Source: https://www.studentenwerk-magdeburg.de/finanzierung/bafog/abc/?Display_FAQ=12358
Timestamp: 2020-08-09 03:08:47+00:00

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BAföG-FAQs | Studentenwerk Magdeburg
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Home » Finanzierung » Mehr BAföG 2019/2020 » BAföG-FAQs
Die wichtigsten Fragen & Antworten zum BAföG haben wir nachfolgend zusammengestellt.
Bin ich während meines Studiums krankenversichert?
Studierende sind nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 SGB V bis zum Abschluss des 14 Fachsemesters, längstens jedoch bis zum Ende des Semesters, in dem das 30. Lebensjahr vollendet wird, in ihrer Krankenkasse pflichtversichert. Über diesen Zeitpunkt hinaus wird die Versicherungspflicht dann fortgeführt, wenn
die Art der Ausbildung
der Erwerb der Zugangsvoraussetzung in einer Ausbildungsstätte des Zweiten Bildungswegs
die Überschreitung der Altersgrenze oder eine längere Fachstudienzeit rechtfertigen.
Bei der Altersbegrenzung und der Auswahl der Verlängerungstatbestände hat sich der
Gesetzgeber an den Vorschriften des Bundesausbildungsförderungsgesetzes (BAföG)
orientiert (vgl. § 10 Abs. 3 BAföG). Die Weitergewährung von Leistungen nach dem BAföG über das 30. Lebensjahr hinaus führt jedoch nicht zwangsläufig zu einer Verlängerung der Versicherungspflicht.
Bei Vorliegen der oben genannten Verlängerungstatbestände kann weiterhin Versicherungspflicht bestehen. Ob die Versicherungspflicht als Student über das 14. Fachsemester oder über die Vollendung des 30. Lebensjahres hinaus gerechtfertigt ist, hat die Krankenkasse jeweils im Einzelfall festzustellen. Dabei ist zu bewerten, ob und inwieweit die vorgebrachten Gründe eine Verlängerung des Studiums unumgänglich gemacht haben.
Category: BAföG
Für wen ist das Studentenwerk Magdeburg zuständig?
Das Studentenwerk Magdeburg ist im Bereich der Ausbildungsförderung nur für die Studierenden an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, der Hochschule Magdeburg-Stendal, der Hochschule Harz sowie der Theologischen Hochschule Friedensau zuständig. Wir sind daher nicht zuständig für Schüler und Fachoberschüler, für Studierende an einem Kolleg oder Besucher von Fachschulen, Berufsfachschulen und -akademien. Hierfür sind jeweils die kommunalen BAföG-Ämter zuständig.
Gibt es eine Altersgrenze für die Förderung und sind Ausnahmen davon möglich?
Ausbildungsförderung wird nicht geleistet, wenn der Auszubildende bei Beginn des Studiums, für das er die Förderung beantragt, das 30. Lebensjahr und bei Masterstudiengängen das 35. Lebensjahrvollendet hat (§ 10 Abs. 3 BAföG). Ausnahmen sind möglich, wenn Auszubildende die Zugangsvoraussetzungen für das zu fördernde Studium
in einer Fachoberschulklasse, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung voraussetzt,
an einer Abendhauptschule,
an einer Berufsaufbauschule,
an einer Abendrealschule,
an einem Abendgymnasium,
an einem Kolleg oder durch.
durch eine Nichtschülerprüfung oder
eine Zugangsprüfung zu einer Hochschule erworben haben,
oder wenn Auszubildende
ohne Hochschulzugangsberechtigung auf Grund ihrer beruflichen Qualifikation an einer Hochschule eingeschrieben worden sind,
eine weitere Hochschulausbildung, die für die Aufnahme des angestrebten Berufs rechtlich erforderlich ist, aufnehmen,
eine weitere Ausbildung, deren Zugang erst durch die vorhergehenden Ausbildung eröffnet worden ist und die die vorhergehende Ausbildung fachlich in der selben Richtung selbständig weiterführt, absolvieren,
aus persönlichen oder familiären Gründen gehindert waren, das Studium rechtzeitig zu beginnen (dies ist insbesondere der Fall, wenn die Auszubildenden bei Erreichen der Altersgrenze bis zur Auffnahme des Studiums ein eigenes Kind unter zehn Jahren erzogen haben und deshalb höchstens 30 Wochenstunden im Monatsdurchschnitt erwerbstätig waren) oder
infolge einer einschneidenden Veränderung der persönlichen Verhältnisse bedürftig geworden sind und noch keine Ausbildung, die nach diesem Gesetz gefördert werden kann, berufsqualifizierend abgeschlossen haben.
Typische Fälle, in denen auch nach Überschreiten der Altersgrenze Ausbildungsförderung gewährt wird, sind:
Studenten die zunächst eine Lehre absolviert haben,dann für einige Jahre arbeiten gingen und sich später dazu entschlossen das Abitur und Studium nachzuholen (2. Bildungsweg)
Eltern die Ihren Berufs- und Ausbildungsweg für die Erziehung eines Kindes zunächst unterbrechen mussten, nun aber wieder die Zeit finden sich dem angestrebten Studium zu widmen
Studenten, die ihren ursprünglich erlernten Beruf nicht mehr ausüben können (z.B. Arbeitsunfall / Sportunfall mit anschließender Berufsunfähigkeit), wenn die erste Berufsausbildung nach dem BAföG nicht förderfähig war
Damit sie ihren Anspruch auf Ausbildungsförderung nicht wieder verlieren, müssen Studierende, sofern sie die Altersgrenze bereits überschritten haben, unverzüglich nach Erreichen der Zugangsvoraussetzungen, dem Wegfall der Hinderungsgründe oder dem Eintritt einer Bedürftigkeit infolge einschneidender Veränderungen Ihrer persönlichen Verhältnisse das zu fördernde Studium aufnehmen (§ 10 Abs.3 Satz 2 BAföG ).Hier soll aber auch nicht der Hinweis fehlen, dass die Altersgrenze lediglich für den Beginn des Studiums maßgeblich ist. Beginnt ein Studierender seine Ausbildung bevor er die Altersgrenze erreicht hat, wird ihm Ausbildungsförderung bis zum Ende seiner Regelstudienzeit (=Förderungshöchstdauer) gewährt, auch wenn er inzwischen die Altersgrenze überschritten haben sollte.
Ich möchte meinen Studiengang wechseln – bekomme ich trotzdem weiter BAföG?
Beim Fachrichtungswechsel sind viele Gesichtspunkte zu berücksichtigen. Es ist daher wichtig, sich hierzu beim BAföG-Amt beraten zu lassen und die entsprechenden Entscheidungen nicht auf die lange Bank zu schieben.
