Source: https://apab.gv.at/faqs
Timestamp: 2019-03-25 22:51:47+00:00

Document:
APAB : FAQs
Wählen Sie den gewünschten Themenbereich um die verfügbaren FAQs anzuzeigen.
Alle FAQs auf einen Klick anzeigen.
Wer hat seine kontinuierliche Fortbildung nachzuweisen?
Rechtsnormen: § 56 APAG, § 35 WTBG, Art. 13 RL 2006/43/EG
Stichworte: kontinuierliche Fortbildung, Personenkreis
In welchen Bereichen haben Abschlussprüfer und Mitarbeiter in leitender Funktion bei Abschlussprüfungen ihre kontinuierliche Fortbildung zu absolvieren?
§ 56 Abs. 2 APAG verweist hinsichtlich des Umfangs der kontinuierlichen Fortbildung auf § 35 Z 1, 2, 3, 5, 6 und 8 WTBG. Die kontinuierliche Fortbildung hat demnach die Fachgebiete Qualitätssicherung, Risikomanagement, Berufsrecht der Wirtschaftstreuhänder (Z 1), Abgabenrecht (Z 2), Rechnungslegung (Z 3), Rechtslehre (Z 5), Abschlussprüfung (Z 6) und Grundzüge des Bank-, Versicherungs-, Wertpapierrechts (einschließlich des Börserechts) und Devisenrechts (Z 8) zu umfassen. Nähere Informationen entnehmen Sie bitte der dazu ergangenen APAB- Fortbildungsrichtlinie (APAB-FRL).
Stichworte: kontinuierliche Fortbildung, einschlägige Fachgebiete
Wie wird der Umfang der zu absolvierenden kontinuierlichen Fortbildung bestimmt?
Gemäß § 56 Abs. 2 APAG hat das zeitliche Ausmaß der kontinuierlichen Fortbildung mindestens 120 Stunden innerhalb eines Durchrechnungszeitraumes von drei Jahren, jedoch zumindest 30 Stunden pro Kalenderjahr, zu betragen. Von den 120 im Durchrechnungszeitraum zu erbringenden Fortbildungsstunden sind mindestens 60 in den Bereichen Rechnungslegung und Abschlussprüfung nachzuweisen. Nähere Informationen entnehmen Sie bitte der dazu ergangenen APAB- Fortbildungsrichtlinie (APAB-FRL).
Stichworte: kontinuierliche Fortbildung, Fortbildungsstunden, Durchrechnungszeitraum
In welcher Form ist die erfolgte kontinuierliche Fortbildung an die APAB zu übermitteln?
Gemäß § 56 Abs. 4 ist die erfolgte kontinuierliche Fortbildung bis zum 31. März des Folgejahres mittels schriftlichem Nachweis an die APAB (behoerde@apab.gv.at.) zu übermitteln. Die Meldung kann auch mittels Abgabe einer Erlaubniserteilung zur Weiterleitung der Fortbildungsmeldung an die APAB im Online-Meldesystem im Mitgliederportal der Kammer der Wirtschaftstreuhänder, oder mittels des über die Internetseite der APAB zur Verfügung gestellten Formulars, erfolgen.
Stichwort: kontinuierliche Fortbildung, schriftlicher Nachweis, Übermittlung
Wie ist bei einer längeren Unterbrechung beispielsweise durch Krankheit oder Elternkarenz vorzugehen?
Im Falle einer längeren Unterbrechung der Berufstätigkeit eines gemäß § 56 APAG zur kontinuierlichen Fortbildung Verpflichteten durch beispielsweise Krankheit oder Elternkarenz, setzen Sie sich bitte mit der APAB in Verbindung.
Stichwort: kontinuierliche Fortbildung, Unterbrechung, Krankheit, Elternkarenz
Wie sieht ein ordnungsgemäßer Antrag auf Durchführung einer Qualitätssicherungsprüfung („Dreiervorschlag“) aus?
Die Abschlussprüferaufsichtsbehörde stellt zur Einbringung eines Antrags auf Durchführung einer Qualitätssicherungsprüfung ein Formular zum Download zur Verfügung. Aus einem ordnungsgemäßen Antrag muss/müssen der/die Antragsteller klar ersichtlich sein. Zudem sind die notwendigen Angaben zum Prüfungsbetrieb zu machen und die vollständigen, gleichwertigen Angebote der nominierten Qualitätssicherungsprüfer anzuschließen.
