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Timestamp: 2019-08-20 06:17:42+00:00

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BGH, 11.03.2010 - IX ZR 104/08 - dejure.org
https://dejure.org/2010,590
BGH, 11.03.2010 - IX ZR 104/08 (https://dejure.org/2010,590)
BGH, Entscheidung vom 11.03.2010 - IX ZR 104/08 (https://dejure.org/2010,590)
BGH, Entscheidung vom 11. März 2010 - IX ZR 104/08 (https://dejure.org/2010,590)
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ZPO § 138 Abs. 3, § 256; BGB § 249 Abs. 2 Satz 1, § 251 Abs. 1; SGB VI § 187
§ 251 Abs 1 BGB, § 187 SGB 6, § 138 Abs 3 ZPO, § 256 ZPO
Haftung des Rechtsanwalts: Substanziierung des Bestreitens eines Schadens aus den von dem Rechtsanwalt geltend gemachten Ansprüchen auf Hausratsverteilung; Schadensersatz für den Verlust von Versorgungsausgleichsansprüchen auf Grund eines Scheidungsfolgenvergleichs
ZPO §§ 256, 138 Abs. 3; BGB§§ 249, 251; SGB VI § 187
Regressanspruch bei anwaltlicher Fehlberatung im Scheidungsverfahren
Pflicht eines Regressanwalts zur Begründung einer Wertminderung von Gegenständen bei Geltendmachung bezifferter Ansprüche seines Mandanten auf Hausratserteilung im vorausgegangenen Scheidungsverbundverfahren; Rentenansprüche eines Mandanten bei einem Verlust von Versorgungsausgleichsansprüchen nach Abschluss eines Vergleichs infolge einer pflichtwidrigen Beratung durch dessen Rechtsanwalt
Zum Schadensersatzanspruch des Mandanten, dessen Anwalt pflichtwidrig zum Abschluss eines Vergleichs geraten hat, der zu einem Verlust von Versorgungsausgleichsansprüchen geführt hat
Bestreiten bezifferter Ansprüche im Regressprozess nicht möglich
Die Haftung des Scheidungsanwalts
Unsubstantiiertes Bestreiten im Anwaltshaftungsprozess
Eingabe in der Suchmaske auf der nächsten Seite: Jahrgang 2010, Seite 125
brak-mitteilungen.de , S. 27 (Leitsatz und Entscheidungsbesprechung)
Unsubstantiiertes Bestreiten im Anwaltshaftungsprozess (RA Holger Grams; BRAK-Mitt. 3/2010, S. 125-126)
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 11.03.2010, Az.: IX ZR 104/08" von RA Rolf Schlünder, original erschienen in: FamRZ 2010, 807 - 808.
Kurznachricht zu "Haftungsfallen beim Abfindungsvergleich" von RiLG Dr. Jan Luckey, LL.M., original erschienen in: SVR 2012, 135 - 136.
LG Bielefeld, 29.08.2007 - 25 O 142/06
OLG Hamm, 21.05.2008 - 33 U 24/07
NJW 2010, 1357
MDR 2010, 926
FamRZ 2010, 728
FamRZ 2010, 807
VersR 2010, 946
WM 2010, 815
Ist - wie hier - Naturalrestitution (§ 249 BGB) nicht möglich, ist nach § 251 BGB die Differenz zwischen dem Wert des Vermögens, wie es sich ohne das schädigende Ereignis darstellen würde, und dem durch das schädigende Ereignis verminderten Wert zu ersetzen (vgl. BGH, Urt. v. 11.03.2010 - IX ZR 104/08, juris-Rn. 29).
Ein substantiiertes Vorbringen kann grundsätzlich nicht pauschal bestritten werden (BGH, Urteil vom 11. März 2010 - IX ZR 104/08, NJW 2010, 1357 Rn. 16 mwN).
Dies ist in der Regel der Fall, wenn sich die behaupteten Umstände in ihrem Wahrnehmungsbereich verwirklicht haben (siehe BGH…, Beschluss vom 25. März 2014 - VI ZR 271/13, NJW-RR 2014, 830 Rn. 7; Urteile vom 11. März 2010 - IX ZR 104/08, WM 2010, 815 Rn. 16;… vom 6. Juli 2007 - V ZR 128/06, juris Rn. 17; vom 7. Dezember 1998 - II ZR 266/97, BGHZ 140, 156, 158; vom 6. Oktober 1989 - V ZR 223/87, NJW-RR 1990, 78 unter II 3 b aa; vom 17. März 1987 - VI ZR 282/85, BGHZ 100, 190, 196; jeweils mwN).
bb) Soweit die Klägerin unter Berufung auf § 286 ZPO geltend macht, die Anmeldung durch Schreiben vom 13. Mai 2002 in unverjährter Zeit korrigiert zu haben, ist die Rüge bereits nicht ordnungsgemäß ausgeführt, weil die in Bezug genommene Anlage K 21 der Klagebegründung vom 21. Januar 2010 dieses Schreiben nicht enthält (vgl. BGH, Urteil vom 8. Juli 1954 - IV ZR 67/54, BGHZ 14, 205, 209 f; vom 11. März 2010 - IX ZR 104/08, WM 2010, 815 Rn. 19).
