Source: https://www.apothekerkammer.de/service/lak+aktuell/lak+aktuell+ausgabe-52/
Timestamp: 2020-08-07 23:42:29+00:00

Document:
Beginn ist um 10 Uhr im Holiday Inn Frankfurt Airport-North, Isenburger Schneise 40, 60528 Frankfurt am Main.
LAK aktuell Ausgabe Dezember 2017 / Januar 2018
Apotheker sind nicht der Spielball der Interessengruppen
es ist schon merkwürdig: Vor vielen Monaten haben manche von uns Apothekenleitern eine Mail mit Fragen zu unserem Berufsalltag erhalten, mal mit Schwerpunkt Rezeptur und BTM, mal mit Schwerpunkt Warenbewirtschaftung. Mancher Kollege hat die Mail weggedrückt, da ihm der Absender „2hm“ nichts sagte und er eine Spam-Mail vermutete.
Wir haben dann erfahren, dass es sich um ein Forschungsvorhaben im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft handele, mit dem die Vergütung oder das Honorarsystem in den öffentlichen Apotheken durchleuchtet werden solle.
Weiterhin wurden wir über einen vom BMWi einberufenen Beirat informiert, dem neben zahlreichen weiteren Mitgliedern auch Vertreter des Bundesministeriums für Gesundheit, des PHARGO und der ABDA angehören.
Gemunkelt wurde immer wieder, das Gutachten werde dieses Jahr – Sommer, Herbst, Winter – veröffentlicht.
Nun tauchen seit einigen Wochen Details des angeblichen Gutachtens in den verschiedensten Medien auf. Der Auftraggeber, das BMWi, erklärt jedoch, das Gutachten sei noch nicht fertig, es liege noch nicht vor und könne daher naturgemäß nicht verteilt werden. Die Mitglieder des Beirats sind nun irritiert und wundern sich, dass sie nicht eingebunden werden.
Kann man darunter eine vertrauensvolle und zielorientierte Zusammenarbeit verstehen?
Eine zufällige oder beabsichtigte Indiskretion von wem auch immer – auf dem Rücken von uns Apothekern. Zahlen schwirren durch die Landschaft, sie stiften Verunsicherung und Angst. Wenn man die täglichen, teilweise richtig „sensationslüsternen“ Neuigkeiten in Newslettern oder Tageszeitungen liest, ist unschwer zu erkennen, dass Äpfel mit Birnen verglichen, einzelne Prozesse herausgelöst, Gemeinwohlpflichten nicht erkannt werden und am besten noch der Neid zwischen uns Apothekern geschürt werden soll!
Fernab der Frage, ob die Konzeption und Durchführung solide sind – das können wir erst beurteilen, wenn ein Papier auf dem Tisch liegt – ist der Umgang mit irgendwelchen Inhalten unglaublich! Seriöse wissenschaftliche Arbeit sieht für mich gänzlich anders aus. Sofort nach Bekanntwerden des ersten Leaks hätte der Auftraggeber meiner Meinung nach mit aller Entschlossenheit konsequent und nachhaltig einschreiten müssen.
Man könnte sich die Frage stellen, ob hier eine geschäftsführende Ministerin nicht handlungsfähig ist?
Leider befinden wir uns in einer Situation, in der immer noch unklar ist, wie eine künftige Bundesregierung aussehen wird, wer unsere Ansprechpartner sein werden. Auch hier heißt es leider immer noch abwarten!
Ich hoffe, dass verantwortungsbewusste künftige Wirtschafts- und Gesundheitsminister/innen schnell in einen sachlichen und konstruktiven Dialog mit uns eintreten und eine solche Informationspolitik Geschichte sein wird. Die Menschen in unserem Land brauchen eine funktionierende Arzneimittelversorgung und wir dringend die dafür notwendige wirtschaftliche Basis und Planungssicherheit.
Als Spielball für Interessensgruppen sind wir ungeeignet!
Herausforderungen und Probleme werden uns auch im kommenden Jahr begleiten. Wir – Ihre Kammer – nehmen sie an und werden uns für unsere Zukunft mit aller Kraft einsetzen. Wir erwarten jedoch auch immer, dass man sich mit uns sachlich und mit der gebotenen Sorgfalt auseinandersetzt. Populismus, Luftblasen und das Verdrehen von Tatsachen passen nicht dazu – wir werden dies auch entlarven.
Trotz all der Themen, die wir mit in das neue Jahr nehmen, wünsche ich Ihnen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und über die Feiertage auch besinnliche Stunden im Kreise Ihrer Familien. Für das neue Jahr wünsche ich Ihnen alles erdenklich Gute, Gesundheit, Freude und die Kraft und Zuversicht, Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen.
© Foto: Stadthallen Gießen GmbH
Ankündigung: 98. Zentrale Fortbildung in Gießen
Am 17. und 18. März 2018 findet die 98. Zentrale Fortbildungsveranstaltung der Akademie für Pharmazeutische Fortbildung der Landesapothekerkammer Hessen statt.
Institut für Pharmazie und Lebensmittelchemie, Julius-Maximilians-Universität
Gesundheitsamt Kassel, Kassel
Dr. rer nat. Tim Lachnit
Zoologisches Institut, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Kiel
PD Dr. Martin J. Hug
Apotheke des Universitätsklinikums Freiburg, Freiburg
Medizinische Klinik II – Infektiologie, Gießen
Klinikum der Goethe Universität, Medizinische Klinik III – Nephrologie,
98. ZFB: Kinderbetreuung
Auch im Frühjahr bietet die Landesapothekerkammer Hessen während der Zentralen Fortbildungsveranstaltung wieder eine Kinderbetreuung an. Die Betreuung ist selbstverständlich kostenlos und soll den Kollegen mit jüngeren Kindern die Entscheidung zur Teilnahme erleichtern.
Am Samstag, 17. März 2018, und am Sonntag, 18. März 2018, werden Kinder jedes Alters von erfahrenen Erzieherinnen betreut, während sich ihre Eltern der Pharmazeutischen Fortbildung widmen können. In einem kleineren Zimmer neben dem großen Saal der Gießener Kongresshalle spielen und basteln die Kinder gemeinsam. Auch für einen kleinen Imbiss wird gesorgt.
Um besser planen zu können, bitten wir, die Teilnehmer bis Freitag, 17. März 2018 − 12:00 Uhr, in der Geschäftsstelle anzumelden (Telefon: 069 979509-11).
Externe Qualitätsüberprüfung
Das neue Jahr steht vor der Tür und auch 2018 hat Ihre Landesapothekerkammer Hessen wieder Angebote zur externen Qualitätsüberprüfung für Sie zusammengestellt.
Rezepturringversuche des Zentrallaboratoriums Deutscher Apotheker e.V.
Auch im kommenden Jahr unterstützen wir Sie gerne und übernehmen die Kosten für einen Rezeptur-Ringversuch. Das Formular für die Anmeldung zum 1. Rezeptur-Ringversuch 2018 (Cremezubereitung mit Dexamethason) finden Sie auf unserer Homepage unter >> Service. Anmeldeschluss ist der 1. Juni 2018.
Aus haushalterischen Gründen werden wir ab sofort lediglich die Kosten für einen Ringversuch pro Jahr und Apotheke übernehmen.
