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Timestamp: 2016-10-28 21:47:48+00:00

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5C.178/2006 (16.11.2006)
5C.178/2006/fco
vertreten durch Rechtsanw�ltin Pia Trutmann R�esch.
Erg�nzung des Scheidungsurteils,
Berufung gegen den Entscheid des Kantonsgerichts St. Gallen, II. Zivilkammer, vom 30. Mai 2006.
Die im Jahre 1994 geschlossene Ehe von Y.________ und X.________ wurde mit Urteil des Zivilamtsgerichts von Bern vom 7. November 1995 geschieden. Der gemeinsame Sohn Z.________ wurde sechs Monate nach der Scheidung (im Jahre 1996) geboren und verblieb bei der Mutter (Y.________). Das Zivilamtsgericht Bern nahm (entgegen dem Ersuchen von Y.________ vom 19. April 1996) keine Erg�nzung des Scheidungsurteils vor und verwies zur Regelung der Kinderbelange an die Vormundschaftsbeh�rden. Nachdem sich die Vormundschaftsbeh�rde zur Regelung der Kinderbelange unzust�ndig erkl�rt hatte, klagte Y.________ am 19. Juli 2004 beim Kreisgericht St. Gallen auf Erg�nzung des Scheidungsurteils. Mit Entscheid vom 14. September 2005 stellte das Kreisgericht das Kind Z.________ in die elterliche Sorge der Mutter und best�tigte die Weiterf�hrung der (von den Vormundschaftsbeh�rden) errichteten Beistandschaft. Dem Vater wurde das Recht einger�umt, das Kind bis Ende 2005 jeden letzten Sonntag im Monat und ab Januar 2006 jeweils das letzte Wochenende (Samstag, 10.00 Uhr, bis Sonntag, 17.00 Uhr) im Monat zu sich zu nehmen und ab dem Jahre 2007 zwei Wochen Ferien im Jahr mit ihm zu verbringen. Das Kreisgericht verpflichtete den Vater weiter, an den Unterhalt des Kindes (r�ckwirkend) seit 1. August 2003 Fr. 350.-- und nach Vollendung des 12. Altersjahres Fr. 500.--/Monat (indexiert, zuz�glich Kinderzulagen) zu leisten.
Gegen den Entscheid des Kreisgerichts erhoben X.________ kantonale Berufung und Y.________ Anschlussberufung. Das Kantonsgericht St. Gallen, II. Zivilkammer, entschied nach Durchf�hrung einer Kindesanh�rung und einer Vergleichsverhandlung mit Entscheid vom 30. Mai 2006, dass der Vater (im Wesentlichen gem�ss Antrag der Anschlussberufung) das Recht habe, das Kind am ersten Wochenende im Monat (bereits) von Freitag- bis Sonntagabend zu sich zu nehmen; im �brigen wies es die Berufung ab.
X.________ f�hrt mit Eingabe vom 6. Juli 2006 eidgen�ssische Berufung und beantragt dem Bundesgericht, der Entscheid des Kantonsgerichts sei aufzuheben. In der Sache beantragt er dem Bundesgericht, das Kind Z.________ sei bei Weiterf�hrung der Beistandschaft in seine elterliche Sorge zu stellen und der Mutter das Recht einzur�umen, das Kind zweimal im Monat an einem Wochenende und zus�tzlich an Ostern oder Auffahrt zu sich zu nehmen und drei Wochen Ferien mit ihm zu verbringen. Weiter verlangt er die Aufhebung der r�ckwirkenden Verpflichtung, an den Unterhalt des Kindes beizutragen, und f�r die Zukunft die Festsetzung von angemessenen Beitr�gen der Mutter an den Unterhalt des Kindes. Eventuell sei ihm das Recht einzur�umen, das Kind im zuvor f�r die Mutter beantragten Umfang zu sich zu nehmen; eventuell sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Weiter ersucht er um unentgeltliche Rechtspflege.
Eine in der Sache erhobene staatsrechtliche Beschwerde wurde mit Urteil vom heutigen Tag abgewiesen, soweit darauf einzutreten war (Verfahren 5P.299/2006).
