Source: https://issuu.com/deutschesbaugewerbe/docs/zdbgb2008
Timestamp: 2017-06-24 17:56:34+00:00

Document:
Geschäftsbericht 2008 by Ilona Klein - issuu
www.zdb.deWirtschaftsverband
Technischer VerbandGesch채ftsbericht 2008Gesch채ftsbericht
2008Herausgeber:
Helmut Vandenberg, Neuss
Büro Simonis, Düsseldorf
Baugewerbes, Berlin
altmann-druck GmbH, Berlin
Axentis.de/Lopata (Seite 4),
Ausbildungszentrum Bühl (Seite 42),
Ausbildungszentrum Mölln (Seite 43),
Alle anderen Bilder: ZDB.
Januar 2009Gesch채ftsbericht 2008. Inhalt
Wirtschaftsverband6-31IM SINNE DER BAUWIRTSCHAFT.
Wirtschaftspolitik8-13Rechtspolitik14-21Steuerpolitik22-23Unternehmensentwicklung24-27Baukonjunktur28-29Betriebswirtschaft30-31Arbeitgeberverband32-43IM AUFTRAG DER BETRIEBE.
Tarifpolitik34-36Sozialpolitik37-40Berufsbildung41-43Technischer Verband44-55IM ZENTRUM DES FORTSCHRITTS.
Fachbereich Hochbau
Bundesfachgruppe Hochbau
Bundesfachgruppe Feuerungs-, Schornstein- und Industrieofenbau
Fachbereich Ausbau
Bundesfachgruppe Betonwerkstein, Fertigteile, Terrazzo und Naturstein
Bundesfachgruppe Fliesen-, Platten- und Mosaiklegerhandwerk
Bundesfachgruppe Holzbau und Ausbau
Bundesfachgruppe Stuck-Putz-Trockenbau
Bundesfachgruppe Wärme-, Kälte-, Schall- und Brandschutz
Bundesfachgruppe Estrich und Belag
Fachbereich Verkehrswegebau
Bundesfachgruppe Brunnenbau, Spezialtiefbau und Geotechnik
Bundesfachgruppe Straßen- und Tiefbau246-47
55Struktur und Organisation56-68IM FOKUS DES INTERESSES.
Organigramm58-59Vorstand60-61Ehrenringtr채ger62-63Mitgliedsverb채nde64-67Publikationen683 Vorwort
sog. Wohn-Riester, das ist die Einbeziehung
des Wohneigentums in die staatlich geförderte, private Altersvorsorge. Lange haben wir
uns für eine neben anderen Vorsorgeleistungen gleichberechtigte staatliche Förderung
des Wohneigentums eingesetzt. Diese ist nunmehr Realität. Gleichwohl wissen wir, dass
damit kein adäquater Ersatz für die Eigenheimzulage geschaffen worden ist.Dr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein,
Präsident des Zentralverbandes des
Deutschen Baugewerbes.Sehr geehrte Damen und
Herren,das Baujahr 2008 hat der Bauwirtschaft entgegen unserer Erwartung erhebliche Umsatzzuwächse gebracht. Selbst der Wohnungsbau
hat leicht zugelegt, was vor allen Dingen der
energetischen Sanierung von Gebäuden zuzuschreiben ist. Die Umsätze im Wirtschaftsbau
und im öffentlichen Bau sind stark angestiegen. Die Umsatzentwicklung war zu einem guten Teil kostengetrieben, so dass deren realer
Wert deutlich geschmälert wird und das betriebswirtschaftliche Ergebnis für die mittelständischen Bauunternehmen weiterhin nicht
befriedigend ist. Das drückt sich zugleich in einem – wenn auch geringfügigen – Rückgang
der Beschäftigtenzahl aus.
Im Rückblick auf das Jahr 2008 haben wir uns
mit einer Vielzahl von Themen befasst, immer in dem Bemühen die Rahmenbedingungen für die mittelständische Bauwirtschaft
zu verbessern. Zu nennen sind hier mehrere Gesetzesvorhaben, so z.B. dasUnfallversicherungsmodernisierungsgesetz, das Gesetz
gegen Wettbewerbsbeschränkungen, das Aktionsprogramm für Recht und Ordnung am
Arbeitsmarkt sowie die Einführung des sog.
Wohn-Riesters.
Was lange währte und schon 2007 hätte eingeführt werden sollen, hat im vergangenen
Jahr endlich das Licht der Welt erblickt: Der
4Mit dem Aktionsprogramm für Recht und Ordnung am Arbeitsmarkt hat die Bundesregierung zahlreiche Forderungen des deutschen
Baugewerbes aufgenommen. Insbesondere
die Einführung der Sofortmeldung zur Sozialversicherung sowie die Mitführungspflicht
von Ausweispapieren werden hoffentlich dazu
führen, dass die Kontrollen der Finanzkontrolle
Schwarzarbeit auf deutschen Baustellen effektiver durchzuführen sind. Obwohl wir das Aktionsprogramm begrüßen, bleibt unsere Kritik
an den wesentlichen Ursachen für Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung bestehen: Die
Steuer- und Abgabenbelastung ist für mittelständische, am Standort Deutschland produzierende Unternehmen weiterhin zu hoch. Die
Konkurrenzfähigkeit mit den übrigen europäischen Unternehmen ist noch nicht hergestellt.
Die Reform des Vergaberechts im Rahmen
der Novellierung des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen hat viele Anstrengungen gekostet, die hoffentlich zu dem von uns
gewünschten Ergebnis, nämlich dem Vorrang
der Fach- und Teillosvergabe führen werden.
Der Bundestag hat es zumindest so beschlossen. Nun ist die Länderkammer an der Reihe,
in der sich seit der Hessen-Wahl die Mehrheitsverhältnisse verschoben haben, ob zu unseren Gunsten bleibt abzuwarten.
Die Reform der gesetzlichen Unfallversicherung entlastet die Betriebe der Bauwirtschaft
deutlich und senkt damit die Lohnzusatzkosten. In 2008 flossen bereits rund 170 Mio. Euro
an die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft und der Beitrag steigt bis 2014 auf 300
Mio. an, so dass die Beiträge dann entsprechend sinken werden. Einschnitte in das Leistungsrecht der Unfallversicherung waren mit
der Großen Koalition nicht zu machen. Diese
bleiben weiter auf unserer politischen Agenda.Die zweite Jahreshälfte 2008 war von der internationalen Wirtschafts- und Finanzkrise überschattet und hat auch unsere Arbeit
mit bestimmt. Ob es um die Beschlussfassung
zum ersten Maßnahmenpaket der Bundesregierung ging oder um die Vorbereitung des
zweiten Konjunkturpakets, wir haben dabei
deutlich gemacht, dass nur Investitionen zu
Wirtschaftswachstum führen. Von dem milliardenschweren Investitionsprogramm zugunsten von Schulen und Bildungseinrichtungen
werden nicht nur die Bauunternehmen profitieren, sondern vor allem die Schülerinnen und
Schüler, die endlich in sanierten Schulen lernen können.samtkonjunktur aber wieder stabilisieren und
damit auch die Baukonjunktur.
Umfangreiche Bauaufgaben gibt es in großer
Zahl: Ob es die energetische Gebäudesanierung ist, der altersgerechte Umbau der Wohngebäude und Wohnumfelder, die uns noch
viele Jahre beschäftigen werden, ob es Ausbau, Umbau und Sanierung der öffentlichen
Infrastruktur sind. All dies ist schon jetzt dringend nötig und die Öffentlichkeit wird dies zunehmend er- und anerkennen. Wenn dann die
erforderlichen Mittel vorhanden sind und endlich dafür eingesetzt werden, kann an guten
Perspektiven des Baugewerbes nicht gezweifelt werden.Leider hat die Bundesregierung unsere Forderung nach Investitionsanreizen für den Wohnungsbau nicht aufgegriffen. Sie hat damit
eine große Chance vertan, mit vergleichsweise
geringem Einsatz von Steuergeldern ein Vielfaches an privaten Investitionen auszulösen.
Darauf werden wir aber weiterhin dringen.
Denn schon heute werden weniger neue Wohnungen gebaut als eigentlich notwendig wären. Und es werden viel weniger Wohnungen
energetisch saniert, als es zur Erreichung der
Klimaschutzziele nötig wäre.IhrDr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein
Zentralverband Deutsches BaugewerbeNeben diesen Gesetzesvorhaben haben wir
uns mit einer Fülle weiterer Themen beschäftigt, über die dieser Geschäftsbericht Rechenschaft ablegt. Wir hatten dabei die Interessen
unserer 35.000 mittelständischen Bauunternehmen stets im Blick.
Der internen Kommunikation diente der Deutsche Obermeistertag, der im vergangenen Jahr
zum ersten Mal stattfand. Mehr als 100 Gäste
erfuhren mehr über Struktur und Arbeit ihres
Spitzenverbandes und nutzten die Gelegenheit zum Gedankenaustausch untereinander.
In diesem Jahr soll es wieder einen Obermeistertag geben, dieses Mal in Verbindung mit
dem Deutschen Bauwirtschaftstag, den die
Bundesvereinigung Bauwirtschaft zum ersten
Mal ausrichten wird.
Bleibt die Frage, wie es weitergehen wird:
Kurzfristig werden wir uns auf ein schwieriges Jahr 2009 einstellen müssen. Mittelfristig
– und darauf setzen wir – wird sich die Ge5Wirtschaftsverband6
28Es ist unsere vornehmste Aufgabe, die
berechtigten Interessen
des deutschen Baugewerbes in den politischen Willens- und
Meinungsbildungsprozess einzubringen.
Denn die mittelständischen Bauunternehmen haben keinen
direkten Zugang zur
Politik – dafür aber einen
starken Verband.Im Sinne der
Betriebswirtschaft7 Wirtschaftsverband / Wirtschaftspolitik
Diesem Motto war nicht nur der deutsche
Baugewerbetag 2008 geschuldet, sondern unter dieser Überschrift stand die Arbeit des
Zentralverbandes Deutsches Baugewerbe im
gesamten Jahr 2008.
Aber der Baugewerbetag bot die ideale Plattform unsere Vorstellungen dazu öffentlich zu
machen. Das Interesse der Medien war groß;
insbesondere unser Präsident Dr. Loewenstein
war ein gefragter Gesprächspartner.sanierung auslösen, eingesetzt. Immerhin hat
die Regierung im Rahmen ihres ersten Maßnahmenpakets Ende vergangenen Jahres eine
Verdopplung des sog. Handwerkerbonus beschlossen und damit eine wichtige Forderung
von uns erfüllt.
Ohne eine dauerhafte Förderung von Investitionen wird das Sanierungstempo in Deutschland unzureichend bleiben. Daher wird
vorgeschlagen, die Zinssätze der entsprechenden KfW-Programme wieder deutlich attraktiver zu gestalten und auch eine Kombination
von Zuschuss und Darlehen zuzulassen sowie
die Förderkriterien deutlich zu vereinfachen.
Nicht nur die privaten Wohnungen müssen
dringend saniert werden, sondern auch die
Mietwohnungen. Da es beim geltenden Mietrecht meist nicht möglich ist, die Kosten durch
Mieterhöhungen zu amortisieren, halten sich
die gewerblichen Vermieter, die immerhin die
Hälfte des Mietwohnungsbestandes verwalten, zurück.
Daher brauchen wir auch hier neue Rahmenbedingungen, damit die alten Bestände wirtschaftlich saniert werden können. Denkbar
sind eine höhere Abschreibung oder eine Investitionszulage.
Aber der Staat muss nicht nur Rahmenbedingungen für Investitionen gestalten, er ist auch
selbst als Investor gefragt.ZDB-Präsident Dr. Hans-Hartwig Loewenstein äußerte sich
zu den Perspektiven für mittelständische Bauunternehmen
anlässlich des Deutschen Baugewerbetages am 10. November 2008.„Was wir – wie alle anderen - tatsächlich brauchen, sind höhere und nachhaltige Investitionen in allen Bereichen der Volkswirtschaft
– nicht mehr und nicht weniger.“ So die Kernaussage von Dr. Loewenstein.
Bezogen auf den Wohnungsbau haben wir
gefordert, die Wohneigentumsförderung im
Sinne des Optionsmodells von Prof. van Suntum neu zu regeln. Zweites Standbein des
Wohnungsbaus sind Modernisierung und Sanierung. Insbesondere die energetische Gebäudemodernisierung hat im vergangenen
Jahr kräftig Fahrt aufgenommen.
Daher haben wir uns für Rahmenbedingungen, die höhere Investitionen in die Gebäude8Die wirtschaftliche Erholung der vergangenen
Jahre verbunden mit dem Abbau der Arbeitslosigkeit hat viel Geld in die öffentlichen Kassen
gespült. Trotz höherer kommunaler Investitionen erleben wir weiter das Phänomen, dass
öffentliche Investitionen ganz überwiegend
erst im zweiten Halbjahr umgesetzt werden
können. Darüber haben wir mit dem Deutschen Städte- und Gemeindebund gesprochen
und auf Änderungen im Vergabeverhalten der
Kommunen gedrungen. Auch hier sind verbesserte Rahmenbedingungen notwendig, wie
z.B. beim Förderungswesen sowie Vereinfachungen der Zuwendungsverfahren. Auch die
Nutzung von Doppelhaushalten und titelbezogene Verpflichtungsermächtigungen helfen,
saisonale Ungleichgewichte zu vermindern.
Die energetische Gebäudesanierung darf vor
öffentlichen Gebäuden nicht halt machen:
Hier ist ein riesiger Investitionsstau aufzu-lösen. Daher ist die
Ausweitung des Investitionspaktes „Schule, Turnhalle & Kita“,
wie von der Bundesregierung angekündigt,
ebenfalls zielführend.
Die Infrastrukturinvestitionen waren 2008
nicht auf dem Niveau,
auf dem sie eigentlich
sein müssten: Die Verkehrsnachfrage steigt
weiter an. Zunehmende
Staus kosten viel Zeit,
Auf dem Podium vertieften die Teilnehmer unter der Moderation von Dr. Ursula Weidenviel Geld, nicht zuletzt
feld, Chefredakteurin "Impulse", die Diskussion über die Perspektiven der deutschen BauGesundheit und Lebens- wirtschaft angesichts der Weltfinanzkrise, aber auch vor dem Hintergrund der grundsätzqualität. Immerhin sol- lichen Rahmenbedingungen für die Wirtschaft in Deutschland (v.l.): Hartmut Schauerte
len die Investitionen in
MdB, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und TechVerkehrswege und den nologie und Mittelstandsbeauftrater der Bundesregierung, MDir. Michael Halstenberg,
Abteilungsleiter Bauwesen, Bauwirtschaft und Bundesbauten im Bundesministerium für
in diesem Jahr erstmals Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Christian Böllhoff, Geschäftsführender Gesellschafter
die zehn Milliarden Euro der Prognos AG sowie ZDB-Präsident Dr. Hans-Hartwig Loewenstein.
überschreiten und damit im Vergleich zum laufenden Haushalt um
dere die sog. Kalte Progression macht vielen
rund 680 Millionen Euro steigen.
zu schaffen. Es kann nicht sein, dass bereits
ein Facharbeiter mit Teilen seines EinkomEs gibt eine Vielzahl von Regularien, die Unter- mens dem Spitzensteuersatz unterliegt. Wir
nehmen belasten und dafür sorgen, dass sie
fordern daher einen Steuertarif, der sich der
sich am Markt unnötig schwer tun. Dazu geLohnentwicklung dynamisch anpasst, so dass
hört zu allererst und nach wie vor die hohe
Lohn- und Gehaltserhöhungen bei den MenKostenbelastung durch Abgaben und Steuern, schen und nicht beim Finanzamt landen.
die unsere mittelständische Bauwirtschaft und
ihre Beschäftigten über Gebühr beanspruchen. Auch hier soll es im Konjunkturpaket II zu
Verbesserungen kommen: Die Erhöhung des
Zwar wird der Beitrag zur ArbeitslosenverGrundfreibetrags in zwei Schritten sowie die
sicherung gesenkt; insgesamt liegt die AbVerschiebung der Steuertarife werden dazu
führen, dass die Folgen der kalten Progression
gabenquote aber immer noch zu hoch. Die
gemildert und die Steuerbelastung zumindest
Einführung des planwirtschaftlichen Gesundetwas sinkt.
heitsfonds in diesem Jahr sollte ursprünglich
zu höheren Krankenkassenbeiträgen führen, die die Arbeitgeber zur Hälfte mit tragen
müssen. Im Rahmen des Konjunkturpakets II
wurde jedoch vereinbart, den Beitrag zur Kran- Wohnungsbau zwischen
kenversicherung ab 1. Juli 2009 um 0,6 ProWohn-Riester und Optionsmodell
zentpunkte zu senken.
Nach langem Hin und Her haben wir im verAuch die Steuerbelastung ist für Teile der Ungangenen Jahr die Verabschiedung des sog.
ternehmerschaft immer noch zu hoch. Durch
Wohn-Riesters, also der Einbeziehung des pridie Senkung der Körperschaftssteuer ist zwar
vat genutzten Wohneigentums in die private
die Belastung der Kapitalgesellschaften reAltersvorsorge, erlebt. Mit dieser als „Wohnduziert. Für das Gros der PersonenunternehRiester“ oder „Eigenheimrente“ bezeichneten
men wie für die privaten Haushalte ist die
Förderung wird das mietfreie Wohnen im AlBelastung nach wie vor zu hoch. Insbeson9ter unterstützt. Die Förderung wird entsprechend dem bestehenden System der privaten
Altersvorsorge (Riester-Förderung) in Form von
Grund- und Kinderzulagen und gegebenenfalls
einem Sonderausgabenabzug gewährt.
Bis zu 100 % des in einem bestehenden Riester-Vertrages angesparten steuerlich geförderten Vermögens können bereits in der
Ansparphase für die unmittelbare Anschaffung oder den Bau einer inländischen Wohnung verwendet werden. Eine Rückzahlung
der entnommenen Beträge ist nicht erforderlich. Alternativ zur Kapitalentnahme in der
Ansparphase kann das bereits angesparte geförderte Altersvorsorgekapital auch zu Beginn der Auszahlungsphase zur Entschuldung
einer selbstgenutzten, im Inland gelegenen
Wohnimmobilie genutzt werden.
Das steuerlich geförderte Altersvorsorgekapital (Spar- und/oder Tilgungsleistungen in der
Ansparphase) wird in einem Wohnförderkonto erfasst. In diesem werden der Entnahmebetrag und die geförderten Tilgungsbeiträge
addiert und jährlich um 2 % erhöht. Der so ermittelte Betrag dient als Berechnungsgrundlage für die nachgelagerte Besteuerung in der
Auszahlungsphase. Der Beginn der Auszahlungsphase muss
60. und 68. Lebensjahr liegen.
BUNDESVEREINIGUNGBundesvereinigung
Das Deutsche Bau- und
Ausbau-HandwerkNEUE IMPULSE FÜR DEN
Nachgelagerte Besteuerung des selbstgenutzten
Wohneigentums, Riesteransatz konsequent fortführen.Die Broschüre mit einer Kurzfassung des Optionsmodells erhalten Sie unter www.bv-bauwirtschaft.de.Obwohl wir die
Riester-Förderung ausdrücklich begrüßt
haben, sind wir
uns bewusst,
dass diese nicht
ausreichen wird,
der Eigenheimzulage auch nur
annähernd zu
kompensieren.Optionsmodell
Daher haben wir gemeinsam mit der Bundesvereinigung Bauwirtschaft, dem Zusammenschluss des Deutschen Bau- und
Ausbauhandwerks die Initiative ergriffen und
ein Gutachten beauftragt, um zu klären, wie
eine Neuordnung der Wohnungsbauförderung
10aussehen könnte. Gefragt war eine Lösung,
die sowohl dem Wohnungsneubau als auch
der Gebäudemodernisierung Impulse bringt.
Nach dem vorgeschlagenen Optionsmodell
sollen die privaten Eigentümer zukünftig sowohl Eigenkapitalbeiträge als auch Tilgungsleistungen steuerlich geltend machen können.
Im Gegenzug sollen diese Investitionen in das
selbstgenutzte Wohneigentum nachgelagert
Prof. Dr. Ulrich van Suntum, Direktor des Instituts für Siedlungs- und Wohnwesen im Centrum für angewandte Wirtschaftsforschung,
der seitens der Bundesvereinigung Bauwirtschaft mit der Erstellung eines Gutachtens beauftragt worden war, erläuterte vor der Presse
in Berlin das von ihm favorisierte Optionsmodell: „Eine grundsätzlich nachgelagerte
Besteuerung von Investitionen in das selbstgenutzte Wohneigentum könnte damit wesentliche Vorzüge der Konsumgutlösung mit
solchen der Investitionsgutlösung verbinden.“
Konkret sieht die vorgeschlagene Lösung so
1. Es gibt ein Wahlrecht zwischen der derzeit
bestehenden Konsumgutlösung und der nachgelagerten Besteuerung von Investitionen in
2. Wählt man das Optionsmodell, dann können Eigenkapitalbeträge ebenso wie Tilgungsleistungen für Fremdkapital und größere
Zwischeninvestitionen noch in der gleichen
Periode steuerlich abgesetzt werden. Die Steuerminderung im Falle der Absetzung beträgt
unabhängig vom persönlichen Einkommen
und der Höhe des Betrages stets 40 % des entsprechenden Betrages.
3. Diese abgesetzten Beträge werden dem
Wohnkapitalkonto gutgeschrieben und mit
einem Zinssatz von 3 % fiktiv verzinst. Der
sich so ergebende Gesamtbetrag ist spätestens nach 25 Jahren mit einem für alle einheitlichen Steuerbetrag nachgelagert zu
versteuern. Prof. van Suntum schlägt vor, entsprechend der Grundidee der nachgelagerten
Besteuerung diesen Steuerbetrag niedriger als
40 % anzusetzen, beispielsweise mit 30 %.
Das Optionsmodell ist für uns eine überzeugende Lösung, denn es ist einfacher und umfassender als der Wohnriester und verbindetgleichzeitig die Vorteile der Konsumgutlösung und der Investitionsgutlösung. Die steuerlichen Vorteile in der Anfangsphase fließen
zudem zum großen Teil direkt in reale Wohnungsbauinvestitionen. Dies kommt der inländischen Baukonjunktur, der Klimapolitik und
dem Ziel der Energieersparnis im Immobilienbereich zugute.Konjunkturpolitik im Zeichen der
Im Verlauf der sich immer stärker abzeichnenden Finanz- und Wirtschaftskrise hatte
der ZDB frühzeitig gefordert, durch erhöhte Investitionen der drohenden Krise entgegenzuwirken. Insofern begrüßten wir das von
der Bundesregierung bereits Anfang November 2008 auf den Weg gebrachte „Paket zur Si-Bundeswirtschaftsminister Michael Glos war Hauptredner
auf dem Deutschen Baugewerbetag 2008 und präsentierte
das erste Konjunkturpaket der Bundesregierung gegen die
angekündigte Wirtschaftskrise.cherung von Wachstum und Beschäftigung“.
Insbesondere die Erhöhung des Handwerkerbonus war die Erfüllung einer alten Forderung
des Handwerks. Auch höhere Investitionen
in die Verkehrsinfrastruktur wie auch höhere
KfW-Förderungen für energetische Gebäudesanierungen stießen auf die Zustimmung des
mittelständischen Baugewerbes.
Nachdem im Verlauf des Novembers deutlich
geworden war, dass die globale Wirtschaftskrise auch Deutschland in weitaus stärkerem
Maße treffen würde als bisher angenommen,
machte sich die Bundesregierung daran, ein
zweites Konjunkturpaket zu verabschieden.Wir haben daher die Gelegenheit genutzt,
uns frühzeitig mit eigenen Forderungen öffentlich zu positionieren. Denn wir sind davon überzeugt, dass Deutschland mit diesem
Maßnahmenbündel, das konsequent auf höhere Investitionen anstelle der diskutierten
Konsumgutscheine setzt, die Konjunkturkrise
überstehen und bald wieder auf den Wachstumspfad einschwenken wird.
Wir haben daher die Bildung eines Sondervermögens zur Sanierung der kommunalen
Infrastruktur in Höhe von 10 Mrd. Euro jährlich für die Jahre 2009 und 2010 vorgeschlagen. Diese Mittel sollten auf den kommunalen
Straßenbau, auf die Sanierung der maroden
Wasser- und Abwasserleitungen sowie für
den kommunalen Hochbau, insbesondere für
die Sanierung von Schulen, Kitas, Turnhallen,
Bädern, öffentlichen Gebäuden sowie Krankenhäusern und Altenpflegeeinrichtungen
zur Verfügung stehen. Damit könnten rund
100.000 Arbeitsplätze im Bauhauptgewerbe
wie auch im Ausbaugewerbe gesichert bzw.
neu geschaffen werden.
Um Investitionen im Wohnungsbau zu fördern, haben wir den Ausbau von Wohn-Riester
in Form unseres Optionsmodells in die Diskussion gebracht. Die Steuerstundung zu Anfang
bewirkt eine Entlastung junger Familien, die
einen Haushalt gründen und Wohneigentum
erlangen möchten. Die Steuerschuld im Alter
liegt deutlich unterhalb üblicher Mietraten.
Der Staatshaushalt wird per Saldo nicht belastet und fördert mit der Stundung aber Investitionen zur Altersvorsorge.
Im Mietwohnungsbau sollte die AfA von 2 %
auf 4 % in den ersten acht Jahren angehoben
werden. Diese kann in den ersten acht Jahren
auf 8 % erhöht werden, wenn der höchstzulässige Energieverbrauch um 30 % unterschritten wird.
Für den Bereich der energetischen Gebäudesanierung schlägt das Baugewerbe vor, eine Energiesparprämie in Höhe von 25 Prozent
von maximal 20.000 Euro nachgewiesener
Arbeitskosten einzuführen. Damit kann der
Steuerpflichtige über einen Zeitraum von
fünf Jahren jeweils 1.000 Euro, d.h. insgesamt
5.000 Euro, im Rahmen seiner Einkommensteuererklärung vom Finanzamt erstattet bekommen.
11Mittlerweile sind die Eckpunkte des Konjunkturpaketes II bekannt:
Rund 18 Mrd. Euro sollen in die öffentliche Infrastruktur von Bund und Ländern zusätzlich
investiert werden. Damit können wir auf eine verstärkte Investitionstätigkeit der öffentlichen Hand in den beiden vor uns liegendenEhrensenator Heinz Heiler, Vizepräsident des ZDB von 20042006, erhielt für sein langjähriges Engagement den Ehrenring des Deutschen Baugewerbes.Jahren rechnen. Damit kann ein Teil der sicherlich zurückgehenden Investitionen in den
Wirtschaftsbau kompensiert werden.Klimaschutz als Bauaufgabe
Klimaschutz stellt unbestritten die vordringlichste gesellschaftliche Aufgabe dar. Die
klimaschutzpolitischen Ziele der Bundesregierung lassen sich nur erreichen, wenn der
mit knapp 40 % an den bundesdeutschen Gesamtemissionen beteiligte CO2-Ausstoß im
Gebäudebereich rasch reduziert wird. Von
den insgesamt 38 Millionen Wohnungen in
Deutschland weisen ca. 25 Millionen vor 1978
errichteter Wohneinheiten ein erhebliches Energie- und somit CO2-Einsparpotenzial auf. Bei
Beibehaltung des bisherigen Modernisierungstempos würden jedoch noch weit mehr als
100 Jahre für die energetische Ertüchtigung
des Gebäudebestandes benötigt.
