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Timestamp: 2020-05-25 02:59:29+00:00

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1917 / 230 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger)
1917 / 230 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger) scan diff
an den Schugmann zu Pferde Heinrih Weber, an den Schußmann Nikolaus Friedmann und an den Post- schaffner Hubert Bö, sämtlih in München,
an den Leibjäger Josef Renoth, an den Hoflakai Franz Xaver Jardin, beide in Diensten Seiner Königlichen Hoheit des Prinzen Leopold von Bayern,
an den Hoflafai und Bürodiener Jakob Brummer, an den Hoflakai Christian Gulden und an den Hoffkutscher Peter Zörg, sämtlich in Diensten Jhrer Königlichen Hoheit der Prinzessin Witwe Arnulf von Bayern,
an den Portier Johann Helferich bei der Eisenbahnstation München Hauptbahnhof, an den Oberrangiermeister Josef Bug in München und an den Lokomotivheizer Anton Spingler in Augsburg.
dem Generalpostkassenbuchhalter Krause in Berlin, dem Oberpostkassenbuchhalter Pohl in Breslau, den Oberpost- sekretären Baldewein und Barthol in Berlin, Berger in Charlottenburg, Bingel in Aachen, Buller in Lübeck, Duberowsky in Berlin (Reichspostamt), Fuchs in Mannheim, Große in Großenhain, Heidfamp in Potsdam, Herrmann in Weinheim (Bergstraße), Kempf in Oelsniz (Vogtland), Kornder in &Sranffurt (Main), Kuchenbeißer in Heidel- berg, Lauckhard in Gießen, J. H. Lehmann in Schwerin (Mecklb.), Lewin in Maadebura, Lorenz in Glauchau, Lubko in Shneeberg-Neustädtel, E. D. Mül ler in Dresden, H.Müller in Zwickau (Sachsen), Destereich in Berlin (Reichspostamt), Przyborowsfki in Königsberg (Pr.), Schilf in Berlin, J Th. Schmidt in Stettin, M. F. W. Smidt in Güstrow, G. Schmitt in Mannheim, O. R. B. Schulze in Halle (Saale), Siek in Detmold, Sonntag in Bielefeld, Steinberg in Berlin (Reichepostamt), Teichert in Dresden, U!lrih in Königsbera (Pr.), Unglaube in Hannover, Uthike in Tilsit, den Obertelegraphensekretären Mustert in Emden (Ostfriesland), K. G. J Schulz in Königsberg (Pr.), Wenten in Berlin, den Postmeistern Fur ch in Obornik (Bz. osen), Sommer in Appenweier und dem Postbausekretär Krah in Dresden sowie ferner beim Scheiden aus dem Dienste dem Oberpostsekretär Mohr in Konstanz den Charakter als Rechnungsrat zu verleihen. ;
Bekanntmachung des Reichskanzlers
über den Annahmewert der Stücke und Schuldbuch- forderungen der 7. Kriegsanleihe des Deutschen Reths sowie der Zwischensheine für solche Kriegs- anleihestücke bei der Entrichtung der Kriegssteuer.
Gemäß § 32 des Kriegs steuergeseßes vom 21. Juni 1916 (Reichs-Gesebbl. S. 561) wird der Grundkurs E für einen Zinsenlauf vom 1. Juli 1917 ab —, zu dem die auslosbaren vierundeinhalbprozentigen Schaßanweisungen der siebenten Kriegsanleihe des Deutschen Reichs bei der Entrichtung der auße: ordentlichen KrieaSahgabean Zahlungs Statt anzunehmen sind, auf 100 #4 für je 100 / Nennwert festgesegt. Für die Berechnung des Annahmewerts der genannten Schazan- weisungen ie der anderen Kriegsanleihewerte wird nach S 36 Abs. 1 Soz 8 der K'iegsfteuerausführunge bestimmungen (Zentralblatt für das Deutsche Reich 1916, S. 469) der auf die Zeit vom 1. Juli 1917 bis zum Beginn des Zinsenlaufs der mit übergebenen Zinsscheine entfallende Zinsenbetrag vom Ku! 8wert abaezogen, da in dem Annahmewerte bereits die Verzinsung der Kriegsabgabe vom 1. Juli 1917 ab (§8 31 Abs. 3 des Geseges) berüsichtigt ist.
Die vierundeinhalbprozentigen auslosbaren Schaßanwei- sungen der siebenten _Kriegsanleihe mit Zinsenlauf vom 1. Januar 1918 ab sind daher zum Annahmewerte von 97,75 H, die fünfprozentigen Schuldverschreibungen und Schuldbuchfo-derungen der siebenten Kriegsanleihe mit Zinsen- lauf vom 1. April 1918 ab zum Annahmewerte von 96,25 46 bir je 100 46 Nennwert bei Entrichtung der Kriegsabgabe an Zahlungs Statt anzunehmen.
