Source: http://www.klaus-koeppen.de/chronik%20Teil%20II%201892.htm
Timestamp: 2018-11-19 08:22:10+00:00

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Chronik Teil II 1992
Verhandelt; Tangermünde, den 3. Februar 1892
Zu der auf heute durch Zirkular einberufenen ordentlichen Generalversammlung, zu welcher 51 Mitglieder erschienen, wurde folgendes verhandelt.
Rechnungslegung für das Rechnungsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 1891.
Die Jahreseinnahme beträgt inkl. 281,49 Mark Vorschuß 2623,21 Mark, die Ausgabe 2583,39, bleibt als Kassenbestand 39,82 Mark.
Die Rechnungen sind geprüft und dem Rendanten Decharge erteilt.
Für den ausscheidenden Vorsteher Herrn Hubert ist derselbe mit 39 Stimmen wiedergewählt und hat die Wahl angenommen. Kamerad Mendau erhielt 10, Pieper 1 Stimme und Stolle 1 Stimme.
Zum Feldwebel wurde Kamerad Schütze mit 35 Stimmen gewählt.
Zu Oberjägern sind gewählt Herr Pieper und Otto Steinbeck für Steinwarter und Schütze, Herr Pieper mit 25, Steinbeck mit 20 Stimmen.
Für die ausscheidenden Komiteemitglieder: Kamerad Dühl und A. Dölle sind dieselben Dühl mit 30 und Dölle mit 15 Stimmen wiedergewählt.
Es wird dem Schützenverein ein großes Gruppenbild vom Kamerad Junge, die Schießhalle mit sämtlichen Mitgliedern und Ehrenscheiben vorstehend, übergeben dasselbe soll als Ehrengeschenk dem Schützenverein zur Einweihung der neuen Schießhalle und zur Erinnerung dienen. Die Kameraden haben Herrn Junge ihre Anerkennung ausgedrückt. Betreffs der Einrahmung und Verglasung des Bildes wird dem Vorstand die Ermächtigung erteilt, über diese Arbeit mit dem Kamerad Junge in Verbindung zu treten und die Einrahmung bis auf Höhe von 60 Mark bewirken zu wollen.
Für altes Blei von circa 8 Kisten wird dem Kameraden Dölle mit 1,55 Mark der Zuschlag erteilt.
Das aufgestellte Statut mit Majorität angenommen.
Antrag der Statutenänderung wird dahin erledigt, daß eine Kommission aus 9 Mitgliedern gebildet wird, um die Statutenänderung zu beraten, zu dieser Kommission sind folgende Kameraden gewählt: Riepekohl, Hodum, Dühl, Rudolph, Pieper, Junge, Bergemann, Lutzack, Eichelgrün.
Die Kommission wird beauftragt über die Einführung einer bei Festlichkeiten zu tragenden Uniform Vorschläge zu machen.
Tangermünde, den 16. März 1892
Zu der durch Zirkular auf heute einberufenen Generalversammlung sind 44 Mitglieder erschienen.
Vorlage und Genehmigung des neuen Vereinsstatuts. Das neue Statut wurde vorgetragen und eingehend beraten.
Zu § 3 beschließt die Generalversammlung mit allen gegen eine Stimme, diesen Paragraphen dahin abzuändern, daß der 4. Vorsteher als Stellvertreter der Schriftführers fungiert. Ferner wird beschlossen die Zahl der Ausschußmitglieder auf 10 fest zusetzen.
Zu § 8 wird beschlossen den Statuten dahin zu ändern, daß die Ausschließung eines Vereinsmitgliedes wegen begangener Wegekühr nur unter Zustimmung von 5 Ausschußmitgliedern beschlossen werden kann.
Zu § 11 beschließt die Versammlung, den Ganzen zu streichen.
Zu § 15 wird beschlossen, daß zu A nicht nur bescheinigte Krankheit, sondern auch Kameraden im Alter von über 60 Jahren von der Verpflichtung zur Teilnahme an den Aus- und Einmärschen entbindet.
Zu § 16 wird beschlossen die Kosten für die Schießübungen an den Sonntagen nicht aus der Kasse zu übernehmen.
Mit den Bestimmungen den § 23 erklärt sich die Versammlung einverstanden, spricht aber den Wunsch aus, daß durch das Schießreglement bestimmt wird, daß der Scheibenzeiger nach dem Klingeln eine Fahne luftig aufzustellen hat.
Zu § 29 wird beschlossen die Zahl der Offiziere auf 3 (Kommandeur, nebst 2 Offizieren) einschließlich der Adjutanten festzusetzen. Außerdem soll noch eingeschaltet werden der Tambour-Major.
Mit voranlaufenden Maßgaben wird das vorgelegte Statut von der Generalversammlung genehmigt. Der Vorstand wird ermächtigt das Statut in der voranlaufenden Beschlüssen umgebauten Fassung in 300 Exemplaren drucken und jedem Vereinsmitglied ein Statutexemplar gegen Zahlung von 15 Pfennigen aushändigen zu lassen.
