Source: https://www.judicialis.de/Finanzgericht-N%C3%BCrnberg_I-17-2000_Urteil_27.07.2004.html
Timestamp: 2020-08-09 22:49:13+00:00

Document:
Finanzgericht Nürnberg, Urteil vom 27.07.2004 mit dem Az.: I 17/2000
Aktenzeichen: I 17/2000
lm Rahmen von Außenprüfungen, die sich lt. Prüfungsanordnungen vom 19.10.1987 und 17.02.1992 u.a. auf die Körperschaftsteuer 1983 bis 1986 und 1987 bis 1990 erstreckten, wurde hinsichtlich der Aufwendungen für die Segelyacht Folgendes festgestellt:
Die Yacht wurde von 1977 bis 1979 von einer norddeutschen Werft erbaut und gehörte zum Anlagevermögen der KG. Sie wurde am 06.11.1979 unter dem Namen "X" in das Schiffsregister beim Amtsgericht B eingetragen. Das Schiff wurde aus Aluminium gefertigt, hatte eine Länge von 13,69 m, eine Breite von 4,28 m und eine Tiefe von 2,12 m. Die Bruttoregistertonnen beliefen sich auf 23,71; die Maschinenleistung betrug 80 PS (Dieselmotor). Nach Probefahrten in Nord- und Ostseegewässern wurde sie zu. Beginn der Segelsaison 1980 in das Mittelmeer überführt und dort endgültig in Betrieb genommen. Im Dezember 1981 wurde hierfür ein Liegeplatz in einem Mittelmeerhafen in Frankreich erworben. Für die Yacht und die mit ihr in Zusammenhang stehenden Wirtschaftsgüter ermittelte das Finanzamt Herstellungs- bzw. Anschaffungskosten in Höhe von 910.770 DM.
Zur Berechnung der festgesetzten Körperschaftsteuer, der Feststellungen nach § 47 KStG und des verwendeten Eigenkapitals wird auf die Änderungsbescheide zur Körperschaftsteuer und zur gesonderten Feststellung der Besteuerungsgrundlagen gemäß § 47 KStG vom 20.09.1999 und 13.10.1999 verwiesen. Im übrigen blieben die Einsprüche ohne Erfolg; insoweit wird auf die Einspruchsentscheidung vom 17.12.1999 verwiesen.
Der Bau und die Nutzung der Yacht dienten der Personalentwicklung und seien daher betrieblich veranlasst. Die Entscheidung zum Bau des Schiffes sei 1976 gefallen, als es äußerst schwierig gewesen sei, geeignetes Fachpersonal zu finden. Neben der Möglichkeit einer Eigenentwicklung des Hubkiels und der Motorkiste habe A das Schiff als Instrument der Motivation und Ausbildung der Mitarbeiter betrachtet. In entspannter, spielerischer Atmosphäre sollten die Mitarbeiter Gemeinschaftssinn entwickeln und den Nutzen vorausschauender Wartungs- und Pflegearbeiten erkennen und auf ihre Tätigkeit innerhalb des Unternehmens übertragen. Mit dem Verzicht auf Luxus und der Ausrichtung auf eine Nutzung durch möglichst viele Mannschaftsmitglieder sollten die Bildung eingespielter, leistungsfähiger Gruppen trainiert und die Mitarbeiter motiviert werden. Ein Segelschiff verkörpere n stark vereinfachter Form einen betrieblichen Organismus, so dass die aktive Übernahme von Verantwortung und Teamfähigkeit besonders anschaulich eingeübt werden könne. Ein gechartertes Schiff habe diese Anforderungen nicht erfüllen können, da dort keine laufenden Reparatur- und Wartungsarbeiten hätten ausgeführt werden können.
