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Timestamp: 2020-02-23 06:37:51+00:00

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autoscout24 / umfragen-scout.com Verschaffen des Zugriffs auf Datenbanken (Kl.38) / Meinungsumfragen (Kl.35), Kl.38 BGer
! Beschränkte Kognition nach BGG 98!
Die "X.________"-Unternehmensgruppe, bestehend aus der F.________ GmbH, München, sowie diversen deutschen und schweizerischen Tochtergesellschaften derselben, betreibt unter dem Serienkennzeichen "Scout24" (z.B. "autoscout24", "friendscout24", "immobilienscout24") mehrere als Online-Marktplätze ausgestaltete Internetplattformen, über die in rund zehn europäischen Ländern verschiedene Waren und Dienstleistungen vermittelt werden. Das Serienkennzeichen "Scout24" bildet einerseits Bestandteil der Firmen fast sämtlicher Gesellschaften der "X.________"-Unternehmensgruppe und ist andererseits, wie auch das Serienkennzeichen "Scout", alleine sowie zusammen mit diversen beschreibenden Wortbestandteilen in verschiedenen Markenregistern eingetragen.
Die A.________ AG, Cham, (Beschwerdeführerin 1) bzw. deren einziger Verwaltungsrat B.________ (Beschwerdeführer 2) (gemeinsam: die Beschwerdeführer) reservierten im Mai 2007 die Domainnamen umfragen-scout.com, umfragenscout.com, umfragen-scout.de, umfragenscout.de, umfragen-scout.net sowie umfragenscout.net und betrieben über diese Domainnamen in der Folge unter dem Kennzeichen "UMFRAGENSCOUT" eine Internetplattform, die interessierten Privatpersonen eine Verdienstmöglichkeit bieten soll, indem sie als Testpersonen für Umfragen und Produkttests an Marktforschungsinstitute vermittelt werden.
[Der Einzelrichter wies ein Begehren um vorsorgliche Massnahmen zwei Mal ab.]
Mit Urteil vom 3. Dezember 2008 hob die Justizkommission [des OGer ZG] die Verfügung des Einzelrichters vom 11. August 2008 auf und hiess das Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen teilweise gut. Soweit die Beschwerdeführer betreffend, wurde ihnen unter anderem vorsorglich verboten, "die Wortzeichen 'UMFRAGENSCOUT' bzw. 'UMFRAGENSCOUT24' zur Kennzeichnung für Internet-Websites bzw. als sonstiges Kennzeichen auf Internet-Websites, die sich mit Vermittlungsangeboten im Bereich Meinungsumfragen an ein deutsches oder schweizerisches Publikum richten, zu verwenden, insbesondere wird ihnen verboten, diese beiden Wortzeichen als Hinweis auf ein Unternehmen bzw. für Rechnungen im Zusammenhang mit Dienstleistungen einer Internetplattform im Bereich der Vermittlung von Meinungsumfragen zu verwenden sowie die Domainnamen 'umfragenscout.com', 'umfragen-scout.com', 'umfragenscout.de', 'umfragen-scout.de', 'umfragenscout.net', 'umfragen-scout.net', 'umfragenscout24.com' und 'umfragen-scout24.com' im Zusammenhang mit einer Internetplattform im Bereich der Vermittlung von Meinungsumfragen zu verwenden."
[Das BGer weist die gegen diesen Entscheid gerichtete Beschwerde in Zivilsachen ab, ohne die materielle Rechtslage zu prüfen.]
Kommentare (0) BGer vom 01.04.2009, Urteil 4A_13/2009
COOL WATER / COOL WATER Kleider (Kl.25), Schuhwaren (Kl.25) / Kleider (Kl.25), Schuhwaren (Kl.25) BGer
SACHVERHALT: 1987 hatte die Zino Davidoff SA die kombinierte Marke "Davidoff Cool Water" in der Schweiz für Waren der Klasse 3 (Parfums, Kosmetika) hinterlegt. 1990 dehnte die deutsche K & L Ruppert Stiftung & Co. Handels-KG den Schutz ihrer Marke COOL WATER für Waren der Kl. 25 (Kleider) auf die Schweiz aus. Im Jahr 2000 hinterlegt Davidoff eine Marke COOL WATER mit einem breiteren Warenverzeichnis in der Schweiz, umfassend Waren der Kl. 3 und 25. Ruppert klagt auf Löschung der Marke für alle Waren. Davidoff erhebt Widerklage auf Löschung der Marke von Ruppert gestützt auf UWG; Ruppert wolle vom guten Ruf von Davidoff Cool Water profitieren.
