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Timestamp: 2019-07-16 01:57:59+00:00

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BGH v. 06.05.2004 - I ZR 2/03 - NWB Urteile
BGH v. 06.05.2004 - I ZR 2/03
[1] Ein Rechtsanwalt kann die Gebühren aus einem sich selbst erteilten Mandat zur Abmahnung aufgrund eigener wettbewerbsrechtlicher Ansprüche nicht nach den Grundsätzen über die Geschäftsführung ohne Auftrag oder als Schaden ersetzt verlangen, wenn es sich um einen unschwer zu erkennenden Wettbewerbsverstoß handelt (hier: Verstoß gegen die Berufsordnung für Rechtsanwälte).
Gesetze: BGB § 683; UWG § 1; UWG § 3; UWG § 13 Abs. 6
Instanzenzug: LG Magdeburg vom 19.12.2002 AG Magdeburg
1. a) Aufwendungen für eine Abmahnung sind unter dem Gesichtspunkt einer Geschäftsführung ohne Auftrag von dem Verletzer nur zu erstatten, wenn sie zur zweckentsprechenden Rechtsverfolgung notwendig sind. Das gilt auch hinsichtlich der Kosten für die Beauftragung eines Rechtsanwalts (BGHZ 52, 393, 399 f. - Fotowettbewerb). Auszugehen ist dabei von dem mutmaßlichen Willen (§ 683 BGB) des Abgemahnten, die Aufwendungen für eine Abmahnung möglichst niedrig zu halten (BGHZ 52, 393, 400 - Fotowettbewerb; BGH, Urt. v. 12.4.1984 - I ZR 45/82 , GRUR 1984, 691, 692 = WRP 1984, 405 - Anwaltsabmahnung).
3. Die Regelung des § 91 Abs. 2 Satz 4 ZPO, wonach ein Rechtsanwalt, der sich selbst vor einem Prozeßgericht vertritt, einen Anspruch auf Kostenerstattung wie ein bevollmächtigter Rechtsanwalt hat, kann als Sonderregelung für das gerichtliche Verfahren auf die außergerichtliche Abmahnung keine Anwendung finden ( BGH, Beschl. v. 17.10.2002 - AnwZ (B) 37/00, JurBüro 2003, 207 für den Fall der Selbstvertretung im berufsrechtlichen Verfahren; ebenso: BFHE 108, 574, 575 f. = NJW 1973, 1720 und BFHE 104, 306, 307 ff. für das außergerichtliche Rechtsbehelfsverfahren).
BGH 24.2.2011 - I ZR 181/09
BGH 17.7.2008 - I ZR 219/05
BGH 8.5.2008 - I ZR 83/06
BGH 12.12.2006 - VI ZR 175/05
BGH 12.12.2006 - VI ZR 188/05
BB 2004 S. 2211 Nr. 41
[PAAAB-96948]
BGH v. 06.05.2004 - I ZR 2/03 ablegen in?

References: BGH 
 § 683
 § 1
 § 3
 § 13
 § 91

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