Dabei sprechen bei dem derzeitigen Energiepreisniveau auch wirtschaftliche Aspekte
für eine rasche energetische Gebäudemodernisierung, wie in der 2008 erschienenen
ZDB-Broschüre „Rendite durch energetische
Gebäudemodernisierung“ dargelegt wird. Die
energetische Gebäudemodernisierung stellt
das Marktsegment mit dem größten Wachstumspotenzial dar, von dem viele Baugewerke
Deshalb ist es höchste Zeit, einen spürbaren
Impuls zu setzen. Unter dem Motto „Klima
schützen - Konjunktur stützen“ haben wir gemeinsam mit dem Zentralverband des Deutschen Handwerks ein Positionspapier verfasst,
das mehrere Instrumente zur Stützung der
Konjunktur wie auch zur Förderung der energetischen Gebäudesanierung erläutert.Der Ehrenvorsitzende des Bundes Deutscher Zimmermeister im ZDB, Dipl.-Ing. Heinrich Cordes, wurde auf dem Deutschen Baugewerbetag mit dem Ehrenring des Deutschen
Baugewerbes ausgezeichnet.Worauf die Politik leider überhaupt nicht reagiert hat, sind unsere Forderungen nach Anreizen für Wohnungsbauinvestitionen. So
berechtigt wie notwendig höhere Investitonen in die öffentliche Infrastruktur auch sind,
so nötig wären Anreize für private Investitionen in die Sanierung der Wohnungsbestände. Nur mit einer beherzten Förderpolitik kann
Deutschland seine Klimaschutzziele wie auch
seine konjunkturpolitischen Absichten erreichen.12Durch die Einführung einer Energieprämie für
energetische Bau- und Ausbauleistungen, einer besseren Förderung der Gebäudesanierung im Rahmen der KfW-Programme und
einer investitionsfreundlichen Lösung des
“Vermieter-Mieter-Dilemmas“ kann ein erheblicher Investitionsanreiz gesetzt werden. Dieser wird dazu beitragen, die Klimaschutzziele
zu erreichen, einen deutlichen Beitrag zur Energieeffizienz zu leisten sowie positive Beschäftigungsimpulse auszulösen.
Der konkreten Förderung der energetischen
Gebäudesanierung diente ein Gespräch Anfang Januar dieses Jahres im Bundeskanzleramt, an dem für das Baugewerbe Präsident
Dr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein teilnahm.Dazu haben Haus & Grund Deutschland und
der ZDB ein gemeinsames Positionspapier vorgelegt, das Vorschläge zur Verbesserung der
Rahmenbedingungen bei der energetischen
Gebäudesanierung enthält.
Neben der Ausweitung der KfW-Förderprogramme, die angemahnt wurden, standen
steuerliche Anreize im Mittelpunkt des Papiers: Deshalb wird einmal mehr eine Energiesparprämie in Höhe von 25 Prozent von
max. 20.000 Euro nachgewiesener Arbeitskosten für energetische Sanierungsmaßnahmen vorgeschlagen. Dies sollte Investitionen
z. B. in Heizungsanlagen, Warmwasserbereitung, Dämmung von Dächern, Außenwänden und Kellern oder in den Austausch von
Fenstern umfassen. Damit könnten die selbst
nutzenden Eigentümer und Vermieter von
Wohngebäuden im Rahmen ihrer Einkommensteuererklärung ihre Steuerschuld im Jahr
der Investition um bis zu 5.000 Euro reduzieren. Alternativ sollte auf Antrag der Abzug von
max. 5.000 Euro von der Steuerschuld analog
§ 82 b Einkommensteuer-Durchführungsverordnung (EStDV) gleichmäßig verteilt auf zwei
bis fünf Jahre zugelassen werden. Eine derartige Energiesparprämie bietet einen massiven
Anreiz für energetische Sanierungsmaßnahmen.
Angesichts der teilweise erheblichen Investitionskosten im Rahmen einer umfassenden
energetischen Sanierung von Wohngebäuden ist es dringend erforderlich, auch dafür
die steuerlichen Rahmenbedingungen zu verbessern. Daher wird die Wiedereinführung des
§ 82 a EStDV vorgeschlagen. Für Gebäudeinvestitionen bestand durch diese Vorschrift
bis in die 90er Jahre hinein für Vermieter
die Möglichkeit, erhöhte Abschreibungssätze für bestimmte energiesparende Anlagen
und Einrichtungen an Gebäuden in Anspruch
zu nehmen. Dies betraf z. B. den Anschluss
von Gebäuden an ein Fernwärmenetz oder
den Einbau von Wärmepumpen. Selbstnutzer konnten entsprechende Aufwendungen im
Rahmen eines Sonderausgabenabzugs geltend
machen.nen in Höhe von 10 Prozent über 10 Jahre abgeschrieben werden können, die wie bei der
Energiesparprämie zur energetischen Sanierung dienen.
Die gemeinsamen Vorschläge stellen unbürokratische und praktikable Lösungen dar. Sie
ermöglichen es, die gesteckten Klimaziele zu
erreichen und lösen zudem in kurzer Frist starke Impulse für Investitionen im Wohnungsbau aus. Gleichzeitig schaffen sie unmittelbar
Beschäftigung im heimischen mittelständischen Baugewerbe,
da rund 50-70 Prozent der Kosten der
energetischen Sanierung Arbeitskosten sind. Damit wird
wesentlich zur Stabilisierung des Arbeitsmarktes im
beigetragen. Aufgrund der zu erwartenden erheblichen
Nachfrageeffekte und
der damit verbundenen Umsatz– und
Beschäftigungszuwächse kann zudem
Die energetische Gebäudevon einem hohen
modernisierung rechnet sich Selbstfinanzierungsfür Nutzer und Umwelt. Die
grad ausgegangen
Broschüre des ZDB können
Baubetriebe zur Information
ihrer Kunden nutzen.Alternativ zur Wiedereinführung des § 82 a
EStDV ist auch eine besondere Klimaschutzabschreibung für Vermieter und Selbstnutzer
analog zur Denkmalabschreibung (§ 7 i EStG /
§ 10 f EStG) denkbar. Dabei sollten Investitio13 Wirtschaftsverband / Rechtspolitik
Schwerpunkt 2008: Vergaberecht
mittelstandsgerecht gestalten
Dafür Sorge zu tragen, dass bei der Vergabe öffentlicher Aufträge Betriebe der mittelständischen Bauwirtschaft eine faire Chance
zur Teilnahme am Wettbewerb haben, war
Schwerpunkt der Arbeit des ZDB in der Rechtspolitik im Jahr 2008. Wir haben uns dafür eingesetzt, dass eine Reform des Vergaberechts
zu einer Vereinfachung und Entbürokratisierung sowie zu einer Stärkung des Mittelstandes bei der Vergabe öffentlicher Aufträge
führt. Daher ist für den ZDB im Jahr 2008 die
Diskussion über die Modernisierung des Vergaberechts zum einen durch Änderungen des
Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen
und zum anderen durch die Neuherausgabe
der VOB/A besonders wichtig gewesen.Modernisierung des Vergaberechts
Der Gesetzentwurf zur Änderung des GWB
ist unter dem Titel „Modernisierung des Vergaberechts“ am 21. Mai 2008 durch das Bundeskabinett verabschiedet worden. Aus Sicht
des Baugewerbes war es sehr positiv zu bewerten, dass der Mittelstand durch eine entsprechende Ausgestaltung des Vergaberechts,
insbesondere durch eine verstärkte Fach- und
Teillosvergabe gestärkt werden sollte. Diese Positionierung des Bundeskabinetts hat
der ZDB ausdrücklich unterstützt, da sie einer
vom Baugewerbe seit langem erhobenen Forderung entspricht. Die Aufteilung von öffentlichen Aufträgen in mehrere Lose führt nach
Berechnung des Bundesrechnungshofs zudem
zu einem günstigeren Einkauf der öffentlichen
Hand in einer Spanne von ca. 10 bis über 20
Prozent. Das auf der Grundlage von Fachlosen
hergestellte Bauvorhaben ist in der Regel insgesamt nach Preis, Qualität und Lebensdauer
von höherer Wirtschaftlichkeit, so jüngst auch
das OLG Düsseldorf.
Eine dergestalt vorgenommene mittelstandsgerechte Ausschreibung von Aufträgen erhöht
nicht nur die Wirtschaftlichkeit der Bauausführung, sondern stärkt auch den Wettbewerb. Eine Vergabe in kleineren Losen ist
zudem aktive Mittelstandspolitik. Bei der Zusammenfassung von Losen oder der Vergabe an Generalunternehmer können heimische
14Mittelständler oft nicht mitbieten. Kleinere Lose hingegen garantieren den Mittelständlern
und ihren deutschen Mitarbeitern den Zugang
zu öffentlichen Aufträgen.
Der vorgelegte Gesetzentwurf zur Modernisierung des Vergaberechts hatte jedoch auch
Schattenseiten. Enttäuschend war es aus Sicht
der mittelständischen Bauwirtschaft, dass mit
dem Gesetzentwurf kein Primärrechtsschutz
unterhalb der sog. EU-Schwellenwerte eingeführt werden sollte. Vor dem Hintergrund,
dass im Baubereich 98 % aller Vergaben unterhalb dieser EU-Schwellenwerte liegen, für die
das Nachprüfungsverfahren nicht gilt, würde
die Einführung eines Primärrechtsschutzes die
Vergabeprozesse transparenter machen und
den Bietern die notwendige Rechtssicherheit
geben. Leider beabsichtigte die Bundesregierung in diesem Punkt in die falsche Richtung
zu gehen: Statt nun einen der letzten rechtsfreien Räume in der Bundesrepublik zu beseitigen, sah der Gesetzentwurf Einschränkungen
der Nachprüfungsverfahren oberhalb der EUSchwellenwerte vor.
Auf entschiedene Kritik des ZDB sind die vorgeschlagenen Neuregelungen zur interkommunalen Zusammenarbeit und sog.
In-house-Vergaben gestoßen. Durch die Neuregelung der interkommunalen Zusammenarbeit würden Teile des Marktes dem
Vergaberecht und damit letztlich den Unternehmen entzogen. Der ZDB plädiert in die-Modernisierung
des Vergaberechts:
Für ein mittelstandsgerechtes
und modernes Vergaberecht.
des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes e. V.
zum Entwurf eines Gesetzes
zur Modernisierung des Vergaberechts
September 2008Modernisierung des Vergaberechts1Der ZDB informierte
die Politik mit einem
Positionspapier für ein
mittelstandsgerechtes
und modernes Vergaberecht über die Vorstellungen der mittelständischen Bauwirtschaft.ser Frage dafür, dass überall dort eine Leistung
ausgeschrieben werden muss, wo privatwirtschaftliche Unternehmen entsprechende Dienstleistungen im Wettbewerb erbringen
Der ZDB hat im vergangenen Jahr immer wieder bei den zuständigen Berichterstattern
des Deutschen Bundestages, in Minister- und
Staatssekretärsgesprächen sowie auf der Fachebene der federführenden Ressorts für seine
Standpunkte bei der Modernisierung des Vergaberechts geworben. Darüber hinaus ist die
Position der mittelständischen Bauwirtschaft
durch den ZDB in einer Reihe von Stellungnahmen, Positionspapieren, Pressemitteilungen und in einer mehrstündigen Anhörung im
Bundestagsausschuss für Wirtschaft und Technologie dargelegt worden. Durch einen engen
Schulterschluss zwischen dem ZDB und seinen
Mitgliedsverbänden im Lobbying konnte auch
erreicht werden, dass der Bundesrat in seiner
Stellungnahme die mittelstandsfreundliche
Zielrichtung des Gesetzgebungsvorhabens unterstützt hat.
Nach einem langen, zweijährigen Ringen um die
Novellierung des GWB hat der Deutsche Bundestag dem Gesetzentwurf mit der Normierung der
mittelstandsgerechten Fach- und Teillosvergabe
als Grundsatz der öffentlichen Vergabe am 12. Dezember 2008 zugestimmt.Neuherausgabe der VOB/A 2009
Ein wichtiger Bestandteil bei der Reform des
Vergaberechts war die Neuformulierung der
VOB/A im Jahr 2008.
Die Vorgabe für den Deutschen Vergabe- und
Vertragsausschuss (DVA) hatten hierzu die
Bundesregierung und der Bundesrat formuliert. Der Gesetzgeber hat dabei verlangt, die
VOB/A innerhalb des bestehenden Systems zu
reformieren, dabei die Transparenz bei allen
Vergabeverfahren zu erhöhen, die Vorgaben
des EU-Vergaberechts 1:1 umzusetzen und die
Vergaberegeln auf ein notwendiges Maß zu
beschränken und überflüssige bürokratische
Vorgaben zu streichen. Zudem galt es, VOB/A
und VOL/A soweit wie möglich zu vereinheitlichen.ZDB-Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Karl Robl im Gespräch
mit dem Parlamentarischen Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium Hartmut Schauerte MdB (li.).Der DVA hat nach rund zweijähriger Arbeit im
November 2008 Vorstand und Mitgliederversammlung eine neue Fassung der VOB/A vorlegen können. Die neue VOB/A, die im ersten
Halbjahr 2009 in Kraft treten wird, ist in der
Struktur mit der VOL/A identisch.
Nach langer Diskussion hat sich der DVA darauf verständigt, dass zwei getrennte Abschnitte für den Unter- und Oberschwellenbereich
beibehalten werden sollen. Der ZDB hat sich
immer klar für die Beibehaltung des ersten
Abschnitts ausgesprochen, da rund 98 % aller Vergaben im Baubereich unterhalb dieses
EU-Schwellenwertes stattfinden. Die Beibehaltung getrennter Abschnitte ist zudem anwenderfreundlicher, da sowohl die bietenden
Bauunternehmen als auch die Vergabestellen
mit der Systematik und den jeweiligen Begrifflichkeiten vertraut sind.
Darüber hinaus wird die neue VOB/A erstmalig Wertgrenzen für die Beschränkte Ausschreibung und die Freihändige Vergabe enthalten.
Dies ist notwendig geworden, um die unterschiedlichen Regelungen in den einzelnen
Bundesländern wieder zu vereinheitlichen.
Darüber hinaus sind zukünftig gemeinnützige
Unternehmen und Einrichtungen nicht mehr
zum Wettbewerb mit gewerblichen Unternehmen zugelassen.
Im Bereich der Eignungsprüfung werden zukünftig die Präqualifikation und die Vorlage
von Einzelnachweisen möglich bleiben. Um
die Betriebe von überflüssigen bürokratischen
Lasten zu befreien, können öffentliche Auftraggeber zukünftig Eigenerklärungen zulassen, sind jedoch verpflichtet von den Bietern in
15der engeren Wahl Einzelnachweise zu verlangen. Präqualifizierte Betriebe sind von vorne
herein als geeignet anzusehen.le und dass 24 Regelungen der VOB/B bei Verwendung gegenüber Verbrauchern unwirksam
seien.Positiv aus Sicht der Bauwirtschaft ist ebenso, dass alle Vergabestellen zukünftig auf Sicherheitsleistung für Vertragserfüllung und
etwaige Mängelbeseitigung bis zu einer Netto-Auftragssumme von 250.000 Euro verzichten müssen. Darüber hinaus sieht die neue
VOB/A vor, dass fehlende Erklärungen und
Nachweise innerhalb einer kurzen Frist von
6 Tagen nachgereicht werden können. Damit ist sichergestellt, dass Betriebe nicht allein
aufgrund kleiner, formaler Fehler vom Wettbewerb ausgeschlossen werden. In gleicher
Weise kann ein Angebot gewertet werden,
wenn bei Außerachtlassung einer einzelnen
unwesentlichen Position der Wettbewerb und
die Wertungsreihenfolge, auch bei Wertung
dieser Position mit dem höchsten Wettbewerbspreis, nicht beeinträchtigt wird. Abschließend sieht die neue VOB/A Regelungen
für eine ex-ante- sowie eine ex-post-Transparenz vor.In seinem Urteil verweist der BGH auf seine
Entscheidung vom 16. Dezember 1982, in derNachdem Vorstand und Mitgliederversammlung des DVA die neue Fassung der VOB/A einhellig verabschiedet haben, durchläuft der
Entwurf über den Jahreswechsel 2008/09 die
übliche Veröffentlichungsprozedur und wird
im Nachgang der Verabschiedung des GWB in
Kraft treten.Verbraucherbauverträge: ZDB und
Haus & Grund geben gemeinsame
Musterverträge heraus
Der Bundesgerichtshof hatte mit Urteil vom
24. Juli 2008 entschieden, dass die VOB/B bei
Verwendung gegenüber Verbrauchern nicht
länger privilegiert ist. Die einzelnen Klauseln
der VOB/B unterliegen demnach bei Verwendung gegenüber Verbrauchern – auch bei unveränderter Vereinbarung der VOB/B – der
Inhaltskontrolle nach §§ 307 ff. BGB.
Dem Urteil des BGH liegt eine Klage des Bundesverbands der Verbraucherzentralen gegen
den Deutschen Vergabe- und Vertragsausschuss (DVA) zugrunde. Der Kläger war der
Auffassung, dass der DVA die Verwendung der
VOB/B auch gegenüber Verbrauchern empfeh16Präsentierten das Ergebnis ihrer Zusammenarbeit (v.l.):
ZDB-Vizepräsident Walter Derwald, Haus&Grund-Präsident
Dr. Rolf Kornemann und ZDB-Präsident Dr. Hans-Hartwig
Loewenstein.er es als verfehlt angesehen hatte, in einem
Vertrag, in dem die VOB/B gegenüber einem
Bauhandwerker verwendet wird, einzelne Bestimmungen der VOB/B einer Inhaltskontrolle
Dies begründete der BGH damit, dass die
VOB/B nicht den Vorteil nur einer Vertragsseite verfolge und einen auf die Besonderheiten
des Bauvertragsrechts abgestimmten, im Ganzen einigermaßen ausgewogenen Ausgleich
der beteiligten Interessen enthalte.
Diese Privilegierung der VOB/B sei – so der
BGH – bei Verwendung gegenüber Verbrauchern nicht gerechtfertigt. Denn ein maßgeblicher Gesichtspunkt für diese Privilegierung
sei der Umstand, dass die VOB/B unter Mitwirkung der Auftragnehmer- und der Auftraggeberseite erarbeitet werde und daher beide
Seiten die Möglichkeit hätten, ihre jeweiligen
Interessen zu vertreten und ihnen Geltung zu
Dies treffe für die in aller Regel geschäftlich
nicht erfahrenen und daher besonders schutzbedürftigen Verbraucher nicht zu. Verbraucherverbände seien von einer ordentlichen
Mitgliedschaft im DVA ausgeschlossen. Die
spezifischen Interessen der Verbraucher würden auch nicht in hinreichendem Maße vonden im DVA für die Auftraggeberseite tätigen
Institutionen, insbesondere der öffentlichen
Hand, vertreten.
Aus dem Urteil des BGH ergeben sich folgende
Konsequenzen: Bei einer – in der Praxis gegenüber Verbrauchern üblichen – Verwendung
der VOB/B durch die Baubetriebe wären einige
der auftragnehmerfreundlichen Bestimmungen der VOB/B unwirksam. Dazu gehören z. B.
die kürzere Mängelgewährleistungsfrist nach
§ 13 Nr. 4 Abs. 1 VOB/B und die Abnahmefiktion nach Fertigstellungsmitteilung, § 12 Nr. 5
Abs. 1 VOB/B.
Da – bei Verwendung der VOB/B durch die
Baubetriebe – die auftraggeberfreundlichen
Regelungen der VOB/B wirksam blieben, die o.
g. auftragnehmerfreundlichen Bestimmungen
hingegen unwirksam wären, kann den Betrieben eine Verwendung der VOB/B gegenüber
Verbrauchern nicht länger empfohlen werden.Für Bauverträge mit Verbrauchern empfiehlt
sich künftig die Verwendung der beiden Musterverträge. Bei Verträgen mit der öffentlichen
Hand wird die VOB/B weiterhin Verwendung
finden. Bei Verträgen mit Unternehmern soll
die VOB/B weiterhin Verwendung finden.
Durch sein o. g. Urteil ist der BGH der geplanten „Entprivilegierung“ der VOB/B gegenüber
Verbrauchern durch das Forderungssicherungsgesetz zuvorgekommen. Im Rahmen des
Forderungssicherungsgesetzes, das am 1. Januar 2009 in Kraft getreten ist, wird eine Klarstellung des Umfangs der Privilegierung der
VOB/B vorgenommen. Der Gesetzgeber hat
beschlossen, die Privilegierung der VOB/B für
Verbraucherverträge aufzuheben und andererseits für Verträge im Geschäftsverkehr zwischen Unternehmern sowie bei Verträgen mit
der öffentlichen Hand gesetzlich festzuschreiben.ForderungssicherungsgesetzDie Musterverträge sind unter www.zdb.de zu finden.Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes hat daher als Reaktion auf das Urteil des
Bundesgerichtshofs gemeinsam mit der Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund
zwei Formulare für Verbraucherbauverträge
(Einzelgewerk/Handwerkervertrag und Einfamilienhaus/Schlüsselfertigbauvertrag) herausgegeben.
Die Vertragsmuster sind zur kostenfreien Verwendung im Internet eingestellt. Die Verträge
können auch direkt am Computer ausgefüllt
werden. Beide Vertragsmuster enthalten zusätzlich je ein Informationsblatt, das Auftragnehmern und Auftraggebern das Ausfüllen der
Formulare erleichtert.Der Deutsche Bundestag hat unter Zustimmung des Bundesrates nach gut 2 ½-jähriger Beratung das Forderungssicherungsgesetz
nunmehr verabschiedet. Das Gesetz zur Sicherung von Werkunternehmeransprüchen und
zur verbesserten Durchsetzung von Forderungen (Forderungssicherungsgesetz - FoSiG) ist
am 1. Januar 2009 in Kraft getreten. Es enthält
Änderungen im Werkvertragsrecht des BGB,
durch die Bauunternehmer besser vor Forderungsausfällen abgesichert werden.
So wird der Anspruch von Bauunternehmen
auf Abschlagszahlungen erleichtert. Auch können Abschlagszahlungen wegen unwesentlicher Mängel nicht mehr verweigert werden.
Darüber hinaus wird die Stellung des Nachunternehmers gegenüber dem Generalunternehmer gestärkt. So wird im Rahmen der
sog. „Durchgriffsfälligkeit“ die Vergütung des
Nachunternehmers auch dann fällig, wenn der
Bauherr gegenüber dem Generalunternehmer
das vom Nachunternehmer erbrachte Werk
abgenommen hat oder die ihm gesetzte Auskunftsfrist verstreichen lässt.
Der sog. „Druckzuschlag“, also das Recht des
Auftraggebers, bei mangelhafter Erstellung ei17nes Werkes einen Teil der Vergütung zurückzuhalten, ist vom Dreifachen der zu erwartenden
Mängelbeseitigungskosten auf das Doppelte
gesenkt worden.
Im Rahmen der Bauhandwerkersicherung,
§ 648 a BGB, wird der Anspruch auf Sicherheitsleistung einklagbar. Der Bauunternehmer
hat danach die Wahl, ob er bei Nichterfüllung
des Sicherungsanspruchs klagt oder den Vertrag nach Fristsetzung kündigt. Gegenansprüche auf Erfüllung oder Mängelbeseitigung
können dem Sicherungsverlangen nur noch begrenzt entgegengehalten
Ausbau-HandwerkDarüber hinaus wird bei
Kündigung des Auftraggebers künftig vermutet,
dass dem Unternehmer
5 % der auf den noch
nicht erbrachten Teil der
Werkleistung entfallenden Vergütung zustehen.
Die Regelung bezüglich
der sogenannten „Fertigstellungsbescheinigung“
ist mangels Praxisrelevanz gestrichen worden.Das Forderungssicherungsgesetz
von Bauunternehmern
vor Forderungsausfällen.
Dezember 2008Forderungssicherungsgesetz1Die Bundesvereinigung
Bauwirtschaft hat zum
Forderungssicherungsgesetz eine umfangreiche
erarbeitet.Neben den Änderungen
im Rahmen des Werkvertragsrechts des BGB ist
das Gesetz zur Sicherung
von Bauforderungen novelliert worden. Unter der neuen Bezeichnung „Bauforderungssicherungsgesetz“ wird für Ansprüche aus der
zweckwidrigen Verwendung von Baugeld eine Beweislastumkehr eingeführt. Danach
wird sowohl die Eigenschaft als Baugeld als
auch die zweckwidrige Verwendung vermutet. Durch die Ausweitung des Baugeldbegriffs
wird sich der Anwendungsbereich des Gesetzes deutlich erweitern.
Durch eine Neuregelung des § 310 BGB ist die
Privilegierung der VOB/B gegenüber Verbrauchern entfallen. Gegenüber Unternehmern
oder der öffentlichen Hand ist die Privilegierung der VOB/B jedoch gesetzlich festgeschrieben worden, sofern die VOB/B ohne
Änderungen einbezogen wird.18Auch wenn das Forderungssicherungsgesetz
im nun verabschiedeten Umfang nicht alle
Forderungen des ZDB erfüllt und die verfahrensrechtlichen Elemente kurzfristig herausgenommen wurden, stellt die Verabschiedung
des Forderungssicherungsgesetzes eine deutliche Verbesserung der Rechtssituation der
Unternehmer gegenüber dem jetzigen Rechtszustand dar.Stahlpreisgleitklausel
Das Bundesministerium für Verkehr, Bau
und Stadtentwicklung hat mit Wirkung vom
24. April 2008 auf Drängen des ZDB einen
neuen Erlass zur Einführung einer Stahlpreisgleitklausel herausgegeben. Angesichts der
dramatischen Teuerung aller für das Bauwesen relevanten Stahlsorten stellt die Einführung einer Stahlpreisgleitklausel eine
erhebliche Verbesserung der Situation der
Baubetriebe dar. Dem ZDB ist es trotz des Widerstandes anderer Interessenvertretungen
gelungen, dass im Unterschied zu bisherigen
Stahlpreiserlassen die neue Gleitklausel auch
für Nachunternehmerverträge verbindlich ist.
