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Timestamp: 2018-07-23 07:45:25+00:00

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Häufige Fragen zur Ausbildung - Abheber Ostwestfalen
Was muss alles in einen Arbeitsvertrag hinein? Wie lange verläuft die Probezeit? Welche Perspektiven gibt es nach dem Abschluss der Ausbildung? Und wie viel verdient ein Auszubildender überhaupt? Antworten auf diese und viele weitere Fragen rund um das Thema „Ausbildung“ findest Du hier.
Ausbildungsvertrag, Probezeit und Gehalt
Die meisten staatlich anerkannten Ausbildungsberufe – aktuell etwa 350 – sind nach dem dualen System aufgebaut. „Dual“ heißt, die Ausbildung ist zweigliedrig: In der Berufsschule erlernst du das theoretische Fachwissen, im Betrieb praktische Kenntnisse und Fertigkeiten.
Der Film auf unserem Blog erklärt in wenigen Bildern das Prinzip der Dualen Ausbildung.
Warum eine Probezeit, und was ist das?
Die Probezeit ist eine Bedenkzeit für den Auszubildenden, ob er die richtige Entscheidung bei seiner Berufswahl getroffen hat und für den Betrieb, ob der Auszubildende für den Beruf geeignet ist und sich in das Betriebsgeschehen einpasst.
Während der Probezeit kann das Berufsausbildungsverhältnis von jeder Seite ohne Einhaltung einer Frist und ohne Angabe von Gründen schriftlich gekündigt werden. Eine Probezeit sollte daher sorgfältig genutzt werden, damit beide Seiten ausreichend beurteilen können, ob sich der Auszubildende und der Betrieb für die Dauer der Ausbildung auch verstehen werden.
Wie viele Monate beträgt meine Probezeit bei der Berufsbildung?
Die Probezeit muss mindestens einen Monat und darf höchstens vier Monate betragen (§ 20 BBiG). Die Vereinbarung einer kürzeren oder längeren Frist ist gemäß § 25 BBiG unwirksam. Etwas anderes gilt nur dann, wenn die Parteien des Ausbildungsverhältnisses für den Fall, dass die Ausbildung für längere Zeit unterbrochen wird, eine Verlängerung der Probezeit vereinbaren. Im Ausbildungsvertrag kann demgemäss vereinbart werden, dass sich die viermonatige Probezeit bei einer Unterbrechung der Ausbildung um mehr als einen Monat entsprechend verlängert.
Was muss ich bei meinem Ausbildungsvertrag beachten?
Der Vertrag steht am Anfang des Berufsausbildungsverhältnisses. Das Berufsbildungsgesetz (BBiG) schreibt vor, den wesentlichen Inhalt des Vertrages zwischen Ausbildenden und Auszubildenden schriftlich niederzulegen. Mindestens im Vertrag zu stehen hat:
Die sachliche und zeitliche Gliederung sowie Art und Ziel der Berufsausbildung, insbesondere die Berufstätigkeit, für die ausgebildet werden soll
Dieser Vertrag ist vom Ausbildenden, dem/der Auszubildenden und bei Jugendlichen auch von deren Eltern zu unterschreiben. Nachdem der Vertrag bei unserer IHK eingetragen worden ist, erhalten die Vertragspartner je eine Ausfertigung. Adressenänderungen müssen der IHK unverzüglich mitgeteilt werden.
Die Höhe der Ausbildungsvergütung kann ganz unterschiedlich sein und richtet sich nach der Branche des ausbildenden Unternehmens. Für die meisten Branchen gibt es tarifliche Regelungen. Ein Betrieb muss aber nur dann die im Tarifvertrag angegebene Ausbildungsvergütung zahlen, wenn er entweder tariflich gebunden ist oder der Tarifvertrag für allgemeinverbindlich erklärt wurde. Ist dies nicht der Fall, gilt der in der Branche verwendete Tarifvertrag als Richtschnur. Die Vergütung muss jedenfalls angemessen sein. Eine Unterschreitung um mehr als 20 Prozent ist in der Regel nicht mehr angemessen.
