Source: http://docplayer.org/18267652-Vergleich-zwischen-dem-heute-gueltigen-finma-rs-08-19-kreditrisiken-banken-und-dem-entwurf-des-finma-rs-17-xx-anhoerungstext.html
Timestamp: 2018-03-21 17:36:01+00:00

Document:
Vergleich zwischen dem heute gültigen FINMA-RS 08/19 "Kreditrisiken Banken" und dem Entwurf des FINMA-RS 17/xx (Anhörungstext) - PDF
Download "Vergleich zwischen dem heute gültigen FINMA-RS 08/19 "Kreditrisiken Banken" und dem Entwurf des FINMA-RS 17/xx (Anhörungstext)"
1 Vergleich zwischen dem heute gültigen FINMA-RS 08/19 "Kreditrisiken Banken" und dem Entwurf des FINMA-RS 17/xx (Anhörungstext) Rundschreiben 2008/1917/xx Kreditrisiken Banken Eigenmittelanforderungen für Kreditrisiken bei Banken Referenz: FINMA-RS 08/19 17/xx "Kreditrisiken Banken " Erlass: November 2008 Inkraftsetzung: 1. Januar Letzte Änderung: 18. September 2013 [Änderungen sind mit * gekennzeichnet und am Schluss des Dokuments aufgeführt] Konkordanz: vormals EBKFINMA-RS 06/1 08/19 "Kreditrisiken Banken" vom 20. November September 2006 Rechtliche Grundlagen: FINMAG Art. 7 Abs. 1 Bst. b BankG Art. 3 Abs. 2 Bst. b, 3g, 4 Abs. 2 und 4, 4 bis Abs. 2 ERV Art. 2, 18 77, 139 BEHV Art. 29 FINMA-GebV Art. 5 ff. Anhang 1: Multilaterale Entwicklungsbanken Anhang 2: Abkürzungen und Begriffe im IRB Anhang 3: Änderungen desder Basler Basistexts hinsichtlich VerbriefungenMindeststandards Anhang 4: Beispiele zum Standardansatz für CVA-Risiken (Rz [ )]) Anhang 5: Vereinfachter SA-CCR Einsteinstrasse 2Laupenstrasse 27, 3003 Bern Tel. +41 (0) , Fax +41 (0)
2 I. Gegenstand Dieses Rundschreiben konkretisiert Art der Eigenmittelverordnung (ERV; SR ). 1 II. Basler Mindeststandards Die vorliegenden Bestimmungen beruhen auf der aktuellen Eigenkapitalvereinbarung des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht samt Ergänzungen (Basler Mindeststandards). Diese Basler Mindeststandards werden durch folgende Dokumente definiert: "International Convergence of Capital Measurement and Capital Standards A Revised Framework / Comprehensive Version " vom Juni 2006 (Basler Basistext); "B2") "Enhancements to the Basel II framework " vom Juli 2009 (Basler Ergänzungen); "B2ENH") "Basel III: a global regulatory framework for more resilient banks and banking systems " vom Dezember 2010 und überarbeitet im Juni 2011 (Basel-III-Text); "B3") "Capital requirements for banks equity investments in funds" vom Dezember 2013 (Basel III Text für die Eigenmittelunterlegung von Fondsanteilen; "FUNDS") "The standardised approach for measuring counterparty credit risk exposures" vom März 2014 (Standardansatz für die Kreditäquivalente von Derivaten; "SA-CCR") "Capital requirements for bank exposures to central counterparties " vom Juli 2012 und überarbeitet im April 2014 (Basel III Text für Bankenpositionen gegenüber zentralen Gegenparteien); "CCP1" bzw. "CCP2") "Revisions to the securitization framework" vom 11. Dezember 2014 (Basel III Text zu den neuen Verbriefungsregeln; "SEC") * 2.2* 2.2.1* * 8 9 2/135
3 Auf die zugrunde liegenden Textstellen desder Basler Basistexts (vgl. Rz 2.1)Mindeststandards wird in den nachstehenden Ausführungen jeweils in eckigen Klammern (d.h. in der Form [ ] )und mit den den obgenannten entsprechenden Texten zugewiesenen Abkürzungen verwiesen. Verweise auf die Basler Ergänzungen (vgl. Rz 2.2) werdendie Tabelle im Anhang 3 gibt an, in geschweiften Klammern (d.h.welchem Dokument Paragraphen angefügt oder verändert wurden. Paragraphen, die in der Form { } ) angegeben, Verweise auf den Basel-III-Text erfolgen in runden Klammern (d.h. in der Form ( ) ), und Verweise auf den Basel III Text für Bankenpositionen gegenüber zentralen Gegenparteien in der Form <...>.Tabelle nicht erwähnt sind, befinden sich unverändert im Basler Basistext. 2.3* 10 III. Multilaterale Entwicklungsbanken (Art. 66 ERV) [B2 59] Ein bevorzugtes Risikogewicht gilt für diejenigen multilateralen Entwicklungsbanken, die in Anhang 1 aufgeführt sind IV. Externe Ratings (Art ERV) A. Anerkannte Ratingagenturen (Art. 6 ERV) und Exportversicherungsagenturen [B2 90] Die FINMA veröffentlicht eine Liste der anerkannten Ratingagenturen, deren Ratings zur Bestimmung der Risikogewichte verwendet werden dürfen. [B2 55] Exportversicherungsagenturen sind für das Marktsegment öffentlich-rechtliche KörperschaftenPublic Finance anerkannt, sofern sie die entsprechenden Regeln der OECD 1 einhalten * Ihre Ratings können in der Folge für die Unterlegung von Kredit- und Marktrisiken in der Positionsklasse Zentralregierungen und Zentralbanken Art. 63 Abs. 2 Ziff. 1 ERV analog den Ratings von anerkannten Ratingagenturen verwendet werden * 14 1 Ziff des "OECD Arrangement on Guidelines for Officially Supported Export Credits vom 5. Dezember /135
4 B. Risikogewichtung nach Ratings (Art. 64 ERV) [B2 68] Die FINMA kann einer Bank den Wechsel zwischen Berücksichtigung und Nichtberücksichtigung von externen Ratings gemäss ArtikelArt. 64 Abs. 4 ERV untersagen, wenn sie der Ansicht ist, dass damit primär eine Verminderung der erforderlichen EigenmittelMindesteigenmittel angestrebt wird. 5 [B ] Wenn es zwei oder mehr Ratings mit unterschiedlichen Risikogewichten gibt, sollen die Ratings, die den beiden niedrigsten Risikogewichten entsprechen, berücksichtigt und das höhere dieser beiden Risikogewichte verwendet werden. [B2 107] Externe Ratings für ein oder mehrere Unternehmen einer Unternehmensgruppe können nicht verwendet werden, um das Risikogewicht anderer Unternehmen innerhalb derselben Gruppe zu bestimmen. Das gilt auch für Unternehmen, welche Teil einer Finanzgruppe oder eines Finanzkonglomerates bilden und zwar sowohl inaus externer Sicht (Drittbanken), wie) als auch aus bankinterner Sicht der Bank intern (bei der Einzelinstitutsbetrachtung) bezüglich anderer Gruppengesellschaften. C. Emittenten- und Emissionsratings [B2 99, 102]( ] [B3 118)] Für Wertpapiere, die ein emissionsspezifisches Rating einer anerkannten Ratingagentur aufweisen, ist das entsprechende Emissionsrating massgeblich. Sofern die Forderung einer Bank nicht einer extern gerateten Emission entspricht, gilt Folgendes: * 17 8 * 18 Wenn eine bestimmte Emission des Schuldners über ein hochwertiges Rating verfügt (das Rating führt zu einem niedrigeren Risikogewicht als eine Forderung ohne Rating), aber die Forderung der Bank nicht genau dieser Emission entspricht, so kann dieses Rating nur dann für die nicht geratete Forderung der Bank herangezogen werden, wenn diese Forderung der gerateten Emission in jeder Hinsicht nicht nachrangig ist. Andernfalls erhält die nicht beurteilte Forderung mindestens das Risikogewicht für Forderungen ohne Rating. Wenn für ungeratete Forderungen gemäss Rz 91 vergleichbar geratete Forderungen für die Risikogewichtung herangezogen werden, gilt grundsätzlich, dass auf ausländische Währungen bezogene Ratings auf Forderungen in derselben Währung anzuwenden sind. Auf die Heimatwährung bezogene Ratings falls gesondert vorhanden können allein zur Risikogewichtung von Positionen herangezogen werden, die ebenfalls auf die Heimatwährung lauten. 9 * 19 4/135