Danach sind Auftragnehmer verpflichtet, bei
Weitergabe von Vertragsleistungen eine entsprechende Gleitklausel in die Verträge mit
den Nachunternehmern aufzunehmen. Dies
ist gerade für mittelständische Betriebe eine
erhebliche Verbesserung im Vergleich zur bisherigen Situation.Gesprächskreis größerer
mittelständischer Bauunternehmen
Der Gesprächskreis Mittelständischer Bauunternehmen tagte am 13. Februar und am
15. September 2008 gemeinsam mit dem Ausschuss für Wirtschafts- und Rechtspolitik. Der
Gesprächskreis Mittelständischer Bauunternehmen richtet sich an die größeren Mittelständler in der Bauwirtschaft. Denn gerade die
größeren mittelständischen Bauunternehmen,
die viele Arbeitnehmer vor Ort beschäftigen,
befinden sich in einer schwierigen Situation,
da sie immer häufiger in Konkurrenz zu Unternehmen stehen, die überwiegend mit ausländischen Subunternehmern in Deutschland
tätig werden.Die großen mittelständischen Unternehmen
sind aber für die heimische Bauwirtschaft besonders wichtig, weil sie besonders viele gut
ausgebildete Arbeitnehmer beschäftigen und
besonders viele Lehrlinge ausbilden, und auch,
weil sie mit sehr hoher Qualität bauen und
zahlreiche technische Innovationen aus diesem Kreis stammen. Um die speziellen Interessen und Belange dieser Unternehmerbetriebe und Bauwirtschaft. Prof. Helmus,
dessen Forschungsschwerpunkt im Bereich
Arbeitssicherheit, Material- und Personallogistik sowie Bauprozessdatenerfassung liegt,
erläuterte, wie mit Hilfe der RFID-Technologie langfristig der Informationsfluss in der
Bau-Immobilienwirtschaft verbessert werden
könne. Hierzu stellte er an einem Beispiel die
möglichen Effizienzgewinne bei der Nutzung
eines Bauwerks über dessen gesamten Lebenszyklus dar.
Die Herbstsitzung stand im Zeichen der Diskussion mit dem Mittelstandsbeauftragten
der SPD-Bundestagsfraktion, Reinhard Schultz,
und mit dem Leiter der Abteilung Bauwesen,
Bauwirtschaft und Bundesbauten im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Ministerialdirektor Michael Halstenberg.Der Bundestagsabgeordnete Reinhard Schultz (2.v.r.), diskutierte mit den angereisten mittelständischen Bauunternehmern in Berlin.kümmert sich der ZDB in dem Gesprächskreis Mittelstand. Dieser Gesprächskreis soll
nicht nur die Plattform für einen Informationsaustausch auf Bundesebene sein, sondern
auch interessante Referenten aus Politik und
Wissenschaft präsentieren und hierbei auch
einmal Themen behandeln, die über den Tellerrand hinausgehen.
Als Gast des Gesprächskreises Mittelständische Bauunternehmen kam am 13. Februar
2008 die Staatsministerin im Bundeskanzleramt, Hildegard Müller, in das Haus des Deutschen Baugewerbes. Die Staatsministerin
stellte die Politik der Bundesregierung zum
Bürokratieabbau vor und erörterte mit den
Teilnehmern die bürokratischen Belastungen in der Bauwirtschaft. Themen der Diskussion mit Frau Müller waren unterschiedliche
bürokratische Kostentreiber in den Betrieben, deren Abschaffung die Teilnehmer
forderten. Hier wurde zum Teil die sog. Generalunternehmerhaftung für den Gesamtsozialversicherungsbeitrag und den Beitrag zur
Unfallversicherung genannt sowie die Vorverlegung der Fälligkeit in der Sozialversicherung.
Zweiter Gast der Frühjahrstagung war Prof.
Dr.-Ing. Manfred Helmus von der Universität
Wuppertal, Lehr- und Forschungsgebiet Bau-Schwerpunktmäßig wurde mit dem SPD-Mittelstandsbeauftragten Reinhard Schultz, die
Modernsierung des Vergaberechts sowie die
Reform des Erbschaftssteuerrechts diskutiert.
Im Bereich der Vergaberechtsreform konnte
dabei eine erhebliche Übereinstimmung zwischen den Vorstellungen der rund 60 anwesenden Mitglieder und den Vorstellungen der
SPD-Bundestagsfraktion festgestellt werden.
Einigkeit bestand darüber, dass die Normierung der Fach- und Teillosvergabe als Regelfall der öffentlichen Auftragsvergabe dem
heimischen Mittelstand helfen könne. Unterschiedlich wurde die Einführung sog. vergabefremder Aspekte bewertet. Während die
Vertreter der Bauwirtschaft dieses Vorhaben
mit großer Skepsis betrachteten, erläuterte
Herr Schultz die hierzu vorhandenen Wünsche
innerhalb der SPD-Bundestagsfraktion, die sich
insbesondere auf das Thema Tariftreue richten. Herrn Schultz konnte jedoch deutlich gemacht werden, dass bereits nach dem derzeit
geltenden Vergaberecht die Möglichkeit für
den öffentlichen Auftraggeber bestehe, zusätzliche Bedingungen für die Ausführung von
Aufträgen vorzuschreiben und eine darüber
hinausgehende verstärkte Berücksichtigung
vergabefremder Aspekte durch die Bauwirtschaft abgelehnt werde.
Das Gespräch mit Herrn Halstenberg orientierte sich am Positionspapier des ZDB „Modernisierung des Vergaberechts“. Während der
Ausführungen von Herrn Halstenberg konn19ber 2008 bei Beschränkten Ausschreibungen
ohne Teilnahmewettbewerb und Freihändigen Vergaben grundsätzlich nur Unternehmen
aufzufordern sind, die in die PQ-Liste eingetragen sind.Als Gast des Gesprächskreises Mittelständische Bauunternehmen kam die Staatsministerin im Bundeskanzleramt
Hildegard Müller.te bei sehr vielen Aspekten der anstehenden
Reform des Vergaberechts Übereinstimmung
zwischen den Positionen des Baugewerbes
und der Bundesregierung festgestellt werden.
Anderer Auffassung als das Baugewerbe war
Herr Halstenberg bzgl. der Einführung eines
Primärrechtsschutzes unterhalb der europäischen Schwellenwerte, da er in diesem Bereich
einen Investitionsstau befürchtete. Darüber
hinaus diskutierten die Teilnehmer über die
Präqualifikation in der Bauwirtschaft, die von
Seiten des BMVBS durch entsprechende Erlasse zum 1. Oktober 2008 gefördert wurde. Herr
Halstenberg erklärte hierzu, dass die Präqualifikation den Qualitätswettbewerb fördere, Bürokratie abbauen könne und insbesondere die
gesetzestreuen Betriebe hiervon profitieren
würden.Präqualifikation
Anfang 2006 war für Bauunternehmen die
Möglichkeit geschaffen worden, sich für die
Eignungsprüfung bei öffentlichen Bauaufträgen auftragsunabhängig zu präqualifizieren. Ebenfalls im Jahr 2006 war in § 8 Nr. 3
Abs. 2 VOB/A festgelegt worden, dass öffentliche Auftraggeber die direkt abrufbare Eintragung in die PQ-Liste als zulässigen Nachweis
der Eignung akzeptieren müssen. Den Bauunternehmen ist es seitdem nach der VOB/
A freigestellt, ihre Eignung statt durch Einzelnachweise durch die Präqualifizierung zu belegen.
Stadtentwicklung hat mit drei Erlassen für
die Bereiche Bundeshochbau, -straßenbau
und –wasserbau festgelegt, dass ab 1. Okto20Infolge der Erlasse für den Bundesbau haben
eine Reihe von Bundesländern mittlerweile
entsprechende Regelungen für die Landesbauverwaltungen getroffen. In anderen Bundesländern hält die Diskussion hierüber noch an.
Als Folge der Erlasse auf Bundes- und Landesebene hat sich die Zahl der präqualifizierten
Betriebe und der Betriebe, die sich präqualifizieren lassen wollen, deutlich erhöht. Zum Ende November 2008 waren etwas über 1.000
Betriebe präqualifiziert, zum Frühjahr 2009
wird mit rund 1.500 präqualifizierten Betrieben gerechnet.Fahrpersonalverordnung
Zum 31. Januar 2008 ist die neue Fahrpersonalverordnung in Kraft getreten. Nach der
bisherige Rechtslage waren Fahrzeuge im Gewichtsbereich zwischen 2,8 und 3,5 t, die zur
Beförderung von Material und Ausrüstungen
verwendet werden und die der Fahrer zur Ausübung seiner beruflichen Tätigkeit benötigt,
nur in einem Umkreis von 50 km um den Fahrzeugstandort von den Vorschriften zu Lenkund Ruhezeiten ausgenommen.
In der neuen Verordnung ist die für viele Unternehmen problematische Begrenzung entfallen, die Befreiung gilt nunmehr räumlich
unbegrenzt. Im Gewichtsbereich zwischen 3,5
bis 7,5 t konnte die Übernahme der 50-kmHandwerkerausnahme sichergestellt werden.
Ab einem zulässigen Gesamtgewicht von 7,5 t
gilt die 50 km-Ausnahme aufgrund europäischer Vorgaben nicht mehr.
Mit den Neuregelungen sind insbesondere im
national zu bestimmenden Gewichtsbereich
unter 3,5 t durch intensive Lobbyarbeit wichtige Erfolge im Hinblick auf den Abbau von
Bürokratielasten erzielt worden. Im Gewichtsbereich über 3,5 t gelang die Begrenzung der
Regulierung der Lenk- und Ruhezeiten und der
Tachografenpflicht auf das europarechtlich
zwingend vorgeschriebene Ausmaß.Rechtsdienstleistungsgesetz
Das Rechtsdienstleistungsgesetz ist am 1. Juli 2008 in Kraft getreten. Danach bleibt die
Rechtsberatung für Mitglieder durch Innungen
und Verbände erlaubt. Darüber hinaus kann
beispielsweise eine Innung oder ein Landesverband, in dem kein Volljurist beschäftigt ist,
auf das Wissen und die Anleitung eines Juristen aus dem Bundes-/Zentralverband zurückgreifen. Weiterhin können sich z.B. Innungen,
die keine Volljuristen beschäftigen, nach dem
neuen Rechtsdienstleistungsgesetz für Inkasso-Dienstleistungen registrieren lassen,
wodurch für sie die Beantragung von Mahnbescheiden sowie die gerichtliche Vertretung
ihrer Mitglieder in diesen Sachen möglich werden. Der ZDB hat sich gemeinsam mit den anderen Arbeitgeberverbänden dafür eingesetzt,
dass die rechtliche Betreuung der Verbandsmitglieder, inkl. der Mahn- und Inkassodienstleistungen sichergestellt bleibt.Europapolitik – Small Business Act
Die Europäische Kommission hat am 25. Juni
2008 den sog. „Small Business Act“ verabschiedet, durch den bessere Rahmenbedingungen
in Europa geschaffen werden sollen.
Der Small Business Act beinhaltet ein Maßnahmenpaket, in dem u. a. gesetzgeberische
Schritte zugunsten kleiner und mittelständischer Unternehmen angekündigt werden. Zu
den im Small Business Act aufgestellten zehn
allgemeinen Grundsätzen zählt auch die Erleichterung des Zugangs für KMU zu öffentlichen Aufträgen.
Mit Blick auf die öffentliche Auftragsvergabe appelliert die EU-Kommission gleichermaßen an die EU und die Mitgliedstaaten, einen
freiwilligen „Code of Best Practice“ zu beachten. Dieser soll öffentlichen Auftraggebern Anregungen vermitteln, wie die Bedürfnisse von
KMU im Rahmen der öffentlichen Auftragsvergabe am besten berücksichtigt werden können. In diesem Zusammenhang kündigt die
Kommission Initiativen zur Publikation von
Ausschreibungen unterhalb der EU-Schwellenwerte an.Darüber hinaus werden die Mitgliedstaaten
aufgefordert, elektronische Portale einzurichten, um den Zugang zu Aufträgen unterhalb
der Schwellenwerte zu verbessern. Weiter fordert die EU-Kommission von den Mitgliedstaaten, öffentliche Aufträge in Teillosen zu
vergeben. Zudem soll von unverhältnismäßig
weitgehenden Nachweisen bei der Vergabe öffentlicher Aufträge abgesehen werden.
Im Vorfeld der Verabschiedung des Small Business Act hatte die Kommission eine Befragung
durchgeführt, in deren Rahmen der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes eine Stellungnahme abgegeben hat. Der ZDB hatte sich
im Rahmen der Konsultation insbesondere für
die Einführung eines reduzierten Mehrwertsteuersatzes für arbeitsintensive Bauleistungen sowie für eine Stärkung der Fach- und
Teillosvergabe ausgesprochen.Kostenfreiheit von
Trassenauskünften
Der ZDB hat sich im Jahr 2008 erfolgreich gegenüber dem Bundesministerium für Verkehr,
Bau und Stadtentwicklung dafür eingesetzt,
dass die Deutsche Telekom sowie die übrigen Versorgungsunternehmen nach wie vor
Trassenauskünfte bei öffentlichen Bauaufträgen kostenlos erteilen müssen. In diesem Bereich drohte andernfalls eine Kostenpflicht für
in diesem Bereich tätige Unternehmen, die die
notwendigen Auskünfte nur noch gegen die
Zahlung von Gebühren durch die Versorgungsunternehmen erhalten hätten.ZDB-Präsident Loewenstein im Gespräch mit Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee.21 Wirtschaftsverband / Steuerpolitik
Am 27. November 2008 hat der Bundestag das
Gesetz zur Reform des Erbschaftsteuer- und
Bewertungsrechts beschlossen. Die neuen erbschaft- und schenkungsteuerlichen Regeln treten am 1. Januar 2009 in Kraft. In Umsetzung
der Vorgaben aus Karlsruhe werden künftig alle Vermögenswerte mit dem Verkehrswert bewertet. Die erbschaftsteuerliche Bewertung
des Unternehmens erfolgt unter Berücksichtigung der Ertragsaussichten im Wege eines
sog. vereinfachten Ertragswertverfahrens oder
einer anderen für außersteuerliche Zwecke anerkannten Bewertungsmethode. Der ZDB und
die anderen Wirtschaftsverbände haben sich
sehr dafür eingesetzt, dass bei einer Bewertungsmethode außerhalb des vereinfachten
Ertragswertverfahrens kein fester Risikozinssatz verwendet wird. Es ist zu begrüßen, dass
nunmehr der jeweilige branchentypische Risikozinssatz zur Anwendung kommt, der zur
flexiblen Behandlung der unterschiedlichen
Branchen nicht gesetzlich festgelegt ist. Ferner
konnte erreicht werden, dass eine Indexierung
der Lohnsumme aufgegeben wurde.
Nach der neuen Regelung wird das Betriebsvermögen begünstigt besteuert, wobei Unternehmer zwischen zwei Modellen wählen
können. Bei der Regelverschonung bleiben
85 % des Betriebsvermögens steuerfrei, wenn
das Unternehmen sieben Jahre fortgeführt
wird. Ferner muss die Lohnsumme am Ende
des gesamten Zeitraums 650 % der Ausgangslohnsumme betragen. Die Lohnsummenklausel gilt nur bei Betrieben mit mehr als 10
Beschäftigten. Weitere Voraussetzung ist, dass
das unschädliche Verwaltungsvermögen maximal 50 % beträgt. Soweit das Betriebsvermögen 150.000 Euro nicht übersteigt, bleibt es
für die Berechnung der Erbschaftssteuer außer
Ansatz. Bei einem Verstoß gegen die Verschonungsvoraussetzungen entfällt die Begünstigung nur anteilig, ein sog. „Fallbeileffekt“
konnte nach Protesten auch seitens des ZDB
Die alternative Option eines 100%igen Bewertungsabschlags im Falle der 10-jährigen
Fortführung erweist sich hingegen als kaum
praxistauglich, besonders auch unter der Bedingung der Beibehaltung der Lohnsumme
in Höhe von 100 % über 10 Jahre. Außerdem
wird bei einem Vorliegen von bereits mehr als
2210 % Verwaltungsvermögen das gesamte Betriebsvermögen nicht mehr verschont.
Das Eintreten für eine akzeptablere Vermögensübertragung hat sich gelohnt. Kleine und
mittlere Betriebe können ihr Betriebsvermögen erbschaft- und schenkungsteuerfrei übergeben, sofern sie die Bedingungen für den
Bewertungsabschlag und die Lohnsummenklausel erfüllen und nicht gleichzeitig auch in
größerem Umfang Privatvermögen übergeht.
Zur positiven Bewertung der Regelverschonungsoption trägt bei, dass die Bedingungen
für die Gewährung des 85 %igen Bewertungsabschlags noch einmal verbessert wurden.
So wurde die betriebliche Haltefrist nach zunächst geplanten 15 Jahre nach starkem Widerstand auch durch den ZDB auf nunmehr
7 Jahre gesenkt. Gleiches gilt für die Frist zur
Fortführung der Lohnsummenregelung, für die
jetzt ebenfalls ein siebenjähriger Bindungszeitraum vorgegeben ist, nach ursprünglich
zehn Jahren. Da die Lohnsummenregelung nur
für Betriebe mit mehr als zehn Beschäftigten
gilt, werden viele unserer Unternehmen davon
nicht betroffen. Betont werden muss, dass die
Begünstigung des Betriebsvermögens mit hohem bürokratischen Aufwand einhergeht. Die
siebenjährige Einhaltung der Lohnsummenklausel stellt im Baugewerbe mit seinen häufigen Personalschwankungen zudem eine große
Hürde dar.Reduzierter Mehrwertsteuersatz
Während die Mehrheit aller EU-Mitgliedsländer einen ermäßigten Mehrwertsteuersatz für
arbeitsintensive Dienstleistungen anwendet,
sind in Deutschland die Arbeitskosten durch
die Mehrwertsteuererhöhung zum 1. Januar
2007 sogar um 3 Punkte gestiegen.
Im Sommer 2008 legte die EU-Kommission einen Richtlinienvorschlag zu reduzierten Mehrwertsteuersätzen vor. Darin soll den
Mitgliedstaaten auf Dauer die Möglichkeit
gewährt werden, auf arbeitsintensive Dienstleistungen reduzierte Mehrwertsteuersätze
anzuwenden. Insbesondere schlug die Kommission reduzierte Mehrwertsteuersätze für
den gesamten Wohnungsbau vor. Damit wurde eine jahrelange Forderung des ZDB erfüllt.
Auch auf europäischer Ebene hatte sich ver-stärkt der Verband der Europäischen Bauwirtschaft (FIEC) mit seiner Arbeitsgruppe unter
Vorsitz ihres Vizepräsidenten, Dipl.-Kfm. Frank
Dupré, eingesetzt; so fand u.a. ein Treffen in
Brüssel zwischen Herrn Dupré und der Generaldirektion Steuern der EU-Kommission zu
diesem Thema statt. Der Änderungsvorschlag
der EU-Kommission muss allerdings vom Finanzministerrat einstimmig angenommen
werden.Deutscher ObermeistertagBauabzugsteuer
Im Rahmen des Bürokratieabbaus war die
Abschaffung der Bauabzugsteuer gefordert
worden. Der ZDB hat vehement für ihre Beibehaltung plädiert. Denn das Verfahren um die
Bauabzugsteuer hat sich eingespielt, die baugewerblichen Unternehmer stufen die Kosten
für die Bauabzugsteuer mittlerweile als vernachlässigbar ein. Sie schätzen aber einen positiven Effekt der Bauabzugsteuer besonders
hoch, nämlich den sich daraus ergebenden Anspruch auf Sicherung des Betriebskostenabzugs beim Auftraggeber.
Ferner hat die Bauabzugsteuer einen äußerst
wichtigen Nebeneffekt bei der Umkehr der
Steuerschuldnerschaft in der Umsatzsteuer.
Der Nachweis, dass es sich bei dem Auftraggeber um einen Bauleistenden handelt, erfolgt in
der Praxis mittels der Freistellungsbescheinigung aus der Bauabzugsteuer. Bei Wegfall dieser Freistellungsbescheinigung müsste dort
eine Ersatzbescheinigung geschaffen werden,
die mit hohen Einführungskosten verbunden
wäre. Auch ein vom Bundesfinanzministerium in Auftrag gegebenes Prognos-Gutachten spricht sich für die Beibehaltung der
Bauabzugsteuer aus. Der Bundestag hat am
13.11.2008 das Steuerbürokratieabbaugesetz
verabschiedet, die Bauabzugsteuer wurde darin nicht abgeschafft. Zahlreiche Lobbyaktivitäten haben sich gelohnt.Aus dem Kreis der Obermeister kamen Anregungen für
die künftige Arbeit.Anlässlich des Deutschen Baugewerbetages
wurde erstmalig zum Obermeistertag als eigener Veranstaltung eingeladen. Die Obermeister einer baugewerblichen Innung sind
die Repräsentanten der Betriebe und das
Sprachrohr der Verbandsorganisation vor
Ort. Im Zusammenspiel von Bundesverband,
Landesverband und den Innungen können
baugewerbliche Interessen auf allen Ebenen der Politik durchgesetzt werden. Dies
sollte auch mit dem Motto des 1. Obermeistertages „Gemeinsam sind wir stark“ zum
Ausdruck gebracht werden. Auch für dieses
Jahr ist wieder ein Deutscher Obermeistertag geplant.Standen Rede und Antwort (v.l.): ZDB-Vizepräsident Dupré, ZDB-Präsident Loewenstein und der Vorsitzende des
Fachbereiches Ausbau, Hans-Josef Aretz.23 Wirtschaftsverband / Unternehmensentwicklung
Mittelstand - innovativ und
Die im Jahr 2008 weiterhin nicht befriedigenden baukonjunkturellen Rahmenbedingungen
stellten die mittelständische Bauwirtschaft erneut vor große Herausforderungen.
Dass sich das Baugewerbe trotz der nicht
günstigen Rahmenbedingungen im Jahr 2008
vergleichsweise gut behauptet hat, liegt vor
allem an der hohen Innovationskraft und Flexibilität der kleinen und mittleren Bauunternehmen. Diese haben aufs Neue bewiesen,
dass sie auf die Herausforderungen der Märkte kurzfristig zu reagieren und sich neue
Marktsegmente zu erschließen vermögen. Im
Hochbau verlagert sich die Tätigkeit der Unternehmen zunehmend auf die Sanierung und
energetische Modernisierung des Gebäudebestandes.
In den letzten Jahrzehnten standen nur unzureichende Investitionsmittel für den Erhalt
und Ausbau der öffentlichen Infrastruktureinrichtungen insbesondere in den alten Bundesländern zur Verfügung. Eine in der Praxis
bereits bewährte Möglichkeit, den Investitionsstau zu lösen, stellen Öffentlich-Private-Partnerschaften (ÖPP) dar. Hierbei werden
dem privaten Partner sowohl die Planung und
Errichtung als auch der Betrieb und die bauliche Unterhaltung der öffentlichen Einrichtung
über einen vorgegebenen Nutzungszyklus
übertragen. Hierdurch kommt ein ganzheitlicher Planungsansatz zum Tragen, der gegenüber einer konventionellen Vergabe in der Regel
zu erheblichen Effizienzvorteilen in der Nutzungsphase führt.
Der ZDB hat in den vergangenen Jahren immer wieder auf die Notwendigkeit einer
mittelstandsgerechten Ausgestaltung von
ÖPP-Projekten hingewiesen. Das von der
Handwerkskammer Hamburg und der HafenCity Universität 2008 abgeschlossene Forschungsprojekt „PPP und Mittelstand“ hat die
Bedeutung einer mittelstandsgerechten Ausgestaltung von ÖPP-Projekten bestätigt. Nur
durch eine breite Beteiligung des Mittelstandes bei ÖPP-Projekten können ein wirklicher
Wettbewerb und wirtschaftliche Vorteile gegenüber einer konventionellen Vergabe sichergestellt werden.
24Im Oktober 2008 wurde vom Finanzministerium des Landes Nordrhein-Westfalen der Leitfaden „Kleine ÖPP-Projekte“ veröffentlicht.
Der Leitfaden hat das Ziel, öffentliche Projektträger bei der Realisierung von effizienten ÖPP-Projekten mit einem relativ geringen
Investitionsvolumen und somit einer mittelstandsgerechten Formulierung von ÖPP zu
unterstützen. In dem Leitfaden wird u.a. die
Bildung von Losen vorgeschlagen, um auch bei
größeren ÖPP-Projekten eine Mittelstandsbeteiligung zu erzielen.
Das Ziel einer Beteiligung des Mittelstandes an ÖPP-Projekten verfolgt auch die ÖPP
Deutschland AG. Zu ihren Aufgaben zählt die
Erarbeitung von Vertragsmustern und Leitfäden für eine mittelstandsgerechte Ausgestaltung von ÖPP-Projekten. Sie wird ferner
öffentliche Projektträger bei der Ausgestaltung von ÖPP- Projekten beraten. Die ÖPP
Deutschland AG selbst verkörpert ebenfalls
ein ÖPP-Modell, da als Gesellschafter an ihr
auf öffentlicher Seite Bund, Länder und Kommunen und auf privater Seite Planungs- und
Beratungsgesellschaften, Unternehmen aus
der Bauwirtschaft und dem Facility-Management sowie die Finanz- und Versicherungswirtschaft beteiligt sind. Der ZDB hat erreicht,
dass ein gesondertes Los für die mittelständische Bauwirtschaft mit kleinen Unterlosgrößen eingerichtet wurde. Unter Koordination
des ZDB haben sich fünf mittelständische Konsortien, darunter ein von Mitgliedsverbänden
sowie dem ZDB gebildetes Verbandskonsortium, um Anteile an dem Mittelstandslos Bau
der ÖPP Deutschland AG mit dem Ziel beworben, das Know-How des Mittelstandes in die
Arbeit der ÖPP Deutschland AG einzubringen.
Die mittelständische Bauwirtschaft wird sich
somit innerhalb der ÖPP Deutschland AG für
eine mittelstandsgerechte Ausgestaltung von
ÖPP-Projekten engagieren.
Das 100. PPP-Projekt im Hochbau
Im Rahmen einer Feierstunde konnte am
17. September 2008 im Bundesministerium
für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung das
100. PPP-Projekt im öffentlichen Hochbau vorgestellt werden. Es handelt sich um den Neubau einer Feuerwache in Dortmund mit einem
Investitionsvolumen von rd. 16 Mio. Euro. Hierbei wurde ein Kostenvorteil des ÖPP-Projekts
gegenüber einer konventionellen Vergabe von
13 % ermittelt. Das Beispiel verdeutlicht, dasslieferung auf der Baustelle ihrem Einbauort
zugeordnet werden.Die Unterzeichner des 100. PPP-Projekts im Hochbau.sich der leistungsfähige Mittelstand bei einer
mittelstandsgerechten Gestaltung von ÖPPProjekten im Wettbewerb durchzusetzen vermag.
Die Produktivität im Baugewerbe konnte in
den letzten Jahrzehnten Dank technischer Innovationen wesentlich gesteigert werden.
Nunmehr steht eine weitere technische Revolution durch neue Technologien wie die Nanotechnologie oder die RFID (Radio Frequency
Identification)-Technologie im Bauwesen bevor. Der ZDB fördert und begleitet die Entwicklung oder Anwendung innovativer Techniken
Die Nanotechnologie hat im Bauwesen bereits
eine weite Verbreitung gefunden. Keramische Fliesen mit selbstreinigender Oberfläche
oder Fassadenbeschichtungen mit Lotuseffekt
sind heute schon selbstverständlich. Zukünftig
werden die Verarbeitungs-, Verschleiß- oder
Festigkeitseigenschaften von Baustoffen mit
Hilfe der Nanotechnologie gezielt verbessert
werden können. Zur Wärmedämmung stehen bereits nanotechnologisch modifizierte
Dämmstoffe wie Vakuum-Isolations-Paneele
zur Verfügung, die ein gegenüber konventionellen Dämmstoffen erheblich verbessertes
Wärmedämmverhalten aufweisen.
