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Timestamp: 2019-07-15 19:10:27+00:00

Document:
Verordnung vom 15. Februar 1995 über die Anerkennung von gymnasialen Maturitätsausweisen (Maturitäts-Anerkennungsverordnung, MAV)
Ordonnance du 15 février 1995 sur la reconnaissance des certificats de maturité gymnasiale (ORM)
Ordinanza del 15 febbraio 1995 concernente il riconoscimento degli attestati liceali di maturità (Ordinanza sulla maturità, ORM)
Ordinaziun dals 15 da favrer 1995 davart la renconuschientscha dals attestats da maturitad gimnasiala (Ordinaziun davart ils attestats da maturitad, ORM)
Art. 2 Wirkung der Anerkennung
2. Abschnitt: Anerkennungsbedingungen
Art. 3 Grundsatz
Art. 4 Maturitätsschulen
Art. 5 Bildungsziel
Art. 6 Dauer
Art. 7 Lehrkräfte
Art. 8 Lehrpläne
Art. 9 Maturitätsfächer und weitere obligatorische Fächer
Art. 10 Maturaarbeit
Art. 11 Anteile der Fächer
Art. 11a Interdisziplinarität
Art. 12 Dritte Landessprache
Art. 13 Rätoromanisch
Art. 14 Prüfungsfächer
Art. 15 Maturitätsnoten und Bewertung der Maturaarbeit
Art. 16 Bestehensnormen
Art. 17 Grundkurs in Englisch
3. Abschnitt: Besondere Bestimmungen
Art. 18 Zweisprachige Maturität
Art. 19 Abweichungen von den Bestimmungen dieser Verordnung
Art. 20 Maturitätsausweis
4. Abschnitt: Schweizerische Maturitätskommission
5. Abschnitt: Verfahren
Art. 22 Zuständigkeit
Art. 23 Rechtsschutz
Art. 25 Übergangsbestimmung
Art. 25a Übergangsbestimmungen für die Änderung vom 27. Juni...
Art. 25b Übergangsbestimmung zur Änderung vom 27. Juni 2018
Deutsch Français Italiano Rumantsch
Verordnung über die Anerkennung von gymnasialen Maturitätsausweisen
(Maturitäts-Anerkennungsverordnung, MAV)
vom 15. Februar 1995 (Stand am 1. August 2018)
gestützt auf Artikel 39 Absatz 2 des ETH-Gesetzes vom 4. Oktober 19911 und auf Artikel 60 des Medizinalberufegesetzes vom 23. Juni 20062,3
Diese Verordnung regelt die schweizerische Anerkennung von kantonalen und kantonal anerkannten gymnasialen Maturitätsausweisen.
1 Mit der Anerkennung wird festgestellt, dass die Maturitätsausweise gleichwertig sind und den Mindestanforderungen entsprechen.
2 Die anerkannten Maturitätsausweise gelten als Ausweise für die allgemeine Hochschulreife.
3 Sie berechtigen insbesondere zur:
Zulassung an die Eidgenössischen Technischen Hochschulen nach Artikel 16 des ETH-Gesetzes vom 4. Oktober 1991;
Zulassung zu den eidgenössischen Medizinalprüfungen nach der Allgemeinen Medizinalprüfungsverordnung vom 19. November 19801 und zu den eidgenössischen Prüfungen für Lebensmittelchemikerinnen und -chemiker nach dem Lebensmittelgesetz vom 9. Oktober 19922.
1 [AS 1982 563, 1995 4367, 1999 2643 Ziff. I. AS 2008 6007 Anhang 1 Ziff. 1]. Siehe heute: die Prüfungsverordnung MedBG vom 26. Nov. 2008 (SR 811.113.3).
2 SR 817.0
Kantonale sowie von einem Kanton anerkannte Maturitätsausweise werden im Sinne dieser Verordnung schweizerisch anerkannt, wenn die Anerkennungsbedingungen dieses Abschnitts erfüllt sind.
Maturitätszeugnisse werden nur anerkannt, wenn sie an einer allgemeinbildenden Vollzeitschule der Sekundarstufe II oder an einer allgemeinbildenden Vollzeit- oder Teilzeitschule für Erwachsene erworben worden sind.
1 Ziel der Maturitätsschulen ist es, Schülerinnen und Schülern im Hinblick auf ein lebenslanges Lernen grundlegende Kenntnisse zu vermitteln sowie ihre geistige Offenheit und die Fähigkeit zum selbständigen Urteilen zu fördern. Die Schulen streben eine breit gefächerte, ausgewogene und kohärente Bildung an, nicht aber eine fachspezifische oder berufliche Ausbildung. Die Schülerinnen und Schüler gelangen zu jener persönlichen Reife, die Voraussetzung für ein Hochschulstudium ist und die sie auf anspruchsvolle Aufgaben in der Gesellschaft vorbereitet. Die Schulen fördern gleichzeitig die Intelligenz, die Willenskraft, die Sensibilität in ethischen und musischen Belangen sowie die physischen Fähigkeiten ihrer Schülerinnen und Schüler.
2 Maturandinnen und Maturanden sind fähig, sich den Zugang zu neuem Wissen zu erschliessen, ihre Neugier, ihre Vorstellungskraft und ihre Kommunikationsfähigkeit zu entfalten sowie allein und in Gruppen zu arbeiten. Sie sind nicht nur gewohnt, logisch zu denken und zu abstrahieren, sondern haben auch Übung im intuitiven, analogen und vernetzten Denken. Sie haben somit Einsicht in die Methodik wissenschaftlicher Arbeit.
3 Maturandinnen und Maturanden beherrschen eine Landessprache und erwerben sich grundlegende Kenntnisse in anderen nationalen und fremden Sprachen. Sie sind fähig, sich klar, treffend und einfühlsam zu äussern, und lernen, Reichtum und Besonderheit der mit einer Sprache verbundenen Kultur zu erkennen.
4 Maturandinnen und Maturanden finden sich in ihrer natürlichen, technischen, gesellschaftlichen und kulturellen Umwelt zurecht, und dies in Bezug auf die Gegenwart und die Vergangenheit, auf schweizerischer und internationaler Ebene. Sie sind bereit, Verantwortung gegenüber sich selbst, den Mitmenschen, der Gesellschaft und der Natur wahrzunehmen.
1 Die Ausbildung bis zur Maturität muss insgesamt mindestens zwölf Jahre dauern.
2 Mindestens die letzten vier Jahre sind nach einem eigens für die Vorbereitung auf die Maturität ausgerichteten Lehrgang zu gestalten. Ein dreijähriger Lehrgang ist möglich, wenn auf der Sekundarstufe I eine gymnasiale Vorbildung erfolgt ist.
3 An Maturitätsschulen für Erwachsene muss der eigens auf die Maturität ausgerichtete Lehrgang mindestens drei Jahre dauern. Ein angemessener Teil dieses Lehrgangs muss im Direktunterricht absolviert werden.
4 Werden Schülerinnen und Schüler aus andern Schultypen in den gymnasialen Lehrgang aufgenommen, so haben sie in der Regel den Unterricht der beiden letzten Jahre vor der Maturität zu besuchen.
1 Im Maturitätslehrgang (Art. 6 Abs. 2 und 3) ist der Unterricht von Lehrkräften zu erteilen, die das Lehrdiplom für Maturitätsschulen erworben oder eine andere fachliche und pädagogische Ausbildung mit gleichem Niveau abgeschlossen haben. Für Fächer, in denen die wissenschaftliche Ausbildung an einer universitären Hochschule möglich ist, ist als Abschluss ein universitärer Master verlangt.1
2 Progymnasialer Unterricht auf der Sekundarstufe I kann auch von Lehrkräften dieser Stufe erteilt werden, sofern sie über die entsprechende fachliche Qualifikation verfügen.
1 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 27. Juni 2007, in Kraft seit 1. Aug. 2007 (AS 2007 3477).
Die Maturitätsschulen unterrichten nach Lehrplänen, die vom Kanton erlassen oder genehmigt sind und sich auf den gesamtschweizerischen Rahmenlehrplan der Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren abstützen.
Art. 9 Maturitätsfächer und weitere obligatorische Fächer1
1 Die Maturitätsfächer umfassen:
die Grundlagenfächer;
ein Schwerpunktfach;
ein Ergänzungsfach;
die Maturaarbeit.2
2 Die Grundlagenfächer sind:3
die Erstsprache;
eine zweite Landessprache;
eine dritte Sprache (eine dritte Landessprache, Englisch oder eine alte Sprache);
Chemie;
Geschichte;
Geografie;
Bildnerisches Gestalten und/oder Musik.
2bis Die Kantone können als weiteres Grundlagenfach Philosophie anbieten.10
3 Das Schwerpunktfach ist aus den folgenden Fächern oder Fächergruppen auszuwählen:
alte Sprachen (Latein und/oder Griechisch);
eine moderne Sprache (eine dritte Landessprache, Englisch, Spanisch oder Russisch);
Physik und Anwendungen der Mathematik;
Biologie und Chemie;
Wirtschaft und Recht;
Philosophie/Pädagogik/Psychologie;
Bildnerisches Gestalten;
4 Das Ergänzungsfach ist aus den folgenden Fächern auszuwählen:
Anwendungen der Mathematik;
dbis.11
Informatik;
Geographie;
Religionslehre;
Pädagogik/Psychologie;
5 Eine Sprache, die als Grundlagenfach belegt wird, kann nicht gleichzeitig als Schwerpunktfach gewählt werden. Ebenso ist die gleichzeitige Wahl eines Faches als Schwerpunkt- und Ergänzungsfach ausgeschlossen. Die Wahl von Musik oder Bildnerischem Gestalten als Schwerpunktfach schliesst die Wahl von Musik, Bildnerischem Gestalten oder Sport als Ergänzungsfach aus.
5bis Als weitere obligatorische Fächer belegen alle Schülerinnen und Schüler:
Wirtschaft und Recht.12
6 Für die Ausbildungsangebote der Maturitätsschulen in den Grundlagen-, Schwerpunkt- und Ergänzungsfächern sind die Bestimmungen der Kantone massgebend.
