Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/1/81270000045.htm
Timestamp: 2018-12-12 13:08:36+00:00

Document:
1.27.045 Westabhang der Limpurger Berge
Verordnung des Landratsamtes Schwäbisch Hall über das Landschaftsschutzgebiet "Westabhang der Limpurger Berge" vom 23. Dezember 1975 (Hohenloher Tagblatt, Haller, Tagblatt, Gaildorfer Rundschau vom 30. Dezember 1975).
Auf Grund der §§ 5 und 19 des Reichsnaturschutzgesetzes vom 26. Juni 1935 (RGBl. I S. 821), zuletzt geändert durch das Gesetz zur Änderung und Bereinigung von Straf- und Bußgeldvorschriften des Landes BadenWürttemberg vom 6. April 1970 (GBl. S. 111), und des § 7 der Verordnung zur Durchführung des Reichsnaturschutzgesetzes und des Gesetzes zur Ergänzung und Änderung des Reichsnaturschutzgesetzes in der Fassung vom 17. Oktober 1962 (GBl. S. 203) wird mit Zustimmung des Regierungspräsidiums Stuttgart als höhere Naturschutzbehörde verordnet:
Der in § 2 näher beschriebene Landschaftsteil in den Gemeindegebieten Schwäbisch Hall, Michelbach/Bilz und Rosengarten, Landkreis Schwäbisch Hall wird dem Schutz des Reichsnaturschutzgesetzes unterstellt. Dieser Landschaftsteil wird als Landschaftsschutzgebiet "Westabhang der Limpurger Berge" bezeichnet.
(1) Das Schutzgebiet, das eine Größe von ca. 585 ha hat, umfaßt den Einkorn sowie Teile des Westabhangs der Limpurger Berge mit vorgelagertem Gelände zwischen dem Nordhang des Einkorn und der südlichen Gemarkungsgrenze von Rosengarten-Westheim.
(2) Das Schutzgebiet erstreckt sich auf Teile der Gemarkungen Einkorn (Stadt Schwäbisch Hall), Rauhenbretzingen, Michelbach/Bilz, Buchhorn und Hirschfelden (Gemeinde Michelbach/Bilz) sowie Westheim (Gemeinde Rosengarten).
(3) Die Grenzen des Schutzgebietes sind mit grüner Farbe in zwei Karten im Maßstab 1 : 5 000 eingetragen, die beim Landratsamt Schwäbisch Hall aufbewahrt werden. Die Karten können während der Sprechzeiten eingesehen werden.
1. Errichtung oder Änderung von Mauern, Zäunen oder anderen Einfriedigungen, mit Ausnahme von forstlichen Kulturzäunen, soweit nicht bereits Nr. 1 Anwendung findet;
5. Anlage oder Änderung von Straßen und Wegen, mit Ausnahme von forstlichen Wirtschaftswegen innerhalb Waldes und Unterhaltungsmaßnahmen, auch soweit sie keiner straßen- oder wegerechtlichen Entscheidung bedürfen;
8. Schaffung, Beseitigung oder Änderung fließender oder stehender Gewässer sowie die Einleitung von Abwässern in solche, mit Ausnahme von Unterhaltungsmaßnahmen auch wenn sie keiner wasserrechtlichen Entscheidung bedürfen;
9. Ablagerung oder auch kurzfristige Lagerung von Abfällen, Müll, Erd- und Gesteinsaushub, Schutt, Unrat, Autowracks oder ähnlichen Gegenständen, soweit nicht bereits Nr. 1 Anwendung finden;
1. Änderung der Bodennutzung, insbesondere Neuaufforstungen und Ausstockungen und Kahlschläge über 4 ha;
2. Beseitigung oder Änderung wesentlicher Landschaftsbestandteile, insbesondere von Bäumen, Hecken, Gebüschen, Feld- und Ufergehölzen, Schilf- und Rohrbeständen, Felsen sowie ähnlichen Naturerscheinungen, die zur Zierde und Belebung des Landschaftsbildes beitragen oder im Interesse der Tierwelt Erhaltung verdienen, soweit nicht bereits § 14 Abs. 1 der Naturschutzverordnung in der jeweils geltenden Fassung zutrifft.
(5) Genehmigungs-, Erlaubnis- und Anzeigepflicht nach anderen gesetzlichen Vorschriften bleiben unberührt.
Bei Inkrafttreten dieser Verordnung bereits vorhandene Verunstaltungen sind auf Verlangen des Landratsamts ganz oder teilweise zu beseitigen, wenn dies den Betroffenen zuzumuten und ohne größere Aufwendungen möglich ist. Behördlich genehmigte Anlagen werden hierdurch nicht berührt.
2. entgegen § 4 Maßnahmen, die geeignet sind, eine der in § 3 genannten Wirkungen hervorzurufen,
3. ohne vorherige schriftliche Erlaubnis des Landratsamts vornimmt, handelt ordnungswidrig im Sinne des § 13 Abs. 2 Nr. 3 des Gesetzes zur Ergänzung und Änderung des Reichsnaturschutzgesetzes vom 8. Juni 1959 (GBl. S. 53), zuletzt geändert durch das Zweite Gesetz über die Änderung von Zuständigkeiten der Ministerien vom 25. Juli 1972 (GBl. S. 400), und kann mit einer Geldbuße belegt werden.
Diese Verordnung tritt am Tage nach ihrer Verkündung in Kraft. Gleichzeitig tritt die Verordnung des Landratsamtes Schwäbisch Hall zum Schutz von Landschaftsteilen im Landkreis Schwäbisch Hall vom 26.08.1963 bezüglich der Landschaftsteile Gebiet um die ehemalige Burg Buchhorn östlich von Westheim und Gebiet um den Einkorn außer Kraft.
Schwäbisch Hall, den 23. Dezember 1975
gez. (Backes)
Durch VO vom 31.07.1996 (NSG 1. 218 " Kochertal zwischen Westheim und Steinbach einschließlich Klingenbach sowie Geiß- und Eselsklinge" und LSG 1.27.085 " Kochertal zwischen Westheim und Steinbach mit Seitenklingen und Randgebieten") Fläche um 49 ha verringert.

References: § 7
 § 2
 § 14
 § 4
 § 3
 § 13