Source: https://www.bzb-online.de/ePaper_BZBplus_2-2019/
Timestamp: 2019-02-17 16:49:57+00:00

Document:
BZBplus 2-2019
Editorial: Opportunität statt Objektivität
Fast 7000 Teilnehmer erreicht – KZVB beendet zweite Staffel der Dialogtage
HVM kommt 2019 nicht zur Anwendung – Vergütungsverträge online verfügbar
Nur Wissen und Gewissen verpflichtet – Angehörige der Freien Berufe können auch angestellt sein
Vorsicht vor gefälschten KZVB-Mails – Inhalt und Absender unbedingt kritisch prüfen
FAQs: Einreichung des Fortbildungsnachweises
Neue Flyer zur Werbung von Praxispersonal – Bestellen Sie kostenfrei im Online-Shop der BLZK
Das Überweisungsformular ist entscheidend – Bundesmantelvertrag regelt Inhalt und Aufbau
Fremdsprachige Infoblätter immer griffbereit – Unterstützung für das Beratungsgespräch mit fremdsprachigen Patienten
Wie lange dokumentieren, wann Daten löschen? – Aufbewahrungsfristen schränken den Anspruch auf Löschung ein
Amalgam korrekt entsorgen – Amalgamabscheider müssen vor Inbetriebnahme genehmigt werden
Abrechnung transparent – Häufig gestellte Abrechnungsfragen
PKV-Tarife mit reduzierter Vergütung – Behandlungspflicht nur im Notfall
Ausgabe 2/2019 plus Eine Publikation der BLZK und KZVB FAST 7000 TEILNEHMER ERREICHT KZVB beendet zweite Staﬀel der bayernweiten Dialogtage
Opportunität statt Objektivität Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege, die Büchse der Pandora ist geöffnet. Die ärztliche und zahnärztliche Selbstverwaltung ist mehr denn je bedroht. Kurz nachdem die Notwendigkeit kieferorthopädischer Behandlungen innerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) infrage gestellt wurde, spricht sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn für die Einbeziehung der Fettabsaugung in den GKV-Leistungskatalog aus. Unabhängig davon, ob künftig solche Ansätze per Rechtsverordnung durchgesetzt werden, oder ob der Minister im letzten Moment einen Rückzieher macht: Das Signal ist gesetzt. Die seit Jahr- zehnten in Deutschland bewährte Selbstverwaltung im Gesundheitswesen mit dem unabhängigen Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) soll ausgehebelt werden. Nun hat sich der G-BA bei Ärzten und Zahnärzten nicht viele Freunde gemacht, aber wenn die entsprechende Ergänzung des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG) durchgehen sollte, sind der Verstaatlichung des Gesundheitswesens Tür und Tor geöffnet. Es geht nicht nur um eine Machtverschiebung weg vom G-BA und seinen Mitgliedern hin zum Bundesgesundheitsministerium. Es geht auch um das Ende einer Steuerung der GKV durch evidenzbasierte Medizin – mit allen Risiken und Nebenwirkungen. Ja, wissenschaftliche Studien brauchen Zeit. Doch nur sie garantieren, dass aus- schließlich wirksame, neue Therapien in den GKV-Leistungskatalog aufgenommen werden. Wenn darüber in Zukunft ein Minister per Rechtsverordnung entscheiden kann, drohen die Patienten zu Versuchskaninchen zu werden. Politische Opportuni- tät hat dann Vorrang gegenüber wissenschaftlicher Objektivität. Aus gutem Grund warnen nahezu alle Akteure im deutschen Gesundheitswesen vor den Auswirkun- gen dieser Gesetzesänderung. Auch ich kann nur hoffen, dass der Bundestag den Gutsherren-Methoden Spahns eine Absage erteilt und diese Ergänzung des TSVG stoppt. Zum Wohle der Patienten! Ihr Christian Berger Vorsitzender des Vorstands der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns Inhalt Seite 4 KZVB-Dialogtage Vergütungsverträge online verfügbar Seite 6 VFB: Satzungsänderung Seite 8 Gefälschte KZVB-Mails Seite 9 FAQs: Fortbildungsnachweis Seite 10 Neue Flyer zur ZFA-Werbung Seite 11 Überweisungsformular Seite 12 Fremdsprachige Infoblätter Seite 13 Datenlöschung und Dokumentation Private Kranken- und Kranken- tagegeldversicherung Seite 16 Amalgam korrekt entsorgen Seite 17 Seite 18 Abrechnung transparent PKV-Tarife Seite 20 Seite 21 Termine/Impressum eazf Fortbildungen Seite 22 Seite 14 Ausgabe 2/2019 BZBplus | 3
Fast 7000 Teilnehmer erreicht KZVB beendet zweite Staffel der Dialogtage Die zweite Staffel der Dialogtage der KZVB endete Anfang Januar 2019 mit einer Veranstaltung im Zahnärztehaus München. Seit November 2017 fanden in ganz Bayern 23 Infoveranstaltungen für Vertragszahnärzte und Praxismitarbeiter statt, an denen fast 7000 Personen teil- nahmen. Entsprechend positiv fällt die Bilanz des Vorstands aus: „Unsere Mitglieder haben bewiesen, dass ihnen die Zukunft der Berufsausübung wichtig ist. Sie stellen sich neuen Herausforderungen, erwarten aber auch mehr Unterstützung des Ge- setzgebers. Vor allem die zunehmende Bürokratiebelastung wurde immer wie- der moniert“, so der KZVB-Vorsitzende Christian Berger. Die enorm hohe Beteiligung beweist, dass die KZVB die richtigen Themen aus- gewählt hat. So gab es unter anderem Vorträge zur digitalen Abrechnungs- mappe, zur Qualitätssicherung, zu den Vergütungsvereinbarungen und zum Honorarverteilungsmaßstab. Kochrezept für Großprojekt Breiten Raum nahm auch der On- line-Rollout der elektronischen Gesund- heitskarte ein. Bekanntlich sollen alle Arzt- und Zahnarztpraxen in Deutschland bis zum 30. Juni 2019 an die Infrastruk- tur der gematik angeschlossen sein. Die KZVB unterstützt ihre Mitglieder bestmöglich bei diesem technischen Großprojekt und lieferte quasi ein Koch- rezept. Viele Fragen konnten bereits bei den Dialogtagen beantwortet werden. Auch der Austausch der Kollegen unter- einander erwies sich als äußerst hilfreich. So berichteten die Praxisinhaber, die den Rollout bereits hinter sich haben, welche Schwierigkeiten dabei aus dem Weg zu räumen waren. Viel Zeit für Diskussion Generell nahm sich der Vorstand der KZVB viel Zeit für die Diskussion mit der Basis. „Wir stehen alle drei selbst noch in der Praxis und wissen, welche Vorschrif- ten eigentlich verzichtbar wären“, betont der stellvertretende KZVB-Vorsitzende Dr. Rüdiger Schott. Dass standespoliti- sches Engagement auch Früchte tragen kann, beweise die geplante Abschaffung der Degression. Die gehe auch auf For- derungen aus Bayern zurück. Vorstandsmitglied Dr. Manfred Kinner bekam bei den Dialogtagen viel Applaus für seine kritischen Einlassungen zur Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Er könne sich nicht vorstellen, dass diese EU-Verordnung in anderen europäischen Ländern so akribisch umgesetzt werde wie in Deutschland, machte Kinner immer wieder klar. Sehr positives Feedback Bei jedem der 23 Dialogtage hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, die Vorträ- ge und die Organisation zu bewerten. 1483 Fragebögen wurden ausgefüllt und bestätigten den positiven Gesamt- eindruck. 88 Prozent der Besucher gaben an, dass ihre Erwartungen an die Veranstaltung erfüllt oder sogar über- 4 | BZBplus Ausgabe 2/2019
