Source: https://www.sani-aktuell.de/kataloge/HomecareVersorgung/index.html
Timestamp: 2020-02-19 05:28:05+00:00

Document:
Homecare Versorgung - care team
Titelbild Katalog Homecare Versorgung
Versorgungsablauf für Hilfsmittel über Kostenträger
Versorgungspfad für Patienten
Hilfsmittelversorgung im stationären Pflegeheim
Patientenrechtegesetz PRG
Sanitätshaus Aktuell Unser Lächeln hilft Homecare - Versorgung Beraten - Versorgen - Betreuen - Dokumentieren care team
INHALT Wir über uns Patientenüberleitung Integrierte Versorgung Komplettversorgung aus einer Hand Versorgungsablauf für Hilfsmittel Patienenmanagement Unsere Versorgungsbereiche Wundtherapie Stomatherapie Stomarückverlegung Kontinenztherapie Enterale Ernährung Parenterale Ernährungstherapie Tracheostomatherapie Diabetesversorgung MSRA Klinik/Krankenhaus Arzt Pflegeheim/Pflegedienst Krankenkasse Dokumentation Produkte Häusliche Pflege 2 4 8 1 0 12 13 14 16 18 20 22 24 26 28 30 32 34 36 38 4 0 4 2 4 4 46 48
Liebe care team-Kundin, lieber care team-Kunde, als einer der führenden Anbieter medizinischer Hilfsmittel und Gesundheitsdienstleistungen bieten Ihnen die einzelnen care team-Fachhändler vor Ort ein Optimum an Qualität, freundlichem Service sowie kompetenter Beratung und Begleitung. Immer mit dem Ziel: Die Lebensqualität unserer Kunden zu verbessern. Homecare umfasst die Versorgung eines Menschen zu Hause oder in stationären Pflegeeinrichtungen mit (erklärungsbedürftigen) Hilfsmitteln, Verband- und Arzneimitteln durch geschultes Fachpersonal im Rah- men einer ärztlichen Therapie. Das besondere sind jedoch die zusätzlichen Dienstleistungen wie die Zusam- menführung der sächlichen Ansprüche, Unterstützung bei der Planung und Organisation von der Entlassung aus dem Krankenhaus, der Koordinierung der Leistungserbringer und der Klärung der Kostenübernahme bis hin zu der Versorgung des Patienten, einschließlich der Einweisung in die Produkte und Therapiekontrolle. Gerne beraten Sie die care team-Experten im Hinblick auf einen gezielten und sinnvollen Hilfsmitteleinsatz und stehen Ihnen in allen Fragen rund um die Rehabilitation, Pflege, Mobilität und Gesundheit zur Verfügung. Wir freuen uns auf Sie! Ihr care team-Fachhändler 3
Den richtigen Partner erkennt man am Lächeln! Wir über uns: Das lächelnde Gesicht ist das Markenzeichen von care team-Mitarbeiter sind leicht erreichbar, wenn über 100 Homecare Unternehmen in Deutschland, die sich zu einer kompetenten Leistungsgemeinschaft zusammengeschlossen haben: dem es Fragen gibt oder es Probleme in der Versorgung zu lösen gilt. Wir sind der Überzeugung, dass eine vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Beteiligten die Grundlage für eine fachgerechte und einfühl- same Versorgung ist. Somit vertreten alle care team- Als einer der führenden Anbieter betreuen die ein- Mitglieder den gleichen Anspruch und verstehen sich zelnen care teams vor Ort Betroffene im Kranken- als verlässliche Partner von Krankenkassen, Kliniken, haus, in ihrer häuslichen Umgebung oder in Einrich- tungen der Alten- oder Krankenpflege. Die Zeit nach der Krankheit ist für viele Menschen schwer zu be- wältigen. Der Umgang mit dem Handicap ist noch un- gewohnt und die Angst vor Alltagssituationen verun- sichert zusätzlich. In dieser Zeit ist der enge Kontakt zur vertrauten care team-Fachkraft eine wichtige Unterstützung. Medizinern, ambulanten Pflegediensten und Patien- ten. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, allen be- troffenen Menschen zu helfen. Immer mit dem einen Ziel: Die Lebensqualität unserer Kunden zu verbessern. 4
Gesundheit planen... Immer mehr Menschen wollen trotz chronischer Erkrankung ein möglichst unabhängiges und selbststän- diges Leben führen. Hochwertige Produkte und umfangreiche Dienstleistungen eines jeden care teams wie Beratung, Organisa- tion und Anleitung zur Selbsthilfe machen das möglich. care team verbindet das Produkt mit der notwendi- gen Dienstleistung, mit dem Ziel, eine für jeden betroffenen Menschen möglichst einfache und gleichzeitig qualitativ hochwertige Versorgung sicherzustellen. Therapien, die nach dem Krankenhausaufent halt im häuslichen Bereich durchgeführt oder fortgesetzt wer- den, müssen die gleiche Qualität der Versorgung garantieren. Deshalb wird bei care team-Mitgliedern medi- zinisch geschultes Personal eingesetzt. s o r g e n r e V B e t r e u e n Kunde & Patient B e r a ten n ti e ren Do k u m e Unser Therapieangebot: Wundtherapie Enterale Ernährung Parenterale Ernährungstherapie Diabetesversorgung Stomatherapie Stomarückverlagerung Tracheostomatherapie Kontinenztherapie 5
Regelmäßige Schulungen Unsere Fachkräfte verfügen in der Regel über die Ausbildung als Fach-Krankenschwester oder -pfleger für Stoma-, Inkontinenz- und Wundversorgung. Um das fachliche Wissen immer auf dem aktuellen Stand zu hal- ten, nehmen unsere Mitarbeiter regelmäßig an Schulungen teil. Ebenfalls geben wir das erworbene Fachwissen in zahlreichen Fortbildungsveranstaltungen an unsere Kun- den weiter. Wir schulen und informieren das Pflegepersonal der Kliniken, Pflegestationen und Altenheimen in unseren Spezialgebieten. Selbstverständlich schulen unsere Fachkräfte auch individuell das Umfeld der Betroffenen. Individueller Lieferservice Die optimale Versorgung unserer Kunden ist für uns selbstverständlich. Die Versorgungsprodukte werden im Regelfall binnen 48 Stunden ausgeliefert. Ein Service, der zusätzliche Sicherheit gibt. Zuverlässig, diskret und schnell. Durch regelmäßige Lieferungen stellen wir sicher, dass die Patienten nur das geliefert bekommen, was sie benötigen. So können überflüssige und kostenträchtige „Warenlager“ gar nicht erst entstehen. 6
Intensive Betreuung care team ist über 100-mal bundesweit vertreten - auch in Ihrer Nähe. Die Mitarbeiter kommen auf Wunsch zu Ihnen nach Hause oder Sie können sich in den speziell eingerichteten Beratungsräumen der care team- Partner beraten und betreuen lassen. Eine intensive Betreuung nach der Operation im Krankenhaus und zu Hause hilft dem Patienten, das Leben mit dem Handicap neu zu meistern. Wir sind davon überzeugt, dass eine vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Beteiligten die Basis für eine fachgerechte und einfühlsame Ver- sorgung ist. Diskrete Hausbesuche Diskretion ist uns wichtig. Deshalb besuchen wir unsere Kunden in normaler Alltagskleidung. So können Sie sicher sein, dass ein Hausbesuch eines care team-Mitarbeiters wie ein ganz normaler Besuch wirkt. 7
Patientenüberleitung (Case-Management) Unser Lächeln hilft Koordination - Begleitung - Überleitung Die Zielsetzung unseres Case-Managements ist es, alle Abläufe bei der Behandlung eines Patienten aus ei- ner Hand zu koordinieren und ihm so eine optimale und lückenlose Versorgung zu ermöglichen. Unser Case-Management versteht sich als interprofessioneller Prozess, bei dem alle erforderlichen Maß- nahmen mit den dazugehörigen Beteiligten zusammengefügt werden. Somit steht einerseits die Vermei- dung unnötiger Doppeluntersuchungen sowie die erneute Wiederaufnahme ins Krankenhaus aufgrund der- selben Erkrankung, andererseits eine Verkürzung der stationären Behandlung und die Erhöhung der Wirt- schaftlichkeit im Vordergrund unserer Arbeit. 8
Unsere Dienstleistung: Wir sorgen für eine bedarfsgerechte und lückenlose Versorgung des Patienten: Einzelfallbezogene Abstimmung aller an der Therapie beteiligten Partner Planung und Organisation der Anschlusstherapie bereits bei Beginn der ärztlichen Versorgung Überleitung von Patienten in die häusliche oder stationäre Pflege Laufende Überprüfung und Dokumentation der erbrachten Leistungen Der ambulante case-Manager: Koordination aller an der Therapie beteiligten Partner Pflegedienst Alten- u. Pflegeheim Krankenkasse Arzt Kunde & Patient Kunde & Patient CASE-MANA G E R Apotheke Krankenhaus u. Reha-Zentrum Pflegende Angehörige Hersteller 9
Integrierte Versorgung Unser Lächeln hilft Ihr Plus an Versorgung Angesichts der heutigen Herausforderungen im Gesundheitswesen – veränderte Altersstruktur, die Zu- nahme chronischer Erkrankungen und Mehrfacherkrankungen, sowie Über-, Unter- und Fehlversorgung – hat der Gesetzgeber neue Handlungsmodelle für die Beziehungen zwischen Kostenträgern und Leistungser- bringern entwickelt. Mit dem Modell der integrierten Versorgung sollen die drei Leistungsbereiche des Gesundheitswesens – die ambulante, die stationäre und die rehabilitive Versorgung von Patienten – besser vernetzt werden. Und das bei weiterhin hoher Qualität der medizinischen Leistungen und gleichzeitiger Senkung der Gesundheitsko- sten. 10
Unsere Ziele: Ein optimales Zusammenspiel zwischen stationärer und ambulanter Therapie Qualitätssicherung der ambulanten Versorgung durch ein professionelles Patientenmanagement Optimierte Behandlungsabläufe in der ambulanten Versorgung Standardisierte Vergütungsmodule anhand von Versorgungspauschalen für festgelegte Therapieabläufe Übernahme von Budgetverantwortung Das integrierte Versorgungsmodell: Pflegedienst Alten- u. Pflegeheim Krankenkasse Arzt Kunde & Patient Sanitätshaus Aktuel l - e t e Kunde & Patient c a r m a Apotheke Krankenhaus u. Reha-Zentrum Pflegende Angehörige Hersteller 11
Komplettversorgung aus einer Hand Unser Lächeln hilft Unser Service für Sie: Case-Management Technische Unterstützung Einzelfallbezogene Abstimmung aller an der Therapie beteiligten Partner Unterstützung bei der Planung und Organisation der Anschlusstherapie bereits bei Beginn der ärztlichen Versorgung Unterstützung im Entlassmanagement: Überleitung von Patienten in die häusliche oder stationäre Pflege Laufende Überprüfung und Dokumentation der erbrachten Leistungen Individuelle Anpassung von Hilfsmitteln durch Spezialisten Hilfsmittel auf Probe Reklamationsservice Umfangreicher Reparaturservice Sonderanfertigungen 24-Stunden-Notfallservice Unterstützung für besondere Leistungsbereiche Beratung Administrative Unterstützung Individuell und persönlich auch zu Hause Abwicklung der Kostenübernahme mit den Krankenkassen Erstellung von Kostenvoranschlägen Finanzielle Abwicklung mit den Kranken- oder Pflegekassen sowie Einrichtungen der häuslichen Pflege 12 Unterstützung bei allen Formalitäten
