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Timestamp: 2018-02-19 01:14:09+00:00

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Spannungsfeld ALG1, tlw. Erwerbsminderungsrente, Wiedereingliederung - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
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Spannungsfeld ALG1, tlw. Erwerbsminderungsrente, Wiedereingliederung
Krankenkasse hat mich ausgesteuert. Antrag auf ALG 1 ( § 145 SGB III-Nahtlosigkeit) wurde gerade positiv rückwirkend per Juni 2017 beschieden. Seit einer Woche bin ich in einer stationären Reha (Sozialberatung ist aber kaum verfügbar…). Ich habe einen ungekündigten Arbeitsvertrag.
1.)	Angenommen die Reha-Klinik entlässt mich AU mit (perspektivischer) Belastbarkeit von 3-6 Stunden. Szenario ist nicht unwahrscheinlich – auch wenn meine ambulanten Ärzte zu Hause eine volle EM-Rente für möglich halten. Gäbe es in dieser Konstellation überhaupt eine Möglichkeit der bezahlten (stufenweisen) Wiedereingliederung in meinen bisherigen Job? Krankenkasse scheidet ja aus.
2.)	Was passiert, wenn ich in Teilzeit (mit halber EM-Rente) in meinem Job vor Ablauf der Krankengeldblockfrist wieder erkranke mit gleicher Diagnose?
b) Würde es eventuell eine Arbeitsmarktrente geben können?
c) Springt eventuell das AA mit ALG1(Nahtlosigkeit) ein – das ja aber längstens auf 1 Jahr befristet ist? Da ja die DRV eine halbe EM-Rente zahlt – wie hoch wäre das ALG 1? Rechnerischer ALG1-Anspruch abzüglich halber EM-Rente?
d) Könnten mich AA bzw. DRV zwingen, meinen bisherigen Arbeitsvertrag zu kündigen?
e) Kann es mir passieren, wenn ALG 1-Höchstbezugszeit erreicht ist, dass ich von einer halben EM-Rente leben muss, weil mein privates Vermögen (noch) zu hoch ist?
f) Kommt nach Ablauf der Blockfrist von drei Jahren wieder Krankengeld in Betracht?
g) Beträgt dieses Krankengeld dann vereinfacht die Hälfte des „alten“ Krankengeldes (wegen halber EM-Rente)?
h) Ist es richtig, dass mit dem Wiederaufleben des Krankengeldanspruchs auch die ALG-Berechtigung „freigeschaltet“ wird?
Danke vorab für Eure Unterstützung. Ich bin im Moment recht orientierungslos...
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10.09.2017, 21:21 #2
Wiedereingliederung bei Aussteuerung möglich? Falls, ja wer zahlt?
Krankenkasse hat mich ausgesteuert. Antrag auf ALG 1 ( § 145 SGB III-Nahtlosigkeit) wurde gerade positiv rückwirkend per Juni 2017 beschieden. Seit gut zwei Wochen bin ich in einer stationären Reha (Sozialberatung ist aber kaum verfügbar…). Ich habe einen ungekündigten Arbeitsvertrag.
Angenommen die Reha-Klinik entlässt mich AU mit (perspektivischer) Belastbarkeit von 3-6 Stunden.
Szenario ist nicht unwahrscheinlich. Gäbe es in dieser Konstellation überhaupt eine Möglichkeit der bezahlten (stufenweisen) Wiedereingliederung bei meinem bisherigen Arbeitgeber? Die Krankenkasse scheidet hierfür ja für die nächsten drei Jahre aus.
PS: Diese Frage wurde schon mal im Forum behandelt (Sral vom 10.06.2015) - allerdings ohne befriedigende Antwort.
Geändert von axellino (11.09.2017 um 03:42 Uhr) Grund: Themen zusammengeführt
12.09.2017, 02:48 #3
AW: Spannungsfeld ALG1, tlw. Erwerbsminderungsrente, Wiedereingliederung
Hallo gluehfix,
Krankenkasse hat mich ausgesteuert. Antrag auf ALG 1 ( § 145 SGB III-Nahtlosigkeit) wurde gerade positiv rückwirkend per Juni 2017 beschieden.
Dann wurde das ja auch gerade wieder aufgehoben wenn du seit einer Woche in Reha bist ...
Wurde die Reha von der AfA gefordert nach der ÄD-Begutachtung ???
Seit einer Woche bin ich in einer stationären Reha (Sozialberatung ist aber kaum verfügbar…). Ich habe einen ungekündigten Arbeitsvertrag.
Die "Sozialberatung" in den Reha-Kliniken kannst du in der Regel sowieso vergessen, was die raten ist oft fern jeder Realität ...
Dein Arbeitsverhältnis "ruht" ja aktuell wegen der Aussteuerung, etwas mehr Infos (Alter / Tätigkeit / gibt es andere Möglichkeiten bei deinem AG usw), wäre schon nett, irgendwie wirfst du hier deine gemischten Fragen in den Raum und erwartest wohl den Blick in die Glaskugel ...
Wahrscheinlich hatte dazu einfach noch keiner die Lust, so ähnlich wie bei der Reha-Sozial-Beratung, obwohl die ja schon einige Informationen mehr zu deinem Sachstand haben sollten als wir hier ...
1.)	Angenommen die Reha-Klinik entlässt mich AU mit (perspektivischer) Belastbarkeit von 3-6 Stunden. Szenario ist nicht unwahrscheinlich – auch wenn meine ambulanten Ärzte zu Hause eine volle EM-Rente für möglich halten.
Das sind ja schon 3 Vermutungen auf einmal, die man dir kaum beantworten kann ...
AU-Entlassung bedeutet zunächst NUR, dass du am Tag der Entlassung noch als Arbeits-UNFÄHIG anzusehen bist, das bedeutet NICHT unbedingt, dass du überhaupt als Erwerbsgemindert anzusehen bist weder halb noch ganz (wie es deine Ärzte schon sehen wollen) ...
Woraus genau schließt du also zumindest die Wahrscheinlichkeit mit einer Erwerbsfähigkeit zwischen 3 und UNTER 6 Stunden entlassen zu werden ???
