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Timestamp: 2017-12-15 23:38:06+00:00

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Pierre Lukas (Autor)
FernUniversität Hagen (Rechtswissenschaft)
A. Einleitung zum Thema
III. Zielsetzung und Vorgehen
I. Abgrenzung Wettbewerbsrecht und Markenrecht
1. Das Wettbewerbsrecht im engeren Sinn
2. Das Marken- bzw. Kennzeichenrecht
II. Geographische Herkunftsangaben
1. Einfache Herkunftsangaben
2. Ursprungsbezeichnungen und qualifizierte Herkunftsangaben
3. Mittelbare und unmittelbare Herkunftsangaben
4. Gattungsbezeichnungen
5. Sonstige Bezeichnungen
6. Betriebliche Herkunftsangaben
C. Multilaterale Ebene
II. Schutzrichtung und -umfang multilateraler Verträge
1. Pariser Verbandsübereinkunft
2. Madrider Herkunftsabkommen
3. Lissaboner Ursprungsabkommen
4. TRIPS-Abkommen
D. Geographische Herkunftsangaben im Europarecht
II. VO (EG) Nr. 510/2006
III. Bestimmungen neben der VO (EG) Nr. 510/2006
1. MRRL und GMV
IV. Kollision und Kohäsion – Rechtsprechung des EuGH
E. UWG und MarkenG
I. Entwicklung zum MarkenG
II. Status geographischer Herkunftsangaben nach dem MarkenG
IV. UWG im Verhältnis zum Markenrecht
2. Vorrangthese - Spezialität
3. Normenkonkurrenz - Subsidiarität
4. Bewertung – Stellungnahme
V. Verkehrsauffassung und Irreführungsquote
VI. Anwendungsbereiche des § 5 I 2 Nr. 1 UWG
1. Nicht mehr existierende Ortsangaben
2. Scheingeographische Ortsangaben
3. Noch nicht in Benutzung genommene Ortsangabe
4. Teil einer Unternehmenskennzeichnung
F. Perspektiven
1. TRIPS-Abkommen
2. PVÜ, MHA und LUA
II. Supranational
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Champagner, Gorgonzola, Kölnisch Wasser und die Havanna Zigarre haben eines gemeinsam. Bei diesen Produkten erweckt bereits der Name eine gewisse Erwartungshaltung bei dem potentiellen Erwerberkreis und wirtschaftliche Begehrlichkeiten bei den Mitbewerbern.[1]
Aufgrund der, mit der zunehmenden Digitalsierung und Vernetzung einhergehenden steigenden Transparenz von Wettbewerbsinformationen[2] und der, ebenfalls dadurch verstärkten, Nivellierung kultureller und regionaler Differenzen[3], können Unterscheidbarkeit und regionale Identität die entscheidenden Wettbewerbsvorteile für Unternehmen und ihre Leistungen sein.[4]
Diesen Vorteil können sich Unternehmen mit den, eng mit Marken- und Firmennamen bzw. betrieblichen Herkunftsangaben verwobenen[5], geographischen Herkunftsangaben dauerhaft sichern. Der Schutz solcher Angaben ist in Anbetracht der, durch die Globalisierung hervorgerufene, Qualitätsunsicherheit des Verbrauchers von zunehmender wirtschaftlicher[6], politischer und juristischer Bedeutung[7]. Für Unternehmen besteht daher ein grundlegendes Bedürfnis im Wettbewerb mit derartigen Merkmalen zu werben und sich die Nutzung gegenüber den Mitbewerbern schützen zu lassen. So gibt es auf gemeinschaftsrechtlicher Ebene aktuell über 1.000 registrierte Ursprungsbezeichnungen und geographische Angaben für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel.[8]
Auf der anderen Seite wiederum ist es auch notwendig, den Verbraucher davor zu schützen, dass Unternehmen im Wettbewerb durch Werbung mit Herkunftsangaben ihre jeweilige Leistung mit unwahren Qualitäts- und Herkunftsattributen versehen, und darüber den Kunden in die Irre führen.
Die Bedeutung und Komplexität des Themenfeldes erschließt sich auch bei einer juristischen Betrachtungsweise anhand der umfangreichen Jurisdiktion des EuGH, der in der Vergangenheit sehr häufig die Aufgabe hatte im Spannungsfeld zwischen Wettbewerbs- und Markenrecht Recht zu sprechen. Exemplarisch seien hier die Urteile „Chiemsee“[9], „Bayerisches Bier“[10] oder „Budweiser“[11] erwähnt.
Wenngleich in Literatur und Rechtsprechung auf nationaler und internationaler Ebene bereits ein beachtlicher Bestand an Befassungen mit dem Thema festzustellen ist, so ist auch ersichtlich, dass das Spannungsfeld zwischen Marken- und Wettbewerbsrecht nicht abschließend aufgelöst werden kann.
