Source: https://www.buzer.de/gesetz/8528/index.htm
Timestamp: 2020-07-11 02:55:02+00:00

Document:
Sie sind hier: Start > Inhaltsverzeichnis DüMV
Achtung: Dieser Titel wurde aufgehoben und galt bis inkl. 13.12.2012
V. v. 16.12.2008 BGBl. I S. 2524 (Nr. 60); aufgehoben durch § 11 V. v. 05.12.2012 BGBl. I S. 2482
Geltung ab 20.12.2008; FNA: 7820-12 Ackerbau und Pflanzenbau
§ 6a Kennzeichnung bei EG-Düngemitteln
Anlage 1 (zu § 1 Nr. 11, § 3 Abs. 1, § 6 Abs. 3, § 7 Abs. 2, 3) Definition von Düngemitteltypen
Anlage 2 (zu § 1 Nr. 11, § 3 Abs. 1, 2, § 4 Abs. 1, 2, § 6 Abs. 1, 2, 5, 6, 7, § 7 Abs. 2, 4, § 9 Abs. 2) Tabellen
Auf Grund des § 2 Abs. 2, der §§ 3 und 4 Abs. 1 und des § 5 Abs. 1 des Düngemittelgesetzes vom 15. November 1977 (BGBl. I S. 2134), von denen § 2 Abs. 2 und § 4 Abs. 1 durch Artikel 4 des Gesetzes vom 27. September 1994 (BGBl. I S. 2705), § 3 durch Artikel 1 des Gesetzes vom 21. Oktober 2005 (BGBl. I S. 3012) und § 5 Abs. 1 durch Artikel 2 § 39 des Gesetzes vom 20. Juli 2000 (BGBl. I S. 1045) zuletzt geändert worden sind, verordnet das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz:
Ausgangsstoffe: Haupt- und Nebenbestandteile,
Hauptbestandteile: Bestandteile in Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten oder Pflanzenhilfsmitteln, die den durch § 1 Nr. 1 bis 5 des Düngemittelgesetzes vorgegebenen Zweckbestimmungen unmittelbar dienen, bei Düngemitteln die typbestimmenden Bestandteile,
typbestimmende Bestandteile: Hauptbestandteile in Düngemitteln, die über die Zuordnung zu einem nach der Düngemittelverordnung zugelassenen Düngemitteltyp entscheiden,
Nebenbestandteile: Teilmengen in Stoffen nach § 1 des Düngemittelgesetzes, soweit diese
in Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten oder Pflanzenhilfsmitteln nicht unmittelbar der jeweiligen Zweckbestimmung nach § 1 Nr. 3 bis 5 des Düngemittelgesetzes dienen; dies gilt auch für Nährstoffe in Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten und Pflanzenhilfsmitteln, soweit diese nicht in einer Menge vorhanden sind, die ein Inverkehrbringen dieser Stoffe als Bodenhilfsstoffe oder Pflanzenhilfsmittel nach § 4 Abs. 3 ausschließt,
Fremdbestandteile: Nebenbestandteile, die nicht als Pflanzennährstoff nach Nr. 4, als Aufbereitungshilfsmittel oder als Anwendungshilfsmittel zugegeben werden, sowie Stoffe, die
mit anderer Zweckbestimmung als nach § 1 des Düngemittelgesetzes zugegeben werden,
nicht durch eine wissenschaftlich anerkannte Methode auch bei einem höheren Trockenmassegehalt der Aggregatzustand „flüssig" festgestellt wird,
Komplexbildner: anorganische oder organische Verbindungen, die Metallionen koordinativ binden, so dass sich deren Lösungseigenschaften ändern,
aerobe Aufbereitung: biotechnologische Behandlung durch gesteuerten Abbau der organischen Substanz unter Luftzufuhr mit dem Ziel der Hygienisierung, Stabilisierung, Änderung der Nährstoffverfügbarkeit und Verbesserung der physikalischen Eigenschaften,
anaerobe Aufbereitung: biotechnologische Behandlung durch gesteuerten Abbau der organischen Substanz unter Luftabschluss mit dem Ziel der Hygienisierung, Stabilisierung, Änderung der Nährstoffverfügbarkeit und Verbesserung der physikalischen Eigenschaften,
Hygienisierung: Behandlung mit dem Ziel, die Konzentration an Krankheitserregern so weit zu reduzieren, dass das Risiko einer Verbreitung von Krankheiten der Menschen, der Tiere oder der Pflanzen sowie der Eintrag von Organismen mit unerwünschten Eigenschaften in die Umwelt weitmöglichst vermindert wird,
Siebdurchgang: Anteil der Partikel, der ein Prüfsiebgewebe mit der angegebenen lichten Maschenweite passiert; die dazu angegebenen Prozentwerte sind, soweit nicht ausdrücklich anders bestimmt, Mindestwerte,
Hersteller: Erzeuger sowie jede natürliche oder juristische Person, die für das Inverkehrbringen eines Stoffes im Inland verantwortlich ist; als Hersteller gilt insbesondere auch ein Importeur, ein für eigene Rechnung tätiger Verpacker oder jede Person, die die Merkmale eines Stoffes verändert,
Angabe in Prozent: auf die Masse bezogene Angabe, soweit keine andere Bezugsgröße genannt ist,
als Prozentwert: maximale Abweichung des ermittelten Wertes vom gekennzeichneten Wert in vom Hundert des gekennzeichneten Wertes, ausgedrückt in „%",
in Prozentpunkten: maximale Abweichung des ermittelten Wertes in vom Hundert vom gekennzeichneten Wert in vom Hundert durch Differenzbildung, ausgedrückt in „%-Punkt",
Diese Verordnung gilt für das Inverkehrbringen von Düngemitteln, die nicht als EG-Düngemittel bezeichnet sind, sowie von Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten und Pflanzenhilfsmitteln. Die §§ 4 bis 7 gelten nicht beim Abgeben von Wirtschaftsdüngern sowie Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten und Pflanzenhilfsmitteln unter ausschließlicher Verwendung von Wirtschaftsdüngern zwischen zwei Betrieben, die demselben Landwirt gehören, sowie zwei juristischen Personen, die beide von demselben Landwirt als alleinigem Anteilseigner oder alleinigem Gesellschafter beherrscht werden, und beim Abgeben dieser Stoffe zwischen einem Landwirt und einer juristischen Person, die von diesem Landwirt als alleinigem Anteilseigner oder alleinigem Gesellschafter beherrscht wird.
(1) Die in Anlage 1 festgelegten Düngemitteltypen werden mit der Maßgabe zugelassen, dass
die Düngemittel auch hinsichtlich ihrer nicht typbestimmenden Bestandteile bei sachgerechter Anwendung die Fruchtbarkeit des Bodens, die Gesundheit von Menschen, Haustieren und Nutzpflanzen nicht schädigen und den Naturhaushalt nicht gefährden,
als Ausgangsstoffe nur Stoffe verwendet werden, die
dem Bodenschutz sowie der Erhaltung und Förderung der Fruchtbarkeit des Bodens dienen
und die bei sachgerechter Anwendung die Fruchtbarkeit des Bodens, die Gesundheit von Menschen, Haustieren und Nutzpflanzen nicht schädigen und den Naturhaushalt nicht gefährden,
organische Ausgangsstoffe, außer Nebenbestandteile nach Anlage 2 Tabelle 8, nur nach Maßgabe der Anlage 2 Tabelle 7 verwendet werden,
Aufbereitungshilfsmittel nach Anlage 2 Tabelle 8.1 sowie Anwendungshilfsmittel nach Anlage 2 Tabelle 8.2 nur nach den dort getroffenen Maßgaben verwendet werden,
nur nach Maßgabe der Anlage 2 Tabelle 8.3 verwendet werden,
im Rahmen ihrer Zugabe nicht zu einer Erhöhung der Schadstoffkonzentrationen führen,
mineralische Produktionsrückstände, außer Nebenbestandteile nach Anlage 2 Tabelle 8, nur nach Maßgabe der Anlage 2 Tabellen 6 und 7 oder nach den Vorgaben für Düngemitteltypen nach Anlage 1 verwendet werden,
keine anderen Phosphate als die in Anlage 2 Tabelle 4 genannten verwendet werden,
als Fremdbestandteil nach Anlage 2 Tabelle 8.3 in Düngemitteln der Anlage 1 Abschnitt 3 Steine über 10 Millimeter Siebdurchgang nicht über einen Anteil von 5 vom Hundert/TM und Altpapier, Karton, Glas, nicht abbaubare Kunststoffe nur nach Maßgabe der Anlage 2 Tabelle 8 Nr. 8.3.9 und nicht über einen Anteil von 0,5 vom Hundert/TM enthalten sind.
(2) Von bestimmten Anforderungen nach Absatz 1 sind ausgenommen:
von den Anforderungen an eine Nützlichkeit nach Absatz 1 Nr. 2 Buchstabe a Doppelbuchstabe aa und bb die Fremdbestandteile nach Anlage 2 Tabelle 8.3 sowie in den Beschreibungen für Düngemitteltypen der Anlage 1 genannte weitere Fremdstoffe,
von den Grenzwerten nach Anlage 2 Tabelle 1.4 Spalte 4 bis zu einer Überschreitung von 50 vom Hundert Brennraumaschen entsprechend den Vorgaben nach Tabelle 7.3 Zeile 7.3.16 aus ausschließlicher Verbrennung von unbehandeltem Holz, wenn für diese Düngemittel im Rahmen der Hinweise zur sachgerechten Anwendung auf deren ausschließliche Verwendbarkeit auf forstlichen Standorten hingewiesen wird.
(1) Wirtschaftsdünger, soweit diese nicht als Düngemittel nach Anlage 1 Abschnitt 3 in den Verkehr gebracht werden, Bodenhilfsstoffe, Kultursubstrate und Pflanzenhilfsmittel dürfen nur in den Verkehr gebracht werden, wenn
sie bei sachgerechter Anwendung die Fruchtbarkeit des Bodens, die Gesundheit von Menschen, Haustieren und Nutzpflanzen nicht schädigen und den Naturhaushalt nicht gefährden,
dem Bodenschutz oder der Erhaltung und Förderung der Fruchtbarkeit des Bodens dienen, und die bei sachgerechter Anwendung die Fruchtbarkeit des Bodens, die Gesundheit von Menschen, Haustieren und Nutzpflanzen nicht schädigen und den Naturhaushalt nicht gefährden,
nur nach Maßgabe der Anlage 2 Tabelle 8.3 enthalten sind,
bei der Zugabe nicht überwiegen, es sei denn, in Anlage 2 Tabelle 8.3 wird für einzelne Stoffe ein anderer Anteil zugelassen und
mineralische Produktionsrückstände, außer Nebenbestandteile nach Anlage 2 Tabelle 8, nur nach Maßgabe der Anlage 2 Tabellen 6 und 7 verwendet werden,
keine anderen Phosphate als die nach Anlage 2 Tabelle 4.1 genannten verwendet werden,
in Wirtschaftsdüngern sowie in Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten und Pflanzenhilfsmitteln und in deren Ausgangsstoffen nach Anlage 2 Tabellen 6 bis 8 die Grenzwerte nach Anlage 2 Tabelle 1.4 Spalte 4 nicht überschritten sind,
als Fremdbestandteil nach Anlage 2 Tabelle 8.3 Steine über 10 Millimeter Siebdurchgang nicht über einen Anteil von 5 vom Hundert/TM und Altpapier, Karton, Glas, nicht abbaubare Kunststoffe nur nach Maßgabe der Anlage 2 Tabelle 8 Nr. 8.3.9 und nicht über einen Anteil von 0,5 vom Hundert/TM enthalten sind.
(2) Von bestimmten Anforderungen nach Absatz 1 sind nachfolgende Stoffe bei der Verwendung in Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten oder Pflanzenhilfsmitteln ausgenommen:
von den Anforderungen an die Nützlichkeit nach Absatz 1 Nr. 2 Buchstabe a Doppelbuchstabe aa und bb die Fremdbestandteile nach Anlage 2 Tabelle 8.3,
von bestimmten Grenzwerten nach Anlage 2 Tabelle 1.4 Spalte 4
mineralische Stoffe nach Anlage 2 Tabelle 7.3 bei einer Verwendung als Ausgangsstoff für Kultursubstrate von den Grenzwerten nach Anlage 2 Tabelle 1.4 Spalte 4 bis zu einer Überschreitung von 50 vom Hundert, wenn diese Kultursubstrate
zur Nutzung als Dachsubstrate, als Substrate zur Nutzung in geschlossenen Systemen (insbesondere Pflanzcontainer, Innenraumbegrünung) und
hinsichtlich der am Ende der Nutzung gegebenenfalls notwendigen abfallrechtlichen Entsorgung
ein Gehalt an Gesamtnährstoffen in der Trockenmasse von mehr als 1,5 vom Hundert Stickstoff (N), 0,5 vom Hundert Phosphat (P2O5), 0,75 vom Hundert Kaliumoxid (K2O), 0,3 vom Hundert Schwefel (S) oder bei basisch wirksamen Bestandteilen ein Wert von mehr als 30 vom Hundert, bewertet als CaO, erreicht wird oder
für Stoffe, die im Rahmen einer aeroben oder anaeroben Behandlung in geringen Mengen ausschließlich zur Aufbereitung organischen Materials zugegeben werden,
für Stoffe, die für bodenunabhängige Kulturen bestimmt sind oder im Freiland für eine einmalige Anwendung bei der Pflanzung von Bäumen und Sträuchern, begrenzt auf Pflanzlöcher und Baumscheiben vorgesehen sind, wenn
deren empfohlene Aufwandmenge für die Summe aller Anwendungen eines Jahres - bei durch eindeutige Kennzeichnung von als Mulchmaterial bestimmten Bodenhilfsstoffen im jährlichen Durchschnitt einer empfohlenen mehrjährigen Anwendung - die wesentliche Nährstofffracht je Hektar nach Satz 1 Nr. 2 nicht überschreitet,
im Rahmen der Kennzeichnung auf die besondere Zweckbestimmung deutlich hingewiesen und bei als Mulchmaterial bestimmten Bodenhilfsstoffen nach Nr. 3a im Rahmen der Hinweise zur sachgerechten Anwendung der vorgesehene Anwendungszeitraum benannt wird.
(1) Die Erfüllung der Anforderungen nach § 3 Abs. 1 Nr. 1 und nach § 4 Abs. 1 Nr. 1 setzt voraus, dass keine Krankheitserreger, Toxine oder Schaderreger enthalten sind, von denen Gefahren für die Gesundheit von Menschen, Haustieren und Nutzpflanzen ausgehen.
