Source: http://gwf.at/p-a0401.html
Timestamp: 2018-01-19 05:08:34+00:00

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Die amerikanische Adoptionspsychologin Lifton beschreibt die Auslandsadoption: "Wie kostbare Schösslinge werden Kleinkinder importiert - von erfinderischen Reichen geerntet auf den Feldern der degenerierten Armen."
Von Sozialpädagogen als skrupellose Kinderhändler verdammt, von im Inland als ungeeignet befundene Adoptiveltern mit Dankesbriefen überschüttet, vermitteln zahlreiche NGO's und Betreiber von Kinderbetreuungseinrichtungen, Elternvereinen und Privatagenturen weltweit über Kontinente hinweg jährlich gegen horrende Summen Kinder an zahlungswillige Kinderlose oder an Privatpersonen und Institutionen zum beliebigen Gebrauch. Der internationale Adoptionsmarkt gleicht mittlerweile jedem anderen Markt, ganz gleich, ob Microchips oder Antiquitäten gehandelt werden und werden weltweit jährlich einige Milliarden US-Dollar damit umgesetzt1. Die Nachfrage steigt mit zunehmender Kinderlosigkeit und zunehmender Skrupellosigkeit der westlichen Industrienationen bei der Beschaffung von Organen, der Pornoindustrie und Prostitution. Weltweit werden jährlich ca. 1,2 Mill. Kinder verkauft und stellt der Adoptionskinderhandel dabei den lukrativsten und das zur Verdeckung anderer Zwecke perfekt geeignetste Mittel dar. Als drittgrößte Profitquelle im Bereich der organisierten Kriminalität bezeichnete selbst der US-Kongress diesen Milliardenmarkt, obwohl der Kinderhandel via Internet in den USA eher noch gefördert als verhindert wird. Neueste Schätzungen der EU gehen von 2 Millionen Kindern als Opfer des Kinderhandels aus2.
Da der Kinderwunsch mittlerweile auf ein Alter von Mitte bis Ende Dreißig verschoben wird, wodurch sich der Kindersegen aus biologischen Gründen trotz In-vitro-Fertilisation immer seltener erfüllen lässt, entsteht der Entschluss zur Adoption zumeist in einem Alter jenseits des 40. Lebensjahres, sodass die Adoption eines Kindes allein schon aufgrund des Alters des Paares nicht mehr dem Kindeswohl entspricht. Auf die Ablehnung von Jugendämtern und Gerichten sowie die Rechtslage zum Kindeswohl reagieren die Paare entrüstet und mit einem Ausweichen auf den Kinderhandelsmarkt, auf dem es nur eine Frage des Preises ist, zu einem Kind zu gelangen.
Bereits 1998 wurde die Zahl der Auslandsadoptionen allein aus den Ländern Korea, Russland, China und Brasilien nach Europa und in die USA auf 60.000 bis 80.000 Kinder geschätzt3. Wie unten ausgeführt, ist die Dunkelziffer aufgrund der kriminellen Machenschaften sehr hoch.
Der deutsche Kinderrechtsexperte Bernd Wacker betont, dass es den Adoptionswerbern einer Auslandsadoption einzig und allein darum geht, sich das Statussymbol Kind zu beschaffen, ohne sich über die psychischen Probleme des Kindes und der Probleme aufgrund der fremden Kulturkreise Gedanken zu machen. Die Ursache für den internationalen Adoptionsmarkt sieht er darin, dass die Gesellschaft nicht mit dem Tabuthema der ungewollten Kinderlosigkeit und deren Ursachen umgehen kann.
Die UNICEF warnt mittlerweile aufgrund der steigenden Auslandsadoptionen und den kriminellen Machenschaften dubioser Agenturen des Kinderhandels vor Auslandsadoptionen und sieht die UNICEF einen der Gründe darin, dass die bürokratischen Hürden der legalen Adoption von den Adoptionswerbern als Schikane empfunden werden. Dass diese jedoch dazu dienen, die Rechte der Kinder zu schützen und das Ziel verfolgen, geeignete Eltern für ein bestimmtes Kind und nicht umgekehrt zu suchen, wird von Adoptionswerbern nur selten anerkannt4.
