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Timestamp: 2018-07-21 17:16:39+00:00

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Erkennen › Beurteilen › Handeln
DJI-Impulse 2/17: Schluss mit Schweigen!
Sexuelle Gewalt gegen Kinder ansprechen, aufarbeiten, verhindern:
Wie Schulen, Heime und Vereine junge Menschen schützen können
Im aktuellen Forschungsmagazin des Deutschen Jugendinstituts werden bisher unveröffentlichte Studien zu sexualisierter Gewalt vorgestellt und notwendige Konsequenzen für Politik und Fachpraxis formuliert.
Wenn Menschen, die mit Kindern arbeiten, eine Gefährdungseinschätzung vornehmen müssen, sollen sie die betroffenen Jungen und Mädchen beteiligen. Aber wie kann man gerade mit jüngeren Kindern über Kindeswohlgefährdung reden? Die Broschüre „Wie geht es dir eigentlich?“ des DKSB Landesverbandes NRW unterstützt Erzieherinnen und Erzieher sowie Lehrkräfte dabei.
Kinderschutz in der Zahnarztpraxis
Seit dem 1. Januar 2012 gilt in Deutschland das Bundeskinderschutzgesetz. Es betont, dass Kinderschutz eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist. Der Gesetzgeber richtet darin besonderes Augenmerk auf Menschen, die in ihrem Berufsalltag Kontakt zu Kindern und Jugendlichen haben. Dazu gehört etwa auch das Team einer Zahnarztpraxis. Der Informationsdienst "Praxisteam professionell" richtet sich an diese Zielgruppe. Der Artikel veranschaulicht, was Mitarbeiterinnen einer Zahnarztpraxis für den Kinderschutz tun können.
Elternkompass: Fragen und Antworten zum Kinder-und Jugendschutz im Sportverein
Methodenmappe zur Umsetzung des Schutzauftrages bei Kindeswohlgefährdung
Methodenmappe
Wie können Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe ihren gesetzlich geforderten Auftrag umsetzen? Konkrete Hilfestellung bietet die Methodenmappe des Kompetenzzentrums Kinderschutz. Sie finden in diesem "Werkzeugkoffer" neben einem umfassenden Handbuch Plakate, Kopiervorlagen und andere Inforamtionsmaterialien.
Anspruch auf Beratung durch eine Kinderschutzfachkraft für Berufsgeheimnisträger
Viele Berufsgeheimnisträger wissen nicht, wie sie sich bei einer vermuteten Kindeswohlgefährdung verhalten sollen. Der Flyer vermittelt grundlegende Informationen zum Beratungsanspruch durch eine Kinderschutzfachkraft.
Expertise zur Praxis der Kinderschutzfachkräfte in NRW
Kinderschutzfachkräfte, insoweit erfahrene Fachkräfte, ieF, InsoFas, Isefs, … . Diese Liste ließe sich noch beliebig verlängern. Und gemeint ist doch im Grundsatz das Gleiche: Die seit 2005 bei der Wahrnehmung des Schutzauftrages bei Kindeswohlgefährdung durch das Gesetz (§ 8a SGB VIII) eingeführte "insoweit erfahrene Fachkraft", die die Mitarbeitenden freier Träger zur Einschätzung des Gefährdungsrisikos berät. Mit dieser holprigen Begrifflichkeit sollte betont werden, dass nicht ein neues Berufsbild gemeint ist, sondern vielmehr in der Kinder- und Jugendhilfe sowie im Kinderschutz erfahrene Fachkräfte die Fachberatung in anderen Einrichtungen und Diensten freier Träger bei Hinweisen auf Kindeswohlgefährdung übernehmen. So war mit der Einführung der "Figur" der insoweit erfahrenen Fachkraft keine konkrete Tätigkeitsbeschreibung oder genauere Definition verbunden. Insoweit erfahrene Fachkräfte sind also in der Kinder- und Jugendhilfe Mitarbeitende, die zusätzlich zu ihrer Tätigkeit oder im Rahmen ihrer Tätigkeit die Fachberatung bei Fällen von (vermuteter) Kindeswohlgefährdung übernehmen. In NRW hat sich deshalb der Begriff der Kinderschutzfachkraft weitestgehend durchgesetzt, da dieser verdeutlicht, in welchem Bereich die Fachkräfte "insoweit erfahren" sein müssen.
