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Timestamp: 2019-09-15 05:52:59+00:00

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§ 78b ZPO: Notanwalt
§ 78c ZPO
BGH, BESCHLUSS vom 2.9.2015, Az. XI ZR 236/15 Ist zunächst ein Rechtsanwalt zur Vertretung der Partei bereit, begründet er aber die von ihm für die Partei eingelegte Nichtzulassungsbeschwerde später nicht, weil er den rechtlichen Überlegungen der Partei nicht folgt, er diese Überlegungen nicht zur Grundlage der Beschwerdebegründung machen will und er der Nichtzulassungsbeschwerde keine Erfolgsaussichten beimisst, kommt die Beiordnung eines Notanwalts nach § 78b Abs. 1 ZPO nicht in Betracht (vgl. Senatsbeschluss vom 22. November 1994 - XI ZR 96/94, NJW 1995, 537, BGH, Beschlüsse vom 20. Juni 2006 -VI ZR 255/05, VersR 2007, 132 Rn. 3 und vom 18. Dezember 2013 - III ZR 122/13, WM 2014, 425 Rn. 12).
BGH, BESCHLUSS vom 1.3.2015, Az. IV ZB 3/15 6	a) Die zuerst genannte Voraussetzung des § 78b Abs. 1 ZPO ist nur erfüllt, wenn die Partei zu demutbare Anstrengungen unternommen und ihre vergeblichen Bemühungen dem Gericht substantiiert dargelegt und gegebenenfalls nachgewiesen hat (Senatsbeschluss vom 16. Februar 2004 - IV ZR 290/03, NJW-RR 2004, 864 unter 2 a; BGH, Beschluss vom 24. Juni 2014 -VI ZR 226/13, VersR 2014, 1150 Rn.2
BGH, BESCHLUSS vom 1.9.2014, Az. IX ZR 81/14 Doch setzt die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand voraus, dass die betroffene Partei die für die Bestellung eines Notanwalts nach § 78b ZPO erforderlichen Voraussetzungen, mithin also auch die von ihr nicht zu vertretenden Umstände einer Mandatsniederlegung, innerhalb der noch laufenden Frist dargelegt hat (vgl. BGH, Beschluss vom 19. Januar 2011, aaO Rn. 4 mwN; vom 18. Dezember 2013 aaO Rn. 9; vom 12. Juni 2012 -VIII ZB 80/11, juris Rn. 9; Beschluss vom 24. Juni 2014, aaO).
BGH, BESCHLUSS vom 3.11.2013, Az. III ZR 122/13 b)	Dass die Beendigung des Mandats nicht auf ein Verschulden der Partei zurückzuführen ist, hat diese darzulegen (Anschluss an BGH, Beschluss vom 11. April 2003 - XI ZB 5/03, BGHR § 78b Abs. 1 ZPO Anstrengungen, zu demutbare 2 - Mandatsniederlegung; Senatsbeschluss vom 27. April 1995 - Ill ZB 4/95, NJW-RR 1995, 1016).
BGH, BESCHLUSS vom 3.11.2013, Az. III ZR 122/13 Dass die Beendigung des Mandats nicht auf ein Verschulden der Partei zurückzuführen ist, hat diese ebenfalls noch innerhalb der laufenden Frist darzulegen (BGH, Beschluss vom 11. April 2003 -XIZB 57/03, BGHR § 78b Abs. 1 ZPO Anstrengungen, zu demutbare 2 - Mandatsniederlegung; Senatsbeschluss vom 27. April 1995 - III ZB 4/95, NJW-RR 1995, 1016).
BGH, BESCHLUSS vom 2.9.2012, Az. XI ZR 216/12 § 78b ZPO hat nicht den Sinn, einer Partei die Inanspruchnahme eines Rechtsanwalts ohne Vorschusszahlung oder sonstige Honorarsicherung zu ermöglichen (vgl. BGH, Beschluss vom 25. Januar 1966 -V ZR 166/63, NJW 1966, 780).
