Source: http://landesrecht.rlp.de/jportal/portal/t/13zp/page/bsrlpprod.psml?pid=Dokumentanzeige&showdoccase=1&js_peid=Trefferliste&documentnumber=2&numberofresults=6&fromdoctodoc=yes&doc.id=jlr-GHLehr2StPrVRPrahmen&doc.part=X&doc.price=0.0&doc.hl=1
Timestamp: 2019-07-17 15:06:14+00:00

Document:
§ 14 - § 30 Teil 2 - Zweite Staatsprüfung
§ 29 - § 32 Teil 3 - Übergangs- und Schlußbestimmungen
juris-Abkürzung: GHLehr2StPrV RP
Fundstelle: GVBl. 1997, 335
Gliederungs-Nr: 2030-50
über die Ausbildung und Zweite Staatsprüfung für das Lehramt
Stand: letzte berücksichtigte Änderung: zuletzt geändert durch § 18 des Gesetzes vom 27.11.2015 (GVBl. S. 418) [4]
Landesverordnung über die Ausbildung und Zweite Staatsprüfung für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen vom 27. August 1997 01.10.2001
§ 10 - Unterrichtsbesuche 01.02.2012
§ 30 - In-Kraft-Treten 01.02.2012
Aufgrund des § 18 Abs. 2 des Landesbeamtengesetzes Rheinland-Pfalz in der Fassung vom 14. Juli 1970 (GVBl. S. 241), zuletzt geändert durch Gesetz vom 17. Dezember 1996 (GVBl. S. 464), BS 2030-1, wird im Benehmen mit dem Ministerium des Innern und für Sport verordnet:
(1) Die Lehramtsanwärter sollen auf der Grundlage ihres Studiums mit Theorie und Praxis der Erziehung und des Unterrichts allgemein und ihren jeweiligen Unterrichtsfächern so vertraut gemacht werden, daß sie zu selbständiger Arbeit im Lehramt an Grund- und Hauptschulen fähig sind. Zur Vorbereitung auf einen inklusiven Unterricht sind Kompetenzen zu erwerben, die zu grundlegendem inklusionspädagogischen Handeln und zu einer wirkungsvollen Zusammenarbeit in multiprofessionellen Teams befähigen. Reflexions- und Kooperationsfähigkeit sowie Innovationsbereitschaft sind im Hinblick auf diese Ziele in besonderer Weise zu fördern.
(2) Die Ausbildung umfaßt den Vorbereitungsdienst und die Zweite Staatsprüfung für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen.
(1) In den Vorbereitungsdienst für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen kann eingestellt werden, wer
nach einem Studium von sechs Semestern an einer Universität oder einer vergleichbaren Hochschule die Erste Staatsprüfung für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen bestanden hat oder
ein für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen geeignetes Fachstudium von mindestens sechs Semestern an einer Universität oder einer vergleichbaren Hochschule mit einer Hochschulprüfung in einem von dem für das Schul- und Unterrichtswesen zuständigen Ministerium festgelegten längerfristigen Bedarfsfach erfolgreich abgeschlossen hat, sofern aufgrund des Studiums die wissenschaftlichen Voraussetzungen für zwei Fächer vorliegen; die Entscheidung über das Vorliegen dieser wissenschaftlichen Voraussetzungen trifft das fachlich zuständige Ministerium.
(2) Die Einstellung ist zu versagen, wenn die Fächer des Bewerbers den Bestimmungen über die Prüfungsfächer in der Landesverordnung über die Erste Staatsprüfung für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen vom 16. Juni 1982 (GVBl. S. 227, BS 223-41-16) in der jeweils geltenden Fassung weder entsprechen noch vom fachlich zuständigen Ministerium als im wesentlichen gleichwertig anerkannt werden können.
ob die deutsche Staatsangehörigkeit im Sinne des Artikels 116 des Grundgesetzes vorliegt oder bei Staatsangehörigkeit eines anderen Mitgliedstaates der Europäischen Union im Rahmen der Freizügigkeit nach Artikel 48 des Vertrages zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft vom 25. März 1957 (BGBl. II S. 752-766-) ein Anspruch auf Gleichbehandlung besteht und
(2) Der Lehramtsanwärter untersteht während der Ausbildung der Dienstaufsicht der Schulbehörde.