Auch die zweite Staffel der Dialogtage führte die KZVB in alle Regierungsbezirke. Eine der größten Veranstal- tungen fand in Memmingen statt. m o c . e b o d a . k c o t s - i r g e h i : o t o F troffen wurden. Auch Themenwünsche für künftige Dialogtage konnten die Zahnärzte nennen. Aufgrund des positiven Feedbacks und der beeindruckenden Teilnehmerzahl ist klargeworden, dass die KZVB auch künftig den persönlichen Kontakt zu ihren Mitgliedern suchen wird. Voraus- sichtlich wird es im zweiten Halbjahr 2019 weitere Dialogtage geben, die wieder in Zusammenarbeit mit der eazf organisiert werden. Seminarreihe „BEL II und BEB“ Bis dahin können interessierte Vertrags- zahnärztinnen und -zahnärzte aber auch andere Veranstaltungen der KZVB be- suchen. So läuft seit Dezember 2018 die Seminarreihe „BEL II und BEB“ unter Leitung von Dr. Christian Öttl. Außerdem bietet die KZVB mit ihrem Fortbildungs- programm Bezirksstellen und Obleuten die Möglichkeit, kompetente Referenten zu Veranstaltungen in die Region ein- zuladen. Diese Angebote sind auch deshalb wich- tig, weil zum 30. Juni 2019 für Tausende von Vertragszahnärzten und angestellte Zahnärzte die Fortbildungspflicht gemäß § 95 d SGB V endet. Demnach müssen in einem Zeitraum von fünf Jahren 125 Fortbildungspunkte gesammelt werden. Anderenfalls drohen Honorarkürzungen. Nähere Informationen dazu finden Sie auf kzvb.de/zahnarztpraxis/fortbildung. Leo Hofmeier
HVM kommt 2019 nicht zur Anwendung Vergütungsverträge online verfügbar Die Digitalisierung macht auch vor der KZVB nicht halt. Sowohl die Abrechnungsmappe als auch die Vertragsmappe sind schon seit Längerem online verfügbar. Die Zeit der gedruckten Nachschlagewerke ist damit vorbei. Für die Zahnärzte und ihre Mitarbeiter hat das viele Vorteile. Die digitale Abrechnungs- mappe ist stets aktuell und erleichtert mit ihrer Suchfunktion die korrekte Abrechnung der erbrachten Leistungen. Wer es noch genauer wissen will, für den lohnt sich aber auch der Blick in die Online-Version der Vertragsmappe. Darin enthalten sind alle Gesetze, Rechtsverordnungen und Verträge, die für die Abrechnung relevant sind. Vor Kurzem wurden auch die aktuellen Vergütungsverträge für das Jahr 2018 mit den in Bayern tätigen Krankenkassen auf kzvb.de gestellt. „Dieser Vorgang dauert leider immer ein bisschen, weil wir warten müssen, bis wir von allen Krankenkassen die unter- zeichneten Verträge zurückbekommen und zudem die Über- prüfung des aufsichtführenden Ministeriums abzuwarten ist“, erklärt Andreas Mayer, Justitiar und Geschäftsführer der KZVB. Die aktuellen – und auch schon gekündigten – Verträge sind Ausgangspunkt für die Vergütungsverhandlungen 2019, die demnächst beginnen und über die wir Sie in unseren Medien auf dem Laufenden halten werden. Deutliche Budgeterhöhung Aufgrund der erfolgreichen Verhandlungsführung des KZVB-Vor- stands konnte die für den KCH-Bereich zur Verfügung stehende Gesamtvergütung (Budget) seit 2016 deutlich erhöht werden. So steigt das Budget 2019 bei der AOK Bayern gegenüber dem Jahr 2016 um fast 80 Millionen Euro (siehe Grafik). Die Verhandlungsergebnisse für 2018 überschreiten sogar die Grundlohnsummensteigerung. Deshalb kam der HVM 2018 nicht zur Anwendung. Auch 2019 wird es keine Budgetüber- schreitungen geben. AOK Bayern - Budgetentwicklung 2014 bis 2019 (in Millionen Euro) 679 646 602 621 706 725 2014 2015 2016 2017 2018 2019 Aufgrund der erfolgreichen Verhandlungsführung des KZVB-Vorstands konnte die für den KCH-Bereich zur Verfügung stehende Gesamtvergütung (Budget) deutlich erhöht werden – allein bei der AOK Bayern um fast 80 Millionen Euro seit 2016. KCH- Punktwert- erhöhung Steigerung Prokopf- betrag Budgetplus 2018 in Euro AOK + 3,01 % + 3,0 % + 28,5 Mio. BKK + 2,99 % + 3,0 % + 18,8 Mio. vdek + 2,92 % + 2,7 % + 23,1 Mio. Unter abrechnungsmappe.kzvb.de finden Sie die Abrechnungs- mappe, die komplette Vertragsmappe im internen Bereich von kzvb.de, in Auszügen auch im offenen Bereich. Summe je Praxis + 70,4 Mio. + 10.300 red Um 70,4 Millionen Euro konnte die zur Verfügung stehende Gesamtvergütung bei den drei größten Kassenarten im Jahr 2018 erhöht werden. 6 | BZBplus Ausgabe 2/2019
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m o c . e b o d a . k c o t s - 1 1 8 2 o c r a M : o t o F K Z L B : o t o F Die Wahl zwischen Angestelltenverhältnis und Selbstständigkeit ist für junge Zahnärzte von großer Bedeutung. Egal, wie sich der Zahnarzt entscheidet: Er ist so oder so Mitglied eines Freien Berufes. „Was den Freien Beruf ausmacht, ist nicht die Frage, ob selbst- ständig tätig oder angestellt, sondern vielmehr die Tatsache, dass er weisungsfrei nach fachlichem Wissen und Gewissen urteilt“, betont VFB-Präsident Michael Schwarz (rechts). Nur Wissen und Gewissen verpflichtet Angehörige der Freien Berufe können auch angestellt sein – Satzungsänderung des Verbandes Freier Berufe in Bayern (VFB) Müssen Angehörige der Freien Berufe zwangsläufig selbstständig tätig sein? Die Frage hatte der Verband Freier Berufe in Bayern (VFB) längst beantwortet: Sie müssen nicht! Auf seiner Jahreshaupt- versammlung wurde dies nun in der Satzung verankert: Auch Angestellte sind Angehörige der Freien Berufe. Das hat der VFB kurz vor Weihnachten in einer Pressemitteilung bekanntgegeben. Tatsächlich gibt es viele angestellte Frei- berufler, man denke nur an Klinikärzte, In- genieure, Rechtsanwälte, Architekten und Steuerberater. „Was den Freien Beruf aus- macht, ist nicht die Frage, ob selbstständig tätig oder angestellt, sondern vielmehr die Tatsache, dass er weisungsfrei nach fachlichem Wissen und Gewissen urteilt“, sagt VFB-Präsident Michael Schwarz. Die Satzung wurde im Wortlaut nun so gefasst, dass alle Angehörigen der Freien Berufe, also auch die Angestell- ten, einbezogen sind und keine Zweifel bezüglich der Zugehörigkeit aufkommen. 8 | BZBplus Der Angehörige der Freien Berufe ist laut Definition nur seinem Beruf und allein dem Rat- und Hilfesuchenden verpflichtet. Gesetzesvorschriften oder Weisungshinweise des Berufsrechts sorgen für den vertrauensvollen Umgang mit dem Anliegen oder den Sorgen des Patienten, der Klienten und Mandanten. Bei den Freien Berufen geht es um das Erbringen einer Dienstleistung höherer Art mit Gemeinwohlverpflichtung. red Ausgabe 2/2019
