Source: http://www.edling.pv-edling.de/friedhof.htm
Timestamp: 2017-09-26 03:31:43+00:00

Document:
Friedhofsordnung für den kirchlichen Friedhof in Edling
Pfarrei Edling und Pfarrkuratie Reitmehring > Friedhof
Der Friedhof in Edling ist Eigentum der katholischen Pfarrkirchenstiftung in Edling und somit ein kirchlicher Friedhof im Sinn des kirchlichen Gesetzbuches (c. 1240 - 1243 CJC). Es wird gemäß Art. 39 BayStiftG vom 26.11.1954 BayRS 282-1-1-K) und Art. 9 KiStiftO von der katholischen Kirchenstiftung Edling verwaltet.
(1) Der Friedhof dient nach den Bestimmungen des kirchlichen Gesetzbuches zur Bestattung der Katholiken des Seelsorgebezirkes der Pfarrei Edling, die bei ihrem Tod in dieser Pfarrei wohnten oder sich aufhielten oder nach den Be-
stimmungen dieser Friedhofsordnung Anspruch auf Bestattung in einem Familiengrab haben.
(2) Mit Erlaubnis der Kirchenverwaltung können in diesem Friedhof auch auswärtige Katholiken bestattet werden, die ihn entweder selbst als ihren Begräbnisplatz gewählt haben oder nach dem Wunsch der Angehörigen darin beerdigt
werden sollen. Wenn eine ordnungsgemäße Beisetzung nicht anderweitig sichergestellt ist, ist auch die Beisetzung der im Gemeindegebiet oder in einem angrenzenden gemeindefreien Gebiet Verstorbenen oder tot Aufgefundenen zu
(3) Nichtkatholiken und Katholiken, denen das Begräbnis nicht gewährt werden kann, werden auf Grund der staatlichen Bestimmungen in diesem Friedhof beerdigt, wenn sie im Gebiet der Pfarrei entweder wohnten oder dort verstorben sind und wenn keine andere geeignete Grabstätte vorhanden ist.
Die vom Standesbeamten ausgestellte Bestattungserlaubnis ist beim Pfarramt einzureichen. Tag und Stunde der Beerdigung werden vom Pfarramt im Einvernehmen mit den Angehörigen (entsprechend den Verordnungen des Bestattungsrechtes) festgesetzt.
Die Tiefe des Grabes bis zur Unterkante des Sarges beträgt bei (lt. Staatl. Gesundheitsamt vom 13.07.1967)
mindestens 1,80 m
bei Tieferlegung
mindestens 2,20 m
mindestens 1,70 m
mindestens 1,10 m
Urnenbeisetzung in einem Grab
Die Ruhefrist bis zur Wiederbelegung beträgt laut Staatl. Gesundheitsamt vom 13.07.1967
bei den Übrigen Verstorbenen
(1) Sämtliche Grabstätten bleiben Eigentum der Kirchenstiftung Edling an ihnen bestehen nur Rechte nach dieser Satzung. Das Benutzungsrecht an den Grabstätten wird durch die Zahlung der festgesetzten Gebühr erworben. Eine Übertragung des Nutzungsrechtes auf Dritte ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Friedhofs­verwaltung zulässig. Auch durch den Erwerb eines Anwesens geht die Grabstätte des Vorbesitzers nicht auf den neuen Besitzer über.
(2) Mit dem Tod des Nutzungsberechtigten geht das Recht auf die in § 7 Satz 1 bezeichneten Personen in der genannten Reihenfolge über, (innerhalb der § genannten Reihenfolge hat das höhere Alter das Vorrecht) soweit nicht ander­weitig eine vertragliche oder testamentarische Regelung vorliegt.
(1) In Familien- und Doppelgräbern können der Nutzungsberechtigte und dessen Angehörige bestattet werden. Angehörige in diesem Sinn sind: Ehegatten, Verwandte der aufsteigenden Linie (Eltern) und der absteigenden Linie (Kinder, Enkel), angenommene Kinder und Geschwister des Nutzungsberechtigten sowie die Ehegatten dieser Personen. Die Beisetzung anderer Personen bedarf der ausdrücklichen Genehmigung der Friedhofsverwaltung.
(2) In Einzelgräbern dürfen innerhalb einer Ruhefrist nur höchstens zwei Angehörige bei Tieferlegung beigesetzt werden.
