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Timestamp: 2016-10-24 00:05:26+00:00

Document:
U 40/03 (12.08.2003)
U 40/03
Urteil vom 12. August 2003
Bundesrichter R�edi, Meyer und Ferrari; Gerichtsschreiberin Fleischanderl
W.________, 1974, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Dieter Kehl, Poststrasse 22, 9410 Heiden,
Der 1974 geborene W.________ war seit dem 11. Juni 1996 als Zimmermann bei der P.________ AG angestellt und gest�tzt auf dieses Arbeitsverh�ltnis bei der Schweizerischen Unfallversicherung (SUVA) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunf�llen obligatorisch versichert. Am 18. April 1999 geriet er, als Fahrzeuglenker auf einer Autobahn unterwegs, nach einem Ausweichman�ver ins Schleudern und stiess frontal gegen die Leitplanke, wodurch sich der Wagen mehrmals um die L�ngsachse drehte. In der Folge stellten sich bei W.________ zunehmend ein Ziehen im Nacken, Konzentrationsschw�che, Schwindelanf�lle und Kopfweh ein, weshalb er Ende Mai 1999 Dr. med. B.________, Facharzt FMH f�r Kinder und Jugendliche, spez. H�matologie, aufsuchte. Dieser diagnostizierte in seinem Arztzeugnis UVG vom 29. Juni 1999 Schwindel, Kopfweh sowie Schmerzen am Hals unklarer Genese. Als sich die Beschwerden nicht besserten, konsultierte der Versicherte am 4. Juni 1999 seinen Hausarzt, Dr. med. C.________, Facharzt FMH f�r Allgemeinmedizin, welcher als Befunde eine Fehlhaltung, Schmerzen v.a. bei Rotation nach links sowie eine starke vorbestehende Ver�nderung im Bereich C4 bis C6 unklarer Herkunft erhob und eine MRI-Untersuchung der Halswirbels�ule (HWS) bei Dr. med. A.________, Spezialarzt FMH f�r R�ntgendiagnostik, veranlasste. Die daraufhin vorgenommene cervikale Kernspintomographie ergab laut Bericht vom 7. Juni 1999 ausgedehnte angeborene Ver�nderungen an der cervikalen Wirbels�ule, welche Dr. med. C.________ als Klippel-Feil-Syndrom interpretierte (Bericht vom 17. Juni 1999). Nach einer ambulanten Untersuchung in der Sprechstunde der Klinik f�r Orthop�dische Chirurgie des Spitals S.________ vom 15. Juni 1999 stellte Dr. med. D.________, Oberarzt, einen Status nach HWS-Distorsion bei (wahrscheinlich) Klippel-Feil-Fehlbildung fest (Verordnung zur Physiotherapie vom 15. Juni 1999; Bericht vom 28. Juni 1999). Aus neurologischer Sicht handelte es sich gem�ss Bericht der Dres. med. H.________ und E.________, Klinik f�r Neurologie des Spitals S.________, vom 23. Juli 1999 auf Grund des Unfallmechanismus sowie des Beschwerdebildes "am ehesten um ein Distorsionstrauma der Halswirbels�ule", wobei das vorbestehende Klippel-Feil-Syndrom sich wahrscheinlich pr�disponierend auf die derzeitigen Beschwerden auswirke. Am 1. September 1999 hielt Dr. med. C.________ fest, dass sich beim Patienten im Anschluss an den Unfall eine zunehmende tiefe Depression mit Unruhe, Schlaf- und Freudlosigkeit entwickelt habe. Diese sei mittels Gespr�chs- und medikament�ser Therapie jedoch bereits soweit erfolgreich behandelt worden, dass seit Ende August 1999 wieder eine 50 %ige Arbeitsf�higkeit best�nde. Die letzte haus�rztliche Kontrolle fand am 10. September 1999 statt.
