Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20021218_OGH0002_0030OB00215_02T0000_000&IncludeSelf=False
Timestamp: 2020-02-27 12:18:51+00:00

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RIS - Rechtssätze für 3Ob215/02t (3Ob321/02f) - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 3Ob750/53 (3Ob751/53) 3O...
RS0000762
3Ob750/53 (3Ob751/53); 3Ob59/54; 1Ob927/54; 3Ob605/57; 3Ob337/58; 3Ob338/58; 3Ob58/54; 3Ob167/59; 3Ob100/61; 3Ob2/63; 3Ob18/64; 3Ob67/64; 4Ob304/67; 3Ob63/67; 3Ob4/68; 3Ob103/68; 3Ob138/69; 3Ob122/71; 3Ob104/72; 3Ob239/75; 3Ob245/75; 3Ob172/76; 3Ob163/76; 4Ob397/76; 7Ob562/77; 3Ob130/77; 3Ob42/78 (3Ob43/78); 3Ob92/78; 4Ob381/79; 3Ob49/81; 3Ob136/81; 4Ob380/82; 3Ob85/82; 3Ob80/84; 3Ob4/85; 3Ob8/94; 3Ob215/02t (3Ob321/02f); 3Ob30/05s; 3Ob8/07h; 3Ob8/12s; 3Ob32/12w; 3Ob41/15y
EO §36 Z1 Aa
EO §355 Abs1 IIIa
EO §355 Abs1 IX
Für die Bewilligung einer Exekution nach § 355 EO genügt die Behauptung, die verpflichtet Partei habe dem im Exekutionstitel erteilten Auftrag oder Verbot zuwidergehandelt; dem Verpflichteten bleibt es vorbehalten, das Nichtvorhandensein der Voraussetzungen für den Bewilligungsbeschluß mit Klage nach § 36 Z 1 EO geltend zu machen. Zur Bedeutung der von der betreibenden Partei zum Beweise der Richtigkeit ihrer Behauptung angeschlossenen Urkunden.
3 Ob 750/53
Entscheidungstext OGH 02.12.1953 3 Ob 750/53
Veröff: JBl 1954,14
3 Ob 59/54
Entscheidungstext OGH 07.04.1954 3 Ob 59/54
nur: Für die Bewilligung einer Exekution nach § 355 EO genügt die Behauptung, die verpflichtet Partei habe dem im Exekutionstitel erteilten Auftrag oder Verbot zuwidergehandelt; dem Verpflichteten bleibt es vorbehalten, das Nichtvorhandensein der Voraussetzungen für den Bewilligungsbeschluß mit Klage nach § 36 Z 1 EO geltend zu machen. (T1)
Entscheidungstext OGH 05.01.1955 1 Ob 927/54
3 Ob 605/57
Entscheidungstext OGH 06.02.1958 3 Ob 605/57
Beisatz: Mit Ausführungen zur Beweisregelung nach § 1298 ABGB. (T2)
3 Ob 337/58
Entscheidungstext OGH 24.07.1958 3 Ob 337/58
3 Ob 338/58
Entscheidungstext OGH 24.07.1958 3 Ob 338/58
3 Ob 58/54
Entscheidungstext OGH 10.02.1954 3 Ob 58/54
3 Ob 167/59
Entscheidungstext OGH 13.05.1959 3 Ob 167/59
3 Ob 100/61
Entscheidungstext OGH 07.03.1961 3 Ob 100/61
3 Ob 2/63
Entscheidungstext OGH 15.01.1964 3 Ob 2/63
nur: Für die Bewilligung einer Exekution nach § 355 EO genügt die Behauptung, die verpflichtet Partei habe dem im Exekutionstitel erteilten Auftrag oder Verbot zuwidergehandelt. (T3) Veröff: EvBl 1964/248 S.351
3 Ob 18/64
Entscheidungstext OGH 12.02.1964 3 Ob 18/64
3 Ob 67/64
Entscheidungstext OGH 11.06.1964 3 Ob 67/64
4 Ob 304/67
Entscheidungstext OGH 14.02.1967 4 Ob 304/67
nur T1; Veröff: ÖBl 1967,71
3 Ob 63/67
Entscheidungstext OGH 12.07.1967 3 Ob 63/67
3 Ob 4/68
Entscheidungstext OGH 24.01.1968 3 Ob 4/68
3 Ob 103/68
Entscheidungstext OGH 21.08.1968 3 Ob 103/68
3 Ob 138/69
Entscheidungstext OGH 14.01.1970 3 Ob 138/69
nur T1; Beisatz: Hier § 354 EO. (T4)
3 Ob 122/71
Entscheidungstext OGH 10.11.1971 3 Ob 122/71
3 Ob 104/72
Entscheidungstext OGH 28.09.1972 3 Ob 104/72
nur T1; Veröff: MietSlg 24643
3 Ob 239/75
Entscheidungstext OGH 28.10.1975 3 Ob 239/75
Veröff: EvBl 1956/129 S 241
nur T1; Beisatz: Die Aufrechterhaltung der bereits vor Schaffung des Titels vorgenommenen Weitergabe der Geschäftsräume stellt aber für sich kein neuerlicher Zuwiderhandeln gegen den Exekutionstitel dar. (T5)
3 Ob 163/76
Entscheidungstext OGH 21.12.1976 3 Ob 163/76
nur T1; Beisatz: Beim auf ein bestimmtes Zuwiderhandeln gestützeten Exekutionsantrag ist allein der hiezu vorgebrachte Sachverhalt für die Beurteilung der Rechtmässigkeit der Exekutionsbewilligung maßgeblich. (T6)
4 Ob 397/76
Entscheidungstext OGH 08.02.1977 4 Ob 397/76
7 Ob 562/77
Entscheidungstext OGH 30.06.1977 7 Ob 562/77
nur T1; Veröff: SZ 50/99
Entscheidungstext OGH 21.02.1978 3 Ob 130/77
nur T1; Veröff: ÖBl 1978,106 = SZ 51/19
3 Ob 42/78
Entscheidungstext OGH 18.04.1978 3 Ob 42/78
3 Ob 92/78
Entscheidungstext OGH 20.07.1978 3 Ob 92/78
nur T1; Beisatz: Im Impugnationsstreit ist das Ausmaß der Sicherheitsleitern zu stellenden "Sicherheits- und Fertigkeitsanforderungen" klarzustellen. (T7); Veröff: ÖBl 1980,41
3 Ob 49/81
Entscheidungstext OGH 10.06.1981 3 Ob 49/81
3 Ob 136/81
Entscheidungstext OGH 09.12.1981 3 Ob 136/81
Gegenteilig; nur T3; Veröff: ÖBl 1982,51 = JBl 1982,605 (Zust Mayr)
4 Ob 380/82
Entscheidungstext OGH 12.10.1982 4 Ob 380/82
3 Ob 85/82
Entscheidungstext OGH 23.02.1983 3 Ob 85/82
nur T1; Veröff: ÖBl 1983,94
Entscheidungstext OGH 12.09.1984 3 Ob 80/84
nur T3; Veröff: RdW 1985,42 = SZ 57/137 = ÖBl 1985,85
3 Ob 4/85
Entscheidungstext OGH 08.05.1985 3 Ob 4/85
nur T1; Veröff: MR 1985,5,15 = ÖBl 1985,136
3 Ob 8/94
Entscheidungstext OGH 24.11.1993 3 Ob 8/94
Vgl auch; nur T3; Veröff: SZ 2002/178
3 Ob 30/05s
Entscheidungstext OGH 20.10.2005 3 Ob 30/05s
Vgl auch; nur T1; Beisatz: Bei der Entscheidung über den Exekutionsantrag - wie auch über weitere Strafanträge - wird ausschließlich auf Grundlage der Tatsachenbehauptungen des betreibenden Gläubigers geprüft, ob ein Zuwiderhandeln des Verpflichteten gegen den (aktenkundigen) Exekutionstitel konkret behauptet wird; die Unrichtigkeit dieser Tatsachenbehauptungen des betreibenden Gläubigers kann der Verpflichtete nur mit Impugnationsklage (§ 36 EO) geltend machen. Dementsprechend hat das Erstgericht auch keine Tatsachenfeststellungen zu treffen, weshalb in der Regel bei dieser Beschlussfassung die gekürzte Urschrift in Form eines Bewilligungsvermerks (Bewilligungsstampiglie) gemäß § 112 Geo genügt. (T8)
3 Ob 8/07h
Entscheidungstext OGH 25.04.2007 3 Ob 8/07h
nur T1; Beisatz: Die betreibende Partei muss im Exekutionsantrag das Datum der Vollstreckbarkeit nicht nennen, es genügt die Behauptung des Zuwiderhandelns des Verpflichteten nach Erlassung der einstweiligen Verfügung. (T9)
Entscheidungstext OGH 22.02.2012 3 Ob 8/12s
Entscheidungstext OGH 20.05.2015 3 Ob 41/15y
ECLI:AT:OGH0002:1953:RS0000762
JJR_19531202_OGH0002_0030OB00750_5300000_001
Rechtssatz für 1Ob154/58 4Ob328/73 (4Ob...
EO §378 B
UrhG §82
UWG §15
1 Ob 154/58
Entscheidungstext OGH 11.04.1958 1 Ob 154/58
8 Ob 510/81
Entscheidungstext OGH 12.03.1981 8 Ob 510/81
4 Ob 420/81
Entscheidungstext OGH 01.12.1981 4 Ob 420/81
4 Ob 301/89
Entscheidungstext OGH 26.09.1989 4 Ob 301/89
4 Ob 122/93
Entscheidungstext OGH 12.10.1993 4 Ob 122/93
4 Ob 2055/96a
Entscheidungstext OGH 30.04.1996 4 Ob 2055/96a
ECLI:AT:OGH0002:1958:RS0005146
JJR_19580411_OGH0002_0010OB00154_5800000_001
Rechtssatz für 3Ob74/66 3Ob21/77 3Ob80...
RS0000614
3Ob74/66; 3Ob21/77; 3Ob80/77; 3Ob130/77; 3Ob76/79; 3Ob14/80; 3Ob147/79; 3Ob147/80; 3Ob136/81; 3Ob178/82; 3Ob70/89 (3Ob71/89); 3Ob68/89 (3Ob69/89); 3Ob22/91 (3Ob1032/91); 3Ob65/93; 3Ob59/94 (3Ob60/94 -3Ob80/94); 3Ob215/02t (3Ob321/02f); 3Ob162/03z (3Ob163/03x); 3Ob125/11w; 3Ob41/15y; 3Ob223/16i; 3Ob191/16h; 3Ob118/17z; 3Ob119/17x; 3Ob117/17b
EO §16 Abs1
EO §355 VIIIa
Anders als im Antrag auf Exekutionsbewilligung müssen im Vollzugsantrag nach § 355 EO konkrete Behauptungen über die angeblichen Zuwiderhandlungen des Verpflichteten aufgestellt werden. Das Exekutionsgericht hat dann zu prüfen, ob die behaupteten Zuwiderhandlungen unter die in der Exekutionsbewilligung angeführten Verbote fallen.
3 Ob 74/66
Entscheidungstext OGH 21.09.1966 3 Ob 74/66
Veröff: ÖBl 1966,144
3 Ob 21/77
Entscheidungstext OGH 01.03.1977 3 Ob 21/77
3 Ob 80/77
Entscheidungstext OGH 22.08.1977 3 Ob 80/77
Veröff: JBl 1978,322
Beisatz: Gegenteilig bezüglich Exekutionsantrag (T1)
3 Ob 76/79
Entscheidungstext OGH 20.06.1979 3 Ob 76/79
3 Ob 14/80
Entscheidungstext OGH 09.04.1980 3 Ob 14/80
Beisatz: Nur ein Verhalten, das klar und eindeutig gegen diese Unterlassungsgebote verstößt, rechtfertigt die Verhängung einer Beugestrafe. (T2)
Veröff: ÖBl 1980,165
Entscheidungstext OGH 26.11.1980 3 Ob 147/80
Vgl aber; Veröff: ÖBl 1982,51 = JBl 1982,605 (zustimmend Mayr)
3 Ob 178/82
Entscheidungstext OGH 13.04.1983 3 Ob 178/82
Vgl aber; Beisatz: Entscheidend ist nur, ob der betreibende Gläubiger ein Zuwiderhandeln darzutun vermag, das sich gegen die Exekutionsbewilligung richtet. (T3)
3 Ob 70/89
Entscheidungstext OGH 12.07.1989 3 Ob 70/89
nur: Müssen im Vollzugsantrag nach § 355 EO konkrete Behauptungen über die angeblichen Zuwiderhandlungen des Verpflichteten aufgestellt werden. (T4)
Veröff: WBl 189,343 = MR 1990,26
3 Ob 68/89
Entscheidungstext OGH 04.10.1989 3 Ob 68/89
3 Ob 22/91
Entscheidungstext OGH 05.06.1991 3 Ob 22/91
Entscheidungstext OGH 28.04.1993 3 Ob 65/93
3 Ob 59/94
Entscheidungstext OGH 25.01.1995 3 Ob 59/94
Vgl aber; Beisatz: Die betreibende Partei muss im Exekutionsantrag konkret und schlüssig behaupten, dass und wie der Verpflichtete dem Exekutionstitel nach Eintritt der Vollstreckbarkeit zuwider gehandelt hat. (T5)
Beisatz: Die betreibende Partei muss dabei etwa einzelne konkrete "Tathandlungen" herausgreifen. Es muss zumindest ein konkreter Verstoß gegen das Unterlassungsgebot angeführt werden, damit geprüft werden kann, ob dieses im konkreten Fall verletzt oder eingehalten wurde. (T6)
Entscheidungstext OGH 25.02.2004 3 Ob 162/03z
Auch; nur T4;Veröff: SZ 2004/26
Entscheidungstext OGH 06.07.2011 3 Ob 125/11w
Entscheidungstext OGH 23.11.2016 3 Ob 223/16i
Entscheidungstext OGH 26.01.2017 3 Ob 191/16h
3 Ob 118/17z
Entscheidungstext OGH 04.07.2017 3 Ob 118/17z
3 Ob 119/17x
Entscheidungstext OGH 04.07.2017 3 Ob 119/17x
3 Ob 117/17b
Entscheidungstext OGH 04.07.2017 3 Ob 117/17b
ECLI:AT:OGH0002:1966:RS0000614
JJR_19660921_OGH0002_0030OB00074_6600000_001
Rechtssatz für 3Ob184/74 3Ob1/81 3Ob70...
