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Timestamp: 2020-03-31 14:46:50+00:00

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BVerwG, 28.07.1994 - 7 C 41.93 - dejure.org
https://dejure.org/1994,219
BVerwG, 28.07.1994 - 7 C 41.93 (https://dejure.org/1994,219)
BVerwG, Entscheidung vom 28.07.1994 - 7 C 41.93 (https://dejure.org/1994,219)
BVerwG, Entscheidung vom 28. Juli 1994 - 7 C 41.93 (https://dejure.org/1994,219)
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Voraussetzungen hinsichtlich der Beurteilung einer Enteignung nach dem Aufbaugesetz der DDR als unlautere Machenschaft gemäß § 1 Abs. 3 Vermögensgesetz (VermG) - Begehr der Rückgabe eines auf der Grundlage des Aufbaugesetzes der DDR enteigneten Grundstücks nach dem Gesetz ...
Kein Restitutionsanspruch bei bloß einfacher Rechtswidrigkeit einer Baulandenteignung
Rückübertragungsanspruch; Restitutionsanspruch; Schädigungstatbestand; unlautere Machenschaften; Manipulation; Enteignung gegen geringere Entschädigung; vorgeschobener Enteignungszweck; Machtmissbrauch; Aufbauenteignung; Mühlengrundstück
VG Leipzig, 03.06.1993 - 2 K 166/92
VG Leipzig, 03.06.1994 - 2 K 166/92
NJW 1994, 3308
ZIP 1994, 1482
NVwZ 1995, 167 (Ls.)
NJ 1995, 49
DB 1994, 2127
Solche manipulativen Enteignungen sind insbesondere bei zwei Fallgruppen zu bejahen (vgl. Urteil vom 28. Juli 1994 - BVerwG 7 C 41.93 - aaO.).
Allerdings hat die Enteignung nach dem Baulandgesetz den Charakter einer unlauteren Machenschaft (§ 1 Abs. 3 VermG), wenn die staatlichen Organe ein den gesetzlichen Bestimmungen entsprechendes Vorhaben nur vorgeschoben hatten oder der wahrheitsgemäß angegebene Zweck der Inanspruchnahme von keiner Rechtsgrundlage gedeckt sein konnte (BVerwG, Urt. v. 28. Juli 1994, ZIP 1994, 1482 f).
Diese Vorschrift betrifft zwar nicht nur rechtsgeschäftliche Erwerbsvorgänge, sondern auch hoheitliche Erwerbsakte in Form willkürlicher Enteignungen (vgl. BVerwG, Beschluß vom 4. Januar 1994 - BVerwG 7 B 99.93 - NJW 1994, 1487;Urteil vom 28. Juli 1994 - BVerwG 7 C 41.93 - ZIP 1994, 1482 = DB 1994, 2127).
Denn ein bloßer Rechtsanwendungsfehler ist noch nicht als bewußte und sittlich anstößige Manipulation im Sinne einer unlauteren Machenschaft anzusehen (vgl. auch BVerwG, Urteil vom 28. Juli 1994 a.a.O.).
Solche Enteignungen sind dann willkürlich oder manipulativ und dem Schädigungstatbestand des § 1 Abs. 3 VermG zuzuordnen, wenn ein den gesetzlichen Bestimmungen grundsätzlich entsprechendes Vorhaben als Enteignungszweck nur vorgeschoben wurde, um in Wahrheit zu einem ganz anderen Zweck das Eigentum an dem Vermögenswert zu erlangen, oder wenn der wahrheitsgemäß angegebene Grund der Inanspruchnahme offenkundig von keiner rechtsgrundlage gedeckt sein konnte (Urteile vom 28. Juli 1994 - BVerwG 7 C 41.93 - Buchholz 428 § 1 VermG Nr. 28, vom 26. Juni 1997 - BVerwG 7 C 25.96 - Buchholz 428 § 1 VermG Nr. 113, vom 3. September 1998 - BVerwG 7 C 26.97 - Buchholz 428 § 1 VermG Nr. 160 und vom 11. Januar 2001 - BVerwG 7 C 2.00 - Buchholz 428 § 1 Abs. 3 VermG Nr. 22).
