Source: http://www.gomopa.net/Finanzforum/aktien/q-cells-ag-groesste-solarzellenfabrik-europas-p942851906.html?highlight=Solar+Millennium+AG
Timestamp: 2017-10-19 03:47:48+00:00

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Absatzsorgen bei Solarunternehmen in Bitterfeld-Wolfen
Das Solar-Unternehmen Q-Cells aus Bitterfeld-Wolfen trennt sich von einem Großteil seiner Leiharbeiter. Eine Firmensprecherin sagte, die Nachfrage bei Solarzellen sei weltweit rückläufig. Man habe deshalb 80 der 90 Leiharbeiter abgegeben. Auf das Stammpersonal hat dies nach Unternehmensangaben keine Auswirkungen. Man denke derzeit noch nicht an Kurzarbeit. Q-Cells beschäftigt in Bitterfeld-Wolfen "noch" 2.300 Menschen
November / Dezember 2007 - Kurse von fast 80 Euro
Mitte März 2008 noch knapp 40 Euro
Mitte Mai 2008 noch über 66 Euro
Anfang März 2009 noch knapp über 8 Euro
Der aktuelle Kurs bei 1,70 Euro
Trotz Atomkraftkrise herrscht auf der weltgrößten Solarmesse in München keine euphorische Stimmung. Die Branche spricht sich Mut zu – denn das Jahr läuft alles andere als planmäßig
Bei Q-Cells beispielsweise schwoll der Lagerbestand an Zellen und Module zwischen Januar und März um 196 Millionen Euro an, weil der Absatz stockte. Seitdem sind die Preise weiter gefallen. Es droht Abschreibungsbedarf. Wie zum Trotz hat Q-Cells seinen Messestand glatt verdoppelt – und liegt damit im Trend. Vor vier Jahren begann die Intersolar in München in acht Hallen. Dieses Jahr sind 15 der 16 verfügbaren Messehallen voll besetzt. Gegen den Stand von Q-Cells sieht die Ausstellungsfläche des chinesischen Konkurrenten Suntech, derzeit der größte Solarhersteller der Welt, direkt klein aus.
Abstieg eines Giganten: Q-Cells, einst größter Solarzellenhersteller der Welt, kämpft ums Überleben. Einst war Q-Cells der größte Solarzellenhersteller der Welt. Jetzt kämpft das Unternehmen aus dem ostdeutschen Bitterfeld um die nackte Existenz. Die Aktie, die Ende 2007 über 80 Euro wert war, notiert mittlerweile unter einem Euro, und sie dürfte - unabhängig von der allgemeinen Börsenentwicklung - noch weiter unter Druck geraten
Q-Cells steckt tief in der Kreide
Produktion in Bitterfeld-Wolfen wird gedrosselt und in Malaysia hochgefahren.
Der Solarzellenhersteller Q-Cells aus Bitterfeld-Wolfen hat arge Probleme. Das Unternehmen hat im zweiten Quartal dieses Jahres ein Minus von 354,8 Millionen Euro erwirtschaftet. Der Großteil davon ist auf Wertberichtigungen an den deutschen Werken zurückzuführen. Doch auch um diese Effekte bereinigt steht ein operatives Ergebnis von -24,4 Millionen Euro. Nach Unternehmensangaben erwarte man auch im gesamten Jahr ein dreistelliges Millionenminus.
Treffen wird es vor allem die deutschen Mitarbeiter. Nachdem bereits vor zwei Jahren 500 Beschäftigte entlassen wurden, folgen nun weitere. So soll die Produktionskapazität für Solarzellen am Unternehmenssitz in Bitterfeld-Wolfen dauerhaft auf 50 Prozent reduziert werden. In der Verwaltung sollen 25 bis 30 Prozent der Kosten durch die Fokussierung von Aufgaben sowie die Verschlankung der Organisationsstrukturen und Prozesse eingespart werden, heißt es. “Bei der Straffung der Organisationsstrukturen und der Anpassung der Produktion sollen betriebsbedingte Kündigungen vermieden werden.”
Stattdessen will Q-Cells die Fertigung auf hoch wirtschaftliche Anlagen, insbesondere im malaysischen Werk, verlagern. Die Fabrik wird für das zweite Halbjahr voll ausgelastet sein, so Q-Cells. Auf diese Weise sollen Kosten gesenkt werden. Ein malaysischer Arbeiter verdient nur den Bruchteil deutscher Beschäftigter.
* Halleforum
Eine Usermeinung dazu:
Hat man erstmal die Gründer aus einem Unternehmen geekelt, dauerts nicht mehr lange bis zur Insolvenz.
Es ist schon soweit, daß der Suxxel-Pleitier, der zuletzt bei Q-Cells den Customer-Care-Leiter gemimt hat aktuell das Weite sucht. Kein Wunder, wenn solche Figuren wie von Witzenzitz einem den Rang ablaufen in Punkto skrupellosester Abzocker....
Wie das manager magazin aus Unternehmenskreisen erfuhr, wird der Vorstandsvorsitzende Nedim Cen (45) am Freitag einen Verlust für das erste Halbjahr von rund 350 Millionen Euro verkünden. Das ist fast das Dreifache dessen, was Q-Cells im ersten Quartal 2011 an Umsatz erwirtschaftete. Hält das verheerende Tempo an, mit dem Q-Cells sein Cash verbrennt, werden die Lieferanten vermutlich nur noch gegen Vorkasse liefern. Dann droht binnen Monaten die Zahlungsunfähigkeit
Jetzt verhandelt Q-Cells mit einem chinesischen Investor. Doch der stellt eine wichtige Bedingung: Bevor die Chinesen in ernsthafte Verhandlungen einsteigen, muss sich Q-Cells erst einmal stabilisieren. Es sind überwiegend externe Faktoren, die dem Unternehmen zu schaffen machen: In wichtigen Märkten wie Deutschland, Frankreich und Italien stockt der Verkauf, weil die staatlichen Förderungen für Solarstrom reduziert wurden. Gleichzeitig überschwemmen chinesische und andere asiatische Firmen den Weltmarkt mit Solarzellen, die Preise fallen in zweistelligen Raten.
Gleichzeitig stauen sich bei Q-Cells die Lagerbestände. Die Kapazitäten sind nur zwischen 30 und 50 Prozent ausgelastet, in den Hallen liegen Teile im Wert von rund 350 Millionen Euro. Unternehmenschef Cen steuert jetzt hart gegen: Nach einem Abbau von 500 Stellen sollen demnächst weitere 200 bis 300 Mitarbeiter ihre Jobs verlieren, hauptsächlich in der deutschen Fertigung. Gleichzeitig will man über Kurzarbeit verhandeln.
Doch der bisherige Marketing- und Vertriebsvorstand Hans-Gerd Füchtenkort (61) wird das neue Konzept nicht mehr umsetzen. Er hat sich - nicht zuletzt wegen der rapide sinkenden Verkaufszahlen - mit Vorstandschef Cen überworfen. In der Aufsichtsratssitzung am 11. August wird das Ausscheiden von Füchtenkort besiegelt. Einen Nachfolger gibt es nicht, seine Aufgaben soll Cen übernehmen
Bei der Suche nach einem Nachfolger des Produktionsvorstand stieß Q-Cells-Aufsichtsratschef Karlheinz Hornung (60) auf Andreas von Zitzewitz (51). Der Manager genießt einen hervorragenden Ruf als Produktionsfachmann.
Eine zweite Chance bekam Zitzewitz beim Q-Cells-Konkurrenten Conergy, dort sollte er im Herbst 2010 zum Vorstandsvorsitzenden aufsteigen. Sein zerrüttetes Verhältnis zum damaligen Vorstandschef Dieter Ammer (61) endete aber kurz vor Vertragsunterzeichnung im Eklat. Zitzewitz musste gehen. Schließlich entschied sich Hornung doch für Zitzewitz - angesichts der finanziellen Situation von Q-Cells hatte er wohl keine große Auswahl an Kandidaten
Zur Rettung des Unternehmens fehle ein Investor, heißt es im Manager Magazin. Verhandlungen mit dem französischen Energiekonzern Total scheiterten 2009 und auch die zuletzt geführten Gespräche mit einem Staatsfonds aus Oman endeten in einer Sackgasse. Die Hoffnung ruhten nun auf den Verhandlungen mit einem chinesischen Investor
Der Aufsichtsrat des angeschlagenen Solarunternehmens Q-Cells hat dem umfangreich Konzernumbau zugestimmt.
Das teilte die im TecDax notierte Gesellschaft am Freitag mit. Das Management hatte bereits am Mittwoch über seine Pläne informiert, wie es das Ruder beim wieder tief in die Verlustzone gerutschten Unternehmen herumreißen will. So soll die Zellenproduktion weitgehend in Malaysia konzentriert werden.
Dafür wird die Hälfte der Kapazitäten in Deutschland geschlossen. Außerdem sollen die Verwaltungskosten um bis zu 30 Prozent gesenkt werden. Wie viele Stellen wegfallen, ist noch offen
Die Politik fördert den Bau von Solarfabriken in Ostdeutschland seit Jahren mit Millionenbeträgen
Q-Cells, Conergy und Solarworld streichen Stellen in Deutschland. Die Hoffnung auf ein nachhaltiges Jobwunder ist verpufft. Mit ihr Hunderte Millionen Euro an Fördergeldern, wie das Zentrum für Solarmarktforschung errechnet hat.
Das sachsen-anhaltische Fotovoltaikunternehmen Q-Cells plant, Hunderte Stellen in Deutschland zu streichen. Die Bonner Solarworld AG hat angekündigt, hierzulande ältere Fertigungslinien stillzulegen. Und der Hamburger Wettbewerber Conergy plant die Einstellung der Zellen- und Wafer-Produktion in Frankfurt an der Oder. Kurzum, das Ende des Fotovoltaik-Jobwunders in Deutschland ist greifbar wie nie.
