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Timestamp: 2020-08-05 17:08:05+00:00

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VfB Stuttgart 1893 AG - mieser Tabellenplatz und jetzt auch noch eine miese Bilanz - Diebewertung
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VfB Stuttgart 1893 AG – mieser Tabellenplatz und jetzt auch noch eine miese Bilanz
Gemeinsamer Konzern-Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017
der VfB Stuttgart 1893 AG und des VfB Stuttgart 1893 AG Konzern
1. Grundlagen des Konzerns – Geschäftsmodell und Konzernstruktur
2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmendaten
2.2 Wettbewerbssituation und Marktstellung des VfB
2.3 Geschäftsverlauf
2.4 Ertragslage
2.5 Finanzlage
2.5.1 Kapitalstruktur
2.5.2 Investitionen
2.5.3 Liquidität
2.6 Vermögenslage
2.7 Finanzielle und nichtfinanzielle Indikatoren
3.1 Betriebliches Risikomanagement
3.2 Sportliche Chancen und Risiken
3.3 Risiken der Branchenentwicklung
3.4 Politische, konjunkturelle und rechtliche Risiken
3.5 Risikofazit
4. Erklärung des Vorstands zum Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen
„Ohne sportlichen Erfolg ist alles andere nichts“
Gegenstand des Unternehmens der VfB Stuttgart 1893 AG (VfB) ist der Erwerb der Lizenz für den Spielbetrieb der beiden höchsten deutschen Spielklassen (Bundesliga, 2. Bundesliga) und die Unterhaltung einer Fußball-Lizenzspielerabteilung auf Grundlage der Satzungen und Ordnungen des Deutschen Fußball Bundes e.V. („DFB“) und des DFL Deutsche Fußball Liga e.V. („Ligaverband“) zur Teilnahme an einer Lizenzliga sowie an anderen nationalen und internationalen Wettbewerben unter Fortführung des bisherigen wirtschaftlichen Geschäftsbetriebes des Verein für Bewegungsspiele Stuttgart 1893 e.V. (VfB e.V.) mit Sitz in Stuttgart nach dessen Ausgliederung auf die Gesellschaft. Die Ausgliederung wurde von den Hauptversammlungen beider Gesellschaften am 01.06.2017 beschlossen und wurde am 04.07.2017 mit Rückwirkung zum 01.01.2017 wirksam. Soweit im vorliegenden Bericht auf Vorjahreszahlen verwiesen wird, beziehen sich diese auf den Konzern-Jahresabschluss 2016 des VfB Stuttgart 1893 e.V.
Ferner ist Gegenstand des Unternehmens die Aufrechterhaltung und Finanzierung des Amateur-Fußballbetriebes sowie die Förderung und Ausbildung des Fußballnachwuchses von U16 bis U19. Die Gesellschaft betätigt sich im Medienbereich (Printmedien, Rundfunk, Fernsehen, Internet, sonstige elektronische Datenträger), zuvorderst durch Verwaltung und Verwertung von Werberechten und die Durchführung von Werbemaßnahmen aller Art. Zum Unternehmensgegenstand gehört ferner die Produktion und das Merchandising für Markenprodukte des Sportbereichs sowie verwandter und anderer geeigneter Bereiche.
Das Geschäftsmodell von Fußballclubs, wie des VfB, ist ganz wesentlich durch den sportlichen Erfolg seiner Lizenzspielermannschaft in der Fußball-Bundesliga geprägt. Angesichts der erwiesenen Korrelation von wirtschaftlichem Aufwand für den Sportbereich und sportlichem Erfolg ist die komplette Konzernstruktur darauf ausgerichtet, maximale wirtschaftliche Ressourcen zur Generierung von sportlichem Erfolg zur Verfügung zu stellen.
Zugleich ist der Umfang der verfügbaren Ressourcen in hohem Maße abhängig vom sportlichen Erfolg, wodurch ein wechselseitiges Abhängigkeitsverhältnis zwischen wirtschaftlichem und sportlichem Erfolg entsteht. Kennzeichen dieser Abhängigkeit sind die daraus resultierenden Chancen und Risiken positiver und negativer Kreisläufe. Hierbei kann insbesondere ein Ab- oder Aufstieg zu sprunghaften Veränderungen der Ertragslage führen.
Eine weitere besondere Eigenschaft des Geschäftsmodells des VfB ist die im Vergleich zu Wirtschaftsunternehmen anderer Branchen umgekehrte Zweck-Mittel-Relation. Der Sport dient nicht dem Erzielen von Gewinnen, sondern die Gewinne dienen der Finanzierung des Sports. Dieses Geschäftsmodell der VfB Stuttgart 1893 AG und deren künftige Entwicklung sind für den Konzern insgesamt prägend. Die nachfolgende Ausführungen gelten daher in weiten Teilen sowohl für die AG als auch den Konzern.
Der VfB befindet sich im Eigentum des VfB e.V. (zu 88,25 %) und der Daimler AG (zu 11,75%).
Im Konsolidierungskreis befinden sich neben dem VfB als Muttergesellschaft folgende fünf Tochtergesellschaften:
VfB Reha-Welt GmbH
VfB Stuttgart Stadion GmbH
Zwischen dem VfB und seinen Tochtergesellschaften wurden zur Steuerung Ergebnisabführungsverträge abgeschlossen. Mit Ausnahme der VfB Reha-Welt ist der VfB unmittelbar oder mittelbar stets Alleingesellschafter. In der VfB Reha-Welt wurden zur Sicherung der medizinischen Kompetenz Fremdgesellschafter eingebunden, welche in Summe 40 Prozent der Gesellschaftsanteile halten.
Die VfB Stuttgart Merchandising GmbH befand sich seit dem 01.07.2015 in Liquidation und wurde seit diesem Zeitpunkt dem Konsolidierungskreis nicht mehr zugerechnet. Die geschäftliche Tätigkeit dieser Gesellschaft wurde vom VfB Stuttgart 1893 e.V. übernommen. Die Liquidation der Gesellschaft wurde im November 2017 abgeschlossen.
Der VfB besitzt derzeit ferner eine Vorratsgesellschaft ohne Geschäftsbetrieb, die VfB Stuttgart Geschäftsführungs GmbH. Diese Gesellschaft bleibt derzeit wegen Unerheblichkeit aus dem Berichtskreis ausgenommen.
Ebenso ausgenommen aus dem Berichtskreis ist die Stadion NeckarPark GmbH & Co. KG (Stadion KG). Als 100%ige Tochtergesellschaft der Landeshauptstadt Stuttgart ist sie im Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt Stuttgart aufgeführt und gesellschaftsrechtlich nicht dem VfB-Konzernberichtskreis zuzurechnen. Der VfB fungiert als atypisch stiller Gesellschafter.
Der deutsche Profi-Fußball hat erneut einen Wachstumsschub verzeichnen können. Die 36 Clubs der Bundesliga und der 2. Bundesliga verzeichneten in der Saison 2016/17 den nunmehr dreizehnten Umsatzrekord in Folge. In der abgelaufenen Saison 2016/17 betrug der Umsatz beider Ligen insgesamt € 4,01 Milliarden. Das Plus gegenüber der Spielzeit 2015/16 betrug damit 4,2 Prozent. Auf die Bundesliga entfielen hiervon € 3,37 Milliarden (Vorjahr 3,24 Mrd., Steigerung 4,03 Prozent), auf die 2. Bundesliga € 635 Mio. (Vorjahr € 608 Mio., Steigerung 4,4 Prozent).
Die Steigerungsrate ist damit im Vergleich mit den Jahren zuvor etwas rückläufig. Insbesondere in den Bereichen Spieleinnahmen und Merchandising waren im Vergleich zum Vorjahr für die Gesamtbranche keine Steigerungen oder gar leichte Umsatzrückgänge zu verzeichnen. Zwischen der Bundesliga und der 2. Bundesliga gab es durch den Abstieg des VfB und von Hannover 96 sowie durch den Aufstieg von RasenBallsport Leipzig Verschiebungen bei den Spieltags- und Merchandisingeinnahmen zu Gunsten der 2. Bundesliga sowie bei den Werbeerlösen zu Gunsten der Bundesliga.
Diese Steigerungsrate des Lizenzfußballs liegt trotz ihres Rückgangs weiterhin erheblich oberhalb der weiter angestiegenen Steigerungsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP) der Bundesrepublik Deutschland im Jahr 2017 von rund 2,2 Prozent. Für die Spielzeiten ab der Spielzeit 2017/2018 stehen durch die neu abgeschlossenen TV-Verträge weitere erhebliche Umsatzsteigerungen bereits heute fest. Der Fußballmarkt scheint sich somit weiterhin weitgehend unabhängig von konjunkturellen Schwankungen der Gesamtwirtschaft sehr positiv zu entwickeln.
Die Clubs der Bundesliga konnten nicht nur ihre Umsätze steigern, sondern arbeiten zudem auch fast ausnahmslos profitabel. 16 der 18 Clubs konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Profit erzielen. In der 2. Bundesliga war die Zahl profitabler Clubs indes leicht rückläufig. Hier erzielte lediglich die Hälfte der 18 Clubs einen Profit. Das EBITDA blieb im Lizenzfußball konstant auf einem Niveau von € 764 Mio., das Gesamtergebnis nach Steuern betrug 109,2 Mio. (Bundesliga 149,8 Mio., 2. Bundesliga -40,6 Mio.).
