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Timestamp: 2019-08-23 16:00:30+00:00

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951 Ausbildungs- und Prüfungsordnung für A-Kirchenmusiker - Kirchenrecht Online-Nachschlagewerk
951 Ausbildungs- und Prüfungsordnung für A-Kirchenmusiker
§ 2 Studium
§ 4 Leistungsnachweise, Gemeindegottesdienst und Gemeindesingen
§ 5 Zweck der Prüfung
§ 7 Form der Prüfung
§ 8 Teilprüfungen
§ 10 Kompositorische Hausarbeit
§ 14 Bewertung von Prüfungsleistungen, Leistungsnoten
für A-Kirchenmusiker der Evangelischen Kirche im Rheinland
geändert durch Ordnung vom 23. August 1996 (KABl. S. 232)
Leistungsnachweise, Gemeindegottesdienst und Gemeindesingen
Kompositorische Hausarbeit
Bewertung von Prüfungsleistungen, Leistungsnoten
Die Leitung der Evangelischen Kirche im Rheinland hat aufgrund von § 10 Abs. 1 des Kirchengesetzes der Evangelischen Kirche der Union über die Vorbildung und Anstellungsfähigkeit von Kirchenmusikern vom 11. November 19601# (KABl. 1963 S. 54) folgende Ordnung für die Ausbildung und Prüfung der A-Kirchenmusiker erlassen:
Ziel der Ausbildung ist die fachliche Befähigung, ein Amt in der Kirche hauptberuflich als A-Kirchenmusiker auszuüben.
( 1 ) Das Studium ist an staatlichen oder kirchlichen Musikhochschulen oder an einer vom Landeskirchenamt als gleichwertig anerkannten Einrichtung durchzuführen.
( 2 ) Das Studium soll den Studenten auf das Tätigkeitsfeld als A-Kirchenmusiker vorbereiten und ihm die dafür erforderlichen fachlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Methoden so vermitteln, dass er zu künstlerischer und pädagogischer Arbeit und zu verantwortlichem Handeln im Dienst der Kirche befähigt wird.
( 3 ) Die Studienzeit bis zum berufsqualifizierenden Abschluss (A-Prüfung) dauert im eigenständigen Studiengang in der Regel 10 bis 12 Semester und im Aufbaustudiengang 4 Semester.
( 1 ) Zum Studium können zugelassen werden:
Für den eigenständigen Studiengang Bewerber, die das Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife besitzen und ihre allgemein musikalische und instrumentale Vorbildung in einer Eignungs- oder Aufnahmeprüfung nachgewiesen haben.
Für den Aufbaustudiengang Bewerber, die das Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife besitzen und aufgrund der Ausbildungs- und Prüfungsordnung für B-Kirchenmusiker der Evangelischen Kirche im Rheinland vom 3. März 1988 bereits die B-Prüfung mit mindestens dem Gesamtergebnis „gut“ bestanden haben.
( 2 ) Für das Studium sind Grundkenntnisse in Latein erwünscht.
( 3 ) Bei überdurchschnittlicher musikalischer Begabung oder beim Vorliegen besonderer Umstände kann ausnahmsweise von der Voraussetzung der allgemeinen Hochschulreife abgesehen werden.
( 4 ) Die Ausbildungsinstitute entscheiden über die Zulassung zum Studium.
( 1 ) In folgenden Fächern müssen Leistungsnachweise durch die erfolgreiche Teilnahme an einer Übung oder an einem Seminar erworben werden:
Gemeindesingarbeit,
Methodik der Chorarbeit,
Grundlagen der Orchesterleitung,
Teilnahme am Institutschor,
Das Nähere regeln die Ausbildungsinstitute.
( 2 ) Der Kandidat hat einen Nachweis darüber zu erbringen, dass er in Anwesenheit eines Beauftragten des Prüfungsausschusses einen agendarischen Gottesdienst und ein Gemeindesingen musikalisch zufriedenstellend durchgeführt hat. Einzelheiten werden auf Antrag des Kandidaten vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses geregelt.
( 3 ) Die Nachweise sind im Zeugnis zu vermerken.
( 4 ) Die Nachweise entfallen für Bewerber des Aufbaustudienganges.
