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Timestamp: 2018-09-23 10:41:22+00:00

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Bedeutungen von ABE, ABG, E Prüfzeichen, Teilegutachten usw.
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1 Bedeutungen von ABE, ABG, E Prüfzeichen, Teilegutachten usw. am Mo Nov 26, 2007 3:38 pm
Viele Umbauten im Kraftfahrzeugbereich bedürfen einer amtlichen
Genehmigung in Form von Freigaben, Abnahmen,
Unbedenklichkeitsbescheinigungen, Prüfzeugnissen, etc...
Die ABE wird meist bei problemlos zu montierenden Tuningteilen wie
Leichtmetallrädern mit gleichem Durchmesser wie die im Fahrzeugschein
eingetragene Serienbereifung mitgeliefert. Damit können diese Teile auf
dem in der ABE freigegebenen Fahrzeugtyp montiert werden und müssen
danach nicht durch einen aaSoP/PI begutachtet werden. Allerdings müssen
die ABE-Papiere stets mitgeführt werden.
Hierbei gibt es aber auch Ausnahmen,
so dass trotz ABE eine Abnahme nach § 19(2) oder §19(3) StVZO nötig
sein kann. Es müssen alle Auflagen der ABE eingehalten werden, bei
diesen Auflagen steht dann auch manchmal, dass eine Änderungsabnahme
unverzüglich zu erfolgen hat. Dies ist z.B. der Fall, wenn durch den
Anbau einer breiteren Felge mit anderer Einpresstiefe trotz
Serienbereifung Bedenken hinsichtlich der Freigängigkeit oder
Radabdeckungen bestehen.
Teile wie beispielsweise Scheinwerfer müssen eine Allgemeine
Bauartgenehmigung (ABG) besitzen. Jede ABG ist nur für bestimmte
Modelle gültig, weshalb vor dem Kauf genaue Informationen eingeholt
werden sollten, ob die Teile auch für Ihr Auto zugelassen sind.
Die EG-Betriebserlaubnis entspricht weitgehend der ABE, ist aber für
den gesamten EU-Raum gültig. Bei Teilen, die mit EG-Betriebserlaubnis
verkauft werden, muß das Fahrzeug nicht beim TÜV vorgeführt werden, die
EG-Betriebserlaubnis muß lt.§19 StVZO auch nicht mitgeführt werden, was
immer wieder zu verschiedensten Problemen und Mißverständnissen führt.
Das Teilegutachten ist ein Gutachten, welches von einem Prüfinstitut
nach festgelegten Kriterien und Inhalten angefertigt wird. Das
Prüfinstitut muss von der Genehmigungsbehörde (bei uns das KBA in
Flensburg) für diese Aufgabe akkreditiert (anerkannt sein). Der
Hersteller der Teile muss nach DIN-ISO 9000 zertifiziert (regelmässig
überprüft) sein.
Ältere Teilegutachten, welche den Nachweis des QS-Systems nicht
beinhalten, dürfen nicht für Anbauabnahmen nach §19(3) hergenommen
Im Teilegutachten wird sowohl das Teil, als auch der Verwendungsbereich
beschrieben; zusätzlich sind evtl. Änderungen/Auflagen darin vermerkt.
Sind die Tuningteile mit Teilegutachten geliefert, hat immer eine
Anbauabnahme nach StVZO §19 Abs.3. zu erfolgen. Diese Anbauabnahme kann
bei allen Überwachungsorganisationen ÜO (FKÜ, KÜS; GTÜ etc.) sowie den
technischen Prüfstellen (TP´s) durchgeführt werden . Dabei wird der
korrekte Anbau der Teile und die Einhaltung der damit eventuell
verbundenen Auflagen kontrolliert. (TP`s sind in den alten
Bundesländern die TÜV´s und in den neuen Bundesländern die DEKRA )
Nach erfolgreicher Anbauabnahme wird ein Formblatt ausgefüllt (nach
StVZO §19 Abs.4) was den bestimmungsgemässen Anbau bescheinigt. Diese
Bescheinigung muss immer mitgeführt werden. Die Änderungen werden -bei
richtig ausgefüllter Bescheinigung - erst bei nächster Gelegenheit
(Umzug, Namensänderung etc.) durch die Zulassungsbehörde in den Brief
übernommen. Seit 1.10.2005 werden die Briefe und Scheine bei Befassung
der Papiere durch die Zulassungsbehörden gegen die neuen
Zulassungsbescheinigungen Teil 1 und 2 ersetzt.
Ist eine sofortige Berichtigung der Fahrzeugpapiere in der
Änderungsabnahme nötig, so muss dies auch in der Anbaubescheinigung
vermerkt werden (z.B. Krad von … mit Leistungsbeschränkung auf … ohne
Leistungsbeschränkung )
Bei Anbauabnahme von mehreren Teilen kann es vorkommen, dass die Teile
sich gegenseitig beeinflussen (können), z.B. kleineres Lenkrad und
andere Rad-Reifenkombination; hier kann eine Anbauabnahme evtl. nicht
mehr durchgeführt werden (wenn keine entsprechenden Hinweise in den TGA
genannt werden) .
