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Timestamp: 2019-09-15 05:38:28+00:00

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§ 233 ZPO: Wiedereinsetzung in den vorigen Stand
BGH, BESCHLUSS vom 4.4.2016, Az. V ZB 126/15 -7- offenbleiben, ob eine Ergänzung der Rechtsbeschwerdebegründung im Sinne einer teilweise “Nachholung” derselben, der Sache nach verbunden mit dem Begehren auf (teilweise) Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen (teilweiser) Versäumung der Rechtsbeschwerdebegründungsfrist (§ 233 ZPO), hätte Beachtung finden müssen (ablehnend BGH, Urteil vom 13. Februar 1997 - Ill ZR 285/95, NJW 1997, 1309, 1310; MüKo/Krüger, ZPO, 5. Aufl., § 551 Rn. 20), was allerdings dann naheliegt, wenn - wie hier - die inhaltliche Unvollständigkeit einer an sich fristgerecht eingereichten Rechtsmittelbegründung auf einem Fehler im gerichtsinternen Bereich beruht.
BGH, BESCHLUSS vom 4.4.2016, Az. IX ZA 33/15 nach § 233 ZPO liegen im Streitfall aber nicht vor, weil der Schuldner anwaltlich vertreten war (vgl. BGH, Beschluss vom 23. Juni 2010 -XII ZB 82/10, MDR 2010, 1073, 1074).
BGH, BESCHLUSS vom 4.2.2016, Az. III ZB 11/16 2	Unabhängig von der Frage, ob die Rechtsbeschwerde bereits unzulässig wäre, weil sie nicht mehr fristgerecht eingelegt und dem Kläger insoweit auch keine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand (§ 233 ZPO) gewährt werden könnte, da er seinem Prozesskostenhilfeantrag vom 5. Februar 2016 keine aktuelle Erklärung über die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse beigefügt hat (§ 117 Abs. 2 und 4 ZPO; vgl. etwa BGH, Beschluss vom 8. Mai 2013 -1 ZA 12/12, BeckRS 2013, 09521 Rn. 2 mwN), wäre sie jedenfalls unbegründet.
BGH, BESCHLUSS vom 5.0.2016, Az. I-ZB 41/15 Rechtsmittelfristen werden nur schuldlos im Sinne von § 233 ZPO versäumt, wenn eine Partei sich wegen ihrer Mittellosigkeit außerstande sieht, einen Rechtsanwalt mit der Einlegung oder Begründung des Rechtsmittels zu beauftragen (vgl. BGH, Beschluss vom 24. Juni 1999 - V ZB 19/99, NJW 1999, 3271; BGH, NJW-RR 2012, 757 Rn. 9).
BGH, BESCHLUSS vom 4.6.2014, Az. III ZB 4/14 Ein mangelndes Verschulden an der Fristversäumnis (§ 233 ZPO) setzt voraus, dass die Prozesspartei, die vor Ablauf der Rechtsmittelfrist lediglich Prozesskostenhilfe beantragt hatte, vernünftigerweise nicht mit einer Verweigerung der Prozesskostenhilfe mangels Bedürftigkeit rechnen musste (Senat, Beschluss vom 10. April 2014 - III ZA 8/14, BeckRS 2014, 10056 Rn. 2; BGH, Beschluss vom 11. Juni 2008 - XII ZB 184/05, NJW-RR 2008, 1313 Rn. 26; Zöller/Greger, ZPO, 30. Aufl., § 233 Rn. 23 Stichwort 'Prozesskostenhilfe').
BGH, BESCHLUSS vom 2.6.2014, Az. VI ZB 15/14 In der Rechtsprechung ist deshalb anerkannt, dass bei fehlender Unterzeichnung der bei Gericht fristgerecht eingereichten Rechtsmittel-(Begründungs-)schrift Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gewährt werden kann, wenn der Prozessbevollmächtigte sein Büropersonal allgemein angewiesen hatte, sämtliche ausgehenden Schriftsätze vor der Absendung auf das Vorhandensein der Unterschrift zu überprüfen (vgl. Senatsbeschluss vom 14. Oktober 2008 -VI ZB 37/08, VersR 2009, 699 Rn. 7; BGH, Urteil vom 6. Dezember 1995 -VIII ZR 12/95, VersR 1996, 910, 911; BGH, Beschlüsse vom 30. Oktober 1974 -VIII ZR 30/74 = VersR 1975, 135 unter II 1; vom 12. Dezember 1984 - IVb ZB 103/84, VersR 1985, 285, 286; vom 23. Oktober 1986 - VII ZB 8/86, VersR 1987, 383, 384; vom 27. September 1994 - XI ZB 9/94, VersR 1995, 479, 480; vom 15. Februar 2006 -XIIZB 215/05, VersR 2007, 375 Rn. 9 und vom 1. Juni 2006 - III ZB 134/05, VersR 2007, 1101; BAG, NJW 1966, 799; BAG, AP, §233 ZPO Nr. 66; siehe auch Zöller/ Greger, ZPO, 30. Aufl., § 233 Rn. 22).
BGH, BESCHLUSS vom 4.2.2014, Az. IX ZB 47/13 5	a) Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs kann bei fristgerechter Einreichung einer nicht Unterzeichneten Rechtsmittelbegründung Wiedereinsetzung in den vorigen Stand (§ 233 ZPO) gewährt werden, wenn der Prozessbevollmächtigte sein Büropersonal allgemein angewiesen hatte, sämtliche ausgehende Schriftsätze vor der Absendung auf das Vorhandensein der Unterschrift zu überprüfen (BGH, Beschluss vom 5. März 2003 -VIII ZB 134/02, NJW-RR 2003, 1366; vom 7. Juli 2011 - IX ZR 190/09, nv, Rn. 1; vom 17. Oktober 2011 - LwZB 2/11, NJW 2012, 856 Rn. 12).
BGH, BESCHLUSS vom 2.10.2013, Az. VI ZB 4/13 Denn Verschuldensmaßstab im Rahmen des § 233 ZPO ist nicht die äußerste oder größtmögliche Sorgfalt, sondern die von einem ordentlichen Rechtsanwalt zu fordernde übliche Sorgfalt (vgl. BGH, Beschluss vom 17. August 2011 -1 ZB 21/11, NJW-RR 2012, 122 Rn. 12).
BGH, BESCHLUSS vom 4.9.2013, Az. IX ZB 229/11 schwert ist, kann das so zustande gekommene Ergebnis aus Gründen der übermäßigen Erschwerung des Zugangs zu dem Gericht nicht hingenommen werden und es muss ungeachtet des Fehlens einer Notfrist eine Wiedereinsetzung analog § 233 ZPO erfolgen (vgl. zu anderen Fällen der möglichen entsprechenden Anwendung LG Dresden, ZlnsO 2008, 48; MünchKomm-ZPO/Gehrlein, aaO, Rn. 14 ff; Musielak/Grandel, aaO; Zöller/Greger, aaO Rn. 7; MünchKomm-InsO/Ganter/Lohmann, aaO, § 4 Rn. 51; Pape/Uhländer/Rost, InsO, §4 Rn. 22 f; Pape in Kübler/Prütting/Bork, InsO, 2005, § 20 Rn. 97).
BGH, BESCHLUSS vom 2.8.2013, Az. XI ZR 124/11 Die Voraussetzungen für die Gewährung einer Wiedereinsetzung in die versäumte Beschwerdebegründungsfrist (§ 233 ZPO), die das Nachschieben von Zulassungsgründen im Einzelfall ermöglichen kann (BGH, Beschluss
BGH, URTEIL vom 4.0.2013, Az. III ZR 168/12 13	a)	Zutreffend	ist	die Annahme des Berufungsgerichts, dass die Versäu- mung der Begründungsfrist durch den Beklagten entschuldbar im Sinne von § 233 ZPO ist, weil sie durch die fehlerhaften Hinweise des Berufungsgerichts auf die Unterbrechung des Verfahrens gemäß § 244 ZPO verursacht wurde (vgl. zu dem Gerichtsfehler als Ursache für die Fristversäumung BGH, Beschluss vom 16. Oktober 2003 -IXZB 36/03, WM 2003, 2478, 2479; MünchKomm-ZPO/Gehrlein, 4. Aufl., § 233 Rn. 48).
BGH, BESCHLUSS vom 3.1.2012, Az. XII ZB 462/11 Denn Rechtsmittelfristen werden nur dann schuldlos im Sinne von § 233 ZPO versäumt, wenn eine Partei sich wegen ihrer Mittellosigkeit außerstande sieht, einen Rechtsanwalt mit der Einlegung oder Begründung eines Rechtsmittels zu beauftragen (vgl. BGH Beschluss vom 24. Juni 1999 - VZB 19/99- NJW 1999, 3271 mwN).
LAG Köln, Urteil vom 2.10.2011, Az. 11 Sa 1410/09 Daran hat sich durch den Erlass der PUDLV nichts geändert (vgl.: z. B.: BGH Beschluss vom 20.05.2009 – IV ZB 2/08 -; BPatG München, 26 W (pat) 79/10; Zöller/Greger, 27. Auflage, § 233 ZPO Rdn. 23 'Postverkehr' jew.
