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Timestamp: 2018-03-23 16:36:03+00:00

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Betreff: SpA 3-13/14
TSG Deidesheim // Bezirkssportwart V-S, Markus Pfliegensdörf
In der wegen Mannschaftsaufstellungen zur Rückrunde anhängigen Überprüfungsangelegenheit der TSG Deidesheim e.V., vertreten durch den Vorsitzenden Holger Leonhard, dieser hier vertreten durch den Abteilungsleiter Frank Carnevali – Einspruchsführer – gegen den Pfälzischen Tischtennis-Verband e.V., vertreten durch den Präsidenten Kurt Sturm, dieser hier vertreten durch den Bezirkssportwart V-S, Markus Pfliegensdörfer – Einspruchsgegner – hat der Spruchausschuss durch den Vorsitzenden Harz sowie die Beisitzer Eisele und Sigmund ohne mündliche Verhandlung am 09. 01. 2014 folgende Entscheidung getroffen:
1. Der Einspruch wegen der Meldung des Spielers Carnevali in der ersten Mannschaft, hat sich erledigt.
3. Die Kosten des Verfahrens tragen Einspruchsführer und Einspruchsgegner jeweils zur Hälfte.
Im Spieljahr 2013/2014 nahmen vier Herrenmannschaften des Einspruchsführers (Ef.) am Spielbetrieb teil. Die erste, in der Bezirksliga gestartete Herrenmannschaft wurde mit sechs Spielern gemeldet, von denen fünf an mehr als drei Meisterschaftsspielen der Vorrunde teilgenommen hatten, während ein Spieler keinen einzigen Einsatz bestritten hatte. Die zweite Mannschaft spielte in der Bezirksklasse und war mit sieben Mann gemeldet worden. Ein Akteur war nie am Start gewesen, während ein anderer ausschließlich in der ersten Mannschaft zum Einsatz gekommen war und zwar neunmal. Ein Spieler der dritten und einer der vierten Mannschaft hatten je viermal als Ersatzspieler in der zweiten Mannschaft ausgeholfen und dabei die niedrigsten Spielstärkequotienten in dieser Mannschaft erzielt. Der an Position zwei gemeldete Spieler C. hatte zu Beginn der Vorrunde einen Sperrvermerk erhalten und mit 4,71 den deutlich höchsten Spielstärkequotienten erzielt. Die dritte Mannschaft gehörte der Kreisliga an und war für die Vorrunde mit sieben Spielern gemeldet, die alle mindestens vier Einsätze bestritten hatten. Der Ef. sah sich verpflichtet für die erste Mannschaft einen zusätzlichen Spieler zu melden, was er mit dem bislang für diese Mannschaft gesperrten Spieler C. auch tat. Ferner bat er darum die in der ersten Mannschaft festgespielten Akteure V. und K. für die zweite Mannschaft freizugeben. Dem wurde seitens des Einspruchsgegners (Eg.) am 01.12. 2013 nur hinsichtlich des Spielers K. entsprochen und im übrigen abgelehnt.
Mit Schreiben vom 04.12. 2013 legte der Ef. dagegen Einspruch ein. Gleichzeitig beantragte der Ef. vorläufigen Rechtsschutz. Die Einspruchsgebühr ging am 05.12. 2013 ein. Nachdem der Eg. von dem eingelegten Rechtsmittel in Kenntnis gesetzt worden war, stimmte er der Meldung des Spielers C. in der ersten Mannschaft zu.Gleichzeitig verlangte er die Meldung eines weiteren Spielers für die zweite Mannschaft. Auch dagegen erhob der Ef. Einspruch und zwar mit Schreiben vom 26.12. 2013.
Der Ef. ist der Auffassung, dass die Entscheidung des Eg.s den Regelungen der Wettspielordnung (WO) widerspricht. Dies zeige schon G. 5.1 WO. Mit dieser Vorschrift werde der Ef. verpflichtet einen zusätzlichen Spieler zu melden, wenn in einer Mannschaft Spieler gemeldet sind, die nicht an mindestens drei Meisterschaftsspielen mitgewirkt haben und die Sollstärke nicht überschritten gewesen sei. Dabei müsse es sich zwangsläufig um einen Spieler aus einer unteren Mannschaft handeln, den sein Verein ursprünglich nicht in der höheren Mannschaft habe melden wollen. Die Bestimmung G. 5.3 WO sei dabei nicht anwendbar. Für den hier speziellen Fall einer erforderlichen Nachmeldung würden allein die in G. 5.1, Abs. 4 WO genannten Kriterien gelten, nämlich das Absolvieren einer Mindestzahl von Einsätzen und es müsse sich um den leistungsstärksten Spieler der unteren Mannschaft handeln. Da diese Voraussetzungen hier vorlägen und weitere Einschränkungen die WO nicht erwähne, sei der Antrag des Ef.s begründet.
