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Weiterbildungsordnung für die Ärzte Bayerns vom 24. April 2004 in der Fassung der Beschlüsse vom 25. Oktober PDF
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Roland Carl Kaiser
1 Weiterbildungsordnung für die Ärzte Bayerns vom 24. April 2004 in der Fassung der Beschlüsse vom 25. Oktober 2015 Der 57. Bayerische Ärztetag hat am 24. April 2004 in München die Neufassung der Weiterbildungsordnung für die Ärzte Bayerns vom 18. Oktober 1992 (Bayerisches Ärzteblatt 9/1993, Seite 283 und nach Seite 336), zuletzt geändert am 13. Oktober 2002 (Bayerisches Ärzteblatt 11/2002, Seite 614 f.) beschlossen. Diese Weiterbildungsordnung tritt am 1. August 2004 in Kraft. Gleichzeitig tritt die Weiterbildungsordnung für die Ärzte Bayerns vom 18. Oktober 1992, zuletzt geändert am 13. Oktober 2002, außer Kraft. Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz hat mit Bescheid vom 5. Mai 2004, Nr.: 321/ /100/04, die Neufassung genehmigt. Die ab 1. August 2004 gültige Weiterbildungsordnung für die Ärzte Bayerns ist im gesamten Wortlaut im Bayerischen Ärzteblatt (SPEZIAL 1/2004) veröffentlicht. Änderungen durch Beschlüsse des 59. Bayerischen Ärztetages am 23. April 2005 Der 59. Bayerische Ärztetag hat am 23. April 2005 die Ergänzung der Überschrift des Abschnitt B um das Wort Übersicht sowie unter Abschnitt B Gebiete, Facharzt- und Schwerpunktkompetenzen in der Überschrift der Spalte 2 den Ersatz des Wortes Bezeichnungen durch die Worte Bezeichnungen, Kurzbezeichnungen beschlossen. Der 59. Bayerische Ärztetag hat am 23. April 2005 eine Ergänzung des Abschnitt B Nummer 10.1 (Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin) um Führbarkeitsregelungen der Facharztbezeichnung Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin beschlossen. Der 59. Bayerische Ärztetag hat am 23. April 2005 in Abschnitt B Nummer 10 (Innere Medizin und Allgemeinmedizin) die Neufassung der Übergangsbestimmungen beschlossen. Diese Änderungen der Weiterbildungsordnung treten mit Wirkung vom 1. August 2004 in Kraft. Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz hat mit Bescheid vom 25. April 2005, Nr.: 321/8502-2/101/04, die Änderungen genehmigt. Diese Änderungen der Weiterbildungsordnung sind im Bayerischen Ärzteblatt 5/2005, Seite 378 f. veröffentlicht. Änderungen durch Beschlüsse des 59. Bayerischen Ärztetages am 23. April 2005 Der 59. Bayerische Ärztetag hat am 23. April 2005 folgende Änderungen beschlossen: Änderung des 5 Abs. 6 Satz 1 und des 20 Abs. 2 in Abschnitt A. Ergänzung der Definitionen der Gebiete Nr. 5 Frauenheilkunde und Geburtshilfe und Nr. 29 Urologie in Abschnitt B. Einführung der Zusatz-Weiterbildungen Ärztliches Qualitätsmanagement und Suchtmedizinische Grundversorgung in Abschnitt C. Ergänzung der Voraussetzungen zum Erwerb der Bezeichnung der Zusatz-Weiterbildung Flugmedizin in Abschnitt C. Änderung der Bestimmungen zur Weiterbildungszeit und Ergänzung der Übergangsbestimmungen der Zusatz- Weiterbildung Notfallmedizin in Abschnitt C. Ergänzung der Voraussetzungen zum Erwerb der Bezeichnung und zur Weiterbildungszeit der Zusatz- Weiterbildung Proktologie in Abschnitt C. Neufassung der Bestimmungen zur Führbarkeit der Zusatz- Weiterbildung Infektiologie in Abschnitt D II. Ergänzung der Bestimmungen zur Führbarkeit der Zusatz- Weiterbildungen Phlebologie, Proktologie, Psychotherapie und Sportmedizin in Abschnitt D II. Diese Änderungen der Weiterbildungsordnung treten am 1. Juli 2005 in Kraft. Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz hat mit Bescheid vom 2. Mai 2005, Nr.: 321/8502-2/101/04, die Änderungen genehmigt. Diese Änderungen der Weiterbildungsordnung sind im Bayerischen Ärzteblatt 6/2005, Seite 465 f. veröffentlicht. Änderungen durch Beschlüsse des 60. Bayerischen Ärztetages am 16. Oktober 2005 Der 60. Bayerische Ärztetag hat am 16. Oktober 2005 das Erfordernis eines Weiterbildungsabschnittes in Vollzeit im Weiterbildungsgang zum Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin in Abschnitt A 4 Abs. 6 und in Abschnitt B Nr gestrichen. Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz hat mit Bescheid vom 11. Januar 2006, Nr.: 321/8502-2/101/04, diese Änderung genehmigt, die am 1. April 2006 in Kraft getreten und im Bayerischen Ärzteblatt 3/2006, Seite 120 veröffentlicht ist. Weiterbildungsordnung 2004 i. d. F
2 Änderungen durch Beschlüsse des 61. Bayerischen Ärztetages am 6. Mai 2006 Der 61. Bayerische Ärztetag hat am 6. Mai 2006 folgende Änderungen beschlossen: Ergänzung des 4 Abs. 3 in Abschnitt A. Einfügung des 19 a Spezifische Ausbildung in der Allgemeinmedizin praktische Ärzte in Abschnitt A. Einführung der Zusatz-Weiterbildung Betriebsmedizin in Abschnitt C. Änderung der Bestimmungen zum Weiterbildungsinhalt der Zusatz-Weiterbildung Flugmedizin in Abschnitt C. Ergänzung der Übergangsbestimmungen der Zusatz- Weiterbildungen Psychoanalyse und Psychotherapie in Abschnitt C. Ergänzung der Bestimmungen zur Führbarkeit der Zusatz- Weiterbildung Suchtmedizinische Grundversorgung in Abschnitt D II. Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz hat mit Bescheid vom 22. Mai 2006, Nr.: 321- G /4-2, diese Änderungen genehmigt, die am 1. August 2006 in Kraft getreten und im Bayerischen Ärzteblatt 7 8/2006, Seite 380 ff. veröffentlicht sind. Änderung durch Beschluss des 62. Bayerischen Ärztetages am 14. Oktober 2006 Der 62. Bayerische Ärztetag hat am 14. Oktober 2006 eine Ergänzung der Regelungen zur Führbarkeit der Zusatz- Weiterbildung Röntgendiagnostik in Abschnitt C Nr. 34 beschlossen. Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz hat mit Bescheid vom 30. Oktober 2006, Nr.: 321-G /6-2, die Änderung genehmigt. Diese Änderung der Weiterbildungsordnung ist im Bayerischen Ärzteblatt 12/2006, Seite 636 veröffentlicht und tritt am 1. Januar 2007 in Kraft. Änderung durch Beschlüsse des 63. Bayerischen Ärztetages am 28. April 2007 Der 63. Bayerische Ärztetag hat am 28. April 2007 folgende Änderungen beschlossen: Einfügung eines Abs. 7 in 5 (Befugnis) Änderung des 20 Abs. 2 Ergänzung der im Weiterbildungsgang zum Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin (Abschnitt B Nr. 10.1) für den Abschnitt der 36 Monate Weiterbildung in der stationären Patienten-versorgung anrechenbaren Gebiete um das Gebiet Urologie Ergänzung der Voraussetzung für den Erwerb der Bezeichnung der Zusatz-Weiterbildung Geriatrie (Abschnitt C Nr. 8) um die Anerkennung als Facharzt für Physikalische und Rehabilitative Medizin Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz hat mit Bescheid vom 14. Mai 2007, 321- G /3-2 die Änderungen genehmigt. Änderung durch Beschlüsse des 64. Bayerischen Ärztetages am 14. Oktober 2007 Der 64. Bayerische Ärztetag hat am 14. Oktober 2007 folgende Änderungen beschlossen: Ergänzung des 1 Abs. 2 Buchstabe a) durch medizinische Versorgungszentren als Einrichtungen des ambulanten Bereiches Ergänzung in 5 (Befugnis) Abs. 3, 7 (Widerruf der Befugnis und der Zulassung als Weiterbildungsstätte) Abs. 1 und 20 (Übergangsbestimmungen) Abs. 2 Einführung des Weiterbildungsganges 10.2 Facharzt für Innere Medizin im Gebiet Innere Medizin und Allgemeinmedizin (Abschnitt B Nr. 10) sowie Folgeänderungen in den Abschnitten C und D einschließlich des Inhaltsverzeichnisses und der Übersicht in Abschnitt B Änderung des Weiterbildungsinhaltes im Weiterbildungsgang zum Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie (Abschnitt B Nr. 12) und zum Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie (Abschnitt B Nr. 23), jeweils im Speziellen Psychotherapie-Teil und der Selbsterfahrung Änderung des Weiterbildungsinhaltes der Zusatz-Weiterbildung 32. Psychotherapie (Abschnitt C Nr. 32) Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz hat mit Bescheid vom 24. Oktober 2007, 321- G /3-10 die Änderungen genehmigt. Diese Änderungen der Weiterbildungsordnung sind im Bayerischen Ärzteblatt 12/2007, Seite 727 ff. veröffentlicht und treten am 1. Januar 2008 in Kraft. Der 64. Bayerische Ärztetag hat am 14. Oktober 2007 folgende Änderungen beschlossen: Neufassung des 18 (Weiterbildung außerhalb der Bundesrepublik Deutschland in Mitgliedstaaten der Europäischen Union, in anderen Vertragsstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum und in Vertragsstaaten, denen Deutschland und die Europäische Gemeinschaft oder Deutschland und die Europäische Union vertraglich einen entsprechenden Rechtsanspruch eingeräumt haben) Neufassung des 19 (Weiterbildung außerhalb der Mitgliedstaaten der Europäischen Union, außerhalb der anderen Vertragsstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum und außerhalb der Vertragsstaaten, denen Deutschland und die Europäische Gemeinschaft oder Deutschland und die Europäische Union vertraglich einen entsprechenden Rechtsanspruch eingeräumt haben) Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz hat mit Bescheid vom 27. Mai 2008, 32g- G /3-16 die Änderungen genehmigt. Diese Änderungen der Weiterbildungsordnung sind im Bayerischen Ärzteblatt 7-8/2008, Seite 468 f. veröffentlicht und treten am 1. August 2008 in Kraft. Diese Änderungen der Weiterbildungsordnung sind im Bayerischen Ärzteblatt 7 8/2007, Seite 422 ff. veröffentlicht und treten am 1. August 2007 in Kraft. 2 Weiterbildungsordnung 2004 i. d. F. 2015
3 Änderung durch Beschlüsse des 66. Bayerischen Ärztetages am 12. Oktober 2008 Der 66. Bayerische Ärztetag hat am 12. Oktober 2008 folgende Änderungen beschlossen: Ergänzung in Abschnitt A 2 Abs. 3 betreffend Weiterbildungszeit in Schwerpunkten Ergänzung in Abschnitt A 5 (Befugnis) betreffend Teilnahme des Befugten an Maßnahmen der Kammer zur Qualitätssicherung der Weiterbildung Ergänzung in Abschnitt A 15 Abs. 4 betreffend Rechtsbehelf Ergänzung in Abschnitt C Nr. 3 (Allergologie) im Kapitel Voraussetzungen zum Erwerb der Bezeichnung betreffend Facharzt für Arbeitsmedizin Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz hat mit Bescheid vom 22. Oktober 2008, 32a- G /4-3, die Änderungen genehmigt. Diese Änderungen der Weiterbildungsordnung sind im Bayerischen Ärzteblatt 12/2008, Seite 789 veröffentlicht und treten am 1. Januar 2009 in Kraft. Änderung durch Beschlüsse des 67. Bayerischen Ärztetages am 11. Oktober 2009 Der 67. Bayerische Ärztetag hat am 11. Oktober 2009 eine Ergänzung der Regelungen zur Führbarkeit der Zusatz- Weiterbildung Magnetresonanztomographie in Abschnitt C Nr. 19 beschlossen. Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit hat mit Bescheid vom 29. Oktober 2009, 32a-G /7-2, die Änderungen genehmigt. Diese Änderung der Weiterbildungsordnung ist im Bayerischen Ärzteblatt 12/2009, Seite 633 f. veröffentlicht und tritt am 1. Januar 2010 in Kraft. Änderung durch Beschlüsse des 69. Bayerischen Ärztetages am 17. Oktober 2010 Der 69. Bayerische Ärztetag hat am 17. Oktober 2010 folgende Änderungen beschlossen: Übernahme der Beschlüsse des 113. Deutschen Ärztetages in Dresden redaktionelle Anpassung des Abschnitts A an Abschnitt A der Muster-Weiterbildungsordnung Einführung der Gebiete Anatomie, Biochemie und Physiologie in Abschnitt B Änderung der Voraussetzung des Erwerbs der Bezeichnungen Ärztliches Qualitätsmanagement, Psychoanalyse, Psychotherapie und Suchtmedizinische Grundversorgung in Abschnitt C Änderung der Strukturierung der Weiterbildungszeit im Abschnitt C bei Notfallmedizin Regelung zur Führbarkeit der Bezeichnung Bade-/Kurarzt im Abschnitt C bei Physikalische Therapie und Balneologie Anpassung des Abschnitts D an die Änderungen in den Abschnitten B und C Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit hat mit Bescheid vom 15. November 2010, 32a-G /8-2, die Änderungen genehmigt. Diese Änderungen der Weiterbildungsordnung sind in der Beilage zum Bayerischen Ärzteblatt 3/2011 veröffentlicht und treten am 1. April 2011 in Kraft. Änderung durch Beschlüsse des 70. Bayerischen Ärztetages am 16. Oktober 2011 Der 70. Bayerische Ärztetag hat am 16. Oktober 2011 folgende Änderungen beschlossen: Änderung des 5 Abs. 8 (Befugnis) Anrechnungsmöglichkeit einer Weiterbildung bei einem hausärztlich tätigen Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin in Abschnitt B Nr. 1 (Allgemeinmedizin) Anpassung der Voraussetzung zum Erwerb der Bezeichnung an die Bestimmungen der Muster- Weiterbildungsordnung in Abschnitt C Nr. 3 (Allergologie) Änderung der Übergangsbestimmung Nr. 2 in Abschnitt C Nr. 41 (spezielle Viszeralchirurgie) Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit hat mit Bescheid vom 24. Oktober 2011, 32a-G /5-2, die Änderungen genehmigt. Diese Änderungen der Weiterbildungsordnung sind im Bayerischen Ärzteblatt 12/2011, Seite 732 veröffentlicht und treten am 1. Januar 2012 in Kraft. Änderung durch Beschlüsse des 71. Bayerischen Ärztetages am 14. Oktober 2012 Der 71. Bayerische Ärztetag hat am 14. Oktober 2012 folgende Änderungen beschlossen: Änderung des 4 Abs. 4 (Anrechnung von Weiterbildungsabschnitten unter 3 Monaten) Änderung des 7 Abs. 1 (Konkretisierung zu Zweifeln an der persönlichen Eignung) Änderung des 7 (Fortführen der Weiterbildung an einer Weiterbildungsstätte bei Widerruf oder Erlöschen der Befugnis) Übergangsbestimmung in Abschnitt B Nr. 1 Gebiet Allgemeinmedizin (Übergangsbestimmung zum Quereinstieg für Fachärzte in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung) Änderung in Abschnitt C Nr. 25 Zusatz-Weiterbildung Notfallmedizin (Änderung der Bestimmungen in Voraussetzungen zum Erwerb der Bezeichnung und Weiterbildungszeit ) Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit hat mit Bescheid vom 22. Oktober 2012, 32a-G /9-2, die Änderungen genehmigt. Diese Änderungen der Weiterbildungsordnung sind im Bayerischen Ärzteblatt 12/2012, Seite 705 veröffentlicht und treten am 1. Januar 2013 in Kraft. Der 71. Bayerische Ärztetag hat am 14. Oktober 2012 folgende Änderung beschlossen: Änderung des 4 Abs. 6 (Weiterbildung in Teilzeit auch mit weniger als der Hälfte der wöchentlichen Arbeitszeit) Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit hat mit Bescheid vom 1. August 2013, 32a-G /9-9, die Änderung genehmigt. Diese Änderung der Weiterbildungsordnung ist im Bayerischen Ärzteblatt 9/2013, Seite 427 veröffentlicht und tritt am 1. Oktober 2013 in Kraft. Weiterbildungsordnung 2004 i. d. F
