Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20020625_OGH0002_0050OB00131_02D0000_000&IncludeSelf=True&ShowPrintPreview=True
Timestamp: 2020-04-05 03:40:54+00:00

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RIS - Rechtssätze und Entscheidungstext 5Ob131/02d - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 2Ob223/49 1Ob754/79 1Ob...
RS0041327
2Ob223/49; 1Ob754/79; 1Ob781/79; 1Ob317/97t; 7Ob307/97s; 7Ob139/99p; 5Ob131/02d; 2Ob274/08w; 7Ob86/11i
Ausländische Urteile, die im Inland vollstreckbar sind, begründen die Einrede der Rechtskraft.
2 Ob 223/49
Entscheidungstext OGH 14.12.1949 2 Ob 223/49
Veröff: SZ 22/198
1 Ob 754/79
Entscheidungstext OGH 12.11.1979 1 Ob 754/79
Veröff: EFSlg 35149
1 Ob 781/79
Entscheidungstext OGH 14.12.1979 1 Ob 781/79
Veröff: ÖA 1981,96
Beisatz: Ein in Österreich zu einem späteren Zeitpunkt erhobenes deckungsgleiches Begehren ist wegen entschiedener Streitsache zurückzuweisen. (T1)
7 Ob 139/99p
Entscheidungstext OGH 23.06.1999 7 Ob 139/99p
Auch; Beisatz: Kann mangels einer staatsvertraglichen Regelung die Entscheidung in Österreich nicht vollstreckt werden, kommt von vornherein zufolge fehlender Durchsetzungsmöglichkeit die Einmaligkeitswirkung einer ausländischen Vorentscheidung nicht zum Tragen. (T2); Beisatz: Hier: Unterhaltsvergleich mit gerichtlicher Genehmigung (südafrikanische Republik) (T3)
Auch; Beisatz: Entscheidungen ausländischer Gerichte begründen die Einrede der Rechtskraft, wenn sie im Inland vollstreckbar bzw anzuerkennen sind. (T4); Veröff: SZ 2002/89
2 Ob 274/08w
Entscheidungstext OGH 29.01.2009 2 Ob 274/08w
Vgl auch; Veröff: SZ 2009/16
7 Ob 86/11i
Entscheidungstext OGH 06.07.2011 7 Ob 86/11i
ECLI:AT:OGH0002:1949:RS0041327
JJR_19491214_OGH0002_0020OB00223_4900000_002
Rechtssatz für 2Ob15/70 5Ob134/73 8Ob3...
RS0016665
2Ob15/70; 5Ob134/73; 8Ob33/74; 8Ob20/74; 7Ob218/74; 8O88/75; 3Ob8/77; 5Ob662/78; 7Ob742/78; 2Ob47/81; 8Ob192/81; 2Ob180/82; 8Ob530/84; 7Ob600/86; 6Ob535/87; 1Ob648/90 (1Ob649/90); 5Ob131/02d; 3Ob221/04b; 7Ob199/06z; 9Ob34/10f; 8Ob118/12d; 4Ob230/18d; 4Ob233/19x
ABGB §879 BIIl
4. DVEheG §18
Der ordre public dient dem Schutz der inländischen Rechtsordnung, nicht so sehr der inländischen Rechtssubjekte. Er ist nicht verletzt, wenn ein Anspruch nach dem anzuwendenden ausländischen Recht höher ist, als er bei Anwendung des inländischen Rechtes wäre (SZ 37/68).
