Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_19980212_OGH0002_0060OB00226_97X0000_000&IncludeSelf=False
Timestamp: 2020-01-21 05:59:24+00:00

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RIS - Rechtssätze für 6Ob226/97x - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 6Ob610/83 6Ob226/97x 4O...
RS0038753
6Ob610/83; 6Ob226/97x; 4Ob83/02p; 10Bkd5/05; 5Ob91/18w
ABGB §1009
RAO §9
Im Zweifel, also mangels ausreichender Information, musste der mit einem Vertragsabschluss beauftragte Rechtsanwalt vor dem Abschluss des Vertrages beim Auftraggeber rückfragen, diese Verpflichtung trifft den Beauftragten nicht bloß, wenn er von den Weisungen des Geschäftsherrn abgehen will, sondern auch in dem gleichzuhaltenden Fall, dass der der Vollmachtserteilung zugrundeliegende Auftrag (oder eine solche Ermächtigung) nicht ausreichend bestimmt ist.
6 Ob 610/83
Entscheidungstext OGH 23.06.1983 6 Ob 610/83
Veröff: RdW 1983,106
6 Ob 226/97x
Entscheidungstext OGH 12.02.1998 6 Ob 226/97x
4 Ob 83/02p
Entscheidungstext OGH 09.04.2002 4 Ob 83/02p
Vgl auch; Beisatz: Will der Rechtsanwalt von Weisungen seines Mandanten abgehen oder sind die Weisungen widersprüchlich oder nicht genügend bestimmt, so muss er, außer bei Gefahr im Verzug, rückfragen. (T1); Veröff: SZ 2002/46
10 Bkd 5/05
Entscheidungstext OGH 06.11.2006 10 Bkd 5/05
Vgl auch; Beis ähnlich wie T1; Beisatz: Hier: Vorwurf des Verdachtes des Missbrauches der Amtsgewalt gegen einen Richter nur aufgrund der Information des Mandanten und einer Zeugin. (T2)
ECLI:AT:OGH0002:1983:RS0038753
JJR_19830623_OGH0002_0060OB00610_8300000_001
Rechtssatz für 1Ob502/84 8Ob22/85 (8Ob2...
RS0040288
1Ob502/84; 8Ob22/85 (8Ob23/85); 2Ob119/88; 10ObS56/90; 8Ob615/92; 5Ob133/92; 1Ob5/96; 1Ob2029/96f; 1Ob2051/96s; 8Ob174/97i; 6Ob2100/96h; 6Ob226/97x; 9Ob114/98z; 7Ob237/01f; 10ObS343/02t; 10ObS70/03x; 10ObS125/04m; 7Ob220/04k; 4Ob110/06i; 2Ob108/07g; 6Ob58/08k; 9ObA177/07f; 10Ob13/13d; 9Ob26/14k; 6Ob216/15f; 6Ob98/15b; 10ObS38/18p
ZPO §272 D
Der Anscheinsbeweis ist dort ausgeschlossen, wo der Kausalablauf durch den individuellen Willensentschluss eines Menschen bestimmt werden kann. Der bloße Verdacht eines bestimmten Ablaufes, der auch andere Verursachungsmöglichkeiten offenlässt, gibt für den Beweis des ersten Anscheins keinen Raum.
1 Ob 502/84
Entscheidungstext OGH 25.01.1984 1 Ob 502/84
Veröff: SZ 57/20 = EvBl 1984/129 S 514 = JBl 1985,36
8 Ob 22/85
Entscheidungstext OGH 24.10.1985 8 Ob 22/85
2 Ob 119/88
Entscheidungstext OGH 10.01.1989 2 Ob 119/88
10 ObS 56/90
Entscheidungstext OGH 27.03.1990 10 ObS 56/90
nur: Der Anscheinsbeweis ist dort ausgeschlossen, wo der Kausalablauf durch den individuellen Willensentschluss eines Menschen bestimmt werden kann. (T1) Veröff: SSV-NF 4/50
8 Ob 615/92
Entscheidungstext OGH 15.10.1992 8 Ob 615/92
nur T1; Veröff: SZ 65/132
5 Ob 133/92
Entscheidungstext OGH 09.03.1993 5 Ob 133/92
Auch; nur T1; Veröff: SZ 66/29 = WoBl 1993,187 (Strobl)
1 Ob 5/96
Entscheidungstext OGH 30.01.1996 1 Ob 5/96
nur T1; Beisatz: Hier: Inbesitznahme eines soeben verlandeten Grundstreifens durch den Anrainer. (T2)
1 Ob 2029/96f
Entscheidungstext OGH 11.03.1996 1 Ob 2029/96f
1 Ob 2051/96s
Entscheidungstext OGH 04.06.1996 1 Ob 2051/96s
nur: Der bloße Verdacht eines bestimmten Ablaufes, der auch andere Verursachungsmöglichkeiten offenlässt, gibt für den Beweis des ersten Anscheins keinen Raum. (T3)
8 Ob 174/97i
Entscheidungstext OGH 18.09.1997 8 Ob 174/97i
6 Ob 2100/96h
Entscheidungstext OGH 11.09.1997 6 Ob 2100/96h
nur T1; Veröff SZ 70/179
nur T1; Beisatz: Hier: Kein Anscheinsbeweis in der Frage des Kausalitätszusammenhanges zwischen der unterlassenen Rückfrage des Rechtsanwaltes nach einem Ersuchen um Weisung und der entsprechenden Weisung des Sachwalters des Mandanten zur Erstattung eines Rechtsmittels. (T4)
9 Ob 114/98z
Entscheidungstext OGH 10.06.1998 9 Ob 114/98z
Beisatz: Unaufgeklärt bleibende Umstände gehen dann zu Lasten des Geschädigten. (T5)
7 Ob 237/01f
Entscheidungstext OGH 17.10.2001 7 Ob 237/01f
