Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F10-04-2013-8C_1006-2012
Timestamp: 2016-10-26 02:30:57+00:00

Document:
8C_1006/2012 (10.04.2013)
8C_1006/2012
Petersgraben 35, 4051 Basel,
Beschwerde gegen den Entscheid des Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt als Verwaltungsgericht vom 15. Oktober 2012.
X.________ hat an der Fakult�t Y.________ der Universit�t Basel habilitiert. Im Jahr 19.. wurde ihm die Titularprofessur verliehen. Ab 1999 erteilte ihm die Fakult�t regelm�ssig einen zwei Wochenstunden umfassenden Lehrauftrag. Dies erfolgte jeweils mit dem Vermerk "ohne Remuneration". X.________ bezog f�r die Lehrauftr�ge eine Kollegiengeldentsch�digung von Fr. 1000.- pro Semester. Nachdem X.________ erfolglos eine "Verbesserung des Arbeitslohnes f�r seine Lehrt�tigkeit" geltend gemacht hatte, verzichtete er im Jahr 2003 auf eine weitere Erneuerung des Lehrauftrags. Er machte sodann geltend, ihm sei f�r die Jahre 1999 bis 2003 Lohn im Gesamtbetrag von Fr. 64'000.- nebst Zins nachzuzahlen. Die Fakult�t entschied am 17. M�rz 2010, diese Anspr�che seien unbegr�ndet. Den dagegen erhobenen Rekurs wies die Rekurskommission der Universit�t Basel mit Entscheid vom 16. November 2010 ab.
X.________ rekurrierte beim Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt als Verwaltungsgericht mit dem Rechtsbegehren, die Entscheide vom 17. M�rz sowie 16. November 2010 seien aufzuheben und die Universit�t sei zu verpflichten, ihm als Lohnnachzahlung den Betrag von Fr. 64'000.- zuz�glich Zins zu 5 % seit 15. Oktober 2003 zu bezahlen. Das Appellationsgericht wies den Rekurs mit Entscheid vom 15. Oktober 2012 ab.
Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beantragt X.________ die Aufhebung der erw�hnten Entscheide sowie die Zusprechung des geltend gemachten Lohnes und Zinses; eventuell sei die Sache zur verbesserten Feststellung des Sachverhalts und neuen Entscheidung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen.
Das Bundesgericht pr�ft die Zul�ssigkeit der Beschwerde von Amtes wegen und mit freier Kognition (Art. 29 Abs. 1 BGG; BGE 138 I 367 E. 1 Ingress S. 369 mit Hinweis; 138 V 339 E. 1 S. 340 mit Hinweisen).
Die Beschwerde richtet sich gegen einen Endentscheid einer letzten kantonalen Instanz, der nicht beim Bundesverwaltungsgericht angefochten werden kann (Art. 86 Abs. 1 lit. d, Art. 90 BGG). Der angefochtene Entscheid betrifft die Frage, ob aufgrund der an der Universit�t Basel ausge�bten Lehrauftr�ge ein Lohnanspruch besteht. Es handelt sich dabei aufgrund der Stellung der Universit�t als �ffentlich-rechtliche Institution und da unstreitig keine privatrechtliche Grundlage f�r einen solchen Lohnanspruch vorliegt, um eine Angelegenheit des �ffentlichen Rechts (Art. 82 lit. a BGG). Der auf dem Gebiet der �ffentlich-rechtlichen Arbeitsverh�ltnisse zu beachtende Ausschlussgrund (Art. 83 lit. g BGG) ist nicht gegeben, da der Streit verm�gensrechtlicher Natur ist und die Streitwertgrenze von Fr. 15'000.- (Art. 51 Abs. 1 lit. a, Art. 85 Abs. 1 lit. b BGG) erreicht wird. Die �brigen Voraussetzungen f�r das Eintreten auf die Beschwerde sind ebenfalls erf�llt.
