Source: https://es.b-ok.org/book/3397897/d8d4eb
Timestamp: 2020-06-05 19:19:10+00:00

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Rechnungswesen, Controlling, Bankrechnen: Basiswissen und Prüfungsaufgaben mit Lösungen | Wolfgang Grundmann, Rudolf Rathner | download
Principal Rechnungswesen, Controlling, Bankrechnen: Basiswissen und Prüfungsaufgaben mit Lösungen
978-3-658-19790-2
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die nordbank132
die nordbank ag128
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bis110
einer109
betrag107
vom107
zinsen107
aufwendungen102
konto101
eigenkapital98
verbindlichkeiten97
wenn96
gewinn92
kann89
Leistungskultur im Fokus der digitalen Transformation: Maschinen übernehmen keine Verantwortung
Wolfgang Saaman (auth.)
Business Model Innovation in Banken: Robustes Geschäftsmodell durch Kunden- und Mitarbeiterzentrierung
Clemens Renker (auth.)
Basiswissen und Prüfungsaufgaben
Weitere Bände in der Reihe http://www.springer.com/series/12617
Wolfgang Grundmann · Rudolf Rathner
­Controlling, Bankrechnen
ISBN 978-3-658-19790-2 (eBook)
https://doi.org/10.1007/978-3-658-19790-2
© Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH 2001, 2003, 2007, 2010, 2013, 2015, 2018
Das Werk einschließlich aller seiner Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung, die nicht ausdrücklich vom Urheberrechtsgesetz zugelassen ist, bedarf der vorherigen Zustimmung des Verlags. Das gilt insbesondere für Vervielfältigungen, Bearbeitungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die Einspeicherung
Gebietsbezeichnungen in veröffentlichten Karten und Institutionsadre; ssen neutral.
Mit dieser Aufgabensammlung wenden wir uns an Auszubildende des
Kreditgewerbes, die in Kürze ihre schriftliche Abschlussprüfung im Fach
Rechnungswesen und Steuerung absolvieren wollen. In § 8 (Abschlussprüfung) der „Verordnung über die Berufsausbildung zum Bankkaufmann/zur Bankkauffrau“ werden Sie auf die Ablegung einer schriftlichen
Abschlussprüfung im Prüfungsfach Rechnungswesen und Steuerung hingewiesen. In diesem Prüfungsfach soll der Prüfling in höchstens 90 Minuten
praxisbezogene Aufgaben und Fälle analysieren und bearbeiten und damit
zeigen, dass er Zusammenhänge zwischen Rechnungswesen und Steuerung versteht. Die Inhalte des Prüfungsfaches Rechnungswesen und
Steuerung finden Sie in einer Grobstruktur in der Ausbildungsordnung. Die
detaillierten prüfungsrelevanten Inhalte für dieses Fach können Sie dem
Stoffkatalog für die IHK-Abschlussprüfung entnehmen. Grobstruktur und
Stoffkatalog für das Prüfungsfach Rechnungswesen und Steuerung können
Sie auf unserer Homepage www.bankazubi.info einsehen.
Diese Aufgabensammlung enthält über 220 prüfungsnahe Aufgaben mit
kommentierten Lösungen, mit denen Sie sich optimal auf Ihre Abschlussprüfung im Fach Rechnungswesen und Steuerung vorbereiten können. Die Aufgabensammlung dient der systematischen Vorbereitung auf die bundeseinheitliche Abschlussprüfung zur Bankkauffrau bzw. zum Bankkaufmann. Sie
können Ihre Kenntnisse im Prüfungsfach Rechnungswesen und Steuerung
überprüfen sowie Ihr erarbeitetes Wissen festigen und anhand der fallorientierten Aufgaben ergänzen. Wenn Sie die Anforderungen – also die Kenntnisse und Fähigkeiten für das Prüfungsfach Rechnungswesen und Steuerung –
des Prüfungskatalogs Abschlussprüfung Bankkaufmann/Bankkauffrau erfüllen, nachdem Sie die Lerninhalte dieser Aufgabensammlung selbstständig
erarbeitet haben, können Sie viel sicherer in die Abschlussprüfung gehen.
Wesentliches Ziel dieser Aufgabensammlung ist es, Sie beim Ausbau Ihrer
Handlungs- und Entscheidungskompetenz zu unterstützen. Zu diesem
Zweck entscheiden Sie mit Hilfe von programmierten Aufgaben über Probemsituationen im Prüfungsfach Rechnungswesen und Steuerung.
Sinnvoll nutzen können Sie diese Aufgabensammlung vor allem, wenn Sie
den Lösungshinweis erst lesen, nachdem Sie versucht haben, die Fragestellung selbst zu beantworten.
Die 7. Auflage dieses Buches wurde von dem Autorenteam völlig neu
überarbeitet. Die Aufgaben wurden auf den aktuellen rechtlichen Stand
gebracht. Dabei wurden die ab 2018 gültigen Abschreibungssätze sowie
die aktuellen Freibeträge und Freigrenzen in den Aufgaben berücksichtigt.
Bevor Sie die einzelnen Aufgaben im Rechnungswesen bearbeiten, können Sie sich schnell einen Überblick über die wichtigsten Regeln und Vorschriften der einzelnen Lerngebiete verschaffen. Dieses Strukturwissen
wird vor jedem Lerngebiet im Rechnungswesen angeboten. Damit können
Sie die Aufgaben effektiver lösen.
Im Rahmen unseres Unterrichts haben wir festgestellt, dass den Auszubildenden auch in den Fächern Bankwirtschaft und Wirtschafts- und Sozialkunde Berechnungen Probleme bereiten, die schriftliche Abschlussprüfung
aber eine Vielzahl von Rechenaufgaben enthält, die in kürzester Zeit gelöst werden müssen. Daher haben wir diese Aufgabensammlung um den
Teil Bank- und Wirtschaftsrechnen erweitert, der neben unterschiedlichen
Prozent-, Dreisatz- und Kettensatzaufgaben Rechenaufgaben aus den
Fachgebieten Bankwirtschaft und Wirtschafts- und Sozialkunde enthält, so
z. B. die Berechnung von Zinsen und Vorschusszinsen, von Annuitäten,
Leasingraten, Beleihungswerten sowie das Rechnen mit Sorten und Devisen
sowie die Ermittlung von Bezugsrechten im Wertpapiergeschäft. Auch die
Berechnung der Soll- und Istreserve im Zusammenhang mit den Mindestreservevorschriften sowie das Rechnen mit aktuellen Sozialversicherungsbeiträgen wurden in diesem neuen Rechenteil aufgenommen.
Die Auszubildenden können Formeln und Rechenwege, geordnet nach prüfungsrelevanten Themen aus den Bereichen Bankwirtschaft und Wirtschafts- und Sozialkunde, ergänzt um Beispiele anwenden. Sie finden in
dieser Aufgabensammlung die wichtigsten prüfungsrelevanten Formeln und
Rechenwege zum Bankcontrolling sowie zur Kosten- und Erlösrechnung.
Sie finden aber auch Daten zu den Finanzierungsinstrumenten des Europäischen Systems der Zentralbanken (ESZB) oder zu den aktuellen Beitragssätzen der gesetzlichen Sozialversicherung. Die prüfungsrelevante Formelsammlung und die aktuellen Freigrenzen, Freibeträge und Beitragssätze
sowie Beitragsbemessungsgrenzen können Sie im Infoteil dieser Aufgabensammlung nachschlagen.
Das Autorenteam wünscht mit dieser Aufgabensammlung den Auszubildenden des Kreditgewerbes einen ansprechenden und effizienten Lernbegleiter für die Abschlussprüfung und den Lehrenden eine verlässliche
Fundstelle für die laufende Unterrichtsvorbereitung.
Anregungen zur Weiterentwicklung und Ergänzung dieser Aufgabensammlung nehmen wir, die wir selbst langjährig in der Unterrichtspraxis
tätig sind, gerne entgegen.
Da sich die gesetzlichen Vorschriften häufig aufgrund neuer rechtlicher und
wirtschaftlicher Gegebenheiten ändern, bieten wir aktualisierte Fassungen
der Gesetze und Vorschriften unter der Internet-Adresse www.bankazubi.info
an. Unter derselben Adresse finden Sie auch die Prüfungstermine sowie regelmäßige Aktualisierungen zum Themen- und Stoffkatalog.
Hamburg und Bocholt, im Oktober 2017
Rudolf Rathner und Wolfgang Grundmann
R@thner.de
Basiswissen zu:
Grundlagen des Rechnungswesens ........................................................................................ 3
Bestandskonten ........................................................................................................................ 5
Erfolgskonten ........................................................................................................................... 7
Gemischte Konten .................................................................................................................... 8
Kundenkontokorrent – KKK ..................................................................................................... 16
Bankenkontokorrent – BKK ..................................................................................................... 17
Umsatzsteuer bei Kreditinstituten .......................................................................................... 25
Bewertung von Sachanlagen ................................................................................................. 27
Bewertung von Wertpapieren ................................................................................................. 37
Bewertung von Forderungen................................................................................................... 46
Vorsorge für allgemeine Bankrisiken ...................................................................................... 54
Jahresabgrenzung................................................................................................................... 60
Rücklagen- und Ausschüttungspolitik ..................................................................................... 69
Bilanzanalyse ......................................................................................................................... 74
Controlling (Kosten- und Erlösrechnung) ............................................................................... 85
Grundbegriffe der Kosten- & Erlösrechnung .......................................................................... 86
Marktzinsmethode ................................................................................................................... 94
Produktkalkulation .................................................................................................................. 94
Kundenkalkulation ................................................................................................................... 95
Besteuerung von Wertpapieren ........................................................................................... 121
Bezugsrechte ....................................................................................................................... 131
A Unternehmensleistung erfassen und dokumentieren
1 Grundlagen des Rechnungswesens (A-1 bis A-17) ...................................... 9 ......
2 Kunden- und Bankenkontokorrent (A-18 bis A-30) ..................................... 18 .......
3 Jahresabschluss der Kreditinstitute
a) Bestandteile und Gliederung (A-31 bis A-35) ........................................ 23 .......
b) Bewertung von Betriebs- und Geschäftsausstattung, Umsatzsteuer
(A-36 bis A-49) ....................................................................................... 30 .......
c) Bewertung von Wertpapieren (A-50 bis A-59) ....................................... 38 .......
d) Bewertung von Forderungen(A-60 bis A-67) ......................................... 49 .......
e) Risikovorsorge (A-68 bis A-75) .............................................................. 55 .......
f) Jahresabgrenzung (A-76 bis A-80) ........................................................ 66 .......
B Dokumentierte Unternehmensleistungen verschiedener Unternehmenstypen
1 Rücklagen- und Ausschüttungspolitik (B-1 bis B-8) .................................... 70 ....... 212
2 Bilanzkennziffern berechnen und auswerten (B-9 bis B-22) ....................... 76 ....... 214
1 Aufgaben und Grundbegriffe der Kosten- und Erlösrechnung
(C-1 bis C-11) .............................................................................................. 89 ....... 218
2 Kalkulation der Kreditinstitute
a) Kalkulation im Wertbereich (Marktzinsmethode) (C-12 bis C-18) ......... 96 ........
b) Kalkulation im Betriebsbereich (Standardeinzelkostenrechnung)
(C-19 bis C-21) .................................................................................... 99 ........
c) Produkt- und Kundenkalkulation (C-22 bis C-32) ................................ 101 ........
d) Gesamtbetriebskalkulation (C-33 bis C-34) ........................................ 107 ........
1 Dreisatz (D-1) ...........................................................................................
2 Prozentrechnen (D-2 bis D-8) ...................................................................
3 Zinsrechnen (D-9) .....................................................................................
4 Abrechnung von Kontokorrentkonten und Festgeldkonten
(D-10 bis D-12) .........................................................................................
5 Abrechnung von Sparkonten und Sparbriefen (D-13 bis D-25)................
6 Renditeberechnung und Effektivverzinsung (D-26 bis D-27) ...................
7 Besteuerung von Wertpapieren (D-28 bis D-35) ......................................
8 Wertpapierabrechnung und Verpfändung von Wertpapieren (D-36) .......
9 Stückzinsberechnung (D-37 bis D-39)......................................................
10 Rechnen mit Bezugsrechten (D-40 bis D-42) ...........................................
11 Investmentrechnen (D-43) ........................................................................
12 Wertpapiere mit Sonderrechten und Dax-Futures (D-44 bis D-45) ...........
13 Pfändungsschutzkonto (D-46) .................................................................
14 Rechnen im Kreditgeschäft
a) Konsumentendarlehen (D-47 bis D-48) ...............................................
b) Baufinanzierung (D-49 bis D-55) .........................................................
c) Firmenkredit (D-56) .............................................................................
d) Bilanzanalyse (D-57) ...........................................................................
e) Leasingfinanzierung (D-58 bis D-60) ...................................................
f) Factoring (D-61) ..................................................................................
g) Devisen und Sorten (D-62 bis D-63) ...................................................