Vor der Unterschrift wurde noch beschlossen in der ersten Hälfte des Monats April eine Generalversammlung zur Vornahme der erforderlichen Ergänzungswahlen und noch in diesem Monat eine Generalversammlung zur Vorlegung von Probe-Uniformen einzuberufen.
Verhandelt, Tangermünde, den 29. März 1892
Zu der auf heute durch Zirkular einberufenen Generalversammlung, zu welcher 37 Mitglieder erschienen, wurde folgendes beschlossen.
Vorlage von Probe- Uniformen und Beschlußfassung darüber.
Vorgelegt wurden von Kamerad Fabisch eine dunkelgrüne, von Kamerad Eichelgrün eine hellgrüne Jacke beide werden zum Preise von circa 16 Mark offeriert.
Der Beschluß der Versammlung lautet für Farbe und Model des Kamerad Fabisch, die Mitglieder sind jedoch nicht gebunden, bei den beiden vorgenannten Herrn fertig zu kaufen, sondern können auch den Stoff bekommen und die Jacken bei irgendeinem andern Schneider, aber genau nach Vorschrift anfertigen zu lassen.
Als Kopfbedeckung ist ein Hut angenommen um Preise von 4 Mark und sind dieselben bei Kamerad Grothe zu haben.
Tangermünde, den 25. April 1892
Zu der auf heute durch Zirkular einberufenen Generalversammlung sind 35 Mitglieder erschienen.
Die Wahl wurde durch Stimmzettel vollzogen.
zum Vorsteher Bürgermeister Ulrichs mit 31 Stimmen. Abgegeben waren 35 Stimmen, davon war eine ungültig, 31 auf Bürgermeister Ulrichs gefallen und 2 Stimmen hatte Herr Hubert, eine Herr Mendau.
zum 2. Vorsteher und Stellvertreter des 1. Vorstehers.
Es wurden abgegeben 32 Stimmen. Davon haben erhalten Herr Mendau – 27, Herr Hubert – 2, Herr Junge und Herr Rudolph je eine und eine war ungültig. Somit ist Herr Mendau gewählt.
zum 3. Vorsteher Schriftführer und Rendanten.
Es wurden abgegeben 35 Stimmen. Davon haben erhalten Herr Rudolph – 29, Herr Eichelgrün – 2, Herr A. Dölle, Herr Stolle, Aug. Ernst und Herr Wienecke je eine Stimme. Herr Rudolph ist somit gewählt.
zum 4. Vorsteher und Stellvertreter des Schriftführers.
Es wurden abgegeben 35 Stimmen. Davon haben erhalten Herr Hubert – 21, Herr Fabisch – 11, Herr Wienecke, Herr Stolle, Herr A. Dölle je eine Stimme.
Herr Hubert ist somit gewählt. Die Gewählten nahmen die Wahl an.
Die Wahl wurde durch 35 abgegebene Stimmzettel vollzogen. Gewählt wurden:
Herr Eichelgrün mit 26 Stimmen
Herr Fabisch 26
Herr A. Dölle 25
Herr Riepekohl 21
Herr Junge 20
Herr Hunger 19
Herr Schütze 16
Herr Lütke 16
Herr Perrel 15
Herr Priesmeier 15
Wahl eines Tambour- Majors.
Die Wahl wurde durch Akklamation vollzogen.
Gewählt wurde somit Herr Hodum zum genannten Amte.
Verkauf der übrig gewordenen Segelleinen.
Das höchste Gebot von Mark 26.00 wurde von Herrn Schlossermeister Steinbeck abgegeben und Genannten der Zuschlag von der Generalversammlung erteilt.
Beschlußfassung über das am 3. Pfingsttage d. J. abzuhaltende Königsschießen.
Die Generalversammlung beschließt nach Vorschrift des § 17 des Statuts, am 3. Pfingstfeiertage das Königsschießen in hergebrachter Weise zu feiern.
Ein Mittags- bzw. Abendessen soll nicht stattfinden, auch am Nachmittag soll das Konzert ausfallen, dagegen soll am Abend Konzert und Ball abgehalten werden.
Bezüglich der Feier des Vogelschießens, wird dem Vorstand, dem Ausschuß und dem bisherigen Festkomitee, die näheren Bestimmungen mit der Maßgabe überlassen, daß die Verabreichung eines ½ Faß Bier nicht stattfindet.
Die Generalversammlung beschließt das Holzwerk der Schießhalle in den Tannen und zwar die Außenseiten, derselben dreimal mit guter Ölfarbe streichen zulassen und die Kosten dieses Anstriches bis zur Höhe von 150 Mark aus der Schützenkasse zu bewilligen.
Tangermünde, den 4. Mai 1892
Zu der auf heute einberufenen Versammlung des Vorstandes und des Ausschusses waren sämtliche Vorstandsmitglieder und 7Ausschußmitglieder erschienen. Später erschien noch Herr Perrel.
Beschlußfassung über Erteilung des Zuschlages auf ein Angebot zum Anstrich des Holzwerkes der Schießhalle auf dem Schießplatze in der Stadtforst.
