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Timestamp: 2016-10-25 03:12:07+00:00

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2C_1058/2013 � � Urteil vom 11. September 2014
Beschwerdef�hrer, beide vertreten durch Rechtsanwalt Pablo Bl�chlinger,
Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich, 4. Kammer, vom 1. Oktober 2013.
Die kamerunesische Staatsangeh�rige A.________ (geb. 1971) heiratete am 6. Februar 2003 in ihrer Heimat den Schweizer B�rger B.________ (geb. 1973). Nach ihrer Einreise in die Schweiz am 12. Juli 2003 wurde ihr gest�tzt auf die Heirat eine Aufenthaltsbewilligung erteilt (zuletzt verl�ngert bist zum 11. Januar 2012).
�A.________ und ihr Ehegatte mussten von Mitte 2003 bis Mitte 2008 mit insgesamt Fr. 55'947.25 von der Sozialhilfe unterst�tzt werden. Das Migrationsamt des Kantons Z�rich verwarnte deshalb A.________ am 16. September 2008 und stellte ihr schwerer wiegende ausl�nderrechtliche Massnahmen in Aussicht f�r den Fall, dass sie weiterhin auf Sozialhilfe angewiesen sein oder ihr Verhalten sonst wie zu Klagen Anlass geben sollte. Mit Schreiben vom 8. September 2009 teilte ihr das Migrationsamt mit, dass aufgrund des Sozialhilfebezugs die Erteilung der Niederlassungsbewilligung nicht in Betracht falle.
Nachdem sich der Sozialhilfebezug des Ehepaares bis zum 10. Januar 2012 auf insgesamt Fr. 168'029.95 (Fr. 74'945.-- f�r A.________ und Fr. 93'084.95 f�r B.________) erh�ht hatte, wies das Migrationsamt das Gesuch um Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung von A.________ mit Verf�gung vom 27. November 2012 ab und setzte ihr Frist zum Verlassen der Schweiz bis zum 27. Februar 2013.
Mit Beschwerde in �ffentlichrechtlichen Angelegenheiten vom 11. November 2013 beantragen A.________ (Beschwerdef�hrerin 1) und B.________ (Beschwerdef�hrer 2), das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich vom 1. Oktober 2013 aufzuheben und die Sicherheitsdirektion des Kantons Z�rich anzuweisen, A.________ eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. Weiter ersuchen sie um Gew�hrung der unentgeltlichen Rechtspflege und Verbeist�ndung sowie um R�ckweisung der Sache an die Vorinstanz zur Verlegung der Kosten des kantonalen Verfahrens.
Das Verwaltungsgericht sowie die Sicherheitsdirektion des Kantons Z�rich haben auf Vernehmlassung verzichtet. Das Migrationsamt des Kantons Z�rich liess sich nicht vernehmen. Das Bundesamt f�r Migration schliesst auf Abweisung der Beschwerde.
Mit Verf�gung vom 15. November 2013 hat der Pr�sident der II. �ffentlich-rechtlichen Abteilung des Bundesgerichts der Beschwerde antragsgem�ss aufschiebende Wirkung zuerkannt.
1.1.�Gem�ss Art. 83 lit. c Ziff. 2 BGG ist die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten unzul�ssig gegen Entscheide auf dem Gebiet des Ausl�nderrechts betreffend Bewilligungen, auf die weder das Bundesrecht noch das V�lkerrecht einen Anspruch einr�umt. Da sich die Beschwerdef�hrerin auf eine bestehende Ehe mit ihrem schweizerischen Ehegatten und somit auf einen grunds�tzlichen Bewilligungsanspruch nach Art. 42 AuG (SR 142.20) sowie auf das Recht auf Familienleben nach Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV beruft, ist auf ihr rechtzeitig eingereichtes Rechtsmittel einzutreten. Ob ihr die begehrte Bewilligung aufgrund der konkreten Umst�nde tats�chlich zu erteilen ist, bildet eine Frage der nachfolgenden materiellen Beurteilung (vgl. BGE 136 II 177 E. 1.2 S. 180 mit Hinweisen).
