Source: https://issuu.com/swiss-ski_sh/docs/snowactive_d_januar_2018_es
Timestamp: 2020-08-14 17:16:35+00:00

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Snowactive Januar 2018 Deutsch by Swiss-Ski - Issuu
DAS MAGAZI N VO N SWIS S - S K I / / JAN UAR 2 0 1 8
AUF GOLDSUCHE DAS JAHR DER JUNIOREN-WM IN DER SCHWEIZ
Bitte Startnummer ziehen Audi quattro Ski Cup Verbier Davos
19. – 21.01.2018 23. – 25.02.2018
Infos unter www.audi.ch/aqsc
Editorial Die Olympiasieger von morgen in der Schweiz 2018 ist das Jahr der Olympischen Winterspiele in Südkorea. Es ist aber auch das Jahr, in dem gleich drei Junioren-Weltmeisterschaften in der Schweiz stattﬁnden: diejenige der Nordischen in Kandersteg und im Goms, die der Alpinen in Davos und die der Telemarker in Mürren. Insbesondere die Anlässe in Davos und Kandersteg/Goms stellen eine grosse Herausforderung dar: infrastrukturell, logistisch und wirtschaftlich. An beiden Orten beträgt der ﬁnanzielle Aufwand rund eine Million Franken; an beiden Orten ist nicht garantiert, dass die Rechnung mit einer schwarzen Null schliesst. Denn der Junioren-Sport ist für die meisten Fernsehstationen keine Liveübertragung wert. Damit entfällt nicht nur für die Sponsoren die attraktivste Plattform. Auch die Produktion des Livestreams für internationale TV-Stationen stand infrage. Und so mussten wir uns zusammen mit den lokalen Organisatoren selber darum kümmern. Trotzdem stellen wir uns von Swiss-Ski der Herausforderung mit Freude. Junioren-WM bieten
unserem Nachwuchs eine Auftrittsmöglichkeit vor heimischem Publikum. Dies ist in unserem Talentförderungskonzept und unserer Nachhaltigkeitsarbeit von zentraler Bedeutung. Nachhaltig ist auch, dass wir im Wallis, im Berner Oberland und in Davos auf drei Wettkampfanlagen zählen können, die in jüngster Vergangenheit dank Beiträgen aus dem Nationalen Sportanlagenkonzept (NASAK) den modernsten Ansprüchen gerecht werden. Das beweist, dass wir auch mittel- und längerfristig für Grossanlässe bereit sind. Das Know-how, das sich die Veranstalter in Kandersteg und im Goms aneignen, kann nicht zuletzt für das Projekt der Olympischen Spiele 2026 eine wichtige Grundlage bilden. Ebenso wichtig aber ist, dass wir mit der Durchführung dieser Titelkämpfe den Fokus der Öffentlichkeit auf den Juniorensport lenken. Denn auch wenn die breite Masse im Februar nach Südkorea blickt, darf man nicht vergessen: Die Olympiasieger von morgen starten in rund einem Monat in der Schweiz.
Inhalt // Januar 2018 Das Magazin von Swiss-Ski
F OKU S 8 // Die Weltelite von morgen In diesem Winter kommen gleich drei Junioren-Weltmeisterschaften in der Schweiz zur Austragung. 12 // Langlauf-Chef Hyppolyt Kempf Der Olympiasieger von 1988 betrachtet eine WM als Leuchtturm in einer Karriere.
M E N S C HE N 20 // Backstage Sein Name ist Programm: Roger Wachs, Servicemann bei Swiss-Ski. 26 // Werner Riethmann Werner Riethmann und die erfolgreiche Schuhﬁrma Lowa sind zu einem Begriff geworden.
40 AK TIV 38 // Weltcup Adelboden Peter Willen: Chef der Weltcup-Skirennen in Adelboden. Ein Porträt. 40// Volkslangläufe Die fünf Glücklichen, die an einem der 5 Top-Volkslangläufe in Graubünden teilnehmen, sind bekannt. 44 // Swiss Loppet Swiss Loppet: Die Volkslanglauf-Serie ist eine langjährige Erfolgsgeschichte. Drei Volksskiläufe feiern ihr 50-Jahr-Bestehen.
S E RV IC E 52 // Tourismus Saas Fee hat mit seinem letztjährigen Hammerdeal eine Lawine mit attraktiven Angeboten ausgelöst. 58 // Ski-Festival Zermatt Die Gäste des exklusiven Ski-Tests in Zermatt erlebten mit Schnee, Sonne und angenehmen Temperaturen eine optimale Mischung für einen traumhaften Wintereinstieg.
01 // Editorial 04 // Panorama 15 // Mixed-Zone
56 // La Voix Romande 61 // Fünfmal aufgeschnappt 62 // Sci svizzera italiana
Titelbild Wendy Holdener, frisch gekürte Schweizer Sportlerin des Jahres und die amtierende Weltmeisterin in der Kombination, holte sich bereits an den JuniorenWeltmeisterschaften 2011 in Crans-Montana Gold in der Kombination. Foto: Keystone
F ROH ES FEST ! «Der du in Nebeln wallst. Und Geheimnisse birgst. In dunkle Nächte, da Mond und Sterne erblinden. Heller strahlt dir das innere Licht, Nachbar. Ahnung weht vor aller Weisheit.» So eine Ode des deutschen Schriftstellers Karl Otten an den Winter. Wir wünschen Ihnen ganz direkt und ohne Wintergesang herzlich frohe Festtage, viel Erfolg im neuen Jahr und viele schöne Winter- und Schneeerlebnisse! 4
G RO S SA R T I GE S G E F Ü HL
Der hell beleuchtete Anlauf und Schanzentisch. Alles ist bereit für den ersten Sprung in die kalte Nacht. Alles scheint stillzustehen. Für den Skispringer kommt nun das höchste Spannungsmoment vor dem Absprung. Kante, Technik, Konzentration sind drei wichtige Faktoren im Skisprung, die über die Qualität und Länge eines Sprungs entscheiden. Eines bleibt wohl immer gleich: das grossartige Gefühl des Fliegens.
Fokus // Junioren-Weltmeisterschaften 2018
Loïc Meillard hat an den diesjährigen Junioren-Weltmeisterschaften in Are, Schweden, Gold im Riesenslalom und in der Kombination gewonnen.
In diesem Winter werden gleich drei Junioren-Weltmeisterschaften in der Schweiz ausgetragen. Den Anfang machen die Nordischen: Vom 28. Januar bis 4. Februar kämpfen die Skispringer und Nordisch Kombinierer in Kandersteg sowie die Langläufer in Goms um die Medaillen. Praktisch zeitgleich ﬁnden die FIS Alpine Junior World Ski Championships 2018 vom 30. Januar bis 8. Februar in Davos statt und die Telemarker küren schliesslich vom 21. bis 25. März in Mürren ihre Weltmeister.
In den Spuren von Wendy und «Schmidi» Zwölf Monate nach den glanzvollen Ski-WM in St. Moritz ist das Bündnerland erneut Schauplatz alpiner Titelkämpfe. Vom 28. Januar bis 8. Februar 2018 kämpfen die Junioren in Davos um elf Medaillensätze. Und hoffen, an die Tradition «goldener» Heim-Weltmeisterschaften anzuknüpfen.
enn alpine Junioren-Weltmeisterschaften im eigenen Land entwickelten sich in der Vergangenheit zu Erfolgsgeschichten ohnegleichen. Bei den letzten WM 2011 in CransMontana hinterliessen Wendy Holdener und Reto «Schmidi» Schmidiger die markantesten Spuren. Wendy gewann Gold in der Kombination, «Schmidi» in Kombination und Slalom, beide Male vor Justin Murisier.
Insgesamt errang dort der Schweizer Nachwuchs elf Medaillen und übertraf den Rekord aus dem Jahr 1996 um drei Einheiten. Damals fanden die Weltmeisterschaften ebenfalls auf heimischem Boden statt. Die Protagonisten auf dem Hoch-Ybrig hiessen Ambrosi Hoffmann, Didier Défago, Silvano Beltrametti und Sylviane Berthod. Die jungen Schweizerinnen und Schweizer sind am Jakobshorn und am Bolgen gefordert. Die Medaillenﬂut früherer Jahre ist sowohl Hypothek als auch Motivation – und verleiht Selbstvertrauen. Keine Nation war im letzten Jahrzehnt auf dieser Stufe besser: Seit CransMontana hamsterten sie 48 Medaillen! Im letzten Jahr standen in Åre Loïc Meillard (Gold im Riesenslalom und der Kombination), Camille Rast (Gold im Slalom), Katja Gross-
mann (Silber in der Abfahrt) und Semyel Bissig (Bronze im Super-G) auf dem Podest. Swiss-Ski ist gerüstet und bereit, auch in Davos wieder ein neues alpines Kapitel aufzuschlagen. Dort fanden die letzten (und einzigen) alpinen Weltcuprennen Anfang der Achtzigerjahre statt. Brigitte Oertli gewann eine Kombination, Erika Hess und Maria Walliser belegten Platz 2 im Slalom und Super-G zweite Plätze. In den letzten Jahren reaktivierte der Skiclub Davos die alpinen Aktivitäten mit der Organisation von Europacuprennen und Schweizermeisterschaften. Mit den Junioren-WM, an denen gegen 600 Athletinnen und Athleten aus 50 Nationen teilnehmen, wird nun ein Gang hochgeschaltet quasi als Prolog zu den Olympischen Spielen, die gleich anschliessend beginnen. Deshalb JANUAR 2018
PROGRAMM JUNIOREN-WM 2018 DAVOS 31. Januar: 1. Februar: 2. Februar: 3. Februar: 4. Februar: 5. Februar: 6. Februar: 7. Februar: 8. Februar:
Riesenslalom Frauen. Abfahrt Männer, Slalom Frauen Super-G Frauen und Männer Teamevent Kombination Männer Kombination Frauen Riesenslalom Männer Slalom Männer Abfahrt Frauen
Jakobshorn Davos.
besteht bei den Meldungen noch das eine oder andere Fragezeichen. Für einen wie Henrik Kristoffersen waren Junioren-Titelkämpfe immer eminent wichtig. Mit sechs Goldmedaillen ist er Rekordhalter. Dagegen erschien Mikaela Shiffrin nur ein ein-
ziges Mal. 2011 in Crans-Montana schnappte sie als 16-Jährige Wendy Holdener Bronze weg. Kaum jemand nahm von ihr Notiz. Aber in der Regel gilt: Wer bei den Junioren gewinnt, taucht ein paar Jahre später im Weltcup auf, ein Grossteil an der Spitze. Oder wie Franz
Heinzer zu sagen pﬂegt: «Ein Junioren-Titel ist der halbe Weg.» Auf diesem beﬁnden sich seine Schützlinge und ehemaligen Speed-Weltmeister Ralph Weber oder Nils Mani. Beat Feuz, Triple-Weltmeister von 2007, ist längst oben angekommen. R I CHA RD H E G G L I N
mässig in Kandersteg trainiert. An der Junioren-WM letztes Jahr in Park City sei er sehr nervös gewesen. «Ich hoffe, dass das diesmal besser wird, vor allem auch, weil einem die Familie und Freunde direkt an der Schanze unterstützen können», so Hauswirth. «Wenn ich meine besten Sprünge zeige, kann ich vorne mitmischen», ist er überzeugt. Im Langlauf werden in den Disziplinen Sprint, Einzel, Skiathlon und Staffel insgesamt 14 Weltmeistertitel vergeben. Im Skispringen sowie in
der Nordisch-Kombination wird um acht WMTitel gekämpft. Nach 1985 in Täsch/Zermatt und 1998 in St. Moritz/Pontresina gastieren die Nordisch-Junioren und U23-Weltmeisterschaften zum 3. Mal in der Schweiz. «Für unsere jungen Talente in den Nordisch- Disziplinen ist ein Heimevent eine grosse Chance und gibt Impulse für den Nordisch- Skisport in der Schweiz – wir freuen uns riesig über das Engagement von Kandersteg und Goms», sagte Swiss-Ski Disziplinenchef Langlauf Hippolyt
Arena Kandersteg.
Ulrichen, Goms.
it der Junioren- und U23-WM in der Nordic Arena in Kandersteg und im Nordischen Zentrum in Ulrichen, Goms, ﬁndet für unsere nordischen Nachwuchsathleten das Saison-Highlight vor der eigenen Haustüre statt. An neun Eventtagen werden vom 28. Januar bis 4. Februar rund 660 Athleten aus rund 40 Nationen erwartet. Mit Swiss-Ski Athletin Nadine Fähndrich steht die Silbermedaillengewinnerin der letztjährigen U23-Weltmeisterschaften im Langlauf-Sprint in Goms am Start und versucht sich erneut eine Medaille zu sichern. «Rennen zuhause in der Schweiz sind am schönsten. Das Publikum unterstützt vor allem uns und ich kenne die Strecken sehr gut», sagt die Langläuferin. «Meinen ersten Swisscup bin ich im Goms gelaufen. Ich mag die Strecken und die Wettkämpfe sind immer gut organisiert», so Fähndrich weiter. Bei den Skispringern will der einheimische Sandro Hauswirth den Heimvorteil nutzen und eine gleich starke Leistung wie bei seinem Alpencupsieg Anfang September abrufen. Der 17-Jährige hat schon mit sechs Jahren regel-
Kempf anlässlich der Kandidatur-Vergabe im Frühling. Ein Gesamt-OK – zwei Austragungsorte Der «Verein Junioren Weltmeisterschaften Kandersteg – Goms 2018» ist Organisator der Nordisch- JWM 2018. Seine Vision: Wir bewegen den Nordisch-Skisport. Als Veranstalter wollen sie nachhaltige Impulse für die Entwicklung des Nordisch-Skisportes setzen, wobei sie ein besonderes Augenmerk auf die Optimierung der Sport- und Wettkampfstätten sowie die innovative Schneebewirtschaftung richten. Um die örtlichen Kenntnisse optimal zu nutzen, existiert an beiden Austragungsorten je ein lokales OK. Ulrichen ist ein Zentrum für Langlaufbegeisterte. Das Hochtal liegt zwischen 1200 und 3000 Metern über Meer und gilt als eines der schneesichersten Täler der Alpen. Das Wettkampfgelände des Nordisch-Zentrums bietet nicht nur für Athleten, sondern auch für Zuschauer Spektakel pur, denn fast die gesamte Rennstrecke kann ab dem Stadionbereich überschaut werden. Auch in Kandersteg – dem Bergdorf auf rund 1200 m am Ende des Kandertales – ﬁnden die Wettbewerbe der Skispringer sowie der Kombinierer in der selben Anlage statt. Wer nicht live vor Ort sein wird, kann via Live-Stream auf swiss-ski.ch mitﬁebern. REGUL A L AZZ ARET TI
DAS PROGRAMM Langlauf Samstag, 27. Januar 19.30 Uhr Eröffnungsfeier in Gluringen Sonntag, 28. Januar 10.30 Uhr Qualiﬁkation Sprint Junioren Damen/ Herren 12.30 Uhr Final Sprint Junioren Damen/Herren Montag, 29. Januar 10.30 Uhr Qualiﬁkation Sprint U23 Damen/Herren 12.30 Uhr Final Sprint U23 Damen/Herren 19.30 Uhr Medaillenzeremonie in Gluringen (Sprint Junioren und U23) Dienstag, 30. Januar 10.30 Uhr 5 km Junioren Damen 12.30 Uhr 10 km Junioren Herren Mittwoch, 31. Januar 10.30 Uhr 10 km U23 Damen 12.30 Uhr 15 km U23 Herren 19.30 Uhr Medaillenzeremonie in Gluringen (Intervall Damen/Herren) Donnerstag, 1. Februar 10.30 Uhr Skiathlon Junioren Damen 12.30 Uhr Skiathlon Junioren Herren Freitag, 2. Februar 10.30 Uhr Skiathlon U23 Damen 12.30 Uhr Skiathlon U23 Herren 19.30 Uhr Medaillenzeremonie in Gluringen (Skiathlon Junioren und U23) Samstag, 3. Februar 10.30 Uhr Staffellauf Junioren Damen (4 x 3,3 km) 12.30 Uhr Staffellauf Junioren Herren (4 x 5 km) 14.30 Uhr Medaillenzeremonie in Gluringen (Staffel), im Anschluss: Schlusszeremonie
In einer Videoserie stellt Swiss-Ski die Stars von morgen vor. Die Videos ﬁnden Sie hier: http://bit.ly/FokusDominikPeter http://bit.ly/FokusBedaKlee http://bit.ly/FokusSandroHauswirth
Schilthorngebiet – das Mekka des Telemarks
om 21. bis 25. März 2018 wird Mürren und das Schilthorngebiet ein weiteres Mal im Zeichen des Telemark-Sports stehen. Nebst dem Saisonﬁnale ﬁnden ebenfalls die Junioren-Weltmeisterschaften dort statt. «Das Schilthorngebiet entwickelt sich immer mehr
zum Mekka für den Telemark-Sport», freut sich Christoph Egger, Direktor der Schilthornbahn AG. Und auch Hans-Peter Birchler, Chef Telemark, ist glücklich, einen solch wichtigen Event vor der Haustüre austragen zu können: «Die heimischen Junioren-WM sind für die
Skispringen Montag, 29. Januar 18.00 Uhr Eröffnungsfeier Skispringen und Nordisch-Kombination Donnerstag, 1. Februar 16.15 Uhr Wettkampf 1. Durchgang HS106 Damen 19.15 Uhr Wettkampf 1. Durchgang HS106 Herren 21.15 Uhr Medaillenzeremonie (Individual Damen/ Herren) Samstag, 3. Februar 16.00 Uhr Wettkampf HS106 Team Damen 19.00 Uhr Wettkampf HS106 Team Herren 21.15 Uhr Medaillenzeremonie (Team Damen/ Herren) Sonntag, 4. Februar 11.00 Uhr Wettkampf HS106 Team Mixed 13.30 Uhr Medaillenzeremonie (Team Mixed), im Anschluss Schlussfeier Nordische Kombination Montag, 29. Januar 18.00 Uhr Eröffnungsfeier Skispringen und Nordisch-Kombination Dienstag, 30. Januar 10.00 Uhr Wettkampf Skispringen Herren HS106 12.00 Uhr Testevent Skispringen Damen HS72 14.00 Uhr Wettkampf Langlauf Herren 10 km 15.00 Uhr Testevent Langlauf Damen 5 km 18.45 Uhr Flower Zeremonie Testevent Damen Donnerstag, 1. Februar 10.00 Uhr Wettkampf Skispringen Team Herren HS106 14.00 Uhr Wettkampf Langlauf Team 4 x 5 km 21.15 Uhr Medaillenzeremonie NordischKombination Team Herren Samstag, 3. Februar 10.00 Uhr Wettkampf Skispringen Herren HS106 14.00 Uhr Wettkampf Langlauf Herren 5 km 21.15 Uhr Medaillenzeremonie Individuell Gundersen Sonntag, 4. Februar 13.30 Uhr Schlussfeier (im Anschluss an die Medaillenzeremonie Skispringen)
Jungen eine gute Chance. Hier können sie sich mit Gleichaltrigen messen und den Sport optimal repräsentieren» sagt Hans-Peter Birchler, Chef Telemark. «Wir hoffen, damit auch die freien Telemärkler anzulocken», führt SwissSki Rennbetreuer Stefan Schär aus, der auch als OK-Präsident der FIS Telemark Junior World Championships amtet. An den Junioren-Weltmeisterschaften in Mürren werden rund 60 Athletinnen und Athleten aus 15 Nationen erwartet. Sie kämpfen um fünf Titel: Classic, Sprint, Parallel Sprint, Team Event und Overall Sondre Norheim Trophy. Kim Aegerter, die an den letzten JuniorenWeltmeisterschaften 2017 in Rjukan zweimal Bronze gewonnen hat, ist altersbedingt nicht mehr dabei. «Nun gehöre ich zu den ‹Alten› und darf nicht mehr starten, auch wenn ich so gerne würde», bedauert die Athletin. Wer ihren Platz einnehmen könnte, wird sich im Verlauf des Winters zeigen. R E G UL A L A Z Z A RE T T I JANUAR 2018
Für Langlauf-Chef Hippolyt Kempf, 51, sind Junioren-Weltmeisterschaften die perfekte Olympia-Hauptprobe – sportlich und organisatorisch.
kisport-Paradies Schweiz. Die beiden wichtigsten Titelkämpfe der Junioren ﬁnden 2018 in der Schweiz statt. Die Alpinen fahren am Davoser Jakobshorn um Medaillen, die Nordischen machen die Titel auf den Sprungschanzen von Kandersteg und in den Loipen des Goms unter sich aus. Als Olympiasieger von 1988 in der Nordischen Kombination gehört Hippolyt Kempf zu den populärsten und erfolgreichsten Schweizer Botschaftern des Wintersports. Heute arbeitet er als Sportökonom beim Bundesamt für Sport und als Chef Langlauf bei Swiss-Ski. Als Ökonom der Eidgenössischen Hochschule für Sport in Magglingen erstellt er im Rahmen von studentischen Arbeiten die Nachhaltigkeitsstudie der Titelkämpfe in Davos und Kandersteg/Goms und erarbeitet damit für künftige Grossanlässe wichtige Grundlagen: organisatorisch, strukturell, wirtschaftlich, ökologisch. Er kann die Bedeutung von internationalen Ereignissen in der Schweiz sportartenübergreifend einstufen. Von den Junioren-Weltmeisterschaften 2018 erhofft er sich Signalwirkung über den Skisport hinaus. Hippolyt Kempf, Ihre ersten internationalen Titelkämpfe waren die nordischen JuniorenWeltmeisterschaften 1985 in Täsch. Welche Erinnerungen verbinden Sie damit? Ich muss eingestehen, dass ich damals nicht sonderlich brilliert habe. Koordination, Technik und Lauﬂeistung stimmten nicht. Ich war sowohl auf der Schanze wie in der Loipe schwach. Wenn ich mich richtig erinnere, beendete ich den Wettkampf als 33. oder 34. Rückblickend war dies aber ein Schlüsselerlebnis für meine Karriere. Ich sah, was mir fehlte, um international kompetitiv zu sein. Diese Niederlagen setzten Kräfte frei. Ich wollte gleich gut werden wie die anderen. Für einen jungen Sportler ist es sehr wichtig, sich international messen zu können. Wie haben sich die Junioren-Weltmeisterschaften der Nordischen seither verändert? Das lässt sich kaum mehr vergleichen. Damals in Täsch war das ein überschaubarer Anlass mit ein paar Wettkämpfen, die nur den bis 21-jährigen Athleten offenstanden. Heute werden im gleichen Anlass auch die U23-Titelkämpfe durchgeführt – mit 14 Entscheidungen im Langlauf im Goms sowie acht im Skispringen und in der nordischen Kombination in
Kandersteg. Rund 660 Athleten aus 40 Nationen gehen an den Start. Auf U23-Stufe werden wir Läuferinnen und Läufer erleben, die auch bei der Elite gewinnen können. Besonders glücklich bin ich, dass wir die Veranstalter und die FIS davon überzeugen konnten, erstmals einen Testwettbewerb für Frauen in der nordischen Kombination durchzuführen. Das könnte ein wegweisender Anlass werden. Denn die nordische Kombination ist bis heute die letzte Disziplin, die an Olympischen Spielen den Männern vorbehalten ist. Welche Strahlkraft versprechen Sie sich von den Junioren-Weltmeisterschaften? Da muss man differenzieren. Sportlich ist der Stellenwert sehr gross – besonders auch für die starken Nationen aus dem Osten. Dort sind die Unterstützungsgelder der Sportförderung für die Athleten auf Juniorenstufe eng mit Titelgewinnen verbunden. Das gilt auch in der Schweiz. Wer auf Junioren- oder U23-Niveau stark ist, erhält durch Swiss Olympic eine bessere Einstufung – und damit die grössere Unterstützung. Grundsätzlich kann man sagen, dass die Junioren-WM für die Subventionsprogramme der internationalen Sportsysteme ein wichtiger Gradmesser ist. Das Interesse von Sponsoren und Vermarktern hält sich dagegen in Grenzen. Für sie ist eine Junioren-WM weder Fisch noch Vogel: ein internationaler Anlass zwar, aber nicht prominent genug, um damit zu werben. Die grossen Unternehmen engagieren sich entweder auf der nationalen Bühne – oder dann bei den Topevents der Elite. Eine Junioren-WM bietet ihnen medial nicht die gewünschte Plattform.