15 Preisermittlung nach dem Meistausführungsprinzip (D-64 bis D-65) .......
16 Kosten (D-66 bis D-67) .............................................................................
17 Wirtschaftskreislauf (D-68) .......................................................................
18 Produzentenrente (D-69) ..........................................................................
19 Geldschöpfung und Geldumlauf (D-70) ....................................................
20 Preiselastizität (D-71) ...............................................................................
21 Zahlungsbilanz (D-72 bis D-74) ................................................................
22 Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung(D-75 bis D-78) .............................
23 Geldpolitische Instrumente der Europäischen Zentralbank
a) Tenderverfahren (D-79 bis D-81) ........................................................
b) Mindestreserveberechnung (D-82 bis D-83) .......................................
24 Berechnung von Sozialversicherungsbeiträgen (D-84 bis D-85) .............
25 Einkommensteuer (D-86)..........................................................................
109 ........ 228
110 ........ 228
111 ........ 229
114 ........
120 ........
126 ........
129 ........
138 ........
139 ........
141 ........
142 ........
144 ........
149 ........
150 ........
151 ........
155 ........
156 ........
157 ........
160 ........
161 ........
162 ........
165 ........
167 ........
168 ........
169 ........
172 ........
Infopool.................................................................................................................................
1 Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung ........................................................................
2 Formelsammlung ..............................................................................................................
3 Aktuelle Eurobeträge, Freigrenzen und Freibeträge ........................................................
Unternehmensleistung erfassen
Basiswissen: Grundlagen des Rechnungswesens
Die Inventur ist die Tätigkeit der mengen- und wertmäßigen Erfassung aller
Bestände, das heißt aller Vermögensgegenstände und Schulden.
Aufnahme der Bestände an einem Stichtag. Wichtigste Stichtage: Beginn des
Handelsgewerbes und Ende eines Geschäftsjahres.
- Bestände werden aus fortlaufend geführten Karteien entnommen
- mindestens 1 mal pro Jahr Kontrolle durch körperliche Aufnahme
- Zeitlich verlegte Inventur
die jährliche Bestandsaufnahme erfolgt ganz oder teilweise innerhalb der letzten 3
Monate vor oder innerhalb der ersten 2 Monate nach dem Bilanzstichtag, die Bestände werden zum Bilanzstichtag fortgeschrieben bzw. zurückgerechnet.
- Das Inventar ist das ausführliche, mengen- und wertmäßige Verzeichnis
aller Vermögensgegenstände und Schulden eines Unternehmens sowie seines
Reinvermögens.
- wird nicht veröffentlicht.
das Inventar stellt das Ergebnis der Inventur dar
ein Inventar besteht aus 3 Teilen:
1.) Vermögen (genaue, ausführliche Aufzählung: Debitorenlisten etc.)
- 2.) Schulden (genaue, ausführliche Aufzählung: Kreditorenlisten etc.)
= 3.) Reinvermögen (rechnerische Ermittlung des Eigenkapitals)
- Die Bilanz ist die kurzgefasste, wertmäßige Gegenüberstellung von Vermö-
gen und Kapital.
vereinfachte Darstellung in Kontenform
Überblick über das Vermögen und Kapital
Aufnahme der Gesamtwerte und Verzicht auf Einzelpositionen
§ 242 HGB: jeder Kaufmann ist zur Aufstellung einer Bilanz verpflichtet
- Investitionen des Kreditinstitutes
- Herkunft des Kapitals: Fremd- und Eigenkapital
W. Grundmann und R. Rathner, Rechnungswesen, Controlling,
Bankrechnen, Prüfungstraining für Bankkaufleute,
https://doi.org/10.1007/978-3-658-19790-2_1
- Information für Gläubiger (Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage)
- Information für Gesellschafter (wenn die Geschäftsführung nicht von den Ei-
gentümern wahrgenommen wird)
- Information für Finanzbehörden (steuerliche Bemessungsgrundlage)
- Information für potenzielle Anleger (Unternehmensentwicklung)
Vorschriften zur - Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung
Aufstellung der - Klarheit, Übersichtlichkeit und Vollständigkeit
- Bruttoprinzip (keine Saldierung von Aktiv- mit Passivposten)
- Summe der Aktiva = Summe der Passiva (immer gleich!)
einer Bankbilanz - Aufbau der Aktiva nach dem Grundsatz der abnehmenden Liquidität
- oben ist immer der liquideste Posten (Kasse)
- unten ist immer der Posten mit der längsten Kapitalbindung (Sachanlagen)
- Aufbau der Passiva nach dem Grundsatz der Verfügungsdauer
- oben stehen immer die Mittel, die grundsätzlich zuerst wieder abfließen (Verbindlichkeiten gegenüber anderen Banken)
- unten stehen immer die Mittel, die am längsten zur Verfügung stehen (Eigenkapital verbleibt i. d. R. für immer in der Bank)
Beispiel für den Aufbau einer Bilanz eines Kreditinstitutes
Forderungen an KI
Schuldverschreibungen u. a. festverzinsliche
Aktien und nicht festverzinsliche WP
Verbindlichkeiten gegenüber KI
- zugrunde gelegte Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (HGB, IAS)
- Aufgliederung der Verbindlichkeiten (z. B. nach der Restlaufzeit)
- Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen (z. B. geografische
Belastung der Ergebnisse durch Abschreibungen und Steuern
Gesamtbezüge von Vorstand, Geschäftsführung und Aufsichtsrat
Mitglieder von Vorstand, Geschäftsführung und Aufsichtsrat
Aufgliederung der Position sonstige Rückstellungen
Beschreibung des Geschäftsverlaufes und der Lage des Unternehmens
wichtige Vorgänge, die nach dem Geschäftsjahr eingetreten sind
die voraussichtliche Entwicklung der Kapitalgesellschaft
bestehende Zweigniederlassungen des Unternehmens
Zur Aufbewahrung von Unterlagen und den Aufbewahrungsfristen enthält der
§257 HGB sowie der §147 AO die entsprechenden Regelungen.
- 6 Jahre: empfangene und abgesandte Handels- oder Geschäftsbriefe
- 10 Jahre: Handelsbücher und Aufzeichnungen, Inventare, Jahresabschlüsse
(Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung), Lageberichte, die Eröffnungsbilanz
sowie die zu ihrem Verständnis erforderlichen Arbeitsanweisungen und sonstigen Organisationsunterlagen, Buchungsbelege
- Sofern Handelsbriefe zugleich Buchungsbelege sind (Rechnungen, Gutschriften) gilt die 10-jährige Aufbewahrungsfrist.
Die Aufbewahrungsfrist beginnt mit dem Schluss des Kalenderjahres, in dem bei
laufend geführten Aufzeichnungen die letzte Eintragung gemacht worden ist,
Handels- und Geschäftsbriefe abgesandt oder empfangen worden sind oder
sonstige Unterlagen entstanden sind: Ist z. B. der Jahresabschluss für 2016 im
April 2017 erstellt worden, läuft für diesen die Aufbewahrungsfrist bis zum
Basiswissen: Bestandskonten
Bedeutung und Arten der Bestandskonten
- Änderungen der Vermögens- und Kapitalbestände werden auf BestandskonAbleitung der
ten erfasst.
- Erstellung einer Einzelabrechnung für jede Bilanzposition
- getrennte Erfassung von Mehrungen und Minderungen durch Kontoform
- linke Seite = Sollseite
- rechte Seite = Habenseite
- Aktivkonten = Konten, die eine aktive Bilanzposition verwalten
- Passivkonten = Konten, die eine passive Bilanzposition verwalten
bei Einrichtung der Bestandskonten heißt der Betrag aus der Bilanz Anfangsbestand (= AB)
- Der Anfangsbestand steht bei Aktiv-Konten im Soll
- Der Anfangsbestand steht bei Passiv-Konten im Haben
- beim Abschluss der Bestandskonten heißt der Betrag, der in die Bilanz eingeht, Schlussbestand (= SB)
- Der Schlussbestand steht bei Aktiv-Konten im Haben
- Der Schlussbestand steht bei Passiv-Konten im Soll
- alle Konten stehen im Hauptbuch
Buchungen auf - ein Geschäftsfall betrifft immer mindestens 2 Konten (= doppelte BuchfühBestandskonten
rung!)
- jeder Geschäftsfall bedeutet mindestens 1 Soll- und mindestens 1 HabenBuchung
- somit ist eine ständige Kontrolle der Buchungen möglich
- wertmäßige Summe aller Soll-Buchungen = wertmäßige Summe aller
Haben-Buchungen
- Zugänge werden immer auf der Seite des Anfangsbestandes gebucht
- Abgänge werden immer auf der Seite gegenüber des AB gebucht
- Aktiv-Passiv-Mehrung
- Erhöhung des Vermögens und des Kapitals
- Erhöhung der Bilanzsumme
- Aktiv-Passiv-Minderung
- Verminderung des Vermögens und des Kapitals
- Minderung der Bilanzsumme
- Aktiv-Tausch
- es findet ein Vermögenstausch statt, eine Aktivposition erhöht sich, eine andere wird geringer, die Passivpositionen bleiben unverändert.
- die Bilanzsumme bleibt gleich
- Passiv-Tausch
- es findet ein Kapitaltausch statt, eine Passivposition erhöht sich, eine andere
wird geringer, die Aktivpositionen bleiben unverändert
Ablauf der Buchführung mit Bestandkonten: Von Bilanz zu Bilanz
Eröffnungsbilanz 01.01
Verbindlichkeiten gegenüber ...
Hauptbuch (die dazugehörigen Buchungssätze stehen im Grundbuch)
Schlussbilanz 31.12
Schlussbilanz 31.12. = Eröffnungsbilanz des nächsten Jahres
Basiswissen: Erfolgskonten
Erfassung erfolgswirksamer Fälle
Es gibt Geschäftsfälle, die das Eigenkapital verändern. Dies sind Erfolge in Form
von Aufwendungen und Erträgen. Diese Erfolge werden nicht auf dem Eigenkapital gebucht. Zur besseren Übersicht werden Eigenkapital-Unterkonten für die
wichtigsten Erfolge gebildet: die Aufwands- und Ertragskonten
- Zum Jahresbeginn sind die Erfolgskonten leer (keine Anfangsbestände!)
- Während des Geschäftsjahres sammeln die Erfolgskonten die Aufwendungen im Soll und Erträge im Haben.
Aufwandskonto an ….
…. an Ertragskonto
- Am Jahresende werden die Erfolgskonten über das Gewinn- und Verlustkonto (GuV) abgeschlossen, um durch den Vergleich der Aufwendungen und Erträge den Erfolg (Gewinn oder Verlust) des Geschäftsjahres festzustellen:
bei Ertragskonten:
bei Aufwandskonten:
- Das GuV-Konto wird über das Eigenkapital abgeschlossen. Damit
schließt sich der Kreis. Ein Gewinn mehrt das Eigenkapital, ein Verlust
mindert es.
- mehr Erträge als Aufwendungen = Mehrung des Eigenkapitals (Gewinn)
- weniger Erträge als Aufwendungen = Minderung des EK (Verlust)
- Dividendenerträge
- Provisionserträge
Allgemeiner Verwaltungsaufwand (AVA)
Eigenkapital am Geschäftsjahresanfang
(Eigenkapitalminderungen)
(Eigenkapitalmehrungen)
Salden aller Aufwandskonten
Salden aller Ertragskonten
Gewinn (wenn Erträge > Aufwendungen)
Verlust (wenn Aufwendungen > Erträge)
Eigenkapital am Geschäftsjahresende
evtl. Mehrung durch Gewinn
evtl. Minderung durch Verlust
Schlussbestand (an SBK)
Basiswissen: Gemischte Konten
ein gemischtes Konto ist gleichzeitig ein Bestands- und Erfolgskonto
Beispielkonten
in der Praxis werden gemischte Konten benutzt für
- Erfolge entstehen durch Kursänderungen
- Ertrag: ein Kreditinstitut verkauft Wertpapiere, Sorten oder Devisen zu einem
höheren Kurs als den Einkaufskurs (= realisierter Kursgewinn)
- Aufwand: ein KI verkauft Wertpapiere, Sorten oder Devisen zu einem niedrigeren Kurs als dem Einkaufskurs (= realisierter Kursverlust)
gemischte Konten haben zwei Abschlussbuchungen:
- der Erfolg geht in die GuV ein (Soll oder Haben)
- der aktive Bestand geht in das SBK ein
Mehrung des Anfangsbestandes
eventueller Ertrag
Gemischtes Konto
Minderungen des Anfangsbestande
eventueller Aufwand
Beispiel für ein Geschäftsjahr im Wertpapierhandel
Festlegung der - Eigene Wertpapiere = aktives gemischtes Bestandskonto
- Aktien der CONCEPTA AG und Aktien der BIOFORM AG = Skontren
der Nebenbuchführung (vgl. Personenbuch beim KKK)
- Buchungen: alle Buchungen, die auf dem Konto Eigene Wertpapiere
vorgenommen werden, werden deckungsgleich in die Skontren gebucht
Nebenbuch: Für jedes Wertpapier ein Skontro
BIOFORM AG
Hauptbuch: Zusammenfassung aller Wertpapiere
----120.200,00
Lösungen zu den Aufgaben des Kapitels A ab Seite 189
Aufgabe A-1
Was kann man aus der Aktivseite der Bankbilanz erkennen?
