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Timestamp: 2018-11-21 08:56:18+00:00

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evangelische Kirchengemeinde in Osterholz-Scharmbeck
Friedhof > Friedhofsordnung
Friedhofsordnung für den Friedhof der Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Willehadi in der Langen Straße
Gemäß § 4 der Rechtsverordnung über die Verwaltung kirchlicher Friedhöfe (Friedhofsrechtsverordnung) vom 13. November 1973 (Kirchl. Amtsblatt 1974 S. 1) hat der Kirchenvorstand der Ev.-luth. St. Willehadi Kirchengemeinde am 21. April 1977 folgende Friedhofsordnung beschlossen:
(1) Diese Friedhofsordnung gilt für den Friedhof der Ev.-luth. St. Willehadi Kirchengemeinde in Osterholz-Scharmbeck, Lange Straße, in seiner jeweiligen Größe. Der Friedhof umfasst zur Zeit das Flurstück 40 / 4 Flur 24 Gemarkung Osterholz-Scharmbeck in der Größe von insgesamt 3 ha 83 qm.
Eigentümer des Flurstückes ist die Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Willehadi Osterholz Scharmbeck (Friedhof)
(2) Der Friedhof dient der Bestattung derjenigen Personen, die ihren Wohnsitz in den Ortsteilen Garlstedt, Hülseberg, Ohlenstedt und Scharmbeckstotel sowie im Stadtteil Scharmbeck der Stadt Osterholz-Scharmbeck haben, und die Mitglieder der Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Willehadi oder derjenigen Kirchen sind, die als Mitglieder oder ständige Gäste der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Bundesrepublik Deutschland angehören, sowie derjenigen Personen, die ein Recht auf Beisetzung in einer bestimmten Grabstätte - zum Zeitpunkt des Inkrafttretens dieser Friedhofsordnung - besaßen. -...- : gültig seit 28.06.1977, veröffentlicht am 28.01.1984
(3) Die Bestattung anderer Personen ist nur nach Maßgabe des § 13 Absatz 3 zulässig.
(2) Nach der beschränkten Schließung werden Nutzungsrechte nicht mehr verliehen. Bei bestehenden Nutzungsrechten an mehrstelligen Grabstätten dürfen Beisetzungen nur noch auf unbelegten Grabstellen vorgenommen werden. Eine Verlängerung des Nutzungsrechtes ist lediglich zur Anpassung an die Ruhezeit zulässig.
(4) Durch die Entwidmung wird die Eigenschaft als Ruhestätte der Verstorbenen aufgehoben. Die Entwidmung wird erst dann ausgesprochen, wenn keine Nutzungsrechte mehr bestehen, sämtliche Ruhezeiten abgelaufen sind und eine angemessene Pietätsfrist vergangen ist.
(1) Der Friedhof ist eine unselbständige Anstalt des öffentlichen Rechts. Er wird vom Kirchenvorstand verwaltet.
(2) Die Verwaltung des Friedhofes richtet sich nach dieser Friedhofsordnung, den kirchlichen Bestimmungen und den allgemeinen staatlichen Vorschriften.
(3) Mit der Wahrnehmung der laufenden Verwaltungsaufgaben kann der Kirchenvorstand einen Ausschuss oder eine kirchliche Verwaltungsstelle beauftragen.
(1) Bestattungen sind rechtzeitig vorher bei dem Pfarramt des Friedhofträgers anzumelden. Dabei ist mitzuteilen, wer die Bestattung leiten und wer sonst bei der Bestattung (einschließlich Trauerfeier) gestaltend mitwirken wird.
(2) Das Pfarramt des Friedhofträgers kann nach Anhörung des Kirchenvorstandes denjenigen, der die Bestattung leiten oder bei der Bestattung gestaltend mitwirken soll, ausschließen, wenn er verletzende Äußerungen gegen den christlichen Glauben oder die evangelische Kirche getan hat und eine Wiederholung zu erwarten ist.
(3) Besondere Veranstaltungen auf dem Friedhof bedürfen der Genehmigung des Kirchenvorstandes.
