Source: https://flash-news.at/archive_files/FlashNews80.htm
Timestamp: 2020-01-26 12:46:26+00:00

Document:
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F L A S H N E W S : lfd. Nr. 80
Ausgabe 4 Dezember 97
Lienz im Dezember 1997
E-Mail: b.girstmair@tirol.com Internet: http://ourworld.compuserve.com/homepages/flash_time/
02 Sicherheitstraining Erste Ausgabe: Juli 1979
03. Turmlose Drachen Layout: Eigen
04. Quattrotlon Erscheinungsweise: 4 x im Jahr
05. Mitgliedsbeitrag Anzeigenschluss: 26 März. 1998
06. Osttirol Bewerbe
07. Clubausflug Herausgeber: Flash time
08. Törggeleausflug Anschrift: Beda Weber Gasse 4
09. Versicherungen Tel + Fax: Privat 04852 / 655 39
10. Worüberman spricht
11. Klatsch und Tratsch am Landeplatz Tel + Fax: Landeplatz -–"-- / 656 94
12. Termine und Ereignisse Druck: Eigen
13. Einfach zum Nachdenken
14. Sicherheits Mitteilungen Für den Inhalt Verantwortlich: Girstmair Bruno
Unfallgefahr: Fußball ist der Risikosport Nr. 1
Neben Fußball, der in der Unfallstatistik an erster Stelle steht, gehören Eisklettern und Snowboarding zu den riskantesten Sportarten. Skilaufen und Mountainbiking sind dagegen "relativ sicher".
Fußball 4,1% Fallschirmspringen 2,5% Felsklettern 0,3%
Mountainbiking 1,75% Eisklettern 4,0% Snowboarding 3,25%
Paragleiten 1,5% Alpin Skilauf 1,1% Drachenfliegen 2,75%
Entnommen: Studie Freizeit und Sport in Österreich / Dr. Bässler
Neue luffahrtrechtliche Bestimmungen für HG/PG ab 1998
1) Aus dem Luftfahrtgesetz :
§ 3 : kontrollierter Luftraum ( früher: überwachter )
X Haftungsrecht
§ 149 : Haftungshöchstbeträge ( Gerätehaftpflicht): Der Halter eines HG/PG haftet für Schäden an Personen und Sachen, welche nicht mit dem HG/PG befördert wurden bis ATS 20.000.000,--
X /A 2 Haftung aus dem Beförderungsvertrag
§ 154 Der Beförderer haftet für den Ersatz des Schadens ( früher der Halter des HG/PG ). § 156 Bei Beschädigung oder Verlust von Sachen kann die Haftung für leichte Fahrlässigkeit auf einen Betrag von ATS 25.000 beschränkt werden. Bei unentgeltlichen Beförderungen kann dies auch für grobe Fahrlässigkeit gelten. § 159 Bestimmungen des ABGB für Schadenersatz im weiteren Umfang bzw. von anderen Personen ( z.B. vom Piloten ) bleiben unberührt.
§ 160 Gerichtsstand : Für Klagen ist das Gericht zuständig, in dessen Sprengel sich der Unfall ereignet hat, bzw. für Klagen nach § 154 auch das Gericht des Bestimmungsortes.
X/A 5 Versicherung
§ 163 Jeder Halter eines PG/HG hat eine Versicherung über ATS 20.000.000 ( gem § 149) abzuschließen. § 164 Fluggastversicherungen .
Der Halter eines DOSI-HG/PG hat den Fluggast gegen Unfälle beim Starten, Fliegen und Landen für den Fall des Todes oder der dauernden Erwerbsunfähigkeit bis mindestens ATS 550.000 zu versichern.
Unentgeltliche Flüge im Rahmen des Flugsportes sind davon nicht betroffen. Jeder Halter eines DOSI-HG/PG hat zur Deckung von Schadensansprüchen des Flugpassagiers eine Passagier - Haftpflichtversicherung in der Höhe von mindestens ATS 3.000.000 abzuschließen, gewerbsmäßige Unternehmungen von mindestens 5.000.000.
§ 167 Die Versicherung muss bei einem in Österreich berechtigten Versicherer abgeschlossen werden. § 168 Versicherungsnachweis. Der Versicherer hat kostenlos einen Versicherungsnachweis auszustellen, welcher beim Flugbetrieb mitzuführen ist und jederzeit auf Verlangen den Aufsichtsorganen - welche mit der Überwachung und Einhaltung der Vorschriften betraut sind - vorzulegen.
IX) Strafbestimmungen
§ 169 Zuwiederhandlungen gegen das LFG bzw der auf Grund dieses Gesetzes erlassenen Verordnungen oder Anordnungen von Flugsicherungsorganen sind vom Landeshauptmann mit Geldstrafen bis ATS 300.000 zu bestrafen.
Bei gewerbsmäßiger Beförderung ( z.B. entgeltlich, mit Gewinnabsicht, usw ) ohne Beförderungsbewilligung ist eine Mindeststrafe von ATS 50.000 zu verhängen.
§ 170 Die AustroControl GembH hat ein Verzeichnis aller nach dem LFG verhängten Strafen zu führen. Der Landeshauptmann hat der ACG Namen und Strafausmaß bekanntzugeben.
