Source: http://forum.norwegen-freunde.com/viewtopic.php?f=9&t=14828&sid=7e120a13486a50bc9bb4d26775ca37e1
Timestamp: 2018-05-20 17:37:12+00:00

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von EuraGerhard » Do, 29. Mai 2008, 10:31
es wurde hier schon oft diskutiert, das Jedermannsrecht. Allerdings kursieren unter Skandinavienreisenden wie auch im Internet zahlreiche recht merkwürdige Vorstellungen darüber, was dieses uralte Recht nun eigentlich beinhaltet. Und der Blick in einschlägige Reiseführer hilft oft nicht weiter, denn ganz offenkundig wird auch in dieser Branche oft wenig selbst recherchiert, und dafür um so häufiger schlicht abgeschrieben. Weil mich diese ganze Fehlinformation nervt, habe ich einmal unter aussschließlicher Benutzung offizieller Quellen, also den Veröffentlichungen norwegischer Behörden, alles zusammengetragen und ausgewertet, was ich zu diesem Thema finden konnte. Und weil Fehlinterpretationen des Jedermannsrechts durch Touristen gelegentlich zu Konflikten mit der einheimischen Bevölkerung führen können, stelle ich diese Informationen hiermit allen Lesern dieses Forums zur Verfügung. Soweit möglich, habe ich auch die Quellen verlinkt, falls vorhanden englische Versionen.
Eine häufig wiederholte Fehlinformation ist, dass das norwegische Jedermannsrecht lediglich eine Art Gewohnheitsrecht sei und nicht schriftlich festgelegt: Siehe hierzu Kapitel 3.1.
Um juristisches Kauderwelsch so weit wie möglich zu vermeiden und so schnell wie möglich zu den für Reisende wichtigen Punkten zu kommen, habe ich den Artikel in drei Teile unterteilt: Im ersten Teil zunächst ohne weitere Erklärung die Kernaussagen des Jedermannsrechts. Auf bestimmte, häufig vorkommende Spezialfälle gehe ich dann im zweiten Teil ein. Ich habe dabei versucht, auf alle Fragen einzugehen, die ein (potenzieller) Norwegenreisender möglicherweise stellen könnte. Aber falls jemandem hier noch weitere Dinge einfallen, bin ich gerne bereit, diese Liste zu erweitern. Im dritten Teil folgt dann die juristischen Hintergrundinformationen, einschließlich der Zitate und Verweise auf Gesetzestexte.
Für weitere Informationen, insbesondere auch was andere Länder außer Norwegen betrifft, siehe auch den mittlerweile ziemlich korrekten Artikel zum Thema bei Wikipedia. In Schweden und Finnland sind die Bestimmungen ähnlich, Unterschiede gibt es hauptsächlich bezüglich Fischen und Feuer machen. Bei Bedarf kann ich vergleichbare Informationen auch für diese beiden Länder zusammenstellen. In Dänemark gibt es kein Jedermannsrecht. Es gibt jedoch, was wenigen bekannt ist, etwas Ähnliches in Schottland.
1 Die Kernaussagen des Jedermannsrechts:
Das Jedermannsrecht ist zunächst einmal ein allgemeines Zugangsrecht zur Natur. Oberster Grundsatz dabei ist jedoch: "Nicht stören - Nichts zerstören!" Es sollte eigentlich selbstverständlich sein, muss aber leider immer wieder gesagt werden: Wer Abfälle hinterlässt, Pflanzen ausreißt oder Teile davon abbricht, fremdes Eigentum beschädigt oder Ähnliches, verwirkt sein Zugangsrecht und muss mit strengen Strafen rechnen. Unter welchen Voraussetzungen dennoch z.B. Blumen und Beeren gepflückt oder Pilze gesammelt werden dürfen, wird später erläutert.
Im norwegischen Jedermannsrecht wird zwischen kultiviertem und unkultiviertem Land unterschieden: Kultiviertes Land ist dabei alles Land, das vom Menschen in irgend einer Form bebaut oder bearbeitet wird, also landwirtschaftlich genutztes Gebiet, Rasenflächen, Parks, Gärten, aber auch Weideland und Schonungen. Der Rest ist unkultiviertes Land.
1.1 Betreten, Wandern und Befahren:
Jedermann darf in Norwegen auf unkultiviertem Land auch ohne die Erlaubnis des Besitzers sich aufhalten, wandern, und im Winter Ski fahren.
Kultiviertes Land hingegen, und das ist ein wesentlicher Unterschied zu Schweden und Finnland, darf in Norwegen generell nur mit Erlaubnis des Besitzers betreten werden. Dies gilt auch für Weideflächen!