Während die Unternehmen die Streichungen, Zusammenlegungen und Verlagerungen von Produktionskapazitäten als unumgänglich bezeichnen, zeigt sich die Politik schockiert. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident brach gar seinen Urlaub ab, um mit Q-Cells-Chef Nedim Cen über den geplanten Jobabbau zu sprechen.
Gesprächsstoff gibt es schließlich genug. Denn die Arbeitsplätze, die von der Industrie der Erneuerbaren Energien allem voran in Ostdeutschland geschaffen worden sind, wurden laut einer aktuellen Auswertung des Zentrums für Solarmarktforschung Berlin teuer erkauft. Dies liegt nicht nur an der Nachfrageförderung über das Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG). Dies liegt auch maßgeblich an den zahlreichen Direktsubventionen, die vom Bund und den neuen Bundesländern in den vergangenen Jahren für verschiedene Bauprojekte bereitgestellt worden sind.
Förderungen trotz Insolvenz und Stilllegungen
So bewilligte die EU-Kommission beispielsweise im März 2005 rund 22,4 Millionen Euro für den Ausbau des Stammwerks im sachsen-anhaltischen Thalheim. Im Juli 2007 flossen weitere rund 41,4 Millionen Euro an Fördergeldern in die ostdeutsche Provinz. Diesmal wurde der Bau zweier zusätzlicher Fertigungslinien für kristalline Silizium-Solarzellen bezuschusst.
Im Februar 2009 stellten die Politiker der kurz zuvor neu gegründeten Q-Cells-Tochter Sunfilm 56 Millionen Euro an Subventionen zur Verfügung. Sunfilm stellte zwar im März 2010 beim Amtsgericht Dresden einen Antrag auf Einleitung eines Insolvenzverfahrens. Und schon 2009 hatte Q-Cells vier ältere Produktionslinien am Stammsitz in Bitterfeld-Wolfen stillgelegt, was 500 Mitarbeitern den Job kostete.
Dennoch genehmigte die EU-Kommission weitere Fördermittel. So zum Beispiel im Juli 2010 rund 17 Millionen Euro für die Q-Cells-Tochter Solibro. Im Genehmigungsschreiben an "Seine Exzellenz Herrn Dr. Guido Westerwelle" heißt es unter anderem: "Deutschland bestätigte mit einem am 9. Juli 2010 registrierten Schreiben, dass die angemeldete Beihilfemaßnahme nicht einem Unternehmen in finanziellen Schwierigkeiten im Sinne der Leitlinien der Gemeinschaft für staatliche Beihilfen zur Rettung und Umstrukturierung von Unternehmen in Schwierigkeiten zugute kommt."
Während die Thalheimer Q-Cells-Mitarbeiter inzwischen um ihre einst hoch subventionierten Arbeitsplätze bangen, ist Konkurrent Conergy schon einen Schritt weiter. Ende vergangener Woche kündigte das Unternehmen das Ende der Zellen- und Wafer-Produktion in Frankfurt an der Oder an. 100 der bisher 450 Festangestellten verlieren ihren Job. Auf Leiharbeiter will Conergy künftig ganz verzichten.
Die Arbeitsplätze sind damit höher subventioniert als früher die Arbeitsplätze im Steinkohlebergbau", sagt Solarexperte Hummel. Als kritisch erachtet er zudem, dass auch durch die Inanspruchnahme von Fördergeldern des Landes Sachsen, die Kostennachteile in Deutschland bei der Fertigung eines Massenprodukts nicht kompensiert werden könnten.
So ist es wohl auch kein Zufall, dass jene Unternehmen, die einst in Deutschland dank staatlicher Förderprogramme stark gewachsen sind, heute in Asien ihr Glück versuchen. Q-Cells zum Beispiel hat angekündigt, Teile der Produktion nach Malaysia zu verlagern, wo der Konzern schon seit 2009 ein Werk besitzt
Allerdings hat man nicht beachtet, das es dort ein anderes Klima gibt und nunmehr wohl die Produktionshallen klimatisiert werden müssen ... weitere Kosten entstehen so
@ maennlein
Die Errichtung und den Betrieb von Solarstromanlagen bezahlt der Investor bzw. Betreiber. Dafür gibt es sogut wie keine Subventionen. Falls Sie damit die Einspeisevergütung meinen, so bezahlt das der Stromverbraucher mit einem Aufschlag auf den normalen Strompreis. Der Verbraucher ist oft auch Steuerzahler, welcher für Subventionen aufkommen muss. Subventionen wie z.B. bei Q-Cells flossen in weitaus grösserem Masse in die Atomindustrie und werden weiterhin fliessen müssen, um deren Müll zu beseitigen.
Dass unsere Modulhersteller reihum dicht machen müssen, verdanken wir den Produzenten in Fernost (China Co.) und der eigenen Verschlafenheit. Dass der Preis für Module jährlich um bis zu 50% absackt und der hiesige Markt langsam gesättigt ist, hat man schon Jahre zuvor prophezeit, nur Q-Cells & Co. haben einfach zu spät reagiert. Andere waren schlauer und lassen dort produzieren, wo es sich rechnet. Dafür liefern wir diesen grosse Mengen an hochmodernen Produktionsanlagen zur Herstellung von PV-Modulen. Somit ist hier immerhin ein kleiner wenn auch zeitlich beschränkter Ausgleich entstanden.
Die Seite guteaktien.com schreibt:
Der deutsche Photovoltaik-Spezalist Q-Cells ist eines der weltweit führenden Unternehmen im Bereich von Photovoltaik-Lösungen. Das Unternehmen konzentriert sich auf die Herstellung und Entwicklung von Solarmodulen und Solarzellen, aber hat ebenso auch eine große Auswahl an Photovoltaik-Lösungen im Programm. Der Umsatz des Unternehmens lag zuletzt über 1,3 Mrd. Euro. Q-Cells beliefert vor allem Wiederverkäufer, die im großen Stil Solarzellen von Q-Cell produzieren lassen. Mittlerweile werden die Produkte des Anbieters in über 30 Länder auf der ganzen Welt geliefert. Das Unternehmen wurde im Jahr 1999 gegründet und setzt sich aktiv für Umweltschutz und die Förderung Erneuerbarer Energien ein. Diese Zielsetzung fließt in alle Bereiche des Unternehmens mit ein. In jedem Fall sind Q-Cells Aktien bei Anlegern recht beliebt. Denn eine Investition in Aktien von Q-Cells ist in der Regel sehr vielversprechend.
Die heiße Phase der Q-Cells Aktie sind, wie es scheint, die Sommermonate. Denn lediglich in der kälteren Jahreszeit hat die Q-Cells Aktie des Photovoltaik-Spezialisten einen Einbruch erlitten. Dennoch hat es die Aktie von Q-Cells im Jahr 2011 nicht mehr auf den Wert von 2010 geschafft. Denn wenngleich der Kurs der Q-Cells Aktien im August 2010 noch bei über 4,5 Euro lag, so sank dieser bis Dezember auf knapp über 2 Euro. Im Frühjahr 2011 konnte sich der Kurs der Aktien von Q-Cells wieder erholen, aber lediglich den Wert von etwas über 3,5 Euro erreichen. Bis Ende Juli sank der Wert der Aktie von Q-Cells gar wieder unter einen Euro je Aktie.
Robert Schramm-Fuchs, Shai Hill und Kasper Larsen, Analysten von Macquarie Equity Research, bewerten den Anteilschein von Q-Cells (ISIN DE0005558662/ WKN 555866) unverändert mit "underperform
Dem Prognosemodell der Analysten von Macquarie Equity Research zufolge werde Q-Cells das laufende Jahr mit einem Bruttobarmittelbestand von 307 Mio. EUR beenden. Der Inventaraufbau im ersten Quartal 2012 werde vermutlich wie auch in den vergangenen fünf Jahren Barmittel aufzehren. Das Unternehmen werde vor diesem Hintergrund möglicherweise nicht genügend Mittel haben, um die am 28. Februar 2012 fällige Wandelanleihe zurückzuzahlen bzw. den Betrieb nach der Fälligkeit der Anleihe fortzusetzen.
Es sei wahrscheinlich, dass Q-Cells die Umstrukturierung aller drei ausstehenden Wandelanleihen anstreben werde. Der Nominalwert der ausstehenden Anleihen sei mit 577 Mio. EUR mehr als viermal höher als der Börsenwert von Q-Cells. Eine Umstrukturierung der Verbindlichkeiten des Unternehmens dürfte für die Aktionäre mit einer erheblichen Verwässerung einhergehen. Die EPS-Prognose von Macquarie Equity Research für die Jahre 2011 und 2012 sei von 2,15 EUR auf -0,25 EUR gesenkt und von -0,59 EUR auf -0,20 EUR angehoben worden. Das Kursziel der Q-Cells-Aktie werde auf Sicht von zwölf Monaten von 1,50 EUR auf 0,50 EUR reduziert.
In Deutschland gelten mit Conergy, Solon, Q-Cells und Solar Millennium ebenfalls einige ehemalige Solar-Highflyer als insolvenzgefährdet. Selbst die Aktie vom deutschen Branchenprimus Solarworld ist in den letzten 12 Monaten um sage und schreibe 65 Prozent abgestürzt.
Wer als Anleger in die erstgenannten Aktien investiert muss mit einem Totalverlust rechnen. Leider lassen sich viele von den optisch niedrigen Kursen in die Aktien locken. Davor kann ich nur warnen: Auch wenn Sie Q-Cells für 60 Cent kaufen können und Conergy für 25 Cent; melden die Firmen Insolvenz an, verlieren Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit trotzdem 100 Prozent ihres Einsatzes. Natürlich besteht eine geringe Chance, dass die Firmen überleben und dann könnten hohe Gewinne winken. Börse ist immer ein Spiel mit Wahrscheinlichkeiten.