Die vorliegende Berufung richtet sich vorab gegen die Zuteilung der elterlichen Sorge f�r das Kind Z.________ an die Mutter. Auf die eine nicht verm�gensrechtliche Zivilrechtsstreitigkeit betreffende Berufung kann insoweit eingetreten werden (Art. 44 OG). Bez�glich der dem Kind geschuldeten Unterhaltsbeitr�ge kann auf die Berufung ebenfalls eingetreten werden, ungeachtet dessen, ob die Beitr�ge die Streitwertgrenze gem�ss Art. 46 OG erreichen (BGE 116 II 493 E. 2b S. 495). Auf die rechtzeitig gegen ein kantonal letztinstanzliches Urteil eingelegte Berufung kann mit Blick auf die Art. 54 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 OG eingetreten werden.
Das Kantonsgericht hat im Wesentlichen festgehalten, dass grunds�tzlich beide Eltern dem Kind angemessene Lebensumst�nde bieten und es auch oft pers�nlich betreuen k�nnen. Allerdings w�rden sie einen fortw�hrenden Kampf auf Elternebene f�hren. Da das Kind seit der Geburt bei der Mutter lebe und es bei ihr zu bleiben w�nsche, sei es der Mutter zuzuteilen, zumal einem Kind ohne Not kein Wechsel zuzumuten sei. Ein pers�nlicher Umgang von Vater und Kind im Rahmen eines vollen Wochenendes pro Monat sei angemessen, um nach den bisherigen begleiteten Besuchstagen Erfahrungen zu sammeln; zum heutigen Zeitpunkt lasse sich betreffend Besuchstage ein pers�nlicher Umgang von zwei ganzen Wochenenden mit dem Kindeswohl nicht vereinbaren. Schliesslich sei dem Vater, der als selbst�ndiger Therapeut Fr. 1'800.-- netto pro Monat verdiene, zuzumuten, seine T�tigkeit auszubauen oder einen Nebenverdienst anzunehmen, welcher ihm die Erf�llung von Unterhaltszahlungen f�r das Kind von Fr. 350.-- bzw. Fr. 500.-- pro Monat erm�gliche; die (auf ein Jahr vor Klageerhebung) r�ckwirkende Verpflichtung sei rechtens, zumal die Unterhaltsbeitr�ge erstmals (zehn Jahre nach der Geburt des Kindes) festgesetzt w�rden.
Strittig ist zun�chst die Frage, unter wessen elterliche Sorge das Kind gestellt werden soll. Der Berufungskl�ger wirft der Vorinstanz im Wesentlichen vor, dass sie seine guten Beziehungen zum Kind unrichtig bzw. zu wenig gewichtet und das obstruktive Verhalten der Mutter ausser Acht gelassen habe. Ebenso seien die Zweifel an den erzieherischen F�higkeiten der Berufungsbeklagten nicht ber�cksichtigt worden. Die Aussage des zehnj�hrigen Kindes, dass es bei der Mutter zu leben w�nsche, sei �bergewichtet worden. Sodann habe die Vorinstanz verkannt, dass das Kind beim Vater auf stabilere und kontinuierlichere Verh�ltnisse stossen w�rde, als sie bei der Mutter - in Anbetracht der Schul- und Betreuungswechsel und des neuen Lebenspartners - gegeben seien.
3.1 Vorliegend geht es um die Erg�nzung eines Scheidungsurteils betreffend Elternrechte und -pflichten, welche durch die nach der Scheidung erfolgte Geburt des ehelichen Kindes (aArt. 255 Abs. 1 ZGB; in Kraft bis 31. Dezember 1999) erforderlich ist (vgl. BGE 81 II 313 E. 2 S. 315; 86 II 206 E. 2 S. 213; B�hler/Sp�hler, Berner Kommentar, N. 19 zu altArt. 156 ZGB; Hegnauer, Grundriss des Kindesrechts, 5. Aufl. 1999, Rz. 5.10c). Zur Erg�nzung der hier im Jahre 1995 ausgesprochenen Scheidung gelten - wie f�r die Ab�nderung (Art. 7a Abs. 3 SchlT zum ZGB; Geiser, in: Hausheer [Hrsg.], Vom alten zum neuen Scheidungsrecht, Rz. 6.09 ff.) - f�r die Kinderbelange und das Verfahren die Vorschriften des neuen Rechts. Nach Art. 15 Abs. 1 lit. d GestG ist f�r die Erg�nzung eines unvollst�ndigen Scheidungsurteils das Gericht am Wohnsitz einer Partei zust�ndig. Dass das Kreisgericht St. Gallen zur Regelung der Elternrechte und -pflichten des unvollst�ndigen Scheidungsurteils des Amtsgerichts Bern �rtlich zust�ndig sei, wird nicht in Frage gestellt.
