Source: http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&zoom=&type=show_document&highlight_docid=aza%3A%2F%2F09-06-2011-8C_82-2011
Timestamp: 2016-10-26 09:37:30+00:00

Document:
8C_82/2011 (09.06.2011)
8C_82/2011
vertreten durch Rechtsanw�ltin Bernadette Z�rcher,
Die 1966 geborene N.________ war seit 24. September 2003 als Schauspielerin bei der Z.________ angestellt und bei der Z�rich Versicherungs-Gesellschaft AG (nachfolgend Z�rich) obligatorisch unfallversichert. Am 24. Oktober 2003 war sie als Zugreisende in eine Zugkollision involviert. Bis 26. Oktober 2003 wurde sie im Spital B.________ behandelt. Dieses diagnostizierte eine Commotio cerebri und den Verdacht auf einen Fremdk�rper im rechten Auge. In der Folge wurden eine Distorsion der Halswirbels�ule (HWS), eine Schwellung am rechten Deltoideusansatz, ein H�matom an der rechten Ohrmuschel, eine luxierte 10. Rippe rechts und eine minimale bis leichte Funktionsst�rung im Bereich tieferer Strukturen (Hirnstamm) festgestellt. Die Z�rich erbrachte Heilbehandlung und Taggeld. Sie holte diverse Arztberichte und Gutachten des Dr. med. O.________, vom 23. Februar/30. November 2007, des Dr. med. A.________, vom 5. Juni 2008 sowie des Dr. med. H.________ vom 12. November 2008 ein. Am 17. Dezember 2008 verf�gte sie die Leistungseinstellung per 30. November 2008. Die dagegen gef�hrte Einsprache wies sie mit Entscheid vom 24. April 2009 ab.
Hiegegen erhob die Versicherte beim Sozialversicherungsgericht des Kantons Z�rich Beschwerde. Sie legte ein von den Schweizerischen Bundesbahnen eingeholtes interdisziplin�res Gutachten des Instituts X.________ vom 22. Juli 2010 auf. Mit Entscheid vom 29. November 2010 wies die Vorinstanz die Beschwerde ab.
Mit Beschwerde beantragt die Versicherte, in Aufhebung des kantonalen Entscheides seien die gesetzlich geschuldeten Leistungen aus UVG wieder aufzunehmen.
Die Z�rich schliesst auf Abweisung der Beschwerde. Das Bundesamt f�r Gesundheit verzichtet auf eine Vernehmlassung.
Die Vorinstanz hat die Grundlagen �ber den f�r die Leistungspflicht des obligatorischen Unfallversicherers vorausgesetzten nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem Gesundheitsschaden (BGE 134 V 109 E. 2.1 S. 111 f.), die erforderliche Ad�quanz des Kausalzusammenhangs bei Folgen eines Unfalls mit HWS-Schleudertrauma oder �quivalenter Verletzung ohne organisch nachweisbare Funktionsausf�lle (BGE 134 V 109 ff.) und den Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 134 V 109 E. 9.5 S. 125) richtig dargelegt. Darauf wird verwiesen.
Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen nur soweit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt, was von der ein Novum einbringenden Partei darzulegen ist (Art. 99 Abs. 1 BGG; BGE 135 V 194; SVR 2010 UV Nr. 17 S. 63 E. 4 [8C_239/ 2008]). Solche Umst�nde k�nnen namentlich in formellrechtlichen M�ngeln des angefochtenen Entscheids liegen, mit denen die Partei nicht rechnete und nach Treu und Glauben nicht zu rechnen brauchte, oder darin, dass die Vorinstanz materiell in einer Weise urteilt, dass bestimmte Sachumst�nde neu und erstmals rechtserheblich werden. Der vorinstanzliche Verfahrensausgang allein bildet noch keinen hinreichenden Anlass im Sinne von Art. 99 Abs. 1 BGG f�r die Zul�ssigkeit von unechten Noven, die bereits im kantonalen Verfahren ohne Weiteres h�tten vorgebracht werden k�nnen (nicht publ. E. 2.3 des Urteils BGE 135 V 163, in SVR 2009 BVG Nr. 30 S. 109 [9C_920/ 2008]; Urteil 8C_410/2010 vom 6. September 2010 E. 3). Die Versicherte legt neu eine Best�tigung des F.________, vom 25. Januar 2011 auf, wonach er beim Unfall vom 24. Oktober 2003 auf sie geschleudert worden sei. Sie macht indessen nicht geltend, dass ihr deren vorinstanzliche Beibringung trotz hinreichender Sorgfalt prozessual unm�glich und objektiv unzumutbar war; sie bringt auch nicht vor, inwiefern der angefochtene Entscheid zu deren Einreichung Anlass gibt. Diese Best�tigung ist somit nicht zu ber�cksichtigen.
