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Timestamp: 2020-04-10 10:41:05+00:00

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1918 / 145 p. 2 (Deutscher Reichsanzeiger)
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Die Dacd'atwete:flähe wird v rre&net dur FesisteDung der Papterselteng1öße und der Gejawt;ahl der Seiten (Umfangs), die die Seitung 1m Fahie 1915 gehabt hat. h:
Zeitungen, deren Quao1atmetersläe si im Iahre 1915 gegen- Über dem Jahre 1913 verringert hat, erbalten, wenn die Minderung
1. tis ¿u 300 Quadratmeter beträgt,
4 vom Huzdert |
2. von 301 b!8 450 Quadratmeter ! über diejenice Menge beträgt, 5 vom Hundert hinar8, zu deren Bezug
3. bon 451 bis 500 Quadratmeter { sie gemäß Ziffer 1 be- beträgt, 6 v2m Hundert : redtigt find.
4. über 500 Quadratmeter beträgt, j 7 dom Hundert
Zeitungtn, derea Quadra!meterflèch® sich im Jabre 1915 gegen- über tem JIohre 1913 vermetrt hat, e: halten, wenn die Wermehrung
1. bis zu 50 Quadratmeter beträgt,
4 vem Hundert |
2. voù 51 bis 75 Quaztratmeter be- trägt, 6 vom Huvdert
3. von 76 bis 100 Quadratmeter be- trä_t, 8 com Hundert (
4. bon 101 bis 125 Quadratmeter bet ägt, 10 vom Hendert |
5. über 125 Quadratmeter O] 12,5 vom Hundert
2. Verleger und DruckFer \o!ckchcr auf mas@direnglattem, holz- baltigem Druckpapier gedruckten Zeirurgen, deren Ausgaben in eirer Woche nlcht mehr als \echs Bogen zu je vier Seiten umfassen, unter- liegen, forceit fie vor dem 20. Junt 1917 erschtenen find, keiner Gtn- \sck&ränkurg im Verbrau&e von Dirudpapier der genannten Art; sie dürfen jedcch in der Zeit brm 1. Iukt 1918 bis zum 30. September 1918 nicht mehr maschinenglattes, bolhaltiges Druckpapier bezieben, als der d:cisa@en Menge des Verbrauts im Monat Juni 1918 entspricht.
Die Verleger dieser Zeitungen haben der Krki-egswirtshaftsitelle für das teutste Zeitunggewerbe auf thre Kosten ein Pflichtexemplar D Ausgabe durch die Post regelmäßig bestellgelojrei zu über- weisen.
Die BVeslimmunçcen rach Ziffer 2 Abs. 1 und 2 finden keine Anwendung auf Verleger und Drucker, in deren Verlag auch Zeiturgen etrscheinev, tie ten Vorschriften ter Ziffer 1 unterliegen.
3. Zur HerfeDung von Druckweiken (Bücher, Sammelwerke, E!nzelwerke, Zugend\ch1iften uw), Mvßkkalier, Zeitshrist:n und sor ftiacn pertodis erickhcinenden Dru ck1iften dürfen deren Verleger uyd Drudcker in der Zeit vem 1. Jul! 1918 bis zum 30. September 19?8 60 vom Hundert derjenigen Menge Druckpapter beztehen und verbrauchen, die — eirechret auf einen Zeitraum von drei Vionaten — im Jahte 1916 zu deren Herstellung vern endet worden ift.
4. Bei Festscßvng der Menge nah Ziffer 1 dis 3 werten vor- har dene Bestände angerechnet.
5. Falls Verleger und Drecker von Druckweikén (Bücher, Sammelwerke, Einzelwerke, Irgendschriften usw.), Mußkalien, Zeit- {riften und fsoustigeov periodisch erscdeinenden Druckschriften das thnen rcch Ziffer 3 zustehende Bezugsrecht in der Zeit vom 1. Juli 1918 bis ¿um 30. September 1918 nit oder nichr vollständig aus- nuger, erböht \ck tei Feslsezurg etres Beugérehis für dke Zeit nah dem 1. Oktoker 1918 dieses Bezue?recht um die im dritten Vierteljahr 1918 nit bezcgene Menge. Sie können diesen Arspruh bis zum 10. Oktober 1918 hei der Kricgswirtsastestelle für das deutsche Zeitun 2cew:rbe in Berlin geltevd machen.
unter derjenigen Menge, ¡u deren Bezug fie gemäß Ziffer 1 berechtigt find.