5 Wenn der Schuldner über ein Emittentenrating verfügt, so gilt dieses für die vorrangigen und unbesicherten Forderungen gegenüber diesem Emittenten. Andere Forderungen eines Emittenten mit hochwertigem Rating werden wie Forderungen ohne Rating behandelt. Wenn entweder der Emittent oder seine betrachtete Emmission ein minderwertiges Rating (dem mindestens das Risikogewicht einer ungerateten Forderung zugeordnet wird) aufweist, so wird einer nicht gerateten Forderung gegenüber demselben Kreditnehmer, die gleich- oder nachrangig gegenüber unbesicherten vorrangigen Forderungen gegenüber dem Emittenten (wie für Emittentenratings betrachtet) oder der Forderung aus der betrachteten Emission ist, das Risikogewicht zugeordnet, das für dieses minderwertige Rating gilt. [B2 100] Unabhängig davon, ob eine Bank auf das Emittenten- oder Emissionsrating abstellt, ist sicherzustellen, dass die gesamte Verpflichtung eines Kunden in der Beurteilung berücksichtigt ist. D. Kurzfrist-Ratings [ [B2 103] Für Zwecke der Risikogewichtung werden Kurzfrist-Ratings als emissionsspezifisch angesehen. Sie können nur verwendet werden, um das Risikogewicht der von diesem Rating erfassten Forderungen zu bestimmen. Kurzfrist-Ratings dürfen nur für Forderungen gegenüber Banken und Unternehmen verwendet werden. [B2 105] Bei kurzfristigen Interbankforderungen wird folgendermassen vorgegangen: * * 13.1* Die grundsätzliche Behandlung kurzfristiger Forderungen (vgl. Anhang 2 Ziffer 4.1 ERV) wird auf alle Forderungen an Banken mit einer Ursprungslaufzeit von bis zu drei Monaten angewandt, sofern es kein emissionsspezifisches Kurzfrist-Rating gibt. Wenn ein emissionsspezifisches Kurzfrist-Rating existiert und es im Vergleich zur grundsätzlichen Behandlung gemäss Anhang 2 Ziffer 4.1 ERV zu vorteilhafteren (d.h. niedrigeren) oder denselben Risikogewichten führt, darf das Kurzfrist-Rating nur für diese spezifische Forderung angewandt * 5/135
6 werden. Andere kurzfristige Forderungen werden gemäss der grundsätzlichen Behandlung in Anhang 2 Ziffer 4.1 ERV behandelt * Wenn ein spezifisches Kurzfrist-Rating für eine kurzfristige Forderung an eine Bank zu weniger vorteilhaften (d.h. höheren) Risikogewichten führt, kann die grundsätzliche Behandlung gemäss Anhang 2 Ziffer 4.1 ERV von kurzfristigen Interbankforderungen nicht angewandt werden. Alle kurzfristigen Forderungen ohne Rating erhalten dann dasselbe Risikogewicht, das diesem spezifischen Kurzfrist-Rating entspricht * E. Ungeratete kurzfristige Forderungen [ [B2 104] Wenn einer gerateten kurzfristigen Forderung ein Risikogewicht von 50 % zugeordnet wird, können ungeratete kurzfristige Forderungen kein geringeres Risikogewicht als 100 % erhalten. Falls ein Emittent ein kurzfristiges Rating erhält, das ein Risikogewicht von 150 % nach sich zieht, erhalten alle nicht gerateten Forderungen, gleichgültig ob kurz- oder langfristig, ebenfalls ein Risikogewicht von 150 %, es sei denn, die Bank nutze anerkannte Sicherheiten für solche Forderungen. F. Verwendung externer Ratings [ [B2 94](, B3 121)] Sofern eine Bank zur Ermittlung der Risikogewichte Ratings externer Ratingagenturen verwendet, müssen diese in konsistenter Weise im internen Risikosteuerungsverfahren verwendet werden. Es ist nicht gestattet, aus den Ratings mehrerer anerkannter Ratingagenturen selektive Auswahlen durchzuführen, um die eigenmittelmässig vorteilhaftesten Ratings zu erhalten. Auch darf die einmal getroffene Entscheidung, Ratings einer oder mehrerer Ratingagenturen für einzelne oder mehrere Marktsegmente zu verwenden, nicht willkürlich geändert werden. V. Derivate Standardansatz für die Kreditäquivalente von Derivaten SA-CCR (Art ERV) * 30 VI.V. Marktwertmethode: Add-on-Sätze (Art. 57 ERV) A. SA-CCR und vereinfachter SA-CCR Banken in den Aufsichtskategorien 4 und 5 können alternativ zum im Weiteren beschriebenen SA- CCR den vereinfachten SA-CCR nach Anhang 5 verwenden, um das Kreditäquivalent zu berechnen. 31 6/135
7 Bei der Marktwertmethode werden die Add-ons, wie in Rz näher ausgeführt, unter Verwendung der folgenden Add-on-Sätze berechnet: Basiswert des Kontrakts Add-on-Satz in Prozent, Basiswert des Kontrakts grundsätzlich nach Restlaufzeit > 1 Jahr 1 Jahr 5 Jahre > 5 Jahre 1. Zinsen Währungen und Gold Beteiligungstitel Edelmetalle (ohne Gold) Übrige Rohstoffe Kreditderivate (mit Referenzforderung der Kategorie Zentralregierungen und Zentralbanken" oder "qualifizierte Zinsinstrumente" nach Art. 4 Bst. e ERV) 7. Kreditderivate (mit Referenzforderung der Kategorie "Übrige" nach Anhang 5 ERV) Ist die Zuordnung des Kontrakts zu einer der obigen Kategorien 1 bis 7 in Funktion des Basiswerts zweifelhaft, ist der Kontrakt wie ein Kontrakt auf übrige Rohstoffe (Kategorie 5) zu behandeln. [ 708] Add-on-Sätze für First-, Second- und n th -to-default-swaps: Bei First-to-Default-Swaps bestimmt sich der Add-on-Satz in Abhängigkeit von der riskantesten im Basket enthaltenen Referenzforderung. Für Second- und n th -to-default-swaps ist in Analogie die zweitriskanteste bzw. die n th -riskanteste Referenzforderung im Basket massgebend, um den Add-on-Satz zu bestimmen. B. Kreditäquivalent [SACCR Anhang 4, 128] Banken ohne Bewilligung zur Anwendung der EPE-Modellmethode, verwenden für die Berechnung der Kreditäquivalente von OTC Derivaten, börsengehandelten Derivaten und Transaktionen mit langer Abwicklungsfrist den Standardansatz nach Art. 57 ERV (nachfolgend SA-CCR genannt). Für jedes Netting-Set (Rz 1) von Transaktionen wird ein separates Kreditäquivalent (Exposure at Default, EAD) wie folgt berechnet: EAD alpha * ( RC PFE) wobei: alpha = 1.4, 7/135
