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Timestamp: 2020-04-04 12:25:16+00:00

Document:
Ordinanza dell' 11 novembre 2015 relativa alla lotta contro il riciclaggio di denaro e il finanziamento del terrorismo (Ordinanza sul riciclaggio di denaro, ORD)
3a. Kapitel: Selbstregulierungsorganisationen
Art. 22a Zulassung von Prüfgesellschaften
Art. 22b Zulassung von leitenden Prüferinnen und Prüfern
Art. 22c Zulassung zur Prüfung von Anwältinnen und Anwälten ...
Art. 22d Weiterbildung
4. Kapitel: Übergangs- und Schlussbestimmungen
Übergangsbestimmung zur Änderung vom 6. November 2019
Formular für Händlerinnen und Händler zur Erfüllung der Sorg...
Identifizierung der Vertragspartei (Art. 17 GwV)
Feststellung der wirtschaftlich berechtigten Person (Art. 18...
Zusätzliche Abklärungen (Art. 19 GwV)
Meldung (Art. 20 GwV)
vom 11. November 2015 (Stand am 1. Januar 2020)
gestützt auf die Artikel 8a Absatz 5 und 41 des Geldwäschereigesetzes vom 10. Oktober 19971 (GwG),
die Sorgfalts- und Meldepflichten, die Händlerinnen und Händler nach den Artikeln 8a und 9 Absatz 1bis GwG erfüllen müssen;
die Aufsicht über Finanzintermediäre nach Artikel 2 Absatz 3 GwG durch anerkannte Selbstregulierungsorganisationen.
1 Eingefügt durch Anhang 1 Ziff. II 12 der Finanzinstitutsverordnung vom 6. Nov. 2019, in Kraft seit 1. Jan. 2020 (AS 2019 4633).
a. Auszahlung einer entsprechenden Summe in Bargeld, Edelmetallen oder virtuellen Währungen; oder
b. bargeldlose Übertragung oder Überweisung über ein Zahlungs- oder Abrechnungssystem.
2 Der Handel mit Effekten gilt nur als Handelstätigkeit, wenn es dafür nach dem Finanzinstitutsgesetz vom 15. Juni 20181 (FINIG) eine Bewilligung braucht.2
2 Fassung gemäss Anhang 1 Ziff. II 12 der Finanzinstitutsverordnung vom 6. Nov. 2019, in Kraft seit 1. Jan. 2020 (AS 2019 4633).
1 Als Tätigkeiten im Sinne von Artikel 2 Absatz 3 Buchstaben f und g GwG gelten folgende Tätigkeiten, sofern sie auf fremde Rechnung ausgeübt werden:1
a. die Wahrung der Interessen ihrer Mitglieder oder ihrer Begünstigten in gemeinsamer Selbsthilfe bezwecken oder politische, religiöse, wissenschaftliche, künstlerische, gemeinnützige, gesellige oder ähnliche Zwecke verfolgen;
b. eine oder mehrere operativ tätige Gesellschaften mehrheitlich halten und deren Zweck nicht hauptsächlich in der Verwaltung von Vermögen Dritter besteht (Holdinggesellschaften).
1 Fassung gemäss Anhang 1 Ziff. II 12 der Finanzinstitutsverordnung vom 6. Nov. 2019, in Kraft seit 1. Jan. 2020 (AS 2019 4633).
Nacherbinnen und -erben und Nachvermächtnisnehmerinnen und -nehmer nach Artikel 488 des Zivilgesetzbuches1;
unverzüglich die Pflichten nach den Artikeln 3–11 GwG einhalten; und
Als Güter gelten bewegliche körperliche Sachen, die Gegenstand eines Fahrniskaufs nach Artikel 187 des Obligationenrechts1 sein können, oder Grundstücke, die Gegenstand eines Grundstückkaufs nach Artikel 216 des Obligationenrechts sein können.
3 Die Übermittlung der Meldungen richtet sich nach Artikel 3a Absätze 1, 2 und 3 der Verordnung vom 25. August 20041 über die Meldestelle für Geldwäscherei.2
1 SR 955.23
2 Fassung gemäss Ziff. III der V vom 27. Nov. 2019, in Kraft seit 1. Jan. 2020 (AS 2019 4701).
2 Verfügt die Händlerin oder der Händler über keine Revisionsstelle, so beauftragt das oberste Leitungs- oder Verwaltungsorgan Revisorinnen oder Revisoren nach Artikel 5 oder ein Revisionsunternehmen nach Artikel 6 des Revisionsaufsichtsgesetzes vom 16. Dezember 20051 (RAG) mit der Prüfung.
3a. Kapitel:2 Selbstregulierungsorganisationen
1 Eine Prüfgesellschaft ist ausreichend organisiert, wenn sie:
über mindestens zwei leitende Prüferinnen oder leitende Prüfer verfügt, die für den Bereich des GwG zugelassen sind;
spätestens drei Jahre nach Zulassungserteilung über mindestens zwei Prüfmandate im Bereich des GwG verfügt;
die Vorschriften zur Dokumentation und Aufbewahrung der Unterlagen nach Artikel 730c des Obligationenrechts (OR)1 unabhängig von ihrer Rechtsform einhält.
2 Nicht vereinbar mit der Zulassung als Prüfgesellschaft für Prüfungen nach Artikel 24a GwG ist die Ausübung einer Tätigkeit, für die es nach den Finanzmarktgesetzen nach Artikel 1 Absatz 1 des Finanzmarktaufsichtsgesetzes vom 22. Juni 20072 eine Bewilligung braucht, durch folgende Personen:
die leitenden Prüferinnen und Prüfer.
3 Eine Prüfgesellschaft ist für die Haftungsrisiken ausreichend versichert, wenn sie zur Deckung ihrer Haftpflicht aus Prüfungen nach Artikel 24a GwG über eine Versicherung für Vermögensschäden oder über eine gleichwertige finanzielle Sicherheit verfügt. Die Deckungssumme, die für alle Schadenfälle eines Jahres zur Verfügung steht, muss mindestens 250 000 Franken betragen.
1 Eine leitende Prüferin oder ein leitender Prüfer verfügt über das nötige Fachwissen und die nötige Praxiserfahrung für die Zulassung zur Prüfung nach Artikel 24a GwG, wenn sie oder er folgende Nachweise erbringt:
Berufserfahrung von fünf Jahren in der Erbringung von Prüfdienstleistungen im Bereich des GwG;
200 Prüfstunden im Bereich des GwG;
vier Stunden Weiterbildung im Bereich des GwG innerhalb eines Jahres vor der Einreichung des Zulassungsgesuchs.
2 Eine leitende Prüferin oder ein leitender Prüfer verfügt nach der Zulassung weiterhin über das nötige Fachwissen und die nötige Praxiserfahrung zur Prüfung nach Artikel 24a GwG, wenn sie oder er folgende Nachweise erbringt:
100 Prüfstunden im Bereich des GwG in den jeweils letzten vier Jahren;
vier Stunden Weiterbildung pro Jahr im Bereich des GwG.
3 Die für die Prüfung in einem Aufsichtsbereich nach Artikel 11a Absatz 1 Buchstaben a–c der Revisionsaufsichtsverordnung vom 22. August 20071 oder nach Artikel 62 FINIG2 erteilte Zulassung ermächtigt auch zur Prüfung im Bereich des GwG.
Art. 22c Zulassung zur Prüfung von Anwältinnen und Anwälten sowie von Notarinnen und Notaren im GwG-Bereich
1 Eine leitende Prüferin oder ein leitender Prüfer verfügt über die einschlägigen GwG-Kenntnisse, die entsprechende Praxis und die erforderliche Weiterbildung (Art. 18 Abs. 4 Bst. c GwG), wenn sie oder er die Voraussetzungen nach Artikel 22b erfüllt.
2 Eine zur Prüfung von Anwältinnen und Anwälten sowie von Notarinnen und Notaren nach dem GwG zugelassene natürliche Person darf selbstständig prüfen, ohne als zugelassenes Einzelunternehmen im Handelsregister eingetragen zu sein und ohne als Revisorin oder Revisor nach Artikel 5 RAG1 zugelassen zu sein.
3 Eine zur Prüfung von Anwältinnen und Anwälten sowie von Notarinnen und Notaren nach dem GwG zugelassene Person ist vom zu prüfenden Mitglied unabhängig, wenn sie die Vorgaben nach Artikel 11 RAG und Artikel 728 OR2 einhält.