Mit über 19,05 Millionen Zuschauern erzielte der deutsche Lizenzfußball das höchste Zuschaueraufkommen seiner Geschichte. Signifikante weitere Steigerungen der Zuschauerzahlen sind angesichts der hohen Auslastungsquote der Stadien von durchschnittlich 91 Prozent nicht realistisch.
Wichtige, von Clubseite beeinflussbare, und nicht wie die TV-Vermarktung der unmittelbaren Beeinflussung der Clubs entzogene Geschäftsfelder der Zukunft mit besonders hohen Steigerungspotenzialen, liegen vor allem im Ausland und der dortigen Generierung zusätzlicher Reichweiten, Merchandising- und Sponsoring-Erlöse. Verstärkt wird dieser Umstand durch technische Fortschritte, z. B. im Bereich Virtual Reality, welche es in der Zukunft ermöglichen könnten, bislang ortsgebundene Umsätze weltweit verfügbar zu machen. Internationale Erlöse konzentrieren sich jedoch in ganz erheblichem Umfang auf die in der Champions League erfolgreichen Spitzenmannschaften der Topligen. Deren wirtschaftliche und sportliche Dominanz erhöht sich stetig.
Wesentliche Kenngrößen für die Korrelation zwischen sportlichem und wirtschaftlichem Erfolg bilden weiterhin die Gesamtumsätze sowie die Personalkosten. Bildet man innerhalb der Bundesliga und der 2. Bundesliga Cluster nach dem Tabellenplatz sowie nach dem Personalaufwand in drei Gruppen, ergibt sich gemäß dem aktuellen DFL-Bundesligareport 2018 für die abgelaufene Spielzeit 2016/17 eine hohe Übereinstimmung zwischen Personalaufwand und sportlichem Erfolg.
Die relative Wettbewerbsfähigkeit des VfB innerhalb der Bundesliga hatte sich in den letzten Jahren trotz des positiven Markttrends kontinuierlich verschlechtert. Der im Sommer 2016 eingetretene Abstieg aus der Bundesliga in die 2. Bundesliga markierte eine bedeutende wirtschaftliche Zäsur. Der Abstieg führte unter Außerachtlassung von Spielertransfers zu einem Umsatzrückgang von € 46,5 Mio., entsprechend 39 Prozent des Gesamtumsatzes.
Trotz dieser massiven wirtschaftlichen Einbußen waren der VfB und der Mitabsteiger Hannover 96 im Wettbewerb der 2. Bundesliga mit Abstand zu den nachfolgenden Teams die beiden wirtschaftskräftigsten Clubs.
Dem gegenüber stand jedoch auch ein im Vergleich zu den Mitkonkurrenten in der 2. Bundesliga deutlich höherer Kostenapparat. Dieser konnte erheblich gesenkt werden, aber nicht in einem dem Umsatzrückgang entsprechenden Anteil. Durch die im Sommer 2016 erzielten hohen Transfererlöse gelang es jedoch, dennoch Investitionen in neue Spieler und ein im Ligavergleich Spitzenniveau darstellendes Gehaltsvolumen zu finanzieren.
Diese aus 2016 stammenden Einnahmen spielten auch eine wesentliche Rolle bei der Finanzierung der ersten Hälfte des Berichtszeitraums 2017, welcher weiterhin durch die in der 2. Bundesliga geringeren Einnahmen gekennzeichnet war, denen in dieser Zeitspanne jedoch keine Sondererlöse aus Transfers entgegenstanden.
Im Sommer 2017 wurde die Situation des VfB im Wettbewerb durch zwei wesentliche Faktoren positiv beeinflusst: Den Wiederaufstieg in die Bundesliga und die auf die Ausgliederung des Geschäftsbereichs Lizenzfußball folgende Kapitalerhöhung.
Der sportliche Aufstieg führte dazu, dass in der Spielzeit 2017/2018 die Einnahmesituation des Clubs in etwa wieder auf das vor dem Abstieg bestehende Niveau anstieg. Hierbei glichen sich die gegenläufigen Effekte des Anstiegs der ligaweiten Gesamteinnahmen aus der TV-Vermarktung und die in Folge des Abstiegs eingetretene Verringerung des Anteils des VfB an diesen Erlösen in etwa aus. Der VfB wäre daher ohne Ausgliederung lediglich in der Lage gewesen, in der Bundesliga ein knapp unterhalb des Niveaus des Abstiegsjahres befindliches Gehaltsniveau zu finanzieren.
Diese Wettbewerbssituation wurde durch die Ausgliederung des Geschäftsbereichs Lizenzfußball und die nachfolgende Beteiligung der Daimler AG am VfB im Wege einer Kapitalerhöhung wesentlich verbessert. Durch die Kapitalerhöhung flossen der Gesellschaft einmalig € 41,5 Mio. zu. Zudem erhöhten sich auch gemäß den getroffenen Sponsoringvereinbarungen mit der Daimler AG die aus diesen Vereinbarungen an die Gesellschaft fortlaufend zu entrichtenden Zahlungen.
Aus diesen Erlösen konnte der VfB im Sommer 2017 erhebliche Investitionen in den Spielerkader tätigen, sowohl in Form einer Anhebung des Gehaltsniveaus der Mannschaft auf eine etwas über dem Niveau des Abstiegsjahres liegende Höhe als auch in Form von Ablösesummen, welche vornehmlich in junge, entwicklungsfähige Spieler investiert wurden. Aus diesen Mitteln wurden ferner die Vertragsverlängerungen mit mehreren jungen Spielern finanziert. Diese führten zu einer erheblichen Steigerung der stillen Reserven der Gesellschaft.
Darüber hinaus verbleibt dem VfB aus diesen Einnahmen weiterhin finanzieller Spielraum, welcher dazu eingesetzt werden kann, auf dem Markt proaktiv tätig zu werden, wodurch der VfB in der Lage ist, Gelegenheiten auf dem Transfermarkt wahrzunehmen, die auf dem Markt sonst für den VfB entweder gar nicht oder nur zu schlechteren wirtschaftlichen Bedingungen umsetzbar wären.
Die wesentlichen Umstände für das Verständnis der wirtschaftlichen Entwicklung des VfB im Berichtszeitraum sind daher die durch die Sondererlöse aus dem Vorjahr 2016 gegenfinanzierte jeweils unterschiedliche Ligazugehörigkeit in den beiden Jahreshälften sowie die auf den außerplanmäßigen Mittelzufluss folgende Investitionstätigkeit im Sommer 2017.
In den kommenden Jahren strebt der VfB die Durchführung einer oder mehrerer weiterer Kapitalerhöhungen bis zu einer maximalen Beteiligungsquote Dritter von insgesamt 24,9 Prozent der Gesellschaftsanteile an, welche die Eigenkapitalbasis des VfB nochmals erheblich stärken sollen. Aus diesen Mitteln sollen vor allem weitere erhebliche Investitionen in die sportliche Leistungsfähigkeit des Lizenzkaders finanziert werden. Dies wird erwartungsgemäß zu bilanziellen Verlusten (vorrangig aufgrund höherer Abschreibungen) führen, welche jedoch durch die Eigenkapitalzuflüsse überkompensiert werden und denen zudem eine Steigerung der stillen Reserven der Gesellschaft in mindestens gleicher Höhe entgegenstehen soll.
Die sportliche Entwicklung der Spielzeit 2017/18 verläuft bislang im Rahmen des Erwartbaren zufriedenstellend. Die Mannschaft konnte sich über weite Phasen der Saison zwar nie entscheidend von der Abstiegszone absetzen, befand sich jedoch durchgehend oberhalb der Abstiegsplätze. Im Anschluss an einen Trainerwechsel Ende Januar 2018 gelang der Mannschaft eine Serie mit 4 Siegen aus 6 Spielen ohne Niederlage, so dass die Mannschaft derzeit nach 26 Spielen auf Platz 10 der Tabelle liegt, mit einem Vorsprung von 9 Punkten vor dem Relegationsplatz und von 16 Punkten vor einem Abstiegsplatz. Das sportliche Saisonziel, den Klassenerhalt möglichst frühzeitig zu sichern, erscheint daher derzeit gut erreichbar.
Im DFB-Pokal erreichte die Mannschaft das Achtelfinale, in dem man auswärts beim Ligakonkurrenten Mainz 05 ausschied.
Neben den Transferbewegungen innerhalb der Mannschaft folgte dem Aufstieg auch ein personeller Wechsel im Vorstand der Gesellschaft. Präsident Wolfgang Dietrich verblieb nach der Ausgliederung planmäßig im Präsidium des Muttervereins, so dass der Vorstand der Gesellschaft nun aus drei Personen besteht. Auf der Position des Sportvorstands wurde im August 2017 Jan Schindelmeiser durch Michael Reschke ersetzt.
Auch das Trainerteam wurde während der laufenden Spielzeit neu besetzt. Ende Januar 2018 übernahm Tayfun Korkut das Amt des Cheftrainers von Hannes Wolf.
Um eine gewisse Vergleichbarkeit zum Vorjahr herstellen zu können, werden den VfB AG-Konzernzahlen die Vorjahreswerte des VfB e.V.-Konzerns gegenübergestellt. Bis auf die im Verein zurückgelassenen unwesentlichen Geschäftsfelder liegt eine weitgehend ähnliche Konzernstruktur vor. Die Zahlen der VfB AG aus dem Einzelabschluss werden mit denen des VfB e.V. aus dem Vorjahr verglichen, da die VfB Stuttgart 1893 AG bis 2016 eine reine Vorratsgesellschaft ohne relevanten Geschäftsbetrieb war und die eigentlichen Vorjahreszahlen daher keine aussagekräftige Analyse ermöglichen.
