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Timestamp: 2016-10-21 13:05:55+00:00

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6B_463/2012 (06.05.2013)
beide vertreten durch Rechtsanwalt Marco Untern�hrer,
Vors�tzliche T�tung, vors�tzliche schwere K�rperverletzung etc.; Willk�r,
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Solothurn, Strafkammer, vom 22. M�rz 2012.
Am 8. November 2008, um 01.40 Uhr, ereignete sich auf der Aarauerstrasse in Sch�nenwerd ein Verkehrsunfall. Das von X.________ mit stark �bersetzter Geschwindigkeit gelenkte Fahrzeug prallte in das aus der Gegenrichtung kommende, nach links abbiegende Automobil von F.D.________. Dieser wurde leicht, seine Beifahrerin schwer verletzt, w�hrend die auf dem R�cksitz mitfahrende C.A.________ t�dliche Verletzungen erlitt. Beim Aufprall wies das Fahrzeug von X.________ eine Geschwindigkeit von 101-116 km/h auf.
X.________, Y.________ und Z.________ wird vorgeworfen, am 8. November 2008 durch konkludentes Handeln - schnelles Hintereinanderfahren mit ungen�genden Abst�nden, gegenseitiges �berholen und �berholen von unbeteiligten Fahrzeugen - gemeinsam den Entschluss gef�llt zu haben, mit ihren Fahrzeugen so schnell wie m�glich von Aarau nach Sch�nenwerd zu fahren. Auf dieser Strecke sollen sie mehrfach die allgemeine H�chstgeschwindigkeit missachtet haben (im Bereich Schachen in Aarau 100-120 km/h statt der erlaubten 50 km/h, auf der Haupt- bzw. Aarauerstrasse zwischen W�schnau und Sch�nenwerd mindestens 117-135 km/h statt der erlaubten 80 km/h sowie bei der Ortseinfahrt Sch�nenwerd mindestens 116-129 km/h statt der erlaubten 50 km/h). Sie h�tten auch die aufgrund der Geschwindigkeit, der Strassen- sowie der Sicht- und Witterungsverh�ltnisse erforderlichen Abst�nde nicht eingehalten.
B.a Das Amtsgericht Olten-G�sgen sprach X.________ am 26. Oktober 2010 der vors�tzlichen T�tung, der vors�tzlichen schweren und einfachen K�rperverletzung sowie der mehrfachen groben Verletzung der Verkehrsregeln (�berholen der Fahrzeuge von G.________ und H.________) schuldig. Vom Vorwurf der groben Verletzung der Verkehrsregeln sprach es ihn frei (Missachtung der zul�ssigen H�chstgeschwindigkeit ausserorts auf dem Allmendweg in Aarau). Es bestrafte ihn mit einer Freiheitsstrafe von f�nf Jahren und acht Monaten. Im gleichen Entscheid sprach das Amtsgericht die Verurteilungen von Y.________ und Z.________ aus. Sodann befand es �ber die Zivilforderungen und die �brigen Nebenpunkte.
B.b Das Obergericht des Kantons Solothurn verurteilte X.________ am 22. M�rz 2012 wegen vors�tzlicher T�tung, vors�tzlicher schwerer und einfacher K�rperverletzung sowie mehrfacher grober Verletzung der Verkehrsregeln (mehrfaches Missachten der allgemeinen H�chstgeschwindigkeit innerorts in Aarau und Sch�nenwerd sowie ausserorts zwischen W�schnau und Sch�nenwerd; �berholen vor Kuppen und Kurven sowie auf teilweise un�bersichtlicher Strecke zwischen W�schnau und Sch�nenwerd) zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren. Zugleich sprach das Obergericht die Verurteilungen von Y.________ und Z.________ aus. Sodann befand es �ber die Zivilforderungen und die �brigen Nebenpunkte.
X.________ erhebt Beschwerde in Strafsachen. Er stellt die Hauptantr�ge, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben. Er sei freizusprechen von den Vorw�rfen der vors�tzlichen T�tung, der vors�tzlichen schweren und einfachen K�rperverletzung sowie der groben Verkehrsregelverletzung innerorts in Aarau. Er sei wegen fahrl�ssiger T�tung, fahrl�ssiger schwerer und einfacher K�rperverletzung sowie mehrfacher grober Verletzung der Verkehrsregeln zu einer Freiheitsstrafe von mindestens zw�lf aber maximal 28 Monaten, unter Gew�hrung des bedingten, eventualiter des teilbedingten Vollzugs, zu verurteilen. Eventuell sei die Sache zur Ausf�llung einer schuldangemessenen Strafe an das Obergericht zur�ckzuweisen. F�r die Zivilforderungen sei er dem Grundsatz nach in einem Umfang von weniger als 100 % haftbar zu erkl�ren. X.________ stellt den Eventualantrag, Dispositiv-Ziff. I. 2 (Strafpunkt) des angefochtenen Entscheids aufzuheben und ihn zu einer Freiheitsstrafe von f�nf Jahren zu verurteilen. Ferner ersucht er um Gew�hrung der aufschiebenden Wirkung f�r seine Beschwerde und der unentgeltlichen Rechtspflege sowie Verbeist�ndung.
Die Beschuldigten erheben in getrennten Eingaben teils unterschiedliche, teils dieselben R�gen, mit teilweise abweichender Begr�ndung. Es rechtfertigt sich daher nicht, die drei Verfahren zu vereinigen.
2.1 Der Beschwerdef�hrer wirft der Vorinstanz eine willk�rliche Sachverhaltsfeststellung und Beweisw�rdigung vor und macht die Verletzung des Grundsatzes "in dubio pro reo", der Begr�ndungspflicht sowie des Anspruchs auf rechtliches Geh�r geltend (Beschwerde S. 7-25).
