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Timestamp: 2018-11-19 12:14:04+00:00

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Art. 5 cpv. 2, art. 227 e 236 CPP; art. 31 cpv. 4 Cost.; art. 5 n. 4 CEDU; esecuzione anticipata della pena in pendenza di un litigio in materia di proroga della carcerazione preventiva.
Una procedura di proroga della carcerazione preventiva può diventare senza oggetto quando una persona che si trova in detenzione preventiva sconta anticipatamente la pena e perde per questo l'interesse all'esame dell'adempimento dei presupposti per la carcerazione. La perdita dell'interesse giuridico non è tuttavia imperativa (consid. 2.1).
La censura secondo cui si originerebbero inutili lungaggini se, autorizzata l'esecuzione anticipata della pena e pendente una procedura di proroga della carcerazione, dovesse essere avviata una nuova procedura di scarcerazione non è infondata sotto il profilo del principio di celerità e dell'economia processuale. Presupposto per uno svolgimento celere ed ottimale della procedura è tuttavia che il Tribunale federale, rispettivamente le autorità cantonali, siano informate dei diversi passi intrapresi dalle parti, rispettivamente dei procedimenti paralleli pendenti (consid. 2.2).
BGE 137 IV 177 S. 178
2.1 Soll eine Person länger als vom Zwangsmassnahmengericht angeordnet (vgl. Art. 226 Abs. 4 lit. a StPO [SR 312.0]) oder länger als drei Monate in Untersuchungshaft bleiben, hat die Staatsanwaltschaft beim Zwangsmassnahmengericht von Amtes wegen ein Haftverlängerungsgesuch zu stellen (Art. 227 Abs. 1 StPO). Das Zwangsmassnahmengericht hat diesfalls in Anwendung von Art. 227 Abs. 2 ff. StPO darüber zu befinden, ob die Voraussetzungen für eine Fortdauer der Untersuchungshaft noch erfüllt sind. Da die
BGE 137 IV 177 S. 179
Untersuchungshaft gemäss Art. 220 Abs. 1 StPO mit dem vorzeitigen Antritt einer freiheitsentziehenden Sanktion endet, gelangt Art. 227 StPO nicht (mehr) zur Anwendung, wenn eine sich zuvor in Untersuchungshaft befindende Person vorzeitig ihre Strafe antritt. Ein analoges Verfahren, in welchem das Zwangsmassnahmengericht nach dem vorzeitigen Antritt des Strafvollzugs der beschuldigten Person von Amtes wegen periodisch darüber zu befinden hätte, ob die Haftvoraussetzungen noch erfüllt sind, sieht die Schweizerische Strafprozessordnung nicht vor (vgl. DONATSCH/HANSJAKOB/LIEBER, Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung [StPO], 2010, N. 4 zu Art. 236 StPO). Ein allenfalls laufendes Verfahren gemäss Art. 227 StPO kann demzufolge gegenstandslos werden, wenn die sich in Untersuchungshaft befindende Person vorzeitig ihre Strafe antritt und das Interesse an der Überprüfung der Haftvoraussetzungen verliert. Ein Verlust des Rechtsschutzinteresses ist jedoch nicht zwingend. Der Häftling kann weiterhin in erster Linie die Entlassung aus der Haft anstreben und die Strafe vorzeitig antreten, weil er beispielsweise für den Fall des Scheiterns seiner Entlassungsbemühungen das Strafvollzugsregime vorzieht (vgl. zur Haft während der Strafverfolgung und im Strafvollzug BGE 117 Ia 72 E. 1c und d S. 76 ff.).
Das Bundesgericht hat allerdings schon mehrmals Haftentlassungsbegehren materiell beurteilt, auch wenn die rechtliche Basis der Haft im Verlaufe des bei ihm hängigen Beschwerdeverfahrens geändert hatte (Urteil 1B_25/2011 vom 14. März 2011 E. 1.2 [Anordnung von Sicherheitshaft nach Anklageerhebung bei vorbestehender Untersuchungshaft]; Urteil 1B_9/2011 vom 7. Februar 2011 E. 1 [Ablösung einer altrechtlichen Untersuchungshaft durch Sicherheitshaft nach dem erstinstanzlichen Urteil]). Es hat sich bei diesem Vorgehen namentlich von den gesetzes- und verfassungsrechtlichen Vorgaben an das Beschleunigungsgebot (Art. 5 Abs. 2 StPO, Art. 31 Abs. 4 BV, Art. 5 Ziff. 4 EMRK) und von prozessökonomischen Überlegungen leiten lassen (vgl. BGE 136 I 274 E. 1.3 S. 276). Insoweit ist die Rüge des Beschwerdeführers, es führe zu unnötigen und zeitraubenden Weiterungen, wenn an Stelle des bereits hängigen Rechtsstreits um Verweigerung der Haftverlängerung ein neues
BGE 137 IV 177 S. 180
Haftentlassungsverfahren angehoben werden müsse, nicht unbegründet. Zu beachten ist aber, dass das Bundesgericht bzw. die kantonalen Behörden in den vergleichbaren Fällen über die verschiedenen parallel laufenden Demarchen orientiert und auf dem Laufenden gehalten wurden, was Voraussetzung für eine beschleunigte und optimierte Verfahrensabwicklung ist.
DTF: 117 IA 72, 136 I 274
Articolo: Art. 227 StPO, art. 227 e 236 CPP, art. 31 cpv. 4 Cost., art. 5 n. 4 CEDU seguito... , Art. 226 Abs. 4 lit. a StPO, Art. 227 Abs. 1 StPO, Art. 227 Abs. 2 ff. StPO, Art. 220 Abs. 1 StPO, Art. 5 Abs. 2 StPO, Art. 61 StPO

References: art. 227
 art. 31
 art. 5

BGE 
 Art. 226
 Art. 227

BGE 
 Art. 220
 Art. 227
 Art. 236
 Art. 227
 BGE 
 Art. 31
 Art. 5
 BGE 

BGE 
 Art. 227
 art. 227
 art. 31
 art. 5
 Art. 226
 Art. 227
 Art. 227
 Art. 220
 Art. 5
 Art. 61