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Timestamp: 2016-10-24 14:19:48+00:00

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2P.154/2001 (18.10.2001)
Bundesrichterin Yersin, Bundesrichter Merkli und Gerichtsschreiberin M�ller.
Einwohnergemeinde A.________, Beschwerdef�hrerin, handelnd durch den Gemeinderat, vertreten durch F�rsprecher Urs Eymann, Monbijoustrasse 36, Bern,
Y.________ AG, Beschwerdegegnerin, vertreten durch F�rsprecher Samuel Lemann, Speichergasse 5, Postfach 681, Bern, Ingenieurb�ro X.________ AG, Beteiligte, vertreten durch F�rsprecher Dr. Urs Emch, Bollwerk 15, Postfach 5576, Bern, Regierungsstatthalter von B.________, Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Verwaltungsrechtliche Abteilung,
A.-Die Einwohnergemeinde A.________ liess im kantonalen Amtsblatt vom 17. und 21. Juli 1999 die Erneuerung ihres bestehenden Vermessungswerks auf den Standard "amtliche Vermessung 1993 (AV 93)" ausschreiben. Innerhalb der Offertfrist gingen insgesamt neun Angebote ein. Die Gemeinde liess diese durch das Vermessungsamt der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern �berpr�fen. In seinem Bericht vom 11. Oktober 1999 empfahl das Vermessungsamt der Gemeinde die Vergabe des Auftrages an die X.________ AG, die Z.________ AG oder die Y.________ AG, da deren Angebote als die wirtschaftlich g�nstigsten zu beurteilen seien. In der Folge vergab der Gemeinderat von A.________ die Arbeiten an die X.________ AG.
B.- Gegen die Zuschlagsverf�gung erhob die Y.________ AG Einsprache, welche der Gemeinderat von A.________ mit Entscheid vom 10. Januar 2000 abwies. Eine dagegen eingereichte Beschwerde �berwies das Verwaltungsgericht des Kantons Bern zust�ndigkeitshalber an das Regierungsstatthalteramt des Amtsbezirks B.________, das sie mit Entscheid vom 4. August 2000 abwies. Die Y.________ AG zog diesen Entscheid an das Verwaltungsgericht des Kantons Bern weiter.
Mit Urteil vom 4. Mai 2001 hiess dieses die Beschwerde gut, hob den Entscheid des Regierungsstatthalters sowie den Einspracheentscheid und die Zuschlagsverf�gung der Einwohnergemeinde A.________ auf und erteilte den Zuschlag f�r die Erneuerung des amtlichen Vermessungswerkes der Gemeinde der Y.________ AG.
Die Y.________ AG und das Verwaltungsgericht beantragen, die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Der Regierungsstatthalter von B.________ beantragt sinngem�ss die Gutheissung der Beschwerde. Die Ingenieurb�ro X.________ AG hat sich in diesem Verfahren nicht vernehmen lassen. Sie hat den Entscheid des Verwaltungsgerichts jedoch selbst�ndig mit staatsrechtlicher Beschwerde angefochten (Verfahren 2P.153/2001).
Mit Verf�gung vom 4. Juli 2001 hat der Abteilungspr�sident der Beschwerde aufschiebende Wirkung zuerkannt.
1.- a) Die staatsrechtliche Beschwerde richtet sich gegen einen letztinstanzlichen kantonalen Entscheid, mit welchem der Zuschlag f�r die Erneuerung des amtlichen Vermessungswerks der Gemeinde A.________ der Beschwerdegegnerin erteilt wurde. Derartige Vergebungsentscheide sind nach der neueren Rechtsprechung als mit staatsrechtlicher Beschwerde anfechtbare Hoheitsakte zu betrachten (BGE 125 II 86 E. 2 - 4 S. 92 ff.). Die Beschwerdef�hrerin wird durch den angefochtenen Entscheid als Tr�gerin hoheitlicher Gewalt betroffen, weshalb sie sich auf ihre Autonomie berufen kann (vgl. das nicht publizierte Urteil vom 25. Mai 1994 i.S.