Eine WM als Leuchtturm
Wie gross ist das Interesse der Fernsehstationen? Eher punktuell. In Nordeuropa geniesst der Anlass auch in der Öffentlichkeit einen grossen Stellenwert – in anderen Nationen ist das Interesse deutlich geringer. Dazu waren die Organisatoren sowohl in Kandersteg und Goms als auch in Davos produktionstechnisch im Zugzwang. Das Schweizer Fernsehen nahm seine Option zur Direktübertragung nicht wahr – und verzichtete auch auf die Produktion des Livestreams. Also müssen wir das TV-Signal selber produzieren – und zwar auf einem Niveau, dass SRF für seine Struktursendungen darauf zurückgreifen kann. Dieser Prozess hat ziemlich viel Zeit, Energie und Geld gekostet. Bestehen organisatorische Synergien mit den Youth Games 2020 und der Universiade 2021? Deﬁnitiv. Wir haben sowohl im Goms bei den Langlauf-Events wie auch in Kandersteg beim Skispringen bewusst Personal eingebunden, das auch an den Jugendspielen in der Verantwortung steht. Die Erfahrungen, die man an einem solchen Anlass machen kann, sind unbezahlbar. Diesbezüglich ist uns in der Schweiz in den vergangenen Jahren doch einiges an Know-how verloren gegangen. Zu Ihnen persönlich: Rechneten Sie als Junior schon mit jener Weltkarriere, die Sie später machten? Lässt sich ein Olympiasieg langfristig planen? Wie eingangs gesagt, war der internationale Vergleich bei den Junioren für mich quasi die Initialzündung. Ich war ein Spätzünder, brauchte lange, um Tritt zu fassen. Aber die Enttäuschungen an den Junioren-Weltmeisterschaften beschleunigten den Lernprozess. Sie motivierten mich, noch konsequenter und zielgerichtet zu arbeiten. Doch planbar ist im Sport wenig. Wann legten Sie sich auf die nordische Kombination fest? Ich war immer sehr vielseitig – und setzte von Anfang an auf die Kombination aus Springen und Langlauf. Und am liebsten wäre ich auch Alpinrennen gefahren. Aber die Dreier-Kombination gibt es leider nicht ... (lacht). Wie gross ist der Schritt von der Junioren-Stufe zu den Aktiven? Im Skispringen ist er nicht so gross – weil es sich um eine technische Sportart handelt und viele Athleten schon im Junioren-Alter auf Topniveau springen – beispielsweise zu Beginn der Saison 2016/17 der damals 17-jährige Slowene Domen Prevc. Auch Simon Ammann ﬂog schon im Juniorenalter in die Weltspitze. Im Langlauf ist der Schritt zweifellos grösser – weil
die physische Komponente im Vordergrund steht. Die besten Junioren gehören aber in der Regel später auch bei der Elite zu den dominierenden Athleten. Dario Cologna und Petter Northug sind Beispiele. Was sind die wichtigsten Qualitäten, um die Selektionen auf allen Altersstufen zu überstehen? Geduld, Fleiss, Disziplin – das gilt für die Nordischen wie für die Alpinen. Wenn ein Athlet im Alter von 16 stark ist, besitzt er zweifellos eine gute Basis. Entscheidend ist aber der nächste Schritt. Mit 18 Jahren fängt die Entwicklung quasi wieder von vorne an – wenn der Sportler oder die Sportlerin dann fähig ist, neue Energie zu entwickeln und das Trainingspensum von 600 auf 800 oder 900 Stunden pro Jahr zu erhöhen, hat er oder sie eine grosse Chance, sich in der Elite zu etablieren. Mir sind jene Athleten am liebsten, die dann richtig Gas geben. Sie besuchten das Ski-Gymnasium in Stams. War die dortige technische Ausbildung wichtiger als die Resultate in Wettkämpfen im Junioren-Alter? Stams bot mir sicherlich eine hervorragende Grundlage. Aber die Wettkämpfe sind immer wichtig – weil sie einen Indikator und eine Orientierungshilfe liefern, ob man auf dem richtigen Weg ist. Bei den unter 18-Jährigen gewichten wir im Nordischen die Resultate weniger stark als den technischen Ausbildungsstand. Im Alter von 18 bis 20 Jahren sind beide Parameter im Selektionsverfahren gleich wichtig – und ab 20 Jahren zählen nur noch die Resultate. So können wir gewährleisten, dass talentierte Athleten unabhängig von ihrer physischen Entwicklung in der Adoleszenz eine faire Chance erhalten. Welche Bedeutung hat die Ausrichtung von Junioren-Weltmeisterschaften grundsätzlich für die Nachwuchsförderung von Swiss-Ski? Das ist im Nordischen wie im Alpinen ähnlich: Junioren-Weltmeisterschaften sind sozusagen ein Leuchtturm, der den Scheinwerfer auf einen Bereich werfen, der sonst eher im medialen Schatten steht. Sie liefern den jungen Sportlern die Möglichkeit, sich vor dem Heimpublikum zu präsentieren. Wichtig sind die Anlässe aber auch für die Organisatoren und Funktionäre. Sie können sich Wissen und Erfahrungen erarbeiten, die für spätere Anlässe wichtig sind. Wir führten beispielsweise Kurse für die Schneepräparation durch – und bemerkten, dass diesbezüglich ein grosser Nachholbedarf besteht. In Zeiten des Klimawandels sind solche Themen von zentraler Bedeutung. Auch Wettkampfrichter werden an einem einwöchigen Anlass unter erhöhtem Druck gefordert. Nicht zuletzt können wir die Sportbe-
geisterung in der Öffentlichkeit neu entfachen. In Kandersteg und Goms spüren wir grosse Unterstützung. Beispielsweise dürfte es kein Problem sein, genügend Freiwillige zu ﬁnden – und da spreche ich immerhin von 180 Personen, die ihre Ferien und Freizeit für unseren Event opfern. Was machen Sie, um die Wirkung des Anlasses in den Breiten- und Kindersport zu tragen? Wir werden beispielsweise das Model des Cross-Country Cross Skill Parks lancieren – eine Art «Vita Parcours» für Kinder, auf dem man auf spielerische Art mit dem Langlauf in Berührung kommt. Dies ist ein wichtiges Entwicklungs- und Schulung-Tool, um unserem Sport eine breitere Basis zu geben. Wenn man von Nachhaltigkeit spricht, muss eine WM der Elite das nächste Ziel sein. Ist das im nordischen Bereich in der Schweiz realistisch? Eine Elite-WM der Nordischen steht nicht im Vordergrund. Priorität hat ganz klar das Projekt Olympische Winterspiele 2026 – mit dem Goms und Kandersteg als Austragungsorte für die nordischen Wettkämpfe. Die JuniorenWeltmeisterschaften sind wichtige Übungsfelder, um die Abläufe zu testen und unser Proﬁl zu schärfen. Vor allem können sie aber dazu dienen, der Bevölkerung die Angst vor Grossveranstaltungen zu nehmen. Die erste Abstimmung über das Olympiaprojekt 2026 ﬁndet ausgerechnet in Kandersteg statt. Ich bin überzeugt, dass eine erfolgreiche JuniorenWM die Kandersteger mitreissen wird – und im Idealfall besitzt ein positives Resultat im Berner Oberland Signalwirkung für alle weiteren Abstimmungen. Apropos Olympia. In Davos ist man dieser Idee gegenüber kritisch eingestellt. Werden Junioren-Weltmeisterschaften da wirklich etwas ändern? Für mich ist ganz klar, dass die Junioren-WM für weitere Projekte Goodwill schaffen können. Davos wird nicht zuletzt als Standort für die Nachwuchsförderung zusätzlich aufgewertet. Die Nähe zu den Topathleten im Nachwuchsbereich ist beispielsweise für das Sportgymnasium sehr positiv. Junge Sportler brauchen Vorbilder – und diese erleben sie nun vor der eigenen Haustür. Das motiviert. Ausserdem wird die Renn- und Trainings-Infrastruktur verbessert. Davon proﬁtieren letztlich alle. In welchen Bereichen können sich diese Anlässe sonst noch nachhaltig (positiv) auswirken? Sowohl sportpolitisch wie in der Breitensportförderung. Wir behandeln diese Bereiche getrennt. Doch nochmals: Es werden Strukturen gebildet – und die involvierten Personen sen-
sibilisiert und ausgebildet «Learning for the best» lautet unsere Credo. Junioren-Weltmeisterschaften können eine Bewegung auslösen und Impulse setzen. Ausserdem zwingen sie die Veranstalter, bestehende Strukturen und Organisationsmodelle zu überdenken. Die Erfahrung zeigt: Durch solche Veranstaltungen kann man massiv Fortschritte machen. Und wie sieht es ökologisch aus? Dies ist meistens ein Hauptargument von Kritikern … Wenn man die Veranstaltungen genauer anschaut, bewegen sich die ökologischen Belastungen im marginalen Bereich. Die Lärmemission ist kaum ein Problem, die Schneeproduktion ebenfalls nicht. Was bleibt, ist die Reiserei. Doch dies betrifft alle Sportarten. Der wirtschaftliche Nutzen ist ökologisch die Achillesferse des Sports. Werden wir in Davos bzw. in Kandersteg und im Goms die Olympiasieger von 2022 sehen? Vielleicht nicht zwingend die Sieger, aber wohl Medaillengewinner. Wenn sich Schweizer an diesen Titelkämpfen in den Vordergrund schieben, werden wir sie bald auch auf höchstem Niveau sehen. Eine Garantie gibt es nie. Aber die Erfahrung hat gezeigt: Wer an den Junioren-WM top ist, besitzt gute Karten, um auch später zur Spitze zu gehören. T HO MA S RE N G G L I
BIST DU DER STAR VON MORG EN? Beweise es auf dem neuen Cross-Country Cross Skills Park Im Rahmen der FIS Nordischen Junioren- und U23Skiweltmeisterschaften in Goms und Kandersteg steht den Besucherinnen und Besuchern der neue Cross-Country Cross Skills Park von Swiss-Ski an je drei Tagen pro Veranstaltungsort kostenlos zur Verfügung. Dieser ist das ideale Übungsgelände für die Langläuferin und den Langläufer von morgen. Im Anschluss kannst du dann direkt die Titelkämpfe der Besten beobachten. Also warme Kleider einpacken und ab auf die Piste! Schuhe, Stöcke sowie Ski sind vor Ort gratis ausleihbar. Spass und Freude am Langlauf sind garantiert! Weitere Informationen auf der Homepage: www.jwsc2018.ch Goms: Der Park beﬁndet sich gleich neben dem Stadion (2 Min. zu Fuss) 28.1.18 von 10 bis 12 Uhr 29.1.18 von 10 bis 12 Uhr 30.1.18 von 14 bis 16 Uhr Kandersteg: Der Park beﬁndet sich im Dorf «Wildi» unweit der Schanzenanlage (15 Min. zu Fuss). 1.2.18 von 10 bis 12 Uhr 2.2.18 von 10 bis 12 Uhr 3.2.18 von 10 bis 12 Uhr
Advertorial // Salomon
LUCA AERNI Durchstarter mit eigenem Ski
Spätestens nach seinem sensationellen Sieg in der alpinen Kombination an den Weltmeisterschaften 2017 in St.Moritz gehört Luca Aerni zu den Grossen im internationalen Skirennsport. Bereits in vergangenen Saisons konnte der vierfache Schweizermeister mit starken Resultaten an Juniorenweltmeisterschaften überzeugen. Den Durchbruch schaffte er aber in der Saison 2016/17 mit
vier Top-Ten-Platzierungen und der ultimativen Krönung in St. Moritz. Diese Erfolgsstory war für seinen Ausrüster Salomon Grund genug, Luca seinen eigenen, personalisierten Ski zu widmen. Dies zur grossen Freude des 24-Jährigen: «Ich weiss noch, als Marcel Hirscher vor einigen Jahren sein eigenes Pro-Model bekam. Schon damals dachte ich, welch grosse Ehre das darstellt. Nun hat mir Salomon mit meinem eigenen Ski auch ein solches Geschenk gemacht – ein sehr schönes Gefühl.» Sowohl bei der Entwicklung als auch beim Design des Skis
durfte er seine Ideen einbringen. Daraus entstanden ist der X-Race Luca, welcher seinem Namensgeber in Sachen Vielseitigkeit und Power in nichts nachsteht. Mit seinem progressiven Multi-Radius lässt dieses Model verspielte Slalomschwünge zu und bietet auch bei grösseren Radien maximale Dynamik, ohne dabei an Präzision zu verlieren. Der von der Salomon Weltcup-Abteilung entwickelte S-Kern sorgt zudem auch bei hartem Untergrund für den nötigen Kantengriff und für Stabilität. Abgerundet durch ein schlichtes, edles Design wird mit
diesem Ski jeder unvergessliche Wintersporttage erleben. «Durch die progressive Radiuswahl eignet sich der Ski für alle sportlichen Pistenfahrer. Ein leistungsstarker Ski mit Renntechnologie und vielseitigen Schwungradien», meint Luca über seinen Ski, mit welchem er selbst bereits einige Spuren in den Schnee zog. Wer auch in weltmeisterlicher Manier über die Pisten gleiten möchte, holt sich jetzt den limitierten X-Race Luca von Salomon und macht mit unter: www.skionline.ski/de/ luca-aerni-ski-salomon
Salomon lanciert den X-Race Luca in limitierter Stückzahl, ein Ski für sportliche Pistenfahrer mit progressiver Radiuswahl.
Die Bewährung kommt erst später
ie Junioren-Weltmeisterschaften 1996 auf dem Hoch-Ybrig waren für mich in jeder Beziehung ein Schlüsselereignis – und der 27. Februar jenes Jahres mit der Abfahrt in Oberiberg ein sportlicher Höhepunkt, der mich geprägt hat. Mit dem Titelgewinn in der Abfahrt nahm meine Karriere so richtig Fahrt auf. Dass eine Medaille an Junioren-Titelkämpfen aber noch nicht das Freibillett für Erfolg auf höchster Stufe darstellt, zeigen die Namen der Fahrer, die rechts und links von mir auf dem Podest standen: der Italiener Daniel Dorigo und der Österreicher Claudio Dietrich. Sie konnten sich zwar im Weltcup etablieren, aber grosse Stricke zerrissen sie nicht. Anders der Vierte an jenem Tag: Didier Défago. Er wurde 14 Jahre später in Vancouver Olympiasieger. Der Slalom-Weltmeister auf dem Hoch-Ybrig (Benjamin Reich) avancierte zu einem der dominierenden Techniker der Neuzeit – und auch Riesenslalom-Champion Rainer Schönfelder gewann später Medaillen an Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen. Bode Miller dagegen – der spektakulärste und schillerndste Rennfahrer mit dem Jahrgang 1977 – war vom US-Verband nicht selektioniert worden. Vier Jahre später schlug er im Weltcup ganz gross ein. Wenn im kommenden Januar die Junioren-WM vor meiner Haustür in Davos stattﬁnden, werde ich bestimmt wieder öfters auf meinen Titelgewinn vor 22 Jahren angesprochen. Ob es ein Vorteil war, dass die WM damals in der Schweiz stattfanden? Schwer zu sagen: Einerseits fällt einem in der gewohnten Umgebung vieles leichter, andererseits kann der Druck belastend sein. Im Erfolgsfall ist auf jeden Fall die Resonanz grösser. Die Zeitungen jubelten damals eher verhalten über meine Goldmedaille. Der «Tages-Anzeiger» titelte: «Die härteste Zeit steht noch bevor.» Die «Neue Zürcher Zeitung» schrieb fast im selben Wortlaut: «Die Bewährung steht erst bevor.» Diese Einschätzung trifft auch heute noch zu. Zwar ist der Titelgewinn auf Juniorenstufe immer eine Bestätigung, auf dem richtigen Weg zu sein. Doch letztlich handelt es sich bei diesem Anlass um einen Vergleich von Fahrern aus maximal drei Jahrgängen. Die verschärfte Konkurrenzsituation erlebt man erst später bei
Ambrosi Hoffmann Junioren-Weltmeister in der Abfahrt 1996
ALS JUNGER SKIRENNFAHRER MUSS MAN WISSEN: IN UNSEREM SPORT IST WENIG PLANBAR.
der Elite. Für einen jungen Rennfahrer gibt es zwei Schlüsselmomente: Der erste kommt mit zirka 16 Jahren, wenn man zum ersten Mal an FIS-Rennen teilnimmt. Plötzlich trifft man auf Fahrer, die schon Weltcup-Erfahrung besitzen – und kann «grausam aufs Dach bekommen». Dann zählt man den Rückstand nicht mehr in Hundertstelsekunden sondern in Sekunden. Die nächste Zäsur erfolgt dann so mit 18 Jahren, wenn man vom Europacup in den Weltcup kommt. Ich wurde schon gefragt, ob die Goldmedaille von 1996 für mich eher Würde oder Bürde war? Da gibt es nur eine Meinung: Würde! Entscheidend für den weiteren Karriereverlauf ist aber, was man daraus macht. Ich kann rückblickend sagen: Bei mir hat für eine ganz grosse Karriere vielleicht der letzte Zwick gefehlt. Aber das lag auch an äusseren Umständen. Bis 2006 war ich sehr gut unterwegs – mit dem Gewinn der Olympia-Bronzemedaille im Super-G als Highlight. Zusammen mit dem dritten Platz in der Abfahrt von Kitzbühel 2004 war dies der wichtigste Erfolg meiner Karriere. Als Knackpunkt ist zweifellos der 28. Februar 2006 zu bezeichnen, also fast exakt zehn Jahre nach dem goldenen Tag von Oberiberg. Im Riesenslalomtraining in Adelboden zog ich mir einen Kreuzbandriss zu. Der Weg zurück war danach ein ständiger Kampf. Im März 2012 zog ich die Konsequenzen und trat zurück; obwohl ich durchaus noch hätte weiterfahren können. Als junger Skirennfahrer muss man wissen: In unserem Sport ist wenig planbar. Denn die äusseren Einﬂüsse spielen immer mit: sei es in Form von Verletzungen, von Witterungseinﬂüssen, von Materialentscheiden. Didier Cuche beispielsweise war immer ein hochtalentierter Fahrer. Sein ganzes Potenzial schöpfte er aber erst im Herbst seiner Karriere aus. Der Wechsel zu Head hatte wohl einen entscheidenden Einﬂuss. Was ich den Teilnehmern an den Junioren-Weltmeisterschaften damit sagen will: Eine Medaille in Davos kann zum ersten grossen Höhepunkt der Karriere werden. Doch einen Grund, um sich zurückzulehnen und alles für selbstverständlich zu nehmen, ist sie nicht. Der Ernst des Sportlerlebens beginnt erst danach.
«Unser Versprechen für Swiss-Ski: Energie für Morgen!»
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Crystal Club / Dr. Heinz Grütter-Jundt-Stiftung zur Förderung des alpinen Skisportes 16
Du bist nicht mehr da, wo du warst. Aber du bist überall, wo wir sind – wir tragen dich in unseren Herzen mit!
in geliebter Mensch, Sepp, ist nicht mehr da – diese Worte und Gedanken erschüttern uns und lassen uns innehal-
UR S L E H M A NN, P R Ä S I D E NT S WI S S - S K I
ten. Tief betroffen haben wir erfahren, dass Sepp für immer die Augen geschlossen hat. Wo Worte fehlen, bleibt uns in Gedanken unser tief empfundenes Mitgefühl für seine Familie, Freunde sowie die Verbundenheit mit allen, die mit Sepp einen wertvollen und geschätzten Wegbegleiter verloren haben. Sepp war ein Mann der Tat und ein Mann der Verantwortung. Jemand, der alle Herausforderungen mit seiner ganzen Person und Persönlichkeit ausfüllte. Ein Mensch, der anderen Menschen viel Gutes tat und Freude bereitete. Wir werden ihn schmerzlich vermissen – den Menschen und sein besonderes Engagement, auch für den Schneesport. Die Swiss-Ski Familie verliert mit Sepp einen grossen Förderer des Skisports, einen äusserst erfolgreichen Trainer, einen hoch geschätzten Menschen und lieben Freund, der mich und viele von uns Athleten in Höhen und Tiefen begleitet hat. Sepp hat mehrere Generationen der alpinen Swiss-Ski Familie geprägt. So war er von 1981–1985 Trainer der Interregion Ost. Anschliessend hatte er die Verantwortung für das B-Kader. 1990–1992 war er C-Kader-Trainer und war von 1992–1995 verantwortlich für die Nationalmannschaft und das A-Kader. Unvergessen der Dreifachsieg von Heinzer, Mahrer und Gigandet in Kitzbühel 1992! Sepp hat auch mich über viele Jahre als Trainer und Mentor begleitet. Zwei Momente sind mir unvergessen. 1987 an der alpinen Junioren-WM in Hemsedal: In einem Neuschneerennen und ich mit der unglücklichen Startnummer 1 organisierte Sepp in letzter Minute zusätzliche Vorfahrer und
Sternchenfahrer. Nicht zuletzt deswegen schafften wir es, gemeinsam die Goldmedaille nach Hause in die Schweiz zu tragen. 1993 an der alpinen WM in Morioka hatte Sepp den Mut, mich aus der Qualiﬁkation herauszunehmen und für das Rennen zu setzen. Und er hatte die Überzeugungskraft, dass ich auf die Kombinationsabfahrt und die auf dem Silbertablett liegenden Weltcuppunkte verzichtete, zugunsten einer optimalen Startnummer für die Spezialabfahrt. Und wiederum haben wir gemeinsam die Goldmedaille zurück in die Schweiz getragen. Dies sind Eigenschaften, welche nur ausserordentlichen Trainerpersönlichkeiten wie Sepp eigen waren. Persönlich noch beinahe wertvoller waren seine Umsichtigkeit, Menschlichkeit und Fürsorge, wenn es uns Athleten nicht wie gewünscht lief. Er motivierte, tröstete uns und legte auch mal in väterlicher Manier seinen Arm um unsere Schultern. 1995 hat sich Sepp entschieden, beruﬂich neue Wege ausserhalb des Sports zu gehen. Und er war wiederum erfolgreich und erfüllt in seinen beruﬂichen wie auch privaten Engagements – unter anderem weiterhin für den Skisport. So erhielt Sepp mit der goldenen Verdienstnadel die höchste Auszeichnung von Swiss-Ski – mehr als verdient für 15 Jahre bei SwissSki und seine vielen weiteren Verdienste im Schweizer Schneesport. Unsere späteren Begegnungen waren bis zuletzt stets überaus freundschaftlich und herzlich – «dä Sepp halt». Sie werden mir fehlen. Sepp, danke für alles, du wirst mir und der Schneesport Familie für immer in bester Erinnerung bleiben.
JANUAR 2018 2017
Advertorial // powderdreams
ALBERTA EIN PARADIES FÜR SKIFAHRER UND SNOWBOARDER Kanadas Rocky Mountains sehen aus wie gemalt. Sobald der Schnee fällt, verwandelt sich die Region Banff-Lake Louise in eine fantastische Winterlandschaft.
JANVIER 2018 JANUAR 2018
Beeindruckende Gipfel, gigantische Gletscher, endlose, schneebedeckte Wälder mit zugefrorenen Seen und Flüssen – im Banff National Park ﬁnden sich tausende Postkartenmotive. Die makellose Natur der Rockies wirkt fast wie eine nahezu perfekte Filmkulisse, doch es ist alles real. Adler am Himmel, Elche, Hirsche, Rehe und Dickhornschafe – sind wirklich da. Auch die legendären Schneebedingungen sind keine Illusion. Albertas Kleeblatt mit seinen hervorragenden Skigebieten Mount Norquay, Sunshine Village und Lake Louise lässt für Wintersportler keine Wünsche offen. Lake Louise: Ski-WeltcupStrecke und Back Bowls Lake Louise ist das berühmteste Skigebiet Albertas. Und das nicht nur, weil dort jedes Jahr Ende November und Anfang Dezember die Weltcuprennen stattﬁnden. Mit seinen 139 Abfahrten ist Lake Louise aufregend, abwechslungsreich und typisch kanadisch. Von
Banff aus sind es nur 45 Autominuten bis zur grossen Blockhütte, die als Basisstation dient. Vom höchsten Gipfel des Skigebiets überblickt man Wälder, Flüsse und beinahe unendlich viele Berggipfel. Der berühmte See unterhalb des Victoria-Gletschers liegt gleich gegenüber. Auf den vorderen Hängen (Front Side) warten breite Carving- und Speed-Abfahrten, während die Rückseite des 2672 Meter hohen Mount Whitehorn ein Paradies für Freerider ist. Unter dem Ptarmigan-Sessellift gibt es herrliche Waldabfahrten und auf dem gegenüberliegenden Hang neben dem Larch-Lift einen ganz aussergewöhnlichen Hang. Er ist gespickt mit riesigen Felsen, die bei einem gigantischen Felssturz vor langer Zeit ins Tal gerollt sind. Sunshine Village: Von leicht bis extrem Sunshine Village bietet eine regelrechte Schneegarantie, denn die Lifte führen hinauf bis auf 2730 Meter. Die Station
wird jährlich mit bis zu neun Metern weissem Pulver gesegnet. Shuttlebusse verbinden das 20 Minuten entfernte Banff mit der Talstation, von wo aus eine Seilbahn zum Sunshine Village hinauffährt. Im Dorf beﬁnden sich ein Ski-in-Ski-out-Hotel und einige Restaurants und Bars. 115 Pisten und ein 13,6 Quadratkilometer grosses Ski-Areal mit sehr abwechslungsreichem Terrain warten in Sunshine Village auf die Besucher – egal ob Einsteiger oder Proﬁ. Am Ausstieg fast aller Lifte starten mittelschwere und schwere Pisten sowie unpräparierte Abfahrten. Besonders aufregend sind die berühmten Runs Delirium Dive und Goat's Eye, die zu den anspruchsvollsten FreerideHängen des Landes gehören – sind die ultimativen Mutproben für echte Experten.
gegründete Skigebiet ist der Hausberg für die Locals in Banff und ein historischer Ort für die Kanadier: Mount Norquay ist das älteste Skigebiet der kanadischen Rockies. Bereits 1929 fanden dort die ersten Rennen statt. Mit 74 Pisten ist das Skigebiet eher klein, die Qualität aber gross. Unter der Sesselbahn North American geniessen Experten und Freerider oft unberührte Pisten. Von den beiden Sesselliften Spirit und Mystic erreicht man mittelschwere Abfahrten. Für Freestyler auf Ski oder auf auf dem Snowboard gibt es einen beleuchteten Snowpark.