RS0079555
3Ob184/74; 3Ob1/81; 3Ob70/89 (3Ob71/89); 3Ob68/89 (3Ob69/89); 3Ob12/91; 4Ob79/95; 3Ob110/97s; 3Ob2392/96b; 3Ob162/00w; 3Ob215/02t (3Ob321/02f); 3Ob198/02t; 3Ob47/04i; 3Ob39/06s; 3Ob257/08b; 3Ob240/11g; 3Ob8/12s
EO §355 XII
MSchG §52
Ein Zuwiderhandeln gegen einen bloß auf Unterlassung und nicht auch auf Beseitigung lautenden Exekutionsbeschluß liegt auch dann vor, wenn der Verpflichtete einen - sei es von wen immer geschaffenen - den Vorschriften des Gesetzes widersprechenden Zustand nicht beseitigt, soweit ihm die Verfügung zusteht (SZ 12/312).
3 Ob 184/74
Entscheidungstext OGH 11.02.1975 3 Ob 184/74
Veröff: ÖBl 1976,27
3 Ob 1/81
Entscheidungstext OGH 11.03.1981 3 Ob 1/81
Veröff: WBl 1989,343 = MR 1990,26 = ÖBl 1990,134
3 Ob 12/91
Entscheidungstext OGH 10.04.1991 3 Ob 12/91
Veröff: ÖBl 1991,115
Auch; Beisatz: Der Beseitigungsanspruch setzt voraus, dass eine Beseitigung des gesetzwidrigen Zustandes in der Verfügungsmacht des Verpflichteten liegt. Die Verfügungsbefugnis des Störers ist vom Kläger zu behaupten und zu beweisen. (T1)
3 Ob 110/97s
Entscheidungstext OGH 23.04.1997 3 Ob 110/97s
3 Ob 2392/96b
Entscheidungstext OGH 11.03.1998 3 Ob 2392/96b
Auch; Beisatz: Dass dem Verpflichteten kein Einfluss auf die von ihm "eingeschalteten Personen/Unternehmen" zustehe und er deshalb ohne Verschulden den von ihm veranlassten Dauerzustand nicht beenden (die Störungsquelle nicht beseitigen) könne, muss der Verpflichtete mit Klage nach § 36 EO beweisen (ÖBl 1991, 115). (T2); Beisatz: Einem Unterlassungsgebot kann also in einem solchen Fall auch durch bloße Untätigkeit zuwider gehandelt werden (ÖBl 1990, 134 mwN). (T3); Beisatz: § 15 UWG ist eben keine reine Vorschrift des materiellen Rechts, deren Bedeutung sich im Titelverfahren erschöpft (Nachweise bei Feil, EO4 § 355 Rz 9). (T4); Veröff: SZ 2002/178
3 Ob 198/02t
Entscheidungstext OGH 26.09.2003 3 Ob 198/02t
Vgl auch; Beisatz: Die Unmöglichkeit der Beseitigung des bestehenden Zustands stellt einen Umstand dar, der vom Verpflichteten als Neuerung nicht mit Rekurs, sondern nur mit Impugnationsklage (§ 36 EO) geltend gemacht werden kann. (T5)
3 Ob 47/04i
Entscheidungstext OGH 20.10.2004 3 Ob 47/04i
Vgl auch; Beisatz: Eine gegen den Unterlassungstitel verstoßende Veröffentlichung auf der eigenen Homepage rechtfertigt die Bewilligung der Unterlassungsexekution. (T6)
Vgl; Beisatz: Hier: Beseitigungspflicht nach § 52 Abs 1 MSchG. (T7)
Entscheidungstext OGH 17.12.2008 3 Ob 257/08b
ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0079555
JJR_19750211_OGH0002_0030OB00184_7400000_003
Rechtssatz für 4Ob316/75 4Ob340/80 (4Ob...
RS0079572
4Ob316/75; 4Ob340/80 (4Ob341/80); 4Ob93/90; 3Ob215/02t (3Ob321/02f)
Der Unterlassungsanspruch im weiteren Sinne umfasst auch den auf Unterlassung künftiger Störungen oder Eingriffe gerichteten Unterlassungsanspruch im engeren Sinn. Der Unterlassungsanspruch im weiteren Sinne umfasst ferner den Beseitigungsanspruch und den Urteilsveröffentlichungsanspruch (Schischule Mitterbach).
4 Ob 316/75
Entscheidungstext OGH 22.04.1975 4 Ob 316/75
Veröff: ÖBl 1976,24
4 Ob 93/90
Entscheidungstext OGH 26.06.1990 4 Ob 93/90
Vgl auch; Veröff: SZ 63/109 = ÖBl 1991,113
Auch; nur: Der Unterlassungsanspruch im weiteren Sinne umfasst auch den Beseitigungsanspruch. (T1); Veröff: SZ 2002/178
ECLI:AT:OGH0002:1975:RS0079572
JJR_19750422_OGH0002_0040OB00316_7500000_001
Rechtssatz für 4Ob313/76 1Ob598/80 1Ob...
RS0008866
4Ob313/76; 1Ob598/80; 1Ob778/81; 6Ob547/84; 5Ob607/84; 6Ob697/85; 6Ob16/85 (6Ob17/85); 14Ob154/86; 1Ob605/88; 10ObS21/89; 10ObS330/88; 9ObA221/89; 10ObS316/89; 10ObS222/89; 1Ob692/89; 3Ob583/90; 10ObS216/90; 7Ob586/91; 10ObS71/92; 3Ob557/92; Prä1040/93-2; 9ObA605/93; 9ObA194/91; 9ObA159/93; 8Ob23/93 (8Ob24/93); 10ObS101/94; 15Os189/94 (15Os190/94); 10ObS134/94; 1Ob7/95; 4Ob2074/96w; 3Ob2090/96s; 1Ob2131/96f; 8Ob2233/96g; 10ObS2354/96s; 1Ob2416/96t; 7Ob2430/96w; 9Ob2065/96h; 10ObS88/98h; 5Ob42/98g; 10ObS56/98b; 10ObS261/98z; 10ObS329/98z; 1Ob235/98k; 1Ob265/98x; 5Ob9/99f; 10ObS312/98z; 5Ob323/98f; 8Ob41/99h; 9ObA343/98a; 4Ob137/99x; 10ObS266/99m; 1Ob315/99a; 5Ob334/99z; 10ObS236/99z; 3Ob201/01g; Rkv1/01; 10ObS91/02h; 10ObS360/01s; 3Ob215/02t (3Ob321/02f); 4Ob7/04i; 8ObA75/04v; 9ObA61/05v; 16Ok52/05; 10Ob29/06x; 8ObA76/06v; 4Ob193/06w; 8ObA107/06b; 5Ob234/07h; 5Ob52/08w; 9ObA41/08g; 10ObS118/09i; 6Ob261/09i; 10ObS25/10i; 7Ob13/10b; 16Ok3/10; 5Ob63/10s; 8ObA60/10x; 5Ob190/10t; 10Ob23/11x; 9ObA53/11a; 7Ob124/11b; 7Ob215/11k; 5Ob52/12a; 8ObA17/12a; 7Ob212/11v; 1Ob148/12i; 5Ob191/12t; 15Os102/12g (15Os103/12d); 1Ob88/13t; 10ObS100/13y; 10ObS114/13g; 2Ob165/13y; 10ObS1/13i; 1Ob215/13v; 6Ob160/13t; 10ObS12/14h; 5Ob205/13b; 7Ob1/14v; 10Ob46/14h; 4Ob126/14d; 8ObA57/14m; 10ObS63/14h; 10ObS17/15w; 3Ob136/15v; 5Ob154/15f; 10ObS67/15y; 5Ob88/15z; 1Ob190/16x; 9ObA107/17a; 9ObA99/17z; 10ObS154/17w; 10ObS10/18w; 8Ob79/18b; 6Ob126/18z; 7Ob241/18v; 7Ob45/19x
Eine Rechtslücke ist eine planwidrige Unvollständigkeit innerhalb des positiven Rechts, gemessen am Maßstab der gesamten geltenden Rechtsordnung. Das Gesetz ist in einem solchen Fall, gemessen an seiner eigenen Absicht und immanenten Teleologie, ergänzungsbedürftig, ohne dass seine Ergänzung einer vom Gesetz gewollten Beschränkung widerspricht.
4 Ob 313/76
Entscheidungstext OGH 23.03.1976 4 Ob 313/76
Veröff: SZ 49/45 = EvBl 1976/263 S 606 = ÖBl 1976,113 = JBl 1976,490 = GRURInt 1977,211; hiezu Besprechung von Federsel im ÖBl 1977,26
1 Ob 778/81
Entscheidungstext OGH 21.04.1982 1 Ob 778/81
Veröff: SZ 55/51
6 Ob 547/84
Entscheidungstext OGH 26.04.1984 6 Ob 547/84
Vgl auch; Veröff: JBl 1984,675 = ZVR 1985/133 S 244
5 Ob 607/84
Entscheidungstext OGH 11.12.1984 5 Ob 607/84
Vgl auch; Veröff: SZ 57/194
6 Ob 697/85
Entscheidungstext OGH 16.01.1986 6 Ob 697/85
Vgl auch; Veröff: SZ 59/12
6 Ob 16/85
Entscheidungstext OGH 12.12.1985 6 Ob 16/85
Auch; Beisatz: Eine Gesetzeslücke liegt vor, wenn die Regelung eines Sachbereiches keine Bestimmung für eine Frage enthält, die im Zusammenhang mit dieser Regelung an sich geregelt werden müsste. (T1)
Veröff: SZ 58/206 = NZ 1987,14
Beis wie T1; Veröff: SZ 59/177 = EvBl 1987/9 S 52 = Arb 10560 = RZ 1987/24 S 111 = DRdA 1987,428 (Cerny)
1 Ob 605/88
Entscheidungstext OGH 28.09.1988 1 Ob 605/88
Veröff: SZ 61/206 = RZ 1990/2 S 20
10 ObS 21/89
Entscheidungstext OGH 24.01.1989 10 ObS 21/89
Veröff: SSV - NF 3/20
10 ObS 330/88
Entscheidungstext OGH 10.01.1989 10 ObS 330/88
Auch; Beisatz: Eine planwidrige Gesetzeslücke ist durch Analogie zu schließen. (T2)
Veröff: SZ 62/3
9 ObA 221/89
Entscheidungstext OGH 30.08.1989 9 ObA 221/89
10 ObS 316/89
Entscheidungstext OGH 07.11.1989 10 ObS 316/89
10 ObS 222/89
Entscheidungstext OGH 05.12.1989 10 ObS 222/89
Beis wie T2; Veröff: SZ 62/194 = SSV - NF 3/143
1 Ob 692/89
Entscheidungstext OGH 29.11.1989 1 Ob 692/89
Veröff: SZ 62/184 = EvBl 1990/96 S 468
3 Ob 583/90
Entscheidungstext OGH 17.10.1990 3 Ob 583/90
Auch; Veröff: RZ 1991/12 S 73
10 ObS 216/90
Entscheidungstext OGH 23.10.1990 10 ObS 216/90
Vgl auch; nur: Eine Rechtslücke ist eine planwidrige Unvollständigkeit innerhalb des positiven Rechts, gemessen am Maßstab der gesamten geltenden Rechtsordnung. (T4)
7 Ob 586/91
Entscheidungstext OGH 04.09.1991 7 Ob 586/91
nur: Das Gesetz ist in einem solchen Fall, gemessen an seiner eigenen Absicht und immanenten Teleologie, ergänzungsbedürftig, ohne dass seine Ergänzung einer vom Gesetz gewollten Beschränkung widerspricht. (T5)
Beisatz: Dass eine Regelung wünschenswert wäre, rechtfertigt noch nicht die Annahme einer Gesetzeslücke. (T6)
10 ObS 71/92
Entscheidungstext OGH 18.12.1991 10 ObS 71/92
nur T5; Beis wie T1
3 Ob 557/92
Entscheidungstext OGH 26.05.1992 3 Ob 557/92
Auch; nur T4; Veröff: SZ 65/78
Prä 1040/93-2
Entscheidungstext OGH 15.10.1992 Prä 1040/93-2
Entscheidungstext OGH 15.04.1993 9 ObA 605/93
nur T4; Personalsenat des OGH
9 ObA 194/91
Entscheidungstext OGH 11.08.1993 9 ObA 194/91
8 Ob 23/93
Entscheidungstext OGH 03.02.1994 8 Ob 23/93
Beis wie T1; Veröff: SZ 67/21
10 ObS 101/94
Entscheidungstext OGH 18.10.1994 10 ObS 101/94
Auch; Veröff: SZ 67/176
15 Os 189/94
Entscheidungstext OGH 09.02.1995 15 Os 189/94
Vgl; Beisatz: Eine solche Unvollständigkeit liegt jedoch nur vor, wenn eine anzuwendende Rechtsvorschrift zwar vorhanden, aber in einer bestimmten Richtung nicht präzisiert (unvollständig) ist. Durch Analogie ist nicht eine beliebige, sondern nur eine im System liegende Lösung anzustreben. Eine unechte Lücke liegt vor, wenn man von einem bestimmten Standpunkt aus die konkrete Regelung eines Sachverhalts erwartet, eine solche aber fehlt. (T7)
Auch; nur T4; Beis wie T1; Veröff: SZ 69/109
3 Ob 2090/96s
Entscheidungstext OGH 27.03.1996 3 Ob 2090/96s
nur T4; Veröff: SZ 69/82
Vgl; Beis wie T2; Veröff: SZ 69/146
8 Ob 2233/96g
Entscheidungstext OGH 12.09.1996 8 Ob 2233/96g
nur T5; Beis wie T1; Beis wie T6; Beisatz: Wurde von der Gesetzgebungsinstanz für einen bestimmten Sachverhalt eine bestimmte Rechtsfolge bewusst nicht angeordnet, so fehlt es an einer Gesetzeslücke und daher auch an der Möglichkeit ergänzender Rechtsfindung. (T8)
1 Ob 2416/96t
Entscheidungstext OGH 28.01.1997 1 Ob 2416/96t
10 ObS 88/98h
Entscheidungstext OGH 10.03.1998 10 ObS 88/98h
5 Ob 42/98g
Entscheidungstext OGH 24.02.1998 5 Ob 42/98g
Auch; nur T5; Beisatz: Eine Gesetzeslücke liegt vor, wenn die aus der konkreten gesetzlichen Regelung hervorleuchtenden Zwecke und Werte die Annahme nahelegen, der Gesetzgeber habe einen nach denselben Maßstäben regelungsbedürftigen Sachverhalt übersehen. (T9)
