Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=ZIP%202016,%202272
Timestamp: 2018-03-21 20:36:48+00:00

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Die Voraussetzungen, unter denen gemäß § 543 Abs. 2 ZPO die Revision zuzulassen ist, liegen im Hinblick auf die vom Senat seiner Entscheidung zugrunde gelegte Grundsatzentscheidung des Bundesgerichtshofs vom 12.10.2016 (VIII ZR 103/15 = BGHZ 212, 224ff.) nicht vor.
Dagegen muss der Käufer weder darlegen und nachweisen, auf welche Ursache die Mangelerscheinung zurückzuführen ist, noch dass diese Ursache in den Verantwortungsbereich des Verkäufers fällt (im Anschluss an BGH , Urt . v. 12.10.2016 - VIII ZR 103/15 ).
Darüber hinaus kommt die in § 476 BGB geregelte Vermutung dem Käufer auch dahin zugute, dass der binnen sechs Monaten nach Gefahrübergang zutage getretene Mangel zumindest im Ansatz schon bei Gefahrübergang vorgelegen hat (im Anschluss an BGH , Urt . v. 12.10.2016 - VIII ZR 103/15 ).
Jedenfalls die neueste Rechtsprechung des BGH zur Auslegung von § 476 BGB ( BGH , Urt . v. 12.10.2016 - VIII ZR 103/15 ) hat zur Folge, dass das Rückabwicklungsbegehren des Klägers Erfolg hat.
(BGH, Urteil vom 12. Oktober 2016 - VIII ZR 103/15).
Er hat also darzulegen und nachzuweisen, dass ein Sachmangel zum Zeitpunkt des Gefahrübergangs noch nicht vorhanden war, weil er seinen Ursprung in einem Handeln oder Unterlassen nach diesem Zeitpunkt hat und ihm damit nicht zuzurechnen ist (BGH, Urteil vom 12. Oktober 2016 - VIII ZR 103/15).
Insbesondere ergibt sich aus § 476 BGB und der diesbezüglichen neueren Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (Urteil vom 12.10.2016 - VIII ZR 103/15; juris) nicht, dass auch ohne Untersuchungsmöglichkeit des Verkäufers bei innerhalb der 6-Monatsfrist nach Kaufvertragsschluss aufgetretenen Defekten eine Rücktrittsmöglichkeit bestünde.

References: § 543
 BGH 
 § 476
 BGH 
 BGH 
 § 476
 BGH 
 § 476