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Timestamp: 2018-12-12 16:13:22+00:00

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Bewerbung Archive • Jobweiser
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Im Recruiting hört man immer wieder von aktiven oder von passiven Kandidaten. Ziel eines Unternehmens ist es immer, den oder die beste Mitarbeiterin zu finden. Je nachdem, ob es sich dabei um aktive oder passive Kandidaten handelt, muss auch die Recruiting-Strategie angepasst werden.
Diese Gruppe von Bewerbern ist aktiv auf der Suche nach einem Job. Neben Arbeitslosigkeit können z.B. auch der Wunsch nach mehr Verantwortung oder die Sorge um den eigenen Arbeitsplatz Auslöser für die aktive Jobsuche sein. Diese Gruppe ist offen für neue Möglichkeiten und arbeitet proaktiv daran, eine neue Position zu finden. Etwa 25% aller Arbeitskräfte fallen in diese Kategorie. Stelleninserate sind der übliche Weg, um diese Gruppe von Bewerbern anzusprechen. Wichtig dabei ist, das Inserat so optimal wie möglich zu gestalten, inklusiver wichtiger Schlagwörter und dieses auch auf diversen Kanälen zu teilen.
Eine Untergruppe bzw. eine Mischung aus aktiven und passiven Kandidaten sind jene, die zwar nicht aktiv auf der Suche nach einem neuen Job sind, aber bereit sind für Angebote und sich gerne mal im eigenen Netzwerk umhören. Diese Gruppe macht ca. 15% der Beschäftigten aus. Für sie sollte der Bewerbungsprozess so einfach wie möglich gemacht werden, z.B. über Online-Profile oder über Mitarbeiter-Empfehlungs-Programme. Grund ist ganz einfach, dass diese Kandidaten oft keinen aktuellen Lebenslauf parat haben, was bei langwierigen Bewerbungsprozessen eine Hürde sein könnte.
Passive Kandidaten
Passive Kantidaten stehen in einem aufrechten Dienstverhältnis und sind auf der Suche nach einem neuen Job. Rechnet man die oben erwähnten 15% dazu, kommt diese Gruppe auf beachtliche 75% aller Arbeitskräfte. Der Vorteil für Unternehmen bei dieser Gruppe ist, dass die Konkurrenz-Angebote wahrscheinlich ausbleiben, da sie nicht aktiv suchen. Umso wichtiger ist es, diese Kandidaten richtig anzusprechen. Proaktive Methoden seitens des Unternehmens sind dabei das wichtigste Instrument. Die Person muss überzeugt werden, warum er oder sie der richtige Kandidat für den Job und das Unternehmen ist. Auch wenn der Kandidat momentan gar nicht an einem Unternehmenswechsel interessiert ist (und das sind ca. 15%), macht es Sinn zu kommunizieren – sei es um für einen späteren Zeitpunkt positiv in Erinnerung zu bleiben oder um zu networken.
Quelle: LinkedIn Talent Blog
Den gesamten Artikel gibt es auf LinkedIn zum Nachlesen: Recruiting Active va. Passive Candidates.
Mehr zum Thema findet ihr außerdem hier: Bewerber profitieren von Active Sourcing.
„Bewerbungsgespräche sind das schlechteste Instrument, um gute Mitarbeiter zu finden“
– Lies hier Ausschnitte eines Interviews mit Iris Bohnet, das ursprünglich auf EDITION F erschienen ist –
Wie schaffen wir gerechte Verhältnisse am Arbeitsmarkt? Iris Bohnet ist Professorin an der Harvard Universität und forscht zu der Frage, wie die Gleichstellung in Unternehmen gelingt.
Ein Vorhang für mehr Gerechtigkeit
Für viele Jahre lag der Frauenanteil bei den fünf besten Orchestern Amerikas insgesamt bei etwa fünf Prozent. Um zu überprüfen, ob Frauen wirklich die schlechteren Musikerinnen seien, ließ eine Jury die Bewerberinnen und Bewerber hinter einem Vorhang vorspielen. Und siehe da – der Frauenanteil ging steil nach oben.
Iris Bohnet mag Vorhänge. Die Verhaltensökonomin und Harvard-Professorin forscht zu der Frage, wie man es ohne Quote schafft, mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen. Außerdem berät sie internationale Unternehmen bezüglich fairer Bewerbungsverfahren. Die Ergebnisse ihrer Forschung hat sie in ihrem Buch „What works. Wie Verhaltensdesign die Gleichstellung revolutionieren kann“ veröffentlicht. Wir haben mit ihr über das optimale Bewerbungsverfahren, den Abbau von Rollenbildern und ihre Abneigung gegen Bewerbungsgespräche gesprochen.
Warum ist die Art, wie Unternehmen aktuell neue Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen auswählen, nicht optimal?
„Das größte Problem besteht darin, dass immer noch viele Unternehmen Menschen aus ihren Netzwerken einstellen. Also bekommen Freunde von Freunden von Freunden die Jobs. Außerdem beobachten wir, dass die Menschen, die neue Stellen besetzen, sich gerne selbst reproduzieren. Man stellt jemanden ein, der einem ähnlich ist. Dadurch wirft man das Netz nicht weit genug und schließt Menschen aus dem Pool der Bewerberinnen und Bewerbern aus. Auf der anderen Seite des Spektrums gibt es aber Unternehmen die aktiv gegen unbewusste Vorurteile angehen. Sie setzten ihre Stellenanzeigen sehr viel bewusster auf und analysieren diese darauf, ob geschlechtsneutrale Sprache verwendet wird. Aktuell gibt es die ganze Bandbreite dazwischen.“
Sie sprechen von geschlechtsneutralen Stellenausschreibungen. Was genau bedeutet das?
„Am einfachsten lässt sich das an der Wortwahl erklären. Es gibt inzwischen Algorithmen, die analysieren können, wie wahrscheinlich es ist, dass sich eine Frau oder ein Mann auf eine bestimmte Stelle bewirbt. Wenn wir das Verhältnis in dieser Gruppe konstant halten wollen, müssen wir unsere Wortwahl überprüfen. Studien zeigen, dass mehr Frauen auf eine Stellenausschreibung reagieren, wenn in dieser Wörter wie ‚kooperativ‘ oder ‚Teamarbeit‘ verwendet werden. Männer werden eher von Begriffen wie ‚Führungswillen‘ oder ‚wettbewerbsorientiert‘ angesprochen. Ein interessantes Beispiel, dass das verdeutlicht, ist eine Grundschule in Amerika, die mehr Männer anstellen wollte. In ihrer Anzeige verwendeten sie Worte wie ‚kollaborativ‘ und ‚warmherzig‘, was die sowieso schon unterrepräsentierten Männer noch weniger anzog. Das soll natürlich nicht bedeuten, dass diese Eigenschaften Männern fremd sind. Aber in unseren Köpfen sind solche Stereotypen fest verhaftet. Darum assoziieren die meisten Menschen bestimmte Begriffe eher mit Männern oder eben eher mit Frauen. Schon in unseren Stellenaussschreibungen begrenzen wir also unseren Talentpool.“
Bei vielen Firmen folgt auf die Ausschreibung die Evaluation des Lebenslaufs. Wenn man in diesem Schritt wieder überdurchschnittlich viele Frauen verliert, muss man sich fragen, ob das daran liegt, dass die Namen auf den Lebensläufen ersichtlich waren. Forschung zeigt, dass Frauen bessere Chancen haben, eine Runde weiter zu kommen, wenn die Bewerbungen anonymisiert sind.“
„Meistens folgt dann leider noch immer ein Bewerbungsgespräch. Man muss sagen: Unstrukturierte Bewerbungsgespräche sind das schlechteste Prognose-Instrument überhaupt. Es ist nicht so, dass nichts Sinnvolles passiert in so einem persönlichen Gespräch, allerdings spielen uns unsere unbewussten Vorurteile und Sympathien einen Streich und beeinflussen unsere Meinung über unser Gegenüber, ohne dass wir etwas dagegen tun können. Das ist der sogenannte Halo-Effekt: Dinge, die eigentlich irrelevant sind, spielen eine Rolle in der Evaluation von Menschen.“
„Das beste Prognose-Instrument ist – und das sollte niemanden überraschen – eine Arbeitsprobe der Person.“
„Für uns ist es schwierig, dieses ‚Rauschen‘ von den ‚sauberen‘ Informationen zu trennen. Nun ist die Frage, wie können Unternehmen das besser lösen? Am effektivsten ginge das, wenn wir uns nur auf die empirische Evidenz bezüglich Effektivität verlassen, mit der Abschaffung der Interviews, allerdings weiß ich selbst, dass das nicht besonders realistisch ist. Aber was man zumindest tun sollte, ist der Übergang von einem unstrukturierten zu einem strukturierten Interview. Das heißt, dass wir feste Fragen haben und allen Bewerbern und Bewerberinnen die selben Fragen stellen. Im Nachhinein stellt man die Antworten der jeweiligen Fragen dann tabellarisch nebeneinander und vergleicht die Antworten.“
Das ganze Interview könnt ihr hier nachlesen: Harvard-Professorin: „Bewerbungsgespräche sind das schlechteste Instrument, um gute Mitarbeiter*innen zu finden“
Sommerloch? Zeit für deine Bewerbung!
Im Sommer arbeiten kann manchmal ganz schön nerven. Während Freunde und Arbeitskollegen ihre Urlaubsfotos auf Facebook, Instagram und Co. teilen, sitzt du gelangweilt im Büro und wartest auf den eigenen Urlaub. Warum nicht die Zeit nutzen und die Bewerbung auffrischen?
Das sogenannte Sommerloch eignet sich nämlich besser als gedacht für Bewerbungen. Egal ob Job- bzw. Unternehmenswechsel oder Berufseinstieg nach dem Studium – im Sommer habt ihr Zeit und die Ruhe, eure nächsten Schritte zu planen. Während viele Unternehmen mit der Personalplanung im ersten Teil des Jahres eher zurückhaltend sind und weniger Stellen ausschreiben, wollen sie zum Ende des Jahres hin ihr Budget noch ausnutzen. So sind die Herbstmonate die besten, um sich zu bewerben. Aber bevor es soweit ist, habt ihr den Sommer noch Zeit, eure Bewerbung vorzubereiten und eure Social-Media Kanäle auf Vordermann zu bringen. Denn auch wenn ihr glaubt, bis September oder Oktober habt ihr noch massiv Zeit, täuscht ihr euch. Der Sommer ist schneller vorbei als erwartet und wenn erstmal Oktober ist dauert es gefühlt nicht mehr lange und das Jahr ist schon wieder rum. Also: nutzt die Zeit!
Besser, ihr fängt ganz in Ruhe während des Sommerlochs mit der Neuorientierung an und könnt euch ganz ohne Zeitdruck nach neuen Möglichkeiten umschauen. Denn in eurem Sommerurlaub könnt ihr euch endlich entspannen und eure nächsten Schritte in Ruhe und mit guter Überlegung planen. Endlich habt ihr die Zeit, zu reflektieren und recherchieren, welche Möglichkeiten es für euch gibt am Arbeitsmarkt. Im Urlaub, fernab von lästigen Kollegen und viel zu langen Meetings habt ihr die Zeit, die derzeitige Situation distanziert zu betrachten und euch die Frage zu stellen, ob euch euer derzeitiger Job wirklich glücklich macht. So könntet ihr euch z.B. auch eine Liste mit den Dingen anlegen, die ihr euch von einem Arbeitgeber wünscht. Dem gegenüber stellt ihr die Punkte, die euch euer derzeitiger Arbeitgeber bietet. Es fehlen ein paar wichtige Dinge, die für euch extrem wichtig sind? Dann wisst ihr, worauf ihr bei der Jobsuche achten müsst.
Für eine Veränderung ist es nie zu spät! Du bist bereit für den nächsten Schritt? Dann bekommst du hier Informationen zur Erstellung von Bewerbungsunterlagen, oder nutze unseren Service von Jobweiser!
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Eine der verrücktesten Bewerbungen der Welt
Bei der Recherche unser beiden Artikel zum Thema Guerilla-Bewerbung (genial oder übertrieben? und So kann sie aussehen) sind wir auf ein weiteres tolles Beispiel einer außergewöhnlichen Bewerbung gestoßen.
Der US-Amerikaner Andrew Horner hat nach unzähligen Absagen einfach beschlossen, den Spieß umzudrehen. Aus Frust und dank guter Programmierkenntnisse baute er sich die Website reversejobapplication.com, wo er potenzielle Arbeitgeber auf sich aufmerksam machen wollte. Das Besondere an der Website war, dass sich die Unternehmen nun bei Andrew bewerben konnten, nicht umgekehrt.
Was man auf seiner Seite vergeblich sucht, ist ein Lebenslauf. Andrew legt nach eigener Aussage mehr Wert darauf, seinen Charakter vorzustellen und weniger seine Kenntnisse. Ganz nach dem Motto, dass man schließlich einen Menschen einstellt und nicht eine Maschine. Mit lustigen Illustrationen und einer ordentlichen Portion Humor und Selbstironie präsentiert sich Andrew auf seiner Seite. Und das mit Erfolg! Neben vielen Angeboten und Jobinterviews arbeitet er nun bei einem Start Up Unternehmen. Die Website lässt er trotzdem noch online, „für die Nachwelt“ wie er selbst sagt.
