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Timestamp: 2016-10-21 20:21:28+00:00

Document:
U 272/03 (25.08.2004)
Pr�sidentin Leuzinger, Bundesrichter Lustenberger und nebenamtlicher Richter Weber; Gerichtsschreiberin Amstutz
A.________, 1957, Beschwerdef�hrer,
A.________, geboren 1957, war seit 1985 bei der P.________ AG als Bauarbeiter/Kranf�hrer angestellt und �ber seine Arbeitgeberin bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von Betriebs- und Nichtbetriebsunf�llen versichert. Am 17. April 1997 verlor er w�hrend der Autofahrt in sein Heimatland Bosnien auf einer vereisten Stelle die Herrschaft �ber das Fahrzeug, worauf dieses �ber die linke Fahrbahn in eine B�schung geschleudert wurde (Erg�nzung zur Unfallmeldung UVG vom 20. Mai 1997). Der am 28. April 1997 - nach einer Spitalversorgung im Heimatstaat - in der Schweiz erstbehandelnde Hausarzt Dr. med. K.________, Spezialarzt FMH f�r Chirurgie, diagnostizierte Rippenfrakturen, eine Lumbal- und H�ftkontusion (links), ein lumbales Haematom sowie Status nach Lungenkontusion und Haemothorax (Arztzeugnis UVG vom 6. Juni 1997); mit Schreiben 1. Juli 1997 wies er die SUVA im �brigen darauf hin, dass A.________ ihn bereits am 16. April 1997 - am Tag vor dem Unfall also - wegen seit drei Tagen andauernder starker Magenschmerzen mit Erbrechen, Nervosit�t und Kraftlosigkeit konsultiert hatte (Diagnose: Gastritis und psychische Komponente im Sinne einer reaktiven Depression). Im Austrittsbericht der Rehabilitationsklinik Y.________ vom 1. September 1997 (Aufenthalt vom 2. bis 31. Juli 1997) wurden die Unfalldiagnosen des Dr. med. K.________ best�tigt (erg�nzt durch die Diagnose eines Schmerzsyndroms Hemithorax links unter anderem mit m�ssiggradigen, atemabh�ngigen Beschwerden); w�hrend ein Einsatz als Kranf�hrer zurzeit nicht zumutbar sei, bestehe ab Oktober 1997 f�r angepasste, wechselbelastende T�tigkeiten eine theoretische Arbeitsf�higkeit von 100 % und f�r schwere Arbeiten eine solche von 50 %. In der Folge teilte die SUVA dem Versicherten mit Schreiben vom 26. September 1997 mit, die Taggeldleistungen w�rden per 30. September 1997 eingestellt.
Gest�tzt auf den kreis�rztlichen Untersuchungsbericht des Dr. med. I.________, SUVA, vom 12. November 1997 sowie unter Mitber�cksichtigung des von der IV-Stelle Zug angeforderten Gutachtens der Medizinischen Abkl�rungsstelle (MEDAS) vom 19. Mai 1999 (mit psychiatrischer Beurteilung des Dr. med. F.________, Facharzt FMH f�r Psychiatrie und Psychotherapie, vom 23. Februar 1999 und rheumatologischem Konsilium des Dr. med. B.________, Facharzt FMH f�r Physikalische Medizin und Rehabilitation, speziell Rheumaerkrankungen, vom 23. Februar 1999) best�tigte die SUVA mit Verf�gung vom 8. Februar 2002 die Ablehnung weiterer Leistungen mangels Unfallkausalit�t der geklagten, die Leistungsf�higkeit einschr�nkenden Beschwerden. Daran hielt sie mit Einspracheentscheid vom 23. August 2002 fest, wobei sie bez�glich der posttraumatischen Kopfbeschwerden unter Bezugnahme auf die zus�tzlich getroffenen Abkl�rungen durch Dr. med. S.________, Spezialarzt f�r Chirurgie, pr�zisierte, es bestehe weder zum Unfall vom 17. April 1997 noch zu einem fr�heren Unfall aus dem Jahre 1986 ein Kausalzusammenhang.
