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BDSG Novelle | Direktmarketing Blog
29. März 2010 • 07:32 0
BDSG §28: Neue Regelungen ab 01.04.2010 wegen Novellierung
Das „alte“ BDSG regelt den Umgang mit Meldungen an Auskunfteien und Wirtschaftsdienste (wie z.B. Schufa, Creditreform, etc.) im §28 Datenerhebung, -verarbeitung und -nutzung für eigene Zecke (Absatz 1, Nr. 2, 3).
Durch die Novellierung des BDSG am 01.09.2009 ergeben sich im §28 zum 01.04.2010 wichtige Änderungen! Sorgen Sie daher für eine gute Dokumentation dessen – denn die Geschäftsführung haftet hier persönlich.
Im Detail: Gemäß des neu eingeführten §28a BDSG ist die Übermittlung der sogenannten Negativmerkmale nur unter den dort aufgezählten Voraussetzungen zulässig. Die neue Vorschrift legt die Bedingungen für die Weitervermittlung von offen stehenden Forderungen, bestrittenen Kontosaldi oder dem Schuldner bis dato nicht bekannt gegebenen Information an den Vertragspartner (z.B. Kreditinstitut) fest.
Eine ausführliche Erläuterung und Vorher-/Nachher-Vergleiche finden Sie unter folgendem Link:
http://www.procado.de/Artikel/19780/Schufa-Meldungen.html
PS. Allgemein zum BDSG,
hier wichtige weiterführende Links zum Thema:
– BDSG 2009, die Änderungen im Überblick
– BDSG 2009, Gesetzestext mit eingearbeiteten Änderungen
Filed under: Branchen-News, Rechtslage, §28 BDSG, BDSG 01.04.2010, BDSG Novelle, BDSG Novellierung, Bundesdatenschutzgesetz, Datenerhebung, Datenverarbeitung
12. März 2010 • 12:00 1
Datenschutznovelle fördert Zurückhaltung bei Auftraggebern in Deutschland
Soeben im DDV-Newsflash gelesen: Die BDSG Novelle 2009 fördert die Zurückhaltung bei Auftraggebern.
Laut dem DDV stand im Krisenjahr 2009 die bisher durch kontinuierliches Wachstum gekennzeichnete Entwicklung der deutschen Dialogmarketingbranche unter neuen – erstmals seit Jahren – negativen Vorzeichen.
Weit mehr DDV-Mitglieder gaben für ihr eigenes Unternehmen einen gesunkenen Umsatz (40,5 Prozent) an als einen gestiegenen (28 Prozent). Hatte sich bereits 2008 ein leichter Rückgang angekündigt, so lag bis dahin zumindest noch der Anteil mit einem gestiegenen Umsatz weit höher als der Anteil mit einem gesunkenen Umsatz.
DDV Präsident Dieter Weng hierzu: „Das muss man nicht beschönigen: Die Krise hat die deutschen Unternehmen stark gebeutelt. Dazu hat neben der Finanz- und Wirtschaftskrise sicherlich auch die anhaltende Sorge und Unsicherheit um eine Einschränkung des Marktes durch die im September 2009 beschlossene Datenschutznovelle einen entscheidenden Teil beigetragen. Viele Auftraggeber haben zunächst ihre Budgets auf Grund der Rechtsunsicherheit des teilweise sehr erklärungsbedürftigen neuen Gesetzes auf Eis gelegt.“
Auch die Geschäftsentwicklung der gesamten Dialogmarketingbranche in Deutschland 2009 wurde negativ beurteilt (weniger zufriedenstellend: 55 Prozent, gar nicht zufriedenstellend: 14 Prozent). Ebenso die Investitionen: Nur gut ein Drittel der Befragten beurteilen die Entwicklung 2009 als eher zufriedenstellend.
Filed under: Branchen-News, Sonstiges, Studien und Trends, BDSG Novelle, ddv, Dialogmarketingbranche, Konjunkturbarometer
4. Dezember 2009 • 10:28 1
Wie reagiert man richtig bei einer Datenpanne?
