Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=10%20U%20205/01
Timestamp: 2020-06-07 03:49:33+00:00

Document:
OLG Stuttgart, 16.04.2002 - 10 U 205/2001 - dejure.org
OLG Stuttgart, 16.04.2002 - 10 U 205/2001
https://dejure.org/2002,2660
OLG Stuttgart, 16.04.2002 - 10 U 205/2001 (https://dejure.org/2002,2660)
OLG Stuttgart, Entscheidung vom 16.04.2002 - 10 U 205/2001 (https://dejure.org/2002,2660)
OLG Stuttgart, Entscheidung vom 16. April 2002 - 10 U 205/2001 (https://dejure.org/2002,2660)
Tipp: Um den Kurzlink (hier: https://dejure.org/2002,2660) schnell in die Zwischenablage zu kopieren, können Sie die Tastenkombination Alt + R verwenden - auch ohne diesen Bereich zu öffnen.
Tierhalterhaftung: Mithaftung des von einem frei laufenden Schäferhund verletzten Halters eines angeleinten Pudels
Mithaftung des von einem frei laufenden Schäferhund verletzten Halters eines angeleinten Pudels
BGB § 254 § 833 S. 1 § 823 Abs. 1
Umfang der Tierhalterhaftung; Nicht angeleinter Schäferhund außerhalb der Sichtweite der ihn führenden Person
Schäferhund bringt Pudelbesitzerin zu Fall - Haftet die Verletzte wegen ihres Pudels mit?
Kein Mitverschulden wegen angeleinten Pudel
Schäferhund ohne Leine ist gefährlicher als angeleinter Pudel // Tierhalterhaftung richtet sich nach Verhältnis der Tiergefahr
Schadensersatzrecht; keine Mithaftung eines Hundehalters wegen bloßen ,,Daseins'' eines angeleinten Hundes
LG Stuttgart - 3 O 788/01
NJW-RR 2003, 242
VersR 2003, 1318
OLG Frankfurt, 15.01.2004 - 3 U 127/03
Tierhalterhaftpflichtversicherung: Leistungsausschluss für Verletzung beim …
Dazu gehört zum Beispiel auch die Haftung des nicht vertraglich tätigen Tierhüters aus § 823 Abs. 1 BGB wegen Verletzung der Verkehrssicherungspflicht (vgl. OLG Stuttgart v. 16.4.2002 - 10 U 205/01, OLGReport Stuttgart 2003, 64 = NJW-RR 2003, 242;… Palandt, BGB, 63. Aufl., § 834 Rz. 1).
LG Coburg, 07.02.2007 - 12 O 741/06
Zur Haftung des Hundebesitzers, wenn sein Liebling einen Spaziergänger verletzt
b) Zwar begründet das bloße Dasein der angeleinten Hunde der Klägerin keine Mitverursachungsquote (vgl. OLG Stuttgart NJW-RR 2003, 242 ff.).
Die Tiergefahr kann, z.B. bei fehlender Beaufsichtigung des Tieres durch den Beklagten, gegenüber der Tiergefahr eines anderen Tieres auch gänzlich zurücktreten (OLG Oldenburg, r+s 2002, 155, 156; OLG Stuttgart, NJW-RR 2003, 242) oder den klägerischen Anspruch lediglich zu einem Teil mindern (OLG Hamm, NJW-RR 1995, 598, 599, 1/3; OLG Koblenz, NJW-RR 2002, 1106, Minderung um 1/3; OLG München, VersR 2011, 1412, 30 Prozent).
Ein Mitverschulden wird zwar weder durch eine bloße Nähe (OLG Stuttgart, NJW-RR 2003, 242) noch durch ein nahes Aufreiten (OLG Koblenz, NJW-RR 2006, 529, 530) notwendigerweise indiziert.
Allein das bloße "Dasein" eines angeleinten Hundes ergebe noch keine Mithaftung (OLG Stuttgart NJW-RR 2003, 242).
LG Bonn, 23.02.2018 - 1 O 91/17
Haftung Tierhalter; Hund; Sturz Mitverschulden
Vielmehr ist entscheidend und durch die Zeugen bestätigt worden, dass sich vorliegend eine von "X" ausgehende typische Tiergefahr im Sinne von § 833 Satz 1 BGB dadurch verwirklicht hat (vgl. OLG Koblenz NJW 2003, 2834f.; OLG Stuttgart NJW-RR 2003, 242; OLG Nürnberg NJW-RR 1991, 741;… Palandt/Sprau, BGB, 77.Aufl. 2018, § 833 Rd.6 und 7 jeweils m.w.N.), dass dieser in seinem unberechenbaren Bewegungsverhalten auf die anderen Hunde und insbesondere "F" fixiert in die Gehrichtung der Klägerin hineingelaufen ist und diese dadurch zu Fall gebracht hat.

References: § 254
 § 833
 § 823
 § 823
 § 834
 § 833
 § 833