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Timestamp: 2016-10-28 12:08:57+00:00

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2C_103/2016 (30.08.2016)
2C_103/2016 � � Urteil vom 30. August 2016
vertreten durch Rechtsanw�ltin Dr. Barbara Strehle,
Am 8. September 2015 disziplinierte die Anwaltskommission des Kantons Schwyz (hiernach: Anwaltskommission) den im Anwaltsregister des Kantons Z�rich eingetragenen Rechtsanwalt Dr. A.________ mit einem Verweis wegen Verletzung von Berufsregeln. Die Anwaltskommission hielt fest, A.________ habe sich in verschiedenen schriftlichen Eingaben gegen�ber der Gegenpartei (B.________, nachfolgend auch: Anzeigeerstatter), deren Rechtsvertreter sowie einem Dritten (C.________) mehrfach in unn�tig verletzender Weise ge�ussert. Gegen den Entscheid der Anwaltskommission reichte A.________ Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz ein. Dieses hiess die Beschwerde im Kostenpunkt gut, wies sie aber im �brigen ab.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 29. Januar 2016 beantragt A.________ die Aufhebung des vorinstanzlichen Urteils. Eventualiter sei die Sache zur Erg�nzung des Sachverhalts und neuer Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Das angefochtene Urteil unterliegt als verfahrensabschliessender, kantonal letztinstanzlicher Gerichtsentscheid in einer Angelegenheit des �ffentlichen Rechts der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (vgl. Art. 82 lit. a BGG, Art. 86 Abs. 1 lit. d und Abs. 2 BGG, Art. 90 BGG); ein Ausschlussgrund im Sinn von Art. 83 BGG liegt nicht vor. Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde (vgl. Art. 42 und 100 Abs. 1 BGG) des hierzu legitimierten Beschwerdef�hrers (Art. 89Abs. 1 BGG) ist einzutreten.
3.1.�Gem�ss der Generalklausel von Art. 12 lit. a des Bundesgesetzes �ber die Freiz�gigkeit der Anw�ltinnen und Anw�lte vom 23. Juni 2000 (Anwaltsgesetz, BGFA, SR 935.61) haben die Rechtsanw�ltinnen und -anw�lte ihren Beruf sorgf�ltig und gewissenhaft auszu�ben. Diese Verpflichtung beschl�gt s�mtliche Handlungen des Rechtsanwalts und erfasst neben der Beziehung zum eigenen Klienten sowohl die Kontakte mit der Gegenpartei als auch jene mit den Beh�rden (BGE 130 II 270 E. 3.2 S. 276). Verletzungen der Berufsregeln k�nnen von der Aufsichtsbeh�rde namentlich mit einem Verweis sanktioniert werden (Art. 17 Abs. 1 lit. b BFGA).
3.2.1.�Als Berufspflicht obliegt den Anw�ltinnen und den Anw�lten in erster Linie, die Interessen ihres Klienten bestm�glich zu vertreten. Als Verfechter von Parteiinteressen sind sie einseitig t�tig. Sie sind nicht verpflichtet, stets das f�r die Gegenpartei mildeste Vorgehen zu w�hlen (vgl. BGE 130 II 270 E. 3.2.2 S. 278). Gem�ss der Rechtsprechung des Bundesgerichts sollen Anw�lte die Interessen ihrer Mandanten auch pointiert vertreten d�rfen, um die zu erl�uternden Rechtspositionen nachhaltig auf den Punkt zu bringen (vgl. Urteil 6B_666/2011 vom 12. M�rz 2012 E. 1.2). Sie d�rfen im Sinne ihres Klienten durchaus energisch auftreten und sich den Umst�nden entsprechend scharf ausdr�cken; es kann nicht verlangt werden, dass sie jedes Wort genau abw�gen (vgl. Urteile 2C_737/2008 vom 8. April 2009 E. 3.3; 2A.168/2005 vom 6. September 2005 E. 2.2.2). Hinzunehmen ist auch ein gewisses Mass an �bertreibenden Bewertungen und gar Provokationen, soweit sich die anwaltlichen �usserungen weder als v�llig sachwidrig noch als unn�tig beleidigend erweisen. Diese "rhetorische Freiheit" ist den Anw�lten mit R�cksicht auf ihre berufsrechtliche Verpflichtung zur einseitigen Interessenwahrung ihrer Auftraggeber zuzubilligen. Sie sind zur Parteilichkeit, nicht zur Objektivit�t berufen (vgl. Urteil 6B_666/2011 vom 12. M�rz 2012 E. 1.2 mit Hinweisen).