1 Weiterbildungen nach den Artikeln 22b und 22c, einschliesslich solcher unter Nutzung neuer Informationstechnologien und Fernkurse, müssen mindestens folgende Kriterien erfüllen:
Die Weiterbildung umfasst den Bereich des GwG.
4. Kapitel: Übergangs- und Schlussbestimmungen3
Übergangsbestimmung zur Änderung vom 6. November 20194
Schliesst sich ein Finanzintermediär, der bis zum Inkrafttreten des Gesetzes der FINMA direkt unterstellt ist, einer Selbstregulierungsorganisation nach Artikel 24 GwG an, so erstattet er der Selbstregulierungsorganisation einen Bericht über die Konformität seiner Geschäftstätigkeit mit den Vorschriften des GwG.
Formular für Händlerinnen und Händler zur Erfüllung der Sorgfalts- und Meldepflichten
Erwerb für eine juristische Person oder Personengesellschaft?
Feststellung der wirtschaftlich berechtigten Person (Art. 18 GwV)
Die Vertragspartei ist selbst die wirtschaftlich berechtigte Person
Die Vertragspartei oder ihre Stellvertreterin/ihr Stellvertreter erklärt hiermit, dass folgende natürliche(n) Person(en) die wirtschaftlich berechtigte(n) Person(en) ist/sind:
Unterschrift der Vertragspartei oder der Stellvertreter/in :
Meldung an MROS: ja nein
Begründeter Verdacht auf:
Unterschrift der Händlerin/des Händlers:
Die Verordnung vom 18. November 20091 über die berufsmässige Ausübung der Finanzintermediation wird aufgehoben.
1 [AS 2009 6403]
2 Die Änderungen können unter AS 2015 4819 konsultiert werden.
AS 2015 4819
1 SR 955.02 Eingefügt durch Anhang 1 Ziff. II 12 der Finanzinstitutsverordnung vom 6. Nov. 2019, in Kraft seit 1. Jan. 2020 (AS 2019 4633).3 Fassung gemäss Anhang 1 Ziff. II 12 der Finanzinstitutsverordnung vom 6. Nov. 2019, in Kraft seit 1. Jan. 2020 (AS 2019 4633).4AS 2019 4633
Ordonnance sur la lutte contre le blanchiment d’argent et le financement du terrorisme
(Ordonnance sur le blanchiment d’argent, OBA)
du 11 novembre 2015 (Etat le 1er janvier 2020)
vu les art. 8a, al. 5 et 41 de la loi du 10 octobre 1997 sur le blanchiment d’argent (LBA)1,
les exigences régissant l’activité d’intermédiaire financier exercée à titre professionnel;
les obligations de diligence et de communication dont doivent s’acquitter les négociants au sens des art. 8a et 9, al. 1bis, LBA;
la surveillance des intermédiaires financiers au sens de l’art. 2, al. 3, LBA par des organismes d’autorégulation reconnus.
1 Introduite par l’annexe 1 ch. II 12 de l’O du 6 nov. 2019 sur les établissements financiers, en vigueur depuis le 1er janv. 2020 (RO 2019 4633).
aux intermédiaires financiers au sens de l’art. 2, al. 3, LBA, qui exercent leur activité en Suisse ou depuis la Suisse;
aux négociants au sens de l’art. 2, al. 1, let. b, LBA, qui exercent leur activité en Suisse ou depuis la Suisse.
2 Ne sont pas considérés comme intermédiaires financiers au sens de l’art. 2, al. 3, LBA:
le transport physique ou la conservation physique de valeurs patrimoniales, sous réserve de l’art. 6, al. 1, let. c,
l’exploitation d’institutions de prévoyance du pilier 3a par des fondations bancaires ou des assurances,
la fourniture de prestations entre sociétés d’un groupe;
les auxiliaires d’intermédiaires financiers qui sont titulaires d’une autorisation en Suisse pour exercer leur activité ou qui sont affiliés à un organisme d’autorégulation (OAR), s’ils satisfont aux conditions suivantes:
ils sont choisis avec soin par l’intermédiaire financier et sont soumis aux instructions et aux contrôles de ce dernier,
ils sont intégrés dans les mesures organisationnelles de l’intermédiaire financier visant à empêcher le blanchiment d’argent et le financement du terrorisme prévues à l’art. 8 LBA et reçoivent une formation initiale et une formation continue dans ce domaine,
ils n’agissent qu’au nom et pour le compte de l’intermédiaire financier,
ils sont rémunérés par l’intermédiaire financier et non par le client final,
ils n’exercent l’activité de transmission de fonds ou de valeurs que pour un intermédiaire financier autorisé ou affilié à un OAR, et
ils ont conclu avec l’intermédiaire financier une convention écrite portant sur les conditions précitées.
Ne sont notamment pas considérées comme opérations de crédit au sens de l’art. 2, al. 3, let. a, LBA les activités ci-après:
l’octroi de crédits sans rémunération en intérêts ni autres charges;
l’octroi de crédits entre société et associé, lorsque l’associé détient une participation d’au moins 10 % du capital ou des voix dans la société;
l’octroi de crédits entre employeur et employés, lorsque l’employeur est tenu de verser des contributions sociales aux employés participant à la relation de crédit;
l’octroi de crédits, s’il est accessoire à un autre acte juridique;
les financements de transactions commerciales, lorsque le remboursement n’est pas effectué par le cocontractant.
1 Il y a service dans le domaine du trafic des paiements au sens de l’art. 2, al. 3, let. b, LBA notamment lorsque l’intermédiaire financier:
2 Par transmission de fonds ou de valeurs, on entend le transfert de valeurs patrimoniales qui consiste à accepter des espèces, des métaux précieux, des monnaies virtuelles, des chèques ou d’autres instruments de paiement, puis:
à payer la somme équivalente en espèces, métaux précieux ou monnaies virtuelles, ou
1 Sont considérés comme activités de négoce au sens de l’art. 2, al. 3, let. c, LBA:
l’achat et la vente pour le compte de tiers de billets de banque, de monnaies, de devises ou de métaux précieux bancaires ainsi que le change;
le négoce hors bourse de matières premières pour le compte de tiers, pour autant que les matières premières atteignent un degré de standardisation si élevé qu’elles peuvent être liquidées en tout temps;
2 Le négoce de valeurs mobilières n’est considéré comme une activité de négoce que s’il requiert une autorisation au sens de la loi fédérale du 15 juin 2018 sur les établissements financiers (LEFin)1.2
3 L’activité de change à titre accessoire n’est pas considérée comme une activité de négoce.
2 Nouvelle teneur selon l’annexe 1 ch. II 12 de l’O du 6 nov. 2019 sur les établissements financiers, en vigueur depuis le 1er janv. 2020 (RO 2019 4633).
1 Sont également considérées comme des activités au sens de l’art. 2, al. 3, let. f et g, LBA les activités ci-après, pour autant qu’elles soient exercées pour le compte de tiers:1
la gestion de valeurs mobilières et d’instruments financiers;
l’exécution de mandats de placement;
l’activité d’organe de sociétés de domicile.
2 Sont considérés comme des sociétés de domicile au sens de la présente ordonnance les personnes morales, sociétés, établissements, fondations, trusts, entreprises fiduciaires et structures semblables, qui n’exercent pas une activité de commerce ou de fabrication, ou une autre activité exploitée en la forme commerciale.