Im Rahmen des IV-Verfahrens hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Zug die gegen eine leistungsverweigernde Verf�gung der IV-Stelle Zug vom 27. August 2001 erhobene Beschwerde mit Entscheid vom 29. August 2002 in dem Sinne gut, dass es die Sache mit der Feststellung, dass A.________ r�ckwirkend ab 1. April 1998 Anspruch auf eine Viertelsrente habe, zwecks Pr�fung der Voraussetzungen eines wirtschaftlichen H�rtefalls an die Verwaltung zur�ckwies. Die von der Verwaltung dagegen erhobene Verwaltungsgerichtsbeschwerde wies das Eidgen�ssische Versicherungsgericht mit Urteil vom 3. September 2003 (I 735/02) ab.
A.________ l�sst - unter anderem unter Beilegung des Berichts des Dr. med. H.________, Universit�tsspital im Heimatstaat, vom 23. April 1997 in einer selbst veranlassten deutschen �bersetzung - Verwaltungsgerichtsbeschwerde erheben mit dem Rechtsbegehren, es sei der vorinstanzliche Entscheid aufzuheben und ihm in Bejahung der Unfallkausalit�t der geklagten Beschwerden eine Invalidenrente zuzusprechen, eventualiter die Sache zwecks Durchf�hrung einer um-fassenden neurologischen und neuropsychologischen Abkl�rung an die SUVA zur�ckzuweisen. Ferner ersucht er, im Zeitpunkt der Beschwerdeeinreichung noch vertreten durch Rechtsanw�ltin Petra Oemke, um Gew�hrung der unentgeltlichen Prozessf�hrung und Verbeist�ndung in der Person eines vom Beschwerdef�hrer noch beizuziehenden Rechtsanwalts.
Die SUVA schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Das Bundesamt f�r Sozialversicherung, Abteilung Kranken- und Unfallversicherung (seit 1. Januar 2004 im Bundesamt f�r Gesundheit [BAG]), hat auf eine Vernehmlassung verzichtet.
Mit Schreiben vom 11. Dezember 2003 best�tigte Rechtsanw�ltin Petra Oemke, dass sie A.________ in der vorliegenden Streitsache nicht mehr vertritt. Ein neuer Vertreter des Beschwerdef�hrers, wie bereits in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde in Aussicht gestellt, hat sich beim Eidgen�ssischen Versicherungsgericht nicht gemeldet.
1.1 In prozessualer Hinsicht wird in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde die Durchf�hrung eines zweiten Schriftenwechsels mit der Begr�ndung beantragt, die vorliegende Beschwerde werde von der unterzeichnenden Rechtsanw�ltin allein fristwahrend und vorsorglich eingereicht; dem demn�chst bezeichneten neuen Rechtsvertreter m�sse die M�glichkeit einger�umt werden, die Eingabe in seinem Sinne zu erg�nzen.
1.2 Gem�ss Art. 108 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 132 OG muss die fristgerecht (Art. 106 OG) einzureichende Beschwerde die Begehren, deren Begr�ndung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdef�hrers oder seines Vertreters enthalten; die Ausfertigung der angefochtenen Verf�gung und die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit der Beschwerdef�hrer sie in H�nden hat. Antr�ge und R�gen, welche bereits in der fristgebundenen Beschwerde selbst h�tten gestellt bzw. vorgebracht werden k�nnen, sind nach Ablauf der Beschwerdefrist unstatthaft (vgl. BGE 125 I 71 Erw. 1 d/aa mit Hinweisen).