Rechtsnormen: § 24 APAG, § 26 APAG, § 29 APAG, Art. 29 RL 2006/43/EG
Stichwort: Antrag auf Durchführung einer Qualitätssicherungsprüfung, Qualitätssicherungsprüfer, Dreiervorschlag, Angaben zum Prüfungsbetrieb
Wann sind Angebote der Qualitätssicherungsprüfer als „gleichwertig“ zu betrachten?
Die Abschlussprüferaufsichtsbehörde hat die Angebote der nominierten Qualitätssicherungsprüfer unter Berücksichtigung der Angemessenheit des Honorars gem. § 31 Abs. 3 APAG zu prüfen. Die Honorierung hat sich demnach an den berufsüblichen Grundsätzen, der Größe des zu überprüfenden Prüfungsbetriebs und der dazu aufzuwendenden Zeit zu orientieren. In der Praxis hat sich folgende Vorgehensweise entwickelt: Die Angebote sind dann als „gleichwertig“ zu betrachten, wenn die höchste Anzahl der aufzuwendenden Prüfungsstunden das jeweils niedrigste Angebot um maximal 50% desselben übersteigt.
Rechtsnormen: § 29 APAG, § 31 APAG, Art. 13 RL 2006/43/EG
Stichwort: Antrag auf Durchführung einer Qualitätssicherungsprüfung, Qualitätssicherungsprüfer, Dreiervorschlag, Honorierung der Qualitätssicherungsprüfung, Gleichwertigkeit der Angebote
Wann sollte ein Antrag auf Durchführung einer Qualitätssicherungsprüfung spätestens gestellt werden?
Die Bescheinigung ist bis zu dem Zeitpunkt, zu dem die nächste Qualitätssicherungsprüfung durchzuführen ist, zu befristen (§ 35 Abs. 3 APAG). Eine erneute Qualitätssicherungsprüfung ist demnach spätestens bis zum Ablauf der Gültigkeit der aktuellen Bescheinigung abzuschließen. Sollte sich zwischen Ablauf der alten und Erteilung der neuen Bescheinigung eine Lücke ergeben, so dürfen in dieser Zeit weder Abschlussprüfungshandlungen gesetzt noch Abschlussprüfungsaufträge angenommen werden.
Um einen nahtlosen Übergang der Bescheinigung zu erreichen, sollte der Antrag spätestens vier Monate vor Ablauf der Gültigkeit der aktuellen Bescheinigung gestellt werden, da die APAB die Qualitätsprüfungskommission (QPK) vor der Bestellung des Qualitätssicherungsprüfers, der Erteilung oder Versagung einer Bescheinigung sowie vor der Anordnung allfälliger Maßnahmen anzuhören hat. Dabei ist zu beachten, dass die Sitzungen der QPK in der Regel monatlich abgehalten werden (Sitzungstermine) und für die Behandlung eines Prüfberichts durch die QPK auch eine angemessene Vorbereitungszeit für die Kommissionsmitglieder (Einlangen Prüfbericht min. 12 Tage vor der Sitzung) eingerechnet werden muss. Weiters kann es bei notwendigen Rückfragen an den Qualitätssicherungs- prüfer zu einer Verlängerung der Verfahrensdauer kommen.
Rechtsnormen: § 13 APAG, § 29 APAG, § 35 APAG
Stichwort: Antrag auf Durchführung einer Qualitätssicherungsprüfung, Qualitätssicherungsprüfer, Qualitätsprüfungskommission (QPK), Zeitpunkt der Antragstellung, Befristung der Bescheinigung, Dreiervorschlag
In welcher Form ist der Antrag auf Durchführung einer Qualitätssicherungsprüfung bei der APAB einzubringen?
Der Antrag auf Durchführung einer Qualitätssicherungsprüfung („Dreiervorschlag“) ist schriftlich in jeder technisch möglichen Form (Post, E-Mail, Fax) an die APAB zu übermitteln.
Rechtsnormen: § 29 APAG, § 31 APAG, § 35 APAG, Art. 13 RL 2006/43/EG
Stichwort: Antrag auf Durchführung einer Qualitätssicherungsprüfung, Qualitätssicherungsprüfer, Zeitpunkt der Antragstellung, Befristung der Bescheinigung, Dreiervorschlag
Wie können von der APAB anerkannte Qualitätssicherungsprüfer gefunden werden?
