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Timestamp: 2016-10-23 23:57:59+00:00

Document:
1A.129/2002 (09.04.2003)
1A.129/2002 /zga
Bundesgerichtsvizepr�sident Nay, Bundesrichter
F�raud, Catenazzi und Fonjallaz,
Beschwerdef�hrer, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Werner Otzenberger, Bruchstrasse 54, Postfach 7643, 6000 Luzern 7,
Gemeinderat Fl�hli, 6173 Fl�hli LU,
handelnd durch das Wirtschaftsdepartement des Kantons Luzern, Bahnhofstrasse 15, 6002 Luzern,
Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern, Verwaltungsrechtliche Abteilung, vom 21. Mai 2002.
X.________ ist Eigent�mer der Parzelle Nr. 2545 im Gebiet Wagliseiboden in der Gemeinde Fl�hli. Die Parzelle umfasst eine Fl�che von 10'593 m2. Sie war gem�ss dem Teilzonenplan vom 10. Oktober 1977 einer eingeschossigen Einfamilienhauszone zugeordnet. Im Jahre 1989 leitete die Gemeinde eine Ortsplanrev8ision ein und legte u.a. den Teilzonenplan Wagliseiboden �ffentlich auf. Nach diesem Plan h�tte die Parzelle Nr. 2545 einer Bauzone zweiter Etappe zugeteilt und zus�tzlich mit einer Gestaltungs- oder Bebauungsplanpflicht belegt werden sollen. Das Nutzungsplanverfahren fand jedoch keinen Abschluss.
Bei der Inventarisierung der Moorgebiete von nationaler Bedeutung erwog die zust�ndige Bundesbeh�rde, nahezu die gesamte Fl�che der Parzelle Nr. 2545 dem heutigen Flachmoorobjekt Nr. 3353 "S�dlich Ober Saffertberg" gem�ss Anhang 1 der Verordnung vom 7. September 1994 �ber den Schutz der Flachmoore von nationaler Bedeutung (Flachmoorverordnung; SR 451.33) zuzurechnen. Im Vernehmlassungsverfahren kamen Zweifel auf, ob gewisse Teile des vorgesehenen Schutzgebietes das Erfordernis der besonderen Sch�nheit und nationalen Bedeutung (Art. 24sexies Abs. 5 aBV; heute: Art. 78 Abs. 5 BV) erf�llen w�rden. Jedenfalls wurde die Fl�che des Schutzobjekts redimensioniert und u.a. die Parzelle Nr. 2545 vom Schutzperimeter ausgenommen.
Parallel zur Bundesinventarisierung erarbeitete das Amt f�r Natur- und Landschaftsschutz des Kantons Luzern (ANLS) die Grundlagen f�r Bewirtschaftungspl�ne und das Justizdepartement des Kantons Luzern entwarf eine Verordnung zum Schutz der Moore. Vom 5. August bis zum 4. September 1996 lagen der bereinigte Verordnungsentwurf und die dazugeh�rigen Schutzpl�ne �ffentlich auf. In diese Schutzplanung wurde die Parzelle Nr. 2545 als Schutzgebiet von regionaler Bedeutung einbezogen. Dagegen erhob X.________ Einsprache beim Regierungsrat des Kantons Luzern, der sie insoweit guthiess, als er im s�d�stlichen Bereich das Schutzgebiet um ca. 9,5 a verkleinerte. Im �brigen erliess er mit Beschluss vom 2. November 1999 die Verordnung zum Schutz der Moore in den Gemeinden Ballwil, Entlebuch, Escholzmatt, Fl�hli, Hasle, Lieli, Marbach, Root und Sch�pfheim (MoorV) und die dazugeh�rigen Schutzpl�ne. Nach dieser Schutzplanfestsetzung ist ein grosser Teil der Parzelle Nr. 2545 der Zone Mahd zugeteilt. In dieser Zone sind ausser dem M�hen alle landwirtschaftlichen Nutzungen untersagt (� 7 MoorV). Sodann d�rfen - wie in allen von der MoorV erfassten Fl�chen - keine Bauten und Anlagen errichtet sowie keine Terrain- und Bodenver�nderungen vorgenommen werden (� 4 MoorV).
X.________ zog den Entscheid des Regierungsrats an das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern weiter, welches mit Urteil vom 21. Mai 2002 die Beschwerde abwies, soweit es darauf eintrat.
Gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts hat X.________ beim Bundesgericht Verwaltungsgerichtsbeschwerde und staatsrechtliche Beschwerde erhoben. Er beantragt, der angefochtene Entscheid sowie der Einspracheentscheid des Regierungsrats seien aufzuheben und die Parzelle Nr. 2545 sei aus dem Schutzplan zu entlassen und damit von der Unterstellung unter die Moorschutzverordnung auszunehmen.
Das Verwaltungsgericht und das f�r den Natur- und Landschaftsschutz neu zust�ndige Wirtschaftsdepartement des Kantons Luzern beantragen die Abweisung der Beschwerden. Die Gemeinde Fl�hli-S�renberg unterst�tzt den Antrag des Beschwerdef�hrers. Das Bundesamt f�r Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL) vertritt in seiner Vernehmlassung die Auffassung, eine Entlassung des umstrittenen Grundst�ckes aus der regierungsr�tlichen Schutzverordnung lasse sich nicht rechtfertigen.
Der Beschwerdef�hrer und die Gemeinde Fl�hli-S�renberg haben sich zur Vernehmlassung des BUWAL ge�ussert, wobei sie an ihren Antr�gen festhalten.
Der Beschwerdef�hrer hat staatsrechtliche Beschwerde und Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhoben gegen einen kantonal letztinstanzlichen Entscheid des Verwaltungsgerichts, der eine Verordnung des Regierungsrats zum Schutz bestimmter Moore und ihrer Umgebung betrifft. Gem�ss Art. 97 Abs. 1 OG i.V.m. Art. 5 VwVG beurteilt das Bundesgericht letztinstanzlich Verwaltungsgerichtsbeschwerden gegen Verf�gungen, die sich auf Bundesverwaltungsrecht st�tzen oder h�tten st�tzen m�ssen. Die staatsrechtliche Beschwerde ist nur subsidi�r zul�ssig, wenn die behauptete Rechtsverletzung nicht mit einem anderen Rechtsmittel beim Bundesgericht angefochten werden kann (Art. 84 Abs. 2 OG).
1.1 Die Schutzvorschriften der MoorV, durch welche die Nutzung der ausgeschiedenen Schutzgebiete eingeschr�nkt wird, und die dazugeh�rigen Schutzpl�ne bilden einen Nutzungsplan im Sinn von Art. 14 des Bundesgesetzes �ber die Raumplanung vom 22. Juni 1979 (SR 700; RPG), gegen den an sich gem�ss Art. 34 Abs. 3 RPG nur die staatsrechtliche Beschwerde offen steht. Es fragt sich indessen, ob die Zuteilung der umstrittenen Parzelle in die Zone "Mahd" beziehungsweise die entsprechenden Nutzungsvorschriften ihre Grundlage in bundesrechtlichen Bestimmungen �ber den Moor- und Biotopschutz haben. Gegebenenfalls f�llt die Verwaltungsgerichtsbeschwerde in Betracht.
1.2 Es ist unbestritten, dass die Parzelle des Beschwerdef�hrers weder dem Flachmoorobjekt von nationaler Bedeutung Nr. 3353 zugeh�rt noch diesem als Pufferzone zugeordnet worden ist. Die kantonalen Beh�rden haben sie als Biotop von regionaler Bedeutung eingestuft. Nach Art. 18b des Bundesgesetzes �ber den Natur- und Heimatschutz vom 1. Juli 1966 (SR 451; NHG) sorgen die Kantone f�r den Schutz und Unterhalt der Biotope von regionaler und lokaler Bedeutung. Indessen sind sie bundesrechtlich zum Schutz derartiger Biotope verpflichtet (Art. 18 NHG); was als schutzw�rdige Lebensr�ume f�r einheimische Tier- und Pflanzenarten zu gelten hat, wird in erster Linie vom Bundesrecht geregelt (Art. 18 Abs. 1 und Abs. 1bis NHG i.V.m. Art. 14 Abs. 3 der Verordnung �ber den Natur- und Heimatschutz vom 16. Januar 1991 [NHV; SR 451.1]). Die im angefochtenen Entscheid best�tigte Unterschutzstellung der umstrittenen Parzelle st�tzt sich somit - zumindest teilweise - auf Bundesverwaltungsrecht, wovon auch das Verwaltungsgericht und der Beschwerdef�hrer ausgehen. Streitig ist, ob die Parzelle ein Biotop darstellt, dessen Unterschutzstellung unter Beachtung des Grundsatzes der