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Timestamp: 2017-12-18 22:33:56+00:00

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Bundesverwaltungsamt - Bildungskredit - finanzielle Förderung für Ausbildung und Studium - Förderbestimmungen
Die För­der­be­stim­mun­gen gel­ten ab dem 01.04.2009.
§ 1 Zweck der För­de­rung
§ 2 Be­rech­tig­te
§ 3 Ver­ga­be­kon­di­tio­nen
§ 4 Be­an­tra­gung
§ 5 Ver­trag
§ 6 Ver­zin­sung
§ 7 Rück­zah­lung
§ 8 Mit­tei­lungs­pflich­ten
§ 9 Än­de­rung, Auf­he­bung, Kün­di­gung
§ 10 Ab­tre­tungs­ver­bot
§ 11 Ver­än­de­rung von An­sprü­chen
§ 12 Ver­zug
§ 13 Spei­che­rung und Über­mitt­lung von Da­ten
§ 14 Ein­tritt der Bun­des­ga­ran­tie, Über­gang der Ein­zie­hung auf das Bun­des­ver­wal­tungs­amt
§ 15 Bud­get­kon­trol­le
Zur Un­ter­stüt­zung von Aus­zu­bil­den­den in fort­ge­schrit­te­nen Aus­bil­dungs­pha­sen wer­den nach Maß­ga­be die­ses Pro­gramms ver­zins­li­che Bil­dungs­kre­di­te ge­währt. Die Kre­di­te die­nen bei nicht nach dem Bun­des­aus­bil­dungs­för­de­rungs­ge­setz (BAföG) ge­för­der­ten Aus­zu­bil­den­den der Si­che­rung und Be­schleu­ni­gung der Aus­bil­dung, bei ge­för­der­ten Aus­zu­bil­den­den der Fi­nan­zie­rung von au­ßer­ge­wöhn­li­chem, nicht durch das Bun­des­aus­bil­dungs­för­de­rungs­ge­setz (BAföG) er­fass­tem Auf­wand.
(1) Bil­dungs­kre­di­te kön­nen er­hal­ten
1. voll­jäh­ri­ge Schü­ler/in­nen, die be­reits über ei­nen be­rufs­qua­li­fi­zie­ren­den Ab­schluss ver­fü­gen oder die­sen mit dem er­folg­rei­chen Ab­schluss ih­rer ge­gen­wär­ti­gen schu­li­schen Aus­bil­dung er­lan­gen wer­den, im vor­letz­ten und letz­ten Jahr die­ser Aus­bil­dung,
2. Stu­die­ren­de, die
die Zwi­schen­prü­fung ih­res Stu­dien­gangs be­stan­den ha­ben, für die Fort­set­zung die­ses Stu­dien­gangs,
ei­ne schrift­li­che Er­klä­rung der Aus­bil­dungs­stät­te vor­le­gen, aus der her­vor­geht, dass in dem Stu­dien­gang ei­ne Zwi­schen­prü­fung nicht vor­ge­se­hen ist und die/der Stu­die­ren­de die üb­li­chen Leis­tun­gen min­des­tens der ers­ten bei­den Aus­bil­dungs­jah­re er­bracht hat, für die Fort­set­zung die­ses Stu­dien­gangs; bei Stu­die­ren­den in Ba­che­lorstu­dien­gän­gen reicht ei­ne Er­klä­rung der Aus­bil­dungs­stät­te, aus der her­vor­geht, dass in dem Stu­dien­gang ei­ne Vor­prü­fung nicht vor­ge­se­hen ist und die/der Stu­die­ren­de die üb­li­chen Leis­tun­gen des ers­ten Aus­bil­dungs­jahrs er­bracht hat,
den ers­ten Teil ei­nes Kon­se­ku­tiv-Stu­dien­gangs er­folg­reich ab­ge­schlos­sen ha­ben, für die Fort­set­zung die­ses Stu­dien­gangs, oder