Mount Norquay: Klein aber fein Mount Norquay liegt nur wenige Autominuten von der Banff Avenue entfernt. Das 1927
Powder Dreams by knecht reisen, die erste Adresse für Ski- und Snowboard-Reisen sowie Heli-Skiing in der ganzen Welt.
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JANVIER JANUAR 2018
F OTOS: STEPH AN BOEGLI
IN UNSEREM JOB BRAUCHST DU EIN DICKES FELL
Sein Name ist Programm: Roger Wachs ist Servicemann bei SwissSki und wachst die Ski von Cologna und Co. Sein Job besteht aber nicht nur aus Präparieren, der 45-Jährige ist auch Handwerker, Sozialarbeiter und Prellbock.
Ăźr rund 110 Tage im Jahr ist der SwissSki Wachstruck das ÂŤZuhauseÂť von Roger Wachs. Der Chef des Schweizer Serviceteams ist wĂ¤hrend fĂźnf Monaten mit dem Langlaufteam unterwegs. Er lĂ¤uft Kilometer um Kilometer auf der Loipe, um Ski zu testen und steht an der Werkbank, wachst, schleift und reinigt Ski â&#x20AC;&#x201C; Paar fĂźr Paar. Vor Saisonbeginn haben er und sein Team 850 Paar Ski geschliffen. Durch seine Arbeit trĂ¤gt er massgeblich zum Erfolg der Athletinnen und Athleten bei. ÂŤDas SchĂśnste fĂźr mich ist, wenn an einem Wettkampf nicht nur ein einzelner, sondern die Mannschaft erfolgreich ist.Âť Denn dann weiss er: ÂŤWir haben etwas richtiggemacht.Âť Als grĂśsste Erfolge wertet Wachs die Olympischen Winterspiele in Vancouver, als Dario Cologna die Goldmedaille gewann und drei weitere Schweizer in die Top 20 gelaufen sind. Aber auch ein Weltcuprennen in Davos, als die Schweizer vier RĂ¤nge in den Top 10 belegten, gehĂśrt zu seinen Highlights. Sind die Leistungen der Schweizer LanglĂ¤ufer jedoch bescheiden, fĂ¤llt auch das auf das Serviceteam zurĂźck. Dann kann es schon einmal vorkom-
men, dass ein Athlet seinen Frust an den stillen Schaffern im Hintergrund auslĂ¤sst. ÂŤIn unserem Job brauchst du ein dickes FellÂť, sagt Roger Wachs lachend. In Momenten der Niederlage ist FingerspitzengefĂźhl gefragt. Nicht mit jedem kann gleich umgegangen werden. ÂŤEin Servicemann braucht nicht nur handwerkliches Geschick, sondern auch Sozialkompetenz.Âť Materialtechnisch sind nur noch Mikroschritte mĂśglich Roger Wachs ist seit zwĂślf Jahren bei Swiss-Ski angestellt. Anfangs war er Assistenztrainer bei den Junioren, bis das Serviceteam geschlossen zurĂźcktrat und sich fĂźr ihn eine neue Herausforderung ergab. Als LĂ¤ufer im Regionalkader und Skiwachser im Continental Cup besass er das nĂśtige Know-how. Der gelernte MĂśbelschreiner arbeitet gern mit den HĂ¤nden und es befriedigt ihn, wenn er nach getaner Arbeit ein Produkt vor sich hat. Materialien interessieren ihn, er schaut gern links und rechts, was die Industrie Neues zu bieten hat. Es reicht jedoch nicht, sich als Servicemann nur auf die Wachs-
FRĂ&#x153;HER GING ES UM MINUTEN, HEUTE SIND ES SEKUNDEN.
industrie zu beschrĂ¤nken. ÂŤSeit 30 Jahren wird mit demselben Belagsmaterial gearbeitet: PolyethylenÂť, erklĂ¤rt der ProďŹ . Der Grundstoff wird mal mit Russ, mal mit Fluorgraphit gemischt, bleibt aber im Grossen und Ganzen gleich. ÂŤDas Material ist auf dem Level ausgeschĂśpft, es sind nur noch Mikroschritte mĂśglich.Âť Auch in der Schleiferei muss nach neuen Wegen gesucht werden. Auf die Frage, was sich in den letzten zehn Jahren im Servicebereich verĂ¤ndert hat, antwortet Roger Wachs: ÂŤHauptsĂ¤chlich sind wir mehr Leute. Im Vergleich zu meinen AnfĂ¤ngen wurde das Team von vier auf
#HD+@MCRBG@ESĂ&#x2014;HDFSUNQADH2BGMDDVHQADKSCTQBG CHD+TES%QDTCDMRBGQDHDADFKDHSDMCHDQ@R@MSD AE@GQS 2BGKHSSDKMHRS5DQFMĂ&#x201A;FDMEĂ&#x201A;Q)TMFTMC KS .A LHS1NCDK!NANCDQ2BGKHSSDMLHSDHMDQRHBGDQDM TRQĂ&#x201A;RSTMFTMCCDLJNQQDJSDM5DQG@KSDML@BGS 2BGKHSSDKMMNBGLDGQ2O@RR
Die 3 wichtigsten Tipps Di l5 5DQVDMCDM2HDDHMDM1NCDKSQ@FDM2HD DDHMDM2BGMDDRONQSGDKLTMC2BGTGD LHS!QDLRGHKED l 2BGKHSSDKM2HD@TEL@QJHDQSDMTMCGHMCDQMHREQDHDM6DFDM l '@KSDM2HDRHBG@MCHD5DQG@KSDMRQDFDKM TMCRBGKHSSDKM2HDMHBGSTMSDQ KJNGNK
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acht Personen verdoppelt. Man überlässt nichts mehr dem Zufall. Früher ging es um Minuten, heute sind es Sekunden.» Wachs zählt sich zu den Schaffern, weniger zu den Läufern Wer denkt, dass Servicemann ein Winterjob ist, irrt. Kaum geht die Saison im Frühling zu Ende, bespricht das Serviceteam mit jedem Athleten sein individuelles Skisortiment: Wo war gutes Material vorhanden, bei welchen Bedingungen fehlte dem Athlet ein guter Ski? Weil die Wettkampfski nur geliehen sind, gehen sie –
sofern kein Bedarf mehr besteht – an die Firmen zurück. Ende April bestellt Roger Wachs die neuen Ski, welche dann nach Eintreffen abgezogen, geschliffen und vermessen werden. «Um ein Wettkampfski für den Winter vorzubereiten, brauchen wir gut eine Stunde», so Wachs, «wobei die typische Tätigkeit des Wachseinbügelns lediglich die letzten zehn Minuten einnimmt.» Während des Sommers stehen die Serviceleute mit den Athleten auf Schnee, testen Wettkampfski, bereiten Testski vor und trainieren nicht zuletzt auch selber. Denn um das täglich Testprogramm vor und an den Wettkämpfen zu bestehen, müssen sie körperlich ﬁt sein. 30 Kilometer pro Tag sind da keine Seltenheit. Roger Wachs bezeichnet sich zwar als ﬁt, mit seinen bald 45 Jahren gehört er aber nicht mehr primär zu den Läufern, sondern zu den Schaffern, wie sich die Serviceleute intern aufteilen. Schuster bleib bei deinem Leisten Im Herbst werden die neu erhaltenen Ski auf das speziﬁsche Gewicht der Athleten ausgemessen, um zum Beispiel die Steigwachszone
optimal bestimmen zu können. Und dann werden die Einsätze für den Winter geplant. Diese Saison liegt das Hauptaugenmerk auf Olympia. «Wir achten darauf, die Serviceleute so einzuteilen, dass sie an den Olympischen Spielen nicht schon auf dem Zahnﬂeisch laufen.» Das heisst, alle, die mitreisen, sollten vorher noch ein Wochenende zuhause verbringen können. Roger Wachs reiste vor einem Jahr nach PyeongChang, um zu rekognoszieren. «Der Schnee ist speziell, ganz fein. Es wird nicht einfach», so der Fachmann. Doch für ihn und sein Team gilt: Schuster bleib bei deinem Leisten. «Wir sind durchstrukturiert und weichen auch vor Grossanlässen nicht von unseren Grundsätzen ab.» Seit einem Monat ist der Wachstruck wieder on tour und mit ihm Roger Wachs. Wie lange der Chef des Schweizer Serviceteams noch mit on board ist, lässt er offen. Genau wie, was er allenfalls danach machen würde. Sicher ist, dass er nicht in ein ausländisches Team wechselt. «Dafür habe ich zu viel Nationalstolz», meint Roger Wachs. Für ihn heisst es weiterhin: Hopp Schwiiz! R E G UL A L A Z Z A RE T T I
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Ein n Farbtupfer Farbtupf der anderen Art Der Mainstream und die Stromlinienform Stromlinienf waren nichtt ihr Ding. Obwohl sie als Spe Speed-Fahrerin mit der Aerodynamik mik wohlvertraut war. war Zoë Haas gehörte in den Achtzigerjahren zum besten Skiteam, das Swiss-Ski je besass. Und setzte auf unkonventionelle Art ihre Farbtupfer – bis heute. n einem Team mit Vreni Schneider, Erika Hess, Maria Walliser oder Michela Figini, die zusammen weit über 100 Weltcuperfolge und über ein Dutzend WM-Titel und Olympiasiege errangen, ist es nicht einfach, sich abzuheben. Gleichwohl setzte Zoë ihre Akzente, nicht bewusst das Spezielle suchend, es ergab sich einfach. In ihrer aufgestellten, kommunikativen Art war sie immer für etwas Aussergewöhnliches gut. «Nachtausgang» mit Folgen ... Bei Weltcuprennen in Kanada «verschwand» sie einfach. «Ich lernte Leute kennen», erklärte sie arglos ihr Abtauchen. «Die luden mich zum Nachtessen ein und sagten, sie seien Nachbarn.» Aber in einem weitläuﬁgen Land wie Kanada nennt man sich auch «Nachbar», wenn man eine Stunde entfernt wohnt. Als Zoë in tiefer Nacht im Schweizer Hotel immer noch überfällig war, schaltete die Teamleitung verängstigt die Polizei ein. Bis Zoë fröhlich-unbekümmert in die Unterkunft zurückkehrte. Die Konsequenz für die in Calgary geborene Doppelbürgerin: Sperre für zwei Weltcuprennen. Lara Gut lässt grüssen. ... bis zum Entschuldigungsbrief Oder in einem Trainingscamp in Griechenland verpasste sie nach einem turbulenten Ausgang den Zapfenstreich. Wieder gab es Sanktionen: Sie musste dem Verbands- und Regionalpräsidenten, dem Trainer und dem Direktor einen Entschuldigungsbrief schreiben. Sie erinnere sich noch genau «wie ich, um meine Karriere bangend, bei einem Rennen im Hasliberg schüchtern zu Adolf Ogi ging und stotterte: Herr Ogi, ich bin Zoë Haas, ich entschuldige mich ...». Die Sympathieträgerin Dabei war sie weder eine Schwerenöterin noch die wilde Rebellin, sondern einfach aufgeweckt, neugierig, zuweilen etwas verträumt 24
und liess sich gerne in ihren Gedanken treiben – schlicht eine Sympathieträgerin, wie man sie rundum gerne hatte. Und so verträumt erlebte sie auch ihre erste WM 1982 in Schladming – oder eben nicht. An ihrem Geburtstag erhielt sie ein Telegramm. Erfreut las sie die Zeilen, stolperte die Treppe runter – Bänderriss, aus. Die WM war vorbei, ehe sie begonnen hatte. Die Erfolgreiche Damit kein falscher Eindruck aufkommt: Auch die sportliche Bilanz von Zoë Haas darf sich sehen lassen. Ein knappes Dutzend Mal schaffte sie das Podest, 50 Mal die Top Ten, zweimal siegte sie. 1991 verpasste sie in Saalbach-Hinterglemm als Vierte eine WM-Medaille knapp und den Titel um lediglich 35 Hundertstel. Mit einem solchen Palmarès wäre sie zurzeit im Nationalteam hinter Lara Gut und Wendy Holdener die klare Nummer 3! Die Engelbergerin, die heute in Stans wohnt, erinnert sich an einen Riesenslalom 1987 im deutschen Bischofswiesen, als es um die WM-Qualiﬁkation ging: «Ich belegte den 4. Rang. Aber damit war ich nur die viertbeste Schweizerin.» In CransMontana fuhren in dieser Disziplin andere ... Tochter in der Fussstapfen der Mutter Auch jene zwei Siege im Weltcup waren – wie könnte es bei Zoë Haas anders sein – nicht «normal». In Puy St-Vincent gewann sie 1984 die Abfahrt mit der hohen Startnummer 37. Und in Lech 1988 den Super-G mit der 24. Als viele Österreicherinnen disqualiﬁziert wurden, weil diese ihre Startnummern wider das Reglement mit Stecknadeln befestigt hatten – notabene unter Mithilfe eines Schweizer Konditionstrainers ... Was Zoë Haas auch heute abhebt von den andern: Sie ist die einzige Schweizer Weltcupsiegerin, deren Tochter einem Swiss-Ski-Kader angehört. Leana Barmettler (21) ist eben ins B-Kader aufgestiegen und hofft in absehbarer
Zeit auf einen Weltcup-Einsatz. Im Slalom wie im Riesenslalom beﬁndet sie sich in den Top 100 der Welt. Skisport – nicht ganz günstig Selbstverständlich reicht Zoë ihr Know-how gerne weiter: «Aber ich versuche, mich zurückzuhalten und begleite Leana mehr im Hintergrund. Ins Skitechnische mische ich mich nicht ein. Ich unterstütze sie mehr im mentalen Bereich. Nicht, dass ich mit ihr Mentaltraining machen würde. Sie kann mich einfach anrufen, wenn sie das Bedürfnis hat zu reden.» Unaufdringlich, so wie es sein muss. Früher präparierte sie ihr noch die Ski. Und so kennt sie auch die ﬁnanziellen Probleme, mit denen viele Familien mit Skirennfahrer-Nachwuchs konfrontiert sind. Die Norm, dass ein Kind pro Jahr 15 000 Franken kostet, ﬁndet sie eher tief gegriffen: «Ich würde, wenn noch die Sportschule dazu kommt, vielmehr von 25 000 Franken sprechen.» Ihre zweite Tochter, Nadine, studiert im 5. Semester Jus. Nebenbei arbeitet sie an der Skischule Engelberg. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Die Sportlehrerin Zoë selber arbeitete nach ihrer Karriere, die sie 1992 in Crans-Montana mit einem Podestplatz abschloss, während elf Jahren an der Sportschule Engelberg als Sport- und Englisch-Lehrerin, wo sie zahlreiche Talente von Fränzi Aufdenblatten bis zu Dominique Gisin unter ihren Fittichen hatte. Dazwischen schrieb sie für den Tages-Anzeiger Kolumnen von einer Qualität, die manchen Proﬁ neidisch werden liessen. «Für mich war dieser Übergang ideal», sagt Zoë, räumt aber ein, dass die Zeit nach einem Rücktritt anspruchsvoll ist: «Du musst ein neues Kapitel aufschlagen und das Leben komplett neu organisieren.» Da lässt sich nicht alles eins zu eins vom Sport- ins Privatleben übertragen: «Im Sport konnte man, wenns et-
FOTO OBEN: KEYSTONE
was nicht lief, mit dem Willen noch einen Zacken zulegen. Im Privaten muss man oft ungrad grad sein lassen.» Mit 50 Primarlehrerin geworden Doch mit dem Willen schafft man auch im Privaten Beachtliches. Im Alter von 50 Jahren
(!) erwarb sie noch das Primarlehrer-Diplom. Ihr Dozent war zufälligerweise ein gewisser Werner Rhyner, ein Riesenslalom-Crack der Siebzigerjahre. Die Skiwelt ist klein. Heute unterrichtet Zöë Haas (55) mit einem 90-%-Pensum an der Berufsschule Stans und betreut eine Klasse, deren Schüler nach neun
obligatorischen Schuljahren aus unterschiedlichsten Gründen ein «Brückenjahr» anhängen. Darin beﬁnden sich auch fremdsprachige Zuzüger sowie Migranten aus dem Tibet, Afghanistan und Eritrea – ein Job, der hohe Sozialkompetenz verlangt. Irgenwie typisch für Zoë Haas. R I CHA RD H E G G L I N
Advertorial // Grächen
Grächen – ein Märchen
FOTO UNT EN: ZVG.
Die Feriendestination, in welcher Kinder sich wie Prinzen und Prinzessinnen fühlen und Erwachsene königlich verwöhnt werden. Das beste Familienskigebiet der Schweiz beﬁndet sich auf einer Höhe von 1600 bis 2870 m ü. M. und ist, dank der Beschneiungsanlagen auf allen Pisten, schneesicher. Den Gästen werden vier Kinderparks, ein Kino im Iglu, tägliche Animationen, eine Swisscom-Skimovie-Anlage sowie der erste Family-Funslope im Wallis geboten. Ergänzend zum in der Schweiz einmaligen Gourmettower – ein mobiles Restaurant auf einem Pistenfahrzeug – geniessen die Gäste ab Dezember die neue Erlebnis- und Familiengastronomie im topmodernen Familien-Bergrestaurant auf der Hannigalp mit über 800 Sitzplätzen, darunter ein LoungeBereich, ein Picknick-Raum und ein Matterhorn-Panorama-Saal. Das einzigartige SiSu-Wolken-
land sorgt für Abwechslung und lässt Kinderherzen höher schlagen. Auf 200 Quadratmetern spielt das Maskottchen SiSu (Sicher Sunna) mit den Wolken und der Sonne. Sonnenparcours, Wolkenkletterwand, Sonnenkino, Wolkenexperimente und Donnerkammer entführen die Kinder in den Himmel. Freies, schnelles W-LAN sowie eine kostenlose Handy-Ladestation sind ebenfalls vorhanden. In dieser ausgezeichneten Familiendestination ﬁndet am Wochenende vom 6. bis 8. April 2018 das grosse Saisonﬁnale des Grand Prix Migros statt. Als Organisator verschiedener Veranstaltungen kann Grächen auf langjährige Erfahrung in der Austragung von Grossanlässen, wie die Snowbike-Weltmeisterschaften, das Mountainbike Perskindol Swiss Epic oder die Ultra Tour Monte Rosa, zurückblicken. Ausserdem wurden bereits letztes Jahr in Grächen Qualiﬁkationsrennen des Grand Prix
Finale Grand Prix Migros vom 6. bis 8. April 2018
Migros erfolgreich durchgeführt. Nach der Eröffnungsfeier am Freitagabend, erfolgt der Startschuss der Finalrennen am Samstag und Sonntag um jeweils neun Uhr auf den Pisten «Furggen» und «Paradiesli». Vor einem atemberaubenden Bergpanorama mit Aussicht auf mehrere Viertausender inklusive Matterhorn treten die Schnellsten der Qualiﬁkationsrennen gegeneinander an. Währenddessen geniessen die
Besucher ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm im Zielgelände bei der Bergstation Hannigalp. Anschliessend erfolgt dort die Siegerehrung und Preisverteilung.
Kontakt Grächen und St. Niklaus Tourismus & Gewerbe Telefon 027 955 60 60 info@graechen.ch www.graechen.ch JANUAR 2018
Menschen // Lowa
CEO, BRANCHEN DOYEN U ND FREUN D : WERNE R RIE THMAN N
«Das lange dabei sein ist das eine, daran zu glauben das andere.» Vor noch nicht allzu langer Zeit sagte das ein gewisser Werner Riethmann anlässlich seines eigenen Firmenjubiläums. Ein Ostschweizer aus Kreuzlingen, der 1992 auszog nach Bayern, um dem schwächelnden Wanderschuhproduzenten Lowa wieder auf die Beine zu helfen. Er glaubte an das Gute. Lowa verkaufte letztes Jahr 2,5 Mio. Paar Schuhe. Vor 25 Jahren waren es gerade mal 350 000 Paar. 26
äbe es ihn nicht, müsste man ihn erﬁnden, sagt René Urfer, seit 35 Jahren bei Lowa Schweiz und heute CEO der Schweizer Niederlassung in Interlaken. Er meint damit Werner Riethmann, mit dem er beruﬂich seit einem Vierteljahrhundert gemeinsame Wege beschreitet und zwischenzeitlich auch auf privater Ebene eine starke Freundschaft gewachsen ist. 70 Jahre – und nur ein bisschen müde Nächstes Jahr wird Werner Riethmann 70 Jahre alt. Will der Ostschweizer, der mehr als ein Drittel seines bisherigen Lebens im bayerischen Jetzendorf verbracht hat, die Erfolgs-
Der Glauben an das Gute geschichte «Lowa» einfach weiterführen? Wir sitzen in der Raststätte Kempthal. Werner Riethmann ist auf der Rückfahrt von einem Meeting in der Schweiz nach Jetzendorf. Er macht noch einen kurzen Abstecher in Kreuzlingen bei seiner Frau Maria-Theresia, mit der er seit über 40 Jahren gemeinsam durch ein ereignisreiches Leben geht. «Ich bin Wochenaufenthalter», sagt Riethmann und setzt sein unverkennbares Schmunzeln auf. Nein. Es war nie Thema, dass seine Frau und die beiden Töchter ebenfalls nach Jetzendorf ziehen. «Weil das Schulsystem in Deutschland ein völlig anderes war und es heute noch ist, haben wir uns unserer Kinder wegen gegen dieses
Vorhaben entschieden.» Schliesslich habe er damals nicht gewusst, was ihn erwartet. Indes gab es eine klare Abmachung mit seiner Frau: «Ich nehme keine Akten mit nach Hause.» Das hält er heute noch so. «Zumindest meistens», schmunzelt er. Dafür verlängert er sein Wochenende öfters um einen Tag. «Das ist legitim mit bald 70», meint er. Nicht mehr auf «250» Aber das ist ja nicht Thema. Gibt es irgendeinmal einen Rücktritt? Werner Riethmann nickt: «Sicher. Ende nächsten Jahres möchte ich kürzer treten.» Wenn man es genau nehmen will, zwei Tage nach seinem 70. Geburtstag (29.
Dezember). Es ist aber nicht so, dass Werner Riethmann dann vom einen auf den anderen Tag «Tschüss» sagt und er war nicht mehr gesehen. Er ist Teilhaber des erfolgreichen Unternehmens, das heute im Mehrheitsbesitz der Tecnica Group ist. Was heisst «heute». Die Übernahme vor 24 Jahren durch die italienische Firmengruppe (u.a. Nordica, Rollerblade, Blizzard) war für Werner Riethmann ein Muss und entscheidend, ob das 1923 von Lorenz Wagner gegründete Unternehmen auf Dauer noch lebensfähig ist. «Als Teilhaber», sagt er ganz trocken, «verschwinde ich natürlich nicht von der Bildﬂäche.» Schliesslich will er wissen, wie es «seiner» Lowa ohne Steuermann RiethJANUAR 2018
mann geht. Im Frühling werde die neue Mannschaft ernannt. Er selber würde gerne weiterhin als Präsident des Verwaltungsrats der Lowa Schweiz agieren. Lowa International übernahm vor neun Jahren den Schweizer Importeur, da der damalige Besitzer eher auf wackligen Füssen stand. Seinem langjährigen Weggefährten René Urfer ist er das schuldig. Er feiert sein 35-Jahr-Jubiläum, Lowa Schweiz wird 2018 40 Jahre alt. Zuständig würde er auch gerne für das «Geschäft» in der USA sein, sagt Werner Riethmann, kommt der Nachfrage zuvor. «Es ist natürlich nicht die Meinung, dass ich auf einer anderen Ebene einfach weitermache wie bisher.» Er habe viel gearbeitet, sehr viel sogar. Aber auf «250» sein will er nicht mehr. Natürlich nicht.
aus? Er schaut zum Fragenden und lächelt: «Wäre es damals nicht so gekommen, stände ich heute nicht da wo ich bin.» Er fährt mit der Handﬂäche über den Tisch, als wollte er die Gedanken wegwischen, sinniert einen Moment lang und sagt. «Es tut mir noch heute leid um all die vielen und guten Mitarbeiter. Aber wenn das Ego überwiegt, über allem gestellt wird, so kommt es wie es damals eben gekommen ist.» Am meisten weh getan hat ihm der Tag, an dem das Inventar versteigert wurde. «Ich habe jede Maschine gekannt und wusste, wann diese erworben wurde.» Es war nicht das ganze Inventar des einst so erfolgreichen Familienunternehmens. Noch vorher hätten Mitarbeitende alles abgeräumt, was nicht zu schwer oder niet- und nagelfest war.