Die Prüfung schließt das Studium (Abschnitt 1 dieser Ordnung) für das Amt als A-Kirchenmusiker ab. Durch sie soll festgestellt werden, ob der Kandidat erfolgreich studiert hat und die künstlerischen, pädagogischen und wissenschaftlichen Voraussetzungen für den Erwerb der Großen Urkunde über die Anstellungsfähigkeit in der Landeskirche erfüllt.
Gottesdienstliches Orgelspiel,
Chorleitung, Kantaten- und Oratorienpraxis.
Gemeindesingarbeit.
Musiktheorie/Tonsatz,
Partitur- und Generalbassspiel.
Hymnologie I,
Hymnologie II und Gregorianik,
Musikgeschichte und Literaturkunde,
Theologie und Kirchenkunde.
Schriftliche wissenschaftliche Hausarbeit,
Schriftliche kompositorische Hausarbeit.
Drittes Instrument,
Cembalospiel,
Popularmusik,
Musikalische Medienkunde,
Instrumentenkunde und Akustik.
( 3 ) Für Absolventen des Aufbaustudienganges entfällt die Prüfung in den Fächern in Abs. 1 Nr. 2.1.1, 3.1, 3.2, 4.2, 5.1, 5.2.1, 5.4 und 5.5. Die Noten in diesen Fächern in dem Zeugnis der B-Kirchenmusikerprüfung werden in das A-Prüfungszeugnis übernommen.
( 1 ) Die Hausarbeiten und die Klausuren werden als Einzelarbeiten angefertigt.
( 1 ) Die Prüfung kann in drei Abschnitten (Teilprüfungen) abgelegt werden. Die erste Teilprüfung umfasst die wissenschaftlichen Fächer (§ 6 Abs. 1 Nr. 5). Die zweite Teilprüfung umfasst die pädagogischen und musiktheoretischen Fächer (§ 6 Abs. 1 Nr. 3 und 4). Die dritte Teilprüfung umfasst die Instrumentalfächer und die vokalen und dirigentischen Fächer (§ 6 Abs. 1 Nr. 1 und 2).
( 2 ) Die Fächer gemäß § 6 Abs. 2 können fakultativ in der zweiten oder dritten Teilprüfung abgelegt werden.
( 3 ) Die Hausarbeiten (§ 6 Abs. 1 Nr. 6) können im Rahmen der zweiten oder dritten Teilprüfung angefertigt werden.
( 1 ) Die wissenschaftliche Hausarbeit soll zeigen, dass der Kandidat in der Lage ist, innerhalb einer vorgegebenen Frist ein Problem selbständig nach wissenschaftlichen Methoden auszuarbeiten. Die Bearbeitungszeit für die wissenschaftliche Hausarbeit beträgt sechs Monate. Dem Kandidaten steht die Wahl des wissenschaftlichen Hochschullehrers zur Findung des Themas und zur Betreuung der wissenschaftlichen Hausarbeit im Rahmen der vom Prüfungsausschuss eingesetzten Prüfer frei. Das Thema kann nur einmal und nur innerhalb der ersten zwei Monate nach der Ausgabe zurückgegeben werden. Die Arbeit muss spätestens drei Monate vor den schriftlichen und mündlichen Prüfungen eingereicht sein. Wird die Arbeit nicht fristgemäß abgeliefert, gilt sie als mit „ungenügend“ bewertet.
( 2 ) Die wissenschaftliche Hausarbeit ist in Maschinenschrift und in doppelter Ausfertigung einzureichen. Der Kandidat muss bei der Abgabe versichern, dass er die Arbeit selbständig verfasst hat.
( 3 ) Über die Arbeit erstatten zwei vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses bestellte Mitglieder des Prüfungsausschusses unabhängig voneinander ein ausführliches Gutachten, das den Grad der selbständigen Leistung, den sachlichen Gehalt, den Aufbau und die Gedankenführung bewertet und Vorzüge und Mängel deutlich kennzeichnet. Das Gutachten wird mit einer Leistungsnote (§ 14) abgeschlossen. In Fällen, in denen die Leistungsnoten der beiden Gutachten voneinander abweichen, entscheidet ein drittes vom Vorsitzenden des Prüfungsausschusses benanntes Mitglied des Prüfungsausschusses im Rahmen der beiden vorgegebenen Beurteilungen endgültig über die Leistungsnote.