Die RFID-Technologie wird schon in naher Zukunft die Baustellenlogistik optimieren. Auf
winzigen elektronischen Speicherbauteilen,
sog. RFID-Tags oder Transpondern, werden umfängliche Informationen hinterlegt, die mit
Lesegeräten elektromagnetisch und somit berührungsfrei ausgelesen werden können. Z.B.
können Bauteile oder Bauelemente mit „implantierten“ RFID-Tags unmittelbar bei An-Auf den RFID-Tags können weitere Informationen zur Bedienung und zur Wartung bis hin
zu Recyclingmöglichkeiten der Bauteile gespeichert werden. Somit werden wichtige
Informationen über den gesamten Lebenszyklus eines Bauwerks vor Ort verfügbar sein.
Durch Integration von RFID-Tags in Baustellenausweise kann die RFID-Technologie auch
zur Überprüfung der Zugangsberechtigung
zur Baustelle, zu Baumaschinen und zu Baugeräten oder zur Arbeitszeiterfassung genutzt
werden. Die RFID-Technologie wird somit im
Bauwesen eine breite Anwendung finden.
Um die klimaschutzpolitischen Ziele der Bundesregierung zu erreichen, kommt neben einer
konsequenten Wärmedämmung der Gebäudehülle auch einer innovativen Nutzung regenerativer Energien eine besondere Bedeutung
zu. Zukünftig werden multifunktionale Fassaden, bei denen Photovoltaik –Elemente sowie
außenliegende Wandflächen-Heiz-/Kühlsysteme in Wärmedämm-Verbundsysteme integriert sind, an der Energieeinsparung großen
Anteil haben. Des Weiteren wird die Nutzung
der oberflächennahen Geothermie zunehmen.
Durch die Kombination einer hervorragenden
Wärmedämmung der Gebäudehülle mit innovativen Energietechniken lassen sich bereits
Plus-Energiehäuser verwirklichen.
Ein weiteres Innovationsfeld stellt die Modernisierung der Infrastruktur dar. Die veraltete Infrastruktur muss zur Aufrechterhaltung
der Versorgungssicherheit und auch aus Umweltschutzgründen dringend modernisiert
werden. Bei dem geplanten Ausbau des Hochspannungs-Stromnetzes sind wirtschaftliche
Lösungen für eine unterirdische Verlegung der
Stromleitungen im Bereich von Wohngebieten
zu finden. Einen nachhaltigen Lösungsansatz
stellt der begehbare Infrastrukturkanal dar. In
den begehbaren Infrastrukturkanälen können
sämtliche Leitungssysteme, von Frischwasserüber Daten-, Strom- und Fernwärme- bis hin
zu Regen- und Schmutzwasserleitungen angeordnet werden. Die Leitungssysteme sind in
begehbaren Infrastrukturkanälen zudem jederzeit zu Wartungs- und Reparaturzwecken
zugänglich, so dass über den gesamten Lebenszyklus keine Tiefbaumaßnahmen wegen
Leitungsarbeiten erforderlich werden.
25Auslandsbau.
Im vergangenen Jahr konzentrierten sich die
außenwirtschaftlichen Aktivitäten auf den europäischen Wirtschaftsraum. Nachdem in der
Vergangenheit vor allem Mittel- und Osteuropa den thematische Schwerpunkt bildeten,
weckt nun vermehrt auch der nordeuropäische Baumarkt das Interesse der Betriebe.
Den Auslandsbau-Firmen wurden im vergangen Jahr eine Reihe von Möglichkeiten geboten, sich vor Ort über die internationalen
Marktverhältnisse in verschiedenen Ländern
Da für kleine und mittelständische Unternehmen die Teilnahme an vor Ort durchgeführten
Informations- und Kontaktveranstaltungen
die effektivste Art der Markterkundung darstellt, haben wir dieses Angebot weiter ausgebaut. So fanden im
vergangenen Jahr inGerman
ternationale UnterConstruction
nehmerreisen nach
Lettland, Kasachstan, Mauretanien,
Finnland, Norwegen,
Katar und in die Republik Moldau statt,
die sich insbesondere an baugewerbliche Unternehmen
richteten. Gleichzeitig wurde von uns
das Angebot der BMWi-Exportinitiative „Energieeffizienz“
aufgegriffen, durch
ZDB-Infos in Englisch.
das die Mitgliedsbetriebe an eine Reihe
von internationalen Geschäftsreisen herangeführt wurden, die als Zielgebiet neben dem
europäischen Raum auch die wesentlichen Industrienationen in Asien und Amerika beinhalten.
Eine weitere Variante, interessierte Unternehmen in die jeweiligen bilateralen Wirtschaftsbeziehungen aktiv einzubinden, ist die
Teilnahme an Wirtschaftsdelegationen, die begleitend zu den Auslandsreisen hochrangiger
Politiker stattfinden. So wurden in Zusammenarbeit mit dem Bundeswirtschaftministerium
und dem Bundesumweltministerium ministerielle Reisen nach Hongkong, Vietnam, Austra26lien, Indonesien, Kuba, Russland, China, Brunei
und Thailand durchgeführt.
Besonders hervorzuheben ist dabei die jährliche Wirtschaftsdelegationsreise, die in enger Abstimmung mit dem Bundesministerium
für Wirtschaft und Technologie speziell für
die Bauwirtschaft angeboten wurde. So wurde nach dem großen Erfolg der Delegationsreise nach Schweden im vergangen Jahr eine
Wirtschaftsdelegationsreise Bau nach Kroatien konzipiert, welche im Oktober 2008 unter
Leitung des Parlamentarischen Staatssekretärs Hartmut Schauerte durchgeführt wurde.
Aufgrund der guten Resonanz der Teilnehmer
ist vorgesehen, auch im Jahr 2009 wieder eine
Wirtschaftsdelegationsreise Bau anzubieten,
deren Inhalte eng mit dem Bundeswirtschaftministerium abgestimmt werden.
Den Mitgliedsbetrieben wurde zudem die Teilnahme an deutschen Firmengemeinschaftsständen auf Baumessen in Großbritannien
und in der Tschechischen Republik ermöglicht. Auf diese Weise konnten die Betriebe auf
der Interbuild 2008 in Birmingham wie auch
auf der Internationalen Baumesse IBF 2008 in
Brünn ihre Fachkompetenz präsentieren.Zur
Pflege der internationalen politischen Kontakte ermöglichten wir unseren Mitgliedsbetrieben die Teilnahme am Wirtschaftstag der
Botschafterkonferenz des Auswärtigen Amtes, der im September 2008 durchgeführt wurde. Den Mitgliedsbetrieben wurde damit die
Möglichkeit eröffnet, sich mit den Leitern der
229 Auslandsvertretungen auszutauschen und
Chancen und Perspektiven des deutschen Baugewerbes im Ausland zu beraten. Natürlich
werden die im Auslandsbau aktiven Betriebe kontinuierlich über aktuelle Entwicklungen,
über wesentliche internationale Bauprojekte
und über Investitionsprogramme informiert,
so zum Beispiel zu den Auftragspotenzialen
für deutsche Unternehmen im Rahmen der
UEFA-EM 2012 in Polen und der Ukraine, den
olympischen Spielen in Sotschi in Russland
oder der FIFA-Fußballweltmeisterschaft 2014
Im Rückblick der letzten Jahre ist festzustellen,
dass die Nachfrage nach außenwirtschaftlichen Informationen weiter steigt und die Bereitschaft der Mitgliedsbetriebe zunimmt, sich
vor allem innerhalb Europas grenzüberschreitend zu betätigen.Die Vereinigung Junger
Bauunternehmer im ZDB.
Die jungen Bauunternehmer und -unternehmerinnen trafen sich zu ihrer jährlichen
Jungunternehmer-Tagung in diesem Jahr
in Düsseldorf. Die Tagung startete mit einem Highlight, nämlich der Besichtigung
des Braunkohletagebaus in Garzweiler. Am
Nachmittag gab es einen äußerst informativen Vortrag von Ministerialdirektor Michael Halstenberg, Abteilungsleiter Bauwesen,
Bauwirtschaft und Bundesbauten im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung zur Zukunft des Bauens und Planens
In seinem Vortrag hob Halstenberg die Bedeutung der Bauwirtschaft als Schlüsselbranche
hervor. Wachstumspolitisch liege die Bedeutung der Bauwirtschaft in der Bereitstellung
einer weit gefächerten, guten Infrastruktur als
zentralem Standortfaktor; konjunkturpolitisch
sei die Baubranche der Schlüsselsektor zur
Ankurbelung und Stabilisierung der Binnennachfrage. Auch arbeitsmarktpolitisch hat die
Bauwirtschaft einiges zu bieten: 1 Mrd. Euro
Bauvolumen schafft bzw. sichert die Arbeit für
rd. 26.000 Beschäftigte. Gleichzeitig beinhaltet die Bauwirtschaft ein hohes Potenzial für
Produkt- und Verfahrensinnovationen. Nach
diesem Vortrag entspann sich eine angeregte
Diskussion, die im Wesentlichen um zwei Themenfelder kreiste, nämlich öffentliche Vergaben und Qualitätsstandards.
Am zweiten Tag standen zwei Vorträge auf
dem Programm, die auf die betriebliche Praxis
der Unternehmer zielten.
Chancen im Auslandsbau
Zunächst berichtete Heinz G. Rittmann, Abteilungsleiter Wirtschaft und EDV bei den Baugewerblichen Verbänden Nordrhein, über seine
Erfahrungen im Bereich des Auslandsbau. In
einem anregenden Vortrag erläuterte er, welche Chancen die ausländischen Märkte böten.
Mittlerweile seien eine Vielzahl von Unternehmen auf verschiedenen Märkten in Europa, im
Nahen und Mittleren Osten sowie in Afrika tätig. Dabei lägen z.B. die Stundensätze für Zim-Im geländegängigen Bus ging es für die jungen Bauunternehmer in den Tagebau.merer und Dachdecker in Großbritannien bei
ca. 77 €, für Stuckateure bei ca. 60 €. Eine Umsatzrendite von rund 30 % sei bei Infrastrukturprojekten in Afrika ab ca. 5 Millionen Euro
Projektvolumen keine Seltenheit. Angesichts
dieser Zahlen warnte Rittmann jedoch davor,
blauäugig und unvorbereitet an Bauprojekte
im Ausland zu gehen.
Betriebsergebnis sichern
Rechtsanwalt Rolf Zimmermanns, Abteilungsleiter Recht und Steuern der Baugewerblichen
Verbände Nordrhein, legte in seinem „Wegweiser zu Ihrem Geld“ den Unternehmern dar,
wie sie ihre Außenstände minimieren, die Zahlungen beschleunigen sowie Forderungen
absichern können. Denn je später ein Auftraggeber seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommt, desto länger müssen Unternehmer die
Finanzierung des Umsatzes ausgleichen, referierte Zimmermanns. Dadurch werde wichtiges Kapital gebunden. Ist eine Forderung
sogar uneinbringlich, etwa weil der Schuldner
ein Insolvenzverfahren beantragt hat, müssen
die so entstandenen Löcher aus eigener Tasche
gestopft werden. Dabei kommt es oftmals zu
sogenannten Folgeinsolvenzen (Dominoeffekt), wenn Unternehmen die entstandenen
Forderungsausfälle nicht mit eigenen Mitteln
ausgleichen können.27 Wirtschaftsverband / Baukonjunktur
Das Jahr 2008 war bis in den Sommer hinein weiter von einer krĂ¤ftigen Wirtschaftsentwicklung geprĂ¤gt. Die AuslandsauftrĂ¤ge fĂźr
die Industrie verloren allerdings an Schwung,
so dass die Produktion zunehmend vom Auftragsbestand hochgehalten wurde.
In diese konjunkturelle AbkĂźhlung hinein
tĂźrmte sich im Herbst die Finanzkrise auf.
Die Auswirkungen der Finanzkrise auf die Realwirtschaft sind seitdem das Thema. Die
Bundesregierung reagierte rasch und verabschiedete nach grundsĂ¤tzlichen Abstimmungen mit wichtigen PartnerlĂ¤ndern die
Rechtsverordnung zum Finanzmarktstabilisierungsgesetz.
ErgĂ¤nzend wurde ein MaĂ&#x;nahmenpaket zur
BeschĂ¤ftigungssicherung durch WachstumsstĂ¤rkung seitens der Bundesregierung geschnĂźrt. Darin enthalten ist die Aufstockung
der Mittel fĂźr das CO2 â&#x20AC;&#x201C;GebĂ¤udesanierungsprogramm und anderer MaĂ&#x;nahmen im
Zeitraum 2009 bis 2011 um 3 Mrd. â&#x201A;Ź. Weiterhin sollen zur Verstetigung der Investitionen bei wichtigen Infrastrukturvorhaben die
Infrastrukturprogramme der KfW fĂźr strukturschwache Kommunen um 3 Mrd. â&#x201A;Ź aufgestockt werden. Dazu hat die Bundesregierungein â&#x20AC;&#x17E;Innovations- und Investitionsprogramm
Verkehrâ&#x20AC;&#x153; mit einem Volumen von je 1 Mrd. â&#x201A;Ź
in den Jahren 2009 und 2010 aufgelegt. Hierdurch sollen dringliche Verkehrsinvestitionen
beschleunigt umgesetzt werden. Nicht zuletzt kĂśnnte die BautĂ¤tigkeit in 2009 von der
Verdoppelung des Steuerbonus auf maximal
1.200 â&#x201A;Ź/Jahr bei Handwerkerleistungen profitieren.
FĂźr das Bauhauptgewerbe zeichnet sich 2008
ein mit dem Vorjahr vergleichbares Niveau bei
der BeschĂ¤ftigung ab. Im Jahresdurchschnitt
waren 705.000 BeschĂ¤ftigte tĂ¤tig gewesen.
Der baugewerbliche Umsatz erreicht das Volumen von rund 85,6 Mrd. â&#x201A;Ź (+ 6,1 %) (Grafik 1).
Bis einschlieĂ&#x;lich Oktober verzeichneten die
Betriebe des Bauhauptgewerbes mit 20 und
mehr BeschĂ¤ftigten ein Auftragsvolumen
von 42,8 Mrd. â&#x201A;Ź. GegenĂźber dem Vorjahr ergibt sich nominal eine VerĂ¤nderungsrate von
+ 1,6 % und preisbereinigt eine von â&#x20AC;&#x201C; 2,5 %.
Der Auftragsbestand hat sich bis September
2008 binnen Jahresfrist nominal um 7,4 %
bzw. real um + 1,7 % erhĂśht.
FĂźr das Bauhauptgewerbe bleibt der Wohnungsneubau das konjunkturelle Sorgenkind.
Die hierfĂźr erteilten Baugenehmigungen entsprechen in etwa dem extrem schwachenGrafik 1: Umsatz des Bauhauptgewerbes.8PVDW]GHV%DXKDXSWJHZHUEHVMH%DXVSDUWH='%3URJQRVH0UGbLQVJHVDPW0UGb 
:RKQXQJVEDX:LUWVFKDIWVEDX
28Â°IIHQWOLFKHU%DX
4XHOOH6WDWLVWLVFKHV%XQGHVDPWHLJHQH%HUHFKQXQJHQBaugenehmigungsvolumen für neue Gebäude
(veranschlagte Kosten, jeweils Jan. - Okt.)Mio. Euro
35.00033.600
30.00025.00025.597
22.79122.463
22 46320.82120.00019.210Wohngebäude
Nichtwohngebäude15.00014.49710.0005.0000
2005200620072008Grafik 2: Baugenehmigungsvolumen.Niveau des Vorjahres. Eine Erholung des Wohnungsneubaus zeichnet sich somit auch für
das nächste Jahr nicht ab. Der Wohnungsbau
erweist sich 2008 für das Bauhauptgewerbe nunmehr auch als umsatzschwächste Bausparte.
Der Wirtschaftsbau bildet im Jahr 2008 für das
Bauhauptgewerbe erneut nachfrage- und umsatzseitig die maßgebliche Bausparte. Hier
liegt das neue Auftragsvolumen bis einschließlich Oktober nominal mit 4,0 % über der des
Vorjahres. Allerdings fällt diese Zuwachsrate schwächer aus als die für das Genehmigungsvolumen gewerblicher Bauten. Es ist zu
vermuten, dass ein erheblicher Teil der Baugenehmigungen kurzfristig nicht in Bauaufträge
umgesetzt wird.Der öffentliche Bau entwickelte sich in 2008
deutlich stärker als zu Jahresbeginn erwartet.
Offenbar ist das in 2008 merklich höhere Volumen an Steuereinnahmen stärker für Baumaßnahmen eingesetzt worden. Die Umsätze
für die öffentliche Hand erreichen mit voraussichtlich 26,1 Mrd. € (+ 6 %) nunmehr einen
Anteil von 30,5 % an der Gesamtgröße.
Das Baujahr 2008 war auch dadurch geprägt,
dass für Dieselkraftstoff und wesentliche Baumaterialien erhebliche Preisanstiege eintraten.
Deren Weitergabe an die Kunden gestaltete
sich außerordentlich schwierig. Zugleich verbindet sich damit die Erkenntnis, dass die höheren Umsätze kostengetrieben sind und
nicht aus einem Mehr an Bauten entstanden.Die seit Mitte 2007 starken Zuwächse des Genehmigungsvolumens für neue Nicht-Wohngebäude haben dazu geführt, dass in diesem
Jahr die Struktur des Genehmigungsvolumens
nach Gebäudearten gedreht wurde. Bezogen
sich 2005 noch 63 % der gesamten Neubaugenehmigungen auf Wohngebäude und 37 %
auf Nichtwohngebäude, entfallen in 2008 auf
Wohngebäude nur noch 47 % des Gesamtvolumens und demzufolge 53 % auf Nichtwohngebäude (Grafik 2)
29 Wirtschaftsverband / Betriebswirtschaft
Die sechste Baubetriebswirtschaftliche Tagung
des ZDB fand am 11. März 2008 in Kassel zum
Thema „Schnittstelle Baustellen-Controlling;
Vom kalkulierten Bau-Soll bis zum Nachtragsmanagement“ statt.
Mit der Veranstaltungsreihe werden Fragen
aufgegriffen, die sich bei der alltäglichen Unternehmensführung in den Bauunternehmen
stellen. Die Veranstaltung richtet sich an alle
Unternehmen der Mitgliedsverbände des ZDB.
Die bisherigen fünf Tagungen waren folgenden Themen gewidmet:
2003 in Berlin:
Unternehmensfinanzierung / -sicherung
2004 in Frankfurt:
2005 in Köln:
Wettbewerbspositionen sichern und stärken
2006 in Frankfurt:
ÖPP (Dienstleistungspotenziale)
2007 in Kassel:
Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung
standen die Aufgaben und Werkzeuge des
Baustellen-Controlling. Besprochen wurde das
Baustellen-Controlling mit den Schnittstellen
Kalkulation, Projektsteuerung und Nachtragsmanagement.
In den Praxisbeiträgen aus dem Hochbau und
Tiefbau wurden praktikable Werkzeuge zum
Baustellen-Controlling vorgestellt und diskutiert. Insbesondere wurden die Softwarelösungen vom Baurechenzentrum Nürnberg („BRZ“)
und das System „BAU-SU“ diskutiert.
Die abschließenden Beiträge waren dem systematischen Nachtragsmanagement gewidmet.
Auch hier wurde wieder eine Softwarelösung
zur systematischen Nachtragsfindung als
Werkzeug demonstriert.
Der BWA hat mit der Themenauswahl und den
Referenten wieder einen hohen Praxisbezug
gesucht. Insgesamt hatten sich 100 Teilnehmer zur Tagung angemeldet.
Die nächste Baubetriebswirtschaftliche Tagung findet am 10. März 2009 in Kassel zum
Thema „Personalentwicklung im Bauunterneh30men“ statt. Behandelt wird die Frage, ob es
im Angesicht des demografischen Wandels in
den baugewerbliche Unternehmen zu einem
Fachkräftemangel bei Ingenieuren und gewerblichem Personal kommt und wie diesem
gegebenenfalls begegnet werden kann.Unternehmensfinanzierung
Der ZDB nahm auf Initiative des Betriebswirtschaftlichen Ausschuss zum dritten Mal direkt
an der KfW- Umfrage zur Unternehmensfinanzierung teil. An der Umfrage haben sich 440
Bauunternehmen aus dem Mitgliedsbereich
des ZDB beteiligt.
Ziel der Befragung im Verbandsbereich ist
es, die Situation mittelständischer Unternehmen bei der Unternehmensfinanzierung und
dem diesbezüglichen Bankenverhalten widerzuspiegeln und die Probleme der Finanzierung der mittelständischen Bauunternehmen
in Auswertung der Umfrage mit den Vertretern der Bankverbände deutlich zu machen.
Im Ergebnis der Diskussion der letztjährigen
Umfrage hat die KfW auf ihrer Homepage ein
Beratertool zum Rating für Unternehmer installiert. Die Darstellungen wurden auch unmittelbar vom ZDB mit eingebracht.
Bekanntlich ist gerade für die Bauunternehmen die Frage der Bereitstellung von
Fremdkapital existenziell. Die KfW und die
Wirtschaftsverbände haben sich das Ziel gesetzt, durch die Erhebung und Bereitstellung
originärer Unternehmensinformationen die
Diskussion zu versachlichen.
Die Kreditversorgung hat sich gegenüber dem
Vorjahr in den Bauunternehmungen wieder verschlechtert. Waren es im Vorjahr 24 %
und im Vorvorjahr 41 % der Befragten, die eine schwierigere Situation wahrgenommen
haben, sind es in diesem Jahr 32 %. Der überwiegende Teil (61 %, Vorjahr 69 %) gab eine
unveränderte Situation an. Eine verbesserte
Situation nahmen wie im Vorjahr nur 7 % der
Befragten wahr.
Von den verschlechterten Möglichkeiten der
Kreditaufnahme sind kleine Unternehmen besonders betroffen. Während knapp 40 % der
Bauunternehmen mit bis zu 1 Mio. Euro Um-satz eine schwierigere Situation wahrnehmen,
sind es bei Unternehmen über 10 Mio. Euro
Umsatz „nur“ 20 %. Über 21 % aller befragten
Bauunternehmen gaben an, Probleme zu haben, überhaupt noch Kredite zu bekommen.
Im Vorjahr waren dies nur 13 %.
Deutlich verbessert hat sich die Kenntnis der
Unternehmen zu ihrer Ratingnote. Knapp 75 %
der Befragten kennen jetzt ihre Ratingnote
(im Vorjahr knapp zwei Drittel). Dabei nimmt
das Wissen um die Benotung mit der Umsatzgröße zu. Während gut die Hälfte der Bauunternehmungen mit bis zu 1 Mio. Euro Umsatz
ihre Ratingnote kennt, sind es bei Unternehmen mit einem Umsatz von bis zu 10 Mio. Euro bereits 80 %.
Auch wenn das Wissen um die Ratingbenotung damit weiter auf dem Vormarsch ist, sollten die Unternehmer aktiver einfordern, über
ihr Rating von den Banken informiert zu werden. Von den Unternehmen, die ihre Ratingnote nicht kennen, gaben 74 % an, sich danach
auch nicht erkundigt zu haben.
Bekanntlich sind die Banken eine Selbstverpflichtung gegenüber dem Gesetzgeber
eingegangen, die Kreditnehmer über ihre Ratingbeurteilung zu informieren. Dieser Verpflichtung kommen die Banken offensichtlich
noch unzureichend nach. So gaben 18 % der
befragten Bauunternehmen an, auch auf
Nachfrage nicht über ihre Ratingbenotung informiert worden zu sein.
Das Treffen mit den Vertretern der Bankverbände zur Auswertung der Ergebnisse der Unternehmensbefragung wurde genutzt, um die
Ursachen der verschlechterten Möglichkeiten der Kreditausreichung für Bauunternehmungen zu eruieren und insbesondere eine
verbesserte Kommunikation der Ratingergebnisse gegenüber den Kreditnehmern einzufordern. Ferner wurden die Banken aufgefordert,
zukünftig die Ratingergebnisse den kreditsuchenden Unternehmen zur Verfügung zu stellen.Rationalisierungspotenziale
moderner Informationstechnologien
Der Betriebswirtschaftliche Ausschuss (BWA)
befasst sich intensiv mit den Rationalisierungspotenzialen von virtuellen Projektabwicklungen und mobiler Datenerfassung.
Seit einigen Jahren greifen Bauherren bei komplexen Bauvorhaben in zunehmendem Maße auf die virtuelle Projektabwicklung zurück.
Nunmehr ist ein Übergang von der weitgehend üblichen 2D- zur 4D-Planung zu verzeichnen. Darunter wird eine 3D-Planung,
ergänzt um die Kriterien Kosten und Zeit, verstanden. Der Mehrwert einer solchen Planung
zeigt sich im Bauablauf. Hier könnten Problembereiche zwischen den Gewerken schon
in frühen Stadien sichtbar gemacht und Alternativen erarbeitet werden. Die beteiligten Gewerke werden in Projektbesprechungen auf
Konflikte hingewiesen. Pläne werden ständig
aktualisiert und allen Projektpartnern online
zugängig gemacht. Für alle Gewerke bringt die
Vorvisualisierung des Baugeschehens ein konfliktfreieres Arbeiten.
Der BWA spricht sich dafür aus, die Schulung
baugewerblicher Unternehmen der Mitgliedsverbände in der Anwendung dieser Technologien zu verstärken.
Lösungen zur Online - Zeiterfassung auf der
Baustelle können das manuelle Führen von
Stundenzetteln substituieren. So wird fehlerhaften und fehlenden Eintragungen vorgebeugt, der administrative Aufwand zur
Weiterverarbeitung der Daten gesenkt.
Arbeitszeiten werden von Mitarbeitern über
ihre Handys gebucht. Die Buchungen werden online auf die Server übertragen und liegen somit sofort zur weiteren Bearbeitung,
beispielsweise durch die Lohnbuchhaltung
vor. Neben der Erfassung von Arbeitszeiten ist
auch die automatische Erfassung spesenrelevanter Daten (Auslösungen) möglich. Ferner
kann mit der Eingabe von Kilometerständen
automatisch ein Fahrtenbuch generiert werden. Der Betriebswirtschaftliche Ausschuss
prüft den Abschluss einer Rahmenvereinbarung mit einem Anbieter zu vergünstigten
Konditionen für die Mitgliedsbetriebe.