(2) Die Anforderungen nach Absatz 1 und § 4 Abs. 1 Nr. 1 gelten als nicht eingehalten:
von einem der in § 1a Abs. 1 der Pflanzenbeschauverordnung genannten Schadorganismus,
(3) Die seuchenhygienischen Anforderungen gelten bei der Abgabe an Personen, die Düngemittel, Bodenhilfsstoffe, Kultursubstrate und Pflanzenhilfsmittel im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit anwenden, abweichend von Absatz 2 Nr. 1 als eingehalten, wenn
die Ausbringung auf unbestellte Ackerflächen mit nachfolgendem Gemüse- oder Kartoffelanbau oder dem nachfolgenden Anbei von Heil-, Duft- und Gewürzkräutern ist nicht zulässig,
im Falle der Verwendung von Klärschlamm als Ausgangsstoff deren Abgabe nur zur Aufbringung auf Flächen erfolgt, die im Zuständigkeitsbereich der am Sitz der Kläranlage für den Vollzug der Düngeverordnung zuständigen landwirtschaftlichen Fachbehörde liegen, es sei denn, der Abgeber ist Mitglied eines Trägers einer regelmäßigen Qualitätsüberwachung, welche die ordnungsgemäße Aufbringung sichert.
(4) Absatz 2 Nr. 1 und Absatz 3 gelten nicht für Wirtschaftsdünger, außer Wirtschaftsdünger, die in einem von mehreren Landwirten genutzten gemeinschaftlichen Güllelager aufbewahrt werden. In diesem Fall gelten die seuchenhygienischen Anforderungen als eingehalten, wenn sichergestellt ist, dass die Wirtschaftsdünger ausschließlich in den Betrieben der Landwirte angefallen sind, die an der Nutzung des Güllelagers beteiligt sind, und ausschließlich auf den Flächen dieser Landwirte ausgebracht werden.
(5) Die seuchenhygienischen Anforderungen gelten abweichend von Absatz 2 als eingehalten, wenn alle verwendeten tierischen Ausgangsprodukte eine geeignete Behandlung zur Hygienisierung entsprechend den Bestimmungen der Verordnung (EG) Nr. 1774/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 3. Oktober 2002 mit Hygienevorschriften für nicht für den menschlichen Verzehr bestimmte tierische Nebenprodukte (ABl. EG Nr. L 273 S. 1) erfahren haben.
nach Anlage 2 Tabelle 10.3. oder 10.5 im Rahmen von Hinweisen zur sachgerechten Anwendung empfohlene Aufwandmengen einer Düngung nach guter fachlicher Praxis im Sinne des § 1a Absatz 1 und 2 des Düngemittelgesetzes nicht entgegenstehen,
bei einem Inverkehrbringen von Kultursubstraten, deren Anwendungsempfehlungen bei einer Anwendung im Freiland zu Aufbringungsmengen führen, welche die Grenzen nach § 4 Abs. 3 Nr. 2 unterschreiten, eine Kennzeichnung für Magnesium und Schwefel nach den für Bodenhilfsstoffe in Anlage 2 Tabelle 1.2 Nr. 1.2.7 und 1.2.8 vorgesehenen Grenzen,
bei einem schriftlichen Angebot eine Kennzeichnung nach Anlage 2 Tabelle 10 Nr. 10.4.1,
bei einer Lieferung in Gebiete außerhalb des Geltungsbereiches des Düngemittelgesetzes nach § 2 Abs. 3 Nr. 1 des Düngemittelgesetzes eine Kennzeichnung nach Anlage 2 Tabelle 10 Nr. 10.4.2,
bei einem unentgeltlichen Inverkehrbringen zu Forschungszwecken nach § 2 Abs. 3 Nr. 2 des Düngemittelgesetzes eine Kennzeichnung nach Anlage 2 Tabelle 10 Nr. 10.4.3.
(8) Angaben nach Anlage 2 Tabelle 10.2 bis 10.3 müssen von Angaben nach Tabelle 10.1 deutlich abgesetzt sein. Kennzeichnungsangaben nach 10.5 einschließlich solcher für andere Länder oder in anderen Sprachen müssen von Angaben nach Tabelle 10.1 bis 10.4 deutlich abgesetzt sein.
Text in der Fassung des Artikels 1 Erste Verordnung zur Änderung der Düngemittelverordnung V. v. 14. Dezember 2009 BGBl. I S. 3905 m.W.v. 24. Dezember 2009
Wer ein Düngemittel mit der Bezeichnung „EG-Düngemittel" in den Verkehr bringt, hat dafür zu sorgen, dass das Düngemittel entsprechend den Anforderungen des Artikels 7 in Verbindung mit Artikel 10 und 11 der Verordnung (EG) Nr. 2003/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Oktober 2003 über Düngemittel (ABl. L 304 vom 21.11.2003, S. 1) gekennzeichnet ist.
(2) Für Gehalte an typbestimmenden Bestandteilen von Düngemitteln werden die bei einzelnen Düngemitteltypen nach Anlage 1 genannten Toleranzen festgesetzt. Für Gehalte an Nebenbestandteilen in Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten oder Pflanzenhilfsmitteln nach Anlage 2 Tabelle 1.1 bis 1.4 Spalte 2 werden die in Spalte 3 genannten Toleranzen festgesetzt.
(3) Für Gehalte an nicht typbestimmenden Nährstoffen in Düngemitteln sowie für Nährstoffgehalte in Wirtschaftsdüngern, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten und Pflanzenhilfsmitteln gelten bei den in Anlage 2 Tabelle 1.1, Tabelle 1.2 und Tabelle 1.3 Zeilen 1.3.1 bis 1.3.3 jeweils in Spalte 3 festgesetzten Toleranzen für Abweichungen nach oben die doppelten Werte, sofern die Stoffe nicht als Nährstoffe gezielt zugegeben werden.
(4) Abweichungen der bei der amtlichen Überwachung festgestellten Gehalte von den gekennzeichneten Werten dürfen die festgesetzte Toleranz nicht überschreiten. Festgestellte Gehalte dürfen einschließlich genutzter Toleranz Mindestgehalte nicht unterschreiten und Höchstgehalte nicht überschreiten.
(5) Darüber hinaus gilt für Einnährstoffdünger nach Anlage 1 Abschnitt 1:
(6) Darüber hinaus gilt für Mehrnährstoffdünger nach Anlage 1 Abschnitt 2:
die Toleranz für den Düngemitteltyp bestimmende Nährstoffe beträgt 25 vom Hundert des gekennzeichneten Gehaltes, jedoch für Stickstoff, Phosphat oder Kaliumoxid jeweils höchstens 1,1 Prozentpunkte, insgesamt bis zu 1,5 Prozentpunkte, bei NPKDüngern insgesamt bis zu 1,9 Prozentpunkte,
(7) Für Stoffe nach Anlage 2 Tabelle 1.4 sowie Fremdbestandteile nach Anlage 2 Tabelle 8.3 Nr. 8.3.2 bis 8.3.10 dürfen die tatsächlichen Gehalte die gekennzeichneten Gehalte in unbestimmter Höhe unterschreiten.
(1) Ordnungswidrig im Sinne des § 14 Absatz 2 Nummer 1 Buchstabe d des Düngegesetzes handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig
entgegen § 6 Absatz 1 Düngemittel, Bodenhilfsstoffe, Kultursubstrate oder Pflanzenhilfsmittel in den Verkehr bringt oder
entgegen § 6a nicht dafür sorgt, dass das Düngemittel in der dort genannten Weise gekennzeichnet ist.
(2) Ordnungswidrig im Sinne des § 14 Abs. 2 Nr. 1 Buchstabe c des Düngegesetzes handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen § 4 Abs. 1 oder 3 Satz 1 Wirtschaftsdünger, Bodenhilfsstoffe, Kultursubstrate, Pflanzenhilfsmittel oder dort genannte Stoffe in den Verkehr bringt.
(3) Ordnungswidrig im Sinne des § 14 Absatz 2 Nummer 6 des Düngegesetzes handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig entgegen Artikel 8 der Verordnung (EG) Nr. 2003/2003 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Oktober 2003 über Düngemittel (ABl. L 304 vom 21.11.2003, S. 1) eine Aufzeichnung nicht oder nicht für die vorgeschriebene Dauer aufbewahrt.
(1) Düngemittel, Bodenhilfsstoffe, Kultursubstrate und Pflanzenhilfsmittel, die den Anforderungen der Düngemittelverordnung vom 26. November 2003 (BGBl. I S. 2373), zuletzt geändert durch Artikel 2a der Verordnung vom 23. Juli 2008 (BGBl. I S. 1410), entsprechen, dürfen noch bis zum 31. Dezember 2009 gewerbsmäßig in den Verkehr gebracht werden. Stoffe nach Satz 1 dürfen auch dann bis zum 31. Dezember 2009 gewerbsmäßig in den Verkehr gebracht werden, wenn ihre Kennzeichnung den Anforderungen der §§ 2 bis 5 der Düngemittelverordnung in der Fassung der Bekanntmachung vom 4. August 1999 (BGBl. I S. 1758) entspricht.
(2) Düngemittel, Bodenhilfsstoffe, Kultursubstrate und Pflanzenhilfsmittel, zu deren Aufbereitung
Kieselgure nach Anlage 2 Tabelle 8 Zeile 8.3.7,
ungebrauchte Mineralöle, außer solche nach Anlage 2 Tabelle 8 Zeile 8.1.1, als Aufbereitungshilfsmittel oder Anwendungshilfsmittel oder
synthetische Polymere, die nicht den Maßgaben nach Anlage 2 Tabelle 7 Zeile 7.4.7 als Ausgangsstoff oder Anlage 2 Tabelle 8 Zeilen 8.1.3 oder 8.2.9 als Aufbereitungshilfsmittel oder Anwendungshilfsmittel entsprechen,
andere Stoffe, die der Bioabfallverordnung unterliegen und die einen Grenzwert nach Anlage 2 Tabelle 1.4 überschreiten, jedoch einen nach der Bioabfallverordnung für denselben Schadstoff geltenden Grenzwert einhalten, verwendet werden, dürfen noch bis zum 31. Dezember 2014 gewerbsmäßig in den Verkehr gebracht werden.
Text in der Fassung des Artikels 3 Verordnung zur Änderung der Bioabfallverordnung, der Tierische Nebenprodukte-Beseitigungsverordnung und der Düngemittelverordnung V. v. 23. April 2012 BGBl. I S. 611 m.W.v. 1. Mai 2012
§ 10 ändert mWv. 20. Dezember 2008 DüMV
Diese Verordnung tritt am Tage nach der Verkündung*) in Kraft. Gleichzeitig tritt die Düngemittelverordnung vom 26. November 2003 (BGBl. I S. 2373), zuletzt geändert durch Artikel 2a der Verordnung vom 23. Juli 2008 (BGBl. I S. 1410), außer Kraft.
Anm. d. Red.: Die Verkündung erfolgte am 19. Dezember 2008.
Anlage 1 hat 1 frühere Fassung und wird in 10 Vorschriften zitiert
Die Vorbemerkungen enthalten typübergreifende Vorgaben sowie gegebenenfalls Erläuterungen. Die Vorgaben in den Vorbemerkungen und Tabellen gelten vorbehaltlich abweichender Bestimmungen bei einzelnen Düngemitteltypen nach Anlage 1 Abschnitte 1 bis 5.
Zugabe von Kalk:
Phosphat nur solche mit den in Anlage 2 Tabelle 4.2 genannten Phosphatlöslichkeiten 1 bis 3
Die Granulate müssen unter Feuchtigkeitseinfluss wieder zu einer mindestens dem Siebdurchgang entsprechenden Ausgangsmahlfeinheit zerfallen, soweit eine Umhüllung nach Nr. 2.3 diesem nicht entgegensteht. Der Zerfall wird mit einer geeigneten Analysemethode festgestellt.
Abschnitt 1 Mineralische Einnährstoffdünger
N: 0,3 %-Punkt Ammoniumsulfat;
auch Zugabe von Calciumnitrat als
Formulierungshilfsmittel Bei Zugabe von Calciumnitrat nach Spalte 5:
Ammonium- und Nitratstick-
stoff, beide Stickstoffformen
ungefähr je zur Hälfte
über 32 % N: 0,6 %-Punkt Ammoniumnitrat, auch Carbonate
oder Sulfate des Calciums und
Magnesiums;
auch Umhüllung Enthält das Düngemittel mehr als 28 % Stickstoff,
darf es nur in geschlossenen Packungen
gewerbsmäßig an den Anwender abgegeben
Das Düngemittel darf als „Kalkammonsal-
peter" bezeichnet sein, wenn
- neben Ammoniumnitrat nur Calciumcarbonat
(z. B. Kalkstein) oder Calcium- und Magnesi-
umcarbonat (z. B. Dolomit) mit einem
N 0,8 %-Punkt,
MgO 0,9 %-Punkt,
Na 0,7 %-Punkt,
a) Calcium-Magnesiumcarbonat,
b) Magnesiumsulfat mit
auch Umhüllung Bei Zugabe von Stoffen nach Spalte 5
- Mindestgehalt an Nitratstickstoff nach
- Mindestgehalt nach Spalte 2:
N 0,4 %-Punkt,
S 0,5 %-Punkt, Carbamid;
auch Zugabe von elementarem
- zusätzliche Nährstoffbewertung nach
1.1.5 Harnstoff - Iso-
stickstoffs als Isobutylidendi-
1.1.6 Harnstoff - Form-
1.1.7 Stickstoffdünger
mit [Harnstoff-
ein oder mehrere Harn-
stoffderivate nach Spalte 5,
kaltwasser- und heiß-
wasserlöslicher Stickstoff Stickstoff bewertet als
Harnstoffderivate nach Spalte 5
Buchstabe a bis c, 10 % als
vom Formaldehydharnstoff
mindestens 60 % heißwasser-
ein Düngemittel nach Abschnitt 1
Nr. 1.1 - mit Ausnahme von
Kalkstickstoff, Ammoniumnitrat
oder Kalkammonsalpeter -
enthält. In der Typenbezeichnung ist das Wort
„Harnstoffderivat" durch das jeweils verwendete
Harnstoffderivat nach Spalte 5 zu ersetzen.
Bei Ammonium-, Nitrat- oder Carbamidstickstoff
muss der Gehalt angegeben sein, wenn er jeweils
mindestens 1 % N beträgt.
