Source: https://www.informatik-forum.at/showthread.php?91565-Special-online&p=742421
Timestamp: 2017-07-22 06:48:49+00:00

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Thread: Special online
Posts 83	Thanks 33
hat schon wer das dazugehörige Gesetzblatt gefunden??
Last edited by Kegelbua99; 13-01-2012 at 11:03.
Reply With Quote 13-01-2012, 11:05
Bischen Off Topic aber: Genau so hieß mein Special letztes Semester auch Reply With Quote The Following User Says Thank You to DarkInferno For This Useful Post:
Dann überlegt man ob's vielleicht noch Gesetze von Staatengemeinschaften gibt, schaut da ein wenig nach und wühlt ansonsten einfach in den einschlägigen Links die Freund Suchmaschine gefunden hat “Fantasy is hardly an escape from reality. It's a way of understanding it.” - Lloyd Alexander
Reply With Quote 13-01-2012, 12:44
Posts 957	Thanks 100
Normalerweise würde ich ja davon ausgehen, dass er nicht bestraft werden kann, da sein PC ja gehackt wurde...
Und da dort steht, dass wir mind. 1 Paragraphen angeben müssen, hab ich jetzt einmal geschrieben, dass er bestraft werden kann (+ den Paragraphen mit der Höhe)
Reply With Quote 13-01-2012, 12:57
Da steht ja aber auch "wenn er untätig bleibt"! Das gilt es mMn schon zu beachten. Es geht ja jetzt nicht darum ob er für die Mails bestraft wird die geschickt wurden bevor er informiert wurde, sondern um jene die geschickt werden wenn er nichts unternimmt.
Da hab ich auch ne Zeit gebraucht. mMn verstoßen beide gegen das selbe Gesetz. Begründung: Herr Nymus wurde über die Tätigkeiten aufgeklärt, sprich jetzt spammt "er" vielleicht unwillkürlich, aber es ist ihm bewusst!
Reply With Quote 13-01-2012, 17:26
Location St.Pölten
Ja aber du könntest jetzt sagen, dadurch das er sich nicht auskennt (er aber bescheid weiß) das er nichts dagegen machen kann .. er ist ein "noob" sozusagen und eig müsste der Internetprovider für ihn alles sperrn den acc zu machen oder sonstiges...
Es könnte hier beides stimmen einerseits stimm ich zu das es JA ist weil der provider ihn aufklärt und er nichts dagegen macht weil er halt skirennen guggen will ^^
Ich würde auch vom gleichen § sagen .. also das beide gegen das selbe Gesetz verstoßen
Reply With Quote 13-01-2012, 17:32
Hergeleitet Nicht alles ist in Gesetzen definiert. Es ist ja auch nur meine Interpretation, die kann falsch sein Gegen welches andere Gesetz würden er UND der eigentliche Spammer verstoßen? ("sowohl... , als auch ..." = und)
"Unwissenheit schützt vor Strafe nicht", ich nehm also auch auch "Unvermögen" schützt nicht davor. Er könnte ja durchaus jemanden bezahlen der sich mit Computern mehr auskennt als er.
Das wäre meiner Überlegung dahinter.
Last edited by Vendredi; 13-01-2012 at 17:34.
Posts 163	Thanks 61
Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Er hätte zumindest den Provider auffordern müssen gegenmaßnahmen ein zu leiten. Gegen welche gesetzliche Bestimmung er verstoßen hat ist mir auch noch nicht ganz klar :S
Das von Mobe hört sich gut an.
Reply With Quote 13-01-2012, 17:38
Gibt es in Österreich ein Gesetz das sich mit Störhaftung beschäftigt? Könnte es nicht mit dem zusammenhängen?
Reply With Quote 13-01-2012, 17:48
Frage 1: Gegen welche gesetzliche Bestimmung verstößt sowohl der den PC von Herrn Nymus als Mailrouter nutzende Spammer als auch Herr Nymus? Bitte Gesetz exakt bezeichnen und konkrete/n Paragraphen nennen! (1 Punkt)
Beides ist Einzahl. Ich glaub nicht, dass der Spammer gegen das Unterlassungsdelikt verstößt.
Sie müssen laut diesem Text beide gegen das gleiche Gesetz verstoßen.
