Source: https://feuerwehr-floersbach.de/ueber-die-wehr/chronik-der-feuerwehr/
Timestamp: 2020-06-05 02:40:52+00:00

Document:
Chronik | Freiwillige Feuerwehr Flörsbach
Geschichte: Die Anfänge
Wo und wie genau sich die Gründung der Wehr vollzogen hat, ist uns leider nicht überliefert worden. Eines ist uns jedoch genau bekannt und zwar die Vereinssatzung. In ihr bestätigt der damalige Landrat Weihe den Vorstand. Also die Vereinsgründer. Namentlich sind folgende Männer aufgeführt:
Friedrich Buchhold
Diese sechs Männer aus Flörsbach waren die Gründer der Freiwilligen Feuerwehr Flörsbach.
Sie haben mittlerweile alle ihre verdiente Ruhe auf dem Friedhof in Flörsbach gefunden.
Eine Gründungssatzung hatten diese ehrenwerten Herren natürlich auch erstellt. So wie es sich nach deutscher Gründlichkeit gehört, ist in §1 der Satzung folgendes zu lesen:
Die Freiwillige Feuerwehr zu Flörsbach bezweckt die Rettung von Leben und Eigentum ihrer Mitmenschen bei Feuersgefahr, ist jedoch bei anderen Unglücksfällen und Notständen zur Hilfeleistung bereit!
Dieser § 1 aus dem Gründungsjahr könnte ohne Veränderung in unsere heutige Vereinssatzung übernommen werden. Er hätte noch seine volle Gültigkeit.
Der Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr setzte sich laut §12 wie folgt zusammen:
Dem Hauptmann und dessen Stellvertreter
Dem Spritzenführer
Neben dieser Vereinssatzung regelte natürlich auch eine Dienstvorschrift den Einsatz der Feuerwehrmänner.
Im §1 wurde niedergeschrieben:
Sämtliche Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr haben sich stets derart in Bereitschaft zu halten, dass sie sich auf das erste Feuersignal dem Kommando zur Verfügung stellen können. Sie haben deshalb ihre Uniform und Ausrüstung in gutem Zustand zu erhalten und so aufzubewahren, dass sie augenblicklich zu Händen sind. Beschädigungen an denselben sind sofort dem Abteilungsführer anzuzeigen!
Wie also aus den uns überlieferten Unterlagen zu ersehen ist, war die Feuerwehr Flörsbach bestens organisiert. Welche ernstlichen Einsätze sie jedoch zu bewältigen hatte, ist uns leider nicht bekannt. Man kann aber davon ausgehen, dass die Wehrmänner zwischen den beiden Weltkriegen hauptsächlich mit dem Feuerteufel zu kämpfen hatten. Was man ja von den Feuerwehren der heutigen Zeit nicht mehr behaupten kann.
Heute steht der Straßenverkehr ganz oben in der Hilfeleistungsliste. Von den Wasser- und Sturmschäden ganz zu schweigen. Die Tatsache, dass die Vereinsgründer in erster Linie mit dem Feuer zu kämpfen hatten, können wir noch einmal in § 2 der Dienstvorschrift nachlesen:
Sobald Feueralarm entsteht, haben sämtliche Mitglieder nach dem Spritzenhaus zu eilen und mit der nötigen Anzahl Mannschaften den Transport der Geräte nach der Brandstelle vorzunehmen. Ausgenommen davon ist der Hauptmann und die in der Nähe der Brandstelle wohnenden Mitglieder!
Wie mag es da wohl zugegangen sein, wenn alle verfügbaren Feuerwehrmänner aus den Häusern und Ställen eilten, oder vielleicht noch von weit entlegenen Feldern herbei hasteten, um die, in Jahr 1994 renovierte, Spritze auf holprigen Straßen zum Einsatz zu bringen.