4 Änderungen durch Beschlüsse des 72. Bayerischen Ärztetages am 12. Oktober 2013 Der 72. Bayerische Ärztetag hat am 12. Oktober 2013 folgende Änderungen beschlossen: Änderung der Zuständigkeit für die Zulassung von Weiterbildungsstätten in Abschnitt A 6 Ergänzung in Abschnitt A 13 (Prüfungs- und Widerspruchsausschüsse) Neufassung in Abschnitt A 18, 18a, 19 und 19a (Weiterbildung außerhalb Deutschlands) Ergänzung in Voraussetzungen zum Erwerb der Bezeichnung in Abschnitt C Nr. 25 (Notfallmedizin) Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege hat mit Bescheid vom 22. Oktober 2013, 32a-G /8-2, die Änderungen genehmigt. Diese Änderungen der Weiterbildungsordnung sind im Bayerischen Ärzteblatt 12/2013, Seite 649 ff. veröffentlicht und treten am 1. Januar 2014 in Kraft. Inhaltsverzeichnis Abschnitt A Allgemeine Bestimmungen Ziel und Zweck Struktur a Begriffsbestimmungen Führen von Bezeichnungen Art, Inhalt und Dauer Befugnis Zulassung als Weiterbildungsstätte Widerruf der Befugnis und der Zulassung als Weiterbildungsstätte Dokumentation der Weiterbildung Erteilung von Zeugnissen Anerkennung gleichwertiger Weiterbildung Anerkennungsverfahren Zulassung zur Prüfung Prüfungsausschüsse und Widerspruchsausschüsse Prüfung Prüfungsentscheidung Wiederholungsprüfung Rücknahme der Anerkennung von Bezeichnungen Anerkennung von Weiterbildungen aus dem Gebiet der Europäischen Union (Mitgliedstaat), des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR-Staat) oder aus einem Staat, dem Deutschland und die Europäische Union einen entsprechen-den Rechtsanspruch eingeräumt haben (Vertragsstaat) Änderungen durch Beschlüsse des 74. Bayerischen Ärztetages am 25. Oktober 2015 Der 74. Bayerische Ärztetag hat am 25. Oktober 2015 folgende Änderungen beschlossen: Änderung des 4 Abs. 1 infolge der Änderung des Art. 30 Abs. 2 Heilberufe-Kammergesetz Änderungen des 18 Abs. 3 infolge der Änderungen des Art. 33 Heilberufe-Kammergesetz Ergänzung des 20 Abs. 3 (Übergangsbestimmungen): Einführung einer Frist, innerhalb derer Anträge nach den Übergangsbestimmungen des 20 Abs. 3 gestellt können Verlängerung der Übergangsbestimmungen im Gebiet Allgemeinmedizin ( Quereinstieg ) in Abschnitt B Nr. 1 Einführung einer Wahlmöglichkeit hinsichtlich der Einzel- oder Gruppenselbsterfahrung im Weiterbildungsgang zum Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie in Abschnitt B Nr. 27 Entfall der Vorgaben zur Kursreihenfolge in den Zusatz- Weiterbildungen Rehabilitationswesen in Abschnitt C Nr. 34 und Sozialmedizin in Abschnitt C Nr. 37 Entfall des Abschnitt D Das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege hat mit Bescheid vom 02. November 2015, G32a-G /3-2, die Änderungen genehmigt. Diese Änderungen der Weiterbildungsordnung sind im Bayerischen Ärzteblatt 12/2015, Seite 670 f. veröffentlicht und treten am 1. Januar 2016 in Kraft. als Facharztbezeichnung a Anerkennung von Weiterbildungen aus dem Gebiet der Europäischen Union (Mitgliedstaat), des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR-Staat) oder aus einem Staat, dem Deutschland und die Europäische Union einen entsprechenden Rechtsanspruch eingeräumt haben (Vertragsstaat) als Schwerpunkt- oder Zusatzbezeichnung Anerkennung von Weiterbildungen außerhalb des Gebietes der Europäischen Union (Mitgliedstaat) und außerhalb der anderen Vertragsstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR-Staat) und außerhalb eines Staates, dem Deutschland und die Europäische Union einen entsprechenden Rechtsanspruch eingeräumt haben (Vertragsstaat) als Facharztbezeichnung a Anerkennung von Weiterbildungen außerhalb des Gebietes der Europäischen Union (Mitgliedstaat) und außerhalb der anderen Vertragsstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR-Staat) und außerhalb eines Staates, dem Deutschland und die Europäische Union einen entsprechenden Rechtsanspruch eingeräumt haben (Vertragsstaat) als Schwerpunkt- oder Zusatzbezeichnung Übergangsbestimmungen In-Kraft-Treten Weiterbildungsordnung 2004 i. d. F. 2015
5 Abschnitt B Gebiete, Facharzt- und Schwerpunktkompetenzen Gebiet Allgemeinmedizin Gebiet Anästhesiologie Gebiet Anatomie Gebiet Arbeitsmedizin Gebiet Augenheilkunde Gebiet Biochemie Gebiet Chirurgie Facharzt für Allgemeinchirurgie Facharzt für Gefäßchirurgie Facharzt für Herzchirurgie Facharzt für Kinderchirurgie Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie Facharzt für Thoraxchirurgie Facharzt für Viszeralchirurgie Gebiet Frauenheilkunde und Geburtshilfe Schwerpunkt Gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin Schwerpunkt Gynäkologische Onkologie Schwerpunkt Spezielle Geburtshilfe und Perinatalmedizin Gebiet Hals-Nasen-Ohrenheilkunde Facharzt für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde Facharzt für Sprach-, Stimm- und kindliche Hörstörungen Gebiet Haut-und Geschlechtskrankheiten Gebiet Humangenetik Gebiet Hygiene und Umweltmedizin Gebiet Innere Medizin Facharzt für Innere Medizin Facharzt für Innere Medizin und Angiologie Facharzt für Innere Medizin und Endokrinologie und Diabetologie Facharzt für Innere Medizin und Gastroenterologie Facharzt für Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie Gebiet Kinder-und Jugendmedizin Schwerpunkt Kinder-Endokrinologie und Diabetologie Schwerpunkt Kinder-Hämatologie und - Onkologie Schwerpunkt Kinder-Kardiologie Schwerpunkt Kinder-Nephrologie Schwerpunkt Kinder-Pneumologie Schwerpunkt Neonatologie Schwerpunkt Neuropädiatrie Gebiet Kinder-und Jugendpsychiatrie und - psychotherapie Gebiet Laboratoriumsmedizin Gebiet Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie Gebiet Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie Gebiet Neurochirurgie Gebiet Neurologie Gebiet Nuklearmedizin Gebiet Öffentliches Gesundheitswesen Gebiet Pathologie Facharzt für Neuropathologie Facharzt für Pathologie Gebiet Pharmakologie Facharzt für Klinische Pharmakologie Facharzt für Pharmakologie und Toxikologie Gebiet Physikalische und Rehabilitative Medizin Gebiet Physiologie Gebiet Psychiatrie und Psychotherapie Schwerpunkt Forensische Psychiatrie Gebiet Psychosomatische Medizin und Psychotherapie Gebiet Radiologie Schwerpunkt Kinderradiologie Schwerpunkt Neuroradiologie Gebiet Rechtsmedizin Gebiet Strahlentherapie Gebiet Transfusionsmedizin Gebiet Urologie Abschnitt C Zusatz-Weiterbildungen Ärztliches Qualitätsmanagement Akupunktur Allergologie Andrologie Betriebsmedizin Dermatohistologie Diabetologie Flugmedizin Geriatrie Gynäkologische Exfoliativ-Zytologie Hämostaseologie Handchirurgie Homöopathie Infektiologie Intensivmedizin Kinder-Gastroenterologie Kinder-Orthopädie Kinder-Rheumatologie Labordiagnostik fachgebunden Magnetresonanztomographie fachgebunden Manuelle Medizin/Chirotherapie Medikamentöse Tumortherapie Medizinische Informatik Naturheilverfahren Notfallmedizin Orthopädische Rheumatologie Palliativmedizin Phlebologie Physikalische Therapie und Balneologie Plastische Operationen Proktologie Psychoanalyse Psychotherapie Rehabilitationswesen Röntgendiagnostik fachgebunden Schlafmedizin Sozialmedizin Spezielle Orthopädische Chirurgie Spezielle Schmerztherapie Spezielle Unfallchirurgie Spezielle Viszeralchirurgie Sportmedizin Suchtmedizinische Grundversorgung Tropenmedizin Weiterbildungsordnung 2004 i. d. F
6 Abschnitt A Allgemeine Bestimmungen 1 Ziel und Zweck Ärztliche Weiterbildung bezweckt im Interesse der bestmöglichen medizinischen Versorgung der Patienten und der Sicherung der Qualität ärztlicher Berufsausübung das Erlernen besonderer ärztlicher Fähigkeiten und Fertigkeiten nach Erteilung der Berechtigung zur Ausübung des ärztlichen Berufs. Kennzeichnend für die Weiterbildung ist die praktische Anwendung ärztlicher Kenntnisse in der ambulanten, stationären und rehabilitativen Versorgung der Patienten. Die Weiterbildung erfolgt in strukturierter Form, um in Gebieten die Qualifikation als Facharzt, darauf aufbauend eine Spezialisierung in Schwerpunkten oder in einer Zusatz-Weiterbildung zu erhalten. Die vorgeschriebenen Weiterbildungsinhalte und Weiterbildungszeiten sind Mindestanforderungen. Die Weiterbildungszeiten verlängern sich, wenn Weiterbildungsinhalte in der Mindestweiterbildungszeit nicht erworben können. Die Weiterbildung wird, sofern diese Weiterbildungsordnung nichts anderes vorsieht, im Rahmen eines Arbeitsverhältnisses mit angemessener Vergütung an zugelassenen Weiterbildungsstätten durchgeführt. Sie erfolgt unter verantwortlicher Leitung befugter Ärzte (Weiterbilder) in praktischer Tätigkeit und theoretischer Unterweisung sowie teilweise durch die erfolgreiche Teilnahme an anerkannten Kursen. Der Erfolg der Weiterbildung wird auf Grund der von den Weiterbildern erstellten Zeugnisse und einer Prüfung beurteilt. Der erfolgreiche Abschluss der Weiterbildung wird durch eine Urkunde bestätigt und ist der Nachweis für erworbene Kompetenz im Sinn einer besonderen ärztlichen Befähigung. 2 Struktur (1) Der erfolgreiche Abschluss der Weiterbildung führt zu einer Facharztbezeichnung in einem Gebiet, einer Schwerpunktbezeichnung im Schwerpunkt eines Gebietes oder einer Zusatzbezeichnung (Anerkennung). Die Anerkennung wird durch eine Urkunde bescheinigt. Die Anerkennung setzt voraus, dass die vorgeschriebenen Weiterbildungsinhalte und Weiterbildungszeiten abgeleistet und die erforderliche Kompetenz in einer Prüfung nachgewiesen sind. Die Gebiete sowie die erwerbbaren Facharzt- und Schwerpunktbezeichnungen sind in Abschnitt B, die erwerbbaren Zusatzbezeichnungen als Bezeichnungen der Zusatz-Weiterbildungen in Abschnitt C festgelegt. (2) Gebiet ist ein definierter Teil in einer Fachrichtung der Medizin. Die Gebietsdefinition bestimmt die Grenzen für die Ausübung der fachärztlichen Tätigkeit. Die in der Facharztkompetenz vorgeschriebenen Weiterbildungsinhalte beschränken nicht die Ausübung der fachärztlichen Tätigkeit im Gebiet. (3) Schwerpunkt im Sinn dieser Weiterbildungsordnung ist ein Teilgebiet im Sinn des Abschnittes IV des Heilberufe-Kammergesetzes und eine auf der Facharztweiterbildung aufbauende oder der Facharztweiterbildung zugehörige Spezialisierung im Gebiet. Weiterbildungszeiten in einem Schwerpunkt dürfen nicht gleichzeitig mit der Facharztweiterbildung abgeleistet, sofern in Abschnitt B nichts anderes festgelegt ist. Die vorgeschriebene Gesamtweiterbildungszeit für den Erwerb der Facharzt- und Schwerpunktbezeichnung verringert sich in diesen Fällen höchstens um den Zeitabschnitt, der im Schwerpunkt unter der Überschrift Weiterbildungszeit als während der Facharztweiterbildung ableistbar aufgeführt ist. (4) Zusatz-Weiterbildung im Sinn dieser Weiterbildungsordnung ist insbesondere ein Bereich im Sinn des Abschnittes IV des Heilberufe-Kammergesetzes und Spezialisierung in Weiterbildungsinhalten (zusätzliche Kenntnisse und Fähigkeiten), die nach Maßgabe des Abschnittes C zusätzlich zu einer oder ohne eine Facharzt- und Schwerpunktweiterbildung erworben kann. Sind in Abschnitt C Weiterbildungszeiten verlangt, dürfen diese nicht gleichzeitig mit der Facharzt- oder Schwerpunktweiterbildung abgeleistet, sofern in Abschnitt C nichts anderes festgelegt ist. Die Gebietsgrenzen durch eine Zusatz- Weiterbildung nicht erweitert. 