- kaltwasserlöslicher
- heißwasserlöslicher
Acetylendiharnstoff Stickstoff bewertet als
- mindestens 25 %
- Höchstgehalt an
- Mindestgehalt an
d) Acetylendiharnstoff In der Typenbezeichnung ist das Wort „Harn-
stoffderivate" durch das jeweils verwendete
Der Gehalt an Carbamidstickstoff muss ange-
geben sein, sofern sein Gehalt 1 % N erreicht.
Bei Herstellung nach Spalte 5 Buchstabe c
beträgt der Mindestgehalt nach Spalte 2: 36 % N.
als Carbamid- und
angegebenen Gesamtstick-
stoffs als Nitratstickstoff
entspricht dieses nicht der im Arzneibuch fest-
gelegten Qualität, muss es mit dem Hinweis
Nicht für Blattdüngung oder zum Benetzen
von Früchten".
N 0,5 %-Punkt Oxamid, auch Calciumsulfat und
Ammonium- oder Calciumnitrat Der Gehalt an Kupfer darf 0,1 % Cu, der
an wasserlöslichem Cyanid 2 mg je kg nicht
gekennzeichnet sein, dass es unverdünnt nicht
zur Oberflächendüngung geeignet ist.
Spalte 1] 5 % N
- konzentrierter Schwefelsäure
- Calciumsulfat (CaSO4)
Nr. 2003/2003 In der Typenbezeichnung ist der Klammeraus-
druck durch die Bezeichnung nach Anlage 2
Tabelle 6.1 zu ersetzen.
Blattdüngung geeignet!".
Es gelten die Werte nach Anlage 2 Tabelle 1.4
Spalte 2 und 4 jeweils x 0,5.
sulfat-Lösung nach Anlage 2 Tabelle 6 Zeile 6.1.9:
- Mindestgehalt nach Spalte 2: 1,5 % N, 2 % S,
- es gelten die Kennzeichnungs- und
[Herstellungsverfahren]".
1.1.13 Ammoniumsulfat -
Harnstoff 30 % N
N 0,5 %-Punkt,
auch Zugabe von Kohlensaurem
Kalk aus Meeralgen Das Düngemittel darf mit dem Hinweis „biuretarm"
gekennzeichnet sein, wenn der Biuretgehalt 0,2 %
1.1.14 Stickstoff -
Na 0,7 %-Punkt Nitrate, Ammoniumverbindungen,
„Stickstoff-Magnesiumsulfat mit Natrium",
1.1.15 Stickstoff - Calcium 10 % N
Carbamidstickstoff Calciumnitrat, Carbamid,
auch Calciumchlorid Enthält das Düngemittel Calciumchlorid und
gekennzeichnet sein: „Nicht für Blattdüngung
oder zum Benetzen von Früchten".
1.1.16 Stickstoffdünger-
Lösung 15 % N Gesamtstickstoff,
nenes, unter Atmosphärendruck
beständiges Erzeugnis,
Ursprungs Das Düngemittel darf mit dem Hinweis „biuretarm"
gekennzeichnet sein, wenn der Gehalt an Biuret
0,2 % nicht überschreitet.
Ammoniumstickstoff oder Nitratstickstoff, sofern
deren Gehalte mindestens 1 % N betragen.
1.2.1 Dicalciumphosphat
mit Magnesium 20 % P2O5
P2O5 0,8 %-Punkt,
Fällen mineralischer Phosphate,
auch von aus Knochen gelöster
Magnesiumsulfat Der Gehalt an wasserlöslichem Magnesiumoxid
darf angegeben sein.
mit Tricalcium-
phosphat 8 % P2O5 Gesamtphosphat Phosphat bewertet als
Calciumphosphate, Natriumsulfat,
Aufschluss von Wasserglas mit
Schwefel- und Phosphorsäure Mindestgehalt an Silicat 20 %.
1.2.4 Teilaufgeschlosse-
nes Rohphosphat
mit Magnesium 16 % P2O5
Gesamtmagnesiumoxid Phosphat bewertet als Ge-
samtphosphat,
mindestens 40 % des ange-
gebenen Gehalts an P2O5
Teilaufschließen gemahlenen
Rohphosphats mit Schwefel-
Calcium-Magnesium-Carbonat Ein Gehalt an wasserlöslichem Magnesiumoxid
Anteil 23 % P2O5 Gesamtphosphat,
in 2 %iger Ameisensäure
lösliches Phosphat,
an P2O5 wasserlöslich Mono-, Tricalciumphosphat,
Rohphosphats mit Schwefelsäure
insgesamt nicht überschritten
lösliches Phosphat Rohphosphat bewertet als
werden Tricalciumphosphat,
vermahlen Siebdurchgang bei 0,16 mm muss angegeben
1.2.7 Weicherdiges
Rohphosphat mit
Magnesium 16 % P2O5
Ameisensäure löslich, Tricalciumphosphat,
Vermahlen weicherdigen
Rohphosphats, Der Siebdurchgang bei 0,063 mm muss
die für Phosphat festgesetzte
Toleranz darf insgesamt nicht
MgO: 0,9 %-Punkt Zugabe von
1.2.8 Phosphatdünger-
Lösung 20 % P2O5 wasserlösliches Phosphat Phosphat bewertet als
Phosphorsäure mit Natronlauge
gewonnenes Erzeugnis Das Düngemittel darf nur in geeigneten
1.2.9 Phosphatdünger
aus [Bezeichnung
nach Anlage 2,
Tabelle 6.2] 10 % P2O5 Gesamtphosphat,
in 2 %iger Zitronensäure
lösliches Phosphat Phosphat bewertet als
Phosphat bewertet als in
Gesamtphosphat: 0,8 %-Punkt,
in Zitronensäure lösliches
Phosphat: 2 %-Punkte,
überschritten werden. Phosphathaltige Ausgangsstoffe
nach Anlage 2 Tabelle 6.2;
aus nur einem Stoff nach Anlage 2
Tabelle 6.2 In der Typenbezeichnung ist der Klammeraus-
Tabelle 6.2 Spalte 1 zu ersetzen.
Anlage 2 Tabelle 6.3
Spalte 1] 10 % K2O wasserlösliches
wasserlösliches K2
Verwendung von Vinasse für
K2O 3 % Punkte. Kaliumsalze;
auch als Lösung In der Typenbezeichnung ist der Klammeraus-
Tabelle 6.3 Spalte 1 zu ersetzen.
die Zugabe von Ammoniumstickstoff enthaltenden Stickstoffdüngern,
vorbehaltlich einer abweichenden Regelung für einzelne Düngemitteltypen.
2 Kalkdünger, die bereits aus einer Kombination nach Nr. 1 bestehen, dürfen nicht erneut zur Mischung verwendet sein.
3 Die Mindestgehalte nach Spalte 2 des jeweiligen Ausgangstyps reduzieren sich im Falle einer Mischung nach Nr. 1 für das jeweilige Endprodukt um ein Drittel, soweit nicht ausschließlich eine Zugabe von Magnesiumdüngern erfolgt.
Salzsäure, mindestens 30 %,
ab einem Gehalt von
25 % MgCO3 mindestens
CaCO3 4 %-Punkte Calciumcarbonat, daneben
b) Azotobakter auf Torf, wenn
1.000 wirksame Azoto-
c) Brennraumasche von
unbehandelten Pflanzen
Zeile 7.3.16 Das Düngemittel darf als „Kohlensaurer
Magnesiumkalk" bezeichnet sein, wenn der
Gehalt an MgCO3 und MgO mehr als 15 %
Das Düngemittel darf mit dem Hinweis „leicht
umsetzbar" gekennzeichnet sein, wenn die
- keine Mischung mit anderen kohlensauren
- das Düngemittel muss als „Kohlensaurer
Kalk aus Meeralgen" bezeichnet sein.
Kalk aus holozänem Kalk" bezeichnet
es mindestens 1.000 wirksame Azotobakter-
- maximal 30 % Brennraumasche und nur
„Enthält basisch wirksame Pflanzenasche"
gekennzeichnet sein,
- keine Verwendung von Aschen aus der
letzten filternden Einheit im Rauchgasweg,
keine Kondensatfilterschlämme.
beim Inverkehrbringen dürfen
nicht mehr als 9 % CaO
CaO 4 %-Punkte Calciumoxid, daneben auch
Kreide natürlicher Lagerstätten;
auch mischen untereinander
durch Brennen Das Düngemittel darf als „Branntkalk, körnig"
oder „Magnesium-Branntkalk, körnig" bezeichnet
sein, wenn es zusätzlich folgenden Anforderungen
„Bei der Anwendung in der Forstwirtschaft die
hohe Wirkungsintensität beachten".
Carbonatanteil <= 65 %
4 %-Punkte Calciumcarbonat, -hydroxid
Magnesiumcarbonat, -hydroxid
oder -oxid, aus Kalkstein,
Dolomit oder Kreide natürlicher
Lagerstätten;
durch Mischen oder Brennen,
auch teilweises Brennen,
auch Zugabe von Wasser zur
Staubbindung. Bezeichnung nach Spalte 1 gilt auch für
recarbonatisierten Branntkalk.
CaO 3 %-Punkte Silikate von Calcium und
aus Hochofenschlacke Bei Siebdurchgang nach Spalte 4 Buchstabe b
muss das Düngemittel mit einem Hinweis auf eine
stark verlangsamte Wirkung gekennzeichnet sein.
Siebdurchgang bei Herstellung
nach Spalte 5 Buchstabe
40 % bei 0,315 mm.
CaO 3 %-Punkte Silikate und Oxide von
Calcium und Magnesium aus der
a) Vermahlen von
Pfannenschlacke Ausgangsstoffe und Art der Herstellung nach
Spalte 5 müssen angegeben sein.
1.4.6 Kalkdünger aus
Anlage 2 Tabelle 6.4
Spalte 1] 30 % CaO
25 % MgCO3 mindestens 10 %
Carbonatanteil <= 40 %
3 %-Punkte Oxide, Hydroxide, Silicate oder
Carbonate von Calcium und
Tabelle 6.4 In der Typenbezeichnung ist der Klammeraus-
Tabelle 6.4 Spalte 1 zu ersetzen.
Bei ausschließlicher Verwendung von Aschen
pflanzlicher Herkunft nach Anlage 2, Tabelle 7.3
Zeile 7.3.16 Mindestgehalt nach Spalte 2:
Keine Verwendung von Aschen aus der letzten
filternden Einheit im Rauchgasweg, keine
Kalke nach Anlage 2 Tabelle 6 Nr. 6.4.12 und
6.4.13 dürfen abweichend von den Vorgaben zur
Herstellung nach Spalte 5 auch mit Kalken nach
Tabelle 6 Nr. 6.4.2, 6.4.4 und 6.4.6 gemischt sein.
- Bezeichnung nach Spalte 1:
„Calciumformiat-flüssig",
- Mindestgehalt nach Spalte 2: 12 % Ca.
Angabe der basisch wirksamen
Bestandteile in % CaCO3
bewertet nach Umsetzung in
verdünnter Salzsäure,
von Magnesit Das Düngemittel darf auch als „Magnesit"
Brennen von Magnesit nur bei
einer Brenntemperatur
<= 1.800 °C
60 % des angegebenen Ge-
haltes an MgO wasserlöslich
Magnesit: 97 % bei 0,2 mm
K2O 1 %-Punkt Magnesiumsulfat-Monohydrat,
Kieserit in Mischung mit Dolomit
und Magnesit,
auch unter Zugabe von Kalium-
sulfat Bei Zugabe von Kaliumsulfat:
- Mindestgehalte nach Spalte 2: 8 % MgO,
6 % K2O, insgesamt 20 %
- Weiterer typbestimmender Bestandteil nach
1.5.7 Magnesiumdünger-
Suspension 15 % MgO Magnesiumoxid Magnesium bewertet als
1.5.9 Elementarer
Schwefel fest:
Carbonate oder Oxide von
Calcium oder Magnesium aus
Natur- und Industrieherkünften
97 % bei 1 mm,
S 0,5 %-Punkt Sulfate, Sulfite, Hydroxide, Oxide
oder Carbonate von Calcium;
bei der Monoverbrennung von
Steinkohle Im Rahmen der Hinweise zur sachgerechten
Anwendung Ergänzung der Kennzeichnung um
die Worte „Bei der Bemessung der Düngung auf
den Schwefelbedarf achten".
mindestens 1 % betragen;
für Phosphat Gehaltsangaben
und weitere Erfordernisse nach
Anlage 2 Tabelle 5 Auf chemischem Wege, durch
Mischen (fest) oder Lösen
(Lösung) gewonnenes Erzeugnis;
Kalk aus Meeralgen
- Mindestgehalt nach Spalte 2: 10 % CaCO3;
- Spalte 3: Calciumcarbonat;
- Spalte 4: Kalk bewertet als CaCO3;
- Kennzeichnung gemäß Anlage 2
Tabelle 10.1.8.
Kaliumoxid Für die Stickstoffformen 3.2
mindestens 1 % betragen. Auf chemischem Wege, durch
auch Umhüllung Beim Mischen von Kaliumnitrat mit Salpetersäure
darf das Düngemittel nur in geschlossenen
insgesamt 3 % Phosphat in den
Kaliumoxid Für Phosphat Gehaltsangaben
oder Suspendieren (Suspension)
gewonnenes Erzeugnis;
- Mindestgehalt nach Spalte 2 für
- bei trockenem Material Granulierung,
4 % Stickstoff in den
Kaliumoxid Bei den Stickstoffformen 3.2
mindestens 1 % betragen.
Gehaltsangaben und weitere
Erfordernisse nach Anlage 2
Tabelle 5 Auf chemischem Wege oder durch
auch Lösen von Düngesalzen in
Wasser und Einschließen in
auch unter Verwendung von
Aschen nach Anlage 2
- Ionenaustauscher auf der
benzol-Copolymer Bei Einschließen in Kapseln ist das Düngemittel
als „verkapselt" zu bezeichnen.
Bei Verwendung von Ionenaustauschern ist die
Kennzeichnung wie folgt zu ergänzen:
„Das Düngemittel ist nur in Systemen zu
verwenden, die eine getrennte Entsorgung des
gebrauchten Trägermaterials ermöglichen".
