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Timestamp: 2019-10-14 14:34:11+00:00

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BVerwG, 12.04.2000 - 11 A 18.98 - dejure.org
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BVerwG, 12.04.2000 - 11 A 18.98 (https://dejure.org/2000,338)
BVerwG, Entscheidung vom 12.04.2000 - 11 A 18.98 (https://dejure.org/2000,338)
BVerwG, Entscheidung vom 12. April 2000 - 11 A 18.98 (https://dejure.org/2000,338)
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GG Art. 2 Abs. 2 Satz 1, Art. 14 Abs. 1, Art. 28 Abs. 2 Satz 1; BImSchG §§ 41, 42, 43, 50; 16. BImSchV § 1 Abs. 2; AEG § 18 Abs. 1 Satz 2, § 20 Abs. 7 Satz 1; BbG §§ 12, 14, 44
Planfeststellung für die Änderung eines Schienenweges; Abwägungsgebot; "Teilentwidmung" einer Bahnanlage; Funktionslosigkeit; Wiederinbetriebnahme teilungsbedingt unterbrochener Schienenwege; planungsrechtliche Situation als schutzmindernde Vorbelastung; Eigentums- und ...
Planfeststellung für die Änderung eines Schienenweges; Abwägungsgebot; "Teilentwidmung" einer Bahnanlage; Funktionslosigkeit; Wiederinbetriebnahme teilungsbedingt unterbrochener Schienenwege; planungsrechtliche Situation als schutzmindernde Vorbelastung; Eigentums-
Planfeststellung für die Änderung eines Schienenweges - Abwägungsgebot - Teilentwidmung einer Bahnanlage - Funktionslosigkeit - Wiederinbetriebnahme teilungsbedingt unterbrochener Schienenwege - Planungsrechtliche Situation als schutzmindernde Vorbelastung - Eigentums- ...
Art. 2 GG ; Art. 14 GG; Art. 28 GG ; § 41 BImSchG; § 42 BImSchG; § 43 BImSchG; § 50 BImSchG; § 1 16. BImSchV; § 18 AEG; § 20 AEG; § 12 BbG; § 14 BbG; § 44a BbG;
Abwägungsgebot; Erheblichkeit von Abwägungsmängeln; "Teilentwidmung" einer Bahnanlage; Funktionslosigkeit; Wiederinbetriebnahme teilungsbedingt unterbrochener Schienenwege; planungsrechtliche Situation als schutzmindernde Vorbelastung; Eigentums- und ...
Umweltrecht - Immissionsschutz: Wiederinbetriebnahme innerdeutscher Strecken
§§ 41, 42, 43, 50 BImSchG; § 1 Abs. 2 16. BImSchV; §§ 18 Abs. 1 Satz 2, 20 Abs. 7 Satz 1 AEG; §§ 12, 14, 44 BbG; Art. 2 Abs. 2 Satz 1, 14 Abs. 1, 28 Abs. 2 Satz 1 GG
Planfeststellung/Wiederinbetriebnahme von Gleisen nach teilweiser Stilllegung infolge der deutschen Teilung/Eigentums- und Gesundheitsbeeinträchtigungen
BVerwG, 09.07.1998 - 11 A 18.98
BVerwGE 111, 108
NVwZ 2001, 82
NJ 2000, 611 (Ls.)
DVBl 2000, 1344
DÖV 2000, 878 (Ls.)
Der 11. Senat des Bundesverwaltungsgerichts ist ihm in dieser Einschätzung gefolgt (vgl. BVerwG, Urteil vom 12. April 2000 - BVerwG 11 A 18.98 - BVerwGE 111, 108, 122).
Entsprechendes gilt für die in rechtlicher Würdigung der Lärmwirkungsforschung zu bestimmende Schwelle der Gesundheitsgefährdung, für die Innenraumpegel entscheidend sind; nach dem bis zum Jahre 2000 erreichten Stand der Lärmwirkungsforschung sollten Dauerschallpegel am Ohr einer schlafenden Person in einem Bereich zwischen 30 und 35 dB(A) und Pegelspitzen in der Größenordnung von 40 dB(A) nicht überschritten werden (Urteil vom 12. April 2000 a.a.O. m.w.N.).
Die gänzliche Erneuerung eines Bahndammes sei auch nicht lediglich eine kleinere Baumaßnahme im Sinne der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom 12. April 2000 - 11 A 18.98 - (BVerwGE 111, 108).
aa) In der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts ist geklärt, dass bauliche Maßnahmen an einer Eisenbahnbetriebsanlage, die nicht über Instandsetzungs- oder Unterhaltungsmaßnahmen hinausgehen, keine planfeststellungsbedürftige Änderung im Sinne von § 18 Satz 1 Alt. 2 AEG darstellen (BVerwG, Urteil vom 12. April 2000 - 11 A 18.98 - BVerwGE 111, 108 m.w.N.).
Eine solche Funktionslosigkeit setzt einen Zustand der Bahnanlage voraus, der die Verwirklichung der bestehenden Planung auf unabsehbare Zeit ausschließt (BVerwG, Urteile vom 12. April 2000 - 11 A 18.98 - BVerwGE 111, 108 und vom 23. Oktober 2002 - 9 A 22.01 - Buchholz 442.09 § 18 AEG Nr. 55 S. 31, jeweils m.w.N.).