Das KG FR heisst die Klage der Ruppert für die Waren der Kl. 25 gut und weist sie im übrigen ab. Die Widerklage wird abgewiesen. Das BGer bestätigt:
Eine Verwechslungsgefahr zwischen den beiden Marken besteht nicht für Waren der Kl. 3 und 25, diese sind nicht gleichartig. Die grosse Bekanntheit einer Marke kann zu einem erweiterten Schutzbereich führen, aber die völlig fehlende Gleichartigkeit von Produkten nicht kompensieren (E. 5.6):
L'interaction entre la similitude des signes et celle des produits et services est cependant soumise à une limite absolue (...). La notoriété acquise en relation avec les produits d'une classe déterminée ne saurait être reportée à des produits différents d'une autre classe. Cette limite découle du texte de l'art. 3 LPM qui utilise la notion de "produits similaires" (gleichartige Waren; prodotti simili). Admettre un risque de confusion entre des produits dissemblables, en se fondant par exemple sur la notoriété d'un signe, reviendrait à donner un sens à la norme (art. 3 al. 1 let. c LPM) ne trouvant aucun écho - même implicite - dans l'expression que lui a donnée le législateur.
Eine "Defensivmarke" muss begriffnotwendig die jüngere Marke blockieren können; das kann sie nur, wenn die beiden Marken verwechslungsfähig sind. Mangels Verwechslungsgefahr zwischen der angeblichen Defensivmarke und der jüngeren Marke (die damals nur für Waren der Klasse 3 hinterlegt wurde) ist die Hinterlegung durch Ruppert daher nicht bösgläubig (E. 6.4 u. 6.5):
Le Tribunal fédéral a déjà eu l'occasion de se pencher sur plusieurs cas de figure du dépôt de mauvaise foi. Il a été décidé qu'aucune protection ne peut être accordée à une marque qui n'aurait pas été enregistrée dans le but d'en faire usage, mais pour en empêcher l'enregistrement par un tiers ou, autre cas de figure, pour élargir le domaine de protection d'une marque effectivement utilisée (...). De même aucune protection ne peut être accordée à une marque enregistrée non pour l'utiliser, mais pour obtenir une compensation financière ou quelque autre avantage de l'utilisateur préexistant de ce signe (...). Ces utilisations sont considérées comme illicites au sens de l'art. 2 LCD.
YELLO / YALLO Kl.4, Kl.7, Kl.11, Kl.12, Kl.14, Kl.20, Kl.21, Kl.25, Kl.28, Kl.32, Kl.37, Kl.39, Kl.40, Kl.41 / Kl.9, Kl.16, Kl.35, Kl.36, Kl.38, Kl.42 BGer
Die Yello Strom GmbH ist Inhaberin verschiedener Marken YELLO. Die Sunrise Communications AG meldete die Marken YALLO an und benutzt sie für Mobilfunkdienstleistungen. Die Parteien streiten darüber, ob YALLO die Rechte am Zeichen YELLO verletzt. Sunrise klagt vor dem HG ZH auf Löschung der Marken YELLO wegen Nicht-Gebrauchs, eventualiter Feststellung, dass durch den Gebrauch des Zeichens YALLO die Rechte an den Marken YELLO nicht verletzt werden.