Versorgungsablauf für Hilfsmittel über Kostenträger Abgabe der Verordnung des Versicherten an care team Beratung des Versicherten im care team, der stationären Einrichtung oder zu Hause Kostenvoranschlag an den Kostenträger Bewilligung durch den Kostenträger Auslieferung und Einweisung Berechnung an den Kostenträger Weiterführende Betreuung des Versicherten und Dokumentation durch care team 13
Patientenmanagement Unser Lächeln hilft Zum Wohle des Patienten... Um den hohen Anspruch an ein funktionierendes patientenbezogenes Netzwerk sicherzustellen, übernehmen unsere care team-Spezialisten folgende Aufgaben: Ermittlung des Versorgungsbedarfs eines Patienten Einzelfallbezogene Abstimmung aller an der Therapie beteiligten Partner Zusammenarbeit mit dem zuständigen Pflegedienst Belieferung mit Hilfsmitteln und Verbrauchsartikeln Schulungen für alle an der Versorgung beteiligten Personen Fachkompetente Beratung der Patienten und deren Angehörigen Umfassende Dokumentation Abwicklung der Kostenübernahme mit den Krankenkassen Sicherstellung des Versorgungsablaufs bei der Verlegung in eine stationäre Pflegeeinrichtung oder Klinik 14
care team Versorgungspfad für Patienten: Aufnahme des Patienten Erfolgt in der Klinik oder in der stationären Pflegeeinrichtung. potenzieller Hilfsmittelbedarf Frühzeitige Abklärung eines potenziellen Hilfsmittelbedarfs. Unterstützung Unterstützung bei der effektiven und umfassenden Versorgung des Patienten durch unser care team Versorgungsvorschlag care team unterstützt den behandelnden Arzt auf Basis der Anamnesedaten und erstellt einen individuellen Versorgungsvorschlag. Hilfsmittelbelieferung care team liefert die verordneten Hilfsmittel und Verbrauchsartikel direkt zum Patienten. Schulung, Anleitung und Beratung Alle Beteiligten (Patient und Angehörige) erhalten eine individuelle Einweisung in die gelieferten Hilfsmittel und Verbrauchsartikel nach Medizinproduktegesetz (MPG). Dokumentation care team führt eine laufende Überprüfung der erbrachten Leistungen durch und unterstützt mit einer therapiebegleitenden Dokumentation. Anpassung der Therapie care team informiert im Bedarfsfall den behandelnden Arzt, damit dieser die entsprechende Therapieanpassung vornehmen kann. 15
Unsere Versorgungsbereiche Unser Lächeln hilft Unsere Versorgungsbereiche Als einer der führenden Homecare-Versorger sind wir auf die Versorgung von Patienten in komplexen Therapiefeldern spezialisiert. Unsere care team-Fach- kräfte stehen Ihnen gerne in folgenden Versorgungsbereichen zur Verfügung: Wundtherapie Stomatherapie Inkontinenztherapie Enterale Ernährung Parenterale Ernährungstherapie Tracheostomatherapie Diabetesversorgung MRSA Unsere Spezialisten unterstützen Sie bei Bedarf in weiteren, angrenzenden, bera- tungsintensiven Fachbereichen. Diese fachübergreifende Kompetenz sorgt für eine ganzheitliche Therapiebegleitung und führt zu einer bedarfsgerechten, ganzheitli- chen Versorgung. 17
Wundtherapie Unser Lächeln hilft Wunden sind weit verbreitet: Man unterscheidet in der Wundversorgung zwischen akuten und chronischen Wunden. Die akuten Wunden werden nicht klassifiziert, heilen primär und zeichnen sich durch einen meist verhältnis- mäßig kurzen und komplikationslosen Heilungsverlauf aus. Chronisch bedeutet, dass die Gewebsverletzung nicht innerhalb von acht Wochen nach ihrem Entstehen abheilt. Schätzungen zufolge wären z.B. 90 Prozent aller Druckgeschwüre vermeidbar, nur jede fünfte chronische Wunde wird adäquat versorgt. Vier Millionen Patienten verursachen jährlich deutschlandweit 2,5 Milliarden Euro Behandlungskosten durch chronische, schwer verheilende Wunden. Die häufigsten Erscheinungsformen von chronischen Wunden sind: Dekubitus Ulcus Cruris Diabetische Ulcera 18
Unsere bundesweit über 130 speziell nach ICW oder DGFW ausgebildeten Wundexperten unterstützen Sie... bei der Definition kurz- und langfristiger Therapieziele mit der Erstellung eines individuellen Versorgungsvorschlags und bei der Auswahl der richtigen Produkte bei der Durchführung der optimalen Versorgung bei der Abwicklung der Kostenübernahme mit den Krankenkassen, BGs (Berufs- genossenschaften) und privaten Krankenversicherungen bei der kontinuierlichen Dokumentation des Therapieverlaufs Unser herstellerneutrales Produktportfolio umfasst: Moderne Wundversorgungsprodukte Schaumverbände Spül-Saug-Kompressen Hydrofasern Hydrogele Alginate Hydrokolloide Anibakterielle silberhaltige Produkte Verbandsmaterial Fixierhilfen Kompressen Zubehör Wundspülung - Antiseptik 19
Stomatherapie Unser Lächeln hilft In der Medizin wird als Stoma eine künstlich geschaffene Körperöffnung bezeichnet. Hier ist das Stoma eine Öffnung in der Bauchdecke, durch die der Darm oder die Harnleiter nach außen geleitet werden. Die häufig- ste Ursache (70-80 %) für die Anlage eines Stomas ist eine Krebserkrankung. Aber auch chronisch entzünd- liche Darmkrankheiten, angeborene Fehlbildungen oder Unfälle können zur Anlage eines Stomas führen. Folgende Unterscheidungen werden vorgenommen: Kolostomie (auch Colostomie); künstlicher Dickdarmausgang Häufigkeit: 70-75 % aller Stomaträger Ileostomie; künstlicher Dünndarmausgang Häufigkeit: 15-20 % aller Stomaträger Urostomie; künstliche Harnableitung Häufigkeit: ca. 10 % aller Stomaträger 20
Aufgrund der personenspezifischen Unterschiede ist eine individuelle Versorgung erforderlich und keine Basisversorgung mit bestimmten Produkten oder Systemen möglich. Jedes Versorgungssystem sollte ne- ben den medizinischen Anforderungen des Stomas auch die individuellen Lebensumstände der Betroffenen berücksichtigen. Unsere care team-Fachkräfte unterstützen Sie... bei der prä- oder postoperativen Versorgung bei der Definition kurz- und langfristiger Therapieziele mit der Erstellung eines individuellen Versorgungsvorschlags und bei der Auswahl der richtigen Produkte bei der Durchführung der optimalen Versorgung bei der Abwicklung der Kostenübernahme mit den Krankenkassen, BGs (Berufs- genossenschaften) und privaten Krankenversicherungen bei der kontinuierlichen Dokumentation des Therapieverlaufs bei der Anleitung zur selbstständigen Durchführung (z.B. Wechsel der Beutel- versorgung) Unser herstellerneutrales Produktportfolio umfasst: Ein- und zweiteilige Stomasysteme Geschlossene Beutel, Ausstreifbeutel, Urostomiebeutel Basisplatten Irrigationssysteme (Schwerkraft oder Pumpe) Kompressen, Reinigungskompressen Hautschutzringe, Paste, Gürtel Produkte zur Pflege Maßgefertigte und konfektionierte Stomabandagen 21
Stomarückverlegung Unser Lächeln hilft Glücklicherweise werden immer mehr Stomata nicht endgültig angelegt, sondern nach einer gewissen Zeit wieder zurückverlegt. Dadurch kann die Stuhlentleerung nach der Rückverlegung wieder auf dem gewohn- ten natürlichen Wege erfolgen. Voraussetzungen für eine Rückverlegung sind, dass der Darmteil, der entlastet werden sollte, abgeheilt ist, der Schließmuskel ausreichend funktioniert und alle ergänzenden Therapien wie die Chemo- und/oder Strahlentherapie abgeschlossen sind. Oft dauert es bis zu einem Jahr nach der Stomarückverlegung bis sich das Stuhlverhalten normalisiert hat. Häufige Komplikationen nach einer Stomarückverlegung sind: Dünnflüssiger Stuhl hohe Stuhlfrequenzen starker Druck auf den Schließmuskel unkontrollierte Stuhlabgänge 22
Moderne Hilfsmittel und geeignete Therapien ermöglichen kurz nach einer Stomarückverlegung eine weitestgehend ungehinderte Lebensweise. Unsere care team-Fachkräfte unterstützen Sie… Vor und nach einer Stomarückverlagerung Bei der Definition langfristiger Therapieziele Bei der Auswahl geeigneter Therapiemöglichkeiten Bei der Durchführung der optimalen Versorgung Bei der Abwicklung der Kostenübernahme mit den Krankenkassen, BGs (Berufsgenossenschaften) und privaten Krankenversicherungen Bei der Anleitung zur selbstständigen Durchführung (z.B. Wechsel eines Analtampons) Unser herstellerneutrales Produktportfolio umfasst: Analtampons Irrigationssysteme Bettschutzunterlagen Windelhosen 23
Kontinenztherapie Unser Lächeln hilft Kontinenztherapie Mehr als 9 Millionen Menschen in Deutschland leiden an Inkontinenz. Die Dunkelziffer liegt jedoch weitaus höher, denn Inkontinenz ist immer noch ein Tabuthema. Als Inkontinenz bezeichnet man das Unvermögen, Urin und/oder auch Stuhlgang bewusst und kontrolliert zurückzuhalten. Demzufolge unterscheidet man zwischen Harn- und Stuhlinkontinenz. Harninkontinenz: Die häufigsten Ursachen sind: Schlaganfall Multiple Sklerose Parkinson’sche Krankheit Alzheimerkrankheit oder Demenz Verletzung des Schließmuskels altersbedingte Erschlaffung des Schließmuskels, Dehnungsrezeptoren operative Eingriffe an Prostata und Blase neurogene (von den Nerven ausgehende) Blasenentleerungs- störungen, z.B. Querschnittslähmung Medikamenteneinwirkung Stuhlinkontinenz Die häufigsten Ursachen sind: Erkrankungen von Rektum, Anal- kanal oder der äußeren Haut Störung der Reservoirfunktion Neurologische Erkrankungen Psychiatrische Erkrankungen Deszensus des Beckenbodens Verlust von Reservoir- und Dehnungsrezeptoren Unsere care team-Fachkräfte unterstützen Sie... bei der Definition kurz- und langfristiger Therapieziele mit der Erstellung eines individuellen Versorgungsvorschlags und bei der Auswahl der richtigen Produkte bei der Durchführung der optimalen Versorgung bei der Abwicklung der Kostenübernahme mit den Krankenkassen, BGs (Berufs- genossenschaften) und privaten Krankenversicherungen bei der kontinuierlichen Dokumentation des Therapieverlaufs 24
Unser herstellerneutrales Produktportfolio umfasst: Harninkontinenz, aufsaugende & ableitende Produkte: Vorlagen, Tropfenfänger Fixierhosen Kontinenzslips Kondomurinale Katheter, Katheterventile Einmalkatheter für die intermittierende Selbstkatherisierung Urinbeutel (Beinbeutel, Bettbeutel, Beutel für Rollstuhlfahrer usw.) Stuhlinkontinenz: Analtampons Bettschutzunterlagen Irrigationssysteme Windelhosen 25