Du bist auch auf der Suche nach einem Job, vertraust aber lieber auf die klassische Variante? Für gute Lebenslaufvorlagen schau am besten HIER rein. Außerdem kannst du dir Informationen zur Erstellung von Bewerbungsunterlagen ansehen, oder unseren Service von Jobweiser nutzen.
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Guerilla Bewerbung: so kann sie aussehen
Einen kurzen Überblick, worum es sich bei einer Guerilla-Bewerbung handelt haben wir euch in unserem letzten Blogbeitrag gegeben. Nun zeigen wir euch ein paar Beispiele dieser außergewöhnlichen Bewerbungs-Art, die wir im Netz gefunden haben.
Angebot im Onlineshop: Ein Mann aus Paris war auf der Suche nach einer Stelle als Internt-Produktmanager. Passend dazu hat er eine Website im Stil von Amazon erstellt, wo er sich selbst zum Kauf anbot. Seine Referenzen listete er als Produktbeschreibung auf, Stimmen seiner früheren Arbeitgeber als Kundenbewertungen:
(hier geht es zu seiner Webiste: https://phildub.com/)
Mit Werbeplakat und Flugblättern: Ein Brite mietete von seinem letzten Geld eine Plakatwand um auf sich aufmerksam zu machen. Darauf war ein Bild von ihm zu sehen und eine Webadresse, wo Arbeitgeber mehr über ihn erfahren konnten. Auf jeden Fall ein Hingucker!
(hier geht es zu seiner Website, wo ihr auch ein Bewerbungsvideo von ihm finden könnt: http://www.employadam.com/)
Bewerbungsvideo: Der Bewerber Matthew Epstein wusste vor zwei Jahren ganz genau, in welches Unternehmen er möchte – Google. Unter googlepleasehire.me (die Website existiert nicht mehr, das Video gibt es aber HIER zum Anschauen) hat der New Yorker mithilfe eines Bewerbervideos um einen Marketing-Job bei dem wohl aufregendsten Arbeitgeber im Web gebeten.
Zwar hat er damit jede Menge Humor bewiesen, leider hat es aber nicht für einen Job bei dem Suchmaschinenriesen gereicht. Wer weiß, vielleicht hätte ihm einer unserer Blogbeiträge Bewerbung bei Google: Wie Sie sich vorbereiten können! geholfen? 😉
Guerilla Bewerbungen: genial oder übertrieben?
Na, schon mal was von Guerilla-Bewerbungen gehört? Dabei handelt es sich um ausgefallene Arten von Bewerbungen, fernab vom klassischen Bewerbungsschreiben und Lebenslauf. Der Begriff „Guerilla“ kommt in diesem Zusammenhang aus dem Marketing und bezeichnet ungewöhnliche Aktionen, die mit geringen Mitteln eine große Wirkung erzielen. Dieses Konzept soll auch bei Bewerbungen funktionieren.
Während viele Personaler die klassische Variante bevorzugen, kann es sich in manchen Berufen und Branchen durchaus lohnen, mutig und kreativ zu sein und die Konkurrenz mit einer außergewöhnlichen Bewerbung auszustechen. So z.B. in der Medien- oder Werbebranche. Ein kreativer Webdesigner, der unkonventionell arbeitet, kann seiner Kreativität eher freien Lauf lassen als ein klassischer Jurist. Überlegt Euch daher im Vorhinein schon, welche Art von Bewerbung zu Eurer Branche und dem Unternehmen, in dem Ihr Euch bewerben wollt, passt.
Ein gutes und sehr ausgefallenes Beispiel einer Guerilla-Bewerbung ist z.B. dieses hier:
(Quelle: Creative Applications: Our Favourites from 2014)
Eine junge Frau hat sich hier als Lego-Figur nachgebaut, um sich bei dem Spielzeugkonzern zu bewerben. Die Mühe und Zeit, die in diese Bewerbung investiert wurde beweist auf jeden Fall, dass man wahrscheinlich etwas mehr für das Unternehmen brennt als andere.
In unserem nächsten Artikel zeigen wir euch weitere Beispiele von gelungenen Guerilla-Bewerbungen!
Aber Achtung: natürlich kann diese ungewöhnliche Art der Bewerbung auch nach hinten losgehen. So wirkt es zum Beispiel sehr plump, einen Ventilator an das Wunschunternehmen zu senden mit dem Zusatz „ich bringe frischen Wind in ihre Abteilung“. Man muss sich im jeden Fall vorher gut überlegen, wie die eigene Guerilla-Bewerbung aussehen könnte. Auf jeden Fall solltet Ihr nichts kopieren, dass Ihr mal irgendwo im Internet gesehen habt! Und wie gesagt: nicht in allen Berufen oder Branchen macht diese Art der Bewertung Sinn, oft wird die klassische Variante bevorzugt.
Für genau diese klassische Art sind wir die Experten! Ihr braucht eine gute Lebenslaufvorlage? Dann schaut HIER rein. Außerdem könnt ihr euch Informationen zur Erstellung von Bewerbungsunterlagen ansehen, oder unseren Service von Jobweiser nutzen.
Die Frage nach dem Gehalt: wieviel bin ich wert?
Es ist oft ein unangenehmer, gleichzeitig aber auch entscheidender Teil des Jobinterviews: die Frage nach dem Gehaltswunsch. Besonders für Berufseinsteiger ist die Antwort auf diese Frage oft nicht einfach. Einerseits will man sich nicht ausnutzen lassen, andererseits möchte man sich auch nicht durch zu hohe Vorstellungen selbst aus dem Rennen kicken. Wir haben daher ein paar Tipps für Euch, um diese Frage in Zukunft zu meistern.
Eines gleich mal vorab: wenn im Stelleninserat nicht ausdrücklich danach gefragt wird, ist es nicht nötig, die Gehaltsvorstellung bereits in der Bewerbung anzuführen. Da es in Österreich für den Arbeitgeber verpflichtend ist, das Mindestgehalt im Stelleninserat anzugeben, habt ihr hier schon mal einen ersten Vorteil. Bedenkt aber, dass es sich hier nur um das Mindestgehalt laut Kollektivvertrag handelt! Lasst Euch also nicht von zu niedrigen Beträgen abschrecken. Die Mindestgehälter unterscheiden sich von Branche zu Branche, auch wenn es sich vielleicht um die gleiche Position handelt. So kann es schon sein, dass eine Büroangestellte die in der Metall-Branche tätig ist, weit mehr verdient als ein Büroangestellter im Einzelhandel.
Welche Branchen in Österreich am lukrativsten sind, erfährt ihr in einem unserer nächsten Artikel!
Wenn die Gehaltsvorstellungen bereits in der Bewerbung erwünscht werden, dann führt diese ganz zum Schluss an. Formulierungen wie z. B. „Meine Gehaltsvorstellung bewegt sich zwischen 26.000 und 30.000 Euro jährlich“ sind passend. So erkennt der Arbeitgeber gleich, ob die Gehaltsvorstellungen dem tatsächlichen späteren Gehalt entsprechen. Wichtig dabei ist, dass Du dir im Vorhinein Gedanken dazu machst, spätestens im Jobinterview wird diese Frage nämlich auf Dich zukommen. Sei Dir also sicher, wieviel Du Wert bist und wo Deine Untergrenze liegt. Wenn Du Deinen Gehaltswunsch ordentlich begründen kannst, sollte dieses Thema kein Hindernis für Dich werden.
Und nun das Wichtigste zum Schluss: woher weiß ich denn, wieviel ich wert bin? Nach einigen Jahren Berufserfahrung ist einem im Regelfall bewusst, auf welchem Niveau sich das eigene Gehalt bewegt und wie die Aussichten bei einem Jobwechsel stehen. Für Berufseinsteiger empfehlen wir den Gehaltsrechner von karriere.at. Damit kannst du gut vergleichen, wie hoch das Gehalt in deiner Branche bzw. Position durchschnittlich ist und hast somit schon mal einen Richtwert. Auch wenn du keinen Jobwechsel planst kannst du mit dem Gehaltsrechner prüfen, ob du unter- oder sogar überbezahlt bist.
Tipps für Deine Gehaltsverhandlung kannst Du auch hier finden:
Du bist unterbezahlt und bereit für einen Unternehmenswechsel? Dann bekommst du hier Informationen zur Erstellung von Bewerbungsunterlagen, oder nutze unseren Service von Jobweiser!
Im ersten Teil dieses Artikels haben wir für Euch die wichtigsten Ansätze von Googles Personalstrategie unter Laszlo Bock zusammen gefasst. Aufgrund der unzähligen Interviews mit dem ehemaligen HR-Chef und des augenscheinlichen Erfolgs des Unternehmens gibt es nun einen zweiten Teil. Dieses Mal erfährt ihr das Erfolgsrezept von Laszlo Bock, um seinen Traumjob zu bekommen.
How to build out a standout resume? /
Wie erstelle ich einen herausragenden Lebenslauf?
Fast 11 Jahre lang war Laszlo Bock als HR-Chef bei Google tätig. Zu seinen Verantwortungsbereich zählten die Auswahl, Entwicklung, Förderung von Mitarbeitern und insbesondere die Bindung derer an das Unternehmen. Seiner Ansicht nach folgen die besten Lebensläufe immer demselben Prinzip:
1. Was habe ich erreicht?
2. Wie habe ich das erreicht?
3. Wie habe ich das gemessen, was ich erreicht habe?
Diese „Geheimformel“ macht den Kandidaten greifbar und vergleichbar mit anderen Kandidaten. So kann man sich auch von den anderen unterscheiden und abheben.
How to find the right fit? /
Wie finde ich die richtige Position?
Nach den Unternehmenswerten oder der Kultur zu fragen reicht schon lange nicht mehr. Das gleiche gilt für die Informationen auf der Website. Will man als Kandidat wissen, ob man in das Unternehmen passt oder nicht, dann fragt man im Interview am besten, wofür man in dem Unternehmen belohnt wird oder wofür man befördert wird. Die Antwort auf diese Frage zeigt am besten, was dem Unternehmen wirklich wichtig ist und vor allem ob diese Werte auch zu einem selbst passen.
How to make the right impression? /
Wie macht man den richtigen Eindruck?
Die Information, dass jeder Mensch innerhalb nur weniger Sekunden eine Entscheidung bezüglich seines Gegenübers trifft, ist nichts Neues. Der erste Eindruck, also wie jemand den Raum betritt, wie er die Hand schüttelt oder sich hinsetzt sind oft entscheidend. Geht es nach Laszlo Bock, sollten Interviewer diese Körpersprache völlig ignorieren. Es gibt zu viele kulturelle Unterschiede und man erhält ein verzerrtes Bild eines Menschen. Denn achtet man zu sehr auf solche Dinge dann wählt man jene Kandidaten die einem selbst am ähnlichsten sind und übersieht vielleicht große Talente. Für Kandidaten hingegen gilt, das Spiel quasi mitzuspielen und den üblichen Regeln zu folgen. Sprich: aufrechte Haltung, lächeln, aufmerksam zuhören, selbstbewusste Ausstrahlung etc.
„You have to play the game, until the game is fixed“
How to handle interview curveballs? /
Wie gehe ich mit unerwarteten Schwierigkeiten um?
Unnötige Interview-Fragen im Vorstellungsgespräch sind solche, die den Bewerber dumm erscheinen lassen, während der Interviewer als besonders smart dasteht. Als Beispiel nennt Laszlo Bock diese Frage: „wieviele Golfbälle passen in ein Flugzeug?“. Augenscheinlich sind solche Fragen und deren Beantwortung überhaupt nicht aussagekräftig, sie dienen nur zum Vergnügen des Interviewers. Für den Kandidaten gilt hier wiederum das Spiel mitzuspielen. Das Gute ist, es gibt keine richtigen oder falschen Anworten, hauptsache selbstbewusst reagieren und am besten auf das Unerwartete – wie genau solche Fragen – vorbereitet sein. Der Trick ist: „play the game better than they do“, also spielt einfach besser als euer Gegenüber und ihr werdet überzeugen!
Wenn ihr mehr über Laszlo Bock und seine Erfahrungen lesen wollt, dann schaut in eines seiner Bücher rein:
Work Rules!: Wie Google die Art und Weise, wie wir leben und arbeiten, verändert
“If you’re achieving all your goals, you’re not setting them aggressively enough.”
Laszlo Bock war bis 2016 der Senior Vice President People Operations bei Google. Kurzum: er war der Personalchef. Es gibt unzählige Interviews von ihm, auch Bücher hat er über seine Erfahrungen geschrieben. Wir haben uns einiger seiner Interviews angehört und interessante Ansätze für Euch zusammengefasst.