F o t o : m i p a n - s t o c k . a d o b e . c o m Vorsicht vor gefälschten KZVB-Mails Inhalt und Absender unbedingt kritisch prüfen Die kriminelle Energie internationa- ler Hackerbanden kennt leider kaum Grenzen. Aktuell erhalten viele Zahnärzte E-Mails von einem angeblichen Absender aus der KZVB oder anderen Kontakten aus dem eigenen Adressbuch. Viel Text enthält die Nachricht nicht. Nur einen Dreizeiler mit einem Link oder einer Doc-Datei im Anhang. Angeblich handelt es sich um eine Rechnung, ein gescanntes Dokument oder einen Bescheid. Doch Vorsicht: Wer den Link in der E-Mail anklickt, lädt sich gefährliche Schadsoftware auf seinen PC. Inzwischen wirken diese gefälschten Mails durch die Verwendung von Inhalten aus echten E-Mails besonders authentisch. Für Sie wichtig: Die KZVB sendet Ihnen niemals E-Mails zu, die Sie auffordern, zusätzliche persönliche Daten einzugeben oder zu bestätigen. Prüfen Sie den Inhalt und den Absender unerwarteter E-Mails kritisch. Im Zweifel sollten Sie solche E-Mails nicht öffnen und un- gelesen löschen. Klicken Sie auch niemals auf Links in zweifelhaften E-Mails. Öffnen Sie Dateianhänge nur, wenn Sie sich absolut sicher sind, dass es sich um geschäfts- relevante und ungefährliche Dateien handelt! So erkennen Sie E-Mails von Betrügern ■ Ziehen Sie den Mauszeiger über den Link, ohne ihn anzu- gaben. ■ Die Absenderangabe entspricht nicht den offiziellen An- klicken. In der Fußleiste des Browsers können Sie dann sehen, auf welche Seite der Link verweist. ■ Enthaltene Links führen zu Seiten, die nicht mit offiziellen KZVB-Adressen (https://www.kzvb.de, https://cryptshare. kzvb.de) übereinstimmen. ■ Der Text der Nachricht wirkt oft unbeholfen und enthält Schreibfehler. Ä, Ö und Ü sind häufig durch AE, OE und UE ersetzt. ■ Die Mails wirken eher umgangssprachlich und weichen von üblichen Formulierungen ab. ■ Gefälschte E-Mails sprechen Sie selten mit Namen an. Stattdessen werden allgemeine Anreden wie etwa „Sehr geehrter Kunde“ verwendet. Dies ist bereits ein starkes Indiz für eine gefälschte E-Mail-Nachricht. Bitte kontaktieren Sie bei Zweifeln unbedingt die KZVB bezie- hungsweise die Prüfungsstelle der Wirtschaftlichkeitsprüfung! Jürgen Seidl Leiter KZVB-Geschäftsbereich IT Ausgabe 2/2019 BZBplus | 9
FAQs: Einreichung des Fortbildungsnachweises Am 30. Juni 2019 endet für viele Vertragszahnärzte der Fünf-Jahres-Zeitraum für den Nachweis der gesetzlichen Fortbildungspflicht. Das entsprechende Formular musste bislang per Post übermittelt werden. Dies kann ab sofort auch per Cryptshare erfolgen. Melanie Pantschur, Leiterin der vertragszahnärztlichen Fortbildung der KZVB, beant- wortet die häufigsten Fragen, die die Praxen an sie richten. Ich bin Zahnarzt und habe der KZVB meinen Fortbil- dungsnachweis per Cryptshare geschickt, aber bisher noch keine Bestätigung dafür erhalten. Woran liegt’s? Bei der Übermittlung mit Cryptshare muss in einer geson- derten Mail das für die Verschlüsselung verwendete Passwort an fortbildung@kzvb.de versendet werden, damit ihr Fortbildungsnachweis gelesen werden kann. Das Passwort muss aus mindestens acht Zeichen, inklusive Zahlen, Klein- und Großbuch- staben zusammengesetzt sein. Alternativ kann man auch ein Passwort generieren lassen. So oder so: Wichtig ist, dass das Passwort per separater Mail an fortbildung@kzvb.de geschickt wird. Ansonsten kann der geschickte Fortbildungsnachweis nicht bearbeitet werden. Geschafft ! Die 125 Fortbildungspunkte, die Vertragszahn- ärzte laut Gesetz innerhalb von fünf Jahren sammeln müssen, sind erreicht. Die Erklärung, dass man der Fortbildungspflicht nachgekommen ist, kann seit Kurzem auch per Cryptshare eingereicht werden. Ich bin ZFA und mein Chef hat mich gebeten, für ihn seinen Fortbildungsnachweis einzureichen. Warum funktioniert das nicht? Was muss ich als Zahnärztin in einer Berufsausübungs- gemeinscha machen? Das scheitert schon beim Erstellen des Fortbildungsnachweises. Das ist nämlich mit einem Personalzugang nicht möglich. Das kann der Zahnarzt nur persönlich mit seinem persönlichen Zahnarztzugang machen. Er muss das Formular dann natürlich auch selbst unterschreiben. Er kann es dann per Post an die KZVB schicken. Oder er kann den unterschriebenen Nachweis einscannen und über die sichere Datenaustauschplattform Cryptshare an fortbildung@kzvb.de schicken. Ich bin angestellte Zahnärztin. Muss ich einen eigenen Fort- bildungsnachweis einreichen oder reicht der des Chefs? Angestellte Zahnärzte erhalten über den jeweiligen Arbeitge- ber den Fortbildungsnachweis. Dieser muss sich mit seinem Zugang ins Servicecenter einloggen und den Nachweis er- stellen. Bitte beachten Sie, die Unterschri des Arbeitsgebers ist zwingend notwendig. Bei Berufsausübungsgemeinscha en müssen alle Partner einen persönlichen Zugang haben für den internen Bereich von kzvb.de haben. Wenn Sie noch keinen Login haben, gehen Sie bitte auf der Startseite von kzvb.de in der linken Spalte auf „Neu registrieren“. Bei Medizinischen Versorgungszentren ist es notwendig, dass man jeweils einen Zugang für jeden Standort anlegt. Ich habe meinen Fortbildungsnachweis eingereicht aber noch keine Bestätigung per Post erhalten. Wann kommt die endlich? Die Bestätigung wird Ihnen nach der Bearbeitung der KZVB im Archiv des Servicecenters zur Verfügung gestellt. Dort bleibt sie dauerha für die Zahnärzte gespeichert und abrufbar. Ein Versand per Post erfolgt nicht. Falls Praxen für ihre Unterlagen eine Bestätigung in Papierform haben wollen, können sie sich die im Archiv bereitgestellte Datei ausdrucken. 10 | BZBplus Ausgabe 2/2019
