Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=15.11.2007&Aktenzeichen=IX%20ZB%204/06
Timestamp: 2019-08-18 12:19:40+00:00

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BGH, 15.11.2007 - IX ZB 4/06 - dejure.org
BGH, 15.11.2007 - IX ZB 4/06
https://dejure.org/2007,4749
BGH, 15.11.2007 - IX ZB 4/06 (https://dejure.org/2007,4749)
BGH, Entscheidung vom 15.11.2007 - IX ZB 4/06 (https://dejure.org/2007,4749)
BGH, Entscheidung vom 15. November 2007 - IX ZB 4/06 (https://dejure.org/2007,4749)
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Zuständigkeit des Vollstreckungsgerichts für die Entscheidung über eine Vollstreckungserinnerung; Zuständigkeit des Insolvenzgerichts bei einer Vollstreckungserinnerung wegen Verstößen gegen Vollstreckungsverbote; Deliktsgläubiger als privilegierte Gläubiger i.S.d. § 89 Abs. 2 S. 2 Insolvenzordnung (InsO); Wirksamkeit von vor der Insolvenzeröffnung erwirkten Vollstreckungsmaßnahmen von Unterhaltsgläubigern und Deliktsgläubigern in den erweitert pfändbaren Teil der Bezüge des Schuldners; Privilegierung von Neugläubigern im Insolvenzverfahren
Umfang des Vollstreckungsverbots im Insolvenzverfahren
Vollstreckungsverbote nach § 89 Abs. 1 und 2 InsO
Vollstreckungsverbot während des Insolvenzverfahrens
Zum Vollstreckungsverbot von Deliktsgläubigern, die zugleich Insolvenzgläubiger sind
Zusammenfassung von "Anmerkung zum Beschluss des BGH vom 15.11.2007, Az.: IX ZB 4/06 (Vollstreckungsverbot während des Insolvenzverfahrens)" von Michael App, original erschienen in: DZWIR 2008, 282 - 284.
AG Detmold, 14.11.2005 - 9 M 2896/05
LG Detmold, 06.12.2005 - 3 T 300/05
Diese Zielsetzung und eine damit übereinstimmende Auslegung des § 89 InsO hat der Bundesgerichtshof bestätigt (Beschl. v. 15.11.2007 - IX ZB 4/06).
Die Besserstellung durch § 89 Abs. 2 Satz 2 InsO gilt nur zugunsten der Neugläubiger von Unterhalts- und Deliktsansprüchen, die im Insolvenzverfahren nicht berücksichtigt werden (BGH, Beschluss vom 15.11.2007 - IX ZB 4/06, ZInsO 2008, 39; BGH Beschluss vom 28.06.2006 - VII ZB 161/05, ZinsO 2006, 1166).
Aus den Ausführungen im Beschluss des Bundesgerichtshofs vom 15. November 2007 - IX ZB 4/06 -, juris, Rdnr. 13, vermag die Antragstellerin zu 1. nichts für sich herzuleiten.
Diese Besserstellung gilt - wie die tatbestandliche Anknüpfung an § 89 Abs. 2 Satz 1 InsO unzweideutig zum Ausdruck bringt - nur für Neugläubiger von Unterhalts- und Deliktansprüchen, nicht aber für Insolvenzgläubiger solcher Forderungen (BGH FamRZ 2008, 142; BGH FamRZ 2008, 684; BGH JurBüro 2008, 159; Beschluss der Kammer vom 15. Januar 2001, Az.: ..., bestätigt durch das Pfälzische Oberlandesgericht Zweibrücken, RPfleger 2001, 449).

References: § 89
 § 89
 BGH 
 § 89
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