Source: http://www.steuerlex24.de/moog-dyballa/information_steuerlexikon/index/xid/154129
Timestamp: 2020-04-01 02:13:27+00:00

Document:
R 4.3 EStR
Bei der Gewinnermittlung durch Vermögensvergleich ist Gewinn oder Verlust der Unterschiedsbetrag zwischen dem Betriebsvermögen am Schluss des Wirtschaftsjahrs und dem Betriebsvermögen am Schluss des vorangegangenen Wirtschaftsjahrs. Als Betriebsergebnis darf nur das als Gewinn oder Verlust ausgewiesen werden, was im Betrieb durch Geschäftsvorfälle erwirtschaftet worden ist. Daher müssen Werte, die außerbetrieblich erwirtschaftet und dem Betriebsvermögen zugeführt wurden (Einlagen), vom Unterschiedsbetrag wieder abgezogen werden (§ 4 Abs. 1 Satz 1 EStG).
2. Einlagehandlung
3. Zuführung zum Betriebsvermögen
Einer Zuführung aus dem außerbetrieblichen Vermögen in ein Betriebsvermögen wird die Begründung des Besteuerungsrechs der Bundesrepublik Deutschland hinsichtlich des Gewinns aus der Veräußerung eines Wirtschaftsguts gleich gestellt (§ 4 Abs. 1 Satz 8 Hs. 2 EStG). Voraussetzung ist, dass bisher das Wirtschaftsgut nicht der deutschen Steuerhoheit unterlag und Deutschland das Besteuerungsrecht bei einer Veräußerung oder Entnahme erwirbt. Das Wirtschaftsgut wird also dem deutschen Steuerrecht verstrickt.
4. Immaterielle Wirtschaftsgüter
Selbst hergestellte immaterielle Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens dürfen steuerrechtlich nicht aktiviert werden (§ 5 Abs. 2 EStG). Werden sie aber aus dem außerbetrieblichen Bereich dem Betriebsvermögen zugeführt, sind sie mit dem Teilwert anzusetzen.
6. Nutzungsvorteile
Hier stehen die Aufwendungen zwar mit Einkünften des Unternehmers im Zusammenhang, sind daher betrieblich veranlasst. Es sind aber keine Aufwendungen des Unternehmers. Nicht er trägt sie, sondern ein Dritter. Da ertragsteuerrechtlich die Leistungsfähigkeit erfasst wird, können nur solche Kosten die Bemessungsgrundlage mindern und damit als Aufwendungen nur solche Kosten berücksichtigt werden, die der Steuerpflichtige selbst trägt. Aufwendungen, die ein Dritter trägt, so genannter Drittaufwand, kann daher nicht als Aufwand des Unternehmers angesetzt werden (BFH, 23.11.1995 - IV R 50/94, BStBl II 1996, 193).
7. Verdeckte Einlage
Durch die verdeckte Einlage erhöhen sich die Anschaffungskosten der Beteiligung an der Kapitalgesellschaft um den Teilwert des eingelegten Wirtschaftsguts (§ 6 Abs. 6 Satz 2 EStG).
8. Verlustbringende Wirtschaftsgüter
9. Grundstückseinlagen
Die Einlage eines Grundstücks in das Betriebsvermögen gilt als Veräußerung nach § 23 Abs. 1 Nr. 1 EStG, wenn das Grundstück innerhalb von 10 Jahren seit seiner Anschaffung aus dem Betriebsvermögen veräußert wird (§ 23 Abs. 1 Satz 5 Nr. 1 EStG).
Zwischen Anschaffung des Grundstücks in 01 und seiner Veräußerung im Juni 05 liegt ein Zeitraum von weniger als 10 Jahren. Wäre das Grundstück daher im Privatvermögen geblieben, hätte U das Veräußerungsgeschäft nach § 22 Nr. 2, § 23 Abs. 1 Nr. 1 EStG versteuern müssen. Ohne die Regelung in § 23 Abs. 1 Satz 5 Nr. 1 EStG hätte U durch die Einlage des Grundstücks ins Betriebsvermögen die Versteuerung als privates Veräußerungsgeschäft vermeiden können. Die Einlage wäre keine Anschaffung in diesem Sinne. Das Grundstück wäre zum Teilwert eingelegt und dann aus dem Betriebsvermögen veräußert worden. Bemessungsgrundlage für die Besteuerung des Veräußerungsgeschäfts im betrieblichen Bereich wäre lediglich die Aufdeckung der stillen Reserven in Höhe von 30.000 EUR gewesen.
Nach § 23 Abs. 1 Satz 5 Nr. 1 EStG wird daher die Einlage rückwirkend als Veräußerung gewertet. An die Stelle des Veräußerungspreises tritt der für den Zeitpunkt der Einlage nach § 6 Abs. 1 Nummer 5 EStG angesetzte Wert (§ 23 Abs. 3 Satz 2 EStG), also der Teilwert in Höhe von 220.000 EUR.
Der Veräußerungsgewinn ist aber erst zu erfassen, wenn der Veräußerungspreis zugeflossen ist (§ 23 Abs. 3 Satz 6 EStG). Im vorstehenden Beispiel wird also der Veräußerungsgewinn nicht im Zeitpunkt der Einlage im April 05, sondern im Zeitpunkt des Zuflusses des Veräußerungspreises im Juni 05 erfasst. In Höhe des Unterschieds zwischen den Anschaffungskosten von 80.000 EUR und dem Teilwert von 220.000 EUR zählt der Gewinn zu den sonstigen Einkünften nach § 22 Nr. 2 EStG.
10. Einbringungsgeborene Anteile
(§ 20 Abs. 2 UmwStG).
Der gemeine Wert bestimmt sich nach dem Preis, der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr nach der Beschaffenheit des Wirtschaftsguts bei einer Veräußerung zu erzielen wäre. Hierbei sind alle Umstände zu berücksichtigen, die den Preis beeinflussen, nicht aber ungewöhnliche oder persönliche Verhältnisse (§ 9 Abs. 2 BewG). Das entspricht regelmäßig dem Verkehrswert. Beim Ansatz des eingebrachten Betriebsvermögens zum gemeinen Wert werden daher beim Einbringenden die stillen Reserven aufgedeckt und versteuert.
Einlagen - Bewertung Anschaffungskosten Drittaufwand Abschreibung
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References: § 23
 § 22
 § 23
 § 23
 § 23
 § 6
 § 22