Source: https://www.qjc-jobcoaching.de/
Timestamp: 2020-07-12 07:13:29+00:00

Document:
Projekt KQF – Koordinierungsstelle Qualifizierung und Fachaustausch
Berliner Jobcoaching mit System
Das GesBiT-Projekt Koordinierungsstelle für Qualifizierung und Fachaustausch (KQF) bietet allen Berliner Jobcoaches innerhalb des Landesinstruments Berliner Jobcoaching (BJC) ein auf ihre Bedarfe und Kompetenzen abgestimmtes Weiterbildungsangebot an. Durch diese Entwicklungsformate sichert es die Qualität der einzelnen Coachings.
Es wird durch die Berliner Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales gefördert.
Arbeitsbereiche des Projekts KQF:
Für Neueinsteiger*innen und Erfahrungsträger*innen im BJC werden, für ein möglichst einheitliches Beratungsverständnis und zur Hebung der Beratungsqualität, bedarfsgerechte Präsenz- und digitale Qualifizierungsformate entwickelt, angeboten und analysiert
Weiterbildungsangebot und -inhalte werden im KQF-Qualifizierungsprogramm zusammengestellt und veröffentlicht
Mittels Evaluation der Veranstaltungsfeedbacks wird das projektbezogene Qualifizierungsprogramm weiterentwickelt
Werthaltige Qualifizierungen werden fortgeschrieben
Um allen Berliner Jobcoaches einen Zugang zu Veranstaltungsterminen, Qualifizierungs- bzw. Schulungsmaterialien zu ermöglichen, gibt es das KQF-Qualifizierungsangebot und das KQF-Wissensmanagement
Das Projekt KQF betreibt Verzahnung innerhalb der Berliner Förder- und Beratungslandschaft zur Optimierung seiner Begleitangebote
Es steht als Informationsvermittlerin für BJC-Trägerverantwortliche und Berliner Jobcoaches zur Verfügung
Es betreibt proaktive Gremienarbeit, indem es am BJC-Fachcontrolling mitwirkt
Das Projekt KQF ermöglicht den trägerübergreifenden Austausch mit BJC-Administrator*innen, -Trägerverantwortliche, -Teamkoordinator*innen und Berliner Jobcoaches: Sie werden regelmäßig über Organisation oder Struktur des KQF-Qualifizierungsprogramms und der jeweiligen Qualifizierungsabläufe informiert (bspw. zu Beginn jeder Förderphase, bei der Eröffnung von Qualifizierungsformaten und am jährlich stattfindenden Jobcoaches-Tag)
Im KQF-Wissensmanagement erhalten Berliner Jobcoaches weiterführende Informationen und Materialien zu Qualifizierungen
Das Projekt KQF stellt Berliner Jobcoaches fundierte Handlungs- und Beratungsempfehlungen zur Verfügung
Berlinweit unterstützen derzeit rund 209 Berliner Jobcoaches ögB in Voll- und Teilzeit langzeitarbeitslose Menschen, die sich in Beschäftigungsmaßnahmen befinden, auf dem Weg in den ersten Arbeitsmarkt.
Ca. 25 Berliner Jobcoaches für Geflüchtete begleiten in Voll- und Teilzeit geflüchtete Menschen bei ihrer Integration in den Arbeitsmarkt (Stand: Juni 2020).
Berliner Jobcoaches ögB
Berliner Jobcoaches für Geflüchtete
Verzahnung im Berliner Jobcoaching
Um alle Berliner Jobcoaches bestmöglich zu verzahnen, werden alle Qualifizierungen des Projekts KQF im trägerübergreifenden Dialog angeboten. Zudem wird eng mit landesgeförderten Beratungsangeboten kooperiert, u. a. mit den drei berlinweit aktiven JOB POINTs in Charlottenburg-Wilmersdorf, Mitte und Neukölln oder MobiJob, um bspw. die vorhandene Stellenbörse für berufliche Entwicklungschancen der Coachees optimal zu nutzen.
Innerhalb der Beratung von geflüchteten Menschen wurde eine Kooperation mit dem Landesrahmenprogramm der Integrationslots*innen vereinbart und ein entsprechendes Vorgehensmodell fixiert.
