Source: https://issuu.com/kaerntner-jaegerschaft/docs/kj238_april
Timestamp: 2018-08-14 11:27:12+00:00

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Der Kärntner Jäger, Ausgabe 238 by Kärntner Jägerschaft - Issuu
Mitteilungsblatt der Kärntner Jägerschaft, April 2018 Ausgabe 238, 47. Jahrgang
Tätigkeitsberichte LANDESJÄGERTAG • Hegeringleitertag
• LGBl. Kärntner Jagdgesetz
• Jagdstrecke 2017
Aktuelles Aktuelle Spalte FACE Hegeringleitertag
Tätigkeitsberichte Landesjägertag Jahresabschluss 2017/ Voranschlag 2019
Tätigkeitsbericht der Landesgeschäftsstelle Tätigkeitberichte der Referenten Jagdstrecke 2017 Analyse Jagdjahr 2017
11 22 46 47 50
Rechtliche Information Neues Kärntner Jagdgesetz
Berichte Bezirkshegeschau und –jägertag Wolfsberg Lebensraumgestaltung Spendenübergabe Vellachtal
Informationen der Landesgeschäftsstelle Ausstellung Weidinger
Bücher/Wortanzeigen/Impressum
Ein schwerer Winter ist hinter uns, mit sehr viel Schnee schon ab Dezember und arktischen Temperaturen dann im Februar. Das Rotwild zog sehr früh zu Tal und konnte teilweise auch mit besten Fütterungen nicht gehalten werden. Dadurch hat sich auch die Fallwildrate erhöht. Nahezu 13.000 Stück Rotwild konnten 2017 von unseren Jägerinnen und Jägern erlegt werden, eine Zahl, die wir noch nie hatten, die aber nicht nur ein Hinweis auf den großen Fleiß unserer Jäger, sondern auch auf sehr hohe Wildstände ist. Dies konnte aber nicht nur mit Pirsch und Ansitz, sondern auch mit gut organisierten Bewegungsjagden erreicht werden, auf die wir niemals verzichten können. Ein herzlicher Weidmannsdank von dieser Stelle an alle, die sich aktiv an der Rotwildregulierung beteiligt haben. Auch wenn die eine oder andere Jagd mediales Aufsehen erregt hat, und auf Grund von Anzeigen behördlich auf Einhaltung des Jagdgesetzes bzw. die Weidgerechtigkeit untersucht wird, so werden wir Neid, Missgunst und persönliche Befindlichkeiten in der Jagd niemals das Wort reden. Selbst der eine oder andere Journalist hätte hier gerne eine „Spaltung“ in der Jägerschaft herbeigeschrieben, aber wenn immer die gleichen 5 oder 6 Jäger Interviews geben oder Leserbriefe schreiben, ist dies bei 12.500 Jägern wohl als Privatmeinung und damit vernachlässigbar zu bezeichnen. Handyaufnahmen dann auch über Facebook und Twitter ins Netz zu stellen, ist recht dumm, vor allem, wenn es dann jene kommentieren, die jagdfremd oder jagdfeindlich sind. Wer das macht, soll darüber nachdenken, wem er damit schaden will, der Sache selbst oder unserer gesamten Gemeinschaft. Denn wir Jäger sind die einzi-
gen, die, mit Kompetenz ausgestattet, die Wildregulierung auch weiterhin durchführen können und werden. Das neue Jagdgesetz ist in Kraft und wird uns auch hierbei helfen. Jedes Gesetz ist bei Einbeziehung aller beteiligten Interessen und der politischen Parteien stets Ausdruck eines Kompromisses, so auch das neue Jagdgesetz. Wichtig für uns war, den freien Zugang zur Jagd und zu ihrer Ausübung auf Zukunft zu erhalten, den zum Teil völlig veränderten Lebensbedingungen unseres Wildes Rechnung zu tragen und den Bedürfnissen der Grundbesitzer, als „Träger“ des Jagdrechtes, auch zu entsprechen, wobei auch bei unserer Jagdgesetzwerdung das steigende öffentliche Interesse an einem gesunden Wald stets spürbar war. Der einstimmige Beschluss im Landtag war letztlich auch ein deutliches Zeichen, dass dieser Kompromiss gelungen ist und die Politik und damit unsere Gesellschaft das volle Vertrauen in die Kärntner Jägerinnen und Jäger zum Ausdruck gebracht hat. Vor allem den beeideten Jagdschutzorganen kommt ab sofort eine noch größere Bedeutung zu. Sie werden als behördliche Organe künftig noch strenger auf die Einhaltung des Gesetzes in ihren Revieren zu achten haben. Wir Aufsichtsjäger werden es letztlich sein, die eine korrekte Wildfütterung zu überprüfen und bei schuldhafter Übertretung mit Konsequenzen zu rechnen haben werden, im Gegenzug wurde aber unsere Position auch noch weiter gestärkt. Mit gezielten Veranstaltungen über die „BILDUNGSPLATTFORM der Kärntner Jägerschaft“ wollen wir gemeinsam mit dem KJAV gerade die Aufsichtsjäger schulen, damit sie sich der Bedeutung ihrer Tätig-
S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S Dr. S Ferdinand S S S S S DI Gorton, LandesS S S S S S S jägermeister S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S
keit im Revier noch mehr bewusst werden. In diesem Zusammenhang darf ich dem Kärntner Jagdaufseherverband auch sehr herzlich zum 45-jährigen Jubiläum gratulieren. Gratulieren darf ich auch zu einem weiteren Jubiläum, dem Obmann des Naturschutzbundes Kärnten zu seiner 20-jährigen Obmann-Tätigkeit, es darf hier im Besonderen dem Kärntner Naturschutzbund gratuliert und für die hervorragende Zu-
sammenarbeit über all die Jahre gedankt werden, auf deren Fortsetzung sich die Kärntner Jägerschaft schon freut. Ein neues Jagdjahr hat begonnen und ich hoffe, dass bereits im Mai mit gleichem Eifer weiter gejagd wird, wobei die vorherige Teilnahme am Hegeringschießen für jeden Jäger obligatorisch sein muss und der Stempel vor dem ersten Pirschgang vom Jagdausübungsberechtigten oder Jagdobmann oder dem Aufsichtsjäger überprüft sein muss. Freuen wir
uns auf ein schönes Jagdjahr, mit Weidmannsheil Ihr Landesjägermeister DI Dr. Ferdinand Gorton PS in eigener Sache: Seit einiger Zeit werde ich von einer Person außerhalb der Kärntner Jägerschaft per Mails beschimpft und vernadert. Ich bleibe bei meiner Linie, meine Tätigkeit als Landesjägermeister jederzeit aber nur innerhalb der Kärntner Jägerschaft in Diskussion zu stellen.
Zum Cover-Bild Hubert Weidinger, Jahrgang 1951, ist der Gestalter des Cover-Bildes. Es entstand nach einem Vorschlag von Mag. Burgstaller-Gradenegger mit Blick auf die Naturnutzungsthematik. Seit 1972 lebt der gelernte Porzellanmaler Weidinger als freischaffender Künstler. 1988 wurde ihm der französische Kulturpreis für Tiermalerei verliehen. Weidingers Werke waren bereits in mehr als 100 Ausstellungen zu sehen (siehe auch S. 59ff).
FACE: Überprüfung des Wolf-Schutzstatus im Koalitionsvertrag der künftigen deutschen Bundesregierung FACE ist äußerst erfreut darüber, dass in Deutschland im Koalitionsvertrag zwischen den Parteien CDU, CSU und SPD vom 07.02.2018 die Überprüfung des Schutzstatus des Wolfs festgeschrieben wurde. Was FACE schon lange gegenüber den Europäischen Institutionen gefordert hat, nämlich die notwendige Herbeiführung einer angemessenen Bestandsreduktion, soll nun durch die „Entwicklung eines Kriterien- und Maßnahmenkatalogs zur Entnahme von Wölfen“ erreicht werden. FACE Präsident Dr. Michl Ebner betont: „Die 7 Millionen europäischen Jäger nehmen mit großer Genugtuung zur Kenntnis, dass nun endlich die Romantisierung und die Verklärung des Wolfs in Deutschland ein Ende nimmt. Die berechtigten Belange der ländlichen Bevölkerung, v.a. von Jägern und Landwirten, im Hinblick auf
die starken Zunahmen der Wolfspopulationen werden nun von der künftigen Großen Koalition entsprechend berücksichtigt. Die Lösung der zunehmenden Konflikte können nur durch die Herabsetzung des Schutzstatus von Wölfen erreicht werden. Nun ist die Europäische Kommission gefordert!“ Laut Schätzungen des Deutschen Jagdverbandes beträgt der Wolfsbestand ca. 800 (!) Tiere in Deutschland. Die Fortpflanzungsrate liegt bei 30%. Im Hinblick auf die Konflikte mit Wölfen in unserer modernen Kultur- und Agrarlandschaft in Europa hat FACE weiterhin die Aufstellung von Managementplänen zur legalen Erlegung von Wölfen, eine bessere Koordinierung bestehender Managementpläne unter den benachbarten Mitgliedsstaaten, den Aufbau eines länderübergreifenden Monitoringsystems sowie die Einrich-
tung von wolfsfreien Zonen gefordert. Karl-Heinz Florenz, CDU-Europaabgeordneter und Präsident der Intergruppe im Europäischen Parlament „Biodiversität, Jagd, ländliche Aktivitäten“, sagt dazu: „Es kommt Bewegung in die Sache. Ich möchte keine Wölfe, die durch Siedlungsgebiete streifen, in der Nähe von Schulen in Mülleimern wühlen oder regelmäßig Jagd auf Weidetiere machen. Der Wolf muss den nötigen Respekt vor uns Menschen haben – wenn es sein muss auch durch einen Hebeschuss und andere Vergrämungsmaßnahmen. Wir müssen aber auch den Mut haben, wie im Koalitionsvertrag festgelegt, wenn Gefahr in Verzug ist, aggressive und kranke Wölfe zu entnehmen. Unbürokratisch und schnell, sonst fühlt sich die Bevölkerung in ihren Ängsten nicht ernst genommen“.
18. Hegeringleitertag Am 20. Jänner 2018 fand die Hegeringleiterversammlung in gewohntem Rahmen im Schloss Mageregg statt. Wie jedes Jahr waren die 180 Sitzplätze gut gefüllt und jeder in hoher Erwartung an die Referenten. Nach kurzer Begrüßung des Landesjäger meisters ergriff LR Mag. Gernot Darmann das Wort. Er bedankte sich bei allen Anwesenden für das, was sie für die Jagd in Kärnten leisten und verwies auf die hohe Reputation im österreichischen Jagdwesen, die den Jagdfunktionären, Hegeringleitern aber auch jedem einzelnen Jäger zu verdanken ist. Kurz ging er auf das neue Jagdgesetz ein und betonte, dass dieses einstimmig im Kärntner Landtag beschlossen wurde. Daran anschließend ging LJM DI Dr. Ferdinand Gorton auf die Situation der Jagd in Österreich ein. Zur Stärkung der Öf-
fentlichkeitsarbeit wurde im Jahr 2017 der Dachverband „Jagd Österreich“ gegründet. Darin sind alle Landesjagdverbände mit dem Ziel – ihre gemeinsame Position zu stärken – vertreten. Wichtig war es ihm zu betonen, dass trotz dieses Zusammenschlusses und einem abgestimmten österreichweiten Vorgehen die Identität der Bundesländer weiterhin bewahrt bleiben wird. Der erste Schritt der neuen gemeinsamen Öffentlichkeitsarbeit war es eine Charta für die „Jagd Österreich“ zu erarbeiten. MMag. Dr. Peter Vogler skizzierte in seinem Vortrag den Entstehungs-prozess. Die zentrale Frage
dabei war, wohin soll und wird sich die Jagd entwickeln? Die Jagd in Österreich muss sich positionieren. Dazu fand eine Befragung von über 200 Personen statt und wurde das dadurch gezeichnete komplexe Bild letztendlich auf die Kernpunkte reduziert: Als Alleinstellungsmerkmal wurde ein Markensteuerrad mit 4 gleichwertigen Bereichen definiert. Die Jagd in Österreich
schafft/sorgt für Werte mit Bestand, indem sie u das Handwerk des nachhaltigen Jagens beherrscht und sicher stellt, u Wissen über Jagd, Wild & Natur erhält, erweitert und vermittelt, u köstliches & hochwertiges Wildbret aus heimischen Revieren zur Verfügung stellt, u Wild & dessen Lebensräume in seiner Vielfalt sichert und erhält. Im Anschluss referierte GF Mag. Freydis Burgstaller-Gradenegger über das neue Kärntner Jagdgesetz und erläuterte klar und verständlich alle wesentlichen Änderungen. Sie verwies auch darauf, dass im
Rahmen der Ja g d g e s e t z Novelle die Weidgerechtigkeit in Diskussion stand und daher zu definieren war. Einen zentralen Punkt stellt aus Sicht der Kärntner Jägerschaft der Entfall der Wildschadenersatzverpflichtung für ganzjährig geschontes Wild dar. Mag. Gerald Muralt nutzte seinen Vortrag, um die wildökologische Raumplanung in allen Facetten darzustellen, vor allem aber um
die Neuerungen der wildökologischen Raumplanung 2018 zu skizzieren. Konkret ging er dabei auf die Themenkomplexe Wildbehandlungszonen, Wildschutzgebiete und Wildbeunruhigung, Rotwildfütterung sowie Wildbestandsanalysen ein. Nach ausführlicher Diskussion fand der 18. Hegeringleitertag bei gutem Essen ein gewohnt gutes Ausklingen. AS & GM
Jahresabschluss 2017 / Voranschlag 2019 Finanzreferent Mag. Wolfgang Rossbacher
A. JAHRESABSCHLUSS ZUM 31.12.2017 Zum 31.12.2017 konnte ein positives Ergebnis von € 15.518,98 erwirtschaftet werden. Der Voranschlag ging von einem Ergebnis von € 1.700,00 aus. Die Ursache liegt darin, dass doch eine größere Anzahl an Jungjägern aufgenommen wurde und in gewissen Bereichen äußerst sparsam vorgegangen wurde. Folgende Investitionen wurden im Jahr 2017 durchgeführt: EDV und Büromaschinen für die Landesgeschäftsstelle € 6.021,64 EDV-Anlagen für den Bereich wildökologische Raumplanung € 1.661,66
Planungskosten insgesamt
€ 2.000,00 € 9.683,30
Die Jagdabgabe konnte wiederum mit € 800.000,00 verbucht werden und die ökologischen Maßnahmen betrugen im Jahr 2017 € 75.823,61. Da die Schießstätten stark subventioniert werden, wurden im Jahr 2017 € 18.000,00 ausgegeben.
B. VORANSCHLAG 2019 Aufgrund der sehr gewissenhaften und sparsamen Erarbeitung des Voranschlages 2019 kann mit einem positiven Ergebnis von € 2.700,00 gerechnet werden. Die Jagdabgabe wurde wiede-
rum mit € 800.000,00 eingestellt und für ökologische Maßnahmen wurden € 84.000,00 in das Budget eingestellt. Sämtliche Ausgaben, und vor allem auch die Gehälter, wurden mit rund 3% an die Gegebenheiten angepasst. So wie in der Vergangenheit bedanke ich mich für die hervorragende Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kärntner Jägerschaft.
Gewinn- und Verlust-Rechnung FÜR DIE ZEIT VOM 1. JÄNNER BIS ZUM 31. DEZEMBER 2017 Zinserträge aus Bankguthaben
I. EINNAHMEN INTERESSENVERTRETUNG Sachbereich Prüfungsgebühren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Verkaufserlöse Waren . . . . . . . . . . . . . . . . . Verkauf Abzeichen 60 Jahre Ktn. J. . . . . . Centausgleich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
52.375,00 4.481,30 70,00 0,13 56.926,43
29.764,80 29.764,80
Wildforschung Erlöse Wildmarken . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
75,50 75,50
JAGDLICHE AUS- UND FORTBILDUNG Aus- und Fortbildung Rückvergütung Druckkosten . . . . . . . . . . . Div. Kursgebühren . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
14.865,00 4.969,50 19.834,50
JAGDRECHT UND ÖFFENTLICHKEITSARBEIT Mitteilungsblatt Erlöse Inserate . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Skontoaufwand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
70.170,81 – 152,96 70.017,85
MAGEREGGER STRASSE 175 – 179 Jägerhof Schloß Mageregg Erlöse aus Betriebskosten 20% . . . . . . . . Mieterlöse 20% . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Pacht . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Landesgeschäftsstelle Mieterträge Lehrsaal . . . . . . . . . . . . . . . . . Mieterträge Büros . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Ktn. Jägerschaft Verwaltungsbereich Jagdkartenbeitrag . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Jagdgastkartenbeitrag . . . . . . . . . . . . . . . . Jagdabgabe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Geb.Abg.Ausstell.JK,Besch.,JAES . . . . . . Prfggeb. Jagdaufseher-, Berufsj.Prüfg. . . . Druckostenbeitrag . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Erträge Bezirk Feldkirchen . . . . . . . . . . . . Erträge Bezirk Hermagor . . . . . . . . . . . . . Erträge Bezirk Klagenfurt . . . . . . . . . . . . Erträge Bezirk St. Veit/Glan . . . . . . . . . . . Erträge Bezirk Spittal/Drau . . . . . . . . . . . Erträge Bezirk Villach . . . . . . . . . . . . . . . . Erträge Bezirk Völkermarkt . . . . . . . . . . . Erträge Bezirk Wolfsberg . . . . . . . . . . . . . Zinserträge aus Bankguthaben . . . . . . . . Säumniszuschläge Jagdabgabe . . . . . . . . . Mahngebühren aus Jagdabgabe . . . . . . . .
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen Ertr. aus Auflösung von Rückstell. . . . . . .
Übrige Provisionserlöse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Sonst. betr. Erträge 20% USt. . . . . . . . . . . Friesach ‚Wohnz. Natur‘ (13%) . . . . . . . . .
196.114,82 36.470,66 495.000,00 104.738,70 5.741,20 45.674,20 80,98 574,79 123,14 359,70 786,04 12,10 125,86 509,61 45,42 1.079,39 444,74 887.881,35
924,22 73,57 1.362,83 2.360,62
WILDÖKOLOGISCHE RAUMPLANUNG 9.181,87 1.023,33 14.400,00 24.605,20
872,07 2.391,48 3.263,55
MITGLIEDSBEITRÄGE UND SONSTIGE ERTRÄGE Mitgliedsbeiträge und sonstige Erträge Anteil Jagdabgabe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Mitgliedsbeiträge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Jagdkartenb. inkl. Haftpflichtvers. . . . . . Spenden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Sonstige betriebl. Erträge . . . . . . . . . . . . .
141,59 1.403.573,08
JAGDWIRTSCHAFT Aktionen – Projekte Erlöse Wildwarnreflektoren (WWS) . . . . .
157.000,00 884.398,07 293.142,32 200,00 68.691,10
148.000,00 148.000,00
Summe der Einnahmen . . . . . . . . . . . . . . . . . 2.648.102,88
II. AUSGABEN (Aufwendungen) INTERESSENVERTRETUNG Personalbereich DAE LJM und LJM-Stv. . . . . . . . . . . . . . . DAE BJM und Finanzreferent . . . . . . . . . Löhne/Gehälter IV . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dot. Abfertigungsrückst. Angestellte . . . . Dot. Rückst.n.kons.Urlaub Angestellte . . Dot. Rückst. Zeitguthaben Angestellte . .
13.293,92 31.157,52 128.968,30 11.525,79 4.990,97 439,32
FINANZGEBARUNG Mitarbeitervorsorgebeiträge Angest. IV . . Gesetzlicher Sozialaufwand Angest. IV . . Dienstgeberbeitrag IV . . . . . . . . . . . . . . . . . Freiwilliger Sozialaufwand . . . . . . . . . . . . Nachzahlung Betriebsprüfung . . . . . . . . . Reisekosten LJM und LJM-Stv. . . . . . . . . Reisekosten Funktionäre . . . . . . . . . . . . . . Reisekosten Sekretäre . . . . . . . . . . . . . . . .
Sachbereich planm. Abschr. immatr. Vermögensg. . . . . planm. Abschr. bebauter Grundstücke . . planm. Abschr. Betriebs- u. Gesch.Ausst. . Abschr. geringw. Wirtschaftsgüter . . . . . . . planm. Abschr. Bezirk Feldkirchen . . . . . planm. Abschr. Bezirk Hermagor . . . . . . . planm. Abschr. Bezirk Villach . . . . . . . . . . planm. Abschr. Bezirk Wolfsberg . . . . . . . planm. Abschr. Bezirk St. Veit/Glan . . . . . planm. Abschr. Bezirk Spittal/Drau . . . . planm. Abschr. Bezirk Völkermarkt . . . . . planm. Abschr. LGst . . . . . . . . . . . . . . . . . . planm. Abschr. WÖRP . . . . . . . . . . . . . . . . AKM . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Instandhaltung Büromaschinen . . . . . . . . Wahlen/Aufwendungen HRL . . . . . . . . . . Telefon, Telefax . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Porto und sonst. Postgebühren . . . . . . . . . Aufw. Dienstwohnung Tessendorf . . . . . . Miete Kopierer (inkl. FAX u. Scanner) . . Zweckgebundene Mittel (Ökoschilling) . . Auerwild Habitatverbesserungen . . . . . . . Projekte ökolog. Maßnahmen . . . . . . . . . . Büromaterial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Instandhaltung Home-Page . . . . . . . . . . . Instandhaltung EDV, Hard-/Software . . . Urkundendruck . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Schulungsmaterial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Sozialfonds . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Lohnverrechnungsaufwand . . . . . . . . . . . . Inserate . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Abzeichen, Medaillen . . . . . . . . . . . . . . . . . Repräsentationsaufwand . . . . . . . . . . . . . . Spenden und Trinkgelder . . . . . . . . . . . . . Sachversicherungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . Steuern, Gebühren, Versicherungen . . . . . Vers. Amtshaftpflicht . . . . . . . . . . . . . . . . . Wirtschaftsprüfung . . . . . . . . . . . . . . . . . . Beratungsaufwand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Mitgliedsbeitrag ZÖLJV . . . . . . . . . . . . . . Mitgliedsbeitrag ÖNB/Kärnten . . . . . . . . Mitgliedsbeiträge div. . . . . . . . . . . . . . . . . . Spesen des Geldverkehrs . . . . . . . . . . . . . . Jagdkarten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Spesen bei Prüfungen . . . . . . . . . . . . . . . . Abschreibung v. Forderungen ohne USt. . Buchwerte ausg. Sachanl. (Verluste) . . . . . Sonstiger betrieblicher Aufwand . . . . . . . Skontoertrag sonst. betriebl. Aufwand . . Subvention Schießstätten allgemein . . . .
184,36 25.448,88 2.291,93 4.172,71 844,17 20.420,90 1.749,86 1.279,27 246.767,90
13.208,61 57,59 79.962,99 374,95 447,21 837,47 877,89 1.959,17 447,21 1.736,61 1.052,90 6.153,75 2.398,91 1.546,90 202,80 30,44 6.567,41 6.603,19 4.090,94 5.580,67 35.931,00 4.130,00 75.823,61 4.310,63 5.155,20 24.962,93 3.766,80 29,00 11.000,00 4.746,60 554,40 2.037,00 1.807,47 700,00 3.560,61 1.446,49 2.883,78 11.762,00 19.530,86 35.711,20 1.734,60 939,54 15.648,26 11.551,98 25.537,20 67,46 0,24 97,34 -1.655,22 18.000,00 455.908,59
Jagdkarten Jagdkartenbeitrag . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Haftpflichtversicherungen . . . . . . . . . . . . Unfallversicherungen . . . . . . . . . . . . . . . . .
196.114,82 98.527,50 51.684,00 346.326,32
JAGDWIRTSCHAFT Aktionen – Projekte Fremdleistungen Molinari . . . . . . . . . . . . . USt zu Fremdleistungen Molinari . . . . . . Ohrmarken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Aktion Wiedehopf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Steinwildhegegemeinschaft . . . . . . . . . . . Aktionen, Projekte div. . . . . . . . . . . . . . . . .
Wildforschung Fonds der ZÖLJV . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Wilduntersuchungen . . . . . . . . . . . . . . . . .
25.266,67 5.053,33 65,00 8.920,80 11.180,00 14.033,68 64.519,48
31.885,00 141,18 32.026,18
JAGDLICHE AUS- UND FORTBILDUNG Aus- und Fortbildung Druckosten Skripten, and. Lernbehelfe . . Fortbildung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Berufsjäger – Ausbildung/Exkursion . . . Jagdhornblasen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Chor der Kärntner Jägerschaft . . . . . . . . . Brauchtum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Kurse, Seminare . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Jägerwallfahrt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Brauchtum, Veranstaltungen . . . . . . . . . . . Fachtagungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
21.558,40 6.122,10 3.372,60 8.377,19 2.960,89 1.000,00 3.292,18 4.396,40 1.327,70 154,22 52.561,68
JAGDHUNDEWESEN Aufwendungen Bereichshundestationen . . . . . . . . . . . . . . . Prüfungsbeiträge/DAE . . . . . . . . . . . . . . . DAE/Subventionen (Jagdhundew.) . . . . .
7.000,00 9.326,00 1.670,00 17.996,00
WAFFEN- UND SCHIESSWESEN Aufwendungen Disposition Schießreferent . . . . . . . . . . . .
17.093,61 17.093,61
JAGDRECHT UND ÖFFENTLICHKEITSARBEIT Jagdrecht Rechtsberatung/Jagdgesetz . . . . . . . . . . . . Wildwarnreflektoren, Wildwarnsysteme . . Wildschadenverhütung . . . . . . . . . . . . . . .
Öffentlichkeitsarbeit Projekt Wald-Wild-Schule . . . . . . . . . . . . Zeitungen und Zeitschriften . . . . . . . . . . . Printmedien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
6.240,00 22.000,00 29.813,08 58.053,08
13.798,86 2.167,78 1.188,00
Messen und Ausstellungen . . . . . . . . . . . . Öffentliche Auftritte . . . . . . . . . . . . . . . . . . Internationale Jagdkonferenz . . . . . . . . . . Vollversammlung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Konferenzen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . AGJSO . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Sonstige Veranstaltungen . . . . . . . . . . . . .