Lediglich im Winter, wenn der Boden gefroren oder vollständig mit Schnee bedeckt ist, darf auch kultiviertes Land betreten werden. Ausgenommen sind Bauernhöfe, Grundstücke um Häuser und Hütten herum, abgezäunte Gärten und Parks sowie Bereiche in denen ein öffentlicher Zugang auch im Winter erheblich stören würde, z.B. Schonungen.
1.1.1 Nichtmotorisierte Fahrzeuge:
Zu Pferd, mit Packpferden, Fahrrad, Schlitten oder Ähnlichem darf man sich nur im Bergland frei bewegen, sonst muss man sich an Straßen, Wege und Pfade halten. Überdies können die kommunalen Behörden in Absprache mit dem Besitzer den Zugang mit solchen Transportmitteln einschränken oder verbieten. Ohne behördliche Zustimmung darf der Eigentümer einer privaten Straße deren Benutzung durch nichtmotorisierte Fahrzeuge nicht verbieten.
1.1.2 Befahren mit Motorfahrzeugen:
Mit Motorfahrzeugen jeglicher Art darf ausschließlich auf Straßen und dafür zugelassenen Wegen gefahren und geparkt werden. Entlang öffentlicher Straßen ist überdies das Parken am Straßenrand auf unkultiviertem Land zulässig, wenn dabei nichts beschädigt und der Verkehr nicht behindert wird. Das Gleiche gilt für Anhänger von Motorfahrzeugen. Abgesehen davon darf auf kultiviertem Land lediglich mit Erlaubnis des Eigentümers, auf unkultiviertem Land überhaupt nicht - auch nicht mit Erlaubnis des Eigentümers! - gefahren oder geparkt werden.
Besitzer privater Straßen und Wege dürfen deren Benutzung durch Motorfahrzeuge generell oder für bestimmte Fahrzeugarten verbieten, solche Verbote müssen ausgeschildert oder durch Absperrungen wie Schranken oder Ketten deutlich gemacht werden.
1.2. Picknick, Campen, Feuer machen:
Zweifellos eines der am heißesten diskutierten Themen im Zusammenhang mit dem Jedermannsrecht ist das sogenannte "Wildcamping". Eine klare Definition dieses Begriffs findet man selten, meist wird hierunter jedoch das Übernachten in irgendwelchen "mobilen Unterkünften" außerhalb designierter Campingplätze verstanden. Oft wird behauptet, dass Wildcamping in Norwegen verboten sei. Diese Behauptung ist falsch, ein solches Verbot gibt es in Norwegen nicht.
Jedermann darf in Norwegen auf unkultiviertem Land unter bestimmten Voraussetzungen Picknick machen, Sonnenbaden, oder bis zu 48 Stunden "wild campen". Diese Voraussetzungen sind:
Zu bewohnten Häusern und Hütten muss ein Mindestabstand von 150 Metern gehalten werden, andernfalls wird die Zustimmung der Bewohner benötigt.
Es dürfen keinerlei Abfälle zurückgelassen werden. Auch das Vergraben von Abfällen ist verboten.
Sämtliche Spuren des Aufenthalts sind wieder zu beseitigen.
Der Aufenthalt geschieht stets auf eigene Gefahr.
Feuer machen: Zwischen dem 15. April und dem 15. September dürfen in Waldnähe generell keine offenen Feuer entfacht werden. Als Feuerholz darf lediglich auf dem Boden liegendes Totholz benutzt werden, keinesfalls dürfen Äste oder Zweige abgebrochen oder abgesägt werden.
Auf kultiviertem Land sind alle genannten Aktivitäten nur mit Zustimmung des Grundbesitzers zulässig.
Der Mindestabstand von 150 Metern zu bewohnten Häusern gilt nicht auf behördlich genehmigten Camping- und Wohnmobilstellplätzen.
Während der Jagdsaison können die lokalen Behörden das Camping aus Sicherheitsgründen vorübergehend untersagen.
1.3 Beeren, Pilze und Blumen pflücken:
Jedermann darf in Norwegen für den persönlichen Bedarf auf unkultiviertem Land wildwachsende Früchte, Beeren, Pilze und Blumen pflücken. Pflanzen, die unter Naturschutz stehen, dürfen jedoch nicht gepflückt werden. Wildwachsende Nüsse dürfen nur zum sofortigen Verzehr gepflückt werden. Für Moltebeeren gelten besondere Regelungen, die unter 1.3.1 erläutert werden.