Es sind zu dem auf heute Abend 8 ½ Uhr durch Umlaufschreiben anberaumten Submissionstermins 3 Offerten eingegangen. Dieselben wurden in der heutigen Sitzung eröffnet und durch Vorlesen bekannt gemacht. Hiernach sind gefordert worden.
Vom Maler Stech 170,00 Mark für den 3-maligen Anstrich der äußeren Seiten sämtlicher Holzteile.
Vom Maler Hennig 156,60 Mark für den 3-maligen Anstrich der äußeren Seiten des Holzwerkes und der innen Seiten der acht Fenster, Vorsetzladen und Eingangstüren.
Vom Maler Lenz 150,00 Mark für den 3-maligen Anstrich der sämtliche Holzteile und für den zweimaligen Anstrich der Innenseiten der Fenster, Türen und einmaligen inneren Anstrich der Läden.
Der Maler Hennig, welcher in der Versammlung anwesend ist, erklärt, daß er den 3-mäligen Anstrich mit guter Ölfarbe der sämtlichen von Außen sichtbaren Flächen des Holzwerkes der Schießhalle und für den 2-maligen Anstrich der Innenseiten der Türen, Fenster, Läden und Luken, sowie den Anstrich der Tafel mit der Aufschrift "Schießhalle" im Ganzen 150.00 Mark fordert.
Der Anstrich muß innerhalb einer Frist von vier Wochen vom Tage der Zuschlagerteilung angerechnet vollendet sein, andernfalls wird dem Unternehmer eine Konventionalstrafe von seiner Forderung in Abzug gebracht.
Der Vorstand und Ausschuß erachtet die Offerte es Malers Hennig als die niedrigste, da der Maler Lenz die Innenseiten der Fenster und Türen nur zweimal streichen will. Mit Rücksicht hierauf wird beschlossen dem Maler Hennig den Zuschlag zuerteilen und dem Herrn Hennig die Malerarbeit für den Preis von 150 Mark zu übertragen, was dem Herrn Hennig sofort bekannt gemacht wird, mit dem Bemerken, daß er Anstrich in brauner Ölfarbe auszuführen ist.
Ferner wird beschlossen dem Maler Hennig den Anstrich der Innenseiten der Wände und der Decke der Schießhalle mit einer guten wasserblauen Leimfarbe bzw. mit weißer Leimfarbe für den Preis von 25 Mark zu übertragen.
Es wird eine Kommission bestehend aus den Herrn Dühl, Riepekohl und Junge gewählt, die Kommission wird beauftragt die Ausführung der Malerarbeit zu überwachen und darauf zu achten, daß die Arbeit bedingungsmäßig und gut ausgeführt wird.
Tangermünde, den 20. Mai 1892
In der auf heute anberaumten Versammlung des Vorstandes, des Ausschusses, waren 11 Vorstands- und Ausschußmitglieder erschienen.
Zur Aufnahme hatte sich am 4. Mai d. J. der Lokomotivheizer Schmidt gemeldet. Das Ballotement wurde durch Kugeln vollzogen, Resultat war Nichtaufnahme des Gemeldeten und zwar mit 7 gegen 4 Stimmen bzw. 7 Stimmen gegen die Aufnahme, 4 Stimmen für die Aufnahme.
Beschlußfassung und Abänderung des Schießreglements, auf dem Scheibenstand im Schützenhause.
Die Abänderung des Reglements wird dem Vorstand übertragen, dieser soll die nötigen Abänderungen vornehmen und den Ausschußmitgliedern die Arbeiten zur Genehmigung / Beschlußfassung vorlegen.
Anschaffung einer elektrischen Klingel auf dem Scheibenstand.
Zu den oben genannten 11 Mitgliedern treten noch 2 Ausschußmitglieder, 1 Vorstandsmitglied und 1 Komiteemitglied hinzu.
Die Anfertigung einer elektrischen Klingel wird dem Schlossermeister Steinbeck zum Preise von 10 Mark übertragen, jedoch mit der Bedingung die Batterie beider Anzeigerhütten und über die Glocke eine Kasten anzubringen.
Bewilligung der Kosten zur Reparatur der Scheibe.
Hierauf erklärt sich Herr Riepekohl, A. Steinbeck und Mendau bereit, die Reparatur nach aufgestellten Modell gratis vorzunehmen.
Vorlage des Anschlages über die innere Einrichtung der Schießhalle.
Tischlermeister Riepekohl bringt einen Anschlag über die Anfertigung der inneren Einrichtung der Schießhalle im Betrage von 55,50 Mark, welcher von den Mitgliedern angenommen wird. Die Anfertigung wird dem Tischlermeister Riepekohl und Tenbaner zum angegebenen Preise übertragen, doch mit der Bedingung, daß der Anstrich der Möbel mit einbegriffen ist.
Vergebung des Vogels und der Flatterscheiben an den Mindestfordernden.
Herr Tischlermeister Tenbaner wird die Anfertigung des Vogels zum Preise von 12 Mark und die Anfertigung der Flatterscheiben zum Preise von 7 Mark übertragen.
Ferner wird beschlossen die für die Anfertigung des Vogels verausgabten 12 Mark von den Losverkäufen zu kürzen.
