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Timestamp: 2016-10-27 22:53:15+00:00

Document:
vertreten durch Rechtsanw�ltin Christine Pappert,
Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich, I. Zivilkammer, vom 13. Mai 2011.
X.________ (geb. 1950) und Y.________ (geb. 1963) heirateten im Mai 1985. Sie wurden Eltern von drei mittlerweile m�ndigen Kindern. Die Ehefrau ist gelernte Coiffeuse. Nach der Heirat �bernahm sie die Betreuung des Haushalts und die Erziehung der Kinder. Seit Oktober 2004 arbeitet sie im Bereich der Pflege (anfangs in einem Pensum von 50%, anschliessend von 70% und seit dem Jahr 2006 von 60%). Der Ehemann ist in einem vollen Pensum als Lehrer t�tig.
Mit Eingabe vom 26. Februar 2008 leitete die Ehefrau beim Bezirksgericht Z�rich das Scheidungsverfahren ein. Das Bezirksgericht schied mit Urteil vom 23. April 2010 die Ehe, genehmigte die Teilvereinbarung der Parteien �ber die g�terrechtliche Auseinandersetzung und regelte die weiteren Scheidungsfolgen. Insbesondere verpflichtete es X.________ zu nachehelichen monatlichen Unterhaltsbeitr�gen von Fr. 2'891.-- (ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis Ende 2011), Fr. 1'867.-- (Januar 2012 bis zu seinem ordentlichen Pensionsalter im Mai 2015) sowie Fr. 1'341.-- (Juni 2015 bis zum ordentlichen Pensionsalter von Y.________, zurzeit Mai 2027).
Gegen dieses Urteil erhob X.________ am 5. Mai 2010 Berufung an das Obergericht des Kantons Z�rich. Soweit den nachehelichen Unterhalt betreffend, verlangte er, es seien ihm ab Juni 2015 keine Unterhaltsbeitr�ge mehr aufzuerlegen. Die Unterhaltsbeitr�ge f�r die Zeit ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis Mai 2015 focht er nicht an.
Mit Urteil vom 13. Mai 2011 reduzierte das Obergericht insbesondere die von X.________ vom 1. Juni 2015 bis zum ordentlichen Pensionsalter von Y.________ (zurzeit Ende Mai 2027) zu leistenden nachehelichen Unterhaltsbeitr�ge auf monatlich Fr. 765.--.
Dem Bundesgericht beantragt X.________ (nachfolgend Beschwerdef�hrer) in seiner Beschwerde in Zivilsachen vom 27. Juni 2011 die Aufhebung des obergerichtlichen Urteils soweit die nacheheliche Unterhaltsverpflichtung vom 1. Juni 2015 bis Ende Mai 2027 betreffend. Er verlangt, es seien ihm ab dem 1. Juni 2015 (und damit ab Erreichen seines Pensionsalters) keine Unterhaltsbeitr�ge mehr aufzuerlegen. Eventualiter seien die Unterhaltsbeitr�ge f�r diesen Zeitraum angemessen zu k�rzen. Subeventualiter sei die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an das Obergericht zur�ckzuweisen.
Das angefochtene Urteil des Obergerichts betrifft einen kantonal letztinstanzlichen Endentscheid (Art. 75 und Art. 90 BGG) in einer Scheidungs- und damit in einer Zivilsache (Art. 72 Abs. 1 BGG). Einzig umstritten ist die Regelung des nachehelichen Unterhalts. Es handelt sich damit um eine verm�gensrechtliche Angelegenheit (Urteil 5A_311/2010 vom 3. Februar 2011 E. 1.1, nicht publ. in: BGE 137 III 118), wobei die gesetzliche Streitwertgrenze erreicht ist (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG). Die fristgerecht (Art. 100 Abs. 1 i.V.m. Art. 45 Abs. 1 BGG) eingereichte Beschwerde ist demnach grunds�tzlich zul�ssig.
