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Timestamp: 2020-07-07 18:32:33+00:00

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GmbH Gesellschafter: Was ist das Informationsrecht und was umfasst es?
GmbH Gesellschafter: Was ist das Informationsrecht?
20 Sep GmbH Gesellschafter: Was ist das Informationsrecht?
Veröffentlicht um: 19:25Uhr in GmbH	von	Michael Jonas
Was ist das Informationsrecht des GmbH Gesellschafter und was ist Inhalt und Umfang?
Wo ist das Informationsrecht des GmbH Gesellschafter definiert?
Gibt es bestimmte Voraussetzungen bei dem Informationsrecht des GmbH Gesellschafter?
Was ist Gegenstand des Informationsrecht des GmbH Gesellschafter?
Was ist das Auskunftsrecht des Gesellschafters?
Was ist das Einsichtsrecht des GmbH Gesellschafter?
Gibt es Grenzen bei dem Informationsrecht des GmbH Gesellschafters?
Das Recht auf Auskunft und Einsicht (Informationsrecht) ist in § 51a GmbHG definiert:
Das Informationsrecht existiert um es dem Gesellschafter zu ermöglichen, seine mitgliedschaftlichen Teilhaberechte auszuüben.
Das Recht dient somit in erster Linie dem Gesellschafter und nicht der Gesellschaft
Im Gegensatz zu der Aktiengesellschaft sind GmbH Geschäftsführer nicht verpflichtet von sich aus den Gesellschaftern Bericht zu erstatten.
Unabhängig von der Höhe des Geschäftsanteils und der sonstigen Gesellschafterrechte kann der Gesellschafter sein Informationsrecht wahrnehmen.
Dabei beginnt das Informationsrecht mit dem Abschluss des Gesellschaftsvertrags, also dem Beginn der Vor-GmbH und endet mit dem Ausscheiden des Gesellschafters aus der GmbH.
Das Informationsrecht kann in ein Auskunfts- und ein Einsichtrecht unterteilt werden.
Das Auskunftsrecht des GmbH Gesellschafter bezieht sich auf alle Angelegenheiten der Gesellschaft und ist weit auszulegen.
Dabei umfasst es alles, was mit der Gesellschaft, der Tätigkeit und der Beteiligung des Gesellschafters zusammenhängt:
wesentliche Tatsachen der Gewinnverwendung und Gewinnermittlung
Gewährung von Darlehen und Bürgschaften
Zahlungen zwischen Gesellschaft und Gesellschafter
Geschäfte mit verbundenen Unternehmen sowie Beteiligungsunternehmen
Das Einsichtsrecht unter dem Informationsrecht fokussiert auf die Bücher und Schriften der GmbH. Bücher sind Handelsbücher i.S.d. § 238 HGB, Schriften sind die in § 257 Abs. 1 HGB genannten aufbewahrungspflichtigen Unterlagen.
Handelsbücher umfassen alle Unterlagen, die ein Kaufmann nach §§ 238 und 239 Handelsgesetzbuch (HGB) zu erstellen, zu führen und nachzuweisen hat. Er hat in seinen Büchern die Handelsgeschäfte bzw. Geschäftsvorfälle dazustellen und die Lage des Vermögens ersichtlich zu machen. Nach den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung(GoB) gelten als Anforderungen:
Unterlagen gemäß § 257 HGB sind z.B. Handelsbücher, Inventare und Jahresabschlüsse; Steuerrechtliche Aufbewahrungsfristen regelt § 147 AO. Die gesetzlichen Aufbewahrungsfristen betragen nach § 257 Abs. 4 HGB im Grundsatz 10 Jahre, für empfangene und Wiedergaben der abgesandten Handelsbriefe hingegen lediglich 6 Jahre. Handelsbriefe sind Schriftstücke, die ein Handelsgeschäft betreffen (§ 257 Abs. 2 HGB). Dazu zählen z.B. Angebote, Aufträge bzw. Bestellungen und Auftragsbestätigungen. Handelsbriefe können als Brief, Fax oder auch e-mail vorliegen. Rechnungen und Zahlungsbelege hingegen stellen Buchungsbelege dar und sind nach § 257 Abs. 4 i.V.m. Abs. 1 Nr. 4 HGB 10 Jahre aufzubewahren.
Das gesetzlich normierte Informationsrecht hat Grenzung dergestalt, wenn es gesellschaftsfremd bzw. gesellschaftsschädlich ausgeübt wird.
Als entsprechende Beispiele wären die Nutzung für private Zwecke oder die Weitergabe der Informationen an Konkurrenzunternehmen zu nennen.
Sofern die Geschäftsführer dem Informationsanliegen des Gesellschafters nicht nachkommen wollen, muss unverzüglich eine Gesellschafterversammlung einberufen werden, bei der informationsanfragende Gesellschafter keine Stimmrechte hat.
Auskunftsrecht Einsichtsrecht GmbH Gesellschafter Informationsrecht Rechte GmbH Gesellschafter

References: § 51
 § 238
 § 257
 § 257
 § 147
 § 257
 § 257