be­reits über ei­nen Ab­schluss in ei­nem grund­stän­di­gen Stu­dien­gang ver­fü­gen, für ei­nen post­gra­dua­len Stu­dien­gang, z. B. Mas­ter­stu­dien­gang.
Vor­aus­set­zung ist, dass ei­ne in­län­di­sche Aus­bil­dungs­stät­te nach § 2 Abs. 1 bis 3 BAföG in sei­ner je­weils gel­ten­den Fas­sung be­sucht wird oder der Be­such der aus­län­di­schen Aus­bil­dungs­stät­te dem Be­such ei­ner in­län­di­schen Aus­bil­dungs­stät­te gleich­wer­tig ist.
(2) An­trags­be­rech­tigt ist, wer sei­nen stän­di­gen Wohn­sitz im In­land hat und die Vor­aus­set­zun­gen nach § 8 BAföG in der je­weils gül­ti­gen Fas­sung er­füllt. An­trags­be­rech­tigt ist zu­dem, wer sei­nen stän­di­gen Wohn­sitz im Aus­land hat, aber die be­son­de­ren Vor­aus­set­zun­gen des § 6 BAföG in der je­weils gül­ti­gen Fas­sung er­füllt.
(3) Die Ge­wäh­rung ei­nes Bil­dungs­kre­dits ist auch wäh­rend der Teil­nah­me an ei­nem in- oder aus­län­di­schen Prak­ti­kum mög­lich, das im Zu­sam­men­hang mit dem Be­such ei­ner der ge­nann­ten Aus­bil­dungs­stät­ten durch­ge­führt wird.
(4) Ein Rechts­an­spruch auf Ge­wäh­rung des Bil­dungs­kre­dits be­steht nicht. Reicht die vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Bil­dung und For­schung je­weils fest­ge­leg­te Jahres­s­um­me der aus­zu­rei­chen­den Kre­di­te nicht aus, um al­le be­grün­de­ten An­trä­ge zu be­rück­sich­ti­gen, ent­schei­det das Da­tum des An­trag­s­ein­gangs beim Bun­des­ver­wal­tungs­amt.
(1) Der Bil­dungs­kre­dit wird mo­nat­lich im Vor­aus in gleich blei­ben­den Ra­ten aus­ge­zahlt. Be­an­tragt wer­den kön­nen ab 01.04.2009 mo­nat­li­che Ra­ten von 100 Eu­ro, 200 Eu­ro oder 300 Eu­ro. In­ner­halb ei­nes Aus­bil­dungs­ab­schnitts kön­nen bis zu 24 Mo­nats­ra­ten, al­so bis zu 7.200 Eu­ro be­wil­ligt wer­den. Die Zahl der Mo­nats­ra­ten kann auf An­trag auf ei­ne ge­rin­ge­re An­zahl be­schränkt wer­den, wo­bei die Kre­dit­sum­me min­des­tens 1.000 Eu­ro be­tra­gen muss. In die­sem Fall kann spä­ter, bis zur Hö­he von ins­ge­samt 24 Ra­ten, ein wei­te­rer Bil­dungs­kre­dit be­an­tragt wer­den. In mehr als zwei Tei­le kann der Ge­samt­kre­dit nicht ge­teilt wer­den. So­weit ins­ge­samt die Gren­ze von 24 Ra­ten und 7.200 Eu­ro nicht über­schrit­ten wird, kann, ggf. ne­ben dem mo­nat­lich aus­zu­zah­len­den Kre­dit, ein­ma­lig, bis zur Hö­he von 3.600 Eu­ro, ein Teil des Kre­di­tes als Ab­schlag im Vor­aus aus­ge­zahlt wer­den, wenn im Ein­zel­fall glaub­haft ge­macht wird, dass der Be­trag un­mit­tel­bar im Sin­ne des § 1 be­nö­tigt wird. Be­an­tragt wer­den kann nur ein Ab­schlags­be­trag, der auf vol­le Hun­dert Eu­ro lau­tet.