10 ObS 343/02t
Entscheidungstext OGH 22.10.2002 10 ObS 343/02t
10 ObS 70/03x
Entscheidungstext OGH 18.03.2003 10 ObS 70/03x
10 ObS 125/04m
Entscheidungstext OGH 14.09.2004 10 ObS 125/04m
7 Ob 220/04k
Entscheidungstext OGH 20.10.2004 7 Ob 220/04k
4 Ob 110/06i
Entscheidungstext OGH 09.08.2006 4 Ob 110/06i
2 Ob 108/07g
Entscheidungstext OGH 29.11.2007 2 Ob 108/07g
Veröff: SZ 2007/190
6 Ob 58/08k
Entscheidungstext OGH 10.04.2008 6 Ob 58/08k
9 ObA 177/07f
Entscheidungstext OGH 09.07.2008 9 ObA 177/07f
nur T1; Veröff: SZ 2008/101
9 Ob 26/14k
Entscheidungstext OGH 20.03.2015 9 Ob 26/14k
Auch; Beisatz: Ein Anleger befindet sich in Bezug auf seine Willensentscheidung in keinem ein herabgesetztes Beweismaß rechtfertigenden Beweisnotstand. (T6)
6 Ob 216/15f
Entscheidungstext OGH 26.11.2015 6 Ob 216/15f
Beisatz: Hier: Zudem Vorliegen ausdrücklicher Feststellungen zu den Gründen der Nichtverlängerung des Arbeitsvertrags des Klägers, sodass schon deshalb kein Raum für einen Anscheinsbeweis einer Diskriminierung besteht. (T7)
6 Ob 98/15b
Entscheidungstext OGH 14.01.2016 6 Ob 98/15b
Vgl; Beis wie T6; Beisatz: Die Feststellung zur Willensentscheidung des Anlegers ist nach dem Regelbeweismaß zu treffen. (T8)
10 ObS 38/18p
Entscheidungstext OGH 23.05.2018 10 ObS 38/18p
prima facie-Beweis
ECLI:AT:OGH0002:1984:RS0040288
JJR_19840125_OGH0002_0010OB00502_8400000_003
Rechtssatz für 8Ob659/85 7Ob555/88 3Ob...
RS0026560
8Ob659/85; 7Ob555/88; 3Ob1607/92; 9Ob327/97x; 6Ob226/97x; 9Ob166/98x; 6Ob68/01w; 6Ob61/01s; 7Ob316/01y; 3Ob230/14s; 6Ob40/15y; 7Ob59/15z; 21Os3/16y
ABGB §1299 C
Der Rechtsanwalt ist nicht verpflichtet, seinen Klienten zu einer bestimmten Handlungsweise zu bestimmen; für Entschlüsse seines Klienten ist er nicht verantwortlich, es sei denn, sie beruhten auf einer fehlenden oder falschen Belehrung durch den Rechtsanwalt.
8 Ob 659/85
Entscheidungstext OGH 03.04.1986 8 Ob 659/85
7 Ob 555/88
Entscheidungstext OGH 14.04.1988 7 Ob 555/88
Ähnlich; Beisatz: Der Rechtsanwalt hat auf die Willensbildung der Vertragsparteien nicht Einfluss zu nehmen und auch nicht auf eine Willensänderung hinzuwirken. (T1)
3 Ob 1607/92
Entscheidungstext OGH 14.10.1992 3 Ob 1607/92
9 Ob 327/97x
Entscheidungstext OGH 26.11.1997 9 Ob 327/97x
Auch; Beisatz: Trotz Belehrung über den dadurch eintretenden Prozessverlust erlegte der Klient den Kostenvorschuss nicht. Der Rechtsanwalt muss weder seinen Klienten hiezu zwingen, noch den Vorschuss aus eigenen Mitteln - gegen den Willen des Klienten - erlegen. (T2)
9 Ob 166/98x
Entscheidungstext OGH 02.09.1998 9 Ob 166/98x
Vgl auch; nur: Der Rechtsanwalt ist nicht verpflichtet, seinen Klienten zu einer bestimmten Handlungsweise zu bestimmen; für Entschlüsse seines Klienten ist er nicht verantwortlich. (T3)
Beisatz: Hier: Entschluß des Klienten keine Weisung zum Vergleichswiderruf zu erteilen. (T4)
6 Ob 68/01w
Entscheidungstext OGH 29.03.2001 6 Ob 68/01w
6 Ob 61/01s
Entscheidungstext OGH 29.03.2001 6 Ob 61/01s
Vgl auch; nur: Für Entschlüsse seines Klienten ist er nicht verantwortlich, es sei denn, sie beruhten auf einer fehlenden oder falschen Belehrung durch den Rechtsanwalt. (T5)
Beisatz: Beweislast bei Negativfeststellung. (T6)
3 Ob 230/14s
Entscheidungstext OGH 18.02.2015 3 Ob 230/14s
Auch; Beis ähnlich wie T1; ähnlich nur T5
6 Ob 40/15y
Entscheidungstext OGH 27.04.2015 6 Ob 40/15y
Vgl auch; Beisatz: Damit kann aber keinesfalls zwingend davon ausgegangen werden, dass nach Bestellung des vormaligen freigewählten rechtsfreundlichen Vertreters einer Partei beziehungsweise deren Verfahrenshelfers zum Sachwalter zuvor von diesen Vertretern für die Partei vorgenommene Verfahrenshandlungen von ihnen auch als Sachwalter aufrecht erhalten werden. (T7)
7 Ob 59/15z
Entscheidungstext OGH 02.07.2015 7 Ob 59/15z
21 Os 3/16y
Entscheidungstext OGH 07.12.2016 21 Os 3/16y
Auch; nur T5; Beis ähnlich wie T1
ECLI:AT:OGH0002:1986:RS0026560
JJR_19860403_OGH0002_0080OB00659_8500000_002
Rechtssatz für 5Ob533/88 4Ob512/90 8Ob...
