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Timestamp: 2016-10-28 08:38:37+00:00

Document:
U 293/06 (22.06.2007)
Bundesrichter Fr�sard, Ersatzrichter Weber,
W.________, 1971, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch F�rsprecher Luigi R. Rossi, Oberer Graben 3, 9000 St. Gallen,
W.________, geboren 1971, arbeitete als Servicefachangestellte im Restaurant X.________ der Firma Y.________ und war in dieser Eigenschaft obligatorisch bei der Basler Versicherungs-Gesellschaft (nachfolgend: Basler oder Beschwerdegegnerin) gegen die Folgen von Unf�llen und Berufskrankheiten versichert. Am 31. M�rz 1997 erlitt sie als Beifahrerin auf dem von ihrem damaligen Lebenspartner gelenkten Motorrad auf der San Bernardino S�drampe anl�sslich einer Frontalkollision mit einem Personenwagen verschiedene Verletzungen. Nach der per Helikopter der Schweizerischen Rettungsflugwacht Rega erfolgten Einlieferung ins Spital Z.________ stellte Dr. med. L.________ r�ntgenologisch eine vordere Beckenringfraktur rechts, eine Sitz- und Schambeinastfraktur links, eine suprakondyl�re intraartikul�re Femurtr�mmerfraktur rechts, eine Malleolarfraktur Typ A links sowie eine Fibulak�pfchenfraktur links fest. Die Basler �bernahm die Heilbehandlung und richtete ein Taggeld aus. Die IV-Stelle des Kantons St. Gallen sprach W.________ mit Wirkung ab 1. M�rz 1998 eine ganze Invalidenrente zu (Verf�gung vom 21. Oktober 1998). Im Auftrag der Invalidenversicherung erstattete Dr. med. H.________ am 5. Februar 2002 ein orthop�disches Gutachten (nachfolgend: orthop�disches Gutachten 1), wonach die Versicherte in einer angepassten T�tigkeit zu 50 % arbeitsf�hig sei. Die Arbeitsf�higkeit bei der ab 1. Januar 2001 ausge�bten B�rot�tigkeit in der Auftragsbearbeitung der Firma S.________ AG" (nachfolgend: Firma S.________) betrage 50 %. Nach der Metallentfernung und m�glichst nach Kraftaufbau (Rumpf und Oberschenkel) m�sste, bei g�nstigem Verlauf, eine Steigerung der Arbeitsf�higkeit in B�rot�tigkeiten auf 75 % m�glich werden. W.________ k�nne auf Grund ihrer Unfallverletzungen keine knienden Arbeiten und Arbeiten �ber Kopfh�he, in Hockestellung, in geb�ckter, vorgeneigter Stellung sowie anhaltend stehend auszu�bende Besch�ftigungen oder T�tigkeiten mit grossem oder gar �berwiegendem "Laufpensum" (z.B. Service) mehr ausf�hren. Am 12. M�rz 2002 erfolgte die Metallentfernung und Narbenkorrektur durch Dr. med. B.________. Nachdem die Versicherte am 7. November 2003 eine Tochter geboren hatte, begutachtete Dr. med. H.________ W.________ erneut am 24. Februar 2004 - diesmal im Auftrag der Basler - und erstattete das entsprechende orthop�dische Gutachten am 9. Mai 2004 (nachfolgend: orthop�disches Gutachten 2). Die Orthop�din setzte die Arbeitsf�higkeit bei regelm�ssig m�glichem Haltungs-/Stellungswechsel und �berwiegend sitzender T�tigkeit ohne Gewichtsbelastung als B�roangestellte im Zeitpunkt der Begutachtung auf 75 % fest, nach wiederum erfolgreichem Rumpfaufbau sei sogar eine volle Arbeitsf�higkeit zumutbar. Eine B�rot�tigkeit in �berwiegend gehender/stehender Position (Schaltert�tigkeit etc.) sei hingegen ung�nstig und auch nach erfolgreichem erneuten Muskelaufbau nur zu 50 % zumutbar.
