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Timestamp: 2020-04-06 22:26:30+00:00

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BVerwG, 08.09.2004 - 1 D 18.03 - dejure.org
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BVerwG, 08.09.2004 - 1 D 18.03 (https://dejure.org/2004,1143)
BVerwG, Entscheidung vom 08.09.2004 - 1 D 18.03 (https://dejure.org/2004,1143)
BVerwG, Entscheidung vom 08. September 2004 - 1 D 18.03 (https://dejure.org/2004,1143)
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AO § 370; BBG § ... 54 Satz 3, § 55 Satz 1 und 2, § 65 Abs. 1, 3 und 7, § 66 Abs. 1 Nr. 5, Abs. 2 Satz 1, Abs. 3, § 77 Abs. 1; BDG § 8 Abs. 1 Satz 1, Abs. 4 Satz 2, §§ 14, 15 Abs. 2, 4 und 5, § 85; BDO § 4 Abs. 2, § 9 Abs. 1 Satz 1, Abs. 3, § 14
Beamter des gehobenen Dienstes; Hinterziehung von Einkommen- und Gewerbesteuer über 5 Jahre (Steuerschaden etwa 134 000 DM); ungenehmigte Nebentätigkeit über ca. 5 Jahre und weitere Pflichtverletzungen (Verstoß gegen Pausenregelung, Wahrheitspflichtverletzung etc.); ...
Versetzung eines Sachbearbeiters in der Liegenschaftsverwaltung der Wehrbereichsverwaltung in das Amt eines Regierungsamtmanns; Pflicht zur Anzeige von Nebentätigkeit von Beamten nach dem Zweiten Nebentätigkeitsbegrenzungsgesetz vom 9. September 1997; Geltung der neu ...
NVwZ-RR 2006, 45
2. Das Maßnahmeverbot wegen Zeitablaufs gemäß § 15 Abs. 2 BDG (Kürzung der Dienstbezüge) ist auf sog. Altfälle, die verfahrensrechtlich noch nach der Bundesdisziplinarordnung fortzuführen sind, nicht anzuwenden (noch offen gelassen im Urteil vom 8. September 2004 BVerwG 1 D 18.03 ZBR 2005, 91 ff.).
Allerdings finden auf so genannte Altfälle wie hier ausnahmsweise die Vorschriften des Bundesdisziplinargesetzes Anwendung, wenn und soweit diese den beschuldigten Beamten materiellrechtlich besser stellen (vgl. zuletzt Urteil vom 8. September 2004 BVerwG 1 D 18.03 ZBR 2005, 91 ff.).
127 b) Wie der Senat mit Urteil vom 8. September 2004 a.a.O. entschieden hat, beurteilt sich unter der Geltung des Bundesdisziplinargesetzes die Höchstlaufzeit einer Gehaltskürzung auch in so genannten Altfällen, die wie hier verfahrensrechtlich noch nach der Bundesdisziplinarordnung fortzuführen sind, wegen der in der Herabsetzung von höchstens fünf auf höchstens drei Jahre liegenden materiellrechtlichen Besserstellung der Beamten nach § 8 Abs. 1 Satz 1 BDG; entsprechendes gilt für die Möglichkeit der Abkürzung der Laufzeit des Beförderungsverbotes (§ 8 Abs. 4 Satz 2 BDG; s. dazu unten zu 4.).
Auch wenn das Maßnahmeverbot wegen Zeitablaufs (§ 15 Abs. 1 bis 3 BDG) und seine Rechtsfolgen materiellrechtlicher Natur sind (…vgl. Gansen, BDG, § 15 Rn. 1;… Weiss in: GKÖD, Band II, Teil 6, BDG § 14 Rn. 1 und § 15 Rn. 1) und einem Beamten in so genannten Altverfahren nach der Bundesdisziplinarordnung grundsätzlich eine günstigere materiellrechtliche Regelung nach neuem Recht zugute kommen muss (vgl. Urteile vom 17. März 2004 BVerwG 1 D 23.03 BVerwGE 120, 218 und vom 8. September 2004 a.a.O.), so gilt dies nicht im Hinblick auf den Zeitablauf bei einer verwirkten Kürzung der Dienstbezüge (§ 15 Abs. 2 BDG; im Urteil vom 8. September 2004 a.a.O. konnte der Senat die Frage der Geltung des § 15 Abs. 2 BDG für Altfälle noch offen lassen, weil auch bei sinngemäßer Anwendung der Unterbrechungs- und Hemmungstatbestände des § 15 Abs. 4 und 5 BDG noch kein maßnahmehindernder Zeitablauf eingetreten war).
Mit dem Antrag in der Berufungsschrift wird das Ziel des Rechtsmittels bestimmt (vgl. Urteil vom 8. September 2004 a.a.O. m.w.N.).
Eine außergewöhnliche Höhe des Hinterziehungsbetrags nimmt der Disziplinarsenat bei einem sechsstelligen DM-Betrag an (stRspr; vgl. Urteil vom 8. September 2004 - BVerwG 1 D 18.03 - Buchholz 235.1 § 85 BDG Nr. 7 S. 14).
Dies ist bei allen Maßnahmen unterhalb der Entfernung aus dem Dienst wegen ihres pflichtenmahnenden Charakters möglich (vgl. dazu Urteil vom 8. September 2004 BVerwG 1 D 18.03 Buchholz 235.1 § 85 BDG Nr. 7 m.w.N.).