LAG Köln, Urteil vom 2.10.2011, Az. 11 Sa 1410/09 Ohne konkrete Anhaltspunkte muss ein Rechtsmittelführer deshalb nicht mit Postlaufzeiten rechnen, die die ernsthafte Gefahr der Fristversäumung begründen (vgl.: z.B.: BGH Beschl. v. 20.05.2009 - IV ZB 2/08 -; BPatG München, 26 W (pat) 79/10; Zöller/Greger, 27. Auflage, § 233 ZPO Rdn. 23 'Postverkehr' jew.
BGH, BESCHLUSS vom 3.7.2011, Az. 1 ZB 21/11 Verschuldensmaßstab ist dabei nicht mehr wie unter der Geltung des auf unabwendbare Zufälle abstellenden § 233 Abs. 1 ZPO aF die äußerste und größtmögliche Sorgfalt, sondern die von einem ordentlichen Rechtsanwalt zu fordernde übliche Sorgfalt (vgl. BGH, Beschluss vom 5. Februar 1992 - XII ZB 92/91, NJW 1992, 2488, 2489; Beschluss vom 31. März 2010 - XII ZB 166/09, FamRZ 2010, 879 Rn. 15; Zöller/ Vollkommer aaO § 85 Rn. 13; Musielak/Weth aaO § 85 Rn. 18, jeweils mwN).
BGH, BESCHLUSS vom 3.3.2011, Az. IX ZB 92/11 Wiedereinsetzung in diese Frist (§ 233 ZPO) könnte dem Schuldner nicht gewährt werden, weil er den Antrag auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe erst nach Fristablauf gestellt hat (vgl. BGH, Beschluss vom 13. Februar 2008 -XII ZB 151/07, NJW-RR 2008, 942 Rn. 19; vom 11. Juni 2008 -XII ZB 184/05, NJW-RR 2008, 1313 Rn. 24; vom 19. Januar 2011 - IX ZA 2/11, n.v., st. Rspr.).
LAG Düsseldorf, Urteil vom 5.1.2011, Az. 9 Sa 258/10 Der Begriff entspricht im Wesentlichen dem unabwendbaren Zufall i.S.d.§ 233 Abs. 1 ZPO a.F. (BAG, 07.11.2002 - 2 AZR 297/01 - NJW 1993, 2849).
BGH, BESCHLUSS vom 3.0.2011, Az. IX ZA 2/11 Die Fristversäumnis durch eine mittellose Partei ist jedoch nur dann unverschuldet (§ 233 ZPO), wenn diese innerhalb der laufenden Frist ein Prozesskostenhilfegesuch bei Gericht eingereicht und alles in ihren Kräften Stehende getan hat, damit ü-ber diesen Antrag ohne Verzögerung entschieden werden kann (BGH, Beschluss vom 13. Februar 2008 - XII ZB 151/07, NJW-RR 2008, 942 Rn. 10; vom 11. Juni 2008 -XII ZB 184/05, NJW-RR 2008, 1313 Rn. 24 ff; st.Rspr.).
BGH, BESCHLUSS vom 2.0.2011, Az. VIII ZB 44/10 Bloße Zweifel an der Funktionstüchtigkeit des Empfangsgerätes können ihn insoweit nicht im Sinne von § 233 ZPO entlasten (BVerfG, aaO).
BGH, BESCHLUSS vom 2.10.2010, Az. VIII ZB 55/10 Denn Rechtsmittelfristen werden nur dann schuldlos im Sinne von § 233 ZPO versäumt, wenn eine Partei sich wegen ihrer Mittellosigkeit außerstande sieht, einen Rechtsanwalt mit der Einlegung und Begründung eines Rechtsmittels zu beauftragen (vgl. BGH, Beschluss vom 24. Juni 1999 - V ZB 19/99, aaO unter II 3 b aa, mwN).
LAG Hamm, Beschluss vom 3.8.2010, Az. 14 Ta 318/10 Auch von einer juristisch nicht geschulten Partei kann die rechtzeitige Erkundigung über eine Frist und sonstige gesetzliche Erfordernisse ohne gerichtlichen Hinweis erwartet werden (vgl. BGH, 19. März 1997; XII ZB 139/96, NJW 1997, 1989; Zöller/Greger, aaO, §233 ZPO Rdnr. 23 - Rechtsirrtum).
OLG Bamberg, Beschluss vom 2.2.2010, Az. 4 U 138/09 Die Voraussetzungen für eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gemäß § 233 ZPO sind nicht erfüllt, weil die Versäumung der hier maßgebenden Notfrist von zwei Wochen entsprechend § 321a II, 2 ZPO (für eine sog. Gegenvorstellung vgl. BGHZ 150,133 und zuletzt BGH, Beschluss vom 15.07.2009 – IV ZB 17/09 –) auf einem Verschulden des Prozessbevollmächtigten der Klägerin beruht, dass nach § 85 II ZPO einem eigenen Verschulden der Partei gleichsteht.
BGH, URTEIL vom 3.0.2009, Az. VIII ZR 107/08 16	Eine Parallele zu den prozessualen Grundsätzen der Wiedereinsetzung in den vorigen Stand (§ 233 ZPO) kommt nicht in Betracht (so aber LG Potsdam, aaO; LG Berlin (Zivilkammer 62), aaO).
BGH, URTEIL vom 3.0.2009, Az. VIII ZR 107/08 Für die im Rahmen von § 233 ZPO zu prüfende Frage, ob eine Partei ohne ihr Verschulden gehindert war, eine Frist einzuhalten, gilt zwar der vom Bundesverfassungsgericht auf der Grundlage des Art. 103 Abs. 1 GG entwickelte Grundsatz, dass dem Bürger eine Verzögerung oder ein Unterbleiben der Briefbeförderung durch die Post nicht als Verschulden angerechnet werden dürfen (BVerfGE 50, 1, 3; BVerfG, NJW 1992, 38).
BGH, BESCHLUSS vom 4.0.2009, Az. V ZA 14/08 Somit liegen die Voraussetzungen für eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gegen die Versäumung der Rechtsmittelfrist (§ 233 ZPO) nicht vor (BGH, Beschl. v. 6. Juli 2006, IX ZA 10/06, FamRZ 2006, 1522 f.).
LAG Hamm, Urteil vom 4.1.2007, Az. 17 Sa 1621/06 Der Rechtsanwalt hat das für die Tätigkeit eingesetzte Personal mit der gebotenen Sorgfalt auszuwählen, anzuleiten und zu überwachen (vgl. Zöller/Greger, a.a.O., § 233 ZP Rdnr. 23, Büropersonal und –organisation; LAG Hamm, Urteil vom 18.12.1997 – 16 Sa 968/97 – LAGE § 233 ZPO Nr. 25; Urteil vom 02.12.1999 – 4 Sa 1254/99 – NZA-RR 2000, 551).
LAG Hamm, Urteil vom 4.1.2007, Az. 17 Sa 1621/06 Nach Erteilung klarer Anweisungen, deren Erledigung keine besonderen Schwierigkeiten erkennen lässt, braucht der Prozessbevollmächtigte grundsätzlich nicht nachzufragen, ob seine Anweisung ausgeführt ist (vgl. BGH, Beschluss vom 27.11.1999 - VI ZB 22/90 - NJW 1991, 1179; Beschluss vom 02.11.1995 - VII ZB 12/95 -VersR 1996, 779; Beschluss vom 23.04.1997 - VII ZB 56/97 - FamRZ 1997, 997; BVerfG, Beschluss vom 16.08.1994 - 2 BvR 2813/93 - NJW 1995, 249; Zöller/Greger, a.a.O., § 233 ZPO Rdnr. 23, Büropersonal und –organisation).
LAG Köln, Urteil vom 5.8.2006, Az. 4 Sa 365/06 Ist nämlich die Rechtslage zweifelhaft, so muss ein Rechtsanwalt vorsorglich so handeln, wie es bei einer für seine Partei ungünstigen Entscheidung des Zweifels zur Wahrung seiner Belange notwendig ist (BGHZ 8, 47; Zöller/Greger § 233 ZPO Rn. 23 Stichwort: Rechtsirrtum).
LAG Düsseldorf, Urteil vom 3.6.2005, Az. 2 Ca 2444/04 29a) Wird ein computerisierter Fristenkalender geführt, bedarf es nicht zusätzlich eines herkömmlichen Fristenkalenders in Papierform (BGH, Beschluss vom 10.10.1996 AP Nr. 50 zu § 233 ZPO 1977, Zöller/Greger, ZPO, 25. Aufl., § 233 Rz. 23).
BGH, BESCHLUSS vom 4.2.2005, Az. IX ZB 269/03 Für den Anwalt gelten jedenfalls, wie bei § 233 ZPO, objektive Sorgfaltsmaßstäbe (BGH, Urt. v. 22. November 1984 - VII ZR 160/84, NJW 1985, 1710, 1711; Musielak/Grandel, ZPO 4. Aufl. § 233 Rn. 4).
