Source: http://epaper.dental-tribune.com/dti/5d1322abeaaf2/
Timestamp: 2019-07-23 05:09:02+00:00

Document:
face - interdisziplinäres Magazin für Ästhetik Germany
ISSN 1864-4279 Entgelt bezahlt: 74677 Preis: € 10,00 zzgl. MwSt. 14. Jahrgang • Juni • 2/2019 face & body _ magazin für ästhetik 22019 Fachbeitrag Minimalinvasive Fettreduktion: Injektionslipolyse in der dermatologischen Praxis Veranstaltung „Von der Planung zum Eingriff – sichere Ästhetische Chirurgie“ Recht Videoüberwachung in meiner eigenen Praxis – Darf ich das? m o c . e b o d a . k c o t s – 1 a v o k b a r o k ©
Freuen Sie sich auf – Jetzt auch in Deutschland Lernen Sie die Besonderheiten und Stärken des neuen Fillers YVOIRE von LG kennen. Profitieren Sie von attrakti- ven Einführungs- und Fortbildungsangeboten. Exklusiv-Vertrieb D+A: Arthrocon Medical GmbH, Halenreie 42, 22359 Hamburg Fon 040 3251 9541, Fax 040 1898 6938, Mail info@arthrocon.de, www.lgyvoire.de
Editorial | Prof. Dr. med. Dennis von Heimburg Präsident der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC) Perfektion und Jugend – Trends und Entwicklungen in der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie Die ästhetisch-plastischen Behandlungen gewinnen wei- terhin an Beliebtheit. Das zeigen die Ergebnisse der jähr- lichen Mitgliederbefragung in der VDÄPC. Im letzten Jahr führten die Fachärzte der VDÄPC insgesamt 77.485 Ein- griffe durch. Das entspricht einem Zuwachs von neun Pro- zent gegenüber 2017. Somit zeigen unsere Zahlen aktuelle Trends und Entwicklungen in der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie auf. Nicht nur das, sondern sie passen auch in das Bild einer Gesellschaft, in der Selbstoptimierung in nahezu je- dem Lebensbereich hoch im Kurs steht. Die mustergül- tige Karriere, die Bilderbuch-Familie und insbesondere ein makelloses Äußeres – das Streben nach Perfektion – ist ein wesent licher Bestandteil unserer modernen Gesellschaft. Um einen perfekten Körper zu erreichen, genügt vielen Menschen eine gesunde Ernährung und regelmäßige Bewegung nicht. Vielmehr steht der Wunsch nach einer chirurgischen Nachbesserung im Vordergrund. Die Vorbilder, deren „perfektes“ Aussehen die Men- schen anstreben, kommen heutzutage aus dem Inter- net – genauer gesagt aus sozialen Medien wie Instagram, YouTube und Snapchat. „YouTube-Stars“ und bekannte „Inﬂuencer“ präsentieren wohlgeformte Körperteile sowie perfekte symmetrische Gesichtszüge ohne Falten. Insbe- sondere hochstehende Augenbrauen und volle Lippen lie- gen im Trend. Diese Ideale streben vor allem junge Pa- tienten an. Vermehrt kommt es vor, dass junge Menschen mit Bildern ihrer Stars in unseren Praxen erscheinen. Da überrascht es nicht, dass Gesichtsbehandlungen wie die Oberlidstraffung, Lippenkorrekturen und Botulinum- Faltenbehandlungen mit insgesamt 57.326 Eingriffen im letzten Jahr rund drei Viertel all unserer durchgeführten ästhetisch-plastischen Eingriffe ausmachten. Indem wir uns mit anderen vergleichen, können wir uns in unserer sozialen Umwelt orientieren und einordnen. Die zum Vorbild genommenen medialen Vorbilder spiegeln die Realität jedoch zumeist nicht wider. Viele Filter und Bild- korrektur-Programme verschleiern das reale Aussehen von YouTube-Stars und Co. Die Fachärzte der VDÄPC raten jungen Patienten von realitätsfernen Eingriffen ab. Nicht selten kommen auch Patienten in den besten Jah- ren mit dem Wunsch nach Veränderung in die Praxen. An- ders als bei jugendlichen Patienten handelt es sich da- bei nicht um den Wunsch nach optischer Angleichung an mediale Vorbilder, sondern die Patienten möchten wieder aussehen wie früher – und bringen eigene Fotos aus fal- tenfreien Tagen mit. Mit Eingriffen wie Faltenbehandlun- gen und Lidstraffungen können wir den Menschen oft ein natürlich jüngeres Aussehen und damit ein Stück ihrer Jugend zurückgeben. Insgesamt stellen die Frauen nach wie vor den über- wiegenden Teil der Behandelten dar. Doch auch Män- ner streben nach einem schönen Äußeren, insbesondere die Generation Ü50. Während Frauen minimalinvasive Eingriffe wie Lippenkorrekturen und Hyaluronsäure- Unterspritzungen bevorzugen, favorisieren Männer äs- thetisch-plastisch-chirurgische Eingriffe. face 2 2019 & body 03
| Inhalt m o c . k c o t s r e t t u h S / m o c . l e x p w a R © i Ästhetik 16 Editorial Perfektion und Jugend – Trends und Entwicklungen in der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie Prof. Dr. med. Dennis von Heimburg Ästhetik Minimalinvasive Fettreduktion: Injektionslipolyse in der dermatologischen Praxis Dr. Johannes Müller-Steinmann Medical Needling – Auswirkungen einer idealen Therapie Antigona Aliu, Priv.-Doz. Dr. med. Matthias Aust „Silikonimplantat-assoziiertes Lymphom ALCL“, aktuelle Fakten und Empfehlungen Dr. Pejman Boorboor Produkte 31 Das Lipödem – Einteilung und Therapie Dr. med. Oliver Weirich Ästhetik trifft Rekonstruktion Subjektive Unzufriedenheit oder doch ein Technikfehler? Dr. Benjamin Gehl, MOOCI Produkte/News Veranstaltung 40 Spezial „Von der Planung zum Eingriff – sichere Ästhetische Chirurgie“ Prof. Dr. med. Dennis von Heimburg Eine Wellenlänge voraus – neue Lasergeneration macht Haarentfernungen noch efﬁ zienter Claudia Karlsen Fokus auf die 4 Dimensionen der Schönheit Bärbel Ribbeck Von Hydratisierung der Haut bis Volumenaufbau: Multitalent Hyaluron ermöglicht individualisierte Behandlungskonzepte Susanne Pickl Welche Anforderungen muss ein Kryolipolyse-Gerät erfüllen? Frau Dr. med. Rebecca Naumann im Gespräch mit face & body Claudia Karlsen Videoüberwachung in meiner eigenen Praxis – Darf ich das? Christian Erbacher, LL.M. Impressum 04 face & body 2 2019 03 06 10 16 18 22 28 34 36 40 42 45 48 50
Unsichtbare Anzeichen für Melanome messen JETZT NEU: Nevisense 3.0 mit vereinfachtem Messprozess INTEGRIEREN SIE NEVISENSE FÜR GENAUERE KLINISCHE ENTSCHEIDUNGEN Reduzierung unnötiger Exzisionen Monitoring auffälliger Läsionen 97% Sensitivität auf Melanome* Negativer Vorhersagewert von 99% *Ab dem Stadium T1b lag die gemessene Sensitivität bei 100% Objektive Risikobewertung im Bereich der Melanomerkennung Nevisense ist ein Gerät zur Risikobewertung bei Läsionen mit Verdacht auf maligne Melanome, klinisch belegt durch die größte prospektive Studie** ihrer Art. Auf diese Weise stehen dem Arzt bei der Entscheidung über eine Exzision zusätzliche Informationen zur Verfügung. Dabei kommt eine Technik namens Elektrische Impedanzspektroskopie (EIS) zum Einsatz. Die EIS misst durch Aussendung harmloser elektrischer Signale die elektrische Hautimpedanz bei verschiedenen Frequenzen. Das von Melanomen betroffene Gewebe weist eine andere Impedanz als gesundes Gewebe auf. Anhand einer Analyse der Läsion und eines Vergleichs mit dem Referenzwert der gesunden Haut wird ein Risikowert bestimmt. Dies stellt dem Dermatologen eine wertvolle zusätzliche Information zur Verfügung, um genauere klinische Entscheidung zu treffen. Mehr als 200 Praxen in Deutschland vertrauen bereits Nevisense (Stand Juni 2018). Weitere Informationen auf www.nevisense.de ** Clinical performance of the Nevisense system in cutaneous melanoma detection: an international, multicentre, prospective and blinded clinical trial on efficacy and safety. Malvehy J, Hauschild A, Curiel-Lewandrowski C, et al. British Journal of Dermatology. Band 171, Ausgabe 5, November 2014, Seiten 1099-1107 Bitte senden Sie mir Informationen und Studienergebnisse zu Ich interessiere mich für eine Workshopteilnahme Ich wünsche eine Praxisdemonstration Ich wünsche: Ich bin an weiteren Informationen interessiert: Praxis: Name: Strasse: PLZ: Telefon: e-mail: Ort: Bitte ausschneiden/kopieren und per Fax an: 089 – 2093 1452 oder senden Sie eine email an: info@scibase.com Gebühr zahlt Empfänger SciBase GmbH Widenmayerstr. 11 DE-80538 München
| Ästhetik Fachbeitrag Minimalinvasive Fettreduktion: Injektionslipolyse in der dermatologischen Praxis Dr. Johannes Müller-Steinmann Da unsere Genetik zum größten Teil bestimmt, wo wir zuerst zu- und abnehmen, lassen sich Problemzonen auch nur bedingt durch gezieltes Training und eine gesunde Ernährung positiv beeinﬂ ussen. Besonders im Gesicht, am Kinn, an der Hüfte und am Bauch halten sich Fettdepots oft hartnäckig. Es gibt jedoch Möglichkeiten, den Problemzonen den Kampf anzusagen: Mit der Injektionslipolyse, einer minimalinvasiven Behandlungsmethode, mit der sich Fettpolster dauerhaft reduzieren lassen. Lange Zeit kam zur Behandlung unliebsamer Problem- zonen nur die operative Fettabsaugung infrage. Heutzu- tage stellt die Injektionslipolyse in vielen Fällen eine effek- tive und risikoarme Alternative zur Operation dar. Anders als bei der Fettabsaugung handelt es sich hierbei um eine minimalinvasive Behandlungsmethode, mit der sich gezielt kleinere Fettdepots dauerhaft reduzieren lassen. Dieser Effekt wird erreicht, indem Ärzte eine Wirkstoff- kombination aus Phosphatidylcholin (PPC) und Desoxy- cholsäure (DOC) in die betroffenen Areale einbringen. Besonders gute Erfolge lassen sich im Gesicht und am Hals erzielen, aber auch zur Behandlung von Problem- zonen am Körper kann die Injektionslipolyse zum Einsatz kommen (mehr dazu im Kasten). Wichtig ist es, zu betonen, dass die Zielgruppe der Injek- tionslipolyse normalgewichtige Menschen sind, die das Gesamterscheinungsbild der Haut verbessern möchten. Ein Gewichtsverlust wird hingegen nicht angestrebt. Die Wirkstoffkombination aus Phosphatidylcholin (PPC) und Desoxycholsäure (DOC) wurde ursprünglich zur Prävention und intravenösen Behandlung von Fett- Breit gefächertes Anwendungsgebiet · Doppelkinn · Wangen · Hängebäckchen · Akzentuierung der Kinn-Kiefer-Linie · Halsstraffung · Reiterhosen · Oberschenkel innen und außen · unteres Gesäß / Übergang zum Oberschenkel · Love-Handles / Hüften · Ober- und Unterbauch · Fettwulste an Achselfalten · Oberarme · Rückenpartien · Lipome embolien entwickelt. 1995 setze eine brasilianische Ärz- tin das Medikament erstmals zur Reduktion von Fett- depots ein, genauer, um Tränensäcke zu minimieren – die Geburtsstunde der Injektionslipolyse. Lange Zeit nahmen Forscher an, dass alleinig PPC entscheidend für den Erfolg der Behandlung ist. Erst 2004 untersuchte der Dermatologe Adam Rotunda von der University of California die Rolle des DOC. Dabei stellte sich heraus, dass nicht PCC, sondern DDC die Membran der Adipo- zyten angreift und sie zerstört. Weitere Studien, wie jene von Klein et al.1 und Bechara et al.2, bestätigen diese Wir- kung in vitro und in vivo. Nun stellt sich die Frage: Warum dann nicht alleinig DOC zur Fettreduktion einsetzen? Weil das PPC vielfältig zum Erfolg und der besseren Verträglichkeit der Behandlung beiträgt: – Der Körper reagiert auf die durch DOC hervorgeru- fene Zerstörung der Fettzellen mit einer Entzündung. PCC minimiert diesen Effekt und reduziert das Auftre- ten von Nebenwirkungen wie Hämatomen und lokalen Schmerzen. – PPC fördert maßgeblich die Metabolisierung des frei- gesetzten Fettes. Dieses wird mittels Lipasen zur Leber transportiert, wo die Lipolyse, also die Verstoff- wechslung der Fette, vonstattengeht. – Durch die gleichzeitige Anwendung beider Wirkstoffe können diese in höheren Dosen verabreicht werden, wodurch man größere Areale behandeln kann. Behandlungsablauf Wie bei jedem medizinischen Eingriff, ﬁndet auch vor der Injektionslipolyse ein ausführliches Beratungsgespräch mit den Patienten statt. Die Wünsche der Patienten wer- 06 face & body 2 2019
Fachbeitrag Ästhetik | den erfragt und vom behandelnden Mediziner auf deren Realisierbarkeit ein- geschätzt. Dieser klärt zu dem über den Ablauf, mögliche Risiken und Neben- wirkungen sowie die anfallenden Kosten auf. Alle Informa tionen sind in einem Aufklärungsbogen aufgeführt, den die Patienten unterschreiben und so- mit der Behandlung zustimmen. Die Wirkstoffkombination wird ambulant und unter Loka l anäs - thesie mit einer feinen Spezialnadel direkt in die Fettpolster inji- ziert. Die Nadel ist aufgefächert, wodurch ein gleichmäßiges und großﬂächigeres Einbringen der Wirkstoffe möglich ist. Je nach Größe der zu behandelnden Region dauert die Injektion zwi- schen zehn und 20 Minuten. Direkt nach der Behandlung schwillt die Region leicht an und rötet sich. Pa tienten berich- ten zudem von einem brennenden Gefühl, auch ein Druck- schmerz ist möglich. Diese Reaktionen sprechen dafür, dass die gewünschten Prozesse in Gang gesetzt wurden. Dauerhafte Ergebnisse zu erwarten Etwa sechs Wochen nach der Behandlung zeigt sich das endgültige Ergebnis. Da das Fett sehr gleich mäßig ab- gebaut wird, reduziert sich nicht nur der Umfang der behandelten Region, auch die Haut wirkt straffer und ebenmäßiger – und zwar dauerhaft. Einen großen Einﬂuss auf das Ergebnis hat die Struk - tur des Gewebes: Weiches Fett lässt sich besser auf- lösen als Areale, die stark mit Bindegewebe durch- setzt sind. Aus diesem Grund sind unter Umständen mehrere Behandlungen notwendig, um das Wunsch- ergebnis zu erreichen – zwei bis drei in einem Abstand von acht Wochen. Im Gesicht reicht hingegen meist bereits eine Behandlung aus. Geringes Risiko für Nebenwirkungen Insgesamt wird die Behandlung sehr gut vertragen, schwerwiegende Nebenwirkungen wie Infek tionen oder Nekrosen sind sehr selten. Oberﬂäch lich können jedoch leichte Blutergüsse um die Einstichstell ent - stehen, die sich innerhalb weniger Tage wieder von alleine zurück bilden. Auch leichte Schmerzen sind möglich. In solchen Fällen kann ein Schmerzmittel verschrieben werden. Trotz der guten Verträglichkeit gibt es Risiko- gruppen, bei denen auf die Injektionslipolyse verzichtet werden sollte: – bei Diabetikern mit Mikro- und/oder Makro- angiopathie, – bei entzündlichen Bindege- webserkrankungen, © master1305 – stock.adobe.com face 2 2019 & body 07
Abb. 1 Abb. 2 Abb. 3 Abb. 4 Abb. 1: Vor der Injektionslipolyse: Deutlich ausgeprägte Hängebäckchen. Abb. 2: Nach der Behandlung: Sichtlich gestraffte Kinnpartie. Abb. 3: Nasolabialfalte bei einer Patientin Anfang 30. Abb. 4: Deutlich geglättete Nasolabialfalte. – bei Störungen der Blutgerinnung, – bei einer Allergie gegen einen Wirkstoff, – wenn keine Volljährigkeit besteht, – bei einer Schwangerschaft oder während der Stillzeit, – bei Übergewicht (> 30 kg/m2). Fazit Sich in der eigenen Haut wohlfühlen – aufgrund von Problemzonen fällt genau das vielen Patienten schwer. Doch anstelle zu versuchen, sich damit abzuﬁnden, geht der Trend ganz klar hin zu minimalinvasiven Behandlun- gen, die zu einem attraktiveren Äußeren verhelfen. Bei kleinen Fettpölsterchen hat sich als Therapieoption die Injektionslipolyse bewährt. Fachmännisch angewen- det, reduziert sie Fettanlagerungen dauerhaft. Entspre- chende Kenntnisse vermitteln spezielle Workshops an Fortbildungsinstituten wie der Kiel Medical Academy. Dort erlernen Mediziner nicht nur theoretisch, wie sie die Injektionslipolyse sicher anwenden, sondern füh- ren die Behandlung im Rahmen eines Hands-on-Trai- nings selbstständig durch. Dabei werden sie fachmän- nisch von Dr. Johannes Müller-Steinmann, Leiter der Kiel Medical Academy, unterstützt. Nach einer erfolgreich absolvierten Lernerfolgskontrolle zeichnet ein Zertiﬁkat die Teilnehmer als qualiﬁzierte Ärzte für die Behandlungs- methode Injektionslipolyse aus. Da es sich bei der Fett-weg-Spritze um eine nicht me- dizinisch notwendige Therapie handelt, zählt sie zu den Selbstzahlerleistungen. Neben Botulinumtoxin-, Hyalu- ron- und Laserbehandlungen sowie dem Fadenlifting können mithilfe der Fett-weg-Spritze Problemzonen im Gesicht so behandelt werden, dass es frischer und freundlicher erscheint. 1 Klein SM, Schreml S, Nerlich M, Prantl L (2009). In vitro studies inves- tigating the effect of subcutaneous phosphatidylcholine injections in the 3T3-L1 adipocyte model: lipolysis or lipiddissolution? Plast Reconstr Surg 124:419–427. 2 Bechara FG, Skrygan M, Kreuter A, Altmeyer Petal (2008). Cytokine mRNA levels in human fat tissue after injection lipolysis with phosphatidyl- choline and deoxycholate. Arch Dermatol 300:455–459. Kontakt Dr. med. Johannes Müller-Steinmann Ärztlicher Leiter der Kiel Medical Academy Facharzt für Dermatologie Schwerpunkte Lasermedizin, Ästhetische Medizin, Ernährungsmedizin, Anti-Aging-Medizin Alter Markt 1–2 24103 Kiel Tel.: 0431 3801833 info@kiel-medical-academy.com 08 face & body 2 2019
