Source: http://www.juraserv.de/kunstrecht/kunstfaelschungen-im-kaufrecht-01008/resumee-&amp-nachweise
Timestamp: 2019-08-22 22:09:42+00:00

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D. Resümee und Nachweise
Die vorgelegten Erkenntnisse zeigen, dass die die Feststellung der Originalität und Echtheit eines Kunstwerkes kann im Einzelfall erhebliche Schwierigkeiten bereiten kann.
Die falsche Urheberschaft und daraus resultierende Unechtheit stellt einen Mangel dar. Sollte ein Kunstwerk unecht sein, so löst dies Gewährleistungsansprüche eines Käufers aus, soweit die Echtheit Bestandteil des Vertrages geworden ist oder nach dem Umständen zu erwarten war und der Käufer keine Kenntnisse von diesem Mangel hatte.
Im diesem Falle stehen dem Käufer Nacherfüllungs-, Minderungs- und Schadensersatzansprüche zu.
Diese können durch Beschränkungen oder im Falle vernachlässigter Sorgfaltspflichten eingeschränkt sein, soweit keine arglistige Täuschung vorliegt.
Durch Garantien können die Rechte des Käufers erweitert sein.
Die gesetzlichen Gewährleistungsansprüche verjähren regelmäßig in 2 Jahren.
Neben den Gewährleistungsansprüchen besteht die Möglichkeit zur Anfechtung, die auch nach dem Verstreichen der Verjährung für die Geltendmachung von Gewährleistungsansprüchen noch Möglichkeiten gibt, gegen das Kaufgeschäft über ein unechtes Kunstwerk vorzugehen.
Neben dem Verkäufer selbst haften auch Sachverständige für deren Gutachten, wenn sie damit rechnen mussten, dass ihre Expertise Grundlage des Vertrages sein kann.
1 Goepfert, S.15; Domberger, Magazin Kunst 45/1972, S. 2704; Brauer, Die Kunst 1972, S. 729 ff.; Bachler-Dünnebier, Bruckmanns Handbuch der Druckgraphik, S. 127ff.
2 106 Millionen Dollar erzielte im Mai 2010 laut wiwo.de Picassos Gemälde „Nude, Green Leaves and Bust“ nachdem kurz zuvor im Februar erst ein Rekord mit Giacomettis Skulptur „L’Homme qui marche“ erzielt wurde - Stoelzel, Thomas: Höchstpreis für Picasso
3 Boll, Beitrag Dr. Boll, MD des Auktionshauses Christie
4 Goepfert, S. 22
5 Vgl. §26 UrhG
6 So gem. §§106ff. UrhGfür unerlaubte Verwertungen wie Vervielfältigen, Verbreiten und die öffentl. Wiedergabe. Strafanspruch auch für die das unzulässige Anbringen einer Urheberbezeichung auf eine Kopie, um den Eindruck des Originals zu erwecken.
7 Zum Beispiel niederländische Landschaftsmalerei des 17. Jahrhunderts
8 Wrede, S.35
9 Busch: Wirklich Rembrandt?
10 Wrede, S. 73f.
11 Ruisdael Entscheidung: RG, Urt. v. 11. März 1932 - RGZ 135,339
12 Goepfert, S. 37
13 Schellhammer, Rn. 85
14 Dies wird zum Beispiel bei Henri Matisse angenommen
15 OLG Kiel: Entstehungszeit macht keinen Unterschied
16 §434 I 2 BGB
17 Ostade-Teniers-Urteil: RG, Urt. V. 25.11.1926 - RGZ 115, 286 (287)
18 Goepfert, S.35 m.w.N.
19 Ruisdael Entscheidung: RG, Urt. v. 11. März 1932 - RGZ 135,339 (342); so auch OLG Frankfurt, in NJW 1993, S. 1477.
20 Goepfert, S.36 m.w.N.
21 Goepfert, S. 36
22 Ackermann, JZ 2004, S. 378, 379ff.
23 BGH 07.06.2006 – VIII ZR 209/05 – BGHZ 168, 64-79
24 Wrede, S. 27
25 Vgl. „Enten am Teich“ mit Signatur A. Koesters - LG Bielefeld, Urteil vom 20.09.1988 – 23 O 101/88 – NJW 1990, 1999
26 §119 II BGB
27 §124 Abs. 3 BGB
28 §123 BGB
29 §124 Abs. 2 BGB
30 §121 Abs. 1 BGB
31 §121 Abs. 2 BGB
32 BGH WM 1969, S. 36

References: §26
 §434
 BGH 
 §119
 §124
 §123
 §124
 §121
 §121
 BGH