Auskünfte über aktuelle tarifliche Ausbildungsvergütungen gibt es beim Tarifregister des Landes NRW. In jedem Fall sollte darauf geachtet werden, dass alle Auszubildenden eines Betriebes die gleiche Vergütung erhalten, unabhängig vom Ausbildungsberuf.
Eine Verkürzung der Ausbildungszeit führt nicht dazu, dass die Ausbildungsvergütung für das zweite bzw. dritte Ausbildungsjahr um den Verkürzungszeitraum früher gezahlt werden muss. Anders verhält es sich, wenn der Besuch des schulischen Berufsgrundbildungsjahres oder einer Berufsfachschule auf die festgelegte Ausbildungszeit angerechnet wird. Dann muss die Ausbildungsvergütung für das zweite bzw. dritte Ausbildungsjahr bereits um den Anrechnungszeitraum früher gezahlt werden.
Im Berufsausbildungsvertrag muss die konkrete Dauer des Urlaubs vereinbart werden. Die zeitliche Festlegung des Urlaubs ist im Grundsatz Sache der Ausbildenden. Dabei haben Sie Wünsche des Auszubildenden zu berücksichtigen. Der gesetzliche Mindesturlaub wird sowohl im Jugendarbeitsschutzgesetz als auch im Bundesurlaubsgesetz in Werktagen angegeben. Werktage sind alle Kalendertage, die nicht Sonntage oder gesetzliche Feiertage sind (§ 3 Abs. 2 BurlG). Der Samstag zählt also als Werktag und damit als Urlaubstag auch dann, wenn er kein Arbeitstag ist. Etwas anderes gilt, wenn Urlaub nach Arbeitstagen vereinbart wird.
Bei der Berechnung des Urlaubs ist das Alter zugrunde zu legen, das der Beschäftigte zu Beginn des Kalenderjahres hat. Der Jugendliche erhält für das Kalenderjahr, in dem er 18 Jahre alt wird, noch Urlaub nach dem Jugendarbeitsschutzgesetz. Für Jugendliche ist die Mindestdauer des Urlaubs nach dem Lebensalter gestaffelt:
unter 16jährige erhalten 30 Werktage
unter 17jährige erhalten 27 Werktage
unter 18jährige erhalten 25 Werktage
Wer zu Beginn des Kalenderjahres 18 Jahre alt ist, erhält Urlaub nach dem Bundesurlaubsgesetz. Dieser beträgt mindestens 24 Werktage. Bei der Berechnung der tatsächlichen Höhe des Urlaubs sind die tariflichen Regelungen und Betriebsvereinbarungen zu beachten. Der Urlaub sollte innerhalb der Berufsschulferien genommen werden.
Den vollen Urlaubsanspruch erwerben Jugendliche und Erwachsene erstmalig nach sechsmonatigem Bestehen des Ausbildungsverhältnisses (§ 4 BUrlG). Bei Berufsausbildungsverhältnissen, die spätestens am 1. Juli beginnen, endet die Wartezeit am 31. Dezember, so dass Auszubildende in diesem Jahr Anspruch auf den vollen Jahresurlaub haben (dies gilt auch, wenn die Beschäftigung möglicherweise nach 6 Monaten am 31. Dezember endet).
Kann das Ausbildungsverhältnis noch nach der Probezeit gekündigt werden?
Nach der Probezeit kann das Berufsausbildungsverhältnis nur aus folgenden Gründen gekündigt werden:
aus einem wichtigen Grund ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist: Der wichtige Grund muss grundsätzlich in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Berufsausbildungsverhältnis stehen (§ 22 Abs. 2 Nr. 1 BBiG)
vom Auszubildenden mit einer Frist von 4 Wochen wegen Berufsaufgabe oder Berufswechsel (§ 22 Abs. 2 Nr. 2 BBiG)
Die Kündigung muss schriftlich mit Angabe des Kündigungsgrundes erfolgen (§ 22 Abs. 3 BBiG). Eine Ausfertigung der Kündigung ist bei der IHK einzureichen. Ebenso ist die Berufsschule zu informieren. Darüber hinaus kann das Ausbildungsverhältnis im beiderseitigen Einvernehmen durch einen Aufhebungsvertrag beendet werden. Minderjährige Auszubildende bedürfen der Zustimmung der gesetzlichen Vertreter/-innen.
