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Timestamp: 2020-07-11 01:26:24+00:00

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﻿ Magazin up date 04/2018 - PVS Reiss GmbH
Magazin up date 04/2018
Der Zauber des Jahres 2018
Mit diesem Gedicht wollen wir Sie auf die kommende Weihnachtszeit einstimmen. Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen. Ein Jahr voller Abenteuer, Vorfreude, Erwartungen und Überraschungen. Unser Abenteuer war die Planung und der Umzug nach Radolfzell. Die Vorfreude darauf unermesslich, die Erwartung unergründlich und die Überraschung definitiv positiv. Wir wurden herzlich aufgenommen und fühlen uns sehr wohl in Radolfzell
Ein ereignisreicher Punkt war für uns auch die neue Datenschutzverordnung. Auch wir haben uns die Fragen gestellt: Was ist zu tun? Wohin soll es gehen? Was bedeutet das für uns und unsere Kunden? Nach vielen Gesprächen und Terminen mit unserer Datenschutzbeauftragten Frau Michaela Helbig haben wir feststellen müssen, dass auch wir uns der Bürokratie stellen müssen und uns neu zu organisieren haben. Es mussten Verträge, Einwilligungserklärungen, Formulare und vieles mehr neu überarbeitet und in Umlauf gebracht werden.
Neben unserem Großprojekt „Umzug nach Radolfzell“ wagten wir im Sommer mit den ersten Bodensee-Abrechnungstagen ebenfalls etwas Neues. An zwei Tagen boten wir Fortbildungen für Ärzte und Medizinische Fachangestellte an. Aufgrund der guten Resonanz fand im November bereits die zweite Runde dieser Bodensee-Abrechnungstage
Mit dem Tag der offenen Tür haben wir den letzten großen Punkt auf unserer To-do-Liste erledigt. Am 20.10.2018 standen die Türen der pvs Reiss für jedermann offen. Neben geladenen Gästen konnten sich auch unsere Kunden und die Öffentlichkeit ein Bild von den neuen Geschäftsräumen machen. Im Vordergrund stand hierbei erneut die fertig umgebaute Villa Clara.
Jetzt dauert es nicht mehr lange und Weihnachten steht vor der Tür. Die Weihnachtszeit ist für viele eine intensive und schöne Zeit. Trotz Dunkelheit und Kälte strahlen die Lichter. Duft von Gebäck und Glühwein sorgt für Weihnachststimmung. Man trifft sich mit der Familie und mit Freunden, nimmt sich Zeit, pflegt Traditionen und denkt an andere. Man ist wie verzaubert in dieser meist schneebedeckten Zeit. Weihnachten ist eine gute Gelegenheit, um innezuhalten und wieder Kraft für neue Taten und Geschäfte im neuen Jahr zu tanken.
Wir möchten uns herzlich für Ihr Vertrauen in unser Unternehmen bedanken und hoffen weiterhin auf eine gute und erfolgreiche Zusammenarbeit. Wir wünschen Ihnen, Ihrer Familie und Ihrem Praxisteam ein schönes und gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Start in das neue Jahr 2019.
HILFE, die Versicherung zahlt nicht!
Die Beachtung der wichtigsten „Spielregeln“ bei einzelnen Beratungs- und Untersuchungsleistungen
Hautkrebs-Screening – Perfekt und rechtskonform abgerechnet
Abrechnung von Beratungs- und Untersuchungsleistungen
Video-Dermatoskopie und Dermatoskopie: Kombination bei der Abrechnung möglich?
Wer zahlt die Pflege der Eltern? Elternunterhalt im Pflegefall
Gesundheitscheck auch für uns: Ergebnisse der Kundenumfrage 2018
Kann das wirklich schon weg? Aufbewahrungs- und Archivierungspflichten der (zahn)ärztlichen Praxis
Wenn ein Versicherungsfall eintritt, geht es oft um viel Geld. Nicht selten weigert sich die Versicherung, die volle Schadenshöhe zu regulieren oder lehnt die Zahlung gar komplett ab. Die Auseinandersetzungen zwischen Patient und dem Kostenerstatter nehmen immer mehr zu und die Praxis wird immer häufiger involviert.
Wie vermeide ich eine Angriffsfläche für zahlungsunwillige Patienten und Kostenträger
Achten Sie unbedingt auf eine korrekte Liquidation, dadurch sind Sie nicht angreifbar. Immer häufiger kommt der Wunsch des Patienten auf, eine Liquidation entsprechend ihres Versicherungsvertrages zu verlangen. Eine Forderung, der Sie keinesfalls nachkommen sollten!
Es existiert eine unüberschaubare Vielzahl an unterschiedlichen Versicherungstarifen. Es ist dringend davon abzuraten, eine Liquidation entsprechend des jeweiligen Versicherungstarifes zu erstellen, da dies unzulässig ist und bei einer fehlerhaften Berechnung die Praxis für die Differenz haftet. Eine Praxis sollte zudem niemals den Versicherungsvertrag eines Patienten prüfen. Die Prüfung von Versicherungsverträgen durch Nichtjuristen verstößt gegen das Rechtsberatungsgesetz. Es ist zu unterscheiden zwischen der Aussage „berechnungsfähig“ und „beihilfefähig/erstattungsfähig“.
Die Vergangenheit hat gezeigt, dass es bei der Erstattung zahnärztlicher Gebühren durch private Krankenversicherungen und Beihilfestellen immer wieder zu Schwierigkeiten kommt. Deshalb möchten wir Sie im Folgenden auf einige wesentliche Fakten hinweisen:
Für die Honorargestaltung des Zahnarztes sind ausschließlich die Bestimmungen der GOZ und GOÄ maßgeblich, wobei es zu strittigen Auslegungsfragen zahlreiche fundierte, auf wissenschaftlichen Kriterien basierende Kommentare sowie Verlautbarungen der Zahnärztekammern gibt, nach denen sich die Praxis zu richten hat.
Zahnarzt und Patient schließen einen Behandlungsvertrag, dieser ist gemäß § 611 BGB ein Dienstvertrag und auch im Patientenrechtegesetz verankert.
