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Timestamp: 2016-10-22 02:02:47+00:00

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2C_205/2011 (03.10.2011)
2C_205/2011
(Art. 43 und Art. 47 Abs. 1 und 4 AuG),
Der serbische Staatsangeh�rige albanischer Volkszugeh�rigkeit X.________ (geb. 1962) war in den Jahren 1990 bis 1994 in der Schweiz als Saisonnier t�tig. Im Jahr 1994 wurde ihm eine Aufenthaltsbewilligung erteilt und seit April 2001 ist er im Besitz der Niederlassungsbewilligung. Seit August 1992 ist er mit seiner Landsfrau Y.________ (geb. 1968) verheiratet. Aus der Ehe gingen die S�hne A.________ (geb. 1992), B.________ (geb. 1995) und C.________ (geb. 1997) hervor. Die Ehefrau und die Kinder haben - abgesehen von einigen Monaten im Jahr 1999, w�hrend denen sie sich in der Schweiz aufhielten und vergeblich ein Asylgesuch stellten - bisher in der Heimat gelebt.
Am 4. November 2009 ersuchte X.________ um Familiennachzug f�r seine Ehefrau und die S�hne. Das Ausl�nderamt des Kantons St. Gallen (seit 1. M�rz 2011 Migrationsamt) wies das Gesuch f�r die S�hne am 11. Februar 2010 ab. Nachdem X.________ auf Nachfrage erkl�rt hatte, er halte trotzdem an seinem Antrag auf Nachzug seiner Ehefrau fest, bewilligte das Ausl�nderamt diesen Antrag am 17. Februar 2010. In der Folge erhob X.________ erfolglos Rechtsmittel beim Sicherheits- und Justizdepartement sowie beim Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen gegen die Verweigerung des Nachzugs der Kinder.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 3. M�rz 2011 beantragt X.________ dem Bundesgericht, das kantonal zuletzt ergangene Urteil des Verwaltungsgerichts vom 26. Januar 2011 aufzuheben und das Migrationsamt anzuweisen, ihm die "Einreisebewilligung" f�r seine drei S�hne zu erteilen.
Das kantonale Sicherheits- und Justizdepartement sowie das Bundesamt f�r Migration beantragen Abweisung der Beschwerde. Das Verwaltungsgericht stellt den Antrag, die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Das kantonale Migrationsamt hat sich nicht vernehmen lassen.
Die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ist mit Blick auf die Ausschlussgr�nde des Art. 83 lit. c BGG zul�ssig, weil und soweit der Beschwerdef�hrer als niederlassungsberechtigter Ausl�nder nach Art. 43 AuG (Ausl�ndergesetz; SR 142.20) und Art. 8 EMRK sowie Art. 13 BV einen grunds�tzlichen Bewilligungsanspruch geltend machen kann. In Bezug auf Art. 43 AuG, nicht jedoch in Bezug auf Art. 8 EMRK und Art. 13 BV, ist unerheblich, dass der �lteste Sohn A.________ inzwischen �ber achtzehn Jahre alt ist, da er dieses Alter im Zeitpunkt der Einreichung des Nachzugsgesuchs noch nicht erreicht hatte (vgl. BGE 136 II 497 E. 3.2 - 3.9 S. 499 ff.). Der Niederlassungs- und Konsularvertrag zwischen der Schweiz und Serbien vom 16. Februar 1888 (SR 0.142.118.181) verschafft keinen Bewilligungsanspruch f�r die Familienangeh�rigen (Urteil des Bundesgerichts 2A.42/2001 vom 11. Mai 2001 E. 3b in fine; vgl. auch BGE 119 IV 65).
Ein schutzw�rdiges Interesse an der �nderung des angefochtenen Entscheids nach Art. 89 Abs. 1 lit. c BGG besteht fort, auch wenn die Ehefrau und Kindsmutter die ihr erteilte Einreisebewilligung nicht innert Frist wahrgenommen hat und vorerst bei den Kindern in der Heimat geblieben ist. Ungeachtet der Frage, ob es darauf �berhaupt ankommt, hat der Beschwerdef�hrer angek�ndigt, dass je nach Ausgang des Verfahrens betreffend die S�hne ein neues Nachzugsgesuch f�r die Kindsmutter gestellt w�rde.