In Reha-Kliniken wird viel "erzählt" wenn der Tag lang ist, verbindlich (und interessant z.B. für die AfA) wird später nur sein, was im Reha-Bericht dazu stehen wird.
Erst DANN kann man wirklich beginnen zu überlegen was man daraus so alles machen könnte ...
Gäbe es in dieser Konstellation überhaupt eine Möglichkeit der bezahlten (stufenweisen) Wiedereingliederung in meinen bisherigen Job? Krankenkasse scheidet ja aus.
Haben sich die Reha-Ärzte denn schon in der Richtung geäußert, dass man dir das empfehlen würde, das wäre eine LTA-Leistung und würde mit Übergangsgeld (3 Monate meine ich, vielleicht auch länger bei Notwendigkeit) finanziert werden.
Das wäre ja ein Thema über das du mit den Reha-Ärzten sprechen solltest, das entscheidet ja nicht der Sozial-Arbeiter.
Wird aber nur bewilligt wenn du noch (auf längere Sicht) VOLL Erwerbsfähig bist und die Wiedereingliederung am bisherigen Arbeitsplatz erfolgen kann, damit muss aber auch dein AG einverstanden sein.
Wenn das bisher kein Thema war, dann wird es wohl auch keins mehr werden ... wie lange wird denn die Reha noch gehen ???
KK scheidet aus, das siehst du richtig, denn dafür müsste ja noch Krankengeld-Anspruch vorhanden sein.
Erst mal musst du eine halbe Rente haben und damit "ein Ende weg sein" ... die Reha entlässt dich nicht mit einem EM-Rentenbescheid.
Sollte sich aus der Reha wirklich eine Teilweise Erwerbsminderung ergeben, dann wird die DRV (NACH der Reha mit dem vorliegenden Reha-Bericht) dazu die weiteren Entscheidungen treffen und auch deinen AG anschreiben, wie er bei einer Teilrente mit dir verfahren möchte ... ob er dich überhaupt Teilzeit (leidensgerecht) beschäftigen KANN und WILL.
Das muss er nämlich NICHT ... wenn er nicht weiß womit er dich Teilzeit beschäftigen soll im Rahmen deiner gesundheitlichen Einschränkungen.
Denn die wird es ja dann geben, sonst bekommt man auch keine Teil-EM-Rente bewilligt ...
Innerhalb der laufenden Blockfrist bekommst du KEIN Krankengeld mehr für die ausgesteuerte Krankheit und danach auch nur wenn du wenigstens 6 Monate arbeiten konntest OHNE AU auf diese Krtankheit.
Das wäre die Konsequenz, wenn man dir eine Teil-EM-Rente tatsächlich bewilligt und der AG dich NICHT dazu Teilzeit beschäftigen kann oder will, dann gilt der Teilzeit-Arbeitsmarkt als "verschlossen" und es wird die Volle EM-Rente als "Arbeitsmarktrente" bewilligt und gezahlt (auf Befristung bis höchstens 3 Jahre am Stück).
Bei einer bewilligten Teil-Rente ohne Möglichkeit dazu Teilzeit zu arbeiten kann das durchaus so sein (gibt es hier im Forum auch Beispiele für, vielleicht auch mal selber suchen ???), natürlich wird ALGI auch dann nur gezahlt so lange ein (Rest-) Anspruch darauf besteht.
Das gilt aber nicht mehr als "Nahtlosigkeit", zur EM-Rente wurde ja dann bereits entschieden, es geht also um Vermittlung in einen (anderen) leidensgerechten Teilzeit-Arbeitsplatz.
Die Berechnungen können unterschiedlich sein, wer soll das hier für dich wissen können, wir wissen weder wie hoch dein ALGI ist noch kennen wir den Betrag einer Teilrente bei dir ...
Das wird dann bei Bedarf bei der AfA berechnet ...
Die DRV kann dich zu gar nichts zwingen deinen Arbeitsvertrag betreffend, die AfA wird es auch nicht tun, aber wenn sich ein "passender" Teilzeit-Arbeitsplatz finden würde (den auch die DRV für "leidensgerecht" hält), dann wird dir nichts anderes übrig bleiben, als dich dort zu bewerben ...
Ob der AG dich dann auch einstellen möchte ist eine ganz andere Frage, besonders wenn er dann noch deine Arbeitsvertragliche Kündigungsfrist abzuwarten hätte.
Lehnst du eine vermittelte zumutbare Teilzeit-Arbeit ab (obwohl der AG dich einstellen wollte) bei der AfA, dann kann dir das ALGI zumindest für 3 Monate komplett gesperrt werden, ich denke aber, dass dieser Fall mehr als unwahrscheinlich sein wird.
Sofern es KEINEN entsprechenden Teizeit-Arbeitsplatz gibt, bis dein ALGI abgelaufen wäre wird die Teilrente in die "Arbeitsmarktrente" umgewandelt, privates Vermögen hat dafür keinerlei Bedeutung, das ist erst in Hartz 4 (ALG II / SGB II) relevant.
Dein Arbeitsverhältnis würde auch über eine solche (befristete) EM-Rentenzeit weiter "ruhend" bestehen bleiben, sofern es dein AG nicht irgendwann kündigen möchte, eine Mitteilung dazu musst du ihm natürlich zukommen lassen.
Unter den bisher durchdachten Bedingungen NEIN, ohne versicherungspflichtige Tätigkeit hast du überhaupt keinen neuen Anspruch auf Krankengeld, ansonsten (bei versicherungspflichtiger Teilzeitarbeit) zunächst NUR für andere Krankheiten aber (bis 6 Monate) NICHT für die bereits Ausgesteuerte.
Es gibt kein "halbes Krankengeld" von früher mal, der Anspruch ist NUR aus der gerade laufenden versicherungspflichtigen Tätigkeit versichert und daraus (Teilzeitlohn aktuell) wird auch das Krankengeld dann neu berechnet, dazu wird (wenn bewilligt) die Teilrente weiter gezahlt.
