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Timestamp: 2016-10-24 16:09:52+00:00

Document:
5A_927/2014 (26.01.2015)
5A_927/2014 � � Urteil vom 26. Januar 2015
vertreten durch den Vorsteher des Departementes
2. Kindes- und Erwachsenenschutzbeh�rde (KESB) Y.________,
beide vertreten durch Rechtsanwalt Armin Linder,
Kindes- und Erwachsenenschutzbeh�rde (KESB) des Kantons Schaffhausen,
Rechtsweg zur Bestimmung der interkantonal zust�ndigen Erwachsenenschutzbeh�rde (Beistandschaft),
Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Schaffhausen vom 21. Oktober 2014.
A.a.�A.________, geboren 1996, stand unter der alleinigen elterlichen Sorge seiner Mutter. Er zeigte gewisse Verhaltensauff�lligkeiten, die ab Juli 1999 in Spit�lern und anderen Institutionen abgekl�rt wurden. Am 6. September 2006 ordnete die Vormundschaftsbeh�rde R.________ (SZ) eine Beistandschaft als Kindesschutzmassnahme an. A.________ war danach teils vor�bergehend zwecks Abkl�rungen, teils auf Dauer in Heimen und Schulen oder bei Pflegefamilien untergebracht. Seine Mutter wechselte mehrfach ihren Wohnsitz.
A.b.�Am 3. August 2011 �bernahm die Vormundschaftsbeh�rde S.________ (SG) die Beistandschaft f�r A.________. Sie entzog dessen Mutter die Obhut und best�tigte dessen Fremdplatzierung. Zu seinem neuen Beistand B.________ und zur Pflegefamilie C.________ in T.________, Gemeinde U.________ (TG), wo er ab September 2011 seine freien Wochenenden und die Ferien verbrachte, konnte A.________ in der Folge eine tragf�hige und vertrauensvolle Beziehung aufbauen.
A.c.�Auf Anordnung der Vormundschaftsbeh�rde S.________ (SG) trat A.________ im Dezember 2012 in das Kantonale Jugendheim D.________, in V.________ (SG), ein, um dort die obligatorische Schulzeit abzuschliessen und einen Beruf zu erlernen.
A.d.�Im Oktober 2013 verlegte die Mutter von A.________ ihren Wohnsitz von S.________ (SG) nach W.________ (SH), wo auch A.________ am 21. November 2013 angemeldet wurde.
A.e.�A.________ schrieb am 19. Dezember 2013 an die f�r die Gemeinde S.________ (SG) zust�ndige KESB X.________, dass er weder die Wochenenden bei seiner Mutter verbringen noch Kontakt mit ihr haben wolle, sondern seine Lehre im D.________ abschliessen und dort in der Wohngruppe bleiben wolle. Er brauche sicher bis Ende der Lehre weiterhin einen Beistand. Die KESB X.________ teilte der KESB des Kantons Schaffhausen am 24. Januar 2014 mit, dass die Beistandschaft f�r A.________ mit der Vollj�hrigkeit von Gesetzes wegen aufgehoben werde, es aber sinnvoll sei, bis zur Beendigung der Lehre eine Erwachsenenschutzmassnahme anzuordnen. Daf�r sei die KESB des Kantons Schaffhausen zust�ndig, da A.________ seinen Wohnsitz seit Oktober 2013 in W.________ (SH) habe.
B.a.�Am xx.xx.2014 wurde A.________ vollj�hrig. Auf diesen Zeitpunkt hin schloss die KESB X.________ die Beistandschaft f�r A.________ f�rmlich ab (Beschluss vom 18. Februar 2014).
B.b.�Die KESB des Kantons Schaffhausen lud A.________ am 7. Februar 2014 zu einer Besprechung seines Unterst�tzungsbedarfs ein. A.________ best�tigte sein zuvor schon gegen�ber der KESB X.________ ge�ussertes Anliegen mit Schreiben vom 21. Februar 2014 und erg�nzte, er wolle die Wochenenden im D.________ oder bei seiner Pflegefamilie in T.________ verbringen. Die KESB des Kantons Schaffhausen sagte den Besprechungstermin am 26. Februar 2014 wieder ab, weil sie sich als �rtlich nicht zust�ndig erachtete. Sie teilte der KESB Y.________ am 5. M�rz 2014 mit, ihrer Ansicht nach habe A.________ einen selbstst�ndigen Wohnsitz in V.________ (SG) begr�ndet. Die KESB Y.________ bestritt ihre Zust�ndigkeit, da der Aufenthalt im Jugendheim D.________ zu Ausbildungszwecken keinen Wohnsitz in V.________ (SG) begr�nde.
B.c.�Mangels Einigung unterbreitete die KESB des Kantons Schaffhausen die Frage der Zust�ndigkeit am 19. M�rz 2014 dem Obergericht als kantonaler Beschwerdeinstanz. Zur Stellungnahme eingeladen, beharrte die KESB Y.________ auf ihrer Unzust�ndigkeit.
