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Timestamp: 2016-10-25 19:04:38+00:00

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4A_489/2014 (20.02.2015)
4A_489/2014 � � Urteil vom 20. Februar 2015
Bergbahnen B.________ AG,
vertreten durch Rechtsanw�ltin Dr. Marianne Sonder,
Haftung aus Schlittelunfall,
Beschwerde gegen das Urteil des Kantonsgerichts von Graub�nden, II. Zivilkammer, vom 24. Juli 2014.
A.________ (Kl�gerin, Beschwerdef�hrerin) fuhr am Abend des 22. Februar 2005 gegen 18.45 Uhr in Begleitung ihrer Kollegin C.________ auf dem beleuchteten Nachtschlittelweg von U.________ Richtung V.________. A.________ sass hinter C.________ auf einem gemieteten Holzschlitten. In einer Rechtskurve im Bereich der �rtlichkeit W.________ verunfallten die beiden M�dchen, als sie vom Schlittelweg abkamen und �ber das am Rand der Piste angebrachte Stocknetz hinaus fuhren. W�hrend C.________ nur leicht verletzt wurde, schlug A.________ mit dem Kopf an der Wand des sich dahinter befindlichen Stalles auf. Sie erlitt dabei ein schweres Sch�delhirntrauma mit diffusen Blutungen, eine Milzverletzung, einen Bruch des rechten Daumens sowie eine Unterk�hlung. Als Folge des Unfalls trug A.________ leichte neuropsychologische Funktionsst�rungen mit verst�rkter Erm�dbarkeit, verminderter Belastbarkeit und leichter Pers�nlichkeitsver�nderung davon. Zudem leidet sie unter chronischen posttraumatischen Kopfschmerzen und Spannungskopfschmerzen.
B.a.�Mit (Teil-) Klage vom 6. September 2011 beantragte A.________ dem Bezirksgericht Surselva, die Bergbahnen B.________ AG (Beklagte, Beschwerdegegnerin), als Betreiberin der Schlittelpiste, sei zu verpflichten, ihr Fr. 50'000.-- zuz�glich Zins seit dem 22. Februar 2005 zu bezahlen.
Das Bezirksgericht Surselva wies die Klage mit Entscheid vom 13. Februar 2013 unter Kosten- und Entsch�digungsfolgen zulasten der Kl�gerin ab.
B.b.�Dagegen erhob die Kl�gerin Berufung an das Kantonsgericht von Graub�nden, welches die Berufung mit Urteil vom 24. Juli 2014 abwies (Ziffer 1 des Urteil-Dispositivs), unter Kosten- und Entsch�digungsfolgen f�r das Berufungsverfahren zulasten der Kl�gerin.
Mit Beschwerde in Zivilsachen beantragt die Kl�gerin dem Bundesgericht im Wesentlichen, Ziffer 1 des Urteils des Kantonsgerichts von Graub�nden vom 24. Juli 2014 sei dahin gehend abzu�ndern, als dass die Beklagte zu verpflichten sei, der Kl�gerin eine Entsch�digung von Fr. 50'000.-- nebst Zins seit dem 22. Februar 2005 zu bezahlen. Eventualiter sei die Angelegenheit an das Bezirksgericht Surselva zur�ckzuweisen, um im Sinne der Erw�gungen �ber die Forderung zu entscheiden. Subeventualiter sei die Sache an die Vorinstanz zur Durchf�hrung des Augenscheins und Erstellung des unfalltechnischen Sachverst�ndigengutachtens sowie zur Neubeurteilung zur�ckzuweisen. Zudem beantragt sie, die Kosten- und Entsch�digungsfolgen beider kantonalen Instanzen sowie jene des bundesgerichtlichen Verfahrens der Beklagten aufzuerlegen.
Die Beschwerdegegnerin beantragt die Abweisung der Beschwerde. Die Vorinstanz hat unter Hinweis auf die Erw�gungen im angefochtenen Urteil auf eine Stellungnahme verzichtet und die Abweisung der Beschwerde beantragt, soweit auf diese einzutreten sei.
Die Beschwerde richtet sich gegen einen verfahrensabschliessenden Endentscheid (Art. 90 BGG) einer oberen kantonalen Instanz, die auf ein Rechtsmittel hin kantonal letztinstanzlich in einer Zivilsache entschieden hat (Art. 75 i.V.m. Art. 72 BGG). Da auch die �brigen Sachurteilsvoraussetzungen erf�llt sind, ist auf die fristgerecht eingereichte Beschwerde in Zivilsachen grunds�tzlich einzutreten.