10 ObS 56/98b
Entscheidungstext OGH 31.03.1998 10 ObS 56/98b
10 ObS 261/98z
Entscheidungstext OGH 18.08.1998 10 ObS 261/98z
10 ObS 329/98z
Entscheidungstext OGH 20.10.1998 10 ObS 329/98z
1 Ob 235/98k
Entscheidungstext OGH 27.10.1998 1 Ob 235/98k
Auch; Beisatz: Das bloß rechtspolitisch Erwünschte vermag dagegen der ergänzenden Rechtsfindung durch Analogiebildung nicht als ausreichende Grundlage zu dienen. Eine Gesetzeslücke ist nur dann anzunehmen, wenn Wertungen und Zweck der konkreten gesetzlichen Regelung die Annahme rechtfertigen, der Gesetzgeber habe einen nach denselben Maßstäben regelungsbedürftigen Sachverhalt übersehen. (T10)
Auch; nur: Eine Rechtslücke ist eine planwidrige Unvollständigkeit innerhalb des positiven Rechts. (T11)
Beis wie T10 nur: Das bloß rechtspolitisch Erwünschte vermag dagegen der ergänzenden Rechtsfindung durch Analogiebildung nicht als ausreichende Grundlage zu dienen. (T12)
Beisatz: Hat der Gesetzgeber eine bestimmte Rechtsfolge für einen bestimmten Sachverhalt bewusst nicht angeordnet, so fehlt es an einer Gesetzeslücke und demgemäß auch an der Grundvoraussetzung einer ergänzenden Rechtsfindung. (T13)
5 Ob 9/99f
Entscheidungstext OGH 26.01.1999 5 Ob 9/99f
Auch; Beis wie T6; Beis wie T8; nur T11; Beis wie T12; Beis wie T13
Veröff: SZ 72/1
8 Ob 41/99h
Entscheidungstext OGH 15.04.1999 8 Ob 41/99h
Vgl; nur T11; Beis ähnlich wie T12
Veröff: SZ 72/44
4 Ob 137/99x
Entscheidungstext OGH 01.06.1999 4 Ob 137/99x
Beis wie T1; Beis wie T6; Beis wie T13; Beisatz: Hier: § 11 Abs 2 KGG. (T14)
1 Ob 315/99a
Entscheidungstext OGH 14.01.2000 1 Ob 315/99a
Veröff: SZ 73/7
5 Ob 334/99z
Entscheidungstext OGH 25.01.2000 5 Ob 334/99z
Vgl auch; nur T11; Beisatz: Hier: Keine analoge Anwendung des § 13 Abs 2 WEG. (T15)
Veröff: SZ 73/17
Auch; Beis wie T6; Beisatz: Ohne Vorliegen einer Gesetzeslücke gleichsam an die Stelle des Gesetzgebers zu treten und einen Regelungsinhalt (rechtsfortbildend) zu schaffen, dessen Herbeiführung ausschließlich diesem obläge, steht den Gerichten nicht zu. (T16)
3 Ob 201/01g
Entscheidungstext OGH 29.08.2001 3 Ob 201/01g
Auch; Veröff: SZ 74/141
Rkv 1/01
Entscheidungstext OGH 28.11.2001 Rkv 1/01
nur T5; Beis wie T9; Beis wie T10
10 ObS 360/01s
Entscheidungstext OGH 17.09.2002 10 ObS 360/01s
Beis wie T8; Beis wie T13; Beis wie T16
4 Ob 7/04i
Entscheidungstext OGH 16.03.2004 4 Ob 7/04i
Vgl auch; Beisatz: Ob eine Gesetzeslücke vorliegt, ist auf Grund der Rechtsordnung einschließlich aller auch als Auslegungskriterien heranzuziehenden Maßstäbe zu beurteilen. Eine teleologische Lücke liegt vor, wenn die - mit Hilfe der Interpretationsregeln ermittelte - ratio legis (das höhere Rechtsprinzip) in Verbindung mit dem Gleichheitsgrundsatz die Erstreckung der Rechtsfolgenanordnung (der Werttendenz) einer gesetzlichen Norm (oder auch mehrerer Vorschriften) auf den gesetzlichen nicht unmittelbar geregelten Fall fordert. (T17)
Beisatz: Hier: Analoge Anwendung des § 18 Abs 4 ECG im Bereich des TKG. (T18)
Veröff: SZ 2004/33
Auch; Beis wie T7; Beis wie T16
16 Ok 52/05
Entscheidungstext OGH 27.02.2006 16 Ok 52/05
Beisatz: Hier: Die kartellrechtliche Geldbuße ist eine Sanktion mit strafrechtsähnlichem Charakter. Nach Auffassung des Senats bedeutet es einen Wertungswiderspruch, gäbe es im Kartellrecht - anders als im Straf- und Verwaltungsstrafrecht - keine Möglichkeit, von der Verhängung einer Strafe abzusehen, wenn das Verschulden des Beschuldigten geringfügig ist und die Folgen der Übertretung unbedeutend sind. (T19)
Veröff: SZ 2006/30
10 Ob 29/06x
Entscheidungstext OGH 22.05.2006 10 Ob 29/06x
Auch; Beis wie T8; Beis wie T13; Beis wie T16
Auch; Beisatz: Hier: Annahme einer Gesetzeslücke in § 10 Abs 7 MuttSchG; analoge Anwendung der §§ 10 Abs 2, 10a MuttSchG für den Fall der schriftlichen einvernehmlichen Auflösung in Unkenntnis der Schwangerschaft. (T20)
Auch; nur T5; Beis wie T17
Auch; Beisatz: Annahme einer Gesetzeslücke in § 177 Abs 3 ArbVG, welche durch analoge Anwendung der aus der Bestimmung des § 91 Abs 1 ArbVG abzuleitenden allgemeinen Informationsverpflichtungen, die nach § 177 Abs 3 ArbVG auch im Verhältnis zwischen den „Schwesterunternehmen" zum Tragen kommen, geschlossen werden kann. (T21)
Beisatz: Hier: Die für Notare und Gerichte maßgebliche Rechtsentwicklung in Richtung einer Identitätsprüfung durch einen Lichtbildausweis hat der Gesetzgeber bei den Legalisatoren nicht nachvollzogen. Die Beglaubigung durch den Legalisator auf Grund einer (bloßen) Identitätsprüfung an Hand eines Lichtbildausweises ist daher durch den unverändert gebliebenen Wortlaut des Art IV § 8 Abs 1 Vlbg GARG nicht gedeckt. Insoweit besteht aber auch keine durch Analogie (etwa zu § 55 Abs 1 Z 5 NO) zu schließende Gesetzeslücke. (T22)
Beis wie T16; Beis wie T10
5 Ob 52/08w
Entscheidungstext OGH 01.04.2008 5 Ob 52/08w
Vgl auch; Beisatz: Begnügt sich der Gesetzgeber bei der Novellierung von Ausländergrunderwerbsgesetzen trotz des Gesetzeszwecks, die Umgehung des Ausländergrundverkehrsrechts zu verhindern, mit einer im Vergleich zu anderen Landesgesetzen engeren Definition der Ausländereigenschaft, können auf rechtspolitisch vielleicht wünschenswerte Ergebnisse gestützte Überlegungen eine extensive Auslegung nicht rechtfertigen. (T23)
Beisatz: Hier: § 2 Z 3 Wr Ausländergrunderwerbsgesetz. (T24)
nur T5; Beis wie T6; Beis wie T9
10 ObS 118/09i
Entscheidungstext OGH 20.10.2009 10 ObS 118/09i
Auch; Beis wie T5; Beis wie T8; Bem: Hier: Die Frage der Zulässigkeit einer analogen Anwendung des § 215 AktG im Privatstiftungsrecht wird ausdrücklich offen gelassen (mit eingehender Darstellung der Lehre). (T25)
10 ObS 25/10i
Entscheidungstext OGH 02.03.2010 10 ObS 25/10i
Vgl; Beisatz: Der rechtspolitische Wunsch, dass eine bestimmte Regelung gerecht(er) wäre, vermag für sich allein eine planwidrige Lücke nicht zu begründen. (T26)
16 Ok 3/10
Entscheidungstext OGH 22.06.2010 16 Ok 3/10
Vgl auch; Veröff: SZ 2010/74
Beis wie T10 nur: Eine Gesetzeslücke ist nur dann anzunehmen, wenn Wertungen und Zweck der konkreten gesetzlichen Regelung die Annahme rechtfertigen, der Gesetzgeber habe einen nach denselben Maßstäben regelungsbedürftigen Sachverhalt übersehen. (T27)
Veröff: SZ 2010/104
Auch; nur T5; Beis ähnlich wie T6
Vgl auch; Beisatz: Hier: Keine Regelungslücke bei § 10 Abs 3 und 4 WEG. (T28)
10 Ob 23/11x
Entscheidungstext OGH 03.05.2011 10 Ob 23/11x
Vgl auch; nur T4; Beis wie T8
9 ObA 53/11a
Entscheidungstext OGH 28.06.2011 9 ObA 53/11a
Veröff: SZ 2011/140
8 ObA 17/12a
Entscheidungstext OGH 24.04.2012 8 ObA 17/12a
5 Ob 191/12t
Entscheidungstext OGH 14.02.2013 5 Ob 191/12t
Auch; Ähnlich Beis wie T6; Beis wie T9; Veröff: SZ 2013/17
15 Os 102/12g
Entscheidungstext OGH 24.04.2013 15 Os 102/12g
Beis wie T9; Beis wie T10; Beis wie T16; Beis wie T18
1 Ob 88/13t
Entscheidungstext OGH 27.06.2013 1 Ob 88/13t
Beis wie T6; Beis wie T16; Veröff: SZ 2013/100
2 Ob 165/13y
Entscheidungstext OGH 14.11.2013 2 Ob 165/13y
Auch; Beisatz: Hier: Problematik des Mietzinsminderungsanspruchs nach Mängelbehebung durch den Mieter; keine analoge Anwendung des § 1096 ABGB mangels planwidriger Gesetzeslücke. Mit ausführlicher Darstellung der Gesetzesmaterialien zur WRN 2006. (T29)
6 Ob 160/13t
Entscheidungstext OGH 16.12.2013 6 Ob 160/13t
Vgl; Beis wie T1; Beis wie T6; Beis wie T10; Beis wie T16; Beisatz: Hier: Das Fehlen einer § 142 UGB entsprechenden Regelung im Genossenschaftsrecht kann nicht als planwidrige Unvollständigkeit des Umgründungsrechts angesehen werden. (T30)
Veröff: SZ 2013/123
Beis wie T17; Beisatz: Hier: § 255 Abs 2 ASVG. (T31)
Auch; Beisatz: Keine analoge Anwendung des § 15 KSchG. (T32)
Auch; Beis wie T27; Veröff: SZ 2014/36
10 Ob 46/14h
Entscheidungstext OGH 26.08.2014 10 Ob 46/14h
Auch; Beis wie T6; Beis wie T9; Beis wie T10; Beis wie T27; Beisatz: Hier: Keine Analogie zu § 25 Abs 3 GlücksspielG hinsichtlich Spekulationsgeschäften an der Börse. (T33)
8 ObA 57/14m
Entscheidungstext OGH 29.09.2014 8 ObA 57/14m
Beisatz: Hier: Mutterschaftsaustritt iSd § 15r MSchG als rückforderungsschädliche Beendigung nach § 2d Abs 4 Z 3 AVRAG. (T34)
Veröff: SZ 2014/88
Beis wie T16; Veröff: SZ 2014/90
10 ObS 17/15w
Entscheidungstext OGH 28.04.2015 10 ObS 17/15w
Veröff: SZ 2015/43
Auch; Beis wie T17; Beisatz: Bei der Ermittlung der ratio legis ist auf die Rechtsentwicklung Bedacht zu nehmen; dies kann zur Feststellung einer „nachträglichen“ Gesetzeslücke führen. (T35)
Veröff: SZ 2015/70
5 Ob 154/15f
Entscheidungstext OGH 25.09.2015 5 Ob 154/15f
Auch; Beis wie T8; Beis wie T13; Veröff: SZ 2015/102
Vgl auch; Beis wie T6; Beis wie T12; Beis wie T26
Vgl; nur T4; nur T11; Beis wie T2; Beis wie T8; Beis wie T13; Beis wie T16; Beis wie T27; Beisatz: Fremdwährungskredit; keine analoge Anwendung des § 27 KSchG. (T36)
Veröff: SZ 2017/34
9 ObA 107/17a
Entscheidungstext OGH 30.10.2017 9 ObA 107/17a
9 ObA 99/17z
Entscheidungstext OGH 28.11.2017 9 ObA 99/17z
10 ObS 10/18w
Entscheidungstext OGH 20.02.2018 10 ObS 10/18w
Auch; Beis wie T6; Beis wie T7; Beis wie T10; Beis wie T27
Beisatz: Hier: § 165a VersVG idF BGBl Nr 90/1993. (T37)
7 Ob 45/19x
Entscheidungstext OGH 26.06.2019 7 Ob 45/19x
ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0008866
JJR_19760323_OGH0002_0040OB00313_7600000_001
Rechtssatz für 3Ob70/76 3Ob92/81 3Ob18...