Die Klägerin hat beantragt, die Körperschaftsteuerbescheide für 1983 und 1984 vom 20.09.1999 und für 1985 bis .1990 vom 13.10.1999 jeweils in Gestalt der Einspruchsentscheidung vom 17.12.1999 dahingehend zu ändern, dass nur eine vGA von
Über die Nutzung der Yacht hat die Klägerin dem Finanzamt Aufstellungen mit folgenden Angaben vorgelegt:
Bootsnutzung 1982 KW 1-12|Winterlager und diverse Reparaturen bei Fa. KW 13|Schiff zu Wasser gelassen und segelklar gemacht KW 14-15|H. B, H. L, H. B Fahrt L - La R KW 16-19|Reise H. b KW 20-21|frei KW 22-23|Pfingstreise A KW 24-25|H. r, H. s KW 26-27|frei KW 28|Reparatur Kühlanlage KW 29-30|Reise Lehrlinge KW 31-34|H. B, H. E, H. F, H. H,H. P,H. St KW 35-36|Reise H. P KW 37-39|frei KW 40-41|Fahrt La R - L H. B, H. L, H. L, H. St, H. W KW 42-52|Winterlager und Reparaturen bei Fa.
Bootsnutzung 1983 KW 1-12|Winterlager bei in L/ltalien KW 13|Rep. KW 14-16|Frei KW 17|Rep. KW 18|H. L, H. B, H. B, H. K, H. F KW 19|Rep. KW 20|frei KW 21-22|H. L, Frau L, H. B, Frau B, Sohn T KW 23-24|frei KW 25|H. B, Hr. B, H. H, H. R KW 26|frei KW 31-33|Fam. A KW 34-41|frei KW 42|H. L, H. B, H. H, H. B, H. K, H. F KW 43-45|frei KW 46-47|Rep. in L KW 48-52|Winterlager in L/ltalien
Keine Fahrten mit den Lehrlingen, da erst das Problem mit den französischen Zollbehörden wegen Bezahlung der Einfuhrumsatzsteuer geklärt werden musste.
Bootsnutzung 1984 KW 1-7|Winterlager in L/ltalien KW 8|Rep. KW 9-13|Winterlager KW 14|Rep. KW 15|frei KW 16|Rep. KW 17-20|frei KW 21-23|Fam. A KW 24-26|frei KW 27-28|1. Gruppe Lehrlinge SCH, ST, SCH, T, Z, N, Begleiter, H. B KW 29|frei KW 30-31|2. Gruppe Lehrlinge M, S, St Begleiter H B KW 32-33|H. B, Fr. Bl, H. W mit Frau G und Sohn A KW 34|H. St, Frau St, Sohn C KW 35-37|frei KW 38|Rep. KW 39-40|H. R, Frau R Fr. Sp, H. Sp H. U, Frl. St H. Z, Frl. D KW 41-46|frei KW 47|Rep. KW 48-52|Winterlager in L/Frankreich
Bootsnutzung 1985 KW 1-7|Winterlager in La R KW 8|Rep. KW 9-13|Winterlager in L KW 14|Rep. KW 15|H. St, Frau St, Frl. St KW 16-17 frei KW 16-17|frei KW 18|H. SCH, H. R K, H. B. H. H u. H. L KW 19|frei KW 20|Rep. KW 21|frei KW 22-23|H. R, Frau R u. Sohn A, Frl. G, Frl. S, H. Sp u. Frau Sp KW 24-29|frei KW 30-31|1.Gruppe Lehrlinge L, S, T,S, MBegleiter: H. W KW 32-33|H. S, H. A, Frl. Sch, Frl. Sc, Frl. Sc, H. KW 34-35|2. Gruppe Lehrlinge H. S, M, C,D, ZBegleiter: H. B KW 36-37|Fam. A KW 38-46|frei KW 47|Rep. KW 48-52|Winterlager in La R/