Beschlußfassung über die erhebende Platzmiete beim Vogelschießen auf dem Schießplatze.
Von einer Erhöhung der bis jetzt erhobenen Platzmiete auf dem Schießplatze wird einstimmig Abstand genommen.
Ferner wird Herr Schützenwirt Stolle veranlaßt für ein auf dem Schützenplatze zu errichtendes Zelt Standgeld zu zahlen. Herr Stolle erklärt sich einverstanden dasselbe Standgeld wie jedes andere Schützenmitglied zu zahlen, doch mit der Bedingung, daß ihm der Verkauf von Getränken in der Schießhalle allein überlassen wird.
Beschlußfassung einer rationaleren Verteilung der Prämien beim Königsschießen.
Die Versammlung beschließt.
Dem Schützenkönig den Orden und die festgesetzte Prämie von 15 Mark zu überweisen.
Dem Kronprinzen den Orden und die festgesetzt Prämie von 7,50 Mark zu überweisen.
Dem 3. besten Schützen eine Prämie von 5 Mark
Dem 4. besten Schützen eine Prämie von 4 Mark
Dem 5. besten Schützen eine Prämie von 3 Mark
Dem 6. besten Schützen eine Prämie von 2 Mark
Dem 7. besten Schützen eine Prämie von 1 Mark
Nachträglich wird Herr Priesmeier zum Tambour- Major gewählt, und zwar an Stelle des Herrn Hodum, der die Übernahme dieses Amtes abgelehnt hat. Herr Priesmeier erklärt sich zur Annahme der Wahl bereit.
Tangermünde, den 30. Mai 1892
In der auf heute anberaumten Versammlung des Vorstandes, des Ausschusses und des Komitees waren sämtliche Vorstands-, 5 Ausschuß- und 1 Komiteemitglied erschienen.
Bewilligung der Kosten für zuliefernde Dachdeckerarbeiten (Teeranstrich).
Der zur Versammlung eingeladene Dachdeckermeister Röder, erklärt den Teeranstrich und die kleinen Reparaturen des Daches der Schießhalle zum Preise von 20 Mark zu übernehmen. Die Versammlung bewilligt die Kosten des Teeanstrichs und der Reparaturen einstimmig.
Vorlage des vom Vorstand ausgearbeiteten Schießreglements.
Der Entwurf wurde vorgetragen und nach den Beschlüssen der Versammlung ergänzt. Hierauf wurde das Reglement genehmigt.
Das Reglement soll in Plakatform gedruckt werden.
Tangermünde, den 15. Juni 1892
In der auf heute einberufenen Versammlung des Vorstandes, des Ausschusses und des Komitees sind 5 Vorstands-, 4 Ausschuß- und 5 Komiteemitglieder erschienen.
Es wird beschlossen ein Exemplar des neuen Vereinsstatuts an den Magistrat hier selbst reichen.
Abstimmung über die Aufnahmegesuche des Lokomotivführer Kubel und Müllermeister Ernst durch Ballotement.
Die Abstimmung ergab, daß sowohl Kubel wie Ernst als Mitglied in den Schützenverein aufgenommen sind.
Besprechung über Verteilung der Lose beim Vogelschießen.
Die Lose werden in folgende Prämien eingeteilt:
Serie 1 =001 - 100
Serie 2 =101 - 200
Serie 3 =201 - 300
Serie 4 =301 - 400
Ein Jeder der sich beim Vogelschießen beteiligt, kann aus jeder Serie ein Los vorweg erhalten, werden bei der ersten Auslosung nicht alle Lose gezogen, so werden die übrig bleibenden Lose zu einer 5. Serie genommen, es erfolgt als dann eine anderweitige Verlosung, aus dieser Serie erhält der Teilnehmer diejenige Anzahl, die er über 4 gezeichnet hat.
Es wird beschlossen in der Schießhalle 100 Kleiderhaken anbringen zu lassen, dieselben sind zum Preise von 40 Pf pro Dutzend bei Herrn Mendau käuflich zuhaben.
Tangermünde, den 5. Juli 1892
Zu der auf heute einberufenen Generalversammlung erschienen 38 Mitglieder.
Besprechung und Wahl eines stellvertretenden Offiziers.
Die Wahl des stellvertretenden Offiziers findet nicht statt, dagegen sollen die eventuell fehlenden Offiziere durch Vorschlag des Feldwebels und der Oberjäger ersetzt werden.
Herr Dachdeckermeister Röder erbietet sich die Schießwand gegen ein Entgelt von 6 Mark aufzurichten.
Tangermünde, den 22. Juli 1892
Zu der auf heute einberufenen Versammlung des Vorstandes, des Ausschusses und des Komitees sind 13 Mitglieder erschienen.
Zur Aufnahme meldete sich der Strommeister Lehmann. Das Ballotement wurde durch Kugel vollzogen und Herr Lehmann einstimmig aufgenommen.
Genehmigung der Prämien beim Vogelschießen.
Nach der vorgelegten Kiste wurden 383 Lose verkauft a 50 Pf – zusammen 191,50 Mark.