3.2.2.�Gleichwohl sind nicht s�mtliche Mittel durch die Aus�bung der���anwaltlichen Berufspflicht gerechtfertigt. Der Rechtsanwalt hat alles zu unterlassen, was die Vertrauensw�rdigkeit der Anwaltschaft in Frage stellt (Urteil 2A.168/2005 vom 6. September 2005 E. 2.2.3). Er hat dazu beizutragen, dass Rechtsstreitigkeiten sachgerecht und professionell ausgetragen werden (vgl.� WALTER FELLMANN, �in: Fellmann/Zindel [Hrsg.], Kommentar zum Anwaltsgesetz, 2. Aufl. 2011, N. 50 zu Art. 12 BGFA). Aufgrund seiner besonderen Stellung ist er zu einer gewissen Zur�ckhaltung verpflichtet und gehalten, einer Eskalation der Streitigkeiten entgegenzuwirken und nicht sie zu f�rdern. Er hat deshalb exzessive Angriffe auf die Gegenpartei zu unterlassen.���Ein unn�tig forsches und unangebracht hartes Vorgehen des Rechtsanwalts entspricht in der Regel nicht dem Gebot der sorgf�ltigen und gewissenhaften Berufsaus�bung; es kann nicht im Interesse des Klienten liegen, die Gegenpartei ohne Not zu ver�rgern und dadurch die Fronten (zus�tzlich) zu verh�rten (vgl. BGE 130 II 270 E. 3.2.2 S. 277 f.). Anw�ltinnen und Anw�lte sollen keine �usserungen t�tigen, die in keinem Zusammenhang zum Streitgegenstand stehen oder gar wider besseres Wissen erfolgen (vgl. Urteil 2C_55/2015 vom 6. August 2015 E. 2.2 mit Hinweisen). �usserungen, die dem Klienten keinen Nutzen bringen, der Gegenpartei oder Dritten aber unn�tigerweise schaden oder sie ohne jeden vern�nftigen Sinn verletzen, sind zu unterlassen (vgl.� WALTER FELLMANN, �a.a.O., N. 50d zu Art. 12 BGFA).
3.2.3.�Gem�ss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung k�nnen sich Anw�lte bei allf�lligen ehrenr�hrigen Bemerkungen auf ihre prozessualen Darlegungspflichten und damit auf Art. 14 StGB berufen, sofern ihre Ausf�hrungen sachbezogen sind, sich auf das f�r die Erl�uterung���des jeweiligen Standpunktes Notwendige beschr�nken, nicht wider besseres Wissen erfolgen und blosse Vermutungen als solche bezeichnen (Urteile 6B_666/2011 vom 12. M�rz 2012 E. 1.2; BGE 131 IV 154 E. 1.3.2 S. 158; 2C_551/2014 vom 9. Februar 2015 E. 4.1; 6P.64/2006 und 6S.126/2006 vom 6. September 2006 E. 2.1). Wenn der Rechtsanwalt in guten Treuen davon ausgeht, das Verhalten der Gegenpartei oder eines Dritten erf�lle einen bestimmten Straftatbestand, darf er dies zwar �ussern, jedoch ist er gest�tzt auf Art. 12 lit. a BGFA verpflichtet, sich zur�ckhaltender Formulierungen zu bedienen, solange kein rechtskr�ftiges Strafurteil vorliegt (vgl. Urteil 2A.499/2006 vom 11. Juni 2007 E. 3.2). Eine solche Zur�ckhaltung darf umso mehr vom Anwalt erwartet werden, als er sich schriftlich �ussert. M�gen im Rahmen m�ndlicher Interaktionen gegebenenfalls �berspitzte Bemerkungen bzw. Unterstellungen noch tolerierbar sein, ist es gerechtfertigt, bei schriftlichen Darlegungen einen strengeren Massstab anzuwenden, da es diesfalls dem Anwalt m�glich ist, seine Wortwahl zu �berdenken und un�berlegte �usserungen zu vermeiden. Dar�ber hinaus darf ein schwerer Vorwurf, wie namentlich die Unterstellung eines strafbaren Verhaltens, nur ge�ussert werden, wenn daf�r ein begr�ndeter Anlass besteht und dies zur Wahrung der Parteiinteressen des Klienten erforderlich erscheint.