(3) Das Beamtenverhältnis endet mit Ablauf des Vorbereitungsdienstes, auch wenn die gesamte Prüfung vor diesem Zeitpunkt abgelegt und bestanden wird. Bei einer Verlängerung des Vorbereitungsdienstes endet dieser spätestens mit Ablauf des Monats, in dem die Prüfung bestanden wurde. Bei Nicht-bestehen der Wiederholungsprüfung ( § 27 ) endet das Beamtenverhältnis mit dem Ablauf des Tages, an dem das Prüfungsergebnis bekanntgegeben wird.
(2) In Ausnahmefällen kann die Schulbehörde auf Antrag des Lehramtsanwärters Zeiten einer unterrichtspraktischen Tätigkeit bis zu insgesamt sechs Monaten im Einvernehmen mit dem Seminarleiter auf den Vorbereitungsdienst anrechnen, wenn sie für den Vorbereitungsdienst im Hinblick auf dessen Ziele und Inhalte förderlich sind. Ein Antrag ist frühestens nach drei Monaten zu stellen.
(3) Bei Lehramtsanwärtern, die schon einmal in den Vorbereitungsdienst für ein Lehramt eingestellt waren, kann die Schulbehörde im Einvernehmen mit dem fachlich zuständigen Ministerium - Landesprüfungsamt für die Lehrämter an Schulen (Landesprüfungsamt) - die Dauer des Vorbereitungsdienstes entsprechend kürzen.
(2) Der Vorbereitungsdienst wird bei einer Fächerkombination mit dem Fach Grundschulpädagogik an einem Studienseminar für das Lehramt an Grundschulen, in allen übrigen Fällen an einem Studienseminar für das Lehramt an Realschulen plus und an Grundschulen, organisatorisch verbundene Grund- und Realschulen plus, Realschulen plus sowie Integrierten Gesamtschulen als Ausbildungsschulen abgeleistet. Die Ausbildung kann bis zu vier Wochen an ausländischen Schulen stattfinden.
(3) Die Schulbehörde weist den Lehramtsanwärter dem Studienseminar und im Einvernehmen mit dem Seminarleiter Ausbildungsschulen zu.
(1) Die Lehramtsanwärter werden auf theoretischer Grundlage schulpraktisch ausgebildet. Die Ausbildung erfolgt im Allgemeinen Seminar, in den Fachseminaren und den sonstigen Veranstaltungen des Studienseminars.
(2) Im Allgemeinen Seminar werden Fragen der Pädagogik, der Allgemeinen Didaktik und Methodik, der Pädagogischen Psychologie und soziologische Aspekte der Erziehung sowie Inhalte des Schulrechts und des Beamtenrechts im Zusammenhang mit den praktischen Erfahrungen der Lehramtsanwärter behandelt.
(3) In den Fachseminaren werden didaktische und methodische Themen sowie ausgewählte Inhalte des Unterrichts im Zusammenhang mit den praktischen Erfahrungen der Lehramtsanwärter behandelt. Die Lehramtsanwärter nehmen an den Fachseminaren ihrer jeweiligen Fächer teil.
(4) Die Ausbildung umfasst insgesamt 86 Ausbildungseinheiten. Eine Ausbildungseinheit als Seminarveranstaltung dauert 90 Minuten. Das Allgemeine Seminar und das Fachseminar Grundschulpädagogik umfassen 30 Ausbildungseinheiten, die Fachseminare jeweils 20 Ausbildungseinheiten. Darüber hinaus sind für die Lehramtsanwärter mit dem Fach Grundschulpädagogik sechs Ausbildungseinheiten, ohne das Fach Grundschulpädagogik 16 Ausbildungseinheiten vorzusehen.
(6) Die Lehramtsanwärter sind verpflichtet, an allen sie betreffenden Ausbildungsveranstaltungen des Studienseminars teilzunehmen.
(1) Lehramtsanwärter, die keine Erste Staatsprüfung für das Lehramt abgelegt haben, haben im ersten Ausbildungshalbjahr pädagogische Grundkenntnisse zu erwerben.
(2) Im Anschluss an das erste Ausbildungshalbjahr müssen die Lehramtsanwärter eine mündliche Prüfung von 30 Minuten Dauer (Überprüfung) ablegen. Die Seminarleitung bestimmt Ort und Zeitpunkt der Überprüfung.
(5) Der Seminarleiter oder der ständige Vertreter gibt dem Lehramtsanwärter die Note im Anschluss an die Überprüfung bekannt. Ist die Überprüfung nicht bestanden, so sind die Gründe des Nichtbestehens zu eröffnen.