m o c . e b o d a . k c o t s – s k e a v a s © l l | Ästhetik Fachbeitrag Medical Needling – Auswirkungen einer idealen Therapie Antigona Aliu, Priv.-Doz. Dr. med. Matthias Aust Trotz der vielfältigen funktionellen Abwehrmechanismen der Haut im Sinne einer schützenden Barriere ge- genüber äußerlichen Faktoren scheint sie dennoch sehr störanfällig. Ihre rein anatomische Dimension bietet eine große Angriffsﬂ äche für oberﬂ ächliche oder tiefgreifende Schäden unterschiedlicher Genese. Nicht zu vernachlässigen ist außerdem ihr ästhetischer und individueller Stellenwert sowie der natürliche Anspruch an eine vitale und gesunde Haut. Abweichungen davon bis hin zu intensiven dermalen Schädigungen durch Traumata oder Verbrennungen sind jedoch häuﬁ ge Tatsachen und bieten immer Behandlungsanlass in der Plastisch-Ästhetischen Medizin. Vor dem Hintergrund problematischer Erscheinungen – seien sie lichtexpositionell, hormonell sowie traumatisch oder altersbedingt – gelang es der innovativen Medizin nach diversen Therapieansätzen, die Methode der per- kutanen Kollageninduktion (PCI) zu etablieren. Auch be- kannt als Medical Needling, konnte sich die PCI vor allem in der Plastisch-Ästhetische Medizin beweisen und ist als rekonstruktiver Ansatz vor allem in der Verbrennungs- medizin von besonderem Interesse. Verbrennungsnar- ben stellen ein ernst zu nehmendes physisches und psychisches Problem für die betroffenen Personen dar. Klinische Studien und wissenschaftliche Forschungen zum Medical Needling haben gezeigt, dass PCI die Nar- benbeschaffenheit hinsichtlich unterschiedlicher Para- meter – Feuchtigkeit, transepidermaler Wasserverlust, Erythem sowie Spannung und Elastizität – verbessert. Gemessen wurden entsprechende Parameter mittels ob- jektiver Messverfahren, welche anschließend durch den Einsatz von Ratingverfahren ebenfalls subjektiv bewertet wurden. Klinische Expertise sowie aktuelle statistisch 10 face & body 2 2019
Fachbeitrag Ästhetik | signiﬁkante Daten zeigen, dass insbesondere pathologi- sche Narben, wie sie nach Verbrennungen häuﬁg der Fall sind, sehr stark von einer Behandlung mit PCI proﬁtieren. Eine Tendenz hin zur normalen und gesunden Haut lässt sich einerseits durch den Gesamteindruck der Narben- textur und andererseits auch durch die Induktion physio- logisch molekularer Vorgänge festmachen. Qualitative Eigenschaften im Sinne der Regeneration Mit der Nachfrage nach weniger invasiven, aber umso effektiveren Therapien steigt die Bedeutung von PCI. Eine positive Bilanz dieser Methode äußert sich allge- mein dadurch, dass mit minimalem Aufwand maximale Ergebnisse mit Fokus auf Nachhaltigkeit erreicht werden. In Anbetracht der Patientenzufriedenheit sowie der Ren- tabilität dieses medizintechnischen Verfahrens zeigt PCI im Vergleich zu (semi)ablativen Verfahren eine deutlich effektivere Wirkung. Medical Needling verfolgt das Ziel, das endogene Po- tenzial für regenerative Prozesse zu stimulieren und die maximale Kapazität für ein dermales Remodeling aus- zuschöpfen. Infolgedessen sind nicht nur ästhetische, sondern auch funktionelle Verbesserungen des Haut- bildes zu erwarten. Während dermale Strukturen intakt bleiben sowie Zellen der extrazellulären Matrix (EZM) nicht beeinträchtigt werden, kommt es zu einer verbes- serten Hautqualität hinsichtlich ihrer Textur und Erschei- nung. Die Stimulation der Kollagensynthese und Expres- sion speziﬁscher Wachstumsfaktoren ermöglicht ferner eine Assoziation mit narbenfreier Wundheilung, wel- che die Attraktivität dieser Methode erheblich steigert.1 Vor diesem Hintergrund erweist sich Medical Needling als simple, schnelle und kontrollierte Methode zugleich. Prinzipiell kann PCI auch an allen Körperregionen repeti- tiv angewendet werden, bei denen andere Verfahren be- grenzten Zugang und Wirksamkeit zeigen. Diesbezüglich konnten lineare Zusammenhänge zwischen Anzahl der Behandlungen und positivem Ergebnis festgemacht wer- den, was umso mehr die Grundidee einer progredienten und nachhaltigen Verbesserung unterstützt. Medical Needling-Methode PCI oder Medical Needling wird mit einem mit drei Milli- meter langen Nadeln besetzten Roller durchgeführt, wel- cher bei konstantem Druck repetitiv horizontal, diagonal und ver tikal über das betroffene Areal geführt wird. Bei gleichbleibender Verlaufsrichtung wird das Operations- instrument gleichmäßig vor und zurück bewegt, um Scherkräfte zu vermeiden. Je nach Größe der Narbe kann dieser Eingriff 30 bis 60 Minuten dauern. Die bewusste Penetration der papillären Dermis verursacht ein mini- males Mikotrauma mit anschließender intradermaler Blu- tung.2 Durch die speziell spitz zulaufende Form der Nadeln kommt es zu keiner destruktiven Schädigung epiderma- ler Zellen. Bei der dermalen Punktion entstehen kleine Stichkanäle, welche die Hautzellen verdrängen und so- mit das Aufbrechen des starren Narbenkollagens ermög- lichen. Ein ausreichendes Needling äußert sich durch eine punktförmige petechiale Blutung und dem Ausscheiden seröser Flüssigkeit aus den Perforationskanälen. Diese sind Zeichen einer anfänglichen inﬂammatorischen Ant- wort im Sinne einer physiologischen Regeneration. Im Rahmen dessen kommt es zur vermehrten Expression bestimmter Wachstumsfaktoren und Zytokinen sowie zu einer Induktion des endogenen Potenzials zur regenera- tiven Organisation des geschädigten Gewebes. Erfolg- reich abgeschlossen ist der Vorgang, sobald das Wund- gebiet eine einheitliche hämatomatöse Schwellung sowie eine oberﬂächliche, aber extensive Blutung zeigt. Da beim Medical Needling keine offenen Wundverhält- nisse geschaffen werden und histologische Befunde eine re epithelialisierte Epidermis innerhalb von 24 Stun- den zeigen, gestaltet sich das postoperative Manage- ment simpel und risikoarm bezüglich bakterieller oder viraler Infektionen.3 Demzufolge gibt es ebenfalls kei- nen Anlass zur sekundären Wundheilung mit anschlie- ßender Wundheilungsstörung und Entwicklung patho- logischer Narben.4 Diesbezüglich sollte auch betont werden, dass geschlossene Wundverhältnisse eben- falls keinen Boden für bakterielle Infektionen dar- stellen. Zur Maximierung der Ergebnisse werden zu- dem präoperative Pflegemaßnahmen in den ersten 24 Stunden postinterventionell fortgeführt und alle drei Stunden wiederholt. Schwellung und Rötung des be- handelten Areals bilden sich im Durchschnitt nach etwa vier bis sieben Tagen zurück. Indikation Narbe Neben dem Einsatz von PCI für kosmetische Behand- lungen im Sinne einer Faltenglättung, Striae-Reduktion oder „Rejuvenation“ mit dem Ziel einer jünger aussehen- den, strafferen Haut erstreckt sich das Behandlungs- spektrum über weitaus problematischere Hautverän- derungen. Unter diesem Gesichtspunkt erfolgt eine auffällige Narbenbildung als Konsequenz einer gestör- ten Wundheilungskaskade, welche zu unterschiedlichen Narbentypen führt. Man differenziert zwischen atrophen Narben, Narbenkontrakturen, hypertrophen Narben (HTS) und Keloiden.4 Allen gemeinsam ist jedoch eine opti- sche Auffälligkeit mit einer gravierenden Tendenz zur Verschlechterung. Dies beruht darauf, dass das Kolla- gennetzwerk durch eine gestörte Wundheilung eben - falls zerstört wird, wodurch es zur Narbenbildung kommt. Pathologische Narben entstehen vor allem auf dem Boden sekundärer Wundheilung nach traumati- schen Verletzungen wie Verbrennungen. Das Einwirken verschiedener Zugkräfte begünstigt die Entwicklung von rigiden Kontrakturen unter enormer Spannung. In die- sem Rahmen können sich allerdings vermehrt bei Wund- face 2 2019 & body 11
| Ästhetik Fachbeitrag Abb. 1 Abb. 2 Abb. 3 Abb. 1: Roller für Medical Needling. Abb. 2: Patientenbeispiel 1 – Frontale Aufnahme untere Gesichtshälfte, präoperativ (links) sowie 1 Jahr postoperativ (rechts). Behandelte Stellen: peri- oral, Kinn, Hals, Dekolleté. Deutlicher Rückgang der hypertrophen Narbenwulst mit gleichzeitig reduzierter Spannung des Narbengewebes im beweglichen Kopf-Hals-Bereich nach Medical Needling. Abb. 3: Patientenbeispiel 2 – Frontale Aufnahme Gesicht, präoperativ (links) sowie 1 Jahr postoperativ (rechts). Behandelte Stellen: periorbital, perioral, nasal. Reduktion des groß- ﬂächigen Erythems über allen behandelten Stellen sowie verminderte perilabiale hypertrophe Ein ziehungen nach Medical Needling. infektion und Wundverschluss mit Überspannung hyper- trophe Narben bilden, welche sich durch ihre Erhabenheit über die ursprüngliche Läsion hinaus auszeichnen.5 Der grundlegende Mechanismus hypertropher Narben kann histologisch durch ein Übermaß an Kollagen (Typ 3) mit paralleler Anordnung identiﬁziert werden, welche über- wiegend in pathologischen Narben vertreten ist.6 12 face & body 2 2019 Problemschwerpunkt: Pathologische Narben aufgrund von Verbrennungen Da großﬂächige Gewebedefekte, wie sie nach Verbren- nungen vorkommen, nur sekundär abheilen können, stel- len pathologische Narben infolge von Verbrennungen mit anschließender Tendenz zur Hypertrophie die Regel dar. Neben der optischen Komponente durch Hypopigmen- tierung oder Erythembildlung werden Patienten häuﬁg mit juckenden und schmerzenden Narben konfrontiert.7, 8 Diese resultieren aus den mangelnden Schutzmechanis- men und Barrierefunktionen von funktionell minderwerti- gem Narbengewebe.9 Zelluläre Prozesse zum Erhalt der Wasserhaushaltes sowie der Homöostase können auf- grund zerstörter epidermaler Strukuren (Lipoproteinkom- plexe, Strukurproteine) nur unzureichend stattﬁnden. Eine gestörte Barrierefunktion begünstigt den transepider - malen Wasserverlust (TEWL), sodass die Haut an Feuch- tigkeit und Elastizität verliert.10, 11 Infolgedessen ergibt sich das Bild einer rissigen, unﬂexiblen und rigiden Haut- struktur, welche ebenfalls mit Juckreiz und Schmerz ein- hergeht. Eine verminderte Elastizität hypertropher Nar- ben ist sehr typisch und beruht zudem auf einer geringen Anzahl elastischer Fasern, da es beim bindegewebigen Umbau zur Destruktion von Zellen der EZM kommt. Neben der Hauttrockenheit konnte ebenfalls eine er- höhte Konzentration an Entzündungsmediatoren wie Histamine und Kinine festgestellt werden, welche den Pruritus ebenfalls verstärken.12 Ferner sind die Patienten durch depigementierte Areale oder verstärkte Rötung im Sinne eines Erythems stigmatisiert. Letzteres be- ruht zum einen auf einer erhöhten Gefäßdichte und zum anderen auf einer verstärkten Hauttransparenz, da die Hautschichten minimal ausgedünnt sind.13 Medical Needling – Effekt auf hypertrophe Narben Im Rahmen einer modiﬁzierten „Postneedling“-Wundhei- lungskaskade kommt es allgemein über eine kontrollierte Stimulation speziﬁscher Wachstumsfaktoren und Matrix- proteinen zu einem regenerativen Umbau der Haut. Eine besondere Rolle spielt dabei der Transforming Growth Factor (TGF-β), dessen Expression eine Assoziation von PCI mit narbenfreier Wundheilung erlaubt. Der TGF-β- Signaltransduktionsweg wird insofern durch PCI beein- ﬂusst, dass postinterventionell erhöhte Expressionslevel erreicht werden.14 Dieser ist nicht nur in der Lage, Kolla- gen Typ 3 pathologischer Narben durch Typ 1 mit phy- siologischer Anordnung der Kollagenﬁbrillen zu ersetzen, sondern wirkt auch mitogen auf Fibroblasten, welche unter anderem für ein Remodeling der Haut verantwort- lich sind.15 Die dadurch gesteigerte Synthese von Kolla - gen, Elastin und weiteren Strukurproteinen (Proteogly- kane, Fibronektin) verbessern strukturelle und schutz- mechanische Eigenschaften der patholgisch veränder- ten Haut. Demzufolge kommt es zu einer verdickten und
Fetttransplantation und Fettabsaugung der nächsten Generation Die Komplettlösung zur Lipolyse und Liposuktion, Hautstraﬀung und Eigenfett-Transplantation Hohe Fettvitalität für langanhaltende Ergebnisse Kürzere Behandlungsdauer durch simultanes Lasern und Absaugen sowie gleichzeitige thermische Straﬀung der Haut Schonendes Verfahren, kürzere Ausfallzeit für die Patienten Kompaktes und transportables System Diodenlaser-Technologie mit 1.470 nm Wellenlänge www.almalipolife.de Alma Lasers GmbH, Nürnberg Tel: +49 911 / 89 11 29-0 www.alma-lasers.de info@alma-lasers.de
| Ästhetik Fachbeitrag stabileren Epidermis mit einer ebenfalls verbesserten Barrierefunktion, da Wasser bindende Moleküle zusam- men mit einer intakten Epidermis den Wasserhaushalt optimal regulieren können. Die Behandlung an sich führt lediglich zu einer Reorganisation epidermaler Zellen, nicht aber zu deren Zerstörung, sodass eine adäquate Homö- ostase für eine ausreichende Hautfeuchtigkeit er halten bleibt. Eine nachhaltig verbesserte epidermale Integrität reduziert auch auf lange Sicht das Risiko einer Dehydra- tion.16 Klinisch äußert sich außerdem die Reduktion pa- thologischer Symptome wie Juckreiz und Schmerz, da die Narbentextur durch den Gewinn an Feuchtigkeit und elastischen Eigenschaften weniger spröde und gereizt ist. Während herkömmliche Therapien durch das Auftra- gen von feuchtigkeitsspendenen Cremes und Gels die Narbensituation unter dem Gesichtspunkt Feuchtigkeit nur temporär verbessern und mit konstanter Applikation verbunden sind, sei die Nachhaltigkeit einer PCI-basier- ten Methode betont. In diesem Sinne werden Proble- matiken weniger cachiert, sondern durch die Induktion struktureller Veränderungen ursächlich behoben oder reduziert. Ähnlich verhält es sich bei der Betrachtung hyperelastischer oder überspannter Narben. Durch eine mechanische Mobilisation regenerativer Zellen kann Medical Needling einerseits den Zug im vernarb- ten Gewebe deutlich verringern. Andererseits kommt es durch eine kontrolliert induzierte Kollagenproduktion zu einer Zunahme der Festigkeit in pathologisch hyper - elastischen Narben, welche ebenfalls mit einer ver- dickten Epidermis einhergeht. Dieser Effekt gewährleis- tet eine optimale Flexibilität der Haut über beweglichen Strukturen des Bewegungsapparates (Gelenke) sowie eine bessere Widerstandsfähigkeit gegenüber Scher- kräften der Umwelt. Kapillaren Die Rückbildung einer pathologischen Rötung im Sinne eines Erythems durch PCI scheint ebenfalls ein posi - tiver Einﬂuss auf HTS zu sein. Vermittelt werden Effekte der Angiogenese über eine vermehrte Wirkung des Vascular and Endothelial Growth Factor (VEGF) in der Postneedling-Kaskade. Im Rahmen einer Neoangio- genese werden entsprechende Endothelzellen zur ge- wünschten Kapillarisierung angeregt und das Ein- sprossen neuer in das sich bildende Granulationsgewebe provoziert.16 Eine kontrollierte und limitierte Stimulation dieses Faktors führt unmit- telbar zu einer verstärkten Perfusion des Gewebes und setzt somit eine schnellere und effektivere Hei- lung in Gang. Damit werden hypoxische Umstände so- wie oxidativer Stress, wie es bei einer regulären inﬂam- matorischen Wundheilung der Fall wäre, verhindert. Ein positiver Effekt auf eine pathologisch erhöhte Rö- tung der Haut scheint daher zunächst paradox. Aller- dings ist eine begrenzte Aktivität dieses Faktors in einer gewünschten Phase der Wundheilung (postinﬂamma- torisch) vorteilhaft, da besser perfundierte Bereiche schneller heilen und weniger anfällig für Wundheilungs- störungen sind. Dies führt unmittelbar zu einer kurzfris- tigen Rötung der Haut, nicht aber zu persistierenden Erythemen. Außerdem ist eine deutlich verdickte Epider- mis nach Medical Needling weniger transparent für eine lokal gesteigerte Blutzirkulation, während HTS mit einer dünnen und vulnerablen Epidermis eher zu persistieren- den Rötungen neigen. VEGF dient als wichtiger Indika- tor für eine aktive Angiogenese und korreliert mit dem Einﬂuss von PCI auf subkutane Strukturen, welche mit- tels herkömmlicher Verfahren unbeeinﬂusst blieben. Im Laufe einer optimalen Wundheilung wird das primär ent- stehende Granulationsgewebe durch eine PCI-vermit- telte Kapillarisierung adäquat durchblutet, was eine nar- benfreie und schnelle Heilung beeinﬂusst. Eine Sy nergie beruht auf gegenseitiger Beeinﬂussung: Einerseits ver- sichert eine bessere Perfusion bessere Heilungspro- gnosen, andererseits korreliert eine intensivere Blutung, wie sie während der Behandlung gewünscht ist, mit einem maximalen Outcome. Demzufolge wird bei sol- chen schwerwiegenden Indikationen eine Behandlung mit Nadeln von drei Millimetern Länge empfohlen. Zusammenfassung Medical Needling basiert auf dem Prinzip einer endo- genen Regeneration der Haut ohne Ablation oder Destruktion der Hautstruktur. Als innovative Methode weist sie ein weitreichendes Behandlungsspektrum bezüglich Hautindikationen multifaktorieller Genese auf. Effektive und nachhaltige Ergebnisse konnten zuneh- mend in der Behandlung von Verbrennungsnarben er- reicht werden. Großﬂächige und tiefgreifende Gewebe- defekte stellen eine therapeutische Herausforderung dar und sind mit viele Behandlungsalternativen schlecht zu lösen. Auch aufgrund der Betrachtung solcher Narben als psychische Belastung oder Stigma scheint eine effek- tive Behandlungsmethode umso notwendiger. Kontakt Priv.-Doz. Dr. Matthias Aust Praxis für Plastische Chirurgie Hermann-Aust-Straße 1 86825 Bad Wörishofen Tel.: 08247 9989820 info@aust-aesthetik.de www.aust-aesthetik.de Infos zum Autor Literatur 14 face & body 2 2019
