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Timestamp: 2016-07-23 23:03:33+00:00

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Auf Grund des § 28 Abs. 5 in Verbindung mit den
§§ 13 Abs. 3, 56 Satz 1 Nr. 4, 57 Abs. 4, 58 Abs. 3, 59 Abs. 9, 60
Abs. 4 Satz 1 und 61 Abs. 3 des Brandenburgischen Schulgesetzes vom 12.
April 1996 (GVBl. I S. 102), von denen die §§ 13 Abs. 3, 57 Abs.
4 und 58 Abs. 3 durch Artikel 1 des Gesetzes vom 1. Juni 2001 (GVBl. I S. 62)
geändert worden sind, sowie auf Grund des § 9 Abs. 1 Nr. 2 und 3 und
des § 9 Abs. 2 in Verbindung mit den §§ 3 und 8 Abs. 2 des
Brandenburgischen Sozialberufsgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom
10. Oktober 1996 (GVBl. I S. 308) verordnet der Minister für Bildung,
§ 3 Dauer der Bildungsgänge,
§ 11 Vergabe nicht in Anspruch genommener
§ 12 Folgen der Nichtinanspruchnahme von
§ 17 Ziel und Gliederung der
§ 25 Durchführung der schriftlichen
§ 27 Durchführung und Bewertung der mündlichen
§ 38 Art und Dauer der praktischen Ausbildung in der
§ 39 Art und Dauer der praktischen Ausbildung in der
§ 40 Art und Dauer der praktischen Ausbildung im
Aufbaulehrgang Heilpädagogik
§ 44 Beurteilung und Abschluss der praktischen
§ 46 Antragstellung und Zulassung
§ 47 Prüfungsausschuss, Fachausschuss
Ziel der Bildungsgänge
Die Bildungsgänge für Sozialwesen vermitteln eine
vertiefte berufliche Fachbildung und eine erweiterte Allgemeinbildung. Sie
führen zu einem staatlichen Berufsabschluss nach Landesrecht der
Die Bildungsgänge für Sozialwesen werden als
Bildungsgänge der Fachschule in Oberstufenzentren eingerichtet und
gliedern sich in die Fachrichtungen
Sozialpädagogik, Heilerziehungspflege,
Heilpädagogik (Aufbaulehrgang) und Sonderpädagogik (Aufbaulehrgang).
Dauer der Bildungsgänge, Unterrichtsorganisation
(1) Die Bildungsgänge können in Vollzeit- und in
Teilzeitform angeboten werden. Übergänge von der Vollzeit- zur
Teilzeitform und umgekehrt sind möglich. Die Entscheidung darüber
trifft auf Antrag der Schule das staatliche Schulamt.
(2) Die Dauer der Bildungsgänge der Fachschule in den
Fachrichtungen Sozialpädagogik und Heilerziehungspflege beträgt in
Vollzeitform und tätigkeitsbegleitend in Teilzeitform drei Schuljahre. In
der Teilzeitform können bis zu 480 Unterrichtsstunden als betreute und
durch Lehrkräfte vor- und nachbereitete andere Lernformen organisiert
(3) Der Aufbaulehrgang Heilpädagogik dauert in
Vollzeitform drei Schulhalbjahre, in Teilzeitform fünf Schulhalbjahre. (4) Der Aufbaulehrgang Sonderpädagogik wird nur
tätigkeitsbegleitend in Teilzeitform angeboten und dauert drei Schuljahre.
(5) Die Ausbildung ist prozesshaft in enger Verbindung der
Lernorte Schule und Praxis zu gestalten. Der Unterricht wird in der Regel in
Klassen erteilt. Eine Teilung in Gruppen ist möglich.
(6) Der Unterricht gliedert sich in einen
berufsübergreifenden, einen berufsbezogenen Lernbereich und in einen
Wahlbereich zum zusätzlichen Erwerb der Fachhochschulreife
gemäß § 34. Der Wahlbereich wird nach den Möglichkeiten
der Schule mit Genehmigung des staatlichen Schulamtes eingerichtet. Der
Unterricht im Wahlbereich kann klassenübergreifend oder
klassenstufenübergreifend durchgeführt werden. Er kann auch für
Schülerinnen und Schüler mehrerer Schulen gemeinsam durchgeführt
(7) Der Unterricht umfasst pro Unterrichtswoche in der
Fachschule in der Vollzeitform maximal 36 Unterrichtsstunden, in der
Teilzeitform maximal 16 Unterrichtsstunden.
(8) Die Lernfelder im berufsbezogenen Lernbereich sowie die
Fächer im berufsübergreifenden Lernbereich und im Wahlbereich ergeben
sich aus den Stundentafeln gemäß den Anlagen 1 bis 4. Für die
Unterrichtsinhalte und die Anforderungen gelten die Vorgaben des für
Schule zuständigen Ministeriums.
(9) Für jede Klasse ist vor Beginn der Ausbildung durch
die Schulleitung ein Gesamtausbildungsplan aufzustellen und dem staatlichen
Schulamt zur Genehmigung vorzulegen. Er stellt
die integrative Verbindung der Ausbildung an den Lernorten Schule und
Praxis, die pädagogische Planung sowie die aufeinander abgestimmte Vermittlung der Lerninhalte sicher und
beschreibt die anderen Lernformen in der Teilzeitausbildung gemäß Absatz 2
Satz 2. Abschnitt 2
Aufnahme § 4
(1) Aufnahmevoraussetzungen für die Bildungsgänge der
Fachrichtungen Sozialpädagogik und Heilerziehungspflege sind:
die Fachoberschulreife oder eine gleichwertige Schulbildung und eine abgeschlossene einschlägige Berufsausbildung oder eine abgeschlossene nichteinschlägige Berufsausbildung und eine
für die Fachrichtung förderliche Tätigkeit oder die Fachhochschulreife oder die allgemeine Hochschulreife und eine
für die Fachrichtung förderliche Tätigkeit. (2) Aufnahmevoraussetzungen für die Aufbaulehrgänge
Heilpädagogik und Sonderpädagogik sind die staatliche Anerkennung als
Heilerziehungspflegerin oder Heilerziehungspfleger oder als Erzieherin oder
Erzieher und eine mindestens einjährige einschlägige hauptberufliche
praktische Tätigkeit in der erworbenen Qualifikation.
(3) Das für Schule zuständige Ministerium kann im
Einzelfall auf Antrag der Schule Ausnahmen von den Aufnahmevoraussetzungen
genehmigen, wenn ein den geforderten Voraussetzungen gleichwertiger
Bildungsstand und beruflicher Werdegang nachgewiesen wird. Die Aufnahme kann
mit Auflagen verbunden werden.
(4) Für die Aufnahme in die tätigkeitsbegleitende
Ausbildung in Teilzeitform ist der Nachweis einer mindestens einjährigen
einschlägigen hauptberuflichen praktischen Tätigkeit und eine
Bestätigung des Arbeitgebers über die gegenwärtige
hauptberufliche Tätigkeit mit der Zusage, das Oberstufenzentrum im
gegebenen Fall über die Beendigung der hauptberuflichen Tätigkeit zu
informieren, zu erbringen. Als hauptberuflich ist eine Tätigkeit dann
anzusehen, wenn sie mindestens die Hälfte der ortsüblichen
tariflichen Arbeitszeit umfasst und unbefristet ist oder absehbar den
Ausbildungszeitraum umfasst.
(5) Den Aufbaulehrgang Heilpädagogik in Teilzeitform
können erwerbstätige und nicht erwerbstätige Schülerinnen
und Schüler besuchen. Erwerbstätige, die nicht heil- oder
sonderpädagogisch tätig sind, sowie Nichterwerbstätige haben vor
Ausbildungsbeginn 200 Stunden heil- oder sonderpädagogische Praxis
(1) Die Aufnahme in die Fachschule ist im jeweiligen
Oberstufenzentrum schriftlich zu beantragen. Dem Aufnahmeantrag sind
die Zeugnisse, mit denen der schulische und der vorhandene berufliche
Abschluss gemäß § 4 nachgewiesen wird, ein tabellarischer Lebenslauf, zwei Lichtbilder neueren Datums, eine ärztliche Bescheinigung, aus der hervorgeht, dass die Bewerberin
oder der Bewerber die gesundheitliche Eignung für die Aufnahme der
künftigen Tätigkeit besitzt, und der gemäß § 4 geforderte Tätigkeitsnachweis. (2) Die Aufnahme erfolgt jeweils zu Beginn eines Schuljahres.
