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Timestamp: 2016-10-28 04:32:03+00:00

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6B_798/2010 (06.01.2011)
Anordnung einer station�ren therapeutischen Behandlung,
Das Obergericht des Kantons Solothurn verurteilte X.________ am 23. Juli 2010 zweitinstanzlich wegen mehrfacher Gewalt und Drohung gegen Beh�rden und Beamte bzw. Versuchs dazu, mehrfacher Drohung, mehrfacher Beschimpfung, mehrfacher einfacher K�rperverletzung, T�tlichkeiten, mehrfachen Ungehorsams gegen amtliche Verf�gungen und Entziehens von Unm�ndigen. Von weiteren Vorw�rfen sprach es ihn frei. Es bestrafte ihn mit einer Freiheitsstrafe von 2 � Jahren, einer Geldstrafe von 5 Tagess�tzen zu Fr. 30.-- sowie einer Busse von Fr. 150.-- und ordnete eine station�re therapeutische Behandlung an.
Gegen dieses Urteil wendet sich X.________ mit Beschwerde in Strafsachen. Er beantragt, das Urteil des Obergerichts des Kantons Solothurn sei hinsichtlich der station�ren therapeutischen Behandlung aufzuheben.
1.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt, die Vorinstanz habe in Abweichung von den Gutachten von Dr. med. A.________ vom 7. September 2009 und von Dr. med. B.________ vom 22. M�rz 2009 keine ambulante, sondern eine station�re Massnahme angeordnet. Damit verstosse sie gegen Art. 56 Abs. 3 StGB i.V.m. Art. 59 Abs. 1 StGB und Art. 56a StGB. Die Art der Massnahme beurteile sich nach medizinischen Kriterien. Es gen�ge nur ein Gutachten, welches die vom Richter gezogenen Schlussfolgerungen enthalte. K�nne sich der Richter diesen nicht anschliessen, habe er ein weiteres Gutachten einzuholen. Die Vorinstanz weiche ohne triftige Gr�nde von den Gutachten ab und setze ihre Meinung an die Stelle derjenigen der Sachverst�ndigen. Die angeordnete station�re Massnahme sei weder notwendig noch geeignet, um der Gefahr weiterer Straftaten zu begegnen. Es sei nie festgestellt worden, dass von ihm die Gefahr massiver Gewaltverbrechen ausgehe. Die Einsch�tzung des Gutachters Dr. A.________, er geh�re einer T�tergruppe an, die ein erheblich h�heres Risiko f�r die Umsetzung ihrer Drohungen aufweise, sei losgel�st vom konkreten Fall. Aus k�nftig m�glichen Konfrontationen mit Staatsbeamten lasse sich nichts ableiten. Fraglich sei auch, ob eine station�re Massnahme vollzogen werden k�nne. Denn er sei unabh�ngig von der Massnahmeart gegen�ber Therapeuten misstrauisch. Schliesslich sei der Aufbau einer therapeutischen Beziehung bei intensiver und h�ufiger Therapie auch im ambulanten Rahmen m�glich. Insbesondere Dr. med. C.________ von der Klinik K�nigsfelden spreche sich gegen eine station�re Massnahme aus und erachte eine solche l�ngerfristig m�glicherweise als kontraproduktiv. Eine station�re Massnahme gef�hrde zudem seine vorhandenen sozialen Kontakte.
1.2.1 Eine Massnahme ist anzuordnen, wenn eine Strafe allein nicht geeignet ist, der Gefahr weiterer Straftaten des T�ters zu begegnen, wenn ein Behandlungsbed�rfnis des T�ters besteht oder die �ffentliche Sicherheit dies erfordert und wenn die Voraussetzungen von Art. 59 bis 61, 63 oder 64 StGB erf�llt sind (Art. 56 Abs. 1 StGB). Sie setzt voraus, dass der mit ihr verbundene Eingriff in die Pers�nlichkeitsrechte des T�ters im Hinblick auf die Wahrscheinlichkeit und Schwere weiterer Straftaten nicht unverh�ltnism�ssig ist (Art. 56 Abs. 2 StGB). Das Gericht muss sich bei seinem Entscheid �ber die Anordnung einer station�ren Massnahme zur Behandlung psychischer St�rungen nach Art. 59 StGB auf eine sachverst�ndige Begutachtung st�tzen, die sich �ber die Notwendigkeit und die Erfolgsaussichten einer Behandlung des T�ters, die Art und die Wahrscheinlichkeit weiterer m�glicher Straftaten und die M�glichkeiten des Vollzugs der Massnahme �ussert (Art. 56 Abs. 3 lit. a und lit. b StGB).