Schuhe sind sein ganzes Berufsleben Mit Schuhen hat Werner Riethmann beruﬂich seit 52 Jahren zu tun. Oder anders gesagt: Schuhe haben sein ganzes Berufsleben beeinﬂusst und gesteuert. 27 Jahre arbeitete er beim bekannten Schweizer Produzenten Raichle und wurde durch die damalige Cheﬁn Beatrice Werhahn unsanft aus dem Unternehmen bugsiert. Was löst der Name Raichle heute bei ihm
Ein Japaner, der wenig Deutsch, aber Bayrisch sprach Als er dann 1992 die Geschäftsleitung von Stefan Lederer übernahm, wenig erfolgreicher Sohn von Vorgänger Sepp Lederer, schien er anfänglich von einem Wespennest ins andere zu tappen. «Es war chaotisch.» Es habe nur deutschsprechende Kunden gegeben – aus Österreich, der Schweiz und Holland. «Und ein Japaner», ergänzt Werner Riethmann und zieht fast spitzbübisch die Augenbrauen hoch: «... und der konnte Bayrisch». Was Werner Riethmann an nicht enden wollenden Arbeitstagen rasch erkannte, war die Tatsache, dass das Unternehmen ohne Übernahme kaum überleben dürfte. Da war schon zu viel im Argen. «Wir fanden noch Restbestände von Rohmaterial für ca. 2000 Paar Skischuhe und Unmengen an Leder für die Trekkingschuhproduktion.» Und er beschönigt nichts. «Es ist alles gut gegangen. Es hätte aber anders kommen können.» «Aber», ergänzt er sofort, «wir haben schon damals schöne Schuhe produziert, und tun es heute noch.» Der Junior habe damals nicht alles schlecht gemacht, aber er habe auch einen Übervater gehabt, mit den üblichen Generationskonﬂikten.
EIN STÜCK GESCHICHTE 1992 Werner Riethmann übernimmt die Geschäftsleitung von Lowa International. 1993 Die italienische Firmengruppe Tecnica übernimmt Lowa. Skischuhe werden im Mutterhaus in Italien gefertigt. Jetzendorf bleibt der Produktionsstandort in Deutschland und Sitz des Managements, der Entwicklung und Forschung. 1995 Einführung der «Leichtschuhe», dem Vorreiter der heutigen Multifunktionslinie ATC. 1998 Lowa lanciert Renegade auf dem Markt. Er gilt als einer der meistverkauften Outdoorschuhe weltweit. 2000 Lowa produziert und verkauft erstmals über eine Million Paar Schuhe. 2010 Lowa steigert die Produktion erstmals auf über zwei Millionen Paar Schuhe. 2017 Werner Riethmann feiert sein 25-Jahr-Jubiläum. Die Produktion ist mittlerweile auf 2,5 Mio. Paar Schuhe gestiegen.
Spitzenergebnis nach zehn Monaten Vor wenigen Jahren dachte die Tecnica Group laut darüber nach, «sein» Kind zu verkaufen. Riethmann war schon Teilhaber und hatte das Vorkaufsrecht. Hätte er es im Ernstfall wahrgenommen? «Ja», sagt er. Damals hätte er die
DER ENDKONSUMENT ENTSCHEIDET, OB WIR ES GUT GEMACHT HABEN, ODER NUR MEINEN WIR HÄTTEN ES GUTGEMACHT.
Firma gekauft. «Heute würde ich nicht mehr wollen. Lowa wäre zu teuer.» Kein Wunder bei dieser never ending Story. Spätestens als Lowa das Produkt Renegade auf dem Markt lancierte, schwappte die Erfolgswelle nur noch über. «Diese Lancierung hat uns vom Rest der Mitbewerber abgehoben», sagt Riethmann heute. Das erste Erfolgserlebnis hatte Werner Riethmann aber viel früher. 10,5 Monate nach seinem Einstieg habe er die erste Bilanz so erfolgreich abgeschlossen wie nie zuvor beim Jetzendorfer Unternehmen. Fehlentscheid kann fatale Folgen haben Werner Riethmann arbeitet aber auch in einer Branche, wo sich ein Entscheid des Chefs fatal auswirken kann. «Ich entscheide letztlich, wo der Weg hinführen und welche Absatzkanäle man einsetzen soll. Ein Fehlentscheid kann sich in fünf Jahren fatal auswirken.» Einen solchen gab es bisher nicht, weil Werner Riethmann rein physisch ein ausgeprägtes Riechorgan hat, aber eine ganz besonders gute Nase fürs Geschäft. Nicht nur was den Schuhmarkt anbetrifft. Mit bald 69 Jahren muss ihn deshalb interessieren, wie 20-Jährige denken und funktionieren. «Der Endkonsument entscheidet, ob wir es gut gemacht haben oder nur meinen, wir hätten es gutgemacht.» Was macht denn Lowa besser als alle anderen? Werner Riethmann setzt sein Pokerface auf und sagt: «Wir haben vieles vielleicht nicht immer nur gut gemacht, aber meistens besser als die Mitbewerber.» Vielleicht, weil viele den Hang hätten einfach zu kopieren. Aber zurück zu den Jungen, den Konsumenten von heute und morgen. Die schön strukturierte Art von Denken gibt es nicht mehr. Es wird noch wichtiger, vorauszuschauen.» Was ihn besonders gemacht habe, sei seine Denkart, sagt Lowa-Chef Schweiz
SO EHRT DEUTSCHLAND EINEN SCHWEIZER 2011 wurde Werner Riethmann mit dem bayrischen Verdienstorden geehrt. Die deutsche Zeitung «Merkur» schrieb damals: «Mit Riethmann erhält ein Schweizer, der 2007 bereits mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden ist, Bayerns höchste Auszeichnung.»
René Urfer. «Seine Devise ist: Gut ist nicht genug.» Er habe sich einmal zum Ziel genommen, sagt Werner Riethmann, die jährliche Produktionszahl auf drei Millionen zu steigern. «Jetzt haben wir zweieinhalb Millionen Paare, also machen wir auch noch drei Millionen. Da bin ich mir sicher.» Als CEO von Lowa International wahrscheinlich nicht mehr. Aber als aktiver Teilhaber will er das noch erleben. Der Doyen der Branche Er ist ein Doyen der Branche. Nicht nur der Schuhbranche, der Sportbranche gemeinhin. Vor Jahren schon sagte er in einem Interview mit Snowactive, die Skiindustrie produziere zu viele verschiedene Modelle, weil die Branche auf der Meinung ﬁxiert sei, der Markt diktiere dieses Bedürfnis. «Falsch. Das mag für den USMarkt stimmen, aber der tickt nicht wie der europäische Markt». Er weiss aber – aus Erfahrung aus dem eigenen Konzern mit den Skimarken Nordica und Blizzard –, dass die Skiindustrie anders tickt. «Fällt im November
der erste Schnee und bleibt länger liegen, so sind die Probleme wie weggeblasen. Bleibt der grosse Schnee aus, breite sich Anfang Jahr die Depression aus.» Tatsache ist, dass die Verkaufszahlen von Ski in den letzten 20 Jahren massiv gesunken sind. Ein Grund sieht er in der Zunahme im Mietmarkt, der weiter wächst und die meisten Anbieter würden ihn nach wie vor unterschätzen, ﬁndet er. Um den Winter- und Sommersport ist ihm aber nicht bange. Darum gibt er dem Sportfachhandel, wenn er sein Sortiment gezielt und tief halte, gute Zukunftschancen. «Sport ist wieder mehr in.» Längst ist es seine Profession Man könnte stundenlang mit Werner Riethmann diskutieren. Er liebt seine Profession und lebt sie. Sie ist längst Berufung. Und wenn man ihm die bekannte Frage stellt: «Würden Sie noch einmal alles gleich machen, antwortet er ohne Zucken und ganz klar. «Ja. Ich würde es wieder tun. Auch wenn nicht: immer alles op-
timal war.» Wenn er denn in ziemlich genau einem Jahr ins zweite Glied zurückgeht, so wird man diesen Mann in der Branche vermissen. Nicht nur sein Wissen, sondern ebenso seinen Schalk, seinen manchmal britischen Humor. Vor allem aber seine herzliche Art, die keinem verborgen bleibt, der ihn ein bisschen besser und näher kennt. J O S E PH W E I B E L
RENÉ URFER (CHEF LOWA SCHWEIZ) ZU ... ... seinen Charakterzügen: Sozial, engagiert, viel Herzblut. Er kümmert sich um dich, wenn du Probleme hast, sonst lässt er die Zügel locker. ... zu einer Zukunft ohne ihn: Es geht immer weiter. Ich weiss aber, dass er im Hintergrund noch immer dabei ist und uns auf die Finger schaut. ... zur damaligen Zeit (1992): Wir haben auch gezittert. Es gab schon diverse Übernahmeanläufe. Erstmals habe ich Werner an einer Messe wahrgenommen. 1982/83, als er inkognito bei allen Mitbewerbern Schuhe testete und sich jedes Detail erklären liess. Wir wussten 1992, dass er viel weiss und kann. Sein Ruf ging ihm voraus.
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Aktiv // Olympia
Herkule Aufgab Der Schweizer Delegation bestmögliche Voraussetzungen in PyeongChang schaffen: Dieses Ziel verfolgt Susanne Böhlen von Swiss Olympic. Zum sechsten Mal übt sie an Olympischen Spielen die Funktion der Logistikverantwortlichen aus. Personen, Material und Papiere stehen im Zentrum ihrer vielfältigen und anspruchsvollen Arbeit.
enn Athletinnen und Athleten an Olympischen Spielen brillieren, gebührt ihnen Hochachtung und sie erhalten viel Anerkennung. Damit sie am bedeutendsten Tag des Vierjahres-Zyklus ihre Bestleistung erbringen können, müssen nicht nur die physische und psychische Verfassung stimmen, sondern auch viele weitere Faktoren zusammenpassen. Einen Teil des komplexen Puzzles bildet die Logistik, welche unter anderem den Material32
transport, die Anreise, Unterkunft und Verpﬂegung beinhaltet. Um all dies und vieles mehr kümmert sich innerhalb der Schweizer Olympia-Delegation Susanne Böhlen. Vier Mal vor Ort Während bei den Sportlerinnen und Sportlern erst bei geschaffter Qualiﬁkation und dann vor allem am Olympia-Ort so richtig OlympiaStimmung aufkommt, so beﬁndet sich die Lo-
gistik-Cheﬁn von Swiss Olympic dauernd in diesem Zustand. Die Sommerspiele eingeschlossen, ﬁnden Olympische Spiele bekanntlich alle zwei Jahre statt, entsprechend arbeitet Susanne Böhlen parallel an Winter- und Sommerspielen. Die Vorbereitungen auf PyeongChang beispielsweise begannen für sie bereits an den Winterspielen 2014 in Sotschi, also zwei Jahre vor den Sommerspielen in Rio de Janeiro. «An den Spielen ist stets eine Delegation des
umfasst die Delegation von Swiss Olympic. Darunter 180 bis 190 Athleten und rund 200 Betreuer.
es e 19 992 7134 kg Luftfracht
4 × 2er-Bobs, 2 × 4er-Bobs plus eine Ski-Schleifmaschine.
km bis PyeongChang
auf 29 Paletten in einem Container, 36 Tage auf See.
146 verschiedene Medikamente 2 Spinning-Velos I 60 Slalomstangen 1107 Packungen Skiwachs I 25 kg getrocknete Aprikosen I 1020 l Rivella 253 l Fruchtsäfte I 3 Brotbackmaschinen und Backmischungen I 205,45 kg Müesli 11 000 Nespresso-Kaffeekapseln I 34 kg Energienahrung I 80 kg Protein Smoothies 1 Regentonne als Eisbad für Eishockey-Team I 57 Samsung-Handys für interne Kommunikation nächsten Ausrichters vor Ort, was das Knüpfen von ersten Kontakten ermöglicht», sagt die Bernerin. «Zudem mache ich mir über die Logistik jeweils Gedanken zu Optimierungsmöglichkeiten und allfälligen Parallelen zwischen dem aktuellen und dem künftigen Veranstalter.» Nach Südkorea reiste Susanne Böhlen erstmals im Herbst 2015: «Primär ging es darum, einen Einblick ins Konzept zu erhalten und sich einen Überblick über Land und Kultur zu verschaffen.» Bei ihren nächsten Besuchen im Olympia-Land ging es dann um die Umsetzung. Einen bedeutenden Aufschluss, speziell hinsichtlich der klimatischen Bedingungen, gaben die Aufenthalte im Februar 2016 und 2017: In verschiedenen Sportarten fanden WeltcupRennen statt, was einen aussagekräftigen Probelauf ermöglichte. Letztmals ﬂog Susanne Böhlen im vergangenen Oktober nach Asien. «In diesen knapp acht Monaten entwickelte sich vieles. Wir konnten zum Beispiel unsere Unterkünfte anschauen. Des Weiteren brachten wir unsere Bedürfnisse vor, und ich gleiste vieles bezüglich Timing auf.» Sieben Tonnen fünf Wochen auf See Eine Olympia-Teilnahme erfordert also eine lange Vorbereitung. Und eine ausgeklügelte Logistik. Als Mammutaufgabe erweist sich der Transport der Sportgeräte, bei der Swiss-Ski Delegation speziell die verschiedenen Ski und Snowboards. «Die letzten Selektionen erfolgen erst nach dem letzten Rennen vom 28. Januar», sagt Susanne Böhlen und verweist darauf, dass einen Tag später in PyeongChang bereits die ﬁnale Registrierung erfolgt. Flexibilität ist gefragt. Nicht nur beim Gepäcktransport, sondern auch bei den Flügen und der Unterkunft. Ein erster Teil des Materials beﬁndet sich seit Ende November auf der Reise und kommt Anfang Januar nach knapp 20 000 Kilometern und fünf Wochen auf See an der Küste des Japanischen Meeres in Busan an. Die Ladung des in Rotterdam verschifften Containers mit nahezu 30 Paletten beträgt rund sieben Tonnen und beinhaltet eine Vielzahl, für die Luftfracht heik34
le Güter. So zum Beispiel Skiwachs, Spraydosen und Medikamente. «Den Inhalt jeder Kiste mussten wir fein säuberlich deklarieren und die medizinischen Geräte sowie Medikamente bei den Behörden zusätzlich anmelden», sagt Susanne Böhlen. Vorab angemeldet werden müssen zum Beispiel auch der Gebrauch von Funkgeräten und der Aufbau eines eigenen Wiﬁ-Netzes im Büro von Swiss Olympic und in den Appartements im olympischen Dorf. Generell würden für Olympische Spiele aber Sondergenehmigungen gelten, so Susanne Böhlen. «Für eingeführte Waren, welche wir wieder aus dem Land nehmen, brauchen wir keine Zollgebühren zu bezahlen.» So zum Beispiel für die 60 Slalomstangen zu Trainingszwecken oder die Handys für die interne Kommunikation des Staffs. Ausserordentliche Dokumente für die Ein- und Ausreise benötigt auch die Schweizer Delegation mehrheitlich nicht. «Die vorab zugestellte Akkreditierung gilt quasi als Visum», erklärt die Logistik-Cheﬁn. Angegeben werden müssen jedoch die im medizinischen Bereich tätigen Personen. «Wir müssen nachweisen, dass diese berechtigt sind, Menschen zu behandeln.» Die Sportlerinnen und Sportler ihrerseits sind verpﬂichtet, je eine Vereinbarung – mit unter anderen verschiedenen Verhaltensgrundsätzen – seitens Swiss Olympic und des Internationalen olympischen Komitees zu unterschreiben. Mit Flugzeug und Bus Die An- und Abreise erfolgt gestaffelt und individuell, wegen der Zeitverschiebung in jedem Falle aber frühzeitig. Im Zeitraum von Ende Januar, wenn auch die letzte Flugfracht aufgegeben wird, bis zur Eröffnungsfeier am 9. Februar beﬁnden sich fast täglich Angehörige der Schweizer Olympia-Vertretung in einem Flugzeug der Korean Air. «Der Grossteil ﬂiegt von Zürich aus direkt nach Seoul, einzelne aus Amerika oder Japan – gerade wo sie unterwegs sind», so Susanne Böhlen. «Die einen bleiben noch eine oder zwei Nächte in der südkoreanischen Hauptstadt, ehe sie weiter an den Olym-
pia-Ort dislozieren; andere wie zum Beispiel die Langläufer trainieren vor dem Wettkampfeinsatz schon eine Woche in der OlympiaLoipe.» Mit Korean Air wurde vereinbart, dass die Sportlerinnen und Sportler je sechsmal 23 Kilogramm Gepäck mitführen dürfen. Manche schöpfen dieses Gewicht aus, manche nicht. «Es gilt dafür zu sorgen, die Gepäckstücke möglichst ausgeglichen auf die Flüge zu verteilen und bei Bedarf einzelnen Personen ein ‹fremdes› Gepäck mitzugeben.» Bei der Ankunft auf dem internationalen Flughafen in Seoul werden Material und Gepäck in Lastwagen verladen und an den jeweiligen Ort transportiert. Die Angehörigen der ofﬁziellen Olympia-Delegation werden mit Bussen transportiert, das übrige Olympia-Volk steigt auf den Zug um. Aus Planungsgründen gibt Susanne Böhlen dem Organisationskomitee Mitte Dezember eine erste An- und Abreiseplanung ab. Deren Inhalte: Wer kommt wann von wo, wo geht er/ sie hin, was bringt er/sie mit. Bis jetzt sei die Zusammenarbeit sehr gut verlaufen und es habe kaum Verständigungsschwierigkeiten gegeben, so die 45-Jährige. «Wenn man sich ausserhalb von Olympia bewegt, kann es aber durchaus vorkommen, dass die Einheimischen kein Englisch sprechen und man deswegen auf sich allein gestellt ist.» Darauf, wie auch auf den kulturellen Unterschied müssten sich die Sportlerinnen und Sportler einstellen. Susanne Böhlen selber mag ab und zu Unvorhergesehenes. «Es fordert mich zusätzlich und verlangt Offen- sowie Gelassenheit.» Nach mehr als zehnjähriger Tätigkeit als Logistikverantwortliche bei Swiss Olympic – sie kümmerte sich bereits um die Olympischen Spiele in Peking, Vancouver, London, Sotschi und Rio de Janeiro – braucht es einiges, um sie aus dem Konzept zu bringen. «Die Emotionen seitens der Sportlerinnen und Sportler, seien es Glücksgefühle nach einem Erfolg oder Tränen nach einer Enttäuschung, machen den Einsatz aber auch nach dieser langen Zeit immer noch sehr einmalig und speziell.» A N I TA F U C H S
Sind Sie noch in Form? Olympia ist ... wenn der Morgen zur Nacht wird
Schweiz-Südkorea: Dazwischen liegt eine halbe Weltreise, eine Reise durch acht Zeitzonen. Der Mensch braucht für die Jetlag Adaptation in den Osten pro Zeitzone zwei Tage. Es dauert also 8 × 2 = 16 Tage, bis ein Athlet, welcher am Tag der Eröffnungsfeier landet, seine innere Uhr auf Südkorea umgestellt hat und bereit ist, seine Höchstleistungen abzurufen. Die Spiele dauern insgesamt 17 Tage. Das hiesse: Eröffnungsfeier – Zeitumstellung – Schlusszeremonie – Heimﬂug. Die alpinen Männer haben bis zum ersten Abfahrtstraining fünf Tage Zeit für die Umstellung, die alpinen Frauen stehen nach sechs Tagen am Start zum olympischen Riesenslalom. Also 16 minus 6 = 10. Woher holen die Athleten die fehlenden Tage und Stunden? Ausschlaggebend ist, dass die Umstellung bereits im Vorfeld in der Schweiz beginnt. Ein bis zwei Zeitzonen, also zwei bis vier Tage gewinnt, wer regelmässig ein bis zwei Stunden früher als gewohnt ins Bett geht – dafür aber auch früher aufsteht. So startet man seine Reise bereits im adaptierten Rhythmus. Im Flieger muss weiter viel Schlaf getankt werden. Das
wird sehr individuell gehandhabt. Esse ich noch etwas im Flieger oder sollte ich sofort schlafen? Reicht ein Glas Rotwein, um einzuschlafen? Benötige ich dazu das Schlafhormon Melatonin? Nehme ich es einzeln oder zusätzlich mit einer Schlaftablette? Dormicum oder Temesta? Nach der Ankunft in Seoul folgt die erste Stressgefahr: fünf Stunden Autofahrt bis ins Resort und stundenlanges Anstehen für die Akkreditierung. Hier hat Swiss-Ski vorgesorgt: In Flughafennähe steht ein Hotel für die Athleten bereit. Dort können sie sich vor der Weiterreise ins Skigebiet ausruhen und weiter an ihrer inneren Uhr kurbeln. Ganz anders die Biathleten. Wettkampfzeit ist abends um 20.15 Uhr. Wenn sie dann um 1 Uhr ins Bett gehen, wäre es in der Schweiz abends um 17 Uhr. Sie müssen daher kaum umstellen, dafür wird der Morgen zur Nacht – ausschlafen bis 10 Uhr. Mit Tüchern vor den Fenstern, damit das Tageslicht sie nicht weckt. Unsere Athleten werden gut vorbereitet, wach und explosiv am Start ihres Olympia-Rennens stehen. Auch wenn es in der Schweiz 2 Uhr morgens ist, wenn sie über den Bildschirm ﬂimmern.
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Aktiv // Weltcup Adelboden
Peter Willen Mr. Adelboden II
Ofﬁziell trägt er den sperrigen Titel «Präsident OK und Weltcup Adelboden AG». In der Realität ist Peter Willen einfach der Chef der Weltcup-Skirennen im WildstrubelDorf. Oder volkstümlicher: Mr. Adelboden II, als Nachfolger des legendären Fred Rubi. Die abenteuerliche Geschichte einer Wachtablösung.
er im Archiv liegende Brief mit geharnischtem Inhalt, den Fred Rubi am 11. Januar 1994 an die Redaktionen faxte, ist schon fast vergilbt. «Es verstösst gegen Treu und Glauben», donnerte er, «uns wenige Tage vor dem Veranstaltungstermin ein Rennen wegzunehmen, obwohl sich die Piste in rennbereitem Zustand beﬁndet.» «Irgendein junger Deutscher» Peter Willen, während 13 Jahren als Büro- und Marketing-Chef quasi Adjunkt von Kurdirektor und Rennorganisator Rubi, erklärt die Hintergründe: «Rubi wollte unbedingt auf der Chuenisbärgli-Ausweichstrecke Tschentenalp das Rennen durchführen. Bis irgendein junger Deutscher – so Rubis Wahrnehmung – bestimmte: Njet – auf der Tschentenalp werden aus Gründen mangelnder Infrastruktur und schwieriger Zufahrt keine Weltcuprennen mehr gefahren.» Der junge Deutsche hiess übrigens Günter Hujara, neu installierter Renndirektor der FIS. Kein Zürcher den Berg hinauf Dessen Vorbehalte waren Rubi bekannt. Aber er glaubte, am längeren Hebelarm zu sitzen, da er eine TV-Übertragung garantieren konnte und beste Verbindungen zu höchsten FIS-Gremien besass. Als das Fernsehen im Sommer eine Inspektion machte, diktierte er den TV-
Verantwortlichen: «Kommt mit dem Übertragungswagen. Aber in Adelboden wechseln wir den Chauffeur aus. Dann übernimmt einer von uns das Steuer. Ein Zürcher kommt da nicht den Berg rauf.»
legung nach Crans-Montana nicht verhindern. «Für Rubi war das die schwerste Niederlage seines Lebens», sagt Willen. Und für Willen selber eine Zäsur und der Anfang eines Stücks Sportgeschichte.
Er lernte viel von Fred Rubi So tickte Fred Rubi, studierter Nationalökonom, ein Philantrop mit grossem Herz. Es kam vor, dass er einem armen Kerl im Dorf spontan eine Fünfziger-Note zusteckte und sagte: Nimms, du kannst es gebrauchen. 20 Jahre sass er im Nationalrat, als Sozialdemokrat mit durchaus autokratischen Zügen. «Er organisierte die Rennen als One-Man-Show», blendet Peter Willen zurück: «Ich war die ganze Zeit, die ich bei ihm arbeitete, nie involviert. Aber ich lernte viel von ihm, menschlich und beruﬂich. Wir mochten und schätzten uns.»
Die Nachfolge «Du kommst mit mir nach Crans-Montana», eröffnete Rubi seinem Ex-Mitarbeiter in gewohnt freundlich-bestimmten Befehlston. «Ich ging mit», erzählt Willen. «Als erstes besuchten wir dort die Mannschaftsführersitzung.» Rubi setzte sich sich in die erste Reihe, ergriff das Wort und putzte allen die Kutteln. «Ich selber», so Willen, «hatte mich in die hinterste Ecke des Saales verdrückt.» Nach der Sitzung kam die nächste Befehlsausgabe: «Du schläfst dann bei mir im Doppelzimmer. Rubi hatte in seinem Frust sicher gegen zwei Flaschen Weisswein getrunken. Als wir die Lichter gelöscht hatten und ich am Einschlafen war, tönte es vom Nachbarbett: Du wirst dann mein Nachfolger.» Sinngemäss entwickelte sich in etwa folgender Dialog: Willen: «Das kann ich dir jetzt spontan nicht zusagen.» Rubi: «Dann überleg bis am Morgen.» Willen: «Ich habe ein Hotel, eine junge Familie. Ich möchte zuerst noch mit meiner Frau reden.» Rubi, noch einen Zacken zulegend: «Du musst!