Laut Abrechnung sind zu verausgaben an Prämie 106,25 Mark, für Holz 73,25 Mark.
Die Vorlage wird genehmigt.
Besprechung über das abzuhaltende Preisschießen.
Hierzu werden 18 Mark aus der Schützenkasse bewilligt. Zur Verteilung sollen gelangen 18 Mark wie folgt.
1. - 4 Mark, 2. - 3,50 Mark, 3. – 3 Mark, 4. – 2,50 Mark, 5. – 2 Mark, 6.- 1,50 Mark, 7. – 1 Mark, 8. – 0,50 Mark. Nach beendigten Preisschießen soll ein Konzert auf Kosten der Beteiligten abgehalten werden. Es wird beschlossen von jedem Schützen 30 Pf Eintrittsgeld zu erheben und hiervon die Kosten des Konzerts zu decken.
Dem Musikdirektor Schumacher wird genehmigt sein Tanzzelt in der Schießhalle auf dem Schützenplatze in den Tannen für den Mietzins von 10 Mark pro Jahr unterbringen zu dürfen. Desgleichen wird dem Schlossermeister gestattet, die Schießhalle zur Aufbewahrung gegen Zahlung von 1,50 Mark zu benutzen.
In der auf heute durch Umlaufschreiben einberufenen Versammlung des Vorstandes und des Ausschusses hatten sich 6 Mitglieder eingefunden.
Besprechung über die Teilnahme am Turnfeste.
Die anwesenden Mitglieder beschließen die Teilnahme am Turnfeste den 27. und 28. August d. J. abzulehnen.
Tangermünde, den 6. September 1892
Zu der auf heute durch Zirkular einberufenen Versammlung des Vorstandes und Ausschusses hatten sich 8 Mitglieder eingefunden.
Aufnahmegesuche des Schützenwirt Konols, derselbe ist durch Ballotement einstimmig aufgenommen.
Dem Schützenwirt Konols wird gestattet sein Zelt in der Schießhalle auf dem Schützenplatze für den Mietpreis von 5 Mark pro Anno unterbringen zu dürfen.
Tangermünde, den 4. November 1892
Zu der auf heute durch Zirkular einberufenen Versammlung des Vorstandes und Ausschusses hatten sich die überstehenden 14 Herrn dazu eingefunden und wurde beschlossen:
Nach Vorlesung der Versäumnisse wird beschlossen für jede in diesem Jahr bei den Ausversehen vorgekommenen Versäumnissen eine Strafe von 50 Pfennig einzuziehen.
Es wird beschlossen im November d. J. ein Konzert mit darauffolgenden Ball zu veranstalten.
Den Tag wird der Vorstand nach seinem Ermessen bestimmen.
Es wurde über das Aufnahmegesuch des Gastwirt Herrn Schwarzlose durch Ballotement abgestimmt. Der Herr Schwarzlose wurde einstimmig aufgenommen
Von der Anpflanzung von Eschen auf dem Schützenplatze wird vorläufig Abstand genommen.
Tangermünde, den 18. November 1892
Zu der auf heute durch Zirkular einberufenen Versammlung des Vorstandes und Ausschusses hatten sich die überstehenden 12 Herrn dazu eingefunden und wurde beschlossen.
Es wurde über das Aufnahmegesuch des Stellmachermeisters Lange durch Ballotement abgestimmt, der Herr Lange wurde einstimmig als Mitglied des Schützenvereins aufgenommen.
Es wurde beschlossen eine Kommission bestehend aus den Herr Dühl, Schütze, Junge, Perrel und Riepekohl zu beauftragen eine Durchforstung, sowie das Ausputze der dem Schützenverein gehörigen Anpflanzung in den Tannen zur Ausführung zubringen und das etwa gewonnene Holz zu verkaufen.
Es wird beschlossen am Dienstag den 22. d. M. ein Konzert- Ball zu veranstalten, für die Konzertmusik werden dem Herrn Schumacher 15 Mark bewilligt.
Tangermünde, den 13. Januar 1893
In der auf heute durch Zirkular einberufenen Vorstands- und Ausschußsitzung erschienen 10 Mitglieder.
Es meldete sich der Speisewirt Wartzack, welcher durch Ballotement einstimmig aufgenommen wurde.
Zu der mit Umlaufschreiben auf heute einberufenen Generalversammlung erschienen 25 Mitglieder.
Wahl zweier Kassenrevisoren.
Die Wahl wurde durch Stimmzettel vorgenommen und zwar wurden die Herrn Hodum und Bergemann mit je 12 Stimmen gewählt.
Offizierswahl für den ausgeschiedenen Klinkmüller.
Zu vorstehender Wahl wurden 25 Stimmzettel abgegeben und erhielten
Rudolph 16 Stimmen
Eichelgrün 3 Stimmen
Hodum 2 Stimmen
Riepekohl 2 Stimmen
Stolle 2 Stimmen
Somit ist der Rendant Rudoph als dritter Offizier gewählt.
Besprechung über die von Herrn Hauptmann Dühl erhängte Ordnungsstrafe.