Streitig und zu pr�fen ist, ob die Z�rich die Leistungen f�r den Unfall der Versicherten vom 24. Oktober 2003 zu Recht per 30. November 2008 einstellte. In diesem Rahmen umstritten ist einzig die nat�rliche Unfallkausalit�t der Beschwerden im Bereich der 10. Rippe rechts (E. 5 hienach) und die ad�quate Unfallkausalit�t der infolge des HWS-Distorsionstraumas anhaltenden Beschwerden (E. 6-8 hienach).
5.1.1 Dr. med. O.________ erachtete im Gutachten vom 23. Februar/ 30. November 2007 die Schmerzen an der 10. Rippe rechts als Folge einer chondralen Luxation infolge Thoraxquetschung beim Eisenbahnungl�ck vom 24. Oktober 2003.
5.1.2 Dr. med. A.________ diagnostizierte im Gutachten vom 5. Juni 2008 - gest�tzt auf ein gleichentags erstelltes MRI Thoraxwand/thorako-abdominaler �bergang - noch nicht definitiv abgekl�rte Beschwerden am rechten Rippenbogen bei Luxation der 10. Rippe und noch unklarer Pathologie im Bereich der 7., 8. oder 9. Rippe rechts. Die Beschwerden am rechten Rippenbogen seien praktisch mit Sicherheit auf den Unfall vom 24. Oktober 2003 zur�ckzuf�hren. Solange hinsichtlich der unklaren Pathologie keine genaue Diagnose gestellt werden k�nne, sei auch keine endg�ltige Beurteilung der Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit und k�rperlichen Integrit�t m�glich. Der Radiologe sei der Ansicht, dass man am ehesten noch eine Computertomographie (CT) mit einer Skelettszintigraphie kombinieren sollte. Es sei zu �berlegen, ob diese endg�ltige Beurteilung bei ihnen oder einem Thoraxchirurgen durchgef�hrt werden sollte.
5.1.3 Dr. med. H.________ stellte im Gutachten vom 12. November 2008 - nach Einholung eines CT-Thorax vom 31. Oktober 2008 - folgende Diagnose: Mit dem Rippenbogen nicht fusionierte anteriore Anteile der 10. und m�glicherweise auch 9. Rippe rechts im Rahmen einer leichtgradig ausgepr�gten Thoraxdeformit�t (angedeutete Trichterbrust). Analoges, etwas weniger ausgepr�gtes Verhalten der entsprechenden Rippen links. F�r die k�rperlichen Beschwerden am rechten Rippenbogen sei kein sicher auf ein Trauma zur�ckzuf�hrendes anatomisch-pathologisches Korrelat nachweisbar. Im MRI vom 5. Juni 2008 seien insbesondere keine vermehrt wasserhaltigen Zonen im Sinne einer oder mehrerer Pseudarthrosen im Bereich der Rippenenden 9 und 10 rechts oder an den korrespondierenden costo-chondralen �bergangszonen nachweisbar. Im Statusblatt des Spitals B.________ vom 24. Oktober 2003 w�rden weder Prellmarken, Suffusionen oder H�matome im Bereich des Rippenbogens rechts beschrieben. Um eine durch ein ad�quates Trauma verursachte Rippenbogenfraktur eines normal strukturierten Rippenbogens zu erkl�ren, h�tten aber entsprechende �ussere Merkmale sichtbar sein m�ssen. Es werde lediglich eine Druckdolenz im Oberbauch beschrieben und dies auf der kontralateralen (linken) Seite. Die klinisch und radiologisch feststellbaren Befunde wiesen auf einen Vorzustand hin. Die M�glichkeit eines traumatisierten Vorzustandes k�nne nie ausgeschlossen werden, das Ausmass sei aber mit Sicherheit nicht als erheblich einzustufen.