Mitteilungsblatt Werbeabgabe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Porto Mitteilungsblatt . . . . . . . . . . . . . . . . Druckkosten Mitteilungsblatt . . . . . . . . .
1.289,71 9.654,62 120,00 14.891,24 14.833,49 2.697,15 23.055,00 83.695,85
3.347,83 42.502,34 87.414,79 133.264,96
MAGEREGGER STRASSE 175 – 179 Jägerhof Schloss Mageregg Instandhaltungen sonstige . . . . . . . . . . . . Betriebskosten 20% . . . . . . . . . . . . . . . . . . Betriebskosten 10% . . . . . . . . . . . . . . . . . . Wasser . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Strom Jägerhof . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Gas und Heizöl . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Versicherungen, Gebühren u.a. Schloss . .
Landesgeschäftsstelle Reinigung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Instandhaltung Lds.Gesch.Stelle . . . . . . . Strom Verwaltungsgeb. . . . . . . . . . . . . . . .
3.711,21 893,06 633,40 871,00 1.037,31 12.815,49 10.026,08 29.987,55
1.316,23 1.817,02 3.835,42 6.968,67
Sachbereich Abschr.geringw.Wirtschaftsüter KSt 2 . . . Feste Gebühr an FA f. Gebühren . . . . . . . Aus- und Fortbildung Verwaltung . . . . . . PKW Aufwand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Weiterl. Ktn. Landesreg. aus Vorjahren . . Aufwandsentschädigung (gem. § 39/1) . . . Betriebskosten Verwaltung . . . . . . . . . . . . Reisekosten Sekretäre Verwaltung . . . . . . Telefon . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Porto . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Mietaufwand Bezirke . . . . . . . . . . . . . . . . . LeasingKopierer/and. Geräte BGSt. . . . . Sonstiger Aufwand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ktn. Jagdaufsehervbd. (aus Jagdabg.) . . . EDV-Aufwand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Drucksorten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Büromaterial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Druckkosten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Fachliteratur Verwaltung . . . . . . . . . . . . . . Prüfungsspesen/Aufsichtsj., Berufsj. . . . . Haftpflichtvers. Jagdgastkarten . . . . . . . . Banksp. u. Bankzinsen BGSt. u. Verw. . . . Spesen Auslandsüberweisungen . . . . . . . . Bezirksgruppe Feldkirchen . . . . . . . . . . . . Bezirksgruppe Hermagor . . . . . . . . . . . . . Bezirksgruppe Klagenfurt . . . . . . . . . . . . . Bezirksgruppe St. Veit/Glan . . . . . . . . . . . Bezirksgruppe Spittal/Drau . . . . . . . . . . . Bezirksgruppe Villach . . . . . . . . . . . . . . . . Bezirksgruppe Völkermarkt . . . . . . . . . . . Bezirksgruppe Wolfsberg . . . . . . . . . . . . . . Schießsubvention Bezirksgruppen . . . . . .
212,28 42.087,50 3.800,00 4.620,87 778,28 95.579,88 11.923,73 8.382,54 12.751,22 24.711,61 34.591,11 17.571,03 790,74 13.256,25 9.001,50 9.034,80 5.802,34 3.687,95 3.253,98 4.019,82 8.012,00 9.096,31 102,00 3.820,10 5.024,75 2.597,05 9.363,30 11.024,23 6.141,48 2.984,77 3.493,30 2.599,27 370.115,99
WILDPARK Personalbereich Gehälter Wildpark . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Dot. Rückst.n.kons.Urlaub Wildpark . . . . Dot. Rückst. Zeitguthaben Arbeiter . . . . . Dot. Abfertigungsrückst. Wildpark . . . . . Gesetzlicher Sozialaufwand Wildpark . . . Dienstgeberbeitrag Wildpark . . . . . . . . . .
Sachbereich Instandhaltung Park . . . . . . . . . . . . . . . . . Futtermittel/Tierärztl. Betreuung . . . . . .
41.351,80 – 926,98 268,67 – 2.892,41 8.835,37 1.726,59 48.363,04
1.586,29 4.245,63 5.831,92
VERWALTUNG Personalbereich Gehälter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Mitarbeitervorsorgebeitr. Angestellte . . . . Gesetzlicher Sozialaufwand . . . . . . . . . . . Dienstgeberbeitrag Verwaltung . . . . . . . .
429.887,98 5.601,56 63.279,47 16.664,02 515.433,03
WILDÖKOLOGISCHE RAUMPLANUNG Personalbereich Gehälter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Mitarbeitervorsorgebeitr. Angestellte . . . Gesetzlicher Sozialaufwand . . . . . . . . . . . Aus- und Fortbildung . . . . . . . . . . . . . . . . . Dienstgeberbeitrag . . . . . . . . . . . . . . . . . . .
Sachbereich EDV-Kosten (inkl. Wartung) . . . . . . . . . . . Reisekosten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Telefon . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Büromaterial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Wildökologische Raumplanung . . . . . . . .
106.241,66 1.959,94 22.165,93 35,00 5.252,16 135.654,69
1.023,90 1.253,03 321,49 1.470,77 7.946,17 12.015,36
Summe Ausgaben (Aufwendungen) . . . . . . . 2.632.583,90 Jahresergebnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15.518,98
Berichte zum Landesjägertag 2018 Zeitgerecht vor der Vollversammlung veröffentlichen wir die Berichte der Sachbearbeiter. Diese Berichte werden daher beim Landesjägertag entfallen, die Referentinnen und Referenten stehen aber für Anfragen und Auskünfte zur Verfügung.
Tätigkeitsbericht der Landesgeschäftsstelle GF MAG. FREYDIS BURGSTALLER-GRADENEGGER
ANMERKUNG Der Bericht zum Landesjägertag umfasst in den fachlichen Bereichen den Zeitraum April 2017 bis März 2018 (Redaktionsschluss). Um jedoch bei den Zahlen Vergleiche zu ermöglichen, beziehen sich statistische Angaben – wie auch schon in den letzten Jahren – auf den Jahreszeitraum 1.1. bis 31.12.2017.
VORWORT Das Jahr 2017 war ein äußerst arbeitsintensives. Themenschwerpunkt stellte mit Sicherheit die Novelle des Kärntner Jagdgesetzes dar. Im April 2017 wurde der Tätigkeitsbericht für die Jahre 2015/2016 im Wege der Landesregierung an den Kärntner Landtag erstattet und von diesem in seiner 70. Sitzung am 1. Februar 2018 wohlwollend zur Kenntnis genommen. Die rechtlichen und fachlichen Rahmenbedingungen für die Abschussplanung 2017/2018 mussten auf den Weg gebracht werden. 2017 war aber auch das Jahr der Evaluierung der Wildökologischen Raumplanung und konnte der WÖRP-Bericht fertiggestellt werden. Der Prozess zur Entstehung der Dachmarke bzw. des Dachverbandes „Jagd Österreich“ wurde, wie durch andere Bundesländer auch, bestmöglich unterstützt und begleitet. Ganz nebenbei waren Ressourcen auch in den Vorbereitungen für den Jägerball in Wien, dessen Patronanz Kärnten im Jänner 2018 übernehmen durfte, gebunden. 2017 war aber auch ein Trauerjahr für die Kärntner Jägerschaft, verstarb doch zunächst der lang-
jährige Vorsitzende des Disziplinarrates der Kärntner Jägerschaft Dr. Wilhelm Eckhart und in den letzten Dezembertagen viel zu früh der Geschäftsführer des Niederösterreichischen Landesjagdverbandes und Generalsekretär der vormaligen Zentralstelle Dr. Peter Lebersorger. Zu betrauern war auch der Tod des langjährigen Präsidenten der AGJSO, DI Franc Golija.
DIE JAGD IN ZAHLEN, DATEN UND FAKTEN Der Mitgliederstand betrug zum 31.12.2017 12.884, darunter 1.722 Frauen. Der Frauenanteil unter den Mitgliedern liegt somit bei 13,4%. In der Funktionärsebene beträgt der Frauenanteil 1,9%, bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern 84,2%.
Von den Mitgliedern der Kärntner Jägerschaft sind 1.772 (beeidete) Jagdschutzorgane. Das Landesgebiet gliedert sich in 486 Gemeinde- und 1.229 Eigenjagdgebiete. Die Kärntner Jägerschaft ist in ihrer Organisationsstruktur in 8 Jagdbezirke und 134 Hegeringe gegliedert.
PRÜFUNGSWESEN / AUSUND WEITERBILDUNG / BILDUNGSPLATTFORM Zur Jagdprüfung 2017 haben sich insgesamt 524 Kandidatinnen und Kandidaten angemeldet. Von diesen sind zum Frühjahrsprüfungstermin 284 und zum Sommerprüfungstermin 153 angetreten. Insgesamt haben 82,4% (360 Personen) die Prüfung bestanden. Zur Beizjagdprüfung sind im Jahr 2017 22 Kandidatinnen und Kandidaten angetreten und haben diese die Prüfung auch bestanden. Zu den von der Kärntner Jäger-
Bildungsplattform im Sinne der Synergienutzung genommen werden.
DISZIPLINARGERICHTSBARKEIT Im Jahr 2017 wurden vom Disziplinaranwalt an den Disziplinarrat 30 Übertretungen zur Anzeige gebracht, 13 Verfahren wurden eingestellt, 7 Verfahren mit Schuldspruch beendet. Es befinden sich noch 10 Disziplinarakte in Bearbeitung.
schaft organisierten Jagdaufseherprüfungen sind im Jahr 2017 von 66 angemeldeten Personen 57 angetreten und haben 52 (91,2%) die Prüfung bestanden. Ende Juni erhielten die stolzen Jungjägerinnen und Jungjäger sowie die Jagdaufseherinnen und Jagdaufseher in gewohnt festlichem Rahmen ihre Prüfungszeugnisse in Mageregg. Traditionell fand das Jahr 2018 seinen Auftakt mit dem am 20. Jänner in Mageregg abgehaltenen 18. Hegeringleitertag, der von der Landesgeschäftsstelle organisiert wurde. Dieser stand ganz im Zeichen der Jagdgesetz-Novelle, der Neuerungen in der wildökologischen Raumplanung sowie des zum Zwecke verstärkter Öffentlichkeitsarbeit gegründeten Dachverbandes „Jagd Österreich“. Die Landesgeschäftsstelle hat sämtliche Bildungsplattform-Veranstaltungen mitgestaltet, organisiert bzw. administrativ unterstützt. Besondere Schwerpunkte bildeten unter anderem die Themen: Sicherheit bei der Jagdausübung, Schalldämpfer, Schießtechnik, Niederwild, Wildbrethygiene und Zerwirken von Wild. Einige Veranstaltungen erfolgten in Kooperation mit den Fachausschüssen, wie beispielsweise der Niederwild-Tag und die NiederwildStammtische mit dem Fachausschuss für Niederwild, Schießfortbildungen mit dem zuständigen Fachausschuss für Schießwesen sowie zwei ganztägige Fallenstellerkurse in Kooperation mit dem Fachausschuss für Raubwild. Eine
gut besuchte Veranstaltung zum Thema Wildruhezonen und Wildschutzgebiete fand gemeinsam mit dem Nationalpark Hohe Tauern statt. Insgesamt haben im Jahr 2017 über 700 Personen die Veranstaltungen der Bildungsplattform besucht. Darin noch nicht eingerechnet jene Mitglieder, die Anfang des Jahres 2018 an den Bildungsplattform-Veranstaltungen zum neuen Kärntner Jagdgesetz teilgenommen haben, wobei bereits in den ersten beiden Monaten über 350 interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu verzeichnen waren. Künftig sollen auch alle weiterbildenden Bezirksveranstaltungen noch intensiver unter das Dach der
FINANZEINSATZ FÜR REVIERGESTALTUNG UND NATURSCHUTZ / WILDÖKOLOGISCHE MASSNAHMEN Im Jahr 2017 wurden von der Kärntner Jägerschaft 92 Ökomaßnahmen-Projekte (davon 30 Neuanträge) mit einer Gesamtsumme von € 31.106,58 gefördert. Winterbegrünungsflächen wurden in einem Ausmaß von 178,50ha, Wildverbissschutzmittel mit einem Betrag von € 30.730 gefördert. Die Wildmarkierungsaktion erfolgte über die Ausgabe von Wildmarken der Farbe grün. Von den noch ausstehenden Auerwild-Projektanträgen wurden 2017 3 Projekte vom Fachausschuss für Reviergestaltung und Naturschutz finalisiert und mit einem Gesamtzuschuss in Höhe von € 4.130 gefördert.
L A N D E S J Ä G E R TA G Der Naturschutzbund / Landesgruppe Kärnten wurde durch die Beiträge von Kärntens Jägerinnen und Jägern im Jahr 2017 mit insgesamt € 46.586,40 unterstützt.
WILDWARNEINRICHTUNGEN Im Jahr 2017 konnten mangels finanzieller Mittel keine neuen Projekte durchgeführt werden. Lediglich im Bezirk Völkermarkt konnten mit Unterstützung des Landes durch gesonderte Budgetmittel 15 Projekte mit einer Gesamtlänge von 11,54 Straßenkilometern durchgeführt werden.
Bedachtnahme auf die Rechnungshofempfehlungen aufbereitet. Intensiv unterstützt wurde der Entstehungsprozess der Dachmarke „Jagd Österreich“, sowie auch des Dachverbandes. Auf internationaler Ebene erfolgte in Erfüllung der Delegiertenfunktion für die vormalige Zentralstelle (nunmehr Dachverband) die Teilnahme an der Mitgliederversammlung, wobei auf FACE-Ebene unvermindert der Vollzug der FFHRichtlinie besonders im Fokus steht.
JAGDRECHT Das Jahr 2017 war geprägt von unterstützender fachlicher Arbeit im Rahmen der Jagdgesetz-Novelle, welche sich intensivst über das gesamte Berichtsjahr erstreckte. Die Kärntner Jägerschaft hat eine umfangreiche Stellungnahme zur Novelle abgegeben und laufend ihre Vorschläge eingebracht. In Vorbereitung der Abschussplanungsperiode 2017/2018 wurden für die Bezirksjägermeister die rechtlichen Rahmenbedingungen geschaffen und fachliche Unterstützung geboten. Intensive rechtliche Beratung war bei der Evaluierung des wildökologischen Raumplanes erforderlich. Es wurden die Grundlagen für den Evaluierungsbericht unter
Fachvorträge erfolgten verstärkt zum Thema Wolf bzw. zu den Großräubern, zu den Themen Wildruhezonen und Wildschutzgebiete, Sicherheit in der Jagd, Fischotter und Biber, Schalldämpfer (Waffengesetz-Novelle), Waffenpässe, Wirkungen von Munition, Natura 2000
(bei der Alpenländischen Jagdrechtstagung), zum neuen Kärntner Jagdgesetz im Rahmen der Bildungsplattform, aber auch auf Einladung des KJAV bei mehreren Bezirksversammlungen sowie auf Ersuchen einzelner Hegeringleiter vor Ort. Zuletzt erfolgte Anfang März 2018 ein Vortrag zum Thema „Jagd im Spannungsfeld zwischen Jagdfreistellung, Rechnungshofbericht, EU- und Völkerrecht“ im Rahmen der Jägertagung in Aigen im Ennstal. Rechtliche Mitarbeit wurde bei den neu überarbeiteten Prüfungsskripten geleistet sowie das Skriptum „Tierschutzrecht“ herausgegeben. Fachbeiträge wurden regelmäßig im Mitteilungsblatt aber auch im Bauernbundkalender sowie zum Beispiel im Jahrbuch für Agrarrecht veröffentlicht. Besonderen Schwerpunkt bildeten dabei das Thema Weidgerechtigkeit, Jagdfreistellung im verfassungsrechtlichen Kontext sowie Aufgaben und Herausforderungen für die Jagd im
Plädoyer für die Weidgerechtigkeit
Jagen ist gut und nutz, wenn der gut und nutz ist, der es thut. (zugeschrieben Martin Luther)
S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S
Rahmen rechtlicher Bestimmungen.
Eine besondere Präsentation gab es in Schloss Mageregg am 30. November 2017. Da stand das Team-MaturaProjekt der langjährigen Mitarbeiterin der Kärntner Jägerschaft, Fr. Manuela Klupper, im Mittelpunkt.
In Jour-fixe-Gesprächen mit der Aufsichtsbehörde wurden diverse Rechtsfragen erörtert. Rechtliche Beratung und die Erteilung von Rechtsauskünften für Funktionäre, Fachausschüsse und Mitglieder, aber auch Nicht-Mitglieder stellen unvermindert zeitaufwendige Aufgabenschwerpunkte dar. Die Nachfrage konnte angesichts der bestehenden Aufgabenfülle nicht immer gedeckt werden. Mediationstätigkeit zwischen streitverfangenen Mitgliedern bildet ebenfalls einen Aufgabenteil, der stetig zunimmt. Rechtlich, fachlich und administrativ wurde, wie jedes Jahr, der Landesjägertag von der Landesgeschäftsstelle vorbereitet.
VERWALTUNG Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben im Jahr 2017 das Bildungsangebot der Verwaltungsakademie des Landes Kärnten in Anspruch genommen. Im Rahmen ei-
ner „großen Dienstbesprechung“ fanden fachspezifische Schulungen statt. Darüber hinaus gab es in der Landesgeschäftsstelle zwei „kleine Dienstbesprechungen“. Das 15-jährige Dienstjubiläum der langjährigen Mitarbeiterin der Landesgeschäftsstelle, Ruth Ukowitz (zuständig für die Buchhaltung der Kärntner Jägerschaft und auch Sekretärin des Jagdbezirkes Klagenfurt) und das 10-jährige Dienstjubiläum der Sekretärin der Bezirksgeschäftsstelle Villach, Marion Raspotnig, wurden feierlich gewürdigt. Eine besondere Präsentation gab es am 30. November 2017 in Schloss Mageregg. Da stand das Team-Matura-Projekt der langjährigen Mitarbeiterin der Kärntner Jägerschaft, Fr. Manuela Klupper, im Mittelpunkt. Während sie seit Jahren dafür sorgt, dass die Landesgeschäftsstelle reinigungstechnisch „in Schuss“ ist, drückt sie abends die Schulbank, um die Matura zu absolvieren.
Mitteilungsblatt der Kärntner Jägerschaft, Juni 2014 Ausgabe 215, 43. Jahrgang
BERICHTE DER BEZIRKSJÄGERMEISTER • Bereichshundestationen • Wildökologischer Infotag • Wildfleischuntersucher
Das EDV-Programm JIS-Kärnten befindet sich im vierten Jahr seiner Anwendung und bewährt sich weiterhin bestens. Anregungen aus der Praxis wurden, soweit technisch möglich, regelmäßig umgesetzt. Administrative Arbeiten nehmen in der Landesgeschäftsstelle weiterhin breiten Raum ein, unter anderem wurden sämtliche Teilnahmen an Veranstaltungen, Konferenzen, Landesausschuss- und Landesvorstandssitzungen sowie Fachausschusssitzungen und die WÖRPAusschusssitzungen fachlich vorbereitet, organisiert und administriert. Im Berichtsjahr besuchten ca. 800 Kinder, aufgeteilt auf rund 40 Schulklassen bzw. Kindergartengruppen sowie einige Pensionistengruppen unter fachkundiger Führung von Wildparkverwalter Gerald Eberl den Wildpark Schloss Mageregg. Der derzeitige Wildbestand beträgt 45 Stück Dam- und 15 Stück Rotwild. Für über 3.000 Besucherinnen und Besucher im Jahr stellen sie die Attraktion des Wildparks bei freiem Eintritt dar.
ÖFFENTLICHKEITSARBEIT Der „Kärntner Jäger“ ist – neben „Jagdinfo-Online“ für Hegeringleiter – die wichtigste interne Informationsschiene der Kärntner Jägerschaft. Die Vorgabe des Vorstandes, den Charakter eines Mitteilungsblattes beizubehalten, begrenzt die redaktionellen Möglichkeiten. Die Homepage der Kärntner Jä-
gerschaft www.kaerntner-jaegerschaft.at verzeichnete im Jahr 2017 89.319 Aufrufe, das ist ein Plus von 3%. 39.381 neue Nutzer haben im Berichtszeitraum die Website aufgerufen. Jeder Nutzer hat durchschnittlich 3 Seiten besucht und nahm sich dafür 2 Minuten Zeit. Insgesamt wurden im Jahr 2017 270.740 Seiten aufgerufen. 55% der Nutzer gelangten über DesktopGeräte auf die Website. Die Nutzung mit Mobilgeräten stieg um rund 6 Prozent und liegt bei 38%, der Einstieg mittels Tablets stagnierte bei 7%. Der Großteil der Besucher erreichte die Website über eine Suchmaschine. Derzeit läuft eine Zufriedenheitsanalyse unter den Nutzerinnen und Nutzern. Die jagdliche Dauer-Ausstellung der Kärntner Jägerschaft „WOHNZIMMER NATUR – Mensch-WildWald Lebensfreude“ fand im Jahr 2017 ihre erfolgreiche Fortsetzung. Die Ausstellung konnte im Jahr 2017 2.500 Schülerinnen und Schüler (119 Gruppen) verzeichnen und ruft unter der fachkundigen Führung von HRL Helmuth Khom wahre Begeisterungsstürme hervor. Mit seinen Führungen wurde Kindern und Jugendlichen ein Einblick
„Mini-Max“. Die im „Kärntner Jäger“ veröffentlichten Beiträge werden von den Jägerinnen und Jägern, welche im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit tätig sind, gerne als fachliche Grundlage bzw. Themen-Anregung herangezogen. In der Schülerzeitung „MiniMax“ wurden im Berichtszeitraum folgende Fachthemen behandelt: u Schäl- & Fege-Schäden u „Wohnzimmer Natur“ u Jungtiere schützen u Klassenausflug ins „Wohnzimmer Natur“ u Heimisches Wildbret: die gesündere & bessere Wahl! u Wildwarner retten Leben u Die Tarnung der Wildtiere u Erstaunliche Leistungen unserer Wildtiere u Zugvögel Auf die Gewinnerklasse des Gewinnspieles wartete im Juni 2017 ein ganz besonderer Schulausflug zur Ausstellung „WOHNZIMMER NATUR“ nach Friesach. Laufende Medienanalyse gehörte 2017 ebenso zum Teil der Öffentlichkeitsarbeit durch die Landesgeschäftsstelle wie die Beantwortung von Medienanfragen zu unterschiedlichsten Themenbereichen, wobei hier federführend die Zuständigkeit beim Landesjägermeister liegt. Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit wurden von der Geschäftsführerin, in Unterstützung des Landesjägermeisters, Radiointerviews gegeben sowie die Pressearbeit im Rahmen der Beauftragung und der Ressourcenausstattung geleistet.
in die Vielfalt und Lebensräume von Kärntens Wildtieren vermittelt. Lebensgewohnheiten und Tierlaute lassen die Besucher staunen und das eine oder andere „Geräusch“ auch zuordnen. Die Ausstellung durfte sich auch über den Besuch der Kleinsten aus Horten und Kindergärten (178 Kinder – 13 Gruppen) im „Wohnzimmer Natur“ freuen. Viele erhalten dabei den ersten Kontakt zum Thema „heimische Wildtiere“, wobei in der Vermittlung besonderes Augenmerk auf das Zusammenspiel Lebensraum
und Bewirtschaftung von Fauna und Flora gelegt wird. Gesamt konnten somit im Jahr 2017 über 4.500 Besucherinnen und Besucher gezählt werden. Im Jahr 2018 ist eine Sonderausstellung vorgesehen, die bereits in Kooperation mit dem Landesmuseum Kärnten vorbereitet ist. Dabei werden Schmetterlinge im Mittelpunkt stehen (s. S. 69). Eine wichtige Schiene der Öffentlichkeitsarbeit bildet die redaktionelle Begleitung der Kooperation mit der Volksschulzeitung
DIE TÄTIGKEIT DER ORGANE Im Jahr 2017 fanden insgesamt 4 ordentliche Landesvorstandssitzungen statt. Der Landesvorstand hat unter Vorsitz des Landesjägermeisters alle erforderlichen Beschlüsse in finanziellen Angelegenheiten gefasst und 160 Bescheide über die Anerkennung der Gleichwertigkeit von Jagdprüfungen erlassen. Großen Verfahrensaufwand stellen vor allem Anträge auf Anerkennung der Gleichwertigkeit aus anderen EU-Mitgliedsstaaten dar. Der Landesausschuss hat insge-
L A N D E S J Ä G E R TA G samt 4 Sitzungen mit folgenden Themenschwerpunkten abgehalten: K-JG Novelle, Schalldämpfer, WÖRP, Bildungsplattform, Öffentlichkeitsarbeit, Forst- & Jagd-Dialog, Brüssel, Dachmarke und Dachverband „Jagd Österreich“. Der Landesjägermeister hat im Berichtszeit raum in vielen Veranstaltungen die Kärntner Jägerschaft nach außen vertreten und nicht nur seine Vorsitzfunktionen in sämtlichen Gremien (z.B. im Landesvorstand, Landesausschuss und Landesjagdbeirat) wahrgenommen, sondern auch unzählige Gespräche geführt und Fachvorträge gehalten. Im Jahr 2017 hat der Landesjägermeister weit über 100 offizielle Termine wahrgenommen bzw. Veranstaltungen besucht. Allein im Zusammenhang mit dem Österreichischen Forst-Jagd-Dialog im Sinne der Mariazeller Erklärung sowie der Jagdgesetznovelle in Kärnten hat es eine Unzahl von Besprechungen und Veranstaltungen gegeben. 7 Landesjägermeisterkonferenzen in Wien und Salzburg befanden sich unter dem Arbeitspensum, ebenso wie der jährliche Besuch der Delegiertenkonferenz. In bewährter Aufteilung mit seinen beiden Stellvertretern nahm der Landesjägermeister an den Bezirksjägertagen teil und hielt dort Referate mit vielschichtigen Inhalten. Mehrere Gespräche mit dem zuständigen Landesjagdreferenten sowie politischen Parteien und anderen Organisationen zum Thema Jagdgesetznovelle wurden von ihm wahrgenommen. Auch internationale Veranstaltungen, wie die AGJSO-Tagung, die Internationale Jagdkonferenz und auch die Österreichische Jägertagung wurden vom Landesjägermeister besucht und auch durch Vorträge mitgestaltet. Themenschwerpunkte jagdpolitischer Natur waren: der ForstJagd-Dialog, grenzüberschreitendes Wildtiermanagement, der Rech-
nungshofbericht sowie die Jagdgesetznovelle. Als Abgabenbehörde erster Instanz hat der Landesjägermeister 2017 – bei einer Einbringung von 100% – 1.714 Jagdabgabenbescheide erlassen. Darüber hinaus erließ er im Jahr 2017 57 Zulassungsbescheide zur Jagdaufseherprüfung sowie 5 Bescheide zur Anerkennung der Gleichwertigkeit von Jagdaufseherprüfungen. Des Weiteren erteilte der Landesjägermeister 25 Bewilligungen zur Verwendung von Abzugeisen. Im Berichtszeitraum fand eine umfassende Landesjagdbeiratssitzung zum Thema Abschussplanung 2017/2018 statt. Erforderliche Beschlussfassungen erfolgten aus verfahrensökonomischen Gründen im Umlaufwege (Anzahl Geschäftsfälle Gehege: 4; Anzahl Geschäftsfälle Saftfutteraufträge Landesregierung: 2). Im Berichtszeitraum fanden 2 Bezirksjägermeisterkonferenzen statt, in welchen der Landesjägermeister ebenfalls den Vorsitz hat. Sie waren vor allem den Themen Abschussplanung, Jagdgesetz-Novelle und WÖRP-Evaluierung gewidmet.
