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Timestamp: 2016-10-24 10:47:36+00:00

Document:
6P.101/2000 (06.12.2001)
6P.101/2000/kra
Kassationshofes, Bundesrichter Schneider, Wipr�chtiger
Werner K. R e y, Beschwerdef�hrer, vertreten durch Advokat Dr. Stefan Suter, Clarastrasse 56, Basel,
Omni Holding AG in Nachlassliquidation, c/o Coopers & Lybrand AG, Basel, und Rechtsanwalt Dr. Eugen Isler, Z�rich, vertreten durch F�rsprecher Dr. Francesco Bertossa, Zeughausgasse 29, Bern, Staatsanwaltschaft des Kanton Bern, Kassationshof des Kantons Bern,
Art. 29 Abs. 1 BV und Art. 6 Abs. 3 lit. a EMRK,
(Strafverfahren; willk�rliche Beweisw�rdigung etc.)(Staatsrechtliche Beschwerde gegen das Urteil des Kassationshofes des Kantons Bern vom 14. Juni bzw.
11. Dezember 2000), hat sich ergeben:
A.- Die Unternehmerkarriere von Werner K. Rey begann mit dem Kauf und dem sp�teren Verkauf der Bally, wodurch er die Mittel f�r den Aufbau seiner Firmengruppen erhielt. Wenige Jahre sp�ter erwarb er die Inspectorate (Schweiz) AG und die Inspectorate D�sseldorf.
Neben seiner Beteiligung an Industrieunternehmen wie der Selve und der ACMV (Ateliers de Constructions m�caniques Vevey) wollte er sich mit dem Erwerb der Inspectorate ein zweites Standbein im Dienstleistungssektor aufbauen.
In der Folge wuchs das Firmenkonglomerat durch eine grosse Anzahl von Akquisitionen rasch an, und das Aktienkapital der Inspectorate erh�hte sich schon vor der Publikums�ffnung erheblich. Mit ihrem Gang an die B�rse floss der Inspectorate zus�tzliches Eigenkapital zu, was es Werner K. Rey erm�glichte, weitere Akquisitionen zu t�tigen. Trotz der Publikums�ffnung behielt er die Mehrheit an der Inspectorate. Per Ende 1986 brachte er seine Anteile an der Inspectorate sowie diejenigen an der ACMV und der SCI (Swiss Cantobank International) in die Omni Holding AG ein. Dadurch entstand eine grosse Gesellschaft mit einem bald kaum mehr �berblickbaren Geflecht von Tochtergesellschaften und einem Aktienkapital von 425 Millionen Franken, das sich in den folgenden Jahren st�ndig vergr�sserte. Daneben bestanden zahlreiche private Firmen von Werner K. Rey, die zum grossen Teil im Offshore-Bereich angesiedelt waren. Schliesslich brach das sogenannte "Rey-Imperium" zusammen.
-- von der Anschuldigung des gewerbsm�ssigen Betruges, angeblich begangen im Dezember 1986 zum Nachteil der
--- Z�rcher Kantonalbank;
-- von der Anschuldigung der Urkundenf�lschung, angeblich begangen durch das Erstellen eines Schreibens vom 7. April 1986;
-- von der Anschuldigung des betr�gerischen Konkurses, angeblich begangen im September 1991 durch Verheimlichung der ihm zustehenden Forderung "Simkins Partnership".
- Werner K. Rey wird schuldig erkl�rt
-- der mehrfachen Urkundenf�lschung, begangen durch
--- das Veranlassen der Erstellung einer falschen Gewinn- und Verlustrechnung der Inspectorate International SA f�r das Jahr 1985 im April 1986,
-- des mehrfachen betr�gerischen Konkurses, begangen, indem er zum Nachteil seiner Gl�ubiger sein Verm�gen zum Scheine verminderte,
--- am oder nach dem 4. September 1991, indem er die ihm zustehenden Anspr�che auf Aktien der Anglo Bahamian Bank Ltd. gegen�ber der ausseramtlichen Konkursverwaltung verheimlichte,
--- nach dem 4. September 1991, indem er eine ihm zustehende Forderung der Semifora AG gegen�ber der ausseramtlichen Konkursverwaltung verheimlichte.
C.- Gegen dieses Urteil erkl�rten sowohl Werner K.
Rey als auch die Staatsanwaltschaft des Kantons Bern die Appellation.
--- Z�rcher Kantonalbank (Dispositiv Ziff. II/1);
-- von der Anschuldigung der Urkundenf�lschung, angeblich begangen
--- durch das Veranlassen der Erstellung einer falschen Gewinn- und Verlustrechnung der Inspectorate International SA f�r das Jahr 1985 im April 1986 (Dispositiv Ziff. II/2).
-- der Urkundenf�lschung, begangen durch das Veranlassen der Erstellung einer falschen Pro-forma-Bilanz und Erfolgsrechnung der Omni Holding AG per
30. September 1986 im November 1986 (Dispositiv Ziff. III/2),
--- nach dem 4. September 1991, indem er die ihm zustehende Forderung "Simkins Partnership" gegen�ber der ausseramtlichen Konkursverwaltung verheimlichte,
--- nach dem 4. September 1991, indem er die ihm zustehenden Anspr�che auf Aktien der Anglo Bahamian Bank Ltd. gegen�ber der ausseramtlichen Konkursverwaltung verheimlichte,
--- nach dem 4. September 1991, indem er eine ihm zustehende Forderung der Semifora AG gegen�ber der ausseramtlichen Konkursverwaltung verheimlichte (Dispositiv Ziff. III/3).
D.- Werner K. Rey f�hrt staatsrechtliche Beschwerde und beantragt, der Entscheid des Kassationshofes vom 14. Juni 2000 sei aufzuheben und das Gericht anzuweisen, ihn vollumf�nglich freizusprechen. Das Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde sei mit demjenigen der eidgen�ssischen Nichtigkeitsbeschwerde zu vereinigen.
