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Timestamp: 2018-01-21 22:33:01+00:00

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17. Jahrgang, Nr. 8 vom 3. Juli 2007, S. 54
Promotionsordnung des Zentrums für Ingenieurwissenschaften
Aufgrund der §§ 18 Abs. 7, 67 Abs. 3 Nr. 8 sowie 77 Abs. 2 Nr. 1 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt (HSG LSA) vom 05.05.2004 (GVBl. LSA S. 256), zuletzt geändert durch Artikel 6 des Gesetzes vom 21.03.2006 (GVBl. LSA S. 102), in Verbindung mit § 1 der Satzung des Zentrums für Ingenieurwissenschaften vom 15.02.2006 (ABl. 2006, Nr. 1, S. 25) in der derzeit gültigen Fassung und § 19 Abs. 1 der Grundordnung der Martin-Luther-Universität, hat die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg die folgende Promotionsordnung des Zentrums für Ingenieurwissenschaften erlassen.
Wird im Text die abkürzende Bezeichnung „Zentrum“ gewählt, so steht diese immer für den Begriff „Zentrum für Ingenieurwissenschaften“.
(1) Das Zentrum für Ingenieurwissenschaften verleiht auf Beschluss des Wissenschaftlichen Rates den akademischen Grad einer Doktoringenieurin bzw. eines Doktoringenieurs (Promotion zum Dr.-Ing.). Der Doktorgrad wird nach erfolgreichem Abschluss eines ordentlichen Promotionsverfahrens für wissenschaftliche Leistungen auf den am Zentrum vertretenen ingenieurwissenschaftlichen Fachgebieten verliehen.
(2) Die Promotion dient dem Nachweis besonderer wissenschaftlicher Qualifi­kation durch selbstständige Forschungsleistungen auf dem Gebiet der Ingenieurwissen­schaften.
(3) Das Zentrum kann für hervorragende geistig-schöpferische Leistungen die Würde einer Doktoringenieurin bzw. eines Doktoringenieurs ehrenhalber (Dr.-Ing. E.h.) verleihen.
Das Zentrum bildet einen Promotionsausschuss zur Durchführung der Promotionsverfahren. Der Promotionsausschuss besteht aus einer bzw. einem Vorsitzenden und zwei Beisitzerinnen und zwei Beisitzern sowie jeweils einer Stellvertreterin bzw. einem Stellvertreter. Die Mitglieder und ihre Stellvertreterinnen und Stellvertreter werden vom Wissenschaftlichen Rat für die Dauer von drei Jahren gewählt; Wiederwahl ist zulässig. Vorsitzende bzw. Vorsitzender soll die Direktorin (Dekanin) bzw. der Direktor (Dekan) des Zentrums oder seine Stellvertreterin bzw. sein Stellvertreter sein. Die Mitglieder sollen hauptamtliche Professorinnen und Professoren des Zentrums sein.
(1) Voraussetzung für eine Promotion am Zentrum für Ingenieurwissenschaften ist in der Regel ein universitärer Abschluss (Diplom, Master etc) eines ingenieurwissenschaftlichen Studienganges einer deutschen oder vergleichbaren ausländischen Universität, wenn es hierzu einen fachlichen Bezug am Zentrum gibt.
(2) Für die Aufnahme als Promoventin bzw. Promovent ist ein schriftlicher Antrag zu stellen. Die Antragstellerin bzw. der Antragsteller sollte mindestens ein Jahr vor Eröffnung eines Promotionsverfahrens von einer Professorin bzw. einem Professor oder von einem habilitierten Mitglied des Zentrums betreut worden sein.
(4) Über Ausnahmen sowie gegebenenfalls notwendige Anerkennungen gemäß Abs. 1 und 3 entscheidet der Wissenschaftliche Rat des Zentrums. Von Inhaberinnen und Inhabern nicht gleichwertiger Zeugnisse können vom Wissenschaftlichen Rat des Zentrums Ergänzungsleistungen gefordert werden.