Der Anfang 1989 ging Willen vom Verkehrsverein weg und kaufte zusammen mit seiner Frau das Hotel Bären: «So wurde Rubi vom Chef zum Kollegen. Aber er hat mich immer noch ein bisschen herumkommandiert. Jetzt gehst du dorthin, machst das. Bis ich ihm zu erklären versuchte: Fred, ich arbeite jetzt in meinem Hotel ...» Trotz Interventionen bei FIS-Präsident Marc Hodler und Direktor Gian-Franco Kasper konnte er die Absage des Rennens und die Ver-
OK-Präsident Peter Willen lauscht der bundesrätlichen Stimme von Johann Schneider Ammann.
Und Roland Lymann muss auch.» (Das war der neue Kurdirektor von Adelboden.) Rubi weiter: «Und Erwin Josi muss auch.» (Der ehemalige Top-Abfahrer war damals bereits Rennleiter.) Immer noch Rubi: «Und Hans Pieren hat auch Zeit. Der soll ebenfalls helfen.» (Der Riesenslalomspezialist hatte ein Jahr zuvor seine Karriere beendet.)
Das neue OK Das neue OK war geboren, im Dunkeln eines Hotelzimmers kurz vor dem Einschlafen. «So», erzählt Willen weiter, «sind wir vier mal zusammengesesssen und haben uns als erstes bei Hujara erkundigt, ob wir mit Adelboden überhaupt noch eine Chance haben. Seine Antwort: Selbstverständlich, aber die Vorgaben sind klar.» Willen: «Also packten wir die Sache an und sagten uns: Es muss ein Skifest werden. Bei Rubi gab es einfach das Skirennen, eine paar Toko-Fähnchen, eine gute Piste, ein funktionierende Zeitmessung und schnellstmöglich eine Rangliste. Mehr wollte er nicht, nicht einmal einen Würstchenstand.» So werden Rennen ﬁnanziert ... Willen erinnert sich an eine Episode: «Irgendwann in den Achtzigerjahren klagte Rubi: Das ist ja wahnsinnig, jetzt kostet mich das Rennen
schon über 100 000 Franken. Das kann ich nicht mehr ﬁnanzieren.» Er telefonierte einem Kollegen, Direktor beim Bankverein, und sagte in seiner freundschaftlich-ultimativen Art: «Du musst mir helfen, ich brauche Geld – du hast genug. Der Schriftzug auf der Startnummer kostet für die nächsten drei Jahre drei Mal 30 000 Franken.» Der Kollege offerierte ihm grosszügig fünf Mal 40 000 Franken. «Ich sehe», so Willen, «Rubi heute noch. Er hängte das Telefon auf, zündete sich eine Zigarre und sagte: Die Rennen sind ﬁnanziert.» Bei der Absage jenes Tschentenalp-Rennens betrug das Budget 350 000 Franken. Das neue OK begann 1995 mit einer halben Million. Inzwischen ist es auf fünf Millionen, das Zehnfache, gestiegen. Willen: «Wir haben sofort gemerkt: Mit einem Dienstagtermin haben wir keine Überlebenschance.» «Adelboden» vor dem Abgrund Also nahm das neue OK-Quartett die Arbeit in Angriff und bereitete gemäss Hujaras Vorgaben das Rennen 1995 vor. Aber um die Welt ging letztlich nur ein Bild: Wie Hujara demonstrativ die Skienden bis zur Bindung in den Schnee hackte. Die Piste war zu weich. Wieder Absage. Das wars wohl mit Adelboden, dachten die vier. Bis Willen ein paar Wochen später von Hujara aus der Sierra Nevada, wo wegen Schneemangels gerade die WM abgesagt wor-
den war, einen Anruf bekam: Seit ihr als Ersatzort am 4. Februar bereit, einem Samstag? Willen und Co. waren. Trotz Regen ging das Rennen einwandfrei über die Bühne – mit Alberto Tomba als prominenten Sieger. Die neue «Ära»: der Adelbodner Skitag Die neue Ära war angebrochen. Startnummern-Auslosung mit Unterhaltung im Dorf, ein Festzelt mit Musik, ein VIP-Zelt, mit Schneeboden und mit Festhütten-Tischen – vieles noch rudimentär. «Aber es hat funktioniert», konstatierte Willen, inzwischen auch Gemeindepräsident (für acht Jahre, nach acht Jahren Vize). Später ergänzten Cheerleaders des SC Bern das Programm, das Weltcup-Dörfchen wuchs, ein Slalom kam dazu und der Weekend-Termin wurde in Stein gemeisselt. Der Adelbodner Skitag entwickelte sich zu einem Mega-Event mit über 40 000 begeisterten Zuschauern. Sogar Wengen kopierte viele Elemente der innovativen Nachbarn. DER Riesenklassiker schlechthin Adelboden ist d e r Riesen-Klassiker schlechthin. Das erfüllt Willen und sein OK, dessen Besetzung einige Mutationen erfuhr, mit Stolz. Auch wenn die Wertschätzung manchmal zu wünschen übrig lässt. Nach vielen Jahren der Fronarbeit und einer symbolischen Abgeltung besteht inzwischen ein System, das den Aufwand, der für die einzelnen OK-Mitglieder zwischen 300 und 1000 Stunden beträgt, halbwegs adäquat entschädigt. Strukturelle Anpassungen sind aber unumgänglich, «sonst», so Willen, der sein Hotel Bären heuer verkauft hat, «kommt die Zeit, wo die Organisation nicht mehr selbsttragend ist.» Entsprechend formuliert Willen (62) seine Vision: «Meinem Nachfolger dereinst eine gute funktionierende Organisation zu übergeben. Und dass der Event weiter an Akzeptanz gewinnt und Bestand haben wird.» R I CHA RD H E G G L I N
Graubünden wird zu Recht als «Langlauf-Perle der Schweiz» bezeichnet. 1700 Kilometer Loipen stehen Geniessern und Wettkämpfern bereit. Graubünden und Snowactive haben Startende an fünf «Klassikern» gesucht – und gefunden. Aus gegen 1300 Einsendungen wurden die fünf Glücklichen ausgelost. Wir stellen sie in dieser Ausgabe vor.
s sind fünf «Klassiker»: Der PlanoirasVolkslanglauf, der Surselva-Marathon, der Passlung, die Sertig Classic und natürlich der Engadin Skimarathon. Für die Teilnahme an einem dieser Volkslangläufe haben wir in den letzten zwei Ausgaben einen Aufruf gemacht und sind fündig geworden. Knapp 1300 Snowactive-Leserinnen und -Leser haben sich an unserer Ausschreibung beteiligt. Fünf Glückliche, davon nur ein Gewinner mit Langlauferfahrung, starten ab Januar 2018 zu einem besonderen Langlaufabenteuer. In den folgenden drei Ausgaben werden die Teilnehmer über ihre meist ersten Erfahrungen an einem Volkslanglauf berichten. JOSEPH WEIBEL
DIE 5 «KLASSIKER» IM SCHNELLLAUF Planoiras Volkslanglauf 14. Januar 2018; Start und Ziel: Biathlon-Arena; Strecken: 21 und 10 km. www.lenzerheide.com/planoiras Surselva Marathon 28. Januar 2018; Start und Ziel: Sedrun; Strecken: 25 und 12,5 km. www.surselva-marathon.ch Passlung 11. Februar 2018; Start und Ziel: Martina bzw. Scuol; Strecke: 22 km. www.engadin.com/langlauf Sertig Classic 18. Februar 2018; Start und Ziel: Davos-Langlaufzentrum und Sertig Sand; Strecke: 13,1 km (klassisch). www.sertig-classic.ch
Engadin Skimarathon 11. März 2018; Start und Ziel: Maloja bzw. S-chanf; Strecken: 42,2 und 21,1 km. www.engadin-skimarathon.ch
WERNER BERTSCHI
1989, Wohnort Zürich, Grösse 1,62 Meter. Teilnahme am: Passlung
1957, Wohnort Aarau, Grösse 1,82 Meter. Teilnahme am: Sertig Classic
Ein kurzes Selbstporträt: «Ich lebe als ‹HeimwehBündnerin› seit mehreren Jahren in Zürich. Aufgewachsen bin ich in Chur. Nach der Ausbildung hat es mich nach Zürich verschlagen. Ich bin eine aufgestellte, optimistische Person. In meiner Freizeit treibe ich gerne Sport und bin immer wieder auf der Suche nach neuen Herausforderungen.» Bevorzugte Lauftechnik: Klassisch und Skating Volkslanglauferfahrung: Keine
Ein kurzes Selbstporträt: «Als Aargauer habe ich die Berge leider nicht in Reichweite. Bei guter Sicht und Föhnlage ist die Alpenkette sichtbar, dann kommt immer wieder der Wunsch auf, in die Berge zu fahren. Wenn es möglich ist, halte ich mich in den Bergen auf: Im Sommer auf Hochtouren oder mit dem Bike, im Winter auf Snowboardtouren oder auf einer Loipe. Früher konnte es nicht schnell genug gehen. Heute, mit 60, nehme ich es gemütlicher.» Bevorzugte Lauftechnik: Klassisch und Skating Volkslanglauferfahrung: Ja «Ich war früher regelmässiger Teilnehmer an Volkslangläufen. Heute stehe ich lieber am Loipenrand, mache Fotos, sporne an und geniesse die besondere Atmosphäre.»
Vorbereitung auf den Lauf: «Ich treibe regelmässig Sport, werde mich in den nächsten Monaten aber vermehrt auf Jogging und Langlauf konzentrieren. Das erste Langlauf-Trainingswochenende mit Freunden ist bereits geplant. Ich habe folgenden Vorsatz gefasst: «Da es meine erste Volkslanglaufteilnahme sein wird, gibt es für mich sowieso eine Bestzeit. Ich freue mich auf die Erfahrung und darauf, heil ins Ziel zu kommen. Ich werde jedenfalls stolz sein auf meine erbrachte Leistung.» Langlauferfahrung in Graubünden: Da ich erst mit dem Langlaufen beginne, konnte ich die Loipen in Graubünden leider noch nicht entdecken.
Vorbereitung auf den Lauf: «Ich unterrichte an einer Oberstufenschule unter anderem Sport. Ich bewege mich mit den Jugendlichen zusammen mit. Meinen Arbeitsweg lege ich mit dem Velo zurück und verzichte bewusst auf jeden Lift. That’s it.» Ich habe folgenden Vorsatz gefasst: «Die Beteiligung kommt vor dem Rang. Ich will den Lauf bewusst geniessen, mich unterwegs mit Mitläufern unterhalten und hie und da eine Fotopause machen.» Langlauferfahrung in Graubünden: «Die Anfänge machte ich in Ftan, danach Jahrzehnte intensiv im Oberengadin. Seit 20 Jahren gehe ich nach Sedrun und auf meine Lieblingsloipe Disentis–Trun und retour.»
ADRIAN BAMMERT
1971, Wohnort Winterthur, Grösse 1,68 Meter. Teilnahme am: Surselva Marathon
1969, Wohnort Bad Säckingen, Grösse 1,65 Meter. Teilnahme am: Planoiras Volkslanglauf
1969, Wohnort Sins, Grösse 1,86 Meter. Teilnahme am: Engadin Skimarathon
Ein kurzes Selbstporträt: «Meine Freizeit verbringe ich gerne in der Natur. Im Sommer erklimme ich zusammen mit meinem Mann viele Bergspitzen in der Ostschweiz und im Engadin. Mein liebstes Hobby sind aber meine drei Islandpferde. Auf deren Rücken reite ich durch unsere wunderschönen Wälder. Durch meinen Mann habe ich das Langlaufen vor circa vier Jahren für mich entdeckt. Seither drehe ich an schönen Wintertagen gerne ein paar Runden auf der nahen Loipe Huggenberg oder im Engadin. Seit etwa vier Jahren helfe ich als Voluntari am Engadin Skimarathon mit.» Bevorzugte Lauftechnik: Skating Volkslanglauferfahrung: Keine
Ein kurzes Selbstporträt: «Ich kam zum Sport wie die berühmte Jungfrau zum Kind. 1995 habe ich das Rauchen aufgegeben, 1999 bestritt ich den ersten Volkstriathlon. Danach nahm ich immer wieder erfolgreich auf der Ironmandistanz teil. Die Leidenschaft fürs Langlaufen habe ich vor einiger Zeit auf der Suche nach Alternativtrainings im Winter entdeckt. Ich bin bei jedem Wetter gerne draussen in der Natur und liebe neue Herausforderungen. Langlaufen ist schön, unkompliziert, anstrengend und dabei noch umweltfreundlich.» Bevorzugte Lauftechnik: Klassisch und Skating Volkslanglauferfahrung: Keine
Ein kurzes Selbstporträt: «Ich bin im Freiamt aufgewachsen und wohne seit ein paar Jahren mit meiner Familie in Sins. Beruﬂich bin ich in der IT-Branche als Programmierer tätig. In meiner Freizeit treibe ich gerne Sport, besuche Konzerte, gehe ins Kino oder mit Freunden essen. Ich bin beim Triathlon-Club Muri im Vorstand tätig. Sportlich habe ich in diversen Sportarten Erfahrung, wo ich auch Wettkämpfe bestritten habe. Im Langlauf bin ich Einsteiger, ich werde mich in diesem Jahr daran versuchen.» Bevorzugte Lauftechnik: Skating Volkslanglauferfahrung: Keine
Vorbereitung auf den Lauf: «Je nach Schneeverhältnissen im Unterland werde ich ein Training auf der Loipe und je nach Wetter ein Trainingswochenende im Engadin absolvieren. Auch werde ich mein Walkingtraining intensivieren.» Ich habe folgenden Vorsatz gefasst: «Ich will die Landschaft geniessen und den Lauf ohne Sturz überstehen. Weiter hoffe ich, dass die Kräfte bis ins Ziel reichen.»
Ich habe folgenden Vorsatz gefasst: «Ich will gut ins Ziel kommen, nicht letzte werden und Spass haben. Natürlich werde ich mein Bestes geben.»
Vorbereitung auf den Lauf: «Ich werde mich auf meinem Hausberg, dem Lindenberg, und dem Langlaufgebiet Rothenturm vorbereiten. Falls es hier kein Schnee gibt, wäre ein Abstecher nach Davos wünschenswert. Weil ich diverse Wettkampferfahrungen in Ausdauersportarten sammeln konnte, ist mir die Vorbereitung auf einen Volkslauf durchaus bewusst. Ich werde mich auf dieses Event entsprechend vorbereiten.»
Langlauferfahrung in Graubünden: «Ich komme immer wieder gerne ins Oberengadin. Es ist schon fast eine Tradition im Winter.»
Ich habe folgenden Vorsatz gefasst: «Ich möchte den Wettkampf geniessen und mich an meine persönliche Leistungsgrenze im Langlauf herantasten.»
Vorbereitung auf den Lauf: «Ich wohne am Fuss des Hochschwarzwaldes, 15 Minuten entfernt von der nächsten Loipe. Zudem gehe ich über Silvester nach La Punt im Engadin in die Ferien.»
Langlauferfahrung in Graubünden: «Bis jetzt war ich nur auf den Loipen im Engadin.»
Langlauferfahrung in Graubünden: Da ich mit dem Langlaufsport erst starte, habe ich es noch nicht auf die Loipen in Graubünden geschafft.
TIPPS VOM BÜNDNER LANGLAUF-PROFI DARIO COLOGNA
TIPPS FÜR DAS LOIPEN-ABENTEUER Von Clara Coppenburg und Fabienne Andermatt (Sportwissenschaften, Swiss Olympic Medical Center Crossklinik Basel) 6 Trainingstipps 1. Trainieren Sie zu Beginn viel im Grundlagenbereich. Dies kann je nach Schneeverhältnissen auch auf den Rollski, laufend oder auf dem Rad umgesetzt werden. Wenn der Winter einzieht, wird das Training speziﬁsch. Versuchen Sie so viel wie möglich auf den Langlaufski zu trainieren. 2. Trainingszyklus: Steigern Sie Trainingsumfang und Intensität über drei Wochen. Anschliessend folgt eine Woche regeneratives Training. Hier sollten sie dem Körper Zeit für Erholung geben und bewusst weniger trainieren.
3. Wochenzyklus: 60% Dauermethode, 20% Intervallmethode und 20% Kraft- und Stabilisationstraining. 4. Ergänzendes Kraftausdauer- und propriozeptives Training (Training auf labilen Unterlagen zur besonderen Entwicklung koordinativer Fähigkeiten). 5. Eine Woche vor dem Wettkampf: lockere Woche, dem Körper Zeit geben, sich optimal zu erholen, kurz Anreizen für den Wettkampf und dort in Höchstform an den Start gehen. 6. Füllen Sie Ihre Kohlenhydratspeicher vor dem Wettkampftag, verpﬂegen Sie sich regelmässig während dem Wettkampf und üben Sie dies unbedingt auch im Training.
Wer mit Langlauf beginnt, sollte die Technik von Grund auf erlernen. Ob Klassisch oder Skating: Wer richtig gleitet, hat bestimmt mehr Spass. Wer langläuft, kann eigentlich nichts falsch machen. Langlauf gehört zu den Sportarten, die sich bis ins hohe Alter ausüben lassen. Das Material muss passen. Bei den Ski, Schuhen und Stöcken lässt man sich vom Fachmann beraten. Wer nicht ganz unsportlich ist und sich die TechnikGrundlagen aneignen kann, der ist sicher imstande, den Engadin Skimarathon gleich in der ersten Langlauf-Saison zu schaffen. Hobby-Sportler, die Ski fahren, haben sicher Vorteile beim Langlauf. Aber auch Eishockeyspieler oder Inliner ﬁnden sich auf den schmalen Latten erfahrungsgemäss schnell zurecht.
Advertorial // Lenzerheide
Lenzerheide lädt im Januar zum Skifest am Heimberg Die Ferienregion Lenzerheide begrüsst am Wochenende vom 27. und 28. Januar 2018 die besten Skirennfahrerinnen zu zwei Rennen im Rahmen des Audi FIS Ski Weltcup. Am Samstag und Sonntag werden auf der «Silvano Beltrametti»-Weltcupstrecke ein Riesenslalom und Slalom ausgetragen.
Bastian Baker spielt bei Startnummernauslosung Am Samstag ﬁndet ab 18 Uhr die Siegerehrung vom Riesenslalom und die Startnummernauslosung für den Slalom von Sonntag im «Lenzerheidner iis Paradiis» statt. Das Erlebniseisfeld mitten im Dorf-
Programm Ski-Weltcup Lenzerheide
SAMSTAG, 27. JANUAR 2018 10.15 Uhr 1. Lauf Riesenslalom Damen 13.15 Uhr 2. Lauf Riesenslalom Damen 18.00 Uhr Siegerehrung und Startnummernauslosung im «Lenzerheidner iis Paradiis» in Lenzerheide anschliessend Konzert mit Bastian Baker im «Lenzerheidner iis Paradiis» in Lenzerheide ab 19.00 Uhr Party mit ChueLee und DJ Simon im Partyzelt in Parpan
zentrum von Lenzerheide bietet eine einmalige Kulisse um die Athletinnen hautnah zu erleben. Im Anschluss bringt Bastian Baker zwar nicht das Eis, aber die Herzen der Fans zum Schmelzen. Der sympathische Singer-Songwriter aus Lausanne verwandelt das «Lenzerheidner iis Paradiis» mit seinem Live-Konzert in eine stimmungsvolle Eisdisco.
SONNTAG, 28. JANUAR 2018 9.30 Uhr 1. Lauf Slalom Damen 11.00 Uhr Konzert Tawnee im Partyzelt in Parpan 12.15 Uhr 2. Lauf Slalom Damen anschliessend Siegerehrung im Zielgelände in Parpan 14.00 Uhr Konzert Tawnee im Partyzelt in Parpan Tickets für die Stehplätze und Tribünenstehplätze sowie das exklusive VIP-Angebot sind im Vorverkauf online unter weltcup-lenzerheide.com buchbar.
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Die Fans des alpinen SkiWeltcups dürfen sich am Wochenende vom 27. und 28.Januar 2018 auf ein wahres Skifest freuen. Der Riesenslalom und Slalom der Damen ﬁnden wie gewohnt auf der «Silvano Beltrametti»-Weltcupstrecke statt. Beim Zielgelände am Fusse des Heimbergs in Parpan lockt zudem das beliebte Weltcup-Dörﬂi mit jeder Menge Unterhaltung und kulinarischen Köstlichkeiten. Bei der grossen Weltcup-Party am Samstagabend sorgen die beliebte Partyband ChueLee und DJ Simon für ausgelassene Stimmung im Partyzelt in Parpan. Am Sonntag liefern die Jungs der Indie-Band Tawnee
zwischen und nach den beiden Slalomläufen guten Sound im Weltcup-Dörﬂi.
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SNO SN S SNOWACTIVE NOW NO N NOWACT OW O WACTIVE ACT ACTI AC A C CTI TII V T VE E
Aktiv // Swiss Loppet
DREI VOLKSLANGLAUFE FEIERN GEBURTSTAG
In der Swiss-Loppet-Serie werden die zehn grössten Volks-Langlaufrennen der Schweiz zusammengefasst. Die abwechslungsreichen Wettkämpfe ﬁnden ab Ende Dezember bis Mitte März statt und feiern ihren krönenden Abschluss
mit dem Engadin Skimarathon. Nicht nur das Ergebnis, auch das Erlebnis steht bei dieser Wettkampfserie im Vordergrund. Mit dem Rothenthurmer Volksskilauf, dem Einsiedler Skimarathon und dem Engadin Skimarathon
feiern dieses Jahr gleich drei Läufe ihr 50-jähriges Bestehen. Für uns ein Grund, die drei Veranstaltungen genauer unter die Lupe zu nehmen.
Rothenthurmer Volksskilauf, 21. Januar 2018
Die erste Austragung dieses ältesten Volksskilaufes fand im Jahr 1968, damals noch als Morgarten Volksskilauf statt. Eigentlich wäre der runde Geburtstag somit bereits überschritten. Weil aber im Jahr 2011 der Lauf nicht organisiert wurde, wird das Jubiläum nun am 21. Januar 2018 gefeiert. Der Morgarten Volksskilauf wurde vom Turnverein Rothenthurm aus der Taufe gehoben. In der klassischen Technik absolvierten am 3. März 1968 rund 100 Sportbegeisterte um den Morgartenberg den Wettkampf. Die Loipe wurde von der Spurequipe mit ihren Fellskiern gezogen. Mehrmals setzten sie auf der Strecke ihre Spuren in den Schnee, um den Wettkämp-
fern möglichst gute Bedingungen zu ermöglichen. Bereits bei der dritten Austragung wurde die Streckenführung auf das Hochmoor von Rothenthurm, mit zusätzlich giftigen Steigungen und rasanten Abfahrten am Kleinmorgartenberg, verlegt. In der Ebene zog nun ein Schneetöff das Eigenbau-Spurgerät. Fiel dann vor dem Start nochmals Schnee, musste sowohl der Töff, als auch die Spurequipe wieder mobilisiert werden. Dabei kam es auch vor, dass die ersten Läuferinnen und Läufer die Vorspurer überholten und ihnen dann mündlich die ungefähre Streckenführung bis ins Ziel mitgeteilt wurde. Die Beliebtheit des Laufes nahm sehr rasch zu und die Teilnehmerzahl konnte in Kürze stark erhöht werden. Zur 19. Austragung wurde der Langlaufevent in den Rothenthurmer Volksskilauf umbenannt. Gleichzeitig zählte nun der Lauf zur Swiss Loppet Wertung des Schweizerischen Skiverbandes. Diese Meisterschaft der schönsten und grössten Volksskiläufe der Schweiz sorgte für eine weitere Attraktivitätssteigerung. So konnten sich die Organisatoren bereits ein Jahr später an 1050 Teilnehmenden erfreuen. Der Lauf wurde in der freien Technik angeboten, sodass der Siitonenschritt, der Vorläufer der Skating-Technik, schon sehr früh in
Rothenthurm praktiziert wurde. Während 40 Jahren zeichnete sich der Turnverein für die Durchführung des Laufes verantwortlich. Die Strecke des Rothenthurmer Volksskilaufs führt heute über 22,5 Kilometer durch das idyllische Hochmoor. Seit dem Jahr 2012 wird der Rothenthurmer Volksskilauf vom dorfeigenen Skiclub durchgeführt. Mit nur wenigen Metern Höhenunterschied ist der Lauf nicht nur für Topläufer attraktiv, sondern speziell auch für die Volksläufer. Zum Jubiläum werden die Läuferinnen und Läufer wie früher von den Rothenthurmern Trychler kräftig angefeuert und auf der Strecke werden Alphornklänge für Ansporn sorgen.
