Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerwG&Datum=16.07.1982&Aktenzeichen=7%20B%20190.81
Timestamp: 2019-06-17 01:53:24+00:00

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BVerwG, 16.07.1982 - 7 B 190.81 - dejure.org
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BVerwG, 16.07.1982 - 7 B 190.81 (https://dejure.org/1982,1018)
BVerwG, Entscheidung vom 16.07.1982 - 7 B 190.81 (https://dejure.org/1982,1018)
BVerwG, Entscheidung vom 16. Juli 1982 - 7 B 190.81 (https://dejure.org/1982,1018)
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Schulbuchzulassung - Widerruf bei Änderung der Lerninhalte
VG Hannover, 12.07.1979 - 6 A 837/77
NVwZ 1984, 101
NVwZ 1984, 102
DVBl 1982, 1004
Erforderlich ist vielmehr, daß der Widerruf zur Abwehr einer Gefährdung des öffentlichen Interesses, d.h. zur Beseitigung oder Verhinderung eines sonst drohenden Schadens für wichtige Gemeinschaftsgüter geboten ist (vgl. u.a. Beschluß vom 16. Juli 1982 - BVerwG 7 B 190.81 - Buchholz 421 Kultur- und Schulwesen Nr. 80 = DVBl. 1982, 1004 [1005];… Kopp, VwVfG , 5. Aufl. 1991, § 49 Rdnr. 39 m.w.N.).
Eine Änderung der Sachlage kann auch durch Gewinnung neuer naturwissenschaftlicher Erkenntnisse eintreten (vgl. BVerwG, Beschluss vom 16. Juli 1982 - BVerwG 7 B 190.81 - Buchholz 421 Kulturwesen und Schulwesen Nr. 80 = DVBl 1982, 1004 zu § 49 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 VwVfG).
Der Ausnahmefall einer Neubewertung aufgrund naturwissenschaftlicher Erkenntnisfortschritte, die nachträglich zur Erkennbarkeit bestimmter bei Erlass des Verwaltungsakts noch nicht feststellbarer Umstände führten (BVerwG, Beschluss vom 16. Juli 1982 - 7 B 190.81 - Buchholz 421 Kulturwesen und Schulwesen Nr. 80 S. 24 f.), liegt hier nicht vor.
Zu einer Änderung der Sachlage im Sinne von § 51 Abs. 1 Nr. 1 VwVfG können auch neue wissenschaftliche oder fachliche Erkenntnisse über als solche unveränderte Gegebenheiten gehören (vgl. BVerwG, Beschl. v. 16.7.1982 - 7 B 190.81 -, DVBl. 1982, 1004).
vgl. BVerwG, Beschluss vom 16. Juli 1982 - 7 B 190.81 -, NVwZ 1984, 102 = juris Rn. 5 (zu § 49 Abs. 2 Satz 1 Nr. 3 VwVfG), sowie OVG NRW, Urteil vom 9. Juli 1987 - 21 A 1556/86 -, NVwZ 1988, 173, und nachfolgend BVerwG, Beschluss vom 15. Februar 1988 - 7 B 219.87 -, NVwZ 1988, 824 = juris Rn. 5 (zu § 21 Abs. 1 Nr. 3 BImSchG).
Dies setzte voraus, dass aufgrund der neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse bestimmte bereits vorhandene Tatsachen anders bewertet werden (BVerwG, Beschluss vom 16.07.1982 - 7 B 190.81 -, NVwZ 1984, 102;… Kopp/Ramsauer, VwVfG, 14. Aufl. 2013, § 49 Rn. 45).
Der Widerruf des Negativattests ist folglich zur Abwehr eines sonst drohenden Schadens für wichtige Gemeinschaftsgüter geboten und war deshalb zur Vermeidung von Gefahren für das öffentliche Interesse erforderlich (vgl. BVerwG, B.v. 16.7.1982 - 7 B 190/81 - NVwZ 1984, 102/103).
Notwendig ist insoweit eine durch den Bestand des Verwaltungsakts gegebene konkrete Gefährdung, zu deren Beseitigung der Widerruf geeignet und erforderlich ist (vgl. BVerwG, NVwZ 1984, 102; VGH BW, NVwZ-RR 1989, 540).
BVerwG, 27.01.1984 - 8 C 164.81
Verwaltungsverfahren - Steuerbegünstigung - Ferienwohnung - Rücknahme - …
Rügemöglichkeit funktioneller Unzuständigkeit - Ersatzvornahme der …
OVG Berlin-Brandenburg, 26.11.2007 - 5 N 75.05
Passversagung, Pensionär, Vorliegen einer Steuerschuld

References: § 49
 § 49
 § 51
 § 49
 § 21
 § 49