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Timestamp: 2013-06-19 18:58:51+00:00

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Föderalismusreform : definition of Föderalismusreform and synonyms of Föderalismusreform (German)
Reform (n.f.)Fortschritt, Freikörperkultur, Innovation, Lebensreform, Nacktkultur, Naturismus, Neuerung, Neugestaltung, Neuordnung, Neuregelung, Nudismus, Reorganisation, Restauration, Revolution, Umgestaltung, Umstellung, Umwandlung, Veränderung, Verbesserung, Wandel, Wandlung, FKK (Buchstabenwort)
Reform der GAP • institutionelle Reform • politische Reform
Europäischer Föderalismus • Föderalismus in Deutschland • Föderalismus in den Vereinigten Staaten • Föderalismus in der Schweiz • Kooperativer Föderalismus
Agenda 2004 zur Reform des Sozialstaates • Bewegung für Europäische Reform • Bezpartyjny Blok Wspierania Reform • Bonifatius’ Mission und Reform in Mitteldeutschland und Bayern • CDU/CSU-Unterschriftenaktion gegen die Reform des deutschen Staatsbürgerschaftsrechts • Cluniazensische Reform • Congo Reform Association • Deutsch-baltische Reform Partei • Du-Reform • Erstes Gesetz zur Reform des Ehe- und Familienrechts • Fürsten-Reform • Gesetz zur Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente • Gesetz zur Reform der gesetzlichen Rentenversicherung und zur Förderung eines kapitalgedeckten Altersvorsorgevermögens • Gesetz zur Reform des Kindschaftsrechts • Gesetz zur Reform des Personenstandsrechts • Gesetz zur weiteren Reform des Aktien- und Bilanzrechts, zu Transparenz und Publizität • Gracchische Reform • Hirsauer Reform • Hundert-Tage-Reform • Kastler Reform • Katholische Reform • Kentucky Education Reform Act • Kyōhō-Reform • Mission der Europäischen Union zur Unterstützung der Reform des Sicherheitssektors in der Republik Guinea-Bissau • Monatgu-Chelmsford-Reform • Movement for Islamic Reform in Arabia • National Organization for the Reform of Marijuana Laws • National Reform Party • Patent Law Reform Act • Reform (Band) • Reform (Begriffsklärung) • Reform (Magdeburg) • Reform Act 1832 • Reform Club • Reform Muli • Reform Party of the United States of America • Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union • Reform der Vereinten Nationen • Reform der bulgarischen Rechtschreibung von 1945 • Reform der deutschen Rechtschreibung von 1944 • Reform der deutschen Rechtschreibung von 1996 • Reform- und Öffnungspolitik • Reform-Theater • Siegburger Reform • Staatliche Kommission für Entwicklung und Reform • Taika-Reform • Özgürlük ve Reform Partisi
Drehzahl; Regierungsform; Staatsform; Staatsordnung; Regierungssystem; politisches System; Gesellschaft; politische Gruppe; politische Gruppierung[Classe]science humaine (fr)[Classe]partisan de parti politique (fr)[Classe]partisan régionaliste ou séparatiste (fr)[Classe](Assemblee; Treffen; Versammlung; Zusammenkunft; Zusammentreffen)[Thème](Zusammenschluß; Vereinigung; Zusammenlegung; Verknüpfung), (Verein; Vereinigung), (Angehöriger; Angehörige; Vereinsmitglied; Mitglied)[termes liés](Gedanke; Erwägung; Überlegung), (Denker), (in Gedanken versunken; in tiefe Gedanken versunken), (halten; finden; halten für)[termes liés]qualificatif d'un mode de gouvernement (fr)[DomaineDescription]Orientierung - Anwalt, Anwältin, Befürworter, Befürworterin, Fürsprecher, Fürsprecherin, Jurist, Rechtsanwalt, Rechtsanwältin, Sachwalter, Sachwalterin, Verfechter, Verfechterin, Verteidiger, Verteidigerin, Vertreter, Vertreterin[Hyper.]Ideologe, Ideologin - konservativ - liberal (en) - ideological (en) - Föderalismus[Dérivé]mode de gouvernement fondé sur le parlement (fr)[Classe](Assemblee; Treffen; Versammlung; Zusammenkunft; Zusammentreffen)[termes liés]politics (en)[Domaine]Proposition (en)[Domaine]Bundes-, föderal, föderativ[Dérivé]ideology, political orientation, political theory (en)[Hyper.]bundesstaatlich, Föderalist, föderalistisch[Dérivé] Föderalismus (n.)Integral Dictionary (en)[Thème]Descripteurs EUROVOC (fr)[Thème] Föderalismus (n.)
