Source: http://schoenbeck-borkum.de/Publikationen/Borkum%20Notarzteinsatzfahrzeug%20NEF.html
Timestamp: 2018-03-25 05:27:21+00:00

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NEF Notarzteinsatzfahrzeug Borkum
NEF : Notarzteinsatzfahrzeug Borkum
2002/2003 - Für die Rettung von Menschenleben ist der Zeitfaktor von entscheidender Bedeutung.
Deshalb gingen früher die Bemühungen dahin, die Verletzten oder Kranken umgehend mit einem Krankentransportfahrzeug (KTW) ins nächstgelegene Krankenhaus zu transportieren. Heute wird mehr Wert auf das frühestmögliche Eintreffen des Rettungsdienstes am Einsatzort gelegt, um eine gute ärztliche Erstversorgung am Unfall / Einsatzort und die ärztliche Begleitung des Patienten während des Transportes zu gewährleisten. Aus den Landesrettungsdienstgesetzen leiten sich die erforderlichen personellen und materiellen Ressourcen ab. Bei allen Bemühungen um die Patienten stellt jedoch die Hilfsfrist den wichtigsten Faktor dar. Die Hilfsfrist ist die Zeit vom Eingang der Notfallmeldung in der Rettungsleitstelle bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes am/beim Patienten Sie sollte aus medizinischen Gründen den Zeitraum von zehn bis fünfzehn Minuten nicht überschreiten. Diese Vorgaben werden vom Borkumer Rettungsdienst (DRK – Kreisverband Leer) und den äußerst gut ausgebildeten hauptamtlichen Rettungsassistenten gelöst und sogar unterschritten. Da ein Notarzteinsatzfahrzeug in/auf Borkum nicht zur Verfügung steht, wird der „Hausärztliche Notdienst“ bei allen Einsätzen der Ärzte ausschließlich durch die Benutzung der Privat- PKW durchgeführt und gewährleistet. Die Fahrzeuge sind deshalb mit dem Hinweisschild „Arzt im Dienst“ ausgestattet. Dieses Schild räumt dem Fahrzeugführer/in jedoch keine Sonderrechte im Straßenverkehr ein. Nach der STVO und der STVZO haben diese Fahrzeuge kein Sonderrecht/Wegerecht. Allerdings billigt die Rechtssprechung dem Sonderrechte in Anspruch nehmenden Fahrer/in eine riskante Fahrweise zu, wenn es sich um besondere schwere und im hohen Maß eilbedürftige Fälle handelt. Der Gesetzgeber hält die „Sonderrechtsnehmer“ aber nochmals dazu an, den übrigen Straßenverkehr (Borkum zu 90% aus 30 Km/h Zone und Spielstraßen – Schrittgeschwindigkeit) so wenig wie möglich zu beeinträchtigen und die Verkehrsvorschriften soweit es eben geht, einzuhalten. Nutzer von Sonderrechten sind nicht von der im Straßenverkehr unerlässlichen Sorgfaltspflicht entbunden. Wollen die Ärzte im „Hausnotärztlichen Notdienst“ von den Verkehrsregeln abweichen, müssen Sie stets prüfen, ob die Verkehrssituation dies zulässt. Hier reichen Hinweisschilder im Pkw, Warnblinkanlage, Lichthupe und Hupsignale nicht aus um Sonderrechte in Anspruch zu nehmen. Um schnelle „Notärztliche Hilfe“ zu gewährleisten, sollte so ein Fahrzeug mit „Blaues Blinklicht“ und „Einsatzhorn“ ausgestattet sein. Diese Anforderungen sowie die weitere Ausstattung an Hilfsmitteln werden durch die Notarzteinsatzfahrzeuge erfüllt und werden serienmäßig von den Herstellern zur Verfügung gestellt. Um den besonderen Bedingungen der insularen Lage Borkums – mit seinen 5.100 Einwohnern und über 20 - 30.000 Kurgästen und Urlaubern- gerecht zu werden und zu berücksichtigen, bin ich zu der Auffassung gelangt, dass der Borkumer Ärzteschaft ein gelände- bzw. strandgängiges Notarzteinsatzfahrzeug zur Verfügung stehen sollte. Dieses NEF mit Sonder- und Wegerecht, sollte dann der jeweiligen wöchentlich wechselnden „Notdienstärztlichen Praxis“ zur Verfügung stehen.
Anlage – Recherchen
