Source: https://www.elo-forum.org/zeitarbeit-und-firmen/180814-neuling-abwehr-zeitarbeitsfirmen-bitte-meinen-plan-checken.html
Timestamp: 2018-07-23 09:49:26+00:00

Document:
Neuling: Abwehr von Zeitarbeitsfirmen - Bitte meinen Plan checken - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
Start > Information > Zeitarbeit und -Firmen -> Neuling: Abwehr von Zeitarbeitsfirmen - Bitte meinen Plan checken
Post #2171641 (2)
Post #2171585 (1)
11.02.2017, 18:41 #1
Neuling: Abwehr von Zeitarbeitsfirmen - Bitte meinen Plan checken
Vor etwa einem Monat habe ich mich arbeitslos (Antrag auf ALG I) gemeldet und werde nun durch VVs an ZAFs genervt. Aus diesem Grunde habe ich dieses Forum, Gesetze sowie andere Internetseiten durchforstet, um mich gegen diese Nepper-Schlepper-Bauernfängerei und Sklavenarbeit wehren zu können.
Die Möglichkeiten habe ich mir in Form eines Maßnahmenkatalogs zusammengestellt. Mein Plan ist unten. Wie findet ihr ihn? Habt ihr Verbesserungsvorschläge? Habt ihr noch gute Tipps?
Meine Fragen dazu habe ich grün markiert. Vielleicht kann sie mir einer von euch beantworten?
Vielen Dank schonmal für eure Hilfe! Übrigens ein super Forum hier!
Bewerbung (vor Vortellungsgespräch)
1. NUR Briefe schreiben; keine Telefonnummer oder Email-Adresse angeben
--> auf Nachfrage: man hat weder Telefon noch Email
2. Fahrtkostenerstattung für Vorstellungsgespräch schriftlich anfragen
--> falls verweigert: Hinweis, dass zunächst Antrag auf Fahrtkostenerstattung beim Arbeitsamt erfolgt
auch möglich bei nur geringer Entfernung (z.B. 1 Bahnhaltestelle?)
1. Verträge NIEMALS vor Ort unterzeichnen; Vertragskopie erbitten, um diese durch Sachverständigen (z.B. Rechtsanwalt) prüfen zu lassen
2. keine Fotos oder Kopien machen lassen
3. unsympathisch auftreten (z.B. arrogant / von oben herab), damit die ZAF nichts mit einem zu tun haben will
Anwesenheit zum Nachweis fürs Amt bestätigen lassen
- z.B. durch Stempel oder Unterschrift auf VV
Im Forum kursieren verschiedene "Fragenkataloge" mit Fragen, die man während des Vorstellungsgesprächs stellen kann. Dienen diese nur dazu der ZAF auf die Nerven zu gehen und zu zeigen, dass man ein Querulant ist?
Sollte man den Fragenkatalog dem Personaler der ZAF vorlegen und ausfüllen lassen? Oder die Fragen mündlich stellen und Notizen machen? Darf der Personaler der ZAF den Fragenkatalog überhaupt sehen oder muss man ihn verstecken?
Inhalt, z.B.
- Frage nach Fahrtkostenübernahme
--> auf Anspruch gem. §670 BGB verweisen
- Zeitarbeitskonto (siehe unten)
- Frage Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall?
--> falls keine besonderen Regelungen: AU am 4. Tag [§5 Abs.1 EntgFG]
Begleiter für Vorstellungsgespräch
- falls Begleiter nicht erwünscht wg. datenschutzrechtlicher Bedenken o.Ä.
--> Verschwiegenheitserklärung anbieten
- falls Verschwiegenheitserklärung abgelehnt wird:
--> ZAF verschuldet das Nicht-Zustandekommen des Vorstellungsgesprächs
Wenn die ZAF nicht einverstanden, dass ich einen Begleiter mitbringe, und sie deshalb ein Vorstellungsgespräch ablehnen, ist das ja eigentlich deren Problem. Eine Begleitung beim Vorstellungsgespräch ist zwar nicht üblich, aber zu Protokollzwecken und zur Beratschlagung mit einem Freund durchaus sinnvoll - oftmals sitzen einem ja auch mehrere Personaler beim Vorstellungsgespräch gegenüber.