So wichtig geographische Herkunftsangaben im wirtschaftlichen Verkehr sind, so umstritten ist auch deren rechtsdogmatische Verortung als entweder kennzeichenrechtlich oder eben lauterkeitsrechtlich zu schützendes Kennzeichen.[12]
Der kennzeichenrechtliche Schutz der in § 126 I MarkenG legaldefinierten geographische Herkunftsangaben wird national durch § 1 Nr. 3 MarkenG bestimmt.
Einer zusätzlichen Anwendung des allgemeineren lauterkeitsrechtlichen Schutzes nach dem UWG ist wegen der Vorrangtheorie des BGH[13] und der zum Teil heftigen Kritik der Literatur[14] hoch umstritten.[15]
Von herausragender Bedeutung auch für die nationale Rechtsanwendung und –auslegung, sind die gemeinschaftsrechtlichen Normen, hierbei insbesondere die EG-Verordnung Nr. 510/2006[16] aber auch die Richtlinie RL 2005/29/EG[17] („UGP-Richtlinie“) und die Frage des Anwendungsbereichs der Art. 34 und 36 AEUV.[18]
Ergänzt wird dieses System durch bilaterale Abkommen wie z.B. das Deutsch-Französisches Abkommen vom 8.3.1960[19] oder das Deutsch-Italienische Abkommen vom 23.7.1963[20] wobei, ähnlich den nationalen Regelungen, das Verhältnis der bilateralen Verträge zu den gemeinschaftsrechtlichen Normen noch nicht abschließend geklärt ist.[21] Solche Abkommen bilden jedoch keinen Schwerpunkt dieser Arbeit.
Auch international hat sich der Schutz geographischer Herkunftsangaben in Form von lauterkeitsrechtlichen oder kennzeichenrechtlichen Systemen herausgebildet.[22] Auf multilateraler Ebene ist in diesem Zusammenhang zunächst das 1995 in Kraft getretene TRIPS Abkommen[23] zu nennen. Zuvor existierten zwar bereits das PVÜ[24], das MHA[25] und das LUA[26], die jedoch wegen ihres kleineren Regelungsgehaltes bzw. wegen ihrer geringen Anzahl von Mitgliedsstaaten weniger effektiv waren.[27]
Herkunftsangaben hatten und haben das Potential einen bedeutenden wirtschaftlichen Effekt zu generieren. Wenn dies der Fall ist, muss jedoch sichergestellt sein, dass derjenige der eine Herkunftsangabe berechtigt nutzt, diese vor missbräuchlicher Verwendung durch andere schützt.
Ein solcher Schutz ist recht unterschiedlich auf nationaler, supranationaler und internationaler Ebene normiert. Innerhalb dieser Rechtssysteme haben sich hierzu zwei unterschiedliche dogmatische Ansätze mit divergierender Zielsetzung herausgebildet, und zwar entweder als kennzeichenrechtliche oder als lauterkeitsrechtlicher Rechtsschutz. Zwischen den beiden Ansätzen gibt es jedoch bereits seit ihren Anfängen einen juristischen Meinungsstreit über den jeweiligen Normzweck und Ihren Schutzumfang.
Ziel dieser Arbeit ist es das bestehende Spannungsfeld zwischen den unterschiedlichen Auffassungen darzustellen und herauszuarbeiten, welche Entwicklungen diesbezüglich als wahrscheinlich anzusehen sind.
Die vorliegende Arbeit wird auf die Darstellung geographischer Herkunftsangaben konzentriert. Hierzu werden zuerst die wichtigsten Begriffe zu dem Themenfeld dargestellt.
Darauf aufbauend wird getrennt nach multilateralen, europarechtlichen und nationalen Rechtsräumen untersucht, welcher rechtsdogmatischen Natur solche Normen sind, die den Schutz geographischer Herkunftsangaben zum Ziel haben. Es wird jeweils eine historische Betrachtung vorangestellt und anschließend die aktuelle Rechtslage erörtert.
Ein Schwerpunkt wird bei der Betrachtung des deutschen Rechtssystems auf die Fragestellung gelegt, ob das UWG einen über den des MarkenG hinausgehenden Schutz bietet. Diese Frage ist hochumstritten und es bedarf einer genaueren Betrachtung der unterschiedlichen Sichtweisen.
Auf dieser Grundlage wird sich ein Abschnitt der zu erwartenden weiteren Entwicklung widmen, wobei jedoch inhärente Prognoseunsicherheiten nicht ausgeschlossen werden können.
Das letzte Kapitel wiederum fasst alle Feststellungen noch einmal chronologisch in Form von zehn Thesen zusammen. Durch die Konzentration auf Kernaussagen wird es dem Leser ermöglicht, bei einer wiederholten Lektüre zunächst auf das letzte Kapitel zu fokussieren und anhand dessen selber zu beurteilen, inwieweit die Vertiefung einer These in ihrem Kontext notwendig ist.
Insgesamt erhebt diese Arbeit den Anspruch praxisnah ausgerichtet zu sein, so dass in erheblichem Umfang theoretische Ausführungen durch Beispiele veranschaulicht werden. Diese werden durch Einrückung und Kursivschreibung hervorgehoben.