Das Projekt KQF fördert eine proaktive Auseinandersetzung und Identifikation mit dem Berliner Jobcoaching, indem es die zielgerichtete Verzahnung zwischen Netzwerkpartnern, Akteuren und Institutionen wie auch zwischen Erfahrungsträgern und Neueinsteigern im Landesinstrument BJC betreibt.
Wissensmanagement für Berliner Jobcoaches
Im KQF-Wissensmanagement finden Sie aktuelle Veranstaltungsinformationen mit der Möglichkeit sich anzumelden und die dazugehörigen Schlungsunterlagen als Download.
Das KQF-Qualifizierungsprogramm für Berliner Jobcoaches gliedert sich in obligatorische Qualifizierungsbausteine (Pflichtbausteine) für BJC-Neueinsteiger sowie in fakultative Qualifizierungsbausteine (Wahlbausteine) für Erfahrungsträger und Experten im BJC.
Obligatorische Qualifizierungsbausteine
In obligatorischen Qualifizierungsbausteinen professionalisieren Berliner Jobcoaches ihr Verständnis, ihre Haltung und Ziele im Coaching. Sie bauen hier ihre Beratungskompetenzen aus.
Gestaltung des Beratungsprozesses und Kompetenzbilanzierung, Modul 1
Beratung im Kontext lebenslangen Lernens
Der obligatorische Qualifizierungsbaustein „Gestaltung des Beratungsprozesses und Kompetenzbilanzierung, Modul 1“ setzt sich mit dem lebenslangen Lernen, dem „VIVA-Modell“ und der IVANE-Plattform auseinander.
Grundhaltung und Selbstverständnis
Beratungskonzepte und formen
Beratungslogik
Umgang der Zielgruppe mit Beratungshaltung und Zielerreichung im Landesinstrument BJC
Stärkung und/oder Verbesserung der Beratungskompetenz der Zielgruppe
Berücksichtigung analoger wie auch digitaler Beratungskonzepte und -formen
Gestaltung des Beratungsprozesses und Kompetenzbilanzierung, Modul 2
Grundlagen von Beratungsprozessen
Der obligatorische Qualifizierungsbaustein „Gestaltung des Beratungsprozesses und Kompetenzbilanzierung, Modul 2“ setzt er sich mit verschiedenen Kommunikations- bzw. Gesprächsmodellen auseinander und vertieft unterschiedliche Beratungsdefinitionen und -konzepte.
Steuerung und Ablauf des Beratungsprozesses, Aufgaben und Grenzen
Beratungstechnik und -methodik
Phasenmodell und Grundstruktur des Beratungsprozesses
Aufgabenfelder der Bildungs-, Beschäftigungs- und Berufsberatung
Evaluation, Praxisreflexion
Beratungsdefinition und konzepte, Grundhaltungen, Handlungsformen
Verständnis, aktuelle Entwicklungen
Gestaltung des Beratungsprozesses und Kompetenzbilanzierung, Modul 5
Kompetenzerfassung, -bewertung und -bilanzierung
Stärken, Fertigkeiten oder Weiterentwicklungschancen von Coachees können nicht nur im Einzelberatungen zwischen Ratsuchendem und Jobcoach offengelegt werden, sondern auch mithilfe von Kompetenzerfassung, -bewertung und -bilanzierung.
Innerhalb des obligatorischen Qualifizierungsbausteins „Gestaltung des Beratungsprozesses und Kompetenzbilanzierung, Modul 5“ liegt der Fokus auf dem ProfilPASS. Dieser setzt an der Biografie und am beruflichen Werdegang des Coachees an: Beide sollen ihn aktivieren, sein eigenes Können zu reflektieren, schriftlich oder auch kreativ zu fixieren und sich in Beziehung zu den so dargestellten, individuellen Potenzialen zu setzen.
Damit die Qualität der Kompetenzerfassung, -bewertung und -bilanzierung des Coachees dem Profil-PASS-Konzept entspricht, werden Berliner Jobcoaches im Rahmen der Qualifizierung in fachlich geführten Veranstaltungen zu ProfilPASS-Berater*innen durch die verpflichtende Teilnahme an „Gestaltung des Beratungsprozesses und Kompetenzbilanzierung“ in den Modulen 1, 2 und 5 geschult.
