Source: https://www.abmahnungs-abwehr.de/abmahnung-u-c-rechtsanwaelte-urmann-kollegen/
Timestamp: 2020-04-01 17:59:34+00:00

Document:
U+C Rechtsanwälte - Abmahnung Redtube und The Archive AG wegen Streaming
U+C Rechtsanwälte Abmahnung
Abmahnung U+C Rechtsanwälte – So reagieren Sie richtig!
Sie haben eine Abmahnung der Kanzlei U+C Rechtsanwälte Urmann und Collegen aus Regensburg wegen einer Urheberrechtsverletzung auf redtube.com erhalten? Bewahren Sie Ruhe. Wir haben Erfahrung mit hunderten Abmahnungen der U+C Rechtsanwälte und helfen Ihnen bundesweit. Bislang hat die Kanzlei U+C keinen einzigen unserer Mandanten verklagt.
Gerne vertreten wir Sie bundesweit zu einem fairen Pauschalpreis wenn es Ihr Ziel ist, weniger oder gar nichts an U+C Rechtsanwälte zu bezahlen. Kontaktieren Sie uns unkompliziert telefonisch unter 07171 – 79 80 00, per E-Mail (info@anwaltskanzlei-hechler.de) oder per Kontaktformular.
Die Kanzlei U+C Rechtsanwälte verfolgt für Rechteinhaber die (angebliche) Verbreitung von urheberrechtlich geschützten Filmen im Internet über Filesharing-Systeme und neuerdings auch Streaming-Systeme. Für das Streaming von Kurzfilmen der Archive AG Blumenweg 3a, 8303 Bassersdorf aus der Schweiz wie Amanda’s secrets, Miriam’s Adventures, Glamour Show Girls, Dream Trip und Hot Stories auf redtube.com werden eine Unterlassungserklärung sowie € 250,00 Schadensersatz an die Donner & Reuschen Bank in der Schweiz gefordert.
Abmahnung wegen Redtube.com Abzocke oder Betrug?
Neu ist, dass auch das Streaming von XXX-Filmen der Archive AG abgemahnt wird. Rechtsanwalt Hechler geht davon aus, dass das Streaming von Filmen auf redtube.com keine Urheberrechtsverletzung darstellt und die Abmahnung von U+C Rechtsanwälte rechtswidrig ist. Die Bezeichnung Abzocke oder Abmahnfalle wäre hier jedenfalls eher angebracht als bei Abmahnungen anderer Kanzleien.
Redtube erwirkt Einstweilige Verfügung gegen The Archive
Beim Landgericht Hamburg erwirkte das Pornoportal Redtube eine einstweilige Verfügung gegen die Firma „The Archive“. Damit ist es dem Schweizer Unternehmen und der Anwaltskanzlei Urmann & Collegen ab sofort verboten, weitere Abmahnungen zu verschicken.
Ist die Abmahnung wegen Streamings von U+C rechtens?
Das Ansehen von Filmen im Internet mittels Streaming greift zwar in das Vervielfältigungsrecht des Urhebers gem. § 16 I UrhG ein, könnte eventuell im Ergebnis durch die Schrankenbestimmungen des § 53 I 1 UrhG und des § 44a Nr. 2 UrhG gerechtfertigt sein, was allerdings noch nicht abschließend von BGH und EuGH geklärt ist. Insbesondere bei redtube handelt es sich nicht um eine offensichtlich rechtswidrigen Quelle, da dort gerade keine aktuellen Kinofilme oder gerade erst auf den Markt gekommene DVDs betrachtet werden können. Fraglich ist, ob eine offensichtlich rechtswidrige öffentliche Zugänglichmachung vorliegt. Hierzu werden verschiedene Ansichten vertreten.
Des Weiteren und insbesondere haftet der Anschlussinhaber nur dann, wenn er Täter oder Störer war. Oft ist dies gerade nicht der Fall, weil z. B. Partner, Kinder, Mieter, Mitbewohner, Angestellte den Internetanschluss mitnutzen und der Anschlussinhaber hierfür gerade nicht haftet. Dies dürfte das schlagkräftigste Argument gegen die Abmahnung von U+C Rechtsanwälte sein. Hierbei ist dann zu prüfen, ob die Unterlassungserklärung mit den konkreten Vorwürfen übereinstimmt. Dies ist nach meiner Ansicht nicht der Fall, so dass die Voraussetzungen des § 97a Abs. 2 UrhG nicht erfüllt sein dürften.
Keine Unterlassungserklärung an U+C Rechtsanwälte abgeben!
Des Weiteren gilt sowohl für Streaming- als auch für Filesharing-Abmahnungen: Ist der Anschlussinhaber weder Täter noch verantwortlicher Störer und nutzen weitere Personen den Internetanschluss, die als Täter in Betracht kommen, sollte man überhaupt keine Unterlassungserklärung abgeben und selbstverständlich auch nichts bezahlen. Insbesondere zukünftige Verstöße gegen die Unterlassungserklärung kann man beim Streaming schlecht verhindern. Jeder Klick auf einen XXX-Film im Internet kann dann zu einer Vertragsstrafe von € 5.000,00 führen.

References: § 16
 § 53
 § 44
 BGH 
 EuGH 
 § 97