Source: https://tagesgeld.info/lexikon/steuerlicher-grundfreibetrag/
Timestamp: 2019-12-12 06:35:19+00:00

Document:
Sie befinden sich hier: Tagesgeld - Kapitalangebote vergleichen und sparen > Lexikon > Steuerlicher Grundfreibetrag
Um Geringverdiener und Personen mit niedrigen oder gar keinen eigenen Einkünften – was auf einige Rentner und Studierende zutrifft – nicht zusätzlich mit Steuern zu belasten, definiert der Gesetzgeber im Einkommensteuergesetz (Paragraf 32a) den sogenannten Grundfreibetrag. Anspruch auf diesen steuerlichen Grundfreibetrag, der in regelmäßigen Abständen neu festgelegt wird, hat jeder einkommensteuerpflichtige Bürger in der Bundesrepublik. Liegen die Gesamteinkünfte unterhalb des Grundfreibetrages, wird keine Einkommensteuer berechnet. Auch die Pflicht, Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge zu zahlen, entfällt.
Hintergrund des steuerlichen Grundfreibetrages
Ziel des Gesetzgebers ist es, jedem Bürger zumindest ein Existenzminimum zu garantieren. Als Basis für den steuerlichen Grundfreibetrag dienen daher das Sozialrecht und damit der sozialhilferechtliche Mindestbedarf. 2005 lag er bei monatlich 347 Euro. Seitdem das vierte Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt, besser bekannt als Hartz IV, in Kraft getreten ist, entspricht der Grundfreibetrag den Leistungen, auf die ein Hartz-IV-Empfänger Anspruch hat – hochgerechnet auf ein Jahr inklusive der Kostenübernahme für Unterkunft und Heizung. 2019 sind das 9.168 Euro bei Alleinstehenden und 18.336 Euro bei Verheirateten.
Entwicklung des steuerlichen Grundfreibetrages
Jahr Grundfreibetrag (Single)
1996 12.095 DM
1997 12.095 DM
1998 12.365 DM
1999 13.067 DM
2000 13.499 DM
2001 14.093 DM
2002 7.235 Euro
2003 7.235 Euro
2004 7.664 Euro
2005 7.664 Euro
2006 7.664 Euro
2007 7.664 Euro
2008 7.664 Euro
2009 7.834 Euro
Abgeltungssteuer und Grundfreibetrag
Der Grundfreibetrag ist auch bei Anlagegeschäften, ob nun Tagesgeld oder Fonds, von Belang. Sparer, die unter die Regelung zum Grundfreibetrag fallen, erhalten vom Finanzamt auf Anfrage eine Nichtveranlagungsbescheinigung (NV-Bescheinigung). Statt des Freistellungsauftrages muss dann diese Bescheinigung bei der Bank eingereicht werden, konkret die NV-ART 01 A für natürliche Personen, die nicht zur Einkommensteuer veranlagt werden. Das Kreditinstitut führt dann keine Abgeltungssteuer mehr ab. Der Freibetrag setzt sich in dem Fall folgendermaßen zusammen:
In der Summe ergibt sich eine Einkommensgrenze von 10.005 Euro, die dazu berechtigt, eine NV-Bescheinigung in Anspruch zu nehmen.
Mandy Thiele fragte am 15.03.2018 um 9:14:19
Hallo und zwar habe ich durch eine freiberufliche Tätigkeit für eine Zeitung in einem Zeitraum von 8 Monaten im Jahr 2016 eine Summe in Höhe von 6557.66€ eingenommen. Danach habe ich eine Stelle als Arbeitnehmer in einer großen Firma angenommen für die ich auch jetzt noch tätig bin. Bin ich verpflichtet aufgrund der freiberuflichen Tätigkeit eine Steuererklärung abzugeben? Oder ist dies nicht nötig, da ich unter dem Grundbetrag bin? Mit freundlichen Grüßen mandy
Julia fragte am 18.02.2017 um 14:30:38
Hallo, Ich habe im Jahr 2016 für 3 Monate einen Ferienjob ausgeübt und bin mit 4600 Eur insgesamt ja eigentlich unter dem Grundfreibetrag, allerdings wurden mir insgesamt über 800 Eur Lohnsteuer abgezogen... Mein Chef meinte ich kann diesen Betrag über eine Steuererklärung zurückfordern, im Internet steht aber überall, dass das mit dem Steuer Grundfreibetrag automatisch abläuft. Was kann ich tun um mein Geld zurückzufordern? MfG Julia
Roland Gut fragte am 13.10.2016 um 19:49:19
Wenn man als Rentner oder Pensionär neben der Rente auch eine Betriebsrente erhält, kann man die in der Betriebsrente ggfls. ausgewiesene Lohnsteuer im Rahmen der Einkommensteuererklärung wieder erstattet bekommen, wenn das zu versteuernde Einkommen nicht der Steuerpflicht unterliegt bzw. unterhalb der Steuerpflicht liegt. Könnte man in diesem Fall durch eine beantragte und erhaltene Nichtveranlagungsbescheinigung an den bisherigen Arbeitgeber oder der Behörde der jeweiligen Lohnsteuer im Vorfeld durch Vorlage der NVA Bescheingung für den Zeitraum der Gültigkeit entgehen.
Redaktion antwortete am 14.10.2016 um 7:08:26
Wir sind ein Vergleichsportal. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir keine rechtlich bindenden oder steuerberatenden Auskünfte erteilen dürfen.
Siegfried Bohn fragte am 14.12.2015 um 17:15:02
Ich bin seit 1998 Rentner Wie hoch war zum damaligen Zeitpunkt der Freibetrag für Ehepaare, da dieser Betrag für die Pflichtbesteuerung wichtig ist
Redaktion antwortete am 15.12.2015 um 11:38:16
Der jährliche Grundfreibetrag pro Person lag 1998 bei 12.365 DM.
Peter fragte am 29.10.2015 um 10:30:49
Guten Tag, Als Niederländer bekomme ich €1200 im Jahr, Altersrente aus Deutschland. Muss ich hierüber Steuer zahlen in Deutschland? Falls nicht? muss ich eine Steuererklärung einreichen? oder ein formular einreichen Zur Fesstellung Steuersatz anhand vom Rententräger ermittelte daten? Viellen Dank für ihre antwort und mühe.
Redaktion antwortete am 30.10.2015 um 10:30:49
Bitte beachten Sie, dass wir keine rechtlich bindende oder steuerberatende Auskunft geben dürfen. Aus Deutschland stammende Renteneinkünfte sind beschränkt einkommensteuerpflichtig. Eine Steuererklärung ist erforderlich.
Rob fragte am 11.09.2015 um 17:55:28
Hallo, ich arbeite aktuell (2015) im Ausland bin aber in Deutschland gemedet. Im Ausland wird das Einkommen versteuert. Im Oktober endet mein Vertrag. Somit werde ich die Monate Nomvember und Dezember in Deutschland arbeiten. In diesen Monaten werde ich in Summe unter dem Grundfreibetrag verdienen. Muss ich in Deutschland dann 2015 ueberhaupt Lohnsteuer zahlen? Wenn ja, greift hier die Progression?
Redaktion antwortete am 14.09.2015 um 6:29:55
Wir dürfen weder rechtlich bindende noch steuerberatende Auskünfte geben. Sie sollten sich an Angehörige steuerberatender Berufe wenden.
Philipp fragte am 28.07.2015 um 16:01:47
Hallo, Ich bin erst seit september 2014 wieder in deutschland gemeldet. War vorher in der Schweiz und habe dort Steuern gezahlt. Nun Habe ich von sept bis ende des Jahres 12.000 € verdient. Wie hoch ist der Grundfreibetrag den ich ansetzen kann? voll oder nur anteilmäßig? Danke
Redaktion antwortete am 2.08.2015 um 10:36:52
Der steuerliche Grundfreibetrag wird immer voll angesetzt, also nicht anteilig berechnet.
Oliver fragte am 15.07.2015 um 9:26:52
Hallo! Ich arbeite während des Studiums das ganze Jahr durch für 350 € monatlich auf Grundlage eines Minijobs. In den kommenden Semesterferien werde ich für insgesamt ca. 6000 € bei einem anderen Arbeitgeber als Ferienarbeiter arbeiten, anschließend wieder bei meinem \"alten\" Arbeitgeber erneut für 350 € monatlich. Nun berechne ich: 12 x 350 € = 4200 € + 6000 € = 10200 € und dieser Betrag liegt über dem Grundfreibetrag für das Jahr 2015. Heißt das, dass ich Steuern zahlen muss auf alles, was über dem Grundfreibetrag liegt? Oder muss ich meinen Minijob aus dieser Rechnung ausschließen und liege somit bei 6000 € Einnahmen und damit unter dem Grundfreibetrag? Noch eine weitere Frage: Bekomme ich bei diesem Jahreseinkommen (10200 € bzw. 6000 €, je nachdem welche Rechnung richtig ist) die gesamten Sozialabgaben mit einer Steuererklärung zurück?