(6) Absolventinnen und Absolventen eines ingenieurwissenschaftlichen FH-Studienganges können zur Promotion am Zentrum zugelassen werden, wenn sie ihre besondere Eignung für die wissenschaftliche Arbeit nachweisen können, das entsprechende Fachgebiet am Zentrum vertreten und eine Betreuung im Sinne § 4 Abs. 2 gesichert ist. Der Nachweis der besonderen Eignung wird in der Regel mit einem Fachhochschulabschluss mit der Gesamtnote "sehr gut" erbracht.
(1) Der Antrag auf Zulassung zur Promotion ist schriftlich an die geschäftsführende Direktorin bzw. an den geschäftsführenden Direktor (Dekanin bzw. Dekan) des Zentrums unter Angabe des Themas der Dissertation zu richten.
a) vier gebundene Exemplare der Dissertation;
b) eine schriftliche Erklärung darüber, dass die Bewerberin bzw. der Bewerber ihre bzw. seine Arbeit selbständig und ohne fremde Hilfe verfasst, andere als die von ihr bzw. ihm angegebenen Quellen und Hilfsmittel nicht benutzt und die den benutzten Werken wörtlich oder inhaltlich entnommenen Stellen als solche kenntlich gemacht hat;
c) eine Erklärung darüber, ob und gegebenenfalls mit welchem Erfolg die Bewerberin bzw. der Bewerber sich bereits früher um den Doktorgrad beworben hat;
d) Angaben zur Person und zum Bildungsgang, nämlich
· eine Erklärung, ob Vorstrafen vorliegen und ob ein Ermittlungsverfahren eingeleitet ist,
· Bei Förderung gemäß Graduiertenförderungsgesetz vom 27.05.1992 (GVBl. LSA S. 382) in der jeweils gültigen Fassung entsprechende Nachweise;
e) Angaben zu § 4 Abs. 2;
f) der Nachweis über den erfolgreichen Abschluss des Hochschulstudiums entsprechend § 4 Abs. 1 oder 3, soweit Unterlagen nicht schon mit einem Antrag auf Annahme als Doktorandin bzw. Doktorand (§ 4 Abs. 5 und 6) eingereicht worden sind;
g) Vorschläge für Gutachterinnen und Gutachter;
h) gegebenenfalls eine Publikationsliste.
(3) Der Promotionsausschuss prüft die eingereichten Unterlagen auf ihre Vollständigkeit und entscheidet über die Eröffnung des Promotionsverfahrens. Der Promotionsausschuss legt die Gutachterinnen und Gutachter fest. Dabei ist er nicht an die Vorschläge der Kandidatin bzw. des Kandidaten gebunden. Die Bewerberin bzw. der Bewerber ist über diese Entscheidung schriftlich zu informieren. Bei negativem Bescheid über die Eröffnung ist eine Rechtsbehelfsbelehrung beizufügen.
(4) Der Direktorin bzw. dem Direktor des Zentrums wird die Eröffnung des Promotionsverfahrens mitgeteilt.
Die Doktorandin bzw. der Doktorand kann vom Prüfungsverfahren zurücktreten, solange noch kein Gutachten bei der bzw. dem Vorsitzenden der Promotionskommission vorliegt. In diesem Fall gilt das Promotionsgesuch als nicht gestellt. Tritt die Doktorandin bzw. der Doktorand später zurück, so gilt die Promotion als erfolglos beendet. In diesem Fall bleibt ein Exemplar der eingereichten Arbeit bei den Akten. In Fällen einer durch ärztliche Bescheinigung nachgewiesen Erkrankung werden bei Fristberechnung diese Zeiten nicht mitgerechnet. Dieses gilt auch für Fälle des Mutterschutzes gemäß den Schutzvorschriften sowie für Elternzeiten nach den Bestimmungen des Gesetzes zum Elterngeld und zur Elternzeit (BEEG) vom 05.12.2006 (BGBl. I S. 2748) in der jeweils gültigen Fassung.
· mindestens 3 weiteren Personen aus dem Kreis der Professorinnen, Professoren, habilitierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der im Ruhestand befindlichen Professorinnen und Professoren des Zentrums.
An der öffentlichen Verteidigung müssen die bzw. der Vorsitzende, mindestens eine Gutachterin bzw. ein Gutachter sowie 2 weitere Mitglieder der Kommission teilnehmen.
