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Timestamp: 2016-10-28 02:48:44+00:00

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I 824/06 (13.03.2007)
I 824/06
E.________, 1962, Beschwerdef�hrer,
Route de Beaumont 20, 1700 Fribourg,
A.a Der 1962 geborene E.________ meldete sich am 16. Juni 2000 unter Hinweis auf anstrengungsabh�ngige Atemnot, "Klemmen auf der Brust" und einen Zustand nach Herzinfarkt zum Leistungsbezug bei der Invalidenversicherung an. Die IV-Stelle des Kantons Freiburg liess den Gesundheitszustand des Versicherten unter anderem bei Dr. I.________, Facharzt FMH f�r Psychiatrie und Psychotherapie, abkl�ren. Dieser diagnostizierte eine somatoform-autonome Funktionsst�rung des kardiovaskul�ren Systems (ICD-10: F 45.30) und empfahl den Versuch einer therapeutischen Behandlung durch eine Fachperson mit Erfahrung in Psychopharmakotherapie (Gutachten vom 19. November 2002).
Mit Schreiben vom 28. Januar 2003 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, sie habe einen Invalidit�tsgrad von 90 % festgestellt. Mit weiterem Schreiben vom gleichen Tag wies ihn die Verwaltung auf die in Art. 21 Abs. 4 ATSG vorgesehenen Mitwirkungs- und Schadenminderungspflichten und die M�glichkeit einer Leistungsverweigerung hin. Aus dem Gutachten des Dr. I.________ ergebe sich, dass mittels psychotherapeutischer Behandlung einer vollen Invalidisierung auf Lebzeiten entgegengewirkt und die verbliebene Arbeitsf�higkeit erhalten oder verbessert werden k�nne. Ausserdem f�hrte die IV-Stelle Folgendes aus:
"Wir bitten Sie deshalb, gemeinsam mit Ihrem Hausarzt eine solche Behandlung (nicht zu Lasten der Invalidenversicherung, sondern Ihrer Krankenversicherung) anzustreben und uns bis sp�testens 24.2.2003 den Nachweis zu erbringen, dass Sie sich damit einverstanden erkl�ren und bei welchem Facharzt Sie sich hierf�r angemeldet haben.
In periodischen Abst�nden werden wir bei Ihrem Hausarzt oder direkt bei der ausgew�hlten Fachperson einen Bericht �ber den Behandlungsverlauf einholen. Die Rentenanspruchsvoraussetzungen werden deshalb auch fr�hzeitig im Revisionsverfahren gepr�ft werden."
Am 4. M�rz 2003 ersuchte die IV-Stelle E.________ um Angaben �ber die Durchf�hrung einer psychotherapeutischen Behandlung. Der Versicherte antwortete, er habe am 5. M�rz 2003 Frau Dr. M.________ "im Psycho-Sozialen Zentrum" aufgesucht (Aktennotiz vom 18. M�rz 2003).
A.b Durch Verf�gung vom 21. M�rz 2003 sprach die IV-Stelle E.________ mit Wirkung ab November 2000 eine ganze Invalidenrente zu. Am 26. M�rz 2003 teilte der Psychosoziale Dienst in der kantonalen Direktion f�r Gesundheit und Soziales auf Nachfrage der IV-Stelle hin mit, der Versicherte habe ihn nur einmal konsultiert; es l�gen nicht ausreichend Erkenntnisse vor, um den angeforderten Bericht zu erstatten. Am 29. Dezember 2003 bat die IV-Stelle E.________ um Mitteilung, ob er psychotherapeutische Behandlung in Anspruch nehme; verneinendenfalls bitte man um eine eingehende Begr�ndung. Aus einer Besprechungsnotiz vom 7. Januar 2004 geht hervor, dass der Versicherte einen Besuch beim Hausarzt binnen zweier Wochen angek�ndigt habe. Sollte dieser der Meinung sein, eine Konsultation beim Psychosozialen Dienst sei notwendig, werde er einen Termin vereinbaren. Im Verlaufsbericht vom 11. Januar 2004 teilte der Hausarzt Dr. G.________, der den Versicherten am 20. Dezember 2003 zuletzt gesehen hatte, mit, dieser sei "vollst�ndig auf sein Herz fixiert". Es sei nicht m�glich, eine Psychotherapie durchzuf�hren; es fehlten die Krankheitseinsicht und auch die intellektuellen Grundlagen f�r eine einschl�gige Behandlung.
