Source: http://mikro-berlin.org/Events/OS/interface5/speakers.html
Timestamp: 2017-04-23 11:50:00+00:00

Document:
InfoFree: Speakers
The Digital Knowledge Order between ‘Trusted Systems'
and Information as Commons
-- List of Speakers --
Helmut Spinner | Bio | Abstract
| Institute of Philosophy, University Karlsruhe Sally Jane Norman | Bio | Abstract
| New Zealander/ French Performing Arts Theorist, Paris Marko Peljhan | Bio | Abstract
| Media Artist, Makrolab Project, Ljubljana Gabriele Beger | Bio | Abstract
| Copyright Attorney of the Federal Union of German
Florian Cramer | Bio | Abstract
| Literature Scientist, Free University Berlin and Neoist Activist, Berlin Phil Agre | Bio | Abstract
| Department of Information Studies, University of California, Los Angeles Prof. Dr. phil. Helmut Spinner
<rc01@rz.uni-karlsruhe.de> University of Karlsruhe, Studium Generale Kollegium am Schloß II Postfach 6980 D-76128 Karlsruhe/Germany Tel. 0721/608-3085 (selbst) Sekretariat des Studium Generale -2043 (Frau Bürck) Sekretariat des Deutsch-Russisches Kollegs -6176 (Frau Gallenz) Derzeitige Positionen bzw. Mitgliedschaften an der Universität
Karlsruhe/Germany: Univ.-Prof. für Wissenschafts- und Technikphilosophie am Institut
für Philosophie, Mitglied der kollegialen Leitung
Leiter des senatsunmittelbaren Studium Generale und des damit verbundenen
Deutsch- Russischen Kollegs
Gründungsmitglied, langjähriges Vorstandsmitglied und 1998 bis
2000 Geschäftsführender Direktor des IAK/ Interfakultatives Institut für Angewandte Kulturwissenschaft (als zentrale Einrichtung der Universität
gegründet 1989)
Gründungsmitglied der Internationalen Akademie für nachhaltige
Entwicklungen und Technologien an der Universität Karlsruhe e.V. (gegründet
1998; Präsident Michail Gorbatschow)
biography and bibliograpy
Veröffentlichungen zum Karlsruher Ansatz der integrierten Wissensforschung
Die Wissensordnung: Ein Leitkonzept für die dritte Grundordnung des
Informationszeitalters (Leske + Budrich, 1994)
Die Architektur der Informationsgesellschaft: Entwurf eines wissensorienten
Gesamtkonzepts (Philo-Verlag, 1998; zweite erweiterte Aufl. 2000)
Bausteine zu einer neuen Informationsethik (Philo-Verlag, 2000; zusammen
mit Michael Nagenborg und Karsten Weber; im Druck)
Problemlösungsprozesse in der Wissensgesellschaft, 2 Bände (Leske
+ Budrich; im Druck für Frühjahr 2001).
Ein neues Wissenskonzept für das Informationszeitalter (Monographie,
Wissensregime der Informationsgesellschaft -- >Wissen aller Arten, in
jeder Menge und Güte< als Gegenstand der Rechts-, Wirtschafts-
und Wissensordnung; in: Jahrbuch Telekommunikation und Gesellschaft,
hrsg. von Herbert Kubicek u. a., Bd. 5, S. 65-79. Information oder Wissen -- eine Alternative für die Geisteswissenschaften?;
in: Martin Huber und Gerhard Lauer, Hrsg., Nach der Sozialgeschichte --
Festschrift für Wolfgang Frühwald und Georg Jäger, Tübingen:
Niemeyer, S. 385-408.
Der Karlsruher Ansatz zur Wissensdiagnose; in: Uwe Beck und Winfried
Sommer, Hrsg., Learntec -- 8. Europäischer Kongreß und Fachmesse
für Bildungs- und Informationstechnologie, Karlsruhe: Kongreß-
und Ausstellungs-GmbH, 2000, S. 381-391. Datenwissen für alle? Der Beitrag der Amtlichen Statistik zu einer
informierten Gesellschaft; in: Statistisches Bundesamt, Hrsg., Forum
der Bundesstatistik, Bd. 36, 2000 (Tagungsband zur Berliner Konferenz 1999
des Statistischen Bundesamtes >Politik und Statistik in der Europäischen
Union). Ordnungen des Wissens -- Wissensorganisation, Wissensrepräsentation,
Wissensordnung. Schlüsselbegriffe: Ontologische, prozedurale,
funktionale Ordnungen des Wissens. Wissensorganisation; in: Peter
H. Ohly, Gerhard Rahmstorf, Alexander Sigel, Hrsg., Globalisierung und
Wissensorganisation -- Neue Aspekte für Wissen, Wissenschaft und Informationssysteme;
Bd. 6 der Reihe: Fortschritte in der Wissensorganisation, Würzburg:
Ergon-Verlag, 2000. Über Helmut Spinner
von Peter Fuchs, Brandenburgische Fachhochschule für Sozialwesen,
Potsdam über: Die Wissensordnung. Ein Leitkonzept für die dritte
Grundordnung des Informationszeitalters, 1994 Hans-Christoph Hobohm, Die
veränderten wissenschaftlichen Informationsflüsse und ihre Auswirkungen
auf die "Fachinformation" in der Neuen Wissensordnung.