(1) Die Aufnahme erfolgt in den Fachrichtungen
Sozialpädagogik und Heilerziehungspflege auf Probe. Die Probezeit dauert
ein Schulhalbjahr. Bei der Entscheidung über die Aufnahme ist schriftlich
auf die Probezeit und die Folgen des Nichtbestehens hinzuweisen.
(2) Die Probezeit ist bestanden bei mindestens ausreichenden
Leistungen in allen Fächern und Lernfeldern.
(3) Eine mangelhafte Leistung in einem Fach oder Lernfeld kann
durch gute Leistungen in mindestens einem anderen Fach oder Lernfeld oder durch
befriedigende Leistungen in zwei anderen Fächern oder Lernfeldern
ausgeglichen werden. Eine ungenügende Leistung kann nicht ausgeglichen
(4) Die Klassenkonferenz entscheidet gemäß § 88
Abs. 3 des Brandenburgischen Schulgesetzes frühestens zwei Wochen vor dem
letzten Schultag des ersten Schulhalbjahres über das Bestehen der
Probezeit aufgrund der erzielten Leistungen unter Berücksichtigung der
Leistungsentwicklung. Sie kann Ausnahmen von den Bestimmungen gemäß
den Absätzen 2 und 3 zulassen, wenn begründet zu erwarten ist, dass
die Schülerin oder der Schüler am Unterricht der
nächsthöheren Jahrgangsstufe erfolgreich teilnehmen kann. Die
Entscheidung über das Nichtbestehen der Probezeit ist der Schülerin
oder dem Schüler unverzüglich schriftlich mitzuteilen. (5) Wer die Probezeit nicht bestanden hat, ist aus dem
Bildungsgang zu entlassen. Eine erneute Aufnahme in den gleichen Bildungsgang
kann einmal frühestens zu Beginn des nächsten Schuljahres zugelassen
werden. Die eingereichten Unterlagen gemäß § 5 Abs. 1 sind der
Schülerin oder dem Schüler zurückzugeben. Abweichend von den
Absätzen 1 bis 3 kann die Klassenkonferenz im Einzelfall, in dem wegen
längerer nicht selbst zu vertretender Unterrichtsversäumnisse eine
begründete Entscheidung über das Bestehen der Probezeit nicht
getroffen werden kann, die Probezeit verlängern. Dafür ist im
folgenden Schulhalbjahr eine Beobachtungszeit von mindestens zehn und
höchstens zwölf Wochen vorzusehen. Danach ist das
Schulverhältnis zu beenden, wenn nach Entscheidung der Klassenkonferenz
die Leistungen den erfolgreichen weiteren Schulbesuch nicht erwarten lassen.
Übersteigt die Zahl der Anmeldungen die
Aufnahmekapazität, so werden die aufzunehmenden Bewerberinnen und Bewerber
in einem Auswahlverfahren gemäß den §§ 8 bis 10 ermittelt.
Besondere Härtefälle gemäß § 8 sind vorab zu
(1) Bei der Auswahl der Bewerberinnen und Bewerber werden
zunächst diejenigen bis zur Höhe von zehn vom Hundert der vorhandenen
Plätze berücksichtigt, für die eine Wartezeit oder der Besuch
eines anderen Bildungsganges eine besondere Härte darstellen würde. (2) Eine besondere Härte liegt vor, wenn familiäre,
soziale oder gesundheitliche Umstände die unverzügliche Aufnahme der
Ausbildung gebieten oder wenn von der Bewerberin oder dem Bewerber nicht zu
vertretende Gründe den Eintritt in den Bildungsgang erheblich
(3) Als Härtefälle gelten insbesondere der Nachweis
einer im Zeitraum des vergangenen Schuljahres erfolgten Niederkunft oder einer
mindestens einjährigen Betreuung eines Kindes oder der Nachweis einer
mindestens einjährigen Betreuung einer pflegebedürftigen Person nach
den Richtlinien der Pflegeversicherung oder der Nachweis, dass bei Vorliegen
einer Behinderung die gewählte Ausbildung die Rehabilitationschancen
(4) Plätze, die nicht nach Absatz 1 vergeben werden, sind
im Verfahren gemäß § 9 zu verteilen. Übersteigt die Zahl
der Bewerberinnen und Bewerber, die berechtigt einen Härtefall geltend
machen, die Quote des Absatzes 1, so wird die Rangfolge nach der Eignung
ermittelt. Die §§ 9 und 10 finden entsprechende Anwendung. § 9
Für die Eignungsfeststellung sind die bisherigen
Leistungen heranzuziehen. Maßgebend ist die auf eine Dezimalstelle ohne
Rundung errechnete Durchschnittsnote des Zeugnisses, mit dem der berufliche
Abschluss gemäß § 4 nachgewiesen wird. Ist ein beruflicher
Abschluss nicht vorhanden, ist die entsprechende Durchschnittsnote des
schulischen Abschlusszeugnisses heranzuziehen.
(1) Für die Rangfolge der zu vergebenden Plätze ist
die gemäß § 9 ermittelte Durchschnittsnote maßgebend. (2) Bei gleicher Durchschnittsnote werden die Plätze an
diejenigen vergeben, die in einem vorangegangenen Schuljahr wegen fehlender
Plätze nicht aufgenommen werden konnten. Die Dauer der Wartezeit
entscheidet in diesen Fällen über die Rangfolge.
(3) Sind auch nach Anwendung von Absatz 2 Bewerberinnen und
Bewerber als gleich geeignet anzusehen, so werden die noch vorhandenen
Plätze durch das Los vergeben.
(4) Nicht aufgenommene Bewerberinnen und Bewerber werden nach
der Rangfolge ihrer Eignung in eine Nachrückerliste eingetragen. § 11
Plätze, die zum Schuljahresbeginn von Bewerberinnen und
Bewerbern, die nach dem Auswahlverfahren eine Aufnahmebestätigung erhalten
haben, nicht in Anspruch genommen worden sind, werden nach der Rangfolge der
Nachrückerliste vergeben.
(1) Bewerberinnen und Bewerber, die vor Schuljahresbeginn auf
ihren Platz verzichten, ihre Bewerbung aber aufrechterhalten, nehmen am
Aufnahmeverfahren des nächsten Schuljahres erneut teil.
(2) Für Bewerberinnen und Bewerber, die vor
Schuljahresbeginn der Schule nicht mitgeteilt haben, dass sie ihren Platz nicht
in Anspruch nehmen, wird die Bewerbung bei der nächsten Bewerbung nicht
auf die Wartezeit angerechnet.
(1) Leistungen können insbesondere durch schriftliche
Arbeiten, Referate und Hausarbeiten erbracht werden. Leistungen, die sich vor
allem auf die Bereiche Methoden- und Sozialkompetenz beziehen, sowie die
Unterrichtsmitarbeit im Sinne der Berücksichtigung der Anzahl und
Qualität konstruktiver Beiträge sind bei der Leistungsbewertung zu
(2) Pro Schulhalbjahr ist mindestens ein erforderlicher
Leistungsnachweis in jedem Fach und Lernfeld vorzusehen. Neben schriftlichen
Klassenarbeiten sollen dies auch Leistungsnachweise für praktische
Tätigkeiten sein, für die eine Kombination von praktischen,
schriftlichen und mündlichen Aufgaben vorgesehen werden kann.
(3) Grundsätze für die Beobachtung und Bewertung der
Lernentwicklung sowie für die Koordinierung der Leistungsbeurteilung
beschließt die Abteilungskonferenz für die Angelegenheiten des
Bildungsganges sowie die Fach- oder Lernbereichskonferenz für die
jeweiligen fachlichen Angelegenheiten.