Pseudo-Customer-Fortbildung
Des Weiteren übernimmt die LAK Hessen wieder die Kosten für einen Pseudo-Customer-Besuch in Ihrer Apotheke. Für die Anmeldung haben Sie wie gewohnt ein separates Schreiben von uns per Post mit dem Anmeldebogen erhalten.
Webinare im ersten Halbjahr
Für das erste Halbjahr 2018 haben wir Ihnen wieder einen bunten Themenstrauß zusammengestellt.
Cannabis in der Apotheke – der Joint in der Offizin?
(Kai Girwert)
Laborwerte, Teil 1
(Ina Richling)
(Dr. Ilse Zündorf)
(Dr. Christiane Staiger)
Laborwerte, Teil 2
Die Webinare finden jeweils von 20:00 Uhr – 21:00 Uhr statt, die Teilnahme ist gebührenfrei.Informationen zur Anmeldung entnehmen Sie bitte unserer >> Homepage.
© Foto: Iakov Filimonov/shutterstock.com
Begleitender Unterricht für Pharmazeuten im Praktikum 2018
© Foto: Chinnapong/shutterstock.com
Prüfungstermine Weiterbildung 2018
Prof. Dr. Michael Keusgen, Dekan des Fachbereichs Pharmazie, Philipps-Universität Marburg, und Ursula Funke am Tag der Pharmazie © Foto: Regina Gerlach-Riehl, Fachbereich Pharmazie
Workshop am „Tag der Pharmazie" in Marburg
Blick in den Hörsaal © alle Fotos: Regina Gerlach-Riehl, Fachbereich Pharmazie
Am „Tag der Pharmazie“ der Universität Marburg organisierte die Landesapothekerkammer Hessen einen Workshop zum Thema „Strukturierte Ausbildung im dritten Ausbildungsabschnitt“.
Prof. Dr. Cornelia M. Keck, Institut für Pharmazeutische Technologie & Biopharmazie, Philipps-Universität Marburg
Dr. rer. med. Silke Lauterbach MSc, Apothekenleiterin, Rotes Kreuz Krankenhaus, Kassel
Nach dem Grußwort der Präsidentin wurde das Konzept der „Akkreditierten Ausbildungsapotheke" (AAA) der LAK Hessen vorgestellt. Kolleginnen aus akkreditierten Ausbildungsapotheken (öffentlich und Krankenhaus) stellten ihre praktische Ausbildung beispielhaft vor.
In einem gemeinsamen Brainstorming konnten die Studierenden ihre Wünsche und Anregungen für den dritten Ausbildungsabschnitt äußern. Hier wurden insbesondere die praxisnahe und umfangreiche Ausbildung genannt, Zeit für Fragen, Geduld und Vielseitigkeit.
„Nicht alleine gelassen werden“ wollen die Studierenden während ihrer praktischen Ausbildung. Die Zeit während der Diskussionsrunde wurde aktiv durch die Studierenden genutzt und Fragen zu vielen Aspekten der Ausbildung gestellt.
Prof. Dr. Michael Keusgen mit den Stipendiatinnen Daria Jilani und Erika Dorochow
Fallstricke im Umgang mit Rezepten – die Perspektive der Apotheke
Vortrag im Rahmen des 7. Tages der Allgemeinmedizin der JWG-Universität, Frankfurt am Main, 25. November 2017
Schnittstellen zwischen Praxen und Apotheken optimieren – Ein Blick über beide Tellerränder
Am 25. November 2017 fand ein gemeinsamer Workshop der Landesapothekerkammer Hessen mit dem Institut für Allgemeinmedizin der JWG-Universität Frankfurt/M. (IfA) statt. In diesem referierte Dr. Pamela Kantelhardt (LAK Hessen) zusammen mit Tatjana Blazejewski und Dr. Beate Müller (beide IfA) zum Thema „Fallstricke im Umgang mit Rezepten – die Perspektive der Apotheke".
Der Workshop war mit 25 medizinischen Fachangestellten (MFA) sehr gut besucht. Nach einer kurzen Begrüßung und der Vorstellung der Referenten ging es „in medias res“ mit Rezeptbeispielen aus der Praxis mit (typischen) Unklarheiten auf Rezepten aus dem Apothekenalltag. Der Weg eines Rezeptes von der Diagnosestellung bis hin zum Einlösen des Rezeptes in der Apotheke wurde dargestellt. Hier wurde auch auf die Situation bei der Bestellung von Wiederholungsverordnungen durch Patienten eingegangen – diese führen häufig zu fehlerhaft verordneten Präparaten. So werden Bestellungen zum Beispiel schlecht leserlich per Fax übermittelt oder auch unverständlich auf Anrufbeantwortern. Weiter wurden die anwesenden MFA für die Situation in der Apotheke sensibilisiert und darüber informiert, welche Prozesse in der Apotheke in Gang gesetzt werden, wenn fehlerhaft ausgestellte Rezepte oder unklare Verordnungen vorgelegt werden.
Des Weiteren wurden in Gruppenarbeiten mögliche Fehlerursachen und Lösungsansätze erarbeitet und diskutiert. So werden in einer Praxis Rezepte nicht mehr je Patient mit Büroklammern zusammengefasst. Dadurch sollen keine Rezepte beim Unterschreiben versehentlich vergessen werden. Auch werden beim Wunsch nach Wiederholungsrezepten zunächst alle Facharztbefunde im System eingearbeitet, bevor ein neues Rezept gedruckt wird, um die Aktualität der Verordnung sicher zu stellen. Das „Vier-Augen-Prinzip“ löst das „Besser Aufpassen“ mehr und mehr ab. Aus den Reihen der MFA kam eine weitere gute Strategie, um Schreibfehler bei Wirkstoffen und Dosierungen bei Rezepturverordnungen zu vermeiden: So kontaktiert diese Praxis vor dem Ausstellen einer Rezepturverordnung immer erst die Apotheke im Haus und gleicht Inhalte der Verordnung mit realen Möglichkeiten bei Wirkstoffen und Dosierungen ab. Auch werden Informationen zu gängigen Rezepturen zwischen Praxis und Apotheke ausgetauscht.
Die Referentinnen waren sich mit den TeilnehmerInnen einig, dass es gut ist, „über den Tellerrand“ zu schauen und die jeweiligen Situationen in dem anderen Bereich der Schnittstelle zu verstehen.
Die scheinbar einfache Lösung „Besser Aufpassen!“ hilft nicht, Fehler zu vermeiden. Ziel sollte sein, dass Rezepte in den Praxen „geprüft“ werden und nicht nur „unterschrieben“ werden. Auch sollte durch die Apotheke regelmäßig Rückmeldung gegeben werden, welche Probleme gehäuft auftreten. Nur so können in der Praxis Abläufe hinterfragt und mögliche Fehlerursachen gefunden und abgestellt werden.
Zertifikatfortbildung Palliativpharmazie
Der Zertifikatkurs orientiert sich am Curriculum der Bundesapothekerkammer und findet vom 20. bis 22. April 2018 sowie vom 5. bis 7. Oktober 2018 statt.