3.2 Gem�ss Art. 133 Abs. 1 und 2 ZGB hat das Gericht namentlich die elterliche Sorge einem Elternteil zuzuteilen und dabei alle f�r das Kindeswohl massgebenden Umst�nde zu ber�cksichtigen. Auf die Meinung der Kinder ist, soweit tunlich, R�cksicht zu nehmen. Im �brigen sind f�r die Zuteilung die vom Bundesgericht in der langj�hrigen Rechtsprechung zum fr�heren Art. 156 ZGB umschriebenen Kriterien wegleitend. Entscheidend ist das Kindeswohl. Die Interessen der Eltern haben in den Hintergrund zu treten (vgl. BGE 115 II 206 E. 4a S. 209, 317 E. 2 S. 319; 117 II 353 E. 3 S. 354 f.). Den Bed�rfnissen der Kinder ist gem�ss ihrem Alter, ihren Neigungen und ihrem Anspruch auf elterliche F�rsorglichkeit, Zuwendung und Erziehung bestm�glich zu entsprechen. Als massgebliche Gesichtspunkte stehen dabei im Vordergrund die pers�nlichen Beziehungen der Eltern zu den Kindern, ihre erzieherischen F�higkeiten und ihre Bereitschaft, die Kinder in eigener Obhut zu haben und sie weitgehend pers�nlich zu betreuen und zu pflegen. Auch dem Bed�rfnis der Kinder nach der f�r eine harmonische Entfaltung in k�rperlicher, seelischer und geistiger Hinsicht notwendigen Stabilit�t der Verh�ltnisse ist Rechnung zu tragen (BGE 114 II 200 E. 3 S. 201 f.; 112 II 381 E. 3 S. 382 f.). Das letztgenannte Kriterium erh�lt bei ungef�hr gleicher Erziehungs- und Betreuungsf�higkeit besonderes Gewicht (BGE 115 II 206 E. 4a S. 209). Bei der Beurteilung steht den kantonalen Beh�rden, welche die Parteien und die Verh�ltnisse besser kennen als das Bundesgericht, ein erhebliches Ermessen zu. Das Bundesgericht greift nur ein, wenn einschl�gige Kriterien grundlos ausser Betracht geblieben oder offenkundig falsch gewichtet worden sind, oder wenn die Zuteilung auf �berlegungen abgest�tzt worden ist, die unter dem Gesichtswinkel des Kindeswohls bedeutungslos sind oder gegen die dargelegten bundesgerichtlichen Grunds�tze verstossen (BGE 117 II 353 E. 3 S. 355; 115 II 317 E. 2 S. 319).
