Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F08-11-2010-2C_722-2009
Timestamp: 2016-10-25 03:24:26+00:00

Document:
2C_722/2009 (08.11.2010)
2C_722/2009
X.________ Baugenossenschaft,
Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanw�ltin Elisabeth Br�ngger,
Stadt Adliswil, vertr. durch den Stadtrat, 8134 Adliswil, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Peter M�ller,
Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich, 3. Abteilung, 3. Kammer, vom 8. Juli 2009.
Mit Verf�gungen vom 8. Januar 2008 erhoben die Technischen Betriebe der Stadt Adliswil von der X.________ Baugenossenschaft Wasseranschlussgeb�hren f�r mehrere Wohnliegenschaften in Adliswil im Totalbetrag von Fr. 153'258.25, zuz�glich Mehrwertsteuern. Die Geb�hrenrechnungen erfolgten aufgrund der Bewilligung diverser Sanierungsarbeiten an den jeweiligen Liegenschaften.
Der Stadtrat Adliswil wies die gegen die Geb�hrenrechnungen erhobene Einsprache am 2. September 2008 ab. Dagegen rekurrierte die Abgabepflichtige erfolglos an den Bezirksrat Horgen (Entscheid vom 20. Februar 2009).
Mit Entscheid vom 8. Juli 2009 wies das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich (3. Kammer) die dagegen erhobene Beschwerde ab, soweit es darauf eintrat.
Mit Eingabe vom 29. Oktober 2009 erhebt die X.________ Baugenossenschaft beim Bundesgericht Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten mit dem Antrag, den Entscheid des Verwaltungsgerichts aufzuheben. Ger�gt wird die Verletzung des Gleichbehandlungsgebotes und des Willk�rverbotes, insbesondere des �quivalenz- und des Verh�ltnism�ssigkeitsprinzipes, ferner des Kostendeckungs- und des Verursacherprinzips.
Die Stadt Adliswil schliesst auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Der Bezirksrat Horgen verzichtet auf eine Vernehmlassung. Das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich, 3. Abteilung, beantragt die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei.
1.1 Beim angefochtenen Entscheid handelt es sich um einen letztinstanzlichen kantonalen Endentscheid in einer Angelegenheit des �ffentlichen Rechts, die unter keinen Ausschlussgrund gem�ss Art. 83 BGG f�llt und daher mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht weitergezogen werden kann (Art. 82 lit. a, Art. 86 Abs. 1 lit. d und Art. 90 BGG). Die Beschwerdef�hrerin ist als Abgabepflichtige gest�tzt auf Art. 89 Abs. 1 BGG zur Beschwerde legitimiert.
1.2 Nach Art. 42 Abs. 1 BGG hat die Rechtsschrift Begehren und Begr�ndung zu enthalten. In der Begr�ndung ist in gedr�ngter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG). Die Vorbringen m�ssen sachbezogen sein, damit aus der Beschwerdeschrift ersichtlich ist, in welchen Punkten und weshalb der angefochtene Entscheid beanstandet wird. Dies setzt voraus, dass sich ein Beschwerdef�hrer wenigstens kurz mit den Erw�gungen des angefochtenen Entscheids auseinandersetzt (BGE 134 II 244 E. 2.1 S. 245 f.). Eine qualifizierte R�gepflicht gilt hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten und von kantonalem und interkantonalem Recht. Das Bundesgericht pr�ft eine solche R�ge nur insofern, als sie in der Beschwerde pr�zise vorgebracht und begr�ndet worden ist (Art. 106 Abs. 2 BGG). Auf ungen�gend begr�ndete R�gen und bloss allgemein gehaltene, appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt es nicht ein. Wird eine Verletzung des Willk�rverbots geltend gemacht, muss anhand der angefochtenen Subsumtion im Einzelnen dargelegt werden, inwiefern der Entscheid an einem qualifizierten und offensichtlichen Mangel leidet (BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246 mit Hinweis).
Die vorliegende Beschwerdeschrift vermag den genannten Begr�ndungsanforderungen nicht in allen Teilen zu gen�gen.
2.1 Vorliegend streitig ist die erg�nzende bzw. nachtr�gliche Erhebung einer als "Einkaufsgeb�hr" bezeichneten (einmaligen) Anschlussgeb�hr f�r die Trinkwasserversorgung aus Anlass einer umfangreichen Sanierung von bereits angeschlossenen, im massgeblichen Zeitpunkt 38- bzw. 40-j�hrigen Wohnliegenschaften.