RS0022700
5Ob533/88; 4Ob512/90; 8Ob555/91; 2Ob2422/96g; 6Ob226/97x; 1Ob333/98x; 6Ob262/99v; 5Ob1/00h; 9Ob76/00t; 1Ob278/99k; 6Ob292/00k; 1Ob151/01i; 7Ob274/01x; 7Ob316/01y; 4Ob83/02p; 1Ob218/02v; 9Ob116/03d; 6Ob131/03p; 3Ob286/03k; 6Ob34/04z; 6Ob12/05s; 7Ob23/06t; 2Ob133/06g; 2Ob170/06y; 6Ob185/07k; 1Ob233/07g; 3Ob134/08i; 4Ob197/08m; 9Ob22/08p; 5Ob38/05g; 4Ob28/09k; 2Ob266/08v; 1Ob213/09v; 9Ob7/10k; 4Ob36/10p; 4Ob71/10k; 3Ob39/11y; 6Ob245/10p; 17Ob11/11h; 4Ob137/11t; 4Ob145/11v; 7Ob61/12i; 4Ob67/12z; 1Ob172/12v; 4Ob201/12f; 10Ob13/13d; 8Ob125/13k; 3Ob191/13d; 1Ob199/14t; 9Ob26/14k; 7Ob59/15z; 9Ob22/15y; 2Ob36/15f; 8Ob140/15v; 7Ob197/16w; 5Ob176/16t; 6Ob39/17d; 6Ob59/17w; 5Ob182/17a; 5Ob9/18m; 3Ob191/17k; 5Ob78/18h; 5Ob91/18w; 1Ob63/18y; 8Ob136/18k; 7Ob164/18w; 4Ob118/19k
ABGB §1295 Ia3a
ABGB §1295 IIf2
ABGB §1299 E
Der Kläger ist für die Behauptung beweispflichtig, dass der Schaden bei einem bestimmten und möglichen pflichtmäßigen Handeln des Rechtsanwaltes nicht eingetreten wäre.
5 Ob 533/88
Entscheidungstext OGH 26.04.1988 5 Ob 533/88
4 Ob 512/90
Entscheidungstext OGH 08.05.1990 4 Ob 512/90
Vgl auch; Beisatz: Hier: Kausalität der Versagung der ausländergrundverkehrsbehördlichen Genehmigung. (T1)
8 Ob 555/91
Entscheidungstext OGH 29.10.1992 8 Ob 555/91
2 Ob 2422/96g
Entscheidungstext OGH 26.06.1997 2 Ob 2422/96g
1 Ob 333/98x
Entscheidungstext OGH 25.05.1999 1 Ob 333/98x
6 Ob 262/99v
Entscheidungstext OGH 25.11.1999 6 Ob 262/99v
5 Ob 1/00h
Entscheidungstext OGH 25.01.2000 5 Ob 1/00h
Auch; nur: Der Kläger ist für die Behauptung beweispflichtig, dass der Schaden bei einem bestimmten pflichtmäßigen Handeln des Rechtsanwaltes nicht eingetreten wäre. (T2)
Auch; Beisatz: Der Kläger ist beweispflichtig, dass der Schaden bei Erfüllung der die Beklagte treffenden Warnpflicht und Aufklärungspflicht nicht eingetreten wäre. (T3)
1 Ob 278/99k
Entscheidungstext OGH 21.06.2000 1 Ob 278/99k
6 Ob 292/00k
Entscheidungstext OGH 22.02.2001 6 Ob 292/00k
Beisatz: Bei erwiesenem schuldhaften Unterlassen einer Belehrung wird ein Anwalt dem Mandanten gegenüber nur schadenersatzpflichtig, wenn dieser beweisen kann, dass das schuldhafte rechtswidrige Verhalten des Rechtsanwaltes kausal für den eingetretenen Schaden war (so bereits 2 Ob 224/97y). (T4)
1 Ob 151/01i
Entscheidungstext OGH 25.09.2001 1 Ob 151/01i
Auch; Beisatz: Den Kläger trifft die Behauptungslast und Beweislast dafür, dass der Schaden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht eingetreten wäre. (T5)
Veröff: SZ 74/159
7 Ob 274/01x
Entscheidungstext OGH 07.12.2001 7 Ob 274/01x
nur T2; Beisatz: Der Rechtsanwalt hat keinen Anspruch auf Honorar, wenn der Mandant beweist, dass und aus welchen Gründen die Leistung wertlos ist. Weist der Mandant nach, dass der Rechtsanwalt eine für den Prozessausgang wesentliche Weisung nicht befolgt hat, so ist bereits damit die einer Nichterfüllung des Anwaltsvertrags gleichkommende Schlechterfüllung bewiesen, weil es zu den Hauptpflichten des Rechtsanwalts gehört, (gesetzmäßige) Weisungen seines Mandanten zu befolgen. In einem solchen Fall verliert der Rechtsanwalt seinen Honoraranspruch, wenn er nicht beweist, dass sein weisungswidriges Handeln für den Prozesserfolg unschädlich war. (T6)
Veröff: SZ 2002/46
1 Ob 218/02v
Entscheidungstext OGH 28.10.2002 1 Ob 218/02v
9 Ob 116/03d
Entscheidungstext OGH 08.10.2003 9 Ob 116/03d
6 Ob 131/03p
Entscheidungstext OGH 27.11.2003 6 Ob 131/03p
3 Ob 286/03k
Entscheidungstext OGH 25.03.2004 3 Ob 286/03k