RS0004852
3Ob70/76; 3Ob92/81; 3Ob181/82; 3Ob88/95; 3Ob2433/96g; 3Ob156/00p; 3Ob215/02t (3Ob321/02f); 3Ob107/07t; 3Ob273/07d
EO §355 Abs3 VIIIa
Bei Anwendung von Zwangsmittel ist das Gericht nur an die Grenzen des § 355 Abs 1 und 3 EO gebunden. Innerhalb dieser Grenzen unterliegt die Auswahl und Bemessung der einzelnen Strafen dem zweckgebundenen Ermessen des Vollzugsgerichtes. Es entspricht dem Zweck der Beugemittel, dass sie mit dem Grad und der Hartnäckigkeit des Zuwiderhandelns eine Steigerung erfahren müssen.
3 Ob 70/76
Entscheidungstext OGH 22.06.1976 3 Ob 70/76
3 Ob 92/81
Entscheidungstext OGH 26.08.1981 3 Ob 92/81
nur: Bei Anwendung von Zwangsmittel ist das Gericht nur an die Grenzen des § 355 Abs 1 und 3 EO gebunden. Innerhalb dieser Grenzen unterliegt die Auswahl und Bemessung der einzelnen Strafen dem zweckgebundenen Ermessen des Vollzugsgerichtes. (T1) Veröff: SZ 54/115 = ÖBl 1981,164
3 Ob 181/82
Entscheidungstext OGH 13.04.1983 3 Ob 181/82
Vgl auch; Beisatz: Die Zwangsmittel sind nach Art und Schwere des jeweiligen Zuwiderhandelns auszumessen. (T2)
3 Ob 88/95
Entscheidungstext OGH 09.10.1996 3 Ob 88/95
nur: Es entspricht dem Zweck der Beugemittel, dass sie mit dem Grad und der Hartnäckigkeit des Zuwiderhandelns eine Steigerung erfahren müssen. (T3) Veröff: SZ 69/226
3 Ob 2433/96g
Entscheidungstext OGH 23.04.1997 3 Ob 2433/96g
Veröff: SZ 70/76
Vgl auch; Veröff: SZ 2002/178
3 Ob 107/07t
Entscheidungstext OGH 23.05.2007 3 Ob 107/07t
Auch; nur T3; Beisatz: Bei der Beurteilung der Hartnäckigkeit spielt die Art des Titelverstoßes grundsätzlich keine Rolle. (T4)
ECLI:AT:OGH0002:1976:RS0004852
JJR_19760622_OGH0002_0030OB00070_7600000_001
Rechtssatz für 1Ob652/77 (1Ob653/77) 1O...
RS0031841
1Ob652/77 (1Ob653/77); 1Ob708/78; 2Ob588/82; 1Ob658/83; 6Ob2297/96d; 6Ob80/01k; 3Ob215/02t (3Ob321/02f)
Da die Zielrichtung des Begehrens auf Unterlassung und Widerruf nicht dieselbe ist, besteht kein Grund, bei Vorliegen der Voraussetzungen nicht sowohl ein Unterlassungsbegehren als auch Widerrufsbegehren zuzulassen. Wie bei allen Unterlassungsansprüchen muß allerdings Wiederholungsgefahr bestehen.
Veröff: EvBl 1978/65 S 182 = ÖBl 1978,34 = SZ 50/111
1 Ob 708/78
Entscheidungstext OGH 18.10.1978 1 Ob 708/78
Veröff: RZ 1979/69 S 233
nur: Da die Zielrichtung des Begehrens auf Unterlassung und Widerruf nicht dieselbe ist, besteht kein Grund, bei Vorliegen der Voraussetzungen nicht sowohl ein Unterlassungsbegehren als auch Widerrufsbegehren zuzulassen. (T1) Veröff: ÖBl 1984,18 = EvBl 1984/60 S 241 = GRURInt 1985,340 = JBl 1984,492 = SZ 56/124
6 Ob 2297/96d
Entscheidungstext OGH 07.11.1996 6 Ob 2297/96d
6 Ob 80/01k
Entscheidungstext OGH 16.05.2001 6 Ob 80/01k
Vgl auch; nur T1; Beisatz: Während der Widerruf der Beseitigung der negativen Folgen der Ehrverletzung dient, ist Ziel des Unterlassungsanspruches die Verhinderung künftiger gleichartiger Verletzungen. Die Unterlassungsklage ist somit kein Minus zum Widerrufsanspruch, vielmehr sind beide Ansprüche kumulierbar. (T2)
Vgl auch; nur T1; Beis wie T2; Beisatz: Dies bedeutet aber nichts anderes, als dass der Unterlassungsanspruch und der Widerrufs- als (besonderer, dem §1330 ABGB eigener) Beseitigungsanspruch nebeneinander bestehen und daher ein Beseitigungsanspruch nicht im Unterlassungsanspruch enthalten sein kann (Analogieschluss von §15 UWG auf §1330 ABGB nicht zulässig). (T3); Veröff: SZ 2002/178
ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0031841
JJR_19770831_OGH0002_0010OB00652_7700000_002
Rechtssatz für 4Ob415/77 (4Ob416/77) 4O...
RS0079560
4Ob415/77 (4Ob416/77); 4Ob340/80 (4Ob341/80); 4Ob345/81 (4Ob346/81); 4Ob301/89; 4Ob34/91; 3Ob12/91; 4Ob79/95; 4Ob2055/96a; 4Ob214/97t; 4Ob216/98p; 4Ob170/99z; 3Ob168/99y (3Ob169/99w, 3Ob170/99t, 3Ob241/99h); 3Ob162/00w; 3Ob215/02t (3Ob321/02f); 3Ob198/02t; 3Ob97/04t; 3Ob47/04i; 3Ob109/04g; 4Ob202/05t; 17Ob24/09t; 17Ob13/09z; 3Ob120/10h; 4Ob158/11f; 4Ob43/11v; 3Ob240/11g; 3Ob8/12s; 6Ob160/12s; 4Ob63/13p; 4Ob209/13h; 6Ob129/14k; 3Ob256/15s; 7Ob81/16m; 4Ob257/16x
EO §355 XIV
UGB §283
Wer durch einen Gesetzesverstoß einen Störungszustand geschaffen hat, stört weiter, solange dieser Zustand nicht beseitigt ist. Seine Pflicht zum Handeln folgt aus seinem vorangegangenen Verhalten.
4 Ob 415/77
Entscheidungstext OGH 07.02.1978 4 Ob 415/77
Veröff: ÖBl 1978,28
Beisatz: Wenn sich das widerrechtliche Verhalten des Störers nicht in einer vorübergehenden, abgeschlossenen Handlung erschöpft, sondern einen Dauerzustand herbeigeführt hat, umfasst somit der Anspruch auf Unterlassung auch das Recht, vom Verpflichteten die Beseitigung dieses gesetzwidrigen Zustandes zu verlangen, soweit ihm die Verfügung hierüber zusteht. (T1)
4 Ob 345/81
Entscheidungstext OGH 19.05.1981 4 Ob 345/81
Beis wie T1; Beisatz: Konkurswarenvermarktungsgesellschaft mbH II (T2)
Veröff: SZ 54/77 = ÖBl 1982,132 = NZ 1982,160
Beis wie T1; Veröff: JBl 1990,119 = ÖBl 1990,132
4 Ob 34/91
Entscheidungstext OGH 07.05.1991 4 Ob 34/91
Beis wie T1; Beisatz: Offenhalten ist aber kein "Gegenstand", der beseitigt werden könnte, sondern eine Handlung, deren Unterlassung erzwungen werden kann. (T3)
Veröff: MR 1991,209
Beis wie T1; Veröff: ÖBl 1991,115
Beisatz: Der Beseitigungsanspruch setzt demnach voraus, dass eine Beseitigung des gesetzwidrigen Zustandes in der Verfügungsmacht des Verpflichteten liegt. Die Verfügungsbefugnis des Störers ist vom Kläger zu behaupten und zu beweisen. (T4)
Beis wie T1; Beisatz: Die für den Beseitigungsanspruch erforderliche fortdauernde Störung wird - im Zusammenhalt mit der zurückliegenden Markenrechtsverletzung - schon durch das Vorhandensein der Eingriffsgegenstände im Betrieb des Beklagten, wo sie regelmäßig zu keiner anderen Verwendung als dem Verkauf bestimmt sein können, bewirkt. (T5)
4 Ob 214/97t
Entscheidungstext OGH 09.09.1997 4 Ob 214/97t
Beis wie T1; Veröff: SZ 70/173
4 Ob 216/98p
Entscheidungstext OGH 20.10.1998 4 Ob 216/98p
Veröff: SZ 71/168
Auch; nur: Wer durch einen Gesetzesverstoß einen Störungszustand geschaffen hat, stört weiter, solange dieser Zustand nicht beseitigt ist. (T6)
Beisatz: Seine Verpflichtung, den gesetzwidrigen Zustand zu beseitigen, besteht unabhängig davon, ob die "Störquellen" bereits vor Schaffung des Titels vorhanden waren. (T7)
3 Ob 168/99y
Entscheidungstext OGH 24.11.1999 3 Ob 168/99y
Auch; Beisatz: Gerade der Umstand, dass die Objekte an Bestandnehmer vermietet wurden, die deren Nutzung bereits vor der Erlassung der einstweiligen Verfügung begonnen hatten, war Grund für das mit dieser einstweiligen Verfügung ausgesprochene Verbot, mit dem auch die Aufrechterhaltung des bereits bestehenden Zustands untersagt wurde. Zur Erwirkung der Beseitigung dieses Zustands ist die Unterlassungsexekution das dem Titel entsprechende zulässige Exekutionsmittel. (T8)
Veröff: SZ 72/194
Auch; Beisatz: Auch die Aufrechterhaltung des verbotenen Zustandes stellt einen Verstoß gegen den Unterlassungstitel dar. (T9)
Auch; Beis wie T1; Beisatz: Dass dem Verpflichteten kein Einfluss auf die von ihm "eingeschalteten Personen/Unternehmen" zustehe und er deshalb ohne Verschulden den von ihm veranlassten Dauerzustand nicht beenden (die Störungsquelle nicht beseitigen) könne, muss der Verpflichtete mit Klage nach § 36 EO beweisen (ÖBl 1991, 115). (T10)
Beis ähnlich wie T8 nur: Zur Erwirkung der Beseitigung dieses Zustands ist die Unterlassungsexekution das dem Titel entsprechende zulässige Exekutionsmittel. (T11)
Beisatz: Den Verpflichteten trifft insoweit auch außerhalb des Anwendungsbereichs des § 356 EO eine echte Beseitigungspflicht, um eine Exekutionsführung zu vermeiden. (T12)
Beisatz: Einem Unterlassungsgebot kann also in einem solchen Fall auch durch bloße Untätigkeit zuwider gehandelt werden (ÖBl 1990, 134 mwN). (T13)
Vgl auch; Beis wie T11; Beisatz: Die Unmöglichkeit der Beseitigung des bestehenden Zustands stellt einen Umstand dar, der vom Verpflichteten als Neuerung nicht mit Rekurs, sondern nur mit Impugnationsklage (§ 36 EO) geltend gemacht werden kann. (T14)
3 Ob 97/04t
Entscheidungstext OGH 21.07.2004 3 Ob 97/04t
Vgl auch; Beisatz: Eine gegen den Unterlassungstitel verstoßende Veröffentlichung auf der eigenen Homepage rechtfertigt die Bewilligung der Unterlassungsexekution. (T15)
3 Ob 109/04g
Entscheidungstext OGH 26.01.2005 3 Ob 109/04g
4 Ob 202/05t
Entscheidungstext OGH 24.01.2006 4 Ob 202/05t
17 Ob 24/09t
Entscheidungstext OGH 19.11.2009 17 Ob 24/09t
Veröff: SZ 2009/154
17 Ob 13/09z
Entscheidungstext OGH 19.11.2009 17 Ob 13/09z
3 Ob 120/10h
Entscheidungstext OGH 13.10.2010 3 Ob 120/10h
4 Ob 158/11f
Entscheidungstext OGH 22.11.2011 4 Ob 158/11f
Beis wie T1; Beisatz: Hier: (gefährlicher) Überhang iSd § 364 ABGB als dauerhafter Eingriff in das Eigentumsrecht des Nachbarn. (T16)
Vgl; Beis wie T7; Beis wie T14
6 Ob 160/12s
Entscheidungstext OGH 27.02.2013 6 Ob 160/12s
Vgl auch; Beisatz: Die Zwangsstrafe nach § 283 UGB sanktioniert nicht ein punktuell begangenes Unrecht, sondern einen rechtswidrigen Dauerzustand, der mit Ablauf der neunmonatigen Frist des § 277 Abs 1 UGB beginnt und erst mit der vollständigen Einreichung des Jahresabschlusses endet. (T17)
4 Ob 63/13p
Entscheidungstext OGH 23.05.2013 4 Ob 63/13p
Vgl; Beis wie T1; Beis wie T16
Beisatz: Hier: Störung des Wettbewerbs durch die Möglichkeit des Erwerbs von Aktien einer Bank durch Mitbewerber unter dem Marktwert. (T18)
6 Ob 129/14k
Entscheidungstext OGH 19.11.2014 6 Ob 129/14k
3 Ob 256/15s
Entscheidungstext OGH 17.02.2016 3 Ob 256/15s
Beisatz: Wenn sich das widerrechtliche Verhalten des Störers nicht in einer vorübergehenden, abgeschlossenen Handlung erschöpft, sondern einen Dauerzustand herbeigeführt hat, umfasst somit der Anspruch auf Unterlassung auch das Recht, vom Verpflichteten die Beseitigung dieses gesetzwidrigen Zustands zu verlangen, soweit ihm die Verfügung darüber zusteht. (T19)
ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0079560
JJR_19780207_OGH0002_0040OB00415_7700000_003
Rechtssatz für 3Ob130/77 3Ob147/80 3Ob...