1. Jederzeit ist ein Fachrichtungswechsel aus unabweisbaren Grund förderrechtlich unschädlich; bis zum Ende des dritten Fachsemester ist auch das Vorliegen eines wichtigen Grundes ausreichend.
a) Ein wichtiger Grund liegt vor, wenn die Fortsetzung der bisherigen Ausbildung nach verständigem Urteil nicht mehr zugemutet werden kann (z.B. bei Neigungswandel oder festgestellten Eignungsmangel).
b) Kein wichtiger Grund liegt z.B. in der Verschlechterung des allgemeinen Arbeitsmarktes.
c) Unabweisbar ist ein Grund, wenn dieser eine Weiterverfolgung des bisher angestrebten Berufszieles nicht zulässt oder sinnlos macht (z.B. unfallbedingte Behinderung eines Sportstudenten)
d) Ein unabweisbarer Grund liegt nicht vor, wenn der Auszubildende eine Zwischen- oder Abschlussprüfung endgültig nicht besteht.
2. Der Fachrichtungswechsel aus wichtigem Grund muss spätestens vor Beginn des vierten Fachsemesterserfolgt sein. Die Rechtsprechung hierzu ist sehr streng. Mit Beginn des vierten Fachsemesters wird ein Fachrichtungswechsel aus wichtigem Grund förderrechtlich nicht mehr anerkannt. Allerdings wird bei der Bestimmung der maßgeblichen Fachsemester die Zahl Semester abgezogen, die nach Entscheidung der Hochschule aus der ursprünglich betriebenen Fachrichtung auf den neuen Studiengang angerechnet werden.
Bsp.: Ein Auszubildender stellt am Ende des fünften Fachsemesters in der Studienrichtung Volkswirtschaftslehre fest, dass ihn betriebswirtschaftliche Inhalte mehr interessieren. Er wechselt deshalb in die Fachrichtung Betriebswirtschaftslehre. Die Hochschule erkennt Leistungen von zwei Fachsemestern an. Damit weist der Student drei „Verlustsemester“ auf. Der Fachrichtungswechsel aus wichtigem Grund erfolgte damit förderrechtlich gerade noch rechtzeitig.
3. Kein Fachrichtungswechsel sondern eine förderungsunschädliche Schwerpunktverlagerung liegt vor, wenn entweder alle Semester der ursprünglich betriebenen Fachrichtung auf den neuen Studiengang angerechnet werden oder die Studienordnungen der ursprünglich betriebenen Fachrichtung und des neuen Studienganges, bis zu dem Semester in dem der Wechsel erfolgt, identisch sind. Eine Schwerpunktverlagerung kann auch nach dem 4. Fachsemester erfolgen.
4. Ein Hochschulwechsel und kein Fachrichtungswechsel liegt immer dann vor, wenn ein Auszubildender in der selben Studienrichtung
von einer Universität zu einer anderen Universität,
von einer Fachhochschule zu einer anderen Fachhochschule,
von einer Universität zu einer Fachhochschule oder
von einer Fachhochschule zur Universität wechselt.
Wegen der Fortsetzung des ursprünglichen Studienganges werden beim blossen Hochschulwechsel – selbst wenn sich die jeweiligen Studien- und Prüfungsordnungen unterscheiden – die Fachsemester weitergezählt. Das hat zur Folge, dass es beim ursprünglichen Vorlagezeitpunkt für den Leistungsnachweis bleibt und sich die Förderungshöchstdauer nicht verlängert.
5. Ein Fachrichtungswechsel aus unabweisbaren Grund ist förderrechtlich immer unschädlich. D.h. für jede Ausbildung, in die aus einem entsprechenden Grund gewechselt wird, ist bis zum Erreichen der neuen Förderungshöchsterdauer Regelförderung (also Darlehn und Zuschuss) zu gewähren.
Schließlich ist auch der erste Fachrichtungswechsel aus wichtigem Grund förderrechtlich vollkommen unschädlich, d.h. auch für das zweite Studium wird bis an das Ende der neuen Förderungshöchstdauer Regelförderung gewährt. Erst beim zweiten Fachrichtungswechsel aus wichtigem Grund wird die Anzahl der Verlustsemester aus dem zweiten abgebrochenem Studium am Ende der dritten Ausbildung als Bankdarlehn gewährt.
Bsp.: wie oben – der Auszubildende erhielte auch bis zum Ablauf der neuen Regelstudienzeit (=Förderungshöchstdauer) für sein Studium der Betriebswirtschaftslehre Regelförderung. Nach zwei Semester in der neuen Fachrichtung muss er allerdings feststellen, dass er für betriebswirtschaftliche Fächer überhaupt nicht geeignet ist. Er wechselt daher diesmal – ohne Anrechnung von Leistungen – in die Fachrichtung Soziale Arbeit. Förderungsrechtlich ist dieser Fachrichtungswechsel zulässig, so dass er auch auch für diese Ausbildung Förderung erhält. Allerdings bekommt er für die beiden letzten Semester seiner dritten angefangenen Ausbildung (=Anzahl der Verlustsemester aus der zweiten Ausbildung) keine Regelförderung sondern nur BAföG-Bankdarlehn.
Ich möchte neben dem Studium arbeiten. Welche Freibeträge gelten für mein Einkommen?
Freibetrag für Einkommen des Studenten bzw. der Studentin:
Freibetrag Für Nebeneinkünfte (kein Pflichtpraktikum) 450,- €
weiterer Freibetrag für Eure Nebeneinkünfte wenn Ihr ein Kind habt (für jedes Kind)1 520,- €
Freibetrag für leistungs -und begabungsbezogene Stipendien (je Monat) 300,- €
Freibtrag für anderweitige Stipendien, z.B. Begabtenförderungswerke, (je Monat) 0,- €
1 abzüglich etwaiger Unterhaltsleistungen des Vater/der Mutter
Freibetrag als Übungsleiter bzw. für das Ehrenamt:
Freibetrag als Übungsleiter (je Monat) 200,- €
Freibetrag für das Ehrenamt (je Monat) 60,- €
In welchen Fällen ist eine elternunabhängige Förderung möglich?
Grundsätzlich wird die staatliche Ausbildungsförderung auch in Abhängigkeit vom Einkommen der Eltern gewährt. Nur wenn besondere Voraussetzungen vorliegen, erfolgt die Förderung ausnahmsweise elternunabhängig, d.h. die Einkommenssituation der Eltern ist für die Entscheidung über die Höhe des Förderanspruchs nicht mehr maßgeblich. Ob der jeweilige Auszubildende elternunabhängig zu fördern ist, wird anhand des bei der ersten Antragstellung eingereichten Lebenslaufes immer von Amtswegen geprüft. Ein besonderer Antrag auf elternunabhängige Förderung ist daher nicht notwendig.
Elternunabhängige Förderung kommt nur in den Fällen in Betracht (§ 11 Abs. 3 BAföG), in denen der Auszubildende:
erst nach Vollendung seines 30. Lebensjahres mit dem Studium begonnen hat,
nach seinem 18. Lebensjahr und bis zum Beginn des zu fördernden Studiums insgesamt fünf Jahre erwerbstätig war (die Zeiten der Erwerbstätigkeit müssen dabei nicht zusammenhängen, sie können sich auch aus mehreren Teilzeiträumen ergeben) oder
nach mindestens dreijähriger Ausbildung drei Jahre erwerbstätig oder bei kürzerer Ausbildungszeit entsprechend länger erwerbstätig war, so dass sich ein mindestens sechsjähriger Zeitraum ergibt.
