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Timestamp: 2016-10-24 14:12:43+00:00

Document:
2P.140/2002 (18.10.2002)
B�ndner Kantonsschule, Steuerungsgruppe Aufnahmepr�fung, zhdv Richard Epprecht, Arosastrasse 2, 7000 Chur,
Erziehungskommission des Kantons Graub�nden, Quaderstrasse 17, 7000 Chur.
Art. 5, 8, 9, 29 und 30 BV sowie Art. 27 der Verfassung f�r den Kanton Graub�nden (Nichtbestehen der Aufnahmepr�fung in die Gymnasialabteilung der B�ndner Kantonsschule [Klasse 3G])
(Staatsrechtliche Beschwerde gegen den Entscheid der Erziehungskommission des Kantons Graub�nden vom
A.X.________, geboren am ... 1986, absolvierte im Fr�hjahr 2002 die Aufnahmepr�fung in die dritte Klasse der B�ndner Kantonsschule Chur. Am 25. M�rz 2002 wurde seinen Eltern durch den Leiter der Steuerungsgruppe Aufnahmepr�fungen er�ffnet, dass ihr Sohn die Aufnahmepr�fung in die Klasse 3 G nicht bestanden habe, da er die Aufnahmebedingungen gem�ss Art. 14 Abs. 2 der Verordnung vom 14. September 1999 �ber die Aufnahmepr�fungen an den B�ndner Mittelschulen (Aufnahmepr�fungsverordnung) nicht erf�lle. Nach Art. 14 Abs. 2 der Aufnahmepr�fungsverordnung erfolgt die Aufnahme in eine h�here als die erste Klasse der Mittelschulabteilung, wenn der Pr�fungsdurchschnitt den Wert von 4.00 erreicht und die Abweichungen der Pr�fungsfachnoten von der Note vier nach unten nicht mehr als 1.50 Notenpunkte betragen. A.X.________ erzielte folgende Noten:
Franz�sisch 4.0
�bertrittsnote 5.5
Gegen diesen Entscheid liess A.X.________ durch seinen Vater am 9. April 2002 Beschwerde bei der Erziehungskommission des Kantons Graub�nden erheben und beantragte, der angefochtene Pr�fungsentscheid sei aufzuheben und es sei anzuordnen, dass A.X.________ in die Gymnasialabteilung einer B�ndner Mittelschule aufgenommen werden k�nne, eventuell sei die Angelegenheit zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Zur Begr�ndung wurde unter anderem ausgef�hrt, die Pr�fung w�re erfolgreich abgelegt worden, wenn im Aufsatz eine Note 2.25 statt 2.07 erzielt worden w�re. A.X.________ leide an zwei Geburtsgebrechen, n�mlich an einem Herzfehler (biskopide Aortenklappe) und an einer cerebralen Bewegungsst�rung. Abgesehen davon, dass der Herzfehler zu einer schnelleren Erm�dbarkeit und entsprechenden Beeintr�chtigung der Konzentration f�hre, seien auch heute noch f�r psychomotorische St�rungen typische Merkmale vorhanden, so insbesondere ein eckiger, steifer und langsamer Bewegungsablauf und eine entsprechende Sprechweise. Beim Schreiben sei ein Defizit vorhanden, was sich insbesondere in Stresssituationen in einer eckigen Schreibweise und un�bersichtlichen und unsauberen Darstellung �ussere. Nachdem jedoch insbesondere beim Aufsatz die Darstellung ebenfalls beurteilt werde und ein Pr�fungserfolg bei 1 1/2 Zusatzpunkten vorliegen w�rde, seien diese Gegebenheiten pr�fungsrelevant. Aufgrund der psychomotorischen St�rungen bei A.X.________ werde zu Unrecht Ungleiches gleich behandelt. Hinsichtlich der Deutsch-Pr�fung Teil II (Textverst�ndnis und Grammatik) h�tten insgesamt 4 Punkte mehr erteilt werden m�ssen. Sodann beantragte A.X.________ unter anderem die Edition der Korrekturhinweise und Bewertungstabellen, eine medizinische Begutachtung sowie die Beurteilung s�mtlicher Notengebungen im Bereich des Aufsatzes durch einen anerkannten und aussenstehenden Deutsch-Experten unter Ber�cksichtigung der Anforderungen an den Aufsatz, der Korrekturhinweise und Bewertungstabellen sowie der Behinderungen von A.X.________.
Am 12. April 2002 reichte der Leiter der Steuerungsgruppe Aufnahmepr�fungen seine Stellungnahme ein unter Beilage der Pr�fungsunterlagen, des Pr�fungsplanes, der genauen Ergebnisse von A.X.________, der Korrekturhinweise und des Punktrasters "Deutsch Aufsatz" sowie der Notenskalen. Die Korrekturhinweise f�r den Teil II der Deutschpr�fung wurden hingegen nicht ediert. Der Leiter der Steuerungsgruppe wies darauf hin, dass der Aufsatz von A.X.________ von zwei Lehrpersonen korrigiert und beurteilt worden sei. Im Zusammenhang mit der vorliegenden Beschwerde sei der Aufsatz zus�tzlich von Prof. C.________, Deutschlehrer an der B�ndner Kantonsschule, erneut korrigiert und mit der Note 1.95 (ohne Ber�cksichtigung des Punkteabzuges f�r die Darstellung) resp. 1.83 bewertet worden.
In der Folge liess die Erziehungskommission den Aufsatz durch eine neutrale Deutschlehrkraft begutachten. Der beigezogene Experte, Dr. D.________, Professor an der Kantonsschule Hottingen, Z�rich, erteilte nach eingehender Untersuchung des in Maschinenschrift vorgelegten Aufsatzes die Gesamtpunktzahl 16 von 48 m�glichen Punkten, was einer Note 2.19 entspricht.