2.1.�Mit Beschwerde in Zivilsachen k�nnen Rechtsverletzungen gem�ss Art. 95 und 96 BGG ger�gt werden. Gem�ss Art. 42 Abs. 1 BGG hat die Rechtsschrift die Begehren und deren Begr�ndung zu enthalten; im Rahmen der Begr�ndung ist in gedr�ngter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG), andernfalls wird darauf nicht eingetreten. Unerl�sslich ist im Hinblick auf Art. 42 Abs. 2 BGG, dass die Beschwerde auf die Begr�ndung des angefochtenen Entscheids eingeht und im Einzelnen aufzeigt, worin eine Verletzung von Bundesrecht liegt. Der Beschwerdef�hrer soll in der Beschwerdeschrift nicht bloss die Rechtsstandpunkte, die er im kantonalen Verfahren eingenommen hat, erneut bekr�ftigen, sondern mit seiner Kritik an den als rechtsfehlerhaft erachteten Erw�gungen der Vorinstanz ansetzen (vgl. BGE 134 II 244 E. 2.1 S. 245 f.).
Hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten gilt der in Art. 106 Abs. 1 BGG verankerte Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht; insofern besteht eine qualifizierte R�gepflicht (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 136 I 49 E. 1.4.1 S. 53, 65 E. 1.3.1 S. 68 mit Hinweisen). Es obliegt dem Beschwerdef�hrer namentlich darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid gegen die ger�gten Grundrechte verstossen soll. Das Bundesgericht pr�ft nur klar und detailliert erhobene und, soweit m�glich, belegte R�gen. Auf rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 134 V 138 E. 2.1 S. 143; 133 II 396 E. 3.1 S. 399).
2.2.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz nur berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG). "Offensichtlich unrichtig" bedeutet dabei "willk�rlich" (BGE 135 III 397 E. 1.5 S. 401). �berdies muss die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein (Art. 97 Abs. 1 BGG).
2.3.�Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG). In der Beschwerde ist darzutun, inwiefern die erw�hnte Voraussetzung f�r eine nachtr�gliche Einreichung von Beweismitteln erf�llt sein soll (BGE 134 V 223 E. 2.2.1 S. 226).
Die Beschwerdef�hrerin reicht dem Bundesgericht neu einen Zeitungsartikel "Schlitteln bis zum Unfall" ein, welcher am 2. Februar 2014 in der Sonntagszeitung erschienen ist. Sie unterl�sst es jedoch vollst�ndig darzulegen und es ist im �brigen auch nicht ersichtlich, inwiefern erst der vorinstanzliche Entscheid (welcher �berdies vom 24. Juli 2014 datiert) Anlass zum Einreichen dieses neuen Beweismittels gegeben h�tte, weshalb dieses im bundesgerichtlichen Verfahren unbeachtlich zu bleiben hat.
Nach wie vor umstritten ist, ob der Beschwerdegegnerin eine Verletzung der Verkehrssicherungspflicht zur Last gelegt werden kann, indem sie die zumutbaren Vorsichts- und Schutzmassnahmen zur Gefahrenabwehr f�r die Ben�tzung der Schlittelpiste nicht getroffen hat.
Die Vorinstanz (so wie auch die erste Instanz) verneinte dies. Sie hielt fest, der Unfall habe sich sieben Meter neben dem Pistenrand bzw. Schlittelweg zugetragen, womit sich dieser unbestrittenermassen ausserhalb des gem�ss der Richtlinien (SKUS- und SBS-Richtlinien aus dem Jahre 2002) zu sichernden, zwei Meter breiten Randbereichs ereignet habe. Die Unfallstelle befinde sich aber in einer Entfernung, in welcher sich eine ausnahmsweise und punktuelle Erweiterung der Verkehrssicherungspflicht der Beschwerdegegnerin begr�nden liesse: Eine solche sei jedoch zu verneinen, da die Gesamtheit der Pistenanlage und der Stall zur Zeit des Unfallereignisses weder eine atypische noch eine besonders grosse Gefahr dargestellt haben. Vielmehr d�rfe von einer vorsichtigen Schlittlerin erwartet werden, dass sie mit dem Befahren einer Kurve mit weitem Radius nicht so lange zuwarte, bis sie an den Pistenrand gerate und damit das Risiko eines Sturzes bzw. einer Kollision mit dem von weitem erkennbaren, sieben Meter neben der Piste gelegenen Hindernis auf sich nehme, sondern dass sie die Kurve vorausschauend und fr�hzeitig anfahre. Entsprechend k�nne der Beschwerdegegnerin keine Verletzung der Verkehrssicherungspflicht vorgeworfen werden, indem sie die Piste nicht �ber den engeren Pistenrandbereich hinaus gesichert habe.
Die Beschwerdef�hrerin r�gt zun�chst eine Verletzung ihres rechtlichen Geh�rs (Art. 29 Abs. 2 BV), indem die Vorinstanz ihre Beweisantr�ge auf Durchf�hrung eines Augenscheins und der Einholung eines unfalltechnischen Gutachtens abgewiesen habe.