§ 171 Besondere Sicherungsmaßnahmen
Bei Gefährdung der Sicherheit der Luftfahrt oder anderer öffentlicher Interessen obliegt es den mit der Überwachung der Einhaltung der Vorschriftens betrauten Organen die Durchführung von Flügen zu verbieten, im besonderen wenn : die erforderliche Berechtigung zum Flug weder nachgewiesen noch glaubhaft gemacht wird
( z.B. Schulungsbestätigung, SPOI, DOSI usw ) der HG/PG - Pilot sich offensichtlich in einem durch Drogen, Suchtgift oder Alkohol beeinträchtigten Zustand befindet versucht wird, das Doppelsitzerflüge ohne die erforderliche Beförderungsbewilligung gemacht werden
Ausbildung ohne entsprechende Schulbewilligung durchgeführt wird zur Durchsetzung der Flugverbote können, falls erforderlich, Zwangsmaßnahmen angewendet werden (Scheinabnahme, Startbehinderung usw), und die Organe der öffentlichen Sicherheit haben auf Ersuchen Hilfe beim Vollzug zu leisten.
2. Aus dem Hänge-und Paragleitererlass:
Außerdem ist bei Paragleiterflügen ein Gurtzeug mit geeignetem Rückenschutz ( z.B.Protektor,Airbag ) zu verwenden. Diese Bestimmung wurde auf Anraten der FUK und durch Beschluß der Sektionsvollversammlung 1997 zur Verhütung von schweren Wirbelverletzungen aufgenommen.
Auch eine Forderung die bei uns schon lange in der Praxis erfolgreich umgesetzt wird. So ist nun ab Jahresbeginn jede Neukombination von Gurtzeug und Rettungsgerät durch den Hersteller oder der Flugschule die Funktionstüchtigkeit des Rettungsgerätes in der Sitzposition zu überprüfen. Wobei die Auslösung des Rettungsgerätes einwandfrei zu funktionieren hat.
Diese Bestimmungen treten mit 1 Jänner 1998 in Kraft und gelten für alle Flüge in Österreich und siehe und staune auch alle Fluggäste aus dem Ausland.
Gemona: Am Samstag den 4 Oktober startete Mühlmann Helmut mit seinen Paragleiter vom Startplatz Monte Curanan. Bei einem Toplanding stürzte der Pilot aus ca. 3 bis 4 Meter zu Boden und verletzte sich dabei an den Füßen.
Sillian: Am Donnerstag den 30 Oktober startete Hochradel Herbert mit seinem Paragleiter vom Startplatz Petersberg. Nach einer Flugzeit von ca. 1,5 Std. baute der Pilot überschüssige Höhe in Form eines B – Stalls ab, den er in ca. 200 Metern über Grund ausleitete. Dabei geriet der Pilot in eine Negativdrehung, anschl. schoss die Kappe extrem nach vorne, der Pilot hatte laut eigenen Angaben keine Chance mehr, die Kappe zu stabilisieren und stürzte in der Folge in ein 300 Meter weit entfernt gelegenes Gebäude. Durch die Wucht des Aufpralles wurden dem Piloten beide Beine gebrochen bzw. der Fuß zertrümmert. Der Pilot wurde mit dem Hubschrauber in das BKH Lienz geflogen.
02. SICHERHEITS TRAINING:
Die langanhaltende Schönwetterperiode im September lud förmlich ein, kurzfristig ein Sicherheits Training anzuberaumen. Es war der 28 September, ein wunderschöner Spätsommertag, welcher keine Wünsche offen ließ, außer vielleicht dem einen... Wir reisten bereits am Samstag an und übernachteten wieder wie gewohnt in der Alexander Hütte. Es war für Sepp (Hüttenwirt) die letzte Übernachtung von über 30 Jahren Leben auf der Alm, der Ruhestand sei ihm vergönnt.
Nach dem Frühstück: Aufstieg zum Start und siehe da, wieder erwartete uns Nordwind (Grund für mehrere Absagen in diesem Sommer), wir entschlossen uns ca. 50 Höhenmeter tiefer zu starten.
Zu diesem Zeitpunkt wussten wir noch nicht, warum 2 Hubschrauber des Innenministeriums im Konturenflug an uns vorbeiflogen. Wie sich später herausstellte, flogen diese beiden Heli zu einem abgestürzten Paragleiter am Tschiernock.
Die Impressionen am Start: Mir ist schon ein wenig mulmig, ist das Boot wohl da, wenn ich ins Wasser falle, soll ich 2/3 reinhauen oder beschleunigt die Kiste zusammen reißen, etc. Als letzter Pilot startete ich, um noch einmal den Flächenschirm von Stöllinger zu testen. Diesmal hatte ich keine Quick Out’s von Finsterwalder eingebaut, sondern ganz normale Karabiner.
In voller Höhe über dem See (ca. 700 Meter) zog ich den 7 Zeller, wie gewohnt, Saftey bremst, Gleitschirm taucht nach vorne. Dann mit beiden Händen an den Steuerleinen, Achterliek runterziehen und die Leine an den Händen aufwickeln. Ich versuchte als nächstes, die Tragegurte aus den Karabinern auszuhängen, es blieb aber beim Versuch. Plötzlich rutschte mir eine Steuerleine von den Händen, schon war der Gleitschirm wieder halb offen und dann begann der eigentliche Spaß erst. Ein starkes Pendeln und dann Rotieren, plötzlich lag der Siebenzeller unter mir, und zu allem Entsetzen legte sich zuerst ein und dann ein weiteres Seil um meinen Fuß. Die Drehbewegungen wurden stärker und schlussendlich hing ich mit dem Kopf nach unten.
