Source: http://www.freistaat.bayern/dokumente/aufgabenbeschreibung/929868263444?plz=83620&behoerde=66664100553&gemeinde=986968941669
Timestamp: 2017-06-25 17:25:21+00:00

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Versicherte der gesetzlichen Rentenversicherung haben Anspruch auf Altersrente, wenn sie ein bestimmtes Lebensalter erreicht und eine Mindestversicherungszeit (Wartezeit) zurückgelegt haben. Für einige Altersrenten müssen darüber hinaus weitere besondere Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sein. Regelaltersrente wird bei einer zurückgelegten Wartezeit von 5 Jahren (60 Monaten) und Erreichen der Regelaltersgrenze gewährt. Bis zum 31.12.2011 lag die Regelaltersgrenze bei 65 Jahren. Seit 01.01.2012 wird sie schrittweise auf 67 Jahre angehoben. Für Versicherte des Jahrgangs 1952 beträgt sie z. B. 65 Jahre und 6 Monate. Anstelle der Regelaltersrente können - bereits vor Erreichen der Regelaltersgrenze - folgende vorgezogene Altersrenten gewährt werden, wenn die hierfür erforderlichen besonderen versicherungsrechtlichen und persönlichen Voraussetzungen erfüllt sind: Altersrente für schwerbehinderte Menschen (Behinderte Menschen, Hilfen für)Für Versicherte, die zu Beginn der Altersrente als schwerbehinderte Menschen anerkannt sind und die Wartezeit von 35 Jahren erfüllt haben. Die Altersgrenze für eine abschlagsfreie Rente wird für Versicherte der Geburtsjahrgänge ab 1952 stufenweise von 63 auf 65 Jahre angehoben. Die Altersgrenze für den frühestmöglichen Bezug dieser Rente unter Inkaufnahme von Abschlägen bis zu maximal 10,8 % steigt von 60 auf 62 Jahre. Altersrente für langjährige VersicherteFür Versicherte, die die Wartezeit von 35 Jahren erfüllt haben. Die Altersgrenze für eine abschlagsfreie Rente wird für Versicherte der Geburtsjahrgänge ab 1949 stufenweise von 65 auf 67 Jahre angehoben. Unter Inkaufnahme von Abschlägen bis zu maximal 14,4 % kann diese Rente frühestens mit 63 Jahren bezogen werden. Altersrente für besonders langjährig VersicherteVersicherte, die mindestens 45 Jahre in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert waren, können seit 01.07.2014 schon mit 63 Jahren ohne Abschläge in Rente gehen. Ab dem Jahrgang 1953 steigt die Altersgrenze für die abschlagsfreie Rente wieder schrittweise an. Für alle 1964 oder später Geborenen liegt sie wieder wie bislang bei 65 Jahren. Altersrente wegen Arbeitslosigkeit oder nach AltersteilzeitarbeitAb dem 65. Lebensjahr (abschlagsfrei) oder frühestens ab dem vollendeten 63. Lebensjahr (mit Abschlägen). Für Versicherte, die vor dem 01.01.1952 geboren sind, eine Wartezeit von 15 Jahren zurückgelegt haben, entweder nach Vollendung eines Lebensalters von 58 Jahren und 6 Monaten insgesamt 52 Wochen und bei Beginn der Rente arbeitslos waren oder für mindestens 24 Monate seine Arbeitszeit aufgrund von Altersteilzeitarbeit im Sinne des Altersteilzeitgesetzes (Altersteilzeit, Hilfen bei) vermindert haben und innerhalb der letzten 10 Jahre vor Beginn der Rente mindestens 8 Jahre eine rentenversicherungspflichtige Beschäftigung oder Tätigkeit ausgeübt haben. Altersrente für FrauenAb dem 65. Lebensjahr (abschlagsfrei) oder frühestens ab dem vollendeten 60. Lebensjahr (mit Abschlägen). Für weibliche Versicherte, die vor dem 01.01.1952 geboren sind und nach Vollendung des 40. Lebensjahres mehr als 10 Jahre (mindestens 121 Monate) mit Pflichtbeitragssätzen und ein Wartezeit von 15 Jahren (180 Kalendermonaten) zurückgelegt haben. Werden die Altersrenten vorzeitig in Anspruch genommen, so werden sie für die gesamte Dauer des Rentenbezuges um einen Abschlag in Höhe von 0,3 % für jeden Monat gemindert, in dem sie vor Erreichen der jeweiligen Altersgrenze bezogen werden. Im Zusammenhang mit der Anhebung der Altersgrenzen gibt es allerdings verschiedene Vertrauensschutzregelungen, die es Angehörigen bei der In-Kraft-Treten der Gesetzesänderungen zur Anhebung der Altersgrenzen