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Timestamp: 2016-10-24 01:58:15+00:00

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Grundst�ckkaufvertrag; Kaufpreisforderung; Zession,
A.________ (Beklagte) erwarb mit Kaufvertrag vom 16. M�rz 1992 von C.________ (Verk�uferin) eine Liegenschaft in Z.________/TI zum Kaufpreis von Fr.1'205'460.--. Der Kaufpreis sollte durch eine Anzahlung von Fr. 130'000.--, �bernahme einer Hypothekarschuld von Fr. 860'000.--, formelle �bernahme eines Schuldbriefes �ber Fr. 200'000.-- gem�ss separater Klausel und eine Zahlung von Fr. 15'460.-- binnen eines Monats beglichen werden. Durch den Schuldbrief war eine Schuld der Verk�uferin gegen�ber der vorherigen Eigent�merin der Liegenschaft sichergestellt. Die Verk�uferin stellte sich auf den Standpunkt, diese Schuld sei durch ihr wegen Schlechterf�llung zustehende Forderungen kompensiert. In der separaten Klausel war festgehalten, dass die Beklagte der Verk�uferin denjenigen Betrag werde �berweisen m�ssen, den jene nach rechtskr�ftiger Auseinandersetzung mit der vorherigen Eigent�merin �ber deren mit dem Schuldbrief �ber Fr. 200'000.-- sichergestellte Forderung nicht zu bezahlen haben werde. Im Gegenzug sollte die Beklagte den Schuldbrief schuldenfrei ausgeh�ndigt erhalten. Am 18. M�rz 1992 bezahlte die Beklagte die Fr. 15'460.-- an die Verk�uferin und gest�tzt auf eine Vereinbarung vom 25. Mai 1994 im Verlaufe des Jahres 1994 gegen Aush�ndigung des Schuldbriefes in mehreren Raten Fr. 175'000.--.
Am 21. April 1992 hatte die B.________ (Kl�gerin) f�r eine Forderung von Fr. 132'100.-- gegen�ber der Verk�uferin aus Architekturleistungen Arrest auf die Kaufpreisforderung der Verk�uferin gegen�ber der Beklagten legen lassen. Dieser Arrest wurde der Beklagten am 17. Juni 1992 angezeigt. Die von der Kl�gerin angestrengte Arrestprosequierungsklage hiess die Pretura Locarno-Citt� mit Urteil vom 6. April 2000 im Umfang von Fr. 57'081.-- nebst Zins teilweise gut und beseitigte in diesem Umfang den von der Verk�uferin erhobenen Rechtsvorschlag. Im Rahmen der Fortsetzung der Betreibung wurde die Forderung der Verk�uferin gegen�ber der Beklagten im verarrestierten Umfang von Fr. 132'100.-- gepf�ndet, wobei in der Pf�ndungsurkunde der Forderungsbetrag versehentlich mit Fr. 132'000.-- angegeben wurde. Die Forderung wurde im Steigerungsprotokoll wieder richtig mit Fr. 132'100.-- aufgef�hrt und von der Kl�gerin f�r Fr. 10'051.-- ersteigert. Diese erhielt vom Betreibungsamt einen Verlustschein �ber Fr. 72'118.90 (Fr. 57'297.85 zuz�glich Zinsen und Spesen abz�glich Fr. 10'051.-- Steigerungsbetrag).
In der Folge verlangte die Kl�gerin von der Beklagten vor dem Bezirksgericht Baden im Wesentlichen Fr. 175'000.-- nebst Zins. Das Bezirksgericht sprach der Kl�gerin am 1. Februar 2005 Fr. 132'100.-- nebst Zins zu und beseitigte in diesem Umfang den Rechtsvorschlag in der von der Kl�gerin angestrengten Betreibung. Es erwog, nachdem der Beklagten der Arrest notifiziert worden sei, habe diese ihre Schuld gegen�ber der Verk�uferin mit befreiender Wirkung nur an das Betreibungsamt tilgen k�nnen. Soweit sie nach Arrestnotifikation direkt an den Arrestschuldner gezahlt habe, m�sse sie die Schuld ein zweites Mal begleichen (Art. 168 Abs. 2 OR). Die Kl�gerin habe die verarrestierte Forderung rechtzeitig prosequiert. Diese sei gepf�ndet und von der Kl�gerin ersteigert worden, womit die Kl�gerin Eigent�merin der Forderung �ber Fr. 132'100.-- geworden sei. Zwar sei die Forderung zwischen der Beklagten und der Verk�uferin auf Fr. 175'000.-- festgelegt worden. Die Beklagte m�sse aber nur den mit Arrest belegten Betrag nochmals bezahlen. Die gegen dieses Urteil von der Beklagten erhobene Appellation wies das Obergericht des Kantons Aargau am 24. Januar 2006 ab.