Im Unterschied zum Werkvertrag gemäß § 632 BGB schuldet dieser keinen Erfolg.
Geschuldet wird lediglich die Regeln der zahnärztlichen Kunst zu beachten, also eine ordnungsgemäße Durchführung der Behandlung.
Als Gegenleistung erwirbt der Zahnarzt einen Honoraranspruch.
Dass es dennoch immer wieder zu Schwierigkeiten und Differenzen bei der Kostenerstattung kommt, liegt hauptsächlich an dem Umstand, dass zwischen Patient und Zahnarzt und zwischen Patient und Versicherung unterschiedliche vertragliche Beziehungen bestehen, die streng voneinander zu trennen sind. Beides ist in der Regel nicht deckungsgleich. Es gibt kaum einen Tarif, der alles zu 100% erstattet.
Für den Patienten bedeutet dies, dass in Einzelfällen unter Umständen
leider keine oder nur eine teilweise Erstattung der in der zahnärztlichen
Liquidation aufgeführten Honorare und Gebührenpositionen durch die
Private Krankenversicherung oder die Beihilfe gewährleistet ist.
Zwischen Behandler und der privaten Krankenversicherung des Patienten besteht kein Rechtsverhältnis!
Die Leistungspflicht der Versicherung ergibt sich immer aus den versicherungsvertraglichen Regelungen. Das Wichtigste ist aber ein gutes, vertrauensvolles und ungestörtes Arzt-Patienten-Verhältnis sowie eine offene Gesprächsführung.
Es bringt nichts, dem Patienten zu verschweigen, dass der Kostenträger evtl. Einschränkungen bei der Erstattung machen könnte – ganz im Gegenteil. Sie als Behandler sollten als Erster dieses sensible Thema ansprechen, dieser Hinweis gehört sogar zu ihrer wirtschaftlichen Aufklärungspflicht.
Erhält der Patient ohne Vorwarnung einen ablehnenden Bescheid seiner Versicherung, in dem Abrechnungspositionen als falsch beschrieben werden oder die Behandlung als medizinisch nicht notwendig angesehen wird, geraten sie als Behandler leicht in eine rechtfertigende Position, sofern der Patient überhaupt noch einmal in die Praxis kommt. Ist der Patient aber darauf vorbereitet, so haben sie die Möglichkeit, bei eventuellen Einschränkungen Ihrem Patienten weiter beratend zur Seite zu stehen.
Gerne unterstützen wir, das Dental Team der PVS Reiss GmbH, Sie bei den Versicherungskorrespondenzen für Ihre Patienten.
Beratungs- und Untersuchungsleistungen sind ärztliche Leistungen, eine Delegation an nicht-ärztliche Praxismitarbeiter kommt insofern nicht in Betracht. Der Ansatz der GOÄ-Nummern Ä1 oder Ä3 setzt somit immer das direkte Gespräch zwischen Arzt und Patient voraus.
Zweifellos gehören die Beratungsleistungen nach den GOÄ-Nummern Ä1 und Ä3 sowie die Untersuchungsleistung nach der GOÄ-Nummer Ä5 zu den am häufigsten erbrachten Leistungen im Praxisalltag. Die korrekte Berechnung dieser Leistungen bereitet oft Probleme, einerseits weil Wissenslücken im Hinblick auf die Abrechnungsbestimmungen bestehen, andererseits weil die erbrachten Leistungen gar nicht oder nur unzureichend dokumentiert werden!
Weitere Unsicherheiten entstehen hinsichtlich der Berechnungshäufigkeit wie auch bezüglich der Kombinierbarkeit von Beratungs- und Untersuchungsleistungen.
Potenziale bei der Berechnung der GOÄ-Nr. Ä1
Die GOÄ-Nr. Ä1 beschreibt die Beratung – auch mittels Fernsprecher. Gemäß der im GOZ-Teil A verankerten Allgemeinen Bestimmungen kann eine Leistung nach der Nr. Ä1 in einem Behandlungsfall (Zeitraum eines Monats = 30 Tage) nur einmal zusammen mit einer Leistung aus der GOZ und mit einer Leistung aus den Abschnitten C bis O der GOÄ berechnet werden. Eine erneute Berechnung einer Beratung für dieselbe Erkrankung ist erst wieder nach Ablauf eines Monats (= 30 Tage) zusätzlich eines Tages möglich (BGB § 188 Abs. 2).
Tritt jedoch innerhalb von 30 Tagen eine neue bzw. andere Erkrankung hinzu, kann eine weitere Beratung (Ä1) berechnet werden. In diesem Fall ist ein entsprechender Hinweis auf der Rechnung (z. B. neuer Krankheitsfall) erforderlich. Die in diesem Zusammenhang erbrachte Untersuchung nach der Nr. Ä5 kann ebenfalls berechnet werden.
Ein besonderer Beratungsaufwand entsteht insbesondere auch dann, wenn sich zum Beispiel aus einer konservierenden Behandlung eine chirurgische Behandlung entwickelt: Der Patient wurde am 4. Januar über die Erhaltung von Zahn 17 mittels Wurzelkanalbehandlung aufgeklärt und am 27. Januar (also innerhalb von 30 Tagen) über die nun doch notwendige Extraktion. Obwohl es sich um denselben Zahn handelt, wurden inhaltlich zwei völlig unterschiedliche Beratungsinhalte vermittelt.
In solchen oder vergleichbaren Fällen wird der neue Krankheitsfall leider nicht als solcher erkannt, geschweige denn wird die Nr. Ä1 ein zweites mal berechnet … es entstehen also immer wieder unbemerkte Honorarverluste.
Geld verschenkt wird auch, wenn die tatsächliche Beratungsdauer (z. B. 8:45 bis 8:53 Uhr = weniger als 10 Minuten) nicht dokumentiert wird und damit die Begründung (hoher Zeitaufwand) für einen erhöhten Steigerungsfaktor über 2,3fach verloren geht.
Zwischenfazit: Bereits im Sprechzimmer muss das gesamte Team (Zahnarzt und ZFA) auf eine sehr, sehr genaue Dokumentation achten.