Handlungsleitfaden zum Kindesschutz
Für hauptberuflich Beschäftigte und Verantwortungsträger in der Kinder- und Jugendarbeit der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck
Bereits am 01. Oktober 2005 trat aufgrund von mehreren Fällen gravierender Kindeswohlgefährdung eine Novellierung des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (KJHG) in Kraft. Dabei wurden Regelungen zum Kindesschutz und zum Schutzauftrag der Kinder und Jugendhilfe festgeschrieben. Der Bundestag hat ein Bundeskinderschutzgesetz (SGB VIII) verabschiedet, das zum 01. Januar 2012 in Kraft getreten ist. Mit dem SGB VIII soll der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Kindeswohlgefährdung, Vernachlässigung und Missbrauch verbessert werden. Die Gesetze regeln u. a., wie Fachkräfte vorzugehen haben, wenn sie Gefährdungen von Kindern oder Jugendlichen bemerken (§ 8a SGB VIII) und verhindert, dass einschlägig vorbestrafte Personen in der Kinder- und Jugendhilfe beschäftigt werden (§ 72a SGB VIII). Der Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung wurde mit den Gesetzen auch auf Träger der freien und öffentlichen Jugendhilfe ausgeweitet. Der vorliegende Handlungsleitfaden soll allen hauptberuflich Beschäftigten in der Kinder- und Jugendarbeit der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck und ihren Dienstvorgesetzten und Trägern Hilfestellungen geben, um den Schutzauftrag der Kindeswohlgefährdung in der Arbeit stärker aufzunehmen und umzusetzen.
Wenn es Hinweise auf sexuellen Missbrauch an Kindern oder Jugendlichen innerhalb einer Einrichtung (z. B. Kindertagesstätte, Schule, Verein) gibt, ist immer auch an die Einschaltung von Polizei und/oder Staatsanwaltschaft zu denken. Ob, wann und wie dies geschehen soll, beschreiben die Leitlinien zur Einschaltung der Strafverfolgungsbehörden vom Bundesministerium der Justiz. Die Leitlinien wurden in einer Arbeitsgruppe des Runden Tisches entwickelt, die dessen interdisziplinäre Zusammensetzung widerspiegelte und so wertvolles Fachwissen bündelte.
Kindeswohlgefährdung – Ursachen, Erscheinungsformen und neue Ansätze der Prävention
Im Jahr 2008 hat die Landesregierung die Studie “Kindeswohlgefährdung – Ursachen, Erscheinungsformen und neue Ansätze der Prävention” in Auftrag gegeben. Ziel dieser Initiative war es, einen systematischen Überblick über den Kinderschutz zu gewinnen, denn bis dato hatte es keine gesicherten empirischen Erkenntnisse zu Risikolagen von Kindern in Nordrhein-Westfalen gegeben. Die Studie, die in einem Forschungsverbund durchgeführt wurde, steht hier zum Download bereit.
Der Quelltext/die Inhaltsangabe stellt ein Zitat aus der Publikation dar.
KiKi – eine Arbeitshilfe zum Kinderschutz in Kindertageseinrichtungen und Familienzentren
Die vorliegende Arbeitshilfe will Fachkräfte von Kindertagesstätten und (Kinder- und) Familienzentren dabei unterstützen, Kindeswohlgefährdungen in der eigenen Einrichtung zu erkennen und zu beurteilen sowie auf Grundlage der Erkenntnisse zu handeln.
von Mechthild Gründer, Rosa Kleiner, Hartmut Nagel
Dieses Buch soll Erziehenden helfen, sexuelle Misshandlung aufzudecken und Kindern über das Gespräch Hilfe anzubieten.
Verlag: Juventa; 6. Auflage, 2013
ISBN-10: 3779918463
ISBN-13: 978-3779918462
Der „Runde Tisch sexueller Kindesmissbrauch in Abhängigkeits- und Machtverhältnissen in privaten und öffentlichen Einrichtungen und im familiären Bereich“ wurde mit Kabinettbeschluss vom 24. März 2010 von der Bundesregierung eingerichtet.