Als Zeiten der Erwerbstätigkeit zählen im Übrigen auch Zeiten des Wehrdienstes, des Wehrersatzdienstes sowie des Bezuges von Arbeitslosengeld I. Darüber hinaus werden als Zeiten der Erwerbstätigkeit allerdings nur solche Zeiten berücksichtigt, in denen der Auszubildende seinen Unterhalt aus den jeweils erzielten Einkommen selbst decken konnte. Zeiten einer Nebentätigkeit bzw. geringfügigen Beschäftigung sind daher regelmäßig nicht ausreichend, um sie als Anwartschaftszeit zu berücksichtigen. Auch hierzu erhalten Sie bei Ihrem BAföG-Amt nähere Auskünfte.
Ist eine BAföG-Förderung auch bei einem Auslandsaufenthalt möglich?
Studierende mit ständigem Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland können Förderung nach dem BAföG auch für einen fachorientierten Studienaufenthalt im Ausland oder ein entsprechendes Praktikum erhalten.
Eine frühzeitige Planung des Auslandsaufenthalts ist notwendig. Die Anträge sollten spätestens 6 Monate vor Beginn des Auslandsaufenthalts bei dem zuständigen Auslandsamt eingereicht werden, damit eine zeitnahe Auszahlung der Förderungsbeträge gewährleistet ist. Vergewissern Sie sich, dass der Antrag vollständig vorliegt.
Zunächst ist aber eine frühzeitige Planung des Auslandsaufenthalts notwendig. Es ist daher empfehlenswert, bereits im Vorfeld einen sog. Antrag auf Vorabentscheid zu stellen, damit Sie wissen, ob Sie überhaupt einen Anspruch auf Auslandsförderung haben.
2. Auslandsstudium in EU-Mitgliedstaaten
Für ein Studium in einem EU-Mitgliedstaat oder der Schweiz wird inzwischen Ausbildungsförderung vom Studienbeginn bis zum Erwerb des ausländischen Ausbildungsabschlusses geleistet. Studierende können ihre Ausbildung auch in mehreren Ländern der EU fortsetzen und in einem Land der EU bzw. der Schweiz beenden. Die Förderungshöchstdauer entspricht jeweils der in der dortigen Studienordnung festgelegten Ausbildungsdauer.
Der Auszubildende kann aber auch nach Deutschland zurückkehren und seinen Abschluss im Inland erwerben. In diesem Fall gilt wieder die Förderungshöchstdauer entsprechend der in der Studien- und Prüfungsordnung festgelegten Regelstudienzeit.
3. Auslandsstudium außerhalb der EU-Mitgliedstaaten
Für Auslandsstudien außerhalb der EU-Mitgliedstaaten gilt: Nach dem ersten Studienjahr im Inland kann die Ausbildung (i.d.R. für einen einzigen zusammenhängenden Zeitraum) bis zu einem Jahr, und wenn der weitere studienbezogene Auslandsaufenthalt für die Ausbildung von besonderer Bedeutung ist, insgesamt bis zu 5 Semestern gefördert werden.
4. Mindestdauer
Die Ausbildung im Ausland muss mindestens ein Semester bzw. mindestens 12 Wochen bei Praktikum oder Studium im Rahmen einer Hochschulkooperation dauern.
Die Leistungen bei einem Studium oder Praktikum im Ausland umfassen zusätzlich zur Inlandsförderung (Zuschuss/Darlehen) Auslandszuschläge (nur außerhalb der EU/Schweiz), nachweisbar notwendige Studiengebühren (bis zu 4.600 Euro pro Studienjahr), Reisekosten sowie Kosten der Krankenversicherung.
6. BAföG-Antrag
Einfach die BAföG-Förderung, die man im Inland erhält, mit ins Ausland zu nehmen, geht allerdings nicht.
Für die Förderung von Auslandsstudien und -praktika sind nur spezielle Auslandsämter zuständig, bei denen unbedingt alle Anträge bezüglich des Auslandsaufenthaltes zu stellen sind. Das jeweilige Auslandsamt ist dabei für alle Auszubildenden zuständig die ihre Ausbildung in der dem Amt zugewiesenen Region absolvieren. Diese Ämter erteilen auch umfassend Auskunft zur Ausbildungsförderung im Ausland.
7. Weitere Förderungsmöglichkeiten
Besteht im Rahmen des BAföG kein Anspruch auf Förderung des Auslandsaufenthalts, können Informationen über die Vergabe von Stipendien an deutsche und ausländische Studierende beim Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD, www.daad.de), Kennedyallee 50, 53175 Bonn, und bei den Akademischen Auslandsämtern der Hochschulen (www.hochschulkompass.hrk.de unter „Hochschulen“) angefordert werden.
Weitere Informationen gibt es beim Bundesministerium für Bildung und Forschung, 53170 Bonn, www.bafoeg.bmbf.de) oder unter www.bildungskredit.de.
Ist eine Förderung auch für eine Zweitausbildung möglich?
Grundsätzlich wird im Rahmen der staatlichen Ausbildungsförderung nur eine zumindest dreijährige Ausbildung bis zu einem berufsqualifizierenden Abschluss gefördert (sogenannter Grundanspruch nach § 7 Abs. 1 BAföG). Daher erlischt der Anspruch auf Ausbildungsförderung meist, wenn sie eine bereits dreijährige Erstausbildung, die nach dem BAföG förderfähig war, erfolgreich abgeschlossen haben.
Für eine einzige weitere Ausbildung wird danach ausnahmsweise nochmals Ausbildungsförderung bis zu einem berufsqualifizierenden Abschluss geleistet, wenn
die zweite Ausbildung eine Hochschulausbildung oder eine dieser nach Landesrecht gleichgestellte Ausbildung insoweit ergänzt, als dies für die Aufnahme des angestrebten Berufs rechtlich erforderlich ist,
im Zusammenhang mit der vorhergehenden Ausbildung der Zugang zur zweiten Ausbildung eröffnet worden ist, sie in sich selbständig ist und in derselben Richtung fachlich weiterführt,
wenn der Auszubildende
eine Fachoberschulklasse, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung voraussetzt, eine Abendhauptschule, eine Berufsaufbauschule, eine Abendrealschule, ein Abendgymnasium oder ein Kolleg besucht oder
die Zugangsvoraussetzungen für die zu fördernde weitere Ausbildung an einer der in Buchstabe a genannten Ausbildungsstätten erworben hat, auch durch eine Nichtschülerprüfung oder eine Zugangsprüfung zu einer Hochschule, oder
der Auszubildende als erste berufsbildende eine zumindest dreijährige Ausbildung an einer Berufsfachschule oder in einer Fachschulklasse, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung nicht voraussetzt, abgeschlossen hat.
Im Übrigen wird Ausbildungsförderung für eine einzige weitere Ausbildung nur geleistet, wenn die besonderen Umstände des Einzelfalles, insbesondere das angestrebte Ausbildungsziel, dies erfordern.