1.2.�Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG). Es ist folglich weder an die in der Beschwerde geltend gemachten Argumente noch an die Erw�gungen der Vorinstanz gebunden. Immerhin pr�ft das Bundesgericht, unter Ber�cksichtigung der allgemeinen R�ge- und Begr�ndungspflicht (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG; vgl. BGE 134 II 244 E. 2.1 S. 245 f.), grunds�tzlich nur die geltend gemachten R�gen, sofern die rechtlichen M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind (BGE 133 II 249 E. 1.4.1 S. 254). Eine qualifizierte R�gepflicht gilt u.a. hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten (Art. 106 Abs. 2 BGG; vgl. BGE 133 II 249 E. 1.4.2 S. 254; 133 IV 286 E. 1.4 S. 287).
1.3.�Das Bundesgericht ist an die Sachverhaltsfeststellungen der Vorinstanz gebunden, soweit sie sich nicht als offensichtlich unrichtig, d.h. willk�rlich erweisen oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruhen (Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG; vgl. BGE 137 I 58 E. 4.1.2 S. 62; 133 II 249 E. 1.2.2 S. 252; 133 III 393 E. 7.1 S. 398). Es ist somit nicht verpflichtet, in den Akten nach Anhaltspunkten f�r eine unrichtige oder unvollst�ndige Sachverhaltsfeststellung zu forschen. Springt dem Richter jedoch ein im Sinn von Art. 105 Abs. 2 BGG qualifizierter Sachverhaltsmangel geradezu in die Augen, so muss er von Amtes wegen eingreifen k�nnen (BGE 133 IV 286 E. 6.2 S. 288; LORENZ MEYER/JOHANNA DORMANN, in: Basler Kommentar, Bundesgerichtsgesetz, 2. Aufl. 2011, N. 65 zu Art. 105 BGG).
2.1.�Der ausl�ndische Ehegatte eines Schweizer B�rgers hat nach Art. 42 AuG Anspruch auf Erteilung und Verl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn er mit dieser zusammenwohnt. Nach einem ordnungsgem�ssen und ununterbrochenen Aufenthalt von f�nf Jahren hat der Ehegatte Anspruch auf Erteilung der Niederlassungsbewilligung. Allerdings erlischt der Anspruch nach Art. 42 AuG unter anderem, wenn Widerrufsgr�nde nach Art. 63 AuG vorliegen (Art. 51 Abs. 1 lit. b AuG).
�Art. 63 Abs. 1 lit. c AuG sieht vor, dass die zust�ndige Beh�rde die Niederlassungsbewilligung widerrufen kann, wenn die ausl�ndische Person oder eine Person, f�r die sie zu sorgen hat, dauerhaft und in erheblichem Mass auf Sozialhilfe angewiesen ist. Doch selbst dann erl�schen die Anspr�che nach Art. 42 AuG nicht automatisch, sondern nur, wenn der Widerruf aufgrund einer Interessenabw�gung verh�ltnism�ssig erscheint. Dabei sind namentlich die Schwere des Verschuldens, der Grad der Integration bzw. die Dauer der bisherigen Anwesenheit sowie die dem Betroffenen und seiner Familie drohenden Nachteile zu ber�cksichtigen (vgl. Art. 96 AuG; BGE 135 II 377 E. 4.3 S. 381 f.).
