Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=28.02.1962&Aktenzeichen=V%20ZR%2049/60
Timestamp: 2019-05-23 11:59:11+00:00

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BGH, 28.02.1962 - V ZR 49/60 - dejure.org
https://dejure.org/1962,7786
BGH, 28.02.1962 - V ZR 49/60 (https://dejure.org/1962,7786)
BGH, Entscheidung vom 28.02.1962 - V ZR 49/60 (https://dejure.org/1962,7786)
BGH, Entscheidung vom 28. Februar 1962 - V ZR 49/60 (https://dejure.org/1962,7786)
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MDR 1962, 469
WM 1962, 627
Das dafür erforderliche Feststellungsinteresse ist zu bejahen, wenn eine Klage auf Störungsbeseitigung oder Unterlassung der Nutzung deswegen ausscheidet, weil die Parteien darüber streiten, ob die Grunddienstbarkeit weitergehende als die derzeit von dem Berechtigten ausgeübten Befugnisse gewährt (Senat, Urteil vom 28. Februar 1962 - V ZR 49/60, aaO).
Bei der negativen Feststellungsklage entsteht das rechtliche Interesse des Klägers regelmäßig aus einer vom Beklagten aufgestellten Bestandsbehauptung ("Berühmung") der vom Kläger verneinten Rechtslage (BGH Urteile vom 28. Februar 1962 - V ZR 49/60 = LM ZPO § 256 Nr. 73 und vom 19. November 1968 - VI ZR 186/67 = NJW 1969, 238; OLG Nürnberg FamRZ 1982, 1102;… Baltzer, Die negative Feststellungsklage aus § 256 I ZPO, 1980, S. 136 f, 138).
aa) Eine Feststellungsklage kann zwar zulässig sein, wenn zwischen dem Berechtigten und dem Grundstückseigentümer das Bestehen, der Inhalt oder der Umfang einer Grunddienstbarkeit streitig ist (BGH, Urteil vom 28.2.1962 - V ZR 49/60, BeckRS 1962, 31186981; Urteil vom 25.10.1991 - V ZR 196/90, NJW 1992, 1101).
Dementsprechend kann sich der Dienstbarkeitsumfang ändern, insbesondere mit einer Bedarfssteigerung wachsen; die Grunddienstbarkeit ist also bezüglich ihrer Ausübung weniger fest umrissen als viele andere Rechte und auf Veränderung angelegt (Urteil vom 28. Februar 1962, V ZR 49/60, LM BGB § 1018 Nr. 8; Urteil vom 24. Juni 1964, V ZR 162/61, BGHZ 42, 63; Urteil vom 7. April 1967, V ZR 14/65, LM BGB § 1028 Nr. 1).
Aber selbst wenn es das ursprünglich gewesen und erst nachträglich in ein gewerblich genutztes Grundstück verwandelt worden wäre, würde das der Verneinung einer unvorhersehbaren und willkürlichen Benutzungsänderung nicht ohne weiteres entgegenstehen, wie der erkennende Senat schon wiederholt entschieden hat (Urteil vom 28. Februar 1962, V ZR 49/60, LM BGB § 1018 Nr. 8; Urteil vom 30. November 1965, V ZR 90/63, WM 1966, 254).
Hierzu zählt insbesondere nicht - da nicht jedermann, sondern nur den Beteiligten bekannt - der einfache, im Grundbucheintrag nicht in Bezug genommene Schriftwechsel der Parteien (BGH, Urteil vom 28.02.1962 - V ZR 49/60, WM 1962, 627, 628; OLG Brandenburg…, Urteil vom 20.03.2008 - 5 U 36/07, NotBZ 2009, 101, hier zitiert nach Juris, dort Rdnr. 27;… Mayer, in: Staudinger, a.a.O., § 1018 Rdnr. 138;… Joost, in: MünchKommBGB, 5. Aufl. 2009, § 1018 Rdnr. 17).
Ob die Berühmung der Beklagten gegenüber der GmbH eine für das Feststellungsinteresse ausreichende Rückgriffsgefahr für den Kläger begründet, ist nach objektiver Würdigung zu beurteilen (vgl. BGH Urteil vom 28. Februar 1962 - V ZR 49/60 = LM ZPO § 256 Nr. 73).
BGH, 05.07.1968 - V ZR 3/65
Vertragliche Verpflichtung zum Erwerb von Miteigentumsanteilen an einer Straße …
Es muß jedoch ein wirklicher Nachteil für den Kläger drohen (vgl. dazu das Urteil des Senats vom 28. Februar 1962, V ZR 49/60, MDR 1962, 469;… Baumbach/Lauterbach, ZPO 29. Aufl. § 256 Anm. 3 C).

References: § 256
 § 256
 § 1018
 § 1028
 § 1018
 § 1018
 § 1018
 BGH 
 § 256
 § 256