Die Beklagte f�hrt gegen diesen Entscheid eidgen�ssische Berufung und beantragt dem Bundesgericht im Wesentlichen, den angefochtenen Entscheid aufzuheben und die Klage abzuweisen. Die Beklagte schliesst auf kostenf�llige Abweisung der Berufung.
1.1 Die Beklagte hat bereits im kantonalen Verfahren geltend gemacht, die Forderung der Kl�gerin gegen�ber der Beklagten sei von der Pretura Locarno-Citt� auf Fr. 57'081.-- reduziert worden und aufgrund einer Vereinbarung zwischen der Kl�gerin und der Verk�uferin untergegangen. Die Vorinstanz nahm jedoch an, die Wirkungen des Zuschlags im Rahmen der betreibungsrechtlichen Versteigerung deckten sich mit Ausnahme der Gew�hrleistungsbestimmungen weitgehend mit jenen einer rechtsgesch�ftlichen Abtretung. Dem Drittschuldner sei es daher verwehrt, Einw�nde geltend zu machen, die ihre Grundlage im Verh�ltnis Betreibungs- beziehungsweise Arrestschuldner und Erwerber h�tten.
1.2 In der Berufung f�hrt die Beklagte an, die rechtsgesch�ftliche Abtretung und der Forderungserwerb bei der Zwangsversteigerung m�ssten als kausales Rechtsgesch�ft betrachtet werden, wobei im zu beurteilenden Fall der Architektenvertrag zwischen der Verk�uferin und der Kl�gerin das Kausalgesch�ft bilde. Ob es sich bei der Abtretung um ein kausales oder ein abstraktes Rechtsgesch�ft handle, sei eine vom Bundesgericht in der Berufung zu pr�fende Rechtsfrage.
1.3 Entgegen der Auffassung der Beklagten kann die Frage, ob die Abtretung von Forderungen zu den abstrakten oder den kausalen Rechtsgesch�ften geh�rt, offen bleiben.
1.3.1 Der Rechtsgrund f�r den �bergang der Forderung im Zwangsverwertungsverfahren bildet weder das Rechtsverh�ltnis, aus welchem der betreibende Gl�ubiger seine Forderung ableitet, noch diese selbst. Der Grund f�r den �bergang der Forderung im Zwangsvollstreckungsverfahren liegt vielmehr im erfolgreichen Durchlaufen des Betreibungsverfahrens bis hin zur korrekten Verwertung, unabh�ngig davon, ob die in Betreibung gesetzte Forderung tats�chlich besteht (vgl. Blumenstein, Handbuch des schweizerischen Schuldbetreibungsrechtes, S. 312). Hat es der Schuldner vers�umt, diese Frage im Betreibungsverfahren mit den ihm vom Gesetzgeber zur Verf�gung gestellten Mitteln (vgl. Amonn/Gasser, Grundriss des Schuldbetreibungs- und Konkursrechts, 6. Aufl., � 20 I Rz. 1 ff., S. 137; Blumenstein, a.a.O., S. 312 ff.; Jaeger/Walder/Kull/Kottmann, Bundesgesetz �ber Schuldbetreibung und Konkurs, 4. Auflage, N. 1 zu Art. 85a SchKG) kl�ren zu lassen, k�nnen entsprechende Einreden dem Erwerber der Forderung grunds�tzlich nicht entgegen gehalten werden.
1.3.2 Soweit es die Verk�uferin unterlassen hat, den Fortgang der Betreibung mit den ihr zu Gebote stehenden Vorkehren zu hemmen, muss deshalb grunds�tzlich ausser Acht bleiben, dass die Verk�uferin ihre Schuld gegen�ber der Kl�gerin allenfalls bereits getilgt hat. Die Frage der Kausalit�t oder Abstraktheit des betreibungsrechtlichen Forderungs�berganges kann daher offen bleiben. Die Vorinstanz ist zu Recht davon ausgegangen, dass die Forderung der Verk�uferin gegen�ber der Beklagten im Rahmen der Verwertung auf die Kl�gerin �bergegangen ist, unabh�ngig davon, ob die in Betreibung gesetzte Forderung der Kl�gerin gegen�ber der Verk�uferin materiell Bestand hat und in welcher H�he.