Die vom Reichsbankdirektorium ausgestellten Zwischen- scheine sind zu demselben Annahmewerte anzunehmen, wie die Anleihestüke selbst, die Zwischenscheine zu den Reichs\schatz- B E f ere E also zu 97,75 #, die
chuldvershreibungen der siebenten Kriegsanleihe zu 96,25 4 für je 100 4 Nennwert. P / /
Der Reichskanzler. Jm Austrage: Jahn.
zur Abänderung der Verordnung über die Beauf- sihtigung der A a vom 28. November
Auf Grund der Verordnung Ver N zur 4 2 Mai 1916 (Neichs- Sicherung der Volksernährung vom 18. August 1917 (Reiche-
Geseßbl. S. 401) , j; : s
Se E 898) in Verbindung mit dem Allerhöchsten Erlaß über die Einrichtung des Kriegsernährungs8amts vom 30. August 1917 (Reichs: Geseßzbl. S. 824) wird folgendes bestimmt :
In der Verordnung üker die Beaufsichtigung der Fischversorgung vom 28. November 1916 (Neihs-Eeseßbl. S. 1303) werden folgende Aenderungen vorgenommen :
1. Dem § 2 wird als Abs. 2 folgende Vorschrist hinzugefügt:
„Er kann ferner Westimmungen über die Verwendung von Wasserfahrzeugen und Geräten, bie dem Fischfang dienen, und über den Handel mit solchen Fahrzeugen und Ge'âten erlassen.“
2. Im § 6 Abs. 1 Nr. 1 werden die Worte: „über ten Absaß"
» geflrihen. Artikel 11 Dfese Verordnung tritt mit dem Tage der Verkündung in Kraft. Berlin, den 22. September 1917.
Der Staatssekretär des Kriegsernährungsamits. von Woldow.
Auf Grund Allerhöchster Ermächtigung Seiner Majeng! des Königs ist die Wahl des Oberlehrers, Professors Dr. Schenck an der hiesigen 13. Realschule zum Direktor der
Carl Michaelis-Realschule (Nr. 7) hier und s die Wahl des bisherigen Leiters der Oberrealshule in
Oppeln, Realschuldirektors Dr. Richter zum Direktor dieser Anstalt dur das Staatsministerium bestätigt worden.
Bei dem Ministerium für Handel und Gewerbe is der Polizeisekretär Lossau als Geheimer expedierender Sekretär und Kalkulator angestellt worden.
Die am 4. November und 12. Dezember 1916 an- geordneten Liquidationen des in Deutschland befindlichen Vermögens der Firma Spratt's Patent Ltd. in London, insbesondere ihrer Beteiligung an der Firma Spratt’'s Patent, Aktiengesellshaft in Berlin-Rummelsburg, und der Beteiligungen der englishen Staatsangehörigen Stephan Wingrove, Reinhold Baelz, Henry Jillard und Alfred Vaughan in London an der vorgenannten deutschen Firma sind beendet.
Die am 14. September 1916 für die T North British Rubber Company, Aktiengesellschaft in Berlin, angeordnete Liquidation ist beendet.
Die durch Verfügung vom 26. Mai d. J. für das in Deutschland befindlihe Vermögen der Firma Spratt's Patent Limited in London angeordnete Zwangsver- waltung ist aufgehoben.
Ministerium bes Jnnern.
Der Kreisassistenzart Dr. Joesten aus Wipperfürth ist zum Kreizarzt in Jülich ernannt worden.
Gemäß § 46 des Kommunalabgabegeseßes vom 14. Juli 1893 (G.-S. S. 152) wird zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß dec Betrieb der Brölthaler Eisen bahn Aktiengesellschaft zu Beuel (Rhein) im Geschäftsjahr 1916 einen gemäß § 2 des Geseßes vom 30. Mai 1853 (G.-S. S. 449) zur Verteilung kommenden Reinertrag nicht ergeben hat.
Demzufolge ist von der genannten Gesellschaft eine Eisen- bahnabgabe für das Geschäftsjahr 1916 nicht zu entrichten.
Cöln, den 20. September 1917.
