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Timestamp: 2018-12-09 19:18:47+00:00

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Mietspiegel | News und Fachwissen | Haufe
Bild: HG-Lighthouse
Vermieter können die Miete erhöhen, solange die ortsübliche Vergleichsmiete nicht überschritten wird. Eine Übersicht bieten die Mietspiegel von Städten und Gemeinden.
Die ortsübliche Vergleichsmiete ist bei Mieterhöhungen das Maß der Dinge. Sie ist der Querschnitt der in einer Stadt oder Region üblichen Mietpreise.
Bei der Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete geht es um fünf Kriterien - die so genannten wohnwertbildenden Faktoren. Diese sind die Art, die Größe, die Ausstattung, die Beschaffenheit und die Lage der Wohnung. Nur wenn diese Kriterien vergleichbar sind, lassen sich auch die Mietpreise miteinander vergleichen. Maßstab für die ortsübliche Vergleichsmiete sind die Mieten, die innerhalb der letzten vier Jahre in einem Ort für frei finanzierte Wohnungen gezahlt wurden. Da es für Städte und Gemeinden keine Verpflichtung gibt, einen Mietspiegel aufzustellen, existiert nicht für jede Kommune in Deutschland ein Wert.
Im Mieterhöhungsverfahren führt der „qualifizierte Mietspiegel“ gegenüber einem „einfachen“ Mietspiegel zu erheblich größerer Rechtssicherheit. Der qualifizierte Mietspiegel muss nach anerkannten wissenschaftlichen Verfahren erstellt werden. Auch bei der Aktualität der Angaben stellt der Gesetzgeber an den qualifizierten Mietspiegel höhere Bedingungen. Ein qualifizierter Mietspiegel nach § 558d BGB muss alle zwei Jahre erarbeitet werden. Ausnahmsweise darf er nach zwei Jahren auch durch eine Anpassung mit Hilfe des Lebenshaltungskostenindex angepasst werden, spätestens nach vier Jahren ist jedoch eine Neuerstellung zwingend erforderlich. Der qualifizierte Mietspiegel muss von der Gemeindevertretung förmlich beschlossen und in den Amtsblättern veröffentlicht werden.
Der Vermieter darf die Miete auf den ortsüblichen Satz anheben. Eine Mieterhöhung mit Berufung auf die Vergleichsmiete liegt vor, wenn ein Vermieter sich auf die Mieten vergleichbarer Wohnungen in der jeweiligen Stadt oder Gemeinde bezieht. Die gesetzlichen Regelungen finden sich in § 558 BGB.
Bundesweit liegt bei den Mietpreisen derzeit die Stadt München an der Spitze. Dort weist der Mietspiegel 2017 Durchschnittsmieten von 11,23 Euro pro Quadratmeter aus und damit 4,7 Prozent mehr als im Mietspiegel 2015. Im Vergleich zu 2013 beträgt das Plus 10,9 Prozent.
In Berlin ist die Nettokaltmiete seit 2015 jährlich um durchschnittlich 28 Cent gestiegen. Der Mietspiegel für das Jahr 2017 weist für die Hauptstadt einen durchschnittlichen Mietpreis von 6,39 Euro pro Quadratmeter aus.
Der Mietspiegel heißt in Hamburg „Mietenspiegel“ - zum Stichtag 1. April 2017 liegen die Mieten für frei finanzierte Wohnungen in der Hansestadt bei durchschnittlich 8,44 Euro pro Quadratmeter. Dies sind 0,42 Euro pro Quadratmeter beziehungsweise 5,2 Prozent mehr als zwei Jahre zuvor.
Mietspiegel Deutschland: Die teuersten Städte
Wie der F+B-Mietspiegelindex zeigt, sind die ortsüblichen Vergleichsmieten in Deutschland im Jahr 2017 durchschnittlich um 2,1 Prozent gestiegen, im Vorjahr waren es noch 1,8 Prozent. Dabei holte der Osten stark auf, aber auch im Norden stiegen die Mieten überdurchschnittlich. Angeführt wird der Mietspiegelindex von der Stadt München. Nach Stuttgart auf dem zweiten Platz (9,92 Euro pro Quadratmeter) befinden sich auf den ersten zehn Rangplätzen Münchner und Stuttgarter Umlandgemeinden, noch vor den weiteren Top-Metropolen Köln (Rang 11; 8,43 Euro), Hamburg (Rang 14; 8,39 Euro), Düsseldorf (Rang 16; 8,26 Euro) und Frankfurt am Main (Rang 19; 8,07 Euro).
News 08.08.2018 Mietrecht
Ein Vermieter kann eine Mieterhöhung nur auf den Mietspiegel einer Nachbargemeinde stützen, wenn beide Gemeinden vergleichbar sind. Eine Universitätsstadt mit 155.000 Einwohnern und eine benachbarte Kleinstadt mit 27.000 Einwohnern sind nicht vergleichbar.mehr
News 27.02.2018 BGH