Potenziale bei der Berechnung der GOÄ-Nr. Ä3
Die GOÄ-Nr. Ä3 beschreibt eine eingehende, das gewöhnliche Maß übersteigende Beratung (ggf. auch mittels Fernsprecher) mit einer Mindestdauer von 10 Minuten. Aufgrund der Abrechnungsbestimmung zur Nr. Ä3 muss der entstandene Zeitrahmen (z. B. von 9:00 bis 9:18 Uhr) in der Patientenakte dokumentiert werden. Diese Zeitangabe untermauert eine korrekte Berechnung der Nr. Ä3 und verdeutlicht einen ggf. überdurchschnittlich hohen Zeitaufwand, der bei der Bemessung des Steigerungsfaktors (über 2,3fach) und der entsprechenden Begründung berücksichtigt werden muss.
Leider kann die Nr. Ä3 nur als einzige Leistung in einer Sitzung oder im Zusammenhang mit Untersuchungen nach den Nrn. Ä5 oder Ä6 oder der GOZ-Nr. 0010 berechnet werden. Folglich ist die Nr. Ä3 nicht neben anderen Leistungen (Röntgen, Vitalitätsprüfung, Füllungen etc.) in derselben Sitzung berechnungsfähig. In diesen Fällen kann statt der Nr. Ä3 die Nr. Ä1 berechnet werden, wobei der hohe Zeitaufwand bei der Bemessung des Steigerungsfaktors (über 2,3fach) unbedingt berücksichtigt werden muss.
Eine Ausnahmesituation stellt die Berechnung der GOÄ-Nr. Ä3 bei getrennten Handlungsabschnitten durch Zahnarzt und ZFA dar. Gemäß der Rechtsprechung ist eine Zahnsteinentfernung durch die ZFA in einem separaten Behandlungszimmer als eine gesonderte Sitzung anzusehen, deshalb ist die Zahnreinigung durch die ZFA neben der Beratung durch den Zahnarzt nach der Nr. Ä3 berechnungsfähig, vgl. AG Aurich, (Az. 12 C 711/15), 20.10.2016.
Beratungen neben geringer bewerteten Leistungen
Das Bundessozialgericht hat entschieden, dass der Arzt, erbringt er zwei nebeneinander nicht berechnungsfähige Leistungen, die höher bewertete Leistung berechnen kann, siehe Beispiel.
Der Zahnarzt verzichtet in diesem Beispiel auf das geringere Honorar für die Mundschleimhautbehandlung zu Gunsten der höher bewerteten Bema-Nr. Ä1 (GKV) bzw der GOÄ-Nr. Ä3 (PKV).
Nicht jede Beratung stellt eine Kassenleistung dar
Gemäß Patientenrechtegesetz müssen sowohl GKV- als auch PKV-Versicherte über die Behandlungsmaßnahmen und die entstehenden Kosten aufgeklärt werden. Dies gilt insbesondere dann, wenn die jeweilige Versicherung die Behandlungskosten ggf. nicht übernimmt (BGB § 630 c Abs. 3).
Erhalten gesetzlich versicherte Patienten Leistungen außerhalb des GKV-Leistungskatalogs, stellt die erforderliche Beratungsleistung ebenfalls eine Privatleistung dar. Sowohl die privat zu erbringende Leistung wie auch das Beratungsgespräch (GOÄ-Nummer Ä1 oder Ä3) erfolgen nach vorheriger Privatvereinbarung gemäß § 8 Abs. 7 BMV-Z. Einige im Alltag einer Zahnarztpraxis regelmäßig auftretende Situationen sowie deren korrekte Abrechnung gibt die auf der vorhergehenden Seite stehende Tabelle wieder.
Werden „private“ Beratungsleistungen über die elektronische Gesundheitskarte (eGK) abgerechnet, handelt es sich um eine Falschabrechnung, die zu Regressen (Rückforderungen) führen kann.
Berechnung der symptombezogenen Untersuchung (GOÄ-Nr. A5)
Berechnung der symptombezogenen Untersuchung (GOÄ-Nr. Ä5)
Die Nr. Ä5 ist berechnungsfähig für eine lokal begrenzte Untersuchung, z. B. Dentitio difficilis, Aphthe u. v. m. Auch die Untersuchung nach der Nr. Ä5 ist in einem Behandlungsfall (Zeitraum eines Monats = 30 Tage) nur einmal neben Leistungen nach den Abschnitten C bis O der GOÄ berechnungsfähig. Tritt in einem Behandlungsfall eine weitere, neue Erkrankung oder eine wesentliche Veränderung der ursprünglichen Erkrankung auf, begründet dies einen neuen Behandlungsfall und die GOÄ-Nr. Ä5 kann neben Leistungen aus den Abschnitten C bis O der GOÄ berechnet werden. Eine entsprechende Dokumentation ist erforderlich und die Angabe „neuer Behandlungsfall“ in der Liquidation sinnvoll.
Da eine Beschränkung zur Berechnung der GOÄ-Nr. Ä5 neben Leistungen der GOZ im Unterschied zur Beschränkung bei der Anwendung der GOÄ-Nr. Ä3 nicht existiert, ist eine mehrfache Berechnung der GOÄ-Nr. Ä5 auch innerhalb desselben Behandlungsfalles möglich, sofern keine zusätzlichen Leistungen aus den Abschnitten C bis O der GOÄ erbracht werden, z. B. bei Verlaufskontrollen. Eine entsprechende Dokumentation der Art der symptombezogenen Untersuchung ist dringend zu empfehlen (z. B. Ä5: Verlaufskontrolle).
Es ist allerdings zu beachten, dass die Nr. Ä5 aufgrund des sogenannten „Zielleistungsprinzips“ (§ 4 (2) GOZ bzw. § 4 (2a) GOÄ) nicht den Leistungsinhalt oder einen Leistungsbestandteil einer sitzungsgleich berechneten Gebührennummer abbilden darf. So kann z. B. die Nr. Ä5 nicht für eine Verlaufskontrolle neben der GOZ-Nummer 3290 oder 4150 berechnet werden, da diese Leistungsinhalt der GOZ-Nummern ist.
Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) plant gemeinsam mit dem Deutschen Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP), sowie der Arbeitsgemeinschaft für Menschen mit Behinderung oder besonderem medizinischen Unterstützungsbedarf (AG ZMB) und der Deutschen Gesellschaft für Alterszahnmedizin (DGAZ), einen Expertenstandard zur „Erhaltung und Förderung der Mundgesundheit in der Pflege“ zu entwickeln.
Expertenstandards sind sowohl evidenzbasiert als auch praxisorientiert ausgerichtet. Mit der Entwicklung des Expertenstandards soll Anfang 2019 begonnen werden, Auswahl und Berufung der wissenschaftlichen Leitung und der Expertenarbeitsgruppe erfolgen durch ein öffentliches Ausschreibungsverfahren.
Unterstützungsmaterial zum Thema Alters- und Behindertenzahnmedizin unter: www.bzaek.de/aub
Am 23. Juli 2018 hat das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) den Referentenentwurf eines Gesetzes für schnellere Termine und bessere Versorgung (Terminservice- und Versorgungsgesetz – TSVG) vorgelegt.
Keine rechtliche Grundlage für Analogabrechnung
Eine Analogabrechnung gem. § 6 (2) GOÄ ist für das Hautkrebs-Screening weder notwendig noch ist die rechtliche Grundlage gegeben, denn die hierfür entsprechenden Leistungsziffern sind im Leistungsverzeichnis der GOÄ aufgeführt. Analog abgerechnet werden können nur Leistungen, die in das Gebührenverzeichnis nicht aufgenommen sind.
Für die vollständige Untersuchung der gesamten Haut, der sichtbaren Schleimhäute und der Hautanhangsgebilde kommt die GOÄ-Nr. 7 zum Ansatz.
GOÄ-Nr. 7 (1,0fach = 9,33 € / 2,3fach = 21,45 € / 3,5fach = 32,64 €) Vollständige körperliche Untersuchung mindestens eines Organsystems. Bei der Haut: Inspektion der gesamten Haut, Hautanhangsgebilde und sichtbaren Schleimhäute, ggf. einschl. Prüfung des Dermographismus und Untersuchung mittels Glasspatel.
Die Prüfung des Dermographismus und die Untersuchung mittels Glasspatel sind entsprechend der Legende zur GOÄ-Nr. 7 nur fakultative Leistungsbestandteile. Die übrigen Bestandteile sind hingegen zwingend zu erbringen.
Faktorerhöhung möglich
Bei überdurchschnittlichem Untersuchungsaufwand, z. B. bei ausgedehnten Befunden, ist ggf. eine Faktorerhöhung (> 2,3 – max. 3,5) unterAngabe einer Begründung in der Rechnung möglich.
Dermatoskopie / Video-Dermatoskopie zusätzlich berechnungsfähig
Eine ggf. zusätzlich durchgeführte Dermatoskopie ist zusätzlich berechnungsfähig mit der GOÄ-Nr. 750 (1,0fach = 6,99 € / 2,3fach = 16,09 € / 3,5fach = 24,48 €) – Auflichtmikroskopie der Haut (Dermatoskopie), je Sitzung; eine Video-Dermatoskopie mit der GOÄ-Nr. 612 analog (1,0 fach = 44,12 € / 1,8fach = 79,42 € / 2,5fach = 110,31 €). Auch hier ist z. B. bei ausgedehnten Befunden und damit verbundenem überdurchschnittlichem Untersuchungsaufwand die Abrechnung oberhalb des Schwellenwertes (>1,8 – max. 2,5) möglich.
„Check-Up“ plus Hautkrebs-Screening
Wird das Hautkrebs-Screening im Rahmen einer Gesundheitsuntersuchung (GOÄ-Nr. 29), dem sog. „Check-Up“ z. B. von Hausärzten oder Internisten zusätzlich durchgeführt, so kann die GOÄ-Nr. 7 zwar nicht zusätzlich abgerechnet werden, wohl aber ist für den damit verbundenen erhöhten diagnostischen und zeitlichen Aufwand eine Abrechnung oberhalb des Schwellenwertes (>2,3 – max. 3,5) bei der GOÄ-Nr. 29 möglich. Die Begründung ist in der Rechnung anzugeben. Nach wie vor kann ggf. die (Video-) Dermatoskopie zusätzlich abgerechnet werden.
GOÄ-Nr. 29 nicht für Dermatologen
Für den Facharzt für Dermatologie ist die Abrechnung der GOÄ-Nr. 29 unzulässig, da sich der Leistungsinhalt auf die Untersuchung von Herz- und Kreislauferkrankungen, Nierenerkrankungen, Stoffwechselerkrankungen (v. a. Diabetes mellitus) und Erkrankungen aus dem rheumatischen Formenkreis bezieht.
Ähnlich wie in der GOÄ, aber nicht gleich
Die im Gebührenverzeichnis der UV-GOÄ aufgeführten Leistungsziffern sind in weiten Teilen mit denen der GOÄ inhaltlich übereinstimmend. Dies trifft allerdings für die Beratung und die Untersuchungsleistungen nicht zu, so dass es hier bei der Abrechnung häufig, und auch zu Recht, zu Beanstandungen von Seiten der Berufsgenossenschaften kommt.
Typische Fehler bei der Abrechnung sind hier z. B. folgende Abrechnungskombinationen:
UV-GOÄ-Nr. 1 + UV-GOÄ-Nr. 5
UV-GOÄ-Nr. 1 + UV-GOÄ-Nr. 6
Eine Kombination der Nr. 1 (Beratung, auch mittels Fernsprecher) mit einer Nr. 5 (Symptombezogene Untersuchung) oder 6 (Vollständige körperliche Untersuchung mindestens eines Organsystems z. B. Nieren- u. ableitende Harnwege) würde bei einer Abrechnung nach der GOÄ durchaus einen Sinn ergeben. Nicht so bei der Abrechnung der Leistungsziffern nach der UV-GOÄ!
Gleiche Ziffern, anderer Inhalt!
