Source: https://www.bmb.gv.at/schulen/bw/bm/faq.html
Timestamp: 2018-01-16 13:22:44+00:00

Document:
Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung: Berufsmatura: Lehre mit Reifeprüfung FAQ – Häufig gestellte Fragen
Standort: 2.4.6 Berufsmatura
1. FAQ – Berufsmatura: Lehre mit Reifeprüfung
1.1. Fragen, die insbesondere Lehrlinge interessieren könnten:
Wo findet die Vorbereitung auf die „Berufsmatura“ statt? Wo kann man sich anmelden?
Wo können sich Lehrlinge zu den entgeltfreien Vorbereitungslehrgängen anmelden?
Wie bekommen Lehrlinge Zugang zu den Vorbereitungskursen?
Ist für die Vorbereitung auf die Lehre und Reifeprüfung („Berufsmatura“) ein Kursbeitrag zu zahlen?
Kann ein Lehrling jederzeit in einen kostenlosen Vorbereitungslehrgang einsteigen oder muss er/sie dies immer ab dem ersten Lehrjahr machen?
Für welche Lehrberufe ist die Kombination Lehre mit Reifeprüfung („Berufsmatura“) möglich?
Wie lange beträgt die Lehrzeit für die Lehrlinge von Lehre und Berufsreifeprüfung („Berufsmatura“)?
Besteht Anspruch auf „Schülerfreifahrt“?
Wie lange hat jemand, der im Laufe der Lehrzeit mit den kostenlosen Vorbereitungslehrgängen für die Lehre mit Reifeprüfung („Berufsmatura“) begonnen hat, Zeit, diese auch nach der Lehrabschlussprüfung kostenfrei zu beenden?
Können Lehrlinge, die bereits Kurse zur Vorbereitung auf die Berufsreifeprüfung absolviert haben, in kostenlose Vorbereitungslehrgänge umsteigen?
In welchem Alter kann man frühestens in das Projekt Lehre mit Reifeprüfung („Berufsmatura“) einsteigen?
Gibt es Vorschriften betreffend das Lebensalter, ab wann man zu Teilprüfungen antreten darf?
Sind Prüfungsgebühren zu bezahlen?
Wie oft kann eine Teilprüfung wiederholt werden?
Muss ein Lehrling, der den Vorbereitungslehrgang abbricht, für den bereits konsumierten Kurs bezahlen?
Kann man nach der Lehrabschlussprüfung wieder einsteigen, wenn zuvor ein Vorbereitungslehrgang abgebrochen wurde, ohne für die Vorbereitung zu bezahlen?
Welche Gegenstände umfasst die Lehre mit Reifeprüfung („Berufsmatura“)?
Welche Berechtigungen erwirbt man mit der „Berufsmatura“ (Lehre und Reifeprüfung)?
1.2. Fragen, die für Trägerinstitutionen der Bundesländer von Interesse sein können
Wer trägt die Kosten, wenn die vorgesehene Fördersumme des Bundes nicht ausreicht?
Können auch Berufsschullehrer und -lehrerinnen im Vorbereitungslehrgang unterrichten?
Welche Institutionen und Einrichtungen kommen als Kooperationspartner in Frage?
Wie sieht Qualitätssicherung bei den Lehrgängen der Erwachsenenbildungseinrichtungen aus?
Gibt es eine Mindestdauer für Vorbereitungslehrgänge?
1.3. Fragen, die für Ausbildungsbetriebe von Interesse sein könnten
Gibt es eine gesetzliche Grundlage, nach der die Lehrzeit verlängert werden kann?
2. FAQ zur Berufsreifeprüfung im Allgemeinen
Haben Personen, die als zahnärztliche Assistent/-innen ausgebildet wurden, Zugang zur Berufsreifeprüfung?
Wo ist das Ansuchen um Zulassung zur Berufsreifeprüfung einzubringen?
Was hat das Ansuchen zu enthalten?
Wer entscheidet über Ansuchen?
Welche Gegenstände umfasst die Berufsreifeprüfung?
Gibt es eine Liste betreffend die Fachbereiche?
Welche Berechtigungen erwirbt man mit der Berufsreifeprüfung?