LAG Düsseldorf, Urteil vom 2.1.2004, Az. 8 Sa 1806/03 49Der VIII. Senat des BGH (a. a. O.) weist jedoch zu dem einen zu Recht darauf hin, dass die letztere Auffassung im Zusammenhang mit der wirksamen Ausgangskontrolle durch einen Rechtsanwalt (§ 233 ZPO) vertreten worden ist und sich deshalb nicht auf die Anforderungen an einen Zugangsnachweis bezieht.
BVerfG, Urteil vom 4.0.2004, Az. 2 BvR 51/05 Unter höherer Gewalt ist danach ein Ereignis zu verstehen, das unter den gegebenen Umständen auch durch die größte nach den Umständen des gegebenen Falles vernünftigerweise von dem Betroffenen unter Anlegung subjektiver Maßstäbe - also unter Berücksichtigung seiner Lage, Erfahrung und Bildung - zu erwartende und zu demutbare Sorgfalt nicht abgewendet werden konnte (vgl. BVerwGE 105, 288 <300>; BVerwG, Beschluss vom 11. Oktober 1988 - 8 B 118/88 -, JURIS; BVerwG, Urteil vom 23. April 1985 - 9 C 7.85 - InfAuslR 1985, S. 278 <280 f.>; Baumbach/Lauterbach, Zivilprozessordnung, Band 1, 33. Auflage 1975, § 233 ZPO, S. 459; zur Notwendigkeit einer verfassungskonformen Auslegung des Begriffs der höheren Gewalt vgl. BVerfGE 71, 305 <348>).
LAG Hamm, Urteil vom 2.6.2003, Az. 19 Sa 501/03 Einer Partei, die, wie der Kläger, innerhalb der Rechtsmittelfrist einen ordnungsgemäßen Prozesskostenhilfeantrag gestellt hat, ist nach der Entscheidung hierüber auf Antrag regelmäßig Wiedereinsetzung zu gewähren, da die Partei dann ohne ihr Verschulden im Sinne des § 233 ZPO gehindert war, die Frist einzuhalten (ständige Rechtsprechung des BGH, vgl. nur Beschluss v. 24.05.2000 - III ZB 8/00 -, VersR 2001, 480 f. m. w. N.).
BGH, BESCHLUSS vom 3.1.2003, Az. XII ZR 232/02 Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist einer Partei, die vor Ablauf der Rechtsmittelfrist zur Durchführung des Rechtsmittels Prozeßkostenhilfe (PKH) beantragt hat, nach Ablehnung ihres PKH-Gesuches wegen der Versäumung der Rechtsmittelfrist Wiedereinsetzung nach § 233 ZPO zu gewähren, wenn sie vernünftigerweise nicht mit der Verweigerung der PKH wegen fehlender Bedürftigkeit rechnen mußte, sich also für arm halten und davon ausgehen durfte, die wirtschaftlichen Voraussetzungen für die Gewährung von PKH dargetan zu haben (Senatsbeschluß vom 27. November 1996 - XII ZB 84/96 - FamRZ 1997, 546, 547; BGH Beschlüsse vom 4. Juli 2002 - IX ZB 221/02- NJW 2002, 2793 f. und vom 15. Mai 1990 - XI ZB 1/90 - BGHR § 233 ZPO Prozeßkostenhilfegesuch 2; alle mit ausführlichen w.N.).
LAG Hamm, Urteil vom 4.11.2002, Az. 11 Sa 757/02 32In der Rechtsprechung des BAG und des BGH ist seit langem anerkannt, dass der Rechtsanwalt die Feststellung und Berechnung einfacher und üblicher prozessualer Fristen auf gut geschultes und sorgfältig überwachtes Büropersonal übertragen kann, wenn er durch geeignete organisatorische Maßnahmen dafür sorgt, dass Fristversäumnisse möglichst vermieden werden (BAG Urt. v. 20.06.1995 AP Nr. 42 zu § 233 ZPO 1977; BGH AP Nr.48 zu § 233 ZPO 1977 = NJW 1996, 1349; BGH NJW 1991, 2082; Zöller-Greger, ZPO 23. Aufl. 2002, § 233 Rdz 23 'Fristenbehandlung').
LAG Hamm, Urteil vom 4.11.2002, Az. 11 Sa 757/02 Ebenso wie der Anwalt Vorkehrungen dagegen zu treffen hat, dass seine Angestellten eine von ihm selbst eingetragene Frist eigenmächtig und ohne Rücksprache abändern (BGH AP Nr.48 zu § 233 ZPO 1977 = NJW 1996, 1349), muss der Anwalt erst recht verhindern, dass die Angestellten von den anwaltlich angeordneten allgemeinen Grundsätzen der Fristberechnung eigenmächtig und ohne Rücksprache mit dem Anwalt abweichen.
BGH, BESCHLUSS vom 4.10.2002, Az. IX ZR 112/02 Eine (bisher) nicht beantragte Wiedereinsetzung in die Begründungsfrist könnte nach § 233 ZPO nicht gewährt werden, weil die Versäumung der Frist nicht auf der Mittellosigkeit des Klägers beruht, sondern auf der verspäteten Einreichung seiner nach § 117 Nr. 2, 4 ZPO erforderlichen Erklärung über die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse (vgl. BGHZ 148, 66; BGH, Beschl. v. 4. Juli 2002 - IX ZB 221/02, NJW 2002, 2793).
BVerfG, Urteil vom 4.0.2001, Az. 1 BvR 1009/01 Der Rechtsanwalt muss allerdings durch eine allgemeine Anweisung Vorsorge dafür getroffen haben, dass bei normalem Lauf der Dinge Fristversäumnisse wegen fehlender Unterschrift vermieden werden (vgl. BGH, Urteil vom 6. Dezember 1995 - VIII ZR 12/95 -, NJW 1996, S. 998 m.w.N.;BAG, Beschluss vom 12. Januar 1966 - 1 AZB 32/65 -, NJW 1966, S. 799 sowie BAG, Urteil vom 18. Februar 1974 - 5 AZR 578/73 -, AP Nr. 66 zu § 233 ZPO).
BGH, BESCHLUSS vom 4.10.1999, Az. III ZR 87/99 Das ist als Regel - mit freilich nicht wenigen Ausnahmen bei besonderen Verfahrenslagen - in der Rechtsprechung der Strafsenate des Bundesgerichtshofs auch für das Strafverfahrensrecht anerkannt (vgl. BGHSt 1, 44, 46 f.; 14, 330, 332 f.; 31, 161; Beschluß vom 7. September 1993 -5 StR 162/93- wistra 1993, 347; vom 25. April 1996 -1 StR 6/96 - NStZ-RR 1996, 233, 234; vom 3. Dezember 1997-3 StR 514/97 - BGHR StPO § 44 Verfahrensrüge 12) und basiert - neben dem Wortlaut der §§ 233 ZPO, 44 StPO (Versäumung der Frist, nicht einzelner Prozeßhandlungen; vgl. RGZ 121, 5, 6) - auf dem Gedanken, das Institut der Wiedereinsetzung in den vorigen Stand sei nicht dazu bestimmt, die inhaltliche Unvollständigkeit einer an sich fristgerecht eingelegten Rechtsmittelbegründung durch Nachschieben von Rügen zu heilen (Senatsurteil vom 13. Februar 1997 aaO; BAG NJW 1962, 2030; BVerwGE 28, 18, 21 f.).
BGH, URTEIL vom 4.10.1998, Az. IX ZR 152/98 Dafür reicht die übliche, von einem ordentlichen Rechtsanwalt zu fordernde Sorgfalt aus (vgl. BGH, Beschl. v. 17. Februar 1982 - IVa ZB 19/81, VersR 1982, 495; v. 2. Dezember 1987 - IVa ZB 17/87, NJW-RR 1988, 508, jeweils zu der entsprechenden Neuregelung des § 233 ZPO durch die Vereinfachungsnovelle).
BGH, URTEIL vom 4.10.1998, Az. IX ZR 152/98 Mit einem Verkehrshindernis, das nach seiner Behauptung unvorhersehbar war, brauchte der Beklagte nicht zu rechnen, so daß er dann - entgegen der Ansicht des Berufungsgerichts - keine Reservezeit einplanen mußte (vgl. BGH, Beschl. v. 2. Februar 1989 - I ZB 19/88, NJW 1989, 2393; v. 23. April 1998 - I ZB 2/98, NJW 1998, 2677, 2678, jeweils zu § 233 ZPO).
BGH, BESCHLUSS vom 3.10.1998, Az. XII ZR 262/98 Er war demgemäß von diesem Zeitpunkt an nicht mehr schuldlos verhindert, das Rechtsmittel einzulegen (§ 233 ZPO; vgl. Senatsbeschluß vom 13. Juli 1988 aaO), sondern war nunmehr gehalten, unter Einsatz eigener Mittel für die Einlegung der Revision unter fristgerechter Beantragung der Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gegen die Versäumung der Revisionsfrist Sorge zu tragen (vgl. Senatsbeschluß vom 14. November 1990 - XII ZR 141/90 = BGHR ZPO § 234 Abs. 2 Fristbeginn 4).
