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Timestamp: 2016-10-24 06:55:38+00:00

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141 V 36139. Auszug aus dem Urteil der II. sozialrechtlichen Abteilung i.S. Regierungsrat des Kantons Thurgau gegen Kanton Z�rich und Klinik A. (Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten)
Art. 53 al. 1 en lien avec l'art. 39 LAMal; art. 83 let. r LTF; impossibilit� de d�f�rer les d�cisions en mati�re de planification hospitali�re au Tribunal f�d�ral. Seul le recours au Tribunal administratif f�d�ral est ouvert � tous les int�ress�s contre une d�cision d'admission au sens de l'art. 39 LAMal. La voie de droit au Tribunal f�d�ral exclue � l'art. 83 let. r LTF n'est pas rouverte en application de l'art. 120 al. 1 let. b LTF m�me lorsque le litige oppose deux cantons (consid. 1.4). Faits � partir de page 361
A. Mit Beschluss vom 11. M�rz 2014 erg�nzte der Regierungsrat des Kantons Thurgau die kantonale Spitalliste Psychiatrie 2012 und setzte sie r�ckwirkend ab 1. Januar 2014 in Kraft. Darin erteilte er der Klinik A. wiederum einen Leistungsauftrag f�r Erwachsenenpsychiatrie und -psychotherapie, wobei er die bisherige Kapazit�t von vier Betten BGE 141 V 361 S. 362aufhob und keine Beschr�nkung der Bettenkapazit�t mehr vorsah. Beschwerden gegen diesen Beschluss entzog er die aufschiebende Wirkung, mit Ausnahme von Beschwerden von bisher im Rahmen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) zugelassenen Leistungserbringern, die weiterhin im gleichen Rahmen zugelassen blieben.
B. Der Kanton Z�rich, vertreten durch die Gesundheitsdirektion, erhob dagegen am 11. April 2014 Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht und beantragte, die erg�nzte Spitalliste 2012 sei insoweit aufzuheben, als die Klinik A. als Leistungserbringerin zu Lasten der OKP zugelassen werde, eventualiter sei der Leistungsauftrag an diese Klinik auf insgesamt vier Betten zu beschr�nken. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte er die Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde.
Mit Zwischenverf�gung vom 30. Juli 2014 stellte das Bundesverwaltungsgericht die aufschiebende Wirkung der Beschwerde wieder her und hob eine am 24. April 2014 verf�gte Beschr�nkung des Schriftenwechsels auf die Frage der Beschwerdebefugnis auf.
C. Der Regierungsrat des Kantons Thurgau, handelnd durch das Departement f�r Finanzen und Soziales, f�hrt Beschwerde in �ffentlich- rechtlichen Angelegenheiten und beantragt, die angefochtene Zwischenverf�gung sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass das Bundesverwaltungsgericht nicht zust�ndig sei zur Behandlung der Beschwerde des Kantons Z�rich vom 11. April 2014. Eventualiter sei unter Aufhebung der angefochtenen Zwischenverf�gung festzustellen, dass der Kanton Z�rich nicht legitimiert sei, gegen die Anpassung der Spitalliste Psychiatrie 2012 des Kantons Thurgau (Regierungsratsbeschluss vom 11. M�rz 2014) Beschwerde zu erheben. Subeventualiter sei die Zwischenverf�gung des Bundesverwaltungsgerichts vom 30. Juli 2014 aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an dieses zur�ckzuweisen.
Nach einem Meinungsaustausch zwischen der I. und der II. �ffentlich-rechtlichen sowie der II. sozialrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts wird die Sache, zuerst unter der Gesch�ftsnummer 2C_750/2014 angelegt, von der II. sozialrechtlichen Abteilung in der Folge unter der Gesch�ftsnummer 9C_849/2014 weitergef�hrt.
Der Kanton Z�rich, vertreten durch die Gesundheitsdirektion, schliesst auf Nichteintreten, eventuell auf Abweisung der Beschwerde. Die Klinik A. macht geltend, das Bundesverwaltungsgericht habe zu Unrecht BGE 141 V 361 S. 363die Aktivlegitimation des Kantons Z�rich bejaht; die Zwischenverf�gung vom 30. Juli 2014 sei ersatzlos aufzuheben. Zur Vernehmlassungsantwort der Klinik A. nimmt der Kanton Z�rich am 5. Februar 2015 Stellung.
1.1 Ausgangspunkt dieses Verfahrens ist der Beschluss des Regierungsrates des Kantons Thurgau vom 11. M�rz 2014 betreffend die kantonale Spitalliste, konkret die Zulassung der Klinik A. mit unbeschr�nkter Bettenzahl als Leistungserbringerin nach Art. 39 KVG bzw. deren entsprechende Aufnahme in die kantonale Spitalliste.