2.1 Die Vorinstanzen begr�nden die Bewilligungsverweigerung f�r die Kinder damit, dass das Gesuch nicht innert Frist nach Art. 47 Abs. 1 AuG gestellt worden sei und keine wichtigen famili�ren Gr�nde im Sinne von Art. 47 Abs. 4 AuG gegeben seien, die eine nachtr�gliche Familienzusammenf�hrung rechtfertigen w�rden.
2.2 Gem�ss Art. 43 AuG haben ausl�ndische Ehegatten und ledige Kinder unter 18 Jahren von Personen mit Niederlassungsbewilligung Anspruch auf Erteilung und Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen (Abs. 1). Kinder unter zw�lf Jahren haben Anspruch auf Erteilung der Niederlassungsbewilligung (Abs. 3). Nach Art. 47 Abs. 1 AuG muss der Anspruch auf Familiennachzug innerhalb von f�nf Jahren geltend gemacht werden (Satz 1). Kinder �ber zw�lf Jahre m�ssen innerhalb von zw�lf Monaten nachgezogen werden (Satz 2). Die Fristen beginnen bei Familienangeh�rigen von Ausl�ndern mit der Erteilung der Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung oder der Entstehung des Familienverh�ltnisses (Art. 47 Abs. 3 lit. b AuG). Die Fristen nach Art. 47 Abs. 1 AuG beginnen allerdings erst mit dem Inkrafttreten des Ausl�ndergesetzes - am 1. Januar 2008 (AS 2007 5489) -, sofern vor diesem Zeitpunkt die Einreise erfolgt oder das Familienverh�ltnis entstanden ist (Art. 126 Abs. 3 AuG). Wurde der Nachzug innert der Fristen des Art. 47 Abs. 1 AuG beantragt, so ist er zu bewilligen, wenn gem�ss Art. 51 Abs. 2 AuG kein Rechtsmissbrauch oder Widerrufsgr�nde nach Art. 62 AuG gegeben sind, die nachziehenden Eltern das Sorgerecht haben und das Kindeswohl dem Nachzug nicht entgegensteht (vgl. BGE 136 II 78 E. 4.7 und 4.8 S. 85 ff.). Ein nachtr�glicher Familiennachzug wird dagegen nur bewilligt, wenn wichtige famili�re Gr�nde geltend gemacht werden (Art. 47 Abs. 4 Satz 1 AuG).
3.1 Den Vorinstanzen zufolge habe die Frist f�r den Nachzug gem�ss Art. 47 Abs. 1 AuG f�r alle drei S�hne zw�lf Monate betragen, weil diese im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung �ber zw�lf Jahre alt gewesen seien. Da das Familienverh�ltnis bereits vor dem Inkrafttreten des Ausl�ndergesetzes am 1. Januar 2008 bestanden und der Beschwerdef�hrer auch schon vor diesem Datum �ber die Niederlassungsbewilligung verf�gt habe, sei f�r den Beginn des Laufs der Frist auf Art. 126 Abs. 3 AuG abzustellen. Mithin habe die erw�hnte zw�lfmonatige Frist ab dem 1. Januar 2008 zu laufen begonnen und f�r alle drei S�hne am 31. Dezember 2008 geendet. Der Familiennachzug sei demnach im November 2009 nach Fristablauf beantragt worden.
3.2 Der Beschwerdef�hrer r�umt ein, dass die Frist nach Art. 47 Abs. 1 AuG f�r die beiden �lteren S�hne bereits abgelaufen war. Er bestreitet jedoch, dass dies f�r seinen j�ngsten Sohn C.________ der Fall war. Dieser sei Ende April 1997 geboren, habe demnach erst im April 2009 seinen zw�lften Geburtstag gehabt und sei bei Gesuchseinreichung erst zw�lfeinhalb Jahre alt gewesen. Die zw�lfmonatige Frist laufe ab dem 1. Januar 2008 nur f�r Kinder, die zu diesem Zeitpunkt bereits zw�lf Jahre alt gewesen seien, nicht jedoch f�r Kinder wie C.________, die dieses Alter erst sp�ter erreichten. F�r Letztere laufe diese kurze Frist erst ab dem zw�lften Geburtstag. Als das Nachzugsgesuch im November 2009 gestellt wurde, sei deshalb erst etwa die H�lfte von der zw�lfmonatigen Frist nach Art. 47 Abs. 1 Satz 2 AuG verstrichen gewesen.