BGH, BESCHLUSS vom 2.11.1997, Az. VI ZB 48/97 Für diese Auffassung kann sich das Berufungsgericht auf die gefestigte Rechtsprechung des BGH stützen, wonach einer Partei, die Prozeßkostenhilfe zur Durchführung des Rechtsmittels beantragt hat, Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gegen die Versäumung der Rechtsmittelfrist nach § 233 ZPO nur gewährt werden kann, wenn sie rechtzeitig - nämlich vor Ablauf der Rechtsmittelfrist -nicht nur den Prozeßkostenhilfeantrag eingereicht, sondern auch die wirtschaftlichen Voraussetzungen für die Gewährung von Prozeßkostenhilfe dargetan hat (BGH, Beschlüsse vom 4. Mai 1994 - XII ZB 21/94 - NJW 1994, 2097, 2098 und vom 27. November 1996 - XII ZB 84/96 - VersR 1997, 383).
BVerfG, vom 3.4.1997, Az. 1 BvR 1138/97 a) Dieser Anspruch verbietet es den Gerichten, den Parteien den Zugang zu einer in der Verfahrensordnung eingeräumten Instanz in unzu demutbarer, aus Sachgründen nicht mehr zu rechtfertigender Weise zu erschweren (vgl. BVerfGE 41, 23 <25 f.>; 69, 381 <385>; Beschlüsse der 2. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts vom 27. September 1995 - 1 BvR 414/95 - und vom 1. August 1996 - 1 BvR 121/95 -, AP Nr. 47 zu § 233 ZPO 1977).
LAG Düsseldorf, Urteil vom 2.0.1997, Az. 3 Sa 1251/96 Nutzte der Beklagtenvertreter, wozu er grundsätzlich berechtigt war (BVerfG NJW 1987, 1191), die ihm eingeräumten prozessualen Fristen bis zu dem letzten Tag aus, so begründete dies allerdings in den Grenzen der Zumutbarkeit erhöhte Sorgfaltsan-forderungen (BVerfG AP Nr. 20 zu § 233 ZPO 1977; BGH NJW 1992, 244 m. w. N.).
BGH, BESCHLUSS vom 3.10.1996, Az. XII ZB 84/96 Einer Partei, die vor Ablauf der Rechtsmittelfrist zur Durchführung des Rechtsmittels Prozeßkostenhilfe beantragt hat, ist nach Ablehnung ihres Prozeßkostenhilfegesuchs wegen der Versäumung der Rechtsmittelfrist Wiedereinsetzung nach § 233 ZPO zu gewähren, wenn sie vernünftigerweise nicht mit der Verweigerung der Prozeßkostenhilfe wegen fehlender Bedürftigkeit rechnen mußte, sich also für arm halten und davon ausgehen durfte, die wirtschaftlichen Voraussetzungen für die Gewährung der Prozeßkostenhilfe dargetan zu haben (BGH, Beschluß vom 15. Mai 1990 - XI ZB 1/90 -BGHR ZPO § 233 PKH-Gesuch 2 = NJW-RR 1990, 1212).
BGH, BESCHLUSS vom 2.2.1996, Az. X ZB 2/96 In einem solchen Falle ist es nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes zwar nicht schuldhaft im Sinne von § 233 ZPO, wenn nicht die wirkliche, sondern eine hypothetische Berufungsbegründungsfrist eingetragen wird (BGH - 'Fristenkontrolle 33' aaO).
BGH, BESCHLUSS vom 2.1.1994, Az. XI ZB 1/94 6 zeitig einlegen kann (vgl. BGH, Beschluß vom 19. Dezember 1988 - II ZR 243/88, BGHR § 233 ZPO Rechtsmittelauftrag 5).
BGH, BESCHLUSS vom 3.11.1992, Az. VIII ZB 30/92 Es liegt hier nicht anders als bei der Frage einer schuldhaften Fristversäumung (§ 233 ZPO): Zwar darf dem Bürger oder seinem Prozeßbevollmächtigten eine Verzögerung bei der Post grundsätzlich nicht als Verschulden angerechnet werden, gleichviel, ob diese Verzögerung auf der Nachlässigkeit eines Bediensteten oder einer zeitweise besonders starken Beanspruchung der Leistungsfähigkeit der Post (z.B. vor Feiertagen) oder einer zeitweise verminderten Dienstleistung der Post (z.B. an Wochenenden) beruht (z.B. BVerfGE 53, 25, 28 f; 54, 80, 84; 62, 216, 221; 62, 334, 336; zuletzt BVerfG NJW 1992, 1952).
BGH, BESCHLUSS vom 2.1.1992, Az. VI ZB 49/91 Die Fristversäumung kann daher nur dann als unverschuldet angesehen werden, wenn sich die Partei zu dem einen berechtigterweise für bedürftig halten konnte (vgl. Senat, Beschluß vom 29.1.1985, aaO; BGH, Beschluß vom 25.3.1987 - IVb ZB 42/87 - BGHR § 233 ZPO Prozeßkostenhilfe 3), sie zu dem anderen nicht nur innerhalb der Rechtsmittelfrist (sei es auch kurz vor deren Ablauf, vgl. BGHZ 16, 1, 3? 38, 376,
BGH, BESCHLUSS vom 2.1.1992, Az. VI ZB 49/91 Zwar muß eine Partei, die um Prozeßkostenhilfe nachsucht, grundsätzlich ihre EinkommensVerhältnisse im Zeitpunkt der Antragstellung darlegen; es könnte nicht ausreichen, etwa auf einen Steuerbescheid zu verweisen, der einen mehrere Jahre zurückliegenden Zeitraum betrifft (vgl. BGH, Beschluß vom 6.12.1990 - VII ZB 15/90 - BGHR § 233 ZPO Prozeßkostenhilfegesuch 3).
BGH, BESCHLUSS vom 2.4.1990, Az. XI ZB 1/90 a) Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs, von der auch das Berufungsgericht ausgegangen ist, ist einer Partei nach Ablehnung eines Prozeßkostenhilfegesuchs Wiedereinsetzung gegen die Versäumung einer Rechtsmittelfrist gemäß § 233 ZPO zu gewähren, wenn sie vernünftigerweise nicht mit der Verweigerung der Prozeßkostenhilfe wegen fehlender Bedürftigkeit rechnen mußte, sich also für arm halten und davon ausgehen durfte, daß sie die wirtschaftlichen Voraussetzungen für die Gewährung der Prozeßkostenhilfe genügend dargetan habe (BGHZ 26, 99, 101; BGH, Beschluß vom 20. Juli 1984 - III ZR 107/84, VersR 1984, 989?
BGH, BESCHLUSS vom 3.4.1989, Az. VIII ZB 3/89 Im übrigen wäre der bloße Wille, das Rechtsmittel ohne Rücksicht auf die Entscheidung über den Prozeßkostenhilfeantrag durchführen zu wollen, ohne Bedeutung (vgl. BGH Beschluß vom 16. April 1952 - IV ZB 28/52 = LM § 233 ZPO Nr. 18; Wieczorek, ZPO, 2. Aufl. 1976, § 233 An. C I c 3).
BVerfG, Urteil vom 4.11.1988, Az. 1 BvR 660/89 Denn ein solcher Zusammenhang wird erst durch die vom Beschwerdeführer zwar verursachten, ihm aber vom Normzweck des § 233 ZPO her nicht zuzurechnenden (weiteren) Fehlleistungen der Post und des Landgerichts hergestellt (vgl. hierzu auch die Rechtsprechung des BGH <VersR 1974, S. 1001> und des BAG <AP Nrn. 54, 59 und 72 zu § 233 ZPO; AP Nr. 13 zu § 233 ZPO 1977>, die zutreffend ein Verschulden im Sinne des § 233 ZPO verneinen, wenn ein Fehler des die Wiedereinsetzung Beantragenden bei gewöhnlichem Verlauf der Dinge und pflichtgemäßem Handeln anderer Stellen ausgeglichen worden wäre, aber infolge eines für den Antragsteller unabwendbaren Zufalls unterblieben ist).
BGH, BESCHLUSS vom 4.9.1988, Az. V ZR 82/88 Im Falle der Ablehnung des Gesuchs um Bewilligung von Prozeßkostenhilfe ist eine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand (§ 233 ZPO) nur gerechtfertigt, wenn die Partei oder ihr Vertreter (§ 85 Abs. 2 ZPO) vernünftigerweise nicht mit der Ablehnung des Gesuchs wegen Verneinung der Armut rechnen mußte (BGH Beschl. v. 20. Juli 1984, III ZR 107/84, VersR 1984, 989 m.N.); sonst kann ihr Wiedereinsetzung nicht erteilt werden (BGHZ 26, 99, 101).