Wie man mit einer Datenpanne richtig umgeht, ist den meisten leider völlig unklar. Und wenn das Glück es gut meint, ist dies für die meisten soweit auch erst mal nicht schlimm. Aber für den Fall der Fälle sollten Sie vorbereitet sein und Ihr Glück nicht zu sehr auf die Probe stellen. Ich habe Ihnen daher ein paar Tipps und Ratschläge zusammengestellt, die Ihnen bei den ersten Schritten nach einer möglichen Datenpanne helfen können:
Darum geht es: Nach der aktuellen BDSG-Novelle (seit 09/2009 gültig) und § 42a BDSG müssen nach einer Datenpanne unter Umständen bestimmte Informationspflichten zeitnah von Ihnen erfüllt werden, da sonst Bußgelder und andere Konsequenzen drohen.
Wann handeln?: Sind von einer Datenpanne spezielle Datenkategorien betroffen und drohen schwerwiegende Beeinträchtigungen für die Rechte oder schutzwürdigen Interessen der betroffenen Dateninhaber, sind die zuständige Aufsichtsbehörde und natürlich auch die Betroffenen selber zu unterrichten.
Wie handeln?: Keine Panik, Sie müssen sich kein Bein ausreißen und sofort tausende Briefe tippen, sondern erst einmal Ruhe bewahren und alles genau analysieren. Die Mitteilung an die Betroffenen hat zwar unverzüglich zu erfolgen, aber erst nach der Datensicherung, sprich wenn eine Strafverfolgung nicht mehr akut ist. Weiterhin sieht § 42a das BDSG vor, dass die Betroffenen eine Schilderung der unrechtmäßigen Kenntniserlangung der Datenpanne erhalten sowie zusätzlich eine Empfehlung für Maßnahmen zur Minderung möglicher nachteiliger Folgen.
Die Aufsichtsbehörde hingegen muss zusätzlich und vor den Betroffenen eine Erläuterung möglicher nachteiliger Folgen der Datenpanne und der von Ihnen daraufhin ergriffenen Maßnahmen erhalten.
Zudem sollten die betroffenen IT-Systeme durch Ihr Unternehmen nicht einfach verändert werden (sofern keine direkte akute Gefahr mehr von ihnen ausgeht). Vielmehr müssen die Spuren des Vorfalls für die Staatsanwaltschaft bewahrt werden. Besteht der Verdacht, dass Passwörter missbraucht wurden, sind diese umgehend zu deaktivieren und in Absprache mit den ermittelnden Stellen die entsprechenden Zugänge zu löschen. Wichtig ist hier wirklich, dass Sie alles absprechen und nicht in Panik handeln und Sperren/Löschen/etc. …
Externe Datenpannen-Meldungen an Sie: Wenn nun ein Dritter an Ihr Unternehmen herantritt und eine Datenpanne bei Ihnen meldet, sollte ebenfalls keine Panik ausbrechen, sondern zuerst die meldende Stelle um genaue Angaben gebeten werden (wie z.B.: Kontaktdaten, genaue Beschreibung des vermuteten Datenlecks, Art der Daten, wie bemerkt, etc. ).
Dann erfolgt sofort eine Prüfung dieser Meldung durch die definierten Verantwortlichen, wobei Ihr interner oder externer Datenschutzbeauftragter die Prüfung begleiten sollte. Stellt sich die Datenpanne als echt heraus, greifen die Maßnahmen der Information aller relevanten Stellen (Aufsichtsbehörde, Betroffene, etc.).
Fazit: In jedem Fall Ruhe bewahren und Ihren Datenschutzbeauftragten in alle Prozesse aktiv und umfangreich mit einbeziehen. Optimaler Weise (je nach Kompetenz und Verfügbarkeit) sollten Sie ihm die Leitung des Vorfalls überlassen.
Wenn Sie Ihrer Sorgfaltspflicht nachkommen, ist das Meiste geschafft und die Gefahr erst mal gebannt. Dann gilt es so etwas zukünftig zu vermeiden.
Filed under: Allgemein, Sonstiges, §42a BDSG, BDSG, BDSG Novelle, Datenpanne, Datenschutzbeauftragter
13. Juli 2009 • 22:28 0
Filed under: Allgemein, Branchen-News, Rechtslage, BDSG, BDSG Novelle, Berliner Datenschutzrunde, Bundesdatenschutzgesetz
28. April 2009 • 09:48 0
Filed under: Branchen-News, Rechtslage, BDSG Novelle, Datenschtz, Datenschutz, Gesetzte, Listenprivileg

References: §28
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 § 42
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