3.3 Das Kantonsgericht hat die Zuteilung der elterlichen Sorge nach Art. 133 ZGB und - entgegen der Darstellung des Berufungskl�gers - keine sinngem�sse oder gleichzeitige Anwendung von Art. 134 ZGB (Ver�nderung der Verh�ltnisse) vorgenommen. Es hat im Wesentlichen festgestellt, dass die Mutter ihr Arbeitspensum als Musikerin reduziert habe und das seit Geburt bei ihr lebende Kind mit Unterst�tzung ihres Lebenspartners selber betreue. Der Berufungskl�ger wohne mit seiner Partnerin in Bern; er habe seit f�nf Jahren eine gute Beziehung zum Kind aufgebaut, bem�he sich ausdauernd um das Kind und nehme die Kontakte zuverl�ssig wahr. Gest�tzt auf diese Feststellungen, welche das Kantonsgericht zu den pers�nlichen Beziehungen des Kindes zu den Eltern und deren Betreuungsbereitschaft und -m�glichkeiten getroffen hat, ist es zum Schluss gelangt, dass beide Eltern dem Kind angemessene Lebensumst�nde bieten und es auch oft pers�nlich betreuen k�nnen. Dass das Kantonsgericht die Verh�ltnisse beim Berufungskl�ger nicht abgekl�rt habe oder einzig auf die Meinung des Kindes, welches bei Mutter wohnen wolle, abgestellt habe, trifft nicht zu. Sodann ist nicht ersichtlich, dass die Vorinstanz Anhaltspunkte f�r ernsthafte Zweifel an der Erziehungsf�higkeit der Mutter �bergangen habe, weil das Kind Schulschwierigkeiten habe, zumal der Berufungskl�ger selber mit keinem Wort auf die Tatsache eingeht, dass das Kind ein Geburtsgebrechen hat, welche Konzentrationsschw�che und langsames Arbeitstempo erkl�rten. Der Berufungskl�ger vermag mit seinem Einwand, dass nur bei ihm, nicht auch bei der Mutter angemesse Erziehungs- und Betreuungsf�higkeiten vorliegen w�rden, nicht durchzudringen.
3.4 Das Kantonsgericht hat festgehalten, dass der Vater nicht m�de werde, die Mutter f�r die schwierige schulische Entwicklung des Kindes verantwortlich zu machen, und die Mutter w�hrend f�nf Jahren keinen unbeschwerten Kontakt des Kindes zum Vater zugelassen habe. Es hat - f�r das Bundsgericht verbindlich (Art. 63 Abs. 2 OG) - festgestellt, dass sowohl die Mutter wie der Vater die sogenannte Bindungstoleranz vermissen w�rden und einen fortw�hrenden Kampf auf der Elternebene f�hrten. Soweit der Berufungskl�ger der Mutter Obstruktion vorwirft und sinngem�ss behauptet, lediglich die Mutter lasse Bindungstoleranz vermissen, wendet er sich in unzul�ssiger Weise gegen kantonale Sachverhaltsfeststellungen und kann mit seinen Vorbringen nicht geh�rt werden.
3.5 Der Berufungskl�ger macht weiter geltend, die Vorinstanz habe die Kriterien der Konstanz und Stabilit�t der Verh�ltnisse bei der Frage der Zuteilung der elterlichen Sorge falsch angewendet. Dieser Einwand geht fehl. Das Kantonsgericht hat im vorliegenden Fall, in dem bei beiden Elternteilen ungef�hr die gleichen Erziehungs- und Betreuungsf�higkeiten vorliegen, dem Kriterium der Stabilit�t zu Recht (im Einklang mit der dargelegten Rechtsprechung; E. 3.2) besonderes Gewicht beigemessen. Es hat festgehalten, dass das Kind sich in seiner Umgebung gut aufgehoben f�hle, und geschlossen, dass es keinen hinreichenden Grund gebe, das Kind von der Mutter als seiner haupts�chlichen Bezugsperson zu trennen und ihm einen Wechsel der Verh�ltnisse zuzumuten. Wenn das Kantonsgericht in den bisherigen Wohnsitz- und Schulwechseln keinen Anhaltspunkt gesehen hat, welche die zur Entfaltung des Kindes notwendige Stabilit�t in Frage stellen, ist dies unter Ermessensgesichtspunkten nicht zu beanstanden. Die Vorbringen des Berufungskl�gers, wonach das Kind bei ihm auf stabile Verh�ltnisse treffen w�rde, geht an der Sache vorbei, weil dies allein die Zuteilung der elterlichen Sorge nicht zu rechtfertigen vermag. Der Schluss des Kantonsgerichts, das Kind sei in die elterliche Sorge der Mutter zu stellen, stellt demnach keine Bundesrechtsverletzung dar.
Weiter macht der Berufungskl�ger geltend, es sei bundesrechtswidrig, wenn ihm das Kantonsgericht lediglich das Recht gew�hrt habe, das Kind am ersten Wochenende im Monat von Freitag- bis Sonntagabend zu sich zu nehmen. Die Auffassung der Vorinstanz, wonach sich ein Besuchsrecht von zwei Wochenenden zum heutigen Zeitpunkt nicht mit dem Kindeswohl vereinbaren lasse, sei nicht haltbar, weil keine Anhaltspunkte f�r die Gef�hrdung des Kindes vorl�gen.