2.1 Mit der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann namentlich die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich der verfassungsm�ssigen Rechte) und von interkantonalem Recht ger�gt werden (Art. 95 lit. a und e BGG). Im Gegensatz zu kantonalrechtlichen Bestimmungen, deren Verletzung - vorbeh�ltlich politische Rechte umschreibender Normen (Art. 95 lit. d BGG) - lediglich in Form der Verletzung von kantonalen verfassungsm�ssigen Rechten (Art. 95 lit. c BGG) oder f�r den Fall ger�gt werden kann, dass damit gleichzeitig Bundesrecht oder V�lkerrecht verletzt wird (so etwa bei einer Verletzung von Grundrechten der Bundesverfassung (BV), insbesondere des Willk�rverbotes [Art. 9 BV] oder des Rechtsgleichheitsgebotes [Art. 8 BV]), unterliegt die Geltendmachung der Verletzung interkantonalen Rechts hinsichtlich der bundesgerichtlichen �berpr�fungsbefugnis keinen derartigen Einschr�nkungen (Urteile 8C_818/2010 vom 2. August 2011 E. 2.1 und 8C_260/2010 vom 12. Januar 2011 E. 2.2.1 mit Hinweisen).
2.2 Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG), doch pr�ft es, unter Ber�cksichtigung der allgemeinen R�ge- und Begr�ndungspflicht (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), nur die geltend gemachten Vorbringen, falls allf�llige weitere rechtliche M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind (BGE 138 I 274 E. 1.6 S. 280 mit Hinweis).
Hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten sowie von kantonalem und interkantonalem Recht gilt eine qualifizierte R�gepflicht. Das Bundesgericht pr�ft eine solche R�ge nur insofern, als sie in der Beschwerde pr�zise vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 137 V 57 E. 1.3 S. 60; 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68; je mit Hinweis; vgl. auch BGE 138 I 225 E. 3.2 S. 228; 274 E. 1.6 S. 280 f.; je mit Hinweis; 171 E. 1.4 S. 176 mit Hinweisen).
2.3 Das Bundesgericht legt seinem Urteil den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt zugrunde (Art. 105 Abs. 1 BGG). Von diesen tats�chlichen Feststellungen kann es nur dann abweichen, wenn sie offensichtlich unrichtig sind oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhen (Art. 105 Abs. 2 BGG) und wenn die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 BGG).
Streitig ist, ob der Beschwerdef�hrer aus den in den Jahren 1999 bis 2003 an der Universit�t Basel ausgef�hrten Lehrauftr�gen Anspruch auf Lohn im Gesamtbetrag von Fr. 64'000.- (nebst Zins) hat.
Das kantonale Gericht hat dies gest�tzt auf die damals g�ltig gewesenen Rechtsgrundlagen verneint. Es hat im Wesentlichen erwogen, den Einwand des Beschwerdef�hrers, es habe von Beginn weg an einer gesetzlichen Grundlage f�r die Erteilung unentgeltlicher Lehrauftr�ge gefehlt, habe bereits die Rekurskommission mit Hinweis auf � 18 des damals in Kraft gestandenen Gesetzes �ber die Universit�t Basel vom 8. November 1995 (nachfolgend: Universit�tsgesetz) entkr�ftet. Sodann seien gem�ss � 8 der Ordnung �ber die Pflichten und Rechte der Universit�tslehrerinnen und Universit�tslehrer vom 26. April 1989, welche bis 30. M�rz 2007 in Kraft gestanden habe und auf den vorliegenden Fall anwendbar sei, ausserordentliche Professoren und Privatdozenten ohne Lehrauftrag verpflichtet, wissenschaftlich t�tig zu bleiben und f�r jedes Semester wenigstens zwei Wochenstunden Vorlesungen in dem Wissenschaftsbereich, f�r den die venia docendi erteilt worden sei, durchzuf�hren, sofern wenigstens zwei Studierende daran teiln�hmen. Der Beschwerdef�hrer