b) Die staatsrechtliche Beschwerde muss die wesentlichen Tatsachen und eine kurzgefasste Darlegung dar�ber enthalten, welche verfassungsm�ssigen Rechte bzw. welche Rechtss�tze inwiefern durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind (Art. 90 Abs. 1 lit. b OG). Das Bundesgericht untersucht nicht von Amtes wegen, ob ein kantonaler Hoheitsakt verfassungswidrig ist, sondern pr�ft nur rechtsgen�gend vorgebrachte und, soweit m�glich, belegte R�gen (BGE 110 Ia 1 E. 2 S. 3/4, 119 Ia 197 E. 1d S. 201). Der Beschwerdef�hrer hat sich mit der Begr�ndung im angefochtenen Entscheid im Einzelnen auseinander zu setzen und zu erkl�ren, welches geschriebene oder ungeschriebene verfassungsm�ssige Individualrecht verletzt worden sein soll. Auf bloss allgemein gehaltene, appellatorische Kritik tritt das Bundesgericht nicht ein (BGE 107 Ia 186 E. b). Wird eine Verletzung des Willk�rverbots geltend gemacht, kann der Beschwerdef�hrer sich nicht damit begn�gen, den angefochtenen Entscheid einfach als falsch oder willk�rlich zu bezeichnen und ihm seine Sicht der Dinge gegen�berzustellen; er hat vielmehr anhand der angefochtenen Subsumtion im Einzelnen darzulegen, inwiefern der Entscheid an einem qualifizierten und offensichtlichen Mangel leidet (BGE 117 Ia 10 E. 4b S. 11/12).
2.- a) Eine Gemeinde ist in einem Sachbereich autonom, wenn das kantonale Recht diesen nicht abschliessend ordnet, sondern ihn ganz oder teilweise der Gemeinde zur Regelung �berl�sst und ihr dabei eine relativ erhebliche Entscheidungsfreiheit einr�umt (BGE 126 I 133 E. 2 S. 136, mit Hinweisen).
Der gesch�tzte Autonomiebereich kann sich auf die Befugnis zum Erlass oder Vollzug eigener kommunaler Vorschriften beziehen oder einen entsprechenden Spielraum bei der Anwendung des kantonalen oder eidgen�ssischen Rechts betreffen (BGE 124 I 223 E. 2b S. 227, mit Hinweisen). Autonomie im Bereiche des Vollzugs von kantonalem Recht kann bestehen, wenn die Gemeinde f�r den (erstinstanzlichen) Vollzug zust�ndig ist und die zu beurteilende Materie f�r ein Selbstbestimmungsrecht der einzelnen Gemeinde Raum l�sst (vgl. BGE 119 Ia 214 E. 3b/c S. 219 f.).
b) In allgemeiner Weise gew�hrleisten Art. 109 Abs. 1 der bernischen Kantonsverfassung vom 6. Juni 1993 (KV; BSG 101. 1) sowie Art. 3 des bernischen Gemeindegesetzes vom 16. M�rz 1998 (GG; BSG 170. 11) den Gemeinden Autonomie im Rahmen des kantonalen und des eidgen�ssischen Rechts.