4.1 Eltern, denen die elterliche Sorge oder Obhut nicht zusteht, und das unm�ndige Kind haben gem�ss Art. 133 Abs. 1 i.V.m. Art. 273 Abs. 1 ZGB Anspruch auf angemessenen pers�nlichen Verkehr (vgl. BGE 130 III 585 E. 2.1 S. 587).
4.1.1 Die Vorstellungen dar�ber, was in durchschnittlichen Verh�ltnissen als angemessenes Besuchsrecht zu gelten habe, gehen in der Lehre und der Praxis auseinander, wobei auch regionale Unterschiede festzustellen sind: W�hrend das Besuchsrecht in der Westschweiz �blicherweise jedes zweite Wochenende, die H�lfte der Schulferien und alternierend die Doppelfeiertage umfasst, wird in der Deutschschweiz - im Streitfall - das Besuchsrecht �blicherweise f�r Kinder im Vorschulalter auf ein bis zwei Halbtage monatlich, f�r Schulkinder auf ein Wochenende und zwei bis drei Wochen Ferien j�hrlich festgesetzt; ist das Besuchsrecht nicht umstritten, gelten inzwischen �hnliche Prinzipien wie in der Westschweiz. Auch wenn solchen �bungen bei der Bemessung des Besuchsrechts eine gewisse Bedeutung zukommt, kann im Einzelfall nicht einfach darauf abgestellt werden (BGE 123 III 445 E. 3a S. 450; Schwenzer, in: Basler Kommentar, 3. Aufl. 2006, N. 15 zu Art. 273 ZGB).
4.1.2 F�r den Aufbau einer tragf�higen Kind-Elternbeziehung ist ausschlaggebend, ob es den Eltern gelingt, ihre eigenen Konflikte von den Kindern fernzuhalten (vgl. Art. 274 Abs. 1 ZGB). Bei einem - wie vorliegend - strittigen Besuchsrecht ist zwischen den Belastungen, die dieses mit sich bringt, und den Vorteilen f�r das Kind abzuw�gen. Die Belastungen entstehen f�r die Kinder durch individuelles Fehlverhalten eines oder beider Eltern, meist aber viel deutlicher durch das Spannungsfeld, das die Eltern gemeinsam erzeugen. Einschr�nkungen des pers�nlichen Verkehrs haben im Kindeswohl zu erfolgen, das f�r die Bemessen des Besuchsrechts in erster Linie ausschlaggebend ist und hinter das - beidseitig - die Interessen der Eltern zur�ckzustehen haben (BGE 130 III 585 E. 2.2.1 S. 588 mit Hinweisen).
4.2 Das Kantonsgericht scheint sich an der erw�hnten Praxis orientiert zu haben, wenn es vor dem Hintergrund, dass die Eltern einen fortw�hrenden Kampf auf Elternebene f�hren (E. 3.4) und sich (auch) um das Besuchsrecht streiten, f�r das zehnj�hrige Kind ein Besuchsrecht von zwei Wochenenden als verfr�ht, indessen von einem Wochenende pro Monat und ab dem Jahre 2007 ein Ferienbesuchsrecht von zwei Wochen als angemessen erachtet hat. Das Kantonsgericht hat das gute Verh�ltnis des Vaters zum Kind gew�rdigt und weiter erwogen, dass das Kind - nach den bisherigen begleiteten Besuchstagen - zun�chst Gelegenheit haben soll, einmal pro Monat Erfahrungen w�hrend eines ganzen Wochenendes (d.h. von Freitag- bis Sonntagabend) im Umfeld des Vaters zu sammeln. Es kann nicht gesagt werden, das Kantonsgericht habe dabei die dargelegten bundesrechtlichen Grunds�tze bei der Besuchsregelung verletzt. Zum einen liegt keine wesentliche Einschr�nkung des im Streitfall �blichen Besuchsrechts vor. Zum anderen hat die Vorinstanz im Interesse des Kindes ber�cksichtigt, dass dieses mit dem Vater bis anhin erst begleitete Besuchstage verbracht hat und deshalb - im Sinne eines behutsamen �berganges - ein zur�ckhaltenderes Besuchsrecht zum Aufbau der Beziehung mit dem Vater und dessen Umfeld angemessen sei. Unter diesen Umst�nden kann nicht von einer gesetzwidrigen Ermessensaus�bung des kantonalen Gerichts gesprochen werden, wenn es dem Vater ein Besuchsrecht von einem ganzen (am Freitagabend beginnenden) Wochenende pro Monat gew�hrt sowie das vom Kreisgericht angeordnete Ferienbesuchsrecht von zwei Wochen pro Jahr best�tigt hat. Insoweit ist die Berufung unbegr�ndet.