(1) Der Friedhof ist während der an den Eingängen bekanntgegebenen Zeiten für den Besuch geöffnet.
a) die Wege mit Fahrzeugen aller Art, ausgenommen Kinderwagen, Handwagen, und Rollstühlen zu befahren.
b) Waren aller Art und gewerbliche Dienste anzubieten und Druckschriften zu verteilen.
c) Tiere, mit Ausnahme von Blindenhunden, mitzubringen.
d) Abraum außerhalb der dafür vorgesehenen Plätze abzulegen.
e) Einrichtungen und Anlagen einschließlich der Grabstätten zu verunreinigen oder zu beschädigen
f) zu lärmen oder zu spielen.
(4) Der Kirchenvorstand kann Ausnahmen zulassen, soweit die Interessen anderer nicht beeinträchtigt werden.
(5) Der Kirchenvorstand kann für die Ordnung auf dem Friedhof weitere Bestimmungen erlassen.
(2) Eine gewerbliche Tätigkeit kann vom Kirchenvorstand untersagt werden, wenn der Gewerbetreibende wiederholt gegen die für den Friedhof geltenden Bestimmungen verstoßen hat und ihm danach schriftlich mitgeteilt worden ist, dass die weitere gewerbliche Tätigkeit im Wiederholungsfall untersagt werden wird.
(3) Gewerbetreibende haften gegenüber der Kirchengemeinde für alle Schäden, die sie im Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit auf dem Friedhof schuldhaft verursachen.
Anmeldung einer Beisetzung
(1) Beisetzungen sind unter Vorlage der gesetzlich vorgeschriebenen Unterlagen rechtzeitig anzumelden.
(2) Bei einer Beisetzung in einer schon vorhandenen Wahlgrabstätte ist das Nutzungsrecht durch den Grabstelleninhaber nachzuweisen.
(3) Der Zeitpunkt der Beisetzung wird vom Kirchenvorstand im Einvernehmen mit dem zuständigen Pastor festgelegt. Die Wünsche der Angehörigen sollen dabei nach Möglichkeit berücksichtigt werden.
Die Ruhezeit beträgt 30 Jahre, bei Kindern bis zum vollendeten 5. Lebensjahr 20 Jahre.
(1) Umbettungen dürfen grundsätzlich nicht vorgenommen werden.
(2) Aus zwingenden Gründen des öffentlichen Interesses können Leichen oder Aschen in ein anderes Grab gleicher Art umgebettet werden. Die Nutzungsberechtigten sind vorher zu hören, es sei denn, dass die Anschriften nicht rechtzeitig ermittelt werden können.
(3) Umbettungen von Leichen oder Aschen aus einem Reihengrab in ein anderes Reihengrab des gleichen Friedhofs sind mit Ausnahme der Fälle des Absatzes 2 nicht zulässig.
(4) Umbettungen aus Wahlgrabstätten bedürfen der vorherigen Genehmigung des Kirchenvorstandes. Ist die Ruhezeit noch nicht abgelaufen, so ist die Umbettung von der schriftlichen Erlaubnis des Gesundheitsamtes und der zuständigen Ordnungsbehörde abhängig.
(5) Antragsberechtigt ist der jeweilige Nutzungsberechtigte. Bei allen Umbettungen muss das Einverständnis des Ehegatten, der Kinder und der Eltern durch schriftliche Erklärungen nachgewiesen werden. Der Antragsteller hat sich schriftlich zu verpflichten, alle Kosten zu übernehmen, die bei der Umbettung durch Beschädigung und Wiederinstandsetzung gärtnerischer oder baulicher Anlagen an Nachbargrabstätten oder Friedhofsanlagen entstehen.
(6) Die Grabmale und ihr Zubehör können umgesetzt werden, wenn Gestaltungsbestimmungen der neuen Grababteilung nicht entgegenstehen.
(7) Leichen und Aschen zu anderen als zu Umbettungszwecken wieder auszugraben, bedarf einer behördlichen oder richterlichen Anordnung.