Die Kinderhilfswerke und selbst die Jugendämter sind weit davon entfernt, den wachsenden Adoptionsmarkt als organisierten kriminellen Kinderhandel oder gar mafiösen Strukturen unterworfen zu bezeichnen, da sie - wie unten erläutert - selbst nur allzu oft und gern die Hände dabei öffnen.
Der Schweizer Nationalrat fügte aufgrund der aktuellen Entwicklung eine Bestimmung in das Strafgesetzbuch ein: "Wer gewerbsmäßig oder als Mitglied einer Bande Kinderhandel betreibt, ist mit Zuchthaus bis zu zehn Jahren zu bestrafen".
In Deutschland hat die Ratifizierung des Haager Übereinkommens im Jahr 2002 zu einer weitreichenden Reform des Adoptionsrecht geführt, welches nicht nur Kinder bei Auslandsadoptionen schützt, sondern hat sich auch der Schutz inländischer Kinder dadurch wesentlich verbessert5. Wesentlich ist, dass die neuen deutschen Bestimmungen auch auf innerstaatliche Adoptionen sowie auf Adoptionen in denen das Kind aus einem Staat stammt, der nicht Vertragsstaat des Haager Übereinkommens ist, zur Anwendung gelangt. Nunmehr unterliegen aufgrund der neuen deutschen Bestimmungen private Träger der Jugendwohlfahrt sehr strengen Zulassungs- und Kontrollvorschriften. So ist nunmehr nach § 4 AdVermiG für private Jugendwohlfahrtsträger eine spezielle Zulassung erforderlich, die im Fall von Auslandsadoptionen nur für die Vermittlung von Kindern aus einzeln benannten Staaten und nicht generell erteilt werden kann. Die persönlichen und fachlichen Qualifikationserfordernisse an das Personal sowie an die organisatorischen und finanziellen Grundlagen eines Trägers der privaten Jugendwohlfahrt wurden wesentlich erhöht. Das Gemeinnützigkeitserfordernis wurde nunmehr ausdrücklich normiert. Zur Kontrolle der privaten Jugendwohlfahrtsträger sind zusätzlich zu den Jugendämtern und zentralen Adoptionsstellen die Sicherheitsbehörden und die Justiz nach § 2 III 1 AdÜbAG berechtigt. Zweck dieser Vorschriften ist die Verhinderung rechtswidriger Praktiken sowie die Ausnützung des Rechtsinstituts der Adoption zum Zweck der Verbesserung der finanziellen Mittel der sog. NGO's ("Not-Government-Organisations" = Nichtregierungsorganisationen, die im öffentlichen Auftrag soziale Dienste verrichten). Bedenkt man die jüngsten Entwicklungen in Österreich, dass Pflegefamilien der NGO's aufgelöst und die Kinder getrennt und auf ganz Österreich in staatliche Heime verteilt werden müssen6, weil NGO's nicht bereit sind, die ihnen anvertrauten Gelder für ihre Aufgaben zu verwenden7, erscheint auch in Österreich dringender Handlungsbedarf.
Der Menschenhandel bzw. Kinderhandel ist in Österreich nunmehr im StrÄG 2004 in § 104a StGB geregelt und umfasst mehrere Tathandlungen und schützt in Abs.1 Z 1 leg.cit Minderjährige und mit Abs.1 Z 2 leg.cit. Erwachsene vor dem Handel zum Zweck
der sexuellen Ausbeutung
der Organentnahme oder
Ausbeutung ihrer Arbeitskraft.
Die Tathandlungen, die unter Strafe gestellt werden sind das Anwerben, Beherbergen oder sonst Aufnehmen, Befördern, einem anderen Anbieten, einem anderen Weitergeben von Personen.
