Source: http://www.auma.de/de/messelexikon/seiten/default.aspx
Timestamp: 2018-07-17 07:54:00+00:00

Document:
Messeveranstalter erstellen zur Aufteilung der für eine Veranstaltung zur Verfügung stehenden Hallen- oder Freigeländefläche eine Aufplanung. Sie teilt den Ausstellern den Standort ihrer Messepräsenz zu, gemäß der von ihnen beauftragten Standgröße und des Standtyps (Reihen-, Eckstand etc.). Wesentliches Kriterium ist dabei die Zugehörigkeit der Produkte bzw. Leistungen des Ausstellers zu bestimmten Branchensegmenten, da die meisten Messen thematisch gegliedert sind. Abweichungen von den Platzierungswünschen der Aussteller sind dabei nicht ausgeschlossen. Außerdem bei der Aufplanung zu berücksichtigen sind Flächen für Sonderschauen, Foren, Bühnen, Gastronomieflächen etc., aber auch die Mindestbreite von Gängen sowie Fluchtwege entsprechend der geltenden Sicherheitsbestimmungen.
-> Ausstellungsfläche -> Sicherheit -> Versammlungsstättenverordnung
Der AUMA – Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V. vertritt als Verband der deutschen Messewirtschaft die Interessen der Aussteller, Veranstalter und Besucher sowie der Dienstleister von Messen. Er wurde 1907 in Berlin als damalige Ständige Ausstellungskommission für die deutsche Industrie gegründet. Aufgaben des AUMA sind unter anderem die Interessenvertretung der Messewirtschaft gegenüber der Legislative und Exekutive auf Bundes- und Landesebene, z.B. bei den Themen Absatz- und Exportförderung, Nachhaltigkeit, aber auch bei steuerlichen, bau- und arbeitsrechtlichen Themen. Informationen und Beratung von Messe-Interessenten, Koordinierung der Auslandsmesseaktivitäten der deutschen Wirtschaft, Dachmarketing für den Messeplatz Deutschland und das Medium Messe, Engagement für Messeforschung sowie Aus- und Weiterbildung im Institut der Deutschen Messewirtschaft. Der AUMA informiert die Fachöffentlichkeit zu Themen der Messewirtschaft, Forschung, Lobbyarbeit und EU-Themen. Dazu kommen Veranstaltungen für die gesamte Branche als Dialog zwischen Messewirtschaft, Politik, Verbänden und Medien sowie Fachveranstaltungen für die Mitglieder.
Weitere Informationen: AUMA-Portrait, Aufgaben des AUMA, Geschichte des AUMA, Mitglieder, Über uns
-> Verbände
Gemäß seiner Satzung vertritt der AUMA als Dachverband der deutschen Messewirtschaft u.a. die Interessen der in- und ausländischen Aussteller auf dem Messeplatz Deutschland. Die Aussteller der deutschen Messen und Ausstellungen leisten daher abhängig von der Größe der Standfläche einen Beitrag für die Tätigkeit des AUMA. Die Verbandsarbeit des AUMA kommt Ausstellern durch die Bereitstellung von Dienstleistungen zugute. Dazu gehören kostenlose Information und Beratung rund um Messebeteiligungen, insbesondere durch die Online-Messedatenbank, die Schaffung von Markttransparenz, Interessenvertretung und Lobbyarbeit auf Landes- und Bundesebene sowie auf europäischer und internationaler Ebene. Mit seinem Institut der Deutschen Messewirtschaft vergibt der AUMA Forschungsaufträge und unterstützt die wissenschaftliche Forschung an Hochschulen und die Aus- und Weiterbildung für die Branche. Außerdem koordiniert der AUMA die Auswahl von Messen im Rahmen von Programmen, mit denen die Bundesministerien für Wirtschaft und Energie sowie Ernährung und Landwirtschaft Aussteller auf Auslandsmessen unterstützen. Ferner informiert er Aussteller über Förderprogramme auf Landes- und EU-Ebene für Messeauftritte im In- und Ausland. Darüber hinaus wirkt der AUMA bei dem Förderprogramm des Bundes für junge, innovative Unternehmen auf deutschen Messen mit.
-> AUMA -> Auslandsmesseprogramme -> Inlandsmesseprogramme -> Messemarkttransparenz -> Messetransparenz
In der Regel kommen bei Messen der AUMA-Kategorie international über 50% der Besucher aus mindestens 100 km Entfernung und über 20% aus mindestens 300 km Entfernung. Sie haben außerdem einen Auslands-Ausstelleranteil von mindestens 10% und mindestens 20 ausländische Aussteller und einen Anteil von mindestens 5% Auslandsfachbesuchern und mindestens 100 Auslandsfachbesucher. Bei Fachbesuchermessen ab 4000 m² Nettofläche ist eine FKM-Prüfung notwendig.
-> AUMA-Klassifizierung
In der Regel kommen bei Messen der AUMA-Kategorie national über 50% der Besucher aus mindestens 100 km Entfernung und über 20% aus mindestens 300 km Entfernung. Eine FKM-Prüfung ist notwendig bei Fachbesuchermessen ab 4000 m² Nettofläche. Bei Publikumsmessen ist die Mitgliedschaft des Veranstalters beim AUMA oder FAMA erforderlich.
Messen der AUMA-Kategorie neu werden dann in die AUMA Messedatenbank aufgenommen, wenn die Veranstalter zum Mitgliederkreis von AUMA, FAMA oder FKM gehören und für die Messen der AUMA-Aussteller-Beitrag erhoben wird. Angezeigt werden neue Messen für das laufende und folgende Jahre. Nach Durchführung der Messen prüft der AUMA anhand der vorliegenden Kennzahlen, ob und wenn ja, in welche Kategorie die Messe aufgenommen werden kann.
Bei Messen der AUMA-Kategorie regional kommen in der Regel deutlich über 50% der Besucher aus unter 100 km Entfernung. Sie decken ein Angebot ab, das auch über die jeweilige Region hinausgehen kann. Eine FKM-Prüfung ist notwendig bei Fachbesuchermessen ab 4000 m² Nettofläche und außerdem, wenn der Veranstalter kein AUMA- oder FAMA-Mitglied ist.
Messen der AUMA-Kategorie spezial bilden ein Spezialthema einer Branche ab, haben unter 4000 m² Nettofläche und ein überregionales Besuchereinzugsgebiet. In der Regel kommen über 50% der Besucher aus mindestens 300 km Entfernung. Messen dieses Typs sind ab 2014 anderen Kategorien zugeordnet.
In die Medien des AUMA werden nur solche Inlandsmessen aufgenommen, die zuvor vom AUMA klassifiziert wurden. Die Einstufung der Messen erfolgt vorrangig anhand des Besuchereinzugsgebiets. Die Messen haben eine Mindestgröße von 500 m² und erheben den AUMA-Aussteller-Beitrag. Alle Messen werden mit vollständigen Statistiken (Aussteller-, Flächen-, Besucherzahlen) veröffentlicht.
Weitere Informationen: Aufnahme und Klassifizierung von Messen in Deutschland
-> AUMA-Kategorie international -> AUMA-Kategorie national -> AUMA-Kategorie neu -> AUMA-Kategorie regional -> AUMA-Kategorie spezial
In Deutschland gibt es Auslandsmesseprogramme des Bundes und der Bundesländer.
- Auslandsmesseprogramm des Bundes (AMP):
Damit ermöglichen das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) sowie das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) Firmen aus Deutschland die Teilnahme an ausgewählten Messen im Ausland zu günstigen Bedingungen. Zielgruppe der Programme sind insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Zur Auswahl geeigneter Messen koordiniert der AUMA die Interessen der deutschen exportorientierten Verbände. Die Messen, bei denen eine Beteiligung des Bundes durchgeführt wird, werden im Auslandsmesseprogramm des Bundes (AMP) zusammengefasst und vom AUMA in Printform und im Internet veröffentlicht.
- Auslandsmesseprogramme der Bundesländer:
Ergänzend zum Auslandsmesseprogramm des Bundes bieten die Bundesländer exportinteressierten Firmen Unterstützung an. Voraussetzung für die Unterstützung ist, dass das Unternehmen seinen Sitz im entsprechenden Bundesland hat. Außerdem sind die Programme überwiegend zur Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) konzipiert. Die Höhe der Haushaltsmittel ist in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich,
ebenso wie die Richtlinien für die Begleitung der Firmen und die Auswahl der Messen, die weitgehend durch die Struktur der heimischen Industrie beeinflusst wird.
Weitere Informationen: Förderprogramme Ausland
-> Gemeinschaftsstand -> Inlandsmesseprogramme -> Sonderförderprogramme
Ein Aussteller ist ein Unternehmen, eine Organisation oder Einzelperson, die vom Messeveranstalter auf einer Aussteller-Standfläche zugelassen ist und dort mit anwesendem Personal Produkte, Dienstleistungen und/oder Rechte präsentiert bzw. verbreitet. Ein Aussteller kann als Hauptaussteller oder Mitaussteller, etwa im Rahmen einer Gemeinschaftsbeteiligung, auftreten. Die Aussteller-Eigenschaft wird durch die Zulassung des Veranstalters nachgewiesen.
Weitere Informationen: www.fkm.de
-> FKM -> Hauptaussteller -> Mitaussteller -> Zusätzlich vertretenes Unternehmen
Im Ausstellerhandbuch vermittelt der Veranstalter Ausstellern die Informationen, die sie für ihre Messeteilnahme benötigen. Dazu gehören Kontaktadressen, Fristen und Termine, Hinweise zum organisatorischen Ablauf und zum Standbau, Sicherheitsauflagen, Formulare und Serviceangebote des Veranstalters.