E S T YLAN E R N40 E G L U N M I L L I O N E N BEH A N D Galderma Ästhetik Ein umfassendes Portfolio und eine Partnerschaft, der Sie vertrauen können. ENTSPANNEN (Relax) Entspannung von Mimik-bedingten Falten. WIEDERHERSTELLEN (Restore) KONTUR & FORM (Enhance) ERFRISCHEN (Refresh) Wiederherstellung von Volumen und Reduktion von alters- bedingten Falten. Betonung von Gesichtsmerkmalen durch Konturierung und Formgebung. Sichtbare Verbesserung der Hautqualität für ein strahlendes Hautbild. Galderma Laboratorium GmbH | Toulouser Allee 23a | 40211 Düsseldorf | kundenservice@galderma.com | Hotline 0800 5888850 | www.restylane.de
m o c . k c o t s r e t t u h S / m o c . l e x p w a R © i | Ästhetik Fachbeitrag „Silikonimplantat-assoziiertes Lymphom ALCL“, aktuelle Fakten und Empfehlungen Dr. Pejman Boorboor Nachdem bereits im Dezember 2018 texturierten Implantaten der Marke Allergan in Frankreich die CE-Zertiﬁ - zierung entzogen wurde, erweiterte die französische Regulierungsbehörde Agence Nationale de Sécurité du Médicament (ANSM) im März 2019 das Verbot auf einige Implantate von weiteren – namhaften – Herstellern. Damit wurde auch die Presse auf eine sehr seltene Nebenwirkung von Silikonimplantaten aufmerksam: das sogenannte „Brustimplantat-assoziierte anaplastische großzellige Lymphom“ oder abgekürzt BIA-ALCL. Bei den verbotenen Implantaten handelte es sich um texturierte und Polyurethan-beschichtete, wohingegen glatte und mikrotexturierte Implantate empfohlen wurden. Seit wann ist ALCL der Wissenschaft bzw. den Be- hörden bekannt? 1997 gab es die erste wissenschaftliche Publikation, die auf diesen Tumortyp hinwies. 2011 hatte die amerikanische Food and Drug Administration (FDA) über dieses sehr sel- tene von T-Zellen abstammende Non-Hodgkin- Lymphom berichtet und Chirurgen darauf aufmerksam gemacht. Da- mals waren 60 Fälle dieser Erkrankung in den USA regis- triert worden. Diese Zahl stieg bis Anfang Fe bruar 2019 auf 359, was durch die größere Aufmerksamkeit der Chi- rurgen bei Entfernung von alten Implantaten und Weiter- leitung der Informationen in Form von Medical Device Re- ports an die FDA erklärt werden kann. 2016 klassiﬁzierte die WHO diesen Tumortyp als eine eigene Entität. So neu scheinen also die Daten zu diesem Thema nicht zu sein. Was passierte aber, dass sich nun die Gesundheitsbehörden weltweit diesem Thema inten siver widmen? Nach aktuellen klinischen Daten traten die meisten ALCL- Fälle bei Patientinnen mit grob texturierten Implantaten auf. Wissenschaftlich evident sind diese Daten allerdings 16 face & body 2 2019
nicht, da keine kontrollierten klinischen Studien dazu existieren, die Patientengruppen mit glatten und textu- rierten Implantaten vergleichen. Ein kausaler Zusam- menhang ist wissenschaftlich nicht nachgewiesen bzw. der Mechanismus für die Entstehung des BIA-ALCL ist noch nicht ermittelt worden. Bisher handelt es sich so- mit um Mutmaßungen, die in den nächsten Jahren erst durch entsprechende wissenschaftliche Arbeiten belegt oder widerlegt werden könnten, auch wenn die bisherige Datenlage einen Zusammenhang zwischen texturierten Implantaten und ALCL sehr wahrscheinlich macht. Das ist dann auch der Grund, weshalb sich weder die FDA noch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizin- produkte (BfArM) der Einschätzung der französischen Behörde anschlossen und texturierte und Polyurethan- beschichtete Implantate nicht verboten haben. Wie hoch ist das Risiko, an BIA-ALCL zu erkranken? Laut der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen e.V. (DGPRÄC) schwanken die Zahlen zwischen 1 von 100.000 und 3 von 100 Millionen Erkrankten pro Jahr, unabhängig davon, ob die Implantate für ästhetische oder rekonstruktive Zwecke eingesetzt wurden. Welt- weit sind bis September vorigen Jahres 626 histologisch bestätigte ALCL- und 16 Todesfälle bei 35 Millionen Im- plantierten bekannt geworden, davon 10 in Deutschland und somit extrem selten. Was sind die typischen Symptome von BIA-ALCL? Wie sollte man als Patientin oder Arzt handeln? Ein ganz wichtiger Punkt ist, dass es ohne Symptome keinen Handlungsbedarf gibt, unabhängig von der Im- plantatmarke oder Beschichtung. Bei ALCL kommt es fast immer mindestens ein Jahr – am häuﬁgsten zwi- schen dem 7. und 10. Jahr nach Implantation von meist texturierten Implantaten – zu einem ein- oder beidseiti- gen Serom im Implantatlager, was nicht durch eine In- fektion oder ein Trauma erklärt werden kann. Dies führt zu einer Brustschwellung, neu aufgetretener Asymme - trie und manchmal auch zu Schmerzen. Ebenso kann es zu Hautveränderungen in Form von Inﬂam mation oder Lymphknotenadenopathien kommen. Treten diese Symp- tome auf, sollten Untersuchungen wie Ultraschall oder MRT zur Bestätigung des Seroms veranlasst werden. Es kann zudem eine Punktion der Flüssigkeit mit anschlie- ßender Zytologie durchgeführt werden. Es sollte aber in jedem Falle eine baldige Operation geplant und bei die- ser die gesamte Kapsel-Implantat-Einheit entfernt wer- den. Ebenso sollte man bei Nachweis von soliden Tu- moren oder vergrößerten Lymphknoten diese ebenfalls komplett mit histologisch freien Schnitträndern ent- fernen. Bei fortgeschrittenen Erkrankungen kann eine Chemo- und/oder Strahlentherapie erwogen werden. So therapiert, haben die ALCL-erkrankten Patientinnen in frühen Stadien eine gute Prognose mit einer 5-Jah- res-Überlebensrate von 89 Prozent. Unabhängig davon Fachbeitrag Ästhetik | m o c . k c o t s r e t t u h S / s e k z ﬁ © wird allen Frauen mit Brustimplantaten einmal jährlich eine Untersuchung beim Chirurgen empfohlen. Was für Konsequenzen sollten die Chirurgen und die Politik aus der aktuellen Datenlage bezüglich ALCL ziehen? Nach Empfehlung von DGPRÄC sollte bis auf Weiteres und nach Möglichkeit auf den Einsatz von texturierten und Polyurethan-beschichteten Silikonimplantaten ver- zichtet werden. Angestoßen wurde zudem die Imple- mentierung eines verpﬂichtenden Implantatregisters. Der Gesetzesentwurf hierzu liegt bereits vor, die Umsetzung soll ab 2021 erfolgen. Langfristig lassen sich durch sol- che Register genauere Aussagen zu Implantat-assoziier- ten Risiken treffen. Quellen: – Ärzteblatt https://www.aerzteblatt.de/archiv/200706/Brustimplantat-assoziiertes- Lymphom https://www.aerzteblatt.de/treffer?mode=s&wo=17&typ=1&nid= 102183&s=allergan – Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen e.V. (DGPRÄC) https://www.dgpraec.de/pressemitteilungen/ brustimplantate-eine-sichere-option-update-zur-internationalen- datenlage- diskussion/ Kontakt Dr. Pejman Boorboor Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie Plastische und Ästhetische Chirurgie Hannover Cosmopolitan Aesthetics Dr. Boorboor Hermann-Bahlsen-Allee 49 30655 Hannover info@dr-boorboor.de www.dr-boorboor.de face 2 2019 & body 17
| Ästhetik Fachbeitrag © puhhha / Shutterstock.com Das Lipödem – Einteilung und Therapie Dr. med. Oliver Weirich Die Beine, manchmal auch die Arme, sind deutlich kräftiger als der Oberkörper; sie schwellen an, schmerzen und neigen zu Blutergüssen. Frauen mit diesen Symptomen leiden unter einem Lipödem. Bis vor wenigen Jahren war das Krankheitsbild selbst unter Ärzten unbekannt und die Patientinnen wurden mit der Dia- gnose Adipositas zur Ernährungsberatung und zum Sport geschickt. Im Zuge der jüngsten Diskussion, die Liposuktion in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufzunehmen, ist das Krankheitsbild bekannter geworden. Inzwischen steht das Lipödem zurecht im Fokus der breiten Öffentlichkeit. Einteilung und Klinik Das Lipödem ist eine schmerzhafte chronisch-progres- sive Erkrankung, die durch eine gestörte Fettverteilung am Körper gekennzeichnet ist. Sie entsteht durch eine symmetrische Vermehrung des Unterhautfettgewebes in den Extremitäten. Betroffen sind fast ausschließlich Frauen. Der Beginn der Erkrankung lässt sich oftmals auf eine Phase der hormonellen Umstellung wie Pu- bertät, Schwangerschaft oder Beginn der Menopause zurückverfolgen. Eine familiäre Häufung über mehrere Generationen hinweg ist nicht selten. Genaue epidemiologische Zahlen liegen nicht vor. Stu- dienergebnisse bewegen sich im Rahmen von 5–7 Pro- zent der weiblichen Bevölkerung in Abhängigkeit der Diagnosekriterien. Aufgrund der hohen Dunkelziffer und der großen Unsicherheit bei der Diagnosestellung ist von 18 face & body 2 2019
Fachbeitrag Ästhetik | einer höheren Prozentzahl auszugehen. Die Ätiologie des Lipödems ist weitgehend unbekannt. Die Rolle der Hor- mone und der Rezeptoren ist nicht geklärt. Ein Zusam- menhang zu Autoimmunerkrankungen sowie der häu- ﬁg erhöhten Entzündungsparameter muss grundlegend erforscht werden. Das „Lipödem“ besteht aus zwei Komponenten. Zum einen aus einer anlagebedingten Fettverteilungsstörung (Lipomatose), die auf eine Hypertrophie und eine Hy- perplasie der Fettzellen zurückzuführen ist. Zum ande- ren besteht eine Kapillarpermeabilitätsstörung. Dadurch dringt vermehrt Flüssigkeit aus den Gefäßen ins Intersti- tium ein und es entstehen Ödeme sowie eine Hämatom- neigung bei Bagatelltraumen. Die Kapillargefäße platzen bereits bei meist unbedeutenden Stößen, z. B. an einer Tischkante oder Ähnlichem. Der orthostatische Druck begünstigt gerade in den Beinen die Ödemkomponente. Die Diagnosestellung erfolgt rein klinisch. Dabei muss die Erkrankung von der Lipohypertrophie oder einem Lymphödem abgegrenzt werden. Bildgebende Verfah- ren oder Labordiagnostik können nicht eingesetzt wer- den. Die Fettvermehrung kann sich über das ganze Bein erstrecken („Säulenbein“) oder Teilbereiche, z. B. nur den Ober- oder den Unterschenkel, einbeziehen. Typisch ist der Kalibersprung zur benachbarten Region. Es wird hier von einem sogenannten „Fettkragen“ gesprochen. Die Arme können ebenfalls betroffen sein. Es ﬁnden sich ähnliche Verteilungsmuster wie an den Beinen. Übergangsbereiche zum Rumpf wie die Gluteal- oder Sakralregion können ebenfalls unter dem Lipödem sub- sumiert werden, sofern eine ähnliche Schmerzsympto- matik geäußert wird. Eine morphologische Stadieneinteilung unterscheidet die Stadien I bis III, dabei korrelieren vermehrte Schmer- zen nicht zwangsläuﬁg mit dem höheren Stadium. – Stadium I: die Hautoberﬂäche ist relativ glatt („Oran- genhaut“), verdickte Fettschicht, feinknotige Fettstruk- tur. – Stadium II: die Hautoberﬂäche ist uneben (Dellenbil- dung, „Matratzenphänomen“), grobknotige Haut. – Stadium III: große deformierte Haut- und Fettlappen, Fettkragenbildung über den Gelenken, das Gewebe ist derb und hart tastbar. Die Progredienz der Erkrankung ist sehr variabel und er- streckt sich über Jahre oder Jahrzehnte. Eine genaue Vorhersage lässt sich daher nicht treffen. Komorbiditä- ten sind dabei häuﬁg und führen zu einer massiven Ein- schränkung der Lebensqualität. Bedingt durch die zunehmende Fettwammenbildung, insbesondere der proximalen Oberschenkelinnenseite, kommt es zu einer Weichteilhemmung. Patientinnen lei- Abb. 1: Lipödem in drei Stadien. den sehr unter dem „Wundscheuern“ der Beininnensei- ten. Das Gang- und Standbild verändert sich zunehmend zu einer umgekehrten V-Stellung. Die Achse zwischen Hüftkopf, Knie- und Sprunggelenk verschiebt sich zu ei- nem X-Bein. Patientinnen entwickeln eine daraus resul- tierende typische Gelenkbeteiligung. Ein vorzeitiger Ge- lenkverschleiß führt zu massiven Schmerzen, weiteren Bewegungseinschränkungen und oftmals zu einer sehr frühen endoprothetischen Versorgung im Hüft- oder Kniebereich. Nicht selten versuchen Patientinnen jahrelang, das Pro- blem durch Sport und Diäten selbst in den Griff zu be- kommen. Viele Patientinnen fühlen sich von ihren behan- delnden Ärzten und ihrem Umfeld nicht ernst genommen bzw. erhalten nur lapidare Hinweise, weniger zu Essen. Dadurch entwickeln viele Patientinnen eine massive iatrogenbedingte Essstörung. Ein auf Jahre entwickelter niederkalorischer Metabolismus begünstigt langfristig das Auftreten einer Adipositas am Stamm. Zudem sorgt die Berührungsempﬁndlichkeit in vielen Le- bensbereichen wie der Partnerschaft, dem Sexualleben oder im Umgang mit den eigenen Kindern zu massiven Problemen und Einschränkungen. Unterschiedliche Pro- portionen zwischen Rumpf und Bein erschweren den Kauf von Kleidung – ein Unterschied von zwei oder drei Nummern in der Konfektionsgröße ist dabei nicht selten. Diese zahlreichen begleitenden Faktoren begünstigen häuﬁg eine Depression. Therapie Als konservative Therapie kommt die komplexe physika- lische Entstauung (KPE) infrage. Sie setzt sich aus ei- ner dauerhaft durchgeführten Lymphdrainage und einer permanenten Kompressionstherapie zusammen. Dabei face 2 2019 & body 19
| Ästhetik Fachbeitrag Abb. 2a Abb. 2b Abb. 2c Abb. 2d Abb. 2a und b: Patientin mit Lipödem vor Liposuktion. Abb. 2c und d: Gleiche Patientin nach Liposuktion. kommen Kompressionshosen in „Flachstricktechnik“ zum Einsatz. Begleitende Maßnahmen wie eine entspre- chende Bewegungstherapie sowie intensive Hautpﬂege werden empfohlen. Die KPE zielt also darauf ab, ständig die vorhandene Flüssigkeit aus dem Gewebe zu pressen. Gerade dieses Vorgehen wird von vielen Patientinnen als extrem unangenehm, ja sogar schmerzhaft beschrieben. Zusätzlich ist die Kompressionstherapie gerade im Som- mer für viele Patientinnen unerträglich. Als Alternative zur konservativen Therapie besteht die Möglichkeit der lymphbahnschonenden Liposuktion. 20 face & body 2 2019
