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Timestamp: 2020-08-13 15:30:43+00:00

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BFH, 21.02.1992 - VI R 141/88 - dejure.org
https://dejure.org/1992,1314
BFH, 21.02.1992 - VI R 141/88 (https://dejure.org/1992,1314)
BFH, Entscheidung vom 21.02.1992 - VI R 141/88 (https://dejure.org/1992,1314)
BFH, Entscheidung vom 21. Februar 1992 - VI R 141/88 (https://dejure.org/1992,1314)
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AO 1977 § 19 Abs. 1, § 119 Abs. 1, § 127; EStG 1977 § 42 c Abs. 2, § 42 d Abs. 3 Satz 2
Betriebsstätten-FA - Nachforderung von Lohnsteuer - Örtliche Zuständigkeit - Lohnsteuer-Jahresausgleichsbescheides - Gebundene Entscheidung - Lohnsteuer-Nachforderungsbescheid
§§ 42c Abs. 2, 42d Abs. 3 EStG 1977
Lohnsteuer; Verfahrensfragen im Zusammenhang mit einer Lohnsteuernachforderung beim Arbeitnehmer
BFHE 167, 131
BStBl II 1992, 565
Für bedingten Vorsatz reicht es aus, dass der Täter anhand einer laienhaften Bewertung der Umstände erkennt, dass ein Steueranspruch existiert, auf den er einwirkt, sog. "Parallelwertung in der Laiensphäre' (vgl. auch BFH, Urteil vom 21. Februar 1992 - VI R 141/88, BStBl II 1992, 565, 568 mwN).
Die Zuständigkeit des jeweiligen Wohnsitzfinanzamts ergebe sich aus dem BFH-Urteil vom 21. Februar 1992 VI R 141/88 (BStBl II 1992, 565, unter 1.d).
Zudem handele es sich nach dem BFH-Urteil vom 21. Februar 1992 (BStBl II 1992, 565) bei dem Lohnsteuernachforderungsbescheid um eine gebundene Entscheidung.
Das FA hat sich für seine Ansicht, es habe sich bei dem erlassenen Nachforderungsbescheid um eine gebundene und nicht um eine - wie der Kläger meint - im Ermessen stehende Entscheidung gehandelt, auf das BFH-Urteil vom 21. Februar 1992 (VI R 141/88, BStBl II 1992, 565) bezogen.
Der Steuerpflichtige muss anhand einer laienhaften Bewertung der Umstände erkennen, dass ein Steueranspruch existiert, auf den er mit seinem Verhalten einwirkt (…sog. Parallelwertung in der Laiensphäre, vgl. BFH-Urteile vom 24. April 1996 II R 73/93, BFH/NV 1996, 731, und vom 21. Februar 1992 VI R 141/88, BStBl II 1992, 565).
Dabei genügt eine seiner Gedankenwelt entsprechende allgemeine Bewertung (vgl. BFH-Urteil vom 21. Februar 1992, BStBl II 1992, 565).
Es genügt - wie dargelegt - eine seiner Gedankenwelt entsprechende allgemeine Bewertung (Urteil des BFH vom 21. Februar 1992 VI R 141/98, BStBl II 1992, 565, 569; Beschluss des BFH vom 18. Dezember 1986 I B 49/86, BStBl II 1998, 213).
Ob dieses Auswahlermessen auch in Fällen wie dem vorliegenden zu beachten ist, ist streitig (…vgl. Schmidt/Drenseck EStG § 42d Rdnr. 16 f.; offen gelassen im BFH-Urteil vom 21. Februar 1992 VI R 141/88, BStBl II 1992, 565).
Die Streitsache unterscheidet sich insoweit von dem dem BFH-Urteil vom 21. Februar 1992 VI R 141/88, BStBl II 1992, 565, zugrunde liegenden Sachverhalt, in dem die Lohnsteuernachforderung unter Änderung eines zuvor ergangenen Bescheids über den Lohnsteuerjahresausgleich erfolgt ist.
Dabei genügt eine seiner Gedankenwelt entsprechende allgemeine Bewertung (BFH-Urteil vom 21.2.1992 VI R 141/88, BStBl II 1992, 565, m. w. N.).
Dabei genügt eine seiner Gedankenwelt entsprechende allgemeine Bewertung (BFH Urteil vom 21.2.1992, VI R 141/88, BStBl II 1992, 565, m. w. N.; FG Rheinland-Pfalz vom 8.6.2004 2 K 1000/03 DStRE 2004, 1444;… FG E-Stadt vom 25.4.2005 aaO.).

References: § 19
 § 119
 § 127
 § 42
 § 42
 § 42