Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=WRP%202006,%20898
Timestamp: 2019-04-19 23:34:27+00:00

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BGH, 27.04.2006 - I ZR 109/03 - dejure.org
Keine Verwechslungsgefahr zwischen "SmartKey" und "KOBIL Smart Key"
Keine Verwechslungsgefahr zwischen Computersoftware "SmartKey" und "KOBIL Smart Key"
Annahme einer markenrechtlich relevanten Verwechslungsgefahr im Falle ähnlich klingender Bezeichnungen für unterschiedlichen Zwecken dienende Computer-Software; Berücksichtigung der Werknähe bei der Annahme einer markenrechtlich relevanten Verwechslungsgefahr
"SmartKey"; Verwechselungsfähigkeit teilweise übereinstimmender Bezeichnungen für zwei Computerprogramme mit unterschiedlichem Verwendungszweck
Markenrecht - Verwechslungsgefahr bei Software für Makros
Werktitelschutz von Computerprogrammen. Zur Verwechslungsgefahr i.S.d. § 15 Abs. 2 MarkenG. Bezeichnungen, die das Werk beschreiben, kommt keine Kennzeichungskraft zu. §§ 15 Abs. 2 MarkenG
Markenrecht - Verwechslungsgefahr "SmartKey"/"KOBIL Smart Key"?
Die Bezeichnung "Smart Key" ist für Verschlüsselungs-Software glatt beschreibend im Sinne von "intelligenter Schlüssel (Code)"
LG Mannheim, 26.07.2002 - 7 O 107/02
LG Mannheim, 12.03.2003 - 7 O 107/02 26.07.2002 OLG Karlsruhe 6 U 136/02
NJW-RR 2006, 982
GRUR 2006, 594
MMR 2006, 602
K&R 2006, 339
WRP 2006, 898
Als solche bezeichnungsfähigen immateriellen Arbeitsergebnisse kommen auch Computerprogramme in Betracht (vgl. BGHZ 135, 278, 280 f. - PowerPoint; BGH, Urteil vom 24. April 1997 - I ZR 233/94, WRP 1997, 1181, 1182 - FTOS; Urteil vom 15. Januar 1998 - I ZR 282/95, GRUR 1998, 1010, 1011 f. = WRP 1998, 877 - WINCAD; Urteil vom 27. April 2006 - I ZR 109/03, GRUR 2006, 594 Rn. 16 - SmartKey).
Bei der Beurteilung der Verwechslungsgefahr im Sinne von § 15 Abs. 2 MarkenG, die unter Berücksichtigung aller maßgeblichen Umstände vorzunehmen ist, besteht auch beim Werktitelschutz eine Wechselwirkung zwischen dem Ähnlichkeitsgrad der einander gegenüberstehenden Werktitel, der Kennzeichnungskraft des Titels, für den Schutz begehrt wird, und der Identität oder Ähnlichkeit der Werke (BGH…, Urteil vom 6. Juni 2002 - I ZR 108/00, GRUR 2002, 1083, 1084 [juris Rn. 14] = WRP 2002, 1279 - 1, 2, 3 im Sauseschritt;… Urteil vom 23. Januar 2003 - I ZR 171/00, GRUR 2003, 440, 441 [juris Rn. 26] = WRP 2003, 644 - Winnetous Rückkehr; Urteil vom 27. April 2006 - I ZR 109/03, GRUR 2006, 594 Rn. 20 = WRP 2006, 898 - SmartKey;… BGH, GRUR 2012, 1265 Rn. 23 - Stimmt's?).
Weil Bezeichnungen, die das Werk beschreiben, keine Kennzeichnungskraft haben (BGH GRUR 2006, 594 ff. - Tz. 23 - SmartKey; GRUR 1993, 488, 490 - Verschenktexte II), misst der Verkehr ihnen, wenn sie als Bestandteil in einer aus weiteren Bestandteilen zusammengesetzten Gesamtbezeichnung enthalten sind, für den Gesamteindruck der Bezeichnung keine Bedeutung zu, falls der beschreibende Gehalt auch innerhalb dieser Gesamtbezeichnung erhalten bleibt.
Bezeichnungen, unter denen Computerprogramme in den Handel kommen, sind grundsätzlich dem Werktitelschutz zugänglich (BGH, GRUR 2006, 594 Tz. 16 - SmartKey, m. w. N.).
In der Technik und Computertechnologie bezeichnet es gerätetechnische Intelligenz im Sinne von selbständigem Steuern (BGH GRUR 2006, 594 Rdnr. 18 - Smartkey; GRUR 1990, 517 - SMARTWARE; BPatG 29 W (pat) 531/17 - Smartest Climate m. w. N.; 26 W (pat) 507/17 - SMART SUSTAINABILITY; 24 W (pat) 560/11 - smart flow; 30 W (pat) 32/11 - smart book; 29 W (pat) 45/04 - SmartFinder; 30 W (pat) 84/01 - SMART; 30 W (pat) 120/00 - sm@rt c@rd).
Im Zusammenhang mit Computertechnologie und mit Maschinen wird "smart" seit langem im Sinne von "gerätetechnische Intelligenz" verwendet (BGH GRUR 2006, 594 Rn. 18 - Smartkey; BPatG, Beschluss vom 13.06.2017, 29 W (pat) 531/17 - Smartest Climate; Beschluss vom 5.02.2013, 24 W (pat) 531/11 - ADP SmartPay; vgl auch die Wortkombinationen "Smartcard, Smartphone").
a) Die Entscheidungen des BGH "SmartKey" (GRUR 2006, 594, juris Rdn. 17 ff.), "Feldenkrais" (GRUR 2003, 436, juris Rdnrn. 68 ff.), "Frühstücks-Drink II (GRUR 2002, 812, juris Rdnrn. 21 ff.) und "Venus Multi" (…GRUR 1998, 697, juris Rdn. 27) stehen schon deshalb nicht entgegen, weil dort jeweils nur die Verwendung des Kennzeichens als glatt beschreibende Angabe durch den Beklagten in Rede stand, vorliegend aber der Markengebrauch der Beklagten zu 2) (jedenfalls) im Wesentlichen kennzeichenmäßig erfolgt ist.
Als solche vergleichbaren Werke genießen nach höchstrichterlicher Rechtsprechung bereits Computerprogramme bzw. Software (BGH GRUR 2006, 594 (Rn. 16) - SmartKey; BGH GRUR 1998, 155 - Power Point; BGH GRUR 1997, 902 - FTOS; BGH GRUR 1998, 1010 - WINCAD) sowie - in einem eingeschränkten Rahmen - auch Websites Schutz, wenn diese fertiggestellt sind und inhaltlich die Werkqualität erreichen (BGH GRUR 2009, 1055, 157 - airdsl;… Ingerl/Rohnke, MarkenG, 3. Aufl., § 5 Rn. 81).
die das Werk beschreiben, kommt keine Kennzeichnungskraft zu (BGH GRUR 2006, 594 ff. - Tz, 23 - SmurtKey; ORUR 1993, 488, 490 - Verschenktexte 11;… DeutschlEllerbrock, a. a. 0.. Rn. 117).

References: § 15
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 BGH 
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 § 5