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Timestamp: 2020-05-29 17:02:27+00:00

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Zitat von »"mike451"«
Die gesetzliche Rentenversicherung ist, wie der Name schon sagt, ein gesetzlich geregelter Schenkkreis. Es ist ja bei Lotterien und Wetten ähnlich, es gibt eben entsprechende staatlich geregelte Einrichtungen einerseits und ungesetzliche Abzocker andererseits.
ich habe mein geld in so einem schenkkreis verloren. das war ende 2003. wie hab ich denn eine chance das geld zurück zu bekommen???? ich habe lediglich noch sämtliche mails inkl.mailadressen der damaligen "Mit-Opfer".Bitte um Info, denn es war ne Menge Geld. Danke
tiroler41
Zitat von »"GoMoPa Legal Services"«
Prüfen Sie genau, es wäre sonst möglich - Ihre Forderung verjährt.
und nochwas: gesetzliche Rentenversicherung war ist und wird eine Risikoversicherung bleiben, wer will kann ja privat Vorsorgen - solange er nicht mit solche netten Pyramieden reingelegt wir...
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Der Bundesgerichtshof hat sich in einer nun veröffentlichten Entscheidung
(BGH, Urt. v. 13.03.2008 – III ZR 282/07)
einmal mehr mit der Problematik sog. Schenkkreise zu beschäftigten.
Pressemitteilung von: KSR Kanzlei Siegfried Reulein
Die Beklagten hätten danach vermehrt ihre Strategie geändert und statt der Zulässigkeit der Ansprüche einfach den in der Regel nicht quittierten Erhalt des Geldes bestritten.
Auch die beiden Frauen, die mittlerweile entschädigt wurden und gestern als Zeuginnen auftraten, bestätigten, keinen Beleg erhalten zu haben. Daher hätten sie und weitere Teilnehmer sich die Geldscheine aber vor der Abgabe nochmals gegenseitig gezeigt. Während die Strafverteidiger die Glaubwürdigkeit der Zeuginnen anzweifelten, vertraute der Amtsrichter deren detaillierten Aussagen. „Ich habe keine Zweifel daran, dass das Geld an den Angeklagten geflossen ist“, bekräftigte er.
Link zur kompletten Meldung
Natürlich würde ich eine Abtretung unterschreiben das nicht mein Geld war und ich mit der Sache eigentlich nichts zu tun habe und haben will. Wie stehen die Chancen das er gerichtlich das Geld wiederbekommt?
In seiner Entscheidung vom xx.07.2012 (Az.: III ZR 291/11) bestätigte der Bundesgerichtshof (BGH) seine bisherige Rechtsprechung zu den sog. „Schenkkreisen“. Danach werden nach einem Schneeballsystem aufgebaute Schenkkreise als sittenwidrig eingestuft.
Das System „Schenkkreis“ ist ein Pyramidensystem nach dem Schneeballprinzip. An der Spitze der Pyramide stehen Mitglieder des „Empfängerkreises“, die von den „unteren“ Mitgliedern mit Geldbeträgen beschenkt werden. Die vorgenommenen Schenkungen werden von „unten“ nach „oben“ weitergeleitet. Die Beschenkten im oberen Teil der Pyramide scheiden nach der Beschenkung aus. An ihrer Stelle rücken die anderen Mitglieder in den Empfängerkreis nach. In der Hoffnung selbst einmal Angehörige des Empfängerkreises zu werden, leisten die neu hinzutretenden Mitglieder wiederum Schenkungen an die jeweiligen nachgerückten Mitglieder des Empfängerkreises.
Ein solches System zielt nach der Auffassung des BGH allein darauf ab, zugunsten einiger weniger Mitspieler leichtgläubige und unerfahrene Personen auszunutzen und sie zur Zahlung des Einsatzes zu bewegen. Dieses sittenwidrige Verhalten wird dadurch sanktioniert, dass der zugrunde liegende Vertrag nichtig ist und das Geleistete zurückgefordert werden kann.
In dem vom BGH am xx.07.2012 entschiedenen Fall übergab die Klägerin der Beklagten 5000 €. Die Beklagte hat das Geld an die an der Pyramidenspitze stehenden Mitglieder des Empfängerkreises übermittelt. Der BGH nimmt an, dass zwischen der Klägerin und der Beklagten ein Auftragsverhältnis bestand, das aber aufgrund der Sittenwidrigkeit nichtig und somit unwirksam geworden ist. In dem konkreten Fall hat jedoch die Klägerin keinen Anspruch gegen die Beklagte, da kein Leistungsverhältnis zwischen den beiden bestand.
Der BGH führt aus, dass im Falle des eingeschalteten Boten, der das Geld weiter an die Personen in der „Spitzen-Position“ leitet, kein Bereicherungsanspruch gegen den Boten besteht. Mithin muss derjenige, der das Geld entgegengenommen und wie vereinbart weitergeleitet hat, dem „Schenkenden“ nichts zurückgeben.
Die Frage, ob das Geld von den tatsächlich beschenkten Teilnehmern verlangt werden kann, wurde von dem BGH in diesem konkreten Fall nicht erörtert. Seit den Urteilen des BGH vom Jahre 2005 stehen jedoch die Chancen für die Opfer recht gut, die eingezahlten Beträge von den Empfängern zurückzuverlangen.
Die Rechtsanwaltskanzlei Röhlke Rechtsanwälte vertritt zurzeit Mandanten, die zu den Opfern der Schenkkreise „LebensArt“ und „Sommerzeit“ gehören. Gerne unterstützen wir Sie anwaltlich in allen Fragen zum Thema „Schenkkreise“.

References: BGH 
 BGH 
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