Nach Art. 25 Abs. 1 des bernischen Gesetzes �ber die amtliche Vermessung vom 15. Januar 1996 (AVG; BSG 215. 341) erhebt und erneuert die Gemeinde die Bestandteile der amtlichen Vermessung, soweit dies nicht Aufgabe der kantonalen Vermessungsaufsicht ist (vgl. dazu Art. 24 Abs. 1 AVG). Gem�ss Art. 6 Abs. 1 AVG regelt der Regierungsrat durch Verordnung die Vergabe der Vermessungsarbeiten. Er hat hief�r die kantonale Submissionsverordnung vom 29. April 1998 (BSG 731. 21) f�r anwendbar erkl�rt, auch soweit es um Arbeitsvergebungen der Gemeinden geht (Art. 1 Abs. 1 lit. e dieser Verordnung). Die bernischen Gemeinden sind somit bei der Vergebung der hier streitigen Vermessungsarbeiten an das kantonale Submissionsrecht (und dar�ber hinaus an die vermessungstechnischen Vorschriften des Bundes und des Kantons) gebunden. In der Praxis werden sie in diesem Bereich �berdies vom kantonalen Vermessungsamt beraten. Das �ndert aber nichts daran, dass es in erster Linie in ihrer Verantwortung liegt, die Unternehmer auszuw�hlen, mit denen sie die entsprechenden Vertr�ge abschliessen wollen. Insoweit kommt ihnen eine relativ erhebliche Entscheidungsfreiheit zu und sind sie als autonom zu betrachten. Hebt die Rechtsmittelbeh�rde einen kommunalen Vergebungsentscheid auf und erteilt sie den Zuschlag an einen anderen Bewerber, wie dies hier der Fall war, so kann sich die Gemeinde mit staatsrechtlicher Beschwerde dagegen zur Wehr setzen und verlangen, dass die kantonale Beh�rde in formeller Hinsicht ihre Befugnisse nicht �berschreitet und dass sie in materieller Hinsicht die massgebenden kantonal- und bundesrechtlichen Vorschriften nicht verletzt (vgl. das nicht publizierte Urteil vom 25. Mai 1994 i.S. Kreis K.________ c. W. AG, E. 2a). Das Bundesgericht �berpr�ft diesfalls den kantonalen Entscheid auf Willk�r hin, soweit Gesetzes- oder Verordnungsrecht in Frage steht; mit freier Kognition entscheidet es, wenn es sich um Verfassungsrecht des Kantons oder des Bundes handelt (BGE 126 I 133 E. 2 S. 136; 122 I 279 E. 8b und 8c S. 290 f.; 119 Ia 285 E. 4c S. 295 f.).
3.- a) In der Ausschreibung der zu vergebenden Arbeiten im kantonalen Amtsblatt wurden die f�r die Vergebung massgeblichen Zuschlagskriterien in der Reihenfolge ihrer Bedeutung wie folgt aufgef�hrt:
- technisches Vorgehen, Zweckm�ssigkeit der vorgeschlagenen
- Qualit�t (unter Ber�cksichtigung der bisherigen
- Organisation der Nachf�hrung
- vorgeschlagener Terminplan (unter Ber�cksichtigung
Dabei erhielt jeweils ein den Grundanforderungen des Projektes entsprechendes Angebot die Benotung 3 ("gut"). Die Berechnung der Note f�r das Kriterium "Preis" nahm das Vermessungsamt in der Art vor, dass es das arithmetische Mittel der eingereichten Preisofferten ohne Ber�cksichtigung des teuersten und des billigsten Angebots berechnete und mit der Note 3 bewertete. Ein ausgehend von diesem Mittelwert um mindestens 15 % billigeres Angebot erzielte die Note 4, ein um mindestens 15 % bzw. 30 % teureres Angebot die Note 2 bzw. 1. Nach diesem System erhielten die vier g�nstigsten Offerten allesamt die Note 4.
Jede auf diese Weise ermittelte Einzelnote wurde alsdann gem�ss dem nachfolgenden Schema mit einem je nach Gewichtung des einzelnen Zuschlagskriteriums festgelegten Faktor multipliziert:
- technisches Vorgehen, Zweckm�ssigkeit
der vorgeschlagenen L�sung Faktor 4
- Qualit�t (unter Ber�cksichtigung
- Organisation der Nachf�hrung Faktor 2
Ber�cksichtigung der bisherigen
Nach einer auf diesem Schema aufbauenden Bewertungstabelle wurden die Angebote der Ingenieurb�ro X.________ AG, der Z.________ AG und der Beschwerdegegnerin als die wirtschaftlich g�nstigsten ermittelt. Von der maximal m�glichen Punktzahl von 100 erreichten diese drei Anbieterinnen je 92 Punkte (gerundet; ungerundet h�tten die Ingenieurb�ro X.________ AG 92,25, die Y.________ AG 92,00 und die Z.________ AG 91,75 Punkte erhalten). Das Vermessungsamt empfahl daher der Gemeinde, die Arbeiten an eines dieser drei Ingenieurb�ros zu vergeben. In der Folge entschied sich die Gemeinde f�r die Ingenieurb�ro X.________ AG.