1.2 Gegen Beschl�sse der Kantonsregierungen �ber die Spitalplanung kann Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht gef�hrt werden (Art. 53 Abs. 1 i.V.m. Art. 39 KVG; Art. 33 lit. i des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 �ber das Bundesverwaltungsgericht [VGG; SR 173.32]; vgl. auch BGE 134 V 45 E. 1.1 S. 47 betreffend Beschl�sse nach Art. 55a KVG [Zulassung eines Leistungserbringers zulasten der OKP im Einzelfall]). Nach Art. 83 lit. r BGG ist gegen Entscheide auf dem Gebiet der Krankenversicherung, die das Bundesverwaltungsgericht gest�tzt auf Art. 34 VGG getroffen hat, die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht nicht zul�ssig (Urteil 2C_706/2014 vom 20. August 2014 E. 2.2). Art. 34 VGG in der urspr�nglichen Fassung (AS 2006 2197) entsprach dem heutigen Art. 53 Abs. 1 KVG. Mit der �nderung des KVG vom 21. Dezember 2007 (in Kraft ab 1. Januar 2009; AS 2008 2049) wurde Art. 34 VGG aufgehoben und durch Art. 53 Abs. 1 KVG in der heutigen Fassung ersetzt, sodass sich der Verweis in Art. 83 lit. r BGG heute auf Art. 53 Abs. 1 KVG bezieht (z.B. Urteil 2C_399/2012 vom 8. Juni 2012 E. 1 mit Hinweisen).
1.3 Der besondere Instanzenzug von Art. 53 KVG liegt darin begr�ndet, dass Entscheide der Kantonsregierungen in gesundheitspolitischen Fragen (betreffend Spitallisten, Tarifvertr�ge usw.) fr�her ohne Weiterzugsm�glichkeit an ein Gericht beim Bundesrat anfechtbar waren (vgl. BGE 132 V 6 E. 1 S. 8). Nachdem bereits mit der am 1. Januar 2000 in Kraft getretenen neuen Bundesverfassung eine BGE 141 V 361 S. 364Entlastung des Bundesrates von Rechtspflegeaufgaben angestrebt wurde (vgl. Botschaft vom 20. November 1996 �ber eine neue Bundesverfassung, BBl 1997 I 1, 491 Ziff. 231.14), f�hrte der Gesetzgeber im Rahmen der auf den 1. Januar 2007 in Kraft gesetzten Justizreform eine gerichtliche �berpr�fung von Beschl�ssen der Kantonsregierungen gest�tzt auf aArt. 53 KVG auf eidgen�ssischer Ebene ein, wobei er eine �ffnung des Beschwerdeweges an das Bundesgericht aus Gr�nden der �berlastung ausschloss (Botschaft vom 28. Februar 2001 zur Totalrevision der Bundesrechtspflege, BBl 2001 4202, 4391 zu Art. 30 E-VGG). Der Bundesgesetzgeber wollte bewusst einerseits den gerichtlichen Rechtsschutz im Bereich der Spitallisten einer eidgen�ssischen Beh�rde anheimstellen, anderseits den Weiterzug an das Bundesgericht ausschliessen, um dadurch nicht zuletzt auch eine rasche Erledigung solcher Streitigkeiten zu erm�glichen (vgl. genanntes Urteil 2C_399/2012 E. 2.4).
1.4 Nach dem Gesagten steht allen Betroffenen gegen einen Zulassungsentscheid gem�ss Art. 39 KVG ausschliesslich die Beschwerde an das Bundesverwaltungsgericht offen (Art. 53 Abs. 1 KVG). Nicht im Gesetz vorgesehen ist insbesondere eine Differenzierung des Rechtsweges je nach dem Status der Beschwerde f�hrenden Parteien. Anders zu entscheiden bedeutete, dass der in Art. 83 lit. r BGG ausgeschlossene Beschwerdeweg an das Bundesgericht �ber Art. 120 Abs. 1 lit. b BGG wieder offenstehen w�rde, was nicht angeht (zur Unzul�ssigkeit der Umgehung des gesetzlichen Rechtsmittelausschlusses vgl. z.B. auch Urteil 1B_209/2011 vom 11. September 2011 E. 2). Es h�tte dies ausserdem zur Folge, dass widerspr�chliche Entscheide in derselben Sache m�glich w�ren und insoweit eine einheitliche Rechtsanwendung nicht mehr gew�hrleistet w�re. Weil somit der Status der Beschwerde f�hrenden Parteien ohne Einfluss auf den Rechtsmittelweg bleibt, ist ein Klageverfahren nach Art. 120 Abs. 1 lit. b BGG auch dann ausgeschlossen, wenn zwei Kantone am Recht stehen.
2. Nach dem Gesagten ist der angefochtene Zwischenentscheid des Bundesverwaltungsgerichts nicht vor Bundesgericht anfechtbar. Die Beschwerde ist somit unzul�ssig.
134 V 45,
art. 120 al. 1 let. b LTF,
Art. 34 VGG suite... ,
Art. 53 KVG

References: Art. 53
 art. 83
 BGE 
 BGE 
 Art. 39
 Art. 39
 Art. 33
 BGE 
 Art. 55
 Art. 83
 Art. 34
 Art. 34
 Art. 53
 Art. 34
 Art. 53
 Art. 83
 Art. 53
 Art. 53
 BGE 
 BGE 
 Art. 30
 Art. 39
 Art. 83
 Art. 120
 Art. 120

art. 120

Art. 34

Art. 53