Wenn ich darüber informiert wurde, dass etwas, dass in meinem direkten Beeinflussungsbereich liegt gegen eine gesetzliche Bestimmung verstößt, dann verstoße ich - wenn ich nichts tue - doch automatisch auch dagegen.
Wenn ich nichts darüber wüsste könnte man vielleicht noch argumentieren, dass er ja nicht als Spammer verurteilt werden kann, aber so ... .
Ich weiß nicht, ich lass es jedenfalls so. Beide verstoßen gegen das selbe Gesetz und es ist nicht das Unterlassungsdelikt aus dem StGB.
Reply With Quote 13-01-2012, 17:50
Ich bin kein Jurist (Gott bewahre, da hättma die Probleme auf der Welt gleich verdoppelt! ) aber gibt's nicht nur einen Gesetzestext der sich in Österreich mit dem Internet und allem was dazugehört beschäftigt?
Reply With Quote 13-01-2012, 17:57
Ich hab das Zusenden elektronischer Post im TKG 2003 gefunden.
Und ich glaub, sobald Hr. Nymus weiß, dass sein PC ein Mailrouter ist, ist er ein Diensteanbieter und laut e-commerce gesetz (ECG) verantwortlich. zumindest hats schon entscheidungen beim zugriff über ungeschützte wlans gegeben...
Ich denke, dass beide gegen dasselbe Gesetz verstoßen:
Der Spammer verstößt sowieso mal gegen den Paragrafen, den hier eh schon alle kennen.
Herr Nymus könnte sich rausreden, dass er von dem Hack nichts weiß aber nur bis zu dem Zeitpunkt an dem er vom Provider auf die Gefahr aufmerksam gemacht wird. Und ab hier greift dann (wie ich glaub) §2 StGB ohne Möglichkeit einer weiteren Ausrede von Herrn Nymus' Seite.
So und wie ich das verstehe kann man nach §2 StGB nicht wirklich verurteilt werden sonderen man wird AUFGRUND von §2 StGB wegen eines anderen Delikts, das von jemand anderem begangen wurde/wird und welches man jedoch versäumt hat zu verhindern, verurteilt. Das ist in diesem Fall das Delikt des Spammers (das wir bereits kennen).
*echo*,
Originally Posted by maro2712
Aber sein PC leitet die Nachrichten ja nur durch und somit ist er nicht verantwortlich laut folgendem Paragrafen aus dem E-Commerce Gesetz:
Ausschluss der Verantwortlichkeit bei Durchleitung § 13. (1) Ein Diensteanbieter, der von einem Nutzer eingegebene Informationen in einem Kommunikationsnetz übermittelt oder den Zugang zu einem Kommunikationsnetz vermittelt, ist für die übermittelten Informationen nicht verantwortlich, sofern er die Übermittlung nicht veranlasst,den Empfänger der übermittelten Informationen nicht auswählt unddie übermittelten Informationen weder auswählt noch verändert.
So macht das absolut Sinn, so hätte ich auch argumentiert, jedoch ohne einen weiteren Paragraphen zu nennen Danke!
Reply With Quote 13-01-2012, 18:27
Dann stellt sich die Frage: Ist der Anbieter auch haftbar? Reply With Quote 13-01-2012, 18:34
Aber nach §§16(1) und 17(1) ECG ist er (bei Links und Hosting) verpflichtet unverzüglich tätig zu werden, wenn er von einer Straftat erfährt. Das kann man wohl sinngemäß auch auf emails umlegen...
Dann stellt sich die Frage: Ist der Anbieter auch haftbar? Die Frage stellt sich nicht, weil danach nicht gefragt wurde Wenn du diese Frage stellen möchtest ist das was anderes, die Prioritäten wären aber ungleich “Fantasy is hardly an escape from reality. It's a way of understanding it.” - Lloyd Alexander
auch wenn sich die Frage gestellt hatte....imo ware der Provider nicht strafbar....er hat ja Herrn Nymus angerufen Reply With Quote 13-01-2012, 19:14
Seid ihr euch sicher, dass man den Hernn Nymous einfach so als Diensteanbieter nach dem ECG sehen kann? Schaut euch mal § 3 an.
Last edited by Kaa; 13-01-2012 at 19:17.
Reply With Quote 13-01-2012, 19:20
Na ja, laut internet4jurists.at kann man als wlan-betreiber verantwortlich gemacht werden, wenn jemand (unbekannter) das (offene) wlan für verbotene dinge benutzt, weil man dann als diensteanbieter gilt. das gleiche passiert doch, wenn dieser unbekannte sich den pc zunutze macht...