Es gibt weder ein "Wiederaufleben von Krankengeld" noch eine "Freischaltung von ALGI durch Krankengeld"...
Für BEIDE Lohnersatzleistungen muss zunächst mal Beitrag aus einer versicherungspflichtigen Tätigkeit fließen, ehe da überhaupt wieder Ansprüche entstehen können ...
EM-Rente ist keine solche "versicherungspflichtige Tätigkeit" ... daraus ergibt sich zumindest KEIN Anspruch auf Krankengeld von der KK ...
Ich glaube das genügt auch zunächst als "Blick ins "Ungewisse" ... für mehr fehlt mir auch gerade die Orientierung ...
16.09.2017, 10:40 #4
danke für Deine Mail und zugleich danke für Deine Mühe! Bei aller Ernsthaftigkeit auch schon ob der Themen, schätze ich Deine Beiträge im Forum sehr, die auch einen versteckten Witz vermuten lassen. Wie ich gerade zu meinem Erstaunen feststelle, darf ich Dir als Newbie doch direkt schreiben. Deshalb versuche ich erst einmal auf direktem Wege.
Du hattest übrigens recht mit der Einschätzung zur Qualität der Sozialberatung. Ich hatte gestern eine Kurzberatung. Sogar als Laie hatte ich schnell den Eindruck, dass einiges durcheinander geraten ist.
Zur Reha hatte mich übrigen die KK aufgefordert. Schon Ende letzten Jahres -> musste dann noch zwischendrin ins psych.som. Krankenhaus, da die Wartezeit bis zur Reha (im Januar genehmigt, Aufnahme im August), meinen Zustand noch weiter verschlechtern ließ. Habe den Eindruck, dass ich hinsichtlich Depression auf dem Weg bin „clean“ zu werden, aber die Einschränkungen der Grunderkrankung bleiben. Im Zuge der ganzen Warterei ist dann das Krankengeld ausgelaufen
Bin etwas unsicher, ob ich mit dem nachfolgenden Beitrag überhaupt ins Forum gehen kann. Was meinst Du dazu?
Ich bin in den 40ern, Angestellter in der Finanzbranche. Sozialmed. wurde ich sowohl auf dem allg. als auch meinem „Heimat-„Arbeitsmarkt auf unter 3 Stunden eingeschätzt. Habe einen GdB von fast 100 und eine fortschreitende, degenerative Erkrankung, die zunehmende Funktionseinschränkungen der Extremitäten mit sich bringt – und auch meine Mobilität zunehmend beeinträchtigt. 3-6 Stunden würde ich mir jedoch zutrauen, wenn denn die Rahmenbedingungen stimmen und bei mir ist es nun mal so, dass ich Tage habe, da bin ich total erschöpft und kann eigentlich gar nicht arbeiten. Ich bräuchte in der Hinsicht die nötige Flexibilität.
Befinde mich aber nicht wegen der Grunderkrankung sondern wegen einer rez. depressiven Störung in einer psychosomatischen Reha. Nächste Woche steht noch eine sogenannte Belastungserprobung statt.
Mein Therapeut hat mich diese Woche befragt, wie meine Sicht ist im Hinblick auf die sozialmedizinische Beurteilung. Wahrheitsgemäß konnte ich sagen, dass ich es nicht weiß, sondern die Einschätzung des Arztes erst einmal verarbeiten muss.
Auch wenn ich im eigentlichen Sinne nichts zu entscheiden habe, so tut sich hier eine Möglichkeit auf. Auf der einen Seite würde ich gerne noch arbeiten (Selbstwert, Struktur, persönliche Entwicklung, Fördermöglichkeiten DRV für Fahrzeugumbau etc). Auf der anderen Seite ist die Zukunft meines Arbeitgebers ungewiss – Verkaufsverhandlungen und Stellenabbau-machen es nicht einfacher. Vor diesen weichen Belastungsfaktoren schützt der GdB auch nicht …Im Laufe meiner beruflichen Laufbahn hatte ich dort 3 Burns Outs. Die letzte Wiedereingliederung ist gescheitert. Seitdem Dauer-AU.
Deshalb stelle ich mir jetzt die Frage, ob ich nicht gut beraten bin, die sichtbare „Exitoption“ versuchen für mich nutzbar zu machen. Dazu gehört dann sicherlich auch mich bei der Belastungserprobung etwas unkonzentrierter als sonst zu zeigen…
Dies auch weil mit einem wiederholten Burn Out, falls ich es noch mal bei meinem jetzigen Arbeitgeber versuchen sollte-dann Teilzeit mit ½ EM-Rente (wäre mit Therapeutin der Reha-Klinik zu besprechen)-, in die Fänge der AfA gerate und das ganze „Spielchen“ (AfA -> versucht mich zur DRV abzuschieben->DRV versucht zu mauern) von Vorne beginnt – mit ungewissem Ausgang. Wenn ich € 450 dazu verdiene, sollte es für mich mit einer Vollrente zumindest finanziell gut machbar sein.
Ich muss jetzt aber langsam Farbe bekennen. Ich denke, wenn ich versuche den Weg der Vollrente zu wählen – und er auch wirklich durchgeht- ich mir zukünftig auf dem sogenannten ersten Arbeitsmarkt keine Chancen mehr auszurechnen brauche.
Für mich ist es ein dickes Brett, dass ich hier bohren muss. Leider kann ich dieses Thema nicht völlig offen –schon gar nicht mit Therapeuten besprechen- denn der Auftraggeber ist nun einmal die DRV.
Ich scheue mich (noch) vor den Konsequenzen einer Entscheidung, weil ich in jedem Szenario immer vom Schlimmsten ausgehe (das hat wohl mit meinem Beruf wie mit meiner Grunderkrankung und den gemachten Erfahrungen zu tun).
Auch wenn das Forum keine Lebensberatung vornimmt, wäre ich für Hinweise, Gedanken und Anregungen etc. sehr dankbar.
16.09.2017, 16:01 #5
danke für Deine Mail und zugleich danke für Deine Mühe!
