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Timestamp: 2020-01-19 09:51:57+00:00

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BFH, 27.04.2006 - V R 53/04 - dejure.org
https://dejure.org/2006,1770
BFH, 27.04.2006 - V R 53/04 (https://dejure.org/2006,1770)
BFH, Entscheidung vom 27.04.2006 - V R 53/04 (https://dejure.org/2006,1770)
BFH, Entscheidung vom 27. April 2006 - V R 53/04 (https://dejure.org/2006,1770)
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UStG 1993 § 4 Nr. 22 Buchst. a, § 4 Nr. 22 Buchst. b, § 12 Abs. 2 Nr. 8 Buchst. a; Richtlinie 77/388/EWG Art. 13 Teil A Abs. 1 Buchst. i, m und n, Art. 13 Teil A Abs. 2; UStR Abschn. 115 Abs. 3
UStG 1993 § 4 Nr. 22 Buchst. a, b; § 12 Abs. 2 Nr. 8 Buchst. a
Tanzkurse eines gemeinnützigen Vereins nicht steuerbefreit
Umsatzsteuer - Bundesfinanzhof: Tanzkurse sind nicht umsatzsteuerbefreit
Befreiung von der Umsatzsteuer für Tanzkurse, welche ein gemeinnütziger Verein anbietet und welche der Freizeitgestaltung dienen; Erfordernis richtinienkonformer Auslegung von innerstaatlichen Steuergesetzen; Tanzkurse als steuerbefreite "sportliche Veranstaltungen"
Umsatzsteuer bei Tanzkursen eines gemeinnützigen Vereins
Rechtsfolgen der Gemeinnützigkeit
Steuerbefreiung nach § 4 Nr. 22 UStG
Zusammenfassung von "ein Tanz um die Umsatzsteuer - Grenzen der Steuerbefreiungen für gemeinnützige Vereine im Bereich von Kultur und Sport nach dem Urteil des BFH vom 27.4.2006" von WissMit. Ass. jur. Thomas Jacobs, LL.M., original erschienen in: UR 2006, 45 - ...
FG Niedersachsen, 02.09.2004 - 5 K 663/00
BFHE 213, 256
BB 2006, 0
BStBl II 2007, 16
dd) Einer Anpassung an die Vorgaben der Richtlinie durch die grundsätzlich gebotene richtlinienkonforme Auslegung steht der Wortlaut der Vorschrift entgegen (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 18. August 2005 V R 42/03, BFHE 211, 527, BStBl II 2006, 44, unter II.4.; vom 27. April 2006 V R 53/04, BFHE 213, 256, BStBl II 2007, 16, unter II.4.b, m.w.N.).
§ 4 Nr. 22 Buchst. a UStG setzt Art. 13 Teil A Abs. 1 Buchst. i der Richtlinie 77/388/EWG in nationales Recht um und ist entsprechend dieser Bestimmung auszulegen (BFH-Urteil vom 27. April 2006 V R 53/04, BFHE 213, 256, BStBl II 2007, 16, unter II.1.b).
b) Bei richtlinienkonformer Auslegung von § 4 Nr. 22 Buchst. a UStG sind nicht alle Vorträge, Kurse und andere Veranstaltungen zur Erlernung von Fähigkeiten oder Fertigkeiten "wissenschaftlicher oder belehrender Art" im Sinne dieser Vorschrift befreit, sondern nur diejenigen, die als Erziehung von Kindern und Jugendlichen, als Schul- oder Hochschulunterricht, als Ausbildung, Fortbildung oder berufliche Umschulung anzusehen sind (BFH-Urteil in BFHE 213, 256, BStBl II 2007, 16, unter II.1.d).
Dies ist im Rahmen richtlinienkonformer Auslegung des § 4 Nr. 22 Buchst. a UStG von Amts wegen (vgl. BFH-Urteil in BFHE 213, 256, BStBl II 2007, 16) und nicht --wie der Kläger meint-- nur auf Verlangen des Steuerpflichtigen im Rahmen eines von ihm geltend gemachten Anwendungsvorrangs der Richtlinie 77/388/EWG zu berücksichtigen.
