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Timestamp: 2016-10-22 23:43:09+00:00

Document:
9C_595/2007 (17.10.2007)
9C_595/2007
B.________, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Rechtsanwalt Reinhold Nussm�ller, Bahnhofstrasse 8, 8580 Amriswil,
IV-Stelle des Kantons Thurgau, St. Gallerstrasse 13, 8500 Frauenfeld.
Beschwerde gegen den Entscheid der AHV/IV-Rekurskommission des Kantons Thurgau vom 23. Juli 2007.
Mit Verf�gung vom 9. Januar 2007 verneinte die IV-Stelle Thurgau - insbesondere gest�tzt auf das Gutachten des Dr. med. U.________, Facharzt FMH f�r Physikalische Medizin, Wil, vom 20. Dezember 2005 sowie den IV-Abkl�rungsbericht Haushalt vom 22. September 2006 - einen Rentenanspruch der 1946 geborenen, bis Fr�hling 2005 teilzeitlich erwerbst�tig gewesenen B.________ aufgrund eines Invalidit�tsgrades von 33.3 %.
Die dagegen erhobene Beschwerde der Versicherten wies die AHV/IV-Rekurskommission des Kantons Thurgau mit Entscheid vom 23. Juli 2007 ab.
B.________ l�sst Beschwerde an das Bundesgericht f�hren mit dem Rechtsbegehren, in Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids vom 23. Juli 2007 sei die IV-Stelle zu verpflichten, ihr die gesetzlichen Leistungen, namentlich eine ihrem Invalidit�tsgrad entsprechende Invalidenrente auszurichten; eventualiter beantragt sie sinngem�ss, die Sache sei zwecks zus�tzlicher fach�rztlicher Begutachtung (allenfalls MEDAS/BEFAS-Abkl�rung) und Neuverf�gung an die IV-Stelle zur�ckzuweisen.
Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (Art. 82 ff. BGG) kann wegen Rechtsverletzungen gem�ss Art. 95 f. BGG erhoben werden. Dabei legt das Bundesgericht seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann deren Sachverhaltsfeststellung von Amtes wegen nur berichtigen oder erg�nzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder wenn sie auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG; vgl. auch Art. 97 Abs. 1 BGG; Ausnahme: Beschwerden gem�ss Art. 97 Abs. 2 BGG [Art. 105 Abs. 3 BGG]), wobei als Rechtsverletzung gem�ss Art. 95 lit. a BGG auch die unvollst�ndige (gerichtliche) Feststellung der rechtserheblichen Tatsachen gilt (Urteil 9C_40/2007 vom 31. Juli 2007, E. 1; Urteil 9C_360/2007 vom 30. August 2007, E. 3; Hansj�rg Seiler/ Nicolas von Werdt/Andreas G�ngerich, Kommentar zum Bundesgerichtsgesetz, Bern 2007, N 24 zu Art. 97).
Das kantonale Gericht hat die f�r die Beurteilung des umstrittenen Rentenanspruchs massgebenden Rechtsgrundlagen, einschliesslich die Grunds�tze �ber den Beweiswert �rztlicher Berichte und Gutachten und die Beweisw�rdigung (BGE 125 V 351 E. 3 S. 352 ff., 122 V 157 E. 1c S. 160 f., je mit Hinweisen; vgl. auch BGE 132 V 393 E. 4.1 S. 400) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen. Hinsichtlich der vorinstanzlich ebenfalls richtig wiedergegebenen Rechtsprechung, wonach Fibromyalgien (gleich wie anhaltende somatoforme Schmerzst�rungen) grunds�tzlich keine Invalidit�t im Rechtssinne (Art. 4 Abs. 1 IVG in der ab 1. Januar 2003 geltenden Fassung in Verbindung mit Art. 8 Abs. 1 ATSG; vgl. BGE 130 V 343 E. 3.1-3.3 S. 345 ff.) begr�nden (dazu: BGE 132 V 65 E. 4 S. 70 ff. mit Hinweisen), ist zu pr�zisieren, dass Abweichendes nur gilt, wenn Umst�nde vorliegen, welche die Schmerzbew�ltigung intensiv und konstant behindern und den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar machen, weil die versicherte Person alsdann nicht �ber die f�r den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Ressourcen verf�gt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, entscheidet sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien. Im Vordergrund steht die Feststellung einer psychischen Komorbidit�t von erheblicher Schwere, Auspr�gung und Dauer. Massgebend sein k�nnen auch weitere Faktoren, so: chronische k�rperliche Begleiterkrankungen; ein mehrj�hriger, chronifizierter Krankheitsverlauf mit unver�nderter oder progredienter Symptomatik ohne l�nger dauernde R�ckbildung; ein sozialer R�ckzug in allen Belangen des Lebens; ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr beeinflussbarer innerseelischer Verlauf einer an sich missgl�ckten, psychisch aber entlastenden Konfliktbew�ltigung (prim�rer Krankheitsgewinn; "Flucht in die Krankheit"); das Scheitern einer konsequent durchgef�hrten ambulanten oder station�ren Behandlung (auch mit unterschiedlichem therapeutischem Ansatz) trotz kooperativer Haltung der versicherten Person. Je mehr dieser Kriterien zutreffen und je ausgepr�gter sich die entsprechenden Befunde darstellen, desto eher sind - ausnahmsweise - die Voraussetzungen f�r eine zumutbare Willensanstrengung zu verneinen (BGE 132 V 65 E. 4.2.2 S. 71, 131 V 49 E. 1.2 S. 50 f.).
