Enten segeln friedevoll am großen Teich
Abb.7. Nach dem Ausbruch des Vulkans auf Hawaii 2011: alles in Feuer
Abb.8. Besuch im Missions-Seminar zu Stadniki, 2016 r.

References: § 2
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