Ein Grund muss in diesem Fall nicht angegeben werden
Ein Aufhebungsvertrag kann jederzeit ohne Einhaltung einer Frist vereinbart werden
Der Aufhebungsvertrag muss schriftlich erfolgen
Eine Ausfertigung ist der IHK einzureichen, und die Berufsschule ist zu informieren
Während der Ausbildung ins Ausland? Ist das möglich?
Ja, das neue Berufsbildungsgesetz (§ 2 Abs. 3, § 76 Abs. 3 BBiG) schafft für Auszubildende die Möglichkeit, einen Teil der Berufsausbildung im Ausland zu verbringen. Der Auslandsaufenthalt gilt hierbei als integraler Bestandteil der Berufsausbildung, ohne dass es eines Anerkennungsverfahrens bedarf. Das Ausbildungsverhältnis wird in dieser Zeit nicht unterbrochen. Bitte beachten Sie dabei die Informationen, die Sie im nebenstehenden Link (Auslandsaufenthalt) einsehen können und informieren sich bei Ihrem Ausbildungsberater.
Ich möchte mein Ausbildungsverhältnis verkürzen. Was muss ich tun?
Voraussetzung für die Verkürzung des Ausbildungsverhältnisses ist, dass der Auszubildende eine höhere Schulbildung mitbringt. Bei Auszubildenden mit Hochschulreife und Fachhochschulreife kann die Ausbildungszeit um ein Jahr abgekürzt werden. Bei Auszubildenden mit dem Abschluss der Realschule oder einem gleichwertigen Abschluss kann eine Abkürzung der Ausbildungszeit ein halbes Jahr betragen. Eine Verkürzung der Ausbildungszeit erfolgt nur auf gemeinsamen Antrag der Auszubildenden und Ausbildenden (§ 8 Abs. 1 BBiG).
Die Ausbildungszeit kann auch dann verkürzt werden, sofern eine Berufsausbildung vorangegangen ist sowie der vorherige Besuch eines schulischen Berufsgrundbildungsjahres bzw. einer einjährigen oder zweijährigen Berufsfachschule erfolgte. Die Verkürzung kann mit der Registrierung des Berufsausbildungsvertrages beantragt werden. Eine Verkürzung nach Beginn der Ausbildung ist ebenfalls möglich.
Das Berufsausbildungsverhältnis endet mit dem Ablauf der Ausbildungszeit (§ 21 Abs. 1 BBiG). Bestehen Auszubildende vor Ablauf der Ausbildungszeit die Abschlussprüfung, so endet das Berufsausbildungsverhältnis mit Bekanntgabe des Ergebnisses durch den Prüfungsausschuss (§ 21 Abs. 2 BBiG).
Bestehen Auszubildende die Abschlussprüfung nicht, so verlängert sich das Berufsausbildungsverhältnis auf ihr Verlangen bis zur nächsten Wiederholungsprüfung, allerdings höchstens um ein Jahr (§ 21 Abs. 3 BBiG).
Auszubildende können vor Ablauf der Ausbildungszeit zur Abschlussprüfung zugelassen werden, wenn ihre Leistungen dies rechtfertigen. Vor der Entscheidung sind durch die IHK der Ausbildende und die Berufsschule anzuhören (§45 Abs. 1 BBiG). Voraussetzungen für eine vorzeitige Zulassung sind:
die für die Abschlussprüfung relevanten Leistungen in der Berufsschule und im Betrieb müssen überdurchschnittlich, mindestens gut sein (Durchschnittsnote besser als 2,5)
die Ausbildungsinhalte aus der Ausbildungsordnung müssen im Wesentlichen bis zur Prüfung erworben sein
Ich habe meine Prüfung nicht bestanden. Wie oft kann ich sie wiederholen?