7 Im Grundlagenfach «Zweite Landessprache» müssen mindestens zwei Sprachen angeboten werden. In mehrsprachigen Kantonen kann eine zweite Kantonssprache als «zweite Landessprache» bestimmt werden.
1 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 27. Juni 2018, in Kraft seit 1. Aug. 2018 (AS 2018 2669).
2 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 27. Juni 2007, in Kraft seit 1. Aug. 2007 (AS 2007 3477).
3 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 27. Juni 2007, in Kraft seit 1. Aug. 2007 (AS 2007 3477).
4 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 27. Juni 2007, in Kraft seit 1. Aug. 2007 (AS 2007 3477).
5 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 27. Juni 2007, in Kraft seit 1. Aug. 2007 (AS 2007 3477).
6 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 27. Juni 2007, in Kraft seit 1. Aug. 2007 (AS 2007 3477).
7 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 27. Juni 2007, in Kraft seit 1. Aug. 2007 (AS 2007 3477).
8 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 27. Juni 2007, in Kraft seit 1. Aug. 2007 (AS 2007 3477).
9 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 27. Juni 2007, in Kraft seit 1. Aug. 2007 (AS 2007 3477).
10 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 27. Juni 2007, in Kraft seit 1. Aug. 2007 (AS 2007 3477).
11 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 27. Juni 2007, in Kraft seit 1. Aug. 2007 (AS 2007 3477).
12 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 27. Juni 2007 (AS 2007 3477). Fassung gemäss Ziff. I der V vom 27. Juni 2018, in Kraft seit 1. Aug. 2018 (AS 2018 2669).
Schülerinnen und Schüler müssen allein oder in einer Gruppe eine grössere eigenständige schriftliche oder schriftlich kommentierte Arbeit erstellen und mündlich präsentieren.
Art. 11 Anteile der Fächer1
Der Anteil an der gesamten Unterrichtszeit für die Maturitätsfächer beträgt:2
für die Grundlagenfächer und die weiteren obligatorischen Fächer:4
Sprachen (Erstsprache, zweite und dritte Sprache)
Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften (Biologie, Chemie und Physik)
Geistes- und Sozialwissenschaften (Geschichte, Geografie, Wirtschaft und Recht sowie allenfalls Philosophie)
Kunst (Bildnerisches Gestalten und/oder Musik)
für den Wahlbereich: Schwerpunkt- und Ergänzungsfach sowie Maturaarbeit
4 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 27. Juni 2018, in Kraft seit 1. Aug. 2018 (AS 2018 2669).
5 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 27. Juni 2018, in Kraft seit 1. Aug. 2018 (AS 2018 2669).
6 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 27. Juni 2018, in Kraft seit 1. Aug. 2018 (AS 2018 2669).
Art. 11a1Interdisziplinarität
Jede Schule stellt sicher, dass die Schülerinnen und Schüler mit fächerübergreifenden Arbeitsweisen vertraut sind.
1 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 27. Juni 2007, in Kraft seit 1. Aug. 2007 (AS 2007 3477).
Neben dem Angebot der Landessprachen im Bereich der Grundlagen- und Schwerpunktfächer muss auch eine dritte Landessprache als Freifach angeboten werden. Die Kenntnis und das Verständnis der regionalen und kulturellen Besonderheiten des Landes sind durch geeignete Massnahmen zu fördern.
Im Kanton Graubünden kann die rätoromanische Sprache zusammen mit der Unterrichtssprache als Erstsprache (Art. 9 Abs. 1 Bst. a) bezeichnet werden.
1 Eine Maturitätsprüfung findet in mindestens fünf Maturitätsfächern statt. Die Prüfungen sind schriftlich; es kann zusätzlich mündlich geprüft werden.
2 Prüfungsfächer sind:
eine zweite Landessprache oder eine zweite Kantonssprache nach Artikel 9 Absatz 7;
das Schwerpunktfach;
ein weiteres Fach, für dessen Wahl die Bedingungen des Kantons massgebend sind.
1 Die Maturitätsnoten werden gesetzt:
in den Fächern, in denen eine Maturitätsprüfung stattfindet, je zur Hälfte aufgrund der Leistungen im letzten Ausbildungsjahr und der Leistungen an der Maturitätsprüfung;
in den übrigen Fächern aufgrund der Leistungen im letzten Ausbildungsjahr, in dem das Fach unterrichtet worden ist;
in der Maturaarbeit aufgrund des Arbeitsprozesses, der schriftlichen Arbeit und ihrer mündlichen Präsentation.
2 Bei der Bewertung der Maturaarbeit werden die erbrachten schriftlichen und mündlichen Leistungen berücksichtigt.
1 Die Leistungen in den Maturitätsfächern werden in ganzen und halben Noten ausgedrückt. 6 ist die höchste, 1 die tiefste Note. Noten unter 4 stehen für ungenügende Leistungen.
2 Die Maturität ist bestanden, wenn in den Maturitätsfächern:1
die doppelte Summe aller Notenabweichungen von 4 nach unten nicht grösser ist als die Summe aller Notenabweichungen von 4 nach oben; und
nicht mehr als vier Noten unter 4 erteilt wurden.
3 Zur Erlangung des Maturitätsausweises sind zwei Versuche zulässig.
Für Schülerinnen und Schüler, die Englisch nicht als Maturitätsfach gewählt haben, muss ein Grundkurs in Englisch angeboten werden.
Die von einem Kanton nach eigenen Vorschriften erteilte zweisprachige Maturität kann ebenfalls anerkannt werden.
Art. 191Abweichungen von den Bestimmungen dieser Verordnung
1 Abweichungen von Bestimmungen dieser Verordnung können bewilligt werden:
für die Durchführung von Schulversuchen;
für die Schweizerschulen im Ausland, soweit solche Abweichungen im Hinblick auf das Schulsystem des Sitzlandes nötig sind.
2 Die Abweichungen werden bewilligt:
für Schulversuche: von der Schweizerischen Maturitätskommission;
für Schweizerschulen im Ausland: vom Eidgenössischen Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF)2 und vom Vorstand der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren gemeinsam.
2 Die Bezeichnung der Verwaltungseinheit wurde in Anwendung von Art. 16 Abs. 3 der Publikationsverordnung vom 17. Nov. 2004 auf den 1. Jan. 2013 angepasst (AS 2004 4937). Die Anpassung wurde im ganzen Text vorgenommen.
Art. 20 Maturitätsausweis1
1 Der Maturitätsausweis enthält:
die Aufschrift «Schweizerische Eidgenossenschaft» sowie die Kantonsbezeichnung;
den Vermerk «Maturitätsausweis, ausgestellt nach …»;
den Namen der Schule, die ihn ausstellt;
den Namen, Vornamen, Heimatort (für Ausländerinnen und Ausländer: Staatsangehörigkeit und Geburtsort) und das Geburtsdatum der Inhaberin oder des Inhabers;
die Angaben der Zeit, während der die Inhaberin oder der Inhaber die Schule besucht hat;
die Noten der Maturitätsfächer;
das Thema der Maturaarbeit;
gegebenenfalls einen Hinweis auf die Zweisprachigkeit der Maturität mit Angabe der zweiten Sprache;
die Unterschrift der zuständigen kantonalen Behörde und der Rektorin oder des Rektors der Schule.
2 Die Noten für kantonal vorgeschriebene oder andere belegte Fächer können im Maturitätsausweis ebenfalls aufgeführt werden.
Aufgaben und Zusammensetzung der Schweizerischen Maturitätskommission richten sich nach der Verwaltungsvereinbarung vom 16. Januar 1995/15. Februar 19951 zwischen dem Schweizerischen Bundesrat und der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren.
1 BBl 1995 II 318
1 Der Kanton richtet sein Gesuch an die Schweizerische Maturitätskommission.
2 Über Gesuche entscheidet das WBF auf Antrag der Schweizerischen Maturitätskommission.
Gegen Verfügungen des WBF kann der gesuchstellende Kanton Beschwerde führen. Das Verfahren richtet sich nach den allgemeinen Bestimmungen über die Bundesverwaltungsrechtspflege.
Die Verordnung vom 22. Mai 19681 über die Anerkennung von Maturitätsausweisen wird aufgehoben.
1 [AS 1968 693, 1972 2847, 1974 196 Art. 24 Abs. 2, 1973 91, 1982 2273, 1986 944]
Nach bisherigem Recht erteilte Anerkennungen sind noch acht Jahre ab Inkrafttreten dieser Verordnung gültig.
Art. 25a1Übergangsbestimmungen für die Änderung vom 27. Juni 2007
1 Anerkennungsgesuche, die vor dem Inkrafttreten der Änderung vom 27. Juni 2007 dieser Verordnung gemäss bisherigem Recht eingereicht wurden, werden gestützt auf bisheriges Recht beurteilt.
2 Ausbildungen, deren Abschlüsse gemäss bisherigem Recht anerkannt worden sind, sind innert einem Jahr nach Inkrafttreten der Änderung vom 27. Juni 2007 dieser Verordnung an das neue Recht anzupassen. Die vorgenommenen Änderungen sind der Schweizerischen Maturitätskommission zur Überprüfung einzureichen.
Art. 25b1Übergangsbestimmung zur Änderung vom 27. Juni 2018
Informatik muss spätestens am 1. August 2022 als weiteres obligatorisches Fach eingeführt sein.
