Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=08.12.2015&Aktenzeichen=XI%20ZR%20488/14
Timestamp: 2019-05-26 00:25:03+00:00

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BGH, 08.12.2015 - XI ZR 488/14 - dejure.org
https://dejure.org/2015,44472
BGH, 08.12.2015 - XI ZR 488/14 (https://dejure.org/2015,44472)
BGH, Entscheidung vom 08.12.2015 - XI ZR 488/14 (https://dejure.org/2015,44472)
BGH, Entscheidung vom 08. Dezember 2015 - XI ZR 488/14 (https://dejure.org/2015,44472)
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SchVG § 5 Abs. 2 Satz 1
§§ 5 ff. SchVG, § ... 125 Satz 2 BGB, §§ 314, 490 Abs. 1 BGB, § 5 Abs. 2 Satz 1 SchVG, § 4 Satz 2 SchVG, § 5 Abs. 5 SchVG, § 4 Satz 1 SchVG, §§ 4, 5 SchVG, § 2 Satz 1, § 5 Abs. 1 Satz 1 SchVG, § 21 Abs. 1 Satz 1 SchVG, § 5 Abs. 3 SchVG, § 5 Abs. 3 Satz 1 Nr. 5 SchVG, § 5 SchVG, §§ 307 bis 309 BGB, § 5 Abs. 2 Satz 2 SchVG, § 562 Abs. 1 ZPO, § 563 Abs. 3 ZPO
§ 5 Abs 2 S 1 SchVG
Inhaberschuldverschreibungen einer börsennotierten Aktiengesellschaft: Bindungswirkung von Mehrheitsbeschlüssen der Gläubigerversammlung trotz Kündigung der Anleihe wegen Verschlechterung der Vermögenslage der Emittentin
Verbindlichkeit der Mehrheitsbeschlüsse der Gläubiger für Gläubiger derselben Anleihe i.R.e. außerordentlichen Kündigung; Kündigung der Anleihe wegen Verschlechterung der Vermögensverhältnisse des Emittenten
Zur Verbindlichkeit von Mehrheitsbeschlüssen der Gläubiger nach § 5 SchVG auch für solche Gläubiger, die die Anleihe zuvor außerordentlich gekündigt haben
SchVG § 5 Abs. 2 S. 1
Mehrheitsbeschlüsse nach § 5 SchVG für alle Gläubiger verbindlich
Verbindlichkeit der Mehrheitsbeschlüsse nach dem Schuldverschreibungsgesetz
Verbindlichkeit von Mehrheitsbeschlüssen der Gläubiger nach § 5 SchVG
SchVG § 5
Verbindlichkeit von Mehrheitsbeschlüssen nach § 5 SchVG für Gläubiger (außerordentlich) gekündigter Anleihen ("SolarWorld")
Kurznachricht zu "Bindung von Anleihegläubigern an Beschluss der Gläubigerversammlung nach Kündigung der Anleihe - Anmerkung zum Urteil des BGH vom 08.12.2015" von RA Dr. Oliver Wilken, original erschienen in: DB 2016, 521 - 522.
Kurznachricht zu "Verbindlichkeit von Mehrheitsbeschlüssen für Inhaber gekündigter Anleihen - Anmerkung zum Urteil des BGH vom 08.12.2015" von Dr. Peter Veranneman, original erschienen in: NJW 2016, 1175 - 1178.
Kurznachricht zu "Anleihekündigungen in Insolvenznähe" von Prof. Dr. Tim Florstedt, original erschienen in: ZIP 2016, 645 - 653.
Kurznachricht zu "Anleihekündigung und kollektive Bindung nach dem Schuldverschreibungsgesetz" von RA Prof. Dr. Hans-Gert Vogel, original erschienen in: ZBB 2016, 179 - 190.
Kurznachricht zu "Verbindlichkeit von Mehrheitsbeschlüssen für Inhaber gekündigter Anleihen - Anmerkung zum Urteil des BGH vom 08.12.2015" von RA Dr. Tobias Moser, original erschienen in: NZI 2016, 467 - 471.
BGHZ 208, 171
NJW 2016, 1175
ZIP 2016, 308
MDR 2016, 336
NZI 2016, 467
WM 2016, 305
DB 2016, 408
Das Schuldverschreibungsgesetz von 1899, insbesondere seine beiden Kernvorschriften der §§ 11, 12 SchVG 1899, diente - ebenso wie das Schuldverschreibungsgesetz von 2009 (vgl. dazu Senatsurteil vom 8. Dezember 2015 - XI ZR 488/14, WM 2016, 305 Rn. 24, für BGHZ bestimmt) - dem Ziel, die Gläubiger einer Anleihe in der Krise des Schuldners auf der Grundlage vollständiger und richtiger Informationen sowie in einem geordneten, fairen und transparenten Verfahren an dessen vorinsolvenzrechtlicher Sanierung gleichmäßig zu beteiligen (§ 12 Abs. 1 Satz 1 SchVG 1899; vgl. dazu auch BT-Drucks. 16/12814, S. 13; Ansmann, Schuldverschreibungsgesetz, 1933, Einleitung, S. 1, 3;… Koenige, Schuldverschreibungsgesetz, 2. Aufl., 1922, § 12 Rn. 1; Grieser, Kreditwesen 2008, 397; Klerx/Penzlin, BB 2004, 791, 793; Vogel, ZBB 1996, 321, 323; Winkeljohann/Wohlschlegel/Dorenkamp, Die Wirtschaftsprüfung 2005, 562, 563), wobei sich dem Schuldner diese Möglichkeit bereits von Gesetzes wegen eröffnete, ohne dass sich diese Beschränkung der individuellen Rechtsmacht des einzelnen Gläubigers - anders als nach § 2 Satz 1, § 5 Abs. 1 Satz 1 SchVG 2009 - aus den Anleihebedingungen ergeben musste.
Auch aus der Entscheidung des BGH vom 08.12.2015, XI ZR 488/14, juris Tz. 24 ergibt sich nichts anderes.

References: § 5
 § 5
 § 4
 § 5
 § 4
 § 2
 § 5
 § 21
 § 5
 § 5
 § 5
 § 5
 § 562
 § 563

§ 5
 § 5
 § 5
 § 5
 § 5
 § 5
 § 5
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 § 12
 § 2
 § 5
 BGH