sei aufgrund seiner damals eingereichten Habilitation von der Universit�t zum Privatdozenten ernannt worden. Entsprechend habe er jeweils einen Lehrauftrag in seinem Wissenschaftsbereich erhalten und ausgef�hrt. Dabei habe er, da er nicht zugleich bei der Universit�t Basel angestellt gewesen sei, als externer Lehrbeauftragter gegolten. Die Entsch�digung f�r diese Lehrt�tigkeit sei in der Verordnung betreffend die Kollegiengeldentsch�digung f�r ausserordentliche Professoren, Ehrendozenten, Privatdozenten und emeritierte Dozenten ohne bezahlten Lehrauftrag vom 4. August 1980 (SG 164.620; nachfolgend: Verordnung Kollegiengeld) geregelt. � 1 dieser Verordnung laute: "F�r Lehrveranstaltungen an der Universit�t Basel erhalten, unter Vorbehalt von � 2, die ausserordentlichen Professoren, die Ehrendozenten, die Privatdozenten und die emeritierten Dozenten ohne bezahlten Lehrauftrag eine Kollegiengeldentsch�digung von Fr. 500.- f�r eine im Semester gelesene Wochenstunde, Fr. 40.- pro Einzelstunde bei Mitwirkung an gemeinsamen Lehrveranstaltungen. Die Entsch�digung darf jedoch insgesamt Fr. 1000.- pro Semester nicht �berschreiten." Gest�tzt auf diese Regelung habe der Beschwerdef�hrer jeweils kein Gehalt, sondern eine pauschale Entsch�digung von Fr. 1000.- erhalten. Dar�ber hinaus bestehe kein Anspruch auf einen Lohn. Damit k�nne offen bleiben, ob der Beschwerdef�hrer bereits mit der Abhaltung seiner Vorlesungen resp. mit dem Erhalt der Kollegiengeldentsch�digung auf eine Bezahlung nach den von ihm geforderten Ans�tzen verzichtet habe.
Ein erstes Vorbringen in der Beschwerde geht dahin, die Fakult�t habe sich bei der Behandlung des Lohnbegehrens zu viel Zeit gelassen. Der Beschwerdef�hrer leitet daraus aber keine Rechtsanspr�che ab und legt auch nicht dar, inwiefern die ger�gte Verfahrensdauer bei der Beurteilung des streitigen Lohn- und Zinsanspruchs bedeutsam sein soll. Damit hat es diesbez�glich sein Bewenden.
Der Beschwerdef�hrer macht geltend, die Beurteilung, wonach der von ihm ausge�bte Lehrauftrag keinen Lohnanspruch begr�nde, verletze das Lohngleichheitsgebot gem�ss Art. 8 Abs. 3 BV sowie Art. 3 und Art. 5 des Bundesgesetzes vom 24. M�rz 1995 �ber die Gleichstellung von Frau und Mann (Gleichstellungsgesetz, GlG; SR 151.1). Diese R�gen sind im Rahmen von Art. 95 lit. a BGG zu pr�fen.
5.1 Die Vorinstanz hat sich im angefochtenen Entscheid zun�chst mit dem - verfassungsrechtlich in Art. 8 Abs. 1 BV geregelten - allgemeinen Gebot der rechtsgleichen Behandlung befasst. Sie ist zum Ergebnis gelangt, die vorgenommene Differenzierung bei der Entl�hnungsstruktur sei sachlich begr�ndet und verstosse daher nicht gegen dieses Gebot.
Der Beschwerdef�hrer �ussert sich zwar zu Aspekten der vorinstanzlichen Erw�gungen. Er beruft sich dabei aber nicht auf die Art. 8 Abs. 1 BV, sondern ausdr�cklich nur auf Art. 8 Abs. 3 BV sowie Art. 3 und Art. 5 GlG, mithin auf den durch diese Bestimmungen gew�hrleisteten Schutz vor geschlechtsbezogener Diskriminierung. Darauf beschr�nkt sich daher auch die bundesgerichtliche Beurteilung.
5.2 Art. 8 Abs. 3 BV und Art. 3 GlG verbieten die direkte und indirekte Diskriminierung von Arbeitnehmenden aufgrund des Geschlechts, insbesondere auch hinsichtlich Entl�hnung. Art. 5 GlG regelt die aus einer solchen Benachteiligung fliessenden Rechtsanspr�che. Art. 6 GlG sieht sodann eine Beweislasterleichterung vor, indem u.a. bez�glich der Entl�hnung eine Diskriminierung vermutet wird, wenn diese von der betroffenen Person glaubhaft gemacht wird.