1 Nouvelle teneur selon l’annexe 1 ch. II 12 de l’O du 6 nov. 2019 sur les établissements financiers, en vigueur depuis le 1er janv. 2020 (RO 2019 4633).
1 Un intermédiaire financier exerce son activité à titre professionnel dès lors qu’il:
établit des relations d’affaires ne se limitant pas à une activité unique avec plus de 20 cocontractants durant une année civile ou entretient au moins 20 relations de ce type durant une année civile;
a un pouvoir de disposition d’une durée illimitée sur des valeurs patrimoniales appartenant à des tiers dont le montant dépasse 5 millions de francs à un moment donné, ou
2 L’afflux de valeurs patrimoniales et les réinvestissements à l’intérieur du même dépôt ne sont pas pris en considération dans le calcul du volume de transactions visé à l’al. 1, let. d. Pour les contrats bilatéraux, seule la prestation fournie par le cocontractant est prise en considération.
3 L’activité exercée pour des institutions ou des personnes en vertu de l’art. 2, al. 4, LBA n’est pas prise en considération lors de l’évaluation visant à déterminer si l’activité est exercée à titre professionnel ou non.
4 L’activité exercée pour des personnes proches n’est prise en considération pour l’évaluation visant à déterminer si elle est exercée à titre professionnel que si le produit brut réalisé par année civile est supérieur à 50 000 francs.
les parents en ligne collatérale jusqu’au troisième degré;
les cohéritiers jusqu’à la clôture du partage successoral;
les appelés et les substituts du légataire au sens de l’art. 488 du code civil1;
1 Les opérations de crédit au sens de l’art. 2, al. 3, let. a, LBA sont effectuées à titre professionnel:
si ces opérations permettent de réaliser un produit brut de plus de 250 000 francs durant une année civile, et
3 Si une personne effectue simultanément des opérations de crédit et exerce une autre activité qui la qualifie d’intermédiaire financier, les deux domaines d’activité doivent être examinés indépendamment l’un de l’autre pour déterminer s’ils sont exercés à titre professionnel. Si les critères sont remplis dans un domaine d’activité, l’activité est considérée comme étant exercée à titre professionnel dans les deux domaines.
Pour l’activité de négoce, le critère déterminant est le bénéfice brut au lieu du produit brut mentionné à l’art. 7, al. 1, let. a.
Art. 11 Passage à l’activité exercée à titre professionnel
1 Quiconque passe d’une activité d’intermédiaire financier exercée à titre non professionnel à une activité exercée à titre professionnel doit:
respecter aussitôt les obligations visées aux art. 3 à 11 LBA, et
dans un délai de deux mois à compter du changement de statut, avoir déposé une demande d’affiliation à un OAR ou une demande d’autorisation d’exercer l’activité à titre professionnel auprès de l’Autorité fédérale de surveillance des marchés financiers (FINMA).
2 Tant qu’ils ne sont pas affiliés à un OAR ou que l’autorisation n’a pas été octroyée par la FINMA, ces intermédiaires financiers ont l’interdiction d’effectuer les actes qui ne sont pas absolument nécessaires à la conservation des valeurs patrimoniales.
Art. 12 Démission ou exclusion d’un OAR
1 Lorsqu’un intermédiaire financier qui entend poursuivre son activité d’intermédiaire financier à titre professionnel démissionne ou est exclu d’un OAR, il est tenu de déposer, dans les deux mois qui suivent la démission ou la décision d’exclusion, une demande d’affiliation auprès d’un autre OAR ou une demande d’autorisation d’exercer l’activité à titre professionnel auprès de la FINMA.
2 Jusqu’à l’obtention de la décision concernant la demande, il n’est autorisé à poursuivre son activité que dans le cadre des relations d’affaires existantes.
3 S’il n’a pas déposé de demande auprès d’un OAR ni auprès de la FINMA dans les deux mois, ou si sa demande d’affiliation ou d’autorisation a été rejetée, il lui est interdit de poursuivre son activité d’intermédiaire financier.
Sont également considérées comme négociants au sens de l’art. 2, al. 1, let. b, LBA les personnes qui, à titre professionnel, négocient des biens et reçoivent des espèces en paiement au nom et pour le compte de tiers.
1 Le négoce est réputé pratiqué à titre professionnel lorsqu’il constitue une activité économique indépendante orientée vers l’obtention d’un revenu durable.
2 Que le négoce soit pratiqué à titre d’activité principale ou accessoire n’est pas déterminant.
Sont considérés comme biens les objets mobiliers corporels qui peuvent faire l’objet d’une vente mobilière en vertu de l’art. 187 du code des obligations1 ou les immeubles qui peuvent faire l’objet d’une vente d’immeubles en vertu de l’art. 216 du code des obligations.
Lorsqu’un négociant recourt à un tiers pour conclure l’opération et recevoir le prix d’achat en espèces, il est tenu, indépendamment de la relation juridique qui le lie à ce tiers, de garantir le respect des obligations de diligence et de communication définies à la section 2 du présent chapitre.
Art. 17 Vérification de l’identité du cocontractant
1 Lors de la conclusion du contrat, le négociant vérifie l’identité du cocontractant au moyen des informations ci-après:
2 Si le cocontractant est ressortissant d’un État où les dates de naissance ou les adresses ne sont pas d’usage, le négociant peut renoncer à ces renseignements.
3 Le négociant vérifie l’identité du cocontractant en procédant comme suit:
il se fait présenter l’original d’une pièce d’identité officielle munie d’une photographie, notamment un passeport, une carte d’identité ou un permis de conduire;
il vérifie que la pièce d’identité correspond au cocontractant;
il fait une copie de la pièce d’identité;
il inscrit sur la copie qu’il a examiné l’original de la pièce d’identité.
fournir les informations visées à l’al. 1 s’il s’agit d’une personne physique;
fournir la raison sociale et le siège du cocontractant s’il s’agit d’une personne morale ou d’une société de personnes.
Art. 18 Identification de l’ayant droit économique
1 Le négociant identifie l’ayant droit économique en demandant au cocontractant ou à son représentant si le cocontractant est lui-même l’ayant droit économique des fonds.
2 Si le cocontractant n’est pas l’ayant droit économique, le négociant exige de lui ou de son représentant une déclaration écrite qui désigne l’ayant droit économique. Sont réputées ayants droit économiques:
les personnes physiques pour le compte desquelles l’acquisition est effectuée;
en cas d’acquisition pour le compte d’une personne morale opérationnelle non cotée en bourse ou d’une société de personnes:
les personnes physiques qui disposent directement ou indirectement, seules ou de concert avec un tiers, d’une participation d’au moins 25 % du capital ou des droits de vote, ou
les personnes physiques qui exercent d’une autre manière le contrôle sur la personne morale.
3 Si aucun ayant droit économique au sens de l’al. 2, let. b, ne peut être identifié, le membre le plus haut placé de l’organe de direction doit être identifié.
4 Pour identifier l’ayant droit économique, le négociant a besoin des informations ci—après:
5 L’art. 17, al. 2, s’applique par analogie.
6 En ce qui concerne la déclaration écrite au sens de l’al. 2, il suffit que le cocontractant ou son représentant signe les informations figurant sur le formulaire ou le document établi en vertu de l’art. 21.
7 Doit être consigné le fait qu’une société n’a pas d’ayant droit économique au sens de l’al. 2, notamment en raison de la forme juridique de l’association ou de la fondation de droit suisse qu’elle revêt.
1 Le négociant vérifie le contexte de l’opération, notamment la provenance des fonds et son but, lorsque celle-ci lui paraît inhabituelle ou lorsqu’il est en présence d’indices de blanchiment d’argent.
2 Il existe des indices de blanchiment d’argent notamment lorsque:
la personne ne fournit aucune information ou des informations insuffisantes en vue de la vérification de son identité au sens de l’art. 17 ou de l’identification de l’ayant droit économique au sens de l’art. 18;
des doutes existent quant à l’authenticité des pièces d’identité présentées.
3 Pour procéder à la vérification, le négociant se renseigne auprès du cocontractant ou de son représentant sur le contexte et le but de l’opération, évalue la plausibilité des informations obtenues et consigne les clarifications par écrit.
1 On est en présence d’un soupçon fondé déclenchant une obligation de communiquer au sens de l’art. 9, al. 1bis, LBA si le soupçon repose sur une indication concrète ou sur plusieurs indices laissant supposer que les moyens de paiement au comptant proviennent d’un acte délictueux et si les clarifications complémentaires visées à l’art. 19 ne permettent pas de l’écarter.
2 Une communication doit également être faite lorsque le négociant ne peut pas attribuer à une infraction spécifique l’acte délictueux dont proviennent les moyens de paiement au comptant.
3 La transmission des communications est régie par l’art. 3a, al. 1, 2 et 3, de l’ordonnance du 25 août 2004 sur le Bureau de communication en matière de blanchiment d’argent1.2
1 RS 955.23
2 Nouvelle teneur selon le ch. III de l’O du 27 nov. 2019, en vigueur depuis le 1er janv. 2020 (RO 2019 4701).
1 Pour établir la documentation concernant le respect des obligations de diligence et de communication, le négociant utilise le formulaire de l’annexe 1 ou un document similaire.
le résultat des clarifications complémentaires au sens de l’art. 19;
si une communication a été faite en application de l’art. 20.
3 Le formulaire ou document doit porter la date de règlement de l’opération et la signature du négociant.
1 L’obligation de mandater un organe de révision en vertu de l’art. 15 LBA incombe aux négociants indépendamment de leur obligation de faire réviser leurs comptes annuels ou, le cas échéant, les comptes de leur groupe.
2 Lorsque le négociant ne dispose pas d’un organe de révision, l’organe supérieur de direction ou d’administration charge de procéder à la révision un réviseur selon l’art. 5 ou une entreprise de révision selon l’art. 6 de la loi du 16 décembre 2005 sur la surveillance de la révision (LSR)1.
Chapitre 3a2 Organismes d’autorégulation
Art. 22a Agrément des sociétés d’audit
1 Une société d’audit est suffisamment organisée si elle:
dispose d’au moins deux auditeurs responsables agréés dans le domaine de la LBA;
dispose, au plus tard dans les trois ans qui suivent l’octroi de l’agrément, d’au moins deux mandats de révision dans le domaine de la LBA;
respecte les dispositions relatives à la documentation et à la conservation des pièces conformément à l’art. 730c du code des obligations1, indépendamment de sa forme juridique.
2 N’est pas compatible avec l’agrément en tant que société d’audit pour les audits au sens de l’art. 24a LBA l’exercice d’une activité soumise à autorisation en vertu des lois sur les marchés financiers énumérées à l’art. 1, al. 1, de la loi du 22 juin 2007 sur la surveillance des marchés financiers2 par les personnes suivantes:
3 Une société d’audit est considérée comme ayant une couverture d’assurance suffisante contre les risques de responsabilité civile découlant de la réalisation d’audits au sens de l’art. 24a LBA si elle possède une assurance contre les dommages pécuniaires ou dispose de sûretés financières équivalentes. La somme d’assurance disponible pour couvrir l’ensemble des sinistres sur une année doit s’élever à 250 000 francs au minimum.
Art. 22b Agrément des auditeurs responsables
1 Un auditeur responsable dispose des connaissances techniques requises et de l’expérience nécessaire pour effectuer des audits au sens de l’art. 24a LBA s’il peut justifier:
d’une expérience professionnelle de cinq ans dans la fourniture de prestations d’audit dans le domaine de la LBA;
de 200 heures d’audit dans le domaine de la LBA;
de quatre heures de formation continue dans le domaine de la LBA effectuées dans l’année précédant le dépôt de la demande d’agrément.
2 Un auditeur responsable continue à disposer des connaissances techniques requises et de l’expérience nécessaire pour effectuer des audits au sens de l’art. 24a LBA s’il peut justifier:
de 100 heures d’audit dans le domaine de la LBA effectuées dans les quatre dernières années;
de quatre heures de formation continue par an dans le domaine de la LBA.
3 Tout agrément délivré dans un des domaines de surveillance visés à l’art. 11a, let. a à c, de l’ordonnance du 22 août 2007 sur la surveillance de la révision1 ou à l’art. 62 LEFin2 autorise également à effectuer des audits dans le domaine de la LBA.
Art. 22c Agrément en vue de l’audit des avocats et des notaires dans le domaine de la LBA
1 Un auditeur responsable dispose des connaissances requises en matière de législation sur le blanchiment d’argent, de l’expérience correspondante et de la formation nécessaire (art. 18, al. 4, let. c, LBA) lorsqu’il satisfait aux conditions fixées à l’art. 22b.
2 Une personne physique agréée en vue de l’audit en matière de blanchiment d’argent auprès des avocats et des notaires selon la LBA a le droit d’effectuer des audits de manière indépendante sans être inscrite au registre du commerce en tant qu’entreprise individuelle agréée et sans être agréée en qualité de réviseur selon l’art. 5 LSR1.