2.2 Die Stadt Adliswil hat die Anschlussgeb�hren in Anwendung des vom Gemeinderat (Gemeindeparlament) erlassenen Reglements �ber die Wasserversorgung vom 5. Juli 1989 erhoben. Danach wird zur Deckung der Investitionskosten der Wasserversorgung eine verbrauchsunabh�ngige Einkaufsgeb�hr erhoben (Art. 47). Diese ist bei "Neu- und Umbauten" f�r den Einkauf in die Wasserversorgung einmalig zu entrichten (Art. 48 Abs. 1). Einkaufspflichtig sind s�mtliche Geb�ude, unabh�ngig davon, ob sie an die Wasserversorgung angeschlossen sind oder nicht (Art. 48 Abs. 2). Bei Wohnbauten bemisst sich die Geb�hr nach der anrechenbaren Geschossfl�che der Baute (Art. 49 Abs. 1 lit. a), wobei der vorliegend massgebliche Geb�hrensatz unter Ber�cksichtigung der vorgesehenen Indexierung Fr. 44.20/m2 betrug (Art. 49 Abs. 2 lit. a in Verbindung mit Abs. 3). Die volle Einkaufsgeb�hr ist zu entrichten, wenn die Erstellung des Geb�udes oder der letzte geb�hrenpflichtige Umbau 50 oder mehr Jahre zur�ckliegt (Art. 50 Abs. 1); andernfalls wird die volle Geb�hr um 2 % pro Differenzjahr reduziert (Art. 50 Abs. 2). Massgebend f�r den Zeitpunkt der Berechnung ist die Baugesuchseingabe (Art. 51).
2.3 Die Beschwerdef�hrerin bestreitet nicht, dass die ihr auferlegten Anschlussgeb�hren auf einer gen�genden gesetzlichen Grundlage beruhen und entsprechend dieser Bestimmungen korrekt berechnet wurden. Im Wesentlichen bringt sie vor, dass das der erw�hnten Regelung zugrunde liegende Geb�hrenmodell bei der Nachforderung von Anschlussgeb�hren im Falle von Geb�udesanierungen ohne Fl�chenerweiterung, insbesondere bei einer Sanierung der Geb�udeh�lle, zu einem stossenden, im Widerspruch zum �quivalenzprinzip stehenden Ergebnis f�hre, weil der Berechnung - wie schon bei der Erstellung des Geb�udes - wiederum die gesamte Geschossfl�che zugrunde gelegt w�rde. Das angewandte Bemessungskriterium f�hre zudem im Vergleich zu anderen Geb�hrenmodellen in derartigen F�llen zu einer willk�rlich hohen Belastung. Ausserdem liege eine rechtsungleiche Behandlung der Eigent�mer vor, wenn die Geb�hrenpflicht bei Umbauten daran gekn�pft werde, ob das Unterfangen baubewilligungspflichtig sei oder nicht.
3.1 Vorauszuschicken ist, dass vorliegend Anschlussgeb�hren im Bereich der Wasserversorgung streitig sind, in welchem Zusammenhang das von der Beschwerdef�hrerin mitangerufene Verursacherprinzip, wie es in Art. 60a Abs. 1 GSchG f�r die Finanzierung der Abwasseranlagen vorgesehenen ist, nicht zum Tragen kommt (vgl. etwa Urteile 2C_656/2008 vom 29. Mai 2009, in: URP 2009 S. 896 ff., E. 3.1; 2P.232/2006 vom 16. April 2007, E. 3.1). Die auf den Wasseranschluss entfallenden Geb�hren sind insofern allein unter dem Gesichtswinkel des �quivalenzprinzips bzw. der �brigen angerufenen verfassungsm�ssigen Rechte und abgaberechtlichen Prinzipien zu pr�fen. Diesbez�glich gelten f�r die Anschlussgeb�hren im Bereich der Wasserversorgung aber im Wesentlichen die n�mlichen Grunds�tze wie bei den Anschlussgeb�hren im Abwasserwesen.