Das 60-köpfige Gremium unter dem Vorsitz der Bildungs-, der Familien- und der Justizministerin will konkrete Antworten auf drängende Fragen finden: Welche Hilfe und Unterstützung benötigen von sexuellem Missbrauch Betroffene, was ist nach Missbrauchsfällen zu tun und wie lassen sich Übergriffe vermeiden? Darüber hinaus befasst sich der Runde Tisch mit der rechtlichen Aufarbeitung von in der Vergangenheit aufgetretenen Missbrauchsfällen und Fragen der Entschädigung. Auch der Unabhängige Beauftragte nimmt am Runden Tisch teil.
Handlungskompetenz bei Kindeswohlgefährdung im Kontext der Kindertagespflege
Broschüre/Fortbildungsmodul für Tagespflegepersonen
Kindertagespflege ist neben der Förderung in Kindertageseinrichtungen ein zentrales Angebot für Eltern. Der Förderauftrag der Tagespflegeperson umfasst Erziehung, Bildung und Betreuung und unterstützt die soziale, emotionale, körperliche und geistige Entwicklung des Kindes in der Familie. Rund 14.500 Kinder wurden laut Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik Nordrheinwestfalen 2007 in Kindertagespflege betreut, gut 8.000 davon waren unter drei Jahren alt. Tagespflegepersonen lernen viele verschiedene Familien mit unterschiedlichen Bedürfnissen, Vorstellungen und Erfahrungen kennen und sind nicht selten Ansprechpartner für Eltern zu vielen pädagogischen Fragestellungen. Sie erhalten Einblicke in Familiensysteme und begleiten und ergänzen in Absprache mit den Eltern Entwicklungsprozesse von kleinen Kindern. Dazu sind besonders Kenntnisse in der Entwicklungspsychologie von Säuglingen und Kleinkindern notwendig. Darüber hinaus sind Tagespflegepersonen in ihrer Arbeit rechtlich verpflichtet, auf das „Kindeswohl“ zu achten.
Die Broschüre "Kindeswohlgefährdung – Erkennen und Helfen" informiert über die Gefährdungen, denen Kinder ausgesetzt sein können. Dabei wurden auch aktuelle Schwerpunkte in Politik, Wissenschaft und Praxis, zum Beispiel der verstärkte Aufbau Früher Hilfen, aufgegriffen. Die Publikation stellt ein umfassendes Nachschlagewerk für all diejenigen dar, die für einen verbesserten Schutz von Kindern genauer hinschauen und handeln möchten.
Kindesvernachlässigung: Erkennen – Beurteilen – Handeln
Seit der Einführung des Bundeskinderschutzgesetzes am 1. Januar 2012 ist ein erweiterter Personenkreis in die Kooperation zum Kinderschutz einbezogen worden. Deshalb sind in die 6. Auflage der Broschüre “Kindesvernachlässigung: Erkennen – Beurteilen – Handeln“ auch Themen wie der Anspruch auf Beratung durch eine Kinderschutzfachkraft oder die Handlungssicherheit mit den gesetzlichen Vorgaben in die Broschüre mit aufgenommen worden. Die nach wie vor große Nachfrage zeigt, dass der Bedarf an Informationen zum Umgang mit möglichen Gefährdungssituationen unverändert hoch ist bei denjenigen, die sich beruflich oder ehrenamtlich mit Kindern, Jugendlichen und Familien befassen. Stand anfangs das Erkennen, Beurteilen und Handeln der einzelnen Fachkraft im Vordergrund, so hat sich die Diskussion zunehmend zu Fragen der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Systemen, die für Kinder und Jugendliche Verantwortung tragen, verlagert.