3 Une personne agréée en vue de l’audit en matière de blanchiment d’argent auprès des avocats et des notaires selon la LBA est indépendante du membre faisant l’objet du contrôle si elle respecte les prescriptions de l’art. 11 LSR et de l’art. 728 du code des obligations2.
Art. 22d Formation continue
1 La formation continue selon les art. 22b et 22c, y compris celle basée sur les nouvelles technologies de l’information et les cours à distance, doit au moins respecter les critères suivants:
la formation continue comprend le domaine de la LBA;
les séminaires internes comprennent au minimum trois participants.
Chapitre 4 Dispositions transitoires et dispositions finales3
Disposition transitoire relative à la modification du 6 novembre 20194
Si un intermédiaire financier qui était directement soumis à la surveillance de la FINMA jusqu’à l’entrée en vigueur de la loi s’affilie à un organisme d’autorégulation au sens de l’art. 24 LBA, il présente à l’organisme d’autorégulation un rapport sur la conformité de ses activités avec les prescriptions de la LBA.
Formulaire permettant aux négociants de s’acquitter de leurs obligations de diligence et de communication
Vérification de l’identité du cocontractant (art. 17 OBA)
Acquisition au nom d’une personne morale ou d’une société de personnes?
Identification de l’ayant droit économique (art. 18 OBA)
Le cocontractant est lui-même l’ayant droit économique.
Le cocontractant ou son représentant déclare par la présente que la/les personne(s) physique(s) ci-après est/sont le(s) ayant(s) droit économique(s):
Communication au bureau de communication: oui non
L’ordonnance du 18 novembre 2009 sur l’activité d’intermédiaire financier exercée à titre professionnel1 est abrogée.
1 RS 955.02 Introduit par l’annexe 1 ch. II 12 de l’O du 6 nov. 2019 sur les établissements financiers, en vigueur depuis le 1er janv. 2020 (RO 2019 4633).3 Nouvelle teneur selon l’annexe 1 ch. II 12 de l’O du 6 nov. 2019 sur les établissements financiers, en vigueur depuis le 1er janv. 2020 (RO 2019 4633).4RO 2019 4633
(Ordinanza sul riciclaggio di denaro, ORD)
dell’11 novembre 2015 (Stato 1° gennaio 2020)
visti gli articoli 8a capoverso 5 e 41 della legge del 10 ottobre 19971 sul riciclaggio di denaro (LRD),
i requisiti per l’esercizio a titolo professionale dell’attività di intermediario finanziario;
gli obblighi di diligenza e di comunicazione a cui sottostanno i commercianti conformemente agli articoli 8a e 9 capoverso 1bis LRD;
la vigilanza sugli intermediari finanziari secondo l’articolo 2 capoverso 3 LRD da parte degli organismi di autodisciplina riconosciuti.
1 Introdotta dall’all. 1 n. II 12 dell’O del 6 nov. 2019 sugli istituti finanziari, in vigore dal 1° gen. 2020 (RU 2019 4633).
agli intermediari finanziari ai sensi dell’articolo 2 capoverso 3 LRD che esercitano la loro attività in Svizzera o dalla Svizzera;
ai commercianti ai sensi dell’articolo 2 capoverso 1 lettera b LRD che esercitano la loro attività in Svizzera o dalla Svizzera.
2 Non sono considerati intermediari finanziari ai sensi dell’articolo 2 capoverso 3 LRD:
le persone che esercitano le seguenti attività:
il mero trasporto fisico o la mera custodia fisica di valori patrimoniali, fatto salvo l’articolo 6 capoverso 1 lettera c,
l’attività di incasso,
il trasferimento di valori patrimoniali a titolo di prestazione accessoria di una prestazione contrattuale principale,
l’esercizio di istituzioni di previdenza del pilastro 3a da parte di fondazioni bancarie o di assicurazioni,
la prestazione di servizi tra società del medesimo gruppo;
il personale ausiliario di intermediari finanziari che per la loro attività detengono un’autorizzazione in Svizzera o che sono affiliati a un organismo di autodisciplina (OAD), se adempie le seguenti condizioni:
è selezionato accuratamente dall’intermediario finanziario e sottostà alle sue istruzioni e ai suoi controlli,
è integrato nei provvedimenti organizzativi adottati dall’intermediario finanziario per impedire il riciclaggio di denaro e il finanziamento del terrorismo secondo l’articolo 8 LRD e riceve una formazione e una formazione continua in questo ambito,
agisce unicamente in nome e per conto dell’intermediario finanziario,
è retribuito dall’intermediario finanziario e non dal cliente finale,
effettua operazioni di trasferimento di denaro o di valori per un unico intermediario finanziario autorizzato o affiliato a un OAD, e
ha concluso con l’intermediario finanziario un accordo scritto concernente l’osservanza delle condizioni che precedono.
Capitolo 2: Intermediari finanziari
Sezione 1: Attività
Art. 3 Operazioni di credito
Non sono considerate operazioni di credito ai sensi dell’articolo 2 capoverso 3 lettera a LRD in particolare:
l’assunzione di crediti;
la concessione di crediti senza interessi ed emolumenti;
la concessione di crediti tra società e socio, se il socio detiene una partecipazione di almeno il 10 per cento del capitale o dei voti nella società;
la concessione di crediti tra datore di lavoro e lavoratore, se il datore di lavoro è tenuto al pagamento dei contributi alle assicurazioni sociali per i lavoratori coinvolti nella relazione di credito;
le relazioni di credito tra persone prossime (art. 7 cpv. 5);
la concessione di crediti effettuata a titolo accessorio rispetto a un altro negozio giuridico;
il leasing operativo;
gli impegni eventuali a favore di terzi;
i finanziamenti di transazioni commerciali, se il loro rimborso non è effettuato dalla controparte.
Art. 4 Servizi nel campo delle operazioni di pagamento
1 Si è in presenza di un servizio nel campo delle operazioni di pagamento ai sensi dell’articolo 2 capoverso 3 lettera b LRD in particolare se l’intermediario finanziario:
trasferisce valori finanziari liquidi a un terzo su mandato della controparte e in tale contesto prende possesso fisicamente di tali valori, li fa accreditare su un conto proprio oppure ne ordina il trasferimento in nome e su mandato della controparte;
emette o amministra mezzi di pagamento che non consistono in denaro contante, utilizzati dalla controparte per effettuare pagamenti a terzi;
effettua operazioni di trasferimento di denaro o di valori.
2 Per trasferimento di denaro o di valori si intende il trasferimento di valori patrimoniali attraverso l’accettazione di denaro contante, metalli preziosi, valute virtuali, assegni o altri mezzi di pagamento nonché:
il pagamento di una somma corrispondente in contanti, metalli preziosi o valute virtuali; o
il trasferimento scritturale o il bonifico mediante un sistema di pagamento o di conteggio.
Art. 5 Attività commerciale
1 Si considera attività commerciale ai sensi dell’articolo 2 capoverso 3 lettera c LRD:
l’acquisto e la vendita per conto di terzi di biglietti di banca, monete, divise e metalli preziosi bancari nonché l’attività di cambio;