Die Beklagte macht geltend, gem�ss Art. 280 Abs. 3 SchKG falle der Arrest mit endg�ltiger Abweisung der Klage ohne Weiteres dahin. Das m�sse auch gelten, wenn die Arrestprosequierungsklage teilweise abgewiesen werde. Der Arrest sei daher zumindest im Fr. 57'081.-- �bersteigenden Betrag dahingefallen.
2.1 Die Beklagte hat die verarrestierte Forderung nach den Feststellungen der Vorinstanz gegen�ber der Verk�uferin vollst�ndig getilgt. Die Zahlung erfolgte, nachdem ihr der Arrestbeschlag angezeigt worden war, jedoch bevor dieser durch den Pf�ndungsbeschlag abgel�st wurde. Soweit kein Arrestbeschlag bestand, kommt dieser Zahlung daher befreiende Wirkung zu (vgl. Blumenstein, a.a.O., S. 344). Somit ist zu pr�fen, ob der Arrestbeschlag im Umfang der teilweisen Abweisung der Arrestprosequierungsklage ohne Weiteres dahinfiel, wie die Beklagte annimmt.
2.2 Der Arrest soll verhindern, dass der Schuldner sein Verm�gen dem Zugriff des Gl�ubigers entziehen kann, solange dieser nicht in der Lage ist, ein Fortsetzungsbegehren zu stellen oder sich ohne vorherige Betreibung einer Pf�ndung anzuschliessen. Durch den Arrest soll dem Gl�ubiger das Vollstreckungssubstrat erhalten bleiben. Diesem Zweck ist bei der Auslegung der Gesetzesbestimmungen Rechnung zu tragen (BGE 116 III 111 E. 3a S. 115 f. mit Hinweisen).
2.3 Es besteht kein sch�tzenswertes Interesse an einem �ber das zur Befriedigung des Gl�ubigers Notwendige hinausgehenden Arrestbeschlag. Vielmehr findet durch die Verweisung in Art. 275 SchKG auch in Bezug auf den Arrest Art. 97 Abs 2 SchKG analog Anwendung, wonach nur das zur Befriedigung der Forderungen samt Zinsen und Kosten Notwendige gepf�ndet wird (BGE 120 III 42 E. 5 S. 47 f.; 49 E. 2a S. 51; Gilli�ron, Commentaire de la loi f�d�rale sur la poursuite pour dettes et la faillite, N. 11 zu Art. 97 SchKG; Fritzsche/Walder, Schuldbetreibung und Konkurs nach schweizerischem Recht, 3. Aufl, Bd. 2 S. 474). Das Bundesgericht hat in st�ndiger Rechtsprechung festgehalten, ein Gl�ubiger handle missbr�uchlich, wenn er durch verschiedene Arrestbegehren insgesamt mehr Verm�genswerte verarrestieren l�sst, als zur Deckung seiner Forderung notwendig erscheint (BGE 120 III 42 E. 5 S. 47 f.; 49 E. 2a S. 51). Diesfalls ist der sp�tere Arrest aufzuheben oder auf das notwendige Mass zu reduzieren (BGE 120 III 42 E. 5b S. 48).
2.4 Der Arrestschuldner muss sich mithin nicht gefallen lassen, dass bei Arrestnahme mehr verarrestiert wird als die vollst�ndige Befriedigung des Arrestgl�ubigers erfordert. Dagegen f�hren nach Arrestnahme eingetretene Ver�nderungen nicht automatisch zu einer entsprechenden Anpassung des Arrestbeschlages. So rechtfertigen nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtes beispielsweise Abschlagszahlungen des Schuldners keine Reduktion des Arrestes (beziehungsweise der Pf�ndung, welche an Stelle des Arrestbeschlags tritt, wenn der Gl�ubiger den Arrest erfolgreich prosequiert [BGE 48 III 198 E. 3 S. 200]), in analoger Anwendung des bei der Pf�ndung geltenden Grundsatzes, wonach die gepf�ndeten Gegenst�nde die in Betreibung gesetzte Forderung als ganze bis zu ihrer vollst�ndigen Abzahlung decken sollen (BGE 71 III 30 S. 31; 68 III 69 S. 71 f., je mit Hinweisen; vgl. auch Gilli�ron, a.a.O., N. 36 zu Art. 97 SchKG).
