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Timestamp: 2019-03-26 19:35:18+00:00

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BVerwG, 06.08.2009 - 2 B 9.09 - dejure.org
OVG Nordrhein-Westfalen, 06.11.2008 - 1 A 4159/06
Grobe Fahrlässigkeit erfordert ein besonders schwerwiegendes und auch subjektiv schlechthin unentschuldbares Fehlverhalten, das über das gewöhnliche Maß an Fahrlässigkeit erheblich hinausgeht ( siehe zum Vorstehenden: BVerwG, Beschluss vom 6. August 2009 - 2 B 9.09 -, juris [m. w. N.] ).
Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (etwa Beschluss vom 22.11.2006 - 2 B 47/06 - Beschluss vom 6.8.2009 - 2 B 9/09 -, jeweils juris) verhält sich ein Beamter grob fahrlässig, wenn er die im Verkehr erforderliche Sorgfalt in besonders schwerem Maße verletzt, wenn er nicht beachtet, was im gegebenen Fall jedem einleuchten muss, oder wenn er die einfachsten, ganz nahe liegenden Überlegungen nicht anstellt.
Ob Fahrlässigkeit als einfach oder grob zu bewerten ist, hängt vom Ergebnis der Abwägung aller objektiven und subjektiven Tatumstände im Einzelfall ab und entzieht sich deshalb weitgehend einer Anwendung fester Regeln (BVerwG, Beschluss vom 6.8.2009 a. a. O.).
Grob fahrlässig handelt, wer die im Verkehr erforderliche Sorgfalt in besonders schwerem Maße verletzt, indem er nicht beachtet, was im gegebenen Fall jedem einleuchten muss, oder indem er die einfachsten, ganz naheliegenden Überlegungen nicht anstellt bzw. die einfachsten, ganz naheliegenden Maßnahmen zur Abwendung eines Schadens nicht ergreift (ständige Rechtsprechung, vgl. BVerwG, B.v. 6.8.2009 - 2 B 9.09 - juris Rn. 6 m.w.N.;… BayVGH, B.v. 29.1.2014 - 6 ZB 12.1817 - juris Rn. 7;… B.v. 1.6.2017 - 6 ZB 17.903 - juris Rn. 6).
VG Gelsenkirchen, 13.12.2011 - 12 K 1876/08
Verlust; Verwahrung; grob fahrlässig; Sorgfaltspflicht; neu für alt
vgl. BVerwG, Beschluss vom 22. November 2006 - 2 B 47/06 - und vom 6. August 2009 - 2 B 9/09 -, juris, jeweils m.w.N; Schnellenbach, Beamtenrecht in der Praxis, 7. Auflage, § 8 Rn. 24.
vgl. BVerwG, Beschluss vom 6. August 2009 - 2 B 9/09 -, juris; Plog/Wiedow, BBG (alt), § 78 Rn. 25; Schnellenbach, Beamtenrecht in der Praxis, 7. Auflage, § 8 Rn. 24.
Grob fahrlässig handelt, wer die verkehrserforderliche Sorgfalt in besonders schwerem Maße außer Acht lässt, indem er schon einfachste, ganz naheliegende Überlegungen nicht anstellt, d. h. nicht beachtet, was jedem in der konkreten Lage einleuchten müsste (…st. Rspr., z. B. BVerwG, U. v. 25.5.1988 - 6 C 38/85 - juris Rn. 18; U. v. 6.8.2009 - 2 B 9/09 - juris Rn. 5 f.;… Weiss/Niedermaier/Summer/Zängl/Baßlsperger, § 48 BeamtStG Rn. 47, jeweils m. w. N.).
vgl. BVerwG, Beschluss vom 6. August 2009 - 2 B 9.09 -, juris Rn. 5; OVG NRW, Urteil vom 10. Februar 2005 - 6 A2171/02 -, Schütz/Maiwald, a.a.O., ES/E IV Nr. 46, 264 (274 f.); Tiedemann, in Schütz/Maiwald, a.a.O., Kommentar Bd. 2, Teil C § 83 Rn. 52.
Daher muss stets unter Berücksichtigung der persönlichen Umstände, der individuellen Kenntnisse und Erfahrungen des Handelnden beurteilt werden, ob und in welchem Maß sein Verhalten fahrlässig war (BVerwG, B.v. 6.8.2009 - 2 B 9.09 - juris Rn. 5 m.w.N.).
Die Feststellung der groben Fahrlässigkeit hängt stets vom Ergebnis der Abwägung aller objektiven und subjektiven Tatumstände im Einzelfall ab (BVerwG, B.v. 6.8.2009 a.a.O. Rn. 6).
Grobe Fahrlässigkeit liegt vor, wenn der Soldat die erforderliche Sorgfalt in besonders schwerem Maß verletzt hat, in dem er nicht beachtet hat, was im gegebenen Fall jedem einleuchten musste, und ihm ein Versehen unterlaufen ist, dass selbst einem mindervorsichtigen Menschen normalerweise nicht zustoßen dürfte (st.Rspr., vgl. BVerwG v. 06.08.2009, Az: 2 B 9/09, juris RdNr. 5; v. 25.05.1988, Az: 6 C 38/85, DVBl. 1988, 1067, juris RdNr. 18; BGH v. 29.01.2003, Az: IV ZR 173/01, NJW 2003, 1118, juris RdNr. 10; SächsOVG v. 14.10.2010, Az: 2 A 445/09, juris RdNr. 15; Scherer/Alf, SG, RdNr. 3 zu § 24).
Im Gegensatz zum rein objektiven Maßstab bei einfacher Fahrlässigkeit sind bei grober Fahrlässigkeit auch subjektive Umstände zu berücksichtigen (st.Rspr., vgl. BVerwG v. 06.08.2009 a.a.O.;… BGH v. 29.01.2003 a.a.O.;… SächsOVG v. 14.10.2010 a.a.O.).
Welchen Grad der Fahrlässigkeitsvorwurf erreicht, hängt von einer Abwägung aller objektiven und subjektiven Tatumstände im Einzelfall ab und entzieht sich deshalb weitgehend einer Anwendung fester Regeln (…vgl. BVerwG, Urt. v. 17. September 1964, BVerwGE 19, 243, 248; Beschl. v. 6. August 2009 - 2 B 9.09 -, juris m. w. N.).
VG Neustadt, 25.03.2015 - 1 K 720/14
Schadensersatzanspruch des Dienstherrn gegen Beamten nach einem Verkehrsunfall - …

References: § 8
 § 78
 § 8
 § 48
 § 83
 BGH 
 § 24
 BGH