Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20001123_OGH0002_0060OB00059_00W0000_000&IncludeSelf=False
Timestamp: 2020-02-26 07:19:13+00:00

Document:
RIS - Rechtssätze für 6Ob59/00w - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 2Ob430/58 8Ob162/62 7Ob...
RS0018377
2Ob430/58; 8Ob162/62; 7Ob197/66; 6Ob202/69; 7Ob200/69; 1Ob72/70; 1Ob14/72; 5Ob689/76; 6Ob805/77 (6Ob806/77); 4Ob550/78; 3Ob609/77; 6Ob709/78; 3Ob501/81; 1Ob725/81; 1Ob687/82; 6Ob763/83; 8Ob607/84; 2Ob613/86; 4Ob593/88; 1Ob501/89; 6Ob581/89; 1Ob685/90; 8Ob1624/93; 4Ob148/97m; 1Ob342/97v; 3Ob244/98y; 1Ob340/98a; 6Ob81/99a; 8Ob295/99m; 6Ob59/00w; 7Ob69/01z; 7Ob252/01m; 3Ob151/02f; 3Ob289/03a; 1Ob42/05s; 6Ob283/05v; 10Ob45/08b; 4Ob91/08y; 8Ob119/08w; 4Ob211/09x; 17Ob2/10h; 4Ob48/11d; 7Ob250/11g; 7Ob192/12d; 4Ob21/14p; 6Ob48/14y; 8Ob52/14a; 7Ob208/15m; 3Ob220/16y; 7Ob17/18b; 8Ob11/18b; 9Ob10/19i; 3Ob225/18m; 5Ob121/19h
ABGB §918 ff Ib1
ABGB §1117
Ein Dauerschuldverhältnis kann vorzeitig mit der Wirkung ex nunc aufgelöst werden, wenn Gründe vorliegen, die bei Verträgen anderer Art einen Rücktritt rechtfertigten.
2 Ob 430/58
Entscheidungstext OGH 08.04.1959 2 Ob 430/58
Veröff: JBl 1959,633
8 Ob 162/62
Entscheidungstext OGH 22.05.1962 8 Ob 162/62
6 Ob 202/69
Entscheidungstext OGH 24.09.1969 6 Ob 202/69
7 Ob 200/69
Entscheidungstext OGH 12.11.1969 7 Ob 200/69
Beisatz: Übergabsvertrag ist aber Vertrag sui generis, Rücktritt nicht möglich. (T1)
Veröff: EvBl 1970/223 S 398
Beisatz: Bezug einer Loseblatt - Gesetzessammlung. (T2)
Veröff: JBl 1971,88 (hiezu kritische Stellungnahme von Barta und Call in JBl 1971,76 ff)
6 Ob 805/77
Entscheidungstext OGH 16.02.1978 6 Ob 805/77
nur: Ein Dauerschuldverhältnis kann vorzeitig mit der Wirkung ex nunc aufgelöst werden. (T3)
nur T3; Beisatz: Es muss sich aber um Gründe handeln, welche nicht schon im Zeitpunkt der Begründung des Dauerschuldverhältnisses bekannt waren (hier: Wohnheim - Pensionsvertrag). (T4)
1 Ob 725/81
Entscheidungstext OGH 14.10.1981 1 Ob 725/81
nur T3; Beisatz: Wenn eine Aufrechterhaltung des Vertragsverhältnisses billigerweise nicht mehr zugemutet werden kann. Selbst vereinbarte Unkündbarkeit steht der Auflösung des Dauerschuldverhältnisses aus einem wichtigen Grund nicht entgegen, daher auch nicht die Aufzählung von bestimmten Auflösungsgründen. (T5)
Veröff: EvBl 1982/187 S 638
nur T3; Beis wie T4 nur: Es muss sich aber um Gründe handeln, welche nicht schon im Zeitpunkt der Begründung des Dauerschuldverhältnisses bekannt waren. (T6)
Beis wie T5; Veröff: SZ 57/186 = RdW 1985,150 = JBl 1985,350
2 Ob 613/86
Entscheidungstext OGH 07.07.1987 2 Ob 613/86
Auch; Beis wie T5; Veröff: EvBl 1987/176 S 653
4 Ob 593/88
Entscheidungstext OGH 25.10.1988 4 Ob 593/88
nur T3; Beis wie T5 nur: Wenn eine Aufrechterhaltung des Vertragsverhältnisses billigerweise nicht mehr zugemutet werden kann. Selbst vereinbarte Unkündbarkeit steht der Auflösung des Dauerschuldverhältnisses aus einem wichtigen Grund nicht entgegen. (T7)
1 Ob 501/89
Entscheidungstext OGH 07.02.1989 1 Ob 501/89
6 Ob 581/89
Entscheidungstext OGH 29.06.1989 6 Ob 581/89
1 Ob 685/90
Entscheidungstext OGH 18.09.1991 1 Ob 685/90
Vgl auch; nur T3; Beisatz: Hier: Gesellschaftsvertrag; Sacheinlagevertrag (T8)
Veröff: SZ 64/127 = RdW 1992,109 = JBl 1992,183
8 Ob 1624/93
Entscheidungstext OGH 09.09.1993 8 Ob 1624/93
Auch; nur T3; Beis wie T5; Beisatz: Hier: Vermittlungsvertrag (T9)
4 Ob 148/97m
Entscheidungstext OGH 13.05.1997 4 Ob 148/97m
Auch; Beisatz: Bei der Prüfung der Frage, ob ein wichtiger Grund für die Auflösung eines Dauerschuldverhältnisses vorliegt, ist auf den Zeitpunkt der Abgabe der Auflösungserklärung abzustellen. (T10)
Beisatz: Hier: § 22 HVertrG. (T11)
1 Ob 340/98a
Entscheidungstext OGH 23.03.1999 1 Ob 340/98a
Auch; Beis wie T10; Beisatz: Genereller Maßstab für das Vorhandensein eines wichtigen Auflösungsgrunds sind Vertragsverletzungen, die bei Zielschuldverhältnissen zum Rücktritt nach § 918 Abs 1 und § 920 erster Satz ABGB berechtigen, Verhaltensweisen, die nach den für bestimmte Dauerschuldverhältnisse normierten Beendigungstatbeständen eine fristlose Auflösung gestatten und Umstände, die eine Berufung auf den Wegfall der Geschäftsgrundlage zulassen. (T12)
6 Ob 81/99a
Entscheidungstext OGH 28.05.1999 6 Ob 81/99a
Auch; Beis ähnlich wie T12; Beisatz: Hier: § 1117 ABGB. (T13)
Veröff: SZ 73/180
Auch; Beisatz: Hier: Verstoß des Versicherers gegen die vereinbarte Bestklausel. (T14)
Auch; nur T3; Beis wie T5 nur: Wenn eine Aufrechterhaltung des Vertragsverhältnisses billigerweise nicht mehr zugemutet werden kann. (T15)
Beisatz: Die wichtigen Gründe in der Person des Bestandnehmers müssen die Interessen des Bestandgebers soweit nachteilig berühren, dass sie bei objektiver Betrachtungsweise einen verständigen Bestandgeber zur Vertragsauflösung veranlassen würden und diese als gerechte, dem Sachverhalt adäquate Maßnahme erscheinen lassen. (T16)
3 Ob 289/03a
Entscheidungstext OGH 29.06.2004 3 Ob 289/03a
Auch; Beisatz: Befristete wie unbefristete Dauerschuldverhältnisse können analog den §§ 1117f ABGB, aber auch zu anderen Regelungen im ABGB mit der Wirkung ex nunc jederzeit aus wichtigem Grund vorzeitig aufgelöst werden. (T17)
1 Ob 42/05s
Entscheidungstext OGH 27.09.2005 1 Ob 42/05s
Beis wie T12; Beis wie T11
nur T3; Beis wie T10; Beisatz: Die Frage der Unzumutbarkeit der Fortsetzung des Vertragsverhältnisses für einen der Vertragspartner kann nur nach einer umfassenden Sicht aller dafür und dagegen sprechenden Gegebenheiten des Einzelfalls beantwortet werden. (T18)
Beisatz: Die Streichung des Klägers aus der Liste der sicherheitstechnischen Zentren berechtigt zur außerordentlichen Kündigung, da eine Streichung aus der Liste dem Arbeitgeber indiziert, dass die gesetzlichen Voraussetzungen für den Betrieb eines sicherheitstechnischen Zentrums nicht (mehr) erfüllt sind. (T19)
Beis wie T18; Beisatz: Als wichtige Gründe kommen insbesondere Vertragsverletzungen, der Verlust des Vertrauens in die Person des Vertragspartners oder schwerwiegende Änderungen der Verhältnisse in Betracht, welche die Fortsetzung der vertraglichen Bindungen nicht zumutbar erscheinen lassen. (T20)
Auch; Beisatz: Ob eine Klausel, die eine Sperre des Diensteangebots bei noch aufrechtem Mobiltelefonievertrag unter Andauern der Zahlungspflicht des Kunden für auf die Zeit der Sperre entfallende Grundentgelte ermöglicht, zulässig ist, unterliegt unabhängig von den Voraussetzungen einer außerordentlichen Kündigung eines Dauerschuldverhältnisses aus wichtigem Grund einer nachprüfenden Kontrolle. (T21)
Vgl auch; Beisatz: Hier: Namensrechtlicher Gestattungsvertrag. (T22)
4 Ob 48/11d
Entscheidungstext OGH 12.04.2011 4 Ob 48/11d
Vgl auch; Beis ähnlich wie T4; Beis ähnlich wie T6; Beisatz: Hier: Bestandvertrag in einem Einkaufszentrum. (T23)
Auch; Beis wie T10; Beis wie T20
6 Ob 48/14y
Entscheidungstext OGH 10.04.2014 6 Ob 48/14y
7 Ob 208/15m
Entscheidungstext OGH 06.07.2016 7 Ob 208/15m
Auch; Beisatz: Betrifft Versicherungsvertrag. (T24)
9 Ob 10/19i
Entscheidungstext OGH 27.02.2019 9 Ob 10/19i
Beisatz: Das gilt auch bei vereinbarter Unkündbarkeit. (T25)
3 Ob 225/18m
Entscheidungstext OGH 20.03.2019 3 Ob 225/18m
ECLI:AT:OGH0002:1959:RS0018377
JJR_19590408_OGH0002_0020OB00430_5800000_001
Rechtssatz für 8Ob139/65 1Ob75/69 4Ob3...