Das HG ZH tritt auf die Klage in dem Umfang nicht ein, als die Klägerin die Löschung der älteren Marken für Waren und Dienstleistungen beantragt, für welche die jüngeren klägerischen Marken nicht angemeldet resp. gebraucht werden; insoweit fehle es an einem Feststellungsinteresse. Das BGer korrigiert:
Zur Geltendmachung des Nichtgebrauchs einer Marke im Sinne von Art. 12 MSchG ist grundsätzlich jedermann befugt; ein spezieller Interessennachweis ist nicht erforderlich, da das allgemeine Interesse, bei der freien Zeichenbildung nicht durch zufolge Nichtgebrauchs ungültige Marken behindert zu werden, in der Regel genügt. Ausnahmsweise kann ein Rechtsschutzinteresse an der Nichtigerklärung jedoch dann fehlen, wenn die Opponentin das fragliche Zeichen oder ein diesem ähnliches Zeichen schon aus anderen Gründen selbst gar nicht benutzen kann oder benutzen darf, so dass für sie die Markeneintragung von vornherein keine weitere Behinderung in der freien Zeichenbildung bewirken kann. In einem solchen Fall kann der Nichtgebrauch nur geltend gemacht werden, wenn die Opponentin aufgrund besonderer Umstände dennoch ein schutzwürdiges Interesse daran hat, ein Wiederaufleben des zufolge Nichtgebrauchs untergegangenen Markenrechts zu verhindern.
[Zurückweisung an die Vorinstanz zur materiellen Prüfung der Klage.]
Kommentare (1) BGer vom 27.01.2010, Urteil 4A_330/2008
PNEUS-ONLINE.COM / pneus-online.ch Pneus für Motorfahrzeuge (Kl.12), Kl.35 / BGer
A.a PNEUS ONLINE HOLDING SARL (ci-après: POH) est inscrite au Registre du commerce du canton de Genève depuis le 10 avril 2001. Elle fait partie d'un groupe de sociétés PNEUS ONLINE actives dans plusieurs pays européens, dont la France et la Suisse. Son but consiste, notamment, dans la vente de pneus par internet. Depuis le 10 mai 2001, POH est titulaire du nom de domaine "www.pneus-online.com" qu'elle utilise pour vendre des pneus dans de nombreux pays européens, y compris la Suisse. Selon ses dires, ce nom de domaine était opérationnel sur internet dès juin 2001. A partir de la fin janvier 2002, POH a fait figurer une référence à son site internet "www.pneus-online.com" sur ses factures de pneus envoyées à ses clients en Suisse. Les annonces publicitaires qu'elle a insérées dans des journaux spécialisés à compter de mars 2002 portaient la même référence. D'autres annonces parues dans la presse suisse romande dès novembre 2003 se référaient au site www.pneus-online.com.
POH est titulaire de la marque internationale n° 836271 qui combine les termes "PNEUS-ONLINE.COM" avec un élément figuratif (...).
Le 15 juin 2001, Delticom a fait enregistrer le nom de domaine "www.pneuonline.com". Elle affirme l'avoir activé immédiatement, mais ne fournit aucun élément de preuve à l'appui de cette allégation. Delticom a encore enregistré ultérieurement les quatre noms de domaine suivants: "www.pneusonline.ch", le 28 mai 2002; "www.pneus-online.ch", le 22 juillet 2002; "www.pneuonline.ch", le 5 août 2002; enfin, "www.pneu-online.ch", le 7 août 2002. (...) La consultation de ces sites, qui sont actifs, amène l'internaute sur le site "www.reifendirekt.ch", soit directement, soit par un lien supplémentaire unique. L'intéressé (...) peut effectuer des transactions "en ligne" en sélectionnant l'un des nombreux produits mis en vente par cette société.
[Die erste Instanz (CJ Genf) weist den auf Markenrecht gestützten Anspruch auf Unterlassung der POH ab, da die Marke PNEUS-ONLINE.COM direkt beschreibend für den Verkauf von Reifen über das Internet sei und daher dem Gemeingut zugehöre. Jedoch wird der Unterlassungsanspruch gestützt auf UWG geschützt:]
[Die Bekl. hat folglich eine weitere Nutzung der Domainnamen zu unterlasen; eine Übertragung der Domainnamen auf die Kl. sei jedoch mangels Anspruchsgrundlage ausgeschlossen. Das BGer bestätigt das Urteil vollumfänglich. Die Marke sei offensichtlich dem Gemeingut zuzuordnen. Was den UWG-Anspruch betrifft, führt das BGer aus (E. 5.1 und 5.2):]
Certes, de jurisprudence constante, on ne peut, par le moyen des normes réprimant la loi sur la concurrence déloyale, interdire à autrui d'utiliser une désignation appartenant au domaine public. Chacun doit, en effet, avoir la faculté de désigner ses marchandises en se servant d'expressions qui en indiquent la nature ou les propriétés, sans en être empêché par le signe d'un autre. Sinon, on accorderait à celui-ci, par le détour de la loi sur la concurrence déloyale, une protection que la législation sur les marques lui refuse expressément. Il n'en demeure pas moins que des circonstances particulières peuvent faire apparaître l'imitation comme déloyale; tel est le cas si l'utilisateur est induit en erreur de façon évitable quant à la provenance du produit imité ou si l'imitateur exploite de façon parasite le renom des produits d'un concurrent (....). Ainsi, l'utilisation de désignations en tant que noms de domaine ou adresses électroniques est déloyale lorsque les plus récentes ne se distinguent pas suffisamment des premières dans l'esprit des destinataires et qu'un risque de confusion est ainsi créé (...). En l'espèce, les considérations émises par la Cour de justice, telles qu'elles ont été résumées plus haut (...), ont amené cette autorité à conclure à l'existence de l'un de ces cas exceptionnels visés par la jurisprudence et à imputer à la recourante un comportement déloyal tombant sous le coup des art. 2 et 3 let. d LCD. Semblable conclusion ne viole pas le droit fédéral.