Die entgeltliche Adoptionsvermittlung war bislang lediglich im JWG und in den Landesjugendwohlfahrtsgesetzen mit geringen Geldsstrafen belegt und erfolgte somit keine Eintragung in das Strafregister und war dadurch der gewerbsmäßigen, entgeltlichen Adoptionsvermittlung Tür und Tor geöffnet, zumal die Anzahl der adoptionswerbenden Paare und die Anzahl der Kinder, die zur Adoption freigegeben werden eine immer größer werdende Lücke entsteht und bei Auslandsadoptionen zahlreiche unseriöse Adoptionsvermittlungsagenturen diesen Markt längst entdeckt hatten.
Nunmehr stellt mit dem StrÄG 2004 ab dessen Inkraftreten mit 1.5.2004 die entgeltliche Adoptionsvermittlung unter einen gerichtlich strafbaren Tatbestand in § 194 StGB.
Die Tathandlung des § 194 Abs.1 StGB idF StrÄG 2004 besteht im Bewirken, dass eine zu einer Adoption zustimmungsberechtigte Person gegen Gewährung eines Vorteils für sich oder einen Dritten der Adoption einer minderjährigen Person durch eine andere Person zustimmt. Welche Tatmittel der Täter einsetzt, ist unerheblich. Entscheidend ist, dass er gegen Gewährung eines Vorteils die Zustimmung zur Adoption erwirkt. Voraussetzung für die Vollendung des Tatbildes des § 194 Abs.1 StGB ist, dass die Zustimmung von der berechtigten Person auch tatsächlich erteilt wird.
Begeht der Täter die Tathandlung des § 194 Abs.1 StGB um sich oder einen Dritten einen Vermögensvorteil zu verschaffen, erfüllt er die Qualifikation des Abs.2 leg.cit.
Die Strafdrohung beträgt bei der Tatbegehung nach Abs.1 leg.cit. eine Freiheitsstrafe von bis zu 2 Jahren und bei Tatbegehung nach Abs.2 leg.cit. eine Freiheitsstrafe von bis zu 3 Jahren.
Einen Strafaufhebungsgrund für beteiligte Wahleltern und Wahlkinder iSd § 12 StGB als Bestimmungs- u. Beitragstäter stellt Abs.3 leg.cit. dar.
Nach den vorliegenden und im Anhang beigefügten Dokumenten scheint allerdings fraglich, ob diese Tatbestände ausreichen, um dem Adoptionskinderhandel Einhalt zu gebieten.
Unbekannt ist, wie viele Kinder an Vermittlungsstellen und den bestehenden Gesetzen vorbei nach Europa gebracht werden, um Paaren ihren Kinderwunsch zu erfüllen. Die Problematik des krassen Missverhältnisses zwischen Adoptionswerbern und "vorhandenen" Adoptivkindern sorgt für krasses Missverhältnis zwischen Angebot und Nachfrage am "Kindermarkt"8, so dass dem Erfindergeist im Entdecken neuer "Marktlücken" an der "Ware Kind" mit den derzeitigen rechtlichen Möglichkeiten keine Grenzen gesetzt werden können9.
Kinder werden zum Teil privat, zum Teil über unseriöse, vor allem amerikanische Agenturen, Kinder in verschiedenen Staaten besorgt. Für eine entsprechende Summe bekommen die Adoptionswerber dort mit in den USA legalen Mitteln ein Kind ihrer Wahl: hellhäutig, gesund, möglichst jung10.
Die Beschaffungspraktiken reichen von Betrug und Urkundenfälschung bis zur Kindesentführung und Kinderhandel11.