Soweit Anw�ltinnen und Anw�lte ihren Darlegungsrechten und -pflichten nachkommen und sich im Rahmen sowie in den Formen des Prozesses �ussern, obliegt ihnen die Entscheidung dar�ber, wie und mit welchen Worten die Interessen des Klienten bestm�glich gewahrt werden. Die Aufsichtsbeh�rden haben sich entsprechend einer gewissen Zur�ckhaltung zu befleissigen, wenn sie dar�ber befinden, ob bestimmte Ausf�hrungen wirklich n�tig waren oder �berzogen und unn�tig verletzend sind. Anders verh�lt es sich, wenn eine Anw�ltin oder ein Anwalt sich nicht innerhalb eines Prozesses �ussert, sondern gegen�ber der Presse und der �ffentlichkeit auftritt. Wohl m�gen solche �usserungen unter bestimmten Umst�nden zur Wahrung der Interessen des Klienten ebenfalls geboten sein. Doch ist hierbei zu beachten, dass einerseits die Verbreitung solcher �usserungen weit gr�sser und mit entsprechenden Nachteilen f�r die Betroffenen verbunden ist, als wenn sie gegen�ber den Beh�rden erfolgen, andererseits aber auch, dass die anwaltliche Berufspflicht vorab die Interessenvertretung im Rahmen und in den Formen des rechtsstaatlichen Prozesses gebietet (Urteil 2C_1138/2013 vom 5. September 2014 E. 2.2).
4.1.�Zur Diskussion stehen die folgenden �usserungen des Beschwerdef�hrers, die unterschiedlichen Rechtsschriften entstammen:
1.1. "[...] das Team bestand vielmehr aus dem Kl�ger und seinem jahrzehntelangen Kumpel C.________. Dieses Duo geht seit Jahrzehnten miteinander durch dick und d�nn und schreckt auch nicht vor gemeinsamen kriminellen Aktivit�ten zur�ck." (Klageantwort vom 6. Mai 2013 im Verfahren ZGO yyy vor dem Bezirksgericht March)
1.2. "[...] Das Duo Kl�ger/C.________ war ein eingespieltes Team, welches es schliesslich auch fertigbrachte, mittels mutmasslich begangener Veruntreuungen/Urkundenf�lschung die X.________ AG erheblich zu sch�digen." (Klageantwort vom 6. Mai 2013 im Verfahren ZGO yyy vor dem Bezirksgericht March)
1.3. "[...] ist darauf zu verweisen, dass es sich bei C.________ offenbar um einen einschl�gig vorbestraften Kriminellen handelt, welchem weder als Autor von irgendwelchen Best�tigungen noch als Zeuge auch nur die geringste Glaubw�rdigkeit zukommt." (Replik vom 18. M�rz 2014 im Verfahren ZES yyyyy vor dem Bezirksgericht March)
1.4. "[...] Sorgf�ltig ist es sicher nicht, eine sage und schreibe 28 Seiten lange Duplik - bestehend zum gr�ssten Teil aus im vorliegenden Verfahren nicht interessierenden Textbausteinen und unn�tigen theoretischen Abhandlungen - zur Beantwortung einer 7-seitigen Replik einzureichen. Sorgf�ltig ist es ebenfalls nicht, wider besseres Wissen den Kronzeugen und Kumpan des Beklagten C.________ als nicht vorbestraft zu qualifizieren. Der Beklagte selber weiss ganz genau, dass sein Kumpan, welcher l�ngere Zeit mit ihm zusammenwohnte, wegen Verm�gensdelikten einschl�gig vorbestraft ist. Er verf�gt offenbar nicht "nur" �ber ein oder zwei Vorstrafen, sondern �ber ein betr�chtliches Register." (Stellungnahme vom 9. Mai 2014 im Verfahren ZES yyyyy vor dem Bezirksgericht March)
1.5. "Im �brigen ist es eine blosse d�mmliche Unterstellung zu behaupten, der als Zeuge in Frage kommende D.________ sei vom Kl�ger oder dessen Rechtsvertreter in irgendeiner Art und Weise beeinflusst worden. [...] Bestritten wird, dass D.________ schlicht und einfach best�tigt habe, was man von ihm verlangt habe. Irgendeine Substanziierung zu dieser d�mmlichen Behauptung fehlt." (Stellungnahme vom 9. Mai 2014 im Verfahren ZES yyyyy vor dem Bezirksgericht March)