Mit Verf�gung vom 15. November 1999 stellte die SUVA die bisher erbrachte Heilbehandlung sowie die Taggeldzahlung mangels nat�rlichem und/oder ad�quatem Zusammenhang zwischen den aktuell noch geklagten Beschwerden und dem Unfallereignis per sofort ein. Daran hielt sie auf Einsprachen des Versicherten sowie dessen Krankenversicherers, der SWICA Gesundheitsorganisation (nachfolgend: SWICA), hin fest (Entscheid vom 23. Mai 2000).
W.________ und die SWICA f�hrten Beschwerden gegen den Einspracheentscheid der SUVA, wobei Ersterer ein Gutachten des Dr. med. F.________, Neurologie FMH, vom 24. Januar 2002, ein neuropsychologisches Ambulatorium der Frau Dr. phil. O.________ vom 20. M�rz 2001, einen Untersuchungsbericht des Dr. med. G.________, Augenarzt FMH, vom 1. M�rz 2001 sowie einen audioneurootologischen Bericht des Dr. med. M.________, Spezialarzt FMH f�r Otorhinolaryngologie, Hals- und Gesichtschirurgie, vom 27. Januar 2001 zu den Akten reichen liess. Die SUVA legte ihrerseits Berichte des Dr. med. I.________, Facharzt FMH f�r Orthop�dische Chirurgie, SUVA-�rzteteam Unfallmedizin, vom 21. September 2000 sowie 6. M�rz 2002 auf. Das Verwaltungsgericht von Appenzell Ausserrhoden wies die Beschwerden ab (Entscheid vom 18. September 2002).
Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde l�sst W.________ beantragen, in Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheides sei die SUVA zu ver-pflichten, ihm unter Annahme einer vollst�ndigen Arbeitsunf�higkeit seit dem Unfallereignis vom 18. April 1999 die gesetzlichen Leistungen zu erbringen.
W�hrend die SUVA auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde schliesst, verzichten das Bundesamt f�r Sozialversicherung sowie die als Mitbeteiligten beigeladenen SWICA und die Winterthur Versicherungen auf eine Vernehmlassung.
Am 1. Januar 2003 ist das Bundesgesetz �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom 6. Oktober 2000 in Kraft getreten. Mit ihm sind zahlreiche Bestimmungen im Unfallversicherungsbereich ge�ndert worden. Weil in zeitlicher Hinsicht grunds�tzlich diejenigen Rechtss�tze massgebend sind, die bei der Erf�llung des zu Rechtsfolgen f�hrenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 127 V 467 Erw. 1), und weil ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles grunds�tzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlas-ses des streitigen Einspracheentscheids (hier: 23. Mai 2000) eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 121 V 366 Erw. 1b), sind im vorliegenden Fall die bis zum 31. Dezember 2002 geltenden Bestimmungen anwendbar.
2.1 Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gem�ss UVG setzt zun�chst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidit�t, Tod) ein nat�rlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des nat�rlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umst�nde, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bzw. nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist f�r die Bejahung des nat�rlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher St�rungen ist; es gen�gt, dass das sch�digende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die k�rperliche oder geistige Integrit�t der versicherten Person beeintr�chtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche St�rung entfiele (BGE 119 V 337 Erw. 1, 118 V 289 Erw. 1b, je mit Hinweisen).
2.2.1 Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein ad�quater Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als ad�quate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gew�hnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuf�hren, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als beg�nstigt erscheint (BGE 125 V 461 Erw. 5a mit Hinweisen).