Die Invalidenversicherung sprach W.________ f�r die Dauer vom 14. August 2000 bis 13. August 2002 als berufliche Eingliederungsmassnahme die Umschulung zur B�roangestellten zu. Die Versicherte nahm statt dessen am 20. Juni 2000 eine T�tigkeit als Weinberaterin auf, weshalb die IV-Stelle die Invalidenrente mit Verf�gung vom 10. August 2000 aufhob. Da W.________ diese Beratungst�tigkeit nur vierzehn Tage aus�bte, widerrief die IV-Stelle am 20. Oktober 2000 ihre Verf�gung vom 10. August 2000 und richtete der Versicherten durchgehend weiterhin eine ganze Rente aus. Revisionsweise ermittelte die IV-Stelle einen Invalidit�tsgrad von 50 % und reduzierte die Leistungen mit Wirkung ab 1. September 2002 auf eine halbe Invalidenrente (Verf�gung vom 10. Juli 2002). Am 17. August 2005 teilte sie W.________ mit, dass sie weiterhin Anspruch auf die bisherige Invalidenrente bei einem Invalidit�tsgrad von 50 % habe. Mit Verf�gung vom 21. Februar 2005 sprach die Basler W.________ eine Invalidenrente bei einem Invalidit�tsgrad von 31 % sowie eine Integrit�tsentsch�digung bei einer Integrit�tseinbusse von 50 % (Fr. 48'600.‑‑) zu und hielt daran mit Einspracheentscheid vom 5. August 2005 fest, wobei gegen die verf�gte Integrit�tsentsch�digung einspracheweise keine Einw�nde erhoben wurden.
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beantragt W.________ unter Aufhebung des angefochtenen Gerichts- und des Einspracheentscheides, "es sei festzustellen, dass der Invalidit�tsgrad [...] mindestens 54 % betr�gt [...] und ihr dementsprechend eine Rente ab Unfallzeitpunkt auszurichten" sei. Gleichzeitig ersucht sie um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege.
W�hrend die Basler auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliesst, verzichtet das Bundesamt f�r Gesundheit auf eine Vernehmlassung.
Die Beschwerdef�hrerin h�lt an ihrem bereits im vorinstanzlichen Verfahren ohne Begr�ndung erhobenen Antrag auf Zuspruch einer "Rente ab Unfallzeitpunkt" fest. Dabei setzt sie sich mit den entsprechenden, im angefochtenen Entscheid zutreffend dargelegten Erw�gungen nicht auseinander und begr�ndet ihren diesbez�glichen Antrag mit keinem Wort, weshalb darauf nach Massgabe von Art. 108 Abs. 2 OG nicht einzutreten ist.
Das kantonale Gericht hat die Bestimmungen �ber die Erwerbsunf�higkeit (Art. 7 ATSG), den Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 UVG und Art. 8 ATSG) und die Ermittlung des Invalidit�tsgrades bei Erwerbst�tigen (Art. 16 ATSG) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.
Fest steht und ausdr�cklich unbestritten ist, dass die Basler der Beschwerdef�hrerin unter Ber�cksichtigung der ihr aus dem Unfall vom 31. M�rz 1997 dauerhaft verbleibenden Beeintr�chtigungen der gesundheitlichen Unversehrtheit mit Verf�gung vom 21. Februar 2005 zu Recht eine Integrit�tsentsch�digung auf Grund einer Integrit�tseinbusse von 50 % (Fr. 48'600.‑‑) zugesprochen hat.
Streitig bleibt demnach einzig die H�he der ab 1. Mai 2004 auszurichtenden Invalidenrente. W�hrend die Versicherte eine unfallbedingte Erwerbseinbusse von 54 % geltend macht, hat sie gem�ss der mit angefochtenem Entscheid best�tigten Auffassung der Basler Anspruch auf eine Invalidenrente gest�tzt auf einen Invalidit�tsgrad von 31 %.
