Source: https://www.ultranet-einspruch.de/Hofheim/
Timestamp: 2018-09-22 12:37:08+00:00

Document:
Ultranet Einspruch Konfigurator für Hofheim
Meinen Einspruch konfigurieren
Nur noch bis zum 20. August 2018 können betroffene Bürger im Rahmen der Bürgerbeteiligung Einspruch einlegen! Nutzen Sie Ihre Chance, bevor es zu spät ist! Die Texte des Einspruchsschreibens bilden die Basis für zukünftige Klagen gegen das Projekt Ultranet und wurden durch im Thema eingebundene Rechtsanwälte geprüft!
Sie können die individuellen Punkte nach Ihrem Wünschen auswählen und anpassen, die allgemeinen Punkte (Basisversion des Einspruches) werden automatisch hinzugefügt.
1. Persönliche Daten ausfüllen
Um den Konfigurator nutzen zu können, müssen Ihre persönlichen Daten wie Vorname, Nachname, Straße, Hausnummer, PLZ, Ort und wichtig: Ihre korrekte E-Mail Adresse eingetragen werden
2. Inhalte Individualisieren
Haben Sie Kinder, welche eine Schule oder einen Kindergarten in Hofheim besuchen? Wohnen Sie in der Nähe der geplanten Trasse, besitzen Sie dort eine Immobilie und haben evtl. sogar einen Grundbucheintrag der RWE bzw. Amprion auf Ihrem Grundsrück? Sorgen Sie sich um die zu erwartenden Geräuschemissionen sowie die ungeklärten gesundheitlichen Auswirkungen? Wünschen Sie sich eine bestimmte Variante der Verschwenkung?
Wählen Sie hier bitte Ihre individuellen Themen aus und passen diese an.
In Ihrem Einspruch sind bereits grundsätzliche Kritikpunkte an dem Projekt bzw. an der Planung enthalten. Diese rund 55 Seiten bilden die Basis für zukünftige Klagen gegen Ultranet und sind von der Rechtsanwaltskanzlei W2K ausgearbeitet worden. Es handelt sich dabei um Auszüge des 150 Seiten Gutachtens, welches von Städten und Gemeinden aus dem Main-Taunus-Kreis sowie Rheingau-Taunus-Kreis & der Kreisverwaltung in Auftrag gegeben wurde.
Damit wir Ihren Einspruch in Ihrem Namen an die zuständige Stelle senden können, müssen Sie Ihre E-Mail Adresse bestätigen. Dafür schickt Ihnen der Konfigurator eine E-Mail, in der Sie einen Link anklicken müssen.
In dieser E-Mail finden Sie auch das Einspruchsschreiben zur Kontrolle.
4. Einspruch absenden
Nachdem Sie Ihre E-Mail Adresse bestätigt und das Einspruchsschreiben geprüft haben, können Sie mit einem Klick das Einspruchsschreiben an die zuständige Stelle abschicken.
Die Bürgerinitiative plant, die Einsprüche der Bundesnetzagentur bei einem Pressetermin zusätzlich schriftlich zu übergeben
Geschafft: Sie erhalten eine Kopie der E-Mail mit Ihrem Einspruch per E-Mail für Ihre Unterlagen.
Sind Sie persönlichen von Ultranet betroffen? Wählen Sie hier die Punkte aus, welche Sie betreffen. Diese Texte können von Ihnen individuell angepasst werden.
Ich lege auf Basis des Gutachtens der Kanzlei W2K Einspruch gegen die in der Planung enthaltenen Rechtsfehler ein. (Basiseinspruch)
Mein Kind besucht den Kindergarten / Krippe in Wildsachsen bzw. die Kita / Krippe in Langenhain (bitte anpassen)
Mein Kind besucht den Kindergarten / Krippe in Hofheim-Wildsachsen bzw. Hofheim-Langenhain. Laut dem Gutachten der Kanzlei W2K sind Kindergärten und Schulen in den Planungsunterlagen nicht als "Ort des dauerhaften Aufenthaltes" definiert worden. Dadurch wird Ihnen nicht die gebotene Schutzbedürftigkeit anerkannt.
Text Einspruchschreiben:
Mein Kind besucht den Kindergarten / Krippe in Hofheim-Wildsachsen bzw. Hofheim-Langenhain. Diese(r) liegt in dem Trassenkorridor bzw. im möglichen 400m Umkreis rund um die von Ihnen vorgestellte Trasse. Unzureichende Ermittlung des Ist-Zustandes, § 14g Abs. 2 S.1 Nr. 3 UVPG A.F. Die Kita/Schäfersberg im Trassenkorridor 01-74 und die die Theißtalschule (01-73) sind nicht als Orte zum Aufenthalt von Menschen dargestellt (§ 4 Abs.3 der 26. BImSchV). Die Vorhabenträgerin hat für die SUP und den Umweltbericht teilweise alte Karten verwandt, die die RWK-1 Gebiete nicht zutreffend berücksichtigen. Die Vorhabenträgerin hat den Ist-Zustand vollständig zu ermitteln. Der Umweltbericht verstößt gegen § 14 Abs. 2 S. 2 und 3 UVPG a.F. Es wir eine berichtigender Umweltbericht gem. § 14 Abs. 2 S 2 und 3 UVPG a.F. gefordert. Dieser hat auch Angaben zu den spezifischen Auswirkungen der Versuchsaufbauten des Hybridbetriebes in Datteln auf die Umweltfaktoren gem. § 2 Abs. 1 S. 2 UVPG a.F. zur Verfügung zu stellen.
Mein Kind besucht die Wilhelm-Busch-Schule
Laut dem Gutachten der Kanzlei W2K sind Kindergärten und Schulen in den Planungsunterlagen nicht als "Ort des dauerhaften Aufenthaltes" definiert worden. Dadurch wird Ihnen nicht die gebotene Schutzbedürftigkeit anerkannt.
Mein Kind besucht die Wilhelm-Busch-Schule in Hofheim-Langenhain. Diese liegt in dem Trassenkorridor bzw. im möglichen 400m Umkreis rund um die von Ihnen vorgestellte Trasse. Unzureichende Ermittlung des Ist-Zustandes, § 14g Abs. 2 S.1 Nr. 3 UVPG A.F. Die Kita/Schäfersberg im Trassenkorridor 01-74 und die die Theißtalschule (01-73) sind nicht als Orte zum Aufenthalt von Menschen dargestellt (§ 4 Abs.3 der 26. BImSchV). Die Vorhabenträgerin hat für die SUP und den Umweltbericht teilweise alte Karten verwandt, die die RWK-1 Gebiete nicht zutreffend berücksichtigen. Die Vorhabenträgerin hat den Ist-Zustand vollständig zu ermitteln. Der Umweltbericht verstößt gegen § 14 Abs. 2 S. 2 und 3 UVPG a.F. Es wir eine berichtigender Umweltbericht gem. § 14 Abs. 2 S 2 und 3 UVPG a.F. gefordert. Dieser hat auch Angaben zu den spezifischen Auswirkungen der Versuchsaufbauten des Hybridbetriebes in Datteln auf die Umweltfaktoren gem. § 2 Abs. 1 S. 2 UVPG a.F. zur Verfügung zu stellen. Ich fordere Sie auf Schulen, Kindergärten und Kindertagesstätten als besonders schutzbedürftig anzuerkennen und dies in einem erneuten Planungsverfahren zur berücksichtigen.