Redaktion antwortete am 16.07.2015 um 6:00:19
Hallo, es wird die Differenz versteuert, die den Freibetrag übersteigt. Wir müssen Sie darauf hinweisen, dass wir keine rechtlich bindende Auskunft oder steuerliche Beratungen geben dürfen. Wir empfehlen Ihnen, sich an Angehörige der steuerberatenden Berufe wenden.
Oli fragte am 26.06.2015 um 22:38:19
bleibt der Grundfreibetrag für Verheiratete in Höhe von 16944 Euro bei Tod eines Ehepartners für den Hinterbliebenen Rentner bestehen? Wenn ja, für wie lange? Gruß Oli
Redaktion antwortete am 29.06.2015 um 6:33:46
Wir dürfen keine rechtlich bindende Auskunft oder steuerliche Beratung geben. Wir empfehlen Ihnen, gerade wenn es sich um einen Todesfall handelt, sich zur Beratung an Angehörige der steuerberatenden Berufe zu wenden.
René Kettlitz fragte am 25.02.2015 um 20:00:16
Hallo, Meine Mutter hat neben ihrer Witwenrente (600€ im Monat) noch 2 Minijobs wo sie ca. 450€(weicht Monatliche ab) im Monat dazuverdient. Ich selber wohne noch bei habe aber eine Sozialabgabe-pflichtiges Einkommen (und bin 21 Jahre alt). Muss meine Mutter jetzt Steuerlich und Co. was beachten?
Redaktion antwortete am 4.03.2015 um 8:57:47
In diesem Fall sollten Sie sich mit einem Steuerberater in Verbindung setzen und die Sachlage im Detail besprechen.
Maria Freivogel fragte am 24.01.2015 um 14:40:22
Hallo, ich wechselte von einem Minijob (ohne Steuer und SV)ab 1.10.2014 in einen Teilzeitjob über die Grenze von 450,00 EUR mtl. beim gleichen Arbeitgeber. Wird für die Einkommensteuererklärung nun das gesamte Einkommen von 2014 herangezogen oder nur die Einkünfte vom Okt. bis Dez. 2014? MFG Maria
Redaktion antwortete am 6.02.2015 um 10:08:04
Ohne die genauen Details Ihres Wechsels zu kennen, gehen wir davon aus, dass in Ihrem Fall der Arbeitgeber bisher im Rahmen des Minijobs die Steuern und Sozialabgaben abgeführt hat. Wenn Sie von von Oktober bis Dezember einen Teilzeitjob mit höherem Einkommen übernommen haben, ist nur dieser Zeitraum für die Steuererklärung relevant.
Nico fragte am 5.10.2014 um 13:58:01
Hallo, meine Frage ist, meine Mutter ist Alleinerziehend. Sie geht Arbeiten und bekommt trotzdem Hartz 4, weil die Einnahmen zu niedrig sind. Gilt dann der Freibetrag in Höhe von 801 € auch. Wenn man als Beispiel Geld an der Börse verdient. Oder wird das dann vom Hartz 4 abgezogen?
Redaktion antwortete am 6.10.2014 um 11:19:11
Der Sparerpauschbetrag von 801 EUR gilt für jede natürliche Person - also auch Ihre Mutter.
Katharina Gerl fragte am 29.09.2014 um 17:33:02
Hallo, Ich hätte da mal eine Frage. Angenommen man arbeitet neben seinem Studium in der Gastronomie und verdient unter dem Grundfreibetrag. Wenn der Arbeitgeber einem nun mehr bezahlen würde, so dass man circa 9000,-€ im Jahr verdienen würde, muss man dann auf einmal anfangen Steuer zu zahlen? Lohnt es sich dann überhaupt die Lohnerhöhung anzunehmen? Vielen Dank im voraus!
Redaktion antwortete am 1.10.2014 um 8:54:54
Sie dürfen im Jahr, ohne steuerliche Abzüge 8.354 Euro verdienen. Alles darüber hinaus muss steuerlich abgerechnet werden. Demnach bleibt es Ihnen überlassen, ob Sie die Lohnerhöhung annehmen oder nicht. Kommen Sie aber über den Freibetrag hinaus, müssen Sie dies unbedingt dem Finanzamt melden. Alles andere fällt unter Steuerbetrug.
franzi fragte am 24.07.2014 um 17:31:52
Hallo, ich arbeite dieses jahr 9 monate (noch bis ende.september) in mini-teilzeit mit einem verdienst von ca 600 euro im monat. Wegen der studentenregelung habe ich bisher keine lohnsteuer bezahlt. Ab oktober mbin ich keine studentin mehr. Wenn ich diese 3 monate dann ca 1200 euro verdiene und lohnsteuer bezahle, muss.ich dann fuer die vorhergehenden monate noch etwas nachbezahlen? Oder wird am.emde nur der betrag, der den freibetrag uebersteigt besteuert und es koennte sogar sein, dass ich noch etwas zurueckbekomme? Vielen dank schon im voraus!
marc fragte am 5.11.2013 um 7:18:26
Hallo, ich habe vom 1.1.-30.09.13 gearbeitet, zur Zeit ALG 1 Gesamtbrutto ca. 21400 Euro und Lohnsteuer 2600 Euro 52km Weg zur Arbeit kann ich mit einer hohen Erstattung rechnen? Danke
Redaktion antwortete am 7.11.2013 um 13:58:34
Diese Frage sollten Sie einem Steuerberater Ihrer Wahl stellen. Anhand weniger Eckdaten können wir aus der Ferne keine zuverlässigen Aussagen zu solchen Themen machen.
Rene fragte am 28.10.2013 um 6:55:40
Hallo, wird im Formular für eine NV-Bescheinigung die volle Alters- und Witwenrente eingetragen oder muß ich schon im Antrag den Rentenfreibetrag (Jahrgang 1939) berücksichtigen? Danke im voraus!
Redaktion antwortete am 28.10.2013 um 11:55:22
Nein, denn wie Sie dem Formular der Bundesfinanzverwaltung auf https://www.formulare-bfinv.de/ffw/form/display.do?%24context=0 entnehmen können, gibt es in der NV-Bescheinigung gar keine Felder, in denen man eine Alters- oder Witwenrente eintragen kann.
Alexandra Rösch fragte am 25.10.2013 um 6:47:05
Können sie mir ,Bitte,sagen,wie viel geld darf eine alein erziehende mutter mit dem einem kind ,dazu zu verdienen,damit ihre witwenrente wird nicht abgezogen?
Redaktion antwortete am 26.10.2013 um 8:47:15
Die Hinzuverdienstgrenze bei der Witwenrente ist mit dem aktuellen Rentenwert verknüpft. Einen festen Betrag können wir Ihnen also nicht nennen. Hier finden Sie detaillierte Ausführungen zur Einkommensanrechnung bei Renten wegen Todes.
Sabine Krieger fragte am 24.10.2013 um 12:13:21
Hallo, meine Schwester bezieht eine Erwerbsminderungsrente von netto 874,00 Euro und bekommt zusätzlich Blindengeld von 473,00 Euro. Zudem bezieht sie Zinsen von ca.1000 Euro pro durch eine Anlage. Ich bin gerade dabei eine NV-Veranlagungsbescheinigung für meine Schwester auszufüllen. Meine Frage ist, muß ich das Blindengeld - obwohl steuerfrei - in dem Antrag als Einkommen angeben? Vielen Dank für Ihre Antwort im Voraus.
Redaktion antwortete am 27.10.2013 um 8:21:13
Sie müssen das Blindengeld nicht in der Einkommensteuererklärung angeben, denn sowohl das Blindengeld nach den Landesblindengeldgesetzen als auch die Blindenhilfe nach § 72 SGB XII zählen laut § 3 Nr. 11 EStG nicht zu den steuerpflichtigen Einkünften.
Ana fragte am 30.09.2013 um 13:02:27
Dringend! Hallo, ich beziehe ein erwerbsminderungsrente aus Deutschland und wohne der zeit in Portugal. Ich habe in jahr 2012 ca. 10000€ rente bekommen und bin alleinerziehend. Der bescheid von finanzamt sagt ich muss ca. 1400€ nachzahlen! Die haben auf mein zu verteuern einkommen von 14652€ noch 8004€ von grundfreibetrag addiert... ist das richtig??? Dazu sagen die das sie meine aussergewoenliche belastungen, sonderausgaben und mein kind nicht beruecksichtig werden koennen weil ich nicht mehr in deutschland wohne... koennen die das machen? Nur weil ich momentan in portugal lebe habe ich trotzden kosten mit kind und andere dinge, warum werden diese nicht beruecksichtig?
Redaktion antwortete am 1.10.2013 um 7:32:35
So ganz schlau werden wir aus Ihren Angaben nicht: sie bekommen 10.000 Euro Rente und haben ein zu versteuerndes Einkommen von 14.652 Euro? Aus der Ferne und ohne Kenntnis des Steuerbescheids sowie aller Fakten kann hier niemand eine sinnvolle Aussage geben. Unser Tipp wäre an dieser Stelle: konsultieren Sie einen fachkundigen Steuerberater vor Ort. Wir können alleine auf Basis Ihrer Angaben keine Aussagen treffen.