Die Abschlussprüferaufsichtsbehörde stellt eine Liste der anerkannten Qualitätssicherungsprüfer zur Verfügung. Alle gelisteten natürlichen und juristischen Personen können zur Durchführung von Qualitätssicherungsprüfungen nominiert werden.
Rechtsnormen: § 29 APAG, Art. 13 RL 2006/43/EG
Stichwort: Antrag auf Durchführung einer Qualitätssicherungsprüfung, Qualitätssicherungsprüfer, Dreiervorschlag
Was ist bei Überschreitung des ursprünglich vereinbarten Entgelts für die Qualitätssicherungsprüfung zu beachten und wie ist dabei vorzugehen?
Dieser Fall ist nicht im Gesetz geregelt, jedoch hat im Falle eines unvorhergesehenen Mehraufwands unverzüglich eine Anzeige an den zu Prüfenden und die APAB zu erfolgen. Dabei sind auch die Gründe für die Verursachung zu nennen. Auf ein Verschulden kommt es nicht an, da die APAB nicht als Schlichtungsstelle tätig wird. Sollte sich der/die Antragsteller/in bzw. zu Prüfende bereit erklären den übersteigenden Teil des im Dreiervorschlag nach § 29 APAG vereinbarten Entgelts zu bezahlen, dann erfolgt erneut eine Vorschreibung zur Zahlung dieses Betrages von Seiten der APAB. Auch in diesem Fall erfolgt die Zahlung erneut über das Verrechnungskonto der APAB.
Anerkennung als Qualitätssicherungsprüfer
Wie erfolgt eine Anerkennung eines Wirtschaftsprüfers als Qualitätssicherungsprüfer?
Wenn Sie sich von der APAB als Qualitätssicherungsprüfer anerkennen lassen möchten, so ist ein Antrag gemäß den Voraussetzungen des § 26 Abs. 2 APAG zu stellen. Dazu stellt Ihnen die APAB ein Formular zur Verfügung, welches hier abrufbar ist („Anerkennung Qualitätssicherungsprüfer_nat. Personen_[Versionsdatum]“). Bitte übermitteln Sie das vollständig ausgefüllte und unterfertigte Formular samt der geforderten Beilagen an behoerde@apab.gv.at. Sollten noch weitere Schritte zur Anerkennung nötig sein, werden wir uns vorab mit Ihnen in Verbindung setzen, ansonsten erfolgt eine bescheidmäßige Anerkennung als Qualitätssicherungsprüfer und Sie sind fortan berechtigt, Qualitätssicherungsprüfungen iSd. APAG durchzuführen.
Wie erfolgt eine Anerkennung einer Prüfungsgesellschaft als Qualitätssicherungsprüfer?
Die Voraussetzungen für die Anerkennung einer Prüfungsgesellschaft als Qualitätssicherungsprüfer regelt § 26 Abs. 3 APAG. Wichtig ist, dass die Prüfungsgesellschaften über eine Bescheinigung gemäß §§ 35 oder 36 APAG verfügt und zumindest ein vertretungsbefugten Organ oder ein angestellter Revisor als Qualitätssicherungsprüfer anerkannt sein muss. Für die Anerkennung stellt Ihnen die APAB ein Formular zur Verfügung, welches hier abrufbar ist („Anerkennung Qualitätssicherungsprüfer_Prüfungsgesellschaften_[Versionsdatum]“). Bitte übermitteln Sie das vollständig ausgefüllte und von einem selbständig vertretungsbefugten Organ unterfertigte Formular samt der geforderten Beilagen an behoerde@apab.gv.at. Sollten noch weitere Schritte zur Anerkennung nötig sein, werden wir uns vorab mit Ihnen in Verbindung setzen, ansonsten erfolgt eine bescheidmäßige Anerkennung der Prüfungsgesellschaft als Qualitätssicherungsprüfer und die Prüfungsgesellschaft ist fortan berechtigt, Qualitätssicherungsprüfungen iSd. APAG durchzuführen.
Welche Abschlussprüfungen fallen unter die für die Anerkennung nachzuweisende fünfjährige, mindestens fünf Abschlussprüfungen pro Jahr umfassende Praxis?
Für den Zeitraum vor dem 1. Oktober 2016 fallen darunter Abschlussprüfungen iSd. A-QSG, also sämtliche Pflichtprüfungen nach österreichischem Recht. Für den Zeitraum ab dem 1. Oktober 2016 fallen darunter Abschlussprüfungen iSd. APAG, also bundesgesetzlich vorgeschriebene Prüfungen des Jahresabschlusses oder des konsolidierten Abschlusses, mit Ausnahme von Vereinen gem. VerG und Stiftungen gem. PSG sowie des BStFG 2015, sofern diese nicht dem VAG 2016 unterliegen.