Einteilung und Größen
(1) Grabstätten sind Reihengräber und Wahlgräber.
(2) An den Grabstätten werden nur öffentlich-rechtliche Nutzungsrechte nach dieser Friedhofsordnung verliehen.
(3) Rechte an einer Grabstätte werden nur bei einem Todesfall verliehen, wenn freie Grabstätten zur Verfügung stehen.
(4) In jedem Grab darf grundsätzlich nur eine Leiche oder Asche beigesetzt werden. Eine Mutter mit einem gleichzeitig verstorbenen neugeborenen Kind oder zwei gleichzeitig verstorbene Kinder bis zu fünf Jahren dürfen in einem Grab beigesetzt werden.
(5) Bis zu drei Aschen pro Grabstelle dürfen auch in Wahlgräbern beigesetzt werden. In einem bereits belegten Wahl- oder Urnenwahlgrab darf eine Asche nur beigesetzt werden, wenn der bereits Beigesetzte der Ehegatte oder ein naher Verwandter des Verstorbenen war.
(6) Die Größe der Grabstellen richtet sich nach den örtlichen Gegebenheiten. Die Grabstätten sollten jedoch, soweit möglich, folgende Größen haben:
Grabstellen für Kinder:
Länge 160 cm; Breite 85 cm.
Grabstellen für Erwachsene:
Länge 220 cm; Breite 95 cm.
Im einzelnen ist im übrigen der Gestaltungsplan für den Friedhof maßgebend.
(7) Die Mindesttiefe des Grabes beträgt von der Oberkante Sarg bis Erdoberfläche (ohne Grabhügel) 0,90 m, von der Oberkante Urne bis Erdoberfläche 0,60 m. Die Gräber für Erdbeisetzungen müssen voneinander durch mindestens 0,30 m starke Erdwände getrennt sein.
(8) Gräber dürfen nur von denjenigen ausgehoben und zugefüllt werden, die dafür vom Kirchenvorstand bestimmt oder zugelassen sind.
(9) Für das vor dem Ausheben der Gräber eventuell erforderlich werdende Entfernen von Grabmalen oder Einfassungen können auf Kosten des Nutzungsberechtigten Handwerker hinzugezogen werden. -...- : seit 14.04.93.
(1) Reihengrabstätten sind Grabstellen, die im Todesfall der Reihe nach einzeln für die Dauer der Ruhezeit vergeben werden. Das Nutzungsrecht kann nicht verlängert werden.
(2) Das Abräumen von Reihengräbern oder Teilen von ihnen nach den Ruhezeiten wird 3 Monate vorher öffentlich bekannt gegeben.
(1) Wahlgrabstätten werden mit einer oder höchstens vier Grabstellen vergeben. Die Vergabe von mehr als vier Grabstellen bedarf der vorherigen Genehmigung durch den Friedhofsausschuss des Kirchenvorstandes; dabei ist der Absatz 3 zu berücksichtigen. Die Dauer des Nutzungsrechtes beträgt 30 Jahre, vom Tage der Verleihung an. Ruhezeiten und Nutzungszeiten sollen in der Regel übereinstimmen. Das Nutzungsrecht kann mit Ausnahme der Fälle nach § 2 Absatz 2 dieser Ordnung auf Antrag und nur für die gesamte Wahlgrabstätte gegen Zahlung einer Gebühr nach der jeweiligen Gebührenordnung um 30 Jahre - oder 10 Jahre - verlängert werden. Geht das Nutzungsrecht auf einen Angehörigen über, der nicht Mitglied nach § 1 Absatz 2 ist, wird das Nutzungsrecht nur zur Anpassung an die Ruhezeit für alle Grabstätten gegen Zahlung einer Gebühr nach der jeweiligen Gebührenordnung verlängert. Eine Verlängerung über diesen Zeitraum hinaus ist unzulässig. - Auf Kirchenmitglieder, die ihren Wohnsitz außerhalb des § 1 Absatz 2 genannten Bereiches haben, kann das Nutzungsrecht übertragen werden, wenn sie eine besondere Bindung an die Kirchengemeinde St. Willehadi oder die Stadt Osterholz-Scharmbeck haben. Die Übertragung bedarf der besonderen Zustimmung des Kirchenvorstandes. - Über das Nutzungsrecht wird eine Bescheinigung ausgestellt. An Stelle der Bescheinigung genügt auch die Quittung über die Bezahlung der Gebühr für das Nutzungsrecht. Der Kirchenvorstand ist nicht verpflichtet, zur rechtzeitigen Stellung des Verlängerungsantrages aufzufordern. -...- : seit 24.11.83. -...- : seit 28.01.84.
