Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20090128_OGH0002_0070OB00286_08X0000_000&IncludeSelf=False
Timestamp: 2020-02-24 18:26:04+00:00

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RIS - Rechtssätze für 7Ob286/08x - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 6Ob613/85 8Ob700/86 1Ob...
RS0035234
6Ob613/85; 8Ob700/86; 1Ob632/87; 2Ob14/88; 3Ob110/94 (3Ob1094/94); 10ObS73/95; 10ObS18/96; 3Ob2322/96h; 9Ob82/97t; 4Ob329/98f; 1Ob169/99f; 6Ob102/00v; 2Ob27/01m; 10ObS167/01h; 10ObS4/02i; 6Ob216/02m; 3Ob50/04f; 10Ob33/05h; 3Ob275/05w; 7Ob286/08x; 9Ob24/11m; 4Ob42/11x; 9Ob6/13t; 1Ob129/18d; 1Ob168/18i
ZPO §6a
ZPO §190 Abs1 A
Bis zur Entscheidung des Pflegschaftsgerichtes ist das Verfahren auszusetzen.
6 Ob 613/85
Entscheidungstext OGH 27.06.1985 6 Ob 613/85
Veröff: EvBl 1986/162 S 686
8 Ob 700/86
Entscheidungstext OGH 26.03.1987 8 Ob 700/86
Auch; Beisatz: Der Rechtsstreit wird bis zur Entscheidung des Pflegschaftsgerichtes unterbrochen. (T1) Veröff: SZ 60/56
1 Ob 632/87
Entscheidungstext OGH 15.07.1987 1 Ob 632/87
Vgl; Veröff: RZ 1988/39 S 167
2 Ob 14/88
Entscheidungstext OGH 15.03.1988 2 Ob 14/88
Auch; Beisatz: Hier: "Aussetzung" mit Unterbrechungbeschluss durch OGH. (T2)
3 Ob 110/94
Entscheidungstext OGH 07.09.1994 3 Ob 110/94
10 ObS 73/95
Entscheidungstext OGH 25.04.1995 10 ObS 73/95
10 ObS 18/96
Entscheidungstext OGH 06.02.1996 10 ObS 18/96
3 Ob 2322/96h
Entscheidungstext OGH 18.06.1997 3 Ob 2322/96h
Beisatz: Verständigt ein Gericht gemäß § 6a ZPO das Pflegschaftsgericht, so hat es das bei ihm geführte Verfahren in sinngemäßer Anwendung des § 190 Abs 1 ZPO zu unterbrechen. (T3)
9 Ob 82/97t
Entscheidungstext OGH 09.07.1997 9 Ob 82/97t
4 Ob 329/98f
Entscheidungstext OGH 15.12.1998 4 Ob 329/98f
6 Ob 102/00v
Entscheidungstext OGH 28.06.2000 6 Ob 102/00v
2 Ob 27/01m
Entscheidungstext OGH 22.02.2001 2 Ob 27/01m
Beis wie T1; Beisatz: Hier: Verfahren über die außerordentliche Revision. (T4)
Auch; Beis wie T2 nur: Hier: Unterbrechungsbeschluss durch OGH. (T5)
10 ObS 4/02i
Entscheidungstext OGH 29.01.2002 10 ObS 4/02i
6 Ob 216/02m
Entscheidungstext OGH 12.09.2002 6 Ob 216/02m
3 Ob 50/04f
Entscheidungstext OGH 25.03.2004 3 Ob 50/04f
10 Ob 33/05h
Entscheidungstext OGH 22.03.2005 10 Ob 33/05h
3 Ob 275/05w
Entscheidungstext OGH 30.05.2006 3 Ob 275/05w
Vgl auch; Beisatz: Ein in Rechtskraft erwachsener Beschluss des Erstgerichts auf Unterbrechung des Verfahrens gemäß § 6a ZPO bindet auch den Obersten Gerichtshof. Auf die Frage der funktionellen Zuständigkeit des Erstgerichts für diese Beschlussfassung während anhängigen Revisionsrekursverfahrens ist daher nicht einzugehen. (T6)
9 Ob 24/11m
Entscheidungstext OGH 26.05.2011 9 Ob 24/11m
4 Ob 42/11x
Entscheidungstext OGH 10.05.2011 4 Ob 42/11x
Vgl; Beisatz: Für juristische Personen besteht kein dem § 6a ZPO nachgebildetes Verfahren für den Fall, dass diese nach der Vollmachtserteilung geschäftsunfähig werden (hier: Enthebung des Verlassenschaftskurators). (T7)
9 Ob 6/13t
Entscheidungstext OGH 21.02.2013 9 Ob 6/13t
1 Ob 129/18d
Entscheidungstext OGH 26.09.2018 1 Ob 129/18d
Auch; Beisatz: Im Verfahren außer Streitsachen kann § 25 Abs 2 Z 1 AußStrG 2005 für eine beschlussmäßige Unterbrechung herangezogen werden. (T8)
1 Ob 168/18i
Entscheidungstext OGH 17.10.2018 1 Ob 168/18i
Auch; Beis wie T3; Beisatz: Hier: Unterbrechung des Rekursverfahrens vor dem Rekursgericht. (T9)
ECLI:AT:OGH0002:1985:RS0035234
JJR_19850627_OGH0002_0060OB00613_8500000_001
Rechtssatz für 1Ob632/87 2Ob564/88 3Ob...
