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Timestamp: 2020-05-29 16:00:05+00:00

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Genossenschaft | Rechtslupe
Die gesetz­li­che Zustän­dig­keit zur frist­lo­sen Kün­di­gung des Dienst­ver­hält­nis­ses mit dem Vor­stands­mit­glied einer Genos­sen­schaft liegt bei deren Gene­ra­lo­der Ver­tre­ter­ver­samm­lung. Die Neu­fas­sung von § 39 Abs. 1 GenG durch das Gesetz zur Ein­füh­rung der Euro­päi­schen Genos­sen­schaft und zur Ände­rung des Genos­sen­schafts­rechts vom 14.08.2006 hat dar­an nichts geän­dert. Im Schrift­tum ist umstrit­ten, wel­ches Organ
Män­gel bei der Zustel­lung des Voll­stre­ckungs­ti­tels (hier: feh­len­de Zustel­lung eines Regis­ter­aus­zugs bei Rechts­nach­fol­ge auf Gläu­bi­ger­sei­te auf­grund einer Ein­tra­gung im Genos­sen­schafts­re­gis­ter) kön­nen nur in dem lau­fen­den Ver­stei­ge­rungs­ver­fah­ren bis zur Zuschlags­er­tei­lung, nicht aber in einem nach­fol­gen­den Beschwer­de­ver­fah­ren rück­wir­kend besei­tigt wer­den . Nach § 750 Abs. 1 ZPO darf die Zwangs­voll­stre­ckung aus einer nota­ri­el­len
Ist auf­grund einer Ein­tra­gung im Genos­sen­schafts­re­gis­ter dem Rechts­nach­fol­ger des in einem Voll­stre­ckungs­ti­tel bezeich­ne­ten Gläu­bi­gers eine voll­streck­ba­re Aus­fer­ti­gung des Titels erteilt wor­den, darf die Zwangs­voll­stre­ckung nur erfol­gen, wenn dem Schuld­ner zusam­men mit dem Titel neben der Voll­stre­ckungs­klau­sel ein Aus­zug aus dem Regis­ter zuge­stellt wird, wel­cher den aktu­el­len Regis­ter­in­halt im Zeit­punkt der
Ver­jäh­rung von Scha­dens­er­satz­an­sprü­chen gegen den Nach­trags­li­qui­da­tor
Der Scha­dens­er­satz­an­spruch einer Genos­sen­schaft gegen ihren Nach­trags­li­qui­da­tor wegen Ver­let­zung sei­ner Pflich­ten ver­jährt nach § 34 Abs. 6 GenG in fünf Jah­ren. Der mög­li­che Scha­dens­er­satz­an­spruch der Genos­sen­schaft (hier: der LPG) gegen den Nach­trags­li­qui­da­tor ergibt sich aus § 34 Abs. 2 Satz 1 GenG. Die­se Vor­schrift regelt die Organ­haf­tung des Vor­stan­des, der sei­ne Pflich­ten gegen­über
Betriebs­auf­spal­tung zwi­schen einer Genos­sen­schaft und einer GbR
Ist eine ein­ge­tra­ge­ne Genos­sen­schaft Rechts­trä­ge­rin des Betriebs­un­ter­neh­mens und zugleich Mehr­heits­ge­sell­schaf­te­rin der Besitz­per­so­nen­ge­sell­schaft, liegt die für eine Betriebs­auf­spal­tung erfor­der­li­che enge per­so­nel­le Ver­flech­tung vor, wenn die Gesell­schaf­ter der Besitz­per­so­nen­ge­sell­schaft für Abschluss und Been­di­gung der Miet- oder Pacht­ver­trä­ge gemein­sam zur Geschäfts­füh­rung und Ver­tre­tung der Gesell­schaft befugt sind und dabei mit Stim­men­mehr­heit nach Antei­len
Das Recht und die Pflicht des genos­sen­schaft­li­chen Prü­fungs­ver­ban­des, nach §§ 53, 54 GenG die gesetz­li­chen Pflicht­prü­fun­gen durch­zu­füh­ren, besteht nach der Eröff­nung des Insol­venz­ver­fah­rens über das Ver­mö­gen der Genos­sen­schaft jeden­falls dann nicht mehr, wenn der Geschäfts­be­trieb der Genos­sen­schaft ein-gestellt wor­den ist. Sind in die­sem Fall die Vor­aus­set­zun­gen für die Prü­fung des
Beschlüs­se einer Genos­sen­schaft
Der Ent­las­tung des Vor­stan­des einer Genos­sen­schaft kann ein ver­spä­tet vor­ge­leg­ter Jah­res­ab­schluss ent­ge­gen ste­hen. So hat das Land­ge­richt Braun­schweig im Fall von 3 Genos­sen­schafts­mit­glie­dern, die sich gegen die Wirk­sam­keit von Beschlüs­sen in den Mit­glie­der­ver­samm­lun­gen der Genos­sen­schaft vom 03.05.3010 und 20.05.2010 rich­te­te, die Kla­ge zwar größ­ten­teils abge­wie­sen, die Kla­ge hat­te aber Erfolg soweit