Eine direkte Diskriminierung liegt vor, wenn sich eine Ungleichbehandlung ausdr�cklich auf die Geschlechtszugeh�rigkeit oder auf ein Kriterium st�tzt, das nur von einem der beiden Geschlechter erf�llt werden kann, und sie sich nicht sachlich rechtfertigen l�sst. Von einer indirekten Diskriminierung ist demgegen�ber auszugehen, wenn eine formal geschlechtsneutrale Regelung im Ergebnis wesentlich mehr bzw. �berwiegend Angeh�rige des einen Geschlechts ohne sachliche Rechtfertigung gegen�ber jenen des anderen benachteiligt (BGE 125 I 71 E. 2a S. 79 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 138 I 205 E. 5.5 S. 213 f. mit Hinweisen; MARGRITH BIGLER-EGGENBERGER, in: Die schweizerische Bundesverfassung, 2. Aufl. 2008, N. 92 zu Art. 8 BV; ELISABETH FREIVOGEL, in: Claudia Kaufmann/Sabine Steiger-Sackmann [Hrsg.], Kommentar zum Gleichstellungsgesetz, 2. Aufl. 2009, N. 5 und 8 zu Art. 3 GlG).
5.2.1 Eine direkte Diskriminierung steht im vorliegenden Fall nicht zur Diskussion. Die Argumentation des Beschwerdef�hrers geht dahin, die Art und Weise, wie die entl�hnten und nicht entl�hnten Lehrauftr�ge auf M�nner und Frauen verteilt worden seien, benachteilige die m�nnlichen Lehrbeauftragten. Geltend gemacht wird mithin eine indirekte Diskriminierung.
5.2.2 Das kantonale Gericht hat hiezu erwogen, die im Entscheid der Rekurskommission vom 16. Oktober 2010 enthaltene Liste zeige auf, wie die unentgeltlichen, halbentgeltlichen und entgeltlichen Lehrauftr�ge in den Jahren 2001 bis 2003 an M�nner und Frauen erteilt worden seien. Daraus ergebe sich, dass nicht nur stets mehr M�nner als Frauen �berhaupt Lehrauftr�ge erhalten h�tten, sondern dass auch durchwegs mehr M�nnern als Frauen halb- oder ganzentgeltliche Lehrauftr�ge erteilt worden seien.
In der Beschwerde wird nichts vorgebracht, was diese Sachverhaltsfestzustellungen als offensichtlich unrichtig oder in anderer Weise rechtswidrig erscheinen liesse. Entsprechendes ergibt sich auch nicht aus den Beispielen von an Frauen erteilten, entl�hnten Lehrauftr�gen, welche der Beschwerdef�hrer - im �brigen ohnehin in novenrechtlich unzul�ssiger Weise (Art. 99 Abs. 1 BGG) - anf�hrt.
5.2.3 Die Vorinstanz hat sodann erkannt, demnach sei eine Diskriminierung von M�nnern weder glaubhaft gemacht noch in irgendeiner Weise erkennbar.
Diese Beurteilung ist rechtm�ssig. In der Beschwerde wird nicht nachvollziehbar dargelegt, inwiefern es sich anders verhalten sollte. Die Ausf�hrungen zur Arbeitsplatzbewertung, zur Gleichwertigkeit der vom Beschwerdef�hrer sowie von Frauen geleisteten Arbeit und zu den erfolgten Aufgabenzuteilungen verm�gen keine Benachteiligung von M�nnern darzutun. Soweit geltend gemacht wird, ger�gt werde nicht eine Diskriminierung der M�nner bei der Anstellung, sondern bei der Lohnfindung, ist festzuhalten, dass eine solche Benachteiligung bei der dargelegten Verteilung der entl�hnten und nicht entl�hnten Lehrauftr�ge nicht glaubhaft erscheint.