Bootsnutzung 1986 KW 1-3|Winterlager u. diverse Rep. bei Firmain La R/ KW 4|Verschied. Reparaturen KW 5-11|frei KW 12-13|Verschied. Reparaturen KW 14-16|frei 18.4.-20.4.|Reparatur KW 17|frei 27.4.-30.4.|Reparaturen KW 18-19|H. LH. B KW 20-21|frei KW 22|H. LH. H, H. D, H. L,H. H jun., H. R, H. B KW 23-25|frei KW 26-27|Fam. SpFam. B KW 28-29|frei KW 30-31|1. Gruppe Lehrlinge L, M, F, F M, F Begleiter H. W KW 32|frei KW 33 2.|Fam. F V, B KW 34-35|Gruppe Lehrlinge Z, Sch, T, C, Begleiter H. B KW 36-37|Fam. A KW 38-45|frei KW 46|Versch. Reparaturen KW 47-52|Winterlager bei Fa. in La R/
Bootsnutzung 1987 KW 1-12|Winterlager u. diverse Rep. bei Firma in La R/ KW 13|Versch. Reparaturen KW 14-17|frei KW 18|Versch. Reparaturen KW 19-21|frei KW 22|H. L,H. H, H. D, H. L,H. H jun., H. R, H. B KW 23|frei KW 24-25|Fam. M |H. L M, W M, P KW 26-27|Fam. Sp |Fam. B KW 28-29|frei KW 30-31|1. Gruppe Lehrlinge T, F, R, M Begleiter: H. B KW 32-33|H. Do, Fam. E,H. F, Frl. Sch,D KW 34-35|2. Gruppe LehrlingeSch, F, L,L, K, F Begleiter: H. W KW 36-38|Fam. A KW 39-46|frei KW 47|versch. Rep. KW 48-53|Winterlager bei Fa. in La R
Bootsnutzung 1988 KW 1-11|Winterlager und Reparaturen auf der Werft in La R/ KW 12|Verschiedene. Reparaturen KW 13-17 frei KW 18|Verschiedene Reparaturen KW 19|H. L, H. H, H. D,H. L, H. H jun., H. R, H. B KW 20-21|Frei KW 22-23|Fam. Sp, Fam. B KW 24-25|Fam. L, Fam. B KW 26|Fam. L KW 27|Frei KW 28-29|1. Gruppe Lehrlinge T, M, Schr, Str, R Begleiter: H. H KW 30-31|Frei KW 32-33|2. Gruppe LehrlingeK, F, K, Sch, O Begleiter: H. W KW 34-41|Frei KW 42|Versch. Reparaturen KW 43-52|Frei
Bootsnutzung 1989 KW 1-13|Winterlager KW 14|Verschiedene Reparaturen KW 15-18|frei KW 20-21|Fam. Sp, Fam. B KW 22|Frei KW 23|H. L, H. H, H. D, H. L,H. H jun., H. R, H. B KW 24-25|Frei KW 26-28|Verschiedene Reparaturen auf der Werft T in A KW 29-30|1. Gruppe Lehrlinge K, F, K,O, Sch, Begleiter: H. Z KW 31-32|H. F mit Bekannten KW 33|Fam. St KW 34-35|2. Gruppe LehrlingeR, Str, G,UBegleiter: H. W KW 36-43|Frei KW 44-52|Winterlager
Weiterhin hat die Klägerin dem Gericht Übersichten über die Bootsbelegung übergeben:
Bootsnutzung 1982 Datum|Tage|Personen|Namen 27.01.82-31.01.82|5|2|Hr. H, Hr. L 23.03.82-29.03.82|7|2|Hr. B, Hr. L 07.04.82-16.04.82|10|7|Hr. B, Fr. B und Sohn, Hr. L, Fr. L, Hr. B, Fr. B 28.05.82-11.06.82|15|2|Hr. A, Fr. A 17.06.82-22.06.82|6|2|Hr. R, Hr. Sch 11.07.82-14.07.82|4|2|Hr. W, Hr. L 19.07.82-31.07.82|13|6|Lehrlinge 01.08.82-20.08.82|20|6|Hr. B, Hr. E, Hr. F, Hr. P, Hr. H, Herr St* 02.10.82-13.10.82|12|6|Hr. L, Hr. St mit Sohn, Hr. Br, Hr. W, Hr. L 13.11.82-20.11.82|8|2|Hr. V, Hr. L Summe|100||