2.5 Der Arrest wird indessen angeordnet, bevor der Schuldner die Gelegenheit erh�lt, die Stichhaltigkeit der geltend gemachten Forderung abkl�ren zu lassen. Dringt der Gl�ubiger mit der Prosequierungsklage nicht vollst�ndig durch, kann dies zu einer �berdeckung f�hren (Gilli�ron, a.a.O., N. 19 zu Art. 280 SchKG). Der Grundsatz, wonach die gepf�ndeten Gegenst�nde die in Betreibung gesetzte Forderung als ganze bis zu ihrer vollst�ndigen Abzahlung decken sollen, kann nicht auf diese Situation �bertragen werden, da die Forderung im urspr�nglich angenommenen Umfang nie bestand. Daher stellt sich die Frage, ob der Schuldner vom Betreibungsamt verlangen kann, soviel verarrestierte Gegenst�nde aus dem Arrestbeschlag zu entlassen, als f�r die Befriedigung der nach der Prosequierung verbleibenden Restforderungen entbehrlich sind (vgl. BGE 68 III 69 S. 71; Gilli�ron, a.a.O., N. 36 zu Art. 97 SchKG; vgl. auch Amonn/Gasser, a.a.O., � 22 III 5 B Rz. 52, S. 158), oder ob sich der Arrestbeschlag gar automatisch reduziert, wie die Beklagte annimmt.
2.6 In der Lehre wird sowohl die Meinung vertreten, bei einer teilweisen Abweisung der Prosequierungsforderung sei eine teilweise Aufhebung des Arrestbeschlags bei grunds�tzlichem Fortbestand des Arrests denkbar (Gilli�ron, a.a.O., N. 19 zu Art. 280 SchKG), als auch jene, wonach eine teilweise Abweisung nichts am Umfang des Arrestbeschlags �ndere; die Betreibung k�nne nur nicht mehr im urspr�nglichen Umfang fortgesetzt werden (Jaeger/Walder/Kull/Kottmann, a.a.O., N. 6 zu Art. 280 SchKG; vgl. auch Gilli�ron, a.a.O., N. 19 zu Art. 280 SchKG). Dabei wird nicht explizit zur Frage Stellung bezogen, ob im Rahmen der Pf�ndung, welche den Arrestbeschlag ersetzt, in Anwendung von Art. 97 Abs. 2 SchKG eine Anpassung der Pf�ndung entsprechend dem Ausgang der Prosequierungsklage von Amtes wegen vorzunehmen ist oder zumindest vom Schuldner verlangt werden kann (Jaeger/Walder/Kull/Kottmann, a.a.O., N. 6 zu Art. 280 SchKG; Gilli�ron, a.a.O., N. 19 zu Art. 280 SchKG; vgl. aber BGE 48 III 198 E. 3 S. 200, wo die Frage f�r den Fall verneint wird, dass Abschlagszahlungen im Arrest zu einer �berdeckung gef�hrt haben). Ein Zuwarten bis zur Stellung des Fortsetzungsbegehrens kann zu unbefriedigenden Ergebnissen f�hren, namentlich wenn im Rahmen langwieriger Prosequierungsprozesse bereits in einem fr�hen Prozessstadium klar wird, dass ein Teil der Forderung nicht besteht, die Erledigung der weiterhin strittigen Fragen sich aber �ber l�ngere Zeit hinzieht. In diesem Zusammenhang hat ein kantonales Gericht entschieden, der Arrest entfalle bei teilweiser Klageabweisung ohne Weiteres (vgl. SJZ 86/1990 S. 86 f.), welche Ansicht auch die Beklagte vertritt.
2.7 Wie es sich damit verh�lt, braucht nicht abschliessend behandelt zu werden. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist die Pf�ndung von Forderungen �ber den in Betreibung gesetzten Betrag hinaus nicht ohne Weiteres unzul�ssig, namentlich wenn die Zahlungsf�higkeit des Drittschuldners zweifelhaft erscheint (BGE 52 III 1 E. 2 S. 3). Selbst wenn man davon ausginge, das Betreibungsamt h�tte eine �berdeckung der Arrestforderung bei teilweiser Abweisung der Prosequierungsklage von Amtes wegen zu ber�cksichtigen, w�rde dies der Beklagten nichts n�tzen, steht doch fest, dass die Kl�gerin bei der Verwertung der Forderung trotz Beibehaltung des Arrestbeschlags im urspr�nglichen Umfang zu Verlust kam. Eine �berdeckung lag mithin nicht vor. Unter diesem Gesichtspunkt ist die Beibehaltung des vollen Arrestbeschlages nicht zu beanstanden. Zudem hat das Bundesgericht in BGE 52 III 1 E. 2 S. 3 eine offensichtliche �berdeckung nicht von Amtes wegen korrigiert.