Nachdem der e.V.-Konzern im Vorjahr einen Gewinn in Höhe von € 14,5 Mio. erwirtschaftete, weist der VfB AG-Konzern im Jahre 2017 einen Verlust in Höhe von € 13,9 Mio. aus.
Dieses Konzernergebnis setzt sich wie folgt zusammen:
· Ergebnis VfB Stuttgart 1893 AG T€ – 13.588
Dieses Ergebnis dient als Grundlage, da sämtliche Tochtergesellschaften des Konzernberichtskreises über Ergebnisabführungsverträge mit der Gesellschaft als Muttergesellschaft direkt oder verbunden sind.
Aufgrund dieser vertraglichen Verbundenheit hat sich das AG-Ergebnis um die saldierten Ergebnisse der Tochtergesellschaften in Höhe von € 5,5 Mio. (Vorjahr € 4,8 Mio.) verbessert.
Die Ergebnisse der einzelnen Tochtergesellschaften lauten wie folgt: T€ 908 VJ T€ 802
· VfB Stuttgart Marketing GmbH (Minderheitenausgleich) 2.340 2.079
· VfB Stuttgart Beteiligungs-GmbH (Teilkonsolidierung unten) 259 324
· VfB Reha Welt GmbH 2.008 1.586
· VfB Stuttgart Arena Betriebs GmbH 17 34
· VfB Stuttgart Stadion GmbH
5.531 4.825
· Abschreibung auf den Geschäfts- oder Firmenwert
der VfB Stuttgart Marketing GmbH T€ – 323
Am 30.12.2002 veräußerte der VfB Stuttgart auf Grundlage einer Unternehmensbewertung 75,5% seiner Anteile im Wert von € 4,3 Mio. an die VfB Stuttgart Beteiligungs-GmbH. Aufgrund dieses Verkaufes ergab sich im Rahmen der Erstkonsolidierung ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von € 3,2 Mio., welcher auf 10 Jahre beginnend ab 2011 jährlich in Höhe von T€ 323 auch im neuen Konzern ergebnismindernd abgeschrieben wird.
Summe T€ – 13.911
Die Gesamterträge des Konzerns enthalten im Wesentlichen Erträge aus den Bereichen mediale Verwertungsrechte, Spielbetrieb, Werbung und Transfer und haben sich im Vergleich zum Vorjahr (€ 133,4 Mio.) um € 21,1 Mio. (15,8 %) auf € 112,3 Mio. nicht unerheblich reduziert. Wesentlicher Grund hierfür waren die im Jahr 2017 deutlich geringeren Erträge aus Transfers. Diese betrugen im Jahr 2016 noch € 39,5 Mio. Sie reduzierten sich im Jahr 2017 auf € 11,0 Mio. Unter Außerachtlassung von Transfers konnten die erzielten Erlöse mit € 101,3 Mio. gegenüber den € 93,9 Mio. aus dem Vorjahr gesteigert werden.
Im Einzelabschluss der VfB Stuttgart 1893 AG reduzierten sich die Gesamterträge aus denselben Gründen von € 127,7 Mio. auf € 105,7 Mio. Unter Neutralisierung der Transfererlöse ergibt sich hier eine Ertragssteigerung von € 6,5 Mio. auf € 94,7 Mio.
Die gesamten Aufwendungen im Konzern beliefen sich auf € 125,0 Mio. und erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um € 10,9 Mio. (9,6 %). Diese Steigerung liegt wesentlich in € 4,6 Mio. höheren Personalaufwendungen (insbesondere für die Lizenzspielermannschaft) und einer Erhöhung der Abschreibung um € 5,8 Mio. begründet, welche in Folge der Transferinvestitionen im Sommer 2017 deutlich auf € 18,5 Mio. gestiegen sind.
Bei der VfB Stuttgart 1893 AG haben sich die Aufwendungen von € 113,6 Mio. auf € 124,2 Mio. erhöht. Die Steigerung von € 10,6 Mio. ist auch hier auf die höheren Personalaufwendungen und die erhöhten Abschreibungen zurückzuführen.
Ergebnisbedingt ergab sich im Einzel – und Konzernabschluss eine um € 3,1 Mio. geringere Steuerbelastung.
Die gesamten Personalaufwendungen für den Konzernberichtskreis betrugen € 60,1 Mio. Hieraus ergibt sich eine Gesamtpersonalkostenquote im Verhältnis zu den vorgenannten Gesamterträgen von 53,5 % (Vorjahr 41,5 %). Die Personalkosten für den Lizenzspielerbereich beliefen sich auf € 42,3 Mio. (Vorjahr € 36,2 Mio.). Die Lizenzspieler-Personalkostenquote steigerte sich somit von 27,1 % auf 37,6 %. Diese jeweils erhebliche Steigerung ist hauptsächlich aufgrund der unterschiedlichen Transfererträge in den Vergleichszeiträumen (Unterschied von € 28,5 Mio.) und auf die für den Aufstieg gewährten Prämienzahlungen sowie die nach dem Aufstieg getätigten Investitionen in die Personalkosten im Lizenzspieler- und Verwaltungsbereich zurückzuführen.
Die Steigerungen der Personalaufwendungen haben sich im Wesentlichen auch im Einzelabschluss der VfB Stuttgart 1893 AG niedergeschlagen und entsprechen einem Gesamtpersonalaufwand von € 56,2 Mio. (Vorjahr: € 52,1 Mio.)
Darüber hinaus fungiert die Gesellschaft als atypisch stiller Gesellschafter bei der Stadion NeckarPark GmbH & Co. KG (Stadion KG). Als 100%ige Tochtergesellschaft der Landeshauptstadt Stuttgart ist sie im Beteiligungsbericht der Landeshauptstadt aufgeführt und gesellschaftsrechtlich nicht dem VfB-Konzernberichtskreis zuzurechnen. Gemäß der vertraglichen Regelung werden Verluste der Stadion KG bis zur Höhe der stillen Einlage von € 27 Mio. vollumfänglich dem VfB zugerechnet. Die Beteiligung wird mit dem beizulegenden Wert in der Bilanz der AG abgebildet, der auf einem Wertgutachten basiert. Aufgrund des Aufstieges wurde die im Vorjahr vorgenommene außerordentliche Abschreibung von € 1,2 Mio. wieder zurückgenommen.
Der VfB ist ein weit überwiegend innen- und bankenfinanzierter Konzern. Mezzanine-Kapital wurde lediglich in Form Stiller Beteiligungen über die Beteiligungs-GmbH eingeworben. Die Einlagen bei der Beteiligungs-GmbH sind im Vergleich zum Vorjahr um € 0,2 Mio. auf € 6,7 Mio. gesunken. Die Gesellschaft hat keine wesentlichen Vorgriffe auf zukünftige Einnahmen getätigt.
Durch die im Sommer nach der Ausgliederung erfolgte Kapitalerhöhung wurde das Eigenkapital des Konzerns durch den zugeflossenen Betrag von € 41,5 Mio. nachhaltig gestärkt. Zum Ende des Geschäftsjahres 2017 beläuft sich das Eigenkapital des Konzerns € 39,3 Mio., was einer Konzerneigenkapitalquote von 31,1 % (Vorjahr (14,6 %) entspricht.
Die VfB Stuttgart 1893 AG weist zum Bilanzstichtag ein Eigenkapital von € 53,3 Mio. aus. Die Kapitalerhöhung hat auch hier zu einer deutlichen Stärkung der Kapitalstruktur geführt. Die Eigenkapitalquote des VfB AG beträgt 40,6 % (Vorjahr 28,2 %).
Die bilanziellen Verbindlichkeiten und Rückstellungen des Konzerns belaufen sich zum 31.12.2017 auf € 52,5 Mio. (Vorjahr € 44,5 Mio.). Verschiebungen ergaben sich hierbei innerhalb der einzelnen Arten von Verbindlichkeiten. Einer Rückführung von Bankverbindlichkeiten und Auflösung von Rückstellungen stehen zugleich erhöhte Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Transfers entgegen.
Konzernweit wurden im Geschäftsjahr 2017 Investitionen mit € 39,3 Mio. in Spielervermögen (Vorjahr € 18,0 Mio.) und mit € 4,2 Mio. in Betriebs- und Geschäftsausstattung (Vorjahr € 0,4 Mio.) getätigt. Finanziert wurden diese insbesondere aus der Kapitalerhöhung und aus dem laufenden Haushalt.
Auf die VfB AG entfallen von den sonstigen Investitionen € 2,6 Mio. und die gesamten Investitionen in den Spielerkader.
Der Finanzmittelfonds des Konzerns betrug zum Stichtag 31.12.2017 € 40,0 Mio. und liegt € 29,1 Mio. über dem Vorjahreswert (€ 10,9 Mio.). Der bislang nicht in Anspruch genommene Gesamtkreditrahmen beträgt € 13,2 Mio. Hiermit ist die wirtschaftliche Handlungsfähigkeit bei ausreichender Liquiditätsversorgung komfortabel gegeben.