Enterale Ernährung Unser Lächeln hilft In Deutschland wächst die Zahl der mangel- bzw. unterernährten Personen kontinuierlich. Laut dem Statisti- schen Bundesamt sind knapp über zwei Millionen Menschen untergewichtig. Mangelernährung entsteht durch eine Unterversorgung des Körpers mit Energie und Nährstoffen über einen längeren Zeitraum. Dies führt nicht nur zu Gewichtsverlust, sondern kann auch die Gesundheit und das Wohlbefinden beeinträchtigen. Die häufigsten Ursachen für Mangelernährung sind: Krebs Demenz Kau- und Schluckstörungen Lungenerkrankungen Ungewollter Gewichtsverlust/Kachexie Flüssigkeitsrestriktionen Wundheilungsstörungen/Dekubitus Mukoviszidose Gastrointestinale Erkrankungen Diabetes mellitus Perioperative Ernährung Magersucht (Anorexia nervosa) Die enterale Ernährung gilt heute als ein effektiver Bestandteil der Behandlung krankheitsbedingter Mangel- ernährung und spezifischer Krankheitsbilder. Sie umfasst sowohl Trink- als auch Sondennahrung. Die Nähr- stoffzufuhr erfolgt über den Magen-Darm-Trakt. 26
Unsere care team-Fachkräfte unterstützen Sie... bei der Bestimmung des Ernährungszustandes und des Nährstoffbedarfs bei der Verträglichkeitskontrolle und Komplikationsanalyse bei der Definition kurz- und langfristiger Therapieziele mit der Erstellung eines individuellen Versorgungsvorschlags und bei der Auswahl der richtigen Produkte bei der Durchführung der optimalen Versorgung bei der Abwicklung der Kostenübernahme mit den Krankenkassen, BGs (Berufs- genossenschaften) und privaten Krankenversicherungen bei der kontinuierlichen Dokumentation des Therapieverlaufs bei der Anleitung zur selbstständigen Durchführung (z.B. Bedienung der Ernährungspumpe) Unser herstellerneutrales Produktportfolio umfasst: Enterale Ernährung Spezialdiäten Trinknahrung Applikationstechnik (Schwerkraftüberleitsysteme, Pumpenüberleitsysteme, Blasenspritze) Ernährungspumpen Sondensysteme (transnasale und perkutane Sonden) 27
Parenterale Ernährungstherapie Unser Lächeln hilft Man spricht von parenteraler Ernährung, wenn die Nahrung nicht wie gewohnt über den Mund und Magen aufgenommen wird, sondern direkt in die Blutbahn verabreicht wird. Sie wird dann erforderlich, wenn ein Mensch nicht, oder nicht ausreichend auf normalen Weg ernährt werden kann und auch Magensonden nicht möglich oder hilfreich sind. Das kann als Ergänzung oder als vollständiger Ersatz der normalen Ernährung erfolgen, für einen kurzen Zeitraum oder über Jahre. Bei richtiger Zusammensetzung und Verabreichung gibt es keine zeitliche Grenze, wie lange ein Mensch über die Vene ernährt werden kann. Die häufigsten Ursachen für parenterale Ernährung sind: Unzureichende Ernährung Mechanische Blockaden Störungen der Nahrungsaufnahme im Darm (Malabsorption) Neurogene Störungen 28
Die parenterale Ernährung (Infusionsbeutel) erfolgt dabei mit einem peripher- oder zentralvenösen Kathe- ter direkt ins Blut. Es besteht die Möglichkeit, die Zufuhrgeschwindigkeit sehr genau über eine Pumpe zu steuern oder die Lösung fließt durch die Schwerkraft in die Vene ein. Doch auch während der Infusion ist man nicht ans Haus gebunden. Es gibt die Möglichkeit, den Infusionsbeutel und die Pumpe in einer Tasche oder einem Rucksack mitzunehmen. Unsere care team-Fachkräfte unterstützen Sie... In enger Kooperation mit dem behandelnden Arzt und speziell qualifizierten Pflegediensten sorgen wir für eine individuelle Betreuung und professionelle Versorgung. bei der Definition kurz- und langfristiger Therapieziele mit der Erstellung eines individuellen Versorgungsvorschlags und bei der Auswahl der richtigen Produkte bei der Durchführung der optimalen Versorgung bei der Abwicklung der Kostenübernahme mit den Krankenkassen, BGs (Berufs- genossenschaften) und privaten Krankenversicherungen bei der kontinuierlichen Dokumentation des Therapieverlaufs Unser herstellerneutrales Produktportfolio umfasst: Applikationstechnik (für Schwerkraftsysteme, Pumpensysteme) Infusionspumpen Zubehör zur Applikation Pflegehilfsmittel 29
Tracheostomatherapie Unser Lächeln hilft Eine Tracheostomie ist die Eröffnung der Luftröhrenvorderwand im oberen Drittel zwecks Einführung einer Kanüle, über die der Betroffene atmen kann. Ebenfalls ist sie eine Öffnung der Luftröhrenvorderwand, bei der die Luftröhre aber mit der Haut vernäht wird. Durch die in die Luftröhre eingesetzte Kanüle (Tubus) at- met der Betroffene prinzipiell genauso wie ein gesunder Mensch. Lediglich die obere Passage ist unterbro- chen. Um einen Tracheostoma-Zugang dauerhaft gesichert zu gewährleisten, kommen unterschiedliche Trachealkanülen zum Einsatz. Zusätzlich können Filter- und Befeuchtungssysteme die natürliche Funktion des Nasen-Rachenraumes teilweise ersetzen. Die häufigsten Ursachen für eine Tracheostomie sind: Bei Langzeitbeatmung, z. B. bei Menschen, die im Koma liegen Bei einer akuten Verengung der oberen Luftwege, z. B. bei Schwellungen, Insektenstichen, Verletzungen von außen, o. ä. Bei einer chronischen Verengung der oberen Luftwege, z. B. durch ein Krebsgeschwulst, sonstige Tumore oder Schwellungen 30
Unsere care team-Fachkräfte unterstützen Sie... bei der prä- oder postoperativen Versorgung bei der Definition kurz- und langfristiger Therapieziele mit der Erstellung eines individuellen Versorgungsvorschlags und bei der Auswahl der richtigen Produkte bei der Durchführung der optimalen Versorgung bei der Abwicklung der Kostenübernahme mit den Krankenkassen, BGs (Berufs- genossenschaften) und privaten Krankenversicherungen bei der kontinuierlichen Dokumentation des Therapieverlaufs bei der Anleitung zur selbstständigen Durchführung (z.B. Wechsel der Trachealkanüle) Unser herstellerneutrales Produktportfolio umfasst: Trachealkanülen und Kanülenzubehör Shuntventile Künstliche Nasen Tracheostomaschutzprodukte Medizinische Geräte für Absaugung Inhalation Luftbefeuchtung Notfallprodukte Elektronische Sprechhilfen 31
Diabetesversorgung Unser Lächeln hilft Der Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) ist eine Stoffwechselstörung, bei der die Blutzuckerwerte dauerhaft zu hoch sind. Ohne Behandlung steigt der Blutzucker der Betroffenen auf zu hohe Werte an. Bei Patienten mit Diabetes mellitus produziert der Körper das Hormon Insulin entweder gar nicht, oder zu wenig, oder das vo- rhandene Insulin wirkt nicht richtig. Es ist aber sehr wichtig für die Senkung des Blutzuckerspiegels. Die wichtigsten Symptome bei Diabetes mellitus sind: Heißhunger vermehrtes Wasserlassen Müdigkeit und Leistungsabfall unerklärbare Gewichtsabnahme Neigung zu Infektionen schlecht heilende Wunden Wadenkrämpfe; Sehstörungen Potenzstörungen Azetongeruch der Atemluft Juckreiz 32
Diese Stoffwechselstörung kann unterschiedliche Ursachen haben, die sich durch verschiedene Diabetesfor- men ausdrücken. Beim Diabetes mellitus werden grundsätzlich zwei Formen unterschieden: Der Typ 1 und der Typ 2 Diabetes. Um den Blutzuckerspiegel kontrollieren zu können, benötigt man verschiedenste Hilfsmit- tel. Der Typ 1 Diabetes (etwa 3-5 % aller Diabetesfälle) entwickelt sich aufgrund einer Zer- störung der insulinproduzierenden Betazellen. Die Folge ist von Anfang an ein „echter“ Mangel an Insulin, das sich die Betroffenen nun ständig von außen zuführen müssen. Der Typ 2 Diabetes ist mit über 90 % aller Fälle die mit Abstand häufigste Diabetesform. Zum einen besteht hier in der Regel eine Insulinresistenz, bei der die Körperzellen zunehmend weniger auf das Hormon Insulin reagieren. Zum anderen werden Störungen bei der Insulinausschüttung aus den Betazellen der Bauchspei- cheldrüse beobachtet. Unsere care team-Fachkräfte unterstützen Sie... bei der Auswahl der richtigen Produkte bei der Durchführung der optimalen Versorgung bei der Abwicklung der Kostenübernahme mit den Krankenkassen, BGs (Berufs- genossenschaften) und privaten Krankenversicherungen bei der kontinuierlichen Dokumentation des Therapieverlaufs bei der Anleitung zur selbstständigen Durchführung (z.B. Blutzuckermessung) Unser herstellerneutrales Produktportfolio umfasst: Blutzuckermessgeräte Teststreifen Stechhilfen und Lanzetten Alkoholtupfer Penkanülen 33
MRSA - Dekolonisation Unser Lächeln hilft Von über 4 Millionen so genannter „chronischer” Wunden in Deutschland sind bis zu 40 % mit MRSA (Methi- cillin-resistente Staphylococcus aureus) besiedelt. Fast immer lassen sich Staphylococcus aureus-Bakterien nachweisen, ohne dass die Wunde infiziert ist. MRSA ist eine Bakterienart, die gegen an sich hochwirksame Antibiotika unempfindlich geworden ist. Bei gesunden Menschen stellt MRSA keine Gefahr dar, anders ist es jedoch bei Personen mit einem geschwächten Immunsystem. Dort kann MRSA zu schwerwiegenden Infektio- nen führen, die sich wegen der Unempfindlichkeit gegen viele Antibiotika nur schwer bekämpfen lassen. Die häufigsten Infektionen durch MRSA: Wundinfektionen nach Operationen oder bei chronischen Wunden Infektionen der Haut (Furunkel, Mastitis) Augeninfektionen Entzündung des Knochenmarks (Osteomyelitis) Lungenentzündung Komplikationen durch hämatogene Aussaat (Abszesse der inneren Organe, Sepsis, Endokarditis) 34
Die Verbreitung des gefürchteten nosokomialen Keimes erfolgt immer durch direkten oder indirekten Kontakt. Ein einfacher Händedruck kann zur Übertragung führen. Auch eine Nutzung von Hilfsmitteln kann die Quelle für eine Übertragung von Keimen darstellen. In unseren care teams befassen wir uns daher schon einige Jahre mit der Reinigung und Aufbereitung von Hilfs- mitteln. Hier wurde in Zusammenarbeit mit der Firma Pfalz-Tec, dem medizinischen Labor Hannover und dem reha team 3-Ländereck ein spezielles Verfahren zur Desinfektion von Hilfsmitteln entwickelt. In der Hygienebegehung der ISO Norm wurde dieses Verfahren bestätigt und die Wirksamkeit nachgewiesen. Mittels einer Kaltvernebelung wird ein spezielles Desinfektionsmittel vernebelt, welches jegliche Hilfsmittel bis zur vollständigen Neutralität desinfiziert. MRSA-Infektionen verlängern die Liegedauer und erhöhen die Morbidität und Mortalität. Unsere care team-Fachkräfte unterstützen Sie... Die Verbreitung von MRSA zu verringern ist daher eine wichtige Aufgabe. Ein systematisches Hygienemanage- ment ist dafür unerlässlich: Sorgfältige Händehygiene, Tragen von Schutzkleidung und Desinfektion von Flächen und Instrumenten Unser herstellerneutrales Produktportfolio umfasst: Mundschutz Schutzkittel Handschuhe MRSA-Kit etc. 35
Klinik/Krankenhaus Unser Lächeln hilft Kliniken/Krankenhäuser unterliegen dem Druck der DRGs (Diagnostic Related Groups/Diagnose bezogene Fallgruppen) und sind gezwungen die mittlere Verweildauer des Patienten in dem ihnen vorgegebenen Rah- men zu halten. Jeder weitere Tag Aufenthalt des Patienten führt zu enormen Kostenexplosionen, die auf Dauer nicht tragbar sind. Um Patienten zeitig entlassen zu können, muss sichergestellt werden, dass im außerklinischen Bereich kom- petente und zuverlässige Partner zur Verfügung stehen. Denn leider ist es nicht selten, dass Patienten auf- grund unzureichender Versorgungen wieder in die Klinik zurücküberwiesen werden. 36