2.8 Dass der Arrestbeschlag im Umfang der teilweisen Abweisung gest�tzt auf Art. 280 SchKG ungeachtet der verbleibenden Deckung ohne Weiteres dahinfiele (vgl. SJZ 86/1990 S. 86 f.), kann sodann entgegen der Auffassung der Beklagten nicht aus Art. 280 SchKG abgeleitet werden. Wird eine Forderung vollst�ndig abgewiesen, erweist sich der Arrest als unzul�ssig und entf�llt vollst�ndig. Der Arrestschuldner erlangt mit Rechtskraft des Urteils die Verf�gungsgewalt �ber die verarrestierten Verm�genswerte zur�ck und kann vom Betreibungsamt deren Herausgabe verlangen (Jaeger/Walder/Kull/Kottmann, a.a.O., N. 2 zu Art. 280 SchKG vgl. schon BGE 30 I 780 E. 1 S. 783). Auch unter den weiteren in Art. 280 SchKG aufgef�hrten Voraussetzungen f�llt der Arrestbeschlag, wie die Marginalie besagt, dahin, und der Arrestgl�ubiger verliert jedes Recht an den verarrestierten Gegenst�nden (vgl. BGE 28 I 379 S. 380). Wird die Klage indes nur teilweise abgewiesen, bleiben die Rechte des Gl�ubigers jedenfalls im Umfang der Gutheissung bestehen. Sollte diesfalls eine Reduktion des Arrest- oder Pf�ndungsbeschlages Platz greifen (vgl. Gilli�ron, a.a.O., N. 19 zu Art. 280 SchKG), stellt sich die Frage, welche Gegenst�nde aus dem Arrestbeschlag zu entlassen sind und welche dem Gl�ubiger weiterhin haften sollen (BGE 120 III 42 E. 5b S. 48). Eine automatische Reduktion im Umfang der Klageabweisung w�re daher �berhaupt nur bei beliebig teilbaren Verm�genswerten wie Forderungen denkbar. In allen anderen F�llen m�sste das Betreibungsamt eine allf�llige Reduktion des Arrest- oder Pfandbeschlags nach den in Art. 95 SchKG aufgestellten Grunds�tzen durchf�hren (vgl. BGE 61 III 11 S. 14; 68 III 69 S. 72; vgl. auch BJM 2005 S. 90 f.), wobei es darauf zu achten hat, dass die Deckung der Forderung des Gl�ubigers nicht beeintr�chtigt wird (vgl. Gilli�ron, a.a.O., N. 19 zu Art. 280 SchKG; BGE 120 III 42 E. 5 S. 47 f.; 49 E. 2a S. 51).
2.9 Hinzu kommt, dass der Arrest nicht nur die Forderung selbst, sondern auch die Zinsen sichert, und zwar nicht nur jene bis zum Urteil �ber die Prosequierungsklage, sondern bis zur Erledigung der Betreibung (Bundesgerichtsurteil 7B.36/1997 vom 4. April 1997 E. 2b, publiziert in Rep 1997 S. 70; vgl. schon Jaeger, Bundesgesetz betreffend Schuldbetreibung und Konkurs, 1. Aufl., N. 7 zu Art. 97 SchKG). �berdies kann sich der Umfang des Arrestbeschlages im Zeitpunkt der Erledigung der Arrestprosequierungsklage nachtr�glich als ungen�gend erweisen. W�rde der Arrest ohne Weiteres im Verh�ltnis der Klageabweisung eingeschr�nkt, k�nnte dies zu einer Reduktion f�hren, obwohl das verbleibende Haftungssubstrat zur Deckung der dem Arrestgl�ubiger zustehenden Forderung samt Zinsen nicht ausreicht. Dies w�re mit dem Sicherungszweck des Arrestes nicht zu vereinbaren (vgl. BGE 116 III 111 E. 3a S. 115 f. mit Hinweisen). Die teilweise Abweisung der Arrestprosequierungsklage f�hrt nach der Lehre nicht automatisch zum teilweisen Dahinfallen des Arrestes (Gilli�ron, a.a.O., N. 19 zu Art. 280 SchKG; Jaeger/Walder/Kull/Kottmann, a.a.O., N. 6 zu Art. 280 SchKG), so dass die Beklagte daraus nichts zu ihren Gunsten ableiten kann.
