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Timestamp: 2020-06-01 10:04:27+00:00

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BVerwG, 03.09.1992 - 11 B 22.92 - dejure.org
BVerwG, 03.09.1992 - 11 B 22.92
https://dejure.org/1992,447
BVerwG, 03.09.1992 - 11 B 22.92 (https://dejure.org/1992,447)
BVerwG, Entscheidung vom 03.09.1992 - 11 B 22.92 (https://dejure.org/1992,447)
BVerwG, Entscheidung vom 03. September 1992 - 11 B 22.92 (https://dejure.org/1992,447)
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Ein Kraftfahrer muß in einem Fahrerlaubnis-Entziehungsverfahren eine rechtskräftige strafgerichtliche Entscheidung mit dem darin festgestellten Sachverhalt gegen sich gelten lassen, sofern sich nicht gewichtige Anhaltspunkte für die Unrichtigkeit der tatsächlichen ...
Fahrerlaubnis-Entziehungsverfahren - Geltung der strafrechtlichen Entscheidung - Ermessensüberprüfung - Zweite Anhörungsmitteilung - Förmlicher Beweisantrag
NVwZ-RR 1993, 165
NZV 1992, 501
DÖV 1993, 429
Außerdem entfällt die Bindungswirkung, wenn gewichtige Anhaltspunkte, insbesondere neue Tatsachen oder Beweismittel als Wiederaufnahmegründe im Sinne des § 359 Nr. 5 StPO, für die Unrichtigkeit der tatsächlichen Feststellungen im Strafurteil sprechen (BVerwG, B.v. 28.9.1981 - 7 B 188.81 - juris Rn. 7, B.v. 3.9.1992 - 11 B 22.92 - BayVBl 1993, 26 m. w. N.;… BayVGH, B.v. 16.9.2010 - 11 ZB 09.2002 - juris Rn. 12 ff.).
Es soll verhindert werden, dass derselbe einer Eignungsbeurteilung zugrundeliegende Sachverhalt unterschiedlich bewertet wird; die Beurteilung durch den Strafrichter soll in diesen Fällen den Vorrang haben (vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 11. Januar 1988 - BVerwG 7 B 242.87 - Buchholz 442.10 § 4 StVG Nr. 78 = NZV 1988, 37 und vom 3. September 1992 - BVerwG 11 B 22.92 - Buchholz 442.10 § 4 StVG Nr. 88 = NZV 1992, 501).
entnehmbaren Sachverhalte zu berücksichtigen sind (…Janiszewski aaO § 3 StVG Rn.12;… Hentschel Straßenverkehrsrecht aaO § 3 StVG Rn.26; BVerwG VRS 84, 79).
Verneint das Berufungsgericht derartige oder andere Gesichtspunkte, kann im Revisionsverfahren nur geprüft werden, ob das Berufungsgericht von seinem Ermessen fehlerhaft Gebrauch gemacht hat (vgl. BVerwG, Beschluß vom 10. April 1992 - BVerwG 9 B 142.91 - Buchholz 310 § 130 a VwGO Nr. 5 = NVwZ 1992, 890; Beschluß vom 3. September 1992 - BVerwG 11 B 22.92 - Buchholz 442.10 § 4 StVG Nr. 88 = NVwZ-RR 1993, 165; vgl. auch BVerwG, Urteil vom 15. Dezember 1989 - BVerwG 7 C 35.87 - BVerwGE 84, 220 ).
Es soll verhindert werden, dass derselbe einer Eignungsbeurteilung zugrundeliegende Sachverhalt unterschiedlich bewertet wird; die Beurteilung durch den Strafrichter soll in diesen Fällen den Vorrang haben (…vgl. BVerwG, Urt. v. 28.06.2012 a.a.O.; BVerwG, Beschlüsse vom 11.01.1988 - 7 B 242.87 - NZV 1988, 37 und vom 03.09.1992 - BVerwG 11 B 22.92 - NZV 1992, 501).
