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Timestamp: 2016-10-22 11:52:50+00:00

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8C_909/2012 (04.02.2013)
8C_909/2012 {T 0/2}
Helsana Unfall AG, Recht,
T.________, geboren 1983, meldete der Helsana Unfall AG (nachfolgend: Helsana), bei welcher sie f�r die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunf�llen sowie Berufskrankheiten versichert war, dass sie sich am 30. Oktober 2008 beim Volleyball das linke Knie verletzt habe. Nachdem die Helsana zun�chst f�r die Heilbehandlung aufgekommen war und Taggelder ausgerichtet hatte, lehnte sie ihre (weitere) Leistungspflicht mit Verf�gung vom 7. April 2010 und Einspracheentscheid vom 15. M�rz 2011 ab mit der Begr�ndung, dass das Geschehen weder als Unfall im Rechtssinne noch als unfall�hnliche K�rpersch�digung zu qualifizieren sei.
Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich mit Entscheid vom 15. Oktober 2012 ab.
T.________ l�sst Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten f�hren mit dem Antrag, unter Aufhebung des angefochtenen Entscheides seien ihr die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen, eventualiter sei die Sache zu weiteren Abkl�rungen an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Das kantonale Gericht hat die Bestimmungen und Grunds�tze zum Unfallbegriff (Art. 4 ATSG) und zur unfall�hnlichen K�rpersch�digung (Art. 9 Abs. 2 UVV) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.
Streitig ist die Leistungspflicht des Unfallversicherers aus dem Ereignis vom 30. Oktober 2008 �ber den 7. April 2010 hinaus. Dazu geh�rt auch die Frage, ob �berhaupt ein Unfall oder eine unfall�hnliche K�rpersch�digung vorliegt. Da vorliegend die Leistungseinstellung ex nunc et pro futuro verf�gt worden ist, keine R�ckforderung bereits ausgerichteter Leistungen zur Diskussion steht und es nicht um Dauerleistungen geht, ist die Leistungseinstellung ohne Berufung auf einen Wiedererw�gungs- oder Revisionsgrund m�glich (BGE 130 V 380 E. 2.3 S. 384; vgl. auch in BGE 136 V 2 nicht publ. E. 5.1 des Urteils 8C_444/2009 vom 11. Januar 2010; Urteil 8C_1019/2009 vom 26. Mai 2010 E. 4.2).
4.1 Die Vorinstanz hat zun�chst hinsichtlich der Frage, ob sich am 30. Oktober 2008 ein Unfall im Rechtssinne zugetragen habe, erwogen, dass es beim geltend gemachten Sprung und der nachfolgenden Landung nicht zu besonders sinnf�lligen Umst�nden gekommen sei. Vielmehr sei die Versicherte erst aufgrund des dabei aufgetretenen stechenden Schmerzes zu Boden gegangen. Entsprechend der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, wonach das Merkmal der Ungew�hnlichkeit ohne besonderes Vorkommnis auch bei einer Sportverletzung zu verneinen ist (BGE 130 V 117 E. 2.2 S. 118; in BGE 130 V 380 nicht publ. E. 3.2 des Urteils U 199/03 vom 10. Mai 2004; Urteile 8C_189/2010 vom 9. Juli 2010 E. 3.3; 8C_186/2011 vom 26. Juli 2011 E. 5), hat sie den Unfallbegriff als nicht erf�llt erachtet.
4.2 Was die Beschwerdef�hrerin dagegen vorbringt, vermag an der vorinstanzlichen Beurteilung nichts zu �ndern. Sie bem�ngelt insbesondere, dass es der Unfallversicherer im Nachgang zur Unfallmeldung vom 5. November 2008 ("Verletzte sich beim Volleyball das linke Knie.") unterlassen habe, den Hergang detailliert zu erheben, und sich allein auf eine Notiz seiner Sachbearbeiterin �ber ein am 11. M�rz 2010 mit der Versicherten gef�hrtes Telefongespr�ch gest�tzt habe. Es war dort folgende Aussage festgehalten worden: "Eben ist nichts passiert; sie sei ganz normal am Volleyball spielen gewesen. Schon etwas aufgesprungen, aber normal gelandet, kein Vertreten oder Umknicken." Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, dass f�r sie kein Anlass bestanden habe, sich mit dem Unfallereignis auseinanderzusetzen und dieses weitergehend zu dokumentieren, nachdem der Versicherer seine Leistungspflicht zun�chst anerkannt habe. Den Beweis, dass sich am 30. Oktober 2008 beim Volleyball etwas Ungew�hnliches zugetragen habe, k�nne sie nicht mehr erbringen, was von der Beschwerdegegnerin zu verantworten sei. Die von ihr geltend gemachte Umkehr der Beweislast (vgl. BGE 117 V 261 E. 3b S. 264) fiele jedoch h�chstens dann in Betracht, wenn ihr der Unfallversicherer den Nachweis der leistungsbegr�ndenden Tatsache verunm�glicht h�tte (SVR 2011 UV Nr. 11 S. 39, 8C_693/2010 E. 12 und 13).
