Source: http://vaeterfuerkinder.de/pasurteile.php
Timestamp: 2018-03-20 13:21:17+00:00

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PAS Urteile
Gerichtsbeschl�sse mit Bezug auf PAS
Weit wesentlicher als die explizite Erw�hnung des PAS Begriffes, wie in den nachfolgenden Urteilen, erscheint uns, ob die Beschreibung der Verhaltensmuster entsprechend den PAS Kriterien (z. B. in der neueren Formulierung von Warshak, 2005) tragend in die Urteilsfindung eingegangen sind. Dazu geh�ren daher viele andere Urteile, u. a. auch solche aus Deutschland, vor Bekanntwerden des PAS Begriffes hier, vgl. die "Leuchtturm"- und "PAS" Urteile in Bindungstoleranz und PAS. Allerdings h�tte die Verwendung der Begriffe "Parental Alienation", oder "Parental Alienation Syndrome", oder auf deutsch "Eltern-Kind-Enfremdung" den nicht unwesentlichenVortei, dass damit sofort Hinweise auf bekannte Verhaltensmuster (die im konkreten Einzelfall nachzuweisen und zu erl�utern sind), sowie auf eine gro�e Sammlung von Literatur und entsprechenden Geichtsurteilen gegeben werden, die sich mit diesen Stichworten auch leicht auffinden lie�en.
Urteile des Europ�ischen Gerichtshofes f�r Menschenrechte
Urteile aus verschiedenen Staaten
Weitere Urteile aus Deutschland:
Obwohl das Parental Alienation Syndrome (PAS) im Beschluss des OLG Frankfurt/M -1UF 94/03 v. 11.5.2005 und fr�heren Urteilen in diesem (fast) beispiellosem Fall nicht ausdr�cklich erw�hnt ist, au�er in der Wiedergabe der Antr�ge des Vaters (als induzierte Eltern-Kind-Entfremdung), gibt es in deutschen Gerichtsurteilen wohl kaum eine deutlichere Beschreibung der gesamten Verhaltensmuster sowohl beim entfremdenden Elterteil (der Mutter) als auch der kompromisslosen Ablehnung des anderen Elternteils (Vater) durch die Kinder, die wie f�r das Vorliegen von PAS unbedingt erforderlich, ebenfalls v�llig unbegr�ndet war. Die Gutachten und Gerichte best�tigten dem Vater ausdr�cklich immer wieder uneingeschr�nkte Erziehungsf�higkeit, Einf�hlungsverm�gen gegen�ber den Kindern und um Verst�ndigung mit deren Mutter bem�ht. Entsprechend dieser Beschreibungen liegt sogar ein (besonders) schwerer Fall von PAS nach den Kategorisierungen von Gardner vor, sowohl f�r die Kinder als auch dem Verhalten des entfremdemden Elternteils entsprechend, vgl. z. B. Gardner in The International Handbook of Parental Alienation Syndrome, 2006, S.5-11. Auch seiner (allerdings kontroversen) Empfehlung f�r solche F�lle einer tempor�ren Fremdunterbring der Kinder und Entfernung vom entfremdenden Elternteil (was dieser aber, mit Unterst�tzung von anderer Seite, bald umgehen konnte) wurde vor�bergehend gefolgt. Wir wollen allerdings auch einr�umen, dass die Kategorisierung durch Gardner, obwohl seiner langj�hrigen klinischen Erfahrung entspreched, zu schematisch sein mag und, dass immer die besonderen Umst�nde des Einzelfalls genau ber�cksichtigt werden m�ssen. Das ist hier etwa, dass der Vater seinen Wohnsitz in den USA hat, die Kinder aber seit fr�hester Zeit ohne nennenswerten Kontakt zu ihm (der allerdings hartn�ckigst verhindert wurde) in Deutschland aufgewachsen sind, der Vater ihnen also nicht nur massiv entfremdet, sondern sogar weitgehend fremd ist. Diesen unbestreitbaren Schwierigkeiten h�tte man jedoch wirksam durch m�glichst fr�hzeitiges und konsequentes Handeln begegnen k�nnen und m�ssen, bevor einem m�glichen "point of no return". Ausf�hrliche Darstellung der jetzt schon 12 j�hrigen Geschichte (Trag�die) in http://www.pappa.com/aktion/EGMR/Menschenrechte-Fall-Glenn+Shannon.html. Vgl. dazu auch ein weiteres Urteil, AG Frankfurt/Main (Abt. H�chst), Beschluss v. 4 April 2007 -402 F 22260/06 SO und Kommentar in ZKJ 2007(12), S. 498 -501.
OLG Zweibr�cken -BGB � 1684, 6. ZS -FamS-, Beschluss v. 9.5.2005 -6 UF 4/05. FamRZ 2006, S.144-145.
Zu Art und Umfang des Umgangsrechts, wenn die neun und zehn Jahre alten Kinder aufgrund eines von der Mutter gezielt herbeigef�hrten PA-Syndroms den Vater ablehnen und Entfremdungssymptome zeigen.
Sehr ausf�hrliche Darstellung der Entfremdungsproblematik. Aufforderung an die Mutter, Beratung in Anspruch zu nehmen, um ihrer aktiven Mitwirkungspflicht zur F�rderung des Umgangs nachkommen zu k�nnen und weitere gerichtliche Ma�nahmen vermieden werden k�nnen.