BGH, BESCHLUSS vom 2.9.1988, Az. VI ZB 12/88 Liegen dem Anwalt die Akten vor, so hat er sich entweder selbst um die Erledigung der Frist durch Fertigung der Berufungsbegründungsschrift zu kümmern (vgl. BGH, Beschluß vom 9. Juli 1957 - IV ZB 123/57 = LM Nr. 78 zu § 233 ZPO) oder aber, wenn von einem Vertreter Maßnahmen zur Wahrung der Frist zu treffen sind, sicherzustellen, daß auf dem Übermittlungsweg der zur Wahrung der Frist getroffenen Verfügung des Prozeßbevollmächtigten an den in der Anwaltskanzlei hierfür verantwort-
BGH, BESCHLUSS vom 2.5.1988, Az. VI ZB 14/88 dem Anwalt die Akten - wie hier - vor, so hat er sich bei Fristensachen entweder selbst unmittelbar um die Eintragung der Frist zu kümmern (vgl. BGH, Beschluß vom 9. Juli 1957 -	IV ZB 123/57 = LM Nr. 78 zu § 233 ZPO) oder aber sicherzustellen, daß - wenn er nur die Eintragung der Frist verfügt - auf dem Übermittlungsweg dieser Verfügung zu dem verantwortlichen Fristenbuchführer keine Fehlerquellen eröffnet sind (vgl. BGH, Beschluß vom 20. November 1980
BGH, BESCHLUSS vom 3.5.1988, Az. IVb ZB 68/88 9 durch Naturereignisse oder andere unabwendbare Zufälle vorsah, der erbetenen Fristnachsicht entgegengestanden; § 233 Abs. 1 ZPO in der bis zu dem Inkrafttreten der Vereinfachungs-novelle vom 3. Dezember 1976 (BGBl I 3281) geltenden Fassung verlangte die Anwendung der äußersten Sorgfalt (vgl. den bereits genannten Beschluß des BGH vom 15. November 1976).
BGH, URTEIL vom 2.9.1987, Az. VI ZR 43/87 Soweit in dieser Hinsicht vor der Neufassung des § 233 ZPO durch die Vereinfachungsnovelle vom 3. Dezember 1976 (BGBl. I 3281) nicht nur aufgrund besonderer Fallgestaltungenr sondern generell strengere Anforderungen gestellt worden sind (vgl. BGH, Beschlüsse vom 17. Januar 1962 - IV ZB 398/61 - VersR 1962, 326 und vom 7. Juli 1971 - VIII ZB 20/71 - VersR 1971, 961, 962), kann daran für die Zeit nach dem 1. Juli 1977 nicht festgehalten werden.
BGH, BESCHLUSS vom 5.6.1986, Az. V ZB 15/85 Die von § 233 ZPO für eine Wiedereinsetzung geforderte Voraussetzung, daß die Partei ohne ihr Verschulden an der Fristeinhaltung verhindert war, ist daher nicht dargetan (vgl. BGH Beschl. v. 21. Februar 1983, VersR 1983, 401).
BGH, URTEIL vom 4.3.1986, Az. IX ZR 195/85 Denn er hat nicht alle erforderlichen Schritte unternommen, die bei einem normalen Ablauf der Dinge mit Sicherheit dazu führen würden, daß die Berufungsfrist gewahrt werden kann (BGH LM § 233 ZPO Nr. 84).
BGH, BESCHLUSS vom 4.3.1986, Az. V ZB 17/85 3 mehreren Wochen dafür Sorge trägt, daß sie für ihren Prozc bevollmächtigten erreichbar bleibt (vgl. z.B. BGH Beschl. v. 1. Dezember 1978, I ZB 9/78, LM § 233 ZPO (I) Nr. 16; BGH Beschl. v. 7. März 1979, IV ZB 62/78, VersR 1979, 573 vgl. auch BGH Beschl. v. 10. Februar 1977, III ZB 3/76, VersR 1977, 433).
BGH, BESCHLUSS vom 4.1.1986, Az. 9 U 236/85 Damit war die Tätigkeit des erstinstanzlichen Prozeßbevollmächtigten beendet (BGH LM § 233 ZPO Nr. 20).
BGH, BESCHLUSS vom 4.1.1986, Az. in zb 15/85 Damit war hier die Tätigkeit des erstinstanzlichen Prozeßbevollmächtigten beendet (BGH LM § 233 ZPO Nr. 20).
BGH, BESCHLUSS vom 4.1.1986, Az. III ZB 21/85 Ist die Versäumung der Frist dann allein auf das Verschulden eines Anwaltsgehilfen zurückzuführen, so ist das für die Partei als unverschuldet im Sinne von § 233 ZPO anzusehen (BGH VersR 1982, 71 m.w.Nachw.).
BGH, BESCHLUSS vom 2.11.1985, Az. VI ZB 20/65 Das reicht aus, um die Fristversäumung im Sinne des § 233 Abs. 1 ZPO als unverschuldet erscheinen zu lassen (BGHZ 23, 291, 293» BGH, Beschluß vom 28. September 1972 - IV ZB 8/72 VersR 1973, 81, 82).
BGH, BESCHLUSS vom 3.4.1985, Az. IVb ZB 27/85 Derartige Maßnahmen wären nach den Maßstäben, die seit der ab 1. Juli 1977 geltenden Neufassung des § 233 ZPO an die Sorgfaltspflicht eines Rechtsanwalts anzulegen sind (vgl. dazu etwa BGH VersR 1982, 495), nur unter besonderen Umständen erforderlich gewesen, die aber aus der Sicht von Rechtsanwalt Sch.
BGH, BESCHLUSS vom 4.9.1984, Az. in zb 22/84 Jetzt läßt das Gesetz nach § 233 ZPO das Fehlen eines Verschuldens genügen Damit reicht es jetzt aus, wenn ein Prozeßbevollmächtigter die übliche, von einem Rechtsanwalt zu fordernde Sorg falt bei der Behandlung von Fristen anwendet (BGH VersR 1982, 495).
BGH, BESCHLUSS vom 5.6.1984, Az. in zr 106/84 Wird die Prozeßkostenhilfe wegen fehlender Armut versagt, so kann einer Partei nach § 233 ZPO die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gegen die Versäumung der Revisionsfrist nur dann bewilligt werden, wenn sie vernünftigerweise mit der Verweigerung nicht rechnen mußte, sich also für arm halten und davon ausgehen durfte, daß sie die wirtschaftlichen Voraussetzungen für die Gewährung der Prozeßkostenhilfe genügend dargetan habe (BGH NJW 1964, 868 und VersR 1971, 962).
BGH, BESCHLUSS vom 2.6.1984, Az. VI ZB 10/84 erteilte Mandat mit Übersendung des Urteils und Mitteilung über das Datum der Urteilszustellung an den Korrespondenzanwalt W. beendet war, oblag die Fristüberwachung allein diesem Rechtsanwalt (BGH, Beschlösse vom 2. Juli 1952 - IV ZB 48/52 -LM § 233 ZPO Nr. 20 und vom 30. April 1973 - VIII ZB 58/72 -VersR 1973, 665).
BGH, BESCHLUSS vom 2.10.1983, Az. VI zb 14/85 a) Es ist anerkannt, daß Wiedereinsetzung in den vorigen Stand nach § 233 ZPO auch dann gewährt werden kann, wenn zwar innerhalb der vom Gesetz vorgeschriebenen Fristen eine Berufungs- oder Berufungs-begründungsschrift bei Gericht eingeht, diese Jedoch infolge fehlender Unterschrift wegen Formmangels unwirksam ist (BGH Beschlüsse vom 2. Mai 1962 -
BGH, BESCHLUSS vom 2.9.1983, Az. VI ZB 11/83 Nachdem das Mandat des erstinstanzlichen Prozeßbevollmächtigten der Kläger mit der Übersendung des Urteils und der Mitteilung des Datums der Urteilszustellung an die Korrespondenzanwälte M. und W. beendet war, oblag die Fristüberwachung allein diesen Rechtsanwälten (vgl. BGH, Beschlüsse vom 2. Juli 1952 -IV ZB 48/52 - LM § 233 ZPO Nr. 20 und vom 30. April 1973 - VIII ZB 58/72 - VersR 1973, 665).
BGH, URTEIL vom 2.2.1983, Az. VI ZR 55/81 Andererseits konnte sogar der Hinweis, der Kläger habe auch die früheren Zustellungen nicht erhalten, zur Erlangung der Wiedereinsetzung besonders günstig sein (vgl. BGH, Beschluß vom 8. März 1957 - IV ZR 29/57 - LM § 233 ZPO Nr. 73).