2.2.2 Bei der Beurteilung der Ad�quanz von organisch nicht (hinreichend) nachweisbaren Unfallfolgesch�den ist zun�chst abzukl�ren, ob die versicherte Person beim Unfall ein Schleudertrauma der HWS, eine dem Schleudertrauma �quivalente Verletzung (SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 Erw. 2) oder ein Sch�del-Hirntrauma mit vergleichbaren Folgen erlitten hat. Ist dies nicht der Fall, gelangt die Rechtsprechung gem�ss BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa zur Anwendung. Ergeben die Abkl�rungen indessen, dass die versicherte Person eine der soeben erw�hnten Verletzungen erlitten hat, muss beurteilt werden, ob die zum typischen Beschwerdebild einer solchen Verletzung geh�renden Beeintr�chtigungen (vgl. dazu BGE 119 V 338 Erw. 1, 117 V 360 Erw. 4b) zwar teilweise vorliegen, im Vergleich zur psychischen Problematik jedoch bereits unmittelbar nach dem Unfallereignis oder im Verlaufe der Entwicklung vom Unfall bis zum Beurteilungszeitpunkt nur eine sehr untergeordnete Rolle gespielt haben und damit ganz in den Hintergrund getreten sind. Trifft dies zu, sind gem�ss BGE 123 V 99 Erw. 2a f�r die Ad�quanzbeurteilung ebenfalls die in BGE 115 V 140 Erw. 6c/aa f�r Unf�lle mit psychischen Folgesch�den aufgestellten Grunds�tze massgebend; andernfalls erfolgt die Beurteilung der Ad�quanz gem�ss den in BGE 117 V 366 Erw. 6a und 382 Erw. 4b festgelegten Kriterien (BGE 127 V 103 Erw. 5b/bb mit Hinweisen; RKUV 2002 Nr. U 465 S. 437). Bei beiden Methoden wird f�r die Beantwortung der Frage der ad�quaten Kausalit�t an die Schwere des Unfalls und gegebenenfalls bestimmte unfallbezogene Kriterien angekn�pft (BGE 117 V 366 Erw. 6a und 382 Erw. 4b, 115 V 138 Erw. 6). Der Unterschied besteht darin, dass bei HWS-Schleudertraumen, diesen �quivalenten Verletzungen und Sch�del-Hirntraumen mit jenen eines Schleudertraumas vergleichbaren Folgen im Rahmen der Pr�fung der massgebenden unfallbezogenen Kriterien im Gegensatz zur Rechtslage bei psychischen Fehlentwicklungen auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten verzichtet wird, weil nicht entscheidend ist, ob die Beschwerden medizinisch eher als organischer und/oder psychischer Natur bezeichnet werden (BGE 117 V 367 Erw. 6a und 382 f.; RKUV 2000 Nr. U 395 S. 317, 1997 Nr. U 272 S. 174 Erw. 4a; Urteil C. vom 19. M�rz 2003, U 15/00, Erw. 2.1).
Streitig ist zun�chst, ob der Beschwerdef�hrer beim Verkehrsunfall vom 18. April 1999 ein Schleudertrauma der HWS erlitten hat. Insofern stellt sich die Frage nach dem nat�rlichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Gesundheitsschaden, namentlich den nach dem 15. November 1999 geklagten Beeintr�chtigungen. Dabei geht es insbesondere darum, ob die vorhandenen medizinischen Unterlagen schl�ssig sind und ob deren W�rdigung durch die Vorinstanz zutrifft. Des Weitern hat - falls der nat�rliche Kausalzusammenhang zu bejahen ist - die Beurteilung der Ad�quanz zu erfolgen, wobei insbesondere gepr�ft werden muss, ob diese nach der Rechtsprechung betreffend psychische Unfallfolgen (BGE 115 V 133) oder gem�ss der f�r Schleudertraumen der HWS ohne organisch nachweisbare Funktionsausf�lle geltenden Praxis (BGE 117 V 359) vorzunehmen ist.