Genau an diesem Punkt bietet care team maßgeschneiderte Lösungen: Bei akuten Entlassungen organisiert die care team-Fach- kraft die komplette Versorgung der Patienten, unter Berücksichtigung des Patientenwahlrechts. Die Patienten- aufnahme findet noch in in der Klinik statt. Die care team-Fachkraft stimmt die Empfehlung zur Weiterbehandlung aus der Klinik/Krankenhaus als The- rapievorschlag gemeinsam mit dem Hausarzt ab. care team übernimmt die indikations- und patientenbezo- gene Lieferung der benötigten Hilfsmittel und Verbrauchsmaterialien. Ebenfalls erhalten Patienten, deren Angehörige sowie Pflegepersonal ausführliche Trainings in Produkt-Anwendung und Handhabung (inkl. um- fangreichem Informationsmaterial). Die care team-Fachkraft führt eine kontinuierliche Verlaufskontrolle durch und unterstützt mit therapiebe- gleitenden Dokumentationen. Ihr Nutzen – Unser Service: Unterstützung bei der Minimierung des Risikos von Versorgungs- brüchen im Rahmen der Überleitung 24-Stunden-Notfallservice Individuelle Therapieempfehlung und -begleitung in Absprache mit dem behandelnden Haus- und Facharzt Eine kontinuierliche Verlaufskontrolle sichert das rechtzeitige Erkennen möglicher Versorgungsproblerme Einhaltung der mittleren Verweildauer Qualitätssicherung Individuelle Bedarfsermittlung Training durch Fachkräfte für Patienten, deren Angehörige sowie Pflegekräfte Wirtschaftliche und produktneutrale Beratung zu Bedarf, Auswahl, Anwendung und dem Einsatz von Produkten 37
Arzt Unser Lächeln hilft Der niedergelassene Arzt ist mit einer kaum zu bewältigenden Verwaltungsflut beschäftigt. Es bleibt kaum Zeit für Hausbesuche und deren „Wirtschaftlichkeit“ braucht man an dieser Stelle nicht weiter ausführen. Dem Budget fehlt es in vielen Bereichen an Übersicht und vor allem an Transparenz. Gerade bei der Vielzahl der benötigten Produkte und Leistungen ist es schwer, den Überblick über die Wirksamkeit und Wirtschaft- lichkeit dieser zu behalten. Ebenfalls können Ärzte nur schwerlich ihren schwerkranken Patienten rund um die Uhr zur Verfügung stehen, was dazu führen kann, dass diese bei möglichen Komplikationen erneut ins Krankenhaus eingewiesen werden müssen. Genau an diesem Punkt bietet care team maßgeschneiderte Lösungen: care team legt Wert auf eine indikations- und patientenbezogene Bedarfsermittlung. Die Behandlungs- und Therapiehoheit behält selbstverständlich der behandelnde Arzt. Die care team-Fachkraft organisiert nach der Entlassung aus dem Krankenhaus die komplette Versorgung des Patienten. Die Befundaufnahme erfolgt noch in der Klinik und der niedergelassene Arzt erhält einen The- rapievorschlag zur gemeinsamen Abstimmung. care team übernimmt die indikations- und patientenbezo- gene Lieferung der benötigten Hilfsmittel und Verbrauchsmaterialien. Ebenfalls erhalten Patienten, deren Angehörige sowie Pflegepersonal ausführliche Trainings in Produkt-Anwendung und Handhabung (inkl. um- fangreichem Informationsmaterial). Die care team-Fachkraft führt eine kontinuierliche Verlaufskontrolle durch und unterstützt mit therapiebe- gleitenden Dokumentationen. 38
Ihr Nutzen – Unser Service: In Absprache mit Ihnen erfolgt eine individuelle Therapieempfehlung und -begleitung 24-Stunden-Notfallservice Versorgungssicherheit durch kontinuierliche Verlaufskontrolle, inklusive Dokumentation Als Kooperationspartner steht ein ausgebildeter Fachexperte zur Verfügung Training durch Fachkräfte für Patienten, deren Angehörige sowie Pflegekräfte Wirtschaftliche und produktneutrale Beratung zu Bedarf, Auswahl, Anwendung und dem Einsatz von Produkten Hohe Compliance der verordneten Therapie 39
Pﬂegeheim/Pﬂegedienst Unser Lächeln hilft Der Gesetzgeber und der MDS (Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e.V.) stellen hohe Anforderungen an die Versorgungsqualität in der Pflege. Die Erfüllung dieser komplexen Anfor- derungsprofile sowie zu wenig Zeit für die Pflege, Fachkräftemangel, Personalfluktuation – all das sind nur einige der Herausforderungen, die in der täglichen Praxis zu bewältigen sind. Genau an diesem Punkt bietet care team maßgeschneiderte Lösungen: 40
care team orientiert sich an den aktuellen Expertenstandards und unterstützt in der Umsetzung der Qualitätsanforderungen und Transparenzkriterien. Dies dient dem Erhalt von Lebensqualität der Bewohner und kommt der Ressourcenförderung der Mitarbeiter zugute. Die care team-Fachkraft übernimmt nach der Entlassung aus dem Krankenhaus die komplette Versorgung des Patienten. Sie führt die Befundaufnahme durch und Sie erhalten nach Abstimmung mit dem behandeln- den Arzt einen entsprechenden Therapievorschlag. care team übernimmt die indikations- und patientenbe- zogene Lieferung der benötigten Hilfsmittel und Verbrauchsmaterialien. Ebenfalls erhalten Patienten, deren Angehörige sowie Pflegepersonal ausführliche Trainings in Produkt-Anwendung und Handhabung (inkl. um- fangreichem Informationsmaterial). Die care team-Fachkraft führt eine kontinuierliche Verlaufskontrolle durch und unterstützt mit therapiebe- gleitenden Dokumentationen. Ihr Nutzen – Unser Service: Erhöhte MDS-Prüfsicherheit 24-Stunden-Notfallservice Individuelle Therapieempfehlung und -begleitung in Absprache mit dem behandelnden Arzt Umfangreiches Fort- und Weiterbildungsprogramm für Mitarbeiter und Pflegekräfte Abwicklung der Kostenübernahme mit den Krankenkassen, BGs (Berufs- genossenschaften) und privaten Krankenversicherungen Rezeptmanagement Training durch Fachkräfte für Patienten, deren Angehörige sowie Pflegekräfte Wirtschaftliche und produktneutrale Beratung zu Bedarf, Auswahl, Anwendung und dem Einsatz von Produkten Hilfestellung bei versorgungsübergreifenden Problemen 41
Krankenkasse Unser Lächeln hilft Vertragsmanagement – gemeinsam die Zukunft gestalten... Als bundesweite Leistungsgemeinschaft ist care team Ihr zuverlässiger und starker Partner für das gesamte Versorgungsspektrum im Homecare-Bereich. Die einzelnen care teams vor Ort begleiten den Patienten während der gesamten poststationären Versorgung und garantieren so ein optimales Zusammenspiel zwi- schen stationärer und ambulanter Therapie. Sie stehen im engen Austausch mit allen an der Versorgung be- teiligten Berufsgruppen, beliefern Ihre Versicherten schnell und zuverlässig mit den verordneten Produkten und rechnen direkt mit Ihnen ab. Ihre Versicherten profitieren zusätzlich von zahlreichen kostenfreien Service- und Dienstleistungen, die die- sen konkreten Nutzen bringen, ohne bei ihnen zusätzliche Kosten zu verursachen. Als bundesweite Leistungsgemeinschaft sind wir Ihr Garant für eine hohe Know-how-Basis und kontrollierte Qualität in allen Mit- gliedsunternehmen für die Versorgung Ihrer Versicherten. 42
care team bietet Ihnen individuelle und umfassende Lösungen. Neben der Erfüllung der Präqualifizierungs- voraussetzung und der Zertifizierung stehen Wirtschaftlichkeit und Kostenkontrolle im Fokus. Durch ge- zielte Planung und den sachgerechten Einsatz von Services und Produkten können die Kosten stets kontrol- liert und die Wirtschaftlichkeit somit garantiert werden. Unterstützung im Bereich Entlassmanagement, technische Unterstützung sowie persönliche Beratung und Betreuung garantieren dem Patienten außerdem ein hohes Maß an Planungssicherheit, gerade in der schwierigen Zeit nach einem Klinikaufenthalt. Ihr Nutzen – Unser Service: Minimierung der Kosten durch gezielte Planung und sachgerechten Dienstleistungs- und Produkteinsatz Erfüllung der Präqualifizierungsvoraussetzung Zertifizierung nach DIN ISO 9001, 13485 Medizinisches Fachpersonal Optimale Leistungen durch die Verzahnung von Homecare-Service und Produkt-Know-how Qualitätsmanagement Individuelle Berechnung des Versorgungszeitraums unter Berücksichti- gung medizinischer sowie wirtschaftlicher Aspekte Versorgungssicherheit ihrer Versicherten durch eine kontinuierliche Verlaufskontrolle, inklusive Dokumentation Training durch Fachkräfte für Patienten, deren Angehörige sowie Pflegekräfte Wirtschaftliche und produktneutrale Beratung zu Bedarf, Auswahl, Anwendung und dem Einsatz von Produkten Hilfestellung bei versorgungsübergreifenden Problemen 24-Stunden-Notfallservice Insolvenzausfallversicherung für alle care team-Mitglieder Klärung von Vertrags- und Abrechnungsfragen über eine Zentralstelle Kompetente und schnelle Versorgung ihrer Versicherten bundesweit 43
Dokumentation Unser Lächeln hilft Eine umfassende und lückenlose Patienten-Dokumentation ist die Grundlage für eine optimale Versorgung und einen erfolgreichen Heilungsverlauf. Sie wird in diesem Zusammenhang von immer mehr Kostenträgern vertraglich gefordert. Mit “iDokument” bietet Ihnen Ihr care team eine Versorgungsmanagement-Software, die weit über die reine Dokumentation hinausgeht. Zahlreiche Analysefunktionen unterstützen dabei Erfolge, Stagnationen und Rückfälle beim Versorgungs- und Heilungsprozess sicher einzuschätzen, Therapien nachvollziehbar zu be- gründen und diese bei Bedarf optimal anzupassen. Und das für folgende Versorgungsbereiche: Wundversorgung Ernährung Lymphologische Versorgung Entero- und Urostomaversorgung Tracheostomaversorgung Ableitende Inkontinenz Damit alle am Versorgungsprozess beteiligten Partner, unter Berücksichtigung der Regelungen zum Daten- schutz, schnell auf alle relevanten Daten und Informationen zugreifen können, ist “iDokument“ als webba- sierte Anwendung konzipiert. Es ist also lediglich ein Internetanschluss notwendig, um von sämtlichen Vor- teilen eines effektiven Versorgungsmanagements und modernen Netzstrukturen zu profitieren. Vernetzung aller beteiligten Partner – für eine optimale Versor- gung: Selbstverständlich können auch Ärzten, Pflegekräften, Mitarbeitern von Kostenträgern oder Krankenhäusern Leserechte zugewiesen werden. Alle Nutzer mit Leserechten können die Daten nur einsehen, aber nicht verändern. 44