3.3 Das Bundesgericht hat in BGE 136 II 497 festgehalten, dass f�r die Frage, ob die Altersgrenze von 18 Jahren nach Art. 42 Abs. 1 bzw. Art. 43 Abs. 1 AuG eingehalten worden sei, das Alter des Kindes bei Gesuchseinreichung entscheidend ist (dortige E. 3.7 S. 504). Auf den letztgenannten Zeitpunkt kommt es auch f�r die weitere Frage an, ob das Gesuch rechtzeitig innert der Fristen nach Art. 47 Abs. 1 AuG gestellt worden sei und ob die ein- oder f�nfj�hrige Frist gelte (dortige E. 3.4 S. 502). Insoweit erweist sich die vorinstanzliche Auffassung zur Geltung der zw�lfmonatigen Frist als korrekt, da die drei Kinder bei Gesuchseinreichung am 4. November 2009 �ber zw�lf Jahre alt waren. Damit ist aber noch nicht gesagt, ab wann die kurze, einj�hrige Frist zu laufen beginnt. Die Vorinstanzen gehen vom 1. Januar 2008 aus.
3.4 Da der Beschwerdef�hrer vor dem Inkrafttreten des Ausl�ndergesetzes am 1. Januar 2008 bereits in die Schweiz eingereist war und zu diesem Zeitpunkt das Familienverh�ltnis zu den Kindern auch schon bestand, ist auf die �bergangsbestimmung des Art. 126 Abs. 3 AuG und nicht auf Art. 47 Abs. 3 AuG abzustellen (vgl. dazu Urteile des Bundesgerichts 2C_154/2010 vom 8. November 2010 E. 2.5 und 2C_181/2010 vom 1. Oktober 2010 E. 5.2). Diese besagt w�rtlich, dass "die Fristen nach Art. 47 Absatz 1 [AuG] mit dem Inkrafttreten" des Ausl�ndergesetzes zu laufen beginnen.
Als das Ausl�ndergesetz am 1. Januar 2008 in Kraft trat, war der j�ngste Sohn C.________ erst rund zehn Jahre und acht Monate, die beiden anderen S�hne zw�lf Jahre und zehn Monate bzw. f�nfzehn Jahre und drei Monate alt. Mithin galt f�r den J�ngsten damals gem�ss Art. 47 Abs. 1 AuG noch die Frist von f�nf Jahren und nicht bereits die einj�hrige Frist wie f�r die beiden �lteren Br�der.
Die Rechtsanwendung der Vorinstanzen f�hrt insoweit zu einem logischen Widerspruch. H�tte der Beschwerdef�hrer das Nachzugsgesuch bis zum zw�lften Geburtstag seines j�ngsten Sohnes im April 2009 gestellt, w�re auf dieses auch nach ihrer Auffassung noch die F�nfjahresfrist, die am 1. Januar 2008 zu laufen begann, anzuwenden gewesen. Sie h�tten den Nachzugsantrag f�r diesen Sohn dann als fristgerecht behandelt. Wird der Nachzug aber nach dessen zw�lften Geburtstag beantragt, kommen sie zum Schluss, f�r ihn habe die nunmehr geltende Zw�lfmonatsfrist bereits ab dem 1. Januar 2008 zu laufen begonnen und sei damit schon am 1. Januar 2009 verstrichen gewesen. Das w�rde aber heissen, dass dann im Grunde auch die zwischen dem letztgenannten Datum und dem zw�lften Geburtstag gestellten Antr�ge als versp�tet zu gelten h�tten. Der sich insoweit ergebende Widerspruch entspricht denn auch nicht dem Sinn des Gesetzes. Diesem zufolge soll die verk�rzte einj�hrige Frist erst ab dem zw�lften Lebensjahr der Kinder - und damit selbstverst�ndlich ohne R�ckwirkung - greifen, w�hrend vorher noch die l�ngere Frist nach Art. 47 Abs. 1 Satz 1 AuG gelten soll (zum Sinn und zur Ermittlung der Fristen s. auch sogleich E. 3.5).
