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Timestamp: 2016-10-20 19:38:38+00:00

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5A_64/2014 (13.05.2014)
5A_64/2014 � � Urteil vom 13. Mai 2014
Kantonsgericht Zug, 2. Abteilung.
Sicherstellung der Parteientsch�digungen im Kollokationsprozess,
A.a.�Am 20. Mai 1999 er�ffnete das Kantonsgericht Zug �ber die Z.________ AG mit Sitz in A.________ den Konkurs ohne vorg�ngige Betreibung. Mangels Aktiven verf�gte das Konkursgericht am 4. Dezember 2000 die Einstellung des Konkursverfahrens. Am 14. Dezember 2006 widerrief das Konkursgericht die Einstellung des Konkurses. Die erste Gl�ubigerversammlung setzte die Y.________ AG als ausseramtliche Konkursverwaltung ein. Diese erstellte am 24. M�rz 2010 den Kollokationsplan, der anschliessend vom 6. bis 26. April 2010 zur Einsicht auflag.
A.b.�Am 26. April 2010 reichte X.________ als Konkursgl�ubiger beim Kantonsgericht Zug insgesamt 127 Kollokationsklagen ein. In der Folge blieben diese Verfahren mit R�cksicht auf zwei von X.________ angehobene Beschwerden nach Art. 17 SchKG bis zu den Urteilen des Bundesgerichts 5A_576/2010 vom 18. November 2010 und 5A_734/2010 vom 17. M�rz 2011 faktisch sistiert.
A.c.�Mit Verf�gung vom 22. Juli 2011 forderte das Kantonsgericht X.________ auf, f�r die voraussichtlichen Verfahrenskosten der Kollokationsklagen Kostenvorsch�sse von insgesamt rund Fr. 400'000.-- zu bezahlen. Die dagegen von X.________ erhobenen Rechtsmittel blieben erfolglos (Urteil 5A_241/2012 vom 3. Mai 2012). Nachdem auch das Gesuch von X.________ vom 25. August 2011 um unentgeltliche Rechtspflege abgewiesen worden war (Urteil 5A_103/2012 vom 3. Mai 2012), bezahlte er die verlangten Kostenvorsch�sse.
�Am 5. September 2012 bestimmte das Kantonsgericht die Kostenvorsch�sse gest�tzt auf die inzwischen in Kraft getretene Verordnung des Obergerichts vom 15. Dezember 2011 �ber die Kosten in der Zivil- und Strafrechtspflege (KoV OG; BGS 161.7) neu. Es forderte X.________ zu einer Nachzahlung von rund Fr. 330'000.-- auf. Nachdem er sich dagegen erfolglos vor Obergericht gewehrt hatte, hiess das Bundesgericht seine Beschwerde gut, soweit es darauf eintrat (Urteil 5A_123/2013 vom 10. Juni 2013).
A.d.�Mit Beschluss vom 10. Juni 2013 forderte das Kantonsgericht X.________ auf, zur Sicherstellung der Parteientsch�digungen der Beklagten in den Kollokationsprozessen den Betrag von insgesamt Fr. 381'460.-- zu bezahlen. Dabei berechnete das Kantonsgericht den sicherzustellenden Betrag f�r sechs Prozesse, in denen die Beklagten anwaltlich vertreten sind, streitwertabh�ngig gem�ss � 3 Abs. 1 der Verordnung des Obergerichts vom 3. Dezember 1996 �ber den Anwaltstarif (AnwT; BGS 163.4). Bei den �brigen Verfahren, in denen die Beklagten keinen Rechtsvertreter bestimmt hatten, wurde die Kaution zur Sicherstellung der Umtriebsentsch�digung auf je Fr. 800.-- veranschlagt.
Am 24. Juni 2013 erhob X.________ gegen diesen Beschluss Beschwerde an das Obergericht des Kantons Zug. Er verlangte dessen Aufhebung und die Feststellung, dass das Kantonsgericht Rechtsverz�gerung begehe.
�Mit Urteil vom 5. Dezember 2013 wies das Obergericht die Beschwerde ab.
