Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=VIII%20ZR%20149/08
Timestamp: 2019-04-26 04:45:47+00:00

Document:
Rechtsprechung: VIII ZR 149/08 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: BGH, 20.04.2010
EGRL 7/97 Art. 6 Abs. 3 Spiegelstrich 3 Fall 3, BGB § 312d Abs. 4 Nr. 1 Fall 3
Fernabsatzrecht: Ist bei zum Verbrauch bestimmten und tatsächlich verbrauchten Waren, z.B auch bei der leitungsgebundenen Lieferung von Strom und Gas, ein Widerrufsrecht bei Fernabsatzverträgen ausgeschlossen?
BGB § 312d Abs. 4 Nr. 1 Fall 3; RL 97/7/EG (Fernabsatzrichtlinie) Art. 6 Abs. 3
Bestehen eines Widerrufrechts bei Vertragsabschlüssen im Fernabsatz über leitungsgebundene Lieferungen von Strom und Gas; Geeignetheit von Strom und Gas zur Rücksendung i.R.d. § 312d Abs. 4 Nr. 1 BGB; Bestehen eines Widerrufrechts im Falle von zum Verbrauch bestimmter Waren
Zum Widerrufsrecht bei Vertragsabschlüssen im Fernabsatz über Strom- und Gaslieferungen
Widerrufsrecht bei Verträgen über Lieferung von Strom und Gas; Fernabsatz
Bestehen eines Widerrufsrechts bei Vertragsabschlüssen im Fernabsatz über die leitungsgebundene Lieferung von Strom und Gas
"KombiSTA Strom & Gas"
Doch Widerrufsrecht bei Gas- und Stromverträgen? / Vorlage an den EuGH
Auslegung der Richtlinie 97/7/EG
Strom, Gas und die Fernabsatzrichtlinie
Kein Verbraucherschutz für Strom- und Gaskunden?
Auslegung der Fernabsatzrichtlinie
§ 312 d Abs. 4 Nr. 1, 3. Fall BGB, Art. 6 Abs. 3 Richtlinie 97/77EG (Fernabsatzrichtlinie)
Widerrufsrecht bei Fernabsatzverträgen über leitungsgebundene Lieferung von Strom und Gas?
Strom- und Gaslieferverträge vom Widerrufsrecht ausgenommen?
Vorlagebeschluss des BGH zur Auslegung der Fernabsatzrichtlinie
Kurznachricht zu "Energielieferungsverträge und Fernabsatzrecht" von RA/Dipl.-Kfm. Bernd Scholl, LL.M. oec., original erschienen in: ZGS 2009, 299 - 305.
Bürgerliches Gesetzbuch (BGB), §§ 312d et 355
AG Aachen, 22.11.2007 - 80 C 124/07
LG Aachen, 16.05.2008 - 5 S 233/07
BGH, 20.04.2010 - VIII ZR 149/08
EuGH, 22.04.2010 - C-146/09
NJW 2009, 2240
ZIP 2009, 1013
VersR 2010, 118
Es trifft zwar zu, dass über die Auslegung der Ausschlusstatbestände Zweifel bestehen (vgl. Senatsurteil vom 18. März 2009 - VIII ZR 149/08, ZGS 2009, 277, Tz. 9 ff.).
Bereits im Gesetzgebungsverfahren ist daher deutlich geworden, dass für den Fernabsatz von Heizöl keine generelle Ausnahme vom Widerrufsrecht gelten sollte (Senatsbeschluss vom 18. März 2009 - VIII ZR 149/08, WuM 2009, 309 Rn. 11).
Dabei kann dahinstehen, ob dem Kläger nach § 312d Abs. 1 Satz 1 BGB (in der bis zum 10. Juni 2010 geltenden Fassung im Folgenden aF) ein Recht zum Widerruf seiner auf Abschluss des Erdgasliefervertrages gerichteten Willenserklärung zustand oder ob ein solches Widerrufsrecht nach § 312d Abs. 4 Nr. 1 Fall 3 BGB wegen beschaffenheitsbedingt fehlender Eignung der Ware für eine Rücksendung ausgeschlossen war (vgl. Senatsbeschluss vom 18. März 2009 - VIII ZR 149/08, WuM 2009, 309).
(Vgl. BGH EuGH-Vorlage vom 18.03.2009 -VIII ZR 149/08- [WuM 2009, 309 ff.]).
Für das Eingreifen des Ausschlusstatbestandes kommt es nicht auf eine beschaffenheitsbedingte generelle Eignung zur Rücksendung an, sondern es sind die Umstände im konkreten Einzelfall maßgeblich (vgl. BGH EuGH-Vorlage vom 18.03.2009 -VIII ZR 149/08- a.a.O. m.w.N.).
Beendigung einer Vertragsvereinbarung durch wirksamen Widerruf der Willenserklärung
Verfahrensrecht - Anerkenntnisurteil

References: Art. 6
 § 312
 § 312
 Art. 6
 § 312
 EuGH

§ 312
 Art. 6
 BGH 
 § 312
 § 312
 BGH 
 BGH