Janine fragte am 19.09.2013 um 16:23:12
DRINGEND: Bis Montag muss ich meine Steuererklärung für das Jahr 2012 abgeben. Im Jahr 2012 hatte ich Einkommen über meinen Gewerbeschein, über Werkstudententätigkeit und zusätzlich einen Nebenverdienst (halbes Jahr Steuerklasse I, halbes Jahr LSt.-Kl.VI). Wie verhält es sich, mit der Grenze von 8004,-€? Wenn ich alle Einkünfte zusammenzähle, komme ich darüber. Oder wird die Tätigkeit auf Gewerbeschein, nicht zur Grenze von 8004,-€ angerechnet? Vielen Dank im Voraus!
Redaktion antwortete am 20.09.2013 um 8:28:33
Für den steuerlichen Grundfreibetrag ist die Summe ALLER Einkünfte relevant. Ihre Einnahmen aus gewerblicher Tätigkeit sind hierbei also auch zu berücksichtigen.
Heino fragte am 18.09.2013 um 11:15:21
Ich habe 2012 10 Monate Arbeitslosengeld bezogen, dann 2 Monate freiberuflich gearbeitet und ca. 6000€ verdient. Auf diesen Betrag soll ich nun Steuern nachzahlen. Meines Erachtens brauche ich für Einkommen unter dem Grundfreibetrag 8004€ keine Steuern zu zahlen. Oder wirkt sich das ALG I negativ aus wie schon bei der Progression?
Redaktion antwortete am 20.09.2013 um 8:32:09
Das ALG I ist an sich nicht zu versteuern, unterliegt aber dem Progressionsvorbehalt. Er wird also Ihrem Arbeitseinkommen hinzugerechnet, welches dadurch einem höheren Steuersatz unterliegt.
Thomas fragte am 16.09.2013 um 14:36:42
Guten Tag. Ich habe in diesem Jahr in den Monaten Januar bis Mai insgesamt 5358 € (1.071,60 € monatlich) verdient und hiervon ca. 142,80 € Lohnsteuer bezahlt. Sodann habe ich in den Monaten Juni bis September insgesamt ca. 1920 (480 € monatlich) ALG 1 bezogen. Nun beginne ich zum 01.10.2013 meine erste richtige Erwerbstätigkeit. Meine Frage ist nun, wieviel Grundfreibetrag mir für das Jahr 2013 verbleibt. Wird der ALG1-Bezug hierbei in irgendeiner Form berücksichtigt? Meine laienhafte Rechnung wäre, dass mir ein Rest-Freibetrag i.H.v. 4.742,50 € zusteht, nämlich 8.130 € Jahresfreibetrag minus 5 x 677,50 € (jeweils 1/12 des Freibetrags). Ist dies so richtig oder ein Trugschluss? Kann bei Beginn der neuen Tätigkeit für die restlichen drei Monate des Jahres 2013 ein entsprechend höherer monatlicher Freibetrag (4.742,50 durch 3) eingetragen werden? Vielen Dank für Ihre Antwort.
Redaktion antwortete am 17.09.2013 um 14:37:15
Da es sich um einen aufs Kalenderjahr bezogenen Freibetrag handelt, ist die Rechnung ganz einfach: 8.130 Euro (Freibetrag) - 5.358 Euro (Lohn Januar bis Mai) - 1.920 Euro (Lohn Juni bis September) = 852 Euro verbleibender Grundfreibetrag. Zu viel entrichtete Lohnsteuer können Sie im Zuge einer Einkommensteuererklärung zurückerstatten lassen.
Birte fragte am 12.09.2013 um 22:53:59
Hallo, ich verdiene im Monat 1350 Euro brutto durch meinen Hauptberuf. Nebenbei verdiene ich noch knapp 400 Euro durch meine Tätigkeit in einem Sportverein. Gilt bei meiner Nebentätigkeit auch dieser besagte Freibetrag?
Redaktion antwortete am 13.09.2013 um 13:15:26
Der steuerliche Grundfreibetrag gilt für die Summe ALLER Einkünfte innerhalb eines Kalenderjahres. Von daher gilt er natürlich NICHT für einen Nebenjob zusätzlich zu einem bestehenden Hauptjob. Allerdings gibt es für Tätigkeiten wie die Ihre z.B. die so genannte Übungsleiterpauschale für Trainer etc. Genaueres kann Ihnen jeder Steuerberater sagen.
Pajato fragte am 12.09.2013 um 7:00:10
Hallo, ich verdiene im Jahresbrutto 46.000,00 Euro. Möchte noch neben bei was verdienen, es soll auf freiberudlicher Basis laufen mit Monatseinkommen von bis zu EUR 800,00. Lohnt es sich noch oder muss ich es alles versteuern? Wie wäre es wenn ich dort 450 EURO nicht übersteigern würde aber es trotzdem freiberuflich mache?
Redaktion antwortete am 13.09.2013 um 13:17:17
Der steuerliche Grundfreibetrag gilt für die Summe ALLER Einkünfte innerhalb eines Kalenderjahres. Für Minijobs bis 450 Euro/Monat gibt es eigene Regelungen mit pauschalen Sozialabgaben über die Minijobzentrale.
Franzi fragte am 11.09.2013 um 16:24:48
Hallo, ich habe eine Frage und zwar habe ich im Sommer mein Masterstudium abgeschlossen und fange im Oktober ein dreimonatiges Praktikum an, weil ich ab Januar längerfristig im Ausland arbeiten möchte. Ich bin also kein Student mehr und verdiene während dem Praktikum (welches auf drei Monate befristet ist) 1300 Euro brutto pro Monat, d.h. insgesamt 3900 Euro. Ich hatte dieses Jahr sonst keine Einkünfte. Fallen die 3900 Euro dann trotzdem unter den steuerlichen Grundfreibetrag, auch wenn ich nur 3 Monate gearbeitet habe. Wie hoch sind meine Abgaben? Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen!
Redaktion antwortete am 20.09.2013 um 14:39:32
Der steuerliche Grundfreibetrag gilt pro Kalenderjahr. Wenn Sie in diesem Jahr mit ihren Gesamteinkünften unterhalb von 8.310 Euro bleiben, müssen Sie keine Steuern abführen. Es kann allerdings sein, dass Ihr Arbeitgeber Lohnsteuer auf die Praktikumsvergütung abführt, die Sie sich dann im Zuge ihrer Einkommensteuererklärung zurückholen können.
Andre S fragte am 26.08.2013 um 12:40:44
Hallo, folgende Frage: Ich bin Student und habe einen 450 € Job (monatlich ca. 200€ Lohn). Des Weiteren arbeite ich bei einer anderen Stelle als studentische Hilfskraft (ca. 1000 € brutto ca. 900 € netto pro Monat, zahle als Student nur Rentenversicherung). Ist meine Nichtveranlagungsbescheinigung noch gültig? Ich lese oft, dass die NV Bescheinigung solange gültig ist, bis das zu versteuernde Einkommen nicht 8.004 Euro übersteigt. Als Student habe ich aber sogut wie nie zu versteuerndes Einkommen. Vielen Dank
Redaktion antwortete am 26.08.2013 um 17:32:06
Ihren Angaben zufolge beziehen Sie monatlich ca. 200 Euro + 1.000 Euro. Das sind 14.400 Euro Jahreseinkommen und damit deutlich mehr als der steuerliche Grundfreibetrag. Ihre NV-Bescheinigung ist in diesem Fall nicht mehr gültig, da das zu versteuernde Einkommen den Grundfreibetrag eindeutig übersteigt. Ihre Aussage, Sie hätten kein zu versteuerndes Einkommen, steht da etwas im Widerspruch zu Ihren Angaben (2 Jobs, 1 x 450 Euro-Basis und einmal 1.000 Euro brutto pro Monat).
Heidi Linke fragte am 23.08.2013 um 3:09:49
Guten Morgen Ich habe einen Jahresbruttolohn von ca 18000€ und steuerklasse1 sowie eine Witwenrente jahresbeitrag 4800€ soll jetzt eine jährliche vorrauszahlung von ca. 700€ machen (vierteljährlich 175€)ist das bei Steuerklasse 1 rechtens???bedanke mich schon mal im vorraus LG Heidi Linke
Redaktion antwortete am 25.08.2013 um 18:05:13
Rechtens ist das auf jeden Fall, denn das Finanzamt kann Vorauszahlungen verlangen. Ob diese der Höhe nach richtig sind, kann nur ein Steuerberater nach Durchsicht Ihrer Steuerunterlagen und des Steuerbescheides beantworten. Da Sie aber Witwenrente beziehen, könnten wir uns vorstellen, dass sich die Vorauszahlungen auf die darauf zu entrichtenden Steuern beziehen, denn Witwenrente ist steuerpflichtig.