3.2 Das �quivalenzprinzip stellt die geb�hrenrechtliche Ausgestaltung des Verh�ltnism�ssigkeitsgrundsatzes dar. Es bestimmt, dass eine Geb�hr nicht in einem offensichtlichen Missverh�ltnis zum objektiven Wert einer Leistung stehen darf und sich in vern�nftigen Grenzen halten muss (BGE 132 II 371 E. 2.1 S. 375; 126 I 180 E. 3a/bb S. 188, je mit Hinweisen). Die einmalige Anschlussgeb�hr (taxe unique de raccordement) f�r Wasser bildet als Verwaltungsgeb�hr die Gegenleistung des Bauherrn f�r die Gew�hrung des Anschlusses der Baute an die vom Gemeinwesen erstellten und betriebenen Versorgungsanlagen. Nach feststehender Rechtsprechung d�rfen sich Anschlussgeb�hren nach dem Mass des Vorteils richten, welcher dem Grundeigent�mer aus der Wasserversorgung des Geb�udes erw�chst. Dabei muss sich die Bemessung dieser Abgabe nicht notwendigerweise nach dem dem Gemeinwesen aus dem einzelnen Anschluss jeweils konkret entstehenden Aufwand richten, sondern es darf mittels schematischer Kriterien auf den dem Pflichtigen erwachsenden Vorteil abgestellt werden. Bei Wohnbauten bringt der Geb�udeversicherungswert oder ein anderer vergleichbarer Wert der angeschlossenen Liegenschaft diesen Vorteil regelm�ssig zuverl�ssig zum Ausdruck, ohne dass zus�tzlich auf das Mass der mutmasslichen Inanspruchnahme der Versorgungsnetze abgestellt werden m�sste (vgl. Urteile 2C_847/2008 vom 8. September 2009, in: URP 2010 S. 106 ff., E. 2.1; 2C_656/2008 vom 29. Mai 2009, in: URP 2009 S. 896 ff., E. 3.3; 2C_101/2007 vom 22. August 2007, in: URP 2008 S. 16 ff., E. 4.3; 2P.343/2005 vom 24. Mai 2006, E. 3.2; 2P.232/2006 vom 16. April 2007, E. 3.2; 2P.262/2005 vom 9. Februar 2006, in: URP 2006 S. 394 ff., E. 3.1 sowie 2P.53/2007 vom 22. Juni 2007, E. 2.2).
3.3 Auch das vorliegend vom massgeblichen kommunalen Recht f�r die Wasseranschlussgeb�hr bei Wohnbauten gew�hlte Bemessungskriterium der anrechenbaren Geschossfl�che bildet - ebenso wie der Geb�udeversicherungswert - einen zwar pauschalen, aber im Normalfall einigermassen verl�sslichen Massstab zur Ermittlung des dem Grundeigent�mer aus dem Anschluss erwachsenden Vorteils. Eine Abweichung von einer derartigen schematischen Bemessung ist lediglich dann geboten, wenn - wie dies etwa bei Industriebauten der Fall sein kann - die Baute einen ausserordentlich hohen oder ausserordentlich niedrigen Wasserverbrauch aufweist (vgl. etwa Urteile 2P.262/2005 vom 9. Februar 2006, in: URP 2006 S. 394 ff., E. 3.1; 2P.205/2005 vom 15. M�rz 2006, E. 3; 2C_101/2007 vom 22. August 2007, in: URP 2008 S. 16 ff., E. 4). Das Bundesgericht hat im �brigen stets betont, es seien neben dem Geb�udeversicherungswert auch andere Bezugsgr�ssen denkbar (vgl. namentlich Urteil 2P.232/2006 vom 16. April 2007, E. 3.3; ferner: Urteil 2P.53/2007 vom 22. Juni 2007, E. 2.4; eingehend dazu auch: Peter Karlen, Die Erhebung von Abwasserabgaben aus rechtlicher Sicht, in: URP 1999 S. 557 ff.; betreffend den Wasseranschluss insbesondere: Rudolf St�deli, Bericht �ber Grundeigent�merbeitr�ge und Geb�hren an Erschliessungsanlagen, VLP-Schriftenfolge Nr. 18, Bern 1975, S. 62 f.). So hat es unter anderem eine Bemessung der Anschlussgeb�hr anhand des Rauminhalts (Geb�udevolumens) f�r zul�ssig erkannt und darauf hingewiesen, dass das Kriterium der Bruttogeschossfl�che den Verh�ltnissen unter Umst�nden gar besser gerecht zu werden verm�chte (Urteil 2C_101/2007 vom 22. August 2007, in: URP 2008 S. 16 ff., E. 4.4). Die Beschwerdef�hrerin legt im �brigen nicht dar, gegen welche Rechtsnormen oder Prinzipien die Ankn�pfung an die anrechenbare Geschossfl�che im Einzelnen verstossen w�rde. Allein der Umstand, dass die Z�rcher Gemeinden in diesem Zusammenhang angeblich mehrheitlich auf den Geb�udeversicherungswert abstellten, l�sst das von der Gemeinde Adliswil zur Anwendung gebrachte Bemessungskriterium noch nicht als bundesrechtswidrig erscheinen.