Die Aussteller-Standfläche bezeichnet eine Grundfläche innerhalb und/oder außerhalb einer Halle, die der Veranstalter einem oder mehreren Ausstellern zur vertraglichen Nutzung im Rahmen einer Messe überlässt. Diese kann ebenerdig oder auf Geschossebenen sein.
-> FKM
Die Struktur der Ausstellerschaft auf einer Messe ist wichtig für die Messeauswahl durch Besucher und für zukünftige Aussteller. Kriterien sind z.B. die Ausstellernationalität, Unternehmensgröße, Branchenzuordnung etc. der vertretenen Unternehmen. Informationen dazu stellen die Veranstaltern bereit. Daten zur Ausstellernationalität sind in der Messedatenbank des AUMA zu finden.
-> Aussteller -> FKM
Der Vertrag zwischen Aussteller und Veranstalter ist ein gemischter Vertrag, der zahlreiche Dienstleistungen des Veranstalters umfasst. Hierzu gehören in der Regel neben der Überlassung von Standflächen, die technische Versorgung der Stände mit Strom, Gas, Wasser, Telefon und Internetzugang. Häufig übernehmen Veranstalter auch die Planung, die Gestaltung, den Auf- und Abbau sowie die Reinigung von Messeständen und überlassen dem Aussteller Standbauteile und Einrichtungsgegenstände. Ferner kann der Vertrag beinhalten, dass der Veranstalter für eine Standbetreuung und Standbewachung sorgt. Schließlich sorgt der Veranstalter mit einem zielgruppenspezifischen Besuchermarketing, Werbemaßnahmen und Messekatalogen dafür, dass potentielle Kunden und Anbieter effizient zueinander finden. Inhalt des Vertrages sind regelmäßig die allgemeinen und besonderen Teilnahmebedingungen sowie technische Richtlinien. In der Regel sehen die AGB der Veranstalter vor, dass der Ausstellervertrag mit der Zusendung der Ausstellerzulassung zustande kommt.
-> Ausstellerzulassung -> Teilnahmebedingungen
Liste der auf einer Messe vertretenen Aussteller, die digital oder gedruckt vorliegen kann.
Wichtige statistische Kennzahl einer Messe. Die Ausstellerzahl setzt sich aus der Anzahl von Haupt- und Mitausstellern zusammen.
Mit der Ausstellerzulassung bestätigt der Veranstalter dem Aussteller, dass er an der Messe teilnehmen kann. Regelmäßig erfolgt gleichzeitig auch eine konkrete Standplatzzuweisung. Hat der Veranstalter die Messe oder Ausstellung gem. § 69 GewO (Gewerbeordnung) festsetzen lassen, besteht grundsätzlich für jedes Unternehmen, das zum Ausstellerkreis der Veranstaltung gehört, ein Zulassungsanspruch gem. § 70 GewO. Allerdings kann der Veranstalter aus sachlich gerechtfertigten Gründen, insbesondere wenn der zur Verfügung stehende Platz nicht ausreicht, einzelne Aussteller ausschließen.
-> Ausstellung -> Festsetzung -> Messe
Definition aus der Gewerbeordnung § 65: "Eine Ausstellung ist eine zeitlich begrenzte Veranstaltung, auf der eine Vielzahl von Ausstellern ein repräsentatives Angebot eines oder mehrerer Wirtschaftszweige oder Wirtschaftsgebiete ausstellt und vertreibt oder über dieses Angebot zum Zweck der Absatzförderung informiert." Erfüllt eine Veranstaltung diese Voraussetzungen, kann sie von der zuständigen Behörde als Ausstellung festgesetzt werden. In der Praxis werden Ausstellungen auch als Messen bezeichnet.
Weitere Informationen: § 65 Gewerbeordnung
-> Festsetzung -> Messe
-> Messebau
Wichtige statistische Kennzahl einer Messe. Ausstellungsflächen können in Brutto- oder Nettoausstellungsflächen angegeben werden. Die Nettoausstellungsfläche setzt sich aus der Summe der Ausstellerstandfläche und Sonderschauflächen zusammen. Die Bruttofläche bezieht zusätzlich auch Verkehrs- und Serviceflächen ein.
Für viele Messen in Deutschland kann eine sog. Ausstellungspriorität bei der Anmeldung von Gebrauchsmustern, Marken und eingetragenen Designs beansprucht werden. Meldet ein Aussteller nach einer solchen Messe gewerbliche Schutzrechte an einem von ihm gezeigten Exponat beim Deutschen Patent- und Markenamt (DPMA) an, gilt der erste Messetag als Anmeldetag, der die Schutzrechte begründet. Hierfür muss dem DPMA zusammen mit den Anmeldeunterlagen eine von der Messeleitung bei Messebeginn angefertigte Ausstellungsbescheinigung übermittelt werden. Voraussetzung ist außerdem, dass die Anmeldung der Schutzrechte innerhalb von sechs Monaten nach der erstmaligen Zurschaustellung erfolgt. Die betreffenden Messen werden regelmäßig im Bundesgesetzblatt veröffentlicht.
Weitere Informationen: Plagiate auf Messen
Messebesucher ist eine Person, die an einer Messe während der offiziellen Öffnungszeiten für Besucher teilnimmt mit der Absicht, Informationen zu generieren bzw. Aussteller zu kontaktieren. Zu den Besuchern zählen nicht: Standpersonal, Journalisten, Personal von Dienstleistern, des Veranstalters und des Geländebetreibers.
-> Fachbesucher -> Privatbesucher
Empirische Datenerhebung bei Besuchern. Durch persönliche Interviews per Fragebogen oder an Computerterminals werden Daten und Einschätzungen von Besuchern einer Messe gewonnen. Besucheranalysen dienen der Bewertung einer Veranstaltung, z.B. im Hinblick auf das regionale Einzugsgebiet oder den Entscheideranteil. Manche Aussteller befragen auch ihre Standbesucher, um Erkenntnisse über die Wirkung ihres Auftritts auf der Messe zu erhalten.
-> Besucherstrukturtest
Elektronisches System, mit dem mit Hilfe von Barcode- oder Magnetstreifen-Lesern die Zahl der Zutritte in ein Messegelände ermittelt werden kann. Dem Einlass-System kann ein Registrierungssystem vorgeschaltet sein; es lässt aber auch anonyme Eintritte zu. Besucher-Einlass-Systeme müssen verschiedene Ticketarten unterscheiden können (Besucherkarten, Karten für Ausstellerpersonal, Presse, Servicemitarbeiter etc.). Außerdem müssen sie Tages- und Mehrtageskarten unterscheiden und feststellen können, wie oft diese genutzt werden. Wichtig ist dies z.B. zur Ermittlung der Besucherzahl nach FKM-Standard, die aus der Summe der Ersteintritte an den einzelnen Messelauftagen besteht. Teilweise erfolgt auch eine Kontrolle beim Verlassen des Messegeländes. Dadurch wird die Verweildauer des Inhabers der Eintrittskarte feststellbar. So sind etwa Auflagen von Brandschutzbehörden zu erfüllen und Informationen über die Zahl der Personen bereitzustellen, die sich auf dem Messegelände aufhalten.
-> Besucher -> Besucherregistrierung -> FKM
Erhebung von Daten des Besuchers durch den Messeveranstalter als Voraussetzung für den Eintritt in eine Messe. Diese Daten können Name und Adresse des Besuchers, aber auch Strukturdaten wie Branche, Aufgabenbereich, Entscheidungskompetenz, Interessengebiet etc. umfassen. Auch kann ein Nachweis der Zugehörigkeit zu bestimmten Berufsgruppen erforderlich sein (z. B. Händlereigenschaft bei Konsumgütermessen).
Registrierungen sind vielfach auch online im Vorfeld des Messebesuchs möglich, oder aber direkt am Eingang (on-site). Eine Einlasskontrolle erfolgt i. d. R. zusätzlich und ist bei Vorregistrierung notwendig, um die tatsächliche Besucherzahl zu ermitteln. Bei Vorregistrierung kann der Besucher entweder unmittelbar eine Eintrittskarte ausdrucken oder er muss am Messeeingang das Vorregistrierungsformular gegen eine Eintrittskarte eintauschen. Die registrierten Daten, insbesondere die Kontaktdaten, werden vom Veranstalter für das Besuchermarketing zur nächsten Messe eingesetzt, aber auch, um den Besuchern nach dem Messebesuch ergänzende Informationen zukommen zu lassen.
Die Weitergabe der Daten an Dritte, z. B. Ausstellern, ist entsprechend den deutschen Datenschutzregeln nur mit ausdrücklichem Einverständnis des Besuchers zulässig.
Anders ist die Situation, wenn Aussteller Eintrittskartengutscheine an potentielle Kunden (= Besucher) verschicken, die am Messe-Eingang eingelöst werden müssen. In diesem Fall werden üblicherweise Name und Adresse des Besuchers registriert und an den Aussteller weitergeleitet. Wenn Aussteller an ihrem Stand zusätzlich eine elektronische Standbesuchererfassung installieren, können sie auch feststellen, welche Besucher nicht nur den vom Aussteller ausgegebenen Gutschein eingelöst, sondern auch dessen Stand besucht haben.
-> Besucher -> Besucher-Einlass-System
Messeveranstalter bieten Besuchern häufig umfangreiche Services als Hilfe bei der Planung und während des Messebesuchs. Dazu gehören so unterschiedliche Dienstleistungen wie Messe-Apps für Mobiltelefone, Ticket-, Reise- und Hotelservices, Ausstellerverzeichnisse, Dolmetscher, Geländepläne, Parkplätze, Hilfen für Menschen mit Behinderungen, Kinderbetreuung, Stellplätze für Wohnwagen und Visa Services. Auskünfte über die angebotenen Leistungen werden online bereitgestellt.
