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Timestamp: 2020-08-04 02:59:18+00:00

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BGH, 26.02.1988 - V ZR 155/86 - dejure.org
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BGH, 26.02.1988 - V ZR 155/86 (https://dejure.org/1988,1162)
BGH, Entscheidung vom 26.02.1988 - V ZR 155/86 (https://dejure.org/1988,1162)
BGH, Entscheidung vom 26. Februar 1988 - V ZR 155/86 (https://dejure.org/1988,1162)
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Auslegung des Merkmals "grundlegende und nachhaltige Änderung der Währungsverhältnisse" - Auslegung einer Anpassungsregelung über Erbbauzins und Einfluß der Billigkeitsschranke des § 9a ErbbauVO - Voraussetzungen einer Billigkeitsprüfung nach § 9a ErbbauVO
ErbbauVO § 9, § 9a Abs. 1 Satz 2
NJW-RR 1988, 775
MDR 1988, 661
DNotZ 1989, 353
WM 1988, 720
BB 1988, 866
DB 1988, 1694
Rpfleger 1988, 356
2. Soweit es um die Beschränkung des vertraglichen Anpassungsanspruchs nach § 9a Abs. 1 ErbbauRG geht, hält der Senat daran fest, dass ein zutreffendes Bild der allgemeinen wirtschaftlichen Verhältnisse nur gezeichnet wird, wenn neben den Lebenshaltungskosten auch die Einkommensverhältnisse berücksichtigt werden (vgl. nur BGHZ 75, 279, 286 f.; 77, 188, 190 ff.; 77, 194, 200 f.; 87, 198; 146, 280, 286; Urt. v. 26. Februar 1988, V ZR 155/86, NJW-RR 1988, 775 f. m.w.N.).
Es kommt somit darauf an, ob und in welchem Maße der Wert des Grundstücks im Zeitraum vom 1. Januar 1982 bis zum 1. Oktober 1990 gestiegen ist (vgl. Senatsurt. v. 26. Februar 1988, V ZR 155/86, WM 1988, 720, 721/722).
cc) Da nur der Franchisegeber Einblick in die Vorgänge, die zu der Information geführt haben, besitze, wird entgegen sonstiger Beweisregeln, wonach der zu Beratende die unterlassene oder fehlerhafte Beratung und Aufklärung darzustellen und ggf. zu beweisen hat (vgl. BGH NJW 99, 2437; 98, 136, 137), im Bereich der vorvertraglichen Aufklärung im Franchiserecht ganz einhellig die Ansicht vertreten, die Beweislast kehre sich entsprechend § 282 BGB um (OLG München BB 88, 865;… Martinek a.a.O. § 19, 3; Skaupy in Anm. zu OLG München BB 88, 866), der Franchisegeber müsse nachweisen, welche Leistungen er gegenüber dem Franchisenehmer erbracht habe (BGH NJW 95, 722, 724 [aE];… Adams/Witte a.a.O. 255) und müsse darlegen, warum die Angaben bei der Werbung eines Franchisenehmers im Einzelnen richtig waren (OLG München BB 88, 865;… Martinek a.a.O. 3 Giesler a.a.O. 2131;… Böhmer a.a.O. 636;… Skaupy a.a.O. 866;… Palandt/Putzo a.a.O. 26),.
Nach der Auffassung des Bundesgerichtshofs (NJW-RR 1988, 775), der sich die Kammer anschließt, ist die Anpassungsklausel in einem solchen Fall aber nach Sinn und Zweck dahin auszulegen, dass eine Änderung des Erbbauzinses nur dann verlangt werden kann, wenn die dafür vereinbarten Voraussetzungen vom Zeitpunkt der letzten Erhöhung an, erneut gegeben sind.
LG Hof, 17.09.2015 - 24 S 36/15
Keine Anpassung des Erbbauzinses im Wege einer ergänzenden Vertragsauslegung
Bei schuldrechtlichen Anpassungsverpflichtungen, die in Verbindung mit Erbbauzinsvereinbarungen getroffen werden, ist zunächst methodisch stets zwischen den Voraussetzungen, die den Anspruch auf Anpassung auslösen und dem Maßstab/Umfang der Anpassung zu unterscheiden (BGH, Urteil v. 26.02.1988m V ZR 155/86; OLG Karlsruhe, Urteil vom 15.07.2010, 12 U 63/10 m.w.N.).

References: § 9
 § 9
 § 9
 § 9
 § 9
 BGH 
 § 282
 § 19