Source: https://jc.salzlandkreis.de/arbeitgeber-und-traeger/teilhabechancengesetz/
Timestamp: 2019-10-15 19:48:27+00:00

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Salzlandkreis | Teilhabechancengesetz
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Zwei Instrumente zur Förderung Langzeitarbeitsloser
§ 16e SGB II und § 16i SGB II
Das 10. SGB II-Änderungsgesetz - Teilhabechancengesetz trat zum 1.1.2019 in Kraft. Beide Instrumente - § 16e SGB II und § 16i SGB II - sehen die Möglichkeit für eine ganzheitliche beschäftigungsbegleitende Betreuung Langzeitarbeitsloser vor, die das Jobcenter selbst oder ein Dritter durchführen kann.
Zur Schaffung zusätzlicher Beschäftigungsmöglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt ermöglicht das Gesetz finanzielle Unterstützung für Arbeitgeber, die Langzeitarbeitslose einstellen. Für die Dauer von bis zu fünf Jahren können Lohnzuschüsse in Höhe von bis zu 100% gewährt werden. Bezugsgröße für den Zuschuss ist der Mindestlohn zuzüglich eines pauschalierten Arbeitgeberanteils am Gesamtsozialversicherungsbeitrag abzüglich des Beitrags zur Arbeitsförderung (Arbeitslosenversicherungsbeitrag). Soweit der Arbeitgeber durch oder aufgrund Tarifvertrag zur Zahlung eines höheren Arbeitsentgelts verpflichtet ist, bemisst sich der Zuschuss auf der Grundlage des zu zahlenden Arbeitsentgelts.
In Verbindung mit dem ebenfalls verkündeten Bundeshaushaltsgesetz 2019, in dem der Passiv-Aktiv-Transfer enthalten ist, ergeben sich für die Jobcenter zusätzliche Handlungsmöglichkeiten vor allem für Langzeitarbeitslose.
Informationsflyer "Teilhabechancengesetz" für Arbeitgeber
Eingliederung von Langzeitarbeitslosen - § 16e SGB II -
Teilhabe am Arbeitsmarkt - § 16i SGB II -
Erwerbsfähiger Leistungsberechtigter
Mindestens zwei Jahre arbeitslos gem. § 18 SGB III
Trotz vermittlerischer Unterstützung während der Arbeitslosigkeit nicht erfolgreich integriert
25. Lebensjahr vollendet
In den letzten sieben Jahren mindestens sechs Jahre im SGB-II-Leistungsbezug
Keine oder nur kurzzeitige Beschäftigungen/Selbstständigkeit
In der Regel erfolgt vor der Förderung eine ganzheitliche Unterstützung von mindestens zwei Monaten
Für BG mit Kind und Schwerbehinderte während der letzten fünf Jahre durchgängiger Leistungsbezug
Keine Förderung während eines laufenden Rehabilitationsverfahrens zur Teilhabe am Arbeitsleben
Keine Förderung im Anschluss an ESF-Bundesprogramm LZA
Ziel: Arbeitsverhältnisse sichern; Beschäftigungsfähigkeit und Leistungsvermögen steigern; Integrationsfortschritte überprüfen; Übergänge in ungeförderte Beschäftigung/Weiterbildung begleiten
Betreuung während gesamter Förderdauer unter vollständiger Kostenübernahme
Arbeitnehmer muss dafür in den ersten sechs Monaten im angemessenen Umfang freigestellt werden
Arbeitnehmer muss dafür in den ersten zwölf Monaten im angemessenen Umfang freigestellt werden
Berücksichtigung des persönlichen Umfelds und der Bedarfsgemeinschaft innerhalb der Beratung
Inhalte: Förderung Schlüsselkompetenzen, Aufbau Tagesstruktur, Konfliktmanagement, Vermittlung des betrieblichen Umfelds und der sozialen Anforderungen im Arbeitsalltag, Alltagshilfen, Hilfe bei Inanspruchnahme der Unterstützungsangebote Dritter, Übergangsmanagement
Bindeglied zwischen Teilnehmer und Arbeitgeber
Keine fachliche Anleitung
Betreuung erfolgt eigenständig durch das Jobcenter oder Dritte
Keine Trägerzulassung bzw. Maßnahmezulassung erforderlich
Beteiligung des Teilnehmers an der Auswahl des Coaches bei einer Vergabe an Dritte, jedoch erfolgt die Betreuung aller Teilnehmer eines Arbeitgebers in der Regel aus einer Hand
Betreuung kann auch in den Räumlichkeiten des Betriebes oder am Arbeitsplatz erfolgen
Eckpfeiler für Arbeitgeber
Lohnkostenzuschuss* im ersten Jahr von 75% und im zweiten Jahr von 50%, der keine bestimmten Problemstellungen der SGB II-Leistungsberechtigten voraussetzt
Förderdauer zwei Jahre
Sechs Monate verpflichtendes Coaching ab Beginn des Arbeitsverhältnisses (kann im Bedarfsfall verlängert werden)
Alle Arbeitgeber sind zugelassen
Zuschuss zum Arbeitsentgelt* mit Degression bis zu fünf Jahre: im ersten und zweiten Jahr 100%, im dritten Jahr 90%, im vierten Jahr 80%, im fünften Jahr 70%
Förderdauer bis zu fünf Jahre, keine Nachbeschäftigungspflicht, Befristung des Arbeitsverhältnisses auf 5 Jahre möglich
Zwölf Monate verpflichtendes Coaching ab Beginn des Arbeitsverhältnisses (kann im Bedarfsfall verlängert werden)
Weiterbildung und betriebliche Praktika werden mit bezahlter Freistellung und Zuschüssen unterstützt
* Zuschuss in Höhe des Mindestlohn, es sei denn der Arbeitgeber ist Tarifgebunden- oder orientiert, dann wird das tatsächlich gezahlte Arbeitsentgelt berücksichtigt
letzte Änderung dieser Seite am 17.09.2019 um 15.50

References: § 16
 § 16
 § 16
 § 16
 § 16
 § 16
 § 18