Ein exemplarisches OLG Urteil zu induzierter Umgangsverweigerung (OLG M�nchen v. 28.7.2003, 26 UF 868/02, 2F 326/00 AG Ebersberg) (pdf Datei, 493 kB, 12+3 Seiten). Dieser Fall eines elf-j�hrigen M�dchens enth�lt, soweit man dies dem Urteil entnehmen kann, alle charakterischen Verhaltensmuster, die man gemeinhin unter dem Begriff "PAS" zusammenfassen kann. Das vom Amtsgericht in Auftrag gegebene Sachverst�ndigengutachten und das Urteil des AG sahen das Verhalten des Kindes entsprechend auch als Folge des Parental Alienation Syndroms. Auch wenn davon im OLG Abstand genommen wird und zum PAS Begriff ausgerechnet auf die nach vielfacher Expertenmeinung �usserst unsachliche Arbeit der Frauenrechtlerin (obwohl Juristin, aber auch als solche ohne einschl�gige Erfahrung ) C. Bruch verwiesen wird, die selbst vor pers�nlichen Angriffen auf den Sch�pfer dieses Begriffs, den Psychiater und im Gegensatz zu ihr als langj�hrige Gutachter in vielen Scheidungsf�llen sehr erfahrenen Experten, R. A. Gardner (verstorben 25.5.2003), nicht zur�ckscheute (vgl. dazu Warshak, 2005), hat der Senat des OLG klar erkannt: ,,Offensichtlich f�r den Senat ist es jedoch, dass die Mutter den unbeschwerten Umgang des Kindes mit dem Vater nicht f�rdert sondern letzlich verhindert, was im allgemeinen als fehlende Bindungstoleranz bezeichnet wird." Zu den bekannten Verhaltensmustern geh�rt, dass Umgangskontakte nur sporadisch, offensichtlich nur unter dem Druck gerichtlicher Verfahren, zustandekamen, mehrmals, als "ultimative Waffe", ein nach �berzeugung der Gerichte haltloser sexueller Missbrauchsvorwurf erhoben wurde, der dann auch wieder relativiert wurde, und nicht nur Antr�ge auf Einschr�nkung des Umgangs, sondern auch auf dessen vollst�ndige Aussetzung (bis das Kind nach einer Therapie bereit sei, den Vater wieder zu sehen) gestellt wurden. Zu PAS geh�ren jedoch auch charakterische Verhaltensmuster des Kindes, hier vor allem "Kind will nicht". Auch den Grund daf�r hat der Senat klar herausgestellt: ,,Das Kind selbst hat keine auch nur ansatzweise nachvollziehbaren oder gar billigenswerte Gr�nde f�r seine Ablehnung des Vaters genannt. Die von ihm insoweit wiederholten Erkl�rungen (vgl. die Protokolle..) sind vielmehr Ausdruck seiner Hilfslosigkeit, Gr�nde finden zu m�ssen, um die von der Mutter induzierte Ablehnung des Vaters zu rechtfertigen..." Entscheidend an einem solchen Urteil ist jedoch, dass nicht nur Appelle an die Einsicht des entfremdenden Elternteils erfolgen, die f�r sich genommen nie etwas fruchten, sondern dass dieser Einsicht deutlich "nachgeholfen" wird, selbst wenn (vorl�ufig) vom Zwangsmitteln, wie Androhung eines Zwangsgeldes, abgesehen wird (was allerdings zu weiteren Verz�gerungen f�hren kann, wenn ein solches erst in einem weiteren Verfahren festgesetzt und angedroht werden muss). Der Mutter wurde die elterliche Sorge und das Aufenthaltsbestimmungsrecht insoweit entzogen, als es den Umgang des Kindes mit dem Vater betrifft. Sie hat das Kind einer Erg�nzungspflegerin zu �bergeben, die auch die genauen Modalit�ten des Umgangs bestimmt.
OLG Dresden 10. ZS - FamS -Beschluss v. 29.8.2002 -10 UF 229/02: "PAS Urteil": Sorgerechts�bertragung wegen mangelnder Bindungstoleranz, verbunden mit Uneinsichtigkeit.
OLG Frankfurt vom 26.10.2000 unter Az. 6 WF 168/00. Das Urteil enth�lt Hinweise auf das Urteil des Europ. Gerichtshofs f�r Menschenrechte vom 13.07.2000 im Fall Elsholz gegen Deutschland und das Parental Alienation Syndrom und schlie�lich: ..,,wird das Amtsgericht nunmehr zu pr�fen haben, ob nicht von Amts wegen oder auf Antrag des Vaters, der sich zur �bernahme des alleinigen Sorgerechts bereit erkl�rt hat, der Mutter das Sorgerecht gem�� �1666 BGB zu entziehen sein wird. Nach dem Eindruck, den der Vater im Termin hinterlassen hat, ist davon auszugehen, da� er das Umgangsrecht der Mutter uneingeschr�nkt gew�hrleisten wird."
Kammergericht Berlin, 17. ZS - FamS-, Beschluss vom 30.05.2000 17 UF 1413/99. FamRZ 2000, S. 1606 - 1607.
Der Antrag des Vaters das 1996 der Mutter zugesprochene Sorgerecht zu seinen Gunsten abzu�ndern wurde zur�ckgewiesen, obwohl die Kinder nach einem Ferienaufenthalt im Sommer 1998 auch nach Ablauf der Umgangszeit bei ihm verblieben:
,,........Eine bestehende Sorgerechtsregelung darf nach � 1696 BGB nur dann ge�ndert werden, wenn triftige, das Kindeswohl nachhaltig ber�hrende Gr�nde dies erfordern. Derartige Gr�nde, die in �nderung der bestehenden Sorgerechtsregelung eine �bertragung der elterlichen Sorge auf den Vater gebieten k�nnten, liegen nicht vor. Vielmehr entspricht es dem Kindeswohl, die elterliche Sorge weiterhin bei der Mutter zu belassen.
Hierzu hat bereits das Amtsgericht zutreffende Ausf�hrungen gemacht, deren Richtigkeit auch durch das Ergebnis der vom Senat angestellten Ermittlungen und hier insbesondere durch den Inhalt des Kinder- und Jugendpsychiatrischen Gutachtens der Fachklinik f�r Kinder- und Jugendpsychiatrie und -Psychotherapie beim Bezirksklinikum Regensburg vom 17. April 2000 best�tigt wird.
Auch die sachverst�ndigen �rzte kommen nach einer sehr ausf�hrlichen Untersuchung der Kinder und der Eltern, allein und in ihrem Zusammenwirken zu dem Ergebnis, dass es keine hier beachtenswerten Gr�nde gibt. die bestehende Sorgerechtsregelung zu �ndern und die elterliche Sorge f�r B., T. und F. dem Vater zu �bertragen. Denn es bestehe kein Anhaltspunkt f�r die Annahme, dass die Kindesmutter nach ihrer Pers�nlichkeit, ihren pers�nlichen Lebensverh�ltnissen, ihrer Erziehungs- und Betreuungseignung die elterliche Sorge nicht sachgerecht oder gar mi�br�uchlich aus�be bzw. ausge�bt habe. Dagegen sei mit einer �bertragung des Sorgerechts auf den Vater eine seelische Kindeswohlgef�hrdung verbunden. Zwar sei auch der Vater in der Lage, die Versorgung der Kinder und Sorge f�r deren Gesundheit zu �bernehmen. Auch f�r eine unterschiedliche Eignung der Eltern zur F�rderung schulischer und au�erschulischer Interessen der Kinder ergebe sich kein Anhalt. Da es aber so sei, dass der Vater seine eigene, nicht verarbeitete Kr�nkung durch die Trennung seiner Frau abspalte und auf die Kinder projiziere, lasse er die kindliche Realit�t au�er acht und nehme das Bed�rfnis der Kinder nach der Beziehung zu ihrer Mutter nicht wahr. Unter Hinweis auf das Erziehungsziel, dem Kind in zunehmend st�rkerem Ma�e die F�higkeit zu vermitteln, seine Rechte und Interessen und seinen Willen selbst vertreten zu k�nnen, kommt das Gutachten zu dem Schluss, dass der Vater zur Erziehung der Kinder insoweit nicht geeignet sei, obwohl er sie versorge und f�rdere. Die Richtigkeit dieses Ansatzes wird insbesondere deutlich dadurch, dass der Vater in der Vergangenheit mit den Kindern nicht nur Fragen der elterlichen Sorge in einer ungemessenen Weise er�rtert, sondern sich nachhaltig �ber die bestehende Sorgerechtsregelung hinweggesetzt und die Kinder der Mutter im August 1998 und F. nochmals im Oktober 1999 entzogen hat.