Wer darf Qualitätssicherungsprüfungen für als Qualitätssicherungsprüfer anerkannte Prüfungsgesellschaften durchführen?
Grundsätzlich ist jeder als natürliche Person anerkannte Qualitätssicherungsprüfer dazu berechtigt. Für eine Prüfungsgesellschaft ist es jedenfalls wesentlich, dass zu jedem Zeitpunkt zumindest ein Vorstandsmitglied, ein Geschäftsführer, ein Personengesellschafter oder ein angestellter Revisor persönlich als Qualitätssicherungsprüfer anerkannt ist, widrigenfalls die Anerkennung von der APAB zu widerrufen ist. Dieser muss aber nicht zwingend die Qualitätssicherungsprüfungen für die Prüfungsgesellschaft durchführen, sofern ein weiterer Qualitätssicherungsprüfer für die Prüfungsgesellschaft tätig ist.
Dürfen neben dem Qualitätssicherungsprüfer auch noch andere Personen an der Qualitätssicherungsprüfung mitwirken?
Qualitätssicherungsprüfer dürfen sich im Rahmen der Qualitätssicherungsprüfung sogenannter "qualifizierter Assistenten" bedienen. Darunter fallen Wirtschaftsprüfer und Steuerberater sowie Berufsanwärter, die mindestens über drei Jahre Berufserfahrung verfügen und davon mindestens zu 50% in der Abschlussprüfung tätig waren.
Legen Qualitätssicherungsprüfer ein Angebot zur Durchführung einer Qualitätssicherungsprüfung, so sind dabei die hinzugezogenen qualifizierten Assistenten samt Qualifikation zu benennen.
Ein bescheinigter Wirtschaftsprüfer gründet eine Prüfungsgesellschaft. Kann die aufrechte Bescheinigung der natürlichen Person auf die neugegründete Prüfungsgesellschaft übergehen?
§ 35 Abs. 5 APAG normiert, dass eine Bescheinigung nicht übertragen werden oder übergehen kann. Dies gilt selbst dann, wenn die neugegründete Prüfungsgesellschaft bloß bereits bescheinigte Wirtschaftsprüfer zur Durchführung von Abschlussprüfungen beschäftigt. In diesem Fall hat die neugegründete Prüfungsgesellschaft eine vorläufige Bescheinigung bei Neuaufnahme des Prüfungsbetriebes gem. § 36 APAG zu beantragen.
Rechtsnormen: § 35 Abs. 5 APAG, § 36 APAG
Stichworte: Übertragung der Bescheinigung, Übergang der Bescheinigung, vorläufige Bescheinigung
Eine Prüfungsgesellschaft ändert den Firmennamen. Welche Auswirkungen hat dies auf ihre aufrechte Bescheinigung?
Gem. § 35 Abs. 5 APAG ist eine Änderung der Firma gem. §§ 17 – 37 UGB der APAB unter Vorlage eines Firmenbuchauszugs anzuzeigen. Die APAB stellt in diesem Fall eine neue Bescheinigung aus.
Rechtsnormen: § 35 Abs. 5 APAG, §§ 17 – 37 UGB
Stichworte: Firmenänderung, Übertragung der Bescheinigung, Übergang der Bescheinigung
Können Abschlussprüfer bzw. Prüfungsgesellschaften auf eine aufrechte Bescheinigung verzichten?
Dies ist jederzeit per schriftlicher Meldung an die APAB möglich. Der Verzicht ist unwiderruflich, die erteilte Bescheinigung unverzüglich zurückzustellen und die Eintragung im öffentlichen Register von Amts wegen zu löschen. Wird frühestens nach Ablauf von 12 Monaten nach dem Verzicht die erneute Durchführung von Abschlussprüfungen iSd. APAG beabsichtigt, kann ein Antrag auf Erteilung einer Bescheinigung bei Wiederaufnahme des Prüfungsbetriebes gem. § 37 APAG gestellt werden. Dieser ist auf höchstens 18 Monate zu befristen.
Wird bis zum Fristablauf der erteilten Bescheinigung keine neuerliche Bescheinigung erlangt, ist die Eintragung im öffentlichen Register von Amts wegen zu löschen.