changement total (fr)[Classe...](Politiker; Staatsmann; Politikerin), (Politik), (Umgestaltung; Neuerung; Reform)[Thème]Umgestaltung; Neuerung; Reform[ClasseHyper.] Reform (n.)théorie (fr)[ClasseParExt.]doctrine prônant le retour à la Nature (fr)[Classe]FKK-Anhänger; FKK-Anhängerin; FKKler; FKKlerin; Naturist; Naturistin; Nudist; Nudistin[ClasseHyper.](Natur; freie Natur), (Umgebung; Milieu; Umwelt)[Thème](FKK-Anhänger; FKK-Anhängerin; FKKler; FKKlerin; Naturist; Naturistin; Nudist; Nudistin)[Thème]medicine (en)[Domaine]Human (en)[Domaine]Aktivität, Beschäftigung, Betätigung, Betrieb, Betriebsamkeit, Remmidemmi, Tätigkeit, Treiben - Einzelgänger, Einzelgängerin, Individualist, Individualistin[Hyper.]anwenden, benutzen, gebrauchen, übertragen, verwenden - pattern (en) - durchführbar - hardheaded, hard-nosed, practical, pragmatic (en) - FKK, Freikörperkultur, Lebensreform, Nacktkultur, Naturismus, Nudismus, Reform[Dérivé]nudist (en) - naturist (en)[CeQuiEst~]doctrine prônant le retour à la Nature (fr)[Classe]doctrine prônant la nudité (fr)[Classe]tourism (en)[Domaine]TherapeuticProcess (en)[Domaine]Gewohnheit[Hyper.]FKK-Anhänger, FKK-Anhängerin, FKKler, FKKlerin, Naturist, Naturistin, Nudist, Nudistin - naturistic (en)[Dérivé] Reform (n.)factotum (en)[Domaine]SubjectiveAssessmentAttribute (en)[Domaine]Veränderung[Hyper.]aufbessern, aufsteigen, bessern, fördern, verbessern - Neugestaltung, Reklamation - Neugestaltung, Reform - Reform - Kreuzfahrer - reformative, reformatory (en) - Neugestaltung[Dérivé]bessern - reform (en)[Domaine]factotum (en)[Domaine]SubjectiveAssessmentAttribute (en)[Domaine]Verbesserung[Hyper.]reform (en) - bessern[Dérivé] Reform (n.)sociology (en)[Domaine]hasPurpose (en)[Domaine]Wagnis - aufbessern, aufsteigen, bessern, fördern, verbessern[Hyper.]aim, drive, get (en) - abstoßen - betreiben, treiben - treiben - fordern - zu Felde ziehen - Neugestaltung, Reklamation - Neugestaltung, Reform - Reform - Kreuzfahrer - reformative, reformatory (en)[Dérivé]bessern[Domaine]Antrieb, Feldzug, Kampagne, Kreuzzug[Hyper.]reform (en)[Dérivé] Reform (n.)
Föderalismus (von lat. foedus, foedera „Bund“, „Bündnis“, „Vertrag“) wird heute vorwiegend als ein Organisationsprinzip verstanden, bei dem die einzelnen Glieder über eine gewisse Eigenständigkeit und Staatlichkeit verfügen, aber zu einer übergreifenden Gesamtheit (Gesamtstaat) zusammengeschlossen sind. Oftmals wird der Begriff undifferenzierend benutzt und sowohl auf Föderationen im engeren Sinne als auch auf Konföderationen angewandt.
Als föderalistischer Staat wird demzufolge ein Staat bezeichnet, der nach dem Bundesstaatsprinzip aufgebaut ist und somit aus Gliedstaaten besteht, die bestimmte eigene (beschränkte) Kompetenzen besitzen, welche nicht vom Gesamtstaat abgeleitet werden. Teilweise wird den Gliedern des Bundes ein Austrittsrecht eingeräumt, wobei das geschriebene Verfassungsrecht aber nicht notwendigerweise mit der Verfassungswirklichkeit übereinstimmen muss. Die „Prinzipienerklärung“ der UNO-Generalversammlung vom 24. Oktober 1970 schließt ein Recht auf Sezession im Rahmen des Selbstbestimmungsrechts der Völker weitgehend aus.
Im Kontext des Föderalismus in den Vereinigten Staaten ist zu beachten, dass diese Begriffsverwendung aus historischen Gründen der im deutschen geläufigen in gewissem Sinne entgegengesetzt ist: als Federalism wird hier gerade die Idee einer starken gesamtstaatlichen Zentralgewalt bezeichnet; gleiches gilt für Kanada und Australien.[1]
10 Nicht mehr existente Staatenbünde, Realunionen und andere übernationale Gebilde
Seit der Aufklärung gehen viele Denker davon aus, dass es bei Freigabe der Föderalisierung zu einem Zusammenschluss der selbstständigen Gemeinden über zunächst regionale und dann kulturkreisumgreifende Zusammenschlüsse (Föderationen) bis zum Weltbund komme.