il commercio per conto proprio di monete circolanti e di biglietti di banca in corso;
il commercio in borsa per conto di terzi di materie prime;
il commercio fuori borsa per conto di terzi di materie prime, se le materie prime presentano un grado di standardizzazione talmente elevato da poter essere liquidate in ogni momento;
il commercio per conto proprio di metalli preziosi bancari.
2 Il commercio di valori mobiliari è considerato attività commerciale unicamente se richiede un’autorizzazione secondo la legge del 15 giugno 20181 sugli istituti finanziari (LIsFi).2
3 L’attività di cambio esercitata a titolo accessorio non costituisce un’attività commerciale.
2 Nuovo testo giusta l’all. 1 n. II 12 dell’O del 6 nov. 2019 sugli istituti finanziari, in vigore dal 1° gen. 2020 (RU 2019 4633).
Art. 6 Altre attività
1 Per quanto siano esercitate per conto di terzi, sono parimenti considerate attività ai sensi dell’articolo 2 capoverso 3 lettere f e g LRD:1
la gestione di valori mobiliari e di strumenti finanziari;
l’esecuzione di mandati di investimento;
la custodia di valori mobiliari;
l’attività di organo in seno a società di domicilio.
2 Sono considerate società di domicilio ai sensi della presente ordinanza le persone giuridiche, le società, gli istituti, le fondazioni, i trust, le società fiduciarie e formazioni analoghe che non esercitano attività commerciali o di fabbricazione o altre attività gestite secondo criteri commerciali.
3 Non sono considerate società di domicilio le società che:
perseguono la salvaguardia degli interessi dei propri membri o dei loro beneficiari mediante un’azione comune oppure fini politici, religiosi, scientifici, artistici, di pubblica utilità, ricreativi o simili;
controllano una o più società operative e il cui scopo non consiste prevalentemente nella gestione di patrimoni di terzi (società holding).
1 Nuovo testo giusta l’all. 1 n. II 12 dell’O del 6 nov. 2019 sugli istituti finanziari, in vigore dal 1° gen. 2020 (RU 2019 4633).
Sezione 2: Attività a titolo professionale
Art. 7 Criteri generali
1 Un intermediario finanziario esercita la sua attività a titolo professionale se:
durante un anno civile realizza un ricavo lordo superiore a 50 000 franchi;
durante un anno civile avvia con oltre 20 controparti o mantiene con almeno 20 controparti relazioni d’affari che non si limitano all’esecuzione di una singola operazione;
ha la facoltà illimitata di disporre di valori patrimoniali di terzi che in un qualsiasi momento superano i 5 milioni di franchi; oppure
effettua transazioni il cui volume complessivo supera i 2 milioni di franchi per anno civile.
2 Per il calcolo del volume delle transazioni secondo il capoverso 1 lettera d non sono presi in considerazione gli afflussi di valori patrimoniali e i reinvestimenti all’interno del medesimo deposito. Nel caso di contratti che vincolano reciprocamente è considerata solo la prestazione fornita dalla controparte.
3 L’attività esercitata per istituzioni e persone ai sensi dell’articolo 2 capoverso 4 LRD non è presa in considerazione ai fini della valutazione dell’esercizio a titolo professionale della stessa.
4 L’attività esercitata per persone prossime è presa in considerazione ai fini della valutazione dell’esercizio a titolo professionale della stessa soltanto se il ricavo lordo realizzato durante un anno civile è superiore a 50 000 franchi.
5 Sono considerate persone prossime:
i parenti fino al terzo grado in linea collaterale;
i coeredi fino alla chiusura della divisione successoria;
gli eredi sostituiti e i legatari sostituiti ai sensi dell’articolo 488 del Codice civile1;
le persone che convivono con l’intermediario finanziario in una comunione di vita durevole.
Art. 8 Operazioni di credito
1 Le operazioni di credito ai sensi dell’articolo 2 capoverso 3 lettera a LRD sono effettuate a titolo professionale se:
con esse viene realizzato un ricavo lordo superiore a 250 000 franchi durante un anno civile; e
in un qualsiasi momento il volume di crediti concesso supera i 5 milioni di franchi.
2 Il ricavo lordo delle operazioni di credito è costituito da tutte le entrate provenienti dalle operazioni di credito previa deduzione della quota destinata al rimborso del credito.
3 Se una persona esercita sia operazioni di credito sia un’altra attività che la qualifica come intermediario finanziario, l’esercizio a titolo professionale deve essere accertato separatamente per entrambi i settori di attività. Se il carattere professionale è accertato in uno dei settori di attività, entrambe le attività sono considerate esercitate a titolo professionale.
Art. 9 Operazioni di trasferimento di denaro o di valori
Le operazioni di trasferimento di denaro o di valori sono sempre effettuate a titolo professionale, salvo che l’attività venga svolta per una persona prossima e con essa venga realizzato un ricavo lordo non superiore a 50 000 franchi durante un anno civile.
Art. 10 Attività commerciale
Nel caso dell’attività commerciale, ai fini della valutazione del criterio di cui all’articolo 7 capoverso 1 lettera a è determinante l’utile lordo e non il ricavo lordo.
Art. 11 Passaggio a un’attività esercitata a titolo professionale
1 Chiunque passa da un’attività di intermediario finanziario esercitata a titolo non professionale a un’attività esercitata a titolo professionale deve:
rispettare senza indugio gli obblighi di cui agli articoli 3–11 LRD; e
presentare, entro due mesi dal cambiamento di statuto, una richiesta di affiliazione a un OAD oppure una richiesta di autorizzazione all’esercizio dell’attività a titolo professionale all’Autorità federale di vigilanza sui mercati finanziari (FINMA).
2 Fino ad avvenuta affiliazione a un OAD oppure fino al rilascio di un’autorizzazione da parte della FINMA, all’intermediario finanziario in questione è vietato intraprendere azioni in tale veste che vanno oltre a quelle strettamente necessarie alla conservazione dei valori patrimoniali.
Art. 12 Uscita ed espulsione da un OAD
1 Se un intermediario finanziario che intende continuare a esercitare l’attività di intermediario finanziario a titolo professionale esce da un OAD o ne viene espulso, deve presentare una richiesta di affiliazione a un altro OAD oppure una richiesta di autorizzazione all’esercizio dell’attività a titolo professionale alla FINMA entro due mesi dall’uscita o dal passaggio in giudicato della decisione di espulsione.
2 Fino al ricevimento della decisione in merito alla richiesta, può continuare a svolgere la sua attività solo nell’ambito delle relazioni d’affari già esistenti.
