Source: http://www.fin.be.ch/fin/de/index/personal/personalrecht/wdb.thema.119.html
Timestamp: 2018-03-19 16:36:55+00:00

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Kanton Bern (): Startseite - Wissensdatenbank - Funktionsbezogene Zulagen (Funktionszulagen)
Funktionsbezogene Zulagen (Funktionszulagen)
PG Art. 87 Funktionsbezogene Zulagen
1 Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kann für die vorübergehende Übernahme von zusätzlichen Aufgaben oder für die länger dauernde Vertretung eine funktionsbezogene Zulage gewährt werden.
2 Der Regierungsrat regelt die Höhe und die Voraussetzungen zur Gewährung der Zulagen durch Verordnung.
Näheres vgl. Art. 80 – 82 PV.
PV Art. 80 Übernahme von zusätzlichen Aufgaben
1 Für die mindestens drei Monate dauernde, befristete Übernahme von zusätzlichen Aufgaben kann eine einmalige oder monatliche Funktionszulage nach Massgabe der Richtwerte gemäss Artikel 81 Absatz 1 ausgerichtet werden. *
2 Die Zulage wird durch die vorgesetzte Direktion oder die Staatskanzlei im Einvernehmen mit dem Personalamt festgesetzt.
3 Abweichungen von den Richtwerten können in begründeten Ausnahmefällen durch den Regierungsrat festgesetzt werden.*
4 Die Zulage ist auf maximal fünf Jahre, für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Gehaltsklassen 27 bis 30 auf maximal ein Jahr zu befristen. In begründeten Ausnahmefällen kann sie im Einvernehmen mit dem Personalamt befristet verlängert werden.*
4a Das Personalamt erstattet dem Regierungsrat jährlich Bericht über die an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Gehaltsklassen 27 bis 30 ausgerichteten Zulagen.*
5 Die Zulage ist nicht pensionskassenpflichtig.*
Eine Funktionszulage wird ausgerichtet, wenn Arbeiten neben der angestammten Funktion befristet zu übernehmen sind, die von der Stellenbeschreibung nicht erfasst werden, ohne die Voraussetzungen für eine Höhereinreihung zu erfüllen (z. B. Leiten einer Projektgruppe, Betreuen von Lernenden). Demgegenüber sind die Voraussetzungen nicht erfüllt, wenn bei unbefristeter Anstellung Pflichtenhefte und Aufgaben im Rahmen eines definierten Beschäftigungsgrads wahrzunehmen sind und damit nicht als zusätzliche Aufgaben zur Haupttätigkeit hinzutreten.
Wird die Funktion einer gleichrangigen Person vorübergehend übernommen (z. B. unter Schulinspektoren), ist der untere Bereich der in Art. 81 PV aufgeführten Richtwerte für Funktionszulagen anwendbar. Wird die Funktion einer hierarchisch höher gestellten Person vorübergehend übernommen, zu deren Vertretung die betroffene Person aufgrund der Stellenbeschreibung bereits zur Stellvertretung verpflichtet ist und dadurch der Mehraufwand mit der Grundeinreihung gestützt auf Art. 36 PV mindestens teilweise bereits abgegolten ist, wird die Funktionszulage tiefer bemessen.
Merkblatt Funktionszulagen Link öffnet in einem neuen Fenster. (PDF, 75 KB, 3 Seiten)
PV Art. 81 Übernahme einer befristeten Stellvertretung
1 Für die mindestens drei Monate dauernde Ausübung einer befristeten Stellvertretung
zusätzlich zum eigenen Aufgabenbereich können die Direktionen und die Staatskanzlei im Einvernehmen mit dem Personalamt eine Zulage ausrichten. Je nach Gehaltsklasse der vertretenen Funktion sind folgende Richtwerte pro Person und Monat anwendbar: *
a bis Gehaltsklasse 18: bis CHF 300
b Gehaltsklassen 19 bis 23: bis CHF 400,
c Gehaltsklassen 24 bis 26: bis CHF 700,
d Gehaltsklassen 27 bis 30: bis CHF 1000.
2 Abweichungen von den Richtwerten können in begründeten Ausnahmefällen durch den Regierungsrat festgesetzt werden. *
3 Die Zulage ist auf maximal fünf Jahre, für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in
den Gehaltsklassen 27 bis 30 jeweils auf maximal ein Jahr zu befristen. *
3a Das Personalamt erstattet dem Regierungsrat jährlich Bericht über die an die
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Gehaltsklassen 27 bis 30 ausgerichteten
Zulagen. *
4 Für unbefristete Stellvertretungsverhältnisse ist Artikel 36 anwendbar. *
5 Die Zulage ist nicht pensionskassenpflichtig. *
Für die Übernahme einer länger dauernden (mindestens 12 Wochen) Stellvertretung gelten je nach der Hierarchiestufe der vertretenen Funktion entsprechende Richtwerte für Funktionszulagen.
PV Art. 82 Aufhebung der Zulage
Die Zulage ist ganz oder teilweise aufzuheben, wenn die Voraussetzungen für ihre Ausrichtung ganz oder teilweise weggefallen sind.

References: Art. 87
 Art. 80
 Art. 80
 Art. 81
 Art. 36
 Art. 81
 Art. 82