Die erklärungsbelastete Partei hat deshalb, wenn ihr Vortrag beachtlich sein soll, auf die substantiierten Behauptungen ihres Prozessgegners grundsätzlich substantiiert, also mit positiven Angaben, zu erwidern (BGH NJW 2010, 1357, 1358 Musielak, ZPO, 8. Aufl. 2011, § 138 Rn. 10;… Zöller-Greger a. a. O.).
Haftung des Stiftungsvorstands: Einwand der Mitverantwortlichkeit eines anderen …
Dies ist in der Regel der Fall, wenn sich die behaupteten Umstände in ihrem Wahrnehmungsbereich verwirklicht haben (BGH, Urteil vom 11. März 2010 - IX ZR 104/08, NJW 2010, 1357 Rn 16 mwN).
BGH, 14.07.2016 - IX ZR 291/14
Belehrungspflichten eines Rechtsanwalts bei Abschluss eines gerichtlichen …
Auch ein ausdrücklicher gerichtlicher Vergleichsvorschlag vermag den Rechtsanwalt nicht von seiner Verantwortung bei der Beratung der Partei zu entbinden (BGH, Urteil vom 11. März 2010 - IX ZR 104/08, WM 2010, 815 Rn. 8 mwN).
Der Anwalt hat von einem Vergleich abzuraten, wenn er für die von ihm vertretene Partei eine unangemessene Benachteiligung darstellt und insbesondere begründete Aussicht besteht, im Falle einer streitigen Entscheidung ein wesentlich günstigeres Ergebnis zu erzielen (BGH, Urteil vom 14. Januar 1993 - IX ZR 76/92, NJW 1993, 1325, 1328; vom 7. Dezember 1995 - IX ZR 238/94, NJW-RR 1996, 567, 568; vom 11. März 2010, aaO;… Vill in: G. Fischer/Vill/D. Fischer/Rinkler/Chab, Handbuch der Anwaltshaftung, 4. Aufl., § 2 Rn. 282).
Dies gilt in besonderem Maße wenn es sich - wie im Streitfall - um einen Abfindungsvergleich handelt (BGH NJW 2010, 1357; WM 2000, 1353).
Er hat von einem Vergleich abzuraten, wenn er für die von ihm vertretene Partei eine unangemessene Benachteiligung darstellt und insbesondere begründete Aussicht besteht, im Falle einer streitigen Entscheidung ein wesentlich günstigeres Ergebnis zu erzielen (BGH NJW 2010, 1357, NJW-RR 1996, 567, 568; NJW 1993, 1325, 1328).
Denn es ist nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass sich die Vermögenslage des Beklagten bei Durchführung des Rechtsstreits insgesamt günstiger entwickelt hätte, als dies bei Abschluss des Vergleichs der Fall gewesen wäre (vgl. BGH, NJW 2010, 1357).
Für die Verletzung von Beratungspflichten im Rahmen von Anwaltsverträgen besteht jedoch die Vermutung aufklärungsgemäßen Verhaltens (BGHZ 123, 311; NJW 2010, 1357).
Die Vermutung, dass der Mandant dem Vorschlag des Anwalts, von einem Vergleichsschluss abzusehen, gefolgt wäre, greift insbesondere ein, wenn die begründete Aussicht besteht, im Falle einer streitigen Entscheidung ein wesentlich günstigeres Ergebnis zu erzielen (BGH NJW 2010, 1357).
Zur Beurteilung, ob und in welcher Höhe in dem Vergleich ein Schaden liegt, sind die Vor- und Nachteile, welche die Vereinbarung mit sich gebracht hat, in den erforderlichen "Gesamtvermögensvergleich" einzustellen (BGH NJW 2005, 3275, 3276; NJW 2010, 1357 Rn. 14 ff.).
Aufgrund der von ihm gewonnenen Einblicke ist dem Beklagten vielmehr eine substantiierte Darstellung möglich und zumutbar (vgl. BGH, Urteil vom 11. März 2010 - IX ZR 104/08, WM 2010, 815 Rn. 16, 17).
Da ein Ausgleich des Schadens durch Zahlung des für die Begründung von Rentenanwartschaften in der entgangenen Höhe erforderlichen Betrags wegen der Unmöglichkeit der Naturalrestitution (§ 249 BGB) nicht in Betracht kommt, wird eine Geldentschädigung nach § 251 BGB geschuldet (vgl. BGH FamRZ 2010, 728-732 RN 25).
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References: § 138
 § 256
 § 249
 § 251
 § 187

§ 251
 § 187
 § 138
 § 256
 § 187
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 § 251
 § 286
 § 138
 § 2
 § 251
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