Aber ganz ehrlich: Bevor ich Q-Cells oder Conergy kaufen würde, würde ich eher Lotto spielen, und ich hab bereits seit ungefähr 20 Jahren wegen der schlechten Gewinnchancen kein Lotto mehr gespielt.
*Armin Brack - Chefredakteur Geldanlage-Report
Q-Cells plant für den Notfall
Der Solarzellen-Hersteller Q-Cells steckt in der Krise. In den ersten Monaten 2011 brach dem Unternehmen aus Bitterfeld-Wolfen viel Absatz weg. Dies reißt offenbar größere finanzielle Löcher, als bisher öffentlich bekannt. Das Unternehmen plant jedenfalls bereits für den Notfall.
Das angeschlagene Solar-Unternehmen gab am Montag bekannt, eine Gläubigerversammlung einzuberufen. Ziel ist die Wahl eines gemeinsamen Vertreters der Gläubiger für eine Ende Februar 2012 fällig werdende sogenannte Wandelschuldverschreibung in dreistelliger Millionenhöhe. Der Vertreter soll die Befugnis haben, "für sämtliche Inhaber bestimmte Rechte, insbesondere die Zustimmung zu einer Laufzeitverlängerung der Anleihe für einen bestimmten Zeitraum", wahrzunehmen. Das heißt im Klartext: Q-Cells ist sich derzeit offenbar nicht sicher, ob das Unternehmen die Anleihe zu den derzeitigen Konditionen bedienen kann. Es will sich daher die Möglichkeit für einen Aufschub offen halten.
Das Vorgehen sei eine Vorsichtsmaßnahme, sagte eine Konzernsprecherin. "Es ist nicht entschieden, ob überhaupt oder welche Maßnahmen getroffen werden." Q-Cells überarbeite derzeit seinen Geschäftsplan. Außerdem seien Berater mit der Prüfung von Finanzierungsoptionen beauftragt. Das Unternehmen leidet unter der starken Konkurrenz aus Asien. Seit Ende 2010 sind die Preise für Solarzellen um bis zu 40 Prozent gefallen. Zudem war die Nachfrage in vielen europäischen Ländern zuletzt schwach. Dies führte dazu, dass der Konzern im ersten Halbjahr 2011 knapp 400 Millionen Euro Verlust einfuhr (die MZ berichtete). Derzeit läuft ein Sanierungsprogramm, welches die Kosten in der Verwaltung um 30 Prozent senken soll. Dazu sollen Mitarbeiter am Hauptsitz Thalheim freiwillig ausscheiden. Dies reicht aber wohl nicht aus, dass Q-Cells größere finanzielle Spielräume gewinnt.
Das Unternehmen muss die Anleihe 2012 termingerecht bedienen. Dafür gibt es verschiedene Optionen: Der Solarkonzern könnte frisches Geld einwerben, was derzeit schwierig sein dürfte. Oder Q-Cells verständigt sich mit seinen Gläubigern, etwa -wie angedeutet - zu einer Laufzeitverlängerung. Um dies abzuwickeln, ist ein einzelner Gläubigervertreter hilfreich.
Der Konzern hatte 2007 eine Wandelanleihe mit einer Laufzeit bis zum 28. Februar 2012 über 492 Millionen Euro ausgegeben. Im Vorjahr wurden bereits 291 Millionen zurückgekauft. Am Fälligkeitstermin würden noch plus Zinsen 204,5 Millionen Euro ausstehen, schreibt Q-Cells in der Einladung zu der Gläubigerversammlung am 25. Oktober in Frankfurt. Erst auf diesem Treffen wird man erfahren, welche konkreten Schritte die Konzernführung plant.
Für 14 Uhr hatte der Solarkonzern Q-Cells am Donnerstag zur Betriebsversammlung am Unternehmenssitz in Bitterfeld-Wolfen geladen. Der große Speisesaal war bis auf den letzten Platz gefüllt. Klar war bereits, dass Vorstandschef Nedim Cen wenig gute Nachrichten verkünden würde. Im ersten Halbjahr machte der Solarzellen-Hersteller einen Verlust von knapp 400 Millionen Euro. Daraufhin wurde Mitte August ein Restrukturierungsprogramm angekündigt, um die Kosten in der Verwaltung um 25 bis 30 Prozent zu senken. Dazu sollen Mitarbeiter mit Abfindung freiwillig aus dem Unternehmen ausscheiden.
Auch Führungsebene betroffen
Die Stimmung im Saal war bei der Rede von Cen sehr ruhig, sagte Betriebsratschef Uwe Schmorl. 256 Mitarbeiter werden das Unternehmen verlassen, verkündete Cen. Damit seien betriebsbedingte Kündigungen, die Betriebsrat und Konzernführung vermeiden wollten, nicht nötig. Betroffen sind alle Bereiche der Verwaltung - auch Vertrieb sowie Forschung und Entwicklung. Gekürzt wurde auch in der Führungsebene unterhalb des Vorstandes. Hier fallen 25Prozent der Stellen weg. Insgesamt arbeiteten Ende Juni am Hauptsitz bei Q-Cells und seiner Tochter Solibro etwa 2000 Mitarbeiter, weltweit waren es rund 2500.
Wie "freiwillig" die Mitarbeiter in den kommenden Wochen aus dem Unternehmen ausscheiden werden, ist schwer einzuschätzen. "Einige haben sich gemeldet, andere wurden angesprochen", so Schmorl. Der Betriebsratschef bezeichnete die Kostensenkungen als notwendig, um weiter am Markt konkurrenzfähig zu sein. "Ich bin zuversichtlich, dass wir so im Jahr 2012 bestehen können", sagte Schmorl.
Das Unternehmen leidet - wie die gesamte deutsche Solarbranche - unter der starken Konkurrenz von asiatischen Solar-Unternehmen. Seit Ende 2010 sind die Preise für Solarzellen um bis zu 40 Prozent gefallen. Q-Cells legte daher schon eine Produktionslinie in Bitterfeld-Wolfen still. Der Mehrzahl der Solarzellen stammen nun aus dem Werk in Malaysia. Produktionsmitarbeiter waren von der jetzigen Sparrunde nicht betroffen. Auf der Betriebsversammlung fragten Mitarbeiter bei Q-Cells-Chef Cen auch kritisch nach, wie es um die Finanzkraft des Unternehmens steht. Anfang der Woche versetzte Q-Cells Besitzer einer Unternehmensanleihe mit der Einberufung einer Gläubigerversammlung in Aufregung. Der Konzern möchte sich die Option einer Laufzeitverlängerung für die Anleihe offen halten. Ende Februar 2012 müssen etwas mehr als 200 Millionen Euro bedient werden. Cen sieht die Herausforderungen als lösbar an. Nach Angaben von Konzernsprecherin Ina von Spies ist es weiterhin Ziel, dass Q-Cells bis Ende des Jahres wieder Barreserven von mehr als 300 Millionen Euro besitzt. Dies würde heißen, dass die Geschäfte im zweiten Halbjahr 2011 deutlich besser laufen als im ersten.
Goldman Sachs: Q-Cells-Rallye nicht auszuschließen;
Kursziel für Q-Cells = 0,50 Euro
Die US-Investmentbank hat die Kursziele für Q-Cells und Solarworld deutlich reduziert. Die Experten fürchten ein anhaltend schwaches Umfeld für Solarhersteller. Da weniger Solarkraftwerke wie erhofft gebaut werden, setzt sich der Modulpreisverfall fort.
Der Solar-Sommer ist zumindest in Europa vorbei. Goldman Sachs prognostiziert 2012 einen 30-prozentigen Rückgang der europäischen Neuinstallationen. Erst ab 2013 wird wieder Wachstum gesehen. Auch was die Entwicklung der Modulpreise angeht sind die US-Amerikaner skeptisch: Nächstes Jahr wird ein weiterer 26-prozentiger Preisverfall erwartet. Probleme des Sektors seien die Bankenkrise, steigende Finanzierungskosten und Änderungen bei den nationalen Solar-Förderungen.
Q-Cells gab am Dienstag bekannt, bevorzugter Partner bei einem 250-MW-Photovoltaikprogramm des US-Versorgers Pacific Gas and Electric (PG&E) zu werden. Q-Cells Nordamerika wird mit einem Teil der für 2012 geplanten Anlagen beauftragt. Im kalifornischen Central Valley wird das Photovoltaikunternehmen zwei Solarkraftwerke mit einer Leistung von 10 MW und 20 MW errichten.
Einziger Haken der neuen Aufträge: Die deutschen Konzerne sind in erster Linie mit der Projektierung beauftragt worden, die Module werden wohl andere Solarfirmen liefern. Aber immerhin zeigen die neuen Aufträge, dass Q-Cells und Conergy in den USA aktiv sind, einem der wichtigsten Solarmärkte in den kommenden Jahren
Krise bei Q-Cells setzt sich fort – Kurs bricht vorbörslich ein
Die Hängepartie beim angeschlagenen Solarunternehmen Q-Cells setzt sich fort. Die Krise in der Branche belastet das TecDax-Unternehmen auch im dritten Quartal schwer. Das Unternehmen schreibt erneut ein deutliches Minus, und dies nach einem wegen hoher Rückstellungen und Abschreibungen tiefroten Vorquartal. Auch ist sich die Gesellschaft nicht mehr sicher, ob sie eine im Februar fällig werdende Wandelschuldverschreibung vollständig zurückzahlen kann. Zudem verlässt Finanzvorstand Marion Helmes den Konzern an diesem Montag auf eigenen Wunsch. Aktienhändler äußerten sich enttäuscht über die Nachrichten. Der Kurs von Q-Cells brach vorbörslich um rund 23 Prozent ein.