Beitrag für: Helmut F. Spinner (Hg.): Rechtsordnung, Wirtschaftsordnung,
Wissensordnung. Interdisziplinäre und fachwissenschaftliche Beiträge
zur Gestaltung der wissenschaftlichen und gesamtgesellschaftlichen Wissensordnung.
Opladen: Leske + Budrich, 1994 (Studien zur Wissensordnung; 2) Yoshihisa HAGIWARA, Keio Universität, Tokyo, Einige
Bemerkungen zum Kritischen Rationalismus als politischer Philosophie,
o.J. Wissenskommunismus: Anachronismus oder Futurismus für das Informationszeitalter
In unserer >Eigentumsmarktgesellschaft< (C. B.McPherson) können
Güter einen dreifachen rechtlichen Verfügungstatus haben: Ubiquitäre
Güter (Luft, früher auch Wasser, wilde Tiere) sind >herrenlos<
und können frei benutzt werden. Knappe Güter sind in Privat-
oder Gemeineigentum. Für letzteres gibt es als historische, heute
anachronistisch anmutende Vorbilder wie z. B. Allmende (freie Viehweide),
Freibier (bei Festen), Wilder Westen (zur Landnahme für Kolonialisten),
Gastfreundschafts- und Geschenkkulturen. Dazu sagt Meister Brecht zynisch:
Was nichts kostet, ist nichts wert! Es wird nicht begehrt, geschont, geschützt,
gepflegt, weiterentwickelt. Darin lag früher die >Tragödie
der Allmende<; heute ist es das Elend der naütrlichen Umwelt. Aber
es scheint Ausnahmen zu geben: vom Wissenskommunismus (Merton) im staatlich
gehegten und vom Steuerzahler unterhaltenen (!) Wissenschaftsbereich bis
zur Open Source-Bewegung. Aber ist das von Dauer? Schließlich
gibt es Freibier, aber nicht immer und überall, und letztlich muß
es doch bezahlt werden. Um den Schritt vom Anekdotischen zur systematischen Analyse zu machen,
werden folgende Aspekte diskutiert: Ausgangspunkt sind bestimmte verhaltensmäßige, gegenständliche
und ordnungspolitische Besonderheiten im Umgang mit Wissen. Dessen Sonderstellung
zeigt sich im Verhältnis des Wissens zum Haben (Erwerb, Besitz, Eigentum),
zum Wollen (Motivlage, Neugier, Selbstzweck etc.), zum Handeln (Theorie/Praxis-Verhältnis)
und zum Können (Fähigkeiten, Kompetenzen, implizites Wissen). Die ungleichen Optionen, welche die genannten Anachronismen eher metaphorisch
ansprechen als präzise beschreiben, kann man mit Hilfe sozialwissenschaftlicher
Modelle konzeptualisieren. Das juristische Modell unterscheidet Privat-
und Gemeineigentum; das ökonomische Modell private und öffentliche
Güter, das soziologische Modell offene und geschlossene Beziehungen;
das Medienmodell Privatheit (in den >eigenen vier Wänden<) und
Öffentlichkeit (>vor der Haustür<) etc. Sinnvoll beurteilen sollte man das nicht nach ideologischen Vorlieben
(für Kapitalismus oder Sozialismus), nach funktionalen Gesichtspunkten
der zu lösenden Probleme, insbesondere im Hinblick auf spezifische
Wissensprobleme wie z. B.: Motivation der Beteiligten, Allokation der Ressourcen,
Verteilung der Erträge, Zähmung der Wissensmacht. Konkret diskutiert
werden juristische (informationelle Selbstbestimmung), informationswissenschaftliche
(Open Source) und ordnungspolitische (Wissensordnung) Lösungsversuche. Die beiden Hauptergebnisse sind: (1) Es gibt keine allgemeine Lösung für alle Problemsituationen,
Wissenstätigkeiten etc. (2) Nicht (nur) >freies Wissen<, sondern Wahrung der Wissensfreiheiten
ist das Leitziel. (3) Was anachronistisch oder futuristisch ist, hängt nicht von
den mehr oder weniger kurisosen historischen Vorbildern ab, sondern von
den modernen funktionalen Äquivalenten, die mit anderen Mitteln denselben
Job tun sollen, der da heißt: die >Welt des Wissens< so autonom
wie möglich zu machen, aber auf realistischer Basis. Wer Freibier
trinkt oder in die Oper geht, sollte an diejenigen denken, welche die Rechnung
bezahlen. (4) Informationelle Selbstbestimmung in eingriffsfreien (privaten)
Räumen ist unerläßlich zum Schutz der Schwächeren.