2 Ob 15/70
Entscheidungstext OGH 09.04.1970 2 Ob 15/70
Veröff: JBl 1971,93 = ZVR 1971/222 S 299 = SZ 43/70
5 Ob 134/73
Entscheidungstext OGH 11.07.1973 5 Ob 134/73
nur: Der ordre public dient dem Schutz der inländischen Rechtsordnung. (T1) Veröff: EvBl 1974/40 S 99
8 Ob 33/74
Entscheidungstext OGH 12.03.1974 8 Ob 33/74
Beisatz: Die individuelle Rechtssphäre der Inländer ist nicht Schutzobjekt. (T2)
8 Ob 20/74
Entscheidungstext OGH 12.03.1974 8 Ob 20/74
Veröff: SZ 47/10
7 Ob 218/74
Entscheidungstext OGH 07.11.1974 7 Ob 218/74
Veröff: Schutz vor dem Eindringen mit ihr vollkommenen unvereinbarer Rechtsgedanken (Mänhardt, Internationales Ehe- und Kindschaftsrecht 28; Köhler IPR 3. Auflage, 22 ähnlich Kegel IPR 3. Auflage, 208; EvBl 1974/40; SZ 43/70 ua) (T3) Veröff: EvBl 1975/161 S 323 = SZ 47/121 = JBl 1975,375 = RZ 1975/16 S 40
8 O 88/75
Entscheidungstext OGH 14.05.1975 8 O 88/75
nur: Der ordre public dient dem Schutz der inländischen Rechtsordnung, nicht so sehr der inländischen Rechtssubjekte. (T4); Veröff: JBl 1986,142 = EvBl 1976/19 S 40 = ZVR 1976/71 S 79
3 Ob 8/77
Entscheidungstext OGH 01.03.1977 3 Ob 8/77
Beis wie T3; Beisatz: Entscheidend ist, ob die Entscheidung eines ausländischen Gerichtes das inländische Rechtsempfinden in unerträglichem Masse verletzt. (T5); Veröff: EvBl 1977/257 S 638
5 Ob 662/78
Entscheidungstext OGH 14.11.1978 5 Ob 662/78
7 Ob 742/78
Entscheidungstext OGH 01.02.1979 7 Ob 742/78
2 Ob 47/81
Entscheidungstext OGH 16.06.1981 2 Ob 47/81
Vgl; Beis wie T3; Beis wie T5
2 Ob 180/82
Entscheidungstext OGH 17.01.1984 2 Ob 180/82
8 Ob 530/84
Entscheidungstext OGH 21.02.1985 8 Ob 530/84
nur T1; Beis wie T3; Veröff: ZfRV 1987,53 (Hoyer)
7 Ob 600/86
Entscheidungstext OGH 10.07.1986 7 Ob 600/86
nur T4; Beis wie T3; Veröff: ZVR 1986,486 (Koziol); JBl 1987,115 = RdW 1986,341 = SZ 59/128 = IPRax 1988,33 (Morschner, 40)
6 Ob 535/87
Entscheidungstext OGH 19.05.1988 6 Ob 535/87
1 Ob 648/90
Entscheidungstext OGH 11.07.1990 1 Ob 648/90
nur T4; Beis wie T3; Beis wie T5; Veröff: IPRax 1992,47 (Posch 51) = JBl 1992,189 (Schwimann 192)
Auch; nur T4; Veröff: SZ 2002/89
Auch; nur T4; Beis ähnlich T5; Veröff: SZ 2005/9
7 Ob 199/06z
Entscheidungstext OGH 23.10.2006 7 Ob 199/06z
8 Ob 118/12d
Entscheidungstext OGH 19.12.2012 8 Ob 118/12d
nur T4; Beisatz: Eine überlange Verfahrensdauer führt nicht dazu, dass die schlussendlich ergangene Entscheidung wegen Verstoßes gegen den ordre prublic unbeachtlich wäre. (T6); Beisatz: Eine Judikaturwende bewirkte keine ordre public-Widrigkeit. (T7)
Vgl; Beisatz: Hier: Schuldenschnitt bei griechischen Staatsanleihen. (T8)
ECLI:AT:OGH0002:1970:RS0016665
JJR_19700409_OGH0002_0020OB00015_7000000_002
Rechtssatz für 1Ob77/72 6Ob785/79 3Ob3...
RS0005874
1Ob77/72; 6Ob785/79; 3Ob321/99y; 9Ob126/02y; 5Ob131/02d; 6Ob170/04z; 1Ob21/04a
ABGB §33 ff
AußStrG §2 B
AußStrG §16 BII2a
AußStrG §185d
4.DVEheG §13
JN §113b
JN §113c
Die Wirksamkeit eines im Ausland abgeschlossenen und von einem ausländischen Gericht bewilligten Adoptionsvertrags über ein österreichisches Kind ist für den österreichischen Rechtsbereich nach österreichischen internationalem Privatrecht zu beurteilen. Ist kein Fall des § 113c JN gegeben und wurde dem Vorbehalt des § 13 Abs 2 der
4. DVEheG Rechnung getragen, ist die im Ausland nach ausländischen Recht vollzogene Adoption im Inland ohne weiters wirksam, eine inländische Bewilligung also entbehrlich und unzulässig. Jede österreichische Behörde hat vielmehr selbst die Anerkennung der Adoption zu prüfen. Eine allgemeine Feststellung der Wirksamkeit durch das österreichische Gericht bewirkt Nichtigkeit dieser Entscheidung.