Welche Mail meinst du, ich habe deinen Beitrag im Forum beantwortet, von einer Mail weiß ich NICHTS und PN kannst du vorerst noch nicht schicken (außer an die Redaktion).
Bei aller Ernsthaftigkeit auch schon ob der Themen, schätze ich Deine Beiträge im Forum sehr, die auch einen versteckten Witz vermuten lassen.
Trotzdem "Danke für die Blumen", auch wenn nicht jeder meinen "Witz" besonders mag und die Ironie versteht, die ich (auch oft ungewollt) mit einfließen lasse, aus eigener leidiger Erfahrung mit den Behörden.
Ja, ICH kann es inzwischen mit "Abstand" und einem gewissen "Humor" nehmen, auch wenn das ob der Realitäten meist eher "schwarzer Humor" ist.
Wie ich gerade zu meinem Erstaunen feststelle, darf ich Dir als Newbie doch direkt schreiben. Deshalb versuche ich erst einmal auf direktem Wege.
Ich weiß echt nicht was du damit meinst, dein Beitrag ist im Forum eingestellt und für JEDEN User lesbar der hier angemeldet ist, es gibt keinen "direkten" Weg zu mir persönlich und das ist auch besser so.
Könnte ich gar nicht bewältigen und ist so auch nicht gedacht der Austausch in einem Internet-Forum.
Kenne ich aus meiner eigenen (psychosomatischen) Reha, der Therapeut meinte, dass ich wegen "anderer" Arbeit mal die Sozialberatung ansprechen sollte und die Sozial-Arbeiterin meinte nur verwundert zu mir: "Was stellt der sich denn vor, ich bin doch nicht das Arbeitsamt ???" ...
Zur Reha hatte mich übrigen die KK aufgefordert. Schon Ende letzten Jahres ->
So war das bei mir auch, allerdings schon knapp 4 Monate nach Beginn meiner AU (vom Psychiater) wegen der psychischen Probleme, die ich mir nach einer Herz-OP in der Wiedereinarbeitung dann "zugelegt" hatte.
Ich war dem Stress und den gesamten Anforderungen (CallCenter / Kundenbetreuung "rund um die Uhr") einfach nicht mehr gewachsen, aber das wollte keiner (außer meinen Ärzten) hören, ich war "repariert worden", also hatte ich wieder zu funktionieren ...
Schon in der Herz-Reha (AHB) hatte ich einen allgemeinen "Info-Termin" der DRV (ein Rentenberater), der mir gleich klar machte, dass man "deswegen heutzutage keine EM-Rente mehr bekommen wird" ... da war noch nicht mal medizinisch klar wie (gut) ich mich überhaupt mal von der OP erholen werde.
Damals hatte ich selbst darüber eigentlich noch gar nicht nachgedacht, zumal ich schon von meinem Partner wußte, was da auf mich zukommen würde, er steckte schon mitten drin im Kampf, um die EM-Rente, wegen vorwiegend orthopädischer Probleme.
Habe den Eindruck, dass ich hinsichtlich Depression auf dem Weg bin „clean“ zu werden, aber die Einschränkungen der Grunderkrankung bleiben. Im Zuge der ganzen Warterei ist dann das Krankengeld ausgelaufen
Aus heutiger Sicht weiß zumindest ICH, dass viele psychische Probleme erst als Folge dieser unsicheren Zukunfts-Aussichten und wachsender Existenz-ANGST entstehen, wenn man sich selbst irgendwann eingestehen muss, dass es beruflich so nicht mehr weiter gehen kann und wird wie bisher.
Der IST bereits im Forum wie ich es dir oben schon erklärt habe, ich wüsste aber nicht was daran nun falsch sein soll ...
Du bist hier bestimmt nicht der Einzige, wo durch Krankheit das berufliche Einkommen (meist "ungeplant") ins Wanken kommt, immer geringer wird und irgendwann ganz in Frage gestellt ist ...
Ich bin in den 40ern, Angestellter in der Finanzbranche. Sozialmed. wurde ich sowohl auf dem allg. als auch meinem „Heimat-„Arbeitsmarkt auf unter 3 Stunden eingeschätzt.
Es gibt keinen "Heimat-Arbeitsmarkt", es gibt die letzte Tätigkeit und den "allgemeinen Arbeitsmarkt", wenn man dich in beiden Bereichen UNTER 3 Stunden aus dieser Reha entlassen würde ...
... DANN hat die DRV anschließend aus dem Reha-Bericht zu entscheiden, ob sie eine "Umdeutung" der Reha in eine EM-Teil- / oder Voll-Rente vornehmen wird.
Es entscheidet aber immer noch NUR die DRV, wie weit sie den Feststellungen im Reha-Bericht folgen möchte (sofern das da später wirklich so geschrieben steht, wie man es dir jetzt erzählt), sie kann das so übernehmen und dir eine EM-Berentung vorschlagen ... dann brauchst du "nur" noch den offiziellen Antrag dafür ausfüllen und bekommst auch schnell den Bescheid dazu.
ABER das kann noch einige Wochen dauern (bis der Reha-Bericht überhaupt fertig ist und bei der DRV vorliegt) und es muss nicht so kommen ... denn die DRV ist auch an die Erkenntnisse ihrer eigenen Reha-Einrichtungen NICHT gesetzlich gebunden.
Ein GdB hat dafür keine besondere Bedeutung ob man EM-Rente bekommen wird oder nicht ... und für die Vermittlung in eine behindertengerechte Tätigkeit sind AfA und Integrationsamt die (theoretisch zuständigen) Partner aber nicht die DRV.
Ich bräuchte in der Hinsicht die nötige Flexibilität.
Das wirst du mit dem AG dann selbst klären (und Arbeitsvertraglich festlegen) müssen, der bereit wäre dich trotz deiner Einschränkungen an einem geeigneten Arbeitsplatz einzustellen.