BEZIRKE UND HEGERINGE Die Bezirksjägermeister und Hegeringleiter hatten im Jahr 2017 vor allem im Zusammenhang mit der Abschussplanung 2017/2018 alle Hände voll zu tun, waren doch weiterhin auch die Anwendung der
Abschussrichtlinien sowie das Thema Wildstandsreduktion dabei beherrschende Themenschwerpunkte. Auch die Bezirksjägertage wurden von den Bezirksjägermeistern hervorragend ausgerichtet und sämtliche Hegeringversammlungen sowie das verpflichtende Hegeringschießen neben allen anderen umfangreichen Aufgaben von den Hegeringleitern durchgeführt. Der gut besuchte Landesjägertag 2017 wurde von der Bezirksgeschäftsstelle Spittal/Drau hervorragend organisiert.
VERANSTALTUNGEN, MESSEN UND AUSSTELLUNGEN Auch im Jahr 2017 war die Kärntner Jägerschaft bei der Familien-, Brauchtums- und Gesundheitsmesse mit einem attraktiven Infostand vertreten, der passend zum Thema „Fuchs und Hase und deren natürliche Feinde“ gestaltet wurde. An den drei Messetagen wurde den Besucherinnen und Besuchern aus Nah und Fern in informativen Gesprächen mit Funktionären, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht nur Wissen rund um Jagd, Wild und Lebensraum vermittelt, sie erhielten auch einen Einblick in die vielseitigen Tätigkeiten der Kärntner Jägerschaft. Gerade der schon traditionelle Begleitstand mit Produkten aus der jagdlichen Ernte bildet regelmäßig einen Publikumsmagneten und bietet einen Anknüpfungspunkt für viele interessante Gespräche mit NichtjägerInnen.
Im Jahr 2017 war die Kärntner Jägerschaft wieder am Tag der Volkskultur in Maria Saal vertreten. Der Tag stand unter dem Motto „Goldhauben und Himmelstecher“. In dem der Kärntner Jägerschaft zur Verfügung gestellten Geländebereich konnten nicht nur Volksmusik-, Tanz- und Gesangsgruppen begeistern, sondern zogen vor allem die Jagdhundepräsentation sowie die Jagdhornbläser zahlreiche Besucherinnen und Besucher an und begeisterten diese. Am 27. August 2017 fand das 15. Metnitztaler Wildfest statt. Zahlreichen Gästen wurden ein reichhaltiges Programm geboten sowie köstliche und regionale Wildspezialitäten serviert.
JAGDKULTUR Am 5. November fand die traditionelle Jägerwallfahrt in St. Georgen/Längsee mit Hubertusmesse, organisiert von der Bezirksgeschäftsstelle St. Veit/Glan, statt. Sie durfte sich wieder über breites Interesse freuen. Nicht zuletzt die ansprechenden Predigten von Bischof Dr. Alois Schwarz sowie das jagdkulturelle Rahmenprogramm stellen regelmäßig die Höhepunkte dieser Wallfahrt dar. Unter engagiertem, organisatorischem Einsatz von Jägerinnen und Jägern aus ganz Kärnten wurden zahlreiche Jägermessen und Hubertusfeiern veranstaltet. Die Kärntner Jagdhornbläsergruppen bildeten auch im Jahr
2017 das Aushängeschild für Kärntner Jagdkultur. Anfang des Jahres 2018 war der musikalische Auftritt von 4 Jagdhornbläsergruppen am Ball des Grünen Kreuzes in Wien absoluter Höhepunkt (s.S. 30). Auch der Chor der Kärntner Jägerschaft konnte im Berichtszeitraum einige Höhepunkte verzeichnen. Neben einem Konzert in der evangelischen Kirche in Jenig/Gailtal nahm der Chor an der langen Nacht der Chöre in Klagenfurt teil. Ein besonderer Höhepunkt des Chorjahres 2017 war die Mitwirkung in der Naturarena Hermagor bei „der Süden singt“. Im September fand ein Chorausflug nach Oberwölz mit Messgestaltung und Hüttengaudi statt und es erfolgte die Teilnahme bei „Mandarisch
gsungen“ im Konzerthaus Klagenfurt für Licht ins Dunkel. Zwei stimmungsvolle Einladungen zu runden Geburtstagen, die jährlichen Umrahmungen des Landesjägertages und der Zeugnisverteilung für Jagdaufseher und Jungjäger sowie die Weihnachtsfeiern ergaben doch eine beträchtliche Zahl an Veranstaltungen im Laufe des Jahres 2017. Die Teilnahme des Chores der Kärntner Jägerschaft Anfang des Jahres 2018 am Ball des Grünen Kreuzes in Wien rundete den Reigen der Aktivitäten des Chores erfolgreich ab.
PROJEKTE UND REGIONALE ZUSAMMENARBEIT Mittels Wildrissdatenbank wur-
L A N D E S J Ä G E R TA G den im Berichtszeitraum 13 Hunderisse gemeldet, obwohl die Dunkelziffer sicherlich um ein Vielfaches höher liegt. Die Wildrissdatenbank der Kärntner Jägerschaft wurde vor 5 Jahren – auf Initiative von Vorstandsmitglied Bernhard Wadl – aktiviert um eine kärntenweite und einheitliche Möglichkeit zu schaffen, Hunderisse zu dokumentieren. Risse durch freilaufende Hunde sind ein kärntenweites Problem, das flächendeckend vorkommen kann. Sie konzentrieren sich aber natürlich schwerpunktmäßig auf das Umland der Ballungsräume, in denen naturgemäß auch die Hundedichte am höchsten ausfällt. Bereits im ersten Jahr (2013) wurden mittels Eingabeformular 11 Fälle dokumentiert. Im darauffolgenden Jahr wurden 18 Fälle, 2015 17 Fälle, 2016 15 und 2017 13 Fälle über die Rissdatenbank gemeldet. Die leicht abnehmende Zahl ist kein Hinweis darauf, dass sich das Problem entschärft hat, sondern die Meldungen sind nur als Spitze des Eisberges zu sehen. Bei einem Großteil dieser Vorfälle wurde man durch den hetzenden Hund bzw. die hetzenden Hunde auf den Vorfall aufmerksam. Bemerkenswert ist, dass verhältnismäßig oft Fälle von gemeinsam jagenden Hunden dokumentiert wurden, d.h., dass die Wildstücke von 2 Hunden gleichzeigt attackiert wurden. Neben Rehwild, das schwerpunktmäßig betroffen war, wurden auch Risse an Rotwildkälbern dokumentiert. Die erfolgten Meldungen dienen einer Sensibilisierung der Öffentlichkeit.Vielen Naturnutzern ist gar nicht bewusst, welchen Einfluss
freilaufende Hunde auf das Wild haben. Ein freundliches, aufklärendes Gespräch wirkt deshalb oftmals schon Wunder und kann dabei helfen, mehr Problembewusstsein zu schaffen, denn es handelt sich dabei um sensible Wildtierlebensräume und gerade in der nun beginnenden Brut und Setzzeit ist das Wild den Angriffen von Hunden besonders ausgesetzt. Im Rahmen des geplanten Besucherlenkungsprojektes des Biosphärenparks Nockberge erfolgten mehrfach Teilnahmen an den einschlägigen Sitzungen.
WILDÖKOLOGISCHE RAUMPLANUNG / WILDBIOLOGIE / WILDKRANKHEITEN Entsprechend dem gesetzlichen Auftrag wurden, mit Unterstützung der Jagdbezirke, die Jagdstatistik geführt und statistische Anfragen laufend bearbeitet. Wildbiologische Anfragen von Jägerinnen und Jägern wurden von Mageregg aus bzw. direkt vor Ort bearbeitet. Gebietsbegehungen fanden zu den unterschiedlichsten Themenkreisen statt, wobei Wildfütterungen und Schadgebietsbegehungen auch 2017 vorherrschend waren. Die Schwerpunktaufnahmegebiete in Bezug auf RotwildRaufütterungsstandorte waren die Jagdbezirke Feldkirchen und St. Veit. Anfragen der Landesregierung wurden laufend bearbeitet, Stellungnahmen abgegeben und Datenmaterial entsprechend aufbereitet und übermittelt. Ebenso wurden der Landesforstdirektion und der Landwirtschaftskammer Daten zur Verfügung gestellt. Sowohl für Funktionäre als auch Fachausschüsse wurden Daten zu den jeweiligen Diskussionsthemen aufbereitet, wobei auch 2017 die Schwerpunkte der fachlichen Beratung auf den Themen-
komplexen Lebensraumgestaltung und Wildfütterung lagen. Die gutachterlichen Tätigkeiten betrafen im Berichtszeitraum unterschiedlichste wildbiologische Fachgebiete. 14 Stellungnahmen zur Greifvogelhaltung sowie 4 Stellungnahmen zu „Anzeigen von Wildgehegen zur Fleischproduktion“ wurden verfasst. Auch im Jahr 2017 wurde der Verlauf der Rotwildreduktionsbemühungen auf dem Saualpenstock mitbeobachtet und das 2011 gestartete und von DI Wedenig durchgeführte Projekt zur Wildstandreduktion durch Bereitstellung und Aufbereitung von Grundlagendaten fachlich unterstützt. Für das WaldWild-Projekt „Unteres Mölltal“ wurden Abschussdaten sowie GISGrundlagendaten aufbereitet. Das Hauptaufgabengebiet im Jahr 2017 war die fachliche Überarbeitung der Wildökologischen Raumplanung für Kärnten. Die im Rahmen des WÖRP-Ausschusses erarbeiteten Beschlüsse wurden in den Planungsbericht 2018 eingearbeitet und die gesamten Datengrundlagen aktualisiert. Besonderes Augenmerk wurde auf die Themenkomplexe Beunruhigung, Wildschutzgebiete, Wildfütterung sowie Abschussplanung und Wildbestandsanalysen gelegt. Der Schwarzwildabschuss hat im Jahr 2017 wieder deutlich zugenommen. Die flächige Ausbreitung des Schwarzwildes ist anhand der Abschusszahlen klar nachvollziehbar. Mit 477 erlegten Stück wurden – im Vergleich zu den beiden vorangegangenen Jahren – im Jahr 2017 fast um 100 Stück mehr erlegt. Es ist davon auszugehen, dass das Schwarzwild in Kärnten sich zukünftig noch weiter ausbreiten wird und die Populationen weiter steigen werden. Die Gamsräude ist in Kärnten nach wie vor noch nicht abgeklungen und konzentriert sich mittlerweile auf den Bereich der Karnischen Alpen und den angrenzenden Spittaler Raum. In Summe wurden im Jahr 2017 aus ganz Kärnten 134 Räudefälle (Fallwild + mit Räude erlegt) gemeldet, was – im Vergleich zu den 164 Stück aus dem Vorjahr –
nur einen leichten Rückgang darstellt. Zusätzlich sind in Oberkärnten Fälle von Gamsblindheit aufgetreten. Der Rotwildabschuss hat im Jahr 2017 einen neuen Höchstwert erreicht. Mit 12.884 Stück Rotwild wurde um rund 41% mehr Rotwild als im Durschnitt der letzten 5 Jahre erlegt – 40,6% aller Abschüsse entfielen auf die Klasse der Tiere. Die Meldungen seltener Wildtiere mittels Meldeformular auf der Homepage der Kärntner Jägerschaft haben im Berichtszeitraum leicht zugenommen. Hinweise auf Wildkatzenvorkommen wurden in den Bereichen Plöckenpass, Wurzenpass, Dreiländereck und Obir gefunden. Die Fallwildmeldungen von Biber und Fischotter sind weiterhin hoch und umfassten 11 Biber sowie 10 Fischotter. Im Jahr 2017 entstanden durch Großräuber vor allem Schäden an Bienenstöcken, die sich schwerpunktmäßig auf den Großraum östlich von Ferlach konzentrierten. In Summe wurden von Bären 81 Bienenstöcke zerstört und 10 Schafe gerissen sowie ein Kalb genutzt.
Für Aufsehen sorgte vor allem ein Bär, der sich in besagtem Großraum von Klagenfurt bis Eisenkappel aufhielt und schwerpunktmäßig Bienenstöcke nutzte. Dieses Individuum wurde 2017 erstmals in Kärnten genetisch nachgewiesen. Ein weiterer aufsehenerregender Vorfall ereignete sich nahe Feistritz an der Gail, als am 30.10. in den frühen Morgenstunden ein Bär mit einem Auto kollidierte und dabei getötet wurde. Im Jagdbezirk Wolfsberg waren im Berichtszeitraum vermehrte Hinweise auf Wolfspräsenz feststellbar. Ein eindeutiger genetischer Nachweis eines Wolfes erfolgte an Hand einer Losung im Bereich der Koralm. Im Jahr 2017 erfolgte die Raufußhühner-Referenzzählung und wurden die Raufußhuhnkontingente nach den Vorgaben von Wildauer et al. berechnet, um damit eine Ausnahme von den Schonvorschriften durch die Landesregierung zu ermöglichen. Die Zählungen im Rahmen des Rabenvögelprojektes erbrachten für alle Rabenvogelarten weiterhin stabile Ergebnisse und zeigen gera-
de für Aaskrähen eine Zunahme der Bestände. Das Schadmonitoring erbrachte nur eine minimale Schadsituation, was – im Vergleich zu den vorhergehenden Jahren – wohl als Hinweis auf ein mittlerweile äußerst effizientes Rabenvogelmanagement, d.h. wirkungsvolle Vergrämung im Bereich der potenziellen Schadflächen ohne nachhaltige Bestandesdezimierung, interpretiert werden kann. Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit wurden Vorträge für Jäger sowie Nicht-Jäger gehalten und Fachartikel für den Kärntner Jäger angefertigt. Seitens der WÖRP werden die Ökomaßnahmenanträge unter Leitung des Referenten für Reviergestaltung und Naturschutz fachlich und administrativ mitbearbeitet und Förderungsprojekte mitkoordiniert.
ÜBERREGIONALE ZUSAMMENARBEIT Die Generalversammlung der FACE im September 2017 in Brüssel hatte insbesondere den 40-jährigen Bestand von FACE zum Gegen-
L A N D E S J Ä G E R TA G stand. Dieser fiel mit der jährlichen Generalversammlung, einer hochrangigen Konferenz im Europäischen Parlament sowie einer Ausstellung über junge Jäger in Europa zusammen. An den Feiern nahmen Umweltkommissar Karmenu Vella, Landwirtschaftskommissar Phil Hogan, zahlreiche Mitglieder des Europäischen Parlaments, Vertreterinnen und Vertreter der Europäischen Kommission sowie die Delegationen der europäischen Jagdverbände und eine breite Palette anderer Interessengruppen teil. Die 65. AGJSO-Tagung (Arbeitsgemeinschaft der Jagdverbände des Südostalpenraumes) fand von 25. bis 27. Oktober 2017 in Innsbruck statt und befasste sich mit den Themen „Gefahrenquelle beim Fuchsbandwurm“ und „Tuberkulose beim Rotwild“. Von 8. bis 10. Juni 2017 fand die 55. Internationale Jagdkonferenz (IJK) im Thüringerwald statt. Im Mittelpunkt stand das Thema „Jagd und öffentlicher Raum – Die Wahrnehmung und Positionierung der Jagd im öffentlichen Raum“.
DANK UND VORAUSSCHAU Abschließend möchte ich mich bei allen Funktionären, Jägerinnen und Jägern sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kärntner Jägerschaft für die gute Zusammenarbeit im Sinne der gemeinsamen Sache recht herzlich bedanken! Das jagdliche „Kompetenzzentrum“ Mageregg steht allen Jägerinnen und Jägern nach Maßgabe der vorhandenen Ressourcen zur Verfügung – wir freuen uns über eine Kontaktaufnahme!
Foto: G. Eberl
Aus- und Weiterbildung Referent LJM-Stv. Sepp Monz Sehr erfreut können wir feststellen, dass das Interesse am Erleben der Natur und damit auch an der Jagd ein ungebrochenes, ja tendenziell in Kärnten wie auch österreichweit sogar steigend ist. So haben sich auch im Vorjahr wiederum eine große Anzahl an Kandidaten das notwendige Wissen angeeignet und sind zur Prüfung zur Erlangung der ersten Jagdkarte angetreten. Das Ergebnis: angetreten 284 bestanden 233 Finden sich unter jenen, welche die Prüfung absolviert haben, nach wie vor Teilnehmer aus allen Berufsschichten und Altersklassen, kann dennoch ein verstärkter Zulauf der Jugend wie auch von Frauen (71 = 30,5%) festgestellt werden. Deutlich erkennbar ist auch die hohe Qualität der Ausbildung seitens der Kursanbieter, welche durchwegs die von der Kärntner Jägerschaft vorgegebenen Mindestausbildungseinheiten deutlich überschreiten und sich persönlich sehr engagieren, was sich letztendlich in den Prüfungsergebnissen widerspiegelt. Dafür ein herzliches Dankeschön an alle Anbieter! Ausbildung und Prüfung unterliegen einer ständigen Weiterentwicklung und werden diese den neuesten Erkenntnissen aus Gesetzgebung, Wissenschaft und Praxis angepasst. Aus diesem Grund wurden im Vorjahr die Ausbildungs- und Prüfungsunterlagen für Tierschutz und Naturschutz neu überarbeitet und aufgelegt. Jene für Ökologie und Waffenkunde werden in Kürze ebenfalls, auf den neuesten Stand gebracht, zur Verfügung stehen. Derzeit sind Bestrebungen im Gange, österreichweit Ausbildung und Prüfung auf ein gleichwertiges (hohes) Niveau anzugleichen. Dazu wird es auch notwendig sein, Kursanbieter und Vortragende gemäß dieser Richtlinien zu instruieren. Ziel ist es nicht vordringlich, die Anzahl der Jäger zu erhöhen, son-
dern in erster Linie kompetente, bestens ausgebildete natur- und jagdverbundene Jungjäger ins edle Weidwerk zu integrieren. Sehr zufrieden können wir auch mit der BILDUNGSPLATTFORM der Kärntner Jägerschaft sein, welche sich permanent und mit Erfolg bemüht, in den verschiedenen Bereichen die Fortbildung weiter auszubauen bzw. zu forcieren. Dabei versuchen wir längerfristig Themen zu planen, gehen aber, wenn notwendig, auf kurzfristig aufgetretene, aktuelle Probleme, Erkenntnisse und deren Auswirkungen ein. Großen Zuspruches unserer Jäger durften sich folgende Veranstaltungen der Bildungsplattform erfreuen: u 2 Fallenstellerkurse u „Wildruhezonen und Wildschutzgebiete“ in Kooperation mit dem NP Hohe Tauern u Zerwirkkurse u Schießfortbildungen Flinte u 3 Veranstaltungen zum Thema „Schallmodulatoren“ Hinweisen möchte ich, und auch das ist Fortbildung, auf die auch im
heurigen Jahr in Friesach wiederum weitergeführte Ausstellung „WOHNZIMMER NATUR“, welche 2018, mit Unterstützung des Landesmuseums, durch die sicherlich interessante Sonderausstellung „Schmetterlinge“ erweitert wurde. Ich darf an dieser Stelle herzlich einladen, die im Folder der Bildungsplattform bereits angekündigten Veranstaltungen im eigenen, sowie im Interesse der Kärntner Jägerschaft auch heuer wiederum zahlreich zu besuchen. Das Angebot an Aus- und Weiterbildung ist reichhaltig. Ob Recht, Lebensraum oder Wildart, ob Printmedien, Tagungen oder Vorträge, es ist für jeden etwas dabei. Weiterbildung soll nicht bedeuten „wir müssen“, sondern „wir wollen“! Das Bild der Jäger in der Öffentlichkeit ist oftmals noch nicht ganz so, wie es sein sollte. Mit Kompetenz und Wissen können wir aber einen Teil zu einer dahingehend positiven Entwicklung und Darstellung beitragen.
Niederwild Referent Mag. Kurt Matschnigg Nach zwei intensiven Jahren, welche unter dem Arbeitstitel „Jahr des Niederwildes“ standen, konnten der Niederwildreferent und der Niederwildausschuss im Jahr 2017 etwas leiser treten. Nach den vielen Veranstaltungen und Niederwildstammtischen der Vorjahre geht es auch darum, dass die am Niederwild interessierten Jäger und Vereine vor Ort die Theorie auch in die Praxis umsetzen. Der Niederwildausschuss kann nur Anregungen geben, die Kärntner Jägerschaft unterstützende Mittel zur Verfügung stellen, aber der Einsatz und die Arbeit müssen dann in den Revieren erfolgen. Wichtigster Impuls für Niederwildheger war im Jahr 2017 wohl der Niederwildtag Ende März. Bewusst wurde diesmal kein Wissenschaftler oder Wildbiologe eingeladen, sondern drei wirkliche Praktiker, welche konkrete Tipps gaben, wie man in einem „normalen Revier“ auch wieder zu guten Niederwildbesätzen kommen kann. Wer also hören wollte, der konnte dies – sowohl beim Niederwildtag, als auch bei den vielen Veranstaltungen zuvor. Dabei wurde auch der Unterschied zwischen einem Revier mit Hasen und einem Niederwildrevier aufgezeigt: Gottseidank erholen sich die Hasenbesätze in Kärnten aufgrund günstiger Begleitumstände in den letzten Jahren wieder. Durch hasenfreundlicheres Klima, Zunahme der biologischen Bewirtschaftung, wohl auch durch Staupeseuchenzüge beim Raubwild sind wieder spürbar mehr Hasen zu sehen. Während jedoch passive Reviere diese erfreuliche Entwicklung einfach zur Kenntnis nehmen, greifen wirkliche Niederwildreviere dem Niederwild in diesem günstigen Moment massiv unter die Arme und versuchen durch Biotopverbesserungen und Prädatorenbejagung den Aufwärtstrend zu verstärken bzw. zu beschleunigen. Im Niederwildrevier wird das ganze Jahr über gehegt, gezählt, gear-
beitet – im Revier mit Hasen wird die erfreuliche allgemeine Zunahme der Hasen hoffentlich nicht durch herbstliche Übernutzung wieder umgekehrt. Der Niederwildausschuss hat deshalb aufgerufen, dass möglichst viele Reviere die Zählung ihrer Hasenbesätze mittels Schweinwerfern durchführen sollten. Nur so können die Reviere und auch die Jägerschaft die Entwicklung der Hasenbesätze richtig einschätzen. Starke Handscheinwerfer gibt es dazu in allen Bezirksstellen zum Ausleihen. Vom Niederwildausschuss wurde auch die Onlineeingabe der Zählergebnisse auf der Homepage der Kärntner Jägerschaft angeregt. Diese sowie Zählanleitungen und auch Zählformulare sind auf der Homepage abrufbar. Natürlich wurde 2017 in Kärnten auch auf Niederwild geweid-
werkt. Mit 793 erlegten Hasen wurden die Feldhasenbesätze äußerst schonend bejagt – die Zahl der von den Autofahrern „erlegten“ Hasen (565 Stück aufgefundenes Fallwild) ist mit Sicherheit höher als die Zahl der erlegten Stücke. Für 2018 sind auch wieder einige Veranstaltungen des Niederwildausschusses geplant. Am wichtigsten wäre es jedoch heuer, die Gunst der Stunde zu nützen und speziell dem Feldhasen wieder auf die Läufe zu helfen. Kärnten bietet in vielen Revieren tadellose und mit etwas Einsatz in der Lebensraumgestaltung sehr gute Einstände für unsere Niederwildarten – es geht vielfach nur darum, dass sich die richtigen Leute zusammenfinden und die Ärmel hochkrempeln.