3Ob130/77; 3Ob147/80; 3Ob162/83; 3Ob80/84; 3Ob22/87; 3Ob82/88; 3Ob51/89; 3Ob64/89; 4Ob125/89; 3Ob17/90; 3Ob3/90; 4Ob17/91; 3Ob64/90 (3Ob65/90 -3Ob67/90); 3Ob77/91; 3Ob65/93; 3Ob134/93; 3Ob178/93; 3Ob90/95 (3Ob91/95); 3Ob2169/96h; 3Ob199/97d; 3Ob136/97i; 3Ob311/97z; 3Ob164/98h; 3Ob319/98b (3Ob320/98z); 3Ob85/99t; 16Ok3/00; 3Ob317/01s; 3Ob215/02t (3Ob321/02f); 3Ob177/03f; 3Ob162/03z (3Ob163/03x); 3Ob26/04a; 3Ob252/04m; 3Ob72/05t (3Ob73/05i, 3Ob75/05m); 3Ob162/05b; 3Ob64/06t; 3Ob225/06v; 3Ob205/07d; 3Ob257/08b; 3Ob226/10x; 3Ob125/11w; 3Ob8/12s; 3Ob98/12a; 3Ob152/13v; 4Ob71/14s; 3Ob41/15y; 3Ob154/16t; 3Ob223/16i; 3Ob191/16h; 3Ob197/18v; 3Ob121/19v
Entscheidungstext OGH 11.01.1984 3 Ob 162/83
Beisatz: Dieser Pflicht ist die betreibende Partei durch die Behauptung ausreichend nachgekommen, dass der Verpflichtete an einem durch Datum bestimmten Tag einen genau bezeichneten Gegenstand (Etikettenbänder) verbotswidrig feilgehalten und verkauft habe. Konkrete Einwendungen des Verpflichteten im Sinne des § 36 Abs 1 Z 1 EO können sich darauf beschränken, an diesem Tag diesen Gegenstand nicht feilgehalten und verkauft zu haben. (T1)
Veröff: ÖBl 1984,51
nur: Der betreibende Gläubiger muss das Zuwiderhandeln, auf das er sein Exekutionsrecht stützt, konkret und schlüssig im Exekutionsantrag behaupten. (T2)
Beisatz: Ist der Exekutionsantrag datiert, muss daraus entnommen werden, dass die betreibende Partei den Antrag auf ein Zuwiderhandel stützt, das an oder vor diesem Tag geschah; es kommt nicht auf den Tag an, an dem der Exekutionsantrag bei Gericht einlangte. (T3)
Entscheidungstext OGH 29.06.1988 3 Ob 82/88
Entscheidungstext OGH 12.04.1989 3 Ob 51/89
Entscheidungstext OGH 28.06.1989 3 Ob 64/89
Entscheidungstext OGH 10.10.1989 4 Ob 125/89
Entscheidungstext OGH 24.01.1990 3 Ob 17/90
Entscheidungstext OGH 14.03.1990 3 Ob 3/90
Entscheidungstext OGH 27.02.1991 3 Ob 64/90
Entscheidungstext OGH 13.03.1991 3 Ob 77/91
nur T2; Beisatz: Bei einem Titel auf Unterlassung nicht gekennzeichneter entgeltlicher Veröffentlichungen in einer Zeitung ein Verstoß gegen das Unterlassungsgebot geschehen ist. (T7)
Veröff: WBl 1991,364 = MR 1991,209 (Korn)
nur T2; Beisatz: Gilt auch für weitere Strafanträge. (T8)
Entscheidungstext OGH 14.07.1993 3 Ob 134/93
Entscheidungstext OGH 20.10.1993 3 Ob 178/93
Entscheidungstext OGH 12.06.1996 3 Ob 2169/96h
Entscheidungstext OGH 09.07.1997 3 Ob 199/97d
Entscheidungstext OGH 09.07.1997 3 Ob 136/97i
Entscheidungstext OGH 26.11.1997 3 Ob 311/97z
Entscheidungstext OGH 24.06.1998 3 Ob 164/98h
Entscheidungstext OGH 13.01.1999 3 Ob 319/98b
Entscheidungstext OGH 20.10.1999 3 Ob 85/99t
Entscheidungstext OGH 15.05.2000 16 Ok 3/00
Entscheidungstext OGH 27.02.2002 3 Ob 317/01s
Auch; nur T2; Beis wie T6; Beisatz: Die betreibende Partei muss dabei etwa einzelne konkrete "Tathandlungen" herausgreifen. Es muss zumindest ein konkreter Verstoß gegen das Unterlassungsgebot angeführt werden, damit geprüft werden kann, ob dieses im konkreten Fall verletzt oder eingehalten wurde. (T11)
Entscheidungstext OGH 21.08.2003 3 Ob 177/03f
Entscheidungstext OGH 27.07.2005 3 Ob 72/05t
Entscheidungstext OGH 24.08.2005 3 Ob 162/05b
Entscheidungstext OGH 26.04.2006 3 Ob 64/06t
Auch; nur T2; Beis wie T12 nur: Der betreibende Gläubiger braucht das Zuwiderhandeln des Verpflichteten nicht zu beweisen oder zu bescheinigen, die Behauptung über das Zuwiderhandeln des Verpflichteten ist also auf ihre inhaltliche Richtigkeit, ob somit der behauptete Verstoß tatsächlich gesetzt wurde, nicht zu überprüfen. (T15)
Entscheidungstext OGH 14.06.2012 3 Ob 98/12a
Entscheidungstext OGH 21.08.2013 3 Ob 152/13v
3 Ob 197/18v
Entscheidungstext OGH 21.11.2018 3 Ob 197/18v
Rechtssatz für 3Ob109/81 3Ob27/83 3Ob6...
RS0004698
3Ob109/81; 3Ob27/83; 3Ob67/85; 3Ob72/90 (3Ob73/90, 3Ob1016/90); 3Ob187/93 (3Ob188/93 - 3Ob199/93); 3Ob168/99y (3Ob169/99w, 3Ob170/99t, 3Ob241/99h); 3Ob21/00k; 3Ob215/02t (3Ob321/02f); 3Ob274/06z
EO §355 VIIb
Bei Vorliegen mehrerer unerledigter Strafvollzugsanträge hat das Exekutionsgericht entsprechend der dargelegten "Stufenabgrenzung" über alle diese unerledigten Anträge gemeinsam zu entscheiden; es darf hiebei für alle Zuwiderhandlungen, die Gegenstand der unerledigten Anträge sind, nur eine gemeinsame Strafe verhängt werden.
3 Ob 109/81
Entscheidungstext OGH 08.10.1981 3 Ob 109/81
Veröff: EvBl 1982/19 S 39 = ÖBl 1982,163
3 Ob 27/83
Entscheidungstext OGH 15.06.1983 3 Ob 27/83
Veröff: ÖBl 1983,171
3 Ob 67/85
Entscheidungstext OGH 03.07.1985 3 Ob 67/85
3 Ob 72/90
Entscheidungstext OGH 16.05.1990 3 Ob 72/90
3 Ob 187/93
Entscheidungstext OGH 24.11.1993 3 Ob 187/93
Gegenteilig; Beisatz: (Abstellung auf Vollzugsstufen); Durch die Neufassung des § 359 Abs. 1 EO durch die WGN 1989 sollte zwar vom Absorptionsprinzip nicht abgegangen werden, doch ist nunmehr für jeden berechtigten Strafantrag eine Geldstrafe zu verhängen. (T1)
Ausdrücklich gegenteilig; Beisatz: Gemäß § 359 Abs 1 EO in der nunmehr geltenden, durch die WGN 1989 geschaffenen Fassung darf die einzelne Geldstrafe je Antrag S 80.000 nicht übersteigen und es ist daher naheliegend und auch sachgerecht, dass auf Grund jedes Strafantrags gesondert eine Geldstrafe verhängt wird, wobei es aber als zulässig angesehen werden wird können, dass zusätzlich die Gesamtsumme der verhängten Geldstrafen angeführt wird. (T2); Veröff: SZ 72/194
3 Ob 21/00k
Entscheidungstext OGH 20.06.2000 3 Ob 21/00k
Ausdrücklich gegenteilig; Beis wie T2
Gegenteilig; Beisatz: Auf Grund jedes Strafantrags ist eine gesonderte Strafe zu verhängen. (T3); Veröff: SZ 2002/178
3 Ob 274/06z
Entscheidungstext OGH 31.01.2007 3 Ob 274/06z
Gegenteilig; Beis wie T3; Beisatz: Wegen eines jeden für verschiedene Tage behaupteten Titelverstoßes ist je Strafantrag eine gesonderte Strafe zu verhängen. (T4)
ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0004698
JJR_19811008_OGH0002_0030OB00109_8100000_002
Rechtssatz für 3Ob136/81 3Ob11/82 3Ob1...
RS0004808
3Ob136/81; 3Ob11/82; 3Ob101/81; 3Ob27/83; 3Ob162/83; 3Ob77/84; 3Ob1012/86; 3Ob110/87; 3Ob149/88; 3Ob186/88; 3Ob77/91; 4Ob109/91; 4Ob137/91; 3Ob85/99t; 3Ob298/99s; 3Ob161/00y; 3Ob215/02t (3Ob321/02f); 3Ob153/03a; 3Ob162/03z (3Ob163/03x); 3Ob26/04a; 3Ob252/04m; 3Ob270/05k; 3Ob13/06t; 3Ob257/08b; 3Ob223/10f; 3Ob226/10x; 3Ob8/11i; 4Ob71/14s; 3Ob41/15y; 3Ob74/16b; 3Ob191/16h; 3Ob197/18v; 3Ob191/19p (3Ob192/19k, 3Ob193/19g)
Da ein Exekutionsantrag nach § 355 EO jetzt auch Elemente eines Strafvollzugsantrages enthält, hat die betreibende Partei schon im Exekutionsantrag konkrete Behauptungen über das angebliche Zuwiderhandeln des Verpflichteten aufzustellen, während die bloße allgemeine Behauptung eines Zuwiderhandelns nicht genügt.
Veröff: ÖBl 1982,51 = JBl 1982,605 (zust. Mayr)
3 Ob 11/82
Entscheidungstext OGH 27.01.1982 3 Ob 11/82
Veröff: ÖBl 1983,21 = SZ 55/6
3 Ob 101/81
Entscheidungstext OGH 10.03.1982 3 Ob 101/81
Beisatz: Da anläßlich der Exekutionsbewilligung nur eine Geldstrafe verhängt werden darf, braucht das Zuwiderhandeln allerdings nicht bewiesen bzw glaubhaft gemacht werden. Ergibt sich jedoch auf Grund der angebotenen Bescheinigungsmittel die Unrichtigkeit der Behauptung, ist der Exekutionsantrag abzuweisen. (T1); Veröff: ÖBl 1983,20
Beisatz: Dieser Pflicht ist die betreibende Partei durch die Behauptung ausreichend nachgekommen, daß der Verpflichtete an einem durch Datum bestimmten Tag einen genau bezeichneten Gegenstand (Etikettenbänder) verbotswidrig feilgehalten und verkauft habe. Konkrete Einwendungen des Verpflichteten im Sinne des § 36 Abs 1 Z 1 EO können sich darauf beschränken, an diesem Tag diesen Gegenstand nicht feilgehalten und verkauft zu haben. (T2); Veröff: ÖBl 1984,51
3 Ob 77/84
Entscheidungstext OGH 03.10.1984 3 Ob 77/84
3 Ob 1012/86
Entscheidungstext OGH 30.04.1986 3 Ob 1012/86
3 Ob 110/87
Entscheidungstext OGH 27.01.1988 3 Ob 110/87
nur: Die betreibende Partei schon im Exekutionsantrag konkrete Behauptungen über das angebliche Zuwiderhandeln des Verpflichteten aufzustellen, während die bloße allgemeine Behauptung eines Zuwiderhandelns nicht genügt. (T3)
3 Ob 149/88
Entscheidungstext OGH 19.10.1988 3 Ob 149/88
3 Ob 186/88
Entscheidungstext OGH 25.01.1989 3 Ob 186/88
Auch; Beisatz: Anders jedoch bei Exekution nach § 354 EO. (T4)
nur T3; Beisatz: Die Entscheidung über den Exekutionsantrag hat sich streng an den Titel zu halten. (T5); Veröff: MR 1991,209 (Korn) = WBl 1991,364
Vgl auch; Beisatz hier: Konkretisierung des Titels durch Angaben im Exekutionsantrag im Einzelfall ermöglicht. (T6)
4 Ob 137/91
Entscheidungstext OGH 17.12.1991 4 Ob 137/91
Auch; nur T3; Veröff: SZ 64/177
Auch; Beisatz: Für die verpflichtete Partei ist eindeutig, in welchem Zeitraum sie welche Zuwiderhandlungen gegen den Exekutionstitel begangen haben soll, wenn im Strafantrag das behauptete Zuwiderhandeln auf einen Zeitraum zwischen 25.6.1998 und 25.9.1998 eingeschränkt wurde. Eine nähere Spezifizierung ist hier (anders als etwa beim Vetrieb von Druckschriften in Trafiken, vergleiche MR 1989,182) nicht erforderlich. (T7)
Vgl; Beis wie T1; Beisatz: Diese Grundsätze gelten auch für den Strafantrag. (T8)
Entscheidungstext OGH 29.01.2001 3 Ob 161/00y
Auch; Beisatz: Der betreibende Gläubiger muss das Zuwiderhandeln, auf das er sein Exekutionsrecht stützt, im Exekutionsantrag konkret und schlüssig behaupten. (T9)
Auch; Beisatz: Die betreibende Partei muss dabei etwa einzelne konkrete "Tathandlungen" herausgreifen. Es muss zumindest ein konkreter Verstoß gegen das Unterlassungsgebot angeführt werden, damit geprüft werden kann, ob dieses im konkreten Fall verletzt oder eingehalten wurde. (T10); Veröff: SZ 2002/178
Vgl auch; Beis ähnlich wie T1; Beis wie T8; Beis wie T9
nur T3; Beis wie T9; Veröff: SZ 2004/26
Auch; Beis wie T9; Beisatz: Zwar braucht der betreibende Gläubiger das Zuwiderhandeln des Verpflichteten nicht zu beweisen oder zu bescheinigen, die Behauptung über das Zuwiderhandeln des Verpflichteten ist also auf ihre inhaltliche Richtigkeit, ob somit der behauptete Verstoß tatsächlich gesetzt wurde, nicht zu überprüfen; mit dem Antrag vorgelegte Bescheinigungsmittel sind aber bei der Beurteilung des Antragsvorbringens mit einzubeziehen. (T11)
Vgl auch; Beis ähnlich wie T1; Beis wie T9; Beis wie T11
nur: Die betreibende Partei hat schon im Exekutionsantrag konkrete Behauptungen über das angebliche Zuwiderhandeln des Verpflichteten aufzustellen. (T12)
3 Ob 13/06t
Entscheidungstext OGH 29.03.2006 3 Ob 13/06t
nur T3; Beis wie T9; Beisatz: Ob ein Exekutionsantrag ausreichend schlüssig und konkret begründet wurde, hängt immer von den Umständen des Einzelfalls ab. (T13)
Beis wie T11 nur: Der betreibende Gläubiger braucht das Zuwiderhandeln des Verpflichteten nicht zu beweisen oder zu bescheinigen, die Behauptung über das Zuwiderhandeln des Verpflichteten ist also auf ihre inhaltliche Richtigkeit, ob somit der behauptete Verstoß tatsächlich gesetzt wurde, nicht zu überprüfen. (T14)
Auch; Beis wie T11; Veröff: SZ 2014/59
3 Ob 74/16b
Entscheidungstext OGH 27.04.2016 3 Ob 74/16b
3 Ob 191/19p
Entscheidungstext OGH 04.11.2019 3 Ob 191/19p
ECLI:AT:OGH0002:1981:RS0004808
JJR_19811209_OGH0002_0030OB00136_8100000_001
Rechtssatz für 3Ob80/84 3Ob70/89 (3Ob71...