B.d.�Am 26. Mai 2014 erliess die Gemeinde U.________ (TG) eine Gef�hrdungsmeldung an die KESB des Kantons Schaffhausen, zumal A.________ seine Lehre abgebrochen habe, auf sich allein gestellt sei und nur �ber eine Notunterkunft (keinen Wohnsitz) bei der Familie verf�ge, bei der er f�r die Wochenenden platziert gewesen sei. Sie ersuchte dringend um Anordnung einer Beistandschaft. Die KESB des Kantons Schaffhausen leitete das Gesuch an die am Aufenthaltsort zust�ndige KESB Z.________ weiter, die auf eine Erwachsenenschutzmassnahme verzichtete mit der Begr�ndung, die Gemeinde U.________ (TG) berate und unterst�tze A.________ im Rahmen der freiwilligen Sozialarbeit.
B.e.�Mit Entscheid vom 21. Oktober 2014 stellte das Obergericht des Kantons Schaffhausen fest, dass die KESB des Kantons Schaffhausen zur Errichtung einer Beistandschaft f�r A.________ nicht zust�ndig sei. Es �berwies die Sache zur weiteren Pr�fung an die f�r das im Februar 2014 eingeleitete Verfahren als zust�ndig erscheinende KESB Y.________ und teilte den Entscheid zus�tzlich der KESB Z.________ mit.
Mit Eingabe vom 24. November 2014 beantragen der Kanton St. Gallen (Beschwerdef�hrer) und die KESB Y.________ (Beschwerdef�hrerin) dem Bundesgericht, es sei festzustellen, dass die Beschwerdef�hrerin f�r das im Februar 2014 eingeleitete erwachsenenschutzrechtliche Verfahren in Sachen A.________ nicht zust�ndig ist, und es sei die f�r A.________ per Februar 2014 zust�ndige Kindes- und Erwachsenenschutzbeh�rde zu bestimmen. Unter "Prozessuales" beantragen die Beschwerdef�hrer eventualiter, dass die Beschwerde als Klage des Kantons St. Gallen gegen den Kanton Schaffhausen entgegenzunehmen sei (S. 5 Ziff. 6 der Beschwerdeschrift). Es sind die kantonalen Akten, hingegen weder von der KESB des Kantons Schaffhausen (Beschwerdegegnerin) noch vom Kanton Schaffhausen Vernehmlassungen eingeholt worden.
Streitigkeiten zwischen Kantonen �ber die Zust�ndigkeit ihrer Vormundschaftsbeh�rden zur Weiterf�hrung einer Beistandschaft hat das Bundesgericht bisher auf Klage hin entschieden (Art. 120 Abs. 1 lit. b BGG; BGE 137 III 593 E. 1.1 S. 594 f.). Es stellt sich die Frage, ob das am 1. Januar 2013 in Kraft getretene Erwachsenenschutzrecht (Art. 360 ff. ZGB; AS 2011 725, S. 767) daran etwas ge�ndert hat. Sollte es eine Beh�rde zum Erlass einer Verf�gung �ber die interkantonale Zust�ndigkeit von Erwachsenenschutzbeh�rden erm�chtigen, dann ist die Klage unzul�ssig und gegen die Verf�gung letztinstanzlich die Beschwerde an das Bundesgericht zul�ssig (Art. 120 Abs. 2 BGG).
Eine Verf�gungskompetenz der gerichtlichen Beschwerdeinstanz in Fragen der interkantonalen Zust�ndigkeit leiten die Beschwerdef�hrer aus Art. 444 ZGB ab. Streitig ist dessen Auslegung (E. 3), aber auch die Auslegung von Art. 120 Abs. 2 BGG (E. 4). Massgebend f�r jede Auslegung ist in erster Linie der Wortlaut der fraglichen Bestimmung. Ist der Text nicht ganz klar und sind verschiedene Interpretationen m�glich, so muss nach der wahren Tragweite der Bestimmung gesucht werden, wobei alle Auslegungselemente zu ber�cksichtigen sind (Methodenpluralismus). Dabei kommt es namentlich auf die Entstehungsgeschichte, auf den Zweck der Norm, auf die ihr zugrunde liegenden Wertungen und auf den Sinnzusammenhang an, in dem die Norm steht. Die Gesetzesmaterialien sind zwar nicht unmittelbar entscheidend, dienen aber als Hilfsmittel, den Sinn der Norm zu erkennen. Nach der Rechtsprechung darf die Auslegung vom klaren Wortlaut eines Rechtssatzes nur dann abweichen, wenn triftige Gr�nde daf�r bestehen, dass er nicht den wahren Sinn der Bestimmung wiedergibt. Solche triftigen Gr�nde k�nnen sich aus der Entstehungsgeschichte, aus dem Sinn und Zweck der Vorschrift und aus dem Zusammenhang mit anderen Gesetzesbestimmungen ergeben. Entscheidend ist danach nicht der vordergr�ndig klare Wortlaut einer Norm, sondern der wahre Rechtssinn, welcher durch die anerkannten Regeln der Auslegung zu ermitteln ist (BGE 140 III 289 E. 2.1 S. 292).
