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Timestamp: 2019-11-19 10:24:37+00:00

Document:
Landesrecht BW LwZustV BW 2010 | Landesnorm Baden-Württemberg | Gesamtausgabe | Verordnung des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz über Zuständigkeiten in den Bereichen Markt und Ernährung, landwirtschaftliche Beratung, Tierzucht und anderen Bereichen (Landwirtschafts-Zuständigkeitsverordnung) vom 4. Februar 2010 | gültig ab: 05.03.2010
§ 1 - § 4 ABSCHNITT 1 - Zuständigkeiten in den Bereichen...
§ 5 - § 5 ABSCHNITT 2 - Zuständigkeiten im Bereich der landwirtschaftlichen...
§ 6 - § 6 ABSCHNITT 3 - Zuständigkeiten im Bereich der Tierzucht
§ 7 - § 7 ABSCHNITT 4 - Zuständigkeit nach der Handelsregisterverordnung
§ 8 - § 12 Abschnitt 5 - Zuständigkeiten im Bereich der Pflanzenproduktion
§ 13 - § 13 Abschnitt 6 - Zuständigkeiten im Einzelfall
§ 14 - § 15 Abschnitt 7 - Schlussbestimmungen
juris-Abkürzung: LwZustV BW 2010
Ausfertigungsdatum: 04.02.2010
Gültig ab: 05.03.2010
Fundstelle: GBl. 2010, 295
Gliederungs-Nr: 7840
über Zuständigkeiten in den Bereichen Markt und Ernährung,
landwirtschaftliche Beratung, Tierzucht und anderen Bereichen
(Landwirtschafts-Zuständigkeitsverordnung)
Stand: letzte berücksichtigte Änderung: § 2 geändert, § 3 neu gefasst durch Verordnung vom 9. Oktober 2018 (GBl. S. 370)
Verordnung des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz über Zuständigkeiten in den Bereichen Markt und Ernährung, landwirtschaftliche Beratung, Tierzucht und anderen Bereichen (Landwirtschafts-Zuständigkeitsverordnung) vom 4. Februar 2010 05.03.2010
Eingangsformel 05.03.2010
ABSCHNITT 1 - Zuständigkeiten in den Bereichen Markt, Ernährung und landwirtschaftliche Förderung 05.03.2010
§ 1 - Zuständigkeiten des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz 23.09.2016
§ 2 - Zuständigkeiten der Regierungspräsidien 31.10.2018
§ 3 - Zuständigkeiten der unteren Verwaltungsbehörden 31.10.2018
§ 4 - Zuständigkeit der Landesanstalt für die Entwicklung der Landwirtschaft und der ländlichen Räume 26.04.2016
ABSCHNITT 2 - Zuständigkeiten im Bereich der landwirtschaftlichen Beratung 05.03.2010
§ 5 - Zuständigkeiten der Regierungspräsidien 05.03.2010
ABSCHNITT 3 - Zuständigkeiten im Bereich der Tierzucht 05.03.2010
§ 6 - Zuständigkeiten des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz 26.04.2016
ABSCHNITT 4 - Zuständigkeit nach der Handelsregisterverordnung 05.03.2010
§ 7 - Zuständigkeit der unteren Verwaltungsbehörden 26.04.2016
Abschnitt 5 - Zuständigkeiten im Bereich der Pflanzenproduktion 13.12.2012
§ 8 - Zuständigkeiten des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz 26.04.2016
§ 9 - Zuständigkeiten der Regierungspräsidien 26.04.2016
§ 10 - Zuständigkeiten des Landwirtschaftlichen Technologiezentrums Augustenberg 26.04.2016
§ 11 - Zuständigkeiten des Staatlichen Weinbauinstituts Freiburg und der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Weinsberg 01.01.2016
§ 12 - Zuständigkeiten der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt 13.12.2012
Abschnitt 6 - Zuständigkeiten im Einzelfall 13.12.2012
§ 13 13.12.2012
Abschnitt 7 - Schlussbestimmungen 13.12.2012
§ 14 - Dynamisierung 13.12.2012
§ 15 - Inkrafttreten, Außerkrafttreten 13.12.2012
§ 4 Abs. 1 des Landesverwaltungsgesetzes vom 14. Oktober 2008 (GBl. S. 313, 314),
§§ 1, 3, 6 b und 7 der Subdelegationsverordnung MLR vom 17. Februar 2004 (GBl. S. 115), zuletzt geändert durch Verordnung vom 7. Dezember 2009 (GBl. S. 759, 761):
Zuständigkeiten in den Bereichen Markt,
Ernährung und landwirtschaftliche Förderung
Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz ist
