Source: http://www.deutsche-anwaltshotline.de/rechtsberatung/104417-erbe-fristgerecht-ausschlagen
Timestamp: 2017-01-18 20:07:40+00:00

Document:
Erbe fristgerecht Ausschlagen
Erbe fristgerecht AusschlagenOnline-Rechtsberatung von Rechtsanwalt Gerd FingerStand: 23.06.2011Frage: Ein Miterbe erklärt unbeteiligten Dritten, er habe das Erbe angenommen, seinen Miterben aber sagt er, er werde ausschlagen und geht letztlich fristgerecht am letzten Tag der Ausschalgungsfrist zum Erbschaftsgericht und beurkundet seine Ausschalgung. Was gilt? Ist er Erbe geblieben oder nicht. E-Mail-Beratung:Jetzt kostenloses Angebot anfordern!Hier gehts los.Telefonberatung: Jetzt anrufen unter 0900-1 875 000-141,99 €/Min. inklusive 19% MwSt aus dem Festnetz der Deutschen Telekom; ggf. abweichende Preise aus MobilfunknetzenAntwort:Sehr geehrter Mandant,nach § 1943 BGB ( Bürgerliches Gesetzbuch ) kann mit Annahme der Erbschaft diese nicht mehr ausgeschlagen werden.Dabei muss eine rechtsgültige Annahmeerklärung gegenüber einem der Beteiligten der Erbschaft erfolgen,dies sind u.a. Nachlassgläubiger,Nachlassschuldner,Miterben,Nachlassgericht etc. . Eine einem unbeteiligten Dritten gegenüber abge-gebene Annahmeerklärung ist nicht rechtswirksam und berechtigt weiter zur Ausschlagung der Erschaft durch Erklärung gegenüber dem Nachlassgericht in der gesetzlich vorgegebenen Form des § 1945 BGB und innerhalb der 6-Wochenfrist des § 1944 BGB.Die dem unbeteiligten Dritten gegenüber gegebene Erklärung führt daher nicht zum Verlust des Rechtes auf Erbausschlagung.Allerdings kann eine Erbannahme auch konkludent, also durch schlüssiges Verhaltenerfolgen. Dies ist beispielsweise das Geltendmachen von Erbschaftsansprüchen, die dauerhafte Inbesitznahme von Erbschaftsgegenständen oder deren Veräußerung, die Beantragung des Erbscheins etc. .Nach Ihrer Fragestellung hat der Betreffende jedoch lediglich gegenüber unbeteiligten Dritten erklärt, er habe das Erbe angenommen.Darin ist weder eine Annahmeerklärung zu sehen noch eine Annahme durch konkludentes Verhalten.Im Ergebnis hat der Betreffende daher die Erbschaft durch fristgerecht beurkundeteAusschlagungserklärung gegenüber dem Nachlassgericht rechtswirksam ausgeschlagen.
Interessante FÃ¤lle aus der E-Mail-Rechtsberatung zu NachlassgerichtGirokonto an Betreuerin vererben | Stand: 12.06.2012FRAGE: Ich besitze Wertpapiere/Aktien und habe ein Giro-Konto wie üblich. Ich möchte, dass meine einzige Verwandte, eine Nichte, die Wertpapiere/Aktien erbt und eine Nichtverwandte, die ich seit zig-Jahre...ANTWORT: Es bestehen keinerlei Bedenken, dass Sie einer eventuellen Betreuerin Ihr Guthaben auf dem Girokonto vererben. Eine Beschränkung für Betreuungspersonen gilt nach § 14 HeimG nur, wenn ei ...weiter lesenTestament fÃ¼r ungÃ¼ltig erklÃ¤ren lassen | Stand: 16.02.2012FRAGE: Mein Schwiegervater hat meine Frau enterbt. Zum Zeitpunkt der Errichtung des notariellen Testaments bezog er eine Rente wegen Schizophrenie und Demenz. Es liegen rund um den Zeitpunkt der Testamentserrichtun...ANTWORT: Ihrer Schilderung zur Folge gehe ich davon aus, dass Sie aufgrund der testamentarischen Enterbung Ihrer Frau ein gerichtliches Verfahren vor dem Nachlassgericht angestrengt haben, um zu erreichen, das ...weiter lesenNachlassgericht: Erbe gerecht aufteilen | Stand: 28.08.2011FRAGE: Wir, ein deutsches Rentnerehepaar, leben mit erstem und einzigem Wohnsitz in Österreich. Unsere Renten-Einnahmen kommen aus Deutschland. Wir leben bei unserer ältesten Tochter in Österreich...ANTWORT: Nachdem Sie offenbar deutscher Staatsbürger sind, in Österreich leben und Vermögen nach Ihrem Tod verteilen wollen, ist dies eine Frage des internationalen Privatrechts.Nach