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Timestamp: 2019-10-16 03:41:05+00:00

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BFH, 10.11.2005 - IV R 13/04 - dejure.org
https://dejure.org/2005,348
BFH, 10.11.2005 - IV R 13/04 (https://dejure.org/2005,348)
BFH, Entscheidung vom 10.11.2005 - IV R 13/04 (https://dejure.org/2005,348)
BFH, Entscheidung vom 10. November 2005 - IV R 13/04 (https://dejure.org/2005,348)
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EStG i. d. F. des StEntlG 1999/2000/2002 § 6 Abs. 1 Nr. 2 Satz 2, § 6 Abs. 1 Nr. 3 Satz 1; EStG i. d. F. des StBereinG 1999 § 5 Abs. 2a, § 52 Abs. 12a Satz 1 und 2
EStG i.d.F. des StEntlG 1999/2000/2002 § 6 Abs. 1 Nr. 2 Satz 2, § 6 Abs. 1 Nr. 3 Satz 1; EStG i.d.F. des StBereinG 1999 § 5 Abs. 2a, § 52 Abs. 12a Satz 1 und 2
Zur Auslegung eines nicht näher präzisierten Rangrücktritts i.S. eines Verzichts auf Rückzahlung des Darlehens für den Fall der Besserung
Keine Teilwertabschreibung eigenkapitalersetzender Darlehen
Keine Teilwert-AfA auf unverzinsliche eigenkapitalersetzende Darlehen
Bilanzen - Eigenkapitalersetzende Darlehen, Rangrücktritt und Überschuldungsbilanz
Zusammenfassung von "Anmerkungen zum Urteil des BFH vom 10.11.2005, Az.: IV R 13/04 (Keine Teilwertabschreibung eigenkapitalersetzender Darlehen wegen Unverzinslichkeit)" von WP und StB Prof. Dr. Wolf-Dieter Hoffmann, original erschienen in: GmbHR 2006, 162 - 164.
Zusammenfassung von "Teilwertabschreibung und Rangrücktritt bei eigenkapitalersetzenden Darlehen" von WP und StB Axel Höhmann, original erschienen in: NWB 2006, 1913 - 1916.
Zusammenfassung von "BFH entscheidet zum qualifizierten Rangrücktritt" von RA Dr. Heinrich Watermeyer, original erschienen in: GmbHR 2006, 240 - 243.
Zusammenfassung von "Rangrücktrittsvereinbarungen für Gesellschafterdarlehen bei der GmbH - Entwicklung zu mehr Rechtssicherheit?" von RA Dr. Justus Westerburg und RA Dr. Dirk Schwenn, original erschienen in: BB 2006, 501 - 506.
Zusammenfassung von "Rangrücktritt in der Steuerfalle?" von WissMit. Béla Knof, original erschienen in: ZInsO 2006, 192 - 195.
BFHE 211, 294
NJW 2006, 1456 (Ls.)
NJW-RR 2006, 401
ZIP 2006, 249
NZI 2006, 253
BB 2006, 207
BB 2007, 38
DB 2006, 308
BStBl II 2006, 618
NZG 2006, 197
c) Soweit schließlich geltend gemacht wird (Fink, EFG 2014, 1603, 1604), der vorliegende Rechtsstreit gebe Gelegenheit, zu der umstrittenen Frage Stellung zu nehmen, ob ein nicht spezifizierter Rangrücktritt dem Gläubiger den Rückgriff auf das freie Vermögen des Schuldners mit der Folge belasse, dass das steuerrechtliche Passivierungsverbot des § 5 Abs. 2a EStG 2002 nicht zum Tragen komme (vgl. BFH-Urteil vom 10. November 2005 IV R 13/04, BFHE 211, 294, BStBl II 2006, 618; a.A. BMF-Schreiben vom 8. September 2006, BStBl I 2006, 497, Rz 6 ff.), bedarf auch dies vorliegend keiner Entscheidung.
Da zu diesen Regelungszwecken aber insbesondere auch gehört, den Steuerbilanzgewinn um die nicht betrieblich veranlassten Mehrungen des steuerrechtlichen Betriebsvermögens zu mindern, umfasst der hierauf abgestimmte steuerrechtliche Einlagebegriff (sog. Funktionsbegriff) auch die durch einen Rangrücktritt i.V.m. § 5 Abs. 2a EStG 2002 ausgelöste Ausbuchung von Verbindlichkeiten, vorausgesetzt, die Vereinbarung zur Subordination der Verbindlichkeit ist durch das Gesellschaftsverhältnis veranlasst (gl.A. BFH-Urteil in BFHE 211, 294, BStBl II 2006, 618; FG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 10. September 2008 12 K 8271/05 B, Deutsches Steuerrecht/Entscheidungsdienst 2009, 1380; Schmid, FR 2012, 837, 842; Neumann, Steuerberater-Jahrbuch --StbJb-- 2012/2013, S. 339, 381; Rädtke, Unternehmensteuern und Bilanzen 2012, 338; vgl. auch Knobbe-Keuk, Bilanz- und Unternehmenssteuerrecht, 9. Aufl., § 4 V, S. 109).