Geschichte: NS Zeit
Mittlerweile schreiben wir das Jahr 1933. Paul von Hindenburg ernennt Adolf Hitler zum Reichskanzler. Hitler ist an der Macht. Im sogenannten Deutschen Reich gibt es 6 Millionen Arbeitslose. Stapellauf des Segelschiffes Gorch – Fock in Hamburg. Durchführung des angeordneten Boykotts gegen jüdische Einrichtungen. 1939 Marschieren Deutsche Truppen in Polen ein. Friedrich Buchhold hatte das Amt des Wehrführers von 1919 bis 1941 in Flörsbach inne. Er wird abgelöst von Matthias Steigerwald.
Nationale und internationale politische Reformen und Ereignisse haben natürlich auch bei der Wehr in unserer Gemeinde ihre Spuren hinterlassen. Der Zweite Weltkrieg wirft seine dunklen Schatten über das Land.
Auch über unsere kleine Spessartgemeinde. Die Männer der Wehr wurden zur Front gerufen. Wer sollte nun den Brandschutz im Dorf übernehmen?
BDM hieß die Lösung. Bund Deutscher Mädchen!
Heinrich Herr, Karl Hof, Fritz Buchhold; organisierten die Frauen und Mädchen aus dem Dorf und bildeten sie im Feuerwehrwesen aus. Elfriede Hofmann, Käthe Buchmann und Hanna Glück, Maria Hof, Miele Henß und sicher noch einige Frauen mehr, stellten sich der Feuerwehr zu Verfügung.
Schulungsabende in Kempfenbrunn, unter der Leitung vom legendären Ziegelhütter Max, sind den Beteiligten von damals noch in bester Erinnerung:
Da war der Teufel los-
Da herrschte Zucht und Ordnung-
Aber es waren auch schöne Zeiten-
Diese und ähnliche Sätze, können wir noch heute aus dem Mund der damals beteiligten Frauen entnehmen. Wenn man so den Erzählungen dieser Frauen zuhört, verspürt man immer noch einen Hauch von Wehmut.
Elfriede Hofmann berichtete zum Beispiel, dass sie morgens um vier Uhr mit Heinrich Herr im Weltplättchen Brandwache halten musste. In lebhafter Erinnerung sind auch noch allen die Übungen im Hirtsgrund.
Das sogenannte 3. Reich hatte natürlich auch eine Ausbildungsvorschrift für den Feuerwehrdienst entworfen.
So ist im § 1 folgendes geregelt: Besondere Maßnahmen im Luftschutz! Der Gruppenführer veranlasst bei außergewöhnlichen Vorkommnissen das Erforderliche. Zum Beispiel: Fliegerdeckung bei Luftangriffen. Verwendung von Gasabwehrgerät. Gasspüren. Entgiften. Umstellung bei Verlust von Mannschaft und Gerät. Erste Hilfe bei Kampfstofferkrankten.
Der Krieg bestimmte also auch logischer Weise den Alltag bei unserer kleinen Dorffeuerwehr.
Das Jahr 1945 brachte dann das Ende der Schreckensherrschaft. Das Leben musste weitergehen, trotz vieler Kriegsopfer. Die Zahl der aktiven Feuerwehrmänner war erschreckend gering.
Wer wollte auch schon wieder einer uniformierten Organisation so kurz nach Kriegsende angehören. Der Neuaufbau der Wehr wurde aber im Sinne des Brandschutzes durchgeführt.
Geschichte: Neubeginn
Bis 1948 leitete Matthias Steigerwald die Wehr. Sein Nachfolger war bis 1965 Fritz Hofmann. Militärische Disziplin und ein rauer Führungsstil waren das Markenzeichen von Fritz Hofmann. In den fünfziger Jahren trat dann auch immer mehr der 1. Vorstand in Erscheinung.
Kein Wunder, denn es wurden wegen des lieben Geldes willen, Tanzveranstaltungen, Ausflüge und sonstige unterhaltsame Aktionen durchgeführt. Ein geringer Beitrag wurde erhoben und allmählich zeigte sich die Feuerwehr als Verein.
Folglich war es auch ganz normal, dass nun auch passive Mitglieder mit ihrem Beitrag zur Wehr standen.
Heinz Reitz war von 1954 bis 1969 der 1. Vorstand.