Einige Reiseführer behaupten überdies, dass Beeren nur mit der Hand gepflückt werden dürfen, Hilfsmittel wie z.B. Blaubeerrechen also nicht erlaubt seien. Für diese Aussage habe ich bislang allerdings keinerlei Belege gefunden.
1.3.1 Ausnahme Moltebeeren:
In den drei nördlichsten Provinzen Finnmark, Troms und Nordland dürfen Moltebeeren nur von den Grundeigentümern gepflückt werden. In den übrigen Provinzen dürfen sie nur zum sofortigen Verzehr, also gewissermaßen "von der Hand in den Mund", gepflückt werden.
1.4 Schwimmen und Boot fahren:
Jedermann darf im Meer, in den Fjorden, in Flüssen und Seen schwimmen und mit nicht motorisierten Booten fahren, sofern die unter 1.2 genannten Voraussetzungen, insbesondere beim An- und Ablegen, eingehalten werden.
Das Führen von Motorbooten ist auf Salzwasser und auf Seen mit einer Oberfläche von mehr als 2 km² grundsätzlich gestattet, auf Flüssen und kleineren Seen nur dann, wenn diese Teil eines öffentlichen Schifffahrtsweges bilden. Es können jedoch lokale Verbote verhängt werden.
1.5 Angeln und Jagen:
Jedermann darf im Salzwasser, also im offenen Meer und in den Fjorden, angeln. Für das Angeln im Süßwasser, also in Flüssen und Seen, benötigen Personen über 16 Jahren immer eine Genehmigung. Jegliche andere Art der Fischerei außer Angeln bedarf ebenfalls einer Genehmigung.
2 Sonderfälle:
2.1 Wohnmobile und Wohnwagen:
Eigentlich gar kein Sonderfall, denn es gelten die Regeln für Motorfahrzeuge wie in 1.1.2 beschrieben. Das Befahren von oder Parken auf unkultiviertem Land ist also nicht erlaubt, und auf kultiviertem Land wird die Erlaubnis des Grundbesitzers benötigt.
Auf öffentlichen Straßen und Parkplätzen ist das Übernachten im geparkten Wohnmobil oder Wohnwagen zulässig, so lange erstens örtliche Parkvorschriften und zweitens die unter 1.2 genannten Voraussetzungen eingehalten werden. Dies wird durch ein Rundschreiben des norwegischen Umweltministeriums (Nr. T-3/07 vom 28.06.2007, Abschnitt 3.2.6) ausdrücklich klargestellt.
Auf privaten Straßen und deren Parkplätzen kann der Eigentümer das Fahren oder Parken mit Wohnmobilen oder anderen Motorfahrzeugen durch entsprechende Beschilderung untersagen. Solche Beschilderung muss beachtet werden, auch wenn sie nicht den offiziellen Verkehrszeichen entspricht.
2.2 Zelten "neben dem Auto":
So lange das Auto ordnungsgemäß geparkt ist, das Zelt auf unkultiviertem Land aufgebaut wird, und die unter 1.2 genannten Voraussetzungen eingehalten werden, ist das Zelten neben dem Auto nicht verboten.
2.3 Naturschutzgebiete:
In offiziell ausgewiesenen Naturschutzgebieten können zusätzliche Einschränkungen gelten. Beispielsweise kann hier der Aufenthalt über Nacht oder das Verlassen der Pfade generell verboten sein. Solche Einschränkungen werden auf Informationstafeln an den Zugängen zu den jeweiligen Gebieten bekannt gegeben.
3 Rechtliche Grundlagen:
Die Kerninhalte des Jedermannsrechts sind 1957 im "Gesetz über das Leben im Freien" ("Lov om friluftslivet", im Folgenden LOF genannt) festgelegt worden. 1977 wurde zusätzlich im "Act of 10 June 1977 No.82 relating to motor traffic on uncultivated land and in watercourses" (im Folgenden MUL) die Bestimmungen für Motorfahrzeuge festgelegt. Und der Umgang mit Wildpflanzen und deren Früchten ist im Strafgesetzbuch "Straffeloven" geregelt.
Für die hier verwendeten Begriffe "Innmark" und "Utmark" gibt es keine direkte deutsche Übersetzung, ich habe daher in Analogie zur offiziellen englischen Übersetzung die Begriffe "kultiviertes Land" und "unkultiviertes Land" gewählt.
3.1 Betreten, Wandern und Befahren:
§2 LOF regelt das Betreten von unkultiviertem Land ("Utmark"), während §3 LOF das Betreten von kultiviertem Land ("Innmark") betrifft. Die genauen Regelungen für Motorfahrzeuge außerhalb der Straßen, sowie Motorbooten auf Süßwasser, findet man in MUL.