31ArbeitgeberverbandIm Auftrag der
unserer tarifgebundenen
Mitgliedsbetriebe gegenüber grauer und schwarzer Konkurrenz steht im
Mittelpunkt aller sozialund tarifpolitischen
Überlegungen. Das gilt
für die Mindestlohnverhandlungen ebenso
wie für die Bekämpfung
von Schwarzarbeit und
illegaler Beschäftigung.28
32Tarifpolitik
Berufsbildung33 Arbeitgeberverband / Tarifpolitik
Die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit
der tarifgebundenen Mitgliedsbetriebe gegenüber grauer und schwarzer Konkurrenz
stand im Mittelpunkt aller sozial- und tarifpolitischer Überlegungen. Das galt für die
Mindestlohnverhandlungen in den neuen
Bundesländern ebenso wie für die Bekämpfung von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung.ungelernte Arbeitskräfte um 0,72 € auf 9,72 €
und eine Anhebung des Mindestlohnes 2 für
angelernte Arbeitskräfte um 0,78 € au 10,58 €
bedeutet. Begründet wurde diese Forderung
der Gewerkschaft damit, dass ein Baufacharbeiter im Osten nicht weniger verdienen dürfe
als ein Bauhilfsarbeiter im Westen. Vorrangiges Verhandlungsziel der Arbeitgeberseite war
ein Wegfall des Mindestlohnes 2, d.h. eine Beschränkung der allgemeinverbindlichen Mindestlohnregelung auf die unterste Lohngruppe
(Lohngruppe 1).Überaus positiv fiel die Evaluation (Wirkungsforschung) zum Saison-Kurzarbeitergeld aus.
Was wir in unserer Lobbyarbeit durchgesetzt
haben, findet offensichtlich hohe Akzeptanz
bei unseren Mitgliedsbetrieben.Die Unüberbrückbarkeit dieser Forderungen
machte die Anrufung der Zentralschlichtungsstelle unter Vorsitz von Bundesminister a.D.
Wolfgang Clement notwendig, da eine Einigung in freien Verhandlungen nicht möglich
war.Mindestlohnverhandlungen
(neue Bundesländer)Die Mindestlohntarifverhandlungen für die
neuen Bundesländer wurden daher erst
durch einen Schiedsspruch vom 20. Juni 2008
beendet: Die Mindestlöhne in den neuen Bundesländern bleiben über den 30. August 2008
hinaus für ein weiteres Jahr unverändert.
In den gesamten Verhandlungen haben wir
deutlich gemacht, dass das ArbeitnehmerEntsendegesetz und die darauf beruhende tarifvertragliche Mindestlohnregelung in erster
Linie geschaffen wurden, um die zunehmende Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer
auf inländischen Baustellen einzudämmen.
Darüber hinaus sollte verhindert werden, dass
unsere Mitgliedsbetriebe aufgrund ihrer höheren Personalkosten mit ausländischen Baubetrieben nicht mehr konkurrieren können, so
keine Aufträge mehr erhalten und deshalb Arbeitsplätze verloren gehen.Nachdem bereits in dem Schiedsspruch vom
19. Mai 2007 für die alten Bundesländer die
ab 1. September 2008 geltenden Mindestlöhne festgelegt worden waren, hat die Gewerkschaft für die neuen Bundesländer eine
„anständige“ Erhöhung der bisherigen Mindestlöhne gefordert, und zwar um 8 %. Das
hätte eine Erhöhung des Mindestlohnes 1 für
BAU-Arbeitgeber fürErhalt des Mindestlohnes !Die Gewerkschaft führt die Bauarbeiter in die Irre –
sie verfälscht die Position der Arbeitgeber zu den Mindestlöhnen,
verschweigt das Angebot einer tariflichen Zusatzrente und gefährdet Arbeitsplätze.Was wollen die Arbeitgeber wirklich ?
wollen den Mindestlohn nicht abschaffen, sondern erhalten.
E i n Mindestlohn für alle ostdeutschen Bauarbeiter ist viel wirksamer, weil er
viel besser kontrolliert werden kann als zwei unterschiedliche Mindestlöhne.
Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit ist damit völlig überfordert.
Das wollen wir ändern; wir wollen die Durchsetzung des Mindestlohnes
verbessern !2.Schon heute liegen die Mindestlöhne im Baugewerbe deutlich über denen
im Malerhandwerk (7,15 €), im Garten- und Landschaftsbau (7,82 €) und im
Elektrohandwerk (7,90 €). Ostdeutsche Bauarbeiter haben also heute schon
den höchsten Mindestlohn (9,00 ).3.Schon in der ersten Verhandlung am 22. Februar 2008 haben die Arbeitgeber
für die ostdeutschen Bauarbeiter eine tarifliche Zusatzrente angeboten.
Warum will die Gewerkschaft darüber nicht verhandeln ?Warnstreiks sind keine Lösung. Nur am Verhandlungstisch lässt sich
die bis Ende August 2008 befristete Mindestlohnregelung verlängern.Eine Forderung ist noch kein Ergebnis. Die Gewerkschaft muss
sich deshalb bewegen. Das gilt natürlich auch für die Arbeitgeber, sie sind dazu
bereit:Die Arbeitgeber wollen e i n e n Mindestlohn, der in allen
Baubetrieben und auf allen Baustellen durchgesetzt werden kann.Darüber muss schnellstens weiter verhandelt werden.
Außerdem:Zu hohe Mindestlöhne gefährden Arbeitsplätze.
Das ist der Gewerkschaft offenbar egal.
Wir wollen nicht, dass Arbeitsplätze
wegen der zu hohen Lohnkosten verlorengehen.Bau-Arbeitgeber für Erhalt des Mindestlohnes.34V.i.S.d.P.: Dr. Ilona K. Klein, Zentralverband Deutsches Baugewerbe, Kronenstraße 55 - 58, 10117 BerlinDeshalb:Die Wiederherstellung gleicher Wettbewerbsbedingungen spielt in den alten Bundesländern eine deutlich größere Rolle als in den
neuen Bundesländern. Denn dort ist die Arbeitslosigkeit in nahezu allen Arbeitsamtsbezirken nach wie vor überdurchschnittlich hoch,
so dass Werkverträge für die Entsendung ausländischer Arbeitskräfte in der Regel überhaupt nicht genehmigt werden. Der Umfang
der Beschäftigung ausländischer Arbeitskräfte
in den neuen Bundesländern ist entsprechend
gering. Der Mindestlohn dient damit nicht in
erster Linie dem Schutz vor billiger ausländischer Konkurrenz.Darüber hinaus haben wir der Gewerkschaft
vorgehalten, die Wettbewerbsnachteile zu unterschätzen, die unseren ostdeutschen Mitgliedsbetrieben durch ihre Konkurrenz mit
Betrieben entstehen, die gar keinen oder deutlich niedrigere Mindestlöhne zahlen oder zahlen müssen.
Nach der Novellierung der Handwerksordnung
2004 und durch die Verwandtschaftserklärung
von Gewerken des Bauhauptgewerbes und des
Baunebengewerbes werden die Betriebe des
Baugewerbes aufgrund der für sie geltenden
Bau-Mindestlohnregelung im Wettbewerb mit
konkurrierenden Handwerksbetrieben benachteiligt. Der Mindestlohn verliert damit zunehmend seine Schutzfunktion und verschlechtert
die Wettbewerbssituation derjenigen Betriebe,
die eigentlich gegen Niedriglohnkonkurrenz
geschützt werden sollen.
Die seit dem 1. September 2002 geltende Mindestlohnstruktur mit einer Allgemeinverbindlicherklärung der Löhne der beiden unteren
Lohngruppen 1 und 2 hat sich unserer Auffassung nach nicht bewährt. Sie führt vielmehr zu erheblicher Rechtsunsicherheit und
beeinträchtigt dadurch die Wirksamkeit der
Mindestlohnkontrolle. Die Abgrenzung der
Lohngruppen 1 und 2 hat sich für die staatlichen Behörden – neben der Feststellung der
tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden – als
eines der größten Probleme bei der Mindestlohnkontrolle herausgestellt. Über diese Abgrenzungsprobleme ist in den Beratungen des
bundesweiten Bündnisses gegen Schwarzarbeit in der Bauwirtschaft immer wieder berichtet worden.
Durch die Vereinbarung eines einzigen Mindestlohnes, der unabhängig ist von der Qualifikation und der jeweils ausgeübten Tätigkeit
des Arbeitnehmers oder sonstigen tariflichen Eingruppierungsmerkmalen, würde daher nach unserer Überzeugung die ohnehin
schwierige Kontrolle des Mindestlohnes erheblich erleichtert. Deshalb sehen wir in
einer Beschränkung auf nur noch einen Mindestlohn einen wirksamen Beitrag zur effizienteren Kontrolle des Mindestlohnes. Das
entspräche im Übrigen auch der ursprünglichen Mindestlohnstruktur im Baugewerbe,
wie sie für die Jahre 1997 bis 2002 mit der Gewerkschaft vereinbart worden war.In den Verhandlungen der Zentralschlichtungsstelle war ein Wegfall des Mindestlohnes 2 bereits zum 1. September 2008 jedoch
nicht durchsetzbar. Dem Vorsitzenden der
Zentralschlichtungsstelle ist es aber gelungen, die Gewerkschaft dazu zu bewegen, auf
jede Erhöhung der Mindestlöhne in den neuen Bundesländern zu verzichten und zugleich
zu akzeptieren, dass der Schiedsspruch unter
die Bedingung des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes gestellt wird, dass ab dem
1. September 2009 nur noch der Lohn der untersten Lohngruppe als Mindestlohn im Sinne des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes für
allgemeinverbindlich erklärt wird. Eine entsprechende Erklärung ist in den Schiedsspruch
Um unser zentrales Verhandlungsziel, die Abschaffung eines allgemeinverbindlichen Mindestlohnes 2, zu erreichen, haben wir die
Einführung einer kapitalgedeckten tariflichen
Zusatzrente in den neuen Bundesländern angeboten. Diese hätte durch Entgeltumwandlung des Arbeitnehmers sowie durch einen
Zuschuss des Arbeitgebers finanziert werden
können. Die Finanzierung des Arbeitgeberzuschusses hätte aus einem Teil des ersparten
Sozialaufwandes erfolgen können, da die zum
Zwecke des Aufbaues einer Altersversorgung
umgewandelten Entgeltbestandteile sozialversicherungsfrei sind.
Um den Anreiz der Arbeitnehmer zur Entgeltumwandlung zu erhöhen, haben die Arbeitgeber angeboten, den Anspruch auf den
Arbeitgeberzuschuss zur betrieblichen Altersversorgung von der Höhe des Entgeltumwandlungsbetrages abhängig zu machen. Die
Gewerkschaft zeigte zu unserer Überraschung
allerdings keinerlei Interesse an der Einführung einer solchen betrieblichen Altersversorgung auf tarifvertraglicher Basis in den neuen
Bundesländern.35Entwicklung der Mindestlöhne im
Baugewerbe seit Einführung des
Mindestlohnes 2.
ML 1 / WestML 1 / Ost01.09.200310,36 €8,95 €01.09.200410,36 €8,95 €01.09.200510,20 €8,80 €01.09.200610,30 €8,90 €01.09.200710,40 €9,00 €01.09.200810,70 €9,00 €ML 2 / WestML 2 / Ost01.09.200312,47 €9,65 €01.09.200412,47 €10,01 €01.09.200512,30 €9,80 €01.09.200612,40 €9,80 €01.09.200712,50 €9,80 €01.09.200812,85 €9,80 €Vorbereitung der Tarifrunde 2009
Die im ZDB zusammengeschlossenen Mitgliedsverbände haben Konsequenzen aus der
schwierigen Tarifrunde 2007 für die zukünftige Verhandlungsführung gezogen. Damit hat
sich der ZDB für die Tarifrunde 2009 neu aufgestellt: Fünf Regionen und der Fachbereich
Ausbau werden zukünftig ihre Vertreter in
die Verhandlungskommission für die zentralen Tarifverhandlungen entsenden. Verhandlungsergebnisse werden außerdem nur noch
einstimmig herbeigeführt werden können.
Damit sind die Rechte der Mitgliedsverbände
des ZDB gestärkt, klare Verhältnisse hinsichtlich der Verhandlungssituation geschaffen
und die volle Handlungsfähigkeit des ZDB in
der Tarifpolitik wieder hergestellt worden. Die
Gewerkschaft wird sich wieder auf ein geschlossenes Auftreten der baugewerblichen
Organisation in den Tarifverhandlungen einstellen können.
Die Verbesserung der tarifpolitischen Gesamtsituation durch eine neue Tarifstruktur wird
für uns im Vordergrund der in diesem Jahr zu
führenden Tarifverhandlungen stehen müs36sen. Schwerpunkt der Verhandlungen mit
der IG BAU wird daher die Frage sein, wie die
Wettbewerbssituation der an die Tarifverträge
für das Baugewerbe gebundenen Betriebe gegenüber denjenigen Betrieben, die niedrigere
Tariflöhne zahlen oder überhaupt nicht an irgendwelche Tarifverträge gebunden sind, verbessert werden kann. Arbeitgeberverband / Sozialpolitik
Recht und Ordnung am
Das Bundeskabinett hat am 4. Juni 2008 ein
„Aktionsprogramm der Bundesregierung für
Recht und Ordnung auf dem Arbeitsmarkt“
beschlossen, in dem zahlreiche Forderungen
des Deutschen Baugewerbes zur Bekämpfung
von Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung aufgegriffen wurden. Dieses Aktionsprogramm enthält einen Maßnahmenkatalog,
der u. a. die Mitführungspflicht von Ausweispapieren auf der Baustelle, die Sofortmeldung
zur Sozialversicherung sowie die Einrichtung
von dauerhaften Prüfungsstützpunkten der
Finanzkontrolle Schwarzarbeit auf ausgewählten Großbaustellen und von Sonderdezernaten in den Wirtschaftsabteilungen der
Staatsanwaltschaften und die Bildung von bezirksübergreifend zuständigen Schwerpunktstaatsanwaltschaften vorsieht. ZDB-Präsident
Dr. Hans-Hartwig Loewenstein hat diese Kabinettsentscheidung als ein „ermutigendes Zeichen“ für die wirksamere Bekämpfung der
Schwarzarbeit bezeichnet.
Die aufgrund dieses Aktionsprogramms der
Bundesregierung vorgesehenen Gesetzesänderungen sind bereits in der zweiten Jahreshälfte 2008 parlamentarisch beraten worden und
nach Zustimmung des Bundestages und des
Bundesrates am 1. Januar 2009 in Kraft getreten.
Wir begrüßen insbesondere die Einführung einer Sofortmeldung zur Sozialversicherung,
die spätestens bei der Beschäftigungsaufnahme erfolgt sein muss. Eine solche Maßnahme erscheint sinnvoll und notwendig,
um im Rahmen der Bekämpfung von illegaler Beschäftigung und Schwarzarbeit vor Ort,
z.B. bei Baustellenkontrollen, feststellen zu
können, ob der Beschäftigte tatsächlich zur
Sozialversicherung gemeldet ist. Wir begrüßen es ausdrücklich auch, dass die Bau-Berufsgenossenschaft im Leistungsfalle auf die
Stammdatendatei bei der Deutschen Rentenversicherung zurückgreifen kann, um ggf. bei
Verdacht auf Schwarzarbeit den Arbeitgeber
in Regress nehmen zu können.
Auch die Mitführungspflicht von Ausweispapieren anstelle des nicht fälschungssicheren Sozialversicherungsausweises beruht auf
unseren Forderungen. Wir gehen davon aus,dass zukünftig alle inländischen und auch alle ausländischen Arbeitnehmer unabhängig
von ihrer Nationalität und ihrem Wohnort bei
Baustellenkontrollen in Hinblick auf die Identitätsfeststellung ihre Ausweispapiere vorzulegen haben und dafür die Bescheinigung E 101
nicht mehr ausreichen wird.
Die angekündigte Einrichtung von dauerhaften Prüfungsstützpunkten der Finanzkontrolle
Schwarzarbeit auf ausgewählten Großbaustellen wird eine erhöhte Präventionswirkung
erzielen. Auch die Einrichtung von Sonderdezernaten in den Wirtschaftsabteilungen der
Staatsanwaltschaften und die Bildung von bezirksübergreifend zuständigen Schwerpunktstaatsanwaltschaften sollten als flankierende
Maßnahmen schnellstmöglich umgesetzt werden.Evaluation zum Kurzarbeitergeld
Mit dem Gesetz zur Förderung der ganzjährigen Beschäftigung vom 24. April 2006 ist das
sogenannte Saison-Kurzarbeitergeld als Sonderform des gesetzlichen Kurzarbeitergeldes eingeführt worden, um insbesondere in
der Bauwirtschaft wegen der saisonbedingten Arbeitsausfälle zu einer Verstetigung der
Beschäftigungsverhältnisse beizutragen und
damit dem Anstieg der Arbeitslosigkeit in den
Wintermonaten entgegenzuwirken. Nach unserer Auffassung ist diese gesetzliche Neuregelung aufgrund der Erfahrungen in den
ersten beiden Schlechtwetterperioden, in denen die neuen Instrumente zur Aufrechterhaltung der Beschäftigungsverhältnisse in den
Wintermonaten genutzt werden konnten, insgesamt positiv zu bewerten. Diese Einschätzung wird von dem Bundesministerium für
Arbeit und Soziales geteilt. In dessen Bericht
zu den Wirkungen des Saison-Kurzarbeitergeldes und der damit einhergehenden ergänzenden Leistungen (sog. Wirkungsforschung nach
§ 175 b SGB III) an den Deutschen Bundestag
sind die wichtigsten Ergebnisse dieser Wirkungsforschung wie folgt zusammengefasst
• Der Beschäftigungsrückgang hat sich mehr
• Die Arbeitslosigkeit in den Bauberufen ist
um 35 % zurückgegangen.
37â&#x20AC;˘ Die neue FĂśrderung stĂśĂ&#x;t bei allen Akteuren
auf hohe Akzeptanz.
â&#x20AC;˘ Die neue FĂśrderung wird intensiver genutzt
als die VorgĂ¤ngerregelung.
â&#x20AC;˘ Es gibt keine negativen Auswirkungen auf
die Arbeitszeitflexibilisierung.
â&#x20AC;˘ In der FĂśrderperiode 2006/2007 wurden
156.00 Personen weniger arbeitslos als in
der vorhergehenden FĂśrderperiode.
â&#x20AC;˘ Die Arbeitslosenversicherung ist in der FĂśrderperiode 2006/2007 um 321 Mio. â&#x201A;Ź entlastet worden.
Aus der zusammenfassenden Bewertung des
Bundesministeriums fĂźr Arbeit und Soziales
ergibt sich darĂźber hinaus folgende GesamteinschĂ¤tzung:
â&#x20AC;&#x17E;Die Reform ist ein Erfolg. Die neue WinterbaufĂśrderung hat sich bewĂ¤hrt und ihre Ziele erreicht.
Durch die deutliche Verstetigung der BeschĂ¤ftigung konnten vermehrt Arbeitnehmer ihre ArbeitsplĂ¤tze und Arbeitgeber ihr eingearbeitetes
Fachpersonal erhalten.â&#x20AC;&#x153;Auch nach unserer EinschĂ¤tzung haben sich
die Erwartungen des Gesetzgebers und der
Tarifvertragsparteien in den ersten beiden
FĂśrderperioden nach EinfĂźhrung des SaisonKurzarbeitergeldes ganz Ăźberwiegend erfĂźllt,
wogegen sich die in dem damaligen Gesetzgebungsverfahren geĂ¤uĂ&#x;erten BefĂźrchtungen
als unbegrĂźndet erwiesen haben. Im Vordergrund steht dabei fĂźr uns, dass die tariflichen
MĂśglichkeiten der Arbeitszeitflexibilisierung,
die den Betrieben grĂśĂ&#x;tmĂśgliche SpielrĂ¤ume
zur betrieblichen Arbeitszeitgestaltung einrĂ¤umen, durch die EinfĂźhrung des Saison-Kurzarbeitergeldes nicht nur rechtlich, sondern
auch praktisch unverĂ¤ndert geblieben sind. In
der betrieblichen Diskussion Ăźber die Auswirkungen der gesetzlichen Neuregelung geht es
vornehmlich darum, die Bereitschaft der Arbeitnehmer zu fĂśrdern, im Rahmen flexibler
Arbeitszeitregelungen Guthabenstunden fĂźr
AuftragslĂźcken und fĂźr witterungsbedingten
Arbeitsausfall in der Schlechtwetterzeit anzusparen. Dabei erkennen die Arbeitnehmer â&#x20AC;&#x201C; jedenfalls zum grĂśĂ&#x;ten Teil â&#x20AC;&#x201C; zunehmend, dass
sie durch Vorarbeit im Sommer und durch die
Einbringung von Guthabenstunden im Winter
ein fast doppelt so hohes Einkommen (durch
Bruttolohn und lohn- und sozialversicherungs-(QWZLFNOXQJGHU:LQWHUDUEHLWVORVLJNHLWQDFK(LQIÂ KUXQJGHV6DLVRQ
(QWZLFNOXQJGHU:LQWHUDUEHLWVORVLJNHLWQDFK(LQIÂ KUXQJGHV6DLVRQ.XU]DUEHLWHUJHOGHV
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Â˛
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'H]HPEHU-DQXDU)HEUXDU0ÂžU]Grafik 3: Entwicklung der Winterarbeitslosigkeit nach EinfĂźhrung des Saison-Kurzarbeitergeldes.38freies Zuschuss-Wintergeld) erzielen können
wie bei der Inanspruchnahme von SaisonKurzarbeitergeld.
Die sogenannte Winterbauförderung könnte
allerdings deutlich erfolgreicher sein, wenn die
öffentliche Auftragsvergabe verstetigt würde,
so dass zumindest ein Teil der Betriebe ganzjährig ausgelastet wäre. Die Förderung und
Verstetigung einer beschäftigungswirksamen
Bautätigkeit waren zwar in den letzten Jahren
immer wieder Gegenstand von Gesprächen
mit der Bundesregierung. Diese hat uns auch
wiederholt zugesagt, die Ursachen der unterschiedlichen Auftragsvergabe in den Wintermonaten und deren Auswirkungen auf die
saisonale Beschäftigung zu untersuchen. Diesen Ankündigungen sind aber bisher leider
keine Taten gefolgt. Die Frage einer möglichen
Belebung der Bautätigkeit im Winter ist vielmehr nach unserem Eindruck in der Diskussion über die Vermeidung oder zumindest über
den Abbau der Winterarbeitslosigkeit immer
mehr in den Hintergrund gerückt.Osterweiterung der Europäischen
Für die acht neuen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union aus Mittel- und Osteuropa sind die Grundfreiheiten des EU-Vertrages
(Arbeitnehmerfreizügigkeit und Dienstleistungsfreiheit) zur Zeit eingeschränkt. Die Bundesrepublik Deutschland hat die Möglichkeit,
beide genannten Grundfreiheiten während einer insgesamt siebenjährigen Übergangsfrist
(sogenanntes „2+3+2-Modell“) bis längstens
zum 30. April 2011 zu beschränken. Seit langem fordern wir, diese Übergangsfristen voll
auszuschöpfen, um die heimischen Baubetriebe schrittweise auf den Wettbewerb mit
Konkurrenzbetrieben aus den mittel- und osteuropäischen Nachbarländern vorbereiten zu
können, die zu einem großen Teil mit einem
deutlich niedrigeren Lohnniveau und einer
deutlich geringeren Steuer- und Abgabenlast
Inzwischen ergibt sich aus einem Aktionsprogramm der Bundesregierung „Beitrag der
Arbeitsmigration zur Sicherung der Fachkräftebasis in Deutschland“ vom 16. Juli 2008,
dass unserer Forderung nach einer Verlängerung der Übergangsregelungen für die Ein-schränkung der Arbeitnehmerfreizügigkeit
und der Dienstleistungsfreiheit in vollem Umfang bis zum Jahre 2011 entsprochen werden
soll. Die Umsetzung dieser Übergangsregelungen wird auf nationaler Ebene durch einen Kabinettsbeschluss der Bundesregierung und auf
europäischer Ebene durch eine entsprechende
Mitteilung der Bundesregierung an die Europäische Kommission vor dem 1. Mai 2009 bzw.
schon vor dem 1. Januar 2009 erfolgen.Reform der gesetzlichen
Einen Schwerpunkt unserer Lobbyarbeit in
Berlin bildete auch im Jahr 2008 erneut die
gesetzliche Unfallversicherung. Ziel unserer
Arbeit war es, eine Entlastung der Bauunternehmen bei den Beiträgen zu den Berufsgenossenschaften zu erreichen. Der ZDB hat im
Jahr 2008 in einer Reihe von Gesprächen mit
Bundestagsabgeordneten, auf Minister- und
Staatssekretärsebene sowie auf der Arbeitsebene in den Ministerien darauf gedrungen,
dass die Zusage aus dem Koalitionsvertrag
eingehalten wird, wonach das System der gesetzlichen Unfallversicherung zukunftssicher
gemacht, die Organisation gestrafft und das
Leistungsrecht zielgenauer ausgerichtet werden soll.
Zur Umsetzung dieser Zielvorgaben des Koalitionsvertrages hatte eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe einen Arbeitsentwurf vorgelegt,
der zum einen Änderungen des Lastenausgleichsverfahrens zwischen den gewerblichen
Berufsgenossenschaften, zum anderen Änderungen im Leistungsrecht der gesetzlichen Unfallversicherung vorsah.
Bei der genauen Analyse der Vorschläge des
zum Leistungsrecht hat sich jedoch gezeigt,
dass hier nicht die von Arbeitgeberseite erwartete Einschränkung der Leistungen, sondern
eine deutliche Ausweitung der Leistungen angestrebt worden ist. Die Vorstellungen des
BMAS hätten zu einer weiteren Verteuerung
der gesetzlichen Unfallversicherung und damit zu einer weiteren Belastung der Unternehmen geführt. Durch die Lobbyarbeit des
ZDB und der anderen Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände konnte zumindest erreicht
39werden, dass die große Koalition sich darauf
verständigt hat, das Gesetzgebungsvorhaben
aufzuteilen und die Vorstellungen des BMAS
zum Leistungsrecht in dieser Legislaturperiode
Im Jahr 2008 ist daher nur ein Gesetzentwurf
zum Organisationsteil der gesetzlichen Unfallversicherung und über die Einführung des sog.
Überaltlastausgleichs diskutiert und im Laufe
des Jahres 2008 in Bundestag und Bundesrat
verabschiedet worden und am 19. September
2008 in Kraft getreten.
Der neue Überaltlastausgleich unterscheidet
sich dabei erheblich von der bisherigen Lastenverteilung. Wurden bisher allein Beitrags-ZDB-Vizepräsident Frank Dupré sprach mit Dr. Michael
Fuchs MdB (li.) und Andrea Voßhoff MdB über notwendige
Änderungen bei der Unfallversicherung.spitzen bei einzelnen Berufsgenossenschaften
untereinander ausgeglichen, werden zukünftig
die Rentenlasten anders verteilt.
Neu ist, dass zum einen nur auf die Rentenlasten abgestellt wird, und zum anderen,
dass nicht allein die Rentenlasten von „armen“ Berufsgenossenschaften verteilt werden,
sondern die Rentenlasten aller Berufsgenossenschaften. Im Ergebnis trägt nun jede Berufsgenossenschaft zunächst die Rentenlasten,
die ihre Mitglieder im jeweiligen Geschäftsjahr
verursacht haben, selbst. Hierdurch fließen bei
der Berechnung der Rentenwerte die aktuelle
Gefährdungssituation der jeweiligen Berufsgenossenschaften und deren aktuelle Präventionsbemühungen und –erfolge unmittelbar in
die Berechnung der sog. Überaltlast ein. Die
Überaltlasten aller Berufsgenossenschaften
werden sodann nach einem bestimmten Ver40teilungsschlüssel auf die einzelnen Berufsgenossenschaften verteilt.