Kann ich bei geplanten Änderungen meines Studiums bereits vorab prüfen, ob ich trotzdem BAföG bekommen werde?
Immer wieder müssen wir feststellen, dass in Bereichen wie der Förderung von Aufbau- und Ergänzungsstudiengänge, bei Fachrichtungswechseln oder bei Überschreiten der nach dem BAföG maßgeblichen Altersgrenze, die Zahl der Enttäuschten über einen entsprechenden Ablehnungsbescheid gestiegen ist. Vielfach wurde bereits ein Studium aufgenommen, eine weitere Ausbildung begonnen oder die Fachrichtung gewechselt, ehe man sich mit Fragen der Finanzierung des Studiums beschäftigt hatte; es wurde vielfach einfach vorausgesetzt, gefördert zu werden bzw. weiterhin förderungsberechtigt zu sein.
Gerade für die Klärung solcher Probleme – quasi vorab – hat der Gesetzgeber die Möglichkeit einer Prüfung im Vorabverfahren (§ 46 Abs. 5 BAföG) geschaffen. Mit dieser Prüfung wird dem Wunsch des Auszubildenden Rechnung getragen, bei der oft aufwendigen Vorbereitung eines Ausbildungsvorhaben, die förderungsrechtlichen Aspekte hierfür gesichert überblicken zu können.
Auf Antrag hat das Amt für Ausbildungsförderung nach zu entscheiden, ob dem Grunde die Förderungsvoraussetzungen für eine nach Fachrichtung und Ausbildungsstätte bestimmt bezeichnete
Ausbildung im Ausland nach § 5 Abs. 2, 3 und 5
weitere Ausbildung nach § 7 Abs.2
andere Ausbildung nach § 7 Abs. 3
Ausbildung nach Überschreitung der Altersgrenze nach § 10 Abs. 3
vorliegen. Die Entscheidung nach den Nummern 2 und 4 ist für den ganzen Ausbildungsabschnitt zu treffen. Das Amt ist an die Entscheidung nicht mehr gebunden, wenn der Auszubildende die Ausbildung nicht innerhalb eines Jahres nach Antragstellung beginnt.
Mit einer Entscheidung im Vorabverfahren kann daher grundsätzlich darüber entschieden werden, ob der geplante Ausbildungsabschnitt überhaupt förderfähig ist.
Allerdings kann im Vorabverfahren nicht geklärt werden, in welcher Höhe BAföG geleistet wird, und ob dieser Förderung ggf. elternunabhängig erfolgen kann. Zu diesen Fragen sollten Sie ein Gespräch mit Ihrer zuständigen Sachbearbeiterin suchen.
Der Vorteil des Vorabverfahrens liegt daher für Sie in der – zumindest für 1 Jahr – verbindlichen Auskunft über einen Anspruch dem Grunde nach. Negative Folgen vorschneller Entscheidungen – z. B. ein bereits durchgeführter Umzug etc. – können somit vermieden werden.
Nutzen Sie daher die Möglichkeit des Vorabverfahrens.
Wer volljährig ist und eine eigene Wohnung hat, muss den Rundfunkbeitrag zahlen. Studierende, die bis Ende 2012 Rundfunkgebühren gezahlt haben, wurden automatisch auf den Rundfunkbeitrag von 17,98 Euro umgestellt. Alle anderen müssen sich anmelden.
Studierende, die BAföG erhalten, können sich auf Antrag befreien lassen. Die genauen Bestimmungen finden Sie hier. Die Befreiung von der Beitragspflicht beginnt mit dem Monat der Antragstellung, soweit ab diesem Monat auch ein Anspruch auf BAföG bestand. Studierende können deshalb bereits vorsorglich einen Antrag auf Befreiung von den Rundfunkgebühren stellen, auch wenn ihnen noch nicht ein aktueller BAföG-Bescheid vorliegt. Liegt dem Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio ein vorsorglicher Befreiungsantrag vor, kann der Nachweis (BAföG-Bescheid) für die Befreiung nachgereicht werden, ohne dass dem Antragsteller hieraus ein Nachteil entsteht.
Studierende, die in einer WG leben, müssen nicht mehr wie früher einzeln für ihre Rundfunkgeräte zahlen. Nun gilt: Pro Wohnung ist nur einmal der Rundfunkbeitrag in Höhe von 17,98 Euro monatlich zu zahlen – unabhängig davon, wie viele Rundfunkgeräte vorhanden sind und wie viele Personen zusammenleben.
Ein volljähriger Bewohner der Wohngemeinschaft muss angemeldet sein und den Rundfunkbeitrag für die gemeinsame Wohnung zahlen. Alle anderen Bewohner, die bisher noch angemeldet sind, können sich dann abmelden. Das gilt auch, wenn Studierende bei den Eltern wohnen, sofern die Eltern den Rundfunkbeitrag zahlen.
Der Beitrag für die Wohnung deckt auch die privaten Autos aller Bewohner ab.
Für Studierende, die in Wohnheimen wohnen, gelten gesonderte Regelungen:
Zimmer in Studentenwohnheimen gelten als Wohnung. Demnach ist für jedes Wohnheimzimmer der volle Rundfunkbeitrag von 17,98 pro Monat zu zahlen. Die Regelung gilt dann, wenn die Zimmer von einem allgemein zugänglichen Flur abgehen – unabhängig davon, ob sie über ein eigenes Bad oder eine Küche verfügen.
Sind die Räumlichkeiten eines Studentenwohnheims so gestaltet, dass sie denen einer privaten Wohnung bzw. Wohngemeinschaft ähneln, ist jeweils nur ein Beitrag pro Wohnung zu zahlen. Dies gilt dann, wenn die Zimmer durch eine eigene Wohnungstür von einem allgemein zugänglichen Flur oder Treppenhaus abgetrennt sind, zu der nur die Bewohner der WG einen Schlüssel haben.
Kann ich zusätzlich zum BAföG Wohngeld beantragen?
Wohngeld können Studierende beantragen, wenn ihnen dem Grunde nach kein Bafög zusteht, z.B. nach dem Überschreiten der Förderungshöchstdauer. Außerdem kann bei alleinerziehenden Studierenden oder wenn die Ausbildungsförderung komplett als Darlehen gewährt wird, ausnahmsweise auch neben dem BAföG Wohngeld gezahlt werden. Die Höhe des Wohngelds richtet sich nach dem Einkommen, der Familiengröße und der Miete. Wichtig ist, das ein realistisches Einkommen nachgewiesen wird. Sonst wird kein Wohngeld bewilligt. Mitglieder von Wohngemeinschaften müssen außerdem glaubhaft versichern, das sie getrennt wirtschaften.
Mein Einkommen hat sich verändert. Wie ist eine Aktualisierung meines Antrages möglich?
Für die Anrechnung des Einkommens der Eltern bzw. des/der Ehegatten/in des Auszubildenden sind grundsätzlich die Einkommensverhältnisse im vorletzten Kalenderjahr vor Beginn des Bewilligungszeitraums (BWZ) maßgebend. Stellen Sie im Jahr 2012 einen Antrag auf Ausbildungsförderung, so sind die Einkommensverhältnisse aus dem Jahr 2010 maßgebend.