Dieser Punkt der Tagesordnung wird auf die nächste statutenmäßige Generalversammlung zur Besprechung gelangen.
Besprechung über die Geburtstagsfeier der Majestät des Kaisers.
Es wird beschlossen an der vom hiesigen Kriegerverein veranstalteten Feier in allen Teilen und zwar in Uniform teilzunehmen.
Tangermünde, den 24. Januar 1893
Zu der auf heute durch Umlaufschreiben einberufenen Generalversammlung erschienen 25 Mitlieder.
Bericht der Kassenrevisoren Kamerad Bergemann und Hodum.
Die Kassenrevisoren haben nennenswertes zu monieren nicht vorgefunden.
Rechnungslegung des Rechnungsjahr 1892.
Die Rechnung und der Kassenbericht werden durch den Rendanten vorgelesen.
Genehmigung der Ausgaben für 1893.
Für das Geschäftsjahr 1893 ist eine eventuelle Einnahme von 894,49 Mark und eine Ausgabe von 536,50 aufgestellt, demnach würde ein Bestand von 357,99 Mark verbleiben.
Die Versammlung ist entschlossen auf einen gestellten Antrag in diesem Jahr ein Festessen abzuhalten und wird die Beschlußfassung auf eine demnächst einzuberufende Generalversammlung verschoben.
Dem Rendanten wird für das Rechnungsjahr 1892 einstimmig Decharge erteilt.
Wahl eines Vorstandsmitgliedes (1. Vorsitzender).
Herr Bürgermeister Ulrichs wird einstimmig als 1. Vorsitzender wiedergewählt.
Wahl für die durch Los ausgeschiedenen Ausschußmitglieder Kamerad Junge, Lütke und A. Dölle.
Kamerad Hodum mit 10 Stimmen
Eichelgrün 9
Lütke 8
Stolle 7
W. Dölle 2
O. Steinbeck 5
W. Curdts 1
Hennig 2
A. Dölle 4
A. Steinbeck 2
Somit ist Kamerad Hodum und Junge als Ausschußmitglied gewählt. Über die Stimmengleichheit der Kameraden Lütke und Röder entscheide laut Vereinsstatut das Los.
Nachdem die Losung durch den ersten Vorsitzenden vorgenommen, wird Kamerad Lütke durch Los als Ausschußmitglied bestimmt.
Wahl für die durch Los ausgeschiedenen Komiteemitglieder Kamerad Riepekohl und Schütze.
Beide Herrn werden durch Akklamation wiedergewählt.
Erledigung der eingegangenen Anträge.
Der von Herr Mendau und 12 andere Kameraden eingebrachte Antrag auf Statutsänderung wird als erledigt angenommen, weil in § 8 des Status die Bestimmung über Ausschließung solcher Mitglieder, welche ihren Verpflichtungen im Verein nicht nachkommen bereits enthalten sind. Wogegen wird beschlossen, den Vorstand zu ersuchen die aus ständigen Versäumnisstrafen nochmals einzufordern und wenn die Aufforderung fruchtlos bleibt, die Ausschließung der säumigen Mitglieder herbei zuführen.
Stellung eines Vereinsboten auf Jahresgehalt.
Es wird beschlossen dem Vereinsboten Zwinger die bisher von ihm wahrgenommenen Dienstleistungen und Botengänge auf Grund eines schriftlichen mit vier wöchentlichen fristkundbaren Vertrages gegen Gewährung eines jährlichen Remuneration von 60 Mark zu übertragen
Es wird eine Kommission bestehend aus den Herrn Dühl, Hodum, Rudoph gewählt und diese Kommission wird ersucht eine Revision vorzunehmen und ein Inventarverzeichnis aufzunehmen.
Auslosung der Aktien.
Es wurden 157 Aktien eingezahlt und hierauf zur Auslosung geschritten. Es gab sich, daß folgende Nummern gezogen wurden:
1, 10, 12, 12, 21, 22,24, 25, 26, 30, 43, 53, 67, 76, 77, 81, 3, 101, 102, 106, 108, 110, 112, 114, 130, 139, 142, 144, 152, 155
mithin zusammen 30 Aktien
Herr Schütze kaufte 1 Kästchen Blei für 65 Pf.
Tangermünde, den 11. April 1893
Zu der auf heute einberufenen Versammlung der Vorstands- und Ausschußmitglieder erschienen 8 Mitglieder.
Gemeldet zur Aufnahme hatte sich der Fleischermeister Britzke, welcher mit 8 Stimmen aufgenommen wurde.
Bewilligung der Gelder zur Anschaffung von 3 Offiziersdegen und Achselstücke.
Für Säbel werden 18 Mark bewilligt, für Achselstücke werden 12 Mark bewilligt, jedoch mit der Bedingung, daß letzter etwa billiger beschafft werden sollen.
Vorlegung der eventuell bis dahin noch eingehenden Schreiben betreff Anschluß an den Provinzial Schützenbund.
Ein Schreiben von Stendal wird vorgelegt, wonach die Schützengesellschaft Stendal dem Provinzial Bunde nicht angehört. Es wird beschlossen weitere Recherchen anzustellen.