-> Hosted-Buyer-Programm
Methode zur Ermittlung der Messebesucherstruktur. Die strukturellen Merkmale von Messebesuchern dienen einer Qualifizierung von quantitativen Besucherdaten. Sie werden nach standardisierten Fragekategorien - in Deutschland häufig nach den Standards der FKM - erhoben. Dazu wird eine repräsentative Besucherbefragung durchgeführt (FKM-Besucherstruktur-Test). Die Ergebnisse werden durch die Veranstalter veröffentlicht, soweit sie auf FKM-Fragen basieren auch durch die FKM und den AUMA.
-> Besucherbefragung -> FKM
In der Messewirtschaft besteht eine dreiseitige Geschäftsbeziehung zwischen Messeveranstalter, Aussteller und Besucher. Deshalb ist dort bei der Ermittlung des Kundenwertes, der üblicherweise von einer bilateralen Beziehung zwischen Anbieter und Nachfrager ausgeht, eine dritte Bezugsebene zu beachten. So kann der Besucherwert aus der Sicht eines Veranstalters oder eines ausstellenden Unternehmens von Interesse sein. Der Wert eines Messebesuchers kann z.B. anhand seiner Profitabilität (Erlöse und Kosten werden einander gegenübergestellt), seines Referenzwertes (Aufweisen von Eigenschaften, die etwa vom Aussteller erwünscht sind) oder anhand seines Informationswertes (Übermittlung von Daten an den Veranstalter, die etwa zur Zielgruppenansprache oder für Kundenbindungsmaßnahmen genutzt werden können) berechnet werden.
-> Besucher
Wichtige statistische Kennzahl einer Messe. In Deutschland nach den Regeln der FKM die Summe der täglichen Eintritte von Besuchern, wobei pro Tag max. ein Eintritt gezählt wird. Der Nachweis erfolgt durch eine manuelle Zugangskontrolle oder ein automatisches Besuchereinlass-System.
Die Bewirtung von Besuchern auf Veranstaltungen oder am Messestand ist Teil einer Unternehmenspräsentation. Sie richtet sich nach dem Eindruck, der bei Besuchern erzeugt werden soll. Cateringservices auf Messen werden Ausstellern vom Veranstalter oder externen Zulieferern angeboten.
-> Multisensuales Marketing
Der Austausch von personenbezogenen Daten ist für den Erfolg einer Messe entscheidend. Dennoch muss das Recht des Einzelnen auf informationelle Selbstbestimmung auch dort berücksichtigt werden mit der Folge, dass bei der Erhebung und Nutzung personenbezogener Daten datenschutzrechtliche Einschränkungen gelten. Die deutschen Messeveranstalter unterliegen der Kontrolle der betrieblichen Datenschutzbeauftragten sowie der Aufsicht der Datenschutzbeauftragten des jeweiligen Bundeslandes.
Weitere Informationen: Datenschutz auf Messen
-> Messerecht
Eine Besonderheit bei Messeauftritten in den USA. Es handelt sich um zusätzliche Gebühren, die im Zusammenhang mit dem Transport von Exponaten auf dem Messegelände anfallen. Diese wirken sich unmittelbar auf die Kosten aus. Aussteller sollten sich daher vor einer Messebeteiligung sorgfältig über die einzelnen Tarife und Preise informieren.
Düfte werden an Messeständen, auf Veranstaltungen oder Verkaufsflächen gezielt zur sinnlichen Kundenansprache genutzt, in Abstimmung mit anderen Marketinginstrumenten. Weitere Bezeichnung: Olfaktorische Raumkonditionierung.
-> Auslandsmesseprogramme -> Gemeinschaftsstand
Die EEIA, European Exhibition Industry Alliance, ist eine Kooperation zwischen den europäischen Mitgliedern des Weltmesseverbandes UFI und den Mitgliedern der European Major Exhibition Centres Association EMECA. Sie vertritt die Interessen der Messewirtschaft gegenüber der Europäischen Union.
Weitere Informationen: exhibition-alliance.eu
-> EMECA -> UFI -> Verbände
European Major Exhibition Centres Association. Mitglieder der EMECA sind über 20 führende Messeplätze in Europa. Aus Deutschland sind die Messeplätze Frankfurt, Hannover, Köln, Nürnberg und Stuttgart vertreten. Die Organisation wurde 1992 mit dem Ziel gegründet, die Bedeutung der europäischen Messewirtschaft für die Wirtschaft herauszustellen und weiterzuentwickeln. Die in der EMECA zusammengeschlossenen Messeplätze wollen den internationalen Handel durch die Bereitstellung einer entsprechenden Messeinfrastruktur unterstützen. Innerhalb Europas sollen lokale Handelsbeziehungen gestärkt, sowie europäische Unternehmen auf internationale Messemäkte begleitet werden.
Weitere Informationen: www.emeca.eu
Für die Erfolgsmessung einer Messebeteiligung stehen verschiedene Methoden zur Verfügung, z.B. AUMA MesseNutzenCheck, Balanced Scorecard, Ermittlung von Kontaktzahl und Tausenderkontaktpreis, Lead-Management, Testbesuche (auch: Mystery Visits), Bewegungsanalyse, Besucher- und Mitarbeiterbefragung mit Gesprächsprotokollen. Voraussetzung für das Messe-Controlling ist eine quantitative und qualitative Zielformulierung im Vorfeld.
Weitere Informationen: Tipps für Aussteller / Erfolgskontrolle
-> MesseNutzenCheck
Marktkommunikation mit Hilfe von strategisch konzipierten Veranstaltungen/Ereignissen. Eventmarketing ist ein Bestandteil im Marketing-Mix von Unternehmen und umfasst z.B. Messen, Kongresse, Veranstaltungen im Kultur- und Sportbereich und inszenierte Produktpräsentationen. Durch den Erlebnischarakter der Maßnahmen sollen Zielgruppen besonders intensiv und nachhaltig angesprochen werden.
-> Live Communication -> Events auf Messen
Auf Messen werden Events von Ausstellern und Veranstaltern als unterstützende Marketingmaßnahme eingesetzt. Veranstalter verstärken die Wirkung ihrer Messe mit begleitenden Events, um ihre Kunden auf Aussteller- und Besucherseite zu binden und den Bekanntheitsgrad der Messe zu erhöhen. Beispiele dafür sind Ausstellerabende, Eröffnungsfeiern und Aktionen außerhalb des Messegeländes. Aussteller nutzen Events auf ihrem Stand als Besuchermagnet, z.B. Künstler- und Showeinlagen oder Mitmachangebote. Weitere Bezeichnung: Messeevents
-> Eventmarketing -> Live Communication
Der Europäische Verband der Veranstaltungs-Centren e.V. (EVVC) repräsentiert rund 750 Veranstaltungszentren, Kongresshäuser, Arenen und Special Event Locations in Europa mit Schwerpunkt in Deutschland. Hinzu kommen Veranstaltungsplaner und Zulieferbetriebe. Der EVVC ist AUMA-Mitglied.
Weitere Informationen: www.evvc.org
-> Weltausstellung
Fachbesucher ist ein Messebesucher, der an einer Messe aus beruflichen oder geschäftlichen Gründen teilnimmt.
-> Fachbesuchermesse
Auf Fachbesuchermessen sind ausschließlich Personen zugelassen, die sich aus beruflichen Gründen und nicht aus privaten Interessen dort aufhalten. Eine solche Besucherstruktur sichert Ausstellern Kontakte zu Geschäftskunden und macht eine zielgruppengenaue Ansprache von Entscheidern möglich. Fachbesuchermessen können in Einzelfällen zu bestimmten Zeiten auch für Privatbesucher geöffnet sein.
Eine Fachmesse ist auf bestimmte Branchen spezialisiert und bildet deren Leistungsangebot möglichst umfangreich ab. Damit sind Fachmessen wichtige Branchenereignisse, die terminlich mit Produktions- und Innovationszyklen des entsprechenden Wirtschaftszweiges korrelieren.
Fachverband Messen und Ausstellungen. Der FAMA vertritt in Deutschland die Interessen von Veranstaltern, die überwiegend regionale Fachbesuchermessen und Publikumsmessen organisieren, aber auch einzelne nationale und internationale Veranstaltungen im Programm führen. Der FAMA ist AUMA-Mitglied.
Weitere Informationen: www.fama.de
Kommunikationsverband e.V.; Der FAMAB versteht sich als Vertreter von Spezialisten der Direkten Wirtschaftskommunikation und als Dachverband für Messebau und Marketing-Events. Der 1963 gegründete Verband engagiert sich u.a. in der Schaffung branchenspezifischer Berufsbilder und Fortbildungsmöglichkeiten. Der FAMAB ist AUMA-Mitglied.
Weitere Informationen: www.famab.de
Die Festsetzung ist ein Verwaltungsakt, der auf Antrag des Veranstalters einer Messe oder Ausstellung ergeht und dazu führt, dass für den Veranstalter die Marktprivilegien in Kraft gesetzt werden. Aussteller können bei festgesetzten Veranstaltungen einen Zulassungsanspruch gem. § 70 GewO haben.
