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Timestamp: 2019-07-19 00:20:37+00:00

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Piratenpartei-Geschäftsführer Johannes Ponader lebt von Kunst, Hartz IV – und neuerdings auch von Spenden | berlin2012blog
Wir müssen reden, dachte sich Johannes Ponader, Politischer Geschäftsführer der Piraten, am späten Sonntagabend. Stundenlang ließ sich der Oberpirat in einer Audiokonferenz von seinen Kritikern grillen. Auf dem Höhepunkt der Debatte wurde ihm nahegelegt, er möge bitte künftig bei McDonalds jobben, aber die Öffentlichkeit mit seinem „Privatleben verschonen“.
Der Fall Ponader zeigt, dass die Piraten weit davon entfernt sind, als politischer Akteur ernst genommen werden zu können. Sie schaffen es nicht einmal, eine gesellschaftspolitische Debatte zu generieren und sinnvoll nach außen zu tragen. Jeder, der sich mit einer Idee vorwagt – mag sie auch unfertig und streitbar sein -, hat im Prinzip schon verloren. Unter dem Deckmantel der offenen Diskussionskultur wird das meiste zerredet, bevor es sich entfalten kann.
Besonders gern entlädt sich der Frust der Basis gegen Führungsfiguren. Vor drei Monaten wurde Ponader noch auf dem Parteitag in Neumünster als Nachfolger der populären Marina Weisband gefeiert. Optisch ein Klischeepirat, dazu redegewandt und mit einem Kernthema ausgestattet, schien er eine gute Besetzung für das Projekt Bundestag zu sein.
Von der Verehrung ist wenig übrig. Seit Tagen bringt Ponader mit einer Spendenaktion die eigenen Leute gegen sich auf. Mitglieder sammeln Geld für Ponader, damit der sich unabhängig von Arbeitslosengeld und Gelegenheitsjobs auf sein Piratenamt konzentrieren kann. Die Aktion ist in der chronisch klammen Partei sehr umstritten. Die Empörung gipfelte in einem offenen Brief zweier Jungpiraten mit dem Titel „Das untragbare Verhalten des Johannes Ponader“.
„Du erwürgst uns mit deinem Quatsch“
Deutsch: PIRATEN bei der Freiheit statt Angst 2009 in Berlin (Photo credit: Wikipedia)
Wer einen Shitstorm miterleben will, kommt derzeit wieder auf seine Kosten. Begriffe wie Günstlingsspenden und Korruption schossen Sonntagnacht durch den virtuellen Raum. Ponader nutze den Bekanntheitsgrad seiner Partei aus, um davon finanziell zu profitieren, so der Vorwurf. „Du schadest unserer Partei“, hieß es, „warum gehst du nicht einfach arbeiten?“ Die sinkenden Umfragewerte, auch daran sei der Geschäftsführer schuld. „Arbeite doch bei McDonalds, du erwürgst die Partei mit deinem Quatsch“.
Der 35-Jährige ist im Boulevard bekannt geworden als sandalentragender „Hartz-IV-Pirat“, der bei Günther Jauch auf dem Sessel lümmelt und twittert. Die Kritik dürfte Piraten-Skeptikern aus der Seele sprechen. Wie kann es sein, dass ein Hochbegabter mit einem 1,0-Abi und einem Studium keinem geregelten Job nachgeht? Wie kann es sein, dass ein politischer Geschäftsführer vom Staat lebt? Warum sollen jetzt auch noch Spenden die selbstgewählte prekäre Künstler-Identität absichern?
Doch der Fall ist komplizierter. Ponader argumentiert damit, er habe die Privatspenden ohnehin angeboten bekommen. Von Freunden, die seine politische Arbeit schätzen – für die er, wie alle Vorstandspiraten, nicht entlohnt wird. „Ich hätte das Geld auch einfach freudig annehmen können“, sagt Ponader. Stattdessen wollte er die Geldgeschenke politisieren, an seiner Person ein Exempel statuieren, wie die Utopie eines Grundeinkommens funktionieren könne.
Deutsch: Weingut von Othegraven im Besitz von Emmerich Grach (1753–1826) (Photo credit: Wikipedia)
„Ich bin ein Querkopf, ich tue mich mit Hierarchien schwer“, räumt Ponader ein. Er funktioniere am besten in flexiblen Arbeitsmodellen, mit Gelegenheitsjobs, Projekten und viel Raum für seine Kunst. Das kann man weltfremd, unrealistisch und arrogant finden. Allein: Das politische Kapital der Piraten liegt ja gerade darin, auch abseits des Mainstreams politische Positionen zu entwickeln.
Die Piraten hätten durch ihren Geschäftsführer ihr Sozialprofil schärfen können, um sich im diffusen linken Lager von der Konkurrenz abzugrenzen. Sie hätten eine Debatte über eine zunehmend technisierte Arbeitswelt anstoßen können, über den Wert von ehrenamtlichem und sozialem Engagement. Über die Frage, wo Verantwortung für sich, Angehörige und die Gesellschaft anfängt – und Selbstverwirklichung aufhört. Ponader hätte im zehnten Jahr von Hartz IV zum Wortführer der Piraten in dieser Angelegenheit werden können.
Was von der Ponader-Posse hängenbleiben wird, ist das Label „Hartz-IV-Pirat“. Daran ist Ponader selbst schuld. Er hat es verpasst, sein Anliegen offensiv und verständlich zu verpacken, der Furor war abzusehen. Kritische Berichterstattung über sein Lebensmodell tut er als Verleumdungskampagne ab.
English: McDonalds‘ sign in Harlem. (Photo credit: Wikipedia)
Allerdings hat auch der Schwarm versagt. „Themen statt Köpfe“ ist das Motto der Piratenpartei. Doch die Piraten können auf ihrem Parteitag im November noch so viele Positionspapiere beschließen und Anträge diskutieren. Wenn sie ihre Köpfe nicht zuweilen einfach mal machen lassen, brechen ihnen am Ende auch die Themen weg. Das Projekt Bundestagswahl könnte unter diesen Voraussetzungen schneller vom Tisch sein als gedacht.