(3) In Urnengräbern und Urnennischen dürfen innerhalb einer Ruhefrist nur höchstens vier Urnen von Angehörigen aufgenommen werden.
Das Nutzungsrecht kann gegen erneute Zahlung der Gebühr verlängert werden. Sofern die Anschrift bekannt ist, werden die Benützungsberechtigten vor Ablauf der Erwerbszeit benachrichtigt. Bei Erlöschen des Benützungsrechts und Ablauf der Ruhefrist kann die Friedhofsverwaltung anderweitig verfügen. Ein noch vorhandenes Grabmal ist innerhalb von 3 Monaten nach Ablauf des Nutzungsrechts zu entfernen. Andernfalls geht es in das Eigentum der Friedhofsverwaltung über. Soweit Grabstätten im Auftrag der Friedhofsverwaltung abgeräumt werden, hat der Verpflichtete die Kosten zu tragen. Auf ein Nutzungsrecht an einer Grabstätte kann verzichtet werden. Der Verzicht ist gegenüber der Friedhofsverwaltung schriftlich zu erklären. Nach Beendigung des Nutzungsrechts entscheidet die
Friedhofsverwaltung über die weitere Nutzung der Grabstätte unter Berück­sichtigung eventuell noch laufender Ruhezeit.
Ist der Verantwortliche nicht bekannt oder nicht ohne weiteres zu ermitteln, genügt ein vierwöchiger Hinweis an der Grabstätte.
Die Grabstätten haben folgende Breite:
Kindergräber (unter 10 Jahren)
Die Grabstätten haben folgende Länge:
Urnennischen (in Vorbereitung): In den Urnennischen können je 2 Urnen von den in § 7 aufgeführten Personen beigesetzt werden. Die Urnen werden bis zu ihrer Bei­setzung im Friedhof verwahrt. Der Verschluss der Nischen wird den Steinmetzen überlassen. Der zu verwendende Stein wird vorgeschrieben. Die Nutzungszeit beträgt 10 Jahre. Bei nicht wiedererworbenen Urnennischen wird der Verschluss durch die Friedhofsverwaltung entfernt und die Urne an einem besonderen dafür bestimmten Platz im Friedhof in der Erde versenkt.
Urnenreihengräber: Die Grabstelle ist 1,00 x 1,00 m groß. Es können bis zu 4 Urnen beigesetzt werden. Das Nutzungsrecht und die Ruhefrist entsprechen den übrigen Grabstätten. Die Urnenreihengräber in der vorderen Reihe haben eine liegende Grabplatte von 0,50 x 0,50 m und in der hinteren Reihe ein stehendes Grabmal mit dem Höchstmaß von 0,80 m.
IV. Grabmäler und Einfriedungen
(1) Grabmäler, Einfriedungen und sonstige bauliche Anlagen dürfen nur mit vorheriger schriftlicher Zustimmung der Kirchenverwaltung errichtet, entfernt oder verändert werden. Hierfür ist ein Entwurf im Maßstab 1:10 einzureichen,
aus dem alle Einzelheiten über Werkstoff, Art und Größe der Grabanlagen einschließlich Inschrift zu ersehen ist.
Auch provisorische Grabmäler sind genehmigungspflichtig. Ohne Zustimmung der Kirchenverwaltung aufgestellte oder veränderte Grabanlagen können auf Kosten der Nutzungsberechtigten nach vergeblicher schriftlicher Aufforderung zur Be­seitigung von der Kirchenverwaltung entfernt werden. Die Gebühr für die Genehmigung zur Aufstellung oder Änderung eines Grabmals beträgt EUR 15,--
82) Die Grabmäler müssen sich in die Umgebung der Grabstätten einfügen und dürfen insbesondere nach Form, Stoff und Farbe nicht verunstaltet wirken. Die Grabmäler müssen in die Grablinie und zwar innerhalb der Maße der Grabstätten gestellt werden.
Liegende Grabmäler (Platten) sind bis zur Größe der Grabbeete zugelassen (nur in der dafür vorgesehenen Abteilung) und dürfen nur waagrecht auf die Grabstätte gelegt werden. Sie sind nicht in Verbindung mit stehenden Grabmälern zulässig.
Die Grabmäler usw. dürfen ohne Genehmigung der Friedhofsverwaltung nicht ver­ändert oder vor Ablauf des Nutzungsrechts entfernt werden.
