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Timestamp: 2019-11-20 08:38:55+00:00

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Kollektivvertrag für Wachorgane des Bewachungsgewerbes gültig ab 1.1.2016 - WKO.at
Kollektivvertrag für Wachorgane des Bewachungsgewerbes gültig ab 1.1.2016
betreffend das Arbeits- und Lohnverhältnis für Arbeiter und Arbeiterinnen im Bewachungsgewerbe; abgeschlossen zwischen der Wirtschaftskammer Österreich, Fachverband der gewerblichen Dienstleister, 1045 Wien, Wiedner Hauptstraße 63, einerseits und dem Österreichischen Gewerkschaftsbund, Gewerkschaft vida, 1020 Wien, Johann-Böhm-Platz 1, andererseits.
3. Abweichung des Beschäftigungsumfangs von der
(4) Lohnabrechnung, Ausweis von Urlaubsanspruch und
(2) Außerordentliche Erschwernis im Revierdienst
(5) Prämienzahlung für Wachorgane im Wachdienst, die bis 31. Dezember 2012 eine Erschwerniszulage gemäß § 23 Abs 1 erhalten haben
Für sämtliche dem Fachverband der gewerblichen Dienstleister, Bundesberufsgruppe Bewachungsgewerbe, angehörenden Unter-nehmen.
Für alle Wachorgane; das sind alle Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen mit Ausnahme der Angestellten im Sinne des Angestelltengesetzes, der Bedienerinnen und der Handwerker.
Wachorgane, welche gemäß § 6 Abs. 5 Z. 5 nicht in den Gel­tungsbereich dieses Kollektivvertrags fallen, unterliegen dem Sonderkollektivvertrag für Veranstaltungssicherheitsdienste.
Dieser Kollektivvertrag tritt mit 1. Jänner 2016 in Kraft und hat eine Geltungsdauer von 12 Monaten.
Er kann von jeder vertragsschließenden Partei mittels eingeschriebenem Brief unter Einhaltung einer dreimonatigen Kündigungsfrist jeweils zum Quartalsende gekündigt werden.
Mit Inkrafttreten dieses Kollektivvertrages tritt der für diesen Geltungsbereich bisher gültige Kollektivvertrag vom 1. Jänner 2015 außer Kraft.
m)Passagedienste in öffentlichen Verkehrsbauwerken.
r) Mitarbeiter des Wachdienstes sind verpflichtet, zusätzlich Arbeiten wie zum Beispiel Beaufsichtigung der ein- und austretenden Personen in Verbindung mit etwaigen Kontrollen, Überprüfung der ein- und ausfahrenden Fahrzeuge (Kontrolltätigkeit), Ordnungsdienste, Entgegennahme und Ausfolgung von Poststücken, Garagendienst mit oder ohne Inkasso, Schlüsselübernahme und –übergabe, Verteilung von Reklamedrucksachen, Dienst als Fundstellenbetreuer bzw. Fahrradaufbewahrer, Telefondienst für 10 oder mehr Nebenstellen, mit oder ohne Fremdsprachenkenntnisse oder Dienst in einer ständig besetzten, Hilfe leistenden Stelle
(z. B. Notruf-, Fernwirk- oder Hausleitzentrale), die nicht der Einsatzführung eines Bewachungsunternehmens dient, zu leisten, soferne die Arbeiten, die in den lit. a bis q der Verwendungsgruppe A - Wachdienst aufgezählt sind, zeitlich überwiegen.
In der Verwendungsgruppe Service und Sicherheitsdienst werden die Dienstarten „Service“, „Bahnsicherungspostendienst“, „Straßensicherungspostendienst“, „Gerichtskontrolldienst“, „Museumsaufsichtsdienst“ und „Doorman“ zusammengefasst:
j) Dienst in einer ständig besetzten, Hilfe leistenden Stelle
(z. B. Notruf-, Fernwirk- oder Hausleitzentrale), die nicht der Einsatzführung eines Bewachungsunternehmens dient.
d) Überwachung der Besucher, um die Einhaltung der Hausordnung und Vorschriften des jeweiligen Einsatzobjektes durchzusetzen (z.B. das Fotografierverbot, das Verbot der Berührung von Kunstgegenständen, das Verbot der Mitnahme von Regenschirmen etc.).
g) Sonstige zweckdienliche Dienstleistungen im Zusammenhang mit dem Aufsichtsdienst (z.B. Informationsdienst, Regelung des Zutritts in Sonderbereiche, Beaufsichtigung von Fremdpersonal etc.).
m)Ein- und Ausweisen von Fahrzeugen.