2 a Begriffsbestimmungen Im Sinne dieser Weiterbildungsordnung folgende Begriffe definiert: (1) Kompetenz stellt die Teilmenge der Inhalte eines Gebietes dar, die Gegenstand der Weiterbildung zum Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in einer Facharzt-, Schwerpunkt- oder Zusatz-Weiterbildung sind und durch Prüfung nachgewiesen. (2) Die Basisweiterbildung umfasst definierte gemeinsame Inhalte von verschiedenen Facharztweiterbildungen innerhalb eines Gebietes, welche zu Beginn einer Facharztweiterbildung vermittelt sollen. (3) Fallseminar ist eine Weiterbildungsmaßnahme mit konzeptionell vorgesehener Beteiligung jedes einzelnen Teilnehmers, wobei unter Anleitung eines Weiterbildungsbefugten anhand von vorgestellten Fallbeispielen und deren Erörterung Kenntnisse und Fähigkeiten sowie das dazugehörige Grundlagenwissen erweitert und gefestigt. (4) Der stationäre Bereich umfasst Einrichtungen, in denen Patienten aufgenommen und/oder Tag und Nacht durchgängig ärztlich betreut ; hierzu gehören insbesondere Krankenhausabteilungen, Rehabilitationskliniken und Belegabteilungen. (5) Zum ambulanten Bereich gehören insbesondere ärztliche Praxen, Institutsambulanzen, Tageskliniken, poliklinische Ambulanzen und Medizinische Versorgungszentren. (6) Unter Notfallaufnahme wird die Funktionseinheit eines Akutkrankenhauses verstanden, in welcher Patienten zur Erkennung bedrohlicher Krankheitszustände einer Erstuntersuchung bzw. Erstbehandlung unterzogen, um Notwendigkeit und Art der weiteren medizinischen Versorgung festzustellen. (7) Als Gebiete der unmittelbaren Patientenversorgung gelten Allgemeinmedizin, Anästhesiologie, Augenheilkunde, Chirurgie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, 6 Weiterbildungsordnung 2004 i. d. F. 2015
7 Haut- und Geschlechtskrankheiten, Humangenetik, Innere Medizin, Kinder- und Jugendmedizin, Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, Neurochirurgie, Neurologie, Physikalische und Rehabilitative Medizin, Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Strahlentherapie, Urologie. (8) Abzuleistende Weiterbildungszeiten sind Weiterbildungszeiten, die unter Anleitung eines Arztes zu absolvieren sind, der in der angestrebten Facharzt-, Schwerpunkt- oder Zusatz-Weiterbildung zur Weiterbildung befugt ist. (9) Anrechnungsfähige Weiterbildungszeiten sind Weiterbildungszeiten, die unter Anleitung eines zur Weiterbildung befugten Arztes absolviert. (10) In dieser Weiterbildungsordnung wird die Berufsbezeichnung Arzt ( Ärzte ) einheitlich und neutral für Ärztinnen und Ärzte verwendet. 3 Führen von Bezeichnungen (1) Facharzt-, Schwerpunkt- und Zusatzbezeichnungen sind nach Maßgabe der Abschnitte B und C zu führen. Schwerpunktbezeichnungen dürfen nur zusammen mit der zugehörigen Facharztbezeichnung geführt. Zusatzbezeichnungen dürfen nur zusammen mit der Bezeichnung Arzt, praktischer Arzt oder neben einer Facharztbezeichnung geführt. (2) Hat der Arzt die Anerkennung für mehrere Facharztbezeichnungen erhalten, darf er diese nebeneinander führen. Sofern in Abschnitt C Zusatzbezeichnungen festgelegt sind, deren Weiterbildungsinhalte umfassend Gegenstand einer fachärztlichen Weiterbildung nach dieser Weiterbildungsordnung sind, dürfen diese Fachärzte diese Zusatzbezeichnung führen, ohne dass hierfür eine Urkunde ausgestellt wird. (3) Die im übrigen Geltungsbereich der Bundesärzteordnung erworbene Anerkennung gilt auch im Geltungsbereich dieser Weiterbildungsordnung. (4) Im Übrigen richtet sich die Führbarkeit von Weiterbildungsbezeichnungen nach der Berufsordnung für die Ärzte Bayerns in der jeweils geltenden Fassung. 4 Art, Inhalt und Dauer (1) Mit der Weiterbildung kann erst nach Erteilung der Approbation als Arzt begonnen. Der Beginn der Weiterbildung im Gebiet Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie setzt auch die Erteilung der Approbation als Zahnarzt voraus. (2) Tätigkeitsabschnitte, die als Arzt im Praktikum abgeleistet und den Anforderungen dieser Weiterbildungsordnung genügen, auf die Weiterbildung angerechnet. (3) Die Weiterbildung muss gründlich und umfassend sein. Sie beinhaltet insbesondere die Vertiefung der Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten in der Verhütung, Erkennung, Behandlung, Rehabilitation und Begutachtung von Krankheiten, Körperschäden und Leiden einschließlich der Wechselbeziehungen zwischen Mensch und Umwelt. Die Weiterbildung beinhaltet unter Berücksichtigung gebietsspezifischer Ausprägungen stets den Erwerb von Kenntnissen, Erfahrungen und Fertigkeiten in ethischen, wissenschaftlichen und rechtlichen Grundlagen ärztlichen Handelns der ärztlichen Begutachtung den Maßnahmen der Qualitätssicherung und des Qualitätsmanagements einschließlich des Fehler- und Risikomanagements der ärztlichen Gesprächsführung einschließlich der Beratung von Angehörigen psychosomatischen Grundlagen der interdisziplinären Zusammenarbeit der Ätiologie, Pathophysiologie und Pathogenese von Krankheiten der Aufklärung und der Befunddokumentation labortechnisch gestützten Nachweisverfahren mit visueller oder apparativer Auswertung (Basislabor) medizinischen Notfallsituationen den Grundlagen der Pharmakotherapie einschließlich der Wechselwirkungen der Arzneimittel und des Arzneimittelmissbrauchs der Durchführung von Impfungen der allgemeinen Schmerztherapie der interdisziplinären Indikationsstellung zur weiterführenden Diagnostik einschließlich der Differenzialindikation und Interpretation radiologischer Befunde im Zusammenhang mit gebietsbezogenen Fragestellungen der Betreuung von Schwerstkranken und Sterbenden den psychosozialen, umweltbedingten und inter-kulturellen Einflüssen auf die Gesundheit gesundheitsökonomischen Auswirkungen ärztlichen Handelns den Strukturen des Gesundheitswesens. (4) Dauer und Inhalt der Weiterbildung richten sich nach den Bestimmungen dieser Weiterbildungsordnung; in deren Rahmen kann der Vorstand Näheres in Richtlinien bestimmen. Zeiten unter sechs Monaten können nur dann als Weiterbildungszeit anerkannt, wenn dies in Abschnitt B oder C vorgesehen ist. Weiterbildungszeiten unter drei Monaten können bis zu dreimal in einem in den Abschnitten B und C vorgeschriebenen Weiterbildungsgang anerkannt. Eine Unterbrechung der Weiterbildung, insbesondere wegen Schwangerschaft, Elternzeit, Wehr- und Ersatzdienst oder wissenschaftlicher Aufträge soweit eine Weiterbildung nicht erfolgt kann nicht als Weiterbildungszeit angerechnet. Tariflicher und gesetzlicher sowie sonstiger arbeitsrechtlicher Erholungsurlaub bis zu sechs Wochen im Kalenderjahr ist keine Unterbrechung. (5) Die Weiterbildung zum Erwerb einer Facharzt- und/oder Schwerpunktbezeichnung ist in der Regel ganztägig und in hauptberuflicher Stellung durchzuführen. Gleiches gilt auch für den Erwerb einer Zusatzbezeichnung, soweit in Abschnitt C nichts anderes bestimmt ist. Eine berufsbegleitende Weiterbildung ist bei Zusatz-Weiterbildungen unter Anleitung eines Weiterbildungsbefugten zulässig, sofern dies in Abschnitt C vorgesehen ist. (6) Eine Weiterbildung in Teilzeit muss hinsichtlich Gesamtdauer, Niveau und Qualität den Anforderungen an eine ganztägige Weiterbildung entsprechen. Dies ist in der Regel gewährleistet, wenn die Teilzeittätigkeit mindestens die Hälfte der wöchentlichen Arbeitszeit beträgt. Die Weiterbildung kann mit mindestens 12 Stunden pro Woche bis zur Hälfte der in den Abschnitten B und C geforderten Mindestweiterbildungszeit erfolgen. Die Weiterbildungszeit verlängert sich entsprechend. (7) Die Weiterbildung in einem Schwerpunkt erfolgt auf der Grundlage der Facharztweiterbildung, sofern nichts anderes in Abschnitt B geregelt ist. Die Zusatz-Weiterbildung ist zeitlich und inhaltlich zusätzlich zur Facharztweiterbildung abzuleisten, sofern diese Weiterbildungsordnung nichts anderes bestimmt. Tätigkeiten in eigener Praxis sind nicht anrechnungsfähig, sofern nichts anderes in Abschnitt C geregelt ist. (8) Sofern die Weiterbildungsordnung die Ableistung von Kursen vorschreibt, ist eine vorherige Anerkennung des jeweiligen Kurses und dessen Leiters durch die für den Ort der Weiterbildungsordnung 2004 i. d. F
8 Veranstaltung zuständige Ärztekammer erforderlich. Diese Kurse müssen den von der Ärztekammer vorgeschriebenen Anforderungen entsprechen. Dabei sollen die Empfehlungen der Bundesärztekammer berücksichtigt. (9) Sofern für die Facharzt-, Schwerpunkt- und Zusatzweiterbildung nichts anderes bestimmt ist, kann die Weiterbildung unter Berücksichtigung der Bestimmungen des Art. 31 Abs. 1 Satz 3 des Heilberufe-Kammergesetzes sowohl im ambulanten als auch im stationären Bereich erfolgen. 5 Befugnis (1) Befugnis im Sinn dieser Weiterbildungsordnung ist die Ermächtigung im Sinn des Abschnittes IV des Heilberufe- Kammergesetz. Die Weiterbildung zum Erwerb einer Facharztund/oder Schwerpunktbezeichnung wird unter verantwortlicher Leitung der vom Vorstand der Kammer befugten Ärzte in einer zugelassenen Weiterbildungsstätte durchgeführt. Gleiches gilt nach Maßgabe des Abschnittes C auch für den Erwerb einer Zusatzbezeichnung. (2) Die Befugnis zur Weiterbildung zum Erwerb einer Facharzt-, Schwerpunkt- und/oder Zusatzbezeichnung darf nur dem Arzt erteilt, der a) diese Bezeichnung führt, b) fachlich und persönlich geeignet ist und c) nach Abschluss seiner Weiterbildung mindestens die der Befugnisdauer entsprechende Zeit, jedoch nicht weniger als zwei Jahre, in verantwortlicher Stellung einschlägig tätig war. (3) Der befugte Arzt ist verpflichtet, die Weiterbildung persönlich zu leiten und grundsätzlich ganztägig durchzuführen sowie zeitlich und inhaltlich entsprechend dieser Weiterbildungsordnung zu gestalten und die Richtigkeit der Dokumentation der Weiterbildung eines in Weiterbildung befindlichen Arztes gemäß 8 zu bestätigen. Eine Aufteilung auf mehrere teilzeitbeschäftigte Weiterbildungsbefugte ist jedoch möglich, wenn durch komplementäre Arbeitszeiten eine ganztägige Weiterbildung gewährleistet ist. Dies gilt auch, wenn die Befugnis mehreren Ärzten an einer oder mehreren Weiterbildungsstätten gemeinsam erteilt wird. Ist ein befugter Arzt an mehr als einer Weiterbildungsstätte tätig, ist eine gemeinsame Befugnis mit einem weiteren befugten Arzt an jeder Weiterbildungsstätte erforderlich. (4) Die Befugnis wird auf Antrag erteilt. Dem Antrag ist ein gegliedertes Programm für die Weiterbildung zum Facharzt, die Schwerpunkt- oder die Zusatz-Weiterbildung, für die die Befugnis beantragt wird, beizufügen. Der Weiterbilder muss dieses gegliederte Programm dem unter seiner Verantwortung Weiterzubildenden aushändigen. Die Befugnis kann unter Nebenbestimmungen erteilt. Die Befugnis kann in der Regel nur für den Erwerb von einer Facharztbezeichnung und/oder einer zugehörigen Schwerpunktbezeichnung sowie einer Zusatzbezeichnung erteilt. Die Befugnis endet mit Außerkraftsetzung dieser Weiterbildungsordnung. Die vor dem 1. August 2004 erteilten Befugnisse gelten vorbehaltlich eines Widerrufes nach 7 für die in 20 Abs. 2 festgelegten Zeiträume fort. (5) Für die Erteilung der Befugnis sind unter Berücksichtigung der Anforderungen an Inhalt, Ablauf und Ziel der Weiterbildung folgende Kriterien maßgebend: 1. Versorgungsauftrag (Anzahl sowie Erkrankungs- und Verletzungsarten der Patienten), 2. Leistungsstatistik (Art und Anzahl der ärztlichen Leistungen) und 3. personelle und materielle Ausstattung der Weiterbildungsstätte. Hierzu kann der Vorstand Richtlinien erlassen. Auf Verlangen sind der Kammer Auskünfte zu erteilen. Der Weiterbilder hat Veränderungen in Struktur und Größe der Weiterbildungsstätte sowie der Leistungsstatistik unverzüglich der Kammer anzuzeigen. Der Umfang der Befugnis ist an Veränderungen anzupassen. (6) Die Kammer führt ein Verzeichnis der Weiterbilder mit Angaben über den Umfang der Befugnis und macht dieses öffentlich zugänglich. (7) Für die in Abschnitt B unter den Nummern 3, 6 und 26 und die in Abschnitt C unter Nummer 41 zum neu eingeführten Bezeichnungen gilt Absatz 2 Buchstabe a) bis zum nicht. In diesen Fällen ist Voraussetzung für die Erteilung der Befugnis, dass die für die neue Bezeichnung geforderten Weiterbildungsinhalte ganz oder teilweise vermittelt können. (8) Ärzte mit Anerkennung zum Führen der Bezeichnung Facharzt für Chirurgie in Verbindung mit der bisherigen Schwerpunktbezeichnung Unfallchirurgie und Ärzte mit Anerkennung zum Führen der Bezeichnung Facharzt für Orthopädie können auf Antrag eine Befugnis zur Weiterbildung in der Kompetenz nach Abschnitt B Nummer 7.5 (Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie) erhalten. Ärzte mit Anerkennung zum Führen der Bezeichnung Facharzt für Innere Medizin, die gemäß 73 Abs. 1a Nr. 3 Sozialgesetzbuch V an der hausärztlichen Versorgung teilnehmen, können auf Antrag eine Befugnis zur Weiterbildung in der ambulanten hausärztlichen Versorgung im Gebiet Allgemeinmedizin erhalten. Ärzte mit Anerkennung zum Führen der Zusatzbezeichnung Balneologie und Medizinische Klimatologie und Ärzte mit Anerkennung zum Führen der Zusatzbezeichnung Physikalische Therapie können auf Antrag eine Befugnis zur Weiterbildung in der Kompetenz nach Abschnitt C Nummer 29 (Zusatzweiterbildung Physikalische Therapie und Balneologie ) erhalten. In denjenigen Zusatz-Weiterbildungen, für die in Abschnitt C festgelegt ist, dass deren Weiterbildungsinhalte umfassend Gegenstand einer Weiterbildung in einer Facharzt- oder Schwerpunktkompetenz sind, können auf Antrag auch Ärzte eine Befugnis zur Weiterbildung erhalten, die über die Anerkennung in der entsprechenden Facharzt- oder Schwerpunktbezeichnung verfügen und nicht nach 3 Abs. 2 Satz 2 zum Führen der Zusatzbezeichnung berechtigt sind. Voraussetzung für die Erteilung der Befugnis in allen Fällen ist, dass die für die neue Bezeichnung geforderten Weiterbildungsinhalte ganz oder teilweise vermittelt können. (9) Der Weiterbilder ist verpflichtet, an den von der Kammer durchgeführten Evaluationen und anderen eingeführten Maßnahmen zur Sicherung der Qualität der Weiterbildung teilzunehmen. 