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Timestamp: 2020-08-08 07:28:18+00:00

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BGH, 03.02.2015 - II ZR 335/13 - dejure.org
https://dejure.org/2015,11543
BGH, 03.02.2015 - II ZR 335/13 (https://dejure.org/2015,11543)
BGH, Entscheidung vom 03.02.2015 - II ZR 335/13 (https://dejure.org/2015,11543)
BGH, Entscheidung vom 03. Februar 2015 - II ZR 335/13 (https://dejure.org/2015,11543)
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§ 242 BGB, § 234 Abs. 1 Satz 2 HGB, § 723 BGB, § 235 HGB, § 562 Abs. 1 ZPO, § 563 Abs. 1 Satz 1 ZPO, § 4 Abs. 3 EStG, § 11 EStG, § 18 EStG, § 15 EStG, § 230 Abs. 1 HGB, § 4 Abs. 4 EStG
Atypische stille Gesellschaft: Isolierte Geltendmachung von Gewinnansprüchen nach Kündigung einer stillen Beteiligung an einem Fitnessstudio
Auflösung der stillen Gesellschaft und Auseinandersetzung zwischen dem Inhaber des Handelsgeschäfts und dem stillen Gesellschafter als Rechtsfolge der Kündigung der stillen Gesellschaft; Geltendmachung der wechselseitigen Ansprüche als unselbstständige Rechnungsposten ...
Zur Auseinandersetzung nach Kündigung einer stillen Gesellschaft
Zu den Rechtsfolgen einer Kündigung der stillen Gesellschaft
Die Kündigung der stillen Gesellschaft führt zu deren Auflösung und zur Auseinandersetzung
Kündigung einer stillen Gesellschaft führt zur dessen Auflösung und Auseinandersetzung zwischen dem Inhaber eines Handelsgeschäfts und einem stillen Gesellschafter
Durchsetzungssperre, Hin- und Herzahlen, stille Gesellschaft, unselbständiger Rechnungsposten
Kündigungen von stillen Gesellschaften führen zu deren Auflösung
Wechselseitige Ansprüche zwischen Gesellschaftern bei kündigungsbedingter Auflösung der stillen Gesellschaft
Auseinandersetzung stille Gesellschaft; Gewinnansprüche
Keine Geltendmachung von Gewinnansprüchen in Liquidation einer Personengesellschaft
LG Mainz, 24.07.2012 - 10 HKO 52/10
OLG Koblenz, 22.08.2013 - 6 U 1010/12
NJW 2015, 1956
ZIP 2015, 1116
MDR 2015, 718
WM 2015, 1114
BB 2015, 1675
DB 2015, 1336
NZG 2015, 674
Die Abwicklung einer stillen Gesellschaft ähnelt nur insoweit der Liquidation einer rechtsfähigen Personen(handels)gesellschaft, als der stille Gesellschafter nach der Auflösung lediglich noch einen schuldrechtlichen Anspruch gegen den Inhaber des Handelsgeschäfts auf Auszahlung seines Abfindungsguthabens hat, bei dem die Einzelansprüche der Gesellschafter aus dem stillen Gesellschaftsverhältnis unselbständige Rechnungsposten der nach § 235 Abs. 1 HGB vorzunehmenden Auseinandersetzungsrechnung sind und daher nicht mehr selbständig geltend gemacht werden können (BGH, Urteil vom 22. Juni 1981 - II ZR 94/80, WM 1981, 876; Urteil vom 22. Oktober 1990 - II ZR 247/89, NJW-RR 1991, 613, 614;Urteil vom 28. Januar 1991 - II ZR 48/90, NJW-RR 1991, 1049 ; Urteil vom 3. Februar 2015 - II ZR 335/13, ZIP 2015, 1116 Rn. 15;… Harbarth in Großkommentar HGB, 5. Aufl., § 234 Rn. 1 und § 235 Rn. 14 mwN).
