Source: https://www.jusline.at/gesetz/sprengelaerzteausbildungs-vo/gesamt
Timestamp: 2018-10-23 19:20:15+00:00

Document:
Ausbildungs- und Prüfungsvorschrift für Sprengelärzte (Sprengelärzteausbildungs-VO) - Gesamt - JUSLINE Österreich
Gesamte Rechtsvorschrift Sprengelärzteausbildungs-VO
Ausbildungs- und Prüfungsvorschrift für Sprengelärzte
Sprengelärzteausbildungs-VO
Verordnung der Salzburger Landesregierung vom 22. August 1994, mit der eine Ausbildungs- und Prüfungsvorschrift für Sprengelärzte erlassen wird (Sprengelärzteausbildungs-Verordnung)
StF: LGBl. Nr. 88/1994
§ 1 Sprengelärzteausbildungs-VO
(1) Zur Vorbereitung auf die Prüfung, die Sprengelärzte als Anstellungserfordernis abzulegen haben, wird beim Amt der Landesregierung ein Lehrgang eingerichtet. Dieser dient in erster Linie der Vermittlung der erforderlichen Kenntnisse auf dem Gebiet der Hygiene einschließlich Umwelthygiene, der Gerichtsmedizin und des Sanitäts- sowie Sozialversicherungsrechtes.
(2) Zur Leitung und Beaufsichtigung des Lehrganges ist von der Landesregierung nach Anhörung der Ärztekammer für Salzburg ein fachlich geeigneter Arzt als Lehrgangsleiter zu bestellen. Dieser soll die nötigen beruflichen Erfahrungen eines Sprengelarztes haben. Zur Vertretung des Lehrgangsleiters im Verhinderungsfall ist in gleicher Weise aus dem Kreis der Vortragenden ein Stellvertreter zu bestellen.
Abhaltung eines Lehrganges
(1) Die beabsichtigte Abhaltung eines Lehrganges ist mindestens drei Monate vor dem beabsichtigten Beginn des Lehrganges im Kundmachungsorgan der Ärztekammer für Salzburg zu verlautbaren. Die Verlautbarung hat Angaben über den Beginn, die Dauer, den Veranstaltungsmodus (Blockveranstaltung u.dgl.), Ort, die Kosten des Lehrganges sowie den voraussichtlichen Prüfungstermin und die Anmeldungsfrist zu enthalten.
(2) Ein Ausbildungslehrgang ist nur dann tatsächlich durchzuführen, wenn sich mindestens zehn Teilnehmer dafür gemeldet haben. Wird ein Ausbildungslehrgang infolge des Nichterreichens der erforderlichen Teilnehmerzahl nicht durchgeführt, hat der Leiter den Personen, die sich zum Lehrgang angemeldet haben, auf deren Wunsch die für die Prüfung erforderlichen Lernunterlagen bekanntzugeben bzw., soweit solche vom Amt der Landesregierung aufgelegt sind, gegen Kostenersatz zur Verfügung zu stellen.
(3) Die Lehrgänge sind organisatorisch so durchzuführen, daß die kommissionelle Prüfung in dem im § 4 Abs. 2 zweiter Satz festgelegten Zeitraum abgelegt werden kann.
(4) Für den Besuch des Lehrganges sind von den Teilnehmern Kostenbeiträge in der Höhe einzuheben, die insgesamt die durch die Einrichtung und Durchführung des Lehrganges dem Land entstehenden Kosten deckt.
Prüfungsgegenstände und Prüfungstermine
(1) Prüfungsgegenstände sind unabhängig davon, ob ein Ausbildungslehrgang durchgeführt worden ist, die im § 3 Abs. 2 genannten Fachgebiete. Für den Teilbereich Umwelthygiene im Fachgebiet Hygiene und für die Fachgebiete Notfallmedizin und Geriatrie kann in sinngemäßer Anwendung des § 3 Abs. 5 abgesehen werden.
(2) Die Prüfungstermine sind vom Vorsitzenden der Prüfungskommission im Einvernehmen mit dem Lehrgangsleiter festzulegen. Wurde ein Ausbildungslehrgang abgehalten, sind die Prüfungstermine so festzulegen, daß die Prüfungen frühestens einen Monat und tunlichst spätestens drei Monate nach Beendigung des Lehrganges abgelegt werden können. Die Prüfungstermine sind den Kandidaten vom Lehrgangsleiter sobald als möglich, spätestens aber sechs Wochen vor dem Termin, bekanntzugeben.
§ 5 Sprengelärzteausbildungs-VO
(1) Die Prüfung ist einzeln und in mündlicher Form vor einer Prüfungskommission abzulegen. Die Zusammensetzung der Prüfungskommission richtet sich nach § 3 Abs. 5 des Salzburger Gemeindesanitätsgesetzes 1967.
(2) Die Prüfungskommission beschließt mit Stimmenmehrheit in nichtöffentlicher Beratung.
(1) Die Leitung der kommissionellen Prüfung obliegt dem Vorsitzenden. Dieser und der Sprengelarzt sind berechtigt, dem Prüfungskandidaten Fragen aus allen Fachgebieten zu stellen. Der Amtsarzt ist nur berechtigt, aus den Fachgebieten Psychiatrie, Gerichtsmedizin, Notfallmedizin, Geriatrie, Hygiene einschließlich Umwelthygiene und Katastrophenmedizin Fragen zu stellen. Der rechtskundige Verwaltungsbeamte darf nur Fragen aus den Fachgebieten Grundzüge des Sanitätsrechtes sowie Grundzüge des Sozialversicherungsrechtes und Sozialfürsorgewesens stellen.
(2) Über jede Prüfung ist ein Protokoll anzulegen, das über den wesentlichen Verlauf der Prüfung, insbesondere die Prüfungsfragen und die gegebenen Antworten und die Bewertung der Prüfung Aufschluß gibt. Es ist von allen Mitgliedern der Prüfungskommission zu unterfertigen.
Auf Grund des § 3 Abs. 5 und 8 des Salzburger Gemeindesanitätsgesetzes 1967, LGBl. Nr. 11, in der geltenden Fassung wird verordnet:
Übersicht Sprengelärzteausbildungs-VO

References: § 1
 § 4
 § 3
 § 3

§ 5
 § 3
 § 3