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Timestamp: 2019-11-21 13:30:27+00:00

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BGH, 12.01.1960 - I ZR 30/58 - dejure.org
BGH, 12.01.1960 - I ZR 30/58
https://dejure.org/1960,265
BGH, 12.01.1960 - I ZR 30/58 (https://dejure.org/1960,265)
BGH, Entscheidung vom 12.01.1960 - I ZR 30/58 (https://dejure.org/1960,265)
BGH, Entscheidung vom 12. Januar 1960 - I ZR 30/58 (https://dejure.org/1960,265)
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Plagiatsvorwurf / La chatte
NJW 1960, 672 (Ls.)
MDR 1960, 371
GRUR 1960, 500
BB 1960, 265
Er kann den Störer nicht nur gemäß § 1004 Abs. 1 Satz 2 BGB analog auf Unterlassung weiterer Störungen, sondern in entsprechender Anwendung von Satz 1 dieser Bestimmung auch auf Beseitigung eines durch die unwahren Tatsachenbehauptungen geschaffenen Zustands fortdauernder Rufbeeinträchtigung in Anspruch nehmen, der sich für ihn als eine stetig sich erneuernde und fortwirkende Quelle der Ehrverletzung darstellt (vgl. Senatsurteil vom 30. November 1971 - VI ZR 115/70, BGHZ 57, 325, 326 ff., 332 f.; BGH, Urteile vom 12. Januar 1960 - I ZR 30/58, JZ 1960, 701, 702; vom 28. September 1973 - I ZR 136/71, NJW 1973, 2285, 2286; BVerfG, AfP 1997, 619, 620;… NK-BGB/Katzenmeier, 2. Auflage, Vor §§ 823 ff Rn. 79 ff., § 823 Rn. 241 ff.;… MünchKommBGB/Rixecker, 6. Aufl., Anhang zu § 12 Rn. 219 ff.; Staudinger/Hager, 13. Bearb. 1999, § 823 C 271;… Palandt/Sprau, BGB, 74. Aufl., Einf v § 823 Rn. 38;… Teplitzky, Wettbewerbsrechtliche Ansprüche und Verfahren, 10. Aufl., 22. Kapitel, Rn. 2;… vgl. auch Senatsurteil vom 14. Mai 2013 - VI ZR 269/12, BGHZ 197, 213 Rn. 28 sowie zum Beseitigungsanspruch in Gestalt der Veröffentlichung einer strafbewehrten Unterlassungsverpflichtung bei unzulässiger Meinungsäußerung: Senatsurteil vom 25. November 1986 - VI ZR 57/86, BGHZ 99, 133, 136 ff.).
Die Löschung bzw. das Hinwirken auf Löschung im Internet abrufbarer Tatsachenbehauptungen kann dementsprechend nur verlangt werden, wenn und soweit die beanstandeten Behauptungen nachweislich falsch sind und die begehrte Abhilfemaßnahme unter Abwägung der beiderseitigen Rechtspositionen, insbesondere der Schwere der Beeinträchtigung, zur Beseitigung des Störungszustands geeignet, erforderlich und dem Störer zumutbar ist (vgl. Senatsurteile vom 3. Mai 1977 - VI ZR 36/74, BGHZ 68, 331, 337; vom 25. November 1986 - VI ZR 57/86, BGHZ 99, 133, 138;… vom 18. November 2014 - VI ZR 76/14, AfP 2015, 36 Rn. 40; BGH, Urteile vom 12. Januar 1960 - I ZR 30/58, JZ 1960, 701, 702 f.;… vom 18. September 2014 - I ZR 76/13, GRUR 2015, 258 Rn. 62 ff.;… MünchKomm-BGB/Rixecker, 6. Aufl., Anhang zu § 12 Rn. 223;… Wenzel/Gamer, Das Recht der Wort- und Bildberichterstattung, 5. Aufl., Kap. 13 Rn. 25;… Kamps in Götting/Schertz/Seitz, Handbuch des Persönlichkeitsrechts, § 49 Rn. 33 f., 49; jeweils mwN).
Unter Abwägung der beiderseitigen Grundrechtspositionen ist die schonendste Maßnahme zu wählen, die zur Beseitigung des Störungszustandes geeignet ist (Senatsurteile vom 3. Juni 1969 - VI ZR 17/68, WM 1969, 915, 917; vom 30. November 1971 - VI ZR 115/70, BGHZ 57, 325, 333; vom 25. November 1986 - VI ZR 57/86, BGHZ 99, 133, 138; BGH, Urteil vom 21. Januar 1960 - I ZR 30/58, JZ 1960, 701, 702 f.; Seyfarth, NJW 1999, 1287, 1294;… MünchKomm-BGB/Rixecker, 6. Aufl., Anhang zu § 12 Rn. 223;… Wenzel/Gamer, Das Recht der Wort- und Bildberichterstattung, 5. Aufl., Kap. 13 Rn. 25;… Kamps in Götting/Schertz/Seitz, Handbuch des Persönlichkeitsrechts, § 49 Rn. 33 f., 49; vgl. auch BVerfGE 97, 125, 150).
Um den Eindruck eines Fehlers durch die frühere Berichterstattung zu vermeiden, ist dabei ein Hinweis auf die zwischenzeitliche Klärung des Sachverhalts, deren Einzelheiten nicht ausgeführt werden müssen, aufzunehmen (vgl. BGH, Urteil vom 12. Januar 1960 - I ZR 30/58, aaO).
