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Timestamp: 2019-07-21 11:59:41+00:00

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BAG, 09.11.1973 - 3 AZR 66/73 - dejure.org
https://dejure.org/1973,285
BAG, 09.11.1973 - 3 AZR 66/73 (https://dejure.org/1973,285)
BAG, Entscheidung vom 09.11.1973 - 3 AZR 66/73 (https://dejure.org/1973,285)
BAG, Entscheidung vom 09. November 1973 - 3 AZR 66/73 (https://dejure.org/1973,285)
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BGB § 133 § 157 § 242 § 397 § 611 Abs. 1
LAG Niedersachsen, 05.12.1972 - 2 Sa 652/71
VersR 1974, 694
BB 1974, 280
DB 1974, 487
Anders als Versorgungsansprüche stellen Ansprüche auf Nachteilsausgleich keine nachträgliche Vergütung für bereits geleistete Dienste dar, die wegen ihrer Versorgungsfunktion und Bedeutung von Ausgleichsquittungen nur erfasst werden, wenn dies deutlich zum Ausdruck gebracht wird (BAG 9. November 1973 - 3 AZR 66/73 - AP BGB § 242 Ruhegehalt Nr. 163 = EzA BGB § 242 Ruhegeld Nr. 28, zu I 2 der Gründe).
Kein Arbeitnehmer wird ohne besonderen Grund auf derartige Rechte verzichten wollen (vgl. BAG 9. November 1973 - 3 AZR 66/73 - zu I 2 der Gründe, AP BGB § 242 Ruhegehalt Nr. 163 = EzA BGB § 242 Ruhegeld Nr. 28).
a) Eine allgemeine Ausgleichsklausel wie § 8 des Aufhebungsvertrages erfaßt zwar in der Regel auch Ansprüche, an welche die Parteien nicht aktuell gedacht haben; Sinn und Zweck einer solchen Regelung ist es, die endgültige Abwicklung des mit dem Aufhebungsvertrag beendeten Arbeitsverhältnisses zu erleichtern (BAG 9. November 1973 - 3 AZR 66/73 - AP BGB § 242 Ruhegehalt Nr. 163 = EzA BGB § 242 Ruhegeld Nr. 28, zu I 2 der Gründe; 10. Mai 1978 - 5 AZR 97/77 - AP ZPO § 794 Nr. 25 =EzA ZPO § 794 Nr. 3).
Allgemeine Ausgleichsformulierungen, wie sie sich auch im § 8 des Aufhebungsvertrages der Parteien finden, hat der Senat nicht ausreichen lassen (BAG 9. November 1973 - 3 AZR 66/73 - aaO; 27. Februar 1990 - 3 AZR 213/88 - AP BetrAVG § 1 Vordienstzeiten Nr. 13 = EzA BetrAVG § 1 Nr. 56; 14. August 1990 - 3 AZR 285/89 - AP BetrAVG § 1 Invaliditätsrente Nr. 10 = EzA BetrAVG § 1 Nr. 60).
Ende April 1974 forderte der Kläger beim Bundesarbeitsgericht die Urteile des Senats vom 10. März 1972 - 3 AZR 278/71 - und vom 9. November 1973 - 3 AZR 66/73 - an.
Ausgleichsquittung gezahlte Abfindung kann gemäß Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 09.09.1973/ Az: 3 AZR 66/73 nicht auf die Betriebsrente angerechnet werden, da lt.
Das vom Kläger gegengezeichnete Schreiben vom selben Tage stelle zwar keine eigentliche Ausgleichsquittung dar, jedoch seien die vom Senat zum Verzicht auf Ruhegeldansprüche in einer Ausgleichsquittung entwickelten strengen Grundsätze anzuwenden (Urteil vom 9. November 1973 - 3 AZR 66/73 - AP Nr. 163 zu § 242 BGB Ruhegehalt).
Das Berufungsgericht ist zutreffend davon ausgegangen, daß es sich bei dem Schreiben vom 30. Mai 1974 nicht um eine Ausgleichsquittung handelt, wie sie in der vom Kläger mehrfach herangezogene Entscheidung des Senats vom 9. November 1973 (aaO) zu beurteilen war.
Erst in der Zukunft fällig werdende Versorgungsansprüche eines vorzeitig ausscheidenden Arbeitnehmers werden von einer solchen einfachen Ausgleichsklausel aber nicht erfaßt (Senatsurteile vom 9. November 1973 - 3 AZR 66/73 - AP Nr. 163 zu § 242 BGB Ruhegehalt; vom 3. Mai 1983 - 3 AZR 1263/79 - BAGE 42, 312, 320 = AP Nr. 4 zu § 128 HGB, zu A III der Gründe; vom 27. Februar 1990 - 3 AZR 213/88 - AP Nr. 13 zu § 1 BetrAVG Vordienstzeiten, zu 3. der Gründe; Höfer, BetrAVG, Stand September 1995, ART Rz 302, m.w.N.).
Deshalb muß sich nach dem Wortlaut der Erklärung und den Begleitumständen klar ergeben, daß und in welchem Umfang der Arbeitnehmer ihm bekannte oder mögliche Ansprüche aufgibt (BAG AP Nr. 163 zu § 242 BGB Ruhegehalt [zu I 2 der Gründe]).
Der Dritte Senat hat zu einem Verzicht auf Ruhegeldansprüche in einer Ausgleichsquittung ausgesprochen, daß der Arbeitnehmer wegen der Bedeutung dieser Ansprüche auf solche im Regelfälle nicht verzichten wolle und auch der Arbeitgeber nicht annehmen könne, der Arbeitnehmer wolle bei Unterzeichnung der Ausgleichsquittung beiläufig auf so bedeutsame Ansprüche verzichten (AP Nr. 163 zu § 242 BGB Ruhegehalt [zu I 2 der Gründe]).
Ruhegeldansprüche werden von einer Ausgleichsquittung nur dann erfaßt, wenn sie ausdrücklich und unmißverständlich genannt werden (BAG Urteil vom 9. November 1973 - 3 AZR 66/73 - AP Nr. 163 zu § 242 BGB Ruhegehalt, zu I 2 der Gründe).
Nach der Verkehrsauffassung im Arbeitsleben beziehen sich Ausgleichsquittungen regelmäßig auf Ansprüche, über welche die Parteien vorher gestritten haben, ferner auf solche, an die die Parteien nicht gedacht haben oder die für die Zukunft jedenfalls erledigt sein sollen (BAG Urteil vom 9. November 1973 - 3 AZR 66/73 - AP Nr. 163 zu § 242 BGB Ruhegehalt, zu I 2 der Gründe).
Mit einer ähnlichen Begründung hat das Bundesarbeitsgericht Ruhegeldansprüche vom Geltungsbereich einer allgemeinen Ausgleichsklausel ausgenommen (BAG Urteil vom 9. November 1973 - 3 AZR 66/73 - AP Nr. 163 zu § 242 BGB Ruhegehalt).
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References: § 133
 § 157
 § 242
 § 397
 § 611
 § 242
 § 242
 § 242
 § 242
 § 8
 § 242
 § 242
 § 794
 § 794
 § 8
 § 1
 § 1
 § 1
 § 1
 § 242
 § 242
 § 128
 § 1
 § 242
 § 242
 § 242
 § 242
 § 242