bereits rentennahen Jahrgänge unter bestimmten Voraussetzungen ermöglichen, Altersrente vorzeitig mit geringerem Abschlag oder abschlagsfrei zu erhalten (Rentenabschlag). Für Versicherte, die vor dem 01.01.1955 geboren sind und vor dem 01.01.2007 mit ihrem Arbeitgeber Altersteilzeit vereinbart haben oder die Anpassungsgeld für entlassene Arbeitnehmer des Bergbaus bezogen haben, gilt eine Vertrauensschutzregelung. Für sie erfolgt keine Anhebung der Altersgrenze; sie können also weiterhin mit 65 Jahren Regelaltersrente ohne Abschlag erhalten. Weitere Vertrauensschutzregelungen sind darüber hinaus für die Altersrente für schwerbehinderte Menschen sowie die Altersrente für langjährig Versicherte vorgesehen. Da für die einzelnen Altersrentenarten verschiedene Anspruchsvoraussetzungen, Altersgrenzen und Vertrauensschutzregelungen gelten, muss für jeden Einzelfall gesondert geprüft werden, ab wann welche Rentenart jeweils mit welchem Abschlag zusteht. Aus diesem Grund empfiehlt sich für Versicherte, die den Eintritt in den Ruhestand planen wollen, dringend eine rechtzeitige individuelle Beratung durch die Träger der Deutschen Rentenversicherung. Versicherte, die wegen vorzeitiger Inanspruchnahme einer Altersrente Rentenminderungen hinnehmen müssen, haben bis zum Erreichen der für sie geltenden Regelaltersgrenze die Möglichkeit, diese Einbußen durch zusätzliche Beitragszahlungen ganz oder teilweise auszugleichen. Wird der Renteneintritt hingegen trotz erfüllter Wartezeit über das Erreichen der Regelaltersgrenze hinausgeschoben, so wird die spätere Alters- bzw. Hinterbliebenenrente für jeden Kalendermonat, in dem die Rente nach dem Erreichen der Regelaltersgrenze nicht in Anspruch genommen wurde, um einen Zuschlag von 0,5 % erhöht. Ein Aufschieben des Renteneintritts um ein Jahr führt damit zu einer Rentenerhöhung um 6 %. Eine Altersrente vor Erreichen der Regelaltersgrenze wird nur geleistet, wenn die Hinzuverdienstgrenze nicht überschritten wird. Die Hinzuverdienstgrenze beträgt bei einer Vollrente 450 € (brutto) monatlich (bis 30.06.2017) und 6.300 Euro jährlich (ab 01.07.2017). Bei Inanspruchnahme der Altersrente als Teilrente gelten besondere Hinzuverdienstgrenzen, die für jeden Versicherten individuell errechnet werden. Nach Erreichen der Regelaltersgrenze fallen alle einschränkenden Bestimmungen für die Berufstätigkeit weg, d.h. es darf dann in beliebiger Höhe zur Rente hinzuverdient werden, ohne dass sich dies auf die Rentenhöhe auswirkt. Altersrente wird nur auf Antrag (Rentenantrag) gewährt. Wird dieser spätestens innerhalb von drei Kalendermonaten nach Erreichen der jeweiligen Altersgrenze gestellt, beginnt die Rente mit Ablauf des Kalendermonats, in dem die Voraussetzungen erfüllt sind, bei späterer Antragstellung mit dem Ersten des Antragsmonats. Der Rentenbeginn kann aber auch durch Weiterarbeit hinausgeschoben werden. Höhe der Rente Rentenberechnung; Altersrente für langjährig unter Tage beschäftigte Bergleute Knappschaftsversicherung; Altersgeld für Landwirte Alterssicherung der Landwirte §§ 34-37, 40, 42, 236-238 Sozialgesetzbuch VI Gesetzliche Rentenversicherungsträger www.deutsche-rentenversicherung.de
Rechtsgrundlagen, bayernweit: § 34 Sozialgesetzbuch VI Rechtsgrundlagen, bayernweit: § 35 Sozialgesetzbuch VI Rechtsgrundlagen, bayernweit: § 36 Sozialgesetzbuch VI Rechtsgrundlagen, bayernweit: § 37 Sozialgesetzbuch VI Rechtsgrundlagen, bayernweit: § 40 Sozialgesetzbuch VI Rechtsgrundlagen, bayernweit: § 42 Sozialgesetzbuch VI Rechtsgrundlagen, bayernweit: § 236 Sozialgesetzbuch VI Rechtsgrundlagen, bayernweit: § 236a Sozialgesetzbuch VI Rechtsgrundlagen, bayernweit: § 237 Sozialgesetzbuch VI Rechtsgrundlagen, bayernweit: § 237a Sozialgesetzbuch VI Rechtsgrundlagen, bayernweit: § 238 Sozialgesetzbuch VI Rechtsbehelf
Deutsche Rentenversicherung Stand: 12.04.2017

References: § 34
 § 35
 § 36
 § 37
 § 40
 § 42
 § 236
 § 236
 § 237
 § 237
 § 238