Source: http://www.arbeitssicherheit-menzel.de/sicherheitsunterweisung/
Timestamp: 2018-10-21 14:52:54+00:00

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Sicherheitsunterweisung nach DGUV V1 ➜ Infos für Verantwortliche
... Ihr Experte für Arbeits- und Gesundheitsschutz
Sicherheitsunterweisung nach Arbeitsschutzgesetz und DGUV Vorschrift 1
Eine oft vernachlässigte Unternehmerpflicht: Die sicherheitstechnische Unterweisung von Beschäftigten
ArbeitsSicherheit-Menzel » Sicherheitsunterweisung gemäß ArbSchG und DGUV V1
Alles zum Thema Sicherheits­unterweisung ?
Wiederkehrende Sicherheitsunterweisungen sind ein wesentlicher Bestandteil des präventiven Arbeits- und Gesundheitsschutzes. Sie helfen Ihren Mitarbeitern potentielle Gefährdungen und Fehlverhalten am Arbeitsplatz besser zu erkennen und Unfälle zu vermeiden.
Wann / Wie oft muss eine sicherheits­technische Unterweisung erfolgen?
Themen-Schwerpunkte für wiederkehrende Unterweisungen
Dokumentation von Sicherheitsunterweisungen
Wer darf Sicherheitsunterweisungen durchführen?
Vorteile von Sicherheitsunterweisungen
Rechtliche Grundlagen zur Sicherheits­unterweisung
Gemäß Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) und den Vorschriften der Unfallversicherer „DGUV Vorschrift 1 – Grundsätze der Prävention“ (ehemals BGV A1) ist jeder Unternehmer gesetzlich dazu verpflichtet seine Mitarbeiter zu unterweisen.
Grundsätzlich liegt die Verantwortung und Pflicht zur Unterweisung der Beschäftigten beim Unternehmer bzw. Arbeitgeber. Der Unternehmer hat allerdings die Möglichkeit diese Verantwortung auf seine Vorgesetzten oder externe Fachkräfte für Arbeitssicherheit (FaSi) zu übertragen.
Ziel und Zweck dieser sicherheitstechnischen Unterweisungen ist es, die Beschäftigten über die Gefahren für Sicherheit und Gesundheit aufzuklären und zur Prävention zu motivieren. Um ein Höchstmaß an Sicherheit am Arbeitsplatz zu gewähren, fordern die Unfallversicherer eine regelmäßige, wiederkehrende Sicherheitsunterweisung der Mitarbeiter.
Laut §4 der DGUV Vorschrift 1 muss vor der erstmaligen Aufnahme einer Tätigkeit im Betrieb, eine Erstunterweisung erfolgen. Diese ist anschließend mindestens einmal jährlich zu wiederholen. Je nach Branche betragen die Intervalle sogar nur 6 Monate.
Die Durchführung der Sicherheitsunterweisung ist entsprechend nachzuweisen. Hierfür eignet sich die Dokumentation in Form einer personenbezogenen Unterweisungskarte. Auf dieser können alle wichtigen Details wie: Inhalt, Teilnehmer, Dauer und Zeitpunkt der Sicherheitsunterweisung festgehalten werden.
Wichtige Links zur Unterweisungspflicht für Arbeitgeber
DGUV Vorschrift 1 „Grundsätze und Prävention“
Unfallstatistik – Anzahl gemeldeter Arbeitsunfälle in Deutschland in den letzten 5 Jahren
Die besondere Notwendigkeit regelmäßiger Sicherheitsunterweisungen macht die folgende Unfallstatistik klar. Demzufolge ereignen sich Jahr für Jahr hunderttausende Arbeitsunfälle.
Aktuelle Unfallstatistik (Quelle: www.statista.com)
© ASM-Arbeitssicherheit-Menzel. Wir übernehmen für Sie die Unterweisung Ihrer Mitarbeiter (inkl. Dokumentation).
Mitarbeiter sind laut §4 DGUV Vorschrift 1 mindestens einmal pro Jahr, Auszubildende zweimal pro Jahr (siehe Jugend-Arbeitsschutzgesetz), über die Gefahren und Verhaltensweisen am Arbeitsplatz zu unterrichten.
Je nach Betriebsgröße und Tätigkeitsbereich der Mitarbeiter kann eine Verkürzung der Unterweisungsintervalle notwendig sein.
Hinweis: Die Sicherheitsunterweisung ist gemäß § 12 Absatz 1 Arbeitsschutzgesetz während der Arbeitszeit durchzuführen.
Anlässe für Sicherheitsunterweisungen können sein:
Versetzung / Arbeitsplatzwechsel
Integration neuer Maschinen, Arbeitstechniken oder Gefahrstoffe
Änderungen einer bestimmten Gefährdungsbeurteilung
Wiederholungsunterweisungen sind wie folgt durchzuführen :
in regelmäßigen Abständen (mindestens 1x jährlich, Azubis 1/2 jährlich)
nach (Beinahe-) Unfällen
vor speziellen Aufgaben mit erhöhtem Unfallrisiko
Sie benötigen Hilfe bei der Unterweisung Ihrer Mitarbeiter?
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Schwerpunkte wiederkehrender Unterweisungen
Der Umfang und die Komplexität von Sicherheitsunterweisungen ist für jeden Betrieb individuell zu bestimmen. Je nach Branche gelten verschiedene Gesetze und Bestimmungen.