Ich besitze eine Immobilie in der Nähe der geplanten Ultranettrasse ohne eingetragene "Grunddienstbarkeit"
Immobilienbesitzer befürchten einen Wertverlust Ihrer Grundstücke durch die Immissionen der Ultranettrasse
Nach Veröffentlichung der Unterlagen gem. § 9 Abs. 3 NABEG machen ich als Eigentümer und Bewohner eines Wohngrundstücks in Nähe zur geplanten Ultranet-Trasse von meinem Äußerungsrecht gem. § 9 Abs. 6 NABEG fristgemäß wie folgt Gebrauch: „Ich sehe mein Eigentumsrecht, Art. 14 GG, und mein Recht auf körperliche Unversehrtheit, Art. 2 Abs. 2 S.2 GG, bei einer Verwirklichung dieses Hybridpilotprojektes (Wechselstrom- und Gleichstromleitung auf einem Mast) in der geplanten Form verletzt und begründe dies wie folgt.“ Nicht erst im Rahmen des geplanten Ausbaus der Stromtrassen in der Bundesrepublik Deutschland ist erkannt worden, dass von Fernleitungen schädliche Immissionen ausgehen. Der Gesetzgeber hat daher im Bundesbedarfsplangesetz (BBPlG) festgelegt, dass neue Stromtrassen grundsätzlich als Erdkabel zu verlegen sind, wenn jedoch streckenweise nur eine Freileitung möglich ist, muss diese einen Mindestabstand von 400 Metern zu Wohngebäuden einhalten. Diese 400 m Grenze wird ebenfalls in § 2 Abs.2 Nr. 1 Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG) festgehalten und in § 3.2.1.2. 26 BimSchVVwV (Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Durchführung der Verordnung über elektrische Felder – 26. BimSchV) wird erwähnt, dass der Einwirkungsbereich von Gleichstromanlagen (Freileitung) 300m oder 400m beträgt (je nach Nennspannung). Außerdem sorge ich mich um den zu erwartenden Wertverlust meines Grundstückes. Ich fordere von Amprion, falls Ultranet auf der Bestandstrasse gebaut werden sollte, schallgedämmte Fenster und weitere Schallschutzmaßnahmen wie eine Nachtstromabschaltung.
Optional: Bild (png / jpg) anhängen:
Ich besitze eine Immobilie in der Nähe der geplanten Ultranettrasse mit eingetragener "Grunddienstbarkeit" der RWE / Amprion
Besitzer von Grundstücken in der Nähe der geplanten Ultranettrasse haben häufig eine Grunddienstbarkeit auf Ihrem Grundstück eingetragen, welche aus der Planungsphase der bestehenden Leitung aus dem Jahr 1927 stammt. Dieser Eintrag ist nicht mehr zeitgemäß, eine Forderung der Erneuerung sowie Ausgleichszahlungen kann gestellt werden.
Nach Veröffentlichung der Unterlagen gem. § 9 Abs. 3 NABEG machen ich als Eigentümer und Bewohner eines Wohngrundstücks in unmittelbarer Nähe zur geplanten Ultranet-Trasse und mit einer auf dem im Adressblock genannten Objekt eingetragenen beschränkten persönlichen Dienstbarkeit zu Gunsten RWE bzw. Amprion von meinem Äußerungsrecht gem. § 9 Abs. 6 NABEG fristgemäß wie folgt Gebrauch: „Ich sehe mein Eigentumsrecht, Art. 14 GG, und mein Recht auf körperliche Unversehrtheit, Art. 2 Abs. 2 S.2 GG, bei einer Verwirklichung dieses Hybridpilotprojektes (Wechselstrom- und Gleichstromleitung auf einem Mast) in der geplanten Form verletzt und begründe dies wie folgt.“ Nicht erst im Rahmen des geplanten Ausbaus der Stromtrassen in der Bundesrepublik Deutschland ist erkannt worden, dass von Fernleitungen schädliche Immissionen ausgehen. Der Gesetzgeber hat daher im Bundesbedarfsplangesetz (BBPlG) festgelegt, dass neue Stromtrassen grundsätzlich als Erdkabel zu verlegen sind, wenn jedoch streckenweise nur eine Freileitung möglich ist, muss diese einen Mindestabstand von 400 Metern zu Wohngebäuden einhalten. Diese 400m Grenze wird ebenfalls in § 2 Abs.2 Nr. 1 Energieleitungsausbaugesetz (EnLAG) festgehalten und in §3.2.1.2. 26 BimSchVVwV (Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Durchführung der Verordnung über elektrische Felder – 26. BimSchV) wird erwähnt, dass der Einwirkungsbereich von Gleichstromanlagen (Freileitung) 300m oder 400m beträgt (je nach Nennspannung). Außerdem sorge ich mich um den zu erwartenden Wertverlust meines Grundstückes. Ich fordere von Amprion, falls Ultranet auf der Bestandstrasse gebaut werden sollte, schallgedämmte Fenster und weitere Schallschutzmaßnahmen wie eine Nachtstromabschaltung.
Ich sorge mich wegen der Lautstärke, die von Ultranet ausgehen wird
Die gültige Immissionsschutzverordnung setzt für reine Wohngebiete enge Grenzwelche, welche Geräuschpegel tagsüber und nachts erlaubt sind. Zu dem Geräuschpegel durch die bestehende 380kV Wechselstromtrasse (im Winter, bei kalter & feuchter Luft), der Autobahn (je nach Wetterlage) und Fluglärm würde ein gerade bei schönem Wetter ein permanenter Geräuschpegel anfallen.
Dieser wird von Martin Weber, Leitungsbauexperte beim Schweizer Stromnetzbetreiber Swissgrid als „besonders störend“ beschrieben, „Wie heißes Fett, das in einer Pfanne prasselt“.
Auch der Bundesnetzagentur ist dieses Thema bekannt: die Geräuschentwicklung von Ultranet werde „sicher noch ein Thema werden“. Quelle
Die Bundesnetzagentur plant die Grenzwerte für betroffene Orte zu erhöhen - damit würden betroffene Orte wie Industriegebiete behandelt werden! Als Erklärung dafür wird angegeben, dass betroffene Bürger ja bereits durch die Bestandstrasse belastet seien.