Ihre Vorteile auf einen Blick: Eine Software-Lösung für alle Versorgungsbereiche Schnellere Bewilligung von Versorgungsmaßnahmen dank einer lückenlosen Dokumentation Vermeidung möglicher Mehrfachbehandlungen, Reduzierung der Verbandwechselfrequenz u.v.m. Durch die Vernetzung eine verbesserte Zusammenarbeit aller an der Versorgung Beteiligten Schnellere und zielgerichtete Versorgung Verbessertes Entlassungs- und Überleitmanagement Von überall direkter Zugriff auf relevante Daten u.v.m 45
Produkte Unser Lächeln hilft Die Verwendung von Qualitätsprodukten bildet neben pflegerischem Fachwissen die Grundlage für eine optimale Patientenversorgung. Als einer der führenden Anbieter medizinischer Hilfsmittel und Gesundheitsdienstleistungen führen wir ein umfangreiches Sortiment von Hilfsmitteln und Verbrauchsartikeln in ausgewählten Therapie- feldern. Unser Lieferservice: Indikations- und patientenbezogene Lieferung aller Hilfsmittel und Homecare- Produkte frei Haus Umfassendes Produktsortiment für alle Versorgungsbereiche Produktneutralität Individuelle Einweisung in die Hilfsmittel-Versorgung durch Spezialisten 48 Stunden Lieferservice bei gängigen Produkten Reklamationsservice 24-Stunden-Notfallservice 46
Produktneutralität Produktsortiment Auswahl an vergleichbaren Produkten von namhaften Herstellern Unser Sortiment umfasst eine Produktpalette von über 20.000 Artikeln Individuelle Bedarfsermittlung Individueller Versorgungsvorschlag, abgestimmt auf den Patienten und seine Therapieanforderungen Hochwertige Produktversorgung Ausgebildete Experten Sorgen für eine bestmögliche Versorgung und optimale Unterstützung von Patienten, deren Angehörigen sowie Pflegekräften Beratung Training Auswahl an vergleichbaren Produkten von namhaften Herstellern In Produktanwendung und Handhabung nach Medizinproduktegesetz (MPG) 47
Häusliche Pﬂege Unser Lächeln hilft Häusliche Pflege Immer mehr Menschen sind auf Pflege angewiesen. Pflegebedürftigkeit kann jeden treffen. Dies ist nicht nur eine Folge der demografischen Entwicklung. Plötzliche Pflegebedürftigkeit kann auch nach einer Tumor erkrankung oder einem Schlag anfall entstehen. Oft geht der Pflegebedürftigkeit jedoch ein Krankheitsfall voraus. Das heißt, Leis- tungen aus der Krankenversicherung wurden bereits in An spruch genommen. Bei einer weiter bestehenden Pflegebedürftigkeit können Pflegeleis tungen über die Pflegekasse, also über das Pflege versicherungsgesetz (SGB XI), beantragt werden. Auf den nächsten Seiten finden Sie Informationen, welche Leistungen zu welchem Zeitpunkt sinnvollerweise in Anspruch genommen werden können. Ziele der »Häuslichen Pflege«: Die Ermöglichung einer weitestgehend selbstständigen Lebensführung unter Einbeziehung der Fähigkeiten und Ressourcen von Pflegebedürftigen. Erleichterung der Pflege für pflegende Angehörige und Pflegepersonal. Ihr care team-Berater vor Ort steht Ihnen bei Fragen gerne zur Ver fügung. 49
Häusliche Pﬂege Unser Lächeln hilft Häusliche Pflege nach einem Krankenhausaufenthalt Unmittelbar im Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt besteht die Möglichkeit, als Leistung der Kranken- kasse »häusliche Krankenpflege« und »häusliche Behandlungspflege« zu beantragen. Der Pflegebedürftige wird hierbei in seinem häuslichen Umfeld im Bereich der Grundpflege (Mobilisation, Körperpflege etc.) und der Behandlungspflege (Wundversorgung, Spritzen etc.) durch einen zugelassenen Pflegedienst versorgt. Diese Versorgungsform wird für den Zeitraum von vier Wochen gewährleistet. In begründeten Ausnahmefällen kann dieser Zeitraum verlängert werden. Häusliche Pflege nach dem Pflegeversicherungsgesetz Anspruch auf Leistungen aus dem Pflegeversicherungsgesetz hat der Versicherte, der wegen einer Krankheit oder Behinderung für die gewöhnlichen und wiederkehrenden Verrichtungen des täglichen Lebens auf Dauer – voraussichtlich jedoch für mindestens sechs Monate – in erheblichem oder höherem Maß der Hilfe bedarf. Ein Angehöriger wird zum Pflegefall –die ersten Schritte Ziel des Pflegeversicherungsgesetzes ist es, dem Pflegebedürftigen ein möglichst selbstbestimmtes Leben in der gewohnten häuslichen Umgebung zu ermöglichen. Wird ein Familienmitglied zum Pflegefall, sind vor allem folgende Punkte zu bedenken: Feststellung und Einstufung der Pflegebedürftigkeit • • • • • Frühzeitig, bereits während eines stationären Aufenthalts, bei absehbarer Pflege- bedürftigkeit einen Antrag auf Leistungen aus dem Pflegeversicherungsgesetz stellen. Im häuslichen Bereich den Antrag ebenso frühzeitig mit dem Hausarzt absprechen. Der Medizinische Dienst der Krankenkassen (oder andere unabhängige Gutachter) stellt den Grad der Pflegebedürftigkeit fest und stuft den Patienten ein (Formular über die zuständige Pflegekasse). Die Höhe der Leistungen richtet sich nach der Einstufung durch den Medizinischen Dienst oder andere unabhängige Gutachter. Die Einstufung sollte im Interesse des Pflegebedürftigen auf der Grundlage eines korrekt ausgefüllten Pflegetagebuchs erfolgen. 50
Das hat sich ab 2015 geändert Seit Januar 2015 greift die nächste Reform der Pflegeversicherung, das so genannte Pflegestärkungsgesetz. Wir geben einen Überblick, was sich für Pflegebedürftige und pflegende Angehörige ändern wird. Die Leistungen der Verhinderungs- und Kurzzeitpflege können in Zukunft besser miteinander kombi- niert werden Wer eine Kurzzeitpflege in Anspruch nimmt, z.B. wenn der Pflegeaufwand nach einem Krankenhausaufenthalt so hoch ist, dass für ein paar Wochen die Unterbringung in einer Pflegeeinrichtung nötig wird, kann schon heute seinen Anspruch auf Verhinderungspflege hierfür verwenden. Statt vier Wochen sind bis zu acht Wochen Kurzzeitpflege pro Jahr möglich, die Pflegekasse übernimmt dafür künftig bis zu 3.224 Euro (bisher bis zu 3.100 Euro). Künftig gilt dies in ähnlicher Weise auch bei der Verhinderungspflege: Wenn der pflegende Angehörige krank ist oder eine Auszeit braucht, wird eine Pflegekraft oder Vertretung benötigt. Diese so genannte Ver- hinderungspflege soll künftig unter entsprechender Anrechnung auf den Anspruch auf Kurzzeitpflege bis zu sechs Wochen in Anspruch genommen werden können statt bisher bis zu vier. Bisher standen für Verhinde- rungspflege pro Jahr bis zu 1.550 Euro, künftig stehen bis zu 2.418 Euro jährlich zur Verfügung. So können pfle- gende Angehörige besser die Unterstützung wählen, die in ihrer konkreten Situation am besten hilft. Die Leistungen für Tages- und Nachtpflege (teilstationäre Pflege) werden ausgebaut Bisher wurden die Inanspruchnahme von Tages-/Nachtpflege und die ambulanten Pflegeleistungen (Pflege- geld und/oder ambulante Sachleistungen) zum Teil aufeinander angerechnet. Das ändert sich: Wer ambulante Sachleistungen und/oder Pflegegeld bekommt, kann künftig Tages- und Nachtpflege daneben ohne Anrech- nung voll in Anspruch nehmen. Damit steht deutlich mehr Geld für Betreuung zur Verfügung. Beispiel: Bisher gab es für die Kombination von Tagespflege und ambulanten Pflegesachleistungen in Pflegestufe III bis zu 2.325 Euro. Künftig stehen hierfür bis zu 3.224 Euro monatlich zur Verfügung. Auch Demenzkranke profitieren erstmals von dieser Leistung. Niedrigschwellige Betreuungs- und Entlastungsangebote werden gestärkt Die zusätzlichen Betreuungs- und Entlastungsleistungen werden ausgebaut und auf alle Pflegebedürftigen ausgedehnt. Demenzkranke bekommen schon heute bis zu 100 oder 200 Euro/Monat (ab 1.1.2015: bis zu 104 oder 208 Euro/Monat). 51
Häusliche Pﬂege Unser Lächeln hilft Künftig werden auch bei rein körperlicher Beeinträchtigung 104 Euro pro Monat von der Pflegekasse erstattet. Damit können Leistungen von Kurzzeit- und Verhinderungspflege, Tages- und Nachtpflege und Betreuungsleis- tungen durch ambulante Pflegedienste oder nach Landesrecht anerkannte niedrigschwellige Angebote finan- ziert werden. Es können aber auch anerkannte Haushalts- und Serviceangebote oder Alltagsbegleiter finan- ziert werden, die bei der hauswirtschaftlichen Versorgung und der Bewältigung sonstiger Alltagsanforderun- gen im Haushalt helfen. Das können auch Pflegebegleiter der Angehörigen sein, die bei der Organisation und Bewältigung des Pflegealltags helfen. Und auch die Aufwandsentschädigung für einen, nach Landesrecht aner- kannten ehrenamtlichen Helfer, kann damit bezahlt werden, der zum Beispiel beim Gang auf den Friedhof be- gleitet oder beim Behördengang unterstützt. Niedrigschwellige Betreuungs- und Entlastungsangebote können künftig auch anstelle eines Teils der Pflegesachleistung in Anspruch genommen werden (neue "Umwidmung- smöglichkeit" in Höhe von bis zu 40 Prozent des jeweiligen ambulanten Pflegesachleistungsbetrags). Die Zuschüsse für Umbaumaßnahmen und Pflegehilfsmittel werden erhöht Oft sind es Umbaumaßnahmen wie Rollstuhlrampen, begehbare Duschen oder die Verbreiterung von Türen, die es Pflegebedürftigen ermöglichen, im eigenen Zuhause oder in einer Pflegewohngemeinschaft zu bleiben. Da- her werden ab dem 1. Januar 2015 die Zuschüsse hierfür deutlich gesteigert: Von bisher bis zu 2.557 Euro auf zukünftig bis zu 4.000 Euro pro Maßnahme. Leben mehrere Pflegebedürftige gemeinsam in einer Wohnung, können sie statt bis zu 10.228 Euro jetzt bis zu 16.000 Euro pro Maßnahme erhalten. Auch die Zuschüsse zu Pfle- gehilfsmitteln, die im Alltag verbraucht werden, werden deutlich angehoben (von bis zu 31 Euro auf bis zu 40 Euro je Monat). Neue Wohnformen werden besser unterstützt Der Wohngruppenzuschlag, den Pflegebedürftige aus der Pflegeversicherung erhalten, wenn sie eine Pflege- kraft in einer ambulant betreuten Wohngruppe mit mindestens drei Pflegebedürftigen beschäftigen, wird künftig auf 205 Euro pro Monat erhöht. Außerdem gibt es eine Anschubfinanzierung (bis zu 2.500 Euro je Pfle- gebedürftigen, maximal 10.000 Euro insgesamt je Wohngruppe) für die Gründung einer ambulant betreuten Pflege-Wohngruppe, die künftig einfacher in Anspruch genommen werden kann. Diese Leistungen stehen künf- tig auch Personen in der so genannten Pflegestufe 0 (insbesondere Demenzkranke) zur Verfügung. Auch der Zuschuss für Umbaumaßnahmen wird deutlich aufgestockt, Wohngruppen können künftig bis zu 16.000 Euro erhalten. Das hilft auch den neuen Wohnformen. Was verbessert sich für Demenzkranke? 52 Bislang hatten Menschen, die zwar in ihrer Alltagskompetenz erheblich eingeschränkt sind, deren Pflegebe- darf aber unterhalb der Pflegestufe I liegt (sogenannte Pflegestufe 0), nur einen eingeschränkten Leistungs- anspruch.