5.1.4 Im interdisziplin�ren (orthop�dischen, neuropsychologischen, neurologischen und psychiatrischen) Gutachten des Instituts X.________ vom 22. Juli 2010 wurden folgende orthop�dische Diagnosen gestellt: Status nach Zugungl�ck (Kollision) vom 24. Oktober 2003 mit: HWS-Schleudertrauma Kategorie II, Status nach leichter Commotio cerebri, luxierte 10. Rippe parasternal rechts. Die Luxation der 10. Rippe sei sp�ter als Folge der K�rperprellungen festgestellt worden. Alle Beschwerden seien �berwiegend wahrscheinlich auf den Unfall vom 24. Oktober 2003 zur�ckzuf�hren. Ein relevanter Vorzustand oder eine nach dem Unfall aufgetretene relevante Krankheit oder erneute Verletzung h�tten nicht eruiert werden k�nnen.
5.2 Die Vorinstanz erwog, zwar sei der Chirurg PD Dr. med. I.________, nach der sonographischen Untersuchung vom 1. M�rz 2004 zum Schluss gekommen, er liege eine traumatisch luxierte 10. Rippe rechts parasternal vor (Bericht vom 9. M�rz 2004). Dabei habe er sich - wie �brigens auch die Gutachter des Instituts X.________ - lediglich auf die anamnestischen Angaben der Versicherten, wonach (erst) seit dem Unfall Beschwerden im Bereich der 10. Rippe best�nden, gest�tzt. Der R�ntgenbefund vom 15. Januar 2004 jedoch habe keine traumatischen Knochenl�sionen am Thorax-Rippenskelett, sondern lediglich ein hypoplastisches Rippenpaar an Th12 ergeben. Zudem habe die Versicherte nach der Einweisung ins Spital B.________ �ber eine leichte Druckdolenz im linken Oberbauch geklagt; Schmerzen im rechten Rippenbereich seien in dessen Austrittsbericht vom 30. Oktober 2003 nicht dokumentiert. Auch gegen�ber ihrem Hausarzt, prakt. Arzt P.________, habe sie keine Beschwerden in diesem Bereich erw�hnt (Bericht vom 8. Januar 2004). Erst in dessen Bericht vom 20. Januar 2004 werde erw�hnt, sie habe neu �ber schon seit zwei Monaten bestehende subcostale Schmerzen rechts berichtet. Gest�tzt auf das Gutachten des Dr. med. H.________ vom 12. November 2008 sei die nat�rliche Unfallkausalit�t der Beschwerden am rechten Rippenbogen zu verneinen.
5.3 Die Versicherte macht formell geltend, die Vorinstanz habe das Gutachten des Instituts X.________ vom 22. Juli 2010 vollst�ndig �bergangen. Sie h�tte zumindest begr�nden m�ssen, weshalb sie ihm nicht folgen k�nne. Indem sie dies nicht getan habe, habe sie ihren Anspruch auf rechtliches Geh�r verletzt (Art. 29 Abs. 2 BV). Aus dem Geh�ranspruch folgt die Verpflichtung der Beh�rde, ihren Entscheid zu begr�nden. Es ist jedoch nicht erforderlich, dass sie sich mit allen Parteistandpunkten einl�sslich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdr�cklich widerlegt. Sie kann sich auf die f�r den Entscheid wesentlichen Punkte beschr�nken. Die Begr�ndung muss so abgefasst sein, dass sich der Betroffene �ber die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die h�here Instanz weiterziehen kann (BGE 136 I 229 E. 5.2 S. 236). Die Vorinstanz fasste im angefochtenen Entscheid das Gutachten des Instituts X.________ zusammen und stellte darauf nicht ab, weil es sich lediglich auf die anamnestischen Angaben der Versicherten st�tze. Damit erf�llte sie die Begr�ndungsanforderungen.
5.4 Die nat�rliche Unfallkausalit�t der Beschwerden an der 10. Rippe rechts wurde von den Gutachtern Dres. med. O.________ und A.________ sowie im Gutachten des Instituts X.________ bejaht (E. 5.1.1 f. und 5.1.4 hievor) und vom Gutachter Dr. med. H.________ verneint (E. 5.1.3 hievor).
Soweit die Vorinstanz ausf�hrte, erst im Bericht des Hausarztes Dr. med. P.________ vom 20. Januar 2004 werde erw�hnt, die Versicherte habe neu �ber schon seit zwei Monaten bestehende subcostale Schmerzen rechts berichtet, ist dem entgegenzuhalten, dass bereits der Neurologe Dr. med. R.________ im Bericht vom 20. November 2003 darlegte, seit dem Unfall vom 24. Oktober 2003 best�nden bei ihr unter anderem Schmerzen �ber dem Brustbein.