Zudem verweist der Ef. auf G. 4.1 WO, wo festgelegt sei, dass zur Vor- und Rückrunde die Mannschaften aufzustellen seien. Hier fänden die für den Ersatz in höheren Mannschaften gesperrten Spieler keine Erwähnung. Damit sollen nach Ansicht des Ef.s auch diese zur Rückrunde neu unter Beachtung der tatsächlichen Spielstärke aufgestellt werden können.
Als weiteres Argument führt der Ef. G. 4.4 ff. WO an. Hier ergebe sich die Möglichkeit eines Tauschs mit Spielern des hinteren Paarkreuzes der oberen Mannschaft. Laut WO sei hier die Entstehung neuer Sperrvermerke möglich, während von den bestehenden keine Rede sei. Auch darin zeige sich, dass Sperrvermerke nicht unverrückbar für die Rückrunde stehen bleiben müssten.
Letztlich sei der Sperrvermerk auch aufzuheben, da dieser wegen einer Differenz von 0,08 gegenüber dem Spieler S. verhängt worden sei. Es handle sich hierbei um einen minimalen und nicht messbaren Unterschied. Ferner sei dieser 25 Jahre jünger, so dass davon auszugehen sei, dass sich dieser noch eine Zeitlang stetig verbessere, während der Spieler C. mindestens stagniere.
Der Einspruchsgegner trägt demgegenüber vor, dass der Sperrvermerk in erster Linie wegen des Spielers P. erfolgt sei, der im Spieljahr 2012/2013 hinter dem Spieler C. eingereiht gewesen sei. In der aktuellen Runde sei er dann als Stammspieler der ersten, der Spieler C. hingegen in der zweiten Mannschaft gemeldet worden. Ferner teilt er mit, dass er vor Beginn der Saison darauf verzichtet habe den eigentlich von der WO vorgeschriebenen siebten Mann zu verlangen, um dem Ef. die Meldung aller vier Herrenmannschaften zu ermöglichen. Er werde daher die Meldung des Spielers C. für die Rückrunde in der ersten Mannschaft, wo er von Anfang an hätte aufgestellt werden müssen, akzeptieren, in Zukunft aber keinerlei Entgegenkommen mehr zeigen und der WO entsprechend die Meldung eines weiteren Spielers für die zweite Mannschaft fordern.
Zu seinem zweiten Einspruch meint der Ef., dass das Verlangen des Eg.s keine Stütze in der WO finde. Ein zusätzlicher Spieler müsse nicht nachgemeldet werden. Zwar läge die in G. 5.1 WO genannte Ausnahme nicht vor, weil durch den hochgemeldeten Spieler C. die Spieleranzahl nicht mehr oberhalb der Sollstärke liege. Allerdings müsse auch der Spieler V., der ursprünglich in der zweiten Mannschaft gemeldet gewesen sei, mitgezählt werden. Dieser habe zwar nicht in seiner Stammmannschaft, aber neunmal in der ersten Mannschaft mitgewirkt. Die WO schreibe insoweit nicht vor in welcher Mannschaft die Mindestzahl an Einsätzen zu bestreiten seien. Nach Ansicht des Ef.s reiche es aus, dass der Betreffende nicht nur gemeldet werde, sondern tatsächlich für den Spielbetrieb zur Verfügung stehe. Schließlich sei dies dem Spieler auch nicht zuzumuten, weil dann eine die Sollstärke übersteigende Anzahl von Spielern gemeldet wäre, von denen allesamt ausreichend oft spielen, so dass er nicht zum Einsatz käme, wenn die übrigen Mannschaftskameraden spielbereit seien.