Der Verlust wirkt sich nicht unmittelbar auf die Liquiditätslage des Vereins aus. Dies liegt insbesondere daran, dass sich die Liquiditätslage durch die Kapitalerhöhung und den daraus generierten Mittelzufluss von € 41,5 Mio. wesentlich verbessert hat.
Auch der Einzelabschluss der VfB Stuttgart 1893 AG weist liquide Mittel von € 35,6 Mio. aus und ist somit deutlich angestiegen.
Die Bilanzsumme des VfB Konzerns beläuft sich zum Ende des Geschäftsjahres auf € 126,5v Mio. (Vorjahr € 87,3 Mio.). Die VfB AG weist zum Stichtag eine Bilanzsumme von € 131,5 Mio. (Vorjahr € 93,6 Mio.) aus.
Die deutlichen Erhöhungen sind im Wesentlichen durch den oben dargestellten Kapitalzufluss bedingt und zeigen sich in den Bilanzen insbesondere durch höhere Spielerwerte und deutlich höhere liquide Mittel.
2.7 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
Der Konzern verwendet zur internen Steuerung eine Cash Flow-Berechnung. Der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat sich im Vergleich zum Vorjahr (€ – 23,5 Mio.) auf € 18,0 Mio. erheblich verbessert. Dies liegt primär an der Abnahme von Forderungen und an der Zunahme von Verbindlichkeiten.
Der Cash Flow aus Investitions- und Transfertätigkeiten liegt bei € -28,2 Mio. und somit deutlich unter dem Vorjahreswert von € 24,2 Mio. Dies ist hauptsächlich auf die Transferinvestitionen im Sommer 2017 zurückzuführen. Transfereinzahlungen in Höhe von € 14,9 Mio. stehen Transferausgaben in Höhe von € 39,2 Mio. und Investitionen in das Anlagevermögen von € 4,2 Mio. gegenüber, die vor allem aus den Mitteln der Kapitalerhöhung getätigt werden konnten.
Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit liegt bei € 39,2 Mio. und entsteht neben dem Ausgleich für Minderheitsgesellschaften im Wesentlichen auch durch die Rückführung von Bankkrediten in Höhe von € 2,2 Mio.. Ein wesentlicher positiver liquiditätswirksamer Effekt trat durch die Kapitalerhöhung und den sich aus dieser ergebenden Mittelzufluss in Höhe von € 41,5 Mio. ein.
Insofern hat sich der Finanzmittelbestand zum Berichtsjahresende insgesamt um € 28,9 Mio. verbessert und lag zum 31.12.2017 bei € 40,0 Mio.
Das EBITDA (operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) beträgt € 5,9 Mio. (Vorjahr € 32,0 Mio.). Die Bilanzsumme erhöhte sich um € 39,2 Mio. auf € 126,5 Mio. (Vorjahr € 87,3 Mio.). Dies ist auf der Aktivseite hauptsächlich auf die hohe Transferaktivität und die damit verbundenen höheren Spielerwerte sowie den erheblich höheren Kassenbestand zurückzuführen. Die Forderungen aus Transfers gingen dem gegenüber erheblich zurück.
Das Konzernvermögen ohne Spielerwerte beträgt zum Bilanzstichtag € 4,4 Mio. (Vorjahr € – 7,6 Mio.) und hat sich somit um € 12,0 Mio. deutlich verbessert. Dies liegt daran, dass sich das Eigenkapital in Folge der Kapitalerhöhung noch deutlicher gesteigert hat, als die ebenfalls in Folge der Transferinvestitionen erheblich gestiegenen bilanziellen Spielerwerte.
3. Prognose-, Chancen und Risikobericht
Das Risikomanagement erfolgt durch Bewertung und Eingrenzung der einzelnen Risiken, auf deren Grundlage Steuerungsmaßnahmen veranlasst werden. Die Gesellschaft führt derzeit zahlreiche bestehende Risikomanagement-Mechanismen in ein integriertes Compliance-Management-System zusammen. Sie stellt ferner durch Auswahl, Führung und Qualifikation ihrer Mitarbeiter sicher, dass mögliche Risiken im innerbetrieblichen Informationsfluss frühzeitig transparent werden.
Alle wirtschaftlich erheblichen Risiken werden laufend bewertet und kontinuierlich überwacht.
Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen insbesondere Bankguthaben, Forderungen, Kreditverpflichtungen gegenüber Banken, Partnern und Leasinggebern und Förderprogramme.
Im Geschäftsjahr wurden derivative Finanzinstrumente (Zinsswaps) zur Absicherung künftiger Zahlungsströme aus variabel verzinslichen (Euribor) Darlehen verwendet. Dem Zins-Swap liegt ein Grundgeschäft mit vergleichbarem, gegenläufigem Risiko (Mikro-Hedge) zugrunde. Das mit der aus dem Grundgeschäft und dem Sicherungsgeschäft gebildeten Bewertungseinheit nach § 254 HGB gesicherte Kreditvolumen beträgt zum Bilanzstichtag € 1,7Mio.
Die Regelungen zur Bildung einer Bewertungseinheit zur kompensatorischen Bewertung der Sicherungsbeziehung werden angewandt. Aufgrund der Betragsidentität und der Kongruenz der Laufzeiten, Zinssätze, Zinsanpassungs- bzw. Zins- und Tilgungstermine gleichen sich die gegenläufigen Wertänderungen bzw. Zahlungsströme während der Laufzeit von Grund- und Sicherungsgeschäft aus.
Die Unternehmensleitung verfolgt grundsätzlich eine Risikopolitik im Sinne des UEFA Financial Fair Play. Investitionen in den Spielerbereich sollen grundsätzlich aus dem eigenen Geschäftsbetrieb oder aus dem Zufluss von Kapitalerhöhungen finanziert werden. Neben dem Mezzanine-Kapital bei der Beteiligungs-GmbH verfügt der Verein über eine klassische Bankenfinanzierung zu marktüblichen Konditionen. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko verfügt die Gesellschaft über eine ausgeprägte Liquiditäts- und Cash-Flow-Planung. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt der VfB über ein entsprechendes Debitorenmanagement und effizientes Mahnwesen.
Die wesentlichen kurzfristigen Chancen und Risiken beruhen auf dem weiteren Abschneiden der Lizenzmannschaft in der Bundesliga. Entscheidend ist hierbei vor allem, ob der Klassenerhalt in der Bundesliga gelingt. Nach dem 26. Spieltag erscheint das Risiko des direkten Abstiegs als nahezu gebannt, das Risiko der Relegationsteilnahme als eher gering. Wegen der geringen Punktabstände in der Tabelle erscheint derzeit von Platz 7 bis Platz 16 noch jede Endplatzierung als möglich. Im besten vorstehend genannten Fall könnte in Abhängigkeit von der Ligaplatzierung des kommenden Pokalsiegers sogar noch die Teilnahme an der UEFA Europa League erreicht werden.
Die genaue Endplatzierung in der Tabelle könnte auch noch für die Position des VfB bei der Verteilung der TV-Erlöse der Spielzeit 2018/2019 relevant werden. Insbesondere die Platzierung relativ zu den Clubs SC Freiburg, Hannover 96 und RasenBallsport Leipzig sowie die Zahl der Absteiger werden beeinflussen, wo zwischen den Rängen 13 und 16 der VfB in dieser Rangordnung einzuordnen sein wird. Der wirtschaftliche Unterschied zwischen dem best- und dem schlechtestmöglichen Fall beträgt einen hohen einstelligen Millionenbetrag.
Die sportlichen Risiken für die Folgejahre liegen in erster Linie in der sportlichen Fortentwicklung der Spieler des Lizenzkaders, möglichen Verletzungen von Leistungsträgern sowie der Erfolgsquote bei der Verpflichtung neuer Spieler. Letztgenanntem Risiko wurde bereits durch die Verpflichtung von Michael Reschke begegnet, der einen herausragenden Ruf bei der Einschätzung des aktuellen und zukünftigen Leistungsvermögens von Spielern genießt und diesem seit seinem Amtsantritt beim VfB Stuttgart mit den bisherigen Spielerverpflichtungen bereits gerecht wurde. Weitere Investitionen in die Scouting- und Analyseabteilung des Clubs sind geplant.
Ferner verspricht sich der Club mittelfristig wieder leistungsstarken Nachwuchs aus der eigenen Nachwuchsakademie. Die hierfür aufgewendeten Mittel wurden bereits erhöht. Hierzu wird im Sommer 2018 eine konzeptionelle und personelle Neuausrichtung im Bereich der Zweiten Mannschaft, die zukünftig als U21-Mannschaft antreten wird, erfolgen.
Die Fokussierung auf die Verpflichtung junger, aufstrebender Spieler birgt das Risiko, dass sich deren Leistungsvermögen entweder nicht wie erhofft oder umgekehrt schneller als das Leistungsvermögen des gesamten Kaders entwickelt. Im letztgenannten Fall kann es dazu kommen, dass diese Spieler einen Wechselwunsch äußern, dem aus atmosphärischen oder wirtschaftlichen Gründen nachgegeben werden muss. Aus dem Umstand, dass der VfB mehrere Spieler im Kader hat, welche auf dem Transfermarkt begehrt sind und deren Transfer angesichts der explodierenden Preisentwicklung erhebliche Erlöse generieren könnten, ergeben sich im Gegenzug auch wirtschaftliche Chancen.