Google bekommt jedes Jahr zwischen 2,5 und 3,5 Millionen Bewerbungen. Eigentlich kein Wunder wenn man bedenkt, dass es das Unternehmen jedes Jahr auf die Liste der beliebstesten Arbeitgeber schafft. Laszlo Bock hat über die Prinzipen des Auswahlverfahrens neuer MitarbeiterInnen von Google gesprochen, und zählt dabei 3 wichtige Dinge auf:
Google stellt Potenzial und Lernbereitschaft über Expertise. Das bedeutet Google stellt lieber neugierige, kluge Köpfe ein als Leute, die bereits Experten auf einem bestimmten Gebiet sind. Der Grund ist, dass lernwillige Menschen zu 90% mit einer innovativen Idee trumpfen, während Experten, die schon lange dasselbe machen, bereits Gelerntes gerne wiederholen. Laszlo Bock spricht von einem guten Mix dieser beiden Charaktere, allerdings werden bevorzugt MitarbeiterInnen gesucht, die für neue Ideen kreativ und offen sind.
Bei Google gibt es hinsichtlich ihres Recruiting-Prozesses keine Kompromisse. Es dauert oftmals länger einen offenen Job zu besetzten als bei anderen Organisationen. Der Grund dafür lautet wie man so schön sagt “man muss erst viele Frösche küssen um den Prinz bzw. die Prinzessin zu finden”. Ergebnis dieses Ansatzes ist es, dass das Risiko von falschen Besetzungen deutlich reduziert wird. Google sucht vielleicht länger, dafür aber präziser.
Auch eines der wichtigsten Ansätze beim Google-Auswahlprozess ist, diesen so objektiv wie möglich zu gestalten. Neben den typischen Datenerhebungen sind bei Neueinstellungen viele Meinungen und Entscheidungsträger involviert. Die Meinung des Recruiting Managers ist dabei nur eine Meinung von vielen. Pozenzielle Kandidaten werden neben dem Gespräch mit einem Recruiting Manager möglicherweise auch von einem ausgewählten Komitee, oft sogar vom CEO persönlich nochmals überprüft, bevor ein entsprechendes Angebot gemacht wird.
In un serem nächsten Artikel werden wir für euch ein paar Tipps von Laszlo Bock sammeln, wie man den Job bekommt, den man möchte.
Am 25.5.2018 ist die neue Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in Kraft getreten. Sie regelt die Verarbeitung personenbezogener Daten und ist EU-weit gültig. Zweck ist es, einen strengeren und transparenteren Umgang mit Daten zu erreichen. Jeder soll das Recht haben zu bestimmen, ob und was mit seinen Daten passiert. Was sich seitdem für Recruiter und Bewerber verändert hat, haben wir für Euch zusammengefasst.
Keine Langzeit-Speicherung von Daten
Wenn man sich in einem Unternehmen bewirbt aber zu dem Zeitpunkt keine passende Stelle verfügbar ist, halten Personaler nach Zustimmung Bewerbungsdaten oft zur Wiedervorlage bereit (in Österreich sprechen Personaler auch davon, Bewerbungen „in Evidenz“ zu halten). Sprich: Sollte wieder mal eine ähnliche Position frei werden, könntet Ihr kontaktiert werden. Seit der Umsetzung der DSGVO am 25.5.2018 ist das Geschichte. Wenn man als Bewerber nicht explizit der Speicherung seiner Daten in einer Bewerberdatenbank zustimmt, drohen saftige Strafen für Unternehmen, die diese Daten nicht löschen.
Die klassichen Bewerbungsmethoden reichen in der heutigen Zeit oftmals nicht aus, um geeignete Kandidaten zu finden. Recruiter greifen im Rahmen von Active Sourcing oft und gerne auf Social Media Plattformen zurück um die besten Mitarbeiter zu gewinnen. Auch das soll mit der DSGVO nun Geschichte sein. Abgesehen von Business-Netzwerken wie LinkedIn oder XING dürfen Unternehmen eure Daten auf privaten sozialen Netzwerken nicht mehr in einem beruflichen Kontext verarbeitet werden.
Viele Personaler netzwerken untereinander und gelangen so über persönliche Kontakte und Empfehlungen zu möglichen Kandidaten. Das birgt aber ein großes datenschutzrechtliches Risiko, da die empfohlenen Kandidaten keine explizite Zustimmung zur weiteren Verarbeitung der Daten gegeben haben. Um auch in Zukunft noch datenschutzkonform Empfehlungen der eigenen Mitarbeiter erhalten und verarbeiten zu können, muss in jedem Fall eine idealerweise elektronisch nachweisbare Zustimmung durch die empfohlenen Kandidaten erfolgen.
Endlose Bewerungsformulare
Viele kennen es: man möchte sich bei einem Unternehmen online bewerben und scheitert oft schon an den schier endlosen Bewerbungsformularen und -fragen. So etwas soll aber nun vermeidbar sein. Mit der neuen DSVGO dürfen generell nur solche Daten erhoben werden, die für den weiteren Zweck unbedingt notwendig sind. Dazu kommt auch, dass das Anfordern eines Fotos für den Bewerbungsprozess nicht mehr legitim ist, da dieses nichts über die Qualifikation eines Bewerbers aussagt.
Weiterleitung der Bewerbungsunterlagen durch Personaldienstleister
Personalvermittler dürfen nun geeignete Kandidatenprofile erst nach ausdrücklicher Zustimmung an andere Unternehmen weiterleiten. Somit besteht keine Gefahr mehr, dass Bewerbungen mehr oder weniger wahllos verstreut werden. Ihr bestimmt darüber, wo eure Daten landen.
Viele Personaldienstleister senden jedoch schon seit langer Zeit ausschließlich anonymisierte Bewerberprofile zu Unternehmen.
Trotz der vielen negativen Stimmen zur DSGVO bieten gewisse Regelungen mehr Schutz, vor allem für Bewerberinnen und Bewerber. Denn Facebook ist sicher nicht das ideale soziale Netzwerk, um für einen Job rekrutiert zu werden.
Weitere Infos zum neuen DSGVO findet Ihr hier und einen brandneuen Kurs zum Thema Active Sourcing gibt’s hier auf LinkedIn Learning.
Arbeiten für den Lebenslauf?
Ein Leben lang im selben Job arbeiten – das war früher mal. Heutzutage ist die Arbeitswelt viel abwechslungsreicher, es gibt viel mehr Möglichkeiten. Das spiegelt sich auch in den Lebensläufen wieder, oder sollte es zumindest. Warum es völlig okay ist und unsere Mitarbeiterin Judith es sogar gut findet, regelmäßig den Arbeitsplatz zu wechseln.
Wenn man als Personalerin regelmäßig vor einem Stapel neuer Bewerbungen sitzt und nur einige davon für ein Vorstellungsgespräch auswählen kann, muss man ein System entwickeln um schnell „aussortieren“ zu können. Man lernt schnell, auf gewisse Punkte im Lebenslauf zu achten, allen voran natürlich die Aufbereitung der Unterlagen, Rechtschreibfehler etc. Ein weiterer Punkt ist die Anzahl und Dauer der vergangenen Jobs (natürlich auch abhängig vom Alter des Bewerbers). Ist die Anzahl zu hoch, wird die Bewerbung schnell mal mit dem Argument „So viele Jobwechsel in der Vergangenheit, der/die kann sich anscheinend nicht festlegen“ auf den nein-danke-Stapel verschoben. Was ist die Konsequenz vieler Bewerber? Aus Angst zu viele Jobwechsel im Lebenslauf zu haben bleibt man lieber in einem Job, der einem nicht glücklich macht, aber zumindest im Lebenslauf dann gut aussieht.
Aber was ist so schlimm daran, wenn man öfters mal den Job wechselt, sich für andere Bereiche interessiert, sich weiterentwickelt, vielleicht später mal keinen Bezug mehr zu dem hat was man mal studiert hat? Meine Meinung: gar nichts! Ich finde es sogar gut, wenn man Dinge ausprobiert, selbst wenn man dabei nur feststellt, dass diese doch nichts für einen sind. Denn im Endeffekt ist es doch immer so, dass wir nur die Dinge bereuen, die wir NICHT gemacht haben und nicht die wir gemacht haben. Erst so findet man doch überhaupt erst heraus, wo die eigene Leidenschaft liegt, welche Stärken und Schwächen man hat wo man etwas bewirken kann. Und das wiederum kommt dann auch dem Unternehmen zugute. Denn auf lange Sicht gesehen möchte man doch auch als Arbeitgeber niemanden bezahlen, der nur seine Zeit bis zur Pension absitzt.
PRO TIPP: Solange ihr euren Jobwechsel nachvollziehbar argumentieren könnt, solltet ihr keine Angst haben etwas Neues zu wagen.
Für mich persönlich ist es schwierig längerfristig einer Tätigkeit nachzugehen, in der ich keinen Sinn sehe. Aber auch ich habe früher nach Jobs und Unternehmen gesucht, die sich gut in meinem Lebenslauf machen. Ob ich das jetzt bereue: nein. Ich konnte viel Erfahrungen sammeln und habe viel über mich selbst und die Arbeitswelt gelernt. Ob ich einen einwandfreien Lebenslauf nochmal über meine eigenen Wünsche stellen werde? Sicher nicht. Denn 40 Stunden Lebenszeit pro Woche für einen ungeliebten Job ist mir ein zu hoher Preis den meiner Meinung nach niemand – der die Möglichkeiten hat – bereit sein sollte zu zahlen.
Na, bereit für Veränderung? Wenn ihr Informationen zur Erstellung von Bewerbungsunterlagen benötigt, findet ihr diese hier, oder nutzt unseren Service von Jobweiser!
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Was soll das denn heißen? Formulierungen in Stellenanzeigen
Im Dschungel der Stellenanzeigen kann man sich schon mal schnell verirren, besonders bei Phrasen à la „attraktiver Arbeitsplatz“, „fundierte Fachkenntnisse“ oder „erste relevante Berufserfahrung“. Was genau ist mit solchen und ähnlichen Informationen denn nun gemeint? Die ZEIT online hat mit einigen Personalern gesprochen, die erklären, was hinter ihren Stellenanzeigen steckt.
Auch wir haben ein paar Schmuckstücke gefunden, die Ihr vielleicht schon mal gelesen habt und die sowohl zum Stirnrunzeln als auch zum Schmunzeln verleiten:
„Bringen Sie den unbedingten Willen zum Erfolg mit“
„Wir erwarten außergewöhnlich hohe Einsatzbereitschaft“
„Eingliederung in ein junges, dynamisches Team mit vielseitigem Aufgabenspektrum“
„Leistungsgerechte Vergütung und übliche Sozialleistungen“
„Selbstständiges Arbeiten und viel Entscheidungsstärke“
„Unternehmerische Denk- und Handlungsweise“
Wenn ihr erstmal den Stellenanzeigen-Dschungel gemeistert habt, ist der erste Schritt in Richtung (neuer) Job schon geschafft! Wenn ihr danach Informationen zur Erstellung von Bewerbungsunterlagen benötigt, findet ihr diese hier, oder nutzt unseren Service von Jobweiser!
Hier kommt Ihr zum Interview: Was soll das heißen? Personalmanager erklären, was hinter ihren Stellenanzeigen steht.
By Kristina@Jobweiser
Aus der Sicht einer Bewerberin – ein weiterer Gastbeitrag unserer tollen Praktikantin Kristina
Es ist ratsam, in einem langersehnten Vorstellungsgespräch zu seinem Traumjob nicht nur bewusst seine besonderen Kenntnisse und Fähigkeiten herauszuheben, sondern auch bestimmten Benimm-Regeln zu folgen. Neben den klassischen Knigge-Regeln zu Business Etikette gibt es einfache Dinge, die jeder Bewerber beachten sollte.
Bevor Ihr überhaupt mit dem Personalchef ins Gespräch kommt, hat sich dieser bereits einen ersten Eindruck verschafft.
Dieser Eindruck entsteht durch Eure Mimik, Gestik und Körpersprache. Doch das sind nicht die einzigen Faktoren, auch Euer Aussehen im Sinne von Kleidung, Frisur oder gepflegte Hände ist entscheidend,
Denkt daran, dass Ihr Euch von Eurer besten Seite zeigen wollt; deshalb heißt es: besser overdressed als underdressed.
Die Wahl der Kleidung ist auch abhängig von der Branche, in welcher Ihr arbeiten wollt.
Meist reichen für die Herren ein einfarbiges Hemd oder Polo-Shirt, eine Jeans (jedoch ohne Risse, Löcher und mit langen Beinen) und schlichte Schuhe. Dasselbe gilt auch für Frauen: Schlichte Jeans, Rock oder Kleid mit einer einfachen Bluse sind oft passend. Die Schuhe sollten keinen Absatz über 3 cm aufweisen geschlossen sein. Vermeide zudem zu viel Make-Up und zu viel Schmuck.
Tipp: Die Kleidung solltet Ihr auf alle Fälle schon öfters getragen haben, um nicht die böse Überraschung zu erleben, dass die Bluse oder die Hose auf einmal zwickt.