BGH, URTEIL vom 3.10.1982, Az. IYb ZR 321/81 Der Begriff der höheren Gewalt entspricht im wesentlichen dem des unabwendbaren Zufalls in § 233 Abs. 2 ZPO a.F. Daraus, daß die Vorschrift geändert worden ist, kann entgegen der Auffassung der Revision kein Rückschluß auf die Auslegung des § 203 Abs. 2 BGB gezogen werden (BGHZ 81, 353t 355)* Höhere Gewalt liegt nur vor, wenn die Hinderung auf einem von außen wirkenden Ereignis beruht und auch durch die äußerste billigerweise zu erwartende Sorgfalt nicht vermieden werden konnte; schon das geringste eigene Verschulden schließt höhere Gewalt aus (s. BGHZ aaO).
BGH, URTEIL vom 5.4.1982, Az. V ZR 235/81 Die Neufassung des § 233 ZPO hat auf den Umfang der vom Prozeßbevollmächtigten zu beachtenden Sorgfaltspflichten keinen Einfluß (vgl. BGH, Beschl. v. 16. Januar 1980, aaO).
BGH, BESCHLUSS vom 4.9.1981, Az. III ZB 18/81 Ist die Versäumung der Frist dann allein auf das Verschulden eines Anwaltsgehilfen zurückzuführen, so ist das für die Partei als unverschuldet im Sinne des § 233 ZPO anzusehen (vgl. BGH NJW 1975, 1706).
BGH, BESCHLUSS vom 4.11.1980, Az. in zb 30/80 r Frist dann allein auf das Verschulden eines Anwaltsge-nilfen zurückzuführen, so ist das für die Partei als unverschuldet im Sinne des § 233 ZPO anzusehen (vgl.BGH NJY 1975, 1706).
BGH, URTEIL vom 4.10.1980, Az. IX ZR 102/77 Daher kann ihr Wiedereinsetzung in den vorigen Stand nur unter den Voraussetzungen des § 233 ZPO aF gewährt werden (BGH VersR 1978, 537).
BGH, BESCHLUSS vom 4.1.1980, Az. vii zb 15/79 Von einer Prozeßpartei, welche von einem ihr ungünstigen Urteil erfahren hat und mit dessen baldiger Zustellung rechr nen muß, muß verlangt werden, daß sie nicht unerreichbar und ohne vorsorgliche Weisung in Urlaub fährt (vgl. BGH Beschlüsse vom 1. Dezember 1979 - I ZB 9/78 « VersR 1979, 231 - und vom 7. März 1979 - IV ZB 162/78 = VersR 1979, 573; auch /nach § 233 ZPO a.F^7 Senatsentscheidung NJW 1974, 1384).
BGH, BESCHLUSS vom 5.9.1979, Az. ix zb 87/79 Dennoch muß ihr Wiedereinsetzung gewährt werden* Das Verschulden einer Partei oder das eines Parteivertreters, das die Partei sich an sich zurechnen lassen muß, schließt die Wiedereinsetzung dann nicht aus, wenn die Partei alle erforderlichen Schritte unternommen hat, die bei einem normalen Ablauf der Dinge mit Sicherheit dazu führen würden, daß die Frist gewahrt werden kann* Wird die Frist dennoch versäumt, weil ein für die Partei unabwendbares Ereignis den erstrebten Erfolg vereitelte, dann kann der Partei die Wiedereinsetzung erteilt werden* In einem solchen Fall ist im Sinne des § 233 ZPO nicht mehr das Verschulden der Partei oder ihres Vertreters als ursächlich für die Versäumung der Frist anzusehen, sondern das spätere, von der Partei nicht verschuldete Ereignis, das sich der Fristwahrung entgegengestellt hat (BGH LM ZPO § 233 Nr. 84).
BGH, BESCHLUSS vom 3.3.1977, Az. IV ZB 50/76 Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gegen die Versäumung der Berufungsfrist darf nach § 233 ZPO nur dann gewährt werden, wenn die Partei durch einen unabwendbaren Zufall an der Einhaltung der Frist verhindert worden ist« Das Berufungsgericht ist mit Recht davon ausgegangen, daß dies hier nicht der Fall ist, weil der Beklagte die ihm obliegende Verpflichtung zur Wahrung seiner Interessen schuldhaft verletzt hat« Dem Beklagten war bekannt, daß am 3* August 1973 in seiner Ehesache eine Entscheidung verkündet werden sollte« Er war daher verpflichtet, sich durch Anwesenheit in dem Verkündungstermin oder auf andere Weise Uber den Inhalt der ergangenen Entscheidung Kenntnis zu verschaffen (vgl. BGH NJW 1975, 926, 9275 BAG NJW 1971, 1479, 1480)« Hierzu bestand für ihn im vorliegenden Fall ganz besondere Veranlassung, weil ihm mitgeteilt worden war, daß ihn eine frühere Zustellung nicht erreicht hatte (vgl« BGH LM Nr« 73 zu § 233 ZPO) und er nach dem Verkündungstermin infolge seines Wohnungswechsels zunächst nur postlagernd und dann unter einer neuen Anschrift erreichbar war« Hätte der Beklagte diese Sorgfaltspflicht zur Wahrnehmung seiner eigenen Interessen beachtet, hätte die Versäumung der Berufungsfrist ohne weiteres vermieden werden können« Sie hätte ferner vermieden werden können, wenn der Beklagte, nachdem er zu Weihnachten 1975 von seiner Ehefrau erfahren hatte, daß ein Scheidungsurteil ergangen war, sich unverzüglich Uber die Erfordernisse der Form und Frist für ein einzulegendes Rechtsmittel informiert hätte« Hierzu war er verpflichtet, weil auch eine einfache und rechtsungewandte Partei bei Anwendung der von ihr zu verlangenden Sorgfalt nicht ver-
BGH, BESCHLUSS vom 3.3.1977, Az. IV ZB 50/76 Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gegen die Versäumung der Berufungsfrist darf nach § 233 ZPO nur dann gewährt werden, wenn die Partei durch einen unabwendbaren Zufall an der Einhaltung der Frist verhindert worden ist« Das Berufungsgericht ist mit Recht davon ausgegangen, daß dies hier nicht der Fall ist, weil der Beklagte die ihm obliegende Verpflichtung zur Wahrung seiner Interessen schuldhaft verletzt hat« Dem Beklagten war bekannt, daß am 3* August 1973 in seiner Ehesache eine Entscheidung verkündet werden sollte« Er war daher verpflichtet, sich durch Anwesenheit in dem Verkündungstermin oder auf andere Weise Uber den Inhalt der ergangenen Entscheidung Kenntnis zu verschaffen (vgl. BGH NJW 1975, 926, 9275 BAG NJW 1971, 1479, 1480)« Hierzu bestand für ihn im vorliegenden Fall ganz besondere Veranlassung, weil ihm mitgeteilt worden war, daß ihn eine frühere Zustellung nicht erreicht hatte (vgl« BGH LM Nr« 73 zu § 233 ZPO) und er nach dem Verkündungstermin infolge seines Wohnungswechsels zunächst nur postlagernd und dann unter einer neuen Anschrift erreichbar war« Hätte der Beklagte diese Sorgfaltspflicht zur Wahrnehmung seiner eigenen Interessen beachtet, hätte die Versäumung der Berufungsfrist ohne weiteres vermieden werden können« Sie hätte ferner vermieden werden können, wenn der Beklagte, nachdem er zu Weihnachten 1975 von seiner Ehefrau erfahren hatte, daß ein Scheidungsurteil ergangen war, sich unverzüglich Uber die Erfordernisse der Form und Frist für ein einzulegendes Rechtsmittel informiert hätte« Hierzu war er verpflichtet, weil auch eine einfache und rechtsungewandte Partei bei Anwendung der von ihr zu verlangenden Sorgfalt nicht ver- kennen kann, daß sie sich unverzüglich Rechtsrat holen muß, wenn sie von einem vor mehr als drei Monaten zu ihrem Nachteil ergangenen Urteil erfährt und es hierbei nicht bewenden lassen will (vgl. BGH LM Nr. 74 zu § 233 ZPO; BGH VersR 1971, 1176).
BGH, BESCHLUSS vom 4.9.1976, Az. vii zr 68/75 2. a) Der - hilfsweise gestellte - Antrag der Beklagten auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand wegen der Versäumung der Frist für die Anschlußrevision, über den somit befunden werden muß, ist statthaft (BGH Beschluß vom 22. November 1951 - III ZR 198/51 « LM Nr. 15 zu § 233 ZPO; Stein/Jonas/Grunsky, aaO, § 536 I 2).
BGH, BESCHLUSS vom 3.6.1976, Az. IV ZB 25/76 Die Pflicht, die Berufungsfrist zu wahren, oblag dem Korrespondenzanwalt des Klägers (BGH IM § 233 ZPO Nr. 20).
BGH, Urteil vom 4.6.1976, Az. III ZR 88/75 Ist die Versäumung der Frist dann allein auf das Verschulden eines Anwaltsgehilfen zurückzuführen, so ist das für die Partei als unabwendbarer Zufall im Sinne des § 233 ZPO anzusehen (vgl. BGH NJW 1975, 1706).
