Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VIII%20ZR%20139/07
Timestamp: 2019-10-19 19:10:39+00:00

Document:
BGH, 20.02.2008 - VIII ZR 139/07 - dejure.org
https://dejure.org/2008,157
BGH, 20.02.2008 - VIII ZR 139/07 (https://dejure.org/2008,157)
BGH, Entscheidung vom 20.02.2008 - VIII ZR 139/07 (https://dejure.org/2008,157)
BGH, Entscheidung vom 20. Februar 2008 - VIII ZR 139/07 (https://dejure.org/2008,157)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2008,157) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Bestehen eines Anspruchs eines Mieters gegen seinen Vermieter auf Beseitigung oder Unterlassung einer von dem Mieter als unberechtigt erachteten Abmahnung; Zulässigkeit einer Klage auf Feststellung der Unrechtmäßigkeit einer durch einen Vermieter erteilten Abmahnung; ...
Mieterabmahnung - Feststellungsklage gegen Vermieter
Mieter hat keinen Anspruch gegen unberechtigte Abmahnung
Kein Anspruch des Mieters auf Rücknahme einer Abmahnung
BGB § 541 § 543; ZPO § 256
Zulässigkeit der Klage des Vermieters auf Feststellung der fehlenden Berechtigung des Vermieters zur Abmahnung
Kein Rechtsmittel gegen Abmahnung
Abmahnung vom Vermieter
Keine Abmahnung durch den Vermieter
Mietrecht - Rechtsschutz gegen Abmahnungen im Wohnraummietrecht
Kein Rechtsschutz bei Abmahnung durch Vermieter
Zu Unrecht wegen Ruhestörung abgemahnt? - Mieter geht gerichtlich gegen die Abmahnung vor - unzulässige Klage
Zur Frage des Rechtsschutzes gegen Abmahnungen im Wohnraummietrecht
Abmahnung rechtens
Kein Rechtsschutz gegen mietrechtliche Abmahnung
Mieter müssen Abmahnungen des Vermieters hinnehmen
Rechtsschutzes gegen Abmahnungen im Wohnraummietrecht
123recht.net (Pressemeldung, 20.2.2008)
Mieter können sich gegen Lärm-Abmahnung nicht wehren
123recht.net (Entscheidungsanmerkung, 21.2.2008)
Kein isolierter Rechtsschutz gegen Abmahnungen im Wohnraummietrecht
Mieter hat keinen Rechtsbehelf gegen Abmahnung! (IMR 2008, 109)
Zusammenfassung von "Rechtsschutz gegen vertragsrechtliche Abmahnungen" von Dr. Sebastian Kolbe, WissMit., original erschienen in: NJW 2008, 2685 - 2688.
AG Köln, 22.03.2006 - 217 C 206/05
NJW 2008, 1303
NZM 2008, 277
ZMR 2008, 446
Dagegen können nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs bloße Elemente oder Vorfragen eines Rechtsverhältnisses, reine Tatsachen oder etwa die Wirksamkeit von Willenserklärungen oder die Rechtswidrigkeit eines Verhaltens nicht Gegenstand einer Feststellungsklage sein (BGH, Urteil vom 3. Mai 1977 - VI ZR 36/74, BGHZ 68, 331, 332; Urteil vom 19. April 2000 - XII ZR 332/97, NJW 2000, 2280, 2281; Urteil vom 7. Juni 2001 - I ZR 21/99, NJW 2001, 3789 ff.; Urteil vom 20. Februar 2008 - VIII ZR 139/07, NZM 2008, 277 Rn. 9; jeweils mwN).
Zulässiger Gegenstand einer Feststellungsklage können auch einzelne, aus einem Rechtsverhältnis sich ergebende Rechte und Pflichten sein, nicht aber bloße Elemente oder Vorfragen eines Rechtsverhältnisses, reine Tatsachen oder etwa die Wirksamkeit von Willenserklärungen oder die Rechtswidrigkeit eines Verhaltens (BGH…, Urteil vom 19. April 2000 - XII ZR 332/97, juris Rn. 12; Urteil vom 20. Februar 2008 - VIII ZR 139/07, Rn. 9;… Urteil vom 27. März 2015 - V ZR 296/13, Rn. 7).