Nach ständiger Rechtsprechung des BFH kann in Fällen der Betriebsaufspaltung eine Forderung des Besitzunternehmens gegen die Betriebsgesellschaft nur nach denselben Kriterien abgeschrieben werden, die für die Teilwertabschreibung der Beteiligung am Betriebsunternehmen durch das Besitzunternehmen bestehen, wofür eine Gesamtbetrachtung der Ertragsaussichten von Besitz- und Betriebsunternehmen notwendig ist (z.B. BFH-Urteile vom 10. November 2005 IV R 13/04, BFHE 211, 294, BStBl II 2006, 618, und vom 14. Oktober 2009 X R 45/06, BFHE 227, 50, BStBl II 2010, 274, m.w.N.).
Erheben - wie im Streitfall - sämtliche Gesellschafter einer GbR Klage gegen den Gewinnfeststellungsbescheid und sind sie ohne Ausnahme gemäß § 48 Abs. 1 Nr. 5 FGO persönlich klagebefugt, ist regelmäßig davon auszugehen, dass sie sowohl im Namen der Gesellschaft als auch im eigenen Namen klagen (vgl. Urteile des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 10. November 2005 IV R 13/04, BFHE 211, 294, BStBl II 2006, 618, m. w. N.; vom 19. August 1999 IV R 13/99, BFHE 190, 11, BStBl II 2000, 85).
Der BFH hat zwar in einer Entscheidung für "fraglich" erachtet, ob § 6 Abs. 1 Nr. 3 Satz 1 EStG auf eigenkapitalersetzende Darlehen anwendbar oder ob insoweit eine teleologische Reduktion der Vorschrift geboten ist (BFH-Urteil vom 10. November 2005 IV R 13/04, BFHE 211, 294, 304, BStBl II 2006, 618, 623).
Das vom Prüfer herangezogene Urteil (BFH-Urteil vom 10.11.2005 IV R 13/04, BStBl II 2006, 618) greife nicht ein.
Ergänzend macht es geltend, das zum Fall einer Betriebsaufspaltung ergangene BFH-Urteil in BStBl II 2006, 618 sei auf den vorliegenden Fall zu übertragen, da bei der Gewährung eines Darlehens an eine 100 %-ige Tochtergesellschaft eine vergleichbare wirtschaftliche Verflechtung bestehe.
Der BFH wendet den vorgenannten Grundsatz bislang ausdrücklich für im Rahmen einer Betriebsaufspaltung von der Besitzgesellschaft oder deren Gesellschafter an die Betriebsgesellschaft gewährte eigenkapitalersetzende Darlehen an (vgl. BFH-Urteile vom 6.11.2003 IV R 10/01, BStBl II 2004, 416, unter 2.; vom 10.11.2005 IV R 13/04, BStBl II 2006, 618, unter II.2.; 14.10.2009 X R 45/06, BStBl II 2010, 274, unter II.1.; ebenso FG Baden-Württemberg, Urteil vom 25.4.2008 9 K 414/06, EFG 2008, 1539).
Beide Werte würden nicht nur durch die Substanz und Ertragsaussichten des Betriebsunternehmens, sondern auch durch die wirtschaftliche Bedeutung des Betriebsunternehmens für die gesamte unternehmerische Betätigung im Rahmen der Doppelkonstruktion von Besitz- und Betriebsunternehmen bestimmt (vgl. BFH-Urteile in BStBl II 2004, 416, unter 2.c; in BStBl II 2006, 618, unter II.2.b).
Nach dieser Rechtsprechung kommt damit in der vorgenannten Konstellation unter anderem eine Teilwertabschreibung aufgrund der Unverzinslichkeit des Darlehens nicht in Betracht (vgl. BFH-Urteil in BStBl II 2006, 618).
Der BFH hat in seiner Rechtsprechung ausdrücklich bestätigt, dass die letztgenannte Regelung auch bei Gesellschafterdarlehen zur Anwendung kommt (vgl. BFH-Urteile vom 6.10.2009 I R 4/08, BStBl II 2010, 177; vom 27.1.2010 I R 35/09, BStBl II 2010, 478; eine teleologische Reduktion jedenfalls für eigenkapitalersetzende Gesellschafterdarlehen in Erwägung ziehend dagegen noch BFH-Urteil in BStBl II 2006, 618, unter II.2.d).
So kann nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) im Fall der Betriebsaufspaltung die Teilwertabschreibung eines eigenkapitalersetzenden Darlehens, das der Betriebskapitalgesellschaft vom Gesellschafter des Besitzunternehmens gewährt wurde, nicht auf die Unverzinslichkeit der Darlehensforderung gestützt werden (BFH-Urteile vom 10. November 2005 IV R 13/04, BFHE 211, 294, BStBl II 2006, 618; vom 14. Oktober 2009 X R 45/06, BFHE 227, 50, BStBl II 2010, 274).
bb) Nach der ständigen Rechtsprechung des BFH (z.B. Urteile vom 10. November 2005 IV R 13/04, BFHE 211, 294, BStBl II 2006, 618, und vom 14. Oktober 2009 X R 45/06, BFHE 227, 50, BStBl II 2010, 274, m.w.N.) kann in Fällen der Betriebsaufspaltung der Teilwert einer Forderung des Besitzunternehmens gegen die Betriebsgesellschaft --dem Grunde nach-- jedoch nur nach denselben Kriterien abgeschrieben werden, die für die Teilwertabschreibung der Beteiligung am Betriebsunternehmen durch das Besitzunternehmen bestehen.

References: § 6
 § 6
 § 5
 § 52
 § 6
 § 6
 § 5
 § 52
 § 5
 § 5
 § 4
 § 48
 § 6