RS0027780
8Ob139/65; 1Ob75/69; 4Ob302/72; 5Ob72/72; 5Ob109/72; 4Ob604/72; 5Ob689/76; 1Ob24/79; 7Ob622/79; 4Ob543/79; 7Ob542/81; 1Ob660/81; 8Ob505/81; 3Ob623/81; 3Ob552/83; 6Ob694/83; 6Ob763/83; 2Ob613/86; 8Ob522/87; 1Ob684/87; 6Ob671/87; 1Ob694/87; 1Ob548/88; 4Ob593/88; 8Ob648/88; 8Ob620/88; 6Ob581/89; 8Ob603/89; 7Ob618/89; 6Ob694/89; 3Ob575/90; 4Ob532/91; 8Ob628/91; 6Ob580/81 (6Ob508/92); 8Ob569/92; 1Ob556/93 (1Ob557/93); 5Ob557/94; 6Ob1530/95; 7Ob533/95; 4Ob1108/95; 6Ob661/95; 1Ob2392/96p; 9Ob166/97w; 10Ob351/97h; 1Ob210/97g; 1Ob176/98h; 1Ob326/98t; 1Ob340/98a; 7Ob383/98v; 10Ob247/99t; 8Ob295/99m; 1Ob181/00z; 2Ob199/00d; 8ObA26/00g; 7Ob206/00w; 6Ob59/00w; 1Ob283/00z; 7Ob69/01z; 7Ob252/01m; 9Ob233/01g; 1Ob294/01v; 4Ob113/02z; 3Ob274/02v; 3Ob151/02f; 4Ob179/02f; 5Ob266/02g; 7Ob59/03g; 3Ob42/03b; 8Ob137/03k; 1Ob198/04f; 4Ob199/04z; 5Ob257/05p; 6Ob106/06s; 9Ob15/05d; 6Ob283/05v; 8Ob86/06i; 6Ob169/06f; 9ObA124/06k; 4Ob221/06p; 1Ob208/07f; 10Ob45/08b; 1Ob113/08m; 8Ob119/08w; 7Ob281/08m; 4Ob59/09v; 3Ob224/09a; 5Ob220/09b; 9Ob17/10f; 4Ob211/09x; 17Ob2/10h; 1Ob143/10a; 4Ob48/11d; 6Ob80/11z; 7Ob250/11g; 1Ob40/12g; 1Ob88/12s; 2Ob92/11k; 5Ob122/12w; 1Ob166/12m; 7Ob192/12d; 2Ob173/12y; 6Ob182/13b; 7Ob235/13d; 5Ob4/14w; 7Ob106/14k; 1Ob60/15b; 6Ob68/15s; 1Ob210/15m; 7Ob208/15m; 8Ob4/17x; 3Ob220/16y; 8Ob97/16x; 6Ob228/16x; 6Ob185/17z; 7Ob17/18b; 8Ob11/18b; 7Ob155/18x; 7Ob152/18f (7Ob152/18b); 3Ob74/19g; 8ObA53/18d; 5Ob121/19h; 8Ob79/19d
ABGB §1090 IIa
Dauerschuldverhältnisse (hier: Abbauverträge) können durch einseitige Erklärung aufgelöst werden, wenn ein wichtiger Grund vorliegt, der die Fortsetzung des Vertragsverhältnisses für einen der Vertragsteile unzumutbar erscheinen lässt.
8 Ob 139/65
Entscheidungstext OGH 06.07.1965 8 Ob 139/65
Veröff: MietSlg 17203
1 Ob 75/69
Entscheidungstext OGH 29.05.1969 1 Ob 75/69
Veröff: MietSlg 21225
Beisatz: Musikautomaten - Aufstellungsvertrag (T1)
Veröff: MietSlg 24125 = HS 8364
Beisatz: Bezugsvertrag (T2)
4 Ob 604/72
Entscheidungstext OGH 30.01.1973 4 Ob 604/72
Veröff: MietSlg 25151
Beisatz: Gemischter Bestandvertrag mit Elementen eines Wohnrechtes und Ausgedinges. (T3)
Beisatz: Müllabfuhrvertrag (T4)
Beisatz: Tankstellenvertrag (T5)
Veröff: JBl 1982,142 = MietSlg 33196
1 Ob 660/81
Entscheidungstext OGH 07.10.1981 1 Ob 660/81
Veröff: RZ 1982/53 S 198
Beisatz: Es geht jedoch nicht an, eine einzelne Teilverpflichtung, die allein vom Klagebegehren erfasst ist, aus dem wesentlichen Zusammenhang der in dem vorliegenden einheitlichen Rechtsverhältnis vereinbarten Leistungen und Gegenleistungen herauszubrechen und diese unter Aufrechterhaltung des übrigen Vertragsinhaltes für sich allein für erloschen zu erklären. (T6)
3 Ob 623/81
Entscheidungstext OGH 10.02.1982 3 Ob 623/81
Beisatz: Wenn die einem Dauerschuldverhältnis immer zugrundeliegende Vertrauensbasis weggefallen ist. (T7)
6 Ob 694/83
Entscheidungstext OGH 13.10.1983 6 Ob 694/83
Auch; Beisatz: Die außerordentliche Kündigung setzt voraus, dass die Einhaltung des Vertrages durch außerhalb der Verantwortung des Schuldners liegende Umstände erheblich gefährdet wurde und ihm deshalb nach Treu und Glauben nicht mehr zugemutet werden kann. (T8)
Veröff: SZ 56/144
Auch; Veröff: EvBl 1987/176 S 653
8 Ob 648/88
Entscheidungstext OGH 22.12.1988 8 Ob 648/88
Beisatz: Dabei ist eine umfassende Abwägung des Bestandsinteresses der einen Seite und des Auflösungsinteresses der anderen Seite vorzunehmen. (T9)
Veröff: SZ 61/281
8 Ob 620/88
Entscheidungstext OGH 26.01.1989 8 Ob 620/88
Beisatz: Auch im Rahmen der Überprüfung der rechtlichen Beurteilung nach allen Richtungen ist das Rechtsmittelgericht an den von den Parteien vorgetragenen Sachverhalt gebunden und hat sich auf den aus dem Parteivorbringen sich ergebenden Streitgegenstand. (T10)
6 Ob 694/89
Entscheidungstext OGH 30.11.1989 6 Ob 694/89
3 Ob 575/90
Entscheidungstext OGH 24.10.1990 3 Ob 575/90
Beisatz: Die vorzeitige Auflösung solcher Schuldverhältnisse muss deshalb bejaht werden, weil auf Dauer angelegte Rechtsverhältnisse für eine Veränderung der für den Vertrag maßgebenden Verhältnisse in besonderem Maß empfindlich sind und es auch den sorgfältigsten Parteien nicht möglich ist, für alle derartigen Fälle in Zukunft vertraglich vorzusorgen. (T11)
Veröff: JBl 1992,187 = NZ 1992,112 = WoBl 1992/52 (Würth/Call)
8 Ob 628/91
Entscheidungstext OGH 21.03.1991 8 Ob 628/91
Veröff: RdW 1992,236
Beis wie T9; Beisatz: Hier: Dienstbarkeit eines Wohnungsrechtes - unleidliches Verhalten der Dienstbarkeitsberechtigten. Die wegen Geisteskrankheit fehlende Vorwerfbarkeit der Verhaltensweisen allein schließt eine auf unerträgliches und deshalb unzumutbares Verhalten gegründete Aufkündigung grundsätzlich nicht aus. (T12)
Veröff: NZ 1994,20
Auch; Beisatz: Hier: Benützungsvereinbarung zwischen Miteigentümern (T13)
5 Ob 557/94
Entscheidungstext OGH 08.11.1994 5 Ob 557/94
Beisatz: An eben dieser Unzumutbarkeit ist zu zweifeln, wenn das Vertragsverhältnis in Kenntnis des pflichtwidrigen Verhaltens des Vertragspartners fortgesetzt wird. (T14)
6 Ob 1530/95
Entscheidungstext OGH 23.02.1995 6 Ob 1530/95
7 Ob 533/95
Entscheidungstext OGH 28.06.1995 7 Ob 533/95
Vgl auch; Beisatz: Hat bei einem Bierbezugsvertrag die Brauerei auf das Kündigungsrecht aus dem Grund der jährlichen Minderabnahme ohne Untergrenze verzichtet, so kann sie sich auch nicht darauf berufen, dass ein Kündigungsgrund deshalb vorliege, weil das besondere Vertrauensverhältnis zwischen den Parteien gestört sei und sie daher auch ohne entsprechende Vereinbarung der vorzeitigen Auflösungsmöglichkeit des Dauerschuldverhältnisses zur Auflösung berechtigt sei. (T15)
4 Ob 1108/95
Entscheidungstext OGH 18.12.1995 4 Ob 1108/95
Vgl auch; Beisatz: Das bloße Ersuchen um Vertragsänderung macht eine weitere Zusammenarbeit nicht unzumutbar. (T16)
6 Ob 661/95
Entscheidungstext OGH 23.05.1996 6 Ob 661/95
Beis wie T8; Beis wie T9; Beisatz: Je besser bei Vertragsabschluss der für die Auflösung geltend gemachte Umstand vorhersehbar war und je vollständiger er allein in der Sphäre des auflösungswilligen Partners gelegen ist, umso größere Anforderungen sind an die Gewichtigkeit des Auflösungsgrundes zu stellen (so schon JBl 1992, 517). (T17)
Auch; Beis wie T9; Beisatz: Obligatorisches Wohnrecht allgemein und damit auch im familiären Bereich. (T18)
9 Ob 166/97w
Entscheidungstext OGH 25.06.1997 9 Ob 166/97w
Auch; Beisatz: Auch dem Mieter steht grundsätzlich das Recht auf eine außerordentliche Kündigung dann zu, wenn er gewichtige Umstände dartun kann, die es für ihn unzumutbar erscheinen lassen, weiterhin am Mietvertrag festhalten zu müssen. (T19)