Die Auslegung von Art. 444 ZGB ergibt Folgendes:
3.1.�Mit der Marginalie "Pr�fung der Zust�ndigkeit" bestimmt Art. 444 ZGB, dass die Erwachsenenschutzbeh�rde ihre Zust�ndigkeit von Amtes wegen pr�ft (Abs. 1), und die Sache, soweit sie sich nicht f�r zust�ndig h�lt, unverz�glich der Beh�rde �berweist, die sie als zust�ndig erachtet (Abs. 2). Zweifelt sie an ihrer Zust�ndigkeit, so pflegt sie einen Meinungsaustausch mit der Beh�rde, deren Zust�ndigkeit in Frage kommt (Abs. 3). Kann im Meinungsaustausch keine Einigung erzielt werden, so unterbreitet die zuerst befasste Beh�rde die Frage ihrer Zust�ndigkeit der gerichtlichen Beschwerdeinstanz (Abs. 4). Der Wortlaut f�r sich allein l�sst nicht auf eine Kompetenz der gerichtlichen Beschwerdeinstanz schliessen, mit bindender Wirkung �ber die Zust�ndigkeit einer anderen Erwachsenenschutzbeh�rde als derjenigen, die sie angerufen hat, zu entscheiden. Denn die Erwachsenenschutzbeh�rde pr�ft "ihre Zust�ndigkeit" (Abs. 1: "sa comp�tence"; "la propria competenza") und unterbreitet "die Frage ihrer Zust�ndigkeit" (Abs. 4: "la question de sa comp�tence"; "la questione della propria competenza") der gerichtlichen Beschwerdeinstanz. Der Pr�fungsgegenstand �ndert im Verlaufe des Verfahrens nicht.
3.2.�Die Entstehungsgeschichte der Bestimmung belegt freilich, dass nicht restlos klar war, was die Erwachsenenschutzbeh�rde der gerichtlichen Beschwerdeinstanz unterbreitet.
3.2.1.�Der Bericht mit Vorentwurf (VE) f�r ein Bundesgesetz �ber das Verfahren vor den Kindes- und Erwachsenenschutzbeh�rden vom Juni 2003 wollte, dass die gerichtliche Aufsichtsbeh�rde inner- und auch interkantonale Kompetenzkonflikte entscheidet (Art. 4 VE) und deren Entscheid mit der eidgen�ssischen Berufung angefochten werden kann (Art. 60 VE). Der nach damaligem Recht bestehende Weg der staatsrechtlichen Klage wurde zur Erledigung von interkantonalen Kompetenzkonflikten zwischen Erwachsenenschutzbeh�rden als langwierig, kompliziert und schwerf�llig und insgesamt als unzweckm�ssig erachtet (S. 10 des Berichts zu Art. 4 VE). Der Bericht mit Vorentwurf sah eine Erg�nzung des Bundesrechtspflegegesetzes (OG) betreffend Entscheide in Kompetenzstreitigkeiten vor. Danach war zul�ssiges Bundesrechtsmittel die Berufung und zur Berufung befugt die Kindes- und Erwachsenenschutzbeh�rde, welche ihre Zust�ndigkeit behauptet oder bestreitet und vor der letzten kantonalen Instanz unterlegen ist (S. 38 f. des Berichts zu Art. 60 VE). Im Vernehmlassungsverfahren wurde die Regelung betreffend inner- und interkantonale Kompetenzkonflikte als teilweise unklar bezeichnet und eine Erg�nzung bzw. �berarbeitung angeregt (Zusammenstellung der Vernehmlassungen: Vorentwurf f�r ein Bundesgesetz �ber das Verfahren vor den Kindes- und Erwachsenenschutzbeh�rden, Oktober 2004, S. 29 und S. 130 ff.).
3.2.2.�Die Botschaft zur �nderung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (Erwachsenenschutz, Personenrecht und Kindesrecht) vom 28. Juni 2006 hat auf das Verfahrensgesetz verzichtet, die darin enthaltenen wesentlichen Verfahrensgrunds�tze jedoch f�r den Kindes- und Erwachsenenschutz im Sinn eines bundesrechtlich vereinheitlichten gesamtschweizerischen Standards im Zivilgesetzbuch verankern wollen (BBl 2006 7001 S. 7022 Ziff. 1.3.10). Wie im Vorentwurf sollten die inner- und interkantonalen Kompetenzkonflikte geregelt werden. Laut Botschaft bindet der Zust�ndigkeitsentscheid der angerufenen Beschwerdeinstanz grunds�tzlich auch die Beh�rde des anderen Kantons, der unterliegende Kanton ist jedoch berechtigt, gegen diesen Entscheid beim Bundesgericht zivilrechtliche Beschwerde zu f�hren (BBl 2006 7001 S. 7076 f. zu Art. 444). Der Entwurf sah in Art. 444 Abs. 4 vor, dass die zuerst befasste Beh�rde "die Angelegenheit" ("l'affaire"; "la controversia") der gerichtlichen Beschwerdeinstanz unterbreitet, wenn im Meinungsaustausch keine Einigung erzielt werden kann (BBl 2006 7139 S. 7163).
3.2.3.�Auf Antrag seiner Kommission beschloss der St�nderat den Wortlaut von Art. 444 Abs. 4 des Entwurfs dahin gehend zu �ndern, dass die zuerst befasste Beh�rde "die Frage ihrer Zust�ndigkeit" ("la question de sa comp�tence") der gerichtlichen Beschwerdeinstanz unterbreitet. F�r die Kommission erl�uterte St�nderat Bonh�te die Pr�zisierung mit den Worten: "l'instance judiciaire de recours doit bien trancher la question de la comp�tence et non le fond en l'occurence" (AB 2007 S 840). Der Nationalrat stimmte dem Beschluss des St�nderates diskussionslos zu (AB 2008 N 1539). Beweggrund f�r die Pr�zisierung des St�nderats war indessen nicht so sehr die Sorge, dass die gerichtliche Beschwerdeinstanz �ber die Zust�ndigkeitsfrage hinaus gleich in der Sache entscheidet. Vielmehr ist es offenbar darum gegangen, dass die Beschwerdeinstanz des einen Kantons nur �ber die Nichtzust�ndigkeit der Beh�rde ihres eigenen Kantons verbindlich entscheiden, hingegen nicht einem anderen Kanton die Zust�ndigkeit vorschreiben kann (so mit Hinweis auf Prot. Komm. SR, 27./28.8.2007, S. 31 f.: Hermann Schmid, Erwachsenenschutz, Kommentar, 2010, N. 3 zu Art. 444 ZGB).