RS0004747
3Ob80/84; 3Ob70/89 (3Ob71/89); 3Ob68/89 (3Ob69/89); 4Ob74/91; 3Ob134/93; 3Ob215/02t (3Ob321/02f); 3Ob162/05b; 3Ob225/06v; 3Ob223/10f; 3Ob8/11i; 3Ob125/11w
Auch für die Exekution nach § 355 EO gilt der Grundsatz, dass die Exekutionsführung gegen den sich titelgemäß verhaltenden Verpflichteten unzulässig ist. Das Zuwiderhandeln gegen den Exekutionstitel ist daher eine bejahende Bedingung für den Eintritt der materiellen Vollstreckbarkeit im Sinn des § 7 Abs 2 Satz 2 EO, die allerdings vom betreibenden Gläubiger im Bewilligungsverfahren nicht nachgewiesen, wohl aber konkret und schlüssig behauptet werden muss (§ 3 Abs 2 EO).
nur: Das Zuwiderhandeln gegen den Exekutionstitel ist eine bejahende Bedingung für den Eintritt der materiellen Vollstreckbarkeit im Sinn des § 7 Abs 2 Satz 2 EO, die allerdings vom betreibenden Gläubiger im Bewilligungsverfahren nicht nachgewiesen, wohl aber konkret und schlüssig behauptet werden muss (§ 3 Abs 2 EO). (T1) Veröff: WBl 1989,343 = ÖBl 1990,134
4 Ob 74/91
Entscheidungstext OGH 28.05.1991 4 Ob 74/91
nur: Das Zuwiderhandeln gegen den Exekutionstitel ist eine bejahende Bedingung für den Eintritt der materiellen Vollstreckbarkeit im Sinn des § 7 Abs 2 Satz 2 EO. (T2)
vgl auch; nur T2 ; Beisatz: Ein Zuwiderhandeln liegt schon vor, wenn die Druckschrift herausgebracht wird und in ihr Tatsachenbehauptungen enthalten sind, deren Unterlassung dem Medienunternehmen aufgetragen wurde; es bedarf im Exekutionsantrag nicht der Angabe, zu welcher Zeit und an welchem Ort die periodische Druckschrift verkauft wurde. (T3)
Auch; nur T1; Veröff: SZ 2002/178
Auch; nur T1; Veröff: SZ 2005/115
ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0004747
JJR_19840912_OGH0002_0030OB00080_8400000_005
Rechtssatz für 4Ob301/89 3Ob12/91 3Ob1...
RS0004413
4Ob301/89; 3Ob12/91; 3Ob185/94; 4Ob2055/96a; 3Ob215/02t (3Ob321/02f); 3Ob8/12s
Wo die Nichtbeseitigung gleichbedeutend mit der Fortsetzung der Verletzungshandlung ist, läuft der Beseitigungsanspruch mit dem Unterlassungsanspruch parallel; das muß freilich in anderen Fällen nicht zutreffen und kann dann zur Selbständigkeit des Beseitigungsanspruches von dem damit nicht "gleichgerichteten" Unterlassungsanspruch führen.
Veröff: JBl 1990,119 = ÖBl 1990,132
nur: Wo die Nichtbeseitigung gleichbedeutend mit der Fortsetzung der Verletzungshandlung ist, läuft der Beseitigungsanspruch mit dem Unterlassungsanspruch parallel. (T1) Beisatz: Wenn der Verpflichtete einen dem Verbot widersprechenden Zustand nicht behebt, handelt er auch schon dem bloß auf Unterlassung (und nicht auch auf Beseitigung) lautenden Gebot zuwider. (T2) Veröff: ÖBl 1991,115
3 Ob 185/94
Entscheidungstext OGH 30.08.1995 3 Ob 185/94
nur T1; Veröff: SZ 68/151
Auch; nur T1; Beisatz: Sogenannte "gleichgerichtete Zustandsstörung". (T3); Beis wie T2; Beisatz: Den Verpflichteten trifft insoweit auch außerhalb des Anwendungsbereichs des § 356 EO eine echte Beseitigungspflicht, um eine Exekutionsführung zu vermeiden. (T4); Beisatz: Einem Unterlassungsgebot kann also in einem solchen Fall auch durch bloße Untätigkeit zuwider gehandelt werden (ÖBl 1990, 134 mwN). (T5); Veröff: SZ 2002/178
Vgl auch Beis wie T2; Beis wie T5
ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0004413
JJR_19890926_OGH0002_0040OB00301_8900000_001
Rechtssatz für 4Ob301/89 3Ob12/91 4Ob1...
RS0004490
4Ob301/89; 3Ob12/91; 4Ob164/93; 4Ob28/94; 3Ob185/94; 4Ob2055/96a; 3Ob2392/96b; 3Ob168/99y (3Ob169/99w, 3Ob170/99t, 3Ob241/99h); 3Ob21/00k; 3Ob215/02t (3Ob321/02f); 3Ob198/02t; 3Ob109/04g; 4Ob210/06w; 3Ob172/09d; 4Ob158/11f; 3Ob8/12s
Der Verletzte kann auf Grund eines nur auf Unterlassung lautenden Exekutionstitels (jedenfalls) wegen Zuwiderhandelns gegen die Unterlassungspflicht Zwangsvollstreckung nach § 355 EO führen, wenn der Verpflichtete bereits vor der Schaffung des Exekutionstitels vorhandene Störungsquellen nicht beseitigt, sondern sie belässt. Insofern wirkt sich die Klarstellung des § 15 UWG - wonach dort, wo Unterlassungsansprüche eingeräumt werden, stets auch Beseitigungsansprüche gemeint sind - auch unmittelbar bei der Rechtsdurchsetzung aus.
nur: Der Verletzte kann auf Grund eines nur auf Unterlassung lautenden Exekutionstitels (jedenfalls) wegen Zuwiderhandelns gegen die Unterlassungspflicht Zwangsvollstreckung nach § 355 EO führen, wenn der Verpflichtete bereits vor der Schaffung des Exekutionstitels vorhandene Störungsquellen nicht beseitigt, sondern sie belässt. (T1) Veröff: ÖBl 1991,115
4 Ob 28/94
Entscheidungstext OGH 12.04.1994 4 Ob 28/94
Beisatz: Zur Sicherung eines solchen Beseitigungsbegehrens können auch einstweilige Verfügungen erlassen werden. (T2) Veröff: SZ 67/60
nur T1; Beis wie T2; Beisatz: Die zur Sicherung des Beseitigungsanspruchs beantragte Maßnahme kann auch in einem Unterlassungsgebot bestehen. (T3)
Auch; Beisatz: Gerade der Umstand, dass die Objekte an Bestandnehmer vermietet wurden, die deren Nutzung bereits vor der Erlassung der einstweiligen Verfügung begonnen hatten, war Grund für das mit dieser einstweiligen Verfügung ausgesprochene Verbot, mit dem auch die Aufrechterhaltung des bereits bestehenden Zustands untersagt wurde. Zur Erwirkung der Beseitigung dieses Zustands ist die Unterlassungsexekution das dem Titel entsprechende zulässige Exekutionsmittel. Die Unmöglichkeit der Beseitigung des bestehenden Zustands stellt einen Umstand dar, der vom Verpflichteten als Neuerung nicht mit Rekurs, sondern nur mit Impugnationsklage geltend gemacht werden könnte. (T4); Veröff: SZ 72/194
Auch; nur T1; Beisatz: Dass dem Verpflichteten kein Einfluss auf die von ihm "eingeschalteten Personen/Unternehmen" zustehe und er deshalb ohne Verschulden den von ihm veranlassten Dauerzustand nicht beenden (die Störungsquelle nicht beseitigen) könne, muss der Verpflichtete mit Klage nach § 36 EO beweisen (ÖBl 1991, 115). (T5); Beisatz: Den Verpflichteten trifft insoweit auch außerhalb des Anwendungsbereichs des § 356 EO eine echte Beseitigungspflicht, um eine Exekutionsführung zu vermeiden. (T6); Beisatz: § 15 UWG ist eben keine reine Vorschrift des materiellen Rechts, deren Bedeutung sich im Titelverfahren erschöpft (Nachweise bei Feil, EO 4 § 355 Rz 9). (T7); Veröff: SZ 2002/178
Vgl auch; nur T1; Beisatz: Die Unmöglichkeit der Beseitigung des bestehenden Zustands stellt einen Umstand dar, der vom Verpflichteten als Neuerung nicht mit Rekurs, sondern nur mit Impugnationsklage (§ 36 EO) geltend gemacht werden kann. (T8)
4 Ob 210/06w
Entscheidungstext OGH 21.11.2006 4 Ob 210/06w
Vgl auch; Beisatz: Wer durch einen Gesetzesverstoß einen störenden Zustand geschaffen hat, stört weiter, solange dieser Zustand andauert. (T9); Beisatz: Seine Verpflichtung, den gesetzwidrigen Zustand zu beseitigen, besteht unabhängig davon, ob die Störquellen bereits vor Schaffung des Titels vorhanden waren. (T10)
ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0004490
JJR_19890926_OGH0002_0040OB00301_8900000_002
Rechtssatz für 4Ob301/89 4Ob2055/96a 3...
RS0079549
4Ob301/89; 4Ob2055/96a; 3Ob215/02t (3Ob321/02f); 3Ob109/04g; 3Ob172/09d; 4Ob158/11f; 3Ob8/12s
Ist die Nichtbeseitigung mit der Fortsetzung der Verletzungshandlung gleichlautend, dann liegt ein Zuwiderhandeln gegen ein bloß auf Unterlassung und nicht auch auf Beseitigung lautendes Gebot auch dann vor, wenn der Verpflichtete einen den Vorschriften des Gesetzes widersprechenden Zustand nicht beseitigt.
Auch; Veröff: SZ 2002/178
ECLI:AT:OGH0002:1989:RS0079549
JJR_19890926_OGH0002_0040OB00301_8900000_004
Rechtssatz für 3Ob46/91 (3Ob47/91 - 3Ob6...
RS0004679
3Ob46/91 (3Ob47/91 - 3Ob66/91, 3Ob1053/91); 3Ob215/02t (3Ob321/02f)
Wenn die Exekutionsbewilligung in zweiter Instanz nur deshalb versagt wird, weil die im Exekutionsantrag behauptete Handlung nicht als Zuwiderhandln gegen den Exekutionstitel gewertet wird, dann wäre es nicht sachgerecht, auch alle in der Zwischenzeit wegen anders gearteter Verstöße ergangenen Strafbeschlüsse aufzuheben. Wenn die nachfolgenden Strafbeschlüsse Gegenstand einer gleichzeitigen Überprüfung durch die Rechtsmittelinstanz sind, dann sind die noch nicht rechtskräftig erledigten weiteren Vollzugsanträge nicht ohne Prüfung der sonstigen Voraussetzungen schon allein wegen der Abweisung des Exekutionsbewilligungsantrages abzuweisen.
ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0004679
JJR_19911016_OGH0002_0030OB00046_9100000_007
Rechtssatz für 4Ob59/93 4Ob94/93 6Ob11...
RS0031855
4Ob59/93; 4Ob94/93; 6Ob119/99i; 6Ob96/01p; 6Ob51/01w; 6Ob45/01p; 3Ob215/02t (3Ob321/02f); 6Ob218/03g
MedienG §1 Abs1 Z8
Der Verleger von Büchern ist zweifellos ein "intellektueller Verbreiter", dem der Inhalt des von ihm verlegten und damit verbreiteten Werkes sehr wohl bekannt ist. Daß die Leser den Inhalt des Werkes nicht dem Verleger, sondern den Autoren (oder den von diesen zitierten Quellen) zuordnen, ist rechtlich unerheblich.