3.5 Zwar ist - wie erw�hnt (E. 3.3. hievor) - f�r die Bestimmung der anwendbaren Frist nach Art. 47 Abs. 1 AuG auf das Alter der Kinder im Zeitpunkt der Gesuchseinreichung abzustellen. Beim j�ngsten Sohn C.________ betr�gt diese Frist wie f�r seine Br�der zw�lf Monate, da das Nachzugsgesuch nach Vollendung des zw�lften Lebensjahres gestellt wurde. Das heisst - entgegen der Ansicht der Vorinstanzen - jedoch nicht, dass diese k�rzere Frist f�r alle Kinder bereits ab dem 1. Januar 2008 galt. Vielmehr bleibt die F�nfjahresfrist nach Art. 47 Abs. 1 Satz 1 AuG bis zum zw�lften Geburtstag massgebend, unabh�ngig davon ob die Frist nach Art. 47 Abs. 3 AuG oder nach Art. 126 Abs. 3 AuG zu laufen begann. Erst ab dem zw�lften Geburtstag verk�rzt sich die Nachzugsfrist gem�ss Art. 47 Abs. 1 Satz 2 AuG auf - maximal noch - ein Jahr.
Waren seit dem Beginn des Fristenlaufs von den urspr�nglichen f�nf Jahren noch weniger als vier verstrichen, verbleibt somit ab dem zw�lften Geburtstag eine Frist von einem Jahr. Waren schon mehr als vier Jahre vergangen, endet die Frist allerdings mit Ablauf des f�nften Jahres. Denn die zw�lfmonatige Frist gem�ss Art. 47 Abs. 1 Satz 2 AuG bildet nicht eine zus�tzliche Frist neben der f�nfj�hrigen nach Art. 47 Abs. 1 Satz 1 AuG, sondern stellt nur eine Verk�rzung der letztgenannten Frist dar. Ansonsten w�rde die f�nfj�hrige Frist f�r j�ngere Kinder wenig Sinn machen, wenn ab dem zw�lften Geburtstag eine zus�tzliche, neue Frist zu laufen beg�nne. Art. 47 Abs. 1 Satz 2 AuG soll die Eltern im Sinne der erw�nschten fr�hzeitigen Einschulung und Integration (vgl. Botschaft zum AuG, in BBl 2002 3754 Ziff. 1.3.7.7; BGE 133 II 6 E. 5.4 S. 20) dazu anhalten, die Kinder binnen Jahresfrist nachzuziehen, sobald das Kind seinen zw�lften Geburtstag hatte und sofern die m�glicherweise bereits laufende F�nfjahresfrist nicht sogar vorher verstreicht bzw. schon verstrichen ist.
3.6 Auf den Sohn C.________ bezogen ergibt sich nach dem Dargelegten Folgendes: Als dieser zw�lf Jahre alt wurde, waren von der urspr�nglichen f�nfj�hrigen Frist mit Blick auf Art. 126 Abs. 3 AuG erst ein Jahr und knapp vier Monate verstrichen. Zwar betrug die Nachzugsfrist danach nicht noch die Differenz von drei Jahren und acht Monaten. Vielmehr verk�rzte sie sich mit Blick auf Art. 47 Abs. 1 Satz 2 AuG auf ein Jahr. Demnach war f�r C.________ das Nachzugsgesuch sp�testens bis zu seinem 13. Geburtstag Ende April 2010 zu stellen, um die Fristen zu wahren. Diese wurden f�r ihn mit dem Gesuch vom November 2009 eingehalten.
Demzufolge bedarf es f�r den im erw�hnten Zeitpunkt beantragten Nachzug von C.________ keiner wichtigen famili�ren Gr�nde im Sinne von Art. 47 Abs. 4 AuG. Der Nachzug ist daher zu bewilligen, wenn er nicht rechtsmissbr�uchlich geltend gemacht wird und keine Widerrufsgr�nde nach Art. 62 AuG vorliegen (vgl. Art. 51 Abs. 2 AuG). Zu pr�fen ist insoweit auch noch, ob der Nachzug nicht in klarer Missachtung des Wohls sowie der famili�ren Bindungen des Kindes in seinem Heimatstaat erfolgen soll und wie sich die Betreuungssituation gestalten wird (vgl. zu Art. 43 AuG: Urteile des Bundesgerichts 2C_44/2010 vom 26. August 2010 E. 2.1.3 und 2C_526/2009 vom 14. Mai 2010 E. 9.1; zu Art. 42 Abs. 1 AuG: BGE 136 II 78 E. 4.8 S. 87 f.; Urteil 2C_606/2009 vom 17. M�rz 2010 E. 2.2). Abgesehen von besonderen Umst�nden ist nicht allein deshalb, weil die �lteren Geschwister m�glicherweise nicht mehr nachgezogen werden k�nnen, davon auszugehen, dass das Wohl von C.________ seinem Nachzug entgegensteht. Andernfalls w�rden die - allenfalls k�rzeren - Nachzugsfristen f�r die �lteren Kinder immer auch auf die j�ngeren Geschwister durchschlagen, was nicht im Gesetz vorgesehen ist. Eine Rolle kann jedoch spielen, wie es um die Beziehung von C.________ zu seinen Eltern steht, wo die Mutter zu verbleiben gedenkt und wer ihn in der Schweiz betreuen wird.