2.2 Die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung kann nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG; vgl. Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG). Offensichtlich unrichtig ist sie, wenn sie willk�rlich ist (BGE 136 II 304 E. 2.4 S. 314 mit Hinweis). Dem vom Beschwerdef�hrer angerufenen Grundsatz "in dubio pro reo" kommt in seiner Funktion als Beweisw�rdigungsregel im Verfahren vor dem Bundesgericht keine �ber das Willk�rverbot von Art. 9 BV hinausgehende Bedeutung zu (BGE 127 I 38 E. 2a; 124 IV 86 E. 2a; je mit Hinweisen). Die Beweisw�rdigung ist willk�rlich, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist oder mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht. Dass eine andere L�sung oder W�rdigung ebenso vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen w�re, gen�gt f�r die Annahme von Willk�r nicht (BGE 138 I 49 E. 7.1; 134 I 140 E. 5.4; je mit Hinweisen). Willk�rlich ist eine Tatsachenfeststellung, wenn der Richter den Sinn und die Tragweite eines Beweismittels offensichtlich verkennt, wenn er ein solches ohne ernsthafte Gr�nde ausser Acht l�sst, obwohl es erheblich ist, und schliesslich, wenn er aus getroffenen Beweiserhebungen unhaltbare Schl�sse zieht (BGE 129 I 8 E. 2.1).
Die R�ge der Willk�r muss pr�zise vorgebracht und begr�ndet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG). In der Beschwerde muss im Einzelnen dargelegt werden, inwiefern der angefochtene Entscheid an einem qualifizierten und offensichtlichen Mangel leidet. Auf eine rein appellatorische Kritik am angefochtenen Urteil tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 137 IV 1 E. 4.2.3 S. 5; 136 II 489 E. 2.8; je mit Hinweisen).
2.3 Die Vorinstanz h�lt fest, die Beschuldigten h�tten zumindest konkludent die �bereinkunft getroffen, am Abend vom 8. November 2008 sehr schnell von Aarau nach Sch�nenwerd zu fahren. Dies ergebe sich aus folgenden nachgewiesenen Umst�nden: (a) Es habe zu ihren Gewohnheiten geh�rt, sich mit ihren Fahrzeugen zu treffen und von einem Treffpunkt zum anderen - oft auch mit �bersetzter Geschwindigkeit - zu fahren. (b) Ihre Fahrweise vor dem Verkehrsunfall sei extrem gewesen. Sie seien viel zu schnell und mit ungen�gendem Abstand hintereinander gefahren. Sie h�tten sich einmal gegenseitig �berholt und h�tten kurz vor der Unfallstelle gemeinsam, mit massiver Geschwindigkeits�berschreitung, bei un�bersichtlichem Strassenverlauf zwei Fahrzeuge in einem Zug �berholt. (c) Dass 400 Meter vor der Kollisionsstelle, mithin nur noch rund 270 Meter vor dem Innerortsbereich, ein �berholman�ver gestartet worden sei, das alle drei durchgezogen h�tten, zeige, dass die Mitbeschuldigten erst im allerletzten Moment abgebremst h�tten. Sie seien kurz vor dem Zusammenprall mit rund 120 km/h unterwegs gewesen. Daraus gehe mit aller Deutlichkeit hervor, in welch zeitlicher und �rtlicher N�he zur Kollision die gemeinsame Raserfahrt stattgefunden habe. Die Lenker der Fahrzeuge, die kurz vor der Dorfeinfahrt �berholt worden seien, h�tten die Fahrt als Rennen wahrgenommen. Die �bereinkunft, in knappem Abstand mit sehr hoher Geschwindigkeit zum n�chsten Treffpunkt zu fahren, um zu demonstrieren, wie schnell das eigene Fahrzeug sei und wie gut die Fahrk�nste seien, habe - insbesondere bei 18- bis 19-j�hrigen M�nnern (wie den Beschuldigten) mit einer Schw�che f�r schnelle Automobile - eine ausserordentlich stimulierende Wirkung. Der Beschwerdef�hrer habe nur solange davonziehen k�nnen, wie das Fahrzeug von Z.________ dazwischen gewesen sei. Nach W�schnau habe der Personenwagen von Y.________ richtiggehend am Heck des vorausfahrenden Beschwerdef�hrers "geklebt". Es sei regelrecht um ein Kr�ftemessen gegangen (Urteil S. 28 und S. 75 f. E. 3).
2.4 Der Beschwerdef�hrer beanstandet die vorinstanzliche Feststellung, das von ihm gelenkte Fahrzeug sei fast gleich leistungsf�hig wie dasjenige von Y.________ (Beschwerde S. 8-10 Ziff. 9.a).
[gelber] Fiat Punto GT (1.4 Turbo, 130 PS): Fahrer Y.________, im Besitz des F�hrerausweises seit 24. Juli 2008, I.________ vorne rechts und J.________ hinten rechts,
[schwarzer] Audi A4 (ABT Tuning, 204 PS): Der Beschwerdef�hrer am Steuer, im Besitz des F�hrerausweises seit 7. Mai 2008 und K.________ als Beifahrer,
[schwarzer] VW Golf (mind. 90 max. 112 PS): Z.________ am Steuer, im Besitz des F�hrerausweises seit 25. September 2008, L.________ als Beifahrer, M.________ hinten rechts und N.________ hinten links.
