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Timestamp: 2019-10-17 16:48:38+00:00

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Rechtsprechung: NVwZ 2001, 594 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: BGH, 16.11.2000 | OLG Düsseldorf, 18.09.2000
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VG Berlin, 01.12.2000 - 35 A 570.99 (https://dejure.org/2000,1970)
VG Berlin, Entscheidung vom 01.12.2000 - 35 A 570.99 (https://dejure.org/2000,1970)
VG Berlin, Entscheidung vom 01. Dezember 2000 - 35 A 570.99 (https://dejure.org/2000,1970)
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Widerruf einer Gaststättenerlaubnis; Begriff der "guten Sitten"; Begriff der "Unsittlichkeit" in § 4 Abs. 1 Nr. 1 Gaststättengesetz (GastG) in Bezug auf geschlechtsbezogene Handlungen; Förderung der Prostitutionsausübung nach § 180a Abs. 1 Nr. 2 Strafgesetzbuch (StGB) durch ...
Gaststättenkonzession; Widerruf, Rücknahme der Betriebserlaubnis; Zuverlässigkeit; Vorschubleisten; Unsittlichkeit; Prostitution
streit-fem.de (Volltext und Entscheidungsanmerkung)
§ 15 II i.V.m. § 4 I Nr. 1 GaststG
Prostitution nicht sittenwidrig
nomos.de , S. 54 (Zusammenfassung und Entscheidungsanmerkung)
§§ 15 Abs. 2, 4 Abs. 1 Nr. 1 GastG; Art. 1, 3, 12 GG
Prostitution/Gewerberecht/Widerruf der Gaststättenerlaubnis/Zuverlässigkeit des Gaststättenbetreibers/Sittenwidrigkeit/Menschenwürde
Entziehung einer Gaststättenlizenz wegen Prostitution
Gaststättenrecht; Widerruf einer Gaststättenerlaubnis wegen Anbahnung der Prostitution
Berliner Café Psst schreibt Rechtsgeschichte - Kein Widerruf der Gaststättenerlaubnis
GastG § 4 Abs. 1 Nr. 1, § 15 Abs. 1; GewO § 1; GG Art. 12 Abs. 1 Satz 1
Schutz der Prostitutionsausübung durch die Berufsfreiheit
forum-recht-online.de (Entscheidungsbesprechung)
Abschied von der Doppelmoral - Prostitution und Gaststättenrecht (Susanne Benöhr und Enzo L. Vial)
NJW 2001, 983
NVwZ 2001, 594 (Ls.)
NJ 2001, 217
FamRZ 2001, 1710 (Ls.)
Sie argumentiert nicht mehr mit einer Unsittlichkeit der Prostitution als solcher, sondern stellt auf deren konkreten Öffentlichkeitsbezug oder auf Verstöße gegen Rechtsvorschriften ab (vgl. VGH München, Beschlüsse vom 28. Juli 2004 - 22 CS 03.2276 - [...]; - Sperrgebietsverordnung und vom 20. September 2004 - 22 CE 04.2203 - GewArch 2004, 491 - Menschenhandel; OVG Koblenz, Beschluss vom 5. Juli 2005 - 6 B 10673/05 - GewArch 2005, 387 f. und VG München, Beschluss vom 17. Juni 2004 - M 16 S 04.2829 - jeweils Sperrgebietsverordnung; VG Gießen, Beschluss vom 12. August 2004 - 8 G 2592/04 - GewArch 2004, 432 - Verstöße gegen das Ausländergesetz, § 259 StGB; VG Weimar, Beschluss vom 13. Mai 2002 - 8 E 202/02.We - GewArch 2002, 298 - Sperrgebietsverordnung; allgemein VG Stuttgart, Urteil vom 22. Juli 2005 - 10 K 3330/04 - GewArch 2005, 431 und zuvor bereits das in den Materialien zum Prostitutionsgesetz, BTDrucks 14/5958 a.a.O., zustimmend zitierte Urteil des VG Berlin vom 1. Dezember 2000 - VG 35 A 570.99 - GewArch 2001, 128).