b) Das Verwaltungsgericht h�lt die dem Vergabeentscheid zugrundeliegende Bewertung der Offerten in Bezug auf das Zuschlagskriterium "Preis" f�r rechtswidrig. Das Vermessungsamt habe mit dem Ausschluss des niedrigsten und des h�chsten Angebots eine Entsch�rfung der Frage bezweckt, ob ein unzul�ssiges Unterangebot im Sinne von Art. 33 Abs. 1 lit. a der kantonalen Submissionsverordnung vorliege. Damit habe es zwei submissionsrechtlich grundlegend unterschiedliche Aspekte, n�mlich jenen der Zul�ssigkeit der Teilnahme und jenen der Bewertung der (zul�ssigen) Angebote vermischt; die Bewertung der Offerten in Bezug auf das Kriterium "Preis" werde damit unzul�ssigerweise durch ein sachfremdes Element beeinflusst. Indem es bei der Berechnung des arithmetischen Mittels der eingereichten Preisofferten sowohl das billigste als auch das teuerste Angebot unber�cksichtigt gelassen habe, habe das Vermessungsamt zudem die Bewertung der H�he der Preise unmittelbar und massgeblich beeinflusst; dieses Vorgehen f�hre zu einer sachlich nicht gerechtfertigten Wettbewerbsverzerrung.
Das Verwaltungsgericht bem�ngelt ferner, zus�tzlich wettbewerbsverzerrend habe sich die vom Vermessungsamt in einem zweiten Schritt durchgef�hrte Benotung ausgewirkt:
Nach der hier angewandten Methode werde n�mlich jedes Angebot, welches 15 % oder mehr unter dem errechneten arithmetischen Mittel liege, mit der Maximalnote 4 ausgezeichnet.
Diese indifferente Bewertung k�nne, wie der konkrete Fall zeige, zu einer nicht unerheblichen Relativierung der Bedeutung des Preises f�hren. Vier der insgesamt neun Angebote h�tten vorliegend die Maximalnote 4, mithin 44 von 100 Punkten, erzielt, obwohl die Preisunterschiede recht gross gewesen seien: so habe das billigste dieser vier Angebote um Fr. 34'400.-- oder knapp 15 % unter dem teuersten gelegen.
Das Vermessungsamt habe dargelegt, diese Bewertungsmethode solle verhindern, dass ein billiger Preis gegen�ber den qualitativen Kriterien ein �bergewicht erhalte. Diese Erkl�rung �berzeuge indessen nicht. Wohl sei grunds�tzlich w�nschbar, dass beim Entscheid �ber die Vergabe eines Auftrags auch auf die Qualit�t der angebotenen Arbeit R�cksicht genommen werde. Dies sei aber durch entsprechende Festle- gung und Bekanntgabe der Bedeutung der Zuschlagskriterien sicherzustellen, damit die Anbieter in der Lage seien, ein den Beschaffungsbed�rfnissen entsprechendes Angebot zu unterbreiten. Vorliegend habe die Gemeinde den Preis als das mit Abstand wichtigste Kriterium bekannt gegeben; gest�tzt darauf h�tten die Anbieter ihre Kalkulation vorgenommen.
