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Timestamp: 2018-04-24 15:53:19+00:00

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diskussion21 - Barrierefreie_Fluchtwege
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NEUN barrierefreie Fluchtwege bei K21
Barrierefreie Fluchtwege nicht darstellbar
Selbstrettung Mobilitätseingeschränkter
Simulation Rauchentwicklung
Simulation Entfluchtung
Dr. Kefer /direktzu / Barrierefreie Fluchtwege
NEUN barrierefreie Fluchtwege bei K21 gegenüber NULL bei S21!
Alternativen zu Kaufhäusern, die barrierefrei sind, gibt es.
Wer auf die Bahn angewiesen ist, hat nur diesen einen Bahnhof!
“Worst case”
Verantwortungsvolle Architekten gehen bei ihren Planungen vom “worst case” aus. Ein “worst case” wäre ein Zugbrand in der Spitzenstunde, während der sich ca. 16.000 Menschen im S1-Bahnhof aufhalten könnten.
Im Brandfall werden nach Brandschutzgesetzen die Aufzüge und Rolltreppen außer Betrieb gesetzt, da die Verrauchung die Elektrik lahmlegen könnte und Insassen nicht meh geretten werden könnten.
Bei S21 verbleiben als Fluchtwege lediglich 5 Treppen pro Bahnsteig. Diese sind 2,35 m breit (zum Vergleich: etwas breiter, als ein Bett lang ist) und 7 m hoch (3 Etagen).
Im S21-Tiefbahnhof müßten Menschen, die sich über die Treppen retten wollen, in den Bereich der giftigen Rauchwolke fliehen. Die Einatmung der nach oben steigenden Gase kann binnen 2 Minuten zum Tod führen.
Rettungskräfte müssen jedoch den gleichen Weg abwärts, also im Extremfall den 4.000 Fliehenden entgegengesetzt, nehmen.
Nordausgang und 8 Bahnsteige über die man ins Freie kommt!
Zudem zieht im Brandfall der Rauch ohne weiteres ab.
Barrierefreie Fluchtwege bei S21 nicht darstellbar
Heiner Geißler forderte sie im Schlichterspruch, Herr Dr. Kefer winkt ab (siehe unten und bei direktzu) und rechnet – fast zynisch – Gefahrenpotenziale klein, wenn er als mögliche Brandquelle einen Papierkorb angibt, wohl wissend, dass es verschiedenste Ursachen für Zugbrände gibt, die verheerenden Schaden anrichten können. Zugbrände in 2011
Mobilitätseingeschränkte, wie Rollstuhlfahrer, können sich nicht (wie im Kopfbahnhof) selbst retten; hier wird ihre Selbständigkeit unnötiger Weise und lebensbedrohend eingeschränkt.
Falls brandgeschützte Aufzüge eingebaut werden sollten: Wer bestimmt, wer damit fahren darf?
Erkennt man auf den ersten Blick an, wer z.B. eine Beinprothese trägt?
Wie realistisch ist, wenn Rettungsfahrzeuge durch die Tunnels anfahren können sollen, dass sie an den Brandherd kommen, wenn an einem Bahnsteig (Länge: 420 m) - im worst case - ein ICE (Länge: 410 m) oder zwei Regionalzüge hintereinander stehen?
Wie können Rettungsfahrzeuge den Tunnel mit den Verletzten rückwärts verlassen, wenn sie von dahinterstehenden Fahrzeugen blockiert werden?
Die Ingenieure22 berichten aus eigener Anschauung (Frankfurt), dass als Modell für eine Brandsimulation nur ein Teil des Tiefbahnhofs (Einbeziehung lediglich des Bereichs einer Verteilerebene) und „in Größe eines Puppenhauses“ verwendet wurde, d.h. die Resultate sind nicht repräsentativ für einen tatsächlichen Brand.