nur: Der Kläger ist für die Behauptung beweispflichtig, dass der Schaden bei einem bestimmten und möglichen pflichtmäßigen Handeln nicht eingetreten wäre. (T7)
6 Ob 34/04z
Entscheidungstext OGH 27.05.2004 6 Ob 34/04z
6 Ob 12/05s
Entscheidungstext OGH 19.05.2005 6 Ob 12/05s
7 Ob 23/06t
Entscheidungstext OGH 31.05.2006 7 Ob 23/06t
2 Ob 133/06g
Entscheidungstext OGH 13.07.2006 2 Ob 133/06g
6 Ob 185/07k
Entscheidungstext OGH 13.09.2007 6 Ob 185/07k
1 Ob 233/07g
Entscheidungstext OGH 10.06.2008 1 Ob 233/07g
Beisatz: Hier: Steuerberater. (T8)
3 Ob 134/08i
Entscheidungstext OGH 03.10.2008 3 Ob 134/08i
4 Ob 197/08m
Entscheidungstext OGH 15.12.2008 4 Ob 197/08m
9 Ob 22/08p
Entscheidungstext OGH 24.02.2009 9 Ob 22/08p
5 Ob 38/05g
Entscheidungstext OGH 15.03.2005 5 Ob 38/05g
Vgl; Beisatz: Bei pflichtwidriger Unterlassung eines Rechtsanwalts wird dem Geschädigten der Nachweis der Kausalität des Verhaltens des Schädigers für den eingetretenen Schaden zugemutet. (T9)
Vgl; Veröff: SZ 2009/48
2 Ob 266/08v
Entscheidungstext OGH 16.07.2009 2 Ob 266/08v
4 Ob 36/10p
Entscheidungstext OGH 11.05.2010 4 Ob 36/10p
Auch; Veröff: SZ 2010/52
4 Ob 71/10k
Entscheidungstext OGH 08.06.2010 4 Ob 71/10k
6 Ob 245/10p
Entscheidungstext OGH 14.04.2011 6 Ob 245/10p
17 Ob 11/11h
Entscheidungstext OGH 09.08.2011 17 Ob 11/11h
Auch; Beis wie T5; Veröff: SZ 2011/105
Vgl auch; nur T7; Beisatz: Hier: Unterlassene Warnung des Werkunternehmers (trotz vertraglich übernommener Prüfpflicht) bei Untauglichkeit der vom Werkbesteller beigestellten Pläne. (T10)
4 Ob 145/11v
Entscheidungstext OGH 28.02.2012 4 Ob 145/11v
Auch; nur T7; Beis wie T5
7 Ob 61/12i
Entscheidungstext OGH 30.05.2012 7 Ob 61/12i
4 Ob 67/12z
Entscheidungstext OGH 02.08.2012 4 Ob 67/12z
Vgl auch; Beisatz: Hier: fehlerhafte Anlageberatung. (T11)
1 Ob 172/12v
Entscheidungstext OGH 11.10.2012 1 Ob 172/12v
4 Ob 201/12f
Entscheidungstext OGH 28.11.2012 4 Ob 201/12f
Ähnlich; nur T7; Beis wie T5; Beisatz: Dieses Kriterium liegt unter dem Regelbeweismaß der ZPO, wonach für eine (Positiv‑)Feststellung eine „hohe“ Wahrscheinlichkeit erforderlich ist. (T12)
8 Ob 125/13k
Entscheidungstext OGH 17.12.2013 8 Ob 125/13k
Auch; Beisatz: Auch im Rahmen der Anwaltshaftung muss die Pflichtverletzung sowie der Kausalzusammenhang zwischen pflichtwidrigem Verhalten und schadensbegründendem Prozessverlust vom Geschädigten dargelegt und bewiesen werden. (T13)
3 Ob 191/13d
Entscheidungstext OGH 22.01.2014 3 Ob 191/13d
1 Ob 199/14t
Entscheidungstext OGH 23.12.2014 1 Ob 199/14t
Auch; nur T7; Beisatz: Es müsste daher nach dem Beweismaß der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststehen, dass dem Kläger der Inhalt der unterlassenen Ad-hoc-Meldung bei Publikation zur Kenntnis gelangt wäre. (T14)
2 Ob 36/15f
Entscheidungstext OGH 16.12.2015 2 Ob 36/15f
8 Ob 140/15v
Entscheidungstext OGH 17.08.2016 8 Ob 140/15v
Auch; nur T7; Beis wie T5; Beisatz: Es genügt die überwiegende Wahrscheinlichkeit, dass der Schaden auf das Unterlassen des pflichtgemäßen Handelns zurückzuführen ist. (T15)
7 Ob 197/16w
Entscheidungstext OGH 30.11.2016 7 Ob 197/16w
5 Ob 176/16t
Entscheidungstext OGH 01.03.2017 5 Ob 176/16t
6 Ob 39/17d
Entscheidungstext OGH 19.04.2017 6 Ob 39/17d
Auch; Beis wie T5; Beis wie T15
6 Ob 59/17w
Entscheidungstext OGH 29.05.2017 6 Ob 59/17w