3.3.�Als Zwischenergebnis kann festgehalten werden, dass zumindest die Meinungsbildung in der st�nder�tlichen Kommission f�r Rechtsfragen und anschliessend in den R�ten den heutigen Wortlaut von Art. 444 Abs. 4 ZGB als bewusst gewollt best�tigt. Dieser Wortlaut l�sst f�r sich allein nicht auf eine Kompetenz der gerichtlichen Beschwerdeinstanz schliessen, mit bindender Wirkung �ber die Zust�ndigkeit einer anderen Erwachsenenschutzbeh�rde als derjenigen, die sie angerufen hat, zu entscheiden. F�r die Regelung interkantonaler Kompetenzkonflikte bietet Art. 444 Abs. 4 ZGB von daher gesehen keine eindeutige Gesetzesgrundlage.
3.4.�Die Ansichten in der Lehre dazu sind freilich geteilt:
3.4.1.�Eine Minderheit nimmt an, dass die Beschwerdeinstanz eines Kantons nur �ber die Nichtzust�ndigkeit der Beh�rde des eigenen Kantons verbindlich entscheiden kann ( SCHMID, a.a.O., N. 3, und DANIEL STECK, in: Andrea B�chler et al., FamKomm Erwachsenenschutz, 2013, N. 11, und in: Daniel Rosch et al., Erwachsenenschutzrecht, 2. Aufl. 2015, N. 10, je zu Art. 444 ZGB).
3.4.2.�Nach der Mehrheitsmeinung entscheidet die zuerst angerufene gerichtliche Beschwerdeinstanz auch in Fragen der interkantonalen Zust�ndigkeit und ist der unterliegende Kanton berechtigt, den Entscheid mit der Beschwerde in Zivilsachen anzufechten. An diesem Grundsatz, der die Logik und Einfachheit f�r sich hat, �ndert auch die st�nder�tliche Pr�zisierung des Wortlautes nichts (so FRAN�OIS BOHNET, Autorit�s et proc�dure en mati�re de protection de l'adulte, in: Olivier Guillod et al., Le nouveau droit de la protection de l'adulte, 2012, S. 78 N. 121 f., und AUER/MARTI, B asler Kommentar, 2014, N. 28 zu Art. 444 ZGB; gl.M. MEIER/LUKIC, Introduction au nouveau droit de la protection de l'adulte, 2011, N. 104 S. 48; PATRICK FASSBIND, Erwachsenenschutz, 2012, S. 107; H�FELI, Grundriss zum Erwachsenenschutzrecht, 2013, N. 31.12 S. 277 f.; STEINAUER/FOUNTOULAKIS, Droit des personnes physiques et de la protection de l'adulte, 2014, N. 1085b S. 481; je mit Hinweisen, vorab auf die Botschaft).
3.4.3.�Vereinzelt wird hervorgehoben, dass dem unterlegenen Kanton die Beschwerde in Zivilsachen an das Bundesgericht offensteht, die Klage nach Art. 120 Abs. 1 lit. b BGG hingegen nicht mehr zul�ssig ist ( KOKES [ Hrsg.], Praxisanleitung Erwachsenenschutzrecht, 2012, Rz. 189 S. 30; gl.M. WURZBURGER, Commentaire de la LTF, 2. Aufl. 2014, N. 10, und SP�HLER, Bundesgerichtsgesetz. Praxiskommentar, 2. Aufl. 2013, N. 15, je zu Art. 120 BGG).
3.5.�Das Bundesgericht hat sich mit der Frage noch nicht befasst. Entgegen vereinzelter Lehrmeinungen betrifft BGE 137 III 593 die Bestimmung der interkantonal zust�ndigen Vormundschaftsbeh�rde und damit einen altrechtlichen Fall. Das Bundesgericht hat darauf ausdr�cklich hingewiesen und festgehalten, dass im zu beurteilenden Fall die neue Regelung �ber die Pr�fung der Zust�ndigkeit gem�ss Art. 444 ZGB nicht anwendbar ist, wonach laut Botschaft interkantonale Zust�ndigkeitskonflikte nicht mehr auf dem Klageweg dem Bundesgericht, sondern der kantonalen gerichtlichen Beschwerdeinstanz unterbreitet werden sollen, deren Entscheid wiederum mit Beschwerde in Zivilsachen vor Bundesgericht angefochten werden kann (BGE 137 III 593 E. 1.2 S. 595 mit Hinweis auf die Botschaft, BBl. 2006 7001 S. 7076 f. zu Art. 444). In der blossen Wiedergabe des Botschaftstextes liegt keine Stellungnahme zur vorliegenden Streitfrage. Klar Stellung genommen hat hingegen das Verwaltungsgericht des Kantons Solothurn. Im ver�ffentlichten Urteil vom 3. Dezember 2013 erkl�rte es die KESB Glarus f�r zust�ndig zur Fortf�hrung von bereits angeordneten Kindesschutzmassnahmen und verpflichtete die KESB Glarus zur �bernahme der Beistandschaft (SOG 2013 Nr. 4 S. 18 ff.).