Geräuschentwicklung: "Ungeachtet dessen muss die Auswirkungsprognose den Anforderungen einer wirksamen Umweltvorsorge i.S.d. § 1 UVPG Rechnung tragen und sich nicht ausschließlich an der Einhaltung gesetzlicher Grenzwerte orientieren." (Festlegung für die Unterlagen nach § 8 NABEG, S. 14) Ich widerspreche hiermit eindeutig der Formulierung, dass wir als Anwohner in vollem Umfang bezüglich der neuen Belastungen vorbelastet sind. Die Korona-Effekte, die bei der Bestandsleitung zu Lärm führen, sind vor allem bei feuchtem Wetter hörbar. Die neue Verwendung wird hingegen bei anderen Bedingungen (trockenem Wetter) zu hörbarem Lärm führen. Wo als Anwohner der erste Fall hinnehmbar war, da man sich überlicherweise Innen aufhält, ist es bei der neuen Belastung eine wirkliche Belastung, die hinzukommt. Diese Art der Belastung war bis vor kurzem unbekannt und konnte bei der Wahl des Wohngebiets nicht berücksichtigt werden. Somit überlagern sich beide Lärmarten nicht – sie ergänzen sich zu einer umfassenden Lärmbeeinträchtigung. Rein physikalisch stellt der Lärm einer Wechselspannungsübertragungsleitung eine andere Art von Lärm dar als es die Geräuschentwicklung bei einer Höchstspannungsgleichstromübertragung ist. Insoweit kann nicht von einer Vorbelastung gesprochen werden, die in der nachfolgenden Belastung untergeht bzw. von dieser überlagert wird. Zu sprechen ist vielmehr von einer jeweils anderen Art sich nunmehr kumulierender Belastungen. In Anhang A 1.3.1 wird das Beispiel Niedernhausen betrachtet. Die Leitung verläuft hier durch ein reines Wohngebiet. Um eine Erhöhung der Lärmgrenzwerte nach der TA-Lärm (35dB(A) für reine Wohngebiete bei Nacht) zu erreichen, wird das Gebiet auf dem die Bestandsleitung steht durch die Vorhabenträgerin Amprion zum Industriegebiet erklärt. Dadurch würde sich eine Gemengelage von Industriegebiet und reinem Wohngebiet ergeben. Von der Bestandsleitung kann nicht auf das Vorliegen einer Gemengelage geschlossen werden! Die Bestandsleitung ist kein "Gebiet" und verläuft nach Bebauungsplan durch reine Wohngebiete (Beispiel: Lenzhahner Weg (Niedernhausen), Schäfersberg (Niedernhausen)) oder allgemeine Wohngebiete. Als Gemengelage bezeichnet die TA-Lärm nicht die kleinräumige Mischung unterschiedlicher Nutzungen, sondern das Aneinandergrenzen von einerseits gewerblich, industriell oder in ihrer Geräuschwirkung vergleichbar genutzten Gebieten und von andererseits zum Wohnen dienenden Gebieten. Im §5.1 der TA-Lärm steht "Eine nachträgliche Anordnung darf nicht getroffen werden, wenn sich eine Überschreitung der Immissionsrichtwerte nach Nummer 6 aus einer Erhöhung oder erstmaligen Berücksichtigung der Vorbelastung ergibt, die Zusatzbelastung weniger als 3 dB(A) beträgt und die Immissionsrichtwerte um nicht mehr als 5 dB(A) überschritten sind." Nach aktuellem Kenntnisstand wird eine Zusatzbelastung von mehr als 3 dB(A) erreicht und auch eine Überschreitung der Grenzwerte von 35dB(A) um mehr als 5dB scheint wahrscheinlich. Die Betrachtung der Vorhabenträgerin scheint nicht eine "worst case", sondern eine "best case" Betrachtung zu sein. Dies geht aus den Analysen von Hedtke, et.al (https://pdfs.semanticscholar.org/66b5/67eb147584210c00f4c36931fee4da13edaa.pdf) hervor. In diesen werden sind die angegebenen Werte der Vorhabenträgerin auffindbar, jedoch mit der Berechnungsmethode, die den niedrigsten Pegel bestimmt. Alle anderen Berechnungsmethoden kommen zu höheren Werten und werden die bestehenden Grenzwerte deutlich überschreiten. Ich stelle hiermit das Ergebnis dieser Analyse in Frage. In jedem Fall werden die Grenzwerte der TA-Lärm (teilweise erheblich) überschritten, daher kann nicht von einer Unerheblichkeit ausgegangen werden. Diese Überschreitung findet alleine durch Ultranet statt, eine Prüfung der Gesamtbelastung findet in diesen Dokumenten nicht statt.
Ich wohne / arbeite in der Nähe der geplanten Ultranettrasse
Laut dem Gutachten der Kanzlei W2K sind Wohn- und Bürogebäude in den Planungsunterlagen nicht als "Ort des dauerhaften Aufenthaltes" definiert und beachtet worden. Dadurch wird Ihnen nicht die gebotene Schutzbedürftigkeit anerkannt.
Ich wohne bzw. Arbeite innerhalb des geplanten Trassenkorridores der Ultranet Trase. Dieser Ort des dauerhaften Aufenthaltes ist in den Planungsunterlagen meiner Ansicht nach nicht ausreichend gewürdigt worden.
Ich fordere die Bundesnetzagentur auf, das Planungsverfahren einzustellen
Das bisherige Planfeststellungsverfahren beinhaltet nach Ansicht der Kanzle W2K zahlreiche Rechtsfehler, so dass der vorgestellte Plan nicht planfeststellungsfähig ist.
Deshalb sollte das bisherige Planfeststellungsverfahren eingestellt und die Notwendigkeit einer HGÜ Trasse grundsätzlich bzw. die Führung der Trasse unter Einbeziehung der zahlreichen Kritikpunkte und persönlichen Betroffenheiten neu geprüft werden.
Wie bereits ausgeführt, bestehen in der Planung zahlreiche Rechtsfehler, welche das Planfeststellungsverfahren unmöglich machen. Deshalb fordere ich das aktuelle Planfeststellungsverfahren einzustellen und über die Notwendigkeit sowie raumverträgliche Trassenkorridore neu zu entscheiden
Alternativ fordere ich die linksrheinische Variante
Die linksrheinische Variante stellt eine deutlich raumverträglichere Variante da, da dort 400m Abstände eingehalten wären. Diese Variante ist nicht ausreichend geprüft und nicht korrekt mit der geplanten rechtsrheinischen Variante verglichen worden.