Rechtsnormen: § 35 Abs. 4 APAG, § 37 APAG
Stichworte: Verzicht auf die Bescheinigung, Befristung der Bescheinigung, Wiederaufnahme des Prüfungsbetriebes
Ein Wirtschaftsprüfer/eine Prüfungsgesellschaft beabsichtigt erstmals Abschlussprüfungen iSd. APAG durchzuführen. Wie ist vorzugehen?
Es ist ein Antrag auf vorläufige Bescheinigung bei Neuaufnahme eines Prüfungsbetriebes gem. § 36 APAG zu stellen. Dem Antrag anzuschließen ist der Nachweis über die aufrechte Berufsbefugnis bzw. Anerkennung als Prüfungsgesellschaft sowie über die getroffenen Qualitätssicherungsmaßnahmen gemäß § 23 Abs. 2 Z 1 APAG (idR. das aktuelle Handbuch zur Qualitätssicherung). Darüber hinaus ist das Bestehen einer aufrechten Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung nachzuweisen.
Die APAB erteilt eine auf 18 Monate befristete Bescheinigung, während dieser Zeit ist der/die AntragstellerIn zur Durchführung von Abschlussprüfungen befugt. Spätestens bis zum Ablauf der Befristung hat eine Qualitätssicherungsprüfung zu erfolgen, widrigenfalls die Eintragung im öffentlichen Register von Amts wegen zu löschen ist.
Rechtsnormen: § 36 APAG, § 23 Abs. 2 Z 1 APAG
Stichworte: Neuaufnahme eines Prüfungsbetriebes, Befristung der Bescheinigung
Wie können die im öffentlichen Register enthaltenen Informationen über Wirtschaftsprüfer bzw. Prüfungsgesellschaften aktualisiert werden?
Bis auf weiteres können Änderungen der im öffentlichen Register enthaltenen Informationen per e-mail an register@apab.gv.at gemeldet werden. Die Aktualisierung wird von der APAB durchgeführt.
Rechtsnormen: § 53 Abs. 4 APAG
Stichworte: öffentliches Register, Aktualisierung von Informationen, Kommunikation mit der Behörde
Wie oft hat die interne Nachschau stattzufinden?
Die interne Nachschau hat zumindest jährlich stattzufinden. Inhaltlich betrifft sie jährlich die Überprüfung des internen Qualitätssicherungssystems, wobei jeder verantwortliche Prüfer eines Prüfungsbetriebs innerhalb von drei Jahren zumindest mit einem Auftrag in die Nachschau einbezogen werden muss.
Hat im Jahr einer Qualitätssicherungsprüfung gem. APAG auch eine interne Nachschau stattzufinden?
Die Qualitätssicherungsprüfung gem. APAG ersetzt die interne Nachschau nicht. Das heißt, auch im Jahr der Durchführung der Qualitätssicherungsprüfung gem. APAG hat eine interne Nachschau im vorgeschriebenen Ausmaß stattzufinden.
Ausgeschlossenheit, Umsatzabhängigkeit
In welchem Fall ist von einer Ausgeschlossenheit des Abschlussprüfers wegen Umsatzabhängigkeit gem. § 271 Abs. 2 Z 7 auszugehen?
Gemäß § 271 Abs. 2 Z 7 UGB gilt ein Abschlussprüfer bzw. eine Prüfungsgesellschaft von der Prüfung einer Gesellschaft als ausgeschlossen, wenn in den letzten fünf Jahren jeweils mindestens 30% der Gesamteinnahmen des Abschlussprüfers aus beruflicher Tätigkeit von der zu prüfenden Gesellschaft oder mit dieser verbundenen Unternehmen oder Unternehmen, an denen die zu prüfende Gesellschaft zumindest mit 20% beteiligt ist, bezogen haben und dies auch im aktuell laufenden Geschäftsjahr zu erwarten ist.
Stichworte: Ausgeschlossenheit, Umsatzabhängigkeit, Wesentlichkeitsgrenze
Ab wann gilt man ausgeschlossen nach § 271 Abs. 2 Z 7 UGB?
Sobald die Schwelle von 30% während der gesamten letzten fünf Geschäftsjahre überschritten wird, tritt der Ausschlussgrund im sechsten Jahr nach Erreichen der Umsatzgrenze ein. Angemerkt sei, dass die Beurteilung hinsichtlich der Ausgeschlossenheit zum Zeitpunkt der Wahl des Prüfers vorzunehmen ist.