Diese Ziffern sind in der UV-GOÄ mit vollkommen anderen Leistungsinhalten als in der GOÄ aufgeführt:
UV-GOÄ-Nr. 1
Symptomzentrierte Untersuchung bei Unfallverletzungen oder bei Verdacht auf das Vorliegen einer Berufskrankheit einschließlich Beratung
UV-GOÄ-Nr. 5
Leistung nach Nr. 1, jedoch an Samstagen ab 12 Uhr
UV-GOÄ-Nr. 6
Umfassende Untersuchung verbunden mit nach Umfang und Zeit besonderem differenzial-diagnostischen Aufwand und/oder Beteiligung mehrerer Organe einschließlich Klärung oder Überprüfung des Zusammenhangs mit der Berufskrankheit sowie der notwendigen Beratung
Bei einer Abrechnungskombination der UV-GOÄ-Nr. 1 mit der UV-GOÄ-Nr. 5 würde es zu einer doppelten Abrechnung desselben Leistungsinhaltes kommen, und bei einer Abrechnungskombination der UV-GOÄ-Nr. 1 mit der UV-GOÄ-Nr. 6 zu einer erheblichen Überschneidung der Leistungsinhalte, denn sowohl die UV-GOÄ-Nr. 1 als auch die UV-GOÄ-Nr. 6 enthalten eine Beratung und eine Untersuchungsleistung.
Kein Extra für die Beratung
Eine Extra-Vergütung für die Beratung ist bei der Abrechnung der UV-GOÄ-Nrn. 1, 5 und 6 nicht vorgesehen. Die Beratung ist jeweils in den Legenden mit aufgeführt, somit zwingender Leistungsbestandteil und mit der Gebühr abgegolten.
Beratung nur als alleinige Leistung
Selbstverständlich wird auch in der UV-GOÄ die Beratungsleistung vergütet, jedoch nur, wenn diese als alleinige Leistung in Rechnung gestellt wird. Hierfür ist die UV-GOÄ-Nr. 11 Beratung – auch mittels Fernsprecher – als alleinige Leistung die korrekte Ziffer.
Beratungen und Untersuchungen zur „Unzeit“
Während die GOÄ für die „Unzeit“ z. B. bei Nacht oder am Wochenende entsprechende Zuschläge vorsieht, sind in der UV-GOÄ hierfür eigenständige Leistungsziffern aufgeführt
Auf den ersten Blick scheint eine Abrechnungskombination von Dermatoskopie gem. GOÄ-Nr. 750 und Video-Dermatoskopie gem. GOÄ-Nr. 612 analog nicht möglich zu sein, beziehen sich doch beide Leistungsziffern auf ein und dieselbe Leistung, nur mit unterschiedlicher Technik.
GOÄ-Nr. 750
GOÄ-Nr. 612 analog
Videosystem-gestützte Untersuchung und Bilddokumentation von Muttermalen, einschl. digitaler Bildweiterverarbeitung und -auswertung (z. B. Vergrößerung und Vermessung) – [Abrechnungsempfehlung der Bundesärztekammer]
Wer genauer hinschaut, erkennt, dass sich der Leistungszifferntext der analogen GOÄ-Nr. 612 nur auf die Videodermatoskopie von Muttermalen bezieht, während die Durchführung und Abrechnung einer Dermatoskopie nach der GOÄ-Nr. 750 auch bei anderen Indikationen möglich ist.
Wird demnach während einer Untersuchungssitzung zunächst eine Leistung nach der GOÄ-Nr. 750 für die Dermatoskopie anderer Hauterscheinungen, mit Ausnahme von Muttermalen, erbracht und im Anschluss daran eine Video-Dermatoskopie von Muttermalen, so sind nach Auffassung des GOÄ-Kommentars von Hoffmann/Kleinken et al, Stand Juni 2016, beide Leistungen in Kombination berechnungsfähig. Die Angabe einer Begründung für das Nebeneinander in der Rechnung erscheint allerdings empfehlenswe
Die Lebenserwartung in Deutschland steigt. Viele sind auf Pflege angewiesen. Oftmals reichen das eigene Einkommen und ein ggf. vorhandenes Vermögen aber nicht aus, um die Pflege vollständig zu bezahlen. Manchmal springt das Sozialamt finanziell in die Bresche. Zurückgefordert wird das Geld aber dann in der Regel von den sog. Verwandten in gerader Linie.
In letzter Zeit sind auffallend viele unserer Mitglieder von Verwandten Pflegebedürftiger gefragt worden, ob Angehörige Unterhalt zur Pflege ihrer Eltern zahlen müssen. Dies haben wir zum Anlass genommen, um in diesem Beitrag über die Grundzüge des sog. Elternunterhalts zu informieren.
Dass Eltern für ihre Kinder einstehen, ist jedem bewusst. Man kennt das berühmte Schild an Baustellen, auf dem steht: “Eltern haften für ihre Kinder.“ Umgekehrt müssen aber auch Kinder ggf. für ihre Eltern einstehen. Denn sog. Verwandte in gerader Linie schulden sich gegenseitig Unterhalt. Verwandte in gerader Linie sind Personen, die in gerader Linie voneinander abstammen, also bspw. Großmutter, Mutter, Tochter, Enkelin (für das männliche Geschlecht gilt dies gleichermaßen). Wird also zum Beispiel die Großmutter pflegebedürftig und kann die Pflege nicht vollständig aus eigener Tasche zahlen, so muss die Mutter ggf. Elternunterhalt für die Großmutter zahlen, denn sie ist das Kind der Großmutter und damit als Verwandte in gerader Linie unterhaltspflichtig. Ist der pflegebedürftige Elternteil verheiratet, so wird allerdings erst ggf. auf das Einkommen und Vermögen des Ehegatten zurückgegriffen, bevor das Kind in Anspruch genommen wird.
Wann muss das Kind Elternunterhalt zahlen?