Ordnet das Gericht einen Schriftenwechsel an, so stellt es die Beschwerde der Vorinstanz und allf�lligen anderen Parteien oder Beteiligten zu (Art. 110 Abs. 1 OG). Ein zweiter Schriftenwechsel nach Eingang von Beschwerde und Vernehmlassung(en) findet gem�ss Art. 110 Abs. 4 OG nur ausnahmsweise statt. Seine gerichtliche Anordnung bedarf mithin besonderer Gr�nde und ist mit Blick auf den verfassungsrechtlichen Anspruch auf rechtliches Geh�r (Art. 29 BV) vor allem dann geboten, wenn die Vernehmlassung der Gegenpartei oder von Mitbeteiligten neue tats�chliche oder rechtliche Gesichtspunkte von entscheidwesentlicher Bedeutung vorbringt (vgl. BGE 119 V 323 Erw. 1 mit Hinweisen). Ob dies zutrifft, kann erst beurteilt werden, wenn die Beschwerdeantwort sowie allf�llige weitere Vernehmlassungen vorliegen (vgl. Urteil J. des Bundesgerichts vom 10. Dezember 2002 [4P.207/2002] Erw. 1.1). In keinem Fall dient der zweite Schriftenwechsel dazu, in der Beschwerdeschrift Vers�umtes nachzuholen (unver�ffentlichte Urteile D. vom 6. Juni1995 [H 68/95] und G. der I. �ffentlichrechtlichen Abteilung des Bundesgerichts vom 24. November 1988 [1A.656/1987]).
1.3 Im Lichte der dargelegten Rechtslage ist dem Antrag auf Durchf�hrung eines zweiten Schriftenwechsels nicht stattzugeben, zumal der Umstand allein, dass in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde ein Anwaltswechsel angek�ndigt wird, eine solche prozessuale Massnahme nicht rechtfertigt. Diesbez�glich ist im �brigen festzustellen, dass sich seit Eingang des Schreibens von Rechtsanw�ltin Petra Oehmke vom 11. Dezember 2003 weder der darin erw�hnte neue Rechtsvertreter noch eine sonstige Vertretungsperson oder der Beschwerdef�hrer selbst beim Eidgen�ssischen Versicherungsgericht gemeldet haben.
Dass im Rahmen des ordentlichen Schriftenwechsels neue Tatsachen oder Argumente vorgebracht wurden, welche die Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels gebieten, wird zu Recht von keiner Seite geltend gemacht. Rechtsanw�ltin Petra Oehmke hat ihren bereits im Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung gestellten Antrag auf Durchf�hrung eines zweiten Schriftenwechsels nach praxisgem�sser Zustellung der Rechtsschrift der Gegenpartei "zur Kenntisnahme und allf�lligen Stellungnahme" denn auch nicht erneuert, sondern sich in ihrem Schreiben an das Eidgen�ssische Versicherungsgericht vom 11. Dezember 2003 auf den Hinweis beschr�nkt, sie vertrete den Beschwerdef�hrer "grunds�tzlich" nicht mehr.