- Mindestgehalt nach Spalte 2 für festen
2 % P2O5,
- keine Verwendung von Aschen aus der letzten
4 % K2O auch Zugabe von Kohlensaurem
Kalk aus Meeralgen Bei Zugabe von Kohlensaurem Kalk
(bezogen auf TM) Typbestimmende
NPK-Dünger Einnährstoff-
dünger nach
3 % für den
Zweinährstoff-
und Dreinähr-
stoffdünger
50 % des in % angegebenen
Gehaltes, jedoch nicht mehr als
1 %-Punkt, bei ausschließlicher
K2O 3 %-Punkte,
5 %-Punkte Stoffe nach Anlage 2 Tabelle 7.1,
7.2 sowie organische Stoffe nach
Anlage 2 Tabelle 7.4.;
auch in flüssiger Form Die Typenbezeichnung des Düngemittels ist nach
den enthaltenen Nährstoffen nach Spalte 1 zu
P-, K-, NP-, NK-,
PK- oder
Mindestgehalt an organischer
Substanz: 10 % bezogen auf TM
1 %-Punkt,
5 %-Punkte Stoffe nach Anlage 2 Tabelle 7;
den enthaltenen Nährstoffen nach Spalte 2 zu
(bezogen auf TM) Zusätzliche
4.1.1 Typenbezeichnung
nach Abschnitt 1, 2, 0,02 % B
0,02 % Cu Bor, Kobalt, Kupfer, Eisen,
Mangan, Molybdän oder
wasserlöslicher Gehalt Mineralische Ein- und Mehrnähr-
stoffdünger der Abschnitte 1, 2
oder 5 sowie Düngemittel nach Das Düngemittel muss mindestens einen der
in Spalte 3 genannten Spurennährstoffe
3 oder 5, ergänzt
„mit Spurennähr-
„mit" sowie durch
oder ihr chemi-
sches Symbol in
Spalte 2 0,04 % Fe
0,02 % Zn Toleranzen für jeden
Spurennährstoff:
- 50 % des in % ange-
gebenen Gehaltes, jedoch
nicht mehr als 0,4 %-Punkt
- bei einem Gehalt an
Eisen 2 %-Punkte. Abschnitt 3;
auch Zugeben von Spurennähr-
stoffen nach Abschnitt 4.2 Bei Inverkehrbringen für eine Anwendung in
der Landwirtschaft außer Gartenbau Mindest-
gehalte nach Spalte 2:
- 1,0 % bezogen auf TM Fe
- 0,2 % bezogen auf TM Mn
Höchstgehalte für Kupfer 0,07 % bezogen auf TM
und Zink 0,5 % bezogen auf TM, davon ausgenommen
- nach Abschnitt 4.2 zugelassenen
Spurennährstoffdüngern
- nach Abschnitt E1 der EG-VO 2003/2003
Höchstgehalt für Kupfer 0,2 % bezogen auf TM für
Holz-Brennraumaschen bei Rückführung
Suspension 22 % Cu Kupfer Kupfer bewertet als Gesamt-
4.2.2 Eisensalz 8 % Fe wasserlösliches Eisen Eisen bewertet als
Gesteinsmehl oder Dolomit Das Anion des Mineralsalzes muss angegeben
4.2.3 Spurennährstoff-
Mischdünger 0,2 % B
98 % bei 1,0 mm,
98 % bei 2,8 mm,
20 % für den in % angegebe-
nen Gehalt für jedes Element,
jedoch nicht mehr als jeweils
0,4 %-Punkte Bor- und metallhaltige Stoffe,
auch in Chelatform, in wasser-
und nicht wasserlöslicher Form Das Düngemittel muss mindestens zwei der in
Spalte 3 genannten Spurennährstoffe enthalten.
Die Art des Ausgangsmaterials muss angegeben
Anlage 2 Tabelle 5;
für jeden Nährstoff nach Spalte
2: 25 % des in % angegebenen
2: 0,25 %-Punkte,
2: 5 % des in % angegebenen
Gehaltes. Auf chemischem oder
physikalischem Wege gewonne-
nes Erzeugnis aus aufbereiteten
Stoffen nach Anlage 2 Tabelle 7
Die Typenbezeichnung ist gegebenenfalls um
das Wort „auf" und um die Angabe verwendeter
Trägermaterialien zu ergänzen.
Nur zur Düngung von Rasen"
Nur zur Düngung von Zierpflanzen"
Für Kultursubstrate aus mineralischen Bestandteilen, die im Rahmen der Hinweise zur sachgerechten Anwendung für eine ausschließliche Verwendung als Dachsubstrate oder als Substrate für die Innenraumbegrünung gekennzeichnet sind, genügt für die Angabe von Gehalten nach Nr. 1.2.1 bis 1.3.4, ausgenommen Nr. 1.3.3, die Angabe einer Obergrenze.
Angaben zur „Verordnung (EG) Nr. 1774/2002" beziehen sich auf die Verordnung (EG) Nr. 1774/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 3. Oktober 2002 (ABl. EG Nr. L 273 S. 1) mit Hygienevorschriften für nicht für den menschlichen Verzehr bestimmte tierische Nebenprodukte in der jeweils geltenden Fassung („Hygieneverordnung").
Tabelle 1 Kennzeichnungsschwellen und Grenzwerte für...
Nebenbestandteil Kennzeichnung
ab... % TM
Einheit) Toleranz Einschränkungen/Ergänzungen
1.1... nicht den Düngemitteltyp bestimmende Nährstoffe in Düngemitteln außer Wirtschaftsdüngern
1.1.5 Magnesium (MgO) 0,3 % 50 %, 1,5 %-Punkte Magnesium bewertet als Magnesium-
oxid (MgO)
Kennzeichnung ab 1,7 % MgO
1.1.6 Magnesiumoxid (MgO) 5 % 50 %, 2,5 %-Punkte Für Düngemittel des Abschnittes 1.4.
1.1.7 Magnesiumcarbonat (MgCO3) 5 % 50 %, 2,5 %-Punkte Für Düngemittel des Abschnittes 1.4.
1.1.8 Natrium (Na) 0,2 % 50 %, 1,5 %-Punkte Für Düngemittel der Abschnitte 1 und 2
1.1.9 wasserlösliches Calcium (Ca) 5,7 % 0,7 %-Punkt Für flüssige Düngemittel.
1.2... Nährstoffe in Wirtschaftsdüngern, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten und Pflanzenhilfsmitteln
1.2.1 Stickstoff (N) 0,1 % 50 %, 1 %-Punkt Für Bodenhilfsstoffe, Pflanzenhilfsmittel
1.2.3 Phosphat (P2O5) 0,1 % 50 %, 1 %-Punkt Für Bodenhilfsstoffe, Pflanzenhilfsmittel
1.2.5 Kalium (K2O) 0,1 % 50 %, 1 %-Punkt Für Bodenhilfsstoffe, Pflanzenhilfsmittel
1.2.7 Magnesium (Mg) 0,1 % 50 %, 1 %-Punkt Für Bodenhilfsstoffe, Pflanzenhilfsmittel
1.2.9 Schwefel (S) 0,1 % 50 %, 1 %-Punkt Für Bodenhilfsstoffe, Pflanzenhilfsmittel
1.2.2 Stickstoff (N) 0,1 % 50 %, 1 %-Punkt Für Kultursubstrate
Für Kultursubstrate mit besonderer Zweck-
bestimmung wie für Dachsubstrate gilt eine
Deklarationspflicht ab 0,005 %.
1.2.4 Phosphat (P2O5) 0,1 % 50 %, 1 %-Punkt Für Kultursubstrate
1.2.6 Kalium (K2O) 0,1 % 50 %, 1 %-Punkt Für Kultursubstrate.
1.2.8 Magnesium (Mg) 0,1 % 50 %, 1 %-Punkt Für Kultursubstrate.
1.2.10 Schwefel (S) 0,1 % 50 %, 1 %-Punkt Für Kultursubstrate.
1.2.11 Bor 0,01 % 20 %, 0,4 %-Punkt Für Wirtschaftsdünger, Bodenhilfsstoffe,
Kultursubstrate, Pflanzenhilfsmittel.
Anwendung zusätzliche Kennzeichnung mit
den Worten „Vorsicht bei borempfindlichen
Kulturen".
1.2.12 Kupfer 0,05 % 20 %, 0,4 %-Punkt Für Wirtschaftsdünger, Bodenhilfsstoffe,
1.2.13 Zink 0,1 % 20 %, 0,4 %-Punkt Für Wirtschaftsdünger, Bodenhilfsstoffe,
1.2.14 Kobalt 0,004 % 20 %, 0,4 %-Punkt Für Wirtschaftsdünger, Bodenhilfsstoffe,
1.3... weitere Nebenbestandteile, außer Stoffe nach Tabelle 1.4
1.3.1 (gestrichen)
1.3.2 Basisch wirksame
Bestandteile (als CaO) 5 % 50 %, 2,5 %-Punkte Für Düngemittel, Bodenhilfsstoffe und
Für als Dachsubstrate gekennzeichnete
Kultursubstrate nur Angabe einer Obergrenze
für die basisch wirksamen Bestandteile.
Die Bezeichnung Neutralisationswert darf
zusätzlich in Klammer angefügt sein.
1.3.3 Organische Substanz 5 % 50 %, 5 %-Punkte Für Düngemittel, Bodenhilfsstoffe oder
Für Kultursubstrate:
Kennzeichnung bei... % organischer
<= 5 % „enthält wenig organische Substanz"
>= 80 % „enthält viel organische Substanz".
1.3.5 Selen (Se) 0,0005 % 25 % Für Düngemittel, Bodenhilfsstoffe,
Kultursubstrate oder Pflanzenhilfsmittel.
1.3.6 Chlorid (Cl) jeder Gehalt 0,2 % Für Düngemittel, außer Wirtschaftsdünger.
Die Angabe „chloridarm" darf nur verwendet
sein, wenn der Chloridgehalt 2 % Cl nicht
1.4... Schadstoffe
ab... mg/kg TM
Einheit Toleranz in % des
Wertes jeweils bis
zu Grenzwert
50 mg/kg P2O5
1.4.4 Chrom (ges.) 300 50 % -
1.4.5 Chrom ( CrVI ) 1,2 50 % 2 Brennraumaschen aus der
Verbrennung von naturbe-
lassenem Rohholz sind vom
Grenzwert nach Spalte 4
ausgenommen, wenn durch
deutliche Kennzeichnung auf
ihre ausschließliche
Rückführung auf forstliche
Standorte hingewiesen wird.
1.4.6 Nickel (Ni) 40 50 % 80 Bei Gesteinsmehlen kann der
Grenzwert nach Spalte 4 um
50 % überschritten werden.
1.4.9 Perfluorierte Tenside
(PFT) 0,05 0,1 Summe aus Perfluoroctansäure
(PFOA) und Perfluoroctansulfonat
Tabelle 2 Nitrifikations- und Ureasehemmstoffe
Stoff Mindestanteil in %, bezogen auf
den Gesamtgehalt an Ammonium-,
Carbamid- und Cyanamidstickstoff Sonstige Bestimmungen
2.1.2 Gemisch aus Dicyandiamid und
Ammoniumthiosulfat Dicyandiamid: 7,7
3-Methylpyrazol 2,0 Gemisch im Verhältnis 15: 1
Der Gehalt an Methylpyrazol im Dünger darf
0,5 % nicht übersteigen.
2.1.4 Gemisch aus Dicyandiamid und
1 H-1,2,4-Triazol 2,0 Gemisch im Verhältnis 10: 1.
2.1.6 Gemisch aus 1H-1,2,4-Triazol und
3-Methylpyrazol 0,2 Gemisch im Verhältnis 2: 1.
2.2.1 N-(2-Nitrophenyl)phosphorsäure-
triamid (2-NPT) Anteil, bezogen auf den
Tabelle 3 Zulässige Stickstoffformen für mineralische Mehrnährstoffdünger
Tabelle 4 Zulässige Phosphatformen und Phosphatlöslichkeiten
4.1 Phosphatformen
4.2.7 Gesamtphosphat, davon mindestens 75 % des angegebenen Gehalts an P2O5 in alkalischem Ammoncitrat (Joulie) löslich
4.2.8 Gesamtphosphat, davon mindestens 55 % des angegebenen Gehalts an P2O5 in 2 %iger Ameisensäure löslich
4.2.9 Gesamtphosphat, davon mindestens 45 % des angegebenen Gehalts an P2O5 in 2 %iger Ameisensäure löslich,
mindestens 20 % des angegebenen Gehalts an P2O5 wasserlösliches Phosphat
sein Angabe
Tabelle 4) Mindest-
(Masseprozent) Nicht enthalten sein dürfen
5.1 a) weniger als 2 % wasser-
löslichem P2O5 *) 4.2.2 Thomasphosphat,
b) 2 % und mehr wasser-
löslichem P2O5 *) 4.2.1; 4.2.3
5.2 Rohphosphat mit
wasserlöslichem Anteil „mit Rohphosphat
mit wasserlöslichem
Anteil" 4.2.9 Löslichkeit 4.2.1:
2 % andere Phosphatarten
daneben Glühphosphat,
Monocalciumphosphat oder
Dicalciumphosphat verwendete
Phosphatarten 4.2.10 andere als in Spalte 1 genannte
Phosphatarten
5.4 Dicalciumphosphat „mit Dicalcium-
phosphat" 4.2.5 andere Phosphatarten
5.5 Rohphosphat „mit Rohphosphat" 4.2.1
4.2.11 2,5 %
- Thomasphosphat,
5.6 teilaufgeschlossenem
Rohphosphat „mit teilaufgeschlos-
senem Rohphosphat" 4.2.1
[Angabe nach Tabelle 6.2] „mit Phosphatdüngern
aus [Stoff nach
Tabelle 6.2]" 4.2.1
5.8 weicherdigem Rohphosphat „mit weicherdigem
Rohphosphat" 4.2.8 andere Phosphatarten
Der Anteil an ausschließlich mineralsäurelöslichem P205 darf 2 % nicht überschreiten.
Tabelle 6 Besondere Ausgangsstoffe für bestimmte mineralische Düngemittel nach Anlage 1
Die nachfolgenden als Hauptbestandteil für bestimmte Düngemittel eingesetzten Ausgangsstoffe sind häufig Rückstände aus Produktionsprozessen, die nicht auf die Erzeugung dieser Ausgangsstoffe ausgerichtet sind. Für diese Stoffe gelten deshalb ggf.zusätzliche besondere Auflagen in den jeweiligen Vorbemerkungen oder in den Vorgaben für einzelne Düngemitteltypen der Anlage 1.