Alternativ fordere ich die linksrheinische Variante: Alternativenvergleich der rechtsrheinischen Trassen 1a und 1b (r-rh) mit der linksrheinischen Trassen 2a und 2b (l-rh) Auf § 5 NABEG i.V.m. § 16 UVPG wird Bezug genommen. Anhang B Umweltbericht von Amprion GmbH kommt zu folgendem Ergebnis: - Zahl der Umweltziele 456 = 100% - davon nicht „ausreichend operationalisierbar“ 256 = 56 % - davon sonstiges z.B. „kein relevanter Wirkpfad“ 41 = 9 % - verbleiben von den Umweltzielen als „ relevant“ 159 = 35 % - davon das „Schutzgut Mensch“ betreffend 14 = 9 % Fazit: Von 456 Umweltzielen betrafen nur 3% das „Schutzgut Mensch“ von den relevanten Umweltzielen waren es 9%. Erstes vorhabenbezogenes Planungsziel: Nutzung bestehender Freileitungen Quelle: Kapitel 4 Seite 24, 2 Absatz Die Abkürzungserläuterungen zum Umweltbericht sind lückenhaft und teilweise unverständlich. Ich sehe § 8 NABEG verletzt. Gem. Kapitel 4, Seite 4 hat die Amprion GmbH „die Bundesnetzagentur mit Schreiben vom 16.09.2016 darüber verständigt,....grundsätzlich als zu betrachtend vorgegebenen Alternativen von einer vollumfänglichen Prüfung und Darstellung abzusehen“. Der Umweltbericht berücksichtigt daher einseitig die wirtschaftlichen Interessen der Amprion GmbH. Das zeigt der Alternativvergleich. §16 UVPG i.V.m. seiner Anlage 4 sehe ich verletzt. Kapitel 4 Tabellen 4.2.1. und 4.3.1. Die Planungsgrundsätze sind so ausgelegt, daß die Nutzung von Bestandsleitungen zwangsläufig das Ergebnis ist. Siehe auch Anhang A, Tabelle A.1-1. Eine sachneutrale Abwägung zwischen dem rechtsrheinischen und linksrheinischen Trassenverlauf fand nicht statt. Die ökonomische Interessenslage des Netzbetreibers bevorzugt einseitig die rechtsrheinischen Bestandstrassen. Dies wird auch auf der Website der Vorhabenträgerin entspechend dargestellt: Zwar ist der Trassenverlauf wie auch die linksrheinische Variante erwähnt, aber diese wird auf einigen der Grafiken gar nicht mehr dargestellt: (wird in dem Einspruch automatisch eingefügt) Trassenverlauf mit alternativer linksrheinischer Führung Quelle: Screenshot https://ultranet.amprion.net/Projekt/Verlauf/ (wird in dem Einspruch automatisch eingefügt) Trassenverlauf ohne alternative linksrheinische Führung Quelle: https://www.amprion.net/Netzausbau/Interaktive-Karte/ (wird in dem Einspruch automatisch eingefügt) Trassenverlauf ohne alternative linksrheinische Führung https://www.amprion.net/Netzausbau/Aktuelle-Projekte/Ultranet/ Mit dieser Darstellung macht die Vorhabenträgerin klar, dass diese die alternative linksrheinische Trassenführung nicht wie vorgegeben als ernste Alternative prüft. Der Alternativvergleich zwischen rechtsrheinisch (r-rh) Trassen 1a+b versus linksrheinisch ( l-rh) Trassen 2a+b, kommt darauf hin in der Durchschnittsrechnung zu folgenden Ergebnissen, siehe Kapitel 4 Seite 20: - Schutzgut Mensch RWK I+II beträgt r-rh: 2178 zu li-rh:1.158 - die Überspannung: r- rh: 542 zu li-rh: 269 - Natur-und Landschaftsräume: r-rh: 1.560 zu li-rh: 1.229 - avifaunistisch bedeutsame Räume: r-rh: 1.111 zu li-rh: 974 - Waldflächen: r-rh: 3.488 zu li-rh: 3.599 - Flächen mit vorrangiger Nutzung r-rh: 1.816 zu li-rh: 1.536 - Gesamtlänge: r-rh: 169 zu li-rh: 167. Die Ausführung Kapitel 4 Seite 4 im 2. Absatz ist irreführend und nicht zutreffend für ein Abschichtungsverfahren - Riegel: r-rh: 28 zu li-rh: 12 - Überwindung Querriegel RWK II: r-rh: 59 zu li-rh: 52 Ges.-Betroffenheit im gewichteten im Durchschnitt: r-rh: 11.024 zu l-rh: 9.083 Fazit: Die Betroffenheit ist bei der rechtsrheinischen Ultranet-Trasse um 1.941 Bewertungspunke höher als bei einer linksrheinischen Trassenführung. Die Wertung von Amprion negiert das Ergebnis. Die Durchsetzung ihrer wirtschaftlichen Interessen ist maßgebend, z.B.: - Im Gegensatz zur Aussage Kapitel 4, Seite 22, 2. Absatz ist die Zahl der Riegel rechtsrheinisch mehr als doppelt so groß wie linksrheinisch ( 28 zu 12) - lediglich ergibt sich in der Bewertung der Leitungskategorien gem. Tabelle 4.3-5 im Kapitel 4, Seite 24 angeblich ein Vorteil für die r-rheinische Trassenführung, da die bestehenden Freileitungen genutzt werden sollen. Es wird aber nicht analysiert, warum die bestehen Freileitungen linksrheinisch nicht genutzt werden können. Es fehlt eine Raumverträglichkeitsstudie für die linksrheinisch gelegenen Alternativtrassenkorridore. ( § 5 Abs. 1 Satz 4 und 5 NABEG) Ob die Bundesnetzagentur im Rahmen eines Abschichtungsvorganges und der damit verbundenen Grobanalyse die linksrheinische Alternativtrassen als „nicht vernünftig bzw. nicht ernsthaft in Betracht kommend bewerten und ohne weitere Untersuchungen als ungeeignet ausscheiden“ kann, bestreite ich, Kapitel 4, Seiten 2+3. Der dieserhalb zitierte § 14g Abs. 1Satz 2 UVPG stammt aus dem alten UVPG, das heute in dieser Fassung nicht mehr gültig ist. Es konnte aber noch w/§ 74 UVPG angewandt werden (s. Kapitel 5, Seite 1).
Alternativ fordere ich eine Erdverkabelung entlang der A3
Eine Bündelung der Trassen, also eine Erdverkabelung entlang der A3 wäre raumverträglicher und ist laut LEP (Landesentwicklungsplan des Landes Hessen) vorgegeben.
Der LEP (Landesentwicklungsplan Hessen) fordert eine Zusamenlegung der Infrastruktur, z.B. für Autobahnen, Erdgastransport und Stromtrassen. Deshalb fordere ich alternativ eine Erdverkabeluung entlang der A3, da dort nur 2,5m Abstand zur Autobahn eingehalten werden müssen. Meine Forderung setzt basiert auf der Forderung des Rheingau-Taunus-Kreises sowie der Städte bzw. Gemeinden Idstein, Niedernhausen und Eppstein. Deren Trassenvorschlag könnte analog für Hofheim weitergeführt werden.