(4) Wer aus nicht selbst zu vertretenden Gründen die
für die Festsetzung der Noten zum jeweiligen Schulhalbjahr oder Schuljahr
erforderlichen Leistungsnachweise nicht erbracht hat, kann diese entsprechend
nachholen. Bis zur Versetzungskonferenz oder Zulassungskonferenz zur
Abschlussprüfung (Vorkonferenz) müssen die fehlenden
Leistungsnachweise nachgeholt sein. Werden Leistungen aus selbst zu
vertretenden Gründen nicht erbracht, zum Beispiel bei
Leistungsverweigerung oder grober Täuschung, so ist durch die betroffene
Lehrkraft unter Beachtung des Grundsatzes der
Verhältnismäßigkeit zu entscheiden, ob die Note
„ungenügend“ erteilt wird, die nicht erbrachte Leistung ohne
Bewertung bleibt oder die Leistungsfeststellung nachgeholt werden kann. Als
Leistungsverweigerung gilt auch das unentschuldigte Fehlen.
(5) Die Halbjahres- oder Jahresnote in einem Fach wird von der
Lehrkraft festgesetzt, die in diesem Fach zuletzt unterrichtet hat. Die Note
für ein Lernfeld wird durch die in diesem Lernfeld unterrichtenden
Lehrkräfte gemeinsam festgesetzt. Über die Gewichtung der einzelnen
Noten ist vor Unterrichtsbeginn ein Beschluss in der Fach- oder
Lernbereichskonferenz zu fassen. Grundlage dafür bilden die während
dieses Zeitraumes gezeigten mündlichen, schriftlichen und gegebenenfalls
praktischen Leistungen.
(6) Für Schülerinnen und Schüler mit einer
erheblichen Sprachauffälligkeit, Sinnes- oder Körperbehinderung kann
der Förderausschuss gemäß den Bestimmungen der
Sonderpädagogik-Verordnung eine Empfehlung zum spezifischen Umgang mit der
Leistungsbewertung erarbeiten, um Nachteile auszugleichen, die sich aus Art und
dem Umfang der jeweiligen Behinderung ergeben. Die Leistungsanforderungen
müssen den Zielsetzungen des besuchten Bildungsganges entsprechen. § 14
(1) Eine Versetzung erfolgt bei mindestens ausreichenden
Leistungen in allen Fächern und Lernfeldern und dem erfolgreichen
Abschluss des jeweiligen praktischen Ausbildungsabschnitts gemäß
(2) Eine mangelhafte Leistung in einem Fach oder einem Lernfeld
kann durch eine gute Leistung in einem anderen Fach oder einem Lernfeld oder
durch befriedigende Leistungen in zwei anderen Fächern oder Lernfeldern
(3) Die Klassenkonferenz entscheidet gemäß § 88
Abs. 3 des Brandenburgischen Schulgesetzes zwei Wochen vor dem letzten Schultag
des Schuljahres über die Versetzung aufgrund der im Schuljahr erzielten
Leistungen unter Berücksichtigung der Leistungsentwicklung. Sie kann
Ausnahmen von den Bestimmungen gemäß den Absätzen 1 und 2
zulassen, wenn begründet zu erwarten ist, dass die Schülerin oder der
Schüler am Unterricht der nächsthöheren Jahrgangsstufe
erfolgreich teilnehmen kann. Die Gründe für eine Nichtversetzung sind
schriftlich festzuhalten. (4) Wird eine Versetzungsgefährdung deutlich, so sind die
betreffenden Schülerinnen oder Schüler schriftlich zu unterrichten.
Diese Mitteilung hat spätestens acht Wochen vor dem Versetzungstermin zu
erfolgen. Erfolgt im Ausnahmefall keine Unterrichtung, ergibt sich daraus kein
Anspruch auf Versetzung.
Wiederholung, Unterbrechung
(1) Maximal eine Jahrgangsstufe kann einmal während der
Gesamtausbildung wiederholt werden. Eine zweite Wiederholung ist nicht
(2) Wer nicht zur Abschlussprüfung zugelassen wurde oder
die Abschlussprüfung nicht bestanden hat, kann das letzte Schuljahr
wiederholen, sofern er nicht bereits ein Schuljahr gemäß Absatz 1
wiederholt hat. Erfolgt nach der Wiederholung erneut keine Zulassung zur
Abschlussprüfung, wird das Schulverhältnis beendet.
(3) Eine Wiederholung kann nur erfolgen, wenn auch im folgenden
Schuljahr der zu wiederholende Bildungsgang an diesem oder einem anderen
Oberstufenzentrum eingerichtet ist.
(4) Wer gemäß Absatz 1 Satz 2 oder Absatz 2 Satz 2
die Schule verlässt, kann keinen Antrag auf Aufnahme in einen anderen
Fachschulbildungsgang im Bereich Sozialwesen stellen. In diesen Fällen
sind die eingereichten Unterlagen gemäß § 5 Abs. 1 den
Schülerinnen und Schülern unverzüglich zurückzugeben, wenn
kein anderer Bildungsgang im Oberstufenzentrum besucht wird.
(5) Über Ausnahmen zu den Regelungen gemäß
Absatz 4 entscheidet das zuständige Schulamt auf Antrag der Schulleitung. (6) Die Ausbildung kann aus wichtigem Grund auf Antrag der
Schülerin oder des Schülers an die Schulleitung des
Oberstufenzentrums unterbrochen werden. Wer die Ausbildung länger als zwei
Jahre unterbrochen hat, kann zur Fortsetzung der Ausbildung nur zugelassen
werden, wenn in einer Überprüfung die erforderlichen Kenntnisse
nachgewiesen werden. Form und Umfang der Überprüfung setzt die
Schulleitung fest.
(1) Zum Ende des ersten Schulhalbjahres wird ein
Halbjahreszeugnis ausgegeben. Am Ende eines Schuljahres wird ein
Schuljahreszeugnis mit dem Vermerk über die Versetzung oder
Nichtversetzung erteilt.
(2) Wer den Bildungsgang gemäß § 31 Abs. 3
erfolgreich abgeschlossen hat, erhält ein Abschlusszeugnis.
(3) Ein Abgangszeugnis erhält, wer die Probezeit nicht
bestanden hat oder den Bildungsgang ohne Abschluss verlässt. Die
Gründe des nicht erreichten Abschlusses werden im Zeugnis vermerkt. (4) Das Oberstufenzentrum ist für die Ausfertigung der
Zeugnisse verantwortlich. Die Halbjahreszeugnisse und die Jahreszeugnisse
tragen jeweils das Datum des letzten Unterrichtstages. Das Abgangszeugnis
trägt das Datum der Beendigung des Schulverhältnisses. Die
Abschlusszeugnisse tragen das Datum des Ausgabetages. Die Schulleiterin oder
der Schulleiter bestimmt den Ort, den Tag und die Zeit der Aushändigung
der Zeugnisse.
(1) Die Prüflinge weisen in der Abschlussprüfung
nach, dass sie das Ziel des Bildungsganges erreicht haben.
(2) Die Abschlussprüfung besteht aus einem schriftlichen
und einem mündlichen Teil. Sie findet im letzten Schulhalbjahr statt.
(1) Für die Abschlussprüfung jeder Klasse wird ein
Prüfungsausschuss gebildet. Er entscheidet über alle Vorgänge
des Prüfungsverfahrens.
(2) Der Prüfungsausschuss wird auf Vorschlag der
Schulleitung durch das zuständige staatliche Schulamt berufen. Dem
Prüfungsausschuss gehören als stimmberechtigte Mitglieder an:
das den Vorsitz führende Mitglied der Schulleitung, die Lehrkräfte, die den Unterricht erteilt haben als Prüferin
oder Prüfer und zur Protokollführung und eine oder mehrere Fachkräfte der fachrichtungsbezogenen Praxis. (3) Schulaufsichtausübende Personen können an allen
Prüfungen teilnehmen. In diesem Fall ist das den Vorsitz des
Prüfungsausschusses führende Mitglied vorher zu informieren. (4) Der Prüfungsausschuss kann mit Zustimmung des
Prüflings weiteren Gästen als Zuhörer die Teilnahme an der
mündlichen Prüfung gestatten. An den Beratungen des
Prüfungsausschusses dürfen sie nicht teilnehmen.