Der Eg. erwidert darauf, dass nach Abzug des Spielers C. nur sieben Akteure in der zweiten Mannschaft stehen (einen hatte der Ef. freiwillig als Ersatz für den Spieler C. nachgemeldet). Nach der WO müsse er die Meldung eines weiteren Spielers verlangen, weil einer überhaupt keinen Einsatz hatte und der Spieler V. ausschließlich in der ersten Mannschaft zum Einsatz gekommen war. Der Eg. meint, dass ihm diese nicht als Pflichteinsätze angerechnet werden können, weil sie in einer anderen Mannschaft geleistet worden seien. Die von der WO verlangten Pflichteinsätze seien im Zusammenhang mit der betreffenden Mannschaft zu sehen. Einsätze als Ersatzspieler in einer höheren Mannschaft seien nicht zu berücksichtigen. Dies sei schon immer so gehandhabt worden. Der Eg. vermutet, dass es dem Ef. möglich gewesen wäre den Spieler V. auch in der zweiten Mannschaft einzusetzen und man bewusst darauf verzichtet habe. Daher müsse der Ef. nun auch die sich daraus ergebenden Konsequenzen tragen. Er meint zudem, dass der Ef. selbst an seiner Misere schuld sei. Hätte er auf die Meldung von Strohmännern verzichtet, ergäben sich derartige Probleme nicht. Der Ef. geht davon aus, dass die trickreichen Aufstellungen vor der Vorrunde vorgenommen worden seien, um die dritte Mannschaft so stark halten zu können, dass diese sicher aufsteige. Dieses Ziel hätte der Ef. nicht erreicht, wenn er von Anfang an ordnungsgemäß und ohne Lückenfüller aufgestellt hätte.
Der gemäß § 1, Abs. 2 Rechtsordnung (RechtsO) statthafte Einspruch ist zulässig, denn der Ef. ist gemäß § 3, Ziffer 2 PTTV-Satzung Verbandsmitglied und demnach gemäß § 7 RechtsO anrufungsberechtigt. Auch das in § 8 RechtsO geforderte Rechtsschutzbedürfnis liegt vor, da der Ef. durch den Eg. in seiner Wahlfreiheit seine Mannschaften nach eigenem Ermessen aufzustellen, beschnitten wurde. Dies kann sich gravierend auf die Funktionstüchtigkeit sämtlicher Mannschaften als auch auf deren sportlichen Erfolg auswirken.
Beide Einsprüche erfolgten auch innerhalb der in § 9, Nr. 2 RechtsO genannten Frist. Der Ef. wandte sich jeweils nur wenige Tage, nachdem ihm die aus seiner Sicht ungünstigen Entscheidungen durch den Eg. mitgeteilt worden waren, an den Spruchausschuss.
Die in § 11, Abs. 1 RechtsO in Verbindung mit D. KostenO normierte Gebührenpflicht ist ebenfalls frühzeitig erfüllt worden (§ 11, Abs. 2, § 9, Nr. 2 RechtsO). In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass die Einspruchsgebühr nur einmal fällig war. Diese ist eine Pauschalgebühr und deckt das gesamte Verfahren ab. Der in dem zweiten Einspruch gestellte Antrag ist analog § 263 ZPO als Einspruchserweiterung zu qualifizieren; der auch aus prozessökonomischen Gründen im Rahmen eines einzigen Verfahrens zu behandeln war.
Der für den Ef. im Verfahren aufgetretene Vertreter war gemäß § 14, Abs. 3 bis 5 RechtsO legitimiert und mit entsprechender Vollmacht in Textform ausgestattet gewesen.
Über Zulässigkeit und Begründetheit des Antrags nach § 27 RechtsO bedarf es keiner Ausführungen, da die Hauptsacheentscheidung noch vor Beginn der Rückrunde den Parteien mitgeteilt werden konnte.
Soweit der Eg. auf den Einspruch nachgegeben und dem Begehren des Ef.s entsprochen hatte, muss er auch die Verfahrenskosten tragen (§ 36, Abs. 1 RechtsO). Vorsorglich und hilfsweise weist der Spruchausschuss darauf hin, dass der Einspruch wegen der Aufhebung der Sperre des Spielers C. und dessen Einreihung in der ersten Mannschaft begründet war.