Auch; Beisatz: Dem liegt die Erwägung zugrunde, dass auf Dauer angelegte Rechtsverhältnisse in besonderem Maß dem Einfluss von Veränderungen der im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses maßgeblichen Verhältnisse unterliegen, weil auch sorgfältigste Parteien nicht für alle zukünftigen Wechselfälle vertragliche Vorsorgen treffen können. (T20)
Beisatz: Wichtige Gründe für eine solche Vertragsaufhebung hat derjenige zu behaupten und zu beweisen, der die Auflösung erklärt. (T21)
Beis wie T20; Beis wie T21; Beis wie T17
Auch; Beis wie T9; Beis wie T17; Beis wie T20; Beisatz: Auf ein Verschulden kommt es nicht an. (T22)
7 Ob 383/98v
Entscheidungstext OGH 01.09.1999 7 Ob 383/98v
Auch; Beisatz: Die Frage, ob die festgestellten mehrfachen Verstöße des Klägers gegen die Betriebsordnung der beklagten Partei einen hinreichenden Grund zur außerordentlichen Kündigung des Dauerschuldverhältnisses bildeten, hängt von den besonderen Umständen dieses Einzelfalles ab. (T23)
Beisatz: Hier: Entzug der Benützungsbewilligung für Privatflugplatz wegen krassen Fehlverhalten. (T24)
Beisatz: Hier: Vertragshändler. (T25)
Beis wie T7; Beis wie T17; Beis wie T20; Beis wie T21
8 ObA 26/00g
Entscheidungstext OGH 28.09.2000 8 ObA 26/00g
Beisatz: Es muss sich dabei immer um Gründe handeln, die nicht schon im Zeitpunkt der Begründung des Dauerschuldverhältnisses bekannt waren. (T26)
Beisatz: Hier: Dienstverhältnis. (T27)
Beis wie T9; Beis wie T11; Beis wie T21; Beis wie T17 nur: Je besser bei Vertragsabschluss der für die Auflösung geltend gemachte Umstand vorhersehbar war, umso größere Anforderungen sind an die Gewichtigkeit des Auflösungsgrundes zu stellen. (T28)
Beisatz: Gründe, mit denen schon beim Eingehen des Dauerschuldverhältnisses gerechnet werden musste, oder Veränderungen, die von den Vertragspartnern offensichtlich in Kauf genommen wurden, rechtfertigen die vorzeitige Auflösung nicht. (T29)
Beisatz: Nicht voll abschätzbare Auswirkungen des am freien Markt üblichen Konkurrenzkampfes und die enttäuschte Erwartung einer erfreulichen Geschäftsentwicklung können eine vorzeitige Vertragsauflösung nicht rechtfertigen. Die Beteiligung am Geschäftsleben bei freier Marktwirtschaft schließt ein spekulatives Element mit ein, dessen Folgen nicht auf den Vertragspartner überwälzt werden können. (T30)
Auch; Beisatz: Kommt eine Vertragspartei ihren Verpflichtungen mit der Behauptung, es träfe sie eine solche wesentliche Verpflichtung nicht, nicht nach, so ist dies gewiss ein Umstand, der es der anderen Partei nicht mehr als zumutbar erscheinen lässt, das Vertragsverhältnis aufrecht zu erhalten, ging doch damit das Vertrauen in die geschäftliche Korrektheit des Anderen verloren. (T31)
Beisatz: Wirkt die beklagte Partei entgegen ihrer Verpflichtung an der Herbeiführung des Bedingungseintritts nicht mit, so kann dadurch das Vertrauen des Klägers in die korrekte geschäftliche Gebarung der beklagten Partei derart erschüttert werden, dass er berechtigt ist, vom Vertrag zurückzutreten (beziehungsweise ihn aufzulösen). (T32)
Auch; Beisatz: Hier: Verstoß des Versicherers gegen die vereinbarte Bestklausel. (T33)
Beis wie T9; Beis wie T22; Beisatz: Die fehlende Vorwerfbarkeit des Verhaltens schließt die Annahme der Unzumutbarkeit nicht grundsätzlich aus. (T34)
1 Ob 294/01v
Entscheidungstext OGH 26.02.2002 1 Ob 294/01v
Auch; Beisatz: Hier: Vertragliche Ausgestaltung einer Jagderlaubnis. (T34a)
Bem: Änderung der versehentlich ein zweites Mal vergebenen T-Nummer "T34" auf (T34a) - Oktober 2013 (T34b)
Beisatz: Außer das Dauerschuldverhältnis wurde bis auf Widerruf abgeschlossen. (T35)
4 Ob 113/02z
Entscheidungstext OGH 28.05.2002 4 Ob 113/02z
Auch; Beis wie T7; Beis wie T9; Beis wie T17; Beis wie T20; Beis wie T21; Beis wie T29
Veröff: SZ 2002/160
Auch; Beis wie T7; Beisatz: Die wichtigen Gründe in der Person des Bestandnehmers müssen die Interessen des Bestandgebers soweit nachteilig berühren, dass sie bei objektiver Betrachtungsweise einen verständigen Bestandgeber zur Vertragsauflösung veranlassen würden und diese als gerechte, dem Sachverhalt adäquate Maßnahme erscheinen lassen. (T36)
Auch; Beisatz: Hier: Vorzeitiger Vertragsrücktritt durch Kreditinstitut. (T37)
7 Ob 59/03g
Entscheidungstext OGH 28.04.2003 7 Ob 59/03g
Veröff: SZ 2003/45
4 Ob 199/04z
Entscheidungstext OGH 09.11.2004 4 Ob 199/04z
5 Ob 257/05p
Entscheidungstext OGH 20.12.2005 5 Ob 257/05p
Ähnlich; Beis wie T30; Beisatz: Hier: § 1117 ABGB. (T38)
Auch; Beisatz: Hier: Bestandverhältnis. (T39)
Beisatz: Hier: Flüssiggasvertrag. (T40)
Beisatz: Die Frage der Unzumutbarkeit der Fortsetzung des Vertragsverhältnisses für einen der Vertragspartner kann nur nach einer umfassenden Sicht aller dafür und dagegen sprechenden Gegebenheiten des Einzelfalls beantwortet werden. (T41)
Beisatz: Die Streichung des Klägers aus der Liste der sicherheitstechnischen Zentren berechtigt zur außerordentlichen Kündigung, da eine Streichung aus der Liste dem Arbeitgeber indiziert, dass die gesetzlichen Voraussetzungen für den Betrieb eines sicherheitstechnischen Zentrums nicht (mehr) erfüllt sind. (T42)
Auch; Beisatz: Dauerschuldverhältnisse können aus wichtigen Gründen jederzeit durch außergerichtliche Erklärung vorzeitig aufgelöst werden, wobei die Unzumutbarkeit der Fortsetzung des Vertragsverhältnisses für einen der Vertragsteile entscheidend ist. (T43)
Beisatz: Hier: Befristeter Bezugsvertrag (Stromlieferungsvertrag) (T44)
Beis wie T41; Beisatz: Dies gilt insbesondere auch für atypische und gemischte Dauerschuldverhältnisse. (T45)
Beisatz: Hier: Vertrag über Büroräumlichkeiten und Büroorganisations- sowie Personaldienstleistungen. (T46)
Beisatz: Als wichtige Gründe kommen insbesondere Vertragsverletzungen, der Verlust des Vertrauens in die Person des Schuldners oder schwerwiegende Änderungen der Verhältnisse in Betracht, welche die Fortsetzung des Vertragsverhältnisses nicht mehr zumutbar machen (RIS-Justiz RS0027780; RdW 1999, 589). (T47)
Vgl aber; Beisatz: Hier: Zur Frage der Möglichkeit einer fristlosen Kündigung (sofortigen Beendigung aus besonders wichtigen Gründen) bei Heimverträgen trotz der Regelung des § 27i KSchG. (T48)
7 Ob 281/08m
Entscheidungstext OGH 29.04.2009 7 Ob 281/08m
Auch; Beis ähnlich wie T10; Beis wie T21
Vgl; Beisatz: Hier: Unwirksamkeit einer Klausel, die den Leasinggeber bei Verletzung einer „wesentlichen" Bestimmung des Vertrags zur fristlosen Vertragsauflösung berechtigt (Klausel 18). (T49)