Auf dem Transfermarkt könnten insbesondere Verletzungen von Spielerv aus dem VfB-Kader eine negative Abweichung von den erwarteten Erlösen verursachen. Zudem stehen derzeit mehrere Spieler dem Verein nur „leihweise“ oder in auslaufenden Verträgen zur Verfügung, wodurch auch bereits zum bloßen Erhalt der sportlichen Leistungsfähigkeit weitere Investitionen erforderlich sein könnten.
Grundsätzlich ist ein wesentliches Merkmal des Fußballs, dass in Folge der geringen Anzahl an erzielten Toren einzelne Spielaktionen deutlich größere Auswirkungen auf Spielergebnisse haben als in anderen Teamsportarten. Dies eröffnet die Gefahr und die Chance, dass Pech oder Glück einen erheblichen Einfluss auf den Verlauf einzelner Spiele oder gar Spielzeiten gewinnen können.
Ein weiterer wesentlicher Erfolgsfaktor für die kurz- und mittelfristige Realisierbarkeit der angestrebten Investitionen in die Stärkung der sportlichen Leistungsfähigkeit wird sein, ob es wie geplant gelingt, während der Spielzeit 2018/2019 einen weiteren Eigenkapitalinvestor für die Gesellschaft zu gewinnen. Im negativen Fall wären nur die in der Lizenzierungsplanung geplanten Investitionen umsetzbar. Generierung von Einnahmen aus Spielertransfers könnten ebenfalls das Investitionsvolumen in den Spielerkader noch erhöhen.
Neben den vorstehend erwähnten Chancen und Risiken bestehen weitere makro- und mikroökonomische Risiken.
Die allgemeine Wettbewerbssituation innerhalb der Bundesliga hat sich verschärft. Unternehmens- und privatkapitalgestützte Mitbewerber gewinnen zunehmend an Wettbewerbsfähigkeit. Es ist eine immer stärker zunehmende Konzentration der Erlöse bei den sportlichen Spitzenclubs zu beobachten. Der FC Bayern München dominiert den sportlichen und wirtschaftlichen Wettbewerb der Liga zunehmend. Die Chancenungleichheit wird inzwischen öffentlich thematisiert. Befürchtet wird vor allem, dass die mangelnde Ausgeglichenheit des Wettbewerbs diesem schon mittelfristig als Ganzem erheblich schaden wird. Um dies zu verhindern, könnten mittelfristig erhebliche regulatorische Eingriffe oder Reformen erforderlich werden.
Ferner erwächst aus der zunehmenden gesellschaftspolitischen Bedeutung des beliebtesten Volkssports eine größere gesellschaftliche Verantwortung. Das wirtschaftliche Wachstum der Branche weckt in der Öffentlichkeit Argwohn und seitens der öffentlichen Hand wirtschaftliche Begehrlichkeiten. Mutmaßliche Compliance-Verstöße beim Weltverband und beim DFB schaden dem Ruf der Branche und rücken auch die Clubs als nächstfolgende Ebene in den Fokus von Compliance-Prüfungen. Verbandswesen, Sportgerichtsbarkeit, Doping, Polizeikostenerstattung, mehr Mitbestimmung, Fanausschreitungen, 50+1-Regelung und Spielplangestaltung sind hierbei die derzeit vorherrschenden Themen.
Mit Blick auf den englischen Markt ist festzustellen, dass die aktuelle Ausschreibung der Fernsehrechte für die Premier League erstmal keine Erlössteigerung erbracht hat. Damit verbleibt die Premier League zwar mit Abstand die in diesem Bereich umsatzstärkste Liga – das Verhandlungsergebnis kann jedoch als Zeichen dafür interpretiert werden, dass das in den letzten Jahrzehnten erlebte erhebliche und kontinuierliche Marktwachstum verlangsamt oder gestoppt werden könnte.
Im makroökonomischen Bereich gilt es, eine ganze Reihe wirtschaftlicher, rechtlicher und fiskalpolitischer Rahmenbedingungen zu beobachten.
Die wirtschaftliche Entwicklung könnte im In- und Ausland erheblich durch die derzeit zu beobachtenden politischen Strömungen beeinträchtigt werden. Großbritannien hat den „Brexit“ beschlossen; eine Einigung mit der EU auf fortgesetzten Marktzutritt scheint derzeit nicht wahrscheinlich. Die USA haben Schutzzölle für einige Produkte verhängt und ein internationaler „Handelskrieg“ erscheint nicht ausgeschlossen. Auch in anderen Ländern finden Parteien, die protektionistische Positionen vertreten, wachsenden Zulauf. Dies könnte zu Politikwechseln führen, welche die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung – und damit die wirtschaftliche Situation der Privat- und Geschäftskunden, der Sponsoren und der möglichen Eigenkapitalgeber des VfB – beeinträchtigen.
Ferner bergen die fiskalische Betrachtung und die strafrechtliche Beurteilung der Hospitality-Bereiche (Compliance-Thematik) Risiken. Zudem stoßen der nationale Sponsoringmarkt und die Zuschauereinnahmen derzeit an Wachstumsgrenzen.
Die zuletzt bestehenden rechtlichen Risiken, insbesondere der Ausgang des Verfahrens zwischen Mainz 05 und dem ehemaligen Spieler Heinz Müller beim Bundesarbeitsgericht und die Behandlung der EU-Kartellbeschwerde der Spielergewerkschaft FIFPro gegen das Transfersystem konnten hingegen in positiver Weise geklärt werden. Offen ist hingegen bis zur letztinstanzlichen rechtlichen Klärung die rechtliche Zulässigkeit der Auferlegung von Polizeieinsatzkosten auf die Clubs.
Unter Berücksichtigung dieser Sachverhalte kommt der Vorstand abschließend zu dem Ergebnis, dass hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung nach Überprüfung der gegenwärtigen Chancen- und Risikosituation keine kurzfristige wirtschaftliche oder rechtliche Bestandsgefährdung existiert. Nicht bestandsgefährdenden Risiken mit Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird mit den Mitteln des betrieblichen Risikomanagements angemessen begegnet.
Gemäß den Vorschriften des § 312 AktG wurde vom Vorstand ein Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt, der mit folgender Erklärung abschließt:
„Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden.”
Stuttgart, 13. März 2018
Stefan Heim, Vorstand
Jochen Röttgermann, Vorstand
Michael Reschke, Vorstand
Konzernbilanz zum 31.12.2017
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 378.534,31
2. Spielerwerte 34.936.841,25
3. Geschäfts- oder Firmenwert 968.560,79
davon aus Kapitalkonsolidierung Euro 968.560,79
4. Geleistete Anzahlungen 71.661,89
5. Geleistete Anzahlungen auf Spielerwerte 3.000.000,00
39.355.598,24
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.411.055,04
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.868.906,27
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.306.608,05
15.586.569,36
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00
2. Beteiligungen 16.756.000,00
16.781.000,00
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 40.746,02
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 1.526.273,55
1.567.019,57
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.301.657,11
2. Forderungen aus Transfer 5.699.342,98
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00
4. Sonstige Vermögensgegenstände 1.746.596,75
10.747.596,84
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 39.957.021,13
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.553.722,23
126.548.527,37
I. Gezeichnetes Kapital 5.665.722,00
II . Kapitalrücklage 61.266.377,42
III. Erwirtschaftetes Kapital
1. Gewinnrücklagen 24.085,65
2. Ergebnisvorträge 0,00
3. Unterschiedsbeträge aus erfolgswirksamen Konsolidierungsvorgängen der Vorjahre -13.750.182,28
4. Konzernergebnis -13.911.232,96
39.294.769,83
IV. Ausgleichsposten für die Anteile anderer Gesellschafter 40.000,00
B. Beteiligungskapital (Stille Beteiligungen) 6.698.000,00
1. Steuerrückstellungen 321.032,26
2. Sonstige Rückstellungen 7.790.442,91
8.111.475,17
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.027.120,54
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.495.135,79
3. Verbindlichkeiten aus Transfer 16.758.260,63
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 126.016,65
5. Sonstige Verbindlichkeiten 6.956.732,43
davon aus Steuern Euro 2.748.431,58 44.363.266,04
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit Euro 4.961,31
E. Rechnungsabgrenzungsposten 28.041.016,33
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 01.01.2017 bis 31.12.2017
1. Umsatzerlöse 108.982.871,15
2. Sonstige betriebliche Erträge 3.355.243,13
a) Aufwendungen für bezogene Waren -4.036.727,75
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.732.522,12
a) Löhne und Gehälter -53.352.306,46
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -6.703.832,68
5. Abschreibungen -18.543.015,05
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -39.624.962,63
7. Erträge aus Beteiligungen 152.504,23
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 13.171,20
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -839.687,57
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag -121.478,08
11. Ergebnis nach Steuern -13.450.742,63
12. Sonstige Steuern -315.157,33
13. Konzernjahresfehlbetrag -13.765.899,96
14. Auf andere Gesellschafter entfallender Gewinn -145.333,00
15. Konzernverlust -13.911.232,96
Mutterunternehmen ist die VfB Stuttgart 1893 AG mit Sitz in Stuttgart. Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Registergericht Stuttgart unter der Registernummer HRB 750582 eingetragen.