Er umfasst u. a. die Themengebiete Kommunikation, Ethik, Pflege, Symptombehandlung, Arzneimitteltherapie und Spiritualität/Trauer. Referenten aus verschiedensten Berufsgruppen beleuchten die Aspekte der Palliativversorgung allgemein und die Aufgaben des Pharmazeuten im Besonderen. Der Kurs richtet sich an alle Apothekerinnen und Apotheker, die sich für die interdisziplinäre, multiprofessionelle Betreuung schwerstkranker Menschen interessieren und eignet sich als Qualifikationsnachweis für die Beteiligung an palliativen Netzwerken. Für die Erlangung des Zertifikats ist neben der Teilnahme an den theoretischen Unterrichtseinheiten die schriftliche Dokumentation eines Patientenfalls sowie eine dreitägige Hospitation in einem Hospiz, einer Palliativstation oder einem ambulanten Palliativdienst mit SAPV erforderlich.
Ausführliche Informationen, Termine und das Anmeldeformular können Sie über den untenstehenden Link herunterladen.
© Foto: Uwe Dettmar,Goethe-Universität Frankfurt
Gemeinsam mit der DPhG LG Hessen RG Rhein/Main und der Goethe-Universität Frankfurt am Main bietet die Landesapothekerkammer Hessen Region Frankfurt am Main im ersten Halbjahr 2018 eine Vortragsreihe an.
Biozentrum Niederursel, Gebäude N 100, Hörsaal B 1
CaP Campus Pharmazie GmbH, Hamburg
Oberarzt, Abteilung Pneumologie/Allergologie, Medizinische Klinik I, Universitätsklinikum, Frankfurt am Main
Direktor, Apotheke des Universitätsklinikums, Freiburg im Breisgau
Häufige Infektionserkrankungen der Lunge
Dr. Nils Keiner
Chefapotheker, Klinik Apotheke, Universitätsklinikum Frankfurt am Main
Erklärungsbedürftig: Pulmonale Arzneiformen
Therapie; Opioide, Erbrechen, Nebenwirkung, Antiemetikum
Ein Arzt hat einer Patientin Buprenorphin verordnet. Diese leidet stark unter Übelkeit/Erbrechen. Welches Antiemetikum hilft speziell bei Opioid-Verordnungen?
Die beschriebene Opioid-Nebenwirkung Übelkeit und Erbrechen (engl. nausea and vomiting) ist v. a. zu Therapiebeginn eine sehr häufige Nebenwirkung, die in den meisten Fällen jedoch nach sieben bis zehn Tagen selbstlimitierend ist:
“Übelkeit und Erbrechen werden bei 30 bis 50% der Patienten zu Therapiebeginn ausgelöst. […] Die proemetische Wirkung der Opioide unterliegt einer Toleranzentwicklung. Im Verlauf der Therapie kann sie sogar in eine antiemetische Wirkung umschlagen. Bei Opioid-induzierter Emesis ist […] Metoclopramid das Antiemetikum der ersten Wahl.”
Auch andere Antiemetika können, je nach Art der Symptomatik, in Betracht kommen. Die klinische Datenbank UpToDate fasst die internationalen Empfehlungen zur Behandlung von Opioid-induziertem Erbrechen wie folgt zusammen:
„Chronic nausea usually responds to the same group of drug therapies that are used for acute nausea. The available evidence supports use of a dopamine antagonist, such as prochlorperazine or metoclopramide (also a prokinetic drug), or a serotonin receptor antagonist, such as ondansetron, as usual first line agents. Chronic use of the serotonin receptor antagonists, however, causes constipation, which in itself can be a cause of nausea.
A small observational retrospective study found that risperidone 1 mg daily orally decreased refractory nausea and vomiting thought to be due to opioids in patients with advanced cancer. Furthermore, in the setting of chemotherapy-induced nausea and vomiting, olanzapine has been shown to reduce chronic nausea. It seems reasonable to try an atypical antipsychotic such as olanzapine or risperidone in refractory cases.
The specific clinical scenario may also suggest benefit from other strategies:
Some patients who experience nausea with movement or nausea associated with vertigo may respond to an anticholinergic drug such as scopolamine or an antihistamine such as meclizine.
If nausea follows meals or is accompanied by postprandial vomiting, metoclopramide is an appropriate choice.
Patients with epigastric pain or burning should be offered a trial of a proton pump inhibitor, such as pantoprazole, or an H2 antagonist, such as ranitidine.
Opioid rotation or a change in route of administration could also be considered. In two small studies, a switch from the oral to the subcutaneous route produced significantly less nausea and vomiting. In contrast, there are conflicting data as to the benefit of switching from the oral to the rectal route.”
In weiteren Leitlinien und Empfehlungen in der Palliativmedizin wird neben den bereits genannten Wirkstoffen auch Haloperidol als mögliche Therapieoption genannt. Aus dem Artikel des deutschen Ärzteblatts möchten wir die Kurzzusammenfassung zitieren:
„Nichtmedikamentöse Therapie von Übelkeit: für den Patienten unangenehme Gerüche beseitigen, die Übelkeit auslösen; kleine appetitliche Mahlzeiten anbieten; nichts offerieren, was bei dem Patienten Übelkeit auslöst. Basisantiemetikum und Ort des Einsatzes: Metoclopramid erzielt Wirkung am Darm; Haloperidol setzt an der Chemorezeptoren-Triggerzone an; Cyclizin/Dimenhydrinat blockieren die Rezeptoren des Brechzentrums.“
Insofern keine Kontraindikationen dagegen sprechen, würden wir als Mittel der Wahl bei Opioid-induziertem Erbrechen die Antiemetika Metoclopramid (max. Behandlungsdauer 5 Tage!) oder Ondansetron empfehlen (in der palliativen Situation auch Haloperidol). In der Regel ist diese Nebenwirkung jedoch durch den Gewöhnungseffekt selbstlimitierend. Alternativ kann auch über einen Wechsel des Opioids nachgedacht werden.
© Foto: Billion Photo/shutterstock.com
BGH-Urteil, 05.10.2017, Az.: I ZR 172/16 „Skonti-Urteil“
Am 05.10.2017 hat der BGH entschieden, dass Rabatte und Skonti, welche zusammen die gesetzlich zugelassenen 3,15 % (§ 2 AMPreisVO) übersteigen, gewährt werden dürfen. Der BGH hat somit klargestellt, dass der Festzuschlag von 70 Cent nicht erhoben werden muss und die Rabatte und Skonti, wie sie von der Beklagten gewährt worden waren, rechtlich nicht zu beanstanden sind.