Weitere Informationen: § 70 Gewerbeordnung
-> Ausstellerzulassung -> Marktprivilegien
Gesellschaft zur Freiwilligen Kontrolle von Messe- und Ausstellungszahlen. Die Vergleichbarkeit und Zuverlässigkeit von Messezahlen in Deutschland hat die 1965 gegründete FKM zum Ziel. 55 Veranstalter lassen jährlich rund 200 Messen und Ausstellungen durch die FKM zertifizieren. Die ermittelten Daten werden als vorläufige Ergebnisse aktuell im Internet und nach Abschluss der Prüfungen zusammengefasst im FKM-Jahresbericht "Zertifizierte Messedaten" veröffentlicht. In der Broschüre "Zertifizierung" sind die zugrundeliegenden Kriterien und Definitionen der FKM zugänglich.
-> Messetransparenz -> Messemarkttransparenz -> Verbände
Programme zur Unterstützung von Messebeteiligungen
-> Auslandsmesseprogramme -> Inlandsmesseprogramme -> Sonderförderprogramme
Viele Messegelände verfügen neben ihren Ausstellungshallen auch über Außenflächen, die ebenfalls Ausstellern angeboten werden können und Platz für besondere Präsentationen bieten, die üblicherweise im Freien stattfinden.
Messen erfüllen spezifische betriebswirtschaftliche, aber auch volkswirtschaftliche und gesellschaftliche Funktionen.
Betriebswirtschaftliche Funktionen: Kundenpflege und -gewinnung, Präsentation neuer Produkte und Dienstleistungen, Plattformen für Existenzgründer, Imageverbesserung und Medienwirkung, Benchmarking, Mitarbeitermotivation und Personalgewinnung, persönliche Kommunikation, emotionale Ansprache.
Volkswirtschaftliche Funktionen: Wirtschaftsförderung, Marktbildung und Marktpflege, Schaffung von Markttransparenz, Plattformen für die Exportwirtschaft.
Gesellschaftliche Funktionen: Wissenstransfer, Kontakte zwischen Wirtschaft und Politik, internationale Verständigung.
Weitere Informationen: Broschüre AUMA-Statement: Die deutsche Messewirtschaft
-> Messen im Marketing-Mix -> Wirtschaftliche Bedeutung von Messen
Messe eines externen Veranstalters auf einem Messegelände. Messeveranstalter, die über ein eigenes Gelände verfügen, bieten ihre Ausstellungsflächen auch externen Nachfragern an. Bei Hallenbetreibern, die nicht selbst Veranstalter sind, ist die Vermietung an Veranstalter der Hauptunternehmenszweck.
In der Gemeinschaft Deutscher Großmessen (GDG) sind die sieben großen deutschen Messegesellschaften Messe Berlin, Deutsche Messe AG (Hannover), Messe Frankfurt, Koelnmesse, Messe Düsseldorf, Messe München und die NürnbergMesse zusammengeschlossen. Die GDG und ihre einzelnen Mitglieder sind AUMA-Mitglieder.
Messeauftritt mehrerer Unternehmen auf einem Stand oder einer aneinandergrenzenden Gruppe von Ständen. Gemeinschaftsstände bieten Unternehmen die Möglichkeit, zu günstigen Konditionen an einer Messe teilzunehmen, da z.B. Kosten für die Infrastruktur (Küche, Besprechungsräume etc.) geteilt werden können. Darüber hinaus werden im Rahmen von Ausstellerförderprogrammen von Bund und Ländern Gemeinschaftsstände angeboten.
-> Auslandsmesseprogramme -> Inlandsmesseprogramme
Messen entstanden in Europa zusammen mit dem Fernhandel, der das zeitlich festgelegte Zusammentreffen von Händlern an bestimmten Orten erforderte. Die ersten dieser mittelalterlichen Märkte fanden in der französischen Champagne statt. In Deutschland bürgerte sich der Begriff "Messe" wegen kirchlicher Anlässe ein, zu denen die Handelstreffen stattfanden. Frühe historische Belege aus dem 12. und 13. Jahrhundert gibt es für die Frankfurter und die Leipziger Messe. In vielen europäischen Staaten etablierten sich in der 1. Hälfte des 19. Jh. nationale und regionale Ausstellungen im Gegensatz zu Messen. Ab 1851 entstanden Weltausstellungen als Spiegelbild der technischen, ökonomischen und kulturellen Entwicklung dieser Zeit. Auf Initiative der Industrie in Deutschland wurde 1907 die „Ständige Ausstellungskommission für die deutsche Industrie“ als Vorgänger des heutigen AUMA gegründet. Sie hatte die Aufgabe, das nationale und internationale Ausstellungsangebot transparenter zu machen, um der Industrie eine effizientere Entscheidung über ihre Messebeteiligungen zu ermöglichen. Während des Nationalsozialismus reduzierte sich das internationale Messeengagement der deutschen Industrie, Importe ausländischer Waren und Internationalität auf deutschen Messen waren unerwünscht. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das deutsche Ausstellungs- und Messewesen nicht mehr zentral verwaltet. Auf Anweisung der britischen Besatzungsmacht wurde 1947 eine Exportmesse in Hannover gegründet. Auch Köln und Frankfurt nahmen ihre Messetätigkeit wieder auf. Nach Gründung eines Ausstellerbeirates in Hannover 1948 und dem Zusammenschluss von Industriefachverbänden zum Bundesverband der Deutschen Industrie BDI 1949 wurde der AUMA im selben Jahr neu gegründet und übernahm Koordinierungsaufgaben. Ab den 1950er Jahren wurden in Westdeutschland zahlreiche Fachmessen gegründet. Im Osten Deutschlands behielt die Leipziger Messe weiter eine zentrale Bedeutung. Nach 1990 entwickelten sich dort weitere Messeplätze mit vorrangig regionaler Bedeutung. (u.a. nach: Dr. Neven, Peter: Geschichte und Entwicklung der Messewirtschaft, in: Delfmann/Köhler/Müller-Hagedorn (Hrsg.): Kölner Kompendium der Messewirtschaft Köln, 2005, S. 73 - 90).
Weitere Informationen: Geschichte des AUMA
-> AUMA -> Messe -> Messefrieden -> Weltausstellung
Der Begriff Gewerbeschau oder Gewerbeausstellung wird für Veranstaltungen verwendet, auf denen sich lokale Handels- und Gewerbebetriebe einem regionalen Publikum präsentieren. Diese Veranstaltungen haben grundsätzlich den Charakter von allgemeinen Publikumsmessen. Aufgrund ihres stark lokalen Bezugs erreichen sie allerdings meist deren qualitativen Standard nicht.
-> Publikumsmesse
Der AUMA hat gemeinsam mit seinen im Ausland engagierten Mitgliedern der Veranstalterseite das Label "German Trade Fair Quality Abroad (GTQ)" entwickelt. Dadurch wird der Qualitätsanspruch deutscher Auslandsmessen unterstrichen. Um Messen mit diesem Label kennzeichen zu können, müssen AUMA- und FAMA-Mitglieder Inhaber des Grund-Konzepts und federführend bei der Konzept-Umsetzung sein, das Budget erstellen sowie den internationalen Vertrieb steuern.
Weitere Informationen: Deutsche Auslandsmessen
-> AUMA -> FAMA
Hauptaussteller bezeichnet einen Aussteller, der eine unmittelbare Vertragsbeziehung über eine Aussteller-Standfläche mit dem Messeveranstalter hat.
-> Aussteller -> Mitaussteller -> Zusätzlich vertretenes Unternehmen
Hausmessen werden von Unternehmen für ihre Kunden als Informations- und Verkaufsveranstaltungen oft am Firmensitz durchgeführt. Sie werden als besondere Kundenbindungsmaßnahme eingesetzt und dienen dem konzentrierten Austausch mit Stammkunden, Zulieferern und weiteren Geschäftspartnern. Beteiligungen an klassischen Messen ersetzen Hausmessen in der Regel nicht.
Mit sogenannten Hosted-Buyer-Programmen werden besonders wichtige Kunden auf Messen betreut und mit Ausstellern direkt zusammengebracht. Beispielsweise werden Reisekosten und Übernachtungen vom Veranstalter übernommen, im Gegenzug verpflichten sich Programmteilnehmer zur Teilnahme an Terminen mit Ausstellern und Gruppenveranstaltungen.
Ideeller Träger einer Messe ist eine Organisation, die eine Messe mitgestaltet und inhaltlich mitverantwortet, aber nicht konzipiert und organisatorisch durchführt. Oft fungieren Verbände oder wissenschaftliche Institutionen als Träger einer Fachmesse und unterstützen diese durch ihre Reputation, ihr Fachwissen und ihre Kontakte.
-> Messeveranstalter
Die Interessengemeinschaft Deutscher Fachmessen und Ausstellungsstädte (IDFA) besteht aus den Messegesellschaften der Städte Bremen, Dortmund, Essen, Friedrichshafen, Hamburg, Karlsruhe, Leipzig, Offenbach und Stuttgart. Die Interessengemeinschaft repräsentiert die mittelgroßen Messegesellschaften in Deutschland und ist stark auf den Erfahrungsaustausch der Mitglieder untereinander konzentriert. Die IDFA und ihre einzelnen Mitglieder sind AUMA-Mitglieder.
Weitere Informationen: www.idfa.de
Unterstützung der Teilnahme von Unternehmen an Messen im Inland durch Programme des Bundes und der Bundesländer. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie fördert seit 2007 die Teilnahme junger innovativer Unternehmen an ausgewählten internationalen Messen in Deutschland. Neben diesem Programm bieten einzelne Bundesländer Förderprogramme für die Beteiligung an Messen in Deutschland. Diese Förderung ist in der Regel auf Fachmessen und auf bestimmte Wirtschaftszweige beschränkt und richtet sich an kleine mittelständische Firmen aus dem jeweiligen Bundesland.