1 Eingefügt durch Ziff. I der V vom 27. Juni 2018, in Kraft seit 1. Aug. 2018 (AS 2018 2669).
Diese Verordnung tritt am 1. August 1995 in Kraft.
AS 1995 1001
1 SR 414.1102 SR811.113 Fassung gemäss Ziff. I der V vom 27. Juni 2018, in Kraft seit 1. Aug. 2018 (AS 2018 2669).
Ordonnance sur la reconnaissance des certificats de maturité gymnasiale
du 15 février 1995 (Etat le 1er août 2018)
vu l'art. 39, al. 2, de la loi du 4 octobre 1991 sur les EPF1, vu l'art. 60 de la loi du 23 juin 2006 sur les professions médicales2,3
La présente ordonnance règle, sur le plan suisse, les modalités de la reconnaissance des certificats de maturité gymnasiale cantonaux ou reconnus par les cantons.
Art. 2 Effet de la reconnaissance
1 La reconnaissance atteste que les certificats de maturité sont équivalents et qu'ils répondent aux conditions minimales requises.
2 Les certificats reconnus témoignent que leurs détenteurs possèdent les connaissances et les aptitudes générales nécessaires pour entreprendre des études universitaires.
3 Ils donnent notamment droit à l'admission:
aux écoles polytechniques fédérales, conformément à l'art. 16 de la loi fédérale du 4 octobre 1991 sur les EPF;
aux examens fédéraux des professions médicales conformément à l'ordonnance générale du 19 novembre 19801 concernant les examens fédéraux des professions médicales et aux examens fédéraux des chimistes en denrées alimentaires conformément à la loi fédérale du 9 octobre 1992 sur les denrées alimentaires2.
1 [RO 1982 563, 1995 4367, 1996 208 art. 2 let. k, 1999 2643. RO 2008 6007 annexe 1 ch. 1]. Voir actuellement l'O du 26 nov. 2008 concernant les examens LPMed (RS 811.113.3).
2 RS 817.0
Section 2 Conditions de reconnaissance
Art. 3 Principe
En vertu de la présente ordonnance, les certificats de maturité cantonaux ou reconnus par un canton le sont aussi sur le plan suisse s'ils satisfont aux conditions minimales définies dans la présente section.
Art. 4 Ecoles délivrant des certificats de maturité
Les certificats de maturité ne sont reconnus que s'ils ont été délivrés par des écoles de formation générale du deuxième degré secondaire dispensant un enseignement à plein temps ou des écoles de formation générale à plein temps ou à temps partiel accueillant des adultes.
Art. 5 Objectif des études
1 L'objectif des écoles délivrant des certificats de maturité est, dans la perspective d'une formation permanente, d'offrir à leurs élèves la possibilité d'acquérir de solides connaissances fondamentales adaptées au niveau secondaire et de développer leur ouverture d'esprit et leur capacité de jugement. Ces écoles dispensent une formation générale équilibrée et cohérente, qui confère aux élèves la maturité requise pour entreprendre des études supérieures et les prépare à assumer des responsabilités au sein de la société. Elles évitent la spécialisation et l'anticipation de connaissances et d'aptitudes professionnelles et développent simultanément l'intelligence de leurs élèves, leur volonté, leur sensibilité éthique et esthétique ainsi que leurs aptitudes physiques.
2 Les élèves seront capables d'acquérir un savoir nouveau, de développer leur curiosité, leur imagination ainsi que leur faculté de communiquer et de travailler seuls et en groupe. Ils exerceront le raisonnement logique et l'abstraction, mais aussi la pensée intuitive, analogique et contextuelle. Ils se familiariseront ainsi avec la méthodologie scientifique.
3 Les élèves maîtriseront une langue nationale et acquerront de bonnes connaissances dans d'autres langues. Ils seront capables de s'exprimer avec clarté, précision et sensibilité et apprendront à découvrir les richesses et les particularités des cultures dont chaque langue est le vecteur.
4 Les élèves seront aptes à se situer dans le monde naturel, technique, social et culturel où ils vivent, dans ses dimensions suisses et internationales, actuelles et historiques. Ils se préparent à y exercer leur responsabilité à l'égard d'eux-mêmes, d'autrui, de la société et de la nature.
Art. 6 Durée des études
1 La durée totale des études jusqu'à la maturité est de douze ans au moins.
2 Durant les quatre dernières années au moins, l'enseignement doit être spécialement conçu et organisé en fonction de la préparation à la maturité. Un cursus de trois ans est possible lorsque le degré secondaire I comporte un enseignement de caractère prégymnasial.
3 Dans les écoles accueillant des adultes, la période de préparation à la maturité doit s'étendre sur trois ans au moins et l'enseignement direct y occuper une juste place.
4 Les écoles délivrant des certificats de maturité peuvent accueillir des élèves venant d'autres types d'écoles. Ces élèves doivent y effectuer en principe les deux dernières années d'études précédant la maturité.
Art. 7 Corps enseignant
1 Dans le cursus préparant à la maturité (art. 6, al. 2 et 3), l'enseignement doit être dispensé par des titulaires d'un diplôme d'enseignement pour les écoles de maturité gymnasiale ou des personnes au bénéfice d'une formation scientifique et pédagogique équivalente. Dans les disciplines où la qualification peut s'acquérir dans une haute école universitaire, le titre exigé est le master universitaire.1
2 Au degré secondaire I, l'enseignement peut être confié à des titulaires de ce degré, pour autant qu'ils soient qualifiés dans les matières enseignées.
1 Nouvelle teneur selon le ch. I de l'O du 27 juin 2007, en vigueur depuis le 1er août 2007 (RO 2007 3477).
Art. 8 Plans d'études
L'enseignement dispensé par les écoles délivrant des certificats de maturité suit les plans d'études émis ou approuvés par le canton, qui se fondent sur le Plan d'études cadre édicté par la Conférence suisse des directeurs cantonaux de l'instruction publique pour l'ensemble de la Suisse.
Art. 9 Disciplines de maturité et autres disciplines obligatoires1
1 L'ensemble des disciplines de maturité est formé par:
les disciplines fondamentales;
l'option spécifique;
l'option complémentaire;
le travail de maturité.2
2 Les disciplines fondamentales sont:
la langue première;
une deuxième langue nationale;
une troisième langue, qui peut être soit une troisième langue nationale, soit l'anglais, soit une langue ancienne;
les mathématiques;
la biologie;
la chimie;
la physique;
la géographie;
les arts visuels et/ou la musique.
2bis Les cantons peuvent offrir la philosophie comme discipline fondamentale supplémentaire.9
3 L'option spécifique est à choisir parmi les disciplines ou groupes de disciplines suivants:
langues anciennes (latin et/ou grec);
une langue moderne (une troisième langue nationale, l'anglais, l'espagnol ou le russe);
physique et applications des mathématiques;
biologie et chimie;
économie et droit;
philosophie/pédagogie/psychologie;
arts visuels;
4 L'option complémentaire est à choisir parmi les disciplines suivantes:
applications des mathématiques;
dbis.10
informatique;
enseignement religieux;
pédagogie/psychologie;
5 Une langue étudiée comme discipline fondamentale ne peut être choisie comme option spécifique. Il est également exclu que la même discipline soit choisie au titre d'option spécifique et option complémentaire. Le choix de la musique ou des arts visuels comme option spécifique exclut celui de la musique, des arts visuels ou du sport comme option complémentaire.
5bis Tous les élèves suivent en outre les autres disciplines obligatoires suivantes:
économie et droit.11
6 Le canton décide quels enseignements sont offerts dans le cadre de cet éventail de disciplines (disciplines fondamentales, options spécifiques et complémentaires).
7 Dans la discipline fondamentale «deuxième langue nationale», un choix entre deux langues au moins est offert. Dans les cantons plurilingues, une deuxième langue du canton peut être déterminée comme «deuxième langue nationale».
1 Nouvelle teneur selon le ch. I de l'O du 27 juin 2018, en vigueur depuis le 1er août 2018 (RO 2018 2669).
2 Nouvelle teneur selon le ch. I de l'O du 27 juin 2007, en vigueur depuis le 1er août 2007 (RO 2007 3477).
3 Nouvelle teneur selon le ch. I de l'O du 27 juin 2007, en vigueur depuis le 1er août 2007 (RO 2007 3477).
4 Nouvelle teneur selon le ch. I de l'O du 27 juin 2007, en vigueur depuis le 1er août 2007 (RO 2007 3477).
5 Nouvelle teneur selon le ch. I de l'O du 27 juin 2007, en vigueur depuis le 1er août 2007 (RO 2007 3477).