Anfang Februar aufgefundener, handschuhlanger Junghase. Die Vermehrungsrate der Feldhasen ist enorm – Jäger müssen zu ihren Überlebenshelfern werden! Foto: Helmut Reichmann
Reviergestaltung und Naturschutz Referent BJM-Stv. Ing. Josef Schnabl Die freie Landschaft, welche Lebensraum unserer heimischen Tierwelt ist, erfährt täglich Veränderungen bzw. Einflüsse verschiedenster Art. Dies bedeutet einerseits, dass sich die Wildtiere ständig anpassen müssen und andererseits, dass auf die Jäger immer neue Aufgaben zukommen. Die großflächig monotone und intensive Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Flächen im Rahmen der ÖPUL-Projekte bedeutet eine massive Beeinflussung der Wildlebensräume und notwendige Anpassung bzw. Reaktion des Wildes und der Jäger. Extreme Witterungsverhältnisse, wahrscheinlich bedingt durch den Klimawandel, haben teilweise große Einflüsse auf die landwirtschaftlichen Erträge. Dies hat wieder zur Folge, dass den Landwirten kurzfristig Änderungen in der Bewirtschaftungsform bestimmter Flächen zugebilligt werden. Davon betroffen sind meist ökologisch wertvolle Flächen, die bei der ursprünglich, projektgemäß vorgesehenen Bewirtschaftung auch für die Wildtiere wertvolle Äsungsflächen darstellen. Bei Biodiversitätsflächen, welche allenfalls auch noch von der Jägerschaft gefördert wurden, können so die teilweise vorgesehenen Ziele für die Wildtiere nicht erreicht werden. Hinsichtlich allfällig möglicher Alternativen bzw. Ausgleiche hat es diesbezüglich vermehrt Anfragen gegeben. Einige Male konnten im Zuge der Beratungsgespräche Ersatzmaßnahmen vorgeschlagen werden. Ökologische Maßnahmen, welche der Erhaltung und Verbesserung der Lebensräume dienen, wurden 2017 von der Kärntner Jägerschaft mit € 31.106,58 gefördert. Winterbegrünungen wurden 2017 mit € 24.239,50 gefördert. Flächenprämien für Nicht-ÖPUL-Teilnehmer sind in diesem Betrag inbegriffen. Für Wildverbissschutz hat die
Kärntner Jägerschaft 2017 Schutzmittel für ca. 4.300.000 Forstpflanzen gefördert. Mit dem Förderbetrag von € 30.730,08 wurde der Kauf von 7.605kg Verstreichmittel, 4.195kg Spritzmittel und 98kg Schafwolle unterstützt. Auerwildprojekte wurden 2017 mit € 4.130,– unterstützt. Weitere, noch nicht fertig gestellte Projekte wurden mit entsprechender Beratung begleitet.
WILDWARNEINRICHTUNGEN: Gezielt sowie auch im Zuge der Bearbeitung anderer Projekte, wurden verschiedene Strecken mit vorhandenen Wildwarneinrichtungen überprüft. Bei Feststellung von Mängeln wurden die Projekt-Verantwortlichen davon in Kenntnis gesetzt. Laufend wurden auch entsprechend den Meldungen von Projekt-Betreibern, Strecken, wo notwendig, nachgerüstet. Damit soll gewährleistet sein, dass Projekte durchgehend funktionstüchtig sind. Im Jahr 2017 wurde der Lagerbestand aufgerüstet und die Aufstellung, welche zur Ausrüstung beantragter Strecken auf Grund der bekannten Fallwildzahlen vorrangig zu behandeln bzw. auszustatten sind, aktualisiert. Weiters wurde auch ein über das Referat von LR Mag. Darmann laufendes Sonderprojekt „Straßenfallwild im Bezirk Völkermarkt“ be-
gleitet. Nach vorgelegter Bedarfsermittlung erfolgte die Gerätezuteilung für die vorrangigen Streckenabschnitte im Rahmen des vorgesehenen Budgets. Die Geräte wurden über die Kärntner Jägerschaft bestellt und zugeordnet. Bei der Ausgabe der Geräte wurden die übernehmenden Personen über die Montage, Funktion und Betreuung aufgeklärt bzw. informiert. Mit einem außerordentlichen Kostenaufwand von € 20.000,– des Landes Kärnten wurden damit im Bezirk Völkermarkt zusätzlich 10,45km Straßenabschnitte mit optischakustischen und 1,09km mit optischen Wildwarngeräten ausgestattet. Die weitere Betreuung dieser Strecken erfolgt über die Kärntner Jägerschaft.
REVIEREINRICHTUNGEN: Im Rahmen der Bereisungen unserer Wildlebensräume im Zuge der Projektberatungen wird gegebenenfalls auf die Notwendigkeit ordnungsgemäßer Reviereinrichtungen hingewiesen. Geachtet wird auch darauf, dass diese nicht nur entsprechend in das Landschaftsbild eingebunden sind, sondern, dass auch die naturschutz- und jagdrechtlichen Bestimmungen Berücksichtigung finden. Ebenso wird immer wieder auf die Einhaltung der notwendigen Sicherheitsbestimmungen im Zuge der Errichtung und der Erhaltung dieser Anlagen hingewiesen.
Jagdhunde Referent Gerald Hopfgartner RÜCKBLICK AUF DAS JAGDJAHR 2017 VOM JAGDHUNDEREFERAT In Zeiten der Wildbestandsreduktion sind gute Nachsuchen-Gespanne gefragter denn je. Wenn von allen Seiten gefordert wird, dass Schalenwildbestände reduziert werden müssen, werden vereinzelt auch Schüsse angetragen, die in ruhigeren Zeiten wohl im Lauf geblieben wären. So wurden im abgelaufenen Jagdjahr 1.212 Stück Schalenwild mit einem Gewicht von 36.652kg Wildbret nachgesucht und erfolgreich mit unseren Jagdhunden gefunden, sodass es noch als wertvolles Lebensmittel einer weiteren Verwertung zugeführt werden konnte. Dies entspricht sowohl bei der Anzahl an Nachsuchen als auch beim Wildbret-Erlös einer Steigerung von mehr als 20% gegenüber den Vorjahren.
Adi von der Planspitze – Bayrischer Gebirgsschweißhund bei der Nachsuche
Wenn bei einer durchschnittlichen Nachsuche inkl. Fahrtzeit der Nachsuchen-Gespanne ins Revier 90 Minuten angenommen werden, so haben die Hundeführerinnen und Hundeführer für diese gemeldeten Nachsuchen mehr als 1.800 ehrenamtliche Stunden aufgewendet, die man mit einem Wert von € 27.000 bewerten kann. Wenn nun auch noch das gefundene Wildbret mit durchschnittlich € 3,00 je Kilogramm multipliziert wird, kommt man alleine beim Wildbret-Erlös auf eine Wertschöpfung von € 110.000 auf das Jahr gerechnet. Von den unzähligen Kontrollsuchen auf Schalenwild sowie erfolgreichen Nachsuchen auf Niederwild und Raubwild kann hier mangels verlässlicher Zahlen nicht berichtet werden. Jede Jägerin und jeder Jäger möge sich aufgrund von Erfahrungen darüber aber selber ein Bild machen. Damit in den Revieren nicht nur jagende Hunde, sondern vor allem Jagdhunde unterwegs sind, haben im abgelaufenen Jagdjahr 131 Hundeführerinnen und Hundeführer mit ihren Jagdhunden an insgesamt 194 unterschiedlichsten Jagdhundeleistungsprüfungen erfolgreich teilgenommen. Für die interessierten Jagdhun-
Anzahl der geprüften Hunde nach Jagdhunderassen
Alvaro vom Forsthausblick – Kurzhaardackel bei der SSP des KJPV
defreunde findet sich untenstehend eine Aufstellung, wieviel Jagdhunde der einzelnen Jagdhunderassen von Hundeführern aus Kärnten im Jahr 2017 erfolgreich auf jagdlichen Leistungsprüfungen geführt wurden. Als Unterstützung für Jagdhundeführerinnen und Jagdhundeführer bei der rassespezifischen Jagdhundeausbildung aber auch als Vorbereitung für Anlage- und Gebrauchsprüfungen wurden von den einzelnen Rassehundevereinen wieder regelmäßig Übungstage organisiert und abgehalten. Interessierte Jagdhundeführer können dazu direkt mit den Funktionären der einzelnen Vereine Kontakt aufnehmen. Herzlichen Dank allen Jagdhundeführerinnen und Jagdhundeführern für die geleistete Arbeit und weiterhin viele schöne Stunden mit den treuen Jagdhelfern.
Belinda – Steirische Rauhaarbracke beim Übungstag des ÖBV Gebietsführung Kärnten
Waffen- und Schießwesen Referent Mag. Heimo Wolte 4 relevante Themen, die im vergangenen Jahr die Entwicklung des Schießwesens in Kärnten beeinflusst haben:
1. DER SCHALLMODULATOR (SCHALLDÄMPFER) FÜR DIE JAGDBÜCHSE Zu diesem Thema sind 2017 verbindliche Beschlüsse im Parlament gefallen und laut Landesschießreferenten-Sitzung ist auf weitere Erleichterungen in den Bereichen Ankauf, Besitz und Verwendung für alle Jägerinnen und Jäger zu hoffen. Um es nochmals klarzustellen: Es wird dann allenfalls nur die Möglichkeit einer Verwendung für alle Kärntner Jägerinnen und Jäger eröffnet, niemand wird dazu gedrängt oder verpflichtet! Denn – wie bei einigen anderen Entwikklungen auf dem Gebiet der sicheren Jagd – ist es für Jägerinnen und Jäger wichtig, sich kontinuierlich in die Thematik einzuleben. Erst wenn sich breite Akzeptanz und merkliche Erfolge einstellen, ändern sich auch manche kritische Meinungen. Einige Mitglieder der Kärntner Jägerschaft waren schon im vergangenen Jahr bei einer der Fortbildungsveranstaltungen zum Thema Schalldämpfer. Diese Teilnehmer haben bereits erlebt (gesehen und gehört), welche Vorteile ein Schallmodulator für die Jagd, das Wild, die Jäger, den Jagdhund, die Bevölkerung …. bringen kann. Es ist beispielsweise problemlos möglich, im Schießbereich des Schießstandes ohne Gehörschutz zu stehen und sich zu unterhalten, während mit jagdlichen Kalibern mit Schallmodulatoren (30-06, 300 Win. Mag.) geschossen wird. Außerdem konnten sie sich auch von der Präzision der abgegebenen Schüsse überzeugen.
Eine besonders nachdrückliche Einladung ergeht bereits jetzt an alle interessierten Jägerinnen und Jäger zum Sehen, Hören und Fühlen (und zum selber Schießen) der Schallmodulatoren in einer speziellen Testund Übungseinheit „Schalldämpfer“ der Kärntner Jägerschaft im Sommer in Pakein/Grafenstein. Eine gesonderte Ausschreibung dazu wird in einer der nächsten Ausgaben des „Kärntner Jäger“ erfolgen.
2. SICHERHEITS- UND SCHIESSFORTBILDUNGEN Im sicheren Gelände einer aufgelassenen Schottergrube gab es im vergangenen Jahr neben dem Jugendschießen im Burgenland und anderen Ausbildungen eine dreitägige Fortbildung unter dem Motto: „Vom Einsteiger im Flintenschießen bis zum Training der Wettkampfschützen“. Die gute Zusammenarbeit mit der Jagdgesellschaft Lavamünd und dem Team um Franz Wagger und die Familie Janko eröffnet für viele Schützinnen und Schützen die Möglichkeit, einen weiteren Impuls zum Thema
Sicherheit und Schussvermögen zu erhalten. Die Kärntner Jägerschaft verfolgt weiterhin die Erhöhung der jagdlichen Sicherheit im Land, nicht nur über Regeln und Sicherheitsvorschriften, sondern vor allem über geförderte praktische Lernund Übungsimpulse.
3. SCHIESSVERANSTALTUNGEN LOKAL UND NATIONAL Auch 2017 wurde geübt, trainiert und es wurden Wettkämpfe abgehalten. Der Jagdcup, die Landesmeisterschaften, die Preisschießen usw. bieten Wettkampfherausforderungen für jagdliche Wettkampfschützen in Kärnten. Nach den landesweiten Vergleichskämpfen stand am Ende der Schießsaison der österreichweite Leistungsvergleich beim österreichischen Bundesschießen am Programm. Dabei erreichte das junge Schießteam Kärnten den respektablen 3. Platz mit merklich großem Potenzial für die Zukunft.
4. HEGERINGSCHIESSEN Die wichtigste und für alle Kärntner Jägerinnen und Jäger verbindliche
L A N D E S J Ä G E R TA G Schießveranstaltung ist das jährliche Hegeringschießen. Rückblick: Im Jahr 2001 wurde der Grundstein für die objektive Beurteilung bezüglich der Teilnahme bei Hegeringschießen in Kärnten gelegt. Die erste Untersuchung in Österreich zu diesem Thema ergab, dass 38,5% der aktiven (gelöste Jagdkarte) Jägerinnen und Jäger am Hegeringschießen teilnahmen. Mit 1.1.2002 traten neue Satzungen in Kraft, die folgend lauten: „Somit gibt es zur moralischen Verantwortung des Jägers auch eine gesetzliche Verpflichtung zum Übungsschießen.“ 16 Jahre später sind wir bei einer Beteiligung von 64%, das sind etwa 8.000 Jägerinnen und Jäger. Dabei ist anzumerken, dass etwa 2.600 Mitglieder die Jagdkarte zwar lösen, aber kein Schalenwild erlegen. Somit bleiben etwas mehr als 1.000 Jägerinnen und Jäger, die noch zu motivieren und zu verpflichten sind. Bemerkenswert ist der kontinuierliche Anstieg in den Bezirken Klagenfurt und Völkermarkt, wobei Völkermarkt mit über 72% Teilnehmern der Spitzenreiter Kärntens im Hegeringschießen ist. Bedauerlicherweise legt man im Bezirk Feldkirchen nicht ganz so viel Wert auf die Quantität und konzentriert sich lieber auf die Qualität. Das beste Jungschützenteam stammt aus Feldkirchen, aber nur 57% nehmen am allgemeinen verbindlichen Hegeringschießen teil. Bei der letzten Landesschießreferenten-Sitzung war trotz der nicht erreichten 100% wieder erkennbar, dass wir in Kärnten in der Schießentwicklung allen anderen Bundesländern voraus sind und das voraussichtlich auch in den nächsten Jahren bleiben werden. Abschließend möchte ich allen Bezirksschießreferenten, allen Hegeringleitern, Schießstandbetreibern, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kärntner Jägerschaft und allen Helfern bei den Schießständen – einfach allen, die im vergangenen Jahr mitgeholfen haben, dass sich das Schießwesen in Kärnten gut weiterentwickeln konnte, herzlich danken. Gleichzeitig erfolgt auch die Bit-
Teilnehmerinnen und Teilnehmer der jährlichen Hegeringschießen nach Bezirken
STATISTIK HR-SCHIESSEN 2016 – TEILNEHMER Teilnehmer
STATISTIK HR-SCHIESSEN – VERGLEICH 2007 – 2016 Jahr
te, diesen positiven Einsatz im kommenden Jahr aufrecht zu erhalten und das jagdliche Schießen in Kärnten weiterhin so sicher und erfolgreich zu gestalten.
In diesem Sinne freue ich mich auf das nächste gemeinsame Jagdund Übungsjahr und stehe gerne mit Rat und aktiver Unterstützung zur Seite.
Brauchtum und Jugend Referentin Claudia Haider Wieder rundet sich ein Jahr und es gilt Rückblick zu halten. Als Brauchtumsreferentin ist es mir immer ein großes Anliegen dieses zu fördern und zu gestalten. Brauchtum ist die Wurzel unseres Seins. Gerade wir Jäger schöpfen aus einem reichen Schatz und geben mit sinnvoll gelebtem Brauchtum unserem Tun ein Gerüst, das Würde und Ehrerbietung gegenüber dem Geschöpf und dem Schöpfer ausdrückt. Hier darf ich auf den Jägerschlag als Einstiegsritual in ein sinnerfülltes Jägerleben hinweisen. Unterlagen dazu sind bei der Kärntner Jägerschaft erhältlich. Die Jagd ermöglicht ein ganzheitliches Erleben in der Natur, das wir Jäger als Bestandteil unseres Tuns auffassen. Es sind die Stunden am Hochsitz und auf der Pirsch, die uns in eine Gefühlslage bringen, die uns Zusammenhänge des natürlichen Kreislaufes fühlen und erkennen lassen. Jagd ist viel komplexer als in den Schöpfungsplan einzugreifen, durch die Jagd werden wir Teil der natürlichen Mitwelt. In diesem Zusammenhang darf ich Mag. Freydis Burgstaller-Gradenegger herzlich für ihren viel beachteten Beitrag im „Kärntner Jäger“, Nr. 236/2017 danken. Wir sind eine Gruppe von Menschen, die sich neben gesetzlichen Rahmenbedingungen noch einen quasi „Ehrenkodex“ gegeben haben, den wir Weidgerechtigkeit nennen und der uns immer wieder veranlasst, unser Tun ethisch zu hinterfragen. Der Artikel ist nachzulesen auf der Homepage der Kärntner Jägerschaft.
NUN ABER ZU DEN AKTIVITÄTEN DES JAHRES 2017 Begonnen hat das Jahr mit einem Räucherseminar. Kräuter, Rinde und Zapfen, gesammelt auf unseren Pirschgängen, lassen sich zu
wohlduftenden Räuchermischungen ganz individuell zusammenmixen. Frau Mag. Sabine Geringer führte uns in die Welt des Räucherns ein und betonte die gute Wirkung der energetischen Reinigung unserer Wohnhäuser. Mit Begeisterung nahmen die Teilnehmer dieses alte Wissen mit in ihren persönlichen Alltag. Mit Otmar Penker haben wir in Kärnten einen begnadeten und ausdauernden Filmemacher. Einen Abend schenkte er uns seine Zeit und nahm uns mit in die Welt des Adlers. Wir erlebten bei diesem Film nicht nur viel AUS DEM LEBEN DIESES KÖNIGS DER LÜFTE, sondern auch um die Zusammenhänge in der Natur. Ein Abend, der großen Eindruck hinterließ. Mit großer Freude konnte ich Herrn Penker das Versprechen einer Wiederholung abnehmen! Dass das Produkt unserer Jagd das g’sunde und g’schmackige Wildbret – in unseren Küchen modern und gut zubereitet werden kann, dafür steht Cilly Höferer, die mit ihren Kochkursen immer wieder neue Geschmackskompositionen vorstellt. Mit Engagement schwan-
gen die Damen den Kochlöffel und haben ab jetzt immer ein kleines Sackerl in der Hosentasche, um Früchte und Beeren, die am Weg wachsen, mitzunehmen und in der häuslichen Wildküche einzubringen. Einige Rezepte finden sich ebenfalls auf der Homepage der Kärntner Jägerschaft. Der DVD-Film „Vom Revier auf den Teller“, der das fachgerechte Vorbereiten des Wildfleisches für die Küche zum Inhalt hat, ist ebenfalls bei der Kärntner Jägerschaft zu beziehen. Mit den nächsten zwei Kursangeboten ging es in die häuslichen vier Wände. „Natürlich sauber“ war das Motto des Kurses mit Frau Dipl.-Ing. Petra Rohner. Es müssen nicht immer die umweltfeindlichen Chemikalien sein, um Sauberkeit zu bekommen. Es geht auch ganz natürlich und auch hier helfen uns heimische Kräuter. Aber nicht nur sauber soll es in der Jagdhütte sein, sondern auch hübsch. Frau Heidrun Planton lehrte uns die alte Kunst des Stoffdruckes und so entstanden handbedruckte Hangerl, Tischläufer und vieles mehr. Jagdliche Motive machen aus einfachen Textilien Unikate. Abgeschlossen wurde das Jahr beim traditionellen Jägerinnenbrunch, zu dem sich wiederum ca.
L A N D E S J Ä G E R TA G 50 naturbegeistere Menschen einfanden. Die Jagdhornbläserinnen Rosental führten mit ihrem literarischen-musikalischen Pirschgang durch’s Jagdjahr und nahmen die Zuhörer auf eine wunderbare Reise in die Tradition des Jagens mit. Literarische Beiträge brachte wie immer Frau Theresia Lentsch mit. Das Kinderbuch „Mitzi Punkt und ihre Kinder“ von Frau Jann wurde vorgestellt und Frau Mag. Heller präsentierte ihre Grandlbox. Diese Grandlbox kann individuell gestaltet werden und bietet einen schönen Platz für die kleineren Trophäen, die wert sind, aufgehoben zu werden. Nähere Auskunft hiezu erhalten Sie bei Frau Mag. Eva-Maria Heller bzw. unter www.grandlbox.com. Frau Birgit Wascher ist ganz herzlich zu danken für die zuverlässige büromäßige Organisation der Veranstaltungen. Erfreulich war, dass sich die oberösterreichischen Jägerinnen 2017 Kärnten als ihr Ausflugsziel aussuchten. Ein gemeinsamer Besuch unseres „Wohnzimmer Natur“ in Friesach begeisterte unsere Gäste und der jagdliche Austausch über
die Landesgrenzen hinweg gab Impulse. Die innovative Jugendarbeit, hier sei das Format „Mini-Max“ erwähnt, wird fortgesetzt. Allen Jägern steht diese Seite im „Kärntner Jäger“ zu Verfügung. Ein guter Schritt in Richtung Jugendarbeit und Aufklärung, wofür wir Jäger stehen. Vielen Jägerinnen und Jägern in den Bezirken ist die Jugendarbeit ein Anliegen und sie engagieren sich in der Wissensvermittlung – herzlichen Dank dafür!
Dank auch Herrn Gerald Eberl, der im Schloss Mageregg zahlreichen Schul- und Kindergartengruppen unvergessliche Eindrücke in der Natur ermöglicht. Ein Danke an die unzähligen Jägerinnen und Jäger, die mit jagdlichen Veranstaltungen der Gesellschaft jagdliches Brauchtum sichtbar und erlebbar machen. In diesem Sinne: „Jagd ist Verantwortung, Jagd ist Freude.“ Ich bin stolz, eine Kärntner Jägerin zu sein!
Jagdhornbläser und Jagdmusik Referent LJM-Stv. Sepp Monz Jagdhornblasen, Jagdhunde, Naturschutz und Wildbret! Meinungsumfragen bestätigen, dass diese Bereiche der Jagd in der Öffentlichkeit bzw. von der nichtjagenden Bevölkerung am positivsten wahrgenommen werden. Auch in Kärnten sind die Akteure von 58 Jagdhornbläsergruppen stets bemüht, dieses Kulturgut der Jagd hochzuhalten. Eine Vielzahl von Veranstaltungen prägten auch das Geschehen im abgelaufenen Jahr. Ich ersuche um Verständnis, dass stellvertretend nur einige besonders erwähnt werden, alle aufzuzählen würde diesen Rahmen sprengen. Es waren dies: u Buchholzer Jagdmesse u Hörnerklang und Jagdgesang in der ev. Kirche Jenig/Hermagor u Ökumenischer Wortgottesdienst Kloster Wernberg u Hubertusmesse beim Jägerkreuz am Skarbin u Auftritt der Jagdhornbläsergruppe Alpe/Adria in Florenz u Tag der Volkskultur in Maria Saal Dazu noch die Teilnahme an verschiedensten jagdlichen Veranstaltungen und Jubiläumsfeiern, wie das 30-Jahr-Jubiläum der Bläsergruppe Diana/Albeck, welches si-
Foto: LPD/Fürthner
cher bei allen Besuchern einen positiven Eindruck hinterlassen hat. Unsere Bestrebungen gehen schon seit einigen Jahren erfolgreich in die Richtung für „Bläsernachwuchs“ zu sorgen. Ungeachtet der wertvollen Arbeit unserer Hornmeister veranstalten wir jährlich Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene und wollen dadurch die Arbeit in den Gruppen unterstützen. Die Qualität unserer Jagdhornbläser ist kein Zufall. Kontinuierliche Probenarbeit, gut ausgebildete Hornmeister sowie engagierte Obmänner sind Garant dafür, dass mittlerweile durchwegs anspruchsvolle, sauber vorgetragene Jagdmusik dargeboten wird. Jährlich sind immer wieder einige Gruppen bereit, noch mehr auf sich zu nehmen, sich mit anderen zu messen und an Jagdhornbläserbewerben teilzunehmen. So geschehen auch im vergangenen Jahr, wo sich 7 Kärntner Gruppen am Internationalen Jagdhornbläserwettbewerb in der Steiermark der Jury stellten. Erfreulich das Ergebnis, da die Gruppen Wieting und Hunting-Horn-Kitz in ihren Bewerbsklassen die Ränge 1 und 2, Waidmannsklang Grafenstein/Poggersdorf in ihrer Gruppe den ausgezeichneten 3. Rang er-
spielen konnten. Aber auch alle anderen Teilnehmer, es waren dies „Die Kärntner“, „Maltatal“, „Feldkirchen“ und „Arriach“, waren sehr erfolgreich und konnten allesamt das Leistungsabzeichen in Gold erringen. Ein besonderer Höhepunkt war mit Sicherheit die Teilnahme von Kärntner Musikern, Sängern, Jagdhornbläsern und Volkstänzern am „Ball des Grünen Kreuzes 2018“ in der Hofburg in Wien. Thomas M. Zdravja war es, welcher bereits im Vorjahr begann, für die Balleröffnung eine eigene Komposition bzw. ein Arrangement zu erstellen, in welchem Kärntner Volks- und Jagdkultur, unter Einbeziehung von Slowenien und Friaul, musikalisch dargeboten werden sollte. Als ausgebildeter Musiker, Musikpädagoge, Komponist und Hornmeister der Jagdhornbläsergruppe Petzen gelang es ihm, diese Aufgabe bravourös zu meistern, was wir selbst miterleben durften.Viel anerkennendes Lob, Begeisterung und positive Kritik anlässlich der Aufführung bezeugen diese großartige Leistung. Hervorgehoben müssen natürlich auch die Leistungen der Akteure werden, welche den ganzen Abend über Kärnten in der Hofburg repräsentierten und ohne deren Können und Engagement dieser Erfolg nicht zustande gekommen wäre. Mit dabei waren: u Bauernkapelle Isopp u Chor der Kärntner Jägerschaft u die Jagdhornbläsergruppen Petzen, Landskron, Waidmannsklang, Wieting u Volkstanzgruppe Lindwurm Klagenfurt Es ist mir am Ende meines Berichtes ein Bedürfnis, allen, welche sich um Brauchtum und Jagdkultur kümmern, aber insbesondere den Jagdhornbläsern für ihre vielfältigen Tätigkeiten persönlich und seitens der Kärntner Jägerschaft einen herzlichen Dank auszusprechen. Viel Freude und Erfolg noch weiterhin mit „Horn auf, blast an!“
Rehwild Referent BJM Ing. Wolfgang Oswald, akad. Jagdwirt Die Entnahmestatistik (siehe Abb. 1) zeigt seit 2013 erstmals wieder einen leichten Abwärtstrend, da rund 800 Rehe weniger erlegt wurden als im letzten Jahr. Demgegenüber hat das Fallwild wieder um rund 550 Rehe zugenommen. Sieht man sich die Daten im Detail an (siehe Abb. 2), so fällt auf, dass weiterhin die Erfüllung bei den Kitzen hinterherläuft und gegenüber 2016 nochmals gesunken ist. Der Anteil des Kitzabschusses ist zwar im Trend steigend, doch während im Betrachtungszeitraum von 17 Jahren die Böcke im Schnitt bei 84% Erfüllung liegen und Geißen immerhin noch mit 80% aufwarten, hinken die Kitze mit einem Schnitt von rund 63% Erfüllung doch sehr deutlich hinten nach. Sehr positiv ist jedoch zu bemerken, dass erstmalig im 17-jährigen Betrachtungszeitraum die Abschüsse der Geißen vor denen der Böcke liegen (siehe Abb. 3). So sind erstmals in den ganzen Jahren, letztes Jahr um 124 mehr Geißen als Böcke erlegt worden. Es hat sich schon seit 2004 abgezeichnet, dass sich das Bewusstsein einer rehwildgerechten Planung und Erfüllung mit einem ausgewogenen Geschlechtsverhältnis durchzusetzen beginnt. So ist in der Planung bereits laufend eine Annäherung des Geschlechterverhältnisses auf 1:1 erfolgt. Hat einst die Planung noch einen Überhang von 2.932 Böcken im Jahr 2001 ausgewiesen, so hat die Planung auf nur mehr 473 mehr an Böcken im Jahr 2016 abgenommen. 2017 war dann mit einer Abweichung von 515 wieder eine leichte Steigerung in der Abweichung zu verzeichnen, dafür hat aber die Erfüllung, wie schon erwähnt, mit deutlich mehr erlegten Geißen erstmalig umgeschlagen. Weiteres ist deutlich ersichtlich, dass die Erfüllung bei den Geißen seit 2010 deutlich zugenommen hat und schon des Öfteren über den
Böcken lag (vgl. Abb. 2 in den Jahren 2001 – 2009 und 2010–2017). Ebenso positiv ist zu bemerken, dass der von 2005 bis 2013 auffallende Sinus, wo im ersten Jahr der Planperiode mit dem Abschuss gespart wurde und das zweite Jahr im Zeichen des Aufholens gestanden ist, verschwunden ist. Es ist sowohl im Verhältnis von Bock zu Geiß sowie im Abschuss generell, ein gleichmäßiger Verlauf ersichtlich, wobei eine Steigerung im Abschuss seit 2001 bis zum Jahr 2016 von rund 2.200 Stück erkennbar wird. Beim Knick nach unten
Abb. 1: Jährliche Rehwildentnahme in Kärnten
Abb. 2: Abschusserfüllung auf Kärntenebene
im Jahr 2017 wird sich erst zeigen, ob es 2018 wieder eine Steigerung gibt oder ob der Abwärtstrend anhalten wird. Sieht man sich jedoch die Situation beim Kitzabschuss im Speziellen und die stetig anhaltende Abweichung zwischen Planung und Erfüllung bei Geißen und Kitzen an, so ist es nicht anzunehmen, dass die Rehwildbestände einen Abwärtstrend erfahren werden. Während bei den Geißen eine deutliche Annäherung von Plan zu Erfüllung ersichtlich ist (siehe Abb. 4), sind die Kitzabschüsse weiterhin deutlich unter der Planung. Hinzu kommt, dass die Planung flächendeckend nicht die Vorgabe der Ab-
forderten 30% laut Abschussrichtlinien (siehe Abb. 5). So haben sich die jährlich verbliebenen Kitze im Lauf der 17 Betrachtungsjahre zu rund 41.000 angesammelt. Bei den Geißen sind es auch immerhin rund 31.000, die in all den Jahren im Bestand geblieben sind.