Die Subsidiarit�t der Klage gegen�ber der Beschwerde setzt gem�ss Art. 120 Abs. 2 BGG voraus, dass eine Beh�rde erm�chtigt ist, durch Verf�gung zu entscheiden, und dass sich diese Erm�chtigung aus einem anderen Bundesgesetz als dem BGG ergibt.
4.1.�Aus dem Wortlaut von Art. 120 BGG kann geschlossen werden, dass das Bundesgericht die in Abs. 1 genannten Kompetenzkonflikte und Streitigkeiten auf Klage als einzige Instanz beurteilt, ausser der Tatbestand gem�ss Abs. 2 ist erf�llt. Dieser Ausschluss der Klage gem�ss Art. 120 Abs. 2 BGG wurde erst im St�nderat auf Antrag der Kommission f�r Rechtsfragen diskussionslos in die Vorlage aufgenommen (AB 2003 S 913) und im Nationalrat diskussionslos verabschiedet (AB 2004 N 1615). Die Entstehungsgeschichte liegt insoweit im Dunkeln. Ohne Vorbild war die Regelung indessen nicht. Der Grundsatz der Subsidiarit�t der Klage galt bereits im Bundesrechtspflegegesetz von 1943 ( VON WERDT, in: Hansj�rg Seiler/Nicolas von Werdt/Andreas G�ngerich, Bundesgerichtsgesetz [BGG], 2007, N. 18 zu Art. 120 BGG). In diesem Sinne beurteilte das Bundesgericht gem�ss Art. 83 lit. b OG in der urspr�nglichen Fassung eine Klage in staatsrechtlichen Streitigkeiten zwischen Kantonen nur, wenn eine Kantonsregierung seinen Entscheid anruft und nicht nach besonderen bundesgesetzlichen Vorschriften der Bundesrat zust�ndig ist (BS 3 531, S. 554), d.h. die Befugnis zur Entscheidung nicht durch eine ausdr�ckliche oder sich aus der Ordnung unmittelbar ergebende Vorschrift eines Bundesgesetzes dem Bundesrat �bertragen ist ( BIRCHMEIER, Bundesrechtspflege, 1950, S. 301 Ziff. III/1). Praxisgem�ss war in Streitigkeiten zwischen Vormundschaftsbeh�rden verschiedener Kantone die staatsrechtliche Klage gem�ss Art. 83 lit. e OG ausgeschlossen, wenn der Vormundschaftsbeh�rde ein Beschwerderecht zukam (z.B. Art. 378 Abs. 2 ZGB in der Fassung von 1907/12; AS 24 233, S. 331) und gegen den Beschwerdeentscheid das ordentliche zivilrechtliche Rechtsmittel zur Verf�gung stand (BGE 81 I 43 E. 1 S. 44 ff.; 131 I 266 E. 2.2 S. 268).
4.2.�Im Verh�ltnis zwischen Bundesbeh�rden und Kantonen sehen verschiedene Bundesgesetze im Sinne von Art. 120 Abs. 2 BGG vor, dass eine Bundesbeh�rde erm�chtigt ist, gegen�ber einem Kanton einen Kompetenzkonflikt oder eine Streitigkeit durch eine Verf�gung verbindlich zu entscheiden, die der Kanton auf dem Beschwerdeweg anzufechten berechtigt ist (z.B. Art. 108 des Bundesgesetzes �ber die direkte Bundessteuer, DBG, SR 642.11, betreffend Feststellung des Veranlagungsortes; f�r weitere Beispiele mit Hinweisen auf die Rechtsprechung: WURZBURGER, a.a.O., N. 16 zu Art. 120 BGG). Im Verh�ltnis zwischen Bundesbeh�rden und Kantonen ist die Klage insoweit nur einschr�nkend zuzulassen und der Beschwerdeweg vorzuziehen (BGE 136 IV 139 E. 2.4 S. 143). Als heikel erscheinen dagegen Verf�gungskompetenzen im Verh�ltnis zwischen den Kantonen. Der Kanton kann gegen�ber dem anderen Kanton nicht hoheitlich handeln. Abweichende bundesgesetzliche Regelungen im Sinne von Art. 120 Abs. 2 BGG sind im Verh�ltnis unter den Kantonen wenig sachgerecht und kaum vorstellbar ( KIENER, Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten, in: Pierre Tschannen [Hrsg.], Neue Bundesrechtspflege, BTJP 2006, 2007, S. 222 f.; MOOR/POLTIER, Droit administratif, vol. II: Les actes administratifs et leur contr�le, 3. Aufl. 2011, S. 681). Denn in einem Bundesstaat ist es von zentraler Bedeutung, dass die Kantone als souver�ne Gliedstaaten ihre Streitigkeiten untereinander direkt vor dem Bundesgericht als neutrale Instanz in einem Verfahren anh�ngig machen k�nnen, welches die Gleichberechtigung der Parteien sicherstellt. Dies entspricht denn auch der ratio legis von Art. 120 BGG (Urteil 2E_3/2009 und 2E_4/2009 vom 11. Juli 2011 E. 2.1).