Ihrer Anfrag ...weiter lesenAnsprÃ¼che geltend machen - Erbfolge | Stand: 26.04.2011FRAGE: Lebe seit 12 Monaten getrennt. Am 10.04.2011 ist meine Frau verstorben.Ihre Kinder haben mich nicht informiert.Nun benötige ich folgende Unterlagen um meine Ansprüche geltend machen zu können:Rentenbeschei...ANTWORT: Sehr geehrter Mandant,Grundsätzlich halte ich es zunächst für besser, wenn Sie die in der Frage bezeichneten Unterlagen in einem freundlich formulierten Schreiben anfordern. Erst wenn Si ...weiter lesenErbe nur Schulden - Erbe antreten ? | Stand: 19.02.2011FRAGE: Mein Vater ist im letzen April verstorben und läßt seinen 6 Kindern nur Schulden. Ich habe jetzt erst offiziell Kenntnis davon erhalten, als das Inkassobüro Geldforderungen an mich stellte. Ic...ANTWORT: Sehr geehrte Mandantin,Grundsätzlich beträgt die Frist für die Ausschlagung des Erbes und damit die Sicherstellung, dass Sie nicht für Verbindlichkeiten in Anspruch genommen werde ...weiter lesenErbstreitigkeiten mit FamilienangehÃ¶rigen | Stand: 29.01.2011FRAGE: Mein Mann ist vor 5 Jahren verstorben. Wir haben 2 Töchter.Wir haben einen Garten von 409m² mit Bungalow und mein Mann hatte landwirtschaftliche Flächen (wenig,da auch in Erbengemeinschaf...ANTWORT: Sehr geehrte Mandantin,Was nun Ihre Fragen angeht, so haben Sie insoweit Recht, dass der PKW als Familien-PKW zum gesetzlichen Voraus nach § 1932 BGB gehört, da Sie auf den PKW angewiesen sind ...weiter lesen
RechtsbeitrÃ¤ge Ã¼ber Erbrecht / Erb- und SteuerrechtInteressante BeitrÃ¤ge zu NachlassgerichtWann das Amt des Testamentsvollstreckers beginnt | Stand: 22.05.2015Das Amt beginnt nicht automatisch mit dem Tod des Erblassers, sondern vielmehr erst durch die Annahme der Testamentsvollstreckung durch den Berufenen (§ 2202 Abs. 2 BGB). Die Annahme erfolgt durch Erklärung gegenüber ...weiter lesenKontrolle eines Testamentsvollstreckers? | Stand: 01.09.2014Es entspricht der Freiheitlichkeit des Amtes des Testamentsvollstreckers, dass dieser keiner Überwachung oder Aufsicht durch das Nachlassgericht unterliegt. Das Gesetz kennt keine gerichtliche oder behördliche Kontrolle ...weiter lesenDer Testamentsvollstrecker - seine Rechtsstellung | Stand: 14.07.2014Der Testamentsvollstrecker ist Inhaber eines privaten Amtes und hat die Stellung eines Treuhänders. Das private Amt ist dem Testamentsvollstrecker vom Erblasser übertragen. Er übt aufgrund dessen sodann kraft ...weiter lesenErbe ausgeschlagen - was passiert mit den Sachen im Besitz? | Stand: 28.01.2014Immer häufiger kommt es vor, dass sich nahe Angehörige eines Verstorbenen gezwungen sehen, dessen Erbschaft auszuschlagen, zum Beispiel, weil der Erbe verschuldet war oder sie sich anderweitig Regressansprüchen ...weiter lesenTestamentsablieferungspflicht - unverzÃ¼glich nach Tod des Erblassers | Stand: 20.06.2013Das Gesetz sieht vor, dass jeder, der im Besitz eines Testaments ist, dieses unverzüglich nach dem Tod des Erblassers an das Nachlassgericht abzuliefern hat - das besagt § 2259 BGB. Dabei muss es sich nicht ausdrücklich ...weiter lesenWas tun bei Benachrichtigung durch das Nachlassgericht ? | Stand: 07.03.2013Tritt ein Todesfall ein und der Verstorbene hatte ein Testament beim Nachlassgericht hinterlegt, informiert das Nachlassgericht die Personen, die als Erben in Frage kommen könnten. Das sind zunächst einmal alle ...weiter lesenNicht vernichtetes TestamentNÃ¼rnberg (D-AH) - HinterlÃ¤sst ein Verstorbener zwei formal gÃ¼ltige Testamente, ist immer das zuletzt verfasste der beiden Dokumente als sein buchstÃ¤blich letzter und damit umzusetzender Wille anzusehen. Auch dann, wenn nach ...weiter lesen

References: § 1943
 § 1945
 § 1944
 § 14
 § 1932
 § 2259