Dadurch wird eine deutliche Normalisierung der Fett- gewebsdicke erreicht. Die Beschwerdesymptome mit Druck- und Berührungsempﬁndlichkeit reduzieren sich spürbar. Das äußere Erscheinungsbild verbessert sich und die langfristige Patientenzufriedenheit ist sehr hoch. Die Liposuktion wird in Tumeszenz-Technik mit einer stumpfen Vibrationskanüle durchgeführt. Diese Methode ist auch nach der aktuellen Leitlinie der Deutschen Ge- sellschaft für Phlebologie die Methode der ersten Wahl. In Studien konnte nachgewiesen werden, dass die Tech- nik keine relevanten Schäden an den Lymphgefäßen und dem Bindegewebe hinterlässt. Es besteht also nicht die Gefahr eines dauerhaften Lymphstaus oder Verlet- zungen an Gefäßen. Um ein nachhaltiges Ergebnis zu sichern, muss die Liposuktion sehr umfassend durch- geführt werden. Oft sind dazu zwei oder mehr Eingriffe notwendig. Postoperativ schließt sich eine adäquate Kompressionstherapie sowie eine manuelle Lymphdrai- nage über vier Wochen an. Fazit Das Lipödem ist eine ernst zu nehmende Erkrankung, die neben Schmerzen und beachtlichen Spätkomplika- tionen eine massive Einschränkung der Lebensqualität mit sich bringt. Die Liposuktion ist als einziges Therapie- verfahren in der Lage, die Fettgeschwülste zu beseitigen und nachhaltig die Schmerzen zu lindern. Es handelt sich also nicht um eine ästhetische Operation, sondern um einen medizinisch indizierten Eingriff. Dabei ist das ope- rative Verfahren noch dazu die ökonomisch sinnvollste Therapie, da die konservativen Methoden wie Kom- pression und manuelle Lymphdrainage dauerhaft unter sehr hohem Kosteneinsatz durchgeführt werden müs- sen. Der vorzeitige Gelenkverschleiß mit oft mehrfach endoprothetischer Versorgung sorgt für eine zusätz liche Belastung des Gesundheitssystems, die durch früh- zeitige Liposuktion vermieden werden könnte. Kontakt Dr. med. Oliver Weirich Facharzt für Dermatologie und Venerologie Rosenpark Klinik Heidelberger Landstraße 18–20 64297 Darmstadt Tel.: 06151 9547-0 info@rosenparkklinik.de I E G E Z N A © freepik Fachbeitrag Ästhetik | Restylane® Belotero® Profhilo® Stylage® Juvéderm® Radiesse® Teosyal® u.v.m. Die ganze Welt der Markenﬁ ller f r e i e n t f a l t e n ! Herstellerunabhängigkeit Freie Kombinationsmöglichkeit Keine Mindestbestellmenge Faire Preise Jederzeit online bestellen 10 % Neukundenrabatt Mit dem Gutscheincode: Pass20FB erhalten Sie 20 Patientenpässe bei Ihrer nächsten Bestellung bis zum 31.08.2019. Bestellungen unter www.estheticus.de shop@estheticus.de 0541/7708900 0541/7708966 estheticus.de Onlineportal der Pharimex GmbH Sutthauser Straße 285 49080 Osnabrück Tel.: 0541/7708900 Fax: 0541/7708966 face 2 2019 & body 21 shop@estheticus.de
| Ästhetik Fachbeitrag Ästhetik trifft Rekonstruktion Subjektive Unzufriedenheit oder doch ein Technikfehler? Dr. Benjamin Gehl, MOOCI Auch, wenn wir alle aus der Rekonstruktiven Chirurgie kommen und es hierbei immer wieder primär um die Herstellung von Funktionen des Körpers geht, spielt natürlich auch die Ästhetik eine entscheidende Rolle in der Niederlassung. So suchen uns immer wieder Patientinnen auf, die sich eine entsprechende Form- veränderung ihres Körpers wünschen. Nicht alle Wünsche sind erfüllbar, weshalb die richtige, detaillierte Auf klärung sowie die Wahl der individuell richtigen Technik am Ende der Schlüssel zur subjektiven Zufrie- denheit und einem objektivierbaren, schönen Ergebnis für unsere Patientinnen sind. Immer wieder stellen sich Patientinnen zum Erst- gespräch bei uns vor, die bereits im In- oder Ausland operiert wurden und mit dem Ergebnis nicht zufrieden sind. Es besteht meist der Wunsch, die erste OP zu kor- rigieren, um schlussendlich den subjektiven Wünschen gerecht zu werden. Eine detaillierte Operationsaufklärung über fortbeste- hende Asymmetrien und Möglichkeiten bzw. Techniken kann die subjektive Erwartungshaltung dämpfen, die Wahl der korrekten Technik schafft objektiv betrachtet das bestmögliche Ergebnis. Hierfür haben wir bereits in der face 2/2014, S. 22 ff., https://epaper.zwp-online. info/epaper/sim/fa/2014/fa0214/epaper/ausgabe.pdf, unseren Algorithmus der Brustchirurgie vorgestellt und möchten heute am Beispiel von fünf Patientinnen unseren Weg diskutieren. Patientenbeispiele aus dem In- und Ausland Patientin V. Patientin V. stellte sich bei uns aufgrund ihrer aktuell bestehenden subjektiven Unzufriedenheit ihrer Brust- form vor, nachdem sie sich vor sieben Jahren die Brust vergrößern ließ und vor 3,5 Jahren ein Kind bekommen hatte. Nebenbefundlich stand die Verdachtsdiagnose einer Kapselﬁbrose im Raum, die sich nach einer kli- nischen Untersuchung allerdings nicht bestätigt hatte. Der Wunsch der Patientin war eine Korrekturopera- tion der Form mit dem Ziel, rundere, weibliche Brüste zu haben. Zusätzliches Ziel war es, die Dellenbildung ( Rippling) zu minimieren, welche vorwiegend bei Be- wegung auftrat und die Patientin selbst immer wieder störend wahrgenommen hatte. Abb. 1 Abb. 2a Abb. 2b Abb. 1: Patientin V.; Splitbild – Ausgangssituation (links), Ergebnis (rechts). Abb. 2: Patien- tin V.; Seitenansicht – Ausgangssituation (a), Ergebnis (b). 22 face & body 2 2019
Fachbeitrag Ästhetik | Abb. 3: Patientin S.; Ausgangssituation (links), Ergebnis (rechts). Im Falle einer klassisch beginnenden „Snoopy’s Defor- mity“ zeigte sich intraoperativ eine submuskuläre Lage der Implantate – verwendet wurden relativ weiche Im- plantate einer französischen Firma, deren Hülle bekannt- lich nur zu etwa 2/3 gefüllt ist, was das Rippling verstärkt hat. Durch das Stillen zeigte sich die Brustdrüse abge- senkt, das hohe Proﬁl der Implantate hat hier ebenfalls keinen positiven Beitrag zur Form geleistet. Im Zuge der zweiten Operation haben wir die Brust klas- sisch gestrafft und mit niederproﬁligen B-Lite Implanta- ten mit ca. 300 ml aufgefüllt. Der Rest wurde autoaug- mentiert und die Brust in einer Doppellagentechnik neu geformt. Für die Patientin konnte so das Ziel erreicht werden, dass das Dekolleté nun natürlich wirkt und die Brust etwas breiter und nicht mehr ganz so „spitz“ ist. Zudem ist die Patientin ebenso mit der Anpassung der Brustwarzen sehr zufrieden, auch die Narben sind kaum sichtbar. Durch den Verlauf der Schwangerschaft und die klas- sischen Veränderungen der Brust über die Jahre, kann man in diesem Fall nicht von einer Korrektur sprechen, denn die damals sicherlich korrekt positionierten Implan- tate brauchten im Rahmen der Veränderungen der Drüse nun so eine neue Lage, was durch die Umstellung auf eine Doppellagentechnik erreicht werden konnte. Das Dekolleté wirkt nun weiblicher, die Brustwarze ist neu po- sitioniert und in der Größe angepasst, die spitze Form ist runder und die Narben konnten durch eine Lasertherapie relativ unsichtbar gemacht werden. Patientin S. Patientin S. wurde im nahen Ausland operiert und stellte sich nun bei uns aufgrund ihrer subjektiven Unzufrieden- heit mit dem Operationsergebnis sowie Kribbelparästhe- sien im Bereich der Brustwarze vor. Ihr Wunsch war es, die Brust ästhetisch so korrigieren zu lassen, dass sich die Brustwarzen auf derselben Höhe beﬁnden, die Brüste insgesamt schöner beieinander stehen (Abstand), das Dekolleté auf der gleichen Höhe ist und die Brüste insge- samt symmetrischer wirken. Entscheidend war vor einer Korrektur natürlich die Aufklärung, dass anatomisch be- dingt nicht alle Ziele zu erreichen sind. Intraoperativ zeigte sich, dass die Implantattasche rechtsseitig submuskulär nicht ausreichend nach kranial Abb. 4a Abb. 4b Abb. 4: Patientin S.; Seitenansicht – Ausgangssituation (a), Ergebnis (b). face 2 2019 & body 23
| Ästhetik Fachbeitrag Abb. 5 Abb. 6a Abb. 6b Abb. 5: Patientin K.; Ausgangssituation (links), Ergebnis (rechts). Abb. 6: Patientin K.; Seitenansicht – Ausgangssituation (a), Ergebnis (b). gelöst wurde. Zudem wurde rechtsseitig die Unterbrust- falte so weit geöffnet, dass die Implantatplatzierung, si- cher auch aufgrund des Wunsches der Patientin, eine entsprechende Größe zu erreichen, zu tief erfolgte (Bot- toming out). Aufgrund der Anatomie, des Alters der Patientin und dem Wunsch der Vergrößerung, war die submusku- läre Implantatlage richtig gewählt. Nach Erweiterung der neuen Implantattasche rechts nach kranial und links nach lateral, konnte die Unterbrustfalte mit PDO- Fäden der Stärke 2/0 so rekonstruiert werden, dass die neuen Implantate zentral unter der Brustwarze zu liegen kamen. Die Rekonstruktion der ursprünglichen Anatomie (Unter- brustfalte) war hier der entscheidende Faktor, um das Implantat korrekt positionieren zu können. Auch, wenn nach der OP die Kribbelparästhesien laut Patientin nicht mehr vorhanden waren, zeigte sich intraoperativ kein Korrelat, weshalb dieser Punkt nicht aktiv in die Opera- tion eingebunden wurde. Patientin K. Patientin K. ließ sich im Ausland operieren. Der Wunsch war es, von der Größe eines kleinen A-Körbchens auf ein schönes, natürliches, volles B zu vergrößern. Das postoperative Ergebnis nach sechs Monaten ist in den Abbildungen 5 und 6 zu sehen. Aufgrund ihrer subjektiven Unzufriedenheit und einem objektiv unzureichenden Ergebnis stellte sich die Pa- tientin erstmals vier Monate nach der ersten Operation bei uns vor. Der Wunsch war es, das OP-Ergebnis korri- 24 face & body 2 2019
Fachbeitrag Ästhetik | gieren zu lassen – die Größe war für sie nicht entschei- dend, vielmehr die Form der Brüste. Solch eine Revisionsoperation planen wir in der Regel sechs bis zwölf Monate nach der ersten Operation, da erst dann die Wund- und Narbenheilung abgeschlossen und eine weitere Verformung der Brust nicht zu erwar- ten ist. Intraoperativ zeigte sich, dass die Implantate unterhalb der Drüse platziert wurden und die Tasche im äußeren Bereich nicht weit genug nach lateral und im Bereich des Dekolletés nicht genug nach kranial präpariert wurde. Der Versuch des ersten Operateurs, die Implantate un- terhalb der Drüse so zu positionieren, dass ein schöner Abstand zwischen den Brüsten resultiert und die Patien- tin ein schönes B erhält, führte in diesem Fall leider nicht zum Erfolg. Wie auch bei Patientin S. wurde die Unterbrustfalte durch- trennt (siehe Abbildungen 4a und b) und die Tasche nicht ausreichend nach kranial präpariert. Dies führte zur Dop- pelkontur im Bereich der Unterbrustfalte (Bottoming out). Dem Brustalgorithmus nach forderte die Ausgangslage der Patientin (Anatomie und Alter) eine klassische submus- kuläre Technik. Weil bereits bei der ersten Operation subg- landulär komplett präpariert wurde, ließ sich nun die Um- stellung des Implantates auf unterhalb des Brustmuskels nur erreichen, indem wir auf eine Doppellagentechnik um- stellten. Hier erfolgte die Präparation natürlich nach lateral und nach kranial. Durch die Repositionierung der Unter- brustfalte um etwa einen Zentimeter nach oben (Abb. 5 [rechts]) und eine Neupositionierung neuer Implantate (Proﬁl: mittelhoch, Größe: 235 ml) konnte schließlich eine entsprechend weibliche Form erreicht werden, was nicht zuletzt auch zur subjektiven Zufriedenheit der Patientin geführt hat (fortführend in der face 2/2014, S. 22 ff.). Patientin M. Patientin M. stellte sich initial mit dem Krankheitsbild der tubulären Brustfehlbildung Grad 2 im Inland vor. Hier wurde in einer ersten Operation der Versuch durch- geführt, dem Wunsch der Patientin durch submusku- lär platzierte Implantate gerecht zu werden. Die spitze Form der Brustwarze wurden durch das Aufspannen der Brustwarze über einen periareolären Randschnitt ver- sucht zu korrigieren. Da die Drüse und die damit ursächliche Struktur der Fehlbildung nicht in das Konzept eingebunden wurde, resultierte das in Abbildung 8a zu sehende Ergebnis, das weder subjektiv noch objektiv ﬁnal zufriedenstel- lend sein kann. Als Lösungskonzept wählten wir hier einen periareolären Zugang, die Präparation erfolgte transglandulär. Hierbei Abb. 7 Abb. 8a Abb. 8b Abb. 7: Patientin M.; Splitbild – Ausgangssituation (links), Ergebnis (rechts). Abb. 8: Patientin M.; Seitenansicht – Ausgangssituation (a), Ergebnis (b). wurde der ﬁbrotische Ring der tubulären Brustfehlbildung gespalten, die Drüse durch ein „Unfolding“ entspannt und über das Implantat gelegt. Zum Füllen des Dekol- letés haben wir den Muskel kranial mithilfe einer Doppel- lagentechnik positioniert. Zur Stabilisierung der Brust- warze wurde tief mit auﬂösenden Nähten (PDS 3-0) so genäht, dass die Haut nur noch mit einem dünnen, nicht resorbierbaren Faden (Ethilon 5-0) adaptiert wurde (Ziel war es, die Spannung auf dem Drüsenkörper und nicht auf der Haut zu haben). (Fortführend: Teil I: Die tubuläre Brust – Anatomische Grundlagen und die daraus resultierenden Behandlungs- konzepte aus der face 4/2014, S. 32 ff.) Zusammenfassung der Techniken Prinzipiell unterscheiden wir in der Plastischen, Ästheti- schen und Rekonstruktiven Chirurgie zwischen drei ver- schiedenen Techniken zur Platzierung des Implantates: Subpectoral-, Subglandulär- und die Doppellagentechnik. face 2 2019 & body 25
| Ästhetik Fachbeitrag Abb. 9: Patientin L.; Ausgangssituation (links), Ergebnis (rechts). Subpectorale Technik Bei der subpectoralen Technik wird erneut differenziert zwischen der klassischen submuskulären Technik, so- wie der Muskellappentechnik. Letztere wird besonders bei sehr schlanken und muskulösen Patientinnen ange- wendet, weil bei dieser Technik die Muskelkappe das Im- plantat von oben in Position halten kann und die Mus- kelfunktion zum größten Teil erhalten bleibt. Nachteil ist, dass diese Technik nur bis zu einer gewissen Implantat- größe anwendbar ist. Bei der klassischen submuskulären Technik wird das Implantat unterhalb des M. pectoralis major platziert und es erfolgt keine subglanduläre Präpa- ration – das Implantat ist fast vollständig vom M. pecto- ralis major bedeckt. Subglanduläre Technik Bei der subglandulären Technik erfolgt nach einem periareolären oder einem submammären Schnitt die Präparation bis an die Muskelfaszie des M. pectoralis major. Anschließend erfolgt die entsprechende Formung des subglandulären Pockets. Mit dieser Technik kann dem Wunsch, die Drüse zu formen und den Abstand zwischen den Brüsten zu verringern, meistens Folge geleistet werden. Dual Plane/Doppellagentechnik Die Kombination aus den oben genannten Techni- ken nennt sich Doppellagentechnik. Bei der Dual Plane Technik wird sowohl subglandulär als auch subpectoral präpariert, sodass ein Gleiten des Muskel- und Drüsen- gewebes zueinander ermöglicht ist, wie es gerade bei Patientin V. sinnvoll war. Der oft von unseren Patientinnen gewünscht nähere Abstand der Brüste stellt für den Arzt meist eine He- rausforderung dar, da die Anatomie nicht immer scho- nend verändert werden kann. Bei Patientin M. haben wir uns für eine kleine Dual Plane Technik entschieden, die im Bereich des Sternums zu einem schönen Übergang führt – dies in Kombination mit der richtigen Basisbreite kann Ergebnisse, wie in Abbildung 7 gezeigt, erfüllen. Zusammenfassend ist der Schlüssel zum Erfolg die detaillierte präoperative Aufklärung, die alle möglicher- weise zu hohen Erwartungen unserer Patientinnen auf eine realistische Basis nivellieren. Darüber hinaus hat es sich bei uns bewährt, Patienten zu clustern und ent- sprechen der Anatomie die Technik zu wählen. Sicher schlägt die Erfahrung die einfache Logik und einen möglichen Algorithmus, dennoch ist es gerade für eine Objektivierbarkeit essenziell, dass wir Ergebnisse mess- bar machen und Techniken logisch aufbauen, sodass Korrekturoperationen weitestgehend vermieden und subjektive Erwartungen bis auf ein mögliches Maximum erfüllt werden. Qualität durch Objektivität. www.mooci.org Kontakt Dr. med. Benjamin Gehl Facharzt für Plastische & Ästhetische Chirurgie Ordination Dr. Gehl Grinzinger Allee 15 1190 Wien, Österreich Tel.: +43 664 4599596 ofﬁce@drgehl.at www.drgehl.at 26 face & body 2 2019
PDO FADENLIFTING D I E N U M M E R 1 I N D E U T S C H L A N D. 2195 SONEWA GmbH www.sonewa.com An der Spinnerei 4 96049 Bamberg Tel. +49 (0)951 29 60 093 Fax +49 (0)951 29 60 166 info@sonewa.com