Der Audi A4 sei zwar das leistungsst�rkste Fahrzeug. Der Fiat Punto sei bez�glich des Leistungsgewichts (kg pro PS) aber durchaus mit dem Audi vergleichbar. Laut Gutachten sei das Leergewicht beim Audi 1'650 kg, w�hrend es beim Fiat Punto 1'075 kg betrage. Beim Audi entfielen auf 1 PS somit 8.08 kg, beim Fiat seien es 8.26 kg. Unter Ber�cksichtigung des Leistungsgewichts seien diese Personenwagen daher fast gleich leistungsf�hig (Urteil S. 24 f.).
2.4.2 Die R�gen des Beschwerdef�hrers gehen an der Sache vorbei, soweit es sich dabei nicht bloss um appellatorische Kritik handelt. Ihm ist zwar beizupflichten, dass die Vorinstanz die technischen Angaben des Fahrzeugs von Y.________ im angefochtenen Entscheid nicht mit einer Aktenstelle belegt. Die Vorinstanz hat diese indessen wohl der sich in den Akten befindlichen Kopie des Fahrzeugausweises entnommen. Daraus geht hervor, dass das Leergewicht des Fiat Puntos GT 1'075 kg und dessen Leistung 96 kW (= 130,52 PS) betragen (kantonale Akten act. 385). Der Schlussfolgerung der Vorinstanz, die beiden Fahrzeuge seien etwa gleich leistungsf�hig, liegt ein Vergleich der Leistungsgewichte (dem Masse-Leistungs-Verh�ltnis) zu Grunde, womit die Vorinstanz nicht auf untaugliche Kennzahlen abstellt. Namentlich ist es nicht willk�rlich, dass sie ihre Berechnungen nicht mit den konkreten Betriebs-, sondern den Leergewichten der Fahrzeuge vornimmt. Im Weiteren ist nicht zu beanstanden, dass sie der Beschleunigungsf�higkeit der Fahrzeuge in diesem Zusammenhang keine Beachtung schenkt. Diese stellt lediglich ein weiteres und nicht das massgebliche Kriterium zur Bewertung eines Kraftfahrzeugs dar.
2.5 Der Beschwerdef�hrer wendet ein, die Feststellung der Vorinstanz, es habe zu den Gewohnheiten der Beschuldigten geh�rt, sich mit den Fahrzeugen zu treffen und von einem Treffpunkt zum anderen - oft auch mit �bersetzter Geschwindigkeit - zu fahren, sei willk�rlich (Beschwerde S. 11 f. Ziff. 9.b).
Die R�ge ist unbegr�ndet, soweit darauf eingetreten werden kann. Die Vorinstanz erachtet es als erstellt, dass die Beschuldigten zu einer Gruppe geh�rten, die sich regelm�ssig und an verschiedenen Orten mit ihren Fahrzeugen traf (Urteil S. 28). Sie weist darauf hin, sowohl der Beschwerdef�hrer als auch I.________ h�tten die schnelle Fahrweise best�tigt. Ausserdem l�sst sich den zusammengefassten Aussagen im angefochtenen Entscheid m�helos entnehmen, dass sich die Vorinstanz auf die Angaben des Zeugen O.________ bezieht (Urteil S. 24-28). Insofern verf�llt sie nicht in Willk�r. Die Vorbringen des Beschwerdef�hrers zu den Aussagen von O.________ bzw. zu den weiteren Zeugen ersch�pfen sich in appellatorischer Kritik am angefochtenen Entscheid.
2.6 Der Beschwerdef�hrer er�rtert, inwiefern die Zeugen P.________ und Q.________ unglaubw�rdig bzw. deren Aussagen nicht glaubhaft seien. Er macht geltend, die Geschwindigkeits�berschreitung von �ber 25 km/h beim Striteng�ssli in Aarau sei somit nicht nachgewiesen, weshalb er freizusprechen sei. Ebenso nicht erstellt sei, dass er und die Mitbeschuldigten zwischen Aarau und W�schnau durch eine rasante, unangebrachte Fahrweise aufgefallen seien (Beschwerde S. 12-15 Ziff. 9.c, S. 15 f. Ziff. 9.d und S. 31 Ziff. 12). Allerdings stellt der Beschwerdef�hrer der vorinstanzlichen Beweisw�rdigung lediglich eine andere m�gliche Sicht der Dinge gegen�ber. Das reicht nicht, um Willk�r darzutun. Auf die Erw�gungen im angefochtenen Entscheid kann verwiesen werden (Urteil S. 29-34 E. 4, S. 35 f. E. 6b und S. 41-42 E. 6k f.).
2.7.1 Die Vorinstanz h�lt fest, die Beschuldigten h�tten hintereinanderfahrend mit mindestens 120 km/h und mit einem Abstand von je maximal drei Wagenl�ngen das Automobil von G.________ �berholt. Dieses Man�ver habe ca. 740 Meter vor dem Unfallort begonnen (Urteil S. 37 E. 6b und S. 42 E. 6l; nachfolgend: erstes �berholen). Dies beanstandet der Beschwerdef�hrer nicht. Indes erachtet er die vorinstanzliche Feststellung, er habe ca. 400 Meter vor dem Kollisionsort begonnen, das Fahrzeug von H.________ zu �berholen (nachfolgend: zweites �berholen), als willk�rlich. Die Vorinstanz st�tze sich auf die Aussage des �berholten, das Man�ver habe beim Beginn der L�rmschutzwand gestartet. H.________s Angaben seien aber unzutreffend und widerspr�chlich. Die Vorinstanz gelange aufgrund falscher Berechnungen zu unrichtigen Feststellungen (Beschwerde S. 17-19 Ziff. 9.e).