Dieser wird jetzt maßgeblich erweitert: Künftig können diese Versicherten auch Leistungen der Tages- und Nachtpflege, der Kurzzeitpflege und den Zuschlag für Mitglieder ambulant betreuter Wohngruppen erhalten. Zudem wird ihnen ermöglicht, die Anschubfinanzierung für ambulant betreute Wohngruppen zu bekommen. Damit erhalten sie jetzt Zugang zu allen Leistungen im ambulanten Bereich, die auch Personen mit einer Pfle- gestufe zustehen. Vorwiegend körperlich beeinträchtigte Pflegebedürftige erhalten einen Anspruch auf zusätzliche Be- treuungs- und Entlastungsleistungen Bislang hatten nur Menschen mit einer auf Dauer erheblich eingeschränkten Alltagskompetenz (also insbeson- dere an Demenz Erkrankte) einen Anspruch auf zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen nach § 45b SGB XI. Auch das wird sich jetzt grundlegend ändern: Pflegebedürftige, die stärker körperlich einge- schränkt sind – z. B. nach einem Schlaganfall – erhalten jetzt ebenfalls einen Anspruch auf entsprechende Leis- tungen. Damit bekommen die Betroffenen nun auch erstmals einen Anspruch auf niedrigschwellige Hilfen, d.h. sie können sich vor Ort ein Angebot suchen, das nach Landesrecht anerkannt ist, und bekommen die Kosten bis zur Höhe von 104 Euro monatlich bzw. 1.248 Euro pro Jahr erstattet. Zudem steht ihnen künftig ebenfalls die – oben bereits angeführte – Möglichkeit zu, zusätzlich maximal den hälftigen Anspruch auf ambulante Sa- chleistungen für solche niedrigschwelligen Angebote zu verwenden. Leistungen aus dem Pflegeversicherungsgesetz: Antrag auf Feststellung der Pflegebedürftigkeit Wer? Patient, Angehöriger Wie? Formular der Kranken-/Pflegekasse Wo? Antrag bei der Kranken-/Pflegekasse - Festlegung der Pflegestufe - Umfang der geeigneten, notwendigen und zumutbaren Maßnahmen - Art, Umfang u. Dauer der Maßnahmen in Absprache mit dem Hausarzt - Individueller Pflegeplan PFLEGEGELD FÜR HÄUSLICHE PFLEGE Stufe der Pflegebedürftigkeit Leistungen 2014 pro Monat Leistungen ab 2015 pro Monat (Angabe in Euro) (Angaben in Euro) Pflegestufe 0 (mit Demenz)* Pflegestufe I Pflegestufe I (mit Demenz)* Pflegestufe II Pflegestufe II (mit Demenz)* Pflegestufe III Pflegestufe III (mit Demenz)* 120 235 305 440 525 700 700 123 244 316 458 545 728 728 * Gilt für Personen mit dauerhaft erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz im Sinne von § 45a SGB XI - das sind vor allem an Demenz erkrankte Menschen 53
Häusliche Pﬂege Unser Lächeln hilft Das Pflegegeld kann in Anspruch genommen werden, wenn Angehörige oder Ehrenamtliche die Pflege über- nehmen. Das Pflegegeld kann auch mit Pflegesachleistungen kombiniert werden. ANSPRÜCHE AUF PFLEGESACHLEISTUNGEN FÜR HÄUSLICHE PFLEGE Stufe der Pflegebedürftigkeit Leistungen 2014 pro Monat Leistungen ab 2015 pro Monat (Angabe in Euro) bis zu (Angaben in Euro) bis zu Pflegestufe 0 (mit Demenz)* Pflegestufe I Pflegestufe I (mit Demenz)* Pflegestufe II Pflegestufe II (mit Demenz)* Pflegestufe III Pflegestufe III (mit Demenz)* Härtefall Härtefall (mit Demenz)* 225 450 665 1.100 1.250 1.550 1.550 1.918 1.918 231 468 689 1.144 1.298 1.612 1.612 1.995 1.995 * Gilt für Personen mit dauerhaft erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz im Sinne von § 45a SGB XI - das sind vor allem an Demenz erkrankte Menschen Pflegesachleistungen können für die Hilfe durch einen ambulanten Pflegedienst eingesetzt werden. Pflegesa- chleistungen können auch mit dem Pflegegeld kombiniert werden. PFLEGE BEI VERHINDERUNG EINER PFLEGEPERSON DURCH PERSONEN, DIE KEINE NAHEN ANGEHÖRIGEN SIND Stufe der Pflege- bedürftigkeit Leistungen 2014 pro Kalenderjahr bis zu Leistungen ab 2015 pro Kalenderjahr bis zu Pflegestufe 0 (mit Demenz)* einer notwendigen 1.550 Euro für Kosten 1.612 Euro für Kosten einer notwendigen Ersatzpflege bis zu 4 Wochen Ersatzpflege bis zu 6 Wochen Pflegestufe I 1.550 Euro für Kosten einer notwendigen 1.612 Euro für Kosten einer notwendigen Ersatzpflege bis zu 4 Wochen Ersatzpflege bis zu 6 Wochen 54 * Gilt für Personen mit dauerhaft erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz im Sinne von § 45a SGB XI - das sind vor allem an Demenz erkrankte Menschen
Macht die private Pflegeperson Urlaub oder ist sie durch Krankheit vorübergehend an der Pflege gehindert, übernimmt die Pflegeversicherung die Kosten einer Ersatzpflege. Ab dem 1. Januar 2015 ist eine Ersatzpflege bis zu 6 Wochen pro Kalenderjahr möglich. Außerdem kann bis zu 50% des Leistungsbetrags für Kurzzeitpflege (das sind bis zu 806 Euro) künftig zusätzlich für Verhinderungs- pflege ausgegeben werden. Verhinderungspflege kann dadurch auf max. 150% des bisherigen Betrages ausge- weitet werden. Der für die Verhinderungspflege in Anspruch genommene Erhöhungsbetrag wird auf den Leis- tungsbetrag für eine Kurzzeitpflege angerechnet. Bei einer Ersatzpflege durch nahe Angehörige wird die Verhinderungspflege auch ab 1. Januar 2015 auf bis zu 6 Wochen im Kalenderjahr ausgedehnt. Die Aufwendungen sind grundsätzlich auf den 1,5fachen Betrag des Pflegegeldes der festgestellten Pflegestufe beschränkt. TEILSTATIONÄRE LEISTUNGEN DER TAGES-/NACHTPFLEGE Stufe der Pflegebedürftigkeit Leistungen 2014 pro Monat Leistungen ab 2015 pro Monat (Angabe in Euro) bis zu (Angaben in Euro) bis zu Pflegestufe 0 (mit Demenz)* Pflegestufe I Pflegestufe I (mit Demenz)* Pflegestufe II Pflegestufe II (mit Demenz)* Pflegestufe III Pflegestufe III (mit Demenz)* 0 450 450 1.100 1.100 1.550 1.550 231 468 689 1.144 1.298 1.612 1.612 * Gilt für Personen mit dauerhaft erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz im Sinne von § 45a SGB XI - das sind vor allem an Demenz erkrankte Menschen Unter Tages- und Nachtpflege (teilstationäre Versorgung) versteht man die zeitweise Betreuung im Tagesver- lauf in einer Pflegeeinrichtung. Ab dem 1. Januar 2015 können die Leistungen der Tages- und Nachtpflege neben der ambulanten Pflegesa- chleistung /dem Pflegegeld in vollem Umfang in Anspruch genommen werden. 55
Häusliche Pﬂege Unser Lächeln hilft KURZZEITPFLEGE Stufe der Pflege- bedürftigkeit Leistungen 2014 pro Kalenderjahr bis zu Leistungen ab 2015 pro Kalenderjahr bis zu Pflegestufe 0 (mit Demenz)* kein Anspruch 1.612 Euro für Kosten einer notwendigen Ersatzpflege bis zu 6 Wochen Pflegestufe I 1.550 Euro für Kosten einer notwendigen 1.612 Euro für Kosten einer notwendigen Ersatzpflege bis zu 4 Wochen Ersatzpflege bis zu 6 Wochen * Gilt für Personen mit dauerhaft erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz im Sinne von § 45a SGB XI - das sind vor allem an Demenz erkrankte Menschen Viele Pflegebedürftige (im Sinne des Rechts der Pflegeversicherung) sind nur für eine begrenzte Zeit auf voll- stationäre Pflege angewiesen, insbesondere zur Bewältigung von Krisensituationen bei der häuslichen Pflege oder übergangsweise im Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt. Für sie gibt es die Kurzzeitpflege in ent- sprechenden stationären Einrichtungen. Ab dem 1. Januar 2015 wird gesetzlich klargestellt, dass der im Kalenderjahr bestehende, noch nicht ver- brauchte Leistungsbetrag für Verhinderungspflege auch für Leistungen der Kurzzeitpflege eingesetzt werden kann. Dadurch kann der Leistungsbetrag der Kurzzeitpflege maximal verdoppelt werden; parallel kann auch die Zeit für die Inanspruchnahme von 4 auf bis zu 8 Wochen ausgeweitet werden. Der für die Kurzzeitpflege in Anspruch genommene Erhöhungsbetrag wird auf den Leistungsbetrag für eine Verhinderungspflege ange- rechnet. *** alle Angaben gem. Bundesministerium für Gesundheit Unterscheidung der Pflegestufen zu Körperpflege, Ernährung und Mobilität Pflegestufe 0 Erheblich eingeschränkte Alltagkompetenz Pflegestufe I Pflegestufe II Pflegestufe III Erhebliche Pflege Schwerpflegebedürftige Schwerstpflegebedürftige Diagnosen: Demenz Alzheimer Krankheit u.a. verlangt einen Bedarf an Grundpflege Zusätzlich Hilfe bei der haus- wirtschaftlichen Versorgung Bei wenigstens zwei Verrich- tungen aus einem oder mehreren Bereichen Mindestens 1x täglich Hilfe Zusätzlich Hilfe bei der haus- wirtschaftlichen Versorgung Mindestens dreimal täglich Hilfe zu verschiedenen Tages- zeiten Zusätzlich Hilfe bei der haus- wirt schaftlichen Versorgung Täglich Hilfe rund um die Uhr, auch nachts Zusätzlich Hilfe bei der haus- wirt schaftlichen Versorgung 56
Checkliste für die häusliche Pflege Maßnahmen Wie geht das? Antrag auf »Krankenhausüberleitungspflege« nach § 37 Abs. 1 und § 37 Abs. 2 SGB V. Antragsformular über Kasse, Krankenhaus - sozialdienst und Pflegedienste erhältlich. Antrag auf Feststellung der Pflegebedürftigkeit d.den Medizinischen Dienst, o. andere unabh. Gutachter nach dem Pflegeversicherungsgesetz (SGB XI). Antragsformular bei der Kranken- oder Pflegekasse anfordern, innerhalb von ca. sechs Wochen kommt es zur Einstufung durch den Medizinischen Dienst oder andere unabhängige Gutachter. Entscheidung über Pflegeform Pflege im häuslichen Umfeld selbst übernehmen Pflege im häuslichen Umfeld durch Pflegedienst Kombinationsleistung Teilstationäre Pflege Pflege im Pflegeheim Pflegebett Elektrisch verstellbar Höhenverstellbar Fahrbar Ggf. mit Bettseitenteilen Ggf. mit Beistelltisch oder Bettnachtschrank Ggf. höhenverstellbarem Einlege rahmen für Ehebett Veränderungen im Wohnumfeld Bad und Toilette Türrahmenvergrößerung Rampen (etc.) Hilfsmittel für Bad und Toilette Badewannenlifter Badewannenbrett Toilettenstuhl Toilettensitzerhöhung Ergonomische Griffe Hilfsmittel zur Mobilisation Rollstuhl Gehwagen Rollator Patientenlifter Haltegürtel Gleitdecken, Umlagerungshilfen Beratung durch Krankenhaus, Kassen, Pflegeverein oder Ihrem Sanitätshaus mit dem vor Ort. Beratung bei Ihrem Sanitätshaus mit dem vor Ort. Beratung bei Ihrem Sanitätshaus mit dem vor Ort. Beratung bei Ihrem Sanitätshaus mit dem vor Ort. Beratung bei Ihrem Sanitätshaus mit dem vor Ort. 57
Häusliche Pﬂege Unser Lächeln hilft Ausblick 2017 (Zweites Pflegestärkungsgesetz – PSG II) Das Zweite Gesetz zur Stärkung der pflegerischen Versorgung und zur Änderung weiterer Vorschriften (Zweites Pflegestärkungsgesetz – PSG II) ist am 1. Januar 2016 in Kraft getreten. Das neue Begutachtungsver- fahren und die Umstellung von Pflegestufe auf Pflegegrad sollen zum 1. Januar 2017 wirksam werden. Das Gesetz setzt den neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff um. Damit erhalten erstmals alle Pflegedürftigen gleichberechtigten Zugang zu den Leistungen der Pflegeversicherung, unabhängig davon, ob sie von körperli- chen oder psychischen Einschränkungen betroffen sind. In Zukunft werden körperliche, geistige und psychische Einschränkungen gleichermaßen erfasst und in die Einstufung einbezogen. Mit der Begutachtung wird der Grad der Selbstständigkeit in sechs verschiedenen Be- reichen gemessen und – mit unterschiedlicher Gewichtung – zu einer Gesamtbewertung zusammengeführt. Da- raus ergibt sich die Einstufung in einen Pflegegrad. Die sechs Bereiche sind: 1. 2. 3. 4. 5. 6. Mobilität Kognitive und kommunikative Fähigkeiten Verhaltensweisen und psychische Problemlagen Selbstversorgung Bewältigung von und selbstständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte Hauptleistungsbeträge in Euro PG1 PG2 PG3 PG4 PG5 Geldleistung ambulant 316 545 728 901 Sachleistung ambulant 689 1298 1612 1995 Entlastungsbetrag ambulant 125 125 125 125 125 (zweckgebunden) Leistungsbetrag stationär 125 770 1262 1775 2005 58 bundesdurchschnittlicher pflegebedingter Eigenanteil 580 580 580 580
Wer bereits Leistungen der Pflegeversicherung bezieht, wird per Gesetz automatisch in das neue System über- geleitet. Niemand muss einen neuen Antrag auf Begutachtung stellen. So wird für die Betroffenen unnötiger zusätzlicher Aufwand vermieden. Dabei gilt: Alle, die bereits Leistungen von der Pflegeversicherung erhalten, erhalten diese auch weiterhin mindestens in gleichem Umfang, die allermeisten erhalten sogar deutlich mehr. Konkret gilt die Formel: Menschen mit ausschließlich körperlichen Einschränkungen werden automatisch in den nächst höheren Pflegegrad übergeleitet. (Beispiele: Pflegestufe I wird in Pflegegrad 2, Pflegestufe III wird in Pflegegrad 4 übergeleitet). Menschen mit geistigen Einschränkungen kommen automatisch in den übernächsten Pflegegrad. (Beispiel: Pflegestufe 0 wird in Pflegegrad 2, Pflegestufe II mit eingeschränkter All- tagskompetenz wird in Pflegegrad 4 übergeleitet. Was ändert sich in der Einstufung pflegebedürftiger Menschen? Künftig wird es anstelle der drei Pflegestufen fünf Pflegegrade geben. Bei der Begutachtung werden die Beein- trächtigungen der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten der Menschen in sechs verschiedenen Bereichen beurteilt. Der Gutachter oder die Gutachterin des Medizinischen Dienstes wird sich ansehen, wie selbständig jemand ist und welche Beeinträchtigungen der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten vorliegen. Erst aufgrund einer Ge- samtbewertung aller Fähigkeiten und Beeinträchtigungen erfolgt die Einstufung in einen der fünf Pflegegrade. Minuten spielen in der neuen Begutachtung und damit für die Einstufung keine Rolle mehr. Stattdessen werden den Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen mit den Pflegestärkungsgesetzen I und II mehr Möglichkeiten gegeben, mit den Leistungen der Pflegeversicherung entsprechend ihren Wünschen und ihrer Lebenssituation umzugehen. Was ändert sich für Pflegebedürftige im Pflegeheim? Bisher war es bei Pflegebedürftigen in stationären Pflegeeinrichtungen so, dass mit der Einstufung in eine hö- here Pflegestufe die Pflegeversicherung zwar mehr zahlte, der von den Betroffenen zu tragende pflegebe- dingte Eigenanteil aber ebenfalls stieg. Das führte dazu, dass sich Pflegebedürftige aus Furcht vor einem hö- heren Eigenanteil gegen eine Neubegutachtung wehren, obwohl sie mehr Pflege brauchten. Damit soll nun Schluss sein: Das Pflegestärkungsgesetz II regelt, dass es in den vollstationären Pflegeeinrichtungen einen einheitlichen pflegebedingten Eigenanteil für die Pflegegrade 2 bis 5 gibt, der von der jeweiligen Einrichtung mit den Pflegekassen/dem Sozialhilfeträger ermittelt wird. Dieser Eigenanteil wird nicht mehr steigen, wenn jemand in seiner Pflegeeinrichtung in einen höheren Pflegegrad eingestuft werden muss. Quelle: Bundesgesundheitsministerium 59
Häusliche Pﬂege Unser Lächeln hilft Pflegehilfsmittel Definition: § 40 Abs. 1 SGB XI: Pflegebedürftige haben Anspruch auf Versorgung mit Pflegehilfsmitteln, die zur Erleichterung der Pflege oder zur Linderung der Beschwerden des Pflegebedürftigen beitragen oder ihm eine selbst ständigere Lebensführung ermö- glichen, soweit die Hilfsmittel nicht wegen Krankheit oder Behinderung von der Krankenversicherung zu leisten sind. Pflegehilfsmittel werden nur bezahlt, wenn eine Pflegebedürftigkeit mit entsprechender Einstufung vorliegt und eine Leistungspflicht der Krankenkassen entfällt. Bei Handicaps durch eine Krankheit oder Behinderung bleibt die Krankenkasse für die Finanzierung von Hilfsmitteln weiterhin zuständig. care team-Info Der Antrag auf die Kostenübernahme eines Pflegehilfsmittels kann ohne ärztliche Verordnung bei der Pflege- kasse gestellt werden. Eine Absprache mit dem Hausarzt ist dennoch empfehlenswert. Pflegehilfsmittel belas- ten nicht das Budget des Arztes. Für technische Pflegehilfsmittel – keine Verbrauchsgüter – haben Pflegebedürftige, die das 18. Lebensjahr über- schritten haben, eine Zuzahlung von 10 %, maximal jedoch 25,– Euro je Hilfs mittel, selbst zu entrichten (in Här- tefällen Befreiung möglich) – es sei denn, das Hilfsmittel wird leih weise zur Verfügung gestellt. Finanzierung von Pflegehilfsmitteln Zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel werden von der Pflegekasse bis zu einem Betrag von 40,– Euro pro Mo- nat bezahlt. Zu den Verbrauchsgütern zählen: Einmalhandschuhe, Fingerlinge saugende Bettschutzeinlagen für den einmaligen Gebrauch Desinfektionsmittel Mundschutz Kleidungsschutz (Schürzen) Zum Gebrauch bestimmte Pflegehilfsmittel werden ohne Obergrenzen vergütet. Zu den Gebrauchsgütern zählen: Pflegebetten Bettenzubehör Beistelltische Bettpfannen Urinflaschen Kopfwaschbecken Ganzkörperwaschsysteme Duschwagen 60 Pflege zu Hause – eine mutige, aber auch zeit- und kraftaufwendige Entscheidung. Oftmals sind Pflegedienste und Sozialstationen die bes- sere Alternative.
