Source: https://gesetze-in-app.de/UrhG/51
Timestamp: 2019-09-23 17:23:15+00:00

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3.einzelne Stellen eines erschienenen Werkes der Musik in einem selbständigen Werk der Musik angeführt werden.Von der Zitierbefugnis gemäß den Sätzen 1 und 2 umfasst ist die Nutzung einer Abbildung oder sonstigen Vervielfältigung des zitierten Werkes, auch wenn diese selbst durch ein Urheberrecht oder ein verwandtes Schutzrecht geschützt ist.
BGH, URTEIL vom 4.11.2015, Az. I ZR 69/14 33	(1) Allerdings ist bei der Interessenabwägung zu berücksichtigen, ob und in welchem Umfang durch das Zitat die dem Rechteinhaber zustehenden Verwertungsmöglichkeiten beeinträchtigt werden (vgl. BGH, Urteil vom 17. Oktober 1958 - I ZR 180/57, BGHZ 28, 234, 243 - Verkehrskinderlied; BGH, GRUR 1986, 59, 61 -Geistchristentum; BGH, Urteil vom 4. Dezember 1986 -1 ZR 189/84, GRUR 1987, 362, 364 - Filmzitat; Schricker/Spindler in Schricker/ Loewenheim aaO § 51 UrhG Rn. 23; Dustmann in Fromm/Nordemann aaO § 51 UrhG Rn. 18).
LG München, vom 4.2.2012, Az. 7 O 1533/12 b) Angesichts der Tatsache, dass die wiedergegebenen Originalauszüge nicht das gesamte Werk umfassen, ist die Zulässigkeit der Übernahmen nicht an § 51 Satz 2 Nr. 1 (wissenschaftliches Großzitat), sondern an § 51 Satz 2 Nr. 2 UrhG (Kleinzitate) zu messen, vgl. BGH Urteil vom 23.05.1985,
LG München, vom 4.2.2012, Az. 7 O 1533/12 a. Der in § 51 Satz 1 und am Ende von Satz 2 Ziff.1 erwähnte Zitatzweck ist die entscheidende Voraussetzung für die Anwendung des § 51 (BGHZ 85, 1, 10 f., zitiert nach Schricker, Urheberrecht, 3. Auflage, Rdnr. 14 zu §51 UrhG).
LG München, vom 4.2.2012, Az. 7 O 1533/12 Damit sind sie aber durch die in § URHG § 51 UrhG normierte Zitierfreiheit, die im Interesse des allgemeinen kulturellen und wissenschaftlichen Fortschritts in das Gesetz aufgenommen worden ist (vgl. BGHZ 28, BGHZ Band 28 Seite 234, BGHZ Band 28 Seite 242 f. - Verkehrskinderlied zur Fussnote 4; 50, 147, 152 - Kandinsky zur Fussnote 5 ), nicht mehr gedeckt.“
BGH, URTEIL vom 4.3.2011, Az. I ZR 56/09 Zudem ist das aus dem Urheberrecht bekannte Bildzitat (vgl. BGHZ 126, 313, 320 - Museums-Katalog; Schricker/Spindler in Schricker/ Loewenheim, Urheberrecht, 4. Aufl., § 51 UrhG Rn. 45 mwN) mit der von § 40 Nr. 3 Fall 1 GeschmMG erfassten bildlichen Wiedergabe eines Musters vergleichbar (vgl. Auler in Büscher/Dittmer/Schiwy aaO § 40 GeschmMG Rn. 1, Art. 20 GGV Rn. 4).
BGH, URTEIL vom 4.3.2011, Az. I ZR 56/09 46	bb) Ein Zitat ist nach § 51 UrhG nur zulässig, wenn eine innere Verbindung zwischen dem verwendeten fremden Werk und eigenen Gedanken des Zitierenden hergestellt wird und das Zitat als Belegstelle oder Erörterungsgrundlage für selbständige Ausführungen des Zitierenden dient (BGH, Urteil vom 20. Dezember 2007 -1 ZR 42/05, BGHZ 175, 135 Rn. 42 - TV-Total; BGHZ 185, 291 Rn. 26 - Vorschaubilder; BGH, GRUR 2011, 415 Rn. 22 - Kunstausstellung im Online-Archiv).
LG Köln, Urteil vom 3.0.2009, Az. 28 O 647/08 Das Bundesverfassungsgericht hat im Rahmen der Auslegung des Zitatrechts (§ 51 UrhG) ausgeführt, dass das Verwertungsinteresse des Berechtigten bei nur geringen wirtschaftlichen Nachteilen hinter den Interessen der Kunstfreiheit zurücktreten muss (BVerfG in GRUR 2001, 149, 151 - Germania 3).
BGH, URTEIL vom 5.5.1981, Az. I ZR 95/79 Damit sind sie aber durch die in § 51 UrhG normierte Zitierfreiheit, die im Interesse des allgemeinen kulturellen und wissenschaftlichen Fortschritts in das Gesetz aufgenommen worden ist (vgl. BGHZ 28, 234, 242 f - Verkehrskinderlied); 50, 147, 152 -Kandinsky), nicht mehr gedeckt.

References: § 51
 § 51
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 BGH 
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 §51
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 § 40
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 Art. 20
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