Demgegenüber wird der verschuldensunabhängige Anspruch auf Richtigstellung bei einer fortdauernden Beeinträchtigung nicht ausgeschlossen, weil kein rechtfertigender Grund erkennbar ist, an Behauptungen festzuhalten, die - wie hier - als unwahr anzusehen sind (vgl. BVerfGE 97, 125, 149; BGH, Urteil vom 12. Januar 1960 - I ZR 30/58 - MDR 1960, 371;… Damm/Rehbock, aaO, Rn. 869;… Soehring, aaO, Rn. 31.4; Soehring/Seelmann-Eggebert, NJW 2005, 571, 581).
Dass die Begründung eines Zustandes nicht rechtswidrig gewesen ist, steht seiner Beurteilung als Störung bei seiner Fortdauer nach den allgemeinen Grundsätzen nicht entgegen (…s. z.B. BGH, Urt. v. 18.11.2014, Az. VI ZR 76/14; std. Rspr seit BGH, Urt. v. 12.1. 1960, GRUR 1960, S. 500 ff., 502 ff.).
Der erwähnten Rechtsprechung zur Presse- und Bildberichterstattung liegt die allgemeine Erwägung zugrunde, dass sich die Abwehr einer Beeinträchtigung wie auch der Anspruch auf Abgabe einer die fortwirkende Beeinträchtigung beseitigenden Erklärung stets in den Grenzen des Zumutbaren halten muss, die unter Abwägung der beiderseitigen Interessen zu ziehen sind, und dass unter mehreren ausreichenden Mitteln der Abwehr nur das schonendste gewählt werden darf (…BGH, Urt. v. 15. Januar 1957 -I ZR 190/55, NJW 1957, 827; Urt. v. 12. Januar 1960 - I ZR 30/58, JZ 1960, 701).
Die Vorschrift des § 193 StGB nimmt dem Mitteilenden das Risiko ab, daß sich eine von ihm aufgestellte Behauptung trotz Beachtung der von ihm zu verlangenden Sorgfaltspflichten nachträglich als falsch erweist; sie greift also - den Nachweis sorgfältiger Recherchen vorausgesetzt - sogar in solchen Fallen ein, in denen dieses Risiko infolge festgestellter Unwahrheit der Behauptung praktisch wird (BGH, Urteil vom 12. Januar 1960 - I ZR 30/58 - GRUR 1960, 500, 502;… Wenzel, Das Recht der Wort- und Bildberichterstattung 2. Aufl. Rn. 5.33 f und 5.98).
Deshalb kann nur eine Erklärung des Inhalts verlangt werden, dass der Verdacht nicht aufrechterhalten wird, zumal diese auch den Interessen des Betroffenen genügt (vgl. bereits BGH NJW 1960, 672 - La Chatte ebenso Prinz/Peters, a.a.O., Rn. 681).
Es reicht, dass der von ihr geschaffene Störungszustand als rechtswidrig fortdauert (vgl. bereits BGH NJW 1960, 672 - La Chatte;… Prinz/Peters, a.a.O., Rn. 681).
Die Pflicht, eine Erklärung abzugeben, die einen geschaffenen Störungszustand beseitigt oder doch mindert, ist aber nicht schlechthin davon abhängig, ob die Beklagte im Zeitpunkt der Äußerung rechtswidrig gehandelt hat (BGH Urt. v. 12. Januar 1960 - I ZR 30/58 = LM BGB § 1004 Nr. 49 = JZ 1960, 170 [BVerfG 17.03.1959 - 1 BvL 5/57];… vgl. auch Urt. v. 11. Januar 1966 - VI ZR 221/63 = LM GG Art. 5 Nr. 22 = NJW 1966, 647 [BGH 11.01.1966 - VI ZR 221/63]).
Auch zur (hier entsprechenden) Anwendung des § 1004 Abs. 2 BGB ist erforderlich, daß die Folgen eines rechtmäßigen Eingriffs in den Duldungsbereich fallen (…Erman/Hefermehl 4. Aufl. § 1004, 9 und 10; vgl. auch Westermann JZ 1960, 692, 694 [BGH 12.01.1960 - I ZR 30/58] II a.E; Baur, AcP 160, 465, 480 ff).
In I ZR 30/58 gab der Gesichtspunkt der Wahrnehmung berechtigter Interessen einen Rechtfertigungsgrund für die Behauptung und Verbreitung nicht erweislich wahrer Tatsachen, aber damit nicht für Bestehenlassen einer erwiesen unwahren Tatsachenbehauptung (vgl. Neumann-Duesberg in Schulze BGHZ Nr. 67 Anm. 22).
BGH, 13.12.1984 - I ZR 107/82
Dem stehen die vom Berufungsgericht genannten Entscheidungen des Bundesgerichtshofes vom 12.01.1960 - I ZR 30/58 (GRUR 1960, 500, 504 - Plagiatsvorwurf) und vom 20.11.1975 - KZR 1/75 (GRUR 1976, 206, 209 = WRP 1976, 156 - Rossignol) nicht entgegen, da es in jenen Fällen um die Feststellung der Zulässigkeit von künftigen Verhaltensweisen ging, die - anders als vorliegend - in hohem Maße hypothetisch waren und deren Bewertung in der Tat von den erst in der Zukunft zu erwartenden und unbestimmten und in den dort vorliegenden Sachverhalten noch nicht konkretisierten Umständen abhing.
BGH, 20.11.1975 - KZR 1/75
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BGH, 13.10.1961 - I ZR 6/60

References: § 1004
 § 823
 § 12
 § 823
 § 823
 § 12
 § 49
 § 12
 § 49
 § 193
 BGH 
 BGH 
 § 1004
 Art. 5
 § 1004
 § 1004