In der Verwendungsgruppe Sonderdienst werden die Dienstarten „Kontrollordienst“, „Betriebsfeuerwehrdienst“ und „Botschaftsdienst“ zusammengefasst.
Zu den Aufgaben im Betriebsfeuerwehrdienst zählen alle Tätigkeiten, welche in den Richtlinien des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes, insbesondere gemäß RL ÖBFV „Betriebsfeuerwehren“, als Aufgaben der Betriebsfeuerwehren genannt werden. Dazu zählen Tätigkeiten im Bereich des Vorbeugenden Brandschutzes, im Katastrophenschutz und Einsatztätigkeiten. Die Tätigkeiten im Betriebsfeuerwehrdienst sind nachstehend (beispielhaft) aufgezählt:
a) Vorbeugende Überprüfungen von Grundstücken, Gebäuden, Anlagen und betrieblichen Einrichtungen im Rahmen der betrieblichen Brandschutz–Eigenkontrolle.
g) Entgegennahme, Überprüfung und Ausfolgung von Post- und Gepäcksstücken sowie die Ergreifung von Sicherheitsmaßnahmen bei verdächtigen Post- und Gepäckstücken.
In der Verwendungsgruppe Mobiler Dienst werden die Dienstarten „Revierdienst“, „Geld- und Werttransportdienst“, „Vereidigter Straßenaufsichtsdienst“ „Mautaufsichtsdienst“, „Fahrscheinkontrolldienst“, „Lotsendienst“, „Bahnbegleitung“ und „Sondertransportbegleitung“ zusammengefasst.
m)Schlüsselübernahme und Schlüsselübergabe.
m)Geldzähl- und Sortierdienste (insbesondere Kommissionierung und Verpackung von Noten, Valuten und Münzen) im stationären und mobilen Bereich.
Voraussetzung für diese Beschäftigung im Sinne der bundesgesetzlichen Vorschriften über die Mauteinhebung auf Bundesstraßen ist die behördliche Bestellung zum und die Vereidigung als Mautaufsichtsorgan gemäß § 17 des Bundesgesetzes über die Mauteinhebung auf Bundesstraßen (Bundesstraßen-Mautgesetz 2002 - BStMG). Zu den regelmäßigen Arbeiten des Mautaufsichtsdienstes zählen:
m)Übernahme aller Kontrollgeräte und aller vorgegebenen Ausrüstungsgegenstände für den Dienst als Mautaufsichtsorgan.
h) Meldung von außergewöhnlichen Ereignissen (Exekutivein-
satz, Unfälle, Betriebsstörung usw.).
k) Organisationsarbeiten vor, während und nach der Veranstaltung (z.B. Ausgabe und Rücknahme von Ausrüstungsgegenständen, Uniformen und Arbeitsbehelfen)
Der Flughafensicherheitsdienst umfasst jene Arbeitnehmer eines Bewachungsunternehmens, die sämtliche fachliche und persönliche Qualifikationen erbringen, die für diesen Sonderdienst gemäß den österreichischen gesetzlichen Bestimmungen und den von Österreich anerkannten internationalen Vereinbarungen gefordert werden, vom zuständigen Sicherheitsdirektor das nötige Einverständnis durch die Ausstellung eines Lichtbildausweises bestätigt erhalten haben und auf einem Österreichischen Flughafen Sicherheitsdienste im Sinne des „Bundesgesetzes über den Schutz vor Straftaten gegen die Sicherheit von Zivilluftfahrzeugen“ oder gemäß anderen einschlägigen Rechtsvorschriften leisten. Zu den regelmäßigen Aufgaben des Flughafensicherheitsdienstes zählen:
m)Cargo-Screening
Für Vollbeschäftigte (mit mindestens 40 Wochenstunden) kann zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer eine Einzelvereinbarung abgeschlossen werden, die einmal pro Kalenderjahr einen auf längstens 4 Monate befristeten Einsatz in einer anderen Verwendungsgruppe erlaubt, ohne dass durch diesen Einsatz dem Mitarbeiter das Recht erwächst, die Zuordnung zu dieser Verwendungsgruppe nach Ablauf der 4 Monate zu verlangen. Diese Einzelvereinbarung ist in Abschrift dem Betriebsrat zu
übergeben. Ist diese Übergabe nicht erfolgt, so ist die Einzelvereinbarung im Zweifelsfall als nichtig zu betrachten.