(2) Der Bil­dungs­kre­dit wird bis ma­xi­mal zum En­de des Mo­nats, in dem die/der Aus­zu­bil­den­de das 36. Le­bens­jahr voll­en­det, ge­währt. Bei Stu­die­ren­den in grund­stän­di­gen Stu­dien­gän­gen en­det die Aus­zah­lungs­pha­se fer­ner spä­tes­tens mit dem En­de des 12. Stu­dien­se­mes­ters. Stu­dien­se­mes­ter sind al­le an der be­tref­fen­den Aus­bil­dungs­stät­ten­art ver­brach­ten Se­mes­ter.
(3) Ab­wei­chend von Ab­satz 2 Satz 2 kann im Rah­men des Ab­sat­zes 1 über das En­de des 12. Stu­dien­se­mes­ters hin­aus Aus­zu­bil­den­den an Hoch­schu­len ein Bil­dungs­kre­dit ge­währt wer­den, wenn sie zur Ab­schluss­prü­fung zu­ge­las­sen sind und die Prüf­stel­le ih­nen be­schei­nigt, dass sie die Aus­bil­dung in­ner­halb des mög­li­chen För­der­zeit­raums ab­schlie­ßen kön­nen, oder wenn sie als Stu­die­ren­de der Hu­man­me­di­zin das so­ge­nann­te Prak­ti­sche Jahr als Zu­gangs­vor­aus­set­zung zum letz­ten Ab­schnitt der ärzt­li­chen Prü­fung ab­sol­vie­ren.
(4) Auch im Fal­le ei­ner dar­über hin­aus­ge­hen­den Be­wil­li­gung en­det die Aus­zah­lungs­pha­se des Kre­di­tes, wenn die/der Aus­zu­bil­den­de die Aus­bil­dung ab­schließt, ab­bricht, un­ter­bricht oder die Fach­rich­tung wech­selt, mit Ab­lauf des fol­gen­den Mo­nats. Im Fal­le ei­ner Un­ter­bre­chung oder ei­nes Fach­rich­tungs­wech­sels ist ei­ne er­neu­te Be­an­tra­gung im Rah­men des Ab­satz 1 Satz 5 mög­lich.
(5) Der Bil­dungs­kre­dit kann längs­tens bis zum vor­letz­ten Mo­nat vor Be­ginn der Rück­zah­lungs­pha­se ge­währt wer­den.
(6) Verstirbt die Kre­dit­neh­me­rin / der Kre­dit­neh­mer, en­det die Leis­tungs­ge­wäh­rung.
(1) An­trä­ge auf Be­wil­li­gung ei­nes Bil­dungs­kre­dits sind un­ter Vor­la­ge der er­for­der­li­chen Un­ter­la­gen schrift­lich oder per In­ter­net an das Bun­des­ver­wal­tungs­amt zu rich­ten. Der Um­fang des im Rah­men der För­der­be­stim­mun­gen ge­wünsch­ten Kre­dits ist an­zu­ge­ben. Das Bun­des­ver­wal­tungs­amt prüft die An­trä­ge an­hand der För­der­be­stim­mun­gen. Im Fal­le ei­nes po­si­ti­ven Be­scheids über­sen­det das Bun­des­ver­wal­tungs­amt mit dem Be­scheid im Auf­trag der Kre­dit­an­stalt für Wie­der­auf­bau zu­gleich ein dem Be­scheid ent­spre­chen­des Ver­trags­an­ge­bot. Be­scheid und Ver­trags­an­ge­bot wer­den un­wirk­sam, wenn der Kre­dit­ver­trag nicht bis zum im Be­scheid an­ge­ge­be­nen Da­tum, das ei­nen Mo­nat nach dem re­gel­mä­ßi­gen Zu­gang des Be­scheids lie­gen soll, bei der Kre­dit­an­stalt für Wie­der­auf­bau ein­ge­gan­gen ist. Es gilt das Da­tum des Po­stein­gangs.
