Source: https://forum.fractalfuture.net/t/harald-lesch-spricht-uber-das-kapitalozan/2809
Timestamp: 2019-01-23 06:22:10+00:00

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Harald Lesch spricht über das Kapitalozän - Deutsch (German) - Fractal Future Forum – Envisioning and creating a better future
Harald Lesch spricht über das Kapitalozän
begeistert 2018-12-17 04:00:23 UTC #1
Über die Kosten der Digitalisierung und bestimmter Technologien, wie E-Autos. Finde es spannend das Kapitalismuskritik wohl nun wieder gesellschaftlich akzeptierter wird.
merapi22 (Steffen Hannemann) 2018-12-18 08:44:36 UTC #2
Finde Harald Lesch kann alles rüberbringen, auch die langweiligsten und kompliziertesten Themen einfach und sogar lustig erklären.
Gleich am Anfang die BMW Autowerbung: Wir nehmen Euch die Luft zum Atmen
Die TPD hat doch im Programm die besten Lösungen gerade auf die Umstellung der Energieversorgung auf 100% EE. Man fragt sich warum unsere Partei nicht ständig Zulauf findet, das müsste doch Alle begeistern?
Die Seiten und Gruppen bei Facebook zum Thema Transhumanismus sind blockiert! Wir müssten doch auch da Lösungen finden indem wir die uns blockieren auch blockieren!
begeistert 2018-12-18 10:17:36 UTC #3
Das habe ich nicht ganz verstanden? Wer hat was blockiert und wieso?
merapi22 (Steffen Hannemann) 2018-12-18 10:58:47 UTC #4
Wer hat was blockiert und wieso?
Wenn ich hier in Malaysia andere Reisende auf Transhumanismus anspreche und die das in ihr Handy suchen, kommen nicht unsere Seiten, sondern werden nur Verschwörungsseiten angezeigt. Man muss den Namen einer Gruppe bis zum Schluss eingeben, erst da wird diese angezeigt:
Transhumanes Netzwerk
Herzlich Willkommen im Transhumanen Netzwerk! In dieser Gruppe findest Du aktuelle Artikel und Informationen zu Trends, Zukunftstechnologien, der „Welt von morgen“ und „transhumaner“ Politik....
Merke das auch bei den Seiten wo meist nur noch 1 oder 2 Beitragsreaktion angezeigt werden. In Letzten Jahr hab ich kein einziges neues Mitglied gewonnen, das kann doch nicht sein???
begeistert 2018-12-18 12:24:22 UTC #5
Eigentlich ist Fortschritt ne prima Sache. Leider ist es so, dass der Fortschritt im Kapitalismus eine ziemlich zweischneidige Angelegenheit ist.
Es ist nämlich so, dass der technische Fortschritt für die Kapitalisten bedeutet, dass sie weniger menschliche Arbeitskraft brauchen und deswegen Leute ihren Job verlieren. Wäre kein Problem, wenn man von Hartz 4 leben könnte. Kann man aber leider nicht.
Und ob ein bedingungsloses Grundeinkommen kommt, dass den Namen verdient? Da habe ich so meine Zweifel dran. In Zeiten in denen wir darüber diskutieren, ob wir Menschen retten müssen, die im Mittelmeer absaufen, sollen die bürgerlichen Politiker und Kapitalisten ausgerechnet ihre Mitmenschlichkeit gegenüber der durch technischen Fortschritt überflüssig gewordenen Bevölkerung entdeckt haben?
Es wird eher so sein, dass die “Überflüssigen” in Lager gesperrt werden.
Die Angst der Menschen vor dem technischen Fortschritt ist also - leider - berechtigt, solange diese Technlogien dazu genutzt werden, einige wenige auf Kosten vieler zu bereichern.
edit: sieher auch hier
edit2: wir kommen grad ein wenig vom thema ab. Also nochmal zu Lesch: Du kannst ja auch bei der Umweltproblematik sehen, dass selbst das Wissen um die Technologien noch allein nicht ihre Anwendung garantiert, sie müssen als allererstes für die Kapitalisten rentabel sein. Also auch auf diesem Gebiet scheint der Fortschritt im Bereich EE keinesfalls irgendeine reale Verbesserung zu garantieren.
merapi22 (Steffen Hannemann) 2018-12-19 05:53:21 UTC #6
Ja darum ist das BGE Alternativlos, auch wenn das Linke Demagogen wie Butterwegge und der in obrigen Artikel nicht sehen wollen, dürfen!