4.1 Gem�ss Aussage des Beschwerdef�hrers zuhanden des SUVA-Inspektors vom 16. Juni 1999 waren er und sein Beifahrer w�hrend des Ausweichman�vers am 18. April 1999 "hin- und hergesch�ttelt" worden, ohne sich indes den Kopf angeschlagen zu haben. Nach den Angaben des erstbehandelnden Arztes Dr. med. B.________ bestand Ende Mai 1999 u.a. eine leichte Einschr�nkung der HWS-Rotation beidseits (Bericht vom 29. Juni 1999). Dr. med. C.________, welchen der Beschwerdef�hrer erstmals am 4. Juni 1999 konsultierte, veranlasste eine radiologische Abkl�rung der HWS bei Dr. med. A.________, die das Vorhandensein einer Klippel-Feil-Fehlhaltung, einer angeborenen Wirbelmissbildung, ergab (Berichte des Dr. med. A.________ vom 7. Juni 1999 und des Dr. med. C.________ vom 17. Juni 1999). Anl�sslich einer orthop�dischen Sprechstunde stellte Dr. med. D.________ schliesslich die Diagnose eines Status nach HWS-Distorsion bei Klippel-Feil-Syndrom (Physiotherapie-Verordnung vom 15. Juni 1999; Bericht vom 28. Juni 1999), welche auch die �rzte der Klinik f�r Neurologie des Spitals S.________ (Bericht vom 23. Juli 1999), Dr. med. C.________ (Bericht vom 1. September 1999) sowie Dr. med. K.________, Facharzt Allgemeine Medizin FMH, (Bericht vom 2. November 1999) best�tigten. Dr. med. M.________ diagnostizierte in seiner Beurteilung vom 27. Januar 2001 u.a. ebenfalls einen Status nach cervico-cephalem Akzelerations-/Dezelerationstrauma und auch Dr. med. G.________ gelangte in seinem Bericht vom 1. M�rz 2001 zum Schluss, es best�nde ein Zustand nach einem Distorsionstrauma der HWS. Frau Dr. phil. O.________ hielt in ihren Angaben vom 20. M�rz 2001 sodann fest, aus neuropsychologischer Sicht entspr�chen die Untersuchungsbefunde einer minimalen Funktionsst�rung im Bereich rechts frontaler Strukturen. In seinem Gutachten vom 24. Januar 2002 f�hrte Dr. med. F.________ ferner aus, der Patient leide an einem Status nach Verkehrsunfall mit HWS-Distorsion mit einer regredienten cervicalen Symptomatik, mit einer neurovegetativen-neurootologischen und einer gewissen neuropsychologischen Symptomatik sowie mit einer reaktiven Depression vor. Vorbestehend sei ein Klippel-Feil-Syndrom Typ-2 mit Blockwirbelbildung C2/C3 und suboccipitaler Dysplasie ohne neurologische Ausf�lle. Er legte weiter dar, dass die vorbestandene Wirbelfehlbildung bis zum Unfall ohne klinische Symptomatik geblieben sei, wobei die seit dem Unfallereignis beschriebenen Symptome zum Bild einer HWS-Distorsion passten. Es sei nicht anzunehmen, dass die Klippel-Feil-Fehlbildung in der fraglichen Zeit allein zu den betreffenden Beschwerden gef�hrt h�tte, obwohl eine gewisse Mitwirkung im Verlauf der Chronifizierung im Rahmen von 20 bis 30 % zu ber�cksichtigen sei. Hinsichtlich des nat�rlichen Kausalzusammenhangs stellte er fest, dass unfallbedingt eine Teilkausalit�t von 75 bis 80 % und unfallfremd (Klippel-Feil-Fehlbildung) eine solche von 20 bis 25 % bestehe. Die psychischen Faktoren - Dr. med. C.________ hatte in seinem Bericht vom 1. September 1999 noch von einer, wenn auch bereits wieder abklingenden Depression gesprochen - st�nden aktuell nicht mehr im Vordergrund, sie h�tten lediglich eine interkurrente Episode dargestellt.