Die Einsch�tzungen der Dres. med. O.________ und A.________ sind insofern nicht hinreichend, als sie nicht auf der vom Letzteren vorgeschlagenen CT beruhten, welche dann von Dr. med. H.________ durchgef�hrt wurde. Das Gutachten des Dr. med. H.________ ist jedoch insofern nicht schl�ssig, als er ausf�hrte, es "sei kein sicher auf ein Trauma zur�ckzuf�hrendes anatomisch-pathologisches Korrelat nachweisbar", und gleichzeitig die M�glichkeit eines traumatisierten Vorzustandes nicht ausschloss, dessen Ausmass aber mit Sicherheit nicht als erheblich einzustufen sei. Hierzu ist festzuhalten, dass f�r die Bejahung der Unfallkausalit�t kein Sicherheitsbeweis verlangt wird, sondern zu kl�ren ist, ob der Unfall �berwiegend wahrscheinlich zumindest eine indirekte Teilursache des Gesundheitsschadens ist (BGE 134 V 109 E. 9.5 S. 125 f., 118 V 286 E. 2b S. 291). Auf das Gutachten des Instituts X.________, worin die nat�rliche Unfallkausalit�t der Beschwerden an der 10. Rippe rechts bejaht wurde, kann f�r sich allein ebenfalls nicht abgestellt werden, zumal es diesbez�glich keine substanziierte Begr�ndung, sondern nur die Angabe enth�lt, sp�ter sei zudem als Folge der K�rperprellungen eine Luxation der 10. Rippe rechts festgestellt worden.
Bei dieser Aktenlage l�sst sich die nat�rliche Kausalit�t zwischen dem Unfall vom 24. Oktober 2003 und der L�dierung der 10. Rippe rechts nicht rechtsgen�glich beurteilen. Da bereits mehrere Gutachten vorliegen, ist die Sache an die Vorinstanz zur�ckzuweisen, damit sie diesbez�glich ein Gerichtsgutachten einhole (vgl. BGE 122 V 157 E. 1d S. 163; Urteil U 153/05 vom 1. M�rz 2006 E. 6.3) und danach �ber die Beschwerde neu entscheide.
Zu pr�fen ist weiter die HWS-Distorsionsproblematik.
6.1 Nicht zu beanstanden und unbestritten ist die vorinstanzliche Auffassung, dass die Versicherte beim Unfall vom 24. Oktober 2003 ein HWS-Distorsionstrauma erlitten hatte und die entsprechenden Beschwerden bei Fallabschluss per 30. November 2008 nat�rlich unfallkausal waren. Gleiches gilt f�r ihre Feststellung, dass die Pr�fung der ad�quaten Unfallkausalit�t des Gesundheitsschadens nach der Schleudertraumapraxis - mithin ohne Differenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten des Gesundheitsschadens (BGE 134 V 109) - durchzuf�hren ist.
6.2 Aufgrund der Akten war hinsichtlich des HWS-Distorsionstraumas der Fallabschluss unter Einstellung der vor�bergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Pr�fung des Anspruchs auf Invalidenrente und Integrit�tsentsch�digung rechtm�ssig, da von der Fortsetzung der �rztlichen Behandlung �berwiegend wahrscheinlich keine namhafte, ins Gewicht fallende Besserung des Gesundheitszustandes bzw. Steigerung der Arbeitsf�higkeit mehr zu erwarten war (vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG; BGE 134 V 109 E. 3. f. S. 112 ff.). Gegenteiliges wird von der Versicherten denn auch nicht geltend gemacht.
7.1 Die Unfallschwere ist im Rahmen einer objektivierten Betrachtungsweise aufgrund des augenf�lligen Geschehensablaufs mit den sich dabei entwickelnden Kr�ften zu beurteilen. Nicht relevant sind die Kriterien, die bei der Pr�fung der Ad�quanz bei mittelschweren Unf�llen Beachtung finden; dies gilt etwa f�r die - ein eigenes Kriterium bildenden - Verletzungen, welche sich die versicherte Person zuzog, aber auch f�r - unter dem Gesichtspunkt der besonders dramatischen Begleitumst�nde oder besonderen Eindr�cklichkeit des Unfalls zu pr�fende - �ussere Umst�nde, wie eine allf�llige Dunkelheit im Unfallzeitpunkt oder Verletzungs- resp. gar Todesfolgen, die der Unfall f�r andere Personen nach sich zog (SVR 2008 UV Nr. 8 S. 26 E. 5.3.1 [U 2/07]; Urteil 8C_692/2010 vom 10. November 2010 E. 4.1).