(2) Der An­trag ist ab­zu­leh­nen, wenn
die Be­wil­li­gungs­vor­aus­set­zun­gen nicht vor­lie­gen oder
das au­ßer­ge­richt­li­che Schul­den­be­rei­ni­gungs­ver­fah­ren ein­ge­lei­tet oder über das Ver­mö­gen der/des An­trag­stel­len­den das In­sol­venz­ver­fah­ren er­öff­net wor­den ist.
(1) Die Kre­dit­an­stalt für Wie­der­auf­bau schließt mit den An­trag­stel­len­den auf Grund­la­ge des Be­wil­li­gungs­be­scheids ei­nen pri­vat­recht­li­chen Kre­dit­ver­trag ab und zahlt die Leis­tun­gen un­bar aus.
(2) In den zwi­schen der Kre­dit­an­stalt für Wie­der­auf­bau und den An­trag­stel­len­den zu schlie­ßen­den Ver­trag ist auf­zu­neh­men, dass die Kre­dit­an­stalt für Wie­der­auf­bau den Ver­trags­in­halt durch ein­sei­ti­ge Er­klä­rung an Än­de­run­gen des Be­wil­li­gungs­be­scheids an­pas­sen wird. Ei­nen Mus­ter­ver­trag hat die Kre­dit­an­stalt für Wie­der­auf­bau mit dem Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Bil­dung und For­schung ab­ge­stimmt, Än­de­run­gen die­ses Ver­trags stimmt sie eben­falls mit dem Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Bil­dung und For­schung ab.
(1) Der Kre­dit ist vom Ta­ge der Aus­zah­lung an zu ver­zin­sen. Bis zum Be­ginn der Rück­zah­lung wer­den die Zin­sen oh­ne An­trag ge­stun­det.
(2) Als Zins­satz für die aus­ge­zahl­te Kre­dit­sum­me gilt die Eu­ro­pean In­ter­bank Of­fe­red Ra­te (EU­RI­BOR) mit ei­ner Lauf­zeit von 6 Mo­na­ten je­weils zum 1. April so­wie zum 1. Ok­to­ber zu­züg­lich ei­nes Auf­schlags von 1 vom Hun­dert pro Jahr. Falls die in Satz 1 ge­nann­ten Ter­mi­ne nicht auf ei­nen Tag fal­len, an dem ein EU­RI­BOR-Satz er­mit­telt wird, gilt der nächs­te fest­ge­leg­te EU­RI­BOR-Satz.
(1) Vor Be­ginn der Rück­zah­lung er­hal­ten die Kre­dit­neh­mer/in­nen durch die Kre­dit­an­stalt für Wie­der­auf­bau ei­ne Mit­tei­lung über die Hö­he des ge­währ­ten Kre­dits so­wie der ge­stun­de­ten Zin­sen, über die gel­ten­de Zins­re­ge­lung, die Hö­he der mo­nat­li­chen Zah­lungs­be­trä­ge so­wie den vor­aus­sicht­li­chen Rück­zah­lungs­zeit­raum.
(2) Der Kre­dit ist nach Ab­lauf ei­ner mit dem Da­tum der Fäl­lig­keit der ers­ten Aus­zah­lung be­gin­nen­den Frist von vier Jah­ren in mo­nat­li­chen Ra­ten von 120 Eu­ro zu­rück­zu­zah­len.
(3) Der Kre­dit kann je­der­zeit ganz oder teil­wei­se zu­rück­ge­zahlt wer­den.