| News Ärztebefragung Aktuelle Trends und Entwicklungen in der Schönheitschirurgie Die Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plasti- schen Chirurgen (VDÄPC) veröffentlichte die Ergeb- nisse ihrer jährlichen Ärzte befragung. Die größte Fachgesellschaft für Ästhetische Chirurgie liefert mit ihrer Statistik Zahlen zur Schönheitschirur- gie und zeigt aktuelle Trends und Entwicklungen auf. Mit insgesamt 77.485 Eingriffen wurden 2018 rund 9 Prozent mehr Operationen als im Vorjahr durch- geführt. Frauen tendieren zu minimalinvasiven Eingriffen, Männer setzen auf langfristige Erfolge durch operative Methoden. Aufgrund des derzeitigen „Selﬁ e booms“ zeigt sich als weiterer Trend die er- höhte Nachfrage nach Eingriffen bei Jugendlichen im Zuge des Einﬂ usses von Social Media und Instagram. Auffallend ist auch die steigende Anzahl der Patien- ten, die die Praxen der Fachärzte für eine sogenannte Korrekturbehandlung aufsuchen. Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC) Tel.: 030 6900405-12 presse@vdaepc.de www.vdaepc.de m o c . k c o t s r e t t u h S / a k o c © Veranstaltung Internationaler Ärztekongress der ISRAIT in Leipzig Am 6. und 7. September 2019 findet der erste internationale Kongress der ISRAIT (International Society of Reconstructive and Aesthetic Intimate Treatments) unter der Tagungsleitung von Dr. Marwan Nuwayhid (Leipzig) zum Thema Intimchirurgie im Marriott Hotel in Leipzig statt. „Auf unserem Kongress wollen wir den wissenschaftlichen interdisziplinären Austausch zwischen internationalen Experten etablieren, aktuelle Behandlungsmethoden diskutieren und inno- vative Operationstechniken vorstellen, um so wesentliche Impulse für weitere Forschungen und Entwicklungen auf diesem Gebiet zu geben“, so Dr. Nuwayhid. Gemeinsam mit 14 internationalen Kollegen (u. a. Dr. Gustavo Leibaschoff [USA], Dr. Nicolas Berreni [Frankreich], Dr. Evgeni Leschunov [Russland], Dr. Refaat B. Karim [Niederlande]) hat er die Gesellschaft 2018 mit dem Zweck gegründet, sich mit allen Aspekten intimchirurgischer Behandlun- gen fachübergreifend auseinanderzusetzen. Die ISRAIT verfolgt dabei drei zentrale Ziele: Die Erarbeitung und Etablierung von Richtlinien für sichere und qualitative Behand- lungsmöglichkeiten im Bereich der Intimchirurgie, die Förderung einer hochwertigen Aus- und Fortbildung sowie die Enttabuisie- rung: die Diskussionen über intimchirurgische Behandlungen ak- tiv voranzutreiben, um das Bewusstsein und die Bedeutung des Themas bei Fachleuten und Patienten zu erhöhen. Das Highlight des Kongresses sind mehrere ausgewählte Live- Operationen, die direkt in das Marriott Hotel übertragen werden und allen Teilnehmern die Möglichkeit bieten, innovative OP-Tech- niken hautnah zu erleben und diese direkt mit dem Operateur zu diskutieren. Die erste ISRAIT-Jahrestagung bietet sowohl klinischen als auch niedergelassenen Ärzten eine erstklassige Gelegenheit, sich aus erster Hand auf den aktuellsten Stand der Intimchirurgie zu brin- gen. Durch die englische Kongresssprache ist das Meeting dabei die ideale Plattform, um in persönlichen Gesprächen und Begeg- nungen mit Ärzten aus der ganzen Welt persönliche Netzwerke auszubauen, Erfahrungen austauschen und neue Impulse mitzu- nehmen. www.israit.org Kongressorganisation Logi-Vent: Jens Kramer jens_kramer@logi-vent.de Tel.: 04241 9332-60 28 face & body 2 2019
News | Ankündigung 47. Jahrestagung der DGÄPC Im Rahmen des diesjährigen 47. Jahreskongresses der DGÄPC in Köln ﬁ ndet am 2. November 2019 ein offener Kongresstag für alle interessierten Kolleginnen und Kollegen aus dem Bereich der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie statt. Die Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie e.V. (DGÄPC) wurde im Fe bruar 1972 als erste Fachvereinigung auf diesem Gebiet gegründet. Mit- glieder sind ausschließlich Fachärztinnen und Fachärzte der Äs- thetisch-Plastischen Chirurgie mit langjähriger Berufserfahrung. Zudem sind sie in leitender Position als Klinikinhaber oder selbst- ständige Chefärztin oder selbstständiger Chefarzt tätig. Dieses Jahr konzentriert sich der Kongress, der für DGÄPC-Mitglieder bereits am 1. November beginnt, auf „Komplikationen und Innovationen“ und soll einerseits Fallstricke im Fachgebiet sowie andererseits Innovationen, d. h. neue Methoden, Techniken wie auch Geräte, zum Thema haben. Beide Aspekte sind eng miteinander verknüpft, weil oft erst durch Innovationen Verbesserungen in den Behand- lungen und deren Ergebnissen erzielt werden können. Beim offenen Kongresstag stehen die Expertenvorträge im Mit- telpunkt. Aber auch das Networken soll nicht zu kurz kommen. Außerdem können die Teilnehmer neue Geräte und Produkte der Partner kennenlernen oder an Workshops teilnehmen. Anmeldungen sind über die Geschäftsstelle möglich. Deutsche Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie e.V. (DGÄPC) Tel.: 030 219159-88 www.dgaepc.de EuGH-Urteil Mitgliedsländer müssen verlässliches System einführen Die Mitgliedsstaaten müssen laut EuGH dafür sorgen, dass den Arbeitnehmern ihre verliehenen Rechte zugutekommen – ohne, dass die von den einzelnen Ländern gewählten konkreten Mo- dalitäten diese Rechte inhaltlich aushöhlen dürfen, zum Beispiel durch rein formal genehmigte Pausenzeiten oder nicht zu bewei- sende Überstunden. Ein System zur täglichen Arbeitszeiterfassung kann die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden und ihre Verteilung sowie die genaue Zahl der Überstunden objektiv und verlässlich ermitteln. Ohne dieses Instrument sei es für Arbeitnehmer äußerst schwierig oder gar praktisch unmöglich, ihre Rechte durchzuset- zen. Um nun die nützliche Wirkung der von der Arbeitszeitrichtlinie und der Charta verliehenen Rechte zu gewährleisten, müssen die Mitgliedsstaaten die Arbeitgeber nun dazu verpﬂ ichten, ein ob- jektives, verlässliches und zugängliches System zur Arbeitszeit- erfassung einzurichten. Dabei überlässt der EuGH es den einzel- nen Ländern, die konkreten Modalitäten zu bestimmen. 1 Richtlinie 2003/88/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 4. November 2003 über bestimmte Aspekte der Arbeitszeitgestaltung (ABl. 2003, L 299, S. 9). Quelle: Gerichtshof der Europäischen Union face 2 2019 & body 29 Der Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH) gab in einem Grundsatzurteil einer spanischen Gewerkschaft recht, die die Deutsche Bank zur vollständigen Aufzeichnung der täglich ge- leisteten Arbeitsstunden ihrer Angestellten verpﬂ ichten wollte. Die Mitte Mai getroffene Entscheidung begründe sich laut EuGH aus der Charta der Grundrechte der Europäischen Union und der Arbeitszeitrichtlinie1. Diese Richtlinien stünden im Licht der Charta einer Regelung entgegen, die nach ihrer Auslegung durch die nationalen Gerichte die Arbeitgeber verpﬂ ichtet, ein System einzurichten, mit dem die von einem jeden Arbeitnehmer geleistete tägliche Arbeitszeit gemessen werden kann.
| Produkte ANZEIGE Lasertechnologie Die erste lasergestützte Plattform zur Gewinnung von hochwertigem autologem Fett BeautiFill ist die erste lasergestützte Fettgewinnungsverfahren- plattform auf dem Markt, die speziell für die ganzheitliche Konturie- rung von Gesicht und Körper entwickelt wurde. Mithilfe der Laser-Li- posuktion wird dabei schonend qualitativ hochwertiges autologes Fett gewonnen und für die sofortige Re-Transplantation in das ge- wünschte Areal zur Verfügung gestellt. Das Verfahren, das mit dem Diodenlaser LipoLife durchgeführt wird, verkürzt so die Dauer des chirurgischen Eingriffs und minimiert die damit verbundenen Risiken. BeautiFill kombiniert die laserassoziierte Lipolyse und Fettgewin- nung in einem einfachen Prozess, der es Ärzten ermöglicht, körper- eigenes Fett sofort zu implantieren, um den Volumenverlust aus äs- thetischen oder medizinischen Gründen umgehend auszugleichen. Mit der Eigenfetttransplantation macht Alma Lasers den nächs- ten Schritt in der Ästhetischen Medizin. BeautiFill wird mit einer patentierten Laserfaser durchgeführt, die sich in einer schützen- den Glaskanüle beﬁ ndet. Die perforierte Spitze ermöglicht eine radiale Emission der Energie im 360-Grad-Winkel, sodass das Fett efﬁ zient vom Bindegewebe gelöst wird, aber gleichzeitig die Vitalität und Beschaffenheit der Adipozyten erhalten werden. Eine kontrollierte klinische Studie, welche die mechanische Fettabsau- gung und die Fettaspiration mit BeautiFill vergleicht, belegt eine Vitalität von über 90 Prozent der Fettzellen aus der Adipozytenge- winnung mit BeautiFill und einen Zuwachs von 40 Prozent des für die Reimplantation geeigneten Fetts gegenüber der mechanischen Fettabsaugung. „Die Markteinführung von BeautiFill wird zwei An- sprüchen auf unserem Markt gerecht – sie bietet eine alternative Methode zur Körperformung dank Fettreduktion und gleichzeitig eine Komplettlösung für den Fetttransfer“, sagt Lior Dayan, CEO von Alma Lasers. „BeautiFill ist eine der Spitzentechnologien von Alma Lasers, die aufgrund der hohen Investitionen in klinische Studien unsere herausragende Marktposition weiterhin stützen wird. Mit BeautiFill bringen Ärzte sich und ihre Praxis auf den neusten Stand der Ästhetischen Medizin und erhalten gleichzeitig die Möglichkeit, nicht nur ihr Leistungsportfolio zu erweitern, son- dern auch neue Einnahmequellen zu generieren.“ Alma Lasers GmbH • www.alma-lasers.de www.almalipolife.de K I E L MEDICAL ACADEMY Professional development | Aesthetics | Health | Research Injektions-Lipolyse: Fettpölsterchen wegspritzen Ob Hängebäckchen, ein Doppelkinn oder störende Fettpölsterchen im Wangenbereich – mithilfe der Injekti- ons-Lipolyse können Ärzte dem Gesicht wieder eine neue Struktur und so ein frischeres Aussehen zurückge- ben. Wichtig ist jedoch, dass sich die Behandler mit der Wirkweise er Fett-weg-Spritze auskennen und auch den handwerklichen Umgang beherrschen. Daher bietet die Kiel Medical Academy regelmäßig Workshops in ästhetischer Medizin an, bei dem sich auch Patienten als Modelle anmelden können. Laser/Ästhetik Lipolyse Fadenlifting 5. Juli 23. August 19. September 20. September Botulinumtoxin 6. Juli 24. August 21. September Hyaluron-Filler 7. Juli 25. August 22. September Kiel Medical Academy • Alter Markt 1 • 24103 Kiel • 0431 3801833 • info@kiel-medical-academy.com • www.kiel-medical-academy.com 30 face & body 2 2019
Pharmazie Hyaluronidase in der ästhetischen Dermatologie Produkte | ophthalmologischen Eingriffen werde das Medikament bereits seit Jahrzehnten zusammen mit Lokalanästhetika eingesetzt, da es die Diffusion dieser Substanzen beschleunige und verstärke. Verant- wortlich hierfür sei, so Dr. Fischer, die gewebeauﬂ o ckernde Wir- kung von Hylase® „Dessau“, auch „Spreading-Effekt“ genannt. Indem das Enzym die im Bindegewebe vorkommende Hyaluron- säure spalte und deren Hydrolyse befördere, verringere es die Vis- kosität der extrazellulären Matrix. Dies wiederum ermögliche es simultan applizierten Wirkstoffen wie Anästhetika, schneller, tiefer und großﬂ ächiger in das Gewebe einzudringen, wie Studien ein- drucksvoll bestätigt haben. Die Folge sei nicht nur eine raschere Akinesie und Analgesie des Operationsgebietes, sondern auch eine Reduktion von Schmerzen und Traumata. Dies kann den Heilungs- verlauf positiv beeinﬂ ussen. Anwendungsbereiche von Hylase® „Dessau“ und Dr. Storz® ALOE VERA 97,5 %* Gel Einsatzgebiete von Hylase® „Dessau“ sind aktuell in der Augen- chirurgie, wie z. B. bei Blepharoplastiken. Dr. Fischer stellte in ei- nem kurzen Exkurs auch das Dr. Storz® ALOE VERA 97,5 %* Gel vor. Sie selbst setzt dieses gerne nach Laserbehandlungen ein. Das unter pharmazeutischen Bedingungen hergestellte Medizin- produkt zeichne sich durch einen besonders hohen Gehalt an na- türlichem Aloe vera-Konzentrat sowie durch antiinﬂ ammatorische und feuchtigkeitsspendende Eigenschaften aus. Da bewusst auf Parabene und Farbstoffe verzichtet wird, sei es sehr gut haut- verträglich. Auf die behandelten Areale aufgetragen, lindere es verträglich. Auf die behandelten Areale aufgetragen, lindere es die gereizte oder trockene Haut, wirke kühlend und pﬂ egend, die gereizte oder trockene Haut, wirke kühlend und pﬂ egend, was auch Studien belegen. MW Ofﬁ ce • Tel.: 089 96086-373 Weitere Informationen unter: www.riemser.com Weitere Informationen unter: www.riemser.com Bei ästhetisch-chirurgischen Eingriffen kann die Coapplikation von Lokalanästhetikum und Hyaluronidase (Hylase® „Dessau“) die operativen Bedingungen und Ergebnisse optimieren. Auf der vom Pharmaunternehmen RIEMSER Pharma GmbH veranstal- teten Pressekonferenz im Mai 2019 referierten die Experten Dr. med. Tanja Fischer, Ärztliche Direktorin und Fachärztin für Der- matologie und Venerologie am Haut- und Lasercentrum Potsdam, und Prof. Dr. med. Peter Arne Gerber von der Klinik für Dermato- logie am Universitätsklinikum Düsseldorf, über den Einsatz von Hylase® „Dessau“ in der ästhetischen Dermatologie. Option zur Nachkorrektur von Filler-Injektionen Über die Verwendung von Hylase® „Dessau“ als Anästhesie-Adju- vans hinaus forschen sowohl Dr. med. Tanja Fischer als auch Prof. Dr. med. Peter Arne Gerber zum Einsatz von Hylase® „Dessau“ „Dessau“ nach Filler-Injektionen mit Hyaluronsäure – einem ästhetisch-der- nach Filler-Injektionen mit Hyaluronsäure – einem ästhetisch-der- matologischen Verfahren, das operative Behandlungsmethoden matologischen Verfahren, das operative Behandlungsmethoden vielfach abgelöst hat. Zwar handelt es sich hierbei um ein scho- vielfach abgelöst hat. Zwar handelt es sich hierbei um ein scho- nendes Vorgehen, dennoch lassen sich Über- oder Fehlkorrektu- nendes Vorgehen, dennoch lassen sich Über- oder Fehlkorrektu- ren nicht vollständig ausschließen. Hyaluronidase, der Wirkstoff ren nicht vollständig ausschließen. Hyaluronidase, der Wirkstoff von Hylase® „Dessau“, sei Dr. Fischer zufolge aufgrund seiner „Dessau“, sei Dr. Fischer zufolge aufgrund seiner Wirkweise als einziges Antidot in der Lage, Hyaluronsäure-Filler Wirkweise als einziges Antidot in der Lage, Hyaluronsäure-Filler in der Haut aufzulösen. „Aus Gründen der Patientensicherheit in der Haut aufzulösen. „Aus Gründen der Patientensicherheit und -zufriedenheit plädiere ich dafür, dass das Enzym in Praxen, und -zufriedenheit plädiere ich dafür, dass das Enzym in Praxen, die Hyaluronsäure-Injektionen durchführen, stets verfügbar sein die Hyaluronsäure-Injektionen durchführen, stets verfügbar sein sollte, sodass Fehlinjektionen, Knötchenbildungen oder Überkor- sollte, sodass Fehlinjektionen, Knötchenbildungen oder Überkor- rekturen behoben werden können“, betonte die Expertin – eine rekturen behoben werden können“, betonte die Expertin – eine Forderung, die auch Prof. Gerber vertritt. Weniger intra- und postoperative Schmerzen durch Hyaluronidase Neben den Kosten und Erfolgsaussichten stellt das Ausmaß der Neben den Kosten und Erfolgsaussichten stellt das Ausmaß der Beschwerden während und nach einer ästhetisch-dermatologi- Beschwerden während und nach einer ästhetisch-dermatologi- schen Behandlung für potenzielle Patienten zweifellos ein wichti- schen Behandlung für potenzielle Patienten zweifellos ein wichti- ges Entscheidungskriterium dar. Die Verwendung des in Deutsch- ges Entscheidungskriterium dar. Die Verwendung des in Deutsch- land unter dem Handelsnamen Hylase® „Dessau“ erhältlichen „Dessau“ erhältlichen Enzyms Hyaluronidase könne diese in vielen Fällen deutlich redu- Enzyms Hyaluronidase könne diese in vielen Fällen deutlich redu- zieren, wie Dr. med. Tanja Fischer in ihrem Vortrag erläuterte. Bei zieren, wie Dr. med. Tanja Fischer in ihrem Vortrag erläuterte. Bei face 2 2019 & body 31