Alternativ fordere ich eine Erdverkabelung mit 400m Abstand zur Wohnbebauung
Neue HGÜ Trassen werden mit einem Abstand von mindestens 400m um Wohnbebauung geplant. Da die Ultranettrasse als Erweiterung einer vorhandenen Trasse gewertet wird, soll dieser Schutzabstand hier nicht gelten. Der Wert von 400m stammt u.a. aus dem LEP (Landesentwicklungsplan Hessen)
Ich fordere Sie auf, auch bei der Ultranettrasse den im LEP angegebenen Abstand von 400m zu Wohnbebauung einzuhalten. 5.3.4-5 (Z) Höchstspannungsfreileitungen zur Übertragung von Dreh- oder Gleichstrom (Stromübertragungsleitung) mit einer Nennspannung von 220 kV und mehr sind so zu planen, dass ein Abstand: - von 400 m zu Wohngebäuden und Gebäuden vergleichbarer Sensibilität, insbesondere Schulen, Kindertagestätten, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, eingehalten wird, die im Geltungsbereich eines Bebauungsplans oder im unbeplanten Innenbereich im Sinne des § 34 Baugesetzbuch liegen und wenn diese Gebiete vorwiegend dem Wohnen dienen und - von 200 m zu Wohngebäuden eingehalten wird, die im Außenbereich im Sinne des § 35 Baugesetzbuch liegen. Dass der Gesetzgeber für alle übrigen Gleichstromvorhaben die Erdverkabelung dann vorschreibt, wenn die Freileitung in einem Abstand von weniger als 400 m zu Wohngebäuden errichtet werden soll, wird sicherlich seinen guten Grund haben. Insbesondere dann, wenn die Erdverkabelung, worauf die Vorhabenträgerin wiederholt hinweist, mit deutlich höheren Kosten verbunden ist, bedarf es einer Rechtfertigung des gesetzlichen Verbots von Freileitungen in diesen Bereichen. Insbesondere dann, wenn die Auswirkungen durch Überlagerung von elektrischen und magnetischen Gleich- und Wechselfeldern kaum erforscht ist, kann der Kostenfaktor nicht höher wiegen als die menschliche Gesundheit, zumal keinerlei Erkenntnisse darüber vorliegen, wie hoch die Kosten durch die Verschiebung von Masten sowie höheren und zusätzlichen Masten im Verhältnis zu einer nur abschnittsweisen Erdverkabelung im Bereich von Ortslagen liegen. Die diesbezüglichen Ausführungen der Vorhabenträgerin erschöpfen sich abermals in pauschalen Behauptungen, ohne dass sich diese verifizieren lassen.
Alternativ fordere ich eine Erdverkabelung auf der Bestandstrasse
Eine mögliche Variante einer verträglicheren Trassenführung stellt die Erdverkabelung auf der Bestandstrasse dar.
Falls die vorangegangenen Punkte nicht durchsetzbar sind, fordere ich eine Erdverkabelung auf der Bestandstrasse. Das fehlende „E“ in der Anlage zu §1 Abs.1 BBPLG/Ultranet bedeutet kein Verbot der Erdverkabelung. Pilotprojekte (s. § 2 Abs.2 und Anlage zu §1, Abs. 1 BBPLG, §12b Abs.1. Ziffer 3a EnWG) können keine Bestandsobjekte sein und sind als Neubau gem. §2, Abs.2 EnLAG zu bewerten. Das trifft insbesondere auch wegen der neuen Hybrid-Technologie mit großflächigen Konverteranlagen zu. Daraus folgt die Forderung, 400m Freileitungs-Abstand von Wohngebäuden gem. §3, Abs.4 BBPLG und i.V.m. § 3.2.1.2. der 26 BImSchVVwV einzuhalten.Das NOVA – Prinzip kann nicht die rechtliche Grundlage dafür sein, dass das Pilotprojekt Ultranet unter Missachtung der anwendbaren Gesetze und Verordnungen durchgesetzt wird. Das NOVA-Prinzip steht unter dem Vorbehalt, dass vorhandene Trassen nur geringfügig angepasst werden müssen. Wesentliche Änderungen schließen den Vorrang bestehender Trassen aus. Es wird nicht hinreichend begründet, warum bei Ultranet die „Erdkabelsysteme für Dreh- und Gleichstrom nicht umgekehrt nutzbar sind“ im Gegensatz zu den Höchst-gleichstromvorhaben gem. Anlage zu §1 Absatz 1 BBPLG Vorhaben Nr. 1, 3, 4,5. Siehe Kapitel 3, Seite 18. Trotz der Nutzungserweiterung des Gleichstromleitung auf Wechselstromleitung und damit Ausgestaltung als Wechselstromleitung auf ein- und derselben Leitung i.V.m. der Umschaltoption und trotz der planungfestellungsbedürftigen Änderung der Bestandsleitung aufgrund der massiven baulichen Eingriffen wie Masterhöhungen und –verstärkungen aufgrund erheblicher Lastzunahmen durch Seilverstärkungen will die Vorhabenträgerin das Vorhaben Ultranet gem. Nr. 2 der Anlage zu §1 Abs. 1 des BBPLG umsetzen. Die Vorhabenträgerin hat bisher völlig übersehen, sich im Rahmen der Abwägung mit einer alternativen Erdverkabelung planerisch, konstruktiv und ökonomisch qualifiziert auseinanderzusetzen. Die Ausführungen der Vorhabenträgerin u.a. im vorgezogenen Alternativvergleich und die Unterlagen gem. § 8 NABEG sind nicht geeignet, eine Alternativprüfung gem. § 5 Abs. 1 S. 4 NABEG in Bezug auf Erdverkabelung und linksrheinischer Trassenführung durchzuführen. Die Vorhabenträgerin hat unter Voranstellung ihrer ökonomischen Interessen das Abschichtungsverfahren in eigenem Interesse angewandt.
Alternativ fordere ich eine Verschwenkung rund um Wildsachen und Langenhain
Mit einer Verschwenkung der Bestandstrasse inkl. Ultranet in Richtung A3 könnte der 400m Mindestabstand zur Wohnbebauung geschaffen und die Akzeptanz in der Bevölkerung erheblich erhöht werden.
Lila = geforderte Trasse, schließt an die von Eppstein geforderte Verschwenkung an.
Rot = 400m Abstand um Wohnbebauung
Blau = Stadtgebietsgrenzen Eppstein & Hofheim
Masten = Bestandstrassen
Falls die vorangegangenen Punkte nicht durchsetzbar sind, fordere ich die eine Verschwenkung der Bestandstrasse inkl. Ultranet in Richtung A3, wie es auch von der Bürgerinitiative in Wildsachsen und Langenhain gefordert wird. Damit würde der 400m Mindestabstand zur Wohnbebauung geschaffen und die Akzeptanz in der Bevölkerung erheblich erhöht werden. (wird in dem Einspruch automatisch eingefügt)
Alternativ fordere ich eine kleinräumige Verschwenkung um Niedernhausen.
Eine kleinräumige Verschwenkung innerhalb von Niedernhausen stellt eine Option da, wenn andere Varianten nicht umgesetzt werden können. Damit könnte ein höherer Abstand zur Wohnbebauung und Erdverkabelung möglich sein.