Abb. 3: Erfüllung bei Böcken und Geißen
schussrichtlinien von 30% erfüllt, sondern mit der Argumentation, dass sowieso viele Kitze dem Mähtod und sonstigem Fallwild zum Opfer fallen, bei der Planung gespart wird. Dementsprechend wer-
den auch hier noch jährlich mehr als 3% (rd. 1.400 Kitze pro Jahr) in der Planung eingespart. Selbst wenn man aber die Abschüsse und das Fallwild zusammenrechnet, erreicht man nicht die Summe der ge-
Da man Rehe nicht zählen kann und daher keinen stückzahlenmäßigen Überblick über seine Rehe haben wird, kann man nur anhand der oben genannten Parameter eine Abschätzung vornehmen, wo in etwa man sich mit seinem Rehbestand befindet. Fallwildzahlen, Gesundheitszustand der Rehe, Kondition, Verhalten etc. geben dabei genauso Informationen, wie die Situationsbewertung des Biotops. Verbiss, Entmischung und Information aus der Waldinventur können da wesentliche Hinweise geben.
Abb. 4: Abschussplanung und -erfüllung bei Geißen und Kitzen
KAHLES – neuer sportlich dynamischer Markenauftritt KAHLES steht für faszinierend einfachere, smarte Lösungen für den leistungsorientierten Schützen und Jäger. KAHLES ist Hersteller hochwertiger optischer Geräte mit 120 Jahren Erfahrung auf diesem Gebiet. Bei KAHLES wird die Leidenschaft und Professionalität ambitionierter Sportschützen und Jäger geteilt. So hat sich KAHLES in den
Jeder wird verstehen, dass die damit verbliebenen ca. 2.400 Kitze und ca. 1.800 Geißen pro Jahr für die Population als steter Motor wirken und den Bestand damit kontinuierlich in die Höhe zu treiben versuchen. Versuchen deshalb, weil jedes Habitat eine natürliche Kapazitätsgrenze hat, die den Bestand begrenzt (Äsungs-, Einstands- und sonstige Ressourcenverfügbarkeit). Ist diese Grenze einmal erreicht, steigt der Sozialstress in der Population, die Fruchtbarkeit und die Kitzzahl sinken wieder. Es wird die Sterblichkeit erhöht, die Geschlechtsreife verzögert sich und die Abwanderung (Emigration) nimmt zu. Einfach ausgedrückt – das Boot ist voll.
letzten Jahren auch einen ausgezeichneten Ruf in der internationalen Shooting Community erarbeitet. Um das Markenimage in wesentlichen Kernzielgruppen weiter zu stärken, wird der Markenauftritt ab sofort sportlicher und dynamischer.
Wer sich damit genauer auseinandersetzt und in seinem Bereich entsprechende Daten erheben wird, kommt sicher zu dem Schluss, dass er wohl mehr Rehe haben wird, als vermutet. Dazu noch einen Tipp: Rehe leiden sehr unter Sozialstress und ab einer gewissen Dichte vermeiden sie zunehmend den Kontakt mit Artgenossen und verstecken sich vermehrt voreinander. Richtig kombiniert – es sinkt die Sichtbarkeit! Also wenn man keine Rehe mehr sieht, heißt das nicht zwangsläufig, dass man keine
mehr hat – wahrscheinlich ist das Gegenteil der Fall – unglaublich aber wahr! Nachdem die Änderungen im Jagdgesetz auch Einfluss auf die künftigen Abschussplanungen haben, und tatsächliche Wildstände in die Betrachtung mehr einbezogen werden müssen, werden oben genannte Überlegungen zu Rehwildbeständen auf Revierebene da wesentlich an Bedeutung gewinnen. Zum Schluss noch eine Bemerkung zur Fütterung. Das neue Jagdgesetz beinhaltet nunmehr die KANN-Bestimmung. D.h. Rehwild kann gefüttert werden – muss es aber nicht! Rehwildfütterung hat Tradition und ist bei vielen Jägern ein fix gewachsener Bestandteil des Jahreslaufes, der bei ihnen nicht mehr weg zu denken ist. Auf diesen Umstand hat man bei der Gestaltung des neuen Jagdgesetzes Rücksicht genommen und die Fütterung mit Raufutter für das Reh als Möglichkeit einmal fix aufge-
Abb. 5: Kitzabschuss 2001 – 2017
nommen. Per Verordnung kann, und wird der Vorstand der Kärntner Jägerschaft noch festlegen, welches Ergänzungsfutter, in welcher Art und Weise, rehwildtauglich ist und damit zusätzlich vorgelegt werden könnte. Persönlich möchte ich dabei die Empfehlung abgeben, dass sich die Rehwildfütterung nur auf absolut notwendige Notzeiten und ein hochwertiges Grummet beschränken sollte. Jegliche Ergänzungsfütterung zur Wildstandsanhebung oder Trophäengewinnung ist, abgesehen von der zweifelhaften Erfolgsaussicht, als problematisch anzusehen.
Rotwild Referent Ing. Stefan Kulterer Im letzten Jagdjahr 2017 haben die Jägerinnen und Jäger in Kärnten so viel Rotwild erlegt wie noch nie zuvor. Die angepeilte Stückzahl von ca. 10.000 Stück pro Jahr wurde um mehr als 2.800 Stück überschritten. Das sind 59% des Abschussplanes 17/18, die alleine im 1. Jahr erlegt wurden, ganz im Sinne der Reduktion. Hervorzuheben ist sicherlich auch, dass im Verhältnis wesentlich mehr Kahlwild als Geweihträger erlegt worden sind. Schlüsselt man jedoch die Tiere genauer auf, dann stellt man fest, dass nach wie vor sehr viele Schmaltiere erlegt werden. Nimmt man diese und rechnet den Kälberabschuss dazu, dann muss man darauf hinweisen, dass noch zu wenige Alttiere erlegt werden und man sich hauptsächlich mit dem Abschöpfen des Zuwachses beschäftigt. Alles in allem aber deuten die Abschusszahlen des letzten Jahres auf eine eindeutige Trendwende zur Reduktion hin. Einer der Gründe dafür war sicherlich auch der frühe Wintereinbruch im November 2017, der wieder einmal die Grenzen des Lebensraumes vom Rotwild aufgezeigt hat. Einerseits wurde dadurch die Bejagung des Rotwildes vielerorts leichter, da es in die Tallagen gedrückt worden ist. Aber leider sind dadurch auch die Wildschäden deutlich angestiegen und es mussten vielerorts Abschussaufträge außerhalb der regulären Schusszeit erteilt werden. Dies führt wieder einmal klar vor Augen, dass der Bestand des Rotwildes an die Lebensraumkapazität im Winter, und nicht an die des Sommereinstandes angepasst werden muss. Und da liegt noch ein weiter Weg vor uns. Auch wenn die Abschusszahlen 2017 eine leichte Reduktion des Bestandes vermuten lassen, sollte diese hohe Abschusszahl beim Rotwild mindestens die nächsten 4 Jahre (2 Abschussplanperioden) anhalten,
um wirklich von einer echten Reduktion sprechen zu können. Als Anhaltspunkt soll hier die Zahl von 1,39 erlegten Stück Rotwild pro 100ha dienen, die vielerorts sicher deutlich unter dem echten Wildstand pro 100ha liegt. Der harte Wintereinbruch, mit einer geschlossenen Schneedecke seit November, hat das Rotwild in einigen Gegenden stark massiert auftreten lassen, eine vertretbare Stückzahl pro 100ha wurde somit deutlich überschritten. Man kennt Einstandsgebiete, wo der Bestand an Rotwild sicherlich deutlich über 20 Stück pro 100ha lag. Dass hier seitens der geschädigten Waldbesitzer der Ruf nach einer raschen Lösung für die überhöhten Wildbestände laut wird, ist mehr als verständlich. Vor allem dann, wenn unter dem Jagdjahr höher gelegene Jagden ihre Abschusspläne nicht oder nur zum Teil erfüllen, da ihnen der hohe Wildstand im Sommer egal sein kann. Und hier liegt sicherlich auch eines der Kernprobleme in der Reduktion: dass man sich gegenseitig viel zu wenig „hilft“ und kaum aufeinander Rücksicht nimmt. Ohne näher auf die Umstände zweier Bewegungsjagden am Ende des Jahres in Oberkärnten eingehen zu wollen, haben die damit hervorgerufenen Emotionen innerhalb der eigenen Reihen ganz klar die vielen unterschiedlichen Meinungen und Herangehensweisen zur Rotwildbejagung und die individuelle Sicht über die Jagdethik auf den Tisch gelegt. Dass diese uneinheitliche Sichtweise aber auch noch groß aus den eigenen Reihen über die öffentlichen Medien gespielt wird, um persönliche Befindlichkeiten abzubauen, muss in Zukunft tunlichst vermieden werden, wollen wir das Ansehen der Jägerschaft in der Öffentlichkeit anheben. Eines haben diese emotional dis-
kutierten Jagden aber ganz sicherlich aufgezeigt: dass man Rotwild nicht alleine bewirtschaften kann, geschweige denn kleinräumig in den Griff bekommt. Vielmehr sind innerhalb eines Hegeringes, oder auch darüber hinaus, Abschussplangemeinschaften (APG’s) anzustreben, die innerhalb der regulären Schusszeit den Rotwildbestand in den Griff bekommen sollten, da innerhalb dieser APG’s jede einzelne Jagd auf den gesamten Abschussplan zugreifen kann und das Wild dann bereits während des Jagdjahres dort erlegt wird, wo es sich gerade aufhält. Es kommt dadurch zu keinen Abschussplanübertretungen mehr und man hilft sich gegenseitig, die Kahlwildquote und die damit verbundene Hirschenfreigabe zu erfüllen. Eine Ausdehnung der Schusszeit auf Rotwild in die Schonzeit hinein lehnt der Rotwildausschuss ausnahmslos ab. Vielmehr müssen die Jagdstrategien in der normalen Schusszeit dem Verhalten des Rotwildes angepasst werden: u frühes Erlegen von Schmaltier und Spießer sofort nach Aufgang der Schusszeit u keine bis reduzierte Jagd in den Abendstunden (schwierig bei Gemeindejagden) u kein Schuss aus dem Auto (falls das Verbot unbekannt ist) u Intervalljagd (2-3 Tage starke Bejagung, 2-3 Wochen Pause) u Bejagung von Kahlwild auch während der Brunft u keine Erlegung von Einzelstücken aus einem Rudel heraus u Schaffung von Ruhezonen, in denen nicht gejagt wird Der Rotwildausschuss wurde beauftragt, einen Leitfaden für Bewegungsjagden mit Hunden zu definieren. Darin sollen Punkte wie „Absage von Bewegungsjagden bei zu hoher Schneelage“, „Anzahl der Hunde bzw. Schützen pro 100ha“, „Einbinden von Jagdnachbarn“, „Freigabe“, „Nutzung von social media“ etc… behandelt werden. Man ist sich durchaus der Tatsache
bewusst, dass es schon viel Literatur und Fachwissen zum Thema Bewegungsjagd gibt, aber es ist keine Fachliteratur dazu zu finden, wie man am besten mit seinem Jagdnachbarn umgeht und ihn überzeugt, dass man effizient nur gemeinsam auf einen sich jahreszeitlich und örtlich verschiebenden Rotwildbestand in einem Gebiet jagt. Es sei aber auch nochmals darauf hingewiesen, dass Rotwildjagd eigentlich keine reine Einzeljagd sein soll, sondern größere Effizienz und Erfolge werden sicherlich durch Abhaltung von Gemeinschaftsjagden und durch revierübergreifende Zusammenarbeit erreicht. Vor allem dort, wo ein Hegering aus vielen kleineren oder mittelgroßen Revieren besteht. Zu berücksichtigen ist dabei auch, dass sich Rotwildbestände oft jahreszeitlich örtlich deutlich verlagern können. Wir schreiben das 4. Jahr der neuen Abschussrichtlinien mit der Vorgabe „1:4“ (Hirsch zu Kahlwild). Am Ende dieses Jahres werden die neuen Abschussrichtlinien auf Rotwild in Kärnten aus dem Jahre 2015 auf ihre Wirksamkeit hin überprüft werden. Die drei wesentlichen Faktoren zur Überprüfung der gültigen Abschussrichtlinien sind: 1. das Wildbretgewicht der erlegten Kälber 1. das Durchschnittsalter der erlegten Hirsche und 1. ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis von männlichen zu weiblichen Stücken. Auch wenn die hohen Wildstände und die vielen Wildschäden für noch liberalere und einfachere Ab-
schussrichtlinien für das Rotwild sprechen, so bin ich als Rotwildreferent trotzdem dafür, dass wir mit den derzeitigen Richtlinien und prall gefüllten Töpfen in jedem Bezirk bis 2020 das Auslangen finden müssen. Warum? Weil innerhalb dieser Jagdpachtperiode schon 2x die Richtlinien geändert wurden und viele Pächter von Revieren, die 2010 von anderen Voraussetzungen ausgegangen sind, sich zu Recht aufregen würden. Dort, wo wirklich hohe Wildschäden sind, ist es auch derzeit kein Problem, beim jeweiligen Bezirksjägermeister noch zusätzliche Stücke zu beantragen. Vor allem unter dem Jahr sind genügend Stücke frei, sodass es bei hohen Kahlwilderfüllungen in einem Revier kein Problem mehr sein darf, dass dieses in der regulären Jagdzeit noch weitere Ier- und IIer Hirsche frei bekommt. Damit würde man auch das Unverständnis unter den Jägerinnen und Jägern
beenden, warum der eine Jäger während des Jagdjahres eine Strafe für einen falsch erlegten Hirsch bekommt, während andere dann bewusst darauf jagen können? Und im besten Falle würden vielleicht sogar viele Abschussaufträge innerhalb der Schonzeit hinfällig werden. Wie gesagt: Voraussetzung dafür muss eine überdurchschnittlich hohe Kahlwilderfüllung unter dem Jagdjahr sein. Mit Beginn der neuen Jagdpachtperiode ab 2021 könnte man mit neuen Abschussrichtlinien starten, die vor allem eines zum Ziel haben sollten: weniger Streit um „DEN“ falschen Hirsch bei Trophäenschauen, sondern viel mehr jene Jäger in das Rampenlicht zu rücken, die das beste Verhältnis von erlegtem Kahlwild zu Hirschen haben. Weg von der Trophäenjagd hin zu einer Erlebnisjagd, wo der edle Hirsch zum Teil eines Ganzen wird, aber nicht mehr das alleinige Augenmerk auf sich zieht.
TABELLE: ABSCHUSSERFÜLLUNG ROTWILD 2017 KÄRNTEN Kärnten
pro 100ha
FW V/R
Hirsch III 1j
Gamswild Referent BJM Ing. Franz Koschuttnigg Die Analyse des letztjährigen Abschusses bei unserem Gams zeigt in Hinblick auf den Gamsabschuss in Kärnten eine konstante positive Entwicklung, aber wie immer eine negative Entwicklung in Hinblick auf Abschusserfüllung und Altersstruktur sowie das Geschlechterverhältnis. Mit 3.261 erlegten Gams liegen wir im letzten Jahr über dem langjährigen Schnitt. Diese Konstanz ist derzeit wohl einzigartig im Alpenraum. In unserem Bundesland ist in nunmehr 23 Jahren (Abb. 1) der Rückgang beim Gamsabschuss, wie in vielen anderen Bundesländern und Ländern, nicht eingetreten. Dafür gebührt allen Jagdausübungsberechtigten und den Gamsjäger/innen ein kräftiges Weidmannsdank! Mit 40% Ab-
schussplanerfüllung liegen wir aber, wie in jeder Planperiode doch weit unter den angestrebten Planzahlen! (Abb. 2). Die Ursachen hierfür sind natürlich wie immer vielfältig und wurden und werden in den Fachgremien (Gamswildausschuss) erörtert und analysiert. Lebensraum ist nicht gleich Lebensraum und Populationsstruktur ist nicht gleich Populationsstruktur! Dies trifft nirgends stärker zu als bei unserem Alpengams. Gibt es aber kaum reife Stücke in der Population, verausgaben sich die jüngeren Tiere, wodurch wiederum deren Lebenserwartung abnimmt. Al-
te Stücke haben besonders durch ihre Erfahrung einen großen Einfluss auf die Population und bei einem ausgewogenen Verhältnis von reifen und mittleren Böcken vergeuden die Böcke weniger Energie während der verkürzten Brunft, was sich auch positiv auf die Geißen und deren Nachkommen auswirkt. Dass in Kärnten zu wenige alte Gams sowohl bei Geißen als auch bei Böcken vorhanden sind, ist hinlänglich bekannt und zeigen leider auch unsere Abschusszahlen in den einzelnen Klassen (Abb. 3)! Infos zu den Bezirksergebnissen finden sich in Abb. 4. Ferner gibt es beim Geschlechterverhältnis eine absolute Zunahme in Richtung des Bockabschusses, da wir im letzten Jahr doch in einem Missverhältnis von 1.515 Stück Böcken zu 1.344 Stück Geißen erlegt haben. Bei den Gamsböcken ist die Erfüllung der Mittel- und Jugendklasse immer entsprechend hoch, wobei in der Ernteklasse von geplanten 1.104 Ier-Böcken (d.h. im ersten Jahr 552 Stück) nur 288 Stück (28%) erlegt werden konnten!
Abb. 1: Kärntens Gamsabschuss von 1995 bis 2017
Auffallend bei den Geißen ist, dass neben wenig alten Stücken die Mittelklasse mit nur 33% sehr schonend bewirtschaftet wurde. Mit 80 Stück Fallwild liegen wir im Jahr 2017 doch unter dem langjährigen Durchschnitt. Da sich dies in diesem Winter wahrscheinlich doch noch merklich erhöhen wird,
Abb. 2: Abschussplan, Abschuss, Erfüllung und Fallwild für die Planperioden 11/12, 13/14, 15/16 und 17/18 auf Kärntenebene
bitte ich um genaue Aufzeichnungen und Meldungen des Fallwildes. 2017 wurden 134 Räudefälle gemeldet, was im Vergleich zum Vorjahr nur einen leichten Rückgang bedeutet. Der Gams steht unter massivem Einfluss verschiedenster Faktoren,
wie eben der des Tourismus, des Klimas, der Wildkrankheiten und auch der Jagd. Um einen Rückgang der Strecken bzw. der Gamswildpopulationen in Kärnten auch in Zukunft zu vermeiden, bitte ich um eine realistische und nachhaltige Bejagung des Gamswildes!
Abb. 3: Gamsabschussplan, Abschuss und Fallwild 2017/2018
Abb. 4: Bezirksergebnisse 2017/2018
Schwarzwild Referent Ing. Thomas Gadner Nach dem Abschussrekord von ca. 700 Stück ist der Abschuss in den darauffolgenden Jahren auf unter 400 zurückgegangen. Seit den letzten Jahren haben wir es aber wieder mit einer ständigen Steigerung zu tun (Jahr 2017 Abschusssteigerung von ca. plus 20 Prozent auf 477 Stück). Aus diesem Grund ist ein Beobachten der Bestandsentwicklung und stetiges Jagen auf Schwarzwild besonders wichtig. In der heurigen Bezirksauftei-
lung hat der Bezirk Völkermarkt wieder den ersten Platz erreicht und somit den Bezirk St. Veit nach 2016 erneut überholt. Wie man in der Statistik sehen kann, ist der Abschuss in einem einzigen Bezirk, nämlich St. Veit, zurückgegangen, im Bezirk Feldkirchen sind die Zahlen gleich geblieben, aber in allen anderen Bezirken wurden die Abschüsse deutlich gesteigert. Diese Steigerung sieht in einigen Bezirken nicht so hoch aus. Wenn man aber die Abschusszahlen mit denen des Vorjah-
res vergleicht, gibt es eine massive Erhöhung. Villach und Hermagor erreichten ein Plus von über 100 Prozent, Spittal und Wolfsberg ein Plus von fast 100 Prozent, Völkermarkt ein Plus von 30 Prozent und Klagenfurt ein Plus von 20 Prozent. Da das Futterangebot für die Vermehrungen und Standorttreue des Schwarzwildes verantwortlich ist, möchte ich auch heuer nochmals erwähnen, dass ein generelles Fütterungsverbot für Schwarzwild in ganz Kärnten im neuen Jagdgesetz klar festgehalten ist. Kirrungen sind keine Fütterungen, dürfen aber nur in Gebieten, in welchen
Tabelle 1: Schwarzwildentnahme 2017 auf Bezirksebene
Abb. 1: Jährliche Schwarzwildabschüsse in Kärnten von 1980 bis 2017
Fallwild Gesamt 2017 Gesamt 2016
L A N D E S J Ä G E R TA G kein Rotwild vorkommt, nach den von der Kärntner Jägerschaft festzulegenden Richtlinien betrieben werden. Bitte bedenken Sie, dass in Gebieten mit zu viel gut beschickten Kirrungen auch das Futterangebot ansteigt und somit die Vermehrungsrate höher wird. Eine gut genährte Bache kann bis zu 10 Frischlinge werfen und großziehen. Eine Bache mit weniger Futterangebot vielleicht nur die Hälfte, d.h. man muss doppelt so viele Frischlinge erlegen, damit man den Zuwachs abschöpft. Deshalb sind die Einhaltung dieser schon oft angeführten Richtlinien sowie das absolute Fütterungsverbot so wichtig. Dies wird in Zukunft sicherlich noch strenger kontrolliert und bei Nichteinhaltung mit Strafen geahndet werden. Ebenso ist nochmals darauf hinzuweisen, dass es bei den Bachen eine Schonzeit gibt und dies schon lange. Diese Schonzeit ist in jener Zeit, wo die Bache entweder tragend oder führend ist. Auch ich stehe zum geregelten Bachen-Abschuss, denn nur so ist eine Verringerung der Population möglich. Aber wie auch bei den anderen Wildtieren in Kärnten ist bei der Erlegung der weiblichen Stücke mit Bedacht vorzugehen. Es kann und darf nicht sein, dass in der Schonzeit Bachen erlegt werden. Wir Kärntner Jäger haben einen Leitsatz und eine Jägerehre, der und die uns allen wichtig ist. Wir erlegen in Kärnten ca. 500 Stück, in Niederösterreich sind es 20.000 Stück. Wir haben gebietsweise Probleme mit den Wildschweinen, sind aber kein „Schwarzwildproblembundesland“. Leider bringen uns Jäger und hier im speziellen uns Schwarzwildjäger einige wenige in Verruf, aber genau wegen dieser müssen wir immer wieder Richtlinien vorgeben. Diese Gesetze und Richtlinien sind aber nur etwas wert, wenn sie auch kontrolliert werden. Aus diesem Grund mache ich die Jagdaufsichtsorgane der einzelnen Reviere aufmerksam, dass sie die Kirrungen sowie die Abschüsse in der Schonzeit zu kontrollieren und bei Verstößen auch zur Anzeige zu bringen haben. Sollten sie das nicht tun, sind auch sie als beeidetes Jagdschutzorgan zur Verantwortung zu ziehen.