Neue Flyer zur Werbung von Praxispersonal Bestellen Sie kostenfrei im Online-Shop der BLZK A u s b i l d u n g Z a h n m e d i z i n i s c h e F a c h a n g e s t e l l t e Fortbildung Zahnmedizinische Fachangestellte Diese beiden Infoflyer sollten Sie in der Praxis immer vorrätig haben: einen zur Ausbildung Zahnmedizi- nische Fachangestellte und einen zur Fortbildung für Zahnmedizinische Fachangestellte. Sie können an interessierte Jugendliche weitergegeben oder bei anderen Gelegenheiten, z.B. Tage der offenen Tür der Praxis, ausgelegt werden. Sie sind für Zahnärzte in Bayern ab sofort kostenfrei im Online-Shop der Baye- rischen Landeszahnärztekammer erhältlich. e Ausbildungsberuf ZFA Der Flyer „Der Beruf für Deine Talente – ZÄHNEZEIGEN” wirbt für den Ausbildungsberuf ZFA. Er beschreibt kurz und knapp, was man in der Ausbildung lernt, wann wel- che Prüfungen anstehen und welche Vergütung die BLZK empfiehlt. 3 3 4 Fortbildungen für ZFA j o b s . b l z k . d e Der Flyer „Der Weg zu mehr Verantwortung – ZAHNZULEGEN” zeigt, wie sich ausgebildete ZFA fortbilden können – auch nach einem Wiedereinstieg. Bei der Behandlungsassistenz ist w w w . b l z k . d e / z f a eine Aufstiegsfortbildung zur Zahnmedizinischen Prophylaxe- assistentin und zur Dentalhyienikerin möglich. Im Bereich der Organisation, Verwaltung und Abrechnung gibt es die Aufstiegs- fortbildung zur Zahnmedizinischen Verwaltungsassistentin. BLZK bei der Berufsbildung 2018 in Nürnberg Eingesetzt wurden die neuen Flyer bei der Messe Berufsbildung 2018 vom 10. bis 13. Dezember in Nürnberg. Die Kammer nutzte diese Gelegenheit, um möglichst viele Jugendliche für den Beruf der ZFA zu begeistern. Einen ausführlichen Artikel über den Messeauftritt der Kammer bei der Berufsbil- dung 2018 lesen Sie im Bayerischen Zahnärzteblatt, das am 15. Februar erscheint. Zahnärzte in Bayern können die beiden Flyer kostenfrei im Online-Shop der BLZK unter shop.blzk.de bestellen. lin K Z L B : n e g n u d l i b b A Zwei neue Flyer informieren über die Ausbildung ZFA und über Fortbildungen für ausgelernte ZFA. INFOVORTRAG ZFA FÜR ZAHNÄRZTE Informieren Sie in Schulen, auf Messen oder im eigenen Wartezimmer über die Aus- und Fortbildung zu/für Zahn- medizinische Fachangestellte (ZFA)? Dann verwenden Sie den neuen Infovortrag des Referats Zahnärztliches Personal der BLZK! Der Vortrag ist in folgende Abschnitte unterteilt: ■ Ausbildung ZFA – Der Beruf für Deine Talente ■ Fortbildungen für ZFA – Wie geht’s weiter? ■ Wie kann ich mich als ZFA bewerben? Laden Sie den Infovortrag über den Beruf ZFA im Online-Shop der BLZK herunter: shop.blzk.de Ausgabe 2/2019 BZBplus | 11
Das Überweisungsformular ist entscheidend Bundesmantelvertrag regelt Inhalt und Aufbau Bei der Überweisung eines Versicherten an einen anderen Vertragszahnarzt (z.B. MKG-Chirurgen) sind klare Regeln zu beachten. Diese resultieren aus dem neuen Bundesmantelver- trag, den die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung letztes Jahr mit dem GKV-Spitzenverband abgeschlossen hat (BMV-Z). Erforderlich ist unter anderem ein Überweisungsformular (sogenanntes Muster 16), das Vertragszahnärzte im internen Bereich von kzvb.de bestellen können (Muster siehe unten): 2 www.kzvb.de > Zahnarztpraxis > Formulare/Merkblätter Darin ist insbesondere der Grund der Überweisung anzugeben. 2 der KZVB Beanstandungen vermeiden der KZVB Die KZVB appelliert an alle Praxen, ausschließlich dieses Formular zu verwenden, damit es nicht zu „formalen“ Beanstandungen durch die Krankenkassen und Nachteilen für die Praxis kom- men kann. Sollte das Formular durch die Praxis-EDV erstellt werden, muss es in Inhalt und Aufbau dem Muster entsprechen. Wenn auf dem Formular nicht genügend Platz für zusätzliche (hand-)schriftliche Hinweise ist, sollte ein Beiblatt erstellt und an das Formular angeheftet werden. red Dieses Formular muss für die Über- weisung eines Versicherten an einen anderen Vertragszahnarzt verwendet werden. Wenn auf dem Formular nicht genügend Platz für zusätzliche (hand-) schriftliche Hinweise ist, sollte ein Beiblatt erstellt und an das Formu- lar angeheftet werden. 12 | BZBplus Ausgabe 2/2019
Fremdsprachige Infoblätter – immer griffbereit Unterstützung für das Beratungsgespräch mit fremdsprachigen Patienten Mit Patienten, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, gestaltet sich die Zahnarzt-Patienten-Kommunikation aufgrund von Sprachbarrieren oft schwie- rig. In diesen Situationen können die Patienteninfoblätter der Bayerischen Landeszahnärztekammer (BLZK) in ver- schiedenen Sprachen helfen. Sie ergän- zen das Beratungsgespräch in der Praxis und fördern die Gesundheitskompetenz der fremdsprachigen Patienten. Insgesamt bietet die BLZK 13 Patienten- infoblätter mit Tipps und Fakten rund um die Zahn- und Mundgesundheit an. Eine Auswahl daraus wurde in zwölf verschiedene Fremdsprachen übersetzt – zum Beispiel Arabisch, Bulgarisch, Englisch und Türkisch. Fremdsprachige Infoblätter gibt es zu den Themen „Ge- sunde Zähne in der Schwangerschaft“, „Gesunde Kinderzähne“, „Mundhygiene zu Hause“, „Parodontitis“ und „Zähne und Allgemeingesundheit“. Griffbereit in der Praxis Die fremdsprachigen sowie die deutsch- sprachigen Infoblätter können kosten- los heruntergeladen werden, sowohl im BLZK-Shop unter shop.blzk.de als auch auf der Patientenwebsite der BLZK www.zahn.de. Um sie in Ihrer Praxis immer griffbereit zu haben, drucken Sie sich am besten einen kleinen Vorrat aller Blätter aus und legen einen Ordner an, in dem Sie die Patienteninformationen organisieren. Für einen besseren Überblick steht Ihnen im Shop auch ein Ordner-Inhaltsverzeich- nis zum Ausdrucken zur Verfügung. Sind die Infoblätter im Behandlungszimmer oder am Empfang hinterlegt, können sie bei Bedarf schnell und einfach an Patienten weitergegeben werden. Nina Prell Referat Patienten der BLZK K Z L B : o t o F Ein Sammelordner für die Praxis lässt sich schnell anlegen. Ausgabe 2/2019 BZBplus | 13