Ich versuchte, mich aus dieser misslichen Situation zu befreien, doch vergebens, dann werfe ich eben meine Rundkappe als letzte Rettung, doch Schreck lass nach, die flog oder schwebte wie im Vakuum hin und her, wurde in die andere Kappe hinein gezogen. Ich zog wieder an der Hauptleine, schüttelte, wieso geht denn diese Kappe heute nicht auf. Sie war doch offen, und trotzdem kam es zu keiner richtigen Öffnung, immer wieder versuchte ich an der Rundkappe zu ziehen und ca. 50 Meter über den Wasser kam dann der erlösende Öffnunsstoß der Rundkappe.
Ich war so in den Leinen eingewickelt, dass ich ohne Rettungsboot bzw. Fremdhilfe keine Chance gehabt hätte, mich aus dieser misslichen Situation im Wasser zu befreien.
Dieser Abstieg muss für diverse Zuschauer ziemlich spektakulär zum Ansehen gewesen sein. Denn irgendjemand verständigte die Gendarmerie, weil er annahm, dass zwei Paragleiter in der Luft zusammen gestoßen sind, daraufhin wurde die Landeswarnzentrale in Klagenfurt verständigt, die wiederum den Hubschrauber los schickte.
Schlussendlich kam die Gendarmerie in das Strandbad Hotel Pichler, wo dann die Aufklärung erfolgte und alles wieder abgeblasen wurde. Alle Piloten waren einhellig davon überzeugt, ein Sicherheits Training trägt dazu bei, die Flugsicherheit eines jeden einzelnen Piloten entscheidend zu erhöhen.
Für alle Unentschlossenen nicht vergessen, das nächste Sicherheits Training findet am 28 Juni nächsten Jahres wieder am Millstättersee statt. "Action in the Air" gibt es noch wirklich, ein Video darüber zeigt mehr?
03. TURMLOSE DRACHEN:
Am Sonntag den 28 September startete Gappmeier Helmut mit seinen turmlosen Laminar zu einen Demonstrationsflug anlässlich der Eröffnung der Landebahn in Zell am See. Wie zu vernehmen war, hatte der Pilot schon vorher einige Loopings damit geflogen. Helmut war gerade in der positiven Beschleunigungsphase bzw Übergang, als in der Phase, wo das Gerät nach oben geht, ein Querrohrteil aus dem Drachen herausgeflogen kam. Das Gerät fing an flach zu rotieren und kippte mit der gebrochenen Seite nach unten weg, was die Rotation beschleunigte, daraufhin warf der Pilot das mitgeführte Rettungsgerät, welches sich aber an der gebrochenen Seitenrohrstange verhängte.
Der Pilot erlitt beim Aufprall eine leichte Gehirnerschütterung und blieb sonst relativ unverletzt.
Auch hier bestätigte sich wiedermal meine schon vor langem (erster Verkauf von turmlosen Geräten) empfohlene These, von einem Kauf solcher Geräte Abstand zu nehmen, da die ganze Entwicklung noch nicht ausgereift ist.
Trotz erteiltem Gütesiegel zerlegte es von fast jeder Firma ein oder auch gleich mehere Geräte, dafür sind Testpiloten oder Wettkampf Piloten da, die Ihr Leben auf Spiel setzen, nicht aber ein Endverbraucher, sprich Konsument.
Das Gütesiegel für den turmlosen Laminar wurde im August dieses Jahres offiziell erteilt, trotzdem wurde schon vorher an Endverbraucher Geräte verkauft und genau diese Geräte sollen einen Nicht-DHV-Konformen Querholm eingebaut haben.
Interessant ist, dass weder von der Fa. ICARO noch vom DHV oder ÖAEC eine Warnung an die Konsumenten kolportiert wurde, warum wohl? Scheinbar muss erst eine‘r tödlich verunglücken, damit gehandelt wird, solange jemand am Rettungs Schirm runter kommt, ist das halt nicht so schlimm?
Zwischenzeitlich wurde auch gehandelt, Gappmeier Helmut erhielt einen neuen Drachen (Turmlos) und allen anderen wird angeboten, den Querholm auszutauschen (kostenlos.)
04. QUATTROTLON:
Am Sonntag den 21 September war es wieder soweit, der 8 Ellmauer Quattrotlon stand wieder am Programm. Insgesamt nahmen daran 24 Teams teil, das heißt pro Team 4 Mann, Frauen waren wie auch beim Dolomitenmann nicht zu sehen. Neu war diesmal, z.B. Änderung des Reglements und geringere Teilnahmegebühr.
Diesmal startete zuerst der Läufer, nach Ankunft des letzten am Startplatz der Drachenflieger wurde eine 10 minütige Pause eingelegt. Dann erfolgte der Start der Drachenflieger im 1,5 Minuten Takt. Dieser musste dann im Schnellflug eine Boje (Heißluft Ballon) umfliegen und dann in einem von 2 vorgesehenen Zielkreisen versuchen zu landen. Wenn das nicht gelang, musste der Pilot mit Ausrüstung eine Strafrunde laufen.
Dann erfolgt die Übergabe an den Mountainbiker, der zum Startplatz der Paragleiter zu radeln hatte, dort erfolgte die Übergabe an den Paragleiter Piloten, der im Schnellflug zum Landeplatz fliegen musste, um dort an einem Faß zu landen, bei Nichttreffen musste ebenso eine Strafrunde gelaufen werden.
Sieger wurde diesmal Red Bull.
Unser Team mit Schupfer Karl als Biker, Mörtl Michael als Läufer, Mühlmann Helmut als Paragleiter Pilot und meine Wenigkeit als Drachenflieger erreichten immerhin den 4 Platz. Obwohl die Handstoppung der Zeit laut Schupfer Karl scheinbar nicht stimmte konnte auch kein Protest eingelegt werden, da die Bekanntgabe der Zeiten direkt mit der Siegerehrung zusammen fiel, und das war bereits um ca. 18 Uhr, da auch die meisten Piloten schon in Aufbruchstimmung waren.