Zahlt der Mieter nach einem Mieterhöhungsverlangen dreimal vorbehaltlos die erhöhte Miete, hat er der Mieterhöhung zugestimmt. Eine schriftliche Zustimmung kann der Vermieter nicht verlangen. Ob schon eine einmalige vorbehaltlose Zahlung zur Zustimmung ausreicht, ließ der BGH offen.mehr
News 31.01.2018 Mietrecht
Der Mietspiegel für die Stadt Kiel ist kein geeignetes Mittel, eine Mieterhöhung in Flensburg zu begründen, weil es sich nicht um Nachbargemeinden handelt. Dieser Auffassung ist das Amtsgericht Flensburg.mehr
In Deutschland steigen die Mieten für Wohnungen weiter. Und am teuersten wohnt es sich immer noch in München und Stuttgart. Auch die Bestandsmieten steigen zunehmend stärker, wie der aktuelle F+B-Mietspiegelindex zeigt. Insgesamt sind die ortsüblichen Vergleichsmieten in diesem Jahr um 2,1 Prozent gestiegen, im Vorjahr waren es noch 1,8 Prozent. Dabei holt der Osten stark auf, aber auch im Norden steigen die Mieten überdurchschnittlich.mehr
Berliner Mietspiegel 2017: Stadtentwicklungssenatorin Katrin Lompscher hat den neuen Mietspiegel vorgestellt. Demnach ist die Nettokaltmiete seit 2015 jährlich um durchschnittlich 28 Cent auf nun 6,39 Euro pro Quadratmeter gestiegen. Der Eigentümerverband Haus & Grund und der BFW Bundesverband Freier Wohnungsunternehmen erkennen den neuen Berliner Mietspiegel nicht an.mehr
News 05.04.2017 BGH
News 19.07.2016 BGH
Der Statistik-Professor Göran Kauermann von der Ludwig-Maximilians-Universität in München geht davon aus, dass der Freiburger Mietspiegel falsch berechnet wurde. "Absolut dilettantisch", zitiert die "Badische Zeitung" den Experten. Ihm zufolge sollen die Mieten zu hoch sein.mehr
News 12.04.2016 Gesetzgebung
Ein von Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) vorgelegter Gesetzentwurf sieht unter anderem Änderungen bei der Wohnfläche, der Modernisierungsmieterhöhung und beim Mietspiegel vor.mehr
News 25.11.2015 Mietspiegel
News 07.04.2015 Mietrecht
News 05.11.2014 Mieterhöhung
News 10.09.2014 Mietrecht
News 16.12.2013 BGH
Eine Klage auf Zustimmung zur Mieterhöhung ist unzulässig, wenn der Vermieter zuvor kein wirksames Mieterhöhungsverlangen gestellt hat.mehr
Top-Thema 03.12.2013 Mieterhöhung: Überblick und die häufigsten Fallen
Bei der Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete mithilfe eines Mietspiegels ist ein Einfamilienhauszuschlag auch dann zu berücksichtigen, wenn dadurch der Höchstwert der Mietspiegelspanne überschritten wird.mehr
Ein Gutachten ist zur Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete ungeeignet, wenn darin nur Objekte aus einer gleichförmigen Siedlung berücksichtigt sind, die demselben Vermieter gehören.mehr
Berliner Senat veröffentlicht neuen Mietspiegel
News 23.05.2013 Miethöhe
Der Berliner Senat hat einen neuen Mietspiegel für die Bundeshauptstadt veröffentlicht. Demnach sind die Mieten dort in den vergangenen zwei Jahren um 6,3 Prozent gestiegen. Der neue Mietspiegel weist als durchschnittliche Berliner Kaltmiete nun einen Quadratmeterpreis von 5,54 Euro pro Monat aus. 2011 waren es noch 33 Cent weniger, nämlich 5,21 Euro.mehr
News 03.04.2013 Urteil
Ein einfacher Mietspiegel, der nur bestehende Verträge und keine teureren Wohnungsangebote berücksichtigt, reicht nicht für die Berechnung von Wohnkosten für Hartz-IV-Empfänger aus. Das teilte das Hessische Landessozialgericht am Mittwoch in Darmstadt mit.mehr
Ein Mietspiegel ist nicht schon allein deshalb ein qualifizierter Mietspiegel, weil er als solcher bezeichnet ist oder als solcher anerkannt und veröffentlicht worden ist.mehr
In Deutschland steigen die Mieten weiter. Im vergangenen Jahr sind die Bestandsmieten um 1,2 Prozent gestiegen und damit etwas stärker als im Vorjahr (ein Prozent). Dies ist das Ergebnis des aktuellen F+B-Mietspiegelindex 2012. Am stärksten steigen Altbaumieten.mehr
Bewertung der Wohnraumüberl... / 3.1.1 Mietspiegel
Bewertung der Wohnraumüberl... / 3.1.2 Kein Mietspiegel
Mietverträge unter Angehörigen / 5 Verbilligte Vermietung nach § 21 Abs. 2 Satz 2 EStG

References: § 558
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 BGH

 BGH 
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 BGH

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 § 21