Unabhängig von der Frage, ob der Betrieb eines Bordells oder - wie hier - die gewerbliche Vermietung von (Wohn-)Räumen an Prostituierte zum Zwecke der Ausübung der Prostitution als "Beruf" i. S. von Art. 12 Abs. 1 Satz 1 GG zu verstehen ist (vgl. hierzu etwa VG Berlin, Urt. v. 1.12.2000 - 35 A 570/99 -, NJW 2001, 983, 989 m. w. N.; Kurz, Prostitution und Sittenwidrigkeit, GewArch 2002, 142 ff.), ist die in Art. 297 EGStGB vorgesehene Möglichkeit des Erlasses einer Sperrgebietsverordnung von dem Regelungsvorbehalt des Art. 12 Abs. 1 Satz 2 GG gedeckt.
Prostitution, die von Erwachsenen freiwillig und ohne kriminelle Begleiterscheinungen angeboten bzw. ausgeübt wird, ist nach heute anerkannten sozialethischen Wertvorstellungen in unserer Gesellschaft - unabhängig von der moralischen Beurteilung - auch im Sinne des Ordnungsrechts nicht (mehr) als sittenwidrig anzusehen (vgl. Verwaltungsgericht Berlin, Urteil vom 1. Dezember 2000 - 35 A 570.99 -).
VG Gießen, 12.08.2004 - 8 G 2592/04
Es müsse insbesondere als widersinnig betrachtet werden, einen Gastwirt zu bestrafen, der für die Prostitutionsausübung einigermaßen humane Arbeitsbedingungen schaffe (vgl. VG Berlin, U. v. 01.12.2000 - 35 A 570/99 -, NJW 2001, 983 (Ls. 2) und S. 984).
VG Neustadt, 04.07.2012 - 3 L 571/12
"Handelsware" ist nicht die Person selbst, auch nicht ihr Körper, sondern eine Dienstleistung (VG Berlin, Urteil vom 1. Dezember 2000 - 35 A 570/99 -, NJW 2001, 983 [986]).
Der Gesetzgeber sah sich insbesondere durch die der Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin vom 1.12.2000 (- 35 A 570.99 -, a.a.O.) zugrunde liegenden Umfrage zur Akzeptanz von Prostitution in Deutschland darin bestärkt, dass Prostitution nicht mehr grundsätzlich als sittenwidrig angesehen wird.
(VG Berlin, NJW 2001, 983 ff [VG Berlin 01.12.2000 - 35 A 570/99] ).
VG Weimar, 05.04.2006 - 2 E 441/06
Ordnungsrecht; Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung eines Widerspruches …
Die Kammer schließt sich insoweit den Ausführungen des Verwaltungsgerichts Berlin (Urteil vom 01.12.2000 - 35 A 570.99 - NJW 2001, 983 - 989) an.
Sie folgt nicht der Entscheidung des Verwaltungsgerichts Berlin vom 1. Dezember 2000 (Az. 35 A 570.99; GewArch 2001, 128 ff.; mit zustimmender Anm. von Hösch, Cafe´ Pssst - Abschied von der Unsittlichkeit der Prostitution?, GewArch 2001, 112 ff), nach der die von Erwachsenen freiwillig und ohne kriminelle Begleiterscheinungen ausgeübte Prostitution nach den heute anerkannten sozialethischen Wertvorstellungen unserer Gesellschaft, unabhängig von der moralischen Beurteilung, im Sinne des Ordnungsrechts nicht mehr als sittenwidrig anzusehen sein soll.