2.7.2 Die R�gen sind unbegr�ndet. Die Vorinstanz erw�gt, ausgehend von den Distanzangaben der Insassen des Fahrzeugs von G.________ zum vorausfahrenden Personenwagen von H.________ (100-200 Meter) sei die Annahme der ersten Instanz, das zweite �berholen habe 600 Meter vor dem Kollisionspunkt begonnen, ausgeschlossen. Als der Beschwerdef�hrer beim Punkt 740 m mit dem ersten �berholen begonnen habe, h�tte das Fahrzeug H.________ mindestens beim Punkt 640 m (Annahme: Abstand 100 Meter) sein m�ssen. Bis der Beschwerdef�hrer zum zweiten Personenwagen gelangt sei, h�tte dieses mehr als die verbleibenden 40 Meter zur�ckgelegt. Diese Diskrepanzen erg�ben sich auch aus der Fotodokumentation des Augenscheins. Es sei daher von der Aussage von H.________ auszugehen, das zweite �berholen habe beim Beginn der L�rmschutzwand (400 Meter vor dem Kollisionspunkt) angefangen. Die Vorinstanz qualifiziert diese Angabe aufgrund der markanten L�rmschutzwand als nachvollziehbar und glaubhaft. Sie stehe auch mit den �bereinstimmenden Aussagen der Insassen des nachfolgenden Fahrzeugs zur Distanz im Einklang. Diese Annahme entspreche �berdies den �berholwegen. Die �berholenden seien mindestens 40 km/h schneller gefahren als die �berholten Personenwagen (ca. 120-130 km/h die Beschuldigten, ca. 80 km/h G.________ bzw. H.________) und h�tten pro Sekunde somit 11 Meter mehr zur�ckgelegt. Wenn der Beschwerdef�hrer 740 Meter vor dem Fixpunkt mit dem ersten �berholen begonnen habe, habe er (bei einem Abstand zwischen den zu �berholenden Fahrzeugen von rund 100 Metern) etwa 300 Meter bzw. 9 Sekunden ben�tigt, um das erste Fahrzeug zu �berholen und bis zum zweiten zu gelangen. Somit habe er ca. 400 Meter vor dem Fixpunkt mit dem zweiten �berholen begonnen (Urteil S. 43).
Es ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz gest�tzt auf diese vertretbare Beweisw�rdigung auf die tatn�here Aussage von H.________ abstellt, die er an der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme best�tigte (Urteil S. 37 f.). Es stimmt zwar, dass er an der Unfallrekonstruktion ausf�hrte, er sei etwa 600 Meter vor dem Unfallort �berholt worden. Als sich die Kollision ereignet habe, sei er etwa 400 Meter davon entfernt gewesen (kantonale Akten AS 62). Er relativierte diese Angaben vor der ersten Instanz jedoch mehrmals (erstinstanzliches Urteil S. 23 f.). Die Vorinstanz merkt an, es sei nicht ersichtlich, wie es zu diesen Distanzangaben gekommen sei (Urteil S. 39).
Die vorinstanzliche Feststellung, der Beschwerdef�hrer habe etwa 230 Meter ben�tigt, um H.________ zu �berholen (Urteil S. 43), ist nicht nachvollziehbar und scheint sogar unrichtig zu sein (zur Berechnung von �berholwegen: HANS GIGER, Kommentar Strassenverkehrsgesetz, 7. Auflage 2008, N. 10 f. zu Art. 35 SVG; REN� SCHAFFHAUSER, Grundriss des schweizerischen Strassenverkehrsrechts, Band I, 2. Auflage 2002, N. 724). Gleich verh�lt es sich mit den Schlussfolgerungen, der Beschwerdef�hrer habe dieses Man�ver ca. 170 Meter vor dem Kollisionspunkt beenden k�nnen (Urteil S. 43). Dies hat aber keinen Einfluss darauf, dass das zweite �berholen der Beschuldigten massgeblich n�her am Unfallort stattfand. Mithin ist nicht ersichtlich, inwiefern eine Klarstellung dieser vorinstanzlichen Feststellungen f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein k�nnte (Art. 97 Abs. 1 BGG).
2.8 Indem der Beschwerdef�hrer argumentiert, es habe kein Kr�ftemessen vorgelegen, weil dies mit den von den Mitbeschuldigten gelenkten, leistungsschwachen Fahrzeugen sinnlos gewesen w�re (Beschwerde S. 19 ff. Ziff. 9.f), vermag er keine Willk�r bzw. Verletzung der Unschuldsvermutung aufzuzeigen, ebenso wenig soweit er geltend macht, er habe nicht gewusst, dass Z.________ ihm gefolgt sei (Beschwerde S. 20 f. Ziff. 9.f). Die Vorinstanz h�lt fest, die Aussagen des Beschwerdef�hrers, er kenne Z.________ zwar, es sei ihm aber nicht aufgefallen, dass er ihnen gefolgt sei, st�nden im Widerspruch zu denjenigen der anderen Beteiligten (Urteil S. 29 E. 4b). Sie gelangt willk�rfrei zum Schluss, die Angaben des Beschwerdef�hrers zu Z.________ seien nicht glaubhaft.