Die im weiteren im Sachverst�ndigengutachten festgestellte emotional mi�brauchende Beziehung des Vaters zu seinen Kindern hat bereits das Kindeswohl gef�hrdende Folgen. Denn nach dem Ergebnis der Begutachtung leidet B. an einer mittelschweren Form von Parental-Alienation-Syndrom (abgek�rzt PAS). Bei T. wurden eine leichte Form von PAS und eine depressive Anpassungsst�rung diagnostiziert. Beide Kinder leiden unter der Trennung von ihrer Mutter sowie der Trennung von F..
Zwar geht auch das Sachverst�ndigengutachten zutreffend davon aus, dass der ge�u�erte Kindeswille bei der zu treffenden Sorgerechtsentscheidung grunds�tzlich zu beachten ist. Da aber die Willensbekundungen von B. und T., die sich f�r einen Verbleib bei ihrem Vater ausgesprochen haben, vom Einflu� der jeweiligen Umgebung abh�ngig sind und die eindeutige Parteinahme nicht ihrem tats�chlichen Willen entspricht, wenn sie nicht mehr dem programmierenden v�terlichen Einflu� ausgeliefert sind, sind die �u�erungen der Kinder ebenfalls kein hinreichender Grund f�r eine �nderung der bestehenden Sorgerechtsregelung......."
OLG Frankfurt/M. in Darmstadt v. 18. 5. 1998 - 6 UF 18/98 (ZfJ 1998, Heft 7/8, S. 343-344).
AG Rinteln v. 27. 4. 1998 -2XV 178 (ZfJ 1998, Heft 7/8, S. 344-346.
Urteile des Europ�ischen Gerichtshofes f�r Menschenrechte:
Eine ausf�hrliche Darstellung der Urteile des EGMR in denen der Gerichtshof selbst in seiner Begr�ndung vom Konzept Parental Alienation / Ali�nation parentale Gebrauch macht, und nicht nur die Antragsteller findet sich in Lorandos, Bernet, Sauber (Hrsg.), PARENTAL ALIENATION: The Handbook for Mental Health and Legal Professionals (2013), Chapter 13: Parental Alienation Initiatives Around the World (Christian T. Dum Ph.D.)
Koudelka v. Czech Republic (no. 1633/05) Violation of Article 8, Urteil vom 20.7.2006 (In Franz�sisch), Presseerkl�rung auch in Englisch. Dieser Fall einer hartn�ckigen Umgangsvereitelung mag besonders interessant sein, weil sich der Gerichtshof wohl zum ersten Mal explizit auf eine psychologische Expertise st�tzt, wonach die sorgeberechtigte Mutter im Kinde ein Parental Alienation Syndrome verursacht hat.
Der Gerichthof selbst spricht in seiner Urteilsbegr�ndung im Zusammenhang mit der Verweigerungshaltung auch des Kindes dann noch von einer Programmierung durch die Mutter. Das h�tte prompte Therapie erfordert, statt durch Zeitablauf und nicht ausreichende gerichtliche Ma�nahmen (immerhin aber Anordnung eines begleiteten Umgangs, Einsetzung eines Verfahrenspflegers f�r das Kind, gerichtliche Verwarnung, 2 geringf�gige Zwangsgelder, Verurteilung auf Bew�hrung zu 3 Monaten Gef�ngnis wegen Missachtung eines Gerichtsbeschlusses) einen ,,point of no return" zuzulassen. (Die Tochter ist jetzt 16. Der Antrag auf eine Umgangsregelung war erstmals 1993 gestellt worden.)
Angesichts des wahrscheinlich erheblichen Interesses besonders am "PAS-Urteil" des EGMR im Fall Koudelka g. Tschechien haben wir eine Teil�bersetzung der wesentlichen Tatsachen und Entscheidungsgr�nde erstellt.
Wir haben auch noch einmal eine Zusammenstellung der wesentlichen Punkte aus dem Urteil des Europ�ischen Gerichtshofes f�r Menschenrechte im Falle Koudelka gegen Tschechien gemacht, die unserer Meinung nach eine juristische Anerkennung des PAS Phenomens durch dieses hohe, �bernationale Gericht bedeuten. Noch wesentlicher als die explizite Verwendung des PAS Begriffes scheint uns dabei vor allem, dass die Kriterien, die etwa in der Formulierung von Warshak (2005) das PAS Ph�nomen ausmachen, tragend in die Urteilsbegr�ndung eingeflossen sind, einschlie�lich des Einflusses des einen Elternteiles auf die Ablehnung des anderen Elternteils durch das Kind. vs. PAS Kriterien
AFFAIRE ZAVŘEL c. R�PUBLIQUE TCH�QUE (Requ�te no 14044/05) Urteil (in Franz�sisch) rechtskr�ftig 18.4.2007, Presseerkl�rung 19.1.2007 (auch in Englisch). Darin besonders interessant die wiederholten, explizitenHinweise in den psychologischen Gutachten und nationalen Gerichtsbeschl�ssen auf das "Parental Alienation Syndrome (PAS)" (syndrome d'ali�nation parentale), verursacht durch die Mutter und ihrem neuen Ehemann in dem bei der Trennung 6 j�hrigem Kind (geb.1995), bei best�tigter bester Erziehungsf�higkeit des Vaters. Darauf nimmt dann auch der Gerichtshof Bezug, �hnlich, wenn auch nicht ganz so ausf�hrlich wie schon im Urteil Koudelka g. Tschechien vom 20.7.2006, weil auf fr�here Entscheidungen, u.a. auch gegen Tschechien, Bezug genommen wird. Der Gerichtshof stellt fest (Absatz 52) , dass es f�r das Kind nicht schwierig gewesen w�re, sich wieder an den Umgang mit seinem Vater zu gew�hnen, wenn zum Zeitpunkt, als laut psychologischen Gutachten die PAS Symptome noch nicht so ausgepr�gt waren, adequate Ma�nahmen ergriffen worden w�ren. Die Nichtaus�bbarkeit des Besuchsrechts ist daher der de facto Toleranz des konstanten Widerstands der Mutter durch die Gerichte und dem Fehlen adequater Ma�nahmen zur Wiederherstellung der Kontakte zuzuschreiben (Abs. 53).
50. Selon la Cour, il est d'une importance fondamentale dans cette affaire que les capacit�s �ducatives du requ�rant ont �t� qualifi�es de bonnes, alors que les experts ont � plusieurs reprises relev� que J.Z. exer�ait une influence n�gative sur l'enfant et le montait contre l'int�ress� (voir paragraphes 16, 22, 23 et 28 ci-dessus). Il �tait donc plus qu'�vident que le passage du temps avait des cons�quences d�favorables pour le requ�rant. Les tribunaux ont �galement consid�r� qu'il �tait dans l'int�r�t du mineur de rencontrer son p�re (voir les paragraphes 24 et 28 ci-dessus).
