Source: https://www.easyleaving.com/ihre-beerdigungs-planung-sachsen-anhalt
Timestamp: 2019-05-23 15:01:40+00:00

Document:
Ihre Beerdigungs­planung in Sachsen-Anhalt | Drupal
Bestattung nach Bundesländern
Mein easyleaving / Login
Mega menu - Themen
Persönliche Nachrichten hinterlassen
Testament und Erbenbrief
Bestattung Deutschland nach Bundesländern
Ihre Beerdigungs­planung in Sachsen-Anhalt
eaysyleaving hilft Ihnen bei Ihrer Beerdigungsplanung. Das macht schon deshalb Sinn, weil Sie so Ihren Angehörigen in einer schweren Zeit posthum zur Seite stehen. Wir haben Ihnen im Folgenden die wichtigsten Details zu Bestattung, Grabgestaltung, Trauertexte und Trauerfeier zusammengetragen. Beerdigungen werden in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich gesetzlich geregelt. Dieser Text zur Beerdigungsplanung samt Checkliste berücksichtigt die Regelungen von Sachsen-Anhalt.
Das Gesetz über das Leichen-, Bestattungs- und Friedhofswesen des Landes Sachsen-Anhalt (Bestattungsgesetz des Landes Sachsen-Anhalt - BestattG LSA) regelt alle Frage ums Sterben und Bestatten. Es trat 2002 in Kraft und wurde zuletzt 2011 geändert. Die Würde und Achtung vor den Verstorbenen fordert §1 und macht hierfür sittliche, weltanschauliche und religiöse Vorstellungen der Verstorbenen zur Richtschnur. In §2 wird unter anderem der Begriff der Leiche definiert und darunter auch Totgeburten und Fehlgeburten ab einem Gewicht von 500 Gramm gefasst.
Beerdigungsplanung: Leichenschau & Todesbescheinigung
Wie alle Ländergesetze gilt auch in Sachsen-Anhalt die Leichenschaupflicht (§3), zu der jede niedergelassene ärztliche Person verpflichtet ist. Auch Krankenhausärzte und Notärzte sind hierzu verpflichtet. Folgende Personen müssen die Leichenschau veranlassen (Die Reihenfolge ist auch die Priorität):
jede Person, in deren Beisein eine Person verstorben ist
jede Person, die eine Leiche auffindet.
Bei Totgeburten haben die Leichenschau in folgender Reihenfolge zu veranlassen:
Arzt, der bei der Geburt zugegen war
Hebamme oder Entbindungspfleger, die zugegen waren
jede andere Person, die zugegen war oder über das Totgeborene aus eigenem Wissen unterrichtet ist.
Besteht der Verdacht auf einen nichtnatürlichen Tod, so ist nach Abs. 4 die Polizei zu benachrichtigen. §5 bestimmt zudem, dass die Leichenschau an dem Ort, an dem der Tod eingetreten oder die Leiche aufgefunden worden ist, vorgenommen werden soll. Als Resultat der Leichenschau muss der Arzt nach §7 eine Todesbescheinigung ausstellen. Leichenschau und Ausstellung der Todesbescheinigung sind von denjenigen zu tragen, der auch für die Bestattung zu sorgen hat.
Beerdigungsplanung: Obduktion
Eine Leichenöffnung (Obduktion, innere Leichenschau) ist zur Aufklärung der Todesursache, vor bei Verdacht auf einen nichtnatürlichen Tod und anderen, insbesondere wissenschaftlichen Zwecken zulässig:
wenn es zur Verfolgung rechtlicher Interessen der Angehörigen, insbesondere zur Feststellung rentenrechtlicher oder versicherungsrechtlicher Leistungsansprüche, erforderlich ist und ein schriftlicher Auftrag dazu vorliegt.
wenn ein gewichtiges medizinisches Interesse diese rechtfertigt und entweder die verstorbene Person zu Lebzeiten schriftlich dazu eingewilligt hat, oder, falls diese keinen entgegenstehenden Willen geäußert hat, deren nächster Angehöriger schriftlich eingewilligt hat; der Angehörige kann seine Einwilligung auch mündlich erteilen; hierüber ist ein Protokoll anzufertigen.
wenn die verstorbene Person zu Lebzeiten schriftlich bestimmt hat, ihren Körper zu Forschungs- oder Demonstrationszwecken einer wissenschaftlich-medizinischen Einrichtung zu überlassen.