Solltet Ihr bei Eurem Bewerbungsgespräch erfolgreich sein und Euren ersten Tag in der neuen Firma beschreiten, ist es wichtig, dass Ihr Euch gleich formell anzieht wie bei Eurem Bewerbungsgespräch.
Jetzt geht es ans Eingemachte: Das Aufeinandertreffen
Ihr könnt Euch gar nicht vorstellen, was man alles falsch machen kann, wenn es um die Kommunikation in einem Bewerbungsgespräch geht!
Dabei ist sowohl die direkte als auch die indirekte Kommunikation wichtig.
Ihr habt ein Bewerbungsgespräch und kommt eine halbe Stunde zu früh. Ihr denkt Euch „Na, bevor ich warte ist sicher besser, wenn ich gleich reingehe und es hinter mich bringe.“
So, Ihr schreitet also zielstrebig auf die Tür zu, klopft an und zieht sie auf. Im Büro sitzt der Personalchef, vertieft in ein Dokument auf seinem Computer. Ihr räuspert Euch, weil er Euch anscheinend nicht bemerkt hat, und sagt höflich: „Entschuldigen Sie, ich hätte um 9 ein Gespräch bei Ihnen…“
Der Zuständige blickt auf und es dauert einen Moment, bis er versteht, was hier passiert. „Natürlich“, antwortet er. „Kommen Sie bitte herein.“
Ihr folgt seiner Anweisung, kommt herein, setzt Euch auf den freien Stuhl vor seinem Tisch und legt Eure Jacke über die Stuhllehne.
Als er aufsteht und Euch fragt, ob Ihr was zu trinken möchtet und ob Ihr gut zur Firma gefunden habt, antwortet Ihr mit einem Lächeln: „Nein danke und ja, es war echt schlimm hierher zu finden – der Parkplatz ist schon sehr versteckt…“
Na, lief doch ganz gut, oder? Ihr wart höflich, Ihr habt brav gelächelt und man hat nichts von Eurer Nervosität mitbekommen.
Und trotzdem gibt es viele Fehler, die Ihr allein schon in den ersten 5 Minuten des Vorstellungsgespräches gemacht habt.
Es fängt bei der Zeit an, in der Ihr ankommt: kommt niemals früher als 10 Minuten vor dem Termin, optimal sind 5 Minuten. Wenn Ihr zu früh da seid, heißt es also warten.
Klopft ruhig an die Bürotür, wartet aber, bis eine Antwort kommt. Es ist selten, dass der Personalchef Euch nur hereinbittet. Viel öfter kommt es vor, dass er zur Tür geht und sie Euch aufhält – schließlich erwartet er Euch schon.
Mit aufrechter Haltung und einem ehrlichen Lächeln (Selbstbewusstsein ist gefragt!) solltet Ihr ihm dann die Hand geben, wenn er sie Euch zum Gruß hinhält – nie umgekehrt. Dabei solltet Ihr Euch nicht anfühlen wie ein Fisch, der gerade aus der See aufs Land geworfen wurde: er sollte fest, aber nicht zu fest sein, und nicht zu lang anhalten. Haltet Augenkontakt.
Als nächstes wird er Euch wahrscheinlich ein Getränk, sowie einen Ablageort für Eure Jacke anbieten. Niemals solltet Ihr ein Getränk verneinen. Wenn Ihr kein Kaffeetrinker seid oder keinen Durst habt, solltet Ihr trotz allem ein Glas Wasser annehmen – Ihr müsst auch nicht alles austrinken; ein oder zwei Mal nippen ist vollkommen okay. Ich muss hoffentlich nicht extra erwähnen, dass Alkohol ein No-Go ist.
Wenn Euch der Personalchef einen Stuhl anbietet, wartet trotzdem ab, bis er sich ebenfalls hingesetzt hat.
Und auch wenn keinen Parkplatz gibt und man das Unternehmen nicht einmal Mithilfe von Google Maps findet: wenn er mit Euch Smalltalk betreibt und fragt, ob Ihr gut hingefunden habt, sagt Ihr mit einem Lächeln, dass es absolut kein Problem war, das Unternehmen zu finden.
Klar, wer tut es nicht: wenn man eine Position unbedingt haben möchte, wird der Lebenslauf schnell mal optimiert.
Dabei wird das Praktikum auf einmal zur ersten Arbeitserfahrung oder aus den mäßigen Kenntnissen in Excel werden sehr gute Kenntnisse.
Es ist natürlich erlaubt, den Lebenslauf auf eine Stelle anzupassen und gewisse Tätigkeiten hervorzuheben, aber hütet Euch vor falschen Angaben im Lebenslauf und Eurem Bewerbungsgespräch.
Verwandelt beispielsweise nie die zwei Ferialjobs im Sommer zu einer durchgehenden zweijährigen Berufstätigkeit, wenn das nicht stimmt!
Personalchefs sind nicht umsonst Personalchefs. Sie haben eine sehr gute Menschenkenntnis und sind zuverlässig wie die Spürhunde der Polizei. Zudem können Unternehmen in Österreich einen Auszug der Sozialversicherung von Euch fordern, der genau auflistet, wann Ihr wo gearbeitet hast.
Wenn Ihr lügt, drückt Ihr Eurer Bewerbung praktisch einen Absagestempel auf.
Das Parkticket läuft ab
Auch wenn es sich absurd anhört, kommt es öfters vor als man sich vorstellen kann: das fiese Parkticket läuft ab und Ihr riskiert eine Strafe.
Bezahlt vorsorglich das Parkticket eine Stunde länger als geplant, bittet einen Freund, dass er Euch hinfährt oder fährt mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln.
Nichts ist schlimmer, wenn Ihr während des Gesprächs immer wieder nervös auf die Uhr seht oder gar abgelenkt seid und gar nichts mehr mitbekommt.
Wer dann auch noch aufsteht mit der Begründung, dass er schnell ein neues Parkticket kaufen müsste, kann gleich nach Hause fahren.
Es hört sich vielleicht nach vielen Regeln an, bei welchem man schnell den Überblick verlieren kann. Es ist allerdings alles ein Ding der Übung und mit diesen Regeln könnt Ihr Euch sicher sein, dass Ihr den richtigen Start bei Eurem Vorstellungsgespräch hinlegt.
Eure Chancen stehen dadurch besser als die derer, die sich danebenbenommen haben!
Hie gibt’s weitere Artikel von Kristina:
In Zeiten der Jobsuche kann es vorkommen, dass man ab und zu häufiger schlecht gelaunt ist. Frustration, Angespanntheit, Nervosität oder gar Depressionen stehen da gerne an der Tagesordnung – und nicht nur Sie, sondern auch Ihre Familie und Freunde leiden. Schließlich besteht viel Zeit aus warten, warten, warten.
Um die lange Suche nach der Traumstelle zu verkürzen, hat unsere Praktikantin Kristina einige Tipps für Sie vorbereitet.
Wir wissen alle, wie es ist: eine Arbeit zu finden, bei der man das Gefühl hat „Die ist es jetzt!“, kann schon einmal länger dauern. So können sich Tage, Wochen oder gar Monate häufen, in der man nach der passenden Stelle sucht und seine Bewerbungen immer und immer wieder abschickt.
Leider scheint im Lebenslauf die Phase des Bewerbens danach nicht als „Berufserfahrung“ auf, sondern eher als Lücke, die viele Personaler nicht gerne sehen.
Um seinen Lebenslauf ein wenig aufzupeppen und mit Zusatzwissen beim nächsten Bewerbungsgespräch punkten zu können, ist es wichtig, sich weiterzubilden.
Egal, ob Workshop, ein Seminar oder gar ein ganzer Lehrgang: denkt darüber nach, welche Themen Euch interessieren und was im künftigen Job helfen kann – und begebt Euch auf die Suche!
Durch Kurse und Seminare ergeben sich manchmal interessante Kontakte oder gar der Gedanke, dass einem etwas anderes als der angepriesene Beruf besser gefällt.
Pro-Tipp: Video-Trainings wie zum Beispiel auf Linkedin Learning oder video2brain sind wie Netflix für Weiterbildung! Auch diese Kurse können im Lebenslauf angeführt werden.
Reden statt Schreien
Wer schlecht gelaunt oder gar depressiv ist, lässt sich oft von seinen negativen Gefühlen leiten – und das nicht nur im Umgang mit sich selbst, sondern auch im Umgang mit Anderen. Man streitet öfters mit seiner Familie, dem Partner oder mit Freunden und fragt sich im Allgemeinen, was denn mit den anderen los ist, ohne darüber nachzudenken, dass man selbst schuld sein könnte.
Statt anderen das eigene Unglück oder kleine Fehler vorzuwerfen, sollte man mal in sich hineinhören und einfach erzählen, was los ist. Setzt Euch gemütlich mit einer Tasse Kaffee oder Tee, viel Kuchen oder Keksen zusammen und erklärt sachlich, wieso ihr derzeit eher schlecht gelaunt seid, oder warum Ihr eben seid wie Ihr seid.
Das ist nicht nur ein wichtiger Prozess zur Erhaltung der inneren Balance, sondern erhält auch Freundschaften und vertieft diese sogar aufgrund der ehrlichen Gespräche.
Pro-Tipp: Vergesst zudem niemals, dass ihr euch für eure Probleme nicht schämen müsst – viele Menschen haben dasselbe durchlebt und dementsprechend Verständnis dafür.
Auch wenn die Bewerbungsphase manchmal unendlich lang erscheint oder man gerade seine hundertste Absage kassiert hat, darf man keinesfalls aufgeben.
Der perfekte Job wartet irgendwo da draußen – es wäre also schade, wenn ihn jemand anderes bekäme, den er nicht so glücklich machen würde wie Euch.
Den ersten Teil des Artikels „Bewerbungslust statt Bewerbungsfrust“ finden Sie hier.
Die Jobsuche kann ein langwieriger und anstrengender Prozess sein: angefangen bei der Suche einer passenden Stelle, dem Brüten über dem Motivationsschreiben bis hin zu der scheinbar ewig-dauernden Zeit, in welcher man auf die langersehnte Antwort wartet.
In solchen Zeiten ist es ganz klar, dass man ab und zu häufiger schlecht gelaunt ist. Frustration, Angespanntheit, Nervosität oder gar Depressionen stehen da gerne an der Tagesordnung – und nicht nur Sie, sondern auch Ihre Familie und Freunde leiden.
Wenn es wieder einmal schlecht läuft, alles schiefgeht und mir die Decke auf den Kopf zu fallen droht, muss ich einfach raus. Raus aus der Wohnung in die (urbane) Natur, um wieder klar im Kopf zu werden und neue Ideen und Motivation zu finden. Schließlich beinhaltet das Wort „belebend“ das Wort „Leben“: der Wind, das Zwitschern der Vögel, das geschäftige Tummeln der Menschen oder das Rauschen des Baches belebt und zwingt zum Entspannen – wenn man sich bewusst die Zeit dazu nimmt.
Dabei solltet Ihr auf Eurem Spaziergang eine große Portion Neugierde mit dabeihaben.
Vollkommen unvoreingenommen, als wärt Ihr große Entdecker in einer unbekannten Welt, kann man auf einmal die roten Beeren an dem Strauch sehen, an welchem man jeden Tag lustlos vorbeigeschlurft ist, oder bemerkt die wunderschönen Ornamente an Gebäuden, in welchen man eigentlich seinen täglichen Kaffee holt.
Pro-Tipp: Das Tierheim ist ein großer Tipp für all jene, welche nicht gegen Tiere allergisch sind. Hunde freuen sich über einen Spaziergang, während man selbst weiß, dass man dem Tier was Gutes tut und sich von der Freude des Vierbeiners anstecken lässt.
Sie sind außerdem gute Zuhörer – man muss sich keinesfalls schämen, wenn man sich seinen Frust von der Seele redet.
Neues ausprobieren – Seid kreativ
„Was machst’n du so den ganzen Tag?“ – „Ja, so vorn Computer hocken oder Fernsehen schauen…“
Klar, sind zwar auch Hobbys, aber schon einmal über ein Neues nachgedacht?
Zeitvertreib wie Kochen, Töpfern, Malen oder Fotografieren fördern die Kreativität, was nicht nur gegen Langweile hilft, sondern sich auch im späteren Berufsleben positiv auswirken kann. So wird zum Beispiel die Fähigkeit des Problemlösens oder Ideenfindung gefördert.
Dank des World Wide Web ist es mittlerweile ein Leichtes, sich über Kochrezepte, Tipps zum Fotografieren oder Maltechniken zu informieren.
Auch grundlegende Dinge, die man für ein erstes Kennenlernen mit einem potenziellen Hobby braucht, sind meistens im Haushalt vorhanden – man kann meistens also sofort loslegen.
Also, worauf wartet Ihr noch? Auf die Pinsel, fertig, los – der Kreativität sind schließlich keine Grenzen gesetzt!
Pro-Tipp: Auf der Webseite „Pinterest“ findet man allerlei kreative Vorschläge; egal, ob zum Basteln, Kochen oder Ähnlichem.