4.2.�Das Verwaltungsgericht ist der Auffassung, der Beschwerdef�hrer habe die Schwelle zur Sanktionsw�rdigkeit �berschritten. Es handle sich um nicht erforderliche und unn�tig verletzende Formulierungen und Unterstellungen. Namentlich w�rden sie auf die Ehre der betroffenen Person abzielen. Sie seien in der gew�hlten Sch�rfe auch nicht erforderlich, um die Glaubw�rdigkeit einer Partei und/oder eines Zeugen zu ersch�ttern, zumal die entsprechenden Rechtsschriften keine konkreten Hinweise auf die gemachten Vorhaltungen enthalten w�rden. Der Zentralstrafregisterauszug betreffend C.________ vom 12. November 2014 erweise sich als blank. Es sei folglich davon auszugehen, dass sich C.________ innert der letzten zehn Jahre keines der ihm vom Beschwerdef�hrer angelasteten Verbrechen oder Vergehen schuldig gemacht habe. Mit Bezug auf das Adjektiv "d�mmlich" (zitierte Passage 1.5) geht das Verwaltungsgericht davon aus, dass trotz dessen Verwendung als Attribut von "Unterstellung" und "Behauptung" auf die dahinter stehende Person, d.h. den Verfasser abgezielt werde. Mithin werde der Verfasser in unn�tiger Weise in seiner Pers�nlichkeit betroffen und in seinen F�higkeiten herabgew�rdigt. Hinzu komme, dass der Beschwerdef�hrer diese Formulierungen mit Blick auf einen behaupteten, jedoch unzutreffenden Sachverhalt verwendet habe.
4.3.�Um beurteilen zu k�nnen, ob die inkriminierten �usserungen des Beschwerdef�hrers, namentlich die Unterstellung von Straftaten, sachlich unbegr�ndet bzw. unn�tig verletzend waren, wie dies von der Vorinstanz angenommen wird, muss der prozessuale Kontext, in welchem die �usserungen erfolgten, genauer betrachtet werden.
4.3.1.�Den vorinstanzlichen Feststellungen zufolge f�hrten die Parteien in unterschiedlichen Streitkonstellationen zehn verschiedene zivilrechtliche Verfahren gegegeneinander, welche gem�ss der Darstellung des Beschwerdef�hrers ihren Auftakt mit der Strafanzeige seiner Mandantschaft vom 18. Oktober 2012 genommen hatten. Den Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz lassen sich jedoch keine genaueren Angaben zu den betreffenden Klagen bzw. Forderungen der Parteien entnehmen. Diesbez�glich dr�ngt sich eine Erg�nzung des Sachverhalts auf, welche aufgrund der Akten erfolgen kann (Art. 105 Abs. 2 BGG).
4.3.2.�Aus den Akten ergibt sich, dass der Beschwerdef�hrer als Rechtsvertreter von E.________ fungierte, welcher - neben D.________ - von B.________ und C.________ als Investor f�r die Gr�ndung einer Gesellschaftsgruppe (X.________-Gruppe) gewonnen wurde. Laut Angaben des Beschwerdef�hrers h�tten E.________ und D.________ in diesem Zusammenhang je eine Million Franken investiert, davon je Fr. 750'000.-- als Beteiligungskapital und je Fr. 250'000.-- als Darlehen an die Aktion�re zur Zeichnung des Aktienkapitals.
Am 18. Oktober 2012 erstattete der Beschwerdef�hrer im Auftrag von E.________ Strafanzeige gegen B.________ und C.________ wegen Veruntreuung bzw. Urkundenf�lschung. Er warf ihnen vor, die X.________-Gruppe finanziell gesch�digt zu haben. Mit Verf�gung der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis vom 19. Juni 2013 wurde die Strafuntersuchung eingestellt. Die dagegen gerichtete Beschwerde wurde vom Obergericht des Kantons Z�rich mit Beschluss vom 16. September 2014 abgewiesen. Das Bundesgericht ist auf eine Beschwerde nicht eingetreten (Urteil 6B_1054/2014 vom 25. M�rz 2015).
