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Timestamp: 2019-06-24 13:22:56+00:00

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442-1 Kirchenmusikprüfungsverordnung (KMPVO) - Kirchenrecht Online-Nachschlagewerk
442-1 Kirchenmusikprüfungsverordnung (KMPVO)
§ 1 Prüfungen für C- und D-Kirchenmusiker und -Kirchenmusikerinnen
Die Ordnung der C-Prüfungen
Die Ordnung der D-Prüfungen
Berechnung der Gesamtzensur
C- und D- Kirchenmusikprüfung
KABl. 2011, S. 142
Prüfungen für C- und D-Kirchenmusiker und -Kirchenmusikerinnen
Aufgrund des § 5 Absatz 1 des Kirchengesetzes der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen über die Rechtsstellung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen (Mitarbeitergesetz – MG) vom 11. März 2000 (Kirchl. Amtsbl. Hannover S. 92), zuletzt geändert durch die Verordnung mit Gesetzeskraft des Rates der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen zur Änderung des Kirchengesetzes der Konföderation über die Rechtsstellung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen (Mitarbeitergesetz – MG) vom 10. Juni 2008 (Kirchl. Amtsbl. Hannover S. 59), erlassen wir mit Zustimmung des Landessynodalausschusses die folgende Rechtsverordnung:
1 Die Ausbildung zu C- und D-Kirchenmusikerinnen und -Kirchenmusikern wird mit einer Prüfung abgeschlossen. 2 Es gibt folgende Prüfungen:
C-Kirchenmusikprüfung,
C-Chorleitungsprüfung,
C-Orgelprüfung,
C-Posaunenchorleitungsprüfung,
D-Chorleitungsprüfung,
D-Orgelprüfung,
D-Popularmusikprüfung,
D-Posaunenchorleitungsprüfung.
( 1 ) 1 Meldungen zu den Posaunenchorleitungsprüfungen sind an das Michaeliskloster Hildesheim – Posaunenwerk –, Meldungen zur D-Popularmusikprüfung an das Michaeliskloster Hildesheim – Arbeitsbereich Gottesdienst und Kirchenmusik – zu richten. 2 Meldungen zu den anderen Prüfungen sind über den Ausbildungsleiter oder die Ausbildungsleiterin an den zuständigen Kirchenmusikdirektor oder die zuständige Kirchenmusikdirektorin zu richten.
( 2 ) Den Meldungen sind beizufügen:
Nachweis über die in § 4 Absätzen 3 bis 7 bezeichnete Vorbildung einschließlich der Praktika,
Lebenslauf, in dem der Bildungsgang darzulegen und anzugeben ist, ob und inwieweit einzelne Fächer der Kirchenmusik besonders gepflegt worden sind.
des § 1 Nummern 1 bis 3 der Kirchenmusikdirektor oder die Kirchenmusikdirektorin im Einvernehmen mit dem Landeskirchenmusikdirektor oder der Landeskirchenmusikdirektorin,
des § 1 Nummern 4 und 8 das Posaunenwerk,
des § 1 Nummern 5 und 6 der Kirchenmusikdirektor oder die Kirchenmusikdirektorin,
des § 1 Nummer 7 der zuständige Referent oder die zuständige Referentin im Michaeliskloster Hildesheim.
( 2 ) Für die Zulassung zu den einzelnen Prüfungen sind jeweils angemessene Kenntnisse der deutschen Sprache nachzuweisen.
( 3 ) 1 Zur C-Kirchenmusik-, C-Chorleitungs- und C-Orgelprüfung wird zugelassen, wer nach einer musikalischen Grundausbildung einen regionalen und einen zentralen Ausbildungskursus der Landeskirche mit Erfolg besucht und ein kirchenmusikalisches Praktikum abgeleistet hat. 2 Weitere zentrale Ausbildungselemente können durch nähere Bestimmung der Landeskirchenmusikdirektorin oder des Landeskirchenmusikdirektors vorgeschrieben werden. 3 Die Ausbildung soll mindestens zwei Jahre dauern. 4 Der C-Prüfung soll eine D-Prüfung vorausgehen.
( 4 ) 1 Zur C-Posaunenchorleitungsprüfung wird zugelassen, wer eine den Richtlinien entsprechende Ausbildung, Praxis in der Posaunenchorleitung und eine Ausbildung an einem Blechblasinstrument nachweisen kann. 2 Die Ausbildung soll auf der D-Posaunenchorleitungsprüfung aufbauen und mindestens ein Jahr dauern.
( 5 ) Zur D-Orgel- und D-Chorleitungsprüfung wird zugelassen, wer eine angemessene Zeit, mindestens jedoch ein Jahr, bei einem vom Landeskirchenamt anerkannten Ausbildungsleiter oder einer vom Landeskirchenamt anerkannten Ausbildungsleiterin ausgebildet worden ist und ein kirchenmusikalisches Praktikum abgeleistet hat.
