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Timestamp: 2016-07-23 09:06:01+00:00

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Verordnung über die Anzahl und Qualifikation des notwendigen pädagogischen Personals in Kindertagesstätten (Kita-Personalverordnung - KitaPersV)
Verordnung über die Anzahl und Qualifikation des notwendigen pädagogischen Personals in Kindertagesstätten (Kita-Personalverordnung - KitaPersV)vom 27. April 1993(GVBl.II/93, [Nr. 30], S.212)zuletzt geändert durch Artikel 3 des Gesetzes vom 28. April 2014(GVBl.I/14, [Nr. 19])
Auf Grund des § 24 Abs. 1 Nr.1 Buchstabe a) in Verbindung
mit § 10 des Kindertagesstättengesetzes vom 10. Juni 1992 (GVBl.
I S. 178) verordnet der Minister für Bildung, Jugend und Sport mit
Zustimmung der Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Frauen, des
Ministers des Innern und des Ministers der Finanzen sowie im Einvernehmen mit
dem Landtagsausschuß für Bildung, Jugend und Sport: Abschnitt 1 Personalbemessung für Kindertagesstätten § 1 Der Träger der Einrichtung hat für die notwendige
Ausstattung mit pädagogischem Personal der Kindertagesstätte sowie
für einen effektiven, an den Betreuungsnotwendigkeiten orientierten
Personaleinsatz Sorge zu tragen. § 2 (1) In der in § 10 Abs. 1 des
Kindertagesstättengesetzes genannten Personalausstattung sind neben der
unmittelbaren pädagogischen Arbeit mit den Kindern auch Tätigkeiten
wie Vor- und Nachbereitung und Elternarbeit enthalten sowie sämtliche
Ausfallzeiten durch Urlaub, Krankheit und Fortbildung.
(2) Von dem notwendigen pädagogischen Personal
können vom Träger der Einrichtung fünf vom Hundert zur Abdeckung
von Vertretungsfällen vorgehalten und im Laufe des Jahres je nach
Bedarfslage eingesetzt werden. Beschäftigt der Träger sein Personal
im Rahmen eines Jahresarbeitszeitmodells, um auf sich verändernde
Betreuungsnotwendigkeiten flexibel reagieren zu können, kann dieser
Vomhundertsatz überschritten werden. Zur Bemessung des notwendigen
pädagogischen Personals ist der Jahresdurchschnitt aus den zu den
Stichtagen gemäß § 3 Abs. 2 Satz 3 der
Kindertagesstätten-Betriebskosten- und Nachweisverordnung ermittelten
Daten zu bilden. § 3 (aufgehoben)
§ 4 Werden entsprechend § 12 Abs. 2 des
Kindertagesstättengesetzes Kinder mit einem besonderen Förderbedarf
betreut, so entscheidet der zuständige Träger der Eingliederungshilfe
oder der zuständige örtliche Träger der öffentlichen
Jugendhilfe über Art und Umfang des zusätzlich erforderlichen
Personals und trägt die hierfür entstehenden Kosten. Bei dem Einsatz
des zusätzlichen Personals sind dem speziellen Förderbedarf
entsprechende Qualifikationen Voraussetzung. § 5 (1) Die fachliche Förderung, Anleitung und Aufsicht der
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Koordinierung der Aufgabenwahrnehmung in
der Einrichtung und die Sicherstellung der übertragenen
Verwaltungsaufgaben nimmt die Leitungskraft der Kindertagesstätte wahr. (2) Für die Wahrnehmung der pädagogischen
Leitungsaufgaben ist, ergänzend zu der in § 10 Abs. 1 des
Kindertagesstättengesetzes und § 4 dieser Verordnung genannten
Ausstattung, ein zusätzlicher Personalanteil zuzumessen. Für die
pädagogische Leitungstätigkeit bei insgesamt bis zu vier Stellen für pädagogische Mitarbeiter in der
Einrichtung sind 0,125 Leitungsstellen,
von mehr als vier bis zu zehn Stellen sind 0,25 Leitungsstellen,
von mehr als zehn bis zu 15 Stellen sind 0,375 Leitungsstellen,
von mehr als 15 Stellen sind 0,5 Leitungsstellen
einzurichten. In diesem Umfang sind Leitungskräfte von
der regelmäßigen pädagogischen Arbeit mit den Kindern
freizustellen. (3) Über den Umfang der Übertragung
organisatorischer Leitungsaufgaben und die entsprechende Freistellung von der
regelmäßigen pädagogischen Arbeit entscheidet der Träger