zuständige Behörde für die Auswahl der vor Ort zu kontrollierenden Anträge nach Artikel 59 Absatz 2 der Verordnung (EU) Nr. 1306/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17. Dezember 2013 über die Finanzierung, die Verwaltung und das Kontrollsystem der Gemeinsamen Agrarpolitik und zur Aufhebung der Verordnungen (EWG) Nr. 352/78, (EG) Nr. 165/94, (EG) Nr. 2799/98, (EG) Nr. 814/2000, (EG) Nr. 1290/2005 und (EG) Nr. 485/2008 des Rates (ABl. L 347 vom 20.12.2013, S. 549), die durch Verordnung (EU) Nr. 1310/2013 (ABl. L 347 vom 20.12.2013, S. 865) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung,
zuständige Behörde für die Beleihung der Kontrollstellen nach § 3 Absatz 1 der Verordnung des Ministeriums für Ernährung und Ländlichen Raum zur Durchführung des Öko-Landbaugesetzes,
zuständige Behörde für die Durchführung von Sondermaßnahmen nach § 9b des Marktorganisationsgesetzes (MOG), soweit nachfolgend nichts anderes geregelt ist und soweit nicht die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung als Interventionsstelle nach § 7 Absatz 1 in Verbindung mit § 3 Absatz 1 MOG zuständig ist,
zuständige Stelle im Sinne von § 2 Absatz 8 der Milch-Güteverordnung,
zuständige Behörde für die Gewährung von Beihilfen nach der VwV Betriebs-Check.
Die Regierungspräsidien sind, soweit nichts anderes bestimmt ist, zuständige Behörden
im Sinne von § 5 Absatz 1 Satz 1 und Absatz 2 des Handelsklassengesetzes in der am 1. Januar 2016 geltenden Fassung,
für die Überwachung der Einhaltung der Vermarktungsnormen für Erzeugnisse des Eier- und Geflügelfleischsektors nach Artikel 78 Absatz 1 Buchstaben d und e der Verordnung (EU) Nr. 1308/2013 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17. Dezember 2013 über eine gemeinsame Marktorganisation für landwirtschaftliche Erzeugnisse und zur Aufhebung der Verordnungen (EWG) Nr. 922/72, (EWG) Nr. 234/79, (EG) Nr. 1037/2001 und (EG) Nr. 1234/2007 (ABl. L 347 vom 20.12.2013, S. 671, ber. ABl. L 189 vom 27.6.2014, S. 261), die durch Verordnung (EU) Nr. 1310/2013 (ABl. L 347 vom 20.12.2013, S. 865) geändert worden ist, in Verbindung mit der Verordnung (EG) Nr. 617/2008 der Kommission vom 27. Juni 2008 mit Durchführungsbestimmungen zur Verordnung (EG) Nr. 1234/2007 des Rates hinsichtlich der Vermarktungsnormen für Bruteier und Küken von Hausgeflügel (ABl. L 168 vom 28.6.2008, S. 5), die zuletzt durch Verordnung (EU) Nr. 519/2013 (ABl. L 158 vom 10.6.2013, S. 74) geändert worden ist, in den jeweils geltenden Fassungen,
im Sinne von § 7 Absatz 1 des Fleischgesetzes und der nach dem Fleischgesetz ergangenen Verordnungen, unbeschadet des § 4,
für die Durchführung der amtlichen Kontrollen nach Anhang VII, Teil I der Verordnung (EU) Nr. 1308/2013 in Verbindung mit Artikel 6 der Verordnung (EG) Nr. 566/2008 der Kommission vom 18. Juni 2008 mit Durchführungsbestimmungen zur Verordnung (EG) Nr. 1234/2007 des Rates in Bezug auf die Vermarktung von Fleisch von bis zu zwölf Monate alten Rindern (ABl. L 160 vom 19.6.2008, S. 22), die durch Durchführungsverordnung (EU) Nr. 565/2013 (ABl. L 167 vom 19.6.2013, S. 26) geändert worden ist, in den jeweils geltenden Fas-sungen,
für die Zulassung von Schlachtbetrieben und die Kontrolle nach Artikel 12 der Verordnung (EG) Nr. 543/2008 der Kommission vom 16. Juni 2008 mit Durchführungsvorschriften zur Verordnung (EG) Nr. 1234/2007 des Rates hinsichtlich der Vermarktungsnormen für Geflügelfleisch (ABl. L 157 vom 17.6.2008, S. 46, ber. ABl. L 8 vom 13.1.2009, S. 33), die zuletzt durch Verordnung (EU) Nr. 1308/2013 geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung,
für die Gewährung von Investitionsbeihilfen zur Förderung der Marktstrukturverbesserung; die Vor-Ort-Zuständigkeit der Regierungspräsidien Stuttgart und Tübingen nach §§ 4 und 5 der Vor-Ort-Zuständigkeitsverordnung Landwirtschaft bleibt unberührt,
für die Gewährung von Beihilfen im Bereich des Agrarinvestitionsförderungsprogramms gemäß der VwV einzelbetriebliche Förderung,