Eingliederungshilfen könnten dafür auch von der DRV kommen und Kfz-Hilfen gibt es auch über Schwerbehinderten-Gesetze, damit kenne ich mich aber nicht so gut aus, ich weiß nur, dass es so was (theoretisch) gibt (persönliches Budget z.B.) ...
Befinde mich aber nicht wegen der Grunderkrankung sondern wegen einer rez. depressiven Störung in einer psychosomatischen Reha.
Genau dort werden aber die (sonstigen) vorhandenen Grunderkrankungen (in der Regel) nicht mitbehandelt und daher auch nicht mit berücksichtigt bei Allem, was man dir dort so für die "berufliche Zukunft" erzählt.
Soviel mal wieder dazu, dass der Mensch ein "Ganzes" ist und man nicht nur gesundheitliche Teilbereiche (körperlich ODER psychisch) bearbeiten / therapieren sollte, wenn man ihm auch "im GANZEN" helfen will ...
Solche Multimodalen Behandlungsformen kenne ich nur aus den speziellen Schmerzkliniken (Kliniken für manuelle Therapie) in denen mein Männe mehrfach gewesen ist, dort wurde ALLES beachtet und der Mensch als Ganzes gesehen ...
Leider konnten auch diese ausführlichen Spezial-Klinik-Berichte (zusammengestellt von 5 Fachrichtungen !!!) die DRV zunächst nicht überzeugen, es genügte die Beurteilung EINES reinen Orthopäden (der noch nicht mal eine schmerztherapeutische Zusatzausbildung hatte), um den Antrag auf EM-Rente abzulehnen.
Nächste Woche steht noch eine sogenannte Belastungserprobung statt.
Das ist auch meist "mehr Schein als Sein" (jedenfalls in den psychosomatischen Rehas), was konkret sollst du denn da machen und über welchen Zeitraum ???
Was du selber dazu meinst ist in der Regel ohnehin nicht besonders wichtig ...
Vor diesen weichen Belastungsfaktoren schützt der GdB auch nicht …Im Laufe meiner beruflichen Laufbahn hatte ich dort 3 Burns Outs.Die letzte Wiedereingliederung ist gescheitert. Seitdem Dauer-AU.
Dann gibt es doch kaum noch einen ernsthaften Grund sich zu "grämen" wenn dieser Arbeitsplatz mal nicht mehr da ist, natürlich solltest du abwarten, bis der AG die "Reißleine" zieht (oder ziehen muss), damit du bei der AfA keine Sperre bekommen wirst wegen "freiwilliger" Arbeitsaufgabe.
Kommt ja drauf an, was die darunter überhaupt verstehen werden, so eine "Eintagsfliege" in einer Reha-Klinik kann sowieso keine ernsthaften Ergebnisse bringen, ob du nun noch Teilzeit oder gar nicht mehr arbeiten gehen kannst an 5 Tagen die Woche ...
Da hängt ja deutlich mehr Belastung dran als nur sich mal für eine kurze Zeit (einmalig ?/ an einem Tag ? / in wenigen Stunden ?/ "erholt" aus dem aktuellen Reha-Alltag ???) auf was konzentrieren zu können.
Ich denke mal deine Belastungsgrenzen werden sich da von ganz alleine "melden", je nachdem worum es überhaupt gehen wird ...
Echte "Belastungserprobungen" finden in der Regel über längere Zeiträume in den BfW (Berufsförderungswerke) der DRV statt, wo ein regelmäßiger Arbeits-Alltag zumindest theoretisch für 3 - 4 Wochen "durchgespielt" wird.
Dies auch weil mit einem wiederholten Burn Out, falls ich es noch mal bei meinem jetzigen Arbeitgeber versuchen sollte-dann Teilzeit mit ½ EM-Rente (wäre mit Therapeutin der Reha-Klinik zu besprechen)-,
Das kann weder die Therapeutin noch du selber entscheiden, es geht nicht um deine Wünsche und Vorstellungen in dieser Reha ...
Die KK hat dich dazu (noch während der Krankengeldzahlungen) aufgefordert um Geld zu sparen (denn in der Reha-Zeit zahlt ja die DRV Übergangsgeld) ... nun hat sich alles verzögert und die Aussteuerung erfolgte inzwischen.
Die KK hat also vorerst NICHTS mehr davon, dass du unbedingt in eine Reha solltest, die könnte höchstens noch bei einer rückwirkend bewilligten EM-Rente was vom gezahlten Krankengeld zurück bekommen, du darfst also eine eventuelle "Umdeutung" (der Reha in EM-Rente) auch gar nicht mehr ablehnen.
Das Dispositionsrecht (Entscheidungsrecht) dafür liegt noch immer bei der KK, die haben aber auch keinen ernsthaften Einfluss darauf, ob du nun mit EM-Renten-Aussicht aus der Reha-Klinik entlassen wirst oder nicht.
in die Fänge der AfA gerate und das ganze „Spielchen“ (AfA -> versucht mich zur DRV abzuschieben->DRV versucht zu mauern) von Vorne beginnt – mit ungewissem Ausgang.
Die AfA KANN dich gar nicht an die DRV "abschieben", die kann aber versuchen dich an deinen AG zurück zu schieben, wenn du jetzt (nach der Reha) wegen der Aussteuerung wieder ALGI (Nahtlosigkeit nach § 145 SGB III) beantragen MUSST, denn wovon willst du sonst leben können nach der Reha ???
Man wird auch bei der AfA zumindest darauf hoffen, dass du als Arbeits-FÄHIG aus dieser Reha kommst und es eine "positive Prognose" für deine weitere Erwerbsfähigkeit im Reha-Bericht gibt.
Dann wirst du dort (bei der AfA) per ÄD (med. Dienst) für "gesund" erklärt und gehst entweder zu deinem AG zurück ODER bist bereit dich in andere Arbeit "vermitteln" zu lassen ...
Es wird zwar keine passenden Stellen geben aber das wird man dir nun wieder bei der AfA nicht so gerne ehrlich erzählen ...
In die EM-Rente KANN dich die AfA nicht abschieben, wenn der Bericht später aussagt, dass du keine EM-Rente zu erwarten hast ... dann ist die AfA auch daran gebunden ... die DRV lässt sich nicht vorschreiben wen sie EM-berenten soll ...