3.4 Werden f�r die Bemessung der Anschlussgeb�hr pauschale, liegenschaftsbezogene Faktoren (wie der Geb�udeversicherungswert oder ein Fl�chen- oder Volumenmass) herangezogen, wird damit regelm�ssig nicht die gesamte (maximal) m�gliche bauliche Ausn�tzung einer Parzelle ber�cksichtigt, sondern lediglich auf das tats�chlich errichtete Geb�ude bzw. das Ausmass der effektiven Nutzung im Moment des Anschlusses abgestellt. Bei einer derartigen Bemessungsmethode erscheint es daher systemkonform und nach st�ndiger Rechtsprechung zul�ssig, f�r die nachtr�gliche Erweiterung oder den Umbau einer bereits angeschlossenen (und hief�r bereits mit einer Anschlussgeb�hr belasteten) Baute eine erg�nzende Anschlussgeb�hr (taxe compl�mentaire) zu erheben, wenn die massgebenden Vorschriften eine entsprechende Nachforderung vorsehen (vgl. statt vieler Urteile 2P.232/2006 vom 16. April 2007, E. 3.6; 2C_656/2008 vom 29. Mai 2009, in: URP 2009 S. 896 ff., E. 3.3, je mit weiteren Hinweisen). Dabei verlangt das Rechtsgleichheitsgebot, dass Ersatzbauten grunds�tzlich gleich zu behandeln sind wie Um- und Erweiterungsbauten; wird bei Um- und Erweiterungsbauten bloss eine erg�nzende Anschlussgeb�hr geschuldet, darf bei Ersatzbauten - jedenfalls wenn die Lebensdauer des Geb�udes noch nicht erreicht ist - nicht eine volle Geb�hr wie bei einem Neuanschluss einer bisher unbebauten Parzelle erhoben werden (vgl. Urteil 2C_153/2007 vom 10. Oktober 2007, in: ZBl 109/2008 S. 316 ff., E. 4 und 5; 2C_608/2007 vom 30. Mai 2008, E. 6; 2P.78/2003 vom 1. September 2009, in: ZBl 105/2004 S. 270 ff., E. 3).
3.5 Bei einer Ankn�pfung der Anschlussgeb�hr an ein Volumen- oder Fl�chenmass - wie vorliegend die anrechenbare Geschossfl�che - erscheint die Erhebung einer erg�nzenden Anschlussgeb�hr anl�sslich eines Umbaus oder einer Sanierung eines bereits angeschlossenen Geb�udes prima vista nur dann systemkonform und damit gerechtfertigt, wenn die betreffenden baulichen Vorkehren mit einer tats�chlichen Vergr�sserung der massgeblichen Geb�udefl�che bzw. des massgeblichen Geb�udevolumens einhergehen (vgl. Werner Spring/Rudolf St�deli, Die Finanzierung kommunaler Abwasseranlagen, VLP-Schriftenfolge Nr. 41, Bern 1985, S. 52). Das vorliegend einschl�gige Reglement �ber die Wasserversorgung der Stadt Adliswil stellt indessen bei Lichte besehen nicht allein auf das Kriterium der anrechenbaren Geschossfl�che ab, sondern enth�lt dar�ber hinaus auch einen zeitlichen Faktor, indem es f�r Geb�ude, deren Erstellung oder letztmaliger geb�hrenpflichtiger Umbau 50 oder mehr Jahre zur�ckliegt, die (erneute) Erhebung einer vollen bzw. bei j�ngeren Geb�uden einer entsprechend reduzierten Einkaufsgeb�hr vorsieht (Art. 50 des Reglements).
3.5.1 Nach Auslegung der Vorinstanz orientieren sich die so ausgestalteten Geb�hrenans�tze am notwendigen Investitionsbedarf der Wasserversorgung f�r jeweils 50 Jahre, womit der Einkauf der anrechenbaren Geschossfl�che grunds�tzlich auch nur f�r diese Zeit erfolge. Bei geb�hrenpflichtigen Umbauten vor diesem Zeithorizont w�rde diesem Umstand durch die degressive Geb�hrenreduktion Rechnung getragen. Ab dem Umbauzeitpunkt gelte die geb�hrenverpflichtete Fl�che wiederum f�r die n�chsten 50 Jahre als eingekauft. Dieses System sei in sich schl�ssig und sachgerecht, w�rden doch ohne Geb�hrenpflicht auf Umbauten die �ber 50-j�hrigen Wohnbauten g�nzlich ohne Gegenleistung vom Wasseranschluss profitieren. Die Renovation erm�gliche aber den Weiterbestand einer zum Wohnen geeigneten Baute und damit die weitere Inanspruchnahme der Wasserversorgung f�r die n�chsten 50 Jahre.