In der politischen Diskussion war dieser Verteilungsschlüssel sehr umstritten, da von der
Ausgestaltung des Verteilungsschlüssels abhängt, welche Berufsgenossenschaften in
welchem Maße be- und entlastet werden. Aufgrund des Einsatzes des ZDB und der anderen
Bauverbände konnte ein für die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft vorteilhafter
Schlüssel durchgesetzt werden.
Nachdem aufgrund unserer Lobbyarbeit die
Betriebe der Bauwirtschaft ab dem Jahr 2003
um einen jährlichen Betrag von 70 Mio. Euro
und ab dem Jahr 2005 von ca. 170 Mio. Euro
pro Jahr entlastet werden, ist es mit der Verabschiedung des Unfallversicherungsmodernisierungsgesetzes im Jahr 2008 gelungen,
den Entlastungsbetrag noch einmal zu erhöhen. Schlussendlich werden ab dem Jahr 2014
rund 300 Mio. Euro jährlich an Ausgleichszahlungen an die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft fließen. Damit werden die Betriebe
unseres Wirtschaftszweiges jährlich um rund
300 Mio. Euro bei den Beiträgen zur Unfallversicherung entlastet.
Es bleibt jedoch Aufgabe des ZDB und der anderen Verbände, bei der Politik für eine Reform
des Leistungsrechts in der gesetzlichen Unfallversicherung zu werben, da nur so die Betriebe dauerhaft und wirklich spürbar finanziell
entlastet werden können. Bei der Reform des
Leistungsrechts sind nach Auffassung des ZDB
insbesondere das Verhältnis von Unfall- und
Altersrente neu zu ordnen, Überversorgungen
im Bereich der Unfallrenten abzubauen sowie
die Anerkennungsvoraussetzungen im Berufskrankheitenrecht zu präzisieren, so dass das
Risiko der Übernahme von Volkskrankheiten
durch die Unfallversicherung verringert werden kann. Arbeitgeberverband / Berufsbildung
Die Lehrlingszahlen haben sich 2008 auf Vorjahresniveau stabilisiert. Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge hat sich
um 10,4 % verringert.Berufsbildungsstatistik der ULAK
(Stichtag: 31. Dezember) 1)
(1. Lehrjahr)Gesamtzahl
der Ausbildungsverhältnisse200411.75437.541200510.84337.128200611.81537.532200712.57738.665200811.26338.280Gesamtaufwand der ULAK für
betriebliche und überbetriebliche Ausbildungskosten
2004270 Mio. €2005275 Mio. €2006275 Mio. €2007285 Mio. €2008291 Mio. €1) Die Statistik der ULAK (Urlaubs- und Lohnausgleichskasse) erfasst nur die betrieblichen Ausbildungsverhältnisse. In
der Gesamtstatistik der Kammern werden die betrieblichen
und außerbetrieblichen Ausbildungsverhältnisse berücksichtigt.Qualität der überbetrieblichen
Eine von allen drei Tarifvertragsparteien gemeinsam eingesetzte technische Kommission hatte den Auftrag, die Möglichkeiten der
Qualitätssicherung und der Qualitätsverbesserung der tarifvertraglich finanzierten überbetrieblichen Ausbildung, Notwendigkeit und
Dauer der überbetrieblichen Ausbildung, die
Finanzierung der überbetrieblichen Ausbildung und die Möglichkeiten zur Vermeidung
einer missbräuchlichen Inanspruchnahme der
Erstattungsleistungen der Urlaubs- und Lohnausgleichskasse der Bauwirtschaft zu untersuchen. Die Untersuchungsergebnisse sind
im Juni 2008 vorgelegt worden. Mit diesem
Bericht der technischen Kommission Berufsbildung vom 6. Juni 2008 sind erste Weichenstellungen für
von Qualitätsanforderungen an
die überbetrieblichen Ausbildungsstätten als
für die zukünftige Erstattung
Georg Dautermann erläuterte
Ausbildungskosauf dem 1. Deutschen Obermeisten durch die ULAK tertag die Arbeit des ZDB-Ausschusses für Berufsbildung.
worden. Die technische Kommission hat die Einführung solcher
Qualitätsanforderungen an die überbetrieblichen Ausbildungsstätten angeregt. Maßgebliche Kriterien für die qualitative Beurteilung
der Ausbildungszentren sollen Art, Inhalt und
Methode der Ausbildung einschließlich der Infrastruktur und der fachlichen Kompetenz der
Ausbilder sein. Die für eine qualitativ ausreichende überbetriebliche Ausbildung notwendigen Qualitätsstandards müssen allerdings
noch definiert werden. In einer im November 2008 abgeschlossenen Vereinbarung zur
Einführung von Qualitätsanforderungen an
die überbetrieblichen Ausbildungsstätten haben die drei Tarifvertragsparteien vereinbart,
nunmehr die Qualitätsanforderungen und die
wirtschaftlichen Anforderungen an die überbetrieblichen Ausbildungsstätten zu konkretisieren und bis zum Jahresende 2009 einen
Vorschlag für eine tarifvertragliche Neuregelung über die Eintragung der überbetriebli41chen Ausbildungsstätten in die bei der ULAK
geführte Liste und über den Nachweis der
Kosten durch die überbetrieblichen Ausbildungsstätten zu erarbeiten.
Die technische Kommission Berufsbildung hält
auch eine Analyse der Kapazitätsauslastung
in den einzelnen Ausbildungszentren für notwendig. Auch eine Kapazitätsanpassung an
die Lehrlingszahlen, ggf. eine Zusammenführung von Ausbildungszentren zu wirtschaftlich
sinnvollen Einheiten, erscheint der technischen Kommission Berufsbildung angezeigt;
dabei müsse allerdings berücksichtigt werden,
dass auch kleinere Ausbildungszentren durchaus erfolgreich sein können.Der Bundesleistungswettbewerb im Beruf Wärme-, Kälteund Schallschutzisolierer fand am 10. November 2008 im
Ausbildungszentrum des Berufsförderungswerkes der Südbadischen Bauwirtschaft in Bühl statt. Dort kämpften 3
Junggesellen um den Sieg.Bis zum 31. Dezember 2009 soll ein konkreter Vorschlag für eine tarifvertragliche
Neuregelung über die Eintragung der überbetrieblichen Ausbildungsstätten und über den
Nachweis der Kosten durch diese Ausbildungsstätten vorgelegt werden.Meisterprüfungen
2008 sind neue Meisterprüfungsverordnungen für das Zimmerer- sowie für das Fliesen, Platten- und Mosaikleger-Handwerk in Kraft
getreten. Im Mittelpunkt der neuen Meisterprüfungen stehen die Befähigungen, einen
Handwerksbetrieb selbstständig zu führen,
Leitungsaufgaben in den Bereichen Technik,
Betriebswirtschaft, Personalführung und Entwicklung wahrzunehmen, die Ausbildung
durchzuführen sowie berufliche Handlungskompetenz selbstständig umzusetzen und an
neue Bedarfslagen in diesen Bereichen an42zupassen. Mit dieser Ausrichtung haben wir
die Meisterprüfung zu einer modernen „Unternehmerprüfung im Handwerk“ weiterentwickelt, bei der die Unternehmensführung
gegenüber dem handwerklichen Können deutlich an Gewicht gewonnen hat. Nachteilig
wirkt sich allerdings die nicht mehr erforderliche mehrjährige einschlägige Berufspraxis
aus. Wir setzen uns deshalb verstärkt für die
Wiedereinführung einer entsprechenden Berufspraxis als Zulassungsvoraussetzung für die
Meisterprüfung ein.Neuordnung „Geprüfter Polier“
Die Novellierung der Verordnung über die Prüfung zum anerkannten Abschluss „Geprüfter
Polier“ läuft seit Dezember 2007. Die Sozialpartner haben dafür einen gemeinsamen Arbeitskreis gebildet, der sich nach einer Analyse
der Ausgangspositionen und der Erarbeitung
der Profile vom Polier, Vorarbeiter und Werkpolier 2009 mit den Prüfungsinhalten und
Prüfungsmethoden auseinandersetzen wird.
Parallel werden die neuen Strukturen für die
künftig bundeseinheitlich auf tarifvertraglicher Ebene geregelten Prüfungen für den Vorarbeiter und Werkpolier entwickelt.
Diese Kombination von tarifrechtlichen und
verordnungsmäßigen Regelungen ermöglicht
es den Tarifvertragsparteien, die Prüfungen für
den Vorarbeiter und Werkpolier ohne den Verordnungsgeber jederzeit und schnell den aktuellen Erfordernissen anzupassen.
Wir schaffen damit ein transparentes und flexibles Weiterbildungssystem mit einer innovativen Struktur für die Aufstiegsqualifizierung,
anforderungsgerechten Inhalten und der Berücksichtigung und Förderung von Kompetenzen, die im Arbeitsleben erworben worden
sind.57. Leistungswettbewerb in den
bauhandwerklichen Berufen auf
Zum 57. Mal trafen sich die besten Junggesellen des Bauhandwerks zum Berufswettkampf
auf Bundesebene, der einer „Deutschen Meis-terschaft“ gleichzusetzen
ist. In Mölln kämpften insgesamt 55 Teilnehmer in
sechs bauhandwerklichen
Berufen um die traditionellen Gold-, Silber- und
Bronzemedaillen des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes sowie
um Förderpreise für den 1.
Bundessieger in jedem Beruf und für den Besten des
gesamten Wettbewerbs,
Die Sieger des Bundesleistungswettbewerbs in den bauhandwerklichen Berufen 2008.
die durch Sponsoren ermöglicht wurden.
lichen Ländern: einem Maurer, einem ZimmeDer Bundesleistungswettbewerb fand vom 8.
rer, einem Fliesen-, Platten- und Mosaikleger,
bis 10. November 2008 in Zusammenarbeit
mit der Ausbildungsstätte der Baugewerbe-In- einem Dachdecker, einem Bautischler und einung für den Kreis Herzogtum Lauenburg, der nem „Bauleiter“. Dieses Bau-Team arbeitete
in einem Häusermodell auf 2 Etagen. InsgeBaugewerbe-Innung selbst und dem Baugesamt waren 11 Länder in insgesamt 8 Teams
werbeverband Schleswig-Holstein in den Bean dem Wettbewerb im Sektor „Hausbau“ berufen Beton- und Stahlbetonbauer, Fliesen-,
Platten- und Mosaikleger, Maurer, Straßenbau- teiligt (5 gemischte Teams und 3 reine Länderteams).
er, Stuckateur sowie Zimmerer statt.
Der Wettbewerb im Beruf Wärme-, Kälte- und
Schallschutzisolierer fand am 10. November
2008 im Ausbildungszentrum des Berufsförderungswerkes der Südbadischen Bauwirtschaft
in Bühl statt. Dort kämpften 3 Junggesellen
Der Leistungswettbewerb veranschaulicht
sehr deutlich die Ausbildungsleistungen des
Handwerks und stellt die Vorzüge der betrieblichen Ausbildung öffentlichkeitswirksam
heraus. Darüber hinaus wird mit diesem Wettbewerb überzeugend für Berufe im Bauhandwerk geworben.Glücklicher Sieger und Betreuer bei den Euroskills 2008.EuroSkills 2008Dennis Wolf erkämpfte sich mit seinen Leistungen einen hervorragenden 2. Platz bei den
Fliesen-, Platten- und Mosaiklegern im Einzelwettbewerb und gewann mit seinem gemischten Team die Goldmedaille im Sektor
„Hausbau“.Die erste Europameisterschaft für eine Vielzahl von Berufen aus Handwerk und Industrie
fand vom 18. bis 20. September 2008 in Rotterdam statt.Es musste allerdings festgestellt werden, dass
die Wettbewerbsaufgaben unseres jährlich
stattfindenden Bundesleistungswettbewerbs
wesentlich anspruchsvoller sind.An den Start ging für das deutsche Baugewerbe Dennis Wolf im Beruf Fliesen-, Platten- und
Mosaikleger. Er hatte im Rahmen eines Teamwettbewerbs im Sektor „Hausbau“ sein Können unter Beweis zu stellen. Das Bau-Team
bestand aus 6 Teilnehmern aus unterschied-Das wird uns aber nicht davon abhalten, 2010
mit weiteren Berufen am europäischen Wettbewerb teilzunehmen und die Leistungen des
deutschen Baugewerbes in der Berufsausbildung unter Beweis zu stellen.
43Technischer Verband44
28Den technischen Fortschritt f端r die Betriebe
nutzbar zu machen, das
ist Aufgabe des Spitzenverbandes der deutschen
Bauwirtschaft. Daf端r
machen wir uns in einer
Vielzahl von Aussch端ssen
und Arbeitskreisen stark.
Oder wir initiieren Forschungsprojekte. Damit
unsere Betriebe technisch
immer up to date sind.Im Zentrum des
FortschrittsFachbereich Hochbau
Fachbereich Ausbau
Fachbereich Verkehrswegebau45 Technischer Verband / Fachbereich Hochbau
Bundesfachgruppe Hochbau
(Fachverband Hoch- und Massivbau
im ZDB)
Im Berichtszeitraum orientierte sich die Arbeit
der Bundesfachgruppe Hochbau an den Beschlüssen und Ergebnissen der Klausurtagung
im Spätherbst 2007 in Kassel.
Hauptaugenmerk galt zunächst der Komplettierung und Herausgabe einer neuen
Merkblatt-Sammlung Hochbau für die den
ZDB-Landesverbänden angeschlossenen Unternehmen des Hoch- und Massivbaus. Damit
die ausführenden Unternehmen
die Planer erstmalig einen
wichtigsten, in der
Praxis erprobten Vorschriften. Das annähernd 500 Seiten starke Werk gliedert sich in die zwei Teile
“Abrechnungshinweise” (Kap.1) und “Ausführungshinweise” (Kap.2). Themenschwerpunkt
im Bereich Abrechnungshinweise sind Maurerund Betonarbeiten nach der ATV DIN 18330
bzw. 18331. Im Bereich Ausführungshinweise
geht es z.B. um die Ausführung von Wänden
aus Mauerwerk, um die Abdichtung von erdberührtem Mauerwerk oder um Industrieböden aus Beton für Hallenflächen.
Turnusmäßig trafen sich Landesfachgruppenleiter und Vorstand der BFG Hochbau im Berichtszeitraum zu ihrer Frühjahrsitzung am
29. Mai 2008 in Berlin. Neben der Absicherung
der technischen Arbeit ging es um Fragen der
Berufsbildung für das Berufsbild des Maurers
in Zusammenhang mit Internationalen Berufswettbewerben sowie der Öffentlichkeitsarbeit
für die in Fachverband Hoch- und Massivbau
(FHMB) umbenannte Bundesfachgruppe.
In Fortsetzung bewährter Praxis traf sich der
Arbeitskreis Technik/ VOB der BFG Hochbau im
Berichtszeitraum zu jeweils zweitägigen Arbeitsmeetings im Zeitraum 2.-4. April 2008 in
46Aßmannshausen sowie 7./8. Oktober 2008 in
Zentrales Thema bildete u.a. die als notwendig
angesehene Verstärkung der Normungsarbeit
beim DIN NABau. Es ist dabei gelungen, trotz
eingeschränkter Kapazitäten sicherzustellen,
dass derzeit Vertreter der Bundesfachgruppe in mehr als 20 Normen-Gremien in unterschiedlichen Funktionen mitwirken.
Unabhängig vom aktiven Wirken der bewährten internen BFG-Arbeitskreise sind im
Berichtszeitraum für die Arbeit der Bundesfachgruppe folgende zwei Bereiche erwähnenswert:
•Enge Zusammenarbeit mit der Deutschen
Gesellschaft für Mauerwerksbau (inkl. Wahrnehmung diverser Mandate in den Gremien
AA Technik sowie PG Umwelt), dem Deutschen
Ausschuss für Stahlbeton und dem Hauptausschuss Hochbau im DVA.
•Organisatorische Vorbereitung des kommenden Deutschen Mauerwerkskongresses 2009
in Dresden gemeinsam mit der DGfM und der
Universität Dresden.Im Workshop „Wohnungsbau im Spannungsfeld Bestandsmodernisierung - Neubau“ im Rahmen des Leitbildprozesses
Bau erläuterte der Vorsitzende des FHMB Thomas Sander
(links) die Positionen der bauausführenden Wirtschaft.Bundesfachgruppe Feuerungs-,
Im Verlauf der letztjährigen Frühjahrs- und
Herbsttagungen, die – wie in jedem Jahr - gemeinsam mit der Bundesfachabteilung Feuerfest- und Schornsteinbau im Hauptverband
der Deutschen Bauindustrie durchgeführt
wurden, stand neben den Themen Sicherheitsund Gesundheitsschutz sowie Aus- und Fortbildung erneut die Tarifpolitik im Mittelpunkt.
So war der Zusatz-Tarifvertrag Feuerungstechnisches Gewerbe fristgerecht zum 30.06.2007
von der Arbeitgeberseite gekündigt worden.
Die seitdem geführten Gespräche waren bislang noch ergebnislos. Nach wie vor stehen
aus Sicht der Arbeitgeber folgende Verhandlungsziele im Vordergrund:
- Wegfall der Lohnrelationen,
- Absenkung der Erschwernis- und Zeitzuschläge,
- Reduzierung der Fahrtkosten sowie
- Flexibilisierung der Arbeitszeit.
Zu einem Abschluss der Verhandlung dürfte es
im Frühjahr 2009 kommen.einzelnen Anbietern zu einer für die Betriebe
einfachen und kostengerechten Lösung kommen.
Mitgliedsbetriebe der Bundesfachgruppe haben sich des Weiteren innerhalb der vielfältigen Arbeitsgruppen der Deutschen
Gesellschaft Feuerfest-und Schornsteinbau,
DGFS engagiert. Hier werden neben der Ausrichtung von Veranstaltungen, der Herausgabe verschiedener Fachbücher, dem Aufbau
einer Datenplattform für Feuerfeste Produkte
auch Forschungsvorhaben durchgeführt.
Über die Ergebnisse wurde im Rahmen der
Frühjahrs- und Herbsttagung berichtet.
Die sowohl im Frühjahr als auch im Herbst organisierten, durch ein attraktives Rahmenprogramm begleiteten gemeinsamen Tagungen
konnten erneut sowohl im Hinblick auf die
Teilnehmerzahl als auch die Arbeitsergebnisse
Im Jahr 2009 wird die Frühjahrstagung vom
27. bis 30. Mai und die Herbsttagung am 08.
und 09.10. in Köln stattfinden.Erneut durchgeführt wurde ein Vorarbeiterund Werkpolierlehrgang für Mitgliedsunternehmen des Hauptverbandes der Deutschen
Bauindustrie, des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes und der Deutschen Gesellschaft Feuerfest- und Schornsteinbau. Die
Beiträge wurden im Wesentlichen durch Mitarbeiter aus den Betrieben erbracht, auch das
Schulungsprogramm wurde durch den zuständigen gemeinsamen Arbeitskreis aktualisiert.
An den bis zu sechs Wochen andauernden
Schulungsmaßnahmen nahmen bis zu 17 Personen teil.
Im Rahmen der gemeinsamen Arbeitsgruppe
Sicherheit und Gesundheitsschutz wurde intensiv der Entwurf der für Hochtemperaturwolle geltenden TRGS behandelt. Ergebnisse
dürften jedoch erst im Jahr 2009 vorliegen.
Angesichts der Vielzahl von Schulungen, die
im Sicherheits- und Gesundheitsschutz angeboten werden, hat sich die Arbeitsgruppe auch
mit den Problemen hinsichtlich der Anerkennung der Schulungen z.B. für die Tätigkeit als
Sicherheitsfachkraft oder im Zusammenhang
mit den Forderungen nach SCC befaßt. Hier
soll es nach vielfältigen Gesprächen mit den
47 Technischer Verband / Fachbereich Ausbau
Bundesfachgruppe Betonwerkstein,
Fertigteile, Terrazzo und Naturstein
Die Arbeit der Bundesfachgruppe war in 2008
einerseits von fachlichen und verbandspolitischen Tätigkeiten und andererseits von fachlichen Informationen für die Betriebe des
Betonstein- und Terrazzohersteller-Handwerks geprägt. Darüber hinaus haben wir uns
mit ausgesuchten Themen wie Berufsbildung
und Lehrlingsentwicklung beschäftigt. Zusätzlich erhielten diejenigen Mitglieder, die bereit
waren, hierfür den entsprechenden Sonderhaushalts-Obolus zu entrichten, das Mitteilungsblatt der Bundesfachgruppe BFTN mit
ergänzenden Fachinformationen (6x jährlich).
Im Jahre 2008 gab es folgende größere Veranstaltungen im Betonsteingewerbe:
- Betonwerksteintage International vom
22.-23. Januar in Berlin
- Betonwerksteinseminar vom 16.-17. April
- Jahrestagung BFTN vom 11.-13. September
- VUM/BBF-Jahrestagung vom 27.-28. Oktober
- Betonwerksteinseminar 16.-17. November
Die Veranstaltungen wurden dabei sehr gut
Aus dem Bereich Aus-, Fort- und Weiterbildung
kann u.a. berichtet werden, dass die „Erwachsenenbildung“ an
Bauakademie mit
BFTN angelaufen
ist, um „ungelernte“ Mitarbeiter in
den Wintermonaten über 3 Jahre
zum Facharbeiter
Weiter wurde mit
der Überarbeitung
eines neuen Ausbildungsrahmenlehrplans begonnen.
Verfahrensmechaniker/inEine Information
des Berufsförderungswerks
für die Betonund Fertigteilhersteller e.V.48In Zusammenarbeit mit
dem Berufsförderungswerk
für die Beton- und Fertigteilhersteller (BBF) ist der
Neudruck der Ausbildungsbroschüre „Ausbilden schafft Zukunft“ erfolgt.
Ebenso wurden Struktur und Layout für www.
berufsausbildung-beton.de überarbeitet.
Der Betonwerksteinkalender wurde als Nachschlagewerk und Argumentationshilfe für die
Beratung und für Sachverständige mit neuesten technischen Vorschriften und Regeln
überarbeitet, so dass er für 2009 in 3. Auflage
Die Arbeiten an der ATV DIN 18333 „Betonwerksteinarbeiten“ wurden kontinuierlich
weitergeführt, so dass sie Ende 2008 vor ihrer
Endlesung im Fachberaterkreis steht. Bei der
ATV hat die Bundesfachgruppe BFTN die sog.
nationale Obmannschaft inne.
Die Arbeiten beim Standardleistungsbuch
STLB 014 „Natur- und Betonwerksteinarbeiten
– Teilbereich Betonwerksteinarbeiten“ wurden
kontinuierlich weitergeführt, so dass die Überarbeitung des STLB voraussichtlich 2009 abgeschlossen sein wird.
Die Arbeiten im NABau „Treppen“ wurden kontinuierlich weiter begleitet, das Forschungsvorhaben „Rutschhemmung“ wurde bei der
Uni Wuppertal mit positivem Ergebnis beendet.
Als Wirtschafts-, Arbeitgeber- und Technischer
Verband wollen wir unser Engagement gerade jetzt zum Nutzen der angeschlossenen Betriebe stärken und für die Herausstellung der
Meisterbetriebe des Betonstein- und Terrazzoherstellerhandwerks eintreten. Die Bundesfachgruppe BFTN hat hierzu tragfähige
Ansätze entwickelt, die auf die Qualität und
Leistungsfähigkeit der Meisterbetriebe bauen.
Hierbei setzen wir auf die Dynamik und Innovationskraft unserer Mitgliedsunternehmen.Bundesfachgruppe Fliesen-, Plattenund Mosaiklegerhandwerk
(Fachverband Fliesen und Naturstein
Der Fachverband Fliesen und Naturstein setzte auch im Geschäftsjahr 2008 seine Strategie
der Ausweitung des Dienstleistungsspektrums
mit dem Schwerpunkt „Technische Beratung“
Kasseler Sachverständigentage
Die Kasseler SV-Tage fanden erstmals in Fulda statt. Auch in diesem Jahr wurden neue
technische Verfahrensweisen und Produktentwicklungen vorgestellt und mit praktischen Erfahrungen von der Baustelle rückgekoppelt.
Die Vortragsthemen waren vielseitig: Verbundabdichtungen aus Bahnen, die Verlegung und Planung von Großformaten sowie
die Auswertung von Versuchsergebnissen von
Trittschalldämm-Maßnahmen. Die Teilnehmer
erhielten den Tagungsband als CD-Rom.
Der FFN und seine Landesverbände betreuen
ihre Mitglieder umfassend in allen Leistungsbereichen des Fliesen-, Platten- und Mosaiklegerhandwerks. Um die Verbandsstruktur in
den neuen Bundesländern zu stärken ist hier
ein besonderes Engagement notwendig.
Fliesentage 2008/ 60 Jahre Fachverband
Aus diesem Anlass führten die FliesenlegerInnung Mittelrhein, die Handwerkskammer
Koblenz sowie der Fachverband Fliesen und
Naturstein mit dem Landesmuseum Koblenz
auf der Festung Ehrenbreitstein die Ausstellung Formen, Fugen, Formate durch. Das zweitägige Tagungsprogramm der Fliesentage bot
mit Schwerpunkt Kundenorientierung, Technik
und Marketing den 270 Teilnehmern Interessantes und Neues.
Werbung und PR – Neue Marketingstrategie
Die Bundeswerbung wird einheitlich durchgeführt. Der FFN beteiligt sich an Aktionen des
IVB Keramische Fliesen+Platten (Imagekampagne „Pro Fliese“, Roadshow, Wettbewerbe).
Landeseigene Aktionen werden weiterhin unterstützt.Internetauftritt
Zielgruppe sind interessierte Endkunden, Mitgliedsbetriebe, Sachverständige, aber auch
nicht organisierte Fliesenlegerbetriebe. Geboten werden eine Betriebsrecherche sowie
umfangreiche Informationen und Dateien im
öffentlichen und geschlossenen Bereich. Die
Homepage wurde 2008 in der Qualitätssuchmaschine erfolgreich-suchen.de als eine der
besten deutschen Web-Seiten veröffentlicht.
Bestehende Partnerschaften wurden durch Seminare und Messen weiter vertieft, so fand
das Natursteinseminar unter dem Motto „Auf
den Spuren berühmter Naturwerksteine, Gesteinssorten Basalt und Travertin“ statt. Auch
der gemeinsame Messestand mit dem Bundesverband Ausbau und Fassade auf der Denkmal 2008 in Leipzig diente der Vertiefung der
Die 7. Auflage des Handbuchs für das Fliesengewerbe – Technik ist im Oktober 2008 erschienen. Im Mittelpunkt der Gremienarbeit
stand die Überarbeitung der DIN 18157 Teile 1-3, die Ausführung keramischer Bekleidungen im Dünnbettverfahren, die DIN 18195
Bauwerksabdichtungen, sowie die Themen
Schimmelpilze in privaten Schwimmbädern,
Trittschallverbesserung, Leichtputze, Ausführung von Glasmosaik.
