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Timestamp: 2019-05-24 20:21:16+00:00

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Rechtsprechung: NWVBl 2012, 181 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OVG Nordrhein-Westfalen, 23.11.2011
OVG Nordrhein-Westfalen, 01.12.2011 - 8 D 58/08.AK
https://dejure.org/2011,4378
OVG Nordrhein-Westfalen, 01.12.2011 - 8 D 58/08.AK (https://dejure.org/2011,4378)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 01.12.2011 - 8 D 58/08.AK (https://dejure.org/2011,4378)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 01. Dezember 2011 - 8 D 58/08.AK (https://dejure.org/2011,4378)
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FFH-Verträglichkeit bei Großkraftwerken (Kohlekraftwerk Trianel)
Teilgenehmigung für Kohlekraftwerk Lünen aufgehoben
juraexamen.info (Kurzinformation zum Verfahren - vor Ergehen der Entscheidung)
Kohlekraftwerk Lünen - Klagebefugnis von Verbänden
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des OVG NRW vom 01.12.2011, Az.: 5 D 58/08.AK (Vorbescheid und erste Teilgenehmigung für das Trianel-Kraftwerk in Lünen aufgehoben)" von RA/FAVerwR/Notar Prof. Dr. Bernhard Stüer und RA/FAVerwR Dr. Eva-Maria Stüer, original erschienen in: DVBl 2012, 244 - 250.
DVBl 2012, 244
DÖV 2012, 406
BauR 2012, 773
NWVBl 2012, 181
Auf Klage des Klägers hob der Senat mit rechtskräftigem Urteil vom 1. Dezember 2011 - 8 D 58/08.AK - den auf Antrag der Beigeladenen vom 9. März 2007 erteilten Vorbescheid der Bezirksregierung Arnsberg (Bezirksregierung) zur Feststellung der Genehmigungsfähigkeit des Steinkohlekraftwerks in emissions- und immissionsschutzrechtlicher Hinsicht, aus naturschutzrechtlicher Sicht und zum Standort der Anlage sowie die 1. Teilgenehmigung zur Baustellenfreimachung, Errichtung und Umzäunung des Kraftwerksgeländes jeweils vom 6. Mai 2008 auf.
vgl. OVG NRW, Urteil vom 1. Dezember 2011 - 8 D 58/08.AK -, ZUR 2012, 372 = juris Rn. 233.
vgl. OVG NRW, Urteil vom 1. Dezember 2011 - 8 D 58/08.AK -, ZUR 2012, 372 = juris Rn. 234.
Es besteht - wie schon im vorhergehenden Verfahren 8 D 58/08.AK - auch weiterhin kein Anhalt dafür, dass die Immissionsprognose durch die Höhe des Kühlturms verfälscht wird, so dass es einer Kontrollberechnung auf der Grundlage einer fiktiven Schornsteinhöhe nicht bedarf.
In Bezug auf Cadmium wird auch die Grenze von 1 % des Zielwerts der Richtline 2004/107/EG von 0, 005 µg/m³, vgl. OVG NRW, Urteil vom 1. Dezember 2011 - 8 D 58/08.AK -, ZUR 2012, 372 = juris Rn. 248 ff., nicht überschritten.
Siehe dazu auch OVG NRW, Urteil vom 1. Dezember 2011 - 8 D 58/08.AK -, ZUR 2012, 372 = juris Rn. 376 ff.
Bei der Auslegung und Anwendung dieser nationalen Vorschriften zur Umsetzung des Art. 6 FFH-RL geht der Senat - vgl. OVG NRW, Urteil vom 1. Dezember 2011 - 8 D 58/08.AK - ZUR 2012, 372 = juris Rn. 558 ff., m. w. N. - von folgenden Grundsätzen aus:.
vgl. bereits OVG NRW, Urteil vom 1. Dezember 2011 - 8 D 58/08.AK -, ZUR 2012, 372 = juris Rn. 645.
vgl. ausführlich OVG NRW, Urteil vom 1. Dezember 2011 - 8 E1.58/08. AK -, ZUR 2012, 372 = juris Rn. 461 ff. m. w. N.