Das Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) ist entweder an einer Klinik stationiert oder holt den Notarzt direkt von der Klinik/Praxis ab und fährt zum Notfallort, wo unabhängig vom Notarzt ein RTW eintrifft. Auf der Nordseeinsel Borkum sind nur RTW`s im Rettungseinsatzeinsatz
Zweiter Teil – Rettungsdienst
(1) Rettungsdienst ist die dauerhafte Sicherstellung einer flächendeckenden und bedarfsgerechten Versorgung der Bevölkerung mit Leistungen nach Absatz 2 als medizinische, funktionale und wirtschaftliche Einheit. Sicherstellung erfolgt durch den bodengebundenen Rettungsdienst, ergänzt durch Wasser- oder Bergrettung. Die Luftrettung dient jeweils zur Unterstützung.
1. bei lebensbedrohlichen Verletzten oder Erkrankten lebensrettende Maßnahmen am Einsatzort durchzuführen. die Transportfähigkeit dieser Personen herzustellen und sie unter fachgerechter Betreuung mit dafür besonders Ausgestatteten Rettungsmitteln in eine für die weitere Versorgung geeignete Behandlungseinrichtung zu befördern (Notfallrettung); dies gilt auch für Personen, bei denen eine lebensbedrohliche Verletzung oder Erkrankung zu erwarten ist,
2. sonstige Kranke, Verletzte oder Hilfsbedürftige zu befördern, die nach ärztlicher Verordnung während der Beförderung einer fachgerechten Betreuung oder der besonderen Einrichtung eines Rettungsmittels bedürfen oder bei denen dies auf Grund ihres Zustandes zu erwarten ist (qualifizierter Krankentransport). Der Rettungsdienst kann Arzneimittel, Blutkonserven, Organe und ähnliche Güter befördern, soweit sie zur Versorgung lebensbedrohlicher Verletzter oder Erkrankter dienen soll.
§ 4 Rettungsdienstbereiche, Zusammenarbeit der Träger des Rettungsdienstes
§ 4 Abs. 1 NdsRettDG
Der örtliche Zuständigkeitsbereich eines Trägers des Rettungsdienstes bildet den Rettungsdienstbereich, Rettungsdienstbereich für die Luftrettung ist das Gebiet des Landes.
§ 4 Abs. 4 NdsRettDG Jeder Träger des Rettungsdienstes stellt für seinen Rettungsdienstbereich sicher, dass die erforderlichen Rettungswachen und Rettungsmittel vorhanden sind. Jeder Kommunale Träger stellt darüber hinaus für seinen Rettungsdienstbereich sicher, dass eine Rettungsleitstelle einschließlich einer örtlichen Einsatzleitung und mindestens eine Desinfektionseinrichtung für die Raumdesinfektion von Krankenkraftwagen vorhanden sind. Die Träger des Rettungsdienstes stellen nach Anhörung der gesetzlichen Krankenkassen und der Träger der gesetzlichen Unfallversicherung (Kostenträger) Pläne auf, die den voraussichtlichen Bedarf darstellen. Die Pläne sind regelmäßig fortzuschreiben.
§ 8 Rettungswache
§ 8 Abs. 1-3 NdsRettDG
(1) In jedem Rettungsdienstbereich sind Rettungswachen in der erforderlichen Anzahl und Ausstattung zu betreiben
(2) Die Rettungswachen stehen die für die Durchführung des Rettungsdienstes erforderlichen Personen und Rettungsmittel zum Einsatz bereit.
(3) In Rettungswachen hält sich eine Notärztin oder ein Notarzt für den Einsatz bereit. Soweit die Aufgabe des Rettungsdienstes dem nicht entgegenstellt, kann sich die Notärztin oder der Notarzt in einem geeigneten Krankenhaus bereithalten. In besonderen Ausnahmefällen kann zugelassen werden, dass sich die Notärztin oder der Notarzt an einem anderen geeigneten Ort bereithält. In den Fällen der Sätze 2 und 3 befindet sich das Noteinsatzfahrzeug oder der Notarztwagen am Aufenthaltsort der Notärztin oder des Notarztes.
§ 9 Rettungsmittel
