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Timestamp: 2019-12-09 07:00:06+00:00

Document:
Gesetze-Rechtsprechung Schleswig-Holstein FielNatSchGV SH | Landesnorm Schleswig-Holstein | Gesamtausgabe | Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Fieler Moor" vom 16. Dezember 1993 | gültig ab: 01.01.2003
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Fieler Moor"...
juris-Abkürzung: FielNatSchGV SH
Fundstelle: GVOBl. 1994 60
Gliederungs-Nr: 791-4-150
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Fieler Moor"
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Fieler Moor" vom 16. Dezember 1993 01.01.2003
Aufgrund des § 17 Abs. 1 des Landesnaturschutzgesetzes verordnet der Minister für Natur und Umwelt die folgenden §§ 1 bis 8 mit Ausnahme des § 5 Abs. 1 Nr. 2 ;
aufgrund des § 39 Abs. 1 Nr. 8 des Landesjagdgesetzes verordnet der Minister für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Fischerei den folgenden § 5 Abs. 1 Nr. 2 und § 8 :
(1) Die im Fieler Moor gelegenen Hoch- und Niedermoorbereiche mit dem angrenzenden Feuchtgrünland und den Wasserflächen in den Gemeinden Nordhastedt und Hemmingstedt, Kreis Dithmarschen, werden zum Naturschutzgebiet erklärt.
(2) Das Naturschutzgebiet wird mit der Bezeichnung "Fieler Moor" unter Nummer 149 in das beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung als oberster Naturschutzbehörde geführte Verzeichnis der Naturschutzgebiete eingetragen.
(1) Das Naturschutzgebiet ist rund 255 ha groß. Es liegt zwischen den Ortslagen Hemmingstedt und Nordhastedt südlich der Bundesautobahn A 23 und umfaßt in den Gemarkungen Braaken, Nordhastedt und Fiel
die zentralen Flächen des Fieler Moores,
die neugeschaffenen Wasserflächen der ehemaligen Bodenentnahmestellen,
3.die südlich an das Moor angrenzenden Feuchtgrünlandflächen,
die westlich des Landgrabens liegenden Kätnerwiesen und
Teile des Landgrabens.
(2) Die Grenze des Naturschutzgebietes ist in den Abgrenzungskarten, Blatt 1 und 2, im Maßstab 1:5.000 rot eingetragen. Sie verläuft auf der dem Gebiet zugewandten Seite der roten Linie. Die Ausfertigungen der Karten sind beim Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung, Oberste Naturschutzbehörde, 24149 Kiel, verwahrt. Die Karten sind Bestandteile dieser Verordnung.
Landrat des Kreises Dithmarschen - Untere Naturschutzbehörde - 25746 Heide,
Amtsvorsteher des Amtes Kirchspielslandgemeinde Heide-Land, 25746 Heide,
(1) Das Naturschutzgebiet besteht aus einer Rest-Hochmoorfläche mitumgebenden großflächigen Niedermoorbereichen, offenen Wasserflächen sowie Feuchtgrünland-Ökosystemen.
die verbliebenen Hoch- und Niedermoorökosysteme, einschließlich der typischen, durch Verlandung gekennzeichneten Flachwasserbereiche,
die offenen Wasserflächen,
die Feuchtgrünlandbereiche,
den Lebensraum für die daran gebundenen Pflanzen- und Tierarten, insbesondere für den Fischotter, zahlreiche Wiesen-, Wat- und Wasservogelarten, Amphibien und spezialisierte wirbellose Tierarten und
(3) Soweit es zum Schutz dieses Gebietes und seiner Bestandteile, insbesondere zur Erhaltung und Entwicklung bestimmter bedrohter Pflanzen- und Tierarten und ihrer Ökosysteme erforderlich ist, sind entsprechende Schutz- und Entwicklungsmaßnahmen durchzuführen. Besondere Bedeutung haben dabei Maßnahmen zur Erhaltung des Moorkomplexes und der angrenzenden Feuchtgrünlandbereiche.
die ordnungsgemäße landwirtschaftliche Bodennutzung im Sinne des § 7 Abs. 3 des Landesnaturschutzgesetzes der bei Inkrafttreten dieser Verordnung als Grünland genutzten Flächen in der bisherigen Art, Intensität und in dem bisherigen Umfang bis zum 31. Dezember 1995;
die ordnungsgemäße Ausübung des Jagdrechtes im Sinne des § 1 des Bundesjagdgesetzes auf den in den Abgrenzungskarten und in der Übersichtskarte schraffiert dargestellten Flächen; nicht zulässig ist
die Fallenjagd mit Totschlagfallen,
die Errichtung von geschlossenen Hochsitzen oder Jagdhütten und
das Anlegen von Wildäckern und Wildäsungsflächen oder die Errichtung oder der Betrieb von Fütterungseinrichtungen für Fasane,
die ordnungsgemäße Ausübung des Jagdschutzes im Sinne des Abschnittes VI und des § 22 a des Bundesjagdgesetzes in Verbindung mit den §§ 21 und 22 des Landesjagdgesetzes auf den übrigen Flächen;
der Fischfang mit der Handangel vom Ufer aus in den zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Verordnung fischereilich genutzten Gewässern in der bisherigen Art bis zum 31. Dezember 1998;
der ordnungsgemäße Betrieb und die Unterhaltung der bei Inkrafttreten dieser Verordnung vorhandenen Frischwasserleitung der RWE-DEA Aktiengesellschaft;
Die untere Naturschutzbehörde kann im Einzelfall von den Verboten des § 4 Abs. 1 Satz 2
Nummer 12, 13 und 18,
Nummer 2 im Rahmen geophysikalischer Messungen und
bei einer erforderlichen Inanspruchnahme von Flächen für die Ablagerung von Bodenbestandteilen im Rahmen der Gewässerunterhaltung nach § 38 des Landeswassergesetzes

References: § 17
 § 5
 § 39
 § 5
 § 8
 § 7
 § 1
 § 22
 § 4
 § 38