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Timestamp: 2018-12-19 04:22:48+00:00

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> Lohnsteuerkarte
Das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) speichert gem. § 39e EStG Identifikationsnummer und Besteuerungsmerkmale für die Bereitstellung der durch den Arbeitgeber automatisiert abzurufenden Lohnsteuerabzugsmerkmale. Dazu gehört auch die Identifikationsnummer des Ehegatten. Die bereits durch das JStG 2008 eingeführte Regelung beinhaltet die Basis für den Wegfall der Lohnsteuerkarte ab 2011 und die Umstellung auf elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale. Das Lohnsteuerkartenverfahren wird 2012 durch die Einführung der elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale (Verfahren ElsterLohn II bzw. ELSTAM ) abgelöst. Die Lohnsteuerkarte 2010 auf Papier gilt auch für 2011 und zunächst auch in 2012. Sie darf erst vernichtet werden, wenn das BMF den offiziellen Starttermin für das ELStAM-Verfahren veröffentlicht hat.
Das Jahressteuergesetzes 2010 sieht in § 52b EStG die Einführung von Übergangsregelungen bis zur Anwendung der elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale ( ELSTAM ) vor. Begründet wird dies damit, dass die ursprüngliche Planung, das elektronische Verfahren bereits in 2011 einzuführen, nicht umgesetzt werden könne. Da aber für 2010 letztmalig eine Lohnsteuerkarte ausgestellt worden ist, seien demnach Übergangsregelungen für 2011 erforderlich. Einzelheiten zum Lohnsteuerabzug im Jahr 2011 und zur Einführung der elektronischen Lohnsteuerabzugsmerkmale ergeben sich auch aus dem BMF-Schreiben vom 05.10.2010 - IV C 5 - S 2363/07/0002-03. Arbeitnehmer, die in 2011 erstmas eine Beschäftigung aufnehmen, erhalten von ihrem Finanzamt eine sog. Ersatzbescheinigung.
Steuerfreibetrag im Bedarfsfall ( § 39a EStG )
Hinzurechnungsbetrag ( § 39a Abs. 1 Nr. 7 EStG ), vgl. Hinzurechnungsbetrag - Freibetrag Lohnsteuer
Zur Eintragung eines Freibetrages vgl. § 39a EStG und Freibetrag auf der Lohnsteuerkarte .
Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, seinem Arbeitgeber die Lohnsteuerkarte vor Beginn des Kalenderjahres oder bei Beginn des Arbeitsverhältnisses vorzulegen ( § 39b Abs. 1 Satz 1 EStG ).
Der Arbeitgeber hat dem Arbeitnehmer einen nach amtlich vorgeschriebenem Muster gefertigten Ausdruck der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung mit Angabe des lohnsteuerlichen Ordnungsmerkmals auszuhändigen oder elektronisch bereitzustellen. Wenn das Dienstverhältnis vor Ablauf des Kalenderjahres beendet wird, hat der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer neben einem Ausdruck der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung die Lohnsteuer karte auszuhändigen ( § 41b Abs. 1 Satz 4 EStG ). Nach Ablauf des Kalenderjahres darf der Arbeitgeber die Lohnsteuerkarte nur aushändigen, wenn sie eine Lohnsteuerbescheinigung enthält und der Arbeitnehmer zur Einkommensteuer veranlagt wird (§ 41b Abs. 1 Satz 5 EStG). Dem Arbeitnehmer nicht ausgehändigte Lohnsteuerkarten ohne Lohnsteuerbescheinigungen kann der Arbeitgeber vernichten; nicht ausgehändigte Lohnsteuerkarten mit Lohnsteuerbescheinigungen hat er dem Betriebsstättenfinanzamt einzureichen (§ 41b Abs. 1 Satz 6 EStG).
Der Arbeitgeber muss die Lohnsteuerkarte 2010 im Übergangsjahr 2011 weiter aufbewahren und darf sie nicht vernichten. Er hat dem Arbeitnehmer die Lohnsteuerkarte ggf. zur Änderung der Eintragungen vorübergehend zu überlassen ( § 52b Abs. 1 EStG ). Eine Vernichtung der Lohnsteuerkarte 2010 ist erst mit der Einführung des neuen ELStAM-Verfahrens zulässig.

References: § 39
 § 52
 § 39
 § 39
 § 39
 § 39
 § 41
 § 52