1.- a) Die staatsrechtliche Beschwerde ist - mit hier nicht in Betracht fallenden Ausnahmen - kassatorischer Natur (BGE 126 III 524 S. 526). Soweit der Beschwerdef�hrer eine "Anweisung" an den Kassationshof des Kantons Bern verlangt, ist darauf nicht einzutreten.
b) Der Antrag, das vorliegende Verfahren sei mit demjenigen der eidgen�ssischen Nichtigkeitsbeschwerde zu vereinigen (Beschwerde S. 50), ist abzuweisen.
Eine solche Vereinigung ist im Gesetz nicht vorgesehen, und es ist aus der insoweit nicht begr�ndeten Beschwerde auch nicht ersichtlich, inwieweit eine Vereinigung n�tzlich oder gar notwendig sein k�nnte.
c) Der Beschwerdef�hrer r�gt verschiedentlich, die kantonalen Beh�rden seien in Willk�r verfallen (vgl.
die nachstehenden Erw�gungen).
Soweit sich der Beschwerdef�hrer in diesem Zusammenhang mehrfach auf den Grundsatz "in dubio pro reo" bezieht, gen�gt es, auf BGE 127 I 38 E. 2, 124 IV 86 E. 2a und 120 Ia 31 zu verweisen. Der Kassationshof hat den Grundsatz nicht in seiner Funktion als Beweislastregel verletzt, und im �brigen ist das Bundesgericht auf eine Willk�rpr�fung beschr�nkt.
Willk�r im Sinne von Art. 9 BV liegt nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nur vor, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist, mit der tats�chlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderl�uft. Demgegen�ber liegt noch keine Willk�r vor, wenn eine andere L�sung ebenfalls vertretbar erscheint (BGE 123 I 1 E. 4a, 121 I 113 E. 3a).
Gem�ss Art. 90 Abs. 1 lit. b OG hat der Beschwerdef�hrer darzutun und zu belegen, dass und inwieweit der angefochtene Entscheid nicht nur aus seiner Sicht unrichtig, sondern �berdies willk�rlich im oben umschriebenen Sinn ist. Soweit die Beschwerde dieser Anforderung nicht gen�gt, sondern sich in Kritik ersch�pft, die nur im Rahmen einer Appellation vorgebracht werden k�nnte, ist darauf nicht einzutreten.
Im Folgenden befasst sich das Bundesgericht nur mit den Vorbringen, die den Anforderungen einer staatsrechtlichen Beschwerde gen�gen. Alle �brigen Vorbringen sind unzul�ssig.
d) Mit der subsidi�ren staatsrechtlichen Beschwerde kann - mit hier nicht in Betracht fallenden Ausnahmen - nur geltend gemacht werden, dass der angefochtene Entscheid die verfassungsm�ssigen Rechte der B�rger verletze (Art. 84 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 OG).
Die Verletzung des �brigen eidgen�ssischen Rechts ist mit Nichtigkeitsbeschwerde vorzubringen (Art. 269 BStP).
Soweit der Beschwerdef�hrer in der staatsrechtlichen Beschwerde Fragen aufwirft, die er mit Nichtigkeitsbeschwerde h�tte aufwerfen sollen, ist darauf nicht einzutreten.
2.- Der Beschwerdef�hrer r�gt, das Akkusationsprinzip sei in zwei Punkten verletzt worden (Beschwerde S. 2 - 4), und macht damit sinngem�ss eine Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV (rechtliches Geh�r) geltend.
Nach dem Anklagegrundsatz bestimmt die Anklage den Gegenstand des Gerichtsverfahrens. Sie hat die dem Angeklagten zur Last gelegten Straftaten in ihrem Sachverhalt so pr�zis zu umschreiben, dass die Vorw�rfe gen�gend konkretisiert sind (Umgrenzungsfunktion). Zum anderen vermittelt sie dem Angeschuldigten die f�r die Durchf�hrung des Verfahrens und die Verteidigung notwendigen Informationen (Informationsfunktion). Gegenstand des gerichtlichen Verfahrens k�nnen mithin nur Sachverhalte sein, die dem Angeklagten in der Anklageschrift vorgeworfen werden. Das Gericht ist an die Anklage gebunden, d.h. es darf dem Gerichtsverfahren und dem Urteil �ber Schuld und Unschuld nur den in der Anklage enthaltenen Grundsachverhalt, der in der Umschreibung eines bestimmten Lebensvorganges besteht, zugrunde legen. Der Angeklagte muss wissen, wessen er beschuldigt ist, damit er in den Stand gesetzt wird, seine Verteidigung vorzubereiten, und nicht Gefahr l�uft, in der Hauptverhandlung mit neuen Anschuldigungen �berrascht zu werden, zu denen er sich weder �ussern noch Beweise bezeichnen konnte (BGE 126 I 19 E. 2a, 120 IV 348 E. 2b und c; Hauser/Schweri, Schweizerisches Strafprozessrecht,
4. Auflage 1999, � 50 N 6 und 7).
a) Der erste Punkt betrifft den Schuldspruch wegen versuchten Betruges zum Nachteil der Kantonalbank von Bern.
Der Kassationshof stellt dazu unter Hinweis auf das erstinstanzliche Urteil des Wirtschaftsstrafgerichts (WSG) fest, dem Beschwerdef�hrer werde im �berweisungsbeschluss zumindest implizit vorgeworfen, er habe den mit 10'297'120 Franken ausgewiesenen Reingewinn der Inspectorate f�r das Jahr 1985 dadurch manipuliert, dass er insgesamt 5,7 Millionen Franken von seinen eigenen Konten in die Inspectorate habe fliessen lassen und dies durch die angeblich mit unabh�ngigen Dritten geschlossenen Gesch�fte Vernate und Petrobras getarnt habe; mit der in dieser Weise vorgelegten Jahresrechnung, versehen mit dem Testat der DHS (Kontrollstelle), seien die Verantwortlichen der Berner Kantonalbank get�uscht und veranlasst worden, am Going Public der Inspectorate teilzunehmen, wodurch die Berner Kantonalbank einen Verm�gensschaden erlitten habe (angefochtener Entscheid S. 47).
Der Beschwerdef�hrer macht geltend, der �berweisungsbeschluss schweige sich zu den Einzelheiten, weswegen der Reingewinn falsch sei, aus und nenne die beiden angeblich fiktiven Gesch�fte Petrobras und Vernate im Zusammenhang mit dem angeblichen Betrug in Sachen Inspectorate nicht (Beschwerde S. 3).