Gemäß § 46 des amm enes vom 14. Juli 1893 (GS. S. 152) wird zur öffentlihen Kenntnis gebracht, daß das auf das Aktienkapital der Aktiengesellschaft der Cóôln—Bonner Kreisbahnen aus dem Betriebe des Unter- nehmens im Rechnungsjahr 1916 zur Verteilung gelangte, im Jahre 1917 kommunalabgabepflihtige Reineinkommen auf 424 687,50 1 festgestellt worden ist.
Der Königliche Eisenbahnkommissar. J. V.: Riesen. n
für die am 11. Oktober d. Js., Vorm. 11 Uhr, in Berlin im Sißunagssaale des Potsdamer Bahnhofs statt- findende 47. Sigung des für die Bezirke der Köntig- lihen Eisenbahndirektionen Berlin und Stettin ein- geseßten Bezirkseisenbahnrats Berlin.
1) Mitteilungen der Köniolihen Etsenbahndirektionen über die seit der 46. Sizung des Bezikseisenbahnrats im Personen-, Güter- und Tierverkehr eingetretenen wichtigeren Aenderungen und neu auk- gegebenen Tarife. ¿
2) Mitteilungen der Königlichen Eisenbahndirektionen über dîe wichtigeren Aenderungen des Personenzugfah! plans im Sommer 1917 gegenüber dem vorhergehenden Fabrplan.
3) Prüfung, ob aahfolgende Tarife beseitigt werden können:
a. W. L. 20a, MRohpetrolzum von den deutshen Delgewinnungs-
stätten Burgdorf (Hann.), Celle usw.,
þ. Y. T. 20d, Petroleuw, ra'finieat, Leuhtôl, Kero\n öster- reichischen, ru)sischen und ungarishen Ursprungs von Dijiediß, Jdaweite usw.,
Rohpetroleum, österrethishen und ungarischen
Ursprungs vou Diiediz, Idaweiche usw.,
Rohbenzin aus Petroleum (Rehnaphthba, rohe
Petroleumnaphtha) öfterrei@ischen, rumänischen,
russishen und ungarishen Ursprunos von den
Ma lden Grenzstationen Eydtkuhnen,
wo usw.,
e. A. T, S. 16 Petioleum und Naphtha von Stettin usw,
f. A. T. S. 16a, P.troleum sowie Rohbenzin aus Petroleum (Rohnaphtha, rodes Petroleumnaphtha) von den deutschen Nordseebäfen usw.,
2. A. T. S. 16b, Rohbenzin aus Petroleum von Hamburg und -
O Qui aen S D e L TA
ahl eine ellvertreters in den ständigen Aus Stelle tes Kommerzklenrats Marggraff. \ N Mn
Verlin, den 21. September 1917. Köatgliche Eiseobahndirektion. Wulff.
c. A. T. 206, d. A. T. 20 f,
Der Händlerin Ehefrau des August Schmittwi bier, Augustastraße 56, ist der Handel mit Gegenstänven täglihen Bedarfs, inzbesondere Nahrungs- und Futter mitteln aller Art, wegen Unzuverlásfigkeit nach Maßgabe der Bundesratsverordnung vom 23 September 1915 (RGB1[. S. 603) untersagt worden. — Fcau Schmittwilken hat die Kosten der Bes kanntmahang zu erstatten.
Münster, den 16. September 1917.
Die Polizeivernaltunc. J. A.: Dr. Krüsmann.
Dur Bescheid vom 14. August 1917 habe ih dem uud Händler Peter Hamann hierjelbst, bse. emann Handel mit Lebens- und Futtermitteln aller Art sowie die Vermittlectättgketit hierfür untersagt. Essen, den 20. August 1917. Städtishe Polizeiverwaltung. Der Oberbürgermeister. J. V.: Rath.
Dur Bescheid vom 23. August 1917 habe ih der Ghefrau deg Wilhelm Bruckmann, hierselbst, Bachstr. 28, den Handel mit Lebens- und Futtermitteln aller Krt und Gegenständen des täalihen Bedarfs jowie die Vermittlertätigkeit1 hier, für untersagt.
Essen, den 20. September 1917.
Städtische Polizeiverwaltung. Der Oberbürgermeister. J. V.: Ratb.
Dur Bescheid vem 23. August 1917 habe ih dem Händler Heinrih Uebach hierseloit, Josesstr. 15a, den Handel mit Lebens- und Futtermitteln aller Art und Gegenständen des täglihen Bedarfs sowie die Vermittlertärigkeit hierfür untersagt.
Städtische Poltzeiverwaltung. Der Oberbürgermeistec. J. V.: Ratb.
_ Durch Bescheid vom 8. August 1917 habe ich den Eheleute D Gustav Obermaun, hterselbst, Jumgardstr. 5, ten
Gegenständen des täglichen Bedarfs sowie die Vermtttler- tätigkeir hierfür untersagt.