4.3.�Mit Blick auf die rechtsstaatlichen Bedenken m�ssen an die Gesetzesgrundlage im Sinne von Art. 120 Abs. 2 BGG hohe Anforderungen gestellt werden, wenn es um das Verh�ltnis zwischen Kantonen geht. Anwendungsf�lle sind selten und betreffen nicht die Einr�umung eigentlicher Verf�gungskompetenzen an einen Kanton f�r die Erledigung der in Art. 120 Abs. 1 BGG genannten Kompetenzkonflikte und Streitigkeiten mit einem anderen Kanton, sondern Anfechtungsverfahren ohne Vorliegen einer Verf�gung. Wie erw�hnt (E. 4.1), r�umte Art. 378 ZGB des Vormundschaftsrechts von 1907/12 der Vormundschaftsbeh�rde der Heimat im Verh�ltnis zur Vormundschaftsbeh�rde am Wohnsitz ihres Angeh�rigen in einem anderen Kanton ein Beschwerderecht ein. Ein Beispiel f�r ein Anfechtungsverfahren findet sich im Bundesgesetz �ber die Zust�ndigkeit f�r die Unterst�tzung Bed�rftiger (Zust�ndigkeitsgesetz, ZUG, SR 851.1) einl�sslich geregelt. Der Wohn- oder der Aufenthaltskanton, der vom Heimatkanton die R�ckerstattung von Unterst�tzungskosten verlangt, zeigt diesem den Unterst�tzungsfall an (Art. 31 Abs. 1 ZUG). Wenn ein Kanton den Anspruch auf Kostenersatz nicht anerkennt, muss er beim fordernden Kanton Einsprache erheben (Art. 33 Abs. 1 ZUG). Anerkennt der fordernde Kanton die Einsprache nicht, so muss er sie unter Angabe der Gr�nde und ausdr�cklicher Anrufung dieses Artikels abweisen (Art. 34 Abs. 1 ZUG), und der Abweisungsbeschluss wird rechtskr�ftig, wenn der einsprechende Kanton nicht bei der zust�ndigen richterlichen Beh�rde des Kantons Beschwerde erhebt (Art. 34 Abs. 2 ZUG). Das Verfahren kommt somit ohne hoheitliche Verf�gung aus, doch hat die Anzeige im Sinne von Art. 31 Abs. 1 ZUG insofern rechtsgestaltende Wirkung, als sie den Kanton, an den sie gerichtet ist, rechtskr�ftig zum Kostenersatz verpflichtet, wenn dieser nicht Einsprache erhebt und einen allf�lligen Abweisungsbeschluss nicht mit Beschwerde bei der kantonalen Gerichtsbeh�rde und zuletzt beim Bundesgericht anficht (BGE 136 V 351 E. 2 S. 352 ff.).
4.4.�Ein vergleichbares Anfechtungsverfahren, geschweige denn die Einr�umung einer Verf�gungskompetenz in interkantonalen Kompetenzkonflikten, wird mit Art. 444 ZGB nicht geschaffen. Wenn die Erwachsenenschutzbeh�rde ihre Zust�ndigkeit von Amtes wegen pr�ft und die Frage ihrer Zust�ndigkeit der gerichtlichen Beschwerdeinstanz unterbreitet, ist in deren Entscheid vom Gesetzeswortlaut her keine Verf�gung �ber die Zust�ndigkeit einer anderen Erwachsenenschutzbeh�rde in einem anderen Kanton zu erblicken. Auch die �berweisung der Sache im Sinne von Art. 444 Abs. 2 ZGB an die Erwachsenenschutzbeh�rde hat keinerlei rechtsgestaltende oder bindende Wirkung und �berl�sst es der Erwachsenenschutzbeh�rde, ob sie die Sache an die Hand nehmen oder an eine andere Beh�rde weiter �berweisen will oder ob sie einen Meinungsaustausch mit der anderen Beh�rde �ber die Zust�ndigkeit durchf�hren und im Fall der Uneinigkeit die Frage ihrer Zust�ndigkeit der gerichtlichen Beschwerdeinstanz unterbreiten will ( BOHNET, a.a.O., S. 77 N. 119; AUER/MARTI, a.a.O., N. 17 zu Art. 444 ZGB). Aus den erw�hnten rechtsstaatlichen Gr�nden bed�rfte es einer klaren und eindeutigen Gesetzesgrundlage, wenn die gerichtliche Beschwerdeinstanz des einen Kantons die Zust�ndigkeit einer Erwachsenenschutzbeh�rde in einem anderen Kanton mit bindender Wirkung soll bestimmen d�rfen. Daran fehlt es Art. 444 Abs. 4 ZGB.
4.5.�Abstriche von den Anforderungen an die Gesetzesgrundlage im Sinne von Art. 120 Abs. 2 BGG rechtfertigen die von der Lehre angef�hrten verfahrens�konomischen �berlegungen nicht, die f�r die Beschwerde in Zivilsachen und gegen die Klage in interkantonalen Zust�ndigkeitsstreitigkeiten sprechen sollen.