(1) Die Dissertation muss ganz oder teilweise ein im Zentrum vertretenes Fachgebiet betreffen. Sie muss die Fähigkeit der Kandidatin bzw. des Kandidaten zur selbständigen wissenschaftlichen Arbeit erkennen lassen und soll einen wissenschaftlichen Fortschritt erbringen. Ihr Umfang soll in der Regel 100 DIN-A 4 Seiten nicht überschreiten.
(3) Bewerten beide Gutachterinnen oder Gutachter die Dissertation als nicht genügend, erklärt die bzw. der Vorsitzende des Promotionsausschusses das Prüfungsverfahren für beendet. Die Promotion ist in diesem Fall erfolglos beendet.
(4) Bewertet nur einer der Gutachterinnen bzw. Gutachter die Dissertation als nicht genügend, so wird vom Promotionsausschuss noch eine weitere Gutachterin bzw. ein weiterer Gutachter bestellt. Ist auch dieses Gutachten negativ, ist das Verfahren erfolglos beendet.
(5) Wenn zwei positive Gutachten vorliegen, informiert die bzw. der Vorsitzende des Promotionsausschusses die Promotionskommission. Sie bzw. er legt nach Mitteilung die Dissertation mindestens zwei Wochen, jedoch höchstens vier Wochen zur Einsicht für die Mitglieder der Promotionskommission sowie für die Professorinnen, die Professoren, die habilitierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Zentrums aus. Diese können schriftlich dazu Stellung nehmen.
(3) Die bzw. der Vorsitzende der Promotionskommission leitet die öffentliche Verteidigung.
(2) Die Noten des Vortrages und der Diskussion werden durch jedes Mitglied der Promotionskommission festgelegt. Aus den Ergebnissen der Einzelbewertungen wird das arithmetische Mittel gebildet.
(1) Wird die Dissertation abgelehnt, so ist dadurch das Promotionsverfahren erfolglos beendet. Die Ablehnung ist der Bewerberin bzw. dem Bewerber schriftlich mitzuteilen. Die Bewerberin bzw. der Bewerber darf am Zentrum einmal, frühestens ein Jahr nach der Ablehnung, eine neue Dissertation einreichen.
(3) Erfolgt die Wiederholung nicht in dieser Frist, gilt die Promotion als erfolglos beendet. Über begründete Ausnahmen und Fristverlängerungen entscheidet der Promotionsausschuss.
Gegen Entscheidungen der Promotionskommission und des Promotionsausschusses besteht Widerspruchsrecht bei der Direktorin bzw. dem Direktor des Zentrums. Der Widerspruch ist innerhalb eines Monats, nachdem die Entscheidung der Promovendin bzw. dem Promovenden bekannt gegeben worden ist, schriftlich oder zur Niederschrift einzulegen.
(1) Nach Erfüllung der Verpflichtungen gemäß § 14 und nach Bestätigung durch den Wissenschaftlichen Rat händigt die Direktorin bzw. der Direktor die auf den Tag der Verteidigung ausgestellte Promotionsurkunde nach dem Muster der Anlage 3 aus.
(1) Stellt das Zentrum vor Aushändigung der Promotionsurkunde fest, dass die Bewerberin bzw. der Bewerber im Zusammenhang mit der Promotion eine vorsätzliche Täuschung begangen hat, so kann es die Promotionsleistung für ungültig erklären.
(2) Das Zentrum kann den Doktorgrad entziehen. Das Verfahren zum Entzug des Doktorgrades richtet sich nach dem geltenden Recht. Der Doktorgrad kann auch entzogen werden, wenn sich die Täuschung nachträglich herausstellt.
(3) Vor dem Beschluss des Zentrums über die Versagung oder Entziehung des Doktorgrades ist der bzw. dem Betroffenen Gelegenheit zu geben, sich zu Vorwürfen zu äußern.
Der Grad einer Doktoringenieurin bzw. eines Doktoringenieur ehrenhalber (Dr.-Ing.E.h.) kann für hervorragende geistig-schöpferische Leistungen auf einem im Zentrum vertretenen Fachgebiet verliehen werden. Der Antrag soll in der Regel an die Direktorin bzw. den Direktor des Zentrums in schriftlicher Form durch eine ordentlich berufene Professorin bzw. einen ordentlich berufenen Professor gestellt werden.