Wichtig für die Arbeit des Berufsbildungsausschusses war die Betreuung der Teilnehmer an der EuroSkills 2008. Das Ergebnis kann
sich sehen lassen: Im Einzelwettbewerb gewann Dennis Wolf aus Niedersachsen Silber,
im Mannschaftswettbewerb Gold.49Bundesfachgruppe Holzbau und
(Bund Deutscher Zimmermeister im
ZDB)
Das Jahr 2008 war für den Bund Deutscher
Zimmermeister (BDZ) durchwachsen. Die Streichung der Eigenheimzulage Ende 2005 und
die Erhöhung der Mehrwertsteuer um drei
Prozent zum Jahresbeginn 2007 machten sich
weiterhin bemerkbar. Nach einem Umsatzrückgang von vier Prozent im Jahr 2007 wurde
für das Jahr 2008 mit einem weiteren Rückgang von zwei Prozent gerechnet. Der Umsatzanteil von Bauen im Bestand nahm weiter
zu. Hier war ein Trend zu hochwertigen Lösungen aufgrund einer Rückbesinnung auf stabile
Werte wie Immobilien feststellbar. Das bestätigte auch die Zulieferindustrie des Zimmererhandwerks. Die energetische Modernisierung
bildet immer mehr das wichtigste Segment
für die Holzbaubranche, auch wenn der Markt
nach wie vor nur zögerlich reagiert.
Messe „DACH+HOLZ International“ in
Mit 48.300 Fachbesuchern, 554 Ausstellern
aus 23 Ländern auf 70.000 qm Ausstellungsfläche konnte der BDZ einen erfolgreichen
und gelungenen Start für die neue Messe
„DACH+HOLZ International“ verzeichnen. Die
neue Leitmesse ist als Branchentreffpunkt
konzipiert worden, der alle Gewerke anspricht,
die mit Holzbau und Ausbau, Dach und Wand
zu tun haben. Sie wird im zweijährlichen
Rhythmus gemeinsam vom BDZ und dem Zentralverband des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) veranstaltet und ist aus der
Fusion der bisherigen Messen „Holzbau und
Ausbau“ des Zimmererhandwerks und der
„DACH+WAND“ des Dachdeckerhandwerks
hervorgegangen.Europameisterschaft der
Zimmerer in Klagenfurt
der Zimmerer im österreichischen Klagenfurt belegte die
mit Thomas Schleicher, Thomas
Zinßmeister und Florian Braun den 2. Platz in
der Mannschaftswertung. In der Einzelwertung wurde Thomas Schleicher (21) aus Bayern Zweiter. Der 19jährige Saarländer Thomas
Zinßmeister erreichte den 4. Platz.
Veranstaltet wird die Europameisterschaft
seit 1994 alle zwei Jahre von der Europäischen
Vereinigung des Holzbaus. Im Jahr 2008 wurde die deutsche Nationalmannschaft erstmals
von den Leistungspartnern des Zimmererhandwerks gefördert und durch eine intensive Presse- und Öffentlichkeitsarbeit rund um
die EM begleitet (www.zimmerer-nationalmannschaft.de). Damit konnte der BDZ das
Berufsbild des Zimmerers auch einer breiten
Öffentlichkeit gegenüber darstellen.
Fachregeln des Zimmererhandwerks 02
Anfang 2008 erschienen die Fachregeln des
Zimmererhandwerks 02 „Balkone und Terrassen“, die den derzeitigen Stand der allgemein
anerkannten Regeln der Technik wiedergeben. Sie sind ein Leitfaden für eine sachgemäße Planung und Ausführung und stehen den
Mitgliedsbetrieben in der BDZ-Verbandsorganisation über die BDZ-Infoline kostenfrei zur
Zimmermeister modernisieren
Die Kampagne „Komplett modernisieren mit
dem Zimmererhandwerk“, die der BDZ mit seinen Leistungspartnern 2007 gestartet hatte,
wurde mit einer Anzeigenserie in Bauherrenmagazinen fortgesetzt. Auf der Internetseite
www.zimmermeister-modernisieren.de sind
inzwischen drei Bautagebücher eingestellt,
die Schritt für Schritt Modernisierungsprojekte darstellen.
Die Zimmermeister-Suchmaschine im Internet
wurde durch eine deutlich erweiterte Suche
ergänzt. Die Suchergebnisse werden nun mit
Hilfe von „googlemaps“ übersichtlicher dargestellt. Überall dort, wo sich ein Holzbauunternehmen befindet, erscheint in der Karte das
BDZ-Maskottchen „Timmy“.50Bundesfachgruppe Stuck-PutzTrockenbau
(Bundesverband Ausbau und
Fassade im ZDB)
Wettbewerb „Phantasiewelten – die Suche
nach dem Machbaren“
Im Rahmen der Ausstellung „Phantasiewelten– die Suche nach dem Machbaren“
konnten vom 14. bis 24. Februar 2008 im
Deutschen Architektur Zentrum DAZ in Berlin die vier bereits im Rahmen der der Messe
„Farbe - Ausbau & Fassade“ im April 2007 in
Köln dargestellten Kuben gezeigt werden. Begleitend zur Ausstellung fanden im DAZ weitere Symposien zu den Themen „Zukunft Ausbau
– Gestalten mit Formen, Licht, Struktur und
Farbe“ und „Ausbau ohne Grenzen – Innovationen und Tendenzen im Trockenbau“ statt.
Der Wettbewerb „Phantasiewelten“ wird gemäss dem Motto „Wohnwelt der Zukunft“
weitergeführt. Die Wettbewerbsausschreibung des dreistufigen Wettbewerbs wurde
zunächst im Mai 2008 im Rahmen eines vorgeschalteten Interessenbekundungsverfahrens
veröffentlicht. Die Resonanz hierauf übertraf
die Erwartungen: So werden sich sechs Fachhochschulen und sechs Meisterschulen bzw.
Ausbildungsbetriebe des Stuckateurhandwerks an dem Wettbewerb beteiligen. Die
Ergebnisse der ersten Wettbewerbsstufe werden Ende April 2009 auf dem Kongress „Farbe - Ausbau & Fassade“ in Neu-Ulm in Form
von Entwürfen und Architekturmodellen präsentiert werden. Im Rahmen der Messe „Farbe
- Ausbau & Fassade“ 2010 in München sollen
dann die besten Entwürfe der ersten Wettbewerbsphase im Maßstab 1:1 auf dem Messestand des Bundesverbandes Ausbau und
Fassade im ZDB gezeigt und prämiert werden.
Wie schon erstmalig im Jahr 2006 wurde der
ECOLA-Award vom Bundesverband Ausbau
und Fassade im ZDB sowie der Sto AG ausgerichtet. In diesem Jahr benannten 16 Nominierungspreisrichter 150 Projekte aus zehn
Ländern. Aus den nominierten Projekten wählte eine international besetzte Jury am 15. Februar 2008 in Berlin drei Sieger, zwei lobende
Erwähnungen sowie einen Sonderpreis „CO2effizientes Bauen“ aus.4. Branchentreff-Ausbau
Der 4. Branchentreff-Ausbau fand am 9. und
10. Oktober 2008 in Bensberg auf Einladung
des Bundesverbandes Ausbau und Fassade
im ZDB sowie des Fachbereichs Ausbau statt.
Unter dem bewährten Motto „Gemeinsam
die Zukunft gestalten“ diskutierten die Initiatoren gemeinsam mit zahlreichen führenden Vertretern aus der Baustoffindustrie, des
Baustoffhandels und weiteren Verbänden der
Baubranche. Der Vortrag von Prof. Henning
Klodt, Institut für Weltwirtschaft Kiel, zum
Thema „Das Ende der Ölzeit? Wirtschaftliche
Auswirkungen von Energieverteuerung und
Klimawandel“ sowie weitere aktuelle Themen
wie Qualitätssicherung, Imageverbesserung,
Marketingstrategien und Nachhaltigkeit fanden großes Interesse bei den Teilnehmern und
wurden rege diskutiert.
Messe „denkmal 2008“
Als ideeller und fachlicher Träger der „denkmal
2008 – Europäische Messe für Denkmalpflege,
Restaurierung und Altbausanierung“ waren
wir auch in diesem Jahr mit einem eigenen
Messestand vom 20. bis 22. November 2008 in
Leipzig vertreten. Im Rahmen einer „Lebenden
Werkstatt“ wurde das vielfältige Leistungsspektrum des traditionsreichen und zugleich
modernen Bauberufes des Stuckateurs präsentiert.
Normung und Merkblätter
Auch im Jahr 2008 hat der Bundesverband
Ausbau und Fassade im ZDB aktiv an der nationalen und europäischen Normung sowie
an der Aktualisierung diverser Merkblätter
mitgewirkt. Ferner ist im April 2008 das vom
erarbeitete Merkblatt „Schimmelpilze in Innenräumen“ erschienen.
KidsKlinik
Die Sozialsponsoring-Aktion „KidsKlinik“ wurde fortgesetzt. Derzeit werden im Klinikum
Duisburg eine Kinderkrebsstation und in Bielefeld ein sog. Mädchenhaus, das Mädchen und
jungen Frauen, z. B. bei Gewalt innerhalb der
Familie, als Zuflucht dient, renoviert.
51Bundesfachgruppe Wärme-, Kälte-,
Neben dem Tagesgeschäft haben die Bundesfachgruppe WKSB und die Fördergemeinschaft
Dämmtechnik im letzten Jahr auszugsweise folgende Arbeiten geleistet und damit die
unternehmerischen Zielvorstellungen des
Wärme-, Kälte-, Schall- und Brandschutz-Spezial-Handwerks im Hinblick auf technische,
betriebswirtschaftliche und rechtliche Gesichtspunkte umgesetzt.
Internationale Isolierfachmesse ISO vom
10. - 11. April 2008 in Wiesbaden
Die Bundesfachgruppe WKSB sowie die Fördergemeinschaft Dämmtechnik haben sich auf
einem Gemeinschaftsstand wieder selbstbewusst und zukunftsorientiert präsentiert. In
Zusammenarbeit mit dem Ausbildungszentrum Bühl wurde der große Workshop der ISO
durchgeführt, bei dem Isolierer-Auszubildende dem Fachpublikum die umfangreichen und
handwerklich hochwertigen Fähigkeiten vorführen konnten. Insgesamt war die ISO 2008
Das PUR-Handbuch wurde vollständig überarbeitet und kann bezogen werden.
Die VDI 2055 „Wärme- und Kälteschutz für betriebs- und haustechnische Anlagen – Berechnungen, Gewährleistung“ ist mit dem Teil 1
Die AGI Q-Arbeitsblätter 01 „Abrechnung“ und
132 „Mineralwolledämmstoffe“ wurden überarbeitet und können bezogen werden; die Q
154 „Trag- und Stützkonstruktionen“ sind seit
2008 in der Erarbeitung.
Das STLB 047 Dämmarbeiten und Zeitvertragsarbeiten Leistungsbereich 621 – Dämmarbeiten wurde überarbeitet und veröffentlicht.
Das Rechenprogramm Dämmcalc plus ist mit
seinem Update 2.0 erschienen.
Die ATV DIN 18421 (Dämmarbeiten an technischen Anlagen) wurde in 2008 vorab intern inhaltlich sowie redaktionell überarbeitet. Mit
dem offiziellen Verfahren wird Anfang 2009
52Das Internet-Service-Portal www.isoliertechnik.de für die gesamte Isolierbranche wurde in
2008 vollständig überarbeitet.
Ein neuer Flyer zur Berufsausbildung wurde
fertiggestellt und kann bezogen werden. Der
Bundesleistungswettbewerb WKSB wurde in
Bühl durchgeführt. Der Isolierer-Nachwuchs
zeigte dabei sehr gute Leistungen. Auch anlässlich der Europameisterschaft, die in Kopenhagen, Dänemark, mit deutscher Beteiligung
stattfand, hat die außergewöhnlich gute Ausbildung der handwerklichen deutschen Isolierer zu deren „Vormachtstellung“ entscheidend
Die Klimaschutzkampagne, die in Zusammenarbeit der Fördergemeinschaft Dämmtechnik,
der Bundesfachgruppe WKSB und den fördernden Mitgliedern aus Industrie und Handel
initiiert wurde, ist angelaufen, und die ersten Broschüren wurden veröffentlicht. Bei der
Kampagne erhalten die beteiligten Isolierbetriebe ein umfangreiches Leistungspaket, das
ihre Position im Markt als „Fachunternehmen
für den Klimaschutz“ unterstreicht wie zum
Beispiel die Nutzung des „Klimaschutz-Siegels“
und des „Klimaschutz-Zertifikates“ sowie für
unsere Partner aus Industrie und Handel die
Nennung als „Klimaschutz Partner“ auf der Internetseite „www.Klimaschutz.ag“ und vieles
andere mehr. Neben diesen Maßnahmen wird
eine umfangreiche Presse- und Informationskampagne mit Zielrichtung auf die Entscheider in den Planungsbüros, der Industrie und
der großen Gebäudebetreiber gestartet, die
professionelles Isolieren als wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz herausstellt.Bundesfachgruppe Estrich und BelagEstrichParkettMesse 2008
Mit über 4.000 Fachbesuchern, einem umfassenden Seminarprogramm sowie 160 Ausstellern auf 60.000 Quadratmetern war die
EstrichParkettMesse vom 19. - 21. Juni 2008
das Veranstaltungshighlight der Bundesfachgruppe Estrich und Belag. Die Vertreter der
Bundesfachgruppe waren auf dem Gemeinschaftsstand gefragte Ansprechpartner, insbesondere für Verarbeiter und Produkthersteller.
Für die nächste Fachmesse in 2011 und deren weiteren Ausbau sprechen der direkte Produktvergleich mit anschließenden Fach- und
Kollegengesprächen sowie ergänzende Technikvorträge.
Im Frühjahr konnte der neue Imageflyer „Das
deutsche Estrich- und Belaggewerbe – Wir
machen das“ vorgestellt werden. Der Flyer, der
vornehmlich zur Mitgliederwerbung eingesetzt werden kann, stellt das Leistungsspektrum der Gesamtorganisation des Gewerkes
sowie die einzelnen Organisationen und deren
Ansprechpartner und Geschäftsstellen vor.
ATV 18353 „Estricharbeiten“
In zwei Arbeitssitzungen des Hauptausschusses Hochbau erläuterten Vertreter der
Bundesfachgruppe Estrich und Belag die erforderlichen Änderungen für eine aktualisierte
ATV 18353 „Estricharbeiten“. Die veränderten
Stoffnormen und die Neufassung DIN 18560
„Estrich im Bauwesen“ machten eine Überarbeitung erforderlich. Ziel war ebenfalls die
Angleichung der Übermessungsgrößen im
Abschnitt 5 Abrechnung an die ATV‘en „Putz
und Stuckarbeiten“ sowie „Trockenbau“. Im
November wurden die ATV Beratungen abgeschlossen, so dass die Neufassung in der
nächsten VOB-Auflage – die für 2009 erwartet wird – erscheinen wird.sen und Naturstein ein Merkblatt zu Estrichen
aus Grobkornmörtel. Hierin sind insbesondere
Fragestellungen zur Belastung und in diesem
Zusammenhang zur Dicke von Grobkornmörtel sowie das Einsetzen von Drainagen zu erörtern. Erste Ergebnisse werden für Mitte 2009
CEM II Zemente
Aus umwelttechnischen Gesichtspunkten werden zukünftig auf Grund der geringeren Immission bei der Zementherstellung CEM II
Zemente zur Herstellung von Zementestrichen
Verwendung finden. Auf Grund von ersten
Problemen bei der Herstellung von Zementen
mit CEM II Estrichen sah sich die Bundesfachgruppe veranlasst, eine Umfrage zu CEM II
Estrichen und deren Eignung durchzuführen. Daraufhin wurde ein Untersuchungsprogramm geplant, das derzeit vom Institut für
Baustoffprüfung und Fußbodenforschung in
Troisdorf durchgeführt wird.
Die ersten Zwischenergebnisse zeigen folgende Tendenzen:
- Die Eigenschaften des Estrichs (z. B. Austrocknungsverhalten, Oberflächenfestigkeit) können sich bei Umstellung von CEM I
auf CEM II Estriche ändern.
- Mit CEM I geprüfte Zusatzmittel können
sich bei Verwendung von CEM II Zementen
anders auf die Eigenschaften des Estrichs
- Eine Umstellung bei der Verarbeitung von
CEM II Zementen ist bei der Estrichherstellung in der Regel erforderlich, insbesondere
bei der Nachbehandlung.
Konkrete Untersuchungsergebnisse werden
für das Frühjahr 2009 erwartet.Standartleistungsbuch 025 „Estricharbeiten“
Durch die Mitarbeit der Bundesfachgruppe
wird die laufende Aktualisierung des „STLBEstricharbeiten“ sichergestellt.
Merkblatt Grobkornmörtel/Außenbeläge
Die Bundesfachgruppe Estrich und Belag erarbeitet zusammen mit dem Fachverband Flie53 Technischer Verband / Fachbereich Verkehrswegebau
Bundesfachgruppe Brunnenbau,
Spezialtiefbau und GeotechnikDeutsche Brunnenbauertage
Von 16. bis 18. April 2008 führten die Deutschen Brunnenbauertage die Fachwelt nach
Rostrup/Bad Zwischenahn, wo die Teilnehmer ein umfangreiches Tagungsprogramm
erwartete. Gemeinsam mit der Bundesanstalt für Wasserbau BAW wurde als zentrale
Veranstaltung ein dreitägiges Baugrundkolloquium durchgeführt, das von über 150 Teilnehmern besucht wurde. Ergänzt wurde das
Programm durch weitere, inhaltlich aufeinander abgestimmte Fachseminare, die eine Vielzahl von Informationsmöglichkeiten boten.
Das Tagungsprogramm richtete sich an Fachleute aus Unternehmen und erstmalig auch
an Fachleute aus der Verwaltung. Zusammen
mit der Fachausstellung, an der sich rund 80
Aussteller aus ganz Deutschland beteiligten,
wurde ein fachlich sehr breites Spektrum angeboten, das bei den rund 1000 Fachbesuchern auf sehr gute Resonanz stieß. In drei
Ausstellungshallen und auf zahlreichen Freiflächen präsentierten die Aussteller ihre breite
Das neue Tagungskonzept wurde von den Teilnehmern wie auch von der BAW als Mitveranstalter sehr gut angenommen. Die jährlich
stattfindenden Brunnenbauertage werden
nun zukünftig im 3-jährigen Turnus in Verbindung mit der großen Fachausstellung auf dem
Gelände des Bau-ABC Rostrup veranstaltet. Für
die Folgeveranstaltung im Jahr 2011 hat die
Bundesanstalt für Wasserbau bereits ihre aktive Beteiligung zugesagt.
Hinsichtlich der Brunnenbauer-Ausbildung haben wir auf den Bedarf der Betriebe nach einer Intensivierung der Ausbildungsinhalte
bei Festgesteinsbohrungen reagiert. Zukünftig werden die Auszubildenden im Bereich des
Bohrens und des Ausbaus von Festgesteinsbrunnen intensiver geschult.
Darüber hinaus hat sich der Berufsbildungsausschuss der Bundesfachgruppe u.a. mit der
gestiegenen Marktnachfrage nach Schulungen zur „Fachkraft für Probenentnahme und
54Grundwassermessung nach
DIN EN ISO 22475“ (ehemals „Bohrgeräteführer nach DIN 4021“) befasst. In enger Abstimmung mit der DGGT Deutsche Gesellschaft für
Geotechnik wurde im Herbst des Jahres der
Beschluss gefasst, zukünftig den Auszubildenden im Rahmen der Ausbildung die Teilnahme
an der Prüfung zu ermöglichen. Die Pilotphase
zur Erprobung des neuen Konzepts wird voraussichtlich bereits im Frühjahr 2009 starten.
Die anhaltende Nachfrage nach der Nutzung
regenerativer Energien führt für das Brunnenbauerhandwerk vielerorts zu einer dauerhaften Veränderung der angebotenen Leistungen.
Die Nutzung der Erdwärme und die damit verbundene Herstellung von Erdwärmesonden
stellt mittlerweile für viele Betriebe ein eigenständiges Tätigkeitsfeld dar. Wir setzten uns
an vielen Stellen dafür ein, dass zum Schutz
von Boden und Grundwasser die fachlichen
Regeln eingehalten und Erdwärmesonden ausschließlich von Fachbetrieben hergestellt werden.
Mit Unterstützung durch die Bundesfachgruppe konnte im Frühjahr 2008 die Entwicklung
der Gütesicherung „Oberflächennahe geothermische Anlagen, Teil 1:
Erdwärmesonden“, nach
RAL-GZ 969 abgeschlossen
werden. Fachbetriebe des
Brunnenbauerhandwerks
haben somit die Möglichkeit, ihre fachliche Qualifikation im Bereich der
Herstellung von Erdwärmesonden durch ein RAL-Gütezeichen zu dokumentieren.Bundesfachgruppe Straßen- und
(Straßen- und Tiefbaugewerbe im
Deutsche Pflastertage
Am 12. und 13. März 2008 fanden in Fulda
erstmalig die Deutschen Pflastertage statt. Im
Rahmen der Vortrags- und Diskussionsveranstaltung wurde großer Wert darauf gelegt, die
Fachthemen praxisnah zu präsentieren und
der fachlichen Diskussion zwischen Firmen
und Verwaltung Raum zu geben. Die Pflastertage, die auch von einer großen Zahl von
Vertretern der kommunalen Straßenbauverwaltung genutzt wurden, konnten bereits im
ersten Anlauf überzeugen. Aufgrund der sehr
positiven Resonanz der Teilnehmer werden die
Deutschen Pflastertage im Frühjahr 2010 erneut in Fulda stattfinden.
Die Überarbeitung der Meisterverordnung für
das Straßenbauerhandwerk wurde weiter vorangetrieben und zum Ende des Jahres abgeschlossen.
Das von uns mit getragene weiterbildende Studium „Asphalttechnik“ wurde im Jahr
2008 von der TU Dresden angeboten und vermittelt ein vertieftes Wissen in der Asphalttechnologie. Einzigartig an der Maßnahme ist
sicherlich, dass nahezu alle deutschen Hochschulprofessoren aus dem Bereich des Asphaltstraßenbaus als Referenten mitwirken
und somit ein bundesweit einmaliges Qualitätsniveau erreicht werden konnte. Die Teilnehmer werden im Rahmen von 170 Stunden
Lehrveranstaltungen und praxisorientierter
Ausbildung in die Lage versetzt, in allen Anwendungs-, Beratungs- und Schlichtungsfragen den Baustoff Asphalt richtig zu beurteilen,
einzusetzen und zu behandeln.
Unverändert positiv stellt sich die Entwicklung
der von uns initiierten Fortbildungsmaßnahme zum „Zertifizierten Kanalsanierungsberater“ dar. Rund 800 Teilnehmer haben
mittlerweile den 4-wöchigen Weiterbildungslehrgang absolviert, der bundesweit angeboten wird und ein umfangreiches Spektrum in
Theorie und Praxis der Kanalsanierung vermittelt.Regelwerk
Die Entwicklung auf dem Gebiet der Kanalsanierung geht
rasant weiter, weshalb wir
uns für die Erarbeitung einer eigenständigen ATV DIN
18324 „Kanalsanierungsarbeiten“ eingesetzt haben.
Auf diese Weise wird gewährleistet, dass auch
in diesem Bereich zukünftig verlässliche bauvertragliche Regelungen zur Verfügung stehen
Hinsichtlich der Entwicklung der technischen
Regelwerke haben wir unsere aktive Beteiligung in zentralen Normungsgremien weiter
In Bezug auf die Gestaltung von Rahmenbedingungen waren wir u.a. auch im Dialog mit
der Deutschen Bahn AG. Schwerpunkte der
Gespräche mit dem größten privaten deutschen Auftraggeber für Bauleistungen waren
z.B. Verfahrensweisen zur einheitlichen Durchführung der Auftrags- und Nachtragskalkulation.
Das traditionell im Spätherbst in Hannover stattfindende Sachverständigenseminar
Straßen- und Tiefbau traf erneut auf großes
Interesse bei den Sachverständigen des Straßenbauerhandwerks. Das mittlerweile 16. Seminar hat sich zum bundesweiten Treffpunkt
für die Sachverständigen entwickelt. Durch
die zweitägige Veranstaltung pflegen wir den
Kontakt zu den Sachverständigen und fördern
somit das Qualitätsbewusstsein im Straßenund Tiefbau.
Neben der Gestaltung der technischen Regeln
setzen wir uns auch für eine Verbesserung der
bauvertraglichen Rahmenbedingungen ein.