Besser wäre >Waffengleichheit für alle<, damit sie sich selber
schützen können. Inhaltsübersicht I. Besonderheiten der >Welt des Wissens<
II. Die vier Grundverhältnisse des Wissens zum Haben, Wollen, Handeln
und Können III. Historische Vorbilder für freies Wissen
IV. Wissenschaftliche Modelle für freies Wissen V. Wofür und warum sollte das Wissen frei sein? VI. Systematische Problemanalyse VI. Lösungsvorschläge das Informationszeitalter VII. Schlußbetrachtung: Nicht freies Wissen, sondern Wissensfreiheiten
VIII. Zur Diskussion gestellt: Fallstudien 1. Personenbezogene Daten: Informationelle Selbstbestimmung 2. Wissenschaftliche Erkenntnisse: Wissenskommunismus 3. Künstlerisch-literarische Werke: Urheberrecht Marko Peljhan
Homepage <marxx@ljudmila.org> <makrolab@ljudmila.org> Media artist, born in Nova Gorica, Slovenia 1969. Founder of the organization
Projekt Atol and PACT (Projekt Atol Communication Technologies) in the
frame of which he carries on his research in the fields of performance,
technology applications, radio, sound, video, film, lectures and situations.
He also works as programs coordinator of Ljudmila -- Ljubljana digital
media lab <http://www.ljudmila.org>)
and as operations coordinator of the Makrolab project <http://makrolab.ljudmila.org/>
which was shown at dokumenta X and in Adelaide, Australia and ??, South
Korea. His latest project is INSULAR Technologies (International Networking
System for Universal Long distance Advanced Radio) <http://www.insular.net/>.
als Lauschangriff. Ein Gespräch mit Marko Peljhan über dessen
Projekt Makrolab, Tilman Baumgärtel (Telepolis, 06.10.1998) Project Insular Technologies
(International Networking System for Universal Long distance Advanced
Radio) INSULAR technologies is an open access, low cost, autonomous, decentralised,
data and voice global radio network. It is designed to promote and protect the communication between independent
cultural, media and social initiatives, non-governmental organisations
and individuals. These may be operating from remote areas and/or environments
with limited connectivity. INSULAR Technologies also functions as a back-up
and emergency communication facility for existing digital/analogue networks
and telecom infrastructure. INSULAR technologies is an initiative of the
INSULAR TECHNOLOGIES CONSORTIUM, an international not for profit body that
will be constituted in November 1999 in Helsinki, Finland. Project UCOG-144 LJU
(1997) Project ATOL manifesto:
In Search For a New Condition (1993) Command
Communications and Control in Eastern Europe A View from Isolation
(lecture first presented at the LEAF conference in Liverpool in April 1997) Makrolab-- The Library in the Sky
Project Makrolab (1997 - ongoing, <http://makrolab.ljudmila.org/>,
also at <http://www.kud-fp.si/~luka/makrolab/>
Makrolab is designed as an autonomous, modular communications and living
environment, which is powered by sustainable sources of energy (solar and
wind power). It is designed for a long existence in an isolated environment
and can withstand extreme natural conditions. Research into telecommunications
as the main aspect of the project is concentrated on the discovery and
recording of the events which take place in the densely populated abstract
areas of the electromagnetic spectrum. The electromagnetic spectrum is
a part of the global socio-political space, which is invisible and immaterial
on one hand but presents a productive factor of general living and social
conditions on the other. It can be sensed only by the means of suitable
interfaces and specialized knowledge. The telecommunication activities
of makrolab are created as the process of transcribing invisible and vague
micro-environmental activities into traditional, three-dimensional textures
-- documents. Brain Springer, together with whom Marko Peljhan conducted the Makrolab
Project an Dokumenta X wrote: "We approached the sky above the Lutterberg
as a living library out of the shelves of which voices, images and data
communications streamed down to us."