Allerdings hat dies die Immissionsschutzbehörde in den Blick zu nehmen und - in Abstimmung mit der Wasserbehörde und nach Maßgabe der weiteren Prüfungsergebnisse - nötigenfalls ergänzende immissionsschutzrechtliche Regelungen zu treffen (vgl. OVG Münster, Urteil vom 1. Dezember 2011 - 8 D 58/08.AK - NuR 2012, 342 ).
Mangels Regelung einer schrittweisen Reduzierung oder Einstellung von Einleitungen und Festlegung eines konkreten Zeitplans ist die Phasing-Out-Verpflichtung nach Art. 4 Abs. 1 Buchst. a Ziff. iv i.V.m. Art. 16 Abs. 8 Satz 1 WRRL derzeit nicht in einer vollziehbaren Weise konkretisiert, so dass zwingende Vorgaben zur schrittweisen Verringerung und Einstellung aller Quecksilbereinträge nicht bestehen (vgl. etwa OVG Münster, Urteil vom 1. Dezember 2011 - 8 D 58/08.AK - ZUR 2012, 372 ; OVG Hamburg, Urteil vom 18. Januar 2013 - 5 E 11.08 - ZUR 2013, 357 ; Durner/Trillmich, DVBl. 2011, 517 ; Faßbender, EurUP 2015, 178 ; Fritsch/Wiegand, I+E 2012, 14 ; Jekel/Munk, ZUR 2013, 403 ; Reidt/Schiller, NuR 2011, 624 ; Riese/Dieckmann, UPR 2011, 212 ; Spieth/lpsen, NVwZ 2011, 536 ).
OVG NRW, Urteil vom 1. Dezember 2011 - 8 D 58/08.AK -, BauR 2012, 773, juris Rn. 139.
vgl. OVG NRW, Urteil vom 1. Dezember 2011 8 D 58/08.AK -, BauR 2012, 773, juris Rn. 142.
vgl. z.B. EuGH, Urteile vom 7. September 2004 C-127/02 (Waddenzee/Herzmuschelfische-rei) -, NuR 2004, 788, Rn. 56, 59, 61, sowie vom 20. September 2007 - C-304/05 (Kommission ./. Italien) -, NuR 2007, 679, Rn. 58; BVerwG, Urteil vom 17. Januar 2007 - 9 A 20.05 -, BVerwGE 128, 1, juris Rn. 41 ; OVG NRW, Urteil vom 1. Dezember 2011 - 8 D 58/08.AK -, BauR 2012, 773, juris Rn. 662.
vgl. OVG NRW, Urteil vom 1. Dezember 2011 - 8 D 58/08.AK -, BauR 2012, 773, juris Rn. 509 ff.
vgl. OVG NRW, Urteil vom 1. Dezember 2011 8 D 58/08.AK -, BauR 2012, 773, juris Rn. 541; Leitfaden der Kommission zu Art. 6 FFH-RL, 2000, Gliederungspunkt 4.6.2.
vgl. OVG NRW, Urteil vom 1. Dezember 2011 8 D 58/08.AK -, BauR 2012, 773, juris Rn. 517 ff.
Die Formulierung, "dass die Behörde ein Vorhaben ohne Rückgriff auf Art. 6 Abs. 4 FFH-RL nur dann zulassen darf, wenn sie zuvor Gewissheit darüber erlangt hat, dass dieses sich nicht nachteilig auf das Gebiet als solches auswirkt", oder sinngemäße Formulierungen finden sich in zahlreichen Entscheidungen (OVG Münster…, Urteil vom 12.06.2012 - 8 D 38/08.AK - juris Rdnr. 299 m.w.N., etwa auf EuGH, Urteile vom 07.09.2004 - C-127/02 (Waddenzee/Herzmuschelfischerei) - NuR 2004, 788, sowie vom 20.09.2007 - C-304/05 (Kommission/Italien) - NuR 2007, 679; BVerwG…, Urteil vom 17.01.2007 - 9 A 20/05 - BVerwGE 128, 1, juris Rdnr. 41; OVG Münster, Urteil vom 01.12.2011 - 8 D 58/08.AK - juris Rdnr. 662).
Eine Heilung ist grundsätzlich zulässig, jedenfalls dann, wenn das gerichtliche Verfahren etwa im Hinblick auf den Ausgang anderer Verfahren ausgesetzt bzw. zum Ruhen gebracht worden ist (vgl. OVG Münster, Urteil vom 01.12.2011 - 8 D 58/08.AK - juris Rdnr. 509 ff.).