Das kantonale Gericht hat namentlich gest�tzt auf das Gutachten des Dr. med. U.________ vom 20. Dezember 2005 festgestellt, dass die - u.a. an einem rezidivierenden panvertebralen Schmerzsyndrom, medialen Gonarthrosen beidseits und Fingergelenksarthrosen leidende - Beschwerdef�hrerin ihre bisherige T�tigkeit als Hauswartin/K�chenhilfe nicht mehr auszu�ben in der Lage ist, ihr hingegen k�rperlich wenig belastende T�tigkeiten ohne allzu langes Sitzen oder viel Treppensteigen zu 60 % zumutbar sind, insbesondere wenn sie die Arbeit �ber den Tag aufteilen kann (z.B. je 2 � Std. vormittags und nachmittags). Die - von der Beschwerdef�hrerin letztinstanzlich einzig ger�gte - Annahme einer 60%igen Arbeitsf�higkeit in leidensadaptierter T�tigkeit ist tats�chlicher Natur (BGE 132 V 393 E. 3.2 S. 398 f.) und f�r das Bundesgericht grunds�tzlich verbindlich. Unter dem Blickwinkel von Art. 105 Abs. 2 BGG besteht kein Anlass, davon abzuweichen, zumal die Feststellung des kantonalen Gerichts im Lichte der medizinischen Aktenlage weder offensichtlich unrichtig noch auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht. Die Vorinstanz hat im Rahmen einer umfassenden, sorgf�ltigen, objektiven und inhaltsbezogenen, mithin bundesrechtskonformen Beweisw�rdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG; vgl. auch BGE 132 V 393 E. 4.1 S. 400) insbesondere zutreffend begr�ndet, weshalb sie das Gutachten des Dr. med. U.________ vom 20. Dezember 2005 im Lichte der bundesrechtlichen Beweisgrunds�tze als verl�ssliche Entscheidungsgrundlage einstuft, sie der dortigen Einsch�tzung der Restarbeitsf�higkeit ausschlaggebendes Gewicht beimisst und nicht auf die Einsch�tzung des Hausarztes Dr. med. X.________, Arzt f�r Allgemeine Medizin FMH, im Bericht vom 22. Mai 2005 abstellt, derzufolge eine 80%ige Arbeitsunf�higkeit selbst in leidensadaptierter T�tigkeit besteht. Letztere Schlussfolgerung des kantonalen Gerichts ist namentlich auch mit Blick auf die Verschiedenheit von Behandlungs- und Begutachtungsauftrag (BGE 124 I 170 E. 4 S. 175; Urteile I 701/05 vom 5. Januar 2007, E. 2 in fine, mit zahlreichen Hinweisen) nicht zu beanstanden. Ebenfalls keine Bundesrechtsverletzung liegt im vorinstanzlichen Verzicht auf zus�tzliche Beweisvorkehren: Selbst wenn die Diagnose einer Fibromyalgie - gem�ss Beschwerdef�hrerin Hauptursache der ihres Erachtens nahezu vollen Arbeitsunf�higkeit selbst in angepassten T�tigkeiten - nach weiteren Abkl�rungen erh�rtet w�rde, �nderte dies am Ergebnis nichts. Bereits aufgrund der verf�gbaren Akten ist n�mlich offenkundig, dass es an einer psychischen Komorbidit�t von erheblicher Schwere fehlt und auch die �brigen Kriterien, welche die Annahme einer fibromyalgiebedingten Arbeitsunf�higkeit ausnahmsweise rechtfertigen k�nnten (siehe E. 2 hievor), nicht erf�llt sind (antizipierte Beweisw�rdigung; BGE 124 V 90 E. 4b S. 94, 122 V 157 E. 1d S. 162). Hinsichtlich der vom kantonalen Gericht ausgehend von einer 60%igen Restarbeitsf�higkeit im Rahmen der gemischten Methode konkret vorgenommenen Invalidit�tsbemessung schliesslich wird mangels entsprechender Parteivorbringen auf die tats�chlich wie rechtlich (Art. 105 Abs. 2 BGG; Art. 95 BGG) in allen Teilen korrekten Ausf�hrungen in E. 6 des kantonalen Entscheids verwiesen.
Die Beschwerdef�hrerin als unterliegende Partei hat die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

References: Art. 95
 Art. 95
 Art. 97
 Art. 97
 Art. 95
 Art. 97
 BGE 
 Art. 8
 BGE 
 BGE 
 Art. 105
 Art. 95
 Art. 61
 BGE 
in fine
 BGE 
 Art. 95