(2) Überschreitet bei Beisetzungen die Ruhezeit (§ 9) das noch laufende Nutzungsrecht, so ist zur Wahrung der Ruhezeit das Nutzungsrecht um den notwendigen Zeitraum für die Grabstätte mit allen Grabstellen zu verlängern. Die Gebühren richten sich nach der jeweiligen Gebührenordnung.
(3) In einem Wahlgrab dürfen der Nutzungsberechtigte und seine Angehörigen beigesetzt werden, soweit sie Mitglieder und Berechtigte nach § 1 Absatz 2 sind. Als Angehörige im Sinne dieser Ordnung gelten:
1. der Ehegatte des Nutzungsberechtigten,
2. Verwandte auf- und absteigender Linie sowie Geschwister,
3. die Ehegatten der unter 2 bezeichneten Personen.
Von der Voraussetzung der Mitgliedschaft nach § 1 Absatz 2 sind ausgenommen Ehegatten, deren Ehepartner bereits bei Inkrafttreten dieser Ordnung auf dem Friedhof beigesetzt ist - sowie Abkömmlinge 1. Grades (Söhne und Töchter) des Nutzungsberechtigten, die zu seinem Haushalt gehören oder für deren Beerdigung der Nutzungsberechtigte allein zuständig ist. Die Beisetzung anderer Personen bedarf besonderer Genehmigung des Kirchenvorstandes. Sie soll nur erteilt werden, wenn der Beizusetzende Mitglied einer Kirche ist, die als Mitglied oder ständiger Gast der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Bundesrepublik Deutschland angehört. -...- : seit 28.01.1984
(4) Der Nutzungsberechtigte kann seine Rechte nur mit Genehmigung des Kirchenvorstandes auf einen seiner beisetzungsberechtigten Angehörigen (Absatz 3) als neuen Berechtigten übertragen. Nach dem Tode des Nutzungsberechtigten während der Nutzungszeit kann das Nutzungsrecht auf Antrag auf einen seiner Angehörigen (Absatz 3) übertragen werden. Sind mehrerer Angehörige vorhanden, müssen zur Übertragung auf den Antragsteller Zustimmungserklärungen der übrigen Angehörigen beigebracht werden. Die Übertragung kann abgelehnt werden, wenn dadurch Unzuträglichkeiten zu erwarten sind. Über eine genehmigte Übertragung wird eine Bescheinigung ausgestellt. Nutzungsberechtigte haben das Recht auf Beisetzung nur nach Maßgabe von § 13 Absatz 3.
Der Kirchenvorstand führt ein Verzeichnis der Beigesetzten, der Grabstätten, der Nutzungsrechte und der Ruhezeiten.
(1) Jede Grabstätte ist so zu gestalten und so an die Umgebung anzupassen, dass die Würde des Friedhofes in seinen einzelnen Teilen und in seiner Gesamtanlage gewahrt wird. Wegen der Gestaltung im einzelnen wird auf die dieser Friedhofsordnung anliegenden Richtlinien verwiesen.
(2) Jede Grabstätte muss innerhalb von sechs Monaten nach der Belegung oder dem Erwerb des Nutzungsrechtes vom Nutzungsberechtigten hergerichtet und dauernd angemessen instandgehalten werden. Verwelkte Blumen und Kränze sind von den Grabstätten zu entfernen und an den dafür vorgesehenen Plätzen abzulegen. Für das Herrichten und Instandhalten der Grabstätten sind die jeweils Nutzungsberechtigten verantwortlich.