Schliesslich wirft der Berufungskl�ger dem Kantonsgericht vor, es habe ihn zu Unrecht zu Unterhaltszahlungen an das Kind verpflichtet.
5.1 Die Festlegung des Unterhaltsbeitrages erfolgt im Falle eines nach der Scheidung geborenen ehelichen Kindes im Verfahren zur Erg�nzung des Scheidungsurteils (Hegnauer, Grundriss, a.a.O.). Das (Scheidungs-) Gericht regelt den Unterhaltsbeitrag des anderen Elternteils (Art. 133 Abs. 1 i.V.m. Art. 286 Abs. 2 ZGB). Der Unterhaltsbeitrag soll den Bed�rfnissen des Kindes sowie der Lebensstellung und der Leistungsf�higkeit der Eltern entsprechen und ausserdem Verm�gen und Eink�nfte des Kindes sowie den Beitrag des nicht obhutsberechtigten Elternteils an der Betreuung des Kindes ber�cksichtigen (Art. 285 Abs. 1 ZGB). Bei der "Bemessung des Unterhaltsbeitrages" (Marginalie zu Art. 285 ZGB) steht dem Sachgericht ein weites Ermessen zu. Im Berufungsverfahren �bt das Bundesgericht deshalb bei der Pr�fung der vom kantonalen Gericht festgelegten Unterhaltsbeitr�ge grosse Zur�ckhaltung. Es schreitet insbesondere ein, wenn die Vorinstanz entweder Kriterien ber�cksichtigt hat, die nach dem Gesetz keine Rolle spielen d�rfen, oder Umst�nde ausser Acht gelassen hat, die f�r den Unterhaltsbeitrag ausschlaggebend sein sollten. Zu einer Korrektur des vorinstanzlichen Entscheides kommt es schliesslich, wenn der festgesetzte Unterhaltsbeitrag aufgrund der konkreten Umst�nde als eindeutig unangemessen erscheint (BGE 128 III 161 E. 2c/aa S. 162).
5.2 Der Berufungskl�ger macht zun�chst geltend, das Kantonsgericht habe die zur Festlegung des Kindesunterhaltes geltende Untersuchungsmaxime (vgl. BGE 128 III 422 E. 3.2.1 und 3.2.2 S. 412 ff.) verletzt, weil es weder den Bedarf des Kindes noch die mangelnde Leistungsf�higkeit des Pflichtigen (d.h. des Berufungskl�gers) oder die bestehende Leistungsf�higkeit der Berufungsbeklagten ber�cksichtigt habe. Diese R�ge geht fehl. Das Kantonsgericht hat festgehalten, dass das Kind zur Deckung der nur allernotwendigsten Kosten Fr. 350.-- bzw. (nach Vollendung des 12. Lebensjahres) Fr. 500.-- ben�tige, welche als Grundbetrag in den Richtlinien f�r die Berechnung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums vorgesehen seien (vgl. BlSchK 2001 S. 14). Nach dem angefochtenen Entscheid verdient der Berufungskl�ger gegenw�rtig durchschnittlich Fr. 1'800.-- netto pro Monat. Er hat dem Kantonsgericht eine Bedarfsberechnung vorgelegt, aus welcher hervorgeht, dass er f�r sich Fr. 2'130.-- monatlich ben�tige, wobei dieser Betrag im kantonalen Verfahren unbestritten geblieben ist und im �brigen von ihm selber im vorliegenden Verfahren (mit Fr. 2'105.--) best�tigt wird. Sodann blieb im kantonalen Verfahren unbestritten, dass die Erstinstanz mit Bezug auf die Berufungsbeklagte ein monatliches Einkommen von Fr. 4'100.-- ermittelt und auf die eingereichten Unterlagen verwiesen hat, wo Auslagen von ingesamt Fr. 2'961.-- pro Monat angegeben wurden. Vor diesem Hintergrund weist nichts darauf hin, dass dem Kantonsgericht die massgeblichen Sachverhaltselemente nicht zur Verf�gung gestanden h�tten, um �ber den Unterhaltsbeitrag des Berufungskl�gers zugunsten des Kindes zu befinden.
