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Timestamp: 2019-03-19 04:38:06+00:00

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Rechtsprechung: NZV 1995, 460 - dejure.org
Bauarbeiten - mobiles Verkehrsschild
§ 35 VwVfG, VA, straßenverkehrsrechtlicher Bekanntgabebegriff, 48-Stunden-Frist;
Bekanntgabe eines Verkehrszeichens; Wirkungskreis des Verkehrszeichens; Abschleppen eines Fahrzeuges; Verhältnismäßigkeit; Störer; Kostentragung; Rechtmäßigkeit des Abschleppens
Halteverbotsschilder erst nach dem rechtmäßigen Abstellen eines Fahrzeugs angebracht
VG Köln, 19.03.1993 - 20 K 230/92
NVwZ-RR 1996, 59
VersR 1996, 647
DVBl 1996, 574
DVBl 1996, 575
vgl. OVG NRW, Urteil vom 23. Mai 1995 - 5 A 400/94 -, juris, Rn. 25 ff., und - 5 A 2092/93 -, DVBl. 1996, 575 = juris, Rn. 9 ff., Beschluss vom 13. September 2004 - 5 E 785/04 -, juris, Rn. 4 ff.
vgl. OVG NRW, Urteil vom 23. Mai 1995 - 5 A 2092/93 -, DVBl. 1996, 575 = juris, Rn. 22.
Primär kostenpflichtig ist nach dem Grundsatz der Kongruenz von Ordnungspflicht und Kostenlast (vgl. OVG Münster, NZV 1995, 460, 461) grundsätzlich der zur Beseitigung der Störung ordnungsrechtlich Verpflichtete, mithin im Streitfall die Gemeinde.
Während einerseits eine Vorlauffrist von lediglich 48 Stunden genügen soll (OVG NRW, Urteil vom 23.05.1995 - 5 A 2092/93 -, NVwZ-RR 1996, 59), werden andererseits mindestens 3 Werktage (Hess. VGH, Urteil vom 20.08.1996 - 11 UE 284/96 -, NJW 1997, 1023) oder 3 Werktage und zusätzlich ein Sonn- oder Feiertag verlangt (OVG Hamburg, Urteil vom 14.07.1994 - Bf VII 14/94 -, DÖV 1995, 783 ).
OVG Sachsen, 23.03.2009 - 3 B 891/06
Entgegen der Auffassung der Klägerin eröffnet die Rechtsgrundlage des § 24 Abs. 3 SächsVwVG der Behörde keinen Ermessensspielraum, sondern schreibt eine gebundene Entscheidung vor, nach der die Behörde grundsätzlich Kostenerstattung verlangen muss (ebenso für Nordrhein-Westfalen: OVG NRW, Urt. v. 23.5.1995, DAR 1995, 377 m. w. N. zur abweichenden Rechtslage in Baden-Württemberg und Hessen).
Nach ständiger Rechtsprechung ist die Kostenerhebung namentlich dann unbillig, wenn ein Verkehrsteilnehmer sein Fahrzeug ordnungsgemäß auf einem Parkplatz abgestellt hat und ohne angemessene Reaktionsfrist (Vorlaufzeit) nach Errichtung eines mobilen Halteverbots abgeschleppt wird (…BVerwG, Urt. v. 11.12.1996, BVerwGE 102, 316;… BayVGH, Urt. v. 17.4.2008, DÖV 2008, 732;… VGH BW, Urt. v. 13.2.2007, NJW 2007, 2058;… HessVGH, Urt. v. 20.8.1996, NJW 1997, 1023; OVG NW, Urt. v. 23.5.1995, NVwZ-RR 1996, 59;… OVG Hamburg, Urt. v. 14.7.1994, DÖV 1995, 783).
Vor der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts reichten die in der Rechtsprechung vertretenen Ansichten von einer Frist von drei Tagen und zusätzlich ein Sonn- oder Feiertag, letzteres entweder generell (…so OVG Hamburg, Urt. v. 14.7.1994, DÖV 1995, 783) oder nur sofern nicht bereits in den drei Tagen inbegriffen (…so HessVGH, Urt. v. 20.8.1996, NJW 1997, 1023), bis zu mehr als zwei Tagen (…VGH Bad.-Württ., Urt. v. 17.9.1990, NJW 1991, 1699) oder 48 Stunden (OVG NW, Urt. v. 23.5.1995, NVwZ-RR 1996, 59).
Dementsprechend werden vermeintlich typische Gewohnheiten in der Rechtsprechung sowohl zur Begründung einer längeren wie auch einer kürzeren Vorlauffrist herangezogen (…vgl. einerseits OVG Hamburg, Urt. v. 14.7.1994, a. a. O.; andererseits OVG NW, Urt. v. 23.5.1995, a. a. O.;… zur Untauglichkeit des Kriteriums vgl. BayVGH, Urt. v. 17.4.2008, a. a. O.;… VGH BW, Urt. v. 13.2.2007, a. a. O.).
VG Münster, 21.08.2007 - 1 K 341/05
Versetzung eines PKWs in Sichtweite zum bisherigen Stellplatz; Anordnung des …
DAR 2004, 543 (544) und das Urteil des OVG NRW, vom 23. Mai 1995 - 5 A 2092/93 -, NWVBl.