Städtishe Polizeiverwaltung. Der Ste E Ae, J. V: Ratb.
Dur BesWheid vom 31. Juli 1917 habe ih dem Kaufwann Moses Ohahaus, hierselbst, ODreilindenstr. 84, den Handel mit Lebens- und Futtermitteln aller Art und Gegenständen des täglihen Bedarfs sowie die Vermittlertätigkeit hierfür untersagt. i
Efsey, den 20. September 1917.
L Städtische Polizeiverwalturg. Der Oberbürgermeister. J. V.: Rath.
Durch Bescheid vom 8. August 1917 habe ich der Händlerin Ehefrau tes Wilhelm Duminskt hierselbst, Segerothstr. 114, den Handel mit Lebens- und Futtermitteln allec Ait und Gegenständen des täglihen Bedarfs sowie ti: Ver- mittlertätigfkeit hierfür untersagt.
Essen, den 20. Scptemker 1917.
Städtische Polizeiverwaltuna. Der Oberbürgermeister. I. V.: Ratk.
Auf Grund der Bundedratsverordnung vom 23. September 1915, betreffend die Fernbaltung unzuverläsfiger Personen vom Handel (RABL S. 603), haben wir dem Händler So sef Schnapp und seiner
befrau, Regina geb. Shuchard, zu Dortmund, Ardey!1raße 88a, durch Verfügung dom beuttgen Taze den Handel mit Lebens- mitteln aller Art mit Wirkung vom 1. Oktober ds. Js. ab wegen Unzuverlässgkeit in beiug auf diesen Handelsbetrieb unter- sagt. — Die Kojten der amtliden Bekanntmachung sind von den Betroffenen zu tragen.
Dortmund, den 24. September 1917. Lebensmittelpolizeiamt. J. A.: Schwarz.
Auf Grund der Bundesratsverordnung vom 23. September 191%, betreffend die Fernhaltung unzuverlässiger Personen vom Handel RGBl. S. 603), haven wir dem Kaufmana Carl Stmon in
ortmund, Kaiserstr. 174, durch Verfügung vom heutigen Tage. den Handel mit Lebens- und Futtermitteln aller Art, Setfe und fonstigen Waschmitteln und Gegenständen des
wegen Unzuverläsägkiit in bezug auf diesen Handelsbetrieb unter- sagt. — Die Kosien der amtlihen Bekarntmachung sind von dem Betroffenen zu tragen.
Dortmund, deu 24. September 1917.
Lebensmittelpolizetamt. I. A.: Schwarz-
Dem Versicherungsagenten August Dammer, hier, Drei- königeuftraße 159, habe d den Handel mit De genst änden des täglichen Bedarfs, insbesondere Nahrungs- und Futter- mitteln aller Art sowie rohen Naturerzeugnissen, wegen Unzuverlässigkeit auf Grund der Bundesratsvero1dnung zur Fetn- haltung unzuve: lässiger Berlonen vom Handel vom 23. Septeniber E agt. — Die Kosten dieser Veröffentlichung treffen TB.
Grefeld, den 20. September 1917. Die Polizeiverwaltung. Der Oberbürgermelster, I. V.: Prinven
andel mit Lebens- und Futtermitteln aller Art und
tägliden Bedarfs sowie die Vermittlertättgkett hierfür
Nighkamlliches, Deutsches Rei h,
d König besuchte,
graellera, Gai
T N orligen acht-
z i , begleitet von dem ; führer Erzherzog Joseph, einen Vortrag Übe der Basen
der Schlacht und fuhr dann auf die Paßhs : passes, wo die Vernichtung der E d durch die Umgehung des Alpenkorps vollendet worden war.
Der Bundesrat versammelte sich heute i sigung; vorher hielten der Aus\chuß n O die vereinigten Ausschüsse für Handel und Verkehr und für Zustizwesen, der Ausschuß für Justizwesen sowie die vereinigten Ausschüsse für Zoll- und teuerwesen, für Handel und Verkehr und für Eisenbahnen, Post und Telegraphen Sizungen.