Was den Piraten hier vorgeworfen wird, ist ja gerade das Einzige, was sie von allen anderen unterscheidet. Ihre absolute politische Unfähigkeit ist so groß, dass es da, im Gegensatz zu anderen Parteien, ganz einfach nichts nachzubessern gibt. Das Kernthema der Piraten ist das klassische Duett zwischen Ignoranz und Frechheit. Es gibt irre viele Typen mit dieser Einstellung. Das eben sind die mächtigen Flöze, aus denen die Piraten ihre Schiffsfrachten bestücken. Nein, kein Zweifel, es gibt mehr als genug Flaschen, die nichts wissen und nichts können, aber dafür frech sind wie Oskar. Die fühlen sich bei den Piraten geborgen, und deshalb wird sich im Deutschen Bundestag eine starke Fraktion von Klischeepiraten auf den Sesseln lümmeln. Deshalb: Lasst uns froh und lustig sein und uns recht von Herzen freun!
Hier zeigt sich die ganze Unreife der Piratenpartei. Internet Trolle, die sich gegenseitig zutexten. Rechthaber und Erbsenzähler, wie man sie auch in Onlineforen zuhauf findet. „Unter dem Deckmantel der offenen Diskussionskultur wird das meiste zerredet, bevor es sich entfalten kann.“ Richtig beobachtet, aber noch richtiger ist, daß sich aus der Inhaltsleere, aus dem Nichts, ohnehin nicht entfalten kann. Das sind alles Multiplikationen mit -1, die bei den Piraten vorgenommen werden.
Wählen tät ich sie nicht, die Piraten, aber sie haben großes Potential, das mu↓ man ihnen zugestehen. Allerdings auch hohes Selbstzerstörungspotential. Ist wohl die Frage, ob sie es reichtzeiig schaffen, eine funkitonierende Struktur auf die Bein zu stellen, bevor sie sch selbst in diesem lächerlichen Selbstzerfleischungskult zerrieben haben. Ich denke einfach, diese Partei ist noch in dr Entstehung, sie wird de notwendigen Strukturn und Organe noch bilden und deren Funktionsfähigkt herstellen. Das dauert noch bisi. Aber es wird so kommen. Den Ponader fand ich daneben, da ich von ihm auch nur die Sandalenbilder kannte, das fand ic albern. Dann sah ich ihn beim Lanz. Seither hab ich Respekt vor ihm, guter Mann, bleibt aber wahrscheinlich auf dem Weg zur Parteienbildung auf der Strecke. Scharde.
„Wie kann es sein, dass ein Hochbegabter mit einem 1,0-Abi und einem Studium keinem geregelten Job nachgeht?“ Nur weil jemand studiert hat, heißt das noch lange nicht, dass er auch tatsächlich gebraucht wird. Herr Ponader hat tollerweise Theaterwissenschaften und allerlei anderen Quatsch studiert. Das wäre mir prinzipiell egal weil er es trotzdem schaffen hätte können, aber Leute wie er, die vom Gehabe her prinzipiell eher wenig zu gebrauchen sind, sollten dann doch eher Maschinenbau etc. studieren, da wäre ihnen der Job sicher. Prinzipiell ist es mir egal, was jemand studiert, der Sozialstaat müsste halt noch abgeschafft werden, dann muss der Steuerzahler solche Leute nicht ein Leben lang alimentieren.
5. Ich hatte ja mal viel Hoffnung in die Piraten gesteckt…
… aber ich bin leider mittlerweile massiv enttäuscht von dieser Partei. Alleine die teilweise grenzwertigen Parteitagsbeschlüsse zur Legalisierung von Drogen, bedingungslosem Grundeinkommen und andere haben mich dazu bewogen, von einer Mitgliedschaft und einem weiteren Kreuz bei einer Wahl abzusehen. Dazu dann noch ein Parteivorstand der von „Spenden“ seiner Jünger leben will. Wo sind wir denn? Auch die Piraten werden noch erkennen müssen, das sich Job und Mandat nicht vereinen lassen. Und bei den aktuellen Beitragsschulden wird es auch nicht mehr lange dauern, bis die erste Rechnungsprüfung für diese Partei gehörig in die Hose geht. Und dann schauen wir mal, wie man mal eben ein ppar hundertausend Euro Strafzahlungen aufbringen will. Interessant wäre dann zu wissen: kann eine Partei eigentlich Insolvenz anmelden?
doppelblind 20.08.2012
Ich denke, es geht nicht nur mir so, wenn es micht stört, dass in den Parteien Leute das sagen haben, die noch nie wirklich etwas gearbeitet haben. Also schon bei der Ausbildung oder dem Studium mit Parteiarbeit angefangen und dann irgendwo einen Sitz ergattert. Und dann müssen die über Dinge entscheiden, egal welches Thema, und sie haben keine Ahnung von der Sache. Und natürlich wissen die auch nicht, wie der Alltag der arbeitenden Bevölkerung aussieht. Frust am Arbeitsplatz, Ärger mit dem Chef und Mitarbeitern, etc. Was ich bei den Piraten oder sonst irgendeiner neuen Partei nun gar nicht brauche, ist noch so einer, der irgendwas brotloses studiert hat und dann von „Kunst und Hartz IV“ lebt, d.h. nie was gearbeitet und es sich mir nicht erschließt, woher er die Kompetenz haben soll, bei irgendeinem Thema mitzureden, oder sogar politische Entscheidungen darüber zu treffen. Und im Fall Ponader schafft es weder Ponader noch seine Partei, aus dem Thema Spendenfinanzierung, das ja im vorliegenden Fall eine Miniatur von dem Problem ist, was im viel größeren Maße die großen Parteien betrifft, irgendeine konstruktive Diskussion zu entfachen. Und mal nebenbei, ein bißchen Parteiarbeit zu machen und nix arbeiten und dann neben Hartz IV noch Spenden zu bekommen, wäre mir echt zu peinlich. Das muss doch auch irgendwie anders gehen.