Bootsnutzung 1983 Datum|Tage|Personen|Namen 27.02.83-05.03.83|7|3|Hr. V, Hr. W, Hr. L 24.03.83-27.03.83|4|3|Hr. V, Hr. W, Hr. L 23.04.83-29.04.83|7|4|Hr. B, Hr. W, Hr. V, Hr. L 12.05.83-13.05.83|2|4|Hr. L, Hr. B, Hr. B, Hr. K 21.05.83-27.05.83|7|5|Hr. L, Fr. L, Hr. B, Fr. B, Sohn B 16.06.83-19.06.83|4|4|Hr. R, Hr. B, Hr. B, Hr. H 29.07.83-19.08.83|22|2|Hr. A, Fr. A 22.10.83-26.10.83|5|5|Hr. L, Hr. B, Hr. H, Hr. B, Hr. K 13.11.83-18.11.83|6|2|Hr. W, Hr. L 30.11.83-01.12.83|2|2|Hr. A, Hr. L Summe|66||
Bootsnutzung 1984 Datum|Tage|Personen|Namen 20.02.84-24.02.84|5|2|Hr. W, H r. L 02.04.84-06.04.84|5|2|Hr. W, H r. L 06.04.84-14.04.84|8|1|Hr. W 10.06.84-22.06.84|13|2|Hr. A, Fr. A 01.07.84-13.07.84|13|7|Lehrlinge, Hr. Sch, Hr. St, Hr. Sch, Hr. T, Hr.Z, Hr. N, Hr. B/Begleiter 21.07.84-03.08.84|14|4|Lehrlinge: Hr. M, Hr. S, Hr. St, Hr. B/Begleiter 03.08.84-17.08.84|14|5|Hr. B, Fr. B, Hr. W, Sohn W 18.08.84-25.08.84|8|3|Hr. St, Fr. St, Sohn St 15.09.84-16.09.84|2|1|Hr. A 18.09.84-22.09.84|5|2|Hr. L, Hr. W 22.09.84-30.09.84|8|8|Hr. R, Fr. R, Fr. Sp, Hr. Sp, Hr. U, Fr. St, Hr. Z, Fr. D 19.11.84-25.-11.84|7|2|Hr. W, Hr. L Summe|102||
Bootsnutzung 1985 Datum|Tage|Personen|Namen 16.02.85-22.02.85|7|2|Hr. W, Hr. L 29.03.85-03.04.85|6|2|Hr. W, Hr. L 05.04.85-06.04.85|2|3|Hr. St, Fr. St und Tochter St 01.05.85-04.05.85|5|5|Hr. Sch, Hr. R, Hr. B, Hr. H, Hr. L 15.05.85-20.05.85|6|2|Hr. W, Hr. L 25.05.85-07.06.85|14|7|Hr. R, Fr. R und Sohn, Fr. G, Fr. Sch, Hr. Sp, Fr. Sp 22.07.85-01.08.85|11|6|Lehrlinge: Hr. L, Hr. St, Hr. T, Hr. Sch, Hr. M,Hr. W/Begleiter 05.08.85-16.08.85|12|6|Hr. SchR., Fr. SchR., Fr. SchK., Hr. A, Fr. SchI., Hr. W 17.08.85-30.08.85|14|6|Lehrlinge: Hr. St, Hr. M, Hr. C, Hr. D, Hr. Z, Hr. B/Begleiter||| 31.08.85-12.09.85|13|1|Hr. H-J A 14.09.1985|1|1|Hr. A 17.11.85-22.11.85|6|2|Hr. W, Hr. L Summe|97||
Bootsnutzung 1986 Datum|Tage|Personen|Namen 19.01.86-25.01.86|7|3|Hr. L, Hr. W, Hr. V 09.02.86-14.02.86|6|2|Hr. W, Hr. J 19.03.86-27.03.86|9|3|Hr. L, Hr. W, Hr. V 18.04.86-20.04.86|3|2|Hr. L, Hr. W 27.04.86-29.04.86|3|2|Hr. L, Hr. W 02.05.1986|1|1|Hr. A 03.05.86-10.05.86|8|1|Hr. B 28.05.86-31.05.86|4|7|Hr. L, Hr. L, Hr. R, Hr. B, Hr. H, Hr. H jun., Hr. D 21.06.86-04.07.86|11|4|Hr. Sp, Fr. Sp, Hr. B, Fr. B 20.07.86-01.08.86|12|6|Lehrlinge: Hr. L, Hr. M, Hr. F, Hr. F, Hr.F, Hr. W/Begleiter 07.08.86-16.08.86|10|4|Hr. F, Fr. F, Hr. V, Hr. B 17.08.86-29.08.86|13|6|Lehrlinge: Hr. Scht, Hr. Z, Hr. Ch, Hr. T, Hr. H, Hr. W/Begleiter 31.08.86-13.09.86|14|3|Hr. A, Fr. A, Tochter X 09.11.86-15.11.86|7|2|Hr. L, Hr. W Summe|108||
