Source: https://dublin.diplo.de/ie-de/-/2342960
Timestamp: 2020-08-15 05:25:27+00:00

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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (vorne, 3.v.r) und Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz (SPD, vorne 3.v.l) stehen am 23.01.2018 bei der 44. Einbürgerungsfeier im Großen Saal im Rathaus von Hamburg mit einigen ausgewählten neuen Staatsbürgern für ein Gruppenfoto zusammen. Bei dem Festakt im Rathaus feierten mehrere 100 Hamburger ihre Einbürgerung. Foto: Christian Charisius/dpa | Verwendung weltweit, © dpa
Einbürgerung als Wiedergutmachung
Einbürgerung ehelicher Kinder (früherer) deutscher Mütter sowie deren Abkömmlinge
Einbürgerung nichtehelicher Kinder deutscher Väter und deren Abkömmlinge
Zwischen 1933 und 1945 wurde vielen deutsche Emigranten aus politischen, rassischen oder religiösen Gründen die Staatsangehörigkeit entzogen. Die Betroffenen und deren Nachfahren können seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland die Staatsangehörigkeit nach Art. 116 Absatz 2 Grundgesetz wieder zurück bekommen. Informationen finden Sie hier.
Haben Sie die deutsche Staatsangehörigkeit verloren, weil Sie eine fremde Staatsangehörigkeit auf Antrag erworben haben und keine Beibehaltungsgenehmigung besaßen?
Wann haben Sie die fremde Staatsangehörigkeit bekommen:
Im Wesentlichen galt: Wer als Auslandsdeutscher eine fremde Staatsangehörigkeit auf Antrag erwarb und keine Beibehaltungsgenehmigung besaß, verlor nach § 25 Reichs- und Staatsangehörigkeitsgesetz die deutsche Staatsangehörigkeit. Unter bestimmten Voraussetzungen besteht die Möglichkeit der Wiedereinbürgerung. Eine Einbürgerung setzt grundsätzlich einen dauerhaften Aufenthalt in Deutschland voraus. Eine Einbürgerung aus dem Ausland liegt im Ermessen des Bundesverwaltungsamtes und wird nur in Ausnahmefällen ausgesprochen. Die Auflagen für eine Einbürgerung von nicht in Deutschland lebenden Personen sind dabei besonders hoch, es muss ein öffentliches Interesse an der Einbürgerung bestehen.
zwischen 01.01.2000 und 27.08.2007
Wer eine fremde Staatsangehörigkeit auf Antrag erwarb und keine Beibehaltungsgenehmigung besaß, verlor nach § 25 Staatsangehörigkeitsgesetz (StAG) die deutsche Staatsangehörigkeit.
Es besteht die Möglichkeit der Wiedereinbürgerung nach § 13 StAG. Voraussetzung ist, dass bei rechtzeitigem Antrag eine Beibehaltungsgenehmigung erteilt worden wäre und die dafür erforderlichen Bindungen an Deutschland auch heute weiterhin bestehen.
ab 28.08.2007
Sie haben die deutsche Staatsangehörigkeit nicht durch Geburt erworben, weil Sie vor 01.01.1975 ehelich geboren wurden, nur Ihre Mutter deutsch war und Sie bei Geburt zwischen 01.04.1953 und 31.12.1974 versäumt haben, eine Erklärung abzugeben?
Oder Sie sind ein eheliches Kind einer deutschen Mutter, die vor ihrer Geburt nach den früheren Regelungen des deutschen Rechts durch ihre Eheschließung mit einem ausländischen Mann die deutsche Staatsangehörigkeit verloren hatte?
Dann ist eine Einbürgerung nach § 14 Staatsangehörigkeitsgesetz für Sie und für Ihre Abkömmlinge unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Sie müssen unter anderem belegen, dass Sie eine enge Bindung an Deutschland haben und Deutsch sprechen.
Sie haben die deutsche Staatsangehörigkeit nicht durch Geburt erworben, weil Sie vor 01.07.1993 nichtehelich geboren wurden und nur Ihr Vater deutsch war? Und auch die Voraussetzungen der Staatsangehörigkeit durch Legitimation lagen nicht vor?
Dann ist eine Einbürgerung nach § 14 Staatsangehörigkeitsgesetz für Sie und Ihre Abkömmlinge unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Voraussetzung ist unter anderem, dass Sie enge Bindungen an Deutschland haben und Deutsch sprechen.
Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auf der Webseite des Bundesverwaltungsamts.
Wenn Sie Ihren Fall prüfen lassen möchten, wenden Sie sich bitte zunächst an die Botschaft. Die Auslandsvertretung wird sich daraufhin mit Ihnen in Verbindung setzen um Ihren Fall zu prüfen und Sie über die Möglichkeiten einer Wiedereinbürgerung und die weitere Vorgehensweise zu informieren.
Am 29.08.2019 hat das BMI eine Pressemitteilung herausgegeben, die erleichterte Ermessenseinbürgerungen für Personen ermöglicht, die die Wiedergutmachungsregelung nach Artikel 116 Absatz 2 GG aus Rechtsgründen nicht für sich in Anspruch nehmen konnten, denen aber ein vergleichbarer Unrechtsgehalt zugrunde liegt. Bitte wenden Sie sich auch hier an die Botschaft, sollten Sie der Meinung sein dass dies auf Sie zutrifft.

References: Art. 116
 § 25
 § 25
 § 13
 § 14
 § 14