Bewerberfragebogen, den man bei der ZAF ausfüllen soll
Es scheint mehrere Vorgehensweisen zu geben:
1. VOR Gespräch
- Ausfüllen verweigern, da die Informationen erst gebraucht werden, wenn eine Übereinkunft bzgl. eines Arbeitsvertrages entsteht
- rechtswidrige Fragen (z.B. nach Religion, Schwangerschaft, Partei, Gewerkschaft) notieren
2. NACH Gespräch
- Name, Geburtsdatum, Anschrift ausfüllen
- Daten aus Lebenslauf/Anschreiben ausfüllen ODER ansonsten auf Bewerbungsunterlagen verweisen
- Passage bzgl. Bewerberpool o.Ä. streichen
- Ausfüllen verweigern (z.B. wegen datenschutzrechtlicher Bedenken; weil diese Praxis sinnfrei scheint; o.Ä.)
Welche Vorgehensweise haltet ihr für am besten bzw. am sichersten, um sich nicht vorwerfen lassen zu können, man habe das Zustandekommen eines Arbeitsverhältnisses verhindert?
Ausgeschriebene Stelle besteht nicht mehr
1. nur über beworbene Stelle sprechen
--> falls nötig: Gespräch zurück auf beworbene Stelle lenken
--> sagen, dass man wg. der beworbenen Stelle dort ist
--> falls Stelle nicht mehr verfügbar ODER nie existiert hat: notieren oder schriftlich bestätigen lassen
2. sagen, dass man nicht in den Bewerberpool möchte und gerne die beworbenen Stelle hätte
Frage nach Überstunden
- falls Zeitarbeitskonto (mit Ausgleich von „einsatzfreier Zeit“ durch Überstunden oder Urlaub)
--> RECHTSWIDRIG [§11 Abs.4 S.2 1.HS AÜG i.V.m. §615 S.1 BGB]
(anderslautende tarifvertragliche Regelungen oder Betriebsvereinbarungen sind ungültig)
Arbeitsstelle ist nicht zumutbar wg. zu geringem Arbeitsentgelt
- innerhalb 3 Monaten: <80% des bisherigen Arbeitsentgeltes
- innerhalb der folgende 3 Monate: <70% des bisherigen Arbeitsentgeltes
- danach: < ALG I
1. nach "Equal Pay Grundsatz" [§10 Abs.4 S.1 AÜG]
--> falls kein Tarifvertrag Anwendung findet oder
--> falls Lohn nach Tarifvertrag Lohnuntergrenze nach §3a Abs.2 AÜG unterschreitet
2. nach "Tarifvertrag"
--> falls beide Vertragsparteien tarifgebunden sind (sprich: Mitglieder in Gewerkschaft) oder
--> bei schriftliche Vereinbarung der Anwendung des Tarifvertrages im Arbeitsvertrag
3. mindestens: Lohnuntergrenze [§3a Abs.2 AÜG]
- Höhe	--> Rechtsverordnung: z.B. NRW: 9€ pro Stunde
- grds.: mind. Mindestlohn (8,5€ pro Stunde) nach MiLoG (tarifvertraglich (= Abweichungstarifvertrag) keine Unterschreitung möglich [§3 Abs.1 Nr.3 S.2 AÜG])
Der Knackpunkt, damit diese Argumentation klappt und man Anspruch auf Equal Pay hat (weswegen man für die ZAF vermutlich sofort uninteressant wird), scheint mir:
Darf ich es verweigern, einen Tarifvertrag im Arbeitsvertrag anzunehmen? (Ich verweigere ja nicht die Annahme einer "zumutbaren" Beschäftigung; ich bestehe nur auf Anwendung der gesetzlichen Regelung.)
*https://www.randstad.de/polopoly_fs/...meinschaft.pdf
„Dieser Tarifvertrag gilt
3. persönlich für alle Arbeitnehmer, die im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung an Kundenbetriebe überlassen werden und Mitglied einer der vertragsschließenden Gewerkschaften sind."
