Source: https://www.ibr-online.de/IBRSeminare/seminardetails.php?zg=0&sort=Datum&Seminartermin=3022
Timestamp: 2017-09-20 12:51:52+00:00

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ibr-online: Lücken im Leistungsverzeichnis - Vertragsauslegung, Strategien zu Sach- und Bauzeitnachträgen bei Vergabe und Vertragsabwicklung unter Berücksichtigung maßgeblicher Aspekte des BGB-Bauvertragsrecht 2018
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Dienstag, 28.11.2017, 09:30 - 17:00 Uhr, Nürnberg
ist Rechtsanwalt und Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht und Vergaberecht sowie Partner der Vergabe- und Baurechtssozietät Leinemann & Partner Rechtsanwälte in Frankfurt am Main. Die Schwerpunkte seiner Tätigkeit liegen seit vielen Jahren auf dem Gebiet des privaten Baurechts, dort insbesondere in der Durchsetzung oder Abwehr von Nachtragsforderungen. Herr Kues ist Co-Autor verschiedener Fachbücher, u. a. in dem von Leinemann herausgegebenen "VOB/B-Kommentar" und bearbeitet dort § 6 VOB/B („Bauzeit“), dem von Nicklisch/Weick/Jansen/Seibel herausgegebenen "VOB/B-Kommentar" und bearbeitet dort § 2 VOB/B („Nachträge“) sowie dem von Leinemann/ Kirch herausgegebenen Kommentar zur VSVgV und VOB/A-VS. Daneben ist er durch Fachveröffentlichungen in den Zeitschriften "Baurecht", "NzBau" und "Vergaberecht" sowie ständiger Mitarbeiter der Zeitschrift "IBR Immobilien- & Baurecht" hervorgetreten.
Das Seminar richtet sich an technische Führungskräfte, Projektleiter, Bereichs- und Niederlassungsleiter von Bauunternehmen und Bauherren, Kalkulatoren, Claim-Manager, Rechtsanwälte, Justitiare, Rechnungsprüfer, Mitarbeiter der öffentlichen Bauverwaltung, Sachverständige, Richter, Schlichter und Mediatoren.
Kostensteigerungen und Terminüberschreitungen bei Bauprojekten werden heftig diskutiert. Ausgangspunkt sind oft fehlerhafte Leistungsbeschreibungen. Fehler werden allerdings wohl nie ganz vermeidbar sein. Das Seminar fragt nach der Risikoverteilung und den vertraglichen Möglichkeiten zu ihrer Beeinflussung, auch unter Berücksichtigung der Vergaberechtsreform 2016. Spekuliert ein Bieter um öffentliche Aufträge mit erkannten Beschreibungsfehlern, muss nachgefragt werden: Welche Folgen hat das eine oder andere? Welche Rolle spielt das öffentliche Vergaberecht und wo liegen die Unterschiede zum gewerblichen Geschäft nicht-öffentlicher Bauvertrags­partner? Neueste Urteile des BGH und der Oberlandesgerichte sind Grundlage für die Darstellung und Lösung zahlreicher praktischer ­Probleme rund um Mehrkosten, Bauzeit, Zahlung und Leistungs­verweigerung aufgrund von Problemen, die auf die Leistungsbeschreibung zurückgehen.
Das neue BGB-Bauvertragsrecht wird insbesondere im Hinblick auf die ab dem 01.01.2018 geltenden Regelungen zum Anordnungsrecht und zur Vergütung bei Anordnungen gem. § 650 b, c, d BGB vorgestellt.
1. Ausschreibungen bearbeiten:
Schwellenwerte, Prüfung der Verdingungsunterlagen, Mindestbedingungen; Nebenangebote, Eignungsnachweise, geforderte Erklärungen und Unvollständigkeit; Nachreichen von Erklärungen, Wertungsmatrix, besondere Verfahrensarten; typische Fehler bei der LV-Erstellung
2. Ausschreibungen öffentlicher Auftraggeber nach der Vergaberechtsreform 2016:
Ordnungsgemäße Leistungsbeschreibung, Vollständigkeit, Kalkulierbarkeit; Wagnisse - die neueste Rechtsprechung und ihre Auswirkungen
3. Lücken und Fehler in der Leistungsbeschreibung:
4. Auslegung des Leistungsverzeichnisses nach AGB-Wirksamkeitskriterien:
(u. a. Baugrund- und Terminrisiko, Genehmigungsrisiko, Vertragsstrafen, Zahlung)
5. Besondere Themen:
Bistro-Entscheidung des BGH, Vergabeverfahrensrisiko Spekulationspreise; sittenwidriger Einheitspreis, Schadstoffrisiko, Kalkulationstricks
6. Nachtrag, Schadensersatz oder Entschädigungsanspruch:
7. Geänderte und zusätzliche Leistungen:
§ 2 Abs. 5, 6 VOB/B, Mehraufwand wegen lückenhafter Ausschreibung, Störung der Geschäftsgrundlage, Aufstellung und Abwehr von Nachträgen sowie Leistungsverweigerungsrecht bei Nichtbeauftragung von Nachträgen, Regelungen zum neuen Anordnungsrecht und Vergütung bei Anordnunungen gem. § 650 b, c, d BGB
Termin: Dienstag, 28.11.2017, 09:30 Uhr - 17:00 Uhr
Ort: InterCityHotel Nürnberg
Telefon: 0911/2478-0
Fax: 0911/2478-999
URL: InterCityHotel Nürnberg

References: § 6
 § 2
 BGH 
 § 650

§ 2
 § 650