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Timestamp: 2017-06-25 08:34:46+00:00

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HENSCHE Arbeitsrecht: 7 ABR 94/09
Betriebsratsmitglied, Betriebsrat
Arbeitsgericht Siegen, Beschluss vom 22.08.2008, 3 BV 8/08
7 ABR 94/09 13 TaBV 144/08
2. 3. An­trag­stel­ler zu 1.,
- 2 - Lin­sen­mai­er, die Rich­te­rin­nen am Bun­des­ar­beits­ge­richt Gall­ner und Schmidt so­wie die eh­ren­amt­li­chen Rich­ter Busch und Dr. Ro­se für Recht er­kannt:
- 3 - gen zu ent­sen­den, die in der Zeit vom 26. bis 30. Mai 2008 statt­fin­den soll­te. Die Ver­an­stal­tung wur­de von der Aka­de­mie für Ar­beits- und So­zi­al­recht R GmbH aus­ge­rich­tet. Die Ar­beit­ge­be­rin lehn­te es ab, die Kos­ten zu über­neh­men. Der Be­triebs­rats­vor­sit­zen­de nahm dar­auf­hin nicht an der Rhe­to­rik­schu­lung teil.
- 4 - triebsräte vor­ge­he. Wer­de dem Be­triebs­rats­vor­sit­zen­den die Teil­nah­me an dem Se­mi­nar oh­ne Kos­ten­zu­sa­ge der Ar­beit­ge­be­rin ab­ver­langt, ge­ra­te er in ei­ne fi­nan­zi­ell prekäre La­ge.
- 5 - Rechts­be­schwer­de ver­folgt die Ar­beit­ge­be­rin wei­ter das Ziel der Ab­wei­sung al­ler Anträge.
I. An dem Ver­fah­ren sind ne­ben den bei­den An­trag­stel­lern und der Ar­beit-ge­be­rin kei­ne wei­te­ren Per­so­nen oder Stel­len be­tei­ligt.
b) Der Haupt­an­trag wird den Er­for­der­nis­sen des § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPOnicht ge­recht, weil er we­der die zeit­li­che La­ge noch den Ort der Schu­lungs­ver­an­stal­tung nennt.
- 6 - Fall­ge­stal­tung von den­je­ni­gen, in de­nen das Bun­des­ar­beits­ge­richt im Rah­men von Fest­stel­lungs­anträgen über die Er­for­der­lich­keit von in der Ver­gan­gen­heit lie­gen­den Schu­lun­gen ent­schie­den hat (vgl. zB BAG 16. März 1976 - 1 ABR 43/74 - zu II 1 der Gründe, AP Be­trVG 1972 § 37 Nr. 22 = EzA Be­trVG 1972 § 37 Nr. 46; 6. Mai 1975 - 1 ABR 135/73 - zu II 3 der Gründe, AP Be­trVG 1972 § 65 Nr. 5 = EzA Be­trVG 1972 § 65 Nr. 5; 10. Ju­ni 1974 - 1 ABR 136/73 - zu 2 der Gründe, AP Be­trVG 1972 § 37 Nr. 15 = EzA ArbGG § 80 Nr. 3; 6. No­vem­ber 1973 - 1 ABR 15/73 - zu II 2 der Gründe, AP ArbGG 1953 § 89 Nr. 8 = EzA ArbGG § 89 Nr. 1).
- 7 - an­de­re Schu­lungs­ver­an­stal­tun­gen muss ein ak­tu­el­ler, be­triebs­be­zo­ge­ner An­lass für die An­nah­me be­ste­hen, dass die in der Schu­lungs­ver­an­stal­tung zu er­wer­ben­den be­son­de­ren Kennt­nis­se der­zeit oder in na­her Zu­kunft von dem zu schu­len­den Be­triebs­rats­mit­glied benötigt wer­den, da­mit der Be­triebs­rat sei­ne Be­tei­li­gungs­rech­te sach- und fach­ge­recht ausüben kann (vgl. BAG 7. Mai 2008 - 7 AZR 90/07 - Rn. 12, 14, AP Be­trVG 1972 § 37 Nr. 145 = EzA Be­trVG 2001 § 37 Nr. 7; 19. März 2008 - 7 ABR 2/07 - Rn. 13, EzB Be­trVG § 37 Nr. 17). Der Schu­lungs­an­spruch aus § 37 Abs. 6 Be­trVG ist kein in­di­vi­du­el­ler An­spruch des ein­zel­nen Be­triebs­rats­mit­glieds, son­dern ein kol­lek­ti­ver An­spruch des Be­triebs­rats dar­auf, dass ei­nem be­stimm­ten Be­triebs­rats­mit­glied Kennt­nis­se ver­mit­telt wer­den, die für die Ar­beit des Gre­mi­ums er­for­der­lich sind (vgl. BAG 24. Mai 1995 - 7 ABR 54/94 - zu B II 1 der Gründe, AP Be­trVG 1972 § 37 Nr. 109 = EzA Be­trVG 1972 § 37 Nr. 127).
- 8 - Kennt­nis­se der Rhe­to­rik sind kein Grund­wis­sen im Be­triebs­ver­fas­sungs­recht, im all­ge­mei­nen Ar­beits­recht oder im Be­reich der Ar­beits­si­cher­heit und Un­fall­verhütung, das un­ab­ding­ba­re Vor­aus­set­zung der Amts­ausübung ist. Es geht viel­mehr um be­stimm­te Schlüssel­qua­li­fi­ka­tio­nen, für de­ren Er­werb ein ak­tu­el­ler, be­triebs­be­zo­ge­ner An­lass be­ste­hen muss, der auch in der ers­ten Wahl­pe­ri­ode dar­ge­legt wer­den muss. Bei Rhe­to­rik­schu­lun­gen kann nicht all­ge­mein da­von aus­ge­gan­gen wer­den, dass der Be­triebs­rat sei­ne ge­setz­li­chen Auf­ga­ben nur dann sach- und fach­ge­recht erfüllen kann, wenn je­des Be­triebs­rats­mit­glied über die ent­spre­chen­den Kennt­nis­se verfügt. Von Be­deu­tung für die Be­ur­tei­lung der Er­for­der­lich­keit ei­ner Rhe­to­rik­schu­lung können ne­ben der Funk­ti­on des zu Schu­len­den ins­be­son­de­re des­sen schon vor­han­de­ne rhe­to­ri­sche Kom­pe­tenz und die in der Wahl­pe­ri­ode noch an­ste­hen­den rhe­to­ri­schen An­for­de­run­gen sein.
- 9 - be­trach­tung, die im­mer wie­der ei­ne neue Ent­schei­dung des Be­triebs­rats er­for­dert, lässt die ver­lang­te Fest­stel­lung nicht zu (vgl. zu § 40 Abs. 1 Be­trVG BAG 16. Ok­to­ber 1986 - 6 ABR 4/84 - zu IV 2 der Gründe, DB 1987, 1439).
- 10 - b) Das trifft auch auf den zwei­ten Hilfs­an­trag zu, der zu­dem kei­nen be-
Busch Ro­se	m.hensche.de
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References: § 253
 § 37
 § 37
 § 65
 § 65
 § 37
 § 80
 § 89
 § 89
 § 37
 § 37
 § 37
 § 37
 § 37
 § 37
 § 40