Neben dem die Staatsidee stützenden (etatistischen) Verständnis (Föderalismus von oben) tritt eine freiheitliche (libertäre) Auffassung auf (Föderalismus von unten), auch als „nachhaltiger Föderalismus“ bezeichnet. Ihr zufolge sind die kleinsten gesellschaftlichen Gebilde (Gruppen, Gemeinden) autonom. Sie gehen aus eigenem Antrieb Zweckbündnisse ein, geben jedoch nur diejenigen Aufgaben an ihre Vereinigungen ab, die sie selbst nicht wahrnehmen können.[2]
historisch: DDR
1949–1952 (danach Aufgliederung der Länder in Bezirke)
historisch: Deutschland (Weimarer Republik)
18 Länder (ab 1929: 17)
historisch: Deutschland (Kaiserreich)
Reich, Bund
25 Bundesglieder
historisch: Norddeutscher Bund
1867–1871, Südteil des Großherzogtums Hessen bundesfreies Gebiet
historisch: Jugoslawien
6 Teilrepubliken (ab 1992: 2)
historisch: Vereinigte Staaten von Kolumbien
historisch: Bundesstaat Österreich
Maiverfassung (1934–1938); ständisch geordnet
8 Föderationskreise, Verfassung von 1993 in der Fassung von 2000
historisch: Sowjetunion
de facto dezentraler Einheitsstaat
historisch: Serbien und Montenegro
historisch: Tschechoslowakei
2 (Teil-)Republiken
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Aufgrund der langwierigen Entscheidungsprozesse in der deutschen Gesetzgebung, der zunehmenden Zentralisierung von Kompetenzen beim Bund und der daraus folgenden Ballung von Zustimmungsgesetzen im Bundesrat – die auch dazu führten, dass die jeweilige Opposition den Bundesrat zur parteipolitisch motivierten Blockade gegen Regierungsvorlagen nutzte – und der mangelnden Transparenz demokratischer Entscheidungsprozesse und Verantwortlichkeiten einigten sich Bundestag und Bundesrat am 16. bzw. 17. Oktober 2003, die „Kommission von Bundestag und Bundesrat zur Modernisierung der bundesstaatlichen Ordnung“ einzusetzen.
Die Regierungschefs der Länder hatten bereits am 2. bis 4. Dezember 1998 beschlossen, die bundesstaatliche Ordnung (Aufgaben-, Ausgaben – und Einnahmenverteilung) einer kritischen Überprüfung zu unterziehen. Die sog. Federführung dafür unter den Ländern lag ab 1999 bei Bayern und Bremen. Dieses Vorhaben wurde aber zunächst zurückgestellt, weil ein aktuelles Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 1999 über eine Reform des Länderfinanzausgleichs umgesetzt werden musste. Die Verhandlungen darüber zogen sich hin bis zum Juni 2001. Die finanzstarken Länder stellten dabei letztendlich ihre Kritik am bestehenden Länderfinanzausgleich zurück zugunsten einer Lösung, die der traditionellen bundesstaatlichen Solidarität mit den finanzschwachen Ländern verpflichtet blieb, insbesondere aber den ostdeutschen Ländern eine Verlängerung der Solidarpaktmittel zugestand. Zum Ausgleich für diese Verhandlungsergebnisse forderten sie aber im Länderkreis eine Föderalismusreform in Bezug auf die Verteilung der Kompetenzen zwischen Bund und Ländern, die die Stellung der Länder im bundesdeutschen Föderalismus stärken sollte. Auf einer Ministerpräsidentenkonferenz im Oktober 2001 wurde entsprechend beschlossen, Verhandlungen mit dem Bund darüber aufzunehmen; im Dezember 2001 einigten sich Bund und Länder darauf, diese sofort zu beginnen und sie bis 2003 abzuschließen.
Leitlinien der Länder für die Verhandlungen mit dem Bund über die Modernisierung der bundesstaatlichen Ordnung wurden am 27. März 2003 verabschiedet. Parallel verfassten die deutschen Landesparlamente eine Lübecker Erklärung „Bekenntnis zum Föderalismus und zur Subsidiarität – Landesparlamente stärken“. Schließlich wurde am 9. April 2003 eine Position des Bundes verabschiedet. Eine Regierungskommission von Bund und Ländern sollte auf diesen Grundlagen Gesetzesentwürfe erarbeiten. Am 18. Juni 2003 schlug aber Franz Müntefering, Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, dem Bundestag vor, eine Verfassungskommission von Bundestag und Bundesrat einzurichten und im Herbst des Jahres eine umfassende Debatte zur Modernisierung der bundesstaatlichen Ordnung mit dem Bundesrat zu beginnen (Plenarprotokoll 15/51, S. 4202 B). Es wurde eine Bundesstaatskommission von Bundestag und Bundesrat eingerichtet.
Obwohl die Föderalismuskommission am 17. Dezember 2004 an der Neuordnung der Kompetenzen in der Bildungspolitik scheiterte, bildete ihr bis dahin erreichter Verhandlungsstand die Grundlage für die weitere Entwicklung.
Neuer Anlauf in der Großen Koalition von 2005
Die Verteilung der Zuständigkeiten im deutschen kooperativen Föderalismus ist administrativ, nicht dual, geregelt: Die meisten Politikbereiche unterliegen einer konkurrierenden Gesetzgebung von Bund und Ländern. Bis dahin hieß das, der Bund gestaltete die Rahmenbedingungen, die Länder ergänzten sie mit eigenen Gesetzen; vor allem aber sind sie Träger der staatlichen Verwaltung. Die Schwierigkeit besteht bei einem solchen Staatsaufbau darin, die Detailtiefe der zentralen Entscheidungen so zu begrenzen, dass auf der Ebene der Gliedstaaten, also der Länder, genügend Spielraum für eigene Entscheidungen und Gesetze besteht. Eine solche Verteilung muss deshalb unter sich ändernden Verhältnissen immer wieder neu austariert werden. Überlagert wird die rechtliche Kompetenzverteilung von der Frage der Finanzverteilung, die für die faktische Ausfüllung der Kompetenzen entscheidend ist.
