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Timestamp: 2016-10-25 10:29:04+00:00

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4C.179/2004 (14.09.2004)
4C.179/2004 /lma
Kl�ger und Berufungskl�ger, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Roberto Fornito,
Klinik B.________ AG,
Beklagte und Berufungsbeklagte, vertreten durch Rechtsanwalt Kurt Gemperli.
Berufung gegen das Urteil des Obergerichts von Appenzell A.Rh., 1. Abteilung, vom 18. November 2003.
Dr. med. A.________ (Kl�ger) war seit Mai 1996 als Oberarzt und seit 1997 als leitender Arzt bei der Klinik B.________ AG (Beklagte) bzw. bei deren Rechtsvorg�ngerin t�tig. Auf den 1. Januar 1998 stellte die Beklagte Dr. med. C.________ als Chefarzt ein. In dieser Funktion war er der Vorgesetzte des Kl�gers, welcher jedoch seine Stellung als leitender Arzt beibehielt. Im August 1999 wurde die Ehefrau des Chefarztes von der Beklagten als Kardiologin angestellt.
Am 4. September 2000 f�hrten der Verwaltungsratspr�sident und am 25. Oktober 2000 der Verwaltungsdirektor der Beklagten je eine Unterredung mit dem Kl�ger. Mit Schreiben vom 10. November 2000 k�ndigte die Beklagte das Arbeitsverh�ltnis mit dem Kl�ger auf den 31. Mai 2001. Als Begr�ndung gab sie an, dass das Vertrauensverh�ltnis innerhalb der medizinischen Leitung bereits seit geraumer Zeit un�berwindlich zerr�ttet sei, was eine weitere Zusammenarbeit verunm�gliche. Am 14. Dezember 2000 liess der Kl�ger der Beklagten mitteilen, dass er die K�ndigung als missbr�uchlich erachte. In den Monaten Januar und Februar 2001 war der Kl�ger zeitweise ganz oder teilweise arbeitsunf�hig. Auf den 5. Juni 2001 trat er eine neue Stelle an.
Mit Klage vom 26. Oktober 2001 verlangte der Kl�ger vor Kantonsgericht von Appenzell A.Rh. im Wesentlichen die Verpflichtung der Beklagten zur Zahlung von Fr. 150'000.-- nebst Zins. Die Klage wurde mit Urteil vom 1. Juli 2002 im Betrag von Fr. 18'613.05 netto nebst 5 % Zins seit 5. Juni 2001 gutgeheissen. Das Kantonsgericht hielt die K�ndigung aufgrund der nachgewiesenen Tatumst�nde nicht f�r missbr�uchlich. Es sprach dem Kl�ger jedoch f�r die Zeit vom 1. bis zum 4. Juni 2001 Lohn von Fr. 2'239.80 zu, f�r Hintergrunddienst Dezember 2000 - Mai 2001 Fr. 1'392.90 sowie als Abgeltung des Ferienanspruchs Fr. 14'980.35 f�r 23 Tage. Hinsichtlich der Entsch�digung f�r nicht bezogene Ferien erwog das Kantonsgericht, der Kl�ger habe sich einen Drittel der nicht durch Krankheit dahingefallenen Freistellungszeit, mithin 1,75 Monate, auf sein Ferienguthaben von 60,52 Tagen anrechnen zu lassen.