Nach Art. 18 Abs. 1 UVG in der von 1. Juli 2001 bis 31. Dezember 2002 und damit vor In-Kraft-Treten des ATSG (Bundesgesetz �ber den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 6. Oktober 2000; SR 830.1) am 1. Januar 2003 g�ltig gewesenen, nach den Regeln zum zeitlich massgebenden Sachverhalt (BGE 127 V 467 Erw. 1, 121 V 366 Erw. 1b; hier: Einspracheentscheid vom 23. August 2002) und den intertemporalrechtlichen Grunds�tzen hier anwendbaren Fassung (vgl. BGE 129 V 4 Erw. 1.2, 169 Erw. 1, 356 Erw. 1, je mit Hinweisen) hat die versicherte Person, welche infolge eines Unfalls zu mindestens 10 % invalid ist, Anspruch auf eine Invalidenrente. Im angefochtenen Entscheid wird die Rechtsprechung zu dem f�r die Leistungspflicht des Unfallversicherers nach Art. 6 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 18 Abs. 1 UVG vorausgesetzten nat�rlichen (BGE 129 V 181 Erw. 3.1 mit Hinweisen) und ad�quaten (BGE 123 V 103 Erw. 3d, 139 Erw. 3c, je mit Hinweisen; vgl. auch BGE 127 V 102 f. Erw. 5b, 125 V 461 ff. Erw. 5a) Kausalzusammenhang zwischen Unfallereignis und eingetretenem Gesundheitsschaden (Krankheit, Invalidit�t, Tod) zutreffend dargelegt. Richtig wiedergegeben hat die Vorinstanz namentlich die praxisgem�ssen Kriterien der Ad�quanzbeurteilung bei psychischen Fehlentwicklungen mit Einschr�nkung der Arbeits- und Erwerbsf�higkeit nach Unf�llen ohne Distorsion der Halswirbels�ule (HWS) oder vergleichbaren K�rpereinwirkungen (BGE 115 V 133 ff.; vgl. BGE 123 V 99 Erw. 2a mit Hinweisen; zur Ad�quanzpr�fung bei Unf�llen mit HWS-Distorsion, einem "�quivalenten Verletzungsmechanismus'" [Kopfanprall mit Abknicken der HWS; SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 Erw. 2] oder einem Sch�del-Hirn-Trauma siehe BGE 117 V 366 ff. Erw. 6a und b; vgl. BGE 123 V 99 Erw. 2a mit Hinweisen). Darauf wird verwiesen.
3.1 In tats�chlicher Hinsicht steht fest, dass die beim Unfall erlittenen Rippenfrakturen und Kontusionen ohne relevante Folgesch�den ausgeheilt und insbesondere weder pseudoarthrotische Rippen-Frakturheilungen noch eine andauernde Intercostalnervenl�sion feststellbar sind (zuhanden der MEDAS erstelltes und in den SUVA-Akten liegendes rheumatologisches Konsilium des Dr. med. B.________ vom 23. Februar 1999). Nach Lage der Akten hat sich beim Versicherten nach dem Unfall eine nicht-organisch bedingte Fixierung auf die urspr�nglich unfallbedingten Verletzungsfolgen (so ausdr�cklich Dr. med. B.________ im erw�hnten Konsilium) und damit eine psychische �berlagerung des Beschwerdebildes eingestellt, was Dr. med. F.________ in dem zuhanden der MEDAS erstellten Bericht vom 23. Februar 1999 zur Diagnose einer l�ngeren depressiven Reaktion im Rahmen einer posttraumatischen Anpassungsst�rung (ICD 10-F 43.21) f�hrte. Dass psychische Leiden das Beschwerdebild pr�gen, wird durch die Berichte des Neurologen Dr. med. E.________ vom 13. Mai 2002 und des Dr. med. U.________, Spezialarzt f�r Psychiatrie und Psychotherapie, vom 27. Oktober 2003, aber auch vom Versicherten selbst best�tigt.