Am 24. Januar 2014 hat X.________ (Beschwerdef�hrer) Beschwerde in Zivilsachen und subsidi�re Verfassungsbeschwerde an das Bundesgericht erhoben. Er verlangt die Aufhebung des Urteils des Obergerichts und des Beschlusses des Kantonsgerichts. Sinngem�ss verlangt er, auf die Erhebung der Sicherstellungen zu verzichten. Zudem ersucht er um aufschiebende Wirkung.
�Das Ober- und das Kantonsgericht haben auf Stellungnahme zum Gesuch um aufschiebende Wirkung verzichtet. Mit Pr�sidialverf�gung vom 18. Februar 2014 ist der Beschwerde aufschiebende Wirkung zuerkannt worden.
1.1.�Der Beschluss des Kantonsgerichts vom 10. Juni 2013 kann vor Bundesgericht nicht angefochten werden, da es sich nicht um einen von einem oberen Gericht ausgehenden, kantonal letztinstanzlichen und auf Rechtsmittel hin erfolgenden Entscheid handelt (Art. 75 BGG). Anfechtbar ist insoweit einzig das Urteil des Obergerichts. Bei seinem Urteil �ber die in 127 Kollokationsklageverfahren vor dem Kantonsgericht zu leistenden Sicherstellungen (Kautionen) f�r die Parteientsch�digungen handelt es sich um einen selbstst�ndig er�ffneten Zwischenentscheid im Sinne von Art. 93 BGG. Er kann zu einem nicht wieder gutzumachenden Nachteil im Sinne von Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG f�hren, denn das Kantonsgericht hat dem Beschwerdef�hrer f�r den S�umnisfall angedroht, auf seine Klagen nicht einzutreten (vgl. Urteil 4A_100/2009 vom 15. September 2009 E. 1.3, nicht publ. in: BGE 135 III 603).
1.2.�Bei Zwischenentscheiden folgt der Rechtsweg demjenigen der Hauptsache (BGE 137 III 380 E. 1.1 S. 382). In der Hauptsache geht es um Kollokationsklagen gem�ss Art. 250 Abs. 2 SchKG, wobei nicht der Rang, sondern die H�he oder Existenz von Forderungen aus Bundeszivilrecht zur Beurteilung steht, weshalb eine Zivilsache vorliegt (Art. 72 Abs. 1 BGG; BGE 135 III 545 E. 1 S. 547). Es handelt sich um eine verm�gensrechtliche Angelegenheit (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG). Der Streitwert bemisst sich nach den Begehren, die vor der Instanz streitig sind, wo die Hauptsache h�ngig ist (Art. 51 Abs. 1 lit. c BGG), d.h. nach den vor Kantonsgericht h�ngigen Begehren.
1.3.�Der Streitwert bei der Kollokationsklage bemisst sich nach der Dividende, die auf den bestrittenen Betrag entfallen w�rde, also nach dem m�glichen Prozessgewinn (vgl. BGE 138 III 675 E. 3.1 S. 676 mit Hinweisen). Aus dem Beschluss des Kantonsgerichts vom 10. Juni 2013 ergibt sich, dass der Streitwert der einzelnen Kollokationsklagen zwischen einigen tausend Franken bis weit �ber eine Million Franken schwankt, so dass der f�r die Beschwerde in Zivilsachen massgebliche Streitwert nicht f�r alle Verfahren erreicht w�re. Gem�ss Art. 52 BGG werden mehrere in einer verm�gensrechtlichen Sache von der gleichen Partei oder von Streitgenossen und Streitgenossinnen geltend gemachte Begehren zusammengerechnet, sofern sie sich nicht gegenseitig ausschliessen. Diese Bestimmung greift Platz, wenn die Begehren im kantonalen Verfahren vereinigt wurden. Bei der subjektiven Klagenh�ufung muss zudem eine Streitgenossenschaft im Sinne von Art. 24 Abs. 2 BZP (SR 273) vorliegen (Urteil 4A_530/2012 vom 17. Dezember 2012 E. 1). Das Kantonsgericht hat sich - soweit ersichtlich - noch nicht dazu ge�ussert, ob die Verfahren in der Hauptsache vereinigt werden. Es liegt nicht am Bundesgericht, diesem Entscheid vorzugreifen und dar�ber zu befinden, ob in der Sache die Voraussetzungen einer subjektiven, passiven Streitgenossenschaft vorliegen. Da die Vorinstanzen das Zwischenverfahren hinsichtlich der Sicherstellungspflicht vereint gef�hrt haben und sich am Ausgang des Verfahrens auch bei einer Aufteilung nichts �ndern w�rde, rechtfertigt es sich, die Streitwerte gem�ss Art. 52 BGG zusammenzurechnen. Die Beschwerde in Zivilsachen ist somit grunds�tzlich zul�ssig. Es er�brigt sich deshalb zu pr�fen, ob sich eine Rechtsfrage von grunds�tzlicher Bedeutung stellt (Art. 74 Abs. 2 lit. a BGG), wie der Beschwerdef�hrer hilfsweise geltend macht. Die ebenfalls erhobene subsidi�re Verfassungsbeschwerde ist somit unzul�ssig (Art. 113 BGG).