2.2.�Die Notwendigkeit einer Verh�ltnism�ssigkeitspr�fung ergibt sich auch aus Art. 8 Ziff. 2 EMRK: Danach ist ein Eingriff in das von Art. 8 Ziff. 1 EMRK gesch�tzte und im vorliegenden Fall betroffene Familienleben dann statthaft, wenn er gesetzlich vorgesehen ist und eine Massnahme darstellt, die in einer demokratischen Gesellschaft f�r die nationale Sicherheit, die �ffentliche Ordnung, das wirtschaftliche Wohl des Landes, die Verteidigung der Ordnung oder zur Verhinderung von strafbaren Handlungen, zum Schutz der Gesundheit und Moral sowie der Rechte und Freiheiten anderer notwendig erscheint. Bei der Interessenabw�gung im Rahmen von Art. 8 Ziff. 2 EMRK sind die Schwere eines allenfalls begangenen Delikts, der seit der Tat vergangene Zeitraum, das Verhalten des Ausl�nders w�hrend dieser Periode, die Auswirkungen auf die prim�r betroffene Person sowie deren famili�re Situation zu ber�cksichtigen. Zudem sind die Dauer der ehelichen Beziehung und weitere Gesichtspunkte relevant, welche R�ckschl�sse auf deren Intensit�t zulassen (wie etwa die Geburt und das Alter allf�lliger Kinder). Von Bedeutung sind auch die Nachteile, welche dem Ehepartner oder den Kindern erwachsen w�rden, m�ssten sie dem Betroffenen in dessen Heimat folgen (zum Ganzen BGE 135 II 377 E. 4.3 S. 381 f.; Urteil 2C_679/2011 vom 21. Februar 2012 E. 3.2 mit weiteren Hinweisen). Zu beachten ist auch die Qualit�t der sozialen, kulturellen und famili�ren Beziehungen zum Gast- bzw. zum Heimatland (Urteil 2C_711/2011 vom 27. M�rz 2012 E. 4.2 mit Hinweisen; siehe zum Ganzen auch Urteil des EGMR�
Boultif gegen Schweiz�vom 2. August 2001 [Nr. 54273/00]). Insofern stimmen die Kriterien nach dem AuG mit denjenigen nach Art. 8 Abs. 2 EMRK �berein (vgl. Urteil 2C_117/2012 vom 11. Juni 2012 E. 4.5.1 i.f.) und ergibt sich aus Art. 8 EMRK nichts anderes.
2.3.�Nach geltender Praxis ist der Widerrufsgrund wegen F�rsorgeabh�ngigkeit nach Art. 63 Abs. 1 lit. c AuG erf�llt, wenn konkret die Gefahr einer fortgesetzten und erheblichen F�rsorgeabh�ngigkeit besteht. Blosse finanzielle Bedenken gen�gen nicht. Neben den bisherigen und den aktuellen Verh�ltnissen ist auch die wahrscheinliche finanzielle Entwicklung auf l�ngere Sicht abzuw�gen. Ein Widerruf soll in Betracht kommen, wenn eine Person hohe finanzielle Unterst�tzungsleistungen erhalten hat und nicht damit gerechnet werden kann, dass sie in Zukunft f�r ihren Lebensunterhalt sorgen wird (vgl. zum AuG: Botschaft vom 8. M�rz 2002, BBl 2002 3810 Ziff. 2.9.2 zu Art.62; Urteil 2C_74/2010 vom 10. Juni 2010 E. 3.4 mit Hinweis; zum ANAG: BGE 122 II 1 E. 3c S. 8; 123 II 529 E. 4 S. 533; Urteile 2C_1228/2012 vom 20. Juni 2013 E. 2.3; 2C_358/2011 vom 28. November 2011 E. 3.3, je mit Hinweisen). Nach gefestigter Rechtsprechung stellen Sozialversicherungsleistungen unter Einschluss der Erg�nzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung keine Sozialhilfe im Sinne von Art. 63 Abs. 1 lit. c (bzw. Art. 62 lit. e) AuG dar (BGE 135 II 265 E. 3.7 S. 272 mit Hinweis).
2.4.�Gem�ss den Feststellungen der Vorinstanz bezieht die Beschwerdef�hrerin seit Mitte 2003 Sozialhilfe, wobei sich die Gesamtsumme der f�r das Ehepaar bis Januar 2012 ausgerichteten Unterst�tzungsleistungen auf �ber Fr. 168'029.95 (Fr. 74'945.-- allein f�r die Beschwerdef�hrerin) bel�uft. Auch gegenw�rtig sind die Beschwerdef�hrerin sowie ihr Ehegatte auf Sozialhilfe angewiesen. Ob und inwieweit die Beschwerdef�hrerin 1 ein Verschulden an der Sozialhilfebed�rftigkeit trifft, bildet nicht eine Frage des Vorliegens des Widerrufsgrundes, sondern der nach Art. 96 AuG vorzunehmenden Verh�ltnism�ssigkeitspr�fung (vgl. Urteil 2C_958/2011 vom 18. Februar 2013 E. 2.3). Die Vorinstanz ist damit zu Recht davon ausgegangen, dass der Widerrufsgrund der Sozialhilfeabh�ngigkeit vorliegend erf�llt ist.