( 4 ) Eine mit „sehr gut“ oder „gut“ bewertete Arbeit kann im Einverständnis mit dem Kandidaten bei der Landeskirche archiviert werden.
( 5 ) Der Kandidat darf die Hausarbeit nicht zu anderen Zwecken verwenden, bevor sie beurteilt ist.
( 1 ) Der Kandidat hat eine Komposition anzufertigen. Die Aufgabenstellung geschieht in Absprache mit dem Fachdozenten.
( 2 ) § 9 Abs. 3 bis 5 gilt sinngemäß.
Vortrag von fünf vorbereiteten Werken aus verschiedenen Epochen, darunter müssen eine Trio-Sonate von J. S. Bach und ein größeres Werk von M. Reger und eine zeitgenössische Komposition enthalten sein. Dazu wird acht Wochen vor der Prüfung ein mittelschweres Stück von dem Fachlehrer benannt, das selbständig zu erarbeiten ist. Der Prüfungsausschuss wählt aus einer vorgelegten Liste von mindestens fünf anspruchsvollen Choralvorspielen zwei zum Vortrag aus.
Mit Vorbereitungszeit (2 Tage):
Verschiedenartige Choralbearbeitungen zu einem gegebenen c.f. (auch in Tenorlage). Improvisation eines c.f.-freien Orgelstückes. Spiel von Begleitsätzen zu zwei neuen Liedern eigener Wahl in eigenem Satz aus der geistlichen Popularmusik.
Begleitsätze zu Kirchenliedern mit c.f. im Sopran und Bass sowie Transpositionen, Improvisation von Vorspiel, Intonation und Orgelchoral zu gegebenem c.f. Transponieren eines leichten Choralvorspiels vom Blatt. Auswendigspielen von 12 Kirchenliedern (Stichproben aus einer vorzulegenden Liste).
Vortrag von drei anspruchsvollen Klavierwerken aus drei verschiedenen Stilepochen, einschließlich der Gegenwart. Darin muss eine große klassische Sonate oder eine romantische Sonate enthalten sein. Begleitung eines Kunstliedes.
Vortrag von zwei verschiedenartigen mittelschweren Stücken der Gesangsliteratur (Kunstlied oder geistliches Konzept). Unbegleitetes Singen von Kirchenliedern. Kenntnis der Stimmvorgänge in ihren physiologischen Funktionen, Vertrautheit mit Methoden der Stimmerziehung, der chorischen Stimmbildung, der Pflege der Kinderstimme. Vortrag eines Textes, Beherrschung der Sprechtechnik und der Ausspracheregeln.
Chorleitung, Kantaten- und Oratorienpraxis
Öffentliche Aufführung eines Chorwerkes mit Instrumenten.
Probenarbeit an einem vom Bewerber selbständig vorbereiteten schwierigen Chorwerk (Vorbereitungszeit 8 Wochen) unter Berücksichtigung von Chorerziehung und chorischer Stimmbildung.
Kolloquium über proben- und dirigiertechnische Fragen anhand vorgelegter Chorliteratur. Zur Oratorienpraxis: Fragen der Instrumentation und Besetzung, praktische Darstellung von Oratorienteilen, einschl. von Rezitativen.
Methodik. Musik der Bewegung. Grundlagen des instrumentalen Musizierens mit Kindern. Einführung in die Notenschrift. Literaturkenntnis.
Anlässe und Methodik. Ein- und mehrstimmiges Singen in verschiedenen Gemeindegruppen (mit oder ohne Instrumente). Gruppenimprovisation. Literaturkenntnis.
Musiktheorie/Tonsatz
Aussetzen eines schwierigen bezifferten Basses, Komposition eines Choralvorspieles oder einer Motette oder einer Fugenexposition in traditioneller Technik. Anfertigung eines kurzen Stückes in aktueller Technik. Instrumentierung eines vorgelegten Satzes für die kirchenmusikalische Praxis.
Zeit: 5 Stunden.
Analyse einer Vorlage. Praktische Beispiele alter und neuer Kompositionstechniken. Lösung gestellter Aufgaben am Klavier.
einstimmig mit intervallischen und rhythmischen Schwierigkeiten
zwei- bis dreistimmig polyphon
vierstimmig im Schwierigkeitsgrad eines anspruchsvollen Bachschen Kirchenliedsatzes.