5. ) Umfassendere Änderungen und Eintragung ( „Einzelabnahme“)
Unter diesen "Sammelbegriff" fällt alles andere was das Erlöschen der
Betriebserlaubnis betrifft. Einzelabnahmen können nur bei den TP´s
durchgeführt werden. Angefangen bei Fahrzeugteilen, die zwar ein TGA
haben, aber der Verwendungsbereich nicht eingehalten wird, oder eine
Kombination verschiedener Fahrzeigteile mit TGA die sich gegenseitig
beeinflussen. (Eine Matrix, welche Teile sich gegenseitig beeinflussen
(und eine Abnahme nach StVZO §19 Abs. 2 erfordern) sollte jeder
Mitarbeiter einer ÜO haben/kennen)
(Hierbei wird alles in dem vorliegenden Einzelfall
geprüft und im Brief eingetragen. Die Betriebserlaubnis erteilt dann
die zuständige Zulassungsbehörde, indem die technischen Daten in den
Fahrzeugschein übertragen werden[/size]) Dies war früher die Vorgehensweise.
Seit 1.10.2005 wird nur noch ein Datenblatt erstellt, mit dem die
Zulassungsbehörden die Technischen Daten in die Zulassungsbescheinigung
Teil 1 übernimmt.
Es gibt auch Prüfberichte oder Technische Berichte, in welchen der
Gutachter( ein aaS) bescheinigt, dass die Betriebserlaubnis nach §
19(2) nicht erlischt, wenn Anbauanweisung, Auflagen und
Verwendungszweck eingehalten werden.
Diese Berichte müssen immer mitgeführt werden. So etwas gibt es z.B.
für Scheinwerferblenden, aber auch für
Kunststoffmotorhaubenverlängerungen.
Gerade im Zweiradbereich gilt noch die Reifenmarkenbindung, wenn sie
der Hersteller vorschreibt. Die Reifen werden aber nach ein paar Jahren
nicht mehr produziert, sondern durch "Nachfolgemodelle" ersetzt, welche
dann eine andere Bezeichnung haben, die in den Fahrzeugpapieren nicht
vermerkt sind..
Viele Hersteller geben sogenannte Unbedenklichkeitsbescheinigungen (
Reifenfreigaben) heraus, die auch im Inter heruntergeladen und
ausgedruckt werden können. Damit ist dann keine Abnahme erforderlich,
diese Freigabe muss aber ständig mitgeführt werden.
2 "e-Prüfzeichen" bzw. ECE Pürfzeichen am Do Jul 12, 2012 6:15 am
Möche ich noch um etwas erweitern!
Das e-Prüfzeichen ist eine Art "Zertifiezierung für die Zulassung am Fahrzeug"! Diese Prüfzeichen ist immer in Abhängigkeit der Verwendung des Bauteils und des Einbauortes zu sehen und besteht aus mehreren Gruppen und einer meist 5stelligen Prüfnummer.. Das e-Prüfzeichen ist somit eine Typengenehmigung unabhängig vom Fahrzeug. Die Verwendung gemäß "Anwendungscode und Ort" bedarf daher KEINE zuzätzliche Eintragung oder Prüfung!
Mögliche Länder der Zulassung
1 = Deutschland
2 = Frankreich
3 = Italien
4 = Niederlande
5 = Schweden
6 =Belgien
7 = Ungarn
8 = Tschechien
9 = Spanien
10 = Serbien
11 = Großbritannien
12= Österreich
13 = Luxemburg
14 = Schweiz
15 = frei (früher DDR)
16 = Norwegen
17 = Finnland
18 = Dänemark
19 = Rumänien
20 = Polen
21 = Portugal
22 = Russische Föd.
24 = Irland
25 = Kroatien
27 = Slowakei
28 = Weißrussland
29 = Estland
30 = frei
31 = Bosnien-Herzeg.
32 = Lettland
34 = Bulgarien
36 = Litauen
37 = Türkei
39 = Aserbaidschan
40 = Mazedonien
42 = Europäische Gemeinschaft
43 = Japan
45 = Australien
46 = Ukraine
47 = Republik Südafrika
48 = Neuseeland
49 = Zypern
50 = Malta
51 = Republik Korea
52 = Malaysia
53 = Thailand
56 = Montenegro
58 = Tunesien
ScheinwerferAusführung:
Heckleuchten Ausführung :
alle gleichzeitig eingeschalteten Fernscheiwerfer gilt als Referenzzahl
75 als maximaler Wert, der nicht überschritten werden darf
-Typprüfnummer (5 stellig) diese Nummer wird für jede Scheinwerfer-Bauartgenehmigung individuell erteilt
In den letzten Monaten mehren sich Angebote bei eBay und in verschieden Foren, wo z.B. LED-Strips mit e-Prüfzeichen angeboten werden! Hier ist allerdings nicht die Prüfung als Tagfahrlicht oder Standlicht erfolgt, sondern rein auf "Magnetische Verträglichkeit am Fahrzeug" ! Dies führt dazu, dass diese LED-Stripsnur im Innenraum verwendet werden dürfen, aber auf keinem Fall als Standlicht oder TFL!!!
Wer bedenken hat, ob es ein gültiges e-Prüfzeichen ist, sollte immer vorher beim TÜV anrufen oder dort ein Mail hin schreiben! Ihr erhalte meist schnell und Problemlos Asukunft, ob die Nummer echt ist und für das Teil auch legal verwendbar ist!

References: § 19
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