m o c . e b o d a . k c o t s - i t a n g a v o R n á i l u J : o t o F Wie lange dokumentieren, wann Daten löschen? Aufbewahrungsfristen schränken den Anspruch auf Löschung ein Infolge der Diskussion um die im Mai in Kraft getretene Datenschutz-Grundver- ordnung (DSGVO) kommt es im Praxisall- tag zunehmend vor, dass Patienten oder ehemalige Mitarbeiter mit dem Ansinnen nach Löschung personenbezogener Daten an die Praxisinhaber herantreten. Andererseits hat der Zahnarzt gewisse gesetzliche Aufbewahrungsfristen ein- zuhalten (vgl. z.B. § 630 f Abs. 3 BGB). Danach ist die Patientenakte für zehn Jahre nach Abschluss der Behandlung aufzubewahren. Des Weiteren sind die Aufbewahrungsfristen gemäß § 85 Abs. 2 StrSchG oder steuerrechtliche Aufbewah- rungsfristen zu beachten. Zu den sogenannten Betroffenenrechten der DSGVO gehört das Recht auf Daten- löschung. Der Betroffene (z.B. der Patient) hat das Recht, vom Verantwortlichen (z.B. dem Zahnarzt) zu verlangen, dass die ihn betreffenden personenbezogenen Daten unverzüglich gelöscht werden. Der Zahnarzt muss dann prüfen, ob die Daten des Patienten im Einzelfall ge- löscht werden müssen. Zu beachten sind in diesem Zusammenhang aber die gesetzlichen Aufbewahrungspflich- ten des Zahnarztes, z.B. bezüglich der Patientendokumentation (siehe Q 6.3.9 im QM Online der BLZK unter qm.blzk.de – mit Login). Datenlöschung und Aufbewahrungsfristen Ein Anspruch auf Löschung der perso- nenbezogenen Daten des Patienten besteht nicht, wenn gesetzliche oder satzungsgemäße Aufbewahrungsfristen bestehen (§ 35 BDSG in Verbindung mit § 17 Abs. 3 DSGVO). Das bedeutet, dass der Zahnarzt die personenbezogenen Daten des Patienten jedenfalls für die Dauer der gesetzlich geregelten Auf- bewahrungsfristen aufbewahren muss. Für die Dauer der Aufbewahrungsfristen besteht kein Anspruch auf Datenlöschung des Patienten. Personenbezogene Daten des Patienten müssen auch dann nicht gelöscht werden, wenn sie in einem konkreten Fall zur Geltendmachung oder Ausübung von Rechtsansprüchen (z.B. Honorarforderung) oder zur eigenen Ver- teidigung (z.B. Haftungsfall) erforderlich sind. Zu beachten ist in diesem Zusam- menhang die verlängerte Verjährungsfrist in bestimmten Fällen (bis zu 30 Jahre). Gesetzliche Dokumentations- und Auf- bewahrungspflichten des Zahnarztes schränken folglich auch den Anspruch des Patienten auf Löschung seiner Daten ein. Wann Sie Daten löschen müssen Die DSGVO gibt eine Reihe von Gründen an, wann der Verantwortliche verpflichtet 14 | BZBplus Ausgabe 2/2019
ist, die vom Betroffenen gespeicherten Daten zu löschen. Sofern einer der Gründe zutrifft, muss der Verantwortliche die vom Betroffenen gespeicherten Daten unverzüglich löschen: ■ Die personenbezogenen Daten sind für die Zwecke, für die sie erhoben wurden, nicht mehr erforderlich. ■ Der Betroffene widerruft die erteilte Einwilligung in die Datenverarbeitung und es fehlt an einer sonsti- gen Rechtsgrundlage für die Verarbeitung der Daten. ■ Der Betroffene legt Widerspruch gegen die Verarbei- tung der personenbezogenen Daten ein und es liegen keine vorrangigen berechtigten Gründe für die Datenverarbeitung vor. ■ Die personenbezogenen Daten wurden unrechtmä- ßig verarbeitet. Es handelt sich um einen umfassenden Anspruch auf Datenlöschung. Das bedeutet, der Anspruch auf Daten- löschung bezieht sich auf alle Dateien und Datenträger, einschließlich der Daten, die auf Sicherungsmedien gespeichert sind bzw. in einer Cloud oder Ähnlichem. Recht auf Vergessenwerden Zusätzlich gibt es in der DSGVO das sogenannte Recht auf Vergessenwerden (vgl. Art. 17 Abs. 2 DSGVO). Ein Beispiel: Der Zahnarzt veröffentlicht auf der Praxiswebsite Infor- mationen über Praxismitarbeiter. Verlangt ein ehemaliger Mitarbeiter, dass diese Daten gelöscht werden, muss der Zahnarzt dafür sorgen, dass der Webdienstleister dies tut. Ass. jur. Sarah Winter Geschäftsbereich Recht und Praxis der BLZK ALLE INFOS ZUM DATENSCHUTZ Im QM Online der BLZK (mit Login) finden Sie im grünen Bereich alle Infos zum Datenschutz für die Zahnarztpraxis: vom Datenschutzbe- auftragten und der datenschutzrechtlichen Dokumentation über die Informationspflichten bis zur Auftragsdatenverarbeitung. Schauen Sie hinein unter qm.blzk.de!
Private Kranken- und Krankentagegeld- versicherung Welche Versicherungen ein Zahnarzt braucht – und welche nicht Die PKV-Tarifwelt ist äußerst vielfältig. Pri- vatversicherte können Leistungsumfang und Selbstbeteiligung an ihre Bedürf- nisse anpassen – jeder Leistungsfaktor beeinflusst die Prämie. Verzichtet man ganz oder teilweise auf die Absicherung von Zahnleistungen, weil Kollegen die Behandlung zu günstigen Konditionen übernehmen, kann dies zu einem Bei- tragsnachlass führen. Gesamtes Einkommen absichern Auf die Einkommensabsicherung sollte hingegen auf keinen Fall verzichtet wer- den. Wer als Zahnarzt privat versichert ist, muss das gesamte Einkommen über die private Krankenversicherung (PKV) abdecken. Die gesetzliche Krankenver- sicherung (GKV) leistet hier nicht! Ratsam ist es, das Krankentagegeld beim gleichen Anbieter abzusichern, bei dem man krankenversichert ist. Die Höhe bemisst sich nach dem Nettoeinkommen. Hinzu- rechnen sollte man die Beitragsanteile zur Altersvorsorge und zur Kranken- und Pflegeversicherung. Wer aus einer Ange- stelltentätigkeit ein Tagegeld versichert hat, sollte dies mit Beginn der Selbst- ständigkeit sowohl in der Höhe als auch hinsichtlich der Karenzzeiten anpassen. Häufige PKV-Irrtümer Viele Versicherte sorgen sich um stei- gende Beiträge im Alter. Es gibt jedoch Möglichkeiten, Beitragssteigerungen zumindest teilweise entgegenzuwirken. Ein Beispiel: In den meisten Fällen liegen die Beiträge in der PKV zu Beginn weit unter denen der GKV. Es ist ratsam, zu- mindest einen Teil der Ersparnis zum Beispiel in einen Beitragsentlastungstarif zu investieren. Diese Tarife sehen eine Beitragsreduzierung ab dem 65. oder 67. Lebensjahr vor. Häufig wird auch behauptet, dass die Mitversicherung von Kindern die Prämien exorbitant in die Höhe treibt. Auch das stimmt nur teilweise: Je nach Tarif und Versicherer liegt der PKV-Gesamtbeitrag häufig trotz der Mitversicherung unter dem GKV-Beitrag. Oft werden zudem die hohen Prämien- steigerungen in der PKV als kritisch an- gesehen. Das trifft zwar zu, allerdings muss auch in der GKV mit einer jährlichen Anpassung gerechnet werden, da die Beiträge an die steigende Beitragsbe- messungsgrenze angepasst werden. In den letzten zehn Jahren sind laut PKV-Verband die Beiträge in der GKV im Durchschnitt um 3,3 Prozent gestiegen, in der PKV dagegen nur um 2,8 Prozent. Gruppenvertrag und kostenlose Tarifberatung Der Gruppenvertrag der BLZK mit der DKV räumt bayerischen Zahnärzten Rabatte ein. Aber auch andere Gesellschaften bieten Spezialtarife an. In jedem Fall empfiehlt sich eine individuelle Beratung. Wer schon länger in der PKV versichert ist, sollte von Zeit zu Zeit seine Tarife 16 | BZBplus Ausgabe 2/2019
