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Timestamp: 2020-08-15 12:52:51+00:00

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Auszug aus der Alten, Mittleren und Neueren Geschichte | A. Die ägyptisch-semitischen Völker. by: Max Hoffmann
A. Die ägyptisch-semitischen Völker.
B. Die asiatischen Arier.
D. Die Griechen.
§ 4. Peloponnesischer Krieg. (431?404 v. Chr.)
§ 5. Makedoniens Emporkommen.
E. Die Römer.
§ 4. Die Punischen Kriege.
§ 6. Bürgerliche Unruhen.
§ 9. Untergang der Republik.
A. Vom Beginn der Völkerwanderung bis zum Vertrage von Verdun. 375?843.
B. Vom Vertrage zu Verdun bis zum Beginn der Kreuzzüge. 843?1096.
§ 2. Frankreich.
C. Das Zeitalter der Kreuzzüge. (1096?1270).
D. Vom Ende der Kreuzzüge bis zur Entdeckung Amerikas. (1270?1492.)
A. Von der Entdeckung Amerikas bis zum Westfälischen Frieden. (1492?1648.)
§ 3. Frankreich.
§ 4. Italien.
B. Vom Westfälischen Frieden bis zur französischen Revolution. (1648?1789.)
§ 3. Der Norden und Osten.
1Auszug aus der Alten, Mittleren und Neueren Geschichte
§ 8. Der Norden und Osten.
C. Vom Beginn der französischen Revolution bis zum Wiener Kongress. (1789?1815.)
§ 3. Machtentfaltung des ersten französischen Kaiserreiches.
§ 4. Sturz des ersten französischen Kaiserreichs.
D. Vom Wiener Kongress bis auf unsere Zeit.
§ 4. Die Revolutionszeit 1848?1852.
§ 7. Deutschlands Einigung durch Preußen.
§ 9. Das Deutsche Reich seit 1871.
§ 10. Österreich-Ungarn.
§ 15. Italien.
I. Brandenburgisch-preußische Geschichte.
2Auszug aus der Alten, Mittleren und Neueren Geschichte
3Auszug aus der Alten, Mittleren und Neueren Geschichte
4Auszug aus der Alten, Mittleren und Neueren Geschichte
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10Auszug aus der Alten, Mittleren und Neueren Geschichte
11Auszug aus der Alten, Mittleren und Neueren Geschichte
§ 1. Ägypter.
Ägypten, das von Höhenzügen und Wüsten eingeschlossene, oberhalb des Delta nur wenige Stunden breite, etwa 1100 km lange Tal des untern Nil, der alljährlich vom Juli an auf fast 4 Monate seine Ufer überflutet und so das Land befruchtet. Zwei Landesteile: Unter-Ägypten mit der Hauptstadt Memphis und dem Deltalande; Ober-Ägypten mit der Hauptstadt Theben (Nu-Amôn), Südgrenze die Stromschnellen bei Syene, jetzt Assuan. Beide bestanden ursprünglich als selbständige Staaten nebeneinander. Ackerbau, Handwerk und Kunst erscheinen im vierten Jahrtausend v. Chr., wo die geschichtlichen Nachrichten beginnen, schon hoch entwickelt.
Staatswesen: Erbliches Königtum, die Könige gelten als Söhne des Sonnengottes Râ selbst für göttliche Wesen. Glänzende Hofhaltung, viele Beamte, das Land in bestimmte Gaue geteilt. Bedeutender Einfluß der Priester, denen auch die Pflege der Wissenschaften (Sternkunde, Heilkunde, Rechtskunde) obliegt. Frühzeitige Feststellung des Sonnenjahres. Strenge Regelung des gesamten Lebens durch religiöse Satzungen. Erbliche Stände, nicht völlig gegeneinander abgeschlossene Kasten.
Religion: Verehrung der persönlich gedachten Naturkräfte, verbunden mit symbolischem Tierdienst. Die einzelnen Gaugötter schließen sich allmählich zu Götterkreisen zusammen. Oberster Gott der Sonnengott Râ ihm sind die Obelisken geweiht. Neben ihm andere Gottheiten der Sonne, des Mondes, des Nils usw. Besondere Verehrung des Ptah in Memphis, des Amôn in Theben, der Neit in Saïs. Der Kampf der dem Menschen heilsamen und feindlichen Naturkräfte, wie er sich in dem alljährlichen Aufblühen, Absterben und Wiedererwachen der belebten Natur ausprägt, wird dargestellt in dem Mythus von Osiris. Osiris, der Gott des Lebens, wird von Set (Typhon), dem Dämon der verzehrenden Gluthitze, getötet, von seiner trauernden Gemahlin Isis gesucht; endlich überwindet Hôrus, der Sohn beider, den Set. Osiris, wieder belebt, herrscht in der Unterwelt über die Seelen der Abgeschiedenen (Totengericht).
Sorgfältige Bestattung der Toten, die für die einmal wiederkehrenden Seelen durch Einbalsamierung in Felsengräbern und Pyramiden erhalten wurden (Mumien). Heilige Tiere: der Stier Hapis in Memphis als Abbild des Ptah verehrt; die Kühe der Isis, die Katzen der Bast, die Sperber dem Hôrus geheiligt.