7.2 Hinsichtlich des Hergangs des Unfalls vom 24. Oktober 2003 stellte die Vorinstanz zu Recht auf den Schlussbericht des Eidgen�ssischen Departements f�r Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) vom 14. Dezember 2004 (http://www.uus.admin.ch/pdf/4020368.pdf) ab, der auch von der Versicherten ins Feld gef�hrt wird. Demnach fuhr der Zug, in dem die Versicherte sass, mit einer Geschwindigkeit von 60 km/h. Nachdem festgestellt wurde, dass der entgegenkommende Zug "relativ rassig" unterwegs war, wurde eine Schnellbremsung eingeleitet. Kurz vor dem Stillstand gab es einen sanften Ruck. Die Kollision ereignete sich mit ca. 38 km/h (S. 11 und 23 f. des Schlussberichts).
Dieser Unfall ist - der Vorinstanz folgend - als im engeren Sinn mittelschwer zu qualifizieren (betreffend eine Zugkollision vgl. ebenso Urteil 8C_500/2007 vom 16. Mai 2008 Sachverhalt lit. A und E. 5.3). Umst�nde, welche die Annahme eines mittelschweren Ereignisses im Grenzbereich zu den schweren Unf�llen oder gar eines schweren Unfalls rechtfertigen w�rden, liegen - entgegen der Auffassung der Versicherten - nicht vor, zumal die Verletzungen der anderen Zugpassagiere bzw. der Tod eines von ihnen diesbez�glich irrelevant ist (E. 7.1 hievor). Unbeheflich ist auch ihr Vorbringen, es habe mehrere ruckartige Stopps gegeben und sie sei in Gegenrichtung gesessen, weshalb sie sich der Kollision nicht bewusst gewesen sei bzw. sich darauf nicht habe einstellen k�nnen. Die ad�quate Unfallkausalit�t des Gesundheitsschadens kann somit nur bejaht werden, wenn drei der sieben Ad�quanzkriterien erf�llt sind oder eines besonders ausgepr�gt vorliegt (BGE 134 V 109 E. 10.3 S. 130; SVR 2010 UV Nr. 25 S. 100 E. 4.5 [8C_897/2009]; Urteil 8C_46/2011 vom 18. April 2011 E. 5.1).
8.1 Die Vorinstanz hat keines der Ad�quanzkriterien als erf�llt angesehen. Unbestritten ist, dass die beiden Kriterien der erheblichen Beschwerden sowie der Fehlbehandlung nicht erf�llt sind.
8.2 Das Kriterium der besonders dramatischen Begleitumst�nde oder besonderen Eindr�cklichkeit des Unfalls ist objektiv und nicht aufgrund des subjektiven Empfindens bzw. Angstgef�hls der versicherten Person zu beurteilen (RKUV 1999 Nr. U 335 S. 207 E. 3b/cc). Die Z�rich f�hrte im streitigen Einspracheentscheid aus, die Versicherte habe sich nicht in dem Wagen befunden, in dem eine Person ums Leben gekommen sei. Die Versicherte bestritt dies vorinstanzlich nicht. Die Vorinstanz erwog, vom Tod einer Person habe sie nichts mitbekommen, weil sie in einem anderen Waggon gereist sei. Wenn die Beschwerdef�hrerin nunmehr letztinstanzlich ausf�hrt, im gleichen Abteil sei jemand gestorben, ist dies ein neues unzul�ssiges Tatsachenvorbringen, zumal sie hief�r keine nach Art. 99 Abs. 1 BGG relevanten Gr�nde anf�hrt. Gleiches gilt f�r ihre Behauptung, im Zugabteil habe ein Riesenchaos geherrscht, zum Teil h�tten Menschen schwer verletzt am Boden und auf ihnen Gep�ckst�cke gelegen (vgl. E. 3 hievor). Nach dem Unfall konnte die Versicherte zusammen mit anderen Passagieren den umgekippten Waggon selbstst�ndig durch das Fenster verlassen. Aufgrund der Aktenlage kann das Kriterium jedenfalls nicht als besonders ausgepr�gt erf�llt angesehen werden.