Active Sourcing, auch Talent Sourcing oder Talent Mining, beschreibt die proaktive Suche nach passenden Kandidaten für eine offene Position. Das Aufgabengebiet eines Active Sourcers umfasst die Suche nach Personen, die sich mit relevanten Keywords im Internet präsentieren. Diese Personen werden dann aktiv auf eine Stellenausschreibung hingewiesen und zur Bewerbung eingeladen.
Wie werden potenzielle Kandidaten gefunden?
Mit Hilfe von Suchmaschinen und speziellen Suchstrings, oft unter Verwendung der Boole’schen Operatoren, werden Ergebnisse punktgenau dargestellt, Ergebnisse gefiltert und somit für den Suchenden genauer dargestellt.
Es gibt auch zu kostenfreie (z. B. hier) und kostenpflichtige Services, die diese Suche unterstützen.
Wo werden Kandidaten gefunden?
Wenn Personen Informationen online zur Verfügung stellen, können Plattformen wie LinkedIn, XING, Google+ etc. durchforstet werden. Je nachdem, wie die Datenschutzeinstellungen von den Usern in diesen Anwendungen getroffen wurden, werden Ergebnisse mehr oder weniger ausführlich angezeigt.
Was ist beim Active Sourcing erlaubt?
Aufgrund diverser Datenschutzbestimmungen ist es lediglich erlaubt, einer Person entsprechende Informationen zukommen zu lassen, die Jobbeschreibung vorzustellen und nach dem Interesse dieser Person zu fragen. Sollte sich diese Person in einem aufrechten Dienstverhältnis befinden und der Active Sourcer über Firmenkontaktdaten zu dem Gespräch gekommen ist, darf man nach einer Kontaktadresse oder Telefonnummer ausserhalb des Unternehmens fragen.
Zudem sollten solche persönliche Ansprachen auch persönlich bleiben. Es ist in Österreich per Gesetz verboten, Menschen ungefragt Direktwerbung zu senden oder mehr als 50 Personen zeitgleich zu kontaktieren (Telekommunikationsgesetz TKG § 107)
Was muss ich als Bewerber machen, dass Recruiter auf mich aufmerksam werden?
Pflegen Sie Ihre Social Media Profile auf PLattformen wie LinkedIn oder XING. Aktualisieren Sie die Daten und benutzen Sie Keywords (Schlüsselbegriffe) in Ihren Profilen. Zudem können Sie (bei LinkedIn) einstellen, welche Daten öffentlich sichtbar sein sollen, welche Daten ausschließlich von LinkedIn-Mitgliedern oder auch nur von Ihrem Netzwerk gesehen werden dürfen.
Generell sollten Sie vor der Benutzung eines sozialen Netzwerks immer die Datenschutzbestimmungen durchlesen und einstellen, welche Daten Sie öffentlich sichtbar haben wollen und welche Daten nur Ihrem Netzwerk vorbehalten sein sollen.
Tipps für die LinkedIn Profil-Optimierung finden Sie hier.
Hier können Sie sich alle Tipps zum Thema Jobsuche in einem Videotraining auf LinkedIn Learning ansehen, Tipps für ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch bekommen Sie hier.
5 Tricks, die das LinkedIn Profil optimieren
Das Ziel einer jeden Bewerbung ist es, zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden und – im Idealfall – den Job dann auch zu bekommen. Doch nicht nur der Inhalt spielt bei der Bewerbung eine große Rolle. Auch der Zeitpunkt des Sendens kann den entscheidenden Unterschied ausmachen.
Gleich vorab: der ideale Zeitpunkt, um eine Bewerbung abzuschicken, ist laut Mehrheit der Studien montags nach 18 Uhr. Auch der Dienstag schneidet gut ab. Als schlechtester aller Tage wird der Samstag gesehen.
Zu Beginn der Woche sind die Chancen höher, in die nächste Runde zu kommen, im Laufe der Woche sinkt diese Wahrscheinlichkeit kontinuierlich. Doch was sind die Gründe dafür?
Meist begründet sich diese Entwicklung in der Arbeitsmotivation und dem Arbeitsumfang der Recruiter. Senden Sie Ihre Bewerbung zu Wochenbeginn abends oder wirklich früh, wird der Recruiter Ihre Bewerbung ganz oben im E-Mail-Posteingangsfach finden, und diese somit zuerst in der Früh bearbeiten.
Wenn Sie sich noch in einer aufrechten Beschäftigung befinden und Ihre Bewerbung per E-Mail schicken, achten Sie generell darauf, sie nicht zu den üblichen Arbeitszeiten zu senden.
Das könnte den falschen Eindruck vermitteln, dass Sie sich während der Arbeitszeit bei anderen Firmen bewerben – und der Schuss geht nach hinten los. Also: am besten einfach nach Feierabend die Bewerbung abschicken.
Weil der Bewerbungs- und Recruitingprozess bei vielen Unternehmen oft lange dauert empfiehlt es sich außerdem, so früh wie möglich mit der Jobsuche zu starten. Als Faustregel gilt allgemein ca. 6 Monate vor geplantem Einstiegstermin. Das hilft vor allem, wenn Sie in einem befristeten Arbeitsverhältnis stehen.
Wenn Sie aber keinen Stress bei der Jobsuche haben und Sie es noch einige Zeit in Ihrer aktuellen Beschäftigung aushalten – umso besser! Je entspannter Sie nämlich an die ganze Sache herangehen können, desto stressfreier wird die Suche und Ihre Chancen erhöhen sich ganz automatisch.
Auch beim Vorstellungsgespräch kann der Zeitpunkt entscheidend sein. Ein zu früher Termin oder Gespräche direkt vor bzw. nach der Mittagspause senken die Chancen. Das gleiche gilt für Termine kurz vor Feierabend. Überlässt man also Ihnen die Entscheidung, dann vereinbaren Sie – laut dieser Harvard Studie – das Gespräch am besten zu Wochenbeginn am Vormittag.
Ein Zeitraum, in welchem man ohne Beschäftigung war, wird bei der Bewerbung als „Lücke im Lebenslauf“ bezeichnet. Doch wann ist die Lücke schädigend und wie kann man sie rechtfertigen? Hier finden Sie Antworten.
Haben Sie auch schon mal mit dem Gedanken gespielt, einfach mal aus dem Alltag auszubrechen, alles hinzuschmeißen und sich in neue Abenteuer zu stürzen? Eine lang ersehnte Traumreise antreten, eine neue Sprache lernen oder sich auf den Spuren wie Julia Roberts in „Eat Pray Love“ selbst finden – Gründe gäbe es mit Sicherheit genug. Doch kurz danach kommt meistens die Verunsicherung über die Beschäftigungslücke, die eine solche Auszeit im Lebenslauf hinterlassen würde. Wie kann man das dem künftigen Arbeitgeber erklären? Muss man es ihm überhaupt erklären?
Sehen wir den Tatsachen ins Auge: die Definition eines „lückenlosen Lebenslaufs“ ist heute etwas relativiert, so wird eine Lücke meist erst als solche gesehen, wenn mindestens sechs Monate zwischen verschiedenen Jobs vergangen sind. Kürzere Lücken lassen sich einfach und schnell erklären: die vier Monate nach Studienabschluss, als man intensiv auf Jobsuche war oder die fünf Wochen zwischen zwei Jobs, die für Wohnungssuche und Umzug genutzt wurden.
Wenn Sie also nur die Angst vor der Lücke daran hindert, sich Ihre Träume zu erfüllen, dann seien Sie mutig und machen Sie das Beste daraus! Denn woher wollen Sie denn wissen, ob Ihr künftiger Arbeitgeber nicht vielleicht einen wichtigen Kunden in Spanien hat und Sie somit klar im Vorteil gegenüber Ihren Mitbewerbern sind, weil Sie sich während Ihres Zwischenstopps in Barcelona Grundkenntnisse in Spanisch angeeignet haben?
Bei Lücken über mehrere Monate wird wahrscheinlich jeder Recruiter genauer nach den Gründen fragen. Die einzige Regel die es hier zu beachten gibt, ist Folgende: solange die Lücke im Lebenslauf plausibel erklärbar und nachvollziehbar ist, wird sie nicht zum Problem. Zudem soll kein Unternehmen den Eindruck gewinnen, dass Sie faul sind. Klar, wenn Sie über ein halbes Jahr lang „Extreme Couching“ praktiziert haben, könnten Sie bei einer Frage nach den Tätigkeiten in dieser Zeit eventuell ins Stottern kommen. Machmal benötigt man jedoch eine Auszeit, die man für die eigene Selbstfindung nutzen kann. Nichts desto trotz raten wir Ihnen davon ab, das als Grund beim Vorstellungsgespräch zu nennen.
Vielleicht haben Sie sich eine allgemeine Auszeit genommen, waren auf Reisen, um Ihren Horizont zu erweitern und Erfahrungen in anderen Kulturen zu sammeln oder mussten aus gesundheitlichen/familiären Gründen eine Auszeit nehmen.
Generell gilt: Sie sollten sich vor keiner Person rechtfertigen. Unternehmen dürfen Sie theoretisch auch nicht nach Ihrem Gesundheitszustand oder körperlichen Beeinträchtigungen fragen. Sollten Sie dennoch aufgrund Ihrer Lücke danach gefragt werden, konzentrieren Sie sich bei der Antwort auf Ihre Arbeitsmotivation, über die Sie zum jetzigen Zeitpunkt verfügen! Schließlich konnten Sie Ihre Auszeit nutzen, um Energie zu tanken und sind nun bereit, wieder in die Arbeitswelt einzutreten.
NLP für‘s Jobinterview
Spätestens seit dem letzten Jahr und der Bundespräsidentenwahl in Österreich ist den meisten NLP ein Begriff. Neurolinguistisches Programmieren wird u.a. als die Kunst und Wissenschaft der Kommunikation bezeichnet und kann einem durchaus Vorteile bringen, wenn man es beherrscht. Zum Beispiel im Jobinterview.
In vielen Beobachtungen hat man festgestellt, dass Menschen die sich nahe stehen ihre Körperhaltung und ihr Verhalten anpassen. Wir imitieren unser Gegenüber eigentlich ganz automatisch, wenn wir ihn oder sie mögen. Der andere nimmt diese Spiegelung ganz unbewusst auf und verarbeitet sie positiv im Unterbewussten. Diese Technik können Sie im Jobinterview gezielt einsetzen, um zum Recruiter eine (unterbewusst) gute Beziehung aufzubauen. Wenn Ihr Gegenüber z.B. die Beine übereinander schläft, nimm eine ähnliche Haltung an usw. Passen Sie aber auf, dass Sie dabei nicht zu künstlich wirken, sonst kann es schnell eine negative Wirkung haben. Am besten vorher bei Freunden üben. Gleiches wie für die Körpersprache gilt übrigens auch für Gestik, Mimik, Sprechtechnik und auch -lautstärke. Das Anpassen des Ausdrucksverhalten zeugt nämlich ebenfalls von einer tieferen Bedeutung. Aber auch hier ist es wichtig, nicht zu übertreiben. Diese Techniken nennt man übrigens Rapport und Pacing. Geübte NLP-er nutzen auch gerne die Technik des Leading, indem sie (wenn erstmal der Rapport, also die Verbindung zum Gegenüber, hergestellt ist) das Gespräch in eine bestimmte Richtung lenken – diese Technik ist besonders bei so manchem Politiker beliebt.
Weitere Tipps wie Sie im Vorstellungsgespräch punkten können finden Sie hier: Optimale Vorbereitung für Fragen im Vorstellungsgespräch
Die richtige Nachbereitung nicht unterschätzen!
Klar, die richtige Vorbereitung auf das Jobinterview ist das A und O und ein Muss wenn Sie den Job haben möchten. Punkten können Sie aber nicht nur mit der richtigen Vorbereitung, sondern auch mit einer guten Nachbereitung. Hier ein paar Tipps dazu:
Reflektieren Sie: egal ob das Gespräch für Ihr Gefühl positiv oder negativ gelaufen ist – machen Sie, sobald Sie die Gelegenheit dazu haben, Notizen. Schreiben Sie alles auf, dass Ihnen nach dem Gespräch durch den Kopf geht: Was ist schief gelaufen? Auf welche Frage(n) war ich zu wenig vorbereitet? Welche Antworten sind besonders gut angekommen? Sollte ich an meiner Selbstvorstellung etwas ändern?
Wenn das Gespräch besonders positiv verlaufen ist und Sie den Job noch mehr als zuvor haben möchten: Schreiben Sie Ihrem Gesprächspartner eine kurze Mail, in der Sie sich für die Zeit und das Gespräch bedanken und nochmal Ihr Interesse bekunden.
Sie haben nach der vereinbarten Frist noch immer keine Rückmeldung erhalten? Scheuen Sie sich nicht nachzufragen, das zeigt, dass Sie tatsächlich Interesse am Job haben.
