Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=21.06.2011&Aktenzeichen=II%20ZR%20262/09
Timestamp: 2020-04-01 11:51:30+00:00

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BGH, 21.06.2011 - II ZR 262/09 - dejure.org
https://dejure.org/2011,2252
BGH, 21.06.2011 - II ZR 262/09 (https://dejure.org/2011,2252)
BGH, Entscheidung vom 21.06.2011 - II ZR 262/09 (https://dejure.org/2011,2252)
BGH, Entscheidung vom 21. Juni 2011 - II ZR 262/09 (https://dejure.org/2011,2252)
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Ausschließung von Gesellschaftern: Auslegung des Gesellschaftsvertrages einer KG hinsichtlich des Erfordernisses der Beschlussfassung über die Ausschließung eines Mitgesellschafters
Auslegung der Klausel über das Ausscheiden eines Gesellschafters durch Aufforderung des Ausscheidens aus wichtigem Grund infolge einer Erklärung der übrigen Gesellschafter
Zur Ausschließung des Gesellschafters einer KG durch Gesellschafterbeschluss
Zur Auslegung einer Klausel, die bestimmt, dass ein Gesellschafter ausscheidet, wenn die übrigen Gesellschafter sein Ausscheiden durch Erklärung ihm gegenüber verlangen
Auslegung einer Klausel im Gesellschaftsvertrag zur Ausschließung eines Gesellschafters
BGB § 134; HGB § 140
Beschluss und Erklärung bei Ausscheiden aus KG
Beschlussfassung über die Ausschließung eines Mitgesellschafters
Zur Ausschließung eines Gesellschafters einer KG durch Beschluss der Gesellschafter
Zur Wirksamkeit eines Ausschließungsbeschlusses der Gesellschafter einer GmbH & Co. KG
Ausschluss eines Gesellschafters einer OHG oder KG
Anforderungen an Ausschluss eines Gesellschafters aus einer KG aufgrund vertraglicher Regelung
NJW 2011, 2648
MDR 2011, 1121
WM 2011, 1473
DB 2011, 1743
NZG 2011, 901
Sie kann vom Revisionsgericht nur darauf überprüft werden, ob der Tatrichter gesetzliche oder allgemein anerkannte Auslegungsregeln, Denkgesetze, Erfahrungssätze oder Verfahrensvorschriften verletzt oder wesentlichen Auslegungsstoff außer Acht gelassen hat (siehe nur BGH, Urteil vom 21. Juni 2011 - II ZR 262/09, NJW 2011, 2648 Rn. 17).
Die Regelung in § 13 Abs. 1 des Gesellschaftsvertrages, wonach die "Anfechtung" von Beschlüssen innerhalb einer Frist von zwei Monaten ab Beschlussfassung "zulässig" ist, enthält eine nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGH…, Urteil vom 07. Juni 1999 - II ZR 278/98 -, Rn. 4, juris, m.w.N.) zulässige Vereinbarung einer Ausschlussfrist, Die Fristwahrung ist in Anlehnung an § 246 AktG keine Frage der Zulässigkeit, sondern der Begründetheit (vgl. BGH, Urteil vom 21. Juni 2011 - II ZR 262/09 -, Rn. 14, juris).
Die Bestimmung einer Frist zur Geltendmachung der Unwirksamkeit eines Beschlusses im Gesellschaftsvertrag einer Personengesellschaft ist möglich, wobei der in § 246 AktG bestimmten Monatsfrist Leitbildcharakter zukommt (BGH…, Urteil vom 13. Februar 1995 - II ZR 15/94 -, Rn. 13, juris; BGH, Urteil vom 21. Juni 2011 BGH, Urteil vom 21. Juni 2011 - II ZR 262/09 -, Rn. 15, juris II ZR 262/09 -, Rn. 15, juris).
Ebenso wenig ist im Streitfall die Rechtslage von Bedeutung, die bei Bestimmung einer Klagefrist in einem Gesellschaftsvertrag einer Personenhandelsgesellschaft besteht und ebenso wenig sind es damit die von der Berufung herangezogenen Entscheidungen BGH, NJW 1995, 1218 sowie BGH, DStR 2011, 1529.
Der Streit um die Wirksamkeit von Beschlüssen ist im Weg der Feststellungsklage (§ 256 Abs. 1 ZPO) auszutragen (st. Rspr. BGH Urt. v. 21.6.2011 - II ZR 262/09, NZG 2011, 901 Rn. 15;… BGH Urt. v. 1.3.2011 - II ZR 83/09, NZG 2011, 544 Rn. 19;… BGH Urt. v. 27.4.2009 - II ZR 167/07, NZG 2009, 707 Rn. 25;… BGH Urt. v. 17.7.2006 - II ZR 242/04, NZG 2006, 703 Rn. 14f.).
Eine solche Bestimmung ist grundsätzlich zulässig (vgl. BGH, Urteil vom 21.06.2011, Az.: II ZR 262/09).

References: § 134
 § 140
 § 13
 § 246
 § 246
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