Verh�ltnism�ssigkeit geboten erscheint. Das ist eine bundesrechtliche Fragestellung, die mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde vorzubringen ist (vgl. BGE 121 II 161 E. 2b S. 162 ff.; in 118 Ib 485 nicht ver�ffentlichte E. 1a; Entscheid 1A.70/1998 vom 1. Dezember 1998 E. 2a und b, publ. in URP 1999 142; Entscheid 1A.172/1994 vom 6. M�rz 1995 E. 1, publ. in Pra 1996 11 26 und URP 1996 229). Dies gilt auch f�r die darauf Bezug nehmenden R�gen, die Eigentumsgarantie sei verletzt worden und das Verwaltungsgericht habe nicht alle Vorbringen hinreichend gew�rdigt. Soweit der Beschwerdef�hrer auf � 5 des kantonalen Gesetzes �ber den Natur- und Landschaftsschutz vom 18. September 1990 hinweist, handelt es sich um Ausf�hrungsrecht zum Bundesrecht, dessen Missachtung mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu r�gen ist. Im Rahmen der Verwaltungsgerichtsbeschwerde kann auf s�mtliche Vorbringen des Beschwerdef�hrers eingegangen werden. F�r die staatsrechtliche Beschwerde besteht somit kein Raum mehr, weshalb auf dieses Rechtsmittel nicht einzutreten ist.
1.3 Die �brigen Eintretensvoraussetzungen sind offensichtlich erf�llt. Auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde ist somit einzutreten.
1.4 Das Bundesgericht �berpr�ft den angefochtenen Entscheid auf Verletzung von Bundesrecht mit Einschluss der �berschreitung oder des Missbrauchs des Ermessens sowie auf unrichtige oder unvollst�ndige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts (Art. 104 OG). Nachdem als Vorinstanz eine richterliche Beh�rde entschieden hat, ist das Bundesgericht an die Feststellung des Sachverhalts gebunden, soweit dieser nicht offensichtlich unrichtig, unvollst�ndig oder unter Verletzung wesentlicher Verfahrensbestimmungen festgestellt wurde (Art. 105 Abs. 2 OG).
Der Beschwerdef�hrer beklagt eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs. Das Verwaltungsgericht habe sich mit bestimmten Vorbringen in der kantonalen Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 15. Dezember 1999 und einer Eingabe vom 30. November 2001 nicht gen�gend auseinandergesetzt. Damit bem�ngelt er die Begr�ndung des angefochtenen Entscheids, wobei er sich direkt auf die verfassungsrechtliche Garantie beruft; jedenfalls macht er nicht geltend, kantonalrechtliche Bestimmungen seien verletzt worden.
Als pers�nlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht verlangt der in Art. 29 Abs. 2 BV gew�hrleistete Anspruch auf rechtliches Geh�r, dass die Beh�rde die Vorbringen des vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen auch tats�chlich h�rt, sorgf�ltig und ernsthaft pr�ft und in der Entscheidfindung ber�cksichtigt. Daraus folgt die grunds�tzliche Pflicht der Beh�rde, ihren Entscheid zu begr�nden. Der B�rger soll wissen, warum die Beh�rde entgegen seinem Antrag entschieden hat. Die Begr�ndung eines Entscheids muss deshalb so abgefasst sein, dass der Betroffene ihn gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann. Dies ist nur m�glich, wenn sowohl er wie auch die Rechtsmittelinstanz sich �ber die Tragweite des Entscheids ein Bild machen k�nnen. In diesem Sinne m�ssen wenigstens kurz die �berlegungen genannt werden, von denen sich die Beh�rde leiten liess und auf welche sich ihr Entscheid st�tzt. Das bedeutet indessen nicht, dass sich diese ausdr�cklich mit jeder tatbest�ndlichen Behauptung und jedem rechtlichen Einwand auseinander setzen muss. Vielmehr kann sie sich auf die f�r den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschr�nken (BGE 126 I 97 E. 2b S. 102 f.; 112 Ia 107 E. 2b S. 109 f.).