Eine gute Nachbereitung ist vor allem deshalb so wichtig, weil es schon gleichzeitig eine Vorbereitung für das nächste Jobinterview sein kann. Kurz nach dem Gespräch wissen Sie am besten, was gut und was nicht so gut gelaufen ist. Daher unbedingt notieren! Im besten Fall war es natürlich erstmal Ihr letztes Jobinterview und Sie erhalten eine Zusage. Aber wenn nicht, können Sie vor Ihrem nächsten Termin auf Ihre Notizen zurückgreifen und sind bestimmt froh darüber!
Wenn Sie gerne weitere Tipps zum Thema Bewerbung und Jobinterview haben wollen, nehmen Sie unser Service von Jobweiser in Anspruch oder lassen Sie Ihre Bewerbung von uns checken! Hier können Sie sich außerdem alle Tipps zum Thema Jobsuche in einem Videotraining auf video2brain oder LinkedIn Learning ansehen!
Nach dem Jobinterview gut in Erinnerung bleiben
Beim Jobinterview geht es in erster Linie darum, den geeigneten Kandidaten für das Unternehmen zu finden. Doch auch für das Unternehmen selbst ist es die ideale Gelegenheit, sich als Top-Arbeitgeber zu präsentieren. Denn auch Bewerber wollen sich ein Bild vom Unternehmen machen und herausfinden, ob sie überhaupt hierhin passen.
Fühlt man sich als Kandidat von Vornherein nicht wohl, wird man auch ein eventuelles Jobangebot nicht annehmen. Vergewissern Sie sich, dass Bewerber schon vor dem Gespräch alle notwendigen Informationen bekommen (Minimalinfos: Ort, Zeit und Dauer des Gespräches sowie Name des bzw. der Gesprächspartner). Bewerber sollen sich immer gut betreut und informiert fühlen. Für das Jobinterview selbst planen Sie genug Zeit ein, finden einen geeigneten Raum und bereiten diesen auch vor. Ist der Bewerber vor Ort, lassen Sie ihn nicht zu lange warten. Sollte es dennoch zu Verzögerungen kommen – was ja im Arbeitsalltag durchaus passieren kann – informieren sie den Kandidaten darüber.
Nichts ist schlimmer, als eine gefühlte Ewigkeit an der Rezeption auf ein Vorstellungsgespräch zu warten und nicht zu wissen, wann der Gesprächspartner endlich erscheint . Als Kandidat ist man immerhin nervös! Solche Verzögerungen lassen sich gut mit dem Angebot auf ein Getränk überbrücken.
Wenn das Gespräch dann endlich losgeht, vergessen Sie nicht, sich selbst und eventuelle Gesprächspartner vorzustellen und dem Gegenüber einen kurzen Überblick über den Verlauf des Gespräches zu geben. Ungefähr genauso wichtig wie der Start des Gespräches ist auch der Abschluss. Manche Recruiter bevorzugen es, direkt im Anschluss an das Jobinterview Feedback zu geben. Soll heißen, wenn man schon während dem Gespräch merkt, dass der Kandidat nicht zum Unternehmen passt wird dies gleich mitgeteilt. Natürlich höflich und mit ausführlicher Begründung sowie eventuell Tipps oder Vorschlägen für geeignetere Positionen. Möchten Sie mit Ihrem Feedback aber warten bzw. verlief das Gespräch erfolgsversprechend, sprechen Sie auf jeden Fall die weitere Vorgehensweise an. Der Bewerber soll Bescheid wissen, wie lange es bis zur Rückmeldung dauern wird.
Wenn Sie dem Bewerber dann eine Woche später eine Zusage machen und auch er oder sie interessiert ist: Glückwunsch! Sollte dem nicht so sein und Sie müssen eine Absage erteilen, tun Sie dies möglichst zeitnah nach dem Gespräch und seien Sie dabei so ehrlich wie möglich. Benutzen Sie keine Standardfloskeln bei der schriftlichen Absage, sondern versuchen Sie einen individuellen Text zu verfassen. Die noch persönlichere – wenn auch sicher nicht ganz angenehme – Variante ist die telefonische Absage. Vorteil ist, dass Sie dem Kandidaten hier gleich Feedback und Ihr Bedauern über die negative Auskunft geben können und nochmal betonen, wie sehr es sie gefreut hat, ihn persönlich kennen zu lernen. Dies kann zwar unangenehm sein, allerdings haben Sie so die Möglichkeit, sich von Ihren Mitbewerbern abzuheben und – trotz der negativen Nachricht – einen positiven Eindruck beim Bewerber zu hinterlassen.
Das Wichtigste ist, dass sich Bewerber trotz Absage wertgeschätzt fühlen. Man weiß ja nie ob man die Kandidaten zu einem späteren Zeitpunkt nochmal wiedersieht und vor allem wem die Erfahrungen weitererzählt werden!
Auch interessant in dem Zusammenhang: No-Go Fragen im Bewerbungsgespräch
Die vielleicht lustigste Bewerbung der Welt
Auf der Suche nach neuen, ungewöhnlichen Bewerbungen haben wir eine SEHR ungewöhnliche – dafür aber umso lustigere – Bewerbung gefunden. Ob der Verfasser damit Erfolg hatte wissen wir leider nicht, allerdings ist es auf jeden Fall mal etwas anderes und sehr unterhaltsam beim Lesen:
Und hier noch eine etwas andere Reaktion auf eine Jobabsage:
Quelle Bild 1: Edition F
Quelle Bild 2: zroadster.com
Gute Bewerber springen vorzeitig ab? Teil 2
In Teil 1 dieser Serie konnten Sie die Gründe für ein vorzeitiges Abspringen von Bewerbern bereits nachlesen. Ein optimaler Bewerbungsprozess macht also durchaus Sinn. Hier finden Sie Tipps, wie Sie zu lange Verzögerungen künftig vermeiden können:
Vorbereitung ist alles: Vorab sollten Sie immer klären, wen man eigentlich sucht bzw. braucht. Voll- oder Teilzeitstelle? Unbefristeter Vertrag oder eine Arbeitsstelle auf Zeit? Diese Fragen sollten Sie schon vor Ausschreibung der offenen Position klären. Zudem sollten alle Personen, die am Bewerbungsprozess beteiligt sind (z.B. künftige Führungskraft und Kollegen, HR Manager, Kollegen) informiert und „ins Boot geholt“ werden. Somit können offene Fragen und Unklarheiten schon im Vorfeld geklärt werden, z.B. in welchem Rahmen das Gehalt liegt, wo man Kompromisse eingehen kann oder welche Benefits Sie dem Bewerber zusätzlich anbieten können.
Stellen Sie sicher, dass beim Vorstellungsgespräch alle beteiligten Personen und Entscheidungsträger dabei sind. Unmittelbar nach dem Gespräch gilt es dann, gleich Feedback einzuholen. So können unmittelbar nach dem letzten Jobinterview Ihre jeweiligen Präferenzen schnell abgesteckt werden. Dabei sollten Sie natürlich auch nicht vergessen, Feedback vom Bewerber einzuholen. Meist reicht schon ein kurzer Anruf um zu abzuklären, ob auf beiden Seiten weiterhin Interesse vorhanden ist.
Den Bewerber immer am Laufenden halten. Informieren Sie den Kandidaten bei jedem Gespräch, wie viel Zeit bis zur nächsten Rückmeldung vergehen wird. Auch bei Zwischenergebnissen oder kurzfristigen Verzögerungen immer Bescheid geben. Oft reicht schon eine kurze E-Mail, damit sich der Bewerber nicht vergessen fühlt und vorzeitig abspringt.
Wenn es eine Entscheidung gibt, dann sagen Sie dem Bewerber so schnell wie möglich telefonisch zu und vereinbaren einen Termin zur Vertragsunterzeichnung. Noch offenen Fragen oder Verhandlungsbedarf sollten so bald als möglich abgeklärt werden.
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It’s not me, it’s you: Wie man mit Jobabsagen richtig umgeht
Viele von uns kennen diese Situation: Sie haben viel Zeit und Mühe für die perfekte Bewerbung investiert, mit der Hoffnung zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Sie holen sich umfassende Informationen zum Unternehmen ein und geben im Gespräch Ihr Bestes. Anschließend warten Sie ungeduldig auf den Telefonanruf oder die E-Mail. Und dann heißt es: „Danke, aber nein danke“.
Jobabsagen – in welcher Form auch immer – sind nie schön. Auch wenn Selbstbewusstsein Ihr zweiter Vorname ist, spätestens wenn sich die Absagen häufen beginnt jeder sich selbst in Frage zu stellen. Aber welche Möglichkeiten gibt es, besser damit umzugehen oder sogar einen Vorteil daraus zu gewinnen?
Es liegt nicht immer an Ihnen: Es gibt Dinge, die kann man als Bewerber leider nicht beeinflussen. Auch wenn Sie noch so gut auf die Stellenbeschreibung passen, motiviert Sie sind und wie perfekt Sie für die Position scheinen – es kann immer jemanden geben, der vielleicht etwas mehr Erfahrung hat als Sie oder diese eine Qualifikation mehr bringt. Bei 100 Bewerbungen müssen nun mal 99 Absagen erteilt werden. Das bedeutet also keinesfalls, dass Sie schlecht sind. Meistens hat jemand, der vielleicht zu diesem Zeitpunkt etwas mehr Qualifikation mitgebracht hat, zufällig auch gerade den selben Job wie Sie gesucht haben. Bei der nächsten Bewerbung könnte sich der Spieß aber schon wieder umdrehen!
Betrachten Sie es als Lernerfahrung: Je mehr Bewerbungen Sie schreiben und je mehr Interviews Sie führen, desto besser werden Sie darin. Wichtig dabei: Holen Sie wann immer es geht Feedback ein. Stellen Sie außerdem sicher, dass Sie dieses auch ernst nehmen. Es kann Ihnen helfen, besser zu werden oder aber auch Ihre Methoden zur Jobsuche entsprechend anzupassen. Damit können Sie aktiv zu Ihrem künftigen Erfolg beitragen.
Vielleicht haben SIE etwas Besseres verdient? Schon mal daran gedacht? Nach Jobabsagen verfolgt einem oft der Gedanke, dass man eine Zusage gar nicht verdient hat. Aber womöglich ist genau das Gegenteil der Fall und der Job war nicht gut genug für SIE, weil Sie etwas Besseres verdienen. Dieser Grundgedanke wird Ihnen ungemein helfen, weiterhin positiv an die Jobsuche heranzugehen und den Mut nicht zu verlieren!
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Das 1×1 der Absageschreiben – Teil 2: Verwaltung und Erstellung
Als Recruiter erhält man tagtäglich viele Bewerbungen. Leider hat man selten ausreichend Zeit, um sich mit allen Bewerbungen und Bewerbern zu beschäftigen. Der Bewerber hingegen hat oft sehr viel Zeit in die Erstellung seiner Bewerbung investiert. Deshalb ist es umso wichtiger, jedem Bewerber in angemessener Weise Respekt und Dank für die Bewerbung entgegen zu bringen.
Da es im Arbeitsalltag nicht möglich sein wird, jedem Bewerber individuell abzusagen, empfiehlt es sich, mit Textbausteinen zu arbeiten. Diese können z.B. im MS Word notiert und dann zusammengesetzt werden. Somit haben Sie je nach Absageart bereits Vorlagen zur Verfügung. Jedes Absageschreiben sollte folgende Bestandteile enthalten:
Dank für die Bewerbung
Lobende Worte über die Qualifikation
Begründung der Absage und Bitte um Verständnis
Informationen über den weiteren Verlauf
Gute Wünsche für den weiteren Berufsweg
Achten Sie bei jeder Absage darauf, wie weit der Bewerber bereits im Recruitingprozess fortgeschritten war und ob sich der Bewerber auf eine vakante Positionen im Ihrem Unternehmen beworben hat, oder ob es sich um eine Initiativbewerbung handelt. Erstellen Sie dafür jeweils unterschiedliche Vorlagen und achten Sie auf die Wortwahl. Dem Bewerber steht es zu, die Gründe für die Absage zu erfahren. Diese müssen sich ausschließlich aus der Qualifikation ergeben. Absagen aufgrund des Geschlechts, Alters, der ethnischen Herkunft, der religiösen und politischen Gesinnung und weiteren Merkmalen, die als Diskriminierung gelten, sind verboten. Des Weiteren hat der Bewerber ein Recht zu erfahren, was mit seiner Bewerbung passiert. Geben Sie daher Informationen über den weiteren Verlauf, z.B. ob Sie die Bewerbungsunterlagen zurücksenden (bei Bewerbungen per Post), sie in Evidenz halten (das Einverständnis des Bewerbers vorausgesetzt) oder ob die Bewerbung gelöscht wird.
Hier sehen Sie ein konkretes Beispiel für ein Absageschreiben. Es handelt sich um eine Bewerberin, die sich auf eine vakante Position beworben hat und bereits zu einem persönlichen Vorstellungstermin im Unternehmen war:
„Sehr geehrte Frau XXX,
herzlichen Dank für Ihre Bewerbung und Ihre persönliche Vorstellung in unserem Hause (Schritt 1).