A.c Am 11. Mai 2004 verf�gte die IV-Stelle, die bisherige ganze werde mit Wirkung ab Juli 2004 durch eine halbe Invalidenrente ersetzt. Zur Begr�ndung f�hrte sie an, der Versicherte habe den Psychosozialen Dienst ein einziges Mal besucht; weitere Konsultationen seien unterblieben. Bei erfolgreicher Behandlung k�nnte er nach fach�rztlicher Prognose aber ein Arbeitspensum von 50-60 % oder h�her versehen. Bei Anrechnung einer angepassten T�tigkeit im genannten Umfang ergebe sich nunmehr ein Invalidit�tsgrad von noch 57 %. Auf Einsprache des Versicherten hin holte die IV-Stelle eine Stellungnahme des Gutachters Dr. I.________ ein. Dieser vertrat in seinem Bericht vom 25. August 2004 die Auffassung, dem Versicherten sei eine Psychopharmakotherapie zumutbar; die Motivation zur Therapie sei freilich nicht per se vorhanden, sondern m�sse mit dem notwendigen Geschick erarbeitet werden. Die IV-Stelle wies die Einsprache ab (Entscheid vom 11. April 2005).
E.________ erhob am 12. Mai 2005 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Freiburg, wobei er unter anderem einen Bericht von Dr. M.________ �ber die Konsultation vom 5. M�rz 2003 einreichte. Mit Eingabe vom 7. November 2005 legte er zudem eine Stellungnahme des Psychiaters Dr. K.________ vom 18. Oktober 2005 ins Recht, wozu Dr. I.________ mit Schreiben vom 22. Dezember 2005 erneut Stellung nahm. Das Verwaltungsgericht wies die Beschwerde ab (Entscheid vom 22. Juni 2006).
E.________ f�hrt Verwaltungsgerichtsbeschwerde mit dem Antrag, es sei, unter Aufhebung des angefochtenen Entscheids sowie des Einspracheentscheids, festzustellen, dass ihm weiterhin eine ganze Invalidenrente zustehe.
1.2 Die Beschwerdeschrift ist in franz�sischer Sprache abgefasst. Die Urteilssprache richtet sich im Regelfall indes nach dem (hier deutschsprachigen) angefochtenen Entscheid (vgl. Art. 37 Abs. 3 OG).
1.3 Der angefochtene Entscheid betrifft Leistungen der Invalidenversicherung. Das Bundesgericht pr�ft daher nur, ob das vorinstanzliche Gericht Bundesrecht verletzte, einschliesslich �berschreitung oder Missbrauch des Ermessens, oder ob der rechtserhebliche Sachverhalt offensichtlich unrichtig, unvollst�ndig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt wurde (Art. 132 Abs. 2 OG [in der Fassung gem�ss Ziff. III des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 �ber die �nderung des IVG, in Kraft seit 1. Juli 2006] in Verbindung mit Art. 104 lit. a und b sowie Art. 105 Abs. 2 OG).
2.1 Streitig ist, ob die Beschwerdegegnerin angesichts der verweigerten Therapie mit Recht den Invalidit�tsgrad herabgesetzt hat, indem sie f�r die Bemessung der Invalidit�t (Art. 16 ATSG) ein hypothetisches Einkommen herangezogen hat, das eine erfolgreiche fach�rztliche Behandlung vorwegnimmt.
2.2 Nach Art. 21 Abs. 4 ATSG k�nnen Leistungen vor�bergehend oder dauernd gek�rzt oder verweigert werden, wenn sich eine versicherte Person einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung ins Erwerbsleben entzieht oder widersetzt, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsf�higkeit oder eine neue Erwerbsm�glichkeit verspricht, oder wenn sie nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu beitr�gt. Sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit einzur�umen. Behandlungs- und Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr f�r Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar. Diese Bestimmung ist im Bereich der Invalidenversicherung anwendbar (Art. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 IVG). Zus�tzlich verpflichtet Art. 7 Abs. 1 IVG die anspruchsberechtigten Personen unter Hinweis auf die Rechtsfolgen gem�ss Art. 21 Abs. 4 ATSG, die Durchf�hrung aller Massnahmen, die zur Eingliederung ins Erwerbsleben getroffen werden, zu erleichtern.