Am Montag traf Enver. Pascha mit ar itäri- hen Gefolge mit dem Balkanzug A München 4 U nah Mitternacht die Reise ins Große Hauptquartier fort. Am Dienstag fanden Besprechungen mit dem Generalfeldmarscall von Hindenburg Und dem General der Jnfanterie Lud endorff statt, bei denen militärishe und militärpolitishe Fragen ers
örtert wurden. Am Ab Grage nah Konstantinopel an. end trat Enver Pascha die Rückreise
Am heutigen Tage ist eine Bekanntmachung (E 1916/7 17. K. R. A.), betreffend Veicilaanahme. L Stachel- draht und Bestandserhebung von Stacheldraht und Stacheldrahtmaschinen, in Kcaft getreten. Von dieser Bekanntmahung werden betroffen sowohl alle Mengen an Stacheldraht mit Ausnahme derjenigen, die bei ein und demselben Eigentümer oder Gewahrsamhalter am 27. September 1917 nicht mehr als 50 kg betra en, als auch alle Stacheldrahtmaschinen. Der von der Be anntmachung betroffene Stacheldraht wird einer Beschlagnahme unterworfen, und zwar mit der Maßgabe, daß die Veräußerung nur an das Königliche JIngenieurkomitee, nh CURR On, in Berlin (Kurfürstenstraße 124) oder mit dessen besonderer Einwilligung zulässig ist. Dagegen unterliegen außer dem Stacheldraht auh die Stacheldraht- maschinen einer Meldepfliht. Die Meldung des am 27. Sep- tember 1917 tatsächlich vorhandenen Bestandes hat bis zum 15, Oktober 1917 zu erfolgen. Besondere Meldescheine werden nit ausgegeben. Mit der Meldung kann ein Angebot zum Verkauf der Bestände verbunden werden.
Der Wortlaut der Bekanntmachung is bei den Land-
ratsämtern, Bürgermeisterämtern ¿ Ÿ zusehen. SRG E und Polizeibehörden ein-
Berlin, 26. September, Abends. (W. T. B.)
Die Schlacht in Flandern zwi Hollebeke (15 km) vet noch A E Stellenweise ist der Feind bis zu 1 km tief in unsere Kampfzone eingedrungen, in der erbittert gerungen wird.
Nachdem in Flandern nördlih der Straße Ypern— Merin in 11/5 Kilometer Breite die am 20. September unter so shneren blutigen Verlusten von den Engländern eroberten Gräben wieder genommen maren, seßten die Engländer in vier tiefgegliederten Gegenangriffen, die dur stärkstes Artillerie- feuer vorbereitet wurden, alles daran, um sih wieder in den Besiß dieses Teiles der Kampffront zu segen. Sämtliche Gegen- angriffe scheiterten teils in unserem Abwehrfeuer, teils wurden sie in erbittertem Nahkampfe abgewiesen. Während unsere Verluste gering blieben, erlitten die Engländer bei ihren vier- maligen Angriffen außer der Einbuße von mehreren hundert Gefangenen \{werste blutige Verluste. Nach - starkem Feuer während “der Nacht seßte 5 Uhr 45 Vormittags heftigstes Trommelfeuer auf unsere Stellungen. von Draaibank bis zum Kanal von Hollebeke ein, worauf die Engländer erneut zum Angriff übergingen. Die Jnfanterieschlacht ist in vollem Gange.
_ Während an der Arrasfront starke feindliche Patrouillen bei Fresnoy abgewiesen würden, kehrten einige Patrouillen mit Gefangenen zurück. Jn Gegend des Kanals von La Bassée, bei Hulluch, beiderseits der Straße Arras —Cambrai {woll das feindliche Artilleriefeuer vorübergehend an.
ach starker Feuersteigerung zwishen Gonyelieu und Ossus erfolgte 7 Uhr 30 Abends ein starker englischer Teil- angriff nordöstlih Gönnelieu, während gleichzeitig Patrouillen in Gegend Ofus und La Vacquerie vorfühlten. Der Angriff scheiterte größtenteils bereits in unserem Abwehrfeuer, teils wurde der Angreifer im Nahkampfe abgewiesen.
An der Aisnefront hielt an der Laffaux-Ede nah wie vor die Aae gerung an. Beiderseits Reims wurden feindliche Patrouillen bei Sapigneul und Nauroy abgewiesen. Eigene Stoßtrupps - brachen westlich Vaudesincourt in die feindlihen Gräben ein und brachten Gefangene zurück. Auf dem Ostufer der Maas versuchten die Franzosen um 11 Uhr Vormittags uns unseren Geländegewinn vom 24. September südlich Beaumont wieder zu entreißen. Die Angriffe wurden unter {weren Verlusten für den Angreifer gb- geschlagen und spätere Angriffsversuche bereits in unser Vernichtungsfeuer erstickt. Der im gestrigen Eiffelturmbericht in Gegend Beaumont gemeldete deutshe Angriffsversuch hat nicht stattgefunden. Dagegen hat \sih unsere Beute aus den Kämpfen vom 24. zum 25. September auf dem Ostufer der Maas auf 6 Offiziere, 3888 Mann und 12 Maschinengewehre erhöht. Unsere Bombengeshwader belegten zahlreiche feindliche Anlagen mit Bomben. Gute Wirkung konnte einwandfrei festgestellt werden. Das französishe Munitionsdepot bei Dombasle geriet in Brand.