Untauglich ist jedoch der Versuch des Ef.s den Sperrvermerk als sachlich unbegründet darzustellen. Insoweit ist seine Argumentation nicht ausreichend substantiiert. Wäre der Spieler C. zu Beginn der Vorrunde entsprechend der von der WO vorgegebenen Spielstärkenreihenfolge aufgestellt worden, so hätte er vor dem Spieler P. aufgeführt werden müssen. Insoweit ist der Vortrag des Eg.s zutreffend und der Sperrvermerk folgerichtig gewesen. Eine Aufhebung des Sperrvermerks gemäß G. 5.4, Satz 3 WO kommt nicht in Betracht. Indizien für eine in der Vorrunde eingetretene Veränderung der Spielstärke sind weder vorgetragen, noch erkennbar. Die vom Ef. mitgeteilte Mutmaßung der künftigen Entwicklung der Spielstärke des Spielers C., ist unerheblich, weil allein die aktuelle tatsächliche Stärke entscheidend ist.
Von zentraler Bedeutung für die Frage, ob die Aufstellung der Vorrunde für die Rückrunde in der Weise korrigiert werden kann, dass die Spielstärkenreihenfolge auch bei gesperrten Spielern beachtet wird und diese dann ihrer realen Stärke entsprechend eingereiht werden können, ist der Wortlaut der WO. Nur wenn aus deren Formulierungen sich ein unzweifelhaftes Verbot ergibt, ist der Ef. auch für die Dauer der Rückrunde an die Einstufung des Spielers C. gebunden. Nicht eindeutige Formulierungen gehen nach der im Vereinsrecht geltenden Unklarheitenregel zu Lasten des Ordnungsgebers. Bei der Prüfung dieser Frage ist auch zu berücksichtigen, ob einzelne Regelungen dann überhaupt noch einen Zweck verfolgen können.
G. 5.3, Satz 3 und 5.4, Satz 2 WO normieren die Geltung der Sperrvermerke für die gesamte Runde, was für die ursprüngliche Ansicht und Weigerung des Eg.s den Sperrvermerk zu entfernen, spricht. Allerdings nennt bereits G.4, Satz 3 WO eine Ausnahme. Damit durchbricht der Ordnungsgeber selbst diese Festlegung und macht sie nur zu einem Grundsatz, bei dem Ausnahmen nicht ausgeschlossen sind. Zu berücksichtigen ist hier auch der Kontext, in dem sich die Norm über die Geltungsdauer befindet. Sie regeln nämlich das Verfahren bei der Meldung der Spieler durch den Verein für eine Halbserie, also Vor- oder Rückrunde. An anderer Stelle (G. 4.1, Satz 1 WO) werden die Vereine verpflichtet ihre Mannschaften auch zur Rückrunde aufzustellen, was der Spielstärke entsprechend zu erfolgen hat. Eine Ausnahme in Gestalt der zu Beginn der Vorrunde gesperrten Spieler, wird jedoch nicht erwähnt. Folgt man der Auffassung, dass Sperrvermerke auch für die Rückrunde gelten, stünde dies in Widerspruch zu G. 4.1 WO hinsichtlich der Verpflichtung, wonach auch zur Rückrunde der Stärke nach aufzustellen ist. Es liegt daher nahe anzunehmen, dass die oben genannten Bestimmungen (G. 5.3, Satz 3 und 5.4, Satz 2 WO) dann greifen, wenn sich zur Rückrunde keine Änderungen ergeben oder nur solche, von denen die gesperrten Spieler nicht unmittelbar betroffen sind. Zumindest ist aus dem Appell in G.4.1 WO nicht zu entnehmen, dass es hinsichtlich der gesperrten Spieler bei der Rückrundenaufstellung eine Ausnahme von der Verpflichtung die Spielstärkenreihenfolge zu beachten, geben soll. Insofern lässt die WO eine Auslegungslücke, die nur zu Gunsten der Vereine geschlossen werden darf. Den-noch machen die Bestimmungen über die Geltung der Sperrvermerke auch für die Rückrunde durchaus Sinn. Somit steht nämlich fest, dass Neuzugänge erst mal keine Neubewertung der Sperrvermerke auslösen und diese bestehen bleiben. Das Gleiche gilt, wenn der Verein sein Recht auf die Spielerrochade gemäß G. 4.5 WO wahrnimmt, sofern der gesperrte Spieler in seiner bisherigen Mannschaft verbleibt. Und schließlich wird damit klargestellt, dass die Klassenleiter nach Abschluss der Vorrunde von Amts wegen keine Prüfung vornehmen, ob der zuvor verhängte Sperrvermerk nach wie vor materiell gerechtfertigt ist. Dies liegt einzig im Verantwortungsbereich der Vereine.