Ist es möglich, mit der Berufsreifeprüfung ohne Einschränkung zu studieren?
Welche Prüfungsnachweise führen zum Ersatz der Fachbereichsprüfung?
Führt die so genannte „B-Matura“ zu einem Entfall der Berufsreifeprüfung?
Ersetzt ein abgeschlossenes Bachelorstudium die Fachbereichsprüfung?
Ist die österreichische Staatsbürgerschaft Voraussetzung, um zur Berufsreifeprüfung zugelassen zu werden?
Welche Bestimmungen finden für die Durchführung der (Teil)Prüfung(en) Anwendung?
Nach welchen Bestimmungen werden die Leistungen bei der Berufsreifeprüfung beurteilt?
Ist ein Wechsel der Prüfungskommission zulässig?
Wo dürfen Prüfungen abgelegt werden?
2.1. Fragen, die insbesondere für Personen zutreffen, die eine Duale Ausbildung abgeschlossen haben
Können auch Personen, die nach § 23 BAG (§ 23 BAG regelt ausnahmsweise Zulassung zur Lehrabschlussprüfung) die Lehrabschlussprüfung erfolgreich abgelegt haben, die Berufsreifeprüfung ablegen?
Sind Personen zugelassen, die zwar die Berufsschule positiv absolviert haben, aber die Lehrabschlussprüfung nicht abgelegt haben?
Dürfen Personen, die in Lehrberufen ausgebildet wurden, die ausgelaufen bzw. durch andere ersetzt wurden, die Berufsreifeprüfung ablegen?
Dürfen Personen, die zwar eine Meisterprüfung erfolgreich abgelegt haben, aber keine Lehrabschlussprüfung gemacht haben, zur Berufsreifeprüfung antreten?
Sind auch Personen zugelassen, die die Facharbeiterprüfung nach dem land- und forstwirtschaftlichen Berufsausbildungsgesetzes erfolgreich abgelegt haben?
Werden auch Personen zur BRP zugelassen, die eine mit der österreichischen Lehrabschlussprüfung vergleichbare Prüfung im Ausland absolviert haben?
Ist die vorgeschriebene Lehrabschlussprüfung von der Dauer der Lehrzeit abhängig?
Die Vorbereitung kann an der Berufsschule, einer berufsbildenden mittleren und höheren Schule, einer allgemein bildenden höheren Schule oder an einer Erwachsenenbildungseinrichtung stattfinden. Es hängt davon ab, wie dies im jeweiligen Bundesland organisiert ist.
Es gibt in jedem Bundesland eine Koordinierungsstelle, die umfassend informiert, wie z.B. über
Folder Berufsmatura
1.) Von den Trägervereinen werden Informationsveranstaltungen für Interessierte abgehalten, in denen diese über Inhalte, Ablauf und Belastungen des Modells vertraut gemacht werden.
2.) Das vom BMB zur Verfügung gestellte Selbstevaluierungsinstrument oder ein von der Trägerorganisation bereits genutztes Instrument zur Potentialanalyse ist einzusetzen.
Selbstevaluierungsinstrument des BMB
3.) Von den Trägerorganisationen wird eine ca. vierwöchige Eingangsphase durchgeführt. In 16-20 Einheiten pro Monat sollen in den Fächern „Mathematik“ und „Deutsch“ in zeitlicher Übereinstimmung bzw. hintereinander VOR Eintritt in die eigentlichen Vorbereitungskurse sichergestellt werden, dass die fachlichen Kompetenzen der Bewerberinnen und Bewerber dem Niveau der 8. Schulstufe entsprechen. Die Kurse können direkt vor Beginn der Vorbereitungskurse stattfinden oder beispielsweise im Sommer vor dem Start der Herbstmodule.
4.) Im Rahmen eines Abschlussgesprächs wird entweder das vom BMB zur Verfügung gestellte Selbstevaluierungsinstrument oder ein von der Trägerorganisation bereits genutztes Instrument zur Potentialanalyse eingesetzt. Ziel ist es, anhand dieser Analyse einen Einblick in die Motivationslage, Leistungsbereitschaft und Durchhaltevermögen der potentiellen Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die erfolgreiche Durchführung des Projekts zu erhalten. Das Abschlussgespräch wird von geeigneten Personen im Auftrag der Trägerorganisationen durchgeführt und entscheidet über die Aufnahme in das Fördermodell. Das Ergebnis des Abschlussgesprächs ist bindend. (Im Fall der Ablehnung kann der Einführungskurs von den Kandidatinnen und Kandidaten wiederholt werden.)