7. so nicht ! Klappe halten – arbeiten gehen
Gizzmo 20.08.2012
[Zitat von FreieWeltanzeigen…]
Ich habe ursprünglich gedacht dass BGE eigentlich eine gute Idee ist – am Beispiel des Herrn Ponader ist mit klar geworden, daß diese Kaste von Personen Schmarozer sind, welche sich auf Kosten der Allgemeinheit durchfressen. Ganz klar – keine Spenden, kein Hartz4 sondern zwangsweise in einen Job vermitteln, bei dem er etwas sinnvolles für die Gemeinschaft tut – ich schlage vor Burger braten bei dem großen M statt auf Kosten der Gesellschaft große Reden schwingen.
Solschenizyn 20.08.2012
Es gibt Menschen, die unglaublicherweise ihren Studiengang nach ihren Interessen aussuchen und keinen Bock haben, etwas anderes zu tun, nur weil ihnen das ein sicheres und bequemeres Leben ermöglicht. Ich habe vor Ponader Respekt und die Piratenpartei sollte endlich einen Weg finden, ihn anständig für sein Amt zu entlohnen. Sie hingegen sehe ich irgendwie frustriert 40 Stunden die Woche einen 08/15 Job in irgendeinem Büro machen. Immer schön von 9-17 Uhr da, vielleicht mal die ein oder andere Überstunde. Es wird sich riesig über einen Brückentag gefreut und ansonsten fährt man am Montagmorgen missmutig zur Arbeit und sehnt sich schon nach Freitagabend. Den Sozialstaat abschaffen. Die Kommentare bei der Bild können mitunter auch nicht lächerlicher sein.
9. Grundeinkommen+Jauch+Privatsphäre
tizian 20.08.2012
Ich denke, die Partei hat verpasst, zu zeigen, wie ernst es ihr mit dem Grundeinkommen ist. Wenn einer ihrer Köpfe ehrenamtlich arbeiten soll und man sich dann über seine Finanzierung aufregt, dann ist da einiges im Argen. Für die führenden Köpfe ein Grundeinkommen, wie es für den gesamten Staat geplant ist, wäre ein Zeichen gewesen. Aber gut, das kann man sehen wie man will. Die Diskussion und wie sie hier dargestellt wird, finde ich ziemlich daneben. Das muss ich sagen ist so nicht richtig. Ich erinnere mich genau an den Auftritt bei Jauch und als Herr Ponader gefragt wurde, wovon er lebt und mit ALG2 antwortete, wollte Herr Jauch aus dessen Mund Hartz4 hören und fragte mehrfach (!) nach, obwohl Ponaders antwortet absolut korrekt war. Der Absatz zeigt übrigens aus meiner Sicht, dass der Autor den Artikel selber nicht ganz ernst nimmt. Herr Ponader kann doch leben wie er will, Hochbegabte (1er Abitur etc., denke die Bezeichnung ist in Ordnung) haben ein Recht darauf, nicht einen hochdotierten Arbeitsplatz zu haben, den sie haben könnten, das gehört zur Privatsphäre. Insofern haben „kritische Berichte“ über Herrn Ponaders Lebensstil, soweit er sich im rechtlichen Rahmen bewegt, doch tatsächlich etwas von einer Verleumdungskampagne, wenn er damit diskreditiert werden soll…
Steinwald 21.08.2012
[Zitat von doppelblindanzeigen…]
Und wen meinen Sie? Den Ponader? Haben Sie eine Ahnung davon, was es bedeutet, künstlerisch tätig zu sein? Das IST richtige Arbeit. Auch wenn man sich das die ganzen Bürohengste nicht mehr vorstellen können. Es täte allen Leistungsträgern hier im Forum mal verdammt gut, vom vermeintlich hohen Ross abzusteigen, man wird schnell merken, das war ein Esel. Mir geht dieses dummlackige Gesabbekl von wegen „Künstler, Pàdagogen, sonstwas“ würden nicht arbeiten sowas von auf den Supersenkel. Es stimmt einfach nicht und ist eines dieser ollen Deppenklischees, derer man sich mal langsam entledigen sollte, will man nicht als geistiger Bruchpilot dastehen.
xvulkanx 21.08.2012
[Zitat von phoenixcpanzeigen…]
Gerade die Parteitagsbeschlüsse, die Sie ablehnen, machen die Partei für mich interessant.
12. „ein bißchen Parteiarbeit“?????
Wenn das nur ein „bißchen Parteiarbeit“ ist, wieso bekommen die Geschäftsführer der anderen Parteien dann so extrem hohe Gehälter ?????
13. Mein Grundsatz
der_pirat 21.08.2012
Ich rede nur zu Themen, von denen ich auch etwas verstehe. Wenn die Piraten das so halten würden, dann gäbe es nur 0,000001 % Postings in den Foren der Partei. Und ja: Man kann sich einarbeiten. Aber das dauert am Beispiel Energieversorgung und Leitungskapazitäten gerne mal zehn Wochen. Und zwar Vollzeit, also 40 Stunden pro Woche. Dann kann man auch was dazu sagen. Aber auch nur dann.
14. Annahme
Nehmen wir mal an, dass fähige Leute in der Wirtschaft gutes Geld verdienen. Das ist nicht so ganz von der Hand zu weisen. Gute Juristen erwirtschaften sicherlich mehr als Hartz IV. Wenn ich nun nur Leute rekrutiere, die in der freien Wirtschaft keine Schnitte haben, was habe ich dann? Und wenn ich Leute, die fähig sind nicht entsprechend bezahlen kann? Machen die da mit, wenn sie eine Familie oder Kinder haben? Und das ist der Grund, warum die Piraten unwählbar sind! Nicht, dass es dort keine fähigen Leute gäbe. Doch leider werden diejenigen berufen, die den ganzen Tag auf der Couch sitzen, RTL II sehen und dabei zu jedem beliebigen Thema Stellung nehmen. Wer die meisten Radiergummies an Ständen verteilt, der wird gewählt. Wer keine Zeit hat, weil er Wichtigeres zu erledigen hat, der wird gefragt: „Was hast Du denn schon geleistet?“ Einfach nur pervers.