1. Bankkarte: geht niemanden etwas an; Bankverbindung wird bei Abschluss eines Arbeitsvertrages herausgerückt
2. Krankenversicherungskarte: geht niemanden etwas an; es gibt Mitgliedsbescheinigungen von KV
- falls Ausweiskopie verlangt wird:
--> schriftlich bestätigen lassen, dass Ausweiskopie verlangt wird & dass beim Verweigern kein Vorstellungsgespräch zustande kommt
- falls Ausweiskopie dem Identitätsnachweis dienen soll
--> Vorzeigen des Ausweises genügt
1. Datenschutzrechtliche Voraussetzungen für Personalausweiskopie (gem. Schreiben vom Bundesministerium des Innern vom 24. März 2016) [https://www.datenschutzbeauftragter-...nahme-BMI.pdf]
- Die Kopie muss als solche erkennbar sein.
- Daten, die nicht zur Identifizierung benötigt werden, können und sollen von den Betroffenen auf der Kopie geschwärzt werden. Dies gilt insbesondere für die auf dem Ausweis aufgedruckte Zugangs- und Seriennummer. Die Betroffenen sind auf die Möglichkeit und Notwendigkeit der Schwärzung hinzuweisen.
- Die Kopie ist von der verantwortlichen Stelle unverzüglich zu vernichten, sobald der mit der Kopie verfolgte Zweck erreicht ist.
- Eine automatisierte Speicherung der Ausweisdaten ist nach § 20 PAuswG unzulässig und betrifft z.B. das Scannen von Ausweisen, das nach Ansicht des Verwaltungsgerichts Hannover mit der Möglichkeit der Weiterverarbeitung und Nutzung eine andere rechtliche Qualität aufweist.
2. §1 Abs.1 S.3-4 PAuswG: Vom Ausweisinhaber darf nicht verlangt werden, den Personalausweis zu hinterlegen oder in sonstiger Weise den Gewahrsam aufzugeben. Dies gilt nicht für zur Identitätsfeststellung berechtigte Behörden sowie in den Fällen der Einziehung und Sicherstellung.
3. §14 PAuswG: Die Erhebung und Verwendung personenbezogener Daten aus dem Ausweis oder mithilfe des Ausweises darf ausschließlich erfolgen durch
2. öffentliche Stellen und nichtöffentliche Stellen nach Maßgabe der §§ 18 bis 20.
"Entschuldigen Sie, ich glaube, ich habe mich eingeschissen. Darf ich mal ihre Toilette benutzen?"
Wenn man in einen Arbeitsvertrag gezwungen wird
- am besten durch AU bescheinigen lassen
Geändert von sheryO (11.02.2017 um 18:55 Uhr)
11.02.2017, 20:11 #2
AW: Neuling: Abwehr von Zeitarbeitsfirmen - Bitte meinen Plan checken
Das kommt auf die tatsächliche Entfernung an. Innerorts kann es durchaus zumutbar sein bis zu 3 km zu Fuß zu gehen (sofern man da keine gesundheitlichen Einschränkungen hat).
Es geht dabei in erster Linie darum, dass eigene Fragen, bzw. unklare Punkte angesprochen und von ZAF erklärt werden sollen. Ob ZAF einen dann als "Querulant" darstellt, kann dir egal sein.
Sollte man den Fragenkatalog dem Personaler der ZAF vorlegen und ausfüllen lassen?
Kannst es versuchen, hat bei mir bisher keine ZAF gemacht.
Darf der Personaler der ZAF den Fragenkatalog überhaupt sehen oder muss man ihn verstecken?
Es kann dir nicht verboten werden, einen Zettel mit für dich wichtigen Fragen zu verwenden.
Wofür willst du einen Begleiter mitnehmen? Sofern du diesen nicht aus gesundheitlichen Gründen brauchst, bspw. als Begleitperson bei körperlich eingeschränkten Personen oder als Dolmetscher, sofern du die hiesige Amts- und Geschäftssprache nicht sprichst, wird die ZAF einen "Zeugen" deinerseits ablehnen.