Bootsnutzung 1987 Datum|Tage|Personen|Namen 27.04.87-30.04.87|4|2|Hr. L, Hr. W 23.05.87-30.05.87|8|6|Hr. D, Hr. H, Hr. H jux., Hr. R, Hr. B, Hr. L 06.06.87-18.06.87|12|5|H. M, W. M, L. M, S. M, Fr. P 18.06.87-03.07.87|16|4|Fr. SB, Hr. SB, Fr. B, Hr. B 18.07.87-31.07.87|14|5|Lehrlinge: Hr. T, Hr. F, Hr. R, Hr. M, Hr. Begleiter 01.08.87-15.08.87|15|6|Hr., Fr. Sch, Fr. D, Hr. E, Fr. E, Fr. D 15.08.87-27.08.87|12|6|Lehrlinge: Hr. Sch, Hr. F, Hr. L, Hr. K, Hr. F, Hr. W/Begleiter 29.08.87-17.09.87|19|2|Hr. A, Fr. A 15.11.87-21.11.87|7|2|Hr. L, Hr. W Summe|107||
Bootsnutzung 1988 Datum|Tage|Personen|Namen 20.03.88-27.03.88|8|3|Hr. V, Hr. W, Hr. L 01.05.88-07.05.88|7|3|Hr. V, Hr. W, Hr. L 07.05.88-13.05.88|6|7|Hr. D, Hr. R, Hr. B, Hr. H, Hr. H jux., Hr. L, Hr. L 28.05.88-10.06.88|14|4|Hr. S, Fr. SB, Hr. B, Fr. B 12.06.88-24.06.88|13|3|Hr. B, Fr. B, Fr. L 29.06.88-06.07.88|8|2|Hr. D, Fr. L 08.07.88-20.07.88|13|5|Lehrlinge: Hr. M, Hr. M, Hr. Sch, Hr. St., Hr. R, Hr. H/Begleiter 04.08.88-18.08.88|15|6|Lehrlinge: H.. K, Hr. F, Hr. K, Hr. Sch, Hr. O, Hr.W/Begleiter 20.10.88-24.10.88|5|2|Hr. W, Hr. L Summe|89||
Bootsnutzung 1989 Datum|Tage|Personen|Namen 02.04.89-09.04.89|8|4|Hr. W, Hr. V, Hr. W, Hr. L 14.05.89-25.05.89|12|5|Hr. SB, Fr. SB, Sohn SB, Hr. B, Fr. B 03.06.89-08.06.89|6|7|Hr. L, Hr. H, Hr. H jun., Hr. D, Hr. L, Hr. R, Hr. B 30.07.89-10.08.89|12|4|Hr. F, Fr. F, Hr. Ü, Fr. Ü 11.08.89-17.08.89|7|5|H.. St, Fr. St, Sohn und beide Töchter St 19.08.89-25.08.89|7|6|Lehrlinge: Hr. R, Hr. St, Hr. G, Hr. Sch, Hr. U, Hr. W/Begleiter 03.09.89-13..08.89|11|6|Lehrlinge: Hr. K; Hr. F, Hr. Klaus, Hr. O, Hr. Z/Begleiter, Hr. Th Z 27.11.89-03.12.89|7|2|Hr. W, Hr. L Summe|70||
22.03.1982 Bestätigung der Teilnahme am Flugtag in A am xx.82 Hinweis an Herrn H wegen geringer verbleibende. Betriebszeit des Motors
03.04.1985 Absage an Sch wegen zu großer Entfernung
Die Finanzgerichtsakten III 319/88, III 320/88 und I 78/97 (vormals I 34/90) des Finanzgerichts Nürnberg sind zum Verfahren hinzugezogen worden. Wegen der weiteren Einzelheiten wird auf die Akten des Finanzamts und des Finanzgerichts Bezug genommen.
Unterhält eine Kapitalgesellschaft im Interesse eines oder mehrerer Gesellschafter ein Wirtschaftsgut und entstehen ihr nur aus diesem Anlass Verluste, ohne dass sich der oder die Gesellschafter zu einem Verlustausgleich zuzüglich der Zahlung eines angemessenen Gewinnaufschlags verpflichtet haben. So ist in dem Verzicht auf die Vereinbarung eines Aufwendungsersatzanspruchs in Höhe des im jeweiligen Veranlagungszeitraum angefallenen Verlustes zuzüglich eines angemessenen Gewinnaufschlags eine vGA i.S. des § 