2.9 Die Vorbringen des Beschwerdef�hrers zur Feststellung der Vorinstanz, der abbiegende Lenker habe nicht erkennen k�nnen, dass er sich mit weit �bersetzter Geschwindigkeit gen�hert habe, ersch�pfen sich in appellatorischer Kritik (Beschwerde S. 21-24 Ziff. 9.g). Seine weitere R�ge, die Vorinstanz verletze seinen Anspruch auf rechtliches Geh�r, indem sie die von ihm beantragte gutachterliche Analyse zur Frage abweise, was der Linksabbieger in welcher Phase habe erkennen k�nnen, ist unbegr�ndet. Die Vorinstanz h�lt gest�tzt auf ihren Augenschein fest, vom Standpunkt des Fahrzeugs auf der Abbiegespur aus k�nne nachts die Geschwindigkeit der entgegenkommenden Fahrzeuge nicht gesch�tzt werden. Diese tauchten hinter einer Kuppe auf. Es sei f�r den abbiegenden Lenker nicht erkennbar gewesen, dass sich der Beschwerdef�hrer der Verzweigung mit weit �bersetzter Geschwindigkeit gen�hert habe (Urteil S. 53). Die Vorinstanz durfte somit ohne Willk�r annehmen, ihre �berzeugung w�rde durch weitere Beweiserhebungen nicht ge�ndert. Das rechtliche Geh�r des Beschwerdef�hrers wurde nicht verletzt (vgl. BGE 136 I 229 E. 5.3 mit Hinweisen).
2.10 Auch soweit der Beschwerdef�hrer die vorinstanzlichen Feststellungen zum Strassenverlauf beim Unfallort r�gt (Urteil S. 64), ersch�pfen sich seine Vorbringen in einer unzul�ssigen appellatorischen Kritik (Beschwerde S. 24 f. Ziff. 9.h). Darauf ist nicht einzutreten.
2.11 Insgesamt ergibt sich aus der Beschwerde nicht, inwiefern die vorinstanzliche Beweisw�rdigung willk�rlich oder der Grundsatz "in dubio pro reo" verletzt sein soll. Die Vorinstanz verletzt auch nicht den Anspruch auf rechtliches Geh�r des Beschwerdef�hrers (Beschwerde S. 9 Ziff. 9.a, S. 15 Ziff. 9.c und S. 23 f. Ziff. 9.g). Sie begr�ndet ihren Entscheid hinreichend, so dass es diesem m�glich war, das vorinstanzliche Urteil sachgerecht anzufechten. Namentlich ist sie nicht verpflichtet, sich mit allen Parteistandpunkten einl�sslich auseinanderzusetzen und jedes einzelne Vorbringen ausdr�cklich zu widerlegen, sofern sie die f�r den Entscheid wesentlichen Punkte ber�cksichtigt (vgl. BGE 136 I 184 E. 2.2.1 mit Hinweisen).
3.1 Der Beschwerdef�hrer wendet sich gegen die Schuldspr�che der eventualvors�tzlichen T�tung sowie der schweren und einfachen K�rperverletzung. Er macht im Wesentlichen geltend, er habe darauf vertrauen d�rfen, dass der abbiegende Fahrzeuglenker mit dem Man�ver zuwarte, bis er vorbeigefahren sei. Seine Geschwindigkeits�berschreitung stelle zwar eine gravierende Sorgfaltspflichtverletzung dar, sei in dieser Phase des Geschehens aber die einzige. Sein Verhalten sei als unverantwortlich leichtsinnig zu w�rdigen. Daher k�nne ihm lediglich fahrl�ssiges Handeln zur Last gelegt werden. Aufgrund der konkreten Umst�nde k�nne ihm nicht vorgeworfen werden, den als m�glich erkannten Erfolg einer Kollision mit t�dlichem Ausgang sei ihm gleichg�ltig gewesen und er habe sich f�r eine m�gliche Verletzung allerh�chster Rechtsg�ter entschieden (Beschwerde S. 25-31 Ziff. 11 f.).
Soweit der Beschwerdef�hrer seiner R�ge einen anderen als den willk�rfrei festgestellten Sachverhalt der Vorinstanz zugrunde legt, ist er nicht zu h�ren (z.B. Beschwerde S. 26 ff., er habe den Mitbeschuldigten nicht seine fahrerische �berlegenheit demonstrieren wollen, sie h�tten sich kein Kr�ftemessen geliefert, seine Geschwindigkeits�berschreitung sei f�r den Abbiegenden erkennbar gewesen).
3.2 Vors�tzlich begeht ein Verbrechen oder Vergehen, wer die Tat mit Wissen und Willen ausf�hrt oder wer die Verwirklichung der Tat f�r m�glich h�lt und in Kauf nimmt (Art. 12 Abs. 2 StGB). Eventualvorsatz liegt nach st�ndiger Rechtsprechung vor, wenn der T�ter den Eintritt des Erfolgs bzw. die Tatbestandsverwirklichung f�r m�glich h�lt, aber dennoch handelt, weil er den Erfolg f�r den Fall seines Eintritts in Kauf nimmt, sich mit ihm abfindet, mag er ihm auch unerw�nscht sein (BGE 137 IV 1 E. 4.2.3 mit Hinweis). Die Abgrenzung zwischen Eventualvorsatz und bewusster Fahrl�ssigkeit kann im Einzelfall schwierig sein. Sowohl der eventualvors�tzlich als auch der bewusst fahrl�ssig handelnde T�ter weiss um die M�glichkeit des Erfolgseintritts. Hinsichtlich der Wissensseite stimmen somit beide Erscheinungsformen des subjektiven Tatbestands �berein. Unterschiede bestehen jedoch beim Willensmoment. Der bewusst fahrl�ssig handelnde T�ter vertraut (aus pflichtwidriger Unvorsichtigkeit) darauf, dass der von ihm als m�glich vorausgesehene Erfolg nicht eintreten, das Risiko der Tatbestandserf�llung sich mithin nicht verwirklichen werde. Demgegen�ber nimmt der eventualvors�tzlich handelnde T�ter den Eintritt des als m�glich erkannten Erfolgs ernst, rechnet mit ihm und findet sich mit ihm ab. Wer den Erfolg dergestalt in Kauf nimmt, "will" ihn im Sinne von Art. 12 Abs. 2 StGB. Nicht erforderlich ist, dass der T�ter den Erfolg "billigt" (BGE 133 IV 9 E. 4.1 S. 16 mit Hinweisen).