28.07.2011: Presseerklaerung Unternehmer_Entfluchtung.pdf
Evakuierung von Stuttgart 21: Video evakuierung-von-stuttgart-21-per-software-simuliert
Es gibt in Sachen Gesetzgebung Bemühungen, die vorausschauend sind
und hoffentlich in nächster Zeit befriedigend gelöst werden.
Barrierefreie Rettungswege und Selbstrettung auch in DIN 18040 / § 33 MBO weiterhin ungelöst
Quelle: nullbarriere/Barrierefreie Rettungswege und Selbstrettung Auszüge:
Bauordnungen und technische Regeln
Der Entwurf zur DIN 18030E hatte noch den Punkt 4.11 Rettungswege, dieser wurde im Entwurf der neuen DIN 18040 Punkt 4.4 Warnen/Orientieren/Informieren/Leiten wieder aufgegriffen und um das "2-Sinne-Prinzip" konkretisiert – aber auch dieser Entwurf klammert die Frage der konkreten Selbstrettung und der 2 Fluchtwege gemäß § 33 Erster und Zweiter Rettungsweg nach der Musterbauordnung (MBO) der Länder – für Menschen mit Behinderung aus.
Die vorgenannten Anforderungen des Rettungsweges § 33-36 MBO - berücksichtigen jedoch bisher nicht die Barrierefreiheit nach BGG § 4 Und Art 3 GG.”
“Brandschutzkonzepte und Fachliteratur
Aus der Praxis ist bekannt, das solche Brandschutzkonzepte vom Planer der örtlichen Feuerwehr vorgelegt werden, welche mangels Bewusstsein für die Belange für Menschen mit Behinderung, Senioren und Eltern mit Kleinkindern und fehlender Qualifikation oder DIN-Vorgaben vgl. DIN 18040 oder DIN EN 81-70 Aufzugsanlagen in der Regel nur die Selbstrettungs-Konzepte hinsichtlich von Menschen ohne Handikap abprüfen.
Der Rettungsplan ist inhaltlich in der Regel nicht auf die eingeschränkte Mobilität und Sinneswahrnehmung von Behinderten, Senioren und Eltern mit Kleinkindern ausgelegt.
In den Brandschutzkonzepten funktioniert so der 1.Fluchtweg dh. die Selbstrettung ins Freie sowie der 2.Fluchtweg zumeist nur für Nichtbehinderte und verstößt damit gegen § 33 MBO und den Gleichheitsgrundsatz der Verfassung sowie BBG § 4.
Auch im Geltungsbereich der DIN 18024 Teil 1 Straßen, Plätze, Wege, Öffentliche Verkehrs- und Grünanlagen sowie Spielplätze und im Bereich des ÖPNV werden die Rettungswege obwohl Planungsgrundlage des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz GVFG z.B. im Tunnelbereich nicht beachtet. Die Fluchtwegbreiten liegen hier oft unter 90 cm !
”Es muss sichergestellt werden, das der 1.Fluchtweg für Rollstuhlfahrer, Behinderte, Senioren und Kinder, auf allen Ebenen entsprechend im "Zwei-Sinne-Prinzip" nach DIN 18040-1 Punkt 4.4 beschildert und markiert wird.