Andrea fragte am 2.08.2013 um 10:31:45
hallo! Folgendes: Ich war bis 31. Januar 2013 fest angestellt. Von Februar bis Juni habe ich ALG 1 erhalten. Seit 1. Juli arbeite ich auf selbständiger Basis, mit der ich knapp unter dem Freibetrag bleibe. Nun stellt sich mir die Frage, ob in diesen Freibetrag auch ALG 1 mit einberechnet wird, da ich mit ALG 1 über die Grenze des Freibetrages komme, oder zählt ALg 1 in diesem Fall nicht dazu? Vielen lieben Dank. MfG
Redaktion antwortete am 12.08.2013 um 10:17:57
Arbeitslosengeld 1 und 2 sind steuerfrei, unterliegen aber dem Progressionsvorbehalt. Sie werden demnach nicht versteuert, vermindern aber den steuerlichen Grundfreibetrag bzw. erhöhen das übrige zu versteuernde Einkommen.
Steffen Mauerbach fragte am 29.07.2013 um 19:04:32
Hallo, ich wollte einmal wissen, wie es den aussieht, wenn man 9 Monate im Jahr 2013 gearbeitet hat und dann selbst kündigt. Es ist ja so, dass einem für 3 Monate das Arbeitslosengeld gestrichen bzw. gesperrt wird, wenn man noch keine neue Stelle gefunden hat. Wie sieht es denn dann bei der Lohnsteuererklärung aus. Mein Steuerberater meinte, man würde fast die komplett gezahlte Lohnsteuer im nächsten Jahr zurückerstattet bekommen, da man schließlich 3 Monate lang keinen Lohn bezieht. Stimmt dass denn, oder habe ich hier etwas falsch verstanden? Dank euch für eure Hilfe! MfG Steffen
Redaktion antwortete am 30.07.2013 um 7:17:21
Man würde auf jeden Fall einen Teil der Lohnsteuer zurückerhalten. Wie hoch dieser ist, hängt vom Einkommen ab. Hintergrund ist, dass der Arbeitgeber die Lohnsteuer basierend auf dem Jahreseinkommen errechnet (in der Regel Monatslohn x 12). Wenn Sie im letzten Quartal des Jahres keine Einkünfte haben, sinkt natürlich das Gesamteinkommen unter den bei der Lohnsteuerberechnung angenommenen Wert und Sie bekommen die zu viel entrichteten Steuern zurückerstattet.
V. Washington fragte am 19.07.2013 um 12:22:01
Hallo, ich habe im Jahr 2012 als Angestellte und Freiberunfliche gearbeitet. Ich bin Anfang Dezember 2012 nach USA gezogen und da geheiratet. Ich bin nicht EU/USA Buergerin. Wie gehe ich mit der Steuererklaerung fuer dieses Jahr um, wenn mein Ehemann Buerger von USA ist? Wir haben auch gemeinsam eine Steuererklaerung in den USA abgegeben. Ich bedanke mich im Voraus fuer Ihre Antwort! V.
Redaktion antwortete am 24.07.2013 um 10:21:23
Wenn Ihr Lebensmittelpunkt die USA ist, Sie dort Ihre Steuererklärung abgeben und in Deutschland ordnungsgemäß abgemeldet sind, müssen Sie Ihr Einkommen auch nur in den USA versteuern. Zwar gibt es das so genannte Außensteuergesetz nach dem Auswanderer für zehn Jahre ab Auswanderung in Deutschland steuerpflichtig bleiben, wenn das Zuzugsland niedrigere Steuern verlangt als Deutschland. Allerdings gilt das nicht, wenn Sie ihr Einkommen auch im Ausland erzielen. Für den genauen Einzelfall kann Ihnen aber nur ein Steuerberater eine rechtsverbindliche Auskunft geben, der Ihre privaten und beruflichen Umstände genau kennt.
Warsawa fragte am 15.07.2013 um 8:05:55
Schönen guten Tag, ich habe eine Frage. Ich hatte 2012 ein Bruttoeinkommen von 12.208,72 €. Desweiteren bekam ich Krankengeld und beziehe eine Witwenrente von ca. 300 €. Da ich die Lohnsteuerklasse 1 habe, habe ich eine Steuererklärung gemacht. Jetzt soll ich rund 198,00 € Steuern nachzahlen. Kann das rechtens sein? Ich kann mir das nicht vorstellen, da ich ja für mein Gehalt korrekt Lohnsteuern abführe und die niedrige Witwenrente doch nicht so viel ausmacht. Ich dachte, dass ein Freibetrag von 8.004,00 € zum Tragen kommt. Ich würde mich über eine Rückantwort sehr freuen. Mit freundlichen Grüßen Warsawa
Redaktion antwortete am 15.07.2013 um 9:10:14
Das kann durchaus richtig sein. Eine verbindliche Antwort kann Ihnen aber nur ein Steuerfachmann nach Durchsicht sowohl Ihrer Unterlagen als auch des Steuerbescheides Ihres Finanzamtes geben. Der steuerliche Grundfreibetrag wird bereits vom Arbeitgeber bei der Berechnung der Lohnsteuer berücksichtigt. Ihren Angaben nach (Steuerklasse 1 und nur 300 Euro Zusatzeinkünfte in Form von Witwenrente) ist die Nachzahlung allerdings nicht plausibel, da Sie schon über diverse Frei- und Abzugsbeträge in Steuerklasse 1 so gut wie immer eine Steuerrückerstattung bekommen. Wir empfehlen in Ihrem Fall, einen Lohnsteuerhilfeverein oder Steuerberater vor Ort zu konsultieren, der Ihnen weiterhilft.
Fabian fragte am 30.06.2013 um 7:32:52
Hallo, ich habe dieses Jahr vom 1.1 bis zum 30. August einen insgesamten Bruttoverdienst von knapp 9000 euro. Dannach beginn ich eine Ausbildung und werde nochmal knapp 800 euro pro monat verdienen. Also werde ich auf ein Jahresbruttogehalt von ca. 12000 bis 13000 Euro kommen. Das heißt dann praktisch das ich bei der steuereinkommenserklärung nichts zurück bekommen werde oder werde ich für die 8000 grundfreibetrag meine steuern, die ich gezahlt habe wieder zurück bekommen. Oder wird der grundfreibetrag schon in meinen monatlichen abrechnung abgezogen, was dann wieder heißen würde, das ich nichts zurückbekommen werde. Danke fürs Lesen und eine hoffentlich positive Antwort.
Redaktion antwortete am 3.07.2013 um 10:48:50
Der steuerliche Grundfreibetrag wird bei der Lohnsteuerberechnung bereits berücksichtigt. Da die Lohnberechnung aber monatlich erfolgt und Sie mitten im Jahr in eine Ausbildung wechseln, kann es gut sein, dass Ihnen am Jahresende ein Anspruch auf Rückerstattung zu viel entrichteter Lohnsteuer zusteht. Das lässt sich aber nur im Einzelfall im Rahmen der Jahressteuererklärung prüfen.
Jolly fragte am 10.05.2013 um 13:40:35
Guten Tag, Mein Mann wohnt in den Niederlande und arbeitet seit August 2012 in Deutschland. Er hat in 2012 bis einschl. Juli Arbeitslostengeld erhalten in den Niederlande. Wie hoch sollte sie Steuerfreitbetrag sein in 2012. Ist das das ganze Betrag fur 2012 oder nur 5/12 vond diesem Betrag
Redaktion antwortete am 20.05.2013 um 15:12:04
Die wichtigste Angabe fehlt: wo hat Ihr Mann seinen Wohnsitz und wo entrichtet er seine Steuern? Wenn das die Niederlande ist, kann er auch nur dortige Freibeträge in Anspruch nehmen. Als so genannter Grenzgänger wird es aber wie folgt sein: Im gültigen Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Königreich der Niederlande ist vereinbart, dass die Lohn-und Einkommensteuer im Arbeitsland erhoben wird - in diesem Fall also in Deutschland. Damit wird Ihrem Mann also die Lohnsteuer vom deutschen Arbeitgeber einbehalten und an das hiesige Finanzamt überwiesen. Damit müsste auch der hiesige Grundfreibetrag gelten - natürlich abzüglich des bereits im jeweiligen Kalenderjahr erhaltenen Arbeitslosengeldes.
Angelika Treichel fragte am 25.04.2013 um 10:26:39
Mein Sohn hat in 2012 für 7 Monate ALG II bezogen. In den weiteren 5 Monaten hat er ein Bruttoeinkommen von ca. 7.300,00 erzielt. Bekommt er die kompletten Steuern zurück gezahlt? MfG A,T.
Redaktion antwortete am 25.04.2013 um 11:29:48
Welche kompletten Steuern? Auf sein Bruttoeinkommen hat der Arbeitgeber bereits Steuern entrichtet. ALG II selbst unterliegt nur dem Progressionsvorbehalt, erhöht also das zu versteuernde Einkommen. Dadurch kann es zu Steuernachzahlungen kommen. Konkrete Aussagen kann man aber nur unter Kenntnis aller Bezüge machen. Unsere Empfehlung wäre hier, sich entweder ein Steuerprogramm zuzulegen oder einen Steuerberater zu konsultieren. Wir gehen aber davon aus, dass die ALG II Bezüge deutlich unter dem jetzigen Arbeitseinkommen lagen, es sich daher eine Steuerrückerstattung ergeben wird. Aber wie gesagt: eine verbindliche Aussage kann nur von jemandem getroffen werden, der alle Zahlen vor sich hat.
