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Timestamp: 2019-04-22 21:00:54+00:00

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EuGH, 26.02.1986 - 152/84 - dejure.org
1 . SOZIALPOLITIK - MÄNNLICHE UND WEIBLICHE ARBEITNEHMER - ZUGANG ZUR BESCHÄFTIGUNG UND ARBEITSBEDINGUNGEN - GLEICHBEHANDLUNG - RICHTLINIE 76/207 - ARTIKEL 5 ABSATZ 1 - ENTLASSUNG - BEGRIFF
Möglichkeit eines Einzelnen, sich auf eine Richtlinie zu berufen; Wirkung im Verhältnis zwischen Staat und Einzelnen; Auslegung des Begriffs Entlassung; Verwirklichung des Grundsatzes der Gleichbehandlung von Männern und Frauen im Bereich der sozialen Sicherheit; Festsetzung des Rentenalters für die Gewährung der Altersrente oder Ruhestandsrente; Entlassung einer Frau wegen Erreichen des Rentenalters; Verbot der Diskriminierungen auf Grund des Geschlechts hinsichtlich der Arbeitsbedingungen und Entlassungsbedingungen
Vertikale direkte Anwendbarkeit von Richtlinien - Richtlinie 76/207/EWG des Rates vom 9. Februar 1976 zur Verwirklichung des Grundsatzes der Gleichbehandlung von Männern und Frauen hinsichtlich des Zugangs zur Beschäftigung, zur Berufsbildung und zum beruflichen Aufstieg sowie in bezug auf die Arbeitsbedingungen
BetrAVG § 1; EWGV Art. 119; GG Art. 3
Gleichbehandlung vom Männern und Frauen - Entlassungsbedingungen
Generalanwalt beim EuGH, 18.09.1985 - 152/84
Slg. 1986, 723
NJW 1986, 2178
Schließlich lässt sich der richtlinienkonformen Rechtsfortbildung nicht entgegenhalten, sie laufe auf eine - in ständiger Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europäischen Union abgelehnte (…EuGH, NJW 1994, 2473 Rn. 20 - Dori/Recreb; NJW 1986, 2178 Rn. 48 - Marshall) - horizontale Drittwirkung der Richtlinie hinaus (vgl. BGH, Urteil vom 9. April 2002 - XI ZR 91/99, BGHZ 150, 248, 259 f.).
Allerdings kann nach ständiger Rechtsprechung des Gerichtshofs der Europäischen Gemeinschaften auch eine klare, genaue und unbedingte Richtlinienbestimmung, mit der dem Einzelnen Rechte gewährt oder Verpflichtungen auferlegt werden sollen, im Rahmen eines Rechtsstreits, in dem sich ausschließlich Private gegenüberstehen, nicht als solche Anwendung finden (EuGH, Urteil vom 26. Februar 1986 - Rs. 152/84, Slg. 1986, S. 723, Rdnr. 48 - Marshall/Southampton and South-West Hampshire Area Health Authority;… Urteil vom 5. Oktober 2004, aaO, Rdnr. 108 f. - Pfeiffer u. a./ Deutsches Rotes Kreuz, Kreisverband Waldshut e.V.;… Urteil vom 7. Juni 2007 - Rs. C-80/06, Slg. 2007, I S. 4473, Rdnr. 20 - Carp Snc di L. Moleri e.V. Corsi/Ecorad Srl.).
aa) Nach der ständigen Rechtsprechung des Gerichtshofes kann sich der Einzelne in all den Fällen, in denen die Bestimmungen einer Richtlinie inhaltlich unbedingt und hinreichend genau sind, vor nationalen Gerichten gegenüber dem Staat auf diese Bestimmungen berufen, wenn dieser die Richtlinie nicht fristgemäß oder nur unzulänglich in das nationale Recht umgesetzt hat (…siehe nur EuGH, Rs. 41/74, Slg. 1974, 1337 Rn. 9 ff. - van Duyn;… Rs. C-148/78, Slg. 1979, 1629 Rn. 18 ff. - Ratti;… Rs. 8/81, Slg. 1982, 53 Rn. 17 ff. - Becker; Rs. 152/84, Slg. 1986, 723 Rn. 46 ff. - Marshall;… Rs. 103/88, Slg. 1989, 1839 Rn. 28 ff. - Fratelli Costanzo SpA;… Rs. C-397/01 bis 403/01, aaO Rn. 103 - Pfeiffer u.a.; jeweils mwN; vgl. BAGE 128, 134, 154; [sogenannte vertikale Direktwirkung]).