2.1 Die Beschwerde ist zu begr�nden (Art. 42 Abs. 2 BGG). Es ist in gedr�ngter Form durch Auseinandersetzung mit den Erw�gungen des angefochtenen Entscheids darzulegen, welche Vorschriften und warum sie von der Vorinstanz verletzt worden sein sollen (BGE 134 V 53 E. 3.3 S. 60). Die Verletzung von Grundrechten pr�ft das Bundesgericht nur insofern, als eine solche R�ge in der Beschwerde vorgebracht und geh�rig begr�ndet wird (Art. 106 Abs. 2 BGG; vgl. BGE 137 II 305 E. 3.3 S. 310 f.; 134 II 244 E. 2.2 S. 246).
2.2 Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung kann nur ger�gt werden, wenn sie offensichtlich unrichtig und damit willk�rlich ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht und die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 2 BGG; BGE 137 III 226 E. 4.2 S. 234 mit Hinweisen). Auf rein appellatorische Kritik am angefochtenen Entscheid tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 135 III 608 E. 4.4 S. 612).
3.1 Strittig sind vor Bundesgericht einzig die Unterhaltsbeitr�ge f�r den Zeitraum ab Juni 2015 (Erreichen des ordentlichen Pensionsalters des Beschwerdef�hrers im Mai 2015) bis zum Erreichen des ordentlichen Pensionsalters der Beschwerdegegnerin (zurzeit Ende Mai 2027).
3.2 Die 1985 geschlossene Ehe der Parteien hat bis zur tats�chlichen Trennung knapp 21 Jahre und bis zur Scheidung 25 Jahre gedauert und aus ihr gingen drei gemeinsame Kinder hervor. Es ist unbestrittenermassen von einer lebenspr�genden Ehe mit einem grunds�tzlichen Anspruch beider Ehegatten auf Fortf�hrung der ehelichen Lebenshaltung auszugehen. Das Vertrauen auf den Weiterbestand der bisherigen, frei vereinbarten Aufgabenteilung ist objektiv schutzw�rdig (vgl. BGE 137 III 102 E. 4.1.2 S. 105; 135 III 59 E. 4.1 S. 61). Der geb�hrende Unterhalt im Sinne von Art. 125 ZGB kn�pft an den in der Ehe zuletzt gemeinsam gelebten Standard (zuz�glich scheidungsbedingter Mehrkosten) an, auf dessen Fortf�hrung bei gen�genden Mitteln beide Teile Anspruch haben, der aber gleichzeitig auch die Obergrenze des geb�hrenden Unterhalts bildet (BGE 135 III 158 E. 4.3 S. 160).
3.3 F�r die Berechnung des nachehelichen Unterhalts bei lebenspr�genden Ehen ist in drei Schritten vorzugehen: In einem ersten Schritt ist anhand der Feststellung der zuletzt erreichten und gepflegten gemeinsamen Lebenshaltung der geb�hrende Unterhalt eines jeden Ehegatten zu ermitteln. In einem zweiten Schritt ist zu pr�fen, inwieweit jeder Ehegatte seinen geb�hrenden Unterhalt selbst finanzieren kann. Ist es einem Ehegatten nicht m�glich oder nicht zumutbar, daf�r selbst aufzukommen und ist er auf Unterhaltsleistungen angewiesen, ist schliesslich in einem dritten Schritt die Leistungsf�higkeit des unterhaltsverpflichteten Ehegatten zu ermitteln und ein angemessener Unterhaltsbeitrag festzusetzen (vgl. zum Ganzen: BGE 137 III 102 E. 4.2 S. 106 ff.).
4.1 Nach den (vor Obergericht unbestritten gebliebenen) bezirksgerichtlichen Feststellungen hat das Familieneinkommen vor der Trennung im Jahr 2006 monatlich Fr. 16'200.-- betragen. Das Bezirksgericht folgerte, es l�gen "�usserst g�nstige finanzielle Verh�ltnisse" vor. Es sei von einer "nicht unerheblichen Sparquote auszugehen, womit von einer �berschussteilung" abzusehen sei (Ziff. 4.6.3 S. 25 des bezirksgerichtlichen Entscheids).