Luxemburg führt den kostenfreien ÖPNV ein und viele Staaten werden folgen. Dazu werden autonome Fahrzeuge den Besitz eines PKWs überflüssig machen. Jederzeit und überall eine Fahrmöglichkeit ordern, Ziel eingeben und da sucht sich das Auto ganz autonom den nächsten Nutzer. Keine lästige Parkplatz suche, keine zugeparkten Innenstädte und das Auto hat seinen Status verloren. Man sollte sich weniger um die Autoindustrie sorgen machen, sondern was aus all den Taxi-, Bus- und LKW-Fahrern wird! Das betrifft viel mehr Menschen, als die paar guten Jobs die es bei der Autoindustrie noch gibt!
Genau zum Thema:
Studie zur Autoindustrie: Warum Deutschland auch ohne VW, Daimler und BMW...
begeistert 2018-12-19 15:13:09 UTC #7
Hm, ich bin ein Befürworter des BGE, übrigens auch deswegen, weil das BGE dazu geeignet ist die Währung zu zerstören.
Ein BGE im Kapitalismus kann es nicht geben, weil der Kapitalismus ein Zwangssystem ist. Der Witz am Eigentum ist ja, dass der Eigentümer andere Menschen mit seinem Eigentum erpressen kann, weil diese nichts haben. Bei einem BGE würde dieses Erpressungsverhältniss nicht mehr funktionieren. Dementsprechend glaube ich nicht, dass irgendeine Partei die im Parlament sitzt ernsthaft vorhat ein BGE einzuführen.
Ich fände also ein BGE gut, glaube aber nicht daran das wir es jemals bekommen werden.
Idomenio 2018-12-19 15:18:21 UTC #8
Ein BGE im Kapitalismus kann es nicht geben, weil der Kapitalismus ein Zwangssystem ist.
Inwiefern? Ein Zwang, die Wirtschaft am Laufen zu halten existiert in jedem System. Ein Höhlenmensch konnte auch nicht einfach sagen “nee, kein Bock mich von der Natur versklaven zu lassen, heute wird nicht gejagt oder gesammelt”.
Der Witz am Eigentum ist ja, dass der Eigentümer andere Menschen mit seinem Eigentum erpressen kann, weil diese nichts haben.
Dann wird es Zeit, dass sie sich selber etwas aufbauen.
begeistert 2018-12-19 15:42:05 UTC #9
Das ist ein beliebter Fehlschluß. Der Kapitalismus redet häufig von “Sachzwängen” die im Grunde gar keine sind, sondern nur solange Sachzwänge sind, wie man einen Kapitalismus betreiben will.
Also der Unternehmer “leidet” zum Beispiel an dem Sachzwang, unrentable Mitarbeiter entlassen zu müssen, weil er eben weiterhin profitabel sein möchte. Dieser “Zwang” ist aber nur solange einer, wie er eben Kapitalist ist. In anderen Systemen wie zum Beispiel der alten Sovietunion gab es solche Sachzwänge nicht, dafür natürlich andere, die wir hier im Kapitalismus nicht kennen.
Es ist also ein Unterschied, ob es tatsächlich Naturgesetze sind, denen ich mich fügen muß, oder ob die Sachzwänge eigentlich gesellschaftliche Ursachen haben.
merapi22 (Steffen Hannemann) 2018-12-22 13:12:10 UTC #10
Da gab es Recht und vor allem die Pflicht zur Arbeit! Bei Arbeitsverweigerung gab es Arbeitslager auch als Gulag bekannt! Dennoch gab es Mangel an allen Gütern, trotz Zwang zur Arbeit und das jeder arbeiten musste.