(5) Angehörige des Prüflings im Sinne des § 20
des Verwaltungsverfahrengesetzes für das Land Brandenburg dürfen
nicht stimmberechtigtes Mitglied des Prüfungsausschusses sein. (6) Der Prüfungsausschuss ist beschlussfähig, wenn
das den Vorsitz führende Mitglied und mindestens die Hälfte der
stimmberechtigten Mitglieder anwesend sind. Er beschließt mit einfacher
Mehrheit. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des den Vorsitz führenden
Mitgliedes den Ausschlag. Stimmenthaltungen sind nicht zulässig. (7) Die Mitglieder des Prüfungsausschusses und die
Gäste sind zur Verschwiegenheit über alle Prüfungsvorgänge
verpflichtet. Sie sind vor Prüfungsbeginn von dem den Vorsitz
führenden Mitglied darauf hinzuweisen. In die Prüfungsniederschrift
ist ein entsprechender Vermerk aufzunehmen.
(8) Das den Prüfungsvorsitz führende Mitglied hat das
Recht, Entscheidungen des Prüfungsausschusses bei der zuständigen
Schulbehörde zu beanstanden, wenn
wesentliche Vorschriften verletzt wurden, von unrichtigen Voraussetzungen ausgegangen oder gegen allgemein geltende Grundsätze der Bewertung verstoßen
wurde. Die Entscheidung in der Sache muss unverzüglich erfolgen. Bis zur
Entscheidung hat eine Beanstandung aufschiebende Wirkung. Wird dadurch die
Festlegung des Prüfungsergebnisses zurückgestellt, ist der
Prüfling unverzüglich in Kenntnis zu setzen. § 19
(1) Für die Durchführung der mündlichen
Prüfung kann der Prüfungsausschuss zusätzlich
Fachprüfungsausschüsse bilden.
(2) Das den Vorsitz des Prüfungsausschusses führende
Mitglied bestimmt die Fachprüfungsausschüsse und beruft als
das den Vorsitz führende Mitglied, die Lehrkraft, die den Unterricht erteilt hat oder eine Vertretung als
Fachprüferin oder Fachprüfer, eine fachkundige Lehrkraft zur Protokollführung und für Prüfungen im berufsbezogenen Lernbereich eine Fachkraft der
fachrichtungsbezogenen Praxis. (3) Das den Vorsitz des Prüfungsausschusses führende
Mitglied ist berechtigt, den Vorsitz im Fachprüfungsausschuss selbst zu
(4) Der Fachprüfungsausschuss führt die
mündliche Prüfung durch. Alle Mitglieder des
Fachprüfungsausschusses sind berechtigt, Fragen zu den Themen der
Prüfung zu stellen.
(5) Der Fachprüfungsausschuss ist nur dann
beschlussfähig, wenn mindestens drei Mitglieder anwesend sind. Der
Fachprüfungsausschuss beschließt mit der Mehrheit der
stimmberechtigten Mitglieder. Bei Stimmengleichheit entscheidet das den Vorsitz
führende Mitglied. Stimmenthaltungen sind nicht zulässig.
(6) Der Fachprüfungsausschuss legt die Note für die
mündliche Prüfung auf Vorschlag der prüfenden Lehrkraft fest. § 20
(1) Das für Schule zuständige Ministerium setzt den
Terminrahmen für den Ablauf der Abschlussprüfungen fest. (2) Die Schulleitung stellt einen Prüfungsablaufplan auf,
der die Daten für die schriftlichen und mündlichen Prüfungen
enthält. Dieser Prüfungsablaufplan ist dem zuständigen
staatlichen Schulamt acht Wochen vor Prüfungsbeginn zur Kenntnis
(1) Zur Prüfung wird durch das den Vorsitz des
Prüfungsausschusses führende Mitglied zugelassen, wer die jeweiligen
praktischen Ausbildungsabschnitte erfolgreich gemäß § 44 Abs. 2
und das Verfahren gemäß § 44 Abs. 5 absolviert hat. Wer
zugelassen wurde, ist zur Teilnahme an der Prüfung verpflichtet. (2) In begründeten Ausnahmefällen, insbesondere wegen
Krankheit oder aus anderen, nicht selbst zu vertretenden Gründen, kann das
staatliche Schulamt auf Antrag des Prüflings eine Zurückstellung von
der Prüfung oder Teilen der Prüfung gestatten. Bei Wegfall des
Grundes wird der Terminplan für eine Nachprüfung mit dem
Prüfling abgestimmt.
(1) Die Lehrkräfte legen die Vornoten für die
Fächer der schriftlichen Prüfung frühestens zwei Wochen vor
Beginn der schriftlichen Abschlussprüfung fest. Die Vornote wird ohne
Dezimalstelle aus dem arithmetischen Mittel aller Noten zu den während der
Ausbildung erbrachten Leistungen unter Berücksichtigung der
Leistungsentwicklung gebildet.
(2) Die Vornoten sind den Prüflingen spätestens am
zweiten Unterrichtstag nach der Festlegung bekannt zu geben.
(1) Über alle mit der Prüfung zusammenhängenden
Beratungen und über alle Prüfungsvorgänge sind Niederschriften
(2) Die Niederschrift über die schriftliche Prüfung
enthält insbesondere
die Namen der aufsichtführenden Lehrkräfte und die Zeiten ihrer
Aufsicht, die genehmigten Aufgabenvorschläge, den Beginn der Aufgabenstellung, den Beginn der Prüfungszeit, den Sitzplan, den Zeitpunkt, zu dem einzelne Prüflinge den Raum verlassen und
zurückkehren, die Zeiten, zu denen die Prüflinge die Arbeiten abgeben, den Vermerk, dass auf die Folgen der Verwendung unerlaubter Hilfsmittel,
von Täuschungen oder Täuschungsversuchen oder der Mitwirkung an
Täuschungen gemäß § 28 hingewiesen worden ist, und eine Erklärung zur Verschwiegenheit über alle
Prüfungsvorgänge gemäß § 18 Abs. 7. (3) Die Niederschriften über die schriftliche Prüfung
sind von den aufsichtführenden Lehrkräften anzufertigen und zu
(4) Die Niederschrift über die mündliche Prüfung
soll die Namen der Mitglieder des Prüfungsausschusses, die
Aufgabenstellung und die Besonderheiten des Prüfungsablaufs sowie die
Leistungen des Prüflings erkennen lassen und die Teilnoten sowie die
Gesamtnote enthalten. Das Abstimmungsergebnis über die Note ist ebenfalls
aufzunehmen. Eine Beurteilung mit „mangelhaft“ oder
„ungenügend“ ist im Einzelnen zu begründen. Die
Niederschrift ist von der protokollführenden Lehrkraft und von der den
Vorsitz des prüfenden Ausschusses führenden Person zu unterschreiben.
Die Aufgabenstellungen und die Notizen, die der Prüfling bei der
Prüfungsvorbereitung angefertigt und bei der Prüfung benutzt hat,
sind der Niederschrift beizufügen.
(5) Alle Prüfungsunterlagen sind zehn Jahre in der Schule
Aufgaben der schriftlichen Prüfung
(1) In der schriftlichen Prüfung sind drei Arbeiten mit
jeweils drei Zeitstunden Prüfungsdauer anzufertigen.
(2) Die Lernfelder, in denen eine schriftliche Prüfung
stattfindet, sind in den Stundentafeln gemäß den Anlagen 1 bis 4 mit
„s P“ gekennzeichnet.
(3) Die im Lernfeld unterrichtenden Lehrkräfte erarbeiten
für die schriftliche Prüfung in jedem Lernfeld zwei
Aufgabenvorschläge gegebenenfalls unter Beifügung von zu
bearbeitenden Texten und Angaben der Hilfsmittel. Jedem Aufgabenvorschlag ist
eine Erläuterung beizufügen, aus der sich Art und Umfang der
erwarteten Prüfungsleistung und die Bewertung der Aufgabenteile ergeben. (4) Das für Schule zuständige Ministerium oder ein
Schulrat des von ihm beauftragten staatlichen Schulamtes prüft und
genehmigt die Aufgabenvorschläge. Sie oder er entscheidet, welcher der
beiden Vorschläge verwendet werden soll und sendet beide in versiegeltem
Umschlag an die Schulleiterin oder den Schulleiter zurück. Die
gewählten und nicht gewählten Vorschläge, Entwürfe,
Durchschriften und Vervielfältigungen sind unter Verschluss zu halten. Dem
Prüfling dürfen über die eingereichten Vorschläge in keiner
Weise Informationen zugänglich gemacht werden.
