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Timestamp: 2019-09-19 22:03:56+00:00

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BVerwG, 29.10.2002 - 4 B 60.02 - dejure.org
https://dejure.org/2002,1588
BVerwG, 29.10.2002 - 4 B 60.02 (https://dejure.org/2002,1588)
BVerwG, Entscheidung vom 29.10.2002 - 4 B 60.02 (https://dejure.org/2002,1588)
BVerwG, Entscheidung vom 29. Januar 2002 - 4 B 60.02 (https://dejure.org/2002,1588)
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Gesundheitsgefährdung; Gewerbe; Gewerbebetrieb; gewerbliche Nutzung; Immission; Lärmbeeinträchtigung; Lärmschutzniveau; Nachbarschaft; Nebeneinander; Rücksichtnahmegebot; Wohnen; Wohnnutzung; Zumutbarkeit
Anspruch auf Löschung einer eingetragenen Baulast; Beachtung des Grundsatzes von Treu und Glauben im öffentlichen Recht; Gebietswidrige Nutzung in einem Plangebiet; Pflicht eines Nachbarn zur Duldung von Beeinträchtigungen bis zur Schwelle der Gesundheitsbeschädigung; ...
BauGB § 1 Abs. 5 S. 2 Nr. 1; BauNVO § 15 Abs. 1
Nachbarschutz bei Planbetroffenheit; § 15 Abs. 1 BauNVO als Ausprägung des Rücksichtnahmegebots; Wahrung des Wohnens ohne Gesundheitsgefahren
Das Gebot der Rücksichtnahme soll gewährleisten, dass Nutzungen, die geeignet sind, Spannungen und Störungen hervorzurufen, einander so zugeordnet werden, dass Konflikte möglichst vermieden werden (Urteil vom 18. Mai 1995 - BVerwG 4 C 20.94 - BVerwGE 98, 235 ; Beschluss vom 29. Oktober 2002 - BVerwG 4 B 60.02 - Buchholz 406.19 Nachbarschutz Nr. 165 S. 15).
BVerwG, 28.07.2010 - 4 B 29.10
Bindungswirkung und Auslegung von technischen Regelwerken; schädliche Immissionen …
Das angefochtene Urteil weicht nicht von den Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts vom 29. Oktober 2002 - BVerwG 4 B 60.02 - (Buchholz 406.19 Nachbarschutz Nr. 165) und vom 11. Februar 1977 - BVerwG 4 C 9.75 - (Buchholz 406.25 § 4 BImSchG Nr. 2) ab.
Nach Auffassung des Beklagten steht dieser Rechtssatz im Widerspruch zu einem Rechtssatz des Bundesverwaltungsgerichts im Beschluss vom 29. Oktober 2002 (a.a.O.), der zum Inhalt haben soll, dass die Schwelle des nachbarlichen Abwehranspruchs erst bei der Gesundheitsgefahr anzusetzen ist.
Ist die Grundstücksnutzung mit einer spezifischen gegenseitigen Pflicht zur Rücksichtnahme belastet, führt dies nicht nur zu Pflichten desjenigen, der Immissionen verursacht, sondern auch desjenigen, der sich den Wirkungen solcher Immissionen aussetzt (st. Rspr, vgl. BVerwG, Beschluss vom 29.10.2002 - 4 B 60.02 - Buchholz 406.19 Nachbarschutz Nr. 165 m.w.N.).
Erteilung einer Gaststättenerlaubnis für die Erweiterung der Schankwirtschaft und …
Die Höhe des Zwischenwertes ist unter Berücksichtigung der tatsächlichen Umstände des Einzelfalls zu beurteilen und nicht allgemein klärungsfähig (…vgl. BVerwG, Beschlüsse vom 28. September 1993 - 4 B 151.93 - Buchholz 406.19 Nachbarschutz Nr. 119 S. 106, vom 12. September 2007 - 7 B 24.07 - juris Rn. 4 f., vom 21. Dezember 2010 - 7 B 4.10 - NVwZ 2011, 433 Rn. 32 und vom 2. November 2017 - 4 B 58.17 - BRS 85 Nr. 136 S. 899 f.; allgemein zum Rücksichtnahmegebot: BVerwG, Beschlüsse vom 29. Oktober 2002 - 4 B 60.02 - Buchholz 406.19 Nachbarschutz Nr. 165 S. 15 f. und vom 14. September 2017 - 4 B 26.17 - BRS 85 Nr. 135 S. 897).
