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Timestamp: 2019-09-21 10:16:29+00:00

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Rechtsprechung: VersR 1981, 482 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 20.01.1981
https://dejure.org/1981,937
BGH, 29.01.1981 - III ZR 168/79 (https://dejure.org/1981,937)
BGH, Entscheidung vom 29.01.1981 - III ZR 168/79 (https://dejure.org/1981,937)
BGH, Entscheidung vom 29. Januar 1981 - III ZR 168/79 (https://dejure.org/1981,937)
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Schadensersatz wegen unrechtmäßiger Eröffnung eines Konkursverfahrens - Verjährung von Schadensersatzansprüchen - Hemmung einer Verjährung durch Einreichung eines Armenrechtsgesuches - Einwand der unzulässigen Rechtsausübung bei abredewidriger Verjährungseinrede - ...
Zur Verjährungshemmung durch Einreichen eines Armenrechtsgesuches
NJW 1981, 1550
NJW 1981, 1551
MDR 1981, 651
VersR 1981, 482
Die hierdurch in Lauf gesetzte Anfechtungsfrist ist durch das vollständige und ordnungsgemäß begründete Gesuch des Klägers um Prozeßkostenhilfe, das am 22. September 1995 bei Gericht eingegangen ist, nach § 41 Abs. 1 Satz 2 KO i.V.m. § 203 Abs. 2 BGB rechtzeitig gehemmt worden (vgl. BGHZ 70, 235, 237 ff; BGH, Urt. v. 29. Januar 1981 - III ZR 168/79, NJW 1981, 1550 f).
Das Berufungsgericht hat - im Gegensatz zum Landgericht - nicht berücksichtigt, daß es für eine Hemmung gemäß § 41 Abs. 1 Satz 2 KO i.V.m. § 203 Abs. 2 BGB genügt, wenn ein vollständig und ordnungsgemäß begründetes Gesuch um Prozeßkostenhilfe am letzten Tage der Verjährungsfrist bei Gericht eingeht (BGHZ 70, 235, 237 ff; BGH, Urt. v. 29. Januar 1981 - III ZR 168/79, NJW 1981, 1550 f).
Ob sie in Einzelfällen auch länger sein kann, hat der Bundesgerichtshof bisher offengelassen (BGHZ 70, 235, 240; Urt. v. 29. Januar 1981 - III ZR 168/79, aaO S. 1551), aber ausdrücklich eine Hemmung für "eine angemessene Zeit" nach Abschluß des Bewilligungsverfahrens bejaht (…Beschl. v. 8. Februar 1995 - XII ZR 24/94, aaO;… Urt. v. 24. März 1987 - VI ZR 217/86, VersR 1987, 820).
Dementsprechend endet die Verjährungsunterbrechung gemäß § 211 Abs. 2 Satz 1 BGB nicht vor der maßgeblichen letzten Prozeßhandlung der Parteien oder des Gerichts, die das Verfahren fortführen soll und kann (vgl. RGZ 77, 324, 331 f; BGH, Urt. v. 29. Januar 1981 - III ZR 168/79, NJW 1981, 1550, 1551 [BGH 03.12.1980 - VIII ZR 300/79]; OLG Nürnberg OLGZ 1966, 388, 390;… BGB-RGRK/Johannsen, 12. Aufl. § 211 Rdnr. 11;… Soergel/Walter, BGB 12. Aufl. § 211 Rdnr. 12;… MünchKomm/v. Feldmann, BGB 3. Aufl. § 211 Rdnr. 9).
Es kann dahinstehen, ob die maßgebliche Prozeßhandlung die Verjährungsunterbrechung beendet hat mit der richterlichen Verfügung vom 24. April 1991, ihrer Ausführung am 25. April 1991 oder mit ihrem Zugang, der nach dem im Revisionsverfahren zugrunde zu legenden Klagevortrag am 26. April 1991 erfolgt ist (vgl. dazu RGZ 77, 324, 329; BGHZ 88, 174, 175; BGH, Urt. v. 29. Januar 1981 - III ZR 168/79, aaO.; v. 20. Oktober 1983 - I ZR 86/82, NJW 1984, 2102, 2103 f; OLG München NJW-RR 1988, 896 [OLG München 18.01.1988 - 28 U 4843/87]).