Man füllt höchstens die Angaben aus, die auch im Lebenslauf stehen. Eine mögliche Datenfreigabeklausel erklärt man nur für den bestehenden VV gültig und, dass man diese jederzeit widerrufen kann. Diese Ergänzungen macht man handschriftlich dazu.
Man spricht nur über die Stelle lt. VV, sollte diese nicht mehr existieren, dann ist das Gespräch damit auch zu Ende. Sollte die ZAF eine andere ähnliche Stelle anbieten wollen, dann lässt man sich alle notwendigen Informationen dazu schriftlich geben und bittet um Bedenkzeit.
nie existiert hat: notieren oder schriftlich bestätigen lassen
Das wird keine ZAF jemals schriftlich zugeben, dass eine Stellenausschreibung nur Fake war, denn damit verlöre sie ihr "Privileg" Stellen in der Jobbörse der AfA auszuschreiben.
Mir ist bisher noch keine ZAF bekannt, die auf die Anwendung ihres TV verzichtet.
Solltest du mit diesem TV nicht einverstanden sein, kommt i.d.R. kein Arbeitsvertrag zu Stande. Du kannst höchstens versuchen die Punkte Arbeitszeit, AZK, Vergütung, Zahlweise der Vergütung nach deinen Vorstellungen zu klären.
siehe u.a. diesen Thread dazu
Wenn du das so sagst, machst du dich zur Lachnummer. Eine neutrale Frage, ob man auf die Toilette darf, ist dagegen durchaus üblich. Aber was versprichst du dir davon? Meinst du die ZAF wird deshalb das Gespräch vor Ort absagen?
Sorry, auf die Gefahr hin mich unbeliebt zu machen, aber meinst du nicht, dass das für das JC sehr offensichtlich ist?
Ich verteidige keineswegs ZAF, aber man hat vorher Möglichkeiten einen Arbeitsvertrag auf "saubere" und rechtlich problemlose Weise (in Bezug auf mögliche Sanktionen seitens JC) zu "verhindern", bspw. durch geschickte Verhandlungsführung.
11.02.2017, 20:46 #3
Welcher " Typ " ZAF wäre dir denn eigentlich lieber ?
Mit Abschlagszahlung am Monatsende ? Oder eine, wo im Prospekt steht: Abschlag nicht möglich ? Somit wäre ja noch im ersten Arbeitsmonat Hartz 4 als Vollaufstocker möglich.
11.02.2017, 21:01 #4
Wenn ich z.B. weiß, dass die ZAF in meinen Augen deutlich zu wenig bezahlt, ist für mich eigentlich ja sofort klar, dass ich kein Interesse an einem Arbeitsverhältnis habe. Trotzdem die Fragen stellen?
Eben weil die ZAF den "Zeugen" ablehnen wird. Meine Überlegung war, dass das jedoch kein Negativverhalten meinerseits wäre (Begründung siehe meinen ersten Beitrag) und ich so ohne Sperre aus dem Vorstellungsgespräch raus käme.
Dass die ZAF nicht auf die Anwendung des Tarifvertrages verzichten will, ist mir klar. Die Überlegung war, dass es meinerseits kein Negativverhalten wäre, wenn ich den Tarifvertrag als Nicht-Gewerkschaftsmitglied verweigere und ich somit noch eine Möglichkeit hätte ohne Sperre aus dem Vorstellungsgespräch zu kommen.
Ja. Auch hier ist die Überlegung, dass man mir einen solches "Missgeschick" nicht als Negativverhalten auslegen könnte, es aber gleichzeitig dazu führen würde, dass die ZAF mit mir nichts mehr zu tun haben will.
Ein******en ist natürlich ein extremes Beispiel. Aber das gleiche Prinzip würde ja bei starkem Husten, Übelkeit, irgendwelchen unangenehmen Ticks etc. gelten.