Beide Parteien appellierten gegen das Urteil vom 1. Juli 2002. Das Obergericht von Appenzell A.Rh. verpflichtete die Beklagte am 18. November 2003, dem Kl�ger den Betrag von Fr. 44'873.85 brutto nebst 5 % Zins seit 5. Juni 2001 (Lohn 1.-4. Juni 2001 und Ferienentsch�digung) zu bezahlen. Im Mehrbetrag wies es die Klage ab. Dar�ber hinaus nahm das Obergericht davon Vormerk, dass die Beklagte die Klage im Umfang von Fr. 1'500.-- brutto nebst 5 % Zins seit 5. Juni 2001 (Entsch�digung Hintergrunddienst) anerkannt hat. Wie das erstinstanzliche Gericht kam auch das Obergericht zum Ergebnis, dass die K�ndigung nicht missbr�uchlich sei. Hingegen sch�tzte das Obergericht die Berufung des Kl�gers betreffend die Position Ferienentsch�digung. Es hielt fest, die Beklagte habe mit der Freistellung unmissverst�ndlich die Weisung an den Kl�ger verbunden, sich w�hrend der Freistellungsdauer der Arbeitnehmerin zur Verf�gung zu halten. Diese Anordnung habe bis zum Ausscheiden des Kl�gers aus dem Arbeitsverh�ltnis mit der Beklagten bestanden. Dass sich der Kl�ger w�hrend der Freistellung mehrheitlich in Karlsruhe aufgehalten habe, sei auf die K�ndigung der Wohnung des Kl�gers in der Klinik zur�ckzuf�hren. Der Arbeitnehmer sei nie aufgefordert worden, sich eine Unterkunft in der N�he des Arbeitsortes zu suchen. Unter diesen Umst�nden stehe die Weisung der Arbeitgeberin an den Arbeitnehmer, sich zur Verf�gung zu halten, dessen Pflicht zum Bezug von Ferientagen w�hrend der Freistellungsdauer entgegen. Die Beklagte habe dem Kl�ger daher das volle Guthaben von 60,52 Ferientagen, insgesamt Fr. 42'448.75 nebst Zins, zu verg�ten. Auf Appellation der Beklagten best�tigte die Vorinstanz ferner das erstinstanzliche Urteil, soweit damit die Abgeltung des Lohnes f�r die Zeit vom 1.-4. Juni 2001 angeordnet worden war.
Der Kl�ger hat das Urteil des Obergerichts von Appenzell A.Rh. vom 18. November 2003 mit eidgen�ssischer Berufung beim Bundesgericht angefochten. Er beantragt, die Beklagte zu verpflichten, ihm Fr. 105'126.15 nebst 5 % Zins seit dem 5. Juni 2001 zu bezahlen. Die Beklagte schliesst auf Abweisung der Berufung, soweit darauf eingetreten werden k�nne, und sie erhebt Anschlussberufung mit dem Rechtsbegehren, die Forderung des Kl�gers von Fr. 42'448.75 (Ferienentsch�digung) abzuweisen und diesem nur noch Fr. 2'425.10 zuzusprechen; eventuell die Streitsache zur Entscheidung in diesem Punkte an die Vorinstanz zur�ckzuweisen. Der Kl�ger stellt den Antrag, die Anschlussberufung abzuweisen.
1.1 Nach Art. 55 Abs. 1 lit. c OG ist in der Berufungsschrift anzugeben, welche Bundesrechtss�tze der angefochtene Entscheid verletzt und inwiefern er gegen sie verst�sst. Nach der Praxis des Bundesgerichts ist unerl�sslich, dass in der Berufungsschrift auf die Begr�ndung des angefochtenen Urteils eingegangen und im Einzelnen dargetan wird, worin eine Verletzung von Bundesrecht liegen soll (BGE 121 III 397 E. 2a S. 400). Unzul�ssig sind dagegen R�gen, die sich gegen die tats�chlichen Feststellungen und gegen die Beweisw�rdigung der Vorinstanz richten, es sei denn, es werden zugleich substanziierte R�gen im Sinne von Art. 63 Abs. 2 OG (offensichtliches Versehen) oder Art. 64 OG (unvollst�ndige Ermittlung des Sachverhalts) erhoben (Art. 55 Abs. 1 lit. c OG; BGE 127 III 390 E. 1f S. 393). Wer sich auf solche Ausnahmen von der Bindung des Bundesgerichts an die tats�chlichen Feststellungen der letzten kantonalen Instanz beruft und den Sachverhalt gest�tzt darauf berichtigt oder erg�nzt wissen will, hat dar�ber genaue Angaben mit Aktenhinweisen zu machen (BGE 115 II 484 E. 2a S. 485 f.). Auf die Berufung ist im Folgenden nur einzutreten, soweit der Kl�ger diese Vorschriften beachtet.