1.4.�Mit der Beschwerde in Zivilsachen k�nnen Rechtsverletzungen gem�ss Art. 95 f. BGG geltend gemacht werden. Das Bundesgericht wendet das Recht grunds�tzlich von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG; vgl. f�r Ausnahmen Abs. 2 dieser Norm) und pr�ft mit freier Kognition, ob der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Es befasst sich aber nur mit formell ausreichend begr�ndeten R�gen (Art. 42 Abs. 2 BGG; BGE 134 III 102 E. 1.1 S. 104 f.). In der Begr�ndung ist in gedr�ngter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt. Allgemein gehaltene Einw�nde, die ohne aufgezeigten oder erkennbaren Zusammenhang mit bestimmten Entscheidungsgr�nden vorgebracht werden, gen�gen nicht (BGE 137 III 580 E. 1.3 S. 584 mit Hinweisen). Strengere Anforderungen gelten bei der R�ge der Verletzung von Grundrechten. Entsprechende R�gen m�ssen in der Beschwerde pr�zise vorgebracht und begr�ndet werden (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 135 III 397 E. 1.4 S. 400 f.; 133 II 249 E. 1.4.2 S. 254 mit Hinweisen). Dies bedeutet, dass anhand der Erw�gungen des angefochtenen Entscheids klar und detailliert darzulegen ist, inwiefern verfassungsm�ssige Rechte verletzt worden sein sollen (BGE 135 III 232 E. 1.2 S. 234 mit Hinweisen).
Da die Kollokationsklagen am 26. April 2010 eingeleitet wurden, haben die Vorinstanzen auf das Verfahren vor Kantonsgericht die Zivilprozessordnung vom 3. Oktober 1940 f�r den Kanton Zug (ZPO/ZG) angewendet. Das Kantonsgericht hat die Sicherstellung der Parteientsch�digungen nicht auf Antrag der Beklagten hin, sondern von Amtes wegen angeordnet. Es hat sich dabei auf � 43 Abs. 1 ZPO/ZG gest�tzt. Nach dieser Norm kann die Sicherstellung der Parteientsch�digung von Amtes wegen oder auf Antrag der Gegenpartei verlangt werden, wenn der Kl�ger, Intervenient oder Widerkl�ger in der Schweiz keinen festen Wohnsitz hat, wenn seine Zahlungsunf�higkeit durch Konkurs, durch einen Verlustschein oder eine gleichbedeutende Urkunde nachgewiesen ist, wenn er binnen der letzten f�nf Jahre einen gerichtlichen Nachlassvertrag erlangt hat oder wenn er der Gerichtskasse von fr�her her noch Kosten oder Bussen schuldet.
2.1.�Vorneweg ist die R�ge des Beschwerdef�hrers zu behandeln, sein rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV) sei verletzt worden, weil das Kantonsgericht ihn vor dem Erlass des Sicherstellungsbeschlusses nicht angeh�rt habe.