Die Abschlussprüfung kann im Falle des Nichtbestehens zweimal wiederholt werden. Bei nicht bestandener Prüfung werden der Prüfungsteilnehmer sowie der ausbildende Betrieb von der zuständigen Stelle informiert. Darin wird angegeben, in welchen Prüfungsteilen ausreichende Leistungen nicht erbracht worden sind und welche Prüfungsleistungen in einer Wiederholungsprüfung nicht mehr wiederholt zu werden brauchen (§ 37 Abs. 1 Satz 2 BBiG).
Die Wiederholungsprüfung kann frühestens zum nächsten Prüfungstermin wiederholt werden. Für die Anerkennung der Prüfungsleistungen gibt es zeitliche Beschränkungen. Die Anmeldung zur Wiederholungsprüfung muss innerhalb von zwei Jahren, gerechnet vom Tage der Beendigung der nicht bestandenen Prüfung an, erfolgen. Die Wiederholung der Prüfung ist kostenpflichtig.
Bei nicht bestandener Prüfung können Auszubildende verlangen, dass das Ausbildungsverhältnis bis zur nächstmöglichen Wiederholungsprüfung verlängert wird, höchstens jedoch um ein Jahr (§ 21 Abs. 3 BBiG). Die Teilnahme an der Wiederholungsprüfung ist allerdings nicht davon abhängig, dass das Ausbildungsverhältnis weiterbesteht. Grundsätzlich besteht bei einem verlängerten Ausbildungsverhältnis Schulpflicht.
Ich kann aus Krankheitsgründen an der Prüfung nicht teilnehmen. Was muss ich tun?
Wird ein Prüfling vor der Prüfung krank, kann er jederzeit zurücktreten, vorausgesetzt, dass der Rücktritt rechtzeitig vor Beginn der Prüfung und durch schriftliche Erklärung erfolgt. Diese ist bei der IHK einzureichen. Der Nachweis muss in der Regel durch ein ärztliches Attest geführt werden.
In diesem Fall gilt die Prüfung als nicht abgelegt. Der Prüfungsbewerber hat also noch uneingeschränkt die Möglichkeit, an der Prüfung teilzunehmen und eine eventuell nicht bestandene Prüfung zweimal zu wiederholen.
Gibt es besondere Regelungen für die Prüfung von Menschen mit einem Handicap?
Das Berufsbildungsgesetz schreibt vor, das die besonderen Verhältnisse behinderter Menschen bei der Prüfung berücksichtigt werden müssen (BBiG § 65 Abs. 2). Dies gilt insbesondere für die zeitliche und sachliche Gliederung der Ausbildung, die Dauer von Prüfungszeiten, die Zulassung von Hilfsmitteln und die Inanspruchnahme von Hilfeleistungen Dritter wie Gebärdensprachdolmetscher für hörbehinderte Menschen. Grundsätzlich sollte man in einem derartigen Fall rechtzeitig vor der Prüfung mit seinem Ausbildungsberater sprechen.
Das BiBB Bundesinstitut für Berufsbildung hat unter dem Titel „Nachteilsausgleich für behinderte Prüfungsteilnehmerinnen und Prüfungsteilnehmer” ISBN 978-3-7639-1026-7 ein Handbuch mit Fallbeispielen und Erläuterungen für die Prüfungspraxis veröffentlicht. Herausgeber ist der W. Bertelsmann Verlag GmbH & Co. KG.
Ich benötige eine Zweitschrift meines Ausbildungszeugnisses. Was muss ich tun?
Sofern die Prüfung in dem jeweiligen Ausbildungsberuf vor der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld abgelegt wurde, haben Sie die Möglichkeit, sich eine Ersatzurkunde anfertigen zu lassen. Der Service ist kostenpflichtig.