Der Trick liegt darin, von den sozial schwachen Müttern gegen Entgelt erklären zu lassen, der Adoptivvater sei der leibliche Vater des Kindes oder ihnen nach Aufbau eines Vertrauensverhältnisses eine Erklärung in einer fremden Sprache zur Unterschrift vorzulegen, bei der es sich in Wahrheit um eine Adoptionsfreigabe handelt. Somit sind den Strafverfolgungsbehörden sämtliche Möglichkeiten der Verfolgbarkeit des Weges des Kindes genommen und dem Kinderhandel, auch zum Zwecke der Kinderpornographie und der Kinderprostitution12 sind die Tore im Namen des Kindeswohls auch bei legaler Adoption geöffnet und den Jugendwohlfahrtsbehörden jegliche Kontrollmöglichkeit genommen.
Im europäischen Zentralraum haben derartige Delikte stark zugenommen und werden diese Delikte nunmehr vermehrt über Österreich abgewickelt, da Deutschland und die Schweiz bereits mit einer Anpassung der strafrechtlichen Normen reagiert haben. Der "Kaufpreis" für ein Kind liegt im fünfstelligen "Gebühren"-Bereich13. Einer der größten involvierten Organisationen, die "Missionaries of Charity" hat ihren Sitz in Wien.
Die Nachfrage nach jungen, gesunden und möglichst hellhäutigen Kindern ist in den letzten Jahren stetig gewachsen und die Zahl der innerstaatlichen Adoptivkinder in Europa ständig gesunken. Die Einstellung, dass Elternglück käuflich sei, führt vom Druck auf die Jugendwohlfahrtsträger, der Politik und auch zu illegalen Vermittlungspraktiken und Kinderhandel.
Wie die geschichtlichen Ausführungen zum Adoptionskinderhandel zeigt, hat sich daran seit der Antike wenig geändert und gibt es selbst bei der Adoptionsvermittlung ein regelrechtes "Weihnachtsgeschäft"14. Darin können weder internationale Abkommen noch verstärkte Strafverfolgung etwas ändern. Der Handel mit den Kindern aus der Dritten Welt sagt mehr über die sozialpsychologische Verfassung unserer Gesellschaft aus, als uns lieb sein kann15. Trotz einhelliger politischer Ablehnung floriert das Geschäft weiter.
Das Problem bei Auslandsadoptionen besteht nicht nur im direkten Kinderhandel zum Zweck der Adoption, sondern auch in der Verwendung des rechtlich legitimen Mittels Adoption von Kindern zu den verschiedensten Zwecken und fordern Schweizer Kinderrechtsexperten strengere Bestimmungen, um diesem Missbrauch des Rechtsinstitutes Adoptionen zum Zweck des verdeckten Kinderhandels Einhalt zu gebieten16.
In dieser Studie werden daher sowohl die Praktiken, die Herkunftsländer von gehandelten Adoptivkindern sowie die am Adoptionskinderhandel Beteiligten ausführlich behandelt.
Wie aus den in dieser Studie geschilderten Praktiken der Kinderhändlerringe ersichtlich ist, reichen die Bestimmungen gegen den Kinderhandel, insbesondere gegen Adoptionskinderhandel, im neuen Strafrechtsänderungsgesetz 2004 bei weitem nicht aus, den Kinderhandel zu Adoptionszwecken zu bekämpfen. Die Praktiken der Kinderhändlerringe werden weder von diesen Bestimmungen, noch von den einschlägigen Bestimmungen der Jugendwohlfahrtsgesetze der Länder erfasst bzw. sind die dafür vorgesehenen Geldstrafen von max. einigen hundert Euro im Gewinn problemlos inkludiert.