1.2.2 Nach Art. 59 Abs. 1 StGB ist f�r die Anordnung einer station�ren therapeutischen Massnahme erforderlich, dass der T�ter psychisch schwer gest�rt ist, sein Verbrechen oder Vergehen im Zusammenhang mit seiner psychischen St�rung steht und zu erwarten ist, dadurch lasse sich der Gefahr weiterer mit seiner St�rung in Zusammenhang stehender Taten begegnen. Gem�ss Abs. 3 derselben Bestimmung wird der T�ter, wenn die Gefahr besteht, dass er flieht oder weitere Straftaten begeht, in einer geschlossenen Anstalt behandelt. Es muss eine hinreichende Wahrscheinlichkeit bestehen, dass sich durch die Behandlung die Gefahr weiterer Straftaten deutlich verringern l�sst. Die bloss vage M�glichkeit einer Verringerung der Gefahr reicht nicht aus (BGE 134 IV 315 E. 3.4.1). Art. 63 StGB regelt die Anordnung einer ambulanten Massnahme zur Behandlung psychischer St�rungen. Vorausgesetzt werden ebenfalls ein Zusammenhang zwischen Tat und St�rung sowie die Erwartung, die Prognose verbessere sich durch die Massnahme.
1.2.3 Sind mehrere Massnahmen in gleicher Weise geeignet, ist aber nur eine notwendig, so ordnet das Gericht diejenige an, die den T�ter am wenigsten beschwert (Art. 56a Abs. 1 StGB).
1.2.4 Ob ein Gericht die im psychiatrischen Gutachten enthaltenen Er�rterungen f�r �berzeugend h�lt oder nicht und ob es dementsprechend den Schlussfolgerungen des Experten folgen oder ein Erg�nzungsgutachten beziehungsweise eine Oberexpertise einholen soll, ist eine Frage der Beweisw�rdigung, die mit Beschwerde in Strafsachen wegen Verletzung des Willk�rverbots aufgeworfen werden kann. Dasselbe gilt f�r die Frage, ob ein psychiatrisches Gutachten in sich schl�ssig ist (BGE 106 IV 236 E. 2a S. 238, 97 E. 2b S. 99 f.; je mit Hinweisen). Eine entsprechende Kritik muss als Verletzung des Willk�rverbots substanziiert dargelegt werden. Das Gericht darf in Fachfragen nicht ohne triftige Gr�nde von Gutachten abweichen und muss Abweichungen begr�nden. Das Abstellen auf ein nicht schl�ssiges Gutachten kann Art. 9 BV verletzen, wenn gewichtige, zuverl�ssig begr�ndete Tatsachen oder Indizien die �berzeugungskraft des Gutachtens ernstlich ersch�ttern (BGE 133 II 384 E. 4.2.3 S. 391 mit Hinweisen; 129 I 49 E. 4 S. 57 f.).
1.3 Soweit der Beschwerdef�hrer geltend macht, bisher habe er keine ambulanten Therapien absolviert, welche gescheitert seien, setzt er sich in Widerspruch zu den vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen, ohne den Begr�ndungsanforderungen an eine Willk�rr�ge zu gen�gen (Art. 97 Abs. 1 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG; vgl. BGE 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68 mit Hinweisen). Darauf ist nicht einzutreten.