Am 8. Mai 2002 wies die Erziehungskommission des Kantons Graub�nden die Beschwerde ab. Sie erwog im Wesentlichen, dass aufgrund der identischen Gesamtbewertung durch drei Lehrpersonen kein Anlass bestehe, an der Richtigkeit der Notengebung im Aufsatz in irgendeiner Weise zu zweifeln. Die Korrektur und die Notengebung im Teil I der Deutschpr�fung sei verantwortungsbewusst und im Rahmen des zul�ssigen Ermessensspielraums erfolgt. Ebenso sei die Note im zweiten Teil der Deutschpr�fung rechtm�ssig festgesetzt worden. Der Grundsatz der Chancengleichheit der Pr�fungskandidaten und -kandidatinnen verbiete es, eine allf�llige Pr�fungsunf�higkeit zu ber�cksichtigen, nachdem sich A.X.________ in Kenntnis seines Zustandes dem Risiko des Misserfolges bewusst ausgesetzt habe, ansonsten er sich eine weitere - anderen Kandidatinnen und Kandidaten nicht gegebene - Pr�fungschance verschaffen k�nne. Hinzu komme, dass ein Zusammenhang zwischen der geltend gemachten gesundheitlichen Beeintr�chtigung und einem dadurch bedingten Defizit in der sprachlichen Ausdrucksf�higkeit nicht erstellt sei. Selbst wenn dies der Fall w�re, liesse es sich aus rechtlichen und sachlichen Gr�nden kaum rechtfertigen, Pr�fungskandidaten und -kandidatinnen, welche zwar erwiesenermassen gesundheitlich behindert seien, jedoch die f�r die Aufnahme in die B�ndner Mittelschule gestellten Anforderungen nicht zu erf�llen verm�gen, dennoch den gymnasialen Zugang zu erm�glichen.
Mit staatsrechtlicher Beschwerde vom 19. Juni 2002 r�gt A.X.________ eine Verletzung von Art. 5, 8, 9, 29 und 30 der Bundesverfassung sowie von Art. 27 Abs. 2 und 3 der Verfassung f�r den Kanton Graub�nden vom 2. Oktober 1892 (KV-GR) und beantragt, den Entscheid der Erziehungskommission des Kantons Graub�nden vom 8. Mai 2002 sowie den Pr�fungsentscheid vom 25. M�rz 2002 aufzuheben und die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die "Vorinstanz" zur�ckzuweisen.
Die Erziehungskommission des Kantons Graub�nden beantragt, die staatsrechtliche Beschwerde abzuweisen. Die Steuerungsgruppe Aufnahmepr�fungen liess sich nicht vernehmen.
Das Bundesgericht pr�ft die Zul�ssigkeit der bei ihm eingereichten Beschwerden von Amtes wegen und mit freier Kognition (BGE 128 II 13 E. 1a S. 16; 128 I 46 E. 1a S. 48, mit Hinweisen).
1.1 Gem�ss Art. 15 Abs. 1 der Aufnahmepr�fungsverordnung entscheidet die kantonale Erziehungskommission letztinstanzlich �ber Verf�gungen �ber das Nichtbestehen von Aufnahmepr�fungen. Beim angefochtenen Entscheid der Erziehungskommission handelt es sich somit um einen kantonal letztinstanzlichen Endentscheid, gegen den, da kein anderes eidgen�ssisches Rechtsmittel in Frage kommt, die staatsrechtliche Beschwerde zul�ssig ist (Art. 84 Abs. 2, Art. 86 Abs. 1 und Art. 87 OG). Der Beschwerdef�hrer wird durch den negativen Pr�fungsentscheid in rechtlich gesch�tzten Interessen betroffen (vgl. Art. 88 OG). Auf seine fristgerechte staatsrechtliche Beschwerde ist - vorbeh�ltlich der nachfolgenden Einschr�nkungen - grunds�tzlich einzutreten.
1.2 Nach Art. 86 OG ist die staatsrechtliche Beschwerde in der Regel nur gegen letztinstanzliche Entscheide zul�ssig. Der Entscheid einer unteren Instanz kann mitangefochten werden, wenn entweder der letzten kantonalen Instanz nicht s�mtliche vor Bundesgericht erhobenen R�gen unterbreitet werden konnten, oder wenn solche R�gen zwar von der letzten kantonalen Instanz zu beurteilen waren, jedoch mit einer engeren Pr�fungsbefugnis, als sie dem Bundesgericht zusteht (BGE 118 Ia 165 E. 2b S. 169). Vorliegend stand der Erziehungskommission eine uneingeschr�nkte Rechtskontrolle (vgl. Art. 15 Abs. 2 der Aufnahmepr�fungsverordnung i.V. mit Art. 18 des B�ndner Gesetzes vom 3. Oktober 1982 �ber die Verfahren in Verwaltungs- und Verfassungssachen [VVG]) und damit eine mindestens so weite Pr�fungsbefugnis zu wie dem Bundesgericht im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde. Soweit auch die Aufhebung des Pr�fungsentscheides vom 25. M�rz 2002 beantragt wird, ist daher auf die staatsrechtliche Beschwerde nicht einzutreten.
1.3 Die staatsrechtliche Beschwerde ist, von hier nicht in Betracht fallenden Ausnahmen, rein kassatorischer Natur (BGE 126 I 213 E. 1c S. 216 f., mit Hinweis). Soweit der Beschwerdef�hrer mehr verlangt als die Aufhebung des angefochtenen Entscheids, ist auf die Beschwerde nicht einzutreten.
1.4 Mit staatsrechtlicher Beschwerde kann die Verletzung verfassungsm�ssiger Rechte der B�rger, Verletzung von Konkordaten und Staatsvertr�gen (mit Ausnahmen) und die Verletzung von bundesrechtlichen Vorschriften �ber die Abgrenzung der sachlichen oder �rtlichen Zust�ndigkeit der Beh�rden ger�gt werden (Art. 84 Abs. 1 lit. a - d OG). Soweit der Beschwerdef�hrer lediglich Verst�sse gegen einfaches kantonales Recht ohne Verfassungsbezug geltend macht, ist auf seine Beschwerde nicht einzutreten (vgl. BGE 118 Ia 64 E. 1d S. 69).
1.5 Die staatsrechtliche Beschwerde muss die wesentlichen Tatsachen und eine kurzgefasste Darlegung dar�ber enthalten, welche verfassungsm�ssigen Rechte bzw. welche Rechtss�tze inwiefern durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). Im staatsrechtlichen Beschwerdeverfahren pr�ft das Bundesgericht nur klar und detailliert erhobene, und soweit m�glich, belegte R�gen (BGE 110 Ia 1 E. 2a S. 3; 125 I 71 E. 1c S. 76, mit Hinweisen). Wird eine Verletzung des Willk�rverbotes (Art. 9 BV) geltend gemacht, gen�gt es nicht, wenn der Beschwerdef�hrer bloss den angefochtenen Entscheid kritisiert, wie er dies in einem appellatorischen Verfahren tun k�nnte, bei dem die Rechtsmittelinstanz die Rechtsanwendung frei �berpr�fen kann. Er muss deutlich dartun, welche Vorschriften oder allgemein anerkannte Rechtsgrunds�tze die kantonalen Beh�rden in einer gegen Art. 9 BV verstossenden Weise verletzt haben sollen (BGE 117 Ia 10 E. 4b S. 11 f.). Soweit die vorliegende Beschwerdeschrift diesen Anforderungen nicht gen�gt und sich - �ber weite Strecken - in appellatorischer Kritik ersch�pft, ist darauf nicht einzugehen.
