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Timestamp: 2016-10-25 01:24:30+00:00

Document:
S.________, Beschwerdef�hrerin, vertreten durch Advokat Dr. Roland Gass, Rathausstrasse 40/42, 4410 Liestal,
Z�rich Versicherungs-Gesellschaft, Generaldirektion Schweiz, Rechtsdienst, Postfach, 8085 Z�rich, Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt Adelrich Friedli, Stationsstrasse 66a, 8907 Wettswil,
A.- Die 1925 geborene S.________ zog sich am 19. Dezember 1986 bei einem Verkehrsunfall mehrere schwerere Verletzungen zu. Die Z�rich Versicherungsgesellschaft (nachfolgend: Z�rich) erbrachte als Unfallversicherer die gesetzlichen Leistungen. Am 18. Januar 1995 stellte die Z�rich die �bernahme von Heilbehandlungskosten und die Ausrichtung von Taggeldern r�ckwirkend auf Ende 1993 ein. Gleichzeitig lehnte sie den Anspruch auf eine Invalidenrente trotz anerkannter vollst�ndiger unfallkausaler Erwerbsunf�higkeit unter Hinweis auf koordinationsrechtliche Bestimmungen ab, sprach der Versicherten eine auf einem Integrit�tsschaden von 65 % basierende Integrit�tsentsch�digung zu und verneinte das Vorliegen eines Anspruchs auf Hilflosenentsch�digung (Verf�gung vom 18. Januar 1995). Auf Einsprache hin holte die Z�rich beim Rehabilitationszentrum X.________ (REHAB) eine Expertise ein, welches am 7. April 1997 Bericht erstattete. Dabei reichte es auch ein von der Ergotherapeutin Frau W.________ ausgef�lltes Formular zur Hilflosenentsch�digung vom 2. April 1997 ein, worauf die Z�rich die Einsprache im Rentenpunkt guthiess, dagegen mit Bezug auf die Hilflosenentsch�digung abwies (Entscheid vom 3. Oktober 1997).
B.- Hiegegen liess S.________ insoweit Beschwerde erheben, als ihr nicht eine Entsch�digung f�r mittelschwere, eventuell leichte Hilflosigkeit zugesprochen wurde. Mit Entscheid vom 9. Juni 1999 hiess das Versicherungsgericht des Kantons Basel-Landschaft das Rechtsmittel teilweise gut, indem es den Anspruch auf eine Entsch�digung f�r leichte Hilflosigkeit bejahte.
C.- Mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde l�sst S.________ beantragen, in Ab�nderung des angefochtenen Entscheids sei ihr eine Entsch�digung f�r mittelschwere Hilflosigkeit zuzusprechen.
Die Z�rich schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, w�hrend das Bundesamt f�r Sozialversicherung auf eine Stellungnahme verzichtet.
1.- Das kantonale Gericht hat die f�r die Bestimmung des Hilflosigkeitsgrades nach Gesetz und Verordnung sowie nach der Rechtsprechung massgebenden Grunds�tze (Art. 26 Abs. 1 UVG, Art. 38 UVV; BGE 121 V 90 Erw. 3 und 93 Erw. 6 mit Hinweisen, 116 V 48 Erw. 6b, 107 V 138 Erw. 1b) zutreffend dargelegt. Darauf kann verwiesen werden.
2.- Die Vorinstanz bezeichnete die Beschwerdef�hrerin in den Lebensverrichtungen K�rperpflege sowie Fortbewegung (im oder ausser Haus) und Pflege gesellschaftlicher Kontakte als hilflos, verneinte indessen die Notwendigkeit einer dauernden pers�nlichen �berwachung im Sinne von Art. 38 Abs. 3 lit. b UVV.
3.- Das Fehlen des Erfordernisses der dauernden pers�nlichen �berwachung wird von den Parteien (zu recht) nicht mehr in Frage gestellt. Dagegen erachtet die Beschwerdef�hrerin eine Hilfsbed�rftigkeit �ber die von der Vorinstanz genannten zwei Bereiche hinaus beim An- und Auskleiden sowie beim Verrichten der Notdurft im Sinne einer indirekten Dritthilfe als ausgewiesen. Demgegen�ber bestreitet die Beschwerdegegnerin im Widerspruch zum kantonalen Gericht eine solche bereits f�r die Fortbewegung bzw. der Pflege gesellschaftlicher Kontakte.