F�r den Nachweis des Vorsatzes darf der Richter vom Wissen des T�ters auf den Willen schliessen, wenn sich diesem die Verwirklichung der Gefahr als so wahrscheinlich aufdr�ngte, dass die Bereitschaft, sie als Folge hinzunehmen, vern�nftigerweise nur als Inkaufnahme des Erfolgs ausgelegt werden kann (BGE 137 IV 1 E. 4.2.3 mit Hinweis). Zu den �usseren Umst�nden, aus denen dieser Schluss gezogen werden kann, geh�ren die Gr�sse des dem T�ter bekannten Risikos der Tatbestandsverwirklichung, die Schwere der Sorgfaltspflichtverletzung, die Beweggr�nde des T�ters und die Art der Tathandlung. Je gr�sser die Wahrscheinlichkeit der Tatbestandsverwirklichung ist und je schwerer die Sorgfaltspflichtverletzung wiegt, desto n�her liegt die Schlussfolgerung, der T�ter habe die Tatbestandsverwirklichung in Kauf genommen (BGE 133 IV 222 E. 5.3 mit Hinweisen).
Ein riskant fahrender Lenker kann durch sein gewagtes Fehlverhalten selbst zum Opfer werden. Die Annahme, er habe sich gegen das gesch�tzte Rechtsgut entschieden und nicht im Sinne der bewussten Fahrl�ssigkeit auf einen guten Ausgang vertraut, darf deshalb nicht leichthin angenommen werden (BGE 130 IV 58 E. 9.1.1 S. 64 f.). Bei Strassenverkehrsunf�llen kann im �brigen nicht ohne weiteres aus der hohen Wahrscheinlichkeit des Eintritts des tatbestandsm�ssigen Erfolgs auf dessen Inkaufnahme geschlossen werden. Erfahrungsgem�ss neigen Fahrzeuglenker dazu, die Gefahren zu untersch�tzen und ihre F�higkeiten zu �bersch�tzen, weshalb ihnen unter Umst�nden das Ausmass des Risikos der Tatbestandsverwirklichung nicht bewusst ist. Einen unbewussten Eventualdolus aber gibt es nicht. Eventualvorsatz in Bezug auf Verletzungs- und Todesfolgen ist bei Verkehrsunf�llen daher nur mit Zur�ckhaltung und in krassen F�llen anzunehmen, in denen sich aus dem gesamten Geschehen ergibt, dass der Lenker sich gegen das gesch�tzte Rechtsgut entschieden hat (BGE 133 IV 9 E. 4.4 mit Hinweisen). Das Bundesgericht hielt mit Hinweis auf die in der Lehre ge�usserte Kritik an dieser Rechtsprechung fest (Urteil 6B_168/2010 vom 4. Juni 2010 E. 1.3; Bemerkungen dazu: GUNHILD GODENZI, forumpoenale 6/2010 S. 332 ff.; ANDREAS A. ROTH, Strassenverkehr 2/2011 S. 49 f.; ROTH/FIOLKA, Strassenverkehrsrechts-Tagung 2012 S. 380).
3.3 Das Urteil der Vorinstanz verletzt kein Bundesrecht. Es bejaht zutreffend sowohl die Wissens- als auch die Willensseite des Vorsatzes. Nach den tats�chlichen Feststellungen kannte der Beschwerdef�hrer die �rtlichen Verh�ltnisse bei der Dorfeinfahrt Sch�nenwerd. Er wusste um die besondere Gef�hrlichkeit dieser Ortseinfahrt, bei welcher der Strassenverlauf nach der Innerortstafel bei der Einm�ndung der Stiftshalden- in die Hauptstrasse durch verkehrsberuhigende Massnahmen (Verkehrsinseln, Leuchtpfosten und einen leichten Kurvenverlauf) gesichert wird. In der kanalf�rmigen Verengung der Fahrspur konnte der Beschwerdef�hrer einem Hindernis auf der Strasse nicht ausweichen. Gleichwohl passierte er diese Ortseinfahrt mit einer Geschwindigkeit von 116-129 km/h, mithin mit einer Geschwindigkeits�berschreitung von mindestens 66 km/h. Obwohl er bereits beim Beginn der Innerortszone - also 130 Meter vor der Kollisionsstelle - den Personenwagen gesehen und auch wahrgenommen hatte, dass dieser zum Abbiegen einspurte, bremste er nicht, sondern liess lediglich das Gaspedal los. Die Aufprallgeschwindigkeit mitten in den abbiegenden Personenwagen betrug noch immer 101-116 km/h (Urteil S. 64 f.). Die Vorinstanz erw�gt zu Recht, bereits aufgrund dieser massiv �bersetzten Geschwindigkeit des Beschwerdef�hrers innerorts in Kombination mit dem als Kurve angelegten, mit baulichen Massnahmen kanalisierten und dem Beschwerdef�hrer bestens vertrauten Abbiegebereich, sei das Risiko der Tatbestandsverwirklichung derart hoch gewesen, dass ihm das sehr hohe Risiko eines Verkehrsunfalls mit schwerst m�glichen Auswirkungen bewusst gewesen sei (Urteil S. 65). Die Folgen einer derartigen Fahrweise bei solchen Umst�nden stehen ohne Zweifel jedem Verkehrsteilnehmer vor Augen. Zutreffend f�hrt die Vorinstanz aus, die Fahrweise des Beschwerdef�hrers sei derart krass gewesen, dass er nicht nur das Risiko einer Kollision mit dem abbiegenden Automobil, sondern auch die t�dlichen Folgen eines solchen Zusammenpralls erkannt habe (Urteil S. 65). Das bestreitet jener auch nicht.