Indem in der Folge bei der Bewertung der Offerten in Bezug auf das Kriterium "Preis" erhebliche Preisdifferenzen unber�cksichtigt geblieben seien, sei gegen den im Vergabewesen geltenden Grundsatz der Wettbewerbsf�rderung verstossen worden. Diese Bewertung halte einer rechtlichen �berpr�fung nicht stand, weshalb sich die Zuschlagsverf�gung als rechtswidrig erweise.
4.- Die Beschwerdef�hrerin macht an sich zu Recht geltend, dass es sich bei der Berechnung des arithmetischen Mittels um einen rein rechnerischen Vorgang handelt, um den Durchschnittspreis der eingegangenen Offerten zu bestimmen, der seinerseits als Ausgangspunkt f�r die Benotung der Angebotspreise dient. Wenn das Vermessungsamt dabei das h�chste und das tiefste Angebot ausklammerte, hat es dabei entgegen der Auffassung des Verwaltungsgerichts nicht den Aspekt der Zul�ssigkeit dieser Offerten mit derjenigen ihrer Bewertung vermischt. Es hat denn auch die Extremofferten nicht aus dem Wettbewerb ausgeschieden. Inwiefern der Ausschluss des h�chsten und des tiefsten Angebots bei der Ermittlung des Mittelwerts zu einer ungerechtfertigten Wettbewerbsverzerrung f�hren soll, ist sodann nicht ohne weiteres erkennbar.
Im vorliegenden Fall h�tte sich jedenfalls am Ergebnis nichts ge�ndert, h�tten doch sowohl die Ingenieurb�ro X.________ AG als auch die Beschwerdegegnerin unver�ndert die Maximalnote 4 erzielt, wenn das h�chste und das tiefste Angebot bei der Berechnung des Mittelwerts mitber�cksichtigt worden w�ren.
Wie es sich damit verh�lt, kann indessen dahingestellt bleiben, da diese Problematik f�r den Entscheid des Verwaltungsgerichts letztlich nicht entscheidend war. Massgebend war vielmehr, dass die Methode des Vermessungsamtes zur Benotung des Angebotspreises - unabh�ngig von der Frage der Ermittlung des Durchschnittswertes der Angebote - zu wenig differenziert und nicht geeignet war, der Bedeutung des Preiskriteriums hinreichend Rechnung zu tragen. Das ist in der Tat der Fall. Das Kriterium des Preises wurde in der Ausschreibung an erster Stelle genannt. Das Vermessungsamt hat es in seinem Evaluationsbericht vom 11. Oktober 1999 entsprechend stark, n�mlich mit dem Faktor 11, gewichtet, was in der Beschwerde nicht beanstandet wird. Die Submittenten konnten demnach allein mit dem Angebotspreis maximal 44 von insgesamt 100 Punkten erzielen. Damit erwies sich der Preis sowohl nach der Ausschreibung als auch nach der vom Vermessungsamt verwendeten und als solcher nicht beanstandeten Beurteilungsmatrix als das wichtigste Zuschlagskriterium.
Indem das Vermessungsamt aber alle Offerten, die 15 % oder mehr unter dem Mittelwert lagen, ohne weitere Differenzierung mit der Maximalnote 4 bewertete, konnte das Preiskriterium seine Funktion, zur Ermittlung des g�nstigsten Angebots beizutragen, gar nicht erf�llen. Dabei unterschieden sich die Preisangebote der vier mit der Note 4 bedachten Submittenten nicht unwesentlich voneinander. So offerierte die Beschwerdegegnerin die Arbeiten f�r Fr. 196'725.--, die Ingenieurb�ro X.________ AG f�r Fr. 215'000.-- (d.h. 9 % mehr), der dritte Anbieter f�r 225'750.-- (d.h. 15 % mehr) und der vierte f�r 231'125.-- (d.h. 17 % mehr). Diese Differenzen kamen aber im Bewertungsmodell des Vermessungsamtes �berhaupt nicht zum Ausdruck. Nachdem die drei preisg�nstigsten Offerenten bei den �brigen Kriterien praktisch die gleiche Punktzahl erreicht hatten, w�re dem Kriterium des Preises umso gr�ssere Bedeutung zugekommen, um aus den am ehesten in Frage kommenden Angeboten das wirtschaftlich g�nstigste zu ermitteln. Gerade hier versagte aber das Modell des Vermessungsamtes. Wenn das Verwaltungsgericht unter diesen Umst�nden zum Ergebnis gelangte, dieses Modell halte einer rechtlichen Pr�fung nicht stand und der Zuschlag an die Ingenieurb�ro X.________ AG sei deshalb aufzuheben, so kann das weder als willk�rlich bezeichnet werden, noch verst�sst es gegen allgemeine Grunds�tze des Submissionsrechts.