ALLES steht und fällt aktuell mit dem tatsächlichen Ergebnis dieser Reha und besonders mit dem, was dann dazu im schriftlichen Bericht stehen wird und das kannst du aktuell NUR abwarten ...
Selber hast du kaum Einfluss darauf wie das enden wird, die erzählen ALLE viel wenn der Tag lang ist und wenn du dort abgereist bist haben die dich schon vergessen und es interessiert sie gar nicht mehr, wie dein Leben nun weiter gehen wird.
Wenn ich € 450 dazu verdiene, sollte es für mich mit einer Vollrente zumindest finanziell gut machbar sein.
Du bekommst aber noch lange keine EM-Vollrente, die musst du dann erst mal beantragen, das kannst du auch unabhängig vom Ergebnis dieser Reha jederzeit machen.
Zur Sicherheit solltest du aber auch wenigstens den Reha-Bericht noch abwarten, denn der wird bei der Prüfung eines Antrages auf EM-Rente aktuell dann eine sehr wichtige Rolle spielen und ist ein "Langzeit-Gutachten" was bei der DRV hoch gewertet wird ...
Angenommen es kommt wirklich zur "Umdeutung" dieser Reha, dann wird das ein problemloser "Durchmarsch", aber wenn nicht kann es noch sehr, sehr lange dauern bis du (vielleicht) mal von EM-Vollrente und Minijob leben darfst.
Am 1. Arbeitsmarkt hast du doch jetzt schon keine echten Chancen mehr, schon mit einem Schwerbehinderten-Ausweis in der Tasche überlegt sich JEDER AG mindstens 3 Mal, ob er bereit ist das Risiko einzugehen, dich nach der Probezeit so schnell nicht wieder los werden zu können.
Sollte sich doch (bald) eine EM-Rente ergeben (Umdeutung als Folge der Reha), dann wird es (vermutlich) zunächst auf Befristung sein ... bis höchstens 3 Jahre am Stück.
Die Aussichten danach wieder am 1. Arbeitsmarkt arbeiten zu können und gut dabei zu verdienen dürften wohl mit jedem Jahr geringer werden.
Denn zu allen schon vorhandenen Problemen fehlt dir dann auch noch die aktuelle Berufs-Erfahrung, die andere Bewerber mitbringen werden, aus dem letzten Job, denn sie vor kurzer Zeit erst verloren haben.
Da stimme ich dir VOLL zu, mit den Therapeuten in der Reha-Klinik solltest du das ganz sicher NICHT besprechen, es wird dir nicht mehr bringen, als entsprechende Bemerkungen in deinem Reha-Bericht, dass dir jede Motivation wieder arbeiten zu wollen schon abhanden gekommen ist.
Stimmt ja nicht so ganz, was ich dir gerade geschrieben habe, ist "pure Lebensberatung" und vielleicht auch ein wenig "Augen öffnen" für den besseren Blick auf die "sozialen Realitäten" in D, was du nun tun wirst, KANN dir hier natürlich niemand abnehmen selbst zu entscheiden ...
Ich persönlich würde mich in der Reha "bedeckt" halten, danach den Bericht abwarten (NUR zu deinem Arzt schicken lassen !!!) und dann das weitere Vorgehen überlegen ... wenn man SELBER den Inhalt kennt ...
Dann kannst du gerne weitere "Beratung" anfragen was du mit diesem Bericht nun machen solltest und welche Aussichten auf Erfolg nun ein Antrag auf EM-Rente haben wird ... aktuell ist das noch gar nicht absehbar ...
24.09.2017, 22:18 #6
Ganz herzlichen und lieben Dank, liebe Doppeloma !
04.10.2017, 19:56 #7
Danke nochmals für die sehr hilfreiche und ausführliche Lebensberatung, Doppeloma :-)
Was Du zum Thema Ganzheitlichkeit geschrieben hast, kann ich nur unterstreichen. Dort, d.h. in der Reha-Klinik werden andere somatische Erkrankungen weitestgehend ausgeblendet und kaum bis gar nicht mitbehandelt ...
Ich bin nun zurück aus der Reha und habe den Entwurf des Reha-Berichts gesehen insbesondere auch ein DRV-Formular, das von der Reha-Klinik an die KK gefaxt wird. Darin wird eine Erwerbsfähigkeit von unter 3 Std. täglich konstatiert. Dieses Formular musste ich bereits unterschreiben.
Morgen geht es zur AfA, um mich (wieder) arbeitssuchend zu melden. Kennt jemand das Prozedere, was mich nun erwartet, d.h. wieviel Zeit habe ich wohl noch bis mich die AfA zur Beantragung einer EM-Rente auffordert?
Welche Frist kann mir die AfA für die Abgabe des Antrags setzen?
Zum Hintergrund: Ich möchte den Antrag nicht allein ausfüllen und möchte dies entweder gemeinsam mit dem SoVD machen oder von einem Rentenberater begleiten lassen. Das benötigt Zeit.
PS: Der finale Reha-Bericht liegt noch nicht vor.
05.10.2017, 13:35 #9
Dort, d.h. in der Reha-Klinik werden andere somatische Erkrankungen weitestgehend ausgeblendet und kaum bis gar nicht mitbehandelt ...
Nun ja, was anderes war wohl auch nicht zu erwarten.
Na ja, da wird dann wohl wieder ein neuer ALG-I Antrag gestellt und sofern du den abgegeben hast, wird man dich auffordern zum äD-Gutachter zu gehen bzw. dort zu erscheinen.
Der äD-Gutachter dürfte dann anhand deines Reha-Berichtes deine Leistungsfähigkeit für den Arbeitsmarkt einschätzen (Gutachten nach Aktenlage) und sofern du tatsächlich für unter 3 Std./tägl. Leistungsfähigkeit eingestuft wirst dies der AfA SB mitteilen.
