Source: http://www.deutschestextarchiv.de/book/view/estor_rechtsgelehrsamkeit01_1757?p=402
Timestamp: 2019-02-23 19:08:54+00:00

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CXVII haubtstück
hatte 49 enkele, 34 enkelinnen, 12 urenkele und 13
urenkelinnen, in summa 132, Köhlers münzbelu-
stigung XXI teil s. 274 fgg. Andere exempel fin-
det man beim Lans in den reden s. 101. Hatte
doch der vorige kammerrichter, herr graf von In-
gelheim 23 kinder gezeuget. Der graf Anshelm
Casimir Franz von Elz hat 10 kinder erzilet, und
sein vater Karl Anton Erhart 14.
was das Rö-
mische recht
dißfalls in
verurfachet
Nachdem aber das Römische recht in Teutsch-
lande bekannt wurde, mischete man solches unter
die Teutschen gewohnheiten; wannenher denn
auch diejenige Teutsche land- und stadtgesäze,
welche etwas von der anwünschung enthalten,
gröstenteils auf das Römische recht gebauet sind,
Kur-Pfälzischen landrechtes IIIIten teiles, tit. 4
s. 451, königl. Preusisches und Kur-Brandenbur-
gisches landrecht P. I lib. I tit. VIIII art. 1 § 10.
Wirtenbergisches landrecht P. IIII tit. 22, § aber
auf die an kindesstatt, etc. Hamburgische gerichts-
ordnung und statuten P. III tit. I art. 38.
Badnischen
landen der
vater hier-
bei zu tun
Vermöge des Badnischen landrechtes IIIIten
teiles tit. 28, § wann sich zuträgt etc. muß ein an-
wünschender vater dem angewünschten wenigstens
den dritten teil seines vermögens hinterlassen.
Wenn demnach iemand spricht: "ich will dich
zu mir nemen, und dich wie mein kind halten,"
so verstehet man dadurch keine anwünschung, son-
dern wenn solche die wirkung der Römischen adop-
tion haben soll, muß solche nach Römischer art
berichtiget werden. Joh. Christoph Schröder
de adoptionibus iuris ciuilis et moribus Ger-
man. vsitatis, Jena 1713.
CXVII haubtſtuͤck
urenkelinnen, in ſumma 132, Koͤhlers muͤnzbelu-
ſtigung XXI teil ſ. 274 fgg. Andere exempel fin-
det man beim Lans in den reden ſ. 101. Hatte
Caſimir Franz von Elz hat 10 kinder erzilet, und
ſein vater Karl Anton Erhart 14.
was das Roͤ-
miſche recht
Nachdem aber das Roͤmiſche recht in Teutſch-
lande bekannt wurde, miſchete man ſolches unter
die Teutſchen gewohnheiten; wannenher denn
auch diejenige Teutſche land- und ſtadtgeſaͤze,
welche etwas von der anwuͤnſchung enthalten,
groͤſtenteils auf das Roͤmiſche recht gebauet ſind,
Kur-Pfaͤlziſchen landrechtes IIIIten teiles, tit. 4
ſ. 451, koͤnigl. Preuſiſches und Kur-Brandenbur-
giſches landrecht P. I lib. I tit. VIIII art. 1 § 10.
Wirtenbergiſches landrecht P. IIII tit. 22, § aber
auf die an kindesſtatt, ꝛc. Hamburgiſche gerichts-
ordnung und ſtatuten P. III tit. I art. 38.
Badniſchen
Vermoͤge des Badniſchen landrechtes IIIIten
teiles tit. 28, § wann ſich zutraͤgt ꝛc. muß ein an-
wuͤnſchender vater dem angewuͤnſchten wenigſtens
den dritten teil ſeines vermoͤgens hinterlaſſen.
Wenn demnach iemand ſpricht: „ich will dich
zu mir nemen, und dich wie mein kind halten,„
ſo verſtehet man dadurch keine anwuͤnſchung, ſon-
dern wenn ſolche die wirkung der Roͤmiſchen adop-
tion haben ſoll, muß ſolche nach Roͤmiſcher art
berichtiget werden. Joh. Chriſtoph Schroͤder
man. vſitatis, Jena 1713.
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[390/0402] CXVII haubtſtuͤck hatte 49 enkele, 34 enkelinnen, 12 urenkele und 13 urenkelinnen, in ſumma 132, Koͤhlers muͤnzbelu- ſtigung XXI teil ſ. 274 fgg. Andere exempel fin- det man beim Lans in den reden ſ. 101. Hatte doch der vorige kammerrichter, herr graf von In- gelheim 23 kinder gezeuget. Der graf Anshelm Caſimir Franz von Elz hat 10 kinder erzilet, und ſein vater Karl Anton Erhart 14. § 902 Nachdem aber das Roͤmiſche recht in Teutſch- lande bekannt wurde, miſchete man ſolches unter die Teutſchen gewohnheiten; wannenher denn auch diejenige Teutſche land- und ſtadtgeſaͤze, welche etwas von der anwuͤnſchung enthalten, groͤſtenteils auf das Roͤmiſche recht gebauet ſind, Kur-Pfaͤlziſchen landrechtes IIIIten teiles, tit. 4 ſ. 451, koͤnigl. Preuſiſches und Kur-Brandenbur- giſches landrecht P. I lib. I tit. VIIII art. 1 § 10. Wirtenbergiſches landrecht P. IIII tit. 22, § aber auf die an kindesſtatt, ꝛc. Hamburgiſche gerichts- ordnung und ſtatuten P. III tit. I art. 38. § 903 Vermoͤge des Badniſchen landrechtes IIIIten teiles tit. 28, § wann ſich zutraͤgt ꝛc. muß ein an- wuͤnſchender vater dem angewuͤnſchten wenigſtens den dritten teil ſeines vermoͤgens hinterlaſſen. § 904 Wenn demnach iemand ſpricht: „ich will dich zu mir nemen, und dich wie mein kind halten,„ ſo verſtehet man dadurch keine anwuͤnſchung, ſon- dern wenn ſolche die wirkung der Roͤmiſchen adop- tion haben ſoll, muß ſolche nach Roͤmiſcher art berichtiget werden. Joh. Chriſtoph Schroͤder de adoptionibus iuris ciuilis et moribus Ger- man. vſitatis, Jena 1713. Hundert
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Zitationshilfe: Estor, Johann Georg: Bürgerliche rechtsgelehrsamkeit der Teutschen. Bd. 1. Marburg, 1757, S. 390. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/estor_rechtsgelehrsamkeit01_1757/402>, abgerufen am 23.02.2019.

References: art. 1
 § 10
 art. 38
 art. 1
 § 10
 art. 38
 art. 1
 § 10
 art. 38
 § 902
 art. 1
 § 10
 art. 38
 § 903
 § 904