4.1.�Der Anspruch auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV) gew�hrt den Parteien insbesondere das Recht, mit rechtzeitig und formrichtig angebotenen erheblichen Beweismitteln geh�rt zu werden (BGE 134 I 140 E. 5.3 S. 148; 129 II 497 E. 2.2 S. 505; 127 I 54 E. 2b S. 56). Keine Verletzung des rechtlichen Geh�rs liegt vor, wenn ein Gericht darauf verzichtet, beantragte Beweise abzunehmen, weil es aufgrund bereits abgenommener Beweise seine �berzeugung gebildet hat und ohne Willk�r in vorweggenommener Beweisw�rdigung annehmen kann, dass seine �berzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht ge�ndert w�rde (BGE 134 I 140 E. 5.3 S. 148; 130 II 425 E. 2.1 S. 428 mit Hinweisen).
Das Bundesgericht greift in eine antizipierte Beweisw�rdigung nur ein, wenn sie willk�rlich und damit offensichtlich unhaltbar ist, namentlich wenn sie eine prozessuale Vorschrift oder einen unumstrittenen Grundsatz des Beweisrechts krass verletzt oder sonst wie in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft (BGE 132 III 209 E. 2.1 S. 211; 131 I 57 E. 2 S. 61; je mit Hinweisen).
4.2.�Die Vorinstanz wies den Beweisantrag der Beschwerdef�hrerin auf Durchf�hrung eines Augenscheins ab, weil die Schlittelpiste zwischenzeitlich nicht mehr an der damaligen Unfallstelle vorbeif�hre und sich gest�tzt darauf die tats�chlichen Gegebenheiten zum Unfallzeitpunkt, insbesondere der Pistenverlauf, ganz zu schweigen von der Pistenbeschaffenheit, nicht mehr genau rekonstruieren liesse. Vielmehr seien die bei den Akten liegende Fotodokumentation und die Unfallskizze der Kantonspolizei Graub�nden zur Beurteilung der damaligen konkreten �rtlichen Verh�ltnisse beizuziehen.
Was die Beschwerdef�hrerin dagegen vorbringt, vermag keine Verletzung des rechtlichen Geh�rs aufzuzeigen. Sie macht geltend, es sei unbestritten, dass die Schneeverh�ltnisse nicht mehr rekonstruierbar seien, doch sei die Skipiste nach W.________, der Stall, der Feldweg in Richtung V.________ sowie die Topografie von U.________ zur Unfallstelle mit Flachst�cken und H�ngen, unver�ndert. Gem�ss BGE 130 III 193 sei es Aufgabe des Sachgerichts zu entscheiden, ob die in einem bestimmten Zeitpunkt zu beurteilende �rtliche Situation erh�hte Sicherheitsvorkehrungen erfordert h�tte. Genau diese �rtlichen Verh�ltnisse w�rde ein Augenschein aufzeigen. Damit legt sie aber keineswegs dar, weshalb die Fotodokumentation von der Unfallstelle mit den tats�chlichen Gegebenheiten sowie die Unfallskizze, auf welche beide Vorinstanzen abgestellt haben, diese �rtlichen Verh�ltnisse nicht (gen�gend) aufgezeigt h�tten bzw. weshalb die Vorinstanz im Rahmen ihrer antizipierten Beweisw�rdigung nicht h�tte darauf abstellen d�rfen und einen Augenschein h�tte einholen m�ssen.
4.3.�Den Beweisantrag auf Einholung eines weiteren unfalltechnischen Gutachtens wies die Vorinstanz ab, weil sich der Unfallhergang mit hinreichender Deutlichkeit bereits aus dem von der Erstinstanz eingeholten unfalltechnischen Gutachten der AGU Z�rich vom 3. Dezember 2012, welches sich zul�ssigerweise auch auf den Polizeirapport, die Angaben der Beteiligten und die medizinischen Akten gest�tzt habe, ergeben w�rde. Von einer weiteren Expertise seien deshalb keine neue wesentliche Erkenntnisse zu erwarten. Die Beschwerdef�hrerin bringt jedoch vor, ein neues unfalltechnisches Gutachten h�tte zum Gef�lle, zur Breite der Schlittelpiste und zur Befahrbarkeit der Kurve aufgrund der signalisierten Piste Stellung nehmen sollen. Weiter macht sie geltend, dass mit einem neuen Gutachten der Radius der Rechtskurve vor dem Stall h�tte ausgemessen werden k�nnen. Denn die Vorinstanz gehe in ihrer Argumentation jeweils von einem Radius von 30-40 Metern aus, womit sie eine erh�hte Sicherungspflicht verneine. Dieser Radius sei jedoch nie ausgemessen worden und basiere auf einer reinen Parteibehauptung der Beschwerdegegnerin.