3 Se entro la scadenza di due mesi non ha presentato una richiesta né a un OAD né alla FINMA, oppure se gli viene rifiutata l’affiliazione o l’autorizzazione, gli è vietato continuare a svolgere la sua attività di intermediario finanziario.
Capitolo 3: Commercianti
Art. 13 Commercianti
Sono considerate commercianti ai sensi dell’articolo 2 capoverso 1 lettera b LRD anche le persone che su mandato e per conto di terzi negoziano beni a titolo professionale ricevendo in pagamento denaro contante.
Art. 14 Commercio a titolo professionale
1 Il commercio è svolto a titolo professionale se rappresenta un’attività economica indipendente e orientata al conseguimento di un guadagno durevole.
2 Non è determinante se il commercio è svolto quale attività principale o accessoria.
Art. 15 Beni
Sono considerati beni le cose mobili corporee che possono essere oggetto di una vendita di cose mobili ai sensi dell’articolo 187 del Codice delle obbligazioni1, o i fondi che possono essere oggetto di un contratto di vendita ai sensi dell’articolo 216 del Codice delle obbligazioni.
Art. 16 Ricorso a terzi
Se ricorrono a un terzo per eseguire l’operazione e ricevere il prezzo di vendita in contanti, i commercianti sono tenuti a garantire l’osservanza degli obblighi di diligenza e di comunicazione ai sensi della sezione 2 del presente capitolo a prescindere dal loro rapporto giuridico con il terzo.
Sezione 2: Obblighi di diligenza e di comunicazione
Art. 17 Identificazione della controparte
1 Al momento della conclusione del contratto il commerciante identifica la controparte in base alle seguenti indicazioni:
data di nascita; e
2 Se la controparte proviene da uno Stato in cui l’utilizzo della data di nascita o dell’indirizzo non è usuale, l’esigenza di queste indicazioni decade.
3 Ai fini dell’identificazione della controparte, il commerciante:
richiede alla stessa la presentazione di un documento ufficiale in originale provvisto di fotografia, segnatamente il passaporto, la carta d’identità o la licenza di condurre;
verifica se il documento si riferisce alla stessa;
fa una copia del documento; e
annota sulla copia di aver preso visione dell’originale.
4 Se la controparte è rappresentata, il suo rappresentante è tenuto a:
fornire le indicazioni ai sensi del capoverso 1, se la controparte è una persona fisica;
indicare al commerciante la ditta e la sede della controparte, se essa è una persona giuridica o una società di persone.
Art. 18 Accertamento dell’avente economicamente diritto
1 Il commerciante accerta l’avente economicamente diritto informandosi presso la controparte o il suo rappresentante se la stessa ha economicamente diritto al denaro.
2 Se la controparte non è l’avente economicamente diritto, il commerciante richiede alla stessa o al suo rappresentante una dichiarazione scritta indicante l’avente economicamente diritto. Sono considerati aventi economicamente diritto:
le persone fisiche per conto delle quali avviene l’acquisto;
in caso di acquisto per conto di una persona giuridica o di una società di persone operativa e non quotata in borsa:
le persone fisiche che partecipano alla stessa almeno nella misura del 25 per cento del capitale o dei voti, direttamente o indirettamente, da sole o di comune intesa con terzi, oppure
le persone fisiche che esercitano in altro modo il controllo sulla stessa.
3 Se non è possibile accertare alcuna persona quale avente economicamente diritto ai sensi del capoverso 2 lettera b, va accertata l’identità del membro superiore dell’organo direttivo.
4 Ai fini dell’accertamento dell’avente economicamente diritto il commerciante necessita delle seguenti indicazioni:
5 L’articolo 17 capoverso 2 si applica per analogia.
6 Per la dichiarazione scritta ai sensi del capoverso 2 è sufficiente che la controparte o il suo rappresentante sottoscrivano le indicazioni sul modulo o documento ai sensi dell’articolo 21.
7 Se per una società non risulta alcuna persona avente economicamente diritto ai sensi del capoverso 2, in particolare a causa della sua forma giuridica quale associazione o fondazione secondo il diritto svizzero, ciò deve essere debitamente indicato.
Art. 19 Chiarimenti ulteriori
1 Il commerciante verifica le circostanze dell’operazione, specialmente la provenienza del denaro e il suo scopo, se essa appare inusuale o se vi sono indizi di riciclaggio di denaro.
2 Sussistono indizi di riciclaggio di denaro specialmente se:
la persona paga prevalentemente con banconote di piccolo taglio;
vengono acquistati soprattutto beni facilmente rivendibili e con un elevato grado di standardizzazione;
la persona non fornisce indicazioni o fornisce indicazioni insufficienti ai fini della sua identificazione ai sensi dell’articolo 17 o dell’accertamento dell’avente economicamente diritto ai sensi dell’articolo 18;
la persona fornisce manifestamente indicazioni false o fallaci;
sussistono dubbi in merito all’autenticità dei documenti presentati.
3 Ai fini della verifica il commerciante si informa presso la controparte o il suo rappresentante in merito alle circostanze e allo scopo dell’operazione, esamina la plausibilità delle indicazioni e registra in forma scritta i chiarimenti.
Art. 20 Obbligo di comunicazione
1 Si è in presenza di un sospetto fondato che comporta l’obbligo di comunicazione ai sensi dell’articolo 9 capoverso 1bis LRD, se esso si basa su di un indizio concreto o su più elementi che lasciano supporre che il denaro contante utilizzato quale mezzo di pagamento derivi da un reato, e se nemmeno i chiarimenti ulteriori ai sensi dell’articolo 19 eliminano tale sospetto.
2 La comunicazione va effettuata anche se il commerciante non è in grado di associare a una fattispecie penale determinata il reato dal quale deriva il denaro contante utilizzato quale mezzo di pagamento.
3 La trasmissione delle comunicazioni è retta dall’articolo 3a capoversi 1, 2 e 3 dell’ordinanza del 25 agosto 20041 sull’Ufficio di comunicazione in materia di riciclaggio di denaro.2
2 Nuovo testo giusta il n. III dell’O del 27 nov. 2019, in vigore dal 1° gen. 2020 (RU 2019 4701).
Art. 21 Documentazione
1 Al fine di documentare il rispetto degli obblighi di diligenza e di comunicazione, il commerciante utilizza il modulo di cui all’allegato 1 o un documento equivalente.
2 Nel modulo o documento vengono riportati:
tutte le indicazioni riguardanti i clienti ottenute conformemente agli articoli 17 e 18;
il risultato dei chiarimenti ulteriori ai sensi dell’articolo 19;
l’eventuale comunicazione ai sensi dell’articolo 20.
3 Il modulo o documento deve recare la data dell’operazione e la firma del commerciante.
4 Esso va conservato per almeno dieci anni.
Sezione 3: Incarico affidato a un ufficio di revisione
