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Timestamp: 2020-01-21 17:13:44+00:00

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BGH, 23.04.1991 - XI ZR 128/90 - dejure.org
https://dejure.org/1991,132
BGH, 23.04.1991 - XI ZR 128/90 (https://dejure.org/1991,132)
BGH, Entscheidung vom 23.04.1991 - XI ZR 128/90 (https://dejure.org/1991,132)
BGH, Entscheidung vom 23. April 1991 - XI ZR 128/90 (https://dejure.org/1991,132)
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Kreditkarte - Mißbrauchsrisiko - AGB - Grobe Fahrlässigkeit
Unwirksamkeit der Haftungsfreizeichnung eines Kreditkartenausgebers unabhängig vom Verschulden des Kunden oder für die Zeit nach Eingang einer Verlustanzeige ("massacard")
Abwälzung des Missbrauchsrisikos bei Kreditkarten durch AGB
Zur Regelung des Mißbrauchsrisikos bei Kundenkreditkarten in AGBs
AGBG § 9 Abs. 1, Abs. 2 Nr. 1, § 13; BGB § 276
BGHZ 114, 238
MDR 1991, 720
WM 1991, 1110
DB 1991, 1447
JR 1992, 371
JR 1992, 374
Allerdings kann die formularvertragliche Überwälzung der laufenden Schönheitsreparaturen auf den Mieter einer unrenoviert oder renovierungsbedürftig übergebenen Wohnung gleichwohl wirksam vereinbart werden, sofern die Verpflichtung des Mieters zur Beseitigung vorvertraglicher Abnutzungsspuren durch einen vom Vermieter gewährten Ausgleich kompensiert wird, durch den der Mieter so gestellt wird, als sei ihm renovierter Wohnraum überlassen worden (vgl. BGH, Urteile vom 25. Oktober 1995 - VIII ZR 258/94, NJW 1996, 389 unter II 2 d; vom 23. April 1991 - XI ZR 128/90, BGHZ 114, 238, 246 mwN).
Zwar ist anerkannt, dass eine den Vertragspartner benachteiligende Abweichung vom dispositiven Gesetzesrecht durch Gewährung anderer rechtlicher Vorteile kompensiert werden kann (Senatsurteil vom 23. April 1991 - XI ZR 128/90, BGHZ 114, 238, 242 f. und 246).
Ob hingegen eine von § 449 Abs. 2 BGB abweichende Klausel in AGB unwirksam ist, weil sie von "wesentlichen Grundgedanken einer gesetzlichen Regelung" abweicht und damit eine unangemessene Benachteiligung des Vertragspartners des Verwenders indiziert (§ 307 Abs. 2 Nr. 1, Abs. 1 Satz 1 BGB), hängt davon ab, ob § 449 Abs. 2 BGB Ausdruck eines allgemeinen Gerechtigkeitsgebotes ist oder der Vorschrift nur Zweckmäßigkeitserwägungen zugrunde liegen (vgl. BGHZ 115, 38, 42; 114, 238, 240; 98, 206, 211 m.w.N.).
Es spricht deshalb für die Zulässigkeit eines Haftungsausschlusses, wenn der Verwender sich im hier gegebenen Rahmen von Schadensrisiken freizeichnet, die er - weil weder vorhersehbar noch vertragstypisch - nicht überschauen oder sonst in zumutbarer Weise vermeiden kann (vgl. BGH, Urteil vom 23. April 1991 - XI ZR 128/90, BGHZ 114, 238, 243;… Beschluss vom 24. Oktober 2001 - VIII ARZ 1/01, aaO).
Das Missbrauchsrisiko bei vom Inhaber nicht verschuldetem Missbrauch der Kreditkarte traf nach § 676h BGB aF vielmehr den Aussteller der Karte (Senatsurteil vom 23. April 1991 - XI ZR 128/90, BGHZ 114, 238, 242;… MünchKommBGB/Casper, 5. Aufl., § 676h Rn. 34;… Fandrich in Graf von Westphalen, Vertragsrecht und AGB-Klauselwerke, 28. Aufl., Kreditkartenvertrag Rn. 40).
Bankenhaftung bei ec-Kartenmissbrauch: Ausschluss eines Anscheinsbeweises zu …
OLG Schleswig, 15.05.1997 - 2 U 37/96
Unwirksamkeit von Klauseln in Verträgen über Mobilfunkdienstleistungen
AG Hamburg, 14.10.1999 - 22a C 216/99

References: § 9
 § 13
 § 276
 § 449
 § 449
 § 676
 § 676