(4) Er­hal­ten die Kre­dit­neh­mer/in­nen wäh­rend der Rück­zah­lungs­pha­se für ei­nen wei­te­ren Aus­bil­dungs­ab­schnitt ei­nen Bil­dungs­kre­dit nach die­sem Pro­gramm, so wer­den die Rück­zah­lungs­ra­ten für die­sen Zeit­raum oh­ne An­trag ge­mäß §11 ge­stun­det.
(1) Die Kre­dit­neh­mer/in­nen sind ver­pflich­tet, der Kre­dit­an­stalt für Wie­der­auf­bau je­den Wech­sel ih­res Wohn­sit­zes oder ih­res Na­mens un­ver­züg­lich mit­zu­tei­len.
(2) Wäh­rend der Aus­zah­lungs­pha­se des Kre­dits sind die Kre­dit­neh­mer/in­nen zur un­ver­züg­li­chen An­zei­ge
des Ab­schlus­ses der Aus­bil­dung,
des Ab­bruchs oder der Un­ter­bre­chung der Aus­bil­dung,
des Wech­sels der Fach­rich­tung,
des Wech­sels der Aus­bil­dungs­stät­te,
der Durch­füh­rung ei­nes Prak­ti­kums
ge­gen­über der Kre­dit­an­stalt für Wie­der­auf­bau ver­pflich­tet.
Die Kre­dit­an­stalt für Wie­der­auf­bau lei­tet Mit­tei­lun­gen, die zu ei­ner Än­de­rung des Be­wil­li­gungs­be­scheids füh­ren kön­nen, un­ver­züg­lich an das Bun­des­ver­wal­tungs­amt wei­ter.
(3) Das Bun­des­ver­wal­tungs­amt kann je­der­zeit von den Kre­dit­neh­me­rin­nen/ Kre­dit­neh­mern die Vor­la­ge sol­cher Nach­wei­se ver­lan­gen, die für ei­ne Über­prü­fung er­for­der­lich sind, ob die Vor­aus­set­zun­gen der Kre­dit­ge­wäh­rung wei­ter­hin vor­lie­gen.
(4) Die Kos­ten für je­de not­wen­di­ge Er­mitt­lung des Auf­ent­halts­orts der Kre­dit­neh­mer/in­nen wer­den auf 30 Eu­ro fest­ge­setzt; sie sind auf An­for­de­rung von die­sen zu er­stat­ten. Hö­he­re Auf­wen­dun­gen kön­nen un­ter Dar­le­gung der hier­für maß­geb­li­chen Grün­de gel­tend ge­macht wer­den.
(5) Die Mit­tei­lungs­pflich­ten der Kre­dit­neh­mer/in­nen nach Ab­satz 1 und 2 be­ste­hen im Fal­le des Über­gangs des Kre­di­tein­zugs auf das Bun­des­ver­wal­tungs­amt ge­gen­über die­sem. Die Re­ge­lung des Ab­satz 4 gilt ent­spre­chend.
(1) Der Be­scheid ist zu än­dern und ge­ge­be­nen­falls auf­zu­he­ben, wenn
und so­weit die Be­wil­li­gungs­vor­aus­set­zun­gen nicht oder nicht mehr ge­ge­ben sind,
die Kre­dit­neh­me­rin / der Kre­dit­neh­mer zum En­de ei­nes Mo­nats kün­digt,
das au­ßer­ge­richt­li­che Schul­den­be­rei­ni­gungs­ver­fah­ren ein­ge­lei­tet oder über das Ver­mö­gen der Kre­dit­neh­me­rin / des Kre­dit­neh­mers das In­sol­venz­ver­fah­ren er­öff­net wird oder
die Kre­dit­neh­me­rin / der Kre­dit­neh­mer schuld­haft in sol­chem Ma­ße ih­re/sei­ne Ver­pflich­tun­gen ver­letzt, ins­be­son­de­re den Pflich­ten nach § 8 nicht nach­kommt, dass dem an­de­ren Teil die Fort­set­zung des Kre­dit­ver­trags nicht zu­ge­mu­tet wer­den kann.