15. Weltfremd ist anders
imrenagy 21.08.2012
Die Diskussion um Ponader ist geprägt von der typisch deutschen Meinung, wer nichts oder das Falsche arbeite sei nichts wert. Dabei werden Halbwahrheiten und Bildzeitungsinformationen auf eben jenem Niveau nachgeplappert und sich auf eine Art und Weise empört, die das eigentlich skandalöse an dieser Debatte ist. Ponader ist eben nicht der arbeitsloser Sozialschmarotzer als der er dargestellt wird, sondern ein freiberuflich Tätiger. Dass man als Freiberufler nicht immer durchgängig genug verdient, um über die Runden zu kommen, ist nicht nur in der Kunstbranche der Fall. Stattdessen wird ihm Nahegelegt, einem anderen Beruf nachzugehen. Ja wo kommen wir denn hin, wenn wir eine der Grundfreiheiten unserer Gesellschaft – die freie Berufswahl – derart mit Füßen treten? Genau dahin, wo wir bereits sind: Millionen depressiver Burnoutkranke, die an der Anspruchshaltung unserer Gesellschaft scheitern, weil sie eben nicht ständig funktionieren können oder ihrer wahren Berufung nicht nachgehen, weil es geradezu verachtet wird, wenn jemand auf einen besser bezahlten Job zugunsten seiner eigenen Zufriedenheit verzichtet. Zu denken, unser einziger Daseinszweck sei das Arbeiten in einem gesellschaftlich anerkannten Beruf und das am besten 80 Stunden die Woche, ist das eigentlich Weltfremde und Selbstzerstörerische. Die Quittung bekommen wir schon seit Jahren, nur die richtigen Schlüsse ziehen wir noch nicht. Ein Faktencheck zum Schluss: Ponader bekommt eben kein Hartz IV mehr, sondern lebt stattdessen (!) und nicht zusätzlich von Spenden. Sein Sozialhilfeanspruch wird ihm geneidet und die Partei kann ihn nicht bezahlen, weil ihr Parteiengelder auf Grund zwielichtiger Regelungen der etablierten Parteien vorenthalten werden. Also wählt er den Weg, der es ihm erlaubt sein Ehrenamt weiter zu führen, ohne dem „Steuerzahler auf der Tasche“ zu liegen. Aber nein, das ist auch wieder nicht recht und wird ihm geneidet. Der einzig gesellschaftlich akzeptierte Weg ist die Selbstverleumdung, sprich Umschulung.
16. Volle Transparenz voraus
schwarzwaldbauer 21.08.2012
Eigentlich hat der Mann ein paar gute Ideen. Eigentlich. Vorausgesetzt hat man hört ihm zu und abstrahiert mal kurz von seinem äußeren Erscheinungsbild. Bedauerlicherweise sind aber seine Wähler Protestwähler. Wähler, die, außer dem Protest, kein eigenes Anliegen haben. Wähler, die der Auffassung sind, mit der Wahl von Führungsfiguren, eine mehr oder weniger lästige Demokratiepflicht erfüllt zu haben. Wähler, die aber bedingungslose Transparenz fordern, weil sie der Ansicht sind, jede Aufgabe eh besser lösen zu können, als derjenige, den sie soeben gewählt haben. Die Piraten sind ein Zusammenschluss derjenigen, die am Montag nach einem Länderspiel, der Meinung sind, der bessere Bundestrainer gewesen zu sein. So lobenswert die Forderung nach vollster Transparenz ist, so desaströs ist sie deshalb auch für die Piraten selbst.
miss_moffett 21.08.2012
[Zitat von imrenagyanzeigen…]
Sie wissen aber schon, dass diejenigen, die ihm das gespendete Geld neiden, seiner Partei angehören? Die „Bösen“ in diesem Artikel ist nicht der von den Piraten so gerne geschmähte Normalo sondern der gewöhnlich Neid-Pirat. Mal was neues …
wirgemeinsam 21.08.2012
„Wie kann es sein, dass ein politischer Geschäftsführer vom Staat lebt?“LEBEN NICHT ALL UNSERE POLITIKER VOM STAAT? warum wird gegen den herrn ponader so gehetzt?weil er sich für das grundeinkommen einsetzt?das grundeinkommen halte ich für eine wunderbare idee, den ganzen bürokratischen wahnsinn in diesem land zu stoppen und außerdem würde es den menschen sicherheit gewähren, existenzängste und armut beseitigen (vorausgesetzt es wird in angemessener höhe gezahlt) und eine finanzierung wäre möglich…ich lege jedem naha, der interesse an dem thema hat, sich mit diesem intensiv auseinander zu setzen
20. Ur-piratiges Thema
frankknott 21.08.2012
Ich habe die Diskussion auch verfolgt und man sollte vielleicht auch feststellen, nicht nur weil einige besonders laut schreien sind sie die Mehrheit. Ich für meinen Teil finde das, was Johannes Ponader macht, richtig ist, er bringt mit seinem Verhalten ein Ur-piratiges Thema nach vorne und das ist gut so. Zudem ist mir ein Politiker, der von bescheidenen Spenden lebt, immer noch tausendmal lieber, wie die Politiker etablierter Parteien, die zig tausend Euro von ihren Parteien zugeschanzt bekommen, die von Lobby-verbänden riesen Summen erhalten für Beratungen etc. Was da aufkommt ist aus meiner Sicht eine reine Neid-Debatte, Johannes bekommt etwas in der Partei was jemand anderer derzeit leider noch nicht bekommen kann. Deswegen nochmal : Johannes mach weiter wie bisher, du bist auf dem richtigen Weg
