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Timestamp: 2019-03-22 13:34:05+00:00

Document:
Raphael Kühner, Friedrich Blass, Ausführliche Grammatik der Griechischen Sprache, chapter 1
[*] 1. Alphabet (h( grammatikh/ oder ta\ gra/mmata, ta\ stoixei=a).
Die griechische Sprache hat zur Bezeichnung ihrer Laute 24 Buchstaben [στοιχεῖα als Lautzeichen, γράμματα als Schriftzeichen1）], nämlich 7 Vokale und 17 Konsonanten:
Gestalt （σχῆμα). Aussprache (ἐκφώνησις). Name (ὄνομα).2）
Α α a kurz oder lang Ἄλφα Alpha
Β β b Βῆτα Bēta
Γ γ g Γάμμα3） Gamma
Δ δ d Δέλτα Delta
Ε ε e kurz und geschlossen Εἶ, sp. ἔ, missbr. ἒ ψιλόν4） Ei (Ĕ) [Epsīlon]
Ζ ζ sd,genauer zd (m. franz. z), später frz. z = weichem s Ζῆτα Zēta
Η η e lang und offen. Ἦτα5） Eta
Θ θ th (d. i. t + h) Θῆτα Thēta
Ι ι i kurz oder lang Ἰῶτα Iōta
Κ κ k Κάππα Kappa
Λ λ l Λά（μ）βδα6） La(m)bda
Μ μ m Μῦ7） My
Ν ν n Νῦ Ny
Ξ ξ x Ξῦ, Ξεῖ, sp. Ξῖ8） Xy, Xei (Xi)
Ο ο o kurz und geschlossen Οὖ, später ὄ, spät ὂ μικρόν9） Ou, Ŏ (Omīkron)
Π π p Πεῖ, missbr. Πῖ10） Pei (Pi)
Ρ ρ r Ῥῶ Rho
Σ Σ ς ς s scharf Σῖγμα11） Sigma
Τ τ t Ταῦ Tau
Υ υ ü kurz oder lang Υ̓̂, mbr. ὖψιλόν12） Y [Ypsīlon]
Φ φ ph (d. i p + h) Φεῖ, missbr. Φῖ13） Phei (Phi)
Χ χ ch (d. i. k + h) Χεῖ, missbr. Χῖ14） Chei (Chi)
Ψ ψ ps Ψεῖ, missbr. Ψῖ15） Psei (Psi)
Ω ω o lang und offen Ὦ, spät ὦ μέγα16） Ō (Omĕga).
Anmerk. 1. In der Kursivschrift nimmt ς am Ende des Wortes die Gestalt ς an, als: σεισμός. Nach dem Vorgange von H. Stephanus gebraucht man oft das ς auch in der Mitte zusammengesetzter Wörter, als: προσφέρω, δυσγενής, vgl. Wolf, Litter. Analekt. I, S. 460 ff., doch ist dies insofern eigentlich falsch, als das Zeichen ς seine Gestalt nur dem Absetzen beim Wortschluss verdankt.
Anmerk. 2. Die nur allzu fest eingebürgerten Namen Epsilon und Ypsilon kommen, wie Schmidt (Zeitschr. f. Gymn.-W., 1851, 433 ff., Beiträge z. Gesch. d. Gramm., S. 64 ff.) nachgewiesen hat, aus einem reinen Missverständnis. Byzantinische Grammatiker, wenn sie Regeln über die mit αι oder ε, οι oder υ (welche Schreibungen dazumal unter sich gleichlautend waren) zu schreibenden Wörter geben, pflegen z. B. zu sagen: τὸ παῖδες κατὰ τὴν παραλήγουσαν διὰ τῆς αι διφθόγγου (γράφεται), τὸ δὲ πέδαι διὰ τοῦ ε ψιλοῦ, d. i. mit einem blossen ε, ohne damit im Geringsten dem Buchstaben einen vermehrten Namen geben zu wollen. Als Namen der Buchstaben finden sich ἒ ψ. und ὖ ψ. nur bei dem Grammatiker hinter dem Etymolog. Gudianum und bei Chrysoloras. Die Bezeichnungen ὂ μικρόν und ὦ μέγα sind eher als Namen zu fassen, doch erst als byzantinische, aus der Zeit des Gleichlauts der beiden Zeichen; man kann das bekannte “harte und weiche T (D)” damit zusammenstellen. Will man die alten Bezeichnungen εἶ und οὖ, über deren Entstehung wir unten (S. 44) handeln, als missverständlich nicht zulassen, so ist doch durch die Namen ἔ, ὄ (ὖ, ὦ), d. i. ĕ, ŏ (ü, ō, ō) allem Missverständnis vorgebeugt. (Smyth 1)
1 Bekker, Anecd. II, p. 774: στοιχεῖον μέν ἐστιν ἡ ἐκφώνησις, γράμματα δὲ αἱ εἰκόνες καὶ οἱ χαρακτῆρες. Das Wort στοιχεῖα erklärt Dionys. Thrax Gramm. § 7 (6) p. 630: διὰ τὸ ἔχειν στοῖχόν τινα καὶ τάξιν. Wohl richtiger werden die Buchstaben στοιχεῖα genannt, als die Elemente, Grundbestandteile der Sprache; vergl. Anecd. p. 790; Dionys. Halic. de compos. p. 71 R. (ὅτι πᾶσα φωνὴ τὴν γένεσιν ἐκ τούτων λαμβάνει πρώτων κτἑ.).
