Source: https://brands-consulting.eu/datenschutz/externer-datenschutzbeauftragter-dsb-%C2%A7-4f-bdsg
Timestamp: 2017-12-12 06:29:12+00:00

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Externer Datenschutzbeauftragter- BrandsConsulting Datenschutzberatung
Externer Datenschutzbeauftragter für Ihr Unternehmen (gleich ob Einzelunternehmen, eine Firma oder Konzern), eine Behörde, eine Körperschaft, Stiftung oder einen Verein gesucht? Wir klären Sie zunächst einmal über die Funktion „externer Datenschutzbeauftragter“ bzw. „interner Datenschutzbeauftragter“ auf.
Ein externer Datenschutzbeauftragte (externer DSB) bzw. auch ein interner Beauftragter für den Datenschutz (interner DSB) soll auf die Einhaltung des Datenschutzes hingewirken. Der bestellte Datenschutzbeauftragte ist dadurch innerhalb seines Zuständigkeitsbereiches nicht nur „Selbstkontrollorgan“. Zu den Aufgaben gehören auch die Beratung der Geschäftsleitung, des Betriebsrates (bzw. Personalrates oder der Mitarbeitervertretung) und selbstverständlich jedes einzelnen Mitarbeiters im Hinblick auf den Datenschutz betreffende Fragestellungen. Auch bei der Prozessberatung unterstützt der Datenschutzbeauftragte und führt die sogenannte „verantwortliche Stelle“ damit zu praxistauglichen sowie datenschutzkonformen Lösungen. Hierbei wird nach dem Einsatzgebiet unterschieden.
1 Externer Datenschutzbeauftragter (nicht-öffentliche Stellen = Privatwirtschaft)
2 Externer Datenschutzbeauftragter (öffentliche Stellen)
3 Aufgaben: externer Datenschutz / interner Datenschutzbeauftragter
4 Praxisbeispiele der Arbeit des Datenschutzbeauftragten
5 Zur Person: interner Datenschutzbeauftragter / externer Datenschutzbeauftragter
6 Bestellung des Datenschutzbeauftragten extern oder intern
7.1 Externer Datenschutzbeauftragter – Eigenschaften und Vorteile
7.2 Variante 1 – persönlicher Kontakt auf Wunsch mit Rückrufservice
7.3 Variante 2 – Fragebogen ausfüllen, übersenden, Angebot erhalten
Externer Datenschutzbeauftragter (nicht-öffentliche Stellen = Privatwirtschaft)
Betriebliche Datenschutzbeauftragte (intern oder extern) sind in der Privatwirtschaft, in den sogenannten nicht-öffentlichen Stellen gemäß § 2 Abs. 4 Bundesdatenschutzgesetz (BDSG), zu finden. Nicht-öffentliche Stellen sind damit natürliche und juristische Personen , Gesellschaften und andere Personenvereinigungen des privaten Rechts. Dies schließt insbesondere Unternehmen (z. B. Einzelfirmen, Freiberufler wie Ärzte, Rechtsanwälte, Steuerberater), Firmen [Aktiengesellschaften (AG) GmbHs, KGs, OHGs, GbR, UGs, Partnergesellschaften usw.] und Konzerne, aber auch Parteien ein. Die Bestellung erfolgt gemäß § 4 f BDSG.