Da die Beschwerde bereits wegen des festgestellten Verstoßes gegen die gerichtliche Sachaufklärungspflicht (§ 86 Abs. 1 VwGO) Erfolg hat, bedarf es keiner Entscheidung, ob sie auch mit der gleichfalls der Sache nach gerügten Verletzung des § 130 a VwGO begründet ist (zur insoweit auf die Überprüfung grober Ermessensfehler des Berufungsgerichts beschränkten revisionsgerichtlichen Kontrolle durch das Bundesverwaltungsgericht vgl. in stRspr, Beschluss vom 18. Mai 2000 - BVerwG 9 B 212.00 - juris; Beschluss vom 3. September 1992 - BVerwG 11 B 22.92 - Buchholz 442.10 § 4 StVG Nr. 88;… vgl. auch Beschluss vom 20. November 2001, a.a.O.).
Das hat zur Folge, dass im Rahmen eines Rechtsmittelverfahrens die Ermessensentscheidung des Gerichts nicht auf seine Zweckmäßigkeit hin überprüft wird (BVerwG, Urteil vom 22. Juni 1962 - 4 C 245.61 - BVerwGE 14, 73 ), sondern nur daraufhin, ob sie auf sachfremden Erwägungen oder groben Fehleinschätzungen beruht (…so BVerwG, Beschlüsse vom 10. April 1992 - 9 B 142.91 - Buchholz 310 § 130a VwGO Nr. 5 = juris Rn. 2, vom 3. September 1992 - 11 B 22.92 - Buchholz 442.10 § 4 StVG Nr. 88 = juris Rn. 4 …und vom 3. Februar 1999 - 4 B 4.99 - Buchholz 310 § 130a VwGO Nr. 33 = juris Rn. 7 m.w.N. jeweils zur Ermessensentscheidung nach § 130a VwGO).
Zwar ist es nach ständiger Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts nicht erforderlich, daß das Gericht im vereinfachten Verfahren über einen förmlich gestellten Beweisantrag, der erst aufgrund der Anhörungsmitteilung gestellt worden ist, vorab durch Beschluß entscheidet (vgl. Urteil vom 28. Juni 1983 - BVerwG 9 C 15.83 - m.w.N.); doch hat es das Berufungsgericht unterlassen, dem Kläger einen Hinweis darauf zu geben, daß es auch nach Prüfung des in der Berufungsbegründungsschrift Vorgebrachten sowie der dort gestellten Beweisanträge weiterhin beabsichtige, nach § 130 a VwGO zu verfahren (vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 3. Februar 1993 - BVerwG 11 B 12.92 - und vom 3. September 1992 - BVerwG 11 B 22.92 - ).
Bereits im Beschluß vom 3. September 1992 - BVerwG 11 B 22.92 - (NZV 1992, 501) hat der Senat sich der Auffassung (vgl. BVerwG, Beschluß vom 10. April 1992 - BVerwG 9 B 142.91 - ) angeschlossen, daß § 130 a VwGO ein Recht auf eine mündliche Verhandlung vor dem Berufungsgericht auch dann nicht eröffnet, wenn der Kläger auf die (erste) Anhörungsmitteilung mit neuem oder ergänzendem Tatsachenvortrag reagiert und dabei förmliche Beweisanträge stellt.
Grundsätzlich hat der Entscheidung in einem solchen Fall allerdings - wie die Beschwerde zu Recht hervorhebt - eine zweite Anhörungsmitteilung vorauszugehen (so bereits BVerwG, Beschlüsse vom 10. April und 3. September 1992 a.a.O.).
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VGH Bayern, 16.09.2010 - 11 ZB 09.2002
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Amtspflichtverletzung und zum Straßenverkehsrecht
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Straßenverkehrsrecht: Überprüfung der Fahreignung trotz strafgerichtlicher …
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BVerwG, 20.10.2000 - 9 B 390.00
BVerwG, 06.06.2000 - 9 B 246.00
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VGH Bayern, 16.05.2012 - 11 B 12.6
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BVerwG, 26.06.1996 - 4 B 94.96
BVerwG, 05.01.1996 - 4 B 299.95
BVerwG, 29.08.1995 - 4 B 164.95
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Entzug der Fahrerlaubnis wegen Abhängigkeit von Betäubungsmitteln

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 § 4
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