BGH, BESCHLUSS vom 3.0.1976, Az. IV ZB 14/75 Er genügt in der Regel seiner Sorgfaltspflicht, wenn er die erforderlichen Daten durch fernmündliche Anfrage bei der Geschäftsstelle feststellt oder durch eine zuverlässige Bürokraft feststellen läßt, wenn dabei Mißverständnisse vernünftigerweise nicht zu besorgen sind (BGH LM Nr. 84 und (Fe) Nr. 4 zu § 233 ZPO).
BGH, BESCHLUSS vom 4.10.1975, Az. in zb 17/75 Ist die Versäumung der Frist dann allein auf das Verschulden eines Anwaltsgehilfen zurückzuführen, so ist das für die Partei als unabwendbarer Zufall im Sin-ne des § 233 ZPO anzusehen (vgl. BGH in HJW 1975, 1706).
BGH, BESCHLUSS vom 3.9.1975, Az. IV ZB 31/75 Die zweite, beim Berufungsgericht am 8. März 1975 eingelegte Berufung hat die Berufungsfrist nicht gewahrt, weil Rechtsanwalt ZHH, der die Berufungsschrift unterzeichnet hat, beim Berufungsgericht nicht zugelassen war, die BerufungsSchrift somit nicht den gesetzlichen Formerfordernissen genügte (vgl. BGH Dl § 233	ZPO	Nr.	5).
BGH, BESCHLUSS vom 2.9.1974, Az. VI ZB 9/74 Wenn er mit einem Mißerfolg des Gesuchs nicht gerechnet hat, hat er nicht die gemäß § 233 Abs. 1 ZPO zu fordernde äußerste Sorgfalt walten lassen; dabei kommt es nicht auf die eigenen Erkenntnismöglichkeiten des Klägers an, denn er war durch einen Rechtsanwalt vertreten, dessen Versäumnisse er sich zurechnen lassen muß (vgl. BGH LM ZPO § 233 /Rb7 Nr. 1).
BGH, URTEIL vom 2.4.1974, Az. VI ZR 145/73 Es wird stets auf den Einzelfall ankommen, ob der angestellte Rechtsanwalt bloßer Hilfsarbeiter oder selbständig arbeitender Mitarbeiter des Prozeßbevollmächtigten ist, der sich - und damit auch die Partei -ein Verschulden dieses Mitarbeiters wie ein eigenes anrechnen lassen muß (BGH Urteil v. 19. Februar 1957 - VIII ZR 284/56 - LM § 233 ZPO Nr. 72).
BGH, BESCHLUSS vom 3.2.1973, Az. iv zb 8/73 Es wäre die Pflicht von Rechtsanwalt Dr. gewesen, den Tag der Zustel3.ung sofort und vor Rücksendung der Empfangsbescheinigving in den Handakten zu vermerken oder durch besondere Anweisung an einen unbedingt zuverlässigen Angestellten sicherzustelier, daß dies geschah (BGH LH § 233 ZPO Nr. 34 u.. 63; § 232 ZPO Nr. 21).
BGH, BESCHLUSS vom 3.2.1972, Az. iv zb 11/72 Ist ihm die am 28. Juli 1971 erfolgte Benachrichtigung, die die Niederlegung des Scheidungsurteils bei der Postanstalt betraf, nicht zugegangen und hat er deswegen die Berufungsfrist versäumt, so würde das einen Grund abgeben können, ihm nach § 233 ZPO die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gegen die Versäumung der Berufungsfrist zu gewähren (BGH LM ZPO § 233 Nr. 73).
BGH, BESCHLUSS vom 2.2.1972, Az. VI ZB 3/72 Ein Verschulden des Haftpflichtversicherers des Beklagten, auf das allein das Berufungsgericht (BGH LM Nr. 30 zu § 233 ZPO) zutreffend abstellt, läßt sich nicht feststellen.
BGH, BESCHLUSS vom 4.1.1972, Az. hi zr 173/71 Zur ordnungsgemäßen Führung der Handakten gehört es, daß in ihnen die Zustellung eines Urteils, die eine Rechtsmittelfrist in Lauf setzt, ersichtlich gemacht und ein Vermerk über die Eintragung der Frist im Fristenkalender angebracht wird (BGH LM § 233/Pe/ ZPO Nr. 16 = NJW 1961, 1812; Nr. 17 » MDR 1962, 290 Nr. 27; § 233 ZPO Nr. 10; BGH VersR 1957, 484; I960, 406, 1118; 1961, 360).
BGH, BESCHLUSS vom 3.6.1971, Az. VIII ZB 20/71 In der nur mündlichen Anordnung der Fristeintragung hat das Berufungsgericht im Anschluß an den Beschluß des BGH vom 17. Januar 1962 (IV ZB 398/61 = LM § 233 ZPO Fc Nr. 17) ein Verschulden des Prozeßbevollmächtigten der Klägerin gesehen, das diese sich gemäß § 232 Abs. 2 ZPO anrechnen lassen müsse.
BGH, BESCHLUSS vom 3.6.1971, Az. VIII ZB 20/71 Wie das Berufungsgericht unter Berufung auf den Beschluß des BGH vom 17. Januar 1962 (IV ZB 398/61 = LM § 233 ZPO Pc Nr. 17) zu Recht ausführt, genügt ein Rechtsanwalt nicht den an ihn zu stellenden Anforderungen, wenn er seinem Büropersonal die Fristen nur mündlich angibt und es dann diesem überläßt, sie einzutragen.
BGH, URTEIL vom 2.4.1971, Az. VI ZR 126/69 Ein Rechtsanwalt aber, der einen Rechtsstreit übernimmt, in welchem eine Notfrist abläuft, muß dafür sorgen, daß alsbald eine entsprechende Frist im Kalender eingetragen wird (so Senatsbeschluß vom 25. Februar 1953 - VI ZB 4/53 - LM § 233 ZPO Nr. 35; vgl. auch BGH Beschluß vom 9. Juli 1956 - IV ZB 123/57 -LM § 233 ZPO Nr. 78).
BGH, URTEIL vom 2.4.1971, Az. VI ZR 126/69 Dazu gehört vor allem die ordnungsgemäße Führung eines Fristenkalenders, in allererster Linie also die sofortige Eintragung der Frist, hinsichtlich wichtiger Fristen in aller Regel unter Vermerken von Vorfristen (vgl. BGH Beschluß vom 27. September 1967 - Ib ZR 69/66 -LM § 233 ZPO /Fc7 Nr. 40).
BGH, URTEIL vom 2.4.1971, Az. VI ZR 126/69 Jedoch wäre es dieses Verschulden nicht gewesen, das zu der Versäumung der Frist geführt hatte (vgl. BGH Beschluß vom 28. November 1962 - IV ZB 251/62 - LM § 233 ZPO /Sc7 Nr. 10).
BGH, BESCHLUSS vom 1.0.1970, Az. VII ZB 24/69 a)	Bin Rechtsanwalt darf gewisse minder bedeutsame Aufgaben, wie z.B. die Führung des Fristenkalenders, einem gut ausgebildeten, als zuverlässig erprobten und sorgfältig überwachten Angestellten übertragen (vgl, BGH IM Nr, 24 zu § 233 ZPO (Fd); ferner: BGHZ 43, 148;
BGH, BESCHLUSS vom 1.0.1970, Az. VII ZB 24/69 a)	Bin Rechtsanwalt darf gewisse minder bedeutsame Aufgaben, wie z.B. die Führung des Fristenkalenders, einem gut ausgebildeten, als zuverlässig erprobten und sorgfältig überwachten Angestellten übertragen (vgl, BGH IM Nr, 24 zu § 233 ZPO (Fd); ferner: BGHZ 43, 148; BGH m Nr. 41 zu § 233 ZPO (Anhang); Nr, 32 zu § 233 ZPO (Pe); Nr. 18 zu § 233 ZPO (Fd)).
BGH, BESCHLUSS vom 3.10.1969, Az. I ZB 13/69 Es greift hier nicht die Erwägung Platz (BGH LM § 233 ZPO Nr. 77 = § 234 ZPO Nr. 18), daß ein Anwalt mit Rücksicht auf eine periodisch eintretende Erkrankung bei Zeiten vorzusorgen habe, daß die ordnungsmäßige Erledigung der Sachen nicht durch seine zu erwartende künftige Erkrankung Schaden leide, und sich gegebenenfalls darum zu bemühen habe, daß für ihn ein Vertreter die notwendig werdenden Prozeßhandlungen vornehme.