( 6 ) 1 Zur D-Posaunenchorleitungsprüfung wird zugelassen, wer eine angemessene Zeit an einem Blechblasinstrument ausgebildet worden ist und sich mindestens ein Jahr lang in einem Posaunenchor bewährt hat. 2 Der Bewerber oder die Bewerberin soll an der zentralen Chorleitungsausbildung des Posaunenwerkes mit Erfolg teilgenommen und während der Ausbildungszeit praktische Erfahrungen in der Chorleitung gesammelt haben.
( 7 ) Zur D-Popularmusikprüfung wird zugelassen, wer über hinreichende Erfahrungen in der Popularmusik verfügt (instrumentale Fähigkeiten, Band-, Jugend-, Gospelchorleitung o. ä.) und zu Beginn der Ausbildung ein Beratungsgespräch sowie gegen Ende der Ausbildung ein Kolloquium erfolgreich absolviert hat.
( 8 ) Die zur Zulassung berechtigten Stellen können Bewerber oder Bewerberinnen, die die in den Absätzen 2 bis 7 genannten Voraussetzungen nicht erfüllen, ausnahmsweise zulassen.
( 1 ) 1 Den Prüfungskommissionen gehören in der Regel an
bei der C-Kirchenmusik-, der C-Chorleitungs- und der C-Orgelprüfung drei Mitglieder, von denen zwei in A- oder B-Stellen tätige Kirchenmusiker oder Kirchenmusikerinnen sein müssen,
bei der C- und der D-Posaunenchorleitungsprüfung drei Mitglieder, von denen zwei Landesposaunenwart oder Landesposaunenwartin sein müssen,
bei der D-Popularmusikprüfung der zuständige Referent oder die zuständige Referentin im Michaeliskloster Hildesheim sowie ein weiteres fachkundiges Mitglied,
bei den übrigen D-Prüfungen zwei Mitglieder, darunter der Kirchenmusikdirektor oder die Kirchenmusikdirektorin des betreffenden Fachaufsichtsbezirkes und der Ausbildungsleiter oder die Ausbildungsleiterin. 2 Gegebenenfalls tritt eine weitere Person hinzu, die eine A- oder B-Kirchenmusikstelle in demselben Fachaufsichtsbezirk innehat. 3 Nummern 1 und 2 finden bei Teilprüfungen, die im Rahmen des zentralen Ausbildungskurses stattfinden, keine Anwendung.
( 2 ) Der Landeskirchenmusikdirektor oder die Landeskirchenmusikdirektorin bestellt das vorsitzende Mitglied der Prüfungskommissionen für die C-Kirchenmusik-, die C-Chorleitungs- und die C-Orgelprüfung.
( 3 ) Den Vorsitz in den Prüfungskommissionen für die D-Orgel- und D-Chorleitungsprüfung führt der Kirchenmusikdirektor oder die Kirchenmusikdirektorin, für die Posaunenchorleitungsprüfungen der zuständige Landesposaunenwart oder die zuständige Landesposaunenwartin, für die D-Popularmusikprüfung der zuständige Referent oder die zuständige Referentin im Michaeliskloster Hildesheim.
( 3 ) 1 Im Rahmen des zentralen Ausbildungskurses oder im Verlauf des regionalen Ausbildungskurses können Teilprüfungen in einzelnen Fächern abgelegt werden. 2 Alle Teilprüfungen müssen innerhalb eines Jahres stattfinden. 3 In Einzelfällen können die zur Zulassung berechtigten Stellen diese Frist verlängern.
( 4 ) Nach näherer Bestimmung der Landeskirchenmusikdirektorin oder des Landeskirchenmusikdirektors oder des Posaunenwerks kann davon abgesehen werden, den Prüfling in Fächern zu prüfen, in denen er sich bereits mit Erfolg einer vergleichbaren Prüfung unterzogen hat.
( 5 ) 1 Die praktische Prüfung im Orgelspiel ist auf einer dem Prüfling vorher zugänglich zu machenden Orgel abzulegen. 2 Die Prüfungsaufgaben, die in den Anlagen als „vorbereitet” bezeichnet sind, sind dem Prüfling vier Werktage vor der Prüfung bekannt zu geben. 3 Die Klausuren können nach Bestimmung des vorsitzenden Mitglieds der Prüfungskommission einige Zeit vor der praktischen und mündlichen Prüfung unter Aufsicht eines Mitglieds der Prüfungskommission oder einer vom vorsitzenden Mitglied der Prüfungskommission dazu beauftragten Person ausgearbeitet werden.
( 6 ) 1 Die Ergebnisse der Prüfung in den einzelnen Fächern werden nach dem 15-Punkte-System bewertet und in das Prüfungszeugnis aufgenommen. 2 Aufgrund des Punktedurchschnitts wird gemäß Anlage 3 die Gesamtzensur errechnet und festgestellt, mit welchem Prädikat (sehr gut, gut, befriedigend, ausreichend) die Prüfung bestanden oder ob sie nicht bestanden ist.
die Leistung in mindestens einem der in den Anlagen 1 und 2 bezeichneten Hauptfächer oder in mehr als drei der übrigen Fächer mit weniger als fünf Punkten bewertet ist.