Externer Datenschutzbeauftragter (öffentliche Stellen)
Auch öffentliche Stellen müssen die Bestimmungen des Datenschutzes einhalten und einen Datenschutzbeauftragten bestellen. Gemäß § 2 Abs. 1 BDSG kann es sich hierbei insbesondere um öffentliche Stellen des Bundes, wie Behörden, Organe der Rechtspflege und andere öffentlich-rechtlich organisierte Einrichtungen des Bundes und der bundesmittelbaren Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts handeln. Darüber hinaus sind gemäß § 2 Abs. 2 BDSG öffentliche Stellen der Länder insbesondere Behörden, Organe der Rechtspflege, andere öffentlich-rechtlich organisierte Einrichtungen eines Landes, einer Gemeinde, eines Gemeindeverbandes bzw. sonstiger der Aufsicht des Landes unterstehender juristischer Personen des öffentlichen Rechts sowie deren Vereinigungen. Die Modalitäten rund um die Bestellung des Datenschutzbeauftragten ergeben sich i. d. R. aus dem Landesdatenschutzgesetz des Bundeslandes, in dem die Behörde bzw. öffentliche Stelle sitzt. Die Datenschutzgesetze der Länder differieren und fordern teilweise die Besetzung der Position „Datenschutzbeauftragter“ durch einen internen Mitarbeiter der öffentlichen Stelle / behördlichen Einrichtung (behördlicher interner Datenschutzbeauftragter), falls dies nicht explizit gefordert oder ausgeschlossen ist, kann eine Übernahme durch einen Dienstleister erfolgen (behördlicher externer Datenschutzbeauftragter). In einigen Landesdatenschutzgesetzen, so z. B. im Datenschutzgesetz Nordrhein-Westfalen (DSG NRW) wird die Bestellung eines Datenschutzbeauftragten + Vertreters des Datenschutzbeauftragten gefordert.
Aufgaben: externer Datenschutz / interner Datenschutzbeauftragter
Ein interner / externer Datenschutzbeauftragter:
wirkt auf die Einhaltung der Anforderungen des Datenschutzes hin
die Geschäftsleitung bzw. Behördenleitung
den Betriebsrat / Personalrat / die Mitarbeitervertretung (MAV)
sowie sämtliche Mitarbeiter bei Fragestellungen des Datenschutzes
berücksichtigt bei der Beratung die gesetzlichen Anforderungen [z. B. aus dem Bundesdatenschutzgesetz (BDSG), Telemediengesetz (TMG), Telekommunikationsgesetz (TKG), der EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO bzw. DSGVO)]
bearbeitet Auskunftsersuchen der Betroffenen und der Aufsichtsbehörde/n
arbeitet bei Bedarf mit der Aufsichtsbehörde (i. d. R. Landesdatenschutzbeauftragter) zusammen
kontrolliert die verantwortliche Stelle auf die Einhaltung des Datenschutzes
und unterstützt beim Datenschutz in datenschutzrechtlichen, datenschutzorganisatorischen und datenschutz- bzw. datensicherheitstechnischen Fragestellungen sowie regelmäßig auch bei der Datensicherheit bzw. IT-Sicherheit / Informationssicherheit
Praxisbeispiele der Arbeit des Datenschutzbeauftragten
Konkret prüft, berät, unterstützt und verfasst und führt ein interner / externer Datenschutzbeauftragter u. a. durch:
Erstellung, Überarbeitung und Beratung zu Arbeitsanweisungen, Richtlinien und Betriebsvereinbarungen wie
individuelle Analysen der Schwachstellen und der Ist-Situation der verantwortlichen Stelle
Führung der Verfahrensverzeichnisse (externes Verfahrensverzeichnis und interne Verfahrensverzeichnisse bzw. Übersichten)
Beratung zu Bring-Your-Own-Device (kurz BYOD), Choose Your Own Device (kurz CYOD) und Corporate-Owned, Personally Enabled (kurz COPE), z. B. beim Einsatz von Smartphones
Abwicklung um das Auskunftsrecht der Betroffenen im Datenschutz gemäß § 34 Bundesdatenschutzgesetz (BDSG)
Verpflichtung auf das Datengeheimnis gemäß § 5 BDSG
Durchführung der Vorabkontrolle gemäß § 4d Abs. 5 BDSG
Mitarbeiterschulungen über Erfordernisse und Einhaltung des Datenschutzes (Datenschutzschulungen / Sensibilisierung der Mitarbeiter)
Zur Person: interner Datenschutzbeauftragter / externer Datenschutzbeauftragter
Als Datenschutzbeauftragter darf nur bestellt werden, wer die erforderliche Fachkunde und Zuverlässigkeit besitzt. Gerade in mittelständischen Unternehmen ergibt sich hierbei allerdings ein Problem. Diejenigen Personen, die über das notwendige Wissen verfügen, dürfen die Funktion des Datenschutzbeauftragten regelmäßig nicht begleiten, da diese zu einem Interessenkonflikt mit den orignären Aufgaben führt (nebenberuflicher Datenschutzbeauftragter). So könnten z. B. der Geschäftsführer oder IT-Leiter nicht „Teilzeit-Datenschutzbeauftragter“ sein, da sie sich nicht selbst kontrollieren dürfen. Es liegt daher nahe einen externen Dienstleister zu beauftragen, der als externer Datenschutzbeauftragter für die verantwortliche Stelle tätig wird.