Die Beklagte wirft der Kl�gerin rechtsmissbr�uchliches Verhalten vor. Sie f�hrt in der Berufung aus, nach dem Urteil der Pretura Locarno-Citt� h�tte die Kl�gerin Fr. 57'081.-- nebst Zins erhalten sollen. Auf diesen Betrag laute auch das Fortsetzungsbegehren. Die Kl�gerin habe lediglich ein schutzw�rdiges Interesse daran, so gestellt zu werden, wie wenn die Beklagte die Zahlungen nach erfolgtem Arrest an das Betreibungsamt abgeliefert h�tte. Nun erhalte die Kl�gerin aber wesentlich mehr als ihr zustehe und behalte erst noch die Verlustscheinforderung von Fr. 72'118.90, weshalb ihre Forderung auf Fr. 57'081.-- nebst Zins zu k�rzen sei.
3.1 Der offenbare Missbrauch eines Rechtes findet keinen Rechtsschutz (Art. 2 Abs. 2 ZGB). Ob Rechtsmissbrauch vorliegt, ist einzelfallweise in W�rdigung der gesamten Umst�nde zu bestimmen (BGE 129 III 493 E. 5.1 S. 497; 121 III 60 E. 3d. S. 63). Dabei sind die von der Lehre und Rechtsprechung gebildeten Fallgruppen zu beachten (BGE 129 III 493 E. 5.1 S. 497; 125 III 257 E. 2a S. 259) wie die Rechtsaus�bung, die ohne sch�tzenswertes Interesse erfolgt oder zu einem krassen Missverh�ltnis berechtigter Interessen f�hren w�rde (BGE 132 III 115 E. 2.4 S. 118; 129 III 493 E. 5.1 S. 497, je mit Hinweis). Rechtsmissbrauch liegt auch vor, wenn ein Rechtsinstitut zweckwidrig zur Verwirklichung von Interessen verwendet wird, die nicht in dessen Schutzbereich liegen (BGE 128 II 145 E. 2.2 S. 151 mit Hinweisen). Die Geltendmachung eines Rechts ist ferner missbr�uchlich, wenn sie im Widerspruch zu einem fr�heren Verhalten steht und dadurch erweckte berechtigte Erwartungen entt�uscht (BGE 129 III 493 E. 5.1 S. 497; 125 III 257 E. 2a S. 259). Rechtsmissbrauch im Sinne von Art. 2 Abs. 2 ZGB hat jede Instanz von Amtes wegen zu beachten, wenn die tats�chlichen Voraussetzungen von einer Partei in der vom Prozessrecht vorgeschriebenen Weise vorgetragen worden sind und feststehen (BGE 121 III 60 E. 3d S. 63 mit Hinweisen). Daher schadet es der Beklagten nicht, dass sie den Vorwurf des Rechtsmissbrauchs erstmals im bundesgerichtlichen Verfahren erhebt.
