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Timestamp: 2019-11-14 18:51:11+00:00

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Anwartschaftsversicherung (GKV) | Haufe Personal Office Platin | Personal | Haufe
Eine Anwartschaftsversicherung hält den Versicherungsschutz in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) aufrecht. Leistungen können in dieser Zeit nicht bezogen werden. Da der Leistungsanspruch ruht, sind für die Anwartschaftsversicherung nur geringe Beiträge zu zahlen.
Sozialversicherung: Die Tatbestände, die zu einem Ruhen der Leistungen in der GKV führen, sind in § 16 SGB V normiert. Die Beitragsbemessung während der Dauer der Anwartschaftsversicherung regelt § 240 Abs. 4b SGB V.
1 Ruhender Leistungsanspruch
Eine Anwartschaftsversicherung ist möglich, wenn der Leistungsanspruch nach § 16 Abs. 1 SGB V aus folgenden Gründen ruht:
Eine Beschäftigung bei einer internationalen Organisation (z. B. UN) im Inland kann als beruflich bedingter Auslandsaufenthalt des Mitglieds angesehen werden.
2.1 Zugang zum Versicherungsschutz
Anwartschaftsversicherungen werden i. d. R. abgeschlossen, um nach Wegfall der Ruhensvoraussetzungen, z. B. Rückkehr nach einer Auslandsbeschäftigung oder Beendigung eines Dienstverhältnisses als Soldat auf Zeit, den Versicherungsschutz wiederaufleben zu lassen.
Pflichtversicherung für GKV-Rückkehrer macht Anwartschaftsversicherung entbehrlich
Durch die Versicherungspflicht nach § 5 Abs. 1 Nr. 13 SGB V für Personen ohne anderweitige Absicherung, fällt der Hauptgrund für den Abschluss einer Anwartschaftsversicherung weitgehend weg.
Sofern der Versicherte die Durchführung einer Anwartschaftsversicherung wünscht, kann die Krankenkasse dies nicht ablehnen.
Die Fortführung der Mitgliedschaft im Rahmen einer Anwartschaftsversicherung muss die besonderen individuellen Verhältnisse des Versicherten berücksichtigen.
2.2 Gründe für eine Anwartschaftsversicherung
Der Abschluss einer Anwartschaftsversicherung während eines beruflich bedingten Auslandsaufenthalts kann aus folgenden Gründen zweckmäßig sein:
Besteht wegen Überschreitens der Jahresarbeitsentgeltgrenze Versicherungsfreiheit und wird die Mitgliedschaft wegen einer Auslandsbeschäftigung zugunsten einer vom Arbeitgeber veranlassten privaten Gruppenversicherung gekündigt, besteht bei der Rückkehr nach Deutschland kein Beitrittsrecht. Für diese Personen tritt auch keine nachrangige Versicherungspflicht nach § 5 Abs. 1 Nr. 13 SGB V ein. Ein Wiederbeitritt in die GKV kann nur durch den Abschluss einer Anwartschaftsversicherung sichergestellt werden.
Das Mitglied möchte sicherstellen, dass die Voraussetzungen für die Pflichtmitgliedschaft in der Krankenversicherung der Rentner (KVdR) erfüllt werden (9/10-Belegung in der zweiten Hälfte des Berufslebens).
Das Mitglied möchte sicherstellen, dass es die Vorversicherungszeit für Pflegeleistungen erfüllt.
Das Mitglied möchte nach Beendigung des Auslandsaufenthalts hauptberuflich selbstständig tätig sein und sich dann als freiwilliges Mitglied in der GKV mit Anspruch auf Krankengeld versichern. Bei einer möglichen nachrangigen Versicherungspflicht nach § 5 Abs. 1 Nr. 13 SGB V ist der Krankengeldanspruch ausgeschlossen.
2.2.1 Beruflich bedingter Auslandsaufenthalt
Die Anwartschaftsversicherung bei beruflich bedingtem Auslandsaufenthalt ist insbesondere für den Personenkreis der wegen Überschreitens der Jahresarbeitsentgeltgrenze versicherungsfreien Arbeitnehmer von Bedeutung. Dabei macht es keinen Unterschied, ob es sich um eine Ausstrahlungsbeschäftigung oder um eine sonstige Beschäftigung im Ausland handelt. Sie ist in jedem Fall bei Aufenthalten in Ländern einzuräumen, mit denen in Bezug auf die Krankenversicherung kein Sozialversicherungsabkommen besteht (vertragsloses Ausland). Denn nicht immer ist sichergestellt, dass im Anschluss an den Auslandsaufenthalt ohne weitere Versicherung in der GKV ein Beitrittsrecht besteht.
2.2.2 Tätigkeit bei einer internationalen Organisation
Auch eine Beschäftigung bei einer internationalen Organisation kann als Auslandsaufenthalt, der durch die Berufstätigkeit des Mitglieds, seines Ehegatten oder eines seiner Elternteile bedingt ist, angesehen werden. Deshalb ist fre...

References: § 16
 § 240
 § 16
 § 5
 § 5
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