Überblick über Konzepte, Bereiche und Instrumente
Methoden der Kompetenzbilanzierung
Kompetenzbilanz am Beispiel ausgewählter Tätigkeitsfelder (ProfilPASS)
Einstieg in den ProfilPASS, Qualitätssicherung, Standards
Die Bewusstmachung von Kompetenzen ist bei dem Verfahren des ProfilPASSes ergebnisoffen, kann also über einen längeren Zeitraum hinweg weitergeführt werden, und ermöglicht eine positive, ressourcenorientierte Auseinandersetzung mit dem bisher Erreichten
Diese Selbstexploration soll möglichst erreichen, dass der Coachee durch den ProfilPASS motiviert wird, um Möglichkeiten des lebenslangen Lernens anzunehmen und berufliche Qualifizierungen in Angriff zu nehmen
Gestaltung des Beratungsprozesses und Kompetenzbilanzierung, Modul 3
Rahmenbedingungen professioneller Beratung
Berliner Jobcoaches, die mindestens ein Jahr als solche tätig sind und/oder die Module 1, 2 und 5 der obligatorischen Qualifizierungsreihe „Gestaltung des Beratungsprozesses und Kompetenzbilanzierung“ bereits absolviert haben, erhalten die Gelegenheit, an Modul 3 teilzunehmen. Es umfasst die Themen Vernetzung, Schnittstellenmanagement und Projektförderung.
Vernetzung und Schnittstellenmanagement
Überblick: Verweisberatungsangebot im Land Berlin
Rechtliche Grundlagen (Fördermöglichkeiten und einschlägige Gesetze)
Rahmenbedingungen auf dem Arbeitsmarkt (4.0)
Bildungsmarketing / Trends im Bildungswesen
Förderung der Verzahnung und Vernetzung von Berliner Jobcoaches im Land Berlin
Einführung in das Berliner Jobcoaching
Die vierstündige Qualifizierung führt neue Berliner Jobcoaches ins Landesinstrument Berliner Jobcoaching ein. Es werden aktueller Ziele und Zielstellungen gemäß den Vorgaben des BJC-Fachcontrollings berücksichtigt.
Zudem setzen sich Berliner Jobcoaches mit dem Beratungsprozess (mittels Geschäftsprozessmodell und Handlungsempfehlungen) sowie mit einer ressourcen- wie auch zielorientierten Beratungshaltung auseinander.
Definition von Beratung im Berliner Jobcoaching
Grundhaltung eines Berliner Jobcoaches
Der Beratungsprozess und seine Phasen
Bearbeitungsphase I
Bearbeitungsphase II
Der Beratungsprozess im Berliner Jobcoaching
Methoden in den jeweiligen Coaching-Phasen
Zielsetzung und -erreichung im Coaching-Prozess
Vor- und Nachbereitung der einzelnen Coachings
Zeit- und Prozessmanagement innerhalb des Jobcoachings
Jobcoaching als Prozess
Überblick über die Ziel- und Kennzahlenerreichung
Austauschforen / Kollegiale Beratung
Unabhängig davon, wie gut Jobcoaches ausgebildet oder erfahren sind, sie werden in Ihrer beruflichen Praxis mit Situationen konfrontiert, in denen ihre persönlichen oder beruflichen Grenzen erreicht werden. Ein Instrument, um solche Beratungssituationen auszuwerten, stellt die Fallberatung dar.
Berliner Jobcoaches erhalten hier einen Rahmen, sich trägerübergreifend, wechselseitig auszutauschen und schwierige Fälle professionell aufzulösen, um beruflich grenzwertige Herausforderung bewältigen zu können.
Die Kollegiale Beratung ist eine Form der Gruppenberatung, in der konkrete Praxisfälle problematisiert und mit Hilfe der anderen Gruppenmitglieder systematisch reflektiert werden, um Lösungsoptionen für den beruflichen Alltag zu entwickeln. Dieser Prozess wird durch eine psychologische Begleitung organisiert, unterstützt und moderiert.
Der regelmäßig angebotene Qualifizierungsbaustein ist für Berliner Jobcoaches zweimal jährlich obligatorisch und danach fakultativ zu besuchen.