In den parallel hierzu gef�hrten zivilrechtlichen Verfahren ging es im Wesentlichen um Forderungen aus einem Darlehensvertrag vom 22. Dezember 2009, mit welchem E.________ der X.________ AG und B.________ ein partiarisches Darlehen gew�hrt hatte. In diesem Zusammenhang stellte E.________ gegen�ber B.________ ein Rechts�ffnungsbegehren, das am 28. Dezember 2012 gutgeheissen wurde. Am 23. Januar 2013 erhob B.________ beim Bezirksgericht March eine Aberkennungsklage. Die ersten beiden inkriminierten �usserungen des Beschwerdef�hrers (vgl. oben E. 4.1 Zitate 1.1 und 1.2) entstammen der im Rahmen dieses Aberkennungsprozesses (Verfahren ZGO yyy) vom Beschwerdef�hrer eingereichten Klageantwort vom 6. Mai 2013. Die �brigen inkriminierten �usserungen (E. 4.1 Zitate 1.3 bis 1.5) entstammen Rechtsschriften im Zusammenhang mit einem weiteren die Darlehensforderung betreffenden Rechts�ffnungsverfahren (Verfahren ZES yyyyy).
Der Beschwerdef�hrer reicht neu vor Bundesgericht das Urteil des Bezirksgerichts March vom 28. April 2015 ein, mit welchem die Aberkennungsklage (Verfahren ZGO yyy) vollumf�nglich abgewiesen und die Solidarschuldnerschaft B.________s anerkannt wurde. Ob das Urteil als zul�ssiges unechtes Novum zu ber�cksichtigen ist (Art. 99 Abs. 1 BGG), kann vorliegend offen bleiben, da - wie sich aus den nachfolgenden Erw�gungen ergibt - diesem im Gesamtergebnis keine entscheidwesentliche Bedeutung zukommt.
4.3.3.�In den inkriminierten �usserungen 1.1 bis 1.4 wirft der Beschwerdef�hrer B.________ und C.________ strafrechtlich relevantes Verhalten vor. Insbesondere behauptet er, C.________ sei einschl�gig vorbestraft. Der Beschwerdef�hrer macht geltend, er habe sich in Aus�bung seines Berufes f�r seine Mandantschaft mit allen verf�gbaren Mitteln und in der n�tigen Sch�rfe einsetzen m�ssen, um die Glaubw�rdigkeit von C.________ und B.________ zu ersch�ttern.
Es stellt sich somit die Frage, ob Umst�nde vorlagen, aufgrund derer sich der Beschwerdef�hrer berechtigt glauben durfte, solche Vorw�rfe zu �ussern, und ob solche Vorw�rfe zur Wahrung der Interessen seines Klienten erforderlich waren.
4.3.4.�Die inkriminierten �usserungen erfolgten zwischen dem 6. Mai 2013 und dem 9. Mai 2014 im Rahmen der zivilrechtlichen Streitigkeiten um die Darlehensr�ckforderung. In diesem Zeitraum war eine (vom Beschwerdef�hrer im Auftrag seiner Mandantschaft initiierte) Strafuntersuchung gegen B.________ und C.________ h�ngig, denen der Beschwerdef�hrer bzw. seine Mandantschaft vorwarf, die X.________-Gruppe - und damit auch deren Investoren - finanziell gesch�digt zu haben.