Der genaue Radius der Kurve ist nicht entscheidrelevant (vgl. E. 6.5 hiernach). Im �brigen geht aus den Ausf�hrungen der Beschwerdef�hrerin nicht hervor noch legt sie mit gen�genden Aktenhinweisen dar, dass sie bereits in den kantonalen Verfahren vorgebracht h�tte, das Gutachten sei auch zur Berechnung des Radius, zur Breite im Allgemeinen und zum Gef�lle der Piste beantragt worden. Eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs kann damit nicht dargetan werden.
5.1.�Bergbahn- und Skiliftunternehmen, welche Pisten erstellen und diese f�r den Gebrauch �ffnen, sind verpflichtet, die zur Gefahrenabwehr zumutbaren Vorsichts- und Schutzmassnahmen vorzukehren. Diese so genannte Verkehrssicherungspflicht verlangt zum einen, dass Pistenben�tzer vor nicht ohne weiteres erkennbaren, sich als eigentliche Fallen erweisenden Gefahren gesch�tzt werden. Zum andern ist daf�r zu sorgen, dass Pistenben�tzer vor Gefahren bewahrt werden, die selbst bei vorsichtigem Fahrverhalten nicht vermieden werden k�nnen. Die Grenze der Verkehrssicherungspflicht bildet die Zumutbarkeit. Schutzmassnahmen k�nnen nur im Rahmen des nach der Verkehrs�bung Erforderlichen und M�glichen verlangt werden, wenn auch ein Mindestmass an Schutz immer gew�hrleistet sein muss. Eine weitere Schranke der Verkehrssicherungspflicht liegt in der Selbstverantwortung des einzelnen Pistenben�tzers. Gefahren, die dem Schneesport inh�rent sind, soll derjenige tragen, der sich zur Aus�bung des Schneesports entschliesst (BGE 130 III 193 E. 2.3 S. 196 mit Hinweisen).
Wie weit die Verkehrssicherungspflicht im Einzelnen reicht, h�ngt von den Gegebenheiten des Einzelfalles ab. Als Massstab zieht das Bundesgericht jeweils die von der Schweizerischen Kommission f�r Unfallverh�tung auf Schneesportabfahrten ausgearbeiteten Richtlinien f�r Anlage, Betrieb und Unterhalt von Schneesportabfahrten (SKUS-Richtlinien) und die vom Schweizerischen Verband der Seilbahnunternehmungen herausgegebenen Richtlinien (SBS-Richtlinien, ehemals SVS-Richtlinien) bei. Obwohl diese Richtlinien kein objektives Recht darstellen, erf�llen sie eine wichtige Konkretisierungsfunktion im Hinblick auf die inhaltliche Ausgestaltung der Verkehrssicherungspflicht (BGE 130 III 193 E. 2.3 S. 196 f. mit Hinweisen).
5.2.�Die Beschwerdef�hrerin bringt vor, es stelle sich grunds�tzlich die Frage, ob die SKUS- sowie die SBS-Richtlinien und die damit einhergehende Rechtsprechung des Bundesgerichts zu Skiunf�llen bez�glich des Pistenrandes auf Schlittelunf�lle �bertragen werden k�nnen. Die Unfalldynamik beim Schlitteln sei nicht mit derjenigen von Skiunf�llen vergleichbar. Beim Schlitteln reiche es deshalb nicht aus, nur einen kleinen Pistenrand zu sch�tzen, da der Ben�tzer mit seinem Gef�hrt �ber den Pistenrand hinausgetragen werden k�nne und ein hindernisfreier Bereich von lediglich zwei Metern daf�r eben nicht ausreiche.
5.3.�Der Beschwerdef�hrerin ist insoweit zuzustimmen, als dass sich die Rechtsprechung des Bundesgerichts im Zusammenhang mit der Verkehrssicherungspflicht im Bereich der Pistensicherung vorwiegend auf Skipisten und damit Skiunf�lle bezieht. Gest�tzt auf die SKUS- und die SBS-Richtlinien (Ausgabe 2002, welche vorliegend anwendbar sind), hielt das Bundesgericht fest, dass die Pistenbetreiber im Rahmen ihrer Verkehrssicherungspflicht gehalten sind, den (Ski-) Pistenrand zu markieren und diesen vor Absturzgefahren oder Hindernissen zu sichern. Gem�ss Ziffer 27 der SKUS-Richtlinie und Ziffer 22 der SBS-Richtlinie erstreckt sich die Verkehrssicherungspflicht auch auf den unmittelbaren Grenzbereich der Piste, wobei ein Randstreifen von zwei Metern Breite gemeint ist. Zweck der Sicherung dieses zus�tzlichen Randbereichs ist es, den (Ski-) Pistenben�tzern ein gefahrloses Abschwingen und Stehenbleiben unmittelbar am Pistenrand zu erm�glichen. Zudem sollen Pistenben�tzer, die infolge eines Sturzes in der N�he des Pistenrandes geringf�gig �ber die Piste hinausgeraten, vor Gefahrenstellen gesch�tzt werden, die nicht erkennbar oder selbst f�r verantwortungsbewusste Pistenben�tzer schwer vermeidbar sind. Dabei hielt das Bundesgericht wiederholt fest, dass die Breite dieses Streifens von zwei Metern zur Gew�hrleistung der Sicherheit von verantwortungsbewussten Pistenben�tzern in der Regel ausreicht, da das Vermeiden einer �berschreitung des Pistenrandes den Pistenben�tzern grunds�tzlich m�glich und zumutbar ist, vor allem durch die Einhaltung einer entsprechenden Fahrweise (vgl. BGE 130 III 193 E. 2.4.1 und 2.4.2 S. 197 f. mit Hinweisen).