Hat das Bundesgericht auf staatsrechtliche Beschwerde hin Pr�fungs- oder Promotionsentscheide zu beurteilen, so pr�ft es in erster Linie, ob das gesetzlich vorgeschriebene oder unmittelbar durch verfassungsrechtlichen Minimalgarantien gew�hrleistete Verfahren durchgef�hrt worden ist und ob die kantonalen Rechtsmittelbeh�rden ihrer Kontrollpflicht hinreichend nachgekommen sind. Bez�glich der materiellen Bewertung von Schul- und Examensleistungen beschr�nkt sich das Bundesgericht auf die Pr�fung, ob sich die kantonalen Beh�rden von sachfremden oder sonstwie ganz offensichtlich unhaltbaren Erw�gungen haben leiten lassen, so dass ihr Entscheid unter rechtsstaatlichen Gesichtspunkten als nicht mehr vertretbar und damit als willk�rlich erscheint. Diese Zur�ckhaltung auferlegt sich das Bundesgericht selbst in Bereichen, wo es aufgrund seiner Fachkenntnisse sachlich zu einer weitergehenden �berpr�fung f�hig w�re (Urteil 2P.223/2001 vom 7. Februar 2002, E. 2; BGE 121 I 225 E. 4b S. 230, mit Hinweis).
Der Beschwerdef�hrer r�gt zahlreiche Verletzungen seines Anspruches auf rechtliches Geh�r.
3.1 Er macht geltend, die Erziehungskommission habe ihre Kognition unzul�ssig beschr�nkt und damit Art. 29 Abs. 2 BV verletzt.
3.1.1 In der Rechtsprechung ist anerkannt, dass die Rechtsmittelbeh�rde, die nach der gesetzlichen Ordnung an sich mit freier Pr�fung zu entscheiden hat, ihre Kognition ohne Verstoss gegen Art. 29 Abs. 2 BV resp. Art. 4 aBV einschr�nken kann, soweit die Natur der Streitsache einer unbeschr�nkten Nachpr�fung der angefochtenen Verf�gung entgegensteht. Das gilt namentlich dann, wenn die Rechtsmittelbeh�rde �ber Schul- und Examensleistungen zu befinden hat. Derartige Bewertungen sind kaum �berpr�fbar, weil der Rechtsmittelbeh�rde zumeist nicht alle massgebenden Faktoren der Bewertung bekannt sind. So ist es ihr in der Regel nicht m�glich, sich �ber den im Unterricht vermittelten Stoff, die Gesamtheit der Leistungen des Betroffenen in der Pr�fung und die Leistungen der �brigen Kandidaten ein zuverl�ssiges Bild zu machen. Die Pr�fungen haben dar�ber hinaus h�ufig Spezialgebiete zum Gegenstand, in denen die Rechtsmittelbeh�rde �ber keine eigenen Fachkenntnisse verf�gt (Urteil 2P.113/2002 vom 22. August 2001, E. 2; Urteil 1P.593/1999 vom 1. Dezember 1999 E. 6; BGE 106 Ia 1 E. 3c S. 2; J�rg Paul M�ller, Grundrechte in der Schweiz, 3. Auflage, Bern 1999, S. 498, FN 25; Tobias Jaag, Rechtsfragen der Volksschule, insbesondere im Kanton Z�rich, in: ZBl 98 [1997], S. 546). Entgegen der vom Beschwerdef�hrer vertretenen Auffassung ist es daher verfassungsrechtlich haltbar, wenn sich die Erziehungskommission bei der materiellen �berpr�fung Zur�ckhaltung auferlegt hat, indem sie ihre �berpr�fungsbefugnis weitgehend auf Willk�r sowie auf Verfahrensfehler beschr�nkt und darauf verzichtet hat, ihr eigenes Ermessen an die Stelle desjenigen der notengebenden Instanz zu setzen. Diese Haltung ist unter rechtsstaatlichen Gesichtspunkten umso vertretbarer, als die Erziehungskommission den Aufsatz des Beschwerdef�hrers trotz der an sich zul�ssigen Kognitionsbeschr�nkung durch einen externen Gutachter einer erneuten Korrektur und Bewertung hat unterziehen lassen. Was der Beschwerdef�hrer dagegen vorbringt, �berzeugt nicht. Soweit er einwendet, wenn ein externer Lehrer in der Lage sei, eine Bewertung aufgrund der ihm vorgelegten Akten vorzunehmen, dann sei kein vern�nftiger Grund ersichtlich, warum dies die Erziehungskommission nicht auch vornehmen konnte, verkennt er, dass gerade die fehlenden spezifischen Fachkenntnisse der Erziehungskommission einer eigenen �berpr�fung und Bewertung der Arbeit des Beschwerdef�hrers entgegenstanden. Die R�ge, die Erziehungskommission habe bez�glich der �berpr�fung der Notengebung in unzul�ssiger Weise ihre Kognition beschr�nkt, erweist sich somit als unbegr�ndet.
3.2.1 Der Beschwerdef�hrer macht weiter geltend, sein Anspruch auf rechtliches Geh�r resp. Art. 8 VVG sei verletzt worden, weil die Erziehungskommission die von ihm zur Edition beantragten Korrekturhinweise zu Teil II der Deutschpr�fung, den Einsatzplan f�r das Gegenlesen sowie die Aufzeichnung �ber das zweite Gegenlesen zur�ckbehalten habe und auf seinen Beweisantrag, eine medizinische Begutachtung des Beschwerdef�hrers einzuholen, nicht eingetreten sei.
3.2.2 Das durch Art. 29 Abs. 2 BV resp. Art. 8 VVG gew�hrleistete rechtliche Geh�r dient der Sachaufkl�rung und garantiert dem Betroffenen ein pers�nlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht im Verfahren. Er soll sich vor Erlass des Entscheides zur Sache �ussern, erhebliche Beweise beibringen, Einsicht in die Akten nehmen und an der Erhebung von Beweisen mitwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis �ussern k�nnen, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 124 I 241 E. 2 S. 242 f.; 119 Ia 136 E. 2c S. 138, je mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts kann die Beh�rde das Beweisverfahren schliessen, wenn die Beweisantr�ge eine nicht erhebliche Tatsache betreffen oder offensichtlich untauglich sind oder wenn sie aufgrund bereits abgenommener Beweise ihre �berzeugung gebildet hat und ohne Willk�r annehmen kann, dass ihre �berzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht ge�ndert w�rde. Das Bundesgericht greift auf staatsrechtliche Beschwerde nur ein, wenn die Beweisw�rdigung offensichtlich unhaltbar ist, mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, auf einem offenkundigen Versehen beruht oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft (BGE 124 I 208 E. 4a S. 211, mit Hinweisen).