Um die zunehmende Verflechtung von Bund und Ländern wieder zu bereinigen, wurde einmal die Rahmengesetzgebung des Bundes (früher Art. 75 GG a.F.Vorlage:§§/Wartung/alt-URL-buzer) abgeschafft. Ihre Materien gehören nun entweder der ausschließlichen oder konkurrierenden Gesetzgebung des Bundes an oder sie sind von den Ländern zu regeln. Außerdem wurde die Zustimmungspflicht deutlich eingeschränkt. Sie war in Art. 84 Absatz 1 GG a.F.Vorlage:§§/Wartung/alt-URL-buzer geregelt, wonach die Zustimmung des Bundesrates erforderlich wurde, wenn im Bundesgesetz auch Regelungen zum Verwaltungsverfahren enthalten waren. Künftig entfällt diese Zustimmungserfordernis; die Länder können dann aber abweichende Verfahrensregelungen treffen. Wenn der Bund solche abweichende Landesgesetzgebung ausnahmsweise ausschließen will, bedarf es dazu der Zustimmung des Bundesrates. Ein wesentlicher Punkt ist die Abschaffung des Durchgriffs des Bundes auf die Kommunen durch die Reform des Art. 84Vorlage:Art./Wartung/buzer Abs. 1 Satz 7 GG: Der Bund darf seit 2006 den Gemeinden nicht länger Aufgaben übertragen; Aufgaben sind hier als Kosten verursachende Pflichten zu verstehen. Unter dem Motto "Wer bestellt, bezahlt" hatten die Gemeinden dies schon lange zu ihrer Forderung gemacht. Jetzt dürfen Aufgaben an die Kommunen nur noch nach Maßgabe der jeweiligen Landesverfassung durch Landesgesetze erfolgen.
Im Gegenzug für diesen Verzicht der Länder auf Mitwirkung im nationalen Gesetzgebungsverfahren sollen sie künftig die ausschließliche Gesetzgebungskompetenz für das Dienst-, Besoldungs- und Versorgungsrecht der Landes- und Kommunalbeamten, das Strafvollzugsrecht – allerdings ohne das rechtsdogmatisch zugehörige materielle Strafrecht, das Heimrecht ohne das zugehörige Gesundheitsrecht, das Ladenschluss- und Gaststättenrecht, das Versammlungsrecht und das Presserecht erhalten. Zusätzlich bekommen die Länder im Bereich des Umwelt- und Bildungsrechts ein so genanntes „Abweichungsrecht“, durch das sie von Bundesregelungen abweichende, eigene Gesetze beschließen können. Die ursprünglich geplante Übertragung der Gesetzgebungskompetenz für das Notariat (ohne das Beurkundungsverfahren) wurde wegen der einhelligen Bedenken der im Gesetzgebungsverfahren angehörten Sachverständigen wieder fallengelassen.
Die Bildungspolitik wird weitgehend Ländersache. Beim Bund verbleiben lediglich die Kompetenzen zur Regelung der Hochschulzulassung und der Hochschulabschlüsse − von der die Länder abweichen können − sowie jene für den betrieblichen Teil der beruflichen Bildung im dualen System. Die bisherige Gemeinschaftsaufgabe Hochschulbau geht ebenso in die Autonomie der Länder über wie die Gemeinschaftsaufgabe Bildungsplanung. Damit zieht sich der Bund aus der Finanzierung des Hochschulbaus und aus den direkten Finanzhilfen im Schulbereich zurück.
Die Rahmenkompetenz des Bundes wird abgeschafft. Mit der Anfügung der Nr. 27 an den Art. 74Vorlage:Art./Wartung/buzer Abs. 1 GG werden Bestandteile aus der bisherigen Rahmengesetzgebungskompetenz in die konkurrierende Gesetzgebungskompetenz überführt. Der Bund hat nun die Gesetzgebungskompetenz für grundlegende Statusangelegenheiten, ist jedoch in Bezug auf die Landesbeamten beschränkt auf den Bereich der Statusrechte und -pflichten. Mit der Auflösung des Art. 74a GG a.F.Vorlage:§§/Wartung/alt-URL-buzer fällt die bisher konkurrierende Gesetzgebungskompetenz zur Regelung von Besoldung, Versorgung und Dienstrecht der Landesbeamten in die ausschließliche Gesetzgebungskompetenz der Länder. Die Bundesregierung hat am 12. Januar 2007 einen Entwurf eines Beamtenstatusgesetzes beschlossen und zur Verabschiedung dem Bundestag und -rat zugeleitet.
Aufgrund des Gesetzes zur Änderung des Grundgesetzes (GG) vom 28. August 2006 (BGBl. I S. 2034) ist die Rahmenkompetenz des Bundes zum Erlass des Beamtenrechtsrahmengesetzes (BRRG) entfallen. Die Länder waren bisher aufgrund der Rahmenkompetenz des Bundes nach Art. 75 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 GGVorlage:§§/Wartung/alt-URL-buzer verpflichtet, ihre Landesbeamtengesetze an den Vorgaben des BRRG auszurichten.
An die Stelle der bisherigen Rahmengesetzgebung für die allgemeinen Rechtsverhältnisse der Landes- und Kommunalbediensteten tritt eine konkurrierende Gesetzgebungsbefugnis des Bundes. Nach Art. 74Vorlage:Art./Wartung/buzer Abs. 1 Nr. 27 GG hat der Bund nunmehr die Kompetenz zur Regelung der Statusrechte und -pflichten der Angehörigen des öffentlichen Dienstes der Länder, Gemeinden und anderen Körperschaften des öffentlichen Rechts, die in einem Dienst- und Treueverhältnis stehen, mit Ausnahme der Laufbahnen, Besoldung und Versorgung. Die hiernach zu erlassenden Gesetze bedürfen der Zustimmung des Bundesrates.