3.5.2 Die streitige Abgabeordnung kn�pft mithin (auch) an die Lebensdauer (bzw. einen Lebenszyklus) der angeschlossenen Geb�ude sowie an den Erneuerungsbedarf der �ber die Anschlussgeb�hren finanzierten Anlagen der Wasserversorgung an. Nach der aus dem Erlasstext f�r sich allein nicht ohne weiteres verst�ndlichen Regelung werden (nach Massgabe der vorinstanzlichen Auslegung) Umbauten und Sanierungen von bereits angeschlossenen Geb�uden - unabh�ngig von einer allf�lligen fl�chenm�ssigen Erweiterung - zum Anlass genommen, den auf einen beschr�nkten Zeithorizont von 50 Jahren ausgelegten Einkauf in die Wasserversorgung zu erneuern bzw. zu aktualisieren durch Erhebung einer zus�tzlichen, erneuten Anschlussgeb�hr auf den bereits abgabebelasteten, vom Umbau betroffenen Geschossfl�chen (im Sinne einer taxe suppl�mentaire). Auch eine solche Art der Finanzierung der Wasserversorgungsinfrastruktur erscheint nicht zum Vornherein unvereinbar mit den von der Beschwerdef�hrerin angerufenen abgaberechtlichen Prinzipien und verfassungsrechtlichen Grunds�tzen. In der Literatur wurde bereits auf die Problematik hingewiesen, dass gerade in Gemeinden, welche sich einem Vollausbau n�hern, weniger Neubauten entstehen und vermehrt bestehende Geb�ude umgebaut werden, womit die Einnahmen aus den Anschlussgeb�hren erheblich zur�ckgehen k�nnten; entsprechend sei eine Abgaberegelung zu empfehlen, wonach auch f�r Umbauten - jedenfalls wenn sie ein gewisses Ausmass �bersteigen w�rden - erneut Anschlussgeb�hren zu bezahlen seien, um nicht die Anschlussgeb�hren f�r Neubauten zum Ausgleich (zu) hoch ansetzen zu m�ssen (Spring/St�deli, a.a.O., S. 52). Die bundesgerichtliche Rechtsprechung hat denn auch auf die M�glichkeit hingewiesen, zur Deckung der Kosten f�r Erneuerungen oder Erweiterungen von Wasser- oder Abwasseranlagen, welche allen Liegenschaften zugute kommen, (unter Beachtung des R�ckwirkungsverbots) nachtr�glich erg�nzende Anschlussgeb�hren zu erheben (vgl. Urteil 2P.45/2003 vom 28. August 2003, in: ZBl 105/2004 S. 263 ff., E. 5.3 mit Hinweisen auf Literatur und Praxis; vgl. auch Adrian Hungerb�hler, Grunds�tze des Kausalabgabenrechts, in: ZBl 104/2003 S. 524; Karlen, a.a.O., S. 567). Das Bundesgericht hat es zudem als mit dem Rechtsgleichheitsgebot vereinbar erkannt, wenn die nachtr�glichen Anschlussgeb�hren nicht anl�sslich jeder einzelnen, vom Gemeinwesen get�tigten Investition in die Versorgungs- oder Entsorgungsanlagen von s�mtlichen Grundeigent�mern erhoben werden, sondern aus Praktikabilit�tsgr�nden nur denjenigen Grundeigent�mern abverlangt wird, welche auf ihrer Parzelle eine Neu- oder Ersatzbaute errichten, in welchem Fall der urspr�ngliche Einkauf als amortisiert bzw. konsumiert angesehen werden darf (Urteil 2P.161/1992 vom 31. Mai 1994, in: RDAF 1995 S. 284 ff., E. 2b). Es wurde im �brigen bereits darauf hingewiesen, dass Umbauten und Ersatzbauten nach der Rechtsprechung in diesem Zusammenhang grunds�tzlich gleich zu behandeln sind (oben E. 3.4). Nicht zu beanstanden ist schliesslich, wenn - wie dies im Ergebnis auch das Adliswiler Bemessungsmodell mit seinen degressiven Abz�gen zur Folge hat - weiter zur�ckliegende Eink�ufe in die Wasserversorgung bloss in einem geringeren Umfange an den Neueinkauf angerechnet werden als solche, die erst in j�ngerer Vergangenheit vorgenommen wurden (vgl. Urteil 2P.223/2004 vom 18. Mai 2005, E. 3.3.3). Zu beachten ist allerdings, dass die Anschlussgeb�hren regelm�ssig nicht ein Entgelt f�r die Aufrechterhaltung der Lieferbereitschaft der Wasserversorgung darstellen; die Finanzierung des (einfachen) Unterhalts der Anlagen