Source: http://www.bmi.bund.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2017/09/asylantraege-august-2017.html;jsessionid=500BFC5C06DC0C4E2E8B9746A570E3AE.1_cid373?nn=3314802
Timestamp: 2017-09-20 02:03:58+00:00

Document:
BMI - Nachrichten - Asylsuchende im August 2017
Migration und Integration Asyl und Flüchtlingsschutz Pressemitteilung 07.09.2017 Asyl­su­chen­de im Au­gust 2017
In den Monaten Januar bis August 2017 hat das Bundesamt über die Anträge von 480.737 Personen entschieden, 87.904 mehr (+ 22,4 Prozent) als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Hierzu erklärt der Bundesminister des Innern Herr Thomas de Maizière: "Der rasche Abbau der Altverfahren beim BAMF ist ein großer Erfolg. Ebenso, wie die enorm verkürzte Verfahrensdauer bei den Neuverfahren zeigt dies, dass unsere Maßnahmen greifen. Wir haben unser Ziel erreicht, dass Asylsuchende zeitnah Gewissheit darüber haben, ob sie in Deutschland ein Aufenthaltsrecht haben: Bei Neuverfahren werden die Asylverfahren durchschnittlich innerhalb von zwei Monaten abgeschlossen. Das ist ein verlässlicher Zeitraum für das erste Ankommen und das Asylverfahren und zudem ein Zeitraum, der keine unmäßige Verzögerung für die Integration oder die Rückkehr bedeutet."
7.503 Personen (20,2 Prozent) wurde die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. August 1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) zuerkannt. Darunter waren 397 Personen (1,1 Prozent), die als Asylberechtigte nach Art. 16a des Grundgesetzes anerkannt wurden, sowie 7.106 Personen (19,1 Prozent), die Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylgesetzes i. V. m. § 60 Absatz 1 des Aufenthaltsgesetzes erhielten.
5.665 Personen (15,2 Prozent) erhielten nach § 4 des Asylgesetzes subsidiären Schutz im Sinne der Richtlinie 2011/95/EU. Darüber hinaus hat das Bundesamt bei 1.889 Personen (5,1 Prozent) Abschiebungsverbote nach § 60 Absatz 5 oder Absatz 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.
Abgelehnt wurden die Anträge von 13.405 Personen (36,0 Prozent). Anderweitig erledigt (z.B. durch Entscheidungen im Dublin-Verfahren oder Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 8.752 Personen (23,5 Prozent).
Die Zahl der noch nicht entschiedenen Anträge lag Ende August 2017 bei 114.202 (zum 31. Juli 2017: 129.467; zum 31.August 2016: 567.479).
Im August 2017 haben beim Bundesamt 18.651 Personen Asyl beantragt. Damit ist die Zahl der Asylbewerber gegenüber dem Vorjahresmonat um 91.331 Personen (-79,6 Prozent) gesunken. Gegenüber dem Vormonat stieg die Anzahl an Asylanträgen um 1.807 Personen (10,7 Prozent).
In der Zeit von Januar bis August 2017 haben insgesamt 149.880 Personen in Deutschland Asyl beantragt. Gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr (577.065 Personen) bedeutet dies einen Rückgang um -74,0 Prozent.
100.341 Personen (20,8 Prozent) wurde die Rechtsstellung eines Flüchtlings nach dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge vom 28. August 1951 (Genfer Flüchtlingskonvention) zuerkannt. Darunter waren 3.028 Personen (0,6 Prozent), die als Asylberechtigte nach Art. 16a des Grundgesetzes anerkannt wurden, sowie 97.313 Personen (20,2 Prozent), die Flüchtlingsschutz nach § 3 des Asylgesetzes i. V. m. § 60 Absatz 1 des Aufenthaltsgesetzes erhielten.
81.644 Personen (17,0 Prozent) erhielten nach § 4 des Asylgesetzes subsidiären Schutz im Sinne der Richtlinie 2011/95/EU. Darüber hinaus hat das Bundesamt bei 30.197 Personen (6,3 Prozent) Abschiebungsverbote nach § 60 Absatz 5 oder Absatz 7 Satz 1 des Aufenthaltsgesetzes festgestellt.
Abgelehnt wurden die Anträge von 186.082 Personen (38,7 Prozent). Anderweitig erledigt (z.B. durch Entscheidungen im Dublin-Verfahren oder Verfahrenseinstellungen wegen Rücknahme des Asylantrages) wurden die Anträge von 82.473 Personen (17,2 Prozent).

References: Art. 16
 § 3
 § 60
 § 4
 § 60
 Art. 16
 § 3
 § 60
 § 4
 § 60