Entscheidwesentlich ist, dass die Beschwerdef�hrerin zwar einwendet, es seien aufgrund der �rztlich dokumentierten Distorsion zumindest Anhaltspunkte f�r einen programmwidrigen Bewegungsablauf gegeben, und diesbez�gliche weitere Abkl�rungen beantragt, jedoch nie von ihrer erw�hnten Schilderung des Vorfalls abgewichen ist oder sp�ter (erg�nzend) besondere Umst�nde vorgebracht hat. Auch letztinstanzlich zitiert sie ihren Trainer wie folgt: "T.________ wollte nach gelungener Abnahme und einem gelungenen Pass einen Angriff machen, als sie nach der Landung unvermittelt zusammensackte. Ich habe sie sofort ausgewechselt und darauf angesprochen sagte sie mir, sie sp�re einen heftigen Schmerz im linken Knie." Es ist nicht nachvollziehbar, warum sich weder die Versicherte noch ihr Trainer an ein besonderes Vorkommnis zu erinnern und welche weiteren Beweiserhebungen diesbez�glich etwas Neues zu Tage zu f�rdern verm�chten. Massgeblich f�r die Beurteilung ist daher nicht die Frage, ob ein entsprechender Beweis noch erbracht werden k�nne, sondern, wie das kantonale Gericht richtig erkannt hat, dass es in den Akten an jeglichen Hinweisen auf ein besonderes Vorkommnis fehlt. Namentlich bestehen auch keine Anhaltspunkte daf�r, dass ein in der Aussenwelt begr�ndeter Umstand den nat�rlichen Ablauf der K�rperbewegung programmwidrig gest�rt h�tte (vgl. BGE 134 V 72 E. 4.3.2.1 S. 80 f.). Allein der Umstand, dass sich die Versicherte eine Kniedistorsion zugezogen hat, vermag den Unfallbegriff nicht zu erf�llen, denn nach der Rechtsprechung bezieht sich das Begriffsmerkmal der Ungew�hnlichkeit nicht auf die Wirkung des �usseren Faktors, sondern nur auf diesen selber (BGE 134 V 72 E. 4.3.1 S. 79)
4.3 Bei diesem Ergebnis ist nicht von Belang, dass in den �rztlichen Stellungnahmen wiederholt von einem Distorsionstrauma beziehungsweise traumatischen Knorpelfrakturen (am lateralen Tibiaplateau) die Rede ist und nach Auffassung des Prof. h.c. PD Dr. med. S.________, Klinik X.________, die osteochondrale L�sion des dorso-lateralen Tibiaplateaus "klar unfallbedingter Natur sein d�rfte", denn rechtsprechungsgem�ss deckt sich der medizinische Begriff des Traumas nicht mit dem Unfallbegriff im Sinne von Art. 4 ATSG (in BGE 130 V 380 nicht publ. E. 1 des Urteils U 199/03 vom 10. Mai 2004). Dass eine krankhafte Verursachung der Knorpelsch�digung von vornherein ausgeschlossen w�re (BGE 134 V 72 E. 4.1 S. 76 f.), l�sst sich den medizinischen Berichten nicht entnehmen.
4.4 Damit f�llt eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin aus Unfall ausser Betracht.
5.1 Gem�ss dem - gest�tzt auf Art. 6 Abs. 2 UVG erlassenen - Art. 9 Abs. 2 UVV sind verschiedene K�rpersch�digungen, sofern sie nicht eindeutig auf eine Erkrankung oder eine Degeneration zur�ckzuf�hren sind, auch ohne ungew�hnliche �ussere Einwirkung Unf�llen gleichgestellt. Mit Ausnahme der Ungew�hnlichkeit m�ssen auch bei den unfall�hnlichen K�rpersch�digungen die �brigen Tatbestandsmerkmale des Unfallbegriffs und namentlich auch der �ussere Faktor erf�llt sein (BGE 129 V 466). Besondere Bedeutung kommt hierbei der Voraussetzung eines �usseren Ereignisses zu, d.h. eines ausserhalb des K�rpers liegenden, objektiv feststellbaren, sinnf�lligen, eben unfall�hnlichen Vorfalles (BGE 129 V 466 E. 2.2 S. 467; RKUV 2001 Nr. U 435 S. 332, U 398/00 E. 2c).
5.2 Das kantonale Gericht hat zutreffend erwogen, dass es gest�tzt auf die Angaben der Beschwerdef�hrerin an einem benennbaren �usseren Faktor fehlt. Die Beschwerdef�hrerin macht diesbez�glich geltend, es gen�ge zur Bejahung der Leistungspflicht aus Art. 9 Abs. 2 UVV, dass es beim Volleyball zu einer Gesundheitssch�digung gekommen sei.