�Diese R�ge hatte er bereits vor Obergericht erhoben. Das Obergericht hat sie verworfen, da es sich beim kantonsgerichtlichen Beschluss um eine prozessleitende Verf�gung handle, bei der eine vorg�ngige Anh�rung nicht vorgeschrieben sei. Eine solche w�rde das Verfahren unn�tig verz�gern. Eine Anh�rung sei nur angezeigt, wenn unklar sei, ob Kautionsgr�nde vorliegen. Sei die Zahlungsunf�higkeit des Kl�gers durch einen Verlustschein ausgewiesen, so bestehe keine Veranlassung f�r eine Anh�rung, denn nach der Konzeption des Gesetzgebers stelle der Verlustschein eine unwiderlegbare Vermutung der Zahlungsunf�higkeit dar. Eine Anh�rung w�re demnach zwecklos. Dasselbe gelte, wenn der Kl�ger der Gerichtskasse noch Kosten oder Bussen schulde. L�gen die Kautionsgr�nde vor, m�sse die Sicherstellung zwingend angeordnet werden. Da unbestritten sei, dass der Beschwerdef�hrer einen offenen Verlustschein habe und er der Gerichtskasse noch Kosten schulde, sei seine Zahlungsunf�higkeit unwiderleglich nachgewiesen und eine Anh�rung unn�tig gewesen.
�Vor Bundesgericht geht der Beschwerdef�hrer nicht auf die allgemeine Erw�gung des Obergerichts ein, dass eine vorg�ngige Anh�rung bei prozessleitenden Verf�gungen, auf die jederzeit zur�ckgekommen werden kann, jedenfalls in klaren F�llen nicht vorgeschrieben ist (vgl. dazu MARTIN H. STERCHI, in: Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 2012, N. 11 zu Art. 99 ZPO und N. 1 zu Art. 101 ZPO). Insoweit setzt er sich mit der vorinstanzlichen Begr�ndung nicht gen�gend auseinander. Er bestreitet auch nicht, dass die Kautionsgr�nde (Verlustscheine, Kostenausst�nde) effektiv vorliegen. Stattdessen macht er geltend, es k�nnte sein, dass der Kautionspflichtige die Verlustscheinforderung inzwischen getilgt habe. Er �bergeht dabei jedoch, dass das Gericht das Vorliegen der Kautionsvoraussetzungen von Amtes wegen abkl�ren muss (Urteil des Obergerichts E. 4.2.1), was anhand von Betreibungsregisterausz�gen erfolgen kann (vgl. Art. 149a Abs. 3 SchKG). Keinen entsprechenden Einwand erhebt der Beschwerdef�hrer hinsichtlich der offenen Gerichtskosten, deren Existenz das Gericht ohne weiteres selber feststellen kann, wenn die Ausst�nde in seiner eigenen Gerichtskasse bestehen. Soweit er schliesslich geltend macht, er m�sste immerhin zur H�he der Sicherstellung angeh�rt werden, so ist dies grunds�tzlich von Verfassungs wegen sowenig vorgeschrieben wie hinsichtlich der H�he des Gerichtskostenvorschusses. Die R�ge der Verletzung des rechtlichen Geh�rs ist mithin unbegr�ndet, soweit auf sie eingetreten werden kann.