Einsiedler Skimarathon, 10./11. Februar 2018
Langlauf und Einsiedeln werden schon seit Langem in der Schweiz in einem Atemzug genannt. Das Klosterdorf mit seinen wunderschönen Laufgebieten bietet ein herrliches Erlebnis auf über 100 Kilometern gespurten Loipen. Der vom Skiclub Einsiedeln organisierte «Einsiedler» gilt als der traditionsreichs-
te Lauf im Rahmen der Swiss Loppet Wertung von Swiss-Ski. Der Traum einer Zürcher Olympiakandidatur war gegen Ende der Sechzigerjahre der Auslöser, Langlauf als Breitensport zu propagieren. Der damalige Zürcher Stadtpräsident Sigi Widmer traf dabei in Einsiedeln auf begeisterJANUAR 2018
te Ohren und half, zusammen mit dem Skiclub diesen Lauf aus der Taufe zu heben. Auch getragen vom Langlaufboom und den Erfolgen der Schweizer Langläufer an Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften war das
Hochtal in Einsiedeln die prädestinierte Langlaufgegend. Ein Volksskilauf sollte diese Idee weitertragen. Der erste Lauf wurde noch im Rahmen der Einsiedler Skitage ausgetragen und schon bei der zweiten Austragung wurde dem Lauf ein eigenes Wochenende gewidmet. Das Rennwochenende am 10. und 11. Februar 2018 bietet einige Höhepunkte für Ambitionierte und Pläuschler wie ein Klassik- und ein Schafbock-Rennen. Bei letzterem zählen auch die fasnächtlichen Werte. Zusätzlich zum Lauferlebnis kann vom 20. Januar bis 18. Februar 2018 im Einsiedler Dorfmuseum Chärnehus die Geschichte des Anlasses in einer interaktiven Ausstellung erlebt werden. Die Entwicklung des Volksskilaufs, der Strecken, der Zeitmessung oder der Sportgeräte sind nur einige der Themen, die während der Ausstellung beleuchtet werden. Ein ebenso besonderes Jubiläum können die Athletinnen und Athleten von Special Olympics feiern. Seit 25 Jahren ist der «Einsiedler» ﬁxer Bestandteil des Rennkalenders. Und der Skiclub Einsiedeln ist ganz stolz, dieses silberne Jubiläum zusammen mit der weltweit grössten Sportbewegung für Menschen mit Behinderungen austragen zu können.
Engadin Skimarathon, 11. März 2018 Die Idee, im Engadin einen grösseren Volkslanglauf durchzuführen, wurde in der zweiten Hälfte der Sechzigerjahre verschiedentlich diskutiert. Bereits war abzusehen, dass dem noch jungen Langlaufsport eine grosse Zukunft als Volkssport beschieden sein würde. Aber niemand hätte wohl damit gerechnet, dass der «Engadiner» sich einmal zur grössten Lang-
Advertorial // Swisscom
Swisscom und der Schweizer Schneesport – die Liebesgeschichte geht weiter
Eindrückliche 15 Jahre sind seit dem Tag vergangen, als Swisscom beim Schweizerischen Skiverband einstieg. Für Swisscom ist das Abenteuer Schneesport auch heute noch lange nicht vorbei: Ende September gaben Swisscom und Swiss-Ski die Verlängerung der Partnerschaft bekannt. Damit unterstreicht Swisscom ihr langfristiges Commitment zum 46
Schweizer Schneesport. Bis im Jahr 2022 bleibt Swisscom also Hauptsponsorin der Nationalmannschaften sämtlicher Swiss-Ski-Kader im alpinen und nordischen Bereich sowie im Snowboard, Freestyle und Telemark. Die langfristige Ausrichtung der Partnerschaft mit dem Schweizerischen Skiverband sieht Tom Rieder, Leiter Live Experiences & Sponsoring, ins-
besondere «in Zeiten, in denen der Wettbewerb in Bezug auf Produktefeatures und Services immer kompetitiver wird, als wichtiges Zeichen und als Investition in die Marke Swisscom. Zudem erreichen wir mit Schneesport eine Breite der Schweizer Bevölkerung über alle Segmente hinweg.» In der aktuellen Winterkampagne zeigt Swisscom anhand
der Schweizer Skigeschichte auf, dass sich vieles verändert hat. Skirennen wurden professioneller, Ausrüstungen hochwertiger und Zuschauer können Rennen immer und überall live mitverfolgen. Eins bleibt jedoch immer gleich: Die grössten Momente teilen wir im besten Netz.
Gemeinsam für den Schweizer Schneesport: Dank der Vertragsverlängerung gehen Swisscom und Swiss-Ski bis 2022 weiterhin Seite an Seite auf die Piste. Wie Swisscom das Engagement zur Aktivierung von Markenkampagnen nutzt, verdeutlicht die Kampagne der diesjährigen Saison.
laufveranstaltung der Schweiz und sogar zur zweitgrĂśssten weltweit entwickeln wĂźrde. Von der Idee bis zur erstmaligen DurchfĂźhrung war es dann ein weiter Weg; es galt, mannigfaltige Hindernisse zu Ăźberwinden. Zum 1. Engadin Skimarathon im MĂ¤rz 1969 meldeten sich schliesslich 945 LĂ¤uferinnen und LĂ¤ufer an â&#x20AC;&#x201C; fĂźr den Anfang ein beachtliches, ja sogar unerwartetes Resultat! Bereits nach der Pre-
miere war man sich bewusst, dass dieser Anlass zur Tradition gemacht werden mĂźsste und dass in den kommenden Jahren mit einem stetigen Teilnehmerzuwachs zu rechnen sei. Selbst die grĂśssten Optimisten hĂ¤tte damals aber nicht damit gerechnet, dass einmal Ăźber 12 000 LĂ¤uferinnen und LĂ¤ufer an den Start in Maloja gehen wĂźrden. Der ÂŤEngadinerÂť hat sich zu einem traditionsreichen Sportanlass entwickelt und das OK freut sich, 2018 bereits die 50. Austragung organisieren zu dĂźrfen. Die Marathonwoche wird am ersten Sonntag im MĂ¤rz mit dem Frauenlauf erĂśffnet und mit dem Jugendsprint am Mittwochnachmittag weitergefĂźhrt. Fester Bestandteil ist auch der Engadin Nachtlauf am Donnerstagabend â&#x20AC;&#x201C; ein kameradschaftliches VergnĂźgen im Mond- und Kerzenschein, bei dem vor allem der Genuss und das Miteinander im Vordergrund stehen. Spektakel und Spannung garantiert jeweils der Nachtsprint am Freitagabend, wo WeltklasseSpitzenathleten einerseits und BĂźndner Nachwuchstalente andererseits um die PodestplĂ¤tze kĂ¤mpfen. HĂśhepunkt der Marathonwoche ist dann der Marathonsonntag mit dem Engadin Skimarathon Ăźber 42 und dem Halbmara-
thon Ăźber 21 Kilometer. Abgeschlossen wird die Marathonwoche mit dem traditionellen Marathonfest im ZielgelĂ¤nde, wo sich Teilnehmende, Zuschauer und Voluntaris noch einmal treffen.
EINDRĂ&#x153;CKLICHE ZAHLEN ZEIGEN DIE DIMENSIONEN DES EVENTS AUF ĹĄ 6HLWKDEHQUXQG3HUVRQHQGDV=LHO HUUHLFKW ĹĄ %XVVHVWHKHQDP0DUDWKRQVRQQWDJLP(LQVDW] ĹĄ 'LH5K%EULQJWLQ([WUD]Ä&#x17E;JHQGLH7HLOQHKPHQGHQLQV(QJDGLQXQGZLHGHU]XUÄ&#x17E;FNQDFK+DXVH ĹĄ )Ä&#x17E;UGHQ(ÄłHNWHQWUDQVSRUWVLQG/DVWZDJHQ QÄ&#x2026;WLJ ĹĄ 9ROXQWDULVVWHKHQIÄ&#x17E;UGHQ(QJDGLQ 6NLPDUDWKRQLP(LQVDW] )Ä&#x17E;UGLH/Ă&#x2039;XIHU9HUSÄ˛HJXQJZLUGEHQÄ&#x2026;WLJW ĹĄ 3RUWLRQHQ,VRVWDU ĹĄ 3RUWLRQHQ7HH ĹĄ 3RUWLRQHQ%RXLOORQ ĹĄ 3RUWLRQHQ2YRPDOWLQH ĹĄ 3RUWLRQHQ:DVVHU ĹĄ 3RUWLRQHQ,VRVWDU+LJK(QHUJ\5LHJHO ĹĄ 3RUWLRQHQ2YRPDOWLQH6FKRNRODGH ĹĄ /LWHU:DVVHUIÄ&#x17E;UGLH=XEHUHLWXQJGHU *HWUĂ&#x2039;QNH ĹĄ 6WÄ&#x17E;FN%DQDQHQ0$;+$9(/$$5
Advertorial // Skinnies
Sonnenschutz in den Bergen Nebst der stĂ¤rkeren UVStrahlung kann Schnee die UV-Strahlen bis zu 90 Prozent reďŹ&#x201A;ektieren und damit die StrahlungsintensitĂ¤t fast verdoppeln, deshalb ist ein guter Sonnenschutz notwendig.
Skinnies ist der optimale Sonnenschutz fĂźr Bergsportler. Denn Skinnies zieht sofort ein und hĂ¤lt den ganzen Tag. Beim Schwitzen bleibt der Sonnenschutz auf der Haut haften und es lĂ¤uft nichts in die Augen. Skinnies ist transparent, nicht fettig und hinterlĂ¤sst keine RĂźckstĂ¤nde auf der Kleidung. Bei niedrigen Temperaturen gefriert der Sonnenschutz nicht, wodurch das HautgefĂźhl angenehm bleibt. Und: ein erbsengrosser Tropfen reicht fĂźr Gesicht, Hals und Ohren. Wie das geht? WĂ¤hrend ein herkĂśmmlicher Sonnenschutz zwischen 50 bis 70 Prozent Wasser enthĂ¤lt, ist in Skinnies null Prozent Wasser. Milena und Flavio haben die Sonnenschutzrevolution auf ihrer Reise durch Australien und Neuseeland entdeckt. ÂŤWir haben das Produkt ausprobiert und waren vom ersten Moment an begeistert. Wir wussten sehr schnell, dass wir
Skinnies in die Schweiz bringen mĂźssen. Dass diese Entscheidung die Richtige war, bestĂ¤tigen uns die vielen positiven KundenfeedbacksÂť, so die beiden. Der Sonnenschutz enthĂ¤lt keine Parabene, Duftstoffe, Konservierungsstoffe oder Alkohol. ÂŤDas ist wichtig, denn immer mehr Kunden schauen, was sie auf ihre Haut lassen und das ist auch gut soÂť, sind Milena und Flavio Ăźberzeugt. WĂ¤hrend der Sonnenschutz in Australien und Neuseeland
einen sehr hohen Bekanntheitsgrad hat und auch vom TourismusbĂźro sowie grossen BergtourenfĂźhrern empfohlen wird, ist sich Skinnies in der Schweiz am Etablieren. Skinnies gibt es mit LSF 30 und LSF 50 sowie als Beautygel mit LSF 30 in zwei wunderschĂśnen BrauntĂśnen. Skinnies kann Ăźber www.skinnies.ch bestellt werden oder ist in ausgewĂ¤hlten FachgeschĂ¤ften, SportgeschĂ¤ften sowie Apotheken erhĂ¤ltlich.
NEUES LEBEN für Schlösslihang-Skilift Seit fast 50 Jahren gibt es am Schlösslihang in St. Gallen einen Skilift. Dank einer Crowdfunding-Aktion des Einwohnervereins Bruggen konnte der alte, in die Jahre gekommene Ponylift durch einen neuen Tellerlift ersetzt werden. Sehr zur Freude der umliegenden Schulen, die weiterhin dem Ski- und Snowboardsport frönen können.
Der Skilift am Schlösslihang im Westen der Stadt St.Gallen war in die Jahre gekommen und musste dringend ersetzt werden, damit nicht der Abriss drohte. «Wir benötigten dringend einen neuen Skilift, welcher den neuesten Sicherheitsbestimmungen entspricht», erklärt Stevan Dronjak. Er hat die Spendenaktion für die Anschaffung eines neuen Skilifts ins Rollen gebracht und das Projekt vorangetrieben. Hinter dem Projekt selber steht der Einwohnerverein Bruggen, dem auch Stevan Dronjak angehört. Der Boden, auf dem der Lift steht, ist in der Landwirtschafts- und Sportzone und gehört der Stadt St.Gallen. Die auf der CrowdfundingPlattform von Raiffeisen (siehe Box) lancierte Spendenaktion stiess von Anbeginn weg auf Begeisterung, insbesondere bei der Bevölkerung von Bruggen. Negative Rückmeldungen oder Stimmen, die den Ersatz des Skilifts für unnötig befanden, gab es keine oder kamen den Initianten nicht zu Ohren. Stevan Dronjak war mit vielen Menschen im Quartier im Gespräch und bekam dabei zu spüren, dass eine grosse Verbundenheit zur Tradition, aber auch eine grosse Identiﬁkation mit dem Hang vorhanden war. Besonders in Erinnerung geblieben sind Stevan Dronjak die Begegnungen mit älteren Menschen, die in jungen Jah-
Das traditionelle Kinderskirennen ﬁndet seit Jahren grossen Anklang.
.!*ƫ%$.!*ƫ%* !.*ƫ %!ƫ!./0!*ƫ Schwünge beibrachten. «Jetzt können sie den Lift diesen Winter mit ihren Enkelkindern nützen», freut sich Dronjak. Möglich gemacht haben dies über 200 spendenfreudige Unterstützer, die innert weniger Wochen fast 70000 Franken spendeten. Darunter waren freiwillige Zuwendungen zwischen fünf und 8000 Franken. Ermöglicht haben all die Spender mit diesem Geld die Anschaffung eines neuen Bügellifts der Borer Lift AG in Wichtrach. Der Tellerbügellift bietet einen leichten Einstieg, das Tempo lässt sich drosseln, was einen Sanftanlauf und Sanftstopp ermöglicht. Der Abbau des alten, aus dem Jahre 1970 stammenden (!%*(%"0/ƫ%/0ƫ)%0ƫ%("!ƫ2+*ƫ.!%willigen der Feuerwehr, dem Militär und Leuten aus dem Quartier bereits erfolgt. Der Aufbau des neuen Lifts ging rassig vonstatten: Dank des
Umstands, dass der Bergmast stehen bleiben durfte, war der Lift bereits nach gut zwei Stunden aufgebaut. Die Spender gehen übrigens nicht leer aus. Je nach Betrag gibts einen Wurst-GetränkeBon, eine verbilligte Saisonkarte, Eintrag in die Sponsorentafel und personiﬁzierte Tellerbügel, die den Namen des Spenders tragen. Auch Stevan Dronjak hat sich an einem solchen signierten Bügel beteiligt. Auf dem Bügel Nr. 40 (dem letzten von insgesamt 40) sind die Namen /!%*!.ƫ%* !.ƫ(!4Čƫ+.%/ƫ und Julia eingraviert. Mit der ersten Fahrt werden sie sich vermutlich noch etwas gedulden müssen. Je nach Schneeund Wetterlage dürfte es im Januar soweit sein, schätzt Dronjak, der sich auf die Erfahrungswerte der letzten Jahre abstützt. Dronjak rechnet dabei mit zehn bis 14 Betriebstagen. Noch lieber wäre ihm und
seiner Familie natürlich ein Prachtswinter wie vor drei Jahren, als der Lift während insgesamt 30 Tagen lief! Die für Skifahrer und Snowboarder gleichermassen geeignete Piste ist rund 250 Meter lang und wird maschinell präpariert. Eine Skihütte mit gemütlichem Stübli und einer Schneebar sorgt jeweils am Mittwochnachmittag und an Wochenenden fürs leibliche Wohl. %!ƫ%* !.ƫ%)ƫ1.0%!.Čƫ!.ƫ auch die Schülerinnen und Schüler der Primarschule Engelwies und des Oberstufenzentrums Schönau können es kaum erwarten, den neuen Skilift zu testen. Bleibt zu hoffen, dass Frau Holle in diesem %*0!.ƫ%$.!ƫ%//!*ƫ".Ø$!.ƫ ƫ1//$Ø00!(0ċƫ%!ƫ%* !.ƫ%)ƫ Quartier Bruggen würden es ihr danken. Pius Schärli Weitere Infos: www.evb-bruggen.ch/de/ angebote/skilift
FAKTEN ZUM LIFT đƳ %"005,ƐƳ!((!.Ø#!(Ƴ1*% Ƴ0. đƳ !./0!((!.ƐƳ+.!.Ƴ %"0ƳƏƳ ƆƄƄƈƳ%$0.$ đƳ (/00%+*ƐƳƊƌƃƳ)ƳØƎƳ Ǝ đƳ !.#/00%+*ƐƳƋƆƃƳ)ƳØƎƳ Ǝ đƳ %"0(A*#!ƐƳƄƊƋƳ) đƳ 0!%#1*#ƐƳƄƅƠƳ%/ƳƄƉƠ đƳ ®. !.(!%/01*#ƐƳƈƃƃƳ%/Ƴ )4ƎƳƋƅƃƳ!./+*!*Ƴ,.+Ƴ01* ! đƳ +0+.(!%/01*#ƐƳƄƄƳ'Ƴ Ĩ­'+/0.+)ĩƳ
RAIFFEISEN FÖRDERT ALLTAGSHELDEN Über die Crowdfunding-Plattform «lokalhelden.ch» von Raiffeisen wurden schweizweit bereits über hundert Projekte ﬁnanziert. Die sogenannte Schwarmﬁnanzierung hat Alltagshelden im Visier – Menschen, die sich freiwillig für das Schweizer Allgemeinwohl einsetzen. Sie tun dies als Privatperson, Organisation oder als Verein, auf lokaler, überregionaler oder nationaler Ebene. Rund 80 Prozent der Projekte, welche
die Finanzierungsphase erreicht haben, wurden erfolgreich abgeschlossen. Seit Juli 2016 engagieren sich die Raiffeisenbanken mit lokalhelden.ch für gemeinnützige Projekte. Mittlerweile wurden über die Spendenplattform bereits weit über zwei Millionen Franken für lokale Projekte gesammelt. Schweizweit konnten damit über hundert Projekte in unter/$%! (%$!*ƫ0!#+.%!*ƫ3%!ƫ61)ƫ
!%/,%!(ƫ,+.0Čƫ1(01.Čƫ1*/0ƫ oder Jugendförderung ﬁnanziert werden – von einer Skipistenbeleuchtung in Schwarzsee, über eine Ski-Startrampe für den SC Obersaxen im Sommer bis zu Skianzügen der Schweizer Delegation bei den Special Olympics World Winter Games. Raiffeisen stellt die Crowdfunding-Plattform lokalhelden.ch kostenlos zur Verfügung. Für die Initiatoren und Unterstützer fallen
keinerlei Gebühren an. So kommen die Spenden vollumfänglich den Projekten zugute. Die aktuellen Projekte und Hintergrundinformationen ﬁnden Sie auf www.lokalhelden.ch.
Nachgefragt bei Stevan Dronjak, Initiator der Spendenaktion
Seid ihr zufrieden mit dem Resultat des CrowdfundingProjekts? Wir sind sehr zufrieden, das Resultat hat unsere Erwartungen deutlich übertroffen. Damit haben wir nicht gerechnet, zumal unser Finanzierungsziel mit 65000 Franken eher hoch war und ein Skilift keine Rendite verspricht. Umso glücklicher sind wir, dass es geklappt hat. Was denkst du, war der ausschlaggebende Punkt für den Erfolg eurer Kampagne? Es ist uns gelungen, mit dem Projekt Emotionen und Erinnerungen bei den Leuten zu wecken, die den Skilift in ihrer Jugend schon benutzt haben. Eine Tradition zu erhalten und diese der heutigen Jugend zu eröffnen, war ein sehr zentraler Grund für eine Spende. Genauso wichtig war unsere konstante Kommunikation des Projekts. Wir haben das Thema wann immer möglich aufgegriffen und die Leute zum Spenden motiviert, sei dies mit Zeitungsartikeln, sozialen Medien wie Facebook und an Quartierfesten. 50
Ausserdem bleibt dank des Skilifts unser Quartier attraktiv und gibt den Jugendlichen eine Betätigungsmöglichkeit. Wäre der Skilift überhaupt zustande gekommen ohne das Crowdfunding? Wahrscheinlich schon. Einen Spendenaufruf hätte es auch ohne das Crowdfunding gegeben, er wäre aber mühsamer und mit viel mehr Aufwand verbunden gewesen. Wir hätten potenzielle Unterstützer selbst ausﬁndig machen und anschreiben müssen. Auch wäre die Suche nach Unterstützern, die hohe Beträge spenden, schwieriger gewesen. So aber konnten wir einfach den Link zum Projekt versenden und zum Spenden auffordern. Wo siehst du die Vorteile eines Crowdfundings? Man hat jederzeit einen Gesamtüberblick über den Stand des Projekts, da alle Spenden darüber gesammelt werden. Der administrative Aufwand ist viel kleiner gewesen als bei klassischen Sammelaktionen, beispielsweise
einem Spendenbarometer im Quartier. Das hat auch die Hürde, das Projekt zu starten, kleiner gemacht. Und auch wenn das Projekt im schlimmsten Fall scheitert, bleibt der Aufwand klein, da noch keine Gelder geﬂossen sind. So ist auch jederzeit gewährleistet, dass das Geld am richtigen Ort ankommt. Wie hast du die Zeit während der Kampagne erlebt? Es war eine sehr spannende Zeit. Beim Startschuss entstand ein Hype um das Projekt, viele Leute und auch Medien kamen auf mich zu. Irgendwann ﬂaute das Interesse ab. Kurz vor Ende der Laufzeit gab es dann nochmals einen Schub, der uns vor allem viel Medienpräsenz verschaffte. Negative Reaktionen gab es keine. Was würdest du beim nächsten Crowdfunding anders machen? Ich denke, ich würde vieles wieder gleich machen. In die Erstellung des Projektvideos würde ich mehr Zeit investieren, da es ein zentraler
Erfolgsfaktor für ein Crowdfunding ist. Ich würde es aber deﬁnitiv wieder über lokalhelden.ch starten.
đƫ Alter: 44 đƫ Zivilstand: verheiratet mit Kathrin đƫ Kinder: Alexander (9), Boris (8), Julia (2½), alle sportbegeistert (Eishockey, Ski, Fussball, Pfadi) đƫ Haustiere: 6 Hühner, 2 Zwerghasen, und wir nehmen keine weiteren Tiere auf! đƫ Hobbys: Sport (Basketball, Skifahren, Biken, Fussball, Eishockey), Grillieren, gutes Essen und Zigarren đƫ Beruf: Teamleiter «Web Application Security IT» Raiffeisen Schweiz
Aktiv // Ski-Club Mümliswil
DER SKI-CLUB MÜMLISWIL FEIERT
Drei Mal 25 Jahre und auf Vorwärtskurs same Arbeiten am Skilift Sebleten oder eine Herbstwanderung.
Gewann am legendären Holmenkollen: Der Mümilswiler Skispringer Hans Schmid.
Der Einstieg ins Jubiläumsjahr hätte für den Ski-Club Mümliswil nicht besser ausfallen können. Ende Januar waren die Schneeverhältnisse nämlich derart gut, dass die Guldentaler Meisterschaften durchgeführt werden konnten. 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer massen sich auf Skiern oder Snowboards. Der Austragungsort beim klubeigenen Skilift im Gebiet Sebleten wurde Schauplatz eines kleinen Dorffestes.
er Skilift besteht seit über 50 Jahren und wurde stets modernisiert, sodass er auch heute noch den (gestiegenen) Anforderungen mehr als nur genügt. Ein Skihüttli bietet dazu Schutz bei garstigem Wetter und Speis und Trank für hungrige und durstige Schneebegeisterte. «Wir können Jung und Alt damit die Möglichkeit geben, in unmittelbarer Nähe des Dorfes ihrem Hobby zu frönen», erklärt Präsident Karl Kohler. Natürlich sei das Betreiben eines Skiliftes in schneearmen Zeiten ein gewisses Risiko: «Wir können uns aber über
Wasser halten, wenn wir jeden zweiten Winter eröffnen können.»
Bestens verankert Der Ski-Club ist im Dorf bestens verankert. Regelmässig ist man an der Gewerbeausstellung vertreten und verwöhnt dort die Gäste mit Pizzas. Aber auch sonst hilft man mit, wenn eine Anfrage kommt, auch bei Grossanlässen wie zum Beispiel dem kantonalen Turnfest in Balsthal (2012). Nicht zu vergessen ist im Übrigen, dass der Ski-Club Mümliswil vor über 20 Jahren den Passwang-Lauf ins Leben gerufen und diesen die ersten sechzehn Jahre auch selber durchgeführt hat. Der Lauf gehört mittlerweile zur Jura-Top-Tour und ist über die Region hinaus bekannt. Heute wird er vom Turnverein organisiert.
