Source: https://datenbank.nwb.de/Dokument/Anzeigen/428273_E27/
Timestamp: 2019-05-24 05:05:31+00:00

Document:
ErbStH H E 27 - NWB Datenbank
ErbStH H E 27 (Zu § 27 ErbStG)
Begrenzung des Ermäßigungsbetrags bei mehreren Erwerbern
Nach § 27 Absatz 3 ErbStG darf die Steuerermäßigung bei mehrfachem Erwerb desselben Vermögens den Betrag nicht überschreiten, der sich bei Anwendung des maßgebenden Ermäßigungssatzes nach § 27 Absatz 1 ErbStG auf die Steuer ergibt, die der Vorerwerber für den Erwerb desselben Vermögens entrichtet hat. Bei mehreren Erwerbern darf die Summe der Ermäßigungsbeiträge der einzelnen Erwerber nach § 27 Absatz 1 ErbStG nicht höher sein als der sich nach § 27 Absatz 3 ErbStG ergebende Höchstbetrag. Ist dies der Fall, ist der Höchstbetrag der Ermäßigung auf die einzelnen Erwerber entsprechend ihrem jeweiligen Anteil am mehrfach erworbenen Vermögen zu verteilen.
Berechnung des Ermäßigungsbetrags
Großvater G (verstorben am 2.2.2008 ) vermachte seinem Enkel E ein Wertpapierdepot mit einem Steuerwert von 1 000 000 EUR. Das Depot war mit einer Restschuld aus der Anschaffung von 100 000 EUR belastet. Diese Schuld musste E mit übernehmen. Als E selbst am 1.8.2011 durch einen Unfall ums Leben kommt, erbt seine Ehefrau F das Wertpapierdepot, Wert zu diesem Zeitpunkt 1 000 000 EUR, und ein Geschäftsgrundstück (ohne Vermietung zu Wohnzwecken) mit einem Grundbesitzwert von 1 200 000 EUR. Auf dem Wertpapierdepot ruht noch eine Restschuld von 100 000 EUR, auf dem Grundstück noch eine Restschuld von 500 000 EUR. Eine steuerfrei zu stellende Ausgleichsforderung nach § 5 ErbStG ist nicht gegeben.
Besteuerung des Vermächtnisnehmers E 2008
./. 51 200 EUR
848 800 EUR
161 272 EUR
Besteuerung des Erwerbs der F 2011
+ 1 200 000 EUR
./. 600 000 EUR
1 589 700 EUR
./. 256 000 EUR
833 700 EUR
158 403 EUR
Ermäßigungsbetrag nach § 27 Absatz 2 ErbStG
Auf den mehrfach besteuerten Teil des Vermögens (= begünstigtes Vermögen) entfallender Steuerbetrag:
Abzug der unmittelbar zuzuordnenden Schulden
Begünstigtes Vermögen 2011
1 000 000 EUR – 100 000 EUR =
Maximal Nettowert beim Erwerb 2008
./. 900 000 EUR
Dem nicht begünstigten Vermögen 2011 zuzurechnen
Nicht begünstigtes Vermögen 2011
1 200 000 EUR – 500 000 EUR =
Werterhöhung begünstigtes Vermögen (wie oben)
Anteil des begünstigten Nettovermögens 2011
900 000 EUR : 1 600 000 EUR = 56,25 %
Anteil der auf begünstigtes Vermögen entfallenden Erbschaftsteuer 2011
158 403 EUR × 56,25 % = 89 102 EUR
Maßgeblicher Ermäßigungssatz für 4 Jahre = 35 %
Ermäßigungsbetrag 89 102 EUR × 35 % =
Höchstbetrag nach § 27 Absatz 3 ErbStG
Erbschaftsteuer 2008 = 161 272 EUR
Höchstbetrag 161 272 EUR × 35 % = 56 446 EUR
Der Höchstbetrag wird hier nicht überschritten.