In Bezug auf die beiden �lteren Kinder ergibt sich aus dem in Erw�gung 3 Dargelegten, dass alle Verfahrensbeteiligten zu Recht vom Ablauf der Nachzugsfristen nach Art. 47 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 126 Abs. 3 AuG ausgehen. Deshalb bedarf es gem�ss Art. 47 Abs. 4 AuG wichtiger famili�rer Gr�nde, um einen rechtlich durchsetzbaren Anspruch auf Nachzug dieser S�hne zu begr�nden.
4.1 Der Beschwerdef�hrer macht sinngem�ss geltend, es sei nicht der Sinn des Gesetzes, der Kindsmutter den Nachzug zum Ehemann zu erlauben und ihn gleichzeitig den gemeinsamen Kindern, die mit ihrer Mutter zusammenleben, zu verweigern. Im �brigen w�rden weder die serbische noch die schweizerische Rechtsordnung akzeptieren, dass Eltern ihre minderj�hrigen Kinder alleine zur�cklassen. Namentlich w�rden dann vormundschaftliche Massnahmen ergriffen. Die Vorinstanz h�lt dem unter anderem entgegen, es sei nicht schon deshalb von wichtigen famili�ren Gr�nden auszugehen, weil dem Gesuch um Nachzug der Mutter entsprochen werde. Andernfalls w�rden dadurch die f�r den Nachzug der Kinder bestehenden Fristen umgangen. Der Gesetzgeber habe aber die unterschiedlichen Fristen f�r Kinder und Ehepartner gewollt. Auch sei die Kindsmutter nicht gezwungen, ihren Lebensmittelpunkt zum Ehemann in die Schweiz zu verlegen und ihre Kinder zu verlassen.
4.2 Die wichtigen famili�ren Gr�nde im Sinne von Art. 47 Abs. 4 AuG sind in einer mit dem Grundrecht der Achtung des Familienlebens nach Art. 13 BV und Art. 8 EMRK vereinbaren Weise auszulegen (Urteil des Bundesgerichts 2C_709/2010 vom 25. Februar 2011 E. 5.1.1 in fine; Weisungen und Erl�uterungen des Bundesamts f�r Migration, Abschnitt I. Ausl�nderbereich, Version 1. Januar 2011, Stand 1. Juli 2011, Ziff. 6.10.4 in fine). Solche Gr�nde liegen etwa dann vor, wenn das Kindeswohl nur durch einen Nachzug in die Schweiz sachgerecht gewahrt werden kann (vgl. Art. 75 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 �ber Zulassung, Aufenthalt und Erwerbst�tigkeit [VZAE; SR 142.201]; BGE 2C_711/2010 vom 1. April 2011 E. 2.3.1 in fine und Urteil 2C_44/2010 vom 26. August 2010 E. 2.1.2 in fine). Unter Hinweis auf BGE 126 II 329 f�hrt die Botschaft vom 8. M�rz 2002 zum Ausl�ndergesetz als Beispiel an, dass die weiterhin notwendige Betreuung der Kinder im Herkunftsland etwa wegen des Todes oder der Krankheit der betreuenden Person nicht mehr gew�hrleistet ist (BBl 2002 3794 zu Art. 46 E-AuG). Allerdings lehnte es der Gesetzgeber ab, nur �nderungen bei den Betreuungsverh�ltnissen anzuerkennen, die nicht vorhersehbar waren (AB 2004 N 759-765). Im �brigen soll mit der Fristenregelung unter anderem verhindert werden, dass Gesuche um Nachzug von Kindern rechtsmissbr�uchlich erst kurz vor Erreichen des erwerbsf�higen Alters gestellt werden. Denn in diesen F�llen steht laut Botschaft oft die erleichterte Zulassung zur Erwerbst�tigkeit im Vordergrund, ohne dass eine echte Familiengemeinschaft angestrebt wird (BBl 2002 3754 Ziff. 1.3.7.7).