Zudem könnte sich der Beklagte nach ordnungsgemäß erfolgter FFH-Vorprüfung im Fall des Erforderlichwerdens einer FFH-Verträglichkeitsprüfung zur Durchführung einer Öffentlichkeitsbeteiligung entschließen (vgl. OVG Münster…, Urteil vom 12.06.2012 - 8 D 38/08.AK - juris Rdnr. 315 und OVG Münster, Urteil vom 01.12.2011 - 8 D 58/08.AK - juris Rdnr. 541 m.w.N.).
Eine Nachholung etwa der FFH- Verträglichkeitsprüfung während des gerichtlichen Verfahrens kommt daher nur bei Vorliegen besonderer Umstände in Betracht (OVG Münster, Urteil vom 01.12.2011 - 8 D 58/08.AK - juris Rdnr. 517; OVG Münster…, Urteil vom 12.06.2012 - 8 D 38/08.AK - juris Rdnr. 322).
gerichtlichen Verfahrens zu nutzen, um eine fehlende bzw. fehlerhafte FFH- Verträglichkeitsprüfung einschließlich Öffentlichkeitsbeteiligung nachzuholen (so geschehen in: OVG Münster, Urteil vom 01.12.2011 - 8 D 58/08.AK - juris Rdnr. 517 ff.).
Im vorliegenden Fall fehlt es an besonderen Umständen, die ein vergleichbares Vorgehen (wie in OVG Münster, Urteil vom 01.12.2011, a.a.O.) rechtfertigen könnten.
Deshalb ist § 4 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 UmwRG hier entsprechend heranzuziehen (vgl. VG München…, Urteil vom 27.03.2012 - M 1 K 11.5898 - juris Rdnr. 47; vgl. OVG Münster, Urteil vom 01.12.2011 - 8 D 58/08.AK - juris Rdnr. 514 ff. unter Hinweis auf EuGH…, Urteil vom 26.05.2011 - C-538/09 - [Kommission/Belgien] juris Leitsatz 1 sowie Rdnr. 43 und 66).
Außerdem gehören die wasserrechtlichen Vorschriften nach der europäischen Wasser-Rahmenrichtlinie, auf die die Klägerin sich beruft, zu den rügefähigen Umweltvorschriften des Unionsrechts (OVG NW, Urteil vom 01.12.2011 - 8 D 58/08.AK; ähnlich VGH Bad.-Württemberg…, Urteil vom 20.07.2011 - 10 S 2102/09 -, ZUR 2011, 600, [...] Rn. 76 und Leitsatz 2; BVerwG, Urteil vom 05.09.2013 - BVerwG 7 C 21/12 -, [...]; zuletzt BVerwG, Urteil vom 18.12.2014 - BVerwG 4 C 35/13 -, [...]) und begründen zumindest damit die Klagebefugnis.
Die Rechtmäßigkeit dieser Konstruktion wurde im Übrigen auch in der von der Klägerin angeführten "Trianel-Entscheidung" des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen bestätigt (Urteil vom 01.12.2011 - 8 D 58/08.AK -, [...] Rn. 118 ff.) und von dem Bundesverwaltungsgericht in dem nachfolgenden Verfahren nicht beanstandet.
Sie beruft sich dazu unter anderem auf eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen (Urteil vom 01.12.2011 - 8 D 58/08.AK -, [...]), wonach es aufgrund der originären Fachkompetenz der Wasserbehörde angezeigt sei, dass diese die Summe der beiden Eintragungspfade im wasserrechtlichen Erlaubnisverfahren zu berücksichtigen habe.
Auch aus der von der Klägerin dazu angeführten Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen (Urteil vom 01.12.2011 - 8 D 58/08.AK -, [...]) lässt sich nicht herleiten, dass in der wasserrechtlichen Erlaubnis die Lufteinträge dergestalt zu summieren sind, dass sie die dort zu berücksichtigenden Schadstoffeinleitungen erhöhen und zur Versagung der Erlaubnis führen können.