Beerdigungsplanung: Überführung (§10) und Leichentransport (§11)
Leichen sollen spätestens 36 Stunden nach dem Eintritt des Todes in eine Leichenhalle übergeführt werden. Diese Frist kann von der zuständigen Behörde auf Antrag verlängert werden. Für die Überführung haben der überlebende Ehegatte oder Eingetragene Lebenspartner, die volljährigen Kinder, die Eltern, die Großeltern, die volljährigen Geschwister und Enkelkinder der verstorbenen Person in dieser Reihenfolge zu sorgen.
Für die Überführung ins Ausland oder ein anderes Bundesland (wenn es nach den dort geltenden Rechtsvorschriften erforderlich ist) bedarf es eines Leichenpasses als Begleitdokument. Diesen stellt die zuständige Behörde aus. Auch für den Transport einer Leiche nach Sachsen-Anhalt ist ein Leichenpass oder ein gleichwertiges amtliches Dokument mitzuführen. Die Behörde kann auf Antrag auf das Begleitpapier auf Antrag verzichten. Bei Beförderung einer Leiche aus anderen Bundesländern nach Sachsen-Anhalt reicht die Vorlage einer Sterbeurkunde oder einer Todesbescheinigung.
Für den Transport von Urnen ist die Sterbeurkunde mitzuführen und es bedarf nach §12 zudem, dass am Bestimmungsort eine Beisetzungsmöglichkeit nachgewiesen werden kann.
Beerdigungsplanung: Bestattung
In Sachsen-Anhalt gilt nach §14 die Bestattungspflicht. Jede Leiche muss in der Mindestruhezeit bestattet werden/bleiben. §15 bestimmt dazu, dass Leichen in Särgen und Asche in Urnen auf Friedhöfen bestattet werden müssen. Dazu muss der Friedhofsverwaltung eine Sterbeurkunde vorgelegt werden. Auf Wunsch eines Elternteils darf auch ein Fehlgeborenes oder eine Leibesfrucht aus einem Schwangerschaftsabbruch bestattet werden.
Beerdigungsplanung: Bestattungsarten (§16)
Bei der Wahl von Ort, Art und Durchführung der Bestattung ist der Wille der verstorbenen Person maßgebend, soweit damit keine Gesetze verletzt werden. Leichen dürfen nach §17 frühestens 48 Stunden nach Eintritt des Todes bestattet bzw. eingeäschert werden und sollen spätestens zehn Tage nach Eintritt des Todes erdbestattet sein oder bei einer Beförderung in das Gebiet einer anderen Gemeinde auf den Weg gebracht werden.
Diese Fristen gelten nicht, wenn eine Leichenöffnung (Obduktion) durchgeführt wurde. In diesem Fall bestimmt die zuständige Behörde die Bestattungsfrist. Urnen sind innerhalb eines Monats nach der Einäscherung beizusetzen.
In Sachsen-Anhalt werden die Ruhezeiten in der jeweiligen Friedhofsordnungen bestimmt und können voneinander abweichen. Dabei ist die Freiheit der Religionsausübung (nach Artikel 4 des Grundgesetzes und Artikel 9 der Verfassung des Landes Sachsen-Anhalt), die Verwesungsdauer der Leichen und der Wunsch der Angehörigen nach Verlängerung der Ruhezeit zu berücksichtigen. Als Mindestruhezeit legt das Bundesland fest:
für Leichen von Kindern, die vor Vollendung des 10. Lebensjahres gestorben sind, mindestens zehn Jahre
im Übrigen mindestens 15 Jahre
Feuerbestattung (Urnenbestattung mit Grab, Wasserbestattung, Friedwald etc.)