Trotzdem ein netter familiärer Wettbewerb, der unsereinen immer wieder fasziniert, womit einer Teilnahme am nächsten Quattrotlon nichts entgegensteht.
Am Rande bemerkt: Hainzer Claus trat diesmal als Läufer an, womit er seine körperliche Fitness unter Beweis gestellt hat. Manfred Ruhmer verstaute in seinem Drachen Gurtzeug, an die 20 kg an Steinen, die er am Startplatz einfach mitgehen ließ. Mühlmann Helmut schaffte im Durchgang (Wettbewerb) den touch am Faß nicht! Das Team Touch Heaven unter Zojer Bernhard (erstmalig dabei) landete auf Platz 18.
05. MITGLIEDS BEITRAG:
Es ist nicht zu glauben, und doch neigt sich wieder ein Jahr seinem Ende zu. Auch im abgelaufenen Jahr wurde wieder viel geschaffen, verändert und bewegt. Vorrangiges Ziel war es und wird es auch im Jahr 1998 sein, ein infrastrukturell voll erschlossenes Fluggelände, um das uns viele beneiden, weiter zu erhalten und für unseren Piloten auch als fixe Einrichtung weiter zur Verfügung zu stellen.
Dass dies auch alles Geld kostet, ist sicher den Meisten bekannt, bis auf ein paar Ausnahmen (die wird es leider immer geben) möchte ich mich nochmals auf diesem Wege bedanken und weiterhin auf Euer Wohlwollen zählen.
Wenn die Arbeit für den Delta & Paragleiter Flugsport in Lienz erfolgreich ist, dann ist das auch ein Verdienst von Dir. Denn ohne Deine finanzielle und materielle bzw tatkräftige Unterstützung wäre das alles nicht möglich.
Nichtsdestotrotz, das Leben geht weiter.... deshalb findet ihr beiliegend einen Zahlschein mit der Bitte um gelegentliche Überweisung des Mitgliedsbeitrages für das Jahr 1998. Das sind ganze ÖS 58.- im Monat, einmal Kaffee und Kuchen in der Brezelstube konsumiert, kostet wahrscheinlich mehr.
Nach nun über 22 Jahren Drachen und 12 Jahren Paragleiter Flugsport in Lienz sind auch für dieses Jahr wieder neue Vorhaben geplant. So wird im kommenden Jahr die Oberflächengestaltung bzw die Vergrößerung des Startplatzes Ebnerfeld in Angriff genommen, um vor allem für Paragleiter und auch Drachen-Piloten optimalere Bedingungen zu schaffen.
Weiters wird zum Jahresende auch der Mitglieds Beitrag für den Österreichischen Aero Club fällig, nicht vergessen denn nur bei rechtzeitiger Bezahlung besteht auch ein Versicherungsschutz (Krankenhaus Tagegeld, Invalidität bzw. Ablebens Versicherung). Ausstellung der Sport Lizenz ist für alle Piloten notwendig die an offiziellen Wettbewerben teilnehmen wollen.
Am Samstag, den 11 Oktober lud "Ultra Brutal Boss" Blasisker Sepp ein, und es kamen 10 Piloten. Sie wollten den Besten unter sich küren. Ein Maximal Flug (1 Stunde) und eine Ziellandung waren die Aufgaben, gewonnen hat den Bewerb Liga Pilot Schusterritsch Sigi auf Omega 4.
Ein interessantes Detail am Rande, vom Partner Club aus Prägraten kamen auch 2 Piloten angereist. Die beiden starteten nicht, obwohl alle anderen abhoben, war es etwa gar der stürmische Westwind, der sie durchs Iseltal begleitet und zur Vorsicht gemahnt hat! Veider Friedel hatte erstmalig einen halbseitigen Klapper eingefasst und das will was heißen.
Ein Lob hier für alle diejenigen "mutigen" Piloten die den Entschluß tätigten, und nicht starteten auch ich zog vor laut Großwetterlage (starker Westwind) mich telephonisch zu entschuldigen.
10 Jahre Paragleiter Prägraten:
SAISON AUSGLEITEN: Dieses traditionelle "Saison Ausgleiten" auf der Panoramstrasse Sajat Pebell findet jedesJahr statt und einladen tut hier der Paragleiter Club Prägraten aber nur Mitglieder, wie aus einem zufällig zugespielten Schreiben zu entnehmen war. Nun vorweg ein wenig zur Vereins Chronik: Geflogen wird in Prägraten seit Herbst 1986 (Wurzacher Hannes und Hubert, Berger Bernhard). Die Clubgründung erfolgte am Pfingstsonntag 1987 (als Sektion der Sportunion Prägraten).
Der Club hat 18 Mitglieder, 1 Ehrenmitglied ( unser Trainer: Pichler Veve), bekannt geworden durch die Intern. Sajat Trophäe, Fliegerball, Open Air Multi Media Show, Nikolausfliegen (TV).
Eine Partnerschaft besteht mit dem Ultra Brutal Team Hopfgarten, Präsident ist zur Zeit Unterwurzacher Hubert (Sommer) und Berger Gerhard (Winter) Kassier Wurzacher Hubert, Schriftführer Wurzacher Martin.