Lehrlinge müssen keinen Kursbeitrag bezahlen; alle anderen Personengruppen schon. Es gibt in den Bundesländern jedoch unterschiedliche Förderbeiträge, die einen Teil der Vorbereitungskosten abdecken.
Grundsätzlich soll ein Einstieg ab dem ersten Lehrjahr möglich sein. Dieser kann aber auch erst später erfolgen, also - abhängig von der Lehrzeit - auch ab dem zweiten, dritten oder vierten Lehrjahr, wobei zu beachten ist, dass zumindest eine Teilprüfung vor Beendigung der Lehre positiv abgelegt werden muss.
Grundsätzlich für alle.
Die Lehrzeit hängt vom Lehrberuf ab. Es gibt Lehrberufe mit einer zweijährigen, dreijährigen, dreieinhalbjährigen oder vierjährigen Lehrzeit.
Die Lehrzeit kann im Einvernehmen zwischen Ausbildungsbetrieb und Lehrling (Erziehungsberechtigte) verlängert werden (§ 13a Berufsausbildungsgesetz).
Eine Verlängerung ist jedoch für den Besuch eines Vorbereitungslehrganges nicht zwingend. Es sind auch Alternativangebote, die außerhalb der Arbeitszeit liegen, von den Trägerorganisationen vorzusehen.
Nein, es besteht gemäß Familienlastenausgleichsgesetz kein Anspruch auf Schülerfreifahrt.
Maximal drei Jahre nach Absolvierung der Lehrabschlussprüfung.
Ja, wenn sich nicht bereits mehr als zwei Teilprüfungen abgelegt haben.
Mit dem Beginn des Lehrverhältnisses, also ab dem 15. Lebensjahr.
Was das Antreten zu den ersten drei Teilprüfungen betrifft, gibt es im Berufsreifeprüfungsgesetz selbst keine diesbezüglichen Bestimmungen.
Die letzte Teilprüfung darf jedenfalls erst nach der Lehrabschlussprüfung und nach Vollendung des 19. Lebensjahres abgelegt werden.
Nicht bestandene Teilprüfungen oder Teilprüfungen, die nicht beurteilt wurden, dürfen jeweils nach Ablauf von zwei Monaten höchstens dreimal wiederholt werden.
Sollte vor Beendigung der Lehrabschussprüfung bzw. vor Abbruch eines Vorbereitungslehrgangs bereits eine Teilprüfung erfolgreich abgelegt worden sein, besteht die Möglichkeit, die Vorbereitung für die weiteren Teilprüfungen auch entgeltfrei zu besuchen, und zwar innerhalb von drei Jahren nach Absolvierung der Lehrabschlussprüfung.
Wenn die oben genannten Faktoren nicht zutreffen, kann zwar jederzeit wieder Vorbereitung und Ablegung der Berufsreifeprüfung aufgenommen werden, diese sind dann jedoch zu bezahlen.
Deutsch schriftlich (fünfstündige Klausur) und mündlich (Die mündliche Prüfung bezieht sich auf das Aufgabengebiet der schriftlichen Prüfung, Diskussion derselben.
Mathematik schriftlich (vierstündige Klausurarbeit)
lebende Fremdsprache (schriftlich – fünfstündige Klausurarbeit) oder mündlich, Wahl des Kandidaten/der Kandidatin
1. fünfstündige schriftliche Klausurarbeit über ein Thema aus dem Berufsfeld des Prüfungskandidaten/der Prüfungskandidatin (einschließlich des fachlichen Umfeldes) oder über ein Thema, das sowohl der beruflichen Tätigkeit des Prüfungskandidaten/der Prüfungskandidatin als auch dem Ausbildungsziel einer berufsbildenden höheren Schule zugeordnet werden kann und eine mündliche Auseinandersetzung auf höherem Niveau oder
2. an Stelle der fünfstündigen schriftlichen Klausurarbeit kann eine projektorientierte Arbeit (einschließlich einer Präsentation und Diskussion unter Einbeziehung des fachlichen Umfeldes) auf höherem Niveau treten (Projektarbeit) und eine mündliche Auseinandersetzung auf höherem Niveau.