Ein Anspruch der Eltern (oder eines Elternteils) auf Zahlung von Unterhalt entsteht nicht automatisch dann, wenn die Pflege nicht vollständig gezahlt werden kann. Der Anspruch ist an gewisse Voraussetzungen gebunden: Die Eltern müssen einen Bedarf haben. Außerdem müssen sie bedürftig sein. Die Kinder selbst müssen zudem in der Lage sein, Elternunterhalt zu zahlen. Der Unterhaltsanspruch darf nicht untergegangen sein.
Bedarf ist das, was ein Mensch zum Leben braucht. Der Bedarf eines jeden Menschen ist verschieden. Maßstab für den Bedarf der Eltern sind deren Einkommens- und Vermögensverhältnisse. Bei häuslicher Pflege ist der Bedarf des Pflegebedürftigen so hoch wie die notwendigen und angemessenen Kosten hierfür.
Die Eltern sind bedürftig, wenn ihr Bedarf nicht durch eigenes Einkommen oder Vermögen gedeckt werden kann. Das heißt: Die Eltern müssen erst eigenes Einkommen und Vermögen einsetzen und verwerten bevor die Kinder in Anspruch genommen werden dürfen. Die Eltern müssen also bspw. erst ihre Einkommen aus einer unselbständigen Tätigkeit verwerten oder auch Renten und Pensionen, Pflegegeld, Mieteinkünfte usw. einsetzen. Die Eltern müssen ggf. auch Vermögen wie Lebensversicherungen oder Immobilien verwerten. Ob das Vermögen der Eltern allerdings tatsächlich angetastet werden darf oder nicht, ist immer im Einzelfall zu prüfen. Diese Prüfung sollte ein Anwalt vornehmen.
Sind die Eltern bedürftig, muss das Kind aber auch dazu in der Lage sein, Unterhalt für die Eltern zu zahlen. Das Kind muss leistungsfähig sein. Es muss zunächst überprüft werden, ob das Kind überhaupt über eigenes Einkommen und Vermögen verfügt und wenn ja, ob es diese Einkünfte bzw. sein Vermögen auch einsetzen muss, um Unterhalt für die Eltern zu zahlen.
Denn oftmals ist es so, dass das Kind selbst bereits eine Familie gegründet hat und zunächst Unterhalt für die eigenen Kinder bieten muss oder gerade die eigene Immobilie abbezahlt wird.
Grundsätzlich hat aber auch das Kind vorhandenes Einkommen und Vermögen zunächst zur Befriedigung des elterlichen Unterhaltsanspruches einzusetzen. Beim Kind sind also auch bspw. Einkünfte aus selbständiger bzw. nicht selbständiger Tätigkeit, Renten und Pensionen oder Mieteinkünfte zu berücksichtigen. Die vorhandenen Einkünfte des Kindes werden aber bereinigt. So werden bspw. bei Einkommen des Kindes aus nicht selbständiger Tätigkeit etwa Steuern, Sozialabgaben und berufsbedingte Aufwendungen abgezogen. Außerdem werden, wenn das Kind geschieden und dem Ex-Ehepartner zum sog. Trennungs- oder nachehelichen Ehegattenunterhalt verpfl ichtet ist, diese Ansprüche des Ex-Ehepartners vorrangig berücksichtigt. Das heißt, das Kind muss erst den Unterhaltspfl ichten gegenüber seinem Ex-Ehepartner nachkommen, bevor es Elternunterhalt zahlen muss. Dasselbe gilt für etwaigen Kindesunterhalt: Dieser hat Vorrang vor dem Elternunterhalt!
Ergibt sich aus der Prüfung, dass das Kind aus seinem Einkommen nichts zum Elternunterhalt beitragen kann, so wird sein Vermögen (etwa Barvermögen oder eigene Immobilie) betrachtet. Beim Vermögen des Kindes wird geprüft, ob dieses tatsächlich angetastet werden darf oder ob es sog. unantastbares Schonvermögen ist. Bewohnt das Kind bspw. eine eigene Immobilie, so muss diese nicht für den Elternunterhalt verwertet werden, auch, wenn die Immobilie evtl. zu groß ist. Die Bereinigung des Einkommens des Kindes sowie die Prüfung, ob es über unantastbares Schonvermögen verfügt, sollte unbedingt von einem Anwalt geprüft werden, da hier zahlreiche Fallstricke lauern.
Untergang des Elternunterhaltsanspruches
Selbst wenn die Eltern bedürftig sind und das Kind leistungsfähig ist, also Elternunterhalt leisten könnte, kann es immer noch sein, dass der Anspruch der Eltern auf Unterhalt untergegangen ist. Dies ist der Fall, wenn die Eltern oder das zum Unterhalt verpfl ichtete Kind sterben, die Eltern auf Unterhaltsansprüche verzichten oder Verjährung eingetreten ist. Außerdem kann es sein, dass die Eltern ihren Anspruch verwirkt haben, wenn sie beispielsweise dem Kind während dessen Kindheit keinen Kindesunterhalt gewährt haben.
Anna-Lena Benner-Berns,
Gesundheitscheck auch für uns:
Wenn man in dieser sich schnell verändernden Welt am Ball bleiben möchte, muss man wissen, was der Kunde will und ob er stets zufrieden ist. Aus diesem Grund haben wir im ersten Halbjahr diesen Jahres erneut eine Kundenbefragung durchgeführt. Das ist jedes Mal für uns aufregend, weil uns dann gespiegelt wird, was wir geleistet haben, ob es gut war oder ob wir Fehler gemacht, falsch geplant, gedacht oder gehandelt haben. Eine Umfrage verzeiht nichts, sofern man sie vorbehaltlos auswerten lässt und danach bereit ist, nötige Veränderungen vorzunehmen. Die Umfrageergebnisse fielen erneut sehr gut aus. Es zeigt uns, dass Sie uns schätzen, zufrieden sind und wir unsere Arbeit sehr gut machen.