Bei der Beurteilung, ob wichtige famili�re Gr�nde vorliegen, kommt mithin im Wesentlichen die unter dem fr�heren Bundesgesetz vom 26. M�rz 1931 �ber Aufenthalt und Niederlassung der Ausl�nder (ANAG, BS 1 121 und �nderungen gem�ss der Fussnote zur Ziff. I des Anhangs 2 zum AuG) entwickelte Praxis zum Nachzug zu nur einem Elternteil zum Tragen (BGE 136 II 78 E. 4.7 S. 86; erw�hnter BGE 2C_711/2010 E. 2.3.1 in fine und erw�hntes Urteil 2C_709/2009 E. 5.1.1; vgl. zu dieser Praxis: BGE 136 II 78 E. 4.1 S. 80, 120 E. 2.1 S. 123 f.; 133 II 6 E. 3.1, 5.3 und 5.5 S. 9 ff.; 126 II 329 E. 2 und 3 S. 330 ff.; je mit Hinweisen). Diese l�sst indessen offen, was gilt, wenn der in der Schweiz wohnhafte Elternteil neben den Kindern gleichzeitig auch den anderen Elternteil, der bisher die haupts�chliche Betreuung im Herkunftsland wahrgenommen hat, zu sich holen will.
4.3 Insoweit fragt sich, ob dieser Umstand - gleichzeitiger Nachzug des betreuenden Elternteils - einen wichtigen famili�ren Grund darstellt. In den Materialien finden sich dazu keine ausdr�cklichen Angaben (vgl. AB 2004 N 759-765; 2005 N 1239; 2005 S 304-308). Der urspr�ngliche Entwurf des Bundesrates zum Ausl�ndergesetz sah noch eine einheitliche Frist von f�nf Jahren f�r den Ehepartner und s�mtliche minderj�hrigen Kinder vor (vgl. Botschaft zum AuG, in BBl 2002 3794 und 3863). Unter dem fr�heren Recht war ein Nachzug der Gesamtfamilie - Ehepartner und gemeinsame minderj�hrige Kinder - grunds�tzlich jederzeit m�glich und stand nur unter dem Vorbehalt des Rechtsmissbrauchs (vgl. BGE 126 II 329; 129 II 11 E. 3.1.2 S. 14). Der Gesetzgeber wollte mit dem neuen Ausl�ndergesetz aber eben keinen jederzeitigen Nachzug mehr zulassen, weshalb er die neue Fristenregelung vorsah und dabei sogar unterschiedliche Fristen f�r Kinder einf�hrte.
4.4 Soweit sich die Literatur zur vorliegenden Problematik �berhaupt �ussert, tendiert sie zur Bejahung eines wichtigen famili�ren Grundes zugunsten des Kindernachzugs. Die Zusammenf�hrung der Gesamtfamilie entspreche in aller Regel dem Kindeswohl (vgl. Rumo-Jungo/ Spescha, Kindeswohl, Kindesanh�rung und Kindeswille in ausl�nderrechtlichen Kontexten, AJP 2009 S. 1111 insb. Fn. 60; Martina Caroni, Bundesgesetz �ber die Ausl�nderinnen und Ausl�nder, Caroni/ G�chter/Thurnherr [Hrsg.], 2010, N. 24 zu Art. 47 AuG).
Diese Auffassung �bergeht, dass eine �bersiedlung in ein anderes Land vor allem f�r Kinder bzw. Jugendliche, die mindestens schon ihren 13. Geburtstag hatten (vgl. dazu Art. 47 Abs. 1 Satz 2 AuG), einen bedeutenden Eingriff darstellt. Insbesondere dann, wenn sie die Sprache der Gegend, in welche sie nachziehen sollen, nicht beherrschen, f�hrt der Wechsel zu einer empfindlichen Entwurzelung und ist - zumindest anf�nglich - mit erheblichen Problemen verbunden. Das Kindeswohl kann also auch f�r die Beibehaltung des bisherigen Zustandes sprechen. Letztlich bedarf es einer Gesamtschau. Dabei ist zu ber�cksichtigen, dass die Bewilligung des Nachzugs nach Ablauf der Fristen dem Willen des Gesetzgebers zufolge die Ausnahme und nicht die Regel bilden soll. Ein solcher Nachzug kommt nicht in Betracht, wenn der Nachzugswillige die Einhaltung von Fristen, die ihm die Zusammenf�hrung der Gesamtfamilie erm�glicht h�tte, vers�umt hat und er keine gewichtigen Gr�nde geltend macht, um erst sp�ter einen derartigen Nachzug zu beantragen.