6.1 Ammoniumsulfat-Lösung aus der [Bezeichnung nach Spalte 1] nach Anlage 1 Nr. 1.1.12
6.1.1 Abluftreinigung Abluftreinigung im Rahmen der Herstellung
und Verarbeitung von Lebens-, Genuss-
und Futtermitteln, Energieerzeugung und
Alkoholherstellung, von Ställen, Kläran-
lagen und Anlagen zur ausschließlichen
6.1.2 Abgasreinigung aus Verbrennungsanlagen
6.1.4 Abwasserbehandlung Stoffe aus der kommunalen und
betrieblichen Abwasserbehandlung
6.1.5 biotechnologischen
Behandlung von [Stoff nach
Tabelle 7.1 oder Tabelle 7.2] Stoffe nach den Tabellen 7.1 und 7.2
6.1.7 Verarbeitung von Zuckerrüben
6.1.9 Verwertung von gebrauchten
Ammoniumsulfatlösungen Regeneration NH4-beladener Zeolithe
bei der Aufbereitung gebrauchter
Ammoniumsulfatlösungen
6.2 Phosphatdünger aus der [Bezeichnung nach Spalte 1] nach Anlage 1 Nr. 1.2.9
tierischer Herkunft Stoffe nach Tabelle 7.2 Nr. 7.2.1
6.2.2 Verbrennung Stoffe
tierischer Herkunft Aschen von Stoffen nach Tabelle 7.2.
Keine Verwendung von Aschen aus der
keine Kondensatfilterschlämme. In granulierter oder staubgebundener Form.
- bei 0,1 mm max. 0,2 %,
- bei 0,05 mm max. 0,05 %,
- bei 0,01 mm max. 0,005 %.
Klärschlämmen Aschen von Klärschlämmen nach Tabelle
7.4 Nr. 7.4.3.
keine Kondensatfilterschlämme. In granulierter oder staubgebundener Form
- Calciumchlorid,
- Kalkmilch,
- Magnesiumchlorid,
- Magnesiumoxid oder -hydroxid Soweit nicht Düngemittel nach Anlage 1
Abschnitt 1.2 Nr. 1.2.1 oder Nr. 1.2.2.
6.3 Kaliumdünger aus der [Bezeichnung nach Spalte 1] nach Anlage 1 Nr. 1.3.4
6.3.2 Verarbeitung von
Ölen und Fetten Öle und Fette pflanzlichen Ursprungs
aus der Biodieselproduktion
- aus der Lebensmittel- und
- aus der Biodieselproduktion,
- aus der Verarbeitung von Wolle Verseifung, Ver- oder Umesterung von
6.3.3 Aufbereitung von Aschen Brennraumaschen von naturbelassenen
pflanzlichen Ausgangsstoffen nach
keine Kondensatfilterschlämme. Auch Auslaugen von Aschen
(Kaliumcarbonat).
6.4 Kalkdünger aus der [Bezeichnung nach Spalte 1] nach Anlage 1 Nr. 1.4.6
6.4.1 Gewinnung oder Verarbeitung
von Kalkstein oder Dolomit Siebdurchgang:
- 97 % bei 3,15 mm,
- 70 % bei 1,0 mm.
6.4.2 Herstellung von
Stickstoffdüngern Schwarzkalk aus der Herstellung von
Umwandlungskalk aus dem Odda-
Kalk aus dem Strippen von Ammoniak
mit CaSO4
6.4.3 Herstellung von Atemkalk Rückstände aus der Herstellung des Kalkes Keine Rückstände aus der Verwendung in
6.4.4 Herstellung von Zucker Aus der Verarbeitung von Zuckerrüben,
Aus der Verarbeitung von Milchzucker Durch Zugabe von Kalk und Kohlendioxid
gefällter Niederschlag.
Bei der Verarbeitung von Zuckerrüben
darf die Düngemitteltypenbezeichnung
um Carbokalk ergänzt werden.
Material der Kategorie 3 nach der Verord-
nung (EG) Nr. 1774/2002.
6.4.6 Aufbereitung von Trink- und
Brauchwasser Aus der Entcarbonatisierung und
Aufhärtung. Siebdurchgang:
Fe2O3 <= 5 % bezogen auf TM,
MnO <= 5 % bezogen auf TM.
Keine Schlämme aus der Enteisenung und
der Entmanganung.
Klarablaufwasser Aus der Phosphatfällung mit Kalk in
kommunalen Kläranlagen. Siebdurchgang:
Frischfasern aus der Weißpapierherstellung
einschließlich in diesem Prozess anfallen-
der Papierschlamm. Im Rahmen der Hinweise zur sach-
gerechten Anwendung ist auf die
N-Immobilisierung hinzuweisen.
6.4.10 Verbrennung von Papier Aschen aus der energetischen Nutzung
von Papierreststoffen aus der Papierher-
keine Kondensatfilterschlämme. Ohne Mischverbrennung mit Altpapieren
oder mit anderen Stoffen.
6.4.11 Verbrennung pflanzlicher
Stoffe Brennraumaschen von naturbelassenen
6.4.12 Verbrennung von Braunkohle Brikettier-Braunkohlenaschen aus aus-
schließlicher Verbrennung von Braunkohle.
6.4.13 Entschwefelung von Abgasen Aus der Verbrennung von Steinkohle. Durch Sprühabsorptionsverfahren (SAV)
durch Trockenadditivverfahren (TAV)
durch Verbrennung im Wirbelschicht-
6.4.14 Herstellung von Siedesalz Carbonatfällung aus der Natriumchlorid-
Sole, Rohsole oder Kavernensole.
6.4.16 anaeroben Aufbereitung
von organischen Stoffen
6.4.17 Gewinnung von Kohlendioxyd
aus natürlichen Wässern Eisenoxidgehalt <= 5 %
6.4.18 Aufbereitung von Wiesen-
kalken, Mergel Kalkhaltige natürliche Ablagerungen,
auch Kalkböden. Mindestgehalt nach Spalte 2 für den Typ
nach Anlage 1 Nr. 1.4.6 [Kalkdünger aus...]:
15 % CaO/TM.
6.4.21 Aufbereitung von Ziegelei-
kalken Ergänzung der Kennzeichnung:
„Keine Anwendung auf Grünland oder
auf mit Gemüse oder Feldfutter bestellten
Flächen".
Tabelle 7 Hauptbestandteile
als Hauptbestandteil für Düngemittel nach Anlage 1 Abschnitt 1, 2, 4 und 5 ggf. zusätzlich zulässige oder für Düngemittel nach Anlage 1 Abschnitt 3 ausschließlich zulässige Ausgangsstoffe (vgl. dazu § 3).
Feste Stoffe dürfen nur zerkleinert und streufähig aufbereitet in den Verkehr gebracht werden. (Siebdurchgang: 90 % bei 20 mm, ausgenommen Bodenhilfsstoffe unter ausschließlicher Verwendung von Rinde und unter Angabe des Anwendungszwecks als „Rindenmulch" sowie des Anteils, der einen Siebdurchgang von 20 mm überschreitet).
7.1.1 Organisches Bodenmaterial Torf
Heilerde Corg >= 10 %
Für Torf: Angabe „Hochmoor-" oder
„Niedermoortorf" mit Zersetzungsgrad
Für Heilerde: keine Medikamentenrück-
- der Lebens-, Genuss- und
Futtermittelherstellung sowie
Forstwirtschaft, Landwirtschaft;
und verarbeitenden Industrie,
- der technischer ung Herstell
- der Energiegewinnung,
- der Verarbeitung von Heil- und
- Küchen und Kantinenabfälle,
- Reet,
- Sphagnum Der verwendete Stoff nach Spalte 2 ist
Heil- und Gewürzpflanzen und deren
Rückstände, soweit bei der Verarbeitung
nur Wasser oder Ethanol als Extraktions-
mittel eingesetzt wurden.
Bei Reet: nur unbehandelt, keine Rück-
stände einer vorherigen Verwendung.
Insbesondere für Rüben und Rückstände
aus der Rübenverarbeitung sowie Kartof-
feln und Rückstände aus der Kartoffel-
verarbeitung einschließlich Kartoffelfrucht-
wasser wird auf § 5 Abs. 2 Nr. 2 verwiesen.
Umfasst auch Flotate, Fugate und
Schlämme pflanzlicher Herkunft; bei allen
Flotaten, Fugaten und Schlämmen ist die
Verwertung nur gestattet, wenn an der
Anfallstelle keine Vermischung mit
Reinigungsmittel nicht in die Schlämme
7.1.3 Organische Stoffe aus
der Filtration Filtrationsrückstände aus der
Herstellung von Lebens-, Genuss-
und Futtermitteln Auch mit enthaltenen organischen
Filtermaterialien aus Zellulose, Maisstärke
oder mineralischem Filtermaterial nach
im Rahmen der Kennzeichnung Angabe
der verwendeten Filtermaterialien.
feln und Rückstände aus der Kartoffelver-
arbeitung einschließlich Kartoffelfrucht-
7.1.4 Pflanzliches Filtermaterial aus der biologischen Abluftreinigung Abluftreinigung im Rahmen der Herstellung
und Verarbeitung von Lebens- und Futter-
mitteln, tierischen Nebenprodukten und
von Ställen.
7.1.5 Rizinusschrot Nur bei unbedenklichen Gehalten an Ricin
(keine akute orale Toxizität bei Aufnahme
von bis zu 2.000 mg Rizinusschrot/kg
Körpermasse bei Ratten)
- bei 0,01 mm max. 0,005 %,
gewerbsmäßiges Inverkehrbringen nur in
geschlossenen Packungen,
nur nach einer Behandlung mit Mitteln
(Vergällung), die eine Aufnahme durch
Tiere (insbesondere Hunde) unterbinden,
eine Vermischung mit Stoffen, die einen
Anreiz für die Aufnahme durch Tiere dar-
stellen, darf nicht erfolgen,
im Rahmen der Hinweise zur sachgerech-
ten Anwendung und Lagerung die Anga-
„Bei Lagerung und Ausbringung des Dün-
gemittels sind notwendige Vorkehrungen
zu treffen, um die Aufnahme durch Tiere
zu vermeiden. Eine Vermischung und Ver-
arbeitung mit Stoffen, die einen Anreiz für
die Aufnahme durch Tiere darstellen, darf
nicht erfolgen. Reizwirkungen sind bei
empfindlichen Personen möglich."
7.1.6 Pflanzliches Abfisch- und
Rechengut Bestandteile des Treibsels
7.1.7 Pilzkultursubstrate abgetragene Substrate aus der
Speisepilzherstellung Abtötung der Pilzkulturen durch Dämpfung
oder andere geeignete Behandlung, keine
Abtötung durch Fungizide.
7.1.8 Fermentationsrückstände
pflanzlicher Herkunft a) aus der Enzymproduktion
b) aus der Vitaminproduktion
c) aus der Arzneimittelproduktion Zu Spalte 2 Buchstabe a:
für die Herstellung von Lebens-,
Genuss- oder Futtermitteln.
aus der Herstellung von Vitamin B2 für
die Erzeugung von Lebens-, Genuss- und
Pilzmycele des Penicillium chrysogenum
und Acremonium chrysogenum, dazu
- Behandlung bis zur vollständigen
Abtötung des Pilzmycels, keine
Abtötung durch Fungizide,
- Angabe des verwendeten
Behandlungsverfahrens.
Ergänzung der Kennzeichnung im
Rahmen der Hinweise zur sachgerechten
Einarbeiten."
7.1.9 Pflanzliches Eiweißhydrolysat
und pflanzliche Aminosäuren Ergänzung der Kennzeichnung im
7.1.10 Kohlen Braunkohle, auch Leonardit, Xylith, nicht als
Rückstand aus vorherigen Produktions-
oder Verarbeitungsprozessen
Holzkohle aus chemisch unbehandeltem
- als Ausgangsstoff für Kultursubstrate,
- als Trägersubstanz in Verbindung mit
- Xylith, Leonardit auch als
Nr. 1774/2002 zugelassene Stoffe:
1. Material nach Artikel 5 Abs. 1
a) Gülle, Festmist, Jauche (= Gülle
im Sinne der Verordnung (EG)
Nr. 1774/2002), davon aus-
genommen Guano,
b) Magen- und Darminhalte nach
Artikel 5 Abs. 1 Buchstabe a,
c) Stoffe aus der Behandlung von
Abwässern nach Artikel 5 Abs. 1
d) Stoffe von Tieren und Tierteilen
nach Artikel 5 Abs. 1 Buchstabe e,
e) hemmstoffhaltige Milch nach
Artikel 5 Abs. 1 Buchstabe c,
wenn diese Milch in betriebs-
üblichen Mengen von landwirt-
schaftlichen Betrieben zurück-
2. Material nach Artikel 6 Abs. 1 Keine Verwendung von tierischen Fetten
als Ausgangsstoff (Zugabe von Fetten als
Nr. 8.3.4).
Für Stoffe nach Spalte 2 Nr. 1 Buchstabe c
- Transport nur in geschlossenen
- streufähig aufbereitet,
- in staubgebundener Form, z. B.
- Siebdurchgang bei 0,1 mm
bis e Ergänzung der Kennzeichnung:
= Bei Lagerung, Transport und
Ausbringung sind notwendige
Vorkehrungen zu treffen, um die
Aufnahme durch Nutztiere zu
= Auf sonstigen Grünflächen
einschließlich Zierrasen, Sportrasen
etc. nach der Aufbringung wässern."
„Keine Mischung mit Futtermitteln."
Für Stoffe nach Spalte 2 Nr. 2 Ergänzung
- Im Rahmen der Hinweise zur sach-
gerechten Anwendung und Lagerung
= „Anwendungsvorgaben: Bei
Lagerung, Transport und
= „Keine Mischung mit Futtermitteln."
Für Stoffe nach Spalte 2 Nr. 2 bei
und bei maximaler Gebindegröße bis 25 kg
- Zur Düngung im Haus- und Kleingarten.
= „Anwendungsvorgaben:
Grünflächen, Zierrasen, Sportrasen
etc. nach der Aufbringung wässern
auf sonstigen Flächen einarbeiten."
Für alle Stoffe nach Spalte 2 Nr. 1
an der Anfallstelle keine Vermischung
mit Abwässern oder Schlämmen
außerhalb der spezifischen Produktion
erfolgt und im Verarbeitungsprozess
eingesetzte Reinigungsmittel nicht in
die Stoffe gelangen können.