Die Mitgliederversammlung des VfB Stuttgart 1893 e.V. hat in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 01.06.2017 die Ausgliederung des Bereichs Profifußball auf die VfB Stuttgart 1893 AG rückwirkend zum 01.01.2017 beschlossen. Die Eintragung der Ausgliederung in das Register des übertragenden Rechtsträgers (VfB Stuttgart 1893 e.V.) ist am 04.07.2017 erfolgt.
Die VfB Stuttgart 1893 AG stellt auf den 31.12.2017 erstmals einen Konzernabschluss auf. Im Konzernabschluss werden daher keine Vorjahreszahlen (Vergleichsangaben) dargestellt.
Der Konzernabschluss wurde entsprechend den Gliederungs-, Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den ergänzenden Bestimmungen des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.
Aufgrund der branchenspezifischen Besonderheiten wurde die Gliederung der Bilanz gem. § 265 Abs. 5 HGB um zusätzliche Posten ergänzt.
Die Konzerngewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 HGB i.V.m. § 298 Abs. 1 HGB dargestellt. Für Zwecke der Lizenzierung wurde darüber hinaus auch die vom DFL e.V. vorgeschriebene Gliederung verwendet.
Der Konzernabschluss wird auf den Abschlussstichtag der Muttergesellschaft aufgestellt. Die einbezogenen Tochterunternehmen stellen ihre Jahresabschlüsse ebenfalls auf den Stichtag der Muttergesellschaft auf.
Der Konsolidierungskreis umfasst das Mutterunternehmen und fünf Tochterunternehmen.
Alle in den Konzernberichtskreis einbezogenen Tochtergesellschaften wurden im Zuge der Ausgliederung des Profibereichs vom VfB Stuttgart 1893 e.V. als übertragendem Rechtsträger in die VfB Stuttgart 1893 AG als übernehmendem Rechtsträger eingebracht.
In den Konzernabschluss zum 31.12.2017 sind neben der VfB Stuttgart 1893 AG (Muttergesellschaft) folgende Tochtergesellschaften einbezogen:
– VfB Stuttgart Marketing GmbH, Stuttgart (Kapitalanteil 100% inkl. mittelbarer Beteiligung)
– VfB Reha-Welt GmbH, Stuttgart (Kapitalanteil 60%)
– VfB Stuttgart Arena Betriebs GmbH, Stuttgart (Kapitalanteil 100%)
– VfB Stuttgart Stadion GmbH, Stuttgart (Kapitalanteil 100%)
– VfB Stuttgart Beteiligungs-GmbH, Stuttgart (Kapitalanteil 100%)
Nicht einbezogen ist die VfB Stuttgart Geschäftsführungs GmbH, Stuttgart (Kapitalanteil 100%), da die Gesellschaft von untergeordneter Bedeutung für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ist.
Alle einbezogenen Tochtergesellschaften sind über Ergebnisabführungsverträge unmittelbar oder mittelbar mit der Muttergesellschaft verbunden und machen von der Befreiung nach § 264 III HGB Gebrauch. Sie sind entsprechend von der Verpflichtung befreit, einen handelsrechtlichen Jahresabschluss und einen Lagebericht nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufzustellen, prüfen zu lassen und offenzulegen.
Die vom Konsolidierungskreis umfassten fünf Tochtergesellschaften werden im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem Konzernanteil am Eigenkapital der Unternehmen zum Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung.
In Anbetracht der bisherigen und der neuen Gesamtstruktur des Konzerns, handelt es sich bei der Ausgliederung um eine Umstrukturierung unter gemeinsamer Beherrschung („transaction under common control“). Die Erstkonsolidierung stellt weiterhin auf den 31.12.2010 ab. Erfolgswirksame Konsolidierungsvorgänge aus Vorjahren des bisherigen Konzerns wurden entsprechend übernommen und die Konzernbuchwerte fortgeschrieben.
Ein bei der Kapitalkonsolidierung entstandener aktiver Unterschiedsbetrag von € 3.228.563 wird als Geschäfts- oder Firmenwert im Konzernabschluss ausgewiesen und über eine Laufzeit von zehn Jahren abgeschrieben.
Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung andererseits entstandene verbleibende negative Unterschiedsbeträge in Höhe von € 24.086 resultieren aus thesaurierten Gewinnen der Tochtergesellschaften vor Erstkonsolidierung und werden im Konzernabschluss als Rücklagen ausgewiesen.
Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sowie konzerninterne Erträge und Aufwendungen (einschließlich der Beteiligungserträge) werden gegeneinander aufgerechnet.
Zwischenergebniseliminierungen wurden nicht vorgenommen, da sie von untergeordneter Bedeutung sind und sich auf den Konzernabschluss nicht wesentlich auswirken.
Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellt.
Die Vermögensgegenstände des immateriellen Anlage- und des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten – vermindert um nutzungsbedingte planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen – bewertet. Immaterielle Vermögensgegenstände, die nicht entgeltlich erworben wurden, werden nicht aktiviert.
Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen linear nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Für Zugänge bei geringwertigen Anlagegegenständen (geringwertige Wirtschaftsgüter zwischen € 150 und € 1.000) werden die steuerlichen Vorgaben zur Bildung eines Sammelpostens und der Auflösung über fünf Jahre entsprechend angewendet.
Entgeltlich erworbene Spielerwerte werden mit den Anschaffungskosten (Transferentschädigungen) einschließlich der Anschaffungsnebenkosten aktiviert und linear auf die Laufzeit des ersten Anstellungsvertrags abgeschrieben.
Aktive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und planmäßig abgeschrieben. Die Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts erfolgt auf Basis der erwarteten Laufzeit des Agenturvertrages über einen Zeitraum von 10 Jahren.
Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet und, soweit eine dauerhafte Wertminderung vorliegt, auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Soweit Gründe für Wertminderungen nicht mehr bestehen, werden Zuschreibungen vorgenommen.
Die Bewertung der Vorräte erfolgt regelmäßig zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Niedrigere beizulegende Werte am Bilanzstichtag werden berücksichtigt. Für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind, soweit sie regelmäßig ersetzt werden und ihr Gesamtwert von nachrangiger Bedeutung ist, Festwerte ausgewiesen.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert bewertet. Risikobehafteten Posten wird durch Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch pauschale Abschläge berücksichtigt.
Flüssige Mittel werden mit dem Nennwert angesetzt.
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.
Das Beteiligungskapital weist den Umfang der Gesamteinlagen stiller Gesellschafter aus.
Steuerrückstellungen werden in Höhe der sich voraussichtlich ergebenden Steuernachforderungen gebildet.
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe ihrer voraussichtlichen Inanspruchnahme, d. h. mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Soweit Rückstellungen eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen, werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet.
Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag ausgewiesen.
Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt entsprechend dem Zeitablauf.
Die Umrechnung von Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten in fremder Währung erfolgt zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag.
Latente Steuern werden auf Bewertungsunterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Bilanzansätzen gebildet, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive Latenzen werden saldiert.
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist nachfolgend im Konzernanlagespiegel dargestellt. Aus dieser Übersicht sind auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres ersichtlich. Vermögensgegenstände, die im Rahmen der Ausgliederung vom VfB Stuttgart 1893 e.V. auf die VfB Stuttgart 1893 AG übertragen wurden, sind im Anlagespiegel als Zugang erfasst.
Im Bereich des Spielervermögens wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 4.273 vorgenommen.
Bei den Finanzanlagen wurden gem. § 253 Abs. 5 S.1 HGB Zuschreibungen in Höhe von T€ 1.156 vorgenommen.
Forderungen mit einer Restlaufzeit vom mehr als einem Jahr bestehen in folgender Höhe:
Forderungen aus Transfer T€ 522
Das Grundkapital der Gesellschaft ist eingeteilt in 5.665.722 Stückaktien (Stammaktien) mit einem rechnerischen Wert von je € 1,00. Die Aktien lauten auf den Namen. Der VfB Stuttgart 1893 e.V., Stuttgart hält einen Anteil von 88,25 % der Aktien.
Durch Beschluss des Vorstands vom 2. Juni 2017 wurde das Grundkapital zur Durchführung der Ausgliederung um € 4.950.000 auf € 5.000.000 erhöht. Durch Beschluss des Vorstands vom 2. Juni 2017 wurde das Grundkapital um weitere € 665.772 auf € 5.665.772 erhöht. Neben der Ausgabe neuer Aktien wurde ein Betrag von insgesamt € 60.306.383 in die Kapitalrücklage eingestellt.
Der Kapitalrücklage wurden darüber hinaus € 947.900 durch die erfolgsneutrale Auflösung passiver latenter Steuern zugeführt.
Der Posten sonstige Rückstellungen beinhaltet im Wesentlichen Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern und ehemaligen Mitarbeitern, Beratungs-/Vermittlungskosten sowie Berufsgenossenschaftsbeiträge.
gegenüber/aus gesamt Laufzeit bis 1 Jahr Laufzeit 1 – 5 Jahre Laufzeit > 5 Jahre davon gesichert Art/Form Sicherheit
Kreditinstituten 8.027 1.047 2.977 4.003 8.027 Grundpfandrecht/ Sicherungsabtretung
Lieferungen und Leistungen 12.495 10.664 1.831 0 374 Eigentumsvorbehalt
Transfer 16.758 13.488 3.270 0
verbundene Unternehmen 126 126 0 0
sonstige 6.957 5.307 1.650 0
44.363 30.632 9.728 4.003
Passive Steuerlatenzen resultieren aus Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Bilanzansätzen bei Finanzanlagen (Beteiligungen). Aktive Steuerlatenzen ergeben sich aus abweichenden Abschreibungen im Anlagevermögen, unterschiedlichen Ansätzen bei den sonstigen Rückstellungen und der Bewertung von Verbindlichkeiten sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen. In Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB werden sich saldiert ergebende aktive latente Steuern nicht aktiviert.