| Produkte Abb. 1 Radiochirurgie Neue Maßstäbe in der Anwendung der Radiochirurgie Die Radiochirurgie hat sich in der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie schnell durch- gesetzt. Da die Radiochirurgie mit einer Ausgangsleistung im Megahertzbereich arbeitet, können die verschiedenen Ströme die Zellwände durchdringen und dadurch ein wesentlich besseres Ergebnis kreieren als bei der Hochfrequenz- chirurgie, die im Kilohertzbereich arbeitet. Durch den einstellbaren Koagulationsgrad in verschiedene Level von minimal bis stark kann so fein gearbeitet werden, dass kaum Einblutungen entstehen. Gerade bei plastischen Operationen im Gesicht ist dies von enormem Vorteil. Pa- tienten sind nach einigen Tagen wieder gesellschaftsfähig, da von der vorange- gangenen Operation keine Hämatome oder Schwellungen zurückgeblieben sind, wie auf dem postoperativen Bild deutlich zu sehen ist. Mit der Radiochirurgie kann so schonend und drucklos operiert werden und es kommt zu keinen Ne - krosen oder Verfärbungen – selbst beim initialen Hautschnitt! Exzidate können bis in die Schnittränder histologisch untersucht werden. Die Heilung erfolgt schnell und ohne überschüssiges Narbengewebe. Kann Ihr HF-Gerät das auch? Die Firma Meyer-Haake beweist die genannten Vorteile bei einer Demonstration am Fleischphantom oder stellt ausgebildetes Personal für eine OP-Begleitung zur Verfügung. Selbstverständlich können vorab Unterlagen angefordert werden. Überzeugen Sie sich gleich – im Download- bereich unserer Homepage stehen viele Mitschnitte von Live-Operationen und weitere Informationen bereit. In elf Kapiteln ist bestimmt auch etwas aus Ihrem Fachgebiet dabei. Gerne geben wir Ihnen die Zugangsdaten. Abb. 2 Abb. 1: Präoperativ. Abb. 2: Vier Tage postoperativ. Meyer-Haake GmbH • Tel.: 06002 99270-0 info@meyer-haake.com • www.meyer-haake.com Regeneration Winzige Revolution: Mikrodissektor löst Aknenarben mit NanoFat Bei Aknenarben und anderen feinen Konturdefekten im Gesicht ist jetzt eine neue Behandlungsoption verfügbar: eine sanfte Lösung zugrunde liegender Verwachsungen in Kombination mit gezielter Regeneration mittels NanoFat. Dazu werden zwei kürzlich entwickelte Verfahren kombiniert. Da war zunächst die mechanische Aufbereitung von Eigenfett zu NanoFat nach Patrick Tonnard und Alexis Verpaele, die regene- rative Zellen des Eigenfetts durch wesentlich feinere Kanülen als bisher injizieren. Mit dem NanoFat lässt sich ein Areal intradermal oder oberﬂ ächlich subdermal aufsuchen und regenerieren. Binde- gewebliche Einzüge brauchen aber lange Zeit, um auf eine rein konservativ-regenerative Therapie anzusprechen. Hier kommt die neu entwickelte Silkann GTI-Kanüle (Groove Tipped Injection) nach Amar ins Spiel. „Es ist uns gelungen, eine atrau- matische Kanüle mit einer Einkerbung an der Spitze in nur 25 Gauge herzustellen“, so Richard Walker vom Hersteller Sterimedix. Damit weicht die Kanüle Bindegewebssträngen nicht aus, sondern behält die Richtung bei und löst gezielt die Fasern beim Vorschieben ohne die Risiken einer scharfen Kanüle für Nerven und Gefäße. 32 face & body 2 2019 „Das einzigartige Design der Kanülenspitze erlaubt höchste Präzi- sion auch in ﬁ brösem Gewebe“, freut sich der Londoner Plastische Chirurg Olivier Amar, der an der Entwicklung beteiligt war. „In nur einem Vorgang werden feinste Narben gelöst und mit präzise injiziertem NanoFat regeneriert!“ Die neue GTI-Kanüle ist demnächst bei PonsaMed erhältlich. PonsaMed GmbH Tel.: 0228 96110445 www.ponsamed.de
| Spezial Veranstaltung „Von der Planung zum Eingriff – sichere Ästhetische Chirurgie“ Prof. Dr. med. Dennis von Heimburg In Kooperation mit der International Master Course on Aging Science (IMCAS) fand die XIX. Frühjahrsaka- demie der VDÄPC (Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen) in diesem Jahr vom 16. bis 18. Mai 2019 in der bayrischen Landeshauptstadt München statt. Anlässlich des medizinischen Fach kongresses traf sich internationales Fachpublikum aus der Ästhetischen Chirurgie, um unter dem Motto „Von der Planung zum Eingriff – sichere Ästhetische Chirurgie“ die Präzision und Risikominimierung von operativen Eingriffen aus verschiedenen Blickwinkeln zu thematisieren. „Ich freue mich sehr, dass im Rahmen der diesjähri- gen XIX. Frühjahrsakademie der VDÄPC viele hochwer- tige Seminare und Workshops zu den derzeit relevanten Themen im Bereich der Ästhetischen Chirurgie abge- halten wurden“, so Prof. Dr. med. Dennis von Heimburg, Präsident der VDÄPC. Richtlinien und Folgeoperationen Zum Einstieg erwartete die Teilnehmer ein Video-Sym- posium, in dem die Referenten verschiedene Faktoren Abb. 1: Podiumsdiskussion zur rechtlichen Lage der Fettgewebstransplantation unter der Mode- ration von Prof. Dr. von Heimburg. 34 face & body 2 2019 für eine erfolgreiche OP aufzeigten. Einen weiteren wich- tigen Aspekt bildete der Bereich der Folgeoperationen. Ein Thema, welches nicht nur aufgrund der immer jünger werdenden Patienten zunehmend an Relevanz gewinnt. Auch stehen viele Fachärzte der Plastisch-Ästhetischen Chirurgie vor der Aufgabe, Patienten zu behandeln, wel- che mit korrekturbedürftigen Voreingriffen anderer Ärzte zu ihnen kommen. Für den erforderlichen Zweiteingriff suchen die Patienten dann einen hoch qualiﬁzierten Spezialisten auf. Optimierte OP-Planung Ein weiterer Fokus der Tagung lag auf dem optimalen Zeitmanagement der OP-Planung in Verbindung mit der bestmöglichen Sicherstellung des alltäglichen Ablaufs in der Praxis bzw. Klinik. Tagungspräsident Prof. Dr. Hisham Fansa, der gemeinsam mit Dr. Dominik von Lukowicz in diesem Jahr zu der Veranstaltung einlud, erklärt: „Die diesjährige Frühjahrsakademie bot den Teilnehmern ein lehrreiches und informatives Programm rund um die Si- cherheit bei der Planung und Durchführung von Ästhe- tischen Eingriffen an.“ Insbesondere für Fachärzte der Plastisch-Ästhetischen Chirurgie, die am Beginn ihrer Laufbahn stehen, sollte ein sicherer Zugang zu den ope- rativen Abläufen ermöglicht werden. Hierbei gelten als oberste Prioritäten die Patientensicherheit sowie die Mi- nimierung der Risiken und die höchstmögliche Präzision. Stehen Eigenfettbehandlungen durch ästheti- sche Chirurgen vor dem gesetzlichen Aus? Anlässlich der aktuellen Thematik fand eine Podiumsdis- kussion zur rechtlichen Lage der Fettgewebstransplanta- tion unter der Moderation von Prof. von Heimburg statt. An der Diskussion nahmen teil: Dr. Ralf Sanzen bacher vom Paul-Ehrlich-Institut (Bundesinstitut für Impfstoffe und
Veranstaltung Spezial | biomedizinische Arzneimittel, Section Tissue Enginee- ring und Cell Therapeutics) sowie Univ.-Prof. Dr. Lukas Prantl, DGPRÄC-Vizepräsident, und das anwesende Fac hpublikum. Das PEI (Paul-Ehrlich-Institut), vertreten durch Herrn Dr. Sanzenbacher, geht davon aus, dass die Umsetzung der europäischen Geweberichtlinien durch den deutschen Gesetzgeber dazu geführt hat, dass – Ausnahmen aus- genommen – die Fettgewebstransplantation in den An- wendungsbereich des Arzneimittelgesetzes fällt. Dies würde die Verwendung für den Plastischen Chirurgen deutlich komplizierter machen und Patienten könnten dann nicht mehr davon proﬁtieren. Allerdings gibt es Aus- nahmen, die nach Ansicht der Plastischen Chirurgen die Anwendung weiterhin problemlos und unbürokratisch ermöglichen: Das Gewebe (stofﬂiche Beschaffenheit) bleibt unverändert, Entnahme und Verpﬂanzung erfolgen in derselben Operation, das Transplantat erfüllt im Ziel- gewebe dieselbe Funktion wie zuvor. Fazit: Derzeit denkt das PEI, als Vertreter des Gesundheitsministe riums, da- rüber nach, ob eine Meldung der durchgeführten Fett- gewebstransplantationen an das PEI nach Arzneimittel- gesetz erforderlich ist. Prof. von Heimburg erläutert dazu: „Ich gehe davon aus, dass unter Berücksichtigung der angesprochenen Ausnahmeregelung die Transplantation auch in der Zukunft weiter möglich sein wird.“ Die Frühjahrsakademie der VDÄPC bot ihren Teilneh- mern auch in diesem Jahr ein fachlich hoch spezialisier- tes Forum auf internationalem Niveau. Abb. 2 Abb. 3 Abb. 2: Tagungspräsident Prof. Hisham Fansa. Abb. 3: Tagungspräsident Dr. Dominik von Lukowicz. Kontakt VDÄPC – Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen Bergmannstraße 102 10961 Berlin Tel.: 030 6900405-10 Fax: 030 6900405-11 info@vdaepc.de www.vdaepc.de Abb. 4: Die Industrieausstellung bot zahlreiche Gelegenheiten für fachlichen Austausch. face 2 2019 & body 35
| Spezial Laserbehandlung m o c . k c o t s r e t t u h S / c t e v a r u h Z a ﬁ o S © Eine Wellenlänge voraus – neue Lasergeneration macht Haarentfernungen noch efﬁ zienter Claudia Karlsen Etwa 70 Prozent der Frauen unter 35 Jahren lassen sich ihre Haare unter den Achseln, an den Beinen und im Intimbereich entfernen. Das Epilieren, Waxen oder Rasieren ist somit nicht mehr die Ausnahme, sondern schon lange gängige Praxis geworden. Die Therapie mit Licht ist die effektivste Methode, um Haare dauerhaft zu reduzieren bzw. zu entfernen. Der neue MeDioStar® von Asclepion Laser Techno- logies bietet dabei optimalste Ergebnisse durch seinen speziellen Wellenlängen-Mix und viele weitere technische Features. In verschiedenen wissenschaftlichen Studien wurde aufgezeigt, dass die Wellenlänge 810 nm ideal geeig- net ist, um eine dauerhafte Reduktion der Haare zu erreichen. Sie gewährleistet die optimale Absorption im Zielareal Melanin und schont dabei gleichzeitig das um liegende Gewebe. Der einzigartige Wellenlängen-Mix des MeDioStar® aus dem Hause Asclepion erfasst da- bei zusätzlich die Gefäße und verbessert dadurch die Ergebnisse. Neue Features machen die Behandlung effektiver Der neue MeDioStar®, die 6. Generation des Hochleis- tungsdiodenlasers, bietet mehr Leistung, kürzere Impulse und höhere Geschwindigkeiten. Er ist damit die aktuellste Innovation von Asclepion in Technologie und Design. Die einzigartige Diodentechnologie mit einer Wellen längen- Kombination von 810/940 nm, variabler Pulslänge ( 3 – 400 ms) 36 face & body 2 2019
Laserbehandlung Spezial | und der höchst efﬁzienten Kühlung garantiert eine sichere Behandlung aller Hauttypen (I–VI). Mit einer Leistung von bis zu 5.000 Watt und einer Spotgröße von 10 cm2 er- möglicht der MeDioStar® gleichzeitig eine höhere Ein- dringtiefe, um die tiefer liegenden Haarfollikel zu zerstö- ren. Diese Parameter machen die Behandlung effektiver, schneller und sanfter als zuvor. Die Geräte- und Handstückkühlung ist noch leistungs- fähiger und ermöglicht dadurch eine angenehmere Be- handlung für den Arzt und Patienten. Zudem besteht die Möglichkeit, zwei Handstücke gleichzeitig anzuschlie- ßen. Der Trolley ist ﬂexibler und kann künftig mit neuen Hightech-Modulen ausgestattet werden. Die neuen Mono lith-Handstücke sind stärker, leichter, ergonomi- scher. Für mehr Komfort sorgt der Funkfußschalter, und die neuen Service-Features ermöglichen, das System noch leichter zu warten. Andere Anwendungsgebiete Der neue Hochleistungsdiodenlaser ist ebenso in vie- len weiteren Anwendungsgebieten einsetzbar und bie- tet damit modernste Behandlungsmöglichkeiten am gan- zen Körper. Für größere erweiterte Gefäße, die in der Regel auch tiefer in der Haut liegen, wie zum Beispiel bei Besen- reisern an den Beinen, ist die Eindringtiefe des grünen bzw. gelben Lichts oft nicht ausreichend. Hierfür braucht face 2 2019 & body 37
| Spezial Laserbehandlung man eine längere Wellenlänge des Lichts im nahen Infrarotbereich mit aus reichend hoher Leistung. Der MeDio Star® verfügt über ein 940 nm Handstück mit einem kleinen Spot, welches speziell für die Behandlung von Blutgefäßen entwickelt wurde. ÄsthetikGuide für ästhetische und medizinische Leistungen tion anregt, den Stoffwechsel er- höht und das Hautbild verbes- sert. edition 2019 Asclepion als verlässlicher Partner Anti-Aging-Behandlungen machen in zwischen rund 50 Prozent aller ästhetischen Behandlungen aus. Während sich Falten gut mithilfe von Fillern, Botulinumtoxin oder ablativen Lasern lindern lassen, gibt es eine Vielzahl weiterer dermatologischer Probleme – zum Beispiel Pigment- störungen, Sonnenschäden, Akne oder großporige Haut –, die das ästhetische Erscheinungsbild der Haut beeinträch- tigen. In diesen Fällen bedarf es Verfah- ren, die eine großﬂächige und tiefgehende Erneuerung der Haut ermöglichen. Während in der Vergangenheit über- wiegend chemische Peelings für die Hautverjüngung und die Aknebehandlung empfohlen wurden, hat sich inzwi- schen die Lasertechnologie bewährt. Der MeDioStar® bietet die Ergebnisse beider Optionen. Die Laserhand- stücke ermöglichen mit der 810 nm-Wellenlänge eine Erwärmung der Epidermis, welche die Kollagenproduk- Über 10.000 Anwender welt- weit mit mehr als 5.000.000 zufriedenen Patienten spre- chen für sich: Die bewährte Laserexpertise von Asclepion Laser Technologies beruht auf Kompetenz und Erfahrung. Mit einer Vielzahl von Produk ten und Serviceleistungen unter - stützt das Jenaer Unternehmen seine Kunden in allen Phasen der Kaufent scheidung, und auch weit da rüber hinaus. Ein hoch spezialisierter technischer Service, das Trainingszentrum der ACADEMY, die On- line-Plattform WEBCLUB und verschiedene Marketing- Kits für eine rasche Etablierung der Leistungen in der Praxis sind nur einige Beispiele für die partnerschaft- liche Zusammen arbeit. Darauf vertrauen bereits Laser- anwender in über 70 Ländern. Die umfassende Übersicht alle Laser bietet der ÄsthetikGuide Um das breite Produktportfolio und dessen beeindru- ckende Indikationsvielfalt richtig einsetzen und anwen- dem zu können, liegt dieser Ausgabe der face & body der ÄsthetikGuide (Edition 2019) des Laser-Spezialisten Asclepion bei. Darin ist genauestens aufgeschlüsselt, mit welchem Qualitätsprodukt der Anwender welche Thera- pieformen ausführen kann, von A wie Ablation bis V wie Verjüngung. Auch die einzelnen Speziﬁkationen der La- ser, wie die Leistung, Frequenz, verfügbare Wellen- und Pulslän ge, sind im Guide aufgeführt. Interessierte erhalten so eine wertvolle Übersicht und können sich für weitere Informationen jederzeit an das Unternehmen wenden. Kontakt Asclepion Laser Technologies GmbH Brüsseler Straße 10 07747 Jena Tel.: 03641 7700-100 Fax: 03641 7700-102 info@asclepion.com www.asclepion.de 38 face & body 2 2019
T D E R P LASTISCH E N, R F E K O N S T R U K T I V E N U N D ÄST H E T LLSC H A E S E G E H C S T U E D N E G R ISCHEN CHIRU 50. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC) 24. Jahrestagung der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC) Anatomical Dissection Course April 21, 2020 28th Stuttgart Advanced Course for Rhinoplasty with Live Surgical Demonstration April 22 - 23, 2020 3rd Stuttgart Symposium on Nasal Reconstruction with Live Surgery April 24 - 25, 2020 Marien Ihr Partner für Kongresse 50. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (DGPRÄC) 24. Jahrestagung der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch- Plastischen Chirurgen (VDÄPC) 26. - 28. September 2019 | Hamburg Prof. Dr. Detlev Hebebrand | Dr. Jörg Elsner www.dgpraec-2019.de 32. Jahrestagung der Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland e. V. (GÄCD) 15. - 16. November 2019 | Köln Dr. Ziah Tauﬁg www.gacd.de 28th Stuttgart Advanced Course for Rhinoplasty with Live Surgical Demonstration 22. - 23. April 2020 | Stuttgart 3rd Stuttgart Symposium on Nasal Reconstruction with Live Surgery 24. - 25. April 2020 | Stuttgart Prof. Dr. Dr. Wolfgang Gubisch | Dr. Helmut Fischer Dr. Sebastian Haack www.stuttgart-rhinoplasty-2020.de www.bb-mc.com
| Spezial Veranstaltung Fokus auf die 4 Dimensionen der Schönheit Bärbel Ribbeck Das Schweizer Unternehmen TEOXANE hatte nach München eingeladen, um das erfolgreiche Fortbildungs- konzept BEAUTY CIRCLE weiterzuführen. Das nahmen rund 250 Anwender und einige Vertreter der Fach- presse zum Anlass, am 25. Mai 2019 im Münchener Hotel Andaz dabei zu sein. Abb. 1: Eröffnung mit Dr. Elisabeth Schuhmachers und Dr. Stefan Lipp. Die Fachvorträge standen thematisch unter dem Titel „Die 4-Dimensionen für die Schönheit“ und die hoch- karätigen Referenten nahmen sowohl bei den Vorträgen als auch bei den umfangreichen Live-Demonstrationen immer wieder Bezug auf die Zusammenhänge von Ana- tomie, Analyse, Technik und Produkt. Mark Posselt aus München blickt bereits auf 13 Jahre Erfahrungen im Bereich der minimalinvasiven Ästhetik zurück und machte an Beispielen deutlich, wie wichtig es für jeden erfahrenen Behandler ist, weiterhin an der Injektionstechnik zu arbeiten und seine Skills zu trainie- ren. Besonderes Augenmerk galt der Vorstellung und Demonstration der Carpeting Technik, bei der die Filler zur Rehydration und Faltenprävention großﬂächig trop- fenweise eingebracht werden. Des Weiteren betrachtete er in seinen Ausführungen die unterschiedlichen Heran- gehensweisen bei der Behandlung von jüngeren und äl- teren Patienten. Während in jungen Jahren erste Alters- erscheinungen als störend empfunden werden, gilt es, bei den reiferen Patienten die Alterungsprozesse in ihrer Gesamtheit zu verstehen und gezielte Maßnahmen zu er- greifen, ohne nur „Faltenjäger“ zu sein. Die verschieden- artigen Wünsche und Erwartungen der Patienten muss der Behandler auch auf der emotionalen Ebene erken- nen, um mit deren Ängsten umzugehen und den Pa- tienten mit medizinischer Sicherheit den größtmöglichen Komfort zu bieten. Priv.-Doz. Dr. Georg Huemer aus Linz/Wels, Österreich stellte seine PJURE-Lift Methodik für ein softes Lifting vor und ging in seinem Vortrag insbesondere auf die Risiko- minimierung und Behandlungsgrenzen ein. Immer mehr junge Patienten haben zum Teil unrealistische Wünsche und kommen mit einem gewissen Druck, der durch die sozialen Medien ausgelöst wird, in seine Klinik. Die teil- 40 face & body 2 2019