Wie die Gesellschaft aus Bitterfeld-Wolfen am Morgen mitteilte, fiel ein operativer Verlust (EBIT) von 47,3 Millionen Euro an, nach einem Plus von 36,7 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Der Umsatz ging von 400 Millionen Euro auf 228,8 Millionen Euro zurück. Unter dem Strich steht ein Minus von 57,1 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum plus 13,3). Analysten hatten zwar einen Verlust erwartet, die Zahlen fielen aber noch schlechter als befürchtet aus. Im Zuge des im Sommer beschlossenen Sparprogramms verlassen bis zum Jahresende 250 Mitarbeiter das Unternehmen.
ABSATZPREISE SINKEN UNERWARTET STARK
Die Absatzpreise sind laut Q-Cells wegen der schwachen Nachfrage im zweiten Halbjahr noch stärker gefallen als erwartet, die Unsicherheiten für die weitere Entwicklung auf dem Photovoltaikmarkt bestehen weiterhin. Daher reduziert der Vorstand seine Erwartungen an die künftige Liquidität. Nachdem der Konzern bisher davon ausging, bis Jahresende über freie Mittel im Volumen von 300 bis 350 Millionen Euro zu verfügen, sieht Q-Cells jetzt nur noch 300 Millionen Euro als realistisch an. Eine im Februar 2012 fällige Wandelschuldverschreibung könne möglicherweise nicht vollständig zurückgezahlt werden. Für eine mögliche Stundung der Wandelanleihe über Februar hinaus hat der Konzern bereits Vorkehrungen getroffen.
Unterdessen bestätigte der Konzern das im Sommer nach der Ankündigung eines neuen Sparprogramms aufgestellte Ziel für das Gesamtjahr. Danach rechnet das Management weiterhin mit einem Umsatz von rund einer Milliarde Euro. Beim operativen Ergebnis soll es weiterhin einen Verlust im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich geben.
Den Ausstieg von Marion Helmes bedauert der Aufsichtsrat und spricht ihr seinen Dank aus. Sie habe wesentliche Aufbauarbeit in der Finanzorganisation des Unternehmens geleistet. Nun soll Vorstandschef Nedim Cen die Aufgabe zusätzlich übernehmen. Andreas von Zitzewitz nimmt Cen dafür zusätzlich zu seinen Aufgaben als Vorstand für Produktion, Forschung und Entwicklung die Verantwortung für Marketing und Vertrieb ab
Sachsen-Anhalt greift der schwächelnden Solarindustrie finanziell unter die Arme. “Das Land hat zusammen mit der Investitionsbank Sachsen-Anhalt ein Darlehensprogramm auf den Weg gebracht”, sagte Wirtschaftsministerin Birgitta Wolff (CDU) der “Mitteldeutschen Zeitung”. Das Volumen umfasse 50 Millionen Euro – zwei Anträge von Solar-Unternehmen lägen bereits vor. Durch das Programm soll laut Wolff gezielt die Technologieführerschaft der Unternehmen wieder hergestellt werden. Zudem soll es helfen, Unternehmen mit kurzfristigen Liquiditätsengpässen über die Klippe zu helfen, damit keine Arbeitsplätze verloren gehen.
Zudem sucht das Land Investoren für bestehende Unternehmen. “Neuansiedlungen werden gefördert, wenn sie mit der Übernahme bestehender Produktionsstätten einhergehen”, sagte Wolff
Q-Cells - Anleger sollten trotz diverser Kapitalmassnahmen aufgrund der sich verschärfenden Wettbewerbssituation vorsichtig bleiben
Vorsicht, bei diesen Solaraktien
Meiden sollten Anleger .. weiter die Papiere von Q-Cells, Colexon, Conergy, Sunways, Ascent Solar, China Sunergy und Energy Conversion Devices. Denn es weht weiterhin massiver Gegenwind. Erst vor wenigen Tagen wies die Citigroup daraufhin, dass die Gewinnmargen der Modulhersteller derzeit bei null oder darunter liegen. Selbst chinesische Volumenhersteller stecken in der Krise. 2012 könnten die Margeneffekte den Analysten zufolge sogar noch dramatischer werden. Zwar rechnen alle Experten auf lange Sicht mit einem großen Boom der Solarbranche - doch diesen werden nicht mehr alle Player miterleben
Q-Cells – kurz vor der Insolvenz?
Willst Du Q-Cells steigen sehen, musst Du nur den Chart umdrehen – bitte sehen Sie mir den jämmerlichen Reim nach, aber wie kaum eine andere Aktie steht Q-Cells für den Niedergang einer ganzen Industrie. Wobei die Formulierung nicht ganz korrekt ist, die Solarindustrie für sich betrachtet, ist in den letzten Jahren ein beachtlicher Wachstumsmarkt gewesen, aber die deutschen Hersteller waren schlicht chancenlos gegenüber den Anbietern aus Fernost und den USA. Bestenfalls dient man da noch als günstiges Übernahmeziel ..
Bemerkenswert ist dabei, dass Q-Cells im Jahr 2008 der größte Solarhersteller der Welt war, noch vor dem heutigen Branchenprimus First Solar aus den USA. Heute ist es unsicher, ob die Firma den Sommer erleben wird – im Februar wird eine Wandelanleihe über 200 Mio. Euro fällig, aber woher nehmen und nicht stehlen? Wir können es uns sparen, die übrigen deutschen Hersteller wie Solarworld und Conergy im Einzelnen zu betrachten (nachdem Solar Millennium und Solon ja bereits pleite sind), die Bilder ähneln sich zu sehr und die Laune wird auch nicht besser: Der ruinöse Wettbewerb und sinkende Margen haben die Hersteller auf breiter Front getroffen und mittelfristig werden nur die stärksten Firmen weltweit diese Krise überstehen.
Wie Sie im Chart unschwer erkennen können, ist Q-Cells mittlerweile zum Pennystock geworden. Selbst wenn Zwischenrallyes, durch Zocker und Shorteindeckungen, immer wieder möglich sind, mittelfristig wird den Aktionären kaum die Sonne ins Gesicht scheinen.
Einst 57 Euro, nun 40 Cent - die Aktie fällt
Das Bitterfelder Solarunternehmen Q-Cells hat fast keine finanziellen Reserven mehr und braucht dringend Geld. Den Aktionären drohen herbe Verluste. Und ausgerechnet jetzt will die Bundesregierung auch noch die Solarförderung kürzen - stärker als bisher geplant
Ausgerechnet Q-Cells, ausgerechnet jetzt: An diesem Mittwoch kommen die Spitzen der Regierungsfraktionen in Berlin zusammen, es geht unter anderem um die Kürzung der Solarförderung. Und da macht eines der einstigen ostdeutschen Vorzeige-Unternehmen von sich reden. Das Eigenkapital sei fast aufgezehrt, in diesem Jahr rechne man erneut mit 90 Millionen Euro Verlust, Gewinne seien erst 2013 wieder zu erwarten, teilte das Unternehmen aus Bitterfeld am Dienstag mit. Verluste macht es schon seit Jahren.
Die Debatte um die künftige Förderhöhe hat das am Dienstag erneut angeheizt. "Q-Cells macht deutlich, unter welchem Druck die Branche steht", hieß es aus dem Umweltministerium. Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) hatte zuvor in einem Brief noch ganz anders geklungen. An die Fraktionschefs von Union und FDP hatte er einen Vorschlag für eine weitere Kürzung der Solarförderung übermittelt. Sie solle sich künftig an einer Obergrenze orientieren, die etwa bei 34.000 Megawatt liegen könne - gegenüber derzeit rund 25.000 Megawatt installierter Solarleistung. Jährlich würden dann nur noch 1000 Megawatt zugebaut - gesteuert über eine massiv gekürzte Förderung. "Eine Änderung der Vergütungsanpassung sollte so schnell wie möglich erfolgen", heißt es in dem Papier, das Rösler verschickte. Die Entwicklung am Weltmarkt mache das möglich.
Diese Entwicklung macht allerdings auch Firmen wie Q-Cells zu schaffen. Wegen der weltweit massiven Überkapazitäten und des Preisverfalls stehen derzeit viele Solarfirmen unter Druck. Nach Pleiten in den USA musste zuletzt auch der deutsche Branchenpionier Solon Insolvenz anmelden.
Dass es nun auch Q-Cells trifft, macht klar, wie radikal sich die Vorzeichen für die deutschen Hersteller verschlechtert haben. Als Q-Cells 2005 an die Börse ging, war eine Aktie 57 Euro wert. "Saubillig" fand das Firmengründer Anton Milner damals. Die Firma galt als Hoffnungsträger im gebeutelten ostdeutschen Chemiedreieck um Bitterfeld.
Doch nun kämpft sie ums Überleben. Am Dienstag kostete eine Aktie gerade mal noch 40 Cent - ein neues Allzeittief. Dem Konzern macht vor allem die Konkurrenz aus China zu schaffen. Da der Gewinn schmilzt, lassen sich Schulden kaum noch abzahlen. Q-Cells-Chef Nedim Cen sitzen die Gläubiger im Nacken: In den nächsten fünf Wochen muss er eine Anleihe über mehr als 200 Millionen Euro zurückzahlen oder eine Stundung der Schulden durchsetzen. Gelingt das nicht, droht dem Unternehmen womöglich das Aus. Selbst wenn Cen es schafft, die Geldgeber überzeugen, wäre auch dies erst der Anfang eines langen Überlebenskampfs: Insgesamt ist Q-Cells mit knapp 800 Millionen Euro verschuldet.
Um das Unternehmen zu retten, will Vorstandschef Cen nun auch 2014 und 2015 fällige Wandelanleihen über zusammen 375 Millionen Euro in Eigenkapital tauschen. Gläubiger müssten auf Geld verzichten und bekämen Schulden in Aktien zurückgezahlt. Auch den Aktionären drohen damit deutliche Einbußen. Ihre Papiere würden verwässert und wären deutlich weniger wert. Ob Investoren dem zustimmen, ist völlig offen - und hängt nicht zuletzt auch von den weiteren Perspektiven der Branche ab.