(3) Bei einer Reihengrabstätte ist Nutzungsberechtigter der Empfänger beziehungsweise der Besitzer der Bescheinigung über die Verleihung des Nutzungsrechtes oder der Quittung über die Bezahlung der Gebühr für das Nutzungsrecht.
(4) Bei einer Wahlgrabstätte ist der Nutzungsberechtigte und nach seinem Tode der Rechtsnachfolger im Nutzungsrecht für die Anlage und Pflege der Grabstätte verantwortlich.
(5) Wird eine Grabstätte nicht den Vorschriften entsprechend angelegt oder länger als ein Jahr in der Unterhaltung vernachlässigt, so ist der Nutzungsberechtigte oder, wenn ein solcher nicht vorhanden ist, einer der nächsten Angehörigen zur Beseitigung der Mängel in angemessener Frist schriftlich aufzufordern. Ist der Nutzungsberechtigte unbekannt oder nicht zu ermitteln, genügt eine öffentliche auf sechs Monate befristete Aufforderung zur Beseitigung der Mängel. Werden die Mängel nicht in der gesetzten Frist beseitigt, so kann der Kirchenvorstand die Grabstätte einebnen und begrünen lassen. Grabdenkmale können nur gemäß §19 entfernt werden.
(6) Der Nutzungsberechtigte darf gärtnerische Anlagen neben der Grabstätte nicht verändern.
Grabgewölbe, Urnenkammern und Mausoleen dürfen nicht gebaut werden. Sind solche Anlagen bei Inkrafttreten dieser Ordnung vorhanden, so sind sie vom Nutzungsberechtigten in einem ordnungsgemäßen Zustand zu erhalten oder zu beseitigen. Im übrigen gelten § 18 Absatz 3 und 4 sowie § 15 Absatz 3 und 4 entsprechend.
(1) Grabmale dürfen nur nach vorheriger Genehmigung des Kirchenvorstandes unter Beachtung des § 18 errichtet oder verändert werden. Die Genehmigung ist vor Aufstellung oder Änderung beim Kirchenvorstand schriftlich zu beantragen. Dem Antrag ist eine Zeichnung im Maßstab 1 : 10 beizufügen, aus der im besonderen die Anordnung von Schrift und Symbol auf dem Grabmal ersichtlich ist.
(2) Entspricht die Ausführung eines Grabmals nicht der genehmigten Zeichnung und ist sie nicht genehmigungsfähig, setzt der Kirchenvorstand dem Nutzungsberechtigten eine angemessene Frist zur Beseitigung oder Abänderung des Grabmals. Nach ergebnislosem Ablauf der Frist kann der Kirchenvorstand die Abänderung oder Beseitigung auf Kosten des Nutzungsberechtigten veranlassen.
(3) Die Errichtung und Veränderung aller sonstigen baulichen Anlagen bedarf ebenfalls der vorherigen schriftlichen Genehmigung des Kirchenvorstandes. Die Absätze 1 und 2 gelten entsprechend.
(1) Grabmale dürfen nicht so gestaltet werden, dass sie eine Verunstaltung des Friedhofes bewirken oder Friedhofsbesucher in ihrer Andacht stören können. Grabmale dürfen sich ferner in ihrer Gestaltung nicht gegen den christlichen Glauben richten. Werkstattzeichnungen dürfen nur unten an der Seite oder Rückseite eines Grabmals in unauffälliger Weise angebracht werden.
(3) Grabmale oder sonstige baulichen Anlagen sind dauernd in gutem Zustand zu erhalten. Hierfür ist der Nutzungsberechtigte verantwortlich. Ist der Nutzungsberechtigte verstorben, gilt § 15 Absatz 3 und 4 entsprechend.