für die Gewährung von Beihilfen zur Förderung von Investitionen zur Diversifizierung gemäß der VwV einzelbetriebliche Förderung,
für die Gewährung von Beihilfen zur Förderung von Baumschnittmaßnahmen gemäß der VwV Förderung Baumschnitt - Streuobst,
im Sinne von § 18 Absatz 2 und 3 der Seefischereiverordnung,
im Sinne von § 2 Absatz 1 der Milchverringerungsbeihilfenverordnung,
im Sinne von § 134 Absatz 1 des Markengesetzes für die Überwachung der Verwendung von Namen auf dem Markt nach Artikel 38 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 21. November 2012 über Qualitätsregelungen für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel (ABl. L 343 vom 14. 12. 2012, S. 1), die zuletzt durch Verordnung (EU) Nr. 2017/625 (ABl. L 95 vom 7. 4. 2017, S. 1, zuletzt ber. ABl. L 48 vom 21. 2. 2018, S. 44) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung auf der Großhandelsstufe, in den Verteilzentren des Lebensmitteleinzelhandels sowie im Verarbeitungssektor,
im Sinne von § 4 Absatz 1 des Lebensmittelspezialitätengesetzes für die Überwachung der Verwendung von Namen auf dem Markt nach Artikel 38 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 auf der Großhandelsstufe, in den Verteilzentren des Lebensmitteleinzelhandels sowie im Verarbeitungssektor,
im Sinne von Artikel 24 Absatz 1 der Verordnung (EG) Nr. 110/2008 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 15. Januar 2008 zur Begriffsbestimmung, Bezeichnung, Aufmachung und Etikettierung von Spirituosen sowie zum Schutz geografischer Angaben für Spirituosen und zur Aufhebung der Verordnung (EWG) Nr. 1576/89 (ABl. L 39 vom 13. 2. 2008, S. 16, ber. ABl. L 228 vom 1. 9. 2009, S. 47), die zuletzt durch Verordnung (EU) Nr. 2018/1098 (ABl. L 197 vom 3. 8. 2018, S. 7) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung für die Überwachung der Verwendung von Namen auf dem Markt auf der Großhandelsstufe, in den Verteilzentren des Lebensmitteleinzelhandels sowie im Verarbeitungssektor,
im Sinne von § 14 b Absatz 1 der Agrarmarktstrukturverordnung.
Zuständigkeiten der unteren Verwaltungsbehörden
Die unteren Verwaltungsbehörden sind zuständige Stellen
im Sinne von § 134 Absatz 1 des Markengesetzes für die Überwachung der Verwendung von Namen auf dem Markt nach Artikel 38 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 auf der Stufe des Einzelhandels einschließlich Direktvermarkter und in den Einrichtungen der Außerhausverpflegung,
im Sinne von § 4 Absatz 1 des Lebensmittelspezialitätengesetzes für die Überwachung der Verwendung von Namen auf dem Markt nach Artikel 38 der Verordnung (EU) Nr. 1151/2012 auf der Stufe des Einzelhandels einschließlich Direktvermarkter und in den Einrichtungen der Außerhausverpflegung,
im Sinne von Artikel 24 Absatz 1 der Verordnung (EG) Nr. 110/2008 für die Überwachung der Verwendung von Namen auf dem Markt auf der Stufe des Einzelhandels einschließlich Direktvermarkter und in den Einrichtungen der Außerhausverpflegung,
für die Kontrolle der fachgerechten Umsetzung des Schnittkonzepts bei der Förderung von Baumschnittmaßnahmen gemäß der VwV Förderung Baumschnitt - Streuobst.
Zuständigkeit der Landesanstalt für die Entwicklung
der Landwirtschaft und der ländlichen Räume
Die Landesstelle für landwirtschaftliche Marktkunde an der Landesanstalt für Entwicklung der Landwirtschaft und der ländlichen Räume ist zuständig für die Durchführung der Preismeldungen nach § 6 Absatz 2 und 3, § 7 Absatz 1 und 2, § 8 Absatz 1 und 2 und § 9 der 1. Fleischgesetz-Durchführungsverordnung.
Die Regierungspräsidien sind zuständig für die übergebietliche Beratung
für den Stallklimadienst,
für die Bienenhaltung.
Zuständigkeiten des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz
Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz ist zuständige Behörde