(7) Werden die Leistungen des Lehramtsanwärters nicht mindestens mit „ausreichend“ bewertet, so ist die Überprüfung nicht bestanden. Sie kann nur innerhalb von acht Wochen nach dem Termin der Überprüfung wiederholt werden. Wird sie ein zweites Mal nicht bestanden, beantragt die Seminarleitung bei der Schulbehörde die Entlassung des Lehramtsanwärters aus dem Vorbereitungsdienst gemäß § 13 Satz 2 Nr. 2 .
(8) Wird die Überprüfung nicht bestanden, so erhält der Lehramtsanwärter vom Landesprüfungsamt einen schriftlichen Bescheid über das Nichtbestehen der Überprüfung.
(1) Die Ausbildung dient dazu, die Lehramtsanwärter zur Schulpraxis hinzuführen. Sie umfaßt den Ausbildungsunterricht (Hospitationen, unter Anleitung zu erteilender Unterricht, eigenverantwortlich zu erteilender Unterricht) sowie die Teilnahme an sonstigen Schulveranstaltungen.
(2) Der Leiter der Ausbildungsschule regelt im Einvernehmen mit dem Seminarleiter die Ausbildung an der Ausbildungsschule und überwacht sie. Er bestellt im Einvernehmen mit dem Seminarleiter Mentoren.
(3) Der Leiter der Ausbildungsschule beauftragt im Einvernehmen mit dem Seminarleiter den Lehramtsanwärter mit der eigenverantwortlichen Erteilung von Unterricht. Bei Schulveranstaltungen außerhalb des Schulgebäudes (z.B. Schulwanderungen, Studienfahrten, Schullandheimaufenthalten) dürfen die Lehramtsanwärter nicht vor Ablauf des ersten Ausbildungshalbjahres mit der Führung einer Klasse beauftragt werden.
(4) Der Ausbildungsunterricht umfaßt in der Regel zwölf Wochenstunden je Halbjahr. Der Anteil des eigenverantwortlichen Unterrichts beträgt bei einer Fächerkombination mit dem Fach Grundschulpädagogik im ersten Halbjahr vier bis sieben Wochenstunden, im zweiten und dritten Halbjahr sechs bis neun Wochenstunden, in der Summe für die drei Halbjahre 22 Wochenstunden; in allen übrigen Fällen beträgt der Anteil des eigenverantwortlichen Unterrichts im ersten Halbjahr vier bis acht Wochenstunden, im zweiten und dritten Halbjahr sechs bis zehn Wochenstunden, in der Summe für die drei Halbjahre 24 Wochenstunden. Der Gesamtumfang des eigenverantwortlich zu erteilenden Unterrichts kann unterschiedlich auf die Halbjahre verteilt werden. Nach Bestehen der Zweiten Staatsprüfung ist eine Beauftragung mit bis zu zwölf Wochenstunden eigenverantwortlichem Unterricht möglich.
(5) Die an der Ausbildung am Studienseminar und an der Ausbildungsschule Beteiligten unterrichten sich insbesondere durch Unterrichtsbesuche über den Ausbildungsstand und beraten die Lehramtsanwärter.
(1) Die Fachleiter führen je Fach bei jedem Lehramtsanwärter mindestens drei Unterrichtsbesuche zur Begutachtung durch, davon mindestens einen je Fach unter Teilnahme des Seminarleiters.
Die Themen der Unterrichtsbesuche werden von den Lehramtsanwärtern im Einvernehmen mit dem jeweiligen Fachleiter, dem Mentor und, sofern es kein von dem Lehramtsanwärter eigenverantwortlich erteilter Unterricht ist, dem Fachlehrer der Klasse oder Lerngruppe, in der der Unterrichtsbesuch stattfinden soll, ausgewählt. Kommt ein Einvernehmen nicht zustande, bestimmt der Seminarleiter das Thema.
Die Lehramtsanwärter haben für jeden Unterrichtsbesuch einen schriftlichen Entwurf vorzulegen.
An den Unterrichtsbesuchen nehmen der Fachleiter, der Mentor und der Fachlehrer, sofern es kein von dem Lehramtsanwärter eigenverantwortlich erteilter Unterricht ist, teil; die anderen an der Ausbildung Beteiligten können daran teilnehmen. Lehramtsanwärter, insbesondere diejenigen, die die Lehrbefähigung in dem betreffenden Fach erwerben wollen, können bei den Unterrichtsbesuchen und Besprechungen anwesend sein, soweit keine wichtigen Gründe entgegenstehen.