8 Abs. 3 Satz 2 KStG und eine andere Ausschüttung i.S. des § 27 Abs. 3 Satz 2 KStG anzunehmen. Unter Berücksichtigung des Verhaltens eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters liegt dann regelmäßig eine verhinderte Vermögensmehrung vor. Dieser würde von Personen, die weder mit der Gesellschaft noch mit dem Gesellschafter verbunden sind, hierfür ein Entgelt verlangen, das neben der Kapitalverzinsung den Preis berücksichtigt, der am Markt gefordert und erzielt werden könnte (BFH-Urteile vom 19.03.1975 I R 137/73, BStBl II 1975, 722). Etwas anderes gilt nur, wenn die Unterhaltung eines Wirtschaftsgutes (Verlustbereiches) im betrieblichen Interesse der Gesellschaft und nicht gleichzeitig im Interesse einzelner oder mehrerer Gesellschafter liegt (BFH-Urteil in BFH/NV 1997, 190).
Gegenüber einem fremden Dritten wäre nach dem Maßstab des Handelns eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters der Verzicht auf einen Aufwendungsersatzanspruch nur dann vorstellbar, wenn diesem ein Vorteil für die Kapitalgesellschaft gegenübersteht (sog. Vorteilsausgleich, BFH-Urteil vom 08.06.1977 I R 95/75, BStBl II 1977, 704). Die Frage eines Vorteilsausgleichs kommt bei einem beherrschenden Gesellschafter jedoch nur in Betracht, wenn im voraus getroffene klare und eindeutige Vereinbarungen vorliegen, aus denen sich der synallagmatische Charakter von Leistung und Gegenleistung ergibt (BFH-Urteil vom 07.12.1988 I R 25/82, BStBl II 1989, 248). Jedem Gesellschafter - insbesondere aber jedem beherrschenden Gesellschafter - steht es frei, seiner Gesellschaft Vorteile aller Art als verlorenen Gesellschafterzuschuss zuzuführen. Die Nutzungsüberlassung eines Gebäudes oder wie hier eines gesamten Betriebes zu einem unangemessenen niedrigen Entgelt durch einen beherrschenden Gesellschafter an seine Gesellschaft sagt deshalb nichts darüber aus, ob der Nutzungsvorteil als Vorteilsausgleich oder aber als verlorener Gesellschafterzuschuss gewährt wird. Dann aber kann von einem Vorteilsausgleich steuerrechtlich nur ausgegangen werden, wenn er als solcher von vornherein klar und eindeutig vereinbart wurde. Andernfalls hätten Gesellschafter und Gesellschaft es jeweils in der Hand, sich im Nachhinein für die günstigere Gestaltung zu entscheiden. Fehlt es deshalb an einer von vornherein abgeschlossenen, klaren und eindeutigen Vereinbarung, so muss zu Lasten der Gesellschaft und des Gesellschafters von einem verlorenen Gesellschafterzuschuss ausgegangen werden, der die Annahme einer verdeckten Gewinnausschüttung nicht ausschließt.