4.5.1.�Eingewendet wird, die Ermittlung des Sachverhalts im Klageverfahren sei aufw�ndig und schwerf�llig. Weshalb dies so sein sollte, ist nicht recht einzusehen. Das Bundesgericht hat im Fall einer Klage die genau gleichen M�glichkeiten zur Kl�rung des Sachverhalts, wie sie f�r eine verf�gende Beh�rde bestehen (vgl. nur Art. 36 ff. BZP i.V.m. Art. 120 Abs. 3 BGG). Es kommt hinzu, dass in interkantonalen Zust�ndigkeitskonflikten die Tatsachengrundlage h�ufig unbestritten ist und �ber den Beizug der Akten hinaus oftmals keiner weiteren Beweiserhebung bedarf (z.B. BGE 137 III 593 E. 2 S. 596; 129 I 419 E. 2.1 S. 421). Zu ber�cksichtigen ist auch, dass gem�ss Art. 444 Abs. 4 ZGB bereits eine gerichtliche Beschwerdeinstanz den f�r die Zust�ndigkeit massgebenden Sachverhalt abgekl�rt hat.
4.5.2.�Der Klageweg hat gegen�ber dem Beschwerdeweg einen Vorteil, was die Beteiligung Dritter angeht. Ohne �nderung der heute geltenden Rechtsprechung sind Streitverk�ndung und Nebenintervention im Verfahren der Beschwerde in Zivilsachen vor Bundesgericht nicht zul�ssig (Urteil 4A_360/2012 vom 3. Dezember 2012 E. 1), im Klageverfahren hingegen ausdr�cklich vorgesehen (Art. 15 f. BZP i.V.m. Art. 120 Abs. 3 BGG). Ein Interesse an einer Teilnahme k�nnte der vom Entscheid unmittelbar betroffene A.________ haben, der an einem Verfahren gem�ss Art. 444 ZGB nicht beteiligt ist ( AUER/MARTI, a.a.O., N. 29 zu Art. 444 ZGB; BOHNET, a.a.O., S. 78 f. N. 123). Soweit er ein eigenes rechtliches Interesse glaubhaft zu machen vermag, kann seine Intervention im Klageverfahren zwischen Kantonen gerichtlich zugelassen werden ( WURZBURGER, a.a.O., N. 8 zu Art. 120 BGG).
4.5.3.�Der Klageweg hat gegen�ber dem Beschwerdeweg den weiteren Vorteil, dass die Rechtskraft des Urteils auf einen am kantonalen Verfahren gem�ss Art. 444 Abs. 4 ZGB nicht beteiligten Dritten - hier den Kanton Thurgau - ausgedehnt werden k�nnte. Immerhin steht aufgrund des Sachverhalts fest, dass A.________ seit September 2011 eine vertrauensvolle und tragf�hige Beziehung zu einer Pflegefamilie unterh�lt (Bst. A.b), bei der er sich nach Erreichen der Vollj�hrigkeit weiterhin aufzuhalten gedachte (Bst. B.b) und zu der er nach Abbruch der Lehre auch sofort zur�ckgekehrt ist (Bst. B.d). Diese Pflegefamilie wohnt im Kanton Thurgau, so dass ein Wohnsitz von A.________ daselbst und die Zust�ndigkeit der thurgauischen Erwachsenenschutzbeh�rden nicht ohne weiteres verneint werden k�nnen (vgl. D. STAEHELIN, Basler Kommentar, 2014, N. 16 und N. 19i zu Art. 23 ZGB). Ein Mehrparteienverfahren, das kantonal nicht bestanden hat, l�sst sich auf dem Klageweg einfacher als auf dem Beschwerdeweg bew�ltigen, sei es, dass der klagende Kanton die Klagen h�uft, oder sei es, dass das Gericht zum Streite einen Dritten beil�dt, der Partei wird (Art. 24 Abs. 2 BZP i.V.m. Art. 120 Abs. 3 BGG; VON WERDT, a.a.O., N. 22 zu Art. 120 BGG). Ohne Anpassung der Rechtsprechung w�re der Einbezug eines am Verfahren bisher nicht beteiligten Dritten erst vor Bundesgericht im Rahmen einer Beschwerde in Zivilsachen praktisch ausgeschlossen (vgl. Urteile 5A_372/2011 vom 4. Oktober 2011 E. 2.1.2 und 5A_809/2011 vom 15. M�rz 2012 E. 2.3).
4.6.�Die zugunsten des Beschwerdewegs angef�hrten Gr�nde der Verfahrens�konomie erweisen sich bei n�herer Betrachtung als nicht ganz stichhaltig. Gegen den Klageweg wird mitunter auch die Gefahr eines dauerhaften negativen Kompetenzkonfliktes heraufbeschworen, zumal in einem Fall wie dem vorliegenden, wo drei Kantone die Zust�ndigkeit ihrer Erwachsenenschutzbeh�rden offenkundig aus finanziellen Gr�nden ablehnen. Abgesehen davon, dass diese Gefahr ungeachtet des zul�ssigen Rechtsweges bestehen kann, wird sie zum einen beseitigt werden, sobald ein Kanton Geldleistungen im Rahmen der Sozialhilfe erbringen muss und einem anderen Kanton weiterverrechnen will. Zum anderen besteht wie im bisherigen Vormundschaftsrecht die Pflicht aller Beh�rden, negative Kompetenzkonflikte m�glichst zu vermeiden. Denn die Betreuungsl�cken, die f�r den Schutzbefohlenen w�hrend der allenfalls langwierigen "Suche" nach der zust�ndigen Beh�rde entstehen, m�ssen als �bel angesehen werden, das dem Schutzzweck des Erwachsenenschutzrechts widerspricht. Das Wohl der beistandsbed�rftigen Person fordert vielmehr, dass die Wohnsitzregeln unformalistisch ausgelegt werden ( SCHNYDER/MURER, Berner Kommentar, 1984, N. 40 zu Art. 376 ZGB).