Auch bei Mehrfachverwendung soll das Wachorgan zumindest die Hälfte seiner vereinbarten Arbeitszeit in jener Verwendungsgruppe eingesetzt werden, welcher das Wachorgan gemäß der Verwendungsvereinbarung zugeordnet ist. Wird jedoch ein Wachorgan im Betrachtungszeitraum eines vollen Kalenderquartals mehr als 50% der tatsächlich geleisteten Arbeitszeit in einer anderen Verwendungsgruppe eingesetzt, erwächst ihm das Recht, die Zuordnung zu dieser Verwendungsgruppe ab dem nächstmöglichen Kalenderquartal im Wege einer schriftlichen Mitteilung an den Arbeitgeber zu verlangen. Wird dieses Recht vom Wachorgan bis zum Ende des Folgequartals nicht ausgeübt, so erlischt es.
Wird ein Wachorgan im Betrachtungszeitraum eines Kalenderquartals mehr als die Hälfte seiner Arbeitszeit außerhalb seiner vereinbarten Verwendungsgruppe in einer Verwendungsgruppe mit einem niedrigeren Grundstundenlohn beschäftigt, hat es dennoch Anspruch auf Entlohnung von 50% seiner Arbeitszeit mit dem (höheren) Grundstundenlohn jener Verwendungsgruppe, der das Wachorgan zugeordnet ist. Für jene Arbeitsstunden, welche derart mit einem höheren Grundstundenlohn entlohnt werden, als es jener Dienstart bzw. Verwendungsgruppe entspricht, in der tatsächlich Dienst versehen wurde, entfallen die für diese Arbeitsstunden ansonsten zustehenden Erschwernis- bzw. Gefahrenzulagen.
Die Anwendung der Mehrfachverwendung zwischen den Verwendungsgruppen mit verlängerter Normalarbeitszeit (A, B, C und F) einerseits und der Verwendungsgruppe D („Mobiler Dienst“) andererseits ist nur zulässig, wenn in der laufenden Woche nicht mehr als 60 % der Normalarbeitszeit im „Mobilen Dienst“ verbraucht werden. Das Höchstmaß der (verlängerten) wöchentlichen Normalarbeitszeit beträgt in diesem Falle 48 Stunden. Jede über die 48. Stunde hinausgehende Arbeitsstunde ist als Überstunde mit einem Zuschlag von 50 % zu vergüten. Das Höchstausmaß der täglichen Arbeitszeit beträgt in diesen Fällen 8 Stunden für Schichten im „Mobilen Dienst“, 9 Stunden für Schichten mit gemischtem Dienst und 12 Stunden für Schichten mit verlängerter Normalarbeitszeit. Arbeitsstunden, die
über dieses tägliche Höchstausmaß hinausgehen, sind als Überstunden mit einem Zuschlag von 50 % zu vergüten. Der Grundstundenlohn richtet sich nach der Verwendungsgruppe, in der die Überstunde angefallen ist.
Die Anwendung der Mehrfachverwendung zwischen den Verwendungsgruppen mit verlängerter Normalarbeitszeit (A, B, C und F) einerseits und der Verwendungsgruppe E („Veranstaltungs-sicherheitsdienst“) andererseits ist nur zulässig, wenn in der laufenden Woche nicht mehr als 60 % der Normalarbeitszeit im „Veranstaltungssicherheitsdienst“ verbraucht werden. Das Höchstmaß der (verlängerten) wöchentlichen Normalarbeitszeit beträgt in diesem Falle 48 Stunden. Jede über die 48. Stunde hinausgehende Arbeitsstunde ist als Überstunde mit einem Zuschlag von 50 % zu vergüten. Das Höchstausmaß der täglichen Arbeitszeit beträgt in diesen Fällen 9 Stunden für Schichten im „Veranstaltungssicherheitsdienst“, 10 Stunden für Schichten mit gemischtem Dienst und 12 Stunden für Schichten mit verlängerter Normalarbeitszeit. Arbeitsstunden, die über dieses tägliche Höchstausmaß hinausgehen, sind als Überstunden mit einem Zuschlag von 50 % zu vergüten. Der Grundstundenlohn richtet sich nach der Verwendungsgruppe, in der die Überstunde angefallen ist.