Unvergesslich sind die Tanzveranstaltungen im Gasthaus Stern. Ja, das waren noch Zeiten im Vereinslokal. Ob Kirchweih oder Maskenball, wenn der Saal gut besetzt war, konnte man von einem zweistelligen Gewinn ausgehen. Aber meistens klaffte ein großes Loch in der Vereinskasse.
Die Feuerwehr als Veranstalter, konnte nur das Eintrittsgeld für sich verbuchen, davon musste selbstverständlich die Tanzkapelle bezahlt werden.
Der Wehrführer von 1965 bis 1976 war Paul Stenger.
Edgar Zeiger von 1970 bis 1971 der 1. Vorstand.
Dieses Amt begleitete von 1972 bis 1973 Rainer Bäumlinger.
Wolfgang Henß war von 1974 bis 1975 der 1. Vorstand.
Rainer Bäumlinger war es auch der 1976 Paul Stenger als Wehrführer ablöste.
Das denkwürdige Feuerwehrfest im Jahre 1980 (Unterverbandstag) wurde in einem großen Zelt auf dem Sportplatz gefeiert.
Dass die Feuerwehr ohne Wasser fast hilflos ist, hatte sich bei diesem Fest auch der Wettergott gedacht. So ließ er es während der Festtage in Strömen regnen. Was zur Folge hatte, dass der Festplatz total unter Wasser stand.
Wasserablaufgräben wurden gezogen, Erdlöcher für Pumpe und Saugkorb gegraben und aus Wächtersbach schaffte man schnellstens einen Holzfußboden herbei, um wenigstens einigermaßen trockenen Fußes über die Runden zu kommen.
Es war schon ein betrübender Anblick, wenn man so manchen Festbesucher in Gummistiefeln auf der Tanzfläche seine Runden drehen sah. Vollbesetzte Bänke kippten im aufgeweichten Untergrund einfach um. Nach Beendigung des Festes sah der Sportplatz wie ein Truppenübungsplatz aus. Karl Fischer zog mit seinem stärksten Schlepper die Fahrzeuge der Schausteller aus dem Sportplatzgelände heraus. Dieses Feuerwehrfest bleibt allen in lebhafter Erinnerung.
Die fortschreitende Modernisierung der Wehr zog folglich auch eine Vergrößerung des Fuhrparks nach sich. Der Raum im Gemeindehaus reichte bei weitem nicht mehr aus. So wurde nach eingehenden Planungen 1979 der Grundstein für das jetzige Gerätehaus gelegt.
In diesem Zeitraum, von 1976 bis 1980, war Robert Reitz der 1. Vorstand. Er wurde 1981 von Horst Uhl abgelöst.
Der Gerätehausneubau, unter der Bauleitung von Maurermeister Richard Henß, war eine Meisterleistung der Flörsbacher Wehr. Die politische Gemeinde stellte die finanziellen Mittel zur Verfügung und den Rest erledigte die Wehr. So wurde während der ganzen Woche, natürlich auch Samstags und Sonntags, gegraben, gemauert, betoniert, gezimmert und verputzt. Der unermüdliche Einsatz Aller, ließ dieses zweckmäßige Gebäude entstehe. 1980 wurde der fertiggestellte Bau, im Rahmen einer Feierstunde, der Freiwilligen Feuerwehr Flörsbach übergeben. Ein stolzer Tag für die Wehrmänner.
Als neuen Wehrführer löste Horst Uhl im Jahr 1981 Rainer Bäumlinger ab. Der 1. Vorstand von 1982 bis 1983 war Josef Friedrich.
In den achtziger Jahren wurde die Flörsbacher Wehr auch scherzhaft die „Pudelfassfeuerwehr“ genannt. Aus folgendem Grund:
Bei Großübungen, mit den Nachbarwehren, war immer die Wasserförderung oder die Wasserbevorratung das Hauptproblem. Wie bekam man also schnellstens Wasser zu einem Waldbrand, der ca. 3km vom Dorf entfernt war? Tanklöschfahrzeuge standen nicht zur Verfügung. So kamen die Führungskräfte der Flörsbachtaler Wehren auf die Idee, einfach die Pudelfässer der Landwirte einzusetzen.