m o c . e b o d a . k c o t s - t t a t s k r e w t s a r t n o c : o t o F Amalgam korrekt entsorgen Amalgamabscheider müssen vor Inbetriebnahme genehmigt werden Die Einleitung von Amalgam unter Verwendung eines Amal- gamabscheiders ist grundsätzlich wasserrechtlich geneh- migungspflichtig. Die Genehmigung ist vor Inbetriebnahme eines Amalgamabscheiders einzuholen. Für die Erteilung der Genehmigung ist die jeweilige Untere Wasserbehörde, zum Beispiel beim Landratsamt, zuständig. Pflichten des Praxisbetreibers Einzelheiten zu den Pflich- ten des Praxisbetreibers, ins- besondere auch zu Geräten, die vor dem 1. März 2010 in Betrieb genommen wurden, finden Sie im QM Online der BLZK unter qm.blzk.de (mit Login) im Kapitel Entsorgung E02a02: ■ Verwendung eines Amalgam- abscheiders nur mit Bauartzulas- sung, ■ für die Amalgameinleitung muss bei Neuinbetriebnahme eines Amalgamabscheiders vorab eine Genehmigung der zuständigen Unteren Wasserbehörde einge- holt werden. - s e r o o t c i p : o t o F m o c . e b o d a . k c o t s Die Entfernung von Amalgam- füllungen unter Verwendung eines Amalgamabscheiders ist grundsätzlich wasserrechtlich genehmigungspflichtig. überprüfen lassen. Unter Umständen hat der Versicherer ver- besserte oder auch günstigere Tarife, in die man zumeist mit eingeschränkter oder ganz ohne Gesundheitsprüfung, aber unter voller Anrechnung der Alterungsrückstellungen wechseln kann. Krankentagegeld und Selbstbeteiligung sollten regel- mäßig überprüft werden. Die eazf Consult bietet im Bereich „Versicherungsvermittlung und Gruppenversicherungen (VVG)“ eine unabhängige und auf das zahnärztliche Berufsbild abgestimmte Beratung durch Spezialisten an. Für bayerische Zahnärzte ist dieser Service kostenfrei. Michael Weber eazf Consult GmbH Ummeldung bei Praxisübergabe FÜR FRAGEN Michael Weber Geschäftsführer der eazf Consult E-Mail: mweber@eazf.de, Telefon 0162 4328606 Bei einer Praxisübernahme muss geprüft werden, ob die Ge- nehmigung bereits vorliegt und eine Abmeldung durch den bisherigen Praxisbesitzer vorliegt. Es muss eine Ummeldung bei der zuständigen Unteren Wasserbehörde erfolgen. Eva-Maria Brune-Knieß Referat Praxisführung der BLZK Ausgabe 2/2019 BZBplus | 17
Abrechnung transparent Häufig gestellte Abrechnungsfragen m o c . e b o d a . k c o t s - r e l ß ä H . U - . K : o t o F In dieser Ausgabe gehen wir auf einige der am häufigsten gestellten Abrechnungsfragen ein. 1. Ist der Festzuschuss 6.6 / 6.7 in Verbindung mit Wiederherstellungsmaßnahmen nach Festzu- schuss 6.0 bis 6.5 kombinierbar? Der Festzuschuss für Unterfütterungen ist zusammen mit dem Festzuschuss für Wiederherstellungen abrechenbar. Das ist auch dann so, wenn die Wiederherstellung der Funktion oder die Erweiterung von abnehmbaren Prothesen in einer Sitzung durchgeführt werden kann. Das zahnärztliche Honorar nach Bema-Nr. 100a/b neben 100c bis f kann jedoch nur neben- einander berechnet werden, wenn die Wiederherstellung der Prothese nicht in einer Sitzung durchführbar ist. Anders verhält es sich mit den Festzuschüssen 6.0 bis 6.5. Diese Festzuschüsse sind nicht kombinierbar. Sie können nebeneinander nur berechnet werden, wenn eine zweizeitige Durchführung der Wiederherstellungsmaßnahme erfolgt, zum Beispiel, wenn die Erweiterung erst nach Wiederherstellung des Bruchs möglich ist. In diesem Fall kann auch das zahn- ärztliche Honorar nach Bema-Nr. 100a und b mehrfach be- rechnet werden. 2. Welcher Festzuschuss ist bei der Erweiterung um zwei Zähne und eine gebogene mehrarmige Klammer berechenbar? In diesem Fall ist der Festzuschuss 6.4 und einmal 6.4.1 ab- rechenbar. Die Befund-Nr. 6.4.1 ist nur in Verbindung mit Befund-Nr. 6.4 ansetzbar, wenn mehr als ein Zahn erweitert wird. Für die Erweiterung der gebogenen Klammer ist der Festzuschuss 6.4.1 nicht berechenbar. Für die Erweiterung der gebogenen Klammer ist nur das ent- sprechende Honorar nach 98x neben der Bema-Nr. 100 in Ansatz zu bringen. 18 | BZBplus Ausgabe 2/2019
3. Wann kann man beim Auffüllen von Sekundärteleskopkronen den Festzuschuss 6.0 beziehungs- weise 6.4 abrechnen? Der Unterschied liegt im Verfahren. Wird das Auffüllen einer Sekundärteleskopkrone im direkten Verfahren durchgeführt, fallen nur Materialkosten (Kunststoff) an, somit ist in diesem Fall nur der Festzuschuss 6.0 abrechenbar. Das Auffüllen einer Sekundärteleskopkrone im indirekten Verfahren mit Abformung löst den Festzuschuss 6.4 aus. In diesem Fall kommen labortechnische Leistungen zur Ab- rechnung. Wird im Ausnahmefall ein Sekundärteleskop im indirekten Verfahren verschlossen ohne dass eine Abformung notwendig wird, ist die Befund-Nr. 6.0 ansetzbar. In diesem Fall, kann nur der tatsächlich verwendete Kunststoff be- rechnet werden. Die BEL-Nr. 802 4 kann in diesem Fall nicht berechnet werden. 4. Wie ist eine vollständige direkte Unterfütterung über GKV zu berechnen? Die vollständige direkte Unterfütterung ist nicht Inhalt der ver- tragszahnärztlichen Versorgung. Der GKV- Patient erhält für die vollständige direkte Unterfütterung keinen Festzuschuss. Es ist egal, ob es sich dabei um eine vollständige direkte Unterfütte- rung einer Prothese oder eine vollständige Unterfütterung mit funktioneller Randgestaltung im direkten Verfahren handelt. Vor Leistungserbringung ist mit dem Patienten schriftlich eine Privatvereinbarung nach § 8 Abs. 7 BMV-Z zu treffen. 5. Wann handelt es sich um eine Direktabrechnung? Handelt es sich um andersartige Versorgungen oder entfallen bei Mischfällen (Regelleistungen und/oder gleichartige Leis- tungen in Verbindung mit andersartigen Leistungen) mehr als 50 Prozent des zahnärztlichen Honorars auf andersartige Versorgungen, erfolgt eine Direktabrechnung mit dem Ver- sicherten. Die genehmigten Festzuschüsse werden von der Krankenkasse dem Versicherten nach Vorlage des bewilligten Heil- und Kostenplans ausbezahlt, hierfür ist Teil 1 des Heil- und Kostenplans mit Eingliederungsdatum und der Unterschrift des Zahnarztes/der Zahnärztin zu versehen und der Gesamt- rechnung beizufügen (Kennzeichnung „D“ auf dem HKP im Feld V. Rechnungsbeträge, Zeile 8). Bitte beachten: Liegt ein Mischfall vor, ist bei Direktabrechnung zwar die Ab- rechnung mit dem Patienten direkt vorzunehmen, es wird jedoch dadurch nicht der gesamte Heil- und Kostenplan nach GOZ berechnet. Bei Therapieteilschritten richtet sich der Abrechnungsweg der einzelnen Teilschritte nach der Gesamtplanung. Ramona Kalhofer Beratungsstelle der KZVB KONTAKT Das Team der KZVB-Beratungsstelle hilft Ihnen bei allen Fragen rund um die vertragszahnärztliche Abrechnung gerne weiter. https://www.kzvb.de/zahnarztpraxis/ kontakt-zur-beratung/ Ausgabe 2/2019 BZBplus | 19