Gesamtzufriedenheit ist nochmals gestiegen
Der Anteil der Kunden, die äußerst zufrieden sind, ist weiter gestiegen. Wir sind also auf dem richtigen Weg, unsere Kunden zur Gänze zufrieden zu stellen, denn weniger oder überhaupt nicht zufriedene Kunden gab es gar keine. Im Vergleich zu anderen Branchen stehen wir in der Gesamtzufriedenheit übrigens weiterhin an der Spitze. Mit der von Ihnen gegebenen Gesamt-Note von 1,48 sind wir dieses Mal über diversen Banken, Krankenkassen und Versicherungen positioniert. Dafür danken wir Ihnen sehr! Dies beflügelt uns, weiter zu machen!
Die Top Services der pvs Reiss sind weiterhin Abrechnungsberatung und Versicherungskorrespondenz
Sieht man sich einzelne Servicebereiche an, fällt auf, dass sich unsere Serviceleistung Versicherungskorrespondenz vor allem bei Zahnärzten nochmals verbessert hat.
Abrechnungsberatung: Nutzung und Zufriedenheit
Die Abrechnungsberatung erzielt von allen abgefragten Servicebereichen die höchsten Zufriedenheitswerte und steht weiterhin an der Spitze der Kundenzufriedenheit bei Kunden der pvs Reiss. Es gibt keine kritischen Stimmen. Generell nutzen Zahnärzte häufiger das Angebot der Versicherungskorrespondenz, Ärzte häufiger die Abrechnungsberatung.
Nachfrage nach Abrechnungsberatung im Bereich der Humanmedizin
Die Nachfrage der Praxen im Bereich der Humanmedizin nach Rechnungscontrolling und damit verbundener Abrechnungsberatung steigt stetig. Der Fachbereich Medizin ist zudem weitläufig und die Materie komplex. Wir werden in diesem Bereich daher unsere Servicekompetenz weiter ausbauen.
Die Factoring-Angebotskonkurrenz ist groß
Sie wissen es selbst: Jede Woche flattern Ihnen Angebote anderer Factoringgesellschaften auf den Praxisschreibtisch. Auffallend geringe Prozentsätze suggerieren dabei das (für Sie) gute Geschäft. Entweder stecken Marketingstrategen dahinter, die das Verdrängungsgeschäft betreiben, oder das Angebot stellt sich im Nachhinein als Mogelpackung heraus – weil es nur zu kurz, nur für einen bestimmten Bereich oder nur als Basistarif gilt und in der Summe für Sie dann viele zusätzliche Kosten dazu kommen.
Bei uns ist das anders: Wir sind transparent und unsere Preise sind ehrlich und nachvollziehbar. Dafür gibt es bei uns etwas, worauf wir selbst sehr stolz sind: Individualität und Service, von der Sicherheit einmal ganz abgesehen. Wir müssen z. B. nicht unseren Aktionären jedes Jahr eine steigende Anzahl Klienten und mehr Umsatz mit weniger Personal dokumentieren, ganz einfach weil wir inhabergeführt sind. Wir wollen Sie als Kunde zufrieden sehen, denn dann sind wir es auch.
Wir nehmen auch Kritik sehr ernst
So wurden auch Wünsche zur Besuchshäufigkeit des Gebietsleiters geäußert. Allerdings liegt hier auch ein wenig die Krux: Die Anzahl der Besuchswünsche pro Jahr variierte von 0 bis 4! Von „Besuch vor Ort nicht notwendig“ bis „Vorbeikommen nur auf Anfrage und bei Neuerungen“ oder: „Einmal im Jahr telefonisch nachfragen reicht“ bis zu: „Es finden nicht genug Besuche statt“ steht vieles zur Auswahl. Hier ist es nicht einfach, Wünsche zu erfüllen.
Wir haben uns hier erneut für die individuelle Lösung entschieden und werden zukünftig gezielt nachfragen, wie oft Sie gerne Besuch unseres Gebietsleiters hätten und diesen nach Möglichkeit wunschgemäß ausführen. Unabhängig davon dürfen Sie jederzeit einen Besuchswunsch äußern, dem wir dann umgehend nachkommen werden.
„Der Telefonservice ist ausgezeichnet, sehr zuvorkommend“ ist das Hauptzitat zu diesem Bereich, bei dem wir uns wirklich verbessern konnten. Außer unseren Schwierigkeiten, die durch den Umzug und der neuen Telefonanlage verursacht wurden, haben wir sicher seit der letzten Umfrage diesen Kompetenzbereich wiederum erweitern können.
Fehler kommen zwar vor, werden dann aber behoben
Jeder macht Fehler, wir auch. Wir versuchen durch die Umfrage unsere Schwachstellen zu entdecken, vor allem jene, die uns evtl. sonst verborgen geblieben wären.
In den Einzelaspekten Freundlichkeit, Schnelligkeit der Bearbeitung, Pünktlichkeit der Auszahlung, Erreichbarkeit, Sachkompetenz und Fehlerfreiheit wurden keine gravierenden Mängel gemeldet. Wenige Prozent (nur 1 bis 3 % aller Kunden) hatten überhaupt Anlass, in diesen Teilbereichen einmal weniger zufrieden zu sein. Der überwiegende Teil ist aber äußerst und sogar sehr zufrieden. „Fehler kommen mal vor,
aber wenn man anruft, werden sie behoben“ ist dazu ein schönes Zitat aus einer Praxis.
Die konsequente Verfolgung der bei der Umfrage vor zwei Jahren geäußerten kritischen Punkte zeigt Wirkung: Als Kommentar hörten wir nun: „Gut: Sämtliche Anregungen werden anscheinend konsequent umgesetzt“. Dies freut uns, wenn unsere Mühe ankommt und erkannt wird.
Viele unserer Kunden sind seit der ersten Stunde bei uns und sind mit uns gewachsen. Dass unsere Kunden zudem eine ganz ähnliche Vorstellung von einer Finanzdienstleistung haben wie wir, nämlich nicht nur die buchhalterischen Vorgänge abzudecken, das freut uns ganz besonders.
Nahezu alle unsere Kunden schätzen unsere Arbeit und finden sie sogar so gut, dass sie uns auch empfehlen würden.
• 97% unserer Kunden sind äußerst zufrieden oder sehr zufrieden mit der pvs Reiss.
• 95% würden uns auf jeden Fall oder sehr wahrscheinlich weiterempfehlen!