51. En l'esp�ce, la Cour rel�ve que, bien qu'il ait �t� r�guli�rement inform� de la situation par le requ�rant et des psychologues, le tribunal de district s'est born� � adresser � la m�re de l'enfant deux sommations et � orienter les parents vers un centre de consultation (voir paragraphe 21 ci-dessus). Cependant, il n'a pas r�agi au non-respect de ces sommations par J.Z. ni � son refus de coop�rer avec des psychologues.
52. Au vu des faits susmentionn�s, la Cour admet que la non-r�alisation du droit de visite du requ�rant �tait imputable surtout au refus manifeste de la m�re, puis � celui de l'enfant, programm� par cette derni�re. Cependant, un manque de coop�ration entre les parents s�par�s ne saurait dispenser les autorit�s comp�tentes de mettre en �uvre tous les moyens susceptibles de permettre le maintien du lien familial (voir, mutatis mutandis, Reigado Ramos c. Portugal, no 73229/01, � 55, 22 novembre 2005) ; il appartenait d�s lors alors aux autorit�s comp�tentes de prendre les mesures ad�quates afin de sanctionner ce comportement de la m�re. En effet, si des mesures coercitives � l'�gard des enfants ne sont pas souhaitables dans ce domaine d�licat, le recours � des sanctions ne doit pas �tre �cart� en cas de comportement manifestement ill�gal du parent avec lequel vit l'enfant (Maire c. Portugal, no 48206/99, � 76, CEDH 2003-VII ; Karad�ić c. Croatie, no 35030/04, � 61, 15 d�cembre 2005). Or, bien que l'arsenal juridique pr�vu par le droit tch�que semble suffisant, selon la Cour, pour permettre � l'Etat d�fendeur d'assurer le respect des obligations positives qui d�coulent pour lui de l'article 8, force est de constater en l'occurrence que les autorit�s ne se sont pas montr�es suffisamment syst�matiques dans leur recours aux diff�rents moyens d'ex�cution pr�vus par le droit interne et n'ont entrepris aucune action � l'�gard de J.Z. (voir, a contrario, Volesk� c. R�publique tch�que, pr�cit�, �� 121 et 122 ; et, mutatis mutandis, Fiala c. R�publique tch�que, no 26141/03, � 100, 18 juillet). A cet �gard, la Cour note que selon le rapport d'expertise du 25 mars 2004, le syndrome d'ali�nation parentale n'�tait pas encore � l'�poque tr�s d�velopp� chez l'enfant et sa rencontre avec le requ�rant dans le cabinet de l'expert s'est d�roul�e sans probl�mes (voir paragraphe 16 ci-dessus). Si des mesures ad�quates avaient �t� mises en �uvre rapidement, il n'aurait donc pas �t� difficile pour le mineur de se r�habituer aux visites de son p�re, ce qui a d'ailleurs �t� constat� par le tribunal r�gional encore dix-huit mois plus tard (voir paragraphe 28 ci-dessus). Sur ce point, la Cour prend en compte l'argument du requ�rant selon lequel, au moment de son dernier entretien avec le tuteur (voir paragraphe 27 ci-dessus), l'enfant se trouvait depuis un certain temps sous l'influence exclusive de sa m�re, dans un milieu hostile � l'int�ress�.
53. De l'avis de la Cour, la non-r�alisation du droit de visite du requ�rant est donc imputable surtout � la tol�rance de facto par les tribunaux de la r�sistance constante de la m�re, et � l'absence de mesures visant � instaurer des contacts effectifs. Force est de constater que les autorit�s nationales n'ont pas fait preuve de la diligence qui s'imposait en l'esp�ce, et sont rest�es en de�� de ce qu'on pouvait raisonnablement attendre d'elles. Par ailleurs, �tant donn� les opinions des experts quant � la manipulation de l'enfant par J.Z. et aux capacit�s �ducatives limit�es de celle-ci, la question se pose de savoir si les tribunaux ont �t� inspir�s dans leurs d�marches par l'int�r�t du mineur d�ment �tabli.
54. La Cour se doit enfin de constater que, � ce jour, le requ�rant n'a pas vu son enfant pendant une dur�e de trois ans.
55. Eu �gard � ce qui pr�c�de, et nonobstant la marge d'appr�ciation de l'Etat d�fendeur en la mati�re, la Cour conclut que les autorit�s tch�ques ont omis de d�ployer des efforts ad�quats et suffisants pour faire respecter le droit de visite du requ�rant, m�connaissant ainsi son droit au respect de sa vie familiale garanti par l'article 8 de la Convention. Partant, il y a eu violation de cette disposition.
Wir haben eine �bersetzung dieser Abschnitte des Urteils angefertigt.
Wir haben 2 weitere Urteile des EGMR gefunden, in denen einige Richter abweichende Meinungen zur Urteilsfindung �u�erten und dabei detailliert auf die Notwendigkeit der Beachtung des PAS Ph�nomens hinwiesen:
a) Sommerfeld v. Germany (application no. 31871/96)vom 8.7.2003: PARTLY DISSENTING OPINION OF JUDGE RESS JOINED BY JUDGES PASTOR RIDRUEJO AND T�RMEN.
b) AFFAIRE PATERA c. R�PUBLIQUE TCH�QUE (Requ�te no 25326/03) vom 26.4. 2007: OPINION PARTIELLEMENT DISSIDENTE COMMUNE � M. COSTA ET Mme MULARONI, JUGES.
c) In mindestens 9 weiteren Entscheidungen mit Erkenntnis auf eineVerletzung der Konvention wird PAS zwar nur seitens der Beschwerdef�hrer explizit als Argument eingebracht. Die Ausf�hrungen des Gerichtshofes sind dennoch von Bedeutung f�r die in all diesen F�llen vorliegende Situation einer beharrlichen Umgangsverweigerung durch den Wohnelternteil, die schlie�lich in der Abwesenheit rascher und wirksamer Gegenma�nahmen vom Kind �bernommen wird. Der Gerichtshof ist ja auch nicht zust�ndig daf�r selbst eine PAS Diagnose zu erheben, wenn diese nicht durch psychologische Sachverst�ndige Teil der Verfahren geworden sind, sondern hat lediglich zu beurteilen, ob die nationalen Beh�rden alle im erforderlichen Ma�nahmen im Sinne der Menschenrechte durchgef�hrt haben, angesichts einer Situation die sich ja in diesen F�llen im Grunde auch ohne die n�tzliche, weil zusammenfassende Bezeichnung PAS zumeist deutlich genug beschreiben l�sst.(In der psychologischen Literatur, als auch in Gerichtsurteilen, gab es solche Beschreibungen schon vereinzelt, sogar lange bevor Gardner daf�r den PAS Begriff einf�hrte.) Der Gerichtshof weist in solchen F�llen st�ndig auf die Gefahr hin, dass eine lange Verfahrendauer ohne wirksame Ma�nahmen zur Wiederherstellung eines Umgangs die Entfremsung voranschreiten l��t, sogar bis zur Nichtumkehrbarkeit, und damit oft praktisch den Ausgang der Verfahren bestimmt. Er verwendet dabei den Begriff alienation, bzw. ali�nation, d.h. Entfremdung, ohne Zus�tze.