Unzulässig ist die Anwendung der Durchrechnung bei Wachorganen, welche in einer Dienstart der Verwendungsgruppe D („Mobiler Dienst“) oder in der Verwendungsgruppe E („Veranstaltungssicherheitsdienst“) eingesetzt werden. Arbeitsstunden, die im Rahmen einer Mehrfachverwendung mit dem Mobilen Dienst oder mit dem Veranstaltungssicherheitsdienst anfallen, sind bei der Betrachtung der für die Durchrechnung maßgeblichen Arbeitsstunden außer Ansatz zu lassen. Dabei ist jeweils der Zeitraum der betreffenden ganzen Woche sowohl beim Durchrechnungszeitraum als auch bei der Ermittlung der geleisteten Arbeitsstunden in Abzug zu bringen.
Durchrechnung ist weiters unzulässig bei allen teilzeitbeschäftigten Wachorganen. Als teilzeitbeschäftigt ist ein Wachorgan dann anzusehen, wenn – unabhängig von der Verwendungsgruppe - das Ausmaß der vereinbarten wöchentlichen Arbeitszeit weniger als 40 Stunden beträgt.
Zuschlagspflichtige Mehrarbeitsstunden werden im Sinne des
§ 19d AZG mit einem Zuschlag von 25 % vergütet.
Für die Beschäftigten in den Verwendungsgruppen D („Mobiler Dienst“) und E („Veranstaltungssicherheitsdienst“) beginnt die Arbeitszeit ab Sammelstelle (Abfertigungslokal) und zeitlich nach den speziellen betrieblichen Anordnungen. Unter der gleichen Voraussetzung endet die Arbeitszeit nach der für die betreffende Beschäftigungsart bzw. für den betreffenden Arbeitsauftrag festgelegten Arbeitsdauer (Dienstschicht) wieder am Sammelplatz (Abfertigungslokal). Im Mautaufsichtsdienst und im Veranstaltungssicherheitsdienst kann die Sammelstelle auch außerhalb des Wachbetriebes (z.B. am Veranstaltungsort) festgelegt werden.
Für Vollbeschäftigte im Sinne des Arbeitszeitgesetzes 1969 (AZG) beträgt die wöchentliche Normalarbeitszeit 40 Stunden. Die tägliche Normalarbeitszeit beträgt 8 Stunden. Bei Vorliegen der in dieser Verwendungsgruppe typischerweise gegebenen Arbeitsbereitschaft kann die wöchentliche Normalarbeitszeit auf bis zu 52 Stunden bzw. die tägliche Normalarbeitszeit auf bis zu 12 Stunden ausgedehnt werden.
von mehr als 4 bis 7 Stunden……………………. 1 Stunde
von mehr als 7 bis 11 Stunden…………………… 2 Stunden
Für jede weitere Arbeitsstunde hat im gleichen Umfang eine Verlängerung des Anwesenheitsbereitschaftsdienstes einzutreten. Der Anwesenheitsbereitschaftsdienst ist zwischen den einzelnen Rundgängen oder sonstigen Arbeiten aufzuteilen und im Falle des Bedarfs zur Erledigung der beauftragten Arbeiten zu unterbrechen.
Für Vollbeschäftigte im Sinne des Arbeitszeitgesetzes 1969 (AZG) beträgt die wöchentliche Normalarbeitszeit 40 Stunden. Die tägliche Normalarbeitszeit beträgt 8 Stunden. Bei Vorliegen der in dieser Verwendungsgruppe typischerweise gegebenen Arbeitsbereitschaft kann die wöchentliche Normalarbeitszeit auf bis zu 48 Stunden bzw. die tägliche Normalarbeitszeit in allen Dienstarten auf bis zu 12 Stunden ausgedehnt werden.
Bei Vorliegen eines dringenden Bedürfnisses bzw. auf Baustellen kann in der Dienstart „Service“ im Einvernehmen mit dem Betriebsrat die tägliche Arbeitszeit auf 13 Stunden ausgedehnt werden. Die über 12 Stunden hinausgehende Arbeitszeit ist als Überstunde zu vergüten.
von mehr als 4 bis 7 Stunden……………………..1 Stunde
von mehr als 7 bis 11 Stunden…………………….2 Stunden
In den Dienstarten „Bahnsicherungspostendienst“ und „Straßensicherungspostendienst“ richten sich allfällige Arbeitspausen (Essenszeiten) nach den Erfordernissen im Sicherungsbereich und gelten als Arbeitszeit. Der Sicherungsposten hat während der Pausen im Nahbereich der Baustelle zu verweilen und Beginn und Ende der Pausen mit dem örtlichen Aufsichtsführenden abzustimmen.