6 Introduite par le ch. I de l'O du 27 juin 2007, en vigueur depuis le 1er août 2007 (RO 2007 3477).
7 Introduite par le ch. I de l'O du 27 juin 2007, en vigueur depuis le 1er août 2007 (RO 2007 3477).
8 Introduite par le ch. I de l'O du 27 juin 2007, en vigueur depuis le 1er août 2007 (RO 2007 3477).
9 Introduit par le ch. I de l'O du 27 juin 2007, en vigueur depuis le 1er août 2007 (RO 2007 3477).
10 Introduite par le ch. I de l'O du 27 juin 2007, en vigueur depuis le 1er août 2007 (RO 2007 3477).
11 Introduit par le ch. I de l'O du 27 juin 2007 (RO 2007 3477). Nouvelle teneur selon le ch. I de l'O du 27 juin 2018, en vigueur depuis le 1er août 2018 (RO 2018 2669).
Art. 10 Travail de maturité
Chaque élève doit effectuer, seul ou en équipe, un travail autonome d'une certaine importance. Ce travail fera l'objet d'un texte ou d'un commentaire rédigé et d'une présentation orale.
Art. 11 Proportion des enseignements1
Le temps total consacré à l'enseignement des disciplines de maturité doit être réparti en respectant les proportions suivantes:2
disciplines fondamentales et autres disciplines obligatoires4:
langues (langue première, deuxième et troisième langues)
mathématiques, informatique et sciences expérimentales (biologie, chimie et physique)
27 à 37
sciences humaines (histoire, géographie, économie et droit et, le cas échéant, philosophie)
arts (arts visuels et/ou musique)
options: option spécifique, option complémentaire et travail de maturité
4 Nouvelle teneur selon le ch. I de l'O du 27 juin 2018, en vigueur depuis le 1er août 2018 (RO 2018 2669).
5 Nouvelle teneur selon le ch. I de l'O du 27 juin 2018, en vigueur depuis le 1er août 2018 (RO 2018 2669).
6 Nouvelle teneur selon le ch. I de l'O du 27 juin 2018, en vigueur depuis le 1er août 2018 (RO 2018 2669).
Art. 11a1Interdisciplinarité
Chaque école pourvoit à ce que les élèves soient familiarisés aux approches interdisciplinaires.
1 Introduit par le ch. I de l'O du 27 juin 2007, en vigueur depuis le 1er août 2007 (RO 2007 3477).
Art. 12 Troisième langue nationale
Outre les possibilités concernant les langues nationales prévues dans le cadre des disciplines fondamentales et de l'option spécifique, le canton doit offrir l'enseignement facultatif d'une troisième langue nationale et promouvoir par des moyens adéquats la connaissance et la compréhension des spécificités régionales et culturelles du pays.
Art. 13 Romanche
Le canton des Grisons peut désigner le romanche et la langue d'enseignement, ensemble, comme «langue première» au sens de l'art. 9, al. 2, let. a.
Art. 14 Disciplines d'examen
1 Cinq disciplines de maturité au moins font l'objet d'un examen écrit qui peut être complété d'un examen oral.
2 Il s'agit des disciplines suivantes:
une deuxième langue nationale; si le canton est plurilingue il peut se limiter à une de ses autres langues cantonales;
une autre discipline, conformément aux dispositions cantonales.
Art. 15 Notes de maturité et évaluation du travail de maturité
1 Les notes sont données
dans les disciplines qui font l'objet d'un examen, sur la base des résultats de la dernière année enseignée et des résultats obtenus à l'examen. Ces deux éléments ont le même poids;
dans les autres disciplines, sur la base des résultats de la dernière année enseignée;
au travail de maturité, sur la base de la mise en oeuvre du projet, du document déposé et de la présentation orale.
2 Le travail de maturité est évalué sur la base des prestations écrites et orales.
1 Introduite par le ch. I de l'O du 27 juin 2007, en vigueur depuis le 1er août 2007 (RO 2007 3477).
Art. 16 Critères de réussite
1 Les prestations dans les disciplines de maturité sont exprimées en notes et demi-notes. La meilleure note est 6, la plus mauvaise 1. Les notes au-dessous de 4 sanctionnent des prestations insuffisantes.
2 Le certificat est obtenu si pour l'ensemble des disciplines de maturité:1
le double de la somme de tous les écarts vers le bas par rapport à la note 4 n'est pas supérieur à la somme simple de tous les écarts vers le haut par rapport à cette même note;
quatre notes au plus sont inférieures à 4.
3 Deux tentatives d'obtention du certificat sont autorisées.
Art. 17 Enseignement de base en anglais
Le canton organise à l'intention des élèves dont le choix en troisième langue ou en option spécifique n'aura pas porté sur l'anglais un enseignement de base dans cette discipline.
Section 3 Dispositions particulières
Art. 18 Mention bilingue
La mention bilingue attribuée par un canton selon sa propre réglementation peut être reconnue.
Art. 191Dérogations
1 Les dispositions de la présente ordonnance peuvent faire l'objet de dérogations:
pour permettre des expériences pilotes;
pour les écoles suisses à l'étranger dans la mesure où la dérogation est dictée par le système scolaire de l'état hôte.
2 L'octroi de dérogations relève:
de la Commission suisse de maturité pour les expériences pilotes;
conjointement du Département fédéral de l'économie, de la formation et de la recherche (DEFR)2 et du Comité de la CDIP pour les écoles suisses à l'étranger.
2 La désignation de l'unité administrative a été adaptée au 1er janv. 2013 en application de l'art. 16 al. 3 de l'O du 17 nov. 2004 sur les publications officielles (RO 2004 4937). Il a été tenu compte de cette mod. dans tout le texte.
Art. 20 Certificat de maturité1
1 Le certificat de maturité comprend:
l'inscription «Confédération suisse» et le nom du canton;
la mention «Certificat de maturité établi conformément à …»;
le nom de l'établissement qui le délivre;
les nom, prénom, lieu d'origine (pour les étrangers: nationalité et lieu de naissance) et date de naissance du titulaire;
la période pendant laquelle le titulaire a fréquenté l'établissement qui délivre le certificat;
les notes obtenues dans les disciplines de maturité;
le titre du travail de maturité;
le cas échéant, la mention «maturité bilingue» avec indication de la deuxième langue;
les signatures des autorités cantonales et de la direction de l'école.
2 Les notes obtenues dans des disciplines prescrites par le canton ou d'autres disciplines dont l'élève a suivi l'enseignement peuvent aussi être inscrites dans le certificat.
Section 4 Commission suisse de maturité
Les tâches et la composition de la Commission suisse de maturité sont réglées dans la Convention administrative du 16 janvier 1995/15 février 19951 passée entre le Conseil fédéral suisse et la Conférence suisse des directeurs de l'instruction publique.
1 FF 1995 II 316
Section 5 Procédure
Art. 22 Compétences
1 Le canton concerné adresse les demandes à la Commission suisse de maturité.
2 La Commission suisse de maturité donne son préavis au DEFR qui décide.
Art. 23 Recours
Le gouvernement cantonal concerné peut recourir contre les décisions du DEFR. La procédure est régie par les dispositions générales du droit de procédure administrative fédérale.
L'ordonnance du 22 mai 19681 sur la reconnaissance de certificats de maturité est abrogée.
1 [RO 1968 717, 1972 2899, 1973 92, 1974 196 art. 24 al. 2, 1982 2273, 1986 944 1964]
Art. 25 Disposition transitoire
Les reconnaissances accordées en vertu de l'ordonnance du 22 mai 1968 demeurent valables pendant huit ans à compter de l'entrée en vigueur de la présente ordonnance.
Art. 25a1Dispositions transitoires concernant la modification du 27 juin 2007
1 Les demandes de reconnaissance déposées avant l'entrée en vigueur de la modification du 27 juin 2007 de la présente ordonnance sous le droit antérieur sont évaluées selon ce droit.
2 Les formations dont les certificats ont été reconnus selon le droit antérieur doivent être adaptées au nouveau droit au plus tard un an après l'entrée en vigueur de la modification du 27 juin 2007 de la présente ordonnance. Les adaptations doivent être soumises à la Commission suisse de maturité pour vérification.
Art. 25b1Disposition transitoire concernant la modification du 27 juin 2018
L'informatique doit être introduite en tant qu'autre discipline obligatoire au plus tard le 1er août 2022.
1 Introduit par le ch. I de l'O du 27 juin 2018, en vigueur depuis le 1er août 2018 (RO 2018 2669).
La présente ordonnance entre en vigueur le 1er août 1995.
RO 1995 1001
1 RS 414.1102 RS 811.113 Nouvelle teneur selon le ch. I de l'O du 27 juin 2018, en vigueur depuis le 1er août 2018 (RO 2018 2669).