Im Aufbau wurde bewusst eine zu starke Verschachtelung durch zu tiefere Gliederungsebenen vermieden und nur dort eingeführt, wo es für die inhaltliche Abgrenzung zwingend notwendig war. Im Ergebnis konnte daher zu Gunsten einer besseren und durchgängigeren Lesbarkeit auf überwiegend zwei bzw. maximal drei Gliederungsebenen reduziert werden.
Bevor im Weiteren Aspekte zu Herkunftsangaben dargestellt werden, wird zunächst die relevante Terminologie erörtert.
Die juristische Disziplin Wettbewerbsrecht scheint auf den ersten Blick intuitiv zugänglich. Es handelt sich offensichtlich um jenes Rechtsgebiet, dass Regeln für den Wettbewerb festlegt. Mit genau dieser Feststellung ist jedoch bereits das erste Problem verbunden.
Wettbewerbsrecht in über 120 Staaten, wird aufgrund seines jeweiligen regionalen und kulturellen Hintergrunds zum Teil sehr unterschiedlich verstanden. Diese Unterschiede betreffen zunächst die Interpretation des Begriffs Wettbewerb aber auch die Art der Rechtsdurchsetzung und Systematik des Schutzes[28]. Dennoch ist nicht zuletzt wegen der Dominanz industrialisierter Staaten und der zunehmenden Bedeutung von internationalen Organisationen wie der WTO[29], unabhängig vom konkreten Wettbewerbsbegriff ein globales Grundverständnis zu Sinn und Zweck von Wettbewerbsrecht festzustellen.[30]
Selbst in China, dessen marktwirtschaftliche Entwicklung sich erheblich von der Westlichen unterscheidet, ist ein wettbewerbsrechtlicher Schutz von Herkunftsangaben seit 1985 durch den Beitritt zur PVÜ und nach dem Beitritt zur WTO im Jahre 2001 auch durch das TRIPS Abkommen vorhanden[31]. Seit 1993 gibt es diesen daneben auch in § 5 Nr. 4 und § 9 des chinesischen Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (chUWG).[32]
In Russland wiederum war ein rechtlicher Schutz gegen unlauteren Wettbewerb zunächst nur formal vorhanden,[33] entspricht aber heute durchaus auch dem Standard westlicher Regelungswerke.[34]
Der im 18. Jahrhundert vorherrschend liberal geprägte Wirtschaftsbegriff mit seiner später aufkeimenden Interventionsrechtfertigung durch den Begriff des geistigen Eigentums für Kontinentaleuropa,[35] bildet die Grundlage für das heutige Verständnis von fairem Wettbewerb in der westlichen Welt.
Dieses Verständnis von fairem Wettbewerb spiegelt sich wider in Art. 10bis II PVÜ. Unlauter im Sinne von unfair ist demnach „jede Wettbewerbshandlung, die den anständigen Gepflogenheiten in Gewerbe oder Handel zuwiderläuft“. Wenngleich diese Definition den Verbandsländern großen Interpretationsspielraum lässt, so ist die Idee in vielen Rechtsordnungen wiederzufinden, wenn dort von Schädigung legaler Rechtsinteressen anderer Unternehmer,[36] im Gegensatz zu ehrlichen Geschäftspraktiken stehenden Handlungen,[37] unbegründeten Beschränkungen des Handels[38] oder im Gegensatz zu Geschäftsgepflogenheiten und Respekt stehenden Handlungen[39] gesprochen wird. Ein übergreifendes Verständnis von Wettbewerbsrecht bei geographischen Herkunftsangaben besagt demnach, dass Kennzeichen, die über die geographische Herkunft eines Produktes irreführen, unlauter sind. Nach diesem Ansatz ist die Verkehrsauffassung der bedeutende Faktor für den Schutz und zugleich dessen Schwäche.[40]
Der Begriff der Unlauterkeit ist auch im deutschen UWG zu finden. Dieses dient dem Schutz der Mitbewerber, der Verbraucher sowie der sonstigen Marktteilnehmer vor unlauteren geschäftlichen Handlungen und schützt zugleich das Interesse der Allgemeinheit an einem unverfälschten Wettbewerb, § 1 UWG. Damit ist das UWG im Lauterkeitsrecht oder auch Wettbewerbsrecht im engeren Sinne innerhalb des Wettbewerbsrechts zu verorten.[41] Für diese Arbeit soll diese lauterkeitsrechtliche Betrachtungsweise Grundlage bei der Untersuchung von geographischen Herkunftsangaben sein. Im Folgenden werden daher auch die Begriffe Wettbewerbsrecht und Lauterkeitsrecht[42] synonym verwendet. Andere Teilgebiete des Wettbewerbsrechts wie zum Beispiel das Kartellrecht bleiben außen vor.