Ausgangspunkt der Maßnahmebemessung für das gleichwohl schwere Dienstvergehen des Beklagten, von dem aus die weiteren Pflichtenverstöße und die Erkenntnisse zu seinem Persönlichkeitsbild zu betrachten sind (BVerwG, Urteile 8. September 2004 - 1 D 18.03 - Buchholz 235.1 § 85 BDG Nr. 7 Rn. 47 …und vom 29. Oktober 2013 - 1 D 1.12 - BVerwGE 148, 192 Rn. 45;… Beschluss vom 11. Februar 2014 - 2 B 37.12 - juris Rn. 33), ist hier deshalb die Zurückstufung.
Setzt sich das Dienstvergehen aus mehreren Dienstpflichtverletzungen zusammen, so bestimmt sich die zu verhängende Disziplinarmaßnahme in erster Linie nach der schwersten Verfehlung (vgl. BVerwG, Urteil vom 8. September 2004 - 1 D 18/03 - ZBR 2005, 91).
Die Regelung ist auf sog. Altfälle anwendbar, weil sie im Gegensatz zu der Vorgängerregelung des § 10 Abs. 1 Satz 2 BDO eine Verkürzung der Dauer der gesetzlich angeordneten fünfjährigen Beförderungssperre ermöglicht und demnach eine materiellrechtliche Besserstellung enthält (Urteil vom 8. September 2004 BVerwG 1 D 18.03 Buchholz 235.1 § 85 BDG Nr. 7).
Denn den von der Beschwerde insoweit genannten Urteilen des Bundesverwaltungsgerichts (vom 21. Juni 2011 - 2 WD 10.10 - Buchholz 450.2 § 58 WDO 2002 Nr. 8, vom 8. September 2004 - 1 D 18.03 - Buchholz 235.1 § 85 BDG Nr. 7 …und vom 28. Juli 2011 - 2 C 16.10 - BVerwGE 140, 185 Rn. 33 f.) kann nicht der Rechtssatz entnommen werden, dass die Entfernung eines Beamten aus dem Beamtenverhältnis wegen des außerdienstlichen Dienstvergehens der Steuerhinterziehung ausschließlich dann in Betracht kommt, wenn der Betrag der hinterzogenen Steuern einen siebenstelligen Euro-Betrag erreicht.
Dies gilt auch für das Urteil des Disziplinarsenats des Bundesverwaltungsgerichts vom 8. September 2004 - 1 D 18.03 - (Buchholz 235.1 § 85 BDG Nr. 7 S. 14).
Dies ist nach der Senatsrechtsprechung (vgl. zuletzt Urteil vom 8. September 2004 BVerwG 1 D 18.03 Buchholz 235.1 § 85 BDG Nr. 7) bei allen Disziplinarmaßnahmen unterhalb der Entfernung aus dem Dienst wegen ihres Zweckes der Pflichtenmahnung möglich.
52 Als nächst mildere und zulässige Disziplinarmaßnahme ist daher gegen den Beamten nach der hier anzuwendenden materiellrechtlich günstigeren Neuregelung des § 8 Abs. 1 Satz 1 BDG (vgl. dazu grundlegend Urteil vom 8. September 2004 a. a. O.) unter Ausschöpfung der gesetzlichen Höchstlaufzeit eine dreijährige Gehaltskürzung um ein Zwanzigstel (vgl. zum Kürzungsbruchteil Urteil vom 21. März 2001 BVerwG 1 D 29.00 BVerwGE 114, 88) auszusprechen.
60 5. Der Senat hat im Rahmen seines Ermessens gemäß § 8 Abs. 4 Satz 2 BDG (vgl. zur Anwendbarkeit der Vorschrift auf Altverfahren, Urteil vom 8. September 2004 a. a. O.) davon abgesehen, die Laufzeit des mit der Kürzung der Dienstbezüge verbundenen dreijährigen Beförderungsverbotes abzukürzen, zumal die lange Verfahrensdauer bereits zugunsten des Beamten in die Bemessung der Disziplinarmaßnahme eingeflossen ist.
vgl. BVerwG, Urteil vom 08.09.2004 - 1 D 18.03 -, Buchholz 235.1 § 85 BDG Nr. 7 = juris Rn. 47.
vgl. BVerwG, Urteile vom 08.09.2004 - 1 D 18.03 -, Buchholz 235.1 § 85 BDG Nr. 7 = juris Rn. 47, und vom 28.07.2011 - 2 C 16.10 -, BVerwGE 140, 185 = juris Rn. 34.
vgl. BVerwG, Urteil vom 08.09.2004 - 1 D 18.03 -, Buchholz 235.1 § 85 BDG Nr. 7 = juris Rn. 47 m.w.N. -.
h) Die lange Dauer eines behördlichen und gerichtlichen Disziplinarverfahrens begründet nach ständiger Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts u. a. Urteile vom 8.9.2004 - 1 D 18/03 -, ZBR 2005, 91, und vom 14.11.2007, a.a.O., der der Senat folgt, weder eine Pflicht zur Einstellung des Disziplinarverfahrens noch ein selbständiges Verbot disziplinarer Ahndung, sondern ist vielmehr bei der Bestimmung der angemessenen Disziplinarmaßnahme zu würdigen.
Ausgangspunkt für die angemessene Ahndung hat vorliegend angesichts des Zusammentreffens mehrerer Dienstpflichtverletzungen die am schwersten wiegende Verfehlung zu sein ständige Rechtsprechung des BVerwG, u. a. Urteil vom 8.9.2004 - 1 D 18/03 -, a.a.O.
BVerwG, 22.02.2005 - 1 D 2.04
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References: § 370
 § 55
 § 65
 § 66
 § 77
 § 8
 § 85
 § 4
 § 9
 § 14
 § 15
 § 8
 § 15
 § 14
 § 15
 § 15
 § 15
 § 85
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 § 10
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 § 58
 § 85
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 § 8
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