Die R�ge ist offensichtlich unbegr�ndet. Das WSG zitiert den Wortlaut des �berweisungsbeschlusses.
Unter I wird dort der Vorwurf des Betruges und unter A der Fall Inspectorate International S.A. abgehandelt.
Unter Ziff. 1 werden die dem Beschwerdef�hrer im Einzelnen angelasteten Handlungen geschildert, und unter anderem wird ihm vorgeworfen, im Jahresabschluss 1985 sei wahrheitswidrig angegeben worden, "dass die als Ertr�ge ausgewiesenen Einkommen der Vernate S.A. und Yaxian Company NV (i) aus echten Gesch�ftsvorf�llen (ii) mit unabh�ngigen Dritten stammten, die nicht mit Inspectorate International S.A. oder Werner K. Rey verbunden waren" (vgl. Urteil WSG S. 99/100). Das Gesch�ft Yaxian wurde durch die kantonalen Richter in der Folge mit Petrobras bezeichnet (vgl. Urteil WSG S. 102). Die beiden Gesch�fte sind im �berweisungsbeschluss also ausdr�cklich aufgef�hrt, und es ist nicht ersichtlich, inwieweit es dem Beschwerdef�hrer nicht m�glich gewesen sein sollte, sich gegen die gegen ihn erhobenen Vorw�rfe zur Wehr zu setzen.
Mit Schreiben vom 14. Mai 1999 ersuchte der Verteidiger des Beschwerdef�hrers den Pr�sidenten des WSG denn auch nur, im Sinne der Rechtssicherheit den Parteien mitzuteilen, dass alle im �berweisungsbeschluss nicht genannten Themen nicht Prozessgegenstand seien; der Verteidiger bezog sich insbesondere auf die Frage, ob nicht nur die beiden Gesch�fte Vernate und Petrobras, sondern auch die �brigen im Gutachten Stenz genannten Gesch�fte (wie Meridian, Columbus Circle etc.) Prozessgegenstand seien oder nicht (Urteil WSG S. 30). Das Gericht beschloss in diesem Sinn am 19. Mai 1999, dass �ber die F�lle Columbus Circle, Meridian, Fomiba etc.
(d.h. alle im Gutachten Stenz vom 20. Oktober 1997 neben den F�llen Vernate und Petrobras noch erw�hnten Gesch�fte), die weder ausgeliefert noch �berwiesen worden seien, nicht Beweis gef�hrt werde (Urteil WSG S. 31). Es steht folglich mit aller Deutlichkeit fest, dass sich der Beschwerdef�hrer �ber die gegen ihn erhobenen Vorw�rfe im Klaren war.
b) Der zweite Punkt betrifft den Schuldspruch wegen Urkundenf�lschung. Dem Beschwerdef�hrer wird vorgeworfen, er habe im November 1986 die Erstellung einer falschen Pro-forma-Bilanz und Erfolgsrechnung der Omni Holding AG per 30. September 1986 veranlasst.
Der Kassationshof pr�ft in diesem Zusammenhang unter anderem die Anschuldigung, beim Verkauf der RZ-Holding AG von der Omni als Verk�uferin an die Omni Finance (Cayman Islands) Ltd. als K�uferin vom 31. Dezember 1986 habe es sich um ein fiktives Gesch�ft gehandelt, dessen Verbuchung in der Zwischenbilanz per
30. September 1986 nicht gerechtfertigt gewesen sei (angefochtener Entscheid S. 106).
Der Beschwerdef�hrer macht als Verletzung des Akkusationsprinzips geltend, der Verkauf der RZ-Holding sei im �berweisungsbeschluss mit keiner Silbe erw�hnt worden (Beschwerde S. 4).
Unter II wird im �berweisungsbeschluss der Vorwurf der Urkundenf�lschung und unter B der Fall Omni Holding AG abgehandelt. In der hier interessierenden Ziff. 3 wird der Verkauf der RZ-Holding tats�chlich nicht ausdr�cklich erw�hnt (vgl. Urteil WSG S. 290/291).
Im �berweisungsbeschluss wird dem Beschwerdef�hrer jedoch unter anderem vorgeworfen, die Pro-forma-Bilanz und Erfolgsrechnung der Omni Holding AG f�r die neun Monate bis 30. September 1986 h�tten wahrheitswidrig "(iv) einen Reingewinn von Fr. 2'276'356.-- f�r die neun Monate bis 30. September 1986" enthalten (Urteil WSG S. 291). Ein fr�herer interner Abschluss ("Rekapitulation" bzw. "2. Fassung") hatte demgegen�ber noch einen Verlust von rund 8,85 Millionen Franken ausgewiesen (angefochtener Entscheid S. 95, Urteil Wirtschaftsstrafgericht S. 297). Aus einem Protokoll der Sitzung der Gesch�ftsleitung ergeben sich die drei Transaktionen, "mittels derer der Verlust von 8,785 Mio. CHF in einen Periodengewinn von 2,34 Mio. CHF 'bereinigt' werden sollte ... , n�mlich � Ver�usserung der R.Z. Holding an die Omni Finance Ltd. ... , � Aufl�sung von R�ckstellungen aufgrund des Verkaufs wertberichtigungsbed�rftiger Forderungen der Omni an den Angeschuldigten pers�nlich ..., � Umrechnung von Forderungen der Omni gegen den Angeschuldigten von USD in CHF nicht zum Tageskurs" (angefochtener Entscheid S. 96/97). Der zweite und dritte Punkt sind ausdr�cklich unter (ii) und (iii) im �berweisungsbeschluss enthalten (Urteil WSG S. 290), wenn auch einzur�umen ist, dass (ii) klarer h�tte gefasst werden k�nnen. Das WSG stellt folglich zu Recht fest, aus der Tatsache, dass dem Beschwerdef�hrer eine Korrektur des urspr�nglichen Verlustes auf einen Gewinn von 2,27 Millionen Franken zur Last gelegt werde, sei zu schliessen, dass nebst den beiden ausdr�cklich im �berweisungsbeschluss erw�hnten Manipulationen (Aufl�sung von R�ckstellungen: 4,5 Millionen Franken; Umrechnung zu einem fiktiven Kurs: 3,36 Millionen Franken) auch diejenige der Ausweisung eines fiktiven Gewinns aus dem Verkauf der R.Z. Holding an die Omni Finance AG von 5 Millionen Franken �berwiesen worden sei, denn nur so lasse sich die Korrektur des Verlustes von 8,85 Millionen Franken auf den im �berweisungsbeschluss erw�hnten Gewinn von 2,27 Millionen Franken erkl�ren (vgl. Urteil WSG S. 294).