(1) Das Ehrenpromotionsverfahren wird durch einen an die Direktorin bzw. den Direktor des Zentrums gerichteten schriftlichen Antrag eröffnet, den zwei Drittel der stimmberechtigten Professorinnen und Professoren, die Mitglieder des Zentrums sind, unterstützen müssen.
(2) Die Voraussetzungen für eine Verleihung werden von einer durch das Zentrum eingesetzten Ehrenpromotionskommission geprüft, die dem Wissenschaftlichen Rat eine Beschlussvorlage zuleitet. Für Mitglieder des Wissenschaftlichen Rats sind Ehrenpromotionen ausgeschlossen.
(3) Aufgrund der Vorlage der Ehrenpromotionskommission beschließt das Zentrum über die Ehrenpromotion. Dieser Vorlage müssen zwei Drittel der stimmberechtigten Professorinnen und Professoren, die Mitglieder des Zentrums sind, zustimmen.
Bei der Abstimmung nicht anwesende Mitglieder können bis zum Beginn der Sitzung ihre Stimme schriftlich bei der Dekanin bzw. dem Dekan abgeben. In der Einladung ist auf diese Regelung hinzuweisen.
(4) Das Zentrum leitet die Vorlage an die Rektorin bzw. den Rektor und Senat zur Zustimmung weiter.
Hat das Zentrum die Ehrenpromotion beschlossen, so hat der Ehrenpromotionsausschuss eine Laudatio abzufassen und dem Zentrum zur Genehmigung vorzulegen.
(2) Zum gleichen Zeitpunkt tritt die Promotionsordnung der Mathematisch-Naturwissenschaftlich-Technischen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg vom 07.09.2004 außer Kraft.
Diese Ordnung wurde beschlossen vom Wissenschaftlichen Rat des Zentrums für Ingenieurwissenschaften am 16.04.2007; der Akademische Senat hat hierzu Stellung genommen am 09.05.2007; der Rektor hat die Ordnung genehmigt am 29.05.2007.
Halle (Saale), 29. Mai 2007
Prof. Dr. W. Diepenbrock
· Formloser Antrag (an die Vorsitzende bzw. den Vorsitzenden des Promotionsausschusses des Zentrums gerichtet) einschließlich Antragsformular über die Eröffnung zur Promotion mit Angabe des Themas der Dissertation und des anzustrebenden Doktorgrades (Dr.-Ing.);
· In dem Antrag sollen die Art der Entstehung der Dissertation und der Gang der wissenschaftlichen Bildung der Doktorandin bzw. des Doktoranden während der Zeit der Arbeit an der Dissertation erläutert werden;
· eine Erklärung, ob Vorstrafen vorliegen und ob ein Ermittlungsverfahren eingeleitet ist;
· Bei kumulativer Dissertation ist der eigene Anteil formlos darzustellen.
Nach der Verteidigung ist eine Bescheinigung über die abgegebenen Pflichtexemplare gemäß § 14 Abs. 2 der Promotionsordnung im Sekretariat des Zentrums abzugeben.
auf Eröffnung eines Promotionsverfahrens
(bitte maschinenschriftlich oder mit Druckschrift ausfüllen!)
Bereits erworbener akademische Grad, welcher:
Status der Antragstellerin bzw. des Antragstellers:
Betreuende Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer:
Unterschrift der Antragstellein bzw. des Antragstellers
Unterschrift der bzw. des Vorsitzenden des Promotionsausschusses
Unter dem Rektorat des Professors für «Denomination»
das Zentrum für Ingenieurwissenschaften
als organisatorische Grundeinheit für Forschung und Lehre im Range einer Fakultät
(§ 75 Abs. 1 HSG LSA, § 19 Abs. 1 Grundordnung)
« Doktoringenieur(in) (Dr.-Ing.)»
Der Rektor Der Dekan

References: § 1
 § 19
 § 4
 § 4
 § 4
 § 14
 § 14
 § 19