Unser interessantes und informatives Gespräch hat uns einen sehr positiven Eindruck von Ihnen und Ihrer Qualifikation vermittelt (Schritt 2).
Ihre Bewerbung ist in die engere Auswahl gekommen, aber nach eingehender Besprechung im Kollegenkreis haben wir uns für einen Bewerber entschieden, der fachlich tiefergehende Erfahrungen in unserer Branche verfügt. Bitte haben Sie hierfür Verständnis (Schritt 3).
Ihr Einverständnis vorausgesetzt behalten wir Ihre Unterlagen für die nächsten XX Monate in Evidenz und kontaktieren Sie erneut, wenn eine Ihren Qualifikationen entsprechende Position frei wird (Schritt 4).
Wir bedauern sehr, Ihnen keine positivere Nachricht übermitteln zu können und bedanken uns für das unserem Hause entgegengebrachte Interesse (Schritt 5).“
Gute Bewerber springen vorzeitig ab? Teil 1: Die Gründe
Auf der Suche nach einem Job werden Kandidaten wieder aufs Neue auf eine Geduldsprobe gestellt, denn bewerben heißt auch immer warten. Aber nicht nur Bewerber sollten sich in Geduld üben, sondern auch Unternehmen, die auf der Suche nach den passenden Kandidat*innen sind. Denn nicht selten springen diese noch während des Bewerbungsprozesses ab und die Suche beginnt von vorne. Grund dafür ist häufig, dass der Bewerbungsprozess zu lange dauert.
Mehr als die Hälfte der österreichischen Personalverantwortlichen gibt an, dass das Einstellungsverfahren in ihrem Unternehmen von Jahr zu Jahr länger dauert. Die Gründe sind vielfältig: Nicht selten gibt es bei offenen Positionen zu wenig qualifizierte Bewerber. Die Suche nach dem Wunschmitarbeiter verzögert sich. Hat man diesen dann doch gefunden, spring er oder sie oftmals noch vor Vertragsunterzeichnung ab und nimmt ein anderes Angebot an. Grund dafür wiederum ist, dass Bewerber heutzutage viel anspruchsvoller gegenüber potenziellen Arbeitgebern sind als noch vor einigen Jahren. Und wenn man weiß, wie viel man auf dem Arbeitsmarkt wert ist, kann man sich oft das beste Angebot aussuchen. Viele Unternehmen führen zudem mehrere Gesprächsrunden durch, die den Bewerbungsprozess weiter verzögern.
Folgende Grafik zeigt die Ergebnisse einer Online-Umfrage von über 700 Arbeitnehmern. Demnach klagen knapp 70% der Befragten über sehr späte oder gar keine Reaktion auf ihre Bewerbungen:
In Teil 2 erfahren Sie, wie Sie zu lange Verzögerungen vermeiden können, damit qualifizierte Bewerber künftig nicht mehr abspringen.
Und falls Sie den richtigen Kandidaten bereits gefunden und eingestellt haben, könnte Sie das auch interessieren: Mitarbeiter motivieren und binden
Geheimcodes im Arbeitszeugnis & was sie bedeuten
Beim Suchen eines neuen Jobs schickt man meistens auch direkt die Arbeitszeugnisse bisheriger Beschäftigungen mit. Grundsätzlich sind Aufbau und Formulierung Sache des Arbeitgebers, einige gesetzliche Vorschriften müssen aber beachtet werden. So darf ein Arbeitszeugnis in Inhalt und Form nichts enthalten, dass dem Arbeitnehmer bei der Bewerbung um einen Job im Weg steht oder erschwert. Dennoch gibt es bestimme Phrasen unter Personalern, die den Sinn haben negative Botschaften hinter positiven Formulierungen zu verstecken.
Bei dieser Phrase lohnt es sich als Bewerber, genauer hinzuschauen:
„…. Aufgaben stets zur vollsten Zufriedenheit erledigt“ – bei dieser Formulierung darf man sich als Arbeitnehmer auf die Schulter klopfen – ein klares Sehr Gut!
„Frau M. hat sich stets bemüht“ – soll heißen, bemüht hat sie sich zwar, das Ergebnis war trotzdem fraglich.
„Herr X. hat sich im Rahmen seiner Fähigkeiten eingesetzt… „ – Klartext: Der Rahmen war derartig eng, dass nur für wenige Fähigkeiten Platz war.
„Herr A. hat die übertragenen Arbeiten ordnungsgemäß erledigt“ – ordnungsgemäß schon, aber auch nicht mehr. Keine Eigeninitiative.
„Frau P. war stets mit Interesse und Begeisterung bei der Sache“ – soll nicht heißen, dass dies zum Erfolg beigetragen hat.
Tipp: Arbeitszeugnisse können bis zu 30 Jahre nach Dienstende beim jeweiligen Arbeitgeber angefordert werden!
Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Ihr Arbeitszeugnis tatsächlich so gut ist wie es auf den ersten Blick scheint nehmen Sie unser Service von Jobweiser in Anspruch und lassen Sie Ihre Bewerbung von uns checken! Hier können Sie sich außerdem alle Tipps zum Thema Jobsuche in einem Videotraining auf video2brain oder LinkedIn Learning ansehen!
Social Media Check andersrum: Personaler im Netz
Als Bewerber liest und hört man immer wieder, wie wichtig es bei der Jobsuche ist, seine Social Media Profile auf Vordermann zu bringen. Zudem sollte man darauf zu achten, was man alles über sich im Netz postet und preisgibt. Doch haben Sie schon mal daran gedacht, den Spieß umzudrehen?
Heutzutage findet man die meisten Personen auf Facebook, LinkedIn, XING etc. Insbesondere Personaler sind häufig auf diversen Social Media Kanälen vertreten. Es kann also nicht schaden, sich auch als Bewerber über sein Gegenüber zu informieren, natürlich alles unter der Einhaltung der DSGVO (EU weite Datenschutzgrundverordnung). Wir haben ein paar Tipps dazu:
Werden Sie zu einem Jobinterview eingeladen, notieren Sie sich immer den Namen Ihres Gesprächspartners. Haben Sie den Namen am Telefon nicht verstanden, fragen Sie einfach nochmal nach oder lassen sich eine Bestätigungs-Mail schicken.
Beginnen bei Ihrer Online-Suche mit den beruflichen Netzwerken à la XING und LinkedIn. Suchen Sie nach den Namen und mit ein bisschen Glück werden Sie auch fündig! Bedenken Sie aber: auf diesen Kanälen werden dem Nutzer die Profilbesuche angezeigt. Gehen Sie daher nur einmal auf das Profil und senden Sie einfach eine Anfrage zur Vernetzung. Übertreiben es nicht, einen Stalker möchte immerhin niemand einstellen 😉
Die Suche nach Ihren Gesprächspartnern hat jedenfalls Vorteile: Ihr Gegenüber hat bereits ein Bild von Ihnen, und das im wahrsten Sinne des Wortes. Denn bei der Bewerbung haben Sie sicher ein Foto von sich mitgeschickt. Mit der Suche auf sozialen Netzwerken können Sie sich auch ein Bild vom Gegenüber machen und sich somit besser auf das Gespräch einstellen.
Außerdem finden Sie unter der Rubrik Ausbildung, Kontakte oder sonstige Interessen vielleicht Gemeinsamkeiten, die Sie bei passender Gelegenheit im Laufe des Jobinterviews ansprechen können. Aber auch wenn Sie nichts Nützliches für das Gespräch finden können: Sieht der Personaler, dass Sie das Profil besucht haben, zeugt das zumindest von Interesse und dass Sie sich vorab informiert habt.
Sie möchten vor Ihrer Bewerbung auch noch Ihren Social Media Auftritt auf Vordermann bringen? Hier finden Sie die passenden Artikel:
Bewerbungsfoto und Profilbild: Tipps für den besten Eindruck!
In Ländern, die das rechtlich zulassen ist es üblich, Bewerbungen mit Fotos zu versehen. Das ist meist ein Vorteil für den Bewerber oder die Bewerberin, da das die Bewerbung wieder vermenschlicht, etwas „bunter“ macht und sich der Personalmanager ein Bild vom Kandidaten machen kann.
Alles gut, solange das Foto passend ist – doch was macht ein gutes Foto aus?
Portraitfoto: Profilaufnahme in guter Qualität vor neutralem, hellem Hintergrund. Achten Sie bei der Erstellung auf Licht und Schatten, Winkel und Fokus auf Ihrem Gesicht. Natürlich kann Ihnen, wenn Sie unzufrieden sind, ein professioneller Fotograf helfen.
Sympathischer, aber kompetenter Gesichtsausdruck: Seien Sie aufgeschlossen und freundlich, Sie freuen sich auf den neuen Job. Mit diesem Bild sieht Sie der Personalmanager bereits in der neuen Abteilung – oder auch nicht. Vermitteln sie Kompetenz und Stärke – ein klarer Blick in die Kamera, ein leichtes Schmunzeln, Kopf und Kinn nach oben.
Natürlichkeit: Kleidung und Styling (Make-Up, Frisur) sollten der Branche angepasst sein und dem Business-Look entsprechen. Vermeiden Sie aufdringliche Muster und wählen Sie – wenn überhaupt – dezenten Schmuck. Erscheinen Sie gepflegt; frisch gewaschene Haare und eine frische Rasur sind selbstverständlich.
Auch Ihr Social-Media Auftritt wird von Unternehmen begutachtet, auch wenn es sich hierbei um Ihr privates Facebook-Profil handelt. Selbst wenn Sie Ihr Profil für Personen ausserhalb Ihres Netzwerks gesperrt haben, sieht man Ihr Profilfoto.
Daher gilt es, zusätzlich folgende Dinge für die Auswahl Ihres Profilbilds zu beachten:
Urlaubsfotos im Bikini oder in der Badehose sowie Partyfotos sind ein NoGo!
Generell ist es am besten, wenn Sie alleine auf dem Foto sind, das heißt auch ohne Katze und ohne Ihrer süßen Nichte.
Der Fokus des Bildes sollte auf Ihrem Gesicht liegen.
Am besten machen Sie das Bild vor einem ruhigen, einfarbigen Hintergrund.
Die Kleidung sollte dem Wunschberuf angemessen sein, mit einem netten Lächeln ist man auch immer auf der sicheren Seite.
Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, können Sie das Bild von einem professionellen Fotografen machen lassen, das muss aber nicht unbedingt sein. Mit einer guten Kamera und dem richtigen Licht bekommen Sie das auch selber hin (zudem geht es ja „nur“ um das Bild Ihres Social-Media-Profils, nicht um die Bewerbung selbst).
Übertreiben Sie es also nicht, bleiben sich treu und vor allem: seien Sie authentisch. Das heißt: Lassen Sie die Finger von zu vielen Fotofiltern und retuschieren Sie nicht bis zur Unkenntlichkeit, denn Natürlichkeit wirkt auf jeden Fall am besten!
Sie möchten generell Ihren Social Media Auftritt auf Vordermann bringen? Hier finden Sie die passenden Tipps für Ihre LinkedIn Profiloptimierung sowie Informationen zur Jobsuche auf Social Media.
Das 1×1 der Absageschreiben – Teil 1: allgemeine Tipps
Absagen machen den Großteil an Kommunikation zwischen Bewerbern und Unternehmen aus. Bei 30 Bewerbern müssen immerhin 29 Absagen getroffen werden.
Eine Position in einem Unternehmen wird frei, das Stelleninserat wird verfasst und ausgeschrieben. Bewerber*innen werden eingeladen, Gespräche werden geführt, am Ende wird eine Entscheidung für einen neuen Mitarbeiter getroffen. Und dann?
Tja, dann kommt der unangenehme Teil des Prozesses, nämlich die Absageschreiben an die anderen Kandidaten zu senden, die den Job nicht erhalten haben. Absagen sind ein heikles Thema, dennoch kann man es schaffen, mit einem Absageschreiben einen guten und bleibenden Eindruck als Unternehmen zu hinterlassen. Das kann für Image und Reputation des Unternehmens sehr hilfreich sein!
Employer Branding ist eine Umschreibung für das Arbeitgeberimage auf Bewerberseite. Das beginnt nicht erst, wenn der neue Mitarbeiter den Arbeitsvertrag unterzeichnet hat sondern schon davor. Bewerber, die im Auswahlverfahren und/oder bei der Absage schlechte Erfahrungen machen sind oft wütend oder enttäuscht. Genau diese Erfahrung wird aber im Freundeskreis, in der Familie weitererzählt und trägt nicht gerade zu einem positiven Arbeitgeberimage bei. Wie man es schafft, trotz einer Absage den Bewerbern Wertschätzung entgegen zu bringen, erfahren Sie hier:
„Sehr geehrter Bewerber/sehr geehrte Bewerberin“ – diese Anrede-Floskel ist sehr unpersönlich und hinterlässt bestimmt keinen guten Eindruck. Besser etwas mehr Zeit investieren und die Bewerber mit Namen ansprechen.
Übertrieben lang formulierte Sätze – Klar sagt man niemandem gerne ab, aber offensichtlich um den Brei herumreden macht die Sache nicht leichter. Besser gleich auf dem Punkt kommen, aber dabei höflich bleiben.