1.2 Die Vorinstanz hat festgestellt, zu den Unstimmigkeiten zwischen dem Kl�ger und dem Chefarzt habe die tendenzielle Abwehrhaltung des Kl�gers gegen�ber einer Strukturver�nderung, die er offenbar mit einem grossen Teil des Personals geteilt habe, nicht unwesentlich beigetragen. Hinzu gekommen sei die Unvertr�glichkeit des Kl�gers mit der Ehefrau des Chefarztes, deren Anstellung ein Element der Strukturver�nderung dargestellt habe.
Von diesem von der Vorinstanz f�r das Bundesgericht verbindlich festgestellten Sachverhalt weicht der Kl�ger ab, wenn er in der Berufung behauptet, bei der K�ndigung habe nicht die Unvertr�glichkeit des Kl�gers mit der Ehefrau des Chefarztes, sondern deren Integration und Akzeptanz in der Klinik im Vordergrund gestanden. Dasselbe gilt f�r das Vorbringen des Kl�gers, er habe sich nie gegen Strukturver�nderungen, sondern lediglich gegen die einseitige Vertrags�nderung zur Wehr gesetzt. Zwar kann nach der Rechtsprechung Missbrauch vorliegen, wenn eine unbillige �nderung der Lohn- und Arbeitsbedingungen durchgesetzt werden soll, f�r die weder marktbedingte noch betriebliche Gr�nde bestehen, und die K�ndigung als Druckmittel verwendet wird, um den Arbeitnehmer zu einem bestimmten Verhalten zu bewegen (BGE 123 III 246 E. 3b). Der Kl�ger legt indessen nicht rechtsgegn�gend dar, welche Abmachungen die Beklagte von sich aus ge�ndert hat und inwiefern die Vorinstanz folglich Bundesrecht verletzt haben soll, weil sie nicht auf die Unzul�ssigkeit der betreffenden Vertrags�nderung schloss. Insoweit kann auf die Berufung nicht eingetreten werden.
2.1 Missbr�uchlich ist eine K�ndigung, wenn sie aus bestimmten unzul�ssigen Gr�nden ausgesprochen wird, die in Art. 336 OR umschrieben werden. Die Aufz�hlung in Art. 336 OR ist allerdings nicht abschliessend. Sie konkretisiert vielmehr das allgemeine Rechtsmissbrauchsverbot und gestaltet dieses mit f�r den Arbeitsvertrag geeigneten Rechtsfolgen aus. Sogenanntes Mobbing an sich begr�ndet den Missbrauch des K�ndigungsrechts nicht ohne weiteres. Missbr�uchlich kann eine K�ndigung allerdings sein, wenn sie wegen einer Leistungseinbusse des Arbeitnehmers ausgesprochen wurde, welche sich ihrerseits als Folge des Mobbing erweist. Denn die Ausnutzung eigenen rechtswidrigen Verhaltens bildet einen typischen Anwendungsfall des Rechtsmissbrauchs. Der Arbeitgeber, der Mobbing nicht verhindert, verletzt seine F�rsorgepflicht (Art. 328 OR). Er darf die K�ndigung nicht mit den Folgen seiner eigenen Vertragsverletzung rechtfertigen (BGE 125 III 70 E. 2a mit Hinweisen).
2.2 Die Vorinstanz verneinte eine Verletzung der F�rsorgepflicht im Sinne von Art. 328 OR durch die Beklagte. Sie hielt fest, aufgrund des schlechten Betriebsklimas habe sich der Verwaltungsrat der Beklagten nach verschiedenen Einzelgespr�chen mit dem Kader, unter anderem auch mit dem Kl�ger und dem Chefarzt, zur K�ndigung des Arbeitsverh�ltnisses mit dem Kl�ger entschieden. Um das Funktionieren der medizinischen Leitung wiederherzustellen bzw. die zwischenmenschlichen Spannungen zwischen dem Kl�ger einerseits und dem Chefarzt und dessen Ehefrau andererseits zu beseitigen, welche Ursache des schlechten Betriebsklimas gebildet h�tten, habe die Beklagte von den beiden M�glichkeiten, entweder den Kl�ger oder den Chefarzt und dessen Ehefrau zu entlassen, die erste gew�hlt. Damit habe sie ihren Ermessensspielraum nicht zu Lasten des Kl�gers �berschritten. Mit den beschriebenen Einzelanh�rungen der Betroffenen sei sie dabei durchaus angemessen vorgegangen.
