Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VIII%20ZR%20116/84
Timestamp: 2019-08-17 16:03:20+00:00

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BGH, 25.02.1985 - VIII ZR 116/84 - dejure.org
https://dejure.org/1985,248
BGH, 25.02.1985 - VIII ZR 116/84 (https://dejure.org/1985,248)
BGH, Entscheidung vom 25.02.1985 - VIII ZR 116/84 (https://dejure.org/1985,248)
BGH, Entscheidung vom 25. Februar 1985 - VIII ZR 116/84 (https://dejure.org/1985,248)
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Nachträgliche Ausübung der Verlängerungsoption
§ 322 ZPO, § 767 Abs. 2 ZPO, Ausübung von Gestaltungsrechten nach rechtskräftiger Verurteilung, hier Sonderfall: vertragliches Gestaltungsrecht (Option)
Verlängerungsoption - Nachträgliche Geltendmachung - Vollstreckungsklage - Geltendmachung - Räumungsurteil - Beschränkung der Einwendungsmöglichkeit
Optionsrecht trotz rechtskräftigen Räumungsurteils
Zur Zulässigkeit der Vollstreckungsabwehrklage bei nachträglicher Ausübung eines Optionsrechts
Mieter - Vollstreckungsklage - Räumung einer Mietsache - Verlängerungsoption
ZPO § 322 Abs. 1, § 767 Abs. 2
BGHZ 94, 29
NJW 1985, 2481
MDR 1985, 574
WM 1985, 721
DB 1985, 1887
Zum Klagegrund sind alle Tatsachen zu rechnen, die bei einer natürlichen, vom Standpunkt der Parteien ausgehenden Betrachtungsweise zu dem durch den Vortrag des Klägers zur Entscheidung gestellten Tatsachenkomplex gehören (…Stein/Jonas/Leipold, § 322 ZPO Rdnr. 230; vgl. auch BGHZ 79, 245, 248; 94, 29, 33 [BGH 25.02.1985 - VIII ZR 116/84];… BGH, Urt. v. 22. Januar 1991 - VI ZR 107/90, NJW 1991, 1046, 1047 [BGH 22.01.1991 - VI ZR 107/90];… Zöller/Vollkommer, Einleitung Rdn. 83; Thomas/Putzo, Einleitung II 7 c dd).
Der Grund, auf dem die gestaltende Wirkung der Kündigungserklärung beruht, entsteht jedoch bereits mit dem Zeitpunkt, zu dem der Mieter erstmals die Möglichkeit hat, sein Kündigungsrecht auszuüben, und er mithin die Rechtslage durch Abgabe der Gestaltungserklärung zu seinen Gunsten beeinflussen kann (vgl. BGHZ 94, 29, 34; für die Aufrechnungslage RGZ 64, 228, 230).
Zwar wird der Mieter hierdurch in seiner Freiheit eingeschränkt, den Zeitpunkt der Ausübung seines gesetzlichen Kündigungsrechts zu bestimmen, weil das Gestaltungsrecht präkludiert ist, wenn es nicht bereits im Vorprozess ausgeübt wird (vgl. BGHZ 94, 29, 34).
Insoweit verhält es sich anders als bei einem vertraglich eingeräumten Optionsrecht, dessen nachträgliche Ausübung der Senat nicht an der Präklusionswirkung des § 767 Abs. 2 ZPO hat scheitern lassen (BGHZ 94, 29 ff.).
Eine solche prozessuale Beschränkung ist zwar ausgeschlossen, wenn die zeitliche Entscheidungsfreiheit gerade das Wesen des Gestaltungsrechts ausmacht (vgl. BGHZ 94, 29, 34 f. zum vertraglichen Optionsrecht).
Der Umfang der Rechtskraft einer gerichtlichen Entscheidung bestimmt sich auch im arbeitsgerichtlichen Beschlußverfahren (Senat 6. Juni 2000 - 1 ABR 21/99 - zur Veröffentlichung vorgesehen) danach, worüber das Gericht entschieden hat (§ 322 Abs. 1 ZPO - BGH 25. Februar 1985 - VIII ZR 116/84 - BGHZ 94, 29), nicht danach, worüber es hätte entscheiden müssen.
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References: § 322
 § 767
 § 322
 § 767
 § 322
 § 767
 BGH