Die Urteilsgründe liegen nun vor:
Im Wesentlichen ging es um die Frage, ob der Großhandel auf den Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmens einen Festzuschlag von 70 Cent erheben muss. Der Beklagten (Großhändler) sollte seitens der Klägerin (Wettbewerbszentrale) „verboten werden, Rabatte und Skonti zu gewähren, die zu einer Abgabe von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln an Apotheken ohne den in § 2 Abs. 1 Satz 1 AMPreisVO vorgesehenen und nach Ansicht der Klägerin zwingend zu erhebenden Festzuschlag von 70 Cent führen.“
Der BGH folgt der Argumentation der Klägerin nicht. Schon aus dem Wortlaut der Vorschrift
2 Abs. 1 Satz 1 AMPreisVO
Lässt sich nicht herleiten, dass eine Festzuschlag von 70 Cent erhoben werden muss oder dass „eine Belieferung von Apotheken durch den pharmazeutischen Großhandel zu Preisen die unter dem Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmens zuzüglich eines Festzuschlages von 70 Cent liegen, unzulässig ist.“
Anders als es die Klägerin verstanden haben will, legt § 2 AMPreisVO nur einen Höchstpreis, nicht aber auch einen Mindestpreis fest. Der vermeintlich anders lautende gesetzgeberische Wille, wie er sich in der Gesetzesbegründung und in den Stellungnahmen der Ausschüsse erkennen lässt, spielt aber keine Rolle, da der Wortlaut eindeutig nicht von einem zwingend zu erhebenden Festpreis spricht, sondern nur die Möglichkeit zur Erhebung von 70 Cent lässt. Regelungen, die die Berufsausübung betreffen, müssen aus Gründen der Rechtssicherheit und Rechtsklarheit das Handeln unzweideutig beschreiben und lassen somit keinen Raum für Auslegungsfragen.
OLG Frankfurt, Urteil vom 02.11.2017, Az.: 6 U 164/16 „Brötchen Gutschein“
Am 02.11.2017 hat das OLG Frankfurt am Main entschieden, dass die Zugabe von (Sach-)Gutscheinen beim Verkauf von rezeptpflichtigen Arzneimitteln gegen die Arzneimittelpreisverordnung verstößt und der Klägerin (Wettbewerbszentrale) ein entsprechender Unterlassungsanspruch zusteht.
Die Beklagte hat eindeutig gegen die arzneimittelrechtlichen Bestimmungen verstoßen. Sie hat bei der Abgabe eines verschreibungspflichtigen Arzneimittels einen Gutschein ausgehändigt (hierbei ist es unerheblich, ob es sich um einen Wertgutschein oder um einen Sachgutschein handelt) und damit dem Patienten einen Vorteil gewährt, der den Erwerb des eigentlich preisgebundenen Arzneimittels günstiger erscheinen lässt. Durch diese Handlung hat die Beklagte gegen wettbewerbsrechtliche Bestimmungen verstoßen:
7 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 HWG
„Zuwendungen oder Werbegaben sind für Arzneimittel unzulässig, soweit sie entgegen den Preisvorschriften gewährt werden, die auf Grund des Arzneimittelgesetzes gelten.“
Die Beklagte hat versucht geltend zu machen, dass die Vorschriften der Arzneimittelpreisverordnung und eine damit einhergehende Preisbindung aufgrund des EuGH-Urteils nicht mehr anzuwenden sind. Dem folgt das Gericht naturgemäß nicht. Anders als bei dem Verfahren vor dem EuGH handelt es sich hier um eine inländische Apotheke, auf die per se deutsches gültiges Recht anzuwenden ist. Eine eventuell vorliegende Inländerdiskriminierung scheitert, da die Beklagte schon nicht geltend machen konnte, dass sie durch die Arzneimittelpreisverordnung derart gegenüber der ausländischen Versandapotheke in ihrem Absatz von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln bedroht sei, dass eine Gefährdung ihrer Existenz drohe.
Das Urteil ist nicht rechtskräftig, die Revision wurde zugelassen. „Die Frage der Inländerdiskriminierung in Folge der Rechtsprechung des EuGH zur Arzneimittelpreisbindung hat grundsätzlich Bedeutung. Es bleibt daher abzuwarten, ob die Beklagte Revision zum BGH einlegen wird.
Hessisches Landessozialgericht – Entscheidung zu Cannabis
Az.: L 8 KR 366/17; L 8 KR 255/17; L 8 KR 288/17
In vorliegenden Verfahren hatte das Hessische Landessozialgericht am 16.10.2017 über die Kostenübernahme durch die Krankenkasse für eine Therapie mit Cannabis im einstweiligen Rechtsschutz zu entscheiden.
Seit März 2017 haben gesetzlich Krankenversicherte mit einer schwerwiegenden Erkrankung Anspruch auf Versorgung mit Cannabis und Arzneimittel mit den Wirkstoffen Dronabinol oder Nabinol. Voraussetzung ist, dass eine anerkannte, dem medizinischen Standard entsprechende Leistung nicht zur Verfügung steht oder im Einzelfall nicht zur Anwendung kommen kann. Zudem muss eine nicht ganz entfernt liegende Aussicht auf eine spürbare positive Einwirkung auf den Krankheitsverlauf oder auf schwerwiegende Symptome bestehen.
Schmerzpatienten können nur dann eine Versorgung seitens der Krankenkasse mit Cannabis beanspruchen, wenn ein schwerwiegendes Krankheitsbild durch aussagekräftige ärztliche Befundberichte belegt ist. Zur Behandlung einer Fibromyalgie (nichtentzündlich bedingtes Schmerzsyndrom) besteht mangels ausreichender Aussicht auf eine spürbare positive Einwirkung kein Anspruch auf eine Versorgung.
In zwei der Verfahren wollten die Antragsteller das Cannabis zur Linderung ihrer Schmerzen, der eine Patient litt unter Fibromyalgie, der andere unter einem Schmerzsyndrom.
Die Richter gaben den Krankenkassen Recht und lehnten die gerichtlichen Eilanträge ab. Die betroffenen Versicherten hätten keinen Anspruch auf eine Cannabis-Versorgung. Im Fall der Fibromyalgie waren keine schwerwiegenden Symptome dokumentiert und ferner sei aufgrund der Studienlage bei der Diagnose Fibromyalgie von einer negativen Evidenz auszugehen. Im Fall des Schmerzsyndroms würde keine schwerwiegende Erkrankung vorliegen.
Anspruchsvoraussetzung sei zunächst eine schwerwiegende Erkrankung. Eine solche Erkrankung werde von der Rechtsprechung angenommen bei fortgeschrittenen Tumorerkrankungen, einem Restless-Legs-Syndrom mit massiven Schlafstörungen, bei Multiple Sklerose sowie einer schweren Verlaufsform der Neurodermitis. Werde Cannabis zur Schmerzbehandlung verordnet, so müsse ein entsprechend schwerwiegendes Krankheitsbild mittels ärztlicher Befundberichte belegt sein. Der bloße Verweis auf ein Schmerzsyndrom genüge nicht.
Darüber hinaus hätten die betroffenen Versicherten nicht glaubhaft gemacht, dass eine anerkannte, dem medizinischen Standard entsprechende Leistung nicht zur Verfügung stehe oder im Einzelfall nicht zur Anwendung kommen könne. Die entsprechenden Angaben der behandelnden Ärzte seinen insoweit nicht nachvollziehbar.
Hinsichtlich der Fibromyalgie bestehe zudem keine auf Indizien gestützte Begründung dafür, dass durch den Einsatz von medizinischen Cannabisblüten der Krankheitsverlauf spürbar positiv beeinflusst werden könne.
