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Timestamp: 2019-11-16 01:47:21+00:00

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BVerwG, 07.06.2001 - 4 CN 1.01 - dejure.org
https://dejure.org/2001,213
BVerwG, 07.06.2001 - 4 CN 1.01 (https://dejure.org/2001,213)
BVerwG, Entscheidung vom 07.06.2001 - 4 CN 1.01 (https://dejure.org/2001,213)
BVerwG, Entscheidung vom 07. Juni 2001 - 4 CN 1.01 (https://dejure.org/2001,213)
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Naturschutzgebiet "Königsbrücker Heide"
§ 47 VwGO, eine Gemeinde ist grundsätzlich antragsbefugt für eine Normenkontrolle einer naturschutzrechtlichen Verordnung, die ihr Gebiet erfaßt (Einschränkung ihrer planerischen Freiheit), grundsätzliche Bejahung auch des Rechtschutzinteresses;
§ 1 Abs. 3 BauGB, ...
Naturschutzgebiet; Planungshoheit; Naturschutzverordnung; Bebauungsplan; Antragsbefugnis; Rechtsschutzinteresse.
Naturschutzgebiet - Planungshoheit - Naturschutzverordnung - Bebauungsplan - Antragsbefugnis - Rechtsschutzinteresse
VwGO § 47 Abs. 2 Satz 1 (n.F.); BNatSchG § 12
Umweltrecht - Normenkontrolle: Gemeinde antragsbefugt gegen NaturschutzVO?
Klagebefugnis einer Gemeinde gegen naturschutzrechtliche Verordnung; Zulässigkeit gemeindlicher Verkehrspolitik
§ 47 Abs. 2 Satz 1 VwGO; § 12 BNatSchG
NaturschutzVO/Normenkontrollverfahren/Antragsbefugnis/Gemeinde/Fachplanung und gemeindliche Planungshoheit
(RA Dr. Caspar David Hermanns)
OVG Sachsen, 02.11.2000 - 1 D 116/98
BVerwGE 114, 301
NVwZ 2001, 1280
NJ 2001, 606
DÖV 2002, 75
BauR 2002, 1845
BauR 2002, 282
ZfBR 2002, 70
Die Frage, ob von einer Gemeinde geltend gemachte Belange unter dem genannten Aspekt abwägungsbeachtlich sind, betrifft im Streitfall in aller Regel - so auch im vorliegenden Fall - nicht die Zulässigkeit der von ihr eingelegten Rechtsbehelfe, sondern deren Begründetheit (vgl. zur Normenkontrolle BVerwG, Urteil vom 7. Juni 2001 - BVerwG 4 CN 1.01 - BVerwGE 114, 301 ).
Die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts zum Bau- und Fachplanungsrecht geht demgegenüber davon aus, dass die Beachtlichkeit geltend gemachter Belange einer Gemeinde in aller Regel nicht die Zulässigkeit des eingelegten Rechtsmittels, sondern dessen Begründetheit betrifft (…Beschluss vom 5. November 2002 a.a.O.; Urteil vom 7. Juni 2001 - BVerwG 4 CN 1.01 - BVerwGE 114, 301 ;… Urteil vom 27. März 1992 a.a.O., insoweit nur abgedruckt in Buchholz 451.22 AbfG Nr. 48; Urteil vom 30. September 1993 - BVerwG 7 A 14.93 - Buchholz 442.08 § 36 BBahnG Nr. 23).
Zwar ist auch von einer Beeinträchtigung der Planungshoheit durch Vorhaben der Fachplanung auszugehen, wenn kommunale Einrichtungen der Daseinsvorsorge hiervon erheblich betroffen werden (Urteil vom 7. Juni 2001 a.a.O; Urteil vom 26. Februar 1999 - BVerwG 4 A 47.96 - Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 148).
Die Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts zum Bau- und Fachplanungsrecht geht demgegenüber davon aus, dass die Beachtlichkeit geltend gemachter Belange einer Gemeinde in aller Regel nicht die Zulässigkeit des eingelegten Rechtsmittels, sondern dessen Begründetheit betrifft (Beschluss vom 5. November 2002 - BVerwG 9 VR 14.02 - Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 171; Urteil vom 7. Juni 2001 - BVerwG 4 CN 1.01 - BVerwGE 114, 301; Urteil vom 27. März 1992 - BVerwG 7 C 18.91 - Buchholz 451.22 AbfG Nr. 48; Urteil vom 30. September 1993 - BVerwG 7 A 14.93 - Buchholz 442.08 § 36 BBahnG Nr. 23).