Es mag sein, dass der �berweisungsbeschluss in diesem Punkt etwas deutlicher h�tte abgefasst werden k�nnen. Aber es kann dennoch keinem Zweifel unterliegen, dass dem Beschwerdef�hrer die Zusammenh�nge bekannt waren. Bezeichnenderweise hat er denn auch weder vor der noch vorfrageweise an der Hauptverhandlung bem�ngelt, der �berweisungsbeschluss m�sse in Bezug auf die Vorw�rfe im Zusammenhang mit der Omni pr�zisiert werden, so wie er es im Zusammenhang mit den Vorw�rfen betreffend die Inspectorate ausdr�cklich getan hat (vgl. oben lit. a und Urteil WSG S. 27 - 33, 36). Auch in diesem Punkt war es ihm offensichtlich m�glich, sich gegen die Vorw�rfe, die gegen ihn erhoben wurden, zu verteidigen.
3.- Der Beschwerdef�hrer r�gt in zwei Punkten angebliche Verst�sse gegen das Spezialit�tsprinzip (Beschwerde S. 4 - 6).
a) Zun�chst macht er geltend, es seien in Bezug auf den Inhalt des Spezialit�tsvorbehalts aktenwidrige Feststellungen getroffen worden (Beschwerde S. 4/5).
Der Kassationshof f�hrt aus, entgegen der vom Beschwerdef�hrer vertretenen Auffassung erscheine es nicht als naheliegend, dass die Aufforderung des Aussenministeriums der Bahamas an die schweizerische Botschaft betreffend die Zusicherung, der Beschwerdef�hrer werde nach der Auslieferung nur hinsichtlich der in den Haftbefehlen vom 6. und 11. M�rz 1996 erw�hnten Anschuldigungen verfolgt, so zu verstehen w�re, "dass die Auslieferung f�r den Fall eines Widerspruchs zwischen der Liste im Anhang der Auslieferungsverf�gung und dieser Haftbefehle f�r die in diesen (Haftbefehlen) erw�hnten Sachverhalte bewilligt worden w�re"; in erster Linie sei davon auszugehen, dass die Bahamas die Auslieferung des Beschwerdef�hrers f�r s�mtliche in der Liste im Anhang zur Auslieferungsverf�gung erw�hnten Sachverhalte bewilligt h�tten (angefochtener Entscheid S. 29).
Der Beschwerdef�hrer bringt dagegen vor, gem�ss dem Wortlaut der Noten Nr. 469 der Bahamas vom 29. Mai 1998 und Nr. 12/98 der schweizerischen Botschaft vom selben Tag sei kein Interpretationsspielraum m�glich und er d�rfe ausschliesslich wegen den in den Begr�ndungen der beiden Haftbefehle vom 6. und 11. M�rz 1996 aufgef�hrten Einzelheiten verfolgt werden (Beschwerde S. 5).
Es kann offen bleiben, ob und inwieweit auf die R�ge im vorliegenden Verfahren �berhaupt eingetreten werden kann. Sie ist offensichtlich unbegr�ndet, und jedenfalls kann von einer Aktenwidrigkeit nicht die Rede sein.
Nach den Feststellungen des WSG bewilligte die Aussenministerin der Bahamas am 28. Mai 1998 die Auslieferung des Beschwerdef�hrers gest�tzt auf das Urteil des Privy Council vom 2. April 1998. Die Aussenministerin formulierte in ihrem Auslieferungsentscheid 19 bahamaische Charges, die den ausgelieferten Sachverhalt f�r die Schweizer Gerichte bindend umschreiben (Urteil WSG S. 19/20). Es ist offensichtlich, dass auf diese Charges abzustellen ist.
Was die Note Nr. 469 der Bahamas betrifft, f�hrt das WSG aus, damit habe das Aussenministerium zun�chst den Entscheid des Privy Council best�tigt, wonach die "authorities to proceed" zwei und drei, die gest�tzt auf zwei aus formellen Gr�nden zus�tzlich eingereichte Haftbefehle vom 24. und 28. Mai bzw.
23. Juli 1996 erlassen wurden, bloss von akademischem Interesse seien (vgl. dazu Urteil WSG S. 56/57); daher h�tten die bahamaischen Beh�rden unter Berufung auf das Spezialit�tsprinzip von den schweizerischen Beh�rden die Zusicherung verlangt, dass der Beschwerdef�hrer ausschliesslich auf der Basis der in den zwei Haftbefehlen vom 11. und 6. M�rz 1996 aufgelisteten Umst�nde (und nicht gest�tzt auf die Umst�nde aus den beiden anderen Haftbefehlen) beurteilt werde; in der Beilage zur Note 469 sei denn auch der Auslieferungsentscheid der Aussenministerin mit der Liste der 19 Charges �bermittelt worden; die schweizerische Botschaft habe die verlangte Zusicherung noch mit Schreiben vom gleichen Tag abgegeben (Urteil WSG S. 57/58). Auch aus der Note Nr. 469 ergibt sich folglich nichts anderes, als dass auf die Charges der Aussenministerin abzustellen ist.
b) Soweit der Beschwerdef�hrer unter Hinweis auf ein angebliches Antwortschreiben des Aussenministeriums der Bahamas vom 16. Juni 1998 an seinen damaligen bahamaischen Anwalt belegen will, dass er gest�tzt auf diese Best�tigung des Aussenministeriums ein berechtigtes Vertrauen "in den klaren und unzweideutigen Wortlaut" der Note Nr. 469 gehabt habe (Beschwerde S. 6), ist darauf von vornherein nicht einzutreten.