3.2 Picknick, Camping, Feuer machen:
Regeln tut dies LOF §9, und er fasst hier zusammen: Picknicken, Sonnenbaden, Übernachten und Ähnliches. Wie schon gesagt, enthält dieser Paragraf keinerlei generelles Verbot des "Wildcamping". Ein solches Verbot findet sich auch sonst nirgendwo im norwegischen Recht. Nach LOF §9 benötigt man allerdings die Genehmigung des Grundeigentümers, wenn man länger als zwei Tage bleiben, näher als 150 Meter an einem bewohnten Haus oder Hütte oder aber auf kultiviertem Land campen will.
Gelegentlich wurde behauptet, die 150 m Abstand müssten auch zu unbewohnten Häusern und Hütten, oder gar Holzschuppen und Toilettenhäuschen gehalten werden. Dies ist falsch. Im LOF §9 ist ausdrücklich von "bebodd hus (hytte)" also von "bewohntem Haus (Hütte)" die Rede.
3.3 Pflücken:
Wird merkwürdigerweise im Strafgesetzbuch ("Straffeloven"), § 400, geregelt: Demnach ist das Pflücken von auf nicht umzäuntem(!), unkultivierten Land wachsenden Beeren, Pilzen und Blumen sowie das Ausreißen der Wurzeln von Kräutern erlaubt. Wildwachsende Nüsse und Moltebeeren dürfen hingegen nur zum sofortigen Verzehr gepflückt werden.
P.S: An die Moderatoren: Ich war der Meinung, dass dieser Beitrag am besten im "Camping"-Forum aufgehoben ist, obwohl er ja eigentlich viel weiter geht. Bei Bedarf kann er daher gerne in eines der anderen Foren verschoben werden.
Zuletzt geändert von EuraGerhard am Do, 29. Mai 2008, 15:24, insgesamt 4-mal geändert.
von hobbitmädchen » Do, 29. Mai 2008, 11:37
Jetzt ist das endlich mal klar und deutlich geklärt
von Neandertaler » Do, 29. Mai 2008, 12:24
Super! Vielen Dank für diese tollen und erstklassig aufbereiteten Informationen!
Registriert: Fr, 21. Mär 2008, 13:54
von muheijo » Do, 29. Mai 2008, 12:43
na, dass ist doch mal 'ne klare ansage. vielen dank fuer die muehe.
zwei fragen noch zum "feuer machen":
"Feuer machen: Zwischen dem 15. April und dem 15. September dürfen in Waldnähe generell keine offenen Feuer entfacht werden."
was ist "waldnæhe" - kann man da auch die 150m annehmen?
wie sieht's mit gas- und camping-kochern aus? muss man die auch als "offenes feuer" ansehen, also verboten?
@ modis: dieser thread wære vielleicht so ein "wichtig"-thread...
von EuraGerhard » Do, 29. Mai 2008, 12:57
muheijo hat geschrieben: was ist "waldnæhe" - kann man da auch die 150m annehmen?
Präziser als "Waldnähe" sind die Aussagen nicht. Aber der Sinn der Vorschrift ist natürlich, Waldbrände durch Funkenflug zu verhindern. Deshalb würde ich (als alter Pfadfinder ) sagen: Gegen die Windrichtung sollten 100-150 Meter ausreichend sein. In Windrichtung jedoch nicht, hier würde ich mindestens 300-400 Meter Abstand halten. Idealerweise befindet sich in Windrichtung ein großes Gewässer...
Campingkocher sind von dem Verbot allerdings ausdrücklich ausgenommen. Deren Benutzung ist gestattet. (Wobei ich meinem guten, alten Coleman Peak 1 auch durchaus bis zu zwei Meter hohe Stichflammen entlocken kann, wenn ich es drauf anlege. )
von Barney Bär » Do, 29. Mai 2008, 13:53
bezueglich dem feuer:
kann auch ohne wald ruck-zuck gefæhrlich werden, weil auch moose, græser und vor allem abgestorbene pflanzenreste schon nach wenigen sonnentagen extrem austrocknen und entsprechend leicht feuer fangen kønnen. eine leichte brise genuegt, und das feuer breitet sich sehr schnell aus. hat man pech und schwierigen untergrund, bekommt man es mit wenig ausruestung kaum noch unter kontrolle.
deshalb bei der wahl der feuerstelle sorgfæltig vorgehen.
von k4711 » Do, 29. Mai 2008, 13:58
Auch von uns nochmal vielen Dank für die sorgfältige Ausarbeitung. Das hat wirklich bisher gefehlt, auch in sämtlichen Reiseführern (wie Du zu Recht anmerkst).