ist �blicherweise bereits durch die im Rahmen der periodischen Ben�tzungsgeb�hren erhobene Grundgeb�hr sicherzustellen (vgl. etwa betreffend das Geb�hrenmodell der Stadt Z�rich: Urteil 2C_153/2007 vom 10. Oktober 2007, in: ZBl 109/2008 S. 316 ff., E. 5.2; vgl. auch Urteil 2C_341/2009 vom 17. Mai 2010, E. 5.1). Vorliegend geht es indessen - nach Darstellung der Vorinstanzen - um den notwendigen Investitionsbedarf im Hinblick auf die Erneuerung der Anlagen, welche mit dem Neueinkauf gedeckt werden soll. Dies wird von der Beschwerdef�hrerin nicht substantiiert bestritten; allein der Umstand, dass eine durchschnittliche Wasserleitung oder ein Reservoir angeblich eine Lebensdauer von 80 oder mehr Jahren aufweist, l�sst f�r sich allein noch nicht darauf schliessen, die Einnahmen aus den Anschlussgeb�hren w�rden systemwidrig zur Deckung der blossen Unterhaltskosten der Wasserversorgungsanlagen verwendet.
3.5.3 Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, es sei nicht zu beanstanden, wenn f�r eine umfassende Sanierung, welche unbestrittenermassen die Lebensdauer eines Geb�udes verl�ngere, eine Nachgeb�hr erhoben werde. Im Falle von Geb�udesanierungen ohne Erweiterung der anrechenbaren Geschossfl�che f�hre das streitige Geb�hrensystem jedoch zu einem stossenden Ergebnis; es resultiere daraus namentlich eine viel zu hohe Belastung und es w�rden nicht alle pflichtigen Tatbest�nde erfasst, was zu einer Ungleichbehandlung der Grundeigent�mer f�hre. Aus den Feststellungen der Vorinstanz sowie den betreffenden Ausf�hrungen im Einspracheentscheid vom 2. September 2008 ergibt sich, dass die Stadt Adliswil f�r die Erhebung der Anschlussgeb�hr unterscheidet zwischen blossen Unterhaltsarbeiten (Reparaturen), welche eine nachtr�gliche Geb�hrenpflicht nicht ausl�sen, und eigentlichen Umbauten, f�r welche ein neuerlicher Einkauf vorgesehen ist. Es mag zutreffen, dass die genannte Abgrenzung in der Praxis, insbesondere bei untergeordneten Erneuerungsarbeiten, mit gewissen Schwierigkeiten verbunden sein kann. Auch ist der Beschwerdef�hrerin insofern zuzustimmen, dass die von der Stadt Adliswil erw�hnte Begrenzung des Einkaufs auf die vom Umbau betroffenen Fl�chen - bei konsequenter Umsetzung - im Fall von Teilsanierungen von Liegenschaften aufgrund der diesfalls unterschiedlichen Zeithorizonte der jeweiligen Bauteile und Einrichtungen einen erheblichen Kontrollaufwand nach sich ziehen kann. Dies allein vermag das gew�hlte Geb�hrensystem aber noch nicht als komplett unpraktikabel und damit willk�rlich erscheinen zu lassen. Der M�glichkeit, sich durch eine etappenweise Renovation einer nachtr�glichen Anschlussgeb�hr zu entziehen, sind insofern Grenzen gesetzt, als mit jedem weiter hinausgeschobenen Neueinkauf die degressive Reduktion geringer ausf�llt. Dies gilt jedenfalls dann, wenn der Bau oder der letzte geb�hrenpflichtige Umbau noch nicht 50 Jahre zur�ckliegt, was in etwa dem allgemein �blichen Erneuerungszyklus bei Wohnbauten entsprechen d�rfte, wovon das Verwaltungsgericht willk�rfrei ausgehen durfte. Wird damit an die durchschnittliche Lebensdauer eines Geb�udes angekn�pft, darf es aus Rechtsgleichheitsgesichtspunkten grunds�tzlich keine Rolle spielen, ob ein Umbau baubewilligungspflichtig ist oder nicht. Die Stadt Adliswil scheint denn auch die massgeblichen Bestimmungen des Wasserreglements in diesem Sinne auszulegen, dass Art. 51, welcher den Zeitpunkt f�r die Berechnung der Geb�hr an die Baugesuchseingabe kn�pft, f�r die Geb�hrenpflicht, deren Voraussetzungen (ausschliesslich) in Art. 48 geregelt seien (Einkauf bei "Neu- und Umbauten"), irrelevant