Bei allen Teilprüfungen ist jeweils den Anforderungen einer Reifeprüfung einer höheren Schule zu entsprechen.
Den allgemeinen Hochschulzugang, d.h. uneingeschränkte Studienwahl an bzw. Zugang zu Kollegs, Fachhochschul-Studiengängen, Hochschulen und Universitäten sowie die Erfüllung der Ernennungserfordernisse gemäß Z 2.11 der Anlage 1 zum Beamten-Dienstrechtsgesetz 1979, BGBl. Nr. 333.
Kosten, die über den Maximalförderbetrag hinausgehen, sind von der Trägerorganisation des Landes zu tragen.
Ja, insbesondere im Rahmen des Fachbereichs, in den anderen Fächern, wenn sie eine entsprechende universitäre Ausbildung haben.
öffentliche Schulen im Rahmen der Teilrechtsfähigkeit nach Anerkennung durch die/den zuständige/n Bundesminister/in
Erwachsenenbildungseinrichtungen, die vom Bund als Förderempfänger anerkannt sind.
Die Anträge der Erwachsenenbildungseinrichtungen sind beim örtlich zuständigen LSR/SSR einzubringen und nach Anhörung von diesem dem Unterrichtsministerium vorzulegen (Rechtliche Grundlage sind die geltenden Durchführungsbestimmungen zur Berufsreifeprüfung.)
Einhaltung der in den Durchführungsbestimmungen vorgegeben Bestimmungen
Akkreditierung der durchführenden Bildungsinstitutionen als Erwachsenenbildungseinrichtung (gem. § 8 BRP-Gesetz)
Qualitätsevaluation durch Vertreter/innen des zuständigen LSR/SSR:
Recht zum Besuch des Lehrganges und zur Unterrichtsbeobachtung;
Möglichkeit, gegenüber den Lehrgangsverantwortlichen sowie den Vortragenden (nach Beratung) die erforderlichen didaktischen und fachdidaktischen Änderungen zu verlangen;
Recht auf rechtzeitige Übermittlung der Aufgabenstellungen der Abschlussprüfungen der anerkannten Lehrgänge. Findet der Landesschulrat die vorgelegten Aufgabenstellungen im Hinblick auf den für das Prüfungsgebiet maßgebenden Lehrplan ungeeignet, hat er unter Setzung einer angemessenen Frist die Vorlage neuer Aufgabenstellungen zu verlangen.
Die bzw. der Vorsitzende der Abschlussprüfung an anerkannten Lehrgängen wird vom zuständigen Landesschulrat bestimmt. Den Rechtsträgern anerkannter Lehrgänge kommt hierbei ein Vorschlagsrecht zu. Der Landesschulrat ist an den Vorschlag des Trägers des anerkannten Lehrganges nicht gebunden; er kann diese oder eine andere fachkundige Expertin bzw. diesen oder einen anderen fachkundigen Experten des öffentlichen Schulwesens mit der Vorsitzführung betrauen.
Im Hinblick auf die vom Berufsreifeprüfungsgesetz geforderte Gleichwertigkeit (§ 8) beträgt die Mindestdauer der Vorbereitungslehrgänge in jedem Gegenstand zwei Semester.
Die gesetzliche Grundlage bildet das Berufsausbildungsgesetz, § 13a.
Details zur Gestaltung des Lehrvertrages sind bei der zuständigen Lehrlingsstelle nachzufragen.