(5) Mängel hat der Nutzungsberechtigte unverzüglich beseitigen zu lassen. Geschieht dies nicht, so kann der Kirchenvorstand die Anlage auf Kosten des Nutzungsberechtigten instandsetzen oder beseitigen lassen. Wenn keine unmittelbare Gefahr besteht, erhält der Nutzungsberechtigte vorher eine Aufforderung. Ist er nicht bekannt oder nicht ohne weiteres zu ermitteln, wird die Aufforderung als Bekanntmachung veröffentlicht. Bei unmittelbarer Gefahr ist der Kirchenvorstand berechtigt, ohne vorherige Aufforderung an den Nutzungsberechtigten das Grabmal umzulegen oder andere geeignete Maßnahmen durchzuführen. Der Nutzungsberechtigte erhält danach eine Aufforderung, die Grabstätte oder das Grabmal wieder in einen ordnungsgemäßen Zustand zu versetzen. Geschieht dies nicht, so kann der Kirchenvorstand die notwendigen Arbeiten auf Kosten des Nutzungsberechtigten durchführen oder das Grabmal entfernen lassen.
(1) Grabmale dürfen während der Dauer des Nutzungsrechtes an der Grabstätte nur mit Genehmigung des Kirchenvorstandes entfernt werden.
(2) Nach Ablauf des Nutzungsrechtes kann der bisherige Nutzungsberechtigte Grabmale und sonstige Anlagen entfernen, soweit es sich nicht um Grabmale nach § 20 handelt. Macht er von diesem Recht nicht innerhalb von drei Monaten nach der Bekanntmachung über das Abräumen von Grabstätten und bei Wahlgräbern innerhalb von drei Monaten nach Ablauf der Nutzungszeit oder einer darüber hinausgehenden Ruhezeit Gebrauch, kann der Kirchenvorstand die Entfernung veranlassen. Ersatz für Grabmale und sonstige Anlagen ist von der Kirchengemeinde nicht zu leisten. Die Kirchengemeinde ist auch zur Aufbewahrung abgeräumter Grabmale und sonstiger Anlagen nicht verpflichtet.
Künstlerisch und geschichtlich wertvolle Grabmale
Künstlerisch und geschichtlich wertvolle Grabmale werden nach Möglichkeit von der Kirchengemeinde erhalten.
(1) Die Leichenhalle dient zur Aufnahme von Leichen bis zur Bestattung. Sie darf nur mit Erlaubnis des Kirchenvorstandes betreten werden.
(2) Auf Wunsch der Angehörigen kann ein Sarg, sofern keine Bedenken bestehen, in der Leichenhalle von einem Beauftragten des Kirchenvorstandes geöffnet werden. Särge sollen spätestens eine halbe Stunde vor Beginn der Trauerfeier geschlossen werden.
(3) Särge, in denen an anzeigepflichtigen Krankheiten Verstorbene liegen, werden nach Möglichkeit in einem besonderen Raum aufgestellt. Die Särge dürfen nur mit schriftlicher Genehmigung des Gesundheitsamtes geöffnet werden.
(1) Für die Trauerfeier steht die Friedhofskapelle zu Verfügung.
(2) Die Benutzung kann versagt werden, wenn der Verstorbene eine ansteckende Krankheit gehabt hat oder wenn Bedenken wegen des Zustandes der Leiche bestehen.
Für die Benutzung des Friedhofes und seiner Einrichtungen werden Gebühren nach der jeweils geltenden Gebührenordnung erhoben.
(1) Diese Ordnung gilt für alle bestehenden Nutzungsrechte vorbehaltlich der Bestimmungen der Absätze 2 und 3.
(2) Nutzungsrechte, die unbefristet oder auf Friedhofsdauer eingeräumt sind, enden am 31. Dezember 1983. Nach Ablauf dieser Frist können die Nutzungsrechte an solchen Grabstätten nach Maßgabe dieser Ordnung verlängert werden. Geschieht dies nicht, kann die Kirchengemeinde über die Grabstätten verfügen. Vor Ablauf der Frist ist eine Verlängerung des Nutzungsrechtes nur zur Anpassung an die Ruhezeit, und zwar für alle Grabstellen, möglich.
Von dieser Möglichkeit sind die Flüchtlingskindergräber ausgenommen, für die die Stadt Osterholz-Scharmbeck die Verpflichtung zur Pflege übernommen hat.