Vgl; Beis wie T47; Beisatz: Dass der Wegfall der Vertrauensbasis dazu berechtigt, ein Dauerschuldverhältnis aufzulösen, setzt voraus, dass ein Bezug zum konkreten Dauerschuldverhältnis besteht. (T50)
Bem: Hier: Problematisches Eltern-Kind-Verhältnis kein wichtiger Grund für die Auflösung eines Wohnrechts. (T51)
Vgl; Beisatz: Hier: Namensrechtlicher Gestattungsvertrag. (T52)
Auch; Beis wie T30 nur: Die Beteiligung am Geschäftsleben bei freier Marktwirtschaft schließt ein spekulatives Element mit ein, dessen Folgen nicht auf den Vertragspartner überwälzt werden können. (T53)
Beisatz: Hier: Wasserversorgungsverträge. (T54)
Vgl auch; Beis ähnlich wie T28; Beis ähnlich wie T29; Beisatz: Hier: Bestandvertrag in einem Einkaufszentrum. (T55)
6 Ob 80/11z
Entscheidungstext OGH 14.09.2011 6 Ob 80/11z
Auch; Beis wie T9; Beis wie T47
Auch; Beis wie T11; Beis wie T47; Beisatz: Selbst konkludente Auflösungserklärungen wurden als zulässig erachtet (vgl 6 Ob 586/86; 5 Ob 557/949). (T56); Veröff: SZ 2012/81
Auch; Auch Beis wie T47; Beisatz: Hier: Baurecht. (T57)
Beisatz: Hier: Qualifizierter Entgeltrückstand. (T58)
Auch; Beisatz: Einseitige empfangsbedürftige Erklärung, die formfrei ist und mit dem Zeitpunkt des Zugangs an den Erklärungsempfänger wirksam wird. (T59)
Beis wie T29	nur: Gründe, mit denen schon beim Eingehen des Dauerschuldverhältnisses gerechnet werden musste, rechtfertigen die vorzeitige Auflösung nicht. (T60)
Beisatz: Hier: Nur prekaristische Nutzung eines Güterweges gestattet. (T61)
6 Ob 182/13b
Entscheidungstext OGH 28.11.2013 6 Ob 182/13b
Vgl; Beis wie T53; Beis wie T54; Beisatz: Bei unternehmerischen Fehlentscheidungen, die zu einem wirtschaftlichen Misserfolg und zur Insolvenzgefahr beim Monopolisten führen, kommt es für die Frage, ob dies kostenmäßig auf die Kunden im Weg der Änderungskündigung überwälzt werden kann, darauf an, ob im Vorhinein, also im Zeitpunkt der Entscheidung, die Fehlerhaftigkeit der unternehmerischen Entscheidung erkennbar war. (T62)
7 Ob 235/13d
Entscheidungstext OGH 29.01.2014 7 Ob 235/13d
Vgl; Beis wie T21; Beis wie T29; Beisatz: Bei vereinbarter Unkündbarkeit ist allerdings ein strenger Maßstab anzulegen. (T63)
Beisatz: Das im Kern unverzichtbare Kündigungsrecht bei Dauerschuldverhältnissen gilt grundsätzlich auch für „obligationsähnliche“ Genussrechtsverhältnisse. Es besteht jedoch nicht, wenn der geltend gemachte Grund ausschließlich in die Risikosphäre des Gläubigers fällt. Verwirklicht sich ausschließlich das vom Gläubiger zu tragende Kapitalmarktrisiko, kommt weder eine außerordentliche Kündigung noch eine Berufung auf den Wegfall der Geschäftsgrundlage in Betracht. (T64)
Auch; Beis wie T59
Vgl; Beis wie T23; Beis wie T54
6 Ob 68/15s
Entscheidungstext OGH 29.06.2015 6 Ob 68/15s
Auch; Beis wie T9; Beis wie T28; Beis wie T29; Beis wie T63
Auch; Beisatz: Betrifft Versicherungsvertrag. (T65)
8 Ob 4/17x
Entscheidungstext OGH 27.01.2017 8 Ob 4/17x
Beis wie T17; Beis wie T29; Beisatz: Dies gilt auch bei vereinbarter Unkündbarkeit und bei befristeten Verträgen. (T66)
Beis wie T47; Beisatz: Wichtige Gründe, die die vorzeitige außerordentliche Auflösung eines Dauerschuldverhältnisses rechtfertigen könnten, müssen bei sonstigem Verlust unverzüglich geltend gemacht werden. (T67)
Beisatz: Hier: Vertragshändlervertrag. (T68)
7 Ob 152/18f
Entscheidungstext OGH 30.01.2019 7 Ob 152/18f
3 Ob 74/19g
Entscheidungstext OGH 26.04.2019 3 Ob 74/19g
Beis wie T11; Beis wie T67
Beis wie T67; Beisatz: Hier: Optionsvertrag. (T69)
8 Ob 79/19d
Entscheidungstext OGH 29.08.2019 8 Ob 79/19d
Beis wie T3; Beis wie T6; Beis wie T7; Beis wie T23; Beis wie T41
ECLI:AT:OGH0002:1965:RS0027780
JJR_19650706_OGH0002_0080OB00139_6500000_002
Rechtssatz für 1Ob718/78 4Ob591/95 6Ob...
RS0021044
1Ob718/78; 4Ob591/95; 6Ob59/00w; 1Ob103/09t; 6Ob42/10k; 9Ob27/10a; 4Ob191/10g; 7Ob125/11z; 2Ob215/10x; 3Ob185/15z
Den Parteien bleibt es überlassen, das Maß der Gebrauchsfähigkeit des Bestandobjektes zu bestimmen.
1 Ob 718/78
Entscheidungstext OGH 14.03.1979 1 Ob 718/78
4 Ob 591/95
Entscheidungstext OGH 05.12.1995 4 Ob 591/95
Auch; Beisatz: Der Umfang der Benützung des Bestandobjektes und die Pflicht zu deren Gewährung unterliegen der Parteiendisposition. (T1)
6 Ob 42/10k
Entscheidungstext OGH 19.03.2010 6 Ob 42/10k
Vgl; Beis wie T1; Beisatz: Die Modifizierung des gesetzlichen Zinsminderungsanspruchs durch Vertragsvereinbarungen ist grundsätzlich zulässig. (T2)
Vgl auch; Beis wie T1; Beisatz: Schließt der Mieter in einem Verfahren zur Überprüfung des Hauptmietzinses wegen Unbrauchbarkeit der Wohnung einen Vergleich, in dem der Mietzins auf jenen nach § 15a Abs 3 Z 4 MRG (Kategorie „D unbrauchbar“) herabgesetzt wird, ist eine weitere Mietzinsminderung nach § 1096 ABGB ausgeschlossen (vgl RS0126875). (T3)
7 Ob 125/11z
Entscheidungstext OGH 25.01.2012 7 Ob 125/11z
ECLI:AT:OGH0002:1979:RS0021044
JJR_19790314_OGH0002_0010OB00718_7800000_001
1Ob685/83; 4Ob614/88 (4Ob615/88); 2Ob567/89; 8Ob610/90 (8Ob679/90); 8Ob526/90; 8Ob502/95; 3Ob54/97f; 10Ob204/97s; 9Ob348/98m; 7Ob105/99p; 7Ob195/00b; 6Ob59/00w; 1Ob89/02y; 1Ob113/02b; 1Ob306/02k; 6Ob152/03a; 5Ob60/04s; 7Ob155/05b; 7Ob78/06f; 1Ob241/06g; 5Ob17/09z; 5Ob288/08a; 9Ob57/08k; 3Ob20/09a; 7Ob230/08m; 2Ob73/10i; 6Ob38/11y; 4Ob191/10g; 8Ob90/10h; 6Ob13/11x; 2Ob215/10x; 3Ob234/12a; 3Ob47/13b; 1Ob229/14d; 9Ob23/15w; 5Ob25/15k; 1Ob224/15w; 5Ob79/19g
Rechtssatz für 7Ob715/83 7Ob585/86 1Ob...
RS0020880
7Ob715/83; 7Ob585/86; 1Ob27/89 (1Ob28/89); 1Ob681/89; 8Ob171/98z; 6Ob42/99s; 6Ob59/00w
Bei der Möglichkeit der vorzeitigen Auflassung des Bestandverhältnisses durch den Bestandnehmer gemäß § 1117 ABGB handelt es sich um eine Folge der Gewährleistungspflicht des Bestandgebers, die von keinem Verschulden abhängt.
7 Ob 715/83
Entscheidungstext OGH 12.07.1984 7 Ob 715/83
7 Ob 585/86
Entscheidungstext OGH 10.07.1986 7 Ob 585/86
Vgl auch; nur: Bei der Möglichkeit der vorzeitigen Auflassung des Bestandverhältnisses durch den Bestandnehmer gemäß § 1117 ABGB handelt es sich um eine Folge der Gewährleistungspflicht des Bestandgebers. (T1) Veröff: JBl 1987,180 = SZ 59/127
1 Ob 681/89
Entscheidungstext OGH 15.11.1989 1 Ob 681/89
Auch; Veröff: JBl 1990,375
8 Ob 171/98z
Entscheidungstext OGH 15.10.1998 8 Ob 171/98z
6 Ob 42/99s
Entscheidungstext OGH 28.05.1999 6 Ob 42/99s
Auch; nur T1; Veröff: SZ 73/180
ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0020880
JJR_19840712_OGH0002_0070OB00715_8300000_002
Rechtssatz für 6Ob518/90 6Ob588/91 10O...