5.- a) Das Verwaltungsgericht f�hrt in der Folge aus, die Bewertung der Offerten in Bezug auf das Kriterium "Preis", die nach dem Gesagten der Rechtskontrolle nicht standhalte, m�sste an sich grunds�tzlich neu durch die zust�ndigen Stellen vorgenommen werden, wobei in Bezug auf die Frage, wie diese Bewertung vorzunehmen sei, verschiedene sachlich haltbare Antworten denkbar w�ren. Im vorliegenden Fall wirke sich aber jede Neubewertung zwingend zugunsten der Y.________ AG aus, da diese das mit Abstand billigste Preisangebot eingereicht habe und sich die Gemeinde auf der von ihr bekannt gegebenen Gewichtung der Zuschlagskriterien behaften lassen m�sse. Unter diesen Umst�nden erreiche deren Offerte ohne weiteres die h�chste Punktzahl. Ihr Angebot sei daher als das wirtschaftlich g�nstigste und damit namentlich als das im Vergleich zur Offerte der Ingenieurb�ro X.________ AG wirtschaftlich g�nstigere Angebot zu betrachten.
Es bedeute daher einen prozessualen Leerlauf und stelle eine unn�tige Verz�gerung des Verfahrens dar, wenn die Akten zur Neuvergabe des Auftrags an die Vergabebeh�rde zur�ckgewiesen w�rden.
b) Die Beschwerdef�hrerin macht zun�chst geltend, die direkte Erteilung des Zuschlags durch das Verwaltungsgericht sei unhaltbar; dieses habe in der Regel nur kassatorisch zu entscheiden und solle nur in Ausnahmef�llen reformatorisch urteilen. Sie nennt indessen keine Vorschrift des kantonalen Rechts, die es dem Verwaltungsgericht verwehrt h�tte, den Zuschlag selber zu erteilen (vgl. Art. 84 Abs. 1 des Gesetzes �ber die Verwaltungsrechtspflege des Kantons Bern vom 23. Mai 1989 [VRPG; BSG 155. 21], wonach es dem Verwaltungsgericht grunds�tzlich freisteht, reformatorisch zu entscheiden). Die Beschwerdebegr�ndung gen�gt insoweit den Anforderungen von Art. 90 Abs. 1 lit. b OG nicht, weshalb sich das Bundesgericht nicht weiter mit dieser Frage zu befassen hat.
c) Die Beschwerdef�hrerin r�gt ferner, das Verwaltungsgericht habe durch den Zuschlag an die Y.________ AG gegen das Willk�rverbot verstossen und das Transparenzgebot verletzt, indem es die Gewichtung des Kriteriums "Preis" neu festgelegt habe, ohne dessen Bewertung bekanntzugeben. Es treffe auch nicht zu, dass sich jede andere Berechnungsart zwingend zugunsten der Y.________ AG auswirke. Das Gericht lege mit keinem Wort - etwa mit einem eigenen Bewertungsschema - dar, welches �berhaupt eine m�gliche Neubewertung w�re.