Vorlegung des reparierten Tambourstabes.
Der Stab ist in bester Ordnung befunden und angenommen worden.
Tangermünde, den 25. April 1893
Beschlußfassung über die Feier des diesjährigen Königsschießens.
Das Königsschießen soll nach hergebrachter Weise und laut Vereinsstatut gefeiert werden.
Es wird beschlossen keine Pappscheibe anzuschaffen, dagegen die jetzige eiserne Scheibe bei zu behalten und einer Reparatur zu unterziehen, hierzu werden die Kameraden Querfurth und Steinbeck beauftragt einen Kostenvoranschlag einzureichen.
Beschlußfassung über die Abhaltung eines Festessens.
Es wird beschlossen ein Abendessen mit Damen abzuhalten und zwar soll für jedes Mitglied 3 Mark aus der Vereinskasse gezahlt werden. Das Konzert kostet für jede Person 2 Mark also hat bei 2 Personen jedes Mitglied 1 Mark nachzuzahlen, für jede weitere Person das Konzert mit 2 Mark vollzuentrichten.
Tangermünde, den 8. Mai 1893
Gemeldet hatten sich zur Aufnahme Fleischermeister Hecklan und Konditor Rudolf Utescher.
Die Abstimmung durch Ballotement vollzogen, ergab Aufnahme der Gemeldeten.
Besprechung über die Reparatur oder Anschaffung der Scheibe.
Es wird beschlossen die Reparatur der kleinen Scheibe zum Preise von 15 Mark vorzunehmen, zwar soll ½ Stahlknopf und der vollständige Mechanismus an Riepekohl mit der Verpflichtung diese bis 13. fertig zustellen.
Tangermünde, den 29. Mai 1893
Zu der auf heute Abend einberufenen Versammlung der Vorstands- und Ausschuß- und Komiteemitglieder erschienen 10 Mitglieder.
Erledigung eines Aufnahmegesuche.
Gemeldet zur Aufnahme hatte sich der Mühlenbesitzer Gustav Schlüter.
Von dem Ballotement wurde für heute Abstand genommen, da derselbe unbekannt ist und es sollen Erkundigungen nach ihm eingezogen werden. Zur nächsten Versammlung soll dieses Gesuch zur Beschlußfassung vorgelegt werden.
Beschlußfassung über die Anschaffung einer Scheibe, Offertenangabe.
Von der Anschaffung einer neuen Scheibe wird Abstand genommen. Es wird stattdessen beschlossen, die alte Scheibe reparieren zu lassen und soll diese Arbeit Herr Albert Steinbeck für den Preise von bis zu 10 Mark übertragen sein.
Besprechung über die Abhaltung des Vogelschießens.
Es wird beschlossen, daß das diesjährige Vogelschießen am 9., 10. und 16. Juli d. J. stattfindet und soll die näheren Bestimmungen bzw. Anschaffungen der anfangs nächsten Monats anzuberaumenden Generalversammlung an seine gestellt werden.
Dem Budenbesitzer Carl Melzer soll auf seine Anträge sofort entgegnet werden, daß ihm zum Vogelschießen der gewünschte Platz nicht eingeräumt werden kann.
Tangermünde, den 8. Juni 1893
Festsetzung des Vogelschießens, Bekanntmachung desselben.
Unser diesjähriges Vogelschießen findet wie bereits beschlossen am 9., 10. und 16 Juli statt.
Vergebung der Anfertigung des Vogels und der Flattern an den Mindestfordernden.
Kamerad Röder übernimmt den Vogel zum Preise von 12 Mark vorschriftsmäßig nach dem Schießreglement zu liefern.
Die Reparatur der Flattern übernimmt Kamerad A. Steinbeck zum Preise von 5,50 Mark.
Vergebung der Aufstellung der Schießwand.
Kamerad Röder erbietet sich die Schießwand gegen ein Entgelt von 8 Mark aufzurichten.
Es wird beschlossen 3 Kameraden aus dem Schützenverein in Jerichow zu unserem Vogelschießen unter den reglementsmäßigen Bedingungen einzuladen.
Ferner unser Vogelschießen im Intelligenz- Blatt Stendal und Tangermünder Anzeiger veröffentlicht werden.
Tangermünde, den 13. Juni 1893
Zu der auf heute einberufenen Vorstands-, Ausschuß- und Komiteemitgliederversammlung erschienen 15 Mitglieder, später 16 Mitglieder.
Gemeldet hatte sich zur Aufnahme Müllermeister Schlüter. Die Aufnahme durch Ballotement vollzogen, ergab daß der Müllermeister Schlüter als aufgenommen anzusehen ist.
Besprechung über Anschaffung des Feuerwerks.
Es wird beschlossen ein Feuerwerk für diesjährige Königsschießen anzuschaffen und werden für Anschaffung desselben circa 20 Mark aus der Vereinskasse bewilligt.
Dem Neuaufgenommenen soll aufgegeben werden bei den Schützenfesten in Jacke und Hut zu erscheinen.