mm71 21.08.2012
[Zitat von Solschenizynanzeigen…]
An Ihrem Beitrag ist sogar etwas Wahres dran. Arbeit muss nicht immer Spass machen – deshalb ist es Arbeit und nicht Freizeit (FREI-Zeit: Die Zeit, die ich mir selbst gestalten kann). Arbeit ist dazu da, seinen Lebensunterhalt zu erwirtschaften plus den eigenen Beitrag an die Gemeinschaft. Und genau das ist auch mein Vorwurf an die Piraten: Hier wird auf Kosten Dritter Rosinenpickerei betrieben. Wenn Ponader von Spenden von Piraten leben kann habe ich damit kein Problem. Aber sein Beitrag für die Allgemeinheit ist gleich Null. Problem für die Piraten: Er ist der wandelnde Beweis, dass BGE nicht funktionieren wird. Daher sollten sie ihn lieber schnell von der Bühne nehmen, sonst geht das gewaltig nach hinten los…
22. Ponader heute abend bei Maischberger
ichliebeeuchdochalle 21.08.2012
Ponader ist heute abend bei Maischberger. Thema: Der Millionär hat’s schwer: Reiche, zur Kasse bitte! Auf der Webseite der Sendung gibt es auch ein Ponader Zitat, siehe ARD | Das Erste – Menschen bei Maischberger – Der Millionär hat’s schwer: Reiche, zur Kasse bitte! (http://www.daserste.de/unterhaltung/talk/menschen-bei-maischberger/sendung/2012/reiche-zur-kasse-100.html)
23. Ich höre und lese
Bolligru 21.08.2012
immer was von künstlerischer Tätigkeit…worin besteht die denn? Stellt er aus? Führt er Aktionen durch? Verkauft er Aquarelle oder Porträts in der Fussgängerzone? (Das würde ja ein bisschen was einbringen…) Ich habe davon noch nix gehört oder gesehen…
wasnyxq 21.08.2012
Das Privileg des Freiberufs und des Kleingewerbes, ohne die Belastung der Mehrwertsteuer abrechnen zu dürfen, trägt diesem Umstand bereits ausreichend Rechnung. —Zitat— Stattdessen wird ihm Nahegelegt, einem anderen Beruf nachzugehen. Ja wo kommen wir denn hin, wenn wir eine der Grundfreiheiten unserer Gesellschaft – die freie Berufswahl – derart mit Füßen treten? —Zitatende— Bitte weiterlesen, denn im Satz danach steht was von „Beitrag zur gesellschaftlichen Gesamtleistung erbringen“ im Sinne von Beitragspflicht. Bei Kunst braucht man immer zwei: einen, der sie macht, und einen, der sie braucht. Bei der Theaterkunst des Herrn Ponader scheint die entscheidende Rolle zu oft unbesetzt geblieben zu sein. —Zitat— Genau dahin, wo wir bereits sind: Millionen depressiver Burnoutkranke, die an der Anspruchshaltung unserer Gesellschaft scheitern, weil sie eben nicht ständig funktionieren können oder ihrer wahren Berufung nicht nachgehen, weil es geradezu verachtet wird, wenn jemand auf einen besser bezahlten Job zugunsten seiner eigenen Zufriedenheit verzichtet. —Zitatende— Um einen anerkannten Arzt (U. Hegerl) zu zitieren: „Es gibt kein Bournout.“ Nebenbei glaube ich kaum, dass eine Gesellschaft, bei der alle auf einem Ego-Trip sind, lange funktioniert. —Zitat— Ein Faktencheck zum Schluss: Ponader bekommt eben kein Hartz IV mehr, sondern lebt stattdessen (!) und nicht zusätzlich von Spenden. —Zitatende— Erst, wenn die ARGE zu dem Schluss kommt, dass der Fortsetzungsantrag wegen Erlangung eines für den Unterhalt ausreichenden Einkommens ausblieb. Formal kann die ARGE dies auch bezweifeln, den Fortsetzungsantrag verlangen und die erlangten Einkommen anrechnen. —Zitat— Sein Sozialhilfeanspruch wird ihm geneidet und die Partei kann ihn nicht bezahlen, weil ihr Parteiengelder auf Grund zwielichtiger Regelungen der etablierten Parteien vorenthalten werden. —Zitatende— Zweimal nein. Diese Regelungen sind noch aus der Zeit, als in Deutschland keine Parteien zugelassen waren. —Zitat— Also wählt er den Weg, der es ihm erlaubt sein Ehrenamt weiter zu führen, ohne dem „Steuerzahler auf der Tasche“ zu liegen. —Zitatende— Er zieht nun die begrenzte Aufmerksamkeit der Medien für die Partei auf sich um seinen Ego-Trip durchzusetzen und nutzt quasi Partei-Mittel für seinen privaten Vorteil. Schreinemakers wurde deswegen der Saft abgestellt. —Zitat— Aber nein, das ist auch wieder nicht recht und wird ihm geneidet. Der einzig gesellschaftlich akzeptierte Weg ist die Selbstverleumdung, sprich Umschulung. —Zitatende— Nochmal zur allgemeinen Belustigung: Berufsfreiheit und Gewerbefreiheit sind an die Bedingung geknüpft, einen sinnvollen Beitrag zur gesellschaftlichen Gesamtleistung beizutragen und damit meinen die Grundgesetz-Eltern durchaus die zählbare Art von Leistung. Art. 12 GG setzt die freie Marktwirtschaft nicht außer Kraft. Das heißt, die Berufswahl ist durch Prüfungspflichten und Zugangshürden auf der einen und durch die Nachfrage nach dem Beitrag auf der anderen eingeschränkt. Wenn ich dann Herrn Ponader so betrachte, finde ich, dass er beim „Leisten“ doch weit hinter seinen Möglichkeiten blieb.
