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Timestamp: 2019-11-17 00:22:16+00:00

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BGH, 16.11.1989 - IX ZR 190/88 - dejure.org
BGH, 16.11.1989 - IX ZR 190/88
https://dejure.org/1989,2237
BGH, 16.11.1989 - IX ZR 190/88 (https://dejure.org/1989,2237)
BGH, Entscheidung vom 16.11.1989 - IX ZR 190/88 (https://dejure.org/1989,2237)
BGH, Entscheidung vom 16. November 1989 - IX ZR 190/88 (https://dejure.org/1989,2237)
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Rechtsanwalt - Mandant - Schriftstück - Niederlegung zur Post - Mahnbescheid - Vollstreckungsbescheid - Notarfehler - Wohnflächenangabe - Kaufpreisrückzahlungsverpflichtung - Kausalität
NJW 1990, 2252 (Ls.)
NJW-RR 1990, 204
Dies ist anhand objektiver Kriterien aufgrund der Erklärungen und des Verhaltens der Parteien zu ermitteln, wobei vor allem die wirtschaftliche sowie die rechtliche Bedeutung der Angelegenheit, insbesondere für den Begünstigten, und die Interessenlage der Parteien heranzuziehen sind (BGHZ 21, 102, 106 f ; 92, 164, 168 ; BGH, Urt. v. 16. November 1989 - IX ZR 190/88, NJW-RR 1990, 204, 205; v. 21. Juli 2005 - I ZR 312/02, NJW-RR 2006, 117, 120).
Ein verständiger Beteiligter wird gegen einen ihn belastenden, für rechtswidrig erachteten Verwaltungsakt Widerspruch einlegen, wenn dies der beigefügten, nicht erkennbar falschen Rechtsbehelfsbelehrung entspricht (vgl BGH Beschluss vom 11.6.1996 - VI ZB 10/96 - VersR 1996, 1522 f zum Anwaltsverschulden bei offenkundig falscher Rechtsmittelbelehrung; vgl auch SG Freiburg Urteil vom 17.12.2002 - S 9 RJ 1875/02 - ASR 2003, 123, 124; s zum sog Grundsatz des "sichersten Weges" BGH Urteil vom 16.11.1989 - IX ZR 190/88 - NJW-RR 1990, 204, 205; BGH Urteil vom 11.2.1999 - IX ZR 14/98 - NJW 1999, 1391 f; Saarländisches OLG Urteil vom 22.12.2009 - 4 U 107/09 ua - MDR 2010, 534, 535) .
Die Grenze ist dort zu sehen, wo ein eigenständiges Verhalten eines Dritten dem Geschehen eine Wendung gibt, die die Wertung erlaubt, dass die erste Handlung für die zweite Handlung von völlig untergeordneter Bedeutung ist, das heißt, dass das durch die erste Handlung geschaffene Risiko nur äußerlich mit dem eingetretenen Schaden zusammenhängt (vgl. OLG Köln, Urteil vom 26. Januar 2006, 7 U 82/05, NZV 2007, 317, Rdnr. 8 bei juris und BGH NJW-RR 1990, 204, Rdnr. 13 bei juris).
BGH, 10.03.2011 - IX ZR 82/10
Rechtsanwaltsvertrag: Unterlassene Geltendmachung der Selbstpfändung; …
Hierfür genügt es nicht, dass ein von der Pflichtwidrigkeit begünstigter Dritter den ihm zu Unrecht zugefallenen Vorteil bewusst zum Nachteil des Mandanten ausnutzt (vgl. BGH, Urteil vom 16. November 1989 - IX ZR 190/88, NJW-RR 1990, 204 f für die Notarhaftung;… Fischer, in Zugehör/Fischer/Sieg/Schlee, Handbuch der Anwaltshaftung, 2. Aufl., Rn. 1023;… vgl. Staudinger/Schiemann, BGB, 2005, § 249 Rn. 59 ff).