im Sinne von §§ 3, 4 Abs. 2 bis 5, § 5 Abs. 2 bis 5, § 7 Abs. 2 und 3, § 17 Abs. 5, § 22 Abs. 6, § 23 Abs. 1 bis 3, §§ 24 und 28 Abs. 1 Nr. 1 des Tierzuchtgesetzes vom 21. Dezember 2006 (BGBl. I S. 3294) sowie im Sinne von §§ 5, 12, 16 Abs. 1 und 3 der Samenverordnung vom 14. Oktober 2008 (BGBl. I S. 2053),
für die Durchführung von Leistungsprüfungen und die Zuchtwertschätzung im Sinne der Tierzuchtdurchführungsverordnung vom 4. Februar 2010 (GBl. S. 297).
Zuständigkeit nach der Handelsregisterverordnung
Zuständige Stelle im Sinne von § 37 Absatz 1 Nummer 3 der Handelsregisterverordnung sind die unteren Verwaltungsbehörden.
Zuständigkeiten des Ministeriums für
Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz ist zuständige Behörde für
die Unterrichtung des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit über erteilte Genehmigungen durch die untere Landwirtschaftsbehörde nach § 12 Absatz 2 Satz 4 des Pflanzenschutzgesetzes (PflSchG),
für Vorschläge an das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz über die Festlegung von abweichenden Auflagen und Anwendungsbestimmungen für ein bestimmtes Gebiet des Landes und bestimmte Pflanzenschutzmittel nach § 36 Absatz 6 Satz 1 PflSchG.
(1) Die Regierungspräsidien sind zuständige Behörden nach § 28 des Saatgutverkehrsgesetzes (SaatG) für
die Anerkennung von Vermehrungsmaterial von Obst nach § 2 Absatz 1 Nummer 1a Buchstabe a SaatG in Verbindung mit § 14 b SaatG,
die Anerkennung von Rebenpflanzgut nach § 2 Absatz 1 Nummer 1 Buchstabe c SaatG sowie von Standardpflanzgut bestimmter Rebsorten nach § 2 Absatz 1 Nummer 5 SaatG in Verbindung mit § 4 SaatG mit Ausnahme der Rebenbestandsprüfung nach § 7 der Rebenpflanzgutverordnung und der Beschaffenheitsprüfung nach § 11 der Rebenpflanzgutverordnung, die den unteren Landwirtschaftsbehörden obliegen.
(2) Die Regierungspräsidien sind zuständige Behörden für
die Anordnung von Maßnahmen nach § 3 Absatz 1 Satz 3 PflSchG beim erstmaligen Auftreten von Schadorganismen, soweit sie die Zuständigkeit im Einzelfall, über die in § 29 Absatz 7 Satz 2 des Landwirtschafts- und Landeskulturgesetzes geregelten Fälle hinaus, an sich ziehen,
die Anordnung von Maßnahmen zur Bekämpfung von Schadorganismen oder zur Verhütung der Ein- oder Verschleppung sowie der Ansiedlung von Schadorganismen nach § 8 PflSchG in Verbindung mit § 6 Absatz 1 und § 7 Absatz 1 Satz 1 in Verbindung mit Satz 2 Nummer 1 Buchstabe a bis d und Nummer 2 Buchstabe a bis f PflSchG, im Rahmen der Durchführung von Aufgaben der Pflanzenbeschau, soweit die Maßnahmen sich auf das Objekt der Pflanzenbeschau beziehen,
die Anerkennung von Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen nach § 9 Absatz 4 Satz 1 PflSchG,
die Entgegennahme der Anzeige nach § 10 Satz 1 PflSchG,
die Erteilung von Ausnahmegenehmigungen nach § 12 Absatz 2 Satz 3 und Absatz 6 PflSchG, soweit mehrere Landkreise betroffen sind,
die Anordnung von Maßnahmen zur Vermeidung schädlicher Auswirkungen nach § 13 Absatz 3 PflSchG und für die Genehmigung von Ausnahmen nach § 13 Absatz 4 PflSchG, jeweils soweit mehrere Landkreise betroffen sind,
die Genehmigung von Ausnahmen für die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln auf Flächen, die für die Allgemeinheit bestimmt sind, und die Unterrichtung des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit nach § 17 Absatz 6 PflSchG,
die Untersagung der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln zu Versuchszwecken nach § 20 Absatz 4 Satz 2 PflSchG,
die Entgegennahme der Anzeige für das Inverkehrbringen, Einführen oder Verbringen von Pflanzenschutzmitteln nach § 24 Absatz 1 Satz 1 PflSchG,
die Entgegennahme der Mitteilungen des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit über die Gründe für die Rücknahme, den Widerruf oder die Feststellung, dass die Voraussetzungen für eine Rücknahme oder einen Widerruf vorgelegen hätten nach § 27 Absatz 5 PflSchG,