3.2.3 Gem�ss Art. 7 Abs. 3 der Aufnahmepr�fungsverordnung erarbeiten die Pr�fungsgruppen die Aufgabenstellungen mit Korrekturhinweisen und Bewertungstabellen, evaluieren die Pr�fungsergebnisse und erstatten Bericht zuhanden der Steuerungsgruppe. Im vorliegenden Fall ist unbestritten, dass dem Beschwerdef�hrer im Verfahren vor der Erziehungskommission unter anderem der Pr�fungsplan der Aufnahmepr�fungen 2002, die Allgemeinen Hinweise zur Pr�fung, ein Punkteraster f�r das Zuordnen von Punkten bei den einzelnen Pr�fungen, die Pr�fungen des Beschwerdef�hrers, die Korrekturanleitung Deutschpr�fung Teil I (Aufsatz), die Aufsatzbeurteilungen der erst- und zweitkorrigierenden Lehrerinnen, nicht aber die Korrekturanleitung zur Deutschpr�fung Teil II ausgeh�ndigt wurden. Die Erziehungskommission stellt sich auf den Standpunkt, dass aufgrund der klaren und eindeutigen Stellungnahme der Steuerungsgruppe Aufnahmepr�fungen bez�glich der Deutschpr�fung Teil II sowie angesichts des Umstandes, dass sich die Erziehungskommission als Beschwerdeinstanz bei der �berpr�fung von Examensleistungen gr�sste Zur�ckhaltung auferlege, es in keinem Zeitpunkt des Beschwerdeverfahrens als geboten erschienen habe, die entsprechenden Korrekturhinweise zu konsultieren oder gar herauszugeben.
Dies beruht auf einer vertretbaren antizipierten Beweisw�rdigung. Der Verzicht auf den Beizug dieser Korrekturhinweise liess sich um so eher rechtfertigen, als die Verantwortung hinsichtlich der richtigen Bewertung einer Pr�fungsleistung bei der Pr�fungsinstanz liegt. Wie erw�hnt, ist es zul�ssig (E. 3.1.1), dass sich die Rechtsmittelinstanz bei der �berpr�fung der Bewertung von Examensleistungen Zur�ckhaltung auferlegt und die erbrachte Leistung nicht einer erneuten eigenen W�rdigung unterwirft. Der Verzicht auf den Beizug dieses internen Hilfsmittels (vgl. Urteil 1P.742/1999 vom 15. Februar 2000, E. 4) war daher vertretbar, zumal keine Anhaltspunkte bestanden, die den �usseren Ablauf der fraglichen Deutschpr�fung Teil II oder der Bewertung in Frage stellten.
Der Vorwurf der Geh�rsverletzung durch die Zur�ckbehaltung des Einsatzplanes f�r das Gegenlesen ist ebenfalls unerheblich. Es ist weder dargetan noch ersichtlich, inwiefern der Einsatzplan f�r das Gegenlesen (sofern ein solcher �berhaupt existiert) ein beweiserhebliches Dokument darstellen soll. Vielmehr handelt es sich dabei um ein verwaltungsinternes Papier, auf dessen Einsicht kein Anspruch besteht (BGE 113 Ia 286 E. 2d S. 288).
Gem�ss Art. 9 Abs. 1 der Aufnahmepr�fungsverordnung erfolgt die Pr�fung an den Pr�fungsstandorten nach den durch die Pr�fungsgruppen vorgegebenen Bestimmungen. Die korrigierten Pr�fungsarbeiten werden der Steuerungsgruppe zur Nachkontrolle und als Grundlage f�r den Aufnahmeentscheid zugestellt. Gem�ss Ziffer 4 der Allgemeinen Hinweise der B�ndner Mittelschulen zur Aufnahmepr�fung 2002, Gymnasium, werden in der Regel ungen�gende Arbeiten gegengelesen. Eine Verpflichtung zu schriftlichen Aufzeichnungen �ber das zweite Gegenlesen besteht indessen nicht und es l�sst sich eine solche nicht aus Art. 29 BV ableiten (vgl. Urteil 2P.223/2001 vom 7. Februar 2002 E. 3b). Soweit die korrigierenden Lehrkr�fte f�r sich selber freiwillig gewisse Aufzeichnungen erstellt haben, unterliegen diese als rein interne Papiere nicht dem Akteneinsichtsrecht (Alfred K�lz/J�rg Bosshart/Martin R�hl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Z�rich, 2. Auflage, Z�rich 1999, � 8 N. 67 f.) Eine Verletzung von Art. 29 Abs. 2 resp. Art. 8 VVG ist auch in diesem Punkt nicht dargetan. Das Gesagte schliesst nicht aus, dass sich die bei der Korrektur mitwirkenden Lehrkr�fte auf Beschwerde hin nachtr�glich schriftlich �ussern und solche Stellungnahmen, wie sie die beiden Lehrkr�fte E.________ und F.________ am 29. April resp. 2. Mai 2002 abgegeben haben, als Beweismittel angerufen oder verwendet werden k�nnen (Urteil 2P.223/2001 vom 7. Februar 2002 E. 3b; Martin Aubert, Bildungsrechtliche Leistungsbeurteilungen im Verwaltungsprozess, Diss. Bern 1997, S. 146 ).
Soweit der Beschwerdef�hrer vorbringt, es verletze den Anspruch auf rechtliches Geh�r, dass Unterlagen und Informationen lediglich tr�pfchenweise vorgebracht und eingelegt worden seien, st�sst seine R�ge ins Leere. Wie bereits vorg�ngig erw�hnt, ist nicht zu beanstanden, dass die zweitkorrigierende Lehrerin F.________ ihre schriftliche Stellungnahme erst nachtr�glich verfasste und der Erziehungskommission einreichte. Nachdem die Sitzung der Erziehungskommission bereits angesetzt war und es auch im Interesse des betroffenen Sch�lers lag, die Sache m�glichst bef�rderlich zu behandeln, war es vertretbar, dem Beschwerdef�hrer lediglich 24 Stunden einzur�umen, um sich zur Stellungnahme von F.________ zu �ussern. Zudem handelte es sich bei der Eingabe von Frau F.________ lediglich um eine Best�tigung in zwei S�tzen, so dass die einger�umte Zeit f�r eine Stellungnahme als ausreichend erscheint. Der Beschwerdef�hrer macht denn auch nicht geltend, dass es ihm unm�glich gewesen sei, innert der ihm angesetzten Frist Stellung zu nehmen, vielmehr reichte er seine Vernehmlassung fristgerecht ein. H�tte er sich dazu ausserstande gesehen, so h�tte es an ihm gelegen, eine Fristverl�ngerung oder eine Vertagung der Entscheidfindung zu beantragen.