1 Ob 77/72
Entscheidungstext OGH 19.04.1972 1 Ob 77/72
SZ 45/50
6 Ob 785/79
Entscheidungstext OGH 19.12.1979 6 Ob 785/79
Auch; Beisatz: Wahlkind mit ungarischer Staatsangehörigkeit. (T1) = EFSlg 34344 = EFSlg 35093
3 Ob 321/99y
Entscheidungstext OGH 22.12.1999 3 Ob 321/99y
Auch; Beisatz: Selbständige gerichtliche Entscheidung über die Wirksamkeit einer durch ausländische Gerichte oder Behörden bewilligten oder auch bewirkten Adoption (im ersten Fall sogar eines österreichischen Kindes) unzulässig. (T2)
9 Ob 126/02y
Entscheidungstext OGH 05.06.2002 9 Ob 126/02y
Auch; nur: Jede österreichische Behörde hat vielmehr selbst die Anerkennung der Adoption zu prüfen. (T3); Beisatz: Für ausländische Adoptionsentscheidungen ist kein eigenes Anerkennungsverfahren vorgsehen. (T4); Veröff: SZ 2002/89
6 Ob 170/04z
Entscheidungstext OGH 23.09.2004 6 Ob 170/04z
Vgl aber; Beisatz: Diese oberstgerichtliche Rechtsprechung erging zur Rechtslage vor dem am 1.3.2001 in Kraft getretenen KindRÄG 2001, BGBl I 2000/135. Der hier zu beurteilende Adoptionsvertrag und die (allfällige) Mitwirkung einer indischen Behörde erfolgte erst nach dem Inkrafttreten der Bestimmungen des AußStrG idF des KindRÄG 2001 über die Vollstreckbarerklärung ausländischer Entscheidungen über die Regelung der Obsorge und das Recht auf persönlichen Verkehr (§ 185d AußStrG). Adoptionsentscheidungen ausländischer Behörden fallen zwar nicht nach dem Gesetzeswortlaut, wohl aber nach dem offenkundigen Gesetzeszweck in den (zumindest mittelbaren) Anwendungsbereich des Anerkennungsverfahrens: Der Oberste Gerichtshof hatte im Rahmen eines Besuchsrechtsverfahrens als Vorfrage die Wirkung einer griechischen Adoptionsentscheidung zu beurteilen, womit dem leiblichen Vater die Grundlage seines Besuchsrechts zu seinem unehelichen Kind entzogen worden war. Der 1.Senat erachtete die §§ 185d bis 185h AußStrG als tragfähige Analogiegrundlage, weil sich die Adoptionsentscheidung auf das Obsorgeverhältnis und das Recht des Vaters auf persönlichen Verkehr zu seinem Kind bindend auswirke (1 Ob 190/03b). Dieser Ansicht ist zu folgen. Der Antrag der Wahleltern ist aber nicht auf beschlussmäßige Anerkennung der indischen Adoptionsentscheidung gerichtet. Nur in einem solchen Fall wäre zu prüfen, ob das Verfahren nach den §§ 185d ff AußStrG unmittelbar Anwendung finden könnte. (T5)
1 Ob 21/04a
Entscheidungstext OGH 14.12.2004 1 Ob 21/04a
Auch; Beis wie T3; Veröff: SZ 2004/174
ECLI:AT:OGH0002:1972:RS0005874
JJR_19720419_OGH0002_0010OB00077_7200000_001
Rechtssatz für 3Ob97/91 1Ob365/97a 5Ob...
RS0054672
3Ob97/91; 1Ob365/97a; 5Ob131/02d
dZPO §328 Abs1 Z4
MRK Art6 V1
Zur Wahrnehmung des Vorbehalts nach § 328 Abs 1 Z 4 dZPO reicht nicht jeder Verfahrensverstoß aus, sondern es muß sich um ein Vorgehen handeln, das die Rechte einer Partei in unerträglichem Maße einengte. Nur wenn der Grundsatz des rechtlichen Gehörs so verletzt worden wäre, daß der betroffene Teil überhaupt keine Gelegenheit hatte, seine Interessen wahrzunehmen, läge eine solche Anstößigkeit vor.