5.3 Weiter bringt der Berufungskl�ger vor, die Vorinstanz habe zu Unrecht nicht auf sein tats�chliches Einkommen von ca. Fr. 1'800.-- abgestellt und ausser Acht gelassen, dass damit die Unterhaltspflicht von Fr. 350.-- bzw. Fr. 500.-- pro Monat in sein Existenzminimum eingreife.
5.3.1 Bei der Festsetzung von Unterhaltsbeitr�gen sind Eink�nfte, die der Unterhaltspflichtige bei zumutbarem Einsatz seiner Kr�fte und Mittel erzielen k�nnte, heranzuziehen (BGE 128 III 4 E. 4a S. 5; Hegnauer, Berner Kommentar, N. 55 f. zu Art. 285 ZGB). Das Argument des Berufungskl�gers, er habe sein Einkommen gar nicht reduziert, sondern seit jeher nur ein geringes Einkommen erwirtschaftet und bescheiden gelebt, steht der Aufrechnung eines hypothetischen Einkommens nicht entgegen.
5.3.2 Das Kantonsgericht ist zum Ergebnis gelangt, dass der Berufungskl�ger mehr als f�nf Patienten pro Woche behandeln oder eine Nebent�tigkeit aus�ben k�nne, welche die Erzielung eines zus�tzlichen Einkommen (unter Ber�cksichtigung seines Bedarfes) von Fr. 680.-- bzw. (im Jahre 2008) Fr. 830.-- Monat erlaube. Diese Annahmen der Vorinstanz �ber das hypothetische Einkommen, die auf Schlussfolgerungen aus konkreten Anhaltspunkten beruhen, stellen das Ergebnis von Beweisw�rdigung dar (BGE 126 III 10 E. 2b S. 12) und k�nnen im vorliegenden Verfahren nicht in Frage gestellt werden (Art. 43 Abs. 1 OG). Der (rechtliche) Schluss der Vorinstanz, der erw�hnte Ausbau der Einkommensm�glichkeit sei dem Berufungskl�ger zumutbar (BGE 128 III 4 E. 4c/bb S. 7), ist nicht zu beanstanden. Vor diesem Hintergrund legt der Berufungskl�ger nicht dar, inwiefern das Kantonsgericht die Schranken seiner finanziellen Leistungspflicht bei der Festsetzung von Unterhaltsbeitr�gen nach Art. 285 Abs. 1 ZGB (vgl. BGE 123 III 1 E. 3b/bb S. 5, E. 5 S. 9; 118 II 97 E. 4a S. 99; Hausheer/Spycher, Handbuch des Unterhaltsrechts, Bern 1999, Rz. 06.128) verkannt habe, wenn sie ihm bei einem massgeblichen Einkommen von insgesamt ca. Fr. 2'480.-- bzw. Fr. 2'630.-- mit den auferlegten, nur die allernotwendigsten Kosten deckenden Unterhaltspflichten den Bedarf von Fr. 2'130.-- belassen hat.