Weitere Informationen: Förderprogramme Deutschland, Förderung durch den Bund, Förderung durch Länder
-> Auslandsmesseprogramme -> Gemeinschaftsstand -> Sonderförderprogramme
-> Umschlaghäufigkeit
Ausstellerverzeichnis in gedruckter Form. Üblicherweise werden diese Verzeichnisse von den Veranstaltern auch elektronisch über das Internet zugänglich gemacht, mit entsprechend höherer Aktualität.
Begleitende und thematisch passende Fachausstellung zu einem Kongress. Die Anwesenheit einer eng definierten, oft vorher bekannten Zielgruppe bietet Ausstellern dabei einen besonderen Vorteil.
In Anlehnung an das bewährte TECHNOGERMA-Konzept für Auslandspräsentationen der Investitionsgüterindustrie in Ländern mit wenig entwickelten Fachmessen wurde 1998 mit der KONSUGERMA Shanghai ein Pendant für die Konsumgüterindustrie entwickelt. Die KONSUGERMA bot den überwiegend mittelständischen Unternehmen der Konsumgüterindustrie eine Plattform zur gemeinsamen Präsentation ihrer Produkte und Unternehmen. Sie diente dazu, deutsche Konsumgüter als qualitativ hochwertig, führend im Design und mit einem hohen Prestigewert verbunden vorzustellen. Damit sollte ein positives Produktimage für deutsche Konsumgüterprodukte geprägt und das Marktpotential für deutsche Konsumgüterprodukte erweitert werden. In dieser umfassenden Form wurde das Konzept allerdings nicht weitergeführt.
Weitere Informationen: KONSUGERMA (PDF)
-> TECHNOGERMA
Mit dem Begriff Leitmesse wird die jeweils führende Messe einer Branche bezeichnet - zunächst unabhängig vom Einzugsgebiet der Veranstaltung. Einen konkreten Sinn bekommt der Begriff "Leitmesse" also erst durch einen regionalen Bezug wie "Weltleitmesse", "Europäische Leitmesse" o.ä.. Nach Schätzungen des AUMA finden fast zwei Drittel der Weltleitmessen in Deutschland statt. Eine allgemeingültige Definition mit exakten Kriterien zum Vergleich einzelner Messen ist bisher international nicht abgestimmt. Daher gibt es keine Dokumentation dieser Messen.
Live Communication bezeichnet Marketingmaßnahmen, die ihre Wirkung aus der persönlichen Interaktion von Unternehmen und Marken mit Zielgruppen beziehen. Instrumente der Live Communication sind neben Messen auch Events, Promotion- und Verkaufsaktionen, Roadshows und besondere Präsentationsformen wie Showrooms, Flagship Stores und Brandlands.
-> Eventmarketing
Durch die behördliche Festsetzung einer Veranstaltung als Messe oder Ausstellung gelten bestimmte Marktprivilegien. Dabei handelt es sich in der Regel um die Befreiung von geltenden Regeln, so dass die Durchführung für den Veranstalter erleichtert wird. Die wichtigsten Marktprivilegien sind die Befreiung vom Verbot von der Sonn- und Feiertagsbeschäftigung, vom Verbot der Samstagsarbeit für Jugendliche, von den Ladenschlusszeiten, von gaststättenrechtlichen Beschränkungen und von der Reisegewerbekartenpflicht.
-> Festsetzung
Eine Mehrbranchenmesse zeigt Angebote mehrerer Wirtschaftszweige, wobei diese innerhalb der Gesamtveranstaltung in der Regel klar voneinander abgegrenzt sind.
Definition laut Gewerbeordnung § 64: "(1) Eine Messe ist eine zeitlich begrenzte, im allgemeinen regelmäßig wiederkehrende Veranstaltung, auf der eine Vielzahl von Ausstellern das wesentliche Angebot eines oder mehrerer Wirtschaftszweige ausstellt und überwiegend nach Muster an gewerbliche Wiederverkäufer, gewerbliche Verbraucher oder Großabnehmer vertreibt. (2) Der Veranstalter kann in beschränktem Umfang an einzelnen Tagen während bestimmter Öffnungszeiten Letztverbraucher zum Kauf zulassen."
In der Praxis werden auch Veranstaltungen, die sich vorrangig an das allgemeine Publikum richten, vielfach als Messen bezeichnet.
Weitere Informationen: § 64 Gewerbeordnung
-> AUMA-Klassifizierung -> Ausstellung -> Fachmesse -> Festsetzung -> Publikumsmesse
Zum Messebau gehören Gestaltung, Planung, Auf- und Abbau eines Messestandes, dazu logistische Dienstleistungen im Zusammenhang mit dem Messeauftritt. Neben der konzeptionellen Planung des Standes und seiner Einbettung in das Kommunikationskonzept des Unternehmens gehört auch die handwerkliche Umsetzung zum Aufgabenbereich einer Messebaufirma. Der Verband FAMAB vertritt die Messebaubranche.
-> Stand -> FAMAB
Ein Messebeirat ist ein Beratungsgremium, das den Veranstalter einer Messe in Bezug auf die betroffene Branche bei der Festlegung von Terminen, Öffnungszeiten, Preisen, Angebotsstruktur, Zielgruppen und Rahmenprogramm berät. Mitglieder eines Messebeirats sind insbesondere Vertreter von Verbänden und Aussteller.
-> Ideeller Träger -> Messeveranstalter
Mit der Deutschen Messebibliothek unterstützt das Institut der Deutschen Messewirtschaft im AUMA seit 1997 Forschung, Lehre, Studium sowie Recherche im Bereich der Messe-, Kongress- und Eventwirtschaft. Sie steht allen Interessenten offen. Leistungen sind u.a. Medienrecherche im Online-Katalog, Präsenzbibliothek, Ausleihe und Kopierdienst auf Anfrage.
Weitere Informationen:www.deutsche-messebibliothek.de
Da Messen schon vor Jahrhunderten überregionale und internationale Großereignisse waren, entstand früh die Idee eines Messefriedens. Dahinter steht die Vorstellung vom Messeplatz als einer besonderen Schutzzone, die von Kaisern und Königen und später vom Staat sichergestellt wurde und teilweise auch die Vertriebswege zur Messestadt umfasste. Unabhängig von politischen Differenzen soll Teilnehmern aus allen Regionen Zugang und Marktteilnahme möglich sein, ob als Aussteller oder Besucher. Teilnahmebedingungen von Messeveranstaltern sollen keine Zulassungsbeschränkungen aus politischen Gründen enthalten, beschränkende Eingriffe des Staates in das Messegeschehen möglichst ausbleiben.
-> Ausstellerzulassung -> Geschichte der Messen -> Teilnahmebedingungen
Messegesellschaften sind Unternehmen in öffentlichem oder privatem Eigentum, die Messen im In- und Ausland durchführen und häufig selbst Messegelände besitzen und/oder betreiben.
Messekonzept bezeichnet den Entwurf einer Veranstaltung in Bezug auf Thema, Branche, Zielgruppen, Einzugsgebiet, Charakter, Ort, Zeitpunkt und Art der Durchführung (also Messekonzeption aus Sicht des Veranstalters).
Außerdem wird der Begriff Messekonzept auch für die strategische Planung eines oder mehrerer Messeauftritte eines ausstellenden Unternehmens verwendet (also Messeplanung aus Sicht des Ausstellers).
Summe der Kostenfaktoren einer Messebeteiligung. Im Wesentlichen setzen sich die Kosten aus diesen Positionen zusammen: Standmiete mit Nebenkosten (Strom, Wasser, Entsorgung), Standbau/-Ausstattung, Personalkosten und Reisekosten, sowie weitere Ausgaben etwa für Werbung und Bewirtung. Der AUMA hat in diversen Erhebungen die durchschnittlichen Kosten einer Messebeteiligung ermittelt bzw. hochgerechnet. Danach liegt bei internationalen Messen in Deutschland der Durchschnittswert pro Quadratmeter Standfläche in einem Spektrum von 750,– Euro bis 950,– Euro. Diese Zahlen sind jedoch nur ein grober Anhaltspunkt; die tatsächlichen Kosten können deutlich davon abweichen, sowohl nach oben, als auch nach unten. So sind z.B. Beteiligungen an internationalen Messen bei gleicher Standgröße deutlich teurer als an Regionalmessen, bedingt etwa durch unterschiedliche Standmieten und Hotelpreise. Im Durchschnitt aller Veranstaltungstypen entfielen 21% der Kosten auf die Standmiete und auf andere Grundkosten wie Energieversorgung und Ähnliches. Auf Standbau, -ausstattung und -gestaltung entfielen 31%; für Personal wurden 16% und für Reisekosten und Übernachtung rund 23% aufgewandt, etwa 9% entfielen auf andere Kosten.
Weitere Informationen: AUMA-Broschüre "Erfolgreiche Messebeteiligung"
->MesseNutzenCheck
Als Messe-Leads werden neue Kundenkontakte bezeichnet, die auf Messen erworben werden. Für ausstellende Unternehmen besteht die Herausforderung darin, mit den erfassten Kontaktdaten möglichst effizient zu einer Geschäftsbeziehung zu gelangen. Erleichtert wird dies durch ein Lead-Management, das die Bearbeitung neuer Kontakte im Nachgang zur Messe systematisiert.