Ordinanza concernente il riconoscimento degli attestati liceali di maturità
(Ordinanza sulla maturità, ORM)
del 15 febbraio 1995 (Stato 1° agosto 2018)
visto l'articolo 39 capoverso 2 della legge del 4 ottobre 19911 sui PF; visto l'articolo 60 della legge del 23 giugno 20062 sulle professioni mediche,3
La presente ordinanza disciplina sul piano svizzero il riconoscimento degli attestati liceali di maturità cantonali o riconosciuti dai Cantoni.
Art. 2 Effetto del riconoscimento
1 Il riconoscimento certifica l'equivalenza degli attestati di maturità e la loro conformità alle condizioni minime.
2 Gli attestati riconosciuti certificano che i titolari posseggono le conoscenze e le attitudini generali necessarie per intraprendere studi universitari.
3 In particolare danno diritto all'ammissione:
ai politecnici federali giusta l'articolo 16 della legge del 4 ottobre 1991 sui PF;
agli esami federali per le professioni mediche giusta l'ordinanza generale del 19 novembre 19801 sugli esami federali per le professioni mediche e a quelli di chimico bromatologo giusta la legge del 9 ottobre 19922 sulle derrate alimentari.
1 [RU 1982 563, 1995 4367, 1996 208 art. 2 lett. k, 1999 2643. RU 2008 6007 all. 1 n. 1]. Vedi ora l'O del 26 nov. 2008 sugli esami LPMed (RS 811.113.3).
Sezione 2: Condizioni per il riconoscimento
Art. 3 Principio
In virtù della presente ordinanza gli attestati di maturità cantonali o riconosciuti da un Cantone lo sono anche a livello svizzero se conformi alle condizioni minime definite nella presente sezione.
Art. 4 Scuole di maturità
Gli attestati di maturità sono riconosciuti solo se rilasciati da scuole di formazione generale a tempo pieno del secondo ciclo secondario oppure da scuole di formazione generale per adulti a tempo pieno o a tempo parziale.
Art. 5 Obiettivi degli studi
1 Lo scopo delle scuole che preparano alla maturità è quello di offrire ai propri allievi, nella prospettiva di una formazione permanente, la possibilità di acquisire solide conoscenze di base, adatte al livello secondario, e favorire la formazione di uno spirito d'apertura e di un giudizio indipendente. Queste scuole non aspirano a conferire una formazione specialistica o professionale, bensì privilegiano una formazione ampia, equilibrata e coerente che dia la maturità necessaria per intraprendere studi superiori e per svolgere nella società tutte quelle attività complesse che essa richiede. Esse sviluppano contemporaneamente l'intelligenza, la volontà, la sensibilità etica ed estetica come pure le attitudini fisiche dei loro allievi.
2 I maturandi devono essere capaci di acquisire un nuovo sapere, di sviluppare la curiosità, l'immaginazione, la facoltà di comunicazione, come pure di lavorare da soli e in gruppo. Essi esercitano il ragionamento logico e l'astrazione, ma anche il pensiero intuitivo, analogico e contestuale. Imparano così a familiarizzarsi con la metodologia scientifica.
3 I maturandi devono padroneggiare una lingua nazionale ed aver acquisito buone conoscenze di altre lingue nazionali o straniere. Essi devono essere capaci di esprimersi con chiarezza, precisione e sensibilità e imparare a scoprire le ricchezze e le particolarità delle culture di cui ogni lingua è il vettore.
4 I maturandi devono sapersi situare nel mondo naturale, tecnico, sociale e culturale nel quale vivono, nelle sue dimensioni svizzere e internazionali, attuali e storiche. Essi si preparano ad esercitarvi la loro responsabilità verso se stessi, gli altri, la società e la natura.
Art. 6 Durata degli studi
1 La durata degli studi fino alla maturità deve essere almeno di dodici anni.
2 Almeno gli ultimi quattro anni di studio devono essere specialmente concepiti e organizzati per la preparazione della maturità. Un ciclo di tre anni è possibile quando il settore secondario I comporta un insegnamento a carattere preliceale.
3 Nelle scuole di maturità per adulti l'insegnamento deve avere una durata di almeno tre anni, dei quali una parte conveniente sotto forma di insegnamento diretto.
4 Le scuole di maturità possono ammettere allievi provenienti da altri tipi di scuola. In questo caso gli allievi dovranno seguire, di regola, l'insegnamento durante gli ultimi due anni precedenti la maturità.
Art. 7 Corpo insegnante
1 Nel ciclo che prepara alla maturità (secondo l'art. 6 cpv. 2 e 3) l'insegnamento è impartito da docenti in possesso di un diploma d'insegnamento per le scuole di maturità o che hanno seguito una formazione pedagogica e scientifica equivalente. Per le discipline nelle quali la formazione scientifica può essere acquisita in una scuola universitaria è richiesto il titolo di master universitario.1
2 Nel settore secondario I a carattere preliceale, l'insegnamento può essere affidato a docenti titolari di questo settore purché dispongano di una qualifica disciplinare confacente.
1 Nuovo testo giusta il n. I dell'O del 27 giu. 2007, in vigore dal 1° ago. 2007 (RU 2007 3477).
Art. 8 Piani di studio
L'insegnamento nelle scuole di maturità si fonda sui piani di studio, emanati o approvati dal Cantone, che devono essere conformi al Piano quadro degli studi emanato dalla Conferenza svizzera dei direttori cantonali della pubblica educazione per tutta la Svizzera.
Art. 9 Materie di maturità e altre discipline obbligatorie1
1 Costituiscono l'insieme delle materie di maturità:
le discipline fondamentali;
un'opzione specifica;
un'opzione complementare;
il lavoro di maturità.2
2 Le discipline fondamentali sono:
la lingua prima;
una seconda lingua nazionale;
una terza lingua, che può essere sia una terza lingua nazionale, sia l'inglese, sia una lingua antica;
la matematica;
la biologia;
la chimica;
la fisica;
la geografia;
le arti visive e/o la musica.
2bis I Cantoni possono proporre la filosofia come disciplina fondamentale supplementare.9
3 L'opzione specifica va scelta tra le discipline o i gruppi di discipline seguenti:
lingue antiche (latino e/o greco);
una lingua moderna (una terza lingua nazionale, l'inglese, lo spagnolo o il russo);
fisica e applicazioni della matematica;
biologia e chimica;
economia e diritto;
filosofia/pedagogia/psicologia;
arti visive;
4 L'opzione complementare va scelta tra le discipline seguenti:
applicazioni della matematica;
insegnamento religioso;
pedagogia/psicologia;
5 Una lingua studiata come disciplina fondamentale non può essere scelta come opzione specifica. È parimenti esclusa la possibilità di scegliere la stessa disciplina come opzione specifica e come opzione complementare. La scelta della musica o delle arti visive quale opzione specifica esclude quella della musica, delle arti visive o dello sport quale opzione complementare.
5bis Tutti gli allievi seguono inoltre le altre discipline obbligatorie seguenti:
economia e diritto.11
6 Il Cantone decide quali insegnamenti offrire nel quadro di questo ventaglio di discipline (discipline fondamentali, opzioni specifiche e complementari).
7 Nella disciplina fondamentale «seconda lingua nazionale» deve essere offerta una scelta tra almeno due lingue. Nei Cantoni plurilingui una seconda lingua del Cantone può essere definita come «seconda lingua nazionale».
1 Nuovo testo giusta il n. I dell'O del 27 giu. 2018, in vigore dal 1° ago. 2018 (RU 2018 2669).
2 Nuovo testo giusta il n. I dell'O del 27 giu. 2007, in vigore dal 1° ago. 2007 (RU 2007 3477).
3 Nuovo testo giusta il n. I dell'O del 27 giu. 2007, in vigore dal 1° ago. 2007 (RU 2007 3477).
4 Nuovo testo giusta il n. I dell'O del 27 giu. 2007, in vigore dal 1° ago. 2007 (RU 2007 3477).
5 Nuovo testo giusta il n. I dell'O del 27 giu. 2007, in vigore dal 1° ago. 2007 (RU 2007 3477).
6 Introdotta dal n. I dell'O del 27 giu. 2007, in vigore dal 1° ago. 2007 (RU 2007 3477).
7 Introdotta dal n. I dell'O del 27 giu. 2007, in vigore dal 1° ago. 2007 (RU 2007 3477).
8 Introdotta dal n. I dell'O del 27 giu. 2007, in vigore dal 1° ago. 2007 (RU 2007 3477).
9 Introdotto dal n. I dell'O del 27 giu. 2007, in vigore dal 1° ago. 2007 (RU 2007 3477).
10 Introdotta dal n. I dell'O del 27 giu. 2007, in vigore dal 1° ago. 2007 (RU 2007 3477).
11 Introdotto dal n. I dell'O del 27 giu. 2007 (RU 2007 3477). Nuovo testo giusta il n. I dell'O del 27 giu. 2018, in vigore dal 1° ago. 2018 (RU 2018 2669).
Art. 10 Lavoro di maturità
