Source: https://jusletter.weblaw.ch/juslissues/2009/511.html
Timestamp: 2019-10-20 23:34:11+00:00

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Armutsbedingte Krankheiten treten überwiegend oder ausschliesslich in Entwicklungsländern auf. Dieser Artikel untersucht das Versagen gängiger Anreizmechanismen für eine globale Forschung und Entwicklung von pharmazeutischen Produkten zur Vorbeugung und Behandlung dieser Krankheiten und diskutiert neue Anreizmodelle, die eine nachhaltige medizinische Innovation in diesem Bereich fördern sollen. weiter lesen
Der Grosse Rat des Kantons Appenzell Innerrhoden hat am 9. Februar 2009 zuhanden der Landsgemeinde eine Änderung des kantonalen Übertretungsstrafrechts beschlossen, mit der das Nacktwandern unter Strafe gestellt und von Amtes wegen verfolgt werden soll. Nachfolgend wird dargelegt, dass die strafrechtliche Verfolgung des Nacktwanderns grundsätzlich bundesrechtswidrig ist. Zudem wird auf die Gefahr solcher rein symbolischer Gesetzgebung hingewiesen. weiter lesen
Ausstehende Sozialversicherungsbeiträge führen im Rahmen von Konkurs- und Nachlassverfahren immer wieder zu Diskussionen. Es herrscht insbesondere seitens der Arbeitnehmer Unklarheit, ob nun sie für die Geltendmachung der Beiträge verantwortlich sind oder nicht. Kurz zusammengefasst kann festgehalten werden, dass ausschliesslich die Sozialversicherungsinstitute berechtigt sind, ausstehende Beitragsforderungen anzumelden. Die Stellung der einzelnen Sozialversicherungsinstitute innerhalb des Kollokationsplanes ist unterschiedlich. Während die Forderungen der Personalvorsorgeeinrichtungen vollumfänglich der I. Klasse zugerechnet werden, müssen die restlichen Sozialversicherungsinstitute (AHV-Ausgleichskasse etc.) mit der II. Klasse vorlieb nehmen. weiter lesen
Die unternehmerische Sozialverantwortung ist ein Konzept, das die sozialen, rechtlichen und ökonomischen Erwartungen der Gesellschaft an Unternehmen erfüllen und übertreffen will. Dieses Konzept materialisiert sich in verschiedenen freiwilligen Bestimmungen zur nachhaltigen Entwicklung und Förderung von ideellen Zielen wie Umweltschutz oder Gleichstellung der Arbeitnehmenden. Diese Prinzipien der Gleichheit und des Persönlichkeitsschutzes am Arbeitsplatz müssen jedoch auch Einzug in Arbeitsverträge finden, um ihre Einhaltung und nötigenfalls eine Sanktionierung zu gewährleisten. weiter lesen
BGer – Die Kantone müssen bei Bauvorhaben, die den Natur- und Heimatschutz tangieren, eine minimale Beschwerdefrist von 20 Tagen gewähren. Das Bundesgericht hat dem WWF Recht gegeben. Die 10-tägige Frist im Wallis ist bundesrechtswidrig (BGE 1C_383/2008). weiter lesen
BGer – Lotto-Veranstaltungen dürfen weiterhin nur an Unterhaltungsabenden von Vereinen abgehalten werden. Laut Bundesgericht bleibt es Privaten und Firmen auch in Zukunft verboten, solche Anlässe zu kommerziellen Zwecken durchzuführen (BGE 6B_690/2008). weiter lesen
BGer – Krankenkassen müssen sich nicht an den Kosten einer Helikopter-Rettung beteiligen, mit der sich eine unverletzte Person aus einer Gefahrensituation bringen lässt. Das Bundesgericht hat der Versicherung eines verirrten Alpinisten Recht gegeben (BGE 9C_876/2007). weiter lesen
BGer – Ein Zürcher Arzt könnte sich laut Bundesgericht doch strafbar gemacht haben, indem er einer Frau Unbedenklichkeit bescheinigt hat, kurz bevor sie ihrem Exfreund in den Bauch schoss. Das Zürcher Obergericht muss weitere Abklärungen treffen (BGE 6B_549/2008). weiter lesen
BGer – Der Zürcher Kantonsrat muss neu darüber befinden, ob im Zusammenhang mit der Tötung eines Taxifahrers 2007 in Wetzikon ZH gegen einen Oberrichter ein Strafverfahren eingeleitet werden darf. Das Bundesgericht hat den Angehörigen des Opfers Recht gegeben (BGE 6B_413/2008). weiter lesen
BGer – Ein Autolenker hat die Verkehrsregeln grob verletzt, indem er zum Fahren nur ein Guckloch auf der vereisten Frontscheibe seines Wagens freigekratzt hat. Das Bundesgericht hat seine Verurteilung durch das Schaffhauser Obergericht bestätigt (Urteil 6B_672/2008). weiter lesen
BVGer – Das Bundesverwaltungsgericht hat der Finanzmarktaufsicht FINMA vorläufig verboten, Bankdaten von acht UBS-Kunden an die US-amerikanische Steuerbehörde Internal Revenue Service (IRS) zu übermitteln (Zwischenverfügung B-1092/2009). weiter lesen
BVGer – Die Swisscom muss der Konkurrenz ihr Breitbandnetz öffnen. Das Bundesverwaltungsgericht hat bestätigt, dass die frühere Monopolistin in diesem Bereich marktbeherrschend ist. Zeitpunkt und Bedingungen des Zugangs stehen noch nicht fest (Urteil A-109/2008). weiter lesen
