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Timestamp: 2019-04-23 03:06:12+00:00

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BGH, 01.10.2008 - IV ZB 27/07 - dejure.org
BGH, 01.10.2008 - IV ZB 27/07
Bemessung des Wertes eines Beschwerdegegenstandes im Zusammenhang mit einer Erteilung von Auskünften über Nachlassverbindlichkeiten und Nachlassregelungskosten; Erfordernis einer sachkundigen Hilfsperson zur Ermittlung des Umfangs einer Auskunftspflicht über Nachlassverbindlichkeiten und Nachlassregelungskosten
ZPO § 3 § 511 Abs. 2 Nr. 1
Auskunft - Berufung gegen Teilurteil bei Stufenklage: Erreichen der Berufungssumme
LG Wuppertal, 01.06.2007 - 2 O 376/06
OLG Düsseldorf, 07.12.2007 - 7 U 131/07
NJW-RR 2009, 80
FamRZ 2008, 2274
AnwBl 2009, 153
Etwas anderes käme nur in Betracht, wenn es sich bei der geforderten Auskunftserteilung um berufstypische Leistungen handeln würde oder ein entsprechender Verdienstausfall vorläge (BGH, Beschluss vom 1. Oktober 2008 - IV ZB 27/07, NJW-RR 2009, 80 Rn. 14; Beschluss vom 17. Dezember 2003 - IV ZR 28/03, ZEV 2004, 290).
OLG Saarbrücken, 03.03.2010 - 5 U 233/09
Auskunftsansprüche des Nachlassinsolvenzverwalters gegenüber einem …
Der Streitwert für die Berufung der Beklagten gegen ihre Verurteilung zur Auskunftserteilung bemisst sich nach der ständigen Rechtsprechung des BGH (vgl. BGH, Beschluss vom 1.10.2008 - IV ZB 27/07, NJW-RR 2009, 80 ; Beschluss vom 30.4.2008 - IV ZR 287/07, FamRZ 2008, 1346 m.w.N.), welcher sich der Senat angeschlossen hat (vgl. Senat, Urteil vom 18.3.2009 - 5 U 372/08), nicht nach dem Wert des Auskunftsanspruchs, sondern nach dem hierfür erforderlichen Aufwand an Zeit und Kosten, den der Senat auf bis zu 300 Euro schätzt.
BGH, 28.11.2012 - XII ZB 620/11
Beschwerde in der abgetrennten Folgesache "Güterrecht" nach Ehescheidung: …
b) Ebenso ist in der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs entschieden, dass zur Bewertung des Zeitaufwands des Auskunftspflichtigen grundsätzlich auf die Stundensätze zurückzugreifen ist, die der Auskunftspflichtige als Zeuge in einem Zivilprozess erhalten würde (…Senatsbeschluss vom 23. März 2011 - XII ZB 436/10 - FamRZ 2011, 882 Rn. 9 mwN; BGH Beschluss vom 1. Oktober 2008 - IV ZB 27/07 - FamRZ 2008, 2274 Rn. 14).
Dies gilt jedenfalls dann, wenn der Pflichtige - wie hier in nicht zu beanstandender Weise vom Beschwerdegericht festgestellt - mit der Erteilung der Auskunft bzw. der Abgabe der entsprechenden eidesstattlichen Versicherung weder eine berufstypische Leistung erbringt noch einen Verdienstausfall erleidet (vgl. BGH Beschluss vom 1. Oktober 2008 - IV ZB 27/07 - FamRZ 2008, 2274 Rn. 14 mwN).
Zur Bewertung des Zeitaufwands des Auskunftspflichtigen kann grundsätzlich auf die Stundensätze zurückgegriffen werden, die der Auskunftspflichtige als Zeuge in einem Zivilprozess erhalten würde (BGH Beschluss vom 1. Oktober 2008 - IV ZB 27/07 - FamRZ 2008, 2274 Rn. 14 mwN).
OLG Stuttgart, 10.07.2013 - 5 U 186/12
Berufungsverfahren: Bemessung der Beschwer bei Verurteilung zur Abgabe der …
Zwar ist bei der Bemessung des Werts der Beschwer gerade auch der Aufwand an Zeit zu berücksichtigen, den die Befassung mit der Abgabe der eidesstattlichen Versicherung erfordert (vgl. BGH NJW-RR 2009, 80).
Falls jedoch weder eine berufstypische Leistung vorliegt, noch die Befassung einen Verdienstausfall zur Folge hat, ist der Zeitaufwand in Anlehnung an den Stundensatz zu bewerten, den der Pflichtige als Zeuge im Zivilprozess erhalten würde (vgl. BGH NJW-RR 2009, 80).
Damit ist der Zeitaufwand in Anlehnung an den Stundensatz zu bewerten, den der Auskunftspflichtige als Zeuge im Zivilprozess erhalten würde (BGH NJW-RR 2009, 80).