8 RC = Aufsichtsrechtliche Wiederbeschaffungskosten (replacement cost), berechnet gemäss Rz 36 41, und PFE = Potentieller zukünftiger Wertanstieg, berechnet gemäss Rz [SACCR Anhang 4, 129] Die aufsichtsrechtlichen Wiederbeschaffungskosten und der potentielle zukünftige Wertanstieg werden unterschiedlich berechnet, je nachdem, ob ein regelmässiger Margenausgleich gemäss Rz 106 stattfindet oder nicht. Bei Derivatgeschäften mit Margenausgleich darf das Kreditäquivalent nach oben begrenzt werden durch das entsprechende Kreditäquivalent, das ohne Margenausgleich errechnet würde. Es ist ausserdem zulässig, Derivatgeschäfte mit Margenausgleich der Einfachheit halber so zu behandlen, als ob kein Margenausgleich stattfände. Für Kontrakte, deren Wiederbeschaffungswert nicht positiv werden kann, darf ein Add-on von null und die nicht Bestandteil eines Netting-Sets oder einer Margenvereinbarung sind, darf das Kreditäquivalent gleich null gesetzt werden. C. Aufsichtsrechtliche Wiederbeschaffungskosten Die aufsichtsrechtlichen Wiederbeschaffungskosten berechnen sich wie in Rz beschrieben aus dem aktuellen positiven oder negativen Netto Marktwert (V) aller Derivatkontrakte im Netting-Set und dem Nettowert der Sicherheiten (C) gemäss Rz 105. Es sind die gleichen Marktwerte der Derivatkontrakte zu verwenden wie für die Rechnungslegung. a) Aufsichtsrechtliche Wiederbeschaffungskosten für Derivatgeschäfte ohne Margenausgleich [SACCR Anhang 4, 136] Bei Transaktionen ohne Margenausgleich, werden die aufsichtsrechtlichen Wiederbeschaffungskosten (RC) berechnetet als RC max{ V C; 0}. Dabei ist V der aktuelle (positive oder negative) Netto Marktwert aller Derivatkontrakte im Netting-Set, und C ist der Nettowert der Sicherheiten gemäss Rz 105. b) Aufsichtsrechtliche Wiederbeschaffungskosten für Derivatgeschäfte mit Margenausgleich [SACCR Anhang 4, ] Bei Transaktionen mit Margenausgleich gilt: RC max{ V C; TH MTA NICA; 0}. Dabei ist V der aktuelle (positive oder negative) Netto Marktwert aller Derivatkontrakte im Netting-Set, C ist der Nettowert der Sicherheiten gemäss Rz 105, TH und MTA sind die Schwellenwerte und Mindesttransferbeträge der Nachschussvereinbarung gemäss Rz 106 und NICA ist der Nettowert der marktpreisunabhängigen Sicherheiten (Net Independent Collateral Amount) gemäss Rz 107. Dadurch werden nicht nur die aktuellen Marktwerte und Sicherheiten ( V C ) berücksichtigt, sondern auch der maximale Positionswert, der sich einstellen könnte, ohne dass dies eine Nachschussforderung an die Gegenpartei auslösen würde (TH + MTA NICA) /135
9 c) Sonderfälle mit Inkongruenz zwischen Netting-Set und Margenausgleich [SACCR Anhang 4, 185] Falls die Margenvereinbarung nicht alle Derivatgeschäfte des Netting-Sets einschliesst oder falls die Transaktionen im Netting-Set durch mehrere verschiedene Margenvereinbarungen besichert werden, muss das Netting-Set so in mehrere Sub Netting-Sets aufgeteilt werden, so dass diese mit den Margenvereinbarungen übereinstimmen. Dies gilt sowohl für die aufsichtsrechtlichen Wiederbeschaffungskosten wie auch für den potentiellen zukünftigen Wertanstieg. [SACCR Anhang 4, 186] Falls eine Margenvereinbarung mehrere Netting-Sets umfasst, so dass die Margenzahlungen Netto berechnet und ausgetauscht werden, ohne dass die in Rz 1 genannten aufsichtsrechtlichen Voraussetzungen für die Verrechnung erfüllt sind, wird das Kreditäquivalent ausnahmsweise auf der Stufe der Margenvereinbarung berechnet. Die Berechnung der Wiederbeschaffungskosten erfolgt diesfalls abhängig vom Vorzeichen des Parameters C nach Rz 105 bzw. davon, ob die Bank eine Netto-Sicherungsempfängerin oder -Sicherungsgeberin ist. Ist die Bank eine Netto-Sicherungsempfängerin ( C > 0 ), dann gilt:. Dabei geht die Summe über alle in der Margenvereinbarung enthaltenen Netting-Sets NS, ist der zugehörige netto Marktwert der darin enthaltenen Derivatkontrakte und C ist der Netto Wert der erhaltenen Sicherheiten. Der Nettowert der erhaltenen Sicherheiten wird also mit den positiven Marktwerten der Netting-Sets verrechnet. Ist die Bank Netto-Sicherungsgeberin ( C < 0 ), dann gilt. In diesem Fall werden also die negativen Marktwerte der Netting-Sets an die gestellten Sicherheiten angerechnet. D. Potentieller zukünftiger Wertanstieg (PFE) [SACCR Anhang 4, 146] PFE wird berechnet aus dem Produkt des Multiplikators gemäss Rz 43 mit dem aggregierten Sicherheitszuschlag (Add-on) des Netting-Sets gemäss Rz Der Multiplikator wird berechnet als: Dabei ist exp( ) die Exponentialfunktion, V der aktuelle (positive oder negative) Netto Marktwert aller Derivatkontrakte im Netting-Set, C ist der Nettowert der Sicherheiten gemäss Rz 105 und Add-on der aggregierte Sicherheitszuschlag für das Netting-Set. Der Multiplikator dient dazu, den risikomindernden Einfluss von Überbesicherung und negativen Marktwerten zu berücksichtigen. Er 9/135
10 führt zu einer Reduktion des PFE, wenn der Nettobetrag aus Marktwerten und Sicherheiten (V - C) negativ ist. Andernfalls führt die Formel auf einen Multiplikator von 1 und der PFE beträgt den vollen Wert des Add-ons. [SACCR Anhang 4, 187] Falls eine Margenvereinbarung mehrere Netting-Sets umfasst wie in Rz 39 beschrieben, dann wird für jedes Netting-Set ein separates PFE berechnet und die Resultate zusammengezählt. Für den Parameter C in der Berechnung der Multiplikatoren pro Netting-Set werden die Sicherheiten in geeigneter Weise auf die Netting-Sets verteilt. E. Berechnung der Add-ons pro Derivatkontrakt Die Berechnung der Add-ons basiert auf einem skalierten effektiven Nominalwert (SEN). Dieser ist pro Derivatkontrakt definiert als das Produkt von vier Komponenten: (i) dem angepassten Nominalwert, (ii) dem aufsichtsrechtlichen Delta (δ), (iii) dem Maturitätsfaktor (MF) und (iv) dem Skalierungsfaktor (SF). Die SEN sind (aufgrund des Deltas) mit einem Vorzeichen behaftet, können also positiv oder negativ sein, was für die Aggregation gemäss Rz von Bedeutung ist. Für einen einzelnen Derivatkontrakt ohne Verrechnung ist der Add-on gleich dem absoluten Betrag des SEN. Bei Derivatgeschäften mit Auszahlungen, die zustandsabhängig einen von mehreren vorgängig definierten Werten annehmen (z. B. binäre Optionen, bei denen der Käufer einen festgelegten Betrag erhält, wenn ein zuvor definiertes Ereignis eintritt), ist der absolute Betrag des SEN gleich dem Skalierungsfaktor (SF) mal dem grösstmöglichen Auszahlungsbetrag. Das Vorzeichen des SEN ist positiv, wenn der Marktwert mit einem Anstieg des primären Risikotreibers steigt und negativ, wenn er sinkt. Der angepasste Nominalwert, das aufsichtsrechtliche Delta und der Maturitätsfaktor finden keine Anwendung. a) Angepasster Nominalwert [SACCR Anhang 4, ] Pro Derivatgeschäft wird ein angepasster Nominalwert (adjusted Notional) ermittelt. Dieser angepasste Nominalwert ist nicht unbedingt identisch mit dem vertraglichen Nominalwert des Kontraktes. Als angepasster Nominalwerts innerhalb des SA-CCR gilt das Endresultat der nachfolgend in Rz aufgeführten Bestimmungen. Für Zins- und Kreditderivate ist der Nominalwert mit der aufsichtsrechtlichen Duration (SD) zu multiplizieren. Letztere wird berechnet als: /135