Einführung in die Dokumentations- und Evaluationssoftware CASIAN
Auf der Dokumentationsplattform CASIAN dokumentieren Berliner Jobcoaches Schritte und Verlauf der einzelnen Beratungen. Um eine Systematisierung der Coachings zu ermöglichen, stehen ein Geschäftsprozessmodell (GPM) sowie definierte Prozessstandards im Berliner Jobcoaching zur Verfügung. Die Schulung ist von allen Jobcoaches obligatorisch wahrzunehmen.
Die Schulung wird von ARBEIT UND LEBEN – DGB/VHS Berlin-Brandenburg – Fachbereich Bildung und Digitalisierung durchgeführt.
Schritte und Aktivitäten im BJC für eine anschließende Dokumentation und korrekte Auswertung
Begriffsdefinitionen, bspw. Abbau von Vermittlungshemmnissen
Das CASIAN-Dashboard mit seinen einzelnen Reitern, Download- und Newsbereich, Verbleibe und Abschluss, korrekt abgeschlossene Coachings
Definition von und Umgang mit Sollzahlen, Rollen und Berechtigungen
Tipps und Tricks, CASIAN-Support und -Hotline
Sensibilisierung der Berliner Jobcoaches für das Ineinandergreifen von Coaching und dessen Dokumentation mittels Online-System CASIAN
Ausbau der Fachkompetenzen von Jobcoaches hinsichtlich Wording und Controlling im BJC
Sicherer Umgang mit CASIAN
Jobcoaches-Tag am 14. September 2020
BERLINER JOBCOACHING MIT SYSTEM –
Coaching und Haltung im digitalen Wandel
Der Jobcoaches-Tag findet jährlich statt und ist ausgerichtet auf die Vernetzung der Berliner Jobcoaches, um weitere Beratungsstrukturen, angebote, Ansprechpartner*innen kennenzulernen sowie einen trägerübergreifenden Austausch zu ermöglichen. Zudem werden öffentlich geförderte Projekte vorgestellt und durch Fachvorträge zu Themen der Beratung und der Arbeitsintegration unterstützt.
Die Themensetzung orientiert sich dabei am aktuellen Informationsbedarf und wird jährlich in Abstimmung mit der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales unter einem festgelegten Motto realisiert.
Der diesjährige Jobcoaches-Tag wird als Hybridformat (Mischung aus Präsenzveranstaltung, die auch im Internet mitverfolgt werden kann) im Berliner QuadrigaForum stattfinden.
Geplant sind zwei Durchgänge mit jeweils max. 80 Eingeladenen (erster Durchgang von 9:30 bis 13:00 Uhr, zweiter Durchgang von 13:30 bis 17:00 Uhr). Das Veranstaltungsangebot umfasst thematisch abgestimmte Workshops und Zeit zum Fachaustausch. Weitere Informationen folgen in Kürze.
Fakultative Qualifizierungsbausteine
In fakultativen Qualifizierungsbausteinen erweitern Berliner Jobcoaches ihr fachliches und methodisches Know how, sie bauen ihr Wissen und ihre Potenziale für eine ressourcen-, prozess- und zielorientierte Arbeit aus und erhalten einen fundierten Wissenstransfer mit Akteuren und Netzwerkpartner*innen.
Gestaltung des Beratungsprozesses und Kompetenzbilanzierung, Modul 4
Themenfelder und Herausforderungen des lebenslangen Lernens
Im fakultativen Qualifizierungsbaustein „Gestaltung des Beratungsprozesses und Kompetenzbilanzierung, Modul 4“ erhalten Berliner Jobcoaches wichtige Einblicke in Herausforderungen des lebenslangen Lernens vor dem Hintergrund einer ressourcenorientierten Beratung und der Kompetenzentwicklung.
Mit der erfolgreichen Teilnahme an allen fünf Modulen „Gestaltung des Beratungsprozesses und Kompetenzbilanzierung“ (3 Module der Basisqualifizierung plus 2 ergänzende Qualifizierungsmodule) wird den Berliner Jobcoaches ein zertifizierter Abschluss mit der Erlangung von Leistungspunkten nach dem European Credit Transfer System (ECTS) von mindestens 15 ECTS Punkte ermöglicht.