-> Nacharbeit
Bei der Transparenz des Messemarktes ist zu unterscheiden zwischen der Veranstaltungsebene, Messeplatzebene und der Regionenebene (in der Regel Länder oder Kontinente). Gegenstand der Markttransparenz können Aussteller- und Besucherzahlen sein, aber auch Hallenkapazitäten, Umsätze von Veranstaltern oder ähnliches. In Deutschland ist die Transparenz des Messemarktes durch Print- und Online-Medien des AUMA sowie andere Datenbanken, Verlage und Suchsysteme gegeben. Vollständige Transparenz herzustellen über alles, was auf einem Markt, einer Region oder einem Land an Messen und messeähnlichen Veranstaltungen angeboten wird, ist sehr schwierig. Hier hat sich der AUMA in seiner Datenerfassung auf die Messen und Messeplätze seiner Mitglieder sowie davon ausgehend auf den Messeplatz Deutschland als Ganzes konzentriert. Lokale und regionale Gewerbeschauen, kongressbegleitende Ausstellungen oder Musterungen von Handelsvertreterverbänden werden dementsprechend nicht erfasst. Darüber hinaus erhebt und veröffentlicht der AUMA Daten zu ausgewählten, für die deutsche Wirtschaft relevanten Auslandsmessen und einzelnen nationalen Messemärkten.
-> Messetransparenz
Der Marketing-Mix eines Unternehmens besteht aus der Produktgestaltung, der Preis- und Konditionenanpassung sowie Maßnahmen zur Distribution und Kommunikation. Diese Instrumente dienen dazu, aktiv Einfluss auf den Absatzmarkt zu nehmen. Mit der Beteiligung an einer Messe können Aussteller gleichzeitig Ziele der Kommunikations-, Preis-, Konditions-, Distributions- und Produktpolitik ihres Unternehmens verfolgen. Eine Messebeteiligung kann vor allem dann zum Erfolg führen, wenn eine bewusste Abstimmung mit weiteren im Unternehmen genutzten Elementen des Marketing-Mix erfolgt.
-> Messeziele
Messen im Verbund
Messen im Verbund sind zwei oder mehr Messen, die am gleichen Ort zeitlich parallel, überlappend und/oder wechselnd stattfinden und von den Messebesuchern gemeinsam genutzt werden können.
Seit 2004 stellt der AUMA kostenlos eine Software für Aussteller zur Planung, Berechnung und Bewertung einer Messebeteiligung bereit. Die Nutzenberechnung orientiert sich an den Zielen, die ein Unternehmen verfolgt. Zur Evaluation sollten diese möglichst genau definiert werden. Der MesseNutzenCheck (MNC) berechnet den Nutzen anhand der Kernfrage, welche Kosten entstehen würden, um die Ziele einer Messebeteiligung mit anderen Instrumenten zu erreichen (z.B. Anzeige, Vertreterbesuch).
Weitere Informationen: AUMA MesseNutzenCheck
-> Erfolgskontrolle -> Messeziele -> Toolbox
-> Ausstellungspriorität
Damit Messen den Markt einer bestimmten Branche abbilden können, ist es wichtig, dass alle betroffenen Marktteilnehmer einen möglichst freien Zugang zu Messen haben. Diesem Erfordernis entsprechend hat der deutsche Gesetzgeber spezielle Regeln für Messen geschaffen. Ein wichtiges Rechtsinstrument bei der Veranstaltung von Messen und Ausstellungen ist die Festsetzung gemäß § 69 Gewerbeordnung.
Die weiteren rechtlichen Rahmenbedingungen der Messewirtschaft erstrecken sich vom Gewerberecht über das Vertrags- und Haftungsrecht über das Versammlungsstättenrecht bis hin zu Fragen des Datenschutzes, Visa-Regeln, Urheberrecht und ähnlichen Themen. Auch steuerrechtliche Fragen oder das Energierecht können Anwendung finden, ebenso Bereiche des Arbeits- und Sozialrechts. Spezielle Gesetze, die die Durchführung von Messen regeln, gibt es in Deutschland nicht.
Weitere Informationen: Rechtstipps
-> Ausstellervertrag -> Ausstellerzulassung -> Ausstellungspriorität -> Datenschutz -> Festsetzung -> Marktprivilegien -> Nomenklatur -> Teilnahmebedingungen -> Widerrufsrecht -> Versammlungsstättenverordnung
Messetransparenz ist die veranstaltungsbezogene Bereitstellung von Daten und Fakten, wie etwa Aussteller- und Besucherzahlen und Besucherstrukturen. Sie ist einerseits die Bringschuld eines Messeveranstalters, aber auch die Holschuld des Ausstellers, nicht nur im Vorfeld einer Veranstaltung, sondern auch zur Erfolgskontrolle im Nachgang zu einer Messebeteiligung. Deutschland ist auf dem Sektor der Messetransparenz international führend, jedenfalls bei der systematischen Veröffentlichung solcher Daten (siehe FKM). In der AUMA-Datenbank stehen für Messen in Deutschland und weltweit im Mehrjahresvergleich Kennziffern in einer Datentiefe zur Verfügung, die in anderen Ländern nicht üblich ist. Das Spektrum umfasst z.B. Brutto- und Nettoflächen, Standflächen, differenziert nach In- und Ausland, Zahl und Struktur der Besucher sowie die Zahl und Struktur der Aussteller, einschließlich der Anzahl der Aussteller pro Nation. Zur Struktur der Besucher erheben Marktforschungsinstitute im Auftrag der Veranstalter die entsprechenden Daten für Fachbesucher oder allgemeines Publikum, wie Herkunft, Entfernung, Verweildauer, Entscheidungskompetenz im Unternehmen usw.
-> FKM -> Messemarkttransparenz
Der Turnus einer Messe gibt an, in welchem zeitlichen Abstand diese wiederholt wird. Messen können jährlich oder im Abstand von zwei oder drei, seltener von vier oder mehr Jahren stattfinden. Abhängig ist die Frequenz vor allem von den Innovationszyklen oder anderen speziellen Bedingungen einer Branche. Auch für die Berechnung der Entwicklung der Messewirtschaft pro Jahr spielt es eine Rolle, ob es sich turnusbedingt um ein starkes oder schwaches Messejahr handelt, d.h. ob viele oder wenige Messen mit mehrjährigem Turnus in ein Kalenderjahr fallen. Der AUMA veröffentlicht aus Gründen der Vergleichbarkeit Kennzahlen zur Entwicklung der Branche in der Regel turnusbereinigt. Dabei werden Statistiken einzelner Messen mit der jeweiligen Vorveranstaltung verglichen.
Ein Messeveranstalter ist eine Institution, die eine Messe konzipiert und/oder durchführt. Häufig wirken bei Messen und Ausstellungen mehrere Organisationen mit. So kann ein Verband ideeller Träger der Veranstaltung sein oder bei Gastveranstaltungen der Geländeeigner die notwendige Infrastruktur zur Verfügung stellen.
-> Gastveranstaltung -> Ideeller Träger -> Messegesellschaft
Der Begriff Messewesen wird oft in der Bedeutung Messewirtschaft verwendet. Über die ökonomische Bedeutung hinaus kann Messewesen aber auch die Gesamtheit der administrativen, politischen, gesellschaftlichen und infrastrukturellen Gegebenheiten im Zusammenhang mit Messen bezeichnen. Darunter fallen auch Architektur-, Design- und Kommunikationsaspekte.
-> Messewirtschaft
Summe aller ökonomischen Aktivitäten im Zusammenhang mit der Durchführung von Messen. Messewirtschaft umfasst im Kern die Messeveranstalter, die Aussteller und Besucher sowie Serviceunternehmen, die für diese drei Akteure Leistungen erbringen, die unmittelbar auf die organisatorische Durchführung der Messe, die Beteiligung bzw. den Messebesuch ausgerichtet sind, wie etwa Messebauunternehmen, Eventagenturen, Messecaterer, Messespediteure, Marketing- und Technikdienstleister. Nicht zur Messewirtschaft zählen z.B. Transport-, Gastronomie- und Hotellerieunternehmen, die außerhalb des Messegeländes operieren.
-> Aussteller -> Besucher -> Messeveranstalter -> Umwegrentabilität ->
Der AUMA verwendet den Begriff „Messewissenschaft“ für Aktivitäten von Hochschulen und Forschungseinrichtungen rund um die wissenschaftliche Beschäftigung mit Messen. Dafür stellt der AUMA eigene Forschungsergebnisse, Datenmaterial und die Literatursammlung der Deutschen Messebibliothek zur Verfügung. Eine systematische Einordnung der Messe als Teil der Kommunikationswirtschaft, Teil der Marketingkommunikation oder auch als Teil des Vertriebes ist zwar möglich, der Begriff „Messewissenschaft“ bringt aber zum Ausdruck, dass es ein eigenes Forschungsgebiet gibt, das sich mit der wissenschaftlichen Herangehensweise an Messefragen im weitesten Sinne beschäftigt.
Weitere Informationen: www.messewissenschaft.de
Auf einer Messe werden von Ausstellern und Besuchern spezifische Ziele verfolgt. Diese sollten lange vor der Messe festgelegt werden. Bei Ausstellern können dies übergeordnete, allgemeine Ziele oder aber konkrete Kommunikations-, Preis-, Konditions-, Distributions- und Produktziele sein. Für ein Messe-Konzept als Teil des Marketing-Mix eines Unternehmens sollten die im Rahmen der mittelfristigen Unternehmensplanung festgelegten Unternehmensziele als Grundlage dienen. Beispiele:
Übergeordnete Ziele: Kennenlernen neuer Märkte, Überprüfung der Konkurrenzfähigkeit, Erkundung von Exportchancen
Kommunikationsziele: Ausbau persönlicher Kontakte, Kennenlernen neuer Abnehmergruppen, Steigerung des Bekanntheitsgrades des Unternehmens, Ausbau des Abnehmerkreises, Orientierung über Branchensituation
Preis- bzw. Konditionsziele: Auftreten am Markt mit überzeugendem Preis-Leistungs-Verhältnis, Auslotung von Preisspielräumen
Distributionsziele: Ausbau des Vertriebsnetzes, Überprüfung der Handelsstufen, Vertretersuche
Produktziele: Produktinnovationen vorstellen, Prototypen vorstellen, Akzeptanz des Angebotes oder Neuplatzierung eines Produktes am Markt testen
Ziele, die Besucher auf Messen verfolgen: Neue Produkte und Anwendungsmöglichkeiten sehen, Preise und Konditionen vergleichen, Suche nach bestimmten Produkten, Anregungen für die eigene Produkt- und Sortimentsgestaltung, Geschäftskontakte knüpfen und pflegen, Trends erkennen.