Was ist aber zu tun, wenn das Einkommen z.B. aufgrund von Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit, Krankheit oder Renteneintritt gegenüber dem zunächst maßgeblichen Jahr inzwischen gesunken ist? In einem solchen Fall kann ein Aktualisierungsantrag gemäß § 24 Abs. 3 BAföG helfen. Danach wird eine Vergleichsberechnung anhand des voraussichtlichen Einkommens im Bewilligungszeitraum vorgenommen. Erhöht sich danach der monatliche Förderbetrag um mindestens 10,00 EUR wird der Aktualisierung stattgegeben und die Förderung erfolgt anhand der prognostizierten Einkommensverhältnisse im Bewilligungszeitraum.
Auf einige Besonderheiten des Aktualisierungsverfahrens ist jedoch unbedingt hinzuweisen:
Die aufgrund einer Aktualisierung bewilligten Fördermittel dürfen jedoch nur unter dem Vorbehalt der Rückforderung geleistet werden. Sobald sich das tatsächlich erzielte Einkommen im Bewilligungszeitraum abschließend ermitteln lässt, wird der Vorbehalt nochmals überprüft. Ist danach das Einkommen im Bewilligungszeitraum doch höher als ursprünglich angenommen, müssen die zuviel gezahlten Leistungen vom Antragsteller zurückgezahlt werden. Um solche Überzahlungen zu vermeiden, ist es besonders wichtig alle nach einer erfolgreichen Einkommensaktualisierung eintretenden Einkommensänderungen dem BAföG-Amt sofort mitzuteilen.
Ein Aktualisierungsantrag kann auch nur bis zum Ende des jeweils laufenden Bewilligungszeitraums gestellt werden. Wird ein Antrag für zurückliegende Zeiträume gestellt, ist eine Aktualisierung nicht mehr möglich. Sie sollten außerdem bedenken, dass ein einmal gestellter Aktualisierungsantrag nicht mehr zurückgenommen werden kann, wenn ihm bereits stattgegeben wurde. Lassen Sie sich daher zur Aktualisierung in jedem Fall von uns umfassend und kompetent beraten.
Muss ich Leistungsnachweise vorlegen, um BAföG zu erhalten?
Während der ersten vier Fachsemester wird die Förderung gewährt, ohne dass Studierende ihre laufenden Prüfungsleistungen bei uns im Amt nachweisen müssen. Spätestens ab dem 5.Fachsemester geht es ohne einen Leistungsnachweis aber nicht weiter.
Es gibt 3 Arten von Leistungsnachweisen
Den Notenspiegel (ECTS Nachweis) mit Stempel und Unterschrift eines Mitarbeiters des Prüfungsamtes
Das Formblatt 5 (Bescheinigung der Hochschule über den geordneten Verlauf der Ausbildung) mit Stempel und Unterschrift eines dazu berechtigten Mitgliedes des Prüfungsausschusses
Zeugnis über die bestandene Zwischenprüfung (z.B. das Physikum in Humanmedizin)
Der Notenspiegel hat den Vorteil, dass er schneller zu organisieren ist. Der Ausdruck ist individuell kein Problem, die benötigten Credits hat jede Fakultät festgelegt und auch eine Unterschrift ist im Prüfungsamt schnell eingeholt. Das Formblatt 5 ist aufwändiger, hat aber den Vorteil, dass gerade Einzelfälle durch die Fakultät ggf. besser berücksichtigt werden können. Gerade bei Sonderentscheidungen (oder wenn z.B: keine CP für ein Semester festgelegt wurden) ist also das Formblatt 5 zu empfehlen.
Vorlagezeitraum
Der Leistungsnachweis kann schon ab dem Ende des dritten Fachsemesters vorgelegt werden. Dies macht vor allem dann Sinn, wenn man die meisten Studienleistungen erbracht hat und der Studiengang auch die notwendigen Credit Points (CP) für das positive 3.Fachsemester festgelegt hat. Spätestens zum Beginn des fünften Fachsemester muss der Leistungsnachweis dann eingereicht werden. Die allerletzte Frist (ohne Ausnahme!) für den Leistungsnachweis am Ende des 4:Fachsemesters verstreicht genau 4 Monate später!
Danach springt die Leistungsnachweispflicht ein Semester weiter und es kann dann nur noch das 5.Fachsemester vorgelegt werden. Die Förderung für diesen Zwischenzeitraum (Ende des 4.Fachsemester bis Ende 5.Fachsemester) ist verloren.
Für alle Studierenden, die ihren Förderantrag fristgerecht für das WS 2017/2018 abgegeben haben und den Leistungsnachweis noch einreichen müssen, gilt eine Vorlagefrist bis zum 31.01.2018 (außer Hochschule Harz: 31.12.2017). Spätestens bis zu diesem Zeitraum muss ein positiver Leistungsnachweis vorgelegt werden, damit rückwirkend ab dem Monat Ihrer Antragstellung Förderung gewährt werden kann. Der Nachweis muss Ihren Leistungsstand zum Ende des SS 2017 bescheinigen. D.h. es dürfen nur solche Leistungen berücksichtigt werden, die Sie auch bis zum Ende des Sommersemesters tatsächlich erbracht haben.
Verantwortlichkeit für den Inhalt des Leistungsnachweises
In allen Fällen entscheiden allein die Fachbereiche darüber, was den üblichen Leistungen des jeweiligen Fachsemesters entspricht; lediglich die Art des Nachweises gegenüber dem BAföG-Amt unterscheidet sich. Informieren Sie sich daher bitte frühzeitig bei Ihrem Prüfungsamt über den Umfang der Leistungen bzw. die Anzahl der Creditpoints, die es rechtzeitig zu erbringen gilt.
Verschiebung des Leistungsnachweises
Sollten Sie den geforderten Leistungsstand nicht erreicht haben, kann es ausnahmsweise möglich sein, den Termin zur Vorlage des Eignungsnachweises zu verschieben. Dies kann der Fall sein, wenn einer der folgenden Gründe für die Studienverzögerung ursächlich ist:
schwerwiegende Gründe (Krankheit, Gründe die in der Hochschulorganisation liegen und nicht durch den Studenten herbeigeführt wurden),
Ausbildung im Ausland,
Gremientätigkeit oder
eine Schwangerschaft oder die Pflege und Erziehung eines Kindes bis zu zehn Jahren oder eine Behinderung.
Darüber hinaus kann auch das erstmalige Nichtbestehen einer Zwischenprüfung, die Voraussetzung für die Weiterführung der Ausbildung ist (etwa im Medizinstudium das Physikum), einen schwerwiegenden Grund darstellen. (Anmerkung für den Studiengang Humanmedizin Die Nichtzulassung zum Physikum wurde dem Grund „Nichtbestehen“ gleichgesetzt. In beiden Konstellationen kommt eine Verschiebung des Leistungsnachweises in Betracht. Nichtbestehen kann allerdings nach der Nichtzulassung nicht noch einmal geltend gemacht werden!)
