Source: http://www.wpk.de/transparenzberichte/hinweise.asp
Timestamp: 2013-06-19 14:20:59+00:00

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Hinweise zur Veröffentlichung und zum Inhalt von Transparenzberichten gemäß § 55c WPO
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Die folgenden in den Gremien der WPK abgestimmten Hinweise sind bei der Erstellung von Transparenzberichten zu beachten. Zuvor wird noch einmal die Frage behandelt, in welchen Fällen für eine berufliche Einheit die Pflicht besteht, einen Transparenzbericht zu veröffentlichen.
Nach dem Wortlaut der Vorschrift sind die Eigentumsverhältnisse zu „beschreiben“. Aus wortlautbezogener sowie systematischer Perspektive lässt sich mit Blick auf die abweichende Formulierung in § 38 Nr. 2 lit. d) WPO zunächst festhalten, dass es dem Gesetzgeber jedenfalls nicht um eine Wiederholung der diesbezüglichen Pflichtangaben zum Berufsregister [*] im Transparenzbericht ging. Deswegen ist auch die Angabe der Beteiligungen im Einzelnen – also bezogen auf die einzelnen Gesellschafter – wie auch die namentliche Nennung der Gesellschafter unmittelbar im Transparenzbericht nicht erforderlich. Bei überschaubaren Verhältnissen mit wenigen Gesellschaftern und gleichartiger Beteiligungshöhe dürfte sie allerdings ausreichen. In solchen Fällen ist eine Angabe im Transparenzbericht selbst erforderlich; der Hinweis auf das Berufsregister genügt dagegen nicht.
Auf der anderen Seite ist in einem bloßen Verweis auf die Übereinstimmung der Eigentumsverhältnisse mit den berufsrechtlichen Vorgaben noch keine „Beschreibung“ i. S. d. Vorschrift zu sehen, da ein konkretes Eingehen auf die Verhältnisse bei der betroffenen Praxis fehlt. Nach Auffassung der WPK muss daher im Transparenzbericht zumindest die Struktur der Eigentumsverhältnisse deutlich gemacht werden. Hierzu ist es erforderlich, die Gesellschaftergruppen ihrem Status nach zu beschreiben (Berufsangehörige, WPG und Gleichgestellte nach § 28 Abs. 4 Satz 1 Nr. 1 WPO bzw. Gesellschafter gemäß § 28 Abs. 4 Satz 1 Nr. 1a WPO – in Bezug auf letztere können natürlich auch die jeweiligen Berufsbezeichnungen genannt werden) und bezüglich des Verhältnisses zwischen den verschiedenen Statusgruppen eine prozentuale Quote anzugeben. Darüber hinaus wird es als Mindesterfordernis angesehen, anzugeben, ob es einen Mehrheitsgesellschafter gibt, ob bestimmte Personen oder Gruppen einen beherrschenden Einfluss ausüben können oder ob die Gesellschaft über eine Eigentümerstruktur mit annähernd gleichen Beteiligungshöhen verfügt.
c) Liste der geprüften Unternehmen von öffentlichem Interesse
(§ 55c Abs. 1 Satz 2 Nr. 5 WPO)
Wird bei einem Unternehmen neben dem HGB-Jahresabschluss zu Offenlegungszwecken auch ein IFRS-Einzelabschluss gemäß § 325 Abs. 2a HGB geprüft, muss dies nicht zusätzlich angegeben werden, da in § 55c Abs. 1 Satz 2 Nr. 5 WPO auf gesetzlich vorgeschriebene Abschlussprüfungen abgestellt wird und es sich insoweit um eine freiwillige Prüfung handelt.
d) Angaben zu den Vergütungsgrundlagen der Organmitglieder und leitenden Angestellten (§ 55c Abs. 1 Satz 2 Nr. 7 WPO)
cc) Angabe der Bemessungsgrundlage für die variable Vergütung
(§ 13b Satz 2 3. Spiegelstrich BS WP/vBP)
a) Unterzeichnung des Transparenzberichts (§ 55c Abs. 2 Satz 1 WPO); Form der
d) Unterrichtung der WPK über die elektronische Veröffentlichung des
Transparenzberichtes
* Im Berufsregister sind hiernach bei Kapitalgesellschaften einzutragen: Namen, Berufe und Anschriften der Gesellschafter und die Höhe ihrer Aktien und Stammeinlagen sowie bei Personengesellschaften: Namen, Berufe, Geburtsdaten und Anschriften der vertretungsberechtigten und der übrigen Gesellschafter und die Höhe der im Handelsregister eingetragenen Stammeinlagen der Kommanditisten. Download

References: § 55
 § 55
 § 38
 § 28
 § 28
 § 325
 § 55