Ressourcenorientierte Beratungsansätze
Umgang mit lebenstechnischen Umbrüchen, biografischen Brüchen, kritischen Lebensereignissen und „Lücken“ im Lebenslauf der Coachees
Entwicklungspsychologische Aspekte im Kontext von Bildungsberatung
Lebenslanges / lebensbegleitendes Lernen
Beratungsangebote: Profil und Präsenz
Arbeitsmarkt 4.0: Chancen und Herausforderungen für Menschen mit biografischen Brüchen und gesundheitlichen Einschränkungen
Potenzial- und ressourcenorientierte Beratung für Coachees bei lebenstechnischen (Um-)Brüchen bzw. kritischen Lebensereignissen
Durchführung von Online-Meetings via zoom
Die fakultative Qualifizierung führt Berliner Jobcoaches in die Anwendung und Nutzung des Videokonferenz-Systems „zoom“ ein.
Meeting-ID und geschützter Meeting-Raum
Host kann Audio- und Videoeinstellungen sowie Bildschirmfreigabe steuern
Bildschirmfreigabe inkl. Pausieren
Zeitgleiche Bildschirmfreigabe
Teamarbeit, Erstellen von Gruppen
Nützlichkeit von Outlook Plug-Ins bei zoom
Nützlichkeit der Erstellung von Umfragen
Durchführung von Online-Workshops via zoom
Die fakultative Qualifizierung setzt an den Inhalten der Veranstaltung „Durchführung von Online-Meetings via zoom“ an und vertieft die Anwendung und Funktionen des Videokonferenz-Tools zoom für Berliner Jobcoaches.
Ausgearbeitete KQF-Netiquette als Voraussetzung
Termine setzen (via App, browserbasiert und mittels WhatsApp-Link)
Einladungs-E-Mail formulieren mit technischen Voraussetzungen und Datenschutzerklärung plus Link für Ton- bzw. Audiotest
Breakout-Sessions vorbereiten
Bildschirm-Sharing mittels vorbereiteter, vorher geöffneter Dateien ermöglichen
Teamaufgaben für Breakout-Sessions
Mehrere Meetings parallel organisieren
Eine*n Teilnehmende*n zum Host oder Co-Host bestellen
Dateisendungen erlauben bzw. verweigern
Einstellungen anschauen
Meeting evaluieren, bspw. mittels Mentimeter oder SurveyMonkey
Mit social media zum Job
Um die Beratungskompetenzen der Berliner Jobcoaches sowie die Integration ihrer Coachees in den ersten Arbeitsmarkt zu verbessern, wird die fakultative Qualifizierung „Mit social media zum Job“ angeboten. Die Coaches werden für verschiedene Soziale Medien sensibilisiert und in deren Umgang geschult.
Relevanz von Social Media für die Jobsuche und aktuelle Trends
Überblick über die wichtigsten sozialen Medien
Wo und wie finden Bewerber Jobmöglichkeiten in den sozialen Medien?
Einblick in verschiedene soziale Netzwerke, Kennenlernen der Besonderheiten
Wie erstelle ich ein aussagekräftiges Profil in einem ausgewählten Netzwerk?
Neue Möglichkeiten für Bewerber
Online-Reputation: Chancen und Risiken der Selbstdarstellung im Internet
Etikette und Methoden beim beruflichen Netzwerken via Social Media
Fragen zum SGB-II-Leistungsbezug
Diese fakultative Qualifizierung richtet sich an alle Berliner Jobcoaches, die ihre Kenntnisse bzgl. SGB II und ALG-II-Formalitäten erweitern möchten.
Rechte und Pflichten im Leistungsbezug
Inanspruchnahme einer geminderten Altersrente
Vereinfachter Antrag auf ALG II infolge der Corona-Pandemie
Aktuelle SGB II-Normen / Leistungsrecht / Bescheide lesen und interpretieren
Das neue Förderinstrument des § 16 i SGB II
Mögliche Förderung mit Einstiegsgeld nach § 16 b SGB II
Die Frage der Sanktionen bei Eingliederungsleistungen nach § 16 a SGB II
Die Beratungspflicht und die möglichen Folgen fehlender Beratung
Änderungen der AV-Wohnen in 2019 und 2020
Umgang mit "schwierigen Gesprächssitiationen" im Jobcoaching
Zielstellung dieser eintägigen, fakultativen Qualifizierung ist es, lösungsorientiert Beratungssituationen und Interventionsstrategien im Jobcoaching zu behandeln.