Ein genialer Einfall. Denn bis die Feuerwehren aus dem Biebergrund z.B. lange Schlauchleitungen verlegt hatten, rauschten unsere Pudel-, oder auch Güllefässer genannt, gefüllt mit tausenden Liter Löschwasser, zum Brandherd.
In den Augen des damaligen Kreisbrandinspektors, Richard Meister, keine feuerwehrgerechte Lösung. Aber uns war das egal. Hauptsache wir hatten schnell und ausreichend Wasser zur Brandbekämpfung zur Hand.
Durch den Einsatz von Tanklöschfahrzeugen kommt die Pudelfasstruppe heute nicht mehr zum Einsatz. Oft im Einsatz ist die Wehr von Flörsbach mit ihrem Wasserwerfer.
Das 1986 von der Hessischen Schutzpolizei ausrangierte Fahrzeug, war preisgünstig und in einem technisch guten Zustand. In mühevoller Kleinarbeit wurde der Wasserwerfer von Grün auf Rot um lackiert.
Besonders Hans Reprich hat sich bei diesen arbeitsintensiven Tätigkeiten sehr engagiert. Mit seinen zwei Wasserkanonen und seinem Wassertankinhalt von 4000 Litern, war dieses Fahrzeug bei Schnelleinsätzen nicht mehr wegzudenken.
Außer dem Wasserwerfer wurde 1986 noch ein LF 8 beschafft.
Dieses Fahrzeug leistet mit seiner technisch aufwendigen Bestückung der Wehr bis 2015 hervorragende Dienste. TSF hieß die Zauberformel 1969. Es war das erste selbstfahrende Feuerwehrauto in Flörsbach. Unvergessliche Erlebnisse sind mit diesem Fahrzeug noch heute in bester Erinnerung.
In lebhafter Erinnerung haben wir auch noch unseren Hornisten Werner Herget, wenn er bei besonderen Anlässen oder Übungen mit seinem Feuerwehrsignalhorn die aktiven Männer der Wehr zum Gerätehaus eilen ließ. Er hat auch die Position des 2. Vorstand ausgeübt und war bei Planungen und Festvorbereitungen nicht mehr wegzudenken. Genauso wenig wie der 1. Vorstand Robert Reitz, der diese Tätigkeit seit 1984 wieder ausübte.
Geschichte ab 1990 bis heute
Das 75 jährige Gründungsfest war zweifelslos der Höhepunkt aller Flörsbacher Festlichkeiten im Jahr 1994. Dieses Festwochenende im September, in der ehemaligen Dreschhalle, auch SKG Halle genannt (Sport und Kultur Gemeinschaft), stellte alle Erwartungen in den Schatten.
Im folgenden Jahr wurde der erste mehrtägige Vereinsausflug durchgeführt. Es ging für 5 Tage nach Lam in den Bayrischen Wald.
Dieser Ausflug war ein voller Erfolg, so dass 2 Jahre späte im Jahre 1997 ein weiterer 5-Tages Ausflug durchgeführt wurde. Diesmal ging ins Salzburger Land nach Wagrain. Auch hier hatten die Teilnehmer wieder viel Spaß und es wurde vom Busunternehmen Elsesser aus Wiesen wieder ein tolles Programm geboten.
Im Jahre 1996 wurde der Bieberer Frank Henss zum neuen Wehrführer in Flörsbach gewählt. Man sieht, die Toleranz in der Flörsbacher Wehr war damals schon stark ausgeprägt, so dass sogar ein „Auswärtiger“ aus dem Nachbarort zum neuen 1. Mann der Einsatzabteilung gewählt wurde.
Im Jahre 2000 konnte mit Anke Reitz die erste aber nicht die letzte Frau in der Einsatzabteilung in Flörsbach begrüßt werden.
Weiterhin konnte im Jahr 2000 der Feuerwehrverein offiziell in das Vereinsregister eingetragen werden und darf sich seitdem e.V. nennen.