A) Schaffung von rauchdichten Vorräumen und Schutzbereichen mit ausreichenden Bewegungsflächen – z.B. über mehrere Geschosse - vor dem Aufzug. In Einzelfällen können statt sogenannten "Feuerwehraufzüge", auch schon Standardaufzüge als Rettungsweg genehmigt werden, bei denen der Funktionserhalt im Brandfall durch einfache Maßnahmen sichergestellt ist:
1.Abzweig der Stromzufuhr zur Aufzugmaschine vor dem Hauptschalter des Gebäudes
2.Brandgeschützte Ausführung dieser Zuleitung ( F30 )
3.Türschließbetätigung in der Kabine, um den Aufzug in Gang zu bringen, wenn bei Rauchentwicklung durch eine Lichtschranke das Schließen der Kabinentür verhindert würde. ( Vorraum mit rauchdichten Türen )
Quelle: Bayerische Architektenkammer, Barrierefreies Bauen 2, DIN 18024 T2 Öffentlich zugängliche Gebäude und Arbeitsstätten, 7.3 Aufzug, Seite 33
B) Alternativ zum Feuerwehraufzug bieten sich zusätzlich für "Rollstuhlfahrer, Gehbehinderte, Kinder und alte Menschen" - kostengünstige "Schlauchrutschen" oder "Rohrrutschen" als zusätzliches Gestaltungselement an, die im Brandfall oft die einzige Fluchtmöglichkeit dh. den 1.Fluchtweg und die "Selbstrettung" ins Freie sicherstellen und sich international bewährt haben !
C) Auch ein Außenaufzug stellt eine planerische Lösung dar und bietet im Brandfall gute Voraussetzungen für den barrierefreien 1.Fluchtweg von Menschen in öffentlichen Gebäuden auch in Krankenhäusern und Pflegestationen”
Fazit: Der Kopfbahnhof ist
bereits im jetzigen Zustand
bei Weitem risikoärmer!
Herr Dr. Kefer zu den barrierefreien Fluchtwegen:
Re: Barrierefreie Fluchtwege
„grundsätzlich ist der neue Hauptbahnhof als barrierefreier Bahnhof geplant.“
(Anm.: Ist denn der bestehende kein barrierefreier Bahnhof?)
„Die Barrierefreiheit wird hier mittels Aufzügen umgesetzt.“
(Anm.: K21 braucht keine Aufzüge, um „barrierefrei“ zu sein.)
„Das bedeutet eine Erschließung, die mobil eingeschränkten Personen die Verkehrsanlage in der allgemein üblichen Weise – wie es der Gesetzgeber im BGG benennt – nutzbar macht. Dies gilt auch für die überwiegende Anzahl möglicher Evakuierungsfälle.“
(Anm.: Nur für die überwiegende Anzahl, nicht für alle?!)
„Somit sind die Hauptverkehrsebenen einschließlich der Bahnsteige und Verbindungsstege barrierefrei zu erreichen.“
(Anm.: Aber eben nur mittels Aufzügen und nicht wie bei K21 aus eigener Kraft.)
„Hinsichtlich der Frage nach Rampen muss festgestellt werden, dass für eine selbstständige Nutzung durch Rollstuhlfahrer eine so flache Neigung vorgeschrieben ist, dass sich die Länge einer Rampe auf dem Bahnsteig zur Erreichung der ca. 7 m höher liegenden Stege nicht ohne andere, wesentliche Nachteile darstellen ließe und dies zudem die in der Alltagsgebrauchlichkeit für die darauf angewiesenen Personen ungünstigste Erschließungsart darstellen würde.“
(Anm.: Eine Rampe wäre immerhin besser als keine Rampe! Allerdings würde diese bei der augenblicklichen Planung auf den Bahnsteigen auch wieder viel Platz beanspruchen.)
„Der Brandfall im Bahnsteigbereich ist insoweit ein besonderer Evakuierungsfall, weil dann die Nutzung von Aufzügen nicht gestattet ist.“
(Anm.: Also keine Fluchtmöglichkeit für Mobilitätseingeschränkte!)
„Grundsätzlich wird in den Brandschutzkonzepten für Personenverkehrsanlagen der DB AG – so auch Stuttgart Hbf – sichergestellt, dass Personen im Brandfall ohne Beeinträchtigungen durch Brandauswirkungen die Verkehrsanlagen sicher verlassen können.“
(Anm.: Der Tiefbahnhof kann binnen 10 Min. komplett verraucht sein! Rettungswege führen nur nach oben, also direkt in den aufsteigenden Qualm!)