A Die während eines Geschäftsjahres gewährten Kredite
B Die am Bilanzstichtag zugesagten Kredite
C Den Kassenbestand am Bilanzstichtag
D Die Ein- und Auszahlungen während des abgelaufenen Geschäftsjahres
E Den Betrag, den die Bank investiert hat
Aufgabe A-2
Welche Antwort gibt die Reihenfolge, nach der die Passivseite der Bankbilanz gegliedert ist, korrekt wieder?
A abnehmende Liquidität
B Bilanzposten, die zum Eigenkapital gerechnet werden, und dann Bilanzposten des Fremdkapitals
C zunehmende Fristigkeit der Fälligkeiten
D zunehmende Fristigkeit der Restlaufzeiten
E Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und Eigenkapital
Aufgabe A-3
A Ein Kreditor zahlt bar ein.
B Ein Debitor hebt bar ab.
C Auf dem Bundesbank-Konto gehen
für einen Kreditor 1.000 EUR ein.
D Bundesbank-Überweisung für Kauf
Übertrag vom kreditorisch geführten
Girokonto auf das Sparkonto
Überweisungsauftrag eines Debitors
wird über Bundesbank ausgeführt.
G Verkauf von Wertpapieren des Kreditinstituts an einen Kreditor
der Bilanzsumme
Aktiv- PassivMinderung
Aktiv- PassivMehrung
Welche Bilanzveränderungen lösen die folgenden Geschäftsfälle aus?
Aufgabe A-4
Bis zu welchem Datum müssen nach § 257 HGB folgende Belege aufbe- der Buchwahrt werden?
a) Bilanz 2016, fertiggestellt am 15.05.2017
b) Barauszahlungsbeleg vom 12.12.2012
c) Mahnschreiben vom 14.01.2017
d) Welche der folgenden Aussagen ist richtig?
A Um eine möglichst einheitliche Grundlage des Rechnungswesens zu
schaffen, haben die Verbände der Kreditwirtschaft Kontenpläne erarbeitet.
B Der Kontenplan enthält nach Kontenklassen und Kontengruppen gegliedert alle Konten, die in Kreditinstituten benötigt werden.
C Auf der Grundlage des Kontenplans stellt jedes Kreditinstitut seinen
eigenen Kontenrahmen auf.
D Um eine möglichst einheitliche Grundlage des Rechnungswesens zu
schaffen, haben die Verbände der Kreditwirtschaft Kontenrahmen erarbeitet.
E Kontenpläne sind immer mit dem Kontenrahmen identisch.
BestandsEntscheiden Sie, ob es sich bei den nachfolgend genannten Konten um konten
Aufgabe A-5
Aktivkonten 1 oder Passivkonten 2 handelt!
A Bundesbank
B Spareinlagen
C eigene Wertpapiere
D Grundstücke und Gebäude
E Termineinlagen
Aufgabe A-6
Aufgabe A-7
Auf welcher Seite eines Kontos werden diese Buchungen erfasst: Soll 1 oder
Haben 2 ?
A Zugänge bei einem Passivkonto
B Abgänge bei einem Aktivkonto
C Schlussbestand bei einem Aktivkonto
D Anfangsbestand bei einem Passivkonto
Entscheiden Sie, ob es sich bei den nachfolgend genannten Konten um
Aktiv- 1 , Passiv- 2 , Aufwands- 3 oder Ertragskonten 4 handelt!
A Löhne und Gehälter
B Termineinlagen
C Schecks
D Provisionserträge
E Verwaltungsaufwendungen
Kontenplan zu den Aufgaben A-8 und A-9
Nutzen Sie bei den beiden folgenden Aufgaben den Kontenplan, wie Sie
es bei den IHK-.Prüfungen müssen.
Banken-KK
Kunden-KK
Aufgabe A-8
Bilden Sie die Buchungssätze (ohne Beträge)
zur Eröffnung folgender Konten
für die Buchung des Schlussbestandes folgender Konten
für folgende Geschäftsfälle
Ein Kreditor erteilt einen Überweisungsauftrag über 7.320,00 EUR, der über die Bundesbank ausgeführt wird.
B Das Kreditinstitut kauft einen Kontoauszugsdrucker für 10.250,00 EUR von einem Kreditor.
C Das Kreditinstitut verkauft Wertpapiere im
Wert von 6.391,00 EUR aus dem eigenen
Bestand als Festpreisgeschäft an einen
D Auf dem Konto einer Korrespondenzbank
gehen zugunsten eines Debitors
19.000,00 EUR ein.
Aufgabe A-9
Bilden Sie Buchungssätze
a) für folgende Geschäftsfälle
A Das Kreditinstitut kauft einen Drucker für die
Buchhaltung für 5.000,00 EUR und bezahlt
den Kaufpreis durch Korrespondenzbanküberweisung.
B Das Kreditinstitut belastet Kreditoren mit
Umsatzprovision in Höhe von
C Das Kreditinstitut kauft von einem Kreditor
Wertpapiere für den eigenen Bestand.
D Auf dem Bundesbank-Konto des Kreditinstituts geht Miete in Höhe von
2.000,00 EUR für vermietete Räume ein.
b) für den Abschluss folgender Konten
A Spareinlagen
B sonstige betriebliche Erträge
C Verwaltungsaufwendungen
D GuV (Aufwendungen > Erträge)
c) für die Eröffnung folgender Konten
C Bundesbank
Situation zu den Aufgaben A-10 bis A-12
Die Nordbank AG erhält von ihrem Kunden Luethjohann Bürobedarf
GmbH eine Rechnung über Büromaterial im Wert von 819,00 EUR zuzüglich 19 % Mehrwertsteuer: Dieses Büromaterial wird nur für das umsatzsteuerfreie Bankgeschäfte benutzt, bei denen das Kreditinstitut die gezahlte Mehrwertsteuer nicht als Vorsteuer vom Finanzamt erstattet bekommt.
Zahlungsbedingungen: Gemäß der Rahmenvereinbarung vom 13.05.2012
räumt die Luethjohann GmbH der Nordbank AG auf den Rechnungsbetrag
einen Rabatt von 20 % ein. Der Gegenwert soll auf das Konto Luethjohann
GmbH, Kontonummer 473257, bei der Nordbank AG überwiesen werden.
Aufgabe A-10
Ermitteln Sie den Betrag, der an die Firma Luethjohann Bürobedarf GmbH
überwiesen werden muss.
Aufgabe A-11
Das Konto der Firma Luethjohann Bürobedarf GmbH weist zurzeit einen
Sollsaldo von 509,40 EUR aus. Um wie viel EUR verändert sich die Bilanzsumme der Nordbank AG, wenn die von Ihnen veranlasste Überweisung ausgeführt wird?
Aufgabe A-12
Um wie viel EUR verändert die Buchung der Rechnung der Firma Luethjohann Bürobedarf GmbH den Gewinn der Nordbank AG?
Aufgabe A-13
Der Kunde Marco Ehring überträgt innerhalb der Nordbank AG fällige
Termineinlagen in Höhe von 30.000,00 EUR auf sein Girokonto, das vor
dem Übertrag einen Kontostand von S 23.000,00 EUR aufweist. Wie verändert diese Buchung die Bilanzsumme der Nordbank AG?
A Die Bilanzsumme der Aktiva und Passiva erhöht sich um 7.000,00 EUR.
B Die Bilanzsumme bleibt unverändert.
C Die Bilanzsumme der Aktiva und Passiva vermindert sich um 23.000,00
D Die Bilanzsumme der Aktiva und Passiva erhöht sich um 30.000,00 EUR.
E Die Bilanzsumme der Aktiva und Passiva vermindert sich um 30.000,00
Aufgabe A-14
Der Sparkunde Gerd Müller unterhält bei der Nordbank AG ein Sparkonto. veränderung
Am 12.02. hebt Herr Müller 12.000,00 EUR vom Sparkonto ab. Am gleichen
Tag gehen durch Bundesbank-Überweisung 9.000,00 EUR auf sein Girokonto ein, wobei er durch diesen Vorgang zum Kreditor mit 5.500,00 EUR
Guthaben wird. Beurteilen Sie, ob bzw. wie durch diese beiden Vorgänge die
Bilanz des Kreditinstituts beeinflusst wird.
Arten der Bilanzveränderung
A Aktivtausch
B Passivtausch
C Aktiv-Passiv-Mehrung
D Aktiv-Passiv-Minderung
E Keine Auswirkung
1 12.000,00 EUR
2 9.000,00EUR
3 6.500,00 EUR
4 5.500,00 EUR
5 3.500,00 EUR
Aufgabe A-15
Aufgabe A-16
Der Kunde Alfred Kurz überträgt von seinem Sparkonto 50.000,00 EUR auf veränderung
sein Girokonto bei der Nordbank AG, das zurzeit einen Debetsaldo in Höhe
von 30.000,00 EUR aufweist.
Wie verändert diese Buchung die Bilanz der Nordbank AG?
A Die Bilanzsumme bleibt unverändert.
B Die Bilanzsumme erhöht sich um 20.000,00 EUR.
C Die Bilanzsumme erhöht sich um 30.000,00 EUR.
D Die Bilanzsumme vermindert sich um 50.000,00 EUR.
E Die Bilanzsumme vermindert sich um 30.000,00 EUR.
Sie sollen nachvollziehen, wie sich die Eröffnung eines Sparbuches über veränderung
5.000,00 EUR auf die Bilanzsumme der Nordbank AG auswirkte, wenn Sie
davon ausgehen, dass Ihr Sparkunde die eine Hälfte des Anlagebetrages
bar einzahlte und die andere Hälfte aus einem fälligen Festgeld verwendete.
Wie veränderten diese Vorgänge die Bilanzsumme der Nordbank AG?
A Die Bilanzsumme erhöhte sich um 5.000,00 EUR.
B Die Bilanzsumme verminderte sich um 2.500,00 EUR.
C Die Bilanzsumme veränderte sich nicht.
D Die Bilanzsumme erhöhte sich um 2.500,00 EUR.
E Die Bilanzsumme verminderte sich um 5.000,00 EUR.
Aufgabe A-17
Sie wollen nachvollziehen, wie sich bestimmte Geschäftsfälle auf die Bilanzsumme auswirken. Ordnen Sie drei der sieben Geschäftsfälle den vorgegebenen Bestandsveränderungen zu!
Veränderungen der Bilanz der Nordbank AG
A Minderung der Aktiv- und der Passivseite
B Mehrung der Aktiv- und der Passivseite
C Tausch innerhalb der Passivseite
1 Die Nordbank AG kauft eine Schreibmaschine von einem Debitor.
2 Die Nordbank AG verkauft Wertpapiere aus dem eigenen Bestand an
einen Kreditor.
3 Ein Debitor zahlt bar ein.
4 Eingang auf unserem Bundesbankkonto für einen Debitor.
5 Ein Kreditor überweist auf sein Sparkonto.
6 Ein Debitor wird durch eine Bareinzahlung zum Kreditor.
7 Barabhebung der Nordbank AG von ihrem Bundesbank-Girokonto
Basiswissen: Kundenkontokorrent – KKK
Zusammenfassung des Debitoren- und Kreditoren-Kontos
Wesen des KKK
bzw. KK
- Hauptbuchkonto (= Bestandskonto) für alle Forderungen und Verbindlichkeiten
aus dem täglich fälligen Kundengeschäft
- gleichzeitiges Aktiv- und Passivkonto (= zusammengesetztes Bestandskonto)
- Zusammenfassung aller Debitoren- und Kreditorennebenbuchkonten (siehe Personenbuch) zu einem Hauptbuchkonto
- 2 Anfangsbestände: Forderungen an Kunden im Soll, Verbindlichkeiten gegenüber Kunden im Haben
- 2 Schlussbestände: Forderungen an Kunden im Haben, Verbindlichkeiten gegenüber Kunden im Soll
- Gutschriften sind sowohl für Debitoren als auch für Kreditoren Habenbuchungen
- Belastungen sind sowohl für Debitoren als auch für Kreditoren Sollbuchungen
- Das KKK wird kürzer auch gern mit KK abgekürzt.
- neben dem Hauptbuchkonto KK wird ein Personenbuch geführt
- im Personenbuch (Nebenbuch) befindet sich für jeden Kunden sein persönliches Konto (= Skontro)
- der Schlussbestand der Forderungen im KK-Hauptbuchkonto ergibt sich aus
der Summe aller Debitorenendbestände im Skontro, der Schlussbestand der
Verbindlichkeiten aus der Summe aller Kreditorenendbestände im Skontro.