Prävention zur Vermeidung schwieriger Kommunikationen und Gesprächsführung
Tools zur Steuerung schwieriger Gesprächskonstellationen
Wertschätzend kommunizieren – missverstehen / sich besser verstehen
Soll ich überzeugen? Oder … Die Rolle von Bedürfnissen und Interessen
Persönliche Einstellung und Haltungen, Vorgehensweisen und Vermeidungsstrategien
Arbeitsintegration straffällig gewordener Menschen
In dieser eintägigen, fakultativen Qualifizierung erhalten Berliner Jobcoaches Grundlagen zur Arbeitsintegration straffällig gewordener Menschen.
Informationen zum Bundeszentralregister (BZR) bzw. zum (erweiterten) polizeilichen Führungszeugnis; dabei insbesondere:
Inhalte der Führungszeugnisse
Auskunftserteilung aus dem BZR (Beantragung)
Verhaltenshinweise bei Vorstellungsgesprächen
Wann ist eine Frage nach den Vorstrafen ein begründetes Interesse bzw. eine zulässige Frage seitens des potenziellen Arbeitgebers?
Was wären mögliche rechtliche Konsequenzen bei unwahrer Beantwortung?
Wie sollten / könnten Bewerber mit dieser Frage umgehen und wie kann man ggf. daraus eine vorteilhafte Aussage machen?
Wie kann man „Rückschläge“ bei der Jobsuche eventuell durch gezieltere Branchenauswahl verhindern?
Arbeitsintegration von Menschen mit GdB
Qualifizierung zur Arbeitsintegration
von Menschen mit gesundheitlicher Beeinträchtigung,
vorrangig unter Berücksichtigung eines Grad der Behinderung (GdB)
Seit 35 Jahren werden über das Annedore-Leber-Berufsbildungswerk Menschen mit Behinderung in mehr als 30 Berufen ausgebildet und zur Integration in den Arbeitsmarkt begleitet.
Mit der angebotenen fakultativen Qualifizierung werden Berliner Jobcoaches Kenntnisse vermittelt, die die Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben unterstützen können.
Abbildung der Arbeitsmarktsituation von Menschen mit Behinderung
Begriffsklärung, Arten von Behinderung, Gleichstellung, Beantragungsverfahren
Arbeitsrechtliche Grundlagen für Menschen mit Behinderung
Unterstützungsstrukturen im Kontext der Arbeitsintegration
Fördermöglichkeiten / begleitende Hilfen
Beispiele zur Beschäftigung und Ausbildung für Menschen mit Behinderung
Psych. Gesundheit / psych. Krankheit
Die fakultative Qualifizierung setzt sich aus drei Weiterbildungstagen zu folgenden Themenstellungen auseinander:
Teil 1a: Einführung in psychiatrische Krankheitsbilder
In der Veranstaltung werden den Berliner Jobcoaches Grundlagen der Krankheitsbilder von Affektiven Erkrankungen und Persönlichkeitsstörungen (hier Borderline) vermittelt bzw. mit ihnen erarbeitet.
Grundbegriffe der Psychiatrie
Teil 1b: Psychische Gesundheit / psychische Krankheit
Professionelle Beziehungsgestaltung in der Beratung von psychisch-kranken Menschen (affektive Erkrankungen und Persönlichkeitsstörungen; hier Borderline).
Angeregt werden soll eine Auseinandersetzung mit der eigenen Haltung und Einstellung zur Klientel, mit dem Ziel eine konstruktive und zielführende Beziehungsarbeit gestalten zu können
Berliner Jobcoaches erhalten Informationen darüber, wie bei Bedarf die Vermittlung an eine unterstützende Organisation einzuleiten ist
Teil 2: Psychische Gesundheit / psychische Krankheit
Wiederholung von Ursachen psychischer Erkrankungen und dem Vulnerabilitäts-Stress-Modell. Berliner Jobcoaches erhalten ergänzende Grundlagen der Krankheitsbilder von Psychosen (Schizophrenie) und wie sie Teilnehmenden mit diesen Signalen begegnen können.