5.4.�Wie die Vorinstanz richtig festgehalten hat, beziehen sich die genannten Richtlinien (in der Ausgabe 2002) auch auf Schlittler. Aus Ziffer 13 der SBS-Richtlinie geht n�mlich explizit hervor, dass als Schneesportler (neben den Ski- und Snowboardfahrern) auch Schlittler gelten. So bestimmt auch Ziffer 15 der SKUS-Richtlinien, dass wo es das Verkehrsaufkommen rechtfertige und die Gel�ndeverh�ltnisse es erlauben w�rden, auch Schlittelwege angelegt werden k�nnen. Beide Richtlinien erfassen damit ausdr�cklich auch Schlittler, weshalb die Sicherungspflicht von zwei Metern gem�ss Ziffer 27 der SKUS-Richtlinie und Ziffer 22 der SBS-Richtlinie auch f�r Schlittelpisten zu geltend hat, zumal keine der beiden Richtlinien bez�glich den Schlittelpisten eine Ausnahme vorsieht. Daf�r spricht auch, dass die SKUS-Richtlinien im Jahre 2006 mit einem Abschnitt betreffend Schlittelwege und Schlittelparks erg�nzt wurden: Nach Ziffer 50 dieser Version, werden Schlittelwege markiert, signalisiert und vor alpinen Gefahren gesichert. Die Schlittelwege werden hergerichtet, unterhalten und kontrolliert. Ziffer 51 der SKUS-Richtlinien h�lt fest, dass Schlittelwege vor atypischen Gefahren zu sichern sind. Atypisch sind Gefahren, welche die Ben�tzer bei Anwendung der gebotenen Sorgfalt nicht zu erkennen verm�gen (vgl. Urteil 6B_659/2008 vom 25. November 2008 E. 2.2). Auch diese Version der Richtlinien sieht keine Ausnahme des Schutzbereiches der Pistenrandsicherung f�r Schlittelwege vor.
Entsprechend kann entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrerin nicht gesagt werden, dass die der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zugrunde liegenden Richtlinien, welche einen grunds�tzlich zu sichernden Pistenrandbereich von zwei Metern Breite vorsehen, nicht auch auf den Schlittelsport anwendbar sind. Zwar ist ihr insoweit beizupflichten, als dass der Sicherungszweck dieses zus�tzlichen Randbereichs beim Schlittelsport nicht unbedingt dazu dient, ein gefahrloses Abschwingen im Sinne der zitierten Rechtsprechung (vgl. E. 5.3 hiervor) zu erm�glichen, sehr wohl aber dazu benutzt werden kann, ein Stehenbleiben unmittelbar am Pistenrand zu garantieren. Es ist weder dargetan noch ersichtlich, weshalb bei Schlittelpisten der �ber den Pistenrand zu sichernde Bereich breiter angelegt werden muss, als bei Skipisten. Die Beschwerdef�hrerin f�hrt denn auch nicht aus, wie breit ihrer Ansicht nach dieser Pistenrandbereich sein sollte. Sie macht diesbez�glich nur allgemeine Ausf�hrungen, wonach Schlitteln gef�hrlicher als Ski- bzw. Snowboardfahren sein soll. Dabei �bergeht sie jedoch, dass sich die Vorinstanz eingehend mit dem entsprechenden Vorbringen auseinandergesetzt und in �berzeugender Weise entgegengehalten hat, dass die hohen Anforderungen an das Steuern und Bremsen des Schlittens die entsprechende n�tige Vorsicht beim Fahren verlangen. Mit diesen Erw�gungen setzt sich die Beschwerdef�hrerin nicht (hinreichend) auseinander und begr�ndet nicht pr�zise, weshalb ein zu sichernder erweiterter Pistenrandbereich von 2 Metern nicht gen�gen sollte. Ein unbegrenzter Sicherungsraum w�re weder verh�ltnism�ssig noch zumutbar.
6.1.�In tats�chlicher Hinsicht ist erstellt, dass sich der Unfall sieben Meter neben dem Pistenrand und damit ausserhalb des gem�ss den Richtlinien zu sichernden zwei Meter breiten Randbereichs ereignet hat. Der Schlittelpistenverlauf war mit roten Holzpfosten gekennzeichnet und drei Meter vom Pistenrand entfernt war ein orangefarbenes Stocknetz angebracht, welches ebenfalls der visuellen Absperrung der Piste diente.