Zwar reicht er das Schreiben seines Anwalts vom 28. Mai 1998 ein (Beilage 6), aber er unterl�sst es, das Antwortschreiben des Aussenministeriums, auf welches er sich st�tzt, ebenfalls einzureichen. Folglich stellt sein Zitat in der staatsrechtlichen Beschwerde eine blosse Behauptung dar, und auf solche blosse Behauptungen ist gem�ss dem oben in E. 1c Gesagten im Rahmen einer staatsrechtlichen Beschwerde nicht einzutreten.
Dazu kommt, dass nicht einzusehen ist, inwieweit der Beschwerdef�hrer in ein blosses Schreiben des Aussenministeriums an seinen Anwalt ein besonderes Vertrauen h�tte haben d�rfen, nachdem zuvor ein formelles Auslieferungsverfahren durchgef�hrt und durch alle bahamaischen Instanzen und schliesslich noch durch einen Entscheid des Privy Council zum rechtskr�ftigen Abschluss gebracht worden ist.
Der Anwalt des Beschwerdef�hrers hat denn auch �berdies am 14. Dezember 1998 eine weitere "Best�tigung" des Aussenministeriums eingeholt, die "von einem Luther E. Smith" unterzeichnet worden ist (vgl. Urteil WSG S. 58/59). In der Folge entliess das Aussenministerium Luther E. Smith und zog die "Best�tigung" zur�ck, weil sie "ohne Erm�chtigung" erlassen worden sei (vgl. Urteil WSG S. 60). Dies zeigt, dass kein Grund daf�r besteht, auf irgendein "Schreiben des Aussenministeriums" besonderes Vertrauen zu setzen.
4.- Der Beschwerdef�hrer macht geltend, die Vorinstanz sei bei der Beweisw�rdigung in Willk�r verfallen (Beschwerde S. 7 - 21).
a) Zun�chst geht es um das oben in E. 2a bereits erw�hnte Gesch�ft Vernate.
Der Kassationshof hat sich dazu ge�ussert, worauf hier verwiesen werden kann (vgl. angefochtener Entscheid S. 47 - 56; s. auch Urteil WSG S. 114 - 139). Er kommt zum Schluss, dass es sich beim Vernate-Vertrag nicht um ein reales Gesch�ft gehandelt habe und dass es auch nicht mit einem unabh�ngigen Dritten bzw. zu Drittbedingungen abgeschlossen worden sei; es sei erwiesen, dass ein simuliertes Gesch�ft vorliege, mit dem bezweckt worden sei, einen �-fonds-perdu Zuschuss �ber 2,5 Millionen Franken des Beschwerdef�hrers an die Inspectorate zu verdecken, um den Gewinn der Inspectorate per 1985 entsprechend zu erh�hen (angefochtener Entscheid S. 56).
Die Ausf�hrungen des Beschwerdef�hrers zu diesem Punkt ersch�pfen sich in einer sehr weitschweifigen appellatorischen Kritik am angefochtenen Entscheid (vgl.
Beschwerde S. 7 - 17), was nach dem oben in E. 1c Gesagten im Rahmen einer staatsrechtlichen Beschwerde unzul�ssig ist.
In einem Punkt, in dem er sich auf eine Aktenstelle st�tzt, behauptet der Beschwerdef�hrer beispielsweise, der Kassationshof habe die Aussagen von Dr. Jean-Marc Vuille aktenwidrig und damit willk�rlich gew�rdigt (Beschwerde S. 7/8). Dass von Willk�r oder Aktenwidrigkeit keine Rede sein kann, ergibt sich jedoch ohne weiteres einerseits aus den diesbez�glichen Erw�gungen des Kassationshofes (vgl. angefochtener Entscheid S. 50/51 und 55) und andererseits aus den entsprechenden Ausf�hrungen des Beschwerdef�hrers selber (vgl. Beschwerde S. 8).
b) Im zweiten Punkt geht es um das oben in E. 2a ebenfalls bereits erw�hnte Gesch�ft Petrobras.
Der Kassationshof hat sich auch dazu ge�ussert, worauf hier verwiesen werden kann (vgl. angefochtener Entscheid S. 56 - 67; s. auch Urteil WSG S. 139 - 174).
Er kommt zum Schluss, die Vertr�ge seien auch in diesem Punkt fiktiver Natur gewesen und die Inspectorate w�re selbst, wenn es sich um ein reales Gesch�ft gehandelt h�tte, nicht berechtigt gewesen, den Betrag von 1,6 Millionen US-Dollar als Ertrag aus dem Petrobras-Gesch�ft in der Erfolgsrechnung 1985 zu verbuchen; mit seinem Vorgehen sei es dem Beschwerdef�hrer gelungen, per
31. Dezember 1985 einen verdeckten Aktion�rszuschuss zu leisten, mit welchem die Erfolgsrechnung um den Betrag von 3,2 Millionen Franken verbessert worden sei (vgl.
angefochtener Entscheid S. 66/67).
Der Beschwerdef�hrer macht - soweit seine Ausf�hrungen geh�rt werden k�nnen - geltend, tats�chlich habe die Inspectorate im Fall Petrobras eine reale Leistung erbracht (Stellung einer Garantie) und daf�r eine Gegenleistung (Zahlung von mindestens 1,6 Millionen US-Dollar) zu gut gehabt; entgegen der aktenwidrigen Feststellung des Kassationshofes habe es sich deshalb nicht um einen Aktion�rszuschuss gehandelt (vgl. Beschwerde S. 17/18).
Was aktenwidrig ist, widerspricht den Akten.
Der Beschwerdef�hrer unterl�sst es jedoch zu sagen, aus welcher Aktenstelle sich die von ihm behauptete Aktenwidrigkeit ergeben soll. Folglich kann auf sein Vorbringen nicht eingetreten werden.
c) Der Kassationshof stellt im Zusammenhang mit den soeben unter lit. a und b behandelten Vorg�ngen fest, Walter Fl�ckiger (von der Berner Kantonalbank) sei �ber die Tatsache get�uscht worden, dass der ausgewiesene Reingewinn (der Inspectorate) von 10,2 Millionen Franken im Umfang von (insgesamt) 5,7 Millionen Franken durch verdeckte Aktion�rszusch�sse des Beschwerdef�hrers zustande gekommen und nicht von der Inspectorate (namentlich nicht mittels der Scheingesch�fte Vernate und Petrobras) erwirtschaftet worden sei (angefochtener Entscheid S. 69).