(3) Der Nachweis über besondere Verpflichtungen der Kirchengemeinde bei Vergabe alter Rechte an Grabstätten ist von den Nutzungsberechtigten zu erbringen.
Diese Friedhofsordnung tritt nach der kirchenaufsichtlichen Genehmigung am Tage nach ihrer öffentlichen Bekanntmachung in Kraft. Gleichzeitig treten die bisherigen Bestimmungen der Kirchengemeinde für den Friedhof außer Kraft; mit Ausnahme der Friedhofsgebührenordnung.
Diese Ordnung hat der Kirchenvorstand am 3. Mai 1977 unterschrieben und der Kirchenkreisvorstand am 5. Mai 1977.
Alle Änderungen und Ergänzungen sind unter Angabe des Datums mit aufgenommen.
Ergänzungsordnung
zur Friedhofsordnung vom 03. Mai 1977 für den Friedhof "Lange Straße" der Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Willehadi, Osterholz-Scharmbeck
Der Kirchenvorstand der Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Willehadi, Osterholz-Scharmbeck, hat in seiner Sitzung am 09.07.1998 folgende Ergänzung der Friedhofsordnung beschlossen:
§ 12 a wird wie folgt neu in die Friedhofsordnung aufgenommen:
(1) Rasenreihengräber sind Grabstellen, die im Todesfall der Reihe nach einzeln für die Dauer der Ruhezeit sowohl für Erdbestattungen wie auch für Urnenbestattungen vergeben werden. Das Nutzungsrecht kann nicht verlängert werden.
(2) Rasenreihengräber werden durch die Friedhofsverwaltung mit einheitlichen, kleinen liegenden Grabplatten versehen, die den Namen und das Geburts- und Sterbedatum des / der Beigesetzten enthalten. Die Grabstelle wird für die Dauer der Ruhezeit als Rasenfläche auf Veranlassung der Friedhofsverwaltung gepflegt.
(3) Der Abschnitt V der Friedhofsordnung ("Gestaltung der Grabstätten und der Grabmale") findet fiir Rasenreihengräber keine Anwendung.
Alle übrigen in der Friedhofsordnung vom 03. Mai 1977 enthaltenen Bestimmungen einschließlich der Änderungen vom 24.11.1983, 12.12.1983, 09.06.1988, 11.02.1993, 13.10.1994 und 11.09.1997 bleiben unverändert bestehen.
Diese Ergänzungsordnung tritt nach ihrer Genehmigung am Tage nach der öffentlichen Bekanntmachung in Kraft.
Osterholz-Scharmbeck, den 3.9.1998
Der Kirchenvorstand der Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Willehadi, Osterholz-Scharmbeck, hat in seiner Sitzung am 08.02.2001 folgende Ergänzung der Friedhofsordnung beschlossen:
§ 13 a wird wie folgt neu in die Friedhofsordnung aufgenommen:
(1) Urnenwahlgrabstätten (1 m mal 1 m) werden für die Dauer von 30 Jahren vergeben. In Urnenwahlgrabstätten können bis zu vier Aschen beigesetzt werden.
(3) Die Einfassungsplatten für die Urnenwahlgrabstätten sind Bestandteil der Friedhofsanlage. Weitere Einfassungen sind nicht erlaubt. Bepflanzung (niedrig und möglichst bodendeckend) und Grabmale sind der Größe der Grabstätte anzupassen.
Alle übrigen in der Friedhofsordnung vom 03. Mai 1977 enthaltenen Bestimmungen einschließlich der Änderungen vom 24.11.1983, 12.12.1983, 09.06.1988, 11.02.1993, 13.10.1994, 11.09.1997 und 03.09.1998 bleiben unverändert bestehen.
Osterholz-Scharmbeck, den 27.2.2001

References: § 4
 § 13
 § 2
 § 1
 § 1
 § 1
 § 1
 § 13
 §19
 § 18
 § 15
 § 18
 § 15
 § 20

§ 12

§ 13