Art. 8 Abs. 3 BV und Art. 3 GlG sind somit nicht verletzt. Damit kann offen bleiben, wie es sich bez�glich weiterer Begr�ndungselemente im vorinstanzlichen Entscheid und den diesbez�glichen Einw�nden in der Beschwerde verh�lt. Das gilt namentlich auch f�r das - ohnehin spekulative - Argument des Beschwerdef�hrers, die von ihm abgehaltenen Lehrauftr�ge w�ren bei Durchf�hrung durch eine Frau entl�hnt worden.
5.2.4 Der Beschwerdef�hrer r�gt �berdies, das kantonale Gericht habe bei der Beurteilung der Gleichstellungsthematik seinen Anspruch auf rechtliches Geh�r nach Art. 29 Abs. 2 BV verletzt. Er bezieht sich dabei auf seine Beweisantr�ge zur Frage der Gleichwertigkeit seiner Arbeit mit derjenigen von Frauen. Von solchen Beweismassnahmen ist indessen mit der Vorinstanz abzusehen, da sie keine entscheidrelevante neue Erkenntnisse erwarten lassen. Entgegen der in der Beschwerde vertretenen Auffassung setzt sich der angefochtene Entscheid auch hinreichend mit diesen Beweisbegehren auseinander. Eine Geh�rsverletzung liegt somit nicht vor.
Vorgebracht wird sodann, das Gesetz betreffend Einreihung und Entl�hnung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kantons Basel-Stadt vom 18. Januar 1995 (Lohngesetz; SG 164.100) mit Anhang 1 (Lohntabelle), die hiezu ergangene Verordnung betreffend Anwendbarkeit des Lohngesetzes auf nicht definitiv Besch�ftigte oder nur nebenamtlich im Staatsdienst t�tige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom 16. Mai 1995 (SG 164.360; nachfolgend: Verordnung Nebenamt) und die Gehaltsordnung der Universit�t Basel vom 13. Dezember 2001 (in Kraft gestanden vom 1. Januar 2002 bis 19. Februar 2009; nachfolgend: Gehaltsordnung) mit Anhang 4 seien zu Unrecht nicht angewendet worden. Hingegen sei die Verordnung Kollegiengeld zu Unrecht angewendet worden.
6.1 Der Beschwerdef�hrer postuliert hiezu, "die beiden von Universit�tsorganen erlassenen Verordnungen" stellten interkantonales Recht dar, weshalb die Beurteilung nach Art. 95 lit. e BGG zu erfolgen habe. Welche Verordnungen damit gemeint sein sollen, ist nicht vollumf�nglich nachvollziehbar, zumal nur die Gehaltsordnung von einem Universit�tsorgan, dem Universit�tsrat, verabschiedet wurde, nicht aber die �brigen Erlasse, einschliesslich der - regierungsr�tlichen - Verordnung Kollegiengeld. Auch die Gehaltsordnung stellt indessen kein interkantonales Recht dar, wie gleich gezeigt wird.
6.1.1 Das interkantonale Recht im Sinne von Art. 95 lit. e BGG umfasst zun�chst die interkantonalen Vereinbarungen. Werden durch ein solches Konkordat interkantonale Organisationen oder Einrichtungen geschaffen, gelten auch die von deren Organen erlassenen Rechtsnormen als interkantonales Recht (Urteil 8C_818/2010 E. 2.2; Markus Schott: in Basler Kommentar zum Bundesgerichtsgesetz, 2. Aufl. 2011, N. 65 zu Art. 95 BGG mit Hinweisen auf weitere Urteile).
6.1.2 Im erw�hnten Urteil 8C_818/2010 konnte eine vom Universit�tsrat der Universit�t Basel erlassene Personalordnung als interkantonales Recht betrachtet werden. Das Bundesgericht stellte hiebei namentlich darauf ab, dass die Universit�t Basel gem�ss � 1 Abs. 2 des Vertrages zwischen den Kantonen Basel-Landschaft und Basel-Stadt �ber die gemeinsame Tr�gerschaft der Universit�t Basel vom 27. Juni 2006 (SG 442.400) eine bikantonale �ffentlich-rechtliche Anstalt ist und damit als interkantonale Einrichtung zu betrachten sei (vgl. Urteil 8C_818/2010 E. 3.1).