Dazu können auch einzelne, aus einem Rechtsverhältnis sich ergebende Rechte und Pflichten gehören, nicht aber bloße Elemente oder Vorfragen eines Rechtsverhältnisses, reine Tatsachen oder etwa die Wirksamkeit von Willenserklärungen oder die Rechtswidrigkeit eines Verhaltens (vgl. BGH NJW 2008, 1303 m. w. N.).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs muss eine Abmahnung den Schuldner darauf hinweisen, dass er vertragliche Pflichten verletzt hat und ihm für den Fall eines weiteren Vertragsverstoßes Konsequenzen drohen (BGH, Urteile vom 10. März 1976 - VIII ZR 268/74, WM 1976, 508 unter III 4; vom 4. Juli 2002 - I ZR 313/99, NJW 2002, 3541 unter II 1; vom 2. März 2004 - XI ZR 288/02, NJW-RR 2004, 873 unter II 2 b; vom 20. Februar 2008 - VIII ZR 139/07, NJW 2008, 1303 Rn. 7).
Dabei ist zwar keine ausdrückliche Kündigungsandrohung erforderlich, jedoch muss aus der Erklärung des Gläubigers für den Schuldner deutlich werden, dass die weitere vertragliche Zusammenarbeit auf dem Spiel steht (…vgl. BGH, Urteile vom 4. Juli 2002 - I ZR 313/99, aaO, sowie vom 20. Februar 2008 - VIII ZR 139/07, aaO).
a) Mit der Klage auf Feststellung des Bestehens eines Rechtsverhältnisses nach § 256 Abs. 1 ZPO kann nicht nur die Feststellung des Bestehens des Rechtsverhältnisses im Ganzen, sondern auch die Feststellung einzelner, aus dem umfassenden Rechtsverhältnis hervorgehender Berechtigungen verlangt werden (BGH, Urteil vom 26. Januar 1955 - IV ZR 180/54, LM Nr. 5 zu § 2100 BGB; Urteil vom 12. Dezember 1994 - II ZR 269/93, NJW 1995, 1097 m.w.N.; Urteil vom 10. März 2004 - IV ZR 123/03, BGHZ 158, 226, 227 f. m.w.N.; Urteil vom 20. Februar 2008 - VIII ZR 139/07, NJW 2008, 1303 Rn. 9;… Roth in Stein/Jonas, ZPO, 22. Aufl., § 256 Rn. 26).
Diese Erklärung erfüllt zum einen alle Anforderungen an eine Abmahnung als rechtsgeschäftsähnliche Erklärung, die darauf abzielt, der anderen Vertragspartei ein bestimmtes, als Vertragsverletzung beanstandetes Fehlverhalten vor Augen zu führen, und zwar verbunden mit der Aufforderung, dieses Verhalten zur Vermeidung weiterer vertragsrechtlicher Konsequenzen aufzugeben oder zu ändern (Senatsurteil vom 20. Februar 2008 - VIII ZR 139/07, NJW 2008, 1303, Tz. 7 m.w.N.).
Beschlussanfechtungsklage im Wohnungseigentumsverfahren: Prüfungsumfang im Rahmen …
Sie zielt darauf ab, dem Wohnungseigentümer ein bestimmtes, als Entziehungsgrund beanstandetes Fehlverhalten vor Augen zu führen, verbunden mit der Aufforderung, dieses Verhalten zur Vermeidung eines Entziehungsbeschlusses aufzugeben oder zu ändern (vgl. zum Mietrecht BGH, Urteil vom 20. Februar 2008 - VIII ZR 139/07, NJW 2008, 1303 Rn. 7 mwN).
OLG Celle, 04.06.2014 - 7 U 202/13
Jagdpachtvertrag: Wirksamkeit einer fristlosen Kündigung des Vertrags wegen …
AG Hohenstein-Ernstthal, 19.04.2010 - 5 C 948/09
Abmahnung des Verwalters: Keine Entfernung aus Verwalterakten
LG Gießen, 24.03.2016 - 5 O 316/15

References: § 541
 § 543
 § 256
 BGH 
 § 256
 § 2100
 § 256