Folge des negativen Leistungsnachweises
Wenn einer der genannten Gründe nicht vorliegt, wird als Folge die Förderung unterbrochen, bis der Leistungsrückstand nachweislich aufgeholt wurde. Wenden Sie sich daher bei Problemen rund um den Leistungsnachweis frühzeitig an Ihr BAföG-Amt.
Sollte eine „Rückkehr in das BAföG“ nicht mehr möglich sein, haben wir dennoch einige Möglichkeiten über eine alternative Studienfinanzierung, mit Ihnen das Studienende zu erreichen. Lassen Sie sich von uns zu anderen Möglichkeiten der Studienfinanzierung (KfW Studienkredit) beraten lassen. In vielen Fällen kommt dann eine ergänzende Bezuschussung über das Wohngeldamt in Betracht.
Wann muss ich wieviel vom erhaltenen BAföG zurückzahlen?
Die Förderung erfolgt je zur Hälfte als nicht rückzahlbarer Zuschuss und zur anderen Hälfte als nichtverzinsliches Darlehen. Fünf Jahre nach dem Ablauf der Förderungshöchstdauer ist dieses Darlehen mit monatlichen Raten von mindestens 105,00 € zurückzuzahlen. Die Rückzahlung ist dabei auf einen Betrag von 10.000 € je Ausbildungsabschnitt begrenzt!
Das Bundesverwaltungsamt (BVA) in 50728 Köln zieht zentral das BAföG-Darlehen ein.
Was kann ich tun, wenn meine Eltern den im BAföG-Bescheid errechneten Unterhalt verweigern ?
Hier bietet das Bundesausbildungsförderungsgesetz die Möglichkeit des Vorausleistungsverfahrens nach § 36 BAföG. Als Vorausleistung wird die Förderung gemäß § 36 BAföG deshalb bezeichnet, weil die Förderung anstelle des Beitrages des unterhaltspflichtigen Elternteils erfolgt.
Zunächst ist ein Antrag (Formblatt 8) auszufüllen und beim BAföG-Amt abzugeben. Vor der Entscheidung über den Antrag werden die Eltern angehört. Während der Anhörung werden die Eltern gefragt, ob sie sich tatsächlich weigern, Unterhaltsleistungen zu erbringen, und sie werden über die weiteren Folgen einer Weigerung aufgeklärt. Als Unterhaltsleistungen können neben dem Anrechnungsbetrag auch Sachleistungen in Gestalt von Unterkunft, Kleidern, Verpflegung und Taschengeld geleistet werden. Es wird dann geprüft, ob die Förderung unabhängig von den wirtschaftlichen Verhältnissen der Eltern (familienunabhängig) zu leisten ist oder ob der Anspruch des Studierenden auf Unterhalt gegen seine Eltern auf das Bundesland gem. § 37 BAföG übergeht und auf dem Zivilrechtsweg gegen sie geltend gemacht wird.
Auch in diesen Fällen sollten Sie unbedingt die fachkundige Beratung durch die Mitarbeiter des BAföG-Amtes suchen.
Welche Daten von mit werden gespeichert und verarbeitet, wenn ich BAföG beantrage?
Folgende Informationen teilen wir Ihnen gemäß unserer aus Art. 13 der Datenschutz-Grundverordnung (Verordnung (EU) 2016/679) resultierenden Verpflichtung im Rahmen der Erhebung Ihrer personenbezogenen Daten mit:
Zu Art. 13 Abs. 1 a) und b):
Die zuständige Stelle für die Erhebung der Daten im Rahmen der Beantragung von Ausbildungsförderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) ist das für den Auszubildenden zuständige Amt für Ausbildungsförderung. Dieses ist Verantwortlicher im Sinne des Art. 13 Datenschutz-Grundverordnung. Die Kontaktdaten des für das Studentenwerk Magdeburg – Amt für Ausbildungsförderung – zuständigen Datenschutzbeauftragten sind:
Gr. Klosterstr. 7
info@sv-herberg.de
Zu Art. 13 Abs. 1 c):
Die Erhebung der personenbezogenen Daten ist notwendig, um über den Förderungsantrag nach dem BAföG entscheiden zu können (§ 46 Abs. 3 BAföG i. V. m. § 60 Erstes Buch Sozialgesetzbuch).
Zu Art. 13 Abs. 1 e):
Die personenbezogenen Daten werden folgendermaßen weiterverarbeitet und an weitere zuständige Stellen übermittelt:
Die erhobenen personenbezogenen Daten der antragstellenden Person sowie der an der Antragstellung ggf. mitwirkenden Eltern und Ehegatten bzw. eingetragenen Lebenspartner werden vom Amt für Ausbildungsförderung des Studentenwerks Magdeburg unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften an die mit der maschinellen Bearbeitung betrauten bzw. beauftragten Datenverarbeitungsstellen übermittelt.
Die im Rahmen des Antrags gemachten Angaben zum Einkommen der antragstellenden Person können beim zuständigen Sozialleistungsträger, beim Finanzamt und bei dem Arbeitgeber des Antragstellenden durch eine Kontenabfrage nach § 93 Abs. 8 Abgabenordnung (AO) beim Bundeszentralamt für Steuern überprüft werden.
Die im Rahmen des Antrags gemachten Angaben zu dem Vermögen der antragstellenden Person können durch einen Datenabgleich (§ 41 Abs. 4 BAföG i. V. m. § 45d EStG) und durch eine Kontenabfrage nach § 93 Abs. 8 Abgabenordnung (AO) beim Bundeszentralamt für Steuern überprüft werden, wenn die Voraussetzungen hierfür vorliegen.
Die geleisteten Darlehen einschließlich der zugehörigen personenbezogenen Daten werden von den Ämtern für Ausbildungsförderung zum Zweck des Darlehenseinzugs dem Bundesverwaltungsamt übermittelt.
Im Fall der Inanspruchnahme von Ausbildungsförderung in Form eines verzinslichen Bankdarlehens der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) werden die für die Darlehensrückerstattung erforderlichen Daten zwischen der KfW und dem Bundesverwaltungsamt (BVA) ausgetauscht. Die KfW übermittelt die Auszahlungsdaten dem zuständigen Amt für Ausbildungsförderung.
Zu Art. 13 Abs. 2 a):
Die personenbezogenen Daten werden beim Amt für Ausbildungsförderung des Studentenwerks Magdeburg für die Dauer des Bezugs des BAföG und – wegen der notwendigen Nachprüfbarkeit geleisteter Darlehensbeträge – regelmäßig für einen Zeitraum von 6 Jahren nach Ablauf der zuletzt individuell festgesetzten Förderungshöchstdauer gespeichert. Nach diesem Zeitpunkt erfolgt die Löschung der beim Amt für Ausbildungsförderung vorhandenen Daten.