Zu diesen Entscheidungen geh�ren unter anderem:
1.) Elsholz gegen Deutschland vom 13.7.2000 (Behauptungen, dass damit PAS vom EGMR schon anerkannt wurde, waren vorschnell und unrichtig. Die Entscheidung wird aber besonders h�ufig vom Gerichtshof selbst wieder bei �hnlichen F�llen zitiert, ebenso AFFAIRE REIGADO RAMOS c. PORTUGAL vom 22.11.2005, wo PAS jedoch �berhaupt keine explizite Erw�hnung findet).
2.) AFFAIRE VOLESK� c. R�PUBLIQUE TCH�QUE vom 29.6.2004
3. ) AFFAIRE JAHNOV� c. R�PUBLIQUE TCH�QUE vom 19.10.2004.
4.) AFFAIRE MAR��LEK c. R�PUBLIQUE TCH�QUE vom 4.4.2005.
5.) AFFAIRE PEDOVIČ c. R�PUBLIQUE TCH�QUE vom 18.7.2006.
6.) AFFAIRE FIALA c. R�PUBLIQUE TCH�QUE vom 18.7.2006.
7.) AFFAIRE KŘ�� c. R�PUBLIQUE TCH�QUE vom 9.1.2007.
8.) AFFAIRE MEZL c. R�PUBLIQUE TCH�QUE vom 9.1.2007.
9.) AFFAIRE ANDĚLOV� c. R�PUBLIQUE TCH�QUE vom 28.2.2008
In den F�llen 3-6 sah der Gerichtshof eine Verletzung des Art. 6 wegen zu langer Verfahrensdauer, ohne die Notwendigkeit dann auch noch Art. 8 (Recht auf ein Familienleben) weiter er�rtern zu m�ssen, bzw. keine Verletzung von Art. 8 im Fall 4 �nd nur diese im Fall 9. In den �brigen F�llen wurde auf die Verletzung beider Artikel erkannt. Die Ausf�hrungen des Gerichtshofes zu Art.8 k�nnten insbesondere auch Im Fall Mezl gegen Tschechien kaum deutlicher sein, insbes. was das Versagen der Beh�rden betrifft gegen das Verhalten des Wohnelternteils (der Mutter in diesem Falle) schnell und systematisch genug vorzugehen um das Umgangsrecht des anderen Elternteils durchzusetzen. Dies, obwohl, ganz anders als etwa in Deutschland, sogar mehrere Geldstrafen wegen Umgangsvereitelung verh�ngt worden waren, ebenso wie in anderen solchen F�llen, oder wie im Fall KŘ�� sogar zus�tzlich Gef�ngnisstrafen auf Bew�hrung, die allerdings trotz Wiederholung nicht vollzogen wurden.
Man mag dar�ber spekulieren, warum wir gerade aus Tschechien eine ganze Reihe von Verfahren haben in denen PAS explizit Erw�hnung findet, obwohl sich eigentlich die Fallgeschichten kaum und das menschliche Verhalten in nichts von denen in Deutschland und anderen Staaten unterscheiden. Wahrscheinlich liegt das daran, dass der Kenntnisstand zu PAS bei Betroffenen, aber auch den professionellen Trennungs-/Scheidungsbegleitern (vgl. die Falle Koudelka, Zavrel) h�her ist als anderswo, weil sich dort (in der damaligen Tschechoslowakei) Sozialarbeiter/innen und andere Fachleute wie Psychologen, Ehe- und Familienberater, Psychiater, Gerichtssachverst�ndige, Rechtsanw�lte u. a. intensiv mit PAS besch�ftigt haben, nachdem bereits 1994 das Ministerium f�r Soziale Angelegenheiten die Iniative zur Ver�ffentlichung einer �bersetzung ausgew�hlter Teile des Werkes von Psychiater Prof. R. Gardner im Rahmen des Projekts "Jahr der Familie 1994" ergriffen hatte, wie der Prager Psychologe Eduard Bakalar berichtete (Gardner f�hrte den PAS Begriff in 1985 ein, in Deutschland erschienen die ersten Arbeiten in 1998.).
Urteile aus verschiedenen Staaten:
R. A. Gardner hatte eine umfangreiche Liste Urteile aus den USA und anderen Staaten mit PAS Bezug kompiliert (letzter Eintrag 23.5. 2003. Der Autor verstarb 2 Tage danach.)
Demosthenes Lorandos diskutiert besonders interessante amerikanischer Urteile zu PAS im neuen International Handbook of Parental Alienation Syndrome (2006), S. 333-351: Parental Alienation Syndrome in American Law. Darunter ist auch der Fall Schutz v. Schutz (1988).
Schutz v. Schutz, Florida Court of Appeals 1988. Dieser Fall geh�rt inzwischen zur Pflichtlekt�re in Familienrecht an vielen amerikanischen Universit�ten, vor allem weil er die Verpflichtung des sorgeberechtigten Elternteils die positive Beziehung des Kindes zum anderen Elternteils zu f�rdern besonders deutlich macht. Das Urteil und, dass diese von den Gerichten ausgesprochene und sanktionsbewehrte Verpflichtung nicht gegen die verfassungsm�ssigen Grundrechte (der freien Rede) verst��t wurde schlie�lich auch vom Florida Supreme Court 1991 best�tigt ( Beschluss, pdf Datei). Er f�gte hinzu:[A] custodial parent has an affirmative obligation to encourage and nurture the relationship between the child and the noncustodial parent. This duty is owed to both the noncustodial parent and the child. Thisobligation may be met by encouraging the child to interact with thenoncustodial parent, taking good faith measures to ensure that thechild visit and otherwise have frequent and continuing contact withthe noncustodial parent and refraining from doing anything likely to undermine the relationship naturally fostered by such interaction.
Auch nach � 1684 Abs. 2 BGB und der deutschen Rechtspraxis haben Eltern alles zu unterlassen, was das Verh�ltnis des Kindes zum jeweils anderen Elternteil beeintr�chtigt oder die Erziehung erschwert und insbesondere Kinder zum Umgang anzuhalten, auch wenn das weniger drastisch ausgedr�ckt wird, wie in diesem Fall. Der entremdende Elternteil wurde fast poetisch (deshalb ohne �bersetzung) wie folgt beschrieben:
"The Court has no doubt -not a reasonable one , not even an unreasonable one, or even a scintilla, shadow or peradventure of doubt -that the cause of the blind, brainwashed, bigoted, belligerence of the children toward the father grew from the soil nurtured, watered and tilled by the mother. The Court is thoroughly convinced that the mother breached every duty she owed as the custodial parent to the noncustodial parent of instilling love, respect and feeling in the children for their father. Worse, she slowly dripped poison into the minds of these children, maybe even beyond the power of this Court to find the antidote. But the court will try" .
