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Timestamp: 2019-11-21 08:06:28+00:00

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BVerwG, 09.02.2004 - 4 BN 28.03 - dejure.org
BVerwG, 09.02.2004 - 4 BN 28.03
https://dejure.org/2004,1926
BVerwG, 09.02.2004 - 4 BN 28.03 (https://dejure.org/2004,1926)
BVerwG, Entscheidung vom 09.02.2004 - 4 BN 28.03 (https://dejure.org/2004,1926)
BVerwG, Entscheidung vom 09. Februar 2004 - 4 BN 28.03 (https://dejure.org/2004,1926)
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BauGB § 1 Abs. 3, § 6 Abs. 2, § 10 Abs. 2 Satz 2; BayVwVfG Art. 38, 47; BayNatSchG Art. 49 Abs. 1 Satz 1; Chiemsee-SchutzVO § 7
Bebauungsplan; Landschaftsschutzverordnung; Befreiung; Befreiungslage; Erforderlichkeit.
BauGB § 1 Abs. 3, § 6 Abs. 2, § 10 Abs. 2 Satz 2
Bebauungsplan; Landschaftsschutzverordnung; Befreiung; Befreiungslage; Erforderlichkeit
Beurteilung des Widerspruchs gegen einen Bebauungsplan zur Landschaftsschutzverordnung; Unwirksamkeit eines Bebauungsplans mangels Erforderlichkeit; Möglichkeit der Erteilung einer Ausnahme oder Befreiung; Beurteilungsmaßstäbe landesrechtlicher Natur; Bescheinigung einer ...
Bebauungsplan: Widerspruch zu LandschaftsschutzVO
Widerspruch zwischen LandschaftsschutzVO und Bebauungsplan
Bebauungsplan: Folgen bei Widerspruch zu Landschaftsschutzverordnung? (IBR 2005, 573)
NVwZ 2004, 1242
DVBl 2004, 663 (Ls.)
BauR 2004, 786
BauR 2005, 1678 (Ls.)
ZfBR 2004, 380
vgl. Bundesverwaltungsgericht (BVerwG), Beschluss vom 25. August 1997 - 4 NB 12/97 -, JURIS Rz.14; Urteil vom 21. März 2002 - 4 CN 14/00 -, JURIS Rz.10; Urteil vom 30. Januar 2003 - 4 CN 14/01 -, JURIS Rz.12; Urteil vom 9. Februar 2004 - 4 BN 28/03 -, JURIS Rz.6.; Urteil vom 13. Dezember 2012 - 4 CN 1/11 -, JURIS Rz.12.
vgl. BVerwG, Urteil vom 17. Dezember 2002 - 4 C 15/01 -, JURIS Rz.20; Urteil vom 30. Januar 2003 - 4 CN 14/01 -, JURIS Rz.12; Beschluss vom 9. Februar 2004 - 4 BN 28/03 -, JURIS Rz.6.
vgl. BVerwG, Urteil vom 17. Dezember 2002 - 4 C 15/01 -, JURIS Rz.20, 22; Urteil vom 30. Januar 2003 - 4 CN 14/01 -, JURIS Rz.12; Beschluss vom 9. Februar 2004 - 4 BN 28/03 -, JURIS Rz.6; enger noch BVerwG, Urteil vom 21. Oktober 1999 - 4 C 1/99 -, Rz.17 ff.
vgl. BVerwG, Beschluss vom 9. Februar 2004 - 4 BN 28/03 -, JURIS Rz.6.
vgl. zur Indizwirkung der Einschätzung der zuständigen Naturschutzbehörde auch BVerwG, Urteil vom 17. Dezember 2002 - 4 C 15/01 -, JURIS Rz.20; BVerwG, Urteil vom 9. Februar 2004 - 4 BN 28/03 -, JURIS Rz.9; vgl. zu (nur regelhaften) Anhaltspunkten für eine entsprechende Landschaftsbildbewertung auch Ziffern 8.2.2.5 lit. b) der Windenergieerlasse vom 4. Dezember 2015 und vom 8. Mai 2018.
Die im vorläufigen Rechtsschutzverfahren geäußerten Bedenken (hinsichtlich einer städtebaulichen Erforderlichkeit, vgl. § 1 Abs. 3 BauGB; BVerwG, Beschluss vom 09.02.2004 - 4 BN 28.03 -, Buchholz 406.11 § 10 BauGB Nr. 45) hat die Antragsgegnerin auch in der mündlichen Verhandlung nicht auszuräumen vermocht, wenngleich sie offenbar inzwischen mit Schreiben vom 12.07.2017 eine naturschutzrechtliche Erlaubnis für die geplante abwassertechnische Erschließung erhielt (vgl. auch das Benehmen des Bau- und Umweltsamts zur abwassertechnischen Erschließung vom 31.07.2017, wonach allerdings das Retentionsbecken einzuzäunen ist, was gegen § 6 Abs. 2 Nr. 2, § 5 der Landschaftsschutzgebietsverordnung verstoßen dürfte).
Wirksam wäre der Bebauungsplan allerdings dann, wenn für die geplante bauliche Nutzung die Erteilung einer Ausnahme von diesen Bestimmungen rechtlich möglich wäre, weil objektiv eine Ausnahmelage besteht (vgl. BVerwG, Beschl. v. 9.2.2004 - 4 BN 28.03 -, juris Rn. 6 = NVwZ 2004, 1242 = BRS 67 Nr. 1).
