Source: http://www.arbeitsrecht.de/forum/arbeitsrecht/182176-verguetung-auf-stundenbasis.html
Timestamp: 2017-09-23 12:57:22+00:00

Document:
Vergütung auf stundenbasis - arbeitsrecht.de Forum - Das Forum zum Arbeitsrecht und Sozialrecht
\r\n	\r\n	 \r\n	\r\n	12.10.2005, 20:03\r\n	\r\n	\r\n	\r\n
\r\n	\r\n	Silvia\r\n	\r\n
\r\n	 \r\n	Vergütung auf stundenbasis\r\n
\nHabe folgendes problem:
\nIch arbeite als Friseurin und Arbeite auf stundenbasis für 7,20Euro/
\nStd Bruttoentgelt und auf eine Art Provisions basis. Dass heißt: ich muss einen minimum umsatz erbringen. Laut Arbeitsvertrag: "Die Mindestumsatzerwartung beträgt den Vierfachen Bruttolohn, also 28,80Euro/ Std".
\nIch habe aber in meinen vertrag keinerlei Beträge gefunden wieviel oder was der mindestumsatz sein soll.
\nDoch dies ist nicht dass eigentliche problem.
\nDass Problem ist Folgendes:
\nIn meinen vertrag ist leider nicht geregeld was die urlaubsansprüche sind bzw. wieviel urlaubstage ich pro jahr habe. Habe diesbezüglich schon mit meinen AG geredet und der meint " dass weil wir auf provisionsbasis bzw. Stundenbasis Arbeiten, haben wir keinen anspruch auf Lohnfortzahlung bei Urlaub". Wir können allerdings unseren urlaub selber bestimmen dennoch wenn wir urlaub in anspruch nehmen, können wir keinen umsatz erbringen und kriegen dann auch nichts bezahlt für die Tage dass wir urlaub haben.
\nDesweitern habe ich auch probleme mit der Lohn-/Gehaltsfortzahlung im Krankheitsfall.
\nMein AG zahlt zusätzlich nicht bei Krankheitsfall mit Krankenschein. Im gegenteil: er zieht mir die Fehltage bzw. Fehlstunden die ich bei der Krankheitstage habe sogar vom gehalt ab.
\nDie Lohn-Gehaltfortzahlung im Krankheitsfall ist zwar im Arbeitssvertrag geregeld mit:
\n1."Die Lohn-/Gehaltsfortzahlung im entspricht den jeweiligen gesetzlichen Vorschriften in der Aktuellen Form.
\n2.Um diesen Anspruch aufrecht zu erhalten, legt der AN für jeden von der Arbeit befreiten Tag durch Krankheit eine ärztliche Bescheinigung vor. Diese hat spätestens am 3.Arbeitstag nach Feststellung durch den Arzt bei einem Vorgesetzten des AN eingegangen zu sein.
\n3.Der AN verpflichtet sich, Fehlzeiten durch Krankheit unverzüglich,jedoch spätestens bis 9.00uhr des jeweiligen ersten Tages, bei einem Vorgesetzten anzuzeigen. Bei wiederholtem Fehlverhalten kann dies zur Kündigung führen."
\nMeine Frage:
\nIst die alles rechtens??? Muss der AG nicht bei Urlaub eine Lohnfortzahlung zahlen??? Und muss er mir bei Krankheit mit Krankschein keinen Lohnfortzahlung zahlen anstatt es mir vom gehalt ab zu ziehen???
\nEs gibt doch gesetzliche Regelungen was der Urlaubsanspruch und der gleiche für einen AN angeht,oder?
\nWäre nett wenn ich dringend eine Antwort bekommen könnte.
\nBedanke mich schonmal im Vorraus,
\nMit Freundlichen Grüsse,
\nSilvia
\r\n\r\n\r\n\r\n'; pd[940599] = '\r\n\r\n	\r\n\r\n
\r\n	\r\n	 \r\n	\r\n	13.10.2005, 12:23\r\n	\r\n	\r\n	\r\n
\r\n	\r\n	Gast\r\n	\r\n
\r\n	 \r\n	RE: Vergütung auf stundenbasis\r\n
\nDu hast Anspruch auf Urlaub, Urlaubsentgeld und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, wie jeder andere Arbeitnehmer auch.
\nBUrlG § 1 Urlaubsanspruch
\nJeder Arbeitnehmer hat in jedem Kalenderjahr Anspruch auf bezahlten Erholungsurlaub.