Die Ausgleiter Fete wurde dieses Jahr erstmalig auf Samstagabend ausgeweitet, was nicht heißen soll, dass es zu irgendwelchen Exzessen (Alkohol) gekommen sein soll (scheinbar werden die Piloten vernünftiger oder älter).... Insgesamt kamen 20 Piloten wohl inspiriert vom letztjährigen schönen Flug in Prägraten.
Vielen Dank für die paar Zeilen und ein immer "Glück ab, Gut Land".
07. CLUBAUSFLUG:
Diesmal wurde auf Empfehlung von Rogner Martin Kobarid in Slowenien auserkoren, wie gut, dass unsereiner auf Empfehlungen anspricht. Die Anreise erfolgte am Freitag, den 24 Oktober über die Autobahn Auffahrt Lendorf Spittal weiter nach Villach, Tarvis Ausfahrt, dann über den Passo Predil nach Bovec und weiter nach Kobarid. Das erstbeste Hotel ist das Hotel Hvala mit Halbpension DM 50.- (Nebensaison). Als eingefleischter Flieger fährt man weiter nach Dreznica (ca. 5 km) zu Marco Jeklic, er vermietet ebenfalls Zimmer mit Dusche und WC, organisiert die Auffahrt zu den Startplätzen und erklärt alles fliegerisch Notwendige (spricht nicht Deutsch).
Die zweite Nacht mussten wir zwangsläufig in Dreznica verbringen, da im Hotel alles ausgebucht war. (Symposium über das Wunder von Karfeit = Kobarid, hier handelt es sich um die 12. Isonzo Schlacht, welche am 26 Oktober 1917 gestartet wurde. Nur soviel sei hier bemerkt, dass allein in diesem Abschnitt eines sinnlosen (wie alle Kriege) Stellungs Krieges im 1 Weltkrieg über 1 Million Menschen das Leben lassen mussten. Ein Museum im Ort gibt darüber ein wenig Aufschluss, interessante bis hin zu grauenhaften Bildern über das Geschehen in diesem Frontabschnitt runden das Geschehen ab, ein Pflichttermin für alle, die dem Militär ablehnend bis kritisch gegenüberstehen.)
Marco ist Italiener und in Dreznica mit einer Slowenin verheiratet, er brachte uns mit seinem Auto zum Startplatz Monte Nero hoch, nichts für Piloten die unsere Straßen gewohnt sind. Zu wenig Aufbauplatz - das kennt man hier nicht, denn jeder startet wo er will,und unmittelbar nach dem Start ging es auch schon gleich hoch, Toplanding, erneuter Start und dann ging es richtig hoch, hinweg über MG – Stellungen, Kavernen und Kriegspfaden hinaus über den Gipfel, es war ein Gefühl, als würde ich die leidvolle Vergangenheit (Geschichte) einfach hinter mir lassen. Nach fast 2 Stunden Flugzeit entschloss ich mich zu landen (Kälte), im Gleitflug wurde die Landschaft in der Abenddämmerung genossen, nach einen fast touch and go am Kirchturm Kreuz erfolgte die Landung unmittelbar daneben. Allseits zufriedene Gesichter, am nächsten Tag ging es über Robic weiter nach Udine und letztendlich Gemona. In Senzone (Nachbarort) war ein Kürbisfest angesagt und dort sollten wir landen, so teilte es uns Obergurin Gabriella mit.
Auch hier wieder stundenlanges Fliegen mit Toplanding und wieder rundum strahlende Gesichter. Ich kann wohl mit Recht behaupten, dass Gemona neben Bassano wohl ein Top Fluggebiet ist, daher werden wir auch in Zukunft unsere gut nachbarlichen Beziehungen in "allen Ebenen" weiter intensivieren.
Wusstet Ihr schon, dass Jackson Hole in Wyoming (USA) die Partnerstadt von Lienz ist, viel besser wäre es Gemona oder Triest / Görz dafür auszuerkoren, ein diesbezüglicher Vorstoß auf politischer Ebene wird sicher kommen!
08. TÖRGGELE AUSFLUG:
Unser traditionelles Törggele Fliegen übertraf wiedermal alles. Denn der Schlechtwetter Einbruch einen Tag zuvor ließ nichts Gutes erwarten. Doch unbeirrt davon fuhren wir am 3. Oktober am Abend los und wurden in den beiden darauffolgenden Tagen mit wunderschönen, stundenlangen Flügen belohnt. Temperaturen bis zu 20 Grad, weit und breit kein Schnee in Sicht, und wenn dann noch bis auf über 3300 Meter aufgedreht werden kann, was will dann unsereiner noch mehr (........wer sonst nichts hat..).
An die 50 Drachenflieger weilten zu diesem Zeitpunkt auf der Plose, sie kamen aus Pfalzen/Sterzing und Augsburg und wir Paragleiter Piloten waren diesmal absolut in der Minderheit.
Simon aus Kals hatte an diesem Tag mit seinem Drachen am Start viel, viel Glück und Jutta schaffte es sogar, in einem anderen Tal am Hang zu landen.
Auch der Törggeleabend war heuer ein voller Erfolg (nicht so letztes Jahr): uriges Haus mit alter Bauernstube und einem Essen, von Pell Kartoffeln über Schlipfkrapfen, Speck und Wurst, Sauerkraut und Kiachln zu den Kastanien und Wein, fehlte es an rein gar nichts. Einstimmiger Tenor aller: wir kommen wieder, also auf ein Törggelen im nächsten Jahr.
09. VERSICHERUNGEN:
Mit Änderung des Luftfahrtgesetzes vom 19 August dieses Jahres (siehe letzte Info) tritt nun mit 1 Jänner nächsten Jahres ein neues Luftfahrthaftungsrecht in Kraft, hier nun die wichtigsten Änderungen.