1.4.1 Die Vorinstanz st�tzt sich beim Entscheid �ber die Anordnung der Massnahme gem�ss Art. 59 Abs. 1 und Abs. 3 StGB auf das Gutachten von Dr. med. A.________ von den universit�ren psychiatrischen Kliniken Basel vom 7. September 2009. Daraus ergibt sich, dass der Beschwerdef�hrer seit langer Zeit an einer erheblich ausgepr�gten paranoiden Pers�nlichkeitsst�rung leidet, welche mit unverminderter Dynamik fortbesteht. F�r die Bejahung einer solchen St�rung sind nach dem Gutachten drei von sieben m�glichen Merkmalen notwendig. Der Beschwerdef�hrer weise folgende sechs Krankheitsmerkmale auf: eine �bertriebene Empfindlichkeit bei R�ckschl�gen und Zur�cksetzungen (1); die Neigung zu st�ndigem Groll wegen der Weigerung, Beleidigungen, Verletzungen oder Missachtung zu verzeihen (2); Misstrauen und eine starke Neigung, Erlebtes zu verdrehen, indem neutrale oder freundliche Handlungen anderer als feindlich oder ver�chtlich missdeutet werden (3); streits�chtiges und beharrliches, situationsunangemessenes Bestehen auf eigenen Rechten (4); Tendenz zu stark �berh�htem Selbstwertgef�hl, das sich in st�ndiger Selbstbezogenheit zeigt (5) sowie die Inanspruchnahme durch ungerechtfertigte Gedanken an Verschw�rungen als Erkl�rungen f�r Ereignisse in der n�heren Umgebung und in aller Welt (6). Sein erh�htes Selbstwertgef�hl m�sse eindeutig als pathologische Abwehr einer wahrscheinlich tief empfundenen Selbstunsicherheit gewertet werden, da er sich mit Waffen aller Art umgebe, immer wieder seine kynologischen, jagdtechnischen, milit�rischen und beruflichen F�higkeiten unterstreiche und oft in v�llig inad�quater Weise breitspurig auftrete. Er weise eine ausgesprochen geringe Frustrationstoleranz auf und neige dazu, andere zu beschuldigen bzw. die Konsequenzen seiner Verhaltensweise f�r Dritte auszublenden. Bereits unproblematische soziale Interaktionen nehme er als Angriff auf seine Person wahr, interpretiere diese als Drohung und reagiere mit Gef�hlen von Wut, Angst und Anspannung. Der soziale Empfangsraum des Beschwerdef�hrers sei als hochgradig ung�nstig einzustufen. Er verf�ge ausserhalb therapeutischer Beziehungen �ber keine sozialen Kontakte, welche seine Legalprognose g�nstig beeinflussen k�nnten. Infolge wiederholter f�rsorgerischer Freiheitsentz�ge, Sicherheitshaft wegen Weisungsbr�chen und neuerer Tatvorw�rfe sei der bisherige Krankheits- und Therapieverlauf ausgesprochen ung�nstig zu werten. Mit einer Festigung der Pers�nlichkeit sei in n�chster Zeit nicht zu rechnen. Paranoide Pers�nlichkeitsst�rungen w�rden mit steigendem Alter oft eher ung�nstig verlaufen. Die beim Beschwerdef�hrer festgestellte St�rung weise einen engen kausalen Zusammenhang zu den Taten auf. Es bestehe die hohe Wahrscheinlichkeit, dass er �hnliche strafbare Handlungen wieder begehe. Die R�ckfallgefahr f�r neue Drohungen liege generell bei 50% und h�her. Das Risiko der Umsetzung seiner Drohungen, d.h einer Amoktat, sei im Vergleich zu anderen T�tern erheblich erh�ht. Die legalprotektive Wirkung einer Behandlung sei als gering bis fraglich einzustufen. Personen mit erheblich ausgepr�gter paranoider Pers�nlichkeitsst�rung seien mangels Krankheitseinsicht, Misstrauen gegen�ber dem Therapeuten und erforderlicher langfristiger, stabiler therapeutischer Beziehung kaum erfolgreich zu therapieren. Ebenso w�rden sie sich h�ufig der indizierten medikament�sen Behandlung verweigern. Die Therapieberichte von Dr. D.________ zeigten diskrete positive Ans�tze. Die Behandlungsbereitschaft des Beschwerdef�hrers sei aber ausgesprochen br�chig, wobei eine Therapie in gewissem Grad auch gegen seinen Willen erfolgversprechend durchgef�hrt werden k�nne. Es werde eine ambulante psychiatrische Massnahme zusammen mit einer medikament�sen Therapie empfohlen. Der Art der Behandlung k�nne bei gleichzeitigem oder vorherigem Strafvollzug nicht Rechnung getragen werden.