Sigrd fragte am 20.04.2013 um 9:09:47
Meine Schwester, ganzjährig arbeitslos mit 14.457€ ALG und mein Schwager, Rentner mit einem steuerpflichtigen Anteil von 13.191,00€ müssten nach meinem Verständnis bei Zusammenveranlagung keine Einkommensteuer zahlen, da sie ja unter dem Grundfreibetrag liegen. ALG unterliegt doch eigentlich nur dem Progressionsvorbehalt und bei dem Renteneinkommen von 13.191€ dürften ja bei Zusammenveranlagung keine ESt entstehen. Bei "ELSTER" (die Steuererklärung vom Finanzamt) erhalte ich aber eine Steuernachzahlung. Wo liegt mein Denkfehler ?
Redaktion antwortete am 22.04.2013 um 14:15:14
Der Denkfehler liegt darin, beides getrennt zu sehen: das ALG erhöht das zu versteuernde Einkommen, wird aber selbst nicht besteuert (das beschreibt der Progresssionsvorbehalt). Die Rente, die den Freibetrag überschreitet, wird - je nach dem Jahr des Renteneintritts - nachgelagert besteuert. Das bedeutet: Renten mit Beginn bis 2005 werden zu 50 Prozent besteuert. Der steuerpflichtige Rentenanteil steigt in Schritten von 2 Prozentpunkten von 50 Prozent im Jahre 2005 auf 80 Prozent im Jahr 2020 und danach in Schritten von einem Prozentpunkt ab dem Jahr 2021 bis 100 Prozentpunkte im Jahre 2040 an. Sie haben nun also Gesamteinkünfte von 27.648 Euro - was auch bei gemeinsamer Veranlagung den steuerlichen Grundfreibetrag übersteigt. Auf den Rentenanteil oberhalb des Grundfreibetrages wird nun die prozentuale Steuer entrichtet. Genau das berechnet Ihnen auch die ELSTER-Software des Finanzamtes.
Roland Winter fragte am 15.04.2013 um 22:41:46
Hallo, meine Mutter bezieht eigene Rente und von ihrem verstorbenen Mann eine Witwenrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung. Hat sie jetzt als verwitwete Frau den Grundfreibetrag für Alleinstehende oder den für Ehepaare?
Redaktion antwortete am 16.04.2013 um 9:08:31
Beim Tod eines Ehegatten erfüllt der Hinterbliebene im Jahr des Todes noch die Voraussetzungen der Zusammenveranlagung. Im darauffolgenden Jahr erhält er dann noch das sogenannte Gnadensplitting. Für dieses Jahr wird dann also letztmalig der Splittingtarif mit dem doppelten Grundfreibetrag gewährt. Im zweiten Jahr nach dem Tod des Ehepartners gilt nur noch die Einzelveranlagung mit dem einfachen Grundfreibetrag.
V.Hasselbauer Dipl.-Ing. fragte am 4.04.2013 um 14:43:28
Hallo, ich bin CH-Rentner seit 05.2011 wohnhaft in Deutschland. Meine Renten (ab 2010) aus der Schweiz werden in Deutschland 2011 besteuert. Folgende Fragen : 1. Ausländische Einkünfte (CH-Renten) 19'799 Eur 2. Besteuerungsanteil der Renten = 60% 11'367 Eur 2.Abzüge 2.1 Versicherungsbeiträge = 3'133 2.2 Grundfreibetrag = 8'004, Dieser Grundfreibetrag wird von den Renten abgezogen, oder anders durch FA interpretiert ?? Gem. Finanzamt das zu versteuerndes Einkommen = 8'198 Eur, finde ich, falsch, weil dieser Grundfreibetrag nicht abgezogen wurde. besten Dank für die Antwort. freundliche Grüsse V.hasselbauer
Redaktion antwortete am 6.04.2013 um 10:56:20
Ihre Frage kann nur ein Steuerberater unter Vorlage aller Unterlagen sinnvoll beantworten. Grundsätzlich gilt, dass eine aus dem Ausland bezogene Rente in Deutschlandsteuerlich zu erfassen ist. Wie die Rente versteuert wird, hängt schon einmal von ihrer Art ab (gesetzliche oder staatliche Rentenversicherung des ausländischen Staates oder von einer anderen Stelle).
thu fragte am 3.04.2013 um 23:56:36
Ich verstehe nicht ganz den Unterschied zwischen minijob 450€ im Monat und den steuer grundfreibetrag von 8130 € im Jahr, ohne Steuern zahlen zu müssen. Heißt das jetzt das man im Monat 677,5 Euro ( 8130€ / 12 Monate) verdienen kann ohne Steuern zu zahlen oder nicht? Ich bim zurzeit noch Schüler.
Redaktion antwortete am 6.04.2013 um 10:59:56
Ein Minijob ist eine geringfügige Beschäftigung, bei welcher die monatliche Verdienstgrenze nicht mehr als 450 Euro beträgt. Für Arbeitnehmer sind sie sozialversicherungsfrei und der Arbeitgeber zahlt nur einen pauschalen Beitrag an die Minijob-Zentrale. Der steuerliche Grundfreibetrag hingegen gibt an, bis zu welcher Höhe Einkünfte pro Kalenderjahr steuerfrei bezogen werden können. Das eine hat mit dem anderen also nichts zu tun. Man bleibt mit einem Minijob alleine innerhalb des steuerlichen Grundfreibetrages, kann aber durch einen zweiten Minijob oder weitere Einkünfte anderer Art selbigen auch überschreiten.
F. Bauer fragte am 24.03.2013 um 12:31:30
Hallo, muss der Grundfreibetrag irgendwo "eingetragen" werden, damit dieser berücksichtig wird? In meinem Bekanntenkreis hat noch niemand etwas davon gehört und die Aussage war, dass die Lohnsteuer immer auf das komplette Gehalt gezahlt wird. Ich starte ab dem 1. April ins Arbeitsleben und möchte gerne direkt zu Beginn jeden Monat den "richtigen" Nettobetrag zur Verfügung haben.
Redaktion antwortete am 25.03.2013 um 13:50:31
Der steuerliche Grundfreibetrag steht Ihnen per Gesetz zu. Er muss nirgendwo eingetragen werden, sondern wird z.B. bei Angestellten bereits bei der Berechnung des Nettolohns und bei Kapitalerträgen etc. auch im Rahmen der Steuererklärung berücksichtigt.
Adriana fragte am 19.03.2013 um 11:32:11
Mein Mann ist freiberufler und wir haben gesamt den Steuerlichen Grundfreibetrag von Euro 16.130. Ich habe Schwierigkeiten zu verstehen wie genau diesen Freibetrag funktioniert. Habe ich folgende Berechnung richtig? Gesamtbetrag der Einkünfte 30.000,- minus Freibetrag 16.130,- ergibt ein zu versteuerndes Einkommen von 13.870,-. Nur über diesen 13.870,- wird Steuer berechnet? Danke für Ihre Antwort.
Redaktion antwortete am 19.03.2013 um 13:18:13
Genauso funktioniert das. Sie haben 8.130 Euro Freibetrag pro Person. Werden Sie zusammen veranlagt, summiert sich das auf 16.130 Euro. Einkommensteuer wird erst auf die Einkünfte oberhalb dieses Grundfreibetrages erhoben.
Claus Aehlig fragte am 18.03.2013 um 13:24:40
Zur Erarbeitung einer Nichtveranlagungsbescheinigung für die Jahre 2014, 2015 und 2016 benötige ich die etwaige Höhe des Grundfreibetrages für Verheiratete Rentner für diese Jahre. Können Sie mir diese schon nennen?
Redaktion antwortete am 18.03.2013 um 23:58:30
Diese Angaben können wir Ihnen leider nicht schon im Voraus nennen.
Tom fragte am 13.03.2013 um 8:04:38
Hallo, ich habe eine Frage zum Steuergrundfreibetrag bei Verheirateten. Der beträgt ja ca. 16.000 € Jahreseinkommen, bis zu dem keine Steuern gezahlt werden müssen. Das Einkommen, was darüber liegt ist dann ja, abzüglich des Freibetrages, steuerpflichtig. Ich begreife nicht so richtig, wo der Grundfreibetrag bei der Einkommenssteuererklärung berücksichtigt wird? Legt man ein fiktives Familieneinkommen bei Zusammenveranlagung von 57.000 € zugrunde, so müssten ja lediglich 41.000 € steuerpflichtig sein, wenn man die ca. 16.000 € Freibetrag abzieht. Von den 41.000 € müssten dann ja noch Werbungskostenpauschale (oder mehr wenn vorhanden) und Kinderfreibetrag (in unserem Fall 2 Kinder abgezogen werden). Das wären ja nochmal ca. 16.000 €. Da wäre ja das eigentlich zu versteuernde Einkommen lediglich bei 25.000 €. Ist das so korrekt oder wo liegt der Denkfehler? Bei der Einkommenssteuererklärung zieht das Finanzamt nirgendwo den Grundfreibetrag ab, sondern lediglich Werbungskosten, Altersvorsorge und Kinderfreibetrag. Danke im Voraus für die Erläuterung.
