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Timestamp: 2020-08-06 15:42:49+00:00

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Einkünfte aus Kapitalvermögen | Rechtslupe
Die pau­scha­le Ermitt­lung von Invest­ment­fonds­er­trä­gen nach § 6 Abs. 1 InvStG, die vom Steu­er­pflich­ti­gen durch den Nach­weis der tat­säch­li­chen Besteue­rungs­grund­la­gen nach § 6 Abs. 2 InvStG abge­wen­det wer­den kann, ver­stößt nach Ansicht des Bun­des­fi­nanz­hofs nicht gegen euro­päi­sches Uni­ons­recht und ist auch mit dem Grund­ge­setz ver­ein­bar. Gemäß § 2 Abs. 1 Satz 1 Halb­satz 1 InvStG gehö­ren die auf
Der Abzug des Spa­­rer-Pau­sch­­be­­trags (§ 20 Abs. 9 EStG) von tarif­lich besteu­er­ten Ein­künf­ten aus Kapi­tal­ver­mö­gen i.S. des § 32d Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 EStG ist aus­ge­schlos­sen. Zwar wird im Schrift­tum der unmit­tel­ba­re Abzug des Spa­­rer-Pau­sch­­be­­trags von tarif­lich zu besteu­ern­den Ein­künf­ten aus Kapi­tal­ver­mö­gen i.S. des § 32d Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 EStG für mög­lich
Ber­li­ner Tes­ta­ment – und die tes­ta­men­ta­risch ange­ord­ne­te Ver­zin­sung eines Ver­mächt­nis­ses
Steu­er­pflich­ti­ge Kapi­tal­ein­künf­te kön­nen sich bei einem Ber­li­ner Tes­ta­ment auch aus einer tes­ta­men­ta­risch ange­ord­ne­ten Ver­zin­sung eines Ver­mächt­nis­an­spruchs erge­ben. Zin­sen, die auf einer tes­ta­men­ta­risch ange­ord­ne­ten Ver­zin­sung eines erst fünf Jah­re nach dem Tode des Erb­las­sers fäl­li­gen betag­ten Ver­mächt­nis­an­spruchs beru­hen, sind beim Ver­mächt­nis­neh­mer steu­er­pflich­ti­ge Ein­künf­te aus Kapi­tal­ver­mö­gen gemäß § 20 Abs. 1 Nr. 7 EStG.
Der Han­del mit binä­ren Optio­nen ist kein Glücks­spiel, son­dern zählt zu den Ter­min­ge­schäf­ten. Der Anle­ger spe­ku­liert auf ein vor­her genau fest­ge­leg­tes Ereig­nis. Tritt es ein, erzielt er einen Gewinn, geht die Spe­ku­la­ti­on nega­tiv aus, ver­liert der Anle­ger das ein­ge­setz­te Kapi­tal. Wer­den beim Han­del mit binä­ren Optio­nen Gewin­ne erwirt­schaf­tet, erfolgt die
Jede Kapi­tal­for­de­rung, die über eine län­ge­re Zeit als ein Jahr gestun­det ist, ent­hält nach der stän­di­gen Recht­spre­chung des BFH einen Zins­an­teil. Bei wirt­schaft­li­cher Betrach­tungs­wei­se des Lebens­sach­ver­halts ist in Fäl­len lang­fris­tig gestun­de­ter Zah­lungs­an­sprü­che davon aus­zu­ge­hen, dass der Schuld­ner bei als­bal­di­ger Zah­lung einen gerin­ge­ren Betrag hät­te ent­rich­ten müs­sen als bei spä­te­rer Zah­lung,
§ 32d Abs. 6 S. 1 EStG ver­fas­sungs­kon­form dahin­ge­hend aus­zu­le­gen, dass bei den Ein­künf­ten aus kka­pi­tal­ver­mö­gen die tat­säch­lich ent­stan­de­nen Wer­bungs­kos­ten jeden­falls dann abzugs­fä­hig sind, wenn der indi­vi­du­el­le Steu­er­satz bereits unter Berück­sich­ti­gung nur des Spa­­rer-Pau­sch­­be­­trag unter 25 % liegt. Ein abso­lu­tes und unum­kehr­ba­res Abzugs­ver­bot von Wer­bungs­kos­ten wäre in die­sen Fäl­len nach Ansicht des Finanz­ge­richts

References: § 6
 § 6
 § 2
 § 32
 § 32
 § 20

§ 32