(5) Zur Vorbereitung der Prüfung und Bereitstellung der
notwendigen Materialien wird der Umschlag zwei Unterrichtstage vor der
Prüfung durch die Schulleiterin oder den Schulleiter geöffnet. (6) Eine der schriftlichen Prüfungsarbeiten kann durch
eine Facharbeit mit anschließender Präsentation der Ergebnisse im
Rahmen eines Kolloquiums unter prüfungsgemäßen Bedingungen
(7) Die Schulleitung entscheidet auf Antrag der Fach- oder
Lernbereichskonferenz zu Beginn des letzten Ausbildungsjahres über die
Ersetzung gemäß Absatz 6. Die Schülerinnen und Schüler
erhalten die Mitteilung zum Thema der zu schreibenden Facharbeit sowie den
Abgabetermin bis zum 1. November des laufenden Ausbildungsjahres.
(1) Vor Beginn der schriftlichen Prüfung werden die
Prüflinge auf die Bestimmungen über Täuschungen und
Täuschungsversuche belehrt.
(2) Die Arbeiten werden unter Aufsicht von zwei
Lehrkräften angefertigt.
(3) Für die Arbeiten einschließlich der Konzepte
sind von der Schule einheitlich gekennzeichnete Bögen bereitzustellen; die
Verwendung anderer Bögen ist unzulässig. Die Seiten der Reinschrift
sind fortlaufend zu nummerieren. Sämtliche Entwürfe und der
Aufgabentext sind mit dem Namen des Prüfungsteilnehmers zu versehen und
mit der Reinschrift abzugeben. (4) Auf schriftlichen Antrag an die Schulleitung sind für
behinderte Prüflinge die sich aus ihrer Behinderung ergebenden Nachteile
auszugleichen. Für eine begründete Entscheidung kann die Vorlage
einer ärztlichen Bescheinigung verlangt werden.
(5) Bei den Arbeiten dürfen nur die Hilfsmittel benutzt
werden, die in den genehmigten Aufgabenvorschlägen angegeben sind. § 26
(1) Alle schriftlichen Arbeiten sind von den unterrichtenden
Lehrkräften zu beurteilen und mit einer Note zu bewerten. (2) Für die Bewertung einer schriftlichen Arbeit ist von
dem Vorsitzenden der Prüfungskommission eine weitere Fachlehrkraft zu
bestimmen, wenn in der Erstkorrektur nicht mindestens die Note
„ausreichend“ erteilt wurde. Bei einer von der Erstkorrektur
abweichenden Bewertung entscheidet die Prüfungskommission über die
endgültige Note.
(3) Schwerwiegende und wiederholte Verstöße gegen
die sprachliche Richtigkeit oder gegen die äußere Form sind in
der Bewertung angemessen zu berücksichtigen.
(4) Die Ergebnisse der schriftlichen Prüfung werden dem
Prüfling spätestens zwei Unterrichtstage vor Beginn der
mündlichen Prüfung bekannt gegeben.
(1) Die mündliche Prüfung kann in allen Fächern
und Lernfeldern stattfinden.
(2) Von der mündlichen Prüfung eines Prüflings
kann Abstand genommen werden, wenn eine eindeutige Festlegung der Endnoten in
allen Fächern und Lernfeldern des Pflichtbereiches aufgrund der Vornoten
und der Noten der schriftlichen Prüfung möglich ist. Der
Prüfungsausschuss bestimmt auf Vorschlag des Prüfungsvorsitzenden und
der unterrichtenden Lehrkräfte über die mündlichen
(3) Konnte wegen Fehlens von Leistungsnachweisen aus vom
Prüfling nicht zu vertretenden Gründen keine Vornote gebildet werden,
so hat eine mündliche Prüfung in diesem Fach und/oder Lernfeld
(4) Den Prüflingen ist eine Woche vor der mündlichen
Prüfung bekannt zu geben, ob und in welchen Fächern oder Lernfeldern
(5) Die Dauer der mündlichen Prüfung beträgt je
Prüfling in der Regel 20, höchstens 30 Minuten. Für die
unmittelbare Vorbereitung auf die Prüfung sind dem Prüfling 20
Minuten Zeit zu gewähren. Wenn es die Aufgabenstellung erfordert, kann die
Fachprüfungskommission die Vorbereitungszeit bis auf 40 Minuten
(6) Jeder Prüfling wird einzeln geprüft. Andere
Prüflinge dürfen sich nicht im Prüfungsraum aufhalten. (7) Die mündliche Prüfung nimmt die prüfende
Lehrkraft ab, die auch die Aufgabenstellung erarbeitet. Aus wichtigem Grund
kann der Vorsitzende der Prüfungskommission eine andere Lehrkraft
hierfür bestimmen. Der Vorsitzende der Fachprüfungskommission ist
berechtigt, das Prüfungsgespräch zeitweise zu führen. Die
Prüfungsaufgaben werden dem Prüfling schriftlich vorgelegt.
Während der Vorbereitung, die unter Aufsicht stattfindet, darf sich der
Prüfling Aufzeichnungen als Grundlage für seine Ausführungen
machen. Im Prüfungsgespräch sind vor allem größere
fachliche Zusammenhänge zu berücksichtigen. (8) Die prüfende Lehrkraft schlägt die Note für
die mündliche Prüfung vor. Der Fachprüfungsausschuss legt die
Note fest und teilt sie dem Prüfling mit.
(1) Wer aus einem nicht selbst zu vertretenden Grund an der
Abschlussprüfung oder an einzelnen Prüfungsteilen nicht teilnehmen
kann, muss dieses unverzüglich anzeigen und den Grund nachweisen.
Krankheit muss durch eine ärztliche Bescheinigung belegt werden.
Mitglied prüft die Unterlagen und entscheidet, ob die Nichtteilnahme vom
Prüfling nicht zu vertreten ist. Er bestimmt, zu welchem Zeitpunkt die
Abschlussprüfung gegebenenfalls neu angesetzt oder fortgeführt wird. (3) Prüfungsleistungen, die bereits erbracht worden sind,
werden angerechnet. Für nachzuholende schriftliche Prüfungen ist der
genehmigte, aber nicht ausgewählte zweite Aufgabenvorschlag zu verwenden. (4) Versäumt der Prüfling aus von ihm zu vertretenden
Gründen einzelne Prüfungsteile oder verweigert er
Prüfungsleistungen, werden diese als ungenügende Leistung gewertet. (5) Setzt der Prüfling bei der Bearbeitung der
Aufgabenstellung unerlaubte Hilfen ein, begeht er eine Täuschung. Art und
Umfang sind von der aufsichtführenden Lehrkraft vor Ort festzustellen, im
Prüfungsprotokoll festzuhalten und dem Prüfungsausschuss zu melden.
Gleiches gilt für Täuschungsversuche sowie für Beihilfe zur
(6) Der Prüfungsausschuss entscheidet spätestens
innerhalb einer Woche nach der Feststellung, ob bei geringerem Umfang der
Täuschung der ohne Täuschung geleistete Prüfungsteil bewertet
und der übrige Teil als nicht geleistet gewertet wird. Bei erheblicher
Täuschung wird die gesamte Prüfungsleistung als ungenügende
Leistung gewertet. Lässt sich der Umfang der Täuschung nicht
feststellen, wird dieser Prüfungsteil wiederholt. In besonders schweren
Fällen kann der Prüfling von der Abschlussprüfung ausgeschlossen
werden. Sie gilt dann als nicht bestanden. (7) Erhält der Prüfungsausschuss erst nach der
Abschlussprüfung von einer Täuschung Kenntnis und stellt diese als
solche fest, kann das zuständige staatliche Schulamt die
Abschlussprüfung als nicht bestanden und das Zeugnis für
ungültig erklären.
(8) Stört ein Prüfling den Prüfungsablauf so
erheblich, dass eine Prüfung nicht ordnungsgemäß
durchgeführt werden kann, kann er durch den Prüfungsausschuss von der
Abschlussprüfung ausgeschlossen werden. Bei Ausschluss gilt die
Abschlussprüfung als nicht bestanden. Erfolgt kein Ausschluss, so wird der
betroffene Prüfungsteil als ungenügende Leistung gewertet.