2.2.�Der Beschwerdef�hrer kritisiert sodann das vom Kantons- und vom Obergericht angewandte Prozessrecht. Entgegen seiner Ansicht beschr�nkt sich die Weitergeltung der kantonalen ZPO f�r das erstinstanzliche Verfahren, das vor dem 1. Januar 2011 angehoben wurde, nicht auf den erstinstanzlichen Verfahrensabschluss (Endurteil im Kollokationsprozess). Vielmehr erl�sst das Gericht auch Zwischenentscheide bzw. prozessleitende Verf�gungen wie den fraglichen Sicherstellungsbeschluss gest�tzt auf das kantonale Prozessrecht (Art. 404 Abs. 1 ZPO). Einzig deren Anfechtung richtet sich nunmehr nach der schweizerischen ZPO (Art. 405 Abs. 1 ZPO; BGE 137 III 424 E. 2.3 S. 427 f.). Der Beschwerdef�hrer verkennt die Tragweite von Art. 405 Abs. 1 ZPO auch insofern, als er zwar begr�sst, dass das Obergericht das Beschwerdeverfahren nach der schweizerischen ZPO abgewickelt hat, jedoch kritisiert, dass es nicht Art. 99 ZPO angewandt habe. Auch wenn das Obergericht auf das vor ihm durchgef�hrte Beschwerdeverfahren die schweizerische ZPO angewandt hat - und dies im �brigen zu Recht -, so bedeutet dies keineswegs, dass es die Rechtm�ssigkeit des erstinstanzlichen Verfahrens nach der schweizerischen ZPO h�tte �berpr�fen m�ssen oder d�rfen. Das Verfahren vor Kantonsgericht steht unter der Herrschaft der ZPO/ZG. Schliesslich gibt es entgegen der Auffassung des Beschwerdef�hrers auch keine Vor- oder "Reflexwirkung" von Art. 99 ZPO insofern, als � 43 Abs. 1 ZPO/ZG bzw. die darin vorgesehene Sicherstellung von Amtes wegen nicht mehr angewandt werden d�rfte.
2.3.�Der Beschwerdef�hrer st�sst sich in erster Linie daran, dass das Kantonsgericht die Sicherstellung von Amtes wegen angeordnet hat. Er macht - wie bereits vor Obergericht - geltend, die Anordnung der Sicherstellung von Parteientsch�digungen von Amtes wegen verstosse gegen die Dispositionsmaxime, die in diesem Bereich von Bundesrechts wegen gelte. Die Kompetenz des kantonalen Gesetzgebers beschr�nke sich darauf, die Dispositionsmaxime auszugestalten, nicht aber, sie durch die Offizialmaxime zu ersetzen. Es bestehe kein �ffentliches Interesse an der Sicherstellung der Parteientsch�digung, sondern diese diene bloss privaten Interessen. Die Offizialmaxime werde deshalb zweckentfremdet, wenn sie in diesem Bereich angeordnet und angewandt werde, und ihre Anordnung habe keine gesetzliche Grundlage (Art. 5 BV). Die Dispositionsmaxime sei Ausfluss von Art. 30 Abs. 1 BV: Wenn ein Gericht einer Partei etwas von sich aus zuspreche, so erscheine es nicht mehr als neutral und unabh�ngig. Die Sicherstellung von Parteientsch�digungen von Amtes wegen verstosse zudem gegen die Rechtsgleichheit (Art. 8 BV), da sie sehr wahrscheinlich je nach Partei oder Umfang der Klage angeordnet werde, und gegen die Rechtsweggarantie (Art. 29a BV).
�Die Vorinstanz hat zu Recht befunden, die Geltung der Dispositionsmaxime werde vom kantonalen Prozessrecht geregelt (BGE 109 II 452 E. 5d S. 460; vgl. CHRISTOPH HURNI, in: Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, a.a.O., N. 1 zu Art. 58 ZPO). Den Kantonen stand es mithin frei, in Bereichen ohne entsprechende bundesrechtliche Vorgaben die Dispositions- oder die Offizialmaxime vorzusehen. Inwiefern es f�r die Anordnung der Offizialmaxime einer anderen gesetzlichen Grundlage als � 43 Abs. 1 ZPO/ZG bedurft h�tte, ist nicht ersichtlich. Es trifft zwar zu, dass der genannten konstanten Rechtsprechung des Bundesgerichts Kritik erwachsen ist (z.B. VOGEL/ SP�HLER, Grundriss des Zivilprozessrechts, 8. Aufl. 2006, 6. Kap. Rz. 7a; vgl. auch Urteil 5C.12/2007 vom 22. M�rz 2007 E. 4 mit Hinweisen), doch besteht kein Anlass, auf diese Frage zur�ckzukommen, die nach dem Inkrafttreten der schweizerischen ZPO ohnehin nur noch �bergangsrechtliche Bedeutung hat. Aus der Tatsache, dass sich die Sachlegitimation aus Bundesrecht ergibt ( MAX GULDENER, Schweizerisches Zivilprozessrecht, 3. Aufl. 1979, S. 69), kann der Beschwerdef�hrer ebenso wenig ableiten, wie aus BGE 109 III 4 E. 1b S. 6 (betreffend Dispositionsmaxime und Betreibungsverfahren), da sich daraus keine Konsequenzen f�r die Sicherstellung der Parteientsch�digungen im Zivilprozess ziehen lassen. Wie bereits gesagt, kann der Beschwerdef�hrer auch aus der schweizerischen ZPO und insbesondere deren Art. 99 keine Folgerungen f�r den vorliegenden Fall ableiten. Unbehelflich ist deshalb die Berufung des Beschwerdef�hrers auf das Urteil 4A_237/2013 vom 8. Juli 2013 E. 4.3 (publiziert als BGE 139 III 334 E. 4.3 S. 344), welches die schweizerische ZPO betrifft und nicht ungeschriebene Grunds�tze des Bundesrechts, die in das kantonale Prozessrecht eingreifen. Was die ratio legis der ZPO/ZG betrifft, die Sicherstellung von Amtes wegen anordnen zu k�nnen, so hat sich das Obergericht ausf�hrlich dazu ge�ussert und auf den Schutz vor Inkassorisiken f�r die Beklagten verwiesen sowie darauf, dass die Parteien gewisse Kautionsgr�nde nicht selber feststellen k�nnen und die Bezahlung der Sicherstellung eine Prozessvoraussetzung darstelle, weshalb sich eine Anordnung von Amtes wegen rechtfertige. Der Beschwerdef�hrer sieht kein �ffentliches Interesse (Art. 5 Abs. 2 BV) an der Sicherstellung von Parteientsch�digungen, setzt sich aber nicht detailliert mit allen vom Obergericht genannten Gr�nden f�r die kritisierte Regelung auseinander, sondern beschr�nkt sich auf die Behauptung, es w�rden dadurch rein private Interessen gesch�tzt. Die weiteren verfassungsrechtlichen Bedenken des Beschwerdef�hrers sind ebenfalls unbegr�ndet. Art. 29a BV steht einer Sicherstellungspflicht nicht entgegen, und zwar auch dann nicht, wenn die Sicherstellung von Amtes wegen angeordnet wird (vgl. BGE 128 I 237 E. 3 S. 239). Der Beschwerdef�hrer deutet zwar an, dass das Kantonsgericht mit der Sicherstellungsanordnung (wie bereits mit den vorangegangenen Gerichtskostenvorsch�ssen) ihn wohl an der Durchf�hrung des Kollokationsprozesses hindern wolle. Dass ihm der Zugang ans Gericht �berm�ssig erschwert w�rde, macht er jedoch nicht konkret geltend (vgl. ANDREAS KLEY, in: Die schweizerische Bundesverfassung, 2. Aufl. 2008, N. 8 zu Art. 29a BV). Soweit er Art. 8 und Art. 30 Abs. 1 BV verletzt sieht, so kann darauf nicht eingetreten werden, denn es fehlt jegliche Auseinandersetzung mit der vorinstanzlichen Erw�gung (unter Hinweis auf die Zuger Praxis), dass die Anordnung der Sicherstellung bei Vorliegen der Kautionsgr�nde zwingend sei. Da das Gericht demnach keinen Ermessensspielraum hat, kann die Anordnung weder Ausdruck von Parteilichkeit noch sonstiger rechtsungleicher Behandlung sein. Der Beschwerdef�hrer nennt keine konkreten Anhaltspunkte, dass er entgegen der obergerichtlichen Erw�gung voreingenommen oder rechtsungleich behandelt worden w�re. Der Vorwurf, die Anordnung von Sicherstellungen von Amtes wegen verstosse gegen die Dispositionsmaxime, ist deshalb unbegr�ndet, soweit auf die entsprechenden R�gen �berhaupt eingetreten werden kann.