Es wird noch Jahre dauern, bis Unterschriften für Initiativen und Referenden auch im Internet gesammelt werden können. Dieses Projekt sei anspruchsvoll und habe nicht erste Priorität, hält der Bundesrat einer Motion aus dem Nationalrat entgegen. weiter lesen
Infolge der Ausweitung des Geltungsbereichs des revidierten Lugano-Übereinkommens auf die neuen EU-Staaten werden Unternehmen und Konsumenten in der Schweiz bei Geschäften in Europa mehr Rechtssicherheit geniessen. Der Bundesrat hat am Mittwoch die Botschaft zur Genehmigung und Umsetzung des revidierten Lugano-Übereinkommens verabschiedet. Mit dem Inkrafttreten des Übereinkommens und der damit zusammenhängenden Gesetzesanpassungen ist frühestens auf den 1. Januar 2011 zu rechnen. weiter lesen
Der Bundesrat hat eine Revision der Pfandbriefverordnung gutgeheissen. Ab 1. März 2009 können somit weitere Kapitalbestandteile als die bisher vorgesehenen als Eigenkapital der beiden Pfandbriefzentralen angerechnet werden. Die breitere Eigenkapitalunterlegung erlaubt es den Pfandbriefzentralen, zusätzliche Pfandbriefdarlehen auszugeben. Das soll zur Liquidität im Interbankenverkehr beitragen. weiter lesen
Der Bundesrat hat am 18. Februar 2009 seinen Entwurf zur Änderung des Bundesgesetzes über die medizinisch unterstützte Fortpflanzung in die Vernehmlassung geschickt. Die Änderung betrifft die Präimplantationsdiagnostik. Das im geltenden Fortpflanzungsmedizingesetz enthaltene Verbot soll aufgehoben und durch eine Zulassung unter strengen Voraussetzungen ersetzt werden. weiter lesen
Die Aussichten sind klein, dass die Schweiz dem Beispiel Frankreichs folgt und ein Taggeld für Eltern einführt, die ihre schwer erkrankten oder verunfallten Kinder betreuen. Der Bundesrat gibt sich der grossen Schwierigkeiten bewusst, ist jedoch der Auffassung, dass das geltende Recht genügend Schutz gewähre. weiter lesen
Die FINMA begrüsst den zwischen UBS und den US-Behörden abgeschlossenen Vergleich. Dadurch konnte eine unmittelbar drohende formelle Anklage der Bank in den USA vermieden werden. Um die Folgen einer solchen Anklage für UBS und die Stabilität des Schweizer Finanzsystems mit einem Vergleich abwenden zu können, ordnete die FINMA die sofortige Übergabe einer begrenzten Zahl von Kundendaten an die US-Behörden an. weiter lesen
Die Kommission für Rechtsfragen des Ständerates (RK-S) hat eine Bilanz über den Stand der Arbeiten zum Verbandsbeschwerderecht der Umweltschutzorganisationen gezogen. Sie beantragt, eine Standesinitiative des Kantons Aargau zu diesem Thema abzuschreiben. weiter lesen
Rechtsgebiete: Energie- und Umweltrecht, Bau- und Raumplanungsrecht. Bodenrecht, Politische Rechte
Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Ständerats (SGK-S) führte die Detailberatung zur 11. AHV-Revision durch. Auf die Vorruhestandsleistung gemäss Botschaft des Bundesrats ist sie – wie schon der Nationalrat – nicht eingetreten, dagegen beantragt die Kommission einen befristeten differenzierten Kürzungsausgleich. weiter lesen
Die Staatspolitische Kommission des Nationalrates (SPK-N) verlangt, dass Notverordnungen innert bestimmter Fristen in ordentliches Recht überführt werden müssen. Erlässt der Bundesrat in dringenden Situationen Verfügungen ohne gesetzliche Grundlage, so soll er die zuständigen parlamentarischen Organe konsultieren oder unverzüglich informieren. Beschlüsse über dringliche Ausgaben in grosser Höhe sollen so rasch wie möglich der Bundesversammlung unterbreitet werden, nötigenfalls in einer ausserordentlichen Session. weiter lesen
Mit einer parlamentarischen Initiative verlangt Nationalrätin Jacqueline Fehr (SP/ZH), dass Mitglieder der geschäftsleitenden Organe einer Krankenkasse im Parlament nur dann Einsitz haben dürfen, wenn sie auf das Mandat bei der Krankenkasse verzichten (08.474 – Parlamentarische Initiative Jacqueline Fehr: Verteilung der Zuständigkeiten bei der Genehmigung dringlicher Nachträge zum Voranschlag). weiter lesen
Die Volksinitiative des Schweizer Tierschutzes (STS) verlangt, dass in Strafverfahren wegen Tierquälerei und andern Verstössen gegen das Tierschutzgesetz ein Tierschutzanwalt die Interessen der misshandelten Tiere vertritt. Der Bundesrat lehnt sie ab, weil er nicht in die Organisationsautonomie der Kantone eingreifen möchte. weiter lesen
Ein eidgenössisches Hundegesetz soll landesweit für ein problemloses Zusammenleben von Mensch und Hund sorgen, ohne dass bestimmte Rassen verboten werden. Mit 14 zu 5 Stimmen hat die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrates (WBK-N) dieses Gesetz verabschiedet. weiter lesen

References: BGer 

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