PKV-Tarife mit reduzierter Vergütung Behandlungspflicht nur im Notfall Basistarif Notlagentarif Patienten, die im Basistarif versichert sind, haben Anspruch auf Leistungen, die mit dem Leistungskatalog der ge- setzlichen Krankenversicherung (Bema) vergleichbar sind. Auch hier begrenzt der Gesetzgeber alle Leistungen aus Jeder Patient, der in einem Sondertarif (Standard-, Basis- oder Notlagentarif) ver- sichert ist, muss den Zahnarzt vor Beginn der Behandlung darauf hinweisen. Ist eine Liquidation nach den Bestimmungen der Gebührenordnungen einmal aus- gestellt, gibt es später keine Möglichkeit zur Änderung. Sensibilisieren Sie daher das Praxisteam, bei neuen Patienten, die privat krankenversichert sind, nach dem entsprechenden Versicherungstarif zu fra- gen. Viele Leistungen sind im Bema besser honoriert als im 2,3-fachen Satz der GOZ. Deshalb bedeutet die Honorie- rung im Basis- oder Standardtarif in vielen Fällen weniger Vergütung für den Zahnarzt als bei GKV-Versicherten. Eine Behandlungspflicht besteht – un- abhängig vom Versicherungstarif – nur in echten Notfällen. Standardtarif Die Liquidation für Tarifleis- tungen des Standardtarifs erfolgt zu reduzierten Stei- gerungsfaktoren, die gesetzlich festgelegt sind und eingehalten werden müssen. Leistungen aus der GOZ können maximal mit einem 2,0-fachen Steigerungsfaktor berechnet werden, Leistungen aus der GOÄ – soweit sie für den Zahnarzt geöffnet sind – maximal mit einem 1,8- beziehungsweise 1,38-fachen Steigerungsfaktor. Für zahntechnische Leistungen gibt es eine eigene Sach- kostenliste. Aufgrund der Versicherungspflicht ist bei Nichtzahlung von Beiträgen kein Aus- schluss säumiger Beitragszahler mehr möglich. Deshalb führte die Bundes- regierung zum 1. August 2013 den so- genannten Notlagentarif ein. In diesen Tarif werden alle privat versi- cherten Patienten umgestellt, die trotz Mahnungen in einem Zeitraum von sechs Monaten keine Beiträge bezahlt haben. Der Notlagentarif sieht aus- schließlich eine Erstattung für Leistungen vor, die zur Behandlung von akuten Er- krankungen und Schmerz- zuständen sowie bei Schwan- gerschaft und Mutterschaft erforderlich sind. Zusätzlich sind für versicherte Kinder und Jugendliche Aufwendun- gen für Vorsorgeuntersuchun- gen nach den gesetzlich eingeführten Programmen durch die Versicherung zu erstatten. Sicher ist Ihnen – im Ge- gensatz zu Politik und Versicherungs- wirtschaft – klar, dass bei begrenzten Honoraren oft nicht kostendeckend gearbeitet werden kann. Durch separate Vereinbarungen mit den so versicherten Patienten können Behandler höhere Steigerungssätze vereinbaren. Dr. Christian Öttl Referent Honorierungssysteme der BLZK In welchem Tarif ist der Patient versichert? Diese Frage sollte bei neuen Patienten, die privat krankenversichert sind, vor Beginn der Behandlung geklärt werden. Foto: noche - stock.adobe.com der GOZ auf einen maximal 2,0-fachen Steigerungsfaktor und Leistungen aus der GOÄ auf einen maximal 1,8-fachen Steigerungsfaktor. Bei Röntgenleis- tungen dürfen Gebühren nur bis zum 1,38-fachen Steigerungsfaktor berechnet werden. Zahntechnische Leistungen werden nach dem Bundeseinheitlichen Leistungsverzeichnis (BEL) erstattet. Weitere Informationen: kvoptimal.de/ download/AVB_Standardtarif.pdf Weitere Informationen: www.kzbv.de/basistarif.88.de.html 20 | BZBplus Ausgabe 2/2019
Termine VERANSTALTER THEMA/REFERENT DATUM, UHRZEIT, ORT KURS- GEBÜHR WEITERE INFOS/ ANMELDUNG PUNKTE Förderkreis Zahngesundheit Mittelfranken Die Organisation der Zahnarztpraxis ganzheitlich Gisela Strauß KZVB-Bezirksstellle München Stadt und Land Speed-Dating mit dem Datenschutz Herbert Thiel KZVB-Bezirksstellle München Stadt und Land Prüfantrag – Was nun? Dr. Joachim Voigt Di, 5. Februar, 19:30 Uhr Zahnärztehaus Nürnberg Laufertorgraben 10 3. Stock, Raum 34 Mo, 11. Februar, 20 Uhr Zahnärztehaus München Fallstr. 34 Großer Vortragssaal Mo, 25. Februar, 20 Uhr Zahnärztehaus München Fallstr. 34 Großer Vortragssaal KZVB BEL II und BEB – praxisnah Dr. Christian Öttl Kerstin Salhoff Barbara Zehetmeier Fr, 8. März, 14 Uhr Ku‘Ko Zentrum Kufsteinerstr. 4 83022 Rosenheim KZVB-Bezirksstellle München Stadt und Land Qualitätssicherung in der Zahnarztpraxis Nikolai Schediwy Mo, 11. März, 20 Uhr Zahnärztehaus München Fallstr. 34 Großer Vortragssaal KZVB-Bezirksstellle München Stadt und Land Focus Pokus in Medizin und Zahnmedizin Prof. Dr. Dr. Karl Andreas Schlegel Mo, 8. April, 20 Uhr Zahnärztehaus München Fallstr. 34 Großer Vortragssaal 50/100 € (Mitglied/ Nicht- Mitglied) kostenfrei www.fzm-ev.de kzvb.de/zahnarztpraxis/ veranstaltungen-termine kostenfrei kzvb.de/zahnarztpraxis/ veranstaltungen-termine 75 Euro kzvb.de/zahnarztpraxis/ veranstaltungen-termine kostenfrei kzvb.de/zahnarztpraxis/ veranstaltungen-termine kostenfrei kzvb.de/zahnarztpraxis/ veranstaltungen-termine 2 2 2 6 2 2 IMPRESSUM BZBplus Eine Publikation der Bayerischen Landeszahnärztekammer (BLZK) und der Kassenzahnärztlichen Vereinigung Bayerns (KZVB) HERAUSGEBER Christian Berger (V. i. S. d. P.), Vorsitzender des Vorstands der KZVB und Präsident der BLZK Fallstraße 34/Flößergasse 1, 81369 München REDAKTION Ilka Helemann (hlm), Leo Hofmeier (lh), Tobias Horner (ho), Isolde M. Th. Kohl (ik), Linda Quadflieg-Kraft (lin), Thomas A. Seehuber (tas) Tel.: 089 72401-161, Fax: -276, E-Mail: presse@kzvb.de VERLAG UND ANZEIGENDISPOSITION teamwork media GmbH, Hauptstraße 1, 86925 Fuchstal Geschäftsführer: Uwe Gösling Inhaber: Deutscher Ärzteverlag GmbH, Köln (100 %) Sarah Krischik, Melanie Epp, Tel.: 08243 9692-13, -11 E-Mail: s.krischik@teamwork-media.de, m.epp@teamwork-media.de VERBREITETE AUFLAGE 10.600 DRUCK Gotteswinter und Aumaier GmbH Joseph-Dollinger-Bogen 22, 80807 München BEILAGEN DIESER AUSGABE KZVB: Regionalbeilage München Stadt und Land Tec2 BDIZ EDI e.V. ERSCHEINUNGSTERMIN DER NÄCHSTEN AUSGABE Freitag, 1. März 2019 TITELBILD © kubko - stock.adobe.com Ausgabe 2/2019 BZBplus | 21