„Wir gehen davon aus, dass Mitreisende sowie Mitarbeiter der DB und ggf. anwesende Sicherheitskräfte die Evakuierung von Menschen mit Gehbehinderungen im Rahmen der Hilfeleistungspflicht schon in der Selbstrettungsphase unterstützen.“
(Anm.: Dies ist weltfremd und unrealistisch, denn im Gefahrenfall denkt jeder panisch vor allem an sich und hat kaum die Nerven, nach Mitreisenden zu suchen, die Hilfe benötigen.)
„Entsprechende Aufforderungen zur Unterstützung sind auch Bestandteil der Lautsprecherdurchsagen im Störungsfall.“
(Anm.: Wer hört die Lautsprecherdurchsagen bei panischen Verzweiflungsschreien?)
„Sollten dennoch Betroffene in dieser Zeitspanne die Bahnsteigebene nicht verlassen haben, wird auch für die Fremdrettungsphase (Einsatz der Feuerwehr) die Bahnsteigebene noch eine ausreichende Zeit raucharm gehalten, so dass für diese Personen nach menschlichem Ermessen keine Gefahr besteht.
Im Brandfall in Stuttgart Hbf wird berücksichtigt, dass bei einem Brand (z.B. ein Papierkorb) entweder alle Verbindungsstege benutzbar sind, oder, wenn sich der Brandherd im Bereich eines Steges befindet, zwei Verbindungsstege für die Evakuierung verbleiben.“
(Anm.: Ein Papierkorb-Brand ist sicher nicht das Hauptproblem, sondern eher ein brennender Zug, wie es alleine 2011 bereits 11 Mal vorgekommen ist, durchschnittlich also häufiger, als 1 x pro Monat. Zugbrände in 2011)
„Insbesondere in Stuttgart Hbf haben wir durch die offene Gebäudehöhe und die in der Decke als natürliche Entrauchungsanlage angeordneten Lichtaugen eine besonders sichere Entrauchungssituation.“
(Anm.: Offene Gebäudehöhe? Der Tiefbahnhof hat laut Planung eine Höhe/Tiefe von 15 m. Die Lichtaugen machen dabei 7% des Deckengewölbes aus. Sie jedoch zu öffnen, würde erst recht Kaminzug erzeugen!)
„Alle Menschen, die bei der Evakuierung auf Dritte angewiesen sind, können sich ungefährdet von einem Brandereignis auf der Bahnsteigebene zu einem der nicht von Rauch beeinträchtigten Stege begeben und dort, falls erforderlich, ungefährdet die Fremdrettung (Feuerwehr) erwarten. Die Bahnsteigbreite von 10 m ermöglicht, auch am Brandereignis vorbei einen sicheren Steg zu erreichen.
(Anm.: Hier vergisst Herr Kefer die Bahnsteig-Engen vor denen sich ein Stau bilden kann, in dem v.a. und gerade bewegungseingeschränkte Menschen „untergehen“ können.)
Obwohl unser Brandschutzkonzept auf Grundlage hoher Anforderungen entwickelt wurde und somit bereits ein hohes Sicherheitsniveau auch im Vergleich mit anderen öffentlichen Verkehrsanlagen oder Gebäuden erreicht ist, werden wir mit unseren Experten weitere Optimierungen prüfen.“
(Anm.: Benötigen Planungen nach einer angeblich 15-jährigen Planungszeit noch Optimierungen?)
„Hierzu stehen wir zudem in einem guten Kontakt mit den Behindertenverbänden. Aber schon heute gilt: Alle unsere Kunden können sich aufgrund der vorgesehenen Maßnahmen im neuen Hauptbahnhof sicher wissen.“
(Wie können die Forderungen der Behindertenverbände (siehe dipb) erfüllt werden, wenn die Bahn sie z.B. aus Platzgründen nicht umsetzen kann?)
Quelle: direktzu.de/stuttgart21/barrierefreie-fluchtwege

References: § 33
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 § 4
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