6 Zulassung als Weiterbildungsstätte (1) Zugelassene Weiterbildungsstätten sind außer Universitätszentren und kliniken von der Kammer zugelassene Einrichtungen der stationären und ambulanten ärztlichen Versorgung. Die Zulassung wird bei Erfüllung der in Abs. 2 festgelegten Voraussetzungen auf Antrag erteilt. Die Zulassung von Praxen niedergelassener Ärzte als Weiterbildungsstätte setzt voraus, dass mindestens einer der dort tätigen Ärzte zur Weiterbildung nach 5 befugt kann. Zulassung gemäß Satz 3 und Befugnis gemeinsam erteilt. Die vor dem 1. August 2013 durch das bis zu diesem Zeitpunkt jeweils zuständige Ministerium erteilten Zulassungen behalten ihre Gültigkeit. (2) Weiterbildungsstätten müssen insbesondere folgende Voraussetzungen erfüllen: 1. Die für die Weiterbildung typischen Krankheiten müssen nach Zahl und Art der Patienten regelmäßig und häufig genug vorkommen, 2. Personal und Ausstattung der Einrichtung müssen den 8 Weiterbildungsordnung 2004 i. d. F. 2015
9 Erfordernissen der medizinischen Entwicklung Rechnung tragen, 3. in Krankenhausabteilungen muss eine regelmäßige Konsiliartätigkeit erfolgen. ergeben, zu führen. Dabei sollen erforderlichenfalls vorhandene Lücken aufgezeigt und Möglichkeiten zu deren Schließung erörtert. Der Weiterbilder dokumentiert den wesentlichen Gesprächsinhalt. 7 Widerruf der Befugnis und der Zulassung als Weiterbildungsstätte (1) Die Befugnis zur Weiterbildung ist ganz oder teilweise zu widerrufen, wenn ihre Voraussetzungen nicht mehr gegeben sind, insbesondere wenn ein Verhalten vorliegt, das die fachliche oder persönliche Eignung des Arztes als Weiterbilder ausschließt, Tatsachen vorliegen, aus denen sich ergibt, dass die Anforderungen an die Weiterbildung nicht oder nicht mehr erfüllt können, Veränderungen im Versorgungsauftrag (Anzahl sowie Erkrankungs- und Verletzungsarten der Patienten), der Leistungsstatistik (Art und Anzahl der ärztlichen Leistungen) und/oder der personellen und materiellen Ausstattung der Weiterbildungsstätte auftreten, sich aus Änderungen der Weiterbildungsordnung oder der Richtlinien über den Inhalt der Weiterbildung nicht unerhebliche Veränderungen der Anforderungen an Inhalt, Ablauf und Ziel der Weiterbildung ergeben, die vom Weiterbilder nicht oder nicht mehr erfüllt oder von den vom Vorstand beschlossenen Beurteilungskriterien in nicht unerheblichen Maße abgewichen wird. Zweifel an der persönlichen Eignung können insbesondere begründet durch Verstöße gegen die Berufsordnung, die Auswirkungen auf die Weiterbildung haben, durch Missachtung wesentlicher Vorschriften der Weiterbildungsordnung oder wenn der befugte Arzt bei ihm in Weiterbildung befindliche Ärzte zu Verstößen gegen arbeitsrechtliche Bestimmungen veranlasst o- der diese duldet, ohne weitere Maßnahmen einzuleiten. (2) Die Befugnis erlischt mit Beendigung der Tätigkeit des Weiterbilders an der Weiterbildungsstätte oder im Fall des Widerrufs der Zulassung als Weiterbildungsstätte. (3) Die Kammer kann im Rahmen ihrer Zuständigkeit die Zulassung als Weiterbildungsstätte ganz oder teilweise widerrufen, wenn eine ordnungsgemäße Weiterbildung gemäß 6 Abs. 2 nicht mehr gewährleistet ist. (4) Wird eine Befugnis nach 7 Abs. 1 erste Strichaufzählung widerrufen oder erlischt sie nach 7 Abs. 2, erteilt die Kammer einem nachgeordneten Arzt der gleichen Weiterbildungsstätte, der die Voraussetzungen des 5 Abs. 2 erfüllt, auf dessen Antrag hin unmittelbar die auf ein Jahr befristete Befugnis im vor dem Entzug oder dem Erlöschen bestehenden Umfang. 8 Dokumentation der Weiterbildung (1) Der in Weiterbildung befindliche Arzt hat die von ihm abgeleisteten Weiterbildungsinhalte fortlaufend anhand der in Abschnitt B und C jeweils vorgeschriebenen Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten sowie der jeweils definierten Untersuchungs- und Behandlungsverfahren zu dokumentieren. (2) Der Weiterbilder hat die Richtigkeit der Dokumentation des in Weiterbildung befindlichen Arztes für den unter seiner Leitung erfolgten Weiterbildungsabschnitt mindestens jährlich zu bestätigen. 9 Erteilung von Zeugnissen (1) Der Weiterbilder hat dem in Weiterbildung befindlichen Arzt über die unter seiner Verantwortung abgeleistete Weiterbildungszeit ein Zeugnis auszustellen, das im Einzelnen die erworbenen Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten darlegt und zur Frage der fachlichen Eignung ausführlich Stellung nimmt. Das Zeugnis muss auch Angaben über den zeitlichen Umfang der Teilzeitbeschäftigungen und Unterbrechungen in der Weiterbildung enthalten. Diese Pflichten gelten nach Beendigung der Befugnis fort. (2) Auf Antrag des in der Weiterbildung befindlichen Arztes oder auf Anforderung durch die Ärztekammer ist grundsätzlich innerhalb von drei Monaten und bei Ausscheiden unverzüglich ein Zeugnis auszustellen, das den Anforderungen des Absatzes 1 entspricht. 10 Anerkennung gleichwertiger Weiterbildung Eine von dieser Weiterbildungsordnung abweichende Weiterbildung oder ärztliche Tätigkeit unter Anleitung kann ganz oder teilweise anerkannt, wenn und soweit sie gleichwertig ist. Die Gleichwertigkeit ist gegeben, wenn die inhaltlichen und zeitlichen Anforderungen dieser Weiterbildungsordnung an den Erwerb der vorgeschriebenen ärztlichen Kompetenz erfüllt sind. 11 Anerkennungsverfahren Die Anerkennung zum Führen einer Bezeichnung gemäß 2 Abs. 1 wird auf Antrag bei Nachweis der fachlichen Kompetenz nach Erfüllung der in den Abschnitten B oder C sowie in den Richtlinien über den Inhalt der Weiterbildung vorgeschriebenen Mindestanforderungen und bestandener Prüfung von der Kammer erteilt. 12 Zulassung zur Prüfung (1) Die Zulassung zur Prüfung wird erteilt, wenn die inhaltlichen und zeitlichen Anforderungen dieser Weiterbildungsordnung an den Erwerb der vorgeschriebenen Kompetenz erfüllt und durch Zeugnisse und Nachweise einschließlich der Dokumentationen nach 8 Abs. 3 belegt sind. (2) Die Zulassung ist mit schriftlicher Begründung abzulehnen oder zurückzunehmen, wenn die Voraussetzungen gemäß Absatz 1 nicht erfüllt oder zu Unrecht als gegeben angenommen worden sind. (3) Die Zulassung zur Prüfung im Schwerpunkt kann erst nach Facharztanerkennung erfolgen. Dies gilt auch für eine Zusatz- Weiterbildung, für die eine Facharztanerkennung vorgeschrieben ist. (3) Der Weiterbilder hat mit dem in Weiterbildung befindlichen Arzt mindestens einmal jährlich ein kollegiales Gespräch, aus welchem sich der Stand und die Fortschritte der Weiterbildung Weiterbildungsordnung 2004 i. d. F
10 13 Prüfungsausschüsse und Widerspruchsausschüsse (1) Der Vorstand bildet für die Dauer der Wahlperiode zur Durchführung der Prüfungen Prüfungsausschüsse und bestellt deren Mitglieder und Vorsitzende. Die Bestellung gilt bis zur Neubestellung nach Ablauf der Wahlperiode fort. (2) Jedem Prüfungsausschuss gehören mindestens drei Ärzte an, von denen zwei über die Anerkennung zum Führen der Facharzt-, Schwerpunkt- und/oder Zusatzbezeichnung verfügen müssen, auf die sich die Prüfung bezieht. Das Erfordernis der Anerkennung gilt nicht bei neu eingeführten Bezeichnungen für einen Zeitraum von 48 Monaten nach In-Kraft-Treten der Weiterbildungsordnung. Für diesen Fall gilt für die Bestellung der Prüfer 5 Abs. 6 entsprechend. Das Erfordernis der Anerkennung gilt nicht bei denjenigen Zusatz-Weiterbildungen, für die in Abschnitt C festgelegt ist, dass deren Weiterbildungsinhalte umfassend Gegenstand einer Weiterbildung in einer Facharzt oder Schwerpunktkompetenz sind, wenn der Arzt über die Anerkennung in der entsprechenden Facharzt- oder Schwerpunktbezeichnung verfügt. 5 Abs. 8 Satz 4 gilt entsprechend. Das als Rechtsaufsichtsbehörde für die Kammer zuständige Staatsministerium kann ein weiteres Mitglied bestimmen. Die Prüfung kann auch bei Abwesenheit des vom Staatsministerium bestimmten Mitglieds durchgeführt. (3) Der Prüfungsausschuss beschließt mit einfacher Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag. (4) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses entscheiden unabhängig und sind an Weisungen nicht gebunden. (5) Zur Beratung über Widersprüche gegen Prüfungsentscheidungen bei der Kammer Widerspruchsausschüsse gebildet. Für die Bestellung und Amtsdauer der Widerspruchsausschüsse gelten Absatz 1 und Absatz 2 Sätze 1 bis 3 entsprechend. 14 Prüfung (1) Die Kammer setzt den Termin der Prüfung in angemessener Frist nach der Zulassung fest. Der Antragssteller ist zu diesem mit einer Frist von mindestens zwei Wochen zu laden. (2) Die Prüfung kann sich auf alle vorgeschriebenen Weiterbildungsinhalte erstrecken. Die erworbenen Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten vom Prüfungsausschuss überprüft. Die Dauer der Prüfung beträgt mindestens 30 Minuten. (3) Der Prüfungsausschuss entscheidet auf Grund der vorgelegten Zeugnisse und des Prüfungsergebnisses, ob die vorgeschriebenen Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten erworben worden sind. (4) Wenn der Antragsteller ohne wichtigen Grund der Prüfung fernbleibt oder sie abbricht, gilt die Prüfung als nicht bestanden. (5) Über die Prüfung ist eine Niederschrift zu fertigen, aus der Gegenstand, Ablauf und Ergebnis der Prüfung und gegebenenfalls Unregelmäßigkeiten hervorgehen. 15 Prüfungsentscheidung (1) Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses teilt dem Antragssteller und der Kammer das Ergebnis der Prüfung mit. Das Nichtbestehen wird dem Prüfungsteilnehmer grundsätzlich mündlich begründet. (2) Nach Bestehen der Prüfung erteilt die Kammer die jeweilige Anerkennung. (3) Bei Nichtbestehen der Prüfung beschließt der Prüfungsausschuss auf Grund der festgestellten Mängel, ob die Weiterbildungszeit zu verlängern ist, welche inhaltlichen Anforderungen gegebenenfalls hieran zu stellen sind und/oder ob erforderliche Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten zusätzlich bis zur Wiederholungsprüfung erworben müssen, und/oder ob die Erfüllung sonstiger Auflagen gegenüber der Kammer nachzuweisen ist. Die Dauer der verlängerten Weiterbildung beträgt mindestens 3 Monate, für den Erwerb einer Facharztbezeichnung höchstens zwei Jahre, einer Schwerpunkt- oder Zusatzbezeichnung höchstens ein Jahr. (4) Bei Nichtbestehen der Prüfung erteilt die Kammer dem Antragsteller einen schriftlichen Bescheid mit Begründung einschließlich der vom Prüfungsausschuss beschlossenen Auflagen gemäß Absatz 3. Gegen den Bescheid kann der Rechtsbehelf des Widerspruchs eingelegt oder unmittelbar Klage erhoben. Über den Widerspruch entscheidet der Vorstand oder ein Ausschuss gemäß 8 Abs. 4 der Satzung der Kammer nach Anhörung des zuständigen Widerspruchsausschusses nach 13 Abs Wiederholungsprüfung Die Prüfung kann frühestens drei Monate nach nicht bestandener Prüfung wiederholt ; die 12 bis 15 gelten entsprechend. 17 Rücknahme der Anerkennung von Bezeichnungen Die Anerkennung einer Bezeichnung ist zurückzunehmen, wenn die hierfür erforderlichen Voraussetzungen nicht gegeben waren. Vor der Entscheidung des Vorstands über die Rücknahme sind ein einschlägig zuständiger Prüfungsausschuss und der Betroffene zu hören. 18 Anerkennung von Weiterbildungen aus dem Gebiet der Europäischen Union (Mitgliedstaat), des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR-Staat) oder aus einem Staat, dem Deutschland und die Europäische Union einen entsprechen-den Rechtsanspruch eingeräumt haben (Vertragsstaat) als Facharztbezeichnung (1) Wer ein fachbezogenes Diplom, ein fachbezogenes Prüfungszeugnis oder einen sonstigen fachlichen Ausbildungsnachweis (Weiterbildungsnachweis) besitzt, das oder der nach dem Recht der Europäischen Union oder dem Abkommen über den Europäischen Wirtschaftsraum oder einem Vertrag, mit dem Deutschland und die Europäische Union einen entsprechenden Rechtsanspruch eingeräumt haben gegenseitig automatisch anzuerkennen ist, erhält auf Antrag die Anerkennung der Facharztbezeichnung. Diese Personen führen die dafür in dieser Weiterbildungsordnung vorgesehene Bezeichnung. (2) Wer einen Weiterbildungsnachweis besitzt, der eine Weiter- 10 Weiterbildungsordnung 2004 i. d. F. 2015