Die einfache Rechtswidrigkeit des Enteigungsaktes unterhalb der Schwelle der Willkürlichkeit reicht für die Annahme eines solchen Tatbestandes nicht aus (stRspr, vgl. Urteil vom 28. Juli 1994 - BVerwG 7 C 41.93 - Buchholz 428 § 1 VermG Nr. 28 S. 57 und Beschluss vom 30. September 1998 - BVerwG 8 B 130.98 - nicht veröffentlicht).
Ob eine zulässige Aufbaumaßnahme vorliegt, ist nach dem in der DDR maßgebenden Rechtsverständnis zu beurteilen (vgl. Urteil vom 28. Juli 1994 - BVerwG 7 C 41.93 - a.a.O. ).
Solche Enteignungen sind dann willkürlich oder manipulativ und dem Schädigungstatbestand des § 1 Abs. 3 VermG zuzuordnen, wenn ein den gesetzlichen Bestimmungen grundsätzlich entsprechendes Vorhaben als Enteignungszweck nur vorgeschoben wurde, um in Wahrheit zu ganz anderen Zwecken das Eigentum an dem Vermögenswert zu erlangen, oder wenn der wahrheitsgemäß angegebene Grund der Inanspruchnahme offenkundig von keiner Rechtsgrundlage gedeckt sein konnte (Urteile vom 28. Juli 1994 - BVerwG 7 C 41.93 - Buchholz 428 § 1 VermG Nr. 28 S. 57 , vom 26. Juni 1997 - BVerwG 7 C 25.96 - Buchholz 428 § 1 VermG Nr. 113 S. 344 , vom 3. September 1998 - BVerwG 7 C 26.97 - Buchholz 428 § 1 VermG Nr. 160 S. 500 und vom 11. Januar 2001 - BVerwG 7 C 2.00 - Buchholz 428 § 1 Abs. 3 VermG Nr. 22 S. 64 ).
Ein Verstoß gegen Rechtsvorschriften der DDR unterhalb der Schwelle der Willkürlichkeit genügt also nicht (vgl. Urteil vom 28. Juli 1994 - BVerwG 7 C 41.93 - Buchholz 428 § 1 VermG Nr. 28 S. 57 ).
Soweit die Beschwerde in diesem Zusammenhang meint, das Bundesverwaltungsgericht habe in zwei Urteilen (Urteil vom 28. Juli 1994 - BVerwG 7 C 41.93 - Buchholz 428 § 1 VermG Nr. 28 S. 57 und vom 5. März 1998 - BVerwG 7 C 30.97 - Buchholz 428 § 1 VermG Nr. 142 S. 432 ) Rechtssätze zur Auslegung des Aufbaurechts der DDR aufgestellt, von denen das Verwaltungsgericht abgewichen sei, verkennt sie den Inhalt dieser Entscheidungen.
Das Urteil vom 28. Juli 1994 (- BVerwG 7 C 41.93 - a.a.O.) gelangt nicht zu dem Ergebnis, dass die Inanspruchnahme von Grundstücken nach dem Aufbaugesetz nur zugunsten von volkseigenen Betrieben, Organen und Institutionen sozialistischer Genossenschaften, Parteien und Massenorganisationen zulässig war.
BVerwG, 03.09.1998 - 7 C 26.97
unlautere Machenschaft; Enteignung nach dem Aufbaugesetz; gebotene Gesamtschau; …
BVerwG, 30.05.2001 - 8 B 78.01
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BVerwG, 09.11.2001 - 8 B 183.01
BVerwG, 08.11.2001 - 8 B 184.01
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BVerwG, 08.11.2001 - 8 B 185.01
BVerwG, 08.08.2000 - 8 B 168.00
BVerwG, 18.12.1995 - 7 B 287.95
BVerwG, 05.12.1994 - 7 B 167.94
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Unzulässigkeit einer Nichtzulassungsbeschwerde wegen unzureichender Begründung
VG Frankfurt/Oder, 10.03.2008 - 4 K 1965/04
Anspruch auf die Rückübertragung eines enteigneten Grundstücks
BVerwG, 19.10.2007 - 8 B 39.07

References: § 1
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