Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=VGH%20Baden-W%C3%BCrttemberg&Datum=13.04.2016&Aktenzeichen=4%20S%201930/14
Timestamp: 2019-08-19 04:48:26+00:00

Document:
VGH Baden-Württemberg, 13.04.2016 - 4 S 1930/14 - dejure.org
VGH Baden-Württemberg, 13.04.2016 - 4 S 1930/14
https://dejure.org/2016,9137
VGH Baden-Württemberg, 13.04.2016 - 4 S 1930/14 (https://dejure.org/2016,9137)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 13.04.2016 - 4 S 1930/14 (https://dejure.org/2016,9137)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 13. April 2016 - 4 S 1930/14 (https://dejure.org/2016,9137)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2016,9137) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Dienstherrenwechsel; Verhinderung von Besoldungseinbußen
Art 33 Abs 5 GG, Art 3 Abs 1 GG, § 15 Abs 1 BeamtStG, § 15 Abs 2 BeamtStG, § 15 Abs 3 S 2 BeamtStG, § 31 Abs 1 BesG BW, § 31 Abs 3 BesG BW, § 100 BesG BW
Anspruch eines verbeamteten Lehrers auf Zuordnung zur Stufe 7 der Besoldungsgruppe A 12 nach einem länderübergreifenden Dienstherrnwechsel; Nichtbestehen eines Anspruchs auf Ausgleich der durch eine freiwillige Versetzung bedingten Besoldungsminderung
VG Karlsruhe, 22.08.2014 - 1 K 2535/12
NVwZ-RR 2017, 55
VGH Baden-Württemberg, 30.05.2016 - 4 S 471/15
Besoldungseinbuße bei freiwilligem Wechsel des Lehrers in ein anderes Bundesland
Es bleibt offen, wie diese Frage in Fällen nicht freiwilliger Versetzungen zu beantworten ist (vgl. Senatsurteil vom 13.04.2016 - 4 S 1930/14 -, Juris zu §§ 98 ff. LBesG).
Schließlich sind hier auch Unterschiede in der Schutzwürdigkeit zwischen freiwilligen und unfreiwilligen Wechseln zu beachten (vgl. unten bb), die beim Rechtsübergang nicht auftreten (Senatsurteil vom 13.04.2016 - 4 S 1930/14 -, Juris zu §§ 98 ff. LBesG).
Auch Besoldungseinbußen verstoßen, wenn sie nicht zur Unterschreitung der Mindestalimentation führen, was hier weder vorgetragen noch ersichtlich ist, weder gegen Art. 33 Abs. 5 GG noch gegen Art. 3 Abs. 1 GG, wenn sie auf sachlichen Gründen beruhen (Senatsurteil vom 13.04.2016, a.a.O., m.w.N.).
Ob und in welchem Umfang - der fehlende Ausgleich von - Besoldungseinbußen aufgrund länderübergreifender Versetzungen sachlich gerechtfertigt sind, kann hier aber - ebenso wie die Frage der Gesetzgebungskompetenz für entsprechende Ausgleichsregelungen (vgl. auch Senatsurteil vom 13.04.2016, a.a.O., m.w.N.) - offenbleiben.
Denn die Klägerin hat den Wechsel nach Baden-Württemberg freiwillig vollzogen und kann sie sich schon deshalb nicht auf das Gebot der größtmöglichen Wahrung der Rechtsstellung berufen (vgl. Senatsurteil vom 13.04.2016 - 4 S 1930/14 -, m.w.N., Juris).
Auch der Senat habe dies der Sache nach im Urteil vom 13.04.2015 - 4 S 1930/14 - bestätigt.
Einen Anspruch auf Ausgleich einer Besoldungsminderung, die durch eine freiwillige bundesländerübergreifende Versetzung eintritt, gibt es nicht (vgl. Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg, Urteil vom 13.04.2016 - 4 S 1930/14 - und Beschluss vom 30.05.2016 - 4 S 471/15 -).

References: § 15
 § 15
 § 15
 § 31
 § 31
 § 100
 Art. 33
 Art. 3