Eine Bindungswirkung des Unfallversicherers an den von der Invalidenversicherung ermittelten Invalidit�tsgrad ist nicht gegeben (BGE 131 V 362 E. 2.2.2 S. 367 mit Hinweisen). Daher kann die Beschwerdef�hrerin aus dem nach Art. 28 Abs. 1 IVG erfolgten Zuspruch einer ganzen (mit Wirkung ab 1. M�rz 1998 bei einem Invalidit�tsgrad von 100 %) bzw. einer halben Invalidenrente (mit Wirkung ab 1. September 2002 bei einem Invalidit�tsgrad von 50 %) sowie der revisionsweisen Best�tigung der letzteren keinen gleich hoch lautenden Invalidit�tsgrad f�r die Unfallversicherung ableiten. Im Rahmen der periodischen Rentenrevision vom Sommer 2005 nahm die IV-Stelle - abgesehen von der Einholung eines Berichts des behandelnden Dr. med. E.________ vom 11. August 2005, welcher einen station�ren Gesundheitszustand attestierte und keine Prognose bez�glich Arbeitsf�higkeit abgab - keine zus�tzlichen medizinischen Abkl�rungen vor und bezog insbesondere das von der Beschwerdegegnerin in Auftrag gegebene orthop�dische Gutachten 2 nicht in ihre Beurteilung mit ein.
Die Versicherte stellt sich auf den Standpunkt, auch mit Blick auf die zuletzt nach Eintritt der Invalidit�t ausge�bte Besch�ftigung in der Firma S.________ oder in einer anderen, vergleichbar angepassten B�rot�tigkeit verm�ge sie infolge ihrer unfallbedingten Einschr�nkungen maximal eine Leistungsf�higkeit von 50 % erwerblich zu verwerten. Demgegen�ber gehen Beschwerdegegnerin und Vorinstanz davon aus, dass ihr aus medizinischer Sicht ab 1. Mai 2004 hinsichtlich einer leidensangepassten T�tigkeit die erwerbliche Verwertung einer 75%-igen Arbeitsf�higkeit zumutbar sei. Zu pr�fen ist zun�chst, in welchem Ausmass die Beschwerdef�hrerin unfallbedingt arbeitsunf�hig ist.
7.1 Die Versicherte beruft sich mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde auf das orthop�dische Gutachten 1 vom 5. Februar 2002. Massgebend f�r die Beurteilung des Sozialversicherungsgerichts ist jedoch der sich bis zum Zeitpunkt des streitigen Einspracheentscheides vom 5. August 2005 verwirklichte Sachverhalt (BGE 130 V 445 E. 1.2 S. 446 mit Hinweisen). Zwischen der am 5. Februar 2002 erstellten und der am 9. Mai 2004 vorgelegten Expertise (orthop�dische Gutachten 1 und 2) fand die Metallentfernung und die Narbenkorrektur statt. Das am 9. Mai 2004 erstellte orthop�dische Gutachten 2 liegt zeitlich erheblich n�her beim Datum des Einspracheentscheides und ber�cksichtigt auch die im Zusammenhang mit der Metallentfernung und der Narbenkorrektur eingetretenen Ver�nderungen des Gesundheitszustandes.