11 Dabei sind S und E die Startzeit und Endzeit gemäss Rz 117. Bei Währungsderivaten gilt der Marktwert des Fremdwährungsbetrags als angepasster Nominalwert. Falls die Transaktion zwischen zwei Fremdwährungen stattfindet, gilt der grössere der beiden Werte als angepasster Nominalwert. Für Aktien- und Rohstoffderivate gilt als Nominalwert das Produkt aus der zugrundeliegenden Anzahl von Einheiten und dem Marktpreis einer Einheit. Handelt es sich beim Nominalwert um eine Funktion des Referenzwerts, ist für die Bestimmung des angepassten Nominalwerts der aktuelle Marktwert dieses Referenzwerts zu verwenden. Bei Swaps mit variablem Nominalwert gilt der durchschnittliche Nominalwert über die Restlaufzeit. Falls die Struktur der Transaktion eine Hebelwirkung erzeugt, muss der entsprechende Nominalwert einer äquivalenten Transaktion ohne Hebelwirkung verwendet werden. Wenn also beispielsweise ein Referenzzinssatz eines Swaps mit einem Faktor multipliziert wird, so muss dieser Faktor auf den Nominalwert dieses Swaps angewendet werden. Aufgehoben Aufgehoben Aufgehoben Für Kontrakte Bei Derivatgeschäften, bei denen Nennbeträgeder Nominalwert mehrfach ausgetauscht werden, sind die Add-on-Sätzewird, ist der Nominalwert mit der Anzahl der im Rahmen des Kontrakts noch zu leistenden Zahlungen zu multiplizieren. Bei Kontrakten, die so strukturiert sind, dass offene Engagements nach festgesetzten Zahltagen glattgestellt werden, und deren Bedingungen jeweils so angepasst werden, dass der Marktwert des Kontrakts an diesen Tagen gleich Null ist, gilt als Restlaufzeit die Zeit bis zum nächsten Neufestsetzungstermin. Bei Zinskontrakten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr, die die obigen Kriterien erfüllen, besteht für den Add-on-Satz eine Untergrenze von 0.5% * * 23 * /135
12 Für Volatilitätstransaktionen gemäss Rz 110 ist der angepasste Nominalwert gleich dem vertraglichen Nominalwert multipliziert mit der referenzierten Volatilität oder Varianz. Nominalwerte in Fremdwährungen werden zum Kassakurs in CHF umgerechnet. b) Maturitätsfaktor (MF) [SACCR Anhang 4, 164] Der Maturitätsfaktor berücksichtigt den Zeithorizont für die potentiellen zukünftigen Wertanstiege. Dieser Zeithorizont ist davon abhängig, ob ein Margenausgleich gemäss Rz 106 stattfindet oder nicht. Bei Derivaten ohne Margenausgleich gilt. Dabei ist M der grössere Wert aus zehn Handelstagen und der Restlaufzeit des Derivats gemäss Rz 112. Bei Derivaten mit Margenausgleich gilt. Dabei ist MPOR die aufsichtsrechtliche Mindesthaltedauer (margin period of risk) gemäss Rz [SACCR Anhang 4, 187] Falls eine Margenvereinbarung mehrere Netting-Sets umfasst wie in Rz 39 beschrieben, dann werden die in diesen Netting-Sets enthaltenen Geschäfte wie Derivate ohne Margenausgleich behandelt (also nach Rz 60). c) Delta ( ) Pro Derivatgeschäft wird ein aufsichtsrechtliches Delta ( ) berechnet. Dieses berücksichtigt die Sensitivität gegenüber dem primären Risikofaktor und ist positiv oder negativ, je nachdem, in welche Richtung sich der Marktwert der Transaktion relativ zu diesem verhält. Im SA-CCR ist es nicht erlaubt, nach einer internen Methode berechnete Sensitivitäten zu benutzen. Stattdessen müssen die folgenden aufsichtsrechtlichen Formeln verwendet werden. [SACCR Anhang 4, 159] Vorbehaltlich Rz 65 und 66 für Optionen oder CDO-Tranchen, beträgt sinkt., wenn der Marktwert mit einem Anstieg des primären Risikotreibers steigt und, wenn er Für Optionen gelten die folgenden Formeln: Delta (δ) Gekaufte Option /135
13 Verkaufte Option Call Option Put Option wobei: = Kumulative Verteilungsfunktion der Standard Normalverteilung, ln( ) = Natürliche Logarithmusfunktion, P = Marktpreis des Referenzwerts 2, K = Ausübungspreis der Option (strike) = die aufsichtsrechtliche Volatilität gemäss Rz 102 T = der vertraglich späteste Ausübungszeitpunkt der Option Für CDO-Tranchen (Rz 119) gilt wenn die Bank Sicherungsnehmerin ist und im umgekehrten Fall. Dabei ist A der Anknüpfungspunkt (attachment point) und D der Ablösungspunkt (detachment point) der CDO-Tranche. d) Skalierungsfaktoren (SF) Die SF richten sich nach dem jeweiligen primären Risikotreiber (siehe Rz 108) und sind vorbehaltlich Rz 68 und 69 in der Tabelle in Rz 102 vorgegeben Falls verlässlich verfügbar, sollen dem Ausübungszeitpunkt entsprechende Forward Preise benutzt werden, ansonsten die aktuellen Spot Preise. 13/135
14 [SACCR Anhang 4, 184] Für Basistransaktionen gemäss Rz 109 wird der SF gemäss Tabelle halbiert. Zum Beispiel gilt für Floating/Floating-Zinsswaps in einer einzigen Währung beträgt der Addon-Satz 0%ein SF von 0.25 %. Für Volatilitätstransaktionen (volatility transactions) gemäss Rz 110, wird der SF gemäss Tabelle mit dem Faktor 5 multipliziert. F. Aggregation von Add-ons innerhalb eines Netting-Sets a) Allgemeine Schritte Die Regeln für die Aggregation der SEN pro Derivatkontrakt zu einem aggregierten Add-on pro Netting-Set sind in Rz beschrieben. Als Basis für die Aggregation innerhalb eines Netting-Sets dienen die SEN der Derivatkontrakte gemäss Rz Die Aggregation verläuft über drei Stufen: (i) vollständige Verrechnung sofern zulässig, (ii) partielle Verrechnung sofern zulässig und (iii) ohne Verrechnung. Stufe (i): Die vollständige Verrechnung geschieht durch Addition der SEN der einzelnen Derivatkontrakte. Gegenläufige SEN mit unterschiedlichem Vorzeichen heben sich dabei auf. Die gemäss der ersten Stufe vollständig verrechneten SEN bilden die Basis für die partielle Verrechnung. Stufe (ii): Die partielle Verrechnung geschieht anhand vorgegebener Formeln mit aufsichtsrechtlichen Korrelationsparametern und ist je nach Risikofaktorkategorie verschieden. Neben dem partiellen Aufrechnen von gegenläufigen Geschäften berücksichtigt dieser Schritt auch einen Diversifikationseffekt zwischen gleichgerichteten Geschäften. Die Resultate der partiellen Verrechnung sind positiv oder null und bilden den Add-on auf dieser Aggregationsstufe. Stufe (iii): Als letzten Schritt erhält man den aggregierten Add-on des Netting-Sets, indem man alle Add-ons aus der partiellen Verrechnung zusammenzählt. Die Kriterien für die vollständige und partielle Verrechnung innerhalb der verschiedenen Risikofaktorkategorien werden in Rz präzisiert. Verrechnung über die Risikofaktorkategorien nach Rz 108 hinweg ist nicht zugelassen, die Add-ons aus den verschiedenen Risikofaktorkategorien werden also zusammengezählt /135