https://dejure.org/2000,1392
BGH, 16.11.2000 - III ZR 1/00 (https://dejure.org/2000,1392)
BGH, Entscheidung vom 16.11.2000 - III ZR 1/00 (https://dejure.org/2000,1392)
BGH, Entscheidung vom 16. November 2000 - III ZR 1/00 (https://dejure.org/2000,1392)
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BGB § 839 H; ZPO § 717 Abs. 2
Schadensersatzanspruch - Amtspflicht - Steuerpflichtiger - Rechtsmittel - Haftungsbescheid - Vollziehung - Vollverzinsung
Zur Frage, inwieweit ein Steuerpflichtiger Rechtsmittel gegen die Vollziehung eines Haftungsbescheids einlegen muss, um sich etwaige Amtshaftungsansprüche zu erhalten; keine entsprechende Anwendung des § 717 Abs. 2 ZPO bei Vollziehung eines nicht bestandskräftigen ...
BGB § 839; ZPO § 717 Abs. 2
Amtshaftung; Ersatz von Zinsen nach Aufhebung eines nicht bestandskräftigen Haftungsbescheids
NJW 2001, 1067
MDR 2001, 451
VersR 2002, 609
WM 2001, 160
DVBl 2001, 585 (Ls.)
DÖV 2002, 88
Auf dieses Gesetz kann das Auskunftsbegehren des Klägers aber schon deshalb nicht gestützt werden, weil das nach § 7 Abs. 1, § 9 Abs. 3 IZG LSA vorgeschriebene Verwaltungsverfahren nicht durchgeführt worden ist (vgl. BGH, Beschl. v. 19. Dezember 1995 - III ZR 190/94, NVwZ-RR 1997, 204, 205; Urt. v. 16. November 2001 - III ZR 1/00, NJW 2001, 1067, 1068).
BGH, 13.09.2012 - III ZR 249/11
Schadensersatzanspruch wegen der Vollziehung von - unrichtigen - Steuerbescheiden …
Die Vollziehbarkeit eines Steuerbescheids beruht demgegenüber auf dem Vorrang des Allgemeininteresses vor dem Einzelinteresse und lässt einen Vergleich mit vorläufig vollstreckbaren Titeln aus dem Bereich des Zivilprozesses nicht zu (…Senatsurteile vom 11. März 1982, aaO;… vom 31. Januar 1963, aaO sowie Urteil vom 16. November 2000 - III ZR 1/00, NJW 2001, 1067, 1068).
Er hat die Ablehnung eines Schadensersatzanspruchs in entsprechender Anwendung von § 717 Abs. 2 ZPO später allgemein für Abgabenbescheide bestätigt, deren Vollziehung durch ein Rechtsmittel nach § 80 Abs. 2 Nr. 1 VwGO nicht gehemmt wird (BGHZ 83, 190/196 f.), und diese Rechtsprechung bis in die jüngste Zeit fortgeführt (vgl. BGH NJW 2001, 1067/1068).
Ein Erlass durch das Gericht ohne vorausgehendes Verwaltungsverfahren kommt nicht in Betracht (vgl. BFH BStBl II 1986, 702; BGH NJW 2001, 1067/1068;… Klein § 227 Rn. 32, § 218 Rn. 17;… Hübschmann/Hepp/Spitaler/Alber § 218 Rn. 34, 54, 60, 80, 101, 102).
OLG München, 20.10.2011 - 1 U 2268/11
Schadensersatzanspruch bei Vollziehung eines unrichtigen Steuerbescheides: …
Diese Rechtsprechung hat der Bundesgerichtshof mit Urteil vom 16.11.2000 (NJW 2001, 1067) ausdrücklich bestätigt.

References: § 4
 § 180

§ 15
 § 4
 Art. 1
 § 4
 § 15
 § 1
 Art. 12
 § 259
 Art. 12
 Art. 297
 Art. 12
 § 839
 § 717
 § 717
 § 839
 § 717
 § 7
 § 9
 § 717
 § 80
 BGH 
 BGH 
 § 227
 § 218
 § 218