2.5.�Die Nichtverl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung gest�tzt auf Art. 63 muss - wie erw�hnt - verh�ltnism�ssig sein (vgl. Art. 5 Abs. 2 BV: Art. 96 AuG). In der Botschaft vom 8. M�rz 2002 zum Ausl�ndergesetz wird ausgef�hrt, dass eine unverschuldete Sozialhilfeabh�ngigkeit zu einem ernst zu nehmenden Problem werden k�nne, weshalb die Beh�rden weiterhin eine sorgf�ltige Pr�fung des Einzelfalles vorzunehmen h�tten. Zus�tzlich wird darauf hingewiesen, dass bereits von altrechtlichen Ausweisungen wegen Sozialhilfeabh�ngigkeit nur sehr zur�ckhaltend Gebrauch gemacht wurde (BBl 2002 3810 zu Art. 62; vgl. ANDREAS Z�ND, Beendigung der Anwesenheit, Entfernung und Fernhaltung, in: Uebersax/M�nch/Geiser/Arnold [Hrsg.], Rz. 6.32; SILVIA HUNZIKER, in: Caroni/G�chter/Thurnherr [Hrsg.] Handkommentar zum AuG, N 21 zu Art. 63 S. 619 f.; MARC SPESCHA, in: Spescha/Th�r/Z�nd/Bolzli, OF-Kommentar Migrationsrecht, 3. Aufl. 2012, AuG N 11 zu Art. 63 S. 183). Die Hintergr�nde, warum eine Person sozialhilfeabh�ngig wurde, m�ssen daher in den Entscheid einbezogen werden.
3.1.�Die Vorinstanz hat festgestellt, dass die Beschwerdef�hrerin kontinuierlich Sozialhilfe beansprucht, und wirft ihr vor, ohne triftigen Grund keine Bem�hungen f�r die Aufnahme einer Erwerbst�tigkeit unternommen zu haben. Sie erachtet die Sozialhilfeabh�ngigkeit somit als selbst verschuldet und geht davon aus, dass die Beschwerdef�hrerin 1 auch in Zukunft von der �ffentlichen Hand wird unterst�tzt werden m�ssen.
3.2.�Aus den Akten geht hervor, dass sich die Beschwerdef�hrerin 1 verschiedentlich bem�ht hat, eine Erwerbst�tigkeit zu finden, dabei aber nicht sehr erfolgreich war. Immerhin ging sie wiederholt einer Teilzeitarbeit nach, wobei jedoch der erzielte Verdienst jeweils keineswegs ausreichend war, um von der Sozialhilfe wegzukommen. Die Beschwerdef�hrerin 1 hat keine Berufsausbildung absolviert, ist in einem ganz anderen kulturellen und gesellschaftlichen Umfeld aufgewachsen und verf�gt auch heute nur �ber sehr mangelhafte Deutschkenntnisse. Sie hat bloss an einem Tag einen Deutschkurs der Arbeitslosenversicherung besucht; danach sei ihr Deutsch als gut genug zum Arbeiten beurteilt worden. Ob sie �berhaupt eine gen�gende schulische Grundausbildung besitzt, die ihr den Besuch eines Sprachkurses erm�glichen w�rde, ist fraglich. An anderer Stelle wird gar angedeutet, dass ihre intellektuellen F�higkeiten beschr�nkt seien.
�Der Ehemann der Beschwerdef�hrerin 1 bezog fr�her eine Invalidenrente. In der Folge stellte die Invalidenversicherung ihre Leistungen ein. Angeblich fehlt es dem Ehemann an Krankheitseinsicht; er h�lt sich f�r gesund, obwohl er nicht in der Lage zu sein scheint, f�r den Lebensunterhalt f�r sich und seine Ehegattin aufzukommen. Es ist ihm nicht nur unm�glich, f�r seine Ehefrau finanziell zu sorgen, sondern er ist auch nicht f�hig, sie in sozialen und administrativen Belangen bzw. bei der Integration zu unterst�tzen, nachdem er bereits in eigener Sache v�llig �berfordert ist. So blieben verschiedentlich an die Beschwerdef�hrerin 1 gerichtete Anfragen der Ausl�nderbeh�rde unbeantwortet und, wenn dann auf Mahnung hin eine Antwort eingereicht wurde, handelte es sich mehrheitlich um von verschiedenen Drittpersonen verfasste handschriftliche Eingaben, die die beh�rdlichen Fragen nur teilweise oder nicht beantworteten.