8.3 Die Diagnose einer HWS-Distorsion (oder einer anderen, ad�quanzrechtlich gleich zu behandelnden Verletzung) gen�gt f�r sich allein nicht zur Bejahung des Kriteriums der Schwere und besonderen Art der erlittenen Verletzung. Es bedarf hiezu einer besonderen Schwere der f�r das Schleudertrauma typischen Beschwerden oder besonderer Umst�nde, welche das Beschwerdebild beeinflussen k�nnen. Diese k�nnen beispielsweise in einer beim Unfall eingenommenen besonderen K�rperhaltung und den dadurch bewirkten Komplikationen bestehen. Auch erhebliche Verletzungen, welche sich die versicherte Person neben dem Schleudertrauma, der �quivalenten Verletzung der HWS oder dem Sch�del-Hirntrauma beim Unfall zugezogen hat, k�nnen bedeutsam sein (BGE 134 V 109 E. 10.2.2 S. 127 f.). Umst�nde, welche die Bejahung dieses Kriteriums rechtfertigen, sind nicht ersichtlich. Selbst wenn die erg�nzende Abkl�rung erg�be, dass die Beschwerden an der 10. Rippe rechts unfallkausal sind (vgl. E. 5.4 hievor), kann nicht von erheblichen Verletzungen gesprochen werden (vgl. auch Urteil 8C_51/2010 vom 21. Mai 2010 E. 8.2.2). Unbehelflich ist der Einwand der Versicherten, aufgrund der langen Leidensdauer m�sse von einer schweren und besonderen Art der Verletzung ausgegangen werden.
8.4 Was das Kriterium der "fortgesetzt spezifischen, belastenden �rztlichen Behandlung" (BGE 134 V 109 E. 10.2.3 S. 128) anbelangt, ist Folgendes festzuhalten: Die Behandlung der Versicherten bis zum Fallabschluss beinhaltete aufgrund der Akten und gem�ss ihren Angaben im Rahmen der Begutachtung des Instituts X.________ im Wesentlichen Medikamenteneinnahme, diverse ambulante manualtherapeutische Massnahmen, Akupunktur, Hypnose, autogenes Training, O2-Therapie und zahlreiche Infiltrationen im Rippenbereich.
Die blossen �rztlichen Verlaufskontrollen und Abkl�rungsmassnahmen sind nicht zu ber�cksichtigen (Urteil 8C_492/2009 vom 21. Dezember 2009 E. 11.1). Ebenso wenig lassen sich die ambulanten Behandlungen als belastend im Sinne der Rechtsprechung bezeichnen. Auch waren die getroffenen Vorkehren nicht mit der durch das Kriterium anvisierten, erheblichen zus�tzlichen Beeintr�chtigung der Lebensqualit�t verbunden (Urteil 8C_797/2008 vom 19. M�rz 2009 E. 5.3.3). Irrelevant ist das Vorbringen der Versicherten, die Rippenproblematik k�nne grunds�tzlich nur mit einer Operation behoben werden, von der ihr Dr. med. A.________ aber wegen unsicherer Erfolgsaussicht abgeraten habe (vgl. auch Urteil 8C_744/2009 vom 8. Januar 2010 E. 11.3). Das Kriterium kann demnach nicht als erf�llt gelten.
8.5 Aus der blossen Dauer der �rztlichen Behandlung und der geklagten Beschwerden darf nicht schon auf einen schwierigen Heilungsverlauf oder erhebliche Komplikationen geschlossen werden. Es bedarf hiezu besonderer Gr�nde, welche die Genesung bis zum Fallabschluss beeintr�chtigt oder verz�gert haben (BGE 134 V 109 E. 10.2.6 S. 129; SVR 2007 UV Nr. 25 S. 81 E. 8.5 [U 479/05]). Der Umstand, dass trotz verschiedener Therapien keine Beschwerdefreiheit erreicht werden kann, reicht allein f�r die Bejahung des Kriteriums nicht aus (Urteil 8C_963/2009 vom 11. M�rz 2010 E. 5.6). Unbehelflich ist mithin das Vorbringen der Versicherten, wegen der langen Leidensgeschichte m�sse von einem schwierigen Heilungsverlauf per se ausgegangen werden. Gleiches gilt f�r ihr Argument, die luxierte Rippe behindere sie betr�chtlich, sie k�nne z.B nicht auf dem Bauch liegen, was sie in der Nacht vor allem st�re; hierbei handelt es sich zudem um ein nach Art. 99 Abs. 1 BGG unzul�ssiges Novum (E. 3 hievor).