4.7.�Insgesamt ist in Art. 444 Abs. 4 ZGB keine bundesgesetzliche Erm�chtigung im Sinne von Art. 120 Abs. 2 BGG zu erblicken, die es der gerichtlichen Beschwerdeinstanz eines Kantons gestattete, die Zust�ndigkeit der Erwachsenenschutzbeh�rde eines anderen Kantons mit bindender Wirkung zu bestimmen, und die dadurch die Klage in Streitigkeiten �ber die interkantonale Zust�ndigkeit von Erwachsenenschutzbeh�rden unzul�ssig machte. Den negativen Kompetenzkonflikt zwischen der Beschwerdef�hrerin und der Beschwerdegegnerin haben die jeweiligen Kantone auf dem Klageweg gem�ss Art. 120 Abs. 1 lit. b BGG auszutragen. Die Beschwerde erweist sich als unzul�ssig.
Im Eventualantrag verlangen die Beschwerdef�hrer, ihre Eingabe als Klage des Kantons St. Gallen gegen den Kanton Schaffhausen entgegenzunehmen.
5.1.�Aus nachstehenden Gr�nden bleibt die Frage offen, ob Klage und Beschwerde in der gleichen Rechtsschrift eingereicht werden d�rfen (so KARLEN, Das neue Bundesgerichtsgesetz, 2006, S. 64) oder in separaten Eingaben zu erheben sind (so WURZBURGER, a.a.O., N. 15 a.E., und SP�HLER, a.a.O., N. 15, je zu Art. 120 BGG).
5.2.�Parteien des Klageverfahrens sind die Kantone. Deren prozessuale Vertretung obliegt in der Regel der Regierung bzw. dem Regierungsrat als oberster Exekutivbeh�rde, welche den Kanton von Verfassungs wegen nach aussen vertritt (Art. 71 Abs. 2 KV/SG, sGS 111.1; Art. 67 lit. a KV/SH, RB 101.000; BGE 136 IV 139 E. 1.3 S. 141; WURZBURGER, a.a.O., N. 8 zu Art. 120 BGG). Soweit es zul�ssig ist, dass eine nachgeordnete Beh�rde namens des Kantons handelt, hat sie ihre Vertretungsbefugnis explizit darzutun, sei es durch einen entsprechenden speziellen Erm�chtigungsbeschluss der Kantonsregierung oder durch Angabe der sie zur Prozessf�hrung namens des Kantons berechtigenden kantonalen Vorschriften (vgl. BGE 137 V 143 E. 1.1 S. 145). Daran fehlt es hier sowohl auf der Kl�ger- wie auf der Beklagtenseite. Denn es ist weder ersichtlich noch dargetan, inwiefern der Kl�ger allein durch den Vorsteher des Departementes des Innern und der Beklagte durch die kantonale KESB rechtsg�ltig vertreten werden k�nnen, ganz abgesehen davon, dass auf der Beklagtenseite der Kanton Schaffhausen in der Klageschrift f�rmlich nicht einmal als Partei bezeichnet wird. Ein Anspruch auf Erg�nzung und Verbesserung dieses Mangels der Klagebegr�ndung besteht nicht (Art. 1 Abs. 2 BZP i.V.m. Art. 42 Abs. 2 und 5 BGG; BGE 134 II 244 E. 2.4 S. 247 f.).
5.3.�Aus den dargelegten Gr�nden ist auf die Klage nicht einzutreten.
Auf die Beschwerde und auf die Klage kann nicht eingetreten werden. Gerichtskosten sind gem�ss Art. 66 Abs. 4 BGG nicht zu erheben. Eine Parteientsch�digung ist nicht geschuldet, da auch keine Vernehmlassungen eingeholt wurden (Art. 68 Abs. 1 und 3 BGG).
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Schaffhausen sowie dem Kanton Schaffhausen, vertreten durch den Regierungsrat (...), und der Kindes- und Erwachsenenschutzbeh�rde Z.________ (...) schriftlich mitgeteilt.

References: BGE 
 Art. 444
 Art. 120
 Art. 444
 Art. 444
 Art. 4
 Art. 60
 Art. 444
 Art. 444
 Art. 444
 Art. 444
 Art. 444
 Art. 444
 Art. 444
 Art. 444
 Art. 120
 Art. 120
 BGE 
 Art. 444
 Art. 444
 Art. 120
 Art. 120
 Art. 120
 Art. 120
 Art. 83
 Art. 83
 Art. 378
 Art. 120
 Art. 108
 Art. 120
 Art. 120
 Art. 120
 Art. 120
 Art. 120
 Art. 378
 Art. 31
 Art. 444
 Art. 444
 Art. 444
 Art. 444
 Art. 120
 Art. 36
 Art. 120
 BGE 
 Art. 444
 Art. 120
 Art. 444
 Art. 444
 Art. 120
 Art. 444
 Art. 23
 Art. 120
 Art. 120
 Art. 376
 Art. 444
 Art. 120
 Art. 120
 Art. 120
 Art. 67
 BGE 
 Art. 120
 BGE 
 Art. 42
 BGE 
 Art. 66