- Auf die erforderliche Kennzeichnung
nach Verordnung (EG) Nr. 181/2006 in
Artikel 4 wird verwiesen; ausgenommen
sind Stoffe nach Spalte 2 Nr. 2 bei
und bei maximaler Gebindegröße
- Gülle im Sinne der Verordnung (EG)
Nr. 1774/2002 sind Exkremente
und/oder Urin von Nutztieren, mit
oder ohne Einstreu, also auch Jauche,
Festmist, sowie Guano, jeweils un-
verarbeitet oder verarbeitet in Über-
einstimmung mit Anhang VIII
Kapitel III bzw. in Biogasanlagen
oder Kompostieranlagen umgewandelt.
- Für Hinweise zur erforderlichen
Hygienisierung siehe auch
TierNebV und BioAbfV.
7.2.2 Tierische Exkremente nicht
von Nutztieren Heimtiere u. a., soweit diese nicht
als Nutztiere der Verordnung (EG)
Nr. 1774/2002 unterliegen Die Tierart ist anzugeben.
der Enzymproduktion aus
tierischen Stoffen Aus der Herstellung von Lebens-,
7.2.4 Guano Von Seevögeln oder von Fledermäusen. Die Tierart und der Prozentanteil an
Guano im Produkt muss angegeben sein.
[Stoff nach Zeile
7.2.1 bis 7.2.3] Der Ausdruck in der eckigen Klammer ist durch
den jeweiligen Stoff nach Spalte 1 zu ersetzen.
Für Abwässer von Stoffen nach 7.2.1 gelten zu-
sätzlich die Kennzeichnungsauflagen nach Zeile
7.3.1 Düngemittel Düngemittel nach Anlage 1
Düngemittel nach der Verordnung (EG)
Nr. 2003/2003, Anhang I Abschnitte A
bis D Zur Nährstoffergänzung eines bereits
als Bodenhilfsstoff, Kultursubstrat oder
Pflanzenhilfsmittel verkehrsfähigen Aus-
gangsstoffes nach Tabelle 7.1 oder Ta-
belle 7.2.
7.3.2 Feuerlöschpulver (ABC-Pulver) Soweit als Hauptbestandteil
Ammonphosphat enthalten ist Die Hydrophobierung darf einer
hinreichenden Pflanzenverfügbarkeit
7.3.3 Mineralwolle, Steinwolle Als Trägersubstanz
Kultursubstrate in Verbindung mit der
Zugabe von Nährstoffen mit zugelassenen
Stoff ist nur in Systemen zu verwenden,
die eine getrennte Entsorgung des Träger-
materials ermöglichen."
auch Bims, Trass, Tuff, Basalt,
Ölschiefer, Schiefer, Blähschiefer, Lava
keine Abfälle (z. B. Bauschutt) Als Strukturmaterial für Kultursubstrate,
Das Ausgangsgestein ist in Ergänzung der
Kennzeichnung nach Spalte 2 anzugeben.
7.3.5 Gesteinsmehle Auch anfallende Mehle aus dem Abbau
von Gesteinen, jedoch keine sonstigen
Abfälle (z. B. Bauschutt) Auch in aufbereiteter Form
keine Sande aus Sandfängen. Die Vorsorgewerte der Bundes-Boden-
schutz- und Altlastenverordnung nach
Anhang 2 Nr. 4 BBodSchV sind einzuhalten.
Die Vorsorgewerte der Bundes-Boden-
7.3.12 Ton Auch Rohton, Tonerden, Tonschiefer,
Zur Verbesserung von Aufnahme- und
Speichervermögen von Wasser und
Das Ausgangsmaterial nach Spalte 2 ist
7.3.15 Ziegelbruch Ziegelsand,
kein Ziegelbruch aus Bauschutt. Verwendung als Ausgangsstoff für
nach Tabelle 7.1, 7.2 oder
Tabelle 7.4] Verbrennung von Stoffen nach
Tabelle 7.1, 7.2 oder Tabelle 7.4, auch in
Ohne Aschen aus der letzten Stufe im
Ohne Kondensatschlamm.
Bei der Verbrennung von Holz nur natur-
belassene Hölzer. In granulierter oder staubgebundener Form
7.3.17 Erde aus der Reinigung
Erzeugnissen Rübenwasch- und -anhangerde sowie
Kartoffelwasch- und -anhangerde Hinweis:
aus der Rübenverarbeitung sowie
Kartoffeln und Rückstände aus der
Kartoffelverarbeitung einschließlich
Kartoffelfruchtwasser wird auf die
Vorgaben nach § 5 Abs. 2 Nr. 2 verwiesen.
7.4.1 Abwasser aus der Herstellung
von synthetischem Methionin Ergänzung der Kennzeichnung im
direkte Einbringung."
Fugate aus der Nahrungs-
mittelindustrie Aus Abwässern der
- Milchverarbeitung,
- Getränkeherstellung,
- Gelatineherstellung,
- Herstellung pflanzlicher Lebens-
und Genussmittel. Verwertung nur, wenn an der Anfallstelle
keine Vermischung mit Abwässern oder
Schlämmen außerhalb der spezifischen
Produktion erfolgt und keine Reinigungs-
mittel in die Schlämme gelangen können.
Ausgangsstoffe jeweils nur mit Stoffen
aufbereitet, die der notwendigen Abwas-
ser- und Schlammbehandlung einschließ-
lich Hygienisierung oder einer sonstigen
Zugabe von Kalk nur in einer Qualität, die
zugelassenen Düngemitteln entsprechen.
Angabe der bei der Aufbereitung zugege-
benen Stoffe und des jeweiligen Zwecks
der Zugabe (z. B. zur Konditionierung,
Hygienisierung, Fällung), bei der Zugabe
von Kalken auch Angabe der zugegebenen
Insbesondere für Rückstände aus der
Rübenverarbeitung sowie Rückstände
aus der Kartoffelverarbeitung einschließlich
Kartoffelfruchtwasser wird auf die Vorgaben
nach § 5 Abs. 2 Nr. 2 verwiesen.
7.4.3 Klärschlämme Aus der Behandlung von kommunalen
Abwässern entsprechend AbfKlärV Ab dem 1. Januar 2014 Einleitung von
Stoffen aus Verarbeitungsbetrieben
Tierischer Nebenprodukte und von
Schlachtabwässern aus Schlachthöfen
nach Artikel 4, 5 oder 6 der Verordnung
(EG) Nr. 1774/2002 nur, wenn ein Fest-
stoffrückhaltesystem mit einer maximalen
Maschenweite von 2 mm genutzt wird.
zugelassenen Düngemitteln entspricht.
Zugabe von Bioabfällen, nur im Rahmen
der Aufbereitung (z. B. im Faulturm) und
nur in einer Qualität, die der
Bioabfallverordnung entspricht.
Aufbereitung der Ausgangsstoffe nur mit
Stoffen, die der notwendigen Abwasser-
und Schlammbehandlung einschließlich
Hygienisierung oder sonstigen notwendi-
gen Behandlung dienen (siehe auch
Tabelle 8.1).
Keine Rückführung von Rechengut, Sand-
fanggut; keine Rückführung von Flotaten
oder Fettabscheiderinhalten aus fremden
Klärwerken (jeweils auch nicht im Rahmen
der Schlammaufbereitung).
Angabe der bei der Aufbereitung zuge-
gebenen Stoffe und des jeweiligen Zwecks
von Kalken Angabe des zugegebenen
Anteils in Prozent.
Klärschlammabgabe nur zur direkten
Verwertung in unvermischtem Zustand.
7.4.4 Organische Abfälle Organischer Abfall pflanzlicher und tieri-
scher Herkunft aus getrennter Sammlung
aus privaten Haushaltungen und gleiche
Ausgangsstoffe von Kleingewerbe.
Für Hinweise zur erforderlichen Hygienisie-
rung siehe TierNebV und BioAbfV.
Pilze Verwendung
- als Bodenimpfmittel,
- zur Aufbereitung von organischem
- zur Stimulierung des Pflanzenwachs-
tums und Verbesserung der Vitalität
Auf die Bestimmungen des Gentechnik-
rechts wird verwiesen.
7.4.6 Abgetötete Mikroorganismen Aus Feuerbrandbakterien gewonnenes
Präparat. Nur bei zerstörter DNS.
7.4.7 Synthetische Polymere Ab dem 31.12.2013 Verwendung nur, so-
weit sämtliche Bestandteile und das End-
produkt sich vollständig abbauen,
ausgenommen sind solche Bestandteile,
die ausschließlich in geschlossenen
abfallrechtlich entsorgt werden. Zur Verbesserung der Wasserhaltefähigkeit
Im Falle einer Verwendung nach Spalte 2
zweiter Teilsatz ab 31.12.2013 Ergänzung
Anwendung nur in geschlossenen
Entsorgung nach Abfallrecht.
7.4.8 Heilerden Keine gebrauchten Erden. Ohne Zusatz von Medikamenten, Körper-
pflegemitteln und vergleichbaren Stoffen.
7.4.9 Styropor Auch als Styromull. Verwendung als Ausgangsstoff für
Tabelle 8 Nebenbestandteile
Nebenbestandteile sind auch alle Stoffe nach Tabelle 1. Bei Aufbereitungshilfsmitteln nach Tabelle 8.1 und Anwendungshilfsmitteln nach Tabelle 8.2 handelt es sich jedoch um Stoffe, deren Zugabe in der Regel gezielt wegen eines zusätzlichen produktions- oder anwendungstechnischen Nutzens (vgl. § 3 Abs. 1 Nr. 2 und § 4 Abs. 1 Nr. 2) als Hilfsmittel zur Unterstützung der Anwendung oder Aufbereitung erfolgt.
Nebenbestandteile einschließlich Fremdstoffe nach Tabelle 8.3, die düngemittelrechtlich keinerlei Nutzen aufweisen, können daher nicht ausschließlicher und - von besonders gekennzeichneten Ausnahmen abgesehen - auch nicht überwiegender Bestandteil von Düngemitteln, Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten oder Pflanzenhilfsmitteln sein.
Die Tabellen 8.1 und 8.2 sind nicht abschließend, in den Tabellen 8.1 und 8.2 aufgenommene Stoffe nach Spalte 1 können jedoch nur unter den in den Spalten 2 und 3 getroffenen Maßgaben verwendet werden; Tabelle 8.3 ist abschließend gestaltet (siehe insbesondere auch § 3 Abs. 1 und § 4 Abs. 1).
- hochreine Weißöle,
- Kohlenwasserstoffwachse,
Keine gebrauchten Mineralöle und
deren Folgeprodukte (z. B. aus der Kos-
metikindustrie, Lebensmitteltechnologie,
Trennöle, Öle aus dem Kfz-Bereich) Zugabe zur Staubbindung, als
8.1.2 Öle aus nachwachsenden
Rohstoffen Im Falle von gebrauchten Ölen nur solche
aus der Lebens- und Futtermittelproduk-
8.1.3 Synthetische Polymere Ab dem 31.12.2013 Verwendung nur, so-
produkt sich vollständig abbauen, ausge-
nommen sind solche Bestandteile, die
ausschließlich in geschlossenen Systemen
verwendet und anschließend abfallrechtlich
entsorgt werden. Zur Steuerung des Wassergehaltes
(Flockungs- und Konditionierungsmittel
oder zur Wasserspeicherung) oder als
8.1.4 Fällungsmittel - Eisensalze, auch -oxide,
- Eisenoxihydroxide,
- Eisenhydroxide,
- Aluminiumsalze,
- Magnesiumsalze,
- Kalk Zur Fällung von Phosphor und Schwefel. Bei
Verwendung von Eisensalz, Eisenoxiden, Eisen-
oxihydroxid oder Eisenhydroxid in Biogas-
anlagen, die bis zu einer Menge von maximal
0,1 % bezogen auf die Frischmasse des aufzu-
bereitenden Stoffes zur Bindung von Sulfiden
einbezogen werden können, gilt für das zugege-
bene Fällungsmittel eine Erhöhung der Grenz-
werte nach Tabelle 1.4:
- für Arsen, Zeile 1.4.1 Spalte 4: 80 mg/kg TM
- für Nickel, Zeile 1.4.6 Spalte 4: 120 mg/kg TM.
Bei Fällung mit Eisen- oder Aluminiumsalzen ist
im Rahmen der Hinweise zur sachgerechten An-
wendung auf eine mögliche verringerte Wirk-
samkeit des Phosphates hinzuweisen.
kein gebrauchtes Perlit. Im Rahmen der aeroben Behandlung und
zur Verbesserung der Geruchsproblematik
und des Wasserhaushaltes.
8.1.9 [Andere] Alle anderen zur Steuerung der
Aufbereitung einschl. Hygienisierung
eingesetzten Stoffe. Zuordnung soweit nicht unter Nr. 8.1.1
bis 8.1.5 einzuordnen.
Im Rahmen der Kennzeichnung nach
Nr. 10.2.3 ist für den Klammerausdruck
nach Spalte 1 der jeweilige Stoff zu be-
Anwendungshilfsmittel eingesetzt werden,
gelten die dort getroffenen Auflagen.
8.2.2 Nitrifikationshemmstoffe Stoffe nach Tabelle 2.1. Zugabe nach Vorbemerkung Anlage 1
Nr. 2.2 sowie zu geeigneten Wirtschafts-
düngern.
8.2.3 Ureasehemmstoffe Stoffe nach Tabelle 2.2. Zugabe nach Vorbemerkung Anlage 1
8.2.4 Hüllsubstanzen Zugabe nach Vorbemerkung Anlage 1
Nr. 2.3.
8.2.5 Mittel zur Granulierung Zugabe nach Vorbemerkung Anlage 1
Nr. 2.4.
8.2.6 Komplexbildner Chelatoren und andere Komplexbildner
nach Tabelle 9. Zugabe zu Spurennährstoffdüngern des
Abschnittes 4.2.
8.2.7 Aluminiumoxide Für die Jungpflanzenanzucht im
Zierpflanzenbau als Puffersystem für
Nährstoffe (insbesondere P) in
Kultursubstraten.
Zur Steuerung der P-Verfügbarkeit.
Ergänzung der Hinweise zur sachgerechten
Anwendung mit den Worten:
„Anwendung in geschlossenen Systemen."
Ionenaustauscher Nur soweit zur Verwertung für einzelne
Düngemittel nach den Typenvorgaben in
Anlage 1 zugelassen Ergänzung der Hinweise zur sachgerechten
8.2.9 Synthetische Polymere Ab dem 31.12. 2013 Verwendung nur,
soweit sämtliche Bestandteile und das
Endprodukt sich vollständig abbauen,
1. ausschließlich in geschlossenen
abfallrechtlich entsorgt werden,
2. als Hüllsubstanz für Düngemittel
der Steuerung der Wirkung von
Düngemitteln dienen. Für Düngemitteln als Hüllsubstanz zur
Steuerung der Nährstoffverfügbarkeit.