1.4.2 An der erstinstanzlichen Verhandlung erg�nzte Dr. med. A.________ seine Angaben im Gutachten aufgrund weiterer Berichte der psychiatrischen Klinik K�nigsfelden �ber den Verlauf der bisherigen Unterbringung des Beschwerdef�hrers dahingehend, dass dieser nunmehr bereit sei, Hilfe anzunehmen. Seine St�rung erfordere aber einen langen Beziehungsaufbau zwischen ihm und dem Therapeuten. Auch wenn eine Therapie auf freiwilliger Basis zu bevorzugen w�re, k�nne nicht ganz auf seine Freiwilligkeit abgestellt werden. Diese diene nicht prim�r der Verbesserung der Legalprognose, sondern komme dem Patienten zu Gute. Es sei davon auszugehen, dass sich der Beschwerdef�hrer einer station�ren Therapie widersetzen werde, was deren Wirksamkeit in Frage stelle. Andererseits k�nnte dadurch der Verlauf besser beobachtet werden.
1.5.1 Anlasstaten f�r die station�re Massnahme bilden unter anderem mehrfache Drohungen gegen Beh�rden und Beamte nach Art. 285 StGB sowie einfache K�rperverletzungen nach Art. 123 StGB, welche Vergehen im Sinne von Art. 10 Abs. 2 StGB sind. Unbestritten ist, dass der Beschwerdef�hrer eine schwere psychische St�rung aufweist, welche in Verbindung mit den von ihm begangenen Vergehen steht (Art. 59 Abs. 1 lit a StGB). Das Gericht st�tzt sich bei der Anordnung der station�ren Massnahme auf das Gutachten von Dr. med. A.________ vom 7. September 2009 sowie dessen erg�nzenden m�ndlichen Ausf�hrungen an der erstinstanzlichen Verhandlung. Dieses Gutachten erf�llt die Anforderungen von Art. 56 Abs. 3 StGB. Entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers ist das Gericht nicht gehalten, nur jene Massnahmen in Betracht zu ziehen, welche ein Gutachten empfiehlt. Vielmehr w�rdigt es die Beweise, worunter auch die Begutachtung f�llt, frei. Es darf aus triftigen Gr�nden vom Gutachten abweichen (vgl. E. 1.2.4). Ebensowenig ist die Gefahr massiver Gewaltverbrechen Voraussetzung einer station�ren Massnahme zur Behandlung psychischer St�rungen (vgl. Art. 56 und Art. 59 StGB), weshalb die entsprechende R�ge des Beschwerdef�hrers (vgl. Beschwerde S. 7) nicht stichhaltig ist.