RS0037720
1Ob632/87; 2Ob564/88; 3Ob2322/96h; 4Ob329/98f; 3Ob84/99w; 3Ob63/01p; 3Ob50/04f; 6Ob82/07p; 7Ob286/08x; 4Ob42/11x; 7Ob123/15m; 1Ob129/18d
ZPO §6 Abs2
ZPO §6 Abs3
ZPO §192 Abs1 A
Der Schlusssatz des § 6 a ZPO gilt nur für jene Beschlüsse, mit denen das Prozessgericht ungeachtet der erfolgten Verständigung des Pflegschaftsgerichtes wegen Gefahr in Verzug die Partei, an deren Prozessfähigkeit es zweifelte, zur Vornahme notwendiger Prozesshandlungen zuließ. Einen Unterbrechungsbeschluss sieht § 6 a ZPO nicht vor. Unterbricht das Prozessgericht nach Verständigung des Pflegschaftsgerichtes das Verfahren, hat dieser Beschluß seine Grundlage in § 190 Abs 1 ZPO; er ist nach der allgemeinen Vorschrift des § 192 Abs 1 ZPO jedenfalls dann anfechtbar, wenn das Gericht darüber hinaus - durch § 6 a ZPO nicht gedeckt - auch anordnete, dass das Verfahren nur über Antrag einer der Parteien fortgesetzt worden werde.
Veröff: RZ 1988/39 S 167
2 Ob 564/88
Entscheidungstext OGH 12.07.1988 2 Ob 564/88
nur: Einen Unterbrechungsbeschluss sieht § 6 a ZPO nicht vor. (T1)
nur: Unterbricht das Prozessgericht nach Verständigung des Pflegschaftsgerichtes das Verfahren, hat dieser Beschluss seine Grundlage in § 190 Abs 1 ZPO; er ist nach der allgemeinen Vorschrift des § 192 Abs 1 ZPO anfechtbar. (T2); Beisatz: Nach Vorliegen der rechtskräftigen Entscheidung des Pflegschaftsgerichtes ist das Verfahren immer von Amts wegen aufzunehmen ist, weshalb im Unterbrechungsbeschluss nicht angeordnet werden darf, dass das Verfahren nur über Antrag einer der Parteien fortgesetzt wird. (T3)
3 Ob 84/99w
Entscheidungstext OGH 28.04.1999 3 Ob 84/99w
Vgl auch; nur: Unterbricht das Prozessgericht nach Verständigung des Pflegschaftsgerichtes das Verfahren, hat dieser Beschluss seine Grundlage in § 190 Abs 1 ZPO. (T4); Beisatz: Für den Anwendungsbereich des § 6a ZPO muss dies auch im Verfahren außer Streitsachen gelten. (T5)
3 Ob 63/01p
Entscheidungstext OGH 21.03.2001 3 Ob 63/01p
6 Ob 82/07p
Entscheidungstext OGH 25.05.2007 6 Ob 82/07p
Auch; Beis wie T3 nur: Nach Vorliegen der rechtskräftigen Entscheidung des Pflegschaftsgerichtes ist das Verfahren von Amts wegen aufzunehmen. (T6)
7 Ob 123/15m
Entscheidungstext OGH 02.09.2015 7 Ob 123/15m
Auch; Beis wie T5; Beisatz: Eine Unterbrechung durch konstitutiven Beschluss kann auch in den Fällen erfolgen, in denen die natürliche Person anwaltlich vertreten ist. Das Abwarten des Verfahrens über eine Sachwalterbestellung (nun Erwachsenenvertretung) kann zur auch Klärung der Frage,ob die Partei nicht schon im Zeitpunkt der Erteilung der Vollmacht geschäftsunfähig war und ob sie daher überhaupt eine gültige Prozessvollmacht erteilen konnte, zweckmäßig sein. (T8); Beisatz: Im Verfahren außer Streitsachen kann § 25 Abs 2 Z 1 AußStrG 2005 für eine beschlussmäßige Unterbrechung herangezogen werden. (T9); Bemerkung: Abweichend zu der in 1 Ob 236/08z vertretenen Auffassung. (T10)
ECLI:AT:OGH0002:1987:RS0037720
JJR_19870715_OGH0002_0010OB00632_8700000_004
Rechtssatz für 4Ob2386/96b 4Ob2391/96p...