3.2 Die Versteigerung ist auch bei bestrittenen Forderungen die vom Gesetzgeber vorgesehene Verwertungsart, selbst wenn dies zu unbefriedigenden Resultaten f�hren kann (BGE 120 III 131 E. 3b S. 134 mit Hinweisen; Fritzsche/Walder, a.a.O., Bd. 1 S. 426 f.; vgl. schon Weber/Br�stlein, Bundesgesetz �ber Schuldbetreibung und Konkurs, N. 1 zu Art. 131 SchKG). Eine Pflicht, Drittschuldnern der zu verwertenden Forderung von der Versteigerung Kenntnis zu geben, besteht nicht (Jaeger/Walder/Kull/Kottmann, a.a.O., N. 25 zu Art. 125 SchKG). Wegen des bei streitigen Forderungen oft unbefriedigenden Verwertungserl�ses hat der Gesetzgeber in Art. 131 SchKG allerdings vorgesehen, dass sich die Gl�ubiger die Forderungen an Zahlungs Statt (Art. 131 Abs. 1 SchKG) oder zur Einziehung (Art. 131 Abs. 2 SchKG) zuweisen lassen k�nnen. Bei beiden Arten der Verwertung werden aus einem allf�lligen Erl�s in erster Linie die Gl�ubiger befriedigt, welche die Forderungs�berweisung verlangen. Verbleibt ein �berschuss, ist dieser den anderen Gl�ubigern, beziehungsweise dem Betreibungsschuldner herauszugeben (Botschaft zu Art. 131 Abs. 2 SchKG BBl 1991 III 95 f.; Fritzsche/Walder, a.a.O., Bd. 1 S. 427 f.; Rutz, Basler Kommentar, N. 14 und 29 zu Art. 131 SchKG). Eine Forderungszuweisung kann aber nur mit dem Einverst�ndnis aller pf�ndenden Gl�ubiger erfolgen (Botschaft zu Art. 131 Abs. 2 SchKG BBl 1991 III 95 f.). Der Gl�ubiger ist nicht verpflichtet, sich gepf�ndete Forderungen anweisen zu lassen, beziehungsweise deren Eintreibung zu �bernehmen (Fritzsche/Walder, a.a.O., Bd. 1 S. 427; Extraits des principaux arr�ts du Tribunal cantonal de l'�tat de Fribourg en 1967 S. 104 f. zitiert in SJZ 65/1967 S. 334; vgl. aber BGE 22 I 299 S. 301, wo das Bundesgericht die �berweisung an einen Gl�ubiger f�r zul�ssig erachtete, der soweit ersichtlich, nicht die �berweisung an sich selbst, sondern die Eintreibung der Forderung durch das Betreibungsamt verlangt hatte, vgl. aber auch Jaeger/Walder/Kull/Kottmann, a.a.O., N. 7 zu Art. 131 SchKG, welche unter Hinweis auf diesen Entscheid ausf�hren, das Betreibungsamt sei nicht verpflichtet, von Amtes wegen zur �berweisung zu schreiten, auch wenn diese den Interessen der Gl�ubiger oder des Schuldners besser dienen w�rde). Das Bundesgericht hat in seiner neueren Rechtsprechung festgehalten, es sei das gute Recht der Gl�ubiger, kein Vorgehen nach Art. 131 SchKG zu beantragen, m�ssten sie doch diesfalls ein erhebliches Kostenrisiko eingehen und erhielten vorerst gar nichts, sondern m�ssten den Prozessausgang abwarten (BGE 120 III 131 E. 3c S. 135). Es verneinte daher das Vorliegen einer unechten Gesetzesl�cke, bei welcher die Anwendung der im Gesetz vorgesehenen Norm einen offensichtlichen Rechtsmissbrauch darstellen w�rde (BGE 120 III 131 E. 3b S. 134 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 28 I 220 S. 224).
3.3 Die vorliegend zu beurteilende Interessenlage pr�sentiert sich anders als in BGE 120 III 131. Um sich die ersteigerte Forderung wirtschaftlich nutzbar zu machen, muss die Kl�gerin zun�chst einen Prozess f�hren und das damit verbundene Kostenrisiko tragen. Daher ist zu pr�fen, ob dem Gl�ubiger bei dieser Konstellation Rechtsmissbrauch vorzuwerfen ist, wenn er nicht von den ihm in Art. 131 SchKG gebotenen M�glichkeiten Gebrauch macht. Dabei f�llt vorliegend insbesondere der Umstand in Betracht, dass die gepf�ndete Forderung den im Prosequierungsverfahren festgestellten Anspruch �bersteigt (vgl. hiezu schon BGE 28 I 220 S. 224; Gilli�ron, a.a.O., N. 29 zu Art. 131 SchKG), ohne dass der Gl�ubiger den �berschuss abzuliefern braucht.
3.4.1 Die Teilnahme der Kl�gerin an der Versteigerung als solche begr�ndet keinen Rechtsmissbrauch (vgl. BGE 79 III 20 S. 23, wonach der einzige betreibende Gl�ubiger, der eine gepf�ndete Sache ersteigert, den Steigerungspreis nicht zu begleichen braucht, weil klar ist, dass dieser bis zum Betrage der Betreibungsforderung eben diesem Gl�ubiger zukommt). Ein Ausschluss von der Versteigerung w�rde lediglich den Steigerungserl�s schm�lern und den Interessen des Arrest- bzw. Pf�ndungsschuldners widersprechen. Die Versteigerung kann sich �berdies auch zum Vorteil des Arrestschuldners auswirken, insbesondere dann, wenn sich die Forderung als uneinbringlich erweist.