Die Gesetzl. Haftpflicht wird nun für alle bestehenden Verträge mit 1.1.98 automatisch angepasst, d. h. die Beiträge werden sich zwangsläufig erhöhen. Mindestdeckungs Summe (20 Millionen).
In der Doppelsitzerfliegerei wird die Fluggast Haftpflicht Versicherung erhöht auf (3 Mill.) Besonders krass werden sich die Prämien bei der Gewerblichen Tandem Fliegerei ändern.
Haftpflicht Versicherung (20 Mill.) Fluggast Haftpflicht (5 Mill.) Fluggast Unfall Versicherung (550.000 Tausend) Gepäck Versicherung (25.000 Tausend)
Hier haben "unsere" Politiker wiedermal ein Meisterstück vollbracht, wer solche Gesetze beschließt lebt und handelt total Realitätsfremd, die Zukunft wird wiedermal zeigen welcher Prozeß dann beim Höchst Gericht eine Änderung bewirken wird.
Weiters erhebt sich die Frage, wer soll denn solche Prämien überhaupt noch bezahlen? Die Frage stellt sich nun immer mehr, welche Versicherungen können hier noch günstige Angebote für die (Prämien) offerieren.
Leider war es mir bis dato nicht möglich Angebote von diversen Versicherungsanbietern zu bekommen. In der nächsten März Ausgabe dann mehr über die anfallenden Prämien, speziell auch für die Tandem Fliegerei wo die größten Brocken anfallen werden.
Wenn man bedenkt das die Gesetzliche Haftpflicht Versicherung für einen PKW ÖS 10 Millionen beträgt, wird hier mit ÖS 20 Millionen wohl weit oben angesetzt, da kann auch die EU nicht herhalten, womit immer argumentiert wird (Anpassung der Versicherungssummen) etc. es ist wiedermal gelungen dem Kleinen kräftig in die Taschen zu greifen.
10. WORÜBER MAN SPRICHT:
Alles Gute kam von oben: In Schlaiten gingen die Fußballer in die Luft.
Der Siegespreis lehrte jedoch einigen das Fürchten. Alles Gute kam von oben und schon ging die Mannschaft – fünf Männer an der Zahl – in die Luft: jeder mit Pilot und Tandemschirm. Das ganze Team, einfach abgeflogen. Von der "Kraß Wies’n" wieder zurück auf den Fußballplatz. Was blieb dem Verlierer da schon anderes übrig, als wohlbehütet am Boden zu bleiben.
Startplatz Kollnig: Nach einen Jahr ohne Start Kollnig gilt es Rückschau zu halten. Dass die
Entscheidung auch im Nachhinein betrachtet die richtige war, beweist alleine die Tatsache, dass der Startplatz Ebnerfeld trotz Waldschneiße vom Großteil der Piloten recht gut angenommen wurde.
Nicht nur, dass die Drachenflieger am Start Kollnig nicht erwünscht sind (Ausnahme für ein paar Piloten), ist den meisten Fliegern der Anmarschweg doch zu lang und deshalb wird auch hier der Startplatz Ebnerfeld vorgezogen.
Auch im Bereich der Schulung hat die Umsiedelung gut funktioniert, da auch im Bereich der Drachenschulung schon vorher vom Start Ebnerfeld gestartet werden mußte, sollte es auch für die Paragleiter Piloten kein Problem darstellen, zumal die Zeit der Bicla Maxi scheinbar doch vorbei ist!
Da der Großteil der Flugbewegungen ohnedieß vom Zettersfeld aus erfolgt, beschränken sich die wenigen Flugbewegungen vom Start Kollnig bzw Ebnerfeld aus auf die Monate Mai, Juni und Oktober, November.
Nebenbei nicht unerwähnt soll der finanzielle Aspekt bleiben, denn bei rückläufigen Tourismuszahlen – 10% und mehr wird auch ein Grundstücks Eigentümer früher oder später, die Zeichen der Zeit erkennen.
11. KLATSCH UND TRATSCH AM LANDEPLATZ:
- ab 1 Jänner 98 alle Paragleiter Gurtzeuge (GH + GX) so kostruiert sein müssen, dass auch noch nachträglich ein Airbag installiert werden kann. DHV – Vorschrift.
- eine weitere Forderung des DHV, alle DHV 2 Gleitschirme dürfen in Zukunft nicht mehr schnell sondern (durchschnittlich) bei halbseitiger Kollabierung wegdrehen, ebenso dürfen keine Gegenklapper auftreten. Bei einen Sinken zwischen 8 und 14 m/sec. dürfen keine stabilen Spiralen auftreten und muss auch elbständig ausleiten.
- Eine Harmonisierung mit der Schweiz wurde ebenso erreicht, nun können DHV Test’s auch in der Schweiz durchgeführt werden, Zulassung gibt es aber nur in Deutschland
- in Deutschland/Schweiz/Österreich insgesamt 58.000 Piloten gibt, davon sind 36.000 Paragleiter und 22.000 Drachenflieger.
- Walter aus Dellach mit seinen "Inferno in den Wolken tanzt", bleibt nur zu hoffen, dass er immer genug Sicht hat.
- Blasisker Brigitte (Tochter vom Sepp) nun einen Drachenflieger Kurs absolviert hat, im Zillertal fröhnt Sie mit Ihrem Freund dem neuen Hobby.
- Am 2 Oktober um Punkt 10 Uhr an der Venedigerwarte (Aussichts Turm) die Fahne eingezogen wurde. Gerade diese Fahne ist für die meisten Piloten unter uns eine wichtige Windanzeige (West Wind) .