Da man dich dann als ALG-I Leistungsempfänger nach § 145 SGB III einstufen dürfte, wird wohl eine schriftliche Aufforderung seitens der AfA erfolgen, wonach du binnen einem Monat bei der DRV einen Reha-Antrag bzw. die volle EMR beantragen sollst.
Dies müßtest du der AfA dann auch schriftlich nachweisen, weil ansonsten könntest du deinen ALG-I Anspruch verlieren.
Dem kannst du natürlich auch gleich vorbeugen, indem du nach Vorlage des Reha-Berichtes auch gleich selbst bei der DRV die volle EMR beantragst, entweder bei der DRV und einem ihrer Versicherten Ältesten bei der Stadt u. manchen Krankenkassen, die dir dann bei ausfüllen gleich helfen. Dafür müßtest du natürlich einen Termin mit denen vereinbaren.
Das ganze kann man auch Online machen und dann den Antrag plus ärztliche Befundberichte per Einschreiben direkt an die DRV schicken. Genauso geht dies auch mit dem SoVD.
Nur Rentenberater werden dich natürlich nirgendwo hin begleiten, da mußt du schon selber hin.
Die AfA wird dir lt. Gesetz 4 Wochen ab Aufforderung zum Reha/Renten-Antrag Zeit einräumen.
Das ganze gilt jedoch erst ab dem Tag, wo der volle Rehabericht deinem Arzt bzw. dir (je nachdem an wen er geschickt werden soll) auch vorliegt.
Ansonsten gilt natürlich was Doppeloma bereits geschrieben hat.
05.10.2017, 16:54 #10
Danke, saurbier :-).
Dann habe ich jetzt eine Vorstellung davon, wie es auf der Zeitachse weitergeht.
06.10.2017, 00:19 #11
mal noch ergänzend einige Anmerkungen zu deinen aktuellen Beiträgen und dem was @saurbier dir schon recht gründlich mitgeteilt hat.
In meiner Reha hatte ich eher den Eindruck ich werde als Mensch und Person komplett "ausgeblendet" aber zum Glück hatte ich ja sowieso keinerlei positive Erwartungen an diese Reha ...
Ich bin nun zurück aus der Reha und habe den Entwurf des Reha-Berichts gesehen insbesondere auch ein DRV-Formular, das von der Reha-Klinik an die KK gefaxt wird.
Den Reha-Bericht durfte ich mir auch in der "Rohfassung" am PC ansehen, meine Anmerkungen zu einigen negativen Ansätzen darin wurden zwar aufgenomen aber NICHT umgesetzt.
Der spätere Bericht war eher noch schlimmer, als das was man mir da vorher gezeigt hatte ...
Was für ein Formular wurde das an die KK gefaxt, hast du davon eine Kopie bekommen, was wurde denn der KK da mitgeteilt ???
Darin wird eine Erwerbsfähigkeit von unter 3 Std. täglich konstatiert. Dieses Formular musste ich bereits unterschreiben.
Warum musstest DU das unterschreiben, kann es sein, dass du damit den späteren Reha-Bericht bereits zur Weiterleitung an die KK freigegeben hast ???
Das hätte ich NICHT erlaubt (ohne den vorher erst mal selber lesen zu können), was sollen die damit jetzt wo du schon ausgesteuert bist, geht die das noch weniger an als vorher.
Morgen geht es zur AfA, um mich (wieder) arbeitssuchend zu melden.
Du bist noch immer NICHT "Arbeitsuchend" sondern wegen der Aussteuerung aus dem Krankengeld dort ...
Nun warst du ja schon dort, wie ist es gelaufen, was hat man dir dort wieder Neues "erzählt" ???
Wie dir schon geschrieben wurde hast du nun wieder Anspruch nach § 145 SGB III wegen der Aussteuerung aus dem Krankengeld und die AfA wird nun auch drängen das Ergebnis der Reha erfahren zu dürfen.
Die SB haben aber auch keinen Anspruch darauf und werden sich mit dem Schein der Reha-Klinik zur "AU-Entlassung" zunächst mal begnügen müssen und du selbst stellst dich wie bisher mit deinem "Restleistungsvermögen" der Vermittlung zur Verfügung.
Kennt jemand das Prozedere, was mich nun erwartet, d.h. wieviel Zeit habe ich wohl noch bis mich die AfA zur Beantragung einer EM-Rente auffordert?
Man wird wohl abwarten müssen, bis es einen abschließenden Reha-Bericht überhaupt gibt und dann wird es etwa so laufen wie es dir schon geschildert wurde ...
Der ÄD der AfA muss ein Gutachten zu deiner "Restleistungsfähigkeit" erstellen und wird sich dabei (möglichst) an den Reha-Bericht halten wollen, denn man schließt sich gerne der DRV dann an, obwohl die AfA eigene medizinische Feststellungen dazu machen soll.
Es bleibt aber (eigentlich) noch abzuwarten, wie dieser Bericht dann tatsächlich aussehen wird und was (im Falle einer Feststellung voller Erwerbsminderung) dann die Konsequenz bei der DRV dazu sein könnte.
Meine "Vorsicht" ist nicht ganz unbegründet, denn die DRV muss den Klinik-Einschätzungen auch dann noch nicht folgen wollen, wenn doch sollte eine "Umdeutung" der Reha in Gang kommen.
Das kann aber noch einige Wochen dauern, ehe du dazu dann Post von der DRV erhalten wirst.
Die AfA setzt dir schriftlich eine Frist von einem Monat, wenn sie (bzw. der ÄD) der Meinung ist deine Leistungsfähigkeit konnte auch in der Reha nicht mehr ausreichend hergestellt werden (oder das dem Reha-Bericht zu entnehmen ist), ein weiterer Antrag auf Reha wäre ja ziemlich sinnfrei in deinem Falle.
Als Nachweis genügt zunächst auch ein formloser Antrag, den du mit deiner Rentenversicherungs-Nummer versehen über jedes Fax-Gerät (sogar schon über Drucker und / oder PC) an die DRV senden kannst.
Anschrift und Fax DRV
Hiermit beantrage ich (Renten-Versicherungs-Nummer) Rente wegen Erwerbsminderung.