Die Vorinstanz nimmt zu Recht an, die konkreten Umst�nde h�tten dem Beschwerdef�hrer nicht erlaubt, darauf zu vertrauen, er k�nne den als m�glich erkannten Erfolg mit fahrerischem K�nnen vermeiden (Urteil S. 65). Nach den tats�chlichen Feststellungen lenkten der vorausfahrende Beschwerdef�hrer und teilweise auch die Mitbeschuldigten ihre Fahrzeuge zuvor �ber eine l�ngere Strecke mit einer solchen Geschwindigkeit, dass sie bereits in Aarau auffielen und eine entgegenkommende Fahrzeugf�hrerin in Angst und Schrecken versetzten. Wegen der �bersetzten Geschwindigkeit und dem Hintereinanderfahren in ungen�gendem Abstand fielen sie auch in W�schnau einem entgegenkommenden Verkehrsteilnehmer auf. Schliesslich f�hrten alle drei kurz vor der Unfallstelle ein uns�gliches �berholman�ver aus. Sie �berholten mit ungen�gendem Abstand hintereinanderfahrend und mit einer Geschwindigkeit von mindestens 120 km/h (bei zul�ssigen 80 km/h) zwei Fahrzeuge, die mit 80 km/h in ordentlichem Abstand auf die Ortseinfahrt Sch�nenwerd zufuhren, ohne dazwischen auf die rechte Fahrbahnh�lfte einzubiegen, somit in einem Zug und auf der Gegenfahrbahn bleibend. Zumindest das erste Fahrzeug wurde �berdies vor einer Kuppe und Kurve �berholt (Urteil S. 56). Bei dieser Fahrt ging es darum, die fahrerischen K�nste zu zelebrieren und um ein Kr�ftemessen (Urteil S. 64). Dadurch, dass der Beschwerdef�hrer sich selbst beim Auftauchen eines Fahrzeugs in der Abbiegespur nicht von seiner Fahrweise abhalten liess und nicht abbremste, obwohl er es sah und sich seiner enormen Geschwindigkeit bewusst war, bekundete er mit aller Deutlichkeit, dass er es ganz einfach "darauf ankommen liess". Gem�ss verkehrstechnischem Gutachten w�re der Unfall vermieden worden, wenn er wenigstens im Moment, als er den eingespurten Personenwagen sah, eine Bremsung eingeleitet h�tte (Urteil S. 65). Nach Auffassung der Vorinstanz k�nnen die Motive des Beschwerdef�hrers nicht mit letzter Sicherheit eruiert werden. Die Fahrweise kann vor dem Hintergrund eines Imponiergehabes stattgefunden haben, indem der Beschwerdef�hrer den Kollegen sein Fahrgeschick und die �berlegenheit seines Automobils demonstrieren wollte. Diese blieben aber dran, und er wollte sie schliesslich innerorts "abh�ngen". Als wahrscheinlicheres Motiv kommt Gleichg�ltigkeit in Frage, indem er es darauf ankommen liess und sich innerlich mit der vorhersehbaren M�glichkeit des Erfolgseintritts gar nicht auseinandersetzte. Seine Aussagen lassen darauf schliessen (Urteil S. 66). Die Vorinstanz geht zutreffend davon aus, es liege einer jener krasser F�lle vor, in denen sich aus dem gesamten Geschehen ergibt, dass sich der Fahrzeugf�hrer gegen die gesch�tzten Rechtsg�ter entschieden hat.
Soweit der Beschwerdef�hrer argumentiert, er habe darauf vertrauen d�rfen, dass der abbiegende Lenker mit dem Man�ver warte, bis er als Vortrittsberechtigter vorbeigefahren sei, gehen seine Ausf�hrungen an der Sache vorbei. F�r jenen bestand kein Anzeichen daf�r, dass sich der Beschwerdef�hrer mit einer solchen Geschwindigkeit auf ihn zubewegte. Die Vorinstanz h�lt fest, es sei f�r den Abbiegenden nicht erkennbar gewesen, dass sich der Beschwerdef�hrer der Verzweigung mit weit �bersetzter Geschwindigkeit n�herte (Urteil S. 53). Insofern ist auch dessen Einwand, er habe anders als im Sachverhalt beim Urteil 6B_168/2010 vom 4. Juni 2010 nicht alleine die Herrschaft �ber das Geschehen gehabt, unbehelflich. Der abbiegende Autolenker hatte keine Chance, seinerseits den Unfall mit einer zweckm�ssigen Reaktion zu vermeiden (Urteil S. 66 f.).
Das Verhalten des Beschwerdef�hrers im Innerortsbereich Sch�nenwerd l�sst sich nicht als fahrl�ssiges Handeln qualifizieren. Die Schuldspr�che wegen eventualvors�tzlicher T�tung und einfacher sowie schwerer K�rperverletzung verletzen kein Bundesrecht.