Die von Seiten der öffentlichen Auftraggeber
intensivierte Weiterentwicklung von verschiedenen PPP-Modellen im Straßenbau hat dazu geführt, dass aufgrund der Komplexität der
Projekte kleine und mittelständische Betriebe
von der Teilnahme am Wettbewerb praktisch
ausgeschlossen werden. Wir setzen uns dafür
ein, dass PPP-Projekte im Straßenbau auch in
Größenordnungen konzipiert werden, die eine
Beteiligung des Mittelstandes ermöglichen.55Struktur und OrganisationIm Fokus des
Mit schlanker Struktur,
daf端r aber umso kraftvoller setzen wir uns f端r
die Interessen unserer
Mitglieder ein, jeder auf
seinem Gebiet.56
28Organigramm
Ehrenringtr채ger
Mitgliedsverb채nde
Publikationen5734 Mitgliedsverbände des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes
Dr.-Ing. H.-H. Loewenstein
Dipl.-Kfm. F. Dupré, Dipl.-Kfm. W. Derwald
Vorstandsmitglieder: Fliesenlegermeister H.- J. Aretz, Dipl.-Math. Stuckateurmeister J. G. Hilger,
Dipl.-Ing. (FH) H. Hubert, Dipl.-Ing. (FH) U. Huth, Dipl.-Ing. G. List,
Dipl.-Ing. U. Nostitz, Dipl.-Ing. (FH) W. Paul, Baumeister H. Schlun,
Dipl.-Ing. Th. Sander, Dipl.-Ing. R. Jünemann (kooptiert),Ausschüsse
Wirtschafts- und Rechtspolitik
Vors.: Dipl.-Kfm. W. Derwald
GF: Dr. A. GeyerHauptgeschäftsführung
Sozial- und TarifpolitikProf. Dr. K. Robl (-405)
HauptgeschäftsführerVors.: Dipl.-Kfm. F. Dupré
GF: RA H. SchröerBerufsbildung
Vors.: Dipl.-Ing. (FH) G. Dautermann
GF: Dr. C. VaterPresse-/
Dr. I. K. Klein (-409)
Dipl.-Kffr. C. Hollube (-449)Betriebswirtschaft
Vors.: Dipl.-Ing. K.-H. Brömer
GF: Dr. A. GeyerWirtschaftSozial- und TarifpolitikUnternehmensentwicklungBaumaschinen und GeräteDr. A. Geyer (-456)
HauptabteilungsleiterRA H. Schröer (-504)
Stv. HauptgeschäftsführerDipl.-Ing. M. Heide (-555)
GeschäftsführerUmwelt und TechnikBetriebswirtschaft, EDV
N.N. (-404)Sozial- u. Tarifpolitik,
BerufsbildungTechnikpolitikVors.: Dipl.-Kfm. F. Dupré
GF: Dipl.-Ing. M. HeideVors.: Dipl.-Ing. (FH) H. Stiglocher
GF: AdB Dipl.-Ing. R. DomscheidDr. D. Stybny (-502)
Dr. C. Vater (-514)
RA J. Wohlfeil (-509)Auslandsbau
Vors.: Dipl.-Ing. U. Klein
GF: Dipl.-Ing. H. SchgeinerGesellschaft zur Förderung des
Deutschen Baugewerbes mbH
GF: Prof. Dr. K. RoblBundesvereinigung
BauwirtschaftVereinigung Junger
BauunternehmerGF: Prof. Dr. K. RoblVors.: Dipl.-Ing. R. Jünemann
GF: Dr. I. K. Klein58AdB Dipl.-Ing. R. Domscheid (-547)
Dipl.-Ing. (FH) R. Glauner (-534)
Dipl.-Ing. R. Kabelitz-Ciré (-536)
Dipl.-Ing. D. Kuhlenkamp (-540)
Dipl.-Ing. H. Schgeiner (-553)
Dipl.-W.-Ing. R. Voos (-434)
Dipl.-Ing. G. Winkler (-120)Zentralverband Deutsches Baugewerbe
Postfach 080352
E-Mail bau@zdb.de
www.zdb.de Struktur und Organisation / OrganigrammBundesfachgruppen
Fachbereich Innovation und
GF:Dipl.-Kfm. F. Dupré
Dipl.-Ing. M. HeideFachbereich HochbauFeuerungs-, Schornstein- und IndustrieofenbauVors.:
GF:Vors.: Dipl.-Ing. W. Schweida
GF: RA J. WohlfeilDipl.-Ing. Th. Sander
Dipl.-Ing. G. WinklerFinanz- und
PersonalverwaltungHochbau
Vors.: Dipl.-Ing. Th. Sander
GF: Dipl.-Ing. G. Winkler (komm.)C. Arndt (-451)Holzbau und Ausbau
Vors.: Dipl.-Ing. U. Huth
GF: Dipl.-Ing. R. Kabelitz-CiréRecht
RA F. Pakleppa (-436)
GeschäftsführerFachbereich AusbauBetonwerkstein, Fertigteile, Terrazzo und NatursteinVors.: Fliesenlegermeister H.-J. Aretz
GF: Dipl. Wirtsch.-Ing. R. VoosVors.: Dipl.-Ing. W. Reinhardt
GF: AdB Dipl.-Ing. R. DomscheidBau-, Vergabe-,
SteuerrechtEstrich und Belag
Vors.: Estrichlegermeister B. Abert
GF: Dipl. Wirtsch.-Ing. R. VoosRA Dr. Ph. Mesenburg (-440)
RAin B. Rosset (-438)Fliesen- und Plattenverlegegewerbe
Vors.: Fliesenlegermeister H.-J. Aretz
GF: Dipl. Wirtsch.-Ing. R. VoosHolzbau und Ausbau
Stv. Vors.: Zimmermeister G. König
GF: Dipl.-Ing. R. Kabelitz-CiréStuck - Putz - Trockenbau
Vors.: Dipl.-Math. Stuckateurmeister J. G. Hilger
GF: Dipl.-Ing. M. HeideWärme-, Kälte-, Schall- und Brandschutz
Vors.: Isoliermeister P. Baum
GF: AdB Dipl.-Ing. R. DomscheidFachbereich VerkehrswegebauStraßen- und TiefbauVors.: Dipl.-Ing. (FH) W. Paul
GF: Dipl.-Ing. H. SchgeinerVors.: Dipl.-Ing. Franz Keren
GF: Dipl.-Ing. H. SchgeinerBrunnenbau, Spezialtiefbau und Geotechnik
Vors.: Brunnenbauermeisterin E. Fluhme
GF: Dipl.-Ing. H. Schgeiner59 Struktur und Organisation / Vorstand
Eichbauer Bauunternehmung
Postfach 80 05 49
Tel. 089 993-116
Fax 089 993 -11899
postmaster@eichbauer.comPräsident
Tel. 06103 83359-0
Fax 06103 83359-66
jb-bau@jbratengeier.deVizepräsidenten
Franz-Kirmeier-Str. 17
Tel. 06232 71061
Fax 06232 71066
wb@cdupre.de
DERWALD GmbH & Co. KG
Postfach 10 08 42
Tel. 0231 8407-0
Fax 0231 813258
info@derwald.de60Schatzmeister
info@derwald.deMitglieder
Hans-Josef Aretz
Tel. 02451 90333-0
Fax 02451 90333-33
info@aretz.net
Dipl.-Math. Stuckateurmeister
Jürgen G. Hilger
Tel. 0221 7124496
Fax 0221 7124498
Gibitzenhofstraße 58
Tel. 0911 941909-0
Fax 0911 941909-20
info@hubert-bau.de
Ullrich Huth Holzbau Dachbau Hausbau
Mauritiusstraße 48 - 50
Tel. 06731 7639
Fax 06731 44431
kontakt@ullrich-huth.deDipl.-Ing.
Tel. 05921 8840-46
Fax 05921 8840-60
gerhard.list@listbau.de
Nostitz & Partner
Bautzener Straße 98
02692 Großpostwitz/OT Ebendörfel
Tel. 03591 35197-0
Fax 03591 35197-9
info@nostitz-bau.de
Tel. 07191 213-0
Fax 07191 213-133
info@lukas-glaeser.de
Heinz Sander-Bau GmbH
Tel. 040 210072-0
Fax 040 210072-18
sander.bau@t-online.de
Hubert Schlun
52532 Gangelt
Tel. 02454 581-0
Fax 02454 8483
info@schlun.deKooptiertes Mitglied
Ralf Jünemann
Jünemann Tief-, Straßen- und
Tel. 05105 51 93-0
Fax 05105 51 93-60
info@juenemann.deRechnungsprüfer
Michael Kellner Baugesellschaft mbH
Tel. 0511 831289
Fax 0511 831229
Sigmar Madlener
Madlener - Baubetreuung
Baischstraße 4
Tel. 0721 913796-0
Fax 0721 913796-20Stellvertretender Rechungsprüfer
Ingenieurbüro für Straßen- und Tiefbau
Wüstenhöfer Straße 149
Tel. 0201 86728-14
Fax 0201 86728-20
oehler-essen@arcor.de61 Struktur und Organistion / Ehrenringträger
Träger des Ehrenrings des
Deutschen Baugewerbes1.
49.62Baumeister Carlos Blaschke <, Hamburg
Baumeister Peter Roos <, Düsseldorf
Stukkateurmeister Josef Späth <, Gräfelfing b. München
Bau- und Zimmermeister Karl Brill <, Kassel
Baumeister Wilhelm Rischmüller <, Hannover
Präsident Diplom-Ingenieur Ernst Liebergesell <, München, Präsident 1951 - 1968
Baumeister Alois Geiger <, Kaiserslautern
Hauptgeschäftsführer i.R. Dr. Hans Honigmann <, Aachen
Verbandsdirektor i.R. Dr. Erwin Gerland <, Kassel
Bau-Ingenieur Albert Baum <, Düsseldorf
Präsident Diplom-Ingenieur August Hackert <, Bochum, Präsident 1968 - 1978
Straßenbauermeister Hans Harms <, Hamburg
Baumeister Eduard Barghusen <, Hamburg
Stv. Hauptgeschäftsführer i.R. Dr. Wilhelm Klein <, Bonn
Hauptgeschäftsführer Dr. Otto Ettwein <, Baden-Baden
Maurermeister Robert Sieber <, Mannheim
Baumeister H. Thölken <, Bremen
Baumeister Ferdinand Becker <, Altenkirchen/Westerwald
Zimmermeister Heinz Philippen <, Düsseldorf
Baumeister Wilhelm Schäfer <, Freiburg
Bauunternehmer Kurt Lombard <, Frankfurt a.M.
Stukkateurmeister Wilhelm Flad <, Freiburg
Verbandsdirektor i.R. Dr.-Ingenieur Karl Plümecke <, Wiesbaden
Hauptgeschäftsführer i.R. Diplom-Kaufmann Wilhelm Brüggemann <, Kiel
Hauptgeschäftsführer i.R. Diplom-Volkswirt Dr. Hans Preute <, Essen
Hauptgeschäftsführer Diplom-Volkswirt Dr. Erich Rocholl <, Hannover
Hauptgeschäftsführer i.R. Dr. Karl Zeiger <, Hamburg
Stv. Hauptgeschäftsführer i.R. Diplom-Kaufmann Dr. Erich Peltz <, Düsseldorf
Geschäftsführer i.R. Diplom-Volkswirt Ludwig Rebholz <, Mannheim
Diplom-Ingenieur Friedrich Wieland <, Singen
Straßenbauermeister Gustav Ziegenhagen <, Berlin
Stv. Hauptgeschäftsfüher i.R. Dr. Rudolf von der Blumensaat <, Hamburg
Bau-Ingenieur Georg Burghard <, Kassel
Isoliermeister Hans Röckelein <, München
Diplom-Ingenieur Walter Schäfer <, Stuttgart
Diplom-Ingenieur Otto H. Vogel <, Mannheim
Hauptgeschäftsführer i.R. Dr. Horst Petermann <, Frankfurt a.M.
Ehrenvorstandsmitglied Bau-Ingenieur Hans Langemann, Köln
Bau-Ingenieur Eduard Kähding <, Kiel
Bau-Ingenieur Hermann Borchard <, Münster
Estrichlegermeister Helmut Knöller <, Nürnberg
Fliesenlegermeister Karl Körner <, Stuttgart
Straßenbauermeister Erich Gelhausen <, Kierspe
Bauunternehmer Hans Bunk <, Bad Homburg
Ingenieur Heinrich Stade <, Heide/Holstein
Verbandsdirektor i.R. Karl Weber <, Kaiserlautern
Diplom-Ingenieur Hans Papenhoff <, Bochum
Diplom-Ingenieur Architekt Bruno Musolff, Offenbach
Minister a.D. Zimmermeister Karl Möller <, Quakenbrück50.
87.Verbandsdirektor i.R. Dr. Karl-Heinz Kleine, Castrop-Rauxel
Bau-Ingenieur Richard Wurbs , Kassel
Geschäftsführer i.R. Carl Brocksiepe, Bonn
Zimmermeister Donat Müller <, Augsburg
Geschäftsführer i.R. Friedhelm Bohn, Rheinbreitbach
Hauptgeschäftsführer i.R. Rechtsanwalt Wolfgang Barke <, Bonn
Diplom-Volkswirt Franz Schmieder <, Ilvesheim, Vizepräsident 1980 - 1993
Hauptgeschäftsführer i.R. Dr.-Ingenieur Jörg Holzinger, Bonn
Ehrenvorstandsmitglied Isoliermeister Heinz Gass, Freiburg
Betonstein und Terrazzoherstellermeister Martin Ihle, Murrhardt
Bau-Ingenieur Rolf Jacobs, Düsseldorf
Ehrenpräsident Diplom-Ingenieur Fritz Eichbauer, München, Präsident 1978 - 2000
Maurermeister Klaus Ewig <, Hildesheim
Steinholzlegermeister Alfred Chini, Freudenstadt
Baumeister Walter Derwald <, Dortmund
Bauunternehmer Günter Schirmer, Oberhausen
Diplom-Ingenieur Klaus Hochheim <, Wuppertal, Vizepräsident 1986 - 1994
Hauptgeschäftführer i.R. Rechtsanwalt Prof. Ludwig Glatzel, Frankfurt a.M.
Verbandsdirektor i.R. Rechtsanwalt Dr. Dieter Rummler, Merzhausen
Stuckateurmeister Georg Kopp <, Nürnberg
Bau-Ingenieur Rolf Hubert <, Nürnberg
Hauptgeschäftsführer i.R. Diplom-Volkswirt Klaus Schmidt, Hannover
Hauptgeschäftsführer i.R. Dr. Klaus Krämer, Hamburg
Hauptgeschäftsführer i.R. Rechtsanwalt Christian Holstein, Kiel
Zimmermeister Günter Kuhs <, Freiburg
Diplom-Ingenieur Heinz Freudenberg, Hamburg
Diplom-Ingenieur Dieter Brauckmann, Gladbeck
Hauptgeschäftsführer i.R. Rechtsanwalt Dr. Nils Kleine-Möller, München
Baumeister Diplom-Ingenieur Dieter Horchler, Hamburg
Diplom-Ingenieur Diplom-Volkswirt Laurenz Börgel, Ibbenbüren
Diplom-Ingenieur Werner Kahl <, Hamburg, Vizepräsident 2000 - 2004
Baumeister Hubert Schlun, Gangelt
Diplom-Ingenieur Hans-Ulrich Greimel, Herrsching, Vizepräsident 1994 - 1995
Hauptgeschäftsführer i.R. Rechtsanwalt Dr. Olaf Hofmann, München
Ehrenvorstandsmitglied Diplom-Ingenieur Arndt Frauenrath, Heinsberg, Präsident 2000 - 2006
Diplom-Kaufmann Peter Huber, Heidelberg, Vizepräsident 1996-1999
Heinz Heiler, Waghäusel, Vizepräsident 2004 - 2006
Diplom-Ingenieur Heinrich Cordes, Rotenburg63 Struktur und Organisation / Mitgliedsverbände
BundeslandVerbandVorsitzGeschäftsführungBaden-WürttembergVerband der Bauwirtschaft
SüdbadenVizepräsident und Vorsitzender der Sparte Baugewerbe
Dipl.-Ing. Hans-Peter FrühVerbandsdirektor
RA Michael HafnerBadischer Zimmererund Holzbauverband e. V.Präsident
Zimmermeister Rolf KuriVerbandsdirektor
RA Michael HafnerFachverband Ausbau und Fassade
Baden e. V.Vorsitzender
Michael BleichVerbandsdirektor
RA Michael HafnerFachverband Bau
Württemberg e. V.Vorsitzender
Maurermeister Horst KöhlerHauptgeschäftsführer
RA Dieter DienerVerband des Zimmerer- und
Holzbaugewerbes
Baden-WürttembergPräsident
Josef SchlosserHauptgeschäftsführer
Dipl.- Bw. Joachim
HörrmannVerband Bauwirtschaft
NordbadenVizepräsident und Vorsitzender der Sparte Baugewerbe
Dipl.-Ing. Jürgen PfirmannHauptgeschäftsführer
RA Thomas MöllerFachverband der Stuckateure für
Baden-WürttembergVorsitzender
Rainer KönigGeschäftsführer
RA Wolfram KümmelLandesinnungsverband
Fliesen Baden-WürttembergVorsitzender
Heinz MessnerGeschäftsführer
Hans HessFachverband Fußbodenbau Baden-WürttembergVorsitzender
Dipl.-Ing. Rüdiger AdeHauptgeschäftsführer
Dipl.-Kfm. Boris A. GruberLandesverband Bayerischer Bauinnungen/Verband baugewerblicher Unternehmer Bayerns e. V.Präsident
Dipl.-Ing (FH) Helmut HubertHauptgeschäftsführer
RA Andreas DemharterLandesinnungsverband des Bayerischen Zimmererhandwerks/
Verband der Zimmerer- und Holzbauunternehmer in Bayern e. V.Präsident
Zimmermeister Georg
KönigHauptgeschäftsführer
RA Alexander HablaLandesverband Bauhandwerk
Brandenburg und Berlin e. V.Vorsitzender
Bodo PilgrimowskiGeschäftsführerin
Edeltraud LüderitzLandesinnungsverband
der Fliesen-, Platten- &
Mosaikleger BrandenburgLandesfachgruppenleiter
Christian LutzGeschäftsführerin
Edeltraud LüderitzBremenVerband Baugewerblicher Unternehmer im Lande Bremen e. V.Vorsitzender
Bau-Ing. Jürgen RotschiesGeschäftsführer
Ass. jur. Dieter SmiejaHamburgNorddeutscher
Baugewerbeverband e. V.Vorsitzender
Dipl.- Ing. Thomas SanderHauptgeschäftsführer
RA Michael SeitzHessenVerband baugewerblicher Unternehmer Hessen e. V.Vorsitzender
Dipl.-Ing. Michael
KellermannHauptgeschäftsführer
RA Rainer von BorstelBayernBrandenburg/Berlin64AdresseTelefon/FaxE-Mail/InternetHolbeinstraße 16
79100 FreiburgTelefon 0761 70302-0
Telefax 0761 70302-30vbs@bausuedbaden.de
www.bausuedbaden.deHolbeinstraße 16
Telefax 0761 70302-30holzbau@bausuedbaden.de
Telefax 0761 70302-30stuck@bausuedbaden.de
www.stukkateur-baden.deHohenzollernstraße 25
70178 StuttgartTelefon 0711 64853-0
Telefax 0711 64853-49info@fachverband-bau.de
www.fachverband-bau.deHackländerstraße 43
70184 StuttgartTelefon 0711 23996-50
Telefax 0711 23996-60info@holzbau-online.de
www.holzbau-online.deBassermannstraße 40
68053 MannheimTelefon 0621 42301-0
Telefax 0621 42301-20info@bau-nordbaden.de
www.bau-nordbaden.deWollgrasweg 23
70599 StuttgartTelefon 0711 45123-0
Telefax 0711 45123-50info@stuck-verband.de
www.stuck-verband.deRessestraße 1
70599 StuttgartTelefon 0711 451035-30
Telefax 0711 451035-55info@fliesen-bw.de
www.fliesen-bw.deCharlottenstraße 3
71032 BöblingenTelefon 07031 71052-0
Telefax 07031 71052-1info@fussbodenbau. de
www.fussbodenbau.dePostfach 201316
80336 MünchenTelefon 089 7679-0
Telefax 089 768562info@lbb-bayern.de
www.lbb-bayern.dePostfach 402064
80720 München
80804 MünchenTelefon 089 36085-0
Telefax 089 36085-100info@zimmerer-bayern.com
www.zimmerer-bayern. comRöhrenstraße 6
14480 PotsdamTelefon 0331 2700233
Telefax 0331 2705633buero@lv-bbb.de
www.lv-bbb.deRöhrenstraße 6
14480 PotsdamTelefon 0331 6204658
Telefax 0331 2705633buero@lv-bbb.deAußer der Schleifmühle 53
28203 BremenTelefon 0421 339377
Telefax 0421 323081info@vbu-bremen. de
www.vbu-bremen.deSemperstraße 24
22303 HamburgTelefon 040 2263255-0
Telefax 040 2263255-33info@bau-innung.de
www.bau-innung.de/ nbvPostfach 500251
60392 Frankfurt
60439 FrankfurtTelefon 069 95809-0
Telefax 069 95809-233baugewerbe@bgvht. de
www.bgvht.de65BundeslandVerbandVorsitzGeschäftsführungHessenVerband Hessischer
Zimmermeister e. V.Vorsitzender
Dipl.-Ing. Helmut KlumbGeschäftsführer
Dipl.- Holzwirt
Helmhard NeuenhagenNiedersachsenBaugewerbe-Verband
Niedersachsen/Verband
Niedersachsen e. V.Präsident
Dipl.-Ing. Rainer LorenzHauptgeschäftsführer
Ass. jur. Hans EspelNordrhein-WestfalenBaugewerbe-Verband
NordrheinPräsident
Baumeister Hubert SchlunHauptgeschäftsführer
RA Lutz PollmannFachverband Ausbau und Fassade
Nordrhein-Westfalen, StuckPutz-Trockenbau-FarbeVorsitzender
Rolfgeorg JülichHauptgeschäftsführer
RA Lutz PollmannStraßen- und Tiefbauverband
Nordrhein-WestfalenVorsitzender
Dipl-Ing. Joachim SelzerHauptgeschäftsführer
RA Lutz PollmannZimmerer- und HolzbauVerband NordrheinVorsitzender
Dipl.-Ing. Ulrich HamacherHauptgeschäftsführer
RA Lutz PollmannBaugewerbeverband
WestfalenPräsident
Dipl.-Kfm. Walter DerwaldHauptgeschäftsführer
Hermann Schulte-HiltropStuck-, Putz- und Trockenbau
Westfalen e.V.Vorsitzender
Karl WeberHauptgeschäftsführer
Hermann Schulte-HiltropBaugewerbeverband
Rheinland-Pfalz e.V.Präsident
Dipl.-Kfm. Frank DupréHauptgeschäftsführer
RA Dr. Harald WeberLandesverband Bauindustrie
Rheinland-Pfalz e. V.Vorsitzender
Karl-Wilhem FaberHauptgeschäftsführer
Dr. Martin DossmannSaarlandArbeitgeberverband der
Bauwirtschaft des SaarlandesPräsident
Hans-Ludwig BernardiHauptgeschäftsführer
RA Karl HannigSachsenLandesverband Sächsischer Bauinnungen – Sächsischer Baugewerbeverband e. V.Präsident
Bauing. Andreas BaumannHauptgeschäftsführer
RA Klaus BertramLandesinnungsverband des Sächsischen StraßenbaugewerbesPräsident
Hans-Peter ZschochGeschäftsführer
RA Steffen HinzVerbände des Zimmerer- und
für Mitteldeutschland e. V.Präsident
Klaus-Hubert HeinemannGeschäftsführer
Rainer KozierazSachsen-AnhaltBaugewerbe-Verband
Sachsen-AnhaltPräsident
Dipl.-Ing. Lutz BlaschkeHauptgeschäftsführer
RA Giso TöpferSchleswig-HolsteinBaugewerbeverband SchleswigHolsteinVorsitzender
Maurermeister Sönke VoßHauptgeschäftsführer
RA Georg SchareckThüringenVerband baugewerblicher
Unternehmer Thüringen e. V.Präsident
Dipl.-Ing. (FH) Manfred
SchlinkGeschäftsführer
Dipl.-Jur. Dipl.-Ing.
Klaus-Peter DünklerÜberregionalDeutscher Holz- und
Bautenschutzverband e. V.Präsident
Dipl.-Ing. Horst EickhoffBundesgeschäftsführer
Dr. Friedrich W. RemesRheinland-Pfalz66AdresseTelefon/FaxE-Mail/InternetPostfach 10 38 26
34038 Kassel
34123 KasselTelefon 0561 95897-13
Telefax 0561 582923info@zimmerer-hessen.de
www.zimmerer-hessen.dePostfach 610169
30625 HannoverTelefon 0511 95757-0
Telefax 0511 95757-40kontakt@bvn.de
www.bvn.dePostfach 10 14 53
40239 DüsseldorfTelefon 0211 91429-0
Telefax 0211 91429-31info@bgv-nrw.de
www.bgv-nrw.deGraf-Recke-Straße 43
www.bgv-nrw.deWestfalendamm 229
44141 DortmundTelefon 0231 941158-0
Telefax 0231 941158-40info@bauverbaende.de
www.bauverbaende.deWestfalendamm 229
www.bauverbaende.deMax-Hufschmidt-Straße 11
55130 MainzTelefon 06131 98349-0
Telefax 06131 98349-49bgv@bgvmz.de
www.bgv-rheinland-pfalz.deAm Linsenberg 16
55131 MainzTelefon 06131 2617-0
Telefax 06131 2617-22mainz@bauindustrie-rlp.de
www.bauindustrie-rlp.dePostfach 100245
66123 SaarbrückenTelefon 0681 38925-0
Telefax 0681 38925-20agv@bau-saar.de
www.bau-saar.deNeuländer Straße 29
01129 DresdenTelefon 0351 21196-0
Telefax 0351 21196-17info@sbv.nu
www.sbv.nuSiedlerstraße 11
01662 MeißenTelefon 03521 40008-1
Telefax 03521 40008-2strassenbau@liv-strassenbau-sachsen.de
www.liv-strassenbau-sachsen.deWölkauer Weg 1
04129 LeipzigTelefon 0341 46762-0
Telefax 0341 46762-22info@zimmerer-mdl.de
www.zimmerer-mdl.deLorenzweg 56
39128 MagdeburgTelefon 0391 5322-180
Telefax 0391 5322-189info@bgv-vdz.de
www.bgv-vdz.deHopfenstraße 2e
24114 KielTelefon 0431 53547-0
Telefax 0431 53547-77info@bau-sh.de
www.bau-sh.deEugen-Richter-Straße 44
99085 ErfurtTelefon 0361 24106-3
Telefax 0361 24106-50post@tbgv.de
www.tbgv.dePostfach 400220
50858 KölnTelefon 02234 48455
Telefax 02234 49314info@dhbv.de
www.dhbv.de67 Struktur und Organisation / Publikationen
Erscheint jährlichÖPP im kommunalen Hochbau
Möglichkeiten und Anforderungen für das
mittelständische Baugewerbe
(Mai 2006)Baumarkt
Ergebnisse, Entwicklungen, Tendenzen
Erscheint jährlichVOB 2006
(November 2006)Analyse & Prognose
Bauwirtschaftlicher Bericht
Erscheint jährlichMerkblatt „Toleranzen im Hochbau nach
DIN 18202“
(August 2007)Konjunktur & Analyse
Aktuelle Lage und Entwicklung im Bauhauptgewerbe
Erscheint vierteljährlichEnergieeinsparverordnung EnEV 2007
(Oktober 2007)PeriodikaZDB-Direkt
Aktuelles über das Deutsche Baugewerbe
Erscheint 6-mal jährlichSaison-Kurzarbeitergeld und ergänzende
Leistungen für das Baugewerbe
(Mai 2008)ZDB-Infos
Ein Jahrhundert im Bau.
Die Geschichte des Deutschen Baugewerbes
im 20. Jahrhundert (Oktober 2000)
Novellierung der Handwerksordnung (HwO)
Auswirkungen auf die Bauwirtschaft
Preisvorbehalte und Preisgleitklauseln in
Leitlinien zum Kartellrecht
Los-ARGE-Vertrag
Die Zusammenarbeit von Unternehmen durch
Bildung von Los-ARGEN mit Hinweisen zur
10 Jahre Tarifpolitik
Ausführung von Wänden aus Mauerwerk
68Weitere Schriften
Zukunft Bau: Strategien und Maßnahmen
(November 1998 / Schrift 48)
Unternehmerhandbuch für Bauorganisation
und Betriebsführung
Chancen und Risiken für Bauunternehmen
(November 2002 / Schrift 50)
Optimierung der Wertschöpfungskette Bau
(September 2005 / Schrift 51)
Qualität und Qualitätspolitik im Baumarkt
(Dezember 2006 / Schrift 52)
Erfolgsorientierte IT-gestützte
(November 2008 / Schrift 53)All pages:24671011121314151617181920212223242526272829303132333637383940414243444547484950515253545556576061626364656667686970InfoFavouriteLikeShareDownloadMoreGeschäftsbericht 2008 Published on Feb 21, 2013 Geschäftsbericht 2008deutschesbaugewerbeFollowRead moreRead moreSimilar toPopular nowJust for youGo explore

References: § 82

§ 82
 § 82

§ 10
 BGH 
 BGH 
 BGH 

BGH 
 BGH 

§ 13
 § 12
 BGH 

§ 648
 § 310
 § 8

§ 175