E. 5.2.2:
C'est également en vain que la recourante conteste ensuite son absence d'intention parasitaire. En effet, l'arrêt attaqué retient, sur ce point, de manière à lier le Tribunal fédéral, qu'elle a utilisé "sciemment" des noms de domaine multiples et très similaires à celui de l'intimée, pour ses ventes en Suisse, et qu'elle a créé un risque de confusion "de façon délibérée pour exploiter, de manière parasitaire, la réputation déjà acquise par la demanderesse, sur le marché helvétique", persistant à entretenir la confusion alors qu'elle pourrait facilement écarter tout danger à cet égard.
Kommentare (1) BGer vom 19.07.2010, Urteil 4A_168/2010
/ dietätische Produkte zur medizinischen Anwendung (Kl.5), Lebensmittel (Kl.29), Lebensmittel (Kl.30) / dietätische Produkte zur medizinischen Anwendung (Kl.5), Lebensmittel (Kl.29), Lebensmittel (Kl.30), alkoholfreie Getränke, Bier (Kl.32) BVGer
Bei reinen Bildmarken bestimmt sich der Gesamteindruck durch das Erscheinungsbild und durch den allfälligen Sinngehalt [Zitate]. Grundsätzlich genügt es zur Annahme einer Verwechslungsgefahr bereits, wenn unter einem dieser Aspekte eine Ähnlichkeit besteht [Zitate]. Heikel ist vielfach die Grenzziehung zwischen einer blossen Übereinstimmung im Bildmotiv und eigentlicher Markenähnlichkeit. Entscheidend ist, ob das konkurrierende Zeichen als eigenständige Gestaltung anerkannt werden kann, oder ob sich dasselbe den Verkehrskreisen bloss als eine Variation oder Bearbeitung der älteren Marke präsentiert.
Bei der Beurteilung der Ähnlichkeit zwischen geometrischen Formen gilt es zu beachten, dass das menschliche Gehirn bei der Bildunterscheidung grundlegend weniger spezifisch vorgeht als bei der Unterscheidung von Wörtern. Wahrgenommene Formenteile werden im Geist nach Möglichkeit zu einer prägnanten Gesamtform abstrahiert und vereinfacht [Zitate]. Ein bestimmter Blickwinkel, unscharfe Einzelheiten und Abweichungen in Nebenpunkten bleiben bei Formen darum weniger stark in der Erinnerung haften als eine verkehrte Buchstabenreihenfolge oder ähnliche Unterschiede bei Wörtern [Zitate].
Die massgeblichen Verkehrskreise werden bei beiden Bildmarken nicht auf Details achten, sondern sich aufgrund der Umrisse an den Gesamteindruck zweier Herzfiguren erinnern. Dagegen schafft auch der noch markanteste Unterschied, nämlich die grün/weisse Farbgebung für die linke Hälfte der Widerspruchsmarke gegenüber der Farbgebung in verschiedenen Gelbtönen im linken Teil der angefochtenen Marke, keine Abhilfe.
[Zeichenähnlichkeit bejaht, bei identischen oder hochgradig gleichartigen Waren besteht Verwechslungsgefahr.]