Falls die vorangegangenen Punkte nicht durchsetzbar sind, fordere ich alternativ eine kleinräumige Verschwenkung innerhalb von Niedernhausen, mit der eine raumverträglichere Nutzung möglich ist. Diese Möglichkeiten der Trassenführung sollten möglichst als Erdverkabelung und mit 400m Abstand zu Wohngebäuden durchgeführt werden. Diese Varianten sind meiner Meinung nach nicht genügend geprüft worden. (wird in dem Einspruch automatisch eingefügt) Diese Variante als Erdverkabelung zwischen Niedernhausen und Oberjosbach würde innerhalb des gesetzten Korridors bleiben.
Meiner Meinung nach wird das 'Schutzgut Mensch' nicht ausreichend gewürdigt
Auf das "Schutzgut Mensch" wurde in den Planungsunterlagen unzureichend eingegangen.
Gesundheit und Umweltbelastung Unzulässige, das Schutzgut Mensch vernachlässigende Wertungen Die von der Vorhabenträgerin zur Ungefährlichkeit dieser Technik vorgebrachten Erklärungen sind unvollständig zitiert, fehlerhaft, sachlich nicht nachvollziehbar und verharmlosend. Sie sind deshalb als unzureichend zurückzuweisen. Die folgenden Ausführungen sollen dies an einigen Beispielen belegen. 1.) Als Zeichen der Unbedenklichkeit zitiert die Vorhabenträgerin Amprion in Abschnitt 5.2.1.2.1 des Hauptdokuments (Schutzgut Menschen einschließlich der menschlichen Gesundheit) aus einer Empfehlung der Strahlenschutzkommission (SSK) aus dem Jahr 2013, dass elektrische und magnetische Gleichfelder keine direkten gesundheitlich relevanten Wirkungen erzeugen. Sie verschweigt allerdings, dass die SSK in demselben Bericht darauf hinweist, dass die gemachte Aussage auf einer begrenzten Datenlage basiert und lediglich den heutigen Kenntnisstand wiedergibt. Auf S.28 dieses Berichts wird folgende Empfehlung gegeben: Angesichts der zu erwartenden Immissionen durch elektrische und magnetische Felder von HGÜ-Leitungen und bestehender Regelungslücken spricht die SSK folgende Empfehlungen aus: -	Die SSK empfiehlt, die elektrischen Gleichfelder von HGÜ-Leitungen mit dem Ziel der Vermeidung gesundheitlicher Beeinträchtigungen oder erheblicher Belästigungen zu begrenzen und bei multipler Exposition durch elektrische Gleich- und Wechselfelder eine gewichtete Summation der Einzelbeiträge vorzunehmen. -	Die Angabe von belastbaren Schwellenwerten für Wahrnehmungs-, Belästigungs-, Schmerz- und Gefährdungseffekte ist im Hinblick auf die begrenzte Datenlage, insbesondere hinsichtlich der Anzahl der untersuchten Personen und der Einflüsse von Kofaktoren wie z. B. Ionendichte, derzeit nicht möglich. Die SSK empfiehlt daher die Durchführung weiterer Forschungsprojekte zur Wahrnehmung vor allem in Form von Humanstudien unter gut kontrollierten Bedingungen. -	Die SSK empfiehlt, die Netzbetreiber darauf hinzuweisen, mögliche Sekundäreffekte (z. B. Elektroschocks durch Entladung zu oder von leitfähigen Strukturen) durch geeignete, primär konstruktive Abhilfemaßnahmen zu unterbinden. -	Die SSK weist auf die Notwendigkeit des Schutzes von Personen mit magnetisch aktivierbaren Implantaten hin. Um z. B. eine Störbeeinflussung von Herzschrittmachern sicher auszuschließen, wird eine Begrenzung der magnetischen Flussdichte auf 500 µT empfohlen. 2.)	Mit Bezug auf Grenzwerte zitiert die Vorhabenträgerin Amprion im Umweltbericht, Anhang B (Kap. B.1.5 Elektrische/Magnetische Felder und voraussichtliche, erhebliche Umweltauswirkungen) folgende Stelle aus einer Empfehlung der SSK aus dem Jahre 2008 (3) und erweckt damit den Eindruck, dass Schutz und Vorsorge gegen gesundheitliche Beeinträchtigungen gesichert seien: „Insgesamt zeigen die Ergebnisse, dass auch nach Bewertung der neueren wissenschaftlichen Literatur keine wissenschaftlichen Erkenntnisse in Hinblick auf mögliche Beeinträchtigungen der Gesundheit durch niederfrequente elektrische und magnetische Felder vorliegen, die ausreichend belastbar wären, um eine Veränderung der bestehenden Grenzwertregelung der 26. BImSchV und der Grenzwertempfehlung der EU-Ratsempfehlung zu rechtfertigen. Es ergeben sich auch keine ausreichenden Gründe, um die Einführung zusätzlicher verringerter Vorsorgewerte zu empfehlen.“ Es wird aber verschwiegen und muss ebenso festgehalten werden, dass derselbe SSK-Bericht auf S.4 sagt: Die SSK stellt fest, dass die Bedeutung von ortsfesten Gleichstromanlagen zur Energieversorgung künftig zunehmen wird und derzeit Referenzwerte sowie Grenzwertregelungen für Gleichstrom- Energieversorgungsanlagen fehlen. Mit dem Ziel, Schutz und Vorsorge gegen gesundheitliche Beeinträchtigungen bei Gleichstrom- und Hybridleitungen vorzutäuschen, wird diese Quelle älteren Datums unvollständig zitiert; die besagten Zitate zur völlig anders wirkenden Gleichstromtechnik werden verschweigen. Die zitierte Quelle der SSK aus 2008 befasst sich dabei hauptsächlich mit Empfehlungen für Wechselstrom 50Hz und 162/3Hz und nicht mit Höchstspannungs-Gleichstromübertragung. 3.)	Im Umweltbericht, Anhang B (Kap. B.1.5 Elektrische/Magnetische Felder und voraussichtliche, erhebliche Umweltauswirkungen, Seite 4) wird folgende Aussage getroffen: „Auch bei neurodegenerativen Erkrankungen kann durch die größte aktuelle Studie (FREI ET AL., 2013) kein Zusammenhang zwischen dem Erkrankungsrisiko und der Nähe eines Wohnortes zu Hochspannungsleitungen aufgezeigt werden.“ Auf einem von der BNetzA im Feb. 2017 in Frankfurt einberufenen Technikdialog stellte Frau Dr. Ziegelberger vom BfS die statistische Auswertung eines Schweizer Sterberegisters in Form eines Diagramms vor (HUSS/2008). Nach dieser Darstellung liegt die Sterberate für Alzheimer- und Demenzerkrankte für einen 75-Jährigen, der 15 Jahre in weniger als 50m von einer Höchstspannungsfreileitung wohnt, doppelt so hoch, als würde er in 600m Entfernung wohnen. Dies widerspricht der Aussage der oben zitierten Untersuchung. Bei der Bewertung der Ungefährlichkeit von Elektrischen/Magnetischen Felder im Umweltbericht ist es zwingend notwendig, dass auch diese Studie Erwähnung findet. Da Vertreter der Vorhabenträgerin bei besagtem Technikdialog anwesend waren und ihr diese Untersuchung bekannt sein muss, mutet es an, dass Gutachten und wissenschaftliche Beurteilungen dem Vorhaben gerecht gewählt werden und nicht zum Schutz des Menschen ausgewählt und ausgelegt werden. Mit der einseitigen Auswahl von Untersuchungsergebnissen, die den Belangen der Vorhabenträgerin genehm sind, wird irrig der Eindruck erweckt, dass es keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen gibt. Außerdem muss festgestellt werden, dass in der zitierten Studie (FREI ET AL., 2013) es unter Conclusions zwar heißt: „Overall, we did not observe an increased risk of neurodegenerative diseases among persons living close to power lines….”