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Internationales und Europäisches Zivilprozessrecht. (zweistündig; Mittwoch, Uhr, Beginn: ; Hörsaal R OO8) - PDF
Internationales und Europäisches Zivilprozessrecht. (zweistündig; Mittwoch, Uhr, Beginn: ; Hörsaal R OO8)
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1 1 Prof.Dr.Herbert Roth Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Deutsches, Europäisches und Internationales Verfahrensrecht Internationales und Europäisches Zivilprozessrecht WS 2013/2014 (zweistündig; Mittwoch, Uhr, Beginn: ; Hörsaal R OO8) 1 Allgemeines I. Begriff II. Bedeutung 1. Schwerpunktbereich (Seminar im WS 2013/2014) 2. Praktische Bedeutung 3. Verhältnis zum IPR III. Quellen 1. EU-Verordnungen (vor allem: EuGVO) 2. Multilaterale Völkerrechtsverträge 3. Bilaterale Völkerrechtsverträge 4. Autonomes Deutsches Prozessrecht ( 722, 328 ZPO) IV. Hörerkreis V. Darstellung VI. Rechtspolitische Entwicklungen: Reformierte EuGVO (Geltung ab ; ABl.EU 2012, L 351/1): keine Vollstreckbarerklärung; dazu Pohl IPRax 2013, 109; Cadet EuZW 2013, 218
2 2 2 Literatur (Auswahl) 1. Lehrbücher - Schack, Internationales Zivilverfahrensrecht, 5.Aufl Hess, Europäisches Zivilprozessrecht, Linke/Hau, Internationales Zivilverfahrensrecht, 5.Aufl Junker, Internationales Zivilprozessrecht, Textsammlung (unverzichtbar): - Jayme/Hausmann, Internationales Privat- und Verfahrensrecht, 16.Aufl Fachzeitschriften - IPRax; RIW; EuZW; RabelsZ 4. Kommentare: - Geimer/Schütze, Europäisches Zivilverfahrensrecht, 3. Aufl Kropholler/von Hein, Europäisches Zivilprozessrecht, 9. Aufl Rauscher (Hrsg.), EuZPR/EuIPR, Brüssel I-VO (2011) 5. Handbücher - Nagel/Gottwald, Internationales Zivilprozessrecht, 7. Aufl Geimer, Internationales Zivilprozessrecht, 6. Aufl. 2009
3 3 3 Vorkommen des internationalen Zivilprozessrechts I. Vorkommen aus richterlicher und anwaltlicher Sicht 1. Herbeiführen einer deutschen Sachentscheidung oder 2. Zwangsvollstreckung aus einer ausländischen Entscheidung II. Die deutsche Sachentscheidung (Prüfungstypik) 1. Zulässigkeitsrahmen - Gerichtsbarkeit - Internationale, örtliche und sachliche Zuständigkeit a) Anwendungsbereich der EuGVO (Art.2 ff.; Jayme/ Hausmann Nr.160) b) EG-Verordnung in Ehesachen (EuEheVO (Jayme/Hausmann Nr.162) c) Lugano-Übereinkommen (2007) (Jayme/Hausmann Nr.152; betrifft vor allem die Schweiz) d) Autonomes Deutsches Recht ( 12 ff. ZPO analog; Gewohnheitsrecht) - Zustellungsfragen (EG-Zustellungsverordnung [ ]; Jayme/Hausmann Nr.224; Haager Zustellungsübereinkommen 1965; Jayme/Hausmann Nr.211) - Sonstige Verfahrensfragen, z.b. Partei- und Prozessfähigkeit; gesetzliche Vertretung; Prozessvollmacht 2. Begründetheitsrahmen - Anwendbares Recht (vor allem Rom I-VO, Rom II-VO; EGBGB) - Ermittlung des ausländischen Rechts ( 293 ZPO) - Beweisaufnahme im Ausland (EG-Beweisaufnahmeverordnung; Jayme/Hausmann Nr.225; Haager Übereinkommen über die Beweisaufnahme 1970; Jayme/ Hausmann Nr.212)
4 4 3. Anschließende Vollstreckung im Ausland III. Zwangsvollstreckung aus einer ausländischen Entscheidung; Anerkennungsfragen 1. Anwendungsbereich der EuGVO (Art.38 ff. - Jayme/Hausmann Nr Anwendungsbereich der EG-Verordnung in Ehesachen (Jayme/Hausmann Nr.162) 3. Lugano-Übereinkommen (Jayme/Hausmann Nr.152; betrifft vor allem die Schweiz) 4. Bilaterale Staatsverträge - vor allem Israel und Tunesien 5. Autonomes deutsches Recht ( 722, 723, 328 ZPO; vor allem von Bedeutung im Rechtsverkehr mit den USA und Kanada) 4 Einführungsfälle zur Zwangsvollstreckung aus ausländischen Entscheidungen in Deutschland Italiener I erwirkt vor einem römischen Gericht die Verurteilung des in Regensburg wohnhaften Deutschen D zur Zahlung von Euro. Was wird I unternehmen, wenn D lediglich in Deutschland Vermögen (Grundstück, Gemälde) hat? Wie voriger Fall, nur erwirkt Schweizer S vor einem Gericht in Zürich gegen D ein Urteil über die Zahlung von Schweizer Franken. Wie voriger Fall, nur erwirkt Israeli I vor einem Gericht in Tel Aviv gegen D ein Urteil. Wie voriger Fall, nur erwirkt Amerikaner A vor einem Gericht in New Orleans gegen D ein Urteil über die Zahlung von US- Dollar.