2.4.�Der Beschwerdef�hrer ist ausserdem der Ansicht, der Sicherstellungsbeschluss verletze Treu und Glauben bzw. das Vertrauensschutzprinzip (Art. 9 BV). Er habe nach dreij�hriger Unt�tigkeit des Kantonsgerichts darauf vertrauen d�rfen, dass von ihm keine Sicherstellung mehr verlangt w�rde und dies erst noch ohne entsprechende Antr�ge der Beklagten. Zudem sei das Verfahren verz�gert worden (Art. 29 Abs. 1 BV).
�Inwieweit das Kantonsgericht beim Beschwerdef�hrer ein schutzw�rdiges Vertrauen erweckt haben soll, von Amtes wegen keine Sicherstellung der Parteientsch�digungen einzufordern, ist nicht ersichtlich. Blosse Unt�tigkeit des Gerichts reicht dazu nicht, zumal kein zwingender Grund bestand, das Verfahren durch die Anordnung einer Sicherstellung voranzutreiben. Nach der obergerichtlichen Beurteilung w�re es zwar m�glich gewesen, dass das Kantonsgericht die Sicherstellung bereits nach dem 10. Januar 2013 verlangt h�tte (Datum des Urteils des Obergerichts, mit dem die Beschwerde gegen die Erh�hung des Gerichtskostenvorschusses abgewiesen und das sp�ter mit Urteil 5A_123/2013 vom 10. Juni 2013 aufgehoben wurde). Es sei jedoch nicht zu beanstanden, wenn das Kantonsgericht dies nicht getan habe; das Kantonsgericht h�tte mit dem Sicherstellungsbeschluss auch zuwarten d�rfen, bis der nachzuzahlende Gerichtskostenvorschuss eingegangen w�re, falls die Erh�hung vom Bundesgericht gesch�tzt worden w�re. Auf diese Erw�gungen geht der Beschwerdef�hrer nicht im Einzelnen ein. Die lange bisherige Verfahrensdauer ist im �brigen zu einem nicht unwesentlichen Teil darauf zur�ckzuf�hren, dass der Beschwerdef�hrer zahlreiche Rechtsmittel bis ans Bundesgericht erhoben hat (oben lit. A).
2.5.�Der Beschwerdef�hrer macht ferner geltend, bei einem Kollokationsprozess gem�ss Art. 250 Abs. 2 SchKG habe - wenn �berhaupt - nicht der Kl�ger die Parteientsch�digungen der Beklagten sicherzustellen, sondern umgekehrt die Beklagten diejenige des Kl�gers, da sie die Beweislast f�r ihre Forderungen tr�gen.
�Das Obergericht hat diesen Einwand verworfen. Die Kollokationsklage k�nne wie ein Rechtsmittel gegen die im Kollokationsplan enthaltene Verf�gung betrachtet werden. Es seien demnach die Vorschriften �ber die Sicherstellung der Parteientsch�digung im Rechtsmittelverfahren analog anwendbar. Die ZPO/ZG regle nicht, wer im Rechtsmittelverfahren sicherstellungspflichtig sei. Nach st�ndiger Zuger Praxis sei jedoch der Rechtsmittelkl�ger kautionspflichtig.
�Diese Beurteilung ist nicht zu beanstanden. Das Bundesrecht (insbesondere das SchKG) regelt nicht ausdr�cklich, welche Partei im Kollokationsprozess gem�ss Art. 250 Abs. 2 SchKG die Parteientsch�digung der Gegenpartei sicherzustellen hat. Soweit - wie vorliegend - noch nicht die schweizerische ZPO anwendbar ist, wird das Verfahren des Kollokationsprozesses vor den kantonalen Instanzen grunds�tzlich durch kantonales Recht geregelt (Pierre-Robert Gilli�ron, Commentaire de la loi f�d�rale sur la poursuite pour dettes et la faillite, 2001, N. 80 zu Art. 250 SchKG; FRITZSCHE/WALDER, Schuldbetreibung und Konkurs, Bd. II, 1993, � 49 Rz. 32). Die vom Obergericht in Anwendung des kantonalen Prozessrechts getroffene L�sung erscheint keineswegs willk�rlich. Insbesondere ist nicht zu bem�ngeln, wenn es sich nicht an der Beweislastverteilung (dazu Urteil 5A_734/2010 vom 17. M�rz 2011 E. 4.1.1) orientiert hat. Nichts zu seinen Gunsten kann der Beschwerdef�hrer aus BGE 124 I 241 ableiten, wo es das Bundesgericht in anderem Zusammenhang als nicht verfassungswidrig erachtet hat, von einer beklagten Partei einen Gerichtskostenvorschuss zu verlangen.