Vgl auch; Beisatz: Bei einer unterlassenen oder unrichtigen Ad-Hoc-Meldung stellt sich die Kausalitätsprüfung so dar, dass zu fragen ist, ob der Kläger 1. bei Einhaltung der gebotenen Ad-Hoc-Meldepflicht vom Inhalt der Meldung erfahren hätte und 2. dann eine andere (oder keine) Veranlagungsentscheidung getroffen hätte. Beide Fragen sind auf der Tatsachenebene zu beantworten. (T16)
Beisatz: Dafür, dass fehlende oder unrichtige Ad-Hoc-Meldungen ganz grundsätzlich nur für Anlegerentscheidungen kausal sein könnten, die binnen sechs Monaten getroffen werden, bestehen keine gesetzlichen Grundlagen. Auch die Frage, wie lange eine Ad-Hoc-Meldung auf der Website des Emittenten abrufbar sein muss, sagt noch nichts darüber aus, wie lange sie für die Investitionsentscheidung des Anlegers relevant sein kann. (T17)
5 Ob 182/17a
Entscheidungstext OGH 20.11.2017 5 Ob 182/17a
5 Ob 9/18m
Entscheidungstext OGH 13.03.2018 5 Ob 9/18m
3 Ob 191/17k
Entscheidungstext OGH 23.05.2018 3 Ob 191/17k
5 Ob 78/18h
Entscheidungstext OGH 12.06.2018 5 Ob 78/18h
1 Ob 63/18y
Entscheidungstext OGH 17.07.2018 1 Ob 63/18y
Beis wie T13; Beisatz: Hier: Unterlassung der Ablehnung eines Auftrags bzw der Geltendmachung von Ansprüchen durch einen Rechtsanwalt. (T18)
8 Ob 136/18k
Entscheidungstext OGH 26.11.2018 8 Ob 136/18k
7 Ob 164/18w
Entscheidungstext OGH 30.01.2019 7 Ob 164/18w
4 Ob 118/19k
Entscheidungstext OGH 24.10.2019 4 Ob 118/19k
Beis wie T3; Beisatz: Hier: Der Beklagte hatte der Klägerin ein heißes Getränk übergeben. Der Becher fiel um, die Klägerin wurde von der auslaufenden Flüssigkeit am Bein verbrüht. Sie war vor der Gefahr eines heißen Getränks jedoch bereits von einer Dritten gewarnt worden und gab durch ihr Verhalten (Zurückstellen des heißen Bechers vor dem Umfallen) zu erkennen, die Gefahr erkannt zu haben. (T19)
RA, hypothetischer Inzidentprozess
ECLI:AT:OGH0002:1988:RS0022700
JJR_19880426_OGH0002_0050OB00533_8800000_001
Rechtssatz für 6Ob2174/96s 2Ob2422/96g...
RS0106890
6Ob2174/96s; 2Ob2422/96g; 6Ob2100/96h; 6Ob226/97x; 8Ob33/98f; 9Ob114/98z; 6Ob3/98d; 6Ob58/99v; 1Ob333/98x; 1Ob278/99k; 9Ob219/00x; 3Ob87/00s; 6Ob292/00k; 1Ob262/00m; 10Ob61/01w; 3Ob102/01y; 1Ob151/01i; 1Ob110/02m; 2Ob131/03h; 9Ob116/03d; 6Ob145/03x; 6Ob177/03b; 6Ob34/04z; 7Ob220/04k; 5Ob49/05z; 6Ob83/05g; 5Ob106/05g; 10Ob9/05d; 9Ob37/05i; 3Ob87/05y; 3Ob106/06v; 2Ob108/07g; 1Ob138/07m; 6Ob104/06x; 9Ob30/07p; 9Ob38/07i; 10Ob103/07f; 9Ob22/08p; 5Ob38/05g; 3Ob4/09y; 2Ob111/10b; 4Ob137/10s; 6Ob231/10d; 6Ob8/11m; 8Ob30/11m; 7Ob77/10i; 1Ob115/11k; 17Ob11/11h; 2Ob207/10w; 10Ob61/11k; 3Ob225/11a; 4Ob145/11v; 4Ob67/12z; 1Ob51/12z; 2Ob227/12i; 8Ob133/12k; 10Ob46/13g; 4Ob210/13f; 8Ob129/13y; 7Ob62/14i; 5Ob208/13v; 7Ob172/14s; 5Ob176/16t; 7Ob83/17g; 1Ob113/17z; 3Ob167/17f; 9Ob80/17f; 5Ob47/18z; 3Ob191/17k; 7Ob164/18w; 4Ob176/19i
ZPO §503 E4c21
Von dem Grundsatz, dass die Beweislastumkehr das Verschulden betrifft, der Beweis der Kausalität jedoch weiterhin dem Gläubiger obliegt, ist der Oberste Gerichtshof zwar bei ärztlichen Behandlungsfehlern abgegangen (SZ 63/90; JBl 1992, 522), weil hier wegen der in diesen Fällen besonders vorhandenen Beweisschwierigkeiten des Patienten, die Kausalität nachzuweisen, nur dem zur Haftung herangezogenen Arzt die Mittel und Sachkunde zum Nachweis zur Verfügung stehen, daher von einer "prima-facie-Kausalität" auszugehen ist. Davon kann aber bei Verletzung einer Aufklärungs- und Erkundigungspflicht des Rechtsanwaltes nicht gesprochen werden. Hier ist dem Geschädigten der Nachweis der Kausalität des Verhaltens des Schädigers für den eingetretenen Schaden durchaus zuzumuten.