2.3 Der Kl�ger bringt in der Berufung sinngem�ss vor, die Vorinstanz habe verkannt, dass es die Beklagte unterlassen habe, zumutbare Massnahmen zu ergreifen, um die Lage zu entspannen. Die Beklagte habe n�mlich "kein gemeinsames Gespr�ch erm�glicht, keine Weisungen und Ermahnungen erteilt, keine organisatorischen Ver�nderungen vorgenommen". Indem die Beklagte lediglich die Situation bewertet und danach beschlossen habe, es sei am einfachsten, das Arbeitsverh�ltnis mit dem Kl�ger aufzul�sen, habe sie ihre F�rsorgepflicht missachtet.
2.4 Die R�ge ist unbegr�ndet. Der Berufung ist nicht zu entnehmen, welche Weisungen und Ermahnungen die Beklagte h�tte erteilen und an wen diese h�tten gerichtet sein m�ssen. Es l�sst sich daher nicht beurteilen, ob es zur F�rsorgepflicht der Beklagten geh�rt h�tte, vor der Aufl�sung des Arbeitsverh�ltnisses "Weisungen und Ermahnungen" auszusprechen. Dasselbe gilt f�r die implizit erhobene Behauptung des Kl�gers, die Beklagte h�tte organisatorische Ver�nderungen anordnen m�ssen, denn der Kl�ger erl�utert mit keinem Wort, wie derartige Massnahmen zu seinem Schutze h�tten ausgestaltet werden m�ssen. Insoweit fehlt es der Berufung an der n�tigen Begr�ndung, weshalb darauf nicht einzutreten ist. Zuzugestehen ist dem Kl�ger aber, dass unklar bleibt, weshalb die Beklagte ein gemeinsames Gespr�ch unter den vom Konflikt betroffenen Personen nicht f�r tunlich erachtete. Selbst wenn jedoch ein solches Gespr�ch angezeigt gewesen w�re, h�tte dessen Ausbleiben nicht ohne Weiteres die Missbr�uchlichkeit der K�ndigung zur Folge, zumal der Kl�ger nicht behauptet, er habe eine Aussprache mit einem Exponenten der Klinikleitung und dem Chefarzt und dessen Ehefrau gefordert.
3.1 Der Missbrauch einer K�ndigung kann sich aus der Art und Weise ergeben, wie die k�ndigende Partei ihr Recht aus�bt. Selbst wenn eine Partei die K�ndigung rechtm�ssig erkl�rt, muss sie das Gebot schonender Rechtsaus�bung beachten. Sie darf insbesondere kein falsches und verdecktes Spiel treiben, das Treu und Glauben krass widerspricht (BGE 125 III 70 E. 2b; 118 II 157 E. 4b/bb und cc).
3.2 Der Kl�ger hat die K�ndigung im kantonalen Verfahren auch wegen des Vorgehens der Beklagten als missbr�uchlich dargestellt.
3.2.1 Die Beklagte habe ihm gegen�ber den Willen zur Fortsetzung des Arbeitsverh�ltnisses vorget�uscht, obwohl sie bereits mit anderen Bewerbern Vertragsverhandlungen gef�hrt habe. Das Kantonsgericht, auf dessen Erw�gungen die Vorinstanz verweist, f�hrte dazu aus, der Kl�ger habe seine Behauptung mit einer einzigen Bewerbung untermauert, welche nicht an die Klinik, sondern an den Chefarzt pers�nlich gerichtet gewesen sei. Die Vorinstanz hielt daher nicht f�r nachgewiesen, dass bereits in diesem fr�hen Stadium konkrete Vertragsverhandlungen aufgenommen worden w�ren. Dass es gar zum Abschluss eines Arbeitsvertrages gekommen w�re, habe der Kl�ger nicht behauptet.