15 b) Sonderfälle: Aggregation der Add-ons von Basis- und Volatilitätstransaktionen [SACCR Anhang 4, ] Von den Kriterien in Rz ausgenommen sind Basis- und Volatilitätstransaktionen gemäss Rz Für diese gelten die nachfolgenden besonderen Bestimmungen von Rz Basistransaktionen dürfen nur untereinander verrechnet werden, wenn sie das gleiche Paar von verwandten Risikofaktoren (d.h. die gleiche Basis) referenzieren. Für jede Basis wird gemäss Rz 78 und 79 ein separater Add-on berechnet und zu den übrigen Add-ons addiert. Zins-Basistransaktionen (z.b. Floating/Floating Zinsswaps), welche die gleiche Basis referenzieren, werden innerhalb des Laufzeitbandes nach Rz 81 vollständig und über die drei Laufzeitbänder hinweg gemäss der Formel in Rz 83 und 84 partiell verrechnet. Basistransaktionen in den übrigen Risikofaktorkategorien (ausser Zinsen) werden vollständig verrechnet, wenn sie die gleiche Basis referenzieren. Eine partielle Verrechnung findet in diesem Fall nicht statt. Der Add-on pro Basis ist gleich dem absoluten Betrag des innerhalb dieser Basis verrechneten SEN. Volatilitätstransaktionen können, wenn überhaupt, nur mit anderen Volatilitätstransaktionen vollständig oder partiell verrechnet werden. Die vollständige und partielle Verrechnung von Volatilitätstransaktionen untereinander folgt den gleichen Regeln wie die Verrechnung von nicht- Volatilitätstransaktionen innerhalb der verschiedenen Risikofaktorkategorien (Rz ). Zum Beispiel werden zuerst Transaktionen, welche die Volatilität oder Varianz des gleichen Aktientitels oder des gleichen Aktien-Index referenzieren, vollständig verrechnet. Anschliessend erfolgt eine partielle Verrechnung aller Aktien-Volatilitätstransaktionen untereinander gemäss der Formel in Rz 94. Eine Verrechnung zwischen Aktien-Volatilitätstransaktionen und übrigen Aktienderivaten ist nicht zulässig. c) Aggregation der Add-ons von Zinsderivaten [SACCR Anhang 4, ] Zinsderivate werden nach Währungen und innerhalb jeder Währung anhand ihrer Endzeit (E) gemäss Rz 117 in drei Laufzeitbänder eingeteilt: (i) E kürzer als 1 Jahr, (ii) E zwischen 1 und 5 Jahren und (iii) E länger als 5 Jahre. Vollständige Verrechnung (Rz 72) ist zulässig für Zinsderivate, welche die gleiche Währung und das gleiche Laufzeitband aufweisen. Partielle Verrechnung von Zinsderivaten (Rz 73) ist zulässig innerhalb derselben Währung. Für jede Währung geschieht die partielle Verrechnung zwischen den verrechneten SEN für die drei Laufzeitbänder (, und ) nach der Formel: /135
16 Als optionale Vereinfachung kann auf die partielle Verrechnung gemäss Rz 83 und 84 verzichtet werden. In diesem Fall erhält man den Add-on, indem man die absoluten Beträge der SEN pro Währung und Laufzeitband zusammenzählt. Für jede Währung wird ein separater Add-on nach der obigen Formel berechnet und diese werden zusammengezählt. d) Aggregation der Add-ons von Währungsderivaten [SACCR Anhang 4, 171] Die vollständige Verrechnung von Währungsderivaten (Rz 72) ist innerhalb des gleichen Währungspaares zulässig. Für Währungsderivate gibt es keine partielle Verrechnung. Der Add-on pro Währungspaar ist gleich dem absoluten Betrag des innerhalb dieses Währungspaares verrechneten SEN. Die Add-ons aller Währungspaare werden zusammengezählt. e) Aggregation der Add-ons von Kreditderivaten [SACCR Anhang 4, ] Vollständige Verrechnung (Rz 72) ist zulässig innerhalb von Kreditderivaten mit dem gleichen Referenzschuldner (single name entity) oder innerhalb von Kreditderivaten auf den gleichen Index. Die partielle Verrechnung (Rz 73) umfasst alle Kreditderivate und geschieht nach der Formel: Dabei läuft die Summe über alle Referenzschuldner und Indizes i, ist der zugehörige Korrelationsparameter gemäss Tabelle in Rz 102 und ist der zu diesem Referenzschuldner oder Index gehörige vollständig verrechnete SEN /135
17 f) Aggregation der Add-ons von Aktienderivaten [SACCR Anhang 4, 177] Die vollständige Verrechnung von Aktienderivaten nach Rz 72 ist zulässig innerhalb des gleichen Einzeltitels oder des gleichen Index. Die partielle Verrechnung umfasst alle Aktienderivate und geschieht nach der Formel: Dabei läuft die Summe über alle Einzeltitel und Indizes j, ist der zugehörige Korrelationsparameter gemäss Tabelle in Rz 102 und verrechnete SEN. ist der zu diesem Einzeltitel oder Index gehörige vollständig 95 g) Aggregation der Add-ons von Rohstoffderivaten [SACCR Anhang 4, ] Rohstoffe werden in vier Gruppen eingeteilt: (i) Energie, (ii) Metalle, (iii) Landwirtschaft und (iv) übrige Rohstoffe. Innerhalb dieser Gruppen müssen Banken, die mit Rohstoffderivaten handeln, eine feinere Klassifizierung der Rohstofftypen vornehmen, die ihrer Geschäftstätigkeit angemessen ist. Es ist unmöglich, in diesem Rundschreiben eine erschöpfende Liste von allen möglichen Rohstofftypen anzugeben. Innerhalb der Rohstoffgruppe Energie werden mindestens die Typen Rohöl, Elektrizität, Erdgas und Kohle unterschieden. Jedes Metall (Gold, Silber, Kupfer usw.) und jedes Landwirtschaftsprodukt (Mais, Weizen, Soja usw.) bilden einen eigenen Typ innerhalb der jeweiligen Rohstoffgruppen. Falls dabei aber erhebliche Basisrisiken unterschätzt würden, ist eine feinere Einteilung (etwa nach Qualität, Herkunft usw.) vorzunehmen. Die vollständige Verrechnung ist zulässig für Rohstoffe, welche der gleichen Rohstoffgruppe und dem gleichen Rohstofftyp gemäss Rz 96 bzw. es wird kein Add-on berechnet. Das Kreditäquivalent aus diesen Kontrakten wird somit allein anhand des jeweiligen Wiederbeschaffungswerts ermittelt97 angehören. A. Aufgehoben Aufgehoben * Aufgehoben 28 * 17/135