Ogni allievo deve effettuare, da solo o in gruppo, un lavoro autonomo di una certa importanza, scritto o commentato per scritto e presentato oralmente.
Art. 11 Ripartizione percentuale delle materie1
Il tempo complessivo consacrato all'insegnamento delle materie di maturità deve essere ripartito percentualmente nel modo seguente:2
In per cento
discipline fondamentali e altre discipline obbligatorie:4
lingue (lingua prima, seconda e terza lingua)
matematica, informatica e scienze sperimentali (biologia, chimica e fisica)
scienze umane (storia, geografia, economia e diritto ed eventualmente filosofia)
arti (arti visive e/o musica)
opzioni: opzione specifica, opzione complementare e lavoro di maturità
4 Nuovo testo giusta il n. I dell'O del 27 giu. 2018, in vigore dal 1° ago. 2018 (RU 2018 2669).
5 Nuovo testo giusta il n. I dell'O del 27 giu. 2018, in vigore dal 1° ago. 2018 (RU 2018 2669).
6 Nuovo testo giusta il n. I dell'O del 27 giu. 2018, in vigore dal 1° ago. 2018 (RU 2018 2669).
Art. 11a1Interdisciplinarità
Ogni scuola assicura che gli allievi conoscano i metodi di lavoro interdisciplinari
1 Introdotto dal n. I dell'O del 27 giu. 2007, in vigore dal 1° ago. 2007 (RU 2007 3477).
Art. 12 Terza lingua nazionale
Oltre alle possibilità previste per le lingue nazionali nell'ambito delle discipline fondamentali e dell'opzione specifica, il Cantone deve offrire un insegnamento facoltativo di una terza lingua nazionale e promuovere, con mezzi adeguati, la conoscenza e la comprensione delle specificità regionali e culturali del Paese.
Art. 13 Romancio
Il Cantone dei Grigioni può designare contemporaneamente il romancio e la lingua in cui si svolge l'insegnamento quale lingua prima (art. 9 cpv. 2 lett. a).
Art. 14 Materie d'esame
1 Almeno cinque materie di maturità sono oggetto di un esame di maturità scritto che può essere completato da un esame orale.
2 Si tratta delle materie seguenti:
una seconda lingua nazionale o una seconda lingua del Cantone, conformemente all'articolo 9 capoverso 7;
l'opzione specifica;
un'altra materia secondo le disposizioni cantonali.
Art. 15 Note di maturità e valutazione del lavoro di maturità
1 Le note di maturità sono assegnate:
nelle materie d'esame, sulla base dei risultati dell'ultimo anno d'insegnamento e di quelli ottenuti all'esame. I due risultati hanno il medesimo peso;
nelle altre materie, sulla base dei risultati dell'ultimo anno d'insegnamento;
per il lavoro di maturità, sulla base del processo di lavoro, del lavoro scritto e della sua presentazione orale.
2 Il lavoro di maturità è valutato in base alle prestazioni scritte e orali.
1 Introdotta dal n. I dell'O del 27 giu. 2007, in vigore dal 1° ago. 2007 (RU 2007 3477).
Art. 16 Criteri di riuscita
1 Le note per le prestazioni nelle materie di maturità sono espresse con punti interi e mezzi punti. La nota migliore è 6, la peggiore 1. Le note inferiori a 4 indicano risultati insufficienti.
2 Per ottenere l'attestato di maturità è necessario che nelle materie di maturità:1
il doppio della somma dei punti che mancano per arrivare al 4 nelle note insufficienti sia al massimo uguale alla somma semplice dei punti che vanno oltre il 4 nelle altre note;
non figurino più di quattro note inferiori al 4.
3 Per l'ottenimento dell'attestato di maturità sono autorizzati due tentativi.
Art. 17 Insegnamento di base in inglese
Il Cantone organizza per gli allievi che non hanno scelto l'inglese come terza lingua o come opzione specifica un insegnamento di base in questa disciplina.
Sezione 3: Disposizioni particolari
Art. 18 Menzione bilingue
La menzione bilingue, attribuita da un Cantone secondo un proprio disciplinamento, può essere riconosciuta.
Art. 191Deroghe alle disposizioni della presente ordinanza
1 Possono essere autorizzate deroghe alle disposizioni della presente ordinanza:
per condurre esperienze pilota;
per le scuole svizzere all'estero se le deroghe sono dettate dal sistema scolastico del Paese ospitante.
2 Le deroghe sono autorizzate:
per le esperienze pilota: dalla Commissione svizzera di maturità;
per le scuole svizzere all'estero: congiuntamente dal Dipartimento federale dell'economia, della formazione e della ricerca2 (DEFR) e dal Comitato della Conferenza svizzera dei direttori cantonali della pubblica educazione.
2 La designazione dell'unità amministrativa è stata adattata in applicazione dell'art. 16 cpv. 3 dell'O del 17 nov. 2004 sulle pubblicazioni ufficiali (RU 2004 4937), con effetto dal 1° gen. 2013. Di detta mod. è tenuto conto in tutto il presente testo.
Art. 20 Attestato di maturità1
1 L'attestato di maturità reca:
la dicitura «Confederazione Svizzera» e il nome del Cantone;
la menzione «Attestato di maturità rilasciato conformemente a ...»;
il nome della scuola che lo rilascia;
il cognome, il nome, il luogo d'origine (per gli stranieri: la cittadinanza e il luogo di nascita) e la data di nascita del titolare;
il periodo durante il quale il titolare ha frequentato la scuola che rilascia l'attestato;
le note ottenute nelle materie di maturità;
il titolo del lavoro di maturità;
se è il caso, la menzione «maturità bilingue» con l'indicazione della seconda lingua;
le firme delle autorità cantonali e della direzione della scuola.
2 Nell'attestato di maturità possono essere iscritte anche le note ottenute nelle materie prescritte nell'ambito cantonale o in altre materie seguite dall'allievo.
Sezione 4: Commissione svizzera di maturità
I compiti e la composizione della Commissione svizzera di maturità sono disciplinati dall'Accordo amministrativo del 16 gennaio 1995/15 febbraio 19951 tra il Consiglio federale svizzero e la Conferenza svizzera dei direttori cantonali della pubblica educazione.
1 FF 1995 II 242
Sezione 5: Procedura
Art. 22 Competenze
1 Il Cantone interessato indirizza le domande di riconoscimento alla Commissione svizzera di maturità.
2 In merito alle richieste decide il DEFR, su proposta della Commissione svizzera di maturità.
Art. 23 Ricorsi
Il Governo cantonale competente può interporre ricorso contro le decisioni del DEFR. La procedura è retta dalle disposizioni generali relative alla giurisdizione amministrativa federale.
L'ordinanza del Consiglio federale del 22 maggio 19681 concernente il riconoscimento degli attestati di maturità è abrogata.
1 [RU 1968 713, 1972 2680, 1973 98, 1974 196 art. 24 cpv. 2, 1982 2273, 1986 944]
Art. 25 Disposizione transitoria
I riconoscimenti rilasciati giusta il diritto previgente rimangono validi per 8 anni a decorrere dall'entrata in vigore della presente ordinanza.
Art. 25a1Disposizioni transitorie della modifica del 27 giugno 2007
1 Le domande di riconoscimento presentate in base al diritto previgente prima dell'entrata in vigore della modifica del 27 giugno 2007 della presente ordinanza sono esaminate in base al diritto previgente.
2 Le formazioni, i cui diplomi sono riconosciuti in base al diritto previgente, devono essere adeguate al nuovo diritto entro un anno dall'entrata in vigore della modifica del 27 giugno 2007 della presente ordinanza. Le modifiche effettuate devono essere sottoposte per verifica alla Commissione svizzera di maturità.
Art. 25b1Disposizione transitoria della modifica del 27 giugno 2018
L'informatica deve essere introdotta come altra disciplina obbligatoria al più tardi il 1° agosto 2022.
1 Introdotto dal n. I dell'O del 27 giu. 2018, in vigore dal 1° ago. 2018 (RU 2018 2669).
La presente ordinanza entra in vigore il 1° agosto 1995.
RU 1995 1001
1 RS 414.1102 RS811.113 Nuovo testo giusta il n. I dell'O del 27 giu. 2018, in vigore dal 1° ago. 2018 (RU 2018 2669).
Rumantsch è ina lingua naziunala, ma ina lingua parzialmain uffiziala da la Confederaziun, numnadamain en la correspundenza cun persunas da lingua rumantscha. La translaziun d'in decret federal serva a l'infurmaziun, n'ha dentant nagina validitad legala.
Ordinaziun davart la renconuschientscha dals attestats da maturitad gimnasiala
(Ordinaziun davart ils attestats da maturitad, ORM)
dals 15 da favrer 1995 (versiun dal 1. d'avust 2018)
sa basond sin l'artitgel 39 alinea 2 da la Lescha davart las SPF dals 4 d'october 19911 e sin l'artitgel 60 da la Lescha davart las professiuns medicalas dals 23 da zercladur 20062,3
decretescha:
1. partiziun: Disposiziuns generalas
Art. 1 Object
Questa ordinaziun regla la renconuschientscha svizra dals attestats da maturitad gimnasiala chantunals e renconuschids dals chantuns.