[Zitat von Bolligruanzeigen…]
Gemäss BGE-Logik besteht sein Beitrag wohl im wesentlichen in der eigenen Existenz. Ich denke, er versteht sich als ein Geschenk Gottes an uns Deutsche…
GoBenn 21.08.2012
In Ihrer armseligen Maschinenbauerwelt möchte ich z.B. aber nicht leben. Geisteswissenschaftler arbeiten in vielfältigsten Berufen und kreativen Bereichen. Nur, weil Ihnen das zu wenig eindimensional ist, müssen Sie Ihre Jägerzaunwelt nicht zur allseligmachenden verklären. Danke.
27. ALG 2 Happening
Kalle Bond 21.08.2012
Reicht es nicht, wenn er das ALG 2 als Happening lebt und dafür noch -zig Euronen seiner Anhänger erhält? Alles andere lenkt nur ab, habt bitte dafür Verständnis. Echt uncool, diese nörgelnden Einwände – Ironie Ende
darksystem 21.08.2012
[Zitat von mm71anzeigen…]
Alle Politiker werden vom Staat oder von ihren Parteien finanziert. Das ist nichts ungewöhnliches. Da Sie die politische Arbeit anscheinend nicht als Beitrag werten kann man Ihre Argumentation getrost auf fast alle Politiker übertragen. Natürlich ist das falsch weil unsere Politiker mit ihrer Arbeit einen SEHR wichtigen Beitrag leisten. Aber bei Piraten gilt das natürlich nicht. Umgekehrt. Er ist der wandelnde Beweis das es funktionieren wird. Denn er liegt nicht Faul auf der Couch sondern engagiert sich, obwohl er dafür „nicht“ bezahlt wird bzw. von Spenden und ALG2 leben muss und es nicht tun „müsste“. Der Gedanke daran das Menschen nur etwas sinnvolles tun wenn sie es müssen ist ziemlich daneben. Es mag einige Exemplare geben bei denen das nicht so ist, aber die Mehrheit ist das sicher nicht.
29. Strafzahlung?
RealUlli 21.08.2012
Wie kommst du darauf, dass da Strafzahlungen faellig werden koennten? Soweit ich weiss gibt die Partei kein Geld aus, das sie nicht hat, und sie kassiert auch keine Wahlkampfhilfe fuer Geld, das sie nicht vorher eingenommen hat. Ein Rechnungspruefung wird also allenfalls beanstanden, dass die Parteifuehrung nicht hart genug gegen saeumige Zahler vorgegangen ist (ich musste auch erst mal selbst kontrolliren ob mein Beitrag rausgegangen ist, bevor ich hier das Maul aufreisse), aber sonst sollte nach meiner Einschatzung nicht viel passieren. Gruss, Ulli
30. Ideen zerreden
Ich sehe es als durchaus erstrebenswert an, wenn Ideen erst einmal einer wirklich harten Pruefung unterzogen werden. Es geht nicht darum, moeglichst viele Ziele auf das Programm zu schreiben, eher darum, *sinnvolle* Ziele zu definieren. Wenn ich mir die Initiativen unserer etablierten Politiker anschaue, die zum Grossteil dazu zu dienen scheinen, dass der Initiator nicht in Vergessenheit geraet ist mir die Piratenkultur lieber. Oft genug passiert irgendwo etwas, dann schreien alle nach der Politik, es werden Gesetzesvorlagen geschaffen und manchmal auch zu Gesetzen gemacht, dabei waere es voellig ausreichend, wenn unsere ueberarbeitete Polizei einfach in der Lage gewesen waere unsere existierenden Gesetze umzusetzen. Antiterrorgesetze? Laecherlich! Alle bisher ausgefuehrten Terroranschlaege *sind* bereits strafbar, auch deren Vorbereitung! Es gibt noch viel mehr Beispiele aber die spare ich mir hier und jetzt. Gruss, Ulli
31. mm71 21.08.2012
[Zitat von darksystemanzeigen…]
Ich kann Ihnen hier die nötige Präzision nicht ersparen: Der Staat bezahlt keine Parteifunktionäre. Das tun die Parteien. Also soll die Piratenpartei Ponader gefälligst bezahlten. Dann hat er einen Beruf und alles ist gut. Wenn nicht, dann lebt er von H4 und hat sich wie jeder andere auch dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stellen. Der Staat bezahlt Mitglieder seiner Organe in Exekutive, Legislative und Jurisdiktion. M.E. ist Ponader nichts davon. Bei Piraten hat zu gelten, was für alle gilt, s.o. Er bekommt H4 und hat sich demzufolge wie jeder andere auch dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stellen. Er missbraucht staatliche Leistungen für private Zwecke. Es gäbe genug Berufe, die er ausüben könnte, stattdessen geht er auf Kosten Dritter seinen privaten Interessen nach, für die ihm diese Dritten freiwillig niemals nur einen Cent geben würden. Dieses Geld fehlt dann anderen. Ponader steckt sich somit das Geld anderer ungefragt in die Tasche. BGE funktioniert nicht, Ponader ist der Beweis. Politische Arbeit ist für mich durchaus ein Wert. Aber nicht die politische Arbeit von JEDEM. Und diese Entscheidung behalte ich mir vor. Die hat kein Pirat, kein Nazi und kein Kommunist für mich zu treffen.
-mowgli- 21.08.2012
Gibt es denn die versprochene Transparenz, von wem sich dieser Arno Dübel der Piraten bezahlen lässt?