18 Aufgehoben Aufgehoben Aufgehoben Aufgehoben Aufgehoben Aufgehoben Aufgehoben Aufgehoben Aufgehoben Aufgehoben Aufgehoben Aufgehoben Aufgehoben Aufgehoben Aufgehoben Aufgehoben Aufgehoben 29 * 30 * 31 * 32 * 33 * 34 * 35 * 36 * 37 * 38 * 39 * 40 * 41 * 42 * 43 * 44 * 18/135
19 Aufgehoben Aufgehoben Aufgehoben Die partielle Verrechnung von Rohstoffderivaten ist zulässig innerhalb derselben Rohstoffgruppe gemäss Rz 96. Für jede Rohstoffgruppe geschieht die partielle Verrechnung nach der Formel: 45 * 46 * 47 * 48 * Dabei läuft die Summe über alle Rohstofftypen k innerhalb der jeweiligen Rohstoffgruppe, zugehörige Korrelationsparameter gemäss Tabelle in Rz 102 und gehörige vollständig verrechnete SEN. ist der ist der zu diesem Rohstofftyp Für jede der vier Rohstoffgruppen gemäss Rz 96 wird ein separater Add-on berechnet und diese werden zusammengezählt. G. Aufsichtsrechtliche Parameter für den SA-CCR [SACCR Anhang 4, 183] Referenzwert SF 3 Korrelation ( ) Volatilität für Rz 65 ( ) Zinsen 0.50% 50% Währungen 4.00% 15% 3 Unter Beachtung von Rz 68 und 69 für Basis- und Volatilitätstransaktionen. 19/135
20 AAA-AA 0.38% 50% 100% A 0.42% 50% 100% Referenzschuldner BBB 0.54% 50% 100% BB 1.06% 50% 100% Kreditderivate B 1.60% 50% 100% CCC 6.00% 50% 100% Index AAA-BBB (investment grade) 0.38% 80% 80% übrige 1.06% 80% 80% Aktien Rohstoffe Einzeltitel 32% 50% 120% Index 20% 80% 75% Elektrizität 40% 40% 150% Alle Anderen 18% 40% 70% H. Definitionen, Begriffe, Kategorien B. Marktwertmethode: Kreditäquivalent (Art. 57 ERV) Die nachfolgende Liste definiert wichtige Begriffe und Klassifizierungen, welche für die Berechnung des Kreditäquivalents: nach dem SA-CCR verwendet werden. Netting-Set - Die Berechnung des Kreditäquivalents ist grundsätzlich davon abhängig, ob eine Verrechnung mit einer Gegenpartei nach Art. 61 ERV stattfindet oder nicht. 61 ERV stattfindet oder nicht. Rz regeln den Fall ohne Verrechnung, Rz regeln der Fall mit Verrechnung. a) Kreditäquivalent ohne Verrechnung nach Art. 61 ERV Berechnung der Add-ons: Grundsätzlich wird der Add-on durch Multiplikation des anzuwendenden Add-on-Satzes nach Rz und Rz mit dem Nennwert des Kontraktes als Bemessungsgrundlage berechnet. Falls der Nennwert durch die Struktur der Transaktion eine Hebelwirkung erfährt oder vergrössert wird, muss der tatsächliche Nennwert zugrunde gelegt werden /135
21 Verrechnung Add-ons und Wiederbeschaffungswerte: Eine Verrechnung des Add-on mit dem negativen Wiederbeschaffungswert des jeweiligen Kontraktes ist nicht zulässig. Deswegen sind negative Wiederbeschaffungswerte gleich Null zu setzen. b) Kreditäquivalent bei Verrechnung nach Art. 61 ERV Wie nachfolgend beschrieben können unter den in Rz 55Derivatkontrakte mit derselben Gegenpartei, welche die in Rz genannten Voraussetzungen positive und negative Wiederbeschaffungswerte aus Derivatkontrakten mit derselben Gegenpartei zu einem Netto- Wiederbeschaffungswert sowie die zugehörigen Add-ons zu einem Netto-Add-on verrechnet werden. Das Kreditäquivalent nach Art. 57 ERV, bei Verrechnung nach erfüllen, dürfen wie in Rz Erreur! Source du renvoi introuvable. 45 und Rz beschrieben, miteinander verrechnet werden.art. 61 ERV, entspricht der Summe dieser beiden Nettogrössen. Eine Menge aus in diesem Sinne untereinander verrechenbaren Kontrakten wird als Netting-Set bezeichnet. Für jedes Netting-Set wird ein separates Kreditäquivalent berechnet. Wenn keine Verrechnung stattfindet, dann bildet jeder einzelne Kontrakt ein eigenes Netting-Set. Sofern mit der betreffenden Gegenpartei eine entsprechende bilaterale Vereinbarung besteht, die nach den in Rz genannten Rechtsordnungen nachweislich anerkannt und durchsetzbar ist, ist die Verrechnung in folgenden Fällen zulässig: für alle Geschäfte, welche durch eine Aufrechnungsvereinbarung erfasst werden, wonach die Bank bei Ausfall der Gegenpartei aufgrund von Zahlungsunfähigkeit, Konkurs, Liquidation oder ähnlichen Umständen nur das Recht auf Erhalt beziehungsweise nur die Verpflichtung zur Zahlung der Differenz der nicht realisierten Gewinne und Verluste aus den erfassten Geschäften hat (Close-out-Netting); für alle am selben Tag fälligen gegenseitigen Forderungen und Verpflichtungen in derselben Währung, welche durch einen Schuldumwandlungsvertrag zwischen der Bank und der Gegenpartei so zusammengefasst werden, dass diese Schuldumwandlung einen einzigen Nettobetrag ergibt und somit einen rechtsverbindlichen neuen Vertrag schafft, der die früheren Verträge erlöschen lässt (Netting-by-Novation); Die bilaterale Vereinbarung muss nach den folgenden Rechtsordnungen nachweislich anerkannt und durchsetzbar sein: dem Recht des Staates, in dem die Gegenpartei ihren Sitz hat, und, wenn eine ausländische Zweigniederlassung eines Unternehmens beteiligt ist, zusätzlich nach dem Recht des Sitzes der Zweigniederlassung; * 55 * 55.1* 55.2* 55.3* 55.4* 21/135
22 dem Recht, das für die einzelnen einbezogenen Geschäfte massgeblich ist; und dem Recht, dem die Vereinbarungen unterliegen, welche erforderlich sind, um die Aufrechnung zu bewirken. Die Verrechnung ist unzulässig: für glattgestellte Geschäfte, sofern eine Vereinbarung zur Zahlungsaufrechnung (Payment- Netting) besteht, wonach am Tage der Fälligkeit die gegenseitigen Zahlungsverpflichtungen pro Währung auf Saldobasis ermittelt und nur dieser Saldobetrag bezahlt wird; wenn die Vereinbarung eine Bestimmung enthält, welche der nicht säumigen Partei erlaubt, nur beschränkte oder gar keine Zahlungen an die säumige Partei zu leisten, auch wenn letztere per Saldo eine Gläubigerin ist (Ausstiegsklausel; Walk-away-clause). Positive und negative Wiederbeschaffungswerte aus Derivaten mit derselben Gegenpartei werden zu einem Netto-Wiederbeschaffungswert verrechnet. Ein negativer Netto-Wiederbeschaffungswert wird gleich null gesetzt. Der Netto-Add-on entspricht der Summe von: 40 Prozent der Summe der individuellen Add-ons nach Rz 50 52; und 60 Prozent des Produkts folgender zwei Grössen: Summe der individuellen Add-ons nach Rz 50 52; Verhältnis des Netto-Wiederbeschaffungswerts nach Rz 57 zur Summe der positiven Wiederbeschaffungswerte. Die individuellen Add-ons sind die nach Rz bestimmten Add-ons für die Derivatkontrakte, auf die sich die bilaterale Verrechnung mit einer Gegenpartei nach Art. 61 ERV bezieht. 55.5* 55.6* 56 * * 56.2* 22/135