Der Gesetzentwurf der Bundesregierung vom 12. Januar 2007 nutzt die Kompetenz des Bundes und regelt einheitlich das Statusrecht für Landesbeamte und Kommunalbeamte. Zielrichtung des Gesetzes ist die Festlegung der beamtenrechtlichen Grundstrukturen zur Gewährleistung der erforderlichen Einheitlichkeit des Dienstrechts insbesondere zur Sicherstellung von Mobilität der Beamten bei Dienstherrnwechsel. Mit dem Beamtenstatusgesetz werden die Voraussetzungen für ein modernes und einheitliches Personalmanagement in der öffentlichen Verwaltung angestrebt durch klare Strukturen und den Abbau von bürokratischen Hemmnissen. Durch Art. 33Vorlage:Art./Wartung/buzer Abs. 5 GG wird die im Bundesstaat notwendige Einheitlichkeit des öffentlichen Dienstes gewährleistet.
Recht, das als Bundesrecht erlassen worden ist, aber wegen der Aufhebung des Artikels 75 GG a.F. nicht mehr als Bundesrecht erlassen werden könnte, gilt nach Art. 125aVorlage:Art./Wartung/buzer GG als Bundesrecht fort. Ausgehend von der neuen konkurrierenden Gesetzgebungskompetenz ersetzt der Gesetzentwurf das nach Art. 75 GG a.F. erlassene BRRG. Daher wird das Beamtenrechtsrahmengesetz mit dem Inkrafttreten des Beamtenstatusgesetzes weitgehend aufgehoben. Kapitel II und § 135Vorlage:§/Wartung/buzer BRRG bleiben zunächst bestehen. Diese Vorschriften betreffen die einheitlich und unmittelbar geltenden Vorschriften des BRRG, die für die Länder bereits weitgehend, aber noch nicht vollständig im Beamtenstatusgesetz enthalten sind und für den Bund bis zur Novellierung des Bundesbeamtengesetzes bzw. für die Länder bis zum Erlass eigener Vorschriften weitergelten. Dies gilt auch für § 135 BRRG für die öffentlich-rechtlichen Religionsgesellschaften, da eine entsprechende Regelung nicht mehr im Beamtenstatusgesetz enthalten ist. Vorgesehen sind eine Vereinheitlichung und Modernisierung der statusrechtlichen Grundstrukturen, um die Mobilität insbesondere bei Dienstherrnwechsel zu gewährleisten. Dazu gehören:
Als Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland wird in Art. 22Vorlage:Art./Wartung/buzer GG Berlin im Grundgesetz benannt. Damit ist das erste Mal in der Geschichte der Bundesrepublik eine Stadt verfassungsrechtlich als Hauptstadt bestimmt, was bisher nur einfachgesetzlich geschah. Die Repräsentation des Gesamtstaates in der Hauptstadt ist Aufgabe des Bundes.
Weiterhin werden die Haushalte der Kommunen durch Einfügen des Art. 85Vorlage:Art./Wartung/buzer Abs. 1 Satz 2 GG geschützt. Künftig dürfen den Gemeinden und Gemeindeverbänden per Bundesgesetz keine Aufgaben übertragen werden.
Im Bereich Umweltrecht wird für die Gebiete des Umweltrechts, die zuvor Rahmengesetzgebung waren, eine materielle Abweichungsgesetzgebung (Art. 72Vorlage:Art./Wartung/buzer Abs. 3 GG) eingeführt. Das bedeutet, dass die Länder durch ein Landesgesetz auf bestimmte, genau definierte Teile von Bundesgesetzen „zugreifen“ können. Die Regel „Bundesrecht bricht Landesrecht“ gilt in diesen Fällen nicht mehr, sondern für die Landesgesetze gilt ein Anwendungsvorrang. Das betreffende Bundesgesetz bleibt weiter in Kraft und gilt in denjenigen Ländern weiterhin, die nicht willens oder nicht in der Lage sind, Abweichungsgesetze auch tatsächlich zu erlassen. Abzuwarten bleibt, ob sich eine Rechtszersplitterung einstellen wird. Durch die Abweichungsgesetzgebung ergibt sich die Chance, Bundeskompetenzen zu erhalten bzw. auszubauen, ohne unbedingt ein Zustimmungserfordernis des Bundesrates zu haben, da die Länder im betreffenden Bereich eigene Kompetenzen haben. In der Bundesstaatskommission war die Einführung eines materiellen Zugriffsrechts zunächst auch für andere Politikfelder diskutiert worden, die ehemaligen Bereiche der Rahmengesetzgebung in der Umwelt- und der Bildungspolitik könnten im Falle von positiven Erfahrungen eine Türöffner-Funktion haben.
Außerdem ermöglicht die Neuregelung auch die Schaffung eines Umweltgesetzbuchs (UGB). Anläufe in Richtung UGB waren in den 1990er Jahren ohne Ergebnis beendet worden. Nach der neueren Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zur Erforderlichkeitsklausel des Art. 72Vorlage:Art./Wartung/buzer Abs. 2 GG hätte der Bund in den Bereichen der Rahmengesetzgebung heutigentags jedenfalls keine Kompetenz mehr gehabt, ein UGB zu schaffen. Die Neuregelungen der Föderalismus-Reform erlauben dies nun, weil die gesamte Umweltmaterie zur konkurrierenden Gesetzgebung des Bundes gehört.
