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Timestamp: 2019-08-25 18:42:28+00:00

Document:
Gesetze-Rechtsprechung Schleswig-Holstein TönsNatSchGV SH | Landesnorm Schleswig-Holstein | Gesamtausgabe | Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Tönsheider Wald" vom 10. Oktober 1995 | gültig ab: 01.01.2003
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Tönsheider Wald"...
juris-Abkürzung: TönsNatSchGV SH
Ausfertigungsdatum: 10.10.1995
Fundstelle: GVOBl. 1995 346
Gliederungs-Nr: 791-4-170
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Tönsheider Wald"
Landesverordnung über das Naturschutzgebiet "Tönsheider Wald" vom 10. Oktober 1995 01.01.2003
Aufgrund des § 17 Abs. 1 des Landesnaturschutzgesetzes verordnet die Ministerin für Natur und Umwelt die folgenden §§ 1 bis 8 mit Ausnahme des § 5 Abs. 1 Nr. 2 ; aufgrund des § 39 Abs. 1 Nr. 8 des Landesjagdgesetzes verordnet der Minister für Ernährung, Landwirtschaft, Forsten und Fischerei die folgenden §§ 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 12 , 5 Abs. 1 Nr. 2 , 6 Abs. 2 sowie § 8 :
(1) Teile des um die Fachklinik Aukrug in Tönsheide gelegenen Waldes in der Gemeinde Aukrug, Kreis Rendsburg-Eckernförde, werden zum Naturschutzgebiet erklärt.
(2) Das Naturschutzgebiet wird mit der Bezeichnung "Tönsheider Wald" unter Nummer 179 in das beim Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume als oberste Naturschutzbehörde geführte Verzeichnis der Naturschutzgebiete eingetragen.
(1) Das Naturschutzgebiet ist rund 61 ha groß und umfaßt Teile der Gemarkung Bargfeld. Es wird wie folgt begrenzt:
im Westen durch die baulichen Anlagen der Fachklinik Aukrug;
im Norden durch die Verbindungsstraße zwischen der Fachklinik und Bargfeld;
im Osten durch die Kreisstraße (L II O) 88;
im Süden durch den Waldweg an der Grenze zwischen den Kreisen Rendsburg-Eckernförde und Steinburg.
(2) Die Grenze des Naturschutzgebietes ist in der Abgrenzungskarte im Maßstab 1:2.000 rot eingetragen. Sie verläuft auf der dem Gebiet zugewandten Seite der roten Linie. Die Ausfertigung der Karte ist bei der Ministerin für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume, Oberste Naturschutzbehörde, 24149 Kiel, verwahrt. Die Karte ist Bestandteil dieser Verordnung.
Landrat des Kreises Rendsburg-Eckernförde - Untere Naturschutzbehörde -, 24768 Rendsburg,
Amtsvorsteher des Amtes Aukrug, 24613 Aukrug,
(1) Das Naturschutzgebiet besteht aus den östlich der Fachklinik Aukrug in Tönsheide im Naturpark Aukrug gelegenen, in Teilen naturnahen Waldflächen der Altgeest mit eingestreuten Heideflächen und dem Quellgebiet und Oberlauf der Sellbek.
die naturnahen Waldbereiche und die der Eigenentwicklung überlassenen Flächen,
das Quellgebiet und den Oberlauf der Sellbek mit der natürlichen Dynamik eines Bachlaufes,
die Vielfalt charakteristischer Pflanzen- und Tierarten und ihrer Ökosysteme,
die geologischen und geomorphologischen Eigenarten des Gebietes mit den natürlichen Veränderungen und Wechselbeziehungen zu erhalten und zu schützen und
die Waldflächen des Tönsheider Waldes zu einem natürlichen, sich selbst regulierenden Wald zu entwickeln.
die Jagd auf Schalenwild im Rahmen der ordnungsgemäßen Ausübung des Jagdrechtes im Sinne des § 1 des Bundesjagdgesetzes sowie die Ausübung des Jagdschutzes im Sinne des Abschnittes VI und des § 22 a des Bundesjagdgesetzes in Verbindung mit den §§ 21 und 22 des Landesjagdgesetzes ; nicht zulässig sind
Maßnahmen der Reviergestaltung oder der Äsungsverbesserung;
die Errichtung geschlossener Hochsitze oder die Errichtung und der Betrieb von Fütterungseinrichtungen;
der Betrieb und die Unterhaltung der Fischzuchtanlage des Angelsportvereins Aukrug an der Sellbek auf der bei Inkrafttreten dieser Verordnung genutzten Fläche in der bisherigen Art und dem bisherigen Umfang und die extensive, auf den Schutzzweck ausgerichtete fischereiliche Nutzung der beiden Löschwasserteiche bis zum 31. Dezember 1997;
die erforderliche Unterhaltung der Vorflut dienenden Gewässer
der Betrieb und die Unterhaltung der Abwasseranlagen der Fachklinik Aukrug sowie die erforderlichen und genehmigten Änderungen dieser Anlagen auf den Flächen, die in der Abgrenzungskarte in unterbrochener Schrägschraffur dargestellt sind, sowie der Betrieb und die Unterhaltung der Anlagen zum unterirdischen Durchleiten von Wasser und Abwasser; dies gilt nicht für solche Vorhaben, die nach Wasserrecht oder anderen Rechtsvorschriften genehmigungs- oder planfeststellungsbedürftig sind;
die Nutzung und Unterhaltung der Löschwasserentnahmestellen einschließlich der Zuwegungen an den beiden Löschwasserteichen;
der Betrieb und die Unterhaltung des im Rahmen des Artenhilfsprogramms "Wiedereinbürgerung des Uhus in Schleswig-Holstein" errichteten Tiergeheges in der bisherigen Art und in dem bisherigen Umfang, sofern hierfür eine Genehmigung nach § 27 des Landesnaturschutzgesetzes vorliegt;
(2) Die Jagdbehörde kann im Einvernehmen mit dem Landesamt für Naturschutz und Landschaftspflege Ausnahmen von den einschränkenden Regelungen der §§ 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 12 und 5 Abs. 1 Nr. 2 im Einzelfall zulassen, wenn hierdurch der Schutzzweck nicht beeinträchtigt wird.
(3) Die untere Naturschutzbehörde kann von den Verboten des § 4 Abs. 1 nach Maßgabe der Bestimmungen des § 54 Abs. 2 des Landesnaturschutzgesetzes Befreiungen erteilen. Bei der Erteilung von Befreiungen von den Verboten des Absatzes 1 Satz 2 Nr. 10, 11 und 12 sind die besonderen artenschutz- und jagdrechtlichen Bestimmungen zu beachten.
§ 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 10 die Lebensräume der Pflanzen und der Tiere sowie ihre Ökosysteme beseitigt oder nachteilig verändert, insbesondere durch chemische Stoffe oder mechanische Maßnahmen;
§ 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 15 Zelte oder Wohnwagen aufstellt, Sachen aller Art lagert, Feuer macht oder Hunde nicht angeleint mitführt;
§ 4 Abs. 1 Satz 2 Nr. 16 das Naturschutzgebiet außerhalb der Wege betritt oder im Naturschutzgebiet außerhalb der dafür bestimmten Wege reitet oder fährt.
vorsätzlich ohne Genehmigung der unteren Naturschutzbehörde eine Handlung nach § 6 Abs. 1 Nr. 1 bis 3 vornimmt;

References: § 17
 § 5
 § 39
 § 8
 § 1
 § 22
 § 27
 § 4
 § 54

§ 4

§ 4

§ 4
 § 6