23 C. Standardmethode (Art. 58 ERV) [Annex 4, 69] Eine Bank, die zur Berechnung des Kreditäquivalents oder des Positionswerts bei Ausfall (EAD) aus einem Derivate-Geschäft die Standardmethode anwendet, ermittelt die Position wie folgt: Kreditäquivalent oder EAD = max( CMV CMC; RPT RPC CCF ) mit CMV 1.4 ij lj j j i l = Marktwert des Portfolios von Transaktionen eines Nettingsets mit einer Gegenpartei ohne Berücksichtigung von Sicherheiten, d.h. CMV = Marktwert der i-ten Transaktion entspricht. i CMV i CMV, wobei i dem CMC = Marktwert der Sicherheit, die dem Nettingset zugewiesen ist, d.h. CMC = i j l RPT ij RPC lj CCF j i CMC i = Index der Transaktion CMC, wobei i dem Marktwert der Sicherheit i entspricht. = Index des aufsichtsrechtlichen Hedgingsets. Ein Hedgingset wird pro Risikofaktor gebildet, und erlaubt, Risikopositionen mit gegenläufigen Vorzeichen aufzurechnen. = Index der Sicherheit = Risikoposition aus Transaktion i bezogen auf Hedgingset j = Risikoposition aus Sicherheit l bezogen auf Hedgingset j. Eine von der Gegenpartei erhaltene Sicherheit hat ein positives Vorzeichen, eine der Gegenpartei hinterlegte Sicherheit hat ein negatives Vorzeichen. = aufsichtsrechtlicher Kreditumrechnungsfaktor bezogen auf Hedgingset j [Annex 4, 70] Wenn ein Derivat mit linearem Risikoprofil (z.b. Forward, Future, Swap) den Austausch eines Finanzinstrumentes (z.b. Bond, Aktie, Rohstoff) gegen eine Zahlung festlegt, so wird die Zahlung der Transaktion Payment Leg genannt. Transaktionen, die einen Austausch von Zahlungen festlegen (z.b. Zinsswap oder Fremdwährungsswap), bestehen aus zwei Payment Legs. Ein Payment Leg setzt sich zusammen aus den vertraglich vereinbarten Bruttozahlungen. [Annex 4, 70] Zinsrisiken bei Payment Legs mit einer unterjährigen Restlaufzeit müssen bei den nachfolgenden Berechnungen nicht beachtet werden. [Annex 4, 70] Transaktionen, die sich aus zwei Payment Legs in derselben Währung zusammensetzen, können als eine aggregierte Transaktion behandelt werden /135
24 [Annex 4, 71] Transaktionen mit linearen Risikoprofilen, die als Underlying Aktieninstrumente, Gold, andere Edelmetalle oder andere Rohstoffe haben, werden auf die Risikoposition im entsprechenden Aktieninstrument oder Rohstoff (einschliesslich Gold und andere Edelmetalle) eines Hedgingsets abgebildet. [Annex 4, 71] Das Payment Leg der Transaktionen nach Rz 68 wird auf die Zinsrisikoposition im entsprechenden Hedgingset abgebildet. [Annex 4, 71] Wenn das Payment Leg einer Transaktion nach Rz 68 in einer Fremdwährung denominiert ist, wird die Transaktion zusätzlich auf die entsprechende Fremdwährungs-Risikoposition abgebildet. [Annex 4, 72] Transaktionen mit linearen Risikoprofilen, die einen Schuldtitel als Underlying haben, werden auf zwei entsprechende Zinsrisikopositionen abgebildet, nämlich einerseits auf die Risikoposition für den Schuldtitel und anderseits auf die Risikoposition für das Payment Leg. [Annex 4, 72] Transaktionen mit linearen Risikoprofilen, welche einen Austausch von Zahlungen festlegen (einschliesslich Fremdwährungs-Forwards) werden auf je eine Zinsrisikoposition für jedes der beiden Payment Legs abgebildet. [Annex 4, 72] Wenn der Schuldtitel in einer Fremdwährung denominiert ist, wird dieser zusätzlich auf die entsprechende Fremdwährungs-Risikoposition abgebildet. [Annex 4, 72] Wenn ein Payment Leg in einer Fremdwährung denominiert ist, so wird dieser auch auf die entsprechende Fremdwährungs-Risikoposition abgebildet. [Annex 4, 72] Die Position eines Fremdwährungs-Basisswaps wird Null gesetzt. [Annex 4, 73 77] Grösse der Risikoposition: aus einer Transaktion mit linearem Risikoprofil mit Ausnahme von Zinsinstrumenten: effektiver Nominalwert (Marktpreis mal Menge) des Underlyings, umgerechnet in Schweizer Franken. für Zinsinstrumente mit linearem Risikoprofil und die Payment Legs aller Transaktionen: effektiver Nominalwert der ausstehenden Bruttozahlungen (einschliesslich dem Nominalbetrag), umgerechnet in Schweizer Franken, multipliziert mit der Modified Duration des Zinsinstruments beziehungsweise des Payment Legs /135
25 eines Credit Default Swaps: Nominalbetrag der Referenzforderung, multipliziert mit der Restlaufzeit des Credit Default Swaps. eines Derivats mit nicht-linearem Risikoprofil (einschliesslich Optionen und Swaptions): Deltaäquivalent des effektiven Nominalwertes des Underlyings, ausser beim Underlying handle es sich um ein Zinsinstrument. eines Derivat mit nicht-linearem Risikoprofil (einschliesslich Optionen und Swaptions) mit einem Zinsinstrument als Underlying: Deltaäquivalent des effektiven Nominalwertes des Underlyings oder des Payment Legs, multipliziert mit der Modified Duration des Zinsinstruments beziehungsweise des Payment Legs. [Annex 4, 78] Die Grösse und das Vorzeichen der Risikoposition können wie folgt ermittelt werden: Für Zinsinstrumente und Payment Legs: Effektiver Nominalbetrag, oder Betrag des Deltaäquivalents, multipliziert mit der modifizierten Duration = mit V r V r = Wert des Finanzinstruments (im Falle einer Option: des Optionspreises; im Falle einer Transaktion mit einem linearen Risikoprofil: der Wert des Underlyings oder seines Payment-Legs) = Zinshöhe Wenn V in einer anderen Währung als der Heimwährung denominiert ist, so muss das Derivat in die Heimwährung umgerechnet werden. Für alle übrigen Instrumente: Effektiver Nominalbetrag, oder Deltaäquivalent = mit p ref = Preis des Underlyings, ausgedrückt in der Referenzwährung, V p p ref V p = Wert des Finanzinstrumentes (im Falle von Optionen: der Optionspreis; im Falle von Transaktionen mit einem linearen Risikoprofil: Wert des Underlyings) = Preis des Underlyings, ausgedrückt in der selben Währung wie der Wert des Finanzinstrumentes [Annex 4, 79] Die Risikopositionen können zu Hedgingsets zusammengefasst werden. Für jedes Hedgingset wird der Absolutbetrag der Summe der resultierenden Risikopositionen als Netto-Risiko- Position wie folgt berechnet: /135