Die Unterrichtsbesuche sind mit dem Lehramtsanwärter mit einer kompetenz- und kriterienorientierten Rückmeldung zu besprechen.
(1) Gegen Ende des ersten Ausbildungshalbjahres und gegen Ende des ersten Ausbildungsjahres führt jeder Fachleiter mit den Lehramtsanwärtern ein ausführliches Gespräch mit beratendem Charakter, das über den Ausbildungsstand Auskunft gibt; der Seminarleiter oder andere an der Ausbildung Beteiligte können teilnehmen. Über die Beratungsgespräche sind Niederschriften anzufertigen, die zu den Ausbildungsakten genommen werden. Im Laufe des ersten Ausbildungshalbjahres führt der Leiter der Ausbildungsschule oder die mit der Ausbildung beauftragte Person mit dem Lehramtsanwärter ein Beratungsgespräch. Über dieses Beratungsgespräch ist eine Niederschrift anzufertigen, die zu den Ausbildungsakten genommen wird.
(2) Am Ende der Ausbildungszeit erstellen die Fachleiter, der Seminarleiter sowie der Leiter der Ausbildungsschule im Benehmen mit dem Mentor zu dem vom Studienseminar festgesetzten Zeitpunkt jeweils eine Beurteilung der Lehramtsanwärter.
(3) Die Beurteilungen sollen über die Eignung für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen, insbesondere über Unterrichtsgestaltung und erzieherische Fähigkeiten, Kenntnisse, Leistungen und dienstliches Verhalten Auskunft geben. Die Beurteilungen schließen mit einem Notenvorschlag ab.
(5) Die Beurteilungen und die Vornote sind dem Lehramtsanwärter rechtzeitig vor Bekanntgabe des Themas der ersten Lehrprobe gemäß § 19 Abs. 4 zu eröffnen und zu besprechen. Die Eröffnung und das Ergebnis der Besprechung sind in den Ausbildungsakten zu vermerken.
(6) Die Lehramtsanwärter führen einen Entwicklungsbericht zur kontinuierlichen Reflexion der individuellen Entwicklung im Vorbereitungsdienst.
(2) Wird die Zulassung zur Prüfung versagt ( § 17 ), kann die Schulbehörde auf Vorschlag des Seminarleiters oder auf Antrag des Lehramtsanwärters im Einvernehmen mit dem Seminarleiter den Vorbereitungsdienst um höchstens sechs Monate verlängern.
(3) Die Entscheidung über die Verlängerung des Vorbereitungsdienstes ist dem Lehramtsanwärter schriftlich unter Angabe der Gründe bekanntzugeben.
Die Lehramtsanwärter werden unter Widerruf des Beamtenverhältnisses aus dem Vorbereitungsdienst entlassen, wenn sie dies beantragen. Sie können entlassen werden, wenn ein wichtiger Grund vorliegt, insbesondere wenn sie
(1) Durch die Zweite Staatsprüfung soll festgestellt werden, ob die Befähigung für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen zuerkannt werden kann.
(3) Der Seminarleiter kann den ständigen Vertreter oder den Fachleiter für Berufspraxis beauftragen, die ihm nach § 15 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 , § 19 Abs. 3 Satz 1 obliegenden Aufgaben zu übernehmen.
(1) Die Zweite Staatsprüfung wird vor einem Prüfungsausschuß abgelegt, den das Landesprüfungsamts beruft. Dem Prüfungsausschuß gehören an:
Leiter von Studienseminaren und deren ständige Vertreter, Leiter von Grund- und/oder Realschulen plus sowie Leiter von Integrierten Gesamtschulen, sofern sie die Lehrbefähigung für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen besitzen, können vom Landesprüfungsamt mit dem Vorsitz beauftragt werden. Außerdem können entsprechend den Prüfungsanforderungen weitere Mitglieder, insbesondere Mentoren, vom Landesprüfungsamt bestellt werden.