Bitte übersenden Sie mir die erforderlichen Unterlagen.
Datum / Unterschrift = FERTIG ...
Den Sendebeleg zu deinem EM-Renten-Antrag reichst du dann (in Kopie) bei der AfA als Nachweis für die Antragstellung ein = FERTIG
Auch ein formloser Antrag ist ein rechtsverbindlich gestellter Antrag und so gewinnst du Zeit die Formulare dann mit Hilfe auszufüllen und einzureichen, das Antragsdatum übernimmst du dann aus deinem formlosen Antrag in die Formulare.
Was erwartest du dir davon, die ganzen persönlichen Fragen kannst du sowieso nur selber beantworten, da gibt es kein richtig oder falsch ...
Bist du denn Mitglied im SovD, sonst musst du da erst eintreten, nur damit dir einer bei dem Antrag helfen soll.
Du kannst das (mit Termin) auch bei einer DRV-Beratungsstelle machen, die leiten das dann direkt (kostenfrei) zur Bearbeitung weiter, möglicherweise kommt in der Wartezeit auch noch Post von der DRV zu einer "Umdeutung" in EM-Rente.
Das ist im Moment alles noch sehr schwer abzuschätzen aber einen Formular-Antrag auf EM-Rente musst du wohl in jedem Falle stellen, das kann also nicht schaden und da brauchst du auch nicht mehr zu warten, bis du dazu aufgefordert wirst.
Sollte deine Reha tatsächlich "umgedeutet" werden wird sich die KK (und natürlich auch die AfA) freuen, denn es sind einige Rückerstattungen von Krankengeld und ALGI zu erwarten.
Den Zeitpunkt des Beginns der EM-Rente kannst du dir ja dann nicht mehr selbst auswählen, weil dich ja die KK noch dazu aufgefordert hatte den Antrag zu stellen.
Es bleibt also spannend bei dir, lass dich nicht ärgern ...
26.10.2017, 21:14 #12
Nee, eine Kopie habe ich gar nicht bekommen. Wäre gar nicht schlecht gewesen .
Habe damit aber nicht den Reha-Bericht zum Versand an die KK freigegeben. Die KK hat nur Nachricht erhalten, dass für mich keine W.eingliederung in Frage kommt sondern, dass ich AU entlassen wurde und erwerbsfähig < 3 Std. am Tag bin. Also aus meiner Sicht nichts Kritisches. Die KK als Initiatorin der Reha hat sozusagen in komprimierter Form das Ergebnis der Reha bekommen.
In der Tat war ich dort und zwar schon am 05.10., komme aber erst jetzt dazu zu antworten. Nochmals danke für Deine Zuschrift und auch für Deine Fragen. Ich sehe nach Deiner Antwort wieder ein Stück klarer und bin jetzt deutlich entspannter - auch was die nächsten Schritte anbelangt. Ich finde diese Forum echt klasse, weil ich eine ganze Menge lernen kann. Echt toll.
Ich probiere mich jetzt auch das erste Mal im Zitieren und finde, dass es ganz einfach ist (macht sogar Spaß )
Ich habe in den letzten Wochen erst einmal Zeit gebraucht, um hier zu Hause anzukommen. Das war gar nicht so einfach, da so eine Reha auch einiges antriggert und durcheinander bringt. Jetzt geht es aber wieder und ich bin wieder ganz gut sortiert und kann nun auch mit neuem Elan die Behördenthemen angehen. Und natürlich auch auf Deine Fragen eingehen, was ich gerne mache.
In der Zwischenzeit ist auch schon der finale Bericht eingegangen und er stimmt mit der Vorabfassung überein. Die Klinik hat Wort gehalten. Darüber bin ich froh und bestätigt erfreulicherweise auch den Eindruck, den ich zuvor schon gewonnen hatte
Nur an einer Stelle ist noch was Neues reingekommen - nämlich ein Textbaustein zum Ablauf und Ergebnis der sog. Belastungserprobung. Dieser Textteil dürfte mir sogar helfen, dass der Rentenantrag besser durchläuft.
Das Resultat ist wie erwähnt: erwerbsfähig < 3 Std täglich
Jetzt ist die DRV am Zuge und ich warte erst mal ab.
Ja, das meinte die AfA-Mitarbeiterin auch. Da sei wohl was durchgerutscht...
Die AfA-MItarbeiterin war erfrischend ehrlich und meinte auf meine Nachfrage hin, wieviel Zeit mir denn für das Ausfüllen des Rentenantrags bleibt, dass sie das gar nicht wüsste. Sie könnte aber ihre Teamleiterin fragen. Nachdem sie sich erkundigt hatte, meinte sie, dass das nirgends genau geregelt sei, die AfA - so wie Du, Doppeloma, es geschrieben hattest, - trotzdem in der Regel eine Frist von einem Monat setzt.
Jetzt, wo ich nicht mehr den Tunnelblick habe und mein Blick wieder weiter ist, sehe ich es auch so wie Du. Bin aber ohnehin Mitglied im SoVD und habe mir jetzt vorsorglich einen Termin geholt.
Die Gesundheitsfragen können sie mir tatsächlich nicht abnehmen, trotzdem möchte da einmal aufschlagen, um sie mit ins Boot zu holen. Wenn die DRV "rumzickt" ist zumindest schon mal einer beim SoVD im Film.
In der Tat es bleibt spannend , aber der Nebel lichtet sich und ich sehe langsam immer klarer.
Ich lasse mich auch nicht (mehr) ärgern. Bin ebenfalls gespannt, wie es weitergeht, bin aber zuversichtlich, dass es gut ausgeht. Auf jeden Fall habe ich jetzt ein klares Ziel vor Augen, auf das ich hinarbeiten möchte. Falls sich in der Zwischenzeit Fragen ergeben, werde ich mich im Forum wieder melden ... Bis dahin eine gute Zeit.
alg1, aussteuerung, erwerbsminderungsrente, spannungsfeld, wiedereingliederung, zahlt
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References: § 145
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