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Timestamp: 2017-07-21 08:43:25+00:00

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Information zu Gefährdungsbeurteilung, Explosionsschutzdokument, Betrieb und Prüfungen von Arbeitsmitteln Arbeitsbedingte Unfälle und Erkrankungen belasten nicht nur die Betroffenen und ihre Familien. Sie belasten ebenso die Betriebe durch Störungen des Arbeitsablaufes, mindern die Prozessleistungen, verursachen zusätzliche Personalkosten und können Haftungsansprüche an Unternehmer und Mitarbeiter nachziehen.
Insbesondere Arbeitsschutzgesetz, Betriebssicherheits- und Gefahrstoffverordnung regeln dazu, die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Beschäftigten bei der Arbeit durch Maßnahmen zu sichern und zu verbessern. Grundlage zielgerichteter Maßnahmen ist eine Beurteilung der für die Beschäftigten mit ihrer Arbeit verbundenen Gefährdungen durch Tätigkeiten, Anlagen und Stoffen. Dies erfordert Kenntnisse über Ursachen, Arten und Wirkungen der Gefährdungen sowie über die Beurteilungskriterien.
Die Gefährdungsbeurteilung bildet im Konzept einer systematischen Prävention die Grundlage für einen wirksamen betrieblichen Arbeitsschutz zur Verhütung von Unfällen bei der Arbeit und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren einschließlich der menschengerechten Gestaltung der Arbeit. Dies ist auch eine Voraussetzung dafür Arbeitsmittel, Arbeitsstoffe, Arbeitsverfahren, Arbeitsplätze und Arbeitsabläufe so auszuwählen oder zu gestalten, dass technische Mängel, Organisationsmängel und Fehlverhalten verringert oder beseitigt werden.
Gefährdungsbeurteilungen, Explosionsschutzdokumente sind also Ermittlungs-, Umsetzungs- und Nachweis-Werkzeuge, um Risiken zu erkennen und zu bewerten, Gefährdungen zu vermeiden, Störungen zu verringern und die Qualität der Führungspflichten Planen und Überwachen zu verbessern. Das Vorgehen hilft zu entscheiden, wo und in welchem Umfang und mit welcher Dringlichkeit welche technischen, organisatorischen oder persönlichen Schutzmaßnahmen bzw. Prüfungen und Unterweisungen erforderlich sind. Die Informationen über die Ergebnisse der Beurteilung und über die Maßnahmen unterstützen den Beschäftigten, sich sicherheits- und gesundheitsgerecht zu verhalten.
Die konsequente Umsetzung dieser Rechtspflichten ( wichtige Übergangsfristen 31.12.2005 beachten ) führt zur Risikoreduzierung für Unternehmer und Beschäftigte. Damit zur Vermeidung von Gefährdungen, zusätzlicher Ausfallkosten, möglicher Schadenersatzansprüche von Geschädigten, Entfall des Versicherungsschutzes, sowie Bußgelder bzw. Strafverfahren durch die Behörden.
Die gesetzliche Basis für die Gefährdungsbeurteilung bilden insbesondere Arbeitsschutzgesetz, Geräte- und Produkte-Sicherheitsgesetz, sowie Betriebssicherheits- und Gefahrstoff-Verordnung, hierzu die wichtigsten Rechtstextauszüge :
§ 5 ArbSchG Der Arbeitgeber hat durch eine Beurteilung der für die Beschäftigten mit ihrer Arbeit verbundenen Gefährdung zu ermitteln, welche Maßnahmen des Arbeitsschutzes erforderlich sind. Ist nach Tätigkeiten vorzunehmen, bei gleichartigen Bedingungen kann zusammengefasst werden.