Redaktion antwortete am 13.03.2013 um 8:40:35
Ihre beiden steuerlichen Grundfreibeträge werden vom Finanzamt berücksichtigt. Auch der Sparer-Pauschbetrag bei Kapitalerträgen sowie die Werbungskosten-Pauschale. Ihre Kinder haben allerdings eigene Freibeträge, welche NICHT bei Ihnen sondern in deren eigener Steuererklärung angesetzt werden. Der Kinderfreibetrag hat nichts mit dem steuerlichen Grundfreibetrag zu tun. Wenn Sie Einkommen beziehen, wird bereits dort bei der Berechnung der Lohnsteuer und sonstigen Abzüge der Grundfreibetrag berücksichtigt. Von daher zieht das Finanzamt diesen natürlich nicht noch einmal heran.
Nicole fragte am 21.02.2013 um 8:15:31
Hallo, ich arbeit seit mai 2012 auf geringfügiger basis also 450€ brutto. Jetzt meine frage kann ich lohnsteur machen oder nicht? Liebe grüße
Redaktion antwortete am 21.02.2013 um 10:25:41
Lohnsteuer "machen" geht schonmal gar nicht, da Lohnsteuer etwas ist, was durch den Arbeitgeber vom Bruttolohn abgezogen und direkt ans Finanzamt abgeführt wird.
Daniela fragte am 20.02.2013 um 17:59:40
Ich bin Mitte letzten Jahres mit meinem Studium fertig geworden und hab bis dahin auch Bafög bezogen..Ab Oktober habe ich meinen neuen Job gegonnen und in der zeit rund 10.000€ brutto verdient.. Gilt für mich jetzt auch der Grundfreibetrag von 8004€? Müsste ich also nur auf 2000€ steuern zahlen oder wird der Freibetrag anteilig berechnet und steht mir dann nur die Hälfte zu?
Redaktion antwortete am 21.02.2013 um 10:27:24
Der Grundfreibetrag gilt für jeden, also auch für Sie. Er gilt für jedes Kalenderjahr und die darin erzielten Einnahmen. Wenn Sie also in 2012 nur 10.000 Euro Gehalt bezogen haben, wird auch nur der den Grundfreibetrag übersteigende Anteil besteuert.
L.Brandes fragte am 9.02.2013 um 19:13:36
Sehr geehrte Damen und Herren- Im Zusammenhang mit der Umstellung der Steuerkarten auf elektron. Datenverarbeitung wurde mir mitgeteilt, daß bisher in der Steuerkarte eingetragene Freibeträge für 2013 ev. neu zu beantragen wären. Ich habe keinen Eintrag, befürchte jedoch Nachversteuerung. Meine Frau hat nur eine Minimalrente von 120€, weil sie sich um die Kinder gekümmert hat. Ich beziehe eine Rente von ca 800€ und eine Betriebsrente von ca 1200€ und habe bisher von dem Splitting profitiert. Steuerpflichtig war ich nicht mehr laut Mitteilung des FA. Können Sie mir die letztgültigen Freibeträge nennen und sollte ich mich mit dem FA kurzschließen, um Steuernachzahlungen zu vermeiden? Mit freundlichen Grüßen Lothar Brandes
Redaktion antwortete am 11.02.2013 um 16:38:15
Das ist korrekt. Im Zuge der Umstellung auf die elektronischen Lohnsteuerkarten sollten alle Arbeitnehmer Freibeträge und ähnliches neu beantragen. Wenn Sie keine solchen Freibeträge haben, müssen Sie auch keine "Nachversteuerung" befürchten. Minimalrente Ihrer Frau, ihre Rente + Betriebsrente ergeben zusammen 2,120 Euro pro Monat also rund 25.440 Euro Jahreseinkommen. Welcher Teil davon steuerpflichtig ist und ob Sie damit über Ihre Freibeträge kommen, können wir Ihnen aus der Ferne nicht sagen. Bei Fragen zu diesem Thema kann Ihnen jeder Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein zweckdienliche Auskünfte geben.
Daniel fragte am 3.02.2013 um 14:38:15
Hallo! Können Sie mir sagen, welche Einkünfte zur Beurteilung des NV-Bescheids relevant sind. Alle, oder nur die steuerpflichtigen? Ich erhalte aus einem Stipendium steuerfreie Mittel, zusätzlich erhalte ich Mittel aus einem Arbeitsverhältnis von ca. 400 Euro im Monat. Wenn ich meine gesamten Einkünfte berechne, komme ich über die Freigrenze von 8.967 Euro. Berücksichtige ich das Stipendium nicht, bleibe ich unter dieser Grenze. Wäre ihnen für Hilfe dankbar.
Redaktion antwortete am 4.02.2013 um 9:31:00
§ 3 Nr. 44 EStG besagt, dass Stipendien zur Förderung der Forschung oder zur Förderung der wissenschaftlichen oder künstlerischen Ausbildung oder Fortbildung steuerfrei sind, wenn sie unmittelbar oder mittelbar aus öffentlichen Mitteln oder von zwischenstaatlichen oder überstaatlichen Einrichtungen, denen die Bundesrepublik Deutschland als Mitglied angehört, gewährt werden. Steuerfrei sind ebenfalls Stipendien, die von Vereinen oder Stiftungen vergeben werden.
Mina Elle fragte am 3.02.2013 um 12:51:20
Hallo, ich (ledig, Studentin, StK I, 0 Kinder) habe in den letzten Jahren über das gesamte Jahr gearbeitet und immer eine ESt-Erklärung beim FA eingereicht. Nun habe ich im 2012 nur vier Monate gearbeitet und mein Gesamtbruttoeinkommen für 2012 liegt knapp bei 8.000 €. Bekomme ich die monatlich von meinem Gehalt abgezogene Steuer komplett zurück?
Redaktion antwortete am 4.02.2013 um 9:32:15
Wenn Ihr Gesamtbruttoeinkommen für 2012 bei knapp 8.000 Euro liegt, bekommen Sie im Rahmen Ihrer Einkommensteuererklärung die entrichteten Steuern komplett zurückerstattet.
Isabel Burg fragte am 27.01.2013 um 13:17:49
Hallo liebe Redaktion, mein Fall gestaltet sich folgendermaßen: In diesem 25 Jahre geworden habe ich mein Studium im Oktober 2012 abgeschlossen und bin ab 1.11. sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmerin bis zunächst März 2013. Während des Studiums bis Oktober habe ich bei verschiedenen Arbeitgeber gearbeitet auf Lohnsteuerkarte und habe jetzt insgesamt 8085,25 Euro in 2012 verdient. Das übersteigt ja meinen Freibetrag um 81,25 Euro. Welche Möglichkeit habe ich um meine volle Steuer zurückzubekommen? Werbungs- oder Sonderausgaben für das Studium eintragen? Muss ich etwas wegen dem Kindergeld berücksichtigen, was ich bis zum 25. Lebensjahr bekommen habe? Vielen Vielen Dank für Ihre Antwort, Mit freundlichen Grüßen Isabel
Redaktion antwortete am 28.01.2013 um 11:12:18
In Ihrem Fall gestaltet sich das ganz einfach: es werden in 2012 mit Sicherheit Studiengebühren, Fahrtkosten zur Universiät/Hochschule und ähnliche Aufwendungen angefallen sein. Alleine die Berücksichtigung dieser Kosten drückt Ihr zu versteuerndes Einkommen unter die Grenze von 8.004 Euro.
Bella fragte am 13.01.2013 um 22:01:59
Hallo,ich bin Hauptberuflich als Angestellte und arbeite noch als freie Mitarbeiterin nebenher. Wieviel darf ich verdienen ohne Steuern zahlen zu müssen. Bein Finanzamt meine Tätigkeit melden?
Redaktion antwortete am 14.01.2013 um 10:01:50
In 2013 beträgt der steuerliche Grundfreibetrag 8.130 Euro. So viel können Sie verdienen, ohne Steuern zahlen zu müssen. Das gilt aber für Ihre Einkünfte als Angestellte und als freie Mitarbeiterin zusammen. Ihre Tätigkeit sollten Sie natürlich dem Finanzamt melden und auch alle Einkünfte aus freier Tätigkeit in Ihrer Steuererklärung angeben. Durch das zusätzliche freiberufliche Einkommen steigt ja die prozentuale Steuerlast für jeden verdienten Euro, so daß auch auf Ihr Angestellteneinkommen zusätzliche Steuern entrichtet werden müssten.
franzi21 fragte am 10.12.2012 um 15:21:26
hey ich wollte mal fragen, ob mir jemand helfen kann. mein mann arbeitet von uns beiden und hat aber gerade mal 2000 netto und 2700 brutto. jetzt hab ich gelesen, dass es einen grundfreibetrag bei verheirateten von 16.008 gibt. dann müsste mein mann, aber ja für fast ein halbes jahr keine steuern zahlen oder er müsste auf den monat verteilt mehr verdienen. jetzt steige ich nicht durch, wie es mit dem grundfreibetrag aussieht. ich habe auch gelesen, dass man diesen vorab in die lohnsteuerkarte eintragen kann. für dieses jahr müsste er seine gesammten steuern wieder kriegen, da er nur fünf monate gearbeitet hat, auch noch ein kinderfreibetrag dazu kommt. kann mir mal jemand helfen? ich steig da nicht mehr durch!