Das Verwaltungsgericht hat sich im Wesentlichen mit den Vorbringen des Beschwerdef�hrers in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 15. Dezember 1999 und der Eingabe vom 30. November 2001 auseinandergesetzt. Es hat die Qualit�t und Schutzw�rdigkeit bestimmter Teile der umstrittenen Parzelle anders eingesch�tzt als der Beschwerdef�hrer und dem �ffentlichen Interesse an der Unterschutzstellung mehr Gewicht beigemessen als den entgegenstehenden privaten Interessen des Beschwerdef�hrers. Darin kann jedoch keine Missachtung der Begr�ndungsanforderungen erblickt werden.
Soweit der Beschwerdef�hrer r�gt, das Verwaltungsgericht habe sich mit seinem Vorschlag zur Wiederherstellung des Rieds auf den s�dlich und westlich an das Grundst�ck Nr. 2545 angrenzenden Gebieten nicht auseinandergesetzt, kann auf die Ausf�hrungen unten, E. 3.7, verwiesen werden, wonach sich die Frage der Anordnung �kologischer Ersatzmassnahmen nicht stellt.
Dar�ber hinaus legt der Beschwerdef�hrer nicht konkret dar, welche Vorbringen das Verwaltungsgericht ausser Acht gelassen haben soll. Dies ist denn auch nicht ersichtlich. Die R�ge, der Anspruch auf rechtliches Geh�r sei verletzt worden, erweist sich als unbegr�ndet.
3.1 Nach Art. 18 NHG ist dem Aussterben einheimischer Tier- und Pflanzenarten durch die Erhaltung gen�gend grosser Lebensr�ume (Biotope) und andere geeignete Massnahmen entgegenzuwirken (Abs. 1). Besonders zu sch�tzen sind Uferbereiche, Riedgebiete und Moore, seltene Waldgesellschaften, Hecken, Feldgeh�lze, Trockenrasen und weitere Standorte, die eine ausgleichende Funktion im Naturhaushalt erf�llen oder besonders g�nstige Voraussetzungen f�r Lebensgemeinschaften aufweisen (Abs. 1bis). Art. 14 Abs. 3 NHV enth�lt Kriterien und Indikatoren zur Bezeichnung und Bewertung schutzw�rdiger Biotope (vgl. dazu Florian Wild, Gegenstand und Vollzug des Biotopschutzes nach NHG, URP 1999 765 ff., insbes. S. 775; Christoph Fisch, Neuerungen im Natur- und Heimatschutz, URP 2001 S. 1117 ff., insbes. S. 1118 f.). In der Liste der sch�tzenswerten Lebensraumtypen (Anhang 1 zur NHV) finden sich die Flachmoore; als charakteristische Zeigerplanzen werden u.a. Kleinseggenarten genannt.
Sowohl bei der Ausscheidung dieser Biotope als auch bei der Anordnung von Schutzmassnahmen trifft die zust�ndigen Beh�rden die Pflicht, die sich gegen�berstehenden privaten und �ffentlichen Interessen abzuw�gen. Der Auftrag zum Schutz von Naturgebieten gem�ss Art. 18 ff. NHG bezweckt, die Lebensgrundlage f�r Tier- und Pflanzenarten zu erhalten, deren �berleben bedroht ist. Es sind um so strengere Schutzmassnahmen anzuordnen, je seltener und bedeutender die an einem Ort vorkommende Tier- und Pflanzenwelt ist. Daneben ist auch zu ber�cksichtigen, dass Biotope in einer durch Zivilisation und Technik intensiv genutzten Landschaft eine Ausgleichsfunktion erf�llen (BGE 118 Ib 485 E. 3b S. 489). Die Unterschutzstellung von Biotopen f�hrt regelm�ssig zu - unter Umst�nden empfindlichen - Einschr�nkungen des Privateigentums. Solche sind nur zul�ssig, wenn sie im �ffentlichen Interesse liegen und sich unter den gegebenen Umst�nden als verh�ltnism�ssig erweisen (Art. 26 und 36 BV; BGE 118 Ib 485 E. 3b S. 489). Die bundesrechtlichen Bestimmungen des NHG m�ssen unter Ber�cksichtigung dieser Grunds�tze verfassungskonform ausgelegt und angewendet werden. Dabei steht den Kantonen ein erheblicher Beurteilungsspielraum zu (BGE 118 Ib 485 E. 3a S. 488).