Verfahren zur Versorgung mit Sativex® Spray
In einem weiteren Verfahren wurde die Krankenkasse zur vorläufigen Versorgung mit Sativex® Spray verurteilt. Der Antragsteller leidet nach wiederholter Bauchspeicheldrüsenentzündung und einer Pankreatikojejunostomie seit Jahren an chronischen ausgeprägten und das tägliche Leben schwer einschränkenden Bauchschmerzen. Eine jahrelange Morphiumgabe in höherer Dosis und die zusätzliche Gabe von Novalgin können diese nur leicht mindern. Zur Behandlung dieser schwerwiegenden Erkrankung stünde eine dem medizinischen Standard entsprechende Leistung nicht zur Verfügung. Hinsichtlich der Behandlung mit dem Cannabis-Mundspray bestehe zudem eine nicht ganz entfernt liegende Aussicht auf eine spürbare positive Einwirkung auf den Krankheitsverlauf bzw. auf die schwerwiegenden Symptome der Schmerzerkrankung.
(Quelle: Pressemitteilung Hessisches Landessozialgericht, www.sozialgerichtsbarkeit.de)
31 Abs. 6 Sozialgesetzbuch Fünftes Buch (SGB V) – gültig seit 6.3.2017
Die Leistung bedarf bei der ersten Verordnung für eine Versicherte oder einen Versicherten der nur in begründeten Ausnahmefällen abzulehnenden Genehmigung der Krankenkasse, die vor Beginn der Leistung zu erteilen ist. Verordnet die Vertragsärztin oder der Vertragsarzt die Leistung nach Satz 1 im Rahmen der Versorgung nach § 37b, ist über den Antrag auf Genehmigung nach Satz 2 abweichend von § 13 Absatz 3a Satz 1 innerhalb von drei Tagen nach Antragseingang zu entscheiden. ( …)
Befreiung eines Tierarztes zugunsten einer berufsständischen Versorgungseinrichtung
Bundessozialgericht, Urteil vom 07.12.2017, Az.: B 5 RE 10/16 R
Am 07.12.2017 hat das Bundessozialgericht (BSG) zu Gunsten eines Tierarztes entschieden, dass er aufgrund seiner Tätigkeit von der Deutschen Rentenversicherung zugunsten des Versorgungswerkes der Tierärzte zu befreien ist. Das BSG hat somit die Entscheidung des Landgerichts bestätigt.
Das zuständige Landessozialgericht (LSG) hatte entschieden, dass der Tierarzt aufgrund seiner Tätigkeit gesetzliches Mitglied der berufsständischen Versorgungseinrichtung und der berufsständischen Kammer ist. Hierbei hat das LSG die konkret ausgeübte Tätigkeit zutreffend anhand der einschlägigen versorgungs- und kammerrechtlichen Normen des Landes Baden-Württemberg beurteilt. An diese Beurteilung ist der Senat des BSG gebunden.
Die Deutsche Rentenversicherung hat in diesem und ähnlich gelagerten Verfahren immer geltend gemacht, dass eine Befreiung nur erfolgen kann, wenn ein weiteres (ungeschriebenes) Tatbestandsmerkmal vorliegt. Die Tätigkeit, für die eine Befreiung begehrt wird, muss zudem approbationspflichtig sein. Dem ist das BSG nicht gefolgt, eine solche Voraussetzung sei § 6 Abs. 1 Satz 1 SGB VI nicht zu entnehmen. Die Befreiung richte sich vielmehr nach der Legaldefinition der tierärztlichen Tätigkeit in der Berufsordnung. Im vorliegenden Fall war die konkrete Tätigkeit des Veterinärs von der Definition erfasst, so dass ein Anspruch auf Befreiung bestanden habe.
Ob diese Entscheidung für die Apotheker in der Industrie wegweisend sein wird, kann zu diesem Zeitpunkt nicht vorhergesehen werden. Die genauen Urteilsgründe liegen noch nicht vor.
Verdacht auf Rezeptfälschung! Was tun?
Jeder Apotheker kommt mal in die Situation, dass ihm an dem vorgelegten Rezept oder an der Vorbestellung für ein Arzneimittel etwas komisch vorkommt. Wie soll sich der Apotheker am besten und rechtskonform verhalten?
Grundsätzlich sollte bei bestimmten Wirkstoffen eine erhöhte Aufmerksamkeit gelten, z.B. Tramadol, Somatropin, Diazepam, Ketamin. Hier besteht grundsätzlich ein erhöhtes Missbrauchspotenzial.
Ein erhöhtes Augenmerk sollte bei Rezepten bestehen, insbesondere auch bei höherpreisigen Arzneimitteln, welche telefonisch vorbestellt werden und später, meist zu Zeiten in denen die Arztpraxen dann bereits geschlossen haben, abgeholt werden sollen. Dies betrifft insbesondere die Mittwoch- und Freitagnachmittage oder den Samstag oder Feiertag.
Apothekenbetriebsordnung einhalten
Bei Zweifeln haben Sie immer die Möglichkeit bzw. nach § 17 der Apothekenbetriebsordnung sogar die Pflicht, Rücksprache mit dem verordnenden Arzt zu halten und erst dann ein Arzneimittel abzugeben. Sollte eine Klärung mit dem Arzt nicht möglich sein, dürfen Sie das Rezept auch nicht beliefern.
Grundsätzlich gilt auch, dass Sie nicht verpflichtet sind, aufgrund einer telefonischen Anfrage eines Patienten ein Arzneimittel bereits zu bestellen. Sie können auf Vorlage des Originals bestehen und dann, nachdem Sie von der Echtheit überzeugt und alle eventuellen Unstimmigkeiten geklärt sind, erst das Arzneimittel bestellen.
Selbstverständlich besteht trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kein garantierter Schutz vor Rezeptfälschungen, aber die oben genannten Hinweise können helfen, das Risiko zu minimieren. Im Falle einer Retaxation ist diese grundsätzlich nur dann berechtigt, wenn die Rezeptfälschung als solche hätte erkannt werden müssen. Bei besonders gut gefälschten Rezepten lohnt es sich daher, gegen die Retaxation vorzugehen und diese nicht einfach so hinzunehmen.
© Foto: Landesapothekerkammer Hessen, Holger Seyfarth, Vorsitzender des Hessisches Apothekerverbandes, und Ursula Funke
In der letzten Delegiertenversammlung des Jahres 2017 stand neben den Haushaltsplänen 2018 sowohl für die Landesapothekerkammer als auch für das Apothekerversorgungswerk der Lagebericht von Ursula Funke im Fokus. Sie sprach u.a. über die Aussichten eines Rx-Versandhandelsverbotes nach Scheitern der Sondierungsgespräche zu einer Jamaika-Koalition, äußerte sich zum Thema Apothekenhonorierung und erläuterte den Status quo der Telematikinfrastruktur.
Haushaltspläne 2018 verabschiedet
Die 24 anwesenden Delegierten beschlossen die Haushaltspläne 2018, alle Fotos: Landesapothekerkammer Hessen, alle © Fotos: Landesapothekerkammer Hessen
Zu Beginn der Delegiertenversammlung standen die Haushaltspläne für die Landesapothekerkammer und für das Apothekerversorgungswerk auf der Tagesordnung. Beide Haushaltspläne wurden von den Delegierten angenommen.