Personen, die einen der nachfolgend aufgelisteten Abschlüsse nachweisen, dürfen antreten:
1. Lehrabschlussprüfung nach dem Berufsausbildungsgesetz, BGBl. Nr. 142/1969,
2. Facharbeiterprüfung nach dem Land- und forstwirtschaftlichen Berufsausbildungsgesetz, BGBl. Nr. 298/1990,
4. mindestens dreijährige Ausbildung nach dem Gesundheits- und Krankenpflegegesetz, BGBl. I Nr. 108/1997,
5. mindestens 30 Monate umfassende Ausbildung nach dem Bundesgesetz über die Regelung des medizinisch-technischen Fachdienstes und der Sanitätshilfsdienste (MTF-SHD-G), BGBl. Nr. 102/1961,
6. Meisterprüfung nach der Gewerbeordnung 1994, BGBl. Nr. 194,
7. Befähigungsprüfung nach der Gewerbeordnung 1994, BGBl. Nr. 194,
8. land- und forstwirtschaftliche Meisterprüfung nach dem Land- und forstwirtschaftlichen Berufsausbildungsgesetz, BGBl. Nr. 298/1990,
9. Dienstprüfung gemäß § 28 des Beamten-Dienstrechtsgesetzes 1979 (BDG 1979), BGBl. Nr. 333/1979 bzw. § 67 des Vertragsbedienstetengesetzes 1948 (VBG), BGBl. Nr. 86/1948, in Verbindung mit § 28 BDG 1979 für eine entsprechende oder höhere Einstufung in die Verwendungs- bzw. Entlohnungsgruppen A 4, D, E 2b, W 2, M BUO 2, d oder die Bewertungsgruppe v4/2, jeweils gemeinsam mit einer tatsächlich im Dienstverhältnis verbrachten Dienstzeit von mindestens drei Jahren nach Vollendung des 18. Lebensjahres,
10. erfolgreicher Abschluss sämtlicher Pflichtgegenstände in allen Semestern der 10. und 11. Schulstufe einer berufsbildenden höheren Schule oder einer höheren Anstalt der Lehrer- und Erzieherbildung jeweils gemeinsam mit einer mindestens dreijährigen beruflichen Tätigkeit sowie erfolgreicher Abschluss aller Module über Pflichtgegenstände der ersten vier Semester einer berufsbildenden höheren Schule für Berufstätige oder einer höheren Anstalt der Lehrer- und Erzieherbildung für Berufstätige,
11. erfolgreicher Abschluss eines gemäß § 5 Abs. 3 des Studienförderungsgesetzes 1992, BGBl. Nr. 305, durch Verordnung des zuständigen Bundesministers genannten Hauptstudienganges an einem Konservatorium,
12. erfolgreicher Abschluss eines mindestens dreijährigen künstlerischen Studiums an einer Universität gemäß Universitätsgesetz 2002, BGBl. I Nr. 120, oder an einer Privatuniversität gemäß Universitäts-Akkreditierungsgesetz, BGBl. I Nr. 168/1999, für welches die allgemeine Universitätsreife mittels positiv beurteilter Zulassungsprüfung nachzuweisen war,
13. erfolgreicher Abschluss einer Ausbildung zum Heilmasseur gemäß dem Bundesgesetz über die Berufe und die Ausbildung zum medizinischen Masseur und Heilmasseur – MMHmG, BGBl. I Nr. 169/2002,
14. erfolgreicher Abschluss einer Ausbildung in der medizinischen Fachassistenz gemäß Medizinische Assistenzberufe-Gesetz (MABG), BGBl. I Nr. 89/2012,
15. erfolgreicher Abschluss einer Ausbildung in der Pflegefachassistenz gemäß Gesundheits- und Krankenpflegegesetz – GuKG, BGBl. I Nr. 108/1997.
Die zitierten Gesetzestexte sind immer in der jeweils geltenden Fassung anzuwenden.
Nein, da es sich dabei um keine Lehrabschlussprüfung handelt.
Grundsätzlich steht es dem Prüfungskandidaten/der Prüfungskandidatin frei, selbst die Schule (nicht: die Schulen) zu wählen, an der er/sie die Berufsreifeprüfung ablegen möchte. Die Schulbehörde erster Instanz kann jedoch auch gemäß § 5 Abs. 4 der Externistenprüfungsverordnung vorgehen. Sind demnach regionale Prüfungskommissionen eingerichtet, so hat die Anmeldung an jener Schule zu erfolgen, die Sitz dieser Prüfungskommission ist.