2.3 Art. 21 Abs. 4 ATSG stimmt inhaltlich weitgehend mit der Regelung von alt Art. 10 Abs. 2 IVG und alt Art. 31 IVG (je in Kraft gestanden bis 31. Dezember 2002) �berein (BBl 1991 II 256, 1999 4567). Die hierzu ergangene Rechtsprechung bleibt somit g�ltig (Urteil des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts I 462/05 vom 16. August 2006, E. 3.2; vgl. Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, Z�rich 2003, N 54 ff. zu Art. 21). Dies betrifft insbesondere die Erfordernisse des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens (BGE 122 V 218; SVR 2005 IV Nr. 30 S. 113, I 605/04) und den Begriff der Zumutbarkeit (erw�hntes Urteil I 462/05, E. 3.3?; vgl. Kieser, a.a.O., N 60 zu Art. 21).
Der Tatbestand des Art. 21 Abs. 4 ATSG enth�lt verschiedene Elemente: Eine vor�bergehende oder dauernde K�rzung oder Verweigerung der Leistung wegen Verletzung der Schadenminderungspflicht setzt Zumutbarkeit der (unterbliebenen) medizinischen Behandlung oder erwerblichen Eingliederung voraus (E. 3.1 hiernach), welche Vorkehr zudem geeignet sein muss, eine wesentliche Steigerung der Erwerbsf�higkeit zu bewirken (E. 3.2). Im Weiteren muss sich die versicherte Person einer solchen Massnahme widersetzt oder entzogen oder nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu beigetragen haben; ab welchem Zeitpunkt eine entsprechende Annahme getroffen werden darf, ist von der richtigen Durchf�hrung des Mahn- und Bedenkzeitverfahrens abh�ngig (E. 3.3). Im �brigen muss die Sanktion in ihrer konkreten Gestalt verh�ltnism�ssig sein, indem das K�rzungsmass und die voraussichtliche g�nstige Wirkung der zumutbaren Massnahme auf den Erwerbsschaden einander entsprechen (vgl. E. 4).
3.1.1 F�r die Beantwortung der Frage nach der Zumutbarkeit der Behandlung oder der Eingliederungsmassnahme sind die gesamten pers�nlichen Verh�ltnisse, insbesondere die berufliche und soziale Stellung des Versicherten, zu ber�cksichtigen. Massgebend ist aber das objektiv Zumutbare, nicht die subjektive Wertung des Versicherten (Urteil des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts I 105/93 vom 11. M�rz 1994, E. 2a; ZAK 1982 S. 495 E. 3; Ulrich Meyer-Blaser, Zum Verh�ltnism�ssigkeitsgrundsatz im staatlichen Leistungsrecht, Bern 1985, S. 189). Die gesetzliche Vorgabe, wonach Massnahmen, die eine Gefahr f�r Leben und Gesundheit darstellen, nicht zumutbar sind, bedeutet nicht, dass eine Vorkehr, die keine solche Gefahr darstellt, automatisch zumutbar sei (ZAK 1985 S. 326 E. 1; Kieser, a.a.O., N 60 zu Art. 21; Meyer-Blaser, a.a.O., S. 138); sie weist aber doch darauf hin, dass nur Gr�nde von einer gewissen Schwere Unzumutbarkeit annehmen lassen. Die Zumutbarkeit ist in Relation einerseits zur Tragweite der Massnahme, andererseits zur Bedeutung der in Frage stehenden Leistung zu beurteilen. Vor allem bei medizinischen Massnahmen, die einen starken Eingriff in die pers�nliche Integrit�t der versicherten Person darstellen k�nnen, unterliegt die Zumutbarkeit keinem strengen Massstab (ZAK 1985 S. 326 E. 1. Umgekehrt ist die Zumutbarkeit umso eher zu bejahen, als die fragliche Massnahme unbedenklich erscheint (RKUV 1995 Nr. U 213 S. 68 E. 2b). Sodann sind die Anforderungen an die Schadenminderungspflicht dort strenger, wo eine erh�hte Inanspruchnahme der Invalidenversicherung in Frage steht, namentlich wenn der Verzicht auf schadenmindernde Vorkehren Rentenleistungen ausl�st (BGE 113 V 22 S. 32 f.).