Außerdem wird das „Erkennen von Suizidalität“ thematisiert werden. Dabei werden Fragestellungen zur Einschätzung der Situation von Teilnehmenden thematisiert, der Abbau von Unsicherheiten in der Beratung und welche unterstützenden Hilfsangebote wahrgenommen werden können. Sie befassen sich mit den sozialen und emotionalen Aspekten der Bedeutung der Krankheiten und erhalten Hinweise zum Umgang mit den Krankheitsbildern und Signalhandlungen.
Verhinderung von Wohnungs- bzw. Obdachlosigkeit
Diese fakultative Qualifizierung ermöglicht Berliner Jobcoaches Handlungsstrategien bei drohender Obdachlosigkeit oder drohendem Wohnungsverlust bei ihren Coachees und gibt ihnen Möglichkeiten zu entsprechenden Angeboten der Berliner Verweisberatung.
Problemlagen wohnungsloser Menschen bei der Integration in den ersten Arbeitsmarkt / Sensibilisierung
Hilfen zur Überwindung von Wohnungslosigkeit / Rechtliche Grundlagen:
Ambulante und stationäre Hilfen nach § 67 SGB XII
Hilfen bei drohendem Wohnungsverlust:
Rechtliche Grundlagen Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
Hilfen im SGB II / SGB XII
Hilfestrukturen / Beratungsstellen
Verzahnung der Eingliederungsvereinbarung § 15 SGB II mit dem Hilfeplan nach § 67 SGB XII
Klärung offener Fragen / Austausch / ggf. Fallberatung
Die Zielgruppe der Menschen mit Migrationshintergrund hat in der Beratung des Berliner Jobcoachings einen großen Stellenwert. Gerade in der Arbeitsmarktintegration braucht es einen professionellen Zugang zu diesen Ratsuchenden.
Das Ziel dieser eintägigen, fakultativen Qualifizierung besteht darin, die interkulturelle Beratungskompetenz der Berliner Jobcoaches zu fördern und sie für den Umgang mit und in der Schlichtung von interkulturellen Konflikten zu befähigen.
Ausgehend von dem beruflichen Erfahrungshintergrund der Berliner Jobcoaches werden gemeinsam Handlungsansätze für eine interkulturelle Konfliktlösung entwickelt.
Interkulturelle Orientierung und Sensibilisierung:
Eigenkulturreflexion und kulturelles Selbstbild in Konfliktsituationen
Kompetenzen in interkulturellen Konflikten stärken:
Im Umgang mit eigenen und fremden Werten und Verhaltensweisen sensibilisieren
Grundlagen zum Erkennen von Konfliktpotenzialen und zur Deeskalation von Konfliktsituationen in interkulturellen Kontexten kennenlernen
Erkennen und Reflektieren von Konflikten im interkulturellen Handlungsfeld
Tools zur Eskalation von interkulturellen Konflikten
Ins Handeln kommen: Werkzeugkoffer für Berliner Jobcoaches
Inhalte zu dieser Qualifizierung folgen in Kürze.
CASIAN-Werkstatt
Die CASIAN-Werkstatt ist eine regelmäßige Sprechstunde für Berliner Jobcoaches zu Fragen bei der Arbeit mit dem Monitoring- und Berichtsystem CASIAN. Hier erfolgt eine individuelle Beratung vor Ort.
Sie wird von ARBEIT UND LEBEN – DGB/VHS Berlin-Brandenburg – Fachbereich Bildung und Digitalisierung durchgeführt.
Empowerment: Selbstfürsorge
Empowerment: Stressresilienz
Einsatz digitaler Tools im Coaching-Prozess
Gute und gesunde Arbeit 4.0
Im Zuge der digitalen Transformation verändern sich Arbeitswelt und -umfeld (Arbeit 4.0 und New Work) der werktätigen Menschen. Auswirkungen sind seit einigen Jahren deutlich wahrzunehmen, bspw. die optimierte Kopplung von mechanischer und digitaler Technik in der Industrie, die Neudefinition des Begriffs „Arbeitsplatz“ (Büro, Homeoffice, Co-Working-Spaces, Tele-, Voll- und Teilzeitarbeit etc.), die Veränderung von firmeninternen Organisationsstrukturen (Agiles Projektmanagement) sowie die Notwendigkeit von digitalen Hilfsmitteln (Notebook, Tablet, Smartphone) und Soft Skills (Medienkompetenz, Analyse- und Kommunikationsfähigkeit).