3.2 Nach den zutreffenden Erw�gungen der Vorinstanz bilden die verf�gbaren Akten eine hinreichende Beweisgrundlage f�r die Beurteilung der prim�r strittigen Frage nach der Unfallkausalit�t der aktuell im Vordergrund stehenden multiplen Beschwerden wie Kopfschmerzen, de-pressive Verstimmung, �ngste, innere Spannung, Nervosit�t, Kraftlosigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Schlaflosigkeit und M�digkeit. Namentlich besteht mit Blick auf das vom Beschwerdef�hrer behauptete Vorliegen eines Sch�del-Hirn-Traumas (commotio/contusio cerebri) kein Anlass zur Anordnung einer umfassenden neurologischen und neuropsychologischen Abkl�rung. Diesbez�glich kann im Wesentlichen auf das gegen�ber dem Beschwerdef�hrer ergangene Urteil des Eidgen�ssischen Versicherungsgerichts vom 3. September 2003 (I 735/02) verwiesen werden. Wie unter dortiger Erw. 3.1 einl�sslich begr�ndet wurde, ist aufgrund der Aktenlage - einschliesslich des kreis�rztlichen Untersuchungsberichts des Dr. med. I.________ vom 12. November 1997, wonach keine neurologischen Defizite und keine Anhaltspunkte f�r einen Status nach Commotio cerebri bestehen - �berwiegend wahrscheinlich (vgl. BGE 126 V 360 Erw. 5b mit Hinweisen), dass es beim Unfall vom 17. April 1997 zu keiner sofortigen, k�rzer- oder l�ngerdauernden Bewusstlosigkeit und (damit zusammenh�ngend) zu keinem Sch�del-Hirn-Trauma kam. Diese Beurteilung vermochte der im IV-Verfahren letztinstanzlich eingereichte, in serbo-kroatischer Sprache verfasste Bericht des Neurologen Dr. med. H.________, Universit�tsspital im Heimatstaat, vom 23. April 1997 - dessen deutsche �bersetzung vom Gericht damals veranlasst, den Parteien zur Kenntnis gebracht und von diesen nicht bestritten worden war - nicht umzustossen. Im UV-Verfahren liegt derselbe Bericht letztinstanzlich nunmehr in einer vom Beschwerdef�hrer selbst veranlassten �bersetzung vor. Aber auch diese vermag nichts an der Beurteilung zu �ndern, dass der Beschwerdef�hrer anl�sslich des Unfalls vom 17. April 1997 zwar eine Kopfprellung (contusio capitis) mit Hautabsch�rfung und Bluterguss frontal links, aller Wahrscheinlichkeit nach jedoch kein Sch�del-Hirn-Trauma erlitten hat. Denn auch gem�ss der neuen �bersetzung des Arztberichts trat ein Bewusstseinsverlust - wenn �berhaupt - erst zu Hause, mithin erst l�ngere Zeit nach dem Unfall, ein. Soweit im Bericht des seit Juli 2002 behandelnden Psychiaters Dr. med. U.________ vom 27. Oktober 2003 ausgef�hrt wird, der Beschwerdef�hrer habe beim Unfallereignis den Kopf aufgeschlagen und sei "k�rzere Zeit auch bewusstlos" gewesen, beruht diese Feststellung auf den subjektiven Angaben des Versicherten mehrere Jahre nach dem Unfall, womit ihnen keine volle Beweiskraft zukommt (vgl. auch BGE 121 V 47 Erw. 2a mit Hinweisen; Urteil S. vom 19. Mai 2004 [U 236/03] Erw. 3.3.4).
3.3 Gegen ein nennenswertes Sch�del-Hirn-Trauma spricht im �brigen der Umstand, dass w�hrend des unfallbedingten Spitalaufenthalts im Heimatstaat zwar Kopfschmerzen (Cephalea) angegeben wurden (Spitalbericht vom 23. und 25. April 1997), der Beschwerdef�hrer jedoch bei Eintritt in die Rehabilitationsklinik Y.________ Anfang Juli 1997 lediglich �ber "wenig" Kopfschmerzen klagte und er anl�sslich der kreis�rztlichen Untersuchung vom 12. November 1997 ausf�hrte, es best�nden nur "noch gelegentlich" Kopfschmerzen rechts; in den Schilderungen des Versicherten gegen�ber der SUVA vom 20. Mai, 6. Juni und 29. September 1997 sowie in der IV-Anmeldung vom 16. Dezember 1997 werden gar �berhaupt keine Kopfschmerzen erw�hnt. Nach diesen zeitlich nahe am Unfallereignis liegenden �usserungen des Beschwerdef�hrers zu schliessen, standen in den ersten Monaten nach dem Unfall Thoraxbeschwerden bei Status nach erlittenen Rippenfrakturen, Lungenkontusion und H�matothorax sowie einsetzende psychische Beeintr�chtigungen im Vordergrund. Soweit in jener Zeit objektiv erkl�rbare Kopfschmerzen �berhaupt bestanden, handelte es sich mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit um ein ausklingendes Symptom der erlittenen Kopfprellung, nicht aber um Nachwirkungen eines relevanten Sch�del-Hirn-Traumas. Vor diesem Hintergrund, aber auch angesichts fehlender Hinweise auf neurologische Defizite mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsf�higkeit besteht kein Anlass zur Durchf�hrung umfassender neurologischer und neuropsychologischer Abkl�rungen. Diese Auffassung deckt sich im �brigen mit den �berzeugend begr�ndeten Schlussfolgerungen des Neurologen Dr. med. E.________, SUVA �rzteteam Unfallmedizin, im Bericht vom 13. Mai 2002 und rechtfertigt sich umso mehr, als die nicht objektivierbaren Kopfschmerzen gem�ss MEDAS-Gutachten vom 19. Mai 1999 f�r sich betrachtet keine Beeintr�chtigung der Arbeitsf�higkeit bewirken.