Stichworte: Umsatz, Abschlussprüfer
Welche Einnahmen werden zum Umsatz iSd § 271 Abs. 2 Z 7 UGB gerechnet?
Nicht alle beruflichen Einnahmen des Abschlussprüfers sind darunter zu subsumieren. In diesem Zusammenhang sind dem Wortlaut nach nur Gesamteinnahmen aus der Prüfung und Beratung erfasst.
Stichworte: Ausgeschlossenheit, Umsatzabhängigkeit, Wesentlichkeitsgrenze, Umsatzberechnung
In welchen Fällen sind die Umsätze aus Prüfung und Beratung zusammenzurechnen bzw. zu trennen?
Es kommt darauf an, welcher Gesellschafter bzw. Gesellschafterkreis hinter diesen Leistungen steckt. Mit anderen Worten, wenn ein Abschlussprüfer als Ein-Mann-Betrieb operiert, ist hinsichtlich der lukrierten Umsätze eine Zusammenrechnung vorzunehmen. Tritt ein Abschlussprüfer z.B. als Alleinunternehmer einer Wirtschaftsprüfungs- und einer Steuerberatungskanzlei auf, dann sind die Umsätze getrennt zu betrachten. In diesen Fällen kann eine Umschichtung der Umsätze von der Wirtschaftsprüfungs- in die Steuerberatungskanzlei vorgenommen werden, um den Ausschlussgrund des § 271 Abs. 2 Z 7 UGB. nicht schlagend werden zu lassen.
Wann ist der APAB die Annahme eines PIE-Prüfungsmandats anzuzeigen?
Wenn ein Abschlussprüfer bzw. eine Prüfungsgesellschaft bisher keine Unternehmen von öffentlichem Interesse geprüft hat, daher noch nicht auf der Liste der PIE-Prüfer der APAB steht und nun erstmalig einen solchen Auftrag annimmt, dann ist eine Meldung erforderlich. Eine Meldung ist auch dann notwendig, wenn ein bestehender Klient eines Abschlussprüfers bzw. einer Prüfungsgesellschaft, die bisher nur Non-PIEs geprüft hat, durch Erstnotiz von Aktien oder Anleihen in einem regulierten Markt in der EU oder in einem EWR-Vertragsstaat zu einem PIE wird. Die Meldung hat unverzüglich zu erfolgen. Unverzüglich bedeutet bei Neuannahme eines Klienten binnen zwei Wochen nach der Wahl des Abschlussprüfers durch die General- bzw. Hauptversammlung, bei bestehenden Klienten binnen zwei Wochen nach dem Tag der Erstnotiz des Wertpapiers. Keine Meldung ist notwendig, wenn der Abschlussprüfer bzw. die Prüfgesellschaft bereits als PIE-Prüfer bei der APAB erfasst ist und nur ein zusätzliches PIE-Mandat annimmt.
Rechtsnormen: § 45 APAG
Stichworte: Anzeigepflichten, Unternehmen von öffentlichem Interesse, Annahme von PIE-Prüfungsmandaten
Wann ist der APAB die Beendigung eines PIE-Prüfungsmandats anzuzeigen?
Die Beendigung sämtlicher Aufträge zur Durchführung einer Abschlussprüfung eines Unternehmens von öffentlichem Interesse ist der APAB unverzüglich anzuzeigen. Bei späterer, erneuter Annahme eines PIE-Prüfungsmandats gilt die Anzeigepflicht bei erstmaliger Annahme eines Auftrages zur Durchführung einer Abschlussprüfung eines Unternehmens von öffentlichem Interesse entsprechend.
Stichworte: Anzeigepflichten, Unternehmen von öffentlichem Interesse, Beendigung von PIE-Prüfungsmandaten

References: § 56
 § 35
 Art. 13

§ 56
 § 35
 § 56
 § 56
 § 56
 § 24
 § 26
 § 29
 Art. 29
 § 31
 § 29
 § 31
 Art. 13
 § 13
 § 29
 § 35
 § 29
 § 31
 § 35
 Art. 13
 § 29
 Art. 13
 § 29
 § 26
 § 26

§ 35
 § 36
 § 35
 § 36
 § 35
 § 35
 § 37
 § 35
 § 37
 § 36
 § 23
 § 36
 § 23
 § 53
 § 271
 § 271
 § 271
 § 271
 § 271
 § 45