Tangermünde, den 14. Juli 1893
Zu der auf heute einberufenen Vorstands- und Ausschußversammlung erschienen 13 Mitglieder.
Besprechung und Erledigung von eingegangenen Beschwerden, über Streitigkeiten bei dem diesjährigen Vogelschießen.
Die Kameraden Lütke und Riepekohl haben sich darüber beschwert, daß sie bei dem diesjährigen Vogelschießen von dem Kameraden Steinbeck durch Worte beleidigt seien, letzterer erkennt an, gefehlt zu haben und bittet Beschwerdeführenden um Verzeihung. Die Beschwerdeführer, welche zugegen waren, erklärten dem Kameraden Steinbeck verzeihen zu wollen. Nachdem sich die Beschwerdeführer mit dem Kameraden Steinbeck ausgesöhnt hatten, nahmen dieselben die Beschwerde zurück und wurden Ihnen die eingereichten Beschwerdeschriften wieder ausgehändigt.
Herr Mendau bringt zur Sprache, daß die mit der Einsammlung der Standgelder betraute Kommission durch den Kameraden Dölle in der Weise kontrolliert sei, daß Letzterer die Gewerbetreibenden über die Höhe des eingezahlten Standgeldes befragt habe. Herr Mendau beantragt deshalb den Dölle zur Rechtfertigung aufzufordern. Es wir beschlossen diese Angelegenheit auf die Tagesordnung der nächsten gemeinschaftlichen Sitzung zu setzen.
Tangermünde, den 21 Juli 1893
Genehmigung der zur Verteilung berechneten Vogelprämien.
Die Versammlung beschließt die aufgestellte Berechnung, welche eine Prämienverteilung von 108,35 Mark aufweist, zur Auszahlung zubringen.
Genehmigung der berechneten Holzprämien.
Es wird beschlossen die aufgestellte Berechnung anzunehmen und 10 Holz mit 7 Mark somit einem Gesamtbetrag von 77 Mark 91 zur Zahlung zubringen.
Ferner hat der Kamerad Hecker beim diesjährigen Vogelschießen mit 3 Punkten geschossen, demnach wird beschlossen, dem Kamerad Hecker die im ersten Umgang gefallenen Prämien nicht zu zahlen. Vielmehr soll der Betrag zur Kasse fließen.
Dem Schützenverein Jerichow ist die durch Fordmann geschossene Prämie zu zahlen.
Dem Kamerad Querfurth wird die ½ Flügelprämie, welche auch Kamerad Albert Spötter beansprucht, einstimmig zu gesprochen.
Tangermünde, den 11. September 1893
Zu der auf heute einberufenen Vorstands- und Ausschußsitzung erschienen 12 Mitglieder.
Zur Aufnahme meldete sich der demnächstige Musikmeister Nieck und Gastwirt Stockfisch.
Die Aufnahme durch Ballotement vollzogen, ergab Aufnahme des Nieck. Die Aufnahme des Stockfisch wird noch einige Tage hinausgeschoben, um nähere Erkundungen über dessen Person einzuziehen.
Besprechung über ein eingegangenes Bittgesuch aus Schneidemühl.
Das Bittgesuch wird einstimmig abgelehnt, da eine größere Summe Geldes bereits eingegangen sein soll und davon nur eine geringe Summe zur Verteilung gelangt ist.
Besprechung über den bevorstehenden Oktoberball.
Es wird beschlossen den Abend mit Konzert, komischen Vorträgen, lebenden Bildern nach dem Ball auszuwählen. Zum Vergnügungskomitee werden die Herrn Schütze, Fabisch, Junge, Riepekohl und Rudolph gewählt.
Nach Jahresschluß soll der Musikdirektor Schumacher aufgefordert werden am Vogelschießen, die etwa fremden Schützen mit Musik vom Platz zuführen und unseren Schützen nach beendigten Schießen 3 Tage zu gewähren.
Auf Vorschlag des Herrn Hubert werden die zum Auslegen der Schießhalle benutzten Balken vom genannten Herr zum Preise von 4 Mark käuflich erworben.
Tangermünde, den 30. November 1893
Zur Aufnahme hatte sich der Gastwirt Stockfisch gemeldet. Die Aufnahme mittels Ballotement vollzogen, ergab Aufnahme des Gemeldeten.
Hierzu wurden die Mitglieder Heinrich und Gericke gewählt.
Besprechung der Tagesordnung zur Generalversammlung und Rechnungslegung Anfang Januar 1894.
Die Tagesordnung zur obengenannten Generalversammlung wird wie nachstehend festgesetzt.
Rechnungslegung und Beschlußfassung der nächsten Jahresausgaben.
Wahl der durch Los ausgeschiedenen Mitglieder des Vorstandes: Rudolph und Mendau.
Wahl der durch Los ausgeschiedenen Ausschußmitglieder: Riepekohl, Perrel und Fabisch.
Wahl der durch Los ausgeschiedenen Komiteemitglieder: Junge und A.Steinbeck.
weiter 1894 - 1895

References: § 3
 § 8
 § 11
 § 15
 § 16
 § 23
 § 29
 § 17
 § 8