Was ist ein Hilfsmittel? Was ein Hilfsmittel ist und der Anspruch darauf sind in § 33 SGB V definiert. Hier heißt es: »Versicherte haben Anspruch auf die Versorgung mit Hörhilfen, Körperersatzstücken, orthopädischen und anderen Hilfsmitteln, die im Einzelfall erforderlich sind, um den Erfolg der Kranken behandlung zu sichern oder eine Behinderung auszugleichen, soweit die Hilfsmittel nicht als allgemeine Gebrauchsgegenstände des täglichen Lebens anzusehen oder nach § 34 Abs. 4 aus ge schlos sen sind. Der Anspruch auf Versorgung mit Hilfsmitteln zum Behinderungsausgleich hängt ins besondere nicht davon ab, in welchem Umfang eine Teilhabe am Leben der Gemeinschaft noch mög lich ist. Der Ans- pruch umfasst auch die notwendige Änderung, Instandsetzung und Ersatz beschaffung von Hilfsmitteln, die Ausbildung in ihrem Gebrauch und, soweit zum Schutz der Ver sicherten vor unvertretbaren gesundheitlichen Risiken erforderlich, die nach dem Stand der Technik zur Erhaltung der Funktionsfähigkeit und der technischen Sicherheit notwendigen War- tungen und technischen Kontrollen.« Im Sinne des Gesetzes soll ein Hilfsmittel also an die Stelle eines nicht mehr funktionstüchtigen Körperorgans treten und weitgehend dessen beeinträchtigte Funktion (gehen, stehen, greifen etc.) erleichtern, ergänzen, ermöglichen oder ganz übernehmen. Die Aufgabe eines Hilfs mittels ist somit der Ausgleich eines körperlichen Funktionsausfalls. Des Wei- teren gibt es Hilfsmittel, die den Erfolg einer Krankenhausbehandlung sichern. Beispiele hierfür sind Antidekubitusma- tratzen bei Vorliegen eines Dekubitus, Orthesen zur Ruhigstellung der Glieder nach einem Knochenbruch, u.ä. Allgemeines Seit dem 1. April 2007 besteht eine Leistungspflicht der Krankenkassen, auch wenn der schwerstbehinderte, pflegebedürftige Mensch trotz seines körperlichen Defizits nicht mehr zu rehabilitieren ist. Die Versorguns- leistungen durch die Krankenkassen umfassen auch notwendige Wartungen und technische Kontrollen der Hilfs- mittel. Dem pflegebedürftigen, behinderten Menschen bzw. dessen Angehörigen wird also die Verantwortung abgenommen, sich selbst um die Sicherheit des Hilfsmittels kümmern zu müssen. Die Krankenkasse übernimmt im Regelfall die Kosten für die Versorgung mit einem Hilfsmittel. Diese Leistung ist dann ausreichend und zweckmäßig und überschreitet nicht das Maß des Notwendigen. Darüber hinaus hat das care team auch die Wirtschaftlichkeit der Versorgung zu berücksichtigen. Das heißt, das care team ist ge- halten, ein gleich wirkendes aber kostengünstigeres Hilfsmittel zu bevorzugen, soweit nicht die Versorgung mit einem be stimmten Hilfsmittel medizinisch begründet ist. Es kann jedoch durchaus vorkommen, dass Ihnen die Versorgung mit dem vorgesehenen Hilfs mittel, obschon es den gesetzlichen Anforderungen entspricht, im Material, in der Zusammensetzung oder im Rahmen der Zubehö- rausstattung nicht zusagt. Sie haben dann die Möglichkeit, das Hilfsmittel auf eigene Kosten Ihren Wünschen entsprechend anpassen zu lassen. Diese sogenannte »wirtschaftliche Aufzahlung« ist grundsätzlich immer mö- glich. Lassen Sie sich durch Ihr care team beraten. 61
Der kleine Leitfaden zur Hilfsmittelversorgung Ich benötige ein Hilfsmittel. Was muss ich hierfür tun? Sofern Sie das Hilfsmittel nicht selbst bezahlen wollen und Sie gegenüber einem Sozialversicherungsträger an- spruchsberechtigt sind, übernimmt der zuständige Kostenträger, beispielsweise die Krankenkasse oder die Berufs- genossenschaft, hierfür im Regelfall die Kosten. Dies setzt voraus, dass der Kostenträger eine ärztliche Verordnung (»Rezept«) erhält, auf der die Versorgung mit einem Hilfsmittel ausgewiesen ist. Dies bedeutet, dass Sie immer zunächst einen Arzt aufsuchen müssen, um das Rezept zu erhalten. Auch wenn Sie zunächst ein care team aufsuchen, um mit den Mitarbeitern die medizinisch notwendige Versorgung mit einem Hilfsmittel vorab zu erörtern, müssen Sie danach einen Arzt aufsuchen, der Ihnen das Hilfsmittel auch verschreibt. Denn das Rezept ist die Grundlage für die Hilfsmittelversorgung zu Lasten des jeweiligen Kostenträgers. Mit dem Rezept erstellt das care team für Sie einen Kostenvoranschlag und beantragt die Kos tenübernahme beim zuständigen Kos tenträger. Was passiert mit dem Kostenvoranschlag des care teams? Sie haben Anspruch auf eine qualitativ hochwertige und fortschrittliche Versorgung, die dem allgemein anerkann- ten Stand der medizinischen Erkenntnisse entspricht. Der Kostenträger prüft zunächst, ob das verordnete Hilfsmit- tel entsprechend den jeweiligen gesetzlichen Vorgaben zur Therapie oder zum Ausgleich einer Behinderung medi- zinisch notwendig ist. Der Sachbearbeiter muss jedoch auch die Wirtschaftlichkeit der Versorgung im Auge behal- ten. Dies bedeutet, dass er prüfen muss, ob eine gleichwertige, aber kostengünstigere Versorgung zur Verfügung steht. Im Fall der Überprüfung einer Verordnung zu Lasten der Krankenkasse wird der Medizinische Dienst der Kran- kenversicherung (MDK) eingeschaltet. Der MDK beschäftigt Mediziner, die überprüfen, ob das verordnete Hilfsmittel medizinisch erforderlich ist. Wie kann das Ergebnis dieser Überprüfung lauten, und wie geht es dann weiter? Hält der Kostenträger die verordnete Hilfsmittelversorgung für erforderlich, so schickt er einen Bewilligungsbe- scheid an Sie und benachrichtigt das care team, das den Kostenvoranschlag gefertigt hat. Das care team führt die Versorgung mit dem bewilligten Hilfsmittel aus. 62
Kommt der Kostenträger hingegen zu der Überzeugung, die Versorgung mit dem Hilfsmittel sei nicht notwendig, stellt er Ihnen einen Ablehnungsbescheid aus. Das care team kann die Versorgung zunächst nicht durchführen. Was kann ich tun, wenn die Hilfsmittelversorgung abgelehnt wurde? Was muss ich hierbei beachten? Gegen den Ablehnungsbescheid können Sie als Versicherter schriftlich oder bei dem Kostenträger persönlich und mündlich zur Niederschrift Widerspruch einlegen. Hierzu haben Sie ab dem Zeitpunkt des Zugangs des Ablehnungs- bescheids einen Monat Zeit. Das Widerspruchsverfahren ist für Sie kostenlos. In diesem sogenannten Widerspruchsverfahren soll dem Kostenträger nochmals die Gelegenheit eingeräumt wer- den, den Ablehnungsbescheid zu überprüfen. Daher ist zu empfehlen, dass Sie den Widerspruch schriftlich verfas- sen und Ihre Gründe aufzählen, warum Sie mit dem Ablehnungsbescheid nicht einverstanden sind. Denn auch Ihre Gründe können im Rahmen der Überprüfung wichtig werden. Wie endet solch ein Widerspruchsverfahren und welche Möglichkeiten habe ich dann? Entscheidet der Kostenträger, dass der ursprüngliche Ablehnungsbescheid zu Unrecht ergangen ist, erlässt er ei- nen Abhilfebescheid und die Versorgung mit dem beantragten Hilfsmittel kann durchgeführt werden. Lehnt der Kostenträger Ihr Begehren erneut ab, ergeht ein Widerspruchsbescheid. Gegen diesen Widerspruchsbe- scheid können Sie vor dem örtlich zuständigen Sozialgericht Klage erheben. Das Verfahren vor dem Sozialgericht ist für Sie kostenlos. Für die fristgemäße Erhebung der Klage haben Sie erneut einen Monat ab Zugang des Wider- spruchsbescheides Zeit. 63
Der kleine Leitfaden zur Hilfsmittelversorgung Ich bin gesetzlich krankenversichert. Kann ich mir mein Sanitätshaus aussuchen? Bis zum 31. Dezember 2009 konnten Sie jedes Sanitätshaus Ihrer Wahl mit der Versorgung beauftragen. Seit dem 1. Januar 2010 müssen Sanitätshäuser Vertragspartner Ihrer Krankenkasse sein, um Sie mit Hilfsmitteln versorgen zu dürfen. Hat das von Ihnen ausgesuchte Sanitätshaus keinen Vertrag mit Ihrer Krankenkasse, so können Sie sich dennoch von ihm versorgen lassen, wenn Sie bei der Krankenkasse besondere Gründe vorbringen. Dieses soge- nannte »berechtigte Interesse« kann zum Beispiel bei einem langjährigen Vertrauensverhältnis oder bei Eingriffen in die Intimsphäre vorliegen. Allerdings müssen Sie die Mehrkosten selbst tragen, wenn das von Ihnen ausgewählte vertragslose Sanitätshaus teurer ist als das vertraglich gebundene Sanitätshaus. Gilt das freie Wahlrecht auch für ausgeschriebene Hilfsmittel? Hat Ihre Krankenkasse ein oder mehrere Hilfsmittel ausgeschrieben und ein Sanitätshaus hat den Zuschlag erhal- ten, so verweist Ihre Krankenkasse Sie auf dieses Sanitätshaus. Sie können dann nicht mehr unter mehreren Ver- tragspartnern aussuchen. Der Ausschreibungssieger hat ein exklusives Versorgungsrecht. Wenn Sie jedoch ein »berechtigtes Interesse« vorbringen können, haben Sie auch in diesem Fall die Möglichkeit, das Sanitätshaus Ihrer Wahl mit der Versorgung beauftragen zu können. Jedoch auch hier gilt, dass Sie die hierdurch verursachten Mehrkosten selbst tragen müssen. Muss ich mich an den Kosten für eine Hilfsmittelversorgung beteiligen? Der Gesetzgeber hat – wie schon bei der Arzneimittelversorgung – festgelegt, dass gesetzlich Krankenversicherte Zuzahlungen von 10 % für jedes Hilfsmittel (z. B. Rollstuhl), jedoch mindes tens 5 € und maximal 10 € leisten müs- sen. In jedem Fall nicht mehr als die Kosten des Mittels. Ausnahme: Hilfsmittel, die zum Verbrauch bestimmt sind (z.B. Ernährungssonden, Windeln bei Inkontinenz). Dann gilt: Zuzahlung von 10 % je Verbrauchseinheit, aber maxi- mal 10 € pro Monat. 64