Im Übrigen war der Einspruch jedoch abzuweisen.
Das Verlangen des Eg.s für den Spieler V. eine Nachmeldung zu verlangen, ist begründet und ergibt sich aus G. 5.1, Satz 6 (= Abs. 3) WO. Unstreitig hatte der Spieler V. zwar häufig gespielt, allerdings nicht in der Mannschaft, in der er gemeldet war. Nach Ansicht des Spruchausschusses sind dessen Einsätze als Ersatzspieler – und um solche handelte es sich gemäß G. 6.1 WO eindeutig – nicht mitzuzählen. Dies ergibt sich direkt aus der Norm G. 5.1 WO. Diese regelt den Status der Stammspieler innerhalb ihrer Mannschaft, in der sie als Stammspieler gemeldet sind. Dies folgt bereits aus der Überschrift. Satz 1 der Bestimmung stellt nochmals klar und kann auch nicht anders verstanden werden, dass es einzig um die Regularien der Einsätze als Stammspieler geht. Damit kann ein Stammspieler dieser Bezeichnung nur dann gerecht werden, wenn er in „seiner“ Mannschaft die entsprechende Anzahl von Einsätzen leistet. Das Argument des Ef.s die Norm soll nur verhindern, dass mit „Karteileichen“ Mannschaften aufgefüllt werden, ist nicht überzeugend. Die Vorschrift verfolgt auch den Zweck für eine transparente und geordnete Mannschaftsstruktur zu sorgen. Bliebe die Aufstellungstaktik, wie sie der Ef. praktizierte zur Rückrunde folgenlos, könnte ein für eine höhere Mannschaft vorgesehener Spieler in der Vorrunde wenigstens in drei Meisterschaftsspielen der niedrigeren Mannschaft helfen. Ferner würde dieser Mannschaft für die Dauer des gesamten Spieljahres erspart bleiben den eigentlich notwendigen und auch faktisch für das Team verfügbaren Spieler zu melden. Dies wäre eine Besserstellung gegenüber den Vereinen, die von Anfang an in ihre Mannschaften eine ausreichende Anzahl von Spielern aufstellen, die für die jeweilige Mannschaft auch vorgesehen sind und zu entsprechend regelmäßigen Einsätzen auch bereit sind. Der Spruchausschuss unterstellt dem Ef. keineswegs schon vor Beginn der Vorrunde dieses Vorgehen im Sinn gehabt zu haben. Gerade im Amateursport können leicht plötzlich unvorhersehbare Ereignisse eintreten, welche der ursprünglichen Absicht zuwider laufen. Für diese Fälle stellt die WO ja auch Hilfestellungen zur Verfügung (drei Einsätze für jeden Spieler der unteren Mannschaften als Ersatzspieler, Nachmelden eines festen Stammspielers aus einer unteren Mannschaft). Die Regelungen der WO müssen jedoch abstrakt gefasst sein und adäquate Folgen vorsehen, wenn Vereine in einer Weise taktieren sollten, bei der es im Ergebnis darum geht, den in G. 5.1, Satz 2 WO normierten Grundsatz auszuhebeln.
Letztlich läuft natürlich auch das Argument des Ef.s ins Leere, der Spieler könnte dadurch in der Rückrunde auf Eis liegen. Es liegt in der alleinigen Verantwortung des Ef.s seine Mannschaften so aufzustellen, dass alle spielwilligen Akteure ihrer Stammspielerrolle gerecht werden können. Diese Möglichkeit bestand auch für den Ef. vor Beginn der Rückrunde. Ferner kann natürlich der Ef. unter seinen verfügbaren Spielern die abzuleistenden Einsätze gleichmäßig aufteilen, so dass jeder an acht bis neun Rückrundenspielen teilnehmen kann.
Hinsichtlich des abgewiesenen Antrags trägt der Ef. die Kosten (§ 36, Abs. 1 RechtsO). Der Spruchausschuss betrachtet beide Hauptanträge als gleichwertig, so dass die Kosten insgesamt hälftig aufzuteilen waren.
H a r z - E i s e l e - S i g m u n d

References: § 1
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 § 9
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 § 14
 § 27