Source: http://www.jurablogs.com/2014/11/04/wiedereinsetzung-und-das-verschulden-des-noch-nicht-beigeordneten-rechtsanwalts
Timestamp: 2017-04-27 01:40:32+00:00

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Wiedereinsetzung – und das Verschulden des noch nicht beigeordneten Rechtsanwalts
BlogsRechtslupeNovember 2014Wiedereinsetzung – und das Verschulden des noch nicht beigeordneten RechtsanwaltsDie Klägerin muss sich das Verschulden ihrer Prozessbevollmächtigten nach § 85 Abs. 2 ZPO zurechnen lassen, auch wenn diese in der Berufungsinstanz noch nicht nach § 121 ZPO beigeordnet war.Auf die fehlende Beiordnung kommt es nicht an. Eine Zurechnung über § 85 Abs. 2 ZPO findet – nur – statt, wenn der Anwalt wirksam bevollmächtigt worden ist. Vertretungsmacht erlangt auch der beigeordnete Anwalt erst dadurch, dass ihm der Betroffene eine Vollmacht i.S. des § 167 BGB erteilt1.Vorliegend war die Prozessbevollmächtigte der Klägerin ereits in erster Instanz nach ihrer Beiordnung von der Klägerin bevollmächtigt worden. Sie hat namens und in Vollmacht der Klägerin Klage erhoben. Eine Prozessvollmacht ermächtigt zur Führung des Prozesses in allen Instanzen und endet nicht mit der Beendigung der Instanz (§ 81 ZPO)2 ...Zum vollständigen Artikel10 verwandte ArtikelBei Bewilligung von PKH ist nach § 73a Abs. 1 Satz 1 SGG iVm § 121 Abs. 2 und 3 ZPO (Zivilprozessordnung) ist in der Regel ein
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References: § 85
 § 121
 § 85
 § 167
 § 73
 § 121
 BGH