die Untersagung des Inverkehrbringens eines Pflanzenschutzmittels, wenn die erforderliche Zulassung oder Genehmigung nicht vorliegt, nach § 60 Nummer 2 PflSchG,
die Untersagung der Einfuhr oder des innergemeinschaftlichen Verbringens sowie das Verbringen im Inland oder das Verbringen in einen anderen Mitgliedstaat von Schadorganismen oder Befallsgegenständen nach § 60 Nummer 3 PflSchG,
die Entgegennahme von Mitteilungen nach § 61 Absatz 2 Nummer 2 PflSchG von Zollstellen, die nach § 62 PflSchG befugt sind.
(3) Die Regierungspräsidien sind zuständige Behörden nach § 59 Absatz 2 PflSchG, soweit nachfolgend und in den §§ 10 bis 12 nichts anderes geregelt ist. Die Zuständigkeit nach § 59 Absatz 2 Nummer 1 PflSchG beschränkt sich auf die Überwachung von Einrichtungen nach § 7 Absatz 1 Satz 2 Nummer 2 Buchstabe h PflSchG. Die Zuständigkeit für die Ausstellung der Bescheinigungen nach § 59 Absatz 2 Nummer 2 PflSchG kann auf die unteren Landwirtschaftsbehörden übertragen werden.
(4) Die Regierungspräsidien sind zuständig für die amtliche Anerkennung und Überwachung einer Versuchseinrichtung nach § 8 der Pflanzenschutzmittelverordnung.
(5) Die Regierungspräsidien sind zuständig für die amtliche Anerkennung und Überwachung von Kontrollstellen nach § 3 der Pflanzenschutzgeräte-Durchführungsverordnung. Zur fachlichen Beurteilung und Überwachung der Kontrollstellen kann sich die Anerkennungsbehörde Dritter bedienen.
(6) Die Regierungspräsidien sind zuständige Behörden nach der Anbaumaterialverordnung.
(7) Die Regierungspräsidien sind zuständige Behörden nach
§ 3 Satz 1 Nummer 1 der Bienenschutzverordnung und
§ 3 Satz 1 Nummer 2 der Bienenschutzverordnung, soweit sich die beabsichtigte Anwendung bienengefährlicher Pflanzenschutzmittel über das Gebiet mehrerer Landkreise erstreckt.
Zuständigkeiten des Landwirtschaftlichen
Technologiezentrums Augustenberg
Das Landwirtschaftliche Technologiezentrum Augustenberg ist zuständige Behörde für
die Anerkennung von Saatgut nach § 2 Absatz 1 Nummer 1 Buchstabe a und b in Verbindung mit § 4 SaatG, wobei die Feldbestandsprüfungen nach § 7 der Saatgutverordnung und nach § 9 der Pflanzkartoffelverordnung den unteren Landwirtschaftsbehörden obliegen,
die Genehmigung des Inverkehrbringens einer Erhaltungsmischung und die Kontrolle nach § 3 Absatz 1 und 2 der Erhaltungsmischungsverordnung,
die Überwachung nach § 5 der Erhaltungsmischungsverordnung,
die Ausstellung der Bescheinigung nach § 4 Absatz 1 Satz 1 Nummer 5 der Erhaltungssortenverordnung,
die Entgegennahme der Mitteilung nach § 5 Absatz 2 Satz 1 Nummer 2 der Erhaltungssortenverordnung,
die Entgegennahme der Mitteilung nach § 6 Absatz 7 der Erhaltungssortenverordnung,
die amtliche Mittelprüfung nach der Pflanzenschutzmittelverordnung, wobei die Betreuung der Kleinparzellenversuche den unteren Landwirtschaftsbehörden obliegt,
die Entgegennahme der Mitteilungen des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit über die erteilten Genehmigungen oder Anzeigen nach § 20 Absatz 1 Satz 4 PflSchG,
die Entgegennahme der Anzeige des Beginns der Versuchsdurchführung nach § 20 Absatz 1 Satz 5 PflSchG,
die Entgegennahme der Anzeige über die Durchführung von Versuchen mit nicht zugelassenen Pflanzenschutzmitteln nach § 20 Absatz 4 Satz 3 PflSchG,
die Mitwirkung bei der Erhebung von Daten über die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln nach § 21 Absatz 1 Satz 2 PflSchG,
die Genehmigung der Anwendung eines zugelassenen Pflanzenschutzmittels in anderen als den mit der Zulassung festgesetzten Anwendungsgebieten nach § 22 Absatz 2 PflSchG, soweit in § 11 nichts anderes geregelt ist,
die Aufgaben nach § 59 Absatz 2 Nummer 1 und 3 bis 6 PflSchG, soweit in Fragen von grundsätzlicher Bedeutung und Koordination von Maßnahmen eine landesweite Wahrnehmung erforderlich ist,