11 bildung belegt, die vor den im Anhang V Nummer der Richtlinie 2005/36/EG vom 7. September 2005 über die Anerkennung von Berufsqualifikationen (ABl L 255 vom 30. September 2005, Seite 22 ff.) in ihrer jeweils geltenden Fassung genannten Stichtagen begonnen wurde, erhält auf Antrag die Anerkennung bei Vorlage einer Bescheinigung durch die zuständige Behörde oder eine andere zuständige Stelle des Mitglied-, EWR- oder Vertragsstaates, in dem der Weiterbildungsnachweis ausgestellt wurde, über die Erfüllung der Mindestanforderungen nach Art. 25 oder Art. 28 der Richtlinie 2005/36/EG (Konformitätsbescheinigung) oder bei Nichterfüllung der Mindestanforderungen durch Vorlage einer Bescheinigung, aus der sich ergibt, dass diese Person während der letzten fünf Jahre vor Ausstellung der Bescheinigung mindestens drei Jahre ununterbrochen tatsächlich und rechtmäßig die betreffende ärztliche Tätigkeit ausgeübt hat. Für Weiterbildungsnachweise aus der früheren Tschechoslowakei, der früheren Sowjetunion sowie vom früheren Jugoslawien gelten die Sonderregelungen in Art. 23 Abs. 3 bis 5 der Richtlinie 2005/36/ EG. Wer einen Weiterbildungsnachweis besitzt, der nach den in Anhang V Nummer der Richtlinie 2005/36/EG genannten Stichtagen ausgestellt und nicht einer in Anhang V Nummern oder genannten Bezeichnung entspricht, erhält auf Antrag die Anerkennung bei Vorlage einer Konformitätsbescheinigung sowie einer Erklärung durch die zuständige Behörde oder durch eine andere zuständige Stelle des Herkunftsmitgliedstaates darüber, dass der Weiterbildungsnachweis dem Weiterbildungsnachweis gleichgestellt wird, dessen Bezeichnung in Anhang V Nummern , oder der Richtlinie 2005/36/EG aufgeführt ist. Die Bescheinigungen nach den Sätzen 1 bis 3 gelten als Weiterbildungsnachweise nach Absatz 1 und automatisch anerkannt. Diese Personen führen die dafür in dieser Weiterbildungsordnung vorgesehene Bezeichnung (3) Wer einen Weiterbildungsnachweis besitzt, der nicht nach Absatz 1 oder 2 automatisch anzuerkennen ist, erhält auf Antrag die Anerkennung einer Facharztbezeichnung, wenn die Gleichwertigkeit des Weiterbildungsstandes gegeben ist. Gleiches gilt bei Vorliegen eines Weiterbildungsnachweises aus einem anderen als den in Absatz 1 genannten Gebieten (Drittstaat), der durch einen anderen Mitglied-, EWR- oder Vertragsstaat anerkannt worden ist, wenn der Antragsteller drei Jahre die betreffende ärztliche Tätigkeit im Hoheitsgebiet des Mitglied-, EWR- oder Vertragsstaates ausgeübt hat, der diesen Nachweis anerkannt und die zuständige Behörde oder eine andere zuständige Stelle dieses Staates ihm dies bescheinigt hat. Der Weiterbildungsstand ist als gleichwertig anzusehen, wenn die Weiterbildung des Antragstellers keine wesentlichen Unterschiede gegenüber der Weiterbildung nach dieser Weiterbildungsordnung aufweist; zudem muss die Gleichwertigkeit der vorangegangenen ärztlichen Grundausbildung durch die zuständige Behörde festgestellt. Wesentliche Unterschiede liegen vor, wenn in der nachgewiesenen Weiterbildung Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten fehlen, deren Erwerb eine wesentliche Voraussetzung für die beantragte Bezeichnung wäre. Wesentliche Unterschiede können ganz oder teilweise durch Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten ausgeglichen, die von den Antragstellern im Rahmen ihrer Berufspraxis in einem Mitgliedstaat, einem EWR-Staat, einem Vertragsstaat oder einem Drittstaat erworben wurden. Wurden wesentliche Unterschiede nicht durch Berufspraxis ausgeglichen, ist hierüber ein Bescheid verbunden mit dem Angebot einer Eignungsprüfung zu erteilen. Hierin sind die Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten mitzuteilen, in denen wesentliche Unterschiede bestehen und auf die sich die Eignungsprüfung erstrecken soll. Für die Eignungsprüfung gelten mit Ausnahme von 14 Abs. 2 Sätze 1 und 2 und 15 Abs. 3 die 13 bis 16 entsprechend. Die Ärztekammer setzt den Termin der Prüfung so fest, dass die Prüfung innerhalb von sechs Monaten nach Bekanntgabe des Bescheides gemäß Satz 6 durchgeführt kann. Die Dauer der Prüfung beträgt mindestens 30 Minuten. (4) Die Ärztekammer bestätigt innerhalb eines Monats den Eingang der Antragsunterlagen und teilt mit, welche Unterlagen fehlen. Spätestens drei Monate nach Eingang der vollständigen Unterlagen ist über die Anerkennung zu entscheiden. ln Fällen des Absatzes 3 verlängert sich die Frist um einen Monat innerhalb derer über die Durchführung der Eignungsprüfung zu entscheiden ist. Die Ärztekammer erteilt auf Anfrage Auskunft zur Weiterbildungsordnung und zum Verfahren der Anerkennung. (5) Für die Anerkennung der Weiterbildungsnachweise nach den Absätzen 1 bis 3 sind vom Antragsteller folgende Unterlagen und Bescheinigungen vorzulegen: 1. die Approbation oder Berufserlaubnis zuzüglich Nachweis über den gleichwertigen Ausbildungsstand, 2. ein Identitätsnachweis, 3. eine tabellarische Aufstellung über die absolvierte Weiterbildung und die Berufspraxis, 4. eine amtlich beglaubigte Kopie der Weiterbildungsnachweise sowie Bescheinigungen über die Berufspraxis, 5. in Fällen des Absatzes 2 Konformitätsbescheinigungen oder Tätigkeitsnachweise über die letzten fünf Jahre, 6. in Fällen des Absatzes 3 zusätzliche Nachweise zur Prüfung der Gleichwertigkeit, 7. für den Fall, dass in einem anderen Mitgliedstaat, EWR-Staat oder Vertragsstaat ein Nachweis über eine Weiterbildung ausgestellt wird, die ganz oder teilweise in Drittstaaten absolviert wurde, Unterlagen darüber, welche Tätigkeiten in Drittstaaten durch die zuständige Stelle des Ausstellungsmitgliedstaates in welchem Umfang auf die Weiterbildung angerechnet wurden, 8. eine schriftliche Erklärung, ob die Anerkennung der Weiterbildungsnachweise bereits bei einer anderen Ärztekammer beantragt wurde oder wird. Soweit die unter Nummern 4 bis 8 genannten Unterlagen und Bescheinigungen nicht in deutscher Sprache ausgestellt sind, sind sie zusätzlich in beglaubigter Übersetzung vorzulegen, die durch einen öffentlich bestellten oder beeidigten Übersetzer oder Dolmetscher erstellt wurde. Der Antragsteller ist verpflichtet, alle für die Ermittlung der Gleichwertigkeit notwendigen Unterlagen vorzulegen sowie alle dazu erforderlichen Auskünfte zu erteilen. Kommt der Antragsteller dieser Mitwirkungspflicht nicht nach und wird hierdurch die Aufklärung des Sachverhalts erschwert, kann die Ärztekammer ohne weitere Ermittlungen entscheiden. Dies gilt entsprechend, wenn der Antragsteller in anderer Weise die Aufklärung des Sachverhalts erschwert. Der Antrag kann wegen fehlender Mitwirkung abgelehnt, nachdem der Antragsteller auf die Folge schriftlich hingewiesen worden ist und der Mitwirkungspflicht nicht innerhalb einer angemessenen Frist nachgekommen ist. Ist der Antragsteller aus Gründen, die er darzulegen hat, nicht in der Lage, die notwendigen Unterlagen und Bescheinigungen vorzulegen, kann sich die Ärztekammer an die Kontaktstelle, die zuständige Behörde oder an eine andere zuständige Stelle des Herkunftsstaates wenden. (6) Die Ärztekammer darf Auskünfte von den zuständigen Behörden oder von anderen zuständigen Stellen eines anderen Herkunftsstaates einholen, soweit sie berechtigte Zweifel an der Richtigkeit der Angaben des Antragstellers hat. (7) Die Ärztekammer bestätigt der zuständigen Behörde oder einer anderen zuständigen Stelle auf Anfrage sowohl die Authentizität der von ihr ausgestellten Bescheinigung als auch, dass die Mindestanforderungen an die Weiterbildung nach Art. 25 und 28 der Richtlinie 2005/36/EG erfüllt sind. Weiterbildungsordnung 2004 i. d. F
12 18 a Anerkennung von Weiterbildungen aus dem Gebiet der Europäischen Union (Mitgliedstaat), des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR-Staat) oder aus einem Staat, dem Deutschland und die Europäische Union einen entsprechenden Rechtsanspruch eingeräumt haben (Vertragsstaat) als Schwerpunktoder Zusatzbezeichnung (1) Für die Fälle einer Anerkennung nach 2 Abs. 3 und 4 gilt 18 Abs. 3 bis 7 entsprechend. (2) 18 Abs. 3 Satz 4 Nr. 1 findet keine Anwendung. Wesentliche Unterschiede liegen vor, wenn sich die Dauer der nachgewiesenen Weiterbildung gegenüber der in dieser Weiterbildungsordnung geregelten Weiterbildung deutlich unterscheidet. 19 Anerkennung von Weiterbildungen außerhalb des Gebietes der Europäischen Union (Mitgliedstaat) und außerhalb der anderen Vertragsstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR-Staat) und außerhalb eines Staates, dem Deutschland und die Europäische Union einen entsprechenden Rechtsanspruch eingeräumt haben (Vertragsstaat) als Facharztbezeichnung (1) Wer einen Weiterbildungsnachweis besitzt, der in einem Drittstaat ausgestellt wurde, erhält auf Antrag die Anerkennung der Bezeichnung, wenn die Gleichwertigkeit des Weiterbildungsstandes gegeben ist. Diese Personen führen die dafür in dieser Weiterbildungsordnung vorgesehene Bezeichnung. (2) Für die Überprüfung der Gleichwertigkeit gilt 18 Abs. 3 Sätze 3 bis 5 entsprechend. Der Nachweis der erforderlichen Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten wird durch das Ablegen einer Prüfung erbracht. Für die Prüfung gelten die 13 bis 16 entsprechend. Die erforderlichen Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten sind nach Satz 2 auch nachzuweisen, wenn die Prüfung des Antrags nur mit unangemessenem zeitlichen oder sachlichen Aufwand möglich ist, weil die erforderlichen Unterlagen und Nachweise aus Gründen, die nicht in der Person des Antragstellers liegen, von diesem nicht vorgelegt können. (3) Für das Anerkennungsverfahren gelten die Vorschriften über Fristen, Unterlagen und Bescheinigungen sowie Auskünfte nach 18 Abs. 4 Sätze 3 und 4, Abs. 5 Sätze 1 bis 6 sowie Abs. 6 entsprechend. 19 a Anerkennung von Weiterbildungen außerhalb des Gebietes der Europäischen Union (Mitgliedstaat) und außerhalb der anderen Vertragsstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR-Staat) und außerhalb eines Staates, dem Deutschland und die Europäische Union einen entsprechenden Rechtsanspruch eingeräumt haben (Vertragsstaat) als Schwerpunkt- oder Zusatzbezeichnung (1) Für die Fälle einer Anerkennung nach 2 Abs. 3 und 4 gilt 19 Abs. 2 und Abs. 3 entsprechend. (2) 18 Abs. 3 Satz 4 Nr. 1 findet keine entsprechende Anwendung. Wesentliche Unterschiede liegen vor, wenn sich die Dauer der nachgewiesenen Weiterbildung gegenüber der in dieser Weiterbildungsordnung geregelten Weiterbildung deutlich unterscheidet. 