8.6 Zu pr�fen ist schliesslich das Kriterium der erheblichen Arbeitsunf�higkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen (BGE 134 V 109 E. 10.2.7 S.129 f.). Arbeitete die versicherte Person vor dem Unfall teilzeitlich, ist bei der Bestimmung dieses Kriteriums grunds�tzlich vom vormaligen Teilzeitpensum auszugehen (Urteil 8C_744/2008 vom 26. November 2008 E. 8.7). Gem�ss dem von der Versicherten ins Feld gef�hrten Gutachten des Instituts X.________ vom 22. Juli 2010 f�hrte sie nach dem Unfall vom 24. Oktober 2003 ihr berufliches Engagement als Schauspielerin bis zum Ende der Spielsaison fort. Danach habe sie eine Arbeitspause eingelegt, die teilweise durch die beiden Schwangerschaften und Geburten ihrer beiden T�chter in den Jahren 2005 und 2007 bedingt gewesen sei. Vor der Geburt ihrer Tochter im Jahre 2005 habe sie jeweils morgens in einem Alten-Pflegeheim f�r 3 Stunden Br�tchen bestrichen (10-20% T�tigkeit). Ab 2005 habe sie ihre T�tigkeit als Schauspielerin wieder aufgenommen und das Pensum bis Ende Oktober 2008 auf 60 % erh�ht. Dieses Pensum habe sie auch vor dem Unfall bestritten. Weiter wurde im Gutachten des Instituts X.________ ausgef�hrt, die Versicherte sei in der T�tigkeit als Schauspielerin in einge�bten, k�rperlich wenig bis maximal m�ssig anspruchsvollen Rollen im Pensum von 60 % nicht eingeschr�nkt; in kleinen, bereits fr�her einge�bten Rollen sei ihr diese Arbeit maximal zu 80 % zumutbar. In einer ideal angepassten T�tigkeit (ohne grosse Anforderungen ans Lernen langer Texte und ohne mentale Belastung, welche die B�hnenauftritte charakterisierten), die zudem k�rperlich leicht und wechselbelastend (< 50 % sitzende T�tigkeit) sei, bestehe volle Arbeitsf�higkeit. F�r die fr�her auch ausge�bte T�tigkeit als Malerin/Tapeziererin bestehe eine Minderung der Arbeitsf�higkeit um 20 %. Die Arbeitsf�higkeit von weniger als 80 % bestehe seit dem Unfall vom 24. Oktober 2003. Unter diesen Umst�nden liegt keine erhebliche unfallbedingte Arbeitsunf�higkeit vor, weshalb das Kriterium nicht erf�llt ist.
8.7 Nach dem Gesagten ist die ad�quate Unfallkausalit�t der HWS-Distorsionsproblematik - selbst bei Ber�cksichtigung der Beschwerden an der 10. Rippe rechts - zu verneinen, weshalb die Leistungseinstellung per 30. November 2008 diesbez�glich rechtens ist.
Die R�ckweisung der Sache an die Vorinstanz betreffend die Rippenbeschwerden zu neuem Entscheid mit noch offenem Ausgang gilt als volles Obsiegen der Versicherten (Art. 66 Abs. 1, Art. 68 Abs. 2 BGG; BGE 132 V 215 E. 6.1 S. 235; Urteil 8C_51/2010 E. 10). Hingegen unterliegt sie bei der HWS-Problematik.
Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Z�rich vom 29. November 2010 aufgehoben und die Sache an die Vorinstanz zur�ckgewiesen wird, damit sie, nach erfolgter Abkl�rung im Sinne der Erw�gungen, �ber die Beschwerde neu entscheide.
Die SUVA hat die Beschwerdef�hrerin f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 1'400.- zu entsch�digen.

References: BGE 
 Art. 99
 BGE 
 BGE 
 Art. 19
 BGE 
 Art. 99
 Art. 99
 Art. 68
 BGE