Berufsschule und Arbeitszeiten
Jeder Auszubildende ist bis zum Abschluss der Ausbildung verpflichtet, die Berufsschule zu besuchen. Die Anmeldung des schulpflichtigen Auszubildenden erfolgt durch den Ausbildungsbetrieb oder den Auszubildenden selbst, wenn das der Betrieb so festlegt. Viele Berufsschulen stellen auf ihrer Internetseite einen Anmeldebogen für die Berufsschule zum Download bereit. Erforderlich für die Anmeldung sind die Vorlage des Ausbildungsvertrages, eine Kopie des letzten Schulzeugnisses und eventuell Passbilder.
Muss ich nach der Berufsschule in meinen Ausbildungsbetrieb?
Das Bundesarbeitsgericht hat in einem Beschluss vom 23.03.2001 entschieden, wie die Anrechnung der Berufsschulzeit zu erfolgen hat. Demnach ist für Auszubildende über 18 Jahre eine Ausbildung im Betrieb nach dem Unterricht – auch an beiden Schultagen – zulässig. Die gesetzliche Höchstarbeitszeit von 48 Stunden darf aber nicht überschritten werden. Berufsschulunterricht (inkl. Pausen- und Wegezeiten zwischen Berufschule und Betrieb ersetzt die Ausbildungspflicht (BBiG § 15).
Auszubildende unter 18 Jahre dürfen an einem Berufsschultag mit mehr als fünf Unterrichtsstunden nicht mehr im Ausbildungsbetrieb beschäftigt werden. Ein zweiter Berufsschultag wird mit der Unterrichtszeit einschließlich der Pausen angerechnet. Nach dem Schulunterricht ist in diesem Fall eine Ausbildung im Betrieb zulässig. Die Fahrtzeit zwischen Berufsschule und Betrieb wird als Arbeitszeit angerechnet (JArbSchG § 9 Nr. 2).
Die Beschäftigung vor einem vor neun Uhr beginnenden Berufsschulunterricht ist für Auszubildende nicht zulässig (JarbSchG § 9 Nr. 1).
Wie verhält es sich bei Dienstreisen? Sind Fahrzeiten Arbeitszeiten?
Muss ich mir meine Ausbildungsmittel selbst besorgen?
Der Betrieb ist verpflichtet, dem Auszubildenden kostenlos die Ausbildungsmittel zur Verfügung zu stellen, die zur Berufsausbildung und zum Ablegen von Zwischen- und Abschlussprüfungen erforderlich sind. Zu den Ausbildungsmittel zählen neben den schriftlichen Ausbildungsnachweisen auch Arbeitskleidung (§14 Abs. 1 Nr. 3 BBiG). Der Betrieb ist jedoch nicht verpflichtet, den Auszubildenden auch Lernmittel, die für den Besuch der Berufsschule notwendig sind, kostenlos zur Verfügung zu stellen.
Wie kann die IHK bei Streitigkeiten zwischen Ausbildenden und Auszubildenden helfen?
Die Ausbildungsberater/-innen und Prüfungssachbearbeiter/-innen der IHK stehen in solchen Fällen gern zur Verfügung. Sollte es jedoch schwerwiegende Probleme zwischen dem Auszubildenden und dem Betrieb geben, kann ein Schlichtungsausschuss berufen werden. Dies kann der Fall sein, wenn z.B. Streit darüber herrscht, ob das Berufsausbildungsverhältnis noch besteht, etwa nach Ausspruch einer Kündigung, und wenn der Gekündigte diese Kündigung nicht gegen sich gelten lassen will. Der Schlichtungsausschuss kann sowohl vom Auszubildenden als auch vom Ausbildungsbetrieb angerufen werden und versucht, Streitigkeiten zu regeln, bevor sie vor dem Arbeitsgericht behandelt werden müssen.
Worauf müssen Ausbildungsbetrieb und Auszubildende achten, wenn das Unternehmen Insolvenz anmeldet oder Kurzarbeit anordnet?
Eine drohende Insolvenz oder der Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens ohne vollständige Einstellung des Geschäftsbetriebes ist kein Kündigungsgrund. Bevor irgendwelche Vereinbarungen mit dem Betrieb eingegangen werden, sollte der zuständige Ausbildungsberater der IHK hinzugezogen werden.

References: § 25
 § 76
 § 65
 § 15
 § 9
 § 9