-> Messen im Marketingmix -> MesseNutzenCheck -> Nacharbeit
Abkürzung für Meetings Incentives Conventions Events. In einigen Teilen der Welt, insbesondere in Asien, wird im Begriff MICE das E für Exhibitions verwendet. das entspricht nicht dem Verständnis etwa in Deutschland, wo die Messewirtschaft als selbstständige Branche betrachtet wird.
Ein Mitaussteller bezeichnet einen Aussteller, der mit dem Einverständnis des Messeveranstalters auf dem Stand des Hauptausstellers mit eigenen wirtschaftlichen Gütern und eigenem Personal präsent ist.
-> Aussteller -> Hauptaussteller -> Zusätzlich vertretenes Unternehmen
Das multisensuale Marketing zielt in der Wahl seiner Instrumente auf die Ansprache möglichst vieler Sinne der Zielgruppe ab. Durch Sinneseindrücke wie Berühren, Riechen, Sehen, Schmecken und Hören wird ein Produkt besonders nachhaltig erfahren. Messen als Orte direkter Begegnung zwischen Kunden und Unternehmen eignen sich deshalb gut für diese Marketingstrategie.
Auf Mustermessen werden von Händlern ausschließlich Muster der angebotenen Waren gezeigt, die von Käufern bestellt und ihnen später geliefert werden. Ab dem Ende des 19. Jahrhunderts bildete sich dieser Messetyp in Deutschland und Europa heraus, im Gegensatz zur bis dahin üblichen Warenmesse, auf der große Warenmengen direkt umgeschlagen wurden. Voraussetzung dafür waren bessere Transport- und Kommunikationswege sowie industrielle Fertigungsmethoden, die eine stabile Warenqualität garantierten. Die Leipziger Messe führte ab 1895 den offiziellen Titel "Mustermesse".
Messedaten-Manager für das iPhone. Die App MyFairs bietet einen Zugang zu Daten und Fakten für die Messevorbereitung. MyFairs ist verbunden mit der Messedatenbank des AUMA.
Weitere Informationen: www.myfairs.auma.de
Die zielorientierte Messenachbearbeitung unterstützt die Erreichung der gesteckten Messeziele eines Ausstellers. Bereits vor der Messe sollte geklärt sein, mit welchen Maßnahmen innerhalb welcher Zeit und durch wen (Vertrieb, Außendienst, Vertretungen) die anschließende Vertiefung der Messekontakte erfolgt. Die Grundlage der Nachfassaktionen sowie der Erfolgskontrolle ist die systematische Auswertung der standardisiert erfassten Messekontakte. Die Nachfassaktionen verlaufen unterschiedlich für die Zielgruppen, die den Messestand besuchten, und die Eingeladenen, die nicht kamen. Dazu gehören Dankschreiben an wichtige Kunden, schnelle Zusendung von Unterlagen, Gesprächsvermittlung im eigenen Haus, Nachfasstelefonate, Nachfragebearbeitung durch Außendienst, Verkaufsbüro, Vertretung, Händler etc.
-> Messe-Lead -> Messeziele
Umweltverträglichkeit in der Messewirtschaft wurde erstmals in den frühen 1990er Jahren ein zentrales Branchenthema. Abfallvermeidung, Energieeffizienz, Klimaneutralität durch CO2-Einsparung etc. werden sowohl auf der Veranstalter- als auch auf der Aussteller- und Besucherseite und von den Service-Unternehmen angestrebt. Nachhaltigkeit als neuer, erweiterter Standard in ökologischer, ökonomischer und sozial verantwortlicher Hinsicht bringt für Messeakteure weitere Herausforderungen mit sich. Standards für die Branche werden u.a. von GCB, EVVC, FAMAB und AUMA erarbeitet.
In der Nomenklatur einer Messe sind die Produkte und Warengruppen festgelegt, die auf der Messe ausgestellt werden dürfen. Nur diejenigen Unternehmen, die Produkte innerhalb der vorgeschriebenen Nomenklatur anbieten, werden zur Messe zugelassen.
Messen eignen sich außer für das Marketing auch für die Pflege von Public Relations. Besonders der Kontakt zu Pressevertretern und -vertreterinnen einer Branche ist im Zusammenhang mit Messen einfach, aber auch andere Stakeholder wie Verbände und Institutionen sind im Vorfeld und während einer Messe gut zu erreichen. Auf Fachmessen sind oft auch Personen aus der Landes- und Bundespolitik anzutreffen und können z.B. bei Messerundgängen auf das Unternehmen aufmerksam gemacht werden oder die Unternehmenspräsenz mit ihrer Anwesenheit medial aufwerten.
-> Presse-Akkreditierung -> Pressearbeit
Ordermessen sind Fachmessen, auf denen Händler größere Warenmengen, z.B. saisonale Kollektionen in der Textil- und Schuhbranche, direkt bestellen.
Messeveranstalter können Journalisten den Zugang zu Informationen über ihre Veranstaltungen und ihr Unternehmen erleichtern, indem sie ihnen zum Zwecke der journalistischen Berichterstattung eine Presse-Akkreditierung ermöglichen.
Weitere Informationen: Akkreditierungsregeln für Journalisten auf Messen
-> Pressearbeit -> Öffentlichkeitsarbeit
Pressearbeit ist im Zusammenhang mit Messen ein effektives Mittel, um insbesondere Fachmedien auf ein Unternehmen und seine Produkte sowie die Messebeteiligung aufmerksam zu machen. Dazu bieten Veranstalter Serviceleistungen wie z.B. Pressefächer auf dem Gelände und im Internet oder Presserundgänge über die Messe an. Instrumente eines ausstellenden Unternehmens sind vor allem Pressemitteilungen im Vorfeld der Messe, etwa zu gezeigten Innovationen, Pressegespräche während der Messe oder gezielte Einladungen von Fachjournalisten auf den Messestand.
-> Öffentlichkeitsarbeit -> Presse-Akkreditierung
Privatbesucher ist ein Messebesucher, der an einer Messe/Ausstellung aus persönlichem Interesse teilnimmt.
-> Verbraucherausstellung -> Publikumsmesse
-> Öffentlichkeitsarbeit
Eine Publikumsmesse hat als Besucherzielgruppe ganz oder weit überwiegend Privatbesucher. Publikumsmessen können Mehrbranchen- oder regionale und nationale Special-Interest-Messen sein mit internationalem, nationalem oder regionalem Besuchereinzugsgebiet.
-> AUMA-Kategorie regional -> Special-Interest-Messe -> Verbraucherausstellung
Auch: Regionalausstellung. Messe mit überwiegend regionalem Besuchereinzugsgebiet.
-> AUMA-Kategorie regional
Eine Roadshow bezeichnet die mobile Präsentation eines Ausstellers an wechselnden Orten. Roadshows sind Bestandteil des Eventmarketing und werden zur Erreichung bestimmter Zielgruppen eingesetzt.
Über geltende Sicherheitsbestimmungen für seine Messe informiert der Veranstalter in seinen Ausstellungsbedingungen. Sicherheitsvorschriften für Messegelände sind gesetzlich geregelt.
-> Ausstellerhandbuch -> Messerecht -> Versammlungsstättenverordnung
Mit den Sonderförderprogrammen Erneuerbare Energien und Energieeffizienz (EE) unterstützt das Bundeswirtschaftsministerium seit 2003 Unternehmen bei ihren Beteiligungen an Fachmessen im Bereich der erneuerbaren Energien. Bei der Auswahl der Messen für dieses Programm wirkt der AUMA mit.
Weitere Informationen: Sonderförderprogramme EE
Eine Sonderschau bezeichnet einen besonders eingerichteten Bereich innerhalb einer Messe oder Ausstellung, die das Thema umfassend oder in einzelnen Aspekten erläutert und Aussteller unabhängig ist.
Messen für spezifisch interessierte Zielgruppen, in Anlehnung an Special-Interest-Zeitschriften. Ziel der Messe ist die Ansprache von Kunden mit einer individuellen Interessenlage, z.B. im Freizeitbereich.
Ein Messestand ist eine auf einer von einem Messeveranstalter überlassenen Fläche errichtete Unternehmenspräsentation. Der Messestand eines Unternehmens sollte in Größe und Ausstattung den ausgestellten Produkten und der Bedeutung des Unternehmens entsprechen und das Corporate Design berücksichtigen. Die kundengerechte Präsentation der Exponate steht im Vordergrund. Funktionsbereiche eines Messestandes sind Präsentationsfläche, Besprechungsbereiche und Nebenräume.