BGH, BESCHLUSS vom 3.11.1965, Az. IV ZB 696/65 statt versichert, daß die Angestellte am Tage des Anrufs dem Anwalt einen Vermerk über dieses Ergebnis der Anfrage vorgelegt hat* Durch den angefochtenen Beschluß hat der Berufungsrichter die Wiedereinsetzung versagt und die Berufung als unzulässig verworfen* Br geht davon aus, daß andere Mängel der Behandlung für die Versäumung der Frist nicht mehr als ursächlich anzusehen wären, wenn sich der Fristwahrung nach dem Eingreifen von Bechtsanwalt Großkopf ein unabv;endbares Ereignis in den Weg gestellt hätte (BGH LM § 233 ZPO Nr* 84)° Der Anwalt habe sich aber nicht auf eine fernmündliche Auskunft der Geschäftsstelle verlassen dürfen, weil bei Ferngesprächen stets mit Mißverständnissen zu rechnen sei* Er habe den Zustellungstag entweder selbst aus den Gerichtsakten feststcllen oder durch eine zuverlässige Person feststellen lassen müssen*
BGH, BESCHLUSS vom 3.6.1965, Az. vii zb 6/65 Zu diesen Vorkehrungen gehört mindestens bei Berufungsbegründungen die Anordnung, daß vor dem Ablaufsdatum eine Vorfrist notiert wird (BGH LM § 233 ZPO Anh. Nr. 12; Beschl.d.Sen.v.30. November 1961 VII ZB 14/61).
BVerfG, vom 5.2.1965, Az. 1 BvR 282/65 2. Im Zivilprozeß ist nach ständiger Rechtsprechung eine arme Partei so lange durch unabwendbaren Zufall im Sinne des § 233 Abs. 1 ZPO gehindert, die Rechtsmittelfrist zu wahren, als sie infolge ihrer Armut ohne ihr Verschulden außerstande ist, einen Anwalt mit der Einlegung des Rechtsmittels zu beauftragen (RG JW 1931 S. 1086 Nr. 15; BGH LM ZPO § 233, Nr. 14).
BGH, URTEIL vom 1.6.1964, Az. VI ZR 204/64 Innerhalb Berlins ist diese Voraussetzung jedenfalls dann erfüllt, wenn ein Brief am Abend vor dem Tage des Eristablaufs in den Briefkasten geworfen wird (Beschluss des BGH vnm 11. Januar 1954 - II ZB 22/55 - IM § 233 ZPO (Anhang) Nr. 47; ebenso BGHZ 9, 118 für Frankfurt a.M.).
BGH, Urteil vom 2.3.1963, Az. VI za 131/62 den Handakten auch wirklich alsbald wieder vorgelegt wurde» Auch | in einem gut eingerichteten Anwaltsbetrieb kann es immer einmal | Vorkommen, daß ein Schriftstück und selbst ein Urteil versehent- I lieh in ein falsches Aktenstück gelangt» Gerade deshalb muß der Anwalt, der eine die Rechtsmittelfrist in Lauf setzende Urteilszustellung entgegengenommen hat, durch besondere Anordnung zuverlässige Vorsorge dafür treffen, daß ihm die Handakten mit dem Urteil sogleich vorgelegt werden und die Sache in geregeltem Gang bleibt (RG HRR 1937, 1552; BGH Urteil vom 29» Januar 1953 -■IV ZR 162/52 - LH Nr» 34 zu § 233 ZPO; Beschluß vom 22» Januar 1955 - VI ZB 41/54 - LU Nr. 21 zu § 232 ZPO; vom 20» Dezember 1955 - VI ZB 22/55 - XU Nr. 63 zu § 233 ZPO).
BGH, vom 4.10.1961, Az. I ZB 22/61 Auch die Kürze der Berufungsochrift konnte bei der Beurteilung der Sorgfaltspflicht in Betracht gezogen werden, um damit den Hinweis der Kläger auf die gebotene Eile von vornherein zu entkräften (ebenso BGH Ui § 233 ZPO Nr. 4); hierbei kann dahingestellt bleiben, ob in Fällen, in denen die Hechtsmittelachrift einen größeren Umfang hat, an die Sorgfalt des Prozeßbevollmächtigten beim Durchlescn der Reinschrift unter besonderen Umständen weniger hohe Anforderungen zu stellen sind und ob in einem solchen Falle möglicherweise ein Versehen der hier festgestcllten Art als unabwendbarer Zufall angesehen werden könnte.
BGH, Urteil vom 6.4.1957, Az. TO ZB 14/57 Nach ständiger Hechtsprechung liegt ein Grund zur Wiedereinsetzung auch dann vor, wenn auf ein rechtzeitig eingelegtes, ausreichend begründetes und mit ordnungsmäßigen Unterlagen versehenes Armenrechtsgesuch erst nach Ablauf der Rechtsmittelfrist entschieden wird (BGH IM § 233 ZPO Nr.8 und 14).
BGH, Urteil vom 5.3.1956, Az. VI ZB 10/56 Vielmehr kann eine im Fristenkalender eingetragene Notfrist gelöscht werden, wenn das zur Wahrung der Frist bestimmte Schriftstück rechtzeitig vom Rechtsanwalt unterzeichnet und vom Büro postfertig gemacht worden ist (BGH IM Nr 47 zu § 233 ZPO).
BGH, Urteil vom 6.9.1955, Az. IV-ZR-244/55 7/omit es entschuldigt werden könne, daß er es entgegen der ihm obliegenden Verpflichtung unterließ, selbst dafür zu sorgen, daß der Tag der Zustellung in seinen Handakten oder im Fristenkalender vermerkt wurde (BGH LM § 233 ZPO Hr 34* vgl BGH IIJW 1955, 1358), ist in dem Wiedereinsetzungsgesuch nicht dargelegt worden.
BGH, URTEIL vom 3.0.1955, Az. IV ZR 160/5 Das Reichsgericht - und ihm folgend der Bundesgerichtshof - hatten schon vorher die Wiedereinsetzung gegen die Versäumung der Anschlußrevisionsbegründungsfrist gewährt (RGZ 156, 156, 158; BGH, Beschluß vom 22. November 1951 - III ZR 198/51 - = LM § 233 ZPO Nr. 15).
BGH, URTEIL vom 3.0.1955, Az. IV ZR 160/5 In neuerer Zeit ist § 233 Abs. 1 ZPO auf die Frist zur Erhebung der gegen die Entmündigung gerichteten Anfechtungsklage (§ 664 ZPO) entsprechend angewendet worden (BGHZ 53, 310, 312 f).
BGH, Urteil vom 3.8.1954, Az. VI ZE 136/55 Alsdann ist die Partei an der alsbaldigen Einlegung des Rechtsmittels nicht mehr durch die Mittellosigkeit als solche verhindert, sondern durch den Umstand, daß das Gericht aus der Armut nicht die begehrte Folgerung gezogen hatte (Beschluß des erkennenden Senats vom 2. Dezember 1952 -VI ZB 2/52- MDR 1953, 163 und Beschluss des BGH vom 7. Juli 1952 -IV ZB 57/52- IM ZPO Nr 24 zu § 233 ZPO).
BGH, Urteil vom 4.4.1954, Az. V ZB 13/54 Hiergegen richtet sich die sofortige Beschwerde des Klägers, Die sofortige Beschwerde ist zulässig, sachlich jedoch nur dann begründet, wenn der Kläger durch einen unabwendbaren Zufall verhindert worden ist, die Berufungsfrist einzuhalten (§ 233 Abs 1 ZPO), Das Oberlandesgericht geht zutreffend davon aus, daß ein die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand ausschließendes Verschulden eines Vertreters im Sinne des § 232 Abs 2 ZPO auch darin liegen kann, daß der Prozeßbevollmächtigte erster Instanz die Partei oder den mit der Einlegung der Berufung beauftragten Prozeßbevollmächtigten zweiter Instanz über den Zeitpunkt der Urteilszustellung falsch unterrichtet hat (BGHZ 2, 205), Die verspätete Einlegung der Berufung ist, wie sich aus der eidesstattlichen Erklärung des Hechtsanwalts	vom 3«.
BGH, Urteil vom 4.5.1953, Az. zu je 1/4 Der Wiedereinsetzungsbeschluss stellt vielmehr mir einen vorweggenommenen Teil der Endentscheidung dar (BGH I-M Nr 8 zu § 233 ZPO; BGHZ 6, 369; OGHZ 4, 16; RGZ 167, 213),
BGH, Beschluss vom 4.3.1953, Az. V ZB 27/53 Das Berufungsgericht beruft sich insoweit auf RGZ 138, 247« Gewiss steht auch diese Entscheidung hinsichtlich der' Voraussetzungen des § 233 ZPO auf dem allgemein anerkannten Standpunkt, ein unabwendbarer Zufall könne nur dann angenommen werden, wenn die säumige Partei das nach Lage des Palles und nach ihrer Persönlichkeit vernünftigerweise zu erwartende größtmögliche Mass von Vorsicht und Sorgfalt betätigt (vgl HG aaO und in den dort zitierten Entscheidungen; Urteil des BGH vom 18. 12.1951 - IV ZB 94/51 Lindenmaier-lCöhring, Nachschlagewerk Nr 14 zu ZPO § 233)* Das Reichsgericht hat dabei in RGZ 138, 247 (249, 250) ausdrücklich darauf hingewiesen, dass auch die subjektiven Verhältnisse der Partei in Rücksicht zu ziehen sind.

References: § 551
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 § 85
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 Art. 103
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 § 233
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 § 117
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 § 44
 § 233
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 § 234
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