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Timestamp: 2019-09-16 09:17:11+00:00

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BGH, 10.11.1970 - VI ZR 104/69 - dejure.org
BGH, 10.11.1970 - VI ZR 104/69
https://dejure.org/1970,776
BGH, 10.11.1970 - VI ZR 104/69 (https://dejure.org/1970,776)
BGH, Entscheidung vom 10.11.1970 - VI ZR 104/69 (https://dejure.org/1970,776)
BGH, Entscheidung vom 10. November 1970 - VI ZR 104/69 (https://dejure.org/1970,776)
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Beurteilung des Verschuldens im deliktsrechtlichen Sinn, beim offenen Stehenlassen eines Eimers mit Benzin in einer Schlosserwerkstatt - Beurteilung eines Arbeitsunfallschadens im Hinblick auf Ausgleichsansprüche der Berufsgenossenschaft gegen einen Zweitschädiger unter ...
BGHZ 55, 11
NJW 1971, 194
MDR 1971, 122
VersR 1971, 223
DB 1971, 429
BGH, 21.06.1994 - VI ZR 215/93
Haftung des Bauunternehmers für Pflichtverletzungen eines eingeschalteten …
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs sind die Arbeitnehmer des Bestellers jedenfalls dann, wenn sie wie hier mit der Begehung der Baustelle befaßt sind, in den Schutzbereich der dem Unternehmer nach dem Werkvertrag obliegenden Pflichten einbezogen (BGHZ 33, 247, 249; 55, 11, 18).
BGH, 20.10.1989 - V ZR 341/87
In einem solchen Fall würde mit dem Ende des Stammrechts auch das Recht zur Ausübung erlöschen (vgl. BGHZ 55, 11, 115 ff. [BGH 10.11.1970 - VI ZR 104/69];… BGB-RGRK/Rothe aaO § 1059 Rdn. 5;… Erman/Ronke aaO § 1059 Rdn. 5;… MünchKomm/Petzold aaO § 1059 Rdn. 6;… Soergel/Bauer aaO § 1059 Rdn. 5;… Staudinger/Promberger aaO § 1059 Rdn. 14).
Die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs hat schon mehrfach einen Vertrag mit Schutzpflichtigen zu Gunsten Dritter in solchen Fällen bejaht, in denen dem Schutzpflichtigen weder die Zahl noch die Namen der zu schützenden Personen bekannt war (vgl. etwa BGHZ 26, 365, 371 [BGH 20.02.1958 - VII ZR 76/57]; 33, 247, 249 [BGH 07.11.1960 - VII ZR 148/59]; 55, 11, 18 [BGH 10.11.1970 - VI ZR 104/69]; Urteile vom 25. April 1956 - VI ZR 34/55 -, 15. Mai 1959 - VI ZR 109/58 und vom 23. Juni 1965 - VIII ZR 201/63 - NJW 1956, 1193 [BGH 25.04.1956 - VI ZR 34/55]; 1159, 1676; 1965, 1757) [BGH 29.06.1965 - VI ZR 36/64].
Der Bundesgerichtshof hat schon mehrfach eine Schutzpflicht zugunsten eines Dritten in Fällen angenommen, in denen dem Schutzpflichtigen weder die Zahl noch die Namen der zu schützenden Person bekannt war (BGHZ 26, 365, 371; 33, 247, 249; 55, 11, 18 [BGH 10.11.1970 - VI ZR 104/69]; Urteile vom 25. April 1956 - VI ZR 34/55 -, 15. Mai 1959 - VI ZR 109/58 - und vom 23. Juni 1965 - VIII ZR 208/63 - NJW 1956, 1193 [BGH 25.04.1956 - VI ZR 34/55]; 1959, 1676; 1965, 1757; ferner Senatsurteil vom 2. November 1983 - IVa ZR 20/82 - LM BGB § 328 Nr. 75 = NJW 1984, 355 = WM 1984, 34).
Darin liegt der entscheidende Grund für diese neuere Rechtsprechung (vgl. schon BGHZ 51, 37, 40; besonders auch BGHZ 58, 355, 359/360), die - jedenfalls soweit Legalzession (vgl. weiter BGHZ 55, 11; 58, 355; vgl. auch BGHZ 54, 256) oder rechtsgeschäftliche Abtretung an den Arbeitgeber (BGHZ 54, 177) vorliegt - den Zweitschädiger in Höhe des Verantwortungsteiles freistellt, der auf den Bevorrechtigten (Unternehmer/Arbeitskollegen) ohne dessen Eingliederung in das System der Sozialversicherung und die hierauf beruhende Haftungsfreistellung (§§ 636, 637 RVO) im Verhältnis zum Zweitschädiger (§§ 426, 254 BGB) entfiele.