3 Ob 97/91
Entscheidungstext OGH 27.11.1991 3 Ob 97/91
Veröff: SZ 64/165 = ÖA 1992,161
1 Ob 365/97a
Entscheidungstext OGH 24.03.1998 1 Ob 365/97a
Beisatz: Hier: Androhung von Säumnisfolgen. (T1)
Vgl; nur: Nur wenn der Grundsatz des rechtlichen Gehörs so verletzt worden wäre, daß der betroffene Teil überhaupt keine Gelegenheit hatte, seine Interessen wahrzunehmen, läge eine solche Anstößigkeit vor. (T2); Beisatz: Hier: Frage der Anerkennung einer ausländischen Adoptionsentscheidung. (T3); Beisatz: Einer am ausländischen Verfahren zu beteiligenden Partei darf nicht durch eine Unregelmäßigkeit dieses Verfahrens das rechtliche Gehör entzogen worden sei, und zwar in einer Weise, die den tragenden Grundwertungen der österreichischen Rechtsordnung eklatant widerspricht. (T4); Veröff: SZ 2002/89
ECLI:AT:OGH0002:1991:RS0054672
JJR_19911127_OGH0002_0030OB00097_9100000_002
Rechtssatz für 1Ob612/95 3Ob90/94 3Ob9...
RS0074226
1Ob612/95; 3Ob90/94; 3Ob92/94; 8Ob139/98v; 6Ob254/98s; 9Ob307/98g; 6Ob265/00i; 7Ob253/00g; 7Ob57/01k; 3Ob8/00y; 5Ob131/02d; 1Ob190/03b; 3Ob220/02b; 3Ob318/04t; 3Ob193/07i; 17Ob28/09f; 2Ob97/10v; 4Ob16/11y; 7Ob93/14y; 9ObA150/15x; 8ObS10/17d; 4Ob88/18x; 5Ob2/19h; 6Ob186/19z
Die materielle Rechtskraft ist auch, soweit sie als Bindungswirkung auftritt, von Amts wegen wahrzunehmen, so dass die durch diesen Nichtigkeitsgrund betroffenen Entscheidungen aufzuheben, die neuerliche Sachentscheidung aber unter Bindung an die rechtskräftig entschiedene Vorfrage zu treffen ist.
nur: Die materielle Rechtskraft ist auch, soweit sie als Bindungswirkung auftritt, von Amts wegen wahrzunehmen. (T1)
8 Ob 139/98v
Entscheidungstext OGH 22.10.1998 8 Ob 139/98v
nur T1; Veröff: SZ 71/176
nur T1; Veröff: SZ 73/200
Auch; nur T1; Beisatz: Dies gilt auch dann, wenn ein Oppositionsgrund im vorangehenden Verfahren wegen des Verstoßes gegen die Eventualmaxime nicht berücksichtigt wurde. (T2)
Auch; Veröff: SZ 2002/89
1 Ob 190/03b
Entscheidungstext OGH 02.09.2003 1 Ob 190/03b
Vgl auch; Beisatz: Hier: Bindungswirkung einer im Inland anzuerkennenden ausländischen Adoptionsentscheidung (so schon 5 Ob 131/02d). (T3)
Veröff: SZ 2003/100
Auch; nur T1; Beisatz: Das Prozesshindernis der entschiedenen Sache muss zur Nichtigerklärung des Verfahrens und zur Zurückweisung der Klage führen. (T4)
3 Ob 193/07i
Entscheidungstext OGH 23.10.2007 3 Ob 193/07i
2 Ob 97/10v
Entscheidungstext OGH 27.01.2011 2 Ob 97/10v
Vgl auch; Beisatz: Nach ständiger Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs bildet der Verstoß gegen die Bindungswirkung einer Vorentscheidung einen Nichtigkeitsgrund. (T5)
4 Ob 88/18x
Entscheidungstext OGH 11.06.2018 4 Ob 88/18x
Auch; Beisatz: Nach der österreichischen ZPO ist die Rechtskraft einer anderen Entscheidung in jeder Lage des Verfahrens von Amts wegen wahrzunehmen (§ 230 Abs 3, § 411 Abs 2 ZPO); jeder Verstoß gegen die Rechtskraft verwirklicht einen in jeder Lage des Verfahrens auch von Amts wegen zu beachtenden Nichtigkeitsgrund. Dies bedeutet, dass auch die Rechtsmittelinstanzen die Rechtskraft einer Entscheidung berücksichtigen müssen, wenn diese während des Rechtsmittelverfahrens eingetreten ist. Die Nichtigkeitssanktion gilt nicht nur für die Einmaligkeitswirkung sondern auch für die Bindungswirkung der materiellen Rechtskraft eines präjudiziellen Urteils. (T6)
Veröff: SZ 2018/48
6 Ob 186/19z
Entscheidungstext OGH 19.12.2019 6 Ob 186/19z
ECLI:AT:OGH0002:1995:RS0074226
JJR_19951017_OGH0002_0010OB00612_9500000_003
Rechtssatz für 1Ob73/98m 7Ob32/00g 8Ob...