Naturbestattung (Baumbestattung/Friedwald, Felsbestattung, Almwiesenbestattung etc.) nur in Urne aus leicht verrottbarem Material
Seebestattung (Asche wird auf See beigesetzt)
Diamantbestattung (Asche wird nach Kremierung in einen Diamanten gepresst)
Kryonik (Einfrieren des Körpers)
Sonstige Bestattungen (etwa Anonyme Erd- oder Feuerbestattung)
Worin bestatten
Leichentuch (zulässig, wenn dies die Religion des Verstorbenen fordert)
Beerdigungsplanung: Bestattungskosten
Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Bestattung zu finanzieren. Neben Ansparversicherungen können die notwendigen Mittel auch hinterlegt oder die Kosten den Hinterbliebenen überlassen werden. Für was Sie sich entscheiden, hängt sicher auch mit Ihrer Familientradition und Ihrer finanziellen Situation zusammen.
Auf Konto hinterlegen
Durch Erben
Durch Familie
Durch soziale Träger
Beerdigungsplanung: Bestattungskosten en détail
Bestatterleistungen: Überführung
Bestatterleistungen: Sarg/Urne
Bestatterleistungen: Totenbekleidung, Ankleiden und Einsargung
Bestatterleistungen: Allgemeine Verwaltung
Bestatterleistungen: Aufbahrung
Fremdleistungen: Leichenschau/Totenschein
Fremdleistungen: Sterbeurkunde
Fremdleistungen: Krematorium (bei Feuerbestattung)
Fremdleistungen: Traueranzeige
Fremdleistungen: Kranz
Fremdleistungen: Trauerredner
Fremdleistungen: Orgelspiel, Musiker
Fremdleistungen: Kaffeetisch oder Leichenschmaus
Friedhofsgebühr: Beisetzungsgebühren
Friedhofsgebühr: Grabnutzungsgebühren
Friedhofsgebühr: Nutzung Trauerhalle
Nach Beerdigung: Dauergrabpflege
Nach Beerdigung: Friedhofsgebühren
Nach Beerdigung: Grabstein/Gedenktafel
Beerdigungsplanung: Trauerfeier
Klassische, kirchliche Trauerfeier
Trauerfeier mit Motiv
Formlose Bestattung
Auswahl Bestatter
Auswahl Gärtnerei/Blumenschmuck
Ablauf der Bestattung
Formulierung Traueranzeige
Drehbuch für Trauerfeier inkl. Dresscode, Redner, Medien (Video/Audio etc.)
Leichenschmaus oder Kaffee
Beerdigungsplanung: Nach der Bestattung
Danksagungskarte (Antwort auf Kondolenzschreiben)
Bestellung von Grabstein oder Gedenktafel
Information und Kündigung von Versicherungen, Mietobjekten, Bankkonten, Mitgliedschaften
Auflösung Wohnung
Planen Sie in Ihrem Mein easyleaving-Profil Beerdigung und Trauerfeier. Melden Sie sich an, hinterlassen Sie den Angehörigen Ihre Wünsche und informieren Sie sie über die Vorkehrungen, die Sie zu Lebzeiten bereits veranlasst haben.
Ihre Musik bei der Trauerfeier
Ihre Beerdigungs­planung in Schleswig-Holstein
Was Sie hinterlassen
Mein easyleaving: Alles sicher speichern und teilen
Mein easyleaving February 10, 2017
Wie funktioniert Mein easyleaving?
Um Mein easyleaving zu nutzen, müssen Sie sich zunächst kostenlos anmelden.
Mein easyleaving kostenlos testen
Einen Monat kostenlos testen Registrieren Sie
Mein easyleaving September 26, 2016
Was beinhaltet Mein easyleaving?
Mein easyleaving ist das sichere digitale Service-Tool, das es Ihnen ermöglicht,
Wir sind uns bewusst, dass Sie Mein easyleaving
Footer - popular

References: §1
 §2
 §5
 §7
 §12
 §14
 §15
 §17