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Timestamp: 2019-11-18 16:26:57+00:00

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BFH, 24.01.2001 - I R 119/98 - dejure.org
https://dejure.org/2001,332
BFH, 24.01.2001 - I R 119/98 (https://dejure.org/2001,332)
BFH, Entscheidung vom 24.01.2001 - I R 119/98 (https://dejure.org/2001,332)
BFH, Entscheidung vom 24. Januar 2001 - I R 119/98 (https://dejure.org/2001,332)
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EStG 1990 § 8 Abs. 1, § ... 11 Abs. 1 Satz 1, § 19 Abs. 1 Nr. 1, § 38 Abs. 1 Satz 2 und Abs. 2 Satz 2, § 49 Abs. 1 Nr. 4, § 50 Abs. 5 Satz 1; EStG 1984 § 19a Abs. 6 Satz 5; DBA-Spanien Art. 15 Abs. 1 und 2
EStG 1990 § 8 Abs. 1, § 11 Abs. 1 Satz 1, § 19 Abs. 1 Nr. 1, § 38 Abs. 1 Satz 2 und Abs. 2 Satz 2, § 49 Abs. 1 Nr. 4, § 50 Abs. 5 Satz 1; EStG 1984 § 19a Abs. 6 Satz 5; DBA-Spanien... Art. 15 Abs. 1 und 2
Differenz zwischen Kurswert und Übernahmepreis bei Ausübung eines nicht handelbaren Optionsrechts auf Aktienerwerb für Arbeitnehmer als zu versteuernder Arbeitslohn
Lohnsteuer; Besteuerung von Aktienoptionen als Arbeitslohn bei einem beschränkt Steuerpflichtigen
Steuerliche Pflichten des inländischen Arbeitgebers
BFHE 195, 110
ZIP 2001, 1325
DB 2001, 1176
BStBl II 2001, 512
NZA-RR 2001, 376
Es wendete dabei die Grundsätze aus zwei Urteilen des Bundesfinanzhofs (BFH) aus dem Januar 2001 (BFH-Urteile vom 24. Januar 2001 I R 100/98, BFHE 195, 102, BStBl II 2001, 509; vom gleichen Tag I R 119/98, BFHE 195, 110, BStBl II 2001, 512) an.
Die durch die BFH-Urteile in BFHE 195, 102, BStBl II 2001, 509; in BFHE 195, 110, BStBl II 2001, 512 geänderte Rechtsprechung, wonach es auf eine zeitraumbezogene Betrachtungsweise ankomme, dürfe aus Vertrauensschutzgründen nicht zu Lasten der Kläger angewandt werden (§ 176 Abs. 1 Nr. 3 AO 1977).
Im vorliegenden Fall hätte das Finanzamt bei der erstmaligen Veranlagung nicht anders wie nach Ergehen der BFH-Urteile (in BFHE 195, 102, BStBl II 2001, 509; in BFHE 195, 110, BStBl II 2001, 512) entschieden, weil der BFH in diesen Urteilen seine bisherige Rechtsprechung bestätigt und fortentwickelt habe.
Der BFH habe in BFHE 195, 110, BStBl II 2001, 512 nur den Zeitraum geändert (BFH: Anreizlohn).
Dies sei erst durch die BFH-Urteile (in BFHE 195, 102, BStBl II 2001, 509; in BFHE 195, 110, BStBl II 2001, 512) durchbrochen worden; damit sei die Tatsache der Rechtsprechungsänderung gegeben.
Durch die BFH-Urteile (in BFHE 195, 102, BStBl II 2001, 509; in BFHE 195, 110, BStBl II 2001, 512) aus dem Jahr 2001 habe sich nichts geändert.
Im Übrigen sei darauf hingewiesen, dass auch im Urteilsfall des BFH-Urteils in BFHE 195, 110, BStBl II 2001, 512 der dortige Beklagte den gegenüber einem beschränkt Steuerpflichtigen ergangenen Einkommensteuerbescheid nach § 173 Abs. 1 Nr. 1 AO 1977 geändert hat, nachdem er von den während der Zeit der beschränkten Steuerpflicht zugeflossenen Einkünften aus dem verbilligten Bezug der Aktien nachträglich Kenntnis erlangt hatte.
Der BFH hat in seinen Urteilen vom 24. Januar 2001 I R 100/98 (BFHE 195, 102, BStBl II 2001, 509) und vom 24. Januar 2001 I R 119/98 (BFHE 195, 110, BStBl II 2001, 512) --soweit hier entscheidungserheblich-- seine frühere Rechtsprechung bestätigt und auf einen vergleichbaren Sachverhalt übertragen.
a) Der BFH selbst zitiert in seinem Urteil an der insoweit maßgeblichen Stelle (in BFHE 195, 110, BStBl II 2001, 512, unter II.5.b) frühere BFH-Urteile, denen er weiterhin folgt, und auf den dort vorliegenden, aus seiner Sicht vergleichbaren Fall überträgt.