der Einrichtung. § 6 (aufgehoben) Abschnitt 2 Qualifikation des pädagogischen Personals in Kindertagesstätten § 7 Im Rahmen des notwendigen pädagogischen Personals einer Kindertagesstätte nach dieser Verordnung sind nur persönlich und gesundheitlich geeignete pädagogische Fachkräfte sowie andere fachlich, persönlich und gesundheitlich geeignete Personen zu beschäftigen.
§ 8 Die gesundheitliche Eignung wird durch eine entsprechende
Bescheinigung des zuständigen Gesundheitsamtes belegt. § 9 (1) Geeignete pädagogische Fachkräfte im Sinne des § 10 Absatz 1 Satz 1 des Kindertagesstättengesetzes sind staatlich anerkannte Erzieherinnen und Erzieher, staatlich anerkannte Kindheitspädagoginnen und Kindheitspädagogen, staatlich anerkannte Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen
mit einem Studienschwerpunkt im Bereich Erziehung, Bildung und Betreuung in der Kindheit sowie gemäß Erzieheranerkennungsverordnung gleichgestellte Personen. Geeignete pädagogische Fachkräfte sind auch Absolventinnen und Absolventen von Hochschulstudiengängen sowie Berufsakademien im Bereich Erziehung, Bildung und Betreuung in der Kindheit. Darüber hinaus zählen zu den geeigneten pädagogischen Fachkräften auch Personen, die gemäß Brandenburgischem Sozialberufsgesetz über gleichwertige Fähigkeiten verfügen.
(2) Das notwendige pädagogische Personal im Betreuungsbereich der Kinder bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres sowie der körperlich- oder mehrfachbehinderten Kinder kann, neben dem pädagogischen Fachpersonal nach Absatz 1, in angemessenem Umfang auch Säuglings- und Kinderkrankenschwestern und Säuglings- und Kinderkrankenpfleger umfassen.
(3) Die Qualifikation des zusätzlichen Personals für die Förderung gemäß den §§ 27 und 35a des Achten Buches Sozialgesetzbuch bestimmt der hierfür Leistungsverpflichtete. Für die Arbeit mit Kindern mit einem Förderbedarf gemäß den §§ 53 und 54 des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch gelten insbesondere folgende Berufsabschlüsse als entsprechende Qualifikation nach § 4 Satz 2:
Diplomerzieherin und Diplomerzieher, Diplomvorschulerzieherin und Diplomvorschulerzieher und die in Absatz 1 genannten Fachkräfte
mit entsprechendem Qualifizierungsschwerpunkt,
(Diplom-)Rehabilitationspädagogin und Rehabilitationspädagoge,
Heilerziehungspflegerin und Heilerziehungspfleger, -diakonin und -diakon und
Heilpädagogin und Heilpädagoge.
§ 10 (1) Kräfte mit anderen als den in § 9 genannten Berufsabschlüssen können in Kindertagesstätten als notwendiges pädagogisches Personal angerechnet werden, wenn sie durch Vorbildung, Praxiserfahrung und Fortbildung gleichartige und gleichwertige Qualifikationen erworben haben.
(2) Persönlich und gesundheitlich geeignete sowie fachlich vorbereitete Kräfte, die an einer tätigkeitsbegleitenden Qualifizierung zur Erlangung einer Berufsqualifikation gemäß § 9 teilnehmen, können mit einem Anteil von 70 Prozent ihres praktischen Tätigkeitsumfangs als notwendiges pädagogisches Personal angerechnet werden.
(3) Persönlich und gesundheitlich geeignete sowie fachlich vorbereitete Kräfte können mit einem Anteil von 70 Prozent ihres praktischen Tätigkeitsumfangs als notwendiges pädagogisches Personal angerechnet werden, wenn mit dem Träger der Einrichtung eine individuelle Bildungsplanung zur Erreichung gleichartiger und gleichwertiger Qualifikationen abgestimmt ist.
(4) Zur Ergänzung des fachlichen Profils der Einrichtung können im Einzelfall persönlich und gesundheitlich geeignete sowie fachlich vorbereitete Kräfte, die weder eine gleichartige und gleichwertige Qualifikation besitzen noch eine solche anstreben, mit einem Anteil von 70 Prozent ihres praktischen Tätigkeitsumfangs als notwendiges pädagogisches Personal angerechnet werden.