7.2 Das orthop�dische Gutachten 2 erf�llt die rechtsprechungsgem�ss erforderlichen Voraussetzungen. Es ist f�r die streitigen Belange umfassend, beruht auf allseitigen Untersuchungen, ber�cksichtigt die geklagten Beschwerden und ist in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden; zudem ist es in der Beurteilung der medizinischen Zusammenh�nge (insbesondere auch was die festgestellten Ver�nderungen aus dem Vergleich der tats�chlichen medizinischen Verh�ltnisse im Jahr 2002 und im Jahr 2004 betrifft) sowie der medizinischen Situation einleuchtend und enth�lt begr�ndete Schlussfolgerungen (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352), welche von der rechtsanwendenden Beh�rde pr�fend nachvollzogen werden k�nnen (vgl. Kieser, ATSG-Kommentar, N 19 zu Art. 44 und AHI 2000 S. 145, I 172/99). Somit kommt dieser Expertise grunds�tzlich volle Beweiskraft zu. Darin legt Dr. med. H.________ dar, dass der Beschwerdef�hrerin eine T�tigkeit als B�roangestellte zu 75 % zumutbar ist, nach erneutem erfolgreichen Rumpfmuskelaufbau sogar zu 100 %. Die Versicherte �bte vom 1. Januar 2001 bis Ende September 2003 (gut einen Monat vor der Geburt ihrer Tochter am 7. November 2003) bei der Firma S.________ die T�tigkeit als Auftragsbearbeiterin mit einem 50%-Pensum aus. Anl�sslich der Begutachtung brachte sie am 24. Februar 2004 zum Ausdruck, dass sie ohne die Geburt ihrer Tochter weiterhin im bisherigen Umfang dort t�tig gewesen w�re. Die von ihr gem�ss Anstellungsvertrag vom 16. November 2000 bei der Firma S.________ ausge�bte T�tigkeit entspricht den von Dr. med. H.________ beschriebenen Anforderungen an einen zumutbaren Arbeitsplatz. Es sind keine Anhaltspunkte daf�r ersichtlich, dass die Firma S.________ der Beschwerdef�hrerin f�r ihr tats�chlich uneingeschr�nkt erf�lltes 50%-Pensum als B�roangestellte in der Auftragsbearbeitung nicht einen reinen Leistungslohn ausbezahlt h�tte. Es w�re ihr daher auch ohne Umschulungsmassnahmen (deren Aufnahme sie ausdr�cklich abgelehnt hat) unter Aufbietung allen guten Willens (BGE 102 V 165; AHI 2001 S. 228 E. 2b mit Hinweisen, I 138/98) und in Nachachtung des im Sozialversicherungsrecht allgemein geltenden Grundsatzes der Schadenminderungspflicht (BGE 123 V 230 E. 3c S. 233, 117 V 275 E. 2b S. 278, 394 E. 4b 399, je mit Hinweisen; AHI 2001 S. 282 f. E. 5a/aa, I 11/00) bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage m�glich und zumutbar gewesen, die angepasste T�tigkeit im B�robereich der Firma S.________ nicht nur mit einem Pensum von 50 %, sondern im Umfang eines Besch�ftigungsgrades von 75 % ohne leidensbedingte Einschr�nkungen auszu�ben. Im �brigen attestierte Dr. med. E.________ der Versicherten bereits im Juli 2000 zuhanden des regionalen Arbeitsvermittlungszentrums St. Gallen eine ab 1. Juli 2000 voraussichtlich dauernd anhaltende Arbeitsf�higkeit von 75 % f�r leichtere T�tigkeiten ohne Heben und Tragen schwerer Lasten. Beschwerdegegnerin und Vorinstanz haben somit zu Recht auf die Festsetzung der Arbeitsf�higkeit im Sinne des orthop�dischen Gutachtens 2 abgestellt, welche in sachlich nachvollziehbarer Weise von der fr�heren Beurteilung gem�ss orthop�dischem Gutachten 1 abweicht.
F�r die Vornahme des Einkommensvergleichs hat die Basler, best�tigt durch das kantonale Gericht, zutreffend auf die Gegebenheiten im Zeitpunkt des Rentenbeginns (1. Mai 2004) abgestellt (BGE 129 V 222, 128 V 174). In der dem Rentenbeginn folgenden Zeit ist keine erhebliche Ver�nderung der hypothetischen Bezugsgr�ssen eingetreten, weshalb bis zum Erlass des Einspracheentscheides (vom (8/5.1/5.39) 5. August 2005) kein weiterer Einkommensvergleich durchzuf�hren war.