In diesem Zusammenhang wurden auch die Aufgabengebiete der Abteilungen Recht und Pharmazie, die in den letzten Jahren deutlich an Umfang zugenommen haben, vorgestellt.
Julia Faour, Justitiarin Daniela Pach (Mitte) und Ina Förderer, stv. Justitiarin (v.l.n.r.)
Justitiarin Daniela Pach erläuterte das breitgefächerte Aufgabengebiet der Abteilung Recht. Sie berichtete, dass in der Geschäftsstelle u.a. die Nacht- und Notdienste sowohl geplant als auch in das System eingepflegt werden. Gefordert ist die Rechtsabteilung auf Landes- wie auf Bundesebene, hier zählt die Teilnahme an Sitzungen für die Kammer und das Versorgungswerk zum Verantwortungsbereich. Darüber hinaus wird die Rechtsabteilung auch auf Seminaren wie z.B. dem Wiedereinsteigerseminar aktiv. Zudem habe, so die Justitiarin, die Zahl der Insolvenz- und Pfändungsfälle zugenommen, so dass auch hier Kapazitäten gebunden werden. Geschäftsführer Ulrich Laut ergänzte, dass alle Fälle hausintern betreut und nicht über andere Kanzleien abgewickelt werden.
Charlotte Imhäuser, Dr. Pamela Kantelhardt und Johanna Hauser, Bereichsleiterin Pharmazie (v.l.n.r.)
Johanna Hauser, Bereichsleiterin Pharmazie, stellte das Aufgabenspektrum der Abteilung Pharmazie vor. Die bestehenden Aufgaben, führte sie ein, haben an Umfang zugenommen. So fällt die Vorbereitung der Pseudo Customer-Schulungen oder die Konzeption und Organisation interdisziplinärer Weiterbildungen ebenso in ihren Bereich wie die Begleitenden Unterrichtsveranstaltungen. Hierfür, so Hauser, wurde eine neue Struktur erarbeitet und beispielsweise ein Praxistag eingeführt, der organisatorisch aufwändig sei. Der Bereich Pharmazie nehme zudem an vielen Arbeits- und Unterarbeitsgruppen auf Landes- und Bundesebene teil. Kooperationen mit der Landesärztekammer und dem Sozialministerium sind ebenso in ihrem Bereich verankert. Beispiele sind die Abnahme der Fachsprachenprüfung und der Kenntnisstandprüfung. Zudem sei das Weiterbildungs- und das Fortbildungsangebot erweitert, die Organisation entsprechend komplexer geworden. In den Geschäftsbereich Pharmazie falle außerdem ein großer Teil der Öffentlichkeitsarbeit, führte die Bereichsleiterin fort. In ihrer Abteilung werden die Texte für die regelmäßigen Servicemeldungen, die von der Landesapothekerkammer herausgegeben werden, sowie die Texte für die neue Monatskolumne im „Hessenbauer“ auf sachliche Richtigkeit geprüft. Auch die Anzahl der Presseanfragen von Publikumsmedien sei gestiegen.
Verzögerte Regierungsbildung wirkt sich auf Rx-Versandhandelsverbot aus
Noch immer, so begann Ursula Funke ihren Lagebericht, entzöge es sich gänzlich ihrem Verständnis, warum die SPD die Beschränkung des Versandhandels Anfang 2017 nicht mitgetragen habe. Bedingt durch die jetzt gescheiterten Sondierungsgespräche zu einer Jamaika-Koalition und die damit verzögerte Regierungsbildung schätze sie persönlich die Chancen, dass ein Rx-Versandhandelsverbot noch komme, als geringer werdend ein. Man könne nur erneut an die Politiker appellieren, dass sie ihre Verantwortung gegenüber den Bürgern erfüllen und erkennen, dass das hervorragend funktionierende, flächendeckende Gesundheitssystem erhalten werde müsse.
„Kein Abgeordneter kann sagen, er wisse nicht, worum es geht.“
Im Vorfeld der Bundestagswahlen hätten die ABDA und die 34 Mitgliedsorganisationen Alles getan, damit Politiker auf allen Ebenen informiert seien, sagte Ursula Funke. Alle Apotheker, sowohl bundesweit als auch in Hessen, hätten Kontakte zu Politikern geknüpft und gepflegt. Sie selbst sei mit Ulrich Laut hessenweit zu Gesprächen unterwegs gewesen, das sei auch vom Hessischen Apothekenverband flankiert worden. Ursula Funke bewertete den Einsatz der Apotheker als überaus positiv. Überall hätten Gespräche stattgefunden, sodass sie der Basis an dieser Stelle ihren Respekt und Dank aussprach. Doch: Die inhabergeführten Apotheken seien weder in der Lage, Millionenbeträge in Fernsehwerbung zu investieren, noch seien sie der Rabattschlacht aus den Niederlanden gewachsen, so Ursula Funke.
Die deutschen Apotheken sind digital!
Wie schnell und sicher die Patienten von der Apotheke vor Ort versorgt werden und wie digital die Apotheke arbeitet, das müsse man den Apothekern selbst sicherlich nicht erklären. Doch offenbar könne man das den Politikern nicht klarmachen. Wie kommt der Bürger sicher, bequem und preiswert an seine Medikamente? Diese Frage wird sich die Politik sicher ab dem nächsten Jahr stellen. Dabei seien, sagte Ursula Funke, die Schlagworte „Digitalisierung“ und „Versandhandel“ en vogue. Doch gerade die Face-to-Face-Beratung sei unersetzbar, die richtige Beratung sei für viele Patienten wie zum Beispiel Asthmatiker telefonisch oder über den Bildschirm nicht denkbar. Doch die für die Apotheker spannende Frage laute: Wie wird die Beratungsleistung zukünftig honoriert?
Das Gutachten zur Honorierung, vom Bundesministerium für Wirtschaft in Auftrag gegeben, habe sich bekanntermaßen verzögert. Wann es komme, das sei völlig ungewiss. Ursula Funke betonte, sie wolle sich nicht an Spekulationen beteiligen, was in dem Gutachten stehen könne. Erst wenn es vorliege, könne und müsse es mit der gebotenen Sachlichkeit intensiv analysiert werden. Es sei für sie jedoch kaum vorstellbar, resümierte Ursula Funke, dass das Gutachten zu dem Ergebnis „aus 8,35 Euro werden 10,50 Euro, aus drei Prozent werden fünf oder sieben Prozent“ komme.
Ursula Funke zeigte sich „mehr als erstaunt und irritiert“, dass sich ein Mitglied der ABDA-Arbeitsgruppe Honorierung, die sich seit knapp zwei Jahren mit diesem Themenkomplex befasst, am Vortag öffentlich und ohne Absprache zu einer neuen Honorargestaltung geäußert habe. Ursula Funke betonte, dem geschäftsführenden Vorstand läge bisher kein Papier der AG Honorierung vor. Für eine neue, umfassende Honorarordnung müssen alle Risiken und Chancen sachlich, nüchtern und ruhig abgewogen werden, so Ursula Funke, bevor man an die Öffentlichkeit gehe. Natürlich sei es erforderlich, die Honorierung weiterzuentwickeln. Im Vordergrund müsse die persönliche Beratungsleistung der Apotheke vor Ort stehen. Das jetzige System, d.h. der Bezug zur Packung, dürfe dabei nicht verlorengehen. Das Ziel müsse immer sein, das Versorgungssystem in der Fläche zu erhalten. Dafür müsse ein sorgfältig durchdachtes, verantwortungsvolles Gesamtkonzept entwickelt werden, der Fokus dürfe nicht ausschließlich auf dem Honorierungsaspekt liegen.
