Source: http://www.verwaltung.uni-halle.de/KANZLER/ZGST/ABL/MAGISTER/Phil_nf.htm
Timestamp: 2017-09-22 08:17:46+00:00

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12. Jahrgang, Nr. 10 vom 17. September 2002, S. 33
für das Nebenfach „Philosophie“
(1) Gemäß § 2 Abs. 3 sind für das Fach Philosophie folgende spezielle Sprachkenntnisse zu erbringen: Erwerb des Latinums oder des Graecums bzw. ausreichender Kenntnisse in einer der beiden Sprachen. Ausreichend sind die Kenntnisse in einer der beiden Sprachen dann, wenn der Prüfling vier Leistungsnachweise aus erfolgreich besuchten universitären Latein- oder Griechischkursen vorweisen kann oder wenn ein Textstück eines philosophischen Klassikers in einer zweistündigen Klausur übersetzt wird. Für den Erwerb dieser speziellen Sprachkenntnisse wird ein Semester nicht auf die Regelstudienzeit angerechnet.
(2) Gemäß § 6 Abs. 1 kann der Prüfling dem Prüfer bzw. der Prüferin eingegrenzte Themen (Vertiefungsgebiete) vorschlagen, die Vorschläge begründen jedoch keinen Anspruch auf Berücksichtigung im Prüfungsgespräch.
(3) Gemäß § 6 Abs. 3 beträgt die Dauer der mündlichen Zwischenprüfung 30 Minuten, die der mündlichen Magisterprüfung im Fach Philosophie 45 Minuten.
(4) Gemäß § 7 Abs. 1 kann der Prüfling die Themen der Prüfung mit dem Prüfer bzw. der Prüferin besprechen, die Vorschläge begründen keinen Anspruch auf Berücksichtigung in der Themenstellung in der Prüfung.
(5) Gemäß § 7 Abs. 3 dauert die schriftliche Zwischenprüfung 120 Minuten, die schriftliche Magisterprüfung 180 Minuten.
(1) Gemäß § 15 sind Voraussetzung zur Zulassung zur Zwischenprüfung folgende zwei bewertete Nachweise über die erfolgreiche Teilnahme und zwei Leistungsnachweise:
der Nachweis über den Erwerb des Latinums oder des Graecums bzw. ausreichender Kenntnisse in einer der beiden Sprachen (begründete Ausnahmen unterliegen der Genehmigung durch den Prüfungsausschuss des Institutes);
der Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an:
einem Proseminar zur Logik;
jeweils ein Leistungsnachweis aus:
einem Proseminar aus dem Bereich der Theoretischen Philosophie,
einem Proseminar aus dem Bereich der Praktischen Philosophie.
Der Schein für den Grundkurs Logik wird im Anschluss an den Grundkurs in einer dreistündigen Klausur erworben.
Als Leistungsnachweis gilt eine mindestens mit ausreichend bewertete Hausarbeit. Als Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme gilt eine mindestens mit ausreichend bewertete Arbeit.
Die Veranstaltungen müssen so gewählt sein, dass durch sie mindestens drei der vier Epochen der Geschichte der Philosophie (Antike, Mittelalter, Neuzeit, Moderne) abgedeckt sind und mindestens ein Text klassischer Autoren behandelt worden ist. Ein klassischer Autor ist ein Autor, der paradigmatisch sowohl für die gesamte Theoretische wie für die gesamte Praktische Philosophie für alle Epochen ist. Nach diesem Kriterium sind z.B. Platon, Aristoteles, Thomas von Aquin, Duns Scotus, Ockham, Descartes, Locke, Leibniz, Hume, Kant, Hegel, Heidegger und Wittgenstein Klassiker.
(2) Gemäß § 16 sind folgende Teilprüfungen in den Fachprüfungen der Zwischenprüfung zu erbringen:
Die Zwischenprüfung besteht aus einer Klausur und einer mündlichen Prüfung.
In einer Klausur muss ein Abschnitt aus dem Text eines philosophischen Klassikers interpretiert werden.