�Es ist somit aktenkundig, dass die Beschwerdef�hrer - sei es wegen psychischer Erkrankung bzw. mangelnder Bildung und Sprachkenntnisse - den sie treffenden Verpflichtungen offensichtlich nicht gewachsen sind, was ihnen nicht zum Vorwurf gemacht werden kann.
3.3.�Die Beschwerdef�hrerin 1 macht im �brigen geltend, sie sei psychisch beeintr�chtigt. Die Vorinstanz bestreitet dies, nachdem Vorabkl�rungen betreffend Invalidenversicherung Mitte Oktober 2011 ergaben, dass keine IV-relevante psychische St�rung vorliege.
Dem Schreiben der Psychiatrisch-Psychologischen Poliklinik der Stadt Z�rich vom 11. April 2012 ist indessen zu entnehmen, dass die Beschwerdef�hrerin 1 anfangs Oktober 2011 zu 50% arbeitsunf�hig war und daher zus�tzlich zur IV-Vorabkl�rung eine kurze psychiatrische Behandlung durchgef�hrt wurde, wobei eine weitere Behandlung mit Gespr�chstherapie durch die Sprachbarriere erschwert war, da der Behandler kein Franz�sisch spricht. Unter diesen Umst�nden fragt sich aber, wie die Vorabkl�rungen betreffend Invalidenversicherung vorgenommen werden konnten, da die Beschwerdef�hrerin 1 unbestrittenermassen �ber nur sehr schlechte, f�r eine psychiatrische Abkl�rung wohl ungen�gende Deutschkenntnisse verf�gt. Selbst wenn die Beschwerdef�hrerin 1 tats�chlich an keiner psychischen St�rung leiden sollte, die eine IV-Rente zu rechtfertigen verm�chte, w�re damit noch nicht erwiesen, dass sie voll arbeitsf�hig ist, zumal sie gem�ss der mit den Vorabkl�rungen betrauten Stelle zumindest damals einer psychiatrischen Behandlung bedurfte und gem�ss Schreiben des Stadt�rztlichen Dienstes, Psychiatrischer-Psychologischer Dienst, vom 28. September 2011 von einer zwei- bis dreij�hrigen psychiatrischen Krankheitsentwicklung ausgegangen wird. Gem�ss dem Schreiben des st�dtischen Sozialzentrums Ausstellungsstrasse vom 19. Juni 2012 scheiterte die Teilnahme an einem Arbeitsintegrationsprogramm jeweils aus gesundheitlichen Gr�nden bereits vor Antritt des Programmes und ist die Beschwerdef�hrerin 1 gesundheitlich nicht in der Lage, der Schadenminderungspflicht nachzukommen. Nach eigener Aussage nimmt die Beschwerdef�hrerin 1 im �brigen regelm�ssig �rztlich verordnete Medikamente gegen Depressionen ein.
Insgesamt bestehen damit mehrere Anhaltspunkte, die darauf hindeuten, dass die Beschwerdef�hrerin 1 an psychischen Problemen leidet, die die Aus�bung einer existenzsichernden T�tigkeit zu beeintr�chtigen verm�gen. Das Ausmass dieser psychischen Beschwerden bzw. inwiefern diese eventuell (auch) durch die schwierige soziale Situation des Ehepaares verursacht sind und allenfalls bei einer entsprechenden sozialen Begleitung behoben/gemindert werden k�nnten, l�sst sich aufgrund der Akten nicht beurteilen, kann hier indessen dahingestellt bleiben.
3.4.�Weiter h�tte es der Beschwerdef�hrer 2 offenbar in der Hand, den Umfang der Sozialhilfeabh�ngigkeit des ehelichen Haushalts massgeblich zu mindern, indem er sich erneut um eine Invalidenrente und Erg�nzungsleistungen bem�hen w�rde. M�glicherweise ist er sich aber gar nicht bewusst, dass es f�r den Verbleib seiner Ehefrau entscheidend sein kann, ob die Ehegatten ihren Lebensunterhalt (mehrheitlich) mit Leistungen der Invalidenversicherung und Erg�nzungsleistungen bestreiten oder eben vollumf�nglich (abgesehen vom bescheidenen Verdienst der Ehegattin) von der Sozialhilfe abh�ngig sind. Es besteht allerdings Hoffnung, dass der Beschwerdef�hrer nun mit Hilfe seines Beistands wieder in den Genuss sozialversicherungsrechtlicher Leistungen gelangen kann und das Ehepaar zuk�nftig nicht mehr oder zumindest nicht mehr im gleichen Ausmass Sozialhilfe beziehen muss. Zudem ist nicht ausgeschlossen, dass es der Beschwerdef�hrerin 1 bei entsprechender sozialer Begleitung gelingt, ihr Arbeitspensum zu erh�hen. Wenige Monate vor dem vorinstanzlichen Urteil hatte sie eine neue Erwerbst�tigkeit aufgenommen, wobei Aussichten auf Erh�hung des Arbeitspensums bestanden.