Im Osten an einzelnen Stellen auflebende Artillerie-
tätigkeit, besonders in Gegend Jacobstadt, Dünaburg und am Zbrucz. A Bahnhof R 60 Kilometer nordöstlich Jacobstadt, brachten unsere Fliëger dur Bombenabwurf zwei große russishe Munitionsdepots zur Explosion,
Der Einbruch unserer Stoßtrupps im Suczawatale auf 11/2 Kilometer Breite kostete dem Feind außer der im Heeres- beriht gemeldeten Einbuße an Gefangenen und Maschinens gewehren hohe blutige Verluste.
Großes Hauptquartier, 27. September. (W. T. B.) Westlicher Kriegsschauplagz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.
Die Schlacht in Flandern hat gestern vom frühen Morgen bis tief in die Nacht hinein ununterbrochen getobt ; in Kleinkämpfen seßte sie sih bis zum Morgen fort.
Wieder hat die kampfbewährte 4. Armee dem britischen Ansturm getrogt; Truppen aller deutshen Gaue haben Anteil an dem Erfolg des Tages, der dem Feinde noch geringeren Geländegewinn brachte als der 20. September.
Trommelfeuer unerhörter Wucht leitete die Angriffe ein. Hinter einer Wand von Staub und Rauch brach die englische Jnfanterie zwishen Mangelaare und Hollebeke vor, vielfah von Panzerwagen begleitet. '
Der beiderseits von Lanagemarck mehrmals anstürmende Feind wurde stets durch Feuer und im Nahkampf ab- geschlagen.
Von der Gegend östlih von St. Julien bis zur Straße Menin—Ypern gelang den Engländern bis zu einem Kilo- meter tief der Einbruch in unsere Abwehrzone, in der dann tagtüber. sih erbitterte, wehselvolle Kämpfe abspielten.
Durch Verlegen seiner artilleristishen Massenwirkung suchte der Feind das Vorziehen und Eingreifen unserer Re- serven zu hemmen. Die eiserne Willenskraft unserer Regimenter brach sih durch die Gewalt des Feuers Bahn: Der Gegner wurde in frishem UAnlauf an vielen Stellen zurück- geworfen.
Besonders hartnäckig wurde an den von Zonnebeke westwärts ausstrahlenden Straßen und am Abend um Gheluvelt gerungen. Das Dorf blieb in unserem Besiß.
Weiter südlich, bis an den Kanal Comines—Ypern brachen wiederholte Stürme der Engländer ergeb- nislos und verlustreih zusammen.
Der Feind hat bisher seine Angriffe nicht erneuert. Mindestens 12 englische Divisionen waren in Front ein- gesetzt; sie haben die Festigkeit unserer Abwehr nicht erschüttert.
Jn den übrigen Abschnitten der flandrischen Front a 8 Artois steigerte sich nur vorübergehend die Feuer. ätigfeit.
Die Beschießung von Ostende in der Nacht vom 25. zum 26. September forderte außer Gebäudeshaden auch von der Bevölkerung Opfer. 14 Belgier sind getötet, 25 s{hwer verlegt worden.
.- Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Nordöstlih von Soissons, in den mittleren Abschnitten des Chemin-des-Dames und auf dem Ostufer der Maas blieb die Kampstätigkeit der Artillerien lebhaft. Es kam nur zu örtlihen Vorfeldgefechten.
17 feindliche Flugzeuge find gestern abgesch ossen
worden. Oestlicher Kriegs schauplay. Bei Dünaburg, am Narocz-See,- südwestlich. von Luck sowie in Teilen der Karpathenfront, der rumäni- schen Ebene und an der unteren Donau auflebendes Feuer
Keine Ereignisse von Bedeutung. | Der Erste Generalquartiermeister. Ludendorff.
Oesterreichish-ungarischer Bericht. Wien, 2. September. (W. T. B.) Amtlich wird gemeldet: Oestliher Kriegsschauplay. Bei Sereth brachten deutshe Truppen von einer bis zu
den rückwärtigen feindlichen Linien durchgeführten Unternehmung
über 150 Gefangene, mehrere Maschinengewehre ein.
Jtalienischer Kriegsschauplay.