8.1 Die Basler bezifferte das Einkommen, welches die Beschwerdef�hrerin im Jahr 2004 ohne Unfallfolgen h�tte erzielen k�nnen (Valideneinkommen), mit Verf�gung vom 21. Februar 2005 auf Fr. 65'000.‑‑ pro Jahr und hielt daran unwidersprochen mit Einspracheentscheid vom 5. August 2005 fest. Sie st�tzte sich dabei einerseits auf die Angaben des ehemaligen Vorgesetzten der Versicherten vom 22. Mai 2002, wonach sie in der bis zum Unfall ausge�bten angestammten T�tigkeit als Serviertochter f�r die Nachfolge in der Stelle als Gesch�ftsf�hrerin vorgesehen gewesen sei und in dieser Funktion nach Angaben der Firma R.________ vom 12. November 2004 ein Jahresgehalt von Fr. 65'000.‑‑ h�tte erzielen k�nnen. Dem kantonalen Gericht ist beizupfichten, soweit es in Frage stellte, ob die Beschwerdef�hrerin - insbesondere als Mutter der am 7. November 2003 geborenen Tochter - im Jahre 2004 ohne das Unfallereignis tats�chlich eine solche Funktion ausge�bt h�tte, zumal sie �ber keine einschl�gige Ausbildung im Gastronomiebereich verf�gt, sondern eine Lehre als Textilverk�uferin absolviert hat. Dementsprechend legte die IV-Stelle dem Einkommensvergleich auf Seiten des Valideneinkommens nicht den Verdienst der Gesch�ftsf�hrerin eines Gastwirtschaftsbetriebes von Fr. 65'000.-, sondern lediglich ein Einkommen von Fr. 57'200.‑‑ zu Grunde. Selbst unter Ber�cksichtigung einer - zwischen 2004 und dem massgebenden Zeitpunkt (E. 7.1 hievor) des Erlasses des Einspracheentscheides vom 5. August 2005 - im Vergleich zum Invalideneinkommen gegebenenfalls besseren Entwicklung des Valideneinkinkommens ist die Bemessung des hypothetischen Einkommens ohne Unfall auf Fr. 65'000.- mit der Vorinstanz als eher grossz�gig zu Gunsten der Beschwerdef�hrerin zu werten.
8.2.1 F�r die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung prim�r von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. �bt sie nach Eintritt der Invalidit�t eine Erwerbst�tigkeit aus, bei der - kumulativ - besonders stabile Arbeitsverh�ltnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsf�higkeit in zumutbarer Weise voll aussch�pft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grunds�tzlich der tats�chlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches, tats�chlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbst�tigkeit aufgenommen hat, so k�nnen nach der Rechtsprechung entweder Tabellenl�hne gem�ss den vom Bundesamt f�r Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) oder die sogenannten DAP-Zahlen herangezogen werden (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 S. 475 mit Hinweisen).
8.2.2 Gest�tzt auf die Angaben der Firma S.________ vom 14. Juli 2004, bei welcher die Versicherte seit 1. Januar 2001 - trotz der ihr verbleibenden Unfallfolgen - ohne Einschr�nkungen ein 50%-Pensum als B�roangestellte in der Auftragsbearbeitung zu erf�llen vermochte, sowie unter Ber�cksichtigung der gem�ss orthop�dischem Gutachten 2 vom 9. Mai 2004 zumutbaren Erh�hung des Pensums auf 75 % (E. 7 hievor), ermittelte die Beschwerdegegnerin das Invalideneinkommen bei einem Pensum von 75 % auf Fr. 3'450.‑‑ pro Monat und bei dreizehn Monatsgeh�ltern auf Fr. 44'850.‑‑ f�r das Jahr 2004. Die Beschwerdef�hrerin bringt vor, dass ihr das Aus�ben der Stelle bei der Firma S.________ nur m�glich gewesen sei, weil die �brigen Mitarbeiter auf sie R�cksicht genommen h�tten und der Arbeitsplatz extra daf�r eingerichtet worden sei. Dem Anstellungsvertrag bei der Firma S.