Schritt zum Familienverein War der Ski-Club Mümliswil im letzten Jahrhundert auch im Rennsport tätig und erfolgreich (siehe Kasten), entwickelte man sich danach mehr und mehr zum Familienverein. «Wir pﬂegen die geselligen Anlässe und konnten so bisher das Interesse aufrechterhalten», führt dazu Karl Kohler aus. Skitouren stehen dabei ebenso auf dem Programm wie gemeinsame Skitage an bekannten Skidestinationen (Sörenberg, Hasliberg, Adelboden, Stoos, Melchsee-Frutt etc.) oder das Nachtskifahren auf dem Balmberg. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei dem Nachwuchs. Sowohl ein Ski-Weekend auf dem Bettleberg (Lenk) als auch ein einwöchiges Skilager auf der Grimmialp wird vom Verein ﬁnanziell grosszügig unterstützt. Den Zusammenhalt stärken ausserdem ein Fondueplausch sowie das gemein-
Die «Guldentaler Spiele» Selbstverständlich wurde das Jubiläum auch gebührend gefeiert mit den «Guldentaler Spielen» am 8. und 9. September. Auf dem Programm standen Spiel und Spass für Familien und Gruppen, daneben ein ofﬁzieller Festakt, kulinarische Köstlichkeiten sowie musikalische Unterhaltung. In einer Ausstellung wurde zudem die Vereinsgeschichte aufgezeigt. Der Ski-Club Mümliswil zählt momentan 70 Mitglieder, wobei 50 aktiv mittun. Wir stehen auch ﬁnanziell auf gesunden Füssen», kann Karl Kohler bilanzieren. Dies sei aber auch nötig, denn am Skilift stehen immer wieder etwa Arbeiten an. So soll demnächst eine neue Steuerung eingebaut werden, damit man auch in Zukunft die Betriebsbewilligung erhält.
Leitung wurde die «Winterischanze» gebaut. Diese Anlage sollte über Jahre ein wichtiger Treffpunkt der Skispringer der Region bleiben. Auf dieser Schanze wurde über längere Zeit jeden Winter ein Nachtskispringen durchgeführt, an dem sogar Wettkämpfer aus dem benachbarten Ausland teilnahmen. Heute besteht von dieser Anlage nur noch ein verrotteter Teil des Schanzentisches. Die Natur hat sich das Gelände längst wieder zurückerobert. Die Reckenkiener bauten Jahr für Jahr ihre «Lackschanze». Dort holte sich der nachmalige Weltklasse-Athlet und Ehrenmitglied Hans Schmid seine ersten Erfahrungen. Nebst der Teilnahme an den Olympischen Winterspielen im japanischen Sapporo
gehört wohl der Sieg am Holmenkollen zu seinen grössten Erfolgen. Dazu wurde er gegen teils starke Konkurrenz fünf Mal Schweizermeister und belegte an der Vierschanzentournee zwei Mal den vierten Rang. Auch weiteren Clubmitgliedern gelang im nordischen Bereich der Sprung ins nationale Kader. Aber auch die Alpinen zeigten immer wieder sehr gute Ansätze. Mit Bruno Albani schaffte es auch ein Mümliswiler in eines der nationalen Kader. In der Sierra Nevada siegte er in einem FIS-Riesenslalom. Zu erwähnen wären aber auch noch Felix Walter, Alex Häfeli, Willi Albani, Gustav Jeker und Robert Büttler, die während Jahren die NSV-Meisterschaften mitprägten.
A ND R E W EY E RMA N N
SO VIEL ZUR GESCHICHTE Die Geschichte des Ski-Clubs Mümliswil beginnt mit dem Jahr 1942 und so mitten im Zweiten Weltkrieg. Als kleine und grösstenteils friedliche Insel in Europa sah sich die Schweiz ringsherum von den schrecklichen Ereignissen jener Zeit bedroht. Mit der Clubgründung leisteten die Initianten einen sehr wichtigen Beitrag zum damals dringend notwendigen Zusammenhalt. Erst nach dem Krieg konnte sich der Ski-Club Mümliswil richtig entfalten. Um der Bevölkerung die Freude am Skifahren zu vermitteln, wurden im Guldental Skikurse durchgeführt. Schon bald entwickelte sich im Verein das Skispringen zur tragenden Disziplin. Auf Initiative von Max Walter sen. und unter seiner
Service // Tourismus
DER «SAAS-FEE-HAMMERDEAL» STRAHLT AUS «Preisschlacht am Berg», titelt die «hotel revue» in ihrer Ausgabe vom 2. November und schreibt: «Skifahrer dürfen sich freuen. Auf diesen Winter offerieren Schweizer Skigebiete eine breite Palette von Rabatten und Sonderaktionen. Auslöser war der ‹Hammerdeal› von Saas-Fee vor einem Jahr.»
o richtig Freude möchte genau vor einem Jahr unter Mitbewerbern nicht aufkommen, als Saas-Fee mit einem unglaublich günstigen Saisonticketangebot lockte. Die angestrebte Anzahl verkaufter Tickets von 100 000 wurde zwar nicht erreicht, aber mit gegen 80 000 verkaufter Saisonkarten ein Spitzenresultat erzielt. War das ein einmaliger, gelunge-
ner Marketinggag? Und wie reagiert die Konkurrenz? Die letzte Frage ist geklärt. Auf kommende Saison dürfen sich die Skifahrer wirklich freuen – zum Beispiel an 21 Skigebieten in der Schweiz, die tolle Angebote haben – vom westlichsten bis zum östlichsten Zipfel des Landes. Beispiel Berner Oberland mit dem «Top4-Pass». Für 666 Franken fahren Erwachsene auf den Pisten von Adelboden-Lenk, Gstaad, Jungfrau Ski Region und MeiringenHasliberg. Günstigere Hotelpreise in der Schweiz Skifahren wird in der Schweiz auch für Ausländer günstiger. Dank dem gestiegenen Eurokurs müssen die ausländischen Gäste 6,5 Prozent weniger für ein Skiticket bezahlen. Im gleichen Masse günstiger sind auch die Übernachtungspreise, zumal die Hotellerie die Preise ohnehin deutlich gesenkt hat. Gemäss Schweiz Tourismus 6 Prozent im Vergleich zum Jahr 2008, als die Frankenaufwertung begann.
Interessant wird es aber erst, wenn Gastgeber zusätzliche Vergünstigungen einbauen wie Tageskarten für Bergbahnen zum Beispiel. Die Übernachtungspreise in Hotels sind vor allem in den bekannten Skiregionen bei uns immer noch am oberen Limit. Preisaufschlag in Österreich Beim östlichen Nachbarn wird seit Jahren grossen Wert auf die Infrastruktur gelegt und jährlich ﬂiessen namhafte Gelder in neue oder bestehende Transportanlagen. Auf die Saison 2017/18 wurden die Preise für Skitickets erhöht – im Schnitt zwischen 2 und 5,9 Prozent. Den grössten Aufschlag machte Sölden (6-TagesSkipass um 5,9 Prozent auf 285 Euro). Die 6-Tages-Skipass-Preise sind in Österreich aber eher moderat. So bezahlt man für den Zillertaler Superskipass 249 Euro, für die SkiWelt Wilder Kaiser-Brixental 239.50 Euro. J O S E PH W E I B E L ( R E D A KT I O NE L L E M I TA R BE I T : S I N J A G RÄ P PI )
WESTSC HWEIZ
WESTSCHWEIZ Magic Pass: Saisonabo für 25 Skigebiete zum Startpreis von 359 beziehungsweise 249 Franken (Kinder). Dabei handelt es sich um die Preise bei der Lancierung im April. Derzeit kostet der Magic Pass 1299 beziehungsweise 799 Franken (Kinder). magicpass.ch
PORTES DU SOLEIL Border Pass: Saisonkarte im Skigebiet Portes du Soleil für Jugendliche und Kinder bis 26 Jahre für 400 Franken. Zudem gibt es zu jedem Erwachsenenabo (800 Franken) einen kostenlosen Kinderpass (bis 10 Jahre) sowie fünf Gutscheine für Tageskarten in anderen Walliser Skiregionen. de.portesdusoleil.com/winter.html
REGION 4 VALLÉES Mont4Card: Unter 25-Jährige zahlen für das Jahresabo im Skigebiet 4 Vallées 400 anstatt 1402 Franken. Das Angebot ist verfügbar bis 30. November und enthält Gratiseintritte für Partnerskigebiete im Inund Ausland. Ausserdem erhalten bisherige Saisonoder Jahresabobesitzer, die einen neuen Gast werben, 40 Prozent Rabatt auf ein neues Abo. Auch der neuerworbene Gast erhält diesen Preisnachlass. mont4card.ch
FOTOS: SEILBAHNEN SCHWEIZ
GSTAAD / LES DIABLERETS Glacier 3000 Pass: Saisonabo im Skigebiet Glacier 3000 für 300 Franken. Kinder bis 16 Jahre bezahlen 150 Franken. Angebot verfügbar bis 15. November. Preisnachlässe gibt es auf Abos von Partnergebieten. glacier3000.ch
BLATTEN-BELALP Familienkarte: Winterabo im Skigebiet BlattenBelalp für die ganze Familie (zwei Erwachsene und Kinder bis 16 Jahre) für 999 Franken. Obwohl die angestrebte Zahl von 999 verkauften Abos bis zum 31. Oktober nicht ganz erreicht wurde, kam die Aktion zustande. Zudem bietet das Skigebiet seit letztem Winter wetterabhängige Tageskarten (bis zu 50 Prozent Ermässigung). belalp.ch/familien.php ZERMATT Auf die Easy SkiCard lassen sich Punkte laden, die pro Skigebiet benutzter Liftanlage abgebucht werden. Der Gast zahlt nur das, was er vom Angebot nutzt. Die Stundenkarte (85 Franken) ermöglicht einen zeitlich beschränkten Einsatz in den Vormittagsstunden: Bei Rückgabe nach einer, zwei oder drei Stunden erhält der Käufer 30, 20 oder 15 Franken zurückerstattet. Nach 11.30 Uhr verfällt die Möglichkeit einer Rückvergütung. Mit der Wolli Card fahren Kinder bis 9 Jahre in Begleitung eines Erwachsenen mit Mehrtagespass gratis und proﬁtieren von weiteren Leistungen. matterhornparadise.ch zermatt.ch/wollicard
ALETSCH ARENA «Schgi fer frii»: Vom 8. Dezember bis am 14. April fahren Kinder bis 20 in der gesamten Aletsch Arena an jedem Samstag kostenlos, Skikurs und -ausrüstung inklusive. Kooperation: Besitzer eines AletschArena-Saisonskipasses können an je fünf Tagen in den Skigebieten 4 Vallées, Portes du Soleil und San Domenico (I) kostenlos Ski fahren. aletscharena.ch/samstag-ski aletscharnea.ch/skipass SAAS-FEE WinterCard: Saisonabo für 233 Franken gültig in Saas-Fee, Saas-Almagell, Saas-Grund und SaasBalen. Die WinterCard Gold für 333 Franken enthält zusätzliche Leistungen und Vergünstigungen. Angebot verfügbar bis 17. Dezember. saas-fee.ch/wintercard
BERNER OBERLAND Top4-Skipass: Saisonabo für 666 Pistenkilometer und 666 Franken (Erwachsene), 499 Franken (Jugendliche) beziehungsweise 333 Franken (Kinder). Gültig in den Skiregionen Adelboden-Lenk, Gstaad, Jungfrau Ski Region und Meiringen-Hasliberg. Das Angebot beinhaltet 33 Prozent Rabatt in beteiligten Hotels sowie Preisnachlass auf Partnerangebote. Verfügbar bis 15. Dezember. top4.ski
STOOS Familie-Steilpass: Saisonabo für 540 Franken im Skigebiet Stoss. Gültig für einen Erwachsenen mit allen eigenen Kindern bis 16 Jahre. Angebot verfügbar bis 30. November. familiensteilpass.ch
ANDERMATT SEDRUN Flexible Tagespreise: Gemeinsam mit Ticketcorner führt die Skiarena Andermatt Sedrun ab diesem Winter ﬂexible Tageskarten ein. Wie viel die Tageskarte kostet, hängt künftig von Faktoren wie etwa der Saison, dem Wochentag, dem Buchungsdatum oder dem Wetter ab. An zehn Wochentagen im Januar kostet die Tageskarte zudem jeweils pauschal nur 10 Franken. skiarena.ch
ENGELBERG Jubiläumsabos: Anlässlich des 75-Jahr-Jubiläums der Skilifte Klostermatte offeriert das ganze Skigebiet Brunni Rabatte auf Saisonabos: Kinder bis 15 Jahre zahlen 75 Franken, Jugendliche bis 19 Jahre 175 Franken und Erwachsene 275 Franken. brunni.ch ENGELBERG-TITLIS Geld-Zurück-Garantie: Sollte zwischen dem 18. November 2017 und dem 27. Mai 2018 wegen Schneemangels im Skigebiet Engelberg-Titlis keine fahrbare Piste verfügbar sein, werden die Kosten für die entsprechende Übernachtung und den Skipass zurückerstattet, verspricht die Destination. engelberg.ch/lockerbleiben ELM Familien-Saisonkarte: Die Sportbahnen Elm lancieren ein Familien-Saisonabo für 1440 Franken. Gültig für zwei Erwachsene und beliebig viele Kinder bis 20 Jahre. Für 930 Franken gibt es das Abo für einen Erwachsenen mit bis zu zwei Kindern. sportbahnenelm.ch
SPLÜGEN Grenzenlos einheimisch: Sämtliche Gäste im Wintersportgebiet Splügen Tambo bekommen ab diesem Winter das Saisonabo zum Einheimischentarif (Erwachsene: 390 Franken). Kinder bis 12 fahren neu gratis. Neu sind zudem Schlechtwetterkarten sowie ein Ski-Schnupperwochenende (8. bis 10. Dezember), welches für jeden kostenlos ist. spluegen.ch/tarife SAVOGNIN Tageskarten-Vorverkauf: 66 Prozent Rabatt auf Tageskarten im Skigebiet Savognin an zehn ausgewählten Tagen. Die Preise reichen von 9.90 bis 19.40 Franken. Die Bestellfrist endet am 31. Oktober. savogninbergbahnen-vorverkauf.ch/ tageskarten.html AROSA LENZERHEIDE First Minute Deal: Je früher man sein Skibillett über den Webshop für das Schneesportgebiet Arosa Lenzerheide kauft, desto günstiger ist es. Die Preisnachlässe variieren je nach Wochentag oder Saison und sind zahlenmässig limitiert. Die Tickets sind ab dem 13. November erhältlich. arosabergbahnen.om/rates/ticketshop.ch DAVOS KLOSTERS Familien Topcard: Familien, die im Besitz einer Topcard (aktuell 2700 Franken) sind, können für jedes ausgewachsene Kind bis 35 ein Jahresabo
für 250 Franken dazukaufen. Das Angebot ist gültig in den Skigebieten Davos Klosters (ohne Schatzalp), Flims Laax Falera sowie der Silvretta Arena Ischgl/ Samnaun. Im November und Dezember gibt es bis zu 30 Prozent Ermässigung auf Tageskarten. topcard.info davos.ch/winter/berge/tarife-tickets CHUR Ganzjahresabo «Uffa!»: Jahresabo ab 249 Franken für das Gebiet Brambrüesch. Das Angebot richtet sich nur an Einheimische. Die Aktion kommt nur zustande, wenn bis am 30. November 1111 Bestellungen eingehen. uffa.ch BRIGELS Verbilligtes Jahresabo: Wer bis zum 31. Mai eine Jahreskarte für die Bergbahnen Brigels reservierte, bekam diese für 490 statt 715 Franken. Das Angebot war an die Mindestverkaufszahl von 2000 verkaufte Abonnements gebunden. Die Zahl wurde übertroffen. brigels-bergbahnen.ch
OSTSCHWEIZ BAD RAGAZ / WANGS Wetterabhängige Tageskarten: Je nach Wetterprognose gibt es bis zu 50 Prozent Rabatt auf Tageskarten im Skigebiet Pizol: Je ungünstiger die Wetterprognose von SRF Meteo ist, desto günstiger wird die Tageskarte. Karten können frühstens sieben Tage im Voraus gekauft werden. Das Angebot wurde bereits im letzten Winter eingeführt. tipo.ch/pizol
( QUELLE: HOT EL REV UE)
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30 Mal gÃ¼nstiger Ski fahren Die Ski Card schafft auch kommende Wintersaison wieder Mehrwert fÃ¼r Swiss-Ski-Mitglieder. Mit der Ski Card fÃ¤hrt man in 30 Skigebieten in der Schweiz 20 Prozent gÃ¼nstiger.
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inzige Bedingung: Eine Ski Card fÃ¼r sechs Franken erhalten nur Swiss-Ski-Mitglieder. Die Karte kann auf www.swiss-ski.ch online bestellt werden. Auf die Ski Card lassen sich nicht nur die 30 Skiregionen mit VergÃ¼nstigung auï¬&#x201A;aden, sondern noch 40 weitere Stationen. Zurzeit lÃ¤uft zudem eine Aktion fÃ¼r ein Gutschein-Set im Wert von 84 Franken. Darin enthalten sind zwei Ski Cards und ein Gut-
DIE 30 S KIGEBIETE Westschweiz Å¡ .HLQH Wallis Å¡ 6DDV*UXQG Å¡ /HXNHUEDG$OELQHQ7RUUHQW
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La Voix Romande. RSF-GSFR 40 Jahre Skilanglauf
nde letzter Oktober – Treffpunkt Grand Hôtel in Les Rasses – der Zauber des Skilanglaufs im Jubiläumsﬁeber! Die beiden Langlaufvereinigungen «Romandie Ski de Fond (RSF)» und «Groupement des Skieurs de Fond des Rasses (GSFR)» feierten ihr 40-jähriges Bestehen. Tolle Stimmung. Schöne Reden und Sonnenschein. Und dies in einem Prunkstück von Saal, im Retrostil, mit einer von Laurent Donzé organisierten Ausstellungsvernissage. Der Sammler, Skiläufer und Präsident der RSF hat es sich nicht nehmen lassen, geschichtliche Müsterchen zum Skilanglauf in Text und Bild zu präsentieren. So zeigte er auf, dass die Freiluftsportart mit der Entwicklung von immer ausgeklügelteren Materialien im Laufe der Jahre an Attraktivität gewonnen hat. Wie wahr! In der Westschweiz brauchte es vier Jahrzehnte, bis der beliebte Skilanglauf ein umfangreiches Spektrum an Aktivitäten umfasste, aus den Langlaufterrains wurden Spielwiesen. Am Anfang waren es eine Handvoll Menschen, mit gesundem Menschenverstand, voller ansteckender Begeisterung, Wegbereiter, die sich die Zukunft ausmalten. Eroberer sozusagen, welche die Geschichte neu schreiben wollten. Einfallsreiche Männer, aber auch Frauen, hielten die Flagge hoch und realisierten voller Tatendrang viele ihrer Ideen. Zu einer Zeit, als der Ausnahmeathlet Dario Cologna, geboren am 11. März 1986 in Val Müstair, noch nicht von sich reden machte, schmiedeten sie schon Pläne und öffneten die Tore für Entspannung und Spass in unseren ländlichen Geﬁlden. Einfache, aber sympathische Zentren ermöglichten den Fortschritt. Oft waren diese Visionäre allein, wenn sie, geklammert an die Lenkstange ihres Schneemobils, die Spuren zogen. Sie haben dem Skilanglauf mit traditionellen Methoden den Weg geebnet. Als der Skilanglauf mehr und mehr Auftrieb erlangte, kamen neue Haudegen dazu und nahmen die Zügel in die Hand. Auch, um zu verhindern, dass man sich im Kreise drehte. Die schlagkräftige, im Jahr 1978 gegründete
«Communauté romande pour le ski nordique (CRSN)» wurde 1996 in «Romandie Ski de Fond (RSF)» umgetauft. Mithilfe von qualitätsbewussten und für neue Ideen offenen Akteuren und mit viel Verständnis für realistische Budgets zählt der Verband heute 43 Langlaufzentren. Vom Vallée de Joux zu Les Diablerets über den Col des Mosses, die Vue-des-Alpes, die Franches-Montagnes bis hin zu Ste-CroixLes Rasses … Mehr Informationen ﬁnden Sie auf dieser grossartigen Website: www.skidefond.ch. Zurück in Les Rasses: Hier stand ein Wiedersehen mit Hugues Gander auf dem Programm. Als Präsident des GSFR hat er es sich zur Aufgabe, ja zum Vergnügen gemacht, zahlreiche Momentaufnahmen zur Frage «Was hat uns während der letzten 40 Jahre beschäftigt?» zu enthüllen. Aufnahmen, die es dank der Erinnerungskiste der Vereinigung im Überﬂuss gab. Sie haben auch die Vielzahl an regionalen Champions heraufbeschwört. Oder sie liefer-
ten Infos zu den im Entstehen begriffenen Plänen im nachbarschaftlichen Bullet-Les Cluds. Dort stehen drei Projekte im Vordergrund: Ein neues Zentrum, wo man sich wohlfühlen soll. Eine beleuchtete Wegführung und, als «lebensrettende» Massnahme für eine Region, die den Skilanglauf seit jeher im Blut hat, die künstliche Beschneiung, die eine Trainingspiste möglich machen soll. Das alpine Gebiet von Ste-Croix-Les Rasses (neun Anlagen) seinerseits verfügt ja schon über Schneekanonen. Aus ﬁnanzieller Sicht landete man zudem einen Marketingcoup mit dem Abonnement zu 99 Franken, das diese Saison angeboten wird. Die Knülleraktion «T’es royé» nach dem Crowdfunding-Prinzip ist Realität geworden. Seitdem Saas-Fee diese Formel erfolgreich lanciert hat, verbreitet sich diese Geldaktion in der Schweiz mehr und mehr. Eine elegante Art, die Kassen klingeln zu lassen und gleichzeitig den Schneesport anzukurbeln. Schlussendlich hat es Laurent Donzé nicht unterlassen, auf die schon 40 Jahre dauernde Anwendung dieses Bezahlsystems hinzuweisen, wonach die Zutrittskarten zu den Langlaufgebieten zu einem für gewisse Gegenden einheitlichen Tarif angeboten werden. So kostet eine Karte für die ganze Schweiz beispielsweise 140 Franken, diejenige für die Schweizer Jurakette 80, die Wochenkarte 40 und die Tageskarte 12 Franken. Wenn man bedenkt, dass ein Pistenfahrzeug zwischen 30 000 und 200 000 Franken und eine Stunde Loipenpräparierung etwa 1500 Franken kosten, sind diese Preise nicht mehr als eine milde Gabe! Es ist doch allgemein bekannt, dass die 43 nordischen Zentren erfahrungsgemäss Loipen für Klassisch wie auch Skating in hoher Qualität aufweisen. Schliesslich stehen die Ampeln auch wegen der abnehmenden Frankenstärke auf Grün. Nun gilt es nur noch, die Gäste mit dem entsprechenden Lächeln zu empfangen! Ein Lächeln, das im Grand Hôtel Les Rasses schon jetzt ein Gütesiegel verdient hat.
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Ganz sicher – schneesicher! Seit der Wintersaison 2012/13 besitzen die Appenzeller Skifahrer am Skilift Horn permanent eingeschneite Skipisten. Dieser Geniestreich gelang dank einigen Enthusiasten und dank der Bevölkerung, die von Anfang an das Vorhaben unterstützte.
ie Meisterschaft des Ostschweizer Skiverbands in der Viererkombination oder die Schweizer Clubmeisterschaften mit den Gebrüder Forrer aus Wildhaus fanden grosse Beachtung. Sonja Nef setzte mit ihren grossen Erfolgen im Ski-Weltcup und an der Ski-Weltmeisterschaft einen vorläuﬁgen Höhepunkt.
Startschuss vor fünf Jahren Am Samstag, 10. November 2012, wurde zum Einweihungsfest nach Schwende eingeladen. Zuvor aber fanden umfangreiche Vorarbeiten statt, bis überhaupt das Projekt in Angriff genommen werden konnte. Gegen 1000 Genossenschafter, 130 Sponsoren, Skiclubs, Schulen, Bezirke und der Kanton sorgten für die Finanzierung des Vorhabens. Über 1,56 Mio Franken kamen zusammen. Das bis zu 21-köpﬁge Projektteam startete Ende 2008, später 2012 wurde daraus eine Genossenschaft mit einem Verwaltungsrat gegründet. Diese Dynamik war beispielhaft. Erforderte aber viel personelles Engagement. Zeitweise opferten wir fast jeden freien Abend, sagt Niklaus Fritsche zusammen mit Roman Hänggi einer der Initianten. Aber es hat sich ausbezahlt. Heute nach sechs Jahren ist daraus ein KMU mit 25 Teil- und Vollzeitbeschäftigten geworden. Die Schneesportschule Schwende wird seit 1996 von der ehemaligen Skirennfahrerin Susanne Kölberer geführt. Jahr für Jahr können steigende Frequenzen vermeldet werden. Seit der Beschneiung des Geländes hat sich die Zahl der Lektionen verdoppelt. Die Skischulleiterin lobt die gute Präparation des Skischulgeländes. Die Lektionen sind besser planbar und dank dem Zauberteppich und dem originellen Beizli «Höttli» wirkt der ganze Auftritt professioneller. Die diversen Anlässe bevölkern die Pisten.