3.3.1 Der Beschwerdef�hrer macht weiter geltend, sein Anspruch auf rechtliches Geh�r sei auch dadurch verletzt worden, dass die Erziehungskommission seinem Antrag auf Einholung eines medizinischen Gutachtens nicht entsprochen habe.
Die Erziehungskommission hat erwogen, dass ein Zusammenhang zwischen den geltend gemachten gesundheitlichen Beschwerden und einer dadurch bedingten Beeintr�chtigung der sprachlichen Ausdrucksf�higkeit bzw. der sprachlichen Erfassung von Gedankeng�ngen zu verneinen sei. Diese Feststellung werde sowohl durch das vom Beschwerdef�hrer eingelegte Arztzeugnis von Dr. med. G.________ vom 8. April 2002 als auch durch den Schulbericht von H.________, Schulleiterin des Lernstudios Chur, vom 7. April 2002 gest�tzt. So werde im �rztlichen Zeugnis im Wesentlichen lediglich ausgef�hrt, dass sich die neuromotorische St�rung auf die Feinmotorik auswirke, was wiederum zu Problemen mit dem Schriftbild und der Darstellung bei handgeschriebenen Aufgaben f�hren k�nne. Auch H.________ habe in ihrem Schulbericht zusammenfassend festgehalten, dass der Beschwerdef�hrer durch seine von der IV anerkannte cerebrale Bewegungsst�rung in der Graphomotorik und in der Sprechmotorik bez�glich Tempo beeintr�chtigt sei, was sich vor allem in Pr�fungssituationen besonders negativ auswirke.
3.3.2 Wie sich dem �rztlichen Zeugnis entnehmen l�sst, wirkt sich die neuromotorische St�rung des Beschwerdef�hrers auf die Feinmotorik aus, was nach der Darstellung des Arztes wiederum zu Problemen mit dem Schriftbild und der Darstellung bei handgeschriebenen Aufgaben f�hrt. H.________ weist in ihrem Schulbericht darauf hin, wenn der Beschwerdef�hrer seine �berlegungen und Gedankeng�nge nach aussen habe bringen m�ssen, sei das ihm nicht leicht gefallen. Er habe dann M�he gehabt, zu formulieren und sich vorzustellen, was sein Gegen�ber von ihm genau wissen m�chte. Zu dieser Erschwernis, Gedanken sprachlich zu fassen, komme im Schriftlichen die verkrampfte Graphomotorik. In ihrer Zusammenfassung pr�zisiert sie allerdings, dass diese Behinderungen lediglich die Graphomotorik sowie die Sprechmotorik bez�glich Tempo betreffen w�rden. Wenn die Erziehungskommission den Antrag auf medizinische Begutachtung des Beschwerdef�hrers ablehnte, weil sie davon ausging, dass der Zusammenhang zwischen der cerebralen Bewegungsst�rung und der geltend gemachten verminderten sprachlichen Ausdrucksf�higkeit nicht erstellt sei, so beruht dies somit auf einer vertretbaren vorweggenommenen Beweisw�rdigung. Dies umso mehr, als der Beschwerdef�hrer offenbar bereits im Oktober 1993 eine zweij�hrige Psychomotoriktherapie beim Heilp�dagogischen Dienst Graub�nden abgeschlossen hatte und gem�ss den Akten nur noch im Zeitraum vom 23. Oktober 1994 bis 31. Juli 1995 Sonderschulmassnahmen (Sprachheilbehandlung gem�ss Therapieplan der Abkl�rungsstelle f�r Sprachgebrechen) besuchte. Dass er sich seither einer weiterf�hrenden Psychomotoriktherapie unterzogen hat, wird nicht behauptet und ergibt sich auch nicht aus den Akten. Die vorgenommene antizipierte Beweisw�rdigung und der darauf beruhende Verzicht auf Beweisabnahme verletzen daher den Anspruch auf rechtliches Geh�r nicht.
3.4.1 Der Beschwerdef�hrer sieht in der Ablehnung seines Antrages, die Notengebungen und Korrekturen s�mtlicher Aufs�tze der Gymnasialpr�fungen 3G durch einen anerkannten und aussenstehenden Deutsch-Experten unter dem Aspekt der einheitlichen und rechtsgleichen Korrektur begutachten zu lassen, eine Geh�rsverletzung. Soweit er damit eine ungen�gende Abkl�rung des Sachverhaltes geltend macht, erweist sich seine R�ge als unbegr�ndet. Die Aufnahmepr�fung hat zum Zweck, die Eignung des jeweiligen Kandidaten f�r den Besuch einer Mittelschule zu beurteilen. Massgebend daf�r ist, ob der einzelne Kandidat die entsprechende Eignung besitzt. Anders als bei Wettbewerben, bei denen es darum geht, aus einer Anzahl von Bewerbern die Geeignetsten herauszusuchen, ist bei Eignungspr�fungen nicht Gegenstand der Beurteilung, ob andere Kandidaten die Examensaufgaben besser oder schlechter erledigen. Zwar fliesst in eine Pr�fungsbewertung auch eine vergleichende Beurteilung aller Kandidaten ein. Daraus kann aber nicht gefolgert werden, dass ein solcher Quervergleich die Grundlage sei f�r den Entscheid �ber die einzelnen Arbeiten. Im allgemeinen geh�ren die Arbeiten anderer Kandidaten somit nicht zu den Akten und bilden nicht Gegenstand einer erneuten �berpr�fung durch einen aussenstehenden Experten. Mangels hinreichender konkreter Anhaltspunkte f�r rechtsungleiche Behandlung oder Bewertungspraxis war ein Beizug und eine erneute Korrektur s�mtlicher Aufs�tze der Mitbewerber nicht gerechtfertigt (BGE 121 I 225 E. 2c S. 228). Ebensowenig dr�ngte sich eine erg�nzende Stellungnahme des Experten betreffend Lehrplan-, Stoff- und Beurteilungsvoraussetzungen in Graub�nden und in Z�rich auf, zumal der Gutachter den fraglichen Aufsatz gem�ss ausdr�cklichem Hinweis im Instruktionsschreiben nach den Korrekturhinweisen der B�ndner Mittelschulen, Aufnahme 2002, 3. Gymnasium, sowie der Bewertungstabelle/Notenskala Teil 1 zu beurteilen hatte.