Erfassen schwieriger musikalischer Strukturen, Vomblattsingen einer schwierigen Chorstimme.
Partitur- und Generalbassspiel
Mit Vorbereitungszeit (Die Aufgaben werden … Tage vorher bekanntgegeben.):
Spiel eines sinfonischen Satzes im Schwierigkeitsgrad einer späten Haydn-Sinfonie, Spiel einer schwierigen Chorpartitur, Spiel einer Generalbassarie von Bach.
Spiel einer Chor-Partitur in alten Schlüsseln,
Spiel einer Chor-Partitur in modernen Schlüsseln,
Spiel eines Generalbasses,
Vomblattspiel aus einem Klavierauszug.
Die Lehre vom Gottesdienst und ihre gegenwärtige Interpretation. Überblick über die Geschichte des Gottesdienstes. Kenntnis des Kirchenjahres (einschließlich der wichtigsten Perikopen und Hauptlieder), der verschiedene Gottesdienstformen mit ihren Gestaltungsprinzipien und -möglichkeiten, besonders in musikalischer Hinsicht. Kenntnis und praktische Beherrschung der liturgischen Weisen einiger Psalm- und Lektionstöne.
Eingehende Kenntnis der Geschichte des Kirchenliedes und des Gesangsbuches.
Typologie des Kirchenliedes (einschließlich Melodienkunde). Genaue Kenntnis des eingeführten Gesangbuches. Kriterien für die Liedauswahl. Vertrautsein mit neuem geistlichen Liedgut und Kriterien für seine Bewertung.
Theologische Grundlagen kirchenmusikalischer Ästhetik
Musikanschauung der Reformatoren,
Musikanschauung in der lutherischen Orthodoxie,
Musikanschauung in der Theologie der Aufklärung,
Musikanschauung in der Theologie der Romantik,
Musikanschauung in der theologischen Diskussion der Gegenwart.
Geschichte des gregorianischen Chorals, seine wichtigsten Gattungen. Choralnotation. Fragen der Übertragung ins Deutsche. Kenntnis der Psalm- und der wichtigsten Lektionstöne. Vortrag eines Psalms oder einer Lektion und einer Antiphon aus dem Graduale Triplex.
Für den Vortrag eines Psalms oder einer Lektion und einer Antiphon aus dem Graduale Triplex soll eine Vorbereitungszeit von einer Woche eingeräumt werden.
Musikgeschichte und Literaturkunde
Überblick über die allgemeine Musikgeschichte bis zur Gegenwart. In zwei selbstgewählten Spezialgebieten wird eine schwerpunktmäßige Beschäftigung erwartet.
Eingehende Kenntnis der Geschichte der Kirchenmusik. Prinzipien musikalischer Formbildung bis zur Gegenwart. Überblick über die Chor- und Orgelliteratur und Fragen der Aufführungspraxis.
Struktur der Orgel. Geschichte des Orgelbaues. Dispositions-, Register- und Stilkunde. Pflege der Orgel.
Kenntnis richtungsweisender Texte des Alten und Neuen Testaments (Abraham und die Verheißung Gottes, die Botschaft der Propheten. Theologie des Psalters, Leben und Lehre, Tod und Auferstehung Jesu Christi, Kerngedanken der Theologie des Paulus und Schwerpunkte seines Wirkens). Biblische Bezüge der Kirchenmusik. Verarbeitung biblischer Texte in der Kirchenmusik.
2. Leben und Lehre der Kirche
Wichtige Bekenntnisse der Kirche, besonders das Nicäno-Constantino-politanum und die Barmer Theologische Erklärung. Glaube und Handeln. Die Gestalt der Kirche in Geschichte und Gegenwart (Konfessionen – Ökumene). Die Funktion der Kirchenmusik im Gemeindeaufbau: zwischen Gottesdienst, Evangelisation, Gemeindekreis und Kirchenkonzert.
3. Die Ordnung der Kirche
Grundzüge der Kirchenordnung der Evangelischen Kirche im Rheinland und ihrer geschichtlichen Zusammenhänge, auch der Grundordnung der Evangelischen Kirche der Union und der Evangelischen Kirche in Deutschland. Kenntnis der die Kirchenmusik betreffenden Rechts- und Verwaltungsvorschriften.