Für Kultursubstrate zur Verbesserung
der Wasseraufnahme und des Wasser-
haltevermögens.
zweiter Teilsatz Nr. 1 ab 31.12.2013
Ergänzung der Kennzeichnung mit den
8.2.11 Netzmittel - Tenside
keine perfluorierte Tenside Verwendung nur, soweit sämtliche
Bestandteile und das Endprodukt sich
vollständig abbauen.
Zur besseren Verteilung von Nährstoffen
auf Pflanzen und zur einfacheren
Wiederbenetzung von Kultursubstraten
8.2.19 [Andere] Alle anderen zur Unterstützung einer sach-
gerechten Anwendung eingesetzten Stoffe. Zuordnung soweit nicht unter Nr. 8.2.1
bis 8.2.11 einzuordnen
Nr. 10.2.4 ist für den Klammerausdruck
Pflanzenstärkungsmittel Soweit Pflanzenschutzrecht eine solchen
Verwendung ermöglicht. Keine Angabe von Gehalten an Pflanzen-
schutz- und Pflanzenstärkungsmitteln
nach Düngemittelrecht.
Verwendung und Kennzeichnung erfolgt
hinsichtlich der Pflanzenschutz- und
Pflanzenstärkungsmittel nach den im
Pflanzenschutzrecht getroffenen Maß-
8.3.2 Phosphit Soweit unvermeidlicher Bestandteil in
Phosphatdüngern und Mehrnährstoff-
düngern sowie Pflanzenhilfsmitteln. Keine Zugabe.
8.3.3 Alkohol - Aus der Lebens-, Genuss- oder
Futtermittelherstellung.
- Ethanol aus nachwachsenden Roh-
- Glycerin, auch Rohglycerin aus der
von Biodiesel. Zugabe zur Verbesserung der Anlagen-
Zugabe nur im Rahmen einer anaeroben
Aufbereitung organischen Materials bis zu
75 vom Hundert/FM nach Tabelle 7.
Nach der anaeroben Aufbereitung dürfen
nur unvermeidliche Anteile enthalten sein.
8.3.4 Fett und Fettrückstände - Rückstände von Lebens-, Genuss-
oder Futtermitteln
- Aus der Herstellung von Biodiesel
- Fette aus Material der Kategorie 3 nach
der Verordnung (EG) Nr. 1774/2002 Zugabe zur Verbesserung der Anlagen-
Nur bei anaerober Aufbereitung organi-
schen Materials bis zu 75 vom Hundert/FM
nach Tabelle 7.
Werkstoffe (BAW) Stoffe, die nach der Norm
- DIN EN 13432 (im Beuth-Verlag GmbH,
- DIN EN 14995
zertifiziert wurden. Nur unvermeidliche Anteile im Rahmen der
Verwertung von Stoffen nach Tabelle 7.
Nur bei aerober Aufbereitung des gesamten
organischen Materials, auch nach einer
vorhergehenden Vergärung.
8.3.7 Mineralische Filtermaterialien - Bleicherden
- Kieselguren
- Cellite Zugabe nur, soweit deren Anwendung als
Filtermaterial für die Filterung organischer
Stoffe nach Tabelle 7 erfolgt ist.
Bei Filtrationsrückständen mit Kieselguren
- Kristobalitanteil <= 0,1 % der
- Siebdurchgang:
<= 0,10 mm max. 0,2 %,
<= 0,05 mm max. 0,05 %,
<= 0,01 mm max. 0,005 %.
Anwendung im Gemüsebau, auf
Grünland oder im Futterbau und keine
Verwendung trockenen Materials."
Desinfektionsmittel Keine perfluorierte Tenside. Nur unvermeidbare Anteile im Rahmen der
notwendigen Reinigung und Desinfektion
von Ställen und Anlagen.
8.3.9 Altpapier, Steine, Glas, Metall,
Karton, nicht abbaubare
Kunststoffe Soweit nicht Ausgangsmaterial nach
Nur unvermeidbare Anteile im Rahmen der
8.3.10 Selen Zugabe nur von Natriumselenat und
nur, soweit Futtermittelrecht dem nicht
entgegensteht. Im Rahmen der Hinweise zur sach-
gerechten Anwendung ist auf durch
den Selengehalt bedingte notwendige
Anwendungsobergrenzen des Düngemit-
tels hinzuweisen.
Siehe auch Maßgaben nach Tabelle 1
Nr. 1.3.5.
8.3.11 andere unvermeidbare Stoffe Nur unvermeidbare Anteile im Rahmen
der Herstellung von Stoffen nach § 1 des
Düngemittelgesetzes.
Für Schadstoffe siehe auch Maßgaben
nach Tabelle 1.4.
Tabelle 9 Komplexbildner
9.1.1 DTPA Diethylentriaminpentaessigsäure C14 H23 O10 N3
9.1.2 EDDCHA Ethylendiamin-di-(5-carboxy-2-
hydroxyphenyl)essigsäure C20 H20 O10 N2
9.1.3 EDDHA Ethylendiamin-di-(o-hydroxyphenyl)essig-
säure C18 H20 O6 N2
9.1.4 EDDHMA Ethylendiamin-di-(o-hydroxy-p-
methylphenyl)essigsäure C20 H24 O6 N2
9.1.5 EDTA Ethylendiamintetraessigsäure C10 H16 O8 N2
9.1.6 HEDTA Hydroxy-2-ethylendiamintriessigsäure C10 H18 O7 N2
9.1.7 TMHBED Trimethylendiamin-N, N-bis-
(O-hydroxybenzyl)-N, N-diessigsäure C21 H26 O6 N2
9.1.8 IDHA D,L-(N-1.2 Dicarboxyethyl)-asparaginsäure
Tetranatriumsalz C8H7NO8Na4
9.2.1 HEDPA Organophosphonsäure
(1-Hydroxyäthan-1, 1-diphosphonsäure) C2H8O7P2
Tabelle 10 Kennzeichnung
Abschnitt 10.1 enthält Vorgaben zur Kennzeichnung notwendiger Basisinformationen durch die Inverkehrbringer für Handel und Verbraucher. Für Düngemittel u. a. die Typbezeichnung, die den typbestimmenden Nährstoffe, bei organischen Düngern und organisch-mineralischen Düngern in zusammengefasster Form auch Angaben über die diesen Typ prägenden organischen Hauptbestandteile, z. B. nach Tabelle 7 Spalte 1, sowie zu den die Anwendung wesentlich beeinflussenden Anwendungshilfsmitteln (Hüllsubstanzen, Hemmstoffe, Komplexbildner). Bei Bodenhilfsstoffen, Kultursubstraten oder Pflanzenhilfsmitteln sowie Wirtschaftsdüngern enthält dieser Abschnitt insbesondere die Bezeichnung nach der Zweckbestimmung sowie die Kennzeichnung der diese Zweckbestimmung unterstützenden Hauptbestandteile.
Abschnitt 10.4 enthält Vorgaben zur Kennzeichnung bei schriftlichem Angebot, Lieferung außerhalb des Geltungsbereiches des Düngemittelgesetzes.
Angaben nach den Abschnitten 10.2, 10.3 und 10.5 können nach Maßgabe des § 6 Abs. 2 auch auf einem Warenbegleitpapier erfolgen.
Gehaltsangaben in Prozent (%) beziehen sich auf die Masse (Massenprozent), soweit keine andere Bezugsgröße genannt ist (vgl. § 1 Nr. 23 und Nr. 24).
10.1 Angaben, die den Stoff gemäß § 1 des Düngemittelgesetzes wesentlich charakterisieren
10.1.1 Typbezeichnung und weitere
damit verbundene Angaben 1. Typbezeichnung nach Anlage 1 Spalte 1 der
jeweiligen Beschreibung des Düngemitteltyps, in
Verbindung damit die Angabe der tatsächlichen
Gehalte nach Maßgaben der Anlage 1 Spalte 2,
dazu Angabe der Gehalte:
- in Prozent, dabei dürfen die Zahlen nicht höher
sein, als die Angaben für die tatsächlichen Ge-
halte nach Nr. 10.1.2,
- für mineralische Düngemittel mit bis zu einer
- für organische und organisch-mineralische Dünge-
mittel mit bis zu zwei Dezimalstellen,
2. Bei flüssigen Düngemitteln ist die Typbezeichnung
um die Worte „flüssig", „Lösung" oder „Suspen-
sion" gemäß der Art der Herstellung nach Anlage 1
Spalte 5 der jeweiligen Beschreibung des Dünge-
mitteltyps zu ergänzen. Bezeichnung nach der vorgese-
henen Zweckbestimmung Bezeichnung als Wirtschaftsdünger, Bodenhilfsstoff,
Kultursubstrat oder Pflanzenhilfsmittel nach § 1 des
3. Bei Kalken darf ab einem Gehalt an MgCO3
von 15 % oder MgO von 7 % die Typbezeichnung
um das vorgestellte Wort „Magnesium" ergänzt sein.
Kohlensaurer Kalk nach Satz 1 ist bei Erreichen der
Magnesiumgehalte nach Satz 1 als „Kohlensaurer
Magnesiumkalk" zu bezeichnen.
10.1.2 Typbestimmende Bestandteile
und Nährstoffformen 1. Angabe von Art und Höhe der tatsächlichen Gehalte
nach Anlage 1 Spalte 3 der jeweiligen Beschreibung
des Düngemitteltyps.
2. Für Düngemittel mit Spurennährstoffen nach
Anlage 1 Abschnitt 4.1 Angabe der Spurennährstoffe
als weitere typbestimmende Bestandteile, dabei
Angabe der Gehalte in Prozent, bezogen auf die
Nettomasse, mit bis zu zwei Dezimalstellen, für
Spurennährstoffe zwei bis vier Dezimalstellen.
3. Für flüssige Düngemittel fakultative zusätzliche
Angabe in Masse zu Volumen (z. B. Gramm je Liter,
Kilogramm je Kubikmeter).
4. Bei mineralischen Mehrnährstoffdüngern Angaben
nach Anlage 1 Spalte 4 der jeweiligen Beschreibung
5. Bei Kalken - zusätzlich zur Angabe der Gehalte nach
Anlage 1 Spalte 2 der jeweiligen Beschreibung des
Düngemitteltyps - die Gehalte an basisch wirksa-
men Bestandteilen, bewertet als CaO. In Klammern
darf zusätzlich die Bezeichnung „Neutralisations-
wert" angefügt sein. Für Bodenhilfsstoffe, Kultursub-
strate oder Pflanzenhilfsmittel,
verwendete Hauptbestandteile
(ohne Stoffe nach Tabelle 6
oder Tabelle 7) Angabe im Anschluss an die Bezeichnung nach Nr. 10.1.1
mit den Worten „unter Verwendung von..." und Angabe
10.1.3 Für Düngemittel verwendete
Hauptbestandteile nach Tabelle 6
oder Tabelle 7 1. Angabe im Anschluss an die Typbezeichnung
mit den Worten „unter Verwendung von..." und
Angabe des verwendeten Stoffes nach Tabelle 6
oder Tabelle 7, jeweils Spalte 1,
2. gegebenenfalls Ergänzung der Kennzeichnung
um nach Tabelle 6 oder Tabelle 7 Spalte 3
vorgegebene weitere Angaben für diese Stoffe,
3. die Produktbezeichnung darf mit den Worten
„auf der Basis von Torf" ergänzt sein, wenn im
Produkt mehr als 75 % Torf enthalten sind. Für Bodenhilfsstoffe, Kultursub-
nach Tabelle 6 oder Tabelle 7 1. Angabe im Anschluss an die Bezeichnung nach
Nr. 10.1.1 mit den Worten „unter Verwendung von
..." und Angabe der Stoffe nach Tabelle 6 oder Ta-
belle 7, jeweils Spalte 1,
2. gegebenenfalls Ergänzung der Kennzeichnung um
nach Tabelle 6 oder Tabelle 7 Spalte 3 vorgegebene
weitere Angaben für diese Stoffe,
10.1.4 Zugabe von Hüllsubstanzen 1. Die Typbezeichnung ist durch folgende Angaben
- „umhüllt", wenn mindestens 90 % des Produktes
- „teilweise umhüllt", wenn mindestens 25 %
- „mit umhülltem [Nährstoff]",
- „mit teilweise umhülltem [Nährstoff]".
2. Der Anteil des umhüllten Düngemittels am gesamten
Düngemittel oder der Anteil des umhüllten Nähr-
stoffes am jeweiligen Gesamtnährstoffgehalt ist als
Prozentwert in ganzen Zahlen hinzuzufügen. Wirtschaftsdünger 1. Bei Wirtschaftsdüngern tierischer Herkunft ist
die Angabe nach Nr. 10.1.1 um die Angabe der
2. Bei sonstigen Wirtschaftsdüngern ist die Angabe
nach Nr. 10.1.1 mit den Worten: „unter Verwendung
von..." und die Angabe des Ausgangsstoffes zu
3. Zusätzlich sind anzugeben:
- Nährstoffgehalte für N, P2O5 oder K2O in % FM,
Nr. 1.2.11 bis 1.2.14,
- basisch wirksame Bestandteile nach Tabelle 1
Nr. 1.3.2.
10.1.5 Zugabe von Nitrifikations-
hemmstoffen nach Tabelle 8
Nr. 8.2.2 oder Ureasehemm-
stoffen nach Nr. 8.2.3 Die Typbezeichnung nach Anlage 1 Spalte 1 der
jeweiligen Beschreibung des Düngemitteltyps muss
durch die Angabe „mit Nitrifikationshemmstoff" oder
„mit Ureasehemmstoff" unter nachfolgender Angabe
des verwendeten Hemmstoffes nach Tabelle 2 Spalte 1
ergänzt sein. Bodenhilfsstoffe 1. Nährstoffgehalte in Prozent für N, P2O5
und K2O nach Tabelle 1 Nr. 1.2.1, 1.2.3 und 1.2.5,
2. Gehalt an organischer Substanz nach Tabelle 1
Nr. 1.3.3,
3. basisch wirksame Bestandteile nach Tabelle 1
Nr. 1.3.2,
4. vorgesehene Zweckbestimmung (z. B. Erhöhung
der biologischen Aktivität oder als Kompoststarter
zur Aufbereitung organischen Materials).