BVerwG, 01.07.2004 - 4 BN 28.04
Umfang der Antragsbefugnis einer Gemeinde gegenüber einer über ihr Gemeindegebiet …
Die geltend gemachte Abweichung des angegriffenen Urteils von der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts vom 7. Juni 2001 - BVerwG 4 CN 1.01 - (BVerwGE 114, 301) liegt nicht vor.
Das Bundesverwaltungsgericht hat ausgeführt, dass sich eine Gemeinde bei einem Angriff gegen eine naturschutzrechtliche Verordnung zur Begründung ihrer Antragsbefugnis gemäß § 47 Abs. 2 Satz 1 VwGO grundsätzlich auf ihr Selbstverwaltungsrecht berufen kann (vgl. BVerwGE 114, 301, 304).
Zum Umfang der Antragsbefugnis brauchte es keine Ausführungen zu machen, denn die Gemeinde hatte ihren Antrag auf bestimmte, ihr Gemeindegebiet betreffende Regelungen der Landschaftsschutzverordnung beschränkt (vgl. BVerwGE 114, 301, 303).
Das Gericht hat die Frage, ob eine Kommune insoweit in erster Linie als Gemeinde oder aber als Behörde tätig wird, als überdenkenswert bezeichnet, im Ergebnis aber offen gelassen (vgl. BVerwGE 114, 301, 308).
Etwas anderes gilt dann, wenn der Antragsteller selbst im Falle einer ihm günstigen Entscheidung in absehbarer Zeit daraus keine ihm günstigen Maßnahmen ableiten könnte und die erstrebte Entscheidung in diesem Sinne für ihn letzten Endes mutmaßlich "wertlos" ist (BVerwGE 114, 301, 307).
Es genügt, dass eine Verwirklichung der Ziele der Antragstellerin jedenfalls nicht mit hinreichender Sicherheit ausgeschlossen werden kann (vgl. BVerwGE 114, 301, 308).
Letzteres ist dann der Fall, wenn eine gemeindliche Einrichtung in ihrer Funktionsfähigkeit erheblich in Mitleidenschaft gezogen wird, vgl. etwa BVerwG, Urteil vom 7. Juni 2001 - 4 CN 1.01 -, BVerwGE 114, 301 (305 f.) = juris, Rn. 10, m. w. N., etwa wenn ein kommunaler Kindergarten unzulässigen weil unzumutbaren Immissionen ausgesetzt werden würde.
In der Rechtsprechung des Senats ist - für den Bereich der Straßenplanung - geklärt, dass § 1 Abs. 3 Satz 1 BauGB den Gemeinden die Möglichkeit eröffnet, im Rahmen der Selbstverwaltung das Festsetzungsinstrumentarium des § 9 BauGB für eine eigene "Verkehrspolitik" zu nutzen (Urteile vom 28. Januar 1999 - BVerwG 4 CN 5.98 - BVerwGE 108, 248, 251; vom 7. Juni 2001 - BVerwG 4 CN 1.01 - BVerwGE 114, 301, 306; Beschluss vom 22. April 1997 - BVerwG 4 BN 1.97 - Buchholz 406.11 § 1 BauGB Nr. 91; vgl. auch VGH Kassel…, Urteil vom 15. Dezember 2003 - 9 N 639.02 - juris Rn. 58).
OVG Nordrhein-Westfalen, 18.09.2019 - 11 D 16/15
Klage gegen eine erteilte Plangenehmigung zum Einbau einer Aufzuganlage mit …
BVerwG, 31.05.2002 - 4 BN 27.02
VGH Bayern, 15.09.2005 - 22 N 05.1126
Erforderlichkeit der Festsetzung eines Wasserschutzgebiets zum Schutz des …
VG Kassel, 20.08.2003 - 7 G 2478/02
Art 28 Abs 2 GG, BImSchV 4

References: § 47

§ 1
 § 47
 § 12

§ 47
 § 12
 § 36
 § 17
 § 17
 § 36
 § 47
 § 1
 § 9
 § 1