3.5.�Eine Gesamtbetrachtung ergibt, dass die Vorinstanz die f�r die Beschwerdef�hrerin 1 sprechenden Umst�nde systematisch ausgeblendet hat. Bei deren Ber�cksichtigung erweist sich die vorinstanzliche W�rdigung, die Beschwerdef�hrerin 1 habe die Sozialhilfeabh�ngigkeit selbst verschuldet, als nicht haltbar, zumal ihr auch die aus der mangelnden Krankheitseinsicht des Beschwerdef�hrers 2 resultierenden negativen Auswirkungen auf die finanzielle Lage des ehelichen Haushalts nicht vorgehalten werden k�nnen.
4.1.�Es trifft zu, dass die heute 42-j�hrige Beschwerdef�hrerin 1 erst im Erwachsenenalter in die Schweiz eingereist ist und weder beruflich noch sozial als gut in die hiesigen Verh�ltnisse integriert gelten kann. Sie ist in Kamerun aufgewachsen und es kann davon ausgegangen werden, dass sie mit den dortigen sozialen und kulturellen Gepflogenheiten nach wie vor vertraut ist. Es w�re ihr daher an sich zumutbar, in ihr Heimatland auszureisen, wo ihr Bruder und m�glicherweise auch ihre beiden Kinder (geb. 1990 und 1991) aus einer fr�heren Beziehung leben.
4.2.�Zu ber�cksichtigen ist jedoch, dass die Beschwerdef�hrerin 1 seit �ber zehn Jahren mit einem Schweizer B�rger verheiratet ist. Gem�ss den verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz (vgl. E. 1.3), ist die Ehe intakt. F�r den Verbleib der Beschwerdef�hrerin 1 berufen sich die Beschwerdef�hrer daher zu Recht auch auf den Anspruch auf Schutz des Familienlebens nach Art. 8 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV. Dieser Anspruch gilt jedoch nicht uneingeschr�nkt. Unter gewissen Umst�nden ist ein Eingriff in das gesch�tzte Familienleben zul�ssig (vgl. E. 2.2), selbst wenn die famili�re Beziehung danach nur noch erschwert oder nicht mehr gelebt werden kann. Die Beschwerdef�hrer st�tzen sich f�r die Begr�ndung ihrer Einw�nde haupts�chlich auf das Urteil des Europ�ischen Gerichtshofs f�r Menschenrechte (EGMR)�
Hasanbasic gegen die Schweiz�vom 11. Juni 2013 [Nr. 52166/09]. Abgesehen davon, dass der dort beurteilte Sachverhalt mit den vorliegenden Verh�ltnissen nicht ohne Weiteres vergleichbar ist, er�brigt es sich, angesichts des Ausgangs des vorliegenden Verfahrens auf die diesbez�glichen Vorbringen der Beschwerdef�hrer n�her einzugehen.
Dem Beschwerdef�hrer 2 w�re es aufgrund seiner psychischen Beeintr�chtigung nicht zumutbar, der Beschwerdef�hrerin 1 nach Kamerun zu folgen. Davon geht auch die Vorinstanz aus, indem sie auf die entsprechenden Ausf�hrungen im Rekursentscheid verweist. Die Nichtverl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung h�tte damit die Trennung der Ehegatten zur Folge. Unbestritten ist auch, dass die Ehegatten aufgrund ihrer prek�ren finanziellen Lage von vornherein keine M�glichkeit h�tten, die eheliche Beziehung zuk�nftig mittels gegenseitiger Besuche aufrecht zu erhalten. Die Nichtverl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung w�rde damit zur Beendigung der Ehe und mithin zu einem massiven Eingriff ins gesch�tzte Familienleben f�hren. Es besteht damit ein gewichtiges privates Interesse am weiteren Verbleib der Beschwerdef�hrerin 1 in der Schweiz.