Der Bewertung lagen ein Körperschaftsteuersatz einschließlich Solidaritätszuschlag von 15,83 v.H. und ein Gewerbesteuersatz von 14,70 v.H., kombiniert 30,53 v.H. zugrunde.
Im Rahmen der Ausgliederung erfolgsneutral entstandene passive latente Steuern in Höhe von T€ 948 wurden aufgrund der dargestellten Saldierung zum Jahresende wieder erfolgsneutral aufgelöst.
Angaben zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung
Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres gliedern sich in folgende Bereiche:
Erlöse T€ %
Spielbetrieb 27.378 25,1
Werbung/Sponsoring 22.299 20,5
Medienvermarktung 27.115 24,9
Handel und sonstiges 32.191 29,5
Entsprechend der Gliederungsvorgaben des DFL e.V. werden Erlöse aus Spielertransfers unter den Umsatzerlösen ausgewiesen. Die korrespondierenden Restbuchwerte sind dabei mindernd in derselben Position erfasst, um die Aussagekraft der Ertragsgröße zu verbessern.
Periodenfremde Aufwendungen und Erträge
In den Erträgen des Geschäftsjahres sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 887 enthalten. Diese resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen.
In den Aufwendungen des Geschäftsjahres sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 313 enthalten, die überwiegend Steuernachzahlungen für Vorjahre betreffen.
Mangels entsprechender Vorträge, Einstellungen oder Entnahmen entspricht der Bilanzverlust zum 31.12.2017 dem Jahresfehlbetrag.
Zum Abschlussstichtag wurden gem. § 254 HGB Bewertungseinheiten bestehend aus variabel verzinslichen Darlehen mit Zinssicherungsgeschäften gebildet. Die Erfassung erfolgt nach der Einfrierungsmethode. Zur Ermittlung der Effektivität wird die Critical-Terms-Match-Methode verwendet.
Grundgeschäft Betrag abgesichertes Risiko Sicherungs-Instrument Bewertungseinheit Wirksamkeit
Var. verzinsliches Darlehen 900 Zinsänderung Zinsswap micro hedge Laufzeit- / Volumenkongruenz
Var. verzinsliches Darlehen 556 Zinsänderung Zinsswap micro hedge Laufzeit- / Volumenkongruenz
Var. verzinsliches Darlehen 258 Zinsänderung Zinsswap micro hedge Laufzeit- / Volumenkongruenz
Zum Bilanzstichtag besteht in Folge der Ausgliederung eine gesamtschuldnerische Haftung nach § 133 UmwG für vor der Ausgliederung begründete Verbindlichkeiten des VfB Stuttgart 1893 e.V. Hierunter fallen im Wesentlichen zum Stichtag offene Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von T€ 1.709.
Aus dem langfristigen Pachtvertrag für die Mercedes-Benz Arena bestehen zum Bilanzstichtag finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 126.900. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus weiteren Miet- und Leasingverträgen sowie ähnlichen Verpflichtungen belaufen sich auf T€ 7.722.
Darüberhinausgehend bestehen aus Investitionen (insbes. Transfers) Verpflichtungen in Höhe von T€ 2.911. Die finanziellen Verpflichtungen sind zum Teil von in der Zukunft liegenden Ereignissen abhängig.
Das für das Geschäftsjahr erfasste Gesamthonorar des Abschlussprüfers beläuft sich auf T€ 137. Hiervon entfallen T€ 79 auf Abschlussprüfungsleistungen, T€ 8 auf sonstige Bestätigungsleistungen, T€ 23 auf Steuerberatungsleistungen sowie T€ 27 auf sonstige Leistungen.
Im Jahr 2017 waren durchschnittlich als Arbeitnehmer beschäftigt:
Lizenzbereich 41
Amateur-/Jugendbereich 142
Verwaltung/Geschäftsstelle 126
Tochtergesellschaften 74
Aushilfen/Spieltagsaushilfen 143
Vorstand der VfB Stuttgart 1893 AG
Dr. Jan Räker bis 03.07.2017
Oliver Schraft bis 03.07.2017
Stefan Heim ab 03.07.2017
Jochen Röttgermann ab 03.07.2017
Jan Schindelmeiser ab 03.07.2017 bis 04.08.2017
Michael Reschke ab 11.08.2017
Aufsichtsrat der VfB Stuttgart 1893 AG
Stefan Heim (Vorsitzender) Vorstand Finanzen
VfB Stuttgart 1893 e.V. bis 02.06.2017
Markus Schmidt (stellvertr. Vorsitzender) Direktor Rechnungswesen
VfB Stuttgart 1893 e.V. bis 03.07.2017
Jochen Röttgermann Vorstand Marketing
Wolfgang Dietrich (Vorsitzender) Präsident VfB Stuttgart 1893 e.V. ab 02.06.2017
Wilfried Porth (stellvertr. Vorsitzender) Vorstand Personal Daimler AG ab 03.07.2017
Guido Buchwald Fußballlehrer ab 03.07.2017
Dr. Bernd Gaiser Diplom-Wirtschaftsingenieur ab 03.07.2017
Hartmut Jenner Vorsitzender der Geschäftsführung Alfred Kärcher GmbH & Co. KG ab 03.07.2017
Hermann Ohlicher Diplom-Ingenieur ab 02.06.2017
Franz Reiner Vorstandsvorsitzender Mercedes-Benz Bank AG ab 03.07.2017
Martin Schäfer Geschäftsführer Vertrieb Adolf-Würth GmbH & Co. KG ab 03.07.2017
Dr. Bertram Sugg Physiker ab 03.07.2017
Ergebnisverwendungsvorschlag des Mutterunternehmens
Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von T€ 13.588 auf neue Rechnung vorzutragen.
Stuttgart, den 08. März 2018
Vortrag Zugang Abgang Endstand
Konzessionen, Schutzrechte Lizenzen u.ä. Rechte 510.365,88 426.110,47 6.948,00 929.528,35
Spielerwerte 0,00 56.573.424,91 9.720.401,77 46.853.023,14
Geschäfts- oder Firmenwert 3.228.536,06 0,00 0,00 3.228.536,06
Anzahlungen Sonstige 0,00 71.661,89 0,00 71.661,89
Anzahlungen Spielerwerte 0,00 3.000.000,00 0,00 3.000.000,00
3.738.901,94 60.071.197,27 9.727.349,77 54.082.749,44
Grundstücke 986.833,50 8.923.864,74 0,00 9.910.698,24
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.229.895,91 4.073.335,99 64.074,34 6.239.157,56
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 2.306.608,05 0,00 2.306.608,05
3.216.729,41 15.303.808,78 64.074,34 18.456.463,85
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 178.387,56 153.387,56 25.000,00
Beteiligungen 0,00 15.600.000,00 0,00 15.600.000,00
0,00 15.778.387,56 153.387,56 15.625.000,00
6.955.631,35 91.153.393,61 9.944.811,67 88.164.213,29
Vortrag Abschr. lfd. Gj. Abgang Endstand
Konzessionen, Schutzrechte Lizenzen u.ä. Rechte 471.886,28 86.055,76 6.948,00 550.994,04
Spielerwerte 0,00 16.823.380,08 4.907.198,19 11.916.181,89
Geschäfts- oder Firmenwert 1.937.121,66 322.853,61 0,00 2.259.975,27
Anzahlungen Sonstige 0,00 0,00 0,00 0,00
Anzahlungen Spielerwerte 0,00 0,00 0,00 0,00
2.409.007,94 17.232.289,45 4.914.146,19 14.727.151,20
Grundstücke 173.379,00 326.264,20 0,00 499.643,20
Geschäftsausstattung 1.443.802,52 984.461,40 58.012,63 2.370.251,29
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
1.617.181,52 1.310.725,60 58.012,63 2.869.894,49
4.026.189,46 18.543.015,05 4.972.158,82 17.597.045,69
Zuschreibung Buchwert
Geschäftsjahr 01.01.2017 31.12.2017
Konzessionen, Schutzrechte Lizenzen u.ä. Rechte 0,00 38.479,60 378.534,31
Spielerwerte 0,00 0,00 34.936.841,25
Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 1.291.414,40 968.560,79
Anzahlungen Sonstige 0,00 0,00 71.661,89
Anzahlungen Spielerwerte 0,00 0,00 3.000.000,00
0,00 1.329.894,00 39.355.598,24
Grundstücke 0,00 813.454,50 9.411.055,04
Geschäftsausstattung 0,00 786.093,39 3.868.906,27
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 2.306.608,05
0,00 1.599.547,89 15.586.569,36
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 25.000,00
Beteiligungen 1.156.000,00 0,00 16.756.000,00
1.156.000,00 0,00 16.781.000,00
1.156.000,00 2.929.441,89 71.723.167,60
Konzernkapitalflussrechnung 01.01.2017 bis 31.12.2017
Jahresergebnis -13.766
+ Abschreibungen auf Spielerwerte 16.823
+ Abschreibungen auf sonstige Gegenstände des Anlagevermögens (inkl. Finanzanlagen) 1.720
– Zuschreibungen auf Finanzanlagen -1.156
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -3.933
-/+ Gewinne/Verluste aus Spielerabgängen (Transfertätigkeit) -10.114
-/+ Gewinne/Verluste aus sonstigen Anlagenabgängen -158
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, Forderungen sowie anderer Aktiva 7.861
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten sowie anderer Passiva 20.699
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 17.976
+ Einzahlungen aus Spielerabgängen (Transfertätigkeit) 14.927
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immat. AV und des Sachanlagevermögens 12
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 306
– Auszahlungen für Investitionen in das Spielervermögen -39.250
– Auszahlungen für Investitionen in das sonstige Anlagevermögen -4.187
