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Timestamp: 2019-04-18 15:40:12+00:00

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Jura-Studium trotz Vorstrafe möglich ??? Studis Forum 123recht.de
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Jura-Studium trotz Vorstrafe möglich ???
19.2.2003 Thema abonnieren
Frage vom 19.2.2003 | 15:09
Frischling (38 Beiträge, 62x hilfreich)
ich wurde vor dreieinhalb Jahren wegen Einfuhr von Hasch in nicht geringer Menge zu 6 Monaten Freiheitsstrafe ausgesetzt zu zwei Jahren auf Bewährung verurteilt. Diese zwei Jahre sind längst vergangen und die 6 Monate wurden mir erlassen. Jedoch bin ich ja nun vorbestraft.
Ich habe jetzt einen Studienplatz für Rechtswissenschaft erhalten. Nun stellt sich die Frage, ob es sich überhaupt lohnt, diesen anzutreten, da ich nicht weiß, ob ich überhaupt zum 2. Staatsexamen zugelassen werde.
Soweit mir aus bisherigen Recherchen bekannt ist, ist die Zulassung zum 1. Staatsexamen mit Vorstrafe kein Problem.
So wie ich das mitbekommen habe, steht dieser Eintrag 10 Jahre im BZR. Ich habe mir weiter nichts zu Schulden kommen lass und und habe auch vor, dies weiter so zu halten.
Ich wollte noch anmerken, dass die Verurteilung nach dem Erwachsenenstrafrecht zustande kam. Ich war zum Zeitpunkt des Vergehens 19 Jahre alt, was aber hierbei keine Rolle spielen dürfte.
Antwort vom 28.11.2003 | 15:32
Frischling (2 Beiträge, 15x hilfreich)
Was ist es denn jetzt daraus geworden? Kannst du Jura studieren?
Antwort vom 2.12.2003 | 12:57
Frischling (13 Beiträge, 21x hilfreich)
Wie das mit der Zulassung zu den Examina aussieht, kann ich nicht genau sagen.
Ich musste aber zum Antritt des Referendariats einen BZR- Auszug vorlegen. Könnte sein, daß das für Dich Probleme bereitet.
Antwort vom 13.1.2004 | 17:55
mich würde der ausgang dieser diskussion brennend interessieren....
"Mounty "
Antwort vom 15.1.2004 | 23:13
siehe § 6 , 7 BRAO
Antwort vom 5.2.2004 | 20:11
Frischling (42 Beiträge, 17x hilfreich)
Mehr als ein jährchen darfs auf keinen Falls sein ! drunter gehts glaube ich aber !
Antwort vom 5.2.2004 | 20:12
Aach ja, hats wenigstens ordentlich gekickt, das Zeug ?!
Antwort vom 14.2.2004 | 18:38
Weiß jemand von Euch, was im BRZ O steht ??? (Diesen Auszug muss man vor Antritt zum Referendariat vorlegen. ) Wäre nett, wenn sich da jemand auskennen würde.
Antwort vom 18.2.2004 | 17:27
So ziemlich genau ein Jahr ist es nun her, dass ich die Frage gestellt habe.
Im Bundeszentralregister O - das Führungszeugnis für Behörden - stehen sämtliche strafrechtlichen Verurteilungen. Im "normalen" Führungszeugnis werden diese Einträge schon früher gelöscht. Im BZR-Auszug O werden diese Einträge nach einer längeren Frist getilgt. Sie beträgt in den meisten Fällen zwischen 10 und 15 Jahren.
P.S. Ich studiere jetzt "glücklich" Jura. Dieser Eintrag ist zum Glück kein Hindernis. Zudem gibt es die Möglichkeit einen Antrag auf Vorablöschung eines solchen Eintrages zu stellen.
-- Editiert von I.Quuu am 18.02.2004 17:34:12
Antwort vom 27.2.2004 | 09:12
hier noch eine Entscheidung zum Thema:
27.11.2002 5 LB 114/02
Versagung der Aufnahme in den Vorbereitungsdienst wegen Vorbestrafung Aufnahme: Vorbereitungsdienst; Eignung: Vorbereitungsdienst; Einstellung: Vorbereitungsdienst; Vorbereitungsdienst, juristischer; Vorbestrafung: Vorbereitungsdienst
Bei der persönlichen Ungeeignetheit, die nach § 5 Abs. 1 Satz 2 NJAG der Aufnahme in den juristischen Vorbereitungsdienst entgegensteht, handelt es sich um einen unbestimmten Rechtsbegriff, der der verwaltungsgerichtlichen Kontrolle unterliegt.
Aus einem bestimmten Umfang der Vorbestrafung, etwa der Beurteilung zu einer Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr wegen vorsätzlich begangener Straftat (vgl.: §§ 24 Nr. 1 DRiG , 43 Nr. 1 NBG, 24 Abs. 1 Nr. 1 BRRG, 48 Nr. 1 BBG) ergibt sich nicht zwingend, dass der Betroffene persönlich ungeeignet im Sinne des § 5 Abs.1 Satz 2 NJAG ist. Maßgeblich sind die Umstände des Einzelfalles.
DRiG § 24 Nr 1 DRiG § 5 b GG § 12 I NJAG § 5 I 2
Aktenzeichen: 5LB114/02 Paragraphen: DRiG§24 DRiG§5b GGArt.12 NJAG§5 Datum: 2002-11-27
Antwort vom 27.2.2004 | 11:15
Ich habe hier noch den Link zum genauen Wortlaut des Urteils. Ist ein bischen lang, einfach kopieren und in die Browserzeile einfügen:
http://www.oberverwaltungsgericht.niedersachsen.de/Entscheidung/LawDisplayHP.asp?IND=0500020020001145+LB
Antwort vom 6.3.2004 | 13:57
erisedviv
Hat Magnus G. sich nicht sogar im Gefängnis auf die mündliche Prüfung vorbereitet!?