<paragram@gmx.net> c/o Freie Universität Berlin
Institut für Allgemeine und Vergleichende
Hüttenweg 9-11
Tel.: (030) 838-52610
über Florian Cramer im World Wide Web Geb. 1969, Studium der Allgemeinen und Vergleichenden
Literaturwissenschaft, Kunstgeschichte und Deutschen Philologie in Berlin,
Konstanz und Amherst/Massachusetts (USA), Wissenschaftlicher Mitarbeiter
am Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft
Seit 1989 Teilnehmer an "Festivals of Plagiarism"
und "Neoist Apartment Festivals", Publikationen u.a. in PhotoStatic/Retrofuturism,
SMILE, seit 1995 Arbeit an neoism.org,
Artikel über Neoismus in: Stewart Home und Florian Cramer, The House
of Nine Squares, London: Invisible Books, 1997, und in: Mario Mentrup (Hrsg.),
Printidentitäten, Berlin: Maas Verlag, 2000
Seit 1996 div. Vorträge und Essays zu Literatur
und Computer. Perl-Programmierer, GNU/Linux-Anwender seit 1996 und Referent
bei Veranstaltungen der Berliner Linux User Group (BeLUG). Website "Permutationen",
1998 ausgezeichnet mit einem Sonderpreis der Pegasus
'98-Jury.
Anticopyright in subkulturellen
In den späten 1980er und frühen 1990er
Jahren organisierte sich eine
künstlerische Subkultur aus dem Umfeld von
Mail Art und experimenteller
Cassettenmusik um die Schlagwörter von "plagiarism"
und "anticopyright".
Interessanter vielleicht als die Bilder, Töne
und Performances, die im
Namen dieser vorgeblichen Bewegung produziert
wurden, ist die theoretische
Debatte, die ihre Akteure unter anderem in den
"PhotoStatic/Retrofuturism", "YAWN" und "VAGUE"
führten. Die historischen
Bezüge gehen zurück bis Lautréamont,
erweisen sich aber bei genauerer
Betrachtung als Kette von interessanten Fehllektüren.
aufschlußreich sind die Differenzen und
Überschneidungen des
Anticopyright-Aktivismus mit Freier Software
und ihrem "Copyleft", mit
Literaturtheorien des Einflusses und der Intertextualität,
mit poetischem
"playgiarism", der "Appropriation Art" der 1980er
und der Netzkunst der
1990er Jahre. Der Rückblick auf diese Diskurse
erweitert und schärft, so
meine These, die Sinne für Probleme der
Kontrolle und der
Reproduzierbarkeit von Zeichen im Zeitalter ihrer
Jane Norman <norman@wanadoo.fr> New Zealander/ French cultural theorist and practitioner
working in performing arts, new media and technology; holder of a doctorat
de IIIe cycle and doctorat d’état in theatre studies (Université
de Paris III); scientific director of the 1993 Louvre international conference
on "New Images and Museology"; instigator of performance/ technology events
(Institut International de la Marionnette, Charleville-Mézières;
Zentrum für Kunst und Medientechnologie, Karlsruhe; Studio for Electro-Instrumental
Music - STEIM - Amsterdam); collaborator on ESPRIT art and technology projects
at the ZKM (1997-99); artistic advisor to STEIM; member of the European
Cultural Backbone; director of the Ecole Supérieure de l’Image,
Angoulême/Poitiers, France.