BGH, 17.03.2010 - IV ZR 20/09
Nichtzulassungsbeschwerde in einem Verfahren über einen Auskunftsanspruch eines …
Hierbei kommt es auf den Aufwand an Zeit und Kosten an, den die Erteilung der geschuldeten Auskunft (und Wertermittlung) erfordert (BGHZ 164, 63, 65 f.; 128, 85, 87 f.; Senatsbeschlüsse vom 1. Oktober 2008 - IV ZB 27/07 - ZEV 2009, 38 unter II; vom 30. April 2008 - IV ZR 287/07 - FamRZ 2008, 1346 unter II; vom 20. Februar 2008 - IV ZB 14/07 - NJW-RR 2008, 889 unter II 4 c).
Der eigene Zeitaufwand des Auskunftspflichtigen kann entsprechend den Regelungen für Zeugen im JVEG bewertet werden, woraus sich maximal 17 EUR/Stunde ergeben (§ 22 JVEG; zur entsprechenden Heranziehung des JVEG vgl. Senatsbeschluss vom 1. Oktober 2008 aaO unter II 2 d).
Kosten für die Hinzuziehung von sachkundigen Hilfspersonen können nur berücksichtigt werden, wenn sie zwangsläufig entstehen, weil der Auskunftspflichtige zu einer sachgerechten Auskunftserteilung allein nicht in der Lage ist (Senatsbeschluss vom 1. Oktober 2008 aaO unter II 1 c; BGH, Beschluss vom 31. Januar 2007 - XII ZB 133/06 - FamRZ 2007, 714 Tz. 4).
a) Die für eine Zulässigkeit gemäß § 511 Abs. 2 Nr. 1 ZPO notwendige Beschwer der Beklagten von mehr als 600 EUR ist nicht erreicht, weil sich die Beschwer bei einer Verurteilung zur Auskunft grundsätzlich nur nach dem für die Erteilung der Auskunft erforderlichen Aufwand richtet (grundlegend BGH, Beschluss vom 24. November 1994 - GSZ 1/94, BGHZ 128, 85, 87 f.; ferner Beschluss vom 10. August 2005 - XII ZB 63/05, BGHZ 164, 63, 65 f.;… Senatsbeschlüsse vom 10. März 2010 - IV ZR 255/08, FamRZ 2010, 891 Rn. 6; vom 1. Oktober 2008 - IV ZB 27/07, ZEV 2009, 38 Rn. 4;… vom 30. April 2008 - IV ZR 287/07, FamRZ 2008, 1346 Rn. 5 f.;… vom 20. Februar 2008 - IV ZB 14/07, NJW-RR 2008, 889 Rn. 13 f.).
Dass es für die Rekonstruktion der von der Beklagten übernommenen Besorgungen besonderer Rechtskenntnisse bedürfte, die ausnahmsweise einen höheren Stundensatz rechtfertigen könnten (…Senatsbeschlüsse vom 10. März 2010 aaO; vom 1. Oktober 2008 - IV ZB 27/07, ZEV 2009, 38 Rn. 9; BGH…, Beschluss vom 31. Januar 2007 - XII ZB 133/06, FamRZ 2007, 714 Rn. 4), ist nicht ersichtlich.
Stufenklage des Erben gegen den Bevollmächtigten des Erblassers: Wert der …
Abgesehen von dem hier nicht gegebenen Fall eines besonderen Geheimhaltungsinteresses kommt es auf den Aufwand an Zeit und Kosten an, den die Erteilung der geschuldeten Auskunft (und Rechnungslegung) erfordert (BGHZ 164, 63, 65 f.; 128, 85, 87 f.; Senatsbeschlüsse vom 1. Oktober 2008 - IV ZB 27/07 - ZEV 2009, 38 Tz. 4; vom 30. April 2008 - IV ZR 287/07 - FamRZ 2008, 1346 Tz. 5 f.; vom 20. Februar 2008 - IV ZB 14/07 - NJW-RR 2008, 889 Tz. 13 f.).
aa) Es ist in der Rechtsprechung geklärt, dass im Falle der Verurteilung zur Auskunft für die Bemessung des Wertes des Beschwerdegegenstandes das Interesse des Rechtsmittelführers maßgebend ist, die Auskunft nicht erteilen zu müssen, und dass sich dieses abgesehen von den Fällen eines besonderen Geheimhaltungsinteresses nach dem Aufwand an Zeit und Kosten richtet, den die Erteilung der geschuldeten Auskunft erfordert (grundlegend BGH, Beschluss vom 24. November 1994 - GSZ 1/94, BGHZ 128, 85, 87 f.; ferner Beschluss vom 10. August 2005 - XII ZB 63/05, BGHZ 164, 63, 65 f.;… Senatsbeschlüsse vom 10. März 2010 - IV ZR 255/08, FamRZ 2010, 891 Rn. 6; vom 1. Oktober 2008 - IV ZB 27/07, ZEV 2009, 38 Rn. 4;… vom 30. April 2008 - IV ZR 287/07, FamRZ 2008, 1346 Rn. 5 f.;… vom 20. Februar 2008 - IV ZB 14/07, NJW-RR 2008, 889 Rn. 13 f.).
BGH, 29.09.2010 - XII ZB 49/09
OLG Hamm, 06.11.2014 - 12 UF 75/14
OLG Hamm, 04.07.2013 - 7 U 31/13
OLG Hamm, 19.10.2011 - 6 UF 153/11
Streitwert und Rechtsmittelbeschwer bei Verpflichtung zur Abgabe einer …

References: § 3
 § 511
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