Source: http://www.bundesaerztekammer.de/aerzte/versorgung/arbeitsmedizin/statistik/statistik-2002/
Timestamp: 2018-06-21 06:51:23+00:00

Document:
Statistik 2002 „Arbeitsmedizinische Fachkunde“
Ärzte Versorgung Arbeitsmedizin Statistik Statistik 2002
Stand: 31.12.2002
Tabellen und Diagramme [PDF]
Auf der Grundlage der uns von den Landesärztekammern gemäß unserem Rundschreiben vom 06. Dez. 2002 gemeldeten Angaben haben wir für den Stichtag 31.12.2002 die Statistik "Arbeitsmedizinische Fachkunde" auf der Grundlage eines neuen EDV-Meldesystems er­stellt. Die neu gefasste Erhebungsstruktur machte eine umfangreiche und zeitintensive Zu­sammenarbeit mit den entsprechenden Abteilungen der Landesärztekammern notwendig. Der Erhebungszeitraum betrug zwei Jahre, aufgrund dessen konnte die Arbeitsmedizin-Sta­tistik für den Stand 31.12.2001 nicht veröffentlicht werden.
Als Ergebnis der vorliegenden Statistik ist festzustellen, dass die Anzahl der Ärztinnen und Ärzte mit arbeitsmedizinischer Fachkunde gegenüber der zuletzt mit Stand von 31.12.2000 ermittelten Gesamtzahl von 13.395 sich zunächst im Jahr 2001 auf 12.209 verringert und dann zum 31.12.2002 auf 11.991 – um insgesamt 10,5 % - reduziert hat. Gleichzeitig stieg nur die Anzahl der Ärztinnen und Ärzte mit der Gebietsbezeichnung „Arbeitsmedizin“ um 6 % von 4.112 auf 4.395 an, während sie sich bei den übrigen Qualifikationsstufen verringerte.
Diese deutliche Senkung der Anzahl der Ärztinnen und Ärzte mit arbeitsmedizinischer Fach­kunde ist vor allem durch die umfassende EDV-Umstellung und Neuausrichtung der Erhe­bungsgrundlagen in den Landesärztekammern zu erklären. Es erfolgten insbesondere Be­reinigungen von Doppel- und Mehrfachnennungen unterschiedlicher Stufen der arbeitsme­dizinischen Fachkunde gemäß § 3 Unfallverhütungsvorschrift „Betriebsärzte“ und damit ein­hergehend die Erfassung nur der jeweils höchsten betriebsärztlichen Qualifikation im Bereich sämtlicher Ärztekammern. Eine Erhöhung der Anzahl von Ärzten mit der Fachkunde gemäß § 3 Abs. 4 UVV „Betriebsärzte“ in einigen Kammerbereichen kann durch Zuwanderungen aus anderen Kammerbereichen erklärt werden.
Zur näheren Interpretation dieser Statistik geben wir Ihnen folgende kurze Hinweise:
Gegliedert nach Ärztekammer-Bereichen sowie zusammengefasst auf Bundes­ebene erfolgt die Angabe der Zahl der Ärzte mit den nach § 3 Unfallverhütungs­vorschrift "Betriebsärzte" i. d. F. vom 1. April 1989 möglichen betriebsärztlichen Qualifikationen. Ausgewiesen wird somit nicht nur die Zahl der Ärzte, welche die Gebietsbezeichnung "Arbeitsmedizin" oder die Zusatzbezeichnung "Betriebsmedi­zin" zu führen berechtigt sind, sondern auch die Zahl derjenigen Ärzte, die nach Er­füllung der Voraussetzungen der Übergangsregelungen des § 3 Abs. 4 Nr. 1 und 2a) sowie Nr. 1 und 2b) Unfallverhü­tungsvorschrift "Betriebsärzte" weiterhin über die arbeitsmedizinische Fachkunde verfü­gen. Die Zahl dieser Ärzte nimmt entspre­chend der Konstruktion dieser Vorschriften als Übergangsregelungen seit 1988 ständig ab. Darüber hinaus ist die Zahl derjenigen Ärzte ausgewiesen, welche die nach § 3 Abs. 3 Unfallverhütungsvorschrift "Betriebsärzte" er­forderlichen Vorausset­zungen erfüllen, um - befristet i.d.R. auf drei Jahre - im Rahmen einer zweijährigen selbstständigen betriebsärztlichen Tätigkeit in einem "geeigneten Be­trieb" die Zu­satzbezeichnung "Betriebsmedizin" erwerben zu können.
Aufgrund der schon Ende 1987 erfolgten Fristabläufe für die Erfüllung der entspre­chen­den Voraussetzungen entfallen für die neuen Bundesländer zwar Angaben über die Zahl der Ärzte mit einer Fachkunde gemäß der o.g. Übergangsregelungen, Fachkunden nach § 3 Abs. 3 Unfallverhütungsvorschrift "Betriebsärzte" werden hin­gegen auch dort zuneh­mend ausgestellt. Die in den neuen Bundesländern früher erteilten sog. staatlichen Aner­kennungen als Betriebsarzt sind nur in einigen Kam­merbereichen - und dort auch nur teilweise - in Anerkennungen für die Berechtigung zur Führung der Zusatzbezeichnung "Betriebsmedizin" umgewandelt und somit in dieser Statistik berücksichtigt worden. So­fern keine Umwandlung in die Zusatzbe­zeichnung "Betriebsmedizin" erfolgte, ist dennoch auch wiederum nur in einigen Kammerbereichen diese nach den Bestimmungen des Ei­nigungsvertrages für eine betriebsärztliche Tätigkeit ebenso ausreichende Qualifikation bzw. die Zahl der so qualifizierten Ärzte unter dieser Rubrik ausgewiesen worden.
In dieser Statistik ist die Zahl derjenigen Ärzte nicht enthalten, die in den Bereichen einiger Landesärztekammern über die nach § 3 Unfallverhütungsvorschrift "Be­triebsärzte" vorgege­benen Fachkunde-Varianten hinausgehend eine sog. unter­nehmensbezogene Fachkunde gemäß länderindividueller und im Einvernehmen mit den Landesverbänden der gewerblichen Berufsgenossenschaften und den zustän­digen Sozialministerien getroffener Regelungen be­sitzen und auf dieser Grundlage in ihren langjährig betreuten Betrieben ebenso noch be­triebsärztlich tätig sind.

References: § 3
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