Bei der Ermittlung des Nutzungsanteils wurden die Reparaturzeiten im Anschluss .und in Vorbereitung auf das Winterlager sowie, wenn sie während der Segelsaison anfielen, nicht einbezogen, da das Schiff den Nutzern dann nicht zur Verfügung stand. Die für eine Segelsaison berechneten Nutzungsanteile wirkten sich daher jeweils in dem am 31.03. des Folgejahres endenden Wirtschaftsjahr aus.
Es kann im Streitfall dahinstehen, ob die Hinzurechnung einer vGA zum Einkommen es ausschließt, in sachlichem Zusammenhang hierzu entstandene nichtabzugsfähige Betriebsausgaben nach. § 4 Abs. 5 EStG noch einmal gewinnerhöhend zu berücksichtigen, da weder die Aufwendungen für die Segelyacht noch die für die Doppeldeckerflugzeuge unter § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 4 EStG fallen. Es kann daher offen bleiben, ob beide Vorschriften gleichrangig nebeneinander, nicht aber kumulativ anwendbar sind, wenn sie zum gleichen Ergebnis führen (so BFH in BFH/NV 1997, 190) oder ob § 8 Abs. 3 KStG die speziellere Norm vor § 4 Abs. 5 Satz 1 EStG darstellt (so Wassermeyer, a.a.O.). Eine doppelte Gewinnerhöhung wäre aus systematischen Gründen wohl nicht ausgeschlossen, da die vGA in dem Verzicht auf die Vereinbarung eines Aufwendungsersatzanspruchs liegt, also einer verhinderten Vermögensmehrung auf Seite der Betriebseinnahmen, wohingegen § 4 Abs. 5 EStG die Abzugsfähigkeit von Betriebsausgaben regelt. Eine sachgerechte Lösung könnte sich auch eröffnen, wenn danach differenziert wird, ob Aufwendungen durch den Betrieb (dann § 4 Abs. 4 bis 7 EStG) oder durch das Gesellschaftsverhältnis (dann § 8 Abs. 3 KStG) veranlasst sind. Der Ansatz eines nicht vereinbarten Aufwandsersatzanspruchs und eines Gewinnzuschlags hierauf wäre dann entbehrlich.
Aufgrund des nicht unerheblichen Rechenaufwandes wird dem Finanzamt nach § 100 Abs. 2 Satz 2 und 3 FGO aufgegeben, die festzusetzenden und festzustellenden Beträge nach Maßgabe dieser Urteilsgründe zu ermitteln.
Die Kosten des Verfahrens haben die Beteiligten im Verhältnis ihres Obsiegens und Unterliegens zu tragen (§ 136 Abs. 1 FGO). Die Tätigkeit eines Bevollmächtigten im Vorverfahren diente der zweckentsprechenden Rechtsverfolgung (§ 139 Abs. 3 Satz 3 FGO).

References: § 47
 § 47
 § 8
 § 27
 § 4
 § 4
 § 8
 § 4
 § 4
 § 4
 § 8
 § 100