Im Rettungsdienst sind Rettungsmittel einzusetzen, Rettungsmittel im Sinne dieses Gesetzes sind Krankenkraftwagen (Notarzteinsatzfahrzeuge, Notarztwagen, Rettungswagen, Krankentransportwagen), Rettungsluftfahrzeuge (Rettungshubschrauber oder andere geeignete Luftfahrzeuge) sowie für die Wasser- und Bergrettung geeignete, Fahrzeuge. Für Transporte nach § 2 Abs.2 Sat2 (sonstige Kranke, Verletzte oder Hilfsbedürftige zu befördern, die nach ärztlicher Verordnung während der Beförderung einer fachgerechten Betreuung oder der besonderen Einrichtung eines Rettungsmittels bedürfen oder bei denen dies auf Grund ihres Zustandes zu erwarten ist) können auch andere geeignete Fahrzeuge verwendet werden, wenn kein Rettungsmittel eingesetzt werden kann.
Unter Rettungsmittel im engeren Sinne sind die Mittel für die Beförderung der Patienten bzw. für das Heranführen des rettungsdienstlichen Personals zum Unfallort bzw. zum Ort des Transportbeginns. Die technischen Anforderungen an Fahrzeuge, Gerät und Material ergeben sich aus dem jeweiligen „Stand der Technik“ entsprechend den nationalen Normen bzw. der europaweit EN-Normen für Rettungsdienstfahrzeuge und deren Ausrüstung sowie Krankenkraftwagen, Notarzt – Einsatzfahrzeuge (Begriffe, Anforderungen, Prüfung) und der Festlegung für Krankentragen und andere Krankentransportmittel im Krankenkraftwagen.
STVO § 35 Abs. 1 , 5 a , 8 Sonderrechte
(1) Von den Vorschriften dieser Verordnung sind die Bundeswehr, der Bundesgrenzschutz, die Feuerwehr, der Katastrophenschutz, die Polizei und der Zolldienst, soweit das zur Erfüllung hoheitsrechtlicher Aufgaben dringend geboten ist.
STVO § 38 Abs. 1 Blaues Blinklicht
(1) Blaues Blinklicht zusammen mit dem Einsatzhorn darf nur verwendet werden, wenn höchste Eile geboten ist, um Menschenleben zu retten oder schwere gesundheitliche Schäden abzuwenden, eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung abzuwenden, flüchtige Personen zu verfolgen oder bedeutende zu erhalten. Es ordnet an: „Alle übrigen Verkehrsteilnehmer haben sofort freie Bahn zu schaffen“.
§ 52 Abs. 3Mit einer oder mehreren Kennleuchten für blaues Blinklicht (Rundumlicht) dürfen ausgerüstet sein
§ 52 Abs. 3 Satz 4. Kraftfahrzeuge, des Rettungsdienstes, die für Krankentransport oder Notfallrettung besonders eingerichtet und nach dem Fahrzeugschein als Krankenkraftwagen anerkannt sind.
§ 52/6 An Kraftfahrzeugen, in denen ein Arzt zur Hilfeleistung in Notfällen unterwegs ist, darf während des Einsatzes ein nach vorn und nach hinten wirkendes Schild mit der in schwarzer Farbe auf gelben Grund versehenden Aufschrift „Arzt im Notfalleinsatz“ auf dem Dach angebracht sein, das gelbes Blinklicht ausstrahlt; dies gilt nur, wenn der Arzt zum Führen des Schildes berechtigt ist. Die Berechtigung zum Führen des Schildes erteilt auf Antrag die Zulassungsstelle; sie entscheidet nach Anhörung der zuständigen Ärztekammer. Der Berechtigte erhält hierüber eine Bescheinigung, die während der Einsatzfahrt mitzuführen und zuständigen Personen auf Verlangen zur Prüfung auszuhändigen ist.
STVZO § 55 Einrichtungen für Schallzeichen § 55 Abs.3 Kraftfahrzeuge, die auf Grund des § 52 Abs. 3 Kennleuchten für blaues Blinklicht führen, müssen mit mindestens einer Warneinrichtung mit einer Folge von Klängen verschiedener Grundfrequenz (Einsatzhorn) ausgerüstet sein. Ist mehr als ein Einsatzhorn angebracht, so muss sichergestellt sein, dass jeweils nur eines betätigt werden kann. Andere als in Satz 1 genannten Kraftfahrzeuge dürfen mit dem Einsatzhorn nicht ausgerüstet sein.
Fazit: Anschaffung, Finanzierung, Zulassung, waren erarbeitet - letzendlich scheiterte es vom Nichtwollen!

References: § 4

§ 4

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§ 8

§ 8

§ 9
 § 2
 § 35
 § 38

§ 52

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