die Entgegennahme der Unterrichtung über die Ergebnisse der Meldungen nach § 64 Absatz 3 Satz 1 PflSchG,
die fachliche Unterstützung der Regierungspräsidien bei Aufgaben nach
der Pflanzenbeschauverordnung und
der Anbaumaterialverordnung.
Zuständigkeiten des Staatlichen Weinbauinstituts Freiburg und
der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Weinsberg
Im Weinbau (Rebschutz) ist für das bestimmte Anbaugebiet Baden das Staatliche Weinbauinstitut Freiburg, für das bestimmte Anbaugebiet Württemberg die Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Weinsberg sowie für Baden-Württemberg außerhalb der bestimmten Anbaugebiete in den Regierungsbezirken Freiburg und Karlsruhe das Staatliche Weinbauinstitut Freiburg und in den Regierungsbezirken Stuttgart und Tübingen die Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau Weinsberg zuständige Behörde für
die amtliche Mittelprüfung nach der Pflanzenschutzmittelverordnung für Pflanzenschutzmittel, die im Bereich des Rebschutzes angewendet werden sollen,
die Beratung, Aufklärung und Schulung einschließlich der Durchführung des Warndienstes nach § 59 Absatz 2 Nummer 3 PflSchG, soweit eine auf das bestimmte Anbaugebiet insgesamt bezogene Wahrnehmung erforderlich ist,
die Prüfung von Pflanzenschutzmitteln, Pflanzenschutzgeräten, Verfahren des Pflanzenschutzes, der Resistenz von Pflanzenarten sowie die Mitwirkung beim Schließen von Bekämpfungslücken nach § 59 Absatz 2 Nummer 4 PflSchG,
die Durchführung der erforderlichen Untersuchungen und Versuche für die Aufgaben nach § 59 Absatz 2 Nummern 1, 3, 4 und 6 PflSchG.
Zuständigkeiten der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt
Im Bereich der Forstwirtschaft ist die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Freiburg zuständige Behörde für
die Genehmigung nach § 22 Absatz 2 PflSchG im Wald,
die Überwachung der Pflanzenbestände und Vorräte auf Schadorganismen nach § 59 Absatz 2 Nummer 1 PflSchG, sofern diese im Wald vorkommen,
die Beratung, Aufklärung und Schulung einschließlich der Durchführung des Warndienstes nach § 59 Absatz 2 Nummer 3 PflSchG,
die Durchführung von Untersuchungen und Versuchen nach § 59 Absatz 2 Nummer 5 PflSchG in Fällen von besonderer Schwierigkeit oder von landesweiter Bedeutung,
die Berichterstattung nach § 59 Absatz 2 Nummer 6 PflSchG mit Ausnahme der Berichterstattung über die Überwachung nach § 59 Absatz 2 Nummer 8 PflSchG,
die amtliche Mittelprüfung nach §§ 1 a und 1 b der Pflanzenschutzmittelverordnung für Pflanzenschutzmittel,
die Antragstellung auf Ausweitung des Geltungsbereichs der Zulassung eines bereits zugelassenen Pflanzenschutzmittels auf geringfügige Verwendungen, die darin noch nicht erfasst sind, nach Artikel 51 Absatz 1 der Verordnung (EG) Nr. 1107/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 21. Oktober 2009 über das Inverkehrbringen von Pflanzenschutzmitteln und zur Aufhebung der Richtlinien 79/117/EWG und 91/414/EWG des Rates (ABl. L 309 vom 24. November 2009, S. 1).
Zuständigkeiten im Einzelfall
Die Möglichkeit der übergeordneten Behörden, im Einzelfall Zuständigkeiten bei Gefahr im Verzug oder, soweit eine Aufgabe in mehreren Dienstbezirken nur einheitlich wahrgenommen werden kann, nach § 29 Absatz 7 Satz 2 des Landwirtschafts- und Landeskulturgesetzes an sich zu ziehen, bleibt unberührt.
Alle in dieser Verordnung genannten Bestimmungen des Bundes- und Landesrechts sind in der jeweils geltenden Fassung anzuwenden.
Diese Verordnung tritt am Tag nach ihrer Verkündung in Kraft. Gleichzeitig tritt die Markt-Zuständigkeitsverordnung MLR vom 13. Mai 2005 (GBl. S. 411), geändert durch Artikel 1 der Verordnung vom 11. April 2008 (GBl. S. 136), außer Kraft.
Stuttgart, den 4. Februar 2010