"Performance arts/ performing arts", in Actor 2000
: Global Player oder Local Hero?, Springer Verlag, 2000
"i3 Artists and « Oeuvres de l’esprit" ; "New
Media in Touch with Creative Gesture", in New Media Culture in Europe,
Uitgeverij De Balie and the Virtual Platform, Amsterdam 1999
and the New Media Technologies", working paper for the Unesco Stockholm
Cultural Conference (1998) "Transdisciplinarité
et genèse de nouvelles formes artistiques", study for the French
Ministry of Culture and Communication (1997)
"Kupenga, Knots, Have-Knots", contribution to the
thematic conference series on Reflecting the Structure of the Net, Ars
Electronica Center, Linz, 1998 "Dramatis
Personae : Casting Cyberselves", Fifth International Conference on
"The Louvre Today and Tomorrow", Quarterly InterCommunication,
Tokyo, N°15, 1996 "Schauspielende Körper : Erscheinungen, Blut
und Eingeweide/ Acting Bodies: Apparitions, Blood and Guts", Kunstforum,
Die Zukunft des Körpers (T.II), n°133 (February-April 1996)
"Acting and enacting : stakes of new performing arts",
"Immersion and Theatre", ISEA 95 Proceedings, (International Symposium
of Electronic Arts), Montreal, 1996
"Du Gesamtkunstwerk wagnérien aux arts du
temps modernes: spectacles multimédia, installations minimalistes",
in L'Oeuvre d'art total, studies grouped by Denis Bablet, coordinated and
presented by Elie Konigson, Paris, Editions du CNRS, coll. Arts du spectacle,
a prime and primarily relational value
Current attempts to use digital tools to inventory
humanity’s material
and immaterial assets, to merchandise as
information products elements
of our hitherto inalienable cultural heritage,
are both threatening and
absurd. Threatening, insofar as corporate avarice
already weighs heavily
on certain kinds of previously accessible, shareable
experience. Absurd, insofar as the digital visionaries
commodification race are as short-sighted as
Midas: information which is
processed as discrete packets of goods, cut off
from the res publica from
which it emerges and whereby it survives and
evolves, is doomed. Turning
information into nuggets of discrete digital
gold is tantamount to
killing it. Because information is only meaningful
human relations: it is generated, nurtured, and
transformed - in short,
brought and kept alive - through intercourse
via active, interactive
My presentation attempts to focus on the participatory,
social quality of
information, and to stress the vanity - and danger
hoarding that fails to recognise this vital quality.
Phil Agre Homepage
<pagre@ucla.edu> Philip E. Agre is an associate professor of information studies at University of California, Los Angeles. He received his PhD in computer science from MIT in 1989, having conducted dissertation research in the Artificial Intelligence Laboratory on computational models of improvised activities. Before arriving at UCLA he taught at the University of Sussex and UC San Diego, and has been a visiting professor at the
University of Chicago and the University of Paris. He is the author
of "Computation and Human Experience" (Cambridge University Press, 1997),
and the coeditor of "Technology and Privacy: The New Landscape" (with Marc
Rotenberg, MIT Press, 1997), "Reinventing Technology, Rediscovering Community:
Critical Studies in Computing as a Social Practice"
(with Douglas Schuler, Ablex, 1997), and "Computational Theories of Interaction
and Agency" (with Stanley J. Rosenschein, MIT Press, 1996). His current
research concerns the role of emerging information technologies in institutional
change; applications include privacy policy and the networked university. He edits an Internet mailing list called the Red
Rock Eater News Service that distributes useful information on the
social and political aspects of networking and computing to 4000 people
Abstract Information technology, we have often heard,
an idealized market economy of global scope. Underneath this conventional
story is a routinized argument about the role
of information in markets:
that information technology reduces economies
of scale and thereby
reverses long-term historical tendencies toward
economic power. This argument, however,
does not make sense. I will use
economies of scale as the point of departure
for a strikingly different
reframing of the conventional story about the
nature of globalization.