Den Arbeitsvertrag zu verhindern ist ja mein erstes Ziel. Ich hab nur Angst, dass mir das nicht gelingt. Wenn die ZAF sagt "Wir bieten Ihnen Arbeit an, 8,50€ pro Stunde, nur Nachtschicht, etc.", müsste ich das ja annehmen, weil es "zumutbar" wäre.
Ich suche eben Mittel und Wege, um sicher aus dem Vorstellungsgespräch rauszukommen, ohne eine Sperre zu riskieren.
Abschlagzahlung am Monatsende? Weil ZAF sonst erst am 15. des Folgemonats zahlen?
Muss ich Zahlung erst am 15. des Folgemonats akzeptieren, oder kann ich das ohne Sperre ablehnen?
Generell frag ich mich: Was darf ich überhaupt ablehnen? Wenn die ZAF sagt "Bitte rasieren Sie sich eine Glatze, sonst gibts leider keinen Arbeitsvertrag" oder "Wir zahlen einen Sachlohn in Form von Kaufhaus-Gutscheinen" - was ist noch "zumutbar" und was nicht mehr?
Zahlung erst am 15. des Folgemonats oder Anwendung eines Tarifvertrages, wenn die gesetzliche Regelung für mich besser wäre, halte ich z.B. für nicht-zumutbar.
11.02.2017, 21:21 #5
-> Leseempfehlung: Der Anti-ZAF-Thread da wurden viele deiner Fragen diskutiert. Einfach mal reinschauen ;)
Generell gilt für die Bezahlung, dass du ein Recht darauf hast, in die richtige Entgeltgruppe eingruppiert zu werden. Sollte hier die ZAF anderer Meinung sein, solltest du dir das belegbar erklären lassen. Wir brauchen hier aber nicht zu diskutieren, dass die Vergütung seitens ZAF unter denen der Stammbelegschaft sind. Aber du solltest auch bedenken, dass es außerhalb von ZAF durchaus Unternehmen gibt, die ausschließlich den gesetzlichen Mindestlohn zahlen. Gerade im Bereich ALG 2 kann das schon eine schwierige Entscheidung sein, bzw. sollte man das ausrechnen, wo man mehr rausbekommt, ZAF mit mehr als Mindestlohn über 35 Stunden gerechnet oder Unternehmen (kein ZAF) mit 40 h und nur gesetzlichen Mindestlohn.
Wozu brauchst du einen Zeugen bei einem Vorstellungsgespräch? Welche Erklärung hast du dir dafür für JC vorbereitet? Jeder SB wird dich fragen, ob du auch bei Unternehmen außerhalb von ZAF einen Zeugen mit zum Vorstellungsgespräch nimmst. Bedenke, es gibt auch außerhalb von ZAF genügend Unternehmen, die nicht "sauber" arbeiten, was die Vorstellungsgespräche betrifft.
Kurz gesagt, solltest du ein Vorstellungsgespräch ablehnen, weil man dir einen Zeugen dabei verweigert (und dieser Zeuge nicht aus gesundheitlichen Gründen oder als Dolmetscher gebraucht wird), dann ist das ein negatives Bewerbungsverhalten.
Ob die Ablehnung des TV als Negativbewerbung gewertet wird, hängt vom weiteren Verlauf des Gespräches, deinem Verhalten und der Einschätzung deines/r SB ab.
Sorry, aber alle deine letzten Gründe für die Abwehr eines Vorstellungsgespräches kannst du vergessen. Wenn eine ZAF mit dir ein Gespräch führen will, dann macht sie das. Warum sollte sie ein Gespräch verschieben, wenn du bereits vor Ort bist? Es kann natürlich sein, dass es ZAF gibt, die dann das Gespräch verschieben, aber eine Garantie ist das nicht.
Btw. man sollte bei Vorstellungsgesprächen bei ZAF nichts gesundheitliches "vorspielen", was sich nicht beweisen lässt. Im Zweifel lässt dich SB amtsärztlich begutachten.