6 Ob 2174/96s
Entscheidungstext OGH 18.12.1996 6 Ob 2174/96s
Veröff: SZ 70/179
8 Ob 33/98f
Entscheidungstext OGH 25.06.1998 8 Ob 33/98f
nur: Von dem Grundsatz, dass die Beweislastumkehr das Verschulden betrifft, der Beweis der Kausalität jedoch weiterhin dem Gläubiger obliegt, ist der Oberste Gerichtshof bei ärztlichen Behandlungsfehlern abgegangen (SZ 63/90; JBl 1992, 522), weil hier wegen der in diesen Fällen besonders vorhandenen Beweisschwierigkeiten des Patienten, die Kausalität nachzuweisen, nur dem zur Haftung herangezogenen Arzt die Mittel und Sachkunde zum Nachweis zur Verfügung stehen. (T1)
6 Ob 3/98d
Entscheidungstext OGH 29.10.1998 6 Ob 3/98d
nur T1; Beisatz: Für den Kausalitätsbeweis reicht wegen der besonderen Schwierigkeit eines exakten Beweises der Anscheinsbeweis durch den Patienten aus. (T2)
6 Ob 58/99v
Entscheidungstext OGH 22.04.1999 6 Ob 58/99v
nur: Von dem Grundsatz, dass die Beweislastumkehr das Verschulden betrifft, der Beweis der Kausalität jedoch weiterhin dem Gläubiger obliegt, ist der Oberste Gerichtshof zwar bei ärztlichen Behandlungsfehlern abgegangen (SZ 63/90; JBl 1992, 522), weil hier wegen der in diesen Fällen besonders vorhandenen Beweisschwierigkeiten des Patienten, die Kausalität nachzuweisen, nur dem zur Haftung herangezogenen Arzt die Mittel und Sachkunde zum Nachweis zur Verfügung stehen, daher von einer "prima-facie-Kausalität" auszugehen ist. (T3)
Beisatz: Dies gilt nicht im Fall des Herausgabeanspruches des Sicherungseigentümers gegenüber dem Verwahrer. (T4)
Vgl; Beisatz: Hier: Verletzung von Informationspflichten (Aufklärungs-)Pflichten durch den Treuhänder (Rechtsanwalt). (T5)
Vgl auch; Beis wie T5 nur: Verletzung von Informationspflichten (Aufklärungs-)Pflichten durch den Treuhänder. (T6)
Beisatz: Hier: Notar. (T7)
9 Ob 219/00x
Entscheidungstext OGH 08.11.2000 9 Ob 219/00x
Vgl auch; nur: Davon kann aber bei Verletzung einer Aufklärungs- und Erkundigungspflicht nicht gesprochen werden. Hier ist dem Geschädigten der Nachweis der Kausalität des Verhaltens des Schädigers für den eingetretenen Schaden durchaus zuzumuten. (T8)
Beisatz: Hier: Aufklärungspflicht der Bank. (T9)
3 Ob 87/00s
Entscheidungstext OGH 29.01.2001 3 Ob 87/00s
Vgl auch; Beisatz: Grundsätzlich trifft die Beweislast für einen Behandlungsfehler des Arztes den Patienten. (T10)
1 Ob 262/00m
Entscheidungstext OGH 27.03.2001 1 Ob 262/00m
10 Ob 61/01w
Entscheidungstext OGH 03.04.2001 10 Ob 61/01w
Auch; nur: Davon kann aber bei Verletzung einer Aufklärungspflicht und Erkundigungspflicht des Rechtsanwaltes nicht gesprochen werden. Hier ist dem Geschädigten der Nachweis der Kausalität des Verhaltens des Schädigers für den eingetretenen Schaden durchaus zuzumuten. (T11)
Vgl; Beisatz: Anders als bei ärztlichen Behandlungsfehlern ist dem Geschädigten bei Verletzung einer Aufklärungspflicht und Erkundungspflicht - oder einer sonstigen Pflicht - des Rechtsanwalts der Nachweis der Kausalität des Verhaltens des Schädigers für den eingetretenen Schaden durchaus zuzumuten. (T12)
1 Ob 110/02m
Entscheidungstext OGH 25.03.2003 1 Ob 110/02m
Ähnlich; Beisatz: Die Beweislast dafür, dass sie als Bestbieter tatsächlich zum Zuge gekommen wären, trifft die Kläger, obliegt doch der Beweis des Kausalzusammenhangs zwischen dem rechtswidrigen Verhalten und dem eingetretenen Schaden grundsätzlich dem Geschädigten. Der jeweilige Bieter ist im Allgemeinen fachkundig und es stehen ihm nicht nur die eigenen Kalkulationsunterlagen zur Verfügung, sondern er kennt auch die Angebote der Mitbewerber. (T13)
Veröff: SZ 2003/26
2 Ob 131/03h