4.1 Ob - wie der Beschwerdef�hrer geltend macht - das kantonale Gericht den nat�rlichen (Teil-) Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 17. April 1997 und den die Arbeits- und Erwerbsf�higkeit einschr�nkenden (psychischen) Beschwerden zu Unrecht verneint hat, bedarf keiner abschliessenden Pr�fung. Denn wie aus nachfolgenden Erw�gungen erhellt, fehlt es jedenfalls an der erforderlichen Ad�quanz des Kausalzusammenhangs (vgl. SVR 1995 UV Nr. 23 S. 68 Erw. 3c). Dieser ist - nachdem ein Sch�del-Hirn-Trauma ausgeschlossen werden kann (Erw. 3 hievor) - mit der Vorinstanz nach der zu psychischen Fehlentwicklungen nach Unf�llen ergangenen Rechtsprechung gem�ss BGE 115 V 133 ff. (vgl. Erw. 2 hievor) zu beurteilen.
4.2.1 Gegen�ber der SUVA gab der Versicherte am 20. Mai 1997 an, sein Fahrzeug sei w�hrend der Autofahrt von der Schweiz nach Bosnien auf einer vereisten Stelle ins Schleudern geraten, und gegen eine B�schung geprallt. Gem�ss Schilderung des Versicherten vom 6. Juni 1997 (kreis�rztlichen Untersuchung; Bericht vom 9. Juni 1997) drehte sich das Auto beim Schleuderunfall "�ber das Dach". Diese Darstellung deckt sich weitgehend mit den Aussagen des Versicherten vom 25. September 1997 und stimmt im Wesentlichen auch mit der am 2. Juli 1997 erstellten deutschen Fassung des Polizeirapports vom 17. April 1997 �berein. Danach verlor der Beschwerdef�hrer infolge �berh�hter Geschwindigkeit - gem�ss Angaben des Versicherten vom 25. September 1997 rund 50 bis 60 km/h - auf vereister Strasse die Herrschaft �ber sein Fahrzeug, welches �ber die linke Fahrbahn in einen Abwasserkanal geschleudert wurde und sich dabei �berschlug. Der Mitfahrer erlitt nach Angaben des Beschwerdef�hrers lediglich leichte Verletzungen (Polizeirapport vom 17. April 1997).