RS0020319
6Ob518/90; 6Ob588/91; 10Ob2033/96k; 4Ob249/97i; 6Ob59/00w; 3Ob274/02v; 8Ob11/04g; 6Ob182/04i; 1Ob25/08w; 3Ob145/08g; 5Ob20/17b
ABGB §1091 A1
Die wirtschaftliche Funktion des vom Bestandnehmer zu führenden Unternehmens für jenes des Bestandgebers ist in den Fällen einer räumlichen Einbindung des Bestandnehmerunternehmens in das des Bestandgeber im Zweifelsfall Anhaltspunkt für die Vertragsauslegung, insbesondere für die Annahme einer schlüssig vereinbarten Betriebspflicht als Indiz für das Vorliegen einer Unternehmenspacht (und keiner bloßen Geschäftsraummiete).
6 Ob 518/90
Entscheidungstext OGH 18.01.1990 6 Ob 518/90
6 Ob 588/91
Entscheidungstext OGH 05.09.1991 6 Ob 588/91
Beisatz: Hier: Einkaufszentrum (T1)
10 Ob 2033/96k
Entscheidungstext OGH 07.05.1996 10 Ob 2033/96k
4 Ob 249/97i
Entscheidungstext OGH 23.09.1997 4 Ob 249/97i
Vgl auch; Beisatz: Das wirtschaftliche Interesse des Betreibers eines Einkaufszentrums liegt nicht nur in der Erzielung eines Bestandzinses für die beigestellten Räume; vielmehr besteht ein besonderes eigenes Interesse an dem Betrieb der einzelnen Unternehmen in den für den erwünschten "Branchenmix" erforderlichen Geschäftszweigen. Die Beklagte wiederum zieht die Vorteile nicht nur aus den ihr beigestellten Räumen und den Gemeinschaftsflächen, sondern auch aus der Existenz des Einkaufszentrums und dessen good will, kommen doch viele Kunden nur deshalb zu ihr, weil sie im Zuge desselben Einkaufs auch andere Besorgungen im Einkaufszentrum erledigen können. Unter diesen Verhältnissen tritt das Interesse an den bloßen Räumlichkeiten zurück; von einer Geschäftsraummiete kann bei wirtschaftlicher Betrachtungsweise hier nicht mehr gesprochen werden. (T2)
Veröff: SZ 70/184
Vgl auch; Beis ähnlich wie T2 nur: Das wirtschaftliche Interesse des Betreibers eines Einkaufszentrums liegt nicht nur in der Erzielung eines Bestandzinses für die beigestellten Räume; vielmehr besteht ein besonderes eigenes Interesse an dem Betrieb der einzelnen Unternehmen in den für den erwünschten "Branchenmix" erforderlichen Geschäftszweigen. Die Beklagte wiederum zieht die Vorteile nicht nur aus den ihr beigestellten Räumen und den Gemeinschaftsflächen, sondern auch aus der Existenz des Einkaufszentrums und dessen good will, kommen doch viele Kunden nur deshalb zu ihr, weil sie im Zuge desselben Einkaufs auch andere Besorgungen im Einkaufszentrum erledigen können. (T3)
Vgl auch; Beisatz: Soweit jedoch der Bestandgeber ein eigenes wirtschaftliches Interesse am Betrieb des Unternehmens des Bestandnehmers hat, tritt das Interesse des Bestandnehmers an der bloßen Überlassung von Räumen zurück. Von Geschäftsraummiete kann dann bei wirtschaftlicher Betrachtungsweise nicht mehr gesprochen werden. (T4)
Beisatz: Hier: Selbständig betriebenes Institut für Computertomographie, das im Wesenskern deutliche Parallelen zur Rechtsnatur von Bestandverträgen, die sich auf Einkaufszentren und Bahnhöfe als Standorte beziehen, aufweist. (T5)
6 Ob 182/04i
Entscheidungstext OGH 15.12.2004 6 Ob 182/04i
1 Ob 25/08w
Entscheidungstext OGH 03.04.2008 1 Ob 25/08w
Vgl aber; Beisatz: Hier: Bestandvertrag zum Betrieb einer Tabaktrafik in einem Krankenhaus - Geschäftsraummiete. (T6)
3 Ob 145/08g
Entscheidungstext OGH 17.12.2008 3 Ob 145/08g
Auch; Beis wie T2; Beis wie T3; Beisatz: Hier: Nur während jeweils fünf bis neun Tage pro Jahr dauernden Messen ist eine einem Einkaufszentrum ähnliche Situation im Sinn eines „Branchenmix" gegeben. Daher ist das Bestandverhältnis als Mietvertrag zu qualifizieren (keine Unternehmenspacht). (T7)
5 Ob 20/17b
Entscheidungstext OGH 27.06.2017 5 Ob 20/17b
Vgl auch; Beisatz: Hier: Enger räumlicher und betrieblicher Zusammenhang eines Gastronomieunternehmens mit der Veranstaltungstätigkeit eines Kulturvereins, der im Bestandvertrag in detaillierten Vereinbarungen über Kooperation, Betriebsführung und Betriebspflicht seinen Niederschlag findet; Unternehmenspacht bejaht. (T8)
ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0020319
JJR_19900118_OGH0002_0060OB00518_9000000_001
Rechtssatz für 8Ob610/90 (8Ob679/90) 7O...
RS0021457
8Ob610/90 (8Ob679/90); 7Ob509/96; 4Ob1512/96; 8Ob227/97h; 7Ob374/98w; 6Ob59/00w; 1Ob89/02y; 1Ob113/02b; 1Ob306/02k; 3Ob286/05p; 3Ob216/06w; 3Ob98/08w; 2Ob215/10x; 7Ob170/11t; 6Ob24/15w; 5Ob25/15k; 3Ob185/15z; 4Ob192/15m; 5Ob79/19g
ABGB §1104
Bei nichtgehöriger Erfüllung (Verschaffung und Erhaltung des bedungenen oder nach dem Umständen üblichen Gebrauches) kann der Bestandnehmer nach seiner Wahl den Bestandgeber entweder auf Zuhaltung des Vertrages, zum Beispiel durch Unterlassung der Störungen, Maßnahmen gegen Dritte und dergleichen, anhalten oder gemäß § 1117 ABGB vom Vertrag zurücktreten oder sich - zunächst - mit der ex lege eintretenden Zinsbefreiung beziehungsweise Zinsminderung begnügen. Bei Verschulden hat der Vermieter überdies Schadenersatz zu leisten (so schon SZ 36/84; MietSlg 35180). Im Fall eines außerordentlichen Zufalles im Sinn des § 1104 ABGB kann der Bestandnehmer nur zwischen Rücktritt und Zinsbefreiung beziehungsweise Zinsminderung wählen.
Veröff: SZ 63/220 = WoBl 1992,54
7 Ob 509/96
Entscheidungstext OGH 21.02.1996 7 Ob 509/96
nur: Bei nichtgehöriger Erfüllung (Verschaffung und Erhaltung des bedungenen oder nach dem Umständen üblichen Gebrauches) kann der Bestandnehmer auf Zuhaltung des Vertrages, zum Beispiel durch Unterlassung der Störungen bestehen. (T1)
8 Ob 227/97h
Entscheidungstext OGH 18.05.1998 8 Ob 227/97h
Auch; nur: Bei nichtgehöriger Erfüllung kann der Bestandnehmer sich - zunächst - mit der ex lege eintretenden Zinsbefreiung beziehungsweise Zinsminderung begnügen. Bei Verschulden hat der Vermieter überdies Schadenersatz zu leisten. (T2)
7 Ob 374/98w
Entscheidungstext OGH 01.09.1999 7 Ob 374/98w
nur: Bei nichtgehöriger Erfüllung (Verschaffung und Erhaltung des bedungenen oder nach dem Umständen üblichen Gebrauches) kann der Bestandnehmer nach seiner Wahl den Bestandgeber entweder auf Zuhaltung des Vertrages, zum Beispiel durch Unterlassung der Störungen, Maßnahmen gegen Dritte und dergleichen, anhalten oder gemäß § 1117 ABGB vom Vertrag zurücktreten oder sich - zunächst - mit der ex lege eintretenden Zinsbefreiung beziehungsweise Zinsminderung begnügen. (T3)
Auch; Beisatz: Gewährt der Bestandgeber dem Bestandnehmer den bedungenen Gebrauch nicht oder nicht in vollem Ausmaß, so tritt ohne Rücksicht auf ein Verschulden des Bestandgebers als Gewährleistungsfolge eigener Art ex lege eine Zinsbefreiung (Zinsminderung) ein, und zwar vom Beginn der Gebrauchsbeeinträchtigung bis zu deren Behebung. (T4)
Verstärkter Senat; Vgl; Beisatz: Ein durch die entgegen vertraglicher Verpflichtungen des Bestandgebers erfolgte Eröffnung von Konkurrenzunternehmen im Einzugsbereich des Bestandobjekts (mit-)verursachter erheblicher Rückgang des Geschäftserfolgs des Bestandnehmers rechtfertigt ein Zinsminderungs- bzw -befreiungsbegehren gemäß § 1096 Abs 1 ABGB. (T5)
Veröff: SZ 2002/132
Vgl auch; Beisatz: Die kraft Gesetzes durch die der Sphäre der klagenden Partei zuzurechnende Beeinträchtigung des Gebrauchsnutzens der Bestandsache eingetretene Zinsminderung hängt nicht davon ab, ob die beklagte Partei die klagende Partei aufforderte, sie durch Erhebung nachbarrechtlicher Ausgleichsansprüche gegen Dritte schadlos zu halten: Andernfalls müsste die beklagte Partei den unverminderten Mietzins während des Prozesses gegen Dritte trotz des bereits wirksamen verminderten Gebrauchsnutzens der Bestandsache weiter zahlen, obgleich die erörterte Beeinträchtigung in die Sphäre der klagende Partei fällt, die dafür sogleich im Weg der gerechtfertigten Zinsreduktion einzustehen hat. (T6)
Vgl auch; Beisatz: Der Anspruch des Mieters auf Zinsbefreiung oder Zinsminderung tritt ex lege ein. (T7)
Auch; Beisatz: Hier: Schadenersatz für Beschädigung von Waren durch Baumaßnahmen des Vermieters. (T8)
Vgl; Beisatz: Die Frage des außerordentlichen Kündigungsrechts kann durchaus anders beurteilt werden, als die der Mietzinsminderung. (T9)
Vgl; nur T2; Auch Beis wie T4; Beis wie T7
nur: Bei nicht gehöriger Erfüllung (Verschaffung und Erhaltung des bedungenen oder nach den Umständen üblichen Gebrauchs) kann der Bestandnehmer nach seiner Wahl den Bestandgeber entweder auf Zuhaltung des Vertrags anhalten oder gemäß § 1117 AGB vom Vertrag zurücktreten oder sich ‑ zunächst ‑ mit der ex lege eintretenden Zinsbefreiung oder Zinsminderung begnügen. Bei Verschulden hat der Vermieter überdies Schadenersatz zu leisten. (T10)
6 Ob 24/15w
Entscheidungstext OGH 19.02.2015 6 Ob 24/15w
Auch; nur ähnlich T3; Beisatz: Der Bestandnehmer kann bei nicht gehörigem Erfüllungsanbot die Sache zurückweisen und auf ordnungsgemäßer Leistung unter Nachfristsetzung bestehen oder die Sache übernehmen und sich mit einer Zinsminderung begnügen, bis der vereinbarte Zustand hergestellt ist. (T11)
Vgl auch; Beis wie T4; Beis wie T7; Veröff: SZ 2015/82
Vgl auch; Beis wie T4; Beis wie T7
ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0021457
JJR_19901213_OGH0002_0080OB00610_9000000_004
Rechtssatz für 8Ob610/90 (8Ob679/90) 4O...