Gesamthaft betrachtet gelangten die involvierten �rzte �bereinstimmend zum Ergebnis, dass der Beschwerdef�hrer am 18. April 1999 ein HWS-Distorsionstrauma bei vorbestehender Klippel-Feil-Fehlbildung erlitten hat. Zu diesem Schluss kamen die Experten, obwohl der Versicherte, zumindest zu Beginn der �rztlichen Behandlung, stets angab, er habe nach dem Unfall vorerst keinerlei Beschwerden versp�rt, er seiner beruflichen T�tigkeit als Zimmermann zun�chst weiterhin nachgegangen ist und die geklagten Beschwerden - ein zunehmendes Ziehen im Nacken, Kopfschmerzen, Schwindelanf�lle sowie Konzentrationsst�rungen - glaubhaft erst ca. eine Woche nach dem Unfall (26. oder 27. Juni 1999) aufgetreten sind (vgl. Berichte des Dr. med. C.________ vom 8., 17. und 28. Juni 1999, des SUVA-Inspektors vom 16. Juni 1999, des. Dr. med. D.________ vom 28. Juni 1999 sowie der Dres. med. H.________ und E.________ vom 23. Juli 1999).
4.2 Ist ein Schleudertrauma der HWS diagnostiziert und liegt ein f�r diese Verletzung typisches Beschwerdebild mit einer H�ufung von Beschwerden wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Ged�chtnisst�rungen, �belkeit, rasche Erm�dbarkeit, Visusst�rungen, Reizbarkeit, Affektlabilit�t, Depressionen, Wesensver�nderung usw. vor, so ist der nat�rliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem f�r ein Schleudertrauma der HWS typischen Beschwerdebild sowie der als Folge davon eingetretenen Arbeits- und Erwerbsunf�higkeit in der Regel zu bejahen (BGE 119 V 338 Erw. 1 in fine mit Hinweis). Nicht erforderlich ist, dass der Unfall mit einem Bewusstseinsverlust oder einer Amnesie verbunden war und die typischen Beschwerden bereits unmittelbar nach dem Unfall aufgetreten sind (zur Latenzzeit vgl. RKUV 1995 Nr. U 221 S. 113). Stellen sich Schmerzen im Nacken- und Kopfbereich erst einige Wochen nach dem (Auffahr-)Unfall ein und wird die Diagnose eines HWS-Schleudertraumas erst einige Monate sp�ter erstmals erw�hnt, ist dieser mit Zur�ckhaltung zu begegnen (RKUV 2000 Nr. U 359 S. 29; Urteil W. vom 30. April 2001, U 396/99, Erw. 2b). Nach heutiger medizinischer Erkenntnis k�nnen bei einem Schleudertrauma der HWS indessen auch ohne nachweisbare pathologische Befunde noch Jahre nach dem Unfall funktionelle Ausf�lle der verschiedensten Art auftreten (BGE 117 V 363 Erw. 5 d/aa). Des Weitern ist zu beachten, dass es f�r die Bejahung des nat�rlichen Kausalzusammenhangs gen�gt, wenn der Unfall f�r eine bestimmte gesundheitliche St�rung eine Teilursache darstellt (BGE 117 V 360 Erw. 4b). Die Schwere des Unfallereignisses und der dabei erlittenen Verletzungen ist beim Schleudertrauma der HWS nicht bei der Beurteilung des nat�rlichen Kausalzusammenhangs, sondern bei der Ad�quanzbeurteilung zu ber�cksichtigen.