________ vom 16. November 2000 sind jedoch keine entsprechenden Hinweise zu entnehmen. Insbesondere ist auch keine Soziallohnkomponente erkennbar. Die Versicherte erhob gegen�ber der IV-Stelle bei Ermittlung des Invalidit�tsgrades auf 50 % unter Annahme eines Invalideneinkommens von Fr. 28'600.‑‑ (= 13 x Fr. 2'200.- laut Anstellungsvertrag) basierend auf dem effektiv ausge�bten 50%-Pensum und der 50%-igen Leistungsf�higkeit gem�ss orthop�dischem Gutachten 1 keine entsprechenden Einw�nde. Vielmehr betonte die Beschwerdef�hrerin, dass sie im Rahmen ihres Pensums von 50 % die volle Leistung erbringe (orthop�disches Gutachten 2, S. 8). Sodann ist festzuhalten, dass sie ihre leidensangepasste T�tigkeit mit erwerblich voll verwertetem 50%-Pensum als B�roangestellte per Ende September 2003 wegen der bevorstehenden Mutterschaft und somit aus invalidit�tsfremden Gr�nden aufgegeben hat. H�tte sie diese Stelle beibehalten und bei ausgeglichenem Arbeitsmarkt ihr Pensum ab Mai 2004 zumutbarerweise auf 75 % erh�ht, so h�tte sie bei der Firma S.________ ein Jahreseinkommen von Fr. 44'850.- (= Fr. 3450.- x 13) erzielt. Aus dem Vergleich dieses Invalideneinkommens mit dem Valideneinkommen von Fr. 65'000.- (E. 8.1 hievor) ergibt sich eine invalidit�tsbedingte Einkommenseinbusse von Fr. 20'150.- (= Fr. 65'000.- - Fr. 44'850.-). Vorinstanz und Beschwerdegegnerin haben daher zutreffend einen Invalidit�tsgrad von 31 % (= Fr. 20'150.- ./. [Fr. 65'000.- ./. 100]) ermittelt.
8.2.3 Auch bei Bestimmung des Invalideneinkommens nach den einschl�gigen Werten in der Tabelle TA1 (monatlicher Bruttolohn nach Wirtschaftszweigen, privater Sektor) der LSE, die zur Anwendung gelangen kann (BGE 126 V 75 E. 3b/bb S. 76 mit Hinweisen), falls die versicherte Person nach Eintritt der Invalidit�t keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare Erwerbst�tigkeit mehr aufgenommen hat, ergibt sich keine andere Betrachtungsweise. Mit dem Lehrabschluss als Verk�uferin und einigen Jahren Berufserfahrung in einer B�rot�tigkeit h�tte die Beschwerdef�hrerin auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt trotz der ihr aus dem Unfall verbleibenden k�rperlichen Einschr�nkungen eine angemessene Stelle mit einem 75%-Pensum im Bereich B�ro/Verwaltung/Administration finden k�nnen. Ausgehend vom gesamtschweizerischen Durchschnitt aller Wirtschaftszweige gem�ss Tabelle TA1 der LSE 2004 liegt der Mittelwert der Frauenl�hne auf dem Anforderungsniveau 3 (mit vorausgesetzten Berufs- und Fachkenntnissen) sehr nahe bei dem von der Firma S.________ 2004 bezahlen Lohn (von Fr. 59'800.- [= Fr. 4600.- x 13] gem�ss Angaben der Firma S.________ vom 14. Juli 2004) f�r eine vollzeitliche Arbeitst�tigkeit, wie sie die Beschwerdef�hrerin aus invalidit�tsfremden Gr�nden im September 2003 aufgegebenen hat. Angesichts der Tatsache, dass das Durchschnittseinkommen von Frauen mit einem Teilzeitpensum zwischen 50 und 90 % auf allen Anforderungsniveaus gem�ss LSE 2004 (S. 24 f., insbesondere Tabelle T6* S. 25) verh�ltnism�ssig h�her ist, als bei Aus�bung eines Vollzeitpensums, sowie unter Ber�cksichtigung des Umstandes, dass das angerechnete Valideneinkommen von Fr. 65'000.- als Gesch�ftsf�hrerin eines Gastronomiebetriebes auf Grund der hief�r fehlenden berufsspezifischen Fachausbildung eher als grossz�gig bemessen erscheint, ist die vorinstanzlich best�tigte Ermittlung des Invalidit�tsgrades von 31 % im Ergebnis nicht zu beanstanden.