Sie findet auch in den vom FG hierzu zitierten Urteilen (BFH-Urteile vom 25. Januar 2006 V R 46/04, BFHE 211, 571, BStBl II 2006, 481; vom 27. April 2006 V R 53/04, BFHE 213, 256, BStBl II 2007, 16) keine (hinreichende) Stütze (vgl. BFH-Urteil in BFHE 211, 571, BStBl II 2006, 481, unter II.2.b, sowie BFH-Urteil in BFHE 213, 256, BStBl II 2007, 16, unter II.1.d).
FG Mecklenburg-Vorpommern, 27.01.2012 - 2 V 105/11
Ernstliche Zweifel an der Umsatzsteuerfreiheit für Fahrsicherheitstrainings eines …
Er hält unter Hinweis auf das Urteil des Bundesfinanzhofes - BFH - vom 12. Juli 2006 (V R 53/04) daran fest, dass bei richtlinienkonformer Auslegung des § 4 Nr. 22 Buchstabe a UStG nicht alle Kurse zur Erlernung von Fähigkeiten und Fertigkeiten wissenschaftlicher oder belehrender Art Kurse im Sinne dieser Vorschrift seien, sondern nur solche Kurse, die als Erziehung von Kindern und Jugendlichen, als Schul- oder Hochschulunterricht, als Ausbildung, Fortbildung oder berufliche Umschulung zu qualifizieren seien.
§ 4 Nr. 22 Buchstabe a UStG setzt Artikel 13 Teil A Abs. 1 Buchstabe i der Richtlinie 77/388/EWG (vgl. nunmehr Art. 132 Abs. 1 Buchstabe i der Mehrwertsteuer-Systemrichtlinie-MWSystRL) in nationales Recht um und ist entsprechend dieser Bestimmung auszulegen (vgl. BFH-Urteil vom 27. April 2006, V R 53/04, BStBl II 2007, 16 ; BFH-Urteil vom 07. Oktober 2010, V R 12/10, BStBl II 2011, 303).
Die Begriffe, mit denen die Steuerbefreiungen nach Art. 13 Teil A Abs. 1 Buchstabe i der Richtlinie 77/388/EWG (vgl. nunmehr Art. 132 Abs. 1 Nr. i MWSystRL) umschrieben sind, sind eng auszulegen, weil sie Ausnahmen von dem allgemeinen Grundsatz darstellen, dass jede Dienstleistung, die ein Steuerpflichtiger gegen Entgelt erbringt, der Umsatzsteuer unterliegt (BFH-Urteil vom 27. April 2006, V R 53/04, BStBl II 2007, 16 ).
Bei richtlinienkonformer Auslegung des § 4 Nr. 22 Buchstabe a UStG sind daher nicht alle Vorträge, Kurse und andere Veranstaltungen zur Erlernung von Fähigkeiten oder Fertigkeiten "wissenschaftlicher oder belehrender Art" im Sinne dieser Vorschrift von der Steuer befreit, sondern nur diejenigen, die als Erziehung von Kindern und Jugendlichen, als Schul- oder Hochschulunterricht, als Ausbildung, Fortbildung oder berufliche Umschulung anzusehen sind (BFH-Urteil vom 27. April 2006, V R 53/04, BStBl II 2007, 16 ; BFH-Urteil vom 07. Oktober 2010, V R 12/10, BStBl II 2011, 303).
Kurse, die nicht den genannten Aus- und Fortbildungszwecken, sondern der Freizeitgestaltung der Teilnehmer dienen, erfüllen diese Voraussetzungen nicht (vgl. BFH-Urteil vom 27. April 2006, V R 53/04, BStBl II 2007, 16 ).