Kommentare (1) BVGer vom 28.08.2008
/ Kopfbedeckungen (Kl.25), Schuhwaren (Kl.25), Kleider (Kl.25) / Kopfbedeckungen (Kl.25), Schuhwaren (Kl.25), Kleider (Kl.25) BVGer
Der Gebrauch einer Marke muss nicht bewiesen werden, sondern glaubhaft gemacht werden. Als mögliche Belege für den Gebrauch dienen Urkunden (Rechnungen, Lieferscheine) und Augenscheinsobjekte (Etikettenmuster, Verpackungen, Kataloge, Prospekte). Der Verkauf von 886 Paar Schuhen während 49 Monaten wird als seriöser und regelmässiger Gebrauch der Marke angesehen.
Die angefochtene Marke übernimmt das charakteristische Element der Widerspruchsmarke. Da die grafischen Unterschiede schlecht wahrnehmbar sind, besteht eine Verwechslungsgefahr.
Kommentare (0) BVGer vom 14.02.2008
LEVANE / LEVACT pharmazeutische Produkte (Kl.5) / pharmazeutische Produkte (Kl.5) BVGer
Das BVGer ist wie das IGE der Auffassung, dass im Gesamteindruck die Übereinstimmung der zu vergleichenden Marken aufgrund ihres identischen Anlauts überwiegt und dass selbst die auffällige Endung der angefochtenen Marke eine Verwechslungsgefahr mit der Widerspruchsmarke nicht zu verhindern mag.
Kommentare (0) BVGer vom 08.04.2008
WELEDA / Mittel zur Schönheitspflege (Kl.3) / Mittel zur Schönheitspflege (Kl.3) BVGer
Die grafische Darstellung des angefochtenen Zeichens ist nicht geeignet, dessen Gesamteindruck massgeblich zu beeinflussen. Kurzwörter werden akustisch und optisch leichter erfasst und prägen sich leichter ein als längere Wörter. Der Wortanfang und die Endung findet in der Regel grössere Beachtung als die dazwischen liegenden Silben. Vorliegend sind die Ähnlichkeiten beim Klang noch grösser als beim Schriftbild. Eine Verwechslungsgefahr wird bejaht.
Kommentare (1) BVGer vom 25.02.2008
/ Reise- und Handkoffer, Regenschirme (Kl.18), Waren aus Leder und Lederimitationen, soweit nicht in anderen Klassen enthalten (Kl.18), Schuhwaren (Kl.25) / Kleider (Kl.25), Schuhwaren (Kl.25) BVGer
Es ist in einem wertenden Überblick das Bestehen einer Verwechslungsgefahr zu prüfen. Im Unterschied zu Fällen, da die angefochtene Marke die Widerspruchsmarke vollständig übernimmt und sich nur durch untergeordnetes Beiwerk von dieser unterscheidet, wird vorliegend jeweils das schwächere von zwei unterscheidungskräftigen Elementen der angefochtenen Marken übernommen und in ähnlicher aber veränderter Form in der angefochtenen Marke verwendet. Die Gleichartigkeit der von den Marken beanspruchten Waren ist unterschiedlich stark und nur teilweise gegeben.
Ein allgemeiner Motivschutz gegen jede Darstellung von salamanderähnlichen Kriechtieren ergibt sich aus dem Wortelement nicht. Dass von der angefochtenen Marke aufgrund einer rein begrifflichen Assoziation mit Salamandern eine Verwechslungsgefahr gegenüber den Widerspruchsmarken hervorgerufen oder unterstützt würde, ist nicht zu erwarten, da diese Marke nicht unmittelbar an einen Salamander denken lässt. Dafür wäre mindestens eine erhöhte Bekanntheit der Widerspruchsmarken erforderlich, wie sie von der Beschwerdegegnerin im Beschwerdeverfahren aber nicht mehr behauptet wird. Es ist der Widerspruchsmarke darum ein Schutz gegen den Gebrauch der angefochtenen Marke insoweit zu gewähren, als sie entweder für gleiche oder in engem Sinn gleichartige Waren beansprucht wird. Mit Bezug auf entfernt gleichartige Waren ist das Bestehen einer Verwechslungsgefahr zu verneinen.
Kommentare (0) BVGer vom 27.11.2007

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 Art. 12
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 art. 2
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