. Was der Widergabe und Beurteilung der Vorhabenträgerin entspricht. Diese Aussage wird jedoch in besagter Studie einige Zeilen tiefer wie folgt eingeschränkt: “We found some weak suggestions that ELF-MF exposure might increase the risk of Alzheimers disease when diagnosed by the age of 75 years”. Im Mittelpunkt der Gegenüberstellung dieser beiden Untersuchungen (FREI/HUSS) steht nicht das Ausmaß der gesundheitlichen Auswirkungen einer Höchstspannungsfreileitung, sondern vielmehr die Unsicherheit bei der Beurteilung von unklaren, gesundheitlichen Beeinflussungen beim Betrieb von Höchstspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ) in stark besiedelten Wohngebieten, sowie bei Hybridbetrieb von Gleich- und Wechselstrom. Aus diesem Grund wird auf die Feststellung der BfS auf seiner Homepage und in Korrespondenzder BfS an Bürgerinitiativen: „Die Grenzwerte der 26. Bundesimmissionsschutzverordnung (26. BImSchV) schützen vor allen nachgewiesenen gesundheitlichen Risiken statischer und niederfrequenter elektrischer und magnetischer Felder, die von Stromleitungen ausgehen. Es gibt jedoch wissenschaftliche Hinweise auf mögliche gesundheitliche Wirkungen unterhalb der bestehenden Grenzwerte und weitere offene Fragen, die im Forschungsprogramm "Strahlenschutz beim Stromnetzausbau" geklärt werden müssen.“ Die das Schutzgut Mensch betreffenden Bewertung im Umweltbericht der Vorhabenträgerin ist in Gänze abzulehnen, da die gebotene Rücksicht für die Unversehrtheit des Schutzguts Mensch nicht gegeben ist.
Ich sorge mich um die zu erwartenden elektrostatischen Aufladungen
Die elektrostatischen Aufladungen können gravierende Folgen haben. Falls Sie sich gelegentlich oder regelmäßig in der Nähe der geplanten Trasse aufhalten, kann dieses Thema in Ihrem Einspruchschreiben verwendet werden.
Einspruchstext:
Elektrostatische Aufladung Es kommt im Einflussbereich von elektrostatischen Feldern zu elektrostatischer Aufladung. Vor allem leitende Materialien, die eine Fläche senkrecht zu den Feldlinien bilden, sind schwebende Elektroden (engl. floating electrodes), die sich im Falle eines plötzlichen Erdschlusses (Berührung durch Menschen) entladen können. Diese Ladungsmenge ist nicht unerheblich und kann in vorliegenden Fällen Grenzwerte überschreiten (Überschlagsberechnung siehe unten). Aus Hofheim-Wildsachsen wird berichtet, dass unter augenblicklichen Bedingungen Bewohner Dachflächenfenster nur mit Handschuhen öffnen können. Weitere mögliche Gefahrensituationen können bestehen bei: - Beeinflussung der Zündenergie von Gasthermen und ähnlichen Ausrüstungen bei nicht ausreichendem Abstand zur Wohnbebauung - Funkenbildung und Brandgefahr bei einem im kritischen Bereich einer Gleichstromleitung abgestellten, aus Metall bestehenden Fahrzeug mit zu niedrig leitfähigen Reifen. Ein Feldbrand wurde kürzlich durch Funkenbildung mit Mähdrescher ausgelöst. Der Bahndammbrand bei Siegburg entstand laut augenblicklichem Kenntnisstand ebenfalls durch Funkenbildung. Die Unterlagen der Vorhabenträgerin sind unvollständig, da Untersuchung und Berücksichtigung derartige Fälle fehlen. Eine Planfeststellung von Vorhaben 2, Abschnitt D ist daher abzulehnen.
Ich widerspreche der Aussage, dass es durch die Bestandstrasse der 380 kV Wechselstromleitung eine Vorbelastung gibt, welche das Schutzniveau der Betroffenen durch Ultranet senkt.
Nach Ansicht der Vorhabenträgerin ist die Schutzbedürftigkeit der Bürger, welche im 400m Korridor wohnen, arbeiten und zur Schule / in den Kindergarten gehen, reduziert, da es durch die bestehende 380kV Trasse eine Vorbelastung gibt.
Aus diesem Grund seien auch Geräuschpegel und Emissionen auf der Level eines Industriegebietes in einem reinen Wohngebiet zu aktzeptieren.
Ich widerspreche der Aussage, dass es eine Vorbelastung durch die Bestandstrasse der 380 kV Wechselstromleitung gibt. Ein Bezug zu der Wechselstromtrasse kann nicht hergestellt werden, nur weil es auch ein Kabel ist, da sich die physikalischen Effekte fundamental unterscheiden. Der aus der bestehenden Leitung abgeleitete Bestandsschutz entfällt wegen der maßgeglichen Änderung der Technologie der Stromübertragung durch die Vorhabenträgerin Amprion mit einer HGÜ (Hochspannungsgleichstrom-Übertragung) Leitung. Lärm: Der Lärm entsteht bei der Wechselstromleitung bei feuchtem Wetter, während bei der Gleichstromleitung trockene Bedingungen vorherrschen. Dies ist eine fundamental andere Ausgangslage. Elektromagnetische Felder: Die Wechselfelder wirken sich auf die Umwelt vollständig anders aus als die Gleichfelder. Während durch die alternierende Spannung des Wechselfeldes eine regelmäßige Umpolung, und somit ein zeitlich gemittelter Ausgleich der anliegenden Kräfte stattfindet, ist das Gleichfeld dauerhaft einseitig belastend. Das bedeutet, dass Materialien in der Umgebung der Felder angegriffen werden. Dies ist auch der Grund für einen größeren Wartungsaufwand der Masten. Im Gegensatz zu den Wechselfeldern ist die hier geplante Feldanordnung nicht geprüft und auch eine Wechselwirkung auf Umwelt und Menschen muss untersucht werden. Es ist unbestritten, das Wechselfelder in den menschlichen Körper eindringen, bei den Gleichfeldern wird dies bestritten. Dies ist jedoch m.E. nach ungenügend geprüft, da auch der Ionenstrom zu potentiellen Feldern im Körper führen kann, auch wenn sie noch so klein sind. Eine Änderung der Feldkonfiguration zieht den Verlust des Bestandsschutzes nach sich und muss als Neuplanung betrachtet werden! Bestandsschutz gilt nur dann, wenn ein Untrennbarer Zusammenhang der Funktionen von Bestand und Neubau besteht, wenn bauliche Erweitung (Neubau) nicht zu einer erheblichen Kapazitätserweiterung des Bestands führt. Dahingehend endet der Bestandsschutz, wenn der Bestand über notwendige Unterhaltungs- und Instandssetzungsmaßnahmen hinaus verändert wird. Dies trifft aus unserer Sicht zu, da zur Verwendung der Leitung als HGÜ-Leitung zusätzliche Konverterstationen notwendig werden, um die Leitung in der gewünschten Form zu betreiben. Des Weiteren geht die Anpassung der Isolatoren zur Verwendung der HGÜ-Leitung ebenfalls pber eine notwendige Instandssetzungsmaßnahme hinaus. Wie bereits weiter oben ausgeführt, sind die physikalischen Effekte ebenfalls andere, auch wenn diese mit dem bloßen Auge nicht unbedingt erkennbar sind.