- Saldo aller Debitoren (Summe) =
SBK an KK
- Saldo aller Kreditoren (Summe) =
KK an SBK
Anfangsbestand – Debitoren
Belastungen für Debitoren
Belastungen für Kreditoren
Kundenbelastungen
Schlussbestand – Kreditoren
Kundenkontokorrent – KKK
Anfangsbestand – Kreditoren
Gutschriften für Debitoren
Gutschriften für Kreditoren
Kundengutschriften
Schlussbestand – Debitoren
Basiswissen: Bankenkontokorrent – BKK
Geschäftsbeziehungen mit anderen Banken
Wesen des BKK
- Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten müssen von
den übrigen Forderungen und Verbindlichkeiten getrennt in der Bankbilanz
ausgewiesen werden. Daher ist neben dem Kunden-KK auch ein BankenKK notwendig.
- 2 Anfangsbestände + 2 Schlussbestände
- neben dem Hauptbuchkonto BKK wird ein Nebenbuch geführt
- im Nebenbuch befindet sich für jede Kontoverbindung zu einer anderen
Bank ein eigenes Konto (= Skontro) wie beim Kunden-KK.
- alle einzelnen Anfangsbestände, Umsätze und Schlussbestände des
Nebenbuches stimmen immer mit dem Anfangsbestand, den Umsätzen
und dem Schlussbestand des BKK-Hauptbuchkontos überein.
- Da Banken als Kaufleute buchführungspflichtig sind, muss jede Bank Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber ihren Korrespondenzbanken
und deren Veränderungen aufzeichnen.
- Eine Bank ist der offizielle Kontoführer, der u. a. der anderen Seite die
Kontoauszüge zuschickt:
- Der Kontoführer führt ein Lorokonto für die Korrespondenzbank. Diese hat
als Nicht-Kontoführer ein Nostrokonto.
- Für Buchungssätze ist es unerheblich, ob ein Nostro- oder Lorokonto vorliegt. Jede Bank bucht in ihren Büchern!
- Merkhilfe:
- Lorokonto = leider bei uns
- Nostrokonto = nicht bei uns
Lorokonto Nostrokonto
Abschluss des BKK - Abschluss aller Skontren im Nebenbuch
- Saldo aller Forderungen (Summe) = Schlussbestand-Forderungen beim
BKK (Habenseite)
SBK an BKK
- Saldo aller Verbindlichkeiten (Summe) = Schlussbestand-Verbindlichkeiten
beim BKK (Sollseite)
BKK an SBK
Bankenkontokorrent – BKK
Anfangsbestand – Forderungen
Zunahme der Forderungen
Belastungen für die Korrespondenzbanken
Schlussbestand – Verbindlichkeiten
Anfangsbestand – Verbindlichkeiten
Zunahme der Verbindlichkeiten
Abnahme der Forderungen
Gutschriften für die Korrespondenzbank
Schlussbestand – Forderungen
Kunden- und Bankenkontokorrent
Aufgabe A-18
Ordnen Sie den Buchungssätzen die entsprechenden Geschäftsvorgänge
A Banken-KK an Kunden-KK
B Bundesbank an Banken-KK
C Kunden-KK an Banken-KK
1 Ausführung eines Überweisungsauftrags eines KK-Kunden über Bundesbank
2 Bareinzahlung auf Bundesbank-Konto
3 Aufnahme von Tagesgeld bei einer Korrespondenzbank
4 Überweisungseingang für KK-Kunden über eine Korrespondenzbank
5 Rückzahlung von Tagesgeld durch Bundesbank-Überweisung
6 Ausführung eines Überweisungsauftrags eines KK-Kunden über eine
7 Ausführung eines Überweisungsauftrages einer Korrespondenzbank
über Bundesbank
Aufgabe A-19
Buchen Sie folgende Geschäftsfälle im Grundbuch (Konten siehe unten):
Gehälter der Bankangestellten werden auf
Gehaltskonten gutgeschrieben.
Rechnung für Büromaterial wird durch Bundesbank-Überweisung beglichen.
Überweisungseingang auf unserem Bundesbankkonto zugunsten unserer Girokunden
Belastung von KK-Kunden mit Kontoführungsgebühren
Am Monatsende rechnen wir die KK-Konten
unserer Kunden ab. Es ergeben sich dabei
Zinsen für in Anspruch genommene Dispositionskredite.
Aufwendungen für Sachanlagen
Zinserträge aus Kreditgeschäften
Aufgabe A-20
Die Nordbank AG hat am 29.12. folgende Bestände:
Kreditoren 150.690,00 EUR
Geschäftsfälle am 30.12.
Nr. Geschäftsfall
1 Kunde Busch erteilt einen Überweisungsauftrag, der
über die Bundesbank ausgeführt wird.
2 Kunde Hüsch zahlt bar ein.
3 Überweisungsauftrag von Kunde Oellrich wird über
die Postbank ausgeführt.
4 Auf dem Konto der Nordbank AG bei der Bundesbank
gehen zugunsten von Kunde Paulsen ein.
Die Saldenliste zum Jahresende ergibt einen Debitorenbestand von
198.000,00 EUR.
Welcher Kreditorenbestand müsste sich danach ergeben?
Aufgabe A-21
Die Nordbank AG bekommt von der Bausparkasse Vermittlungsgebühren
Die Nordbank AG nimmt Tagesgeld auf. Der
Betrag wird auf dem Bundesbank-Konto
Für einen Kontokorrentkunden gehen auf
dem Nostrokonto bei einer Korrespondenzbank ein.
ab. Es ergeben sich dabei
- Zinsen für Guthaben
- Zinsen für in Anspruch genommene Dispositionskredite
Aufgabe A-22
Das Hauptbuchkonto Bankenkontokorrent der Nordbank AG weist folgende
Werte aus:
Anfangsbestand Forderungen an Kreditinstitute
Anfangsbestand Verbindlichkeiten gegenüber
Soll-Umsätze
Haben-Umsätze
Die Aufnahme der Salden unserer Skontren ergibt folgende Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten:
Nostro Fördebank AG
Loro Schwentiner Bank AG 185.000,00 EUR
Ermitteln Sie den Schlussbestand der Forderungen an Kreditinstitute.
Aufgabe A-23
Aufgabe A-24
Das Hauptbuchkonto Kunden-KK ist abzuschließen. Es sind folgende Angaben einzubeziehen:
Anfangsbestand Debitoren
Anfangsbestand Kreditoren
Gutschriften für Kontokorrentkunden
Belastungen für Kontokorrentkunden
Schlussbestand Kreditoren laut Saldenliste der Skontren 280 Mio. EUR
Wie viel Mio. EUR beträgt der Schlussbestand der Debitoren?
A 310 Mio. EUR
B 210 Mio. EUR
C 250 Mio. EUR
D 350 Mio. EUR
E 260 Mio. EUR
Auf dem Konto Banken-KK der Nordbank AG wurden bisher einschließlich
der Anfangsbestände gebucht:
im Soll 778.800,00 EUR
856.400,00 EUR
Es sind noch folgende Geschäftsfälle zu berücksichtigen:
1. Vom Guthaben bei einer Korrespondenzbank überweist die Nordbank
AG auf das Bundesbank-Konto 10.000,00 EUR.
2. Überweisungseingänge für Kunden der Nordbank AG über insgesamt
60.000,00 EUR auf den Nostrokonten bei Korrespondenzbanken.
Wie viel Euro betragen nun die „Forderungen an Kreditinstitute“, wenn die
„Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten“ 140.600,00 EUR betragen?
Aufgabe A-25
Das Hauptbuchkonto Bankenkontokorrent der Nordbank AG weist folgende kontokorrent
Die Aufnahme der Salden der Skontren ergibt folgende Forderungen an
Nostro Westbank AG
Loro Unionbank AG
Ermitteln Sie den Schlussbestand der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
A 466.000,00 EUR
B 348.000,00 EUR
C 226.000,00 EUR
D 122.000,00 EUR
E 118.000,00 EUR
Situation zu den Aufgaben A-26 bis A-28
Die Nordbank AG hat ihrem Kunden Jürgen Emmerich einen Dispositionskredit in Höhe von 6.000,00 EUR eingeräumt. Jürgen Emmerich überträgt
3.500,00 EUR auf sein Konto bei der Fördebank AG. Das Konto von Jürgen Emmerich bei der Nordbank AG weist vor der Buchung des Auftrages
ein Guthaben von 2.500,00 EUR aus.
Aufgabe A-26
Wie lautet die Buchung (ohne Beträge) bei Ausführung des Überweisungsauftrages bei der Nordbank AG, wenn keine direkte Verrechnung mit dem
begünstigten Kreditinstitut möglich ist?
11 Bundesbank
20 Banken-KK
21 Kunden-KK
Aufgabe A-27
Wie wirkt sich die Ausführung der Überweisung auf die Bilanzsumme der veränderung
Nordbank AG als der auftraggebenden Bank aus?
Bilanzverlängerung Bilanzverkürzung
Aufgabe A-28
Aufgabe A-29
Wie verändert sich die Bilanzsumme der Fördebank AG als dem begünstigten Kreditinstitut, wenn das KK-Konto des Empfängers vor dem Geldeingang einen debitorischen Saldo in Höhe von 1.500,00 EUR aufweist?
A Die Bilanzsumme erhöht sich um 1.500,00 EUR.
B Die Bilanzsumme vermindert sich um 1.500,00 EUR.
C Die Bilanzsumme erhöht sich um 3.500,00 EUR.
D Die Bilanzsumme vermindert sich um 3.500,00 EUR.
E Die Bilanzsumme erhöht sich um 2.000,00 EUR.
F Die Bilanzsumme vermindert sich um 2.000,00 EUR.
Das Konto „Banken-KK“ der Nordbank AG in Lübeck weist am 31.12. folgende Umsätze (einschließlich Anfangsbestände) auf:
Soll: 19.790.000,00 EUR
Haben 18.950.000,00 EUR
Auf den entsprechenden Skontren ergeben sich folgende Inventurbestände:
Lorokonten: Kredit, gewährt ans Bankhaus Lampe & Co 950.000,00 EUR
Einlage der Handelsbank AG 780.000,00 EUR
Nostrokonten: Guthaben beim Bankhaus Löwen 720.000,00 EUR
Kredit, aufgenommen bei der Südbank AG 1.200.000,00 EUR
Guthaben bei der Volksbank 1.150.000,00 EUR
a) Wie hoch sind die Forderungen an Kreditinstitute?
b) Wie hoch sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten?
Aufgabe A-30
Auf dem Kundenkontokorrentkonto der Nordbank AG wurden bis zum 30.12.
insgesamt einschließlich der Anfangsbestände folgende Umsätze gebucht:
Soll 857.000.000,00 EUR
Haben 795.370.000,00 EUR
Am 30.12. wurden noch folgende Geschäftsfälle zusätzlich erfasst:
1. Kunde Hinz erteilt einen Überweisungsauftrag über 34.000,00 EUR, der
über Postbank ausgeführt wird.
2. Kunde Werner reicht einen Scheck über 3.000,00 EUR zur Gutschrift
E.v. ein.
3. Überweisungsauftrag von Kunde Neubauer über 60.000,00 EUR wird
über Bundesbank ausgeführt.
4. Kunde Petersen überträgt von seinem Sparkonto das Guthaben von
67.000,00 EUR auf sein Girokonto.
Die Saldenliste ergibt einen Forderungsbestand an Kunden von
310.500.000,00 EUR. Welcher Bestand an Verbindlichkeiten gegenüber
Kunden müsste sich demnach ergeben?
a) Bestandteile und Gliederung
Aufgabe A-31
Die Buchhaltung der Nordbank AG hat für die Erstellung der Jahresbilanz gliederung
folgende Aufstellung über die Aktiva und Passiva vorbereitet. Welche Veränderung muss vorgenommen werden, damit die Aufstellung den Vorschriften über die Bilanzgliederung nach der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute entspricht?
Jahresbilanz der Nordbank AG, Hamburg zum 31. Dezember 20..
2.600 2.685
4. von der Nordbank AG ausgegebene Schuldver900
6. Sachanlagen
19.000 27.000
A Die Forderungen an Kunden und die Forderungen an Kreditinstitute
müssen auf der Passivseite ausgewiesen werden.
B Als letzte Bilanzposition auf der Aktivseite müssen die Barreserven stehen.
C Als 1. Bilanzposition auf der Passivseite muss das Eigenkapital stehen.
D Die von der Nordbank AG ausgegebenen Schuldverschreibungen müssen auf der Passivseite ausgewiesen werden.
E Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden müssen auf der Aktivseite ausgewiesen werden.
F Als 1. Bilanzposition auf der Aktivseite müssen die Sachanlagen stehen.
Aufgabe A-32
Die Rechnungslegungsvorschriften für die Kreditinstitute geben den Aufbau
und die Gliederung einer Bankbilanz vor. Welche Festlegung entspricht diesen Vorgaben?
A Auf der Aktivseite stehen die Positionen des Anlagevermögens vor
bzw. über denen des Umlaufvermögens.
B Das Eigenkapital wird auf der Passivseite an 1. Stelle genannt.
C Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und anderen Gläubigern werden zusammengefasst in einer Summe ausgewiesen.