1995, 475 f. = DVBl. 1996, 575.
vgl. OVG NRW, Urteil vom 23. Mai 1995 - 5 A 2092/93 -, NWVBl.
1995, 475 (476) = DVBl. 1996, 575 f.
1995, 475 (476 f.) = DVBl. 1996, 575 (576).
Siehe zu § 77 VwVG NRW i. V. m. § 11 Abs. 2 Nr. 7 KostO NRW das Urteil des OVG NRW vom 23. Mai 1995 - 5 A 2092/93 -, NWVBl.
1995, 475 (476) = DVBl. 1996, 575 (576).
Von diesem Grundsatz ausgehend ist allerdings - jedenfalls für großstädtische Bereiche - anerkannt, daß das Vertrauen des Verkehrsteilnehmers in das Gleichbleiben verkehrsregelnder Maßnahmen für den ruhenden Verkehr nicht uneingeschränkt geschützt ist (VGH Baden-Württemberg…, Urteil vom 17. September 1990, a. a. O.; OVG Hamburg, Urteil vom 14. Juli 1994 - Bf VII 14/94 -, DÖV 1995, 783; OVG Nordrhein-Westfalen, Urteil vom 23. Mai 1995 - 5 A 2092/93 -, NVwZ-RR 1996, 59).
Eine Frist von nur 48 Stunden, wie sie hier auch nach der dienstlichen Stellungnahme des einschreitenden Hilfspolizeibeamten vom 13. August 1993 seitens der Beklagten für angemessen gehalten worden ist, hat das OVG Nordrhein-Westfalen in seinem Urteil vom 23. Mai 1995 - 5 A 2092/93 - (NVwZ-RR 1996, 59) für angemessen gehalten, allerdings bei der Auslegung eines Polizeigesetzes, das eine § 8 HSOG entsprechende Regelung nicht enthält, sondern Abschleppmaßnahmen nur im Wege der Ersatzvornahme ermöglicht.
VGH Bayern, 17.04.2008 - 10 B 08.449
Vorlaufzeit von drei Tagen bevor nach einer Dauerparkflächenänderung …
18Wie von der Landesanwaltschaft Bayern ausgeführt, gibt es Gerichtsurteile, die von einer kürzeren 48-stündigen Mindestvorlaufzeit (VG Aachen vom 25.4.2007 6 K 1149/06, juris RdNr. 26; OVG Münster vom 23.05.1995 NVwZ-RR 1996, 59) oder von einer 72-stündigen Mindestvorlauffrist ausgehen (VG München vom 9.05.2007 M 7 K 07.865 juris RdNr. 14).
In der Rechtsprechung ist anerkannt, dass der Verkehrsteilnehmer, der sein Fahrzeug ordnungsgemäß geparkt und eine nachträglich eingerichtete Haltverbotszone weder gekannt hatte noch mit ihr hatte rechnen müssen, zwar - auf der Primärebene des polizeilichen Handelns - die Vollstreckung des nachträglich wirksam gewordenen Wegfahrgebots zu dulden hat (vgl.o.), zu seinen Gunsten aber - auf der Sekundärebene der Kostentragung - zu berücksichtigen ist, dass sein Vertrauen auf den Fortbestand der Situation des erlaubten Parkens in gewissem Umfang Schutz verdient (vgl. BVerwG, Urt. v. 11.12.1996, a.a.O., VGH Mannheim, Urt. v. 13.2.2007, NJW 2007, 2058, VGH München, Urt. v. 17.4.2008, DÖV 2008, 732, VGH Kassel, Urt. v. 20.8.1996, NJW 1997, 1023, OVG Münster, Urt. v. 23.5.1995, NVwZ-RR 1996, 59).
OVG Nordrhein-Westfalen, 14.06.2000 - 5 A 95/00
Rechtliche Ausgestaltung der Kostentragungspflicht für das Abschleppen von …
- 5 A 2092/93 -, DVBl. 1996, 575.
VG Köln, 01.10.2015 - 20 K 5858/14
VG Köln, 03.03.2008 - 20 K 2070/06
VerfGH Berlin, 05.03.2004 - VerfGH 30/02
OVG Nordrhein-Westfalen, 29.04.2009 - 11 A 3502/06
Entsorgung von verbotswidrig gelagertem Abfall im Sinne des § 17 Abs. 2 StrWG …
VG Cottbus, 23.01.2015 - 1 K 758/13
VG Oldenburg, 08.09.2005 - 2 A 5356/02
Heranziehung zu Abschleppkosten für Sicherstellung eines Fahrzeugs während einer …
VG Düsseldorf, 26.02.2013 - 14 K 6304/12
Heranziehung eines Fahrzeughalters zu den Abschleppkosten; Abstellen eines …
VG Münster, 21.11.2006 - 1 K 1963/05
VG Köln, 14.01.2016 - 20 K 7319/14
VG Düsseldorf, 04.09.2012 - 14 K 5481/11
Zulässigkeit der Auferlegung von Standkosten von insgesamt 254,80 Euro zzgl. 19 % …
VG Köln, 25.10.2001 - 20 K 4599/01
Rechtmäßigkeitsvoraussetzungen einer Abschleppmaßnahme bzgl. eines in einem durch …

References: § 35
 § 24
 § 77
 § 11
 § 8
 § 17