Schliesslich verlangt die Versicherte von der Balser den "Ersatz der Entsch�digung f�r die Nachteile der teilweisen Arbeitsunf�higkeit unter Ber�cksichtigung des wirtschaftlichen Fortkommens". Als Schaden seien die wirtschaftlichen Auswirkungen der sch�digenden Handlung zu ersetzen.
9.1 Die Beschwerdef�hrerin beruft sich auf zwei Urteile der I. Zivilabteilung des Bundesgerichts 4C.8/2005 vom 11. April 2005 sowie 4C.3/2004 vom 22. Juni 2004 betreffend haftpflichtrechtliche Schadenersatzforderungen aus Strassenverkehrsunf�llen. In keinem dieser Verfahren war die Festsetzung von Leistungen der obligatorischen Unfallversicherung nach UVG streitig, weshalb die Versicherte aus den angef�hrten Urteilen nichts zu ihren Gunsten abzuleiten vermag.
9.2 Im Bereich des Sozialversicherungsrechts und insbesondere auf dem Gebiet des obligatorischen Unfallversicherungsrechts richtet sich die Bestimmung des Invalidit�tsgrades grunds�tzlich nach Art. 16 ATSG (Art. 18 Abs. 2 UVG). Dabei ist das Erwerbseinkommen massgebend, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidit�t und nach Durchf�hrung der medizinischen Behandlung und allf�lliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare T�tigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen k�nnte (Invalideneinkommen). Dieses wird in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen k�nnte, wenn sie nicht invalid geworden w�re (Valideneinkommen). F�r den Einkommensvergleich sind die Verh�ltnisse im Zeitpunkt des Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allf�llige rentenwirksame �nderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verf�gungserlass zu ber�cksichtigen sind (BGE 129 V 222 mit Hinweis auf BGE 128 V 174).
9.3 Im Urteil U 339/03 vom 19. August 2004, E. 3, publiziert in RKUV 2005 Nr. U 533 S. 40, hat das Eidgen�ssische Versicherungsgericht erkannt:
Die Schadenminderungspflicht gebietet dem gesundheitlich Gesch�digten, alles Zumutbare zu unternehmen, um eine allf�llige Erwerbseinbusse m�glichst gering zu halten. Dies bedeutet in erster Linie, dass sich freiwillig auf Lohn verzichtende Personen als Invalideneinkommen jenen Verdienst anrechnen lassen m�ssen, den sie zumutbarerweise in einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt erzielen k�nnten. Tritt sodann eine versicherte Person in zumutbarer Aussch�pfung ihrer Arbeitskraft eine �berdurchschnittlich entl�hnte T�tigkeit an, so hat sie sich diese, ein stabiles Arbeitsverh�ltnis vorausgesetzt, bei der Invalidit�tsbemessung insoweit entgegenhalten zu lassen, als dass der tats�chliche, �ber dem Durchschnitt liegende Verdienst als Invalideneinkommen betrachtet wird (BGE 117 V 8 E. 2c/aa S. 17 mit Hinweisen; vgl. RKUV 1996 Nr. U 240 S. 95 E. 3c, U 28/95).