Copyrightbeauftragte der Bundesvereinigung Deutscher
<beger@zlb.de>
Direktorin des Hauses Berliner Stadtbibliothek
in der Stiftung Zentral- und Landesbibliothek Berlin, zugleich Stellvertreterin
des Vorstandes, Leiterin der Abteilung Medienzentrum der Zentral- und Landesbibliothek
Berlin, "Umzugsbeauftragte" der Zentral- und Landesbibliothek Berlin. Lehraufträge:
Bibliotheks-, Informations- und Dokumentationsrecht an der Humboldt-Universität
Berlin und an der Fachhochschule Potsdam
Geschäftsführende Vorsitzende des Landesverbandes
Berlin e.V. im Deutschen Bibliotheksverband e.V.; Vorsitzende der Rechtskommission
des EDBI (Ehemaliges Deutsches Bibliotheksinstitut); Beauftragte in Copyrightfragen
für die Bundesvereinigung Deutscher Bibliotheksverbände e.V.;
Mitglied im Deutschen Kulturrat; Kuratoriumsmitglied. Literarisches Colloquium
Berlin; Beauftragte für Rechtsfragen der DGI Publikationen
Rechtsvorschriften für die Bibliotheksarbeit,
Kap. Urheberrecht. 3. Aufl. Berlin Betriebsformen für Bibliotheken. Berlin weitere Veröffentlichungen u.a. zu: Outsourcing,
Sponsoring, Informations- und Kommunikationsrecht, Wettbewerbsrecht und
zu kulturpolitischen Themen: Übersicht
der erschienenen Beiträge
Muster Sponsoringvertrag (HTML,
Winword-Dokument)
Mustervertrag: Freiwilligen-Arbeit (HTML,
Winword-Dokument) Informationsfreiheit
und urheberrechtlicher Interessenkonflikt Abstract
„Verhindern kann man virtuelle Bibliotheken
nicht, also muss man sie lizenzieren – hier besteht dringender Handlungsbedarf.„(1)
Die Informationsfreiheit, das Recht eines jeden Bürgers,
sich ungehindert und unabhängig von seiner sozialen Stellung aus veröffentlichten
Quellen zu informieren, stellt ein fundamentales Menschenrecht dar. In
mehreren internationalen Abkommen haben sich Staaten zu ihrer Einhaltung
verpflichtet. Die Bundesrepublik Deutschland hat dieses Grundrecht in Art
5 ihrer Verfassung niedergeschrieben. Urheberrechtliches Schaffen basiert
auf der Ausübung der Informationsfreiheit. Ohne Auseinandersetzung
mit vorhandenem geistigen Schaffen wäre eine Weiterentwicklung in
Wissenschaft, Kunst und Literatur nicht möglich. Freie Information
sichert Fortschritt, qualifizierte Arbeitskräfte und damit Wirtschaftsstandorte. Der Interessenkonflikt Durch das Urheberrecht werden die Urheber von
Werken der Literatur, Kunst und Wissenschaft geschützt. Das Recht
des Urhebers an seiner persönlichen geistigen Schöpfung wird
als ein eigentumähnliches Recht im Gesetz über Urheberrecht und
verwandte Schutzrechte(2) behandelt. Danach
stehen allein dem Urheber die exklusiven Rechte zu, sein Werk zu veröffentlichen,
zu verbreiten, zu vervielfältigen, auszustellen und in unkörperlicher
Form öffentlich wiederzugeben sowie anderen Personen Nutzungsrechte
einzuräumen. Er soll den wirtschaftlichen Vorteil aus seinem geistigen
Eigentum ziehen. Wie jedes Eigentum, so unterliegt auch das geistige
Eigentum einer Sozialbindung. Soziale Bindung des Urheberrechts bedeutet,
dass die ausschließlichen vermögensrechtlichen Ansprüche
des Urhebers durch überwiegende Bedürfnisse der Allgemeinheit
begrenzt werden. In Art. 14, Abs. 2 GG heißt es: "Eigentum verpflichtet.
Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen." So "sollte
das Urheberrecht so ausgestaltet werden, dass es optimal zum geistigen,
kulturellen und kulturwirtschaftlichen Fortschritt beiträgt."(3)
Ein überwiegendes Bedürfnis der Allgemeinheit besteht in dem
ungehinderten Zugang zu Informationen. Dem hat der Gesetzgeber durch eine
Reihe von Ausnahmeregelungen entsprochen. Der Interessenkonflikt besteht darin, dass den
exklusiven Rechten des Urhebers die Ausnahmeregelungen gegenüberstehen.
Da der Gesetzgeber sowohl den berechtigten Interessen der Allgemeinheit,
als auch den nicht minder berechtigten Schutzinteressen des Urhebers verpflichtet
ist, darf er Ausnahmeregelungen nur nach einer Abwägung der Interessen
vollziehen. Ausnahmetatbestände Vor dem Hintergrund des europäischen Binnenmarktes
und der Verfügbarkeit von urheberrechtlich geschützten Werken
in weltweiten Netzen sind auch die in EU-Richtlinien und internationalen
Verträgen und Übereinkommen enthaltenen Ausnahmen von besonderer
Bedeutung. Zu den internationalen Vereinbarungen und Übereinkommen
zählen insbesondere die Revidierte Berner Übereinkunft (RBÜ)(4)
und die Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO). Die RBÜ
räumt in Art. 9, Abs. 2 den Unterzeichnerstaaten das Recht ein, für
bestimmte Sonderfälle Ausnahmen zuzulassen, wenn dadurch die normale
Auswertung nicht unangemessen beeinträchtigt und die berechtigten
Interessen der Urheber nicht unverhältnismäßig beschränkt
werden, in der Fachliteratur und in Kommentaren als sog. Drei-Stufen-Test
bezeichnet. Die jüngsten WIPO-Verträge, der Urheberrechtsvertrag
(WCT)(5), der zum Inhalt elektronische und
digitale Medien hat, sowie der Vertrag über die Darbietungen und Tonträger
(WPPT)(6), verweisen in Art. 10 auf den
Drei-Stufen-Test der RBÜ. Danach könnten de facto die Ausnahme-tatbestände
sowohl in europäischen EU-Richtlinien, als auch im deutschen Urheberrechtsgesetz
auf elektronische Medien erweitert werden. Ausnahmetatbestände nach zukünftigem
Recht Die in naher Zukunft geltenden Regelungen werden
bestimmt durch Art. 9 RBÜ, Art. 10 WIPO-Urheberrechtsvertrag, den
EU-Richtlinienvorschlag zur Harmonisierung bestimmter Aspekte des Urheberrechts
und verwandter Schutzrechte(7) und das 5.