4.2.2 Soweit der Beschwerdef�hrer unter Hinweis auf ein mehrmaliges �berschlagen des Autos geltend macht, beim Ereignis vom 17. April 1997 handle es sich um einen schweren Unfall bzw. einen schwereren Unfall im mittleren Bereich, kann ihm - auch mit Blick auf die im Unfallzeitpunkt offenbar nicht sehr hohe Geschwindigkeit - nicht beigepflichtet werden. Von einem mehrmaligen �berschlagen des Fahrzeugs sprach der Versicherte erstmals am 22. Februar 1999 gegen�ber Dr. med. F.________ (psychiatrisches Konsilium zuhanden der MEDAS vom 23. Februar 1999), mithin zwei Jahre nach dem Unfall. Diese Schilderung, welche in den fr�heren Unterlagen keine St�tze findet, ist daher als nachtr�gliche Dramatisierung des Unfallgeschehens zu werten. Ausgehend vom augenf�lligen Geschehensablauf, wie er relativ kurze Zeit nach dem Unfall geschildert wurde, sowie im Lichte der Rechtsprechung (siehe nicht publizierte Erw. 3.3.2 des Urteils BGE 129 V 323 [U 161/01] mit zahlreichen Beispielen; vgl. etwa auch Urteil A. vom 13. August 2003 [U 46/03] Erw. 2.4) ist das Ereignis vom 17. April 1997 als mittelschwer - mithin weder im Grenzbereich zu den leichte(re)n noch zu den schwere(re)n Unf�llen liegend - zu qualifizieren. Eine - im Sinne ad�quater Kausalit�t - massgebende Bedeutung f�r die aktuelle Arbeits- und Erwerbsunf�higkeit ist ihm mithin dann zuzusprechen, wenn mehrere der hierf�r massgebenden Kriterien gem�ss BGE 115 V 140 Erw. 6c erf�llt w�ren oder aber eines davon in besonders ausgepr�gter Weise gegeben ist.
4.3 Nach den zutreffenden Erw�gungen der Vorinstanz hat sich der Unfall vom 17. April 1997 weder unter besonders dramatischen Begleitumst�nden ereignet noch ist er durch eine ausgepr�gte Eindr�cklichkeit gekennzeichnet. Von schweren oder besonders gearteten Verletzungen, welche geeignet sind, eine psychische Fehlentwicklung auszul�sen, kann mit Blick auf die zugezogenen Rippenfrakturen, diversen Kontusionen sowie die erlittene Kopfprellung nicht gesprochen werden. Sodann bestehen keine Anhaltspunkte f�r eine die Unfallfolgen verschlimmernde �rztliche Fehlbehandlung oder einen schwierigen Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen, zumal die erlittenen Rippenfrakturen und Kontusionen ohne relevante Folgesch�den ausheilten (vgl. Erw. 3.1 hievor). Ebenfalls zu verneinen ist eine ungew�hnlich lange Dauer der �rztlichen Behandlung, nachdem der Beschwerdef�hrer das Spital im Heimatstaat nach mehreren Tagen - wenn auch auf eigenen Wunsch - verlassen konnte, der Aufenthalt in der Rehabilitationsklinik lediglich der physikalisch und ergotherapeutisch betont schmerzorientierten Rehabilitation galt und im Austrittsbericht zwar eine haus�rztliche und dermatologische Weiterbetreuung infolge allergischer Hautreaktionen als angezeigt erachtet, bez�glich Physiotherapie indes bereits eine Pause empfohlen wurde. Nach Lage der Akten beschr�nkte sich die �rztliche Behandlung der beim Unfall zugezogenen K�rperverletzungen in der Folge auf die Verabreichung von Medikamenten. Auffallend ist im �brigen, dass bereits in dem an die Rehabilitationsklinik Y.________ gerichteten Aufnahmegesuch der SUVA vom 13. Juni 1997 auf die "vorwiegend psychosoziale Problematik" hingewiesen wurde. Hinsichtlich Grad und Dauer der k�rperlich bedingten Arbeitsunf�higkeit ist festzuhalten, dass der Beschwerdef�hrer nach dem Unfall w�hrend rund f�nfeinhalb Monaten vollst�ndig arbeitsunf�hig war, er gem�ss �rztlicher Einsch�tzung ab Oktober 1997 f�r leichtere, wechselbelastende T�tigkeiten aus somatischer Sicht theoretisch zu 100 % und f�r schwerere Arbeiten zu 50 % einsatzf�hig war (Austrittsbericht Rehabilitationsklinik Y.