Demgegenüber hat das Markenrecht als Sonderschutzrecht des geistigen Eigentums eine andere Schutzrichtung. Es gewährt dem Rechteinhaber subjektive und absolute Nutzungs-, Verfügungs- und Abwehrrechte gegenüber einem Verletzer.[43] Das Marken- bzw. Kennzeichenrecht gehört zum Wettbewerbsrecht im weiteren Sinne.[44]
Im Rahmen dieser Arbeit werden unter kennzeichen- bzw. markenrechtlichen Schutzsystemen, grundsätzlich sowohl Sui-generis als auch markenrechtliche Ansätze verstanden und nur wo notwendig weiter differenziert. Erstere sind spezielle Systeme, die originär und ausschließlich Herkunftsangaben über Registrierungsverfahren oder ähnliches schützen. Demgegenüber werden bei einem Ansatz über das Markenrecht, in diesem vorhandene Regelungen auf Herkunftsangaben ausgedehnt.[45]
Auf den Kern reduziert ließe sich folgern, dass das Kennzeichenrecht dem Markeninhaber eine Monopolstellung zu Lasten der Wettbewerbsfreiheit gewährt.[46]
Das tatsächliche Zusammenspiel mit und die absolute Trennschärfe zu dem Lauterkeitsrecht ist damit aber nur unvollständig erfasst. Vielmehr dient genau diese Monopolstellung gerade dem Wettbewerb, welcher ohne unternehmerischen Leistungsschutz wenig Anreize bieten würde.[47]
Wenn sich ein Hersteller von Schinken und anderen landwirtschaftlichen Produkten den Begriff „Oldenburger“ als Marke nach Gemeinschaftsmarkenrecht eintragen lassen möchte, so mag dies möglich sein, sofern der Verkehr damit die Ware als von einem bestimmten Unternehmen stammend erkennt. Dies darf jedoch nicht erfolgen, wenn der Verkehr dies lediglich als geographische Herkunftsangabe verstünde und damit irregeführt würde und auch Wettbewerber berechtigt wären oder sein könnten diese Angabe zu nutzen.[48]
Wenngleich diese Rechtsfrage bereits nach Art. 7 I lit c, II der Gemeinschaftsmarkenverordnung[49] (GMV) zu beantworten war, so schimmert dennoch durch, dass eine Trennung zwischen subjektiven Rechten nach dem Markenrecht und dem Schutz vor Irreführung nach dem Lauterkeitsrecht gerade im Bereich der geographischen Herkunftsangaben nicht trivial ist. Wenn eine Marke auf die betriebliche Herkunft hinweisen soll, hat eine geographische Herkunftsangabe lediglich beschreibenden Charakter und kann daher in der Regel nicht einem sondern nur einer Mehrzahl von Betrieben als Unterscheidungszeichen dienen.[50]
Kennzeichenrechtliche Systeme bieten bedeutende Vorteile. Sie sind zwar in der Regel verwaltungsintensiver, dafür aber unabhängig von wechselnden Verkehrsauffassungen und in der Regel geschützt gegen entlokalisierende Zusätze und anlehnende Bezugnahmen.[51]
Aufgrund ihrer herausragenden Bedeutung sollen in vorliegender Arbeit in Abgrenzung zu den betrieblichen im Schwerpunkt geographische Herkunftsangaben untersucht werden. Da die Begrifflichkeiten im Zusammenhang mit Herkunftsangaben in nationalen, gemeinschaftsrechtlichen und internationalen Normen und Abkommen jedoch uneinheitlich sind,[52] werden an dieser Stelle die gängigsten Begriffe definiert und voneinander abgegrenzt.[53]
Die einfache Herkunftsangabe entspricht im Wesentlichen der Definition des § 126 I MarkenG und beinhaltet, meist in adjektivischer Form, Namen von Orten, Gegenden, Gebieten oder Ländern sowie sonstige Angaben oder Zeichen, die im geschäftlichen Verkehr zur Kennzeichnung der geographischen Herkunft von Waren oder Dienstleistungen benutzt werden.[54]
„Karower Dachse e.V.“ als Bezeichnung des Sportvereins für Breitensport im Berliner Stadtteil Karow oder die ehemalige „Oberweser Dampfschiffahrts (sic!) Gesellschaft“ für Dampferfahrten in dem Bereich Oberweser.
Ursprungsbezeichnung ist in Art. 2 I lit. a VO (EG) 510/2006 legaldefiniert und im Kern identisch mit der älteren Definition nach dem LUA.[55] Demnach sind Ursprungsbezeichnungen Namen von Gebieten und Orten, innerhalb welcher Waren hergestellt oder erzeugt werden, für welche ihre Herkunft mit den naturgegebenen Besonderheiten des Ortes oder die klimatischen Verhältnisse ausschlaggebend für bestimmte objektive Eigenschaften ist.[56] Dieser Begriff entspricht außerdem nahezu der, im deutschen Sprachgebrauch eher üblichen, qualifizierten geographischen Herkunftsangabe[57] nach § 127 II MarkenG. Mitunter wird in diesem Zusammenhang qualifizierte Herkunftsangabe als Oberbegriff zu Ursprungsbezeichnung verstanden und dient somit lediglich der Abgrenzung gegenüber der einfachen Herkunftsangabe.[58]
Der Zigarrenliebhaber geht bei dem Begriff Havanna neben der Herkunft (zu Recht) von einer gewissen Güte des Produkts aus, welche auf den klimatischen Gegebenheiten und der über Generationen weitergegebenen Handwerkskunst beruht.