In der Dienstart „Gerichtskontrolldienst“ ist im Rahmen der täglichen Arbeitszeit eine nicht in die Arbeitszeit einzurechnende unbezahlte Ruhepause von einer halben Stunde zu gewähren.
Für Vollbeschäftigte im Sinne des Arbeitszeitgesetzes 1969 (AZG) beträgt die wöchentliche Normalarbeitszeit 40 Stunden. Die tägliche Normalarbeitszeit beträgt 8 Stunden. Bei Vorliegen der in dieser Verwendungsgruppe typischerweise gegebenen Arbeitsbereitschaft kann die wöchentliche Normalarbeitszeit auf bis zu 48 Stunden bzw. die tägliche Normalarbeitszeit in allen Dienstarten mit Ausnahme des „Kontrollordienstes“ auf bis zu 12 Stunden ausgedehnt werden. In der Dienstart „Kontrollordienst“ kann die tägliche Arbeitszeit nur auf bis zu 10 Stunden ausgedehnt werden. Wird mit dem Kontrollor eine Verteilung der wöchentlichen Arbeitszeit auf vier Tage vereinbart, kann die tägliche Arbeitszeit bei Vorliegen von Arbeitsbereitschaft auf bis zu 12 Stunden ausgedehnt werden. Ein Wechsel in der Verteilung der wöchentlichen Arbeitszeit auf fünf Tage ist in solchen Fällen nicht zulässig.
Allen Wachorganen im Sonderdienst gebührt im Rahmen der täglichen Arbeitszeit ein bezahlter Anwesenheitsbereitschaftsdienst, welcher weniger als 40 % der Arbeitszeit beträgt.
Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt für Vollbeschäftigte 40 Stunden. Die Aufteilung dieser Wochenarbeitszeit ist innerbetrieblich mit dem Betriebsrat festzulegen.
Für die Dienstart D1 „Revierdienst“ kann durch Betriebsvereinbarung festgelegt werden, dass die wöchentliche Arbeitszeit gemäß § 4 Abs. 7 Z 1 AZG auf 4 zusammenhängende Arbeitstage verteilt wird. In diesem Fall beträgt die höchstzulässige tägliche Normalarbeitszeit 10 Arbeitsstunden.
In der Dienstart D2 „Geld- und Werttransportdienst“ kann durch Betriebsvereinbarung festgelegt werden, dass im Rahmen der täglichen Arbeitszeit nur eine nicht in die Arbeitszeit einzurechnende unbezahlte Ruhepause von einer halben Stunde zu gewähren ist. An Stelle dieser halbstündigen Ruhepause können zwei Ruhepausen von je einer Viertelstunde oder drei Ruhepausen von je 10 Minuten gewährt werden.
(5) Verwendungsgruppe E: Veranstaltungssicherheitsdienst
Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt für Vollbeschäftigte 40 Stunden. Die tägliche Normalarbeitszeit beträgt höchstens 9 Stunden. Die Aufteilung der Wochenarbeitszeit und/oder die im Vorhinein festzulegende tägliche Arbeitszeit ist im Zuge der Diensteinteilung dem Wachorgan rechtzeitig bekannt zu geben.
Für Vollbeschäftigte im Sinne des Arbeitszeitgesetzes 1969 (AZG) beträgt die wöchentliche Normalarbeitszeit 40 Stunden. Die tägliche Normalarbeitszeit beträgt 8 Stunden. Bei Vorliegen der in dieser Verwendungsgruppe typischerweise gegebenen Arbeitsbereitschaft kann die wöchentliche Normalarbeitszeit auf bis zu 48 Stunden bzw. die tägliche Normalarbeitszeit auf bis zu 10 Stunden ausgedehnt werden.
Unter der Voraussetzung einer kürzeren täglichen Arbeitszeit gebührt in den Verwendungsgruppen A und E, in der Verwendungsgruppe F unter den Voraussetzungen gemäß § 8 Abs 1, 2. Absatz, sowie in den Dienstarten B1, B2, B3, B7, C2, C3, D1, D2, D3, und für Teilzeitbeschäftigte in den Dienstarten D6, D7 und D8 nur ein Ruhetag, wenn die für Vollbeschäftigte zulässige Wochenarbeitszeit auf sechs Tage aufgeteilt wird.