3.2.2 Dieser Argumentation h�lt der Kl�ger in der Berufung entgegen, die Ausschreibung der Stelle beweise, dass die Beklagte bereits im August die Absicht gehegt habe, das Arbeitsverh�ltnis mit dem Kl�ger aufzul�sen oder mindestens dessen Fortsetzung ernsthaft in Frage zu stellen, ohne dass sie den Kl�ger hier�ber in Kenntnis gesetzt h�tte.
3.2.3 Der Kl�ger verkennt, dass die kantonalen Gerichte nicht davon ausgegangen sind, die Beklagte habe die Stelle des Kl�gers ausgeschrieben. Der Kl�ger erhebt diesbez�glich keine substanziierten Sachverhaltsr�gen. Damit ist seinem Einwand die Grundlage entzogen.
3.3.1 Ebenfalls im Sinne einer Kritik am Vorgehen der Beklagten bei der K�ndigung hat der Kl�ger im kantonalen Verfahren vorgetragen, dass der Entscheid �ber die K�ndigung zwischen dem Chefarzt und dem Verwaltungsdirektor der Beklagten sowie dem Vorsitzenden des medizinischen Beirates abgesprochen worden sei, w�hrend er selbst �ber die K�ndigungsabsichten im Dunkeln gelassen worden sei. Der Chefarzt habe auch den leitenden Arzt der psychosomatischen Abteilung und den Leiter der Hotellerie �ber die K�ndigung informiert, bevor er den Kl�ger dar�ber unterrichtet habe.
3.3.2 Die Vorinstanz liess offen, ob diese Behauptung zutraf, weil sie in rechtlicher Hinsicht davon ausging, es liege im Rahmen einer zul�ssigen Informationspolitik, die Gesch�ftsleitung und einen Teil des Kaders �ber eine bevorstehende Aufl�sung des Arbeitsverh�ltnisses mit einem anderen Kadermitglied ins Bild zu setzen.
3.3.3 Der Kl�ger macht mit der Berufung geltend, entgegen der Auffassung der Vorinstanz habe die Beklagte ein falsches und verdecktes Spiel betrieben und dadurch den Grundsatz von Treu und Glauben krass verletzt. Insbesondere habe sie gar nicht erst versucht, die Situation zu �ndern, sondern mit der K�ndigung dem Kl�ger die Rechnung f�r eine quasi schicksalhafte, unab�nderliche Situation pr�sentiert. Es widerspreche den Gepflogenheiten und Grunds�tzen eines f�rsorglichen Arbeitgeberverhaltens zuzulassen, dass ein Mitarbeiter �ber Dritte von seiner bevorstehenden Entlasssung erfahre und dass alsdann die K�ndigung ohne jegliches K�ndigungs- oder Austrittsgespr�ch auf dem Korrespondenzweg ohne Angabe von Gr�nden ausgesprochen werde.
3.3.4 Auch diese Vorbringen sind zu allgemein gehalten, als dass daraus auf eine Verletzung der Treue- oder F�rsorgepflicht des Arbeitgebers geschlossen werden k�nnte, soweit sie nicht auf einem Sachverhalt beruhen, der dem angefochtenen Urteil nicht zu entnehmen ist. Der Kl�ger zeigt wiederum nicht auf, welche Massnahmen die Beklagte h�tte ergreifen k�nnen, um die untragbar gewordene Situation auch ohne eine K�ndigung des Kl�gers zu entsch�rfen. Auf die Erw�gung der Vorinstanz, die Information der Gesch�ftsleitung und bestimmter Kadermitglieder �ber eine bevorstehende K�ndigung vor deren Vornahme sei nicht unbedingt treuwidrig, geht der Kl�ger nicht ein. Er beschr�nkt sich darauf, im Widerspruch zu den Feststellungen im angefochtenen Urteil zu behaupten, er habe von Dritten �ber seine bevorstehende Entlassung erfahren. Ebenso wenig geht aus dem angefochtenen Urteil hervor, dass der Kl�ger die Missbr�uchlichkeit der K�ndigung mit dem Fehlen eines Austrittsgespr�chs begr�ndet hat. Auf den erstmals im Berufungsverfahren erhobenen Einwand ist nicht einzutreten (Art. 55 Abs. 1 lit c OG). Inwiefern die Vorinstanz gegen Art. 328 OR bzw. gegen Art. 336 OR verstossen haben soll, legt der Kl�ger nicht rechtsgen�gend dar und ist nicht ersichtlich.