33. Parteien erhalten staatliche HIlfe + Kein H4 mehr
tizian 21.08.2012
1. Natürlich bezahlt der Staat Parteifunktionäre. Die Parteien erhalten staatliche Parteienfinanzierung z.B. über die Wahlkampfkostenerstattung, damit werden hauptamtlich tätige Parteifunktionäre zumindest vom Staat teilweise mitbezahlt. Durch die Mandatsträgerspenden (die auch vom Staat bezahlt werden und zwangsweise geregelt sind), bezahlt der Staat hier also auch die Parteien mit. Sie können ja mal hier schauen: § 18 ParteienG Grundsätze und Umfang der staatlichen Finanzierung (1) Die Parteien erhalten Mittel als Teilfinanzierung der allgemein ihnen nach dem Grundgesetz obliegenden Tätigkeit. Maßstäbe für die Verteilung der staatlichen Mittel bilden der Erfolg, den eine Partei bei den Wählern bei Europa-, Bundestags- und Landtagswahlen erzielt, die Summe ihrer Mitglieds- und Mandatsträgerbeiträge sowie der Umfang der von ihr eingeworbenen Spenden. (2) Das jährliche Gesamtvolumen staatlicher Mittel, das allen Parteien höchstens ausgezahlt werden darf, beträgt für das Jahr 2011 141,9 Millionen Euro und für das Jahr 2012 150,8 Millionen Euro (absolute Obergrenze). 2.Herr Ponader bekommt derzeit kein ALG2. „Ich verlasse das Amt“: Pirat Ponader entsagt Hartz IV – n-tv.de (http://www.n-tv.de/politik/Pirat-Ponader-entsagt-Hartz-IV-article6655101.html) Bundesgeschäftsführer einer Partei zu sein, die mittlerweile in mehreren Landesparlamenten vertreten ist und demnächst einen Bundestagswahlkampf zu bestreiten hat, ist kein „privates Interesse“, sondern eigentlich ein Fulltime-Job, da ist dann aber nicht ihm, sondern den Piraten vorzuwerfen, dass sie ihm dafür kein wenigstens angemessenes Gehalt geben (z.B. in Höhe des angestrebten BGE, was vielleicht nicht angemessen wäre, aber wenigstens etwas).
[Zitat von tiziananzeigen…]
Natürlich bezahlt der Staat Parteifunktionäre NICHT. Einige Parteien tun dies, andere, wie z.B. die Piraten, tun es nicht. Woher die Parteien das Geld dafür haben, hat damit doch gar nichts zu tun. Der Staat zahlt auch keine „Mandatsträgerspenden“. Abgeordnete erhalten Diäten, denn sie sind Mitglieder eines staatlichen Organs. Genau das habe ich Ihnen aber bereits im vorigen Beitrag erklärt. Schauen Sie lieber selber erstmal… Na bitte, dann geht’s doch auch so. Ein kleiner Tritt in den Allerwertesten wirkt bei manchem Wunder. Wäre mit BGE übrigens nicht so… Daher nochmals: BGE funktioniert nicht. Ich habe nie etwas anderes behauptet. Entweder er findet jemanden, der ihn bezahlt, dann ist es sein Beruf. Ansonsten ist es sein Hobby, und dieses wird nicht durch die Allgemeinheit finanziert.
35. Von den Piraten kommt nichts mehr
joint 21.08.2012
Die NRW-Piraten sind das beste Beispiel. Gewählt und in der Versenkung verschwunden. Auch in Berlin wird nur gestritten und nicht gearbeitet. Überhaupt wird wenig gearbeitet. Wenn man was hört, dann sind es Mini-Skandale oder Personalquerelen. Jedenfalls nichts in der Sache. Die Piraten hatten 12%. Jetzt haben sie 7 %. Jeder kann extrapolieren, was in einem Jahr rauskommt. Und die Freien Wähler werden den Piraten mindestens weitere 3% wegnehmen. Aus die Maus.
Afrojüdischer_Sozi-Sinti 22.08.2012
Der Fleisch gewordene Alptraum des Bürgertums. Wenn letztere die Piraten aufzehren, ist diese Partei für mich nichts weiter als eine bessere FDP. Die Leute sind einfach noch nicht reif für echte Alternativen. Wahrscheinlich müssen Klein- und Großbürger den Karren noch 10 weitere male an die Wand fahren bis sie anfangen ernsthaft nachzudenken.
37. Sozialschma …
yooom 22.08.2012
Nicht zu fassen, dass so ein Mann politische Verantwortung übernimmt oder übertragen bekommt. Ich frage mich tatsächlich, ist der intelligent? Zu intelligent und überqualifiziert, so dass Herr Ponader nirgends eine Arbeit findet? Oder doch so intelligent, dass es ihm gelingt, sich durchs Leben zu schnorren, immer das große Ziel vor Augen: Bloss nix arbeiten. Nach der Vorstellung gestern abend bei Maischberger bin ich nun vollends vom Zweiten überzeugt. Der Bursche ist in meinen Augen ein Arbeitsverweigerer, ein Sozialschma… ist ja auch viel einfacher, sich ohne Arbeit, ja sogar ohne ernsthaftes Bemühen um eine Arbeit auf Kosten des Staates durchzulawieren. Seine Forderung, dass der arbeitende Teil der Bevölkerung weitere Teile ihres Einkommens an den Staat abführen soll (um solche Leute wie Ponader zu finanzieren …) ist schlicht frech und arrogant. Früher gab es eine schöne Erziehungsmethode: Kielholen, aber in Längsrichtung und schön langsam, damit der Gekielholte auch genügend Zeit zum Nachdenken hat. War nicht alles schlecht, was es früher so gab …