bis zu einem Höchstausmaß von ………………….… 7 Kalendertagen,
bis zu einem Höchstausmaß von ……………………. 14 Kalendertagen,
bis zu einem Höchstausmaß von ……………………. 21 Kalendertagen,
bis zu einem Höchstausmaß von …………………... 28 Kalendertagen,
bis zu einem Höchstausmaß von ……………………. 42 Kalendertagen,
bei eigener Trauung oder Eintragung im Sinne
des EPG (Eingetragene Partnerschafts-Gesetz,
BGBl. I, Nr. 135/2009).…………………………………………………… 2 Tage,
bei Tod des Ehepartners, des eingetragenen
Partners oder Lebensgefährten………………………….……………. 2 Tage,
bei Tod der Eltern, Schwiegereltern oder von Kindern,
sofern sie in der Hausgemeinschaft lebten ……………………. 1 Tag,
zur Teilnahme an der Beerdigung der vorgenannten
Angehörigen, auch wenn sie nicht in Hausgemeinschaft
lebten, ferner bei Beerdigung der Geschwister und
von Familienangehörigen, die nicht in der
Hausgemeinschaft lebten ………………………………………………. 1 Tag,
bei Entbindung der Ehegattin, der eingetragenen
Partnerin oder Lebensgefährtin …………………………………….. 1 Tag,
bei Hochzeit der Kinder oder der Kinder des
eingetragenen Partners ..………………………………………………. 1 Tag,
bei Wohnungswechsel mit eigenem Haushalt ………………… 1 Tag.
Die Berechnung des Verdienstentfalls erfolgt nach den Grund-sätzen des Urlaubszuschusses.
im Einzelfall jedoch höchstens bis zur Dauer der regelmäßigen Arbeitszeit am Tag der Verhinderung bei Vorladung zu Gerichten oder sonstigen Behörden, möglichst gegen vorherige Beibringung der Ladung, sofern keine Entschädigung vom Gericht bezahlt wird und das Wachorgan nicht Beschuldigter oder Partei in einem Zivilprozess ist;
Kriegsversehrte aus den beiden Weltkriegen und Invalide mit
50 % oder mehr Arbeitsbehinderung, sofern sie anlässlich des Beginns des Arbeitsverhältnisses einen Einstellungs- bzw. Gleichstellungsschein abgaben, erhalten pro Dienstjahr einen Zusatzurlaub von 3 Werktagen.
Die Schutzkleidung ist gemäß der geltenden Gesetze und Verordnungen auf die jeweiligen örtlichen und betrieblichen Umstände auszurichten. Etwaige weitere Ausrüstung wird betriebsweise geregelt.
Sämtliche Ansprüche verfallen, sofern sie nicht innerhalb einer Frist von 4 Monaten nach Fälligkeit schriftlich beim Arbeitgeber geltend gemacht werden. Als Fälligkeit gilt der Auszahlungstag jener Lohnperiode, in welcher der Anspruch entstanden ist. Bei rechtzeitiger Geltendmachung bleibt die gesetzliche dreijährige Verjährungsfrist gewahrt.
Verwendungsgruppe A – Wachdienst: € 8,56
Verwendungsgruppe B – Service und Sicherheitsdienst: € 9,55
Dienstart B 6 – Museumsaufsichtsdienst: € 8,60
Verwendungsgruppe C – Sonderdienst: € 10,70
Verwendungsgruppe D – Mobiler Dienst: € 9,55
Verwendungsgruppe E – Veranstaltungssicherheitsdienste: € 8,46
Verwendungsgruppe F – Flughafensicherheitsdienst: € 10,33
Bei der Aufnahme eines Arbeitnehmers ist gemäß § 2 Abs 2
AVRAG die wöchentliche Normalarbeitszeit und die Einreihung in die vorgesehene Dienstart einer Verwendungsgruppe zu vereinbaren.
Der Arbeitnehmer hat spätestens zum Ende des gearbeiteten Monats den Anspruch auf einen Akontolohn. Die Höhe berechnet sich aus dem Stundenlohn der vereinbarten Dienstart / Verwendungsgruppe, multipliziert mit dem Vierfachen der vertraglich vereinbarten Wochenarbeitszeit. Arbeitnehmer, die bis zum 15. des Monats neu eintreten, haben den aliquoten Teil des Akontolohns spätestens am Monatsende des laufenden Monats zu erhalten. Arbeitnehmer, die nach dem 15. des Monats neu eintreten, haben den aliquoten Teil des Akontolohns spätestens mit 15. des Folgemonats zu erhalten.