Meiner Meinung nach wird das Grundgesetz zu meinen Lasten verletzt
Artikel 3 des Grundgesetztes sieht eine Gleichbehandlung aller Bürger vor, Artikel 2 des Grundgesetzes das Recht auf körperliche Unversehrtheit
Verletzung des Grundgesetzes § 2 BBPLG bezeichnet 5 Höchstspannungsleitungen als Pilotprojekte. Ebenso § 12b Abs.1 Nr. 3a EnWG. Für 4 Leitungen ist Erdverkabelung vorgesehen. Nur für Ultranet gilt dies nicht. Mit der Erdverkabelung gem. § 2, Abs. 5 BBPLG soll die Bevölkerung vor den besonderen Risiken einer HGÜ-Leitung geschützt werden, s. § 2 UVPG. Diese Vorsichtsmaßnahme gilt für Ultranet nicht. Vielmehr potenzieren sich die Risiken jetzt noch, da auf einer Freileitung neben 380 kV Wechselstrom nunmehr 760 kV Gleichstrom aufgelegt werden sollen. Die Freileitung wird zur Hybridleitung. Dieses Pilotprojekt mit unbekannten Risiken ist weltweit bisher einmalig. Mit der HGÜ-Leitung sind erhebliche nicht erforschte Risiken verbunden: - s. Drucksache 18/5948 Deutscher Bundestag u.a. Seite 21: erhöhtes Risiko für Kinder, an Leukämie zu erkranken, Seite 151: Dazu ist anzumerken, daß die 26.BImSchV für Gleichstromanlagen bis dato keine gesetzlichen Grenzwerte für die auftretende elektrische Feldstärke definiert (sondern nur für die magnetische Flussdichte), Seite 167: negative Auswirkungen auf Implantate. - s. Strahlenschutzkommission, Schreiben der SSK vom 14.08.2014 im Bundesanzeiger, ferner Beratungsergebnisse auf der 263. Sitzung in 09/2013: Die Durchführung weiterer Forschungsprojekte von Humanstudien wird empfohlen. - Ebenso die Veröffentlichung des „Bundesamt für Strahlenschutz (BfS)“ in 2015 und auf seiner Sitzung am 27.01.2016, dass weitere Forschungsprogramme zu erfolgen hätten, um die Risiken von Ultranet bewerten zu können. - Schreiben des „BfS“ vom 26.11.2016 an die Bundesnetzagentur - kritische Ergebnisse der Studie University of Bristol (Henshaw): Koronareffekt. - Kapitel 3, Seite 18 der Antragsunterlagen von Amprion weist auf „die Notwendigkeit zügig Erfahrungen mit der Hybridtechnologie zu sammeln“ hin. Das steht im Widerspruch u.a. zu § 2 UVPG: Mit dem „Schutzgut Mensch“ sind keine zügigen Erfahrungen zu machen, es ist zu schützen. Ist das „Schutzgut Mensch“ im Vorhaben Ultranet von geringerer Bedeutung als in den anderen betroffenen Bundesländern? - Ich sehe Art. 3 GG (Gleichbehandlungsgrundsatz) verletzt. - Ich sehe Art. 2 GG (Recht auf körperliche Unversehrtheit) verletzt, wenn Bewohnern den Risiken von Pilotprojekten ausgesetzt werden sollen, deren Risiken bisher nicht hinreichend erforscht wurden. In diesem Zusammenhang steht auch die Verletzung des Art 20a GG (Vorsorgeprinzip des Staates).
Meiner Meinung nach wurden nicht genug Messwerte erstellt
Nur 4 Messpunkte auf 110 km Trassenlänge sind zu wenig.
Zu geringe Anzahl von Imissionsorten nach 26. BImSchV Die Vorhabenträgerin hat nur 4 Imissionsorte auf der langen Strecke von 110 km durch viele Ortschaften untersucht. Hiermit liegt ein Verstoß gegen § 3a S. 1 Nr.1 vor. Die 26 BImSchV fordert, dass alle Orte im Einwirkungsbereich zu untersuchen sind, „die zum dauernden oder vorübergehenden Aufenthalt von Menschen bestimmt sind“. Ein von der BImSchV geforderte Minimierungskonzept für diese Orte hat die Vorhabenträgerin nicht vorgelegt. Das trifft für jeden denkbaren Trassenverlauf zu. Die Unterlagen zu dem Minimierungsgebot sind ungenügend. Für die linksrheinische Trassenalternative fehlen sie vollständig. Auf dieser Grundlage kann die Bundesfachplanung nicht ordnungsgemäß durchgeführt werden.
Ich möchte mich mit einem individuellen Text äußern
In diesem Bereich können Sie sich individuell äußern. Sind Sie bsp. Träger eines Herzschrittmachers oder anderer Implantate? Außerdem können Sie Bildmaterial (png oder jpg Format) anhängen.
Hier können Sie am PC mit Ihrer Maus oder an einem Tablet Computer mit Ihrem Finger unterschreiben. Dies ist optional, der Einspruch ist auch ohne diese Unterschrift gültig.

References: § 14
 § 14
 § 14
 § 2
 § 14
 § 14
 § 14
 § 2
 § 9
 § 9
 Art. 14
 Art. 2
 § 2
 § 3
 § 9
 § 9
 Art. 14
 Art. 2
 § 2
 §3
 § 1
 § 8
 §5
 § 5
 § 16
 § 8
 §16
 § 5
 § 14
 § 34
 § 35
 §1
 § 2
 §1
 §12
 §2
 §3
 § 3
 §1
 §1
 § 8
 § 5
 § 2
 § 12
 § 2
 § 2
 § 2
 Art. 3
 Art. 2
 § 3