Deshalb wird, wenn das Hindernis während der letzten sechs Monate vor dem Ablauf der Verjährungsfrist besteht, grundsätzlich mit dem Antrag auf Gewährung von Prozeßkostenhilfe der Lauf der Verjährung bis zum Abschluß des Prozeßkostenhilfeverfahrens und eine angemessene Zeit danach gehemmt (BGHZ 70, 235, 239; BGH, Urteil vom 29. Januar 1981 - III ZR 168/79 = NJW 1981, 1550 f [BGH 03.12.1980 - VIII ZR 300/79]) mit der Folge, daß dieser Zeitraum in die Verjährungsfrist nicht eingerechnet wird (§ 205 BGB).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGHZ 70, 235, 239; Urt. v. 29. Januar 1981 - III ZR 168/79, NJW 1981, 1550 [BGH 03.12.1980 - VIII ZR 300/79];… Urt. v. 24. März 1987 - VI ZR 217/86, NJW 1987, 3120; ständig), der der erkennende Senat sich anschließt, ist eine Partei durch höhere Gewalt an der Rechtsverfolgung verhindert, wenn sie infolge Armut keine Klage erheben kann und das zur Behebung des Hindernisses notwendige Prozeßkostenhilfeverfahren durch einen ordnungsgemäß begründeten und vollständigen Antrag auf Prozeßkostenhilfe eingeleitet hat.
Das läßt Rechtsfehler nicht erkennen (vgl. BGHZ 73, 8, 10 m.N.; BGH NJW 1981, 1550, 1551) [BGH 03.12.1980 - VIII ZR 300/79] und wird von der Revision auch nicht angegriffen.
Die letzte Prozeßhandlung, durch die das Verfahren von den Parteien betrieben wurde, war die Beantragung des Vollstreckungsbescheids am 30.10.1995; die letzte Förderung des Prozesses durch das Gericht lag in der Mitteilung des Widerspruchs des Beklagten mit der Aufforderung, die zweite Gebührenhälfte einzubezahlen am 5.10.1995 (BGH NJW 81, 1550 [BGH 29.01.1981 - III ZR 168/79] ; VersR 81, 482 [BGH 20.01.1981 - VI ZR 205/79] ), deren unterbrechende Wirkung aber erst mit Zugang dieser Mitteilung beim Gläubiger beendet war (BGH NJW 1979, 1777).
Die Einlegung des Widerspruchs und dessen Mitteilung sowie die Kostenanforderung durch das Gericht sind Prozeßhandlungen im Sinne von § 211 Abs. 2 BGB (BGHZ 88, 176; BGH NJW 87, 382 [BGH 09.10.1986 - VII ZR 249/85] [383]; VersR 81, 482 [BGH 20.01.1981 - VI ZR 205/79] ; NJW 81, 1550 [BGH 29.01.1981 - III ZR 168/79] ).
OLG Karlsruhe, 19.07.1991 - 14 U 6/90
Anspruch auf Generalübernehmerwerklohn gegenüber einem Mitglied einer …
Die Unterbrechung endete allerdings gemäß den §§ 213, 212 a , 211 Abs. 2 BGB am 23.01.1987 mit der letzten Handlung des Mahngerichtes, nämlich der Absendung der Nachricht über den Widerspruch an den Kläger und Anforderung der weiteren Einzahlung der Gerichtskosten (vgl. München NJW-RR 88, 896, BGH NJW 81, 1550, 1551).
Zur Hemmung der Verjährungsfrist genügt es freilich, wenn bis zum letzten Tag dieser Frist ein vollständig und ordnungsgemäß begründetes Gesuch um Prozeßkostenhilfe bei Gericht eingeht; es tritt nach ständiger Rechtsprechung des BGH eine Hemmung der Verjährung durch höhere Gewalt gemäß § 203 Abs. 2 BGB ein, wenn der Berechtigte ein solches Prozeßkostenhilfegesuch stellt, über das das Gericht erst nach Ablauf der Verjährungsfrist entscheidet (vgl. BGH, NJW 1981, 1550; ZIP 2001, 893 m.w.N.).
OLG Celle, 30.06.1999 - 13 U 318/98
Zustellung; Rechtshängigkeit; demnächst; Kostenvorschuß
OLG Celle, 07.10.1998 - 13 U 63/98
Prozeßkostenhilfe; Frist; Hemmung; Ablauf der Frist; Ablaufhemmung
OLG München, 23.05.1995 - 15 W 1478/95
Voraussetzungen für verjährungshemmende Wirkung eines Antrags auf Gewährung von …
OLG Jena, 19.01.1995 - 7 W 20/95
Beginn der Ausschlussfrist des § 1594 Abs. 2 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB); …
OLG Hamm, 12.01.1995 - 6 U 87/94
https://dejure.org/1981,1201
BGH, 20.01.1981 - VI ZR 205/79 (https://dejure.org/1981,1201)
BGH, Entscheidung vom 20.01.1981 - VI ZR 205/79 (https://dejure.org/1981,1201)
BGH, Entscheidung vom 20. Januar 1981 - VI ZR 205/79 (https://dejure.org/1981,1201)
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Stolperkante - Verkehrssicherungspflicht - Schadensersatzanspruch wegen der Verletzung der Verkehrssicherungspflicht auf Bahnsteigen - Höhenunterschiede im Bahnsteigbelag - Zumutbarkeit der Neuverlegung von Plattenbelägen - Mitverschulden des Geschädigten aufgrund der ...