38. Dumpfbacken Ahoi!
Kuestenkorsar 26.08.2012
Das Problem ist nicht der Ponader. Das Problem war und ist, dass auch den Parteitagen nur die Leute auftauchen, die sich An- und Abreise leisten können. In diesem Land leben ca. 25 Mio. Menschen an oder unter der Armutsgrenze, gewollt und ungewollt und wie immer wählen die, die für das richtige Ergebnis bezahlen können. Wir haben viele Menschen in diesem Land, die noch nicht einmal einen PC bedienen können, geschweige wissen, wie man mit diesem zwischen den verschiedenen Angeboten der Piraten hin- und herspringen kann, ohne hierbei ins Rentenalter, zu gelangen und wir haben an der Parteispitze, wie gehabt und in jeder Partei vorhanden, keine Querdenker, keine Visionäre, keine Intelligenz. Die Piraten sind derzeit, in ihrer Struktur und personellen Ausrichtung keinen Deut besser oder anders, als die, die schon zuvor nicht mehr wählbar waren. Auch bei den Piraten agieren Leute, mit gesichertem Einkommen und Leute, bei deren Lebenswandel der Ausdruck einer Realsatire nicht zu weit gegriffen ist. Aber ist es nicht auch wesentlicher Ausdruck von Demokratie, wenn die Mehrheit das wählt, was man schon hat und nicht will, was andere nur besser verkaufen können? Ich habe mir daher die Freiheit genommen und das Piraten-Logo von meiner Webseite entfernt, für die ich sehr lange, kostenlos, Werbung gemacht habe. Die Piraten haben sich auf dem letzten Parteitag selber versenkt habe ich damals geschrieben und mehr gibt es dazu nicht zu schreiben. Dumpfbacken Ahoi!
39. Wirbel um Oberpirat Ponader
spon-facebook-10000021999 26.08.2012
Warum ein Hochbegabter mit 1. er Abi usw. ist doch alles nebensächlich. Ablenkungsmanöver politischer Gegner. Mir ist lieber ein Hochbegabter der seine Zeit dafür aufwendet, dringend nötige neue Denkansätze zu liefern und sein Bestes, und nicht nur für Piraten, sondern für die Mehrzahl der Deutschen zu tun lieber, als ein Hochbegabter in einer Bank , der sich wieder neue Schlichen ausdenkt, wie wir alle wieder Geld in den Sand setzen. Menschen wie Johannes Ponader, haben für ihr Engagement Ihre Arbeit wesentlich mehr als den Hartz IV Satz verdient, finden Sie nicht? Schade ist, das politische Neider innerhalb der Partei auch immer gleich mitmachen, wenn es was zu „fressen“ gibt. Die sollten sich nicht teuschen. In der politischen Manege werden gerade die Besten am übelsten bekämpft-
c++ 26.08.2012
In NRW leistet die Fraktion der Piraten eigentlich gute handwerkliche Arbeit. Aber es gibt zu viele Trolle in der Partei, und die Medien berichten natürlich lieber darüber als über solide politische Arbeit. Hoffentlich schafft es die Piratenpartei in den Bundestag, dann wird sie klar Position zu den wichtigen Fragen beziehen müssen, um die sie sich jetzt noch drückt. Viele Bürger warten darauf, dass ihre Interessen ein Sprachrohr im Parlament bekommen. Bleibt nur die Hoffnung auf die Piraten. Ansonsten bleibt nur Tristesse in deutschen Parteiensystem, kaum ein Grund, noch wählen zu gehen.
[Zitat von xvulkanxanzeigen…]
Vor allem werden die Generalsekretäre der anderen Parteien alle vom Staat bezahlt. Da erübrigt sich dann die Diskussion. Wenn die Piraten mal an die Futtertröge der Staatsknete kommen, die jetzt vor die Altparteien großzügig genießen, dann wird auch der Geschäftsführer der Piratenpartei Ponader üppig auf Kosten der Steuerzahler finanziert werden.
reiner.stock 27.08.2012
Als Arbeitnehmer, Steuerabgezockter und Mitglied der Partei DIE LINKE sage ich dazu nur NA UND? Solange Merkel die von uns abgezockten Steuergelder in die Finanzmärkte pumpt, solange die vermögenden Mitmenschen unserer Gesellschaft ihr Kapital in Steueroasen parken um Steuern zu hinterziehen, solange in diesem Land Vermögen nicht versteuert wird sollte man nicht über Hartz IV Bezieher herziehen. Ich wünsche mir, dass meine Mitmenschen mehr Rückrat zeigen, insofern sie „Eier in der Hose haben“ und sich gegen die Übermacht der Finanzmärkte auflehnen. Es wäre wünschenswert und wertvoll für unsere Gesellschaft, wenn man sich verstärkt für die Einführung einer Vermögenssteuer stark macht, als nach unten, nach den sozial-schwachen Gesellschaftsschichten zu treten. Am 29. Sept. hat jeder die Chance Farbe zu bekennen. Wer den Mumm hat sich gegen die ungerechte Verteilung in der Gesellschaft zu stellen nimmt an dem bundesweiten Aktionstag UMFAIRTEILEN teil. Das ist allemal wertvoller, als gegen Hartz IV Bezieher zu wettern. Reiner Stock
#Bonjour #Nihao #你好 (leggotunglei808.wordpress.com)
GESUALDO and SCELSI with the Vocalconsort Berlin in Fürth – 17 Oct 2012 (joannaharriesmezzo.wordpress.com)
Overheard At Bumbershoot: Day One (lineout.thestranger.com)
A Southasian journalist discovers the limits of Berlin’s presumed enlightenment (loomnie.com)
Veröffentlicht von nasichaim in Besatzungsrecht, Piratenpartei Deutschlands, SHAEF Gesetze, Umerziehung
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Ein Kommentar zu “Piratenpartei-Geschäftsführer Johannes Ponader lebt von Kunst, Hartz IV – und neuerdings auch von Spenden”
September 2, 2012 um 5:06 pm
Piratenpartei-Geschäftsführer Johannes Ponader lebt von Kunst, Hartz IV “made by Criminal Hurenbock Pater Peter Hartz – und neuerdings auch von Spenden. Das empört die Basis. Der Fall offenbart die Unfähigkeit der Partei, sinnvolle Debatten zu entfachen. Das könnte sie den Einzug in den Deutschen Sklaven-Bundestag im Reichstag des Deutschen Volkes in der Reichshauptstadt Berlin (Groß-Berlin) kosten.

References: BGE 
 BGE 
 Art. 12
 BGE 
 § 18
 BGE 
 BGE