Indessen hat der Bundesgerichtshof bereits entschieden, daß ein adäquater Zurechnungszusammenhang zwischen der Amtspflichtverletzung des Notars und dem entstandenen Schaden auch dann vorliegt, wenn ein durch einen notariellen Beurkundungsfehler Begünstigter in Kenntnis des Fehlers entgegen der wahren Sach- und Rechtslage bewußt von der vorteilhaften Position Gebrauch macht und sie zur gerichtlichen Durchsetzung materiell unberechtigter Ansprüche benutzt (Urteil vom 16. November 1989 - IX ZR 190/88 - NJW-RR 1990, 204).
Denn das Eingreifen eines Dritten - wie hier der Frau L. im Verhältnis der Parteien zueinander - beseitigt die Zurechnung nur, wenn es als ganz ungewöhnliche Beeinflussung des Geschehensablaufs zu beurteilen ist (Senatsurt. v. 16. November 1989 - IX ZR 190/88, NJW-RR 1990, 204 f.; v. 10. Mai 1990 - IX ZR 113/89, NJW 1990, 2882, 2883 f.; v. 18. März 1993 - IX ZR 120/92, NJW 1993, 1779, 1780).
Hingegen wird die Ursächlichkeit des ersten - den konkreten Haftungsgrund bildenden - Umstandes nicht ausgeschlossen, wenn dieser Umstand für das Verhalten des Dritten irgendwie bedingend war oder gar dieses Verhalten durch den ersten Umstand erst ausgelöst oder veranlasst wurde (BGHZ 106, 316; BGH; BGH, NJW-RR 1990, 204; VersR 1965, 338).
Das bewusst unberechtigte Ausnutzen vorteilhafter Rechtsstellungen ist auch keine ganz ungewöhnliche Erscheinung (vgl. BGH NJW-RR 1990, 204).
Ein vorsätzliches Verhalten Dritter ist dem Schädiger zuzurechnen, wenn die schadensstiftende Handlung durch das Verhalten des Schädigers herausgefordert worden ist (etwa ein Diebstahl nach einem Verkehrsunfall) oder wenn die schadensstiftende Handlung durch den Schutzzweck der verletzten Norm mit erfasst ist (etwa ein vorsätzliches Ausnutzen eines Beurkundungsversehens; vgl. BGH, NJW-RR 1990, 204; NJW 1998, 2127;… Palandt/Heinrichs, a.a.O., Vorb v § 249 Rdn. 76 m.w.N.).
OLG Düsseldorf, 21.03.2006 - 24 U 141/05
Schadenersatzpflicht des Rechtsanwaltes bei Abfindungen, wenn der Anwalt zuvor …
Werden - wie hier - nicht unwesentliche rechtliche und wirtschaftliche Interessen des Beratungsempfängers berührt, ist für die Annahme einer nicht rechtsgeschäftlichen Gefälligkeitsabrede regelmäßig kein Raum (BGHZ 21, 102 (106 f.); 56, 204 (210); BGH NJW-RR 1990, 204 (205);… Zugehör, a.a.O., Rn. 22).
OLG Düsseldorf, 24.01.2013 - 6 U 79/12
Abweisung der Regressklage gegen die Verfahrensbevollmächtigten des Vorstandes …
Ergeben sich ferner für den Rechtsanwalt mehrere Möglichkeiten, um die Interessen seines Mandanten wahrzunehmen, hat der Rechtsanwalt den sichersten Weg zu wählen (BGH, Urteil vom 16.11.1989 - IX ZR 190/88).
LG Düsseldorf, 12.01.2016 - 6 O 460/14
Schadensersatzanspruch wegen fehlerhafter Rechtsverfolgung von Geschädigten einer …
OLG Köln, 10.04.1991 - 27 U 35/90
Haftung Gemeinschaftspraxis
OLG Köln, 01.08.1990 - 27 U 35/90
Haftung eines Arztes in einer Gemeinschaftspraxis aus unerlaubter Handlung für …

References: BGH 
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 § 249
 BGH 
 § 249
 BGH