Die von der Beschwerde hervorgehobene Tatsache, daß dem Bahnbetreiber oder dem von ihm mit Sicherungsmaßnahmen beauftragten Dritten wegen des Charakters der Bahn als Massenverkehrsmittel und ihren besonderen Gefahren je nach Fallgestaltung besondere Sicherungspflichten obliegen (vgl. etwa Senatsurteil vom 20. Januar 1981 - VI ZR 205/79 - VersR 1981, 482; OLG Oldenburg, VersR 1988, 935), steht der Wertung des Berufungsgerichts nicht entgegen.
Es kommt deshalb ausschließlich darauf an, was ein durchschnittlicher Benutzer objektiv an Sicherheit bei diesen Wänden erwartet bzw. erwarten kann (vgl. Kullmann in Kullmann/Pfister, Produzentenhaftung, Kennzahl 1520 unter F I 2 b; zur Beschaffenheit von Bahnsteigen vgl. auchSenatsurteil vom 20. Januar 1981 - VI ZR 205/79 - VersR 1981, 482) also, wie das Berufungsgericht an anderer Stelle des Berufungsurteiles selbst sagt, darauf, welche Anforderungen vernünftigerweise von den Produktbenutzern gestellt werden.
Liegen hierbei Umstände vor, die erwarten lassen, dass die Aufmerksamkeit des Verkehrsteilnehmers von der Bodenbeschaffenheit abgelenkt ist, so ist ein strengerer Maßstab anzulegen (vgl. BGH, Urteil vom 20.01.1981, VI ZR 205/79 = VersR 1981, 482, juris Tz. 9).
Aus der einem Gastwirt obliegenden Verkehrssicherungspflicht, seinen Gästen einen sicheren Zugang zur Gastwirtschaft zu verschaffen, sind deshalb bloße Passanten nach Ansicht des Senats ebensowenig auszugrenzen wie etwa auf Bahnhöfen Reisende ohne Gepäck von dem besonderen Schutz auszunehmen wären, den der Bahnunternehmer dort seinen Fahrgästen mit größeren Gepäckstücken zu gewährleisten hat (siehe dazu Senacsurteil vom 20. Januar 1981 - VI ZR 205/79 - VersR 1981, 482).
OLG Hamm, 16.12.1999 - 6 U 158/99
Umfang der Verkehrssicherungspflicht eines Gaststätteninhabers; Verletzung der …
Die durch einen Höhenunterschied begehbarer Flächen hervorgerufene Gefährdung muß stets im Zusammenhang mit den Gesamtumständen der einzelnen Örtlichkeit gesehen werden (vgl. BGH VersR 81, 482).
Dies alles entspricht ständiger Rechtsprechung des Senates (KG Berlin, Urteil vom 30. September 2011 - 9 U 11/11 -, juris Tz. 18; s.a. Urteil vom 08. November 2013 - 9 U 24/12 -, juris Tz. 11) und des Bundesgerichtshofs (Urteil vom 05. Juli 2012 - III ZR 240/11 -, juris Tz. 11; Urteil vom 13.07.1989, III ZR 122/88 - juris Tz. 11; Urteil vom 20.01.1981, VI ZR 205/79 - juris Tz. 8; Urteil vom 10.07.1980, III ZR 58/79 - juris Tz. 17; Urteil vom 12.07.1979, III ZR 102/78 - juris Tz. 11; Urteil vom 27.10.1966, III ZR 132/65 - juris Tz. 18).
Vor der rechtlichen Trennung von Fahrbetrieb und Infrastruktur durch das allgemeine Eisenbahngesetz vom 27.12.1993 (BGBl. I, 2378, 2396; AEG) entsprach es allgemeiner Meinung, dass vertragliche Pflichten aus dem Beförderungsvertrag verletzt werden, wenn Bahnanlagen, insbesondere die Bahnsteige, nicht verkehrssicher gehalten werden (vgl. BGH, Urteil vom 20.01.1981 - VI ZR 205/79, zitiert nach juris;… Filthaut, Haftpflichtgesetz, 8. Aufl., § 12 Rdnr. 133).

References: § 41
 § 203
 § 41
 § 203
 § 211
 § 211
 § 211
 § 211
 BGH 
 § 211
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 § 203
 § 1594
 BGH 
 § 12