Veranstaltung Spezial | Abb. 2 Abb. 3 Abb. 2: Vortrag von Dr. Michael Makula. Abb. 3: Live-Demonstration von Dr. Melanie Hartmann. weise stark geschönten Darstellungen auf diversen Platt- formen erhöhen den Aufklärungsbedarf und die Verant- wortung der Anwender enorm. Eine Hyaluronsäurebehandlung stellt das Fundament für die minimalinvasive Gesichtsverjüngung dar, wobei die Kombination einer Reihe verschiedener Behandlungen mehr ist als die Summe der Einzelbehandlungen. In sei- nem Vortrag ging Dr. Huemer auch auf andere Möglich- keiten wie Needling, Botulinumtoxin und Laser ein. In sei- ner Live-Demo zeigte Dr. Huemer die Behandlung der Regio Orales und Nasalis bei weiblichen und männlichen Probanden. Diese Vorführung stieß beim Fachpublikum auf sehr reges Interesse, da Korrekturen der Nase auf- grund des Risikos von Komplikationen nur noch selten live gezeigt werden. Dr. Michael Makula aus Bad Reichenhall begann seinen Vortrag beim Ursprung der Menschheitsgeschichte vor Millionen Jahren. Er richtete das Augenmerk auf Mor- phologie und Proportion und schilderte die Entwicklung der anthropologischen Ästhetik und ihre Bedeutung für die Gegenwart und unsere heutigen Behandlungen bis hin zum TEOXANE Approach in vier Dimensionen: Ana- lyse, Anatomie, Technik und Produkt. Diesen theoreti- schen Ansatz übertrug er in seinem Live-Treatment sehr anschaulich in die Praxis der Unterspritzung. Dr. Thomas Zimmermann aus Frankfurt am Main lenkte den Blick des Auditoriums auf das Proﬁl und referierte über seine Proﬁloplasty unter Beachtung der gravieren- den Änderungen des knöchernen Schädels im zuneh- menden Alter. Er beschrieb verschiedene Möglichkei- ten von Restore-Effekten am Knochen und zeigte die jeweiligen Volumenregenerationspunkte auf. In jedem Gesichtsdrittel kann mit der Fillerinjektion in verschie- denen Ebenen (in der Tiefe, der Faszien- und Muskel- region oder subkutan) dem Volumenverlust entgegen - gewirkt werden. tionalen Ebene? Er gab jedem Zuhörer eine Kommunika- tionsstrategie für den Notfall an die Hand, indem er eine Grundregel erläuterte. Schwierige Gespräche sollten zu- erst auf der Beziehungsebene geführt werden, weil der Kommunikationspartner anschließend viel offener für die Inhaltsebene ist. Diese Taktik hilft übrigens nicht nur bei Patientengesprächen, sondern ist auch in verschiedenen Alltagssituationen erfolgreich anwendbar! Dr. Melanie Hartmann aus Hamburg zeigte in zwei Live- Vorführungen an älteren weiblichen Probanden (über 50 bzw. über 60 Jahre) Schlüsselindikationen für mehr „Leichtigkeit“. Bei nahezu gleicher Indikation, jedoch unterschiedlicher Haut- und Fettsituation, wirkt ihre Methode der Schwerkraft, dem „Sacking“, entgegen. Mit verschiedenen Produkten demonstrierte sie die Fä- chertechnik auf zwei Ebenen im Bereich der Kinnlinie: am Knochen und an der Oberﬂäche. Dann zeigte sie eindrucksvoll die Hebewirkung an der Schläfe. Immer mit dem Hinweis auf verschiedene Injektionstechniken (stumpf oder spitz). Der Kongresstag wurde durch die Präsenz hochkarätiger Industriepartner vor Ort abgerundet. Die Repräsentanten von Cynosure, Canﬁeld, dem KVM Verlag und NOVVIA (Distributor von TSK sowie dem Dermapen) standen auch beim abendlichen Get-together den Teilnehmern für Gespräche zur Verfügung. Diese Möglichkeiten wur- den zahlreich genutzt. Neben dem regen Austausch zwischen Fachpublikum und Referenten wurde bei dem Treffen in München auch verstärkt auf die Interaktionen in den sozialen Medien gesetzt und erste Impressionen vom 3. TEOXANE BEAUTY CIRCLE sofort in den ver- schiedenen Netzwerken geteilt. So schließt TEOXANE den Bogen vom Hersteller über den Anwender bis hin zum Nutzer der Produkte. Kontakt Prof. Dr. Matthias Volkenandt aus München sprach in seinem äußerst unterhaltsamen Vortrag ein ganz an- deres Thema an. Es ging um die richtige Kommunika- tion mit den Patienten. Womit beginnt ein gelungenes Pa tientengespräch? Auf der fachlichen oder der emo- TEOXANE Deutschland GmbH Am Lohmühlbach 17 85356 Freising Tel.: 08161 14805-0 info@teoxane.de face 2 2019 & body 41
| Spezial Hyaluronanwendungen © carol_ann –stock.adobe.com Von Hydratisierung der Haut bis Volumenaufbau: Multitalent Hyaluron ermöglicht individualisierte Behandlungskonzepte Susanne Pickl Erfrischtes und natürliches Aussehen mit einer prallen, faltenfreien Haut – diese Behandlungsergebnisse wün- schen sich Patienten häuﬁ g bei ästhetischen Gesichtsbehandlungen. Will man diese Bedürfnisse erfüllen, können verschiedene Behandlungskonzepte mit Hyaluronsäure eingesetzt werden, erklärte Dr. Maja Waibel, niedergelassene Dermatologin aus Berlin. Sie demonstrierte bei einem Workshop von Galderma auf der Fach- tagung DERM1 im Rahmen einer Live-Demonstration, wie durch den Einsatz von Restylane® SkinboostersTM die Hautqualität verbessert und Volumenverluste mit Hyaluronsäure-Fillern ausgeglichen werden können. Das angestrebte Ziel ästhetischer Gesichtsbehand- lungen ist ein harmonisches Gesamtergebnis. Um dies zu erreichen, sollte die Aufmerksamkeit des Behandlers stets dem gesamten Gesicht gelten, betonte Waibel. Bei diesem „Full Face Approach“ können „viele kleine Stell- schrauben“ adjustiert werden. Besonders wichtig sei es, zunächst eine vertrauensvolle Beziehung zum Patienten aufzubauen und gemeinsam mit ihm z. B. Hautbeschaf- fenheit und Volumenverlust zu analysieren. Das Harmony- Programm von Galderma biete dabei wertvolle Hilfe. Anschließend könne man einen individuellen Behand- lungsplan entwickeln. Der Patient sei aktiv in den Prozess eingebunden, sodass ihm auch die Vorteile von Kombi- nationsbehandlungen vor Augen geführt werden können, unterstrich Waibel. Durch die systematische Analyse des gesamten Gesichtes können bessere Behandlungs- ergebnisse und eine höhere Patientenzufriedenheit er- reicht werden, berichtete sie. Hautqualität zentraler Faktor Ein wichtiger Baustein der Analyse ist die Hautqualität, die nach den Worten Waibels oft bei der Beurteilung vernachlässigt werde. Die Hauttextur bestimmt maß - 42 face & body 2 2019
Hyaluronanwendungen Spezial | geblich die Wahrnehmung zur Ausstrahlung, zudem spie- len Elasti zität und Gleichmäßigkeit der Hautfärbung eine Rolle. Eine Reihe von Faktoren be einﬂussen die Haut- qualität. Jugendliches Aussehen wird gleichgesetzt mit einer ebenmäßigen Hauttextur, mit feiner, straffer Haut ohne Falten und einer gesunden, ebenmäßigen Färbung. Mit dem Alter schwindet jedoch das Binde gewebe und der Hyaluronanteil sinkt erheblich. Elastizitäts- und Festigkeitsverlust sind die Folgen. Ist die Haut rau und dehydriert, verliere das Gesicht an Ausstrahlung, so Waibel. Dies hänge auch mit den Reﬂexionseigen- schaften der Haut zusammen: Keratine und Melanine in der Epidermis sowie Kollagen- und Elastinfasern in der Dermis tragen entscheidend zur Lichtstreuung in der Haut bei. Restylane® SkinboostersTM hydratisieren tiefe Hautschichten Die sichtbare Hautqualität kann durch Restylane® Skin- boostersTM verbessert werden. Sie bestehen aus stabili- siertem Hyaluron und hydratisieren die Haut 2, 3, steigern die Elastizität 2, 3, 4, glätten die Hautoberﬂäche und re- duzieren feine Linien und Fältchen.4 „Die Haut wird da- durch zum Strahlen gebracht“, verdeutlichte Waibel. Die Skinbooster haben eine klinisch belegte Wirkdauer von bis zu zwölf Monaten.5 Produktauswahl nach Körperregion und Hautqualität Für Veränderungen an Oberlippe, Unterlippe, unterer Wange, Kinn sowie Unterkiefer eignet sich die Behand- lung mit Restylane® SkinboostersTM (Vital Light und Vital). Darüber hinaus werden die Skinbooster auch einge- setzt für den oberen Wangenbereich und Krähenfüße sowie Hals, Dekolleté und die Verjüngung der Hände. Die Produktauswahl sollte individuell je nach Haut- qualität ge troffen werden: Restylane® SkinboostersTM Vital mit 20 mg/ml stabilisiertem Hyaluron (niedrige Hebe kapazität) sorgt für mehr Gewebeabdeckung bei dickerer Haut.6 Restylane® SkinboostersTM Vital Light mit 12 mg/ml stabilisiertem Hyaluron (sehr niedrige Hebe - kapazität) ist optimal für weniger Gewebeabdeckung bei dünnerer Haut, wie zum Beispiel am Hals. Injektionstechnik: Fächertechnik mit retrograder Injektion Die Produkte können im Wangenbereich an drei In- jek tionspunkten (obere, mittlere, untere Wange) mit der atraumatischen Kanüle in retrograder Fächertech- nik injiziert werden. Eine weitere Option ist die Injektion mit spitzer Nadel, z. B. im Bereich des Kinns, wobei ein- zelne Boli gesetzt werden – hierfür eignet sich Restylane® SkinboostersTM Vital Light. Die SkinboostersTM werden tief dermal bis subkutan injiziert, wobei stets auf den Ver- lauf von Gefäßen und Nerven zu achten ist. „Skinbooster sollten nicht innerhalb des knöchernen Orbitarandes injiziert werden, da aufgrund der starken Wasserbindung sonst Ödeme und Schwellungen auftreten können“, er- klärte Waibel. Volumenverlust auffüllen und Hautqualität verbessern Auch für den Volumenaufbau eignen sich Hyaluron- säureﬁller. Die Ästhetikexpertin veranschaulichte an ei- ner Probandin, wie ein Volumenverlust im Mittelgesicht ausgeglichen werden kann. Zudem füllte sie ein geringes Volumendeﬁzit im Kinnbereich auf; bei starken Volumen- verlusten riet sie zu Restylane® VolymeTM oder DefyneTM. Dr. Waibel injizierte mit retrograder Technik, sodass das Gel beim Zurückziehen der Nadel appliziert wird. Dies sei der sicherste Weg, um nicht in ein Blutgefäß zu inji- zieren. Zur „Erfrischung“ der Lippen setzte sie Restylane® SkinboostersTM Vital Light ein. Stirn und Schläfen bezeichnete sie als Areale für Fort- geschrittene. An der Stirn löste Waibel mit der atrauma- tischen Kanüle die Haut von den Faszien und injizierte anschließend Restylane® SkinboostersTM Vital Light ﬁn- gerbreit über der Augenbraue. Außerdem behandelte sie Hals und Hände der Probandin mit Vital Light sowie das Dekolleté mit Vital. Bei der atraumatischen Injek- tionstechnik an den Händen kann entweder von einem ventralen Punkt aus fächerförmig gearbeitet – oder das Material von einzelnen Punkten zwischen den Fingern in Richtung des Handrückens injiziert werden. Zufriedene Patienten „Mit den Skinboostern kann in bestimmtem Maß Volumen aufgefüllt und gleichzeitig die Hautqualität verbessert werden“, beschrieb Waibel die Vorteile der Anwendung. Auch die Patienten sind nach der Skinbooster-Behand- lung sehr zufrieden, wie Befragungen verdeutlichen (siehe Infobox Seite 44 unten). Harmony-Programm für eine systematische Gesichtsanalyse Das Patienten-Managementprogramm ermöglicht eine systematische und standardisierte Gesichtsanalyse. Anhand des Harmony-Index sind so Volumen (Absinken, Volumenverlust), statische und dynamische Falten, Haut- beschaffenheit (Oberﬂächenrauigkeit, Dehydrierung, Elastizität) und Morphologie (Ungleichgewicht, Asymmetrie) zu bewerten. www.galderma-aesthetik.de face 2 2019 & body 43
H b m G m u i r o t a r o b a L H b m G m u i r o t a r o b a L a m r e d a G © l a m r e d a G © l Patientin vor (Abb. links) und nach einer Behandlung (Abb. rechts) mit Restylane® SkinboostersTM. Dr. Waibel zeigte sich überzeugt von der Effektivität der Behandlung: „Bei jüngeren Patienten bis etwa 45 Jahre führt bereits eine Behandlung mit SkinboostersTM zu einer strahlend schönen Haut für etwa ein Jahr.“ Bestmögliche Ergebnisse ließen sich für die meisten Patienten mit zwei Aufbaubehandlungen erreichen.8 Nur bei Patientinnen mit schwer geschädigter Altershaut riet sie zu einer drei- maligen Behandlung. Teilweise gebe es beeindruckende Langzeiteffekte hinsichtlich Hautqualität und Lifting- Effekt der Wange, wie der Fall einer ihrer Patientinnen zeigt. Fazit für die Praxis Dr. Waibel, die schon seit 20 Jahren in der Ästhetik prak- tiziert, zog ein Resümee: „Der Einsatz von SkinboostersTM kann zu einer signiﬁkanten ästhetischen Verbesserung als auch einer Verbesserung der Hautqualität gemäß Global Aesthetic Improvement Scale (GAIS) führen. Die Hydra- tation der Haut wird signiﬁkant gesteigert und eine hohe Patientenzufriedenheit erzielt. Der kombinierte Einsatz von Hyaluronﬁllern vervollständigt die Behandlungsmög- lichkeiten im Sinne eines ‚Full Face Approaches‘.“ Quellen 1 Workshop „Restylane® Skinboosters™: Erweiterte Indikationen und Kom- bination mit Volumenaufbau“, veranstaltet von der Galderma Laboratorium GmbH am 15. März 2019 anlässlich der Fachtagung DERM in Frankenthal. 2 Distante et al. DermatolSurg. 2009 Feb; 35 (Suppl1):389–393. 3 Williams et al. J CosmetDermatol. 2009 Sep; 8(3):216–225. 4 Kerscher et al. DermatolSurg. 2008 May; 34(5):720–726. 5 Gubanova et al. Esteticheskaya Meditsina (Aesthetic Medicine) 2010; 1:94–98. 6 Gubanova et al. Posterpräsentation auf dem IMCAS- Kongress, Paris, 2015. 7 Gubanova et al. J Drugs Dermatol. 2015 Mar 1; 14(3):288–295. 8 Kerscher et al. Poster: Restylane Skinboosters for improved facial skin quality using two treatment sessions. Patientenzufriedenheit im Mittelpunkt · 100 % der Patienten sehen Verbesserungen bis zu 12 Monate nach der ersten Aufbaubehandlung.7 86 % der Patienten glauben, dass sie jünger aussehen.7 · · 91 % der Patienten sagen, dass ihr Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen verbessert wurde.6 · 100 % der Patienten berichten, dass ihre Erwartungen er- füllt wurden.4 · 96 % der Patienten möchten die Behandlung gerne wieder - holen oder fortsetzen.5 44 face & body 2 2019 Kontakt Galderma Laboratorium GmbH Toulouser Allee 23 a 40211 Düsseldorf Tel.: 0211 58601-00 Fax: 0211 58601-01 kundenservice@galderma.com www.galderma.de
Interview Spezial | Welche Anforderungen muss ein Kryolipolyse-Gerät erfüllen? Frau Dr. med. Rebecca Naumann im Gespräch mit face & body Claudia Karlsen Bei der Fettzellenbehandlung mit Kälte kommt es auf die Technik an: Die führenden Anbieter im deutsch- sprachigen Raum setzen auf zertiﬁzierte Medizintechnik. Doch wo liegen die Unterschiede und welche Anforderungen muss ein Kryolipolyse-Gerät im Praxisalltag erfüllen? Ein Interview mit Dr. med. Rebecca Naumann, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin und Spezialistin für Kryolipolyse-Behandlungen, die Erfahrungen mit mehreren Geräten gesammelt hat. Sie bieten seit Jahren die medizinische Kryolipolyse in Ihrer Praxis an. Wann kommt die Kryolipolyse in Ihrer Praxis zum Einsatz? Momentan sehr häuﬁg, der Sommer naht! Bei kleinen bis mittelgroßen Fettdepots zur lokalen und gezielten For- mung der Silhouette. Bei stark übergewichtigen Patien- ten mit Wunsch nach Gewichtsreduktion wird eine Be- handlung allerdings nicht empfohlen. Was muss ein gutes Kryolipolyse-Gerät leisten? An erster Stelle steht die Sicherheit sowie die zuver- lässige Erbringung guter Resultate, was zu einer face 2 2019 & body 45