Im Jahre 2004 war es dann leider soweit und unser jahrelanger 1. Vorstand Robert Reitz hat sein Amt nach weiteren 20 erfolgreichen Jahren niedergelegt. Er hat mit seiner direkten und offenen Art den Verein über Jahrzehnte geprägt und wir denken noch heute gerne an ihn zurück.
Sein Nachfolger wurde Thomas Herget, der das Amt für 4 Jahre begleitete. In seiner Amtszeit wurden für Flörsbacher Verhältnisse, einige große Veranstaltungen gemeinsam als SKG ausgerichtet. So trat z.B: viele Jahre die Band Concordia in Flörsbach am Kirbsamstag in der SKG-Halle auf.
Im Jahr 2007 wurde unser Wasserwerfer in den verdienten Ruhestand als Einsatzfahrzeug geschickt. Der Wasserwerfer wird bis heute von einigen Freunden der Flörsbacher Feuerwehr gehegt und gepflegt und fährt so zu einigen Oldtimer-Treffen im Jahr.
Als Ersatz wurde über das Land Hessen ein LF 10/6 KatS beschafft. Dieses wurde von einigen Kameraden in Görlitz an der deutsch/polnischen Grenze abgeholt. Das Fahrzeug wurde bei der Gerätehauseinweihung in Kempfenbrunn am Pfingstsonntag 2008 offiziell an die Feuerwehr Flörsbach übergeben.
Der Wasserwerfer wird bis heute von einigen Freunden der Flörsbacher Feuerwehr gehegt und gepflegt und fährt so zu einigen Oldtimer-Treffen im Jahr.
Seit 2008 leitet Torsten Hofmann die Geschicke des Feuerwehrvereins.
Die erste große Herausforderung für ihn war die Planung der 90-Jahr-Feier. Die Feierlichkeiten fanden am Pfingstwochenende im Jahr 2009 in der SKG-Halle statt.
2009 war ein besonderes Jahr für die Flörsbacher Wehr.
Da der Platz im Gerätehaus nicht mehr reichte und das Haus auch nicht mehr den neusten Anforderungen genügte, wurde von der Gemeinde beschlossen, dass ein neues Gerätehaus, ähnlich dem in Kempfenbrunn, gebaut werden soll. Damit weiterhin genügend Platz vorhanden ist, setze sich die Flörsbacher Wehr dafür ein, dass die linke Garage des alten Gerätehauses erhalten bleibt und als Lagerraum in den Neubau integriert wird.
So wurde das alte Gerätehaus mit einem riesigen Trennschleifer in der Mitte durchgesägt, so dass an der linken Garage beim Abriss nichts beschädigt wird.
Im Sommer 2009 begann der Abriss. Offizieller Spatenstich für den Neubau war am 31.10.2009.
Der Rohbau des neuen Gerätehauses stand bis Weihnachten 2009. Leider wurde es nicht mehr geschafft das Dach auf den Neubau zu bauen, bevor der Winter einbrach und das Gerätehaus mit Unmengen an Schnee füllte.
Der Neubau beschäftigte uns viele der kommenden Jahr und, es wurden viele Arbeitsstunden in Eigenleistung investiert. Es gab viele Hochs und Tiefs, aber man kann heute guten Gewissens sagen, dass wir mit dem neuen Gerätehaus zufrieden sein können.
Ende 2009 legt Frank Henss nach 15 Jahren sein Amt als Wehrführer nieder und Alexander Ebel übernimmt, bis heute, die Leitung der Einsatzabteilung.
Nach der Auflösung der Sport- und Kulturgemeinschaft in Flörsbach entschied der Vorstand der Feuerwehr im Jahr 2010 einstimmig, dass die Kirb nicht sterben darf, und die Feuerwehr die Kirb weiterhin ausrichten wird. Seitdem wird die Kirb von der Feuerwehr ausgerichtet. Im Jahre 2014 wurde eine Zusammenarbeit bei der Ausrichtung der Kirb mit dem Angler-Club Petri-Heil beschlossen.