Das Gericht trug der Mutter entsprechend auf:
"to do everything in her power to create in the minds of [the children] a loving, caring feeling toward the father . . .
[and] to convince the children that it is the mother's desire that they see their father and love their father."
Und f�gte hinzu, dass die Verletzung dieser Verpflichtungen "either in words, actions, demeanor, implication or otherwise" die "severest penalties . . ., including contempt, imprisonment, loss of residential custody or any combination thereof" zur Folge haben w�rden.
Israel,1993 : Tatbestand der Entf�hrung trotz alleinigem Sorgerecht, "Kindeswille" wegen Parental Alienation Syndrom unbeachtlich bei Artikel 13 des Haager �bereinkommens.
Urteil des Cour d'Appel Qu�bec (deutsche �bersetzung: DAVorm. 1/98) Leits�tze ( Opinion du Juge Baudouin,1994 *). ......
R. (M.) (Re), 2001 CanLII 13344 (QC C.Q.), COUR DU QU�BEC, Chambre de la jeunesse, &. April, 2001. Kindeswohlgef�hrdung: Sexuelle Missbrauchsanschuldigungen im Zusammenhang mit PAS.
Canada NATIONAL POST - CanWest News Service A9 - 20 January, 2004 �Woman fined $10,000 for �parental alienation� � Hefty fine unusual - "Repeatedly blocked father�s access to children."By Cristin Schmitz.OTTAWA : An Ontario woman who poisoned her children�s minds against their �good and loving father� has been fined $10,000 � and threatened with farther fines and imprisonment � in what is believed to be the harshest penalty yet imposed by a Canadian court for �parental alienation�.
Die Medienberichte sind nicht mehr verf�gbar, daf�r aber ein Urteil nach dem siebenten Jahr der gerichtlichen Ausseinandersetzungen und ungef�hr 15, leztlich erfolglosen Anordnungen �ber Umgang, aber auch Beratung, Therapie und psychiatrische Begutachtung der entfremdenden Mutter der drei Kinder: Cooper v. Cooper, Court File No. D36720/98, Ontario Superior Court of Justice. (pdf Datei). Die etwa ersten 11 Seiten des 23 seitigen Urteils befassen sich mit Unterhalt, Aufteilung der Pensionsanspr�che des Vaters (Alleinverdiener als Pilot) etc. Von der Mutter (jetzt 52) wird jetzt ebenfalls eine volle Erwerbst�tigkeit entsprechend einem im Urteil festgelegten und anzurechnenden noch fiktiven Einkommen erwartet. Die verbleibenden Seiten fallen befassen sich mit dem Antrag des Vaters auf Verurteilung wegen der Missachtung der Gerichtsbeschl�sse, Umgang und Sorgerecht. Obwohl die Mutter die Nichtbeachtung der Gerichtsbeschl�sse s�mtlich bestreitet, u.a. mit dem auch bei uns sattsam bekannten Argument, den Willen der Kinder respektieren zu m�ssen, ist das Gericht durch die F�lle der Fakten v�llig vom Gegenteil �berzeugt und droht zus�tzlich zu den 10,0000 $ Geldstrafe, gleich mit einer weiteren Geldstrafe von 15,000 $, sollte sie der Anordnung zur Therapie und Reeintegration der noch bei ihr wohnhaften jetzt 16 j�hrigen Tochter nicht g�nzlich nachkommen. F�r den Fall, dass das dann weiterhin zutr�fe wurden gleich eine Gef�ngnisstrafe von 30 Tagen und m�gliche Konsequenzen f�r das (gemeinsame) Sorgerecht angedroht. Von der Anordnung eines Wechsel des Kindes zum Vater wurde angesichts des erreichten Alters abgesehen. Der Vater akzeptierte, dass die 21 j�hrige Tochter ihren eigenen Weg der Wiederann�herung findet, vieleicht �hnlich wie 25 j�hrige Tochter nach ihrer Verheiratung. Das Urteil stellt die Verantwortung der Mutter f�r die Kontaktverweigerung und Entfremdung der Kinder vom Vater ausf�hrlich und mit an nichts fehlender Deutlichkeit dar, obwohl daf�r der Ausdruck Parental Alienation Syndrome nicht gebraucht wird, sondern den auch in fr�her schon in der Psychologie daf�r gebr�uchlichliche auf diese Verantwortung sogar direkter hinweisenden Ausdruck "enmeshment" = Verstrickung eines Elternteils mit den Kindern in einer ausschlie�lichen, den anderen Elternteil ausgrenzenden, pathologischen Weise.
In erster Linie aus Medienberichten kennen wir bisher die folgenden F�lle:
8.6.2008: Kanadisches Gericht (Ontario Superior Court) �bertr�gt das Sorgerecht auf die entfremdete Mutter und ordnet die Teilnahme des 13 j�hrigen Kindes am Programm einer speziellen U.S. Einrichtung f�r vom Parental Alienation Syndrome betroffene Kinder, "Family Workshop for Alienated Children" (Mitbegr�nder Prof. Warshak, Dallas, Texas), an, berichtete ausf�hrlich die gro�e Tageszeitung Toronto Globe and Mail:Judge rules father brainwashed son into hating mother by Kirk Makin. On-line 15/05/08 07:23 PM : Mother given custody of 13-year-old, who will be flown against his will to a U.S. facility that deprograms children... (auch hier)
Und am 19.5.2008 ebenfalls ein Bericht �ber PAS F�lle: Turning child against parent 'very common' in nasty separations by CARLY WEEKS. Print Edition 19/05/08 Page L1 : The last time Jane Smith spoke to her eldest son, he told her he wished she was dead. She hasn't had a conversation with her youngest son in seven years......
zu diesen Berichten vgl. auch: http://parentalalienationcanada.blogspot.com/2008/05/chapter-113-precedent-setting-case-in.html.
14.1.2009, Toronto Star: Mom loses custody for alienating dad. Ruling a 'wake-up call' for parents who use kids to punish ex-partners.
The mother's "consistent and overwhelming" campaign to brainwash the children into thinking their father was a bad person was nothing short of emotional abuse, Justice Faye McWatt of the Superior Court of Justice wrote in her decision. ......McWatt stipulated that K.D. is to have no access to the children except in conjunction with counselling, including a special intensive therapy program for children affected by "parental alienation syndrome." The mother must bear the costs. .......
