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Timestamp: 2018-07-23 16:55:20+00:00

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BGH, 21.04.2016 - I ZR 276/14 - dejure.org
§ 823 Abs. 2 BGB, § ... 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG, § 134 BGB, § 138 BGB, § 142 BGB, § 320 BGB, § 7 Abs. 2 Nr. 2 Fall 2 UWG, § 242 BGB, § 320 Abs. 1 BGB, §§ 119, 123 Abs. 1, § 142 Abs. 1 BGB, § 389 BGB, § 823 Abs. 1 BGB, § 7 UWG, § 7 Abs. 1 Satz 1 UWG, § 4a Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 UWG, § 4 Nr. 1 UWG, § 7 Abs. 2 UWG, § 561 ZPO, §§ 3, 9 UWG, Art. 8, 9 der Richtlinie 2005/29/EG, Art. 2 Buchst. j der Richtlinie 2005/29/EG, Art. 8 der Richtlinie 2005/29/EG, § 119 Abs. 1 BGB, § 563 Abs. 1 ZPO, § 326 BGB, § 275 Abs. 1 BGB
§ 4 Nr 1 UWG vom 03.03.2010, § 4a UWG, § 7 Abs 1 UWG, § 7 Abs 2 Nr 2 UWG
Wettbewerbsverstoß: Eingeschränkter Schadensersatzanspruch bei unerlaubtem Telefonanruf - Lebens-Kost
Begrenzung des auf eine unzulässige Telefonwerbung gestützten Schadensersatzanspruchs (Lebens-Kost)
Zum Schadensersatz bei unerlaubter Telefonwerbung
Begrenzter Schadensersatz bei unerlaubter Telefonwerbung
Schutzbereich des § 7 UWG erfasst nicht die Entscheidungsfreiheit bei Werbeanrufen
UWG § 7 Abs. 2 Nr. 2; UWG § 4a; UWG aF § 4 Nr. 1
Reichweite eines auf eine unzulässige Telefonwerbung gestützten Schadensersatzanspruchs; Verhinderung des Eindringens des Werbenden in die Privatsphäre des Verbrauchers und die geschäftliche Sphäre
Zahlungspflicht bei einem durch unverlangten Werbeanruf zu Stande gekommenen Vertrag
Schadensersatz bei unerlaubter Telefonwerbung nach § 7 Abs. 2 UWG umfasst nicht Schaden durch Vertragsabschluss - Zum Schutzbereich von § 7 UWG
Unzulässige Telefonwerbung und Faxwerbung - und der Schadensersatzanspruch
Eingeschränkter Schadensersatz nach unzulässigem Werbeanruf
Nur eingeschränkter Schadensersatzanspruch bei unerlaubtem Telefonanruf
Wann kann wegen unzulässiger Telefonwerbung (auch) Schadensersatz verlangt werden?
Kein Schadensersatz bei unzulässigen Werbeanrufen
NJW-RR 2016, 1511
MDR 2016, 894
GRUR 2016, 831
VersR 2016, 1205
DB 2016, 1372
afp 2016, 348
a) Hier kommen die Maßstäbe des § 7 UWG zur Vermeidung von Wertungswidersprüchen auch im Rahmen der Prüfung eines Eingriffs in den eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb gemäß § 823 Abs. 1 BGB zur Anwendung (vgl. BGH, Urteil vom 21. April 2016 - I ZR 276/14, GRUR 2016, 831 Rn. 16;… Urteil vom 20. Mai 2009 - I ZR 218/07, GRUR 2009, 980 Rn. 14;… Köhler in Köhler/Bornkamm, UWG, 35. Aufl., § 7 Rn. 14;… Koch in Ullmann, jurisPK-UWG, 4. Aufl., § 7 Rn. 359).
Gegenstand des Schutzes ist die Verhinderung des Eindringens des Werbenden in die geschäftliche Sphäre, insbesondere die Ungestörtheit der Betriebsabläufe des sonstigen Marktteilnehmers; es soll verhindert werden, dass dem Marktteilnehmer Werbemaßnahmen gegen seinen erkennbaren und mutmaßlichen Willen aufgedrängt werden (vgl. BGH, Urteil vom 21. April 2016 - I ZR 276/14, GRUR 2016, 831 Rn. 16).
Aus der von der Revision angeführten Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 21. April 2016 (I ZR 276/14, NJW-RR 2016, 1511 Rn. 11) ergibt sich nichts Gegenteiliges.
14 Aus der von der Revision angeführten Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 21. April 2016 (I ZR 276/14, NJW-RR 2016, 1511 Rn. 11) ergibt sich nichts Gegenteiliges.
Dies entspricht der Auffassung des BGH, wie sie im sog. Lebens-Kost-Urteil vom 21.04.2016 (I ZR 276/14) zum Ausdruck gekommen ist.