Art. 2 Effect da la renconuschientscha
1 La renconuschientscha constatescha ch'ils attestats da maturitad èn equivalents e ch'els correspundan a las pretensiuns minimalas.
2 Ils attestats da maturitad renconuschids conferman che lur possessurs han las enconuschientschas e las abilitads generalas ch'èn necessarias per far studis da scola auta.
3 Els autoriseschan particularmain a:
l'admissiun a las scolas politecnicas federalas tenor l'artitgel 16 da la Lescha davart las SPF dals 4 d'october 1991;
l'admissiun als examens federals per las professiuns medicalas tenor l'Ordinaziun generala davart ils examens federals per las professiuns medicalas dals 19 da november 19801 ed als examens federals per chemichers da victualias tenor la Lescha da victualias dals 9 d'october 19922.
1 [AS 1982 563, 1995 4367, 1999 2643 cifra I. AS 2008 6007 agiunta 1 cifra 1]. Guardar ussa: l'Ordinaziun d'examen LPMed dals 26 da nov. 2008 (CS 811.113.3).
2 CS 817.0
2. partiziun: Cundiziuns da renconuschientscha
Art. 3 Princip
Ils attestats da maturitad chantunals e renconuschids d'in chantun vegnan renconuschids en il senn da questa ordinaziun en l'entira Svizra, sche las cundiziuns da renconuschientscha da questa partiziun èn ademplidas.
Art. 4 Scolas da maturitad
Ils attestats da maturitad vegnan renconuschids mo, sch'els èn vegnids acquistads en ina scola da furmaziun generala a temp cumplain dal stgalim secundar II u en ina scola da furmaziun generala a temp cumplain u parzial per persunas creschidas.
Art. 5 Finamira da furmaziun
1 La finamira da las scolas da maturitad è quella d'intermediar a scolars enconuschientschas fundamentalas che als permettan d'emprender per vita duranta, che promovan lur avertadad spiertala e l'abilitad da giuditgar independentamain. Las scolas han en mira ina furmaziun diversifitgada, equilibrada e coerenta, dentant betg ina scolaziun spezialisada u professiunala. Ils scolars obtegnan quella maturitad persunala ch'è la premissa per in studi da scola auta e ch'als prepara per incumbensas pretensiusas en la societad. Las scolas promovan a medem temp l'intelligenza, la voluntad, la sensibilitad etica ed artistica sco er las abilitads fisicas da lur scolars.
2 Maturands èn abels d'acquistar nova savida, da sviluppar lur mirveglias, lur imaginaziun e lur abilitad da communitgar sco er da lavurar sulets ed en gruppas. Els n'èn betg mo disads da pensar logicamain e d'abstrahar, mabain han er l'exercizi d'in pensar intuitiv, analog e cumbinatoric. Els han uschia invista da la metodica da la lavur scientifica.
3 Maturands dumognan ina lingua naziunala e s'acquistan bunas enconuschientschas d'autras linguas naziunalas ed estras. Els èn abels da s'exprimer cun clerezza, cun precisiun e cun sensibilitad, ed els emprendan d'enconuscher las ritgezzas e las particularitads da las culturas colliadas cun las linguas.
4 Maturands san s'orientar en lur mund natiral, tecnic, social e cultural, e quai en dimensiuns naziunalas ed internaziunalas, actualas ed istoricas. Els èn pronts da surpigliar responsabladad envers els sezs, envers lur conumans, envers la societad ed envers la natira.
Art. 6 Durada
1 La scolaziun fin a la maturitad sto durar tut en tut almain 12 onns.
2 Almain ils ultims 4 onns sto la scolaziun esser concepida ed organisada particularmain per preparar per la maturitad. Ina scolaziun da 3 onns è pussaivla, sch'igl ha gì lieu sin il stgalim secundar I ina furmaziun preliminara gimnasiala.
3 En scolas da maturitad per persunas creschidas sto la scolaziun ch'è concepida ed organisada particularmain per la maturitad durar almain 3 onns. Ina part adequata da questa scolaziun sto vegnir absolvida en l'instrucziun directa.
4 Sch'i vegnan admess scolars d'auters tips da scola en la scolaziun gimnasiala, ston els per regla frequentar l'instrucziun dals ultims 2 onns avant la maturitad.
Art. 7 Persunas d'instrucziun
1 En la scolaziun da maturitad (art. 6 al. 2 e 3) sto l'instrucziun vegnir dada da persunas d'instrucziun che han acquistà il diplom d'instrucziun per scolas da maturitad u che han terminà in'autra scolaziun scientifica e pedagogica equivalenta. Per roms, per ils quals ins s'acquista la qualificaziun en ina scola auta universitara, vegn pretendì in master universitar.1
2 L'instrucziun progimnasiala sin il stgalim secundar I po er vegnir dada da persunas d'instrucziun da quest stgalim, sch'ellas possedan la qualificaziun professiunala correspundenta.
1 Versiun tenor la cifra I da l'O dals 27 da zer. 2007, en vigur dapi il 1. d'avust 2007 (AS 2007 3477).
Art. 8 Plans d'instrucziun
Las scolas da maturitad instrueschan tenor plans d'instrucziun ch'èn vegnids relaschads u approvads dal chantun e che sa basan sin il Plan d'instrucziun general svizzer da la Conferenza dals directurs chantunals da l'educaziun publica.
Art. 9 Roms da maturitad ed ulteriurs roms obligatorics1
1 Ils roms da maturitad cumpiglian:
ils roms fundamentals;
in rom d'accent;
in rom cumplementar;
la lavur da maturitad.2
2 Ils roms fundamentals èn:3
l'emprima lingua;
ina segunda lingua naziunala;
ina terza lingua (ina terza lingua naziunala, englais u ina lingua veglia);
chemia;
istorgia;
art figurativ e/u chant e musica.
2bis Ils chantuns pon porscher filosofia sco ulteriur rom fundamental.10
3 Il rom d'accent vegn tschernì dals suandants roms u da las suandantas gruppas da roms:
linguas veglias (latin e/u grec);
ina lingua moderna (ina terza lingua naziunala, englais, spagnol u russ);
fisica ed applicaziuns da la matematica;
biologia e chemia;
economia e dretg;
art figurativ;
chant e musica.
4 Il rom cumplementar vegn tschernì dals suandants roms:
applicaziuns da la matematica;
instrucziun da religiun;
chant e musica;
5 Ina lingua che vegn frequentada sco rom fundamental, na po betg vegnir elegida il medem mument sco rom d'accent. Medemamain è exclusa l'elecziun d'in rom sco rom d'accent e sco rom cumplementar. L'elecziun da chant e musica u d'art figurativ sco rom d'accent excluda l'elecziun da chant e musica, d'art figurativ u da sport sco rom cumplementar.
5bis Sco ulteriurs roms obligatorics frequentan tut ils scolars:
economia e dretg.12
6 Per las purschidas da scolaziun da las scolas da maturitad en ils roms fundamentals, en ils roms d'accent ed en ils roms cumplementars èn decisivas las disposiziuns dals chantuns.
7 En il rom fundamental «segunda lingua naziunala» ston vegnir purschidas almain 2 linguas. En chantuns plurilings po vegnir determinada ina segunda lingua chantunala sco «segunda lingua naziunala».
1 Versiun tenor la cifra I da l'O dals 27 da zer. 2018, en vigur dapi il 1. d'avust 2018 (AS 2018 2669).
2 Versiun tenor la cifra I da l'O dals 27 da zer. 2007, en vigur dapi il 1. d'avust 2007 (AS 2007 3477).
3 Versiun tenor la cifra I da l'O dals 27 da zer. 2007, en vigur dapi il 1. d'avust 2007 (AS 2007 3477).
4 Versiun tenor la cifra I da l'O dals 27 da zer. 2007, en vigur dapi il 1. d'avust 2007 (AS 2007 3477).
5 Versiun tenor la cifra I da l'O dals 27 da zer. 2007, en vigur dapi il 1. d'avust 2007 (AS 2007 3477).
6 Versiun tenor la cifra I da l'O dals 27 da zer. 2007, en vigur dapi il 1. d'avust 2007 (AS 2007 3477).
7 Integrà tenor la cifra I da l'O dals 27 da zer. 2007, en vigur dapi il 1. d'avust 2007 (AS 2007 3477).
8 Integrà tenor la cifra I da l'O dals 27 da zer. 2007, en vigur dapi il 1. d'avust 2007 (AS 2007 3477).
9 Integrà tenor la cifra I da l'O dals 27 da zer. 2007, en vigur dapi il 1. d'avust 2007 (AS 2007 3477).
10 Integrà tenor la cifra I da l'O dals 27 da zer. 2007, en vigur dapi il 1. d'avust 2007 (AS 2007 3477).
11 Integrà tenor la cifra I da l'O dals 27 da zer. 2007, en vigur dapi il 1. d'avust 2007 (AS 2007 3477).
12 Integrà tras la cifra I da l'O dals 27 da zer. 2007 (AS 2007 3477). Versiun tenor la cifra I da l'O dals 27 da zer. 2018, en vigur dapi il 1. d'avust 2018 (AS 2018 2669).
Art. 10 Lavur da maturitad
Ils scolars ston far sulets u en ina gruppa ina lavur da maturitad independenta pli gronda, che vegn realisada en scrit u cun in commentari en scrit e ch'els ston preschentar a bucca.
Art. 11 Proporziun da l'instrucziun1
Il temp total deditgà a l'instrucziun dals roms da maturitad importa:2
En pertschient
per ils roms fundamentals e per ils ulteriurs roms obligatorics:4
linguas (emprima lingua, segunda e terza lingua)