sei; die Geb�hrenpflicht sei deshalb nicht von der baurechtlichen Baubewilligungspflicht abh�ngig (Einspracheentscheid vom 2. September 2008, E. 6a). Insofern kann es - wie die Stadt Adliswil auch in ihrer Vernehmlassung ans Bundesgericht (Ziff. 10 in fine) betont - nicht darauf ankommen, ob ein Umbau im Innern oder am �usseren der Geb�ude stattfindet. Darauf ist die Stadt Adliswil zu behaften. Erweisen sich mithin auch nicht baubewilligungspflichtige Umbauten als einkaufspflichtig, st�sst der Einwand, die streitige Abgaberegelung f�hre zu einer rechtsungleichen Erfassung der Grundeigent�mer, ins Leere. Insbesondere ist diesfalls auch die von der Beschwerdef�hrerin ins Feld gef�hrte vollst�ndige Innenrenovation mit Ersatz aller Leitungen und Installationen als einkaufspflichtiger Umbau einzustufen. �berdies obliegt es der Stadt Adliswil, daf�r besorgt zu sein, dass etappenweise durchgef�hrte Erneuerungsarbeiten, welche in ihrer Summierung auf einen eigentlichen Umbau hinauslaufen und auf den Beginn eines neuen Lebenszyklus des angeschlossenen Geb�udes schliessen lassen, bez�glich der Anschlussgeb�hr nicht besser behandelt werden als konzentriert durchgef�hrte, umfassende Sanierungen. Anhaltspunkte daf�r, dass die Stadt Adliswil in der erstgenannten Fallkonstellation praxisgem�ss von der Erhebung einer Anschlussgeb�hr absehen w�rde, sind nicht ersichtlich und werden von der Beschwerdef�hrerin auch nicht vorgebracht. Vorliegend nicht bestritten ist, dass die von der Beschwerdef�hrerin veranlassten Sanierungen ihrer Liegenschaften, bei welchen es sich um bauliche Massnahmen sowohl im �usseren wie auch im Inneren handelte (wie energetische Fassadensanierungen, Einbau von Sonnenkollektoren sowie die Erneuerung von K�che, Bad und WC, Fenster und Balkonbr�stungen), als Umbauten und nicht als blosse (geb�hrenfreie) Unterhaltsarbeiten zu qualifizieren sind. Wie es sich bez�glich der Anschlussgeb�hren verhalten w�rde, wenn allein eine energetische Geb�udesanierung in Frage st�nde (vgl. dazu die Urteile 2C_656/2008 vom 29. Mai 2009, E. 3.5 sowie 2C_847/2008 vom 8. September 2009, E. 2.3), ist vorliegend nicht zu untersuchen, zumal die Beschwerdef�hrerin nicht gen�gend substantiiert darlegt, inwieweit in ihrem Fall aus diesem Grund eine Abweichung von der pauschalen Bemessungsmethode geboten gewesen w�re.
3.6.1 Die Beschwerdef�hrerin macht sodann geltend, sie habe vor Verwaltungsgericht behauptet, dass der dem Geb�hrenmodell der Stadt Adliswil zugrunde gelegte Investitionsbedarf der Wasserversorgung �bertrieben resp. der Erneuerungsbedarf f�r die Leitungen und Anlagen alle 50 Jahre zu hoch bemessen sei. Die Stadt Adliswil habe nicht offengelegt, wie der Investitionsbedarf der Wasserversorgung in den letzten Jahrzehnten ausgesehen h�tte und welche Investitionen in Zukunft h�tten get�tigt werden m�ssen. Die Beachtung des in diesem Zusammenhang als verletzt angerufenen Kostendeckungsprinzips sei durch die Verwaltung nachzuweisen; die Beschwerdef�hrerin selber m�sse und k�nne dies nicht.
3.6.2 Das Verwaltungsgericht hat im angefochtenen Entscheid festgehalten, es sei unklar, ob die Beschwerdef�hrerin im Beschwerdeverfahren erstmals geltend machen wolle, die Stadt Adliswil generiere �ber einen massgebenden Zeitraum hinweg wesentlich mehr Einnahmen aus den Abgaben der Wasserversorgung, als sie daf�r aufwende. F�r eine derartige Annahme fehlten aber jegliche Anhaltspunkte. Dem unsubstantiierten Vorwurf sei daher nicht weiter nachzugehen. Ebenso wenig habe der Bezirksrat aufgrund der Rekursbegr�ndung Anlass gehabt, den Kostenaufwand und Geb�hrenertrag zu �berpr�fen.