Entscheidungstext OGH 10.07.2003 2 Ob 131/03h
Vgl auch; Beisatz: Der Kausalzusammenhang kann Gegenstand eines Anscheinsbeweises sein, dies jedoch nur dann, wenn ein Beweisnotstand besteht, der nur durch Gewährung einer Beweismaßreduzierung zu bewältigen wäre. (T14)
6 Ob 145/03x
Entscheidungstext OGH 19.02.2004 6 Ob 145/03x
6 Ob 177/03b
Entscheidungstext OGH 29.04.2004 6 Ob 177/03b
nur T1; Beis wie T13
5 Ob 49/05z
Entscheidungstext OGH 24.05.2005 5 Ob 49/05z
Ähnlich; Beis wie T13; Veröff: SZ 2005/83
Auch; Beisatz: Von der Beweispflicht des Klägers hinsichtlich der Kausalität ist insbesondere bei ärztlichen Behandlungsfehlern abzugehen, weil hier nicht dem Patienten, sondern dem zur Haftung herangezogenen Arzt die Mittel und die Sachkunde zum Nachweis zur Verfügung stehen. (T15)
5 Ob 106/05g
Entscheidungstext OGH 04.11.2005 5 Ob 106/05g
nur T8; Beis wie T9; Beisatz: Hier: §§ 13 und 14 WAG. (T16)
10 Ob 9/05d
Entscheidungstext OGH 24.01.2006 10 Ob 9/05d
Vgl auch; Beis ähnlich wie T13
9 Ob 37/05i
Entscheidungstext OGH 25.01.2006 9 Ob 37/05i
Auch; Beisatz: Dem Geschädigten obliegt der Nachweis der Kausalität des Verhaltens des Rechtsanwalts für den eingetretenen Schaden. (T17)
3 Ob 87/05y
Entscheidungstext OGH 30.05.2006 3 Ob 87/05y
Vgl; Veröff: SZ 2007/190
1 Ob 138/07m
Entscheidungstext OGH 29.01.2008 1 Ob 138/07m
Vgl auch; Beisatz: Steht ein ärztlicher Behandlungsfehler fest und ist es unzweifelhaft, dass die Wahrscheinlichkeit eines Schadenseintritts durch den ärztlichen Kunstfehler nicht bloß unwesentlich erhöht wurde, hat der Belangte (Arzt oder Krankenanstaltenträger) zu beweisen, dass die ihm zuzurechnende Sorgfaltsverletzung „mit größter Wahrscheinlichkeit" nicht kausal für den Schaden des Patienten war. Es kehrt sich folglich die Beweislast für das (Nicht-)Vorliegen der Kausalität um. (T18)
6 Ob 104/06x
Entscheidungstext OGH 24.01.2008 6 Ob 104/06x
Vgl auch; Beisatz: Hier: Fehlerhafte Beratung bzw Aufklärung durch Händler eines Herbizids. (T19)
Beisatz: Anders als in den Arzthaftungsfällen in denen der Arzt durch die Vornahme des Eingriffs für den Schaden kausal ist, war der Berater an sich nicht kausal für den Schaden, sondern nur für die unterlassene Aufklärung (vgl Reischauer aaO § 1295 Rz 1a). Den Klägern ist die Beweisführung über ihr Verhalten bei korrekter Beratung bzw Aufklärung auch durchaus zuzumuten. (T20)
9 Ob 30/07p
Entscheidungstext OGH 03.03.2008 9 Ob 30/07p
Auch; Beis wie T17; Beisatz: Dem Geschädigten obliegt der Nachweis der Kausalität des Verhaltens des Notars für den eingetretenen Schaden. (T21)
9 Ob 38/07i
Entscheidungstext OGH 08.02.2008 9 Ob 38/07i
Auch; nur T17
Vgl; nur T11; Beis wie T12; Beis wie T17; Beisatz: Auch bei pflichtwidriger Unterlassung eines Rechtsanwalts wird dem Geschädigten der Nachweis der Kausalität des Verhaltens des Schädigers für den eingetretenen Schaden zugemutet. (T22)
3 Ob 4/09y
Entscheidungstext OGH 25.02.2009 3 Ob 4/09y
Auch; Beisatz: Außerhalb der Sondersituation bei ärztlichen Behandlungsfehlern obliegt der Beweis der Kausalität auch bei Verletzung von Aufklärungspflichten dem Geschädigten. (T23)
2 Ob 111/10b
Entscheidungstext OGH 08.07.2010 2 Ob 111/10b
Vgl auch; auch Beis wie T14; Beisatz: Hier: In Bezug auf das Wissen des Dritten beim Ehebruch von der Ehe seines Geschlechtspartners liegt regelmäßig kein Beweisnotstand vor, der die Anwendung des Anscheinsbeweises rechtfertigt (Detektivkosten). (T24)
4 Ob 137/10s
Entscheidungstext OGH 31.08.2010 4 Ob 137/10s
Vgl auch; Beisatz: Hier: Beweislast für Kausalität eines Beratungsfehlers. (T25)
6 Ob 231/10d
Entscheidungstext OGH 28.01.2011 6 Ob 231/10d
