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Timestamp: 2020-01-18 08:54:35+00:00

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BGH, 07.07.2005 - III ZR 422/04 - dejure.org
https://dejure.org/2005,662
BGH, 07.07.2005 - III ZR 422/04 (https://dejure.org/2005,662)
BGH, Entscheidung vom 07.07.2005 - III ZR 422/04 (https://dejure.org/2005,662)
BGH, Entscheidung vom 07. Juli 2005 - III ZR 422/04 (https://dejure.org/2005,662)
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InsO § 47; BGB §§ 675; 676 f
InsO § 47; BGB § 675
Insolvenzrechtliche Aussonderung von irrtümlich auf Treuhandkonto eingezahlten Geldbeträgen
Berechtigung des Treugebers zur Aussonderung eines im Rahmen einer uneigennützigen (Verwaltungs-)Treuhand eingerichteten Sonderkontos in der Insolvenz des Treuhänders; Erforderlichkeit der Publizität des Treuhandkontos; Aussonderung von irrtümlich nach der Kündigung des ...
Keine Massezugehörigkeit der irrtümlich nach Kündigung des Treuhandvertrages auf ein Treuhandkonto geleisteten Geldbeträge
Aussonderung von Zahlungen auf Treuhandkonto nach Beendigung des Treuhandverhältnisses
InsO § 47; BGB §§ 675, 676
Zur Aussonderung von Geldbeträgen, die irrtümlich noch nach der Kündigung des Treuhandverhältnisses auf ein Treuhandkonto geleistet worden sind
InsO § 47; BGB § 675 § 676f
Aussonderung von nach Beendigung des Treuhandverhältnisses auf ein Treuhandkonto gezahlten Beträgen
Treuhandkonto: Aussonderung von Geldbeträgen
Keine Massezugehörigkeit der irrtümlich nach Kündigung des Treuhandvertrags auf ein Treuhandkonto geleisteten Geldbeträge
Aussonderung von Zahlungseingängen auf Treuhandkonten nach Kündigung des Treuhandverhältnisses
ARGE hat an Treuhandkonto Aussonderungsrecht! (IBR 2005, 539)
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 07.07.2005, Az.: III ZR 422/04" von RA/vBP Dr. Jürgen D. Spliedt, original erschienen in: DZWIR 2005, 473 - 474.
ZIP 2005, 1465
MDR 2006, 51
NZI 2005, 625
WM 2005, 1796
BauR 2005, 1769
Eine Aussonderungsbefugnis bezüglich eines Kontoguthabens kann nur dann entstanden sein, wenn es sich um ein ausschließlich zur Aufnahme von treuhänderisch gebundenen Fremdgeldern bestimmtes Konto handelt (…BGH, Urt. v. 16. Dezember 1970 - VIII ZR 36/69, NJW 1971, 559, 560; v. 8. Februar 1996 - IX ZR 151/95, WM 1996, 662;… Urt. v. 24. Juni 2003 - IX ZR 120/02, ZIP 2003, 1404, 1405; Urt. v. 7. Juli 2005 - III ZR 422/04, ZIP 2005, 1465, 1466).
BGH, 10.02.2011 - IX ZR 49/10
Notwendig ist lediglich, dass das Konto offen ausgewiesen oder sonst nachweisbar ausschließlich zur Aufnahme von treuhänderisch gebundenen Fremdgeldern bestimmt ist (BGH, Urteil vom 7. Juli 2005 - III ZR 422/04, ZIP 2005, 1465, 1466).
In diesem Fall erstreckt sich das Treuhandverhältnis auch auf von dritter Seite eingegangene Zahlungen, sofern die ihnen zugrunde liegenden Forderungen nicht in der Person des Treuhänders, sondern unmittelbar in der Person des Treugebers entstanden sind (BGH, Urteil vom 24. Juni 2003 - IX ZR 75/01, BGHZ 155, 227, 231; vom 7. Juli 2005, aaO).
bb) Zu einer Vermischung von Fremd- mit Eigengeld, die schon für sich genommen zum Erlöschen eines etwaigen Aussonderungsrechts an einem Kontoguthaben führt (vgl. BGH, Urteil vom 24. Juni 2003 - IX ZR 120/02, NZI 2003, 549, 550; vom 7. Juli 2005 - III ZR 422/04, ZIP 2005, 1465, 1466), ist es dadurch gekommen, dass die Schuldnerin nach den unangegriffenen Feststellungen des Berufungsgerichts Überweisungen von ihren Geschäftskonten auf die Einzahlungskonten vorgenommen hat.
Hierbei hat er nicht als Vertreter der Schuldnerin gehandelt, sondern in seiner Eigenschaft als (ehemaliger) Verwalter (vgl. zur gleich gelagerten Wertung für nach Beendigung eines Treuhandverhältnisses eingehende Zahlungen auf das fortgeführte Treuhandkonto, BGH, Urt. v. 7. Juli 2005 - III ZR 422/04, ZIP 2005, 1465, 1467).
Dies ist der Fall, wenn das Treuhandkonto die Beklagte zur Aussonderung berechtigte (…vgl. BGH, Urt. v. 8. Februar 1996 - IX ZR 151/95, WM 1996, 662; v. 24. Juni 2003 - IX ZR 120/02, WM 2003, 1641 f; v. 7. Juli 2005 - III ZR 422/04, WM 2005, 1796, 1797).