Die Darlehensdaten – einschließlich der Daten zu entsprechend geleisteten Zahlungen auf das Darlehen – bleiben beim Bundesverwaltungsamt bis zu 5 Jahre nach der letzten Rückzahlung des BAföG-Darlehensanteiles gespeichert. Nach diesem Zeitpunkt erfolgt dort die Löschung der Daten.
Zu Art. 13 Abs. 2 b):
Der Auszubildende hat gegenüber dem Amt für Ausbildungsförderung des Studentenwerks Magdeburg ein Recht auf Auskunft über die ihn betreffenden personenbezogenen Daten sowie gegebenenfalls auf Berichtigung, Löschung oder auf Einschränkung der Verarbeitung dieser Daten und ein Widerspruchsrecht gegen die Verarbeitung sowie ein etwaiges Recht auf Datenübertragbarkeit.
Zu Art. 13 Abs. 2 d):
Dem Auszubildenden steht ein Beschwerderecht bei den jeweils für BAföG-Angelegenheiten zuständigen Aufsichtsbehörden zu. Die Fachaufsicht für das Studentenwerk Magdeburg – Amt für Ausbildungsförderung – liegt in diesem Zusammenhang beim
Postfach 391144
Zu Art. 13 Abs. 2 e):
Sollte die auszubildende Person notwendige Informationen nicht bereitstellen wollen, kann der Anspruch auf BAföG nicht geprüft werden. Dies hat zur Folge, dass über den Antrag nicht abschließend entschieden werden und infolgedessen auch keine Förderung nach dem BAföG erfolgen kann.
Zu Art. 13 Abs. 3:
Ist beabsichtigt, die personenbezogenen Daten für einen anderen Zweck weiterzuverarbeiten als den, für den sie im Antragsverfahren erhoben wurden, so stellen das BMBF, das zuständige Landesministerium, das BVA oder das Amt für Ausbildungsförderung der betroffenen Person vor dieser Weiterverarbeitung Informationen über diesen anderen Zweck und alle anderen maßgeblichen Informationen zur Verfügung.
Der Hinweis nochmal als PDF:
Hinweisblatt Datenschutz BAföG Amt (12,4 KiB)
Datenschutzhinweis für das Amt für Ausbildungsförderung Magdeburg, Stand: 25. Mai 2018
Wie funktioniert das mit dem „Mietzuschuss“?
Die Miete ist im BAFöG einfach geregelt. Es gibt nur pauschale Zuschüsse. Die Zuschüsse sind fix und damit orientieren sich nicht an Euren/Ihren tatsächlichen Wohnkosten! Wohnt der Student bzw. die Studentin bei seinen Eltern, erhalten Sie neben dem Grundbedarf von 419,00 € einen Zuschuss von 55,00 €.
Wohnen Sie in einer eigenen Wohnung oder WG, beträgt der Zuschuss 325,00 €.
Zur Klarstellung und Abgrenzung gilt folgendes:
Ein Auszubildender wohnt bei den Eltern, wenn er mit ihnen in häuslicher Gemeinschaft lebt.
Er lebt nicht mit ihnen in häuslicher Gemeinschaft, wenn er die Ausbildungsstätte von einer eigenen Unterkunft aus besucht.
Ein Auszubildender wohnt auch dann bei seinen Eltern, wenn der von ihm bewohnte Raum im Eigentum seiner Eltern steht. Ein Mietvertrag mit den Eltern wird nicht anerkannt.
Achten Sie darauf, ob Ihr Mietvertrag (z.B. mit dem Studentenwerk Magdeburg) am Jahresende ausläuft und vergessen Sie nicht, einen neuen einzureichen. Nach § 53 Satz 1 Nr. 1 BAföG erfolgt eine rückwirkende Änderung höchstens für 3 Monate vor dem Monat, in dem Sie die Änderung mitgeteilt haben.
Mietkosten oberhalb der BAFöG Pauschale?
Mietkosten oberhalb der BAföG Sätze werden nicht bezuschusst.
Mietkosten wenn die Familie Sozialleistungen `(z.B: SGB II)bezieht?
Sollte Dir/Ihnen nur der kleine Mietkostenzuschuss (52 Euro) gewährt werden weil Du/Sie im Haushalt der Eltern lebst bzw. leben und diese beziehen beispielsweise Leistungen nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch (SGBII, Hartz IV), sollte ein Anspruch auf ergänzende Leistungen (also der fehlende Mietkostenanteil!) bei dem entsprechenden Jobcenter bzw. der entsprechenden ARGE bestehen.
Wohngeld?
Studenten mit einem BAföG Anspruch haben fast immer keinen Anspruch auf Wohngeld. Da es keine Regel ohne Ausnahme gibt, sind hier die Ausnahmefälle mit einem eventuellen Anspruch auf Wohngeld aufgelistet:
Sie erhalten das BAföG nur als Bankdarlehen (z.B. im Rahmen der Förderung einer weiteren Ausbildung oder nach Überschreiten der Förderungshöchstdauer).
wenn der Grundanspruch auf BAföG ganz verwirkt ist, kann ebenfalls Wohngeld beantragt werden.
Ihr Haushalt, Ihre Haushaltsgemeinschaft oder Lebensgemeinschaft (gemeint sind Kinder, Lebenspartner, Geschwister oder andere Verwandte) besteht nicht nur aus Studenten.
Haben Sie eine Ablehnung mit folgender Begründung erhalten?
die Altersgrenze von 30 Jahren ( bei Masterstudiengängen 35 Jahre) für die Förderungsfähigkeit durch BAföG überschritten wurde (§ 10 Abs. 3 BAföG)
ein Fachrichtungswechsel ohne „unabweisbaren Grund“ nach Beginn des 4. Fachsemesters und damit zu spät erfolgte (§ 7 Abs. 3 BAföG)
ohne gesetzliche anerkannte Gründe die geforderten Leistungsnachweise nach § 48 Abs. 1 BAföG nicht oder nicht rechtzeitig erbracht wurden.
die Förderungshöchstdauer überschritten wurde und eine Weiterförderung ausgeschlossen ist
ein Urlaubssemester eingelegt wurde
das Studium nur in Teilzeit betrieben wird (kein BAFöG gem. § 2 Abs. 5 BAföG)
Leistungen (z.B. Stipendium) von einem Begabtenförderungswerk fließen. Diese decken in der Regel den gleichen Bedarf wie das BAföG ab
es sich um eine Zweitausbildung (Zweitstudium) handelt, die gem. §7 Abs.2 BAföG nicht gefördert werden kann
Das Wohngeldamt benötigt als Folge hieraus unseren Ablehnungsbescheid. Eine Antragstellung ist daher in allen Fällen angeraten. Für mehr Details zum Wohngeld informieren Sie sich bei dem entsprechenden Leistungsträger oder besuchen Sie z.B: www.wohngeld.org
Wie hoch sind die Bedarfssätze, die ich maximal im Monat erhalten kann?