Die Kinderschutzfachkraft – eine zentrale Akteurin im Kinderschutz
Das am 1. Januar 2012 in Kraft getretene Bundeskinderschutzgesetz hat die Rechtslage und Aufgabenstellung für die Beteiligten im Kinderschutz grundlegend geändert. So ist insbesondere der Beratungsauftrag für die „insoweit erfahrene Fachkraft“ erweitert worden. Das bringt neue Anforderungen mit sich und hat eine Reihe von Fragen entstehen lassen, die in der Publikation praxisnah beantwortet werden.
www.dksb-nrw.de
www.bis-akademie.de
Das Plakat und der Flyer warnen vor den Folgen des sogenannten Baby-Schüttel-Traumas (oder Shaken Baby Syndrome), an welchem in Deutschland jedes Jahr 100 bis 200 Kinder sterben, wobei die Dunkelziffer von Experten um ein Vielfaches höher geschätzt wird. Babys und Kleinkinder können ein solches Schüttel-Trauma erleiden, wenn sie von Erwachsenen heftig geschüttelt werden. Auch schwerste Behinderungen können die Folgen sein – selbst nach einem nur kurzen Schütteln. Das Gehirn schlägt gegen die Schädeldecke, Nervenbahnen werden überdehnt, Atemstillstand droht. Schütteln ist körperliche Gewalt.
Prävention und Intervention bei sexualisierter Gewalt in Institutionen
Positionspapier/Ratgeber
Die Besonderheit der Thematik „Sexualisierte Gewalt in Institutionen“ und die Weiterentwicklung eines professionellen Umgangs damit haben den Deutschen Kinderschutzbund Landesverband NRW e.V. gemeinsam mit der Katholischen Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NW e.V. und der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (AJS), Landesstelle NRW e.V. 2002/2003 veranlasst, verschiedene Fachkräfte aus dem In- und Ausland zu einem fachlichen Austausch einzuladen. Auf der Grundlage ihrer vielfältigen Praxiserfahrungen haben diese Experten/innen Leitlinien für die Prävention und Intervention entwickelt, die bis heute an Aktualität nichts verloren haben.
Sexualisierte Gewalt durch Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen an Mädchen und Jungen in Organisationen – eine Arbeitshilfe
Sexualisierte Gewalt in Kinderheimen oder Internaten durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Seit einigen Jahren wagen sich Betroffene mit ihren Erfahrungen an die Öffentlichkeit. Ein lange bestehendes Tabu ist gebrochen. Aber pädagogische Einrichtungen fühlen sich vielfach überfordert. Wie gehen sie mit dem Verdacht eines sexuellen Missbrauchs durch das eigene Personal um? Wie können sie vorbeugen? Der Deutsche Kinderschutzbund Landesverband NRW e.V. hat eine Arbeitshilfe herausgebracht, die Organisationen Hilfestellung bietet.
Zehn Empfehlungen zur Ausgestaltung der Rolle der Kinderschutzfachkraft nach den §§ 8a Abs. 4 , 8b Abs. 1 SGB VIII und § 4 KKG
Das Institut für soziale Arbeit e.V., der DKSB Landesverband NRW e.V. und die Bildungsakademie BiS haben seit dem Jahr 2005 im Rahmen ihrer Beratungs- und Fortbildungstätigkeiten zahlreiche Erfahrungen mit den Ansätzen und Strategien gesammelt, die die öffentlichen und freien Träger zur Umsetzung der rechtlichen Bestimmungen nach der Einführung des § 8a SGB VIII entwickelt haben. Die Ausgestaltung der Rolle der Kinderschutzfachkraft nach § 8a SGB VIII im Jahr 2005 stellte dabei in der Praxis eine besondere Herausforderung dar, da diese vom Gesetzgeber als neuer Akteur im Kinderschutz eingeführt wurde, aber für ihre Tätigkeit keine fachlich eindeutigen Handlungsleitlinien oder Vorbilder existierten.
Da Gefährdungen und Schädigungen von Säuglingen und Kleinkindern auch durch problematische Kinderschutzverläufe und die mediale Berichterstattung immer wieder in den Fokus der Öffentlichkeit und der Forschung gerückt wurden bzw. werden, standen zunächst auch beim Internationalen Bund (IB) vor allem Aktivitäten zum Kinderschutz in jenen Arbeitsfeldern im Mittelpunkt, in denen Kinder betreut und gefördert werden (Kindertagesbetreuung, Erziehungshilfen). Demgegenüber wurde – wie in der (Fach-)Öffentlichkeit insgesamt – auch im IB der Bereich „Schutz von Jugendlichen vor Gefährdungen“ nur punktuell und eher am Rande thematisiert.