Vor dem Hintergrund einer - die Gegenpartei und ihren Gesch�ftspartner betreffenden - laufenden strafrechtlichen Untersuchung ist nachvollziehbar, dass es ein Rechtsvertreter f�r relevant h�lt, im Rahmen von damit zusammenh�ngenden zivilrechtlichen Streitigkeiten Vorw�rfe strafrechtlicher Natur zu �ussern, um sich mit Nachdruck gegen die Nichtanerkennung einer (soweit ersichtlich begr�ndeten) Forderung seiner Mandantschaft zur Wehr zu setzen. Dies erscheint umso verst�ndlicher, wenn - wie im vorliegenden Fall - Anhaltspunkte gegeben sind, die den Vorwurf eines fr�heren strafrechtlich relevanten Verhaltens eines der Beteiligten aus der Sicht des Rechtsvertreters als begr�ndet erscheinen lassen. So hat sich der Beschwerdef�hrer auf eine �usserung des Pr�sidenten des Kantonsgerichts Glarus im Rahmen eines fr�heren Forderungsprozesses gegen�ber der X.________ AG berufen. Dabei soll dieser erkl�rt haben, es sei bekannt, dass C.________ einschl�gig vorbestraft sei. Ebenso habe ein fr�herer Rechtsvertreter B.________s im Rahmen eines anderen Aberkennungsverfahrens vorgebracht, es sei allgemein bekannt, dass C.________ �ber ein langes Vorstrafenregister verf�ge. Es lagen somit Umst�nde vor, aufgrund derer der Beschwerdef�hrer in guten Treuen annehmen durfte, C.________ sei vorbestraft. Im �brigen h�tten die Vorinstanzen diese Umst�nde verifizieren k�nnen, wenn sie nicht in antizipierter Beweisw�rdigung auf die vom Beschwerdef�hrer beantragte Anh�rung der genannten Personen verzichtet h�tten. Hinzu kommt, dass C.________ selbst nicht eindeutig bestritten hat, in der Vergangenheit verurteilt worden zu sein. In dessen Stellungnahme im Strafverfahren vom 23. Juli 2013 an das Obergericht ist zu lesen: "[...] unterl�sst A.________ jede nachvollziehbare Begr�ndung, weshalb eine allenfalls in einem ganz anderen Zusammenhang ergangene Verurteilung f�r das vorliegende Verfahren von Relevanz sein soll".
In Anbetracht der genannten Umst�nde kann deshalb nicht von einem exzessiven Angriff auf die Gegenpartei ausgegangen werden, welcher nur darauf abgezielt h�tte, diese ohne jeden vern�nftigen Sinn zu verletzen (vgl. E. 3.2.2 hiervor).
Soweit die Vorinstanz argumentiert, der Beschwerdef�hrer h�tte durch Einsichtnahme ins Strafregister zur Kenntnis nehmen k�nnen, dass C.________ nicht vorbestraft sei, kann ihr nicht gefolgt werden. Wie der Beschwerdef�hrer zu Recht ausf�hrt, war er nicht befugt, einen Strafregisterauszug betreffend C.________ ohne dessen Einwilligung zu verlangen (vgl. Art. 24 Abs. 3 der Verordnung vom 29. September 2006 �ber das Strafregister [VOSTRA-Verordnung; SR 331]). Es war ihm somit nicht m�glich, zu �berpr�fen, ob dieser tats�chlich vorbestraft war.
Ferner gilt zu ber�cksichtigen, dass lediglich die in Passage 1.1 get�tigte �usserung bez�glich strafrechtlich relevanten Verhaltens die gebotene Zur�ckhaltung vermissen l�sst. Hingegen wurden die in den Passagen 1.2 bis 1.4 ge�usserten Vorw�rfe direkt bzw. im kontextuellen Umfeld mit Adverbien wie "offenbar" und "mutmasslich" relativiert.
Schliesslich ist auch zu beachten, dass unterschieden werden muss zwischen �usserungen, die der Anwalt gegen�ber der �ffentlichkeit und der Presse t�tigt, und solchen, die innerhalb eines Prozesses erfolgen (vgl. E. 3.2.3 hiervor). Die �usserungen des Beschwerdef�hrers w�ren ausserhalb von verfahrensrechtlichen Darlegungspflichten, etwa gegen�ber der �ffentlichkeit, kaum zu tolerieren. Jedoch erreichen sie unter den spezifischen Umst�nden des Falles und mit Blick auf den prozessualen Kontext noch nicht die Schwelle eines zu sanktionierenden Verhaltens eines Prozessanwalts.