Die Berufung des Kl�gers erweist sich weitgehend als unzul�ssig und ist im �brigen unbegr�ndet.
5.1 Mit der Anschlussberufung macht die Beklagte geltend, der Vorinstanz sei ein offensichtliches Versehen gem�ss Art. 63 Abs. 2 OG unterlaufen, als sie feststellte, die Beklagte habe nicht behauptet, sie sei w�hrend der Freistellungsdauer in irgendeiner Weise auf ihre schriftliche Anordnung zur�ckgekommen, dass sich der Kl�ger w�hrend der K�ndigungszeit der Beklagten zur Verf�gung halten m�sse. In der erstinstanzlichen Klageantwort habe die Beklagte ausgef�hrt, dass die Weisung als Floskel ohne entsprechenden Willen der Beklagten in das K�ndigungsschreiben hineingeraten sei und dass der Verwaltungsdirektor dem Kl�ger auch m�ndlich zu verstehen gegeben habe, dass er durchaus verf�gen k�nne. In der erstinstanzlichen Duplik habe sie sodann den Kl�ger beim Zugest�ndnis behaftet, dass seine Anwesenheit in der Klinik B.________ nicht erw�nscht gewesen sei, und sie habe beigef�gt, dass ein schriftlicher Widerruf "der Floskel" somit unn�tig gewesen sei. In der Appellationsbegr�ndung habe sie nochmals festgehalten, dass der Kl�ger frei �ber seine verbleibenden Ferientage habe verf�gen k�nnen. In der Appellationsantwort schliesslich habe sie nochmals auf ihre einschl�gigen Rechtsschriften hingewiesen.
5.2 Nach der Rechtsprechung liegt ein offensichtliches Versehen im Sinne von Art. 63 Abs. 2 OG nur vor, wenn die Vorinstanz eine bestimmte Aktenstelle �bersehen oder unrichtig, d.h. nicht in ihrer wahren Gestalt, insbesondere nicht in ihrem wirklichen Wortlaut wahrgenommen hat (BGE 115 II 399 E. 2a). Betrifft das Versehen nur einen Ausschnitt der Beweisw�rdigung, z.B. ein einzelnes Indiz einer Indizienkette oder eine von mehreren Zeugenaussagen, so hilft die Versehensr�ge nicht weiter; diesfalls l�uft die R�ge auf eine unzul�ssige Kritik an der Beweisw�rdigung hinaus und ist daher von vornherein nicht zu h�ren (Messmer/Imboden, Die eidgen�ssischen Rechtsmittel in Zivilsachen, S. 138).
5.3.1 Dem erstinstanzlichen Gericht erschien als "g�nzlich unglaubw�rdig", dass die Beklagte den Zusatz als bedeutungslose Floskel verstanden hat. Sie hielt den Kl�ger zudem f�r berechtigt, nach Treu und Glauben anzunehmen, er m�sse sich bis zum Ende der K�ndigungsfrist zur Verf�gung halten. Dass unter diesen Umst�nden nach kantonalem Prozessrecht ein globaler Hinweis auf die einschl�gigen Ausf�hrungen im erstinstanzlichen Urteil in der Appellationsantwort bzw. die Formulierung in der Appellationsbegr�ndung, der Kl�ger k�nne frei �ber seine verbleibenden Ferientage verf�gen, als Behauptung gelten muss, die Beklagte sei w�hrend der Freistellungsdauer auf ihre Anordnung zur�ckgekommen, legt die Beklagte nicht dar und ist nicht ersichtlich. Von einem offensichtlichen Versehen kann nicht die Rede sein, sondern es liegt Beweisw�rdigung vor, die im bundesgerichtlichen Berufungsverfahren nicht kritisiert werden kann.
