Source: http://www.multimedia-ethik.net/multimediakodex/
Timestamp: 2018-04-23 22:45:04+00:00

Document:
Multimedia-Ethik-Kodex 2012 | Multimedia-Ethik
Überarbeitete Neufassung des vom NMJ-Jahrgang 2008/10 verfassten Multimedia-Kodex 2009 durch den nachfolgenden NMJ-Jahrgang 2010/2012
- Der Multimedia-Ethikkodex stützt sich auf Art. 19 der Menschenrechtskonvention der Vereinten Nationen und Art. 10 der Europäischen Menschenrechtskonvention (Meinungs- und Informationsfreiheit). Er ist den sozialen und liberalen Grundwerten einer demokratischen und pluralistischen Gesellschaftsordnung verpflichtet.
- Dem Multimedia-Ethikkodex liegen die bisher geltenden Journalistenkodizes der Schweiz, Österreichs und Deutschlands zu Grunde. Sie gelten im multimedialen Kontext ebenso uneingeschränkt fort wie andere allgemein anerkannte journalistische Werte und handwerkliche Standards.
- Der Multimedia-Ethikkodex trägt der aktuellen Medienentwicklung und ihren Mitteln insbesondere in digital vernetzter und multimedialer Hinsicht Rechnung und ist laufend fortzuentwickeln. Für aktive Nutzer und Mitgestalter neuer Medien gilt der Kodex als Orientierung zur Verantwortung von Veröffentlichungen.
- Bei allen personenbezogenen Bezeichnungen meint die gewählte Formulierung beide Geschlechter.
Artikel 1 Richtigkeit:
Artikel 2 Fairness; Unabhängigkeit:
Artikel 3 Prüfung:
Artikel 4 Quellen:
Artikel 5 Kommentar und Glosse:
Artikel 6 Kulturelle und soziale Sensibilität; Internationalität:
2. Abschnitt: Mittel und Wege journalistischen Ausdrucks
Artikel 7 Sprache:
Artikel 8 Foto; Audio; Video:
Artikel 9 Verhalten als Privatperson:
Artikel 10 Blogs; soziale Netzwerke:
Artikel 11 Werbung und Öffentlichkeitsarbeit:
3. Abschnitt: Qualitätssicherung und Erfolgskontrolle
Artikel 12 Qualifikation:
Artikel 13 Quote:
(2) Der Multimediajournalist verwertet Themen entsprechend der Linie seines Mediums, ungeachtet der zu erzielenden Quote aber stets im Sinne des Art. 2. Er klärt insbesondere bei beteiligten Privatpersonen und Mitwirkenden von Medienangeboten im Vorfeld ab, ob sie sich möglicher Eingriffe in ihre Privatsphäre und persönliche Rechte bewusst sind und inwieweit sie diesen zustimmen.
Artikel 14 Erfolgskontrolle; Dialog und Kritik:
4. Abschnitt: Beiträge der Nutzer
Artikel 15 Kommentare und Foren:
(1) Der Multimediajournalist sorgt nach Möglichkeit für eine offene Kommentarfunktion als integraler Bestandteil multimedialer Informationsangebote. Die Gründe für das Fehlen einer Kommentarfunktion sollen klar erkennbar sein. Insbesondere bei Themen, die im rechtlichen oder ethischen Sinne heikle oder gar hetzerische Kommentare erwarten lassen, sollte auf eine offene Kommentarfunktion verzichtet werden.
(2) Der Multimediajournalist überprüft Kommentare, bevor er sie veröffentlicht. Er bemüht sich dabei um größtmögliche Objektivität und Fairness. Kommentare, die geltenden Gesetzen widersprechen oder als Werbung im Sinne des Art. 11 Abs. 1 einzustufen sind, veröffentlicht er nicht.
(3) Der Multimediajournalist veröffentlicht grundsätzlich keine anonymen Kommentare. Kommentierende User müssen sich identifizieren. Inhalte von Quellen, die der Redaktion nicht bekannt sind, werden nicht veröffentlicht.
(4) Der Multimediajournalist muss die Pflege der offenen Kommentarfunktion im Sinne der Abs. 2 und 3 nicht zwingend selbst vornehmen. Die Chefredaktion stellt ausreichend Ressourcen zur Verfügung, um eine angemessene Kontrolle der eingegangenen Kommentare und einen verantwortungsvollen Umgang mit Kommentarfunktionen zu garantieren.
(5) Der Multimediajournalist beachtet die Abs. 2 bis 4 entsprechend auch bei der Pflege offener Diskussionsforen im Kontext journalistischer Angebote in neuen Medien.
Artikel 16 Umfragen und sonstige Beiträge der Nutzer:
(1) Der Multimediajournalist formuliert Umfragen nicht suggestiv. Er legt den Fragesteller sowie Kreis und Anzahl der Befragten offen. Reine User-Umfragen bezeichnet er ausdrücklich als nicht repräsentativ.
(2) Der Multimediajournalist kennzeichnet sonstige Beiträge der Nutzer (User Generated Content – UGC) als solche. UGC unterliegt grundsätzlich den gleichen Anforderungen wie journalistische Inhalte. Insbesondere die Art. 1 bis 6 gelten entsprechend.
(3) Der Multimediajournalist lässt sich durch UGC nicht für Partikularinteressen instrumentalisieren. Werbung und Öffentlichkeitsarbeit im Sinne des Art. 11 Abs. 1 wird nicht als UGC veröffentlicht. Zulässig sind Mitteilungen in öffentlichem Interesse. Art. 11 Abs. 4 gilt entsprechend.
Damit Sie den Kodex auch offline immer griffbereit haben, können Sie ihn hier als PDF downloaden.

References: Art. 19
 Art. 10
 Art. 2
 Art. 11
 Art. 1
 Art. 11
 Art. 11