4.5 Der Beschwerdef�hrer behauptet nicht, dass er, seine Ehefrau und die Kinder ihre Beziehung ohne den Nachzug in die Schweiz nicht mehr wie in den vergangenen Jahren, als sie an getrennten Orten wohnten, weiterleben k�nnen. Er macht auch nicht geltend, seine Ehefrau werde neuerdings daran gehindert, die Betreuung der Kinder in der Heimat wahrzunehmen. Es ist deshalb davon auszugehen, dass die Ehefrau wie bisher bei ihren Kindern in Serbien bleiben und das Familienleben im selben Umfang weitergef�hrt werden kann. Ausserdem hatte der Beschwerdef�hrer freiwillig seine Familie verlassen und die ganzen Jahre �ber von ihnen getrennt in der Schweiz gewohnt. Dass ihm heute eine R�ckkehr in seine Heimat nicht mehr m�glich w�re, ist nicht erstellt. Art. 8 EMRK und Art. 13 BV garantieren dem Ausl�nder nicht das Recht, frei w�hlen zu k�nnen, wo er das Familienleben zu f�hren gedenkt (vgl. Urteil des Europ�ischen Gerichtshofs f�r Menschenrechte [EGMR] Ahmut gegen Niederlande vom 28. November 1996, Recueil CourEDH 1996-VI S. 2017, insbes. �� 67-71). Der EGMR mutete insoweit sogar einem niederl�ndisch-marokkanischen Staatsangeh�rigen zu, die Niederlande zu verlassen und mit seiner marokkanischen Ehefrau nach Marokko zur�ckzukehren, falls er mit seinem dort wohnhaften marokkanischen Sohn leben m�chte. Demzufolge ergibt sich aus der Bewilligung des Nachzugs der Mutter und allenfalls des j�ngsten Kindes vorliegend kein wichtiger famili�rer Grund im Sinne von Art. 47 Abs. 4 AuG f�r den Nachzug der beiden �lteren S�hne.
Daran �ndert nichts, dass sich die Ehefrau und Kindsmutter im Falle ihrer Einreise selber grunds�tzlich ebenfalls auf die Nachzugsfristen nach Art. 47 AuG oder Art. 73 VZAE berufen k�nnte. Denn bei der vorliegenden Konstellation w�re nicht davon auszugehen, dass dann neue Fristen f�r die gemeinsamen Kinder zu laufen beginnen. Wollte man das Gegenteil annehmen, w�rden die Fristbestimmungen, die zur baldigen Einschulung in der Schweiz und damit zur besseren Integration einen fr�hest m�glichen Nachzug fordern, ausgeh�hlt. Eltern, die zusammenleben bzw. das Zusammenwohnen beabsichtigen, sind insoweit als Einheit zu betrachten, so dass sich die Mutter die vom Vater bereits vers�umten Fristen entgegenhalten lassen m�sste.
4.6 Der Beschwerdef�hrer macht zus�tzlich geltend, seine Ehefrau habe in der Heimat neben den Kindern auch ihre Eltern bzw. Schwiegereltern - seit dem Jahr 2002 nur noch ihre Schwiegermutter - betreuen m�ssen. Er setzt sich insoweit jedoch nicht mit dem Schluss der Vorinstanz auseinander, es erscheine unwahrscheinlich, dass nicht wie bei zahlreichen Landsleuten fr�her eine andere L�sung h�tte gefunden werden k�nnen. Er beschr�nkt sich darauf zu erkl�ren, f�r Albaner gebe es in Serbien keine mit Alters- und Pflegeheimen vergleichbaren Institutionen. Er legt hingegen nicht dar, dass und wie sich die Familie ernsthaft um alternative Betreuungsm�glichkeiten - z.B. durch andere Verwandte oder Dritte - f�r die (Schwieger-)Mutter bem�ht h�tte und warum solche dann doch nicht in Betracht kamen. Mithin erweist sich der diesbez�gliche Schluss der Vorinstanz als nicht willk�rlich. Hat sich der Beschwerdef�hrer insoweit nicht ernsthaft um andere Betreuungsm�glichkeiten bem�ht, kann er hernach nicht die Pflege der Schwiegermutter zur Rechtfertigung eines versp�teten Nachzugsgesuchs bzw. zur Begr�ndung eines wichtigen famili�ren Grundes im Sinne von Art. 47 Abs. 4 AuG anrufen. Unbehelflich ist schliesslich die durch nichts belegte und zudem als Novum (dazu BGE 133 III 393 E. 3 S. 395) aus dem Recht zu weisende Behauptung, der Nachzug sei "versprochen" worden, sobald die anderweitige Betreuung der Schwiegermutter geregelt sei.