(3) Fundamente: Jedes Grabmal muss entsprechend seiner Größe so aufgestellt werden, dass jede Gefährdung ausgeschlossen wird. Im oberen Teil des Bergfriedhofes ist das Herstellen der Fundamente nach den allgemein anerkannten
Regeln des Handwerks den Steinmetzen überlassen. Im übrigen Friedhof ist das vorhandene Fundament zu benutzen.
Bei den Anträgen ist die Fundamentierung und Befestigung (Verdübelung usw.) anzugeben. Es gelten hierfür die Richtlinien zum Fundamentieren und Versetzen von Grabmälern und Einfassung von Grabstätten.
(4) Die Zustimmung zur Aufstellung, Veränderung und Entfernung ist zu versagen, wenn die Grabanlage nicht den Vorschriften dieser Friedhofsordnung entspricht.
(5) Die Grabmäler sind Eigentum der Nutzungsberechtigten. Nach Ablauf des Nutzungsrechts trotz angemessener Frist nicht entfernte Grabmäler gehen in das Eigentum der Kirchenstiftung über.
(6) Auf Grund der Verkehrssicherungspflicht des Friedhofträgers kann die Kirchenstiftung die Standsicherheit der aufgestellten Grabmale überprüfen.
Umgestürzte, zur Seite gesunkene, beschädigte oder im Verfall begriffene Denkmale sind vom Nutzungsberechtigten ordnungsgemäß wieder herzustellen.
Wird dies verweigert, können die Grabmale von der Friedhofsverwaltung auf Kosten des Nutzungsberechtigten entfernt werden.
(7) Grabstätten müssen binnen 6 Monaten nach der Belegung angelegt sein.
(8) Künstlerisch oder geschichtlich wertvolle Grabmäler oder solche, die als besondere Eigenart des Friedhofs aus früheren Zeiten zu gelten haben, unterstehen dem besonderen Schutz der Friedhofsverwaltung. Sie dürfen nicht ohne
besondere Genehmigung entfernt werden.
V. Instandhaltung der Grabstätten
(1) Die Gräber sind vom Nutzungsberechtigten in ordentlichem und sicherem Zustand zu halten.
(2) Die Bepflanzung der Gräber mit geeigneten Blumen und Sträuchern darf die Einfriedung des Grabes nicht überschreiten.
(3) Verwelkte Blumen und Kränze sind von den Gräbern zu entfernen.
(4) Die Gräber dürfen nicht mit Kies bestreut werden.
(5) Gefäße für Blumen, die der Würde des Friedhofs nicht entsprechen, dürfen nicht verwendet werden.
(6) Ein nicht ordnungsgemäß gepflegtes Grab kann nach angemessener Abmahnung auf Kosten des Nutzungsberechtigten in Ordnung gebracht werden.
Die Kirchenstiftung übernimmt für Schäden, die durch nicht satzungsgemäße Benutzung der Friedhofsanlagen entstehen und für Schäden, die durch dritte Personen, deren Beauftragte oder durch Tiere entstehen, keine Haftung.
VII. Grabgebühren
Die Nutzungszeit beträgt mindestens 20 Jahre nach der letzten Beisetzung eines Verstorbenen (über 10 Jahre) in der Grabstätte.
Folgende Jahresgebühren werden dafür erhoben:
Freistehende Grabstätten:
Die Gebühren bei Verlängerungen können für den Zeitraum von 10 oder 20 bezahlt werden.
Das Nutzungsrecht ist bei einer Beerdigung vor Ablauf der Nutzungszeit insoweit zu erwerben, dass sich zusammen mit der noch laufenden restlichen Ruhezeit die volle Ruhefrist ergibt.
Die Gebühr für die Umschreibung eines Nutzungsrechts beträgt EUR 15,--
Die Verlängerung des Grabnutzungsrechts ist gebührenfrei.
Bei Ersterwerb einer Grabstätte sind anteilige Kosten am Fundament (soweit vorhanden) in Höhe von EUR 110,-- zu bezahlen.
Stichtag für die Berechnung der Grabgebühr ist jeweils der 30.06. des Jahres.
Eine Anhebung der jährlichen Grabgebühren ist möglich und kann auch denen in Rechnung gestellt werden, die bereits den gesamten Betrag für die volle Nutzungszeit bezahlt haben.