matematica, informatica e scienzas natiralas (biologia, chemia e fisica)
scienzas umanas e socialas (istorgia, geografia, economia e dretg sco er eventualmain filosofia)
art (art figurativ e/u chant e musica)
per il sectur d'elecziun: rom d'accent e rom cumplementar sco er lavur da maturitad
4 Versiun tenor la cifra I da l'O dals 27 da zer. 2018, en vigur dapi il 1. d'avust 2018 (AS 2018 2669).
5 Versiun tenor la cifra I da l'O dals 27 da zer. 2018, en vigur dapi il 1. d'avust 2018 (AS 2018 2669).
6 Versiun tenor la cifra I da l'O dals 27 da zer. 2018, en vigur dapi il 1. d'avust 2018 (AS 2018 2669).
Art. 11a1Interdisciplinaritad
Mintga scola garantescha ch'ils scolars èn famigliars cun modas da lavurar interdisciplinaras.
1 Integrà tenor la cifra I da l'O dals 27 da zer. 2007, en vigur dapi il 1. d'avust 2007 (AS 2007 3477).
Art. 12 Terza lingua naziunala
Ultra da la purschida da linguas naziunalas en il sectur dals roms fundamentals e dals roms d'accent sto vegnir purschida er ina terza lingua naziunala sco rom facultativ. L'enconuschientscha e la chapientscha da las particularitads regiunalas e culturalas dal pajais ston vegnir promovidas cun mesiras adattadas.
Art. 13 Rumantsch
Il chantun Grischun po designar la lingua rumantscha ensemen cun la lingua d'instrucziun sco emprima lingua (art. 9 al 1 lit. a).
Art. 14 Roms d'examen
1 In examen da maturitad ha lieu en almain 5 roms da maturitad. Ils examens èn en scrit; i po vegnir examinà supplementarmain a bucca.
2 Roms d'examen èn:
la segunda lingua naziunala u ina segunda lingua chantunala tenor l'artitgel 9 alinea 7;
il rom d'accent;
in ulteriur rom che vegn elegì tenor las cundiziuns dal chantun.
Art. 15 Notas da maturitad e valitaziun da la lavur da maturitad
1 Las notas da maturitad vegnan dadas:
en ils roms, en ils quals ha lieu in examen da maturitad, mintgamai per la mesadad sin basa da las prestaziuns da l'ultim onn da scolaziun e da las prestaziuns a l'examen final;
en ils ulteriurs roms sin basa da las prestaziuns durant l'ultim onn da scolaziun ch'il rom è vegnì instruì;
en la lavur da maturitad sin basa dal process da lavur, sin basa da la lavur en scrit e sin basa da sia preschentaziun a bucca.
2 En connex cun la valitaziun da la lavur da maturitad vegnan resguardadas las prestaziuns furnidas en scrit ed a bucca.
Art. 16 Normas da reussida
1 Las prestaziuns en ils roms da maturitad vegnan exprimidas en notas entiras u en mesas notas. 6 è la meglra nota, 1 è la mendra nota. Notas sut 4 represchentan prestaziuns insuffizientas.
2 L'examen da maturitad è reussì, sche en ils roms da maturitad:1
il dubel da la summa da tut las divergenzas da las notas sut 4 n'è betg pli gronda che la summa da tut las divergenzas da las notas sur 4; e
i na vegnan betg cuntanschidas dapli che quatter notas sut la nota 4.
3 2 emprovas d'acquistar l'attestat da maturitad èn admessas.
Art. 17 Curs fundamental en englais
Per scolars che n'han betg elegì englais sco rom da maturitad, sto vegnir purschì in curs fundamental en englais.
3. partiziun: Disposiziuns spezialas
Art. 18 Maturitad bilingua
La maturitad bilingua che vegn concedida d'in chantun tenor sias atgnas prescripziuns, po medemamain vegnir renconuschida.
Art. 191Divergenzas da las disposiziuns da questa ordinaziun
1 Divergenzas da las disposiziuns da questa ordinaziun pon vegnir permessas:
per realisar experiments da scola;
per las scolas svizras a l'exteriur, sche talas divergenzas èn necessarias en vista al sistem da scola dal pajais ospitant.
2 Las divergenzas vegnan permessas:
per experiments da scola: da la Cumissiun svizra da maturitad;
per scolas svizras a l'exteriur: cuminaivlamain dal Departament federal d'economia, furmaziun e retschertga (DEFR)2 e da la suprastanza da la Conferenza svizra dals directurs chantunals da l'educaziun publica.
2 La designaziun da l'unitad administrativa è vegnida adattada applitgond l'art. 16 al. 3 da l'Ordinaziun davart las publicaziuns uffizialas dals 17 da nov. 2004 per il 1. da schan. 2013 (AS 2004 4937). Questa adattaziun è vegnida fatga en tut il text.
Art. 20 Attestat da maturitad1
1 L'attestat da maturitad cuntegna:
l'inscripziun «Confederaziun svizra» sco er il num dal chantun;
la remartga «Attestat da maturitad, emess tenor …»;
il num da la scola che l'emetta;
il num, il prenum, il lieu d'origin (per persunas estras la naziunalitad ed il lieu da naschientscha) e la data da naschientscha dal titular;
la perioda, durant la quala il titular ha frequentà la scola;
las notas dals roms da maturitad;
il tema da la lavur da maturitad;
eventualmain la menziun «maturitad bilingua» cun indicaziun da la segunda lingua;
las suttascripziuns da l'autoritad chantunala cumpetenta e da la direcziun da la scola.
2 Las notas dals roms prescrits dal chantun u d'auters roms frequentads pon medemamain figurar en l'attestat da maturitad.
4. partiziun: Cumissiun svizra da maturitad
Las incumbensas e la cumposiziun da la Cumissiun svizra da maturitad sa drizzan tenor la Cunvegna da dretg administrativ dals 16 da schaner 1995/15 da favrer 19951 tranter il Cussegl federal e la Conferenza svizra dals directurs chantunals da l'educaziun publica.
5. partiziun: Procedura
Art. 22 Cumpetenza
1 Il chantun inoltrescha sias dumondas a la Cumissiun svizra da maturitad.
2 Davart dumondas decida il DEFR sin proposta da la Cumissiun svizra da maturitad.
Art. 23 Protecziun giuridica
Cunter disposiziuns dal DEFR po il chantun petent far recurs. La procedura sa drizza tenor las disposiziuns generalas da la giurisdicziun administrativa federala.
6. partiziun: Disposiziuns finalas
Art. 24 Aboliziun dal dretg vertent
L'Ordinaziun dals 22 da matg 19681 davart la renconuschientscha dals attestats da maturitad vegn abolida.
1 [AS 1968 693, 1972 2847, 1974 196 art. 24 al. 2, 1973 91, 1982 2273, 1986 944]
Art. 25 Disposiziun transitorica
Renconuschientschas ch'èn vegnidas concedidas tenor il dretg vertent èn valaivlas anc durant 8 onns suenter l'entrada en vigur da questa ordinaziun.
Art. 25a1Disposiziuns transitoricas tar la midada dals 27 da zercladur 2007
1 Las dumondas da renconuschientscha ch'èn vegnidas inoltradas avant l'entrada en vigur da la midada dals 27 da zercladur 2007 da questa ordinaziun tenor il dretg vertent, vegnan giuditgadas sa basond sin il dretg vertent.
2 Las scolaziuns, da las qualas ils attestats èn vegnids renconuschids tenor il dretg vertent, ston vegnir adattadas al nov dretg entaifer 1 onn suenter l'entrada en vigur da la midada dals 27 da zercladur 2007 da questa ordinaziun. Las midadas ston vegnir inoltradas a la Cumissiun svizra da maturitad per l'examinaziun.
1 Integrà tras la cifra I da l'O dals 27 da zer. 2007, en vigur dapi il 1. d'avust 2007 (AS 2007 3477).
Art. 25b1Disposiziuns transitoricas tar la midada dals 27 da zercladur 2018
Il rom informatica sto esser introducì fin il pli tard il 1. d'avust 2022 sco ulteriur rom obligatoric.
1 Integrà tras la cifra I da l'O dals 27 da zerc. 2018, en vigur dapi il 1. d'avust 2018 (AS 2018 2669).
Art. 26 Entrada en vigur
Questa ordinaziun entra en vigur il 1. d'avust 1995.
1 CS 414.1102 CS811.113 Versiun tenor la cifra I da l'O dals 27 da zer. 2018, en vigur dapi il 1. d'avust 2018 (AS 2018 2669).

References: Art. 2

Art. 3

Art. 4

Art. 5

Art. 6

Art. 7

Art. 8

Art. 9

Art. 10

Art. 11

Art. 11

Art. 12

Art. 13

Art. 14

Art. 15

Art. 16

Art. 17

Art. 18

Art. 19

Art. 20

Art. 22

Art. 23

Art. 25

Art. 25

Art. 25

Art. 9

Art. 11

Art. 11

Art. 191
 Art. 16

Art. 20
 Art. 24

Art. 25

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Art. 2
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Art. 3

Art. 4

Art. 5

Art. 6

Art. 7

Art. 8

Art. 9

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Art. 18

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Art. 23
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Art. 2

Art. 3

Art. 4

Art. 5

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Art. 7

Art. 8

Art. 9

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Art. 12

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Art. 14

Art. 15

Art. 16

Art. 17

Art. 18

Art. 191

Art. 20

Art. 22

Art. 23

Art. 24
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Art. 25

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Art. 26