26 i mit RPT ij RPC lj l RPT ij = Risikoposition aus Transaktion i bezogen auf Hedgingset j RPC lj = Risikoposition aus Sicherheit l bezogen auf Hedgingset j [Annex 4, 80] Zinsrisikopositionen aufgrund von Zinsinstrumenten mit geringem spezifischen Risiko werden in einem von sechs Hedgingsets je Währung gemäss Rz 87 abgebildet. Ein Zinsinstrument birgt dann ein geringes spezifisches Risiko, wenn es unter dem Standardansatz für Marktrisiken für ein Eigenmittelerfordernis von 1.6% oder weniger qualifiziert. [Annex 4, 80] Zinsrisikopositionen, die ein Payment Leg wiedergeben, werden dem selben Hedgingset zugeordnet wie Zinsrisikopositionen mit geringem spezifischen Risiko. [Annex 4, 80] Zinsrisikopositionen aufgrund von angenommenen Barsicherheiten werden dem selben Hedgingset zugeordnet wie Zinsrisikopositionen mit geringem spezifischen Risiko. [Annex 4, 80] Die sechs Hedgingsets je Währung werden in das folgende Raster eingeordnet: Restlaufzeit oder Dauer bis zur nächsten Zinsfestsetzung 1 Jahr oder weniger Mehr als 1 Jahr, höchstens 5 Jahre Mehr als 5 Jahre Referenzzinssatz Staatsanleihe andere [Annex 4, 81] Für Underlyings in Zinsinstrumenten (z.b. Floating Rate Notes) oder Payment Legs (z.b. Floating Rate Legs von Zinsswaps), für die der Zinssatz an einen Referenzzinssatz geknüpft ist, welche einen allgemeinen Marktzinssatz repräsentiert (z.b. Government Bond Yield, Geldmarktsatz, Swap-Rate), gilt als Zinsneufestsetzungs-Frequenz die Länge des Intervalls bis zur nächsten Anpassung des Referenzzinssatzes. [Annex 4, 81] Andernfalls gilt als Restlaufzeit die Restlaufzeit des Zinsinstruments oder im Falle eines Payment Legs die Restlaufzeit der Transaktion. [Annex 4, 82] Für jeden Emittenten einer Referenzforderung, die das Underlying eines Credit Default Swaps darstellt, ist ein eigener Hedgingset zu verwenden /135
27 [Annex 4, 83] Für jeden Emittenten eines Zinsinstruments mit hohem spezifischen Risiko, d.h. Zinsinstrumenten für welche unter dem Standardansatz für Marktrisiken für spezifische Risiken ein Eigenmittelerfordernis von mehr als 1.6% anwendbar ist, muss ein eigener Hedgingset verwendet werden. [Annex 4, 84] Finanzinstrumente ausser Zinsinstrumenten (d.h. Aktien, Edelmetalle, Rohstoffe und andere Instrumente) als Underlying werden nur dann demselben Hedgingset zugeordnet, wenn es sich um identische oder ähnliche Instrumente handelt. Als ähnliche Instrumente gelten im Falle von Aktieninstrumenten: Aktieninstrumente des gleichen Emittenten (Aktienindizes werden als separate Emittenten behandelt); im Falle von Edelmetallen: Instrumente desselben Metalls (Edelmetallindizes gelten als separate Edelmetalle); im Falle von Rohstoffen: Instrumente desselben Rohstoffes (Rohstoffindizes gelten als separate Rohstoffe); im Falle von Strom: Lieferverpflichtungen und -anrechte, die sich auf dieselbe Peak- oder Base- Load-Zeit innerhalb eines 24 Stunden Intervalls beziehen. [Annex 4, 85] Der auf eine Nettorisikoposition aus einem Hedgingset anzuwendende Kreditumrechnungsfaktor hängt von der aufsichtsrechtlichen Kategorisierung gemäss Rz ab. [Annex 4, 86] Mit Ausnahme von Zinsinstrumenten als Underlying gelten die folgenden Kreditumrechnungsfaktoren: Fremdwährung: 2.5% Gold: 5.0% Aktien: 7.0% Edelmetalle mit Ausnahme von Gold: 8.5% Strom: 4.0% andere Rohstoffe ausser Edelmetalle: 10.0% [Annex 4, 87] Für Risikopositionen aus Zinsinstrumenten gelten die folgenden Kreditumrechnungsfaktoren: 0.6% für Risikopositionen aus einem Zinsinstrument oder einer Referenzforderung mit einem Rating der Ratingklassen 5 7; /135
28 0.3% für eine Risikoposition aus einer Referenzforderung, die Underlying für einen Credit Default Swap ist, mit einem Rating der Ratingklassen 1 4; 0.2% für alle Übrigen. [Annex 4, 88] Derivate, die keiner der oben erwähnten Klassen zugeordnet werden können, werden einzelnen Hedgingsets für jede Kategorie von Underlying zugewiesen. Ein Kreditumrechnungsfaktor von 10% wird auf den Nominalbetrag angewendet. [Annex 4, 89] Es kann bei Transaktionen mit nicht-linearem Risikoprofil vorkommen, dass eine Bank das Delta mit dem von der FINMA zur Eigenmittelunterlegung von Marktrisiken bewilligten Modell nicht bestimmen kann. Im Falle von Payment Legs und Transaktionen mit Zinsinstrumenten als Underlying kann es vorkommen, dass es Transaktionen gibt, für die eine Bank die Modified Duration nicht ermitteln kann. In diesen Fällen ist die Marktwertmethode nach Art. 57 ERV anzuwenden. Sicherheiten (collateral, C) [SACCR Anhang 4, ] Der SA-CCR berücksichtigt das Gegenpartei Kreditrisiko von Sicherheiten, welche die Bank an ihre Gegenpartei geliefert und den risikomindernden Effekt von Sicherheiten, welche die Bank erhalten hat. Der Parameter C kann positiv oder negativ sein und berechnet sich als Nettowert der gemäss Rz anrechenbaren von der Bank erhaltenen Sicherheiten abzüglich aller durch die Bank gestellten Sicherheiten unter Berücksichtigung von Ab- oder Zuschlägen (Haircuts). Der Wert von Sicherheiten, welche die Bank erhalten hat, wird durch die Haircuts vermindert. Der Wert von Sicherheiten, welche die Bank an ihre Gegenpartei geliefert hat, wird in der gleichen Weise erhöht. Es werden die gleichen Haircuts verwendet wie bei Repo- und repoähnlichen Geschäften gemäss Rz Bei Transaktionen ohne Nachschussvereinbarung gilt eine Halteperiode von einem Jahr. Bei Transaktionen mit Nachschussvereinbarung gilt als Halteperiode die Mindesthaltedauer gemäss Rz Als Derivate mit Margenausgleich, gelten Derivatgeschäfte, bei denen aufgrund einer Nachschussvereinbarung (margin agreement) in regelmässigen Zeitabständen Margenzahlungen aufgrund des Netto Marktwerts der Derivatkontrakte berechnet und ausgetauscht werden. Die Höhe der Margenzahlungen umfasst vorbehaltlich allfälliger Schwellenwerte (thresholds, TH) und Mindesttransferbeträge (minimum transfer amounts, MTA) den vollen Netto Marktwert der Derivatkontrakte, die in die Margenvereinbarung eingeschlossen sind. Transaktionen mit einseitigen Nachschussvereinbarungen, bei denen die Bank nur Sicherheiten liefert aber nicht erhält, müssen wie Transaktionen ohne Margenausgleich behandelt werden [SACCR Anhang 4, 138]. Der Nettowert der marktpreisunabhängigen Sicherheiten (net independent collateral amount, NICA) [SACCR Anhang 4, ] bezieht sich auf die vertraglich vereinbarten Sicherheiten, deren Höhe sich nicht in Abhängigkeit der Marktwerte der Derivate verändert. Der Begriff soll unterschiedliche, in verschiedenen Marktsegmenten gebräuchliche Begriffe wie initial margin und independent amounts zusammenfassen. Als marktpreisunabhängige Sicherheiten gelten (i) die über die Nachschussmarge (variation margin) hinausgehenden Sicherheiten und/oder /135

References: Art. 7
 Art. 3
 Art. 2
 Art. 29
 Art. 5
 Art. 63
 Art. 4
 Art. 57
 Art. 61
 Art. 61
 Art. 61
 Art. 57
 Art. 61
 Art. 57