Zusatzfächer (fakultativ)
Vortrag mehrerer begleiteter Stücke der Gesangsliteratur aus unterschiedlichen Epochen, einschließlich einer größeren Form.
Vortrag von zwei selbstgewählten Werken. Vomblattspiel. Bei Melodieinstrumenten (z. B. Blechblasinstrumente) auch unvorbereitetes Transponieren von Kirchenliedern.
Cembalospiel
Vortrag mehrerer Werke verschiedener Stile.
Praktische Prüfung in Anfängerschulung, Ensembleprobe und Vorspiel auf einem Instrument. Kenntnis der Literatur und Einsatzmöglichkeiten. Instrumentenkunde der im Posaunenchor gebräuchlichen Instrumente.
Anfertigung eines Arrangements (Hausarbeit)
Musikalische Medienkunde
Kenntnis der Funktionen und Einsatzmöglichkeiten elektronischer Medien.
Vorlage eigener Kompositionen verschiedener Besetzung und Aufgabenstellung.
Überblick über die physikalische, musikalische und physiologische Akustik. Kenntnis der heutigen und historischen Musikinstrumente akustischer, technischer und aufführungspraktischer Hinsicht.
( 1 ) Die Prüfung für A-Kirchenmusiker wird vor dem „Prüfungsausschuss für Kirchenmusiker der Evangelischen Kirche im Rheinland“ abgelegt.
( 2 ) Das Landeskirchenamt beruft die Mitglieder, den Vorsitzenden und seine Stellvertreter. Als Mitglieder werden Lehrende der Ausbildungseinrichtungen, in der beruflichen Praxis besonders erfahrene Musiker und Pfarrer sowie die im Landeskirchenamt zuständigen Dezernenten für Kirchenmusik berufen.
( 4 ) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses müssen der evangelischen Kirche angehören und die Wählbarkeit zum Presbyteramt besitzen oder ordinierte Amtsträger sein. Für die nichtwissenschaftlichen Fächer können ausnahmsweise Mitglieder berufen werden, die die Voraussetzungen des Satzes 1 nicht erfüllen; sie müssen einer Kirche angehören, die Mitglied der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Bundesrepublik Deutschland und Berlin (West) ist.
( 2 ) Bei der Prüfung in den einzelnen Prüfungsfächern müssen mindestens zwei, in den in § 6 Abs. 1 Nr. 1 und 2 genannten Prüfungsfächern mindestens drei Mitglieder der Prüfungskommission mitwirken. Sie bilden eine Prüfungsgruppe. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses kann jedes Mitglied der Prüfungskommission zum Vorsitzenden der Prüfungsgruppe bestellen.
( 3 ) Prüfungsleistungen dürfen nur von Personen bewertet werden, die selbst mindestens die durch die Prüfung festzustellende oder eine gleichwertige Qualifikation in dem jeweiligen Prüfungsfach besitzen.
( 1 ) Die einzelnen Prüfungsleistungen und das Gesamtergebnis sind mit folgenden Punkten und Noten zu bewerten:
15 bis 14 Punkt
eine Leistung, die den Anforderungen nicht entspricht, die jedoch erkennen lässt, dass die notwendigen Grundkenntnisse vorhanden sind und die Mängel in absehbarer Zeit behoben werden können;
( 2 ) Durchschnittspunktzahlen werden ohne Berücksichtigung von Dezimalstellen aus den Punkten errechnet.
( 1 ) Die Zulassung zur ersten Teilprüfung kann frühestens nach dem vierten Semester beantragt werden. Sie setzt den Nachweis eines ordnungsgemäßen Studiums der Fächer gemäß § 6 Abs. 1 Nr. 5 voraus.
( 2 ) Die Zulassung zur zweiten Teilprüfung kann frühestens nach dem sechsten Semester beantragt werden. Sie setzt den Nachweis eines ordnungsgemäßen Studiums der Fächer gemäß § 6 Abs. 1 Nr. 3 und 4 und ggf. § 6 Abs. 2, die Leistungsnachweise (§ 4 Abs. 1) und ggf. die Vorlage der wissenschaftlichen und/oder der kompositorischen Hausarbeit (§ 6 Abs. 1 Nr. 6) voraus.