3.4.2 Gesamthaft gesehen erweisen sich somit s�mtliche R�gen betreffend Verletzung des rechtlichen Geh�rs als unbegr�ndet. Der gleichzeitig erhobenen Willk�rr�ge kommt - soweit sie �berhaupt den Anforderungen an die Begr�ndung gen�gt (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG) - in diesem Zusammenhang keine eigenst�ndige Bedeutung zu; sie f�llt mit der R�ge der Verletzung des Anspruches auf rechtliches Geh�r zusammen.
4.1 Der Beschwerdef�hrer erhebt weiter verschiedene formelle R�gen. So vertritt er die Auffassung, das zur Diskussion stehende Pr�fungsverfahren sei nicht rechtskonform durchgef�hrt worden, und sieht darin eine Verletzung des Willk�rverbotes (Art. 9 BV) wie auch der aus Art. 29 BV folgenden Verfahrensgarantien. Er bringt vor, aufgrund der rechtswidrigen und voreingenommenen Beurteilung des Aufsatzes durch Professor C.________ sei das Pr�fungsverfahren resp. die Beurteilung nicht rechtskonform durchgef�hrt worden. Der Beschwerdef�hrer beanstandet zus�tzlich, eine gesetzlich nicht vorgesehene Rekursvorbereitungsgruppe habe vor seiner Stellungnahme schon einen Vorentscheid gef�llt, was Art. 27 Abs. 2 und 3 KV-GR sowie den Bestimmungen des Reglements f�r die Erziehungskommission widerspreche. Weiter sieht er eine unkorrekte Verfahrensf�hrung darin begr�ndet, dass der Vorsitzende und Vizepr�sident der Erziehungskommission, Dr. med. I.________, einen Teil der medizinischen Gegebenheiten (Herzfehler) gleichsam als medizinischer Experte selbst begutachtet habe, was geeignet gewesen sei, zu einer Voreingenommenheit zu f�hren, welche sich wiederum in der Rekursabweisung niedergeschlagen habe. Als nicht rechtskonform r�gt der Beschwerdef�hrer zudem die Gegebenheit, dass der angefochtene Entscheid nicht durch den im Staatskalender als Aktuar der Erziehungskommission aufgef�hrten Dr. J.________, sondern durch den Leiter des Rechtsdienstes Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartement, K.________, verschrieben worden sei. Schliesslich macht er geltend, aufgrund der Best�tigung von F.________ sei es v�llig unglaubw�rdig, dass die unabh�ngige Bewertung in allen Einzelheiten jener von Frau E.________ entsprochen habe.
4.2 Willk�rlich ist ein Entscheid nicht schon dann, wenn eine andere L�sung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen w�re, sondern erst dann, wenn er offensichtlich unhaltbar ist, zur tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft. Willk�r liegt sodann nur vor, wenn nicht bloss die Begr�ndung eines Entscheides, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist (BGE 127 I 54 E. 2b S. 56).
4.3.1 Was der Beschwerdef�hrer hinsichtlich der Rekursvorbereitungsgruppe geltend macht, vermag die Verfassungsm�ssigkeit des beanstandeten Pr�fungsverfahrens nicht in Frage zu stellen. Gem�ss Art. 27 Abs. 2 Satz 1 KV-GR besteht die Erziehungskommission aus neun Mitgliedern. Der jeweilige Departementsvorsteher ist von Amtes wegen Pr�sident der Kommission. Die �brigen Mitglieder werden auf vier Jahre gew�hlt und sind wieder w�hlbar (Art. 27 Abs. 2 KV-GR Satz 2 und 3). Nach Art. 27 Abs. 3 KV-GR entscheidet die Erziehungskommission �ber Beschwerden im Mittelschulbereich und �ussert sich zu Fragen �ber Schutz und Pflege von sprachlichen Minderheiten in der Schule. Gest�tzt auf Art. 27 Abs. 4 KV-GR hat der Regierungsrat des Kantons Graub�nden am 27. Oktober 1998 ein Reglement f�r die Erziehungskommission (kurz: Reglement f�r die Erziehungskommission) erlassen, welches die Aufgaben und den T�tigkeitsbereich der Erziehungskommission regelt. Es trifft zwar zu, dass das Reglement einen Ausschuss der Erziehungskommission, die sogenannte Rekursvorbereitungsgruppe, welche die eingegangenen Beschwerden vorg�ngig bespricht und beurteilt, nicht vorsieht. Indessen ist es �blich, dass bei Beschwerdeverfahren die Prozessleitung ganz oder teilweise einem oder mehreren Referenten �bertragen wird, dem oder denen auch die Ausfertigung eines m�ndlichen oder schriftlichen Referates mit Antrag auf Erledigung und Begr�ndung obliegt (K�lz/Bosshart/R�hl, a.a.O., � 38 N. 15 f.; Urteil 1P.742/1999 vom 15. Februar 2000, E. 2c). Wenn die Erziehungskommission die Vorbereitung einzelner Beschwerdeentscheide einer Rekursvorbereitungsgruppe �berliess, so konnte sie sich daf�r zwar nicht auf eine entsprechende ausdr�ckliche Vorschrift st�tzen, aber sie verstiess damit auch nicht willk�rlich gegen bestehende Normen, insbesondere auch nicht gegen Art. 27 Abs. 2 und 3 KV-GR oder das Reglement f�r die Erziehungskommission. Die Tatsache allein, dass die Rekursvorbereitungsgruppe sich vorg�ngig mit der Beschwerdesache befasst und eine Beurteilung vorgenommen hatte, hinderte die �brigen Mitglieder der Erziehungskommission nicht, sich unabh�ngig davon ihre eigene Meinung zu bilden, zumal entgegen der Behauptung des Beschwerdef�hrers s�mtliche Mitglieder der Erziehungskommission vorg�ngig mit den bis zu diesem Zeitpunkt vorhandenen wesentlichen Unterlagen des Falles bedient worden waren und anl�sslich der Sitzung vom 8. Mai 2002 s�mtliche beteiligten Kommissionsmitglieder im Besitze der kompletten Akten waren. Wie das in den Akten befindliche Protokoll der Gesamtkommissionssitzung vom 8. Mai 2002 zeigt, wurde die Eingabe des Beschwerdef�hrers zudem nach einl�sslicher Beratung mit 6:0 Stimmen abgelehnt.
4.3.2 Allein deshalb, weil sich der Vizepr�sident der Erziehungskommission als Mediziner in einer internen Aktennotiz zu den Auswirkungen des Herzleidens des Beschwerdef�hrers �usserte, liegen zudem keine Ausstands- bzw. Ablehnungsgr�nde vor. Einerseits beschr�nkten sich die Ausf�hrungen des Vizepr�sidenten auf das Herzleiden, aus welchem selbst vom Beschwerdef�hrer keine kausalen Auswirkungen auf das Pr�fungsergebnis abgeleitet wurden. Andererseits legte die Erziehungskommission in ihrer Vernehmlassung �berzeugend dar, dass dieser Punkt f�r die Entscheidfindung nicht relevant war. Der Vorwurf der Voreingenommenheit erweist sich damit, soweit er �berhaupt rechtsgen�glich begr�ndet ist (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG), als nicht stichhaltig.
