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Timestamp: 2020-06-02 02:59:40+00:00

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Väter-Karenzgesetz (VKG) - Gesamt - JUSLINE Österreich
Gesamte Rechtsvorschrift VKG
Bundesgesetz vom 12. Dezember 1989, mit dem ein Karenzurlaub für Väter geschaffen wird (Eltern-Karenzurlaubsgesetz - EKUG)
§ 1 VKG Geltungsbereich
Abschnitt 2 - Karenz
§ 5 VKG Karenz des Adoptiv- oder Pflegevaters
(1) Anspruch auf Karenz unter den in den §§ 2, 3 und 4 genannten Voraussetzungen und Bedingungen hat, sofern im Folgenden nicht anderes bestimmt ist, auch ein Arbeitnehmer, der ein Kind, welches das zweite Lebensjahr noch nicht vollendet hat,
§ 6 VKG Karenz bei Verhinderung des anderen Elternteils
(1) Ist der andere Elternteil, Adoptiv- oder Pflegeelternteil durch ein unvorhersehbares und unabwendbares Ereignis für eine nicht bloß verhältnismäßig kurze Zeit verhindert, das Kind selbst zu betreuen, ist dem Arbeitnehmer (Vater, Adoptiv- oder Pflegevater im Sinne des § 5 Abs. 1) auf sein Verlangen für die Dauer der Verhinderung, längstens jedoch bis zum Ablauf des zweiten Lebensjahres des Kindes, jedenfalls Karenz zu gewähren, wenn er mit dem Kind im gemeinsamen Haushalt lebt. Dasselbe gilt bei Verhinderung eines anderen Elternteils, Adoptiv- oder Pflegeelternteils, der zulässigerweise nach Ablauf des zweiten Lebensjahres des Kindes Karenz in Anspruch nimmt.
§ 7a VKG Recht auf Information
Während einer Karenz hat der Arbeitgeber den Arbeitnehmer über wichtige Betriebsgeschehnisse, die die Interessen des karenzierten Arbeitnehmers berühren, insbesondere Insolvenzverfahren, betriebliche Umstrukturierungen und Weiterbildungsmaßnahmen zu informieren.
§ 7c VKG Anwendung sonstiger Bestimmungen des Mutterschutzgesetzes
Für den Anspruch auf sonstige, insbesondere einmalige Bezüge (§ 67 Abs. 1 des Einkommensteuergesetzes 1988) und für Rechtsansprüche des Arbeitnehmers, die sich nach der Dauer der Dienstzeit richten, gilt § 15f Abs. 1 MSchG, für den Urlaubsanspruch § 15f Abs. 2 MSchG und für den Anspruch auf eine Dienstwohnung gilt während der Dauer seines Kündigungs- und Entlassungsschutzes § 16 MSchG.
Abschnitt 3 - Teilzeitbeschäftigung und Änderung der Lage der Arbeitszeit
§ 8 VKG Anspruch auf Teilzeitbeschäftigung
(1) Der Arbeitnehmer hat einen Anspruch auf Teilzeitbeschäftigung längstens bis zum Ablauf des siebenten Lebensjahres oder einem späteren Schuleintritt des Kindes, wenn
§ 8a VKG Vereinbarte Teilzeitbeschäftigung
Der Arbeitnehmer, der keinen Anspruch auf Teilzeitbeschäftigung nach § 8 Abs. 1 oder 4 hat, kann mit dem Arbeitgeber eine Teilzeitbeschäftigung einschließlich Beginn, Dauer, Ausmaß und Lage längstens bis zum Ablauf des vierten Lebensjahres des Kindes vereinbaren, bei der die wöchentliche Normalarbeitszeit um mindestens 20 vH reduziert wird und zwölf Stunden nicht unterschreitet (Bandbreite).
§ 8e VKG Karenz an Stelle von Teilzeitbeschäftigung
(1) Kommt zwischen dem Arbeitnehmer und dem Arbeitgeber keine Einigung über eine Teilzeitbeschäftigung nach den §§ 8 und 8a zu Stande, kann der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber binnen einer Woche bekannt geben, dass er