Gerade im sozialen Sektor stehen (Arbeitsplatz-)Unsicherheit, konflikthafte Kommunikation, Intransparenz und Überforderung in Verbindung mit Gesundheit / Krankheit, (psychischen) Fehlbelastungen, Arbeitsfähigkeit / Arbeitsunfähigkeit.
Um personellem Ausfall und Krankheit unter den Berliner Jobcoaches entgegenzuwirken, soll in der fakultativen Qualifizierung das Bewusstsein der Berliner Jobcoaches hin zu einem (trägerübergreifenden, betrieblichen) Gesundheitsmanagement geweckt werden, welches Gestaltungsaspekte zur guten, gesunden Arbeit vor dem Hintergrund der digitalen Transformation entwickelt.
Gestaltungsebenen der Arbeit von Berliner Jobcoaches offenlegen:
Belastungs-Beanspruchungs-Ressourcenmodell bei Berliner Jobcoaches
Abgleich Tätigkeitsaspekte mit Gesundheitsressourcen und belastungen bei den Coaches
Abgleich mit Punkten des betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM)
Entwicklung von Strategien eines trägerübergreifenden BGMs für Berliner Jobcoaches
Zielgruppe, Maßnahmen, Ziele, Zeitplan, Erfolgskriterien für ein trägerübergreifendes BGM für Berliner Jobcoaches
Verbesserungsideen für eine „gute, gesunde Arbeit 4.0“
Erarbeitung eines gemeinsamen, trägerübergreifenden Grundverständnisses bzw. Bewusstseins für ein BGM für Berliner Jobcoaches
Ggf. Etablierung einer Planungs- oder Steuerungsgruppe für BGM im Berliner Jobcoaching
Gute und gesunde Arbeit nach Corona
Umgang mit Populismus / Extremismus
Das Ziel dieses eintägigen, fakultativen Workshops besteht darin, Berliner Jobcoaches in die Lage zu versetzen, mit den Herausforderungen unserer Zeit einen aktiven demokratischen und menschenrechtsorientierten Umgang zu finden. Den Teilnehmenden soll Wissen vermittelt werden und dazu ermutigt werden, professionell zu handeln und Haltung zu zeigen.
Austausch über persönliche Erfahrungen der Teilnehmenden
Was ist „Rechtspopulismus“? Was ist „Rechtsextremismus“?
Vermittlung von Wissen über die wichtigsten rechtspopulistischen und rechtsextremen Akteure, Netzwerke, ihre Positionen und Strategien
Analyse rechtspopulistischer und rechtsextremer Kommunikationstechniken und -strategien (inkl. Sprachgebrauch und Schlüsselbegriffe)
Reflektion von Reaktions- und Argumentationsmöglichkeiten durch praktische Übungen
Entwicklung von adäquaten Handlungsstrategien
CASIAN-Administrator*innen-Schulung
Administratoren-Schulung zu den Nutzungsmöglichkeiten
des Dokumentations- und Auswertungssystems „Casian“
In der Administratoren-Schulung werden die wichtigsten technischen Auswertungen für die trägerspezifischen Administrations-Aufgaben in CASIAN vermittelt. Mithilfe aktueller Handreichungen (Geschäftsprozessmodell, Darstellung von Handlungsbedarfen und Zielen, Controlling-Handbuch) soll der Dokumentations- und Coaching-Prozess nachhaltig optimiert werden.
Des Weiteren bietet diese Schulung einen Raum für Anregungen zur Verbesserung des Systems. CASIAN soll über derartige Dialoge besser mit Ihrem Beratungsalltag synchronisiert werden.
Beratungsstellen Verwaltung (Daten der Beratungsstelle, Verwalten der Berater in der Beratungsstelle, Rollen- und Rechtesystem)
Onlinestatistik (Logik der Statistik, Anlegen von Einfachen und mehrdimensionalen Statistiken
Spezielle Funktionen (Verwendung des CSV-Exports, Teilnehmerverwaltung und Filter, Teilnehmermappe teilen)
CASIAN-Statistik-Workshop
Download Qualifizierungsprogramm

References: § 16
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 § 67
 § 15
 § 67