Er kann deshalb nicht - wie der Kläger offenbar meint - mit Erfolg darauf pochen, jeden Bereich seines Anwesens unbeeinflusst von der potenziell störenden Nutzung in der Nachbarschaft auch zukünftig jeder Art von störungssensiblen Nutzungen zuführen zu dürfen (vgl. etwa BVerwG, Beschluss vom 29.10.2002 - 4 B 60.02 - Buchholz 406.19 Nachbarschutz Nr. 165 m. w N.).
Auch dort müssen jedenfalls "gesunde Wohn- und Arbeitsverhältnisse" im Sinne des § 1 Abs. 6 Nr. 1 BauGB gewahrt bleiben (vgl. BVerwG, Beschl. v. 29.10.2002 - 4 B 60.02 -, Buchholz 406.19 Nachbarschutz Nr. 165 u. v. 28.7.2010 - 4 B 29.10 -, BauR 2010, 2083), wie auch durch Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG abgesichert ist.
Dagegen muss er es hinnehmen, dass Beeinträchtigungen, die von einem legal genutzten vorhandenen Bestand ausgehen, bei der Interessenabwägung als Vorbelastungen berücksichtigt werden, die seine Schutzwürdigkeit mindern.(Vgl. BVerwG, Beschluss vom 29.10.2002 - 4 B 60.02 - Buchholz 406.19 Nachbarschutz Nr. 165 sowie Urteile vom 12.12.1975 - IV C 71.73 -, BVerwGE 50, 49 = BRS 29 Nr. 135, vom 16.03.1984 - 4 C 50.80 -, NVwZ 1984, 511 = BRS 42 Nr. 73 und vom 14.01.1993 - 4 C 19.90 -, BRS 55 Nr. 175, unter Hinweis auf die Urteile vom 25.02.1977 - IV C 22.75 -, BVerwGE 52, 122 = BRS 32 Nr. 155, …und vom 13.03.1981, a.a.O..).
Das Rücksichtnahmegebot soll insbesondere gewährleisten, dass Nutzungen, die geeignet sind, Spannungen und Störungen hervorzurufen, einander so zugeordnet werden, dass ein Interessenausgleich möglich ist, der beiden Seiten gerecht wird (ständige Rechtsprechung, vgl. BVerwG, Beschluss vom 29.10.2002 - 4 B 60.02 - und Senatsurteil vom 18.01.2011 - 8 S 600/09 - BauR 2011, 891).
BVerwG, Beschluss vom 29.10.2002 - 4 B 60.02 - Buchholz 406.19 Nachbarschutz Nr. 165 sowie Urteile vom 12.12.1975 - IV C 71.73 -, BVerwGE 50, 49 = BRS 29 Nr. 135, vom 16.03.1984 - 4 C 50.80 -, NVwZ 1984, 511 = BRS 42 Nr. 73 und vom 14.01.1993 - 4 C 19.90 -, DVBl 1993, 652 = BRS 55 Nr. 175, unter Hinweis auf die Urteile vom 25.02.1977 - IV C 22.75 -, BVerwGE 52, 122 = BRS 32 Nr. 155, und vom 13.03.1981, a.a.O..
BVerwG, Urteil vom 23.9.1999 - 4 C 6.98 -, DVBl. 2000, 192 und Beschluss vom 29.10.1990 - 4 B 60.02 -, Buchholz 406.19 Nachbarschutz Nr. 165.
VG Berlin, 15.03.2012 - 13 L 218.11
Drittschutz aus denkmalrechtlichem Umgebungsschutz
VG Saarlouis, 06.10.2010 - 10 L 925/10
Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung; Baueinstellung

References: § 1
 § 15
 § 15
 § 4
 § 1
 Art. 2