Im Anschluss daran werden die Folgen des Kinderhandels für das Adoptivkind unter Berücksichtigung des rechtlichen Erfordernisses von Adoptionen zum Kindeswohl dargestellt. Im Ergebnis ist festzuhalten, dass der Adoptionskinderhandel mit dem Kindeswohl nicht zu vereinbaren ist, da die gehandelten Kinder zum Großteil aus intakten Familien stammen und mittels Entführung etc. in die Hände der Kinderhändler gelangen. Des weiteren landen viele Kinder als "Überproduktion" der Babyfarmen in den Heimen. Selbst bei Auslandsadoption eines tatsächlichen Waisenkindes (was ohnehin eher selten vorkommt) entstehen aufgrund der mangelnden Ausbildung von Adoptiveltern bei Agenturen und der mangelhaften Erfordernisse auf Seiten der diversen Agenturen, der kulturellen Verschiedenheiten und der verstärkten Identitätsproblematik sowie der kaum möglichen Herkunftssuche bei den Adoptierten kaum bewältigbare psychische Probleme, so dass davon auszugehen ist, dass Auslandsadoptionen nur in den seltensten Fällen dem Kindeswohl entsprechen. Dies trifft auch auf Auslandspflegschaften zu.
Bei den Lösungsmöglichkeiten wird darauf eingegangen, welche Maßnahmen gegen den Adoptionskinderhandel von verschiedenen Ländern bereits ergriffen wurden und ob diese Maßnahmen aus den bisherigen Erfahrungen geeignet erscheinen, dem Adoptionskinderhandel Einhalt zu gebieten.
Das Haager Adoptionsübereinkommen wurde von Österreich zwar unterzeichnet und wäre mit Ausnahme der Vorbehalte hinsichtlich der Erlangung der Österreichischen Staatsbürgerschaft durch das Adoptivkind und dem Erfordernis der Dekret- u. Volladoption zumindest hinsichtlich der Vorgangsweise und der Anerkennung ausländischer Adoptionen auch von österreichischen Gerichten und Jugendwohlfahrtsträgern anzuwenden, jedoch hat sich bei diversen Veranstaltungen, bei welchen Familienrichtern anwesend waren, gezeigt, dass selbst damit befasste Familienrichter nicht einmal von der Existenz dieses Übereinkommens Kenntnis haben und es folglich nicht anwenden.
Mit zunehmender Kinderlosigkeit ist davon auszugehen, dass immer mehr Kinder auf illegalem Weg fernab des Kindeswohls und an der geltenden Rechtslage vorbei zu Adoptivwerbern gelangen. Dabei ist von vornherein von gescheiterten Adoptionsverläufen auszugehen und droht diesen Kindern danach auch noch die Abschiebung in eine ungewisse Zukunft, da sie mit dem Widerruf oder der Aufhebung des Adoptivverhältnisses auch die Aufenthaltsbewilligung verlieren. Der Fall Diljan ist nur ein Beispiel eines Kinderschicksals und hat selbst diese Dramatik den österreichischen Gesetzgeber bislang nicht dazu bewogen, das Haager Adoptionsübereinkommen ins nationale Recht zu transferieren und wirksame Bestimmungen gegen den Kinderhandel zu erlassen.
Im Anhang wurde das Internationale Privatrecht samt Haager Adoptionsübereinkommen (Anhang I. - Anzuwendendes Recht bei Auslandsadoptionen), der Fall Diljan (Fallbeispiel der Judkatur des OGH, Anhang II.) sowie Dokumentenkopien als Beispiele von gefälschten Dokumenten samt Übersetzungen von 2 Fällen aus Bayern und Österreich (Dokumentenbeilage, Anhang III.) beigefügt, die die typische Vorgangsweise der "Missionaries of Charity" dokumentieren. Dabei findet sich auch ein Schreiben dieser Organisation an die Adoptivfamilien unter Berufung auf einen indischen Zeitungsartikel, dass sie ihre Adoptivkinder - entgegen der herrschenden Lehre in der Psychologie17 - über ihre Herkunft nicht aufzuklären hätten und die Suche Adoptierter nach der Herkunft nach Möglichkeit unterbinden sollen. Zu berücksichtigen ist dabei, dass dieser Orden vorrangig Kinder vermittelt, die sich aufgrund ihres Alters und der Übergabe an Schulen und Kindergärten des Ordens durch die leiblichen Eltern noch sehr gut an ihre Familie im Herkunftsland erinnern können und von ihren leiblichen Eltern gesucht werden. Das Adoptivkind von Familie Knuth (bayrischer Fall im Anhang) wurde von den Adoptiveltern wieder an die Ursprungsfamilie in Indien zurück gegeben und lebt seither wieder bei seinen Eltern und Geschwistern. Mehrere Kinder warten zur Zeit in deutschen Heimen und Kliniken auf die Ausreise zurück zur leiblichen Familie, nach dem die Adoptivfamilie von deren leiblichen Familien in Deutschland ausfindig gemacht werden konnten. Manche Adoptiveltern übergaben ihre Kinder den deutschen Behörden zur Rückgabe, nachdem sie erfahren hatten, dass sie kein Findel- o. Waisenkind, sondern ein Kind mit Eltern und Geschwistern "erworben" haben, welches direkt vom Kindergarten oder von der Schule den Adoptionswerbern übergeben wurde, während die Mutter vergeblich vor der Tür stand um das Kind abzuholen18.
