Source: http://planl-leipzig.de/angebot01.html
Timestamp: 2018-07-23 03:30:40+00:00

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Die Ambulanten Hilfen zur Erziehung sind aufsuchende sozialpädagogische Hilfeangebote für Familien, Kinder und Jugendliche, die in problematischen Lebenslagen und/oder Krisen professionelle Unterstützung benötigen. Sie finden üblicherweise in den Familien und deren Umfeld statt.
Die Hilfe wird nach Antrag auf Hilfe zur Erziehung beim Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) der Stadt Leipzig auf der Grundlage des SGB VIII § 27, §30 und §31 vergeben und ist für die Familien kostenfrei. Der Hilfeverlauf wird in enger Abstimmung zwischen ASD, Familie und der Fachkraft unseres Trägers (Team) geplant und ausgewertet. Hilfeplan und Arbeitskonzept beinhalten die Ziele und Erfolgskriterien sowie Angaben zu Dauer und Umfang der Hilfe. Wird dem ASD eine Gefährdung von Minderjährigen in Familien bekannt, können diese Hilfen bei mangelnder Mitwirkungsbereitschaft der Sorgeberechtigten auch gerichtlich angeordnet werden.
Die Ambulanten Hilfen sind auf die Begleitung von Familien gerichtet, die bei der Pflege und Erziehung ihrer Kinder in Krisen geraten bzw. entwicklungsfördernde Lebensbedingungen ihrer Kinder aktuell nicht sichern können.
Ziel der Ambulanten Hilfen zur Erziehung ist die Erschließung und Aktivierung eigener Ressourcen der Hilfeempfänger und die unterstützende Begleitung auf dem Weg zu einer selbstständigen Problembewältigung. Die ambulante Betreuung und Begleitung eröffnet Familien die bessere Gestaltung ihrer Entwicklungs- und Erziehungsaufgaben, indem lösungsorientierte und beziehungsförderliche Handlungsstrategien entwickelt, erprobt und gefestigt werden.
Die zu verbessernde Selbsthilfekompetenz bezieht sich vor allem auf:
die Alltagsorganisation und -bewältigung
die Bewältigung familiärer Konflikte und Krisen
die schul-/ausbildungsbegleitende Unterstützung und Förderung der Kinder
den Umgang mit Ämtern und Institutionen
Sozialpädagogische Familienhilfe (SPFH) nach § 31 SGB VIII soll durch intensive Betreuung und Begleitung Familien in ihren Erziehungsaufgaben, bei der Bewältigung von Alltagsproblemen, der Lösung von Konflikten und Krisen sowie im Kontakt mit Ämtern und Institutionen unterstützen und Hilfe zur Selbsthilfe geben. Sie erfordert die Mitarbeit der Familie, die Hilfedauer ergibt sich aus der individuellen Bedarfssituation.
Erziehungsbeistand (EB) nach § 30 SGB VIII soll das Kind oder den Jugendlichen bei der Bewältigung von Entwicklungsproblemen, möglichst unter Einbeziehung des sozialen Umfelds, unterstützen. Unter Erhaltung des Lebensbezuges zur Familie wird die Verselbstständigung gefördert. Die Hilfedauer ergibt sich aus der individuellen Bedarfssituation.
Systemische Familientherapie (SFT) nach § 27 Abs. 3 SGB VIII ist eine familientherapeutische Leistung und dient insbesondere der Klärung von Hilfebedarf und Motivation der Sorgeberechtigten bzw. dem Festigen neu gelernter Strategien zur Problembewältigung im Anschluss an eine Sozialpädagogische oder Integrierende Familienhilfe. Die Hilfedauer ist begrenzt und ergibt sich aus den Festlegungen im Hilfeplan.
In der Regel kommen systemisch lösungs- und ressourcenorientierte Methoden zur Anwendung, die darauf abzielen, die Familien zu befähigen, vorhandene Ressourcen nutzbar zu machen, die Selbsthilfekompetenz zu stärken und für die Erziehung hinderliche Verhaltensstrukturen zu verändern. Die wesentlichen Methoden sind:
Erstellung eines realistischen Arbeitskonzeptes durch Sorgeberechtigte, Familienmitglieder, ASD und Mitarbeiter des Trägers- Einigung auf gemeinsame Ziele
Eltern-Kind-Training ohne/mit Video (Video-Home-Training®)
soziale Beratung und Unterstützung (Finanzen, Wohnung, Behörden etc.) sowie Weitervermittlung in trägerinterne sowie externe Hilfeangebote
Krisenintervention (Hilfe zur Deeskalation in kritischen Situationen und Krisen als Chance nutzen)
Zur Umsetzung der familienbezogenen Zielsetzungen des ASD arbeiten wir systemisch und lösungsorientiert mit den jeweiligen Kooperationspartnern der Familie wie Kindergarten, Schule, Ausbildungsstätte, Freizeiteinrichtungen, Jugendgerichtshilfe, Kinder- und Jugendpsychiatrie u. a. zusammen. Trägerintern können die Familien ggf. die Angebote für schulmüde oder -verweigernde Kinder und der Erziehungs- und Familienberatungsstelle nutzen.
Staatlich anerkannte Sozialpädagogin/ Sozialarbeiterin (FH)
Staatlich anerkannte Sozialpädagogin, Schwerpunkt Heilpädagogik
Pferdegestützte "Pädagogik und Therapie (PPT)" mit systemischen Anteilen
Kai-Uwe Heßmer
Diplom-Sozialpädagoge/ Sozialarbeiter (FH)
Cordula Höschel
Marie Jokisch
Systemische Familientherapeutin und Beraterin i. A.
Lennart Klausner
Soziale Arbeit (M. A.) i. A.
Silke Kleeschulte
AFT Therapeutin
Marek Kutz
Staatlich anerkannter Sozialpädagoge/ Sozialarbeiter,
Religions- und Gemeindepädagoge (B. A.)
Melanie Nürnberger
Diplom-Sozialpädagogin/ Sozialarbeiterin (FH)
Sirke Schwarz
Staatlich anerkannter Diplom-Sozialpädagoge/ Sozialarbeiter (FH)
Isabell Wassertheurer
Staatlich anerkannte Diplom-Sozialpädagogin/ Sozialarbeiterin
Zwei Büros und zwei Beratungs- bzw. Gruppenräume stehen im Dachgeschoss der Scheumannstraße 4 zur Verfügung, von hier werden die Ambulanten Hilfen für den Raum Leipzig realisiert.
04347 Leipzig (Ost/Nordost)
Scheumannstraße 4
0341 – 90 23 809
0341 – 90 23 810
ambu-team@planl-leipzig.de
Haltestellen Rathaus Schönefeld, Ossietzkystr./ Gorkist., Löbauer Str.
Bus 70/90
Haltestelle Löbauer Str.
Haltestellen Löbauer Str., Taubestr

References: § 27
 §30
 §31
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