References: § 1
 § 4

§ 5
 § 5

§ 6
 § 6

§ 7
 § 7

§ 8
 § 12

§ 13
 § 13

§ 14
 § 15
 § 2
 § 3

§ 1

§ 2

§ 3

§ 4

§ 5

§ 6

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§ 9

§ 10

§ 11

§ 12

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§ 14

§ 15

§ 4
 § 3
 § 9
 § 7
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 § 2
 § 5
 § 7
 § 4
 § 18
 § 2
 § 134
 § 4
 § 14
 § 134
 § 4
 § 6
 § 7
 § 8
 § 9
 § 5
 § 7
 § 17
 § 22
 § 23
 § 37
 § 12
 § 36
 § 28
 § 2
 § 14
 § 2
 § 2
 § 4
 § 7
 § 11
 § 3
 § 29
 § 8
 § 6
 § 7
 § 9
 § 10
 § 12
 § 13
 § 13
 § 17
 § 20
 § 24
 § 27
 § 60
 § 60
 § 61
 § 62
 § 59
 § 59
 § 7
 § 59
 § 8
 § 3

§ 3

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 § 2
 § 4
 § 7
 § 9
 § 3
 § 5
 § 4
 § 5
 § 6
 § 20
 § 20
 § 20
 § 21
 § 22
 § 11
 § 59
 § 64
 § 59
 § 59
 § 59
 § 22
 § 59
 § 59
 § 59
 § 59
 § 59
 § 29