-> Messebau -> Standtypen
Unterschiedliche Arten von Messeständen ergeben sich durch die Abgrenzung zu den Nachbarständen und die Öffnung zu den Gängen. Der Reihenstand ist ein einseitig zu einem Gang hin offener Stand, der neben weiteren Reihenständen steht (seltener auch zweiseitig offen zu zwei parallel verlaufenden Gängen). Ein Eckstand liegt am Ende einer Reihe und ist zum Gang und dem Quergang offen. Die Rückfront grenzt an die Rückfront eines anderen Eckstandes und die Seite an einen benachbarten Reihenstand. Ein Eckstand erreicht durch mehr Schauseiten eine hohe Sichtbarkeit. Der Kopfstand am Ende einer Reihe ist nach drei Seiten offen. Der Blockstand (oder Inselstand) ist rundum von Besuchergängen umgeben und erreicht durch die Alleinstellung einen hohen Aufmerksamkeitswert. Ein Freigeländestand wird für sehr große Produkte gewählt oder für komplette Anlagen und Maschinen, die in praxisnahem Betrieb gezeigt werden sollen. Hier sind wie in der Messehalle wiederum unterschiedliche Typen möglich.
-> Stand
Deutsche Industrieausstellungen / TECHNOGERMA (1954 – 1999). Anfang der 1950er Jahre entstand im Zusammenwirken von Wirtschaft und Bundesregierung die Idee, dass sich die deutsche Industrie auf einzelnen Auslandsmärkten mit hohem Exportpotential, aber wenig geeigneten Messen, mit eigenen Präsentationen vorstellen sollte. Dies war der Beginn einer Serie von eindrucksvollen nationalen Präsentationen in aller Welt, von Mexiko bis Indonesien. Ziel der "Deutschen Industrieausstellungen" war es, die Leistungsfähigkeit der deutschen Industrie in diesen Ländern mit einem hochwertigen, auf das Land zugeschnittenen Querschnitt deutscher Produkte zu demonstrieren.
Weitere Informationen: TECHNOGERMA (PDF)
-> KONSUGERMA
Die Teilnahmebedingungen der Messeveranstalter regeln die Rechte und Pflichten von Aussteller und Veranstalter, um einen reibungslosen Ablauf und erfolgreiche Messedurchführung zu gewährleisten. Will ein Aussteller an der Messe teilnehmen, muss er einen Antrag auf Zulassung stellen, mit dem er gleichzeitig die Teilnahmebedingungen akzeptiert. Erst wenn ihm die Entscheidung des Veranstalters über die Zulassung, die regelmäßig auch die schriftliche Standbestätigung enthält, zugeht, kommt der Vertrag zustande. Neben den allgemeinen Teilnahmebedingungen gelten in der Regel auch noch besondere Teilnahmebedingungen für die jeweilige Veranstaltung sowie technische Richtlinien.
-> Ausstellerzulassung
AUMA Toolbox, Online-Plattform für Aussteller mit Tipps zur Messebeteiligung und Anbindung der AUMA-Messedatenbank. Bestandteile sind MesseNutzenCheck (MNC), Lernvideos und Login-Funktion, damit Nutzer ihre Daten speichern können. Die überwiegenden Inhalte der AUMA Toolbox werden in Deutsch und Englisch angeboten, der MNC zusätzlich in Spanisch und Französisch.
Weitere Informationen: www.toolbox.auma.de
UFI, The Global Association of the Exhibition Industry, ist der Verband der Veranstalter internationaler Messen und Betreiber von Messegeländen. 1925 wurde die Organisation in Mailand unter dem Namen Union des Foires Internationales von den damals 20 größten Messeveranstaltern Europas gegründet. Ab 1947, nach dem Zweiten Weltkrieg, nahm sie ihre Tätigkeit in Paris wieder auf. Bis 1975 erweiterte sich die UFI auf 99 Mitglieder aus 40 Staaten. 1991 zählte die UFI bereits 153 Mitglieder, davon 110 aus Europa. In den Folgejahren öffnete sich die UFI auch für andere nationale und internationale Verbände der Branche sowie Eigentümer von Messegeländen. 1995 wurde der AUMA Mitglied und engagiert sich seither in Statistik- und Bildungsarbeitskreisen, sowie im Associations' Committee und im European Chapter. Seit 2002 ist der AUMA auch im Board of Directors vertreten. 2003 erfolgte die Umbenennung der Union des Foires Internationales in UFI The Global Association of the Exhibition Industry. 2014 verzeichnete die Organisation mehr als 600 Mitglieder aus 85 Ländern. Der Verband vergibt das Gütesiegel "UFI approved event" für Messen mit einem Mindestanteil an Internationalität. Dr. Peter Neven, AUMA-Geschäftsführer, wurde 2014 erneut zum stellvertretenden Vorsitzenden des Associations' Committee der UFI gewählt.
Weitere Informationen: www.ufi.org
Die Nutzungsintensität eines Messegeländes wird häufig mit einer Kapazitätsauslastungsziffer, der Umschlaghäufigkeit, angegeben. Dabei wird in der Regel die während eines Jahres belegte Brutto-Hallenfläche zu der vorhandenen Hallenkapazität ins Verhältnis gesetzt. In die Berechnung dieser Werte werden häufig unterschiedliche Typen von Veranstaltungen einbezogen, so dass die veröffentlichten Umschlagziffern nur bedingt verglichen werden können.
-> Nachhaltigkeit
-> Mitaussteller
In der Messewirtschaft spielen Verbände sowohl in Deutschland, als auch in Europa und weltweit eine wichtige Rolle bei der Koordinierung von Interessenvertretung und Weiterentwicklung der Branche. Verbände können die ausstellende und besuchende Wirtschaft ebenso vertreten wie Veranstalter und Serviceunternehmen. Darüber hinaus spielen zahlreiche Branchenverbände eine Rolle als ideelle Träger von Messen oder bringen ihre Kompetenzen in Messebeiräte ein.
-> AUMA -> EEIA -> EMECA -> EVVC -> FAMA -> FAMAB -> FKM -> GDG -> Ideeller Träger -> IDFA -> Messebeirat -> UFI
Ausstellung mit überwiegend regionalem Besuchereinzugsgebiet und mit einem Waren- und Dienstleistungsangebot, das auf den direkten Verkauf an Endverbraucher abzielt.
-> AUMA-Kategorie regional -> Publikumsmesse
-> Messen im Verbund
Bei der Planung und Durchführung von Messen sind nicht nur die zivilrechtlichen Vertrags- und Haftungsfragen zu klären, sondern auch die sicherheitsrelevanten Rahmenbedingungen des öffentlichen Rechts zu beachten. Von besonderer Bedeutung sind das Bauordnungsrecht, der Feuerschutz und allgemeine polizeiliche Vorgaben zu Sicherheit und Ordnung. Die Versammlungsstättenverordnungen der Bundesländer enthalten hierzu spezielle Regelungen für Gebäude, in denen Veranstaltungen stattfinden, und ergänzen insofern die Landesbauordnungen um bauliche und betriebliche Sonderbestimmungen. Rahmenregelwerk für die Landesversammlungsstättenverordnungen und die Landesbauordnungen sind die von der Bauministerkonferenz (ARGEBAU) beschlossenene Musterversammlungsstättenverordnung sowie die Musterbauordnung.
Weitere Informationen: Versammlungsstättenrecht
Die Bezeichnung "Virtuelle Messe" für elektronische Produkt- und Unternehmenspräsentationen im Internet ist irreführend, da diesen wesentliche für Messen typische Eigenschaften wie die unmittelbare persönliche Begegnung und Kommunikation, die emotionale und sinnliche Erfahrung von Produkten und Marken sowie der Event-Charakter fehlen. Elektronische Plattformen, Ausstellerverzeichnisse oder andere Online-Anwendungen werden von Messeveranstaltern häufig als begleitende Services zur realen Messe angeboten. Im Geschäftsfeld Recruiting und Aus- und Weiterbildung gibt es von verschiedenen Anbietern immer häufiger Online-Plattformen, die das Messegeschehen nachempfinden.
Eine Weltausstellung (auch: Expo) ist eine internationale Ausstellung, auf der sich insbesondere Länder und Nichtregierungsorganisationen (NGO) über mehrere Monate in eigenen Pavillons präsentieren, oft zu einem bestimmten Thema oder Motto. Weltausstellungen bildeten sich in der Zeit der Industrialisierung als Leistungsschauen für Technik und Kunsthandwerk heraus. Heute sind Expos vor allem für die Selbstdarstellung von Gastgeber- und Teilnehmerländern und ihrer wirtschaftlichen und technologischen Leistungsfähigkeit wichtig. Seit 1928 vergibt das Bureau International des Expositions (BIE) offiziell Weltausstellungen an Austragungsorte, meist für die Dauer von drei bis sechs Monaten. Weltausstellungen bieten Gastländern die Möglichkeit eines Imagegewinns, der durch Investitionen in die Architektur und Infrastruktur des Austragungsortes unterstützt wird. Die Pavillonbauten der Teilnehmer werden nach den Ausstellungszeiten zumeist wieder abgebaut.
-> Geschichte der Messen
Kaufen Messebesucher Produkte von Ausstellern auf einer Messe oder Ausstellung, so sind diese Verträge grundsätzlich bindend. Ein Widerrufsrecht, wie etwa bei Käufen im Internet, besteht beim Messekauf nicht. Denn bei Messen handelt es sich immer um Geschäftsräume im Sinne von § 312b BGB, soweit dem Besucher Waren angeboten wurden, die mit dem Thema der Messe im Zusammenhang stehen.
Weitere Informationen: Vertragsrecht
-> Nomenklatur
Ein zusätzlich vertretenes Unternehmen (ZVU) lässt wirtschaftliche Güter ohne eigenes Personal auf dem Stand eines Ausstellers präsentieren.
-> Aussteller -> Hauptaussteller -> Mitaussteller

References: § 69
 § 70
 § 65
 § 65
 § 70
 § 70
 § 64
 § 64
 § 69
 § 312