20 Übergangsbestimmungen (1) Die nach den bisher gültigen Weiterbildungsordnungen erworbenen Weiterbildungsbezeichnungen und Qualifikationsnachweise, die nicht mehr Gegenstand dieser Weiterbildungsordnung sind, dürfen weitergeführt. (2) Die Facharztbezeichnung Facharzt für Innere und Allgemeinmedizin oder die zugehörige Kurzbezeichnung darf nur in der Form Facharzt für Allgemeinmedizin (Hausarzt) geführt (3) Ärzte, die sich bei In-Kraft-Treten dieser Weiterbildungsordnung für die Ärzte Bayerns vom 24. April 2004 am 1. August 2004 in einer Weiterbildung zum Erwerb einer a) Gebiets-/Facharztbezeichnung b) Schwerpunktbezeichnung c) Zusatzbezeichnung d) fakultativen Weiterbildung oder e) Fachkunde befinden, können in den Fällen des Buchstaben a) in einem Zeitraum von sieben Jahren, der Buchstaben b), d) und e) in einem Zeitraum von zehn Jahren, des Buchstaben c) in einem Zeitraum von vier Jahren nach In-Kraft-Treten dieser Weiterbildungsordnung nach Maßgabe der vorher geltenden Bestimmungen die zeitlichen und inhaltlichen Voraussetzungen erfüllen und die jeweilige Anerkennung erhalten. Anträge nach Satz 1 sind bis zum zu stellen. Innerhalb der für die Buchstaben a) bis e) festgelegten Zeiträume können zum Abschluss der Weiterbildung nach Maßgabe der vorher geltenden Bestimmungen notwendige Befugnisse mit entsprechender Befristung erteilt. Auch für diese Fälle gelten die 5 bis 7 entsprechend. Der Vorstand bestellt die für den Abschluss der Weiterbildung nach den vorher geltenden Bestimmungen erforderlichen Prüfungs- und Widerspruchsausschüsse. Die 13 bis 16 gelten entsprechend. Sind die Weiterbildungsinhalte einer der in Abs. 3 Satz 1 Buchstabe a bis e aufgeführten Qualifikationen vollumfänglich von den Weiterbildungsinhalten einer Facharzt-, Schwerpunkt- oder Zusatzbezeichnung erfasst, kann der Vorstand auch Ärzte zu Prüfern in diesen Qualifikationen bestellen, die die entsprechende Bezeichnung nicht führen, aber über die Anerkennung in der entsprechenden Facharzt-, Schwerpunkt- oder Zusatzbezeichnung verfügen. (4) Soweit diese Weiterbildungsordnung für den Erwerb oder das Führen von Facharzt-, Schwerpunkt- und Zusatzbezeichnungen spezielle Übergangsbestimmungen vorsieht, sind diese in den Abschnitten B und C bei den jeweiligen Gebieten und Zusatz- Weiterbildungen festgelegt. Anträge nach diesen Übergangsbestimmungen sind innerhalb einer Frist von zwei Jahren nach In-Kraft-Treten dieser Weiterbildungsordnung zu stellen, soweit in Abschnitt B und C keine längere Frist festgelegt ist. 21 In-Kraft-Treten Diese Weiterbildungsordnung tritt am 1. August 2004 in Kraft. Die Weiterbildungsordnung vom 18. Oktober 1992, zuletzt geändert am 13. Oktober 2002 tritt gleichzeitig außer Kraft. 12 Weiterbildungsordnung 2004 i. d. F. 2015
14 1. Gebiet Allgemeinmedizin Die Allgemeinmedizin umfasst die lebensbegleitende hausärztliche Betreuung von Menschen jeden Alters bei jeder Art der Gesundheitsstörung, unter Berücksichtigung der biologischen, psychischen und sozialen Dimensionen ihrer gesundheitlichen Leiden, Probleme oder Gefährdungen und die medizinische Kompetenz zur Entscheidung über das Hinzuziehen anderer Ärzte und Angehöriger von Fachberufen im Gesundheitswesen. Sie umfasst die patientenzentrierte Integration der medizinischen, psychischen und sozialen Hilfen im Krankheitsfall. Dazu gehören auch die Betreuung von akut oder chronisch Erkrankten, die Vorsorge und Gesundheitsberatung, die Früherkennung von Krankheiten, die Einleitung von Rehabilitationsmaßnahmen, die Zusammenarbeit mit allen Personen und Institutionen, die für die gesundheitliche Betreuung der Patienten Bedeutung haben, die Unterstützung gemeindenaher gesundheitsfördernder Aktivitäten, die Zusammenführung aller medizinisch wichtigen Daten des Patienten. Facharzt für Allgemeinmedizin (Hausarzt) Ziel der Weiterbildung im Gebiet Allgemeinmedizin ist die Erlangung der Facharztkompetenz nach Ableistung der vorgeschriebenen Weiterbildungszeit und Weiterbildungsinhalte. 60 Monate bei einem Weiterbilder an einer Weiterbildungsstätte gemäß 5 Abs. 1 Satz 2, davon 36 Monate in der stationären Basisweiterbildung im Gebiet Innere Medizin, davon können bis zu 18 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung (auch 3 Monats-Abschnitte) auch im ambulanten Bereich angerechnet, 24 Monate Weiterbildung in der ambulanten hausärztlichen Versorgung, davon können bis zu 6 Monate in Chirurgie (auch 3 Monatsabschnitte) angerechnet. Hierauf können bis zu 6 Monate (auch 3 Monatsabschnitte) in Kinder- und Jugendmedizin bei einem Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, der gemäß 73 Abs. 1a Nr. 2 SGB V an der hausärztlichen Versorgung teilnimmt, angerechnet. 80 Stunden Kurs-Weiterbildung gemäß 4 Abs. 8 in Psychosomatischer Grundversorgung Zusätzlich zu den in 4 Abs. 3 aufgeführten Anforderungen den Inhalten der Basisweiterbildung aus dem Gebiet Innere Medizin: der Gesundheitsberatung, der Früherkennung von Gesundheitsstörungen einschließlich Gewalt- und Suchtprävention, der Prävention einschließlich Impfungen, der Einleitung und Durchführung rehabilitativer Maßnahmen sowie der Nachsorge der Erkennung und Behandlung von nichtinfektiösen, infektiösen, toxischen und neoplastischen sowie von allergischen, immunologischen, metabolischen, ernährungsabhängigen und degenerativen Erkrankungen auch unter Berücksichtigung der Besonderheiten dieser Erkrankungen im höheren Lebensalter den Grundlagen der Tumortherapie der Betreuung palliativmedizinisch zu versorgender Patienten der Indikationsstellung, sachgerechten Probengewinnung und -behandlung für Laboruntersuchungen und Einordnung der Ergebnisse in das jeweilige Krankheitsbild geriatrischen Syndromen und Krankheitsfolgen im Alter einschließlich der Pharmakotherapie im Alter psychogenen Symptomen, somatopsychischen Reaktionen und psychosozialen Zusammenhängen einschließlich der Krisenintervention sowie der Grundzüge der Beratung und Führung Suchtkranker Vorsorge- und Früherkennungsmaßnahmen ernährungsbedingten Gesundheitsstörungen einschließlich diätetischer Behandlung sowie Beratung und Schulung Durchführung und Dokumentation von Diabetikerbehandlungen den Grundlagen hereditärer Krankheitsbilder einschließlich der Indikationsstellung für eine humangenetische Beratung der Indikationsstellung und Überwachung physikalischer Therapiemaßnahmen den Grundlagen der Arzneimitteltherapie der Erkennung und Behandlung akuter Notfälle einschließlich lebensrettender Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Vitalfunktionen und Wiederbelebung der Bewertung der Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit, der Arbeitsfähigkeit, der Berufs- und Erwerbsfähigkeit sowie der Pflegebedürftigkeit der intensivmedizinischen Basisversorgung den weiteren Inhalten: der primären Diagnostik, Beratung und Behandlung bei allen auftretenden Gesundheitsstörungen und Erkrankungen im unausgelesenen Patientengut der Integration medizinischer, psychischer und sozialer Belange im Krankheitsfall der Langzeit- und familienmedizinischen Betreuung Erkennung und koordinierte Behandlung von Verhaltensauffälligkeiten im Kindes- und Jugendalter interdisziplinärer Koordination einschließlich der Einbeziehung weiterer ärztlicher, pflegerischer und sozialer Hilfen in Behandlungs- und Betreuungskonzepte, insbesondere bei multimorbiden Patienten der Behandlung von Patienten in ihrem familiären Umfeld und häuslichen Milieu, in Pflegeeinrichtungen sowie in ihrem weiteren sozialen Umfeld einschließlich der Hausbesuchstätigkeit gesundheitsfördernden Maßnahmen, z. B. auch im Rahmen gemeindenaher Projekte Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen der Erkennung von Suchtkrankheiten und Einleitung von spezifischen Maßnahmen der Erkennung, Beurteilung und Behandlung der Auswirkungen von Umwelt und Milieu bedingten Schäden einschließlich Arbeitsplatzeinflüssen der Behandlung von Erkrankungen des Stütz- und Bewegungsapparates unter besonderer Berücksichtigung funktioneller Störungen den für die hausärztliche Versorgung erforderlichen Techniken der Wundversorgung und der Wundbehandlung, der Inzision, Extraktion, Exstirpation und Probeexzision auch unter Anwendung der Lokal- und peripheren Leitungsanästhesie Definierte Untersuchungs- und Behandlungsmethoden aus der Basisweiterbildung aus dem Gebiet Innere Medizin: Elektrokardiogramm Ergometrie Langzeit-EKG Langzeitblutdruckmessung 14 Weiterbildungsordnung 2004 i. d. F. 2015
15 spirometrische Untersuchungen der Lungenfunktion Ultraschalluntersuchungen des Abdomens und Retroperitoneums einschließlich Urogenitalorgane Ultraschalluntersuchungen der Schilddrüse Doppler-Sonographien der Extremitäten versorgenden und der extrakraniellen Hirn versorgenden Gefäße Punktions- und Katheterisierungstechniken einschließlich der Gewinnung von Untersuchungsmaterial Infusions-, Transfusions- und Blutersatztherapie, enterale und parenterale Ernährung Proktoskopie Übergangsbestimmung: Ärzte, die a) die Berechtigung zum Führen einer Facharztbezeichnung in einem Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung gemäß 2a Abs. 7 besitzen oder vor dem erwerben, b) 24 Monate Weiterbildung in der ambulanten hausärztlichen Versorgung, die vor dem begonnen worden sein muss, sowie c) 80 Stunden Kurs-Weiterbildung gemäß 4 Abs. 8 in Psychosomatischer Grundversorgung und d) die Erfüllung sämtlicher im Gebiet Allgemeinmedizin vorgeschriebenen Weiterbildungsinhalte nachgewiesen haben, auf Antrag zur Prüfung zur Anerkennung als Facharzt für Allgemeinmedizin zugelassen. 2. Gebiet Anästhesiologie Das Gebiet Anästhesiologie umfasst die Allgemein-, Regionalund Lokalanästhesie einschließlich deren Vor- und Nachbehandlung, die Aufrechterhaltung der vitalen Funktionen während operativer und diagnostischer Eingriffe sowie intensivmedizinische, notfallmedizinische und schmerztherapeutische Maßnahmen. Facharzt für Anästhesiologie (Anästhesist) Ziel der Weiterbildung im Gebiet Anästhesiologie ist die Erlangung der Facharztkompetenz nach Ableistung der vorgeschriebenen Weiterbildungszeit und Weiterbildungsinhalte. 60 Monate bei einem Weiterbilder an einer Weiterbildungsstätte gemäß 5 Abs. 1 Satz 2, davon 48 Monate in der Anästhesiologie, davon können bis zu 12 Monate Weiterbildung in anderen Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung angerechnet 18 Monate im ambulanten Bereich abgeleistet 12 Monate in der Intensivmedizin, davon können 6 Monate Intensivmedizin in einem anderen Gebiet angerechnet Zusätzlich zu den in 4 Abs. 3 aufgeführten Anforderungen den Anästhesieverfahren der Beurteilung perioperativer Risiken Maßnahmen der perioperativen Intensivmedizin dem Ablauf organisatorischer Fragestellungen und perioperativer Abläufe des Gebietes der gebietsbezogenen Behandlung akuter Schmerzzustände, auch im Bereich der perioperativen Medizin der Behandlung akuter Störungen der Vitalfunktionen, einschließlich Beatmungsverfahren und notfallmäßiger Schrittmacheranwendung notfallmedizinischen Maßnahmen der Betreuung palliativmedizinisch zu versorgender Patienten der Infusions- und Hämotherapie einschließlich parenteraler Ernährung der gebietsbezogenen Arzneimitteltherapie einschließlich der perioperativen Medikation psychogenen Symptomen, somatopsychischen Reaktionen und psychosozialen Zusammenhängen der Indikationsstellung, sachgerechten Probengewinnung und -behandlung für Laboruntersuchungen und Einordnung der Ergebnisse in das Krankheitsbild Maßnahmen zur Behandlung akut gestörter Vitalfunktionen Beatmungstechniken einschließlich der Beatmungsentwöhnung Punktions- und Katheterisierungstechniken einschließlich Legen von Drainagen und zentralvenösen Zugängen sowie der Gewinnung von Untersuchungsmaterial Infusions-, Transfusions- und Blutersatztherapie, enterale und parenterale Ernährung Elektrokardiogramme selbstständig durchgeführte Anästhesieverfahren, davon im Gebiet Chirurgie im Gebiet Frauenheilkunde und Geburtshilfe bei Säuglingen und Kleinkindern bis zum vollendeten 5. Lebensjahr in wenigstens zwei weiteren operativen Gebieten bei Eingriffen im Kopf-Hals-Bereich rückenmarksnahe Regionalanästhesien periphere Regionalanästhesien und Nervenblockaden Mitwirkung bei Anästhesien höherer Schwierigkeitsgrade, davon bei intrathorakalen Eingriffen bei intrakraniellen Eingriffen 3. Gebiet Anatomie Das Gebiet Anatomie umfasst die Lehre vom normalen Bau und Zustand des Körpers mit seinen Geweben und Organen einschließlich systematischer und topographisch-funktioneller Aspekte sowie der Embryologie. Facharzt für Anatomie (Anatom) Ziel der Weiterbildung im Gebiet Anatomie ist die Erlangung der Facharztkompetenz nach Ableistung der vorgeschriebenen Weiterbildungszeit und Weiterbildungsinhalte. 48 Monate bei einem Weiterbilder an einer Weiterbildungsstätte gemäß 5 Abs. 1 Satz 2, davon können bis zu 12 Monate im Gebiet Pathologie und/oder Rechtsmedizin angerechnet, davon können 6 Monate in anderen Gebieten angerechnet Weiterbildungsordnung 2004 i. d. F