Leistet ein vollbeschäftigter Arbeitnehmer, für den die Durchrechnungsregelung anzuwenden ist, regelmäßig um mehr als 20% mehr Arbeitsstunden als die vereinbarte Arbeitszeit beträgt, so ist die für teilzeitbeschäftigte Arbeitnehmer im § 8 Abs 3 dieses Kollektivvertrages enthaltene Regelung über die Anpassung der Arbeitszeitvereinbarung auf für vollbeschäftigte Arbeitnehmer sinngemäß anzuwenden. Überstunden werden dabei in die Differenzberechnung nicht einbezogen. Mit der Anpassung der Arbeitszeitvereinbarung ist gleichzeitig auch der Akontolohn entsprechend zu erhöhen.
Zu den variablen Entgeltbestandteilen gehören der Lohn für Überstunden einschließlich der Überstundenzuschläge, das Feiertagsentgelt nach § 9 Abs 5 ARG, Nachtzulagen, Erschwerniszulagen, Gefahrenzulagen.
Allen Wachorganen (in allen Verwendungsgruppen) gebührt für Dienste im täglichen Zeitraum von 22.00 Uhr bis 05.00 Uhr eine Nachtzulage in der Höhe von 30 Cent pro Stunde.
Der Arbeitgeber darf von keinem Wachorgan die Erledigung von berufsfremden Tätigkeiten verlangen, wenn nicht über die Ausführung der Tätigkeit und die Höhe der besonderen Vergütung eine Betriebsvereinbarung geschlossen worden ist.
Verlangt der Arbeitgeber vom Wachorgan in einer Verwendungsgruppe oder Dienstart irgendwelche Arbeiten, die über das Arbeitsbild der Verwendungsgruppe oder Dienstart hinausgehen und auch nicht zu den allgemeinen Arbeiten der Wachorgane gehören (so genannte „berufsfremde Tätigkeiten“), so sind diese gesondert zu vergüten.
Die Höhe der Vergütung ist im Einzelfall unter Bedachtnahme auf die Dauer und die Art der Tätigkeit durch Betriebsvereinbarung zu vereinbaren. Bei Nichteinigung gebühren pro Stunde
15 Cent. Die Vergütung ist für alle Stunden einer Dienstschicht zu leisten, in der die berufsfremde Tätigkeit anfällt.
Wird über die Höhe der Vergütung für eine berufsfremde Tätigkeit kein innerbetriebliches Einvernehmen erzielt, so soll vor Anrufung des Gerichtes versucht werden, in einem Schlichtungsausschuss ein Einvernehmen herbeizuführen. Dieser tritt auf Antrag einer der vertragsschließenden Parteien zusammen. Der Schlichtungsausschuss wird von den vertragsschließenden Parteien paritätisch mit je 4 Vertretern beschickt und legt seine Geschäftsordnung selbst fest. Die Einberufung erfolgt durch den Allgemeinen Fachverband des Gewerbes mit einer Frist von mindestens zwei und höchstens sechs Wochen. Die Vertreter der vertragsschließenden Parteien werden für jeden Antragsfall neu bestimmt.
Vereinbart oder erbringt ein Wachorgan – ohne Auftrag des Arbeitgebers – für den Auftraggeber des Bewachungsunternehmens Tätigkeiten, wird vom Arbeitgeber keine Verantwortung übernommen oder Vergütung geleistet.
Den Wachorganen in der Dienstart D1 – „Revierdienst“ gebührt dann eine Erschwerniszulage, wenn sie Dienste leisten, bei denen sie überwiegend Gehstrecken im nicht vor der Witterung geschützten, öffentlich zugänglichen Bereich zurücklegen.
Die Erschwerniszulage beträgt 50 Cent pro Stunde und ist in die Berechnungsbasis für die Sonderzahlungen einzubeziehen.
Im ersten Dienstjahr erhalten die Arbeitnehmer, welche am
1. September oder danach eingetreten sind, den aliquoten Teil der Weihnachtsremuneration für das laufende Kalenderjahr frühestens nach Ablauf der Wartefrist aber spätestens am 31. März des folgenden Jahres. Mitarbeiter, die vor dem 1. September eingetreten sind, erhalten die Weihnachtsremuneration mit dem Akontolohn für November. Ab Beginn des zweiten Kalenderjahres wird die Weihnachtsremuneration spätestens mit dem Akontolohn für November ausbezahlt.
Benützt ein Wachorgan für die Fahrt zum oder vom Arbeitsplatz, oder auf ausdrücklichen Wunsch des Arbeitgebers zu Arbeitszwecken, sein eigenes Fahrrad, so erhält es pro geleistetem Tag- oder Nachtdienst Euro 0,48 vergütet.