Ob die bestandskräftige Ausnahme/Befreiung zu Recht erteilt worden ist, ob also eine Ausnahme- oder Befreiungslage objektiv gegeben wäre, darf das Gericht nicht (mehr) prüfen (vgl. BVerwG, Beschl. v. 09.02.2004 - 4 BN 28.03 - NVwZ 2004, 1242 = UPR 2004, 386).
Andernfalls kann die Unwirksamkeit oder Nichtigkeit des Bebauungsplans nur dadurch vermieden werden, dass vor Abschluss des Planaufstellungsverfahrens die der konkreten Planung widersprechenden naturschutzrechtlichen Regelungen durch die vollständige oder zumindest teilweise Aufhebung der Landschaftsschutzverordnung beseitigt werden (BVerwG, Beschluss vom 9. Februar 2004 - 4 BN 28/03 - Juris Rn. 6).
Denn sowohl aus den verbotenen "Handlungen" des § 4 LSG VO als auch aus den nach § 5 LSG VO erlaubnispflichtigen "Handlungen" folgt, dass die "Erlaubnis" vorhabenbezogen ist und nur für "Tathandlungen", nicht aber für den Erlass von Rechtsvorschriften erteilt werden kann (vgl. BVerwG, Beschluss vom 9. Februar 2004 - 4 BN 28/03 - Juris Rn. 8).
Nach der Rechtssprechung des Bundesverwaltungsgerichts (Beschluss vom 9.2.2004 - 4 BN 28/03 - NVwZ 2004, 1242) gehe von einer bestandskräftig erteilten Befreiung eine Tatbestandswirkung aus, die das mit einem naturschutzrechtlichen Verbot verbundene Vollzugshindernis überwinde.
Sie gehe jedoch "ins Leere", könne keine Tatbestandswirkung entfalten und den Planungsträger nicht davon entbinden, das Vorliegen der Befreiungslage eigenverantwortlich festzustellen (Bayerischer VGH, Urteil vom 14.1.2003 - 1 N 01.2072 - BRS 66 Nr. 219; bestätigt durch: BVerwG, Beschluss vom 9.2.2004 - BVerwG 4 BN 28/03 - NVwZ 2004, 1242; vgl. auch: Gellermann, NuR 2007, 132 [137]; Gellermann/Schreiber, Schutz wildlebender Tiere und Pflanzen in staatlichen Planungs- und Zulassungsverfahren, 2007, Seite 113 f.; ferner Kube, NVwZ 2005, 515 [518]).
Auf das Vorliegen einer naturschutzrechtlichen Befreiungslage komme es nicht an, da die Beseitigung der Lösswand bereits nach § 30 Abs. 3 BNatSchG bestandskräftig genehmigt sei (in Anschluss an BVerwG, Beschluss vom 9. Februar 2004 - 4 BN 28.03 - Buchholz 406.11 § 10 BauGB Nr. 45 S. 5).
Ein Verbotstatbestand nach § 30 Abs. 2 Satz 1 BNatSchG 2009 oder § 33 NatSchG 2015 - der sich außerhalb des von der Antragstellerin als verletzt gerügten abwägungsrechtlichen Ermittlungs- und Bewertungsgebots vor allem auf die Erforderlichkeit der Planung nach § 1 Abs. 3 BauGB auswirkt (…vgl. Meßerschmidt, BNatSchG, § 30 Rn. 79;… Hendrischke/Kieß in Schlacke, GK-BNatSchG, 2. Aufl., § 30 Rn. 22;… Heugel in Lütkes/Ewer, BNatSchG, 2011, § 30 Rn. 11 ff.; BVerwG, Beschluss vom 9.2.2004 - 4 BN 28.03 - juris) - wird bei Verwirklichung des Bebauungsplans daher nicht erfüllt.
Andernfalls kann die Unwirksamkeit oder Nichtigkeit des Bebauungsplans nur dadurch vermieden werden, dass vor Abschluss des Planaufstellungsverfahrens die der konkreten Planung widersprechenden naturschutzrechtlichen Regelungen durch die vollständige oder zumindest teilweise Aufhebung der Landschaftsschutzverordnung beseitigt werden (vgl. BVerwG, Beschl. v. 9.2.2004 - 4 BN 28.03 - NVwZ 2004, 1242 = juris Rn. 6).
Demgemäß können Befreiungen nur für die einzelnen Bauvorhaben, nicht aber schon für den zugrunde liegenden Bebauungsplan erteilt werden (vgl. BVerwG, Beschluss vom 9.2.2004, BauR 2004, 786 und juris, Rn. 6 ff.).
Andernfalls besteht für die Gemeinde das Risiko, dass der erlassene Bebauungsplan später mangels Erforderlichkeit (§ 1 Abs. 3 Baugesetzbuch - BauGB -) als unwirksam befunden wird, weil sich die entgegenstehenden naturschutzrechtlichen Bestimmungen als dauerhaftes rechtliches Hindernis erweisen (vgl. BVerwG, Beschluss vom 9.2.2004, a.a.O., juris, Rn. 6).
VG Arnsberg, 18.10.2006 - 1 K 3768/04
Geltendmachung eines Anspruchs auf Erteilung einer Ausnahmegenehmigung bzw. …
OVG Niedersachsen, 30.11.2004 - 1 MN 241/04
Planung durch Erschließungsträger indiziert keine Einseitigkeit oder Verkürzung …
VG Saarlouis, 01.08.2012 - 5 K 607/11
Erteilung eines Vorbescheides (VR050)Zur Zulässigkeit einer Spielhalle mit einer …

References: § 1
 § 6
 § 10
 Art. 38
 Art. 49
 § 7
 § 1
 § 6
 § 10
 § 1
 § 10
 § 6
 § 5
 § 4
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 § 30
 § 10
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 § 33
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