D Die Aktivposten sind nach der Fälligkeit aufgeführt.
E Die Vermögenspositionen sind nach abnehmender Liquidität aufgeführt.
Aufgabe A-33
Aufgabe A-34
Die Passivseite der Bilanz zeigt die Kapitalherkunft. Welche Position gehört nicht zum Eigenkapital, sondern zum Fremdkapital?
A Gewinnrücklagen
B gesetzliche Rücklage
C gezeichnetes Kapital
D Pensionsrückstellungen
E Bilanzgewinn
Für den Jahresabschluss sind von der Industrie AG folgende Aufstellungen anzufertigen:
A Bilanz
B Gewinn- und Verlustrechnung
C Anhang zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
D Lagebericht
Aus welchen Aufstellungen können entnommen werden?
Die Zuführung zu den Pensionsrückstellungen
Die Einschätzung der AG, wie sich das Geschäft in der Zukunft entwickeln
5 Die Entwicklung des Sachanlagevermögens durch Zu- und Abgänge
Aufgabe A-35
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind folgende Sachverhalte positionen
1 Für eine im abgelaufenen Geschäftsjahr durchgeführte Gebäudereparatur liegt am Jahresende noch keine Rechnung vor. Nach dem Kostenvoranschlag werden sich die Kosten vermutlich auf 30.000,00 EUR belaufen.
2 Der Gewerbesteuerbescheid weist für das ablaufende Geschäftsjahr
eine Steuernachzahlung von 17.000,00 EUR aus. Die Zahlung wurde
bisher noch nicht veranlasst.
Welche Posten der Bilanz werden dadurch verändert?
0 für keine Veränderung
1 Veränderung durch Sachverhalt Nr. 1
2 Veränderung durch Sachverhalt Nr. 2
3 Veränderung durch Sachverhalt Nr. 1 und 2
Sonstige Vermögensgegenstände (sonstige Forderungen)
Basiswissen: Umsatzsteuer bei Kreditinstituten
Die Umsatzsteuer ist eine Steuer für den privaten, inländischen Endverbraucher.
Kaufleute müssen die Umsatzsteuer beim Verkauf von Waren oder Abrechnung ihrer
Dienstleistungen dem Kunden in Rechnung stellen und ans Finanzamt abführen. Von
Unternehmen gezahlte Umsatzsteuer wird in der Regel als Vorsteuer vom Finanzamt erstattet.
Von der Umsatzsteuerpflicht gibt es aber zahlreiche Ausnahmen: So sind die meisten
Bankgeschäfte von der Umsatzsteuer befreit, nur einige Bankgeschäfte unterliegen
der Umsatzsteuerpflicht!
- Edelmetalle & Münzen: Umsätze von Edelmetallen, Münzen und Medaillen,
ausgenommen Goldbarren und Goldmünzen, die gesetzliche Zahlungsmittel sind.
- Vermittlungen: Provisionen aus Vermittlungsgeschäften (z. B. Maklercourtage aus
Immobiliengeschäften)
- Sicherungsgut: Verkauf von Sicherungsgut im eigenen Namen der Bank
- Vermietung von Schließfächern
- Wertpapierdepot: Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren (nicht der
Wertpapierhandel und die Anlageberatung)
- Vorsteuer: gezahlte Umsatzsteuer im umsatzsteuerpflichtigen Geschäft bekommen Kaufleute vom Finanzamt erstattet.
Aktivkonto: Forderungen ans Finanzamt
- Umsatzsteuer (Mehrwertsteuer): im umsatzsteuerpflichtigen Geschäft den Kunden
in Rechnung gestellte Umsatzsteuer, muss ans Finanzamt abgeführt werden.
Passivkonto: Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt
Behandlung der Umsatzsteuer beim Kauf
Der gekaufte Gegenstand dient...
... der Erzielung umsatzsteuerfreier Umsätze
- die gezahlte Umsatzsteuer ist ein Teil der
- Aktivierung im aktiven Bestandskonto und
Abschreibung oder
- Buchung als Verwaltungsaufwand mit dem
... der Erzielung umsatzsteuerpflichtiger
- Vorsteuer ist eine Forderung an das Finanzamt
- Nur der Nettobetrag wird im Bestandskonto
oder Aufwandskonto erfasst.
an DBB oder BKK oder KK
an DBB oder BKK
oder KK
es wird keine Umsatzsteuer in Rechnung geUmsatzsteuer muss in Rechnung gestellt werstellt
an BGA
Abschluss der Konten Umsatzsteuer (USt) & Vorsteuer (VSt)
VSt < USt
(Umsatzsteuerzahllast)
- Forderungen (Vorsteuer) und Verbindlichkeiten (Umsatzsteuer) werden gegenüber dem Finanzamt nicht getrennt abgerechnet. Die Bank kann die abzuführende Umsatzsteuer mit der Vorsteuer verrechnen. Dazu schließt sie das
Konto Vorsteuer über Umsatzsteuer ab.
- Buchungssatz: Umsatzsteuer an Vorsteuer
- die einbehaltene Umsatzsteuer, welche die gezahlte Vorsteuer übersteigt,
muss ans FA abgeführt werden (Zahllast):
- Buchungssatz: Umsatzsteuer an DBB oder BKK bzw. SBK beim Jahresabschluss
- Bilanzierung als sonst. Verbindlichkeiten (Passiva)
Beispiel Umsatzsteuerzahllast
6.000,00 USt
DBB/SBK
6.000,00 BGA
Basiswissen: Bewertung von Sachanlagen
Sachanlagen (Immobilien, Betriebs- und Geschäftsausstattung (BGA), Fuhrpark),
die einer Wertminderung unterliegen. Grundstücke werden nicht abgeschrieben,
da ihr Wert normalerweise nicht abnimmt
- = Bilanzierung (Wertansatz im Betriebsvermögen)
- Kaufpreis – Rabatt + Nebenkosten = Anschaffungskosten
- Beispiele für (Anschaffungs-)Nebenkosten:
- Überführungskosten bei Kfz
- Grundbucheintragungen bei Immobilienerwerb
- Aktivierung im umsatzsteuerfreien Geschäft zu Bruttokosten (inklusive USt.),
im umsatzsteuerpflichtigen Geschäft zu Nettokosten (ohne USt., da sie der
Bank im umsatzsteuerpflichtigen Geschäft vom Finanzamt als Vorsteuer erstattet wird)
Abschreibungen - = Wertminderungen durch Abnutzung
- Abschreibungen bilden einen Aufwand für die Bank (Minderung der Steuerschuld, da Senkung des Gewinnes)
- das Finanzamt gibt sog. AfA-Tabellen vor
- Nutzungsdauer der Sachanlagen = Abschreibungsdauer (in Jahren)
vorbereitende Abschlussbuchung:
Buchung der
Aktuelle Abschreibungsregelungen
Abschreibung auf Sachanlagen an BGA oder GWG oder SP
(BGA Betriebs- und Geschäftsausstattung, GWG Geringwertige Wirtschaftsgüter, SP
Sammelposten)
- Anlagegegenstände mit einem Wert bis 250,00 EUR netto (also ohne USt)
können bei ihrer Anschaffung sofort als Aufwand (Konto: AVA oder – falls
vorhanden – Aufwendungen für Sachanlagen) gebucht werden, d. h. eine
Abschreibung am Jahresende entfällt.
- Anschaffungen über 250,00 Euro bis 1.000,00 Euro (netto) können im Pool
(Sammelposten) jährlich mit 1/5 ihres Wertes abgeschrieben werden.
Konto SP: Sammelposten
- Geringwertige Wirtschaftsgüter (GWG) bis 800,00 Euro (netto) können im
Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben werden.
Konto GWG: Geringwertige Wirtschaftsgüter.
- Ansonsten sind Anschaffungen linear oder degressiv (falls im Jahr der Anschaffung gesetzlich erlaubt) monatsgenau über die Nutzungsdauer abzuschreiben.
Konto BGA: Betriebs- und Geschäftsausstattung.
bis 31.12.2017: 150,00 EUR
bis 31.12.2017: 410,00 EUR
- die Abschreibung erfolgt in jährlich gleichbleibenden Beträgen
- Im Jahr der Anschaffung wird monatsgenau abgeschrieben, d. h. eine am 20. April
angeschaffte Sachanlage wird im Anschaffungsjahr 9 volle Monate (April bis Dez.)
abgeschrieben, im letzten Jahr 3 Monate.
- Abschreibungsbetrag = Anschaffungskosten / Nutzungsjahre
- Anschaffungsprozentsatz = 100% / Nutzungsjahre
Kauf eines Pkws am 30. September für EUR 60.000,- , Nutzungsdauer: 5 Jahre: ∗
EUR 60.000,- / 5 = EUR 12.000,- (Abschreibungsbetrag pro Jahr)
12.000,- x 4/12 = 4.000,00
12.000,- x 8/12 = 8.000,00
Wird die Sachanlage nach Ende der Abschreibung weiter genutzt, bleibt sie mit 1,00
Euro Erinnerungswert stehen (die letzte Abschreibung ist dann 1,00 Euro geringer).
Buchung des Beispiels im Hauptbuch
60.000,00 Ab. a. A.
-------- SBK
56.000,00 Ab. a. A.
4.000,00 GuV
12.000,00 GuV
∗ Betrag nach Abschreibungsplan
an BGA, GWG oder SP
∗ Bilanzierung zum Restbuchwert
GWG = 0!
∗ Aufwand zur Minderung des zu
an Abschreibungen auf Sachanlaversteuernden Gewinns
an BGA oder SP
- die Abschreibung erfolgt mit einem festen Prozentsatz vom Restbuchwert,
dadurch entstehen jährlich fallende Abschreibungsbeträge.
- der Restbuchwert erreicht nie den Wert 0,00 EUR.
Abschreibungs- - Der Abschreibungssatz ist von gesetzlichen Regelungen abhängig. Seit 2008
ist die degressive Abschreibung generell abgeschafft, aber
- für Neuanschaffungen in 2009 und 2010 galt zur Konjunkturbelebung: Der
Abschreibungssatz beträgt das 2,5-fache der linearen AfA, darf aber 25 %
- In der Zukunft wird die Politik z. B. zur Belebung der Wirtschaft die degressive
Abschreibung zeitweise wieder zulassen.
Abschreibungs- - Abschreibungsbetrag = aktueller Buchwert / 100 * Abschreibungssatz
- monatsgenau: Im Anschaffungsmonat wird voll vom 1. d. M. abgeschrieben
- während der Nutzungsdauer darf man von der degressiven AfA zur linearen
AbschreibungsAfA wechseln, um den Restwert am Ende der Nutzung zu erreichen.
- sobald der Abschreibungsbetrag nach der linearen Methode (Restbuchwert /
Restlaufzeit) über dem Abschreibungsbetrag nach der degressiven Methode
liegt, lohnt sich der Wechsel, wenn man Ertragssteuern sparen will. Ein
Wechsel von der linearen zur degressiven Abschreibung ist nicht erlaubt!
- Kauf eines Geldtransporters im Januar, Wert 81.920,00 EUR, Nutzungsdauer
5 Jahre. Es soll möglichst schnell abgeschrieben werden!
- AfA-Satz linear: 100 % / 5 Jahre = 20 %
- AfA-Satz degressiv: 20 % * 2,5 = 50 %, aber maximal 25 % sind zulässig!
der degressiven Abschreibung
- Im 1. Jahr ergibt die degressive Abschreibung in dem Beispiel den Abschreibungsbetrag von 20.480,00 (25 % von 81.920,00).
- Im 2. Jahr ergibt die degressive Abschreibung den Abschreibungsbetrag von 15.360,00 (25 % vom Restbuchwert 61.440,-) usw.
- Spätestens im letzten Jahr müsste zur linearen Abschreibung gewechselt werden, damit der Geldtransporter am Ende der Nutzungsdauer
ganz abgeschrieben ist.
Die degressive Abschreibung ist nur möglich, wenn sie im Anschaffungsjahr gesetzlich erlaubt ist. Dann kann sie bei diesem Anlagegegenstand
fortgeführt werden, bis der Anlagegegenstand am Ende seiner Nutzungsdauer ist, auch wenn in diesen Jahren die degressive Abschreibung nicht
mehr gestattet ist. Die gesetzliche Regelung gilt immer nur für die Neuanschaffungen.
Verkauf von genutzten Sachanlagen
∗ Sachanlagen werden des öfteren während der Nutzungsdauer veräußert
∗ der Veräußerungspreis weicht meistens vom aktuellen Buchwert ab
∗ wurde der Gegenstand zur Erzielung steuerpflichtiger Umsätze eingesetzt,
muss Umsatzsteuer in Rechnung gestellt werden
∗ Bei einem Verkauf des Gegenstandes (außer Sammelposten) kann eine zeitanteilige Abschreibung für das lfd. Jahr vorgenommen werden (es werden immer nur volle Monate berücksichtigt)
∗ der Verkaufserlös unter Buchwert bedeutet einen zusätzlichen Aufwand
∗ Verkauf
evtl. an USt
∗ Erfassung des Verlustes aus dem
∗ der Verkauf zum Buchwert bedeutet einen reinen Aktivtausch
an BGA ∗ Verkauf
∗ der Verkauf über Buchwert bedeutet einen zusätzlichen Ertrag
∗ Erfassung des Gewinns aus dem
an sonstige betriebliche Erträge
b) Bewertung von Betriebs- und Geschäftsausstattung,
Umsatzsteuer Aufgabe A-36
Am Jahresende beträgt die Vorsteuer der Nordbank AG 50.000,00 EUR,
die Umsatzsteuer 80.000,00 EUR. Welche Aussagen sind richtig?