16 Aus der von der Revision angeführten Entscheidung des Bundesgerichtshofs vom 21. April 2016 (I ZR 276/14, NJW-RR 2016, 1511 Rn. 11) ergibt sich nichts Gegenteiliges.
So hätten auch der BGH in seinem Urteil vom 21.04.2016, Az. I ZR 276/14, sowie das OLG Bamberg in seinem Urteil vom 20.07.2016, Az.: 3 U 223/15, und außerdem zahlreiche weitere Amts- und Landgerichte entschieden.
b) Die von der Klägerin als Beleg für ihre gegenteilige Rechtsansicht (Dienstvertrag mit werkvertraglichen Elementen und nicht Werkvertrag, so dass auch kein Erfolg geschuldet ist) angeführten Entscheidungen des BGH (Urteil vom 21.04.2016 - I ZR 276/14) und des OLG Bamberg (Urteil vom 20.07.2016 - 3 U 223/15) sind insoweit nicht ergiebig, da jeweils keine inhaltliche Auseinandersetzung mit der Frage stattfindet, um welchen Vertragstyp es sich handelt.
Danach verstößt gegen Treu und Glauben, wer eine Leistung verlangt, die er sofort zurückgewähren muss ("dolo agit, qui petit, quod statim redditurus est", vgl.: BAG 15. Februar 2012 - 7 AZR 774/10 - Rn. 38; 10. November 2011 - 6 AZR 357/10 - Rn. 25, BAGE 139, 376; BGH 21. April 2016 - I ZR 276/14 - Rn. 12) .
Nach der Rechtsprechung des Senats war bereits § 4 Nr. 1 UWG aF unionsrechtskonform dahingehend auszulegen, dass eine Beeinträchtigung der Entscheidungsfreiheit der Verbraucher im Sinne von § 4 Nr. 1 UWG aF nur dann vorliegt, wenn der Handelnde diese Freiheit gemäß Art. 8 und 9 der Richtlinie 2005/29/EG durch Belästigung, Nötigung oder durch unzulässige Beeinflussung im Sinne des Art. 2 Buchst. j der Richtlinie 2005/29/EG erheblich beeinträchtigt (vgl. BGH…, Urteil vom 3. März 2011 - I ZR 167/09, GRUR 2011, 747 Rn. 26 = WRP 2011, 1321 - Kreditkartenübersendung;… Urteil vom 3. April 2014 - I ZR 96/13, GRUR 2014, 1117 Rn. 26 = WRP 2014, 1301 - Zeugnisaktion;… Urteil vom 19. März 2015 - I ZR 157/13, GRUR 2015, 1134 Rn. 31 = WRP 2015, 1341 - Schufa-Hinweis; Urteil vom 21. April 2016 - I ZR 276/14, GRUR 2016, 831 Rn. 24 = WRP 2016, 866 - Lebens-Kost).
Bei der Prüfung dieses generalklauselartigen Tatbestandes des Bürgerlichen Rechts sind grundsätzlich die gleichen Wertmaßstäbe wie bei § 7 UWG anzulegen, um unterschiedliche Ergebnisse zu vermeiden (…ebenso BGH NJW 2009, 2958 = GRUR 2009, 980, juris Rz. 14 - E-Mail-Werbung II;… GRUR 2013, 1259 = DB 2013, 2561, juris Rz. 20 - Empfehlungs-E-Mail; GRUR 2016, 831 = DB 2016, 1372, juris Rz. 16 - Lebens-Kost).
Schließlich hat die Klägerin auf das am 21.04.2016 ergangene Urteil des BGH (Az.: I ZR 276/14) verwiesen.
Der Anspruch ist auch nicht infolge der hilfsweise erklärten Aufrechnung mit einem eigenen Schadensersatzanspruch aus 823 Abs. 1 BGB (Eingriff in den eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb) bzw. § 823 Abs. 2 BGB i.V.m. § 7 Nr. 2 UWG erloschen (§§ 387, 389 BGB) (vgl. BGH, Urteil v. 21.04.2016, Az. I ZR 276/14).
LG Ulm, 17.02.2017 - 2 O 59/15
Zum Abwehranspruch von Unternehmen gegen unerwünschte Werbeanrufe

References: § 823
 § 134
 § 138
 § 142
 § 320
 § 7
 § 242
 § 320
 § 142
 § 389
 § 823
 § 7
 § 7
 § 4
 § 4
 § 7
 § 561
 Art. 8
 Art. 2
 Art. 8
 § 119
 § 563
 § 326
 § 275

§ 4
 § 4
 § 7
 § 7
 § 7
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 § 4
 § 4
 § 7
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 § 823
 § 7
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 § 4
 Art. 8
 Art. 2
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