( 3 ) Die Zulassung zur dritten Teilprüfung kann frühestens nach dem neunten Semester beantragt werden. Sie setzt den Nachweis eines ordnungsgemäßen Studiums der Fächer (§ 6 Abs. 1 Nr. 3 und ggf. § 6 Abs. 2), die Vorlage der Nachweise über den Gemeindegottesdienst und das Gemeindesingen (§ 4 Abs. 2) und ggf. die Vorlage der wissenschaftlichen und/oder der kompositorischen Hausarbeit (§ 6 Abs. 1 Nr. 6) voraus.
( 1 ) Das Landeskirchenamt kann einem Kandidaten, der eine gleichwertige musikalische Prüfung oder Teilprüfung (auch Prüfungen in einem Fach) abgelegt hat, die Prüfung in solchen Fächern erlassen, die mit mindestens „befriedigend“ oder einer vergleichbaren Punktzahl bewertet wurden. Ausgenommen sind die Fächer Orgelliteraturspiel, Gottesdienstliches Orgelspiel sowie Chorleitung, Kantaten- und Oratorienpraxis.
( 2 ) Dem ersten Antrag sind folgende Unterlagen beizufügen:
ggf. beglaubigte Abschrift des B-Prüfungszeugnisses,
Nachweise gem. § 15 Abs. 1,
Votum der Ausbildungseinrichtung.
( 3 ) Jedem weiteren Antrag auf Zulassung sind folgende Unterlagen beizufügen:
Ergänzung des Lebenslaufes,
Nachweise und Hausarbeiten gem. § 15 Abs. 2 und 3,
Dem Antrag auf Zulassung zur dritten Teilprüfung sind außerdem folgende Unterlagen beizufügen:
Repertoireliste der einstudierten freien und choralgebundenen Orgelwerke,
Nachweis einer öffentlichen Aufführung eines Chorwerkes mit Instrumenten in Anwesenheit von drei Fachprüfern.
( 2 ) Die Zulassung muss versagt werden, wenn das Studium nicht ordnungsgemäß durchgeführt wurde; die Zulassung soll versagt werden, wenn die geforderten Unterlagen nicht oder unvollständig vorgelegt werden.
( 3 ) Die Zulassung kann zurückgenommen werden, wenn einer der in Abs. 2 genannten Versagungsgründe zum Zeitpunkt der Zulassung nicht bekannt war.
( 4 ) Die Mitglieder der Prüfungsgruppe beschließen das Ergebnis des jeweiligen Prüfungsfaches. Die Prüfungskommission fasst die Einzelergebnisse eines Faches zu einer Leistungsnote (§ 14) zusammen.
( 4 ) Versäumt der Kandidat einen Teil der Prüfung ohne ausreichende Entschuldigung oder tritt er ohne Genehmigung des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses von der Prüfung oder einem Teil der Prüfung zurück, so gilt die Prüfung (Teilprüfung) als nicht bestanden.
( 1 ) Über die Folgen eines Täuschungsversuches entscheidet der Vorsitzende des Prüfungsausschusses nach Anhören des Kandidaten. Er kann je nach Ausmaß und Gewicht des Täuschungsversuches die Wiederholung des betreffenden Teiles der Prüfung anordnen oder die gesamte Prüfung (Teilprüfung) für nicht bestanden erklären.
( 3 ) Gegen die Entscheidung des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses kann der Kandidat innerhalb einer Frist von einem Monat Widerspruch beim Landeskirchenamt einlegen. Dieses entscheidet dann endgültig.
( 1 ) Die Prüfungskommission setzt aus den Leistungsnoten für die einzelnen Prüfungsfächer das Gesamtergebnis fest und fasst es in einer Leistungsnote (§ 14) zusammen. Die Prüfung ist bestanden, wenn das Gesamtergebnis mindestens „ausreichend“ (5 oder mehr Punkte) lautet und die Fächer Orgelliteraturspiel, Gottesdienstliches Orgelspiel sowie Chorleitung, Kantaten- und Oratorienpraxis mit mindestens „ausreichend“ (5 oder mehr Punkte) bewertet worden sind.