10.1.6 Zugabe von Komplexbildnern
nach Anlage 2 Tabelle 9 1. Die Typbezeichnung nach Anlage 1 Spalte 1
der jeweiligen Beschreibung des Düngemitteltyps
muss durch die Angabe „mit Komplexbildner"
2. Bei der Angabe des Chelat- oder Komplex-
bildners kann seine Kurzbezeichnung nach
Tabelle 9 Spalte 1 verwendet sein.
3. Angabe des für die Chelatstabilität maßgeblichen
pH-Bereiches. Kultursubstrate 1. Gehalt an organischer Substanz nach
Tabelle 1 Nr. 1.3.3,
2. pH-Wert (CaCl2) nach Tabelle 1 Nr. 1.3.7,
3. Salzgehalt in g/l nach Tabelle 1 Nr. 1.3.4.
10.1.7 Zugabe von Kalk zu Düngemitteln
nach Anlage 1 Abschnitte 1 und 2 Die Typkennzeichnung ist um das Wort „mit" und
die Angabe des zugegebenen Kalkdüngertyps zu
ergänzen. Pflanzenhilfsmittel 1. Nährstoffgehalte für N, P2O5 und K2O nach
Tabelle 1 Nr. 1.2 in Prozent,
2. Gehalt an organischer Substanz, nach Tabelle 1
4. vorgesehene Zweckbestimmung (Angaben zum
mit Pflanzenstärkungsmitteln nach § 2 Nr. 10 des
Pflanzenschutzgesetzes führen.
10.1.8 Für mineralische Mehrnährstoff-
dünger nach Anlage 1 Abschnitt 2 Ist eine Angabe von Phosphatbestandteilen nach
Tabelle 5 vorgeschrieben, so muss diese Angabe der
Typbezeichnung hinzugefügt sein.
im Düngemittel unmittelbar hinter der Angabe des
wasserlöslichen Gehaltes in Prozent angegeben sein,
und zwar in der Form „als Chelat von..." oder „als
Komplex von...".
10.1.10 Masse 1. Bei festen Düngemitteln Angabe der Nettomasse.
2. Bei verpackten Düngemitteln und bei Düngemitteln
in geschlossenen Behältnissen mit einem Inhalt bis
100 kg anstelle der Nettomasse auch Angabe der
Bruttomasse in unmittelbarer Verbindung mit der
Angabe der Masse der Verpackung.
3. Bei flüssigen Düngemitteln Angabe der Nettomasse;
es kann zusätzlich das Volumen angegeben sein. Masse/Volumen 1. Bei festen Stoffen
- Angabe der Nettomasse, der Bruttomasse
oder des Volumens,
- bei Angabe der Bruttomasse in unmittelbarem
Zusammenhang damit Angabe der Masse der
2. Bei flüssigen Stoffen Angabe der Nettomasse oder
des Volumens.
10.1.11 Hersteller oder Inverkehrbringer 1. Für abgepackte Ware: Name oder Firma und
2. Bei unverpackt abgegebene Ware zusätzlich
soweit er nicht selbst der Inverkehrbringer ist. Hersteller oder Inverkehrbringer 1. Für abgepackte Ware: Name oder Firma und
2. Bei unverpackt abgegebene Ware zusätzlich Name
oder Firma und Anschrift des Herstellers, soweit er
nicht selbst der Inverkehrbringer ist.
10.2.1 Ausgangsstoffe nach
Tabelle 6 oder Tabelle 7,
jeweils Spalte 2 Soweit eine weitere Differenzierung der nach Spalte 1
verwendeten Stoffe getroffen ist und für die Kennzeich-
nung der Stoffe nach Tabelle 7 Spalte 1 oder Spalte 2
nachfolgend keine eigene Regelung erfolgt:
- zusätzliche Angabe der jeweils verwendeten Stoffe
nach Spalte 2,
- in absteigender Reihenfolge nach eingesetzten
Mengenanteilen,
- bei Mengenanteilen über 50 % unter zusätzlicher
Angabe des Prozentwertes,
- in den Tabellen vorgegebenen Ergänzungen der Kenn-
zeichnung. Ausgangsstoffe nach Tabelle 6
oder Tabelle 7, jeweils Spalte 2 Soweit eine weitere Differenzierung der nach Spalte 1
- in den Tabellen vorgegebene Ergänzungen der
10.2.2 Nährstoffe nach den Tabellen 1.1
und 1.2 sowie Stoffe nach Ta-
belle 1.3 als Nebenbestandteile 1. Kennzeichnung durch Angabe der betreffenden
2. Angabe der Gehalte in Prozent mit bis zu zwei
vier Dezimalstellen, bezogen auf die Frischmasse,
- Stickstoff: Gesamtgehalt,
- Phosphat: Gehalt und Löslichkeit nach Tabelle 4,
= bei völlig wasserlöslichen Nährstoffen Angabe
= bei nicht völlig wasserlöslichen Nährstoffen
gehalts wasserlöslich ist, Angabe des Ge-
samtgehaltes und des wasserlöslichen Gehal-
tes. Nährstoffe nach den Tabellen 1.1
und 1.2 sowie Stoffe nach Tabelle
1.3 als Nebenbestandteile 1. Kennzeichnung durch Angabe der betreffenden
2. Angabe der Gehalte in Prozent, bei Kultursubstraten
in mg/Liter, mit bis zu zwei Dezimalstellen bezogen
auf die Frischmasse, dabei
- Angabe der Nährstoffe als Gesamtgehalt, für
Kalium als wasserlösliches Kaliumoxid,
- bei Kultursubstraten Angabe der Nährstoffe N,
P2O5, K2O als pflanzenverfügbare (lösliche)
Nährstoffe unter Angabe der Methode.
10.2.3 Aufbereitungshilfsmittel nach
Tabelle 8.1 oder Anwendungs-
hilfsmittel nach Tabelle 8.2 1. Angabe des Zwecks der Zugabe ( z. B.: „enthält
Mittel zur Staubbindung", „unter Verwendung von
Mitteln zur Konditionierung"),
2. ab einem Mengenanteil von 0,5 %/TM zusätzlich
die Angabe des zugegebenen Stoffes nach Spalte 1
in Verbindung mit der Angabe des Zwecks der
als Hüllsubstanz" oder „enthält Vinasse zur
Staubbindung"),
3. gegebenenfalls Ergänzung der Kennzeichnung um
nach Spalte 3 der Tabelle 8.1 oder 8.3 vorgegebene
weitere Angaben für diese Stoffe. Aufbereitungshilfsmittel nach
weitere Angaben für diese Stoffe.
10.2.4 Fremdbestandteile nach
Tabelle 8.3 1. Angabe des Stoffes nach Spalte 1 ab 0,5 % TM,
zur Kennzeichnung bestehen,
2. Ergänzung der Kennzeichnung um nach Tabelle 8.3
Ausgenommen ist die Kennzeichnung von Steinanteilen
nach Nr. 8.3.9. Fremdbestandteile nach
nach Nr. 8.3.9.
10.2.5 Schadstoffe nach Tabelle 1.4 Angabe der betreffenden Stoffe und ihr chemisches
Symbol in der Reihenfolge nach Tabelle 1.4 in Verbindung
mit der Angabe der Gehalte in der nach Tabelle 1.4
Spalte 2 angegebenen Einheit. Schadstoffe nach Tabelle 1.4 Angabe der betreffenden Stoffe und ihr chemisches
Spalte 2 angegebenen Einheit.
10.2.6 Zusätzliche
Kennzeichnungsvorgaben Für organische oder organisch-mineralische
Düngemittel ein Gehalt an Ammonium-, Nitrat- oder
Carbamidstickstoff, wenn er insgesamt mehr als 15 %,
bezogen auf den Gehalt an Gesamtstickstoff, oder
mindestens 1 %, bezogen auf die Nettomasse des
Düngemittels, beträgt.
10.3 Ergänzung der Kennzeichnung durch sachgerechte Hinweise zur Lagerung und Anwendung nach § 1 Nr. 21 und 22
10.3.1 Allgemeine Angaben 1. Notwendige Angaben zur sachgerechten
Lagerung und Anwendung, ergänzt um den
Hinweis, dass Empfehlungen der amtlichen
Beratung vorgehen (vgl. auch § 1 Nr. 21 und 22),
2. vorgeschriebene ergänzende Angaben gemäß
- der Typbeschreibung in Anlage 1,
- Tabellen 6 bis 9. Allgemeine Angaben 1. Notwendige Angaben zur sachgerechten Lagerung
und Anwendung (vgl. auch § 1 Nr. 21 und 22),
2. vorgeschriebene ergänzende Angaben gemäß den
Tabellen 6 bis 9.
10.3.2 Für mineralische Mehrnährstoff-
dünger nach Anlage 1 Abschnitt 2 Ist Ammoniumthiosulfat als Stickstoffkomponente
verwendet, ist im Rahmen der Hinweise zur sach-
gerechten Anwendung auf eine verlangsamte Wirksam-
keit hinzuweisen, wenn ein Mengenanteil am Stickstoff
von 25 % überschritten ist.
10.3.3 Für Spurennährstoffdünger
nach Anlage 1 Abschnitt 4 Für Düngemittel, die als typbestimmenden Bestandteil
nur Spurennährstoffe (Düngemittel nach Anlage 1
Abschnitt 4.2) enthalten, zusätzliche Angaben im Rahmen
der Hinweise zur sachgerechten Anwendung:
1. Ergänzung der Kennzeichnung mit den Worten:
2. Angabe einer sachgerechten Anwendungszeit
10.3.4 Für organische oder
Düngemittel nach Anlage 1
Abschnitt 3 1. Bei einem C:N-Verhältnis von > 30:1 ist im
Anwendung auf eine mögliche Stickstofffest-
legung im Boden oder im Substrat hinzuweisen.
2. Erforderlichenfalls zusätzliche sachgerechte
Produkteigenschaften und für Stickstoff
Angaben zum zeitlichen Verlauf der Verfügbarkeit.
3. Bei Verwendung von Klärschlämmen oder
Bioabfällen der Hinweis:
„Bei einer Aufbringung auf landwirtschaftlich
genutzten Flächen sind Anwendungs- und
Mengenbeschränkungen aus abfallrechtlichen
Vorschriften (AbfKlärV, BioAbfV) zu beachten." Bei Verwendung organischer
Ausgangsstoffe nach Tabelle 6
oder Tabelle 7 1. Bei einem C:N-Verhältnis von > 30: 1 ist im
Anwendung auf eine mögliche Stickstofffestlegung
im Boden oder im Substrat hinzuweisen.
2. Erforderlichenfalls zusätzlich sachgerechte
Vorschriften (AbfKlärV, BioAbfV) zu beachten."
4. Bei Verwendung von Stoffen nach der Verordnung
(EG) Nr. 1774/2002 - außer Gülle im Sinne dieser
Verordnung - im Rahmen der Hinweise zur sach-
gerechten Lagerung und Anwendung der Hinweis:
„Organisches Düngemittel unter Verwendung
von tierischen Nebenprodukten - Zugang für
Nutztiere zu den behandelten Flächen während
eines Zeitraumes von mindestens 21 Tagen nach
der Ausbringung verboten", soweit Anlage 2
Tabelle 7.2 Spalte 3 nichts anderes bestimmt.
Verwendung bestimmter tierischer Nebenprodukte nach
der Verordnung (EG) Nr. 1774/2002 ergeben. 4. Bei Verwendung von Stoffen nach der
Verordnung (EG) Nr. 1774/2002 - außer Gülle
im Sinne dieser Verordnung - im Rahmen der Hin-
weise zur sachgerechten Lagerung und Anwendung
der Hinweis: „Organisches Düngemittel/Boden-
verbesserungsmittel unter Verwendung von
tierischen Nebenprodukten - Zugang für Nutztiere
zu den behandelten Flächen während eines
Zeitraumes von mindestens 21 Tagen nach der
Ausbringung verboten", soweit in Anlage 2
Verwendung bestimmter tierischer Nebenprodukte
nach der Verordnung (EG) Nr. 1774/2002 ergeben.
10.4.1 Schriftliches Angebot 1. Typbezeichnung nach Nr. 10.1.1,
2. Angabe zu Gehalten nach Nr. 10.1.2. Schriftliches Angebot 1. Bezeichnung nach Nr. 10.1.1,
2. Angabe zur Zusammensetzung nach Nr. 10.1.2.
10.4.2 Lieferung in Gebiete außerhalb
des Geltungsbereiches des
Düngemittelgesetzes 1. Typbezeichnung nach Nr. 10.1.1,
2. Angabe zu Gehalten nach Nr. 10.1.2,
3. Name oder Firma und die Anschrift des für den
Export ins Ausland Verantwortlichen. Lieferung in Gebiete außerhalb
Düngemittelgesetzes 1. Bezeichnung nach Nr. 10.1.1,
10.4.3 Unentgeltliches Inverkehrbringen
zu Forschungszwecken 1. Zusammensetzung, insbesondere Nebenbestand-
Anwendungsbereich sowie Angaben zur
sachgerechten Lagerung und Anwendung nach
§ 1 Nr. 21 und 22,
2. Name oder Firma und die Anschrift des für das
Inverkehrbringen Verantwortlichen. Unentgeltliches Inverkehrbringen
sachgerechten Lagerung und Anwendung nach § 1
Nr. 21 und 22,
10.5.1 Zulässige weitere Angaben 1. Nach Anlage 1 oder Anlage 2 zulässige weitere An-
2. handelsübliche Warenbezeichnungen,
3. Hinweise zur sachgerechten Anwendung, Lagerung
und Behandlung, soweit nicht vorgeschrieben,
4. Marken, Gütezeichen,
5. Hinweise auf Bestandteile des Düngemittels,
Bestandteile fallen,
6. sonstige Angaben und Hinweise. Zulässige weitere Angaben Sonstige Angaben und Hinweise
Link zu dieser Seite: https://www.buzer.de/gesetz/8528/index.htm

References: § 11

§ 6
 § 1
 § 3
 § 6
 § 7
 § 1
 § 3
 § 4
 § 6
 § 7
 § 9
 § 2
 § 5
 § 2
 § 4
 § 3
 § 5
 § 39
 § 1
 § 1
 § 1
 § 4
 § 1
 § 3
 § 4
 § 4
 § 1
 § 1
 § 4
 § 2
 § 2
 § 14
 § 6
 § 6
 § 14
 § 4
 § 14

§ 10
 § 3
 § 5
 § 5
 § 5
 § 3
 § 4
 § 3
 § 4
 § 1
 § 6
 § 1
 § 1
 § 1
 § 2
 § 1
 § 1
 § 1

§ 1
 § 1