Der Senat hat die Beschwerde nach § 128 Abs. 3 in Verbindung mit § 115 Abs. 2 FGO zugelassen, weil der Bundesfinanzhof noch nicht über die Frage entschieden hat, ob ein Fahrsicherheitstraining eine von § 4 Nr. 22 Buchstabe a UStG umfasste Fortbildung sein kann und weil er in seinem Urteil vom 27. April 2006 ( V R 53/04, BStBl. II 2007, 16) offen gelassen hat, ob eine Steuerbefreiung nach dieser Vorschrift zu versagen ist, weil die Leistungen in Konkurrenz zu nicht steuerbegünstigten Unternehmen erbracht werden.
Sie hat sich soweit wie möglich am Wortlaut und Zweck der Richtlinie auszurichten und muss die dazu ergangenen Erkenntnisse des Gerichtshofs der Europäischen Union (EuGH) berücksichtigen (vgl. BFH-Urteile vom 2. April 1998 V R 34/97, BFHE 185, 536, BStBl II 1998, 695, unter II.3.b bb; vom 17. Juni 2004 V R 61/00, BFHE 206, 457, BStBl II 2004, 970, unter II.2.; vom 27. April 2006 V R 53/04, BFHE 213, 256, BStBl II 2007, 16, unter II.1.c, jeweils m.w.N.).
Das Wettkampfelement kann allenfalls dann eine Rolle spielen, wenn eine mit körperlicher Anstrengung verbundene Tätigkeit entweder als Freizeitbeschäftigung oder als Sport ausgeübt werden kann (z. B. "Baden vs. Schwimmen"; "Tanzkurs vs. Turniertanz";… vgl. zu solchen Abgrenzungen Hüttemann, Gemeinnützigkeits- und Spendenrecht, 2. Auflage, § 3 Rz. 123 m.w.N.;… Seer in Tipke/Kruse, AO/FGO, § 52 AO Rz. 46 m.w.N.;… Krüger in Schwarz, AO, § 52 Rz. 42; eine ähnlich Abgrenzung nimmt auch der BFH im Urteil vom 27. April 2006 V R 53/04, BStBl II 2007, 16 bei der umsatzsteuerlichen Beurteilung von Tanzkursen vor).
Zwar hat der BFH entschieden, dass bei der gebotenen richtlinienkonformen Auslegung des § 4 Nr. 22 Buchst. a UStG nicht alle Kurse zur Erlernung von Fähigkeiten oder Fertigkeiten "wissenschaftlicher oder belehrender Art" in den Anwendungsbereich dieses Steuerbefreiungstatbestandes fallen, sondern nur solche Kurse, die als Erziehung von Kindern und Jugendlichen, als Schul- oder Hochschulunterricht, als Ausbildung, Fortbildung oder berufliche Umschulung zu qualifizieren sind (BFH-Urteil vom 27. April 2006 V R 53/04, BFHE 213, 256, BStBl II 2007, 16, Rz 24, m.w.N.).
Einer Anpassung an die Vorgaben der Richtlinie durch die grundsätzlich gebotene richtlinienkonforme Auslegung steht aber der Wortlaut der Vorschrift entgegen (vgl. z.B. BFH-Urteile vom 18.08.2005 V R 42/03, BFHE 211, 527, BStBl II 2006, 44, unter II.4.; vom 27.04.2006 V R 53/04, BFHE 213, 256, BStBl II 2007, 16, unter II.4.b, m.w.N.).
FG Köln, 08.10.2009 - 10 K 3794/06
Notwendigkeit des Bestehens des Entgelts in Teilnahmegebühren für die …

References: § 4
 § 4
 § 12
 Art. 13
 Art. 13
 § 4
 § 12
 § 4

§ 4
 Art. 13
 § 4
 § 4
 § 4

§ 4
 Art. 132
 Art. 13
 Art. 132
 § 4
 § 128
 § 115
 § 4
 § 3
 § 52
 § 52
 § 4