Die Hieroglyphenschrift,[1] ursprünglich Bilderschrift, hat Buchstaben-, Silben- und Wortzeichen; oft wird dem mit Buchstaben- und Silbenzeichen geschriebenen Worte ein Bild zur Verdeutlichung angefügt. Sie wurde hauptsächlich zu Inschriften an den Wänden der Tempel und Grabkammern benutzt; für den gewöhnlichen Gebrauch schrieb man auf Papyrusblättern mit einer abgekürzten, der hieratischen Schrift, später mit der noch mehr verkürzten demotischen Schrift.
vor Chr. Vor 3000.
Das alte Reich,
begründet von König Mena durch Vereinigung der beiden Landesteile. Wechselnde Residenzen der Könige in der Gegend von Memphis (oberhalb Kairo). Ihre Grabdenkmäler sind die Pyramiden; über 70 noch erhalten. Die höchsten (bei dem Dorfe Gizeh) sind von den Königen der 4. Dynastie[2] (um 2800) erbaut: Snofru, Chufu (Cheops bei Herodot),[3] Chafrâ, Menkaurâ. Unter der 6. Dynastie zerfällt die Einheit des Reiches; mehrere Könige herrschen nebeneinander. Herstellung der Einheit durch die von Theben in Ober-Ägypten ausgehende 11. Dynastie.
Um 2100.
Das mittlere Reich,
die klassische Zeit Ägyptens. Blüte der Baukunst und der Literatur (religiöse, medizinische, biographische Schriften; Märchen, Fabeln und Lieder). Handelsverkehr mit Syrien und dem Weihrauchlande Punt (Südarabien). Residenzen in der Landschaft Fajjûm oberhalb Memphis.
Amenemhât I. (12. Dynastie) baut den Amôntempel in Theben, seine Nachfolger unterwerfen das Land Kusch (Nubien), Wesertôsen III. ist der in der griechischen Sage hervortretende Sesostris. Amenemhât III. legt im Fajjûm den Moeris-See an, um die Überschwemmungen des Nils zu regeln, und erbaut dort einen großen Reichstempel, von den Griechen Labyrinth genannt. Auch diese Dynastie hat Pyramiden gebaut; Felsengräber von Priestern und hohen Beamten bei Beni-Hassan.
Eroberung Ägyptens durch die Hyksôs, Hirtenkönige semitischer Abkunft, die über die Landenge von Suez eindrangen. Sie beherrschten hauptsächlich das untere Land, Ober-Ägypten wurde von einheimischen Statthaltern verwaltet. Einer von diesen, Ahmôse, Statthalter in Theben, vertreibt endlich im 16. Jahrhundert die Hyksôs und herrscht dann als König.
Das neue Reich (Hauptstadt Theben)
erhebt sich bald zu bedeutender Macht und Größe. König Dhutmôse I. (Thutmosis) aus der 18. Dynastie macht Nubien zur Provinz und dringt in Syrien bis zum Euphrat vor. Seine Tochter Hatschepsowet sendet Schiffe aus nach dem Weihrauchlande Punt. Dhutmôse III. macht Syrien und Palästina zu Provinzen: höchste Machtfülle Ägyptens.
Seine Nachfolger erhalten diesen Umfang des Reiches aufrecht. Amenhotep III. schmückt Theben mit glänzenden Bauten; Ruinen bei den jetzigen Dörfern Karnak, Luksor und Medinet-Abu; bei letzterem noch jetzt zwei sitzende Kolosse, Statuen des Amenhotep, deren eine von den Griechen die tönende Säule des Memnon genannt ward.
Amenhotep IV. führt einen Sonnen-Monotheismus ein; alle anderen Götter sollen dem Râ weichen. Er gründet eine neue Residenz in Mittel-Ägypten (Ruinen von El-Amarna), steht in freundschaftlichen Beziehungen zu den Königen von Babel und Assur. Nach seinem Tode Wiederherstellung der früheren Götterverehrung, zumal des Amôn von Theben.
Um 1300?1270.
Seti I. und sein Sohn Ramsês II. (19. Dynastie) kämpfen mit den Hethitern (Cheta), die in Nordsyrien ein Reich gegründet haben (S. 15). Ramsês siegt in der Schlacht bei Kadêsch am Orontes, deren epische Beschreibung (der Schreiber Pentaur) in Tempelinschriften erhalten ist. Blüte des Reichs unter seiner fernerhin friedlichen Regierung; Residenz zu Tanis im Deltalande, Tempelbauten zu Theben und Abu-Simbel (in Nubien), Nilkanal bis zum Timsah-See.
Um 1180.
Ramsês III. (20. Dynastie) behauptet das Ansehen des Reichs durch Kämpfe gegen die »Seevölker«, welche in Syrien eindringen, und gegen die Libyer im Westen.