Danach kann auch die Abtragung und völlige Erneuerung des gesamten alten Gleiskörpers eine Instandsetzungs- und Unterhaltungsmaßnahme sein (BVerwG, Urteil vom 12. April 2000 - 11 A 18.98 - BVerwGE 111, 108 ).
Lässt sich ein Lärmkonflikt nicht auf der Grundlage des § 41 BImSchG i.V.m. der Verkehrslärmschutzverordnung bewältigen, ist er von der Planfeststellungsbehörde im Rahmen des Gebots planerischer Abwägung weiterhin aufzugreifen (BVerwG, Urteile vom 28. Oktober 1998 - 11 A 3.98 - BVerwGE 107, 350 , vom 12. April 2000 - 11 A 18.98 - BVerwGE 111, 108 …und vom 9. Juli 2008 - 9 A 5.07 - Buchholz 442.09 § 18 AEG Nr. 66 Rn. 15 ff.).
(4) Von diesen Grundsätzen - die für Erschütterungsimmissionen entsprechende Anwendung finden (BVerwG, Urteile vom 12. April 2000 - 11 A 18.98 - BVerwGE 111, 108 und vom 23. Oktober 2002 - 9 A 22.01 - Buchholz 442.09 § 18 AEG Nr. 55 S. 34) - ist allerdings eine Ausnahme zu machen, wenn besondere Umstände eine abweichende rechtliche Beurteilung gebieten.
Der 11. Senat des Bundesverwaltungsgerichts ist ihm in dieser Einschätzung gefolgt (vgl. BVerwG, Urteil vom 12. April 2000 - BVerwG 11 A 18.98 - BVerwGE 111, 108 ).
Abgesehen davon darf die Beantwortung der Frage, ob die Nutzung eines Grundstücks unzumutbar wird, nicht schematisch von der Erreichung bestimmter Immissionsgrenzwerte abhängig gemacht werden, sondern erfordert eine wertende Betrachtung des Einzelfalles (Urteil vom 12. April 2000 - BVerwG 11 A 18.98 - BVerwGE 111, 108 ).
Dabei hat sich die gerichtliche Prüfung, sofern, wie vorliegend, keine enteignungsrechtliche Vorwirkung in Rede steht, auf solche Mängel zu beschränken, die eigene Belange der Antragsteller betreffen (…vgl. z.B. BVerwG, Urteil v. 7.7.1978, BVerwGE 56, S. 110, 123; Urteil v. 12.4.2000, DVBl. 2000, S. 1344, 1346; OVG Hamburg, Beschluß v. 13.12.1994, OVG Bs III 376/93, Beschlußausfertigung S. 60;… Kopp/Ramsauer, § 75 VwVfG Rn. 39;… Stüer, a.a.O., Rn. 2340 f.).
bb) Den Grundsatz, nur bei Lärmsteigerungen gegenüber der Vorbelastung müsse die Lärmproblematik im Rahmen der Abwägung aufgegriffen werden, hat der Senat allein für den Fall eingeschränkt, dass die Wiederertüchtigung einer teilungsbedingt ganz oder teilweise unterbrochenen Bahnstrecke zu Lärmbeeinträchtigungen führt, die die grundrechtliche Zumutbarkeitsschwelle (Art. 2 Abs. 2, Art. 14 Abs. 1 GG) überschreiten (…Urteile vom 17. November 1999 a.a.O. S. 87 und vom 12. April 2000 - BVerwG 11 A 18.98 - BVerwGE 111, 108 ; vgl. auch bereits Urteil vom 28. Oktober 1998 - BVerwG 11 A 3.98 - BVerwGE 107, 350 ).
209 vgl. BVerwG, Beschluss vom 11. August 2006 9 VR 5.06 -, NVwZ 2006, 1170, Urteil vom 12. April 2000 - 11 A 18.98 -, NVwZ 2001, 82.
Nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts darf der Staat keine verkehrlichen Maßnahmen zulassen, die zu einer als Gesundheitsgefährdung einzustufenden Gesamtbelastung führen bzw. die die Grenzwerte für die enteignungsrechtliche Zumutbarkeitsschwelle überschreiten (BVerwG vom 21.3.1996 BVerwGE 101, 1/9 f.; vom 23.4.1997 NVwZ 1998, 846/847; vom 12.4.2000 BVerwGE 111, 108/121 f. = NVwZ 2001, 82/87 f.; vom 11.1.2001 NVwZ 2001, 1154/1159).
Zur Beantwortung der Frage, ob Kläger bzw. Antragsteller Eigentumsbeeinträchtigungen durch Verkehrslärm ausgesetzt sein könnten, die die Grenze einer entschädigungslos zulässigen Eigentumsbindung überschreiten und deshalb von ihnen nicht ohne weiteres geduldet werden müssen, verweist das Bundesverwaltungsgericht auf die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zur Bestimmung der enteignungsrechtlichen Zumutbarkeitsschwelle (BVerwG vom 12.4.2000 a.a.O.).
Vielmehr ist die Grenze nur aufgrund wertender Betrachtung des Einzelfalles zu bestimmen, wobei auch Gebietsart und Lärmvorbelastung eine wesentliche Rolle spielen können (BGH vom 17.4.1986 BGHZ 97, 361/365; vom 25.3.1993 BGHZ 122, 76/80 f.; BVerwG vom 28.10.1998 BVerwGE 107, 350/357 f.; vom 12.4.2000 a.a.O.).

References: Art. 2
 Art. 14
 Art. 28
 § 1
 § 18
 § 20

Art. 2
 Art. 14
 Art. 28
 § 41
 § 42
 § 43
 § 50
 § 1
 § 18
 § 20
 § 12
 § 14
 § 44
 § 1
 Art. 2
 § 18
 § 18
 § 41
 § 18
 § 18
 § 75
 Art. 14