Ein Angehöriger ist pflegebedürftig oder befindet sich in einem Pflegeheim. Hat er auch dann Anspruch auf eine Versorgung mit Hilfsmitteln? Versicherte haben Anspruch auf die Versorgung mit Hilfsmitteln im Rahmen einer Krankenbehandlung, wenn sie notwendig ist, um eine Krankheit zu erkennen, zu heilen, ihre Verschlimmerung zu verhüten oder Krankheitsbe- schwerden zu lindern. Das Hilfsmittel muss im Einzelfall erforderlich sein, um den Erfolg der Krankenbehandlung zu sichern, einer drohenden Behinderung vorzubeugen oder eine Behinderung auszugleichen. Hinsichtlich des »Aus- gleichens der Behinderung« genügt es, wenn der Gegenstand die erschwerte Funktion ermöglicht, ersetzt, erleich- tert oder ergänzt. Dient ein medizinisch notwendiges Hilfsmittel den individuellen Bedürfnissen der Patienten und wird es nicht allein zur Pflegeerleichterung eingesetzt, so ist es grundsätzlich verordnungsfähig. Die Leistungs- pflicht liegt bei der Krankenkasse. Es gibt auch Leistungen aus der Pflegeversicherung. Was kann ich von wem beanspruchen? Der Anspruch auf die Versorgung mit medizinisch notwendigen Hilfsmitteln ist vorrangig an die Krankenkasse zu rich- ten. Pflegebedürftige in der häuslichen Pflege haben neben dem Anspruch auf die Versorgung mit Hilfsmitteln gem. § 33 SGB V gegenüber der Krankenkasse auch Anspruch auf zum Verbrauch bestimmte Pflegehilfsmittel (saugende Bettschutzeinlagen, Schutzbekleidung, Des infektionsmittel) gegenüber der Pflegeversicherung. In der stationären Pflege werden diese vom Pflegeheim vorgehalten. Die Abgrenzung zwischen den Hilfsmitteln, die auf Kosten der Pflegever sicherung und der Krankenkasse erfolgen, war lange Zeit umstritten. Das Bundessozialgericht hat mit seinen Urteilen vom 6. Juni 2002 und 24. September 2002 klargestellt, dass Hilfsmittel, – die zur Sicherstellung der ärztlichen Behandlung individuell notwendig sind und – für die eine medizinische Indikation gegeben ist (ärztliche Verordnung), von den Krankenkassen zu erstatten sind. Dies gilt bei ambulanter als auch bei stationärer Pflege. Eine Vorhalte- pflicht für Hilfsmittel im Pflegeheim besteht nur, wenn das Heim entsprechende Vertragsvereinbarungen mit der Pflegeversicherung getroffen hat. Eine ärztliche Verordnung für Hilfsmittel muss in jedem Fall vorliegen. 65
Hilfsmittelversorgung im stationären Pﬂegeheim Auszüge aus dem Abgrenzungskatalog der Spitzenverbände der Krankenkassen/Pflegekassen Vollstationäre Pflegeeinrichtungen haben die im Rahmen des üblichen Pflegebetriebs notwendigen Hilfsmittel und Pflegehilfsmittel bereitzustellen. Hilfsmittel, die der Durchführung der Grundpflege oder der hauswirtschaftlichen Versorgung dienen, sind vom Pfle- geheim vorzuhalten. Hilfsmittel, die von den Bewohnern gemeinsam genutzt werden, fallen regelmäßig in die Zuständigkeit der sta- tionären Pflegeeinrichtung. Bei Hilfsmitteln, die allgemein zur Prophylaxe eingesetzt werden, steht der Aspekt der Pflege erleichterung im Vor- dergrund, so dass eine Vorhaltepflicht der Pflegeeinrichtung besteht. Gleichwohl haben Heimbewohner einen Anspruch auf individuelle Versorgung mit Hilfsmitteln zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherung, sofern: Der Verwendungszweck des Hilfsmittels nicht überwiegend in der Durchführung und Erleichterung der Grund- pflege liegt. Das Hilfsmittel zur Behandlung einer akuten Erkrankung (Behandlungspflege) bzw. dem Ausgleich einer Behinde- rung dient. Das gilt auch dann, wenn eine Selbstbestimmung oder Rehabilitation des Versicherten nicht mehr möglich ist. Das Hilfsmittel zur Befriedigung eines allgemeinen Grundbedürfnisses dient und ausschließlich von einem Versi- cherten genutzt wird. Das Hilfsmittel individuell für einen Versicherten bestimmt ist und nur von ihm genutzt wird. Unter Beachtung obiger gesetzlicher Vorgaben und Empfehlungen können im Regelfall folgende Hilfsmitttel zu La- sten der GKV, verordnet werden: 66
PG Hilfsmittel Ja Besonderheit ausschließlich vom jew. Versicherten genutzt ausschließlich vom jew. Versicherten genutzt ausschließlich vom jew. Versicherten genutzt akute Behandlung und direkte Nachsorge (nicht Prophylaxe) ausschließlich vom jew. Versicherten genutzt (nicht zur Pflegeerleichterung) (außer Signalanlagen) ausschließlich vom jew. Versicherten genutzt (nicht zur Pflegeerleichterung) aus therapeutischen Zwecken im Einzelfall erforderlich (nicht zur Pflegeerleichterung) ausschließlich vom jew. Versicherten genutzt 01 02 03 05 06 08 09 10 11 12 14 15 16 17 18 20 21 23 24 26 29 30 31 Sekret-Absauger Greifhilfe, Schreib- u. Lesehilfe Applikationshilfen Bandagen Bestrahlungsgeräte Einlagen Elektrostimulationsgeräte Fahrbare Gehhilfen, Gehstöcke, Gehstützen u. Gestelle Dekubitus-Sitz- und Liegehilfen Tracheostomahilfen Inhalations- und Atemtherapiegeräte Inkontinenzhilfen Kommunikationshilfen Kompressionstherapie-Hilfsmittel Rollstühle Lagerungshilfen zur Unterstützung und Behandlung Messgeräte für Körperzustände Orthesen Prothesen Sitzhilfen Stomaartikel Schienen Schuhe und Zurichtungen 67
Patientenrechtegesetz (PRG) Verbesserung der Patientenrechte Das Gesetz zur Verbesserung der Rechte von Patienten (Patientenrechtegesetz) hat am 1. Feb ruar 2013 den Bundes- rat passiert. Durch das neue Gesetz sollen die bisher in unterschiedlichen Gesetzen geregelten Patientenrechte ge- bündelt und die Stellung der Patienten im Gesundheitssystem gestärkt werden. Begegnung auf Augenhöhe Das neue PRG hat vor allem ein Ziel: Es soll die Position der Patienten gegenüber Medizinern und Krankenkassen stärken und die Rechte der Verbraucher und Beitragszahler an zentraler Stelle im Gesetz verankern. Zentrales Ele- ment ist ein im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) verankerter Behandlungsvertrag, der die Beziehung zwischen Arzt und Patient (aber auch zu anderen Heil berufen wie Heilpraktikern, Hebammen und Psycho- oder Physiotherapeu- ten) regelt. Behandelnde Ärzte sind zukünftig dazu verpflichtet, ihre Patienten verständlich und umfassend über erforderliche Untersuchungen, Diagnosen und Therapien zu informieren. Vor einem medizinischen Eingriff muss der Arzt den Patienten in einem persönlichen Gespräch ausführlich über mögliche Risiken und Alternativen aufklären und ihm außerdem Zeit zur Entscheidungsfindung geben. Falls Kosten für eine Behandlung nicht von der Krankenkasse des Patienten übernommen werden, muss der Medizi- ner seinen Patienten ausdrücklich darauf hinweisen. 68
Dokumentationspflichten und Einsicht in Patientenakten Im neuen PRG wird geregelt, dass Patientenakten vollständig und sorgfältig zu führen sind. Fehlt die Dokumentation oder ist sie unvollständig, wird in einem möglichen Prozess zu Lasten des Behandelnden vermutet, dass die nicht dokumentierte Maßnahme auch nicht erfolgt ist. Patienten wird zukünftig ein gesetzliches Recht zur Einsichtnahme in ihre Patientenakte eingeräumt, das nur unter strengen Voraussetzungen und nur mit einer Begründung abgelehnt werden darf. Versicherte sollen ihre Leistungen schneller erhalten Krankenkassen müssen spätestens innerhalb drei Wochen – bei Einschaltung des medizinischen Dienstes innerhalb fünf Wochen – über einen Leistungsantrag (zum Beispiel für Rehamaßnahmen) entscheiden. Bei vertragszahnärztlichen Anträgen hat die Krankenkasse innerhalb von sechs Wochen zu entscheiden. Sollte die Krankenkasse in dieser Frist nicht reagiert haben, so gilt die Leistung als bewilligt, es sei denn, die Krankenkasse teilt einen hinreichenden Grund für die Fristüberschreitung mit. 69
Pflegetagebuch (für jeden Tag muss ein einzelnes Blatt ausgefüllt werden) Name des Pflegenden: Name des Pflegebedürftigen: Datum: Zeitaufwand in Minuten Art der Hilfe (bitte Ankreuzen) morgens mittags abends nachts Anleitung od. Beaufsichti- gung mit Unter- stützung teilw. od. volle Übernahme erforderlich Körperpflege Waschen Duschen Baden Rasieren Kämmen Mundpflege Blasenentleerung Darmentleerung Intimpflege Wechseln v. Inkontinenzartikeln Ankleiden Auskleiden Mobilität Aufstehen im Bett Aufstehen im Rollstuhl Zubettbringen Lagerung Gehen/Bewegen im Haus Stehen Treppensteigen Begleiten zum Arzt Ernährung mundgerechte Zubereitung Essensaufnahme (Reichen) Hauswirtschaftliche Versorgung Einkaufen Kochen Wohnung reinigen Spülen Wechseln der Wäsche Waschen Bügeln Beheizen der Wohnung 70
Flächendeckendes care team-Netz Schleswig- Schleswig- Schleswig- Holstein Holstein Holstein Mecklenburg- lenburg- Meck lenburg- Vorpommern Vorpom mern mern Niedersachsen iedersachsen N iedersachsen Sachsen- Sachsen- Sachsen- Anhalt Anhalt Anhalt Anhalt Anhalt Berlin Brandenburg andenburg Br Sachsen Sachsen Hessen Hessen Thüringen Thüring gen Hamburg Bremen Nordrhein- ordrhein- ordrhein- N Westfalen Westfalen Westfale Rheinland- Rheinland- Pfalz Pfalz Saarland Baden- Württemberg Ba Baden- emberg emberg tWürt Bayern Bayern Weitere Infos finden Sie unter: www.care-team.de
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References: § 45
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