Persönlicher Kontakt und räumliche Nähe zum Patienten sind essentiell
Ursula Funke verwies darauf, dass immer mehr Vorstöße zu beobachten seien, Arzneimittel auf anderem Wege abzugeben und diese Wege zu etablieren. Als Beispiele führte sie u.a. den Abgabeautomaten in Hüffenhardt, aber auch die Spezialversender und die Selektivverträge z.B. für Zytostatika, an. Doch Abgabe und Beratung gehöre für sie immer zusammen, betonte Ursula Funke. Es könne nicht sein, dass ein Distributor die Arzneimittel verteilt und die Beratung über das Call-Center einer Krankenkasse erfolgt, sagte sie.
In Hessen sei man in Sachen Digitalisierung schon fortgeschritten, das sei beim letzten Deutschen Apothekertag deutlich geworden. Der Antrag, den die Landesapotheker Hessen gemeinsam mit der Landesapothekerkammer Baden-Württemberg gestellt habe, sei bei vielen Delegierten auf Unverständnis gestoßen. Ursula Funke dankte an dieser Stelle Holger Seyfarth, der sich als einziger von 17 Verbandsvertretern offen für den Antrag ausgesprochen habe. Von essentieller Bedeutung sei es, das pharmazeutische Wissen „à jour“ zu halten, konstatierte Ursula Funke.
EU-Richtlinien bestimmen die Zukunft
Glücklicherweise sei das Gesundheitswesen von der EU-Dienstleistungsrichtlinie ausgenommen, begann Ursula Funke ihren Lagebericht mit Blick auf die neuen EU-Richtlinien. Es läge aber ein weiterer Richtlinienentwurf zur Verhältnismäßigkeit vor. Er besagt, dass, sollen neue Reglementierungen, Gesetze und Verordnungen hinsichtlich der Berufsausübung erlassen werden, diese der EU zur Prüfung vorgelegt werden müssen. Auf diese Weise soll quergeprüft werden, ob es ein anderes Mitgliedsland gibt, in dem das gleiche Ziel mit einfacheren Mitteln erreicht wird. Beispielsweise müsste eine Änderung der Approbationsordnung dann nach Brüssel gegeben werden. Dort würde geprüft, ob z.B. die Approbationsordnung in Bulgarien weniger streng sei. Das könne natürlich nicht im Sinne der deutschen Apotheker sein, betonte Ursula Funke. Auf Bundesebene haben sich alle Heilberufe zusammengeschlossen und sowohl gegenüber der Bundesregierung als auch in Richtung Brüssel entsprechende Stellungnahmen abgegeben. Die Gespräche auf den verschiedensten Ebenen laufen, doch es sei derzeit fraglich, ob es auch zu einer Ausnahmeregelung für das Gesundheitswesen kommen wird.
„Fall Bottrop“ schadet dem ganzen Berufsstand
Ursula Funke äußerte ihre Bestürzung über den Bottroper Zyto-Skandal und die kriminelle Energie, die dahinterstecke. Neben dem monetären Schaden gegenüber der GKV sei es für sie unbegreiflich, dass ein Apotheker Patienten und ihre Angehörigen auf diese unglaubliche Weise geschädigt hat, um sich selbst zu bereichern. Damit sei ein Schaden für den ganzen Berufsstand entstanden, das Vertrauen der Patienten sei erschüttert. Ursula Funke sagte, der Fall sei für alle Kollegen, die Zytostatika ordnungsgemäß und sorgsam herstellen, ein „Schlag ins Gesicht“.
Verzögerungen bei der gematik und ihre Folgen
Im Auftrag der Bundesregierung setzt die gematik die Einführung der Gesundheitskarte und der Telematikinfrastruktur um. Ursprünglich sollte die Anbindung aller Apotheken an die Telematik-Infrastruktur zum 1. Januar 2019 erfolgen, die Testlaufphase war ab 1. Januar 2018 angedacht. Diese Anbindung ist beispielsweise für den elektronischen Medikationsplan und für die AMTS-Prüfung Voraussetzung. Für die Teilnahme an dem System muss der Apotheker über einen Heilberufeausweis (HBA) und die Apotheke über eine Institutionskarte (SMC-B-Karte) verfügen. Beide Karten würden zum gegebenen Zeitpunkt von den Kammern ausgeben, sagte Ursula Funke.
Mit dem sogenannten Konnektor, erklärte Ursula Funke weiter, wird die Apotheke an die Telematikinfrastruktur angeschlossen. Die Kosten für den Konnektor tragen die Krankenkassen. Da es bei dem derzeit einzigen Anbieter von Konnektoren zu Lieferverzögerungen komme, sollen zunächst die Arztpraxen und erst dann die Apotheken angeschlossen werden.
In der BAK wurden, so führte Ursula Funke weiter aus, zu diesem Thema sehr intensive Gespräche geführt und schließlich eine Arbeitsgruppe gegründet, der auch Ulrich Laut angehört. Wie das genaue Verfahren aussehen wird, kann derzeit noch nicht abschließend gesagt werden.
Zweites System notwendig
Zusätzlich muss zum 9. Februar 2019 die EU-Fälschungsrichtlinie umgesetzt werden, die Authentifizierung der Medikation erfolgt durch die abgebende Apotheke. Der ursprüngliche Plan, beide Prozesse parallel laufen zu lassen, so dass sich die Apotheke über die SMC-B-Karte bei securPharm ausweisen kann, ist durch die Verzögerung nicht möglich. Die Apotheken müssen daher mit einem zweiten System ausgestattet werden, berichtete Ursula Funke. Dieses zweite System ist bei der NGDA - Netzgesellschaft Deutscher Apotheker, einer Avoxa-Tochter, verortet. Gemäß DAT-Beschluss von 2014 soll die NGDA zudem das apothekereigene Netz aufbauen.
Gemeinsam mit dem HAV wird die Landesapothekerkammer ab dem kommenden Jahr Informationsveranstaltungen anbieten, damit die Apotheker über das genaue Prozedere informiert werden. Ursula Funke betonte, dass jede Apotheke die Umsetzung mit dem eigenen Software-Anbieter abstimmen müsse. Es sei unabdingbar, sich spätestens jetzt um einen schnellen Internetzugang zu kümmern, um den Apothekenalltag auch zukünftig zu sichern. Ursula Funke betonte, dass die zusätzliche Arbeitsbelastung in der Apotheke, läuft das System einmal, überschaubar ist.
In welcher Reihenfolge die Apotheken mit der Institutionskarte bzw. die Apotheker mit dem Heilberufeausweis ausgestattet werden, ist noch offen. Ursula Funke erklärte, dass zunächst Diejenigen Karte bzw. Ausweis erhalten sollen, für die es dringend für ihre Arbeit sei. Letztlich werden alle Apotheker, die in öffentlichen Apotheken tätig sind, einen Heilberufeausweis bekommen. Weiter Informationen folgen im kommenden Jahr, so Ursula Funke.