3.1.2 Die Vorinstanz geht mit Recht davon aus, dass die vom Gutachter Dr. I.________ vorgeschlagene Psychopharmakotherapie zumutbar gewesen w�re. Der vom Versicherten angef�hrte Umstand, dass er den Nutzen der vorgeschlagenen psychiatrischen Behandlung nicht zu erkennen vermochte, begr�ndet keine Unzumutbarkeit. Was die diesbez�glichen Vorbehalte des Hausarztes anbetrifft, so deuten die Akten auf ein Missverst�ndnis unter den beteiligten Medizinern hin: Der Sachverst�ndige Dr. I.________ regte nicht eine - auch von ihm als (zun�chst) nicht durchf�hrbar erachtete - eigentliche Psychotherapie an, sondern, zumindest f�r den Beginn der Behandlung, einen "pharmakotherapeutischen Low-Level-Einstieg", aufgrund von dessen prognostizierter Wirkung erst daran gedacht werden k�nne, Krankheitseinsicht zu erzeugen und eine Ereignisverarbeitung zu erm�glichen (Stellungnahme vom 22. Dezember 2005). Eine solche Therapie w�re f�r den Versicherten nicht aufwendig gewesen. Im �brigen wird in keinem der Arztberichte auch nur angedeutet, es seien m�glicherweise gesundheitssch�dliche Nebenwirkungen zu gew�rtigen; der Beschwerdef�hrer bringt denn auch zu Recht nichts Entsprechendes vor.
3.2 Eine K�rzung oder Verweigerung der Leistung ist nach Art. 21 Abs. 4 ATSG im Weiteren davon abh�ngig, dass die fragliche Massnahme eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsf�higkeit verspricht. Vorausgesetzt wird also, dass die medizinische oder erwerbliche Vorkehr geeignet ist, eine erhebliche Minderung des versicherten Schadens zu bewirken.
3.2.1 Die Frage, ob die verweigerte Leistung zu einer Steigerung der Erwerbsf�higkeit beigetragen h�tte, wird zuweilen unter dem Aspekt der Zumutbarkeit (so in Art. 18 Abs. 2 MVG), jedenfalls aber als Problem des Kausalzusammenhangs zwischen der Verweigerung und dem Ausbleiben der Zustandsverbesserung behandelt (vgl. Gabriela Riemer-Kafka, Die Pflicht zur Selbstverantwortung, Z�rich 1999, S. 160 ff.). Die Kausalit�t muss notwendigerweise prospektiv und damit hypothetisch beurteilt werden (Meyer-Blaser, a.a.O., S. 84 Fn. 381 und S. 140 bei Fn. 587). Es bedarf keines strikten Beweises, dass die verweigerte Massnahme tats�chlich zum erwarteten Erfolg gef�hrt h�tte; es gen�gt, wenn die Vorkehr mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit erfolgreich gewesen w�re. Der erforderliche Grad an Wahrscheinlichkeit ist wiederum unter Ber�cksichtigung der Schwere des mit der Massnahme verbundenen Eingriffs in Pers�nlichkeitsrechte zu beurteilen (vgl. oben E. 3.1.1): Bei therapeutischen Massnahmen, welche mit einem nur geringen Eingriff verbunden sind, d�rfen an die Wahrscheinlichkeit der zu erwartenden Besserung keine hohen Anforderungen gestellt werden (J�rg Maeschi, Kommentar zum MVG, Bern 2000, N 24 zu Art. 18). Ist der Eingriff erheblich, wird eine h�here Wahrscheinlichkeit, aber nicht ein sicherer Erfolg verlangt. In diesem Sinne sch�tzte das Eidgen�ssische Versicherungsgericht eine Leistungsverweigerung, nachdem die versicherte Person eine wirbels�ulenorthop�dische Operation mit einer Erfolgswahrscheinlichkeit von 70-80 % abgelehnt hatte (Urteil I 462/05 vom 16. August 2006).
3.2.2 Die Vorinstanz nimmt gest�tzt auf die Berichte des Dr. I.________ an, die Beschwerdegegnerin habe davon ausgehen d�rfen, dass mit einer Psychopharmakotherapie (und weiteren Behandlungsschritten) wieder eine Teilarbeitsf�higkeit h�tte erlangt werden k�nnen. Der Beschwerdef�hrer wendet ein, Dr. I.________ habe einen solchen Erfolg nur als m�glich bezeichnet.