Nach der ursprünglichen Regelung des Grundgesetzes (Art. 74 Abs. 1 Nr. 1 GGVorlage:§§/Wartung/alt-URL-buzer) gehörte der Strafvollzug (wie auch das Strafrecht) zur konkurrierenden Gesetzgebung. Das hieß, dass auf diesem Gebiet die Länder keinerlei Möglichkeit der Gesetzgebung hatten, da der Bund nicht nur ein Strafgesetzbuch und eine Strafprozessordnung, sondern auch ein Strafvollzugsgesetz erlassen hatte. Dies hat sich mit der Föderalismusreform grundlegend geändert, da die Länder nunmehr für die Strafvollzugsgesetzgebung allein zuständig sind. Das bedeutet zum einen, dass die Länder eigene Strafvollzugsgesetze schaffen können. Solange sie dies nicht tun, bleibt das bisherige (Bundes-)Strafvollzugsgesetz in Geltung, sodass für das einzelne Bundesland in dieser Frage kein Zeitdruck besteht. Dies ergibt sich aus Art. 125aVorlage:Art./Wartung/buzer GG in dem es heißt: „Recht, das als Bundesrecht erlassen worden ist, aber wegen der Änderung des Artikels 74 Abs. 1 […] nicht mehr als Bundesrecht erlassen werden könnte, gilt als Bundesrecht fort. Es kann durch Landesrecht ersetzt werden.“ Die Föderalismusreform hat im Strafvollzug zu beträchtlicher juristischen Komplexität/Verwirrung geführt, die wohl noch längere Zeit anhalten wird. Dies ist paradox, weil eine solche totale Verlagerung des Vollzuges auf die Länder inhaltlich nur schwer zu begründen ist. Dies hat sich in der Breite des Widerstandes gegen diese Neuordnung gezeigt: alle wesentlichen Organisationen der deutschen Strafrechtspraktiker (vom Deutschen Richterbund über die Deutsche Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen e.V. bis zur Bundesvereinigung der Anstaltsleiter im Strafvollzug e.V.) hat sich dagegen ausgesprochen, ebenso wie eine große Zahl der Hochschullehrer im Strafrecht.
Der gefundene Kompromiss zielt darauf ab, die Verhandlungsposition Deutschlands durch bessere Zusammenarbeit der Ebenen (und auch der Akteure innerhalb der Ebenen untereinander) zu verbessern. Die Verdoppelung der Struktur der Politikverflechtung (gemäß der Formel: Kompetenzabtretung gegen Mitwirkung) wird dadurch allerdings nicht gebrochen. Die einzige Einschränkung der Länderrechte besteht darin, dass die Rechte der Länder nach Art. 23Vorlage:Art./Wartung/buzer Abs. 6 GG (also das Recht, das gesamtdeutsche Interesse in Bereichen ausschließlicher Gesetzgebungskompetenzen der Länder in Brüssel durch einen Landesvertreter einzubringen) auf einige wenige Politikfelder beschränkt wurden (Rundfunk zum Beispiel).
Die gemeinsame Verpflichtung von Bund und Ländern zur Haushaltsdisziplin und die Aufteilung von Sanktionen, die ggf. aufgrund von Art. 104 Abs. 11 EGV über Deutschland verhängt würden, wird festgelegt. In Fällen, in denen die Europäische Union Sanktionszahlungen gegen Deutschland verhängt, weil es gegen den Stabilitätspakt oder die Umsetzung von EU-Richtlinien verstoßen hat oder vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte verurteilt wurde, trägt der Bund 65 Prozent, die Bundesländer 35 Prozent der Strafe. Unter den Bundesländern werden ggf. 35 Prozent nach Einwohnern und 65 Prozent nach Verursachung verteilt (Art. 109 Abs. 5 GG).
Im Bereich der Gemeinschaftsaufgaben wurde die gemeinsame Bildungsplanung abgeschafft und durch eine neue Gemeinschaftsaufgabe zur Feststellung der Leistungsfähigkeit des Bildungswesens im internationalen Vergleich inklusive Berichterstattung ersetzt (Art. 91b GGVorlage:§§/Wartung/alt-URL-buzer). Die Gemeinschaftsaufgabe Hochschulbau wurde ebenfalls beendet, geregelt im Hochschulbauförderungsgesetz (HBFG). An Hochschulen dürfen Bund und Länder jedoch künftig zusammenwirken bei Vorhaben der Wissenschaft und Forschung sowie bei Forschungsbauten einschließlich Großgeräten (Art. 91bVorlage:Art./Wartung/buzer GG). Die Gemeinschaftsaufgabe Forschungsförderung ist insgesamt neu gefasst worden, wobei Bund und Länder auch nach wie vor eine gemeinsame Förderkompetenz bei der außeruniversitären wissenschaftlichen Forschung besitzen (Art. 91b GG).