Nachwuchsproblematik in Hessen
Mit Blick auf die Problematik der hessischen PTA-Schulen und die Notwendigkeit einer PTA-Schule in Nordhessen hat die Kammer gemeinsam mit dem HAV Gespräche mit dem Ministerium geführt. Es sei jedoch sehr schwierig, entsprechende Räumlichkeiten, die den Anforderungen genügen, zu finden. Zudem sei die Einrichtung einer Schule mit hohen Kosten verbunden. Der HAV nimmt sich dieser Thematik jedoch weiter an, sagte Ursula Funke. Alle verfügbaren Ausbildungsplätze an den hessischen PTA-Schulen seien im Übrigen, ebenso wie alle Studienplätze an den Universitäten, besetzt. Das Nadelöhr, veranschaulichte Ursula Funke, sei die Anzahl der verfügbaren Plätze.
ZL-Ringversuch zur Kapselherstellung für PhiP
Die Landesapothekerkammer plant, allen Pharmazeuten im Praktikum, die in Hessen ihr Praktikum absolvierten, die Möglichkeit zu eröffnen, an einem ZL-Ringversuch zur Kapselherstellung teilzunehmen. Man habe festgestellt, dass die Qualität der in deutschen Apotheken hergestellten Kapseln „Luft nach oben“ habe. Die nachfolgende Generation solle sich in der praktischen Ausbildung in der Apotheke mit den Herstellungsverfahren von Kapseln beschäftigen und zumindest einmal Kapseln selber herstellen, erklärte Ursula Funke.
ABDA-Veranstaltung für Nachwuchs-Standespolitiker
Wie funktioniert die ABDA? Wie sieht die Lobbyarbeit aus? Wie wird ein Gesetzgebungsverfahren in Berlin begleitet? Zu diesen Fragestellungen bietet die ABDA im kommenden Jahr eine Veranstaltung für junge Standespolitiker an, die Einblicke in die Arbeit auf Bundesebene ermöglicht. Dr. Sebastian Barzen und Dr. Otto Quintus Russe werden für die Landesapothekerkammer Hessen teilnehmen, sagte Ursula Funke.
Federführend in der interdisziplinären Fortbildung
Einen besonderen Dank sprach Ursula Funke an Johanna Hauser aus. Es sei ihr gelungen, eine Pilotveranstaltung zu initiieren, die sowohl für Pharmazeuten im Praktikum als auch Ärzte im Praktikum konzipiert sei. Gemeinsam sollen die Teilnehmer Patientenfälle lösen. Wird das Seminar gut angenommen, könne das Konzept sehr gut weiter in die Fläche getragen werden, stellte Ursula Funke in Aussicht. Anfang November, am Tag der Pharmazie in Marburg, haben Johanna Hauser und Dr. Pamela Kantelhardt für die Landesapothekerkammer einen Workshop zum dritten Ausbildungsabschnitt abgehalten.
Grundsätzlich, berichtete Ursula Funke, sollte das pharmazeutische Wissen immer aktuell gehalten werden. Die dafür zugeschnittenen Angebote zur Fort- und Weiterbildung der Kammer werden gut angenommen. Die Kammer habe auch für das kommende Jahr wieder ein breitgefächertes Angebot zusammengestellt.
Dank an Vorstand und Geschäftsstelle
Ursula Funke und Ulrich Laut
Ursula Funke beendete ihren Lagebericht mit einem Dank an ihre Vorstandskollegen und an die Mitarbeiter der Geschäftsstelle. Was in diesem Jahr gerade mit Blick auf das EuGH-Urteil, aber auch zum Thema Notfalldepot, geleistet wurde, sagte Ursula Funke, sei erheblich gewesen. Insbesondere in den Bereichen Recht und Pharmazie seien viele Kapazitäten gebunden worden.
Ulrich Laut berichtete zunächst, dass die IT für das Apothekerversorgungswerk mit sehr großem Aufwand umgestellt werde. Dieses Projekt laufe seit 18 Monaten und seit dem 20. November 2017 sei das System „live“.
Dank an die Bereiche Pharmazie und Recht
Zur kontinuierlichen Qualitätssicherung gelte in der Geschäftsstelle das Vier-Augen-Prinzip, so Ulrich Laut. Damit sei ein kontinuierlicher und transparenter Informationsfluss gegeben, zudem sei der reibungslose Ablauf innerhalb der Geschäftsstelle gewährleistet. Besonders hob Ulrich Laut die gut verzahnte Zusammenarbeit zwischen den Geschäftsbereichen Pharmazie und Recht hervor. Auf dieser Basis sei es ihm selbst überhaupt möglich, die Vielzahl an auswärtigen Terminen wahrzunehmen, so Ulrich Laut.
Nach intensiven Gesprächen sei jetzt geplant, die QMS-Satzung im kommenden Jahr mit Wirkung zum 30. Juni 2019 aufzuheben.
HBA und SMC-B
Ende November tagt nochmals die BAK-Mitgliederversammlung in Berlin und wird dann über die HBA-Karte und die SMC-B-Karte beraten. Die Landesapothekerkammer bevorzugt, so betonte Ulrich Laut, ein schlankes Verfahren. Dennoch sei das Ergebnis der Versammlung abzuwarten.
Dr. Stephanie Pfeuffer und Claudia Wegener (v.l.n.r.) im Gespräch
Aus der Region Gießen berichtete Dr. Katharina Vogelsang über rückläufige Teilnehmerzahlen. Die Präsenzveranstaltungen würden in der Regel von zehn bis 15 Teilnehmern besucht, daher seien für das erste Halbjahr 2018 nur zwei Veranstaltungen in Planung.
Dr. Stephanie Pfeuffer berichtete, dass sie für die Region Darmstadt zwei Veranstaltungen plant. Diese ergänzen die sechs angebotenen Webinare sowie die vier Kammerveranstaltungen. Zudem werden drei Qualitätszirkel stattfinden.
2017 haben in der Region Kassel rund 500 Teilnehmer die Präsenzveranstaltungen besucht, berichtete Claudia Wegener. Im Mittelpunkt des ersten Halbjahres 2018 stehen die Nordhessischen Gesundheitstage, in deren Rahmen wieder ein Arzt-und-Apotheker-Dialog vorgesehen ist.
Die Delegierten nutzten die Zeit rund um die Versammlung zum Austausch
Mira Sellheim und Dr. Birgit Jung, HMSI (v.l.n.r.)
Dr. Sebastian Barzen, Jochen Schmitt und Arnd Bätz (v.l.n.r.)
Dr. Kurt-Johann Fischer, Rainer Schulz-Isenbeck und Dr. Hans Rudolf Diefenbach (v.l.n.r.)
Weihnachtsgruß aus dem Vorstand
Der Vorstand der Landesapothekerkammer Hessen wünscht Ihnen und Ihrem Team ein friedliches Weihnachtsfest und ein gutes, erfolgreiches neues Jahr.

References: BGH 
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 § 2
 BGH 
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 EuGH 
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 BGH 
 § 37
 § 13
 § 6
 § 17