5.3.2 Die Beklagte behauptet sodann eine Verletzung ihres Beweisf�hrungsanspruchs nach Art. 8 ZGB. Sie bringt vor, die Vorinstanz habe ausser Acht gelassen, dass sie vor dem erstinstanzlichen Gericht f�r ihre Behauptung, der Verwaltungsdirektor habe dem Kl�ger m�ndlich zu verstehen gegeben, dieser k�nne verf�gen, einen Zeugen offeriert habe. Sie legt indessen nicht dar, dass sie ihren Beweisantrag vor Obergericht erneuert hat. Unter diesen Umst�nden kann der Vorinstanz keine Verletzung von Art. 8 ZGB vorgeworfen werden, wenn sie den erstinstanzlich angebotenen Zeugen nicht von Amtes wegen angeh�rt hat.
Schliesslich kritisiert die Beklagte als Verstoss gegen Art. 18 OR bzw. Art. 321d Abs. 2 OR in Verbindung mit Art. 2 Abs. 1 ZGB, dass die Vorinstanz in der kurz nach Aufl�sung des Arbeitsverh�ltnisses erfolgten Wohnungsk�ndigung nicht einen Umstand erblickte, dem der Kl�ger nach Treu und Glauben h�tte entnehmen m�ssen, die Beklagte widerrufe ihre Weisung.
Die R�ge ist offensichtlich unbegr�ndet. Angesichts der klaren, schriftlichen Anweisung, er habe sich bis zum Ablauf der K�ndigungsfrist der Beklagten zur Verf�gung zu halten, musste der Kl�ger auch durch den Erhalt der Wohnungsk�ndigung nicht zur �berzeugung gelangen, die Beklagte verzichte ab dem Auszugstermin g�nzlich auf seine Dienste. Er konnte vielmehr in guten Treuen annehmen, dass die Beklagte ihre Weisung gegebenenfalls ebenso klar und unmissverst�ndlich zur�cknehmen werde, wie sie diese ausgesprochen hatte, zumal aus dem angefochtenen Urteil nicht hervorgeht, dass die K�ndigung der Wohnung die Unm�glichkeit bewirkt hatte, den Kl�ger zur Arbeit abzurufen. Ob anders zu entscheiden w�re, wenn die von der Beklagten angef�hrte m�ndliche �usserung des Verwaltungsdirektors nachgewiesen w�re, erscheint fraglich, kann aber offen bleiben. Jedenfalls ist nicht ersichtlich, woraus der Kl�ger zweifelsfrei auf einen Verzicht der Beklagten auf seine Arbeitsbereitschaft h�tte schliessen m�ssen. Auch in dieser Hinsicht h�lt das angefochtene Urteil vor Bundesrecht stand.
Aus diesen Gr�nden sind sowohl die Berufung als auch die Anschlussberufung als unbegr�ndet abzuweisen.
Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens zu 2/3 dem Kl�ger und zu 1/3 der Beklagten aufzuerlegen. Der Kl�ger hat der Beklagten f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine reduzierte Parteientsch�digung auszurichten (Art. 156 Abs. 3 OG und Art. 159 Abs. 3 OG).
Die Berufung und die Anschlussberufung werden abgewiesen.
Die Gerichtsgeb�hr von Fr. 7'000.-- wird zu 2/3 dem Kl�ger und zu 1/3 der Beklagten auferlegt.
Der Kl�ger hat der Beklagten f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine reduzierte Entsch�digung von Fr. 2'700.-- zu bezahlen.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht von Appenzell A.Rh., 1. Abteilung, schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 55
 Art. 63
 Art. 64
 BGE 
 Art. 336
 Art. 336
 Art. 328
 Art. 328
 Art. 336
 Art. 63
 Art. 63
 Art. 8
 Art. 8
 Art. 18
 Art. 321
 Art. 2
 Art. 159