BGH, 10.12.2019 - II ZR 451/18
Erforderlichkeit eines richterlichen Hinweises; Verletzung des rechtlichen …
Den vom Berufungsgericht angenommenen Ansprüchen auf Auszahlung von Gewinnanteilen und hierauf gerichteten Auskunftsansprüchen könnte dann die Durchsetzungssperre entgegenstehen (vgl. BGH…, Urteil vom 4. Dezember 2012 - II ZR 159/10, ZIP 2013, 361 Rn. 42 ff.;… Beschluss vom 29. Juli 2014 - II ZR 360/12, ZInsO 2015, 2440 Rn. 12; Urteil vom 3. Februar 2015 - II ZR 335/13, ZIP 2015, 1116;… Urteil vom 13. Oktober 2015 - II ZR 214/13, ZIP 2016, 216 Rn. 18).
Es entspricht der ständigen Rechtsprechung des Senats und der vorherrschenden Ansicht im Schrifttum, dass bei Beendigung einer atypisch stillen Gesellschaft der Anspruch des stillen Gesellschafters auf Auszahlung des Auseinandersetzungsguthabens - ebenso wie ein eventueller Verlustausgleichsanspruch des Geschäftsinhabers - regelmäßig erst nach der Auseinandersetzung gemäß § 235 Abs. 1 HGB in Form der Durchführung einer Gesamtabrechnung fällig wird, die der Geschäftsinhaber allerdings nicht ungebührlich hinauszögern darf (BGH, Urteil vom 3. Februar 2015 - II ZR 335/13, ZIP 2015, 1116 Rn. 15; Urteil vom 8. November 2004 - II ZR 300/02, ZIP 2005, 82, 84; Urteil vom 29. Juni 1992 - II ZR 284/91, ZIP 1992, 1552, 1553; Urteil vom 12. Mai 1977 - III ZR 91/75, WM 1977, 973, 974; Urteil vom 8. Juli 1976 - II ZR 34/75, DB 1977, 87, 89; Urteil vom 12. Juni 1972 - II ZR 109/71, WM 1972, 1056;… Kauffeld in Blaurock, HdB der stillen Gesellschaft, 8. Aufl., § 16 Rn. 16.39;… Hopt in Baumbach/Hopt, HGB, 37. Aufl., § 235 Rn. 2;… Gehrlein in Ebenroth/Boujong/Joost/Strohn, HGB, 3. Aufl., § 235 Rn. 19).
Soweit die Revision auf die Rechtsprechung des Senats zum Grundsatz der Gesamtabrechnung abstellt, ist darauf hinzuweisen, dass dieser Grundsatz, ebenso wie die bei Außengesellschaften zu beachtende Durchsetzungssperre, erst ab Auflösung der Gesellschaft eingreift (vgl. BGH, Urteil vom 26. Juni 1989 - II ZR 128/88, WM 1989, 1850, 1851; Urteil vom 3. Februar 2015 - II ZR 335/13, ZIP 2015, 1116 Rn. 15).
OLG München, 27.05.2020 - 7 U 3086/19
Gewinnansprüche aus einer atypisch stillen Beteiligung
Diese Gefahr ist wiederum nur auszuschließen, wenn mit Sicherheit feststeht, dass sich im Rahmen der weiteren Auseinandersetzung in jedem Fall ein positiver Saldo für den stillen Gesellschafter ergibt (BGH, Urteil vom 03.02.2015 - II ZR 335/13, Rdnr. 22, vgl. auch BGH, Urteil vom 04.12.2012 - II ZR 159/10, Rdnrn 43 ff. zur BGB-Gesellschaft).
Da somit der Nebenintervenient auch am Verlust der Gesellschaft beteiligt ist, steht nicht ohne Auseinandersetzungsrechnung und damit von vornherein fest, dass und gegebenenfalls welchen Betrag der Kläger von der Beklagten verlangen kann (vgl. BGH, Urteil vom 03.02.2015 - II ZR 335/13, Rdnr. 19).