6 Ob 119/99i
Entscheidungstext OGH 29.09.1999 6 Ob 119/99i
Vgl auch; Veröff: SZ 72/144
Ähnlich; nur: Der Verleger von Büchern ist zweifellos ein "intellektueller Verbreiter", dem der Inhalt des von ihm verlegten und damit verbreiteten Werkes sehr wohl bekannt ist. (T1) Beisatz: Dem Medieninhaber, der ein Medienunternehmen betreibt, obliegt die unternehmerische Tätigkeit am Medienunternehmen. Er ist im Gegensatz zum bloß technischen Verbreiter als "intellektueller" Verbreiter, also als derjenige, der zu der darin enthaltenen Äußerung eine individuelle geistige Beziehung hat, anzusehen. (T2)
Ähnlich, nur: Der Verleger von Büchern ist zweifellos ein "intellektueller Verbreiter". (T3) Beisatz: Hier: Medieninhaber. (T4)
nur T3; Beis wie T4; Beisatz: Der Medieninhaber wirkt - über die bloße Veranlassung oder Besorgung der Verbreitung eines Medienwerkes hinaus - an der inhaltlichen Gestaltung und Herstellung des Medienwerkes (zumindest) mit. (T5)
Auch; nur T3; Beisatz: Der Verleger hat sich zwar die inkriminierten Äußerungen des Autors zurechnen zu lassen, nicht aber die Vertriebstätigkeit eines von ihm unabhängigen Buchhändlers oder Versandbuchhändlers. (T6); Veröff: SZ 2002/178
6 Ob 218/03g
Entscheidungstext OGH 11.12.2003 6 Ob 218/03g
ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0031855
JJR_19930608_OGH0002_0040OB00059_9300000_005
Rechtssatz für 3Ob151/93 3Ob16/97t 3Ob...
RS0030819
3Ob151/93; 3Ob16/97t; 3Ob393/97h (3Ob394/97f); 3Ob319/98b (3Ob320/98z); 3Ob317/01s; 3Ob215/02t (3Ob321/02f); 3Ob254/09p; 3Ob133/10w; 3Ob132/10y; 3Ob7/12v; 3Ob74/16b
EO §355 VIIIb
EO idF WGN 1989 §359 Abs1
Ein mehrfaches Zuwiderhandeln ist bei der Bemessung der Strafe zu berücksichtigen.
3 Ob 151/93
Entscheidungstext OGH 20.10.1993 3 Ob 151/93
Veröff: SZ 66/132
3 Ob 16/97t
Entscheidungstext OGH 23.04.1997 3 Ob 16/97t
3 Ob 393/97h
Entscheidungstext OGH 06.05.1998 3 Ob 393/97h
Veröff: SZ 2002/30
3 Ob 133/10w
Entscheidungstext OGH 11.11.2010 3 Ob 133/10w
3 Ob 132/10y
Entscheidungstext OGH 11.11.2010 3 Ob 132/10y
ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0030819
JJR_19931020_OGH0002_0030OB00151_9300000_003
Rechtssatz für 3Ob146/93 3Ob185/94 3Ob...
EO §359
3 Ob 93/95
Entscheidungstext OGH 11.10.1995 3 Ob 93/95
3 Ob 153/98s
Entscheidungstext OGH 24.06.1998 3 Ob 153/98s
Entscheidungstext OGH 11.11.1998 3 Ob 92/98w
3 Ob 191/04s
Entscheidungstext OGH 26.08.2004 3 Ob 191/04s
ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0013517
JJR_19931124_OGH0002_0030OB00146_9300000_001
Rechtssatz für 3Ob187/93 (3Ob188/93 -3Ob...
RS0013532
3Ob187/93 (3Ob188/93 -3Ob199/93); 3Ob2231/96a; 3Ob136/97i; 3Ob393/97h (3Ob394/97f); 3Ob281/98i; 3Ob60/01x; 3Ob215/02t (3Ob321/02f); 3Ob256/04z; 3Ob280/05f; 3Ob2/16i
EO §355 VII
Nach Einbringen aber vor Erledigung des Exekutionsbewilligungsantrages kann der betreibende Gläubiger bei weiteren Zuwiderhandeln bereits Strafanträge stellen. Wird der Exekutionsbewilligungsbeschluss und damit erste Strafbeschluss aufgehoben, ersetzt der nächste Strafbeschluss die Exekutionsbewilligung.
3 Ob 2231/96a
Entscheidungstext OGH 18.06.1997 3 Ob 2231/96a
3 Ob 136/97i1
Entscheidungstext OGH 09.07.1997 3 Ob 136/97i1
nur: Wird der Exekutionsbewilligungsbeschluss und damit erste Strafbeschluss aufgehoben, ersetzt der nächste Strafbeschluss die Exekutionsbewilligung. (T1)
3 Ob 281/98i
Entscheidungstext OGH 24.02.1999 3 Ob 281/98i
3 Ob 280/05f
Entscheidungstext OGH 27.06.2006 3 Ob 280/05f
3 Ob 2/16i
Entscheidungstext OGH 17.02.2016 3 Ob 2/16i
ECLI:AT:OGH0002:1993:RS0013532
JJR_19931124_OGH0002_0030OB00187_9300000_001
Rechtssatz für 6Ob30/95 6Ob5/96 4Ob138...
6Ob30/95; 6Ob5/96; 4Ob138/97s; 6Ob222/99m; 4Ob213/99y; 6Ob197/99k; 6Ob75/00y; 6Ob51/01w; 6Ob45/01p; 3Ob215/02t (3Ob321/02f); 6Ob40/03f; 3Ob261/03h; 6Ob287/04f; 6Ob178/04a
6 Ob 30/95
Entscheidungstext OGH 22.08.1995 6 Ob 30/95
6 Ob 5/96
Entscheidungstext OGH 25.01.1996 6 Ob 5/96
6 Ob 197/99k
Entscheidungstext OGH 15.12.1999 6 Ob 197/99k
ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0064443
JJR_19950822_OGH0002_0060OB00030_9500000_001
Rechtssatz für 3Ob185/94 3Ob135/97t 3O...
RS0085144
3Ob185/94; 3Ob135/97t; 3Ob2433/96g; 3Ob110/97s; 3Ob199/97d; 3Ob2231/96a; 3Ob307/97m; 4Ob366/97w; 3Ob1/98p; 3Ob153/98s; 3Ob243/98a; 3Ob156/00p; 3Ob102/00x; 3Ob215/02t (3Ob321/02f); 3Ob20/03t; 3Ob106/03i; 3Ob191/04s (3Ob192/04p); 3Ob26/05b; 3Ob30/05s; 3Ob163/06a; 3Ob181/09b; 3Ob35/12m; 3Ob104/13k
EO §355 VIIIe
EO §358
MRK Art6 Abs1 II5a4
ZPO §482
Der Verpflichtete kann im Verfahren über die Strafhöhe im Rekurs nicht nur dann Neuerungen vorbringen, wenn er zu Unrecht nicht gemäß § 358 EO gehört wurde, sondern auch dann, wenn sich aus den Akten ergebende, für die Strafbemessung wesentliche Umstände (etwa seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit) in der Zwischenzeit geändert haben.
Veröff: SZ 68/151
3 Ob 135/97t
Entscheidungstext OGH 23.04.1997 3 Ob 135/97t
Beisatz: Die Behauptung eines [zur Gänze] mangelnden Verschuldens betrifft jedoch nicht die Strafbemessung. (T1)
3 Ob 307/97m
Entscheidungstext OGH 26.11.1997 3 Ob 307/97m
4 Ob 366/97w
Entscheidungstext OGH 19.12.1997 4 Ob 366/97w
Beisatz: Neuerungen, die für die Strafhöhe von Bedeutung sind, können auch im Revisionsrekurs vorgebracht werden, wenn der Verpflichtete vorher noch nicht gehört und Strafanträgen erst im Rekursverfahren stattgegeben wurde. (T2)
3 Ob 243/98a
Entscheidungstext OGH 25.11.1998 3 Ob 243/98a
3 Ob 102/00x
Entscheidungstext OGH 20.12.2000 3 Ob 102/00x
Beisatz: So auch 3 Ob 157/00k. (T3)
Vgl auch; Beis ähnlich wie T2; Veröff: SZ 2002/178
3 Ob 20/03t
Entscheidungstext OGH 26.11.2003 3 Ob 20/03t
Vgl auch; Beisatz: Eine Art 6 MRK gerecht werdende Auslegung verbietet es, das Neuerungsverbot für den Rekurs des Verpflichteten gegen einen ohne seine Anhörung ergangenen Beschluss auch dann gelten zu lassen, wenn kein anderes Rechtsmittel mit Neuerungserlaubnis zur Nachholung des rechtlichen Gehörs zur Verfügung steht. (T4)
3 Ob 106/03i
Entscheidungstext OGH 28.01.2004 3 Ob 106/03i
Vgl auch; Beisatz: In jenen Fällen, in denen im Verfahren über die Strafhöhe Feststellungen zu Lasten des Verpflichteten ohne seine Äußerungsmöglichkeit vorher oder Rechtsmittelbefugnis (im weiteren Sinn) nachher (also unter Einbeziehung etwaiger Klagemöglichkeiten) getroffen werden, wird eine Ausnahme vom Neuerungsverbot anerkannt. (T5)
Vgl auch; Veröff: SZ 2004/131
3 Ob 26/05b
Entscheidungstext OGH 27.07.2005 3 Ob 26/05b
Vgl auch; Beisatz: Dem Verpflichteten steht frei, im Rekurs zur Strafhöhe wesentliche Umstände, die sich aus den Akten nicht ergeben, vorzubringen. Damit wird Art 6 EMRK ausreichend Rechnung getragen. (T6)
3 Ob 163/06a
Entscheidungstext OGH 13.09.2006 3 Ob 163/06a
3 Ob 181/09b
Entscheidungstext OGH 30.09.2009 3 Ob 181/09b
3 Ob 35/12m
Entscheidungstext OGH 18.04.2012 3 Ob 35/12m
3 Ob 104/13k
Entscheidungstext OGH 19.06.2013 3 Ob 104/13k
Gegenteilig; Beisatz: Das nunmehr eingeführte Widerspruchssystem lässt das Bedürfnis für diese Durchbrechung des Neuerungsverbots entfallen. Will der Verpflichtete, der bisher dazu nicht gehört wurde, zur Frage der Strafhöhe neue, bisher nicht aktenkundige Umstände vorbringen, steht hiefür der Widerspruch zur Verfügung. Entsprechendes Rekursvorbringen unterfällt hingegen dem Neuerungsverbot. (T7); Veröff: SZ 2013/58
ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0085144
JJR_19950830_OGH0002_0030OB00185_9400000_002
4Ob2074/96w; 7Ob2430/96w; 9Ob2065/96h; 1Ob292/98t; 1Ob265/98x; 10ObS312/98z; 5Ob323/98f; 5Ob213/99f; 10ObS266/99m; 10ObS236/99z; 7Ob313/01g; 10ObS91/02h; 5Ob9/02p; 9Ob85/02v; 3Ob215/02t (3Ob321/02f); 5Ob88/03g; 6Ob112/04w; 8Ob84/06w; 8ObA76/06v; 4Ob193/06w; 8ObA107/06b; 5Ob234/07h; 2Ob67/08d; 2Ob32/08g; 7Ob168/08v; 9ObA5/08p; 9ObA41/08g; 4Ob227/08y; 6Ob261/09i; 7Ob13/10b; 5Ob63/10s; 8ObA88/10i; 8ObA60/10x; 5Ob190/10t; 7Ob124/11b; 8ObA91/11g; 9Ob65/11s; 7Ob215/11k; 8ObA31/11h; 7Ob212/11v; 8Ob62/12v; 5Ob66/12k; 1Ob148/12i; 8Ob132/12p; 10ObS100/13y; 9ObA60/13h; 10ObS114/13g; 5Ob76/13g; 10ObS1/13i; 1Ob215/13v; 9ObA5/14x; 5Ob220/13h; 10ObS63/14h; 6Ob17/14i; 8ObA6/15p; 8ObS8/14f; 3Ob136/15v; 10ObS67/15y; 5Ob88/15z; 6Ob179/14p; 5Ob100/16s; 11Os23/17t; 8Ob65/16s; 7Ob74/17h; 10ObS154/17w; 9ObA78/18p; 6Ob126/18z; 6Ob81/19h; 7Ob45/19x
Rechtssatz für 6Ob2334/96w 6Ob295/97v...
RS0107663
6Ob2334/96w; 6Ob295/97v; 6Ob78/99k; 6Ob328/00d; 6Ob50/01y; 6Ob80/01k; 6Ob137/01t; 6Ob312/01b; 3Ob215/02t (3Ob321/02f); 6Ob235/02f; 6Ob295/03f; 9ObA32/06f; 4Ob32/07w; 6Ob21/13a; 6Ob17/14i; 1Ob96/15x; 6Ob100/17z
Beim Widerrufsanspruch nach § 1330 Abs 2 ABGB handelt es sich um einen Schadenersatzanspruch, der den Täter zur Wiederherstellung des vorigen Zustands durch Beseitigung des rufschädigenden schlechten Bildes über den Verletzten verpflichtet. Der Täter hat seine unwahren Tatsachenmitteilungen als unwahr zu widerrufen. Der Verletzte hat aber keinen Anspruch auf Widerruf in der Form, dass den zurückgenommenen Tatsachenbehauptungen der vom Kläger behauptete Sachverhalt als richtig gegenübergestellt wird. Eine derartige Gegendarstellung sieht das Gesetz nur unter den im Mediengesetz normierten Voraussetzungen gegenüber dem Medieninhaber vor. Mangels planwidriger Gesetzeslücke kann das im Mediengesetz vorgesehene Recht auf Gegendarstellung (§ 9 MedG) auf den Widerrufsanspruch nach § 1330 ABGB nicht analog angewendet werden (abweichend von EvBl 1957/188, ÖBl 1992, 146 und MR 1993, 55).