4.2 F�r den nachfolgend einzig noch zu behandelnden Zeitraum ab Juni 2015 hat das Bezirksgericht (was vor Obergericht ebenfalls unbestritten geblieben ist) in einem ersten Schritt den geb�hrenden Unterhalt (nur) der Beschwerdegegnerin aufgrund der ehelichen Lebenshaltung auf monatlich Fr. 5'341.-- (inklusive Vorsorgeunterhalt von Fr. 321.-- pro Monat) bestimmt.
4.3 In einem zweiten Schritt hat das Bezirksgericht (vgl. E. 6.3 unten) die Eigenversorgungskapazit�t der Beschwerdegegnerin bestimmt. Es kam zum Schluss, nach einer �bergangsphase (Pensum von 60% bis Ende 2011, Pensum von 80% bis Mai 2015) sei ihr ab Juni 2015 ein Monatseinkommen von netto Fr. 4'000.-- (Pensum von 100%) anzurechnen.
4.4 Schliesslich ermittelte das Obergericht in einem dritten Schritt die Leistungsf�higkeit des Beschwerdef�hrers. Es hatte zuerst noch dessen "geb�hrenden Bedarf" zu bestimmen, den es auf Fr. 5'622.-- pro Monat festsetzte.
Als Einkommen des Beschwerdef�hrers ber�cksichtigte das Obergericht eine AHV-Rente von Fr. 2'280.-- sowie eine BVG-Rente von Fr. 4'107.--, insgesamt damit Fr. 6'387.-- pro Monat.
Aufgrund der Gegen�berstellung von Bedarf und Renteneink�nften bejahte das Obergericht die Leistungsf�higkeit des Beschwerdef�hrers zur Zahlung von monatlichen Unterhaltsbeitr�gen von Fr. 765.-- ab Juni 2015 bis zur ordentlichen Pensionierung der Beschwerdegegnerin.
Der Beschwerdef�hrer beanstandet die vom Obergericht gew�hlte Methode zur Berechnung des nachehelichen Unterhalts nicht. Hingegen wendet er sich gegen die H�he der Eigenversorgungskapazit�t der Beschwerdegegnerin (E. 6 unten). Sodann erachtet er es im vorliegenden Fall als rechtswidrig, ihn nach seiner Pensionierung im Mai 2015 �berhaupt noch zu Unterhaltszahlungen zu verpflichten (E. 7 unten). Schliesslich bestreitet er, zur Zahlung von nachehelichem Unterhalt leistungsf�hig zu sein (E. 8 und 9 unten).
6.1 Der Beschwerdef�hrer bringt vor, die Beschwerdegegnerin sei in der Lage, ein Einkommen von �ber Fr. 4'000.-- pro Monat zu erzielen. Sie sei auch �ber das Jahr 2015 hinaus verpflichtet, alles zu tun, um ihr eigenes Einkommen zu erh�hen und d�rfe sich nicht "auf seinen Schultern ausruhen".
Der Beschwerdef�hrer macht damit sinngem�ss geltend, der Beschwerdegegnerin sei bei der Eigenversorgungskapazit�t ein h�heres (hypothetisches) Einkommen anzurechnen.
6.2 Bei der Festsetzung von Unterhaltsbeitr�gen darf vom tats�chlichen Leistungsverm�gen der Unterhaltsberechtigten (wie auch des Unterhaltsverpflichteten) abgewichen und stattdessen von einem hypothetischen Einkommen ausgegangen werden, sofern dieses zu erreichen zumutbar und m�glich ist.