Dies ist im Vergleich zu den bereits sehr guten Werten aus dem Jahr 2016 nochmals eine Steigerung! Die Weiterempfehlungsbereitschaft unserer Kunden ist damit wirklich enorm hoch. Und da sich Zufriedenheit gerne herum spricht, freut es uns, wenn Sie diese Empfehlung auch umsetzen. Wir legen Ihnen dafür unseren aktuellen Empfehler-Flyer bei, mit dem Sie uns Kollegen nennen können, die ebenso wie Sie mit uns gut versorgt sein möchten, dies auf einer fairen und kollegialen Ebene. Wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen!
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Kann das wirklich schon weg?
Aufbewahrungs- und Archivierungspflichten der (zahn)ärztlichen Praxis
Schon wieder ist das letzte Quartal des Jahres angebrochen und in mancher Praxis besteht zum Jahreswechsel die Möglichkeit, das Jahresende für einige ungeliebte Verwaltungsaufgaben zu nutzen, um ohne unnötigen Ballast in das kommende Jahr zu starten.
Die Musterberufsordnung der Ärzte (§ 10 Abs. 3 MBO-Ä) und Zahnärzte (§ 12 Abs. 1 MBO-ZÄ) sowie die Bundesmantelverträge (§ 57 Abs. 2 BMV-Ä, § 8 Abs. 3 BMV-ZÄ) und das Bürgerliche Gesetzbuch (§ 630f Abs. 3 BGB) sehen eine Aufbewahrungsfrist von (mindestens) 10 Jahren vor. Diese Frist gilt grundsätzlich für sämtliche mit der Behandlung verbundenen Unterlagen und Dokumente, so dass die zehnjährige Aufbewahrung der Behandlungsdokumentation eine sinnvolle Richtschnur darstellt.
Leider gibt es von diesem Grundsatz zahlreiche spezialgesetzliche Ausnahmen, die zum Teil deutlich längere, aber auch wesentlich kürzere Aufbewahrungspflichten vorsehen. Aus diesem Grunde ist es wichtig, einen kurzen Blick auf einige besonders wichtige Spezialgesetze zu werfen.
Im Hinblick auf Röntgen- und Strahlenbehandlungen gelten wesentlich längere Aufbewahrungsfristen von 30 Jahren (§ 28 Abs. 3 RöV, § 85 Abs. 3 StrlSchV); Unterlagen hinsichtlich der entsprechenden Betriebsgenehmigung beziehungsweise der Abnahmeprüfung der Röntgenanlage sind für die gesamte Dauer des Betriebes und somit unter Umständen sogar länger als 30 Jahre aufzubewahren (§ 16 Abs. 4 RöV). Auch das Transfusionsgesetz sieht teilweise deutlich längere Aufbewahrungsfristen von mindestens 30 Jahren vor (§ 14 Abs. 3 TFG).
Doch es gibt auch kürzere Aufbewahrungspflichten, wie beispielsweise die dreijährige Archivierungspflicht im Rahmen der Betäubungsmittelverschreibungsverordnung (bspw. BTM-Rezeptvordruck Teil III, fehlerhaft ausgefüllte BTM-Rezeptformulare und Betäubungsmittelbücher) (§ 8 Abs. 5, § 13 Abs. 3 BtMVV).
Die Höchstgrenze der Aufbewahrungsfrist beträgt aufgrund der zivilrechtlichen Verjährungsfrist des § 199 Abs. 2 BGB 30 Jahre; eine solch lange Aufbewahrung empfiehlt sich vor allem dann, wenn aufgrund von aufgetretenen Komplikationen Schmerzensgeld- und Schadensersatzansprüche zu befürchten sind oder ein entsprechender Rechtsstreit anhängig ist. Sofern diese Aufbewahrungsfrist nicht berücksichtigt wird, könnte sich dies in einem gerichtlichen Verfahren unter Umständen für Sie negativ auswirken.
Die Aufbewahrungsfristen beginnen grundsätzlich mit dem Abschluss des Kalenderjahres, in dem die jeweilige Behandlung stattgefunden hat und endet folglich ebenso am Schluss des Jahres der Aufbewahrungsfrist. Gilt die zehnjährige Aufbewahrungsfrist, kann die Dokumentation bei einer komplikationslosen Behandlung, die Sie im Juli 2008 vorgenommen haben, demnach am Ende dieses Jahres (2018) vernichtet werden; dies gilt natürlich nicht, wenn spezialgesetzliche Vorgaben eine längere Aufbewahrung vorschreiben
Eine ausführliche Übersicht über nahezu sämtliche Aufbewahrungsfristen finden Sie auf der Homepage der Rechtsanwaltskanzlei Buchmüller-Reiss unter der Rubrik news (www.buchmueller-reiss.de/news).
Sonderfall Digitale Archivierung
Die aus rechtlicher Sicht sicherste Form der Aufbewahrung ist die Archivierung der Originalunterlagen. Es ist jedoch auch zulässig, die mit der Behandlung zusammenhängenden Dokumente in digitaler Form zu archivieren. In diesem Fall muss jedoch nachweisbar der ordnungsgemäße Betrieb und Ablauf der Archivierung nach dem aktuellen Stand der Technik berücksichtigt werden. Ebenso wie bei der Behandlungsdokumentation in elektronischer Form, muss auch bei dem Einscannen von Originaldokumenten verhindert werden, dass nachträglich Änderungen vorgenommen werden können, die nicht als solche erkennbar sind (revisionssichere Dokumentation und Archivierung).
Im Falle einer gerichtlichen Auseinandersetzung haben jedoch stets die Originaldokumente einen höheren Beweiswert (Urkunde, § 416 ZPO) als eingescannte Unterlagen (Objekt des Augenscheins, § 371 Abs. 1 ZPO). Unabhängig von der Art der Archivierung müssen die archivierten Unterlagen nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs stets vollständig, verfügbar und lesbar sowie ordnungsgemäß sein.
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References: § 611
 § 632
 § 188
 § 630
 § 8
 § 4
 § 6
 § 8
 § 85
 § 13
 § 199
 § 416
 § 371