a) Was den vom Unfallversicherer in Frage gestellten Bereich anbelangt, so hat die Vorinstanz treffend dargelegt, dass die fehlende M�glichkeit der selbstst�ndigen Ben�tzung �ffentlicher Verkehrsmittel zur Annahme von Hilflosigkeit im entsprechenden Sektor gen�gt. Eine auch den innerh�uslichen Bereich umfassende Einschr�nkung ist nicht gefordert. Dies �bersieht die Beschwerdegegnerin, konzentrieren sich doch ihre Ausf�hrungen in der Stellungnahme vom 30. Mai 2000 allesamt auf die Fortbewegungsm�glichkeiten in der Wohnung. Wie das kantonale Gericht sodann richtig erkannt hat, darf der soeben umschriebenen Bed�rftigkeit die M�glichkeit des selbstst�ndigen Autofahrens nicht entgegengehalten werden. Ob der Grund hief�r allerdings, wie im angefochtenen Entscheid ausgef�hrt, in der unterschiedlichen Abdeckung von Mobilit�tsbed�rfnissen liegt, ist fraglich, muss aber nicht abschliessend beantwortet werden. Denn wie das Eidgen�ssische Versicherungsgericht bereits in BGE 117 V 149 Erw. 2a/bb einl�sslich dargetan hat, werden die Kosten f�r private Fahrten eines als Hilfsmittel abgegebenen oder mittels Ersatzleistungen finanzierten Automobils von der Invalidenversicherung nicht �bernommen, weshalb die versicherte Person bez�glich der fehlenden Mobilit�t im nichterwerblichen Bereich nicht im Sinne von Art. 36 Abs. 2 und 3 IVV und damit auch gem�ss Art. 38 Abs. 3 und 4 UVV (vgl. BGE 116 V 48 Erw. 6b) mit einem Hilfsmittel versorgt ist. Dass der Beschwerdef�hrerin die Benutzung der �ffentlichen Verkehrsmittel (Ein- und Aussteigen) nur unter erheblicher Fremdhilfe m�glich ist, ergibt sich endlich ohne weiteres aus dem Bericht des REHAB vom 7. April 1997 in Kombination mit dem von der Ergotherapeutin Frau W.________ ausgef�llten Formular zur Hilflosenentsch�digung vom 2. April 1997.
b) Die Beschwerdef�hrerin begr�ndet ihre Auffassung, wonach sie beim An- und Auskleiden sowie beim Verrichten der Notdurft von einer Person �berwacht werden m�sse, mit der vom REHAB am 7. April 1997 attestierten permanent bestehenden Sturzgefahr.
aa) Die �rzte des REHAB sprachen im angerufenen Bericht von einem instabilen Kniegelenk rechts, welches sich wesentlich auf das gesamte Gangbild auswirke und zu regelm�ssigen St�rzen f�hre, welche aber durch geeignete Hilfsmittel wie eine stabilisierende Kniegelenksorthese und/oder einen Gehstock sowie den Aufbau der Beinmuskulatur m�glicherweise weitestgehend vermieden werden k�nnten; die St�rze w�rden sich meist im Freien ereignen, da die Patientin sich innerhalb der Wohnung an die Gegebenheiten angepasst habe, indem sie sich den W�nden entlang taste oder den Rollator benutzen w�rde. Damit ist zweierlei ausgesagt. Zun�chst besteht die Sturzgefahr in erster Linie beim Gehen, nicht jedoch bereits beim Stehen. Weiter sind die St�rze beim Gehen, evt. auch Stehen, ungeachtet dessen, ob die vom REHAB vorgeschlagenen Massnahmen zur Verbesserung der Gangsicherheit und damit der Verringerung des Sturzrisikos auch tats�chlich griffen bzw. greifen werden, weitgehend vermeidbar, solange die Versicherte die M�glichkeit hat, sich in irgend einer Form abst�tzen zu k�nnen. Die angestrebten Massnahmen sollen in erster Linie das abst�tzfreie Fortbewegen verbessern. Dergestalt ist die Notwendigkeit einer erheblichen indirekten Dritthilfe beim Aus�ben der Lebensverrichtung An- und Auskleiden, welche prim�r lediglich das �blicherweise im Schlafzimmer stattfindende morgendliche An- und das abendliche Auskleiden beinhaltet (BGE 121 V 96 Erw. 6c), auszuschliessen, zumal der eigentliche An- und Auskleidungsvorgang sitzend, sei es auf dem Bett oder einem Stuhl, erfolgen kann und beim Aussuchen und Ablegen der Kleider, soweit hiezu ein Stehen und/oder Gehen �berhaupt gefordert ist, sich im Raum entsprechende Abst�tzm�glichkeiten finden, die der Versicherten den n�tigen Halt zwecks Vermeidung eines Sturzes bieten. Ein dar�ber hinaus gehendes Fortbewegen oder Stehen kann nicht mehr in einem funktionalen Zusammenhang zu diesem Lebensvorgang gesehen werden.
bb) Bei diesem Ergebnis braucht nicht n�her gepr�ft zu werden, ob die Versicherte, wie von ihr geltend gemacht, beim Verrichten der Notdurft auf erhebliche indirekte Dritthilfe angewiesen ist. Denn selbst wenn dies bejaht w�rde, w�re damit nichts gewonnen. Denn eine Hilflosigkeit mittelschweren Grades nach Art. 38 Abs. 3 lit. a UVV liegt praxisgem�ss erst vor, wenn die versicherte Person trotz Abgabe von Hilfsmitteln in mindestens vier der f�r die Bemessung des Hilflosigkeitsgrades massgebenden allt�glichen Lebensverrichtungen (BGE 121 V 90 Erw. 3) regelm�ssig in erheblicher Weise der Hilfe bedarf.

References: Art. 38
 BGE 
 Art. 38
 BGE 
 Art. 36
 Art. 38
 BGE 
 Art. 38