Im Gutachten vom 19. November 2002 f�hrt Dr. I.________ aus, er k�nne sich vorstellen, dass eine sorgf�ltig austarierte Medikation eine wesentliche Verbesserung bewirken werde; mit einer solchen Behandlung bestehe eine gewisse Chance, dass mindestens eine Teilarbeitsf�higkeit von 50-60 % wiederhergestellt werden k�nne. Der im Sommer 2005 konsultierte Psychiater Dr. K.________ antwortete auf die Frage, ob eine Psychotherapie die Arbeitsf�higkeit zu Beginn des Jahres 2003 wahrscheinlich oder bloss m�glicherweise verbessert h�tte, die entsprechenden M�glichkeiten seien r�ckwirkend nicht mehr (sicher) evaluierbar, jedoch: "Il est vraisemblable que d�j� � ce moment-l�, la d�marche n'�tait pas certaine. (...) Il est donc certain que la mesure propos�e �tait d'une efficacit� possible et de nature � enrailler [recte: enrayer] l'invalidation tr�s mena�ante chez ce patient" (Stellungnahme vom 18. Oktober 2005). Es ist somit davon auszugehen, dass der Erfolg der vorgeschlagenen Massnahme - prospektiv betrachtet - in der Tat nicht als gewiss, aber immerhin als m�glich erscheinen musste. Nach dem Gesagten gen�gt dies, da die Behandlung - wie dargelegt (E. 3.1) - ohne weiteres zumutbar war.
3.3 Die Leistungsk�rzung setzt schliesslich voraus, dass sich die versicherte Person der Massnahme widersetzt oder entzogen oder nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare beigetragen hat.
3.3.1 Ob und ab wann ein entsprechendes Verhalten dem Versicherten zurechenbar ist (Kieser, a.a.O., N 66 zu Art. 21), erhellt im Zusammenhang mit dem obligatorischen Mahn- und Bedenkzeitverfahren. Dieses soll den Versicherten in die Lage versetzen, sich die nachteiligen Folgen seines Verhaltens zu vergegenw�rtigen (BGE 122 V 218 S. 220; SVR 2005 IV Nr. 30 S. 114 E. 2, I 605/04). Eine Verletzung der Behandlungs- oder Eingliederungspflicht kann demnach erst angenommen werden, nachdem die versicherte Person, wie in Art. 21 Abs. 4 ATSG vorgeschrieben, mit schriftlicher Mahnung auf die betreffenden Rechtsfolgen hingewiesen und ihr eine angemessene Bedenkzeit einger�umt wurde.
3.3.2 Die Vorinstanz ist davon ausgegangen, dass der Beschwerdef�hrer sich der gutachtlich indizierten zumutbaren Therapie widersetzt hat. Der Beschwerdef�hrer bringt vor, er habe sich nicht widersetzt, sondern im Gegenteil den Psychosozialen Dienst des Kantons aufgesucht; dass die Therapie nicht weitergef�hrt worden sei, sei nicht ihm anzulasten.
Das kantonale Gericht hat in der Entscheidbegr�ndung nicht dargelegt, inwiefern sich der Versicherte der vorgeschlagenen Massnahme widersetzt habe. Im Ergebnis erweist sich diese Schlussfolgerung aber als richtig: Die IV-Stelle hat mit Schreiben vom 28. Januar 2003 in grunds�tzlich korrekter Weise schriftlich gemahnt und die ins Auge gefasste Rechtsfolge angedroht. Es mag zutreffen, dass der Beschwerdef�hrer nicht mit hinreichender Klarheit erkennen konnte, was von ihm verlangt wurde: Er wurde zwar unter Hinweis auf die Behandlungsempfehlungen des Dr. I.________ aufgefordert, gemeinsam mit seinem Hausarzt eine Behandlung "anzustreben"; jedoch geht aus den Akten nicht hervor, dass das Gutachten auch dem Beschwerdef�hrer zug�nglich gemacht wurde, so dass dieser wohl nicht wusste, welche Therapie genau gemeint war. Er meldete sich in der Folge tats�chlich beim Psychosozialen Dienst an und nahm einen ersten Termin wahr, wobei es der konsultierten Frau Dr. M.________ - in offenbarer Unkenntnis der Expertise - nicht ersichtlich war, weshalb die Konsultation erfolgte. In der Folge kam es zu Missverst�ndnissen zwischen dieser �rztin, dem Beschwerdef�hrer und seinem Hausarzt �ber das weitere Vorgehen. Der Versicherte mochte unter diesen Umst�nden zun�chst in guten Treuen der Meinung gewesen sein, er habe vorderhand das von ihm Verlangte getan, dies umso eher, als auch die IV-Stelle vorl�ufig nicht weiter reagierte, obwohl ihr aufgrund des Berichts des Psychosozialen Dienstes vom 26. M�rz 2003 bekannt war, dass nur eine einzige Konsultation erfolgte.