Entsprechend hat der I. Senat des BFH (in BFHE 195, 110, BStBl II 2001, 512, unter II.3. und 4. der Gründe) das BFH-Urteil in BFHE 105, 348, BStBl II 1972, 596 zitiert und sich ihm ausdrücklich angeschlossen.
Der Senat geht mit den Beteiligten und der Rechtsprechung des BFH (in BFHE 195, 110, BStBl II 2001, 512) davon aus, dass es sich aufgrund der Optionsbedingungen insoweit um einen Anreizlohn für die Tätigkeit zwischen Einräumung und Ausübung der Optionen gehandelt hat.
Der angefochtene Einkommensteuerbescheid in Gestalt der Einspruchsentscheidung ist gemäß den Grundsätzen der Rechtsprechung des BFH (in BFHE 195, 110, BStBl II 2001, 512) auch im Übrigen rechtmäßig.
Wird einem Arbeitnehmer vom Arbeitgeber oder einem Dritten im Hinblick auf das Dienstverhältnis ein nicht handelbares Aktienoptionsrecht eingeräumt, fließt ein geldwerter Vorteil weder bei der Einräumung, noch zum Zeitpunkt der erstmaligen Ausübbarkeit zu, sondern erst bei verbilligtem Aktienbezug nach Optionsausübung (Anschluss an BFH-Urteile vom 24. Januar 2001 I R 100/98, BFH/NV 2001, 965, DStR 2001, 931, und I R 119/98, BFH/NV 2001, 968, DStR 2001, 934).
Zur Begründung im Einzelnen wird auf den Beschluss des erkennenden Senats vom 23. Juli 1999 VI B 116/99 (BFHE 189, 403, BStBl II 1999, 684, m.w.N.) und auf die Urteile des Bundesfinanzhofs (BFH) vom 24. Januar 2001 I R 100/98 (…BFH/NV 2001, 965, Deutsches Steuerrecht --DStR-- 2001, 931) und I R 119/98 (BFH/NV 2001, 968, DStR 2001, 934) verwiesen.
Folgerichtig hat der I. Senat im Fall I R 119/98 einen Zufluss erst im Ausübungsjahr 1990 angenommen, obwohl das 1986 eingeräumte Optionsrecht spätestens nach drei Jahren, mithin im Jahre 1989, erstmals ausgeübt werden konnte.
a) Ob auf Aktien, die der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer verschafft, die Bewertungsvorschrift des § 19a Abs. 8 Satz 2 EStG auch in Fällen anwendbar ist, in denen die Überlassung auf einem Aktienoptionsplan beruht, kann dahinstehen (vgl. auch BFH in BFH/NV 2001, 968, DStR 2001, 934).
c) Schließlich ist auch nicht der Auffassung der Kläger zu folgen, bei "nachgelagerter Besteuerung" zum Zeitpunkt der Optionsausübung könnte der Vorteil aus der Option im Inland nicht mehr erfasst werden, wenn der bezugsberechtigte Arbeitnehmer dann nicht mehr unbeschränkt steuerpflichtig sei (vgl. dazu BFH in BFH/NV 2001, 968, DStR 2001, 934); abgesehen davon würde dies nichts am Zuflusszeitpunkt ändern.
Deshalb ist der geldwerte Vorteil, ungeachtet der Endbesteuerung im Zuflussjahr, anteilig den Jahren der Laufzeit zuzuordnen mit der Folge, dass beispielsweise Vorteilsanteile, die auf Zeiten entfallen, in denen der Arbeitnehmer nicht unbeschränkt steuerpflichtig war, nach Maßgabe des einschlägigen Doppelbesteuerungsabkommens von der inländischen Besteuerung freizustellen und ggf. nur im Rahmen des Progressionsvorbehalts zu erfassen sind (BFH-Urteile vom 24. Januar 2001 I R 100/98, BFHE 195, 102, BStBl II 2001, 509, und I R 119/98, BFHE 195, 110, BStBl II 2001, 512).
Bei einem Aktienerwerb fließt dem Arbeitnehmer der geldwerte Vorteil in dem Zeitpunkt zu, in dem der Anspruch auf Verschaffung der wirtschaftlichen Verfügungsmacht über die Aktien erfüllt wird (BFH-Urteile vom 10. März 1972 VI R 278/68, BFHE 105, 348, BStBl II 1972, 596; vom 24. Januar 2001 I R 100/98, BFHE 195, 102, BStBl II 2001, 509, und I R 119/98, BFHE 195, 110, BStBl II 2001, 512; in BFHE 195, 395, BStBl II 2001, 689; in BFHE 209, 549, BStBl II 2005, 766, und in BFHE 209, 559, BStBl II 2005, 770).
FG Köln, 21.09.2005 - 11 K 276/04
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FG München, 17.09.2004 - 8 K 2726/03
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FG München, 29.05.2017 - 12 K 930/14
Arbeitnehmer, Arbeitgeber, Einspruch, Arbeitsvertrag, Aktien, Scheidung, Arbeit, …

References: § 8
 § 19
 § 38
 § 49
 § 50
 § 19
 Art. 15
 § 8
 § 11
 § 19
 § 38
 § 49
 § 50
 § 19
 Art. 15
 § 173
 § 19