82 Mit Gesänanis bis zu ch5 Monaten oder mit Geldsirafe bis zu zehntausend Mark wird bestraft:
1, wer kem § 1 zuwider Druckpopier der im § 1 bejcihneten Art in größeren Mengen biziett oder verbrouht, als für ihn von der Krieztwtischafiestille für das deutsche Zeitungs- gewerbe feftgesegt wirb,
2. wer Druckpapter der im § 1 beieihneten Art ohne Ge- nebmigung dec Kriegswiitschaftsstelle für das deutsche Zeitungégewerbe verkauft oter liefert oder den von der Kricgswirtsckaftestelle für das deutsche Zeitunc8gewerbe an die Lieferung geknüpsten Bedingungen zuwiderhantelt.
§3 Die Beslimmungen treten am 1. Zuli 1918 in Kraft. Berlin, den 19. Juni 1918. Der Reichskanzler. Jn Vertretung: Freiherr von Stein.
BetanntmaGUuUng Uer O0WsPrei e ur Wolle Vom 19. Juni 1918.
Auf Grund des § 4 der Bekanntmachuna über den Ver- kehr mit Knochen, Knochenerzeugnissen, insbesondere Knochen- fetten, und anderen fetthaltigen Stoffen vom 15. Februar 1917 (Reichs-Gesegb!l. S. 137) wird folgendes bestimmt:
Der Prets für die nackstchend aufgifübrten Fette und Feltläuren darf für 100 Kilogramm Yeinaewiht, einschlteßlih Verpacung, frei Waggon Ver)antstatton nicht überjteigen:
bet wafse: freiem Wollfett (Ar bhydrit) 525 M bet neutialem Wolifett und Wolfettsäure .. 425 bet Nohwolfcit
C C O S2 Die Bestimmungen treten mit dem 1. Juli 1918 an die Stelle der Bekanntmachung üher Höhsipreise für Wellfett vom 11, Zuni 1917 (Reichs. Gesfetbl. S. 494). Berlin, den 19. Juni 1918.
Bekanntmachung, betreffend Liguidation französischer Unter- nehmungen.
Auf Grund der Bekanntmachung, betreffend Liquidation französisher Unternehmungen, vom 14. März 1917 (Reichs- Geseßbl. S. 227) habe ih die Liquidation über den im Kreise Saarburg belegenen parzellierten ländlichen Grundbesig der nachstehend aufgeführten französischen Staatsangehörigen angeordnet:
292 R a E R Pfarrer, C @
2 rau Derger Levrault, Margareia Emma, Ebefrau NRoker Gdmund Stetnheil, Ingenieur in Nan, d O
294) Beauyats, Johann Josef Leo und Jultus, Gmil in St. Dis,
295) Lorrain, Jofef Hetnrih Marta, Arzt tin Parts,
296) Deefrères, Klementine Marie Angela Renee, ohne Gewerbe in St. Dis, und Desf:ères, Marie Kamillus Albert, Gerichts- E Mil: A ta Cte as i
Thiry, Nikolaus Ludwig, Direktor der landwirtschaft SwMhvule und Chefrau Margareta «ebe Luise, tin Fee E
293) Thirv, Nikolaus Ludroig, Direktor d-r landwiits{aftlichen SÿŸule in Comblaine, und £hiry, Marie Antoinett? Katharina, ohne Gewebe trn L.y St. Ghristophe, ia E-bevgemetn{chaft
(Liguidater : Notariatssetrctär Mangin in Lörhtingen).
Berlin, den 17. Juni 1918.