RS0021408
8Ob610/90 (8Ob679/90); 4Ob591/95; 1Ob108/97g; 10Ob204/97s; 6Ob59/00w; 1Ob89/02y; 7Ob99/03i; 5Ob60/04s; 3Ob286/05p; 2Ob149/06k; 1Ob103/09t; 6Ob42/10k; 4Ob191/10g; 5Ob21/11s; 8Ob90/10h; 6Ob13/11x; 1Ob216/12i; 3Ob47/13b; 9Ob23/15w; 1Ob184/15p
Ausgeschlossen ist eine Zinsbefreiung beziehungsweise Zinsminderung nur, wenn der Bestandnehmer die Umstände, die seinen Gebrauch behindern, akzeptiert.
8 Ob 679/90
Entscheidungstext OGH 13.12.1990 8 Ob 679/90
Beisatz: Der Umfang des Gebrauches und die Pflicht zu dessen Gewährung unterliegt der Parteiendisposition. (T1)
Beisatz: Hier: Die Mieterin hatte den Verbesserungsarbeiten (im Rahmen einer sogenannten "Huckepack-Sanierung") in Kenntnis des Umstandes, die Wohnung werde während der Umbauarbeiten nicht benützbar sein, zugestimmt und damit auch die Unbenützbarkeit der Wohnung akzeptiert. Es handelte sich dabei nicht um Arbeiten im Sinne des § 8 Abs 2 MRG, sondern um Verbesserungsarbeiten, die der Vermieter ohne ausdrückliche Zustimmung der Mieterin, also gegen deren Willen, gar nicht hätte durchführen können, die aber den Wohnkomfort und damit die bisherige vertragliche Brauchbarkeit des Mietgegenstandes (Kategorieanhebung!) beträchtlich erhöht haben. (T2)
Vgl; Veröff: SZ 70/97
Beis wie T1; Beisatz: Eine Zinsbefreiung oder Zinsminderung ist ausgeschlossen, wenn der Mieter in Kenntnis der Mängel vorbehaltslos den Vertrag abschließt bzw das Mietobjekt übernimmt oder trotz Kenntnis der Befreiungsgründe vorbehaltslos einen bestimmten Mietzins vereinbart und bezahlt. (T3)
Beisatz: Hier: Der Mieter hat trotz Kenntnis der gravierenden Baumängel und der daraus entstandenen Gebrauchsbeeinträchtigungen nicht nur bis zuletzt vorbehaltlos den vereinbarten Mietzins gezahlt, sondern sogar noch zu einer Zeit, als ihm das volle Ausmaß der Beeinträchtigungen (Feuchtigkeit, Schimmelbildung, hohe Heizkosten, Nichtsanierung der Mängel durch den Vermieter) hinlänglich bekannt war, neuerlich einen Mietvertrag mit derselben Mietzinshöhe unterschieben. (T4)
Auch; Beis wie T1; Beis wie T3; Veröff: SZ 73/180
Auch; Beisatz: Kannte der Mieter die behaupteten Mängel im Zeitpunkt der Mietzinszahlung und war es ihm damals nicht weniger als zur Zeit der Klagseinbringung möglich, zu beurteilen, welche Zinsminderung im Sinne des § 1096 ABGB berechtigt sei, so kann er nicht "wegen irrtümlich erfolgter Zahlung" einen Teil des Mietzinses zurückverlangen. (T5)
Beisatz: Der Kläger hat durch die vorbehaltlose Zahlung des gesamten Zinses die Umstände, die allenfalls seinen Gebrauch behinderten, akzeptiert und auf die Zinsminderung (Zinsbefreiung) verzichtet. (T6)
7 Ob 99/03i
Entscheidungstext OGH 07.05.2003 7 Ob 99/03i
Beis wie T1; Beis wie T3; Beis wie T5; Beis wie T6; Beisatz: Ein Verzicht auf Zinsbefreiung oder -minderung für den jeweiligen Zinstermin liegt jedenfalls in der vorbehaltlosen und ohne Irrtum (auch Rechtsirrtum) erfolgten Zahlung des vollen Zinses, weil (auch) dadurch die Rückforderung nach § 1431 ABGB ausgeschlossen wird. (T7)
Vgl auch; Beisatz: Die vorbehaltlose Zahlung des Mietzinses in Kenntnis des bestehenden, die Brauchbarkeit des Bestandobjekts beeinträchtigenden Mangels kann unter Umständen (nach Maßgabe des § 863 ABGB) als konkludenter Verzicht auf den gesamten Mietzinsminderungsanspruch gewertet werden. (T8); Veröff: SZ 2004/47
Beis wie T1; Beis wie T8; Beisatz: Hier: Verzicht des Mieters auf eine in der Projektpräsentation vorgesehene, nicht verwirklichte Ausstattung des Einkaufszentrums. (T9)
Vgl; Beis wie T3; Beisatz: Die vorbehaltlose Zahlung des (vollen) Mietzinses in Kenntnis des Mangels kann unter Umständen (nach Maßgabe des § 863 ABGB) als konkludenter Verzicht auf den Rückforderungsanspruch ‑ nicht ohne Weiteres auch auf zukünftige Zinsminderungen ‑ zu werden sein. (T10)
Vgl auch; Beis ähnlich wie T3; Beisatz: Schließt der Mieter in einem Verfahren zur Überprüfung des Hauptmietzinses wegen Unbrauchbarkeit der Wohnung einen Vergleich, in dem der Mietzins auf jenen nach § 15a Abs 3 Z 4 MRG (Kategorie „D unbrauchbar“) herabgesetzt wird, ist eine weitere Mietzinsminderung nach § 1096 ABGB ausgeschlossen (vgl RS0126875). (T11); Veröff: SZ 2011/35
Auch; Veröff: SZ 2011/91
Auch; Beis wie T3; Beisatz: Hier keine vorbehaltlose Übernahme des Bestandgegenstands mangels Kenntnis der Unbrauchbarkeit seitens beider Parteien. (T12)
1 Ob 184/15p
Entscheidungstext OGH 22.10.2015 1 Ob 184/15p
ECLI:AT:OGH0002:1990:RS0021408
JJR_19901213_OGH0002_0080OB00679_9000000_002
Rechtssatz für 4Ob2142/96w 1Ob210/97g...
RS0102015
4Ob2142/96w; 1Ob210/97g; 1Ob44/98x; 6Ob59/00w; 6Ob93/03z; 5Ob257/05p; 7Ob235/06v; 3Ob145/08g; 4Ob81/14m; 5Ob91/19x
Der Bestandnehmer ist zur Vertragsauflösung berechtigt, wenn er aus Gründen, die nicht in seiner Sphäre liegen, vom Bestandobjekt nicht den bedungenen Gebrauch machen kann, gleichgültig, ob aus Verschulden des Bestandgebers oder durch Zufall.