(2) Der Kre­dit­ver­trag wird von der Kre­dit­an­stalt für Wie­der­auf­bau durch (Teil-) Kün­di­gung um­ge­hend an Än­de­run­gen des Be­wil­li­gungs­be­scheids an­ge­passt.
(3) Die Kre­dit­an­stalt für Wie­der­auf­bau kün­digt den Ver­trag fer­ner un­ter den Vor­aus­set­zun­gen des § 14 Abs. 2.
Der An­spruch auf Aus­zah­lung des Bil­dungs­kre­dits kann nicht wirk­sam ab­ge­tre­ten, ver­pfän­det oder ge­pfän­det wer­den.
(1) Der Ab­schluss von Ver­glei­chen so­wie die Stun­dung, Nie­der­schla­gung und der Er­lass von An­sprü­chen rich­ten sich un­ter Maß­ga­be der Ab­sät­ze 2 und 3 nach den §§ 58 und 59 der Bun­des­haus­halts­ord­nung.
(2) Kön­nen Kre­dit­neh­mer/in­nen im Fal­le ei­ner Teil­kün­di­gung den ge­kün­dig­ten Be­trag nicht leis­ten, so wird er bis zum Be­ginn der Rück­zah­lung ge­stun­det.
(3) Die Kre­dit­an­stalt für Wie­der­auf­bau ist be­fugt, in be­grün­de­ten Fäl­len Stun­dun­gen über ma­xi­mal 24 Mo­na­te zu ge­wäh­ren. Stun­dun­gen, de­nen ei­ne min­des­tens ein­jäh­ri­ge Pha­se ver­zugs­lo­ser Zah­lun­gen ge­folgt ist, blei­ben un­be­rück­sich­tigt. Eben­so blei­ben Ver­ein­ba­run­gen über ei­ne Her­ab­set­zung der Rück­zah­lungs­ra­ten un­be­rück­sich­tigt.
(1) Mahn- und Bei­trei­bungs­kos­ten tra­gen die Kre­dit­neh­mer/in­nen. Zu ih­ren Las­ten ge­hen dar­über hin­aus zu­sätz­lich ent­ste­hen­de Kos­ten im Zah­lungs­ver­kehr, z. B. durch Bank­spe­sen und Bank­ge­büh­ren.
(2) Im Ver­zugs­fall ha­ben die Kre­dit­neh­mer/in­nen un­be­scha­det der Re­ge­lun­gen für Ver­brau­cher­dar­le­hen auf die fäl­li­ge For­de­rung Zin­sen in Hö­he des je­weils gel­ten­den, von der Bun­des­bank ver­kün­de­ten Ba­sis­zins­sat­zes zu­züg­lich 5 vom Hun­dert zu zah­len.
Mit der Be­an­tra­gung von Leis­tun­gen nach die­ser Richt­li­nie sind die Kre­dit­neh­mer/in­nen mit dem Spei­chern, Ver­än­dern, Nut­zen und Über­mit­teln ih­rer Da­ten ein­ver­stan­den. Das Bun­des­ver­wal­tungs­amt und die Kre­dit­an­stalt für Wie­der­auf­bau spei­chern, ver­än­dern, nut­zen und über­mit­teln die er­ho­be­nen Da­ten, wenn es zur Er­fül­lung der ob­lie­gen­den Auf­ga­ben ein­schließ­lich sta­tis­ti­scher Zwe­cke er­for­der­lich ist und nur für die Zwe­cke, für die die Da­ten er­ho­ben wer­den. Die für die Durch­füh­rung die­ses Pro­gramms zu­stän­di­gen spei­chern­den Stel­len tref­fen ge­mein­sam die tech­ni­schen und or­ga­ni­sa­to­ri­schen Maß­nah­men nach § 9 des Bun­des­da­ten­schutz­ge­set­zes und re­geln den not­wen­di­gen Da­ten­aus­tausch.