Dabei handelt es sich um zwei Voraussetzungen, die kumulativ erf�llt sein m�ssen. Damit ein Einkommen �berhaupt oder ein h�heres Einkommen als das tats�chlich erzielte angerechnet werden kann, gen�gt es nicht, dass der betroffenen Partei weitere Anstrengungen zugemutet werden k�nnen. Vielmehr muss es auch m�glich sein, aufgrund dieser Anstrengungen ein h�heres Einkommen zu erzielen. Mit Bezug auf das hypothetische Einkommen ist Rechtsfrage, welche T�tigkeit aufzunehmen oder auszudehnen als zumutbar erscheint. Ob die als zumutbar erkannte T�tigkeit m�glich und das angenommene Einkommen effektiv erzielbar ist, bildet hingegen Tatfrage, die durch entsprechende Feststellungen oder durch die allgemeine Lebenserfahrung beantwortet wird. Auch im letzteren Fall m�ssen aber jene Tatsachen als vorhanden festgestellt sein, die eine Anwendung von Erfahrungss�tzen �berhaupt erst erm�glichen (vgl. zum Ganzen: BGE 137 III 118 E. 2.3 S. 121; 137 III 102 E. 4.2.2.2 S. 108; 128 III 4 E. 4c/bb S. 7).
6.3 Das Bezirksgericht legte dar (vgl. E. 4.3 oben), der Beschwerdegegnerin sei es m�glich (und im Ergebnis auch zumutbar), ab Juni 2015 in einem Pensum von 100% ein Einkommen von netto Fr. 4'000.-- zu erzielen.
Das Obergericht hat im angefochtenen Entscheid ausdr�cklich festgestellt (Art. 105 Abs. 1 BGG), die Frage und den Umfang der Eigenversorgungskapazit�t der Beschwerdegegnerin (hypothetisches Einkommen von Fr. 4'000.-- ab Juni 2015) habe der Beschwerdef�hrer im Berufungsverfahren nicht mehr bestritten (Ziff. 2b S. 10 des obergerichtlichen Urteils).
6.4 Diese Sachverhaltsfeststellung beanstandet der Beschwerdef�hrer vor Bundesgericht nicht. Wenn er (in Bezug auf die Voraussetzung der tats�chlichen M�glichkeit zur Erzielung eines h�heren Einkommens) eine vor Obergericht unterlassene Sachverhaltsr�ge nunmehr vor Bundesgericht vortr�gt, indem er verlangt, der Beschwerdegegnerin sei ein h�heres Einkommen als Fr. 4'000.-- m�glich, kann darauf nicht eingetreten werden. Letztinstanzlichkeit im Sinne von Art. 75 Abs. 1 BGG bedeutet, dass der kantonale Instanzenzug f�r R�gen, die dem Bundesgericht vorgetragen werden, ausgesch�pft sein muss, was hier nicht geschehen ist (BGE 135 III 513 E. 4.3 S. 522; 135 III 424 E. 3.2 S. 429). Die Sachverhaltsr�ge verm�chte zudem auch formell nicht zu gen�gen (Art. 97 Abs. 1 BGG; vgl. E. 2.2 oben).
Kann vor Bundesgericht die (Tat-) Frage nicht mehr gepr�ft werden, ob es der Beschwerdegegnerin m�glich ist, ein h�heres Einkommen zu erzielen, er�brigen sich Ausf�hrungen zur kumulativen (vgl. E. 6.2 oben) Voraussetzung, ob ihr dies auch zumutbar w�re.
7.1 Der Beschwerdef�hrer macht weiter geltend, es erweise sich als bundesrechtswidrig (Art. 125 ZGB), wenn er der Beschwerdegegnerin �ber seine Pensionierung hinaus bis zu seinem 77. Altersjahr Unterhaltsbeitr�ge bezahlen m�sse. Seine Unterhaltspflicht sei vielmehr auf das Erreichen seines Pensionsalters (Mai 2015) zu befristen.