2.6.�Schliesslich wendet sich der Beschwerdef�hrer dagegen, dass er die Entsch�digungen auch f�r diejenigen Parteien sicherstellen muss, die nicht anwaltlich vertreten sind. Die Parteientsch�digung umfasse nur die Kosten der berufsm�ssigen Vertretung und der diesbez�glichen Auslagen. Die Mehrheit der Beklagten sei nicht vertreten. Diesfalls komme eine Parteientsch�digung (und demnach deren Sicherstellung) nach der bundesgerichtlichen Praxis nur in Betracht, wenn es sich um eine komplizierte Sache mit hohem Streitwert handle und die Sache viel Zeit in Anspruch nehme (unter anderem mit Hinweis auf BGE 125 II 518 E. 5b S. 519 f.). Diese Voraussetzungen seien nicht erf�llt. Unhaltbar sei zudem, dass die Sicherstellung pauschal f�r jeden nicht vertretenen Beklagten auf Fr. 800.-- festgesetzt worden sei, ohne den jeweiligen Streitwert zu ber�cksichtigen.
�Dasselbe hat der Beschwerdef�hrer bereits vor Obergericht vorgebracht. Das Obergericht hat erwogen, die vom Beschwerdef�hrer zitierte Praxis des Bundesgerichts zum OG sei nur f�r das bundesgerichtliche Verfahren relevant bzw. relevant gewesen. Nach der Praxis zur ZPO/ZG w�rden jedoch auch die nicht anwaltlich vertretenen Parteien in aller Regel entsch�digt und ihre Parteikosten sichergestellt, ohne dies von besonderen Verh�ltnissen abh�ngig zu machen. Massgebend seien die voraussichtlichen notwendigen Kosten und Umtriebe gem�ss � 40 Abs. 1 ZPO/ZG. Mit alldem setzt sich der Beschwerdef�hrer vor Bundesgericht nicht auseinander. Was die H�he der Sicherstellung betrifft, so hat das Obergericht keine Ermessens�berschreitung des Kantonsgerichts darin gesehen, f�r jeden nicht anwaltlich vertretenen Beklagten eine Pauschale von Fr. 800.-- zu verlangen. Gem�ss � 44 ZPO/ZG sei die H�he der Sicherstellung nach summarischer Pr�fung der Verh�ltnisse festzusetzen. Im Durchschnitt betrage der Streitwert in diesen 121 Verfahren mit Beklagten ohne anwaltliche Vertretung rund Fr. 56'000.--, so dass die Kaution von Fr. 800.-- f�r ein erstinstanzliches Verfahren mit Schriftenwechsel, Beweisverfahren und Hauptverhandlung nicht unangemessen hoch erscheine. Auch in Bezug auf diese Erw�gungen l�sst der Beschwerdef�hrer eine gen�gende Auseinandersetzung mit dem angefochtenen Entscheid vermissen.
2.7.�Insgesamt ist die Beschwerde somit abzuweisen, soweit auf sie eingetreten werden kann.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, dem Kantonsgericht Zug, 2. Abteilung, und dem Obergericht des Kantons Zug, II. Beschwerdeabteilung, schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 17
 Art. 93
 Art. 93
 BGE 
 Art. 250
 BGE 
 BGE 
 Art. 52
 Art. 24
 Art. 52
 Art. 95
 BGE 
 BGE 
 Art. 99
 Art. 101
 Art. 149
 BGE 
 Art. 405
 Art. 99
 Art. 99
 Art. 30
 Art. 58
 BGE 
 Art. 99
 BGE 
 Art. 29
 BGE 
 Art. 29
 Art. 8
 Art. 30
 Art. 250
 Art. 250
 Art. 250
 BGE 
 BGE