(siehe web-artikel "Haftung für Cyber-Schwarzfahrer?" auf internet4jurists.at)
Reply With Quote The Following User Says Thank You to maro2712 For This Useful Post:
Und ab hier greift dann (wie ich glaub) §2 StGB ohne Möglichkeit einer weiteren Ausrede von Herrn Nymus' Seite.
Wo siehst Du die "ihn im besonderen treffenden Verpflichtung durch die Rechtsordnung"?
Last edited by Kaa; 13-01-2012 at 22:23.
Reason: StGB trifft gar nicht zu?
Reply With Quote 13-01-2012, 19:42
Wenn in der Fragestellung "sowohl, als auch" steht, gehe ich davon aus dass beide gegen einen § "aktiv" verstoßen und nicht der Herr Nymus "passiv" wegen §2 StGB die selbe Strafe wie der Spammer abbekommt.
Was wenn Herr Nymus "Ich hab nen Virenscan laufen lassen und es hat nichts ergeben" oder "Ich hab die Viren/Troyaner beseitigt" sagt aber in Wirklichkeit garnichts gemacht hat? Ich glaub kaum dass er sich beim Provider melden muss und sagen sollte dass er alle, ihm möglichen, Vorkehrungen getroffen hat um das Problem zu beseitigen. Weiters überlege ich mir wie so ein Gespräch mit einem Internetprovider (zB einen erfundenen der "Bello" heißt) heutzutage aussieht... die Leute am Ende der Leitung wissen oft nur einen Rat wenn man mit einer Frage kommt "Starten Sie das Modem neu".
Inwiefern sollte jetzt das ganze strafbar sein, wenn der Benutzer sich nicht um seinen verseuchten Laptop/PC kümmert?
Reply With Quote 13-01-2012, 20:06
Bin ebenfalls der Meinung, dass Hr. Nymous kein Diensteanbieter ist und somit die §§ im ECG nicht zum Tragen kommen.
Reply With Quote 13-01-2012, 20:10
dito. Such grad nach nem §-en der "untätig zuschaun wie jemand was kriminelles macht" abdeckt (§6 (2) StGB *huuuust hust hust**)
Also Ich bin der Meinung dass der Spamer offenbar unerbetene Nachrichten verschickt und somit gegen das Telekommunikationsgesetz 2003 verstoßt.
Last edited by Salmir; 13-01-2012 at 20:13.
Reply With Quote The Following User Says Thank You to Salmir For This Useful Post:
Was macht Herr Nymus, abgesehen von Skifahren gucken, überhaupt aktiv in der Geschichte? Ich bleib bei meiner Hypothese, begründen muss man ja sowieso nix bei der Frage “Fantasy is hardly an escape from reality. It's a way of understanding it.” - Lloyd Alexander
Reply With Quote 13-01-2012, 20:40
aber vielleicht trifft ja §11 StGB zu, dass er wegen Schwachsinn nicht schuldhaft handelt, weil ihm ja das Schirennen wichtiger ist! ;-)
Reply With Quote 13-01-2012, 20:41
Mhm da tu ich mir eh schwer... Aber ich hab jetzt mal so argumentiert, dass der PC ja im Besitz von Nymos ist und er somit dafür Verantwortung trägt.
Reply With Quote 13-01-2012, 20:43
Für mich ist nur die Frage ob Herr Nymus als Spammer gilt oder nicht?
Wer sagt dem Internet-Provider, dass Herr Nymus teil eines Botnetzes ist und nicht der Betreiber selbst (und somit die Nachrichten von ihm stammen)?
ECG trifft m.M.n. zu, weil Herr Nymus kein Dienstleister ist?
Reply With Quote 13-01-2012, 20:55
Ich sag nur das magische Wort Sorgfaltspflichtverletzung...
Reply With Quote 13-01-2012, 23:00
Mir ist grad noch was eingefallen: Genügt ein Anruf? Da kann der provider doch niemals nachweisen, dass er tatsächlich Hr. Nymus informiert hat!
Aber im Endeffekt glaub ich auch, dass er eine U.n.t.e.r.l.a.s.s.u.n.g begeht...
Last edited by maro2712; 13-01-2012 at 23:08.

References: §2
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