16 Zusätzlich zu den in 4 Abs. 3 aufgeführten Anforderungen den grundlegenden wissenschaftlichen Methoden zur Untersuchung morphologisch-medizinischer Fragestellungen, der makroskopischen Anatomie, der mikroskopischen Anatomie und der Embryologie den Vorschriften des Leichentransport- und Bestattungswesens und der entsprechenden Hygienevorschriften der systematischen und topographischen Anatomie einschließlich der Zusammenhänge zwischen Struktur und Funktion sowie der vergleichenden Anatomie der klinischen Anatomie der Röntgenanatomie und deren grundlegenden bildgebenden Verfahren des Donationswesens und der Vermächtnisse der Embryologie und den Grundlagen der Entwicklungsbiologie der Konservierung und Aufbewahrung von Leichen unter Beachtung der entsprechenden Hygienevorschriften den makroskopischen Präparationsmethoden der Herstellung, Montage und Pflege von anatomischen Sammlungspräparaten und deren Demonstration der Histologie und mikroskopischen Anatomie einschließlich der Histochemie und der Immunhistochemie und in situ Hybridisierung mit den einschlägigen Fixations-, Schnitt- und Färbetechniken der Licht- und Fluoreszenzmikroskopie mit den verschiedenen Techniken der Gewebezüchtung und experimentellen Zytologie der Makro- und Mikrophotographie der Morphometrie mit Quantifizierungs- und Statistikmethoden der Elektronenmikroskopie und Molekularbiologie mit den verschiedenen Techniken den grundlegenden zell- und molekularbiologischen Methoden Übergangsbestimmungen: Ärzte, die bei In-Kraft-Treten dieser Weiterbildungsordnung innerhalb der letzten acht Jahre vor dem In-Kraft-Treten an einer Weiterbildungsstätte oder vergleichbaren Einrichtung regelmäßig und überwiegend mindestens 48 Monate in der Anatomie tätig waren und dieses belegen und in geeigneter Weise den Nachweis erbringen, dass sie die nach dieser Weiterbildungsordnung für die Anerkennung als Facharzt für Anatomie geforderten Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten erworben haben, auf Antrag zur Prüfung zugelassen. 4. Gebiet Arbeitsmedizin Das Gebiet Arbeitsmedizin umfasst als präventivmedizinisches Fach die Wechselbeziehungen zwischen Arbeit und Beruf einerseits sowie Gesundheit und Krankheiten andererseits, die Förderung der Gesundheit und Leistungsfähigkeit des arbeitenden Menschen, die Vorbeugung, Erkennung, Behandlung und Begutachtung arbeits- und umweltbedingter Erkrankungen und Berufskrankheiten, die Verhütung arbeitsbedingter Gesundheitsgefährdungen einschließlich individueller und betrieblicher Gesundheitsberatung, die Vermeidung von Erschwernissen und die berufsfördernde Rehabilitation. Facharzt für Arbeitsmedizin (Arbeitsmediziner) Ziel der Weiterbildung im Gebiet Arbeitsmedizin ist die Erlangung der Facharztkompetenz nach Ableistung der vorgeschriebenen Weiterbildungszeit und Weiterbildungsinhalte sowie des Weiterbildungskurses. 60 Monate bei einem Weiterbilder an einer Weiterbildungsstätte gemäß 5 Abs. 1 Satz 2, davon 24 Monate im Gebiet Innere Medizin oder in Allgemeinmedizin 36 Monate Arbeitsmedizin, davon können bis zu 12 Monate in anderen Gebieten angerechnet 360 Stunden Kurs-Weiterbildung gemäß 4 Abs. 8 in Arbeitsmedizin, die während der 60 Monate Weiterbildung erfolgen sollen Zusätzlich zu den in 4 Abs. 3 aufgeführten Anforderungen der Prävention arbeitsbedingter Gesundheitsstörungen und Berufskrankheiten sowie der auslösenden Noxen Arbeitsplatzbeurteilung/Gefährdungsbeurteilung Epidemiologie, Statistik und Dokumentation der Gesundheitsberatung einschließlich Impfungen der betrieblichen Gesundheitsförderung einschließlich der individuellen und gruppenbezogenen Schulung der Beratung und Planung in Fragen des technischen, organisatorischen und personenbezogenen Arbeits- und Gesundheitsschutzes der Unfallverhütung und Arbeitssicherheit der Organisation und Sicherstellung der Ersten Hilfe und notfallmedizinischen Versorgung am Arbeitsplatz der Mitwirkung bei medizinischer, beruflicher und sozialer Rehabilitation der betrieblichen Wiedereingliederung und dem Einsatz chronisch Kranker und schutzbedürftiger Personen am Arbeitsplatz der Bewertung von Leistungsfähigkeit, Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit, Belastbarkeit und Einsatzfähigkeit einschließlich der Arbeitsphysiologie und Ergonomie der Arbeits- und Umwelthygiene einschließlich der arbeitsmedizinischen und umweltmedizinischen Toxikologie der Arbeits- und Organisationspsychologie einschließlich psychosozialer Aspekte der arbeitsmedizinischen Bewertung psychischer Belastung und Beanspruchung arbeitsmedizinischen Vorsorge-, Tauglichkeits- und Eignungsuntersuchungen einschließlich verkehrsmedizinischen Fragestellungen den Grundlagen hereditärer Krankheitsbilder einschließlich der Indikationsstellung für eine humangenetische Beratung der Indikationsstellung, sachgerechten Probengewinnung und -behandlung für Laboruntersuchungen einschließlich des Biomonitorings und der arbeitsmedizinischen Bewertung der Ergebnisse der ärztlichen Begutachtung bei arbeitsbedingten Erkrankungen und Berufskrankheiten, der Beurteilung von Arbeits-, Berufs- und Erwerbsfähigkeit einschließlich Fragen eines Arbeitsplatzwechsels der arbeitsmedizinischen Erfassung von Umweltfaktoren sowie deren Bewertung hinsichtlich ihrer gesundheitlichen Relevanz 16 Weiterbildungsordnung 2004 i. d. F. 2015
17 der Entwicklung betrieblicher Präventionskonzepte arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen nach Rechtsvorschriften Arbeitsplatzbeurteilungen und Gefährdungsanalysen Beratungen zur ergonomischen Arbeitsgestaltung Ergometrie Lungenfunktionsprüfungen Beurteilung des Hör- und Sehvermögens mittels einfacher apparativer Techniken arbeitsmedizinische Bewertung von Messergebnissen verschiedener Arbeitsumgebungsfaktoren, z. B. Lärm, Klimagrößen, Beleuchtung, Gefahrstoffe Biomonitoring am Arbeitsplatz 5. Gebiet Augenheilkunde Das Gebiet Augenheilkunde umfasst die Vorbeugung, Erkennung, Behandlung, Nachsorge und Rehabilitation der anatomischen und funktionellen Veränderungen des Sehorgans und seiner Adnexe einschließlich der Optometrie und der plastischrekonstruktiven Operationen in der Periorbitalregion. Facharzt für Augenheilkunde (Augenarzt) sonographische Untersuchungstechniken bei ophthalmologischen Erkrankungen und Verletzungen Messung von Refraktionsfehlern ophthalmologische Untersuchungstechniken, z. B. Spaltlampenuntersuchung, Gonioskopie und Ophthalmoskopie, Perimetrie, Bestimmung des Farb- und Lichtsinns, Augeninnendruckmessung, elektrophysiologische Methoden, Fluoreszenzangiographie sowie weitere bildgebende Verfahren am vorderen und hinteren Augenabschnitt Lokal- und Regionalanästhesien ophthalmologische Eingriffe an Lidern und Tränenwegen, z. B. Korrektur von Entropium und Ektropium, Lidmuskeloperationen, Dehnung und Strikturspaltung der Tränenwege Bindehaut und Hornhaut, z. B. Fremdkörperentfernung, Wundnaht einfachen intraokulären Eingriffen, z. B. Parazentese, Iridektomie, Zyklokryo-, Zyklolaserdestruktion, Kryoretinopexie geraden Augenmuskeln laserchirurgische Eingriffe am Vorderabschnitt des Auges an der Retina Mitwirkung bei intraokularen Eingriffen, einschließlich Netzhaut- und Glaskörperoperationen und Augenmuskeloperationen höheren Schwierigkeitsgrades, z.b. Katarakt-, Glaukom-, Amotiooperationen, Vitrektomien, Enukleationen, Keratoplastik, plastisch-rekonstruktive Eingriffe Ziel der Weiterbildung im Gebiet Augenheilkunde ist die Erlangung der Facharztkompetenz nach Ableistung der vorgeschriebenen Weiterbildungszeit und Weiterbildungsinhalte. 60 Monate bei einem Weiterbilder an einer Weiterbildungsstätte gemäß 5 Abs. 1 Satz 2, davon können bis zu 36 Monate im ambulanten Bereich abgeleistet Zusätzlich zu den in 4 Abs. 3 aufgeführten Anforderungen der Gesundheitsberatung und Früherkennung einschließlich Amblyopie, Glaukom- und Makuladegenerationsvorsorge der Erkennung, konservativen und operativen Behandlung und Nachsorge von Erkrankungen, Funktionsstörungen, Verletzungen und Komplikationen des Sehorgans, der Sehbahn und der Hirnnerven der Neuroophthalmologie der Erhebung optometrischer Befunde und der Bestimmung und Verordnung von Sehhilfen einschließlich Anpassung von Kontaktlinsen und vergrößernden Sehhilfen sowie Indikationsstellung für refraktivchirurgische Verfahren der Erkennung und Behandlung nicht paretischer und paretischer Stellungs- und Bewegungsstörungen der Augen, der okulären Kopfzwangshaltungen und des Nystagmus der Rehabilitation von Sehbehinderten der Ergo-, Sport- und Verkehrsophthalmologie der Indikationsstellung, sachgerechten Probengewinnung und -behandlung für Laboruntersuchungen und Einordnung der Ergebnisse der gebietsbezogenen Arzneimitteltherapie einschließlich immunologischer und infektiologischer Bezüge 6. Gebiet Biochemie Das Gebiet Biochemie umfasst die Chemie der Lebensvorgänge und der lebenden Organismen einschließlich der organischen und anorganischen Substanzen des Organismus sowie die bei den Lebensvorgängen ablaufenden Reaktionen. Facharzt für Biochemie (Biochemiker) Ziel der Weiterbildung im Gebiet Biochemie ist die Erlangung der Facharztkompetenz nach Ableistung der vorgeschriebenen Weiterbildungszeit und Weiterbildungsinhalte. 48 Monate bei einem Weiterbilder an einer Weiterbildungsstätte gemäß 5 Abs. 1 Satz 2, davon können bis zu 12 Monate in anderen Gebieten angerechnet Zusätzlich zu den in 4 Abs. 3 aufgeführten Anforderungen der allgemeinen und physikalischen Chemie einschließlich der Reaktionskinetik, Thermodynamik, Elektrolytchemie, Elektrochemie sowie der Theorie der chemischen Bindung und der Gleichgewichtszustände und der biologischen Statistik und Datenverarbeitung biochemischen Reaktionen auf körperfremde Stoffe, den Wirkungsmechanismen von Substanzgruppen auf molekularer Ebene, der Pathophysiologie von Stoffwechselkrankheiten und Stoffwechselanomalien, einschließlich endokriner Störungen und des Wasser- und Elektrolythaushalts sowie der Ernährungswissenschaft und toxikologischen Problemen Weiterbildungsordnung 2004 i. d. F
18 des Umweltschutzes der chemischen und biologisch-chemischen Laboratoriumsdiagnostik der Photometrie, Fluorometrie und der Elektrometrie der Darstellung biologischer Substanzen den Enzympräparationen und enzymatischen Bestimmungen der Chromatographie und Elektrophorese der Zellfraktionierung, Isotopentechnik und Mikrotitermethode immunchemischen Testverfahren den Eigenschaften der Proteine und Kohlenhydrate dem Lipid- und Eiweißstoffwechsel und der Enzymologie einschließlich der Methoden der Strukturaufklärung den biochemischen Funktionen der Gewebe und Organe sowie der Mechanismen des Zell- und Organstoffwechsels den Grundlagen der biochemischen Genetik und der Immunochemie der Biochemie der Ernährung, des Säuren-Basen- sowie Wasser- und Elektrolythaushalts der Labororganisation und dem Laborbetrieb Übergangsbestimmungen: Ärzte, die bei In-Kraft-Treten dieser Weiterbildungsordnung 1. innerhalb der letzten acht Jahre vor dem In-Kraft-Treten an einer Weiterbildungsstätte oder vergleichbaren Einrichtung regelmäßig und überwiegend mindestens 48 Monate in der Biochemie tätig waren und dieses belegen und in geeigneter Weise den Nachweis erbringen, dass sie die nach dieser Weiterbildungsordnung für die Anerkennung als Facharzt für Biochemie geforderten Kenntnisse, Erfahrungen und Fertigkeiten erworben haben, auf Antrag zur Prüfung zugelassen. 