BGE befreit von Zwang etwas zu tun was man nicht möchte. Darum wollen die regierenden Parteien das nicht. Freiheit für Alle, macht den Oberen einfach nur Angst. Aber die technische Entwicklung wird denen gar keine andere Wahl lassen das BGE umzusetzen, wenn KI-Roboter alle Jobs besser können auch alle die erst noch entstehen.
Wichtiger Grund pro BGE UBI = es werden 10 mal mehr in Wissenschaft und Forschung tätig. Denn jeder kann dann das machen was Spaß macht und seine besonderen Begabungen entdecken und fördern. Dank Wissen werden wir alle Weltprobleme lösen!
UBI TIMES – 21 Dec 18
How a Universal Basic Income Can Get More People Into Science - UBI TIMES
A Universal Basic Income can get more people into science by reducing the work-related stress and other stress factors, this is essential for people to get of the mindset of 9-5 and bring real interest to their job. “A Universal Basic Income (UBI)...
Aber mal zurück zu Herrn Lesch, der sich leider etwas an Silizium fest gebissen hat und sich weder die exorbitante wissenschaftliche Entwicklung, noch neue Akkus vorstellen kann:
" Fluoridionenakkus können achtmal so viel Energie speichern wie ein gleich großer heutiger Akku – rechnerisch jedenfalls. Die Technik hatte allerdings einen besonders für die Hosentasche sehr unpraktischen Haken: Sie funktionierte nur bei Temperaturen über 150 Grad Celsius, zu viel für die meisten Anwendungen. Doch nun ist es einer Arbeitsgruppe um Victoria K. Davis vom Jet Propulsion Lab am Caltech gelungen, eine solche Batterie auch bei Raumtemperatur zu betreiben."
Akkus, die Fluorid als Ladungsträger verwenden, funktionieren nun auch bei Raumtemperatur
begeistert 2018-12-22 17:39:49 UTC #11
Ich bin auch kein Freund des alten Ostblocks, aber Obdachlose hat es da keine gegeben. Natürlich gab es in der DDR zum Beispiel auch Wohnungsnot, aber die wurden dann eben mit Zwangswohngemeinschaften angegangen.
merapi22 (Steffen Hannemann) 2018-12-25 05:11:31 UTC #12
Wenn man Obdachlose in Arbeitslager inhaftiert, dann kann man alles, aber dies auf keinen Fall positiv sehen.
Hier der §249 auch als “Asozialen” § bekannt, genau wie bei Hitler wurden unter Ulbricht/Honecker, Obdachlose, Arbeitsverweigerer als Assoziale diffamiert!
“Gefährdung der öffentlichen Ordnung durch asoziales Verhalten.
(1) Wer das gesellschaftliche Zusammenleben der Bürger oder die öffentliche Ordnung dadurch gefährdet, dass er sich aus Arbeitsscheu einer geregelten Arbeit hartnäckig entzieht, obwohl er arbeitsfähig ist, oder wer der Prostitution nachgeht oder wer sich auf ändere unlautere Weise Mittel
zum Unterhalt verschafft, wird mit Verurteilung auf Bewährung oder mit Haftstrafe, Arbeitserziehung oder mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren bestraft. Zusätzlich kann auf Aufenthaltsbeschränkung und auf staatliche Kontroll- und Erziehungsaufsicht erkannt werden.”
paragraf-249-stgb-der-ddr.pdf
Obdachlose dürfte es in Europa/DE nicht geben, es ist Fehlverhalten von Behörden, welche Menschen den Anspruch auf ALG2 vorenthalten. Lobbyisten nehmen darauf Einfluss, da Obdachlose zur Disziplinierung von Niedriglohn-Arbeitern missbraucht werden. Jeder ist beim Anblick frierender Menschen auf der Straße zu kostenlosen Überstunden, schlechten Arbeitsbedingungen und sogar zur Duldung von Mobbing bereit und ebenso zur Arbeit selbst in AKWs!

References: BGE 
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 §249