Source: https://jobcenter-lueneburg.de/kunden/grundsicherung/leistungen-zur-eingliederung-in-arbeit/
Timestamp: 2020-02-17 14:11:09+00:00

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Leistungen zur Eingliederung in Arbeit -
Ein wesentliches Ziel der Grundsicherung für Arbeitsuchende besteht darin, erwerbsfähige Leistungsberechtigte bei der Beendigung ihrer Hilfebedürftigkeit zu unterstützen. Die Erzielung von Einkommen steht hierbei im Mittelpunkt der Bemühungen, die vorübergehende Notlage zu beenden bzw. zu verringern.
Um dieses Ziel zu unterstützen, stehen eine Vielzahl von verschiedenen Eingliederungsleistungen zur Verfügung:
Förderung der Berufsausbildung benachteiligter junger Menschen
§ 16a SGB II: Kommunale Eingliederungsleistungen (z.B. Kinderbetreuung, Sucht- und Schuldnerberatung)
1. Betreuung minderjähriger oder behinderter Kinder oder die häusliche Pflege von Angehörigen,
2. Schuldnerberatung,
3. psychosoziale Betreuung,
4. Suchtberatung.
1.die/der Antragsteller/in vor Aufnahme der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung bzw. der hauptberuflich ausgeübten selbstständigen Tätigkeit Leistungen nach dem SGB II erhalten,
2.die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung bzw. hauptberuflich ausgeübte Selbstständigkeit geeignet sein, die Hilfebedürftigkeit durch die erzielten Erwerbseinkünfte künftig zu beenden und
3.die Förderung zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt erforderlich sein.
§ 16c SGB II: Leistungen zur Eingliederung von Selbständigen
Können bereits selbständig tätige Personen ihren Lebensunterhalt nicht aus eigener Kraft bestreiten, unterstützt das SGB II mit ergänzenden Leistungen nach dem SGB II (Arbeitslosengeld II). Das bedeutet, dass der Lebensunterhalt grundsätzlich abgesichert ist, wenn das Erwerbsein¬kommen nicht ausreicht. Außerdem wird das Erwerbseinkommen aus einer selbständigen Tätigkeit bei der Überprüfung, ob Hilfebedürftigkeit vorliegt, teilweise nicht angerechnet. Selbständige haben somit im Ergebnis immer ein höheres Einkommen als Menschen, die ausschließlich Arbeitslosengeld II beziehen.
§ 16d SGB II: Förderung von Arbeitsgelegenheiten
Für erwerbsfähige Leistungsberechtigte bei denen eine unmittelbare Integration in den allgemeinen Arbeitsmarkt nicht möglich ist, kann eine Arbeitsgelegenheit in Betracht gezogen werden. Im Rahmen solcher Arbeitsgelegenheiten werden Arbeiten gefördert, die zusätzlich und wettbewerbsneutral sind und im öffentlichen Interesse liegen.
§ 16e SGB II: Eingliederung von Langzeitarbeitslosen
§ 16i SGB II: Teilhabe am Arbeitsmarkt
Mit der Förderung können Arbeitgeber bis zu fünf Jahre mit einem Lohnkostenzuschuss unterstützt werden, wenn sie jemanden einstellen, der sechs oder mehr Jahre Leistungen nach dem SGB II bezogen hat. Die Einstellung von Arbeitnehmern, die in Bedarfsgemeinschaften mit mindestens einem minderjährigen Kind leben oder schwerbehindert sind, wird bereits gefördert, wenn sie in den letzten fünf Jahren Leistungen nach dem SGB II bezogen haben. In den ersten beiden Jahren erhalten Arbeitgeber einen Zuschuss von 100 Prozent des gesetzlichen Mindestlohns oder des Tariflohns, soweit dieser zu zahlen ist. Der Zuschuss sinkt ab dem dritten Jahr um zehn Prozentpunkte jährlich. Die maximale Förderdauer beträgt fünf Jahre. Die Beschäftigten erhalten begleitend ein Coaching. Die Coaches unterstützten dabei, im Berufsleben wieder Fuß zu fassen, helfen bei Problemen am neuen Arbeitsplatz oder bei Schwierigkeiten mit der Organisation des Alltags. In den ersten zwölf Monaten sind Arbeitgeber verpflichtet, die neuen Mitarbeiter*innen für das Coaching freizustellen. Weiterbildung wird mit 3.000 Euro je Förderfall bezuschusst. Praktika in anderen Betrieben sind ebenfalls möglich.
§ 16f SGB II: Leistungen der freien Förderung
§ 16h SGB II: Förderung schwer zu erreichender junger Menschen
§ 16g SGB II: Nachgehende Betreuung
Zur Sicherung einer nachhaltigen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung und zur Stabilisierung der Beschäftigungsaufnahme können Leistungen erforderlich sein, die den neuerlichen Verlust des Arbeitsplatzes vermeiden helfen. Hierzu wird eine nachgehende Betreuung von erwerbs-fähigen Leistungsberechtigten durch die Jobcenter auch nach Entfallen der Hilfebedürftigkeit ermöglicht. Damit können je nach den Bedingungen des Einzelfalles Leistungen in Form der Beratung und Vermittlung bis hin zu Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung erbracht werden. Möglich sind z. B. auch Leistungen aus dem Vermittlungsbudget oder Leistungen der Freien Förderung. Die mögliche Förderdauer von bis zu sechs Monate nach Beschäftigungsaufnahme orientiert sich an der arbeitsrechtlichen Probezeit und der Tatsache, dass vor allem in den ersten Monaten nach Arbeitsaufnahme Stabilisierungsbedarf besteht.

References: § 16

§ 16

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