(1) Die Prüflinge können auf schriftlichen Antrag
innerhalb eines Jahres nach Abschluss ihrer Prüfung in die von ihnen
angefertigten Prüfungsarbeiten und in die Niederschriften über ihre
mündlichen Prüfungen Einsicht nehmen. Die Einsicht darf nur dem
Prüfling selbst oder einer mit schriftlicher Vollmacht beauftragten Person
gewährt werden. Nimmt der Prüfling selbst Einsicht, so kann er sich
von einer Person begleiten lassen. Dieser ist dann ebenso Einsicht zu
gewähren, sofern der Prüfling damit einverstanden ist.
(2) Bei der Einsichtnahme sind die Prüfungsarbeiten
vollständig vorzulegen, einschließlich aller Gutachten und
(3) Die Einsichtnahme erfolgt unter Aufsicht. Die
Einsichtnehmenden haben sich vorher auszuweisen. Die Einsichtnahme umfasst das
Recht, Auszüge anzufertigen.
Widerspruch des Prüflings
Entscheidungen des Prüfungsausschusses über das
Ergebnis der Prüfung können durch Widerspruch angefochten werden. Der
Widerspruch ist bei der Schule einzulegen. Die Durchführung des
Widerspruchsverfahrens richtet sich nach den geltenden Rechts- oder
Abschlusskonferenz, Prüfungsergebnis
(1) Der Prüfungsausschuss setzt nach Abschluss der
schriftlichen und mündlichen Prüfungen für jedes Fach und jedes
Lernfeld die Endnote fest.
(2) Grundlage für die Festlegung sind die Vornoten sowie
die Ergebnisse der schriftlichen und mündlichen Prüfungen. Die
Notenbildung erfolgt durch die Bildung des rechnerischen Mittelwertes aus der
Vornote sowie der Prüfungsnoten. Die Noten sind nach der rechnerischen
Ermittlung durch Auf- oder Abrunden festzusetzen. Abweichende Entscheidungen
sind bei besonderer Würdigung der Prüfungsleistungen möglich,
wenn sie im Einzelfall schriftlich begründet im Protokoll der
Abschlusskonferenz festgehalten werden.
(3) Die Abschlussprüfung ist bestanden, wenn die Endnote
in allen Fächern und Lernfeldern mindestens „ausreichend“
(4) Die Ergebnisse der Abschlussprüfung werden den
Prüflingen unmittelbar nach Abschluss der Beratungen mitgeteilt. § 32
(1) Schülerinnen und Schüler, die die
Abschlussprüfung in einem Fach oder Lernfeld mit einer schlechteren Note
als „ausreichend“ abgeschlossen haben, können die
Abschlussprüfung in diesem Fach oder Lernfeld innerhalb eines Monats nach
Unterrichtsbeginn des neuen Schuljahres einmal wiederholen.
(2) Schülerinnen und Schüler, die schlechtere
Leistungen als nach Absatz 1 erbracht haben oder die Fächer und Lernfelder
nach Absatz 1 nicht erfolgreich wiederholt haben, sind erst nach Wiederholung
des letzten Schuljahres zu einer erneuten Abschlussprüfung zuzulassen. (3) Schülerinnen und Schüler, die sich der
Wiederholungsprüfung nach Absatz 1 unterziehen oder nach Absatz 2 das
letzte Schuljahr wiederholen wollen, haben dies dem Vorsitzenden der
Prüfungskommission innerhalb von 14 Tagen nach Bekanntgabe des
Prüfungsergebnisses schriftlich mitzuteilen. Der Termin für die
Wiederholungsprüfung nach Absatz 1 wird von der Prüfungskommission
festgesetzt und den Schülern rechtzeitig bekannt gegeben.
(4) Eine weitere Wiederholung einer nicht bestandenen
Abschlussprüfung nach Absatz 2 ist nur in Ausnahmefällen
zulässig; über den Antrag der Prüflinge entscheidet das
zuständige staatliche Schulamt.
(5) Eine bestandene Prüfung kann nicht wiederholt werden. § 33
(1) Ist ein Schüler durch Krankheit oder sonstige von ihm
nicht zu vertretende Umstände an der Ablegung der Abschlussprüfung,
eines Prüfungsteils verhindert, so hat er dies in geeigneter Weise
unverzüglich nachzuweisen. Bei Krankheit ist ein ärztliches Zeugnis
vorzulegen; der Vorsitzende der Prüfungskommission kann die Vorlage eines
amtsärztlichen Zeugnisses verlangen. Er entscheidet, ob eine vom
Schüler nicht zu vertretende Verhinderung gegeben ist. Liegt eine solche
Verhinderung vor, bestimmt der Vorsitzende der Prüfungskommission einen
neuen Prüfungstermin. Bereits erbrachte Prüfungsleistungen werden
(2) Die Prüfungsteilnehmer sind vor Beginn jeder
Prüfung zu befragen, ob sie sich gesundheitlich in der Lage fühlen,
an der Prüfung teilzunehmen. Muss für einen Prüfungsteilnehmer
die Prüfung aus gesundheitlichen oder anderen stichhaltigen Gründen
ausgesetzt oder abgebrochen werden, ist diese Prüfung nachzuholen. Die
Entscheidung über das Aussetzen oder den Abbruch der Prüfung liegt
für die schriftliche Prüfung beim Vorsitzenden der
Prüfungskommission, für die praktische und mündliche
Prüfung beim Vorsitzenden der jeweiligen Fachprüfungskommission.
Werden gesundheitliche Gründe geltend gemacht, ist unverzüglich ein
ärztliches Zeugnis vorzulegen. Bei schriftlichen Prüfungen kann der
Vorsitzende der Prüfungskommission, bei einer mündlichen Prüfung
der Vorsitzende der jeweiligen Fachprüfungskommission die Vorlage eines
amtsärztlichen Zeugnisses verlangen.
(3) Durch von der Schülerin oder vom Schüler zu
vertretende Umstände versäumte Prüfungsleistungen werden mit
(1) Schülerinnen und Schüler der Bildungsgänge
für Sozialwesen erwerben die Fachhochschulreife gemäß Beschluss
der Kultusministerkonferenz vom 5. Juni 1998 in der jeweils geltenden Fassung
(Vereinbarung über den Erwerb der Fachhochschulreife in beruflichen
Bildungsgängen) mit dem Abschlusszeugnis, wenn mindestens ausreichende
Leistungen in den Fächern und Lernfeldern des Pflichtunterrichts, des
Wahlbereichs und im Fach der schriftlichen Prüfung gemäß Absatz
2 erreicht wurden. (2) Das schriftliche Prüfungsfach zum Erwerb der
Fachhochschulreife ist Deutsch/Kommunikation. Die Prüfungszeit
beträgt 180 Minuten.
(3) Schülerinnen und Schüler, die die Prüfung
zum Erwerb der Fachhochschulreife mit einer schlechteren Note als
„ausreichend“ abgeschlossen haben, können die Prüfung
innerhalb eines Monats nach Unterrichtsbeginn des neuen Schuljahres einmal
(4) Schülerinnen und Schüler, die sich der
Wiederholungsprüfung gemäß Absatz 3 unterziehen wollen, haben
dies dem Vorsitzenden der Prüfungskommission innerhalb von 14 Tagen nach
Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses schriftlich mitzuteilen. Der Termin
für die Wiederholungsprüfung wird von der Prüfungskommission
(5) Wird die Prüfung zum Erwerb der Fachhochschulreife
nicht bestanden, bleibt das Ergebnis der schriftlichen Prüfung nach Absatz
2 in der Festlegung der Endnote unberücksichtigt. (6) Die unterrichtenden Lehrkräfte reichen dem
Vorsitzenden der Prüfungskommission spätestens vier Wochen vor Beginn
der schriftlichen Prüfung für das Fach Deutsch/Kommunikation je zwei
Vorschläge für die Prüfungsaufgaben unter Angabe der
zugelassenen Hilfsmittel ein. Die Prüfungsaufgaben müssen den
Standards der Vereinbarung der Kultusministerkonferenz vom 5. Juni 1998
über den Erwerb der Fachhochschulreife in beruflichen Bildungsgängen
entsprechen. Das für Prüfungen in Bildungsgängen und
Fächern zum Erwerb der Fachhochschulreife zuständige staatliche
Schulamt prüft und genehmigt die Vorschläge und wählt jeweils
einen Vorschlag aus. Für die Prüfung der Aufgabenvorschläge
können geeignete Lehrkräfte hinzugezogen werden. Die genehmigten
Vorschläge, Entwürfe, Durchschriften und Vervielfältigungen sind
bis zur unmittelbaren Prüfungsvorbereitung unter Verschluss zu halten. § 35
Schülerinnen und Schüler, die die Fachhochschulreife
nach § 34 Abs. 1 erworben haben, erhalten im Abschlusszeugnis
folgenden Hinweis: „Entsprechend der Vereinbarung über den Erwerb
einer Fachhochschulreife in beruflichen Bildungsgängen – Beschluss
– berechtigt dieses Zeugnis in allen Ländern in der Bundesrepublik
Deutschland zum Studium an Fachhochschulen.“ Im Abschlusszeugnis wird die
Durchschnittsnote ausgewiesen. Die Durchschnittsnote wird aus dem
arithmetischen Mittel aller Endnoten errechnet. Die Durchschnittsnote wird bis
auf eine Stelle nach dem Komma errechnet; es wird nicht gerundet.