7.2 Soweit der eine Ehegatte f�r den ihm zustehenden, geb�hrenden Unterhalt auf Dauer nicht oder nur teilweise aufzukommen vermag, ist der andere Ehegatte bei lebenspr�genden Ehen verpflichtet, diese Eigenversorgungsl�cke nach Massgabe seiner Leistungsf�higkeit zu decken und ist nachehelicher Unterhalt im Grundsatz unbefristet geschuldet. H�ufig brechen aber die verf�gbaren Mittel ein, sobald der Leistungspflichtige das Rentenalter erreicht, so dass der w�hrend der Aktivit�tsphase gepflegte Lebensstandard nicht uneingeschr�nkt fortgesetzt werden kann und er auch bei fortgef�hrter Ehe sinken w�rde. Dem Grundsatz, dass bei der lebenspr�genden Ehe beide Ehegatten Anspruch auf eine vergleichbare Lebenshaltung haben, tr�gt die Praxis diesfalls insoweit Rechnung, als das Ende der Unterhaltspflicht an das Erreichen des AHV-Alters des Unterhaltspflichtigen gekn�pft wird (zum Ganzen: BGE 132 III 593 E. 7.2 S. 595 f. mit Hinweisen; Urteile 5A_288/2008 vom 27. August 2008 E. 5.6; 5A_508/2007 vom 3. Juni 2008 E. 4.1)
Das Vorbringen des Beschwerdef�hrers, die nacheheliche Unterhaltspflicht m�sse mit dem Erreichen des Pensionsalters des Unterhaltsschuldners ihr Ende nehmen, erweist sich im vorliegenden Fall als unbegr�ndet (vgl. E. 7.2). Das Obergericht hat der Pensionierung des Unterhaltsverpflichteten im Jahr 2015 dadurch Rechnung getragen, als es den Unterhaltsbeitrag auf diesen Zeitpunkt hin um rund 60% und damit erheblich reduzierte. Wie bereits festgestellt, weist die Beschwerdegegnerin auch ab Juni 2015 weiterhin eine Deckungsl�cke auf. Soweit der Beschwerdef�hrer nach seiner Pensionierung - wie vom Obergericht erwogen - nach wie vor (zwar reduziert) leistungsf�hig bleibt (vgl. dazu E. 8 und 9 unten), ist der Entscheid des Obergerichts, ihn in diesem (reduzierten) Umfang weiterhin zu Unterhaltszahlungen zu verpflichten, unter Ber�cksichtigung der konkreten Verh�ltnisse des vorliegenden Falles bundesrechtlich nicht zu beanstanden (vgl. die �hnlich gelagerten Urteile 5A_679/2007 vom 13. Oktober 2008 E. 4.6.1 f., in: FamPra.ch 2009 S. 202 f.; 5A_288/2008 vom 27. August 2008 E. 5.6; 5A_124/2007 vom 19. September 2007 E. 2.2).
8.1 Der Beschwerdef�hrer r�gt weiter eine Verletzung von Art. 125 ZGB (sowie des Willk�rverbots gem�ss Art. 9 BV), da es ihm mit den auferlegten Unterhaltsbeitr�gen nicht m�glich sein werde, irgendwelche Reserven f�r das Alter zu bilden beziehungsweise in der vorgenommenen Bedarfsberechnung nicht alle "Investitionen" ber�cksichtigt seien, die f�r ein "standesgem�sses Leben" notwendig seien. Deshalb d�rfe vorliegend wie bei der Bed�rftigkeitsrente nach aArt. 152 ZGB die Leistungsf�higkeit des Unterhaltsverpflichteten erst bejaht und damit ein Unterhaltsbeitrag zugesprochen werden, wenn sein Einkommen seinen um 20% erh�hten familienrechtlichen Notbedarf �bersteige. Dies sei vorliegend nicht der Fall, weshalb von der Zusprechung eines Unterhaltsbeitrages abzusehen sei.
8.2.1 Wird der zuletzt gelebte Lebensstandard nach der Methode der Grundbedarfsberechnung mit �berschussverteilung berechnet, wird in einem ersten Schritt das betreibungsrechtliche Existenzminimum (Art. 93 SchKG) ermittelt und in der Folge zum familienrechtlichen Grundbedarf erweitert.