Antwort vom 9.3.2004 | 16:03
Der saß zu diesem Zeitpunkt noch in Untersuchungshaft. Er war noch nicht verurteilt und somit auch noch nicht vorbestraft. Er hat seine mündliche Prüfung sogar im Gefängnis abgeleistet.
Antwort vom 14.5.2006 | 16:30
Und wieder sind zwei Jahre ins Land gezogen. Wie die Zeit doch vergeht. Stehe nun kurz vor dem Abschluss meines Studiums und bald wird sich zeigen, welche Auswirkung meine ursprünglich gestellte Frage tatsächlich haben wird.
Antwort vom 3.1.2007 | 12:48
Hallo, mich interessiert auch wie es bei dir nun weiterläuft und welche Auswirkungen deine "Vorstafe" haben.
Mir selbst hängt ein Vergehen nach § 316 StGB an, und ich befinde mich nun kurz vor dem 1. Examen.
Können sich für mich Probleme dadurch ergeben, ich denke schon!
Vor allem im Referendariat?
Antwort vom 6.1.2007 | 19:34
Mir selbst hängt ein Vergehen nach § 316 StGB an
Es geht also um eine Trunkenheitsfahrt. Wenn es eine einmalige bzw erstmalige Tat war, dann haben Sie mit einer Geldstrafe von weniger als 90 TS zu rechnen. Damit sind Sie nicht vorbestraft.
Eine Einstellung ins Referandariat dürfte daher kein Problem sein.
Antwort vom 19.2.2007 | 11:33
Tschopline
auch ich hoffe auf Antwort bezüglich einiger drückenden Fragen. Meine Tochter (23 J.) hat eine Verurteilung im Jugendstrafrecht mit BZR auf 10 Jahre. In ihrem nunmehr zweiten Leben hat sie eine abgeschlossene Ausbildung und macht derzeit mit Bestnoten das Fach-Abi, um ein Jurastudium mit späterer Zulassung für den gehobenen Dienst zu erlangen. Wir wüssten nun dringend gern:
1. Kann Sie das Jurastudium aufnehmen?
2. Wenn ja, bekäme sie später ggf. die
3. Welcher Weg ist der schnellste, um mit
Fach-Abi an einer Universität zu
Für ernstgemeinte Anworten wären wir sehr dankbar.
"Vielen Dank für die Info.
-- Editiert von Tschopline am 19.02.2007 11:34:43
-- Editiert von Tschopline am 19.02.2007 11:36:23
Antwort vom 20.2.2007 | 09:09
als Ergänzung zu meinen "drückenden Fragen" vom 19.02.07 muss ich ein wenig ändern, denn meine Tochter hat den BZR-Eintrag (10 Jahre) im "Führungszeugnis für Erwachsene" -Jugendstrafrecht findet hier also keine Anwendung mehr. Bleiben also die Fragen:
1. Kann sie mit dem Führungszeugnis in den
gehobenen Polizeidienst kommen?
2. Kann sie Jura mit dem Fach-Abi studieren?
Über ernstgemeinte Anworten würden wir uns freuen!
Antwort vom 20.2.2007 | 12:01
Meine Tochter (23 J.) hat eine Verurteilung im Jugendstrafrecht mit BZR auf 10 Jahre.
Ja was denn nun? Schildern Sie doch bitte mal die genau die Straftat und die Höhe des Urteils.
Kann Sie das Jurastudium aufnehmen?
Mit dem Fach-Abi kann man nicht an einer Uni Jura studieren. Dazu braucht man das richtige Abi. Mit dem Fachabi kann man lediglich Wirtschaftsjura oder sowas an einer Fachholschule studiren. Mit diesem Abschluß wird sie aber kein Volljurist (also Richter, Anwalt, Staatsanwalt usw.) werden können.
Die Vorstrafe ist nicht entscheidend für das Studium an sich, sondern allenfalls später. Insbesondere im Polizeidienst (warum eigentlich Jura-Studium für Polizei ?? )könnte die Vorstrafe einer Einstellung entgegen stehen. Aber das hängt von der genauen Verurteilung ab.
Bei einem richtigen Jura-Studium könnte es Probleme im Referendariat geben, aber mit Fachabi kann sie diesen Weg ohnehin nicht einschlagen.
Antwort vom 2.9.2007 | 22:37
ich finde das ganze thema auch sehr interessant, da ich auch gerade mit einem jurastudium angefangen habe und auch dummerweise eine 12 monatige strafe aufgebrummt bekommen habe wegen unterschlagung.
jetzt mache ich mir sorgen ob und in wie weit das mein studium bzw eine weitere z.b. anwaltliche karriere beeinflussen könnte.... kann mir da jemand auskunft geben?
ich weiss nur soviel, dass der eintrag ca. 5 jahre plus haftstrafe ausm dem bzr gelöscht wird.
wo kann man eine vorablöschung beantragen?
über spontane und hilfreiche kommentare würd ich mich freuen.
Antwort vom 23.1.2019 | 01:01
Helbinator
Hei ich weiß der Beitrag ist nun schon sehr alt aber was war das Ergebnis? Kann man nun Jura studieren trotz Vorstrafe bzw. kann man die Examen ablegen und bekommt später auch einen Beruf ?
für Jura-Studium Latinum ?
Jurastudium trotz Verurteilung/Vorstrafe?
Jurastudium mit Vorstrafe? - Diskussion
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 § 5
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 § 24
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 § 12
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 § 316
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