Source: http://www.jurablogs.com/2012/11/28/dna-spuren-richtig-wuerdigen
Timestamp: 2017-04-28 16:09:53+00:00

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DNA Spuren sind richtig zu würdigen…
BlogsAnwalt bloggtNovember 2012DNA Spuren sind richtig zu würdigen…Zumindest dann, wenn einem DNA-Gutachten eine ganz maßgebende Bedeutung für die Feststellung der Täter schaft des Angeklagten zukommt, ist eine nachvollziehbare Darlegung erforderlich, auf welchen Grundlagen der Sachverständige die genannte Wahrscheinlichkeit bestimmt hat Mit Beschluss vom 7.11.2012 hat der BGH (5 StR 517/12) das mit der Revision angefochtene Urteil des Landgerichts Leipzig aufgehoben, da die dem Urteil zu Grunde liegende Beweiswürdigung aufgrund wesentlicher Darstellungsmängel rechtsfehlerhaft sei.In den Urteilsgründen führt der BGH u.a. folgendes aus: Das Landgericht hat die Täterschaft des Angeklagten, der die Tat bestreitet, auf der Grundlage der am Messer festgestellten DNA-Spuren für erwiesen erachtet. Die belastende Aussage einer Zeugin, deren Glaubhaftigkeit das Landgericht als zweifelhaft ansieht, hat es nicht berücksichtigt, „weil die Überzeugung der Kammer, dass der Angeklagte der Mittäter ist, welcher das am Tatort aufgefundene Küchenmesser verwendet hat, bereits allein auf das Beweisergebnis seiner am Messer festgestellten DNA gestützt werden kann“ (UA S. 19). Nach den Ausführungen des rechtsmedizinischen Sachverständigen hätten die Abriebe am Messergriff eine männliche Spur ergeben, die „in acht DNA-Systemen mit der zu Verifizierung eingeholten DNA des Angeklagten“ verglichen worden sei. „Dabei sei eine vollständige Übereinstimmung in sämtlichen Allelen festgestellt worden. Weitere DNA-Spuren, insbesondere Mischspuren, seien am Griff des Messers nicht feststellbar gewesen. Auch an der Klinge des Messers seien alle acht DNA- Systeme des Angeklagten sowie, schwächer ausgebildet, zusätzliche Allele einer weiteren männlichen Person festgestellt worden. Die Feststellung zur DNA-Spur des Angeklagten auf dem Griff des Messers sei hochspezifisch. Bei einer Population von 7,68 x 1010 männlichen Personen sei mit einer damit identischen DNA zu rechnen ...Zum vollständigen Artikel46 LeserBurhoff online Blog:Auch so ein Dauerbrenner: Das Sachverständigengutachten in den Urteilsgründen – hier be...47 LeserBurhoff online Blog:Das DNA-Gutachten in den Urteilsgründen, oder: Warum weiß die StK nicht, wie es geht?89 LeserBurhoff online Blog:Schon wieder: Der BGH und die Sachverständigengutachten10 verwandte ArtikelBGH: Die Berechnungsgrundlage bei DNA-Spuren muss im Urteil angegeben werdenDNA-Gutachten – und die wesentlichen AnknüpfungstatsachenDNA passt – Basta, du warst es…BGH: Zum Beweiswert eines DNA-VergleichsgutachtensDNA passt in acht System – “Sack zu gemacht”Vergleichende molekulargenetische Untersuchungen – und ihre Darstellung im UrteilStrafprozess – Beweiswürdigung – Tatgericht kann seine Überzeugungsbildung allein auf DNA-Spur stützen.DNA-Gutachten – un die UrteilsgründeBGH: Das Damenparfüm als Erkennungsmerkmal eines Täters bei einem schweren Raub iSd § 250 StGB(Strafverteidiger Berlin) BGH vom 7.12.2010: Verletzung von § 261 StPO durch fehlende Würdigung eines entlastenden Behördengutachtens (4
StR 401/10)Über den ArtikelVeröffentlicht November 28, 2012 11:17am im Blog Anwalt bloggt.ThemenEntscheidung, Strafrecht, Bgh, Stgb, Landgericht, Betäubungsmittel, Dna, Aussage, Messer, Leipzig, Cher, Spur, GriffTäglich juristische Top-MeldundenMehr Informationen zum NewsletterTop-MeldungenWeiteresBahnstrecke gesperrt, allein das entschuldigt nicht das Ausbleiben im Terminvon Detlef Burhoff / Burhoff online BlogSchöner Wohnen in SO36von Carsten R. Hoenig / kanzlei-hoenig.deDie dauerhafte Unbrauchbarkeit eines wichtigen Gliedes entfällt nicht durch eine dem Betroffenen mögliche Operationvon strafrechtsbloggerHow Old is 14 Really? On Child Marriage and Case-by-Case Justicevon VerfassungsblogDie Taliban-Files: Rechtsanwalt Sprafke im neuen Spiegelvon SPRAFKE | RechtsanwälteAls nächstes lesen - bislang 132 Leser:Bahnstrecke gesperrt, allein das entschuldigt nicht das Ausbleiben im Termin

References: BGH 
 BGH 
 BGH 
 § 250
 BGH 
 § 261