Der Beschwerdef�hrer macht geltend, der Kassationshof habe willk�rlich angenommen, Walter Fl�ckiger sei get�uscht worden, da einerseits seinerzeit eine erfolgswirksame Verbuchung von Aktion�rszusch�ssen zul�ssig gewesen und anderseits im konkreten Fall in der Erfolgsrechnung gar nicht zum Ausdruck gebracht worden sei, es handle sich beim Ertrag ausschliesslich um einen erwirtschafteten Ertrag (vgl. Beschwerde S. 19).
Soweit damit angedeutet wird, das Vorgehen des Beschwerdef�hrers sei zul�ssig gewesen, ist darauf nach dem oben in E. 1d Gesagten nicht einzutreten, da das Vorbringen im Rahmen einer staatsrechtlichen Beschwerde unzul�ssig ist.
Im vorliegenden Verfahren kann nur die Frage aufgeworfen werden, ob der Beschwerdef�hrer Walter Fl�ckiger get�uscht hat oder nicht. Der Kassationshof hat diese Frage bejaht, und aus den Ausf�hrungen in der Beschwerde, die zu allgemein gehalten und nicht belegt sind, sowie aus dem Hinweis darauf, dass Walter Fl�ckiger Bankdirektor war, ergibt sich noch nicht, dass die Feststellung des Kassationshofes, der Beschwerdef�hrer habe den Bankdirektor get�uscht, willk�rlich w�re.
d) Der Kassationshof stellt weiter fest, durch die (oben unter lit. c behandelte) T�uschung sei bei Walter Fl�ckiger die irrige Vorstellung erweckt worden, die Jahresrechnung sei nach den anerkannten Buchhaltungsvorschriften erstellt worden und widerspiegle die wirtschaftliche Lage der Inspectorate (angefochtener Entscheid S. 73).
Wenn nach dem oben unter lit. c Gesagten davon auszugehen ist, Walter Fl�ckiger sei get�uscht worden, ist auf die Beschwerde in diesem Punkt - mangels zus�tzlicher Argumente - nicht einzutreten (vgl. Beschwerde S. 19).
e) In Bezug auf den subjektiven Tatbestand (des oben in den lit. a - d behandelten Falles) stellt der Kassationshof fest, der Umstand, dass der Beschwerdef�hrer seine Aktion�rszusch�sse durch fiktive Gesch�fte getarnt habe, zeige, dass er den Vorsatz gehabt habe, die Verantwortlichen der DHS und der Syndikatsbanken �ber die H�he des erwirtschafteten Ertrags der Inspectorate zu t�uschen und die genannten Personen in einen entsprechenden Irrtum zu versetzen; er sei sich dabei bewusst gewesen, dass aus der dermassen pr�sentierten Erfolgsrechnung (vor dem Hintergrund der in den Buchhaltungsunterlagen als real dargestellten Scheingesch�fte Vernate und Petrobras) ein zu hoher erwirtschafteter Ertrag hervorgegangen sei und dies f�r den Entscheid der Banken, beim Going Public mitzumachen, eine gewisse Bedeutung haben w�rde, so dass der Vorsatz auch in Bezug auf den Kausalzusammenhang zwischen T�uschung und Verm�gensverf�gung zu bejahen sei; schliesslich habe er damit rechnen m�ssen, dass seine T�uschung auffliegen k�nnte, was ein Sinken der Aktienkurse und entsprechende Verm�genssch�digungen zur Folge gehabt h�tte (angefochtener Entscheid S. 80).
Die Ausf�hrungen des Beschwerdef�hrers zu diesem Punkt ersch�pfen sich in appellatorischer Kritik am angefochtenen Entscheid oder betreffen keine Fragen, die mit staatsrechtlicher Beschwerde vorgebracht werden k�nnen (vgl. Beschwerde S. 19/20), worauf nach dem oben in E. 1c und 1d Gesagten nicht einzutreten ist.
f) Dem Beschwerdef�hrer war von der Anklagebeh�rde vorgeworfen worden, er habe nicht nur Walter Fl�ckiger von der Kantonalbank, sondern �berdies Hanspeter F�gli von der Kontrollstelle DHS arglistig get�uscht.
Der Kassationshof f�hrt dazu aus, Hanspeter F�gli habe keine Verf�gungsgewalt �ber das Verm�gen der am Going Public beteiligten Banken gehabt, weshalb offen gelassen werden k�nne, ob er arglistig get�uscht worden sei (angefochtener Entscheid S. 69).
Der Beschwerdef�hrer macht unter Hinweis auf Art. 309 StrV/BE geltend, der Kassationshof habe in diesem Punkt willk�rlich einen (ausdr�cklichen) Freispruch in Bezug auf die angebliche T�uschung von Hanspeter F�gli verweigert (Beschwerde S. 21).
Davon kann nicht die Rede sein. Gem�ss Art. 309 Abs. 1 StrV/BE lautet das Endurteil in der Hauptsache auf Freispruch oder Schuldigerkl�rung mit oder ohne Rechtsfolgen. Dem Beschwerdef�hrer war im �berweisungsbeschluss unter I/A/1, also in einer einzigen Anklageziffer, eine einzige strafbare Handlung vorgeworfen worden, n�mlich ein Betrug zum Nachteil eines Bankenkonsortiums; in diesem Zusammenhang habe er sowohl Hanspeter F�gli von der DHS als auch Walter Fl�ckiger von der Berner Kantonalbank arglistig get�uscht und dadurch erreicht, dass das Bankenkonsortium mit der Berner Kantonalbank als Syndikatsbank gesch�digt worden sei (vgl. Urteil WSG S. 99/100). Dass die angebliche T�uschung von Hanspeter F�gli hinsichtlich des Betrugsvorwurfes insoweit irrelevant ist, als Hanspeter F�gli keine Verf�gungsgewalt �ber das Verm�gen der am Going Public beteiligten Banken gehabt hat, �ndert daran nichts, dass der Beschwerdef�hrer in diesem Punkt des versuchten Betruges zum Nachteil der Berner Kantonalbank schuldig gesprochen worden ist. Folglich musste in Bezug auf die angebliche T�uschung von Hanspeter F�gli auch kein separater Freispruch erfolgen.