A Um die Zahllast ans Finanzamt festzustellen, muss gebucht werden:
Umsatzsteuer an Vorsteuer 50.000,00 EUR.
B Die Vorsteuer kann als Verbindlichkeit dem Finanzamt gegenüber geltend gemacht werden.
C Die Zahllast in Höhe von 30.000,00 EUR ist in der Bilanz als Forderung
D Es muss gebucht werden: Schlussbilanzkonto (SBK) an Umsatzsteuer
E Die Umsatzsteuer ist vom Kunden zu zahlen und erhöht deshalb den
Gewinn des Unternehmens.
F Kauft die Nordbank AG Gegenstände, mit denen sie ausschließlich umsatzsteuersteuerfreie Umsätze erzielt, so ist die gezahlte Umsatzsteuer
Teil der Anschaffungskosten oder Teil der Aufwendungen.
Aufgabe A-37
Im laufenden Geschäftsjahr fallen bei der Nordbank AG u.a. die nachstehenden Geschäftsvorgänge an:
a) Vom Bundesbank-Konto wird eine Rechnung für Formularsätze über
3.480,00 EUR (einschließlich 19 % USt) durch Überweisung bezahlt.
b) Zu Lasten des Bundesbank-Kontos wird eine Rechnung über 444,83
EUR (einschließlich 19 % USt) bezahlt. Für einen Besprechungsraum
wurde eine Stehlampe angeschafft.
Buchen Sie beide Geschäftsvorgänge im Grundbuch der Nordbank AG!
Nr. Konto
Angaben zum Jahresabschluss der Nordbank AG: Eine Solaranlage
wurde vor einigen Jahren für 300.000,00 EUR angeschafft. Der Buchwert
beträgt zurzeit 240.000,00 EUR. Bisher wurden 10 % linear abgeschrieben.
c) Mit welchem Betrag muss die Solaranlage von der Nordbank AG abgeschrieben werden?
d) Buchen Sie die Abschreibung der Solaranlage am Ende des Geschäftsjahres.
e) Die Nordbank AG führt ihre Bankgeschäfte im eigenen Gebäude aus.
Anschaffungswert des Bankgebäudes
davon reiner Gebäudewert
Bisher wurden 10 Jahre lang 2 % linear abgeschrieben.
Ermitteln Sie den Abschreibungsbetrag für das jetzige 11. Jahr und den
Betrag, den die Nordbank AG zu bilanzieren hat.
von Betriebsund
Aufgabe A-38
Die Nordbank AG hat die folgenden Gegenstände gekauft. Welchen Betrag
schreibt die Nordbank AG bei linearer Abschreibung im Anschaffungsjahr ab?
Besteht ein Wahlrecht, wird wegen der guten Ertragslage der Nordbank AG im
jeweiligen Anschaffungsjahr die Alternative mit der höheren Steuerersparnis
Nutzungs- Preis einDatum Gegenstand
schließJahren
lich USt
a) 25.03. 1 Tresoranlage (Kundenschließ23
b) 16.05. 1 Notebook für die Kreditabteilung
c) 20.06. 1 Direktionsschreibtischsessel
d) 25.08. 1 Tischkopierer für den Zahlungsverkehr
Aufgabe A-39
Die Nordbank AG kauft einen neuen Fotokopierer für 9.100,00 EUR einschließlich Umsatzsteuer für den umsatzsteuerfreien Geschäftsbereich. Die
Nutzungsdauer wird nach der AfA-Tabelle des Finanzamtes auf 7 Jahre festgesetzt. Was muss die Nordbank AG bei der Abschreibung dieses Fotokopierers beachten?
A Die Nordbank AG darf die degressive Abschreibung über die gesamte
Nutzungsdauer verwenden, wenn sie gesetzlich im Jahr der Anschaffung
B Die Nordbank AG darf bei der degressiven Abschreibung im
1. Nutzungsjahr steuerrechtlich den Abschreibungsbetrag frei wählen.
C Die Nordbank AG darf bei der linearen Abschreibung während der Nutzungsdauer zur degressiven Abschreibung wechseln, sobald der degressive Abschreibungsbetrag höher ist als der lineare.
D Die Nordbank AG berechnet bei der linearen Abschreibung den Abschreibungsbetrag mit einem jährlich gleichmäßig fallenden Prozentsatz von den Anschaffungskosten.
E Die Nordbank AG berechnet bei der linearen Abschreibung in den Jahren nach dem 1. Nutzungsjahr den Abschreibungsbetrag mit einem
gleichbleibenden Prozentsatz vom jeweiligen Restbuchwert.
Aufgabe A-40
Aufgabe A-41
Aufgabe A-42
Zwei Jahre nach Anschaffung einer PC-Anlage kauft die Nordbank AG für bung
diesen Arbeitsplatz einen neuen DVD-Brenner für 180,00 EUR einschließlich
Umsatzsteuer. Was muss die Nordbank AG bei der Abschreibung dieses
Laufwerks beachten?
A Da die Netto-Anschaffungskosten unter 250,00 EUR liegen, ist das
Wirtschaftsgut beim Kauf zunächst auf das Konto Geringwertige Wirtschaftsgüter und am Bilanzstichtag auf das Konto Allgemeine Verwaltungsaufwendungen (AVA) zu buchen.
B Da dieses Wirtschaftsgut nur zusammen mit einem Computer genutzt
werden kann, ist es kein geringwertiges Wirtschaftsgut, sondern mit
dem Computer abzuschreiben.
C Da die Anschaffungskosten einschließlich Umsatzsteuer unter 800,00
EUR liegen, kann dieses Wirtschaftsgut sofort als Aufwand auf das
Konto Allgemeine Verwaltungsaufwendungen (AVA) gebucht werden.
D Da die Anschaffungskosten dieses Wirtschaftsguts unter 800,00 EUR
liegen, kann die Nordbank AG zwischen der Vollabschreibung im Jahr der
Anschaffung und der Abschreibung nach der Nutzungsdauer wählen.
E Da die Anschaffungskosten dieses Wirtschaftsguts den Wert von
800,00 EUR nicht übersteigen, kann es im Jahr der Anschaffung als
Geringwertiges Wirtschaftsgut (GWG) voll abgeschrieben werden.
Sie beschäftigen sich mit der Abschreibung eines von Ihrem Kreditinstitut am wertiges
5. Januar gekauften Schreibtischs. Der Listenpreis beträgt 450,00 EUR zu- Wirtschaftszüglich 19 % USt. Der Händler gewährt einen Rabatt von 10 %. Der Schreib- gut
tisch wurde für den Privatkundenbereich angeschafft und hat eine voraussichtliche betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer (abweichend von der AfATabelle aber in Absprache mit dem Finanzamt) von 5 Jahren.
Wie viel EUR beträgt die Abschreibung am Ende des Jahres, wenn Sie die
höchstzulässige Absetzung für Abnutzung (Abschreibung) nach dem Steuerrecht vornehmen?
Ihr Kreditinstitut möchte ein neues Faxgerät kaufen. Der vorläufige Ange- wertiges
botspreis des Lieferanten beträgt 829,00 EUR zuzüglich 19 % Mehrwert- Wirtschaftssteuer von 157,51 EUR. Welchen Preisnachlass in Prozent müssen Sie gut
mindestens erhalten, damit das Faxgerät als geringwertiges Wirtschaftsgut
im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben werden kann?
Situation zu den Aufgaben A-43 bis A-44
Ein am 25. Januar 2015 angeschaffter Geschäfts-Pkw wird im Anlagenverzeichnis Ihres Kreditinstitutes per 31. Dezember 2016 mit einem Restbuchwert von 19.800,00 EUR ausgewiesen. Ihr Institut hat sich für die lineare Abschreibung entschieden und geht von einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 5 Jahren aus. Der Pkw wird im umsatzsteuerfreien Geschäftsbereich eingesetzt.
Aufgabe A-43
Sie wollen den Abschreibungsplan überprüfen. Hierfür benötigen Sie den
Kaufpreis des Pkw. Ermitteln Sie die Anschaffungskosten (einschl. Umsatzsteuer) für den Pkw!
Aufgabe A-44
Sie wollen die Auswirkung der Abschreibung auf den Jahresüberschuss
vor Steuern Ihres Kreditinstitutes für das Jahr 2018 berechnen. Um wie
viel Euro wird der Jahresüberschuss vor Steuern des Jahres 2018 durch
die planmäßige Abschreibung des Pkw geschmälert?
Aufgabe A-45
Die Nordbank AG kauft am 13. Juli für die Modernisierung der Depotabteilung
ein Softwarepaket für 95.200,00 EUR inklusive Mwst. Die Nutzungsdauer
wird auf 4 Jahre geschätzt. Es wird die lineare Abschreibung gewählt.
a) Wie hoch ist der Abschreibungsprozentsatz pro Jahr?
b) Wie viel EUR werden im ersten Jahr abgeschrieben?
c) Wie viel EUR werden im zweiten Jahr abgeschrieben?
d) Wie hoch ist der Restbuchwert nach der 3. Abschreibung?
Aufgabe A-46
Die Nordbank AG kaufte im Januar für die Stabsstelle „Organisation/Revision“
folgende Büroeinrichtungsgegenstände:
• 1 PC für 1.500,00 EUR zuzüglich 19 % USt (betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer 3 Jahre)
• 1 Schreibtisch für 1.900,00 EUR zuzüglich 19 % USt (betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer 13 Jahre)
• 1 Handy für 295,00 EUR einschl. 19 % USt (betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer 3 Jahre)
Um wie viel volle Euro vermindern die gesamten Aufwendungen den Jahresüberschuss der Nordbank AG, wenn linear abgeschrieben wird?
Aufgabe A-47
Die Nordbank AG hat von einem Kontokorrentkunden einen PKW gekauft Abschreiund darüber folgende Rechnung erhalten.
Autohaus Hamburg Pfeffertwiete 32 22999 Hamburg
Datum: 15.08.20..
Postfach 10 00 00
Rechnung Nr. 9600000, Kunden-Nr. 11000
Wir lieferten Ihnen auf Grund Ihrer Bestellung:
1 Fahrzeug Carina E
zahlbar bis zum 30. August 20.. ohne Abzug.
Bei Zahlung innerhalb von 8 Tagen nach Rechnungsdatum 3 % Skonto.
Die Nordbank AG nutzt das Fahrzeug ausschließlich für die Erstellung
umsatzsteuerbefreiter Leistungen.
a) Die Nordbank AG schreibt den entsprechenden Betrag am 22.08. dem
KK-Konto des Autohauses gut. Bilden Sie unter Verwendung der unten
stehenden Kontobezeichnungen den Buchungssatz für die Gutschrift des
Rechnungsbetrages (Buchung ohne Betrag).
b) Welchen Betrag überweist die Nordbank AG?
c) Welcher Abschreibungsbetrag errechnet sich im Anschaffungsjahr bei
einer steuerlich anerkannten Nutzungsdauer von 6 Jahren und linearer
Bewertung der Aufgabe A-48
Betriebs- und Welche Aussagen über die Bewertung der Betriebs- und Geschäftsausstattung sind richtig?
GeschäftsAussagen
A Bei der Abschreibung der Betriebs- und Geschäftsausstattung sind die
häufig sich ändernden gesetzlichen Regelungen zur Abschreibung zu beachten.
B Kann beim Kauf von Gegenständen, die der Betriebs- und Geschäftsausstattung zuzurechnen sind, die Umsatzsteuer nicht als Vorsteuer
geltend gemacht werden, so gehört sie zu den Anschaffungs- oder
C Die Abschreibung auf Betriebs- und Geschäftsausstattung wird berechnet, indem man einen einheitlichen Prozentsatz auf die Summe der Anschaffungskosten aller Gegenstände anwendet.
D Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung mit einem Anschaffungswert über 250,00 EUR sind im Jahr der Anschaffung zu 100 %
als Aufwand zu buchen.
E Ist im aktuellen Geschäftsjahr die degressive Abschreibung nicht erlaubt, darf auch nicht degressiv abgeschrieben werden.
Anschaffungs- Aufgabe A-49
Die Nordbank AG hat im September des laufenden Jahres eine neue
Abschreibung EDV-Anlage gekauft, die ausschließlich für den Zahlungsverkehr genutzt
Der Listenpreis der Anlage betrug 350.000,00 EUR. Darauf gewährte der
Lieferant 15 % Rabatt. Außerdem stellte der Lieferant 19 % Umsatzsteuer
a) Mit welchem Betrag sind die Anschaffungskosten der EDV-Anlage anzusetzen?
b) Welchen Betrag kann die Nordbank AG am Jahresende maximal abschreiben, wenn eine Nutzungsdauer von 3 Jahren zugrunde gelegt wird?