Änderungsgesetz zum deutschen Urheberrecht(8).
Allen ist gemein, dass sie die Vervielfältigung und die öffentliche
Wiedergabe digitaler Werke als exklusives Recht des Urhebers bzw. des Berechtigten
regeln. Dabei ist besonders auf die neue Definition der "öffentlichen
Wiedergabe" hinzuweisen. Bislang war der Öffentlichkeitsbegriff an
einen unbestimmten Kreis von Mitgliedern der Öffentlichkeit gebunden.
Im zukünftigen Recht wird der Abruf, die Zugänglichmachung von
elektronischen und digitalen Medien in Netzen, als öffentliche Wiedergabe
bezeichnet, wenn ein Teilnehmer der Öffentlichkeit von einem Ort und
einem Zeitpunkt seiner Wahl Zugang hat. Demnach erfüllt jeder Abruf,
ob aus dem Intranet oder Internet den Tatbestand der öffentlichen
Wiedergabe. Die derzeit in der konsolidierten Fassung des EU-Richtlinienvorschlages
diskutierten Ausnahmen zur öffentlichen Wiedergabe(9)
erfassen u.a. den Unterricht, die wissenschaftliche Forschung, private
Studien- und Forschungszwecke, Bibliotheks-, Archiv- und Museumsgut in
den Räumen der Einrichtung (Art 5 Abs. 3 RL). Die Vervielfältigung
ohne Zustimmung des Urhebers ist gestattet, wenn sie technisch notwendig
und vorübergehend ist (Art. 5, Abs. 1), zum privaten Gebrauch durch
eine natürliche Person auf jedem Träger, soweit dafür eine
Vergütung gezahlt wird, und durch der Öffentlichkeit zugängliche
Einrichtungen, wie Bibliotheken, Archive und Bildungseinrichtungen (Art.
5 Abs. 2) sowie in den Fällen, die für die öffentliche Wiedergabe
gelten. Lizenzvertrag contra Ausnahmetatbestand Lizenzverträge sind Verträge, die zwischen
den Vertragspartnern frei verhandelt werden können. So kann auch in
diesen Verträgen auf gesetzlich eingeräumte Ausnahmen verzichtet
werden. Da mittels eines Lizenzvertrages zur Nutzung überlassene elektronische
oder digitale Medien keinen Eigentumsübergang darstellen, bedarf sowohl
die Weiterverbreitung (z.B. Ausleihe) als auch die öffentliche Wiedergabe
(Abruf aus Netzen) der ausdrücklichen Zustimmung im Vertrag. Eine
Erschöpfung der exklusiven Rechte findet nicht statt. Das bedeutet, dass bei zunehmender Verbreitung
über Lizenzverträge die Ausnahmetatbestände in den Urheberrechtsgesetzen
ihre Bedeutung verlieren, soweit sie nicht zwingend anzuwenden und durch
Vertrag nicht auszuschließen sind. Deshalb muss es Ziel aller Bemühungen
im Rahmen von Gesetzgebungsverfahren sein, zwingende Normen zu den Ausnahmetatbeständen
zu erreichen, die den ungehinderten Zugang zu Informationen für jedermann
auch im digitalen Umfeld in Übereinstimmung mit dem Drei-Stufen-Test
gemäß Art. 9, Abs. 2 RBÜ gewährleisten(10)
Der Interessenausgleich Der Interessenkonflikt existiert objektiv. Die
derzeitige Orientierung bei der Argumentation um den Interessenkonflikt
auf Informationsträger oder Verbote ist genauso untauglich wie die
Negation des Allgemeininteresses: Auf einen erschwinglichen Zugang zur
Information(11) im Rahmen des sozialen
Bezugs des Urheberrechts kommt es an. Nicht eine Begrenzung der Ausnahmen, sondern eine
Begrenzung der Zugriffsberechtigten ist die Lösung des Interessenkonflikts.