Im vorliegenden Fall, welcher Anspr�che aus den Jahren 1999 bis 2003 beschl�gt, kommt indessen nicht der - am 1. Januar 2007 in Kraft getretene - Vertrag vom 27. Juni 2006 zur Anwendung, sondern der - bis 31. Dezember 2006 in Kraft gestandene - Vertrag zwischen den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft �ber die Beteiligung des Kantons Basel-Landschaft an der Universit�t Basel vom 30. M�rz 1994. Gem�ss dessen � 1 Abs. 3 war die Universit�t Basel eine �ffentlich-rechtliche Anstalt des Kantons Basel-Stadt. Aufgrund dieser Regelung konnte die Universit�t somit noch nicht als interkantonale Einrichtung betrachtet werden. Es ist auch keine anderweitige Rechtsgrundlage ersichtlich, welche eine entsprechende Qualifizierung der Universit�t f�r jenen Zeitpunkt gestattete. Damit stellen die damals von ihren Organen erlassenen Regelungen, einschliesslich der Gehaltsordnung, kein interkantonales Recht im Sinne von Art. 95 lit. e BGG dar. Gleiches gilt ohne Weiteres auch f�r die �brigen, nicht von Universit�tsorganen, sondern von Gesetzgeber und Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt verabschiedeten Erlasse.
6.1.3 Nach dem Gesagten sind die erw�hnten Erlasse (E. 6 Ingress hievor) als kantonales Recht nur auf Verletzung von Bundesrecht, V�lkerrecht, kantonalen verfassungsm�ssigen Rechten oder kantonalen politischen Rechten zu �berpr�fen (E. 2.1 hievor).
6.2 Der Beschwerdef�hrer macht f�r den Fall, dass interkantonales Recht verneint wird, geltend, der angefochtene Entscheid verletze Bundesrecht, indem die Nichtanwendung von Lohngesetz mit Anhang 1, Verordnung Nebenamt und Gehaltsordnung sowie die Anwendung der Verordnung Kollegiengeld willk�rlich im Sinne von Art. 9 BV seien.
6.2.1 Gem�ss Art. 9 BV hat jede Person Anspruch darauf, von den staatlichen Organen ohne Willk�r behandelt zu werden. Nach der st�ndigen Praxis des Bundesgerichts liegt Willk�r in der Rechtsanwendung vor, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft. Das Bundesgericht hebt einen Entscheid jedoch nur auf, wenn nicht bloss die Begr�ndung, sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist. Dass eine andere L�sung ebenfalls als vertretbar oder gar zutreffender erscheint, gen�gt nicht (BGE 138 I 305 E. 4.3 S. 319 mit Hinweis; vgl. auch BGE 138 I 49 E. 7.1 S. 51 mit weiteren Hinweisen).
6.2.2 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, vor dem 1. Januar 2002 seien Lehrauftr�ge nach Ans�tzen entl�hnt worden, welche denjenigen der heutigen Gehaltsordnung entsprochen h�tten. Die Rechtsgrundlage f�r den Arbeitslohn aus diesen Lehrauftr�gen habe dabei in einer "pro-rata" Anwendung des Lohngesetzes und der Verordnung Nebenamt auf die in Teilzeit besch�ftigten Lehrbeauftragten bestanden. Eine Kategorie "nicht bezahlte Lehrauftr�ge" sei nun aber weder im Lohngesetz und dessen Anhang 1 (Lohntabelle) noch in der Verordnung Nebenamt vorgesehen. Es bestehe keine Grundlage f�r eine selektive Anwendung der Erlasse auf einzelne Lehrauftr�ge.