Vgl; nur T8; Beis wie T9
6 Ob 8/11m
Entscheidungstext OGH 24.02.2011 6 Ob 8/11m
8 Ob 30/11m
Entscheidungstext OGH 22.03.2011 8 Ob 30/11m
7 Ob 77/10i
Entscheidungstext OGH 30.03.2011 7 Ob 77/10i
Vgl; Beis wie T9; Beisatz: Hier: Anlegerschaden wegen fehlerhafter Beratung. (T26)
Beisatz: Den Geschädigten trifft daher die Behauptungs- und Beweislast nicht nur dafür, dass er bei korrekter Information die tatsächlich gezeichneten Wertpapiere nicht erworben hätte, sondern auch dafür, wie er sich bei korrekter Information hypothetisch alternativ verhalten und sich so sein Vermögen entwickelt hätte; auch dafür kommt ihm zugute, dass nicht so strenge Anforderungen an die Beweisbarkeit des bloß hypothetischen Kausalverlaufs zu stellen sind. (T27)
Veröff: SZ 2011/40
1 Ob 115/11k
Entscheidungstext OGH 21.07.2011 1 Ob 115/11k
Auch; nur T8; Beis wie T25; Vgl auch Beis wie T26
Vgl auch; Beis ähnlich wie T22
Veröff: SZ 2011/105
2 Ob 207/10w
Entscheidungstext OGH 22.06.2011 2 Ob 207/10w
Vgl auch; nur T8; Beis wie T9
3 Ob 225/11a
Entscheidungstext OGH 14.12.2011 3 Ob 225/11a
Vgl auch; Beis wie T17; Beisatz: Für einen Kausalitätsbeweis bei Unterlassungen genügt der Nachweis der überwiegenden Wahrscheinlichkeit, dass der Schaden auf das Unterlassen des pflichtgemäßen Handelns zurückzuführen ist. (T28)
Vgl; Beis wie T26; Beis ähnlich wie T27; Beis ähnlich wie T28; Beisatz: Die Behauptungs‑ und Beweislast für die Wahl und Entwicklung einer hypothetischen Alternativanlage trifft den klagenden Anleger unter der Voraussetzung, dass er bei korrekter Beratung überhaupt veranlagt hätte, wovon bei einem vorgefassten Anlageentschluss auszugehen ist. (T29)
Beisatz: An diese sind keine zu strengen Anforderungen zu richten. (T30)
Vgl; Beis wie T27
2 Ob 227/12i
Entscheidungstext OGH 14.03.2013 2 Ob 227/12i
8 Ob 133/12k
Entscheidungstext OGH 29.04.2013 8 Ob 133/12k
10 Ob 46/13g
Entscheidungstext OGH 17.12.2013 10 Ob 46/13g
4 Ob 210/13f
Entscheidungstext OGH 17.02.2014 4 Ob 210/13f
7 Ob 62/14i
Entscheidungstext OGH 07.05.2014 7 Ob 62/14i
Auch; Beisatz: Der Geschädigte hat den Kausalzusammenhang zwischen dem Verhalten des Schädigers und dem Schadenseintritt zu behaupten und zu beweisen. (T31)
Beisatz: Beweiserleichterungen dafür ‑ wie im Arzthaftungsrecht ‑ bestehen für geschädigte Anleger nicht. (T32)
Auch; Beisatz: Kausalitätsbeweis bei einer Haftung wegen Aufklärungs- oder Beratungsfehlern bei einer Vermögensanlage. (T33)
Beis wie T30; Beis ähnlich wie T28
7 Ob 172/14s
Entscheidungstext OGH 05.11.2014 7 Ob 172/14s
3 Ob 167/17f
Entscheidungstext OGH 25.10.2017 3 Ob 167/17f
Vgl; Beis wie T27; Beis wie T29
9 Ob 80/17f
Entscheidungstext OGH 30.01.2018 9 Ob 80/17f
5 Ob 47/18z
Entscheidungstext OGH 10.04.2018 5 Ob 47/18z
4 Ob 176/19i
Entscheidungstext OGH 24.10.2019 4 Ob 176/19i
Beisatz: Liegt ein ärztlicher Behandlungsfehler vor, so genügt für den Kausalitätsbeweis der Anscheinsbeweis der überwiegenden Wahrscheinlichkeit durch den Patienten. Gelingt dieser, so obliegt es dem Beklagten, die Kausalität der Pflichtwidrigkeit ‑ durch Entkräftung des ihn belastenden Anscheinsbeweises ‑ ernsthaft zweifelhaft zu machen. Dazu muss er darlegen, dass andere Schadensursachen wahrscheinlicher sind als die ihm unterlaufene Sorgfaltswidrigkeit. (T34)
ECLI:AT:OGH0002:1996:RS0106890
JJR_19961218_OGH0002_0060OB02174_96S0000_002

References: §1009
 §9
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 §272
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 §1299
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 §1295
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