\nBUrlG § 2 Geltungsbereich
\nArbeitnehmer im Sinne des Gesetzes sind Arbeiter und Angestellte sowie die zu ihrer Berufsausbildung Beschäftigten. Als Arbeitnehmer gelten auch Personen, die wegen ihrer wirtschaftlichen Unselbständigkeit als arbeitnehmerähnliche Personen anzusehen sind; für den Bereich der Heimarbeit gilt § 12.
\nBUrlG § 3 Dauer des Urlaubs
\n(1) Der Urlaub beträgt jährlich mindestens 24 Werktage. (2) Als Werktage gelten alle Kalendertage, die nicht Sonn- oder gesetzliche Feiertage sind.
\nEntgFG § 3 Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall
\n(1) Wird ein Arbeitnehmer durch Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit an seiner Arbeitsleistung verhindert, ohne daß ihn ein Verschulden trifft, so hat er Anspruch auf Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall durch den Arbeitgeber für die Zeit der Arbeitsunfähigkeit bis zur Dauer von sechs Wochen. Wird der Arbeitnehmer infolge derselben Krankheit erneut arbeitsunfähig, so verliert er wegen der erneuten Arbeitsunfähigkeit den Anspruch nach Satz 1 für einen weiteren Zeitraum von höchstens sechs Wochen nicht, wenn
\n1. er vor der erneuten Arbeitsunfähigkeit mindestens sechs Monate nicht infolge derselben Krankheit arbeitsunfähig war oder
\n2. seit Beginn der ersten Arbeitsunfähigkeit infolge derselben Krankheit eine Frist von zwölf Monaten abgelaufen ist.
\n(2) Als unverschuldete Arbeitsunfähigkeit im Sinne des Absatzes 1 gilt auch eine Arbeitsverhinderung, die infolge einer nicht rechtswidrigen Sterilisation oder eines nicht rechtswidrigen Abbruchs der Schwangerschaft eintritt. Dasselbe gilt für einen Abbruch der Schwangerschaft, wenn die Schwangerschaft innerhalb von zwölf Wochen nach der Empfängnis durch einen Arzt abgebrochen wird, die schwangere Frau den Abbruch verlangt und dem Arzt durch eine Bescheinigung nachgewiesen hat, daß sie sich mindestens drei Tage vor dem Eingriff von einer anerkannten Beratungsstelle hat beraten lassen.
\n(3) Der Anspruch nach Absatz 1 entsteht nach vierwöchiger ununterbrochener Dauer des Arbeitsverhältnisses.
\nIch hoffe Deine Chefin hält sich daran.
\nGruß Gast
\r\n\r\n\r\n\r\n'; pd[940607] = '\r\n\r\n	\r\n\r\n
\r\n	\r\n	 \r\n	\r\n	13.10.2005, 12:46\r\n	\r\n	\r\n	\r\n
\r\n	\r\n	Bigo\r\n	\r\n
Du hast allerdings vergessen, dieses hier zu zitieren:
\r\n	 \r\n	\r\n	Original aus dem Kuendigungsschutzgesetz
\n§ 23
\n(1) Die Vorschriften des Ersten und Zweiten Abschnitts gelten für Betriebe und Verwaltungen des privaten und des öffentlichen Rechts, vorbehaltlich der Vorschriften des § 24 für die Seeschiffahrts-, Binnenschiffahrts- und Luftverkehrsbetriebe. Die Vorschriften des Ersten Abschnitts gelten mit Ausnahme der §§ 4 bis 7 und des § 13 Abs. 1 Satz 1 und 2 nicht für Betriebe und Verwaltungen, in denen in der Regel fünf oder weniger Arbeitnehmer ausschließlich der zu ihrer Berufsbildung Beschäftigten beschäftigt werden. In Betrieben und Verwaltungen, in denen in der Regel zehn oder weniger Arbeitnehmer ausschließlich der zu ihrer Berufsbildung Beschäftigten beschäftigt werden, gelten die Vorschriften des Ersten Abschnitts mit Ausnahme der §§ 4 bis 7 und des § 13 Abs. 1 Satz 1 und 2 nicht für Arbeitnehmer, deren Arbeitsverhältnis nach dem 31. Dezember 2003 begonnen hat; diese Arbeitnehmer sind bei der Feststellung der Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer nach Satz 2 bis zur Beschäftigung von in der Regel zehn Arbeitnehmern nicht zu berücksichtigen. Bei der Feststellung der Zahl der beschäftigten Arbeitnehmer nach den Sätzen 2 und 3 sind teilzeitbeschäftigte Arbeitnehmer mit einer regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit von nicht mehr als 20 Stunden mit 0,5 und nicht mehr als 30 Stunden mit 0,75 zu berücksichtigen.