Bestellung des Datenschutzbeauftragten extern oder intern
Als Grundlage für die Bestellung sollte ein Vertrag geschlossen werden. Des weiteren ist die schriftliche Bestellung durch eine Bestellungsurkunde zwingend anzuraten. Diese Urkunde sollte sowohl durch die Geschäfts- (Geschäftsführer, Vorstand) bzw. Behördenleitung und auch durch die Person des Datenschutzbeauftragten unterzeichnet werden.
Diese Funktion kann durch einen internen Mitarbeiter, auf der Basis des Arbeitsvertrages sowie der Bestellungsurkunde, und als externer (betrieblicher) Datenschutzbeauftragter, basierend auf einem Dienstleistungsvertrag und der Bestellungsurkunde, ausgeübt werden.
Schauen Sie sich unsere Muster Bestellungsurkunde – externer Datenschutzbeauftragter Paragraf 4f BDSG an.
Sollten Sie sich noch unschlüssig sein, ob Ihr Datenschutzbeauftragter eigener Mitarbeiter (interner Datenschutzbeauftragter) oder ein externer Dienstleister (externer Datenschutzbeauftragter) werden soll, dann dürfte Ihnen der Beitrag zum Bestellen des Datenschutzbeauftragten (mit Pro und Contra) weiterhelfen. Hier geht es zum vergleichenden Fachbeitrag „Interner (betrieblicher) Datenschutzbeauftragter (DSB) vs. externer DSB – ein Vergleich“.
Wir übernehmen sehr gerne die Funktion „externer Datenschutzbeauftragter“ für Ihre Firma, Behörde, Körperschaft, Stiftung oder Ihren Verein. Sprechen Sie uns unverbindlich an!
Externer Datenschutzbeauftragter – Eigenschaften und Vorteile
Eingesetzte Datenschutzbeauftragte verfügen über einen relevanten Studienabschluss, Praxiserfahrung und die Mindest-Zertifizierung „Datenschutzbeauftragter (TÜV)“. Ihre Vorteile sind hierbei unter anderem:
Professionalität ✓
Kostenersparnis (keine Kosten für teure Fortbildungen, Arbeitsmaterialien oder Arbeitszeit der eigenen Mitarbeiter) ✓
Fachkunde (bereits zum Zeitpunkt der Bestellung und auch fortwährend) ✓
Zuverlässigkeit ✓
Flexibilität, da die eigenen Mitarbeiter (Angestellte Ihres Unternehmens) einem erweiterten Kündigungsschutz unterliegen, wenn diese zum Datenschutzbeauftragten bestellt werden (vergleichbar mit dem Kündigungsschutz des Betriebsrates) ✓
diverse TÜV-Zertifizierungen, z. B.: Datenschutzauditor (TÜV), Datenschutzbeauftragter (TÜV) ✓
Durchführung von Datenschutzschulungen (Grundlagenschulungen / Spezialschulungen) ✓
sowie zahlreiche weitere Vorteile ✓
Brands Consulting | Datenschutz & Beratung – Ihr regionaler Dienstleister für Datenschutz und Datensicherheit – insbesondere „externer Datenschutzbeauftragter“ u. a. für Sie tätig in:
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References: § 2
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