Förderung für die Solarbranche in der Diskussion
Die aber könnten sich an diesem Mittwoch noch einmal verändern, beim Treffen der Koalitionsarbeitsgruppe Energie, der auch die Fraktionsspitzen angehören. Sie wollen erfahren, wie sich ein Anstieg der Förderumlage für erneuerbare Energien verhindern lässt. Als Kostentreiber haben sie die Solarenergie ausgemacht. Auch Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) will dann Vorschläge machen, allerdings noch nicht im Detail.
Erst vorige Woche hatte er mit der Branche vereinbart, die Solarförderung künftig nicht mehr zweimal im Jahr, sondern monatlich anzupassen. Von einem harten Schnitt, wie ihn Wirtschaftsminister Rösler favorisiert, ist Röttgen aber weit entfernt. Er wolle schließlich, dass die Branche überlebt. Ziel sei eine Regelung, die auch den Bundesrat problemlos passiere, heißt es im Ministerium. Ansonsten könnten die Länder jede Reform der Förderung verzögern. In der Vergangenheit hatten sich besonders die ostdeutschen Länder als hartleibig erwiesen. Schließlich galten Firmen wie Q-Cells hier vor noch gar nicht so langer Zeit als die Zukunft.
Das Landgericht Frankfurt habe den Restrukturierungsvorschlägen von Q-Cells eine Absage erteilt. Eine im Februar fällige Wandelschuldverschreibung könne nicht gestundet werden.
Die bevorstehenden Verhandlungen mit den Gläubigern dürften den Aktienkurs in nächster Zeit stärkeren Schwankungen aussetzen.
Die Aussagen von Q-Cells zum mittelfristigen Ausblick hätten die Erwartungen verfehlt. Im Zuge einer Senkung der Ergebnisschätzungen werde das Kursziel von 0,55 auf 0,45 EUR zurückgesetzt.
Die Analysten von S&P Capital IQ empfehlen die Aktie von Q-Cells weiterhin zu halten
Q-Cells – der Letzte macht das Licht aus?
Anfang des Jahres berichtete ich - Lars Erichsen, Chefredakteur Trading Brief - mit der, zugegeben etwas provokativen, Überschrift „Q-Cells – kurz vor der Insolvenz“ über den einstigen Stern am deutschen Solarhimmel. Am Chartverlauf lässt sich die Lage leicht erkennen, der Markt hat jegliches Vertrauen in die Aktie verloren. Absolut nachvollziehbar, denn das Eigenkapital ist aufgebraucht, das Sanierungskonzept des Konzerns ist perspektivlos und die Rückzahlung der Wandelanleihen (noch in diesem Monat) ist wohl nicht zu stemmen. Sollten keine alternativen Zahlungspläne mit den Gläubigern vereinbart werden können, gegenüber der kompletten Zahlung der Gesamtsumme, dann wäre der Insolvenzfall die logische Folge.
Bei 0,53 Euro riet ich Ihnen vom Einstieg in diesen Pennystock ab und bat Sie, dieses „Solar-Drama“ nur von der Seitenlinie aus zu bewundern. Mittlerweile steht der Kurs rund 38 Prozent tiefer und ich kann meine Bitte nur wiederholen: Halten Sie sich fern! Selbst wenn eine Einigung gelingen sollte, was ich stark bezweifele, dann bedeutet das nur einen Zeitgewinn, keine echte Verbesserung der Lage.
Die Gesetze des Marktes sind unerbittlich: Sie können sich denken wie sich die Auftragslage eines Zulieferers entwickelt, von dem man nicht sicher sein kann, ob er in ein paar Monaten überhaupt noch existiert.
Q-Cells gelingt offenbar ein Befreiungsschlag: Das finanziell angeschlagene Solar-Unternehmen aus Bitterfeld-Wolfen hat eine Einigung mit wichtigen Gläubigern über die ausstehenden Schulden in Höhe von rund 575 Millionen Euro erreicht, teilte Q-Cells mit. Danach verzichten die Gläubiger auf die Auszahlung der in diesem Monat sowie 2014 und 2015 fälligen Schuldpapiere. Sie erhalten im Gegenzug Aktien des Unternehmens. „Damit kann Q-Cells als nahezu schuldenfreies und führendes Unternehmen im wettbewerbsintensiven Photovoltaikmarkt agieren“, sagt Q-Cells-Vorstandschef Nedim Cen.
Seine Rechnung scheint aufzugehen: Denn das Unternehmen hatte den Investoren hinter verschlossenen Türen klar gemacht, dass die Alternative zum Kapital- und Schuldenschnitt die Insolvenz ist. Dann wären die Gläubiger wohl leer ausgegangen. Der nun vorbereitete Schritt ändert die Anteilseignerstruktur des Solar-Unternehmens dramatisch. Die Anleihebesitzer, dies sind vor allem Banken und Hedge-Fonds, werden künftig 95 Prozent der Aktien halten. Die bisherigen Aktionäre, darunter der Großaktionär Good Energies mit einem Anteil von 15 Prozent, sind die Leidtragenden der Rettungsmaßnahmen, sie werden weitgehend aus der Gesellschaft herausgedrängt. Die für den 9. März einberufene außerordentliche Hauptversammlung dürfte daher turbulent zugehen. Dass die Q-Cells-Pläne abgelehnt werden, ist aber unwahrscheinlich, denn es fehlt die Alternative. Durch anhaltende Verluste hatte Q-Cells am Jahresende 2011 sein gesamtes Eigenkapital aufgezehrt. Das Unternehmen mit 2 200 Mitarbeitern leidet unter dem starken Preisverfall von Solarmodulen. Vor allem chinesische Anbieter gewinnen mit billigen Produkten Marktanteile. Dies wird sich so schnell nicht ändern. Q-Cells rechnet erst 2013 wieder damit, Gewinne zu erwirtschaften.
Durch den finanziellen Befreiungsschlag würde Q-Cells seine Position stärken. Der Konzern mit Werken in Bitterfeld-Wolfen und Malaysia verfügt nach eigenen Angaben über 300 Millionen Euro Barmittel. Diese sollen zur Deckung von Verlusten, aber auch für neue Investitionen genutzt werden. Cen hatte vor kurzem eine Finanzplanung bis 2015 vorgelegt, um die Investoren von seinem Konzept zu überzeugen. Entscheidend wird sein, ob Q-Cells seine Produktion so effizient betreiben kann, dass es preislich mit asiatischen Wettbewerbern mithalten kann.
Der angeschlagene Solarkonzern Q-Cells braucht mehr Zeit für seine Sanierung.
Das Unternehmen aus Bitterfeld will die Gläubiger einer 200 Millionen Euro schweren Wandelanleihe dazu bewegen, auf die Ende Februar fällige Rückzahlung vorerst zu verzichten, wie Q-Cells am Freitag mitteilte. Der Konzern könne trotz eines Liquiditätspolsters von mehr als 200 Millionen Euro nicht einmal einen größeren Teil der Anleihe zurückzahlen, weil sonst das laufende Geschäft nicht mehr finanziert werden könne, argumentiert Q-Cells in der Einladung zu einer für den 27. Februar angesetzten Gläubigerversammlung. Dort müssen 50 Prozent der Gläubiger erscheinen, die Hälfte von ihnen muss der Verschiebung zustimmen, wie eine Sprecherin sagte.
Q-Cells steht ein Marathon bevor, um die Zukunft des Unternehmens zu sichern. Letztlich sollen die Gläubiger des mit 800 Millionen Euro verschuldeten Konzerns 95 Prozent der Aktien bekommen und dafür auf die Rückzahlung der Anleihe fast ganz verzichten. Die bisherigen Aktionäre müssen sich nach dem Plan mit fünf Prozent an Q-Cells begnügen
Q-Cells SE: Einladung zur Gläubigerversammlung der Q-Cells International Finance B.V. betreffend die Wandelschuldverschreibungen fällig 2012
Q-Cells International Finance B.V. Rotterdam, Niederlande
Einladung zur Gläubigerversammlung betreffend die
EUR 492.500.000 1,375 % Wandelschuldverschreibungen fällig 2012
ISIN: DE000A0LMY64 / WKN A0LMY6 / Common Code: 028696507
mit der unbedingten und unwiderruflichen Garantie der Q-Cells SE ('Q-Cells SE' oder 'Garantin') Bitterfeld-Wolfen, Deutschland
Die Q-Cells International Finance B.V., Rotterdam, Niederlande, (die'Emittentin') lädt hiermit die Inhaber der zu den EUR 492.500.000 1,375 % Wandelschuldverschreibungen fällig 2012 (die 'Anleihe') gehörigen Teilschuldverschreibungen (die 'Gläubiger') zu einer Gläubigerversammlung am 27. Februar 2012 um 10:00 Uhr in der Jahrhunderthalle Frankfurt, Pfaffenwiese 301, Eingang West, 65929 Frankfurt am Main, (die 'Gläubigerversammlung') ein. Einlass findet ab 9:00 Uhr statt.
