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Timestamp: 2019-11-21 11:22:09+00:00

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Rechtsprechung: NJW 1961, 1627 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 06.04.1961
https://dejure.org/1961,2084
BGH, 05.06.1961 - III ZR 73/60 (https://dejure.org/1961,2084)
BGH, Entscheidung vom 05.06.1961 - III ZR 73/60 (https://dejure.org/1961,2084)
BGH, Entscheidung vom 05. Juni 1961 - III ZR 73/60 (https://dejure.org/1961,2084)
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MDR 1961, 836
Hingegen wird bereits eine Zeitspanne von 18 oder 19 Tagen, um die sich eine Klagezustellung durch auch nur leichte Nachlässigkeit des Klägers oder seines Prozeßbevollmächtigten verzögert, nicht mehr als geringfügig und damit unschädlich behandelt (18 Tage: BGH Urteil vom 5. Juni 1961 - III ZR 73/60 = LM Finanzvertrag Nr. 11; bestätigtim Urteil vom 13. Juli 1972 - III ZR 36/70 = WM 1972, 1129, 1131; undUrteil vom 7. April 1983 - III ZR 140/81 = VersR 1983, 661, 663;… vgl. Zöller/Stephan ZPO 15. Aufl. § 270 Rdn. 7: In der Regel begründet Verzögerung um mehr als zwei Wochen den Vorwurf der Nachlässigkeit).
Die Frage, ist dann nur die, ob die Klageschrift, die von den Klägern am 2. August 1963 eingereicht, nach der am 28. September 1965 stattgefundenen Zustellung der Entschließung des AVL vom 27. September 1965 auf eine Leistungsklage umgestellt und sodann der Beklagten am 3. Mai 1966 zugestellt worden ist, als eine Klage angesprochen werden kann, die gegen den genannten Bescheid rechtzeitig erhoben worden ist; dabei ist die Bestimmung des § 261 b Abs. 3 ZPO zu beachten (vgl. Urteile vom 16. Dezember 1959 - IV ZR 103/59 - 5. Juni 1961 - III ZR 73/60 -), nach der dann, wenn durch die Zustellung eine Frist gewahrt werden soll, diese Wirkung bereits mit der Einreichung der Klage eintritt, sofern die zur Erhebung der Klage ebenfalls notwendige (§ 253 Abs. 1 ZPO) Zustellung demnächst erfolgt.
Wie nun der Senat mehrfach hervorgehoben hat (u.a. Urteile vom 15. Dezember 1955 - III ZR 144/54 - 5. Juni 1961 - III ZR 73/60 = NJW 1961, 1627; VersR 1962, 448; 1963, 459; MDR 1963, 388; 23-Januar 1967 - III ZR 3/66 -) hat die klagende Partei, um der Rechtswohltat des § 261 b Abs. 3 ZPO teilhaftig zu werden, alles ihr Zumutbare zu tun, um die Voraussetzungen für eine alsbaldige Zustellung der Klageschrift zu schaffen; sie hat daher nicht nur Verzögerungen zu vermeiden, sondern ist gehalten, ihrerseits im Sinne einer möglichsten Beschleunigung zu wirken.
Läßt es die Partei oder ihr Vertreter, dessen Verschulden sie sich anrechnen lassen muß (Urteil vom 5. Juni 1961 - III ZR 73/60 - mit weiteren Belegstellen; vglo auch Urteile vom 16. Dezember 1959 - IV ZR 103/59 - 31. Januar 1963 - III ZR 142/61 = WM 1963, 336; 31. Januar 1966 - III ZR 119/64 -), hieran auch nur leicht fahrlässig fehlen, so ist, wenn hierdurch die Zeitspanne zwischen Einreichung und Zustellung der Klageschrift in einem nicht nur geringfügigen Ausmaß (mit-)verursacht worden ist, die Zustellung nicht mehr "demnächst" bewirkt.
Bei der Frage, in welchem Zeitpunkt dann die Rechtshängigkeit eintritt, ist nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes zu unterscheiden: Wenn die Klage überhaupt nicht zugestellt worden war, ist es so anzusehen, als sei sie in dem Augenblick zugestellt, in dem dieser Mangel nach § 295 ZPO geheilt wird; Rechtshängigkeit tritt daher in derartigen Fällen mit dem Verlust des Rügerechtes ex nunc ein (BGHZ 25, 66, 75 [BGH 29.06.1957 - IV ZR 88/57]; Johannsen in der Anmerkung zu diesem Urteil bei LM ZPO § 295 Nr. 13; vgl. dazu auch BGH Urteil vom 5. Juni 1961 - III ZR 73/60 - NJW 1961, 1627, 1629 [BGH 05.06.1961 - III ZR 73/60]; von dieser Beurteilung geht weiterhin dieEntscheidung vom 22. Dezember 1952 - III ZR 152/52 - LM DBG § 143 Nr. 4 - aus).