den Nachweis der persönlichen Voraussetzungen, d.h. den Nachweis, dass der Kandidat/die Kandidatin zur vom Berufsreifeprüfungsgesetz her definierten Zielgruppe zählt;
die Wahl, ob die Teilprüfung ,,Lebende Fremdsprache'' schriftlich oder mündlich abgelegt wird, (die gewählte Prüfungsform gilt auch für eine allfällige Wiederholung dieser Teilprüfung);
Angaben zur Teilprüfung aus dem Fachbereich;
gegebenenfalls die in Aussicht genommene Anerkennung von Prüfungsteilen gemäß § 8b Abs. 1 und 2 sowie
den beabsichtigten Zeitpunkt der vor der Prüfungskommission (gem. § 5) abzulegenden Teilprüfungen der Berufsreifeprüfung
Sollte die Teilprüfung über den Fachbereich in Form einer Projektarbeit abgelegt werden, auch die beabsichtigte Themenstellung und die inhaltliche Abgrenzung des fachlichen Umfeldes. Die Festlegung der Themenstellung und des fachlichen Umfeldes erfolgt auf Antrag und in Abstimmung mit dem Prüfungskandidaten/der Prüfungskandidatin durch den Vorsitzenden/die Vorsitzende der Prüfungskommission.
Da Teilprüfungen vor z.B. Ablegung der Lehrabschussprüfung möglich sind, ist der Nachweis der erfolgreich abgelegten Lehrabschlussprüfung spätestens beim Antritt zur letzten Teilprüfung dem Vorsitzenden/der Vorsitzenden vorzulegen.
Über die Zulassung (einschließlich der Anerkennung von Teilprüfungen) entscheidet der/die Vorsitzende der Prüfungskommission. Die Verfahrensbestimmungen des § 70 SchUG finden Anwendung.
Deutsch schriftlich (fünfstündige Klausur) und mündlich (die mündliche Prüfung bezieht sich auf das Aufgabengebiet der schriftlichen Prüfung)
lebende Fremdsprache (schriftlich – fünfstündige Klausurarbeit) oder mündlich, Wahl des Kandidaten/der Kandidatin)
1. fünfstündige schriftliche Klausurarbeit über ein Thema aus dem Berufsfeld des Prüfungskandidaten/der Prüfungskandidatin (einschließlich des fachlichen Umfeldes) und eine mündliche Auseinandersetzung auf höherem Niveau oder
2. fünfstündige schriftliche Klausurarbeit über ein Thema, das sowohl der beruflichen Tätigkeit des Prüfungskandidaten/der Prüfungskandidatin als auch dem Ausbildungsziel einer berufsbildenden höheren Schule zugeordnet werden kann oder
3. an Stelle der fünfstündigen schriftlichen Klausurarbeit kann eine projektorientierte Arbeit (einschließlich einer Präsentation und Diskussion unter Einbeziehung des fachlichen Umfeldes) auf höherem Niveau treten (Projektarbeit).
Bei den Teilprüfungen ist jeweils den Anforderungen einer Reifeprüfung einer höheren Schule zu entsprechen.
Die Fachbereiche sind in der Berufsreifeprüfungscurriculaverordnung angeführt:
Ja, es sei denn, es gibt im Zugang zum Studium „Sonderbestimmungen“. Diese müssen aber alle anderen Personen, die eine Reifeprüfung oder Reife- und Diplomprüfung abgelegt haben, ebenfalls erfüllen.
Verordnung über den Ersatz von Prüfungsgebieten der Berufsreifeprüfung
Erfolgreich abgelegte Prüfungen im Rahmen eines Bachelorstudiums können gemäß § 8b Abs. 2 Berufsreifeprüfungsgesetz als Teilprüfung der Berufsreifeprüfung anerkannt werden, wenn sie im Inhalt und der Dauer zumindest den in den § 3 Abs. 1 Berufsreifeprüfungsgesetz vorgesehenen Teilprüfungen der Berufsreifeprüfung entsprechen.
Nur wenn die Werkmeisterschule mit einer abschließenden Prüfung beendet wurde.
In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass nur die in der Verordnung über den Ersatz von Prüfungsgebieten der BRP taxativ aufgelisteten, erfolgreich abgelegten Prüfungen, nicht aber erfolgreich absolvierte Ausbildungen (ohne eine diese abschließende [Meister-, Lehrabschluss-, Befähigungs-, Abschluss-, Diplom-, Fach-] Prüfung) zum Entfall der entsprechenden Teilprüfung führen können.