Dass man dieses Verhalten �ber ein Jahrzehnt lang zugelassen hat, ist auch in unseren Augen auf berechtigte Kritik gesto�en, allerdings kennen wir ja auch hier genug F�lle in denen die Gerichte nach einer Reihe von Jahren einfach kapitulierten, und das nicht selten durch Aussetzen des Umgangsrechts, damit "Ruhe" einkehrt. Die psychologische Sachverst�ndige, Barbara Fidler, hatte schon 8 Jahre zuvor auf das Risiko einer Entfremdung der Kinder vom Vater hingewiesen, ebenso auf die Langzeitfolgen die daraus resultieren k�nnen. [Wir werden in K�rze �ber ein neues Buch zu diesem Thema von Fidler et al berichten.]
Zu einer Reihe von weiteren, in den Grundz�gen ja immer �hnlichen F�llen sind jedoch bereits Gerichtsurteile mit explizitem PAS Bezug im Internet zu finden, zum Teil sogar im Volltext auf offiziellen Servern.:
Eine Zusammenfassung von richterlichen Definitionen von PAS (mit links zu den Urteilen, aus Kanada) findet sich in einem Rechtslexikon.
B.S.P. and D.G.P., Queens Bench for Saskatchewan, Docket No. 005359 of 2006, Battleford, Family Law Division, Citation 2008 SKQB 63, Feb. 8, 2008. Auch hier eine sehr ausf�hrliche Darstellung der PAS Literatur und entsprechender Urteile. Der Fall unterscheidet sich insofern doch etwas vom �blichen Schema, indem die Kinder nach der Trennung zun�chst bei der Mutter verblieben, die fast ausschlie�lich die Kinder auch bisher versorgt hatte, der sehr autorit�re Vater es aber innerhalb etwa eines Jahres dennoch schaffte die Kinder derart zu kontrollieren und massiv zu beeinflussen, dass sie sich dann �berwiegend bei ihm aufhielten und sp�ter der Mutter der Umgang ganz verweigert wurde. Der Beschluss fordert den sofortigen Wechsel der Kinder zur Mutter, mit dreimonatiger Kontaktsperre f�r den Vater, danach bei gemeinsamer Sorge einmonatlicher Wechsel der Kinder zwischen den nicht weit voneinander entfernten elterlichen Wohnungen.
S.P. and P.B.D., Ontario Superior Court of Justice, Court File No. 22661. August 10, 2007, setzt sich besonders ausf�hrlich auch mit fr�heren Entscheidungen zu PAS auseinander, entsprechend auch dem Auftrag an den Sachverst�ndigen:,...the parties and children submit to assessment, including psychological testing as deemed necessary and appropriate by Dr. Hepburn. Dr. Hepburn is to be provided with copies of all pleadings and relevant documents produced in this action. He is requested to explore J.S.D.'s anxiety and report on its nature, causes and treatment, including the possibility of the presence of parental alienation. He is requested to assess the personalities and other relevant characteristics of the parties with a view to the allegations on each side, the parties� parenting abilities and an appropriate plan of custody and access in the best interests of the children. The parties are directed to provide Dr. Hepburn with access to the children�s counsellors and teachers so that he may consult with them. He is requested to recommend such therapy or treatment of the children or parties as would advance a healthy relationship between the children and both parties.
Die einstweilige Anordnung fordert die sofortige Unterbringung der Kinder beim entfremdeten Elternteil, hier Vater, mit lediglich begleitetem Umgang und sehr eingeschr�nktem Telefonkontakt f�r die bisher entfremdende Mutter f�r etwa ein Monat. Zu Schulbeginn m�ssten die Kinder jedenfalls in der Obhut des Vaters sein, um auch den Schulbeh�rden deutlich zu machen, dass dieser ein vollwertiger Elternteil und sehr wichtig im Leben der Kinder ist. Es wird der Hoffnung Ausdruck gegeben, dass durch diese Ma�nahmen und begleiteten Hilfeangeboten eine Normalisierung erreicht werden kann, derart dass die Kinder auch wieder zur Mutter wechseln k�nnten, womit der Vater bei einer zufriedenstellenden Umgangsregelung auch einverstanden w�re.
Weitere kanadische Gerichtsurteile mit explizitem PAS Bezug k�nnen z. B. einer Webseite des Canadian Children's Rights Council - Conseil canadien des droits des enfants entnommen werden. Zusammenfassungen solcher F�lle sind auch auf der Webseite eines kanadischen Anwalts zu finden: PARENTAL ALIENATION CASES. WILL THE COURTS SWITCH CUSTODY?
Nicholas Bala, Suzanne Hunt & Carrie McCarney, Faculty of Law, Queen�s University, Parental Alienation: CANADIAN COURT CASES 1989�2008, ist in Family Court Review 48 (1), 164-179 (January 2010) erschienen, siehe PAS Literaturverzeichnis. Zusammenfassung Vgl. auch COLMAN'S Parental Alienation Research (2009) . U.a. umfangreiche Zusammenstellung und Kommentierung von Gerichtsurteilen mit PAS Bezug. Gerichtliche Ma�nahmen bei PAS und Anschuldigungen von h�uslicher Gewalt und sexuellem Missbrauch im Zusammenhang mit Trennung /Scheidung sind auch ausf�hrlich dargestelt in
Barbara Jo Fidler, Nicholas Bala, Rachel Birnbaum, Katherine Kavassalis, Challenging Issues in Child Custody Disputes. A Guide for Legal and Mental Heath Professionals, Carswell, Toronto 2008, 385 Seiten, ISBN 978-0-7798-1758-0.
Eine im Prinzip ganz �hnliche Gerichtsentscheidung (weitgehend auch den fr�hen Vorschl�gen von R. A. Gardner f�r besonders schwere PAS F�lle entsprechend) , "Sentencia pionera sobre el s�ndrome de alienaci�n parental" (Pioneerurteil mit Bezug auf das Parental Alienation Syndrome) erging in Manresa, Spanien, am 14.6.2007 gegen eine Mutter, die aus Rachsucht und Hass die Tochter gegen den Vater programmierte (das ist immer prim�r eine Frage der Macht dazu, nicht des Geschlechts!). Ihr wurde das Sorgerecht entzogen und auf den Vater �bertragen. Au�erdem wurde ihr und ihrer Herkunftsfamilie der Kontakt zur Tochter f�r die n�chsten 6 Monate untersagt. F�r eine �bergangsphase, bis zum Wechsel zum Vater, sollte das Kind bei den vaterseitigen Gro�eltern leben. Details und Kommentare dazu aus nationalen Fernsehsendungen, Zeitungen etc. sind f�r Zuschauer / Leser mit guten Spanisch Kenntnissen noch reichlich im Internet zu finden, u.a. auch das Urteil (pdf, 24 Seiten), ein Bericht (auch mit Video) der gro�en Madrider Tageszeitung EL PA�S, nationaler Fernsehstationen, z. B. TVE (13:25 min) oder von Telecinco (1:43 min) etc. (Die bekannten Angriffe ad hominem auf R. A. Gardner fehlen erwartungsgem�� leider auch nicht ganz.) Dieses Urteil ist aber nur eines unter zahlreichen mit Bezug auf PAS, wie einer Grafik der zivilen und strafrechtlichen Anh�rungen in Spanien, 2002- 30.6. 2007 zu entnehmen ist.