Bedarf / Pauschale für Studierende WS 2019/20 WS 2020/21
Grundbedarf 419 € 427 €
Wohnpauschale / bei den Eltern 325 € / 55 €
Zuschlag für KV/PV (bei eigener Versicherung) 109 € (Ü30: 189 €)
„BAföG-Höchstsatz“ 853 € 861 €
Außerdem wird ein Kinderbetreuungszuschlag für jedes im Haushalt lebende eigene Kind, das das vierzehnte Lebensjahr noch nicht vollendet hat, gewährt. Dieser Zuschlag wird abweichend von der sonstigen Förderung als Vollzuschuss gezahlt. Er beträgt ab dem WS2019/2020 monatlich für jedes Kind 140 €. Ab dem Wintersemester 21/22 steigt er auf 150 €.
Wie lang ist maximal eine Förderung möglich?
Ausbildungsförderung wird für die Dauer der Ausbildung – einschließlich der vorlesungsfreien Zeit – geleistet; grundsätzlich jedoch nur bis zum Ende der Förderungshöchstdauer (§ 15 Abs.1 BAföG). Die Förderungshöchstdauer entspricht der Regelstudienzeit wie sie in den Studien- und Prüfungsordnungen jeweils festgelegt ist.
Die jeweils festgesetzte Förderungshöchstdauer können Sie allen Leistungsbescheiden entnehmen. Das Ende der Förderungshöchstdauer ist dort in Feld 18 ausgewiesen.
Die Förderungshöchstdauer erhöht sich außerdem um die Anzahl derjenigen Monate (maximal jedoch um ein Jahr), die Sie Ihre Ausbildung freiwillig im Ausland absolviert haben (§ 5a BAföG). Die Förderungshöchstdauer erhöht sich nur dann nicht um die Zeiit des Auslandsaufenthaltes, wenn dieser von der Studienordnung vorgeschrieben ist.
Wird BAföG einmalig für das gesamte Studium gewährt oder muss ich Folgeanträge stellen?
Ausbildungsförderung wird immer nur für einen sogenannten Bewilligungszeitraum – und nicht einmal für das gesamte Studium – gewährt. Für jeden Bewilligungszeitraum ist daher rechtzeitig ein neuer vollständiger Antrag einzureichen.
Der Bewilligungszeitraum beginnt frühestens mit dem Monat der Antragstellung, nicht jedoch vor Beginn des Monats in dem Sie Ihr Studium aufnehmen (§ 15 Abs. 1 BAföG). Ausnahmsweise kann der Bewilligunszeitraum auch später beginnen, wenn Sie dies beantragen.
Die Dauer des Bewilligunszeitraums beträgt regelmäßig ein Jahr (§ 50 Abs. 3 BAföG). Ausbildungsförderung wird deshalb meist für zwei Semester bzw. bis zum Ende des nächsten Semesters gewährt. Im Einzelfall kann der Bewilligungszeitraum auch kürzer sein, etwa wenn vor Ende des nächsten Semesters:
die Förderungshöchstdauer erreicht wird,
der Leistungsnachweis vorzulegen ist oder
ein Auslandsaufenthalt bevorsteht.
Die konkrete Dauer des laufenden Bewilligungszeitraumes können sie jederzeit Ihrem aktuellen BAföG-Bescheid entnehmen. Der entsprechende Beginn ist in Feld 1 und das Ende in Feld 2 ausgewiesen.
Wird mein Vermögen bei einer Förderung angerechnet?
Bei der Berechnung der Höhe der Ausbildungsförderung spielt das Vermögen eine wichtige Rolle. Der Teil Ihres (gesamten) Vermögens, der den Freibetrag von 7.500,00€ übersteigt, wird angerechnet und verringert entsprechend den Förderungsbetrag.
Zum Vermögen gehören sowohl alle beweglichen und unbeweglichen Sachen. Dies sind natürlich Girokonten/ Sparbücher/ Bausparverträge/ Lebensversicherungen, Prämiensparguthaben, Wertpapiere, Aktien, Pfandbriefe, Sparbriefe, u.s.w. Zum Vermögen zählen aber auch Kraftfahrzeuge und Motorräder, Grundbesitz und Immobilien, aber auch Forderungen und sonstige Rechte. Dazu zählen z. B. Guthaben auf Alle Angaben sind durch aktuelle Nachweise (grundsätzlich nicht älter als 10 Tage) zu belegen.
Das Vermögen wird stichtagsbezogen (+/-14 Tage zum Tag des Antrages) überprüft. Vermögensänderungen zwischen der Antragstellung und dem Ende Ihres Bewilligungszeitraums bleiben unberücksichtigt
Wahrheitsgemäße Angaben und Belehrungen
Wir bitten Sie bei der Antragstellung stets um wahrheitsgemäße und vollständige Angaben zu allen Ihren Vermögenswerte. Bedenken Sie bei der Angabe Ihres Vermögens, dass auch noch weitere Sparanlagen bei Eltern, Großeltern oder nahen Verwandten geben kann, die Ihnen bisher unbekannt waren oder für die erste Wohnung oder Hochzeit gedacht waren, aber die schon seit Jahren auf Ihren Namen laufen. Befragen Sie Ihre Verwandtschaft daher gewissenhaft. Die entsprechenden Angaben werden in den Zeilen 94 bis 114 des Antrages auf Ausbildungsförderung (Formblatt 1) getätigt. Mit Ihrer Unterschrift erklären Sie diese Angaben und die nachfolgenden Belehrungen als anerkannt.
Mit etwas Zeitversatz werden mittels eines Datenabgleiches des Bundesamtes für Finanzen Ihre Kapitalerträge überprüft und alle Erträge gemeldet (§ 41 Abs. 4 BAföG i. V. m. § 45d Einkommensteuergesetz).
Geldbewegungen vor Antragstellung
Beachten Sie bitte, dass Auflösungen von Vermögen vor Antragstellung dem Amt anzuzeigen ist. Faustregel ist, dass alle Vermögensbewegungen oberhalb des BAFöG Höchstbedarfes (735,00Euro) für uns von Interesse sind. Lösen Sie also eine Anlage von 5.000,00 Euro 4 Wochen vor der Antragstellung auf, dann ist das ein Sachverhalt der uns interessiert. Wenn Sie davon Ihre Wohnung einrichten, dann ist es empfehlenswert die Belege aufzubewahren.
Die bloße Übertragung von Vermögen an Dritte (besonders Verwandte), ohne eine entsprechende Gegenleistung dafür zu erhalten, ist vor und während des BAföG Bezuges nicht zulässig. Sie kann im BAFöG als „rechtsmissbräuchliche Vermögensübertragung“ betrachtet werden und führt trotz Ab- oder Umbuchung zur Anrechnung als Ihr Vermögen.
Ausführliche Informationen finden Sie außerdem auch auf folgenden externen Seiten:

References: § 5
 § 10
 § 7
 § 5
 § 7
 § 7
 § 10
 § 24
 § 36
 § 36
 § 37
 Art. 13
 Art. 13
 Art. 13
 Art. 13
 § 60
 Art. 13
 § 93
 § 45
 § 93
 Art. 13
 Art. 13
 Art. 13
 Art. 13
 Art. 13
 § 53
 § 48
 § 2
 §7
 § 45