3.2 Nach den Ausf�hrungen im angefochtenen Entscheid wurde das umstrittene Gebiet bereits 1987 als nahezu intaktes Kleinseggenried qualifiziert. In den Jahren 1991/1992 wurde eine detaillierte Kartierung des schutzw�rdigen Gel�ndes erstellt. Im Einspracheverfahren fand ein Augenschein statt, an welchem auch ein Biologe des ANLS teilnahm. Dieser hielt einerseits fest, dass vorab Kleinseggengr�ser als typische Vertreter eines Flachmoores vork�men, ebenso das Wollgrass. Andererseits r�umte er ein, dass das Gel�nde nicht �berall gleich nass sei; im Bereich der Erschliessungsstrasse, die das Schutzgebiet durchquert, sei der Anteil der S�ssgr�ser denn auch etwas h�her. Da der pflanzenbiologische Befund auch vor Verwaltungsgericht umstritten war, f�hrte dieses einen weiteren Augenschein durch. Das Ergebnis ist in Erw. 3b des angefochtenen Entscheids detailliert wiedergegeben. Schliesslich reichte der Beschwerdef�hrer dem Gericht eine von ihm veranlasste gutachterliche Stellungnahme der AG Natur und Landschaft, Aarau, mit einer Kartierung der Moorvegetation ein. Diese Kartierung best�tigt, dass es sich �berwiegend um Gel�nde mit Moorvegetation handelt.
Der Beschwerdef�hrer r�umt in seiner Beschwerdeschrift "im Grundsatz eine bestimmte Schutzw�rdigkeit des Gel�ndes" ein. Damit erweist sich der pflanzensoziologische Befund des Verwaltungsgerichts prinzipiell als unbestritten. Gest�tzt darauf und nach Massgabe der Kriterien von Art. 14 Abs. 3 NHV bejahte das Verwaltungsgericht die Biotopqualit�t. Der Beschwerdef�hrer zieht diese grunds�tzlich nicht in Zweifel. Er bem�ngelt hingegen die Interessenabw�gung und h�lt die Unterschutzstellung f�r nicht verh�ltnism�ssig.
3.3 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, soweit auf dem umstrittenen Grundst�ck ein Flachmoor bestehe, sei dieses bereits wesentlich beeintr�chtigt. �ber das gesamte Grundst�ck f�hre eine Erschliessungsstrasse, in welche Leitungen f�r die �berbauung des Gebietes eingebracht worden seien. Beim Bau der Erschliessungsstrasse seien relativ beachtliche Aufsch�ttungen und Abgrabungen vorgenommen worden. Bei der Parzelle Nr. 6 (gem�ss Parzellierungsplan) beziehungsweise beim dort errichteten Wendeplatz bestehe eine erhebliche Abgrabung. In all diesen Bereichen sei keine oder nur noch eine sehr eingeschr�nkte Moorvegetation vorhanden. Gleich verhalte es sich im Bereich der Parzelle Nr. 7 und teilweise bei der Parzelle Nr. 8. Der Beschwerdef�hrer verweist dabei auf den Kartierungsplan vom 12. November 2001, der dem privaten Gutachten der AG Natur und Landschaft beiliegt.
Dem Verwaltungsgericht ist nicht entgangen, dass einzelne Teilfl�chen des umstrittenen Schutzgebietes keine oder nur eine beschr�nkte Moorqualit�t aufweisen. In den Erw�gungen wird einerseits auf das erwiesenermassen gest�rte Band entlang der Erschliessungsanlage (Strasse und Wendeplatz) hingewiesen. Andererseits werden die Parzelle Nr. 7 sowie kleinere Teilfl�chen auf den Parzellen Nrn. 8 und 9 erw�hnt, wo eine Vegetation vorhanden sei, die sich von einem typischen Flachmoor unterscheide. Als Grund daf�r gibt das Verwaltungsgericht an, die fraglichen Stellen seien Kuppen, wo ein schnellerer Feuchtigkeitsentzug durch Wasserabfluss erfolge. Das Verwaltungsgericht hat somit durchaus ber�cksichtigt, dass die Moorqualit�t in gewissen Teilen des umstrittenen Schutzgebietes beeintr�chtigt ist oder fehlt. Den weitaus �berwiegenden Teil qualifizierte es indessen als intaktes Kleinseggenried, was aufgrund der getroffenen Beweiserhebungen nicht zu beanstanden ist.
3.4 Der Beschwerdef�hrer macht geltend, er habe 1988 die umstrittene Parzelle im Vertrauen auf die m�gliche �berbauung zu einem Preis von �ber Fr. 1'000'000.-- erworben. Das Grundst�ck sei bereits damals erschlossen gewesen. Es habe keinerlei Anlass bestanden, an der �berbaubarkeit zu zweifeln. Dem habe das Verwaltungsgericht bei der Interessenabw�gung zu wenig Rechnung getragen.