Dem kann jedoch nicht gefolgt werden. So hat das Eidgen�ssische Versicherungsgericht (seit 1. Januar 2007: I. und II. sozialrechtliche Abteilungen des Bundesgerichts) ein �usseres Ereignis beim Misstritt beim Volleyballspiel mit den Kindern (Urteil U 92/00 vom 27. Juni 2001 E. 2c), aber auch beim Sprung von einer Verpackungskiste (RKUV 2001 Nr. U 435 S. 332, U 398/00 vom 5. Juni 2001 E. 3a) als erstellt erachtet. In beiden F�llen waren unmittelbar nach dem Ereignis Schmerzen aufgetreten, welche sich als Symptom einer Sch�digung nach Art. 9 Abs. 2 UVV herausstellten (Meniskusl�sion im Sinne von Art. 9 Abs. 2 lit. c UVV). Demgegen�ber hat es eine Leistungspflicht sowohl aus Unfall als auch aus unfall�hnlicher K�rpersch�digung verneint im Fall des Versicherten, der beim Volleyball in �berstreckter R�ckenlage einen Schmetterball geschlagen, dabei einen Schmerz im R�cken versp�rt hatte und nach der Landung auf die Knie gefallen war. Das Eidgen�ssische Versicherungsgericht hat erwogen, dass aussergew�hnliche K�rperbewegungen beim Volleyball wegen eines ungenauen Zuspiels, nicht optimal auf das Zuspiel abgestimmten Absprungs des Spielers wie auch bei Angriffen des Gegners durchaus �blich seien und entsprechende Bewegungsabl�ufe auch trainiert w�rden. Ballannahmen in �berstreckter R�ckenlage (Hohlkreuz) mit anschliessender Landung in dieser spezifischen K�rperlage k�men h�ufig vor. Solche Bewegungen fielen in die gew�hnliche Bandbreite der Bewegungsmuster dieses Sports. Der Versicherte hatte keine der in Art. 9 Abs. 2 lit. a bis h UVV abschliessend aufgez�hlten K�rpersch�digungen (BGE 134 V 72 E. 4.3.2.2 S. 81; 123 V 43 E. 2b S. 45) erlitten (in BGE 130 V 380 nicht publ. E. 4.2 und 5 des Urteils U 199/03 vom 10. Mai 2004).
Ob mit Blick auf die dargelegten bundesgerichtlichen Erw�gungen unter Annahme, dass ein in der Aussenwelt auftretendes Ereignis den normalen Bewegungsvorgang der Volleyballspielerin beeinflusst habe, von einem �usseren Faktor gesprochen werden k�nnte - obwohl nach Angaben der Beschwerdef�hrerin "nichts passiert" ist - oder eine allgemein gesteigerte Gefahrenlage bestand, wie dies f�r viele sportliche Bet�tigungen zutreffen kann (BGE 129 V 466 E. 4.2.2 S. 470, E. 4.3 S. 471; Urteil 8C_546/2010 vom 22. Februar 2011 E. 3.2 in fine), wozu sich das Bundesgericht in den erw�hnten Urteilen zum Volleyball jedoch nicht ge�ussert hat, braucht hier nicht abschliessend gekl�rt zu werden. In den medizinischen Berichten ist stets von einer Distorsion des Kniegelenks die Rede, w�hrend von Art. 9 Abs. 2 lit. b UVV nur eigentliche Gelenksverrenkungen (Luxationen) erfasst werden, nicht aber unvollst�ndige Verrenkungen (Subluxationen) oder Torsionen (Verdrehungen) und Distorsionen (Verstauchungen; SVR 2009 UV Nr. 34 S. 118, 8C_1000/2008 E. 2.3). Auch hatte sich die Versicherte keinen Meniskusriss (Art. 9 Abs. 2 lit. c UVV) zugezogen, ergab doch die am 16. April 2009 durchgef�hrte diagnostische Arthroskopie, dass sowohl der mediale als auch der laterale Meniskus intakt waren. Den Berichten �ber die sp�teren Abkl�rungen in der Klinik H.________, in der Klinik X.________ sowie in der Klinik T.________ ist diesbez�glich nichts Gegenteiliges zu entnehmen. Der beratende Arzt der Beschwerdegegnerin, Dr. med. G.________, Orthop�dische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, schloss am 23. M�rz 2010 eine unfall�hnliche K�rpersch�digung ebenfalls aus. Es ist bei diesem Ergebnis nicht weiter auf die Stellungnahme der Klinik X.________ vom 23. April 2010 einzugehen, wonach nicht von einer Knorpelerkrankung ausgegangen werden k�nne, zumal rechtsprechungsgem�ss nicht abzukl�ren ist, ob eine "eindeutige" krankheits- oder degenerativ bedingte Verursachung vorliegt (BGE 129 V 466 E. 2.1 S. 466 f.).
5.3 Es entf�llt somit auch eine Leistungspflicht des Unfallversicherers aus Art. 9 Abs. 2 UVV.

References: BGE 
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 4
 BGE 
 Art. 6
 Art. 9
 Art. 9
 Art. 9
 Art. 9
 Art. 9
 BGE 
in fine
 Art. 9
 Art. 9