Der Reichskanzler (Reichswirtschaftsamt).
BélanntmasSun(,
Gesezbl. S. : Unternehmungen usw. angeordnet:
vente Augustine (Liquidator :
Auguit und
Diedenbofen),
(L quidaior: Justizrat Lange in Straßburg), 301)
anwalt Dito Mayer in Straßburg ì. E.),
befindlie Vermözen der de Langenhagen in
im FJaland i] ) Etablissement C. G.
aefeliiqaft
Siy MNarcy, in
\ thre zu Saarbuckenheim gelegenen Grundstücke
Aktiengejeli {hat in Saarbuckenheim,
tn Nancy, tutbesondere thre gelegenen Fabrikarwejen mit allem Zubehör (L quidator: Notar Ublhora iu Saarbuckenßei:n). Berlin, den 17. Juni 1918.
Der Reichskanzler (Reichswirtschaftsamt). Jm Auftrage: Lothholz.
Beaufiragte Sortierbetriebe,
von Lumpen und neuen Stoffabfällen für die
siedel, als beauftragter Sortierbetrieb zugelassen worden.
beauftragter Sortierbetrieb gelös{ht worden. Berlin, den 13. Juni 1918.
Kriegsministerium. - Kriegsamt. Kriegs-Rohstoff-Abteilung. Koeth.
zugelassen worden: Fürsorge - Erziehungsanslalt, Johannesburg b. Papenburg (Ems). Berlin, den 13. Juni 1918.
Kriegsministerium. Kriegsamt. s oeth.
Bekanntmachung*)
betresfend Meldung der Aushilfslieferungen von Kohle, Koks und Briketts durch die Lieferer.
Auf Grund der S8 1, 2 und 6 der Verordnung des Bundesrats über die Regelung des Verkehrs mit Kohle vom 24. Februar 1917 (RGBIl. S. 167), der 88 1 und 7 der Bekanntmachung des Neichskanzlers über die Bestellung eines RNeichskommissars für die. Kohlenverteilung vom 28. Februar 1917 (NGBl. S. 193) und 88 1, 2 und 5 der Verordnung des Bundesrats über Auskunftspfliht vom 12. Juli 1917 (NGBl. S. 604) wird bestimmt:
Jeder Liefercr (Händker), der einzm meldepfl!chGtigen gewetrbli&en Verbraucher von Kohle, Koks und Briketts Brennstoffe abgegeben hat, ohne daß ta Beziehung auf diese Brennstoffabgabe die vor- {{rijtemäßige Reths-Monatsmeldekarte bet ihm eingereiht und von ihm ordnuogtgemäß weitergeceben worden war, hat diese Brenn- stoffabgabe in der Zeit vcm 1. bis 95. des auf die Versendung folgeaten Monats zu melden. **)
S 2, Die Meldung geschieht auf einem „Me!deshein süx Aushilfs-
steferung*, der von den Amtlichen Vertetiungsftelien für 5 Pfenntg das Stuck zu bezi:hen ift. 83
Auf der Vorderseite dieses Pleldeseins isi die Aushilfelieferung in gleiher Weise zu meldey, wie sie der betreffende Verbraudher in der Monatsmeldekarte zu melden hat. Ver Weldeshein ist etin- geschrieben an denjenigen Vorlieferer weitcrzusenden, von bem der meldepflictige Lieferer den Brennstoff bezogen hat; auf der Nückseite eia A ISans ist dabei die Weiterfendung nach Vordruck zu ermerlen.
In gleicher Weise reihen der Vorlieferer und seine Vormänner den Meldeschetn weiter, bis er zum Haupilteferer kommt ; dieser sendet ihn der Amtlihea Vertetlungestelle zu,
Wurde die auf einem Meldeshein gemeldete Brennstoffmenge bei mebr als etnem Vorlieferer bezogen, so ist der ursprüngliche Vtelde- schein an den Vorlieferer des größten Mengenanteils wetiterzuleiten. Ja dem für „Bemerkungen“ auf der Rückseite vorgesehenen Raume ist einzutragen, in welchexr Weise sich die Gesamtmenge auf die einzelnen Vorlieferer verteilt.