- Auch der große Windsack am Landeplatz wird Anfang März wieder aufgestellt werden, also rechtzeitig zu Saisonbeginn.
- Am 29 Oktober ein ungewöhnlicher Kälteeinbruch –10 Grad das Wasser über Nacht, am Landeplatz einfrieren ließ.
- Ab sofort auch in Sexten offiziell wieder geflogen werden darf. Die Regel, dass auf 4 Kilometer nicht an die Grenze herangeflogen werden darf, wurde nun von Rom aufgehoben.
- Am 29 Oktober jährte sich zum 19 ten mal der Unfall von Rudi Girstmair, heuer wurde das Marterle, welches sich im Feld (Absturzstelle) befand, entfernt, und auf der gegenüberliegenden Wegseite neu angebracht.
- Die nächste Induga nicht mehr in Augsburg, sondern wieder in Friedrichshafen stattfinden wird, als Messe in der Messe und als Neuerung nur mehr alle 2 Jahre. Der DHV will aber wie schon früher (vor der Induga) bereits durchgeführt Anfang April in Garmisch eine Messe veranstalten, mit begleitendem Flugbetrieb.
- Die Bundesländer Versicherung sich komplett aus der Para & Drachenflieger Branche zurückzieht. In Zukunft wird es nur mehr wenige Versicherungen geben, die Para & Delta Piloten noch versichern.
- In einen Fax von der Fa. Freex folgendes zu lesen war. "Die Gerüchteküche brodelt". Im neuesten Fly & Glide sollte ein Testbericht vom Spear erscheinen, jetzt kam dieser aber nicht. Sofort meinen einige Schlauberger, dass es da Schwierigkeiten mit dem Schirm gegeben haben muß! Der Test Bericht erscheint nun im Jänner Heft!
- Dr. Ralf Müller Medikamente und Richtwerte in der Notfallmedizin anbietet, auch Bücher für den Flugsport sind über Ihn zu beziehen und zwar unter: WWW.datawest.co.at/~agn-mueller oder E – Mail: dr.ralf.mueller@computerhaus.at
- Der neue XT Intermediate Paragleiter von Comet (Steger) mit einem ASS (Anti Stall System) ausgestattet ist. So soll der XT auch der erste Schirm der Welt sein, welcher mit einer Servo fliegt.
- Die Fa. Pro Design wert legt auf höchste Flugstabilität und unübertroffene Leistung, das alles vereint der neue Intermediate DHV 2 mit dem vielversprechenden Namen "Relax"
- Die Lienzer Bergbahnen Ihre Wintersaison heuer schon mit 6 Dezember begonnen haben, das kommt auch uns Paragleiter Piloten zugute und natürlich allen Drachenfliegern mit "Deltas" von 2 Meter Packlänge?
- Eine Paragleiter Pilotin am Startplatz Steiner Mandl ca. 30 Minuten brauchte um die Luft zu kommen. So geschehen am Sonntag den 7 Dezember.
- Der EKC = European Kings Club und deren Vermittler Renditen von 70% versprachen, auch in der Flieger Szene waren diese Jung’s unterwegs. Nun die Chefin sitzt hinter Schloß und Riegel und den Vermittlern geht es nun auch an den Kragen. Denn laut OGH müssen Sie die Hälfte des Schadens zahlen, den Rest müssen die Kunden für Ihre Gutgläubigkeit leider für immer abschreiben. So ist eben das Leben, hart aber .............
- Die Austro Control einen Hobby Metreologen für den Raum Lienz sucht. Nach Themesel (Tristach) gibt nun auch der Verbund in Debant mit 1.1.98 die Arbeit auf, Grund es wird in Zukunft alles ferngesteuert oder besser gesagt einfach Kosten (Personal) gespart.
- Die Hängegleiter nach 5 Jahren ab Neukauf zum Check gebracht werden müssen, danach alle 2 Jahre. Du weißt ja... ohne gültige Prüfplakette kein Versicherungsschutz. Bei Vielfliegern ist sogar eine Jährliche Überprüfung empfohlen.
12. TERMINE UND EREIGNISSE:
Jahres Abschluß Fliegen (Para + Delta) Stubai Cup (Para)
31 Dezember Landeplatz 09 – 11 Jänner Fulpmes
Wintermeeting (Para + Delta) Free Flight (Para & Delta)
17 bis 24 Jänner Dorfgastein 23 bis 26 April Garmisch P.
Alpen Adria Cup (Para) Weltmeisterschaft (Delta)
27 Juli Lienz 25 Jänner bis 09 Feber Australien
13. EINFACH ZUM NACHDENKEN:
Ausbildungs Nachweise: Die Neuregelung (Erlass vom 1 Jänner 1996) hat zur Folge, dass die Schulbestätigung-Alt nicht mehr Schulbestätigung-Neu bedeutet. Zur Erinnerung: Die Schulbestätigung-Neu berechtigt zum Fliegen im zugelassenen Schulbereich einer Flugschule unter Fluglehrer Aufsicht, und ist maximal 3 Jahre gültig und kann nicht mehr verlängert werden. Nächster Schritt Sonderpilotenschein, also nochmal, eine Schulbestätigung ist keine Piloten Lizenz und berechtigt daher auch nicht zum selbständigen Fliegen.
Der Sonderpilotenschein-Neu berechtigt nun erstmalig zum selbständigen Fliegen (ohne Aufsicht), aber ohne Streckenflug Berechtigung (Überlandflüge).