6 Ob 2334/96w
Entscheidungstext OGH 27.02.1997 6 Ob 2334/96w
Veröff: SZ 70/38
nur: Beim Widerrufsanspruch nach § 1330 Abs 2 ABGB handelt es sich um einen Schadenersatzanspruch, der den Täter zur Wiederherstellung des vorigen Zustands durch Beseitigung des rufschädigenden schlechten Bildes über den Verletzten verpflichtet. (T1) Veröff: SZ 70/267
6 Ob 78/99k
Entscheidungstext OGH 20.01.2000 6 Ob 78/99k
Vgl auch; nur: Beim Widerrufsanspruch nach § 1330 Abs 2 ABGB handelt es sich um einen Schadenersatzanspruch. (T2)
6 Ob 328/00d
Entscheidungstext OGH 22.02.2001 6 Ob 328/00d
Auch; nur: Beim Widerrufsanspruch nach § 1330 Abs 2 ABGB handelt es sich um einen Schadenersatzanspruch, der den Täter zur Wiederherstellung des vorigen Zustands durch Beseitigung des rufschädigenden schlechten Bildes über den Verletzten verpflichtet. Der Täter hat seine unwahren Tatsachenmitteilungen als unwahr zu widerrufen. (T3)
6 Ob 50/01y
Entscheidungstext OGH 15.03.2001 6 Ob 50/01y
Auch; nur T1; Beisatz: Der Widerrufsanspruch ist kein Strafanspruch. (T4)
Auch; nur T3; Veröff: SZ 2002/178
Vgl; Beisatz: Der Anspruch auf Widerruf nach § 1330 Abs 2 Satz 2 ABGB ist verschuldensabhängig. (T5)
Vgl auch; Beisatz: Der in § 1330 Abs 2 ABGB normierte Anspruch auf Widerruf und dessen Veröffentlichung steht nur zu, wenn eine unwahre, kreditschädigende Tatsachenbehauptung im Sinn dieser Gesetzesstelle vorliegt und den Täter ein Verschulden trifft. Wiederholungsgefahr ist für diesen Anspruch nicht erforderlich. Der Widerruf von Äußerungen, die auf ihren Wahrheitsgehalt im Beweisweg objektiv nicht überprüft werden können, weil sie nur eine subjektive Meinung, ein wertendes Urteil enthalten, kann nicht verlangt werden. (T6)
nur T1; Beisatz: Auch der Widerrufsanspruch setzt die Rechtswidrigkeit des Eingriffs voraus. (T7)
4 Ob 32/07w
Entscheidungstext OGH 23.04.2007 4 Ob 32/07w
Auch; ähnlich nur T2; Beisatz: Der Widerrufsanspruch ist nach Lehre und Rechtsprechung ein gesetzlich geregelter Sonderfall des allgemeinen Beseitigungsanspruchs, der - als eine Art der Naturalherstellung - die Wirkungen einer unwahren Äußerung beseitigen soll. (Hier: Anspruch nach UWG.) (T8)
Vgl; Beisatz: Nach ständiger Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs steht einem Geschädigten nach § 1330 Abs 2 ABGB zwar ein Anspruch auf Widerruf der Äußerungen und auf Veröffentlichung dieses Widerrufs zu. Zwischen diesen Veröffentlichungsansprüchen ist strikt zu unterscheiden, sie stehen zueinander in einem Aliud-Verhältnis. (T9)
Vgl auch; Beisatz: Zieht man die Wertungen des historischen Gesetzgebers heran, widerspricht eine analoge Anwendung der Bestimmungen des MedienG, die die Freiheit der Medien einschränken, dem Gesetzeszweck, wonach die volle Freiheit der Medien zur Sicherung der Meinungsäußerungsfreiheit gewährleistet wird. Die Verpflichtung des § 46 MedienG kann daher nicht für eine Verpflichtung zur Veröffentlichung eines Widerrufs herangezogen werden. (T10); Veröff: SZ 2014/108
6 Ob 100/17z
Entscheidungstext OGH 07.07.2017 6 Ob 100/17z
Auch; nur: Der Verletzte hat aber keinen Anspruch auf Widerruf in der Form, dass den zurückgenommenen Tatsachenbehauptungen der vom Kläger behauptete Sachverhalt als richtig gegenübergestellt wird. (T11)
Beisatz: Aus dem Charakter des Widerrufs als Naturalrestitutionsanspruch folgt, dass der Täter selbst die Naturalrestitution zu bewirken hat; der Verletzte muss sich nicht mit einer Ermächtigung zur Veröffentlichung des Widerrufs begnügen, sondern kann die Veröffentlichung durch den Beklagten selbst verlangen. (T12)
ECLI:AT:OGH0002:1997:RS0107663
JJR_19970227_OGH0002_0060OB02334_96W0000_001
Rechtssatz für 6Ob119/99i 3Ob215/02t (3...
RS0112801
6Ob119/99i; 3Ob215/02t (3Ob321/02f); 4Ob221/03h; 6Ob178/04a
ABGB §1330 Abs2 BII, ABGB §1330 Abs2 BIII
MedienG §6 Abs2 Z3a
Der Buchhändler ist weder Verleger noch Medieninhaber im Sinne des § 1 Abs 1 Z 8 MedG. Die Öffentlichkeit weiß, daß es dem Buchhändler regelmäßig verwehrt ist, auf den Inhalt eines Buches Einfluß zu nehmen, und daß es ihm auch nicht darauf ankommt, die in einem bestimmten Buch vertretenen Ansichten zu seiner eigenen Sicht der Dinge zu machen. Seine Aufgabe ist vielmehr in der Regel nur der Vertrieb der in den Büchern vertretenen Tatsachen und Meinungen Dritter an das interessierte Publikum, somit eine rein technisch-kaufmännische Angelegenheit. Der Buchhändler ist somit nur bei Kennen oder bei Kennenmüsssen der Unwahrheit von kreditschädigenden Tatsachen, die in den von ihm vertriebenen Büchern enthalten sind, zur Unterlassung verpflichtet.
Veröff: SZ 72/144
Auch; nur: Der Buchhändler ist weder Verleger noch Medieninhaber im Sinne des § 1 Abs 1 Z 8 MedG. Die Öffentlichkeit weiß, daß es dem Buchhändler regelmäßig verwehrt ist, auf den Inhalt eines Buches Einfluß zu nehmen, und daß es ihm auch nicht darauf ankommt, die in einem bestimmten Buch vertretenen Ansichten zu seiner eigenen Sicht der Dinge zu machen. Seine Aufgabe ist vielmehr in der Regel nur der Vertrieb der in den Büchern vertretenen Tatsachen und Meinungen Dritter an das interessierte Publikum, somit eine rein technisch-kaufmännische Angelegenheit. (T1); Beisatz: Der Buchhändler, der ein Buch mit inkriminiertem Inhalt verkauft, ist angesichts seiner eigenen wirtschaftlichen Interessen selbstständig und beim Verkauf nicht Gehilfe des Verlegers im Rechtssinn. (T2);Veröff: SZ 2002/178
nur: Der Buchhändler ist somit nur bei Kennen oder bei Kennenmüsssen der Unwahrheit von kreditschädigenden Tatsachen, die in den von ihm vertriebenen Büchern enthalten sind, zur Unterlassung verpflichtet. (T3)
Vgl auch; Beisatz: Im Hinblick auf die vom Gesetzgeber durch Einführung des § 6 Abs 2 Z 3a MedG idF MedG-Novelle 2005 gezogene Parallele ist es angezeigt, sich bei der Beantwortung der Frage des Bestehens eines auf § 1330 ABGB gestützten Unterlassungsanspruchs gegen den Betreiber eines Online-Gästebuchs als Verbreiter der darin eingestellten Beiträge Dritter mit rechtsverletzendem Inhalt an der Vorjudikatur zum Buchhändler und Betreiber eines Online-Archivs zu orientieren und dabei die Besonderheiten einer Veröffentlichung im Internet zu beachten. (T4)
ECLI:AT:OGH0002:1999:RS0112801
JJR_19990929_OGH0002_0060OB00119_99I0000_002
Rechtssatz für 3Ob168/99y (3Ob169/99w, ...
RS0113233
3Ob168/99y (3Ob169/99w, 3Ob170/99t, 3Ob241/99h); 3Ob21/00k; 3Ob215/02t (3Ob321/02f); 3Ob107/07t; 3Ob273/07d
EO §65 D
Bemessungsgrundlage für Kostenzusprüche für Rechtsmittel der Parteien ist in den Fällen, in denen mit dem Rekurs bzw Revisionsrekurs eine Änderung der verhängten Geldstrafe erwirkt wird, nicht der Wert des betriebenen Unterlassungsanspruchs, sondern für einen erfolgreichen Rekurs bzw Revisionsrekurs der verpflichteten Parteien der Betrag, um den die Geldstrafe reduziert wird, für einen erfolgreichen Rekurs bzw Revisionsrekurs der betreibenden Partei der Betrag, um den die Geldstrafe erhöht wird.
Auch; Beisatz: Hier: Erfolgreicher Rekurs der betreibenden Partei. (T1)
ECLI:AT:OGH0002:1999:RS0113233
JJR_19991124_OGH0002_0030OB00168_99Y0000_002
Rechtssatz für 3Ob215/02t (3Ob321/02f)...
RS0117238
3Ob215/02t (3Ob321/02f); 3Ob261/03h; 3Ob166/05s (3Ob167/05p); 3Ob149/10y; 3Ob134/13x; 6Ob17/14i
Bei einer auf § 1330 ABGB gestützten einstweiligen Verfügung ist mit einem Unterlassungsgebot (auch in Fassung eines Verbots) mangels analoger Anwendbarkeit des § 15 UWG damit nicht auch schon die Verpflichtung zur Vornahme bestimmter Beseitigungshandlungen durch den Verpflichteten tituliert. Es bleibt dem durch einen Eingriff in seiner Ehre Verletzten überlassen, neben seinem im Gesetz ausdrücklich genannten Widerrufsanspruch bestimmte - wenngleich weit formulierte - Beseitigungsmaßnahmen bereits im Titelverfahren zu begehren und einen entsprechenden Titel zu erwirken (mit eingehender Begründung).
nur: Bei einer auf § 1330 ABGB gestützten einstweiligen Verfügung ist mit einem Unterlassungsgebot (auch in Fassung eines Verbots) mangels analoger Anwendbarkeit des § 15 UWG damit nicht auch schon die Verpflichtung zur Vornahme bestimmter Beseitigungshandlungen durch den Verpflichteten tituliert. (T1); Beisatz: Wurde eine durch eine einstweilige Verfügung verbotene Äußerung verbreitet, diese Hompage jedoch nach Erlassen der einstweiligen Verfügung geändert, so ist darin, dass die verpflichtete Partei nicht alles ihr Mögliche und Zumutbare getan hat, um den Aufruf der bereits geänderten Internet-Seiten über lokale Speicherebenen (u.a. einen Proxy) auf dem PC des Benutzers zu verhindern, noch kein Verstoß gegen den Exekutionstitel zu sehen. (T2)
3 Ob 166/05s
Entscheidungstext OGH 20.10.2005 3 Ob 166/05s
3 Ob 149/10y
Entscheidungstext OGH 13.10.2010 3 Ob 149/10y
Auch; Beisatz: Für Unterlassungsgebote, die nicht mit dem Wettbewerb oder vergleichbaren Rechtsgebieten im Zusammenhang stehen, gilt ganz allgemein, dass mit ihnen nicht auch schon die Verpflichtung zur Vornahme bestimmter Beseitigungshandlungen durch den Verpflichteten tituliert ist. (T3)
3 Ob 134/13x
Entscheidungstext OGH 21.08.2013 3 Ob 134/13x
Auch; Beisatz: Das gilt auch für § 25 Abs 7 UWG und § 85 Abs 4 UrhG. (T4); Veröff: SZ 2014/108
ECLI:AT:OGH0002:2002:RS0117238
JJR_20021218_OGH0002_0030OB00215_02T0000_001

References: §36
 §355
 §355
 § 355
 § 36
 OGH 
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 § 355
 § 36
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 § 1298
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 § 355
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 § 354
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 § 112
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 §378
 §82
 §15
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 OGH 
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 §16
 §355
 § 355
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 § 355
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 §355
 §52
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 § 36
 § 15
 § 355
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 § 52
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 § 11
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 § 13
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 § 18
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 OGH 
 § 10
 § 177
 § 91
 § 177
 § 8
 § 55
 OGH 
 § 2
 OGH 
 § 215
 OGH 
 OGH 
 § 10
 OGH 
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 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 1096
 OGH 
 § 142
 § 255
 § 15
 OGH 
 § 25
 OGH 
 § 15
 § 2
 OGH 
 OGH 
 § 27
 OGH 
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 § 165
 OGH 
 §355
 § 355
 OGH 
 OGH 
 § 355
 OGH 
 OGH 
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 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 §1330
 §15
 §1330
 §355
 §283
 OGH 
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 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 36
 § 356
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 OGH 
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 OGH 
 § 364
 OGH 
 § 283
 § 277
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 § 36
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 §355
 OGH 
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 OGH 
 § 359
 § 359
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 § 355
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 § 354
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 § 355
 § 7
 § 7
 OGH 
 § 7
 OGH 
 § 356
 § 355
 § 15
 § 355
 OGH 
 § 36
 § 356
 § 15
 § 355
 OGH 
 §1
 OGH 
 OGH 
 §355
 §359
 OGH 
 OGH 
 OGH 
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 OGH 
 §359
 OGH 
 OGH 
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 OGH 
 §355
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 §355
 §358
 §482
 § 358
 OGH 
 OGH 
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 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 1330
 § 1330
 OGH 
 § 1330
 OGH 
 § 1330
 OGH 
 § 1330
 OGH 
 § 1330
 § 1330
 OGH 
 § 1330
 § 46
 OGH 
 §1330
 §1330
 §6
 § 1
 § 1
 § 6
 § 1330
 §65
 § 1330
 § 15
 § 1330
 § 15
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 25
 § 85