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Timestamp: 2019-12-12 05:37:04+00:00

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BGH, 27.03.1969 - VII ZR 165/66 - dejure.org
https://dejure.org/1969,112
BGH, 27.03.1969 - VII ZR 165/66 (https://dejure.org/1969,112)
BGH, Entscheidung vom 27.03.1969 - VII ZR 165/66 (https://dejure.org/1969,112)
BGH, Entscheidung vom 27. März 1969 - VII ZR 165/66 (https://dejure.org/1969,112)
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§ 255 BGB regelt nicht nur ein Zurückbehaltungsrecht, sondern begründet auch einen Anspruch auf nachträgliche Abtretung;
§ 823 Abs. 1 BGB, zur Rechtslage, wenn der Eigentümer einer gestohlenen Sache sowohl vom Dieb Schadenersatz verlangt als auch vom Abnehmer des Diebs ...
DB 1969, 879
Eines einheitlichen Schuldgrundes bedarf es nicht (st.Rspr.; vgl. nur BGH, Urteil vom 27. März 1969 - VII ZR 165/66, BGHZ 52, 39, 44 f. mwN).
Grundsätzlich kann ein Gläubiger, dem Ansprüche gegen mehrere Schuldner zustehen, frei wählen, welchen der Schuldner er in Anspruch nehmen will, auch wenn der eine nach Bereicherungsrecht und der andere auf Schadensersatz haftet (vgl. BGHZ 52, 39, 42 ff.).
Dieser Kondiktionsausschluß greift erst ein, wenn der Leistende nicht nur die Tatumstände kennt, aus denen sich ergibt, daß er nicht verpflichtet ist, sondern auch weiß, daß er nach der Rechtslage nichts schuldet (ständige Rechtsprechung; s. etwa BGH Urteil vom 27. März 1969 - VII ZR 165/66 - NJW 1969, 1165, 1167).
Für das Bestehen einer Gesamtschuld ist es unerheblich, ob beide Beklagte aus Vertrag haften oder ob die Beklagte zu 2 - wie das Berufungsgericht meint - aus einem gesetzlichen Schuldverhältnis zum Schadensersatz verpflichtet ist (vgl. BGHZ 52, 39, 44).
Hat der Schädiger Schadensersatz geleistet, ohne sich auf das Zurückbehaltungsrecht aus § 255 BGB zu berufen, kann ihm ein selbständiger Anspruch auf Abtretung des Ersatzanspruchs zustehen (RGZ 117, 335, 338; BGHZ 52, 39, 42).
Indem er es im vorliegenden Verfahren unterlassen hat, die Einrede des Zurückbehaltungsrechts geltend zu machen, hat er auf die Abtretung nicht verzichtet (vgl. BGHZ 52, 39, 42).
Ein Vergleich wirkt regelmäßig nicht schuldumschaffend (BGHZ 52, 39, 46; BGH, Urteil vom 25. Juni 1987 - VII ZR 214/86 - NJW-RR 1987, 1426, 1427; jeweils m.w.N.).
Fall die Zweckgemeinschaft gegeben war (vgl. auch BGHZ 52, BGHZ 52 Seite 39, BGHZ 52 Seite 44 = NJW 69, NJW Jahr 69 Seite 1165).
Darüber hinaus hat der erkennende Senat den Dieb, der dem Eigentümer der gestohlenen Sache Schadensersatz in Geld geleistet hat, und den Abnehmer der Sache, der dem Eigentümer nach deren Veräußerung gemäß § 816 BGB die Herausgabe des Erlangten schuldet, wie Gesamtschuldner behandelt (BGHZ 52, BGHZ 52 Seite 39, BGHZ 52 Seite 44 = NJW 69, NJW Jahr 69 Seite 1165).
Daß die Ansprüche der Beklagten gegen den Kläger einerseits und gegen die Bank andererseits aus verschiedenem Rechtsgrund (Vertrag und unerlaubter Handlung) entstanden sind, hindert die Annahme einer Gesamtschuld nicht (BGHZ 52, BGHZ 52 Seite 39, BGHZ 52 Seite 44 = NJW 69, NJW Jahr 69 Seite 1165; BGHZ 19, BGHZ 19 Seite 114, BGHZ 19 Seite 124 = NJW 56, NJW Jahr 56 Seite 217).
des BGH in BGHZ 43, BGHZ 43 Seite 227 ist bei LM Nr. 24 zu § 426 BGB von Rietschel, BGHZ 51, BGHZ 51 Seite 275 = NJW 68; NJW Jahr 68 Seite 653 bei LM Nr. 28 zu § 426 BGB von Rietschel und BGHZ 52, BGHZ 52 Seite 39 = NJW 69, NJW Jahr 69 Seite 1165 bei LM Nr. 5 zu § 255 BGB ebenfalls von Rietschel besprochen; zu der letzteren Entsch.
BGH, 04.03.1977 - I ZR 83/75
Vorrang einer Individualvereinbarung vor Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) - …
BGH, 03.05.1984 - III ZR 53/83
Haftung der Deutschen Bundespost für nicht ordnungsgemäße Ausführung eines …
OLG Stuttgart, 21.11.1989 - 12 U 60/89
Weiterveräußerung einer Sache durch Tausch; Verfügung als Nichtberechtigter; …

References: § 255

§ 823
 BGH 
 § 255
 § 816
 BGH 
 § 426
 § 426
 § 255