Verlängerung alle 3 Jahre im Flugbuch, wichtig: verlängern vor Ablauf, ansonsten erfolgt Nachschulung. Nicht vergessen den alten SOPI – Schein in den neuen (Scheckkarten Format) umschreiben zu lassen, falls noch gültig.
Die Überlandflugberechtigung ist notwendig für Streckenflüge aber auch für die Teilnahme an offiziellen Wettbewerben.
Auf Grund von mehreren Unfällen mit Tandem Para & Hängegleitern sieht sich der ÖAEC nun veranlasst, alle 30 Doppelsitzerflüge mit Passagier (mit Pilotenberechtigung) zu protokollieren, ebenso sind die Verlängerungen der Ausbildungs Nachweise alle Monate an den ÖAEC zu senden und bei Tandem Berechtigungen nun sofort.
Für die Verlängerung der Tandemberechtigung ist nach wie vor ein fliegerärztliches Gutachten notwendig. Die lockere Handhabung, gerade in der Ausbildung zu Tandem Piloten, hat zu dieser schärferen Gangart geführt.
14. S I C H E R H E I T S – M I T T E I L U N G E N:
Trillerpfeife: Fünf Stunden bangte ein schwer verletzter holländischer Paragleiter, ehe seine Pfiffe gehört wurden. Eine Trillerpfeife, die sich ein Paragleiter Pilot um den Hals gehängt hat, rettete ihm das Leben. Der Pilot stürzte am 9. Oktober auf der Emberger Alm aus rund 10 Meter Höhe ab, und blieb dann an einem Baum hängen.
Schwer verletzt schleppte sich der Pilot fast einen halben Kilometer bis zu einem Güterweg. Erschöpft blieb der Pilot liegen, musste dann aber noch fünf Stunden warten, bis ihn endlich jemand hörte.
Die Trillerpfeife, die der "fliegende Holländer" umgehängt hatte, wurde schließlich zum Lebensretter. Das unablässige, für Einheimische ungewohnte Pfeifen des 38 Jährigen Piloten lockte Neugierige zur Unfallstelle, an der er lag. Der Mann wurde dann mit schweren Wirbelverletzungen zuerst in das BKH Lienz und anschl. in das LKH Klagenfurt geflogen.
Wie schon in Grund - und SOPI Kursen gelehrt, wird empfohlen, ein Notpaket mitzunehmen, welches aus folgenden Utensilien bestehen sollte 30 bis 40 Meter Rettungsseil mit Karabiner (Pflicht) Gurtenmesser / Trillerpfeife / Signalstift mit Leucht und Rauchpatronen / Notverbandszeug /eventuell Mobil Telephon oder Funkgerät.
M I T G L I E D S C H A F T :
exclusiven Service rund um den Flugsport, 4 x im Jahr erreichen Dich die Flash News, Postleiten Fescht’l, Frühstücksfliegen, Openings, Testival’s
kostenlose Benützung der Startplätze und des Landeplatzes.
Mit der Flash Member Card bist Du bei der "Creme de´la Creme" das ist kein herkömmlicher Gleitschirm oder Drachenflieger Club mit monatlichen Versammlungen und den üblichen Märchen und Bla Bla Stunden. Bei uns kannst Du auch echte Leistungen in Anspruch nehmen, also für Leute, die das Besondere schätzen und natürlich noch mehr wollen.
love, money, time, work, future and time to fly......
Weihnachten steht vor der Tür, hierzu ein paar Gedanken:
In unserer schnelllebigen Zeit beschert uns das Leben fast täglich neue Eindrücke. Was gestern noch gültig war, wird heute von neuen Erkenntnissen abgelöst. Es scheint, als ob die Uhren im Zeitalter der Informationsgesellschaft noch schneller gehen.
Wie gut, dass es noch einige unveränderliche Werte gibt, die uns Halt und unserem Handeln Sinn geben. Im Trubel des täglichen Geschehens einmal innehalten, Freude empfinden und vor allem Dankeschön sagen.
So soll auch im neuen Jahr unsere Partnerschaft von Vertrauen und Verständnis geprägt sein. Was ich dazu beitragen kann, werde ich gerne tun.
Ich wünsche allen Piloten und Freunden ein friedliches und vor allem aber ein besinnliches Weihnachtsfest. Für das kommende Jahr persönliches Wohlergehen und unseren Fliegern schöne erlebnisreiche Flüge, verbunden mit einem
immer wieder "Gut Land"
P.S.: Ich möchte hier nicht verabsäumen, auf diesem Wege allen Piloten Mut zu zusprechen, die letztes Jahr nicht das Glück hatten, unverletzt zu bleiben.
Ich wünsche Euch in Zukunft allzeit nur kontrollierbare Einklapper. Gute Besserung und "See you again in the sky"
Elektronischer Briefkasten: (E – Mail)
Schon seit der letzten September Ausgabe wurde damit begonnen, die Post (Flash New’s, Anfragen etc.) per E – Mail zu versenden, ein Maus klick macht es möglich. Sollten irgendwelche Personen in letzter Zeit einen E – Mail Anschluß bekommen haben, bitte ich um gelegentliche Mitteilung oder besser gesagt, sendet ganz einfach eine Nachricht an:
b.girstmair@tirol.com
Die Info’s sind auch über das Internet abrufbar: http://ourworld.compuserve.com/homepages/flash_time/

References: § 3

§ 149

§ 154
 § 156
 § 159

§ 160
 § 154

§ 163
 § 149
 § 164

§ 167
 § 168

§ 169

§ 170

§ 171
 OGH