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Timestamp: 2019-06-27 03:51:20+00:00

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BSG, 21.03.2007 - B 11a AL 43/06 R - dejure.org
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BSG, 21.03.2007 - B 11a AL 43/06 R (https://dejure.org/2007,2584)
BSG, Entscheidung vom 21.03.2007 - B 11a AL 43/06 R (https://dejure.org/2007,2584)
BSG, Entscheidung vom 21. März 2007 - B 11a AL 43/06 R (https://dejure.org/2007,2584)
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Abschaffung der Arbeitslosenhilfe; Grundsicherung für Arbeitsuchende; Erklärung nach § 428 Abs 1 SGB 3; Verfassungsmäßigkeit
SG Stade, 28.12.2004 - S 6 AL 307/04
LSG Niedersachsen-Bremen, 22.06.2006 - L 8 AL 40/05
Die Vorschrift verhindert vielmehr allein die Absenkung bzw den Wegfall des Alg II nach §§ 31 ff SGB II, weil der erwerbsfähige Hilfebedürftige wegen des zulässigen Verzichts auf die Arbeitsbereitschaft ein Arbeitsangebot oder eine andere Eingliederungsmaßnahme der Beklagten nicht annehmen muss (…SozR 4-4300 § 428 Nr. 3, RdNr 33;… SozR 4-4200 § 11 Nr. 2, RdNr 40; BSG Urteil vom 21.3.2007 - B 11a AL 43/06 R; BSG Urteil vom 29.3.2007 - B 7b AS 4/06 R) .
Das BSG hat hierzu klargestellt, dass die Abschaffung der Alhi auch für ältere Arbeitslose, die eine Erklärung gemäß § 428 SGB III abgegeben hatten, nicht gegen höherrangiges Recht verstößt (…vgl Urteil vom 23. November 2006, B 11b AS 9/06 R - SozR 4-4300 § 428 Nr. 3; vom 21. März 2007, B 11a AL 43/06 R;… vom 29. März 2007, B 7b AS 2/06 R - SozR 4-4200 § 7 Nr. 4, und vom 10. Mai 2007, B 7a AL 48/06 R).
Die Ersetzung des Anspruchs auf Alhi nach §§ 190 ff SGB III durch Regelungen des SGB II mit Wirkung ab 1. Januar 2005 hat der 11b. Senat des BSG zu Recht als verfassungsmäßig erachtet (vgl BSG, Urteile vom 23. November 2006 - B 11b AS 1/06 R -, - B 11b AS 9/06 R - sowie Urteil vom 21. März 2007 - B 11a AL 43/06 R -).
Der Senat folgt insoweit dem 11b. Senat des BSG, der dies in seinen Urteilen vom 23. November 2006 und 21. März 2007 überzeugend dargelegt hat (vgl dazu die Entscheidungen vom 23. November 2006 - B 11b AS 9/06 R - RdNr 33 ff, B 11b AS 17/06 R - RdNr 28 ff, B 11b AS 3/06 R - RdNr 38 ff und B 11b AS 25/06 R - RdNr 30 ff, sowie die Entscheidung vom 21. März 2007 - B 11a AL 43/06 R - RdNr 19 ff).
und 11b. Senat des BSG, der die Abschaffung der Alhi mit Wirkung ab 1. Januar 2005 für verfassungsgemäß erachtet hat (vgl grundlegend Urteile vom 23. November 2006 - B 11b AS 1/06 R sowie B 11b AS 9/06 R - sowie Urteil des 11a. Senats vom 21. März 2007 - B 11a AL 43/06 R).
und 11b. Senats in den Urteilen vom 23. November 2006 bzw 21. März 2007 (aaO) hingewiesen werden, die dieser im Rahmen einer allgemeinen rechtsstaatlichen Vertrauensschutzprüfung angestellt hat (zum Ansatz einer allgemeinen, grundrechtsunspezifischen Vertrauensschutzprüfung vgl Jaeger, SGb 1994, 111).
und 11b. Senat des BSG gefolgt, der mit überzeugenden Gründen entschieden hat (insbesondere Urteil vom 23. November 2006 - B 11a AS 9/06 R, RdNr 33 ff - sowie Urteil vom 21. März 2007 - B 11a AL 43/06 R, RdNr 19 ff), dass ein besonderer (verfassungsrechtlicher) Vertrauensschutz für die Betroffenen der sog "58er Regelung" nicht besteht (Urteile vom 29. März 2007 - B 7b AS 2/06 R und B 7b AS 4/06 R; anders teilweise das Schrifttum so: Mayer, NZS 2005, 568, 572; O'Sullivan, SGb 2005, 369, 376).
Denn unabhängig davon, dass das Alg nicht in voller Äquivalenz zu geleisteten Beiträgen festgesetzt werden und dem Arbeitslosen nicht die volle Aufrechterhaltung eines früheren Lebensstandards ermöglichen muss (…vgl BVerfGE 90, 226 = SozR 3-4100 § 111 Nr. 6, Juris RdNr 55 mwN) , können Anwartschaften auf Sozialleistungen Eigentumsschutz nur genießen, wenn sie (auch) auf nicht unerheblichen Eigenleistungen beruhen (…vgl ua BVerfGE 53, 257, 290 f = SozR 7610 § 1587 Nr. 1; BVerfG, Beschluss vom 7.11.2007 - 1 BvR 1840/07, NZS 2008, 530; vgl auch Urteil des Senats vom 21.3.2007 - B 11a AL 43/06 R, Juris RdNr 15) .