1.5.2 Die von der Vorinstanz angeordnete Massnahme ist grunds�tzlich geeignet, um die St�rung des Beschwerdef�hrers zu behandeln (Art. 59 Abs. 1 lit. b StGB, Art. 56 Abs. 1 lit a StGB). Dies ergibt sich aus den m�ndlichen Ausf�hrungen des Gutachters Dr. med. A.________, welcher im Ansatz eine positive Entwicklung des Beschwerdef�hrers durch die station�re Unterbringung in der psychiatrischen Klinik K�nigsfelden beschreibt. Er h�lt eine station�re Massnahme in der Klinik K�nigsfelden f�r wirksam, sofern sich der Beschwerdef�hrer der Massnahme f�gt. Dieser k�nne so besser beobachtet werden, als bei einer ambulanten Behandlung. Die Unfreiwilligkeit der Massnahme und die damit verbundene fragliche therapeutische Wirkung betreffen sowohl den station�ren als auch den ambulanten Massnahmevollzug. Sie bilden keinen Hinderungsgrund f�r die Anordnung einer station�ren Massnahme. Die zu erwartende Obstruktion des Beschwerdef�hrers gegen�ber jeglicher staatlich verh�ngter Massnahmen spricht vielmehr f�r einen engeren Betreuungsrahmen. Ziel der Massnahme ist auch die Erarbeitung der Therapiebereitschaft (vgl. BGE 123 IV 113 E. 4c/dd S. 123 f. in Bezug auf die Einweisung in eine Arbeitserziehungsanstalt gem�ss Art. 100bis aStGB; Urteil 6B_141/2009 vom 24. September 2009 E. 4.6 mit Hinweisen). Dass eine solche erreicht werden kann, ist angesichts der ersten positiven Ans�tze des Beschwerdef�hrers im station�ren Rahmen nicht ausgeschlossen.
1.5.3 Die station�re Massnahme ist erforderlich, um den St�rungen des Beschwerdef�hrers zu begegnen (Art. 56 Abs. 1 lit. b StGB). Dieser hat nach den vorinstanzlichen Feststellungen mehrfach versprochen, sich Psycho- und Gespr�chstherapien zu unterziehen, weswegen er aus der Untersuchungshaft oder dem f�rsorgerischen Freiheitsentzug entlassen wurde. Dennoch hat er es nicht geschafft, eine stabile therapeutische Beziehung aufzubauen (angefochtenes Urteil S. 48 f.), welche nach dem Gutachter Dr. med. A.________ auch bei einer ambulanten Behandlung erforderlich w�re, um seine St�rung erfolgreich zu behandeln (Gutachten S. 37 f.). Die fortbestehende Delinquenz des Beschwerdef�hrers trotz ambulanter Behandlung und die wiederholte Einweisung in psychiatrische Einrichtungen zeige, dass nur eine station�re Therapie seinen Bed�rfnissen gerecht wird. Dem angefochtenen Urteil und dem erstinstanzlichen Urteil, auf welches verwiesen wird, ist etwa zu entnehmen, dass der Beschwerdef�hrer eine ambulante Behandlung bei Dr. D.________ abbrach, es zu mehreren f�rsorgerischen Freiheitsentz�gen kam und er trotz laufender, zweimal w�chentlicher ambulanter Behandlung bei Dr. E.________ sowie der Deliktsaufarbeitung mit seinem Bew�hrungshelfer mehrmals erhebliche Drohungen gegen Beh�rdenmitglieder aussprach (angefochtenes Urteil S. 38 ff., erstinstanzliches Urteil S. 51 ff.). Selbst nach anf�nglichen Fortschritten in der psychiatrischen Klinik K�nigsfelden, in welcher der Beschwerdef�hrer station�r untergebracht war, legte er ein problematisches Verhalten an den Tag. Er �usserte Drohungen (er haue jemandem in die Fresse, man k�nnte eine Mitarbeiterin vergewaltigen oder er denke nach, jemanden zu erw�rgen) und warf in einem Fall eine heisse Tasse Kaffee nach den Mitarbeitern (Berichte der psychiatrischen Klinik K�nigsfelden vom 17. Mai 2010 und 5. Juli 2010).