4.3.3 Nicht begr�ndet ist die R�ge, es liege kein rechtskonformes Verfahren und damit ein Verstoss gegen Art. 9 BV vor, weil der angefochtene Entscheid nicht durch den Aktuar der Erziehungskommission, sondern durch den Leiter des Rechtsdienstes Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartement redigiert wurde. Gem�ss Art. 3 Abs. 2 des Reglementes f�r die Erziehungskommission wird das Departementssekretariat mit der Protokollf�hrung und dem Aktuariat betraut. Eine Bestimmung, wonach die Redaktion eines Entscheides oder Beschlusses durch den Sekret�r der Erziehungskommission zu erfolgen hat, besteht nach b�ndnerischem Recht nicht. Vielmehr geht aus Art. 3 Abs. 2 des Reglementes f�r die Erziehungskommission hervor, dass es dem Erziehungs-, Kultur- und Umweltschutzdepartement �berlassen ist, wen es mit der Erledigung der ihm obliegenden Aufgaben beauftragt.
4.3.4 Der Vorwurf des Beschwerdef�hrers, es sei v�llig unglaubw�rdig, dass die Bewertung von F.________ in allen Einzelheiten jener von Frau E.________ entsprochen habe, ist nicht belegt (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG) und erscheint haltlos.
5.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt weiter, die Auffassung der Erziehungskommission, der Beschwerdef�hrer h�tte vor der Pr�fung einen Hinweis auf die gesundheitliche Beeintr�chtigung machen sollen - mit Verwirkungsfolge im Unterlassungsfalle -, stelle einen verbotenen �berspitzten Formalismus dar.
5.2 Das in Art. 29 Abs. 1 BV gew�hrleistete Verbot des �berspitzten Formalismus betrifft die Verfahrensanwendung (BGE 125 I 166 E. 3a S. 170, mit Hinweisen). Tragender Gedanke des Verbots des �berspitzten Formalismus ist die Unterordnung des formellen Rechts unter das materielle Recht (J�rg Paul M�ller, a.a.O., S. 501). Wenn die Erziehungskommission davon ausging, die Neubewertung einer abgelegten Pr�fung k�nne nicht in Betracht fallen, wenn erst nach Bekanntgabe des Pr�fungsresultates gesundheitliche Beeintr�chtigungen geltend gemacht w�rden, die bereits vorg�ngig bekannt gewesen seien, so erscheint diese Haltung als vertretbar und nicht als �berspitzt formalistisch. Aufgrund der in den Akten befindlichen Unterlagen betreffend den Zustand des Beschwerdef�hrers und der von ihm eingereichten Zeugnisse kann auch nicht gesagt werden, er habe sich in Unkenntnis der im nachhinein geltend gemachten physischen Insuffizienz der Pr�fung gestellt (vgl. Johannes F. Fulda, Rechtsschutz im Pr�fungswesen der Bundeshochschulen, in: ZBl 84/1983, S. 155 f.) Insbesondere angesichts der Rechtskenntnisse des Vaters des Beschwerdef�hrers und der Tatsache, dass der Beschwerdef�hrer bereits ein Jahr zuvor die Aufnahmepr�fung f�r die Mittelschule erfolglos absolviert hatte, h�tte es am Beschwerdef�hrer resp. an dessen Eltern gelegen, die Schule vorg�ngig von sich aus �ber seinen Gesundheitszustand zu informieren, auch wenn ein entsprechender Hinweis auf allf�llige Verwirkungsfolgen im Unterlassungsfalle fehlte.
Inwiefern die Beurteilung des Aufsatzes des Beschwerdef�hrers sachfremd oder unhaltbar sein soll, ist nicht ersichtlich. Wie die Erziehungskommission in ihrer Stellungnahme zu Recht festh�lt, wurde der Aufsatz von vier Lehrpersonen unabh�ngig voneinander bewertet und als ungen�gend qualifiziert. Die erst- und zweitkorrigierenden Lehrkr�fte sowie der ausserkantonale Experte gelangten hinsichtlich der Bewertung der Teilbereiche A, B und C zum gleichen Ergebnis und bewerteten den Aufsatz mit gesamthaft 16 Punkten. Professor C.________ erteilte dem Aufsatz lediglich 14 Punkte. Soweit der Beschwerdef�hrer geltend macht, die Feststellung der Erziehungskommission, wonach die Ergebnisse der Aufsatzbewertungen klar und widerspruchsfrei seien, widerspreche der tats�chlichen Situation, �bersieht er, dass die Erziehungskommission in ihren Erw�gungen explizit darauf hinwies, dass die Aufsatzbeurteilung von Professor C.________ davon ausgeschlossen sei. Ferner erscheint die Auffassung der Erziehungskommission, wonach es unerheblich sei, dass die in den einzelnen Teilbereichen gesetzten Punkte in geringem Masse differierten, zumal das Gesamtergebnis massgebend sei, angesichts des solchen Beurteilungen inh�renten Ermessensspielraumes als vertretbar. Was der Beschwerdef�hrer bez�glich der Aufsatzbewertung weiter vorbringt, ist appellatorische Kritik, die nicht geeignet ist, den Vorwurf der Willk�r zu begr�nden.
7.1 Der Beschwerdef�hrer erblickt im Umstand, dass die Erziehungskommission seine gesundheitlichen Beeintr�chtigungen nicht ber�cksichtigt hat, eine Verletzung des Rechtsgleichheitsgebotes (Art. 8 Abs. 1 BV) sowie des Diskriminierungsverbotes (Art. 8 Abs. 2 BV).