(5) Der Prüfungsausschuß und die Unterausschüsse beraten und beschließen in nichtöffentlicher Sitzung. Der Prüfungsausschuß ist beschlußfähig, wenn der Vorsitzende und mindestens zwei Mitglieder anwesend sind. Ein Unterausschuß ist beschlußfähig, wenn der Leitende und mindestens ein weiteres Mitglied anwesend sind. Beschlüsse werden mit Stimmenmehrheit gefaßt; bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden, wenn ein Unterausschuß zu entscheiden hat, des Leiters den Ausschlag. § 19 Abs. 6 und § 20 Abs. 5 bleiben unberührt.
Der Lehramtsanwärter hat den Antrag auf Zulassung zur Zweiten Staatsprüfung zu dem vom Landesprüfungsamt bestimmten Zeitpunkt bei der Seminarleitung einzureichen.
(2) Über die Zulassung zur Prüfung entscheidet das Landesprüfungsamt. Wird die Zulassung versagt, so bestimmt das Landesprüfungsamt, nach welcher Frist frühestens ein neuer Antrag auf Zulassung gestellt werden kann. Die Frist soll mindestens drei und höchstens sechs Monate betragen. Die Entscheidungen gemäß Satz 1 und 2 werden dem Lehramtsanwärter schriftlich mitgeteilt. Die Nichtzulassung ist zu begründen und mit Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen.
(2) Macht ein Lehramtsanwärter glaubhaft, dass er wegen länger andauernder oder ständiger Behinderung nicht in der Lage ist, Prüfungsleistungen ganz oder teilweise in der vorgeschriebenen Form abzulegen, so wird ihm vom Landesprüfungsamt gestattet, die Prüfungsleistungen innerhalb einer verlängerten Bearbeitungszeit oder gleichwertige Prüfungsleistungen in einer anderen Form zu erbringen. Der Antrag ist schriftlich, zusammen mit einem ärztlichen Attest, rechtzeitig vor der Prüfungsleistung beim Landesprüfungsamt einzureichen. Das Landesprüfungsamt kann von Lehramtsanwärtern, die nicht schwerbehinderte oder diesen gleichgestellte Menschen im Sinne des § 2 Abs. 2 und 3 des Neunten Buches Sozialgesetzbuch sind, eine amtsärztliche Feststellung verlangen.
(3) Die Klassen für die Lehrproben bestimmt der Seminarleiter im Einvernehmen mit dem Leiter der Ausbildungsschule. Die Lehrproben finden in der Regel in den durch Ausbildungsunterricht bekannten Klassen statt. Wünsche der Lehramtsanwärter sollen nach Möglichkeit berücksichtigt werden.
(4) Der Fachleiter legt das Thema der Lehrprobe fest. Das Thema wird dem Lehramtsanwärter am fünften Werktag vor der Lehrprobe bekanntgegeben. Finden beide Lehrproben an demselben Tag statt, so werden beide Themen am zehnten Werktag vor diesem Tag bekanntgegeben.
(5) Der Lehramtsanwärter reicht jeweils am Vormittag des letzten Werktages vor der praktischen Prüfung den schriftlichen Entwurf der Lehrprobe in fünffacher Ausfertigung für die Mitglieder des Prüfungsausschusses an der von der Seminarleitung bestimmten Stelle ein. Der Entwurf ist zu den Prüfungsakten zu nehmen.
(6) Der Prüfungsausschuß oder der Unterausschuß berät nach Anhörung des Lehramtsanwärters über das Ergebnis jeder Lehrprobe. Kommt ein Einvernehmen im Ausschuß nicht zustande, setzt der Vorsitzende des Prüfungsausschusses oder der Leiter des Unterausschusses unter Berücksichtigung der vorgetragenen Argumente und der Vorschläge die Noten gemäß § 21 fest. Der Vorsitzende oder der Leiter gibt dem Lehramtsanwärter die Noten für jede Lehrprobe mit Begründung am Prüfungstag bekannt.
