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Timestamp: 2020-07-05 06:41:41+00:00

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BGH 2 ARs 65/12 - 27. März 2012 (AG Wuppertal; AG Halle) · hrr-strafrecht.de
BGH 2 ARs 65/12 - 27. März 2012 (AG Wuppertal; AG Halle) [= HRRS 2012 Nr. 682]
BGH 2 ARs 65/12:
HRRS-Nummer: HRRS 2012 Nr. 682
Zitiervorschlag: BGH, 2 ARs 65/12, Beschluss v. 27.03.2012, HRRS 2012 Nr. 682
BGH 2 ARs 65/12 (2 AR 35/12) - Beschluss vom 27. März 2012 (AG Wuppertal; AG Halle)
Für die zur Vollstreckung des Bußgeldbescheids notwendig werdenden Entscheidungen ist das Amtsgericht Wuppertal - Jugendrichter - zuständig.
Gemäß § 42 Abs. 1 Nr. 1 JGG ist auch der Jugendrichter zuständig, dem die familiengerichtlichen Erziehungsaufgaben für die Jugendliche obliegen. Dieser Gerichtsstand hat hier ausnahmsweise - anders als im gerichtlichen Bußgeldverfahren, in dem die Gerichtsstände gleichrangig sind (Senat, Beschluss vom 18. Januar 1974 - 2 ARs 369/73, BGHSt 25, 263, 265) - Vorrang vor dem allgemeinen Gerichtsstand (vgl. Eisenberg, JGG 15. Aufl. § 42 Rn. 6), zumal die sonst zur Auswahl befugte Staatsanwaltschaft (vgl. Senat, Beschluss vom 14. Mai 2008 - 2 ARs 168/08, NStZ 2008, 695) nicht am Verfahren beteiligt ist.
Die Zuständigkeit für die familienrechtlichen Erziehungsaufgaben liegt bei dem Gericht, in dessen Bezirk das Fürsorgebedürfnis besteht. Bestehen keine anderen Anhaltspunkte, so ist dies das Gericht, das über Leistungen nach § 86 SGB VIII zu entscheiden hat. Dies ist das Gericht, in dessen Bezirk die zur Ausübung der Personensorge berechtigte Mutter ihren Wohnsitz hat.
Externe Fundstellen: NStZ 2012, 575

References: BGH 

BGH 

BGH 
 § 42
 § 42
 § 86