Konzepte haben gegriffen In der kommenden Wintersaison sind ab Mitte Dezember bis am Saisonschlusstag am Ostermontag rund 17 Anlässe geplant. Darunter Kinderskirennen, mehrere FIS-Rennen, Trainingskurse oder Nachtslaloms für jedermann. Zurückblickend haben die erarbeiteten Konzepte voll gegriffen. In der Kommunikation legte man Wert darauf, die Bevölkerung umfassend und transparent zu informieren. Jede Hauptversammlung der Skiclubs wurde besucht. Das Bedürfnis in der Bevölkerung und insbesondere als Freizeitangebot für die Jugend wurde allenthalben anerkannt. Dies zeigte sich auch im Resultat der Finanzierung. Die Kantonalbank und die Skidestinationen Lenzerheide/Arosa und Titlis/Engelberg standen Pate. Mittlerweile entwickelte sich die Anlage kontinuierlich. Die Pisten beﬁnden sich zwar schattseitig. Aber von einem Schattendasein kann keine Rede mehr sein. Die Skiclubs haben Zuwachs. Optimistische Schätzungen gehen davon aus, dass jeder 10. Appenzeller Einwohner einem Skiclub angehört. Für den Dachverband Swiss-Ski eine Traumquote. Kaum auszudenken, was das gesamtschweizerisch bedeuten würde. Ein skifahrerisches Schlaraffenland mit unglaublichen Perspektiven. HANS BIGLER
Initiative lanciert Diese Tatsache war war eines von mehreren Motiven für das Initiativkomitee im Skigebiet Ebenalp-Horn ein Projekt mit beschneiten Skipisten zu verwirklichen. Auf der FIS-homologierten Piste am Horn fanden mehrere Wettkämpfe statt, die aber sukzessive vom Kalender verschwanden. Der Schneemangel machte den Organisatoren zu schaffen. Eines der letzten Rennen fand 1979 statt, mit dem Sieg von Marcel Sulliger. Der Berner Oberländer holte sich 1993 und 1994 zweimal den Gesamtsieg im FIS-Europacup. Nach und nach machte sich der Wunsch breit, eine Pistenbeschneiung zu realisieren. Vor allem die Skiclubs litten unter den instabilen Schneeverhältnissen, die einen geregelter Trai-
ningsbetrieb erschwerte. Dazu brauchte es ein paar Visionäre, die nach Abklärungen an diversen Orten das Skigebiet Horn mit dem Lift als ideal betrachteten.
2018 JANUAR 2017
Service // Ski-Festival Zermatt
SCHNEE, SONNE UND ANGENEHME TEMPERATUREN Ski-Festival Zermatt 2017
Schnee, Sonne und angenehme Temperaturen sind i d die d optimalen Zutaten für einen traumhaften Wintereinstieg. Das passt nicht immer gut zusammen. Am 38. Ski-Festival 2017 stimmte die Mischung – und wie! Über den gelungen und exklusiven Skiauftakt im Matterhorndorf freuten sich nicht nur die wiederum zahlreich angereisten Gäste aus der ganzen Schweiz und dem Ausland, sondern auch unsere Stargäste aus dem Skizirkus. Mit dem Ex-Radrennbahnweltund Europameister Franco Marvulli (40) war auch ein «Quereinsteiger» mit dabei. Sein Kommentar: «Ich habe schon viele tolle Anlässe erlebt. Das Ski-Festival ist wirklich einzigartig.» Nächstes Jahr geht es bereits in die 39. Runde mit vielen Überraschungen und erstmals nach Saisonstart. Unbedingt notieren: 27. November bis 2. Dezember 2018.
5 Vorbildlich wurden die Faszien gestreckt und Dehnungsübungen ausgeführt, bevor die beiden Solothurner Urgesteine Roger Saudan und Joseph Weibel geschmeidige Schwünge durch den Schnee zogen. 6 Vor der Kulisse des Monte Rosa präsentieren sich im Partnerlook Jean-Marie Martin und Xavier Mutter aus Genf. 7 Urs Räber schaut auf mehr als dreissig Jahre Aktivkarriere zurück, als Publikumsmagnet gilt er mehr denn je. Der Schweizer Skirennfahrer ist doppelter Weltcupsieger, nahm an den Olympischen Winterspielen 1984 in Sarajewo teil und ist Gewinner der kleinen Kristallkugel. Nicht ganz so schnell wie in seinen Abfahrten von früher, aber dennoch weltmeisterlich unterwegs mit der grossen Gruppe, v.l.n.r. vorne,
Sonia Philipp, Nicole Faust, Pilou Destraz, hinten: Denis Megevand, André Philipp, Isabelle und Nicolas Terrier, Susanne Megevand. 8 Esther Michaud und Werner Lang sind bester Laune und bereit für den perfekten Skitag. 9 Posieren vor dem weltberühmten Matterhorn mit dem doppelten Weltmeister Mike von Grünigen: v.l.n.r. Ursula und Ernst Kradolfer, Karin Huser und Hans-Ruedi Häusermann. 10 Glücklich gemeinsam unterwegs: Michael und Monika Bletsch. FOTOS: B& S
1 Franco Marvulli, ehemaliger RadrennbahnProﬁ, 4-facher Weltmeister und 5-facher Europameister. 2 Die fröhliche Gruppe posierte noch kurz im glitzernden Weiss bevor es gemeinsam ab auf die Piste ging. V.l.n.r.: André Philipp, Nicolas und Nicole Faust, Maria Bernasconi, Alt-Nationalrätin, Sonia Philipp, Isabelle Terrier, Daniel Roth. 3 Marco und Tarja Monetti versuchten sich als Pistenschmöcker und sagen eine anständige Skisaison voraus. Die Schneemenge, die heute bereits liegt, soll als gutes Omen gelten. 4 Top gestylt in schicker Skimontur testen Hans-Peter und Lilo Jost diverse Skimarken und entscheiden sich gleich nach dem SkiFestival für den Ski der Saison 2017/2018.
11 Ein Wunsch geht in Erfüllung. Unsere Gäste sind überglücklich, endlich mit den beiden Skistars Karin Seewer-Roten und Bruno Kernen den Tag gemeinsam auf der Piste verbringen zu dürfen. Die beiden top Athleten haben sich vor mehr als zehn Jahren aus der Aktivkarriere verabschiedet und gelten mehr denn je als Publikumslieblinge. Ob Abfahrt oder Slalom, beide brillierten in verschiedenen Disziplinen an unzähligen Weltcuprennen. Hier strahlen um die Wette v.l.n.r. Hans-Peter Brehm, Barbara Furrer Brehm, Rita und Sepp Waser, Sonja und André Philipp, Nicole Faust, Denis und Suzanne Mégevand, Daniel Roth, Isabelle Terrier, Maria Bernasconi, Nicolas Terrier. 12 Freuten sich über das Wiedersehen: Hugo Trachsler (Organisator der Schweizer Strassenmeisterschaften in Affoltern am Albis), Franco Marvulli (Radrennbahn-Proﬁ und VIP am Ski-Festival) und Marius Stutz.
13 Nach dem Motto «an die Piste gewöhnen» führte Bruno Kernen seine Skifans die Abfahrt hinunter: Sylvia Vazquez, Claudine Cattaruzza, Carine und Michel Jeannot. Der Weltmeister, temporeicher Fernsehkamerafahrer und erfolgreicher Unternehmer ist dem Skisport auch zehn Jahre nach seinem Rücktritt eng verbunden (www.brunokernen.ch). 14 Freuen sich über den angenehmen Rundumservice am Ski-Festival: Claudine Mignot, Antoinette Hauswirth und Jacques Mignot. 15 Patricia Abt und Yvonne Widmer fahren sich lieber zuerst ein, bevor sie sich mit einem Skistar auf die Piste wagen. 16 Barbara Furrer Brehm, Hans-Peter Brehm und Marianne Brehm sind warm eingepackt. 17 Pius Letter, Thomas Bosshard und Richard Margadant ﬁnden das Leben heute besonders schön. 18 «Stöckli forever» sind sich Rico und Heidi Lucchini aus Forch einig. 19 Sind glücklich über die drei wunderbaren Tage und geniessen den perfekten Traumtag: Ueli Wüthrich und Lilo Begert vor dem Monte-Rosa-Massiv.
Wir freuen uns auf ein Wiedersehen am Ski-Festival Zermatt 2018. Reservieren Sie sich dazu bereits heute das Datum 27. November bis 2. Dezember 2018.
Fünfmal aufgeschnappt 1
Dank Mixed-Reality sieht Ski-Star Carlo Janka in die Zukunft: Auf einer Baustelle, sieht er schon heute, wie ein Haus aussieht, das einen Teil seines Energieverbrauchs künftig selbst herstellt. Die inneren Werte zählen – nicht nur bei den Menschen. Das, was ein Haus zu einer Wohlfühloase macht, liegt hinter der Fassade: unter anderem die Gebäudetechnik. Dank BKW Home Energy können Häuser bald einen Teil ihrer Energie selbst herstellen. Als Ski-Star Carlo Janka die Baustelle betritt, ist davon noch nichts zu sehen. Bis er die Hololens-Brille aufsetzt. Plötzlich sieht Janka das ganze System von Home Energy. Blickt er in Richtung Dach, sieht er die Fotovoltaik-Panels. Schaut er in den Keller, erscheinen die Wärmepumpen für Heizung und Wasser sowie der Solarstromspeicher. So wird das Haus zu einem kleinen Kraftwerk, das die selber hergestellte Energie intelligent verteilt und speichert. Dadurch werden Hausbesitzer zu Stromproduzenten. Dank des Solarspeichers können sie den Strom selbst verbrauchen, was preislich Sinn macht und den Kundinnen
TransTirol BikeRallye goes Slovenia Von 1. bis 7. Juli 2018 geht die nächste TransTirol BikeRallye über die Bühne. Diesmal gehts aus dem Tirol nach Slowenien. Ergänzt wird die gut 300 Kilometer lange Runde, bei der es etwa 10 000 Höhenmeter zu bewältigen gilt, durch kurze Abstecher nach Italien und Österreich. Die Landschaft ist einsam, abwechslungsreich und wild – die Wege sind nicht angelegt oder speziell für den Bike-Sport adaptiert. In den Bergen und Wäldern Sloweniens muss man sich die Trails erarbeiten. Wurzeln, grobe Steine, der ein oder andere umgestürzte Baum – diese Hindernisse gilt es zu überwinden. Der Lohn für die Mühen liegt in der unberührten Natur. Die TransTirol BikeRallye 2018 ist eine Entdeckungsreise durch die Bergwelt des Triglav Nationalparks und das traum-
Vielversprechender Winter für Parahotellerie
und Kunden die Gewissheit gibt, ihren selbst produzierten Strom zu konsumieren. Mit der Hololens-Brille, die die virtuellen Objekte in die Realität projiziert, geht die BKW neue Wege in der Beratung, macht diese erlebbar und die meist versteckte Technik sichtbar – die inneren Werte kommen zum Vorschein. Ski-Star Carlo Janka ist nach dem Rundgang auf der Baustelle begeistert von den Hololens-Brillen und BKW Home Energy. «Mit solchen Lösungen geht es in eine gute Richtung. In Richtung Zukunft», sagt Janka.
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haft schöne Socˇatal. Unvergessliche Mountainbike-Momente sind also garantiert. Teilnehmer der TransTirol BikeRallye fahren mit Startnummer, aber ohne Zeitdruck. Es besteht die Möglichkeit, mit Guides, allein oder mit Freunden die einzelnen Etappen zu absolvieren. Transportlogistik für Gepäck, Werkstattwagen, Mechaniker, Ersatzund Testbikes werden gleich bei der Anmeldung mitgebucht. Ausgesuchte Hotels mit guter regionaler Küche sorgen für eine gute Regeneration zwischen den Etappen. www.transtirol-bikerallye.com
600 Jugendliche freuen sich aufs Juskila Vom 2. bis 8. Januar 2018 ist es wieder soweit: 600 Jugendliche treffen sich an der Lenk im Juskila – dem grössten J+S-Schneesportlager der Schweiz. Kein geringerer als Bundesrat Johann N. Schneider-Ammann, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung, wird an der JUSKILA-Eröffnungsfeier teilnehmen!
Gute Buchungszahlen lassen die Vertreter der Parahotellerie Schweiz auf eine erfolgreiche Wintersaison hoffen. Die fünf Mitglieder von Parahotellerie Schweiz – das sind Reka, Interhome, TCS Camping, Schweizer Jugendherbergen und Bed and Breakfast Switzerland – blicken auf erfreuliche Sommer- und Herbstmonate zurück, wie sie in einer
Medienmitteilung schreiben. Mit ein Grund sei der erstarkte Euro und die damit verbundene erhöhe Nachfrage aus dem EuroRaum. Obwohl, oder gerade weil immer häuﬁger Kurzferien gebucht werden, sind auch die Aussichten auf die Wintersaison vielversprechend. Wenn nicht schlechte Schnee- und Wetterbedingungen kurzfristige Buchungen verhindern, dürfte einem erfolgreichen Winter also nichts im Wege stehen. mgt
Weitere Infos unter: swiss-ski.ch/events/juskila/
SGGM mit neuer Ausrüstungspartnerschaft Der Sportschuh-Hersteller Lowa Schweiz und der Outdoor-Ausrüster Schöffel Schweiz sind bis 2020 ofﬁzielle Ausrüstungspartner der Schweizer Gebirgsmediziner. Nicht nur hoch über dem Nebel, sondern auch verbunden mit allen Berggängern und Alpinisten: SGGM, Lowa und Schöffel wollen als Partner die Gebirgsmedizin gemeinsam und verstärkt in der Öffentlichkeit verankern. «Wir sind überzeugt, dass die der Nachhaltigkeit und Fairness verpﬂichteten Outdoormarken Lowa und Schöffel bestens zum Image und zur Arbeit der Schweizer Gebirgsmediziner passt», meint dazu SGGM-Präsidentin Corinna Schön. «Gemeinsam stehen wir auch über der Baumgrenze für Qualität und Sicherheit in allen Belangen.» «Es dreht sich alles um den Schutz der Menschen», begründet Schöffel-CEO Peter Jud seinen Entscheid, mit der SGGM eine Partnerschaft einzugehen. Für den
Geschäftsführer von Lowa Schweiz, René Urfer, ist es «die Bestätigung einer langen Freundschaft». Lowa unterstützt die SGGM seit Jahren regelmässig. Mit der neuen, ofﬁziellen Partnerschaft wolle man alles daran setzen, dass die Menschen in der Natur und am Berg ihre Möglichkeiten nutzen und geniessen können, erklärt Urfer. Dass dabei auch die (Ausrüstungs-) Sicherheit und im Notfall die medizinische Versorgung durch gut ausgebildete Gebirgsärzte wichtig sei, werde oft vergessen. www.sggm-ssmm.ch, www.lowa.ch, www.schoeffel.com JANUAR 2018
Raiffeisen kids ski day 2016 ad Airolo
La FSSI tra scuola, kids day e gobbe mondiali
a FSSI, Federazione sci Svizzera italiana, ha incontrato presso il Centro G+S di Bellinzona i suoi sci club in occasione della «serata dei presidenti». Circa la metà dei 51 club associati hanno risposto all’invito del presidente Enzo Filippini e del comitato direttivo, voluto anche per presentare alcune novità e il programma della stagione sulla neve 2017/2018. Gli sport invernali avranno il loro apice nel mese di febbraio con i Giochi olimpici di Pyeongchang e in Corea del Sud ci dovrebbero essere anche alcuni atleti della Svizzera italiana: Lara Gut nell’alpino, Marco Tadé e Deborah Scanzio nel freestyle, ma anche una serie di allenatori e membri dello staff di Swiss olympic. A livello regionale le attività della FSSI avranno invece un momento forte con una prova di Coppa del Mondo ad Airolo, quando nel mese di marzo giungeranno in Leventina i migliori interpreti della disciplina delle gobbe. Per l’alpino come sempre ricco il calendario delle gare per un settore che propone pure diverse novità a livello organizzativo. Il nuovo capo alpino Mauro Pini, ha presentato il progetto Tenero, o progetto ski and school, realizzato in tempi sorprendentemente molto brevi.
DICEMBRE2018 GENNAIO 2017
L’obiettivo della collaborazione tra FSSI e SPSE, Scuola professionale per sportivi d’élite, è in sostanza quello di migliorare la relazione tra scuola e sport, dove non è più lo sport a doversi adattare alle esigenze scolastiche, ma viepiù il contrario. I ragazzi legati alle discipline di scivolamento sulla neve inseriti in questo programma sono otto e dovranno confermare la loro attitudine sia con risultati scolastici che sportivi. Le loro giornate sono quindi scandite, già da settembre, da ritmi che vogliono prepararli per il salto di qualità verso i Centri di prestazione nazionali e in seguito i quadri di Swiss-Ski. Un percorso di certo lungo e impegnativo, anche per le famiglie, che la FSSI sta cercando di rendere più agevole e praticabile per gli sciatori della Svizzera italiana, ai q quali è
richiesto molta disciplina e il rispetto delle regole stabilite in questo progetto di certo all’avanguardia. Per la realizzazione di ski and school sono stati ingaggiati un nuovo allenatore, Luca Guglielmetti, e Francesca Leoni, tutor, che dovrà gestire le relazioni tra FSSI e SPSE seguendo i ragazzi nel loro percorso molto particolare di studio e sport. Con loro confermati Roberto Boselli, Alessandro Lazzarini e Stefano Pacinella, coadiuvati dal capo settore Mauro Pini e dal direttore sportivo FSSI Andrea Rinaldi. Per il settore fondo ci saranno le gare di Coppa continentale e Coppa svizzera di Campra che come tradizione attireranno in Ticino circa 250 corridori da tutta Europa. Importantissima per la FSSI è l’attività di promozione per i più piccoli che conferma anche nel 2018 i Raiffeisen kids ski day. Le due giornate, sabato 5 gennaio a Campo Blenio e mercoledì 31 gennaio ad Airolo, si svolgeranno dalle 14 alle 16 circa all’insegna del divertimento e dello sport sulla neve e, novità, ci saranno anche le discipline del fondo e dello snowboard ad afﬁancare alpino e freestyle. Informazioni e dettagli sulle attività della FSSI, così come il calendario e altre informazioni si trovano sul rinnovato sito della FSSI che vuole diventare viepiù il punto di riferimento per gli appassionati degli sport sulla neve (www.fssi.ch). E L I A S TA MPA N O N I
INFORMAZIONI E CONTAT TI Mauro Pini, nuovo capo alpini FSSI.
www.fssi.ch / info@fssi.ch
FOTO: F SSI
In occasione dell’annuale incontro tra FSSI e presidenti degli sci club afﬁliati, la federazione ha presentato alcune novità e programmi dell’imminente stagione, dove spiccano il lancio del progetto ski and school, i Raiffeisen kids ski day e la Coppa del mondo di gobbe ad Airolo.
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Die Emanzipation der Stiefkinder
och nie hat ein Skirennen, in dem es kein Schweizer auf das Podest schaffte, eine solche Resonanz ausgelöst. Im Slalom von Levi wurden Daniel Yule und Luca Aerni gemeinsam Vierte, Loïc Meillard Sechster und Reto Schmidiger Zehnter – vier in den Top Ten, ein historisches Ereignis! Das ist in 51 Jahren Weltcup einmalig. Selbst drei in den Top Ten hat es nur ein einziges Mal gegeben. Das war 1972 im kanadischen Banff, als Edi Bruggmann, Adolf Rösti und Heini Hemmi die Ränge 5, 6 und 9 belegten, also vor 45 Jahren. Damit der geneigte Leser für künftige Exploits gerüstet ist, hier einige Eckddaten aus der Slalom-Statistik: – Der letzte Schweizer Podestplatz im Weltcup: Silvan Zurbriggen 2. am 26. Januar 2010 in Schladming. – Der letzte Sieg: Marc Gini am 11. November 2007 auf der Reiteralm. – Der letzte Hahnenkamm-Triumph: Dumeng Giovanoli im Jahr 1968. – Der letzte Lauberhorn-Triumph: Joël Gaspoz im Jahr 1987. – Der letzte Olympiasieg: Edy Reinalter im Jahr 1948 in St. Moritz. – Der letzte Weltmeister: Georges Schneider 1950 in Aspen (USA). – Die letzte Olympiamedaille: Jacques Luthy 1980 in Lake Placid. – Die letzte WM-Medaille: Silvan Zurbriggen 2003 als 2. in St. Moritz. – Und die vorletzte WM-Medaille: Mike von Grünigen 1996 als 3. in der Sierre Nevada (Sp), 47 Jahre nachdem Weltmeister Georges Schneider als letzter Schweizer auf einem Podest gestanden war!
Diese Medaille ist deshalb von Bedeutung, weil von Grünigen nach seiner Bronzemedaille in einer Art und Weise Klartext sprach, wie man es vom sonst eher stillen Berner Oberländer nie erwartet hätte: «Eigentlich hat der Schweizer Verband diese Medaille gar nicht verdient!» Der Grund seines Ärgers: Die gesamte Delegation von Swiss-Ski war schon vor dem Slalom zu den Junioren-Weltmeisterschaften auf den Hoch-Ybrig abgereist. Niemand rechnete mit einem solchen Exploit. «Das zeigt», so MvG, «welchen Stellenwert Swiss-Ski dem Slalom beimisst.» Dabei wären gerade die Junioren-Weltmeisterschaften ein Beweis, dass die jahrzehntelange Slalom-Baisse nicht naturgegeben ist. Denn bei den Junioren errang der Schweizer Nachwuchs seit 2000 nicht weniger als fünf Titel durch Daniel Défago, Marc Berthod, Raphael Fässler (vor Ted Ligety!) und zweimal Reto Schmidiger.
In dieser Zeit gab es in den Abfahrt «nur» drei Junioren-Weltmeister (Dani Albrecht, Beat Feuz und Nils Mani) sowie zwei Super-G-Weltmeister (Beat Feuz und Ralph Weber). Im Weltcup ist die Bilanz diametral umgekehrt: 118 Siegen in der Abfahrt stehen 13 im Slalom gegenüber. Inzwischen ist die Emanzipation der einstigen Stiefkinder des Schweizer Skisports im vollen Gang. Levi ist erst eine Zwischensstufe. SlalomChef Matteo Joris, ein Italiener aus Courmayeur, der Steve Locher vor zwei Jahren ablöste, bläut seinen Athleten ein: «Ein 6. oder 10. Rang sind schöne Ergebnisse. Aber in zwei, drei Jahren hat man diese vergessen. Nachhaltig in Erinnerung bleiben nur Podestplätze.» Eine klare Ansage. Joris will «Athleten, die hungrig sind». Die Perspektiven sind in der Tat erfreulich. In den Top Ten der Slalom-Weltrangliste haben sieben das 30. Altersjahr schon überschritten, einige deutlich. Dagegen sind Reto Schmidiger und Ramon Zenhäusern als «älteste» Schweizer erst 25, Loïc Meillard sogar erst 21. Die Slalom-Artisten stehen längst nicht mehr im Schatten der andern Disziplinen. In Adelboden haben sie schon zweimal mit der TV-Einschaltquote die Riesen-Spezialisten übertroffen. Und auch gegenüber andern Sportarten haben sie die Emanzipation vollzogen: Im denkwürdigen 2. Lauf des Slaloms von Levi schauten ihnen 320 000 Personen (Marktanteil 41,0%) zu. Bei Roger Federers Startmatch an den ATP-Finals in London, unmittelbar danach, waren es nur noch 285 000 (34,3 %). Deutlicher könnte das Signal der Wertschätzung nicht sein.
IMPRESSUM Snowactive Januar 2018, 51. Jahrgang; erscheint 6-mal jährlich ISSN 1661-7185 Herausgeber und Verlag Strike Media Schweiz AG, Gösgerstrasse 15, 5012 Schönenwerd, Telefon 062 858 28 20, Fax 062 858 28 29 in Kooperation mit Swiss-Ski, Postfach, 3074 Muri, Telefon 031 950 61 11, Fax 031 950 61 12 Redaktion Snowactive Gutenbergstrasse 1, 4552 Derendingen, Telefon 058 200 48 28 Verlagsleitung Wolfgang Burkhardt Redaktionsausschuss Joseph Weibel (Leitung; j.weibel@snowactive.ch), Röbi Brandl, Wolfgang Burkhardt, Erika Herzig (Leitung; erika.herzig@swiss-ski.ch), Regula Lazzaretti (regula.lazzaretti@swiss-ski.ch), Annalisa Gerber (Sponsoring; annalisa.gerber@swiss-ski.ch)
Fotoredaktion Erik Vogelsang Inserate Prosell AG, Schönenwerd, Rebekka Theiler (r.theiler@prosell.ch), Wolfgang Burkhardt (w.burkhardt@prosell.ch) Übersetzungen Sprachdienste Vogt-Schild Druck AG, Derendingen/SO Konzept, Design und Produktionsverantwortung Brandl & Schärer AG, Olten, Röbi Brandl, Kurt Schärer Aboservice Prosell AG, Schönenwerd, info@prosell.ch, Telefon 062 858 28 28 Jahresabonnement CHF 49.– für ein Jahr, CHF 89.– für zwei Jahre (inkl. MwSt.) Copyright Strike Media Schweiz AG, Gösgerstrasse 15, 5012 Schönenwerd Nachdruck Nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Redaktion gestattet www.snowactive.ch, feedback@snowactive.ch, info@snowactive.ch
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Snowactive Januar 2018 Deutsch

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