A. Hintergrund für die Einberufung der Gläubigerversammlung und Erläuterung der Beschlussgegenstände
1. Die Emittentin hat die Anleihe im Nennbetrag von EUR 492.500.000 ausgegeben. Die Mittel aus der Ausgabe der Anleihe sind von der Emittentin darlehensweise an die Q-Cells SE weitergeleitet worden. Die Q-Cells SE hat unbedingt und unwiderruflich die vollständige Zahlung auf die Anleihe bei Fälligkeit garantiert (die 'Garantie'). Die Emissionsbedingungen der Anleihe (die 'Emissionsbedingungen') bestimmen den 28. Februar 2012 zum 'Fälligkeitstermin', an dem gemäß § 5 Abs. (a) der Emissionsbedingungen die Anleihe zu ihrem Nennbetrag zuzüglich aufgelaufener Zinsen zurück-zuzahlen ist, soweit sie nicht vorher zurückgezahlt, gewandelt oder zurückgekauft und entwertet worden ist. Nachdem die Q-Cells Malta Ltd., eine mittelbare Tochtergesell-schaft der Q-Cells SE, im Jahr 2010 insgesamt Teilschuldverschreibungen der Anleihe im Nennwert von EUR 290.800.000 und die Q-Cells SE im Jahr 2012 Teilschuldver-schreibungen der Anleihe im Nennwert von EUR 3.000.000 erworben hat, stehen der-zeit noch Teilschuldverschreibungen im Nennwert von EUR 198.700.000 aus, die am 28. Februar 2012 zur Rückzahlung fällig würden. Am Fälligkeitstermin werden ferner EUR 2.732.125 an Zinsen zur Zahlung an die Gläubiger fällig. Die Emittentin hat ferner EUR 250.000.000 5,75 % Wandelschuldverschreibungen ('2014 Anleihe') mit einer Endfälligkeit am 26. Mai 2014 ausgegeben. Nach einem Rückkauf von nominal EUR 3.000.000 durch die Q-Cells Malta Ltd. sind hieraus noch nominal EUR 247.000.000 ausstehend. Schließlich hat die Q-Cells SE EUR 128.747.003,34 6,75% Wandelschuldverschreibungen ('2015 Anleihe') ausgegeben, die am 21. Oktober 2015 in Höhe des Nennbetrags nebst aufgelaufener Zinsen zur Rückzahlung fällig werden.
2. Die Q-Cells Gruppe verfügt zwar derzeit über liquide Mittel von deutlich über EUR 200.000.000; gleichwohl kommt eine vollständige Rückzahlung oder auch eine wesentliche Teilrückzahlung der Anleihe am 28. Februar 2012 nicht in Betracht, weil die Q-Cells SE dann nicht mehr über ausreichende Mittel zur Fortführung des Ge-schäftsbetriebs verfügen würde. Dies ergibt sich sowohl aus den aktuellen Liquiditäts-planungen als auch aus dem von der Q-Cells SE aktualisierten und von der Unterneh-mensberatung McKinsey validierten mittelfristigen Geschäftsplan der Q-Cells Gruppe. Dieser Geschäftsplan wurde unter Berücksichtigung des anhaltenden Preisverfalls und der rapiden strukturellen Veränderungen auf den internationalen Märkten für Solarzel-len und -module im Geschäftsjahr 2011 erstellt. Die Q-Cells SE hat ferner am 24. Janu-ar 2012 einen Verlust der Hälfte des Grundkapitals im Sinne des § 92 Abs. 1 AktG be-kannt gegeben und ihre Aktionäre daher am 31. Januar 2012 zu einer außerordentlichen Hauptversammlung eingeladen. Diese Hauptversammlung wird am 9. März 2012 in Leipzig stattfinden.
3. In der Gläubigerversammlung vom 25. Oktober 2011 hat die Emittentin erklärt, dass die Liquiditätssituation der Q-Cells Gruppe möglicherweise eine zeitnahe Aufnahme von Verhandlungen mit Gläubigern über eine Restrukturierung der Anleihe sowie wei-terer Finanzverbindlichkeiten erfordert. Seit dem 6. Dezember 2011 führt die Q-Cells SE, auch im Namen der Emittentin, auf der Grundlage des aktualisierten mittelfristigen Geschäftsplanes Restrukturierungsverhandlungen mit wesentlichen Anleihegläubigern und den von ihnen gebildeten Ad hoc Komitees. Ziel dieser Gespräche war und ist die umfassende Neuordnung der Finanzverbindlichkeiten der Q-Cells Gruppe unter best-möglicher Wahrung der Gläubigerinteressen. Mittlerweile konnte eine grundsätzliche Einigung über die Eckpunkte einer Restrukturierung der Finanzverbindlichkeiten mit wesentlichen Anleihegläubigern erzielt werden. Die Einigung wird auch von weiteren Anleihegläubigern unterstützt. Damit hat Q-Cells einen grundlegenden Meilenstein für die Restrukturierung ihrer Finanzverbindlichkeiten erreicht. Das Restrukturierungskon-zept sieht vor, dass die Inhaber der Anleihe eine Teilrückzahlung von EUR 20.000.000, zahlbar nach Abschluss der Finanzrestrukturierung, erhalten. Der daneben noch ausstehende Rückzahlungsbetrag sowie ab dem 29. Februar 2012 aufgelaufene offene Zins-zahlungen auf die Anleihe sowie ausstehende Rückzahlungsbeträge und - nach Zahlung von Zinsen zum jeweiligen Zinszahlungstag - aufgelaufene offene Zinszahlungen auf die weiteren von der Emittentin bzw. der Q-Cells SE ausgegebenen 2014 Anleihe und 2015 Anleihe sollen jeweils anteilig und 'pari-passu' gegen Übernahme von mindestens 95% des Grundkapitals (unter der Annahme einer ausschließlich von den Inhabern der Anleihen gezeichneten Kapitalerhöhung) im Wege eines Schulden- und Kapitalschnitts (Debt-to-Equity-Swap) in die Q-Cells SE eingebracht werden. Zusätzlich ist vorgesehen, dass die Netto-Erlöse aus Verkäufen nicht betriebsnotwendiger Unterneh-mensteile und der Durchsetzung von bestimmten Zahlungsansprüchen bis zu einem be-stimmten Höchstbetrag nach einer erfolgreichen Umsetzung der Finanzrestrukturierung jeweils anteilig und 'pari-passu' an die Inhaber der Anleihe, der 2014 Anleihe und der 2015 Anleihe ausgezahlt werden, soweit die Liquiditätssituation der Q-Cells SE dies er-laubt. Aus Sicht der Emittentin und des Vorstands der Q-Cells SE ist der Fortbestand der Q-Cells Gruppe untrennbar mit der erfolgreichen Umsetzung dieses Restrukturierungs-konzepts verbunden. Da diese Umsetzung angesichts der erforderlichen Zustimmung der Aktionäre, mehrerer Gläubigergruppen sowie verschiedener Behörden komplex ist und eine Vielzahl von technischen Details noch ausgearbeitet werden muss, kann den Gläubigern kurzfristig bis zum Eintritt des Fälligkeitszeitpunktes der Anleihe am 28. Februar 2012noch kein konkreter Maßnahmenkatalog zur Zustimmung vorgelegt werden.
4. Auf die Anleihe findet das Gesetz über Schuldverschreibungen aus Gesamtemissionen vom 31. Juli 2009 (nachfolgend 'SchVG') aufgrund Beschlusses der Gläubiger vom 25. Oktober 2011 Anwendung. In der Gläubigerversammlung am 25. Oktober 2011 haben die Gläubiger durch Mehrheitsbeschluss auf Vorschlag und mit Zustimmung der Emittentin zudem vorsorglich ein verfahrensrechtliches Instrument geschaffen, um durch Verschiebung der Fälligkeit oder Stundung von Forderungen aus der Anleihe ei-ne Umsetzung von Restrukturierungsmaßnahmen zu ermöglichen. Die Beschlüsse der Gläubigerversammlung sind nach einer im Vergleichswege erzielten Klagerücknahme der fristgerecht erhobenen Anfechtungsklagen am 2. Februar 2012 durch Beifügung der dokumentierten Beschlussinhalte zu den von der Clearstream Banking AG, Frankfurt am Main, verwahrten Unterlagen der Anleihe vollzogen worden. Weitere, nicht fristge-recht erhobene Klagen, standen diesem Vollzug nicht entgegen, ebenso wenig wie ein ablehnender erstinstanzlicher Beschluss des Landgerichts Frankfurt am Main im soge-nannten Freigabeverfahren, der durch die Klagerücknahmen und die nachfolgende Rücknahme des Antrags der Emittentin hinfällig geworden ist. Damit liegen die Vo-raussetzungen dafür vor, dass der gemeinsame Vertreter, Rechtsanwalt Dr. Carlos Mack, von den ihm eingeräumten Befugnissen Gebrauch machen kann und unter ande-rem die Ansprüche der Gläubiger auf Zahlung des Nennbetrags aus der Anleihe sowie die entsprechenden Ansprüche aus der Garantie zunächst bis zum 30. April 2012 und unter weiteren Voraussetzungen bis maximal zum 31. Dezember 2012 stundet. Von diesen Befugnissen darf er allerdings nur Gebrauch machen, wenn die Gläubiger zuvor durch einfachen Mehrheitsbeschluss der Stundung bis zum 30. April 2012 zugestimmt haben oder die Gläubiger durch qualifizierten Mehrheitsbeschluss mit Zustimmung der Emittentin Änderungen der Emissionsbedingungen zugestimmt haben. In beiden Fällen genügt die Beschlussfassung durch die Gläubigerversammlung.