Übersicht zu den wichtigsten Unterweisungsthemen in Industrie und Handwerk:
persönliche Schutzausrüstung allgemein
persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz (PSA gA)
Einsatz von Lastaufnahmemitteln
Bedienen von Hebe- und Hubarbeitsbühnen
Eine gesetzliche Aufforderung zur Dokumentation von Sicherheitsunterweisungen ist uns nicht bekannt. Dennoch empfehlen wir allen Unternehmen einen umfangreichen Nachweis über die Sicherheitsbelehrung zu führen. Nur so können Sie im Falle eines Arbeitsunfalles nachweisen, dass Sie Ihren Pflichten als Verantwortlicher nachgekommen sind. Hierbei geht es nicht nur um den Gesundheitsschutz der Beschäftigten, sondern auch um den Versicherungsschutzes (Berufsgenossenschaft) ➜ Wer schreibt, der bleibt.
Inhalte eines Unterweisungsnachweises:
Name und Funktion des Unterweisenden
Datum und Uhrzeit der Unterweisung.
Der Unterweisungsnachweis sollte mindestens bis zur Wiederholungsunterweisung im Arbeitsschutzhandbuch aufbewahrt werden.
Umsetzung von Arbeitsschutz-Unterweisungen
Die Unterweisung zur Arbeitssicherheit erfolgt in der Regel mündlich durch den Arbeitgeber oder betriebliche Aufsichtsorgane, die zu spezifischen Fachthemen die Fachkompetenz von Betriebsarzt oder Fachkraft für Arbeitssicherheit (SiFa / FaSi) einholen. Der Unterweisende soll lernpsychologische und arbeitspädagogische Erkenntnisse mit einbeziehen. In der Regel findet die Gefahreninformation anhand von Betriebsanweisungen bzw. Arbeitsanweisungen statt (Sicherheit durch Betriebsanweisungen). Diese sind zu vergleichen mit Gebrauchsanweisungen bzw. Benutzerinformationen zu Produkten, Arbeitsverfahren und/oder Arbeitsstoffen. Das Aushändigen eines Merkblatts alleine genügt jedoch nicht. Stets muss geprüft werden, ob der Unterwiesene das Vermittelte auch verstanden hat (intellektuell und sprachlich) und ggf. sind Übungen und kleine Tests in die Sicherheitsunterweisungen zu integrieren.
Eine erfolgreiche Arbeitsschutzunterweisung
bezieht die Teilnehmer aktiv mit ein
findet am „Schauplatz der Gefahr“ statt
geht auf die konkreten arbeitsplatzbezogenen Gefährdungen ein
erklärt die zu beachtenden und getroffenen Schutzmaßnahmen
erläutert die gesetzlichen Grundlagen
Der Nachweis kann z. B. in Form des nachstehenden Musters erfolgen. Dieses Muster enthält alle notwendigen Angaben, wie Betriebsteil, Datum und Inhalt der Unterweisung, Namen der Versicherten und des Unterweisenden. Mit ihrer Unterschrift bestätigen die Versicherten die Teilnahme an der Unterweisung und dass sie den Inhalt der Unterweisung verstanden haben (s. Muster).
Zweckmäßig ist die Verwendung eines Formblatts „Unterweisungsnachweis“, das aktenkundig gemacht und bis zur Wiederholungsunterweisung im Arbeitsschutzhandbuch aufbewahrt wird.
Nachfolgend erhalten Sie eine kleine Übersicht zu den wichtigsten Unterweisungen in Industrie und Handwerk
In den Fällen der letzten beiden Punkte liegt eine Abweichung von den vorgesehenen
Maßnahmen oder Zuständen vor. Nach Unfällen, Beinaheunfällen und sonstige Schadensereignissen kann es erforderlich sein, die aus der Gefährdungsbeurteilung
abgeleiteten Maßnahmen zu überprüfen.
Die Unterweisung der Versicherten hat in allen Fällen vor Aufnahme der Tätigkeit
Grundsätzlich sind persönliche Unterweisungen durchzuführen; als Hilfsmittel sind elektronische Medien einsetzbar. Bei Unterweisungen mit Hilfe elektronischer Medien ist allerdings darauf zu achten, dass diese Unterweisungsinhalte arbeitsplatzspezifisch aufbereitet und zur Verfügung gestellt werden, eine Verständnisprüfung stattfindet und ein Gespräch zwischen Versicherten und Unterweisenden jederzeit möglich ist.
Muster für die Dokumentation der Unterweisung (PDF)ReadSpeaker
Muster für die Dokumentation der Unterweisung (Word)ReadSpeaker
Der Unternehmer hat den Versicherten die für ihren Arbeitsbereich oder für ihre Tätigkeit relevanten Inhalte der geltenden Unfallverhütungsvorschriften und Regeln der Unfallversicherungsträger sowie des einschlägigen staatlichen Vorschriften- und Regelwerks in verständlicher Weise zu vermitteln.
Der Unternehmer nach § 136 Absatz 3 Nummer 3 Alternative 2 Sozialgesetzbuch Siebtes Buch (SGB VII) hat den Schulhoheitsträger hinsichtlich Unterweisungen für Versicherte nach § 2 Absatz 1 Nummer 8 Buchstabe b SGB VII zu unterstützen.
Der Schulsachkostenträger hat den Schulhoheitsträger bei dessen Unterweisungspflicht für die Schüler/innen zu unterstützen. Auf die Erläuterungen zu §1 Abs. 2 dieser Vorschrift wird verwiesen.
Unsere Fachkräfte für Arbeitssicherheit analysieren gemeinsam mit Ihnen, welche Schulungen und Schutzmaßnahmen erforderlich sind.
2. Koordinierung
Anhand der “Ist-Analyse” zeigen wir Ihnen den erforderlichen Schulungsbedarf auf.
Bestimmen Sie völlig flexibel den Zeitpunkt der Unterweisung. Unsere Experten besuchen Sie zum gewünschten Zeitpunkt in Ihrem Unternehmen.

References: §4
 §4
 § 12
 § 136
 § 2
 §1