3.4.2 Dass die Kl�gerin davon absieht, die �berweisung der Forderung nach Art. 131 SchKG zu verlangen, diese danach aber selbst erwirbt, reicht auch f�r den Vorwurf widerspr�chlichen Verhaltens nicht aus. Der Entscheid, sich an der Versteigerung zu beteiligen, kann auch von der H�he der �brigen Gebote abh�ngen, und der vorg�ngige Verzicht auf die Aus�bung eines Rechts nach Art. 131 SchKG gibt zu keinerlei berechtigten Erwartungen Anlass. Die Beklagte selbst erkennt den Rechtsmissbrauch denn auch darin, dass die Kl�gerin mehr erh�lt als ihr gem�ss Arrestprosequierungsklage zusteht. Sie blendet dabei jedoch unzul�ssigerweise aus, dass diese Konsequenz nicht prim�r dem Verhalten der Kl�gerin, sondern ihrem eigenen zuzuschreiben ist. Die Frage einer Forderungsverwertung h�tte sich n�mlich nicht gestellt, wenn die Beklagte nach Arrestmitteilung ordnungsgem�ss an das Betreibungsamt und nicht an die Verk�uferin bezahlt h�tte. Das Rechtsmissbrauchsverbot des Art. 2 ZGB ist aber keine Generalklausel, um bestehenden Verpflichtungen (hier: der Doppelzahlung) quasi durch die Hintert�re entkommen zu k�nnen (Baumann, Z�rcher Kommentar, N. 432 zu Art. 2 ZGB). Sollte die Kl�gerin schliesslich insgesamt tats�chlich mehr l�sen als ihr gem�ss Prosequierungsurteil samt Zins und Kosten zusteht, h�tte sie sich diese Anspr�che nicht aufgrund ihrer Stellung als Arrestgl�ubigerin, sondern als Ersteigerin der Forderung verschafft. Das Vorgehen der Kl�gerin verschlechtert die Stellung der Beklagten im Vergleich zur Konstellation, in welcher ein Dritter die Forderung erwirbt, nicht. Daher kann sich die Beklagte der Geltendmachung durch die Kl�gerin genau so wenig widersetzen, wie wenn die Forderung einem beliebigen Dritten zugeschlagen worden w�re. Von einem offensichtlichen Rechtsmissbrauch kann keine Rede sein. Da aus dem angefochtenen Entscheid keine weiteren Umst�nde hervorgehen, die ein anderes Ergebnis nahe legen und die Beklagte auch keine solchen anf�hrt, erweist sich die Einrede des Rechtsmissbrauchs als unbegr�ndet.
3.4.3 Die Frage, ob sich die Kl�gerin allenfalls missbr�uchlich verh�lt, wenn sie nach Eintreibung der Forderung aus ihrer Verlustscheinsforderung Anspr�che gegen�ber der Verk�uferin erhebt, betrifft nicht das Verh�ltnis der Kl�gerin zur Beklagten, sondern zur Verk�uferin. Sie hat auf die Zahlungspflicht der Beklagten keinen Einfluss und braucht daher vorliegend nicht entschieden zu werden.
Damit erweist sich die Berufung insgesamt als unbegr�ndet und ist abzuweisen. Dem Verfahrensausgang entsprechend wird die Beklagte kosten- und entsch�digungspflichtig.

References: Art. 85
 Art. 280
 Art. 275
 Art. 97
 Art. 97
 Art. 97
 Art. 280
 BGE 
 Art. 97
 Art. 280
 Art. 280
 Art. 280
 Art. 97
 Art. 280
 Art. 280
 BGE 
 BGE 
 Art. 280
 Art. 280
 Art. 280
 BGE 
 Art. 280
 BGE 
 Art. 280
 Art. 95
 BGE 
 Art. 280
 BGE 
 Art. 97
 BGE 
 Art. 280
 Art. 280
 Art. 2
 Art. 131
 Art. 125
 Art. 131
 Art. 131
 Art. 131
 Art. 131
 BGE 
 Art. 131
 Art. 131
 BGE 
 BGE 
 Art. 131
 BGE 
 Art. 131
 BGE 
 Art. 131
 Art. 131
 Art. 2
 Art. 2