5. Mit der hiermit eingeladenen Gläubigerversammlung soll die notwendige Zeit geschaf-fen werden, das Restrukturierungskonzept im Detail auszuarbeiten. Das Konzept soll dann in einer weiteren, vor dem 30. April 2012 abzuhaltenden Gläubigerversammlung u.a. den Gläubigern der Anleihe, aber zeitnah ebenfalls den Gläubigern der 2014 Anlei-he und 2015 Anleihe sowie den Aktionären der Q-Cells SE zur Abstimmung vorgelegt werden. Die Emittentin schlägt daher unter Tagesordnungspunkt 2 vor, dass die Gläu-biger einer Stundung der Forderung des Nennbetrags aus der Anleihe auf den 30. April 2012 und einer entsprechenden Stundung der Ansprüche aus der Garantie (zusammen die 'Stundung') zustimmen. Die am 28. Februar 2012 fälligen Zinsen werden in bar ausgezahlt. Ab dem 29. Februar 2012 sollen trotz der vorgeschlagenen Stundung weiter Zinsen auf die Anleihe gemäß § 4 der Emissionsbedingungen auflaufen. Technisch soll die Stundung dergestalt umgesetzt werden, dass die Gläubiger den gemeinsamen Ver-treter durch den unter Tagesordnungspunkt 2 vorgesehenen und mit einfacher Mehrheit zu fassenden Zustimmungsbeschluss in die Lage versetzen, sämtliche für die Stundung notwendigen Erklärungen mit Wirkung für und gegen alle Gläubiger abzugeben. Die Stundung endet mit Eintritt bestimmter Umstände vor dem 30. April 2012, insbesonde-re der Stellung eines Insolvenzantrages durch die Emittentin oder die Garantin oder aufgrund eines entsprechenden Beschlusses der Gläubiger mit einfacher Mehrheit.
6. Die Gläubiger werden in der Gläubigerversammlung eingehend über die wirtschaftliche Situation der Q-Cells Gruppe, die wesentlichen Eckpunkte des Restrukturierungskon-zepts sowie die voraussichtliche operative und strategische Entwicklung der Q-Cells Gruppe in den kommenden Geschäftsjahren (vorbehaltlich der erfolgreichen Umsetzung des Restrukturierungskonzeptes) informiert werden. Auf Wunsch der Emittentin beabsichtigt der Vorstandsvorsitzende und Finanzvorstand der Q-Cells SE, zu Beginn der Versammlung unter Tagesordnungspunkt 1 eine Stellungnahme zu sämtlichen mit der Restrukturierung der Finanzverbindlichkeiten zusammenhängenden wesentlichen Themen abzugeben.
7. Die Teilschuldverschreibungen der Anleihe haben eine Stückelung von EUR 100.000 (entsprechend 4.925 Schuldverschreibungen zu je EUR 100.000). Die Teilschuldver-schreibungen der Anleihe sind zum Handel an der Luxemburger Börse zugelassen. Jede an der Abstimmung teilnehmende Teilschuldverschreibung der Anleihe gibt in der Gläubigerversammlung eine Stimme; davon ausgenommen sind die Teilschuldver-schreibungen der Anleihe, die von der Q-Cells Malta Ltd. oder von der Q-Cells SE ge-halten werden.
8. Die Rechte der Gläubiger der Anleihe zur Wandlung der Teilschuldverschreibungen in Aktien der Garantin werden gemäß § 8(a)(iv) der Emissionsbedingungen noch vor dem Zeitpunkt der Gläubigerversammlung am 20. Februar 2012 erlöschen, so dass die Über-tragung von Rechten der Gläubiger auf den gemeinsamen Vertreter gemäß dem nach-stehenden Beschlussvorschlag nicht in diese Rechte eingreift.
1. Erläuterung der vorgeschlagenen Beschlussgegenstände
Die Emittentin sowie auf Wunsch der Emittentin der Vorstand der Q-Cells SE werden in der Gläubigerversammlung die vorgeschlagenen Beschlussgegenstände erläutern. Zu diesem Tagesordnungspunkt ist jedoch keine Beschlussfassung vorgesehen. Demgemäß existiert zu diesem Tagesordnungspunkt auch kein Beschlussvorschlag der Emittentin.
2. Beschlussfassung über die Zustimmung zu einer Stundung des Nennbetrags der Anleihe durch den gemeinsamen Vertreter bis zum 30. April 2012 sowie zur ent-sprechenden Stundung der Ansprüche der Gläubiger aus der Garantie der Q-Cells SE Die Emittentin schlägt den Gläubigern vor, Folgendes zu beschließen: Die Gläubiger stimmen der Vornahme der folgenden Maßnahmen des gemeinsamen Vertreters zu, verbunden mit der Anweisung, diese Maßnahmen vorzuneh-men:
a) Stundung der Ansprüche der Gläubiger auf Zahlung des Nennbetrags aus den EUR 492.500.000 1,375 % Wandelschuldverschreibungen fällig 2012 bis zum 30. April 2012;
b) Stundung der Ansprüche der Gläubiger aus der Garantie der Q-Cells SE vom 28. Februar 2007 gegenüber der Citibank, N.A. zugunsten der Gläubiger der EUR 492.500.000 1,375 % Wandelschuldverschreibungen fällig 2012 bis zum 30. April 2012, soweit diese Ansprüche der Sicherung der Ansprüche der Gläubiger auf Zahlung des Nennbetrags aus den EUR 492.500.000 1,375 % Wandelschuldverschreibungen fällig 2012 dienen;
c) die Vornahme der Stundung gemäß lit. a) und lit. b) erfolgt mit der Maßgabe, dass sie mit sofortiger Wirkung endet, wenn und sobald eines der folgenden Ereignisse eintritt:
aa) die Garantin stellt einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens nach §§ 17-19 Insolvenzordnung oder die Emittentin stellt einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens nach dem für sie maßgeblichen niederländischen Insolvenzrecht;
bb) es tritt ein Kontrollwechsel nach § 11 (a) oder eine Verschmelzung nach § 11 (b) der Emissionsbedingungen ein;
cc) die Gläubiger beschließen den Wegfall der Stundung gemäß lit. a) und lit. b) mit der einfachen Mehrheit der an der Abstimmung teilnehmenden Stimmrechte in einer beschlussfähigen Gläubigerver-sammlung oder im Wege der Abstimmung ohne Gläubigerversamm-lung gemäß § 18 SchVG. Dieses Ereignis gilt bereits mit der Be-schlussfassung als eingetreten, unabhängig davon, ob der Beschluss noch angefochten werden kann oder ob der Beschluss nach Maßgabe der §§ 5 ff. SchVG vollziehbar ist.
d) Die Vereinbarung der Stundung erfolgt mit der Maßgabe, dass die am 28. Februar 2012 fällig werdenden Zinsen entsprechend den Emissionsbedin-gungen in bar ausgezahlt werden und ab dem 29. Februar 2012 trotz der Stundung weiter Zinsen auf die Anleihe gemäß § 4 der Emissionsbedingungen auflaufen.
C. Teilnahmeberechtigung, Stimmrechte, Nachweise
1. Zur Teilnahme an der Gläubigerversammlung ist jeder Inhaber der zu den EUR 492.500.000 1,375 % Wandelschuldverschreibungen fällig 2012 gehörigen Teil-schuldverschreibungen (jeweils ein 'Gläubiger') berechtigt. Entscheidend ist die Inha-berschaft zum Zeitpunkt der Gläubigerversammlung.
2. An der Abstimmung nimmt jeder Gläubiger nach Maßgabe des von ihm gehaltenen Nennbetrags der ausstehenden Teilschuldverschreibungen der Anleihe teil. Im Übrigen gilt § 6 SchVG.
3. Gläubiger müssen ihre Berechtigung zur Teilnahme an der Gläubigerversammlung und zur Ausübung der Stimmrechte gemäß § 10 Absatz (3) Satz (2) SchVG bei Einlass zur Gläubigerversammlung nachweisen. Der Nachweis muss sich auf den Tag der Gläubi-gerversammlung beziehen. Als Nachweis genügt ein in Textform (§ 126b BGB) erstell-ter besonderer Nachweis des depotführenden Instituts oder des Clearingsystems über die Inhaberschaft des Gläubigers an den Teilschuldverschreibungen der Anleihe. Ist der besondere Nachweis nicht auf den Tag der Gläubigerversammlung ausgestellt, so kann der Nachweis auf den Tag der Gläubigerversammlung durch einen Sperrvermerk des depotführenden Instituts oder des Clearingsystems, wonach die vom Gläubiger gehalte-nen Teilschuldverschreibungen der Anleihe bis zum Ende der Gläubigerversammlung beim depotführenden Institut oder beim Clearingsystem gesperrt gehalten werden, geführt werden.
4. Die Teilnahme an der Gläubigerversammlung setzt ferner den Nachweis der Identität des Teilnehmers in geeigneter Weise (z.B. durch Vorlage eines gültigen Ausweispapiers) voraus.
5. Sofern Gläubiger keine natürlichen Personen sind, sondern als juristische Person oder Personengesellschaft nach deutschem Recht (z.B. Aktiengesellschaft, GmbH, Kom-manditgesellschaft, Offene Handelsgesellschaft, Unternehmergesellschaft, GbR) oder nach ausländischem Recht (z.B. Limited nach englischem Recht) existieren, müssen de-ren Repräsentanten in der Gläubigerversammlung zusätzlich zum Nachweis der Gläu-bigereigenschaft des von ihnen Vertretenen gemäß Ziffer 3. und zum Nachweis ihrer eigenen Identität gemäß Ziffer 4. ihre Vertretungsbefugnis, soweit rechtlich möglich, durch Vorlage eines aktuellen Auszugs von einer registerführenden Stelle (z.B. Han-delsregister, Vereinsregister) oder durch eine andere gleichwertige Bestätigung (z.B. Certificate of Incumbency, Secretary Certificate), worin der Repräsentant als vertre-tungsbefugt ausgewiesen ist, nachweisen.
6. Sofern Gläubiger durch einen gesetzlichen Vertreter (z.B. ein Kind durch seine Eltern, ein Mündel durch seinen Vormund) oder durch einen Amtswalter (z.B. ein Insolvenz-schuldner durch seinen Insolvenzverwalter) vertreten werden, muss der gesetzliche Vertreter oder Amtswalter zusätzlich zum Nachweis der Gläubigereigenschaft des von ihm Vertretenen gemäß Ziffer 3. und zum Nachweis seiner eigenen Identität gemäß Zif-fer 4. seine gesetzliche Vertretungsbefugnis in geeigneter Weise nachweisen.