5 5 5 Vertiefungsfälle I. Die beiden Amerika-Entscheidungen des BGH 1. BGH NJW 1999, 3198 mit Anm. H.Roth ZZP 112 (1999) 483; Stürner/Bormann JZ 2000, BGHZ 118, 334 (Vollstreckungsurteil nach 722 ZPO; keine Prüfung der Gesetzmäßigkeit wegen 723 Abs.1; Anerkennungsvoraussetzungen nach 328; Prüfung der internationalen Zuständigkeit nach dem Spiegelbildprinzip; Problem der Mehrrechtsstaaten; Zustellung nach dem HZÜ 1965 [nicht ins Deutsche übersetzte Klageschriften; verbotene Direktzustellung; Heilungsmöglichkeiten]; Probleme des ordre public (punitive damages; American rule of costs; pretrial discovery; jury- System; Verbürgung der Gegenseitigkeit]) II. Art.5 Nr.1 EuGVO; 29 ZPO (Gerichtsstand des Erfüllungsorts) (Schack IZVR 5 Rdnr.290 ff.) (Überblick zur alten Rechtslage [BGH NJW-RR 2003, 1582]; Neuerungen der EuGVO; heutige Bedeutung von Art.57 CISG [Kropholler EuGVO 8 Art.5 Rdnr.31, 38]; autonome Festlegung des Erfüllungsorts; lex-causae-theorie des EuGH; Erfüllungsorte im synallagmatischen Vertrag; jetzt: einheitlicher Erfüllungsort bei Art.5 Nr.1b EuGVO) III. V. Klagen aus unerlaubter Handlung (Art.5 Nr.3 EuGVO; (EuGH Slg.1988, 5565 Kalfelis/Schröder ) 1. Handlungs- und Erfolgsort 2. Vertragsautonome Auslegung
6 6 3. Gerichtsstand des Sachzusammenhangs? BGHZ 132, 105, Persönlichkeitsverletzungen durch Internetveröffentlichungen BGH NJW 2012, 2197; EuGH NJW 2012, 137 (edate Advertising) IV. Internationale Zuständigkeit bei Verbrauchersachen 1. Die Regelung der Art.15, 16 EuGVO 2. Die Neuregelung der Artt.17, 18 EuGVO ab Die ratio des Art.15 Abs.1 Buchst.c EuGVO im Vergleich mit dem deutschen Verbraucherrecht 4. Die Ausrichtung der Tätigkeit nach Art.15 Abs.1 Buchst.c EuGVO (BGH NJW 2012, 455; EuGH NJW 2011, 505 ( Peter Pammer ) V. Revisibilität der internationalen Zuständigkeit ( 545 Abs.2 ZPO) VI. Der europäische Streitgegenstand; Probleme der Rechtshängigkeit nach Art.27 EuGVO (BGHZ 134, 201; BGH NJW 2002, 2795) ( Kernpunkttheorie des EuGH) VII. Gerichtsstandsvereinbarungen (Art. 23 EuGVO) (dazu Linke/Hau, IZVR 5 Rz. 221 ff.; Schack IZVR 5 Rz. 493 ff., 526 ff.) 1. Bedeutung des Art. 23 EuGVO 2. Autonome Auslegung der Vereinbarung 3. Sachlicher Anwendungsbereich
7 7 4. Persönlicher Anwendungsbereich (Bezug zu einem anderen Vertragsstaat?) 5. Form (Schriftlichkeit, halbe Schriftlichkeit, Gepflogenheiten, Handelsbrauch) 6. AGB-Problematik 7. Verhältnis zu den 38 ff. ZPO VIII. Parteifähigkeit von Gesellschaften 1. Sitztheorie und Gründungstheorie 2. Wichtige Entscheidungen: BGHZ 154, 189; 164, 151; 178, 192; 190, EU-Gründungen 4. US-amerikanische Gründungen 5. EWR-Gründungen 6. Schweizerische Gründungen IX. Ausschließliche Gerichtsstände 1. Probleme um Art.22 Nr.2 EuGVO (BGHZ 190, 244) 2. Unbewegliche Sachen (Art.22 Nr.1 EuGVO)
8 8 X. Abschaffung des Exequaturverfahrens 1. Die Rechtslage ab (EuGVO nf) 2. Der europäische Vollstreckungstitel 3. Das europäische Mahnverfahren 4. Die europäische Bagatellverordnung 6 Gerichtsstand der Streitgenossenschaft (Art. 6 Nr.1 EuGVO) 1. Vermeidung von Parallelverfahren 2. Anwendungsbereich (EuGH EuZW 2012, 838; NJW 2013, 1661) 3. Verhältnis zu Drittstaaten
(1) Die Europäische Gerichtsstands- und Vollstreckungsverordnung (EuGVO) (J/H 11 Nr. 160)
A. Verfahrensvoraussetzungen 1. Die Gerichtsbarkeit - 1 - I. Die Gerichtsbarkeit Schack IZVR 2 6; Geimer IZPR 2 Rn 371 ff.; Kegel/Schurig IPR 8 22 I; Firsching/v. Hoffmann IPR 5 3 R n. 13 ff; Kropholler
(a) Räumlicher Geltungsbereich (b) Sachlicher Geltungsbereich (c) Persönlicher Anwendungsbereich (d) Zeitlicher Anwendungsbereich
I. Die Gerichtsbarkeit - 26 - I. Die Gerichtsbarkeit Geimer IZPR 4, 3. Teil; Kegel/Schurig IPR 8 22 I; Schack IZVR 3 6; Stein/Jonas(-Schumann) Einl. XIV B. Dahlhoff, Durchsetzung zivilrechtlicher Ansprüche
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 Art.57
 Art.5
 Art.5
 BGH 
 EuGH 
 Art.15
 Art.15
 Art.15
 EuGH 
 Art.27
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 Art. 23
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 Art. 5
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 BGH