\n(2) Die Vorschriften des Dritten Abschnitts gelten für Betriebe und Verwaltungen des privaten Rechts sowie für Betriebe, die von einer öffentlichen Verwaltung geführt werden, soweit sie wirtschaftliche Zwecke verfolgen. Sie gelten nicht für Seeschiffe und ihre Besatzung.\r\n	\r\n	 \r\n
In verstaendlichem Deutsch: Wer in einem Kleinbetrieb den Mund auf macht, fliegt meistens.
\nFrisoersalons gehoeren in der Regel zu den Kleinbetrieben.
\r\n\r\n\r\n\r\n'; // next/previous post info pn[940552] = "940607,940599"; pn[0] = ",940552"; pn[940599] = "940552,940607"; pn[940607] = "940599,940552"; // cached usernames pu[0] = guestphrase; // -->
12.10.2005, 20:03
Ich arbeite als Friseurin und Arbeite auf stundenbasis für 7,20Euro/
Std Bruttoentgelt und auf eine Art Provisions basis. Dass heißt: ich muss einen minimum umsatz erbringen. Laut Arbeitsvertrag: "Die Mindestumsatzerwartung beträgt den Vierfachen Bruttolohn, also 28,80Euro/ Std".
Ich habe aber in meinen vertrag keinerlei Beträge gefunden wieviel oder was der mindestumsatz sein soll.
Doch dies ist nicht dass eigentliche problem.
Dass Problem ist Folgendes:
In meinen vertrag ist leider nicht geregeld was die urlaubsansprüche sind bzw. wieviel urlaubstage ich pro jahr habe. Habe diesbezüglich schon mit meinen AG geredet und der meint " dass weil wir auf provisionsbasis bzw. Stundenbasis Arbeiten, haben wir keinen anspruch auf Lohnfortzahlung bei Urlaub". Wir können allerdings unseren urlaub selber bestimmen dennoch wenn wir urlaub in anspruch nehmen, können wir keinen umsatz erbringen und kriegen dann auch nichts bezahlt für die Tage dass wir urlaub haben.
Desweitern habe ich auch probleme mit der Lohn-/Gehaltsfortzahlung im Krankheitsfall.
Mein AG zahlt zusätzlich nicht bei Krankheitsfall mit Krankenschein. Im gegenteil: er zieht mir die Fehltage bzw. Fehlstunden die ich bei der Krankheitstage habe sogar vom gehalt ab.
Die Lohn-Gehaltfortzahlung im Krankheitsfall ist zwar im Arbeitssvertrag geregeld mit:
1."Die Lohn-/Gehaltsfortzahlung im entspricht den jeweiligen gesetzlichen Vorschriften in der Aktuellen Form.
2.Um diesen Anspruch aufrecht zu erhalten, legt der AN für jeden von der Arbeit befreiten Tag durch Krankheit eine ärztliche Bescheinigung vor. Diese hat spätestens am 3.Arbeitstag nach Feststellung durch den Arzt bei einem Vorgesetzten des AN eingegangen zu sein.
3.Der AN verpflichtet sich, Fehlzeiten durch Krankheit unverzüglich,jedoch spätestens bis 9.00uhr des jeweiligen ersten Tages, bei einem Vorgesetzten anzuzeigen. Bei wiederholtem Fehlverhalten kann dies zur Kündigung führen."
Ist die alles rechtens??? Muss der AG nicht bei Urlaub eine Lohnfortzahlung zahlen??? Und muss er mir bei Krankheit mit Krankschein keinen Lohnfortzahlung zahlen anstatt es mir vom gehalt ab zu ziehen???
Es gibt doch gesetzliche Regelungen was der Urlaubsanspruch und der gleiche für einen AN angeht,oder?
Wäre nett wenn ich dringend eine Antwort bekommen könnte.
Bedanke mich schonmal im Vorraus,

References: § 1
 § 2
 § 12
 § 3
 § 3
 § 24
 § 13
 § 13