4.3.�Nachdem - wie dargelegt - nicht von einer selbst verschuldeten F�rsorgeabh�ngigkeit der Beschwerdef�hrerin 1 ausgegangen werden kann und zudem nicht ausgesch�pfte M�glichkeiten bestehen, dass die Beschwerdef�hrerin 1 zuk�nftig nicht mehr bzw. zumindest nicht im gleichen Ausmass wie bisher von der Sozialhilfe abh�ngig sein wird, erweist sich die Nichtverl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung als unverh�ltnism�ssig, zumal diese Massnahme die definitive Trennung der Ehegatten zur Folge h�tte und sich die Beschwerdef�hrerin 1 hier ansonsten klaglos verhalten hat.
Es trifft zwar zu, dass die Beschwerdef�hrerin 1 bereits vor ungef�hr sechs Jahren erstmals fremdenpolizeilich verwarnt wurde und es in der Regel zu den angedrohten Folgen kommt, wenn die ausl�ndische Person ihr Verhalten nicht entsprechend �ndert. Unter den vorliegenden Umst�nden rechtfertigt sich jedoch, an Stelle der Nichtverl�ngerung der Aufenthaltsbewilligung ausnahmsweise eine erneute Verwarnung auszusprechen, wobei der Beschwerdef�hrerin 1 nicht bloss eine schwerer wiegende Massnahme in Aussicht zu stellen, sondern gleichzeitig vom Migrationsamt klar festzulegen ist, was von den Beschwerdef�hrern erwartet wird (Mitwirkung bei medizinischen Abkl�rungen, konkrete Bem�hungen und Mitwirkung betreffend Invalidenversicherung bzw. Erg�nzungsleistungen, Erwerbst�tigkeit soweit keine Versicherungsleistungen/belegte Arbeitsunf�higkeit), bei gleichzeitiger Veranlassung einer entsprechenden engmaschigen medizinischen, sozialen und administrativen Begleitung der Beschwerdef�hrer.
5.1.�Aufgrund des Gesagten erweist sich die Beschwerde als begr�ndet und ist gutzuheissen. Das angefochtene Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich ist aufzuheben. Das Migrationsamt des Kantons Z�rich ist anzuweisen, die Aufenthaltsbewilligung der Beschwerdef�hrerin 1 zu verl�ngern und im Sinne der Erw�gungen eine Verwarnung auszusprechen.
5.2.�Dem Verfahrensausgang entsprechend sind keine Kosten zu erheben (vgl. Art. 66 Abs. 1 und 4 BGG). Der Kanton Z�rich hat die Beschwerdef�hrer f�r das bundesgerichtliche Verfahren angemessen zu entsch�digen (vgl. Art. 68 Abs. 2 BGG). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeist�ndung wird gegenstandslos. Das Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich wird �ber die kantonale Kosten- und Entsch�digungsregelung neu zu befinden haben (Art. 67 e contrario und 68 Abs. 5 BGG).
Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten wird gutgeheissen. Das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich vom 1. Oktober 2013 wird aufgehoben. Das Migrationsamt des Kantons Z�rich wird angewiesen, die Aufenthaltsbewilligung der Beschwerdef�hrerin 1 zu verl�ngern und die Beschwerdef�hrerin 1 im Sinne der Erw�gungen fremdenpolizeilich zu verwarnen.
Dieses Urteil wird den Beschwerdef�hrern, dem Migrationsamt des Kantons Z�rich, der Sicherheitsdirektion des Kantons Z�rich, dem Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich, 4. Kammer, und dem Bundesamt f�r Migration schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 83
 Art. 42
 Art. 8
 Art. 13
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 95
 BGE 
 Art. 105
 Art. 105
 Art. 42
 Art. 42
 Art. 63
 Art. 42
 Art. 96
 BGE 
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 8
 BGE 
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 63
 Art.62
 BGE 
 Art. 63
 Art. 62
 Art. 96
 Art. 63
 Art. 5
 Art. 96
 Art. 62
 Art. 63
 Art. 63
 Art. 8
 Art. 13
 Art. 66
 Art. 68
e contrario