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Timestamp: 2019-10-21 02:16:30+00:00

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Fischer/Pahlke/Wachter, ErbStG § 28 Stundung / 5.1 Stundungsvoraussetzungen | Steuer Office Gold | Steuern | Haufe
Nach Aufgabe der Selbstnutzung des erworbenen Ein- oder Zweifamilienhauses bzw. Wohneigentums entfallen zwar die Voraussetzungen für eine entsprechende Stundung, womit nach § 28 Abs. 3 S. 2 ErbStG diese insoweit automatisch endet. Nach § 28 Abs. 3 S. 3 ErbStG ist jedoch eine "Anschlussstundung" nach § 28 Abs. 3 S. 1 ErbStG zu gewähren, wenn insoweit die Voraussetzungen vorliegen – d. h. der Erwerber das Ein- oder Zweifamilienhaus nach Aufgabe der Selbstnutzung zu Wohnzwecken vermietet. Endet die Selbstnutzung durch eine Veräußerung des nach § 28 Abs. 3 S. 2 ErbStG begünstigten Vermögens, entfällt das Bedürfnis für eine weitere Stundung, da nunmehr Kapital für die Begleichung der Steuerschuld vorhanden ist.
Eine Stundung nach § 28 Abs. 3 ErbStG setzt neben dem Erwerb begünstigter Wohnobjekte zudem nach § 28 Abs. 3 S. 1 ErbStG voraus, dass der Erwerber die verwirklichte Erbschaft- bzw. Schenkungsteuer lediglich durch eine Veräußerung dieses Vermögens aufbringen kann. Dies ist letztlich nur der Fall, wenn der Erwerber außer dem begünstigten Vermögen kein weiteres Vermögen erhalten hat und die Steuer auch nicht aus eigenem Vermögen aufbringen kann. Zudem muss der Erwerber auch die Möglichkeit einer Kreditaufnahme ausschöpfen, wobei diesem auch die Beweislast obliegt, dass er die Steuer nur durch die Veräußerung des erworbenen Vermögens aufbringen kann. Eine Stundung ist nach dem Willen des Gesetzgebers ferner ausgeschlossen, wenn im Fall einer Schenkung unter Lebenden der Schenker zur Zahlung herangezogen werden kann, weil er sich entweder zur Übernahme der Schenkungsteuer i. S. d. § 10 Abs. 2 ErbStG verpflichtet hat oder als Gesamtschuldner nach § 20 Abs. 1 S. 1 ErbStG in Anspruch genommen werden kann. Diese relativ hohe Hürde des zwangsweisen Notverkaufs beschränkt in der Praxis den tatsächlichen Anwendungsbereich einer Stundung nach § 28 Abs. 3 ErbStG auf einige wenige Ausnahmefälle. Schließlich ist dem Erwerber nach Ansicht der FinVerw. auch zuzumuten, die gestundete Steuer aus den Vermietungs- oder sonstigen Einnahmen kontinuierlich zu tilgen.

References: § 28
 § 28
 § 28
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 § 28
 § 28
 § 28
 § 10
 § 20
 § 28