Denn im Verfahren gegen die Beklagte kommt eine Einbeziehung späterer SGB II-Bescheide über § 96 SGG nicht in Betracht (vgl ua Urteile des BSG vom 21. März 2007, B 11a AL 43/06 R, RdNr 12 und vom 10. Mai 2007, B 7a AL 48/06 R, RdNr 9).
Denn die Alhi ist keine beitragsfinanzierte Leistung, sondern eine aus Steuermitteln finanzierte Fürsorgeleistung (…vgl ua BSGE 85, 123, 130 = SozR 3-4100 § 136 Nr. 11; Urteil des Senats vom 21. März 2007, B 11a AL 43/06 R, RdNr 15 mwN).
Dies ist im Einzelnen bereits in der aktuellen Rechtsprechung des BSG näher ausgeführt worden (…ua Urteile vom 23. November 2006, B 11b AS 1/06 R - SozR 4-4200 § 20 Nr. 3 RdNr 41 ff, vom 21. März 2007, B 11a AL 43/06 R, RdNr 16 ff, und vom 29. März 2007, B 7b AS 4/06 R, RdNr 11; ebenso Urteil vom 10. Mai 2007, B 7a AL 48/06 R).
Auch unter den Umständen des vorliegenden Falles gilt das, was ua in den Urteilen des 11b. Senats vom 23. November 2006 (…B 11b AS 9/06 R - SozR 4-4300 § 428 Nr. 3 RdNr 33 ff und B 11b AS 25/06 R, RdNr 30 ff) und im Urteil des erkennenden 11a. Senats vom 21. März 2007 (B 11a AL 43/06 R, RdNr 19 ff) näher ausgeführt worden ist.
Die Abschaffung der Alhi begegnet - im Hinblick auf die Rechtsprechung des Bundessozialgerichtes (Urteil vom 21.03.2007; B 11a AL 43/06 R) - keinen durchgreifenden verfassungsrechtlichen Bedenken.
Insoweit ergäbe sich bei diesem Prüfungsmaßstab hier nichts anderes, als wenn die angegriffenen Regelungen am Maßstab des Rechtsstaatsprinzips des Art. 20 Abs. 3 GG geprüft werden (vgl. Urteil des BSG vom 21.03.2007 - B 11a AL 43/06 R - mwN).
Vielmehr sind dem Gesetzgeber im Rahmen der Entscheidung, in welchem Umfang soziale Hilfe unter Berücksichtigung vorhandener Mittel und anderer gleichwertiger Staatsaufgabe gewährt werden kann, weite Gestaltungsmöglichkeiten eingeräumt (vgl. Urteil des BSG vom 21.03.2007 - B 11a AL 43/06 R - mwN).
Eine Regelung dahingehend, dass der Kläger Anspruch auf Alhi bis zum Tage des Rentenbeginns habe, liegt bei dieser Fallgestaltung auch aus der Sicht eines verständigen Beteiligten nicht vor; die Erklärung setzt im Gegenteil einen Leistungsanspruch - auf Alg oder Alhi - voraus (vgl. Urteil des BSG vom 21.03.2007; B 11a AL 43/06 R).
Ob die Regelungen des SGB II eine sogenannte unechte Rückwirkung entfalten, erscheint zweifelhaft, da nicht ersichtlich ist, dass durch die Regelung auf nicht abgeschlossene Sachverhalte für die Zukunft eingewirkt wird und damit die betroffene Rechtsposition nachträglich entwertet wird, insbesondere, da die Bewilligung der Alhi stets unter dem Vorbehalt der regelmäßigen Überprüfung stand, um dem Eindruck vorzubeugen, es handele sich um eine rentenähnliche Dauerleistung (vgl. hierzu ausführlich BSG Urteil vom 23.11.2006 - B 11a AL 43/06 R - mwN).
und 7b. Senat des BSG übereinstimmend als verfassungsmäßig erachtet (vgl BSG, Urteile vom 23. November 2006 - B 11b AS 1/06 R, - B 11b AS 9/06 R - sowie Urteil vom 21. März 2007 - B 11a AL 43/06 R und vom 7. November 2006 - B 7b AS 4/06 R).
und 7b. Senat des BSG, die dies in ihren Urteilen vom 7. , 23. November 2006 und 21. März 2007 überzeugend dargelegt haben (vgl dazu die Entscheidungen vom 7. November 2006 - B 7b AS 4/06 R; vom 23. November 2006 - B 11b AS 9/06 R, B 11b AS 17/06 R, B 11b AS 3/06 R und B 11b AS 25/06 R; vom 21. März 2007 - B 11a AL 43/06 R).
Vielmehr waren die in der Beschwerdebegründung aufgeführten Argumente bereits sämtlich Gegenstand der Entscheidungen des 11b-Senats (Urteile vom 23. November 2006 - B 11b AS 3/06 R, - B 11b AS 9/06 R, - B 11b AS 17/06 R, - B 11b AS 25/06 R; vgl auch Urteil des 11a-Senats vom 21. März 2007 - B 11a AL 43/06 R) und des 7b-Senats (Urteile vom 29. März 2007 - B 7b AS 2/06 R, - B 7b AS 4/06 R).
BSG, 09.04.2008 - B 11a AL 160/07 B

References: § 428
 § 428
 § 11
 § 428
 § 428
 § 7
 § 111
 § 1587
 § 96
 § 136
 § 20
 § 428
 Art. 20