3.6.3 Zwar kann von einem B�rger nicht verlangt werden, genaue Angaben �ber die Finanzierung der Gemeindeinfrastruktur zu machen, da er die dazu erforderlichen Unterlagen in der Regel nicht zur Verf�gung hat. Zumindest ist es aber nicht willk�rlich, zu verlangen, dass ein Rekurrent gewisse konkrete Anhaltspunkte f�r die behauptete Verletzung des Kostendeckungsprinzips vorbringt, sich um die Herausgabe entsprechender Unterlagen bem�ht und n�tigenfalls vor Gericht einen entsprechenden Editionsantrag stellt (vgl. Urteil 2P.231/1993 vom 30. November 1995, E. 4d; vgl. auch BGE 126 I 180 E. 3b/aa S. 189; 124 I 289 E. 4c S. 296; Hungerb�hler, a.a.O., S. 521). Die Beschwerdef�hrerin w�re insbesondere gehalten gewesen, sich anhand des einsehbaren Zahlenmaterials (Rechnung der Trinkwasserversorgung) �ber den allf�lligen Investitionsbedarf der Anlage kundig zu machen; eine blosse Behauptung, das Kostendeckungsprinzip werde aufgrund der als zu hoch empfundenen Geb�hren nicht eingehalten, l�sst noch keine Verletzung des genannten Prinzips erkennen. Insofern lassen sich auch die Schlussfolgerungen des Verwaltungsgerichts zu dieser Frage nicht beanstanden.
3.7 Soweit die Beschwerdef�hrerin schliesslich vorbringt, die von ihr erhobene Anschlussgeb�hr erweise sich als unverh�ltnism�ssig hoch bzw. stehe im Widerspruch zum �quivalenzprinzip, ist darauf nicht n�her einzugehen. Das Verwaltungsgericht f�hrte in dieser Hinsicht aus, der massgebliche Ansatz von Fr. 44.20 pro m2 anrechenbare Geschossfl�che entspreche einer Geb�hr von rund Fr. 4'500.-- f�r eine mittelgrosse Wohnung und stehe in einem vern�nftigen Verh�ltnis zu deren Anschluss an die Wasserversorgung f�r 50 Jahre, was umso mehr f�r die (aufgrund entsprechender Belegungsvorschriften) intensiv genutzten Genossenschaftswohnungen gelten m�sse. Im �brigen habe die Beschwerdef�hrerin die Bestimmung von Art. 52 des kommunalen Wasserreglements, wonach in speziellen F�llen nach pflichtgem�ssem Ermessen �ber die H�he der Einkaufsgeb�hr entschieden wird, nicht angerufen. Auch sei der von ihr angestellte, lediglich auf die Anschlussgeb�hren im Falle von Umbauereignissen beschr�nkte Vergleich mit dem Geb�hrensystem anderer Gemeinden nicht geeignet, eine Verletzung des �quivalenzprinzips zu belegen, da die Gemeinden frei seien in der Ausgestaltung ihres Geb�hrensystems und der Bestimmung der jeweiligen Abgabearten. Die Beschwerdef�hrerin unterl�sst es, im Einzelnen darzulegen, inwieweit diese - im Grundsatz nicht zu beanstandende - vorinstanzliche Einsch�tzung Bundesrecht verletzt, und begn�gt sich im Wesentlichen damit, diesen Ausf�hrungen erneut eine (korrigierte) Vergleichsrechnung gegen�berzustellen. Dies vermag den Begr�ndungsanforderungen (oben E. 1.2) indessen nicht zu gen�gen.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde als unbegr�ndet im Sinne der Erw�gungen abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
Entsprechend dem Ausgang sind die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens der Beschwerdef�hrerin aufzuerlegen (Art. 66 BGG). Eine Parteientsch�digung an die im amtlichen Wirkungskreis obsiegende Gemeinde ist, wiewohl diese vorliegend durch einen mandatierten Rechtsanwalt vertreten war, nicht geschuldet (Art. 68 Abs. 3 BGG; BGE 134 II 117 E. 7).
Dieses Urteil wird der Beschwerdef�hrerin, der Stadt Adliswil, dem Bezirksrat Horgen und dem Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich, 3. Kammer, schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 83
 Art. 86
 Art. 90
 Art. 89
 Art. 42
 Art. 60
 Art. 51
 Art. 48
in fine
 BGE 
 Art. 52
 BGE