Nein. Die Kandidat/-innen müssen jedoch eine österreichische Ausbildung bzw. einen österreichischen Schulabschluss, der gemäß Berufsreifeprüfungsgesetz im Zugang vorgesehen ist, nachweisen.
Bei ausländischen Schulabschlüssen ist grundsätzlich eine Nostrifikation erforderlich. Bei ausländischen Lehrabschlussprüfungen ist dann keine Gleichhaltung erforderlich, wenn es zwischen Österreich und dem Herkunftsland des Prüfungswerbers/der Prüfungswerberin ein bilaterales Berufsausbildungsabkommen betreffend die Gleichhaltung von Lehrabschlussprüfungen gibt. Berufsausbildungsabkommen gibt es mit Deutschland, Ungarn und Südtirol. Der entsprechende Lehrberuf müsste dann in der Liste des Abkommens aufscheinen.
Für mündlich abzulegende Teilprüfungen (Fremdsprache, Fachbereich) gelten nicht die Zeitlimits der entsprechenden Reifeprüfungsverordnung. Es ist so viel Zeit aufzuwenden, wie für eine sichere Beurteilung erforderlich ist. Die Reihenfolge der Teilprüfungen legt der/die Kandidat/-in fest, eine getrennte oder gemeinsame Ablegung (§ 6 Abs. 1) ist zulässig.
Für jene Teilprüfungen, die innerhalb von fünf Jahren ab dem Zeitpunkt der Zulassung abgelegt werden, finden jene Lehrpläne und Prüfungsvorschriften Anwendung, die zum Zeitpunkt der Zulassung anzuwenden waren; danach ist nach den jeweils geltenden Bestimmungen vorzugehen. Eine zeitliche Limitierung für das Ablegen der einzelnen Teilprüfungen bzw. der Berufsreifeprüfung insgesamt ist nicht vorgesehen. Bereits abgelegte Teilprüfungen nach nicht mehr geltenden Vorschriften gehen nicht verloren.
Nach den Bestimmungen der Externistenprüfungsverordnung.
In diesem Zusammenhang wird darauf verwiesen, dass bei Teilprüfungen, die aus zwei Teilen (schriftlich und mündlich) bestehen, bei der Beurteilung eines Prüfungsgebietes eine bessere Note als „Nicht genügend“ auch bei einer auf „Nicht genügend“ lautenden Teilbeurteilung festzusetzen ist, wenn diese dem Gesamtbild der Leistungen in dem betreffenden Prüfungsgebiet entspricht (Siehe dazu § 15 Externistenprüfungsverordnung!).
Ja. Da das Bundesgesetz eindeutig von erfolgreich abgelegter Lehrabschlussprüfung spricht, sind auch diese Personen inkludiert.
Nein, Bedingung ist die erfolgreiche Lehrabschlussprüfung.
Ja, wenn sie in ihrem Lehrberuf eine Lehrabschlussprüfung nachweislich abgelegt haben.
Da der Meisterprüfung vom Gesetzgeber insofern ein höherer Qualifikationsgrad zugeordnet wird, als mit dieser Prüfung bereits ein Teil der Berufsreifeprüfung als nachgewiesen erachtet wird, ist diesen Personen der Zugang zur Berufsreifeprüfung zu ermöglichen.
Ja. Die Facharbeiterprüfung entspricht vom System her der Lehrabschlussprüfung im gewerblichen Bereich.
Ja, aber nur wenn ein bilaterales Berufsausbildungsabkommen mit diesem Land besteht.
In allen anderen Fällen bedarf es einer Nostrifikation/Gleichhaltung des Abschlusses seitens des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit.
Nein. Es sind auch Personen, die nach einer zweijährigen Lehrzeit eine Lehrabschlussprüfung erfolgreich abgelegt haben (z.B. FußpflegerIn, Bonbon- und KonfektmacherIn), angesprochen.
Geändert am: 30.11.2016

References: § 23
 § 8
 § 13
 § 28
 § 67
 § 28
 § 5
 § 5
 § 8
 § 5
 § 70
 § 8
 § 3
 § 15