Das Verwaltungsgericht hat dem geltend gemachten finanziellen Interesse keine massgebende Bedeutung beigemessen. Zwar habe die streitbezogene Parzelle ehemals zur "Bauzone" Wagliseiboden geh�rt; der entsprechende Teilzonenplan von 1977 habe sich indessen, obwohl er kurz nach dem Inkrafttreten des eidgen�ssischen Raumplanungsrechts vom Regierungsrat genehmigt worden sei, nicht am Bundesrecht orientiert, namentlich nicht an Art. 15 RPG. Die im Jahre 1989 eingeleitete Revision des Teilzonenplanes sei nicht abgeschlossen worden. Im �brigen h�tte nach der damaligen Planungsabsicht die umstrittene Parzelle einer Bauzone zweiter Etappe zugeteilt werden sollen. Das Verwaltungsgericht verneinte deshalb das Vorliegen einer Vertrauensbasis, die bei der Interessenabw�gung h�tte ber�cksichtigt werden m�ssen.
Soweit die Unterschutzstellung von Biotopen die �nderung geltender Nutzungspl�ne erfordert, m�ssen auch die Voraussetzungen von Art. 21 Abs. 2 RPG erf�llt sein (BGE 118 Ib 485 E. 3c S. 490). Vorliegend fehlt eine RPG-konforme Nutzungsplanfestsetzung. Es wird daher zu Recht nicht geltend gemacht, die Schutzplanfestsetzung verletze Art. 21 Abs. 2 RPG. Andererseits sind Schutzmassnahmen, die zu einer Auszonung von bisherigem Bauland f�hren, nach den Grunds�tzen �ber die materielle Enteignung entsch�digungspflichtig (Art. 5 Abs. 2 RPG). Gleich verh�lt es sich, wenn der Beschwerdef�hrer einen Anspruch darauf haben sollte, dass seine Parzelle einer Bauzone zugeteilt wird. In diesem Sinn hat das Verwaltungsgericht auf die M�glichkeit einer Entsch�digung wegen materieller Enteignung hingewiesen. Dar�ber hinaus musste es dem Umstand, dass der Beschwerdef�hrer im Zeitpunkt des Erwerbs der Parzelle an eine �berbauungsm�glichkeit geglaubt und deswegen einen Baulandpreis bezahlt hatte, nicht weiter Rechnung tragen. Es ist daher nicht zu beanstanden, dass das Verwaltungsgericht dem geltend gemachten finanziellen Interesse kein ausschlaggebendes Gewicht beimass.
3.5 Dem Beschwerdef�hrer ist beizupflichten, dass bei der Interessenabw�gung keine Rolle spielen darf, dass urspr�nglich beabsichtigt war, die umstrittene Parzelle im Bundesinventar (Flachmoorobjekt Nr. 3353 "S�dlich Ober Saffertberg") aufzunehmen. Dies hat das Verwaltungsgericht nicht verkannt und einzig die regionale Bedeutung des Biotops ber�cksichtigt.
3.6 Nach dem Gesagten erweist sich die Kritik des Beschwerdef�hrers, das Verwaltungsgericht habe einzelne Gesichtspunkte der Interessenabw�gung unzutreffend bewertet, als unbegr�ndet. Grunds�tzlich ist auch die Gesamtw�rdigung des Verwaltungsgerichts nicht zu beanstanden. Unter den gegebenen Umst�nden konnte es das �ffentliche Interesse an der Erhaltung des umstrittenen Moorgebietes h�her einstufen als die entgegengesetzten privaten Interessen des Beschwerdef�hrers.
Nach Ansicht des Beschwerdef�hrers h�tte das Verh�ltnism�ssigkeitsprinzip allerdings geboten, weitere Teile der Parzelle aus dem Schutzperimeter auszunehmen; angesichts der teilweise beeintr�chtigten Moorqualit�t h�tte im Rahmen eines Gestaltungsplanes zumindest gestattet werden m�ssen, m�glichst nahe an die Strasse H�user zu stellen und das Umgel�nde freizuhalten; ein solches Vorgehen sei gerade in einer �bergangszone von der Bauzone zum Schutzgebiet sinnvoll.