Cashflow aus Investitionstätigkeit -28.193
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 41.475
– Ausgleich Minderheitsgesellschafter -145
– Auszahlungen durch Tilgung von Bankkrediten und sonstigen Finanzmittelanlagen -2.161
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 39.168
= Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 28.951
+ Finanzmittelfond am Anfang der Periode 11.006
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 39.957
Konzerneigenkapitalspiegel zum 31.12.2017
Eigenkapital des Mutteruntemehmens
Gezeichnetes Kapitel Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Unterschiedsbeträge aus Konsolidierung
Stand am 01.01.2017 50.000,00 12.093,96
Kapitalerhöhung im Rahmen der Ausgliederung 4.950.000,00 19.497.601,46
Kapitalerhöhung Beteiligung 665.722,00 40.808.782,00
latenter Steuern 947.900,00
sonstige Veränderungen 24.085,65 -13.750.182,28
Auf andere Gesellschafter entfallendes Ergebnis
Minderheitenausgleich
Stand am 31.12.2017 5.665.722,00 61.266.377,42 24.085,65 -13.750.182,28
Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital Eigenkapital
Ergebnisvorträge Konzernergebnis
Stand am 01.01.2017 62.093,96
Kapitalerhöhung im Rahmen der Ausgliederung 24.447.601,46
Kapitalerhöhung Beteiligung 41.474.504,00
sonstige Veränderungen -13.726.096,63
Konzernjahresfehlbetrag -13.911.232,96 -13.911.232,96
Stand am 31.12.2017 0,00 -13.911.232,96 39.294.769,83
andere Gesellschafter Konzern
Minderheitenkapital Eigenkapital
sonstige Veränderungen 40.000,00 -13.686.096,63
Konzernjahresfehlbetrag -13.911.232,96
Auf andere Gesellschafter entfallendes Ergebnis 145.333,00 145.333,00
Minderheitenausgleich -145.333,00 -145.333,00
Stand am 31.12.2017 40.000,00 39.334.769,83
Wir haben den von der VfB Stuttgart 1893 AG aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn-und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel – und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2017 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Regelungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter des Mutterunternehmens. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
H & P AUDIT GMB
ppa. Günter Haaga, Wirtschaftsprüfer
Daniel Haaga, Wirtschaftsprüfer
der VfB Stuttgart 1893 AG
Der Aufsichtsrat der VfB Stuttgart 1893 AG blickt auf ein ereignisreiches Geschäftsjahr 2017 zurück. Mit dem direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga am 21. Mai 2017 und der am 1. Juni 2017 erfolgten Ausgliederung konnten alle sportlichen wie auch wirtschaftlichen Ziele erreicht werden. Im DFB-Pokal schied man in der dritten Runde des Wettbewerbs aus. In Anbetracht des direkten Wiederaufstiegs und der erfolgten Ausgliederung wurden wichtige Weichenstellungen für die Zukunftsfähigkeit des VfB Stuttgart gelegt. Angesichts der Teilnahme an der 2. Bundesliga in der Saison 2016/17 und den damit einhergehenden Mindereinnahmen verlief das Geschäftsjahr 2017 in Zusammenhang mit dem Ergebnis des Geschäftsjahres 2016 wirtschaftlich zufriedenstellend.
Der Aufsichtsrat hat sich im Berichtszeitraum durch mündliche und schriftliche Berichte des Vorstands regelmäßig, zeitnah und umfassend informiert. Schwerpunkte dabei waren der Geschäftsverlauf, die Liquiditäts-, Ertrags- und Finanzplanung (insbesondere die Finanz-, Investitions- und Personalplanung), die Risikolage sowie die strategische Ausrichtung des VfB Stuttgart. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats stand zudem außerhalb der Sitzungen in regelmäßigem Austausch mit dem Vorstand; er erhielt fortlaufend Kenntnis über aktuelle Entwicklungen der Geschäftslage und wesentliche Geschäftsvorfälle, zudem wurden dabei Fragen der Strategie (vor allem hinsichtlich der Ausgliederung), der infrastrukturellen Planung, der Investorensuche, der Kaderplanung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance beraten. Der Vorstand ist seinen Informationspflichten gegenüber dem Aufsichtsrat und dem Präsidialausschuss vollständig, kontinuierlich und zeitgerecht nachgekommen.
Darüber hinaus beschäftigte sich der Aufsichtsrat im Berichtsjahr mit der Erstellung seiner Geschäftsordnung. Weitere Gegenstände der Aufsichtsratstätigkeit waren die Freigabe der Lizenzierungsunterlagen für die Spielzeit 2017/18, die Freigabe des Jahresabschlusses 2016, die Zustimmung zum Ausgliederungs- und Übernahmevertrag vom 18.04.2017, die Annahme der Bestellung in den Aufsichtsrat der AG, der Widerruf der Bestellung von Jan Schindelmeiser zum Vorstand und die Bestellung von Michael Reschke zum Vorstand.
Aufsichtsratstätigkeit, Sitzungen
Im Geschäftsjahr 2017 fanden insgesamt sieben Sitzungen des Aufsichtsrats (am 8. März 2017, 16. Mai 2017, 5. Juli 2017 (Bestellung Präsidium e.V. und Bestellung Aufsichtsrat AG), 4. August 2017, 15. August 2017 (Konstituierende Sitzung neuer Aufsichtsrat AG), 12. September 2017 und 20. November 2017) statt. Bis auf die Sitzung am 5. Juli 2017, in welcher ein Mitglied des Aufsichtsrats entschuldigt fehlte, nahmen alle Mitglieder des Aufsichtsrats an allen Sitzungen teil. Sämtliche Beschlüsse wurden unter Wahrung der satzungsmäßigen und gesetzlichen Bestimmungen und auf Grundlage der Geschäftsordnung gefasst. Alle Beratungen und Beschlussfassungen erFolgten stets im Plenum bzw. wo notwendig durch den Präsidialausschuss, bestehend aus den Aufsichtsräten Wolfgang Dietrich, Wilfried Porth und Hermann Ohlicher.
Prüfung Jahres- und Konzernabschluss, Bestellung Wirtschaftsprüfer
Der Aufsichtsrat schlug der Hauptversammlung der Gesellschaft die Wahl der H & P Audit GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Eduard- Steinle-Str. 46, 70619 Stuttgart als Wirtschaftsprüfer der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2017 vor und ermächtigte den Aufsichtsratsvorsitzenden Wolfgang Dietrich, diese nach durchgeführter Wahl der Hauptversammlung als Wirtschaftsprüfer der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2017 zu beauftragen. Die H & P Audit GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Konzernabschluss sowie den Lagebericht und Konzernlagebericht der VfB Stuttgart 1893 AG zum 31. Dezember 2017 geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Auch der Aufsichtsrat hat diese Unterlagen gemäß § 171 AktG eingehend geprüft und sich dabei insbesondere eingehend mit dem Prüfungsbericht des Abschlussprüfers befasst. Alle Abschlussunterlagen und der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers lagen den Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor und wurden in einer Aufsichtsratssitzung im Beisein des Wirtschaftsprüfers am 29.05.2018 ausführlich besprochen.
Nach Abschluss seiner eigenen Prüfung hat der Aufsichtsrat von dem Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers zustimmend Kenntnis genommen und festgestellt, dass auch seinerseits keine Einwendungen zu erheben sind. Der vom Vorstand aufgestellte und vom Abschlussprüfer geprüfte Jahresabschluss und Konzernabschluss sowie der Lagebericht und Konzernlagebericht wurden vom Aufsichtsrat gebilligt und der Jahresabschluss damit einstimmig festgestellt.
Zusammensetzung Aufsichtsrat und Präsidialausschuss
Nach der erFolgten Ausgliederung am 1. Juni 2017 wurden am 6. Juli 2017 Wolfgang Dietrich, Wilfried Porth, Dr. Bernd Gaiser, Hartmut Jenner, Hermann Ohlicher, Franz Reiner und Dr. Bertram Sugg in den Aufsichtsrat der VfB Stuttgart 1893 AG berufen. Des Weiteren wurde Wolfgang Dietrich zum Vorsitzenden und Wilfried Porth zum stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt und letzterer zusammen mit Hermann Ohlicher in den Präsidialausschuss der VfB Stuttgart 1893 AG gewählt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats Wolfgang Dietrich ist geborenes Mitglied des Ausschusses. Martin Schäfer legte zum 3. Dezember 2017 auf eigenen Wunsch sein Mandat im Aufsichtsrat nieder.
Wolfgang Dietrich, Vorsitzender des Aufsichtsrates
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References: § 254
 § 312
 § 265
 § 275
 § 298
 § 264
 § 253
 § 274
 § 254
 § 133
 § 317
 § 171