Ein besonderer Einsatz stand vom 07.06.-12.06.2013 aufgrund des Elbehochwassers im Osten Deutschlands an. Im Rahmen eines Katastrophenschutzeinsatzes rückten 5 Einsatzkräfte aus Flörsbach und 1 aus Lohrhaupten aus. Mit unserem LF 10/6 KatS schlossen sie sich ca. 180 Einsatzkräften mit 40 Fahrzeugen aus dem Main Kinzig Kreis an.
Stationiert wurde die Einheit etwa 450 km von der Heimat entfernt in Falkenberg/Elster in Brandenburg. Einsatzgebiet war die Stadt Mühlberg/Elbe. In Zusammenarbeit mit technischem Hilfswerk, Bundeswehr und weiteren Hilfskräften, gelang es die Deiche so weit zu erhöhen und zu stabilisieren, dass die betroffenen Bewohner an diesem Abschnitt der Elbe vom Hochwasser verschont blieben. So konnten die Einsatzkräfte aus dem MKK am 12.6. wieder unbeschadet und mit dem außerordentlichen Dank der Bevölkerung in der Tasche, in die Heimat zurückkehren. Für die Kameraden war dies eine außergewöhnliche Erfahrung, an die sie heute noch gerne zurückdenken und den Dank der Bevölkerung.
2015 wurden die Feuerwehrfahrzeuge in der Gemeinde Flörsbachtal aus einsatztaktischen Gründen umgeschichtet. Der LF8, welcher 29 Jahre lang treue Dienste geleistet hatte, wurde außer Dienst gestellt. Als Ersatz erhielten wir das TSF, welches seit 1996 in Mosborn stationiert war.
Ein Vorteil ist, dass auch Feuerwehrkräfte, die nur über einem B-Führerschein verfügen, dieses Fahrzeug führen durften, da es nur 3,5 t wiegt.
Im Jahre 2016 wurde der komplette Funkbetrieb auf Digitalfunk umgestellt. Das Thema wurde schon länger angekündigt und auch die Ausbildung der Feuerwehrleute mit der neuen Technik begann schon im Jahr 2012. Die Umstellung der Handfunkgeräte auf den Digitalfunk, für die Kommunikation untereinander, erfolgte bereits im Jahr 2014/2015.
Was hat sich doch alles so verändert in den letzten 100 Jahren?
Die Wehr hatte zur Gründungszeit etwa 12 Mitglieder.
Heute können wir stolze 115 Aktive und Fördernde zählen.
Von diesen 115 Mitgliedern sind immerhin 21 Männer und Frauen aktiv im Feuerwehrdienst tätig.
Nicht nur der technische Standard ist enorm hoch, auch die Ausbildung zu diesen Geräten, ist mit hinzugekommen. Neben zwei Fahrzeugen gehören: Motorsägen, Funkgeräte, Atemschutzgeräte, Schaumausrüstung und noch viele weitere Ausrüstungsgegenstände zum Inventar der Wehr.
Seit Anfang dieses Jahrs ist sogar hydraulisches Rettungsgerät in Flörsbach vorhanden. Die Führung der Wehr ist mittlerweile sehr umfangreich geworden. Finanzamt, Gema, Gesundheitsamt, Gewerbeaufsicht, Bauamt, Brandversicherung, TÜV, um nur einige zu nennen, stehen in ständigem Kontakt mit den Führungskräften. Zwar versuchen sich Wehrführung und Verein die Arbeit so gut es geht zu teilen, aber weniger wird sie nicht.
Was für die Gründer noch Fremdwörter waren, ist für uns heute alltäglich geworden.
Auch die Einsätze der Wehr haben sich sehr verändert. So gehören: Verkehrsunfälle, Sturmschäden, Kanalverstopfungen, Ölspurbeseitigungen und natürlich auch Löscheinsätze zum Alltag. Bei unserem hohen technischen Standard ist dies alles durchführbar. Man braucht aber immer noch den Faktor Mensch, der mit Leib und Seele bei der Sache ist. Denn ohne den Mut und Einsatzwillen eines jeden Einzelnen kann keine Wehr auf Dauer bestehen.
Auch der Feuerwehrmann der heutigen Generation sollte immer darauf bedacht sein, dass folgender Satz noch viele Jahre Gültigkeit hat:

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