Das Verwaltungsgericht hat eine derartige �berbauungsm�glichkeit - unter Ber�cksichtigung eines angemessenen Strassenabstandes - als nicht realisierbar erachtet. Zudem hat es festgehalten, dass die Einzonung der trockenen Teilfl�chen zu einer isolierten "Minibauzone" f�hren w�rde, was aber - weil den raumplanungsrechtlichen Grunds�tzen widersprechend - unzul�ssig sei. Schliesslich sei das qualit�tsvolle Flachmoor vor Bauaktivit�ten im unmittelbar angrenzenden Umfeld zu sch�tzen; denn das Umland eines schutzw�rdigen Gel�ndes sei in die Schutzstrategie einzubeziehen, damit eine drohende Gef�hrdung durch die umgebende Nutzung vermieden werde.
Es ist fraglich, ob die trockenen Fl�chen isoliert einer Bauzone zugeteilt werden d�rften und gegebenenfalls ob die zust�ndigen Organe einer solchen Zuteilung auch zustimmen w�rden. Dies ist jedoch nicht entscheidend. Wie das Verwaltungsgericht zu Recht festh�lt, d�rfen auch bei der Ausscheidung von regionalen Biotopen �ber die Grenzen des eigentlich qualit�tsvollen Flachmoors hinaus ausreichende Pufferzonen ausgeschieden werden (Hans Maurer, Kommentar zum Bundesgesetz �ber den Natur und Heimatschutz, Z�rich 1997, Art. 18b, Rz 18). In dieser Hinsicht hat das Verwaltungsgericht das ihm zustehende Beurteilungsermessen nicht �berschritten. Auch unter dem Blickwinkel des Verh�ltnism�ssigkeitsprinzips erweist sich die Ausscheidung des Schutzgebietes nicht als bundesrechtswidrig.
3.7 Schliesslich verweist der Beschwerdef�hrer auf das s�dlich und westlich der Parzelle Nr. 2545 ausgeschiedene Schutzgebiet, das der Zone "Weid" zugewiesen ist. Nach seiner Ansicht k�nnte dort die Beweidung eingestellt und die Drainage unterbrochen werden. Dann w�rde innert kurzer Zeit wiederum das Ried entstehen, wie es fr�her bestanden habe. Gem�ss � 5 Abs. 2 des kantonalen Gesetzes �ber den Natur- und Heimatschutz vom 18. September 1990 habe der Verursacher f�r einen angemessenen Ersatz im Sinne des �kologischen Ausgleichs zu sorgen, wenn sich eine Beeintr�chtigung schutzw�rdiger Lebensr�ume durch technische Eingriffe unter Abw�gung aller Interessen nicht vermeiden lasse. Im Hinblick darauf erachtet es der Beschwerdef�hrer als v�llig unverh�ltnism�ssig, ein erschlossenes Baugebiet in einer zerst�ckelten Moorfl�che unter Schutz zu stellen, wenn mit wenig Aufwand im Landwirtschaftsgebiet entsprechende Ersatzfl�chen geschaffen beziehungsweise in fr�her bestehendes Ried zur�ckgef�hrt werden k�nnten.
Nachdem die Unterschutzstellung der umstrittenen Fl�che nicht zu beanstanden ist, stellt sich die Frage nicht, ob bei Anordnung �kologischer Ersatzmassnahmen darauf h�tte verzichtet werden k�nnen. Der Beschwerdef�hrer kann aus der genannten kantonalen Bestimmung nichts f�r seinen Standpunkt ableiten.
Nach dem Gesagten erweist sich die Verwaltungsgerichtsbeschwerde als unbegr�ndet. Sie ist daher abzuweisen. Auf die staatsrechtliche Beschwerde ist nicht einzutreten. Bei diesem Ausgang des Verfahrens tr�gt der Beschwerdef�hrer die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens (Art. 156 OG).
4. Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, dem Gemeinderat Fl�hli, dem Regierungsrat des Kantons Luzern und dem Verwaltungsgericht des Kantons Luzern, Verwaltungsgerichtliche Abteilung, sowie dem Bundesamt f�r Umwelt, Wald und Landschaft schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 78
 Art. 97
 Art. 5
 Art. 14
 Art. 34
 Art. 18
 Art. 14
 BGE 
 Art. 29
 Art. 18
 Art. 14
 Art. 18
 BGE 
 Art. 14
 Art. 15
 Art. 21
 Art. 21
 Art. 18