Weiterhin lassen sich geographische Herkunftsangaben in mittelbare und unmittelbare unterscheiden. Wenn Letztere direkt den Namen des Ortes, Gebietes oder gar des Kontinents der Herkunft wiedergeben, weisen Erstere auf die ursprüngliche Geographie. Die mittelbare Herkunftsangabe ergibt sich hierbei zum Teil erst aus der Zusammenschau unterschiedlicher Merkmale.[59]
Aus den Begriffen Nürnberger Lebkuchen und Flensburger Pils ergibt sich die Herkunft ohne Weiteres. Dem gegenüber erklärt sich die Herkunft eines Getränkegrußes, auf dessen Flasche ein schiefer Turm abgebildet ist, erst auf dem zweiten Blick als Grappa aus dem Bereich der italienischen Stadt Pisa.
In Abgrenzung zu den Herkunftsangaben liegt, der, für die Rechtspraxis und -theorie, besonders wichtige Fall der Gattungsbezeichnung vor, wenn der Name eines Produktes nicht oder nicht mehr tatsächlich die Herkunft bezeichnet, sondern für die Art und Sorte steht.
So wird mit Hamburgern, Berlinern und Camembert eher ein Produkt und weniger die tatsächlichen Produktionsstätte dieser Lebensmittel verbunden.
Der Übergang von einer Herkunftsangabe zur Gattungsbezeichnung ist fließend, wobei zur Zuordnung eines Namens zu einer Kategorie das Verständnis des angesprochenen Verkehrskreises[60] maßgeblich ist.[61]
Zum Teil weisen Produkte ohne tatsächlichen Bezug, auf reale oder sogar fiktive Orte hin. Dann und in Fällen, in welchen die geographische Angabe wie eine fiktive wirkt, spricht man von Phantasieangaben.
Das Softwareunternehmen Adobe Systems zum Beispiel verdankt seinen Namen dem Fluss Adobe Creek.
Diese Angaben, wie auch personengebundene Herkunftsangaben, Serienzeichen und sonstige Ortsangaben,[62] werden im weiteren Verlauf nicht vertiefend betrachtet.
Im Bereich der Herkunftsangaben gibt es neben den geographischen auch noch die betrieblichen Herkunftsangaben. Als solche werden Angaben bezeichnet, in denen der angesprochene Verkehr einen Hinweis auf eine bestimmte Betriebsstätte erkennt.[63] Darüber hinaus können sich geographische Herkunftsangaben im Zeitverlauf wie zu Gattungsbezeichnungen auch zu betrieblichen Herkunftsangaben weiterentwickeln.[64]
Der Begriff „Stondsdorfer“ war zunächst eine geographische Herkunftsangabe und entwickelte sich dann zu einer Gattungsbezeichnung. Schließlich stellte sich die Frage, ob sich ein einzelnes Unternehmen diese Bezeichnung als individuelle betriebliche Herkunftsbezeichnung anerkennen lassen kann. Im konkreten Fall wurde dies mangels Verkehrsdurchsetzung verneint.[65]
Der Schutz geographischer Herkunftsangaben auf internationaler Ebene wird durch bilaterale und multilaterale Verträge gewährleistet. An dieser Stelle sollen die wichtigsten multilateralen Vertragswerke dargestellt werden, die PVÜ, das MHA, das LUA und das TRIPS-Abkommen. Zuerst wird die Entstehungsgeschichte skizziert[66] und anschließend das Spannungsfeld zwischen Marken- und Wettbewerbsrecht anhand dieser Regelungswerke beleuchtet.
Der ursprüngliche Schutz von geographischen Herkunftsangaben auf lediglich nationaler Ebene war begründet in der völkerrechtlichen Begrenzung von Hoheitsmacht auf das eigene Staatsgebiet. Eine Koordinierung der nationalen Regelungen war somit zweckmäßig, um einen grenzüberschreitenden Verkehr trotz weiterhin bestehender technischer Verschiedenheit der jeweiligen Rechtssysteme zu ermöglichen.[67]
Bereits 1883 wurde die Pariser Verbandsübereinkunft (PVÜ)[68] verabschiedet und war damit der erste multinationale Staatsvertrag, der sich u.a. auf das Marken- und Wettbewerbsrecht erstreckte.[69]
Ergänzt wurde der Schutz, der auch geographische Herkunftsangaben umfasst, seit 1891 durch das Madrider Herkunftsabkommen (MHA). Das MHA stellte insoweit eine Erweiterung des PVÜ dar, als dass das PVÜ den Schutz von Herkunftsangaben zunächst nur als gewerblichen Eigentums vorsah[70] und das MHA primär dem Schutz des Verkehrs vor Irreführung dienen sollte.[71]
Mit dem Lissaboner Ursprungsabkommen (LUA) von 1958 sollten staatlich registrierte Ursprungsbezeichnungen geschützt werden. Da jedoch nur 16 Staaten dem Vertrag beigetreten sind, was unter anderem in der Fokussierung auf Ursprungsbezeichnungen begründet war, kam eine gewisse Enttäuschung über dieses Vertragswerk auf. So ist auch Deutschland kein Vertragsstaat geworden, da die Geeignetheit des Vertrages, u.a. in Anbetracht des deutschen Rechtssystems, nicht gegeben war.[72] In Folge dessen wurden anschließend eine Reihe bilateraler Verträge geschlossen, für Deutschland waren dies zum Beispiel Abkommen mit Frankreich, Italien, Griechenland, Schweiz, Spanien und Österreich.[73]
Daher bestand trotz der bestehenden multilateralen Vertragswerke der Bedarf, eine umfassende Verbesserung des internationalen Rechtsschutzes geographischer Herkunftsangaben zu erreichen.