Es entspricht der ständigen Rechtsprechung des Senats und der vorherrschenden Ansicht im Schrifttum, dass bei Beendigung einer atypisch stillen Gesellschaft der Anspruch des stillen Gesellschafters auf Auszahlung des Auseinandersetzungsguthabens ebenso wie ein eventueller Verlustausgleichsanspruch des Geschäftsinhabers - regelmäßig erst nach der Auseinandersetzung gemäß § 235 Abs. 1 HGB in Form der Durchführung einer Gesamtabrechnung fällig wird, die der Geschäftsinhaber allerdings nicht ungebührlich hinauszögern darf (BGH, Urteil vom 3. Februar 2015 - II ZR 335/13, ZIP 2015, 1116 Rn. 15; Urteil vom 8. November 2004 - II ZR 300/02, ZIP 2005, 82, 84; Urteil vom 29. Juni 1992 - II ZR 284/91, ZIP 1992, 1552, 1553; Urteil vom 12. Mai 1977 - III ZR 91/75, WM 1977, 973, 974; Urteil vom 8. Juli 1976 - II ZR 34/75, DB 1977, 87, 89; Urteil vom 12. Juni 1972 - II ZR 109/71, WM 1972, 1056;… Kauffeld in Blaurock, HdB der stillen Gesellschaft, 8. Aufl., § 16 Rn. 16.39;… Hopt in Baumbach/Hopt, HGB, 37. Aufl., § 235 Rn. 2;… Gehrlein in Ebenroth/Boujong/Joost/Strohn, HGB, 3. Aufl., § 235 Rn. 19).
(2) Selbst wenn man davon ausgeht, dass im Grundsatz eine solche Durchsetzungssperre auch dann gilt, wenn lediglich ein Gesellschafter aus einer fortbestehenden mehrgliedrigen stillen Gesellschaft ausscheidet, ist im vorliegenden Fall die selbständige Geltendmachung eines Einzelanspruchs vor Beendigung der Auseinandersetzung aus-nahmsweise möglich, weil dadurch das Ergebnis der Auseinandersetzung (teilweise) in zulässiger Weise vorweggenommen wird und insbesondere die Gefahr von Hin- und Herzahlungen während des Auseinandersetzungsverfahrens nicht besteht (vgl. BGH ZIP 2015, 1116, Rdnr. 22 m.w.N.).
LG Hamburg, 08.08.2016 - 325 O 52/16
Stiller Gesellschaftsvertrag: Auslegung hinsichtlich eines Entnahmerechts bei …
Einzelne Verbindlichkeiten aus dem Gesellschaftsverhältnis verlieren ihre Selbständigkeit (…K. Schmidt in: Münchener Kommentar zum HGB, 4. Aufl., § 235 HGB Rn. 18; BGH, Urt. v. 3.2.2015 - II ZR 335/13, NJW 2015, 1956).
LG Hamburg, 12.04.2016 - 322 O 514/15
Stille Gesellschaft: Anspruch eines stillen Gesellschafters auf Rückzahlung von …
Die Entscheidung BGH NJW 2015, 1956 ist insoweit nicht einschlägig.
LG Hamburg, 21.09.2016 - 329 O 86/16
Anspruch auf Rückzahlung einer als Kapitalanlage geleisteten Einlage sowie …
Ein solcher wichtiger Grund besteht nur, wenn dem Kündigenden nach Lage des Falles eine Fortsetzung der Gesellschaft bis zum Vertragsende oder zum nächsten ordentlichen Kündigungstermin nicht zugemutet werden kann, weil das Vertrauensverhältnis zwischen den Gesellschaftern grundlegend gestört oder ein gedeihliches Zusammenwirken aus sonstigen, namentlich auch aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr möglich ist (vgl. nur BGH, NJW 2015, 1956, 1957 Tz. 16).

References: § 242
 § 234
 § 723
 § 235
 § 562
 § 563
 § 4
 § 11
 § 18
 § 15
 § 230
 § 4
 § 235
 § 234
 § 235
 § 235
 § 16
 § 235
 § 235
 § 235
 § 16
 § 235
 § 235
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 § 235
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