Es ist möglich, ein so genanntes „Regionaleinsatzgebiet“ (gemäß Anhang 1 zu diesem Kollektivvertrag) als gewöhnlichen Arbeitsort zu vereinbaren. Innerhalb dieses Regionaleinsatzgebietes kann ein Wachorgan an beliebige Einsatzorte versetzt werden, ohne dass dadurch für das Wachorgan ein Anspruch auf Fahrtvergütung entsteht.
Wird vom Arbeitgeber die Beistellung eines Diensthundes verlangt, so gebührt dem Wachorgan für die Anschaffung, die ärztliche Behandlung, den Transport zum Arbeitsplatz, die Fütterung, für sonstige Haltungskosten sowie für die Wiederbeschaffung ein Aufwandsersatz von Euro 12,-- pro Schicht.
Arbeitnehmer, die im vierten Quartal 2012 durchgehend im Betrieb beschäftigt waren und für mehr als 50% ihrer in diesem Quartal durchschnittlich geleisteten Normalarbeitsstunden eine Erschwerniszulage gemäß § 23 Abs 1 des Kollektivvertrags vom 1. Juli 2003 in der Fassung vom 1. Juli 2011 erhalten haben, bekommen im Kalenderjahr 2013 eine monatliche Prämienzahlung, deren Höhe wie folgt zu ermitteln ist:
Euro 0,27 (brutto) x der im vierten Quartal 2012 durchschnittlich pro Woche geleisteten Normalarbeitsstunden für die der Arbeitnehmer die Erschwerniszulage gemäß § 23 Abs 1 erhalten hat x 4,33 Wochen x 14 : 12 Monate
Aus Anlass der mit 1. Jänner 2014 in Kraft getretenen Einfügung des zeitlichen Überwiegens in die Endung der lit r) und den letzten Absatz des § 6 Abs 1 Verwendungsgruppe A - Wachdienst darf bei zu diesem Zeitpunkt bestehenden Bewachungsaufträgen keine verschlechternde Veränderung der Einstufung dabei eingesetzter Arbeitnehmer in die Verwendungsgruppen des Kollektivvertrages erfolgen.
GEWERBLICHEN DIENSTLEISTER
Komm.-Rat Ing. Siegfried FRISCH Mag. Thomas KIRCHNER
Johann SCHWABEGGER Ursula WODITSCHKA
Verhandlungsleiter Fachbereichssekretärin
a) Eisenstadt(Stadt)
e) Rust(Stadt)
Kärnten (m. pol. Bez. Lienz/T)
b) Klagenfurt(Stadt)
d) Villach(Stadt)
Niederösterreich (o. pol. Bez. Mödling, Wien-Umgebung)
c) Krems(Land)
d) Krems an der Donau(Stadt)
d) Waidhofen an der Ybbs(Stadt)
b) Sankt Pölten(Land)
c) Sankt Pölten(Stadt)
d) Wiener Neustadt(Land)
e) Wiener Neustadt(Stadt)
d) Linz(Stadt)
g) Wels(Stadt)
f) Steyr(Stadt)
c) Linz(Stadt)
b) Salzburg(Stadt)
b) Graz(Stadt)
Tirol (o. pol. Bez. Lienz)
Wien (m. pol. Bez. Mödling, Wien-Umgebung/N)
§ 3 Pausenregelung Dienstart B 3:
Straßensicherungspostendienst
§ 1 Arbeitszeitverkürzung in der
Verwendungsgruppe A - Wachdienst
Die Möglichkeit zur Verlängerung der wöchentlichen Normalarbeitszeit in der Verwendungsgruppe A – Wachdienst gemäß § 9 Abs 1 wird verringert.
52 Stunden Wochenarbeitszeit : 50 Stunden Wochenarbeitszeit = Lohnerhöhung um 4,000%
50 Stunden Wochenarbeitszeit : 48 Stunden Wochenarbeitszeit = Lohnerhöhung um 4,167%
Lohntafel für Wachorgane im Bewachungsgewerbe gültig ab 1.1.2016	PDF
Lohntafel für Wachorgane im Bewachungsgewerbe gültig ab 1.1.2017	PDF

References: § 23
 § 6
 § 17

§ 19
 § 4
 § 8
 § 2
 § 8
 § 9
 § 23
 § 23
 § 6

§ 3

§ 1
 § 9