Zum Thema Schweinepest steht noch einiges vor uns. In Tschechien sind schon 200 Wildscheine positiv getestet worden. Es sind auch einige Fälle in der Nähe von Österreich bekannt geworden. Die größte Angst besteht sicher darin, dass die landwirtschaftlichen Schweinebetriebe von dieser Seuche befallen werden. Laut Berichten aus Tschechien ist dies aber auch bei ihnen noch nicht passiert. Eines sollte uns aber bewusst sein: Sollte die Schweinepest die landwirtschaftlichen Stallungen erreichen, wird sicherlich die Schuld bei den Wildschweinen und somit bei uns Jägern gesucht werden. Was Jäger zur Vermeidung beitragen können, sollen sie auch beitragen. Wildschweine, die selbst verenden, sollen gemeldet werden, auch größtmögliche
Vorsicht und anschließende intensive Hygiene bei Auslandsjagden ist gefragt. Aus diesem Grund hat das zuständige Ministerium gemeinsam mit der AGES, den Landesbehörden, den Kammern und auch mit der Jägerschaft eine Informationskampagne gestartet. Dieser Folder ist auch nachfolgend zur Information abgedruckt. Leider musste ich heuer in meinem Bericht auch kritische Themen ansprechen, aber wie schon oben gesagt, wir Jäger haben ein gutes Ansehen zu verteidigen, das sicherlich durch unsere Leitsätze und unser Handeln entstanden ist. Machen wir uns diesen guten Stellenwert in der Bevölkerung nicht kaputt und seien wir unserer jagdlichen Jugend auch in Zukunft ein großes Vorbild.
Afrikanische Schweinepest Die afrikanische Schweinepest ist 2017 das erste Mal in der tschechischen Republik aufgetreten und somit nahe an die österreichische Grenze herangerückt. Noch ist Österreich nicht betroffen, das Risiko für eine Einschleppung ist aber sehr hoch. In dieser Phase kommt der Jägerschaft besondere Bedeutung bei Überwachung und Vorsorge zu. KRANKHEITSVERLAUF & SYMPTOME u Die Afrikanische Schweinepest betrifft nur WILD- UND HAUSSCHWEINE und endet fast immer tödlich. u Für den Menschen ist die Afrikanische Schweinepest ungefährlich. u Hunde und andere Tiere können nicht daran erkranken. u Die Krankheit wird durch ein Virus verursacht, es gibt keinen Impfstoff. u Das Virus ist hoch ansteckend und sehr widerstandsfähig gegenüber Umwelteinflüssen. u Das Virus kann in Blut, Fleisch, Knochen und Lebensmitteln monatelang infektiös bleiben. u Wildschweinkadaver sind eine wichtige Ansteckungsquelle und können monatelang infektiös bleiben. u Symptome beim WILDSCHWEIN: gehäufte Todesfälle, Blutungen, Fieber, Schwäche, Fressunlust, Bewegungsstörungen, verringerte Fluchtbereitschaft.
ÜBERTRAGUNG Übertragung durch direkten Kontakt zwischen (Wild)schweinen: u Ansteckung durch direkten Kontakt mit kranken Wildschweinen bzw. Wildschweinkadavern. u Übertragung durch direkten Kontakt von Wildschwein und Hausschwein.
Übertragung durch Abfälle: u Übertragung auf Wildschweine durch Lebensmittelabfälle (Produkte aus Schweine/Wildschweinefleisch). u Übertragung auf Hausschweine durch verbotenes Füttern mit Lebensmittelresten. Übertragung durch Mensch und Hund: u Übertragung auf Hausschweine über verunreinigte Schuhe, Kleidung, Werkzeuge oder Jagdutensilien, Behältnisse, Fahrzeuge oder Jagdtrophäen. u Übertragung durch Hunde, die Kontakt mit infizierten Wildschweinen bzw. Wildschweinkadavern hatten.
FALLWILD: ERHÖHTE AUFMERKSAMKEIT u Das gehäufte Auftreten von Wildschweinkadavern ist der wichtigste Hinweis für Afrikanische Schweinepest! Je früher das Auftreten erkannt wird, desto eher kann die Ausbreitung eingedämmt werden. u Bei Fund eines verendeten Wildschweins in einem Risikogebiet (Bezirke Hollabrunn, Tulln, Korneuburg, Mistelbach, Bruck an der Leitha, Gänserndorf, alle Wiener Bezirke): Unverzügliche Information des zuständigen Amtstierarztes (www.amtstierarzt.at). WICHTIG: Genaue Angabe zum Fundort (Gemeinde, Revier, ideal: Geodaten). u Bei Fund eines verendeten Wildschweins außerhalb eines Risikogebiets: Information des Amtstierarztes, wenn das Tier seuchenverdächtig erscheint (Blutungen aus Körperöffnungen). WICHTIG: Genaue Angabe zum Fundort (Gemeinde, Revier, ideal: Geodaten).
u Sorgfältige Reinigung von Schuhen und Kleidung. (Desinfektionsmittel, Spülmittel, heißes Wasser; Kleidung mit herkömmlichem Waschmittel, wenn möglich, bei 70 °C waschen.)
MASSNAHMEN BEI OFFENSICHTLICH KRANKEN WILDSCHWEINEN u Kranke Tiere müssen erlegt werden. u Erlegte Tiere dürfen nicht aufgebrochen werden. u Unverzügliche Information des zuständigen Amtstierarztes (www.amtstierarzt.at). u Amtstierarzt setzt nötige Maßnahmen (Probenahme, Entsorgung des Kadavers über die Tierkörperverwertung). u Sorgfältige Reinigung von Schuhen und Kleidung. (Desinfektionsmittel, Spülmittel, heißes Wasser; Kleidung mit herkömmlichem Waschmittel, wenn möglich bei 70 °C waschen.)
u Kadaver nicht von der Fundstelle entfernen.
VORSICHTSMASSNAHMEN BEI JAGDREISEN
u Amtstierarzt setzt nötige Maßnahmen (Probenahme, Entsorgung des Kadavers über die Tierkörperverwertung).
In Europa gibt es Ausbrüche der Afrikanischen Schweinepest u.a. in Tschechien, Polen, Lettland, Estland, Litauen, Rumänien, der
Kurzinfo – Afrikanische Schweinepest: u Betrifft Wild- und Hausschweine, die daran erkranken können. u Tierseuche mit enormer wirtschaftlicher Bedeutung. u Ungefährlich für den Menschen, d.h. der Mensch erkrankt nicht daran. u Hunde und andere Tiere können daran ebenfalls nicht erkranken. u Das Virus ist hoch ansteckend und sehr widerstandsfähig gegenüber Umwelteinflüssen. u Es kann in Blut, Fleisch, Knochen und Lebensmitteln monatelang infektiös bleiben. u Eine Ansteckung kann durch direkten Kontakt, Aufnahme infizierter Lebensmittelabfälle aber auch über verunreinigte Schuhe, Kleidung, Werkzeuge, Jagdutensilien erfolgen.
Ukraine, Russland und Weissrussland. In diesen Gegenden sollten keine Jagdreisen auf Wildschweine unternommen werden. Informationen zu aktueller Verbreitung der Afrikanischen Schweinepest: www.verbrauchergesundheit.gv.at/tiere/krankheiten/asp_allg.html
Beachten Sie bitte folgende Punkte: u Nehmen Sie möglichst keine eigene Jagdkleidung/Jagdausrüstung mit. u Vermeiden Sie den Kontakt zu kranken oder verendeten Wildschweinen. u Nicht mit dem eigenen Kfz in das Jagdrevier fahren und kein Wild damit transportieren. u Reinigen und desinfizieren Sie alle Jagdkleidungsstücke, die Jagdausrüstung, Trophäen, ggf. Fahrzeuge usw. bereits vor der Heimreise. Wenn sie Ihren Hund mitgenommen haben, waschen Sie ihn gründlich (mit Shampoo). u Importieren Sie keine Trophäen, Fleisch sowie frische oder verarbeitete Lebensmittel nach Österreich
u Das gehäufte Auftreten von Wildschweinkadavern ist der wichtigste Hinweis für das Auftreten von Afrikanischer Schweinepest. u Bei Fallwildstücken mit Blutungen aus Körperöffnungen besteht hoher Seuchenverdacht. u Umgehend den Amtstierarzt verständigen – Kadaver nicht von der Fundstelle entfernen. u Bei eventuellem Kontakt mit offensichtlich kranken Wildschweinen: Sorgfältige Reinigung von Schuhen, Körper und Kleidung (Desinfektionsmittel, Spülmittel, heißes Wasser; Kleidung mit herkömmlichen Waschmittel, wenn möglich bei 70°C waschen). u Jagdreisen auf Wildschweine, in Länder in denen die Afrikanische Schweinepest aktuell vorkommt, vermeiden.
Raufußhühner Referent DI Thomas Huber Wie schon in den vergangenen Jahren liegt der Schwerpunkt der Tätigkeit bei den Raufußhühnern nach wie vor – in Zusammenarbeit mit dem Fachausschuss für Reviergestaltung und Naturschutz – bei der Abwicklung von Projekten zur Erhaltung und Verbesserung der Lebensräume. Da vor allem das Auerwild durch die Veränderung der Waldstrukturen („Zuwachsen“) am stärksten betroffen ist, liegen die wesentlichen Bemühungen weiterhin bei unserem großen Waldhuhn. In den meisten Fällen erfolgt bei Lebensraumprojekten eine Begehung der geplanten Maßnahmenfläche zur Erfassung der Ist-Situation (aktuelles Waldbild, Situation Auerwild), woraus die möglichen Maßnahmen mit dem Grundbesitzer und/oder dem Jagdausübungsberechtigten besprochen werden. Immer wieder erfolgt auch eine direkte Auszeige vor Ort mit den wichtigsten Maßnahmen wie z.B. Reduktion des Kronenschlussgrades („Auflichten“), Schaffung von Flugschneisen, Freistellen von Lärchen oder Laubhölzern (je nach Standorten). Nach Fertigstellung der Maßnahmen wird die Fläche nochmals besichtigt, dies bildet auch die Grundlage zur Auszahlung der Unterstützung. Als Budget für Maßnahmen stehen aktuell die „Ökologischen Maßnahmen“ der Bezirke zur Verfügung. Es wird auch versucht weitere Fördermittel
für die Unterstützung von Maßnahmen für unsere Raufußhühner aufzustellen. Es sei an dieser Stelle allen Revierinhabern und Grundbesitzern gedankt, welche Projekte zur Lebensraumverbesserung von Raufußhühnern durchführen, wobei auch immer wieder Projekte dabei sind, wofür keine Unterstützung in Anspruch genommen wird! Nach Jahren mit sehr nachteiliger Witterung in der Brut- und ersten Aufzuchtzeit war vor allem das Frühjahr 2017 besonders günstig für den Nachwuchs unserer Hühnervögel, da keine längeren Phasen nasskalter Witterung oder späte Schneefälle aufgetreten sind. Beobachtungen aus allen Landesteilen von Gesperren mit hohen Kükenzahlen bis weit in den Sommer hinein bestätigten dies. Besonders wichtig ist es daher, die im April/Mai 2018 durchzuführenden Zählungen entsprechend sorgfältig abzuhalten, um die Bestandestrends bei Birk- und Auerwild langfristig zu erfassen. Nicht zuletzt ist eine sorgfältige Beobachtung der Bestände, verbunden mit Erhaltung und Verbesserung der Lebensräume, die Grundlage zur Sicherstellung der Bejagungsmöglichkeit von Birk- und Auerwild!
Raubwild Referent Gerald Eberl Das Jagdjahr 2017, vor allem die Wintermonate, waren für die Bejagung unserer heimischen Beutegreifer nahezu ideal. Der frühe Wintereinbruch im November brachte den notwendigen Schnee und damit optimale Bedingungen, um Fuchs, Marder usw. in den mondhellen Nächten nachzustellen. Die Fuchsstrecke in Kärnten hat sich auf über 7.500 Stück deutlich erhöht, was auch ein Indikator für die gebietsweise überaus hohen Dichten sein kann. Nahezu unverändert blieb die Marderstrecke mit 1.229 Stück Steinmarder. Dachs, Iltis und großes Wiesel spielen in Kärnten angesichts der Strecken eine eher untergeordnete Rolle. Das Auftreten von Krankheiten wie der Räude und vor allem der Staupe kann regional zu hohen Verlusten bei Fuchs, Marder und Dachs geführt haben. Aus diesem Grund auch der Aufruf im letzten Kärntner Jäger (Nr. 237/Februar 2018), bei Auffinden verendeter Tiere, diese zur Untersuchung in die Untersuchungsanstalt zu bringen. Für die Jäger entstehen dabei keine Kosten. Die Jagdgesetznovelle hat dazu geführt, dass der Goldschakal als jagdbares Wild in das Jagdgesetz
aufgenommen wurde und somit dem Jagdrecht unterliegt. Sichtungen und Bilder aus Fotofallen belegen eine eindeutige Zunahme dieser Wildart. Die Schusszeit dafür soll demnächst in einer Verordnung der Landesregierung festgelegt werden. 10 Fischotter als Fallwild zeugen von regional sehr hohen Vorkommen dieser Marderart. Vor allem die beinahe explosionsartige, rasante Ausbreitung in Kärnten sorgt mittlerweile für heftige Diskussionen. Der günstige Erhaltungszustand dieser Marder dürfte wohl erreicht sein. So wurde in Aussicht gestellt, eine gewisse Anzahl an Fischottern erstmals auch regulieren zu können. Auch der Wolf ist längst kein gesellschaftliches, sondern mittlerweile auch ein höchst politisches Thema geworden. Eine österreichweite Raumplanung ist höchst notwendig und wird von allen neun Landesjagdverbänden auch eingefordert. Ein leichter Rückgang war 2017 beim Aaskrähenabschuss zu verzeichnen. Lt. den Zählungen der 60 Referenzreviere ist deren Bestand nach wie vor leicht steigend. Nahezu gleichbleibend und stabil sind die Zahlen bei Eichelhäher und Elster. Es ist zu hoffen, dass die Verordnung für deren Bejagung bleibt
Eine intensive, aber weidgerechte Bejagung des Raubwildes macht sich positiv bei den Niederwildbesätzen bemerkbar.
Eine sinnvolle Verwertung der erbeuteten, heimischen Bälge rechtfertigt die Bejagung unserer Beutegreifer.
und Einzelbescheide wie in der Vergangenheit nicht mehr nötig sind. Der jährliche Fallensteller-Kurs füllte den Lehrsaal auch letztes Jahr wieder. Nur gut ausgebildete und geschulte Jägerinnen und Jäger können uns in die Zukunft führen. Die Hege des Niederwildes und unserer Raufußhühner ohne die intensive Bejagung der Beutegreifer wird in den wenigsten Fällen zu Erfolgen führen, eine sinnvolle Verwertung der in diesem Zusammenhang gewonnenen Winterbälge bringt Freude und rechtfertigt auch deren weidgerechte Bejagung. Für enormes, auch mediales Aufsehen sorgte Ende Oktober eine Kollision eines Braunbären mit einem Pkw in der Gemeindejagd Feistritz a. d. Gail. Der verendete Meister Petz wurde fachgerecht präpariert und ist in der Musikschule in Feistritz a. d. Gail zu besichtigen.
Ein an der Staupe verendeter Fuchs – solche Funde gehören untersucht, um Gewissheit zu haben.
Falknerei Referent Dr. Harald Barsch Die Ausübung der Falknerei ist an das natürliche Vorkommen von Beutetieren, sprich Hase, Kaninchen, Fasan und Rebhuhn gebunden. Fuchs und Reh sind die Ausnahme und nur spezialisierten Großgreifvögeln vorbehalten. Ohne Beutetiere keine Falknerei! Umso erschreckender sind die Nachrichten aus einigen bekannten österreichischen Niederwildgebieten, wie zum Beispiel dem Weinviertel, einst ein El Dorado für Niederwildjäger. Der Fasan befindet sich seit einigen Jahren im freien Fall, die Bestände sind fast
nicht mehr bejagbar. Rebhühner kommen nur noch punktuell vor. Die Anwartefalknerei mit dem Falken, von vielen als Krone der Beizjagd angesehen, ist – wenn sich der Trend so fortsetzt – zum Aussterben verurteilt. Nicht viel besser ist es 2017 dem Hasen ergangen, die Besätze sind um bis zu 90% eingebrochen. Wir haben es hier nicht mit einer einzigen Ursache zu tun, sondern mit einer Vielzahl von Gründen, die aber höchstwahrscheinlich alle in einer veränderten Nutzung der landwirtschaftlichen Flächen zu suchen sind. Der massive Einsatz von Pestiziden, die Überdüngung, eine ausgeräumte Agrarsteppe usw. fordern ihren Tribut. Dem Niederwild ist der Lebensraum abhandengekommen. Das Niederwild ist ein Indikator der biologischen Vielfalt, der Biodiversität. Mit ihm verschwinden auch zahlreiche andere Arten, die oft gar nicht wahrnehmbar sind. 163 Staaten weltweit, die EU inklusive, haben sich dem Schutz der Naturgüter und dem Erhalt der biologischen Vielfalt verpflichtet, um den Rückgang bis zum Jahr 2020 zu stoppen. Hier ist in erster Linie die Politik gefordert, dem globalen Übereinkommen über biologische Vielfalt (CBD-Convention of Biological Diversity) verstärkt nachzukommen. Der Zustrom zur Beizjagdprüfung bei der Kärntner Jägerschaft ist nach wie vor ungebrochen. Zum Frühjahrstermin haben sich 26 Kandidaten angemeldet. Die Falknerei praktisch auszuüben entschließen sich die Allerwenigsten, da sie um die intensive und zeitaufwändige Betreuung ihres gefie-
derten Jagdkumpans Bescheid wissen. Die Falkner in Kärnten betreiben fast ausschließlich die Krähenjagd. Die Schlauheit und die Wendigkeit der schwarzen Gesellen sind für jeden Greif eine Herausforderung. Viele Falkner in unserem Bundesland züchten mit großem Erfolg Greifvögel nach, Naturentnahmen sind so gut wie keine mehr erforderlich. Den Züchtern wünsche ich eine erfolgreiche Zuchtsaison, allen Falknerinnen und Falknern ein kräftiges Falknersheil für 2018!
KÄRNTENS JAGDSTRECKE 2017 Klagenfurt
Kärnten gesamt
Rehwild Böcke Geißen Kitze Gesamt
960 997 610 2.567
1214 1264 741 3.219
583 665 410 1.658
1.589 1.226 700 3.515
587 592 394 1.573
1.896 1.924 1.139 4.959
1.234 1.363 924 3.521
1.052 1.208 810 3.070
9.115 9.239 5.728 24.082
8.754 8.506 5.005 22.265
9.764 9.260 5.878 24.902
Rotwild Hirsche Tiere Kälber Gesamt
14 19 17 50
421 636 515 1.572
263 469 359 1.091
1.462 2.290 2.026 5.778
255 562 522 1.339
617 856 661 2.134
118 256 195 569
117 139 97 353
3.267 5.227 4.392 12.886
1.835 3.934 3.041 8.810
1.983 4.232 3.452 9.667
Gamswild Böcke Geißen Kitze Gesamt
85 84 39 208
289 232 115 636
177 172 63 412
653 547 71 1.271
29 21 13 63
92 101 40 233
111 113 35 259
79 74 26 179
1.515 1.344 402 3.261
1.573 1.319 374 3.266
1.361 1.373 381 3.115
Muffelwild Widder Schafe Lämmer Gesamt
61 76 66 203
91 108 96 295
82 79 61 222
92 110 98 300
Steinwild Damwild Schwarzwild Murmeltiere Hasen Füchse Dachse Marder Iltisse Großes Wiesel
0 12 32 0 65 862 70 180 42 23
0 2 25 6 125 910 58 166 16 1
0 0 12 102 45 528 52 112 7 1
33 0 19 476 144 1.541 90 273 19 0
0 0 6 40 30 529 19 67 23 0
0 33 141 5 121 1.400 53 226 36 0
0 10 69 2 122 801 36 135 40 0
0 1 173 0 171 982 109 293 42 3
33 58 477 631 823 7.553 487 1.452 225 28
36 31 388 700 790 7.313 358 1.511 228 10
43 41 394 894 781 7.110 431 1.476 243 19
FEDERWILD Auerwild Birkwild Haselwild Fasane Rebhühner Wildtauben Waldschnepfen Wildenten Wildgänse Blässhühner Kolkraben Aaskrähen Eichelhäher Elstern
4 4 0 385 0 192 50 582 2 19 0 855 448 267
9 19 4 17 0 272 23 400 0 6 7 217 265 88
11 60 8 0 0 15 1 47 0 0 1 61 125 21
31 127 10 0 0 70 1 229 0 48 1 143 165 23
6 10 1 0 0 67 17 130 0 19 2 136 115 64
16 8 8 27 0 168 8 409 0 0 9 340 255 119
11 11 1 29 0 78 1 82 0 0 0 301 202 54
1 5 3 356 3 200 36 241 6 2 24 471 544 165
89 244 35 814 3 1.062 137 2.120 8 94 44 2.524 2.119 801
91 245 36 767 46 985 173 2.093 1 104 213 2.647 2.239 945
87 241 41 728 0 1.085 156 2.256 15 83 100 3.176 2.153 1.017
FALLWILD Straße Übriges Fallwild Gesamtfallwild (Stand: 13. 4. 2018)
3065 2117 5182
Analyse – Jagdjahr 2017 Das Jagdjahr 2017 hat in Hinblick auf die Abschuss- und Fallwildzahlen der drei Hauptschalenwildarten mehrere Besonderheiten aufgewiesen. REHWILD Das Rehwildjagdjahr verlief in Hinblick auf die drei Schalenwildarten noch am unspektakulärsten, wenn auch der Beginn des Jahres 2017 zu deutlich höheren Straßenfallwildzahlen geführt hat. Dies dürfte zum einen mit den niedrigen Temperaturen im Jänner und zum anderen mit der starken Trockenheit, die bis in den Mai hinein spürbar war, in Zusammenhang stehen. Sowohl die Kälte als auch die Trockenheit bedingen eine Einschränkung der Wasserversorgung, was in weiterer Folge zu verstärkter Mobilität führt. Diese Wanderungen führen wiederum dazu, dass Straßen öfter überquert werden, was dann auch den Verkehrsfallwildanteil erhöhen kann. Betrachtet man die Abschusszahlen des Jahres 2017, so hat man mit 9.239 erlegten Geißen zu 9.115 erlegten Böcken erstmals ein Verhältnis von 1 Geiß zu 0,99 Böcken erreicht – damit ist man wohl am Ziel einer Bejagung mit ausgewogenem Geschlechterverhältnis angekommen. Mit weiteren 5.728 erlegten Kitzen ergibt sich 2017 eine Summe von 24.082 erlegten Stück Rehwild. Mit einem Fallwildanteil von 5.182 Stück bedeutet dies eine Rehwildgesamtentnahme von 29.264 Stück. Dieser Wert wurde seit 2001 nur im Jahr 2016, mit 29.535 entnommenen Rehwildstücken, noch etwas übertroffen.
ROTWILD Im Jahr 2017 wurden die höchsten jemals getätigten Rotwildabschüsse in Kärnten erreicht. Mit 12.886 erlegten Stück wurde um 41% mehr Rotwild als im Durchschnitt der letzten 5 Jahre erlegt. Diese extreme Zunahme der Abschüsse hat sich nicht auf einzelne Bezirke konzentriert, sondern war kärntenweit in allen Jagdbezirken ersichtlich. Sicherlich hat auch der
frühe Wintereinbruch dazu geführt, dass die Abschusszahlen so stark angestiegen sind. Eine genaue Analyse zeigt jedoch, dass diese Steigerung bereits mit Beginn der Schusszeit ersichtlich war und sich mit jedem Monat weiter kontinuierlich gesteigert hat. So wurden bereits im Mai deutlich mehr Stück Rotwild erlegt. Der Abschuss lag alleine in diesem Monat mit 604 Stück um 31% über dem Durchschnitt der letzten 5 Jahre. In Summe wurden im Jahr 2017 3.267 Hirsche, 5.227 Tiere und 4.392 Kälber erlegt, was einem Verhältnis von 25% Hirsche, 41% Tiere und 34% Kälber entspricht. Betrachtet man die Abschüsse innerhalb der Tierklasse etwas genauer, so zeigt sich, dass mit 2.496 Schmaltieren und 2.731 mehrjährigen Tieren fast die Hälfte der Abschüsse auf die Schmaltierklasse entfiel. Berücksichtigt man dann noch, dass im Jahr 2016 – nur unter Zugrundelegung der erlegten Kälber 2016 und der erlegten Schmaltiere und Schmalspießer 2017 – eine nachge-
wiesene Mindestreproduktion von 7.261 Stück erfolgte, so zeigt sich, dass der Eingriff in die Klasse der Reproduktionsträger – d.h. der mehrjährigen Tiere, die für den Zuwachs hauptverantwortlich sind – nicht so stark ausfiel. Im Jahr 2016 wurden 2.092 mehrjährige Tiere entnommen, auch 2017 wurden „nur“ 2.731 mehrjährige Tiere entnommen. Es wird damit ersichtlich, dass in die Klasse der Reproduk-
Die Gamsräude ist v.a. in den Karnischen Alpen aber auch den Karawanken nach wie vor präsent. In Summe wurden im Jahr 2017 aus ganz Kärnten 134 Räudefälle (Fallwild + mit Räude erlegt) gemeldet, was – im Vergleich zu den 164 Stück aus dem Vorjahr – nur einen leichten Rückgang darstellt.
tionsträger, trotz hoher Entnahmezahlen, weiterhin verhältnismäßig zögerlich eingegriffen wurde. Will man die Reduktionsbemühungen binnen kurzer Zeit erfolgreich umsetzen, muss aus fachlicher Sicht der Schwerpunkt auf die Reproduktionsträger gelegt werden. Unter Berücksichtigung der Fallwildzahlen wurden im Jahr 2017 in Summe 13.229 Stück Rotwild entnommen. Will man den kärntenweiten Rotwildbestand nachhaltig reduzieren, erfordert dies die jährliche Entnahme im Verhältnis 20:40:40 (H : T : K) noch ein paar Jahre aufrechtzuerhalten.