( 8 ) 1 Wer die Prüfung nicht bestanden hat, kann sich frühestens nach einem halben Jahr erneut zur Prüfung anmelden. 2 Die zur Zulassung berechtigte Stelle kann auf Antrag die Wiederholung der Prüfung in den Fächern erlassen, in denen der Prüfling bei der ersten Prüfung den Anforderungen genügt hat; in diesem Fall ist die Prüfung innerhalb eines Jahres zu wiederholen. 3 Eine weitere Wiederholung ist ausgeschlossen.
( 9 ) Das vorsitzende Mitglied der Prüfungskommission hat eine von ihm und den übrigen Mitgliedern der Prüfungskommission unterschriebene Niederschrift über das Ergebnis der Prüfung über den Landeskirchenmusikdirektor oder die Landeskirchenmusikdirektorin oder über das Posaunenwerk an das Landeskirchenamt einzureichen.
( 1 ) Diese Rechtsverordnung tritt mit Wirkung vom 1. Juli 2007 in Kraft.
( 2 ) Am Tag nach der Verkündung dieser Rechtsverordnung tritt die Rechtsverordnung über die C- und D-Kirchenmusikprüfung in der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers (Kirchenmusikprüfungsverordnung – KMPVO) vom 22. Juni 1994 (Kirchl. Amtsbl. S. 113), geändert durch die Rechtsverordnung vom 10. Februar 1997 (Kirchl. Amtsbl. S. 83), außer Kraft.
Vom-Blatt-Spiel von Choralsätzen und Intonationen
Improvisation (unvorbereitet):
Ausführung einer einfachen Intonation, Begleitung eines Neuen Geistlichen Liedes nach Akkordsymbolen; (fakultativ) Choralspiel nach dem Evangelischen Gesangbuch
Sologesang (nach eigener Wahl)
Einsingen eines unbekannten Gemeindeliedes (einstimmig) nach dem Evangelischen Gesangbuch/den Beiheften (vorbereitet)
Transposition, Aussetzen eines vierstimmigen Kantionalsatzes zu einem gegebenen c. f., Aussetzen eines leichten Generalbasses oder einer komplexen Akkordfolge nach Akkordsymbolen
Elementare Musiktheorie, Gehörbildung, Vom-Blatt-Singen einer Chorstimme
Kenntnis des Evangelischen Gesangbuches und seine liturgische Verwendung
Aufbau und Liedgruppen des Evangelischen Gesangbuches
Liedtypen und deren geschichtliche Wurzeln
Ordnung der C-Orgelprüfung
Sprechen von Texten (nach eigner Wahl)
Tonleiterblasen (Dur und Moll), 3 bis 5 b, auf gegebenem Rhythmus
Zum Einblasen:
Zur Probenarbeit:
Analyse und Probenplan für das vorgegebene größere Prüfungsstück
Vom-Blatt-Singen einer Chorstimme
Kenntnis des Evangelischen Gesangbuches
Spielen von Kirchenliedern mit und ohne Pedal nach dem Choralbuch (vorbereitet)
(fakultativ) Auswendigspiel eines Kirchenliedes (nach eigener Wahl)
Spiel einfacher freier Orgelliteratur
(2 Stücke, eigene Wahl)
Ordnung der D-Popularmusikprüfung
Begleitendes Instrumentalspiel auf dem Haupt- bzw. Nebeninstrument (Hauptfach)
Spielen von Kirchenliedern nach Akkordsymbolen (vorbereitet)
Spielen von liturgischen Stücken aus dem Evangelischen Gesangsbuch (vorbereitet)
Selbstständiges Instrumentalspiel (Hauptfach)
Singen von liturgischen Stücken (vorbereitet)
Einüben eines Liedes aus dem Evangelischen Gesangbuch (vorbereitet)
Chorleitung / Bandleitung
Kenntnis der Grundlagen der Einstudierungsmethodik
Kenntnis populärer Chor- und Band-Literatur sowie geeigneter Nachschlagewerke
Instrumentenkunde und tontechnische Grundkenntnisse
Ordnung der D-Posaunenchorleitungsprüfung
Vom-Blatt-Blasen einer einfachen Bläserstimme
Vom-Blatt-Blasen einer tonal nicht gebundenen Tonreihe
Einfaches melodisches Diktat (einstimmig) oder Vom-Blatt-Singen einer einfachen Melodie
Gesamtzensur
5,00 – 5,29
5,30 – 5,59
5,60 – 5,89
5,90 – 6,19
6,20 – 6,49
6,50 – 6,79
6,80 – 7,09
7,10 – 7,39
7,40 – 7,69
7,70 – 7,99
8,00 – 8,29
8,30 – 8,59
8,60 – 8,89
8,90 – 9,19
9,20 – 9,49
9,50 – 9,79
9,80 – 10,09
10,10 – 10,39
10,40 – 10,69
10,70 – 10,99
11,00 – 11,29
11,30 – 11,59
11,60 – 11,89
11,90 – 12,19
12,20 – 12,49
12,50 – 12,79
12,80 – 13,09
13,10 – 13,29
13,30 – 13,59
13,60 – 13,89
13,90 – 15,00

References: § 1
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 § 4
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