(5) Voraussetzung für die Anrechnung als notwendiges pädagogisches Personal nach den Absätzen 1 bis 4 ist ein vom Träger der Einrichtung im Benehmen mit der betreffenden Kraft gestellter, entsprechend begründeter und von der obersten Landesjugendbehörde genehmigter Antrag. Die Genehmigung kann unter Auflagen oder für einen begrenzten Zeitraum erteilt werden. Ihre Geltung kann über die antragstellende Einrichtung hinaus erstreckt werden.
Ein Antrag nach Satz 1 für Kräfte nach Absatz 2 gilt als genehmigt, wenn die oberste Landesjugendbehörde ihn nicht innerhalb eines Monats nach Antragseingang ablehnt; die oberste Landesjugendbehörde kann den Eintritt der Genehmigung von Bedingungen abhängig machen oder Auflagen erteilen.
(6) Fachkräfte, die nur für einen Teilbereich der
Erziehungsarbeit ausgebildet sind, müssen, bevor sie Kinder einer anderen
Altersgruppe oder Kinder mit besonderem Förderbedarf betreuen, hierauf
vorbereitet sein. Diese Vorbereitung kann durch Fortbildung, Praxiserfahrung
oder Selbststudium oder auch durch direkte Kooperation mit einer Fachkraft, die
die Qualifikation für dieses Arbeitsgebiet besitzt, erlangt werden. § 11 (1) Als besonders geeignete pädagogische Fachkraft, der
die Leitung einer Kindertagesstätte übertragen werden darf, gilt eine
Kraft, die, über das Maß von geeigneten pädagogischen
Fachkräften hinaus, die fachlichen Anforderungen erfüllt und mit der
Leitungsaufgabe vertraut ist. Das erfordert in der Regel eine mindestens
zweijährige Berufstätigkeit sowie Kenntnisse der Arbeit mit den Kindern aller Altersstufen, die in der Einrichtung
betreut werden,
der Aufgabenbestimmung der Kindertagesbetreuung im System der Kinder- und
der Förderung, Koordination, Anleitung und Führung von
In von den örtlichen Trägern der Sozialhilfe anerkannten Integrationseinrichtungen, in denen Kinder mit einem Förderbedarf gemäß den §§ 53 und 54 des Zwölften Buches Sozialgesetzbuch betreut werden, hat die Leitungskraft eine behindertenspezifische Befähigung oder Erfahrungen in der Behindertenarbeit vorzuweisen. (2) Erfahrene Erzieherinnen und Erzieher sollen die
Möglichkeit haben, Leitungsaufgaben zu übernehmen und durch
Fortbildung und Praxisberatung Kenntnisse in diesen Bereichen zu erlangen. § 12 Der zusätzliche Einsatz von ehrenamtlichen und
nebenamtlichen Kräften, insbesondere zur Unterstützung der
pädagogischen Fachkräfte, zur Bereicherung der pädagogischen
Arbeit, zur Förderung der Beziehungen zur Nachbarschaft und zum
Berufsleben der Erwachsenen ist zulässig und soll im angemessenen Rahmen
gefördert werden. Diese Kräfte sind nicht Teil des notwendigen
pädagogischen Personals nach § 10 Abs. 1 des
Kindertagesstättengesetzes und den §§ 4 und 5 dieser Verordnung.
Sie müssen persönlich und gesundheitlich für die Arbeit geeignet
sein. § 13 (1) Die erlangte persönliche und fachliche Qualifikation muß
beständig den sich verändernden Anforderungen der Berufspraxis
angepaßt werden. Die Träger der öffentlichen und freien
Jugendhilfe und die Träger der Einrichtungen sorgen durch Fortbildung und
Praxisberatung dafür, daß die berufliche Eignung der
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufrechterhalten und weiterentwickelt wird.
Durch Art und Umfang der Angebote und durch entsprechende Freistellung sollen
sie dafür Sorge tragen, daß die Angebote wahrgenommen werden
können. (2) Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind verpflichtet,
sich fachlich weiterzuentwickeln und dafür auch Fortbildungs- und
Beratungsangebote anzunehmen. (3) Der Kindertagesstätten-Ausschuß diskutiert
mindestens einmal im Jahr bestehende Fortbildungsangebote und die
Inanspruchnahme der Angebote durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der
Einrichtung. § 14 (aufgehoben)
§ 15 (Inkrafttreten) nach oben

References: § 24
 § 10
 § 1
 § 2
 § 10
 § 3
 § 3

§ 4
 § 12
 § 5
 § 10
 § 4
 § 6
 § 7

§ 8
 § 9
 § 10
 § 4

§ 10
 § 9
 § 9
 § 11
 § 12
 § 10
 § 13
 § 14

§ 15