7. Gebiet Chirurgie Das Gebiet Chirurgie umfasst die Vorbeugung, Erkennung, konservative und operative Behandlung, Nachsorge und Rehabilitation von chirurgischen Erkrankungen, Verletzungen und Verletzungsfolgen sowie angeborenen und erworbenen Formveränderungen und Fehlbildungen der Gefäße, der inneren Organe einschließlich des Herzens, der Stütz- und Bewegungsorgane und der onkologischen Chirurgie, der Wiederherstellungs- und Transplantationschirurgie. Ziel der Weiterbildung im Gebiet Chirurgie ist die Erlangung von Facharztkompetenzen 7.1 bis 7.8 nach Ableistung der vorgeschriebenen Weiterbildungszeiten und Weiterbildungsinhalte. Basisweiterbildung für die Facharztkompetenzen 7.1 bis 7.8: 24 Monate Basisweiterbildung bei einem Weiterbilder an einer Weiterbildungsstätte gemäß 5 Abs. 1 Satz 2, davon 6 Monate Notfallaufnahme 6 Monate Intensivmedizin in der Chirurgie oder in einem anderen Gebiet, die auch während der spezialisierten Facharztweiterbildung abgeleistet können 12 Monate Chirurgie, davon können 6 Monate im ambulanten Bereich abgeleistet Zusätzlich zu den in 4 Abs. 3 aufgeführten Anforderungen Erkennung, Klassifizierung, Behandlung und Nachsorge chirurgischer Erkrankungen und Verletzungen der Indikationsstellung zur konservativen und operativen Behandlung chirurgischer Erkrankungen und Verletzungen der Risikoeinschätzung, der Aufklärung und der Dokumentation den Prinzipien der perioperativen Diagnostik und Behandlung operativen Eingriffen und Operationsschritten der Wundversorgung, Wundbehandlung und Verbandslehre einschließlich Impfprophylaxe den Grundlagen der gebietsbezogenen Tumortherapie der Erkennung und Behandlung von Infektionen einschließlich epidemiologischer Grundlagen, den Hygienemaßnahmen der Indikationsstellung, sachgerechten Probengewinnung und -behandlung für Laboruntersuchungen und Einordnung der Ergebnisse in das jeweilige Krankheitsbild Analgesierungs- und Sedierungsmaßnahmen einschließlich der Behandlung akuter Schmerzzustände der Betreuung palliativmedizinisch zu versorgender Patienten der gebietsbezogenen Arzneimitteltherapie der Erkennung und Behandlung akuter Notfälle einschließlich lebensrettender Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der Vitalfunktionen und Wiederbelebung einschließlich der Grundlagen der Beatmungstechnik und intensivmedizinischer Basismaßnahmen der Indikationsstellung und Überwachung physikalischer Therapiemaßnahmen der medikamentösen Thromboseprophylaxe Ultraschalluntersuchungen bei chirurgischen Erkrankungen und Verletzungen Punktions- und Katheterisierungstechniken einschließlich Legen von Drainagen und zentralvenösen Zugängen sowie der Gewinnung von Untersuchungsmaterial Infusions-, Transfusions- und Blutersatztherapie, enterale und parenterale Ernährung einschließlich Sondentechnik Lokal- und Regionalanästhesien Eingriffe aus dem Bereich der ambulanten Chirurgie Erste Assistenzen bei Operationen und angeleitete Operationen 7.1 Facharzt für Allgemeinchirurgie (Allgemeinchirurg) Ziel der Weiterbildung ist aufbauend auf der Basisweiterbildung die Erlangung der Facharztkompetenz Allgemeinchirurgie nach Ableistung der vorgeschriebenen Weiterbildungszeiten und Weiterbildungsinhalte. 24 Monate Basisweiterbildung im Gebiet Chirurgie und 48 Monate bei einem Weiterbilder an einer Weiterbildungsstätte gemäß 5 Abs. 1 Satz 2, davon 24 Monate in Allgemeinchirurgie und/oder anderen Facharztweiterbildungen des Gebietes Chirurgie, davon können bis zu 12 Monate in Anästhesiologie, Anatomie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Innere Medizin und Gastroenterologie, Mund-Kiefer- Gesichtschirurgie, Neurochirurgie, Pathologie und/oder Urologie angerechnet 12 Monate im ambulanten Bereich abgeleistet 18 Weiterbildungsordnung 2004 i. d. F. 2015
19 12 Monate in Orthopädie und Unfallchirurgie 12 Monate in Viszeralchirurgie Werden im Gebiet Chirurgie 2 Facharztkompetenzen erworben, so beträgt die gesamte Weiterbildungszeit mindestens 9 Jahre. der operativen und nicht operativen Grund- und Notfallversorgung bei gefäß-, thorax-, unfall- und viszeralchirurgischen einschließlich der koloproktologischen Erkrankungen, Verletzungen, Fehlbildungen und Infektionen der Indikationsstellung zur operativen und konservativen Behandlung einschließlich der Risikoeinschätzung und prognostischen Beurteilung endoskopischen, laparoskopischen (minimal-invasiven) Operationsverfahren instrumentellen und funktionellen Untersuchungsmethoden der Erhebung einer intraoperativen radiologischen Befundkontrolle unter Berücksichtigung des Strahlenschutzes Ultraschalluntersuchungen des Abdomens, Retroperitoneums, der Urogenitalorgane große Wundversorgung bei Weichteilverletzungen Deckung von Haut- und Weichteildefekten Verbände, z. B. Kompressions-, Stütz-, Schienen- und fixierende Verbände Repositionen von Frakturen und Luxationen operative Eingriffe an Kopf/Hals und Brustwand einschließlich Thorakotomien und Thoraxdrainagen und an Bauchwand und Bauchhöhle, Stütz- und Bewegungssystem, Gefäß- und Nervensystem einschließlich Resektionen, Übernähungen, Exstirpationen und Exzisionen mittels konventioneller, endoskopischer und interventioneller Techniken, z. B. Lymphknotenexstirpation, Port-Implantation, Entfernung von Weichteilgeschwülsten, Schilddrüsen-Resektion, explorative Laparotomie, Thorakotomie, Thoraxdrainage, Magen-, Dünndarm- und Dickdarm-Resektion, Notversorgung von Leber- und Milzverletzungen, Cholezystektomie, Appendektomie, Anus praeter-anlage, Herniotomien, Hämorrhoidektomie, periproktitische Abzessspaltung, Fistel- und Fissur- Versorgung, Osteosynthesen, Implantatentfernung, Exostosenabtragung, Amputationen, Varizenoperationen, Thrombektomie, Embolektomie, Tracheotomie Mitwirkung bei Eingriffen höherer Schwierigkeitsgrade 7.2 Facharzt für Gefäßchirurgie (Gefäßchirurg) Ziel der Weiterbildung ist aufbauend auf der Basisweiterbildung die Erlangung der Facharztkompetenz Gefäßchirurgie nach Ableistung der vorgeschriebenen Weiterbildungszeiten und Weiterbildungsinhalte. 24 Monate Basisweiterbildung im Gebiet Chirurgie und 48 Monate Weiterbildung zum Facharzt für Gefäßchirurgie bei einem Weiterbilder an einer Weiterbildungsstätte gemäß 5 Abs. 1 Satz 2, davon können bis zu 12 Monate in einer der anderen Facharztweiterbildungen des Gebietes Chirurgie oder 6 Monate in Anästhesiologie, Innere Medizin und Angiologie oder Radiologie angerechnet 12 Monate im ambulanten Bereich abgeleistet Werden im Gebiet Chirurgie 2 Facharztkompetenzen erworben, so beträgt die gesamte Weiterbildungszeit mindestens 9 Jahre. der Vorbeugung, Erkennung und Nachbehandlung von Erkrankungen, Verletzungen, Infektionen und Fehlbildungen des Gefäßsystems einschließlich der Rehabilitation der Indikationsstellung zur operativen, interventionellen und konservativen Behandlung einschließlich der Risikoeinschätzung und prognostischen Beurteilung der operativen Behandlung einschließlich hyperämisierender, resezierender und rekonstruktiver Eingriffe und konservativen Maßnahmen am Gefäßsystem instrumentellen Untersuchungsverfahren einschließlich der Durchblutungsmessung und Erhebung eines angiologischen Befundes zur Operationsvorbereitung und -nachsorge der Erhebung einer intraoperativen radiologischen Befundkontrolle unter Berücksichtigung des Strahlenschutzes intraoperative angiographische Untersuchungen Doppler-/Duplex-Untersuchungen der Extremitäten versorgenden Gefäße, abdominellen und retroperitonealen Gefäße, extrakraniellen hirnzuführenden Gefäße hämodynamische Untersuchungen an Venen rekonstruktive Operationen an supraaortalen Arterien, an aortalen, iliakalen, viszeralen und thorakalen Gefäßen, im femoro-poplitealen, brachialen und cruro-pedalen Abschnitt endovaskuläre Eingriffe Anlage von Dialyse-Shunts, Port-Implantation Operationen am Venensystem Grenzzonenamputationen, Ulkusversorgungen 7.3 Facharzt für Herzchirurgie (Herzchirurg) Ziel der Weiterbildung ist aufbauend auf der Basisweiterbildung die Erlangung der Facharztkompetenz Herzchirurgie nach Ableistung der vorgeschriebenen Weiterbildungszeiten und Weiterbildungsinhalte. 24 Monate Basisweiterbildung im Gebiet Chirurgie und 48 Monate Weiterbildung zum Facharzt für Herzchirurgie bei einem Weiterbilder an einer Weiterbildungsstätte gemäß 5 Abs. 1 Satz 2, davon können bis zu 12 Monate in einer der anderen Facharztweiterbildungen des Gebietes Chirurgie, in Innere Medizin und Kardiologie und/oder Kinder-und Jugendmedizin/Kinder-Kardiologie angerechnet, die auch im ambulanten Bereich abgeleistet können Werden im Gebiet Chirurgie 2 Facharztkompetenzen erworben, so beträgt die gesamte Weiterbildungszeit mindestens 9 Jahre. Weiterbildungsordnung 2004 i. d. F
20 der Vorbeugung, Erkennung, operativen und postoperativen Behandlung und Rehabilitation von Erkrankungen, Verletzungen und Verletzungsfolgen, Fehlbildungen des Herzens, der herznahen Gefäße sowie des Mediastinums und der Lunge im Zusammenhang mit herzchirurgischen Eingriffen Maßnahmen der Nachsorge nach operativer Behandlung einschließlich Immunsuppression und Organabstoßungsbehandlung bei Transplantationen der Indikationsstellung zur operativen und konservativen Behandlung einschließlich der Risikoeinschätzung und prognostischen Beurteilung den Grundlagen minimal-invasiver Therapie der Erhebung einer intraoperativen radiologischen Befundkontrolle unter Berücksichtigung des Strahlenschutzes den Grundlagen der Diagnostik und Behandlung angeborener Herzerkrankungen sowie terminaler Erkrankungen von Herz und Lunge der Anwendung von Kreislaufassistenzsystemen der Indikationsstellung zur Herz-, Lungen- und Herz-Lungen- Transplantation einschließlich technischer Grundlagen von Herzassistenzsystemen Elektrokardiogramm sonographische Untersuchungen der Thoraxorgane einschließlich Doppler-/Duplex-Untersuchungen des Herzens und der großen Gefäße Echokardiographie Operationen mit Hilfe oder in Bereitschaft der extrakorporalen Zirkulation an Koronargefäßen an der Mitralklappe einschließlich Rekonstruktion an der Aortenklappe und/oder Aorta aszendens/mitralklappe/koronargefäß bei angeborenen Herzfehlern Operationen ohne Einsatz der extrakorporalen Zirkulation Anastomosen und Rekonstruktionen an den thorakalen Gefäßen einschließlich Aortenaneurysmen transvenöse Schrittmacherimplantationen/Defibrillatoren (AICD) Operationen am Thorax in Zusammenhang mit herzchirurgischen Eingriffen z. B. Brustwandresektion, Thoraxstabilisierung, Exstirpation von Fremdkörpern, Operationen bei Thoraxverletzungen Operationen an der Lunge und am angrenzenden Mediastinum im Zusammenhang mit herzchirurgischen Eingriffen Operationen an peripheren Gefäßen im Zusammenhang mit herzchirurgischen Eingriffen, z. B. Rekonstruktion peripherer Gefäße nach Einsatz von Kreislaufassistenzsystemen und der extrakorporalen Zirkulation 7.4 Facharzt für Kinderchirurgie (Kinderchirurg) Ziel der Weiterbildung ist aufbauend auf der Basisweiterbildung die Erlangung der Facharztkompetenz Kinderchirurgie nach Ableistung der vorgeschriebenen Weiterbildungszeiten und Weiterbildungsinhalte. 24 Monate Basisweiterbildung im Gebiet Chirurgie und 48 Monate Weiterbildung zum Facharzt für Kinderchirurgie bei einem Weiterbilder an einer Weiterbildungsstätte gemäß 5 Abs. 1 Satz 2, davon 12 Monate in Kinder-und Jugendmedizin, davon können 6 Monate in der intensivmedizinischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen abgeleistet können 6 Monate in einer anderen Facharztweiterbildung des Gebietes Chirurgie oder in Anästhesiologie, Mund-Kiefer- Gesichtschirurgie, Neurochirurgie, Radiologie oder Urologie oder in Handchirurgie angerechnet können bis zu 12 Monate im ambulanten Bereich abgeleistet/ angerechnet Werden im Gebiet Chirurgie 2 Facharztkompetenzen erworben, so beträgt die gesamte Weiterbildungszeit mindestens 9 Jahre. der Vorbeugung, Erkennung, operativen und konservativen Behandlung, Nachsorge und Rehabilitation von Fehlbildungen, Erkrankungen, Infektionen, Organtumoren, Verletzungen, Verbrennungen sowie deren Folgen im Kindesalter einschließlich pränataler Entwicklungsstörungen den instrumentellen und funktionellen Untersuchungsmethoden der Erhebung einer intraoperativen radiologischen Befundkontrolle unter Berücksichtigung des Strahlenschutzes den endoskopischen, laparoskopischen, minimal-invasiven, mikrochirurgischen Operationsverfahren und Laser-Techniken der Behandlung von Schwer- und Mehrfachverletzten einschließlich des Trauma-Managements und der Überwachung der konservativen und operativen Frakturversorgung einschließlich gelenknaher Frakturen und Gelenkverletzungen sowie plastisch-rekonstruktiver Techniken der enteralen und parenteralen Ernährung insbesondere nach Operationen, auch bei Früh- und Neugeborenen den Grundlagen der Durchgangsarzt- und Verletzungs-artenverfahren der gewerblichen Berufsgenossenschaften Repositionen von Frakturen und Luxationen sowie Versorgung von Weichteil- und Organverletzungen operative Eingriffe einschließlich endoskopischer, minimal-invasiver, mikrochirurgischer und Laser-Techniken an Kopf- und Hals, z. B. Trepanationen, ventrikuläre Liquorableitungen, Osteoplastik bei Kraniostenose, Tracheotomien, Thyreoidektomien, Korrektur von Kiemengangsanomalien, ösophagotracheale Fisteln, Verletzungen und muskulärer Schiefhals, Tumorresektionen an Brustwand und Brusthöhle, z. B. Korrekturen von Fehlbildungen, Erkrankungen und Verletzungen der Brustwand, der Brusthöhle, des Mediastinums, des Tracheobronchialsystems, der Lungen und des Ösophagus, Resektion äußerer, mediastinaler und pulmonaler Tumoren an Bauchwand, Bauchhöhle und Retroperitoneum, z. B. Korrektur von Fehlbildungen, operative Therapie von Organverletzungen, äußerer und innerer Hernien, bei Funktionsstörungen und entzündlichen Erkrankungen, intestinale Resektionen einschließlich Tumorresektionen am Urogenitaltrakt, z. B. Korrektur von Fehlbildungen der Nieren, ableitenden 20 Weiterbildungsordnung 2004 i. d. F. 2015

References: Art. 30
 Art. 33
 Art. 31
 Art. 25
 Art. 28
 Art. 23
 Art. 25