7. Die Berechtigung zur Teilnahme an der Gläubigerversammlung hängt nicht von der vorherigen Anmeldung ab. Da die Registrierung auf Grund der Prüfung der Teilnahme-berechtigung vor Ort jedoch einige Zeit in Anspruch nimmt, wird um frühzeitiges Er-scheinen zur Gläubigerversammlung gebeten. Zur Erleichterung und Beschleunigung der Prüfung der Teilnahmeberechtigung werden die Gläubiger ferner gebeten, sich zur Teilnahme an der Gläubigerversammlung und Ausübung ihres Stimmrechts bei Q-Cells International Finance B.V. 'Q-Cells Gläubigerversammlung WSV 2012 II' c/o Haubrok Corporate Events GmbH , Landshuter Allee 10, 80637 München
(Sie können diese E-Mail Adresse erst sehen, wenn Sie mindestens Premium-User sind.) bis spätestens zum 23. Februar 2012 (12:00 Uhr) durch Übersendung der vorstehend aufgeführten, zum Nachweis der Teilnahmeberechtigung an der Gläubigerversammlung geeigneten Unterlagen, anzumelden.
D. Vertretung in der Gläubigerversammlung durch Bevollmächtigte
1. Jeder Gläubiger kann sich in der Gläubigerversammlung durch einen Bevollmächtigten vertreten lassen (§ 14 SchVG). Das Stimmrecht kann durch den Bevollmächtigten aus-geübt werden. Der Bevollmächtigte hat, jeweils in geeigneter Weise, die Gläubigerei-genschaft des von ihm Vertretenen gemäß C. Ziff. 3, seine eigene Identität gemäß C. Ziff. 4 (z.B. durch Vorlage eines gültigen Ausweispapiers) sowie (soweit einschlägig) die Vertretungsbefugnis des Ausstellers der Vollmacht gemäß C. Ziff. 5 bzw. C. Ziff. 6 nachzuweisen. Die Vollmacht und etwaige Weisungen des Vollmachtgebers an den Vertreter bedürfen der Textform im Sinne von § 126b BGB. Die Vollmacht ist bei Einlass zur Gläubigerversammlung nachzuweisen. Meldet sich der Bevollmächtigte zur Teilnahme an der Gläubigerversammlung an, so sollte auch ein Nachweis der Vollmacht zusammen mit der Anmeldung gemäß C. Ziff. 7 übersandt werden.
2. Ein Formular, das für die Erteilung einer Vollmacht verwendet werden kann, ist zum Abruf auf der Internetseite der Emittentin (http://www.q-cells-international-finance.de) verfügbar.
3. Gläubiger, die nicht selbst an der Gläubigerversammlung teilnehmen und die auch kei-nen Dritten bevollmächtigen wollen, können Vollmacht mit Weisungen an die von der Emittentin benannten Stimmrechtsvertreter Herrn Bernhard Orlik und Frau Norma Laa-ziri, beides Mitarbeiter der Haubrok Corporate Events GmbH mit Sitz in München, er-teilen. Die von der Emittentin benannten Stimmrechtsvertreter der Emittentin können von der ihnen erteilten Vollmacht nur insoweit Gebrauch machen, als ihnen eine Wei-sung zum Beschlussvorschlag zu Tagesordnungspunkt 2 erteilt worden ist. Sie sind verpflichtet, weisungsgemäß abzustimmen. Ein Formular für die Erteilung von Voll-macht und Weisung an die von der Emittentin benannten Stimmrechtsvertreter ist eben-falls zum Abruf auf der Internetseite der Emittentin (http://www.q-cells-international-finance.de) verfügbar.
Gläubiger, die von dieser Möglichkeit Gebrauch machen wollen, werden gebeten, zu diesem Zweck das ausgefüllte und unterzeichnete Formular der Vollmacht nebst Weisung an folgende Adresse
'Q-Cells Gläubigerversammlung WSV 2012 II'
(Sie können diese E-Mail Adresse erst sehen, wenn Sie mindestens Premium-User sind.) zu senden. Hierbei sind der Nachweis der Gläubigereigen-schaft gemäß C. Ziff. 3 sowie (soweit einschlägig) der Nachweis der Vertretungsbefug-nis gemäß C. Ziff. 5 bzw. C. Ziff. 6 beizufügen. Soweit Gläubiger von der Möglichkeit, die von der Emittentin benannten Stimmrechtsvertreter zu bevollmächtigen, Gebrauch machen möchten, müssen die genannten Nachweise spätestens bis zum 23. Februar 2012 (12:00
Uhr) eingehen.
E. Beschlussfähigkeit, Art und Form der Abgabe und Auszählung der Stimmen
1. Die Gläubigerversammlung ist beschlussfähig, wenn die Anwesenden mindestens die Hälfte des Gesamtnennbetrages der ausstehenden Teilschuldverschreibungen der An-leihe vertreten. Teilschuldverschreibungen, deren Stimmrechte ruhen, zählen nicht zu den ausstehenden Teilschuldverschreibungen.
2. Sofern der Vorsitzende in der Gläubigerversammlung die mangelnde Beschlussfähig-keit feststellen sollte, kann gemäß § 15 (3) Satz (2) SchVG eine zweite Gläubigerver-sammlung zum Zweck der erneuten Beschlussfassung einberufen werden. Die zweite Gläubigerversammlung ist beschlussfähig, wenn die Anwesenden mindestens 25 % des Gesamtnennbetrages der ausstehenden Teilschuldverschreibungen der Anleihe vertreten.
3. Vorbehaltlich einer abweichenden Bestimmung durch den Versammlungsleiter ist vorgesehen, die Abstimmungen unter Einsatz von Stimmabschnitten durchzuführen und die Auszählung der Stimmen im Wege des Additionsverfahrens vorzunehmen.
F. Ergänzungen der Tagesordnung, Gegenanträge
1. Jeder Gläubiger kann zu den Gegenständen der Tagesordnung Gegenanträge in der Gläubigerversammlung einbringen. Kündigt ein Gläubiger einen Gegenantrag unter Nachweis der Gläubigereigenschaft vor dem Tag der Gläubigerversammlung an, wird die Emittentin diesen Gegenantrag unverzüglich bis zum Tag der Gläubigerversammlung auf der Internetseite der Emittentin (http://www.q-cells-international-finance.de) und der Luxemburger Börse unter www.bourse.lu den anderen Gläubigern zugänglich machen. Die Ankündigung von Gegenanträgen kann an die Emittentin unter der Adresse
(Sie können diese E-Mail Adresse erst sehen, wenn Sie mindestens Premium-User sind.) gerichtet werden. Hierbei ist ein Nachweis der Gläubi-gereigenschaft beizufügen.
2. Gläubiger, deren Teilschuldverschreibungen zusammen 5 % der ausstehenden Teil-schuldverschreibungen der Anleihe erreichen, können verlangen, dass neue Gegenstän-de zur Beschlussfassung auf die Tagesordnung gesetzt werden. Ein solches Verlangen kann der Emittentin unter folgender Adresse:
(Sie können diese E-Mail Adresse erst sehen, wenn Sie mindestens Premium-User sind.) übermittelt werden. Hierbei ist ein Nachweis der Gläubigereigen-schaft beizufügen. Das Verlangen muss der Emittentin so rechtzeitig zugehen, dass es spätestens am dritten Tag vor der Gläubigerversammlung bekannt gemacht werden kann.
G. Unterlagen
Vom Tag der Einberufung an bis zum Tag der Gläubigerversammlung stehen den Gläubigern folgende Unterlagen auf der Internetseite der Emittentin (http://www.q-cells-international-finance.de) zur Verfügung:
- Diese Einberufung nebst der darin enthaltenen genauen Bedingungen, von denen die Teilnahme an der Gläubigerversammlung und die Ausübung des Stimmrechts abhängen
- Die Emissionsbedingungen der Anleihe in der durch Gläubigerbeschluss vom 25. Oktober 2011 geänderten Fassung
- Die Garantie der Q-Cells SE, damals noch in der Rechtsform der Aktiengesellschaft, vom 28. Februar 2007 in der aufgrund Gläubigerbeschluss vom 25. Oktober 2011 geänderten Fassung
- Der Darlehensvertrag zwischen der Q-Cells International Finance B.V. und der Q-Cells SE, damals noch in der Rechtsform der Aktiengesellschaft, vom 28. Februar 2007
- Der Abtretungsvertrag zwischen der Q-Cells International Finance B.V. und der Citibank, N.A. vom 28. Februar 2007
- Vollmachtsformular für Dritte
- Vollmachts- und Weisungsformular für den Stimmrechtsvertreter der Gesellschaft
Etwaige Gegenanträge, die ein Gläubiger vor der Gläubigerversammlung angekündigt hat, werden unverzüglich bis zum Tag der Gläubigerversammlung ebenfalls auf der In-ternetseite der Emittentin (http://www.q-cells-international-finance.de) zur Verfügung stehen. Auf Verlangen, das an die unter F. Ziff. 2 genannte Adresse zu richten ist, werden Ab-schriften der vorgenannten Unterlagen den Gläubigern unverzüglich und kostenlos übersandt.
H. Sonstige Hinweise
1. Die Gläubigerversammlung wird in deutscher Sprache abgehalten.
2. Diese Einladung ist auf der Internetseite der Emittentin (http://www.q-cells-international-finance.de) und der Luxemburger Börse unter www.bourse.lu abrufbar.
3. Ausschließlich die deutsche Fassung ist rechtsverbindlich. Die englische Übersetzung dient nur der Information.
Rotterdam, im Februar 2012

References: § 5
 § 92
 § 4
 § 8
 § 11
 § 11
 § 18
 § 4
 § 6
 § 10
 § 126
 § 15