Zeit des Verfalles unter den folgenden Herrschern, Syrien wird unabhängig, in Nubien erhebt sich das Reich von Nap?ta. Die Priesterschaft des Amôn von Theben wird allmächtig, und endlich stößt der Oberpriester H?rihôr den letzten Ramsês (XII.) vom Throne. Gegen seine Nachfolger erhebt sich eine neue Dynastie (21.) in Tanis. Kriegerisch tritt noch einmal König Scheschonk I. auf (22. Dynastie), der um 920 für kurze Zeit Jerusalem erobert. Dann Schwäche der Königsmacht gegenüber den Gaufürsten.
Um 775.
Pianchi, König von Nap?ta, erobert Ägypten; doch wird es nach einiger Zeit wieder selbständig. Dauernde Eroberung 728 durch Schab?ka, König von Nap?ta, der die 25. Dynastie begründet. Sein zweiter Nachfolger Taharka tritt den Assyrern in Syrien entgegen.
Assurachiddin, König von Assur, erobert Ägypten und ernennt 22 Statthalter, meist ägyptische Gaufürsten; doch hat er, wie auch sein Nachfolger Assurbanipal, gegen den von Nap?ta zurückkehrenden Taharka und dessen Nachfolger Tantamôn um den Besitz des Landes zu kämpfen. Nach des letzteren Tode treten die ägyptischen Statthalter wieder in ihre Rechte.
Herstellung des Reiches. Psamêtik von Sais, einer der Statthalter, macht sich mit Hilfe karischer und ionischer Söldner unabhängig von Assyrien (S. 10), residiert zu Sais im Deltalande (26. Dynastie), öffnet das Land dem Fremdenverkehr (Syrer, Karer, Ionier). Unzufriedenheit im Stande der Krieger, ein Teil derselben wandert nach Nubien aus. Sein Sohn
610?594.
Neko (Necho) setzt den Bau des Kanals vom Timsah-See bis zum Roten Meere fort, ohne ihn zu vollenden, läßt durch phönikische Seeleute Afrika umfahren, versucht Syrien wiederzuerobern, wird aber 605 von den Babyloniern unter Nebukadnezar II. bei Garg?misch am Euphrat zurückgeschlagen. Sein Enkel Wahabrê (bei Herodot Apries) wird entthront von
570?526.
Ahmôse (Am?sis), dessen Regierung die letzte Glanzzeit Ägyptens ist. Freundschaft mit den Griechen von Kyr?ne und mit Polykr?tes von Samos; den ionischen Griechen wird die Ansiedlung in Naukr?tis gestattet. Tempelbauten in Sais und Memphis. Sein Sohn
Psamêtik III. wird in der Schlacht bei Pelusium von Kambyses besiegt. Ägypten persische Provinz.
§ 2. Babylonier und Assyrer.
Ebenso alt wie im Niltal ist die Kultur in der fruchtbaren Ebene am Unterlauf des Euphrat (Purat) und Tigris (Diglat), welche später nach ihrer Hauptstadt Babylonien hieß. Träger dieser bis ins fünfte Jahrtausend vor Chr. nachweisbaren Kultur sind die nichtsemitischen Sumerer, doch sind zu der Zeit, wo die geschichtlichen Nachrichten beginnen, schon semitische Stämme eingedrungen, zumal in Nord Babylonien, und haben sich die vorgefundene Kultur angeeignet.
Die Entwickelung von Gewerbtätigkeit und Handel führt frühzeitig zur Ausbildung eines genauen Gewichts- und Maßsystems, bei welchem die Zahl 60 der Einteilung zugrunde liegt (Sexagesimal-System); an die Beobachtung der Sterne knüpft sich genaue Zeitrechnung, doch auch der Aberglaube der Sterndeutung (Astrologie).
Religion: Von der Verehrung der leuchtenden Himmelskörper ausgehend bildet sich eine vielgestaltige Götterwelt. Oberster Gott Ellit, später Bêl genannt, Sohn des Himmelsgottes Anu; seine Gemahlin Belit. Andere Götter Samas, der Sonnengott, Sin, der Mondgott, Rammân, der Gott des Gewitters, Marduk, der Stadtgott von Babel, Nergal, Istar, Nabu. Hohes Ansehen der Priester, die wie in Ägypten zugleich Lehrer der Wissenschaft sind.
An der altbabylonischen Kultur nimmt teil das von zagrischen Völkern bewohnte Land Elam (Hauptstadt Susa am Choaspes) und allmählich auch das weiter nördlich am oberen Tigris gelegene Land Assur (Assyrien). Überall ist die Keilschrift im Gebrauch, mit Griffeln auf Tontafeln und Tonzylinder eingeritzt, später in vereinfachter Form von den Persern angenommen.[4]
Um 3000.
Stadtkönigtümer im Lande der Sumerer (Südbabylonien), gestützt auf alte Kultstätten: Ur, Eridu, Larsa, Lagas (Sirpurla), Nipur mit dem auf Terrassen hochgebauten Tempel des Ellit.
Im Norden Stadtkönigtümer der Semiten: Akkad, Sippara, Borsippa, Babel.

References: § 4

§ 5

§ 4

§ 6

§ 9

§ 2

§ 3

§ 4

§ 3

§ 8

§ 3

§ 4

§ 4

§ 7

§ 9

§ 10

§ 15

§ 1

§ 2