5.- Der Kassationshof spricht den Beschwerdef�hrer im Zusammenhang mit den Vorf�llen um die Omni Holding AG der Urkundenf�lschung schuldig. Das Gericht wirft ihm vor, er habe veranlasst, dass eine falsche Pro-forma-Bilanz und Erfolgsrechnung per 30. September 1986 erstellt worden sei (s. auch oben E. 2b).
Der Beschwerdef�hrer �ussert sich ausf�hrlich zum Omni/Review-Bericht (vgl. Beschwerde S. 21 - 38).
Einmal mehr ersch�pfen sich seine weitschweifigen Ausf�hrungen in appellatorischer Kritik oder betreffen Fragen, die mit staatsrechtlicher Beschwerde nicht vorgebracht werden k�nnen. Nirgendwo ist unter Angabe entsprechender Belegstellen ersichtlich, welche genau bezeichnete Stelle im angefochtenen Entscheid aus welchem Grund offensichtlich unhaltbar, klar widerspr�chlich oder aktenwidrig sein k�nnte. Nach dem oben in E. 1c und 1d Gesagten ist in diesem Punkt auf die Beschwerde vollumf�nglich nicht einzutreten.
6.- a) Im Zusammenhang mit dem Schuldspruch wegen betr�gerischen Konkurses wirft der Kassationshof dem Beschwerdef�hrer erstens vor, er habe zum Nachteil seiner Gl�ubiger sein Verm�gen zum Schein vermindert, indem er das ihm zustehende Guthaben von �ber einer Million Franken bei der Himawari Anstalt (die sp�ter in Lattimore Anstalt umbenannt wurde und deren Organ Rechtsanwalt Dr. Walter K�nig war), mithin die sogenannte Forderung "Simkins Partnership", gegen�ber der ausseramtlichen Konkursverwaltung verheimlicht habe (vgl. angefochtener Entscheid S. 157, 167).
Die Beschwerde gen�gt auch in diesem Punkt zur Hauptsache von vornherein den Voraussetzungen einer staatsrechtlichen Beschwerde nicht (vgl. Beschwerde S. 39 - 42), weshalb darauf nicht einzutreten ist.
b) Konkret beruft sich der Beschwerdef�hrer einzig auf ein Schreiben von Rechtsanwalt Dr. Walter K�nig vom 23. August 1991 (Beschwerde S. 40, Beilage 8).
Der Kassationshof pr�ft in diesem Zusammenhang die Frage, ob dem Beschwerdef�hrer anl�sslich seiner Erkl�rungen gegen�ber den Konkursbeh�rden sein Guthaben bei der Himawari (Lattimore) Anstalt bewusst war oder nicht (angefochtener Entscheid S. 164).
Der Beschwerdef�hrer machte im kantonalen Verfahren geltend, er habe nur zu Rechtsanwalt Dr.
Walter K�nig eine Verbindung gehabt, und dieser habe anl�sslich der Beendigung des Mandatsverh�ltnisses im M�rz/April 1991 eine Schlussabrechnung erstellt, weshalb er - der Beschwerdef�hrer - danach davon ausgegangen sei, dass er bei Rechtsanwalt Dr. Walter K�nig und bei den Gesellschaften von dessen Anwaltskanzlei �ber kein Guthaben mehr verf�ge (vgl. angefochtener Entscheid S. 164).
Der Beschwerdef�hrer reichte in kantonalen Verfahren diese behauptete Schlussabrechnung von Rechtsanwalt Dr. Walter K�nig nicht ein, "ohne hierf�r eine vern�nftige Erkl�rung abzugeben", weshalb der Kassationshof festh�lt, ein solches Verhalten, "welches vor allem angesichts der oben bereits wiederholt festgestellten Vorspiegelung von Kooperationsbereitschaft erhebliche Zweifel am Bestehen einer derartigen Schlussabrechnung weckt", erscheine umso weniger verst�ndlich, als sich das Einreichen dieser Schlussabrechnung doch nur zu Gunsten des Beschwerdef�hrers h�tte auswirken k�nnen (angefochtener Entscheid S. 165).
Rechtsanwalt Dr. Walter K�nig hat im vom Beschwerdef�hrer im vorliegenden Verfahren dem Bundesgericht eingereichten Schreiben vom 23. August 1991 gegen�ber dem Betreibungsamt Z�rich best�tigt, der Beschwerdef�hrer habe "keine Forderungen, Guthaben, Dividenden- oder Verwaltungsratshonoraranspr�che, Honoraranspr�che f�r Beratungst�tigkeit, Guthaben und Anspr�che aus dem W.K. Rey Trust gegen mich" (Beilage 8 zur Beschwerde).
Es kann offen bleiben, wie es sich mit dieser Erkl�rung von Rechtsanwalt Dr. Walter K�nig (und mit der vom Beschwerdef�hrer zus�tzlich behaupteten Umkehrung der Beweislast zu seinen Ungunsten) verh�lt.
Entscheidend sind zwei andere Feststellung des Kassationshofes, in Bezug auf die der Beschwerdef�hrer keine Willk�r darzutun vermag.
Der Kassationshof stellt erstens �berzeugend fest, mit Blick auf die besonderen F�higkeiten des Beschwerdef�hrers und den Umstand, dass ohne seine Veranlassung oder zumindest Billigung grunds�tzlich keine wesentliche Transaktion im "Rey-Imperium" vorgenommen worden sei, verm�ge seine Behauptung nicht zu �berzeugen, dass er wegen der angeblichen Schlussabrechnung von Rechtsanwalt Dr. Walter K�nig das Ausstehen seines mehr als eine Million Franken ausmachenden Guthabens bei der Himawari (Lattimore) Anstalt nicht bemerkt habe, zumal von ihm selber festgestellt worden sei, sein Verm�gen im Jahr 1991 sei "nicht mehr so gross" gewesen", weshalb das Guthaben von �ber einer Million Franken - nach der ohne weiteres �berzeugenden Annahme des Kassationshofes - f�r den Beschwerdef�hrer "von erheblicher Bedeutung" war (angefochtener Entscheid S. 165).