Risikomanagement bei Kindeswohlgefährdung: Kompetentes Handeln sichern
Die Qualifizierung des Kinderschutzes ist seit einigen Jahren ein zentrales Anliegen der Jugendhilfe. Durch die Entwicklung Sozialer Frühwarnsysteme erfolgte eine verbesserte Früherkennung von Problemlagen bei Kindern. Nicht zuletzt durch die Einführung des § 8a SGB VIII (Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung) wurden Verfahren und Abläufe verbessert, örtliche Kooperationsstrukturen und -vereinbarungen entwickelt sowie Fachkräfte zum Kinderschutz geschult.
Empfehlungen des Deutschen Vereins zur Umsetzung des § 8 a SGB VIII
Empfehlung/Positionspapier
Ausgangspunkt der Empfehlungen sind die gesetzlichen Änderungen durch das KICK. Der Deutsche Verein möchte der Praxis konkrete Hilfestellungen an die Hand geben und dadurch Sicherheit im Umgang mit den neuen gesetzlichen Anforderungen vermitteln. Ziel ist, die gesetzlichen Änderungen durch § 8 a SGB VIII zu erläutern, durch die der Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung präzisiert worden ist und bei denen in der Umsetzung das Maß an Gestaltungsfreiheit so zu nutzen ist, dass im jeweiligen Einzelfall – entsprechend den individuellen Gegebenheiten – fachlich qualifiziert verfahren werden kann.
Handbuch Kindeswohlgefährdung nach §1666 BGB und Allgemeiner Sozialer Dienst (ASD) (Kopie 1)
Die Arbeit mit Fällen einer möglichen oder belegten Kindeswohlgefährdung hält eine große Anzahl an fachlichen und menschlichen Herausforderungen bereit. Für die betroffenen Kinder und ihre Familien steht viel auf dem Spiel. Alle im Feld Tätigen wissen dies. Entsprechend engagiert ist in der sachnächsten Behörde, den Allgemeinen Sozialen Diensten (ASD) der Jugendämter, das Streben nach kompetenter Sozialer Arbeit im Kontext von Kindeswohlgefährdung. Die Fachkräfte bei ihrer anspruchs- und verantwortungsvollen Arbeit durch gut aufbereitete, wichtige Informationen zu unterstützen, ist das vordringliche Ziel des vorliegenden Handbuchs „Kindeswohlgefährdung nach § 1666 BGB und Allgemeiner Sozialer Dienst (ASD)“.
Sexuelle Übergriffe unter Kindern haben in den letzten Jahren zunächst in praktischen Arbeitsfeldern und mit einiger Verzögerung schließlich auch in der Forschung zunehmend Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Erstens geht es darum, Kinder vor sexuellen Grenzverletzungen durch andere Kinder zu schützen, da solche Übergriffe bei den betroffenen Kindern ernsthafte Schädigungen nach sich ziehen können, die durchaus vergleichbar sind mit den Folgen sexuellen Missbrauchs durch Jugendliche und Erwachsene. Zweitens begeben sich Kinder, die sich sexualisiert verhalten, selbst in Gefahr, da ihre Anfälligkeit für dysfunktionale zwischenmenschliche Erfahrungen erhöht ist. Drittens deuten ausgeprägte sexuelle Auffälligkeiten auf das Vorliegen einer allgemeinen psychopathologischen Belastung hin, die sich über die verschiedenen Entwicklungsphasen hinweg weiterentwickeln kann.
DJI-Studie „Sexuelle Gewalt gegen Mädchen und Jungen in Institutionen“
Zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs hatte die ehemalige Unabhängige Beauftragte, Dr. Christine Bergmann, 2010/2011 gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung eine Institutionenbefragung in Schulen, Internaten und Heimen in Auftrag gegeben. Der vollständige Abschlussbericht ist online abrufbar.
Wer hilft mir helfen? Informationen zu sexuellem Kindesmissbrauch (in drei Sprachen)
Der Zentralrat der Muslime in Deutschland und der Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs haben vereinbart, miteinander zu kooperieren, um Kinder besser vor sexueller Gewalt zu schützen. Der Auftakt ist der Informationsflyer „Wer hilft mir helfen“ in Deutsch, Türkisch und Arabisch.

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 §1666
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