Der erkennende Senat hat hierzu wiederholt Ausführungen gemacht, auf die verwiesen wird (Urteil vom 5. Juni 1961 - III ZR 73/60 = LM Finanzvertrag Nr. 11 = NJW 1961, 1627; vom 29. Januar 1962 - III ZR 184/60 = VersR 1962, 448; vom 31. Januar 1963 - III ZR 142/61 = LM ZPO § 261 b Nr. 9 = VersR 1963, 459; vom 30. Juni 1966 - III ZR 3/64 = NJW 1966, 2211, vom 23. Januar 1967 - III ZR 3/66 = NJW 1967, 779).
Bereits in seiner Entscheidung vom 5. Juni 1961 = NJW 1961, 1627 = VersR 1961, 713 = MDR 1961, 836 = LM Finanzvertrag Nr. 11 hat der erkennende Senat eine solche Zahlungsaufforderung an eine Rechtsschutzversicherung allein nicht als ausreichende Vorsorge angesehen, die dem Kläger bzw. seinen Prozeßbevollmächtigten ohne weiteres davon entbinden kann, zusätzliche Maßnahmen zur Bereitstellung des Prozeßkostenvorschusses zu treffen.
Die Sorgfaltspflichtverletzung des Beklagten zu 3) setzte seinen Mandanten dem voraussehbaren und vermeidbaren Risiko aus, daß der dadurch nicht nur geringfügig verzögerten Zustellung des Mahnbescheids keine die Verjährung unterbrechende Rückwirkung auf den Zeitpunkt der ersten Antragstellung zugemessen würde (vgl. BGH, Urteile vom 5. Juni 1961 - III ZR 73/60, NJW 1961, 1627, 1628; v. 23. Januar 1967 - III ZR 3/66, NJW 1967, 779, 780; v. 25. Februar 1971 - VII ZR 181/69, NJW 1971, 891, 892; BAG NJW 1976, 1421, 1422).
Der erkennende Senat hat seinem Urteil vom 5. Juni 1961 - III ZR 73/60 - (LM zu Finanzvertrag Nr. 11 = NJW 1961, 1627), auf das auch das Berufungsgericht sich bezieht, den Leitsatz vorangestellt:.
Aus der Entscheidung BGH NJW 1961, 1627 Nr. 9 ergibt sich nichts anderes.
Ihre Wahrung ist daher eine von Amts wegen zu prüfende Prozeßvoraussetzung (Senatsurteil in NJW 1961, 1627/9 zur Frist des Art. 8 Abs. 10 FinV;… Arndt a.a.O. S. 489).
Bei einer durch verspätete Erledigung einer Vorschußanforderung bedingten Verzögerung der Zustellung kann dem Kläger nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs die Rechtswohltat des § 270 Abs. 3 ZPO nicht zugutekommen (s. etwa BGH LM ZPO § 261 b Nr. 2; BGH Urteile vom 5. Juni 1961 - III ZR 73/60 - NJW 1961, 1627 f. und 23. Januar 1967 - III ZR 3/66 - NJW 1967, 779, 780).
Deshalb kann, wie der erkennende Senat in seinen Urteilen LM 261 b ZPO Nr. 2; LM Nr. 8 a a.a.O. = NJW 1961, 1627; LM Nr. 9 a.a.O. = VersR 1963, 459 und LM Nr. = 10 a.a.O. = NJW 1967, 779 ausgeführt hat, eine Zustellung dann, aber auch nur dann als "demnächst" erfolgt angesehen werden, wenn sie in einer den Umständen nach angemessenen Frist, d.h. ohne besondere Verzögerung bewirkt worden ist und insbesondere die Partei, die die Frist zu wahren hat, nicht zu einer Verzögerung der Zustellung schuldhaft beigetragen hat.
BGH, 03.02.1982 - IVa ZR 251/80
Anforderungen an Verjährung eines Klageanspruchs - Anforderungen an Unterbrechung …

References: BGH 
 § 270
 § 261
 § 261
 § 295
 § 295
 BGH 
 § 143
 § 261
 BGH 
 Art. 8
 § 270
 BGH 
 § 261
 BGH