Neu geregelt worden sind auch die Bundesfinanzhilfen der Mischfinanzierung. Die bisherige, seit der Finanzreform von 1969 geltende Regelung (Art. 104a Abs. 4 GG a.F.Vorlage:§§/Wartung/alt-URL-buzer), derzufolge der Bund den Ländern für „besonders bedeutsame Investitionen der Länder und der Gemeinden“ zugunsten gesamtwirtschaftlicher oder wachstumspolitischer Ziele Finanzhilfen gewähren konnte, ist zwar – fast – wortgleich in den neuen Art. 104bVorlage:Art./Wartung/buzer GG übergegangen. Ein entscheidender Unterschied wurde aber eingeführt: Der Bund darf nur noch dort fördern, wo er Gesetzgebungsbefugnisse hat – alle Gegenstände und Maßnahmen, die in die Kompetenz der Länder fallen, sind nicht mehr förderungsfähig. Diese Revision wurde in der zweiten Stufe der Föderalismusreform wieder teilweise rückgängig gemacht, da sie die konjunkturpolitisch erwünschten Maßnahmen des Bundes in der Weltwirtschaftskrise sehr erschwerten. Zudem gibt es Förderungen nur noch befristet und degressiv ausgestaltet. Als gemischt finanziertes Investitionsfeld ist der Bereich der städtebaulichen Erneuerung und Entwicklung (Städtebauförderung – StBauF) geblieben, dem auch weiterhin dauerhaft jeweils im Haushaltsplan festzulegende Finanzhilfen des Bundes zur Verfügung gestellt werden können. Die bisherigen Aufgabengebiete der Gemeindeverkehrsfinanzierung (teilweise) und der Wohnungsbauförderung sind auf die Länder übertragen worden. Dies allerdings mit der Maßgabe, dass der damit verbundene Ausfall der bisherigen Bundesfinanzhilfen den Ländern bis 2019, im Gegensatz zur Städtebauförderung also befristet, ausgeglichen werden (Kompensationsklausel des (neuen) Art. 143cVorlage:Art./Wartung/buzer GG). Sie müssen über den gesamten Zeitraum investiv verausgabt werden; ab 2014 entfällt aber die Zweckbindung und die Verwendung geht – nach einer Überprüfung – in die Haushaltsautonomie der Länder über. Ziel war, damit die vertikale Verflechtung zwischen den „Fachbruderschaften“ zu mindern und die Autonomie der Länder zu stärken .
Kritiker der zentralistischen Seite befürchten einerseits das Ende des Solidaritätsprinzips in der föderalen Ordnung der Bundesrepublik. Durch die Abgabe von Bundeskompetenzen in Länderhand werde es zu Konkurrenzen kommen, die die finanziell starken Länder einseitig bevorzugen.
Durch den weitgehenden Rückzug des Bundes aus der Bildungspolitik (70 % der Kosten für den Hochschulbau sollen in Zukunft die Länder tragen) und der Einheitlichkeit der Beamtenbesoldung oder dem Ladenschlussrecht würde sich der Bund seiner sozialen Verpflichtungen und Hoheitsbefugnissen entledigen und so die Länder in einen Wettbewerb um die niedrigsten Kosten zwingen, zu Lasten der Studenten, Forschungseinrichtungen, Spitzenbeamten, usw.
Auch im Hinblick auf die Regelungen zum Strafvollzugsrecht und Umweltschutz befürchten Umweltschützer und Bürgerrechtler einen Wettlauf um die jeweils niedrigsten Standards (Race to the bottom). Dies würde nicht zuletzt auch im Hinblick auf die umweltrechtlichen Vorgaben der EU zu Problemen führen können – es sei unsinnig, dass zwingende supranationale Vorgaben statt von einer Gesetzgebungsinstanz (Bund) durch 16 Ländergesetzgebungsinstanzen umzusetzen seien. Des Weiteren sei eine Trennung der Kompetenzen bei materiellem Strafrecht und dem darauf basierenden Strafvollzugsrecht nicht nachvollziehbar, so die Kritik.
Ein weiterer Kritikpunkt ist die nur sehr schwache parlamentarische Legitimation der Kommission von Bundestag und Bundesrat zur Modernisierung der bundesstaatlichen Ordnung bzw. die nur sehr zaghafte parlamentarische und öffentliche Diskussion über die Ergebnisse der Verhandlungen in der Kommission.
Behauptet wird auch, dass das große Ziel der Reform, wonach der Bürger wissen soll, wer für was zuständig ist, durch die komplizierten Regelungen zu Abweichungsrechten der Länder wohl kaum erreicht werde; künftig wird es im Vergleich zu früher sogar schwieriger für den Bürger werden, überhaupt herauszufinden, ob nun das Bundesgesetz oder ein Landesgesetz anzuwenden ist.
Da die wichtigsten Gesetzesvorhaben auch weiterhin der Zustimmung des Bundesrats bedürfen, war zudem umstritten, ob der Ertrag für den Bund, nämlich die Verhinderung von Blockaden von Regierungsvorlagen durch die Opposition im Bundesrat, tatsächlich so groß ist wie behauptet.
Kritiker der föderalistischen Seite bemängeln, dass der Bund in manchen Bereichen nicht bereit ist, substantielle Kompetenzen an die Länder abzutreten. So sei es kaum verständlich, dass z. B. das Jagdrecht (bisher Bundeskompetenz der Rahmengesetzgebung) in die konkurrierende Gesetzgebung verschoben worden ist, statt dass die Landesgesetzgebung vollständig darüber befinden könnte.