Die Beklagte hat auch nicht behauptet, dass sie das eingezogene Geld als Treugut aussonderungsfähig auf einem nachweisbar ausschließlich zur Aufnahme von treuhänderisch gebundenem Geld bestimmten Konto angelegt gehabt hätte (vgl. BGH, Urteil vom 7. Juli 2005 - III ZR 422/04, ZIP 2005, 1465, 1466;… vom 10. Februar 2011 - IX ZR 49/10, BGHZ 188, 317 Rn. 13).
cc) Hinsichtlich der eingezogenen Beträge war auch kein Treuhandverhältnis mit der Folge eines Aussonderungsrechtes vereinbart, was die Einrichtung eines Kontos der Schuldnerin erfordert hätte, das ausschließlich zur Aufnahme von treuhänderisch gebundenen Fremdgeldern bestimmt ist (…BGH, Urt. v. 16. Dezember 1970 - VIII ZR 36/69, NJW 1971, 559, 560; v. 8. Februar 1996 - IX ZR 151/95, WM 1996, 662; v. 24. Juni 2003 - IX ZR 120/02, ZIP 2003, 1404, 1405; v. 7. Juli 2005 - III ZR 422/04, ZIP 2005, 1465, 1466).
BAG, 19.07.2007 - 6 AZR 1087/06
Masseverbindlichkeit durch Verwertungsvereinbarung
Wegen der im Innenverhältnis auf Grund des Treuhandvertrages bestehenden Beschränkung der Rechtsmacht des Treuhänders ist der treuhänderisch übertragene Gegenstand jedoch sachlich und wirtschaftlich dem Vermögen des Treugebers zuzuordnen (BAG 24. September 2003 - 10 AZR 640/02 - BAGE 108, 1; 8. Juni 1999 - 3 AZR 136/98 -BAGE 92, 1; BGH 7. Juli 2005 - III ZR 422/04 - ZIP 2005, 1465; 5. März 1998 - IX ZR 265/97 - ZIP 1998, 655;… MünchKommInsO-Ganter § 47 Rn. 359, 369;… Nerlich/ Römermann/Andres § 47 InsO Rn. 37).
Dafür ist eine Publizität des Treuhandkontos wie bei einem Anderkonto nicht zwingend erforderlich (BGH 7. Juli 2005 - III ZR 422/04 - ZIP 2005, 1465; 8. Februar 1996 - IX ZR 151/95 - NJW 1996, 1543; 1. Juli 1993 - IX ZR 251/92 -NJW 1993, 2622; 25. Juni 1973 - II ZR 104/71 - BGHZ 61, 72).
In diesem Fall erstreckt sich das Treuhandverhältnis auch auf von dritter Seite eingegangene Zahlungen, sofern die ihnen zugrunde liegenden Forderungen nicht in der Person des Treuhänders, sondern unmittelbar in der Person des Treugebers entstanden sind (BGH 7. Juli 2005 - III ZR 422/04 - aaO; 24. Juni 2003 - IX ZR 75/01 - BGHZ 155, 227;… 1. Juli 1993 - IX ZR 251/92 - aaO).
Den Urteilsgründen ist nämlich zu entnehmen, dass die Gelder auf ein erst kurz zuvor eröffnetes Konto der W. überwiesen wurden und aufgrund des notariellen Vertrages hierfür auch eine eindeutige vertragliche Grundlage bestanden hat (vgl. BGH ZIP 2005, 1465, 1466;… Ganter in MüKo InsO 2001 § 47 Rdn. 354 ff.).
Die Urteilsgründe ergeben bisher weder, den Anlegern seien Treuhandkonten als Konten benannt worden, die einer Aussonderung durch die Treugeber unterlagen, weil sie der Kontoinhaber als Treuhänder zu dem Zweck errichtet hatte, dort ausschließlich treuhänderisch gebundene Fremdgelder gutschreiben zu lassen (vgl. BGH, Urteil vom 10. Februar 2011 - IX ZR 49/10, BGHZ 188, 317, 320; Urteil vom 7. Juli 2005 - III ZR 422/04, WM 2005, 1796, 1797;… Hadding/Häuser in Schimansky/ Bunte/Lwowski, Bankrechts-Handbuch, 4. Aufl., § 37 Rn. 2), noch teilen sie mit, welche Vorstellung die Anleger mit dem Begriff des Treuhandkontos verbanden.
In diesem Falle erstreckt sich das Treuhandverhältnis auch auf von dritter Seite eingegangene Zahlungen, sofern die ihnen zugrunde liegenden Forderungen nicht in der Person des Treugebers, sondern unmittelbar in der Person des Treugebers entstanden sind (so ausdrücklich: BGH, Urteil vom 07.07.2005 - III ZR 422/04 -ZIP 2005, 1465, m. w. N.).
3.2.2.1 Nach den oben dargestellten Rechtsgrundsätzen sowohl des Bundesarbeitsgerichts (BAG…, Urteil vom 24.09.2003, a. a. O.) wie auch des Bundesgerichtshofs (BGH, Urteil vom 07.07.2005, a. a. O.) erfordert das Vorliegen der Aussonderungslage nach § 47 InsO, dass eine unmittelbare Vermögensübertragung erfolgt ist oder aber das ein Treuhandkonto besteht, das als solches offen ausgewiesen oder sonst nachweisbar ausschließlich zur Aufnahme von treuhänderisch gebundenen Fremdgeldern bestimmt war.
BGH, 09.03.2006 - IX ZR 67/04
Voraussetzungen eines Aussonderrechts an einem Konto und einem Wechsel
OLG Dresden, 25.11.2008 - 8 U 1117/08
Bank- und Kreditsicherungsrecht; Zwangsvollstreckung und Insolvenz; …
LG Bonn, 25.08.2015 - 8 S 59/15
Veruntreuung muss bewiesen sein!

References: § 47
 § 47
 § 675
 § 47
 § 47
 § 675
 § 676
 BGH 
 BGH 
 § 47
 § 47
 BGH 
 § 47
 § 37
 § 47