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Timestamp: 2019-09-15 15:00:21+00:00

Document:
Brexitfolgen bei Unitised With-Profit-Produkten von Standard Life, Clerical Medical usw. - Seite 3 - Versicherung & Vorsorge - Finanztip Community
danke für dieses Update, auch wenn es wenig erfreulich ist.
Hinsichtlich des Abzugs tippe ich auf
1.) die Anwendung des Glättungsverfahrens (siehe Beiträge – weiter oben) und/oder
2.) Währungsschwankungen und/oder
3.) fehlerhafte Berechnung des Zeitwertes.
Zur Einschaltung des Anwalts: Bei einem Streitwert von 500,-- € findet man m.E. kaum einen Anwalt, der sich der Sache annehmen wird. Vermeiden Sie eine Erstberatung, denn die kostet Sie bereits 226,10 € (nach § 612 Abs. 2 BGB hat der Anwalt einen Anspruch auf eine übliche Vergütung. Deren Höhe beschränkt § 34 Abs. 1 Satz 3 RVG für das Erstberatungsgespräch auf 190,00 Euro). Wenn es einer machen sollte, dann empfehle ich den Anwalt vorher zu fragen, ob er diese eher technischen Fragestellungen (siehe oben) tatsächlich überblicken kann.
Vielleicht spekuliert Standard Life genau darauf: Der Abzug ist hoch genug, damit es sich lohnt, aber zu niedrig um einen Anwalt zu finden der ggf. vorhandene Ansprüche prüft und geltend macht.
Gibt es noch weitere Betroffene??
Gute Nachrichten von meiner Seite. In den beiden Fällen die wir betreuen wurde die Zahlung von Verzugszinsen durch die Standard Life zugesagt und in einem Fall bereits überwiesen.
In dem einen Fall immerhin knapp 120,-- € in den anderen Fall fast 300,-- €.
Ich empfehle grundsätzlich eine Prüfung der Berechnung der Verzugszinsen.
Haben andere Betroffene ebenfalls Verzugszinsen aufgrund der verspäteten Auszahlung erhalten?
Wenn operative Hektik die Geduld hemmt....
Der Bundesrat hat die Gesetzesinitiative zum § 66a VAG gestartet und damit wäre dann im Rahmen des Brexit-StBG die Ausgangssituation für viele, die bereits gehandelt haben unter Umständen besser:
Das Versicherungsaufsichtsgesetz vom 1. April 2015 (BGBl. I S. 434), das zuletztdurch Artikel 6 des Gesetzes vom 17. August 2017 (BGBl. I S. 3214) geändert worden ist,wird wie folgt geändert:
1. In der Inhaltsübersicht wird nach der Angabe zu § 66 folgende Angabe eingefügt:„§ 66a Entsprechende Anwendung des EU-Passregimes“.
„§ 66aEntsprechende Anwendung des EU-Passregimes
(1) Wird der Austritt des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirlandaus der Europäischen Union wirksam, ohne dass bis zu diesem Zeitpunkt ein Austrittsabkommen im Sinne von Artikel 50 Absatz 2 Satz 2 des Vertrages über die Europäische Union in Kraft getreten ist, so kann die Bundesanstalt zum Schutz der Versicherungsnehmer und der Begünstigten von Versicherungsleistungen anordnen, dassdie §§ 61 bis 66 und 169 für einen Übergangszeitraum für die Zwecke der Abwicklungder bis zum Austritt abgeschlossenen Versicherungsverträge auf Versicherungsunternehmen mit Sitz im Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland, die zumZeitpunkt des Austritts des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirlandaus der Europäischen Union nach § 61 Absatz 1 Satz 1 und § 169 Absatz 1 Satz 1über eine Niederlassung oder im Wege des grenzüberschreitenden Dienstleistungsverkehrs im Inland tätig waren, entsprechend anzuwenden sind. Der im Zeitpunkt desAustritts beginnende Übergangszeitraum darf eine Dauer von 21 Monaten nicht überschreiten. Die Anordnung kann auch durch Allgemeinverfügung ohne vorherige Anhörung getroffen und öffentlich bekannt gegeben werden.
(2) Absatz 1 ist auf Einrichtungen der betrieblichen Altersvorsorge mit Sitz imVereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland, die zum Zeitpunkt des Austritts des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland aus der Europäischen Union nach § 243 grenzüberschreitend im Inland tätig sind, mit der Maßgabeanzuwenden, dass die §§ 243 und 243a anzuwenden sind.“
3. In § 310 Absatz 2 wird die Angabe „§§ 20, 36,“ durch die Angabe „§§ 20, 36, 66a,“ersetzt.
Aktuell wird die Änderung der 21 Monate verhandelt.
Standard Life hat die letzte notwendige Genehmigung erhalten, um die deutschen und österreichischen Kundenbestände - unabhängig von den noch ausstehenden politischen Entscheidungen zum Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union – zu übertragen. Das oberste schottische Zivilgericht (Court of Session) hat dem Plan zugestimmt, die Verträge von der schottischen Standard Life Assurance Limited auf die irische Standard Life International DAC zu übertragen. Damit wurden die vom britischen Aufsichtsrecht vorgeschriebenen Vorgaben des Part VII-Transfers erfüllt. Die Übertragung wird damit umgesetzt (oder wurde bereits umgesetzt).
Hier die entsprechende Pressmitteilung: standardlife.de/news/article/b…standard-life-plaene-776/

References: § 612
 § 34
 § 66
 § 66
 § 61
 § 169
 § 243
 § 310