Indessen hat das Verwaltungsgericht bei seinem Entscheid, den Zuschlag der Y.________ AG zu erteilen, das Kriterium des Preises nicht neu oder anders gewichtet. Es ist vielmehr davon ausgegangen, dass die beiden noch verbliebenen Bewerber mit Bezug auf die �brigen Zuschlagskriterien praktisch ebenb�rtig waren. Bei dieser Konstellation musste aber bei der Bestimmung des wirtschaftlich g�nstigsten Angebots dem Kriterium des Preises notgedrungen die entscheidende Bedeutung zukommen. Das war umso weniger zu beanstanden, als dieses Kriterium in der Ausschreibung, in welcher die Zuschlagskriterien gem�ss Art. 17 lit. h der Submissionsverordnung in der Reihenfolge ihrer Bedeutung anzugeben sind, an erster Stelle genannt und es vom Vermessungsamt in seinem Evaluationsbericht mit dem Faktor 11 gewichtet wurde.
Freilich w�re es im Hinblick auf zuk�nftige Arbeitsvergebungen auf dem Gebiet des Vermessungswesen w�nschbar gewesen, dass das Verwaltungsgericht n�her dargelegt h�tte, wie eine korrekte Bewertung des Preises h�tte erfolgen m�ssen, wenn es schon die Arbeiten selber vergeben wollte. Dass es davon absah, ist unter den konkreten Umst�nden indessen nicht zu beanstanden. Zwischen dem Angebot der Ingenieurb�ro X.________ AG und demjenigen der Y.________ AG bestand hinsichtlich des Angebotspreises ein Unterschied von immerhin 9 %. Nachdem dem Kriterium des Preises nach der Ausschreibung und nach der vom Vermessungsamt verwendeten und als solcher unbestrittenen Beurteilungsmatrix erhebliche Bedeutung zukam, ist dieser Unterschied beachtlich und h�tte bei der Benotung in irgendeiner Weise zum Ausdruck kommen m�ssen.
Dabei h�tte schon eine geringf�gige Differenz den Ausschlag zugunsten der Y.________ AG geben m�ssen. Dass die Ingenieurb�ro X.________ AG bei den �brigen Kriterien ohne Ber�cksichtigung der Rundungen gegen�ber der Y.________ AG einen minimen Vorsprung von 0,25 Punkten aufwies, vermag daran nichts zu �ndern, h�tte doch bei einer Gewichtung mit dem Faktor 11 schon eine Differenz von nur einem Zehntelspunkt diesen Vorsprung mehr als aufgewogen. Insoweit l�sst sich in der Tat sagen, dass sich jede Neubewertung zwingend zugunsten der Beschwerdegegnerin ausgewirkt h�tte. Unter diesen Umst�nden verst�sst der Zuschlag an diese aber weder gegen das Willk�rverbot noch das Transparenzgebot. Ebensowenig ist der Vorwurf der ungen�genden Begr�ndung gerechtfertigt.
6.- Die Beschwerde erweist sich somit als unbegr�ndet und ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.
Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die Kosten der Beschwerdef�hrerin aufzuerlegen, die im vorliegenden Verfahren Verm�gensinteressen wahrnimmt (BGE 125 II 86 E. 8 S. 103; Art. 156 Abs. 1 und 2 in Verbindung mit Art. 153 und Art. 153a OG). Die Beschwerdef�hrerin hat der Beschwerdegegnerin Y.________ AG �berdies eine Parteientsch�digung auszurichten (Art. 159 Abs. 2 OG). Bei deren Bemessung ist zu ber�cksichtigen, dass die Beschwerdegegnerin auch im Parallelverfahren 2P.153/2001 eine Vernehmlassung mit teilweise gleichlautenden Argumenten eingereicht hat.
3.- Die Beschwerdef�hrerin hat die Beschwerdegegnerin Y.________ AG f�r das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 2'500.-- zu entsch�digen.

References: BGE 
 Art. 109
 Art. 3
 Art. 25
 Art. 24
 Art. 6
 Art. 33
 Art. 84
 Art. 90
 Art. 17
 Art. 156
 Art. 153
 Art. 153