Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=VG%20Freiburg&Datum=15.03.2007&Aktenzeichen=4%20K%202130/05
Timestamp: 2019-05-26 22:22:24+00:00

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VG Freiburg, 15.03.2007 - 4 K 2130/05 - dejure.org
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VG Freiburg, 15.03.2007 - 4 K 2130/05 (https://dejure.org/2007,16711)
VG Freiburg, Entscheidung vom 15.03.2007 - 4 K 2130/05 (https://dejure.org/2007,16711)
VG Freiburg, Entscheidung vom 15. März 2007 - 4 K 2130/05 (https://dejure.org/2007,16711)
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§ 45 Abs 1 StVO, § 45 Abs 9 StVO, § 2 Abs 4 StVO, § 60 VwGO, § 70 Abs 2 VwGO, § 58 Abs 2 VwGO, § 41 Abs 3 VwVfG BW, § 43 VwVfG BW
Bestandskraft von Verkehrszeichen durch das Aufstellen als besondere Form der öffentlichen Bekanntmachung; Anspruch auf Entfernung des Verkehrszeichens 241 zur Radwegbenutzungspflicht; Erhebliche Kollisionsgefahren für Radfahrer durch eine Fahrbahnverschwenkung und das Abbiegen der Straßenbahn; Beibehaltung der Radwegbenutzungspflicht zum Schutz der Leichtigkeit des Kraftfahrzeugverkehrs
Danach müssten Radfahrer, so sie sich konsequent am rechten Fahrbahnrand orientieren, die Gleise zwar in einem für sie ungünstigen spitzen Winkel von unter 50 gon (= 50 x 360 °/400 = 45°), nämlich von ca. 30° (= 33 1/3 gon) überqueren (vgl. zu einem solchen Fall auch VG Freiburg, Urt. v.15.03.2007 - 4 K 2130/05 -), sodass nach den in Rn. 13 der VwV-StVO 2009 zu § 2 (noch) in Bezug genommenen Empfehlungen der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FSGV) für Radverkehrsanlagen (ERA), Ausgabe 2010, deren Anwendung als Stand der Technik empfohlen wird, durchaus von einer erheblichen Sturzgefahr ausgegangen werden kann (vgl. S. 80 Abschn. 11.1.9).
Maßgebliche Rechtsgrundlage für dieses Begehren ist zunächst § 48 Abs. 1 Satz 1 LVwVfG (…ebenso VG Freiburg, Urt. v. 18.05.2004 - 4 K 414/02 - a. A. Nieders. OVG, Urt. v. 05.12.2003 - 12 LA 467/03 -, VerkMitt 2004, Nr. 46; VG Freiburg, Urt. v. 15.03.2007 - 4 K 2130/05 -).
§ 45 Abs. 1 Satz 1 StVO ermächtigt die Straßenverkehrsbehörde schließlich nur zum Erlass verkehrsrechtlicher Anordnungen und stellt, da sie keine umfassende Entscheidung zwischen Rechtssicherheit und materieller Gerechtigkeit enthält, ebenfalls - jedenfalls gegenüber § 48 Abs. 1 Satz 1 LVwVfG - keine Sonderregelung für die Rücknahme r e c h t s w i d r i g e r b e l a s t e n d e r straßenverkehrsbehördlicher Anordnungen dar (…anders Nieders. OVG, Urt. v. 05.12.2003, a.a.O.;… HessVGH, Urt. v. 16.04.1991 - 2 UE 2858/88 -, NVwZ-RR 1992, 5; VG Freiburg, Urt. v. 15.03.2007, a.a.O.).
VG Minden, 22.10.2009 - 2 L 444/09
vgl. VG Freiburg, Urteil vom 15.03.2007 - 4 K 2130/05 -, juris.
Dies gilt dann, wenn für den Betroffenen die Möglichkeit zu ihrer Wahrnehmung bestand, ohne dass es darauf ankommt, ob er sie tatsächlich wahrgenommen hat (BVerwG, Urteil vom 11.12.1996, 11 C 15/95 - VG Freiburg, Urt. v. 15.03.2007 - 4 K 2130/05 - VG Karlsruhe, Urt. v. 08.10.2008 - 4 K 1514/08 - dahin tendierend: VG Karlsruhe, Urt. v. 26.03.2008 - 2 K 4208/07 - Stelkens/BonklSachs, Verwaltungsverfahrensgesetz, 6. Aufl., § 35 Rd.Nr. 243 ff.; zum Verhältnis zwischen der [internen] Anordnung der Straßenverkehrsbehörde und dem Aufstellen von Verkehrszeichen, vgl. VGH Bad.-Württ., Urteil vom 03.08.1995, - 5 S 3563/94 -).
Aus alledem folgt, dass die Rechtsmittelfrist gegen ein Verkehrszeichen allgemein mit dessen Aufstellung zu laufen beginnt und nach § 58 Abs. 2 VwGO, weil Verkehrszeichen naturgemäß keine Rechtsbehelfsbelehrung beigefügt ist, nach Ablauf eines Jahres endet, egal ob der Einzelne überhaupt eine Wahrnehmungsmöglichkeit und damit eine Widerspruchsmöglichkeit gehabt hatte (HessVGH, Urt. v. 31.03.1999 - 2 UE 2346/96-, NJW 1999, 2057; VG Freiburg, Urt. v. 15.03.2007 - 4 K 2130/05 - Stelkens/Bonk/Sachs, a.a.O., § 35 Rn. 244; Schoch/Schmidt-Aßmann/Pietzner, a.a.O., § 70 Rn. 16; Schoch,.

References: § 45
 § 45
 § 2
 § 60
 § 70
 § 58
 § 41
 § 43
 § 2
 § 48

§ 45
 § 48
 § 35
 § 58
 § 35
 § 70