Redaktion antwortete am 12.12.2012 um 15:45:38
Der Grundfreibetrag von derzeit 8.004 Euro gilt pro Person. Die Frage ist, ob Sie getrennt oder zusammen veranlagt werden. Bei Zusammenveranlagung ist es egal, wer von Ihnen wieviel verdient. Alle Einkünfte werden zusammengerechnet und dann nach Abzug aller Pauschalen und Vorsorgeaufwendungen versteuert.
Susi fragte am 3.12.2012 um 20:20:59
Hallo, ich hab im September diesen Jahres eine Ausbildung begonnen und verdiene ca. 715€ brutto. In den Monaten davor hatte ich kein steuerpflichtes Einkommen. Heißt das, dass ich für das Jahr 2012 noch keine Steuererklärung machen kann? Dankeschön!
Redaktion antwortete am 4.12.2012 um 9:21:58
Sie können natürlich eine Steuererklärung machen. Ob Sie das müssen, liegt nicht alleine am Einkommen. Wenn Sie nur das Ausbildungsentgelt haben, liegen Sie noch im steuerlichen Grundfreibetrag.
Falkenberg, Waltraud fragte am 2.12.2012 um 15:10:59
Ich bin Wittwe und habe ca 13000,00 im Jahr zur Verfügung. (Altersrente und 'Wittwenrente) müßte ich damit rechnen, dass ich Steuern zahlen muß?
Redaktion antwortete am 3.12.2012 um 13:19:05
An sich ja, denn Ihre Einkünfte liegen über dem Grundfreibetrag. Dabei kommt es aber aufs Detail an: so sind Witwenrenten aus der gesetzlichen Unfallversicherung steuerfrei, während Witwenrenten aus der gesetzlichen Rentenversicherung steuerpflichtige Einkünfte nach § 22 Einkommensteuergesetz sind.
Ricarda fragte am 29.11.2012 um 11:40:43
Hallo, Werbungskosten, Sonderabgaben, Außergewöhnliche Sonderabgaben etc. können die vom Jahreseinkommen abgezogen werden, um die Einkommensgrenze zu berechnen (z.B. um die von Ihnen für 2012 angegebenen 8.841 Euro nicht zu überschreiben)? Vielen Dank
Redaktion antwortete am 30.11.2012 um 9:47:44
Werbungskosten gibt es ja nur noch als Pauschalbetrag. Allerdings kann dieser - ebenso wie außergewöhnliche Belastungen - in der Steuererklärung vom zu versteuernden Einkommen abgezogen werden. Wenn Sie also etwas mehr als die steuerfreien 8.841 Euro an Einkünften haben, können Sie die genannten Kosten und Abgaben natürlich steuermindern ansetzen, so daß Sie trotz eines höheren Einkommens unter Umständen keine Steuern zahlen müssen.
uwe schuhmann fragte am 13.11.2012 um 15:08:58
Hallo, ich habe für meine Tochter die 18 Jahre alt ist für die Zeit ab 1.7.2012 einen Antrag auf Kindergeld gestellt. Meine Tochter hat selber ein Kind für welches Sie Kindergeld bekommt.Meine Tochter lebt in einem eheähnlichen Verhältnis bei uns im Haushalt. Der Kindesvater bezahlt keinen Unterhalt. Meine Tochter ist in der Ausbildung seit 1.10.2012 und bekommt ca. 830.-€ Brutto, der Kindesvater bekommt ca.1070.-€ Netto pro Monat.Die Familienkasse fordert jetzt das Kindergeld für 1.7.-30.9.2012 zurück und gewährt kein weiteres Kindergeld. Meine Frage lautet: Ist das rechtens? Es gibt ja einen sogenannten Grundfreibetrag für jede Person. Es wäre schön wenn Sie mir schnelltsmöglich antworten oder anderweitig weiterhelfen könnten. Mit freundlichen Grüßen Uwe Schuhmann
Redaktion antwortete am 13.11.2012 um 15:33:23
Das ist rechtens. Der steuerliche Grundfreibetrag hat nichts mit dem Kindergeld zu tun. Ihre Tochter verdient 830 Euro brutto, macht ein Jahresbruttoeinkommen von 9.960,- Euro. Das liegt deutlich über dem Grundfreibetrag. In dem Monat, in dem das Kind 18 Jahre alt wird, endet der Anspruch auf Kindergeld. Ist dasvolljährige Kind in einer Ausbildung oder absolviert es ein Studium, muss das der Familienkasse angezeigt und das Kindergeld neu beantragt werden.
kassas, shpresa fragte am 12.11.2012 um 11:10:26
Auf meine vorherige Frage nochmal nachzukommen, meine Mutter bildet mit mir eine Hausgemeinschaft, deswegen kamm ich nach der Scheidung in der Steuer Kl I anstatt auf die II. kann ich bei meine Steuererklärung den Grundfreibetrag meine Mutter geltend machen (16008 statt 8004€)
Redaktion antwortete am 12.11.2012 um 11:28:45
Die Frage ist nicht, ob Sie eine Hausgemeinschaft bilden, sondern, ob Sie gemeinsam veranlagt werden. Solange jeder von Ihnen einzeln veranlagt wird, steht auch jedem der eigene Grundfreibetrag zu. Nur bei gemeinsam veranlagten Eheleuten werden beide Grundfreibeträge addiert.
kassas, shpresa fragte am 12.11.2012 um 9:52:12
Guten tag, können Sie mir bitte erklären, ob meine Mutter auch beim Grundfreibetrag berücksichtigen werden kann? Ich bin geschieden, 5 Kinder, bekomme keinen Unterhalt vom Ex. meine Mutter lebt bei mir, ist Flüchtling aus dem Kosovo, mit unbefriesteten Aufenthalt, kümmert sich um meine Kinder, da ich vollz. Berufstätig bin, hat keine Einnahmen. Ich verdiene im Jahr Brutto 25.200(2012)+ 988 € monatl. Kindergeld. Bin wegen meine Mutter auf Steuerklasse 1. Mit freundlichen grüßen Sh. Kassas
Redaktion antwortete am 12.11.2012 um 10:15:10
Der Grundfreibetrag steht jedem Steuerpflichten zu. Wenn Ihre Mutter hier ansässig und steuerpflicht ist, hat natürlich auch sie einen eigenen Grundfreibetrag.
Regina Rosenberger fragte am 6.11.2012 um 11:41:15
Hallo, meine Mutter bezieht eine eigene kleine Rente, Witwenrente und PK-Rente(Firmenrente von meinem Vater). Wo trage ich diese in die NV-Bescheinigung ein. Alle zusammen gerechnet in Zeile 42 oder muss ich diese splitten? Mit freundlichen Grüßen Regina Rosenberger
Redaktion antwortete am 6.11.2012 um 14:15:36
Der Antrag auf Nichtveranlagungsbescheinigung für natürliche Personen hat nur 22 Zeilen. Von daher können wir Ihnen die Frage nicht wirklich zielführend beantworten, da wir nicht wissen, welches Formular Sie meinen (siehe dazu den Vordruck des BMF NV 1 A).
Schrader Sabine fragte am 21.10.2012 um 14:49:01
Meine Schwiegermutter 90Jahre lebt im Pflegeheim. Hat eine Rente von 1640,-Euro (Witwenrente eingeschlossen)und ist Schwerbeschädigt 100% mit den BuchstabenB,G. Ihre Schwester 93 Jahre muß jetzt ins Pflegeheim, hat aber nur ein geringes Einkommen von 720,-Euro(mit Blindengeld).Da sie keine Angehörigen hat muß das Sozialamt einen Teil der Kosten mit tragen.Muß meine Schwiegermuter von Ihrer Rente das Pflegeheim für ihre Schwester mit finanzieren?Spareinlagen liegen bei beiden nicht vor.
Redaktion antwortete am 22.10.2012 um 8:03:58
Laut unserem Kenntnisstand muss Sie das nicht. Die Übernahme von Pflegekosten für Angehörige ist im Gesetz nur für das Verhältnis Eltern - Kinder geregelt und auch dann nur unter engen Voraussetzungen.