VIII. Ordnungsvorschrift:
Der Friedhof ist während des ganzen Jahres ohne zeitliche Beschränkung geöffnet.
§ 15 Verhalten auf dem Friedhof
(2) Kinder unter 10 J. dürfen den Friedhof nur in Begleitung und unter Verantwortung v. Erwachsenen betreten.
a) die Wege mit Fahrzeugen aller Art, Kinderwagen und Rollstühle ausgenommen zu befahren oder aufzustellen,
b) Waren aller Art, insbesondere Kränze und Blumen, und gewerbliche Dienste anzubieten
f) Abraum und Abfälle außerhalb der dafür bestimmten Stellen abzulegen,
g) den Friedhof und seine Einrichtungen und Anlagen zu verunreinigen oder zu beschädigen, Einfriedungen und Hecken zu übersteigen und Rasenflächen (soweit sie nicht als Wege dienen), Grabstätten und Einfassungen zu betreten,
h) zu lärmen, zu spielen oder zu rauchen,
§ 16 Umweltschutz auf dem Friedhof
(1) Oberster Grundsatz des Umweltschutzes auf dem Friedhof ist Abfallvermeidung, insbesondere die Vermeidung von nicht kompostierbaren oder nicht verwertbaren Abfallprodukten.
(2) Daher dürfen Kunststoffe und sonstige nicht kompostierbare oder nicht verwertbare Stoffe in den Produkten der Trauerfloristik, insbesondere in Kränzen, Trauergebinden, Trauergestecken, im Grabschmuck und Pflanzenzuchtbe-
hältern, die an der Pflanze bleiben, grundsätzlich nicht verwendet werden. Gärtnereien, die dem zuwiderhandeln, können nach einer Übergangsfrist von einem Jahr ab Bekanntgabe dieser Bestimmungen von der Lieferung auf den Friedhof ausgeschlossen werden oder zur Zahlung von Abfallgebühren, über deren Höhe die Kirchenverwaltung beschließt, herangezogen werden.
(3) Blumen ohne Erde und ohne Töpfe können in den Körben mit der Aufschrift "Kompost", - Kunststoffe, Papier, Töpfe dürfen in den Körben mit der Aufschrift "Abfall", soweit Platz vorhanden, - entsorgt werden. Diese Möglichkeit
gilt nicht für Gestecke (vor allem an Allerheiligen, Advent, Weihnachten usw.) diese fallen unter § 16/4.
(4) Trauerfloristik (Kränze, Kranzgebinde, Gestecke, Grabschmuck u. Ä.) kann nicht neben oder auf dem Friedhof abgelagert werden. Alle diesbezüglichen Abfälle sind von den Grabnutzungsberechtigten selbst außerhalb des Fried-
hofes ordnungsgemäß zu entsorgen. Es können gegebenenfalls die kommunalen Müllentsorgungen herangezogen werden. Die Kirchenstiftung kann eine Entsorgung zu kostendeckenden Gebühren anbieten. Die Ablagerung von irgend welchen Abfällen im Friedhof ist verboten.
Die Kirchenverwaltung kann gegen namentlich bekannte Abfallverursacher, die gegen die Bestimmungen der Ziffern 3 und 4 verstoßen haben, entsprechende Abfallentsorgungsgebühren festsetzen.
(5) Es sollen keine Grablichthüllen verwendet werden, die aus nicht wiederverwertbaren Stoffen bestehen.
(6) Die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln und sonstigen chemischen Mitteln bei der Grabpflege sind nicht
IX. Bestattungsgebühren und Kosten:
Die Grundgebühr ist eine Pauschalgebühr für die Inanspruchnahme des Friedhofes und seiner Einrichtungen: Allgemeine Verwaltungskosten, Benützung des Leichenhauses einschließlich einfacher Dekoration, Reinigung und
bei den übrigen Verstorbenen incl. Urnen
Benutzung des Waschraumes
Dieser Betrag ist auch fällig bei Überführung von und nach auswärts, sofern die Benützung des Friedhofes notwendig war. Hinzu kommen noch die Gebühren für Öffnen und Schließen des Grabes und die Durchführung der Bestattung.

References: Art. 39
 Art. 9
 § 7
 § 7

§ 15

§ 16
 § 16