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Timestamp: 2020-08-09 03:12:41+00:00

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BFH, 30.06.2010 - II R 60/08 - dejure.org
https://dejure.org/2010,92
BFH, 30.06.2010 - II R 60/08 (https://dejure.org/2010,92)
BFH, Entscheidung vom 30.06.2010 - II R 60/08 (https://dejure.org/2010,92)
BFH, Entscheidung vom 30. Juni 2010 - II R 60/08 (https://dejure.org/2010,92)
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GG Art 3 Abs 1, BewG § ... 9 Abs 2, BewG § 21 Abs 1, BewG § 22, BewG § 23, BewG § 27, BewG § 83, BewG § 85, BewG § 86, BewG § 92, BewG § 129, GrStG § 10 Abs 2, UStG § 15, BewRGr Abschn 38 Anl 15, BewRGr Abschn 16 Abs 7
Art 3 Abs 1 GG, § 9 Abs 2 BewG 1991, § 21 Abs 1 BewG 1991, § 22 BewG 1991, § 23 BewG 1991
GG Art. 3 Abs. 1; BewG §§ 9, 21 Abs. 1, §§ 22, 23, 27, 83, 85, 86, 92, 129; GrStG § 10 Abs. 2
Neue Einheitsbewertung notwendig
Zurechnung von Lebensmittelmärkten zu den Gebäudeklasse 4 "Warenhäuser" der Anlage 15 zu Abschn. 38 Richtlinien für die Bewertung des Grundvermögens (BewRGr); Abweichende Bewertung von der Gebäudeklasseneinteilung der BewRGr hinsichtlich der bedeutsamen Eigenschaften für ...
Verfassungsmäßigkeit der Einheitsbewertung
BFH hält Neubewertung des Grundvermögens für erforderlich
Neubewertung von Grundstücken für Grundsteuerzwecke notwendig
Bundesfinanzhof fordert Neuordnung der Grundsteuer
BFH hält allgemeine Neubewertung des Grundvermögens für Zwecke der GrSt für erforderlich
Verfassungsrechtliche Zweifel an der Einheitsbewertung bei der Grundsteuer - Neubewertung des Grundvermögens erforderlich
123recht.net (Pressemeldung, 11.8.2010)
Neue Grundlagen für Grundsteuer angemahnt // Nutzung uralter Daten bald verfassungswidrig
Die Grundsteuer ist reformbedürftig - aber wie?
Für Zwecke der Besteuerung kann ein Lebensmittelmarkt zum Warenhaus werden! (IBR 2010, 1308)
BFHE 230, 78
BB 2010, 2478
DB 2010, 1738
BStBl II 2010, 897
Sie hat sich hierzu auf die frühere Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs berufen, der noch in seinen Urteilen vom 30. Juni 2010 für Bewertungszeiträume bis 2007 unter anderem die geringe steuerliche Belastungswirkung der Grundsteuer zur Begründung dafür herangezogen hat, dass die Einheitsbewertung trotz Wertverzerrungen verfassungsrechtlich noch Bestand haben könne (vgl. etwa BFH - II R 60/08 -, juris, Rn. 40).
Das angefochtene Urteil ist daher gegenstandslos und aufzuheben (Urteile des Bundesfinanzhofs --BFH-- vom 30. Juni 2010 II R 60/08, BFHE 230, 78, BStBl II 2010, 897, und vom 25. August 2010 II R 42/09, BFHE 230, 570, BStBl II 2011, 205, je m.w.N.).
Dies ändert aber nichts daran, dass die vom FG getroffenen tatsächlichen Feststellungen die Grundlage für die Entscheidung des BFH bilden; da das finanzgerichtliche Verfahren nicht an einem Verfahrensmangel leidet, fallen die Feststellungen durch die Aufhebung des finanzgerichtlichen Urteils nämlich nicht weg (BFH-Urteile in BFHE 230, 78, BStBl II 2010, 897, und in BFHE 230, 570, BStBl II 2011, 205, je m.w.N.).
Der Kläger sieht seine Rechtsauffassung zudem durch eine zwischenzeitlich ergangene Entscheidung des Bundesfinanzhofes (Urteil vom 30. Juni 2010 II R 60/08, BStBl II 2010, 897) bestätigt.
Er verweist im Wesentlichen auf die Gründe seiner Einspruchsentscheidungen und führt ergänzend aus: Der Kläger könne einen Anspruch auf die begehrte Wertfortschreibung des Einheitswertes auch nicht aus der Entscheidung des BFH vom 30. Juni 2010 (a.a.O.) herleiten.
Der BFH hat in seinen Urteilen vom 30. Juni 2010 (II R 60/08, BStBl II 2010, 897 und II R 12/09, BStBl II 2011, 48) zwar ausgeführt, das weitere Unterbleiben einer allgemeinen Neubewertung des Grundvermögens für Zwecke der Grundsteuer sei mit verfassungsrechtlichen Anforderungen, insbesondere mit dem allgemeinen Gleichheitssatz (Art. 3 Abs. 1 GG), nicht vereinbar.
Schließlich darf nicht unbeachtet bleiben, dass den Entscheidungen des BFH vom 30. Juni 2010 (a.a.O) lediglich Ankündigungscharakter beizumessen ist (vgl. Becker, BB 2010, 535 ff.).
Das angefochtene Urteil ist daher gegenstandslos und aufzuheben (BFH-Urteile vom 17. Januar 2008 VI R 44/07, BFHE 220, 269; vom 12. Februar 2009 V R 61/06, BFHE 224, 467, BStBl II 2009, 828, und vom 30. Juni 2010 II R 60/08, BFH/NV 2010, 1691).
Die vom FG getroffenen tatsächlichen Feststellungen bilden nach wie vor die Grundlage für die Entscheidung des BFH; sie fallen durch die Aufhebung des finanzgerichtlichen Urteils nicht weg, weil das finanzgerichtliche Verfahren nicht an einem Verfahrensmangel leidet (BFH-Urteile vom 15. März 2007 II R 5/04, BFHE 215, 540, BStBl II 2007, 472, und in BFH/NV 2010, 1691).
Die vom FG getroffenen tatsächlichen Feststellungen bilden nach wie vor die Grundlage für die Entscheidung des BFH; sie fallen durch die Aufhebung der Vorentscheidung nicht weg, weil das finanzgerichtliche Verfahren nicht an einem Verfahrensmangel leidet (BFH-Urteile vom 15. März 2007 II R 5/04, BFHE 215, 540, BStBl II 2007, 472, und in BFHE 230, 78, BStBl II 2010, 897).
Diese Überlegungen wögen noch schwerer im Beitrittsgebiet aufgrund der dort zugrunde zu legenden Wertverhältnisse auf den 01.01.1935; eine angemessene Übergangsfrist aufgrund der Wiedervereinigung dürfte mehr als 18 Jahre nach dieser abgelaufen sein (zum Ganzen ausführlich: BFH, Urteil vom 30.06.2010, II R 60/08, DStR 2010, 1618, Juris Rn. 20-28).

References: § 21
 § 22
 § 23
 § 27
 § 83
 § 85
 § 86
 § 92
 § 129
 § 10
 § 15
 § 9
 § 21
 § 22
 § 23
 Art. 3
 § 10