( 5 ) Bei der Ermittlung des Gesamtergebnisses werden die in Absatz 1 genannten Fächer dreifach und die Fächer Klavierspiel, Singen und Sprechen, Musiktheorie/Tonsatz, Gehörbildung und Liturgik doppelt bewertet.
( 6 ) Nach Feststellung des Gesamtergebnisses gibt der Vorsitzende des Prüfungsausschusses dem Kandidaten das Ergebnis der Prüfung mündlich bekannt.
( 1 ) Über das Ergebnis der ersten und der zweiten Teilprüfung wird eine Bescheinigung nach dem Muster der Anlage 1 und 2 ausgestellt.
( 2 ) Über die bestandene Prüfung für A-Kirchenmusiker wird ein Zeugnis nach dem Muster der Anlage 3 ausgestellt.
( 1 ) Diese Ordnung tritt am 1. Oktober 1991 in Kraft.
( 2 ) Gleichzeitig treten entgegenstehende Bestimmungen, insbesondere die Kirchliche Ausbildungs- und Prüfungsordnung für A-Kirchenmusiker vom 13. März 1968 (KABl. S. 81) außer Kraft.
( 3 ) Auf Kandidaten, die vor Inkrafttreten dieser Ordnung zur Prüfung zugelassen sind bzw. sie begonnen und noch nicht beendet haben, ist die in Absatz 2 genannte Ordnung mit Ausnahme des § 8 weiterhin anzuwenden. Dasselbe gilt auf Antrag für Kandidaten, die sich vor dem Inkrafttreten in einem Studium mit dem Ziel der A-Prüfung befanden.
über die Prüfung für A-Kirchenmusiker
wohnhaft in ____________________
hat am ____________________ in ____________________
aufgrund der Ausbildungs- und Prüfungsordnung für A-Kirchenmusiker in der Evangelischen Kirche im Rheinland vom 21. März 1991 (KABl. S. 78) die erste Teilprüfung mit folgendem Ergebnis abgelegt:
Liturgik ____________________
Hmynologie ____________________
Musikgeschichte und Literaturkunde ____________________
Literaturkunde ____________________
Orgelkunde ____________________
Theologie und Kirchenkunde ____________________
(Zweite Teilprüfung)
geboren am ____________________ in____________________
aufgrund der Ausbildungs- und Prüfungsordnung für A-Kirchenmusiker in der Evangelischen Kirche im Rheinland vom 21. März 1991 (KABl. S. 78) die zweite Teilprüfung mit folgendem Ergebnis abgelegt:
Musikalische Arbeit mit Kindern____________________
Gemeindesingarbeit____________________
Musiktheorie/Tonsatz____________________
Gehörbildung____________________
Partitur- und Generalbassspiel____________________
Schriftliche wissenschaftliche Hausarbeit____________________
Schriftliche kompositorische Hausarbeit____________________
Drittes Instrument____________________
Cembalospiel____________________
Bläserchorleitung____________________
Popularmusik____________________
Musikalische Medienkunde____________________
Komposition____________________
Instrumentenkunde und Akustik____________________
(A-Prüfung)
am ____________________ in ____________________
aufgrund der Ausbildungs- und Prüfungsordnung für A-Kirchenmusiker in der Evangelischen Kirche im Rheinland vom 21. März 1991 (KABl. S. 78) die Prüfung für A‍-‍Kirchenmusiker abgelegt und mit dem
Gesamtergebnis ____________________ ( Punkte)
Orgelliteraturspiel____________________
Gottesdienstliches Orgelspiel____________________
Klavierspiel____________________
Singen und Sprechen____________________
Chorleitung____________________
Liturgik____________________
Hymnologie____________________
Musikgeschichte und Literaturkunde____________________
Orgelkunde____________________
Theologie und Kirchenkunde____________________
1 ↑ Nr. 950.
2 ↑ § 16 Abs. 1 neu gefasst durch Ordnung vom 23. August 1996 (KABl. S. 232) mit Wirkung ab 1. Oktober 1996.

References: § 2

§ 4

§ 5

§ 7

§ 8

§ 10

§ 14
 § 10
 § 6
 § 9
 § 6
 § 6
 § 6
 § 6
 § 6
 § 15
 § 15
 § 8
 § 16