5.4 Der Berufungskl�ger wirft dem Kantonsgericht weiter vergeblich vor, "einseitig" Unterhaltszahlungen festgesetzt zu haben bzw. die unterschiedliche Leistungsf�higkeit der Eltern �bergangen zu haben. Das Kantonsgericht hat indessen festgehalten, dass die Berufungsbeklagte weiterhin f�r den nicht gedeckten Anteil der Kosten f�r das Kind aufzukommen habe. Der Berufungskl�ger setzt nicht auseinander, inwiefern das Kantonsgericht das Prinzip der verh�ltnism�ssigen Belastung (Breitschmid, in: Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch I, 3. Aufl. 2006, N. 16 zu Art. 285 ZGB) verletzt habe, wenn es die weiteren Kosten der Mutter auferlegt hat, zumal diese als Obhutsinhaberin bereits einen Anteil durch die Betreuung erbringt (vgl. Art. 276 Abs. 2 ZGB). Insoweit gen�gt die Berufung den Begr�ndungsanforderungen nicht und kann darauf nicht eingetreten werden (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG).
5.5 Die Berufungsbeklagte hat anf�nglich Unterhaltsbeitr�ge seit der Geburt des Kindes und vor dem Kreisgericht (anl�sslich der Verhandlung) Unterhaltsbeitr�ge nur noch r�ckwirkend f�r ein Jahr verlangt. Der Berufungskl�ger stellt grunds�tzlich nicht in Frage, dass das Kantonsgericht den Anspruch der Berufungsbeklagten, mit Erg�nzungsklage Kindesunterhalt nicht nur f�r die Zukunft, sondern auch f�r ein Jahr vor Klageanhebung zu fordern, bejaht hat. Er kritisiert einzig die Aufrechnung des hypothetischen Einkommens f�r einen Zeitpunkt in der Vergangenheit, da er weder Kenntnis von der Leistungspflicht noch die M�glichkeit zur Leistungspflicht gehabt habe. Diese Vorbringen sind unbehelflich. Es steht fest, dass es dem Berufungskl�ger zumutbar ist, seine M�glichkeit zum Ausbau des Einkommens auszusch�pfen (E. 5.3.2). Sodann hat er unbestrittenermassen seit der Geburt des Kindes Kenntnis von seiner nun erstmals zu regelnden Unterhaltspflicht; im �brigen ist die Regelung der Elternrechte und -pflichten seit Jahren Gegenstand von Bem�hungen. Das Kantonsgericht hat sich f�r die R�ckwirkung des Unterhaltsanspruchs auf Art. 279 Abs. 1 ZGB berufen, nach dessen Sinn das Kind nicht entgelten soll, dass nicht sofort mit einer Klage vorgegangen, sondern zuerst g�tliche Einigung gesucht wird (vgl. Hegnauer, Berner Kommentar, N. 48 zu Art. 279/280 ZGB). Darauf geht der Berufungskl�ger nicht ein. Er legt nicht dar, inwiefern das Kantonsgericht gegen Bundesrecht verstossen habe, wenn es angenommen hat, die in Art. 279 Abs. 1 ZGB vorgesehene begrenzte R�ckwirkung gelte nicht nur f�r die Ab�nderung eines in einem Scheidungsurteil festgesetzten Beitrages f�r Kindesunterhalt (vgl. dazu Hegnauer, Berner Kommentar, N. 95 zu Art. 286 ZGB), sondern auch f�r die Erg�nzung des im Scheidungsurteil fehlenden Beitrages. Insoweit kann auf die Berufung mangels Substantiierung nicht eingetreten werden (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG).
Nach dem Dargelegten erweist sich die Berufung als unbegr�ndet und ist abzuweisen, soweit darauf �berhaupt eingetreten werden kann. Bei diesem Verfahrensausgang wird der Berufungskl�ger kostenpflichtig (Art. 156 Abs. 1 OG). Da keine Berufungsantwort eingeholt worden ist, sind der Berufungsbeklagten keine Kosten entstanden und entf�llt eine Entsch�digungspflicht.
Dem Gesuch des Berufungskl�gers um unentgeltliche Rechtspflege kann nicht entsprochen werden, da die Berufung aussichtslos ist (Art. 152 Abs. 1 OG).

References: Art. 46
 Art. 54
 Art. 48
 BGE 
 Art. 15
 Art. 133
 Art. 156
 BGE 
 Art. 133
 Art. 134
 Art. 133
 Art. 273
 BGE 
 Art. 273
 Art. 274
 Art. 286
 Art. 285
 BGE 
 Art. 285
 Art. 285
 BGE 
 Art. 285
 Art. 276
 Art. 279
 Art. 279
 Art. 279
 Art. 286