Dazu kommt zweitens, dass der Beschwerdef�hrer im kantonalen Verfahren zu Unrecht behauptet hatte, die Firma Himawari sei ihm kein Begriff gewesen (vgl. angefochtener Entscheid S. 166). In diesem Zusammenhang macht er vor Bundesgericht nur geltend, die Ausf�hrungen des Kassationshofes "verm�gen den Grundsatz 'in dubio pro reo' nicht zu durchstossen" (Beschwerde S. 42). Mit dieser lapidaren Bemerkung ist er nach dem oben in E. 1c Gesagten nicht zu h�ren.
Gesamthaft gesehen ist die Schlussfolgerung des Kassationshofes, dass dem Beschwerdef�hrer im Jahr 1991 sein Guthaben bei der Himawari (Lattimore) Anstalt bewusst gewesen sei (angefochtener Entscheid S. 166), vertretbar und jedenfalls nicht willk�rlich, weshalb die Beschwerde in Bezug auf den Brief von Rechtsanwalt Dr.
K�nig vom 23. August 1991 abzuweisen ist.
7.- Im Zusammenhang mit dem Schuldspruch wegen betr�gerischen Konkurses wirft der Kassationshof dem Beschwerdef�hrer zweitens vor, er habe die ihm zustehenden Anspr�che auf Aktien der Anglo Bahamian Bank Ltd.
gegen�ber der ausseramtlichen Konkursverwaltung verheimlicht.
Der Kassationshof stellt in diesem Zusammenhang unter anderem fest, auf Grund der schl�ssigen Aussagen der Zeugin Fontana sei davon auszugehen, dass die ausseramtliche Konkursverwaltung erst im September 1992 Kenntnis von den wesentlichen Tatsachen erhalten habe und demnach auch nicht zuvor von Rechtsanwalt Dr. Wirth dar�ber informiert worden sei (angefochtener Entscheid S. 156).
Der Beschwerdef�hrer (der sich mit der Zeugin Fontana nicht befasst) beruft sich auf verschiedene Unterlagen (vgl. Beschwerde S. 43), aus denen allen sich jedoch nicht ergibt, dass die ausseramtliche Konkursverwaltung vor September 1992 (z.B. durch Rechtsanwalt Dr.
Wirth) die erforderlichen Informationen erhalten h�tte.
Auf diese appellatorische Kritik ist nicht einzutreten.
8.- Schliesslich wirft der Kassationshof dem Beschwerdef�hrer im Zusammenhang mit dem Schuldspruch wegen betr�gerischen Konkurses drittens vor, er habe eine ihm zustehende Forderung der Semifora AG gegen�ber der ausseramtlichen Konkursverwaltung verheimlicht.
Was der Beschwerdef�hrer dazu vorbringt (vgl.
Beschwerde S. 44/45), ersch�pft sich einerseits in appellatorischer Kritik und ist anderseits im Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde unzul�ssig. Darauf ist nicht einzutreten.
9.- Der Beschwerdef�hrer macht geltend, die Kostenregelung sei willk�rlich (Beschwerde S. 45 - 49). Darauf ist nicht einzutreten, weil das Bundesgericht die in derselben Angelegenheit eingereichte Nichtigkeitsbeschwerde der Staatsanwaltschaft gutgeheissen hat. Die Vorinstanz wird in ihrem neuen Entscheid auch eine neue Kosten- und Entsch�digungsregelung vorzunehmen haben. Es mag angemerkt werden, dass die Vorbringen des Beschwerdef�hrers zur Hauptsache von vornherein unbegr�ndet w�ren.
Es ist allerdings einzur�umen, dass die vom Kassationshof vorgenommene Verrechnung der Entsch�digung f�r die �berhaft mit den Gerichtskosten (angefochtener Entscheid S. 190 und 193) unter verfassungsrechtlichen Gesichtspunkten nicht unproblematisch erscheint. Denn die Entsch�digung f�r �berhaft ist Ersatz f�r entzogene Freiheit, also Ersatz f�r eine Grundrechtsverletzung (vgl. Max Imboden, Diskussionsvotum am Juristentag 1960, ZSR NF II S. 617a f.; Martin Schubarth, Die Rechte des Beschuldigten im Untersuchungsverfahren, besonders bei Untersuchungshaft, Bern 1973, S. 198 f.), weshalb man sich fragen kann, ob sie mit Kosten verrechnet werden darf. F�r den vorliegenden Fall ist allerdings zu ber�cksichtigen, dass die Dauer der insgesamt anzurechnenden Haft zu einem erheblichen Teil auf die Auslieferungshaft zur�ckzuf�hren ist, die der Beschwerdef�hrer durch sein Verhalten wesentlich zu verantworten hat. Es ist zwar nach der Rechtsprechung grunds�tzlich geboten, die Auslieferungshaft anzurechnen, sofern der Betroffene durch sein Verhalten nach der Tat die Haft nicht in der Absicht herbeigef�hrt oder verl�ngert hat, dadurch den Strafvollzug zu umgehen (BGE 124 IV 1 S. 2 mit Hinweis).
Unter verfassungsrechtlichen Gesichtspunkten w�re es im vorliegenden Fall eventuell sogar unbedenklich gewesen, die Auslieferungshaft nur teilweise anzurechnen. Dazu kommt, dass der Beschwerdef�hrer durch seine Flucht auf die Bahamas und seinen Kampf gegen die Auslieferung dazu beigetragen hat, dass besonders hohe Auslieferungskosten entstanden. Gesamthaft gesehen ist es im vorliegenden Fall von Verfassungs wegen nicht zu beanstanden, dass der Kassationshof die Entsch�digung f�r �berhaft mit den Gerichtskosten verrechnete.
10.- Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdef�hrer die bundesgerichtlichen Kosten zu tragen.
2.- Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 10'000.-- wird dem Beschwerdef�hrer auferlegt.

References: Art. 29
 Art. 6
in dubio
 BGE 
 Art. 9
 Art. 90
 Art. 29
 Art. 309
 Art. 309
in dubio