Source: https://caritas.erzbistum-koeln.de/rheinberg_cv2/ki_ju_fam/jugend_familienhilfe/JGG_M.html
Timestamp: 2019-07-21 00:36:15+00:00

Document:
Maßnahmen nach dem Jugendgerichtsgesetz (JGG)
Unsere Hilfe richtet sich an delinquente Jugendliche und junge Heranwachsende die im Rahmen des Jugendgerichtsgesetzes einer Auflage/Weisung nachkommen müssen.
Der Zugang erfolgt ausschließlich über die Jugendgerichtshilfe, im Falle der Betreuungsweisung und des Sozialen Trainingskurses nach entsprechendem Urteil des Jugendgerichtes, im Falle des Täter-Opfer-Ausgleiches in der Regel auf Empfehlung.
Der Soziale Trainingskurs ist ein gruppenpädagogisches Angebot und richtet sich an delinquente Jugengliche. Der Kurs besteht aus drei Vorgesprächen, acht zweistündigen Abendterminen und einem Intensivwochenende.
Um weitere Straftaten zu verhindern, soll der Jugendliche während des Kurses seine kommunikativen und empathischen Kompetenzen erweitern und alternative Verhaltensmuster erlernen.
Der Zugang erfolgt gem. § 10 Satz 6 (JGGÄndG); § 29, bei jungen Volljährigen i. V. mit § 41, auf Vorschlag der Jugendgerichtshilfe und nach entsprechendem Urteil des Jugendgerichtes.
Bei der Betreuungsweisung handelt es sich um eine richterliche Auflage für straffällig gewordene Jugendliche. Im Rahmen der Betreuungsweisung soll für eine bestimmte Dauer die Lebensplanung gemeinsam mit einem Betreuer besprochen und umgesetzt werden.
Entwicklung beruflicher Perspektiven, Unterstützung bei Anträgen und Ämtergängen. Bearbeitung verschiedenster Problemlagen wie beispielsweise Schulden-/ Drogenprobleme etc.
Die Ziele werden in einem Betreuungsvertrag festgehalten, dieser dient als verbindliche Grundlage für die gesamte Dauer der Betreuung. Der Jugendliche soll befähigt werden, weitere Straftaten zu vermeiden.
Der Zugang erfolgt auf Vorschlag der Jugendgerichtshilfe und nach entsprechendem Urteil des Jugendgerichtes gem. § 10 JGG, Satz 5.
Der Täter-Opfer-Ausgleich (TOA) bietet die Möglichkeit, auch während eines laufenden Strafverfahrens, im Beisein eines neutralen Vermittlers, eine Konfliktschlichtung auf außergerichtlichem Wege zu erreichen.
In Gesprächen werden Hintergründe und Motivation für eine Tat reflektiert sowie die Folgen und Möglichkeiten besprochen, den Schaden wieder gut zu machen.
Eine einvernehmliche Lösung zwischen "Täter" und "Opfer" soll gefunden werden. Der Täter entschuldigt sich beim Opfer und versucht, das verursachte Unrecht auszugleichen. Das Opfer kann Ängste und Vorbehalte gegenüber dem Täter abbauen.
Der Zugang erfolgt gem. § 10 JGG Satz 7, § 45 II 2 und § 47 I Nr. 2 JGG. Der Zugang erfolgt in der Regel über die Staatsanwaltschaft beziehungsweise die Jugendgerichtshilfe.

References: § 10
 § 29
 § 41
 § 10
 § 10
 § 45
 § 47