4 Ob 2142/96w
Entscheidungstext OGH 25.06.1996 4 Ob 2142/96w
1 Ob 44/98x
Entscheidungstext OGH 09.06.1998 1 Ob 44/98x
Beisatz: Ein Einkaufszentrum ist dadurch gekennzeichnet, dass den Kunden die Waren und Leistungen einer großen Zahl von Branchen "unter einem Dach" angeboten werden, gemeinsame Anlagen, wie vor allem ein Parkplatz oder eine Parkgarage, zur Verfügung stehen und den Kunden die Möglichkeit geboten wird, in einem Zug ihre verschiedensten wirtschaftlichen Bedürfnisse zu befriedigen. Das wirtschaftliche Interesse des Betreibers eines Einkaufszentrums liegt nicht nur in der Erzielung eines Bestandzinses für die bereitgestellten Räume. Vielmehr besteht ein besonderes eigenes Interesse am Betrieb der einzelnen Unternehmen in den für den erwünschten "Branchenmix" erforderlichen Geschäftszweigen. Der Bestandnehmer bezieht seinerseits die Vorteile nicht nur aus den bereitgestellten Räumen, sondern aus der Existenz des Einkaufszentrums insgesamt und dessen good will, kommen doch viele Kunden nur deshalb, weil sie im Zuge ihres Einkaufes bei einem bestimmten Bestandnehmer auch andere Besorgungen erledigen können. Dem Bestandnehmer steht in der Regel die gesamte Infrastruktur des Einkaufszentrums mit attraktiver Ausgestaltung der Gemeinschaftsflächen zur Verfügung. Zieht ein Betrieb aus, dann wird der Betreiber eines Einkaufszentrums im Interesse des angestrebten Branchenmixes darum bemüht sein, mit einem anderen Unternehmer möglichst der gleichen Branche einen Vertrag zu schließen. Diese Aspekte sind bei der Frage, ob ungeplante Leerstehungen in einem Einkaufszentrum für den Bestandnehmer einen Grund für die vorzeitige Vertragsauflösung bilden können, zu berücksichtigen. (T1); Veröff: SZ 73/180
6 Ob 93/03z
Entscheidungstext OGH 21.05.2003 6 Ob 93/03z
7 Ob 235/06v
Entscheidungstext OGH 23.10.2006 7 Ob 235/06v
Auch; Beisatz: Dass die Bestandnehmerin der - rechtsirrigen - Auffassung war, auch schon aus einem anderen Grund zum Rücktritt vom Unternehmenspachtvertrag berechtigt gewesen zu sein und selbst nicht leistungsbereit war, kann nichts daran ändern, dass der (neuerliche) Wasserschaden, der die Bestandsache für längere Zeit zum bedungenen Gebrauch untauglich machte, einen wirksamen Rücktritt ermöglichte. (T2)
ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0102015
JJR_19960625_OGH0002_0040OB02142_96W0000_001
Rechtssatz für 1Ob41/99g 3Ob331/98t 10...
RS0112020
1Ob41/99g; 3Ob331/98t; 10ObS54/00i; 7Ob306/99x; 7Ob74/00h; 7Ob210/00h; 7Ob18/00y; 9Ob254/00v; 6Ob59/00w; 9Ob35/01i; 7Ob39/01p; 6Ob94/01v; 10ObS129/01w; 6Ob117/01a; 7Ob263/01d; 3Ob9/01x; 2Ob72/02f; 7Ob33/01f; 1Ob316/01d; 10Ob197/02x; 7Ob215/02x; 9Ob219/02z; 8ObA207/02b; 7Ob235/02p; 6Ob39/03h; 3Ob158/03m; 8Ob11/04g; 7Ob21/04w; 1Ob259/03z; 3Ob272/04b; 3Ob127/05f; 6Ob47/06i; 2Ob286/05f; 8Ob9/07t; 8Ob92/06x; 7Ob136/07m; 9ObA114/07s; 5Ob276/08m; 6Ob258/08x; 6Ob176/09i; 8ObA46/09m; 3Ob87/10f; 5Ob32/11h; 10Ob46/11d; 3Ob177/11t; 7Ob192/11b; 5Ob249/11w; 8Ob98/13i; 6Ob2/15k; 6Ob68/15s; 3Ob7/16z; 9ObA157/16b; 7Ob20/17t; 2Ob169/16s; 2Ob159/16w; 6Ob206/16m; 1Ob156/17y; 2Ob62/18h; 15Os139/18g; 3Ob247/18x
ZPO §468 Abs2 Satz2
ZPO §473a Abs1
ZPO §473a Abs3
ZPO §503 Abs1 Z2 C1a
Der Berufungswerber stützt sich bei gesetzmäßiger Ausführung einer Rechtsrüge nur nicht auf solche erstrichterlichen Feststellungen "ausdrücklich" im Sinne des Gesetzes, die nicht in dem den Feststellungen vorbehaltenen Urteilsabschnitt, sondern in anderen Urteilsteilen "verborgen" sind.
1 Ob 41/99g
Entscheidungstext OGH 27.04.1999 1 Ob 41/99g
Veröff: SZ 72/75
Beisatz: Ausschließlich dann, wenn der Berufungswerber seine Rechtsrüge auf allenfalls in anderen Urteilsabschnitten - also meist in der Beweiswürdigung oder in der rechtlichen Beurteilung - "verborgene" Feststellungen stützen will, muss er sich ausdrücklich darauf beziehen, um eine Rügepflicht des Berufungsgegners in der Rechtsmittelbeantwortung nach § 468 Abs 2 Satz 2 in Verbindung mit § 473a Abs 1 ZPO auszulösen. Das Verfahren nach § 473a Abs 1 ZPO ist auch dann einzuleiten, wenn das Berufungsgericht eine Entscheidung zum Nachteil des Berufungsgegners nach allseitiger Prüfung der Rechtslage aufgrund einer gesetzmäßig ausgeführten Rechtsrüge auf eine derart "verborgene" Feststellung zu stützen erwägt. (T1)
Vgl; Beisatz: Die Rügepflicht des Berufungsgegners ist bereits dann gegeben, wenn sich der Berufungswerber dadurch ausdrücklich auf Feststellungen des Erstgerichtes bezieht, indem er eine Rechtsrüge gesetzmäßig ausführt. (T2)
Vgl auch; Beisatz: Mangelhaftigkeit des Berufungsverfahrens wegen Verletzung des § 473a ZPO liegt nicht vor, wenn sich die Rechtsrüge des Berufungswerbers ausschließlich auf die Feststellungen des Erstgerichtes stützt. (T3)
7 Ob 39/01p
Entscheidungstext OGH 14.03.2001 7 Ob 39/01p
Vgl auch; Beisatz: Durch § 473a Abs 3 erster Satz ZPO soll verhindert werden, dass der im § 473a Abs 1 ZPO erwähnte Schriftsatz beim Erstgericht zu Protokoll erklärt wird. (T4)
Beisatz: Gibt das Berufungsgericht in der Berufungsverhandlung dem Berufungsgegner die Möglichkeit, seine Einwände gegen eine "verborgene" Feststellung mündlich vorzubringen, so bedarf es nicht der Einbringung eines vorbereitenden Schriftsatzes (kein Verfahrensmangel). (T5)
Vgl auch; Beisatz: Zu einem Vorgehen nach § 473a ZPO durch Freistellung einer Berufungsbeantwortung ist das Berufungsgericht nur verpflichtet, wenn es seine Entscheidung auf in der Beweiswürdigung oder in der rechtlichen Beurteilung des Erstgerichtes "verborgene" Feststellungen gründet. (T6)
10 ObS 129/01w
Entscheidungstext OGH 12.06.2001 10 ObS 129/01w
6 Ob 117/01a
Entscheidungstext OGH 05.07.2001 6 Ob 117/01a
3 Ob 9/01x
Entscheidungstext OGH 21.11.2001 3 Ob 9/01x
2 Ob 72/02f
Entscheidungstext OGH 21.03.2002 2 Ob 72/02f
Auch; Beis wie T1 nur: Ausschließlich dann, wenn der Berufungswerber seine Rechtsrüge auf allenfalls in anderen Urteilsabschnitten - also meist in der Beweiswürdigung oder in der rechtlichen Beurteilung - "verborgene" Feststellungen stützen will, muss er sich ausdrücklich darauf beziehen, um eine Rügepflicht des Berufungsgegners in der Rechtsmittelbeantwortung nach § 468 Abs 2 Satz 2 in Verbindung mit § 473a Abs 1 ZPO auszulösen. (T7)
7 Ob 33/01f
Entscheidungstext OGH 17.04.2002 7 Ob 33/01f
Vgl auch; Beisatz: Auch der obsiegende Beklagte ist gemäß § 468 Abs 2 ZPO zur Rüge des Verfahrensmangels verhalten, wenn im Ersturteil das geänderte Begehren, gegen dessen Zulassung er sich ausgesprochen hatte, behandelt wird und wenn sich der Berufungswerber in seinem Rechtsmittel ausdrücklich darauf bezieht. In einem derartigen Fall bedarf es auch keines Vorgehens des Berufungsgerichts gemäß § 473a ZPO. (T8)
8 ObA 207/02b
Entscheidungstext OGH 07.11.2002 8 ObA 207/02b
Vgl auch; Beis ähnlich wie T2; Beis wie T6
7 Ob 235/02p
Entscheidungstext OGH 13.11.2002 7 Ob 235/02p
Veröff: SZ 2002/152
6 Ob 39/03h
Entscheidungstext OGH 24.04.2003 6 Ob 39/03h
Auch; Beis wie T1; Beis wie T6; Veröff: SZ 2003/43
3 Ob 158/03m
Entscheidungstext OGH 25.02.2004 3 Ob 158/03m
1 Ob 259/03z
Entscheidungstext OGH 12.08.2004 1 Ob 259/03z
Vgl auch; Beisatz: Bezieht sich der Revisionswerber ausdrücklich auf bestimmte Feststellungen, dann ist der Revisionsgegner dazu verhalten, diese ihm nachteiligen Feststellungen bzw. die Nichterledigung seiner Beweisrüge in seiner Berufung in der Revisionsbeantwortung zu rügen; andernfalls ist von den getroffenen Feststellungen auszugehen. (T9)
3 Ob 127/05f
Entscheidungstext OGH 20.10.2005 3 Ob 127/05f
Auch; Beis wie T7; Veröff: SZ 2005/153
6 Ob 47/06i