...wobei man natürlich nicht davon ausgehen kann, dass jeder Norweger es auch so genau weis bzw. sich von mir erklären lässt (dazu noch auf deutsch bzw. englisch)
Eine kurze Darstellung der Abweichungen in S und FIN wäre tatsächlich sehr interessant - ich nehme an, wir sind nicht die einzigen Norwegenfreunde, die ab und zu fremdfahren (natürlich nur für die An- und Abreise )))
Registriert: Fr, 14. Jul 2006, 8:23
von EuraGerhard » Do, 29. Mai 2008, 14:31
k4711 hat geschrieben: Eine kurze Darstellung der Abweichungen in S und FIN wäre tatsächlich sehr interessant...
von Chris665 » Do, 29. Mai 2008, 17:04
Das war mal nötig, danke!!
von Bernd » Do, 29. Mai 2008, 23:08
Hei EuraGerhard,
Was soll ich sagen, war mit viel Aufwand für uns alle eine super Info !!
von Julindi » Fr, 30. Mai 2008, 8:49
Vielen Dank für die Arbeit, die du dir gemacht hast... mir war bisher das Jedermannsrecht auch ein Rätsel, weil man überall was anderes liest... Deine "Ausarbeitung" wird uns sehr hilfreich sein, wenn wir durch die Gegend fahren und vielleicht irgendwo zelten möchten!
(juhu - in 6,5 Wochen geht's los!!!!)
von Dirk i norge » Sa, 31. Mai 2008, 18:58
Meine Fresse ... was für ein Text. Hast aber auch wirklich nichts vergessen.
von woin » So, 01. Jun 2008, 11:36
muheijo hat geschrieben: @ modis: dieser thread wære vielleicht so ein "wichtig"-thread...
Und ganz vielen Dank an dich, EuraGerhard, für die tollen Ausführungen!
von Thomas M. » So, 01. Jun 2008, 13:52
Wirklich eine sehr gute Ausarbeitung. Eigentlich sollte diese irgendwo dauerhaft in der Menüleiste abgespeichert werden, damit dieser wichtige Beitrag nicht bald wieder in den tiefen das Forums verschwindet
Was das ewige Thema Wildcampen, Freistehen oder wie man es auch nennen will betrifft, wäre es doch eigentlich Sache der norwegischen Regierung für Klarheit zu sorgen. Wie oben schon jemand erwähnt hat, kann man nicht davon ausgehen, dass jeder Norweger die Bestimmungen des Jedermannrechts kennt.
Angenommen ich verhalte mich völlig korrekt dem Jedermannsrecht entsprechend und trotzdem mockiert sich jemand weil ich da übernachten will. Soll ich als als deutscher dem norweger das Jedermannsrecht erklären und ihm klar machen dass ich im Recht bin und er nicht ?
Recht hin oder her - zumindest ich habe keine Lust mich im Urlaub mit den Einheimischen zu streiten.
Registriert: So, 25. Aug 2002, 15:50
von Chris665 » Mo, 02. Jun 2008, 9:13
das würde ich auf jeden Fall so lösen wie du und mich trollen. Schon allein wegen meiner Urlaubsfreude. Und dann weiß ich ja auch nicht, ob ich vielleicht abkriege, was andere vorher verursacht haben. Diese Zeitgenossen gibt´s ja auch, die ihren Abwasserhahn am Womo einfach auflassen, die Gegend vermüllen und so weiter. Kann ich schon verstehen, dass jemand mal sauer ist. Manchmal läuft es auch so ähnlich wie letztes Jahr in Frankreich: Das Gefühl des aufgebrachten Anwohners annehmen, "ich wusste ja nicht, tut mir leid", "aber das weiß man doch", "ja natürlich, aber ich hab grad eine lange Fahrt hinter mir", "na gut, fahren Sie ein paar Meter da rüber, dann passt es schon, geben wir uns die Hand, bon nuit!"
Wir bemühen uns um manchmal vielleicht übertriebene Sensibilität bei der Wahl des Übernachtungsplatzes und haben tatsächlich in ganz Skandinavien noch nie irgendeine unangenehme Szene erlebt. Es sind ja auch wirklich sehr, sehr angenehme Menschen...
Zuletzt geändert von Chris665 am Mo, 02. Jun 2008, 17:45, insgesamt 1-mal geändert.

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