Zur Bewertung muss man die Wertpapiere unterscheiden in:
der Liquiditätsreserve
des Handelsbestandes
Bewertung zum strengen
Zeitwertprinzip
Bewertung zum gemilderten
- Für die Einteilung ist die Absicht beim Kauf maßgeblich (Aktennotiz), nicht die Länge des
tatsächlichen Verbleibs in der Bank.
- Bei der Bilanzierung erfolgt keine Unterteilung nach Wertpapieren der Liquiditätsreserve, des
Handelsvermögens und des Anlagevermögens.
- Festverzinsliche Wertpiere und Aktien werden getrennt bilanziert.
- Festverzinsliche Wertpapiere werden einschließlich der bis zum Bilanzstichtag aufgelaufenen, noch nicht vereinnahmten Zinsen bilanziert.
- Bei der Bewertung der Wertpapiere der Liquiditätsreserve wird der Anschaffungskurs und der Kurs am Bilanzstichtag verglichen:
- Ist der Anschaffungskurs unter dem Kurs am Bilanzstichtag, bleibt es bei der
Bewertung zum niedrigeren Anschaffungskurs.
- Ist der Kurs am Bilanzstichtag unter dem Anschaffungskurs, muss eine direkte Abschreibung auf den niedrigeren Wert erfolgen! Die Wertpapiere
der Liquiditätsreserve werden dann zum niedrigeren Kurs am Bilanzstichtag bilanziert.
- Bei mehreren Käufen desselben Wertpapiers wird der durchschnittliche Anschaffungskurs des Bilanzjahres errechnet (gewogener Durchschnitt des Anfangsbestandes und aller Käufe in diesem Jahr).
- Wertsteigerungen über den Anschaffungskurs (nicht realisierte Kursgewinne)
dürfen bei Wertpapieren der Liquiditätsreserve und des Anlagevermögens nicht
- Bei einer Bewertung zum Niederstwertprinzip ist nach erfolgter Abschreibung
eine spätere Wertaufholung vorgesehen (Zuschreibung maximal bis zu den
Anschaffungskosten), wenn der Kurs des Wertpapiers später wieder steigt.
Zeitwert-Prinzip - Bei der Bewertung der Wertpapiere des Handelsbestandes wird der Kurs am
Bilanzstichtag abzüglich eines Risikoabschlages genommen. Der Risikoabschlag soll die Gefahr ein wenig mindern, nicht realisierte Gewinne auszuweisen
und auszuschütten, die später bei fallenden Kursen nicht realisiert werden könne. Ist der Kurs am Bilanzstichtag daher unter den Anschaffungskurs gefallen,
beträgt der Risikoabschlag 0%.
- Bei Wertpapieren des Handelsbestandes erfolgt eine Verrechnung von realiHandelsergebnis
sierten und nicht realisierten Kursgewinnen und -verlusten!
- saldierter Ausweis in der GuV-Rechnung (Ausnahme vom Saldierungsverbot
von Aufwendungen und Erträgen)
- falls insgesamt per Saldo der Wertpapierhandel negativ war:
Nettoaufwand aus Finanzgeschäften
- falls insgesamt per Saldo der Wertpapierhandel positiv war:
Risikovorsorge für den
- Die Bilanzierung zum Zeitwert bedeutet die Ausweisung und evtl. die Ausschüttung noch nicht realisierter Gewinne, die später in Krisen evtl. nicht realisiert werden können. Das HGB versucht daher Vorsorge gegen diese Gefahr zu treffen:
- Vom aktuellen Kurswert der Handelspapiere ist ein Risikoabschlag abzuziehen.
- Mindestens 10 % der Nettoerträge des Handelsbestandes sind dem „Fonds für
allgemeine Bankrisiken“ zuzuführen (§ 340g HGB).
- Dieser Posten darf nur zum Ausgleich von Nettoaufwendungen des Handelsbestandes aufgelöst werden oder soweit er 50 % des durchschnittlichen Nettoertrages der letzten fünf Jahre übersteigt.
- Bei der Bewertung der Wertpapiere des Anlagevermögens wird der Anschaffungskurs und der Kurs am Bilanzstichtag verglichen:
- Ist der Kurs gefallen, muss bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung auf den niedrigeren Wert am Bilanzstichtag abgeschrieben werden,
- Bei einer voraussichtlich nicht dauernden Wertminderung kann abgeschrieben werden.
- Ist der Kurs gestiegen, ist der Anschaffungskurs zu nehmen.
- Bei mehreren Käufen desselben Wertpapiers wird der durchschnittliche Anschaffungskurs errechnet.
eine spätere Wertaufholung vorgesehen (Zuschreibung maximal bis zu den Anschaffungskosten), wenn der Kurs des Wertpapiers später wieder steigt.
c) Bewertung von Wertpapieren
Aufgabe A-50
Das Konto „Eigene Wertpapiere“ ist ein „gemischtes Konto“. Welche Aussagen sind richtig?
A Ein weiteres Beispiel für ein gemischtes Konto ist das Konto „KundenKK“, denn es nimmt sowohl die Forderungen als auch die Verbindlichkeiten an Kunden auf.
B Um das Konto „Eigene Wertpapiere“ abschließen zu können, muss zwingend eine Inventur des Wertpapierbestandes vorgenommen werden.
C Weil das Konto „Eigene Wertpapiere“ ein gemischtes Konto ist, werden
nicht realisierte Kursgewinne und nicht realisierte Kursverluste kompensiert.
D Auf diesem Konto werden auch realisierte Kursgewinne und realisierte
Kursverluste gebucht.
E Auf dem Konto „Eigene Wertpapiere“ werden die Käufe und Verkäufe
zu Anschaffungskursen erfasst, um den Schlussbestand durch Saldierung ermitteln zu können.
Aufgabe A-51
Aufgabe A-52
Die aufgelaufenen, aber noch nicht vereinnahmten Stückzinsen für die von
der Nordbank AG erworbenen Schuldverschreibungen betragen am 31.
Dezember 6.100,00 EUR. Welche Buchung ist erforderlich?
A Eigene Wertpapiere
an Wertpapier-Zinserträge
B Aktive Rechnungsabgrenzung an Wertpapier-Zinserträge
C Wertpapier-Zinserträge
an Sonstige Forderungen
D Wertpapier-Zinserträge
an Sonstige Verbindlichkeiten 6.100,00 EUR
Die Nordbank AG bewertet ihre Wertpapiere nach den neuen Vorschriften von
des HGB.
Sie hat die Insigna-Aktie im Bestand:
Kurs je Aktie
Am Bilanzstichtag hat die Insigna-Aktie einen Kurs von 4,50 EUR.
a1) Wie hoch ist der realisierte Erfolg beim Verkauf?
a2) Handelt es sich bei dem in aa) ermittelten Betrag
1. um einen realisierten Kursverlust?
2. um einen realisierten Kursgewinn?
Mit welchem Wert sind die Aktien in der Bilanz zu erfassen, wenn …
b1) … die Aktien der Liquiditätsreserve angehören?
b2) Welcher Betrag ist unter der Position „Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere …“ der
Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen?
c1) … die Aktien dem Anlagevermögen angehören? Der Kursrückgang
ist voraussichtlich nicht auf Dauer. (Es sind zwei Lösungen möglich!)
c2) Welcher Betrag ist gegebenenfalls unter der Position „Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere“
der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen?
d1) … die Aktien dem Handelsbestand angehören? Die Bank berücksichtigt bei dieser Aktie einen Risikoabschlag von 6 %, falls erforderlich.
d2) Berechnen Sie den Gewinn bzw. Verlust, der auf Grund der Bewertung dieser Aktie des Handelsbestandes zum Bilanzstichtag erzielt
d3) Handelt es sich bei dem in d2) ermittelten Betrag
1. um einen nicht realisierten Kursverlust?
2. um einen nicht realisierten Kursgewinn?
d4) Bei den Wertpapieren des Handelsbestandes werden realisierte und
nicht realisierte Kurserfolge saldiert und unter der Position Nettoaufwand bzw. Nettoertrag aus Finanzgeschäften in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Welcher Betrag ist bei der Insigna-Aktie
d5) Handelt es sich bei dem in d4) ermittelten Betrag
1. um einen Nettoaufwand aus Finanzgeschäften?
2. um einen Nettoertrag aus Finanzgeschäften?
Bewertung von Aufgabe A-53
Wertpapieren Die Nordbank AG bewertet ihre Wertpapiere nach den neuen Vorschriften
des HGB. Sie hat die StartUp-Aktie im Bestand:
Am Bilanzstichtag hat die StartUp-Aktie einen Kurs von 13,00 EUR.
a2) Handelt es sich bei dem in a1) ermittelten Betrag
b) … die Aktien der Liquiditätsreserve angehören?
c) … die Aktien dem Anlagevermögen angehören?
d1) … die Aktien dem Handelsbestand angehören? Die Bank berücksichtigt bei dieser Aktie einen Risikoabschlag von 5 %, falls erforderlich.
d2) Berechnen Sie den Gewinn bzw. Verlust, der auf Grund der Bewertung dieser Aktie nach dem Zeitwertprinzip zum Bilanzstichtag erzielt
d4) Wie hoch ist der Handelserfolg bei der StartUp-Aktie
d6) Um wie viel Euro müsste der Sonderposten „Fonds für allgemeine
Bankrisiken“ erhöht werden, wenn 10 % des Nettoertrages des Handelsbestandes zugeführt werden sollen.
Aufgabe A-54
Die Nordbank AG schließt im Rahmen des Jahresabschlusses das Konto
„Eigene Wertpapiere (Handelsbestand)“ ab.
Zu berücksichtigen sind hier nur Industrieobligationen mit 7,5 %-iger Verzinsung (Zinstermin 01.10.), der Kurs am Bilanzstichtag beträgt 105 %. Die
Bewertung erfolgt mit einem Risikoabschlag von 2 %, falls erforderlich.
7,5 % Industrieobligation Zinstermin 01.10.
50.000,00 EUR 104 %
80.000,00 EUR 102 %
120.000,00 EUR 100 %
a) Ermitteln Sie den durchschnittlichen Anschaffungskurs!
b) Mit welchem Kurs sind die Industrieobligationen in der Bilanz zu bewerten?
c) Ermitteln Sie den zu bilanzierenden Kurswert – ohne Stückzinsen – am
d) Errechnen Sie die Stückzinsen per 31.12., die zur Bilanzierung zum
Kurswert addiert werden müssen (act/act, kein Schaltjahr)!
e) Welche der folgenden Aussagen über die ermittelten Stückzinsen sind
A Die Bewertung nach dem Zeitwertprinzip bewirkt, dass die Stückzinsen in der Bilanz nicht ausgewiesen werden dürfen.
B Nach dem Realisationsprinzip dürfen die Stückzinsen in der GuVRechnung nicht berücksichtigt werden, da die Nordbank AG sie
noch nicht vereinnahmt hat.
C Die per 31.12. ermittelten Zinsen stellen Forderungen der Nordbank
AG an das emittierende Unternehmen dar. Sie müssen deshalb in
der Bilanz im Wertpapierbestand mit ausgewiesen werden.
D In der GuV-Rechnung sind die Stückzinsen zusammen mit den Kurserfolgen als Nettoaufwand/Nettoertrag auszuweisen.
E Die Erfassung der Stückzinsen führt zu einer Erhöhung des Jahresüberschusses der Nordbank AG.
f) Mit welchem Betrag ist diese Industrieobligation in der Bilanz auszuweisen?
g) Ermitteln Sie den nicht realisierten Kurserfolg dieser Wertpapiere!
nicht realisierter Kursgewinn oder
h) Ermitteln Sie den realisierten Kurserfolg dieser Wertpapiere!
realisierter Kursgewinn oder
i) Mit welchem Betrag ist der Nettoerfolg aus Finanzgeschäften in der
Gewinn- und Verlustrechnung auszuweisen?
Nettoertrag aus Finanzgeschäften oder
Aufgabe A-55
Welche Aussagen über das Niederstwertprinzip bei der Bewertung der
Wertpapiere der Nordbank AG sind richtig?
A Nicht realisierte Gewinne und Verluste werden beim Niederstwertprinzip ausgewiesen.
B Die Bank kann bei der Bewertung zum gemilderten Niederstwertprinzip
frei zwischen dem Kurs am Bilanzstichtag und dem durchschnittlichen
Anschaffungskurs wählen.
C Ist der Kurs am Bilanzstichtag niedriger als der Anschaffungskurs, muss
bei der Bewertung der Wertpapiere der Liquiditätsreserve zum strengen
Niederstwertprinzip der Kurs vom Bilanzstichtag genommen werden.
D Durch die Anwendung des Niederstwertprinzips entstehen immer stille
E Das Niederstwertprinzip ist bei der Bewertung der Wertpapiere des
Handelsbestandes nicht anzuwenden.