Entscheidungstext OGH 09.03.2006 6 Ob 47/06i
Vgl auch; Beisatz: Der Beklagte muss, auch wenn das Erstgericht die Klagsänderung implizit dadurch zugelassen hat, dass es der Endentscheidung das geänderte Begehren zugrundegelegt hat, diese „konkludente Zulassung" der Klagsänderung bekämpfen. Unterlässt er die Rüge in einem gegen die Sachentscheidung erhobenen Rechtsmittel, ist die Zulassung der Klagsänderung rechtskräftig. Dies muss im Hinblick auf § 468 Abs 2 ZPO auch dann gelten, wenn der Beklagte im Verfahren erster Instanz obsiegt. (T10)
Auch; Beisatz: Bei einer ordnungsgemäß ausgeführten Rechtsrüge ist davon auszugehen, dass sich der Berufungswerber auf sämtliche in dem Urteilsabschnitt über die Feststellungen enthaltenen Feststellungen beruft. (T11)
9 ObA 114/07s
Entscheidungstext OGH 28.09.2007 9 ObA 114/07s
Beisatz: Zu einem Vorgehen nach § 473a ZPO ist das Berufungsgericht nur verpflichtet, wenn sich die Rechtsrüge des Berufungswerbers auf eine „verborgene" Feststellung gründet. (T12)
Beisatz: Wenn sich die Rechtsrüge ausdrücklich auf Feststellungen des Erstgerichts stützt, ist der Berufungsgegner auch so dazu verhalten, ihm nachteilige Feststellungen gemäß § 468 Abs 2 ZPO zu rügen. (T13)
Vgl auch; Beisatz: Hier: Die im Verfahren erster Instanz obsiegenden beklagten Parteien haben die angeblich dem Erstgericht unterlaufene Aktenwidrigkeit im Berufungsverfahren nicht nach § 468 Abs 2 ZPO gerügt. Dazu wären sie im vorliegenden Fall im Hinblick auf die ordnungsgemäß ausgeführte Rechtsrüge der klagenden Partei gehalten gewesen. (T14)
6 Ob 176/09i
Entscheidungstext OGH 18.09.2009 6 Ob 176/09i
Vgl auch; Beisatz: Der Berufungsgegner ist nach § 468 Abs 2 ZPO verpflichtet, bereits im Berufungsverfahren allfällige Verfahrensfehler bei der Ermittlung der für ihn nachteiligen Tatsachenfeststellungen zu rügen, wenn in der Berufung die Rechtsrüge ordnungsgemäß ausgeführt wurde. (T15)
Auch; Beis wie T6; Beis ähnlich wie T12
3 Ob 177/11t
Entscheidungstext OGH 12.10.2011 3 Ob 177/11t
5 Ob 249/11w
Entscheidungstext OGH 20.03.2012 5 Ob 249/11w
8 Ob 98/13i
Entscheidungstext OGH 24.03.2014 8 Ob 98/13i
6 Ob 2/15k
Entscheidungstext OGH 29.01.2015 6 Ob 2/15k
Beis ähnlich wie T3; Beis ähnlich wie T6; Beis ähnlich wie T12
Auch; Beis wie T1; Beis wie T6; Beis wie T11; Beis wie T13
Auch; Beisatz: Da ein klagestattgebendes Versäumungsurteil keine Feststellungen aufweist, kommt weder eine Bekämpfung für den Kläger nachteiliger Feststellungen noch die Geltendmachung von Verfahrensfehlern bei deren Ermittlung in einer Berufungsbeantwortung in Betracht. Es fehlt somit an einem Anwendungsbereich für § 468 Abs 2 Satz 2 iVm § 473a Abs 1 Satz 2 ZPO. (T16); Veröff: SZ 2016/48
2 Ob 169/16s
Entscheidungstext OGH 27.04.2017 2 Ob 169/16s
Auch; Beisatz: Hier: Der Höhe nach vom Erstgericht ausdrücklich nicht festgestellte und von den Beklagten in der Berufungsbeantwortung nicht bekämpfte Gegenforderung. (T17)
2 Ob 62/18h
Entscheidungstext OGH 25.04.2018 2 Ob 62/18h
Auch; Beisatz: Die bloß hypothetische Möglichkeit, bei konsequenter - von der Zeugin allerdings abgelehnter - Behandlung die Aussagefähigkeit zu erreichen, ändert daran nichts. (T18)
3 Ob 247/18x
Entscheidungstext OGH 23.01.2019 3 Ob 247/18x
ECLI:AT:OGH0002:1999:RS0112020
JJR_19990427_OGH0002_0010OB00041_99G0000_004
Rechtssatz für 6Ob59/00w 1Ob113/02b 6O...
RS0114566
6Ob59/00w; 1Ob113/02b; 6Ob18/05y; 5Ob257/05p; 3Ob98/08w
ABGB §1096 Abs1 C
Bei einem Bestandvertrag über Geschäftsräumlichkeiten in einem Einkaufszentrum können umfangreiche Leerstehungen in diesem Einkaufszentrum Anlass für eine Mietzinsreduktion sein.
Verstärkter Senat; Ähnlich; Beisatz: Ein durch die entgegen vertraglicher Verpflichtungen des Bestandgebers erfolgte Eröffnung von Konkurrenzunternehmen im Einzugsbereich des Bestandobjekts (mit-)verursachter erheblicher Rückgang des Geschäftserfolgs des Bestandnehmers rechtfertigt ein Zinsminderungs- bzw -befreiungsbegehren gemäß § 1096 Abs 1 ABGB. (T1); Veröff: SZ 2002/132
6 Ob 18/05y
Entscheidungstext OGH 17.03.2005 6 Ob 18/05y
Auch; Beisatz: Hier: „Multifunktionale Zentrum", das aus Büroräumen, einem Hotelbetrieb und verschiedenen Geschäftsbetrieben inklusive bestimmter Freizeitbetriebe, bestehen sollte. (T2)
Beisatz: Leerstehungen an einem als Urban Entertainment Center (UEC) geplanten Standort als Auswirkung des allgemeinen Risikos der Beteiligung am Geschäftsleben bei freier Marktwirtschaft rechtfertigen nicht die vorzeitige Auflösung des Dauerschuldverhältnisses. (T3)
Beisatz: Die Bezeichnung eines Prozentsatzes an Leerstehungen in einem Einkaufszentrum, ab dem Zinsminderungsansprüche bejaht werden können, ist nicht möglich, weil die Verletzung des bedungenen Gebrauchs eines Bestandobjekts immer von den Umständen des Einzelfalls abhängt. (T4)
ECLI:AT:OGH0002:2000:RS0114566
JJR_20001123_OGH0002_0060OB00059_00W0000_001
Rechtssatz für 6Ob59/00w 8Ob82/18v
RS0114567
6Ob59/00w; 8Ob82/18v
Das Recht, die Vertragsauflösung nach §§ 1117, 1118 ABGB geltend zu machen, kann durch grundlose Nichtausübung während längerer Zeit verloren gehen, weil dieses Verhalten als Verzicht gedeutet werden kann. An die Annahme eines solchen Verzichtes sind besonders strenge Maßstäbe anzulegen.
8 Ob 82/18v
Entscheidungstext OGH 25.06.2018 8 Ob 82/18v
ECLI:AT:OGH0002:2000:RS0114567
JJR_20001123_OGH0002_0060OB00059_00W0000_002
Rechtssatz für 6Ob59/00w 5Ob220/09b 4O...
RS0114568
6Ob59/00w; 5Ob220/09b; 4Ob48/11d
Die vorzeitige Auflösung von Bestandverhältnissen kommt nicht in Betracht, wenn die betreffenden Umstände schon bei Abschluss des Bestandvertrages in Kauf genommen oder sogar schon bekannt waren und denen noch dazu durch eine entsprechende Vertragsgestaltung Rechnung getragen wurde.
Vgl; Beisatz: Der vom Vertrag gewollte Zustand kann das Auflösungsbegehren nicht rechtfertigen. (T1)
Vgl auch; Beisatz: Hier: Bei Abschluss des Bestandvertrages in einem Einkaufszentrum war die Errichtung eines Konkurrenzbetriebes bekannt und ein Umsatzrückgang daher objektiv vorhersehbar. (T2)
ECLI:AT:OGH0002:2000:RS0114568
JJR_20001123_OGH0002_0060OB00059_00W0000_003

References: §918
 §1117
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sui generis
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 § 22
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 § 918
 § 920
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 § 1117
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 §1090
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 § 27
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 § 15
 § 1096
 OGH 
 § 1117
 OGH 
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 § 1117
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 §1091
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 §1104
 § 1117
 § 1104
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 § 1117
 § 1096
 § 1117
 OGH 
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 § 8
 § 1096
 OGH 
 § 1431
 § 863
 § 863
 § 15
 § 1096
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 OGH 
 OGH 
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 §468
 §473
 §473
 §503
 OGH 
 § 468
 § 473
 § 473
 § 473
 OGH 
 § 473
 § 473
 § 473
 OGH 
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 § 468
 § 473
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 § 468
 § 473
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 § 473
 § 468
 § 468
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 § 468
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 §1096
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