Source: https://www.vermieter-forum.com/threads/teilungserklaerung-instandsetzung-und-weg-14-1.9378/
Timestamp: 2016-12-09 17:27:07+00:00

Document:
Teilungserklärung Instandsetzung und WEG 14.1
Dieses Thema im Forum "WEG - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von mily, 05.12.2010.
ich hatte eine ETW gekauft, Bj 61. in der wir lange Zeit in Miete wohnten. Über uns war es schön ruhig bis eine neue Eigentümerfirma PVC durch Laminat ersetzte. Seitdem fühle ich mich sehr unwohl durch die ständigen Trittgeräusche, das ich am liebsten wieder verkaufen möchte, falls es keine Lösung gibt. Das Laminat wurde im Kinderzimmer verlegt und das ist nunmal ständig aktiv.
Mein Anwalt redet andauernd über DIN Normen 4109 von 62, 89 und im worst case hätte ich keine Chance. Ich verstehe immer noch nicht warum WEG 14.1 nicht eindeutiger greift, schliesslich wurde ich benachteiligt.
Aber zu meiner eigentliche Frage, in meiner Teilungserklärung steht:
Jeder Sondereigentümer ist verpflichtet, die dem Sondereigentum unterliegenden Teile des Gebäudes so instand zu halten, dass dadurch kein anderer Eigentümer beeinträchtigt wird und der Wert des Sondereigentums mit der bei Aufteilung und Verkauf gelieferten Ausstattung nicht nachteilig verändert wird.Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Ist diese Formulierung schärfer als WEG 14.1? Kann ich mit dieser Formulierung stärker verlangen das ein PVC äquivalenter Schallschutz einzuhalten ist? Oder ist er genauso wischi waschi wie WEG 14.1?
der Punkt hier wird wohl sein daß du "gefühlt" beeinträchtigt bist. Du hast sicher kein Meßprotokoll vor und nach der Umbaumaßnahme, auch wirst du nicht dokumentieren können um welchen Wert die Geräuche zu einem bestimmten Zeitpunkt irgendeinen Schwellenwert überschreiten. Die von dir zitierten Rechtsnormen können alleine schon deshalb ohne weitere Prüfung nicht greifen, da es am Nachweis mangelt. Wenn dein Anwalt nach Studium der Aktenlage diese Einschätzung gibt : im worst case hätte ich keine ChanceKlicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
ist das nachvollziehbar. Es ist eine Sache zu meinen benachteilitgt zu sein, die andere es gerichtsfest nachzuweisen.
Der erste Absatz war im übrigen kein Geschwafel. Ich hatte vor vielen Jahren in einer eigenen Wohnung eine ähnliche Sache. Die Ausgangslage war zwar eine andere, aber die erwähnte Meßtechnik habe ich einsetzen lassen und die Protokolle erstellen lassen. Teuer, aber erfolgreich. Das Problem war ein Baumangel (Akkustikbrücke) und lies sich beheben.
Hallo Verwalter24,
danke für dein Statement. Welche Messtechnik wurde denn alles angewendet? Reicht da diese Norm Trittschallmessung aus um Schallbrücken, etc nachzuweisen oder gibt es da mehr Messmethoden?
gemessen und protokolliert wurde mit einem Meßgerät der Schalldruckpegel in dB (Dezibel) in der Wohnung über einen Zeitraum von 48 Stunden. Bei einer anschließenden Begehung unter Begleitung des Bauingenieurs konnte dieser in der Einheit, von welcher die Lärmbelastung ausging schnell die Ursache in Form eines Baumangels finden. Das Problem war dann leicht lösbar. Welches Meßgerät verwendet wurde ist mir nicht mehr bekannt. Das war Anfang der 90er Jahre. Das Meßgerät selbst kann nur aufzeigen und dokumentieren wie hoch eine eventuelle Lärmbelastung ist. Der Bauingenieur, welcher die Messung durchführt kann dann erkennen ob es objektiv ein Problem gibt und sich dann die örtlichen Gegebenheiten ansehen und Lösungsvorschläge machen.
Allerdings ist die Sache wie ich bereits erwähnt habe nicht ganz günstig.
Bei Trittschallproblemen gibt es bei Stahlbetondecken mit schwimmenden Estrich und darauf verlegtem Bodenbelag häufig ein Problem. Der harte Bodenbelag (Bodenfliesen, Granitplatten, Laminat, etc.) wurde direkt bis an die Wände/Türzargen oder sonstige feste Einbauten geführt, wodurch Schallbrücken gebildet werden. Dies geschieht i.d.R. aus Unkenntnis wenn "Heimwerker" zugange waren - leider passiert das aber manchmal auch professionellen Handwerkern.
Wenn vorher Teppichboden verlegt war, fehlt nun die dämmende Wirkung des Teppichbodens.
Wenn aber vorher gar keine Trittschallgeräusche zu hören waren, liegt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Schallbrücke des Bodenbelages zu tragenden Bauteilen vor.
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