Im Übrigen gelten die Bestimmungen des Abschnitts 4
(1) Die praktische Ausbildung soll den Schülerinnen und
Schülern Gelegenheit geben, die berufsbezogenen Einrichtungen in den
Arbeitsfeldern kennen zu lernen und ihre theoretischen Kenntnisse praktisch
anzuwenden. Während ihrer praktischen Ausbildungsabschnitte sollen die
Schülerinnen und Schüler die konkreten Arbeitsbedingungen ihrer
Ausbildungsstätte umfassend kennen lernen und die für die
Tätigkeiten in dieser Ausbildungsstätte grundlegenden und
kennzeichnenden beruflichen Fähigkeiten und Fertigkeiten erwerben. (2) Die praktischen Ausbildungsstätten sollen den
Schülerinnen und Schülern nicht nur Einblick in ihre Aufgaben,
sondern auch Gelegenheit zur eigenen Arbeit unter fachkundiger Anleitung geben.
Dabei muss der Ausbildungszweck stets die Art der Tätigkeit bestimmen.
Eigene Wünsche der Schülerin oder des Schülers nach
Betätigung in bestimmten Sach- oder Arbeitsgebieten sollen dabei nach
Art und Dauer der praktischen Ausbildung in der
(1) In der Vollzeitform umfasst die Ausbildung mindestens
1 200 Stunden Praxis in sozialpädagogischen Tätigkeitsfeldern. (2) Die praktische Ausbildung ist in mindestens drei
verschiedenen Arbeitsfeldern gemäß Anlage 5 durchzuführen. Die
Mindestdauer beträgt jeweils 200 Stunden.
(3) In der tätigkeitsbegleitenden Ausbildung in
Teilzeitform werden 1 000 Stunden Praxis durch die berufliche Tätigkeit
nachgewiesen. 200 Stunden Praxis sind in einem anderen Tätigkeitsfeld zu
Art und Dauer der praktischen Ausbildung in der Fachrichtung Heilerziehungspflege
1 200 Stunden Praxis in heilerziehungspflegerischen
(2) Die praktische Ausbildung ist in mindestens drei
verschiedenen Arbeitsfeldern gemäß Anlage 6 durchzuführen. Die
Art und Dauer der praktischen Ausbildung im Aufbaulehrgang Heilpädagogik
(1) In de r Vollzeitform umfasst die Ausbildung mindestens 400
Stunden Praxis in heilpädagogischen Arbeitsfeldern. (2) Die praktische Ausbildung ist in mindestens zwei
verschiedenen Arbeitsfeldern gemäß Anlage 7 durchzuführen. Die
Mindestdauer beträgt jeweils 160 Stunden.
(3) Hinsichtlich des jeweiligen Umfangs der praktischen
Ausbildung in der Teilzeitform haben
erwerbstätige Schülerinnen und Schüler in heil- oder
sonderpädagogischen Arbeitsfeldern innerhalb der Ausbildung 160 Stunden
angeleitete Fachpraxis in einem anderen heilpädagogischen Arbeitsfeld, erwerbstätige Schülerinnen und Schüler, die nicht heil-
oder sonderpädagogisch, jedoch in einem sozialen Beruf tätig sind,
innerhalb der Ausbildung 160 Stunden angeleitete Fachpraxis in
zwei heilpädagogischen Arbeitsfeldern, nicht erwerbstätige Schülerinnen und Schüler im
Ausbildungszeitraum mindestens 400 Stunden angeleitete Fachpraxis in zwei
heilpädagogischen Arbeitsfeldern nachzuweisen. § 41
(1) Die praktische Ausbildung kann als Tagespraktikum und/oder
als Blockpraktikum in einem oder mehreren Blöcken im Schuljahr
(2) Die Entscheidung über die Organisation der praktischen
Ausbildung ist in den Gesamtausbildungsplan gemäß § 3
Abs. 9 aufzunehmen.
(1) Für die praktische Ausbildung kommen in der
Regel Einrichtungen in öffentlicher oder in freier Trägerschaft
in Frage. Sie müssen relevante Teile der Berufspraxis abbilden und den
Schülerinnen und Schülern Einblick in die Tätigkeitsfelder des
jeweils angestrebten Berufes ermöglichen. Daneben müssen sie
über geeignetes Personal für eine qualifizierte Praxisanleitung
verfügen und sich in vertretbarer Entfernung zur Fachschule befinden.
(2) Das Oberstufenzentrum wird ermächtigt, aus den in
Betracht kommenden Einrichtungen praktische Ausbildungsstätten für
die praktische Ausbildung der Schüler und Schülerinnen
auszuwählen. Einzelheiten zur Auswahl der praktischen
Ausbildungsstätten werden durch das für den jeweiligen Beruf zuständige Ministerium bestimmt. Hierbei können auch die
Voraussetzungen und das Verfahren bestimmt werden, um dauerhaft erbrachte
besonders qualifizierte Leistungen praktischer Ausbildungsstätten
anzuerkennen und entsprechende Auszeichnungen vorzunehmen.
(1) Die praktische Ausbildung erfolgt in engem Zusammenwirken
der Fachschule und der praktischen Ausbildungsstätten. Das
Oberstufenzentrum organisiert zu Beginn eines jeden Schuljahres eine gemeinsame
Konferenz von Lehrkräften und Vertreterinnen und Vertretern der
Träger der praktischen Ausbildung.
(2) Die Träger der Einrichtungen sind für die
praktische Ausbildung verantwortlich und stellen den Ausbildungserfolg durch
eine qualifizierte Praxisanleitung sicher.
(3) Die Praxisbegleitung der Schülerinnen und Schüler
erfolgt durch geeignete Lehrkräfte, die durch die Schulleitung benannt
(4) Das Oberstufenzentrum benennt für jeden Bildungsgang
und Jahrgang eine Praxiskoordinatorin oder einen Praxiskoordinator.
(5) Die Praxiskoordinatorin oder der Praxiskoordinator ist
Ansprechpartnerin oder Ansprechpartner für die Praxisanleiterin oder den
Praxisanleiter und koordiniert die Zusammenarbeit zwischen Schule und
praktischen Ausbildungsstätten sowie die Arbeit der praxisbegleitenden
Lehrkräfte gemäß Absatz 3.
(6) Die gemäß Absatz 3 benannte Lehrkraft sucht die
Schülerinnen und Schüler mindestens zweimal in jedem praktischen
Arbeitsfeld auf. Die Lehrkraft nimmt in der Regel an der praktischen
Tätigkeit beobachtend teil. An dem anschließenden Gespräch mit
der Schülerin oder dem Schüler über Arbeitsweise, Zielsetzung
und Planung seiner Arbeit soll der Praxisanleiter der praktischen
Ausbildungsstätte beteiligt werden. Die Lehrkraft erstellt einen
Kurzbericht über den Besuch in der praktischen Ausbildungsstätte und
beurteilt den Ausbildungsstand. Der Vermerk über das Ergebnis des Besuches
ist der praktischen Ausbildungsstätte zugänglich zu machen.