Juliane fragte am 20.07.2012 um 15:33:47
Stimmt es, dass man den Versorgungsfreibetrag für eine Betriebsrente erst ab dem 63. Lebensjahr bekommt? (Bin schon mit 60 in Rente gegangen)
Redaktion antwortete am 21.07.2012 um 8:49:00
Das ist richtig. Das Finanzgericht Münster hat 2011 entschieden, dass für einen Steuerpflichtigen, der Versorgungsbezüge aus einem privatrechtlichen Arbeitsverhältnis bezieht und noch nicht das 63. Lebensjahr vollendet hat, kein Anspruch auf einen Versorgungsfreibetrag besteht. (Finanzgericht Münster, Urteil vom 11. Februar 2011; Az: 14 K 787/09 E)
Hedi szymanski fragte am 3.07.2012 um 12:39:10
Hallo , meine Tante (94 Jahre) hat Renteneinkünfte von Netto 1.181,39 €. Die sich wie folgt zusammensetzt: Witwenrente + Betriebsrente des 1980 verstorbenen Ehemann + eigene Rente Muß sie auch Steuern zahlen? Mit freundlichen Grüßen H.S.
Redaktion antwortete am 5.07.2012 um 8:37:05
Das hängt vom Einzelfall ab. Witwenrenten aus der gesetzlichen Unfallversicherung sind nach § 3 Nr. 1a EStG steuerfrei. Witwenrenten aus der gesetzlichen Rentenversicherung sind steuerpflichtige Einkünfte nach § 22 des Einkommensteuergesetzes (EStG). Nach der Höhe der Witwenrente am Gesamteinkommen richtet es sich, ob Ihre Tante mit der Betriebsrente innerhalb des steuerlichen Grundfreibetrages bleibt.
Mechthild Brüning fragte am 29.06.2012 um 11:02:55
Mein Rentenbeginn war der 1.7.2011. Im 1. Halbjahr 2011 bezog ich noch ein Gehalt von meinem Arbeitgeber. Gehe ich recht in der Annahme, dass dann beim Einkommensteuerbescheid für 2011 der halbe Grundfreiberag, also 4002 € hätte berücksichtigt werden müssen? Der Steuerbescheid liegt mir soeben vor und ich kann an keiner Stelle ersehen, dass dieser halbe Grundfreibetrag in Abzug gebracht wurde.
Redaktion antwortete am 29.06.2012 um 17:03:39
Im Normalfall wird der Grundfreibetrag automatisch berücksichtigt. Dabei muss er aus dem Steuerbescheid nicht ersichtlich werden, sondern es werden einfach die ersten 8.004 Euro steuerpflichtigen Einkommens nicht mit ESt. belegt. Wenn Sie Fragen oder Zweifel an Ihrem Steuerbescheid haben, empfehlen wir allerdings den Gang zu einem Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein.
Max B. fragte am 21.06.2012 um 21:01:22
Hallo, ich bin Berufseinsteiger und verdiene 2600 € brutto pro Monat. Wenn ich meine Gehaltsdaten in einen Brutto-Netto Rechner eingebe, muss ich dort einen Freibetrag von 8004€ eintragen? Wird der schon von meiner Firma bei meiner Gehaltszahlung berücksichtigt? Verstehe das leider nicht so ganz. Grüße
Redaktion antwortete am 24.06.2012 um 13:23:12
Der steuerliche Grundfreibetrag wird bei einem Brutto-Nett-Rechner bereits berücksichtigt und auch die Lohnbuchhaltung Ihrer Firma berücksichtigt den steuerlichen Grundfreibetrag bei der Berechnung der Einkommensteuer und anderer Abzüge.
Philipp Dürr fragte am 19.06.2012 um 9:35:09
Guten Tag. Ich steige im Sommer frisch ins Erwerbsleben ein. Steuerklasse 1, ledig und keine Kinder. Das mit dem Freibetrag ist mir nicht ganz klar. Wird mein kompletter Jahresbrutto besteuert oder Jahresbrutto-8004€ und darauf die Steuern?
Redaktion antwortete am 20.06.2012 um 18:44:35
Der steuerliche Grundfreibetrag wird bei der Steuerberechnung berücksichtigt. Versteuert wird natürlich Ihr gesamtes Jahresbrutto, nur auf die ersten 8.004 Euro gibt es keinen Steuerabzug.
Claus Pabst fragte am 10.05.2012 um 15:18:21
Meine Frau bezieht eine kleine Rente während ich noch voll im Beruf stehe. Wir werden zusammen veranlagt.Ehegattensplitting.Wird dann die Rente meiner Frau voll versteuert oder greift dann auch der Grundfreibetrag. Vielen Dank für die Aufklärung.
Redaktion antwortete am 14.05.2012 um 10:22:29
Da der Grundfreibetrag jedem Steuerpflichtigen zusteht, ergibt sich bei gemeinsamer Veranlagung natürlich ein doppelt so hoher Grundfreibetrag. In Bezug auf die Rente Ihrer Frau erübrigt sich durch das Ehegattensplitting auch die Frage nach deren Besteuerung, denn § 32 a EStG schreibt das Vorgehen wie folgt: das insgesamt zu versteuernde Einkommen beider Ehepartner wird ermittelt und halbiert. Für das halbierte zu versteuernde Einkommen wird die Einkommensteuer nach dem aktuell geltenden Einkommensteuertarif berechnet. Die errechnete Einkommensteuer wird dann verdoppelt.
Georg fragte am 26.04.2012 um 6:55:55
Hallo, das MIT dem Grundfreibetrag verstehe ich auch nicht so ganz. Ich bin verheiratet, habe zwei Kinder und verdiene 52.000 Euro. Da meine Frau nicht arbeitet, ist der Freibetrag nur für mich gültig? Also nur 8004 oder sind es 16.000? Und wie ist es wegen Kinder? Kurz: Wie hoch ist unser jährlicher Grundfreibetrag? Danke für die Hilfe
Redaktion antwortete am 26.04.2012 um 10:57:33
Der steuerliche Grundfreibetrag steht jedem Steuerpflichtigen zu. Bei Ehepaaren mit gemeinsamer Veranlagung ist er also doppelt so hoch wie bei Alleinstehenden. Der Freibetrag gilt daher natürlich auch für Ihre Frau - auch wenn diese nicht arbeitet. Die Höhe des Freibetrages wäre dann 2 x 8004 Euro, also 16.008 Euro.
eichweber fragte am 23.10.2011 um 10:11:57
guten tag, ich bin in steuerklasse 1, ledig, keine kinder. muß ich eine einkommenssteuererklärung abgeben? dank und gruß, u.e.
Redaktion antwortete am 23.10.2011 um 11:45:43
Sie müssen keine Steuererklärung abgeben. Ausnahme: Sie haben bereits einmal eine Steuererklärung abgegeben, dann müssen Sie dies auch in allen Folgejahren tun. Dies gilt übrigens nur für Steuerklasse 1.
Steinhäuser, Ingeborg fragte am 22.09.2011 um 10:14:30
Ab welcher Bruttorente muss ich eine Einkommenssteuererklärung abgeben, wenn ich über keinerlei weitere Einkünfte und über keine Spareinlage verfüge und dazu 80% schwerbeschädigt mit den Buchstaben G und B bin? Danke
Redaktion antwortete am 22.09.2011 um 11:34:37
Bei 80 % Schwerbeschädigung stehen Ihnen 2011 zusätzlich zum Grundfreibetrag von 8.004 Euro ein Pauschbetrag von 1.060 Euro sowie natürlich der Sparerpauschbetrag von 801 Euro sowie die Sonderabgabenpauschale von 36 Euro zur Verfügung. Ab einer Bruttorente von 8.004 + 1.060 = 9.064 Euro müssten Sie also eine Steuererklärung abgeben.
Alexander fragte am 15.08.2011 um 13:14:23
Hallo Ist der Grundfreibetrag von z.Zt. 8 004 Euro im Jahr so zu verstehen, dass bei Altersrenten (gesetzliche und Betriebsrenten) zunächst die Rentenfreibeträge von in diesem Jahr bei gesetzlichen Renten 38 prozent (62 Prozent der Rente steuerpflichtig) sowie die versorgungsfreibeträge bei Betriebsrenten abgezogen werden und dann vom "Rest" auch noch der Grundfreibetrag von 8 004 Euro abgezogen wird? Dass also nur noch der Restbetrag nach Abzug des Grundfreibetrages von 8 004 Euro versteurt wird ? Wäre dankbar für Info. Freundliche Grüsse Alexander v.W.
Redaktion antwortete am 15.08.2011 um 15:48:32
So ist es. Erst werden die Freibeträge bei den Renten abgezogen und dann greift der Grundfreibetrag.
Roland Sommer fragte am 4.02.2011 um 15:21:39
Hallo, können Sie mir bitte genau deffinieren was ein steuerlicher Grundfreibetrag ist. Ich komme da einfach nicht zurecht, geht es um meine Rentengehalt oder wie wird der berechnet. Mit freundlichen Grüßen R. Sommer
Redaktion antwortete am 4.02.2011 um 20:42:18
Der steuerliche Grundfreibetrag bezieht sich auf das Einkommen des Steuerpflichtigen. Für 2011 beträgt er 8.004 Euro. Solange das Jahresbruttoeinkommen also 8.004 Euro nicht übersteigt, wird keine Einkommensteuer fällig. Daher der Begriff des steuerlichen Grundfreibetrages.

References: § 72
 § 3

§ 3
 § 22
 § 3
 § 22
 § 32