7.2 Der in Art. 8 Abs. 1 BV enthaltene Gleichheitssatz verlangt, dass Gleiches nach Massgabe seiner Gleichheit gleich und Ungleiches nach Massgabe seiner Ungleichheit ungleich behandelt wird. Ein Entscheid verletzt den Grundsatz der Rechtsgleichheit dann, wenn er rechtliche Unterscheidungen trifft, f�r die ein vern�nftiger Grund in den zu regelnden Verh�ltnissen nicht ersichtlich ist, oder Unterscheidungen unterl�sst, die sich aufgrund der Verh�ltnisse aufdr�ngen. (BGE 125 I 173 E. 6b S. 178, mit Hinweisen). Gem�ss Art. 8 Abs. 2 BV darf niemand diskriminiert werden, namentlich nicht wegen seiner Herkunft, seiner Rasse, des Geschlechts, des Alters, der Sprache, der sozialen Stellung, der Lebensform, der religi�sen, weltanschaulichen oder politischen �berzeugung oder wegen einer k�rperlichen, geistigen oder psychischen Behinderung. Im Unterschied zu Art. 8 Abs. 3 BV enth�lt das allgemeine Diskriminierungsverbot kein Egalisierungsgebot; der Gesetzgeber wird lediglich angehalten, Massnahmen zur Beseitigung von Benachteiligungen der Behinderten vorzusehen (Art. 8 Abs. 4 BV; BGE 126 II 377 E. 6a S. 392). Eine Diskriminierung gem�ss Art. 8 Abs. 2 BV liegt dann vor, wenn eine Person rechtsungleich behandelt wird allein aufgrund ihrer Zugeh�rigkeit zu einer bestimmten Gruppe, welche historisch und in der gegenw�rtigen sozialen Wirklichkeit tendenziell ausgegrenzt oder sonst als minderwertig behandelt wurde. Die Diskriminierung stellt eine qualifizierte Art von Ungleichbehandlung von Personen in vergleichbaren Situationen dar, indem sie eine Benachteiligung eines Menschen bewirkt, die als Herabw�rdigung oder Ausgrenzung einzustufen ist, weil sie an ein Unterscheidungsmerkmal ankn�pft, das einen wesentlichen und nicht oder nur schwer aufgebbaren Bestandteil der Identit�t der betreffenden Person ausmacht (BGE 126 II 377 E. 6a S. 392 ff.).
7.3 Der Beschwerdef�hrer wurde wie alle anderen Kandidaten nach der Verordnung �ber die Aufnahmepr�fung an den B�ndner Mittelschulen beurteilt. Insofern ist eine Ungleichbehandlung mit anderen Kandidaten weder dargetan noch ersichtlich.
7.4 Ebenso wenig kann gesagt werden, der Entscheid der Erziehungskommission stelle eine direkte Diskriminierung im Sinne von Art. 8 Abs. 2 BV dar. Vorliegend wurde dem Beschwerdef�hrer der Eintritt in die Mittelschule nicht verweigert, weil er an gewissen Gebrechen leidet, sondern weil er die Zulassungsanforderungen an die Mittelschule nicht erf�llte.
7.5 Fraglich ist hingegen, ob eine indirekte bzw. mittelbare Diskriminierung vorliegt. Eine indirekte Diskriminierung ist dann gegeben, wenn eine Regelung, die keine offensichtliche Benachteiligung von spezifisch gegen Diskriminierung gesch�tzten Gruppen enth�lt, in ihren tats�chlichen Auswirkungen Angeh�rige einer solchen Gruppe besonders stark benachteiligt, ohne dass dies sachlich begr�ndet w�re (BGE 126 II 377 E. 6c S. 393 f.).
Der Beschwerdef�hrer ist der Auffassung, die Erziehungskommission h�tte seiner besonderen Situation Rechnung tragen und in der Bewertung ber�cksichtigen m�ssen, dass er aufgrund seiner gesundheitlichen Probleme und der damit verbundenen sprachlichen Probleme im sprachlichen Erfassen von Gedankeng�ngen und in der Darstellung benachteiligt sei. Er meint insbesondere, dass die Erziehungskommission aufgrund seiner Behinderung den Punkteentscheid gest�tzt auf Art. 9 Abs. 3 der Aufnahmepr�fungsverordnung nach oben h�tte korrigieren m�ssen. Soweit der Beschwerdef�hrer damit geltend macht, an die Aufnahmeanforderungen sei aufgrund seines Gesundheitszustandes ein weniger strenger Beurteilungsmassstab anzusetzen, greift seine Argumentation nicht. Der Staat ist weder aufgrund der Rechtsgleichheit noch aufgrund spezifischer Grundrechte verpflichtet, s�mtliche faktischen Ungleichheiten zu beheben. Das schl�gt sich zwangsl�ufig auch in der M�glichkeit nieder, bestimmte Berufe zu ergreifen oder h�here Schulen zu besuchen. Viele Berufe wie auch gewisse Ausbildungen erfordern besondere Eigenschaften und F�higkeiten, die nicht alle Menschen im gleichen Masse besitzen. Der blosse Umstand, dass einzelne Personen ohne eigenes Verschulden diese F�higkeiten nicht besitzen, kann nicht dazu f�hren, dass die Anforderungen reduziert werden m�ssten (BGE 122 I 130 E. 3c/aa S. 136). Eine indirekte Diskriminierung ist vorliegend zu verneinen. Der Besuch eines Gymnasiums, dessen Ziel der Erwerb der Hochschulreife ist, stellt h�here Anforderungen an Sch�ler als der Besuch einer Volks- oder Sekundarschule. Dazu geh�rt unter anderem auch die F�higkeit, unter Stressbedingungen Gedankeng�nge richtig zu erfassen und in einer korrekten Formulierung zum Ausdruck zu bringen, zumal dies in allen Schulf�chern von Wichtigkeit ist. Diese F�higkeit darf auch von Behinderten erwartet werden. Es verletzt demnach das indirekte Diskriminierungsverbot nicht, wenn die kantonalen Beh�rden es abgelehnt haben, mit R�cksicht auf die Behinderung des Beschwerdef�hrers die zu stellenden Anforderungen an die Aufnahmepr�fung zu senken respektive die Bewertung seiner Arbeit zu verbessern.
Nach dem Gesagten erweist sich die staatsrechtliche Beschwerde als unbegr�ndet, soweit darauf einzutreten ist. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend wird der Beschwerdef�hrer kostenpflichtig (Art. 156 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 153 und Art. 153a OG). Parteientsch�digungen sind nicht zuzusprechen (Art. 159 Abs. 2 OG analog).
Dieses Urteil wird dem Beschwerdegegner, der B�ndner Kantonsschule, Steuerungsgruppe Aufnahmepr�fung, und der Erziehungskommission des Kantons Graub�nden schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 5
 Art. 27
 Art. 14
 Art. 14
 Art. 5
 Art. 27
 Art. 15
 Art. 86
 Art. 87
 Art. 88
 Art. 86
 Art. 15
 Art. 18
 BGE 
 Art. 9
 BGE 
 Art. 29
 Art. 29
 Art. 4
 BGE 
 Art. 8
 Art. 29
 Art. 8
 Art. 7
 Art. 9
 Art. 29
 Art. 29
 Art. 8
 Art. 29
 Art. 27
 Art. 27
 Art. 27
 Art. 27
 Art. 27
 Art. 9
 Art. 3
 Art. 3
 Art. 29
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 8
 BGE 
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 9
 Art. 153
 Art. 153