RS0110172
1Ob73/98m; 7Ob32/00g; 8Ob18/01g; 5Ob131/02d; 1Ob190/03b; 4Ob252/03t; 1Ob21/04a; 8Ob82/05z; 9Ob31/08m; 9Ob88/10x; 6Ob247/12k; 2Ob238/13h; 4Ob30/15p; 7Ob142/15f; 1Ob135/16h; 7Ob186/18f; 6Ob142/18b; 5Ob123/19b
ZPO §411 H
Urteile und Beschlüsse ausländischer Gerichte können im Inland nur dann materielle Rechtskraft äußern, wenn sie kraft staatsvertraglicher Regelung im Inland entweder anerkannt oder vollstreckt werden können. Es bedarf also eines "Anerkennungsvertrags und (oder) Vollstreckungsvertrags".
1 Ob 73/98m
Entscheidungstext OGH 19.05.1998 1 Ob 73/98m
Veröff: SZ 71/89
Auch; nur: Urteile und Beschlüsse ausländischer Gerichte können im Inland nur dann materielle Rechtskraft äußern, wenn sie kraft staatsvertraglicher Regelung im Inland entweder anerkannt oder vollstreckt werden können. (T1)
Beisatz: Die durch die materielle Rechtskraft bewirkte Maßgeblichkeit der Entscheidung äußert sich aber auch in einer inhaltlichen Bindung an diese, wenn der rechtskräftig entschiedene Anspruch Vorfrage, für den im zweiten Prozess erhobenen Anspruch ist. (T2)
8 Ob 18/01g
Entscheidungstext OGH 15.02.2001 8 Ob 18/01g
Auch; nur T1; Beisatz: Entscheidungen ausländischer Gerichte begründen die Einrede der Rechtskraft, wenn sie im Inland vollstreckbar bzw anzuerkennen sind. (T3); Veröff: SZ 2002/89
Vgl auch; Beis wie T2; Beis wie T3; Veröff: SZ 2003/100
4 Ob 252/03t
Entscheidungstext OGH 20.01.2004 4 Ob 252/03t
Auch; Beisatz: Ein Urteil eines ausländischen Gerichts kann aber im Inland nur jene Wirkungen entfalten, die ihm im Bereich der Jurisdiktion dieses Gerichts zukommt. (T4)
Beisatz: Hier: Die Wirkungen der im Vorverfahren ergangenen rechtskräftigen Entscheidung eines deutschen Gerichts erstrecken sich auf die Beklagte als Streitverkündungsempfänger, da das deutsche Zivilprozessrecht die Bindungswirkung rechtskräftiger Entscheidungen für einen Folgeprozess im Verhältnis zwischen dem Nebenintervenienten oder dem Streitverkündungsempfänger zur unterstützten Partei bejaht und andererseits die grundsätzliche Anerkennung und Vollstreckbarkeit der Entscheidungen deutscher Gerichte in Österreich gewährleistet ist (Art 33 Abs 1 EuGVVO). (T5)
Vgl auch; Beisatz: Ist eine im Ausland ergangene Adoptionsentscheidung für den österreichischen Rechtsbereich anzuerkennen, so erzeugt sie Bindungswirkung, die von Amts wegen wahrzunehmen ist und unter Nichtigkeitssanktion keine andere Lösung der bereits rechtskräftig entschiedenen Vorfrage zulässt. (T6); Veröff: SZ 2004/174
8 Ob 82/05z
Entscheidungstext OGH 08.09.2005 8 Ob 82/05z
Beisatz: Dies gilt auch für das Außerstreitverfahren. (T7); Veröff: SZ 2005/127
Auch; Beis wie T4; Beisatz: Wenn aufgrund staatsvertraglicher Regelungen ein Urteil in Österreich vollstreckbar (anzuerkennen) ist, äußert dieses materielle Rechtskraft. (T8)
Beisatz: Da im vorliegenden Fall das in Zivilsachen ergangene Urteil eines italienischen Gerichts zur Beurteilung steht, kann kein Zweifel sein, dass gemäß Art 33 Abs 1 EuGVVO eine derartige Bindung besteht (vgl 4 Ob 252/03t). (T9)
9 Ob 88/10x
Entscheidungstext OGH 28.02.2011 9 Ob 88/10x
nur T1; Beis wie T4; Beis wie T8; Beis wie T9
6 Ob 247/12k
Entscheidungstext OGH 06.06.2013 6 Ob 247/12k
Auch; Beis wie T3; Veröff: SZ 2014/122
4 Ob 30/15p
Entscheidungstext OGH 11.08.2015 4 Ob 30/15p
