Source: https://www.ejstmk.at/mitarbeiterinnenzone/leitfaden-fuer-mitarbeiterinnen/
Timestamp: 2020-06-06 04:00:37+00:00

Document:
Leitfaden für Mitarbeiter*innen: Evangelische Jugend - Steiermark
Alternative Church - digitale Kinder und Jugendkirche
5 Mal SoFrei
PfingstZeltFreizeit und Treffen
MiAu Mitarbeiter*innen Ausbildung
Konfi Event 2020
Leitfaden für MitarbeiterInnen
Die beste Nachricht zuerst: Du bist im Auftrag des Herrn unterwegs!
Falls dir Kleingläubigen das jedoch als Versicherung nicht reicht, haben wir uns für Dich einiges einfallen lassen, zusammengefasst unter der Rubrik...
Du bist während deiner ehrenamtlichen Mitarbeit Haftpflicht und gegen Unfall versichert
Du kannst dich extrem kostengünstig, ja manchmal sogar gratis fortbilden, in Bereichen wie etwa Gruppendynamik, Drogenbekämpfung, Outdoor usw.
Du kannst dir von uns Bestätigungen über Freizeiten und Fortbildungen holen, für Pädagogen (und die es werden wollen) besonders interessant.
Deine MitarbeiterInnencard gilt als Jugendherbergsausweis in ganz Europa.
Reicht das nicht schon längst ??
Doch wie das Leben aber nun mal spielt- nichts ist umsonst im Leben! Es folgt die Abteilung...
Damit du richtigeR MitarbeiterIn werden kannst musst du einmal in deiner Laufbahn eine KSR Schulung besuchen, um wirklich Verantwortung übernehmen zu können. KSR steht für Kinderschutzrichtlinien, also lernst du in diesem Seminar was erlaubt ist, ab wann du oder die Teilnehmerinnen zu weit gehen und eventuell eingeschritten werden muss. Bitte erkundigen dich wann die nächste Schulung ist oder melde dich bei uns wenn in eurer Pfarrgemeinde großes Interesse dafür besteht.
Du hast die Aufgabe, die TeilnehmerInnen „im Rahmen der Zumutbarkeit“ zu beaufsichtigen, das heißt also: Du solltest (fast) immer ein Auge auf die dir Anvertrauten haben, du musst aber nicht mitten in der Nacht vorm Zimmer Wache schieben, nicht am Klo Rauchern nachspionieren oder selbstlos jede Colaflasche nach Alkohol untersuchen.
Außerdem gilt dieses Prinzip auch umgekehrt: Was ist dem TeilnehmerInnen zutraubar? Du solltest also mit einem 6jährigen mitschwimmen, brauchst aber mit einem 16jährigen nicht über die Straße gehen.
Nun kommt noch ein leicht verwaschener Teil, wohl am Besten mit den Worten...
§1 Der Sei- immer-höflich-Paragraph
EinE MitarbeiterIn sollte immer freundlich oder zumindest höflich sein. Sicher nicht immer einfach, für den/die eineN schier unmöglich vor dem Morgenkaffee, für den/die andereN undenkbar zur Geisterstunde- aber: da musst du durch!
§2 Der Promillenzparagraph
Nach einem anstrengenden Tag an der Kinderfront gibt’s kaum was besseres als gemütlich zusammenzusitzen und den Tag ausklingen zu lassen- manch eineR trinkt dazu wohl gerne ein Bier oder Weingeist- das darf auch sein, jedoch ist der richtige Umgang damit wichtig: Du musst den Alkohol keineswegs vor den Jugendlichen verstecken, damit zu protzen ist aber auch nicht ratsam.
§3 Der GoldimMund-Paragraph
Egal wie spät (oder früh) es am Vorabend war, spätestens zum Frühstück solltest du wieder auf der Matte stehn und §1 voll Unternehmungsgeist erfüllen.
§4 Der Lichtgestalt-Paragraph
Unglaublich aber wahr: Du bist ein Vorbild! Das bringt dir natürlich jede Menge Ehre, aber auch Verantwortung; wechselst du nämlich nur einmal pro Woche die Unterhose, wird das der/die kleine TeilnehmerIn von nebenan in der nächsten Woche auch begeistert so handhaben...
§5 Der Keuschheits-Paragraph
Die Liebe ist ein seltsames Spiel, wer weiß das nicht? Da gibt’s aber eine herbe Einschränkung: während der Freizeit sind die TeilnehmerInnen tabu- das könnte dir sonst einE NeiderIn als „Zunutze machen einer Machtposition“ ankreiden- und das ist ein echter Paragraph...
§6 Der Superstar-Paragraph
EinE MitarbeiterIn sollte zumindest 4 Hände und 6 Beine
haben, dazu etwa 60 (Adler-)Augen, ein fesselndes Organ, einen wachen Geist, Muskeln aus Stahl, eine dicke Haut sowie ein Herz aus Gold.
§7 Der United-we-stand-Paragraph
Du solltest immer versuchen, der gute Geist der Freizeit
zu sein, deine unter §6 aufgezählten Fähigkeiten voll nützend. Versuchen das nämlich alle MitarbeiterInnen, spart das allen Nerven und öffnet unzählige Möglichkeiten. Achte also auf durchgebrannte Birnen ebenso wie auf kaputte TeilnehmerInnen- und umgekehrt.
§8 Der Sprung-ins-kalte-Wasser-Paragraph
Nur einE IgnorantE glaubt, eine Freizeit fängt mit dem
Beginn an! Viel Vorbereitung ist nämlich schon davor
wichtig, wie etwa inhaltliche Treffen mit dem Team,
Besorgen der Materialien, hartes körperliches Training
und unmenschlicher Ausbau der geistigen und
geistlichen Fähigkeiten.
§9 Der Lebwohlherzlichwillkommen-Paragraph
Seit Jahr und Tag haben Mammi und Papa ihren Sprössling umsichtig aufgezogen- wenn sie ihn jetzt schweren Herzens in die Hände eines/einer andereN geben, dann sollte dieseR bei Ankunft und Abfahrt §1 und §6 ganz besonders erfüllen!
§10 Der Nach-mir-die-Sintflut-Paragraph
Nur einE IgnorantE glaubt, die Freizeit endet zum Schluss! Versuch doch auch am (bitteren) Ende noch hilfreich zu sein, beim Wegräumen, gestrandete Socken Sammeln etc. Triff dich mit deinem Team zu einer Nachbesprechung, sag was dir gefallen hat und was nicht so toll war, was man besser machen könnte, was repariert werden muss, was man unbedingt wieder machen sollte.
§11 Der „Das kleine Ich bin Ich“-Paragraph
Du kannst all das nur dann erfüllen, wenn du dich selber wohl fühlst; darum ist es wichtig, von Anfang an zu klären, was du dir erwartest, wo deine Talente und Grenzen liegen. Nimm dir ein wenig Zeit für dich selbst, bring Probleme aller Art im Team zur Sprache.

References: §1

§2

§3
 §1

§4

§5

§6

§7
 §6

§8

§9
 §1
 §6

§10

§11