Auf dem Monte San Gabriele und bei Kal wurden feindliche Aufklärungsabteilungen zurückgewiesen. Jm Tonale- Abschnitt und westlich von Tolmein brachten unsere Stoßtrupps Gefangene ein. Die Flugtätigkeit war am Jsonzo dann zwischen dem Etsch- und Suganatal sehr
lebhaft. Südöstlicher Kriegsschauplaß. Nur mäßige Artillerietätigkeit. Der Chef des Generalstabes.
Sofia, 2. September. (W. T. B.) Amtllicher Heeres-
bericht. ; Mazedonishe Front: Auf dem Dobropolje war
die Artillerietätigkeit lebhafter. An der übrigen Front shwaches
Geschüßfeuer. Eine feindlihe Erkundungsabteilung wurde östlich vom Dobropolje durh Feuer vertrieben. Eines unserer Luftgeshwader warf, wie festgestellt wurde, mit Erfolg Bomben u feindlihe Einrichtungen in der Stadt Korißa. Jm Wardartale und an der Struma die gewohnte Artillerie-
tätigkeit. Rumänische Front: Bei Tulcea und Jsaccea Ge-
n den übrigen Fronten keine besonderen Ereignisse.
Konstantinopel, 25. September (W. T. B.) Amtlicher Tagesbericht. ;
Kaukasusfront: Jm rechten Flügelabschnitt und im Zentrum wurden Angriffe kleiner feindliher Abteilungen urüdgeschlagen. Jm Zentrum R unsere Truppen einen Angriff gegen die feindlihen Stellungen dur; es gelang hierbei, unsere Linien in einer Breite von 25 Kilometern
4 Kilometer weit vorzuschieben, ;
Jm Aegäischen Meer belegte eines unserer F‘ugzeugé den Hafen von Kloki dia auf Chios wirfungsvoll mit Bomben, Von den übrigen Fronten sind keine besonderen Er-
eignisse gemeldet worden.
Berlin, 26. September. (W. T. B.) Am 24. Sep- tember Abends hatten unsere Torpedoboote an der flandrishen Küste ein Feuergefecht mit feindlichen Zerstörern und Flugzeugen. Jm Verlaufe des Gefechts wurde ein feindliches Flugzeug abgeshossen und die Besazuna, zwei englische Offiziere, gefangen genommen. Unsere Torpedoboote hatten keine Verluste. i
Durch unsere V-Boote wurden auf dem nördlichen Kriegs\chauplaß wiederum 26000 Br.-Reg -To. ver- senkt. Unter den versenkten Schiffen befanden sich der be- waffnete englishe Dampfer „Rollesb y“ 13955 t) fowie zwêl unbekannte, bewaffnete englische Dampfer, einer davon etwa 10 000 t groß, vom Aussehen des „Winifredian“.
Kopenhagen, 2. September. (W. T. B.) Das Ministerium des Aeußern gibt bekannt: Der dänische Dampfer „Radaas“, auf der Neise von England nach Frankreich mit Kohlenladung, ist versenkt worden. Von der Besaßung ist ein Mann getötet, zwei Mann sind verleßt, der Rest ist in Weymouth angekommen.
Nach der gestern zwischen dem Präsidenten des preußischen Abgeordnetenhauses und den Fraktionsführern gepflogenen Besprechung ist, wie „Wolffs Telegraphenbüro“ mitteilt, zu erwarten, daß die erste Sizung nah der gegen- wärtigen Vertagung des Hauses am Dienstag, den 16. Oktober, stattfinden wird, in der die von den Fiaktions- führern als wünschenswert und drinalih bezeichneten An- träge beraten werden sollen. Es ist feraer ein gemeinsamer Antrag aller Fraktionen vereinbart worden, der den Zwet hat, die Erörterung der wir!schastlihen Lage des Landes in dem Haushaltsaus|chuß zu ermöglichen. Diese Erörterung wird sich unmittelbar an die erste Vollsigung des Hauses anschließen und sich in erster Linie auf die Kohlennot erstrecken.
Na einer von ,W. T. V.* übermittelten Meldung des „Terr ps“ wird jeit eintger Zeit in den franzö1tshen Flugzeuafabriken wegen Besserung der Arbettsdedingungen Stimmung ge- macht und hat das von der Regierung deswegen eiogeseßte Schiedsgericht keine Eintgung erzielt. Die Arbeiter und Arbeiterianen der Flugzeugfabriken haken einen Aufruf erlassen, durch den die der Metallbeaibeitung und Stellmacherei angegliederten Indusirtea für vorgestern abend in die Pariser Atbeitsbörse einterufen wurden, um über die Eifläcung des Ausstaads z1 beraten. Der T mps* macht
auf den Ernit diesee Werbetäligkeit aufmerksam, die eine für die
Landesverteidigurg äußerit wichtige Industrie auf kürzere oder länge:e Zet lahmlegen könne. Man müsse dahex mit allen Mitteln g2gea den Auestznd ankämyfen.