Wenn das Vermögen 2008 beim nachfolgenden Erwerb 2011 nicht vollständig übergeht (z. B. wegen Verbrauchs), muss auch die Steuer 2008 nach dem Nettowert des begünstigten Vermögens 2008 zum gesamten Nettowert 2008 aufgeteilt werden. Die Berechnung mit den unmittelbar bzw. nicht unmittelbar zuzurechnenden Schulden muss analog der obigen Darstellung erfolgen, allerdings nur auf der Basis der Werte 2008.
Erbschaftsteuer 2011
Erbschaftsteuer vor Ermäßigung
Ermäßigungsbetrag § 27 ErbStG
./. 31 186 EUR
127 217 EUR
Großvater G (verstorben am 2.2.2008 ) vermachte seinem Enkel E ein Wertpapierdepot mit einem Steuerwert von 1 000 000 EUR. Das Depot war mit einer Restschuld aus der Anschaffung von 100 000 EUR belastet. Diese Schuld musste E mit übernehmen. Als E selbst am 1.8.2011 durch einen Unfall ums Leben kommt, erbt seine Ehefrau F das Wertpapierdepot, Wert zu diesem Zeitpunkt 1 500 000 EUR, und ein Geschäftsgrundstück (ohne Vermietung zu Wohnzwecken) mit einem Grundbesitzwert von 1 200 000 EUR. Auf dem Wertpapierdepot ruht noch eine Restschuld von 50 000 EUR, auf dem Grundstück noch eine Restschuld von 500 000 EUR. Eine steuerfrei zu stellende Ausgleichsforderung nach § 5 ErbStG ist nicht gegeben.
./. 550 000 EUR
2 139 700 EUR
1 383 700 EUR
262 903 EUR
Ermäßigungsbetrag nach § 27 ErbStG
1 500 000 EUR – 50 000 EUR =
(Die Wertsteigerung nimmt nicht teil an der Ermäßigung, > R E 27 ErbStR)
+ 550 000 EUR
Anteil des begünstigten Nettovermögens
900 000 EUR : 2 150 000 EUR = 41,87
262 903 EUR × 41,87 % = 110 078 EUR
38 528 EUR
Ermäßigungsbetrag 110 078 EUR × 35 % =
./. 38 528 EUR
224 375 EUR
Großvater G (verstorben am 2.2.2008 ) vermachte seinem Enkel E ein Wertpapierdepot mit einem Steuerwert von 1 000 000 EUR. Das Depot war mit einer Restschuld aus der Anschaffung von 100 000 EUR belastet. Diese Schuld musste E mit übernehmen. Als E selbst am 1.8.2011 durch einen Unfall ums Leben kommt, erbt seine Ehefrau F das Wertpapierdepot, Wert zu diesem Zeitpunkt 800 000 EUR, und ein Geschäftsgrundstück (ohne Vermietung zu Wohnzwecken) mit einem Grundbesitzwert von 1 200 000 EUR. Auf dem Wertpapierdepot ruht noch eine Restschuld von 50 000 EUR, auf dem Grundstück noch eine Restschuld von 500 000 EUR. Eine steuerfrei zu stellende Ausgleichsforderung nach § 5 ErbStG ist nicht gegeben.
1 439 700 EUR
683 700 EUR
129 903 EUR
Auf den mehrfach besteuerten Teil des Vermögens (= begünstigtes Vermögen) entfallender Steuerbetrag nach § 27 Absatz 2 ErbStG:
800 000 EUR – 50 000 EUR =
Die Wertminderung führt zu einer Minderung der Ermäßigung
(> R E 27 ErbStR)
750 000 EUR : 1 450 000 EUR = 51,73 %
129 903 EUR × 51,73 % = 67 199 EUR
Ermäßigungsbetrag 67 199 EUR × 35 % =
161 281 EUR × 35 % = 56 446 EUR
./. 23 520 EUR
Zusammentreffen von § 14 Absatz 2, § 21 und § 27 ErbStG in einem Steuerfall
> R E 14.1 Absatz 5
ErbStH H E 27 ablegen in?

References: § 27
 § 27
 § 27
 § 27
 § 27
 § 5
 § 27
 § 27
 § 27
 § 5
 § 27
 § 5
 § 27
 § 14
 § 21
 § 27