2 Über die Benennungen der griechischen Buchstaben s. K. E. A. Schmidt in Ztschr. f. d. Gymnasialwesen v. Mützell 1851, Juni, S. 417—440; ders., Beiträge z. Gesch. d. Grammatik des Gr. u. Lat., Halle 1859, S. 48 ff.
3 Bei Demokrit γέμμα, s. Eustath. z. Il. Γ Afg.
4 Die Alten nannten das ε εἶ, das ο οὖ, das lange offene ο ὦ und das Ypsilon ὖ. S. Plat. Cratyl. 393 d u. a. Das ε und ο nannten dann spätere Grammatiker ἔ und ὄ. Über den Zusatz ψιλόν s. Anm. 2.
5 Eine merkwürdige Notiz findet sich bei Theodos. p. 7 extr.: τὸ Ἦτα δέ, τὸ ὄνομα τοῦ στοιχείου, δασύνεται (also ἧτα), ὅτι παρὰ ἀρχαίοις ὁ τύπος τοῦ Η ἐν τύπῳ δασείας ἔκειτο, ὥσπερ καὶ νῦν τοῖς παλαιοῖς Ῥωμαίοις (nämlich H). Unzweifelhaft haben diejenigen Griechen, welche das Zeichen H in ihren lokalen Alphabeten für den Hauch gebrauchten (§ 2, 2), und so auch die Attiker bis zur Reform der Orthographie, Heta gesagt; die Ionier indes, die den Hauch nicht hatten und das Zeichen für den Vokal anwandten, sagten natürlich Eta, und diese Benennung muss mit dieser Geltung massgebend sein.
6 Die besser bezeugte Namensform ist λάβδα, vgl. Plat. Cratyl. 402 E, 405 D, 427 B, 434 Σ D nach dem cod. Oxoniensis; Schmidt, Zeitschr. f. Gymn.-W., a. a. O. 423; Btr. S. 55 f., Philodem. Fl. Jahrb. Suppl. XVII, 241. 258. Auch bei Photius v. λάμβδα (und Eupolis das.) ist λάβδα nach der Buchstabenfolge offenbar herzustellen (L. Dindorf, Cobet).
7 Bei Demokrit μῶ, Eustath. zu Il. Γ Afg., Phot. unter μῶ; dieser Form wird νῶ für νῦ entsprochen haben.
8 Die Schreibungen ξῖ, πῖ, φῖ, χῖ, ψῖ für ξεῖ, πεῖ u. s. f. stammen aus der Zeit, wo ει mit ι gleichlautend geworden war; doch steht πεῖ, φεῖ, χεῖ im Cod. A des Athenaeus X, 453 d; πεῖ, χεῖ finden sich auf attischen Inschriften (Meisterhans, Gramm. d. att. Inschr., 2. Aufl., Berl. 1888, S. 5); Helladios b. Photius Bibl., p. 530 Bk. bezeugt φεῖ, χεῖ, ψεῖ; ξεῖ steht Philodem. Fl. Jahrb. a. a. O. 239. Man findet aber für ξεῖ auch den Namen ξῦ (Kallias b. Athen. l. c., Luc. Φων. δίκη 9 u. s., Schmidt a. a. O., Btr. 56), der sich an μῦ, νῦ anschliesst; ξεῖ scheint nach Analogie der anderen neuen Buchstabennamen gebildet. Für ξῖ s. Priscian I, § 9 f.; das Excerpt aus Helladios nennt als Namen auf υ nur ὑ, μῦ, νῦ.
9 S. Anm. 2, S. 41 u. S. 39, 4.
10 Die Schreibungen ξῖ, πῖ, φῖ, χῖ, ψῖ für ξεῖ, πεῖ u. s. f. stammen aus der Zeit, wo ει mit ι gleichlautend geworden war; doch steht πεῖ, φεῖ, χεῖ im Cod. A des Athenaeus X, 453 d; πεῖ, χεῖ finden sich auf attischen Inschriften (Meisterhans, Gramm. d. att. Inschr., 2. Aufl., Berl. 1888, S. 5); Helladios b. Photius Bibl., p. 530 Bk. bezeugt φεῖ, χεῖ, ψεῖ; ξεῖ steht Philodem. Fl. Jahrb. a. a. O. 239. Man findet aber für ξεῖ auch den Namen ξῦ (Kallias b. Athen. l. c., Luc. Φων. δίκη 9 u. s., Schmidt a. a. O., Btr. 56), der sich an μῦ, νῦ anschliesst; ξεῖ scheint nach Analogie der anderen neuen Buchstabennamen gebildet. Für ξῖ s. Priscian I, § 9 f.; das Excerpt aus Helladios nennt als Namen auf υ nur ὑ, μῦ, νῦ.