Die Angestellten der Etisenbahnwerkstätten in Sydney trateu nah einer voy ,W. T. B.* aus Melboutne über- mittelten Reutermeldung am 2. August in den Ausstand, um gegen die Einführung eines Kartensystems mit Berichten über die Arbeiter und ihre Arbeit Einspruch zu erheben. Die Eisenbahner- und Straßeu- bahnerverbände traten darauf in den Gemeinschastsausstand und leuten dadur den Verkehr von Neusüdwales fast gänzlich lahm. Die Regierung bekämpfte dea Auestand mit Hiise von Arktettêwilliven, worauf zah!reihe Gewerkschaften in ganz Aujtra!ien gleidfalls am Ausftano teilnahmen. Der Ausstand mißglüdckte \chließlih. Die Negterung versprach, daß die Fesist. ungen durch Karten în drei Monaten aufktöcen scllen.
Die National stiftung für die Hinterbliebenen der îm Kriege Gefallenen hat tie landechenlide Geaehnitgung fur lhre neue Saßung erhalten. Es wird in dieser der Kris der zu unter- stüßenden Personen erheblich erweitert. Insbesoadere )ol in Er- gänzung der Vertorgung des Relchs allen hilfsbedü:ftigen Hinters bliebenen na Möglichkeit so¡iale Fürsorge zuteil werden. An dieser Richtung ist die Nationelniftung bereits ia umfangreicher Weise tätig, um Elend zu lindern, geeignete Erwerbstäti„keit zu ermöglichen, die Kinder in ihrem Familienzusammenbang zua delassen und Fürsotge für die Kriegowaisen zu treffen. Der Beirat wird weiter autgestaltet, und es sollen namentlih der Reichstag und der Bundesrat in ibm vertreten sein. Der Viniller des Innern hat zum Vorsigenden des Beinen den Königlich bayerisken Ministerialrat Dr. Schweyer ecnaunt.
Der Arbeitsaus\chuß der Kriegerwitwen- und -waijeuf ürsorge, Berlin W. 30, Münchener St1aße 49, gibt seit Beginn des Jahres 1917 eine Zeitschrift „Soziale Kriegs- hinterbltebenenfürsorge* heraus. Sie enthält u. a. amtliche Erlasse, Mitteilungen über die Nationalstiftung, die RNeih8matinestiftung, den Neihöverband für Kriegspatenschaften und Berichte der amtlichen Fürsorgestellen. Durch die Erörterung \chwebender Fragen unter Mitwirkung von in der Fürsorgearbeit h:rvorrazend täiigen Pezrsön- lihkeiten dürfte diese Monats\chrift für alle beteiligten Kreise von allcemeinem Weite sein. Der Jahret preis betrögt 4 46; Bestellungen niwmt die Geschästssielle entgeger. Durch dieselbe Stelie können auh die Schriften des Arbeitsaus\schu ses" bezogen werden. Hest VII enbält ein Verzeichnis der Fürsoragestellen in Preußen und ist ein wihtiges Nachshlagewerk sür alle, deren Arbeite iaen Verkehr mit diesen Stellen notwendig macht.
DieBundesratsverordnungüberdieGeltendmachund von Hyvotbeken, Grundschulden und Rentenshulden vom 8. Juni 1916 nebit den Verordnungen über Einigungsämter, über
die Zwangsverwaltung von Grundstücken und über den dirglichen-
Rang öffentlicher Lajten, erläutert von Erich Zweiaert, Land- rihter, Hilftarbeiter im Ne an, V vnd 107 Seiten. Berlin, Verlag von Franz
Bundesralsverordnung über die Geltendwatung von Hypotheken, Grundschulden und Rentenschulden faßt zum ersten Male die in den Kriegsgeseßzen vorgesehenen Rehtserleihterungen auf dem Gebiete des Realkrcedits in einer erweiterten und ersihtlih ouf längere Dauer bereckneten Regelung zusammen. Sie hat in dem vorliegenden Buche eine Grläuterung erfahren, die geeignet t, das Verj1ändnis der neuen Vorschriften zu fördern und ihre Handhabung in der Praxis zu erleihtern. In etner Einleitung ist unächst die bisherige Gnts
wcklung der Kriegkgesezgedung auf dem Gebiete des Realkredits dars
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References: § 32
 § 2
 § 6
 § 46
 § 2
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