(7) Die Schülerinnen und Schüler wählen ihre
praktischen Ausbildungsstätten aus den von der Schule ausgewiesenen
Ausbildungsstätten gemäß § 42 Abs. 2 Satz 1 mit Zustimmung
der Fachschule, an der sie ihre Ausbildung absolvieren. Für die Wahl der
Arbeitsfelder sind jeweils die Bestimmungen der §§ 38 bis 40
sowie die Übersicht gemäß den Anlagen 5 bis 7 verbindlich. (8) Den Schülerinnen und Schülern werden zur
Vorbereitung auf ihre praktischen Tätigkeiten und zur Reflexion ihrer
praktischen Erfahrungen von der Fachschule schriftlich zu erledigende Aufgaben
gestellt. Diese Aufgaben sind in engem Bezug zu einem der Lernfelder zu
formulieren und haben zum Ziel, die berufliche Handlungskompetenz der
Schülerinnen und Schüler herauszubilden. Die Aufzeichnungen der
Schülerinnen und Schüler im Rahmen dieser Aufgaben werden im
Unterricht besprochen. Sie sind daher der praktischen Ausbildungsstätte
auf Wunsch zur Gegenzeichnung vorzulegen.
Beurteilung und Abschluss der praktischen Ausbildung
(1) Der erfolgreiche Abschluss des jeweiligen praktischen
Ausbildungsabschnitts ist Voraussetzung für die Versetzung und die
Zulassung zur Abschlussprüfung.
(2) Ein praktischer Ausbildungsabschnitt ist erfolgreich
abgeschlossen, wenn die erfolgreiche Teilnahme durch die oder den vom
Träger der Einrichtung benannten Praxisanleiterin oder Praxisanleiter in
Form einer schriftlichen Beurteilung vorliegt und die praxisbegleitende
Lehrkraft die Aufgaben gemäß § 43 Abs. 8 als mindestens
„ausreichend“ bewertet. Im Zweifelsfall entscheidet die Schulleitung.
(3) Ausfallzeiten in der praktischen Ausbildung infolge von
Krankheit oder sonstigen nicht selbst zu vertretenden Gründen werden in
jedem Ausbildungsabschnitt bis zu höchstens zehn vom Hundert angerechnet,
wenn dadurch der Ausbildungszweck nicht beeinträchtigt wird. Die
Entscheidung trifft die Schulleitung. Die Anrechnung darüber
hinausgehender Fehlzeiten kann nur durch das zuständige staatliche
Schulamt auf Antrag des Oberstufenzentrums erfolgen. Dem Antrag ist eine
Begründung beizufügen.
(4) Soweit eine Anrechnung nicht erfolgt und Fehlzeiten nicht
bis zum Beginn des neuen Schuljahres, im letzten Ausbildungsjahr nicht bis zum
Beginn der Abschlussprüfungen nachgeholt werden, ist das Ausbildungsjahr
zu wiederholen. Gleiches gilt für den nicht erfolgreichen Abschluss eines
(5) Durch ein geeignetes Verfahren ist im letzten
Ausbildungshalbjahr festzustellen, ob Schüler die in der Ausbildung
erworbenen Qualifikationen in der praktischen Arbeit umsetzen können. Die
Festsetzung des Verfahrens erfolgt durch den Prüfungsausschuss
gemäß § 18 Abs. 2. Die Durchführung des Verfahrens erfolgt
durch den Prüfungsausschuss bzw. die Fachprüfungsausschüsse. Abschnitt 7Prüfungen für Nichtschüler
in dem der Prüfung vorangegangenen Jahr nicht Schülerin oder Schüler einer Schule in öffentlicher
Trägerschaft oder einer anerkannten Ersatzschule in freier Trägerschaft war,
die berufliche Handlungskompetenz einschließlich der personalen Kompetenz durch entsprechende
Arbeitszeugnisse oder Beurteilungen der Arbeits- und/oder Praxisstellen in den Arbeitsfeldern bis zum Schlusstermin für die Antragstellung nachweist.
(4) Die an der gemäß Absatz 3 Satz 1 für die Prüfung festgelegten Schule den Vorsitz des Prüfungsausschusses führende Person oder ein von ihr bestimmtes anderes Mitglied des Prüfungsausschusses berät die
Bewerberin oder den Bewerber in Fragen der fachlichen Vorbereitung und des Prüfungsverfahrens.
eine Lehrkraft, die im zu prüfenden Fach und/oder Lernfeld eine Befähigung zur Erteilung des Unterrichts besitzt, als Fachprüferin oder Fachprüfer, für Prüfungen im berufsbezogenen Lernbereich/Wahlpflichtbereich eine Fachkraft der fachrichtungsbezogenen Praxis und
eine weitere fachkundige Lehrkraft zur Protokollführung. Alle Mitglieder des Fachprüfungsausschusses sind berechtigt, Fragen zu den Themen der Prüfung zu stellen. Der Fachprüfungsausschuss ist nur dann beschlussfähig, wenn mindestens drei Mitglieder anwesend sind. Er beschließt mit einfacher Mehrheit. Bei Stimmengleichheit entscheidet das den Vorsitz führende Mitglied. Stimmenthaltungen sind nicht zulässig.
InkrafttretenDiese Verordnung tritt am 1. August 2003 in Kraft.
Potsdam, den 24. April 2003 Anlage 1 Stundentafel Fachschule Sozialpädagogik
Sozialpädagogische Bildungsarbeit in den Bildungsbereichen professionell gestalten 600
Der Wahlpflichtbereich dient der exemplarischen Erweiterung und Vertiefung in bis zu zwei Arbeitsfeldern der Kinder- und Jugendhilfe. Das Angebot erfolgt nach den Möglichkeiten der Schule.
Anlage 2 Stundentafel Fachrichtung Heilerziehungspflege
Lernfelder/Fächer Stunden
Anlage 3Stundentafel Fachrichtung Heilpädagogik (Aufbaulehrgang)
Beraten, begleiten, unterstützen (s
P) ...............................................................................................................................................
Angeleitete heilpädagogische
Praxis mit schulischer Begleitung*
Anlage 4Stundentafel Fachrichtung Sonderpädagogik (Aufbaulehrgang)
Individuelle Unterstützungsangebote entwickeln, durchführen und
reflektierenn (s P) .........................................................................
Angeleitete sonderpädagogische
Praxis mit schulischer Begleitung
Wahlbereich zum Erwerb der
Anlage 5 Arbeitsfelder für die Fachrichtung Sozialpädagogik
Kindern in Tageseinrichtungen in Gruppenn
Kindern in Tagespflegee
Hilfen zur Erziehungg soziale Gruppenarbeit
Jugendarbeit/Jugendsozialarbeit Jugendarbeitt Jugendfreizeiteinrichtungen
Jugendwohnheime u.
Arbeit mit Kindern und Jugendlichen außerhalb der Kinder- und
Eingliederungshilfe nach BSHG Frühförderung
für behinderte ErwachseneInternate an
Schulen für behinderte Kinder und JugendlicheHeime für
Sozialpädagogische Fördereinrichtungen für Menschen mit
FrühförderstellenSozialpädiatrische
Zentren Fördereinrichtungen für Menschen mit Behinderungen
in KindertagesstättenFörderschulenEinrichtungen
der beruflichen BildungWerkstätten
JugendambulanzenKinder- und
Jugendgesundheitsdienste
ZentrenSozial- und
heilpädagogische FamilienhilfeRehaeinrichtungenstationäre und
und Heime für Kinder und Jugendliche mit BehinderungenFörderschulenBerufsbildungs-
und Berufsförderungswerke

References: § 28
 § 9
 § 9

§ 3

§ 11

§ 12

§ 17

§ 25

§ 27

§ 38

§ 39

§ 40

§ 44

§ 46

§ 47
 § 34
 § 4
 § 4
 § 4
 § 88
 § 5
 § 8
 § 9
 § 9
 § 4
 § 9
 § 11
 § 14
 § 88
 § 5
 § 31
 § 20
 § 19
 § 20
 § 44
 § 44
 § 28
 § 18
 § 26
 § 32
 § 33
 § 35
 § 34
 § 41
 § 3
 § 42
 § 43
 § 18