An die Stelle der Interpretationsklausur kann ein dritter qualifizierter Schein treten, der in einem Proseminar erworben wurde;
Die schriftliche Prüfung kann auch durch Vertiefung einer bereits vorliegenden Seminararbeit absolviert werden.
In der mündlichen Prüfung soll der Prüfling zeigen, dass er über hinreichende Grundkenntnisse und methodische Fertigkeiten verfügt, um das Hauptstudium beginnen zu können. Die Themen können mit dem Prüfer bzw. der Prüferin besprochen werden. Daraus folgt jedoch kein Anspruch auf Berücksichtigung im Zwischenprüfungsgespräch. Das Thema der schriftlichen darf nicht Gegenstand der mündlichen Prüfung sein.
(1) Gemäß § 20 Abs. 2 sind Voraussetzung zur Zulassung zur Magisterprüfung folgende zwei Leistungsnachweise aus:
einem Haupt- bzw. Oberseminar über einen philosophischen Klassiker. Philosophische Klassiker sind paradigmatisch sowohl für die gesamte Theoretische wie für die gesamte Praktische Philosophie für alle Epochen. Nach diesem Kriterium sind z.B. Platon, Aristoteles, Thomas von Aquin, Duns Scotus, Ockham, Descartes, Locke, Leibniz, Hume, Kant, Hegel, Heidegger und Wittgenstein Klassiker.
einem weiteren Haupt- bzw. Oberseminar aus den Bereichen der Theoretischen oder Praktischen Philosophie nach eigener Wahl.
Als Leistungsnachweis gilt eine mindestens mit ausreichend bewertete Hausarbeit.
(2) Gemäß § 21 Abs. 1 besteht die Magisterprüfung aus
der Klausur,
Für die Magisterprüfung gelten folgende sachliche Anforderungen:
Der Prüfling soll zeigen, dass er mit den Hilfsmitteln des Studiums der Philosophie vertraut ist, dass er die Fähigkeit besitzt, philosophische Texte sachgerecht zu verstehen und historisch und wirkungsgeschichtlich einzuordnen, und dass er philosophische Probleme in klarer Darstellung sachgerecht bearbeiten kann.
Der Prüfling soll einen Überblick über die Hauptprobleme und Problemzusammenhänge der gegenwärtigen Philosophie besitzen. Darüber hinaus soll er vertiefte Kenntnisse in einer der folgenden philosophischen Disziplinen nachweisen: Logik, Erkenntnistheorie, Ontologie, Metaphysik, Philosophie des Geistes, Wissenschaftstheorie, Sprachphilosophie, Ästhetik, Naturphilosophie, Philosophische Anthropologie, Ethik, Sozialphilosophie, Rechts- und Staatsphilosophie, Geschichtsphilosophie, Religionsphilosophie.
Der Prüfling soll zumindest einen Text eines philosophischen Klassikers (gemäß § 20) aus jeder Epoche der Geschichte der Philosophie (Antike, Mittelalter, Neuzeit, Moderne) gründlich kennen.
In mindestens zwei der vier Epochen der Geschichte der Philosophie soll der Prüfling gründliche Kenntnisse und eine Übersicht über die verschiedenen Diskussionszusammenhänge einer Epoche besitzen.
Die Epochen sind in Absprache mit dem Prüfer bzw. der Prüferin zu wählen, wobei sich die Absprache auch auf einzelne Autoren und Werke beziehen kann.
Das Thema der Klausur wird vom Prüfling aus drei gestellten Themen gewählt.
Die Prüfung geht in der Regel von drei Schwerpunkten - gründliche Kenntnisse in einer philosophischen Disziplin, gründliche Kenntnisse zumindest eines Textes eines philosophischen Klassikers, gründliche Kenntnisse in zwei philosophischen Epochen - aus, beschränkt sich jedoch nicht auf diese.
(3) Gemäß § 21 Abs. 4 sind die einzelnen Prüfungsteile in dieser Reihenfolge zu absolvieren:
Die fachspezifischen Bestimmungen für das Nebenfach "Philosophie" treten zum 01.10.2002 in Kraft.

References: § 2
 § 6
 § 6
 § 7
 § 7
 § 15
 § 16
 § 20
 § 21
 § 20
 § 21