1 Ob 135/16h
Entscheidungstext OGH 18.10.2016 1 Ob 135/16h
Vgl auch; Beisatz: Hier: Mangels materieller Rechtskraft der (zukünftigen) slowakischen Aufteilungsentscheidung in Österreich ist damit aber der Voraussetzung der Bindungswirkung iSd § 25 Abs 2 Z 1 AußStrG der Boden entzogen. (T10); Veröff: SZ 2016/107
7 Ob 186/18f
Entscheidungstext OGH 21.11.2018 7 Ob 186/18f
Vgl auch; Beisatz: Nur dann, wenn ein ausländischer Rechtsakt nicht als Entscheidung zu qualifizieren wäre, wäre seine Wirksamkeit kollisionsrechtlich zu beurteilen. (T11)
5 Ob 123/19b
Entscheidungstext OGH 16.01.2020 5 Ob 123/19b
Vgl; nur T1; Beis wie T3; Beis wie T4; Beis wie T7
ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0110172
JJR_19980519_OGH0002_0010OB00073_98M0000_004
Rechtssatz für 6Ob24/98t 5Ob131/02d 1O...
RS0111346
6Ob24/98t; 5Ob131/02d; 1Ob21/04a; 10Ob45/12h
AußStrG §185
AußStrG 2005 §112
AußStrG 2005 §113
EO §80
EO §81
Die sonst erforderliche Gegenseitigkeit (§ 79 EO, der Akten und Urkunden erfasst) ist für die Anerkennung von Entscheidungen, die den Personenstand betreffen, nicht notwendig. Waren beide Prozessparteien ausschließlich Angehörige des Entscheidungsstaates, sind lediglich die positiven Anerkennungsvoraussetzungen des § 80 EO und das Fehlen von Versagungsgründen des § 81 EO zu prüfen.
6 Ob 24/98t
Entscheidungstext OGH 18.12.1998 6 Ob 24/98t
nur: Die sonst erforderliche Gegenseitigkeit (§ 79 EO, der Akten und Urkunden erfaßt) ist für die Anerkennung von Entscheidungen, die den Personenstand betreffen, nicht notwendig. (T1)
Beisatz: Da die Rechtsähnlichkeit zwischen Exekutionstiteln und familienrechtlichen Entscheidungen zu gering für eine reine Gesetzesanalogie ist, muss bei jeder einzelnen der in den §§ 79 ff EO normierten Anerkennungsvoraussetzungen hinterfragt werden, ob sie auch mit den Wertungen übereinstimmen, die der Gesetzgeber mit familienrechtlichen Regelungen verbindet. (T2); Veröff: SZ 2002/89
Vgl; Beis wie T2; Beisatz: Schon nach der Rechtslage vor Inkrafttreten des KindRÄG 2001 (BGBl I 2000/135) war die Gegenseitigkeit nach der Rechtsprechung keine Anerkennungsvoraussetzung. Dies ergibt sich nun unmittelbar aus § 185d Abs 2 AußStrG, nach dem es für die Vollstreckbarkeitserklärung und die Anerkennung (§ 185g AußStrG) ausländischer Entscheidungen oder diesen gleichzuhaltender öffentlicher Urkunden nur mehr Voraussetzung ist, dass Verweigerungsgründe gemäß § 185e AußStrG fehlen und dass die Vollstreckbarkeit nach dem Recht des Ursprungstaats gegeben ist. Nur der Vollständigkeit halber sei darauf hingewiesen, dass auch das mit 1. 1. 2005 in Kraft tretende Außerstreitgesetz (BGBl I 2003/111) in seinen §§ 112 und 113 den zitierten Bestimmungen im Wesentlichen gleichlautende Anordnungen enthält. (T3); Veröff: SZ 2004/174
10 Ob 45/12h
Entscheidungstext OGH 29.01.2013 10 Ob 45/12h
Beis ähnlich wie T3; Beis wie T2
ECLI:AT:OGH0002:1998:RS0111346
JJR_19981218_OGH0002_0060OB00024_98T0000_001
Rechtssatz für 5Ob131/02d 1Ob190/03b
RS0117176
5Ob131/02d; 1Ob190/03b
IPRG §26
Es sind keine einschlägigen Staatsverträge und auch sonst keine Rechtsnormen vorhanden, die sich im Verhältnis zwischen Österreich und Bulgarien direkt damit befassen, wie bei der Anerkennung von Adoptionsentscheidungen zu verfahren ist.