4.4.�Soweit die Vorinstanz die Aussage des Beschwerdef�hrers, der Gegenanwalt habe "d�mmliche" Unterstellungen und Behauptungen gemacht (vgl. oben E. 4.1 Zitat 1.5), als sanktionsw�rdig bezeichnet, kann ihr ebenfalls nicht gefolgt werden. Das Verwaltungsgericht hat selbst erkannt, dass die Parteien bzw. Parteivertreter insgesamt wenig zimperlich miteinander umgegangen sind. So r�umt es ein, dass sich die zahlreichen Verfahren, welche die Parteien gegeneinander f�hrten, "zwangsl�ufig auch in einer Form auf das prozessuale Verhalten auswirkten bzw. auswirken mussten" (E. 3.2 des angefochtenen Entscheids). Die Vorinstanz f�hrt weiter aus, C.________ habe in seiner Stellungnahme an das Obergericht des Kantons Z�rich vom 23. Juli 2013 betreffend die Beschwerde des Beschwerdef�hrers gegen die Einstellungsverf�gung der Staatsanwaltschaft die Strafanzeige der Mandantschaft des Beschwerdef�hrers als "eigentliche Kampf- und Hetzschrift" bezeichnet und dem Beschwerdef�hrer vorgehalten, "seltsame Auff�lligkeiten/Fehlleistungen sowie miserabel recherchierte Rechtsschriften" zu verfassen, "welche f�r einen patentierten Rechtsanwalt wie A.________ absonderlich anmuten" (E. 3.2 des angefochtenen Entscheids). Die betreffende Stellungnahme enth�lt noch weitere �usserungen, welche auf wenig respektvolle Art und Weise die F�higkeiten des Beschwerdef�hrers in Frage stellen und diesen in seiner Person angreifen ("als besonders t�richt erscheint dem Unterzeichneten [...]", "Wenn ein Rechtsanwalt wie A.________ nicht einmal zwischen Gutschrift und Lastschrift unterscheiden kann, so hinterl�sst das Zweifel an der handwerklichen Sorgfalt", "Was A.________ zur Akten�bergabe [...] ausf�hrt, ist offenkundig dumm und dreist", etc.). Den Akten l�sst sich ferner entnehmen, dass der Rechtsvertreter von B.________ den Beschwerdef�hrer in seiner Duplik vom 30. April 2014 im Rahmen des Rechts�ffnungsverfahrens ZES yyyyy der mehrfachen Verletzung der anwaltlichen Sorgfaltspflicht bezichtigte und ihm das Konstruieren von nicht existenten Forderungen unterstellte. Ebenso warf er ihm unerlaubte Zeugenbeeinflussung vor, welche die Anwaltskommission im �brigen als nicht erwiesen erachtete. Es mag sein, dass die �usserung des Beschwerdef�hrers in seiner Rechtsschrift vom 9. Mai 2014, der Gegenanwalt habe "d�mmliche" Unterstellungen und Behauptungen gemacht, f�r die prozessuale Durchsetzung der Forderungen seines Klienten nicht n�tig gewesen w�re und auch h�tte unterbleiben k�nnen. Mit Blick auf den prozessualen Kontext, in dem sie erfolgte, erweist sie sich jedoch nicht als sanktionsw�rdig.
Dementsprechend ist festzustellen, dass die Vorinstanz zu Unrecht die �usserungen des Beschwerdef�hrers disziplinarisch sanktioniert hat.
Die Beschwerde erweist sich damit als begr�ndet, und das angefochtene vorinstanzliche Urteil ist aufzuheben.
Bei diesem Verfahrensausgang sind keine Gerichtskosten zu erheben (Art. 66 Abs. 1 und 4 BGG). Dem anwaltlich vertretenen Beschwerdef�hrer ist eine Parteientsch�digung von Fr. 2'000.-- auszurichten (Art. 68 Abs. 1 BGG).
Die Vorinstanz wird die Kosten und Entsch�digungsfolgen des vorinstanzlichen Verfahrens neu zu verlegen haben (Art. 67, Art. 68 Abs. 5 BGG).
Der Kanton Schwyz hat dem Beschwerdef�hrer f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine Parteientsch�digung von Fr. 2'000.-- auszurichten.
Die Sache wird zur Neuverlegung der Kosten- und Entsch�digungsfolgen der kantonalen Rechtsmittelverfahren an das Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz zur�ckgewiesen.

References: Art. 82
 Art. 86
 Art. 90
 Art. 83
 Art. 42
 Art. 12
 BGE 
 Art. 12
 BGE 
 Art. 12
 Art. 14
 BGE 
 Art. 12
 Art. 24
 Art. 68