(8) Die Anwesenheit dienstlich interessierter Personen ist mit Zustimmung des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses, bei Unterausschüssen mit Zustimmung des Leiters des Unterausschusses, möglich. Personen, die Prüfer oder Vorsitzende gemäß § 15 Abs. 1 Satz 2 und 3 sein können, sowie an der Ausbildung beteiligte Mentoren und Lehrkräfte dürfen mit Zustimmung des Vorsitzenden, bei Unterausschüssen mit Zustimmung des Leiters des Unterausschusses, bei der Prüfung einschließlich der Beratung und Beschlussfassung anwesend sein. Der Lehramtsanwärter kann die Anwesenheit von nicht in Satz 2 genannten Personen ablehnen.
eine Teilprüfung im anderen Fach in der Didaktik und der Methodik dieses Faches,
(3) Für die Präsentation wählt der Lehramtsanwärter eines der Fächer aus und schlägt nach Abstimmung mit dem Fachleiter ein Thema vor. Der Themenvorschlag ist dem Seminarleiter zu dem von ihm festgelegten Termin vorzulegen. Der Seminarleiter setzt unter Berücksichtigung des Vorschlags das Thema fest. Weicht das festgesetzte Thema vom Vorschlag ab, ist der zuständige Fachleiter anzuhören. Das Thema wird dem Lehramtsanwärter 20 Werktage vor der Prüfung mitgeteilt. Die Präsentation des eigenen fachbezogenen Unterrichtsvorhabens soll Gelegenheit geben zu zeigen, dass über die Einzelstunde hinaus Unterricht geplant und die Planung unterrichtspraktisch umgesetzt werden kann sowie die Ergebnisse kritisch dargestellt werden können.
Im ersten Abschnitt mit einer Dauer von zehn Minuten trägt der Lehramtsanwärter in freier Rede und in der Regel mediengestützt Überlegungen und Ergebnisse zu dem Thema vor.
(1) Im Anschluß an die Festsetzung der Note für den letzten Prüfungsteil ermittelt der Vorsitzende des Prüfungsausschusses das Gesamtergebnis der Prüfung gemäß Absatz 2. Der Vorsitzende gibt dem Lehramtsanwärter die Gesamtnote und die Noten für die einzelnen Prüfungsleistungen im Anschluß an die Prüfung bekannt. Ist die Prüfung nicht bestanden, so sind die Gründe des Nichtbestehens zu eröffnen. Der Lehramtsanwärter erhält vom Landesprüfungsamt einen schriftlichen Bescheid über das Nichtbestehen der Prüfung mit Angabe der Gründe.
die Namen des Lehramtsanwärters und der jeweiligen Prüfenden,
(1) Kann die Prüfung oder ein Prüfungsteil wegen Krankheit oder sonstiger nicht selbst zu vertretender Umstände nicht abgelegt werden oder eine einzelne Prüfungsleistung nicht erbracht werden, so ist dies in geeigneter Weise unverzüglich nachzuweisen. Bei Erkrankung ist ein ärztliches Zeugnis vorzulegen. Das Landesprüfungsamt kann die Vorlage eines amtsärztlichen Zeugnisses verlangen. Es entscheidet, ob eine von dem Lehramtsanwärter nicht zu vertretende Verhinderung und damit eine Unterbrechung der Prüfung vorliegt. Bei Unterbrechung wird die Prüfung an einem vom Landesprüfungsamt zu bestimmenden Termin fortgesetzt. Bereits erbrachte Prüfungsleistungen werden angerechnet.
Bei Bestehen der Prüfung erhält der Lehramtsanwärter ein Zeugnis des Landesprüfungsamtes mit der Gesamtnote einschließlich der durchschnittlichen Punktzahl gemäß § 22 Abs. 2 . Das Zeugnis ist mit dem Siegel des Landesprüfungsamtes zu versehen und trägt das Datum der Bekanntgabe des Gesamtergebnisses der Prüfung.
(1) Der Vorbereitungsdienst kann auch an organisatorisch verbundenen Grund- und Hauptschulen und Hauptschulen als Ausbildungsschulen gemäß § 7 Abs. 2 abgeleistet werden.
(2) Leiter von organisatorisch verbundenen Grund- und Hauptschulen und Hauptschulen können auch gemäß § 15 Abs. 1 Satz 3 mit dem Vorsitz beauftragt werden.
(2) Gleichzeitig tritt, vorbehaltlich der Regelung in § 29 , die Landesverordnung über die Ausbildung und Zweite Staatsprüfung für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen vom 11. Dezember 1984 (GVBl. 1985, S. 1), zuletzt geändert durch Verordnung vom 2. Dezember 1994 (GVBl. S. 477), BS 2030-50, außer Kraft.

References: § 30

§ 29
 § 32
 § 18

§ 10

§ 30
 § 18
 § 27
 § 13
 § 19
 § 17
 § 15
 § 19
 § 19
 § 20
 § 2
 § 21
 § 15
 § 22
 § 7
 § 15
 § 29