4.3 Im Lichte der dargelegten Rechtsprechung ist davon auszugehen, dass zwischen den vom Beschwerdef�hrer auch nach dem 15. November 1999 geklagten gesundheitlichen Beeintr�chtigungen und dem Unfall vom 18. April 1999 ein nat�rlicher Kausalzusammenhang gegeben ist. Zum einen steht auf Grund der einhelligen �rztlichen Berichte mit dem Beweisgrad der �berwiegenden Wahrscheinlichkeit fest (BGE 126 V 360 Erw. 5b mit Hinweisen), dass der Versicherte ein HWS-Schleudertrauma erlitten hat; zum anderen klagt er glaubw�rdig �ber Beschwerden, die zum typischen Beschwerdebild eines Schleudertraumas geh�ren. So hat er bereits etwa eine Woche nach dem Unfall zunehmend ein Ziehen im Nacken, Kopfschmerzen, Schwindelanf�lle sowie Konzentrationsst�rungen versp�rt und deshalb Ende Mai 1999 einen Arzt aufgesucht. Diese Beeintr�chtigungen, welche sich in der Folge noch verst�rkten und zu denen auch Probleme mit dem Ohrdruck, Auffassungsschwierigkeiten, zeitweise sich einstellende Visusst�rungen sowie vermehrte M�digkeit hinzutraten (vgl. die Berichte des Dr. med. C.________ vom 28. Juni 1999 und der Dres. med. H.________ und E.________ vom 23. Juli 1999), haben zu einer Einschr�nkung der Arbeitsf�higkeit im angestammten Beruf als Zimmermann gef�hrt, welche bis heute andauert (der Versicherte befindet sich seit dem 14. August 2000 in einer von der Invalidenversicherung finanzierten Umschulung zum Koch). An diesem Ergebnis �ndert der Umstand, dass zur Zeit des Unfalles bereits eine vorbestehende Wirbelfehlbildung existiert hat, nichts, wurde dieses Leiden doch erst mit dem Unfallvorfall manifest (vgl. RKUV 1992 Nr. U 142 S. 75 f. Erw. 4b mit Hinweisen) und ist, mit Blick auf das gesamthafte Beschwerdebild, - wie Dr. med. F.________ in seinem Gutachten vom 24. Januar 2002 �berzeugend dargelegt hat - lediglich f�r einen geringen Teil des Gesundheitsschadens urs�chlich. Ebenfalls kein anderes Resultat verm�gen die �rztlichen Beurteilungen durch Dr. med. I.________ vom 21. September 2000 und 6. M�rz 2002 herbeizuf�hren. Denn das darin enthaltene Hauptargument zur Leistungsablehnung, es seien keine physischen Folgen des Verkehrsunfalles vom 18. April 1999 feststellbar, ist im Lichte der st�ndigen Rechtsprechung bei Unf�llen mit Schleudertrauma der HWS ohne organisch nachweisbares Substrat (BGE 117 V 363 ff. Erw. 5d) nicht stichhaltig.
5.1 Was die f�r den Leistungsanspruch vorausgesetzte Ad�quanz des Kausalzusammenhangs betrifft, hat das kantonale Gericht richtig erkannt, dass die psychischen Probleme im Verh�ltnis zu den somatischen Beschwerden nicht (mehr) im Vordergrund stehen. So diagnostizierte Dr. med. C.________ in seinem Bericht vom 1. September 1999 noch eine zunehmende tiefe Depression, wies aber zugleich darauf hin, dass diese mittels Gespr�chen und medikament�ser Behandlung weitgehend zur�ckgegangen sei. Die letzte haus�rztliche Kontrolle fand denn auch bereits am 10. September 1999 statt. Im Gespr�ch mit dem SUVA-Inspektor vom 17. September 1999 best�tigte der Versicherte selber die Besserung des psychischen Beschwerdebildes, welches auch mit famili�ren Problemen begr�ndet wurde, und Dr. med. F.________ hielt in seinem Gutachten vom 24. Januar 2002 ausdr�cklich fest, die psychischen Faktoren seien aktuell nicht mehr vordergr�ndig und h�tten lediglich eine interkurrente Episode dargestellt. Es l�sst sich somit nicht beanstanden, dass die Vorinstanz die Ad�quanzbeurteilung - entgegen der Auffassung der SUVA - nach BGE 117 V 359 vorgenommen hat.
5.2.1 Der Verkehrsunfall vom 18. April 1999 ist im Rahmen der Einteilung, wie sie rechtsprechungsgem�ss f�r die Belange der Ad�quanzbeurteilung massgeblich ist (BGE 117 V 366 Erw. 6a), unbestrittenermassen dem mittleren Bereich zuzuordnen. Zur Bejahung des ad�quaten Kausalzusammenhangs w�re daher erforderlich, dass ein einzelnes unfallbezogenes Kriterium in besonders ausgepr�gter Weise erf�llt ist oder die nach der Praxis relevanten Kriterien in geh�ufter oder auffallender Weise gegeben sind (BGE 117 V 367 f. Erw. 6a und b).