Obwohl nach dem Dargelegten, die Verkehrssicherungspflicht zun�chst die Pistenfl�che und den Pistenrandbereich (von 2 Metern) beschl�gt, k�nnen die konkreten Umst�nde im Einzelfall einen h�heren als den in den genannten Richtlinien vorgesehenen Sicherheitsstandard erfordern und den Schutz der Pistenben�tzer nicht nur vor unmittelbar neben dem Pistenrand, sondern vor weiter entfernt liegenden Absturzgefahren bedingen.
Voraussetzung f�r eine ausnahmsweise und punktuelle Erweiterung der Verkehrssicherungspflicht �ber den engeren Pistenrandbereich hinaus ist erstens das Vorliegen einer atypischen oder besonders grossen Gefahr f�r Leib und Leben, wie dies die bundesgerichtliche Rechtsprechung auch mit Bezug auf die Pflicht zur klaren Kennzeichnung des Pistenrandes bei aussergew�hnlichen oder besonders grossen Gefahren auf Pistennebenfl�chen verlangt (vgl. BGE 122 IV 193 E. 2b S. 195; 117 IV 415 E. 5a S. 416; 115 IV 189 E. 3b S. 192). Zweite Voraussetzung ist eine durch die Gel�ndeverh�ltnisse indizierte M�glichkeit, dass auch vorsichtige Pistenben�tzer ungewollt in den Einzugsbereich dieser ausserhalb der Piste gelegenen Gefahrenstelle geraten k�nnen. In einem solchen Fall sind wirksame Sicherungsmassnahmen zu ergreifen, damit vorsichtige Pistenben�tzer nicht ungewollt in den Gefahrenbereich geraten. Diese unter den genannten Voraussetzungen ausnahmsweise erweiterte Verkehrssicherungspflicht entspricht im Grunde dem Sorgfaltsmassstab, auf welchem auch die SKUS- und die SBS-Richtlinien basieren. Die Richtlinien beabsichtigen den Schutz des eigenverantwortlichen Pistenben�tzers vor Absturzgefahren. Kann die Gefahrenstelle aber selbst von einem vorsichtigen Pistenben�tzer bei einem allf�lligen Sturz auf der Pistenfl�che nicht vermieden werden, darf es in Bezug auf die Verkehrssicherungspflicht keinen Unterschied machen, ob die Absturzgefahr unmittelbar im Pistenrandbereich oder im n�heren Umfeld von Skipisten bzw. Schlittelpisten liegt (zum Ganzen: BGE 130 III 193 E. 2.4.3 S. 199 mit Hinweisen).
Ob die in einem bestimmten Zeitpunkt zu beurteilende �rtliche Situation erh�hte Sicherheitsvorkehren erfordert h�tte, ist eine Frage des sachgerichtlichen Ermessens. In diesen Beurteilungsspielraum greift das auf eine reine Rechtskontrolle beschr�nkte Bundesgericht nur mit Zur�ckhaltung dann ein, wenn die Auffassung der Vorinstanz als unvertretbar erscheint (BGE 130 III 193 E. 2.3 S. 197 mit Hinweisen).
6.2.�Die Beschwerdef�hrerin macht geltend, beide Voraussetzungen f�r die Erweiterung der Verkehrssicherungspflicht �ber den engeren Pistenrandbereich hinaus seien erf�llt:
Es sei unbestritten, dass ein Fahrfehler der beiden M�dchen Unfallursache gewesen sei. Sie h�tten die Rechtskurve vor dem Stall gesehen, diese aber zu sp�t angefahren und trotz des Bremsens mit den F�ssen sei es ihnen nicht mehr gelungen, den Schlitten zu kontrollieren, so dass sie geradeaus in die Stallwand gefahren seien. Zur Kollision sei es demnach nur gekommen, weil die M�dchen bzw. die Beschwerdef�hrerin den richtigen Zeitpunkt zum Einfahren in die Kurve verpasst h�tten.
Entgegen den Ausf�hrungen der Vorinstanz k�nne der Beschwerdef�hrerin jedoch nicht zum Vorwurf gereichen, dass sie den korrekten Zeitpunkt zum Befahren der Kurve verpasst habe, sei sie doch weder zu schnell gefahren noch habe sie die markierte Schlittelpiste verlassen. Dar�ber hinaus habe die Pistenf�hrung denn auch eine weite Bandbreite von Fahrman�vern zugelassen. Entsprechend k�nne nicht gesagt werden, dass nur diejenigen Schlittler als vorsichtig zu gelten h�tten, die keine enge Kurve w�hlen w�rden. Denn wenn dem so sein sollte, h�tte die Piste entsprechend angepasst werden m�ssen bzw. die Schlittler h�tten auf der Piste oberhalb der Kurve mittels eines Stocknetzes entsprechend in die richtige Kurvenlaufbahn gef�hrt werden m�ssen. Diesfalls w�re der Stall auch nicht mehr in der Falllinie gelegen. Indem die Beschwerdegegnerin diese einfache Sicherheitsvorkehrung jedoch unterlassen und es den Schlittlern erlaubt habe, die Rechtskurve eng zu befahren, sei der Stall zu einer besonders grossen Gefahr f�r Leib und Leben geworden.