Fortbildungen KURS V79724 V69721 V69075 V69076 V79726 V69727 V69083 THEMA/REFERENT Wiederherstellungen von Zahnersatz und Suprakonstruktionen Kerstin Salhoff ZMF/DH News - Up to date Sabine Deutsch Chirurgie und Implantologie für Zahnärztinnen – Hands-On Basiskurs Dr. Nina Psenicka Chirurgie und Implantologie für Zahnärztinnen – Hands-On Basiskurs Dr. Nina Psenicka Grundlagen der Infektionslehre und Eingliederung der Hygie- ne in ein Qualitätsmanagement Marina Nörr-Müller Willkommen am Telefon - Der erste Eindruck Brigitte Kühn Aktualisierung der Kenntnisse im Arbeitsschutz der BLZK - BuS-Dienst Matthias Hajek V69620-1 V69728 BWL 1: Betriebswirtschaft für Zahnmediziner Prof. Dr. Wolfgang Merk, Dr. Rüdiger Schott Die professionelle Zahnreinigung - PZR-Intensivkurs Tatjana Bejta, Natascha Stang Qualitätsmanagement: Einführung und Training für Mitarbeiter/-innen Brigitte Kühn Kinderprophylaxe - Ein Pfeiler in Ihrer Praxis Tania Eberle, Ulrike Stadler OP-Workshop für die chirurgische und implantologische Assistenz Marina Nörr-Müller Qualitätsmanagement - Was ist für die Praxis wichtig? Dora M. von Bülow Basics & more - Reparaturen und Wiederherstellungen von Zahnersatz Irmgard Marischler V69729 V69730 V69731 V69095 V69112 V59734 V69734 V59735 V79113 V69115 Grundlagen der Infektionslehre und Eingliederung der Hygie- ne in ein Qualitätsmanagement Marina Nörr-Müller Di, 12. März, 9 Uhr Würzburg Seminarzentrum GOZ und BEMA von A bis Z Irmgard Marischler Hygiene-Update - Ist ihr Hygienemanagement vollständig? Marina Nörr-Müller Mi, 13. März, 9 Uhr München Flößergasse Mi, 13. März, 9 Uhr Würzburg Seminarzentrum Präventionskonzept Arbeitsschutz: Erstschulung BuS-Dienst Matthias Hajek Mi, 13. März, 14 Uhr Nürnberg Akademie Notfallmanagement in der zahnärztlichen Praxis Jürgen Krehle, Philipp Sauerteig Fr, 15. März, 14 Uhr München Flößergasse Sa, 16. März, 9 Uhr München Flößergasse V69620-2 BWL 2: Praxisfinanzierung, Businessplan, Zulassung, Steuerrecht Dr. Ralf Schauer, Claudia Rein, Dr. Thomas Rothammer PUNKTE FÜR WEN? DATUM, ORT Mi, 13. Februar, 9 Uhr Nürnberg Akademie Mi, 13. Februar, 9 Uhr München Akademie Fr, 15. Februar, 9 Uhr München Akademie € 330 330 460 8 0 11 Sa, 16. Februar, 9 Uhr München Akademie 460 11 ZA, ZAH/ZFA, ZMV, PM ZMF, ZMP ZÄ ZÄ ZAH/ZFA, ZMV, PM, ZMF, ZMP, DH ZAH/ZFA, ZMV, PM, ZMF, ZMP, DH, WE ZA ZA, ASS ZAH/ZFA, ZMF, ZMP ZAH/ZFA, ZMV, PM, ZMF, ZMP, DH ZAH/ZFA, ZMV, PM, ZMF, WE ZAH/ZFA ZA ZA, ZAH/ZFA, ZMV, PM ZAH/ZFA, ZMV, PM, ZMF, ZMP, DH ZAH/ZFA, ZMV, PM ZAH/ZFA, ZMV, PM, ZMF, ZMP, DH ZA ZA, ZAH/ZFA, ZMV, PM, ZMF, ZMP, DH ZA, ASS Di, 19. Februar, 9 Uhr Nürnberg Akademie Mi, 20. Februar, 9 Uhr München Flößergasse Mi, 20. Februar, 14 Uhr München Akademie Sa, 23. Februar, 9 Uhr München Flößergasse Mo/Di, 25./26. Februar, 9 Uhr München Akademie Mi, 27. Februar, 9 Uhr München Flößergasse Mi, 27. Februar, 9 Uhr München Akademie Fr, 1. März, 9 Uhr München Akademie Fr, 1. März, 9 Uhr München Flößergasse Di, 12. März, 9 Uhr München Akademie 330 330 250 125 580 330 350 350 350 330 330 330 330 250 300 125 0 0 4 8 0 0 0 0 8 8 0 0 0 4 5 8 22 | BZBplus Ausgabe 2/2019
Gezielte Parodontitistherapie – Neue Klassiﬁ kation und Leitlinien Samstag, 6. April 2019, 10:00 – 16:00 Uhr, eazf Fortbildungsakademie, München Samstag, 7. Dezember 2019, 10:00 – 16:00 Uhr, eazf Fortbildungsakademie, Nürnberg Parodontale Erkrankungen sind hoch prävalent und führen – neben dem Verlust von parodontalem Gewebe und schlussendlich der Zähne – ohne adäquate Behandlung auch zu einem erhöhten Risiko für schwerwiegende Allgemeinerkrankungen. Daher ist eine gezielte, effektive Therapie jedes Patienten mit Parodontitis von großer Bedeutung. Dies gilt insbesondere für Fälle mit rasch fortschreitender Parodontitis. Nachdem diese Fälle fast zwanzig Jahre lang als gesonderte Erkrankung, nämlich als „aggressive“ Parodontitis, klassiﬁ ziert wurden, wurde unlängst eine neue, auf aktu- ellsten Erkenntnissen basierende Klassiﬁ kation der Parodontalerkrankungen eingeführt. Diese teilt Krankheitsformen verschiedenen Schweregrades und unterschiedlicher Progressionsraten ähnlich wie bei Tumoren ein. Das neue System, das ausdrücklich systemische und lokale Risikofaktoren mit einbezieht, hat das Potenzial, die Therapie unserer Patienten individueller und gezielter gestalten zu können. Um diese Therapie möglichst effektiv zu gestalten, sollen aktuelle Leitlinien auf höch- stem Evidenzniveau helfen: Es sind die ersten S3-Leitlinien in der deutschen Parodon- tologie. In diesen werden alle Aspekte der üblicherweise in der allgemeinzahnärztlichen Praxis durchgeführten nicht-chirurgischen Parodontitistherapie abgedeckt – von der Mundhygiene bis zur adjuvanten Antibiotikatherapie. Für die verschiedenen Verfahren werden evidenzbasierte Empfehlungen ausgesprochen, die bei der Therapieentschei- dung helfen sollen. S3-Leitlinien stellen die höchste Qualitätsstufe der Entwicklungs- methodik dar, bei denen eine systematische Recherche, Auswahl und Bewertung wissen- schaftlicher Evidenz zu den relevanten klinischen Fragestellungen erfolgt. Diese Sonderveranstaltung richtet sich an Zahnärztinnen und Zahnärzte sowie an DH, ZMF und ZMP. Professor Kebschull hat direkt an der Entwicklung der neuen Klassiﬁ kation mitgearbeitet und steuerte als Leitlinienbeauftragter der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie maßgeblich die Entwicklung der evidenzbasierten Leitlinien. Er kann daher aus erster Hand ausführlich in die neue Klassiﬁ kation und die deutschen Leitlinien einführen und deren Anwendung im Praxisalltag erläutern. Die Teilnehmer erhalten so eine Entscheidungshilfe zur Auswahl geeigneter Methoden für die systematische Parodontitistherapie. Ausgabe 2/2019 Prof. Dr. Moritz Kebschull, MBA Studium der Zahnmedizin, Oberarzt an der Poliklinik für Parodontologie, Zahnerhaltung und Präventive Zahnheil- kunde am Universitätsklinikum Bonn, Adjunct Associate Professor der Columbia University New York, Fachzahnarzt und DG PARO-Spezialist® für Parodontologie, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesell- schaft für Parodontologie Kursgebühr: 125,– Euro für Zahnärztinnen/Zahnärzte Kursgebühr: 95,– Euro für DH/ZMF/ZMP Fortbildungspunkte: 6 Wegen eingeschränkter Park- möglichkeiten empfehlen wir dringend die Anreise mit öffent- lichen Verkehrsmitteln! eazf GmbH Fallstraße 34 81369 München www.eazf.de Tel.: Fax: E-Mail: info@eazf.de 089 230211400 089 230211406 BZBplus | 23

References: § 95
 § 630
 § 85
 § 17
 Art. 17
 § 8