Wenn der Bundesgerichtshof für die in den §§ 636, 637 RVO geregelten Fälle der gesetzlichen Haftungsbefreiung etwas anderes annimmt (BGHZ 19, 114, 120 [BGH 23.11.1955 - VI ZR 193/54] ; BGH LM Nr. 27 zu § 426 BGB = NJW 1967, 982; einschränkend BGHZ 51, 37, 39 [BGH 29.10.1968 - VI ZR 137/67] ; 54, 177 [BGH 01.06.1970 - III ZR 210/68] und 256; 55, 11; BGH LM Nr. 31 zu § 426 BGB = NJW 1971, 752), so erklärt sich das aus den Besonderheiten der Unfallhaftung innerhalb der Sozialversicherung.
Der Senat hat bisher keine Veranlassung gehabt, zu dieser Meinung Stellung zu nehmen; er hat die Frage in den bisherigen Entscheidungen (BGHZ 51, 37, 40 [BGH 29.10.1968 - VI ZR 137/67] ; 55, 11, 15) [BGH 10.11.1970 - VI ZR 104/69] offengelassen.
Entscheidendes Gewicht kommt diesem Gesichtspunkt jedoch, wie der Senat inzwischen in seinen Entscheidungen BGHZ 54, 256, 259 [BGH 14.07.1970 - VI ZR 179/68] und BGHZ 55, 11, 16 [BGH 10.11.1970 - VI ZR 104/69] zum Ausdruck gebracht hat, für die sich hier stellende Frage der Begrenzung des Rückgriffs des Sozialversicherungsträgers nicht zu.
Dem stehen nicht, wie die Revision meint, Erkenntnisse des Bundesgerichtshofs entgegen, in denen er für die Haftungsfreistellung des Schädigers auf dessen Unterstellung unter die Direktionsbefugnisse und Weisungsbefugnisse des für ihn fremden Unfallunternehmens nach Art eines eigenen Arbeitnehmers abgehoben hat (Senatsurteile vom 4. Juli 1956 - VI ZR 117/55 = VersR 1956, 552, 553; vom 27. März 1962 - VI ZR 93/61 = VersR 1962, 570; vom 10. November 1970 - VI ZR 104/69 = VersR 1971, 223, 224, insoweit in BGHZ 55, 11 nicht abgedruckt; vom 16. Dezember 1975 - VI ZR 182/74 = VersR 1976, 473; ebenso das Bundesarbeitsgericht Urteil vom 1. Juli 1969 - 1 AZR 316/68 = DB 1969, 1896 = AP Nr. 5 zu § 637 RVO und vom 15. Februar 1974 - 2 AZR 57/73 = DB 1974, 1119).
Was der Senat in diesen Urteilen zu den früheren §§ 898, 899 RVO ausgesprochen hat, gilt ebenso für die hier anzuwendenden §§ 636, 637 RVO (Senatsurteil vom 10. November 1970 - VI ZR 104/69 = VersR 1971, 223 - insoweit nicht in BGHZ 55, 11 abgedruckt).
Es ist in der Rechtsprechung seit langem anerkannt, daß in einem solchen Fall der Geschädigte den außerhalb des Sozialversicherungsverhältnisses stehenden Zweitschädiger insoweit nicht, auf Schadensersatz in Anspruch nehmen kann, als der für den Unfall mitverantwortliche Unternehmer ohne seine Haftungsfreistellung gemäß § 636 RVO im Innenverhältnis zum Zweitschädiger (§ 17 Abs. 1 StVG, §§ 254, 426 BGB) für den Schaden aufkommen müßte (vgl. BGHZ 51, 37 ff.; 61, 51 ff.; BGH VersR 71, 223; 82, 270, 272; ständige Rechtsprechung).
Dies gilt nach einem späteren Urteil des erkennenden Senats (vom 10. November 1970 - VI ZR 104/69 = BGHZ 55, 11 [BGH 10.11.1970 - VI ZR 104/69] ) nicht nur für die Mitverursachung durch den Unternehmer, sondern auch für diejenige durch "Arbeitskollegen".
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Erwerbsschaden, Arbeitsentgeld, Lohnfortzahlung
OLG München, 30.07.1971 - 10 U 1202/70

References: § 1059
 § 1059
 § 1059
 § 1059
 § 1059
 § 328
 BGH 
 § 426
 BGH 
 § 426
 § 637
 § 636
 BGH