Viele Auslandsadoptierte landen in Kinderpsychiatrien und von vielen ist das Schicksal nach der Rückgabe durch die Adoptiveltern unbekannt.
Es sollte Aufgabe des Staates sein, dem Handel mit Kindern Einhalt zu gebieten und in diesem Fall die Rechte der Erwachsenen vor stattlichen Eingriffen hinter den Rechten der Kinder im Sinne der UN-Kinderrechtskonvention zu stellen.
1 Marie-Frandoise Lücker-Bäbel, Defense for Children International (DCI) in Genf , Interview für das Handelsblatt, 19.11.1998
2 ARD, Tagesschau, Beitrag von Britta Scholtys, gesendet 22.4.2004
3 Antje Sirleschtov, Adoptionsmarkt, www.adoption.de, Presseartikel/info-apress01.htm
4 UNICEF-Position zu internationalen Adoptionen, Ein Kind aus dem Ausland, UNICEF Österreich, 2002
5 erlassen wurden das Adoptionsübereinkommens-Ausführungsgesetz (BGBl. I S. 2950/5.11.2001), das Gesetz über die Wirkungen der Annahme als Kind nach ausländischem Recht (BGBl. I S. 2950, 2953)
geändert wurden: Adoptionsvermittlungsgesetz (AdVermiG), Rechtspflegergesetz (RPflG), Gesetz über die Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FGG), Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuch (EGBGB), Sozialgesetzbuch (SGB I u. SGB VIII)
6 Pro Juventute Salzburg, 2003, Pressemeldungen
7 ORF Landesstudio Salzburg, Fall Pro Juventute, 24.7.2003
8 auch UNICEF, Ein Kind aus dem Ausland, S 3
9 auch UNICEF, Ein Kind aus dem Ausland, S 3
10 hiezu ausführlich Klarmann Michael, New Economy Kinderhandel, www.heise.de, 12.6.2003
Berker, Getauscht, verkauft, missbraucht - Hintergründe zum weltweiten Kinderhandel uva
11 Terre de hommes, Kein Kind um jeden Preis, Homepage
auch Steiger, Das neue Recht der internationalen Adoption und Adoptionsvermittlung, S 15
12 siehe Fn 11
13 Steiger, Das neue Recht der internationalen Adoption und Adoptionsvermittlung, S 15
14 Napp-Peters, Das alleinstehende Kind und seine Familien, S 76
15 Bach, Gekaufte Kinder, Babyhandel mit der Dritten Welt, S 9
16 Tagesanzeiger, 22.4.2004
17 Lifton, Napp-Peters u.v.a - siehe Lit. Verzeichnis Dissertation Peer, Univ. Sbg. 2004
18 Auskunft Jugendamt Bayern, Filmdokumentationsmaterial erhältlich über die Autorin

References: § 4
 § 2
 § 104
 § 194
 § 194
 § 194
 § 194
 § 12