GAMSWILD Blickt man über die Landesgrenze hinaus, wird schnell ersichtlich, dass Kärnten – als rühmliche Ausnahme – die Abschusszahlen beim Gamswild auch 2017 halten konnte und der, in vielen anderen Ländern ersichtliche, Rückgang in Kärnten so nicht eingetreten ist. Mit 3.261 Stück lagen die Abschusszahlen des Jahres 2017 mit denen des Jahres 2016 (3.266 Stück) nahezu gleich auf und klar über den Zahlen von
2015 (3.115 Stück). In Summe wurden 1.515 Böcke, 1.344 Geißen und 402 Kitze erlegt. Überproportional stark wurde auch 2017, sowohl bei Böcken als auch bei Geißen, in die Klasse III eingegriffen. Auf die Klasse III entfielen rund 52% aller Entnahmen, was wohl auch als Hinweis auf eine nicht optimale Altersstruktur des heimischen Gamswildes gedeutet werden kann (siehe dazu auch den Bericht von Gamswildreferent BJM Koschuttnigg, S. 36f).
Zudem ist im Oberkärntner Raum auch Gamsblindheit aufgetreten. Diese Erkrankung wird durch das Bakterium Mycoplasma conjunctivae ausgelöst, ist hoch ansteckend und wird durch direkten Kontakt zwischen den Tieren übertragen. Es führt zu Augenentzündungen, die mit Blindheit einhergehen. Selbstheilung ist zwar möglich, aber auf Grund von Erblindung/Seheinschränkung kommt es zu Abstürzen, Gewichtsverlust etc., was in einer Sterberate von bis zu 40% resultieren kann. Befallene Wildstücke sind erkennbar an ständig tränenden Augen von denen eine Sekretrinne ausgeht, die auch auf größere Entfernung sichtbar ist. Sie erscheinen unterernährt und meist wenig scheu, was mit ihrem eingeschränkten Sehvermögen in Zusammenhang steht. Auch in Vorarlberg wurden 2017 vermehrte Fälle von Gamsblindheit festgestellt. Zurzeit laufen Untersuchungen des Forschungsinstitutes für Wildtierkunde und Ökologie, die die Ursachen für das verstärkte Auftreten im Detail analysieren sollen. Mag. Gerald Muralt Wildbiologe der Kärntner Jägerschaft
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Bezirkshegeschau und Bezirksjägertag Wolfsberg 2018 BJM Ing. Walter Theuermann gelang es, die Hegeschauen der einzelnen Hegeringe zu einer gemeinsamen Bezirkshegeschau zusammenzuführen, welche am 17. und 18. Februar im Kulturstadtsaal Kuss Wolfsberg stattfand. Das Interesse war sehr groß und so nutzten rund 300 Jägerinnen und Jäger aber auch zahlreiche Nichtjäger am Samstag die Gelegenheit, die ausgestellten Trophäen des Jagdbezirkes Wolfsberg zu besichtigen. Auch am Sonntagvormittag besuchten über 400 Personen die Hegeschau und nahmen anschließend an der Hegeringversammlung sowie am Bezirksjägertag teil. Nach kurzer Begrüßung des Bezirksjägermeisters berichtete DI Hans-Georg Jeschke über die Wildschäden im Bezirk. Anschließend beleuchtete LJM DI Dr. Ferdinand Gorton die Situation der Jagd in Österreich und Europa und ging auf das neue Kärntner Jagdgesetz ein. Einen kurzen Überblick über den Jagdbezirk Wolfsberg gab es von BJM Ing. Walter Theuermann. Nach den Grußworten der Ehrengäste fand die Wahl eines Delegierten zum Kärntner Landesjägertag statt. Im Rahmen des Bezirksjä-
BJM Ing. Walter Theuermann mit seinem Völkermarkter Kollegen BJM Ing. Franz Koschuttnigg sowie LJM DI Dr. Ferdinand Gorton bei seiner Festansprache. Fotos: Ing. Franz Rohrhofer(2) / UN (2)
gertages konnten auch zahlreiche Personen für ihre Verdienste um die Jagd ausgezeichnet werden. Für die
musikalische Umrahmung der Veranstaltung sorgte die Jagdhornbläsergruppe Wolfsberg. AS
Lebensraumerhaltungs- und -verbesserungsmaßnahmen für Wildtiere bedeuten auch Verminderung des Schaddruckes Die Wildtier-Lebensräume sind verschiedenen Einflüssen durch den Menschen und durch das Klima ausgesetzt. Einerseits verkleinert sich der Lebensraum durch ständige Grundinanspruchnahme für unterschiedlichste Baumaßnahmen, andererseits wird die Natur vom Menschen, bedingt durch verschiedenste Aktivitäten, immer mehr gestört bzw. beansprucht. Die Rückzugsgebiete für Wildtiere werden immer kleiner, die Austrittsflächen für Äsungsaufnahme und sonstige Aktivitäten immer kleiner und monotoner. Auf Grund der meist, wirtschaftlich bedingt, immer größer werdenden ein- bzw. gleichfruchtig bewirtschafteten Flächen ohne „Unkräuter“ und beinahe ohne Randstreifen, sind diese Flächen für Wild nicht mehr attraktiv. So verlagern sich auch die Äsungsflächen immer mehr in bewirtschaftete Waldgebiete, welche durch die vielfach schon geänderte Waldbewirtschaftung neben Einstand auch Äsung bieten. Im Bereich der landwirtschaftlich bewirtschafteten Flächen sind es nur mehr Biodiversitätsflächen, Berg-
wiesen oder allenfalls unbewirtschaftete Kleinflächen (vielfach schon von Jägern bewirtschaftet), die geeignete bzw. wertvolle Äsung für Wildtiere, vor allem für Rehund Niederwild, bieten. Die Jäger sind immer mehr gefordert einen den Lebensräumen angepassten Wildstand zu erreichen. Dies kann sowohl durch entsprechende Wildstandsregulierung als auch, bzw. gemeinsam mit Reviergestaltungsmaßnahmen gelingen. Dadurch kann erreicht werden, dass ein für die Kulturflächen verträglicher Wildstand vorhanden und für das Wild ein entsprechendes Wohlbefinden gegeben ist. Dies kann durch verschiedene Maßnahmen erzielt werden, wobei dadurch meist auch allfällige Wildschäden auf ein minimales, wirtschaftlich tragbares Ausmaß sinken. Die meisten diesbezüglichen Maßnahmen in Gemeindejagdgebieten werden durch die Kärntner Jägerschaft gefördert. Alle förderbaren ökologischen Maßnahmenmöglichkeiten sind einschließlich der Förderbedingungen auf der Homepage der Kärntner Jäger-
schaft für jedermann zugänglich. Die erforderlichen Antragsformulare können direkt heruntergeladen werden, oder sind in der jeweiligen Bezirksstelle der Kärntner Jägerschaft erhältlich. Winterbegrünungen dienen vor allem der Wildlenkung und sind äsungsunterstützende Maßnahmen in rotwildfreien Gebieten. Anmeldungen für Projekte sind bis spätestens 1. Juli d. J. in den Bezirksstellen der Kärntner Jägerschaft einzureichen. Ökologische Maßnahmen sind u.a.: Äsungs- und Deckungsverbesserungen, Anlage von Wildwiesen und Wildäckern, Hecken, Landschaftselemente und Feuchtbiotope, die Begrünung von Forststraßen, Almen schwenden und Mahd von Bergmähdern, Projekte zur Lebensraumerhaltung von Auerwild, spezielle Schutzzäunungen und sonstige ökologische Maßnahmen sowie Saatgutförderung für Lebensraumverbesserungen. Beratungen und Förderungen können jederzeit im Sinne der geltenden Richtlinien beantragt werden. Auf allenfalls laufende ÖPUL-
Projekte ist vor allem bei landwirtschaftlich genutzten Flächen Bedacht zu nehmen. Darauf hingewiesen wird, dass Maßnahmen, mit welchen man besonders in Rotwildgebieten gleichzeitig auch Schadensminderungen erreichen kann, einen besonderen Stellenwert haben und auch entsprechend unterstützt werden.
Wildschutzmaßnahmen an Straßen: Wenn Maßnahmen wie Wildlenkung, erhöhte Abschusserfüllung und dergleichen nicht die erwartete Wirkung zur Verminderung von Straßenfallwild zeigen, besteht die Möglichkeit, die betreffenden Straßenstücke noch zusätzlich mit Wildwarngeräten auszustatten. In
diesen Fällen sind entsprechende Anträge über den jeweils zuständigen Hegeringleiter einzubringen. Nach erfolgter örtlicher Besichtigung und entsprechender Beratung besteht die Möglichkeit, zur derzeit für den Jagdausübungsberechtigten noch kostenlosen Ausstattung des betreffenden Bereiches mit Wildwarngeräten. Die Montage
und Betreuung der Geräte hat jedoch entsprechend der damit verbundenen Bedingungen, vom Jagdausübungsberechtigten zu erfolgen. Gemeinsam mit den Grundbesitzern sollten alle, uns Jägern zur Verfügung stehenden, Mittel und Möglichkeiten genutzt werden, um un-
seren Wildtieren die noch vorhandenen Lebensräume so attraktiv wie möglich zu machen, bzw. diese zumindest zu erhalten. Wenn diese Maßnahmen verantwortungsvoll und im entsprechenden Einvernehmen mit den Grundeigentümern durchgeführt werden,
besteht die Gewähr, dass auch Wildschäden auf ein erträgliches Minimum reduziert werden und so die Freude zur Jagd erhalten bleibt. Ing. Josef Schnabl Referent für Reviergestaltung und Naturschutz
Spendenübergabe Die Jägerschaft des Vellachtales (4 Hegeringe) spendete im Rahmen der Hegeringversammlung und Feier zu 750 Jahre Markterhebung Eisenkappel für die Katastrophenopfer des Föhnsturmes „Yves“, der vom 12. bis 13. Dezember 2017 wütete, einen Betrag von € 760. Die Übergabe an Bgm. F. J. Smrtnik erfolge durch die Hegeringleiter Daniel Pasterk und Johann Juritsch. HRL Daniel Pasterk, GR Marko Korotaj, Vzbm. Lisa Lobnik, Bgm. F.J. Smrtnik, HRL Johann Juritsch (v.r.n.l.)
Landesjägermeister DI Dr. Ferdinand Gorton (DW 10) GF Mag. Freydis Burgstaller-Gradenegger (DW 16) Elisabeth Engber (DW 23) Verena Gaber (DW 12) Otto Kornprat (DW 11) DI Christiane Lukas (DW 13) Mag. Gerald Muralt (DW 18) Ing. Angelika Schönhart (DW 17) Ruth Ukowitz (DW 14) Birgit Wascher (DW 26)
Redaktion »Der Kärntner Jäger« Redaktionsmitarbeiterin:
Ing. Angelika Schönhart Telefon 0463/5114 69-17 redaktion@kaerntner-jaegerschaft.at
Otto Kornprat Telefon 0463/5114 69-11 otto.kornprat@kaerntner-jaegerschaft.at
Telefon 0463/5444 4
J A G D K U LT U R
Hubert Weidinger: Die Kunst und die Jagd Vom 22. bis 30. Juni 2018 stellt Tier- und Jagdmaler Hubert Weidinger Werke aus den vergangenen 20 Jahren im Schloss Mageregg aus. Viele Jahre hat der renommierte Tierund Jagdmaler Hubert Weidinger nicht mehr ausgestellt. Nun ist für ihn der Zeitpunkt gekommen, sich und seine Arbeiten wieder einem breiten Publikum zu präsentieren. Vom 22. bis 30. Juni 2018 stellt er Werke aus den vergangenen 20 Jahren im Schloss Mageregg aus. Gezeigt werden vor allem Weidingers Tier- und Jagdbilder sowie Bronzen. Zur Vernissage werden rund 700 Gäste erwartet. Zurzeit stellt der Künstler die Exponate für die Rückschau zu-
sammen und durchkämmt seine Trophäenhalle nach den besten Arbeiten. Denn dort, zwischen Fellen, Geweihen, Schlangenhäuten und riesigen Hörnern, inmitten einer überwältigenden Sammlung fabelhaft präsentierter Jagdtrophäen, warten Weidingers Kunstwerke darauf, gehoben zu werden. Der Blick in diese phänomenalen Räumlichkeiten lässt jedenfalls keinen Zweifel daran, dass Hubert Weidinger beides ist: leidenschaftlicher Jäger und Künstler. Er sei „mit der Jagd groß geworden“, sagt er. Aufgewachsen in einer Künstler- und Jägerfamilie, war ihm von Kindesbeinen an klar, dass sich sein Leben in und zwischen diesen beiden Bereichen abspielen wird. Im zarten Alter von vier Jahren zeichnet er einen Jäger, der auf einem Elefanten reitet und dabei einen Tiger schießt. Weidinger:
„Das Thema Jagd hat mich von klein auf fasziniert.“ „Hier sind die Bärenbronzen also. Die habe ich schon gesucht“, sagt er. In einer Vitrine schlafen die entzückenden Jungtiere neben Augarten-Enten. Weidinger ist nämlich gelernter Porzellanmaler, wurde in der berühmten Wiener Porzellanmanufaktur Augarten ausgebildet und war bis in seine frühen Zwanziger dort beschäftigt. Seither lebt er als freischaffender Künstler, ignoriert Zeitgeist und Modeströmungen, macht einfach sein Ding. Hubert Weidinger ist Realist mit viel Liebe zum Detail und zum Feinen. Als Künstler vertritt er, wie er betont, die Leidenschaft zur Kreatur und zur Jagd. Sie war und ist seine Inspiration: Eines seiner jüngsten Bilder zeigt eine Wolfsjagd. Das Tier streift durch die weißrussische Winterlandschaft, exakt entlang der Absperrungslinie. Die roten Fähnchen flattern im Wind. Ruth Reitmeier
Hubert Weidinger Jahrgang 1951. Seit 1972 lebt der gelernte Porzellanmaler als freischaffender Künstler. 1988 wurde ihm der französische Kulturpreis für Tiermalerei verliehen. Weidingers Werke waren bereits in mehr als 100 Ausstellungen zu sehen.
In Kärnten dürfen bejagt werden: Folgendes Wild darf nur während der angeführten Zeiträume (Jagdzeiten) bejagt werden und ist außerhalb derselben zu schonen: Rotwild*: Hirsche der Klasse III – einjährig – Schmalspießer und nichtführende Tiere** vom 1. Mai bis 31. Dezember führende Tiere und Rotwildkälber vom 1. Juli bis 31. Dezember Hirsche der Klasse I und II vom 1. August bis 31. Dezember Hirsche der Klasse III vom 1. August bis 31. Dezember. Damwild: vom 1. 8. bis 31. 12. Gamswild*: vom 1. 8. bis 31. 12. Muffelwild*: vom 1. 7. bis 31. 12. Rehwild*: Böcke der Klasse B vom 1. 5. bis 31. 10. Böcke der Klasse A vom 1. 6. bis 31. 10. Schmalgeißen, nichttragende Geißen, nichtführende Geißen vom 1. 5. bis 31. 12. führende Geißen und Kitze vom 1. 8. bis 31. 12. Schwarzwild: führende Bachen vom 1. 8. bis 31. 1. Murmeltiere*: vom 1. 8. bis 15. 10.
Feldhasen und Alpen- oder Schneehasen: vom 1. 10. bis 31. 12. Dachse: vom 1. 6. bis 31. 1. Edelmarder vom 1. 11. bis 28. 2. Steinmarder: vom 1. 7. bis 31. 3. Große Wiesel (Hermelin): vom 1. 11. bis 31. 1. Iltisse: vom 1. 7. bis 31. 3. Auerhahnen***: ganzjährig geschont Birkhahnen***: ganzjährig geschont Haselhahnen: vom 16. 9. bis 15. 11. Rebhühner: vom 1. 10. bis 31. 10. Fasanhahnen: vom 16. 10. bis 31. 12. Stock-, Krick-, Pfeif-, Schnatter-, Spieß-, Löffel-, Tafel-, Reiher- und Knäkenten: vom 1. 9. bis 31. 12. Grau-, Saat- und Kanadagänse: vom 1. 9. bis 31. 1. Blässhühner: vom 21. 9. bis 10. 3. Waldschnepfen*: vom 11.9. bis 19.2. Ringeltauben (Schwarmvögel): vom 1. 8. bis 31. 12. Ringeltauben (Einzeltiere): vom 1. 9. bis 31. 1. Türkentauben: vom 21. 10. bis 20. 2. Kolkraben***: ganzjährig geschont Aaskrähen****: vom 16. 7. bis 15. 3. Eichelhäher****: vom 16. 7. bis 15. 3. Elstern****: vom 16. 7. bis 15. 3. Folgendes Wild darf während des ganzen Jahres bejagt werden: Schwarzwild (Keiler, nichtfüh-
29. 4. 6. 5. 13. 5. 20. 5. 27. 5. 3. 6. 10. 6. 17. 6. 24. 6. 1. 7. 8. 7.
5.52 5.41 5.32 5.23 5.17 5.12 5.09 5.09 5.10 5.13 5.18
20.09 20.18 20.27 20.36 20.44 20.50 20.55 20.59 21.00 21.00 20.57
19.30 1.15 4.49 10.19 18.25 3.17 9.15 17.21 23.06 1.45
5.59 10.31 17.57 00.46 4.29 9.17 16.46 – 3.02 8.07 15.36
30. 4. 8. 5. 15. 5. 22. 5. 29. 5. 6. 6. 13. 6. 20. 6. 28. 6. 6. 7. 13. 7.
1 2 8 4 1 2 8 4 1 2 8
rende Bachen, Überläufer, Frischlinge), Wildkaninchen, Waschbären, Füchse und Marderhunde. Folgendes Wild ist während des ganzen Jahres zu schonen: Steinwild, Bär, Wolf, kleines Wiesel, Fischotter, Luchs, Wildkatze, Biber, Auerhenne, Birkhenne, Haselhenne, Alpenschneehuhn, Steinhuhn, Fasanhenne, Wachtel, Wacholderdrossel (Krammetsvogel), Graureiher, Haubentaucher, Bekassine, Wildenten, ausgenommen Stock-, Krick-, Pfeif-, Schnatter-, Spieß-, Löffel-, Tafel-, Reiher- und Knäkenten, Wildgänse, ausgenommen Grau-, Saat- und Kanadagänse, Hohltauben, Taggreifvögel und Eulen. * **
nur im Rahmen des Abschussplanes unter „nichtführenden Tieren“ ist weibliches Wild, welches kein Kalb führt [und nicht tragend (innehabend)] ist, zu verstehen *** Ausnahme nur im Rahmen der von der Landesregierung erlassenen Bescheide **** Neue Verordnung ist am 15. 7. 2016 in Kraft getreten und gilt bis zum 15. Juli 2018: Schusszeit vom 16. 7. bis 15. 3. In reinen Ackerbaugebieten dürfen sogenannte „Junggesellentrupps“ (= nicht brütende, in großen Gruppen auftretende Aaskrähen [Raben- und Nebelkrähen]), auch während der in der VO festgelegten Schonzeiten – allerdings unter Beachtung der Kontingente – erlegt werden.
Wichtig! Hinweis der Landesgeschäftsstelle Anlässlich des Aufgangs der Schusszeit darf aus gegebenem Anlass eindringlich darauf hingewiesen werden, dass es im Eigeninteresse der Jägerinnen und Jäger gelegen sein muss, nur einwandfreies Wildbret dem Handel zur Verfügung zu stellen. Auch ist den rechtlichen Verpflichtungen zum vollständigen, leserlichen und gewissenhaften Ausfüllen der Wildbretanhänger nachzukommen. Deren fachgerechte Anbringung, die auch einem längeren Wildtransport standhalten muss, sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Im Interesse der Gewährleistung der Qualität unseres wichtigsten Aushängeschildes, nämlich des „Wildbrets“, darf um besondere Beachtung und Sorgfalt ersucht werden!
Wichtig! Für gültige Jagdkarte vor Aufgehen der Jagdzeit sorgen!!! Anlässlich der bald aufgehenden Jagdzeit darf in Erinnerung gerufen werden, dass gemäß § 36 Abs. 1 K-JG niemand jagen darf, ohne im Besitz einer gültigen Kärntner Jagdkarte (Jagdkarte, Jagdgastkarte) zu sein. In diesem Zusammenhang wird auf § 38 a Abs. 1 K-JG hingewiesen, wonach die Jagdkarte nur in Verbindung mit dem Nachweis über die Einzahlung des Jagdkartenbeitrages für das laufende Kalenderjahr sowie mit dem Nachweis über die Einzahlung des Mitgliedsbeitrages und der Prämie für die Jagdhaftpflichtversicherung gültig ist. Bei aufrechter Mitgliedschaft zur Kärntner Jägerschaft (Einzahlung für die Jagdkarte) im vergangenen Jahr erfolgte im Dezember 2017 eine automatische Zusendung des Zahlscheines zur Entrichtung der Beiträge für das heurige Jahr. Wenn jedoch in einem Jahr keine Mitgliedschaft zur Kärntner Jägerschaft bestanden hat, erfolgt auch keine automatische Zahlscheinversendung und liegt es an den Mitgliedern, gegebenenfalls einen Zahlschein bei der Kärntner Jägerschaft unter der Telefonnummer: 0463/5114 69-26, Frau Birgit Wascher, anzufordern. Die durchzuführende Überweisung oben angeführter Beiträge ist nicht an den übersandten Zahlschein gebunden. Bei jedweder anderen Überweisungsart ist aber jedenfalls auf die Angabe der Mitgliedsnummer im Feld „Zahlungsreferenz“ der Überweisung für eine Zuordenbarkeit durch die Landesgeschäftsstelle vorzunehmen.
Vorgangsweise bei Tierschäden durch große Beutegreifer Im Fall von Tierverlusten ist, um melde- bzw. anzeigepflichtige Krankheiten abzuklären, prinzipiell die Amtstierärztin/der Amtstierarzt der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde in Kenntnis zu setzen. Besteht der begründete Verdacht, dass der Schadensfall durch Bär, Wolf oder Luchs verursacht wurde, übernehmen in erster Linie die autorisierten Wildbiologen die Erhebung und Abwicklung des Schadensfalles. Wird ein Riss durch Großraubtiere vermutet, sollte eine schnellstmögliche Kontaktaufnahme erfolgen, um die weiteren Schritte und eine eventuelle gemeinsame Vor-Ort-Besichtigung abzusprechen. Auch bei Bärenschäden an Bienenstöcken sind die Wildbiologen Ansprechpartner für die fachliche Beratung und Schadenabwicklung. Die Wildbiologen sind unter folgenden Telefonnummern erreichbar: 1. Mag. Gerald Muralt, Mobil: 0664/8318 857, Festnetz:
0463/5114 69-18, gerald.muralt @kaerntner-jaegerschaft.at 2. Dipl.-Ing. Thomas Huber, Tel.: 0664/9129 485, thomas.huber@ amberg.at 3. Mag. Bernhard Gutleb, Tel.: 0664/8053 6184 24, bernhard. gutleb@ktn.gv.at 4. (ersatzweise) Mag. Roman Kirnbauer, Tel.: 0664/8053 6114 16, roman.kirnbauer@ktn.gv.at Generell empfiehlt es sich, in Gebieten, in denen mit Großräuberrissen zu rechnen ist, bei der Weideviehkontrolle eine leichte Plastikplane mitzunehmen, um bei einem eventuellen Rissfund diesen abzudecken und ihn damit, bis zur Besichtigung, vor weiterer Nutzung zu schützen. So eine Plane passt in die Gesäßtasche und erleichtert die anschließende Besichtigung oft enorm.
ABLAUF DER SCHADENSVERGÜTUNG: Bei
schnellstmöglich ein Sachverständiger zu informieren, der dann die Begutachtung und weitere Meldung des Schadensereignisses durchführt. Wichtig ist die Protokollierung durch die Polizei oder den zuständigen Hegeringleiter bzw. auch den Sachverständigen. Der Nachweis wird durch festgestellte Riss- und Bissverletzungen sowie durch DNA-Proben und eindeutige Spuren im Umfeld des gerissenen Tieres erbracht, welche die Beteiligung von großen Beutegreifern am Schadensereignis belegen. Den Betroffenen entstehen keine Kosten durch die Inanspruchnahme dieser Serviceleistung.
WICHTIGER HINWEIS: Rissmeldungen aber auch Sichtungen von großen Beutegreifern sind ausschließlich an die Kärntner Jägerschaft bzw. die ob angeführten Wildbiologen zu melden.
Hegeringschießen 2018 Hegeringschießen ist gelebte Verantwortung! Trotz weiter steigender Teilnehmerzahlen bleiben dennoch zahlreiche Jägerinnen und Jäger dem jährlichen Übungsschießen fern. Es ist nicht nur eine gesetzliche Verbindlichkeit, es ist vor allem eine moralische Verpflichtung aus der Verantwortung gegenüber den Wildtieren. Wenn man sich als Jäger fühlt und sich zur aktiven Jagd bekennt, muss man sich auch zur Überprüfung seiner Jagdwaffen bekennen und sich selbst die persönliche Schießleistung durch Überprüfung und Übung bestätigen. Deshalb auf ein Wiedersehen beim Hegeringschießen!