Beim Valideneinkommen bleibt anderseits als Bezugsgr�sse der zuletzt erzielte Verdienst grunds�tzlich bestehen, ausser es finden sich gen�gend konkrete Anhaltspunkte f�r eine berufliche Weiterentwicklung. Im Rahmen der erstmaligen Rentenfestsetzung gen�gen blosse Absichtserkl�rungen des Versicherten regelm�ssig nicht. Vielmehr muss die Absicht, beruflich weiterzukommen, bereits durch konkrete Schritte kundgetan worden sein (BGE 96 V 29; EVGE 1968 S. 93 E. 2a, M 19/67; RKUV 1993 Nr. U 168 S. 100 Erw. 3b, U 110/92). Im Rentenrevisionsverfahren besteht insoweit ein Unterschied, dass der zwischenzeitig tats�chlich durchlaufene berufliche Werdegang als Invalider bekannt ist. Dieser l�sst - anders als bei der erstmaligen Rentenfestsetzung - allenfalls (weitere) R�ckschl�sse auf die hypothetische beruflich-erwerbliche Entwicklung ohne versicherten Gesundheitsschaden zu. [...] Bei der Beurteilung, was die versicherte Person ohne versicherte Gesundheitssch�digung beruflich-erwerblich erreicht oder wie sich ihr Lohn seit der erstmaligen Rentenfestsetzung entwickelt h�tte, sind vielmehr die gesamten bis zum Revisionszeitpunkt eingetretenen Umst�nde zu werten. [...]
F�r die Erfassung der Lohnwirksamkeit einer mit zunehmendem Alter wachsenden Berufserfahrung kann auf allgemeine betriebliche Erfahrungswerte zur�ckgegriffen werden; soweit indes ein zus�tzlicher pers�nlicher (etwa weiterbildungsbedingter) Produktivit�tsfortschritt im Gesundheitsfall geltend gemacht wird, m�ssen hief�r im Einzelfall greifbare Anhaltspunkte ersichtlich sein. Dies gilt auch hinsichtlich spezifischer individueller Ereignisse, etwa einer Bef�rderung in eine neue Funktion oder gar eines Berufswechsels (RKUV 2005 Nr. U 568 S. 65 E. 2.1.2 i.f. mit Hinweisen, U 87/05).
9.4 Im Rahmen der Bestimmung des Valideneinkommens auf Fr. 65'000.- haben Beschwerdegegnerin und Vorinstanz - trotz fehlender individueller Anzeichen auf Seiten der Versicherten im Zeitpunkt des Unfalles (z.B. ein erworbenes Wirtepatent oder der Beginn einer Ausbildung im Gastronomiebereich) - auf die erst Jahre nach dem Unfall bescheinigten Angaben ihres ehemaligen Vorgesetzten in der angestammten T�tigkeit sowie auf die Auskunft zur Bef�rderungspolitik und zum Lohnniveau der Rechtsnachfolgerin der damaligen Arbeitgeberin abgestellt. Somit haben die Basler und das kantonale Gericht bei der Invalidit�tsbemessung bereits einen erheblichen Karriereschritt von der bis zum Unfall ausge�bten T�tigkeit als Serviertochter bis zur Gesch�ftsf�hrerin eines Restaurants ber�cksichtigt. Dies erscheint angesichts der praxisgem�ss vorausgesetzten Beweisanforderungen in Bezug auf den Nachweis hypothetischer Tatsachen (vgl. E. 8.1 hievor und RKUV 2005 Nr. U 554 S. 315 E. 2.2, U 340/04, mit Hinweisen) eher als wohlwollend zu Gunsten der Versicherten anerkannt worden zu sein.
Nach dem Gesagten bleibt es bei der von der Basler basierend auf einem Invalidit�tsgrad von 31 % verf�gten und mit angefochtenem Entscheid best�tigten Invalidenrente (E. 8.2.3 hievor).
Zufolge Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege wird F�rsprecher Luigi Rossi, St. Gallen, f�r das Verfahren vor dem Bundesgericht aus der Gerichtskasse eine Entsch�digung von Fr. 2500.- (einschliesslich Mehrwertsteuer) ausgerichtet.

References: Art. 108
 Art. 8
 Art. 28
 Art. 44
 Art. 16
 BGE