RS0107622
4Ob2386/96b; 4Ob2391/96p; 10Ob44/06b; 7Ob286/08x; 4Ob211/08w; 4Ob201/08z; 4Ob32/09y; 4Ob87/09m
ZPO §190 D15
GOG §90a
EWGV Art177
Nach dem Wortlaut des Gesetzes haben auch die Bestimmungen über die Unterbrechung des Verfahrens für die Exekution zu gelten; sie sind jedoch unanwendbar, soweit die Exekutionsordnung besondere Regelungen trifft. Auch soweit gegenteilige Regelungen fehlen, können diese Bestimmungen aber nur insoweit auch für das Provisorialverfahren gelten, als sie mit dessen Wesen vereinbar sind (§ 402 Abs 4 EO: "sinngemäß"). Eine Unterbrechung des Verfahrens wegen Präjudizialität eines anderen Rechtsstreites (§ 190 ZPO) ist mit dem Zweck des Provisorialverfahrens, einstweiligen Rechtsschutz zu gewähren, unvereinbar. Hier: § 190 ZPO kann nicht sinngemäß angewendet werden, wenn über eine im Provisorialverfahren zu entscheidende Frage ein Vorabentscheidungsverfahren anhängig ist.
4 Ob 2386/96b
Entscheidungstext OGH 14.01.1997 4 Ob 2386/96b
4 Ob 2391/96p
Entscheidungstext OGH 14.01.1997 4 Ob 2391/96p
Veröff: SZ 70/1
nur: Eine Unterbrechung des Verfahrens wegen Präjudizialität eines anderen Rechtsstreites (§ 190 ZPO) ist mit dem Zweck des Provisorialverfahrens, einstweiligen Rechtsschutz zu gewähren, unvereinbar. (T1); Beisatz: Dies gilt in gleicher Weise auch für den Fall des Verlusts der Prozessfähigkeit gemäß §158 ZPO oder für den Fall des Vorgehens des Gerichts gemäß §6a ZPO. (T2)
Vgl aber; Beisatz: Der Senat hält seine in den Entscheidungen 4 Ob 2386/96b und 4Ob2391/96p vertretene Auffassung, Sicherungsverfahren könnten nicht bis zur Erledigung eines in einem anderen Verfahren gestellten Vorabentscheidungsersuchens unterbrochen werden, nicht aufrecht. Vielmehr ist auch hier im Einzelfall zu prüfen, ob eine solche Unterbrechung zweckmäßig ist. Das wird insbesondere dann anzunehmen sein, wenn die Zweifel an der Auslegung des Gemeinschaftsrechts so schwerwiegend sind, dass - läge noch kein Vorabentscheidungsersuchen vor - ein solches Ersuchen auch in einem Sicherungsverfahren angezeigt wäre. (T3); Beisatz: Eine amtswegige Fortsetzung ist nicht erforderlich, da (auch) Sicherungsverfahren der Disposition der Parteien unterliegen. (T4)
4 Ob 201/08z
Entscheidungstext OGH 21.04.2009 4 Ob 201/08z
4 Ob 32/09y
Entscheidungstext OGH 12.05.2009 4 Ob 32/09y
Vgl aber; Beis ähnlich wie T3; Beis wieT4
Vgl aber; Beis wie T3; Beis wie T4
ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0107622
JJR_19970114_OGH0002_0040OB02386_96B0000_002

References: §6
 §190
 OGH 
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 § 6
 § 190
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 § 6
 OGH 
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 § 6
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 § 25
 OGH 
 §6
 §6
 §192
 § 6
 § 6
 § 190
 § 192
 § 6
 OGH 
 § 6
 § 190
 § 192
 OGH 
 § 190
 § 6
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 § 25
 §190
 §90
 § 190
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 §158
 §6
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