Source: https://www.asyl.net/rsdb/f9231e661e9cc03de93da7b2641950f5/
Timestamp: 2020-05-30 23:35:43+00:00

Document:
Beschluss vom 23.04.2020 - 1 C 16.19 - Pressemitteilung
BVerwG, Beschluss vom 23.04.2020 - 1 C 16.19 - Pressemitteilung - asyl.net:
https://www.asyl.net/rsdb/f9231e661e9cc03de93da7b2641950f5/
Vorlagefragen des BVerwG an den EuGH betreffend der Vereinbarkeit der Regelungen zum Kindernachzug mit der EU Familienzusammenführungsrichtlinie. Dabei geht es insbesondere um die Frage des maßgeblichen Beurteilungszeitpunktes für den Kindernachzug angesichts eines möglichen Eintretens der Volljährigkeit des Kindes im Laufe des Verfahrens (nach der Asylantragstellung des stammberechtigten Elternteils). Des Weiteren soll geklärt werden, welche Anforderungen an das Vorliegen tatsächlicher familiärer Bindungen zu stellen sind.
Schlagwörter: Flüchtlingsanerkennung, anerkannte Flüchtlinge, Familienzusammenführung, Kindernachzug, Volljährigkeit, Vorlagebeschluss, Beurteilungszeitpunkt,
Normen: RL 2003/86/EG Art. 4 ABs. 1 Bst. b, RL 2003/86/EG Art. 16 Abs. 1 Bst. b, AufenthG § 25 Abs. 2, AufenthG § 32 Abs. 1
Da die Entscheidung noch nicht vorliegt, verweisen wir auf die Pressemitteilung des Bundesverwaltungsgerichts Nr. 18/2020 vom 23. April 2020:
1. Ist Art. 4 Abs. 1 Buchst. c der Richtlinie 2003/86/EG des Rates vom 22. September 2003 betreffend das Recht auf Familienzusammenführung dahin auszulegen, dass ein Kind des Zusammenführenden, der als Flüchtling anerkannt worden ist, auch dann minderjährig im Sinne dieser Vorschrift ist, wenn es im Zeitpunkt der Asylantragstellung des Zusammenführenden minderjährig war, aber schon vor dessen
Anerkennung als Flüchtling und Stellung des Antrags auf Familienzusammenführung volljährig geworden ist?

References: EuGH 
 Art. 4
 Art. 16
 § 25
 § 32
 Art. 4