| Spezial Interview „Ganz wichtig ist eine große Auswahl an morphologisch geformten Applikatoren, die eine Behandlung verschiedener Körperzonen ermög lichen.“ Dr. med. Rebecca Naumann hohen Patientenzufriedenheit führt. Dies erfordert eine efﬁziente, gleichmäßige Kühlleistung des Gerätes. Eine intuitive, anwenderfreundliche Bedienbarkeit ist ebenfalls sehr wichtig. Außerdem sollte es efﬁzientes Arbeiten ermöglichen. Die gleichzeitige Behandlung von mehreren Zonen spart Zeit und ist für Patient sowie Behandler ein großer Gewinn. Meist wird ja nicht nur eine Zone behandelt, sondern mehrere Zonen. Welche Kryolipolyse-Geräte verwenden Sie? Wir bieten seit Jahren die Kryolipolyse in unserer Pra - xis an. Seit einem Jahr setzen wir auch das CRISTAL ein, das im deutschsprachigen Raum exklusiv von ICE AESTHETIC vertrieben wird. Was waren die auslösenden Argumente, sich für dieses Kryolipolyse-System zu entscheiden? CRISTAL ermöglicht die gleichzeitige Behandlung mit zwei Applikatoren. So können beide Hüften, Oberarme oder Schenkel parallel behandelt werden. Das Unternehmen ICE AESTHETIC bietet außerdem diverse Vorteile anderen Anbietern gegenüber. Die feh- lenden Lizenzgebühren ermöglichen eine faire Preis- gestaltung: attraktiv für den Patienten und lukrativ für den Behandler. Natürlich waren wir nicht bereit, Einbu- ßen in puncto Sicherheit und Qualität in Kauf zu nehmen. Auch in dieser Hinsicht ist das CRISTAL hervorragend. Ein weiterer Vorteil bei ICE AESTHETIC besteht darin, dass das Gerät individuell einstellbar ist und die Behand- lung somit genauer auf den einzelnen Kunden und des- sen Fett depots abgestimmt werden kann. Gibt es aus Ihrer Sicht Unterschiede in der Leistung und im Service bei den einzelnen Anbietern? Was ist für Sie wichtig? Worauf achten Sie bei der Auswahl und Entscheidung für einen Anbieter? Viele Anbieter bieten Unterstützung, was das Marketing und die Rekrutierung neuer Patienten betrifft. Individuelle Unterstützung beim Marketing ist möglich, der Arzt muss aber oft selbst die Initiative ergreifen. Bei ICE AESTHETIC besteht ein Partnermodell. Es stehen drei verschiedene Optionen zur Verfügung, welche Service, Wartung sowie Marketing beinhalten. Eine ansprechende Website mit umfassenden Informationen für Patienten ist auch dabei. Individuelle Wünsche, wie z. B. Printinserate oder Social- Media-Marketing inkl. Vermittlung von Inﬂuencern, wer- den erfüllt. Ein sehr erfolgreiches Modell. 46 face & body 2 2019
Interview Spezial | Eignen sich die verschiedenen Geräte auf dem Markt für unterschiedliche Indikationen? Ganz wichtig ist eine große Auswahl an morphologisch geformten Applikatoren, die eine Behandlung verschie- dener Körperzonen ermöglichen. Insgesamt sind die Applikatoren bei den führenden Herstellern aus dem Medizintechnikbereich in Größe und Form recht ähn- lich. Gewisse Unterschiede gibt es dennoch. So ist zum Beispiel die Platte zur Behandlung der Reiterhosen bei CRISTAL größer als bei anderen Herstellern. Ein stark gebogener Applikator fehlt allerdings, was bei seitlicher Behandlung von Love Handles oder der Männerbrust manchmal besser geeignet wäre. Dafür hat man bei den kleinen Applikatoren mehr Auswahl und praktisch keine Grenzen. Haben Sie Erfahrung mit Modellen ohne Medizin- technik-Zulassung gesammelt? Wenn ja, wie gut waren diese? Persönlich habe ich keine Erfahrungen mit Geräten ohne Medizintechnik-Zulassung gemacht. Ich habe aber schon viele Kunden betreut, die vorher eine Kryolipolyse- Behandlung von einer Kosmetikerin durchführen ließen: Diese Kunden haben berichtet, dass die Behandlungen deutlich weniger intensiv waren. Positive Ergebnisse gab es keine. Raten Sie generell bei Kryolipolyse-Geräten, auf die Medizintechnik-Zulassung zu achten oder reichen auch die „kosmetischen“ Geräte aus? Auf die Medizintechnikzulassung ist unbedingt zu ach- ten, da dabei aufgrund der strengen Zulassungskrite- rien ein deutlich höheres Maß an Sicherheit gegeben ist. Durch die höhere Leistung und konstantere, gleichmä- ßige Kühlung bestehen potenziell auch mehr Gefahren. Insbesondere dann, wenn die Behandlung von Personen ohne medizinische Kenntnisse durchgeführt wird. Es darf nicht außer Acht gelassen werden, dass es bei unsachgemäßer Anwendung zu Erfrierungen bzw. Nekrosen kommen kann. CRISTAL ist mit 15 Sicher heits- sensoren ausgestattet und wird ausschließlich an Ärzte vertrieben. Intensive Schulungen durch ICE AESTHETIC sorgen zusätzlich für Routine bei den Behandlungen und mehr Sicherheit für den Patienten. Dr. med. Rebecca Naumann ist Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin (CH), Mitglied der Schweizerischen Gesellschaft für Lasermedizin und zer- tiﬁzierte Anwenderin für Botulinumtoxin (DGBT). Gemeinsam mit Dr. med. Werner Herzig betreibt sie die Praxis für Ästhetische Medizin in Luzern. Kontakt Dres. med. Herzig & Naumann Sonnhaldehof 8 6024 Hildisrieden Schweiz Tel: +41 41 4590027 info@drherzig.net www.ice-aesthetic.com/luzern face 2 2019 & body 47
| Spezial Recht m o c . e b o d a . k c o t s – e c o r l e © m m o o c c . . k k c c o o t t s s r r e e t t t t u u h h S S / / o o t t o o h h P P l l i i a a m m a a n n o o h h P P © © Videoüberwachung in meiner eigenen Praxis – Darf ich das? Christian Erbacher, LL.M. In Zeiten zunehmender Gewaltbereitschaft ist es nicht verwunderlich, dass sich viele Praxisinhaber immer häuﬁger die Frage stellen, ob sie ihre eigene Praxis mit einem Videoüberwachungssystem ausstatten dürfen. Als Argument wird dabei häuﬁg ins Feld geführt, dass ja auch bereits an vielen öffentlichen Plätzen Kameraüber- wachungen an der Tagesordnung seien. Ob, und wenn ja, unter welcher Umständen dies zulässig ist, zeigt ein aktuelles Urteil. Was sagt die Rechtsprechung? Die Frage der Zulässigkeit einer Videoüberwachung in einer Arztpraxis hatte nun das Bundesverwaltungs- gericht (BVerwG) in Leipzig in einem aktuellen Urteil (vom 27.03.2019, Az.: 6 C 2.18) zu entscheiden. Die Richter kamen zu dem Entschluss, dass die Video- überwachung im konkreten Fall unzulässig sei. Das Praxisbeispiel Zur Veranschaulichung soll ein sich kürzlich zugetragener Fall in einem deutschen Krankenhaus dienen: In der Notfallambulanz des Krankenhauses wird gegen Nachmittag der drogenabhängige Patient A medizinisch behandelt und stationär zwecks weiterer Überwachung aufgenommen. Er wird in einem Viererzimmer unter- gebracht und über Nacht stationär versorgt. Am nächs- ten Morgen entwendet A den Koffer und eine Jacke seines Bettnachbarn B und ﬂüchtet. Nun hat sich dieser Fall zwar nicht in einer Arztpraxis zugetragen, doch auch niedergelassene Ärzte berichten nicht selten von gewalttätigen Übergriffen z. B. im Ein- gangsbereich oder im Wartezimmer. Der Fall In einer Praxis war ein sogenanntes Kamera- Monitor- System, bei dem die aufgenommenen Bilder live auf Mo- nitore in die Behandlungszimmer übertragen werden, installiert. Potenzielle Patienten und sonstige Besucher gelangten durch eine Eingangstür ohne Zutrittskontrolle in die Praxis; der Empfang war unbesetzt. Die Landesdatenschutzbeauftragte (LDA) verpﬂichtete die Praxisinhaberin (u. a.) dazu, ihr Kamerasystem so auszurichten, dass der den Patienten und sonstigen Besuchern zugängliche Bereich vor dem Empfangs- tresen, der Flur zwischen Tresen und Eingangstür und das Wartezimmer nicht mehr erfasst werden. Gegen diese Anordnung zog die Ärztin vor Gericht; im Ergebnis wie gesagt ohne Erfolg. 48 face & body 2 2019
Recht Spezial | Die Entscheidung Das BVerwG stellte zunächst fest, dass die seit dem 25.05.2018 in Kraft getretene Datenschutz-Grundverord- nung (DSGVO) auf den vorliegenden Fall keine Anwen- dung ﬁnde. Die Anordnung der LDA sei nämlich vor dem Inkrafttreten der DSGVO erfolgt. Die Richter trafen ihre Entscheidung deshalb auf Grund- lage des alten Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG a. F.), namentlich auf Grundlage von § 6b. Dieser regele für private Betreiber abschließend, dass die Beobachtung durch ein Kamera-Monitor-System (auch ohne Spei- cherung der Bilder) voraussetze, dass diese zur Wahr- nehmung berechtigter Interessen des Privaten – hier der Praxisinhaberin – erforderlich sei und schutzwür- dige Interessen der Betroffenen – hier der Patienten und Besucher – nicht überwiegen. Die Praxisinhaberin konnte im konkreten Fall nicht nach- weisen, dass sie für den Betrieb ihrer Praxis auf eine der- artige Videoüberwachung angewiesen sei. Ferner be- stünden keine tatsächlichen Anhaltspunkte dafür, dass Personen ihre Praxis betreten könnten, um dort Straf- taten zu begehen. Darüber hinaus sei die Videoüberwa- chung auch nicht notwendig, um Patienten, die nach der Behandlung aus medizinischen Gründen noch einige Zeit im Wartezimmer sitzen, in Notfällen betreuen zu können. Schließlich habe die Zahnärztin auch nicht be- legen können, dass ihr ohne eine Videoüberwachung erheblich höhere Kosten entstehen würden. Und heute? Da sich der Fall mit der Rechtslage vor dem Inkrafttreten der DSGVO beschäftigte, ist noch zu klären, wie der Fall aktuell zu beurteilen wäre. Grundsätzlich ist auch nach der jetzigen Rechtslage zu prüfen, ob schutzwürdige Interessen der Patienten bzw. der Besucher überwiegen. Denn § 4 Abs. 1 S. 1 BDSG in der neuen Fassung ist mit dem obigen § 6b Abs. 1 S. 1 BDSG a. F. inhaltsgleich. Ferner ist bei der Frage der Zulässigkeit einer Videoüberwachung auch nach der DSGVO (Art. 6 Abs. 1 S. 1) eine Interessenabwägung vor- zunehmen. Insofern kann eine Videoüberwachung in der eigenen Praxis durchaus zulässig sein. Der Praxistipp Ob eine Videoüberwachung in der eigenen Praxis zuläs- sig ist, richtet sich – wie die Entscheidung des BVerwG zeigt – stets nach dem Vorliegen von konkreten Tatsa- chen. Denn nur diese können ein berechtigtes Interesse des Praxisinhabers rechtfertigen. Ist es in der Vergan- genheit z. B. schon einmal zu einer Straftat gekommen – so wie in unserem einleitend geschilderten Krankenhaus- fall – wäre eine Videoüberwachung durchaus möglich. Jeder Praxisinhaber ist also gut beraten, neben einer genauen Sachverhaltsanalyse rechtliche Unterstützung einzuholen, um unter Würdigung der Gesamtumstände beurteilen zu können, ob eine Videoüberwachung im konkreten Fall zulässig ist oder nicht. Kontakt Christian Erbacher, LL.M., Rechtsanwalt Lyck+Pätzold. healthcare.recht Nehringstraße 2, 61352 Bad Homburg Tel.: 06172 139960 www.medizinanwaelte.de m o c . k c o t s r e t t u h S / t a h c u S . r M © face 49 2 2019 & body
| Impressum Kongresse, Kurse und Symposien 50. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhe- tischen Chirurgen e.V. (DGPRÄC) 24. Jahrestagung der Vereinigung der Deutschen Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC) 26.–28. September 2019 Veranstaltungsort: Hamburg Tel.: 089 189046-0 Fax: 089 189046-16 www.dgpraec-2019.de 47. Jahrestagung der DGÄPC 1. November 2019 Veranstaltungsort: Köln Tel.: 030 887102-200 Fax: 030 219159-69 www.dgaepc.de 32. Jahrestagung der Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland e.V. (GÄCD) 15./16. November 2019 Veranstaltungsort: Köln Tel.: 089 189046-0 Fax: 089 189046-16 www.gacd.de 28th Stuttgart Advanced Course for Rhinoplasty with Live Surgical Demonstration 22./23. April 2020 3rd Stuttgart Symposium on Nasal Reconstruction with Live Surgery with Live Surgery 24./25. April 2020 Veranstaltungsort: Stuttgart Tel.: 089 189046-0 Fax: 089 189046-16 www.stuttgart-rhinoplasty-2020.de Impressum Verleger: Torsten R. Oemus Verlag: OEMUS MEDIA AG Holbeinstraße 29, 04229 Leipzig Tel.: 0341 48474-0 Fax: 0341 48474-290 kontakt@oemus-media.de IBAN DE20 8607 0000 0150 1501 00 BIC Deutsche Bank AG, Leipzig DEUTDE8LXXX Verlagsleitung: Ingolf Döbbecke Dipl.-Päd. Jürgen Isbaner Dipl.-Betriebsw. Lutz V. Hiller Business Unit Manager: Stefan Reichardt Tel.: 0341 48474-222 reichardt@oemus-media.de Produktmanagement: Nadine Naumann Tel.: 0341 48474-402 n.naumann@oemus-media.de Produktionsleitung: Gernot Meyer Tel.: 0341 48474-520 meyer@oemus-media.de Anzeigendisposition: Marius Mezger Tel.: 0341 48474-127 m.mezger@oemus-media.de Vertrieb/Abonnement: Andreas Grasse Tel.: 0341 48474-315 grasse@oemus-media.de Art Direction: Dipl.-Des.(FH) Alexander Jahn Tel.: 0341 48474-139 a.jahn@oemus-media.de Layout: Stanley Baumgarten Tel.: 0341 48474-130 s.baumgarten@oemus-media.de Redaktionsleitung: Dipl.-Kff. Antje Isbaner Tel.: 0341 48474-120 a.isbaner@oemus-media.de Redaktion: Claudia Karlsen Tel.: 0341 48474-221 c.karlsen@oemus-media.de Korrektorat: Frank Sperling Tel.: 0341 48474-125 Marion Herner Tel.: 0341 48474-126 Druck: Löhnert Druck Handelsstraße 12 04420 Markranstädt Erscheinungsweise/Bezugspreis face & body magazin für ästhetik erscheint 4 x jährlich. Der Bezugs preis beträgt für ein Ein- zelheft 10 % ab Verlag zzgl. gesetzl. MwSt. und Versandkosten. Jahres abo n ne ment im Inland 44 % ab Verlag inkl. gesetzl. MwSt. und Versandkosten. Kündi gung des Abonnements ist schriftlich 6 Wochen vor Ende des Bezugs zeit raumes möglich. Abonnementgelder werden jährlich im Voraus in Rechnung ge stellt. Der Abonnent kann seine Abonnementbestellung innerhalb von 14 Tagen nach Absenden der Bestellung schriftlich bei der Abonnementverwaltung widerrufen. Zur Fristwahrung genügt die rechtzeitige Absendung des Widerrufs (Datum des Post stem pels). Das Abonnement verlängert sich zu den jeweils gültigen Bestimmungen um ein Jahr, wenn es nicht 6 Wochen vor Ende des Bezugszeitraumes gekündigt wurde. Verlags- und Urheberrecht Die Zeitschrift und die enthaltenen Beiträge und Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlegers und Herausgebers unzu lässig und straf- bar. Dies gilt besonders für Vervielfältigungen, Über setzungen, Mikroverﬁ lmungen und die Einspei cherung und Bearbeitung in elektronischen Sys temen. Nach druck, auch auszugs wei se, nur mit Genehmigung des Verlages. Bei Einsendungen an die Redaktion wird das Einverständ- nis zur vollen oder auszugsweisen Veröffentlichung vorausgesetzt, sofern nichts anderes ver- merkt ist. Mit Einsendung des Manuskriptes gehen das Recht zur Veröffentlichung als auch die Rechte zur Übersetzung, zur Vergabe von Nachdruckrechten in deutscher oder fremder Sprache, zur elektronischen Speicherung in Datenbanken, zur Herstellung von Sonderdrucken und Fotokopien an den Verlag über. Für unverlangt eingesandte Bücher und Manu skripte kann keine Gewähr übernommen werden. Mit anderen als den redaktionseigenen Signa oder mit Verfassernamen gekennzeichnete Bei träge geben die Auffassung der Verfasser wieder, die der Meinung der Redaktion nicht zu entsprechen braucht. Der Verfasser dieses Bei- trages trägt die Verantwortung. Gekennzeichnete Sonderteile und Anzeigen beﬁ nden sich außerhalb der Veran t wortung der Redaktion. Für Verbands-, Unter nehmens- und Mark t- informationen kann keine Gewähr übernommen werden. Eine Haftung für Folgen aus unrich- tigen oder fehlerhaften Darstellungen wird in jedem Falle ausgeschlossen. Die Wiedergabe von Gebrauchsnamen, Handelsnamen, Firmennamen, Waren bezeichnungen und dergleichen in dieser Zeitschrift berechtigt auch ohne besondere Kennzeichnung nicht zu der Annahme, dass solche Namen und Bezeichnungen im Sinne der Warenzeichen- und Warenschutzge- setzgebung als frei zu betrachten seien und daher von jedermann benutzt werden dürfen. Gerichtsstand ist Leipzig. 50 face & body 2 2019
Das anpassbarste Gerät zur Hauterneuerung der Branche. Es ist das erste und einzige RF-System, das die vollständige Kontrolle über die Abtragung, Koagulation und Erneuerung für eine verbesserte Wirksamkeit bei der Heilung von leichten bis schweren Hautschädigungen ermöglicht. Die Behandlungen sind sicher für alle Hauttypen und verur- sachen keine Ausfallzeiten. Neueste Diodenlaser-Technologie: Der Goldstandard für die Haarentfernung in Wirksamkeit und Sicherheit. PULSE modus Im PULSE-Modus wird durch die höhere Leistung eine größere Energiemenge bei einer kürzeren Pulsdauer ermöglicht. SLIDE modus Den SLIDE-Modus zeichnet eine geringere Leistung mit Hitzeakkumulation und intensiver Kühlung aus. REVOLUTIONÄRE KÜHLUNG IN ECHTZEIT 3.5 cm2 1.7 cm2 7 cm2 Ein Handstück - 3 Spotgrößen J. schramm • 0160/99757413 • jens@venusconcept.com venusconcept gmbh • (F)INNBOX • Boulevard der EU 7 • 30539 Hannover
D - A / 8 1 0 2 / 1 1 1 . 3 3 9 O N H LED-Kopfleuchte KS70 Lichtstark, komfortabel, mobil KARL STORZ SE & Co. KG, Dr.-Karl-Storz-Straße 34, 78532 Tuttlingen/Germany, www.karlstorz.com

References: EuGH 
 EuGH 
 EuGH 
 § 6
 § 4
 § 6