Das Bundesgericht hatte in seiner altrechtlichen Praxis festgehalten, dass in der Regel eine Bed�rftigkeitsrente nach aArt. 152 ZGB nur zuzusprechen sei, solange der Unterhaltsschuldner �ber ein Einkommen verf�gt, das um 20% h�her ist als der erweiterte Notbedarf (vgl. BGE 123 III 1 E. 3b/bb S. 4 f.).
8.2.2 Das Obergericht hat dem Beschwerdef�hrer monatlich neben dem Grundbetrag von Fr. 1'200.-- und den weiteren Positionen (Wohnung Fr. 2'200.--; Krankenkasse inkl. Zusatzversicherung Fr. 623.--; Gesundheitskosten Fr. 50.--; Versicherungen Fr. 91.--; Telefon Fr. 158.--; Auto Fr. 500.--; Steuern Fr. 500.--) einen Freibetrag von Fr. 300.-- f�r Ferien/Hobbys zugesprochen. Angesichts dieser Reserve d�rfte der vom Beschwerdef�hrer geforderte Prozentzuschlag von 20% - der gem�ss bundesgerichtlicher Rechtsprechung auf den betreibungsrechtlichen Grundbetrag beschr�nkt ist (Urteil 5C.107/2005 vom 13. April 2006 E. 4.2.1) - ohnehin bereits Ber�cksichtigung gefunden haben. Der Einwand des Beschwerdef�hrers erweist sich demnach als unbegr�ndet.
9.1 Schliesslich wendet sich der Beschwerdef�hrer gegen die obergerichtliche Festsetzung einzelner Positionen seines Bedarfs und verlangt deren Erh�hung, was im Ergebnis zu einer Reduktion des Unterhaltsbeitrages f�hren w�rde.
9.2 Soweit die konkrete H�he einer Bedarfsposition in Frage steht, handelt es sich um eine Tatfrage. Ob (festgestellte) Aufwendungen im Rahmen der Bedarfsberechnung hingegen zu ber�cksichtigen sind, stellt eine Rechtsfrage dar.
9.3.1 Das Obergericht hat im Bedarf des Beschwerdef�hrers neben den Kosten f�r die Grund- und Zusatzversicherung von monatlich Fr. 623.-- den Betrag von monatlich Fr. 50.-- f�r Gesundheitskosten ber�cksichtigt (f�r die Minimalfranchise von Fr. 300.-- und den Selbstbehalt von 10%). Es f�hrte aus, der Beschwerdef�hrer beklage zwar aktuell keine gesundheitlichen Beschwerden, jedoch sei es "allgemein bekannt, dass mit zunehmendem Alter gewisse gesundheitliche Probleme auftreten" k�nnten.
9.3.2 Der Beschwerdef�hrer wendet sich gegen diese Sachverhaltsfeststellung und r�gt, es sei offensichtlich unrichtig und absurd, bei einem Mann nach dessen Pensionierung und bis zu dessen 77. Altersjahr von ungedeckten Gesundheitskosten von j�hrlich Fr. 600.-- (Fr. 50.-- pro Monat) auszugehen. Vielmehr sei der von ihm bereits vor Obergericht geltend gemachte Betrag von monatlich Fr. 150.-- zu ber�cksichtigen.
9.3.3 Die R�ge des Beschwerdef�hrers erweist sich als begr�ndet und der Sachverhalt ist insoweit zu berichtigen (Art. 105 Abs. 2 i.V.m. Art. 107 Abs. 2 BGG). Wie der allgemein zug�nglichen (vgl. BGE 135 III 88 E. 4.1 S. 89 f.; 128 III 4 E. 4c/bb S. 7 f.) und damit auch vor Bundesgericht zu ber�cksichtigenden Zusammenstellung "Kosten und Finanzierung des Gesundheitswesens" des Bundesamtes f�r Statistik (Statistisches Lexikon der Schweiz; abrufbar unter: http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/14/05/blank/key/05.html; Stand: 9. September 2011, besucht am 26. Oktober 2011) zu entnehmen ist, betrugen die j�hrlichen Gesundheitskosten eines m�nnlichen Einwohners im Jahr 2009 Fr. 10'637.20 (Altersgruppe 61 - 65), Fr. 13'106.40 (Altersgruppe 66 - 70), Fr. 16'696.50 (Altersgruppe 71 - 75) sowie Fr. 21'600.50 (Altersgruppe 76 - 80). F�r den fraglichen Alterszeitraum des Beschwerdef�hrers (65. - 77. Altersjahr) ergeben sich damit f�r die Franchise von Fr. 300.-- pro Jahr sowie f�r 10% Selbstbehalt durchschnittliche Gesundheitskosten von gut Fr. 150.-- pro Monat. Dem Beschwerdef�hrer sind deshalb wie beantragt ab Mai 2015 f�r die Gesundheitskosten Fr. 150.-- pro Monat anzurechnen.
