Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=24.11.2005&Aktenzeichen=III%20ZR%204/05
Timestamp: 2019-07-22 04:59:26+00:00

Document:
BGH, 24.11.2005 - III ZR 4/05 - dejure.org
https://dejure.org/2005,1286
BGH, 24.11.2005 - III ZR 4/05 (https://dejure.org/2005,1286)
BGH, Entscheidung vom 24.11.2005 - III ZR 4/05 (https://dejure.org/2005,1286)
BGH, Entscheidung vom 24. November 2005 - III ZR 4/05 (https://dejure.org/2005,1286)
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EG Art. 288; Richtlinie 68/151/EWG des Rates vom 9. März 1968 Art. 2 Abs. 1 Buchst. f, Ar... t. 6; Richtlinie 78/660/EWG des Rates vom 25. Juli 1978 Art. 47; HGB (F: 19. Dezember 1985) §§ 325 Abs. 1, 335 Satz 1 Nr. 6, Satz 2
EG Art. 288; Richtlinie 68/151/EWG Art. 2 Abs. 1 Buchst. f, Art. 6; Richtlinie 78/660/EWG Art. 47; HGB §§ 325 Abs. 1, 335 Satz 1 Nr. 6, Satz 2
Keine Amtshaftung der Bundesrepublik Deutschland wegen Nichtumsetzung der EG-Richtlinien zur Offenlegung der Jahresabschlüsse von Kapitalgesellschaften, wenn Geschädigter sich gar nicht um Einsichtnahme bemüht hat
Sanktionen wegen der Nichtoffenlegung von Jahresabschlüssen von Kapitalgesellschaften; Voraussetzungen für einen gemeinschaftsrechtlichen Staatshaftungsanspruch; Haftung eines Mitgliedstaates wegen Verletzung einer Gemeinschaftsnorm; Verpflichtung der Mitgliedstaaten zur Entgegenwirkung einer Verletzung von Offenlegungspflichten durch Androhung geeigneter Maßregeln
Zur Haftung der Bundesrepublik wegen unzureichender Umsetzung der EU-RL über die Offenlegung von Jahresabschlüssen
Haftung der Bundesrepublik Deutschland wegen gesetzgeberischen Unterlassens; Offenlegung von Jahresabschlüssen durch Kapitalgesellschaften
Verstoß gegen EU-Richtlinie: Staatshaftung der BRD?
Geschädigte Anleger müssen sich gegebenenfalls um Einsichtnahme in Gesellschafts-Unterlagen bemühen
LG Berlin, 16.04.2003 - 23 O 406/02
NJW 2006, 690
ZIP 2006, 23
DB 2006, 92
NZG 2006, 232
Dieser Anspruch setzt nach der mittlerweile gefestigten Rechtsprechung voraus, dass die verletzte gemeinschaftsrechtliche Norm individualbegünstigenden Charakter hat (a.), der Verstoß gegen das Gemeinschaftsrecht hinreichend qualifiziert ist (b.) und zwischen dem Verstoß gegen die dem Mitgliedstaat obliegende Verpflichtung und dem entstandenen Schaden ein unmittelbarer Kausalzusammenhang besteht (vgl. BGH, Urt. v. 24.11.2005 - III ZR 4/05, NJW 2006, 690;… BGH, Urt. v. 22.1.2009 - III ZR 233/07, Juris Tz. 12;… Tremml/Karger, a. a. O., 2. Aufl., Rn. 1398;… Schwarze/Berg, EU-Kommentar, 2. Aufl., Art. 288 Rn. 77 jeweils m. w. N.).
Entsprechend hat sich auch der BGH in einer Entscheidung zu § 335 HGB nicht zu einer erneuten Vorlage an den EuGH veranlasst gesehen (BGH NZG 2006, 232 = GmbHR 2006, 151).
Die Vorlagepflicht soll nach der Rechtsprechung des EuGH hauptsächlich der Unterrichtung Dritter dienen, damit sie beurteilen können, ob sie in Rechtsbeziehungen zu der Gesellschaft treten wollen (vgl. EuGH, Beschluss vom 23.09.2004 zu C-435/02 und C-103/03, Nr. 35; BGH ZIP 2006, 23, 24).

References: Art. 288
 Art. 2
 Art. 47
 Art. 288
 Art. 2
 Art. 6
 Art. 47
 Art. 288
 BGH 
 § 335
 EuGH 
 EuGH 
 BGH