6.3.�Die Beschwerdef�hrerin vermag mit diesen Ausf�hrungen nicht darzutun, dass die Vorinstanz ihren Beurteilungsspielraum �berschritten h�tte, indem sie entschied, die Beschwerdegegnerin habe ihre Verkehrssicherungspflicht erf�llt:
6.4.�In der Beurteilung der �rtlichen Verh�ltnisse hielt die Vorinstanz zun�chst fest, da die Beschwerdef�hrerin das Stallgeb�ude selber nicht als atypische, fallenartige Gefahr bezeichnet habe, sei einzig zu pr�fen, ob dieses eine besonders grosse Gefahr f�r Leib und Leben dargestellt habe. Dabei f�hrte die Vorinstanz aus, aus der Fotodokumentation sowie der Unfallskizze der Kantonspolizei Graub�nden gehe hervor, dass der Pistenverlauf der Schlittelpiste klar signalisiert gewesen sei, und sich in der �rtlichkeit W.________ mehrere Stallgeb�ude befunden h�tten, welche aufgrund des offenen Pistengel�ndes gut sichtbar und bereits von weitem zu erkennen waren, was auch f�r den Stall unterhalb der Schlittelpiste zutreffe. Oberhalb des Stallgeb�udes sei die Schlittelpiste rund 20 Meter breit gewesen und habe sich im Verbindungsweg bei der Rechtskurve vor dem Stall auf etwa acht Meter verengt. Auch wenn die Falllinie der Schlittelpiste auf das Stallgeb�ude zulaufe, habe der gut einsehbare Pistenverlauf, die Rechtskurve mit weitem Radius und die Schwungbreite von mehreren Metern innerhalb der Kurve ein fr�hes Ausholen m�glich gemacht, so dass keine scharfe Richtungs�nderung habe vorgenommen werden m�ssen. Ein aufmerksamer, vorsichtiger Pistenben�tzer fahre demnach nicht geradewegs auf den von weitem erkennbaren Stall zu, sondern nehme die Richtungs�nderung vorausschauend sowie fr�hzeitig vor und passiere den Stall dann linkerhand in einer Entfernung von mehreren, mindestens aber sieben Metern. Entsprechend k�nne das betreffende Stallgeb�ude nicht per se als besondere Gefahr f�r Leib und Leben der Schlittler bezeichnet werden.
6.5.�Die Beschwerdef�hrerin stellt die Feststellung der Vorinstanz nicht in Abrede, wonach der Pistenverlauf im Unfallbereich klar signalisiert war und die Piste vor dem Stall mit roten Pfosten markiert sowie mit einem orangefarbenem Stocknetz abgegrenzt wurde. So stellt sie auch nicht in Frage, dass der Pistenverlauf auch in der Nacht gut sichtbar war. Die Beschwerdef�hrerin moniert vielmehr, dass die Pistenf�hrung an und f�r sich eine "eigentliche Falle" und damit eine atypische bzw. besondere Gefahr dargestellt habe, weil die Pistenf�hrung eine weite Bandbreite von Fahrman�vern, die in die Rechtskurve f�hren, zugelassen h�tte. Damit vermag sie jedoch nicht darzutun, dass die Vorinstanz ihren Beurteilungsspielraum �berschritten h�tte. Es scheint durchaus vertretbar, dass ein weites Ausholen der Kurve - auch ohne entsprechende Pistenf�hrung - dem vorsichtigen Schlittler m�glich und zumutbar war, handelt es sich doch anerkanntermassen nicht um eine enge Rechtskurve noch befand sich die Schlittelpiste auf einem besonders steilen Gef�lle. Zwar macht die Beschwerdef�hrerin bez�glich dem von der Vorinstanz festgehaltenen Radius der Rechtskurve von 30 bis 40 Metern geltend, dies sei eine falsche Sachverhaltsfeststellung, weil dieser Radius auf einer reinen Parteibehauptung seitens der Beschwerdegegnerin basiere. Allein damit vermag sie jedoch den Begr�ndungsanforderungen an eine Sachverhaltsr�ge nicht zu gen�gen. Sie legt n�mlich nicht dar, inwiefern die Feststellung �ber den genauen Radius der Rechtskurve entscheidrelevant w�re, steht doch unabh�ngig davon fest, dass es sich nicht um eine enge Kurve gehandelt hat. Hinzu kommt, dass bereits das Zivilgericht festgestellt hat, dass es sich bei der in Frage stehenden Rechtskurve um eine Kurve mit "weitem Radius" gehandelt hat. Dass die Beschwerdef�hrerin diese Feststellung bereits im vorinstanzlichen Verfahren ger�gt h�tte, legt sie nicht dar.
