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Timestamp: 2019-03-26 21:20:08+00:00

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BFH, 30.01.1986 - IV R 247/84 - dejure.org
BFH, 30.01.1986 - IV R 247/84
Vermutung - Nebenberufliche Tätigkeit - Aufwandsentschädigung - Selbständige Arbeit - Nichtselbständige Arbeit - Werbungskosten
BFHE 146, 65
NJW 1987, 400
BB 1986, 1421
BStBl II 1986, 401
Die Anwendbarkeit des § 3c EStG wird durch diese Zweckbestimmung begrenzt (BFH-Urteile vom 4. März 1977 VI R 213/75, BFHE 122, 265, BStBl II 1977, 507, und vom 30. Januar 1986 IV R 247/84, BFHE 146, 65, BStBl II 1986, 401).
ee) Das BFH-Urteil in BFHE 146, 65, BStBl II 1986, 401 steht dem gefundenen Ergebnis nicht entgegen.
BFH, 30.03.1990 - VI R 188/87
Nebenberufliche Tätigkeit i. S. von § 3 Nr. 26 EStG, wenn Zeitaufwand niedriger …
Bei Einnahmen unter 2.400 DM spreche hierfür zwar eine unwiderlegbare Vermutung (Hinweis auf das Urteil des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 30. Januar 1986 IV R 247/84, BFHE 146, 65, BStBl II 1986, 401).
Die steuerliche Behandlung des darüber hinaus gehenden Teils richtet sich nach den allgemeinen Vorschriften (Urteile des BFH in BFHE 146, 65, BStBl II 1986, 401, …und vom 13. November 1987 VI R 154/84, BFH/NV 1988, 150).
Der Umstand, daß eine Vergütung keine Aufwandsentschädigung ist, steht deshalb der Anwendung des § 3 Nr. 26 EStG nicht entgegen (BFHE 146, 65, BStBl II 1986, 401).
Für § 3 Nr. 26 EStG habe der BFH in dem Urteil vom 30. Januar 1986 IV R 247/84 (BFHE 146, 65, BStBl II 1986, 401) entschieden, dass § 3c EStG einen doppelten steuerlichen Vorteil verhindern wolle.
§ 3c EStG bestätigt den allgemeinen Grundsatz, dass bei steuerfreien Einnahmen kein doppelter steuerlicher Vorteil durch den zusätzlichen Abzug von unmittelbar mit diesen Einnahmen zusammenhängenden Aufwendungen erzielt werden soll (BFH-Urteil in BFHE 146, 65, BStBl II 1986, 401).
Dies folgt aus dem Grundgedanken des § 3c EStG (vgl. Urteile des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 27. April 1993 IX R 26/92, BFHE 171, 443, BStBl II 1993, 784; vom 28. Januar 1988 IV R 186/85, BFHE 153, 11, BStBl II 1988, 635; vom 30. Januar 1986 IV R 247/84, BFHE 146, 65, BStBl II 1986, 401, und vom 10. Dezember 1971 VI R 180/71, BFHE 104, 241, BStBl II 1972, 257).
§ 3c EStG bestätigt damit den allgemeinen Grundsatz, dass bei steuerfreien Einnahmen kein doppelter steuerlicher Vorteil durch den zusätzlichen Abzug von unmittelbar mit diesen Einnahmen zusammenhängenden Aufwendungen erzielt werden soll (BFH- Urteil vom 30.01.1986, IV R 247/84, BFHE 146, 65 , BStBl II 1986, 401 ).
Dagegen fand nach Rechtsprechung des BFH (vgl. das Urteil vom 30. Januar 1986, IV R 247/84, BStBl II 1986, 401) § 3 c EStG auf § 3 Nr. 26 EStG a.F. keine Anwendung, wenn und soweit die Einnahmen aus der steuerfreien Tätigkeit den steuerfreien Betrag überschritten, da - so die höchstrichterliche Rechtsprechung - ansonsten gegen das objektive Nettoprinzip verstoßen würde und eine ungerechtfertigte Schlechterstellung im Vergleich zu hauptberuflichen Tätigkeiten einträte.
Daher können - zusätzlich - Betriebsausgaben oder Werbungskosten nur berücksichtigt werden, wenn sie den Betrag von 2.400 DM übersteigen und in vollem Umfang nachgewiesen werden (vgl. zum Vorstehenden Urteil des Bundesfinanzhofs - BFH - vom 30. Januar 1986 IV R 247/84, BFHE 146, 65, BStBl II 1986, 401).
Infolgedessen kann für beide Tätigkeiten zusammen nur ein Jahresbetrag in Höhe von 2.400 DM als steuerfreie Aufwandsentschädigung gemäß § 3 Nr. 26 EStG abgesetzt werden, es sei denn, der Kläger hätte höhere Betriebsausgaben nachgewiesen (Urteil in BFHE 146, 65, BStBl II 1986, 401).
Wie der Senat in seinem Urteil vom 30. Januar 1986 IV R 247/84 (BFHE 146, 65, BStBl II 1986, 401) dargelegt hat, können Aufwendungen des Steuerpflichtigen nur berücksichtigt werden, soweit sie den Einnahmenfreibetrag von 2.400 DM überschreiten; hinsichtlich der Höhe der Aufwendungen sind die Abzugsbeschränkungen zu berücksichtigen, die das EStG vorsieht.
Nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofes (BFH, Urteil vom 30. Januar 1986, IV R 247/84, BFHE 146, 65 , BStBl II 1986, 401 ) findet § 3 c EStG auf § 3 Nr. 26 EStG keine Anwendung, wenn die Einnahmen aus der Tätigkeit den steuerfreien Betrag übersteigen.
Aufwandsentschädigungen für diese Tätigkeiten werden seit 1980 bis zur Höhe von 2.400 DM jährlich steuerfrei gestellt (zur Auslegung des § 3 Nr. 26 EStG vgl. BFH-Urteil vom 30. Januar 1986 IV R 247/84, BFHE 146, 65, BStBl II 1986, 401).
BFH, 15.02.1990 - IV R 87/89
Die Steuerfreiheit nach § 3 Nr. 26 EStG ist auch dann auf insgesamt 2 400 DM …
Berlin-Zulage - Bemessung - Arbeitslohn - Aufwandsentschädigung - Nebenberufliche …
FG Sachsen-Anhalt, 16.04.2002 - 4 K 10500/99
Nebenberufliche Tätigkeit i. S. des § 3 Nr. 26 EStG eines Sozialpädagogen; …
BFH, 13.11.1987 - VI R 154/84
Steuerfreiheit von Aufwandsentschädigungen für eine nebenberufliche Tätigkeiten
FG Sachsen-Anhalt, 16.04.2002 - 4 K 10499/99

References: § 3
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