4.1 Die Beschwerde richtet sich schliesslich gegen die Strafzumessung. Die R�ge des Beschwerdef�hrers ist nicht zu h�ren, soweit er sich im Zusammenhang mit den beantragten Freispr�chen dazu �ussert (Beschwerde S. 31-33 Ziff. 13). Dar�ber hinaus macht er geltend, die Einsatzstrafe von 5 � Jahren f�r das schwerste Delikt und deren Erh�hung um 1 � Jahre aufgrund der anderen Straftaten seien �bersetzt. Angebracht sei eine Einsatzstrafe von f�nf Jahren, die um ein Jahr zu erh�hen sei. Weiter ber�cksichtige die Vorinstanz gewisse strafmindernde Faktoren nicht bzw. nicht gen�gend, weshalb sich die ausgef�llte Freiheitsstrafe von sechs Jahren als unangemessen erweise (Beschwerde S. 34-38 Ziff. 15 f.).
Auf die Beschwerde ist nicht einzutreten, soweit der Beschwerdef�hrer den tats�chlichen Feststellungen der Vorinstanz lediglich Behauptungen oder seine Sicht der Dinge gegen�berstellt. Dies ist der Fall, wenn er vorbringt, ihm k�nne weder ein Imponiergehabe noch ein gleichg�ltiges Verhalten nachgewiesen werden (Beschwerde S. 35).
4.2 Die Grunds�tze der Strafzumessung hat das Bundesgericht wiederholt dargelegt (BGE 136 IV 55 E. 5.4 ff. mit Hinweisen). Darauf kann verwiesen werden.
4.3 Die Erw�gungen der Vorinstanz zur Strafzumessung sind nicht zu beanstanden. Sie legt sowohl die Tat- als auch die T�terkomponenten vollst�ndig dar (Urteil S. 84 ff.).
Der Beschwerdef�hrer wirft der Vorinstanz eine Verletzung des Doppelverwertungsverbots vor (Beschwerde S. 35). Dieses bedeutet, dass Umst�nde, die zur Anwendung eines h�heren oder tieferen Strafrahmens f�hren, innerhalb des ge�nderten Strafrahmens nicht noch einmal als Straferh�hungs- oder Strafminderungsgrund ber�cksichtigt werden d�rfen. Sonst w�rde dem T�ter der gleiche Umstand zweimal zur Last gelegt oder zugutegehalten. Indes ist es dem Gericht nicht verwehrt, bei der Strafzumessung zu ber�cksichtigen, in welchem Ausmass ein qualifizierender oder privilegierender Tatumstand gegeben ist. Es verfeinert damit nur die Wertung, die der Gesetzgeber mit der Festsetzung des Strafrahmens vorgezeichnet hat (BGE 120 IV 67 E. 2b S. 71 f. mit Hinweis). Die Vorinstanz l�sst das eventualvors�tzliche Handeln des Beschwerdef�hrers zusammen mit den �brigen subjektiven Faktoren, wie dessen Beweggr�nde (Imponiergehabe bzw. Gleichg�ltigkeit), in die Strafzumessung einfliessen (Urteil S. 84). Eine Verletzung des Doppelverwertungsverbots liegt nicht vor.
Der Beschwerdef�hrer ist nicht zu h�ren, soweit er geltend macht, der abbiegende Lenker habe sich allenfalls nicht bzw. nicht wegen des Schocks des Verkehrsunfalls in psychiatrische Behandlung begeben, weshalb das Tatverschulden bei den K�rperverletzungsdelikten im unteren Bereich anzusiedeln sei (Beschwerde S. 35 Mitte). Er setzt sich nicht mit den diesbez�glichen Erw�gungen der Vorinstanz auseinander und gen�gt damit den Begr�ndungsanforderungen von Art. 42 Abs. 2 BGG nicht (Urteil S. 85).
Entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers ist nicht zu beanstanden (Beschwerde S. 36), dass die Vorinstanz eine fr�here Verwarnung wegen Missachtung eines Stoppsignals zu seinen Ungunsten ber�cksichtigt (Urteil S. 86). Weiter ist nicht ersichtlich, inwiefern eine zus�tzliche Strafminderung vorzunehmen w�re, weil die Vorinstanz die Dauer des F�hrerausweisentzugs nur im Umfang von rund 2 � Jahren einbezieht (Urteil S. 86), obwohl dieser �ber drei Jahre bestand (Beschwerde S. 36). Gleich verh�lt es sich, soweit der Beschwerdef�hrer geltend macht, die Vorinstanz ber�cksichtige seine posttraumatische Belastungsst�rung nicht (Beschwerde S. 37). Die von der Vorinstanz in W�rdigung der vorliegenden T�terkomponenten als angemessen erachtete Minderung der Einsatzstrafe um ein Jahr und die von ihr ausgef�llte Freiheitsstrafe von sechs Jahren halten sich bei einer Gesamtbetrachtung innerhalb des sachrichterlichen Ermessens und sind nicht zu beanstanden.
Den Antrag betreffend Zivilforderungen begr�ndet der Beschwerdef�hrer lediglich mit den Freispr�chen (Beschwerde S. 34 Ziff. 14). Darauf ist nicht einzutreten.
Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Mit dem Entscheid in der Sache wird das Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos. Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung ist infolge Aussichtslosigkeit der Beschwerde abzuweisen (Art. 64 Abs. 1 und 2 BGG). Der finanziellen Lage des Beschwerdef�hrers ist bei der Festsetzung der Gerichtskosten Rechnung zu tragen (Beschwerde S. 39 f. Ziff. 18; Art. 65 Abs. 2 BGG).

References: in dubio
 Art. 95
 Art. 105
in dubio
 Art. 9
 Art. 35
 BGE 
in dubio
 BGE 
 Art. 12
 Art. 42
 Art. 65