4.7 Der Beschwerdef�hrer und seine Ehefrau werden demnach entscheiden m�ssen, ob sie das Familienleben entweder im bisherigen Umfang weiterf�hren oder - falls die Mutter allenfalls mit dem j�ngsten Sohn in die Schweiz nachzieht - f�r eine anderweitige Betreuung der �lteren S�hne etwa in einem Internat oder bei Verwandten sorgen. Im erw�hnten Urteil des EGMR (Ahmut gegen Niederlande) war der Sohn im Herkunftsland in einem Internat untergebracht. Es ist zudem gerichtsnotorisch, dass oftmals auch f�r eine Betreuung durch Verwandte wie Onkel und Tanten - allenfalls gegen einen finanziellen Beitrag - optiert wird. Mindestens ein solcher Familienangeh�riger ist den eigenen Ausf�hrungen des Beschwerdef�hrers zufolge in der Heimat vorhanden; er soll angeblich die Betreuung der Schwiegermutter weiterf�hren, welche bis anhin von der Kindsmutter wahrgenommen worden war. Immerhin sind die beiden �lteren S�hne heute knapp neunzehn und sechzehneinhalb Jahre alt und waren bei Stellung des Nachzugsgesuchs bereits siebzehn und vierzehneinhalb Jahre alt und bed�rfen nicht mehr der gleich intensiven Betreuung wie ein Kleinkind.
5.1 Dem Dargelegten zufolge ist die Beschwerde betreffend den Nachzug der beiden �lteren Kinder A.________ und B.________ unbegr�ndet und damit abzuweisen. Die Beschwerde betreffend den Nachzug des j�ngsten Kindes C.________ ist gutzuheissen. Die Sache ist insoweit an die erstverf�gende Beh�rde, das kantonale Migrationsamt, gem�ss Art. 107 Abs. 2 Satz 2 BGG zur�ckzuweisen. Dieses wird im Sinne der Erw�gungen (s. E. 3 hievor) neu zu entscheiden haben, wobei der Beschwerdef�hrer ihm verbindlich mitzuteilen haben wird, ob er f�r seine Ehefrau ein neues Nachzugsgesuch stellt.
5.2 Diesem Ausgang entsprechend hat der Beschwerdef�hrer die Gerichtskosten von Fr. 2'000.-- anteilsm�ssig zu tragen (Art. 65 f. BGG). Vom Kanton St. Gallen sind gem�ss Art. 66 Abs. 4 BGG keine Kosten zu erheben. Allerdings hat dieser dem Beschwerdef�hrer einen Teil der Anwaltskosten zu erstatten (vgl. Art. 68 BGG). �ber die Kosten und Parteientsch�digungen in den vorinstanzlichen Verfahren wird das Verwaltungsgericht neu zu befinden haben (vgl. Art. 67 und Art. 68 Abs. 5 BGG).
Die Beschwerde wird betreffend den Sohn C.________ (geb. 1997) gutgeheissen, das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 26. Januar 2011 aufgehoben und die Sache an das Migrationsamt des Kantons St. Gallen zu neuem Entscheid im Sinne der Erw�gungen zur�ckgewiesen. Betreffend die S�hne A.________ und B.________ (geb. 1992 und 1995) wird die Beschwerde abgewiesen. In Bezug auf die Kosten und Parteientsch�digungen in den vorinstanzlichen Verfahren wird die Sache an das Verwaltungsgericht zu neuem Entscheid zur�ckgewiesen.
Dem Beschwerdef�hrer werden anteilsm�ssige Gerichtskosten in H�he von Fr. 1'300.-- auferlegt.
Der Kanton St. Gallen hat dem Beschwerdef�hrer f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine Parteientsch�digung von Fr. 1'000.-- zu bezahlen.

References: Art. 47
 Art. 83
 Art. 43
 Art. 8
 Art. 13
 Art. 43
 Art. 8
 Art. 13
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