Ein tatsächlicher Fortschritt wurde letztlich vor allem durch das TRIPS-Abkommen von 1994 erreicht, was nicht zuletzt in seiner Reichweite begründet liegt. Es gilt beinahe weltweit, da es für alle 153 Mitgliedstaaten der WTO verbindlich ist.[74]
Im Weiteren sollen die Hintergründe für die vorstehende Entwicklung dargestellt werden. Es ist offensichtlich, dass unterschiedliche internationale Verträge nicht notwendig wären, wenn lediglich evolutionäre Verbesserungen oder Harmonisierungen des Ausgangsvertrages ausreichend gewesen wären.
Die PVÜ, als eines der ersten war auch zugleich das zentrale und umfassende multilaterale Vertragswerk zum gewerblichen Rechtsschutz. Ausgehend von 14 Mitgliedern bei Inkrafttreten 1884[75] gehören ihr heute 173 Staaten[76] an. Sie wurde seitdem mehrfach revidiert und für die Bundesrepublik Deutschland ist die sog. Stockholmer-Fassung vom 14. Juli 1967[77] verbindlich.[78]
Die ursprüngliche Initiative hierzu war motiviert von dem Streit zum Patentschutz der Exponate bei der Weltausstellung 1873 in Wien und der unterschiedlichen Patentgesetzgebung von zum Beispiel Frankreich, Spanien, Österreich/Ungarn und dem Vereinigten Königreich.[79]
Die Idee des PVÜ ist besonders gut zu verstehen, wenn man das Vertragswerk im Kontext seiner Entstehung betrachtet. So fiel die Entstehung in eine Zeit, in der die Erkenntnis Raum griff, dass ein Anreiz für zukünftige Innovationen am ehesten dort entsteht, wo der Innovator aus seinen Entwicklungen individuelle monopalartige Rechte ableiten kann.[80]
Wie dementsprechend aus dem vollständigen Titel der Übereinkunft hervorgeht, dient diese dem Schutz gewerblichen Eigentums, was im deutschen dem gewerblichen Rechtsschutz entsprechen würde[81]. Damit ist deutlich, dass es sich zunächst nicht um lauterkeitsrechtliche, als vielmehr um eine kennzeichenrechtliche Schutzrichtung handelt. Spezifiziert wird dies durch die enumerative Aufzählung in Art. 1 II PVÜ, welche auch Herkunftsangaben und Ursprungsbezeichnungen enthält.
Beginnend mit der Revision in Brüssel im Jahr 1900 ist auch das klassische Lauterkeitsrecht schrittweise in die PVÜ integriert worden, indem zusätzlich die Textpassage „Unterdrückung unlauteren Wettbewerbs“ in Art. 1 II a.E. PVÜ und der Art. 10bis eingefügt wurden,[82] was zu der, zumindest aus deutscher Perspektive, ungewöhnlichen dogmatischen Zuordnung von Lauterkeitsrecht zum gewerblichen Rechtsschutz führt.[83] Unabhängig davon ist jedoch zu kritisieren, dass ausschließlich die unternehmerische und nur reflexartig die Perspektive des Verbrauchers eingenommen wird.[84]
Die beiden wichtigsten Prinzipien, durch die ein Mindestmaß an Rechtsharmonisierung für alle Verbandsländer[85] geschaffen soll, sind:[86]
[1] Beier, GRUR Int 1969, 69.
[2] BT-Drucks. 14/9200, S. 462.
[3] Zoll, Stabile Gemeinschaften, S. 56 ff.
[4] Bickmann, Chance: Identität, S. 126 f.
[5] Burmann/Blinda, in: Göttgens/Wirtz, Integriertes Marken- und Kundenwertmanagement, S. 217.
[6] Büscher, GRUR Int 2008, 977 (979).
[7] Herrmann/Marauhn/Teuber, GJAE 7/2008, 321.
[8] Europäische Kommission, http://ec.europa.eu/agriculture/quality/door/list.html - 13.12.2011.
[9] EuGH, GRUR 1999, 723, 728 – Chiemsee.
[10] EuGH, GRUR 2009, 961, 969 – Bayerisches Bier.
[11] EuGH, GRUR Int 2004, 131, 138 – American Bud; EuGH, GRUR 2010, 143, 151– American Bud II.
[12] Holzer, MarkenR 2008, 53.