Ein grundsätzlicher Kritikpunkt ist schließlich, dass die bisherige gegenseitige Behinderung von Bund und Ländern auch durch das geänderte Grundgesetz nicht aufgehoben wird: Die Landespolitiker können weiterhin via Bundesrat über Bundesrecht entscheiden, und die Bundespolitik überlässt den Ländern weiterhin nicht genügend umfangreiche Gesetzgebungskompetenzen, mit denen diese einerseits eine echte Gestaltungsfreiheit erhielten und andererseits in eine Konkurrenz um die besten Lösungen treten könnten. Diese oberflächliche Kritik im Grundsätzlichen zeugt allerdings von wenig Verständnis für die integrativen Eigenschaften des deutschen Föderalismus.
Erste Auswertungen der Föderalismusreform
Normen und Primärtexte
Gesetz zur Änderung des Grundgesetzes (Artikel 22, 23, 33, 52, 72, 73, 74, 74a, 75, 84, 85, 87c, 91a, 91b, 93, 98, 104a, 104b, 105, 107, 109, 125a, 125b, 125c, 143c) vom 28. August 2006. In: Bundesgesetzblatt 2006 Teil I Nr. 41, S. 2034 (PDF).
Koalitionsvereinbarung: „Gemeinsam für Deutschland – mit Mut und Menschlichkeit. Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD vom 11. November 2005“, dort ab S. 145: „Verhandlungsergebnis zwischen Bund und Ländern auf der Basis der Gespräche von Franz Müntefering, MdB, Edmund Stoiber, Ministerpräsident, zusammengestellt von Dr. Rainer Holtschneider, StS a.D., und Dr. Walter Schön, Bayerische Staatskanzlei“ (Koalitionsvertrag).
Zur Föderalismusreform allgemein (vor Inkrafttreten)
Aus Politik und Zeitgeschichte: Föderalismus, Heft 13-14/2005 (PDF).
Bertelsmann Stiftung: Die Europafähigkeit des deutschen Bundesstaates. Diskussionspapier zum Föderalismus-Reformdialog, 2004 (PDF).
Martin Große Hüttmann: „Der deutsche Föderalismus schläft wie Dornröschen“: Die Bundesstaatsreform der zweiten Großen Koalition und ihre lange Vorgeschichte. In: Petra Zimmermann-Steinhart (Hrsg.): Föderalismus – Devolution – Dezentralisierung: Möglichkeiten und Grenzen regionaler Selbstregierung in Europa, i.E.
Nach Inkrafttreten veröffentlichte Aufsätze
Thomas Hilpert: "Verfassungsrechtliche Vorgaben für die Zahlungen nach dem EntflechtG ab 2014", InfrastrukturRecht Heft 9/2011, S. 202 ff.
Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Grundgesetzes (Drucksache 16/813 vom 7. März 2006 (Föderalismusreform) (PDF-Datei; 459 kB)
Gesetz zur Änderung des Grundgesetzes (BGBl I S. 2034) (PDF-Datei; 66 kB)
Föderalismusreform-Begleitgesetz Vorlage:§§/Wartung/buzer
Auswärtige Föderalismusreformen
Die meisten föderalen Staatsgebilde kennen Reformen der Zuweisung von ausschließlichen Zuständigkeiten und der Neuordnung der Anteile an den konkurrierenden Zuständigkeiten. Im Föderalismus in den Vereinigten Staaten werden seit den 1980ern Jahren unter dem Begriff New Federalism veränderte Rechtskompetenzen vorgeschlagen – meist mit der Zielrichtung den Bundesstaaten mehr Kompetenzen zuzuweisen. Demgegenüber sind die Reformen durch die Bündnisverträge im Rahmen der Europäische Integration darauf gerichtet, den europäischen Institutionen stärkere Kompetenzen zuzuweisen, wobei das Subsidiaritätprinzip aufgegriffen wird, wie es auch in der deutschen und schweizerischen Föderalismusstruktur angewendet wird.
Von „http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Föderalismusreform&oldid=105295047“	Kategorien: Staatsrecht (Deutschland)Föderalismus in DeutschlandReform This entry is from Wikipedia, the leading user-contributed encyclopedia. It may not have been reviewed by professional editors (see full disclaimer)Donate to Wikimedia
Yvonne Heiniger, Thomas Straubhaar, Hans Rentsch u. a.: Ökonomik der Reform. Wege zu mehr Wachstum in Deutschland. Orell Füssli, Zürich 2004, ISBN 3280050464.
Ulrich Schödlbauer: Was geht. Anmerkungen zur Reformgesellschaft. In: Ulrich Schödlbauer (Hrsg.): Warum Reformen scheitern. Die Kultur der Gesellschaft. Heidelberg 2007, ISBN 978-3-934877-61-0.
Doreen Spörer: Regierungssysteme und Reformen.Studien zur neuen politischen Ökonomie. Springer, 2006, ISBN 3531150340.
Albrecht Müller: Die Reformlüge. Droemer Knaur, München 2004, ISBN 3-426-27344-6.
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EUROVOCPolitischer RahmenFöderalismus→Bundesstaat • regionales Parlament↗Regierungssystem
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References: Art. 75
 Art. 84
 Art. 84
 Art. 74
 Art. 74
 Art. 75
 Art. 74
 Art. 33
 Art. 125
 Art. 75
 § 135
 § 135
 Art. 22
 Art. 85
 Art. 72
 Art. 125
 Art. 23
 Art. 104
 Art. 104
 Art. 143