§ 6 ArbSchG Der Arbeitgeber muss über die nach Art der Tätigkeiten und der Zahl der Beschäftigten erforderliche Unterlagen verfügen, aus denen das Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung, die von ihm festgelegten Maßnahmen des Arbeitsschutzes und das Ergebnis ihrer Überprüfung ersichtlich sind.
§ 25 ArbSchG Ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig einer Rechtsverordnung und vollziehbaren Anordnung als Arbeitgeber oder Beschäftigter zuwiderhandelt, kann mit Bußgelder bis zu 25.000 oder 5.000 EURO geahndet werden
§ 3 BetrSichV Der Arbeitgeber hat bei der Gefährdungsbeurteilung die notwendigen Maßnahmen für die sichere Bereitstellung u. Benutzung der Arbeitsmittel zu ermitteln. Dabei hat er insbesondere die Gefährdungen zu berücksichtigen die mit der Benutzung des Arbeitsmittels selbst und durch Wechselwirkungen anderer Arbeitsmittel oder Arbeitsstoffen oder der Arbeitsumgebung hervorgerufen werden. Kann die Bildung einer gefährlichen explosionsfähigen Atmosphäre nicht sicher verhindert werden, hat er Wahrscheinlichkeit, Dauer, Aktivierung und Auswirkungen zu beurteilen.
§§ 5-6 BetrSichV Der Arbeitgeber hat explosionsgefährdete Bereiche unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Gefährdungsbeurteilung in Zonen einzuteilen und Mindestvorschriften anzuwenden. Der Arbeitgeber hat sicherzustellen, dass ein Explosionsschutzdokument erstellt und auf den letzten Stand gehalten wird. Es muss daraus hervorgehen, dass die Exgefährdungen ermittelt und einer Bewertung unterzogen worden sind und angemessene Vorkehrungen getroffen wurden zur Erreichung des Explosionsschutzes.
§ 10 BetrSichV Der Arbeitgeber hat sicherzustellen, dass die Arbeitsmittel vor der ersten Inbetriebnahme geprüft werden. Die Prüfung darf nur von hierzu befähigten Personen durchgeführt werden.
§ 7 GefStoffV Der Arbeitgeber darf eine Tätigkeit mit Gefahrstoffen erst aufnehmen lassen, nachdem eine Gefährdungsbeurteilung vorgenommen wurde und die erforderlichen Schutzmaßnahmen getroffen wurden.
§ 25 BetrSichV Ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig nicht sicherstellt, dass die Arbeitsmittel geprüft werden, überwachungsbedürftige Anlagen ohne Erlaubnis in Betrieb nimmt, Unfall- und Schadenanzeige nicht unverzüglich vornimmt.
§ 26 BetrSichV Wer durch eine Ordnungswidrigkeit bezeichnete vorsätzliche Handlung Leben oder Gesundheit eines Beschäftigten gefährdet ist nach § 26 ArbSchG - Arbeitsschutzgesetz strafbar, oder wer Ordnungswidrigkeiten beharrlich wiederholt oder durch eine solche Handlung Leben oder Gesundheit eines Anderen gefährdet ist nach § 20 GPSG – Geräte-, Produkte-Sicherheitsgesetz strafbar mit Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr.
§ 27 BetrSichV Für Arbeitsmittel und Arbeitsabläufe in explosionsgefährdeten Bereichen hat der Arbeitgeber seine Pflichten spätestens bis zum 31.12.2005 zu erfüllen. Für überwachungsbedürftige Anlagen, die vor dem 01.01.2003 nicht von einer Rechtsverordnung erfasst wurden, müssen die in der Verordnung enthaltenen Betriebsvorschriften spätestens bis zum 31.12.2005 angewendet werden.
W.K. Staiger ist geprüfte Fachkraft für Arbeitssicherheit SCC und EOQ Auditor OHSAS, bei Interesse wird er Sie kontaktieren,bitte aktivieren Sie den Link Der Weg zu uns und senden Sie Ihre Nachricht oder rufen Sie 07426 520 416 an.

References: § 5

§ 6

§ 25

§ 3

§ 10

§ 7

§ 25

§ 26
 § 26
 § 20

§ 27