5.2.2 Obgleich dem Unfallereignis eine gewisse Eindr�cklichkeit nicht abzusprechen ist, fehlt es bei objektiver Betrachtungsweise jedenfalls an besonders dramatischen Begleitumst�nden. Ferner sind weder die Kriterien der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzungen noch einer �rztlichen Fehlbehandlung gegeben. Was Grad und Dauer der Arbeitsunf�higkeit anbelangt, welche in Ber�cksichtigung der psychischen und physischen Komponenten zu pr�fen sind, ging der Beschwerdef�hrer bis am 6. Juni 1999 uneingeschr�nkt seiner T�tigkeit als Zimmermann nach. Vom 7. Juni bis 12. September 1999 wurde ihm zeitweise eine Arbeitsunf�higkeit von 100 %, zeitweise eine solche von 50 % attestiert. Ab dem 13. September 1999 war er bis auf weiteres zu 50 % arbeitsunf�hig. Am 14. August 2000 begann der Versicherte seine dreij�hrige Umschulung zum Koch. W�hrend Frau Dr. phil. O.________ in ihrem Gutachten vom 20. M�rz 2001 aus neuropsychologischer Sicht eine Einschr�nkung der aktuellen T�tigkeit als Kochlehrling von 10 bis 20 % attestierte, kam der Neurologe Dr. med. F.________ in seinem Gutachten vom 24. Januar 2002 zum Schluss, dass im angestammten Beruf keine Arbeitsf�higkeit mehr best�nde, wohingegen der Versicherte als Koch wahrscheinlich uneingeschr�nkt zu arbeiten verm�chte. Obwohl es sich angesichts dieser Sachlage um einen Grenzfall handelt, ist das Kriterium von Grad und der Dauer der Arbeitsunf�higkeit namentlich vor dem Hintergrund der h�chstrichterlichen Praxis (vgl. u.a. RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544 ff.; Rumo-Jungo, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum UVG, Z�rich 2003, 3. Aufl., S. 66 f.) mit der Vorinstanz mangels besonders ausgepr�gten Ausmasses zu verneinen, zumal der Beschwerdef�hrer gem�ss eigenen Angaben die ihm ab 13. September 1999 attestierte Arbeitsf�higkeit von 50 % - zumindest vor�bergehend - prim�r aus unfallfremden famili�ren Gr�nden (Scheidungsverfahren etc.) nicht verwertete (Berichte des SUVA-Inspektors vom 17. September und 12. November 1999; Aktennotiz vom 9. November 1999). Ebenfalls nicht gegeben ist ferner die ungew�hnlich lange Dauer der �rztlichen Behandlung, fand die letzte haus�rztliche Kontrolle doch am 10. September 1999 statt und erfolgten sp�ter - mit Ausnahme einer bei einem Magnetopathen aufgenommenen Therapie (Bericht des SUVA-Inspektors vom 12. November 1999), welche indes ohnehin nicht zu den �rztlichen Behandlungen zu z�hlen ist - lediglich noch spezial�rztliche Untersuchungen sowie Abkl�rungen zu Prozesszwecken. F�r die Kriterien der Dauerschmerzen sowie des schwierigen Heilungsverlaufs und der erheblichen Komplikationen bestehen sodann entgegen der Betrachtungsweise des Beschwerdef�hrers keine Anhaltspunkte.
5.3 Da die massgeblichen Kriterien demnach weder kumuliert noch f�r sich in besonderer Schwere vorliegen, ist die Ad�quanz der geklagten Beschwerden zu verneinen. Der vorinstanzliche Entscheid ist damit im Ergebnis rechtens.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht von Appenzell Ausserrhoden, dem Bundesamt f�r Sozialversicherung, der SWICA Gesundheitsorganisation und der Winterthur Versicherungen zugestellt.
Luzern, 12. August 2003
Namen des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts

References: BGE 
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