Das kantonale Gericht hat hiezu erwogen, das Lohngesetz und die Verordnung Nebenamt seien nur auf Mitarbeiter des Kantons anwendbar, nicht aber auf die bei der Universit�t Basel t�tigen Lehrbeauftragten. Die Rechtsgrundlage f�r nicht entl�hnte Lehrauftr�ge sieht die Vorinstanz in � 18 Universit�tsgesetz (vgl. E. 3 hievor) und in der Verordnung Kollegiengeld. Diese Beurteilung ist jedenfalls nicht willk�rlich. Dass eine "pro-rata Anwendung" der f�r das Kantonspersonal geltenden Bestimmungen nicht entl�hnte Lehrauftr�ge ausgeschlossen h�tte, ist nicht nachvollziehbar.
6.2.3 Vorgebracht wird weiter, f�r den Zeitraum ab 1. Januar 2002 bestimme � 3 Abs. 4 Gehaltsordnung, f�r die Lohnans�tze der Lehrbeauftragten sei Anhang 4 massgebend. Auch im Anhang 4 werde von den Lohnans�tzen der Lehrbeauftragten gesprochen. Damit k�nnten also nur alle Lehrbeauftragten gemeint sein. Die Lohns�tze der Gehaltsordnung d�rften daher nicht selektiv angewendet werden. Aus der Verordnung Kollegiengeld ergebe sich nichts anderes.
Die Vorinstanz hat hiezu erwogen, die Gehaltsordnung und die Verordnung Kollegiengeld regelten zwei unterschiedliche Besch�ftigungsformen. Anstellungen mit Besch�ftigungsprozenten f�hrten zu einem (Monats-)Gehalt, welches sich nach der Gehaltsordnung bestimme. Die nach wenigen Wochenstunden berechneten unbezahlten Lehrauftr�ge hingegen f�hrten gest�tzt auf die Verordnung Kollegiengeld zu einer nach Wochenstunden berechneten pauschalen Entsch�digung, eigentlich einer Spesenentsch�digung, welche am Ende des Semesters aufgrund einer Erkl�rung �ber die durchgef�hrten Lehrveranstaltungen ausbezahlt werde. Es bestehe ein gewichtiger sachlicher Unterschied zwischen mit wenigen Stunden besch�ftigten Lehrbeauftragten und den entl�hnten Mitarbeitern, die in einem erheblich gr�sseren Umfang, mit Voll- oder Teilpensum, bei der Universit�t besch�ftigt seien. W�hrend die ersteren neben dem Lehrauftrag einer Hauptbesch�ftigung mit einem Haupteinkommen nachgingen, im Falle des Beschwerdef�hrers im Rahmen einer Anwaltskanzlei, bez�gen letztere ihr Haupteinkommen bei der Universit�t. Die beiden Ordnungen erg�nzten sich insofern.
Dass das kantonale Gericht von einem Nebeneinander zweier Regelungen ausgeht, kann mit Blick auf die einzelnen Erlasse nicht als willk�rlich betrachtet werden. Auch die Erw�gungen zur sachlich begr�ndeten Unterscheidung zwischen entl�hnten und nicht entl�hnten Lehrauftragen sind jedenfalls im Ergebnis nicht unhaltbar. Daran verm�gen die in der Beschwerde postulierten Auslegungsvarianten einzelner Bestimmungen und die semantischen �berlegungen zur Umschreibung von Lehrfunktionen und Entl�hnungsmodi nichts zu �ndern.
6.2.4 Die Willk�rr�gen sind somit ebenfalls unbegr�ndet, was zur Abweisung der Beschwerde f�hrt.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt als Verwaltungsgericht und dem Eidgen�ssischen B�ro f�r die Gleichstellung von Frau und Mann schriftlich mitgeteilt.

References: BGE 
 Art. 90
 Art. 85
 BGE 
 BGE 
 Art. 95
 Art. 8
 Art. 3
 Art. 5
 Art. 95
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 3
 Art. 5
 Art. 8
 Art. 3
 Art. 5
 Art. 6
 BGE 
 Art. 8
 Art. 3

Art. 8
 Art. 3
 Art. 29
 Art. 95
 Art. 95
 Art. 95
 Art. 95
 Art. 9
 Art. 9
 BGE