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Timestamp: 2020-02-23 04:55:33+00:00

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Rechtsprechung: 3 U 19/10 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: LSG Hamburg, 05.02.2013 | LSG Berlin-Brandenburg, 04.03.2011
https://dejure.org/2011,4464
OLG Bremen, 09.05.2011 - 3 U 19/10 (https://dejure.org/2011,4464)
OLG Bremen, Entscheidung vom 09.05.2011 - 3 U 19/10 (https://dejure.org/2011,4464)
OLG Bremen, Entscheidung vom 09. Mai 2011 - 3 U 19/10 (https://dejure.org/2011,4464)
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§§ 831, 280 Abs. 1, 278 BGB; §§ 7, 9 StVG; § 116 SGB_X; § 14 Abs. 3 Nr. 4 BOKraft
Zur Eigenverantwortlichkeit des Fahrgastes für sicheren Halt im Bus und zum Anscheinsbeweis für die Verletzung eigener Sorgfalt
Betriebsgefahr - Sturz Fahrgast im Linienbus
Anscheinsbeweis für den Sturz eines Fahrgastes in einem Linienbus
Linienbusunfall - Haftung bei Sturz
Linienbus - Sturz eines Fahrgastes
Verkehrsrecht - Sturz im Linienbus
Keine Pflicht des Busfahrers zur Überprüfung des festen Halts aller Fahrgäste beim Anfahren - Sturz eines Fahrgastes spricht für fehlenden festen Halt
LG Bremen, 11.03.2010 - 6 O 1814/09
Dabei bedarf keiner Entscheidung, ob ein vollständiges Zurücktreten der Betriebsgefahr schon bei einfacher Fahrlässigkeit des Fahrgastes anzunehmen ist (so wohl: OLG Bremen NZV 2011, 540 m.w.N.; OLG Düsseldorf, Urteil v. 16.02.1998 - 1 U 125/97, BeckRS 1998, 13549, beck-online m.w.N).
Denn unter diesen Voraussetzungen bestünde auch im Falle des eigenen Handelns des Geschäftsherrn kein Anspruch (…Palandt/Sprau a.a.O. mit Hinweis auf BGH a.a.O.; OLG Bremen, NJW-RR 2011, 1245, Rdnr. 29 - zitiert nach juris; Senat, Urteil vom 27. November 2012, Az.: I-1 U 50/12).
Denn unter diesen Voraussetzungen bestünde auch im Falle des eigenen Handelns des Geschäftsherrn kein Anspruch (…Palandt/Sprau a.a.O. mit Hinweis auf BGH a.a.O.; OLG Bremen, NJW-RR 2011, 1245, Rdnr. 29 - zitiert nach juris;… Senat a.a.O.).
Darauf, ob das Fehlverhalten der Klägerin als grob fahrlässig zu werten ist, kommt es nicht an, da ein vollständiges Verdrängen der Betriebsgefahr auch dann in Betracht kommen kann, wenn gegenüber dem Fahrgast nicht der Vorwurf grober Fahrlässigkeit gerechtfertigt ist (OLG Düsseldorf, VersR 2000, 70, 71) und von einer jedenfalls überwiegend durch das Fehlverhalten der Klägerin erfolgten Verursachung des Unfalles auszugehen ist (OLG Bremen, Urteil vom 09.05.2011, Az. 3 U 19/10).
14 Kommt es in einem im öffentlichen Personennahverkehr eingesetzten Bus zu einem Sturz, entspricht es der Erfahrung des täglichen Lebens, dass der Sturz auf einer Unachtsamkeit des Fahrgastes beruht, wenn nicht besondere Umstände dieser Annahme entgegenstehen (Senat v. 30.5.2011 - 22 U 17/11; OLG Bremen v. 9.5.2011 - 3 U 19/10, zitiert nach juris).
Denn dann bestünde auch bei eigenem Handeln des Geschäftsherrn kein Anspruch (…Palandt-Sprau, BGB, 70. Aufl., § 831 Rn. 8 m.w.N.; Hanseatisches Oberlandesgericht Bremen, Urt. v. 09.05.2011, Az: 3 U 19/10, Fundstelle juris).
OLG Celle, 02.05.2019 - 14 U 183/18
Die Rechtsprechung geht sogar so weit, die Betriebsgefahr beim Vorliegen einfacher Fahrlässigkeit des Fahrgastes zurücktreten zu lassen [OLG Düsseldorf, VersR 2000, 70; OLG Bremen, NZV 2011, 540].
Wenn feststeht, dass ein Fahrgast, der in einem Bus oder einer Straßenbahn zu Fall gekommen ist, sich entgegen seiner Verpflichtung nicht festgehalten hat, spricht die Erfahrung des täglichen Lebens dafür, dass der Sturz auf einer Unachtsamkeit des Fahrgastes beruht, wenn nicht besondere Umstände dieser Annahme entgegenstehen (…vgl. Senat, a.a.O., 22 W 50/11 - juris Rn. 14; Beschlüsse vom 18. April 2011 und vom 30. Mai 2011- 22 U 17/11; OLG Bremen, Urteil vom 09. Mai 2011 - 3 U 19/10 - juris Rn. 30, NZV 2011, 540 f; OLG Koblenz…, Urteil vom 14. August 2000 - 12 U 893/99 - juris Rn. 13, RuS 2000, 498-499; OLG Oldenburg…, Urteil vom 06. Juli 1999 - 5 U 62/99, juris Rn. 11, MDR 1999, 1321 f).
Demnach spricht dann, wenn keinerlei Anhaltspunkte für eine sonstige Ursache des Sturzes eines Fahrgastes vorliegen, ein Anscheinsbeweis dafür, dass der Sturz jedenfalls weit überwiegend auf mangelnde Vorsicht des Fahrgastes zurückzuführen ist (…vgl. OLG Frankfurt, a.a.O., m. w. N.; Hanseatisches OLG Bremen NZV 2011, 540 = NJW-RR 2011, 1245).
LG Mühlhausen, 07.08.2013 - 3 O 687/12
https://dejure.org/2013,11439
LSG Hamburg, 05.02.2013 - L 3 U 19/10 (https://dejure.org/2013,11439)
LSG Hamburg, Entscheidung vom 05.02.2013 - L 3 U 19/10 (https://dejure.org/2013,11439)
LSG Hamburg, Entscheidung vom 05. Februar 2013 - L 3 U 19/10 (https://dejure.org/2013,11439)
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SG Hamburg, 22.04.2010 - S 36 U 224/07
https://dejure.org/2011,20246
LSG Berlin-Brandenburg, 04.03.2011 - L 3 U 19/10 (https://dejure.org/2011,20246)
LSG Berlin-Brandenburg, Entscheidung vom 04.03.2011 - L 3 U 19/10 (https://dejure.org/2011,20246)
LSG Berlin-Brandenburg, Entscheidung vom 04. März 2011 - L 3 U 19/10 (https://dejure.org/2011,20246)
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§ 44 SGB 7
SG Berlin, 14.12.2009 - S 25 U 531/09
Eine Belastung des Versicherten dadurch, dass trotz der Gewährung der Pflege während der stationären Aufenthalte trotzdem Aufwendungen für häusliche Pflege anfielen, existierte nicht (LSG Berlin-Brandenburg, Urteil vom 04.03.2011 - L 3 U 19/10).

References: § 116
 § 14
 BGH 
 BGH 
 § 831

§ 44