(1) Der Bund ga­ran­tiert der Kre­dit­an­stalt für Wie­der­auf­bau die Rück­zah­lung der Kre­dit- und Zins­schuld der vom Bun­des­ver­wal­tungs­amt be­wil­lig­ten För­de­rung nach Maß­ga­be des mit der Kre­dit­an­stalt für Wie­der­auf­bau ge­schlos­se­nen Ver­trags.
(2) Die Kre­dit­an­stalt für Wie­der­auf­bau gibt die Ein­zie­hung der Kre­di­te an das Bun­des­ver­wal­tungs­amt ab, wenn Kre­dit­neh­mer/in­nen mehr als 6 Mo­na­te in Ver­zug ge­ra­ten und ei­nen Stun­dungs­an­trag nicht ge­stellt ha­ben oder die Kre­dit­an­stalt für Wie­der­auf­bau ei­nem ent­spre­chen­den Stun­dungs­an­trag nicht statt­ge­ben kann. Die Frist in Satz 1 braucht nicht ein­ge­hal­ten zu wer­den, wenn die Ein­zie­hung aus­sichts­los ist. So­wohl der Be­scheid des Bun­des­ver­wal­tungs­amts als auch der mit der Kre­dit­an­stalt für Wie­der­auf­bau zu schlie­ßen­de Ver­trag wei­sen auf die­se Rechts­fol­ge hin.
(3) Wird die Bun­des­ga­ran­tie in An­spruch ge­nom­men, über­mit­telt die Kre­dit­an­stalt für Wie­der­auf­bau dem Bun­des­ver­wal­tungs­amt die Stamm­da­ten der be­tref­fen­den Kre­dit­neh­mer/ in­nen, die Ka­pi­tal­for­de­rung, die zu die­sem Zeit­punkt fäl­li­gen Zin­sen und Kos­ten so­wie den Grund für die Ein­lö­sung aus der Ga­ran­tie.
(4) Das Bun­des­ver­wal­tungs­amt for­dert die be­tref­fen­den Kre­dit­neh­mer/in­nen durch Rück­for­de­rungs­be­scheid zur Er­stat­tung des ins­ge­samt an die Kre­dit­an­stalt für Wie­der­auf­bau ver­aus­lag­ten Ga­ran­tie­be­trags auf. Die Re­ge­lung der durch den Rück­for­de­rungs­be­scheid fest­ge­stell­ten Hö­he des Be­trags ist in­ner­halb ei­nes Mo­nats an­fecht­bar.
(5) Der Er­stat­tungs­an­spruch ist mit Be­stand­kraft des Rück­for­de­rungs­be­scheids fäl­lig. § 12 gilt ent­spre­chend. Die be­tref­fen­den Kre­dit­neh­mer/in­nen ha­ben die Mög­lich­keit, An­trä­ge nach § 11 zu stel­len.
Das Bun­des­ver­wal­tungs­amt über­wacht die Ein­hal­tung des vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Bil­dung und For­schung für die Sum­me al­ler Kre­di­te vor­ge­ge­be­nen Fi­nanz­rah­mens. Das Bun­des­ver­wal­tungs­amt über­mit­telt der Kre­dit­an­stalt für Wie­der­auf­bau die Be­wil­li­gungs­da­ten. Nach Ab­lauf der An­nah­me­frist teilt die Kre­dit­an­stalt für Wie­der­auf­bau dem Bun­des­ver­wal­tungs­amt un­ver­züg­lich mit, ob und in wel­cher Hö­he der Ver­trag zu­stan­de ge­kom­men ist.

References: § 1

§ 2

§ 3

§ 4

§ 5

§ 6

§ 7

§ 8

§ 9

§ 10

§ 11

§ 12

§ 13

§ 14

§ 15
 § 2
 § 8
 § 6
 § 1
 §11
 § 8
 § 14
 § 9
 § 12
 § 11