Hier ist die Vorlage der ECUP-Matrix(12)
eine geeignete Diskussionsgrundlage, deren Logik sich auch Verleger und
andere Anbieter nicht verschließen können. Dies gilt um so mehr,
als auch der britische Verlegerverband 1997 in einem Definitionspapier
ähnliche Ansätze beschrieben hat(13).
Die ECUP-Matrix klassifiziert Nutzergruppen jeden Bibliothekstyps und legt
Zugriffsberechtigungen fest. Deshalb muss die ECUP-Matrix Bestandteil der
europäischen Urheberrechtsgesetze werden. Die Lösung heißt:
Klar differenzierte Definitionen der Ausnahmen für digitale Medien
nach Nutzergruppen und Nutzungsarten auf der Grundlage der ECUP-Matrix,
die durch Vertrag nicht beeinträchtigt werden dürfen. Die Bibliothekspraxis der virtuellen Bibliothek
begegnet dieser Problematik durch kooperative Verbundtätigkeit und
Konsortialbildung beim Bezug elektronischer Netzpublikationen und den Aufbau
von Hochschulverlagsservern. Einzelheiten dazu werden im Referat am 22.09.2000
ausgeführt. 1. Melichar, Ferdinand: Virtuelle
Bibliotheken und Urheberrecht.- In: Computer und Recht 1995, S. 756 - 762 2. Gesetz über Urheberrechte
und verwandte Schutzrechte (Urheberrechtsgesetz ­ UrhG) vom 9. Sept.
1965 (BGBl I 1273, zuletzt geändert durch Gesetz vom 8. Mai 1998,
BGBl I 902) 3. Einl. Rdnr. 13.- In: Urheberrecht.
Kommentar. Hrsg. Gerhard Schricker.- München 1987, S.7 4. Berner Übereinkunft
zum Schutz von Werken der Literatur und Kunst vom 9. Sept. 1886 zuletzt
revidiert am 20. Sept. 1990 (BGBl II 1346) 5. WIPO Copyright Treaty vom
20. Dez. 1996. WIPO-Dokument CRNR/DC/89 6. WIPO Performances and Phonograms
Treaty vom Dez. 1996. WIPO-Dokument CRNR/DC/90 7. Geänderter Vorschlag
für eine Richtlinie zur Harmonisierung bestimmter Aspekte des Urheberrechts
und der verwandten Schutzrechte in der Informationsgesellschaft. ­
KOM (1999) ...endg. 97/0359/COD 8. Diskussionsentwurf eines
Fünften Gesetzes zur Änderung des Urheberrechtsgesetzes. Vorgelegt
vom Bundesministerium der Justiz am 7. Juli 1998 9. European Parlament and Council
Directive 00/00 on the harmonisation of certain aspects of copyright and
realated rights in the information society (consolidated ­ 7. June
2000) ­ noch nicht veröffentlicht.
10. Formulierungsvorschlag
der Autorin: Ausübung von Ausnahmen. Zulässig ist die Ausübung
vorgenannter Ausnahmen durch den Eigentümer eines mit Zustimmung des
Urhebers durch Veräußerung in Verkehr gebrachten elektronischen
Originals oder Vervielfältigungsstückes, den in sonstiger Weise
zu dessen Gebrauch Berechtigten oder denjenigen, dem ein Werk aufgrund
eines mit dem Urheber oder eines mit dessen Zustimmung mit einem Dritten
geschlossenen Vertrages zugänglich gemacht wird. Entgegenstehende
vertragliche Vereinbarungen sind nichtig. 11. Erster Zwischenbericht
der Enquete-Kommission Zukunft der Medien in Wirtschaft und Gesellschaft
­ Deutschlands Weg in die Informationsgesellschaft. Drucks. 13/6000,
S. 48 12. ECUP-Matrix 1 und 2. (European
Copyright User Platform). ­ unter: http://www.eblida.org/ecup/docs/matri691.htmund
/matrine1.htm
13. Lucius, Wolf D. von: a.a.O. < back to front page

References: Art. 14
 Art. 9
 Art. 10
 Art. 9
 Art. 10
 Art. 9