Source: https://www.ris.bka.gv.at/JustizEntscheidung.wxe?Abfrage=Justiz&Dokumentnummer=JJT_20111129_OGH0002_0020OB00220_10G0000_000&IncludeSelf=False
Timestamp: 2019-11-19 22:59:42+00:00

Document:
RIS - Rechtssätze für 2Ob220/10g - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 1Ob411/53 2Ob107/57 2Ob...
RS0040725
1Ob411/53; 2Ob107/57; 2Ob312/58; 4Ob15/69; 7Ob191/75; 7Ob18/76; 6Ob553/90; 2Ob220/10g; 2Ob58/15s
AÖSp §54
Im Verfahren über den Grund des Anspruches ist nicht nur über den Haftungsausschluss, sondern auch über Haftungsbeschränkungen (zB § 54 AÖSp) abzusprechen. Nach Rechtskraft des Zwischenurteiles sind die Einwendungen eines gesetzlichen oder vertraglichen Haftungsausschlusses oder einer derartigen Haftungsbeschränkung nicht mehr zu beachten.
1 Ob 411/53
Entscheidungstext OGH 02.09.1953 1 Ob 411/53
Veröff: SZ 26/212 = JBl 1954 H4,97
2 Ob 107/57
Entscheidungstext OGH 27.03.1957 2 Ob 107/57
2 Ob 312/58
Entscheidungstext OGH 26.11.1958 2 Ob 312/58
Veröff: JBl 1959 H6,156
4 Ob 15/69
Entscheidungstext OGH 11.04.1969 4 Ob 15/69
nur: Im Verfahren über den Grund des Anspruches ist nicht nur über den Haftungsausschluß, sondern auch über Haftungsbeschränkungen (zB § 54 AÖSp) abzusprechen. (T1); Beisatz: Hier: Einwendung eines teilweisen Haftungsausschlusses nach dem DHG. (T2) Veröff: EvBl 1969/290 S 442 = Arb 8609 = SozM IVA,351
7 Ob 191/75
Entscheidungstext OGH 20.11.1975 7 Ob 191/75
Vgl; Beisatz: Höchstbetrag im Spruch nicht ausgewiesen (Art 6 Abs 3 AKHB). (T3)
nur T1; Beisatz: Art 6 Abs 3 AKHB (T4)
6 Ob 553/90
Entscheidungstext OGH 28.06.1990 6 Ob 553/90
Vgl; Beisatz: Im Verfahren über den Grund des Anspruchs sind alle Anspruchsvoraussetzungen und alle den Grund des Anspruchs betreffenden Einwendungen, so auch jene des fehlenden Verschuldens, des Mitverschuldens des Geschädigten oder allfälliger Haftungsbeschränkungen zu klären. (T5)
ECLI:AT:OGH0002:1953:RS0040725
JJR_19530902_OGH0002_0010OB00411_5300000_001
Rechtssatz für 7Ob829/76 1Ob50/87 2Ob2...
RS0019360
7Ob829/76; 1Ob50/87; 2Ob220/10g
Grundsätzlich legt das Gesetz demjenigen, der eine Sache in Verwahrung gibt, nicht die Verpflichtung auf, dem Verwahrer Mitteilung vom Wert der Sache zu machen; das Unterlassen einer solchen Mitteilung begründet daher im allgemeinen kein Mitverschulden des Hinterlegers an dem durch den Verlust der Sache bewirkten Schaden.
Veröff: EvBl 1977/264 S 661
1 Ob 50/87
Entscheidungstext OGH 20.01.1988 1 Ob 50/87
Auch; Beisatz: Bei Abhandenkommen des ausdrücklich in Verwahrung gegebenen Gegenstandes, tritt eine Haftungsbeschränkung selbst dann nicht ein, wenn der Verwahrer nicht auf den höheren Wert des Gegenstandes hingewiesen wurde. (T1)
Auch; Beisatz: Sofern der Gast nur auf den Umstand hinweist, dass es sich um Wertgegenstände handelt. (T2)
ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0019360
JJR_19770113_OGH0002_0070OB00829_7600000_002
Rechtssatz für 6Ob714/76 6Ob723/76 (6Ob...
RS0019258
6Ob714/76; 6Ob723/76 (6Ob724/76); 2Ob220/10g
Wurde der Gast in einer für ihn ohne weiteres erkennbaren Weise vom Wirt angewiesen, Wertgegenstände nicht im Zimmer aufzubewahren, sondern zu deponieren, können entgegen dieser Anweisung im Zimmer gelassene Gegenstände nicht als "eingebracht" im Sinne des § 970 ABGB angesehen werden (hier: Haftungsausschluss auf "Zimmeranschlag").
6 Ob 714/76
Entscheidungstext OGH 20.01.1977 6 Ob 714/76
Veröff: EvBl 1977/245 S 582
6 Ob 723/76
Entscheidungstext OGH 20.01.1977 6 Ob 723/76
Auch; Beisatz: Hinweistafel in der Rezeption im Hauptgebäude. (T1)
ECLI:AT:OGH0002:1977:RS0019258
JJR_19770120_OGH0002_0060OB00714_7600000_001
Rechtssatz für 7Ob741/77 7Ob525/78 5Ob...
RS0017827
7Ob741/77; 7Ob525/78; 5Ob790/81 (5Ob791/81); 5Ob16/10d; 5Ob193/10h; 2Ob220/10g; 2Ob92/11k
Die Frage, ob die Äußerung einer Partei überhaupt eine rechtsgeschäftliche Willenserklärung darstellt, ist nach objektiven Maßstäben und nicht nach ihrem inneren Willen zu beurteilen.
Beisatz: Ebenso, inwieweit der Erklärende hiedurch gebunden wird. (T1)
Vgl auch; Beisatz: Hier: Die Freistellungsverpflichtung nach § 9 Abs 3 BTVG muss den Hypothekargläubiger ‑ durchsetzbar ‑ zur Einwilligung in die Löschung in grundbuchsfähiger Form verpflichten. (T2)
ECLI:AT:OGH0002:1978:RS0017827
JJR_19780216_OGH0002_0070OB00741_7700000_002
Rechtssatz für 2Ob220/10g
RS0127528
2Ob220/10g
Die Bestimmung als Aufbewahrungsort ist in der Regel durch Anbringung einer entsprechenden Aufschrift oder sonst durch die Verkehrsauffassung gegeben.
Beisatz: Eine solche Bestimmung schließt nicht aus, dass diese Anweisung dem einzelnen Gast gegenüber zurückgenommen werden kann. (T1) Beisatz: Ob Erklärungen eines Rezeptionisten in diesem Sinn verstanden werden durften, unterliegt der Beurteilung im Einzelfall und wirft ‑ von groben Auslegungsfehlern abgesehen ‑ keine erhebliche Rechtsfrage iSd § 502 Abs 1 ZPO auf. (T2)
ECLI:AT:OGH0002:2011:RS0127528
JJR_20111129_OGH0002_0020OB00220_10G0000_001

References: §54
 § 54
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 54
 OGH 
 OGH 
 OGH 
 § 970
 OGH 
 OGH 
 § 9
 § 502