9.4.1 Der Beschwerdef�hrer macht weiter geltend, die vom Obergericht f�r sein Fahrzeug ber�cksichtigten Fr. 500.-- deckten die Kosten nicht ab, die sp�ter einmal f�r den Erwerb eines neuen Fahrzeuges entst�nden. Zudem gebe es noch weitere Aufwandpositionen, die das obergerichtliche Urteil nicht ber�cksichtige.
9.4.2 Der Beschwerdef�hrer begn�gt sich insoweit mit appellatorischer Kritik und bringt keine rechtsgen�glich substanziierten R�gen vor. Zudem �ussert er sich nicht zur Entscheidwesentlichkeit seiner Vorbringen, das heisst in welchem Umfang diese Bedarfspositionen zu erh�hen w�ren und sich demnach der Unterhaltsbeitrag reduzierte. Darauf ist nicht einzutreten (vgl. E. 2.2 oben).
9.5 Aufgrund des Gesagten ist demnach der vom Obergericht berechnete Bedarf des Beschwerdef�hrers um monatlich Fr. 100.-- (vgl. E. 9.3.3 oben) auf Fr. 5'722.-- zu erh�hen, womit sich der zu leistende Unterhaltsbeitrag f�r den Zeitraum ab Juni 2015 bis zur Erreichung des AHV-Alters der Beschwerdegegnerin auf Fr. 665.-- pro Monat reduziert.
Die Beschwerde ist teilweise gutzuheissen, soweit darauf eingetreten werden kann. Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdef�hrer zu 3/4 und der Beschwerdegegnerin zu 1/4 aufzuerlegen und dieser eine reduzierte Parteientsch�digung zuzuerkennen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens vor Bundesgericht rechtfertigt es sich nicht, die obergerichtliche Kosten- und Entsch�digungsregelung (Art. 67 und Art. 68 Abs. 5 BGG) abzu�ndern.
1. Die Beschwerde wird teilweise gutgeheissen, soweit darauf einzutreten ist. Das Urteil des Obergerichts des Kantons Z�rich, I. Zivilkammer, vom 13. Mai 2011 wird in Bezug auf Ziff. 1 Lemma 3 sowie Ziff. 3 Abs. 4 aufgehoben und wie folgt neu gefasst:
1. Der Gesuchsteller wird verpflichtet, der Gesuchstellerin pers�nlich monatliche Unterhaltsbeitr�ge im Sinne von Art. 125 ZGB wie folgt zu bezahlen:
3. Diesem Urteil liegen folgende finanzielle Verh�ltnisse der Parteien zugrunde:
Geb�hrender Bedarf Gesuchsteller
Die Gerichtskosten von insgesamt Fr. 2'000.-- werden im Betrag von Fr. 1'500.-- dem Beschwerdef�hrer und im Betrag von Fr. 500.-- der Beschwerdegegnerin auferlegt.

References: Art. 90
 BGE 
 Art. 45
 BGE 
 Art. 95
 Art. 105
 BGE 
 BGE 
 Art. 125
 BGE 
 BGE 
 Art. 75
 BGE 
 Art. 125
 Art. 9
 BGE 
 Art. 107
 BGE 
 Art. 68
 Art. 125