11 Ein anderer Name war σάν, besonders bei den Doriern üblich, s. Herodot 1, 139: Δωριέες μὲν σὰν καλέουσι, Ἴωνες δὲ σῖγμα. Pindar, Frg. 47 (57 A, Bergk): τὸ σὰν κίβδαλον. Der Chalkedonier Thrasymachos (Epigramm bei Athenaeus X, 454 F) buchstabiert seinen Namen im Hexameter θῆτα ῥῶ ἄλφα σὰν ὖ μῦ ἄλφα χεῖ οὖ σάν. Indes müssen auch Andere als Dorier so gesagt haben: Achaeus von Eretria, der für die attische Bühne dichtete, gebraucht σάν beim Buchstabieren von Διονύσου, Athen. XI, 466 F. Schmidt a. a. O. 424, Btr. 57. — Dass nicht σᾶν zu accentuieren, erweist Thrasymachos' Vers; unklar ist die Sache bei σίγμα, doch hat σῖγμα mehr Gewähr (Schmidt, 425, Btr. 58) (Smyth 3) .
12 S. Anm. 2, S. 41 u. S. 39, 4.
13 Die Schreibungen ξῖ, πῖ, φῖ, χῖ, ψῖ für ξεῖ, πεῖ u. s. f. stammen aus der Zeit, wo ει mit ι gleichlautend geworden war; doch steht πεῖ, φεῖ, χεῖ im Cod. A des Athenaeus X, 453 d; πεῖ, χεῖ finden sich auf attischen Inschriften (Meisterhans, Gramm. d. att. Inschr., 2. Aufl., Berl. 1888, S. 5); Helladios b. Photius Bibl., p. 530 Bk. bezeugt φεῖ, χεῖ, ψεῖ; ξεῖ steht Philodem. Fl. Jahrb. a. a. O. 239. Man findet aber für ξεῖ auch den Namen ξῦ (Kallias b. Athen. l. c., Luc. Φων. δίκη 9 u. s., Schmidt a. a. O., Btr. 56), der sich an μῦ, νῦ anschliesst; ξεῖ scheint nach Analogie der anderen neuen Buchstabennamen gebildet. Für ξῖ s. Priscian I, § 9 f.; das Excerpt aus Helladios nennt als Namen auf υ nur ὑ, μῦ, νῦ.
14 Die Schreibungen ξῖ, πῖ, φῖ, χῖ, ψῖ für ξεῖ, πεῖ u. s. f. stammen aus der Zeit, wo ει mit ι gleichlautend geworden war; doch steht πεῖ, φεῖ, χεῖ im Cod. A des Athenaeus X, 453 d; πεῖ, χεῖ finden sich auf attischen Inschriften (Meisterhans, Gramm. d. att. Inschr., 2. Aufl., Berl. 1888, S. 5); Helladios b. Photius Bibl., p. 530 Bk. bezeugt φεῖ, χεῖ, ψεῖ; ξεῖ steht Philodem. Fl. Jahrb. a. a. O. 239. Man findet aber für ξεῖ auch den Namen ξῦ (Kallias b. Athen. l. c., Luc. Φων. δίκη 9 u. s., Schmidt a. a. O., Btr. 56), der sich an μῦ, νῦ anschliesst; ξεῖ scheint nach Analogie der anderen neuen Buchstabennamen gebildet. Für ξῖ s. Priscian I, § 9 f.; das Excerpt aus Helladios nennt als Namen auf υ nur ὑ, μῦ, νῦ.
15 Die Schreibungen ξῖ, πῖ, φῖ, χῖ, ψῖ für ξεῖ, πεῖ u. s. f. stammen aus der Zeit, wo ει mit ι gleichlautend geworden war; doch steht πεῖ, φεῖ, χεῖ im Cod. A des Athenaeus X, 453 d; πεῖ, χεῖ finden sich auf attischen Inschriften (Meisterhans, Gramm. d. att. Inschr., 2. Aufl., Berl. 1888, S. 5); Helladios b. Photius Bibl., p. 530 Bk. bezeugt φεῖ, χεῖ, ψεῖ; ξεῖ steht Philodem. Fl. Jahrb. a. a. O. 239. Man findet aber für ξεῖ auch den Namen ξῦ (Kallias b. Athen. l. c., Luc. Φων. δίκη 9 u. s., Schmidt a. a. O., Btr. 56), der sich an μῦ, νῦ anschliesst; ξεῖ scheint nach Analogie der anderen neuen Buchstabennamen gebildet. Für ξῖ s. Priscian I, § 9 f.; das Excerpt aus Helladios nennt als Namen auf υ nur ὑ, μῦ, νῦ.
16 S. Anm. 2, S. 41 u. S. 39, 4.
Jeffrey A. Rydberg-Cox, Overview of Greek Syntax , Sources Cited

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