________ vom 1. September 1997) und Kreisarzt Dr. med. I.________ schliesslich am 12. November 1997 eine 100%ige Arbeitsf�higkeit (auch) als Kranf�hrer attestierte (unter Vermeidung des Hebens/Tragens von Lasten �ber 25 kg). Das MEDAS-Gutachten vom 19. Mai 1999 verneinte zwar die Arbeitsf�higkeit als Kranf�hrer, doch wurden als Grund hierf�r die psychopathologischen Befunde angegeben (fehlende Geduld, Konzentrationsf�higkeit, Durchhalteverm�gen und psychomotorische Geschicklichkeit; Konsilium des Dr. med. F.________ vom 23. Februar 1999); der Rheumatologe Dr. med. B.________ n�mlich hatte den Beschwerdef�hrer im Konsilium zuhanden der MEDAS vom 23. Februar 1999 als 100 % arbeitsf�hig f�r jede k�rperlich leichte bis mittelschwere Arbeit (bei Heben von Lasten bis 25 kg/5 kg oft/Stossen und Ziehen von Paletten mit Rolli bis 300 kg) eingesch�tzt und die Arbeit als Kranf�hrer sowie die fr�her ausge�bte T�tigkeit als [gelernter] Chauffeur dabei ausdr�cklich miteingeschlossen. Was schliesslich die im MEDAS-Gutachten angenommene, reduzierte Arbeitsf�higkeit von 70 % f�r alle leichten bis mittelschweren, abwechslungsreichen T�tigkeiten betrifft, ist diese Einschr�nkung im Lichte der Konsilien der Dres. med. B.________ und F.________ sowie des Berichts des behandelnden Psychiaters Dr. med. U.________ vom 27. Oktober 2003 ebenfalls auf psychische Ursachen zur�ckzuf�hren. In W�rdigung s�mtlicher �rztlicher Stellungnahmen ist damit das Kriterium einer physisch bedingten Arbeitsunf�higkeit von kausalit�tsrechtlich erheblichem Ausmass zu verneinen (vgl. auch RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544 ff.). Schliesslich kann das Kriterium der k�rperlichen Dauerschmerzen zwar - mit Blick darauf, dass der Beschwerdef�hrer noch anl�sslich der MEDAS-Begutachtung im Jahre 1999 �ber linksseitige Rippenschmerzen (vor allem beim Heben von Lasten) klagte und die (somatisch nur anf�nglich teilweise erkl�rbaren Kopfschmerzen (vgl. Erw. 3.3 hievor) nie g�nzlich verklungen sind - als erf�llt betrachtet werden. Da diesbez�glich jedoch keine besondere Auff�lligkeit oder Auspr�gung vorliegt, verbietet es sich, allein gest�tzt darauf dem Unfall vom 17. April 1997 eine massgebende Bedeutung f�r die psychische Fehlentwicklung und die heutige Einschr�nkungen der Arbeitsf�higkeit zuzusprechen. Nach den zutreffenden Schlussfolgerungen der Vorinstanz scheidet eine Leistungspflicht der SUVA damit mangels eines (ad�quaten) Kausalzusammenhangs aus.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege im Sinne der Befreiung von den Gerichtskosten ist aufgrund der Kostenlosigkeit des Verfahrens (Art. 134 OG) gegenstandslos. Soweit auf das Begehren um Gew�hrung der unentgeltlichen Verbeist�ndung f�r einen vom Beschwerdef�hrer noch beizuziehenden Rechtsvertreter - und damit ausdr�cklich nicht f�r die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde unterzeichnende Rechtsanw�ltin Petra Oehmke - �berhaupt eingetreten werden kann, ist es allein schon mangels Kenntnis der Person, auf welche es sich bezieht (vgl. Erw. 1.3 hievor), abzuweisen.
Das Gesuch um unentgeltliche Verbeist�ndung wird, soweit darauf einzutreten ist, abgewiesen.

References: Art. 108
 Art. 132
 BGE 
 Art. 110
 BGE 
 Art. 18
 BGE 
 Art. 6
 Art. 18
 BGE 
 BGE 
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 BGE 
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