Nach der Recht­spre­chung des Bun­des­ge­richts­hofs soll der Rechts­ver­kehr durch die in § 99 Abs. 1 GenG a.F., § 64 Abs. 1 GmbHG a.F. (§ 15 a Abs. 1 InsO n.F.) nor­mier­te Pflicht der Orga­ne zur Stel­lung des Insol­venz­an­trags davor bewahrt wer­den, einer insol­venz­rei­fen Gesell­schaft eine Vor­leis­tung, ins­be­son­de­re einen Geld- oder Sach­kre­dit zu gewäh­ren, ohne
Die Genos­sen­schafts­an­tei­le eines Land­wirts
Genos­sen­schafts­an­tei­le kön­nen gewill­kür­tes Betriebs­ver­mö­gen eines land- und forst­wirt­schaft­li­chen Betriebs sein, wenn sie objek­tiv geeig­net sind, den Betrieb zu för­dern. Ein der­ar­ti­ger För­der­zu­sam­men­hang kann bestehen, wenn es sich um eine Betei­li­gung an einem Unter­neh­men han­delt, mit dem der land- und forst­wirt­schaft­li­che Betrieb typi­scher­wei­se Geschäfts­be­zie­hun­gen unter­hält. Bun­des­fi­nanz­hof, Urteil vom 23. Sep­tem­ber 2009
Genos­sen-Aus­schluß
Ein Rechts­streit um die Wirk­sam­keit des Aus­schlus­ses eines Mit­glieds aus einer Genos­sen­schaft ist in der Regel ver­mö­gens­recht­li­cher Natur. Die Rechts­mit­tel­be­schwer der Genos­sen­schaft in Bezug auf ein die Unwirk­sam­keit des Aus­schlus­ses eines Mit­glieds fest­stel­len­des Urteil bemisst sich – spie­gel­bild­lich zu dem Inter­es­se des Genos­sen am Fort­be­stehen sei­ner Mit­glied­schaft – nach dem
Raten­wei­se Ein­la­gen­zah­lung in der Genos­sen­schaft
Gestat­tet eine Genos­sen­schaft dem bei­tre­ten­den Genos­sen, die geschul­de­te Pflicht­ein­la­ge in Raten zu leis­ten, ver­stößt die Raten­zah­lungs­ver­ein­ba­rung nicht gegen § 22 Abs. 4 Satz 2 GenG. Eine Raten­zah­lungs­ver­ein­ba­rung ist kei­ne ver­bo­te­ne Kre­dit­ge­wäh­rung. Eine Raten­zah­lungs­ver­ein­ba­rung ist aller­dings wegen Ver­sto­ßes gegen § 7 Nr. 1 GenG unwirk­sam, wenn in der Sat­zung der Genos­sen­schaft kei­ne Rege­lung ent­hal­ten ist,
Eine Genos­sen­schaft kann nach einer aktu­el­len Ent­schei­dung des Bun­des­ge­richts­hofs am Anspruch eines Genos­sen auf Aus­zah­lung des künf­ti­gen Aus­ein­an­der­set­zungs­gut­ha­bens nach Eröff­nung des Insol­venz­ver­fah­rens über des­sen Ver­mö­gen kein Pfand­recht mehr erwer­ben, wenn die Ent­ste­hung des ver­pfän­de­ten Anspruchs von rechts­ge­schäft­li­chen Erklä­run­gen der Betei­lig­ten abhängt. Bun­des­ge­richts­hof, Urteil vom 8. Janu­ar 2009 – IX ZR
14. Oktober 2008 Rechtslupe
Nach­schuss­pflicht der Genos­sen­schafts­mit­glie­der
Mit der Nach­schuss­pflicht von Genos­sen­schafts­mit­glie­dern beim Aus­schei­den aus der Genos­sen­schaft hat­te sich jetzt der Bun­des­ge­richts­hof in drei bei ihm anhän­gi­gen Revi­si­ons­ver­fah­ren zu befas­sen. Die Klä­ge­rin, eine Bau­ge­nos­sen­schaft, nimmt die Beklag­ten, aus­ge­schie­de­ne Genos­sen, auf Zah­lung eines Nach­schus­ses in Anspruch. Bei der Ermitt­lung der Nach­schuss­pflicht, auf die sich die Klä­ge­rin beruft, wird
Genos­sen-Abfin­dung
Es ver­stößt gegen den genos­sen­schaft­li­chen Gleich­be­hand­lungs­grund­satz, wenn bei der Berech­nung des Aus­ein­an­der­set­zungs­gut­ha­bens aus­schei­den­der Genos­sen über die antei­li­ge Berück­sich­ti­gung eines Bilanz­ver­lus­tes hin­aus die Aus­ein­an­der­set­zungs­gut­ha­ben voll­stän­dig zur Ver­lust­de­ckung her­an­ge­zo­gen wer­den. Die Berück­sich­ti­gung der im Bilanz­ver­lust ent­hal­te­nen Ver­lust­vor­trä­ge der Vor­jah­re ist auch ohne ent­spre­chen­de Sat­zungs­re­ge­lung mög­lich.

References: § 39
 § 750
 § 34
 § 34
 § 99
 § 64
 § 22
 § 7