Dies �nderte sich aber Ende 2003: Aufgrund des Schreibens vom 29. Dezember 2003 musste der Beschwerdef�hrer erkennen, dass die IV-Stelle auf einer weiteren Behandlung beharrte; die Verwaltung hielt in diesem Schreiben auch klar fest, dass andernfalls eine eingehende Begr�ndung erwartet werde. Wie der Besprechungsnotiz der IV-Stelle vom 7. Januar 2004 entnommen werden kann, hat der Beschwerdef�hrer zwar darauf reagiert und in Aussicht gestellt, er werde die Frage mit seinem Hausarzt besprechen. Selbst wenn aber davon ausgegangen wird, dass der Hausarzt in der Folge keine psychiatrische Behandlung empfahl, h�tte der Beschwerdef�hrer der IV-Stelle zumindest dies mit entsprechender Begr�ndung mitteilen m�ssen. Indem er stattdessen nichts mehr unternommen hat, hat er sich - unter Ber�cksichtigung einer angemessenen Bedenkfrist ab Empfang des Schreibens vom 29. Dezember 2003 - sp�testens ab Februar 2004 der angeordneten Massnahme im Sinne von Art. 21 Abs. 4 ATSG widersetzt.
3.3.3 Da die Beschwerdegegnerin die Rente erst mit Wirkung ab Juli 2004 herabgesetzt hat (Verf�gung vom 11. Mai 2004), ist die K�rzung in zeitlicher Hinsicht nicht zu beanstanden. Dies gilt jedenfalls f�r den Zeitraum bis zum Erlass des Einspracheentscheids vom 11. April 2005, welcher die zeitliche Grenze der richterlichen �berpr�fungsbefugnis bildet (BGE 130 V 445 E. 1.2 S. 446). Wie die Vorinstanz richtig festgehalten hat, wird die Verwaltung zu pr�fen haben, ob der Umstand, dass sich der Versicherte offenbar ab dem 12. Juli 2005 durch Dr. K.________ behandeln liess, der getroffenen Anordnung entspricht, was allenfalls zu einer Aufhebung der K�rzung f�hren k�nnte.
Sind alle Tatbestandsvoraussetzungen des Art. 21 Abs. 4 ATSG erf�llt, ist die Rechtm�ssigkeit der Leistungsk�rzung zus�tzlich davon abh�ngig, ob das K�rzungsausmass mit Blick auf die erhoffte Auswirkung der zumutbaren Massnahme auf den Erwerbsschaden verh�ltnism�ssig ist. Der Gutachter Dr. I.________ geht davon aus, dass der Beschwerdef�hrer unter dem g�nstigen Einfluss der indizierten medizinischen Massnahmen eine Leistungsf�higkeit von mindestens 50-60 % erlangen k�nnte. Das Ausmass der strittigen Rentenk�rzung tr�gt mithin zutreffend dem Umstand Rechnung, dass auch mit der vorgeschlagenen Therapie nicht eine volle Erwerbst�tigkeit erreichbar gewesen w�re.
Das Verfahren ist kostenpflichtig (Art. 134 OG in der Fassung vom 16. Dezember 2005, in Kraft ab 1. Juli 2006). Die Kosten sind dem unterliegenden Beschwerdef�hrer aufzuerlegen (Art. 156 OG). Die Beschwerdegegnerin hat keinen Anspruch auf Parteientsch�digung (Art. 159 Abs. 2 OG).

References: Art. 21
 Art. 37
 Art. 104
 Art. 105
 Art. 21
 Art. 1
 Art. 7
 Art. 21
 Art. 21
 Art. 10
 Art. 31
 Art. 21
 Art. 21
 Art. 21
 Art. 21
 Art. 21
 Art. 18
 Art. 18
 Art. 21
 Art. 21
 Art. 21
 Art. 21