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Timestamp: 2019-02-18 09:25:04+00:00

Document:
Ü25 - ALG2 Leistungen bekommen! Wenn Vater sehr gut verdient + eine Erklärung abgibt das er mich nicht mehr finanziert ? | Erwerbslosenforum Deutschland
Themenstarter Blacksystem1
Datum Start 19 Aug 2018
abgibt verdient
Muss ich dem JC einen Lohnnachweis von meinen Eltern geben + Nachweise über Wohnverhätnise bzw. ob ein Hauskredit vorhanden ist, Darlehnsvertrag von Wohneigentum + Grundkosten und sonstige Nebenkosten... wenn Sie mich nicht mehr Finanziell unterstützen wollen und mich nur bei Ihnen wohnen lassen ?
Bilde ich dann meine eigene BG und bekomme die entsprechenden Leistung ohne zusätzliche Mietzahlung oder brauch ich von meinen Eltern einen Mietvertrag ?
Würde mich für jede Antwort und Hilfe sehr freuen
AW: Ü25 - ALG2 Leistungen bekommen! Wenn Vater sehr gut verdient + eine Erklärung abgibt das er mich nicht mehr finanzie
Nein, aufgrund welcher Rechtsgrundlage denn hier auch und deine Eltern sind Dir doch sicher auch nicht mehr zum Unterhalt (BGB) verpflichtet oder ??
Ja, Du als Ü25 wohnend bei den Eltern, bildest deine eigene BG und wenn deine Eltern keine Beteiligung an den KdU von Dir haben wollen, dann ist das ebend so und eine reine private Angelegenheit zwischen euch und somit machst Du ebend im Antrag auch keine KdU geltend und erhälst somit nur den Dir zustehenden Regelsatz.
Magst Du als Ü25 wohnend bei Eltern zwar deine eigene BG bilden, dennoch gibt es noch das olle und leidige Thema betreffend einer Haushaltsgemeinschaft (§ 9 Abs. 5 SGB II), Wohn und Wirtschaftsgemeinschaft
von Dir zu beachten, was schon mit ausfüllen des Hauptantrags beginnt und alles ggfls. darauffolgende von Seiten des Sozialleistungsträger aus.
Hierzu mal,
https://www.elo-forum.org/bedarfs-haushalts-u-wohngemeinschaften-familie/195238-haushaltsgemeinschaft.html
und Dir würde auch die Suchfunktion des Forums informativ weiterhelfen,
oder ggfls. auch ein von mir eröffnetes Thema (ab Beitrag 23)
https://www.elo-forum.org/alg-ii/191373-darf-man-jemand-hilfebeduerftigen-jc-begleitet-erstantrag-u25-wohnhaft-mutter-ihren-lg.html
wo aber KdU gegenüber den Leistungsträger geltend gemacht wurden. Angemerkt seihe von meiner Seite aus noch, das kostenfreies wohnen eines Leistungsberechtigten bei Verwandten/Verschwägerten, noch lange keine Haushaltsgemeinschaft und somit Wirtschaftsgemeinschaft (wirtschaften aus einen Top) manifestieren würde, denn kostenfreies wohnen, wäre ja lediglich eine einseitige wirtschaftliche Unterstützung und somit ohnehin kein genereller Beweis für eine Wirtschaftsgemeinschaft, da es an der, einer Wirtschaftsgemeinschaft immanenten, Beiderseitigkeit fehlt.
BSG -B 14 AS 6/08 R
Eine Haushaltsgemeinschaft i.S.d. § 9 Abs. 5 SGB 2 liegt somit erst dann vor, wenn tatsächlich eine Wirtschaftsgemeinschaft vorliegt, also gemeinsam aus einem Topf gewirtschaftet wird.
Vielen Dank für deine Hilfe und mühe bis jetzt
Nach §33 Abs 2 SGB II sind Sie dazu nicht verpflichtet!
Habe momentan die Anlagen SV, HG, EK und VM!
1. Wenn ich die Erklärung zusammen mit dem HA abgebe,
entfällt dann HG ? Wenn JA, welche Anlage für die eigene BG benötige ich?
2. Wenn bei mir in der Wohnung 4 Personen Leben muss ich sie dann bei 2.2 HG im HA angeben ?
Würde ich die Vermutung nach § 9 Abs. 5 SGB II mit dieser Erklärung widerlegen?
hiermit erklären wir, Herr ____ und Frau ____, dass wir unseren Sohn ________ nach §33 Abs 2 SGB II nicht mehr finanziell unterstützen.
Gewähren Ihm dennoch eine kostenfreie Unterkunft.
Antrag-ALGII_ba015207-2.jpg
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Antrag-ALGII_ba015207-3.jpg
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Bekommst du nur den Wohnraum kostenfrei von deinen Eltern gestellt oder übernehmen sie auch die Nebenkosten? Wer zahlt deinen Stromverbrauch, deine Versicherungen?
Du solltest in einem solchen Schreiben auch erwähnen, dass du nicht nur keine finanziellen Leistungen deiner Eltern erhälst, sondern auch keine Sachleistungen, wie Lebensmittel oder Bekleidung. Manches muss man dem JC einfach deutlicher schreiben.