Da du den TV gelesen hast, ist dir die Regelung bezgl. der Zahlung der Vergütung und des Abschlages bekannt. Du kannst auf einen Abschlag von bis 80% der erwarteten Lohns bestehen (dies sagt der TV aus).
Du kannst nicht auf Grund dieser Regelungen ein mögliches Arbeitsverhältnis ablehnen.
Generell frag ich mich: Was darf ich überhaupt ablehnen?
Alles was sittenwidrig, illegal oder strafbar ist, bzw. deine Hilfsbedürftigkeit nicht verringert (aus Sicht von JC).
11.02.2017, 21:54 #6
Die meisten Sachen sind ok.
unsympathisch auftreten. Kommt einer Negativ-Bewerbung gleich
einfach neutral/korrekt sein. Scheißfreundlich muß nicht sein (meine Ansicht).
equal pay macht eine ZAF so gut wie nie. Hat aber noch kein Sperre/Sanktions-Gefährdeter je versucht soweit ich weiß. Nur andere weiß ich. Theoretisch müßte es klappen.
ABER: Theoretisch sind ja Sanktion auch verfassungswidrig, praktisch werden diese aber exekutiert.
Tele und email fällt unter Datnschutz -> du hast Angst mit Werbemüll zugespamt und zugelabert zu werden.
Mit dem "Krankwerden" nach Antritt einer ZAF-Stelle sehe ich kein so großes Problem. Eher wenn immer dann krank ist wenn ein Arbeitsvertrag perfekt gemacht werden soll, also die Prüfung durch ist, es nix zu meckern gibt und dann ist man immer krank irgendwie.
11.02.2017, 22:02 #7
Genau das meinte ich, wenn man ausgerechnet immer nach jedem Vertragsabschluss bei einer ZAF direkt den gelben Schein einreicht. Dass es durchaus einmal passieren kann, da sagt keiner was, aber wenn das als Muster erkennbar ist, kann es unangenehm werden, aus Sicht JC.
12.02.2017, 02:46 #8
1. Kann ich denn künftig Bewerbungen an ZAFs nur noch per Post schreiben (z.B. unter Begründung: kein Zugriff auf Computer mit Internetanschluss), während ich andere Bewerbungen sehr wohl noch per Email versende?
Sage ich der SB dann, dass ich manche Bewerbungen (zufälligerweise jene an Nicht-ZAFs) vom Computer eines Kumpels schicke oder sowas?
1.2 Was mache ich mit VVs, auf denen steht, dass man sich "umgehend per Email oder über das Internet" bewerben soll? Trotzdem schriftlich, d.h. per Post, bewerben? Wird einem das nicht als Negativverhalten ausgelegt?
2. Wie reagiere ich auf Aufforderungen einer ZAF, ihnen meine Telefonnummer zukommen zu lassen bzw. sie anzurufen? Schreiben, dass ich die schriftliche Kommunikation bevorzuge?
Mal ernsthaft: Das würde KEINER machen, der ernsthaft einen Job haben möchte
Geändert von sheryO (12.02.2017 um 03:22 Uhr)
12.02.2017, 03:48 #9
Man ist nur verpflichtet postalisch erreichbar zu sein, d.h. mehr als schriftliche postalische Bewerbung darf das JC nicht fordern (oder JC muss dafür anfallende Kosten, bspw. für Online-Bewerbungen, ersetzen).
EGV Abwehr ruft Psychologischen Dienst auf den Plan Schneidewind Eingliederungsvereinbarung (EGV +VA) 10 27.05.2016 13:23
EGV-VA erhalten. Bitte um Überprüfung und Tipps zur Abwehr heikePP Eingliederungsvereinbarung (EGV +VA) 7 02.02.2016 14:32
Neuling, erste Eingliederungsvereinbarung - bitte um Hilfe majaaa Eingliederungsvereinbarung (EGV +VA) 27 04.09.2015 16:51
Darf Therapie/Plan in die EGV? Bitte um Hilfe! Ich77 Eingliederungsvereinbarung (EGV +VA) 19 29.10.2012 10:09

References: §670
 §615
 §3
 § 20
 §1
 §14