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Timestamp: 2016-10-27 15:16:42+00:00

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§ 67 SG, Zurückstellung von Dienstleistungen Suche
Bundesrecht und LandesrechtBundSG - Soldatengesetz§§ 59 - 80, Vierter Abschnitt - Dienstleistungspflicht§§ 64 - 68, 2. - Dienstleistungsausnahmen
Gesetz über die Rechtsstellung der Soldaten (Soldatengesetz - SG) Bundesrecht…§ 67 SG, Zurückstellung von Dienstleistungen§ 68 SG, Unabkömmlichstellung§ 69 SG, Zuständigkeit§ 70 SG, Verfahren§ 71 SG, Ärztliche Untersuchung, Anhörung§ 72 SG, Heranziehung von ungedienten Dienstleistungspflichtigen§ 73 SG, Heranziehung von gedienten Dienstleistungspflichtigen§ 74 SG, Beendigung der Dienstleistungen§ 75 SG, Entlassung aus den Dienstleistungen§ 76 SG, Ausschluss von Dienstleistungen und Verlust des Dienstgrades§ 77 SG, Dienstleistungsüberwachung; Haftung§ 78 SG, Aufenthaltsfeststellungsverfahren§ 79 SG, Vorführung und Zuführung§ 80 SG, Konkurrenzregelung§ 81 SG, Zuziehung zu dienstlichen Veranstaltungen§ 82 SG, Zuständigkeiten§ 83 SG, Besondere Vorschriften für das Vorverfahren§ 84 SG, Rechtsmittel gegen Entscheidungen des Verwaltungsgerichts§ 85 SG, Besondere Vorschriften für die Anfechtungsklage§ 86 SG, Bußgeldvorschriften§ 87 SG, Einstellung von anderen Bewerbern…§ 99 SG, Übergangsvorschrift aus Anlass des Einsatzversorgungs-Verbesserungsgese...
§ 67 SG, Zurückstellung von Dienstleistungen
§ 67 SGGesetz über die Rechtsstellung der Soldaten (Soldatengesetz - SG)BundesrechtVierter Abschnitt – Dienstleistungspflicht → 2. – DienstleistungsausnahmenTitel: Gesetz über die Rechtsstellung der Soldaten (Soldatengesetz - SG)Normgeber: BundAmtliche Abkürzung: SGGliederungs-Nr.: 51-1Normtyp: Gesetz(1) Von Dienstleistungen wird zurückgestellt, 1.wer vorübergehend nicht dienstfähig ist oder2.wer, abgesehen von den Fällen des § 65, Freiheitsstrafe, Strafarrest, Jugendstrafe oder Jugendarrest verbüßt, sich in Untersuchungshaft befindet oder nach § 63 des Strafgesetzbuches in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht ist.(1a) Von Dienstleistungen wird ferner zurückgestellt, wer auf Grund eines völkerrechtlichen Vertrages für die Dauer einer Tätigkeit in einer internationalen Behörde nicht zum Wehrdienst herangezogen werden kann.(2) 1Von Dienstleistungen werden Dienstleistungspflichtige, die sich auf das geistliche Amt (§ 66) vorbereiten, auf Antrag zurückgestellt. 2Hierzu sind beizubringen: 1.der Nachweis eines ordentlichen theologischen Studiums oder einer ordentlichen theologischen Ausbildung und2.eine Erklärung des zuständigen Landeskirchenamtes, der bischöflichen Behörde, des Ordensoberen oder der entsprechenden Oberbehörde einer anderen Religionsgemeinschaft, dass sich der Dienstleistungspflichtige auf das geistliche Amt vorbereitet.(3) 1Hat ein Dienstleistungspflichtiger seiner Aufstellung für die Wahl zum Deutschen Bundestag, zu einem Landtag oder zum Europäischen Parlament zugestimmt, ist er bis zur Wahl zurückzustellen. 2Hat er die Wahl angenommen, kann er für die Dauer des Mandats nur auf seinen Antrag herangezogen werden.(4) 1Auf Antrag soll ein Dienstleistungspflichtiger von einer Dienstleistung zeitlich befristet zurückgestellt werden, wenn und solange die Heranziehung zur Dienstleistung für ihn wegen persönlicher, insbesondere häuslicher, wirtschaftlicher oder beruflicher Gründe eine besondere, im Bereitschafts-, Spannungs- und Verteidigungsfall eine unzumutbare Härte bedeuten würde. 2Eine besondere Härte liegt in der Regel vor, wenn1.im Fall der Heranziehung des Dienstleistungspflichtigena)die Versorgung seiner Familie, hilfsbedürftiger Angehöriger oder anderer hilfsbedürftiger Personen, für deren Lebensunterhalt er aus rechtlicher oder sittlicher Verpflichtung aufzukommen hat, gefährdet würde oderb)für Verwandte ersten Grades besondere Notstände zu erwarten sind,2.der Dienstleistungspflichtige für die Erhaltung und Fortführung eines eigenen Betriebes unentbehrlich ist,3.die Heranziehung des Dienstleistungspflichtigena)eine zu einem schulischen Abschluss führende Ausbildung,b)ein Hochschulstudium, bei dem zum vorgesehenen Diensteintritt das dritte Semester erreicht ist,c)einen zum vorgesehenen Diensteintritt begonnenen dualen Bildungsgang (Studium mit studienbegleitender betrieblicher Ausbildung), dessen Regelstudienzeit acht Semester nicht überschreitet und bei dem das Studium spätestens drei Monate nach Beginn der betrieblichen Ausbildung aufgenommen wird,d)einen zum vorgesehenen Diensteintritt zu einem Drittel absolvierten sonstigen Ausbildungsabschnitt odere)eine bereits begonnene Berufsausbildungunterbrechen oder die Aufnahme einer rechtsverbindlich zugesagten oder vertraglich gesicherten Berufsausbildung verhindern würde.(5) Von Dienstleistungen kann ein Dienstleistungspflichtiger ferner zurückgestellt werden, wenn gegen ihn ein Strafverfahren anhängig ist, in dem Freiheitsstrafe, Strafarrest, Jugendstrafe oder eine freiheitsentziehende Maßregel der Besserung und Sicherung zu erwarten ist, oder wenn seine Heranziehung die militärische Ordnung oder das Ansehen der Bundeswehr ernstlich gefährden würde.(6) 1Von einer Dienstleistung soll ein Dienstleistungspflichtiger auf Antrag auch zurückgestellt werden, wenn er für die Erhaltung und Fortführung des elterlichen Betriebes oder des Betriebes seines Arbeitgebers oder für die ordnungsgemäße Aufgabenerfüllung seiner Dienstbehörde unentbehrlich ist. 2In diesem Fall sind die Eltern, der Arbeitgeber oder die Dienstbehörde des Dienstleistungspflichtigen antragsberechtigt und verpflichtet, den Wegfall der Voraussetzungen für die Unentbehrlichkeit der zuständigen Wehrersatzbehörde anzuzeigen. 3Die Zurückstellung bedarf der Zustimmung des Dienstleistungspflichtigen. 4Die Heranziehung des Dienstleistungspflichtigen ist bis zur Entscheidung über den Antrag auszusetzen.Zu § 67: Geändert durch G vom 31. 7. 2008 (BGBl I S. 1629).
§ 66 SG, Befreiung von Dienstleistungen§ 68 SG, Unabkömmlichstellung

References: § 67

§ 67

§ 67
 § 65
 § 63
 § 67

§ 66