Blacksystem1 schrieb:
Nein, warum? Nur weil ihr zusammenwohnt, seid ihn nicht automatisch eine HG, das geht auch aus den Beitrag von axellino hervor. Eine HG setzt mehr als nur gemeinsames wohnen voraus.
Ist überhaupt nicht erforderlich, da die Vermutung erst nach dem Feststellen einer HG zulässig ist, du willst hier den 2. vor den 1. Stritt machen, wobei das JC die HG zu beweisen hat.
Lass den Unsinn.
erwerbsuchend schrieb:
Vlt. sollte ich lieber noch erwähnen, dass die Wohnung meinen Eltern gehört.
Einen Wohnraum würde ich kostenfrei zur Verfügung bekommen. Die Versicherungen von c.a 160€ wollen Sie nicht mehr Zahlen! Bei Strom und Nebenkosten weiß ich noch nicht, Gehen wir mal davon aus das Sie diese auch nicht Zahlen.
Wie Hans Wurst geschrieben hat, ist die Erklärung schon der 2. vor dem 1. Stritt.
Würde es dann hinzufügen wenn es soweit kommen sollte!
Zuletzt bearbeitet: 22 Aug 2018
Die SB meinte beim Ersttermin wo ich den Antrag abgeholt habe, dass eine Vermutung nach § 9 Abs. 5 SGB II besteht!
Wenn es mit der Vermutung so weit kommen sollte (Hoffentlich nicht). Wie sollte ich am besten, zusätzlich mit dem Tipp von erwerbsuchend die Erklärung formulieren?
Wie du schon geschrieben hast, lass ich die Anlage HG weg.
Sollte ich dazu die Anlage KDU hinzufügen? Würde mir noch was von den Anlagen fehlen?
Kenne mich nicht besonders im Thema ALG gut aus mit den ganzen Anträge und JC deshalb bin ich in diesem Forum um mich besser zu informieren und meine Rechte besser kennenzulernen!
Wenn das JC eine Vermutung hat, dann soll es die mal belegen. Kann es das nicht, dann bildest du deine eigene BG.
Dann verpass der SB mal einen Weiterbildungskurs in Sachen SGB2.
Bevor die Vermutungsregelung eingreift, muss zunächst eine Haushaltsgemeinschaft im Sinne des § 9 Abs. 5 SGB II zu bejahen sein.
Dafür, dass eine Haushaltsgemeinschaft bestehe, sei hingegen die Beklagte (JC) beweispflichtig.
Ein gemeinsames Wirtschaften ("Wirtschaften aus einem Topf") geht über ein gemeinsames Zusammenleben hinaus. Die gemeinsame Nutzung von Bad, Küche und Gemeinschaftsräumen reicht hierfür nicht aus.
Der Gesetzgeber hat - wie der Wortlaut der beiden Vorschriften ausweist - im SGB II gerade darauf verzichtet zu normieren, dass bei einem Zusammenleben von Verwandten oder Verschwägerten in einer Wohnung bereits das Vorliegen einer Haushaltsgemeinschaft vermutet werden kann. Dass der Gesetzgeber des SGB II entsprechende Vermutungsregelungen aufstellen kann, steht außer Frage.
Wichtig ist jedoch, das du im Hauptantrag angibst, das keine weiteren Personen in deiner BG oder HG vorhanden sind. Lass dir auch von einer SB nicht dazu drängen/zwingen.
Vielen Dank für die Motivation!
Sollte ich lieber beim HG einen Querstrich ziehen und darunter schreiben "nicht zutreffend" + Datum und Unterschrift ?
Oder einfach das Blatt nicht abgeben ?
Wich ich schon Oben geschrieben habe, brauche ich die Anlage KDU ?
Wenn du dich dann beruhigter fühlst, kannst du das so machen.
Wenn du (deine Eltern) keine KDU haben wollen, dann brauchst du auch keine Anlage KDU.
Wenn KDU eingefordert werden gibt es 2 Möglichkeiten;
1. Mietvertrag abschließen, hier besteht jedoch die Gefahr das du diesen einklagen mußt und sogar vom Gericht der Mietvertrag nicht anerkannt wird.
2. ohne Vertrag, mittels sogenannten Kopfanteil; das bedeutet das dir deine Eltern die Rechnungen aushändigen und du diese dem JC vorlegst. Beispiel; die Heizkosten sind so hoch das deine Eltern eine Beteiligung einfordern, dann ist es erforderlich die Rechnung dem JC vorzulegen, um deinen Kopfanteil zu erhalten.
sollte einer ausgehandelt werden.
Damit bekäme man ein Recht dort weiter zu wohnen
Einen Schrieb der Eltern, "ich zahle nix mehr" wird schon mit der kostenfreien Unterkunft als Lüge enttarnt.
Ohne Mietvertrag kann man ohne Frist und Rechtschutz vor die Tür gesetzt werden.
Billiger kommt man wohl kaum an eine eigene Wohnung.

References: § 9
 §33
 § 9
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 § 9
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