Auch das Sicherheitsbed�rfnis der �ffentlichkeit spricht f�r eine Massnahme in einer geschlossenen Einrichtung (Art. 56 Abs. 1 lit. b, Art. 59 Abs. 3 StGB). Der Gutachter Dr. med. A.________ stuft das Risiko f�r eine erneute Straff�lligkeit im bisherigen Rahmen (Beschimpfungen, Drohungen, K�rperverletzungen), als ausgesprochen hoch, d.h. mit einer Wahrscheinlichkeit von �ber 50% ein (Gutachten S. 36, 39). Die Umsetzungsgefahr f�r einen Amoklauf liege im Durchschnitt bei unter 5%. Eine statistische Wahrscheinlichkeit f�r den Beschwerdef�hrer k�nne nicht angegeben werden. Allerdings sei er einer T�tergruppe zuzuordnen, welche im Vergleich zu anderen T�tern ein massiv h�heres Risiko f�r die Umsetzung ihrer Drohungen aufweise (Gutachten S. 40). Gerade beim Beschwerdef�hrer, welcher eine umfangreiche Waffensammlung besitzt (vgl. Liste der Beschlagnahmungen angefochtenes Urteil S. 57 f.) und in seinen Drohungen auf Amokl�ufe sowie seine Fertigkeit im Umgang mit Waffen verweist (angefochtenes Urteil S. 12 oben, S. 16 bis 19), erfordert das vorhandene Risiko einen wirksamen Schutz der Bev�lkerung. Dieser kann nur mit einer station�ren Massnahme erzielt werden. Hinzu kommt, dass die St�rung des Beschwerdef�hrers gem�ss Gutachten schwer zu therapieren ist. Die Patienten w�rden sich oft weigern, die notwendigen Medikamente einzunehmen (vgl. Gutachten Dr. med. A.________ S. 37 f.). Die Vorinstanz durfte die Erforderlichkeit einer station�ren Massnahme bejahen, ohne Bundesrecht zu verletzen.
1.5.4 Die angeordnete station�re Massnahme ist zudem verh�ltnism�ssig. Bisherige Versuche mit ambulanten Therapien haben gezeigt, dass der Beschwerdef�hrer unter dem Einfluss seiner schweren psychischen St�rung laufend straff�llig wird (angefochtenes Urteil S. 39 f.). Dem Sicherheitsbed�rfnis der Bev�lkerung und der Beh�rden sowie den Interessen des Beschwerdef�hrers ist es abtr�glich, wenn er wegen seines Verhaltens immer wieder in f�rsorgerischen Freiheitsentzug oder in Untersuchungshaft verbracht werden muss. Eine solche Vorgehensweise, die eine ambulante Therapie laufend durch station�re Aufenthalte unterbricht, l�sst die notwendige Stabilit�t und Kontinuit�t vermissen. Auch eine vollzugsbegleitende ambulante Massnahme f�llt ausser Betracht, da die bisherigen ambulanten Behandlungen abgebrochen werden mussten. Vielmehr kann die Bev�lkerung im Umgang mit dem unberechenbaren Beschwerdef�hrer nicht anders gesch�tzt werden als durch eine station�re Massnahme in einer geschlossenen Einrichtung (Art. 59 Abs. 3 StGB). Fehl geht die Argumentation des Beschwerdef�hrers, die station�re Massnahme gef�hrde seine bisherigen sozialen Kontakte, denn gem�ss dem angefochtenen Urteil fehlt es gerade an seiner sozialen Integration (angefochtenes Urteil S. 44). Die Vorinstanz durfte daher in Abweichung vom Gutachten von Dr. med. A.________ eine station�re psychiatrische Behandlung anordnen, ohne Bundesrecht zu verletzen.
2.1 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, die Vorinstanz setze sich nicht mit dem Gutachten von Dr. med. B.________ auseinander und verletze seinen Anspruch auf rechtliches Geh�r nach Art. 29 Abs. 2 BV. Sie setze sich �ber diese zweite Expertenmeinung hinweg, ohne dies zu begr�nden.
2.2 Aus dem Anspruch auf rechtliches Geh�r nach Art. 29 Abs. 2 BV ergibt sich unter anderem, dass die Beh�rde die Vorbringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch tats�chlich h�rt, pr�ft und in der Entscheidfindung ber�cksichtigt. Daraus folgt die Verpflichtung der Beh�rde, ihren Entscheid zu begr�nden. Die Begr�ndungspflicht soll verhindern, dass sich die Beh�rde von unsachlichen Motiven leiten l�sst (BGE 133 I 270 E. 3.1 S. 277). Es ist nicht erforderlich, dass sie sich mit allen Parteistandpunkten einl�sslich auseinander setzt und jedes einzelne Vorbringen ausdr�cklich widerlegt. Sie kann sich auf die f�r den Entscheid wesentlichen Punkte beschr�nken. Die Begr�ndung muss so abgefasst sein, dass sich der Betroffene �ber die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die h�here Instanz weiterziehen kann (BGE 136 V 351 E. 4.2 S. 355 mit Hinweis).