§ 8g VKG Teilzeitbeschäftigung des Adoptiv- oder Pflegevaters
Die §§ 8 bis 8f gelten auch für einen Adoptiv- oder Pflegevater mit der Maßgabe, dass die Teilzeitbeschäftigung frühestens mit der Annahme oder der Übernahme des Kindes beginnen kann. Beabsichtigt der Arbeitnehmer die Teilzeitbeschäftigung zum frühest möglichen Zeitpunkt, hat er dies dem Arbeitgeber einschließlich Beginn, Dauer, Ausmaß und Lage unverzüglich bekannt zu geben. § 8b Abs. 1 ist weiters mit der Maßgabe anzuwenden, dass an Stelle des Ausdrucks „die Mutter“ der Ausdruck „der andere Elternteil“ tritt.
§ 8h VKG Änderung der Lage der Arbeitszeit
Die §§ 8 bis 8g sind auch für eine vom Arbeitnehmer beabsichtigte Änderung der Lage der Arbeitszeit mit der Maßgabe anzuwenden, dass das Ausmaß der Arbeitszeit außer Betracht bleibt.
Abschnitt 4 - Sonstige Bestimmungen
§ 9a VKG Austritt aus Anlass der Geburt eines Kindes
Der Arbeitnehmer kann bei Inanspruchnahme einer Karenz nach §§ 2, 3, 5, 6 oder 9 bis spätestens drei Monate vor Ende der Karenz seinen vorzeitigen Austritt aus dem Arbeitsverhältnis erklären. Dauert die Karenz weniger als drei Monate hat der Arbeitnehmer seinen vorzeitigen Austritt spätestens zwei Monate vor dem Ende der Karenz zu erklären.
Abschnitt 5 - Sonderbestimmungen für Bedienstete des öffentlichen Dienstes
(1) Für Bedienstete, die in einem
(1a) Abschnitt 1a ist nicht anzuwenden.
(8) § 7b Abs. 2 ist auf Lehrer, die eine im § 8 Abs. 1 BDG 1979, BGBl. Nr. 333, im § 55 Abs. 4 oder 5 LDG 1984, BGBl. Nr. 302, oder im § 56 LLDG 1985, BGBl. Nr. 296, angeführte Leitungsfunktion ausüben oder mit einer Schulaufsichtsfunktion betraut sind, auf Beamte des Schulaufsichtsdienstes, auf Bedienstete des Schulqualitätsmanagements und auf Bedienstete in der Schulevaluation nicht anzuwenden.
§ 11 VKG Verweisungen
§ 11a VKG Unabdingbarkeit
Die Rechte, die dem Arbeitnehmer auf Grund der §§ 2 bis 11 sowie § 12 Abs. 2 zustehen, dürfen - soweit sich aus diesem Bundesgesetz nicht anderes ergibt - durch Arbeitsvertrag oder Normen der kollektiven Rechtsgestaltung weder aufgehoben noch beschränkt werden.
§ 13 VKG Vollziehung
Art. 19 VKG Vollziehung
Art. 24 VKG
Väter-Karenzgesetz (VKG) Fundstelle
1. Das Väter-Karenzgesetz wurde in Artikel I des BGBl. Nr. 651/1989 kundgemacht.
2. Der gesetzliche Kurztitel und die Abkürzung wurden mit Wirksamkeit vom 8.8.2001 geändert (vgl. BGBl. I Nr. 103/2001). Aus dokumentalistischen Gründen wurden auch in den bereits aufgehobenen Dokumenten der Kurztitel und die Abkürzung angepasst.
3. Zu dieser Rechtsvorschrift ist eine englische Übersetzung in der Applikation „Austrian Laws“ vorhanden: Paternity Leave Act
Übersicht VKG
Väter-Karenzgesetz (VKG)Abschnitt 1 - GeltungsbereichAbschnitt 2 - KarenzAbschnitt 3 - Teilzeitbeschäftigung und Änderung der Lage der ArbeitszeitAbschnitt 4 - Sonstige BestimmungenAbschnitt 5 - Sonderbestimmungen für Bedienstete des öffentlichen DienstesAbschnitt 6 - SchlussbestimmungenArtikel

References: § 1

§ 5

§ 6
 § 5

§ 7

§ 7
 § 15
 § 15
 § 16

§ 8

§ 8
 § 8

§ 8

§ 8
 § 8

§ 8

§ 9
 § 7
 § 8
 § 55
 § 56

§ 11

§ 11
 § 12

§ 13

Art. 19

Art. 24