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Timestamp: 2016-10-21 09:22:10+00:00

Document:
2C_564/2012 (13.06.2012)
2C_564/2012
Amt f�r Migration und Integration des Kantons Aargau, Rechtsdienst, Bahnhofsplatz 3c, 5001 Aarau.
Beschwerde gegen das Urteil des Rekursgerichts im Ausl�nderrecht des Kantons Aargau vom 3. Mai 2012.
X.________, 1986 geborener Kosovare, heiratete am 2. M�rz 2010 in der gemeinsamen Heimat eine Landsfrau, die �ber eine Niederlassungsbewilligung in der Schweiz verf�gt. In der Folge reiste er in die Schweiz ein und erhielt gest�tzt auf Art. 43 Abs. 1 AuG eine (zuletzt) bis 30. Juni 2011 g�ltige Aufenthaltsbewilligung. Die eheliche Wohngemeinschaft wurde gegen Ende 2010 aufgegeben. Die Ehe ist am 26. M�rz 2012 geschieden worden.
Am 4. Oktober 2011 lehnte das Amt f�r Migration und Integration des Kantons Aargau eine Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung von X.________ ab und wies ihn aus der Schweiz weg. Die gegen diese Verf�gung erhobene Einsprache blieb erfolglos. Mit Urteil vom 3. Mai 2012 wies das Rekursgericht im Ausl�nderrecht des Kantons Aargau die gegen den Einspracheentscheid vom 30. Januar 2012 erhobene Beschwerde ab.
Mit vom 6. Juni 2012 datierter Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (Postaufgabe 8. Juni 2012) beantragt X.________ dem Bundesgericht, das Urteil des Rekursgerichts aufzuheben und seine Aufenthaltsbewilligung zu verl�ngern.
Es ist weder ein Schriftenwechsel noch sind andere Instruktionsmassnahmen angeordnet worden. Mit dem vorliegenden instanzabschliessenden Urteil wird das Gesuch um aufschiebende Wirkung (Anweisung an kantonale Beh�rde, auf Vollzugshandlungen vorl�ufig zu verzichten) gegenstandslos.
2.1 Das Bundesgericht pr�ft seine Zust�ndigkeit bzw. die Zul�ssigkeit eines Rechtsmittels zwar von Amtes wegen und mit freier Kognition (Art. 29 Abs. 1 BGG; BGE 136 II 497 E. 3 S. 499 mit Hinweisen). Ist jedoch die Zul�ssigkeit eines Rechtsmittels zweifelhaft, beschl�gt die der Beschwerde f�hrenden Partei obliegende Begr�ndungspflicht gem�ss Art. 42 Abs. 2 BGG grunds�tzlich auch die Eintretensvoraussetzungen (vgl. BGE 134 II 45 E. 2.2.3 S. 48; 133 II 249 E. 1.1 S. 251, 353 E. 1 S. 356, 400 E. 2 S. 404). Die f�r deren Vorliegen massgeblichen Aspekte m�ssen diesfalls aufgezeigt und das Bestehen eines Anspruchs muss in vertretbarer Weise geltend gemacht werden.
2.2 Gem�ss Art. 83 lit. c BGG ist die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten unzul�ssig gegen Entscheide auf dem Gebiet des Ausl�nderrechts betreffend Bewilligungen, auf die weder das Bundesrecht noch das V�lkerrecht einen Anspruch einr�umt (Ziff. 2), und betreffend die Wegweisung (Ziff. 4).
2.3 Der Beschwerdef�hrer war mit einer Ausl�nderin verheiratet, die �ber eine Niederlassungsbewilligung verf�gt. Insofern hatte er einen Anspruch auf Erteilung und Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung, solange er mit der Ehefrau zusammenlebte (Art. 43 Abs. 1 AuG). Die Ehe ist weniger als f�nf Jahre nach der Heirat durch Scheidung aufgel�st worden (vgl. Art. 43 Abs. 2 AuG), sodass sich der Beschwerdef�hrer nicht mehr unmittelbar auf diesen gesetzlichen Anspruch berufen kann. Ein Weiterbestehen des Anspruchs w�re nur unter den Bedingungen von Art. 50 AuG m�glich.
2.3.1 Offensichtlich ausser Betracht f�llt die M�glichkeit einer Berufung auf Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG (Bestand der Ehegemeinschaft w�hrend mindestens drei Jahren bei erfolgreicher Integration), war doch der Beschwerdef�hrer nur rund zwei Jahre verheiratet, sodass unerheblich bleibt, ob f�r die ganze Ehedauer von einer Ehegemeinschaft im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG auszugehen w�re; die diesbez�glichen Ausf�hrungen in der Beschwerdeschrift sind nicht nachvollziehbar.
2.3.2 Der Beschwerdef�hrer will sich zudem auf Art. 50 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 AuG berufen, wonach der Anspruch nach Art. 43 AuG nach Aufl�sung der Ehe auch dann weiter besteht, wenn wichtige pers�nliche Gr�nde einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen. Er nennt zwar allgemein die diesbez�glichen Kriterien. Er unterl�sst es aber, die besonderen konkreten Umst�nde zu nennen, die in seinem Fall auf das Vorliegen eines schwerwiegenden pers�nlichen H�rtefalls (s. Art. 31 Abs. 1 der Verordnung vom 24. Oktober 2007 �ber Zulassung, Aufenthalt und Erwerbst�tigkeit [VZAE; SR 142.201]) schliessen liessen. Auch aus den Akten ergeben sich keine solchen Umst�nde; ein Bewilligungsanspruch gem�ss Art. 50 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 AuG ist nicht in vertretbarer Weise geltend gemacht worden (vgl. E. 2.1).
2.3.3 Der Beschwerdef�hrer erw�hnt zus�tzlich Art. 8 EMRK (Recht auf Achtung des Privatlebens). Er weist selber auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung hin, woraus sich namentlich ergibt, dass ein diesbez�glicher Anspruch h�chstens bei vielj�hriger Landesanwesenheit verbunden mit einer eigentlichen Verwurzelung in die hiesigen Verh�ltnisse anerkannt werden kann (BGE 130 II 281 E. 3.2.1 S. 286 f.). Dies ist beim Beschwerdef�hrer offensichtlich nicht der Fall, sodass die M�glichkeit der Berufung auf die fragliche Konventionsnorm im Hinblick auf das ausl�nderrechtliche Bewilligungsverfahren entf�llt; auch in dieser Hinsicht wird ein Bewilligungsanspruch nicht in vertretbarer Weise geltend gemacht.
2.4 Die Beschwerde ist mithin im Lichte von Art. 83 lit. c Ziff. 2 und 4 BGG offensichtlich unzul�ssig (Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG), und es ist darauf mit Entscheid des Einzelrichters im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

References: Art. 43
 BGE 
 Art. 42
 BGE 
 Art. 83
 Art. 43
 Art. 50
 Art. 50
 Art. 50
 Art. 50
 Art. 43
 Art. 31
 Art. 50
 Art. 8
 Art. 83
 Art. 108