2.3 Die Vorinstanz st�tzt sich bei der Anordnung der Massnahme auf das im strafrechtlichen Verfahren erstellte Gutachten von Dr. med. A.________, welchem unter anderem eine eingehende, station�re Begutachtung des Beschwerdef�hrers zugrunde liegt. Sie setzt sich mit diesem Gutachten, welches wie jenes von Dr. med. B.________ eine ambulante Massnahme empfiehlt, eingehend auseinander und begr�ndet die vom Gutachten abweichende Anordnung der station�ren Massnahme (angefochtenes Urteil S. 42 bis S. 51). Das vom Beschwerdef�hrer ins Feld gef�hrte Gutachten von Dr. med. B.________ vom 22. M�rz 2009 wurde f�r ein verwaltungsrechtliches Verfahren erstellt, in welchem es nicht um die Frage einer strafrechtlichen Massnahme, sondern um den f�rsorgerischen Freiheitsentzug geht. Dr. med. B.________ legt explizit dar, eine fundierte Gef�hrlichkeitsbeurteilung sei nicht Gegenstand seiner Begutachtung. Er bejaht aber das aufgrund der Erkrankung des Beschwerdef�hrers statistisch erh�hte Delinquenzrisiko (Gutachten S. 10). Die vom Beschwerdef�hrer angef�hrten fehlenden Hinweise auf eine Fremd- bzw. Selbstgef�hrlichkeit gr�nden bloss auf seinen eigenen Aussagen, welche Dr. med. A.________ in seinem Gutachten als Parteiaussagen wiedergibt, und welche nicht auf einer objektivierten und umfassenden Risikobeurteilung des Gutachters beruhen (Gutachten S. 8 f.). Daraus vermag der Beschwerdef�hrer nichts zu seinen Gunsten abzuleiten. Im �brigen geht Dr. med. B.________ von der unzutreffenden Sachverhaltsannahme aus, die Handgreiflichkeit gegen den Staatsanwalt sei ein einmaliger Vorfall (vgl. angefochtenes Urteil S. 28 f., Gutachten S. 10). Der Beschwerdef�hrer wurde auch wegen K�rperverletzung zum Nachteil eines Bahnpolizisten im Jahr 2008 (Biss in die Hand und Ellenbogenschl�ge an den Kopf) und T�tlichkeiten zum Nachteil seiner Ehefrau im Jahr 2009 (Tritt ans Schienbein) verurteilt (angefochtenes Urteil S. 25 und S. 31). Die Vorinstanz setzt sich mit den f�r die Anordnung der station�ren Massnahme nach Art. 59 i.V.m. Art. 56 StGB erforderlichen Kriterien anhand des Gutachtens von Dr. med. A.________ auseinander und begr�ndet hinreichend, weshalb sie in Abweichung des Gutachtens eine station�re Massnahme f�r angezeigt h�lt. Sie musste sich mit dem Gutachten von Dr. med. B.________, welches weder die Frage der strafrechtlichen Massnahmebed�rftigkeit beantwortet noch eine ausf�hrliche objektive Gef�hrlichkeitsprognose stellt, nicht n�her befassen. Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh�r und auf Begr�ndung des Urteils liegt nicht vor.

References: Art. 56
 Art. 59
 Art. 56
 Art. 59
 Art. 59
 Art. 59
 Art. 63
 Art. 9
 Art. 106
 BGE 
 Art. 59
 Art. 285
 Art. 123
 Art. 10
 Art. 56
 Art. 56
 Art. 59
 Art. 56
 BGE 
 Art. 100
 Art. 59
 Art. 29
 Art. 29
 Art. 59
 Art. 56