Vgl; Beisatz: Hier: Adoptionsentscheidung aus Griechenland. (T1); Veröff: SZ 2003/100
ECLI:AT:OGH0002:2002:RS0117176
JJR_20020625_OGH0002_0050OB00131_02D0000_001
Rechtssatz für 5Ob131/02d 1Ob190/03b 1...
RS0117177
5Ob131/02d; 1Ob190/03b; 1Ob21/04a; 8Ob41/11d
Das Adoptionsstatut des § 26 Abs 1 IPRG gibt nur die materiellrechtlichen Voraussetzungen einer inländischen Adoption mit Auslandsbezug vor, sagt aber nichts über die dem Verfahrensrecht zuzuordnende Anerkennung einer ausländischen Adoptionsentscheidung aus.
Beisatz: Hier: Volksrepublik China. (T1); Veröff: SZ 2004/174
8 Ob 41/11d
Entscheidungstext OGH 26.04.2011 8 Ob 41/11d
Veröff: SZ 2011/51
ECLI:AT:OGH0002:2002:RS0117177
JJR_20020625_OGH0002_0050OB00131_02D0000_002
Rechtssatz für 5Ob131/02d
RS0117178
ABGB §181a Abs1 Z1
Dass §181a Abs1 Z1 ABGB dem Wahlkind schon ab vollendetem 5. Lebensjahr das Recht der persönlichen Anhörung zugesteht, konkret die Festmachung des Anhörungsrechts an diesem Alter, ist kein iSd §6 IPRG absolut schutzwürdiges Grundprinzip der österreichischen Rechtsordung.
ECLI:AT:OGH0002:2002:RS0117178
JJR_20020625_OGH0002_0050OB00131_02D0000_003
RS0117179
ABGB §184a
ABGB §185a
Es ist nicht per se ordre public-widrig, wenn das ausländische Recht mehr Gründe für die Aufhebung einer Adoption anerkennt als das österreichische.
ECLI:AT:OGH0002:2002:RS0117179
JJR_20020625_OGH0002_0050OB00131_02D0000_004
Rechtssatz für 5Ob131/02d 6Ob138/13g
RS0117180
5Ob131/02d; 6Ob138/13g
Haager Minderjährigenschutzabk Art16
Nur eine eklatante Gefährdung des Kindeswohls steht unter der Vorbehaltsklausel. Der Verlust von Unterhalts- und Erbrechtsansprüchen erfüllt diesen Tatbestand nicht oder jedenfalls nicht allein.
nur: Eine eklatante Gefährdung des Kindeswohls steht unter der Vorbehaltsklausel. (T1)
Beisatz: Hier: Droht eine eklatante Gefährdung des Kindeswohls, liegt die Anwendung der Vorbehaltsklausel des Art 16 MSA nahe. (T2)
ECLI:AT:OGH0002:2002:RS0117180
JJR_20020625_OGH0002_0050OB00131_02D0000_005

References: OGH 
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 §879
 §18
 OGH 
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 OGH 
 OGH 
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 §33
 §2
 §16
 §185
 §13
 §113
 §113
 § 113
 § 13
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
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 §328
 § 328
 OGH 
 OGH 
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 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 411
 OGH 
 §411
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 25
 OGH 
 OGH 
 §185
 §112
 §113
 §80
 §81
 § 80
 § 81
 OGH 
 § 185
 § 185
 OGH 
 §26
 § 26
 OGH 
 §181
 §181
 §6
 §184
 §185