Soweit das Berufungsgericht hierbei - unausgesprochen - von einer unmittelbaren Wirkung des Art. 65 Abs. 1 der Richtlinie ausgegangen ist, ist eine solche im horizontalen Verhältnis zwischen Zahler und Zahlungsdienstleister von vorneherein ausgeschlossen (EuGH, Slg. 1986, 723 Rn. 48;… EuGH, EWS 2007, 329 Rn. 20 mwN).
In den Entscheidungsgründen wird unter Bezugnahme auf das Urteil des Gerichtshofs vom 26. Februar 1986 in der Rechtssache 152/84 (Marshall) ausgeführt, daß die genannte Richtlinie hinreichend bestimmt ist, um vom Einzelnen vor den nationalen Gerichten zu dem Zweck in Anspruch genommen zu werden, die Anwendung jeder nationalen Norm auszuschließen, die Art. 5 Abs. 1 der Richtlinie nicht entspricht.
Dabei kommt es nicht darauf an, in welcher Eigenschaft der Staat handelt, ob als Hoheitsträger oder als Arbeitgeber (EuGH 26. Februar 1986 - Rs. 152/84 - [Marshall I] Sgl. 1986, 723, 737, zu Nr. 49 der Gründe;… 12. Juli 1990 - C-188/89 - aaO, zu Nr. 17 der Gründe).
In dem einen wie dem anderen Fall muss nämlich verhindert werden, dass der Staat aus der Nichtbeachtung des Unionsrechts Nutzen ziehen kann (siehe u. a. Urteile vom 26. Februar 1986, Marshall, 152/84, Slg. 1986, 723, Randnr. 49, vom 12. Juli 1990, Foster u. a., C-188/89, Slg. 1990, I-3313, Randnr. 17, und vom 14. September 2000, Collino und Chiappero, C-343/98, Slg. 2000, I-6659, Randnr. 22).
Gegenüber dem Einzelnen können die Bestimmungen einer Richtlinie nur Rechte begründen (Urteil vom 26. Februar 1986 in der Rechtssache 152/84, Marshall, Slg. 1986, 723, Randnr. 48).
EuGH, 11.06.1987 - 14/86
Pretore di Salò / X
BFH, 12.06.1997 - V R 36/95
Die unzutreffende Beurteilung des Vorsteuerabzugs im Erstjahr kann in den …
BFH, 13.11.1997 - V R 140/93
EuGH, 25.07.1991 - C-345/89
Strafverfahren gegen Stoeckel
EuGH, 13.03.1997 - C-197/96
EuGH, 30.03.1993 - C-328/91
Secretary of State for Social Security / Thomas u.a.
LAG Berlin, 28.10.1994 - 6 Sa 93/94
Mutterschaftsgeld: Berechnung
EuGH, 12.05.1987 - 372/85
EuGH, 13.07.1995 - C-116/94
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EuGH, 16.07.1992 - C-63/91
Jackson und Cresswell / Chief Adjudication Officer
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BFH, 07.05.1997 - V R 145/92
VG Osnabrück, 23.04.2009 - 5 A 316/08
Richtlinienkonforme Auslegung des § 3 Abs. 2 Nr. 2 FreizügG/EU
BFH, 07.05.1997 - V R 110/92
BFH, 12.06.1997 - V R 49/92
Berichtigung des Abzugs der auf die Anschaffungs- oder Herstellungskosten eines …
BFH, 07.05.1997 - V R 104/92
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Generalanwalt beim EuGH, 08.07.1986 - 192/85
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LG Köln, 30.11.2000 - 84 O 127/00
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Generalanwalt beim EuGH, 14.04.1994 - C-420/92
LG Köln, 30.11.2000 - 84 O (Kart) 126/00
Anspruch auf Call-by-Call Gespräche im Ortsnetz

References: § 1
 Art. 119
 Art. 3
 Art. 65
 Art. 5
 § 3