Ehrlichkeit – es ist gut, den Bewerbern gegenüber immer ehrlich zu sein und sie nicht unnötig hinzuhalten oder Versprechungen zu machen, die dann nicht eingehalten werden können. Beachten Sie bei der Formulierung die ländergültigen Anti-Diskriminieungsregeln und -gesetze. Wenn man aber schon anhand der Bewerbungsunterlagen erkennt, dass der Kandidat nicht passt, macht es Sinn, gleich abzusagen (ca. eine Woche nach Eingang der Bewerbung) anstatt zu warten. Zudem sollte immer beachtet werden, wie weit der Bewerber im Recruitingprozess schon war. So erhalten Bewerber*innen, denen bereits nach Eingang der Bewerbung abgesagt wird ein anderes Schreiben als jene, die bereits zum Gespräch eingeladen waren.
Das richtige Timing – natürlich braucht ein Recruitingprozess eine gewisse Zeit, dennoch freut sich niemand, erst 2 Monate nach Bewerbung eine Rückmeldung zu erhalten. Sollte sich der Auswahlprozess dennoch verzögern, ist es zumindest angebracht den Bewerbern eine kurze Zwischennachricht mit der „Bitte um noch etwas Geduld“ zu senden.
Kurz und knapp – hier sehen Sie ein eher unkonventionelles Beispiel von Ikea:
Und zum Vergleich eher der „Klassiker“ unter den Absageschreiben:
Hier können Sie sich weitere Tipps zum Thema Recruiting für Kleinunternehmen und Mittelstand in einem Videotraining auf video2brain oder LinkedIn Learning ansehen!
Recruiting in Zahlen: Wann kommt die Zusage?
Wie suchen Unternehmen nach Bewerberinnen und Bewerbern?
Wie lange dauern Zusagen und Absagen? Wir haben ein paar Facts zum Thema Recruiting in Österreich zusammengefasst:
Der Fachbereich Logistik zählt zu den Spitzenreitern in Sachen Bewerbern. Hier kommen durchschnittlich 17 Bewerbungen auf eine offene Position. In den IT-Abteilungen sieht es hingegen ganz anders aus: nur durchschnittlich 6 Bewerber gibt es für eine Position.
Unternehmen lassen sich durchschnittlich 24 Tage für eine Zusage Zeit. Auf eine Absage warten Bewerber deutlich länger, nämlich 138 Tage.
Über 50% finden am schwersten ausreichend qualifizierte Mitarbeiter in der IT-Abteilung (siehe Fact #1), während im Vertrieb die höchste Fluktuationsrate bei 40% liegt.
Mit 59% ist die Jobbörse noch immer das effektivste Recruitinginstrument, gefolgt von Mitarbeiterempfehlungen und eigenen Karriereseiten (beide ca. 15%). In der Zukunft soll sich der Trend weiter zu Social Media und Active Sourcing entwickeln.
Und zum Schluss: Die Recruitingabteilung wird bei 87% der Befragten als wichtig eingestuft.
Hier die Fakten nochmals im Detail:
Quelle: Prescreen
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Sie sind noch auf der Suche nach einem Praktikum für den Sommer? Dann haben wir hier ein paar Last-Minute-Tipps, was es bei der Bewerbung zu beachten gilt!
Da Sie noch nicht mit vergangenen Jobs und langjähriger Berufserfahrung punkten können, versuchen Sie Ihre Motivation, Lernbereitschaft und vor allem Ihr großes Interesse für das jeweilige Unternehmen hervorzuheben. Achten Sie dabei darauf, keine 08/15-Bewerbungsschreiben zu verwenden, sondern verfassen Sie es in eigenen Worten und möglichst authentisch. Informieren Sie sich vorab über die Eckdaten des Unternehmens um glaubwürdig begründen zu können, warum Sie sich für dieses Praktikum interessieren und warum Sie die richtige Person dafür sind. Und natürlich muss auch bei einer Praktikums-Bewerbung der Lebenslauf passen. Recruiter achten dabei auf Übersichtlichkeit, eine chronologische Struktur, eine fehlerfreie Rechtschreibung, ein seriöses Bewerbungsfoto und die Vollständigkeit der Unterlagen (Anschreiben, Zeugnisse, Zertifikate etc.).
Grundsätzlich gibt es zwischen Bewerbungen für Fixanstellungen und Bewerbungen für Praktika keine großen Unterschiede. Dennoch sollten einige Dinge bedacht werden, die aber vielleicht beim Rennen ums Wunschpraktikum ausschlaggebend sein können. Der wesentlichste Unterschied ist, dass Sie sich nicht für eine langfristige Stelle bewerben, sondern nur für eine bestimmte Zeitspanne. Diese Zeit sollten Sie dafür nutzen, in das Unternehmen bzw. die Branche hineinzuschnuppern, Arbeitsprozesse kennenzulernen und vielleicht erste Berufserfahrung zu machen. Das heißt, es geht mehr darum, etwas zu lernen als langfristig für das Unternehmen zu leisten, wie es bei einer Festanstellung der Fall ist. Deshalb machen Sie sich auch immer klar, was Sie sich von Ihrem Praktikum erwarten und wohin Sie möchten. Dies ist sehr wichtig, denn Praktika werden Ihnen bei der späteren Jobsuche mit Sicherheit behilflich sein.
11 verdammt ehrliche Antworten im Jobinterview
Frage: „Wo sehen Sie sich in 5 Jahren?“
Antwort: „Ich weiß nicht mal wo ich mich in 5 Minuten sehe… „
Das ist nur ein Beispiel der typischsten Bewerbungsfragen, die uns laut kununu im Jobinterview gestellt werden. Ok, zugegeben: ganz so ernst sollten Sie diese Antwortmöglichkeiten nicht nehmen, aber zum Schmunzeln haben sie uns auf alle Fälle gebracht 😉
Alle Antworten sind hier nachzulesen:
http://news.kununu.com/bewerbungsgespraech-11-verdammt-ehrliche-antworten
Passendere Antworten können Sie hier nachlesen:
Optimale Vorbereitung: Fragen im Vorstellungsgespräch – Teil 1
Optimale Vorbereitung: Fragen im Vorstellungsgespräch – Teil 2
Studie: Moderne Jobsuche via Social Media
Lange sind die Zeiten vorbei, in denen man am Samstagvormittag die Stellenanzeigen in der Zeitung durchschaut und interessante Inserate mit dem bunten Textmarker einkreist. Heute wird vor allem das Internet für die Jobsuche genutzt, wo man sich schnell und einfach über das jeweilige Unternehmen informieren und sich nur mit ein paar Klicks bewerben kann.
Doch nicht nur Bewerber*innen nutzen das Internet und diverse Social-Media-Kanäle für die Jobsuche, auch immer mehr Unternehmen nutzen die Vorteile von sozialen Netzwerken.
Laut der „Social Media Personalmarketing Studie 2016“ sind die von Unternehmen präferierten Netzwerke in Sachen Bewerberkontakte eindeutig:
XING (90%),
LinkedIn (60 %) und
Facebook (68 %).
Die befragten Bewerber – vor allem Studierende – nutzen XING (35 %) und LinkedIn (18 %) deutlich weniger als Unternehmen. Das bedeutet, dass viel Potenzial noch ungenutzt bleibt. Also: scheuen Sie sich nicht, XING, LinkedIn & Co. bei Ihrer Jobsuche zu nutzen!
Klicken Sie hier für das Videotraining zum Thema Jobsuche auf Linkedin Learning.
Wie bitte?! Verbotene Fragen im Vorstellungsgespräch
Vorstellungsgespräche erfordern immer Vorbereitung, und zwar auf beiden Seiten. Als Recruiter dürfen Sie den Bewerbern keine verbotenen Fragen stellen! Welche das sind und wie die Gesetzesgrundlage geregelt ist, lesen Sie hier.
Von Bewerbern wird erwartet, sich ein ausreichend über das Unternehmen zu informieren und klar darzustellen, warum die Person der geeignete Kandidat für das den Job ist. Doch auch als Recruiter gibt es Einiges zu beachten. So gibt es zum Beispiel Fragen, die im Zuge eines Jobinterviews nicht gestellt werden dürfen, da dies sonst rechtliche Folgen aufgrund des Diskriminierungsgesetztes (GlBG, österreichisches Recht) nach sich ziehen kann. Insbesondere handelt es sich dabei u.a. um Fragen zum Beziehungsstatus, zur sexuellen Orientierung oder zur politischen Einstellung.
Auszug aus dem Gleichbehandlungsgesetz:
§3 Z 1 GlBG: „Auf Grund des Geschlechtes, insbesondere unter Bezugnahme auf den Familienstand oder den Umstand, ob jemand Kinder hat, darf im Zusammenhang mit einem Arbeitsverhältnis niemand unmittelbar oder mittelbar diskriminiert werden, insbesondere nicht bei der Begründung eines Arbeitsverhältnisses.“
§17 Z 1 GlBG: „Auf Grund der ethnischen Zugehörigkeit, der Religion oder Weltanschauung, des Alters oder der sexuellen Orientierung darf im Zusammenhang mit einem Arbeitsverhältnis niemand unmittelbar oder mittelbar diskriminiert werden, insbesondere nicht bei der Begründung des Arbeitsverhältnisses.“
Es gibt jedoch auch Ausnahmen:
§20 Z 1 GlBG: „Bei Ungleichbehandlung wegen eines Merkmals, das im Zusammenhang mit einem der in §17 genannten Diskriminierungsgründe steht, liegt keine Diskriminierung vor, wenn das betreffende Merkmal auf Grund der Art einer bestimmten beruflichen Tätigkeit oder der Rahmenbedingungen ihrer Ausübung eine wesentliche und entscheidende berufliche Voraussetzung darstellt und sofern es sich um einen rechtmäßigen Zweck und eine angemessene Anforderung handelt.“
Hier könnte z.B. die Körpergröße eine Rolle spielen, wenn man hauptsächlich über Kopf arbeiten muss.
§20 Z 2 GlBG: „Eine Diskriminierung auf Grund der Religion oder Weltanschauung liegt in Bezug auf berufliche Tätigkeiten innerhalb von Kirchen oder anderen öffentlichen oder privaten Organisationen, deren Ethos auf religiösen Grundsätzen oder Weltanschauungen beruht, nicht vor, wenn die Religion oder die Weltanschauung dieser Person nach der Art dieser Tätigkeiten oder der Umstände ihrer Ausübung eine wesentliche, rechtmäßige und gerechtfertigte berufliche Anforderung angesichts des Ethos der Organisation darstellt.“
Das bedeutet, dass z. B. eine kirchliche Vereinigung nach dem Religionsbekenntnis fragen darf, da dies einen erheblichen Teil der Unternehmenskultur darstellen kann.
Diese Ausnahmen sind sehr strikt geregelt, also vermeiden Sie unbedingt, Ihrem Gegenüber – unabhängig ob Frau oder Mann – folgende verbotene Fragen zu stellen:
„Sind Sie verheiratet? Geschieden?“
„Wie sieht es mit Ihrer Familienplanung aus? Leben Sie alleine oder teilen Sie sich Ihren Haushalt mit jemanden?“
„Sind Sie derzeit schwanger? Haben Sie einen Kinderwunsch?“
Oft werden stattdessen die erlaubten Fragen nach den 3- oder 5-Jahreszielen gefragt oder auch, welche persönlichen Erfolge oder Highlights bis jetzt im Leben passiert sind. Als Recruiter sollte man mit diesen Fragen ausweichen, als Bewerber diese Fragen mit beruflichen Informationen beantworten.
Welche Krankheiten haben Sie?
Auch Fragen nach der körperlichen Verfassung sind verboten. Stattdessen sollte man als Recruiter den Job beschreiben und nachfragen, ob diese Tätigkeiten für den Bewerber möglich sind. Eine Ausnahme, wo man nach gewissen Krankheiten stellen darf, sind Jobs im Gesundheits- oder Essensbereich.
Welcher Partei haben Sie bei den letzten Wahlen Ihre Stimme gegeben?
Welche Religionszugehörigkeit haben Sie?
Hier stellt sich die Frage, welche Relevanz die Antworten auf eine Anstellung haben. Daher ist weder die Beantwortung noch das Stellen dieser Fragen sinnvoll. Eine Ausnahme stellen lediglich Organisationen dar, die eine gewisse politische oder Glaubensrichtung vertreten und sicherstellen wollen, dass ein Bewerber auch in die Organisationskultur passt.
Grundsätzlich gilt: Während eines Bewerbungsgespräches geht es darum herauszufinden, wie qualifiziert und motiviert der Bewerber für den zu vergebenden Job ist. Als Bewerber darf man bei Fragen, aufgrund derer man diskriminiert werden könnte, bei jeder Antwort ohne Angst vor Konsequenzen lügen.
Als Bewerber interessiert Sie vielleicht dieser Artikel:

References: § 107

§3

§17

§20
 §17

§20