Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=BVerfGE%201,%20184
Timestamp: 2019-04-19 09:25:06+00:00

Document:
BVerfG, 20.03.1952 - 1 BvL 12/51, 1 BvL 15/51, 1 BvL 16/51, 1 BvL 24/51, 1... - dejure.org
BVerfG, 20.03.1952 - 1 BvL 12/51, 1 BvL 15/51, 1 BvL 16/51, 1 BvL 24/51, 1 BvL 28/51
Art. 100 Abs. 1 GG, Rechtsverordnungen unterliegen nicht der konkreten Normenkontrolle durch das BVerfG, Verwerfungskompetenz der Gerichte;
Art. 100 Abs. 1 Satz 1 GG, § 80 Abs. 2 BVerfGG, das vorlegende Gericht muß die Norm für verfassungswidrig halten, Zweifel genügen nicht
LG Duisburg, 20.08.1951 - 14 KMs 12/51
LG Bielefeld, 27.09.1951 - 7 Qs 248/51
BVerfG, 31.01.1952 - 1 BvL 16/51
BVerfGE 1, 184
NJW 1952, 497
DVBl 1952, 576
DÖV 1952, 342
Von dieser Auslegung ist das Bundesverfassungsgericht auch bisher ausgegangen (vgl. BVerfGE 1, 184 [197]; 4, 45 [48 f.]).
a) Gerichte können und müssen die für ihre Entscheidung in Betracht kommenden Rechtsvorschriften auf ihre Vereinbarkeit mit dem Grundgesetz und landesrechtliche Vorschriften auch auf ihre Vereinbarkeit mit dem Bundesrecht hin prüfen (BVerfGE 1, 184, 197; BGH, Urteil vom 26. Mai 1970 - VI ZR 199/68, BGHZ 54, 76, 81 f.).
Im Fall der Verneinung der Verfassungsmäßigkeit eines förmlichen Gesetzes reduziert sich die Prüfungskompetenz der Fachgerichte auf ein bloßes Vorprüfungsrecht (BVerfGE 1, 184, 198).
Sie können die Verfassungsmäßigkeit in eigener Zuständigkeit bejahen; wollen sie diese verneinen und ist die Entscheidung des Gerichts von der Gültigkeit des Gesetzes abhängig, so haben sie die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts einzuholen, Art. 100 Abs. 1 GG; bloße Bedenken reichen insoweit indes nicht aus (vgl. BVerfG, Urt. v. 20.03.1952 - 1 BvL 12/51, BVerGE 1, 184, Rn. 17;… st Rspr. BGH, vgl. zuletzt BGH, Urt. v. 04.11.2015 - VIII ZR 217/14, WuM 2016, 144, Rn. 21 ff., m. w. N.).
In beiden Varianten der abstrakten Normenkontrolle hat das Bundesverfassungsgericht als Hüter der Verfassung darüber zu wachen, dass das Grundgesetz weder formell noch sachlich durch Rechtsvorschriften des Bundes oder der Länder noch durch deren Nichtanwendung verletzt wird (vgl. BVerfGE 1, 184 ).
Die Normenkontrolle nach Art. 93 Abs. 1 Nr. 2 GG bietet der jeweiligen Landesregierung insoweit hinreichende Möglichkeiten, um bei allen Rechtsverordnungen von Bedeutung rechtzeitig eine allgemein verbindliche Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts herbeizuführen (vgl. BVerfGE 1, 184 ).
Angesichts der umfangreichen Zuständigkeiten des Bundesverfassungsgerichts entspricht dies auch dem Gebot, die Tätigkeit des Bundesverfassungsgerichts im Rahmen der Normenkontrolle zu beschränken (vgl. BVerfGE 1, 184 ).
Nach dem Grundgedanken des Art. 100 GG ist es zwar Aufgabe des Bundesverfassungsgerichts, zu verhüten, dass jedes einzelne Gericht sich über den Willen des Bundes- oder Landesgesetzgebers hinwegsetzt, indem es von diesen beschlossene Gesetze nicht anwendet, weil sie nach Auffassung des Gerichts mit höherrangigem Recht unvereinbar sind (vgl. BVerfGE 1, 184 ).
BVerfG, 20.03.1952 - 1 BvL 14/52
Voraussetzungen für den Antrag auf Normenkontrolle nach Art. 100 Abs. 1 GG
StGH Bremen, 29.03.1982 - St 2/80
Unzulässigkeit von Richtervorlagen gemäß Art. 142 BremLV zur Entscheidung über …
BVerfG, 04.02.1964 - 2 BvL 26/63
BVerfG, 20.05.1952 - 1 BvL 3/51
BVerfG, 13.01.1971 - 1 BvL 16/70
BVerwG, 26.09.1961 - I C 76.59
StGH Bremen, 30.09.1952 - St 1/52
Konkrete Normenkontrolle einer Rechtsverordnung
BGH, 12.03.1953 - 5 StR 647/52

References: Art. 100

Art. 100
 § 80
 Art. 100
 Art. 93
 Art. 100
 Art. 100
 Art. 142