Aufgabe A-56
Im Wertpapierbestand der Nordbank AG befinden sich Aktien der Coaching
AG. Die Aktien sind dem Anlagevermögen zugeordnet. Die Nordbank AG Wertpapieren:
bewertet nach HGB.
HGB § 253 Zugangs- und Folgebewertung (Auszug)
(1) Vermögensgegenstände sind höchstens mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten
… anzusetzen. …
(3) … Ohne Rücksicht darauf, ob ihre Nutzung zeitlich begrenzt ist, sind bei Vermögensgegenständen des Anlagevermögens bei voraussichtlich dauernder Wertminderung außerplanmäßige
Abschreibungen vorzunehmen, um diese mit dem niedrigeren Wert anzusetzen, der ihnen am
Abschlussstichtag beizulegen ist. Bei Finanzanlagen können außerplanmäßige Abschreibungen
auch bei voraussichtlich nicht dauernder Wertminderung vorgenommen werden. …
(5) Ein niedrigerer Wertansatz nach Absatz 3 und Absatz 4 darf nicht beibehalten werden,
wenn die Gründe dafür nicht mehr bestehen.
Dem Skontro „Aktien der Coaching AG“ sind folgende Daten zu entnehmen:
01.12.2014 800 Stück Kauf zu
30,00 EUR/Stück
31.12.2014 800 Stück bewertet zu 29,50 EUR/Stück
31.12.2015 800 Stück bewertet zu 28,00 EUR/Stück
07.06.2016 300 Stück Verkauf zu
31,00 EUR/Stück
Börsenpreis 32,00 EUR/Stück
a) Ermitteln Sie den Bilanzwert der Aktien zum 31.12.2016.
b) Ermitteln Sie die Höhe der Zuschreibung in der Gewinn- und Verlustrechnung zum 31.12.2016.
Aufgabe A-57
Im Wertpapier-Handelsbestand der Nordbank AG befinden sich u. a. Wi- von Aktien
Bau AG Aktien. Das Skontro zeigte im laufenden Geschäftsjahr folgende des HandelsBestände und Bestandsveränderungen:
1.800 Aktien
600 Aktien
1.600 Aktien
24,00 EUR /Stück
22,00 EUR /Stück
20,00 EUR /Stück
26,50 EUR /Stück
Der durchschnittliche Ankaufskurs der Aktien beträgt 23,00 EUR /Stück.
Der Börsenkurs am Bilanzstichtag beträgt 20,00 EUR / Stück. Bei der Bewertung erfolgt ein Risikoabschlag von 5 %, falls erforderlich.
a) Berechnen Sie in EUR auf der Grundlage der Durchschnittsbewertung
den realisierten Erfolg, der durch den Verkauf eines Teils dieser Aktien
am 13. Oktober erzielt worden ist.
b) Handelt es sich bei dem in a) ermittelten Betrag
c) Nach welchem Prinzip ist die Bewertung des Bestands der WiBau AGAktien zum Bilanzstichtag vorzunehmen?
d) Mit welchem Betrag erscheint der Schlussbestand der WiBau AGAktien in der Bilanz?
e) Berechnen Sie in EUR auf der Grundlage der Durchschnittsbewertung
den Gewinn bzw. Verlust, der auf Grund der Bewertung dieser Aktie
zum Bilanzstichtag erzielt worden ist.
f) Handelt es sich bei dem in e) ermittelten Betrag
g) Wie hoch ist der Handelserfolg aus Finanzgeschäften bei der WiBauAktie?
h) Handelt es sich bei dem in g) ermittelten Betrag
Aufgabe A-58
Die Nordbank AG bewertet die Wertpapiere des Handelsbestandes nach
den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB). Welche der folgenden
Aussagen zu den Auswirkungen dieser Bewertung auf die Gewinn- und Verlustrechnung sind richtig?
A Realisierte und nicht realisierte Kurserfolge werden zusammengefasst
und in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position Nettoaufwand
bzw. Nettoertrag aus Finanzgeschäften ausgewiesen.
B Nur bereits realisierte Kurserfolge werden in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.
C Nicht realisierte Kursgewinne erhöhen in voller Höhe in der Gewinn- und
Verlustrechnung das Jahresergebnis.
D Nicht realisierte Kursverluste müssen erfolgswirksam in der Gewinn- und
Verlustrechnung in der Position Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere erfasst werden.
E Realisierte Kurserfolge haben Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung.
F Nicht realisierte Kursgewinne werden in der Gewinn- und Verlustrechnung nicht erfasst.
Aufgabe A-59
Im Wertpapier-Liquiditätsbestand der Nordbank AG befinden sich 6 % Inhaberschuldverschreibungen, Zinstermin 01.11. gzj.
Das Skontro zeigt für das abzuschließende Geschäftsjahr folgende Daten:
2.500.000 EUR Kurs 103,5 %
500.000 EUR Kurs 99,0 %
1.200.000 EUR Kurs 102,8 %
Zinsberechnung: act/act (kein Schaltjahr)
a) Ermitteln Sie den durchschnittlichen Ankaufskurs!
b) Ermitteln Sie auf der Grundlage des durchschnittlichen Ankaufskurses
den Erfolg für den Verkauf.
c) Ermitteln Sie auf der Grundlage der Durchschnittsbewertung für den Ankauf und der Bewertung zum Bilanzstichtag den nicht realisierten Erfolg.
d) Wie wird dieser Gewinn bzw. Verlust, der auf der Grundlage des durchschnittlichen Ankaufskurses und der Bewertung zum Bilanzstichtag erzielt wurde, im Jahresabschluss dokumentiert? Die Nordbank AG
A muss diesen Gewinn/Verlust in der Position „Nettoaufwand/-ertrag
aus Finanzgeschäften“ erfassen.
B erfasst den Gewinn/Verlust nicht, da er nicht realisiert wurde.
C erfasst den Gewinn/Verlust im Schlussbestand des Skontros „Inhaberschuldverschreibungen“ auf der Passivseite der Bilanz.
D erfasst diesen nicht realisierten Verlust als Abschreibung.
E darf nach der Bewertung zum Niederstwertprinzip den nicht realisierten Kursverlust nicht ausweisen.
e) Ermitteln Sie den Betrag der bis zum 31. Dezember aufgelaufenen,
noch nicht vereinnahmten Zinsen.
f) Ermitteln Sie den Betrag, mit dem zum 31. Dezember die Inhaberschuldverschreibungen bilanziert werden.
Basiswissen: Bewertung von Forderungen
- Forderungen sind ausgegebene Kredite an Privatpersonen, Firmenkunden, andere KI und an die öffentliche Hand (Bund, Land, Gemeinde ...)
- Forderungen sind Bestandteile des Umlaufvermögens
- die Bilanzierung erfolgt nach dem tatsächlichen Wert der Forderung
(= Niederstwertprinzip)
Aufteilung der Forderungen
Beispiel: Kunde A hat
die eidesstattliche
Versicherung/ Vermögensauskunft abgegeben, das Insolvenzverfahren ist
- sofortige, direkte
feststehenden Ausfalls
Beispiel: Das gerichtliche Beispiel:
Beispiel: Kunden mit guter
Mahnverfahren ist einge- Forderungen an die Bonität
leitet, das Insolvenzver- Stadt Bocholt
fahren ist
übrige risikobehaftete
- indirekte Abschrei- kein Ausfallrisiko - erfahrungsgemäßes,
- keine Abschreibung in Höhe des
latentes Ausfallrisiko
wahrscheinlichen Aus- Abschreibung erfolgt pauschal und indirekt für alle
falls durch Bildung einer Einzelwertberichtibetroffenen Konten durch
Bildung einer Pauschalgung (EWB) am Jahwertberichtigung (PWB)
Abschr. auf Ford.
an KK
an Abschr. auf Ford.
an Abschr. auf Ford. EWB
an SBK
an PWB
SBK an KK (Debitorenendbestand)
uneinbringliche Forderungen werden direkt abgeschrieben
Ein Kunde hat sein Konto mit 20.000,00 EUR überzogen. Die eidesstattliche
Versicherung/Vermögensauskunft hat kein verwertbares Vermögen gebracht.
Die Forderung ist nach Abschluss des gerichtlichen Mahnverfahrens uneinbringlich:
Einzelwertberichtigung (EWB) zweifelhafter Forderungen
- Bewertung nach dem Vorsichtsprinzip
- Risikovorsorge für mögliche, künftige Forderungsausfälle
- EWB = passives Bestandskonto (indirekte Abschreibung)
- Bildung in Höhe des erwarteten Ausfalls (100 % abzüglich Insolvenzquote)
- Insolvenzquote = erwarteter Geldeingang
- EWB werden nicht bilanziert, sondern müssen lt. RechKredV vom Aktivposten
Forderungen abgezogen werden.
- indirekte AfA = KK wird nicht berührt. Die Forderung bleibt in der ursprünglichen Höhe erhalten!
Ein Firmenkunde hat Insolvenz angemeldet. Die Bank hat gegen ihn eine Forderung aus einem Investitionskredit in Höhe von 100.000,00 EUR. Am Ende des
Geschäftsjahres wird die Insolvenzquote auf 25 % geschätzt.
Buchung am Jahresende
- Abschluss des Insolvenzverfahrens im neuen Jahr
- die Insolvenzquote wird über DBB überwiesen
- Auflösung der EWB, da die Restforderung endgültig uneinbringlich ist.
Buchungen zum Abschluss des InsolDBB
venzverfahrens, unabhängig von der
Höhe des Geldeingangs:
Auflösung EWB
Fall 1: Der Geldeingang ist genauso hoch wie geschätzt:
eine weitere Buchung ist nicht nötig: Das EWB-Konto und das Kundenkonto haben einen Saldo von 0,00 EUR und werden aufgelöst (Firma existiert nicht mehr).
Fall 2: Der Geldeingang ist größer als geschätzt:
eine weitere Buchung ist nötig: Das Kundenkonto muss einen Saldo von 0,- haben, damit es aufgelöst werden kann. Es entsteht ein Ertrag, da die Abschreibung
aus dem Vorjahr zu hoch war.
zusätzliche Buchung im Fall 2
(Geldeingang über den Erwartungen):
an Erträge aus Zuschreibungen zu
Fall 3: Der Geldeingang ist niedriger als geschätzt: eine weitere Buchung ist nötig:
Das Kundenkonto muss einen Saldo von 0,- haben, damit es aufgelöst werden
kann. Es entsteht ein weiterer Aufwand.
zusätzliche Buchung im Fall 3
(Geldeingang unter den
Erwartungen):
Pauschalwertberichtigung (PWB) auf Forderungen mit latentem Ausfallrisiko
- Bewertung von einwandfreien Forderungen mit verstecktem Ausfallrisiko:
Die Erfahrung zeigt, dass auch von diesen Forderungen einige ausfallen, es
wurde bisher nur noch nicht bemerkt.
- Achtung! hiervon ausgenommen sind risikofreie Forderungen. Risikofreie
Forderungen sind z. Bsp. Kredite an öffentlich-rechtliche Körperschaften oder
- (unversteuerte) PWB = diese PWB mindern den zu versteuernden Gewinn
- PWB werden nicht bilanziert, sondern müssen lt. RechKredV vom Aktivposten
- indirekte AfA = KK wird nicht berührt.
der PWB
durchschnittl. Forderungsausfall der letzten 5 GJ
40% des durchschnittl. Forderungsausfalls der letzten 5 GJ (max. aber
der Saldo des Kontos EWB des aktuellen Bilanzstichtages)
maßgeblicher Forderungsausfall (s. o.) * 100
durchschnittl. risikobehaftetes Kreditvolumen der letzten 5 Geschäftsjahre
Kreditvolumen vor Abschreibung
- direkte Abschreibungen
= Kreditvolumen nach Abschreibung (SBK)
- einzelwertberichtigte Forderungen (zu 100%)
= verbleibendes risikobehaftetes KV des Bilanzstichtages
unversteuerte PWB = verbleibendes risikobehaftetes KV des Bilanzstichtages *
PWB-Satz in % / 100
- PWB des Vorjahres < PWB des Bilanzstichtages
- Die PWB muss erhöht werden:
- Abschreibungen auf Forderungen an PWB
- PWB des Vorjahres = PWB des Bilanzstichtages
- Die PWB stimmt, kein Handlungsbedarf
- PWB des Vorjahres > PWB des Bilanzstichtages
- die PWB muss verringert werden
- PWB an Erträge aus der Zuschreibung zu Forderungen
d) Bewertung von Forderungen
Aufgabe A-60
Die Forderungen an Kunden der Nordbank AG betragen am 31.12. berichtigung
4.574.500,00 EUR, davon sind/ist
- Darlehen mit Landesbürgschaft 1.500.000,00 EUR;
- Forderungen mit erkennbarem Risiko 700.000,00 EUR, auf die bereits
Einzelwertberichtigungen in Höhe von 500.000,

References: § 8

§ 242

§257
 §147
 § 257
 § 253