BGH, BESCHLUSS vom 4.2.2011, Az. I-ZA 1/11 3	Im	Fall der ablehnenden Entscheidung über die begehrte Beiordnung eines Notanwalts nach § 78b Abs. 2 ZPO kann für eine Anhörungsrüge die Vertretung durch einen Rechtsanwalt nicht verlangt werden, da es der Partei nicht gelungen ist, einen zur Vertretung bereiten Rechtsanwalt zu finden und sie folglich nicht in der Lage ist, sich anwaltlich vertreten zu lassen (vgl. für den Fall der sofortigen Beschwerde gegen eine Entscheidung nach § 78b Abs. 2 ZPO: OLG München, Beschluss vom 20. August 2001 - 1 W 2066/01, MDR 2002, 724; Zöller/Vollkommer, ZPO, 28. Aufl., § 78b Rn. 7; Musielak/Weth, ZPO, 7. Aufl., § 78b Rn. 11).
BGH, BESCHLUSS vom 4.6.2010, Az. IX ZB 45/10 Mandanten, so kommt die Bestellung eines Notanwalts nach Sinn und Zweck des § 78b ZPO nicht in Betracht (BGH, Beschl. v. 25. Januar 1966 -VZR 166/63, NJW 1966, 780; v. 13. April 1994 -XIIZR 222/93, BGHR ZPO § 78b Vertretungsbereitschaft 1; v. 7. Dezember 1999 -VIZR 219/99, MDR 2000, 412).
BGH, BESCHLUSS vom 4.1.2008, Az. I ZB 39/07 Die Beiordnung eines Notanwalts nach § 78b ZPO ist schon deshalb abzulehnen, weil - wie sich aus den Ausführungen oben unter llld ergibt -Rechtsanwalt X bei dem Schuldner zu demutbaren Anstrengungen zur Fortsetzung der Vertretung bereit war (vgl. BGH, Beschl. v. 27.4.1995 - III ZB 4/95, NJW-RR 1995, 1016; Beschl. v. 16.2.2004 - IV ZR 290/03, NJW-RR 2004, 864).
BGH, BESCHLUSS vom 4.5.2006, Az. IX ZR 163/05 Zwar mag insoweit die Formulierung des § 78b Abs. 1 ZPO enger sein als die des § 114 Abs. 1 ZPO (vgl. BGH, Beschl. v. 6. Juli 1988 - IVb ZB 147/87, FamRZ 1988, 1152, 1153; Musielak/Weth, ZPO 4. Aufl. § 78b Rn. 6).
BGH, BESCHLUSS vom 4.8.2004, Az. V ZR 60/04 Gründe: Die Beiordnung eines Rechtsanwalts nach § 78b ZPO setzt u.a. voraus, daß die Partei trotz zu demutbarer Anstrengungen einen zu ihrer Vertretung bereiten Rechtsanwalt nicht findet (BGH, Beschl. v. 13. Mai 2003, VI ZB 22/03, BRAGO Report 2003, 143).
BGH, BESCHLUSS vom 4.8.2004, Az. V ZR 60/04 1. Scheitert die (weitere) Vertretungsbereitschaft eines beim Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalts an der Nichtzahlung eines Kostenvorschusses durch den Mandanten, kommt nach dem Sinn und Zweck des § 78b ZPO die Bestellung eines Notanwalts nicht in Betracht (BGH, Beschl. v. 13. April 1994, XII ZR 222/93, BGHR ZPO § 78b Vertretungsbereitschaft 1; Beschl. v. 7. Dezember 1999, VI ZR 219/99, MDR 2000, 412).
BGH, vom 3.8.2000, Az. III ZB 4/95 Scheitert die Vertretungsbereitschaft des Rechtsanwalts aber etwa schon an der Nichtzahlung eines Vorschusses, kommt die Bestellung eines Notanwalts von vornherein nicht in Betracht (vgl. BGH, Beschluß vom 7. Dezember 1999 - VI ZR 219/99 - LM Nr. 4 zu § 78b ZPO).
BGH, BESCHLUSS vom 3.4.1995, Az. XII ZR 140/94 Gründe: Es kann dahinstehen, ob die Beiordnung eines Notanwalts gemäß § 78b ZPO schon dann nicht in Betracht kommt, wenn sie nur dem Zweck dienen soll, eine weitere, von einer nicht postulationsfähigen Person verfaßte Rechtsmittelbegründung in das Verfahren einzuführen (vgl. BGH, Beschluß vom 22. November 1994 - XI ZR 96/94 - NJW 1995, 537).

References: § 78
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 § 114
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