1 L’obbligo ai sensi dell’articolo 15 LRD, secondo cui il commerciante deve incaricare della verifica un ufficio di revisione, sussiste indipendentemente dall’obbligo di sottoporre a revisione il conto annuale ed eventualmente il conto di gruppo.
2 Se il commerciante non dispone di un ufficio di revisione, l’organo superiore di direzione o di amministrazione affida l’incarico di eseguire la verifica a revisori ai sensi dell’articolo 5 o a un’impresa di revisione ai sensi dell’articolo 6 della legge del 16 dicembre 20051 sui revisori (LSR).
Capitolo 3a:2 Organismi di autodisciplina
Art. 22a Abilitazione delle società di audit
1 Una società di audit è sufficientemente organizzata se:
dispone di almeno due auditor responsabili abilitati per l’ambito della LRD;
al più tardi tre anni dopo il rilascio dell’abilitazione dispone di almeno due mandati di verifica nell’ambito della LRD;
a prescindere dalla sua forma giuridica, rispetta le disposizioni riguardanti la documentazione e la conservazione dei documenti secondo l’articolo 730c del Codice delle obbligazioni (CO)1.
2 L’attività che necessita di un’autorizzazione secondo le leggi sui mercati finanziari di cui all’articolo 1 capoverso 1 della legge del 22 giugno 20072 sulla vigilanza dei mercati finanziari non è compatibile con l’abilitazione quale società di audit per eseguire verifiche ai sensi dell’articolo 24a LRD se la stessa è esercitata dalle seguenti persone:
le persone fisiche che partecipano in modo diretto o indiretto a una società di cui alla lettera a almeno con il 10 per cento del capitale o dei diritti di voto o che possono influenzare in un altro modo determinante la sua attività;
3 Una società di audit è sufficientemente assicurata contro i rischi di responsabilità se, a copertura della responsabilità civile derivante da verifiche ai sensi dell’articolo 24a LRD, ha stipulato un’assicurazione per i danni patrimoniali o fornito garanzie finanziarie equivalenti. La copertura assicurativa messa a disposizione per tutti i danni patrimoniali in un anno deve ammontare almeno a 250 000 franchi.
Art. 22b Abilitazione degli auditor responsabili
1 Un auditor responsabile dispone delle conoscenze specialistiche e dell’esperienza professionale necessarie per essere abilitato a eseguire verifiche ai sensi dell’articolo 24a LRD se può dimostrare di soddisfare i seguenti requisiti:
esperienza professionale di cinque anni nella fornitura di prestazioni di verifica nell’ambito della LRD;
200 ore di verifica nell’ambito della LRD;
quattro ore di perfezionamento nell’ambito della LRD, nell’anno precedente la presentazione della domanda di abilitazione.
2 Dopo l’abilitazione, l’auditor responsabile continua a disporre delle conoscenze specialistiche e dell’esperienza professionale necessarie per eseguire verifiche ai sensi dell’articolo 24a LRD se può dimostrare di soddisfare i seguenti requisiti:
100 ore di verifica nell’ambito della LRD, negli ultimi quattro anni;
quattro ore di perfezionamento all’anno nell’ambito della LRD.
3 L’abilitazione rilasciata per eseguire verifiche in un ambito di vigilanza ai sensi dell’articolo 11a capoverso 1 lettere a–c dell’ordinanza del 22 agosto 20071 sui revisori o dell’articolo 62 LIsFi2 autorizza anche ad eseguire verifiche nell’ambito della LRD.
Art. 22c Abilitazione alla verifica di avvocati e notai nell’ambito della LRD
1 Un auditor responsabile dispone delle pertinenti conoscenze della LRD, della relativa esperienza e della formazione continua richiesta (art. 18 cpv. 4 lett. c LRD) se soddisfa le condizioni di cui all’articolo 22b.
2 Le persone fisiche abilitate alla verifica di avvocati e notai ai sensi della LRD possono svolgere i controlli a titolo indipendente senza essere iscritte nel registro di commercio quale impresa individuale abilitata e senza essere abilitate a esercitare la funzione di revisore secondo l’articolo 5 LSR 1.
3 Le persone abilitate alla verifica di avvocati e notai ai sensi della LRD sono considerate indipendenti dal membro oggetto della verifica se osservano le prescrizioni di cui agli articoli 11 LSR e 728 CO2.
Art. 22d Perfezionamento
1 I corsi di perfezionamento ai sensi degli articoli 22b e 22c, compresi i corsi che impiegano nuove tecnologie dell’informazione e i corsi a distanza, devono soddisfare almeno i seguenti criteri:
il perfezionamento comprende l’ambito della LRD;
i corsi esterni e interni di perfezionamento durano almeno un’ora;
2 È computata l’effettiva durata del corso di perfezionamento. Le relazioni e lezioni specialistiche sono considerate computando il doppio della durata della relazione o della lezione.
Capitolo 4: Disposizioni transitorie e finali3
Disposizione transitoria della modifica del 6 novembre 20194
Se un intermediario finanziario direttamente sottoposto alla FINMA prima dell’entrata in vigore della legge si affilia a un organismo di autodisciplina ai sensi dell’articolo 24 LRD, presenta all’organismo di autodisciplina un rapporto sulla conformità della sua attività alle disposizioni della LRD.
Modulo per ottemperare agli obblighi di diligenza e di comunicazione dei commercianti
Identificazione della controparte (art. 17 ORD)
L’acquisto avviene per conto di una persona giuridica o di una società di persone?
Accertamento dell’avente economicamente diritto (art. 18 ORD)
L’avente economicamente diritto è la controparte stessa.
La controparte o il suo rappresentante dichiara con la presente che la seguente persona fisica è l’avente economicamente diritto, rispettivamente le seguenti persone fisiche sono gli aventi economicamente diritto:
Firma della controparte o del rappresentante:
Chiarimenti ulteriori (art. 19 ORD)
Comunicazione (art. 20 ORD)
Comunicazione all’Ufficio di comunicazione (MROS): sì no
Sussiste un sospetto fondato di:
Firma del commerciante:
L’ordinanza del 18 novembre 20091 concernente l’esercizio a titolo professionale dell’attività di intermediazione finanziaria è abrogata.
1 [RU 2009 6403]
2 Le mod. possono essere consultate alla RU 2015 4819.
RU 2015 4819
1 RS 955.02 Introdotto dall’all. 1 n. II 12 dell’O del 6 nov. 2019 sugli istituti finanziari, in vigore dal 1° gen. 2020 (RU 2019 4633).3 Nuovo testo giusta l’all. 1 n. II 12 dell’O del 6 nov. 2019 sugli istituti finanziari, in vigore dal 1° gen. 2020 (RU 2019 4633).4RU 2019 4633

References: Art. 22

Art. 22

Art. 22

Art. 22

Art. 22
 art. 8
 art. 8

Art. 11
 art. 3

Art. 12

Art. 17

Art. 18

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Art. 3

Art. 4

Art. 5

Art. 6

Art. 7

Art. 8

Art. 9

Art. 10

Art. 11

Art. 12

Art. 13

Art. 14

Art. 15

Art. 16

Art. 17

Art. 18

Art. 19

Art. 20

Art. 21

Art. 22

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