Schließlich gehören die wasserrechtlichen Vorschriften nach der europäischen Wasser-Rahmenrichtlinie, auf die die Klägerin sich beruft, zu den rügefähigen Umweltvorschriften des Unionsrechts (OVG NW, Urteil vom 01.12.2011 - 8 D 58/08.AK;… ähnlich VGH Bad.-Württ., Urteil vom 20.07.2011 - 10 S 2102/09 -, ZUR 2011, 600, [...] Rn. 76 und Leitsatz 2; BVerwG, Urteil vom 05.09.2013 - BVerwG 7 C 21/12 -, [...]; zuletzt BVerwG, Urteil vom 18.12.2014 - BVerwG 4 C 35/13 -, [...]), und begründen deshalb ebenfalls die Klagebefugnis.
Ebenfalls hat der Senat bereits anerkannt, dass es nach neuestem wissenschaftlichen Erkenntnisstand eine Irrelevanzschwelle gibt; erst oberhalb dieser Schwelle ist die Zunahme der Stickstoffbelastung, zumal gegenüber einer ohnehin schon hohen Vorbelastung, als signifikant verändernd einzustufen (…Urteil vom 6. November 2012 - BVerwG 9 A 17.11 - juris Rn. 62 und 93 ; ebenso OVG NRW, Urteil vom 1. Dezember 2011 - 8 D 58/08 - NuR 2012, 342 = juris Rn. 602 f. und 732).
Der Richtlinie liegt daher die Vorstellung zu Grunde, dass schon das bloße Vorhandensein der aufgrund eines verselbständigten Prüfungsprogramms gewonnenen Erkenntnisse von den möglichen Umweltfolgen eines Vorhabens auch eine angemessene Berücksichtigung der Umweltbelange im Rahmen der abschließenden Entscheidung sicherstellt (…OVG BBg, Urt. v. 11.12.2014 - OVG 11 A 23.13 -, juris, RdNr. 64; OVG NW, Urt. v. 01.12.2011 - 8 D 58/08.AK -, juris, RdNr. 176, m.w.N.).
Der unter Bezugnahme auf das Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster vom "8. Dezember 2011" - 8 D 58/08.AK - (…juris Rn. 93 ) gegebene Hinweis auf das Scoping-Verfahren nach § 2a der 9. BImSchV ist insoweit unbehelflich, weil das Oberverwaltungsgericht gerade offen gelassen hat, ob die Unterrichtung der Genehmigungsbehörde mit dem Ziel der Durchführung eines Scoping-Verfahrens eine Einleitung des Verfahrens im Sinne des § 5 Abs. 1 UmwRG darstellt.
VG Magdeburg, 07.07.2015 - 4 A 222/14
Immissionsschutzrechtliche Genehmigung für die wesentliche Änderung einer …
https://dejure.org/2011,4221
OVG Nordrhein-Westfalen, 23.11.2011 - 15 B 1427/11 (https://dejure.org/2011,4221)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 23.11.2011 - 15 B 1427/11 (https://dejure.org/2011,4221)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 23. November 2011 - 15 B 1427/11 (https://dejure.org/2011,4221)
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GG Art. 19 Abs. 4; VwGO § 123; WO § 16 Abs. 1
DÖV 2012, 244
OVG Nordrhein-Westfalen, 15.12.2011 - 15 A 876/11
Ratswahl in Dortmund muss wiederholt werden
vgl. OVG NRW, Beschlüsse vom 23. November 2011 - 15 B 1427/11 -, juris, und vom 9. Februar 2011 - 15 B 1795/10 -, NWVBl. 2011, 269.
vgl. OVG NRW, Beschlüsse vom 23. November 2011 - 15 B 1427/11 -, juris, und vom 9. Februar 2011 - 15 B 1795/10 -, NWVBl.
vgl. Vgl. OVG NRW, Beschlüsse vom 23. November 2011 - 15 B 1427/11 -, juris, und vom 9. Februar 2011 - 15 B 1795/10 -, NWVBl.
vgl. OVG NRW, Beschluss vom 23. November 2011 - 15 B 1427/11 -, www.nrwe.de , zum Wahlverfahren des Studierendenparlaments m.w.N.

References: Art. 6
 Art. 4
 Art. 16
 Art. 6
 Art. 6
 § 4
 § 2
 § 5
 Art. 19
 § 123
 § 16