Weitere spanische Urteile mit direktem PAS Bezug sind ebenfalls im Internet zu finden, u.a. �ber die die bereits beachtlich lange Auflistung: Sentencias de Audiencias Provinciales que incluyen la palabra Alienaci�n Parental. La Alienaci�n Parental llega a las Audiencias Provinciales, (Ansatzweise automatische deutsche �bersetzung).
Wir m�chten hier auch auf einen Fall hinweisen der gerade jetzt, 2009, in den USA heftig diskutiert wurde, obwohl die Anf�nge des Sorge- und Umgangsrechtskonflikts bis in das Jahr 1990 zur�ckreichen. Er beleuchtet n�mlich sehr gut wie m�chtige Lobbies, wenn auch nicht �ffentlich gef�rdert, wie teilweise bei uns, mit �u�erst unsachlichen Argumenten und sogar pers�nlichen Angriffen auf den Namensgeber, R. A. Gardner, Kontroversen um das Parental Alienation Syndrome sch�ren, u.a. mit der Behauptung es sei eine blo�e Taktik gewaltt�tiger Vater gegen M�tter im Kampf um das Sorgerecht. �bersehen wird dabei auch sehr geflissentlich, dass mit einer zunehmenden Zahl von V�tern als alleinigem Wohnelternteil auch zunehmend M�tter von Ausgrenzung / Entfremdung betroffen sind, ja wie Christine Brinck an Hand eines literarischen Beispiels, Effi Briest von Theodor Fontane, in einem Zeitungsartikel, ,,Wie Baron Instetten die kleine Annie abrichtete", zeigte, dass das schon zu Zeiten der Fall war als "elterliche Gewalt", wie das Sorgerecht auch lange danach noch hie�, ausschlie�lich M�nnersache war. Der Beispielfall hat den Vorzug, dass die Gewaltbehauptungen vollig haltlos und die tats�chliche intensive Entfremdungskampagne der jetzt auch noch teilweise von den Medien unterst�tzten Mutter nicht f�r das Gericht deutlich genug war um einen Sorgerechtswechsel zum zu Unrecht beschuldigten Vater anzuordnen (den die Mutter dann aber bald durch Kindesentf�hrung nach Belgien zunichte machte), sondern dass der Fall, jetzt auch offentlich zug�nglich Punkt f�r Punkt durch umfangreiche Gerichtsakten und Gutachten hervorragend dokumentiert ist. Die Dokumentation hat ein in den USA zu diesen Themen sehr bekannter Journalist und Radiokommentator zusammengetragen: Glenn Sacks, The Controversial Holly Collins Custody Case--What Really Happened? (26.1. 2009). Lesenswert!
[ in Deutschland vgl. zu dieser Thematik z. B. Fegert, ,Parental Alienation oder Parental Accusation Syndrome?, Kind Prax 1/2001 S. 3-7; 2/2001, S. 39-42; die leider auch schon in Gerichtsentscheidungen als �bersetzung Eingang gefundene nur polemische Arbeit der Frauenrechtlerin C. Bruch, Parental Alienation Syndrome und Parental Alienation:Wie man sich in Sorgerechtsf�llen irren kann, FamRZ 2002,1304ff.; oder Kongress Kinderschutz und Kindeswohl im Sorge -und Umgangsrecht, Frankfurt/Main 18-19.1.2008, oder das daraus laut Ank�ndigung hervorgegangene neue Buch: Anita Heiliger, Eva-K. Hack (Hrsg.),Vater um jeden Preis?, Zur Kritik am Sorge- und Umgangsrecht, Verlag Frauenoffensive, 2008; Salgo, 2006.]. Dass es solche F�lle einer missbr�uchlichen Verwendung des Begriffes Parental Alienation Syndrome auch geben mag, genau so wie es Versuche gibt, durch Vort�uschen einer psychischen Erkrankung der Verantwortung f�r Straftaten zu entgehen, soll hier nicht in Frage gestellt werden, obwohl die "Kinderschutz- und Missbrauchs-Industrie" bisher den Nachweis eines konkreten Falles, in dem ein Familiengericht auf diese Weise nachhaltig gest�uscht wurde, schuldig geblieben ist, nicht nur in Deutschland, sondern auch in den U.S.A. etc.
Die einzig richtige Antwort auf solche Kontroversen ist eine m�glichst gr�ndliche wissenschaftliche Bearbeitung des Ph�nomens, wozu selbstverst�ndlich auch sachliche Kritik geh�rt, und Fortbildung der damit in der Praxis befassten Personen. Von Entfremdung Betroffene sollten sich auch immer zun�chst kritisch fragen, was sie m�glicherweise selbst dazu beitragen, raten wir auch stets.
Allen hier pr�sentierten Urteilen ist nicht nur das �berall gleiche menschliche Verhalten gemeinsam, das sich darin wiederspiegelt, sondern auch, dass die Gerichte sich gr�ndlich mit der Entfremdungsproblematik befasst haben und dabei sich nicht gescheut haben mit aller n�tigen Deutlichkeit auch den ausl�senden Beitrag eines Elternteils zu beleuchten. Nur eine solche schonungslose Ursachenforschung erm�glicht es dann auch die n�tigen Schritte einzuleiten. Dass man dabei behutsam und verh�ltnism��ig in der Wahl der Mittel vorgehen sollte, aber zugleich auch z�gig und entschlossen, um eine Verh�rtung des Elternkonflikts und Verfestigung der Eltern-Kind-Entfremdung, eventuell sogar bis zu einem "point of no return" (ohne Umkehrpunkt) und gravierenden Langzeitfolgen zu vermeiden, erfordert immer eine schwierige Abw�gung. Leider bedeutet sie auch manchmal die bittere Erkenntnis im Nachhinein, dass Appelle an die Elternverantwortlichkeit, Beratungs- und Therapieangebote oder auch richterliche Sanktionsandrohungen allein nichts fruchteten, sondern dass weit fr�her ernsthafte Schritte eingeleitet h�tten m�ssen, wie erhebliche Geldbu�en etc. zur F�rderung der "Einsicht" beim entfremdenden Elternteil und der Befolgung gerichtlicher Anordnungen, oder auch ein Wechsel des Kindes zum anderen, bindungstoleranten Elternteil. Gerade das letztere darf nicht schematisch erfolgen, sondern erfordert mit R�cksicht auf die zu diesem Zeitpunkt ja noch, gelinde gesagt, besonders unausgeglichenen Bindungen des Kindes gr��te Sorgfalt, ist aber dennoch manchmal die einzig verbleibende wirksame Ma�nahme, wenn auch sie sp�t, aber noch nicht schon zu sp�t kommt.
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Zuletzt geändert:08 November 2016.

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