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Timestamp: 2019-12-14 10:40:45+00:00

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BGH, 18.04.2002 - VII ZR 260/01 - dejure.org
BGH, 18.04.2002 - VII ZR 260/01
https://dejure.org/2002,639
BGH, 18.04.2002 - VII ZR 260/01 (https://dejure.org/2002,639)
BGH, Entscheidung vom 18.04.2002 - VII ZR 260/01 (https://dejure.org/2002,639)
BGH, Entscheidung vom 18. April 2002 - VII ZR 260/01 (https://dejure.org/2002,639)
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VOB/B § 8 Nr. 3 Abs. 4, § 16 Nr. 3 Abs. 5 D; ZPO § 254
Werklohnanspruch - Mehrkosten - Kündigung - Stufenklage - Rechnungslegung
Anspruch des Auftragnehmers auf Aufstellung der infolge einer Kündigung des Bauvertrages entstandenen Mehrkosten
Vorbehalt gegen die Schlussrechnung: Anforderungen an den Vorbehalt
Mehrkosten, Anspruch auf Aufstellung von - gegen Auftraggeber; Stufenklage, keine - für Werklohn abzüglich Mehrkosten
Zum Anspruch des Auftraggebers auf Erstattung der Mehrkosten nach einer Kündigung; zur Aufrechnung mit diesem Anspruch gegenüber der Werklohnforderung
Rechnungslegung über die Mehrkosten nach Kündigung
VOB/B § 8 Nr. 3 Abs. 4, § 16 Nr. 3 Abs. 5; ZPO § 254
Vorbehalt des Auftragnehmers gegen Schlusszahlung des Auftraggebers: Anforderungen? (IBR 2002, 349)
Kann Auftragnehmer von Auftraggeber Aufstellung über Mehrkosten infolge Kündigung verlangen? (IBR 2002, 353)
NJW 2002, 2952
ZIP 2002, 1951
MDR 2002, 1188
NZBau 2002, 435
WM 2002, 1564
DB 2002, 1656
BauR 2002, 1253
ZfBR 2002, 427 (Ls.)
ZfBR 2002, 567
Die Vorschrift setzt voraus, dass die begehrte Auskunft die (noch) fehlende Bestimmtheit des Leistungsanspruchs herbeiführen soll (vgl. BGH, Urteile vom 2. März 2000 - III ZR 65/99, NJW 2000, 1645, 1646 und vom 18. April 2002 - VII ZR 260/01, NJW 2002, 2952, 2953).
Allerdings steht die der Stufenklage eigentümliche Verknüpfung von unbestimmtem Leistungsanspruch und vorbereitendem Auskunftsanspruch nicht zur Verfügung, wenn die Auskunft nicht dem Zwecke einer Bestimmbarkeit des Leistungsanspruchs dient (BGH, Urteil vom 18. April 2002 - VII ZR 260/01, WM 2002, 1564, 1565 unter II.1.a. mwN;… vom 29. März 2011 - VI ZR 117/10, BGHZ 189, 79 Rn. 8).
§ 254 ZPO schafft eine Möglichkeit, unter bestimmten Voraussetzungen einen unbestimmten Leistungsanspruch zu verfolgen (BGH NJW 2002, S. 2952).
Der im Rahmen der Stufenklage verfolgte Auskunftsanspruch ist damit lediglich ein Hilfsmittel, um die noch fehlende Bestimmtheit des Leistungsanspruchs herbeizuführen (BGH NJW 2002 S. 2952).
Die der Stufenklage eigentümliche Verknüpfung von unbestimmtem Leistungsanspruch und vorbereitendem Auskunftsanspruch steht dann nicht zur Verfügung, wenn die Auskunft nicht dem Zwecke einer Bestimmbarkeit des Leistungsanspruches dient, sondern dem Kläger sonstige mit der Bestimmbarkeit als solche nicht in Zusammenhang stehende Informationen über seine Rechtsverfolgung verschaffen soll (BGH NJW 2002 S. 2952; BGH NJW 2000 S. 1645).
Insbesondere ist dieser Fall auch nicht vergleichbar mit dem von der Beklagtenseite zitierten Fall des Bundesgerichtshofes (BGH NJW 2002 S. 2952).
In diesem Fall hat der BGH entschieden, dass § 254 ZPO nicht den Zweck verfolge, dem Kläger das allgemeine Prozessrisiko zu nehmen, einen Anspruch in einer Höhe durchsetzen zu wollen, die von vornherein streitig ist (BGH NJW 2002 S. 2952).
§ 254 ZPO findet auf die Fälle keine Anwendung, in denen der Gläubiger darüber im Unklaren ist, ob die vom Schuldner erhobenen Einwendungen berechtigt sind (BGH NJW 2002 S. 2952).
Die im Rahmen der Stufenklage verlangte Auskunft ist lediglich ein Hilfsmittel, um die (noch) fehlende Bestimmtheit des Leistungsanspruchs herbeizuführen (BGH, Urteile vom 2. März 2000 - III ZR 65/99, NJW 2000, 1645, unter 1 a, und vom 18. April 2002 - VII ZR 260/01, NJW 2002, 2952, unter II 1 a).
Die der Stufenklage eigentümliche Verknüpfung von unbestimmtem Leistungsanspruch und vorbereitendem Auskunftsanspruch steht dagegen nicht zur Verfügung, wenn die Auskunft überhaupt nicht dem Zwecke einer Bestimmbarkeit des Leistungsanspruchs dienen, sondern dem Kläger sonstige mit der Bestimmbarkeit als solcher nicht in Zusammenhang stehende Informationen über seine Rechtsverfolgung verschaffen soll (BGH, Urteile vom 2. März 2000 - III ZR 65/99, NJW 2000, 1645, 1646 und vom 18. April 2002 - VII ZR 260/01, NJW 2002, 2952, 2953).
Vielmehr muss sein Unvermögen zur bestimmten Angabe der von ihm auf der letzten Stufe seiner Klage beanspruchten Leistung gerade auf den Umständen beruhen, über die er auf der ersten Stufe Auskunft begehrt (…BGH NJW 2011, S. 1815, 1816; BGH, Urteil vom 18.04.2002, VII ZR 260/01, juris Tz. 19).
Die der Stufenklage eigentümliche Verknüpfung von unbestimmtem Leistungsanspruch und vorbereitendem Auskunftsanspruch steht dagegen nicht zur Verfügung, wenn die Auskunft überhaupt nicht dem Zwecke einer Bestimmbarkeit des Leistungsanspruchs dienen, sondern dem Kläger sonstige mit der Bestimmbarkeit als solcher nicht in Zusammenhang stehende Informationen über seine Rechtsverfolgung verschaffen soll (BGH 29. März 2011 - VI ZR 117/10 - Rn. 8 mwN, 18. April 2002 - VII ZR 260/01 - Rn. 16;… 02. März 2000 - III ZR 65/99 - Rn. 18; jeweils zitiert nach juris) .
OLG Brandenburg, 19.03.2009 - 12 U 171/08

References: § 8
 § 16
 § 254
 § 8
 § 16
 § 254

§ 254
 BGH 
 BGH 
 § 254

§ 254