Feldkirchen ch hen u HR 210094 (Sirnitz): Freitag, 4. Mai, 16 bis 20 Uhr, Schießstätte Radweg; Radweg u HR 210095 (Jagdverein Glanhofen): Samstag, 28. April, 9 bis 13 Uhr, Schießstätte Bichl; Tiffen u HR 210096 (Gnesau): Samstag, 5. Mai, 8 bis 12 Uhr, Schießstätte Radweg; Radweg u HR 210099 (Ebene Reichenau): Samstag, 28. April, 10 bis 14 Uhr, Schießstätte St. Lorenzen, Ebene Reichenau; anschließend Zusammenkunft beim Wirt in St. Lorenzen; Verlosung wertvoller Preise; Gäste aus anderen Hegeringen sind willkommen. u HR 210103 (Feldkirchen): Freitag, 4. Mai, 16 bis 20 Uhr, Schießstätte Radweg; Radweg
6. Mai, 9 Uhr, Schießstätte Rattendorf Mühlgraben u HR 203043 (Möderndorf): Sonntag, 6. Mai, 10 Uhr, Schießstätte Brunnthal; Ersatztermin: 10. Mai u HR 203044 (St. Lorenzen i. Gi.): Sonntag, 29. April, 10 Uhr Schießstätte Jadersdorf u HR 203045 (Weißbriach): Dienstag, 1. Mai, 10 bis 13 Uhr, Schießstätte Golz u HR 203046 (Hermagor): Samstag, 28. April, 13 Uhr, Schießstätte Radnig u HR 203047 (Egg): Samstag, 28. April, 13 Uhr, Schießstätte Graf Kuenburg Egg u HR 203048 (St. Stefan Gail): Samstag, 28. April, 13 bis 17 Uhr, Schottergrube Förolach
u HR 204007 (Ludmannsdorf): Samstag, 28. April, 10 bis 14 Uhr, Schießanlage Moschenitzen, Ludmannsdorf u HR 204008 (Klagenfurt-West): Samstag, 28. April, 13 bis 17 Uhr, Schießstätte Pakein bei Grafenstein u HR 204011 (Feistritz i. R.): Samstag, 28. April, 9 bis 14 Uhr, Anwesen Kuchl, Rabenberg, Gemeinde Feistritz i. R.. Zugelassen sind alle Kugelkaliber, auch bleifreie Munition; Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Gäste sind herzlich willkommen! u HR 204014 (Ferlach): Samstag, 5. Mai, 9 bis 15 Uhr, 12 bis 13 Uhr Mittagspause, Schießstätte des Rosentaler Schützenvereins Ferlach
u HR 203049 (Vorderberg): Sonntag, 29. April, 14 Uhr, Schießstätte Vorderberg
Spittal/Drau D rau B EZI R K
u HR 203033 (Würmlach), HR 203034 (Mauthen), HR 203035 (Kötschach), HR 203037 (Birnbaum): Sonntag, 6. Mai, 9 bis 15 Uhr, Schießstätte Gailberg
u HR 204003 (Ebenthal) und HR 204006 (Grafenstein): Hegeringe 3 und 6 (Ebenthal, Grafenstein, Klagenfurt-Südost, Mieger, Poggersdorf, Radsberg und Eigenjagden sowie Gäste): Samstag, 28. April, 10 bis 17 Uhr, Schießstätte des Grafensteiner Schützenvereines an der Gurk. Kugelbewerb – drei Schüsse auf die Rehbockscheibe mit für Schalenwild zulässigem Kaliber. Preise werden unter den anwesenden Schützen nach dem Schießen verlost.
u HR 203036 (Maria Luggau): Samstag, 28. April, 14 bis 18 Uhr, Schießstätte Promeggen Nr. 2 u HR 203039 (Dellach i. G.): Samstag, 5. Mai, 9 bis 12 Uhr, Schießstätte Nölbling u HR 203040 (Reisach): Sonntag, 29. April, 9 Uhr, Schießstätte Reißkofelbad u HR 203041 (Kirchbach): Sonntag, 29. April, 13 Uhr, Schießstätte Unterdöbernitzen-Stoapen u HR 203042 (Rattendorf): Sonntag,
u HR 204004 (Klagenfurt-Nord) und HR 204005 (Maria Saal): Samstag, 28. April, 8 bis 12 Uhr, Schießstätte Pakein bei Grafenstein
u HR 206055 (Lendorf): Samstag, 28. April, 14 bis 17 Uhr, Schießstätte Obervellach u HR 206058 (Sachsenburg): Samstag, 28. April, 8.30 bis 11.30 Uhr, Lacknerhube Nigglai u HR 206060 (Kleblach-Lengholz): Donnerstag, 10. Mai, 10 Uhr, Schießstätte Lengholz u HR 206061 (Steinfeld-Süd-Fellbach): Samstag, 28. April, 9 bis 12 Uhr, Schießstätte Obervellach u HR 206062 (Steinfeld-Nord): Dienstag, 1. Mai, 8 bis 12 Uhr, Schießplatz Radlachergraben u HR 206063 (Greifenburg-Süd): Dienstag, 1. Mai, 8.30 Uhr, Schießstätte Petschkofel u HR 206065 (Weissensee): Sonntag, 29. April, 12 bis 15 Uhr, Schießstätte Mittaggraben
HEGERINGSCHIESSEN u HR 206066 (Berg-Dellach): Dienstag, 1. Mai, 9 Uhr, Schießstätte Oberstein u HR 206068 (Oberdrauburg): Samstag, 28. April, 9.30 Uhr, Schießstätte Ainet u HR 206069 (Kolbnitz): Samstag, 28. April, 9 bis 12 Uhr, Schießstätte Obervellach u HR 206070 (Penk): Samstag, 5. Mai, 9 bis 12 Uhr, Schießstätte Obervellach u HR 206080 (Gmünd): Freitag, 27. April, 14 bis 18 Uhr, Gasthof Hofer Oberpuch u HR 206081 (Malta-Süd): Samstag, 5. Mai, 9 Uhr, Schießstätte Pflüglhof u HR 206082 (Malta-Nord): Samstag, 5. Mai, 9 Uhr, Schießstätte Pflüglhof u HR 206083 (Eisentratten): Samstag, 28. April, 13 bis 16 Uhr, Schießplatz Pirkeggen u HR 206084 (Leobengraben): Samstag, 28. April, 9 Uhr, Schloss Dornbach u HR 206088 (Millstatt): Sonntag, 29. April, 14 Uhr, Schießstätte Obervellach u HR 206089 (Radenthein): Samstag, 28. April, 8 bis 12 Uhr, Schießstätte Radweg u HR 206090 (Kaning): Samstag, 19. Mai, 8 bis 13 Uhr, Schießplatz Erlacherhaus im Langalmtal u HR 206091 (Bad Kleinkirchheim): Samstag, 12. Mai, 8 bis 12 Uhr, Schießstätte Radweg
St. Veit/Glan G la n
Völkermarkt mark kt
u HR 205108 (St. Georgen a. L.): Samstag, 5. Mai, 13 bis 18 Uhr, Schießstätte Töplach/St. Georgen a. L. u HR 205109 und 205110 (Frauenstein, Kraig): Samstag, 28. April, 11 bis 16 Uhr, Schießstätte Töplach/St. Georgen a. L. u HR 205112 (Hüttenberg): Samstag, 28. April, 10 bis 16 Uhr, Schießstätte St. Johann am Pressen u HR 205121 (Gurk, Pisweg): Samstag, 28. April, 9 bis 16 Uhr, Schießstätte Gurk u HR 205123 (Kappel a. K.): Samstag, 5. Mai, 9 bis 12 Uhr, Schießstätte Töplach/St. Georgen a. L. u HR 205124 (Friesach): Sonntag, 29. April, 9 bis 13 Uhr, Schießstätte Töplach/St. Georgen a. L. u HR 205126 bis 205129 (Grades, Metnitz, Flattnitz, Oberhof): Sonntag, 29. April, 9 bis 16.30 Uhr, PartiggerSeppmüllner, Wöbring
u HR 208143, 208144, 208145, 208146, 208147 (Bad Eisenkappel u. SittersdorfGallizien): Samstag, 5. Mai, 10 bis 16 Uhr, Schießstätte Lindenhof, Jägerrunde Bad Eisenkappel; Ein Büchsenmacher ist anwesend.
Villach u HR 207018 (Arriach): Sonntag, 29. April, 9 bis 13 Uhr, Tiffen u HR 207019 (Treffen): Samstag, 28. April, 14 bis 19 Uhr, Tiffen
u HR 208151 (Griffen): Freitag, 27. April, 13.30 bis 18 Uhr, Schießstätte Bleiburg/Sorgendorf u HR 208152 (Diex): Samstag, 28. April, 13 bis 16 Uhr, Schießstätte Sabitzer (Büchsenmacher) am Leidenberg, Auen 45, Wolfsberg
Wolfsberg rg g u HR 209134 (Frantschach-St. Gertraud): Samstag, 28. April, 9 bis 12 Uhr und 13 bis 17 Uhr, Schießstätte Sabitzer, Leidenberg/Auen u HR 209135 (St. Andrä) und 209138 (Wolfsberg Süd): Samstag, 28. April, 8 bis 12 Uhr, Schießstätte Johannesberg, St. Paul i. Lav. Die Schießtermine der Schießstätte Johannesberg, St. Paul i. Lav. stehen auch den Mitgliedern der Hegeringe 209132, 209137 und 209141 zur Verfügung.
HUNDEWESEN/TERMINE
Babesiose und Herzwurm Krankheit – Reiseerkrankungen des Hundes Der Winter neigt sich zu Ende und der Frühling naht: Die ersten Einladungen zu Auslandsjagden treffen bei unseren Hundeführern ein. Gerade in Ländern wie Kroatien, Italien, Ungarn und anderen Mittelmeerländern gehen Gefahren für unsere Jagdhunde von Vektoren, sprich Zecken, Stechmücken oder Sandmücken aus, welche gefährliche Krankheitserreger auf den Hund übertragen können. Exemplarisch kommen hier v.a. die Babesiose und die Erkrankung mit dem Herzwurm, die Dirofilariose, in Betracht. Bei den Babesien handelt es sich um einzellige Parasiten der roten Blutkörperchen, die zu einer gefährlichen Blutarmut, Anämie und einer nachfolgenden Hämoglobinurie mit Schädigung der Niere und Leber führt. Der Überträger der Babesiose ist die Auwaldzecke (Dermacentor reticularis), welche in Italien, Kroatien, Schweiz, Deutschland, Frankreich, Spanien, aber auch bei uns, z.B. im Burgenland, autochthon vorkommt. Die Dirofilariose-Herzwurmerkrankung wird von Stechmücken (Culicidae) v.a. in Spanien, Frankreich, Ungarn, Italien, Rumänien, Kroatien und Griechenland übertragen. Die erwachsenen Würmer parasitieren im Herz, die weiblichen werden bis zu 30cm lang und erzeugen eine Rechtsherzinsuffizienz,
Ödeme und Kreislaufstörungen. Bei beiden Krankheiten treten sowohl perakute als auch akute Formen mit hohem Fieber auf, meistens werden aber chronische Formen beim Tierarzt vorgestellt, bei denen die Infektion schon viele Monate zurückliegt, und man nicht mehr an diese Reise denkt. Die Diagnose und Therapie ist auch für den erfahrenen Tierarzt eine große Herausforderung. Es ist zu bedenken, dass Zecken ab einer Temperatur von 10 °C aktiv sind und die heimischen Hunde und ihr Immunsystem auf fremde Krankheitserreger nicht genügend vorbereitet sind.
DAHER IST EINE SPEZIELLE VORBEUGE GEGEN DIESE EKTOPARASITEN BESONDERS WICHTIG: Mit dem Haustierarzt sollte der geplante Jagdurlaub besprochen werden. Er wird je nach Land und Jahreszeit einen individuellen Prophylaxeplan erstellen. Als Antiparasitika gegen Zecken und Stechmücken sind viele Arzneien am Markt, sowohl in Form von Spot-on-Präparaten als auch in Tablettenform. Die Larven des Herzwurmes werden mit speziellen Wurmtabletten abgetötet. Gut vorbereitet steht einer interessanten Auslandsjagd nichts mehr im Wege. Mag. Thomas Waysocher
Jägerinnen-Stammtische 2018 u Dienstag, 12. Juni: 14 Uhr, Schloss Mageregg, Kochkurs „Wilde Küche“ mit Cilly Höferer u Dienstag, 16. Oktober: 17 Uhr, Schloss Mageregg, „Stoffdruck mit alten Modeln“ mit Frau Melitta Frank u Dienstag, 30. Oktober: 18 Uhr, Schloss Mageregg, „Pech – die Apotheke der Bäume“ mit Dipl.-Ing. Petra Rohner u Dienstag, 6. November: 18 bis 20 Uhr, Schloss Mageregg, „Räuchern für Weihnachten mit heimischen Kräutern“ mit Mag. Sabine Geringer u Samstag, 1. Dezember: 9 bis 11 Uhr, Schloss Mageregg, Traditioneller Weihnachtsbrunch Bei allen Terminen bitte um Anmeldung!
Kärntner Jagdhundeprüfungsverein u Anlagenprüfung am Freitag, 27. und Samstag, 28. April 2018 u Schweißsonderprüfung Sonntag, 24. Juni 2018
u Feld- und Wasserprüfung am Samstag, 29. September 2018 u Vollgebrauchsprüfung am Freitag, 12. und Samstag, 13. Oktober 2018 Weitere Infos: www.kjpv.at
Österreichischer Klub für drahthaarige Ungarische Vorstehhunde (ÖKDUV) u 18. NÖ. Hubertus-Prüfung (Bringtreue- und Schweißprüfung ohne Richterbegleitung) am Samstag, 26. Mai 2018 in Maissau. u Klubsiegerzuchtschau 2018 am Samstag, 2. Juni 2018, Beginn 14.30 Uhr, in A-3462 Bierbaum am Kleebühel, Landstraße 51, Landgasthaus zum Goldenen Hirschen. Weitere Infos: E-Mail: mag.broneder@utanet.at, http://magyarvizsla-drahthaar-klub.at
58. Osttiroler Jägerschießen in Lavant Der Tiroler Landesjagdschutzverein 1875, Bezirksgruppe Osttirol, und der Tiroler Jägerverband, Bezirksstelle Lienz, laden zum 58. Osttiroler Jägerund Gästeschießen 2018 am Samstag, 28. April in die „Lavanter Forcha“ in Lavant bei Lienz recht herzlich ein. Schießzeiten: Samstag, 28. April, 8.30 bis 12 Uhr und 13.30 bis 17 Uhr, letzter Ankauf um 16.30 Uhr!
Veranstaltungen in den Bezirken HERMAGOR
Landesjägertag Samstag, 30. Juni, 9 Uhr, Arnoldstein, Kulturhaus Hinweis: Anträge an den Kärntner Landesjägertag sind mindestens sechs Wochen vorher einzubringen.
WAHLAUSSCHREIBUNG Gem. § 36 Abs. 2 iVm. § 8 lit. d iVm. § 48 Abs. 3 der Satzung der Kärntner Jägerschaft i.d.g.F. sind der Vorsitzende des Disziplinarrates und sein Stellvertreter für den Rest der Funktionsperiode neu zu wählen. Wahlvorschläge müssen bis zum Ablauf des achten Tages vor dem Wahltermin beim Landesjägermeister eingebracht werden.
Jagdcup 2017 1. Jagdcup Samstag, 26. Mai Sorgendorf/Bleiburg 2. Jagdcup Samstag, 16. Juni Pakein/Grafenstein 3. Jagdcup Samstag, 7. Juli Radweg/Feldkirchen
jagdlich Trap JPC CPS
u Hörnerklang und Jagdgesang im Jagbezirk Hermagor, am Freitag 27. April, um 19 Uhr, in der Schneerosenkirche Hermagor mit dem 8-Gsong und der Jagdhornbläsergruppe Poludnig.
VÖLKERMARKT u „Aufjagern“. Die Jagdgesellschaft Kl. St.Veit lädt recht herzlich zum „Aufjagern“- Tanz in den Mai am 5. Mai im Gasthaus Lessiak in Kl. St.Veit ein. Für die musikalische Umrahmung sorgt die Gruppe „Tip-Top“ sowie die Jagdhornbläsergruppe Brückl. Beginn 20 Uhr.
Landestreffen Klub Dachsbracke Dienstag, 1. Mai, 9 Uhr im Schloss Mageregg/Klagenfurt
KÄRNTNER LANDESMEISTERSCHAFTEN Der Landesverband der Jagd- und Wurfscheibenschützen Kärnten lädt zu den Kärntner Landesmeisterschaften 2018 in der jagdlichen Wurfscheibe und jagdlichen Kugel ein: 2./3. Juni
Jagdlich Trap/AOT (AFO) 150 WS Schießstätte Tattendorf (gleichzeitig auch Österreichische Meisterschaft)
Compak Sporting/CPS 100 WS Schießstätte Pakein
Jagdlich Trap/AFA 100 WS Schießstätte Radweg
Jagdliche Kugel/AGK 100 Ringe Schießstätte Radweg
Für alle Wettkämpfe gilt: u Anmeldung ab 7.30 Uhr vor Ort, oder per E-Mail lt. Ausschreibung. u Wettkampfbeginn: 9.00 Uhr.
S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S S
JAGDBEZI RK WOLFSBERG
„Das neue Kärntner Jagdgesetz“ Mag. Freydis Burgstaller-Gradenegger Veranstaltung der Bildungsplattform für alle Jägerinnen und Jäger sowie Jagdobmänner
KÄRNTNER JAGDGESETZ 2000
Reiterhof Stückler | in St. Margarethen im Lavanttal Dienstag, 15. Mai | 18.30 Uhr Teilnahme nur mit gültiger Kärntner Jagdkarte möglich! Anmeldungen bitte an Frau Birgit Wascher, Tel.: 0463/5114 69-26 (8 bis 12 Uhr), E-Mail: birgit.wascher@kaerntner-jaegerschaft.at
bei Verlag Johannes Heyn Friedensgasse 23 9020 Klagenfurt am Wörthersee Tel.: +43 (0)463/3363133 Preis: € 19,90/Ex.
12. Jugendschießseminar in Jois/Burgenland Die Sicherheit bei der Jagdausübung und die richtige Handhabung am Schießplatz ist das oberste Gebot. Deshalb veranstaltet die Kärntner Jägerschaft vom Donnerstag, 10. Mai (Christi Himmelfahrt) bis Samstag, 12. Mai 2018 die Jugendfortbildung in Jois/Burgenland für alle Jungjägerinnen und Jungjäger mit gültiger Jagdkarte. Die Schwerpunkte dieser Veranstaltung liegen im sicheren Umgang mit Jagdwaffen, dem Erlernen der richtigen Bewegungsabläufe und dem Treffen in den Disziplinen Jagdparcours und jagdliche Kugel. Außerdem werden auch sportliche, kulturelle und kulinarische Impressionen des nördlichen Burgenlandes erlebt.
Kosten: € 120,–, darin inkludiert sind 2 Übernachtungen mit Frühstück, 3 mal 50 Wurfscheiben inkl. Munition und auch Leihwaffen, 100 Schuss Kugelmunition, Standmiete sowie alle Eintritte. Das Training wird von staatlich geprüften oder erfahrenen Wettkampfschützen geleitet. Anmeldungen bei Mag. Heimo Wolte unter Telefon 0676/4200 756 oder E-Mail: heimo.wolte@gmail.com
Ausstellung Öffnungszeiten: 1. Mai bis 31. Oktober täglich von 9 bis 16 Uhr (Letzter Einlass 15.30 Uhr)
Eintritt – Ausstellung NEU: Der Zugang zur Ausstellung ist nur durch Jetons möglich. Diese sind im Amt der Stadtgemeinde Friesach Mo bis Do von 8.00 bis 15.45 Uhr und Fr von 8.00 bis 13.00 Uhr sowie im Wachsstub’n Café Di bis So von 10.00 bis 16.00 Uhr erhältlich.
Eintrittspreise: Erwachsene Familienkarte Jugendliche ab 14 Jahre Gruppen ab 20 Personen Studenten, Schüler
5,– 8,– 3,– 3,– 3,–
Ausstellungsführungen: Voranmeldung erbeten bei HRL Helmuth Khom Tel.: 0664/2003 102 www.kaerntner-jaegerschaft.at www.friesach.at
Ersuchen der Landesgeschäftsstelle Für die Dauerjagdausstellung in Friesach „WOHNZIMMER NATUR“ sucht die Kärntner Jägerschaft schenkungsweise oder leihweise Wildtierpräparate. Jägerinnen und Jäger, die solche zur Verfügung stellen können, werden ersucht sich direkt mit HRL Helmuth Khom unter der Telefonnummer 0664/2003 102 in Verbindung zu setzen.
B Ü C H E R / W O R TA N Z E I G E N / I M P R E S S U M / TOT E N TA F E L
Wir besuchen unseren Wald Bäume-Tiere-Pflanzen
Werte, Wandel, Weidgerechtigkeit 2.01
Ingrid Flick, Ing. Georg Rothmann, Art.Nr.: 978-3-70118058-5, € 14,90, Bestellmöglichkeit: Leykam Buchverlagsgesellschaft m.b.H. Nfg. & Co. KG, 8020 Graz, Dreihackengasse 20, Tel. 0043/316/8095-581, 582, 583, 584, Fax: 0043/316/8095-585, office@leykamverlag.at, www.leykamverlag.at
Meditationen über den räudigen Fuchs
Nach dem zum Beststeller gewordenen Kinderbuch „Wir besuchen unsere Wildtiere“ begibt sich Ingrid Flick mit Wachtelhündin Viva wieder in´s Ökosystem Wald. Mit großartigen Fotos und einfachen Texten macht Ingrid Flick Lust auf einen Sparziergang im Wald. Wälder sind nicht nur lokal wichtig, das Ökosystem Wald ist für uns Menschen von globaler Bedeutung. Naturnahe, artenreiche Wälder garantieren die Sicherung lebenswichtiger Ressourcen wie Luft und Wasser. Darüber hinaus ist standortgerechter Wald ein eminent wichtiger Lebensraum und garantiert hohe Biodiversität. Es bedarf einer naturnahen und nachhaltigen Bewirtschaftung, um die Funktionen des Waldes für die Zukunft zu erhalten. „Dieses Buch soll helfen, unseren Kindern die Liebe zum Wald näherzubringen, denn: Man liebt nur, was man kennt, und man schützt nur das, was man liebt.“ sagt Ingrid Flick mit dem Koautor Georg Rothmann und zitiert Konrad Lorenz. Ein Buch, das in keiner Kinderbibliothek fehlen sollte. Den Reinerlös spenden die engagierten Autoren dem St. Anna Kinderspital.
Alexander Schwab, ISBN: 978-3-033-065109, € 10,00, Bestellmöglichkeit: Eichelmändli Verlag, 3507 Biglen, Rohrstrasse 46, www.eichelmaendli.ch Dieses Buch beleuchtet am Beispiel der Jagd die Hinter- und Abgründe der Tierrechtsbewegung und den öden Pessimismus ihrer prominenten Vordenker. Die anregende Lektüre wirft nebenbei einige Schlaglichter auf die Produktionsabläufe der Ethikindustrie und wird Ihnen garantiert ein paar Aha-Momente bescheren. Dabei erfahren Sie, wie Ihnen die tierrechtsbewegten Eliten aus dem Elfenbeinturm heraus die Butter auf dem Brot und das Fleisch in der Suppe verbieten wollen. Der politische Rückhalt der Tierrechtsbewegung wird immer stärker und ihre Forderungen werden immer radikaler. Dies betrifft nicht nur die Jagd, sondern auch andere Tiernutzungen, wie zum Beispiel Angeln, Reiten, Zoos, Forschung, Haustierhaltung und Landwirtschaft. Um den Vorstellungen der ethisch ambitionierten Tierfreunde und Menschenfeinde zu entsprechen, müssten neben Jagd und Jägern beispielsweise auch Blindenhunde verboten werden. Doch damit nicht genug: Mit der Debatte über die Jagd wird das Feld bereitet, um später planwirtschaftliche Diktate für Landnutzung und Ernährung festzuschreiben. Wenn Sie sich mit diesem hochaktuellen, brisanten und kontroversen Thema auseinandersetzen wollen, sind die rund 130 Seiten von WWW 2.01 genau das Richtige für Sie.
Kaufe gebrauchte Waffen (auch Faustfeuerwaffen), Firma Salberger, Lavamünd, Telefon 04356/2360; E-Mail: waffen@salberger.at, Homepage: www.waffen-salberger.at
IMPRESSUM: Herausgeber und Medieninhaber: Kärntner Jägerschaft, Mageregger Straße 175, 9020 Klagenfurt am Wörthersee, Tel.: 0463/5114 69-26, Fax: 0463/5114 69-20. Redaktion ebendort. Mitteilungs- und Informationsorgan im Sinne der satzungsmäßigen Aufgaben der Kärntner Jägerschaft. Alleininhaber: Kärntner Jägerschaft. Redaktionsteam: Mag. Freydis Burgstaller-Gradenegger (gesamtverantwortlich für den redaktionellen Inhalt), Mag. Gerald Muralt. Red.Mitarbeiterin: Ing. Angelika Schönhart, 0463/5114 69-17, redaktion@kaerntner-jaegerschaft.at Anzeigenverwaltung: Otto Kornprat, 0463/ 5114 69-11, otto.kornprat@kaerntner-jaegerschaft.at MEDIADATEN und Tarife gültig ab 1. 1. 2012. Anschrift Redaktion: siehe Herausgeberanschrift. Layout: Printmaster GmbH., 9020 Klagenfurt am Wörthersee, Domgasse 8, Tel.: 0463/5980 20. Druck: Ueberreuter Print & Packaging GmbH. Erscheinungsweise: sechsmal jährlich (Februar, April, Juni, August, Oktober, Dezember). Für Mitglieder kostenlos. Titelfoto: Hubert Weidinger Fotos: bigstock Redaktionsschluss ist jeweils am 7. Jänner, 1. März, 1. Mai, 1. Juli, 1. September und 1. November.
Redaktionsschluss FÜR DIE NÄCHSTE AUSGABE IST DER 1. MAI 2018. NÄCHSTER ERSCHEINUNGSTERMIN JUNI 2018
Wir gedenken unserer Weidkameraden Bezirk Hermagor Bartolot Johann, St. Stefan Dott. del Bianco Fabio, Brugnera Lexer Josef, Liesing
Bezirk St. Veit/Glan Fleischhacker sen. Johann, St. Veit/Glan Kersch Paul, Pischeldorf Londer Hans, Friesach Mulle Roman, St. Veit/Glan
Bezirk Spittal/Drau Dkfm. Baumgartner Reinhold, Eggendorf Beer Josef, Penk Kanzian Ambros, Greifenburg Kohlmayer Johann, Radenthein Preimel Florian, Gmünd Riegger Johann, Flattach Dr. Scheuch Robert, Mühldorf Wallner Friedrich, Oberdrauburg
Bezirk Villach Jöris Rolf, Töplitsch Weiss Lorenz, Velden Bezirk Völkermarkt Enzi Paul, Völkermarkt Oberdorfer Adolf, Gallizien Bezirk Wolfsberg Hartl Gottfried, Wolfsberg Offner Raimund, Ettendorf Roth Johann, Gratwein
Der Kärntner Jäger, Ausgabe 238

References: § 39
 § 36
 § 38
 § 36
 § 8
 § 48