[13] Rohnke/Thiering, GRUR 2011, 8 (9).
[14] Bornkamm, GRUR 2011, 1 (8); Fezer, Markenrecht, § 2 MarkenG, Rn. 16, 46 ff.,56 ff.
[15] Siehe Gliederungspunkt D für eine ausführliche Darstellung des Meinungsstreits.
[16] Verordnung (EG) Nr. 510/2006 des Rates vom 20. März 2006 zum Schutz von geografischen Angaben und Ursprungsbezeichnungen für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel - ABl. 2006 Nr. L 93, S. 12 ff.
[17] Richtlinie 2005/29/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. Mai 2005 über unlautere Geschäftspraktiken von Unternehmen gegenüber Verbrauchern im Binnenmarkt. Siehe insbesondere Art. 6 I lit. b.
[18] Omsels, GRUR Int 2009, 971 (973 ff).
[19] BGBl. Teil II/1961, S. 22, Gesetz zum Abkommen vom 8.3.1960 über den Schutz von Herkunftsangaben, Ursprungsbezeichnungen und anderen geographischen Bezeichnungen.
[20] BGBl. Teil II/1967, S. 1815, Bekanntmachung über das Inkrafttreten des Abkommens vom 23.7.1963 über den Schutz von Herkunftsangaben, Ursprungsbezeichnungen und anderen geographischen Bezeichnungen.
[21] Fezer, Markenrecht, MarkenG, Vorbemerkung zu den §§ 130 bis 136, Rn. 48ff.
[22] Rauffus, Der internationale Schutz geografischer Herkunftsangaben, S. 110.
[23] WTO Abkommen über handelsbezogene Aspekte der Rechte des geistigen Eigentums (Agreement on Trade-Related Aspects of Intellectual Property Rights).
[24] Pariser Verbandsübereinkunft zum Schutz des gewerblichen Eigentums.
[25] Madrider Abkommen über die Unterdrückung falscher oder irreführender Herkunftsangaben auf Waren.
[26] Lissaboner Abkommen über den Schutz der Ursprungsbezeichnungen und ihre internationale Registrierung.
[27] Rauffus, Der internationale Schutz geografischer Herkunftsangaben, S. 183.
[28] Schulte-Beckhausen/Maaßen, in: Gloy/Loschelder/Erdmann, Wettbewerbsrecht, § 12, Rn. 4 ff.
[29] World Trade Organisation: Welthandelsorganisation.
[30] Dabbah, International and Comparative Competition Law, S. 3 ff.; Rauffus, Der internationale Schutz geografischer Herkunftsangaben, S. 113; Schulte-Beckhausen/Maaßen, in: Gloy/Loschelder/Erdmann, Wettbewerbsrecht, § 12, Rn. 4.
[31] Jian, GRUR Int 2011, 11 f.
[32] o.V., Gesetz der VR China gegen den unlauteren Wettbewerb, GRUR Int 1994, 1001 ff.
[33] Malkov, GRUR Int 1994, 692 (694).
[34] Köhler in: Köhler/Bornkamm, UWG, Einleitung, Rn. 4.21.
[35] Wiebe in: Appl/Wiebe, Wettbewerbs- und Immaterialgüterrecht, S. 15.
[36] § 2 S. 2 chUWG.
[37] World Intellectual Property Organization (WIPO), Model Provisions on Protection Against Unfair Competition: acticles and notes, Art. 1, WIPO publication No. 832(E).
[38] Rule of reason: Vgl. Standard Oil Co. v. United States, 221 U.S. 1 (1911).
[39] Art. 4 Nr. 9 des russischen Bundesgesetzes zum Schutz des Wettbewerbs, Federal Antimonopoly Service of the Russian Federaion, verfügbar unter: http://en.fas.gov.ru/legislation/legislation_50490.html - 13.12.2011.
[40] Rauffus, Der internationale Schutz geografischer Herkunftsangaben, S. 113.
[41] Ohly, in: Piper/Ohly/Sosnitza, UWG, Einführung, Rn. 2
[42] Für eine rechtsvergleichende Analyse des Begriffs Lauterkeitsrecht und dessen Kern siehe: Henning-Bodewig, GRUR Int 2010, 549 ff.; Henning-Bodewig, WRP 2010, 1094 ff.
[43] Eck, in: Gloy/Loschelder/Erdmann, Wettbewerbsrecht, § 22, Rn. 2.
[44] Ohly, in: Piper/Ohly/Sosnitza, UWG, Einführung, Rn. 82.
[45] Rauffus, Der internationale Schutz geografischer Herkunftsangaben, S. 116 f.
[46] Kahler, Die geographischen Herkunftsangaben, S. 78 f.
[47] Fezer, Markenrecht, Einleitung H, Rn. 1.
[48] HABM (3. Beschwerdekammer), GRUR 2002, 351, 354 – Oldenburger; EuGH, GRUR 1999, 723, 728 – Chiemsee.