Wie die Vorinstanz festgehalten hat, war eine zus�tzliche Signalisation und damit auch eine Pistenf�hrung, wie dies von der Beschwerdef�hrerin moniert wird, angesichts des weiten Kurvenradius, des offenen und �bersichtlichen Pistengel�ndes vor dem Stall und dem fr�hzeitig erkennbaren Stallgeb�ude selbst, nicht angezeigt. Die Beschwerdegegnerin hatte nicht damit zu rechnen, dass Pistenben�tzer bei einer gut signalisierten Piste geradeaus auf den Stall zufahren. Die Kurve bot wie dargelegt weitr�umige Platzverh�ltnisse, so dass in �rtlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht ein gewisser Spielraum bestand, um in die Kurve einzulenken. Wie die Vorinstanz denn auch festgehalten hat, konnte die Kurve demnach auf mehrere Arten befahren werden, was wohl auch die beiden M�dchen wussten, da sie die Stelle zuvor bereits mehrfach passiert hatten, w�hrend ihrer vorangehenden Fahrten die Kurve offenbar jedoch stets zu einem fr�heren Zeitpunkt angesteuert hatten. Die Vorinstanz hat somit zu Recht das Vorliegen einer atypischen bzw. besonderen Gefahr f�r Leib und Leben verneint, womit die Beschwerdegegnerin nicht verpflichtet war, zus�tzliche Sicherungsvorkehren zu treffen.
6.6.�An diesem Ergebnis vermag die Beschwerdef�hrerin denn schliesslich auch mit ihrem wiederholten Hinweis auf BGE 121 III 358 und das Urteil 6B_925/2008 vom 9. M�rz 2009 nichts zu �ndern. Wie bereits beide Vorinstanzen festgehalten haben, ist BGE 121 III 358 nicht mit dem zu beurteilenden Fall vergleichbar. Zwar ist erstellt, dass sich die breite Schlittelpiste vorliegend auf 8 Meter in der Rechtskurve bzw. im anschliessenden Verbindungsweg verengte. Die Schlittelpiste war jedoch nach dem Gesagten mit einem Gef�lle von 10-12 % im Vergleich zum Gef�lle von 25 % in BGE 121 III 358 nicht sonderlich steil. So f�hrte die Piste auch nicht direkt auf den Verbindungsweg, sondern mit einer weiten Rechtskurve. Jeder Schneesportler konnte von Weitem erkennen, dass er seine Fahrgeschwindigkeit drosseln musste, um auf diesen Verbindungsweg einzubiegen. Auch wenn die Piste in der Falllinie auf den Stall zulief, waren die Platzverh�ltnisse somit weitr�umig und der Pistenverlauf als auch der Stall gut erkennbar, so dass jeder Schlittler, der mit angepasster Geschwindigkeit daherkommt und auf diesem Pistenabschnitt st�rzt, nicht mit dem 7 Meter vom Pistenrand entfernten Stall kollidieren sollte.
6.7.�Entsprechend bestand nach dem Gesagten f�r die Beschwerdegegnerin kein Anlass, weitere, �ber den Pistenrandbereich hinausgehende Sicherungsmassnahmen zu ergreifen, womit die Beschwerdegegnerin entgegen der Auffassung der Beschwerdef�hrerin nicht verpflichtet war, vor dem Stall ein korrekt verankertes Sicherheitsnetz aufzustellen.
Die Beschwerdegegnerin hat als Betreiberin der Schlittelpiste ihre Verkehrssicherungspflicht nicht verletzt. Die Beschwerdef�hrerin befuhr die Schlittelpiste auf eigene Gefahr (Ziffer 1 SBS-Richtlinie; Ziffer 1 SKUS-Richtlinie). Die Vorinstanz hat demnach kein Bundesrecht verletzt, wenn sie die Haftpflicht der Beschwerdegegnerin gegen�ber der Beschwerdef�hrerin mangels Verletzung der Verkehrssicherungspflicht verneinte. Die Pr�fung der �brigen Voraussetzungen des Genugtuungsanspruchs er�brigen sich damit.
Aus den dargelegten Gr�nden ist die Beschwerde unbegr�ndet. Sie ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Ausgangsgem�ss wird die Beschwerdef�hrerin kosten- und entsch�digungspflichtig.
Die Beschwerdef�hrerin hat die Beschwerdegegnerin f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 3'000.-- zu entsch�digen.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht von Graub�nden, II. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 20. Februar 2015

References: Art. 72
 Art. 95
 Art. 42
 Art. 42
 BGE 
 Art. 106
 BGE 
 Art. 95
 BGE 
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