[49] Verordnung (EG) Nr. 40/94 des Rates vom 20. Dezember 1993 über die Gemeinschaftsmarke
[50] Beier, GRUR Int 1968, 69 (80); Berg, GRUR Int 1996, 425 (427 f.); Rauffus, Der internationale Schutz geografischer Herkunftsangaben, S. 119 f.
[51] Rauffus, Der internationale Schutz geografischer Herkunftsangaben, S. 123.
[52] Omsels, Geografische Herkunftsangaben, Rn. 11.
[53] Für eine tabellarische Aufbereitung von geographischen Herkunftsangaben siehe: Thiedig, Spezialitäten mit geographischer Herkunftsangabe, S. 34.
[54] Loschelder/Loschelder, Geographische Herkunftsangaben und Ursprungsbezeichnungen, S.4.
[55] Fezer, Markenrecht, MarkenG, Vorbemerkung zu den §§ 130 bis 136, Rn. 14.
[56] Omsels, Geografische Herkunftsangaben, Rn. 12; Fezer, Markenrecht, MarkenG, Vorbemerkung zu den §§ 130 bis 136, Rn. 14.
[57] Helm, in: Gloy/Loschelder/Erdmann, Wettbewerbsrecht, § 73, Rn. 16.
[58] Thiedig, Spezialitäten mit geographischer Herkunftsangabe, S. 33 f.
[59] Omsels, Geografische Herkunftsangaben, Rn. 15 f.
[60] Siehe Gliederungspunkt E.V.
[61] Omsels, Geografische Herkunftsangaben, Rn. 67, 415 ff.
[62] Zur Vertiefung siehe: Omsels, Geografische Herkunftsangaben, Rn. 18 ff.
[63] Bornkamm in: Köhler/Bornkamm, UWG, § 5, Rn. 4.217.
[64] Sosnitza, in: Piper/Ohly/Sosnitza, UWG, § 5, Rn. 348.
[65] BGH, NJW 1973, 1840, 1841 – Stonsdorfer.
[66] Zur Vertiefung der historischen Entwicklung des Markenstrafrechts siehe: Göpfert, Die Strafbarkeit von Markenverletzungen, S. 25 ff.
[67] Niemann, Geistiges Eigentum in konkurrierenden völkerrechtlichen Vertragsordnungen S. 190; O’Connor, The law of geographical indications, S. 27.
[68] Zur vollständigen Bezeichnung der Vertragswerke siehe Gliederungspunkt A.II.
[69] Göpfert, Die Strafbarkeit von Markenverletzungen, S. 354.
[70] Spuhler, Das System des internationalen und supranationalen Schutzes von Marken und geographischen Herkunftsangaben, S. 30.
[71] Niemann, Geistiges Eigentum in konkurrierenden völkerrechtlichen Vertragsordnungen S. 191.
[72] Beier, GRUR Int 1968, 69 ff.
[73] Thiedig, Spezialitäten mit geographischer Herkunftsangabe, S. 110 f.
[74] Meister, WRP 2004, 305 (309).
[75] WIPO, http://www.wipo.int/treaties/en/general - 13.12.2011.
[76] WIPO, http://www.wipo.int/treaties/en/ShowResults.jsp?lang=en&treaty_id=2 - 13.12.2011.
[77] BGBl. Teil II/1970, S. 1073 bzw. BGBl. Teil II/1971, S. 1015.
[78] Köhler in: Köhler/Bornkamm, UWG, Einleitung, Rn. 5.2
[79] Meister, WRP 2004, 305 (314); WIPO, WIPO Intellectual Property Handbook:
Policy, Law and Use, 2004, S. 241.
[80] Meister, WRP 2004, 305 (315).
[81] Fezer, Markenrecht, PVÜ, Art. 1, Rn. 2.
[82] Henning-Bodewig, IIC 1990, 166 (170 f).
[83] Glöckner, in: Harte-Bavendamm/Henning-Bodewig, UWG, B. Internationales und Europäisches Lauterkeitsrecht, Rn. 5.
[84] Henning-Bodewig, WRP 2010, 1094 (1097).
[85] In der Tat ist es wegen der kolonialen Verhältnisse historisch korrekt von Verbandsländern anstatt von Mitgliedsstaaten zu sprechen: Meister, WRP 2004, 305 (315).
[86] Brandi-Dohrn, BB Beilage 1994, Nr 16, 1 (2).
V229134
9783842828339
wettbewerbsrecht markenrecht herkunftsangaben trips europarecht
, 2011, Herkunftsangaben im Spannungsfeld von Wettbewerbs- und Markenrecht, Hamburg, Diplomica Verlag GmbH, https://www.diplom.de/document/229134

References: EuGH

 § 5
 BGH 
 Art. 10
 EuGH 
 EuGH 
 EuGH 
 BGH 
 § 126
 § 1
 Art. 34
 § 5
 § 9
 Art. 10
 § 1
 Art. 7
 § 126
 Art. 2
 § 127
 Art. 1
 Art. 1
 Art. 10
 § 2
 Art. 6
 § 12
 § 12
 § 2
 Art. 1
 Art. 4
 § 22
 § 73
 § 5
 § 5
 Art. 1