Je etne wortgetreve Abs{rift dieses so behandelten Scheins ist an die Vorlteferer der Nestmengen abzusenden. Für die weitere Behand- Turig diefer Abschriften sind die für den Meldeschein selbst geltenden Vorschriften maßgebend.
.*) Diese Bekanntmachung ist die im § 9,2 der Betanntmachung, be- treffend Meldepflicht für gewerbliche Verbraucher von mindestens 10 Tonnen T Koks und Briketts monatlich (Reichsanzeiger vom Ul. Juni 1918), eiuwähnte. ”) Diese Meldung entspricht der von dem Verbraucher rot zu unter- streichenden Melduna über Aushilfsbezüge (siche § 3a! dex Bekannt machung, betreffend Meldepflicht usw. vom 11. Juni 1918 a. a. D.); auf das Verbot der Einreichung einer besonderen Meldekarte für die Aus-
Im Auftrage: Lothholz.
hilfêlieferung wird aufmerksam gemacht,
Auf Erund der Bekanntmachung, betreffend Liquidation französisher Unternehmungen, vom 14. März 1917 (Reichs- 927) habe i die Liquidation über folgende
299) den im Kreise Dieoerbofen-Oft belegenen paricllterten länd- liden Grundbisiß der franzöôsish:n Staai8angehörigen Karger, Johann Justizrat Litau în
300) den im Kreise Molébeim belegenen parzellierten TländilFen Grundbesitz der fiarzösiihen Staattangehörtcen Fo1twevger, Georg, Z1ck-rbêcker, Witwe Iulte geb. Wach, Rertnerin in Wafselnh:im
die jrarzöóss{he Beteitlitgung an Ler E!saß-Lothrinaische n Spreng1zoffafttengeselschaft in Straßburg |. E. (Liquidator: Nechts-
302) a. das 1m Jnlanv befiudlite Vermögen d-s französisen Staatsangebörtgen Heinri Deciave #Fecdinand de Langevhagea tn Lunépilie, intbesondere die unter rer Fitma Qctave de Lang: nhagen zu Saa: -Buecnhéeimn betriebene Palm- und Panamahutfabrik, Þb. das iftiens- d Nancy, inobesondere die unter der Firma C. G. de Langenhagen A.-G., Saar - Buckenheim betriebene Zwetgntederlafsung, c. das im Inland befirdlihe Vermögen der franzöfi]chen Staats. angehörigen Witwe C. G. de Langenhagen in Lunéville, tnsbesondere und Gebäude, d die franzosishe Beteiligung an der Allgemeinen Hut- Indasirie- c. das tm Inland vefindliche Be: mögen der französischen Alkliengetelischaft Etablissements Coannet zu Saarbuckenheim und Saagaralhen
Außer den in Nr. 83 des Deutschen Reichs8anzeigers vom 9. April 1918 veröffentlihten beauftragten Sortierbetrieben i wecke des Heeres und Marinebedarfs ist die Firma M. Dötsch, Wun-
Die Firma Nachmanssohn v. Co., Berlin NW.,, Alt Moabit 95/96 (vergl. Nr. 92 des Verzeichnisses) ift als
Als Sammelstelle zur Annahme beshlagnahmter nicht aufbereiteter Torffasern gemäß 8 4 der Bekannt- machung W. I. 4100/1. 17 KRA vom 14. April 1917, be- treffend Beschlagnahme und Bestards8erhebung von Torffasern (Blattscheiden von Eriophorum) i noch nachstehende Firma
Lat ein Lieferer (Häudle:) in etnem Monat 2 r anderen Lieferer (Händler) abgegeb:n, an den Ls A fe an einen monat vorau8gehenden Monat Brennsicffe vit abgegeben D Kefir, hat er fn den erften 5 Tazen des auf die Abgabe fölatnte e, #5 an die für die abgegebenen Breunstoffe zuständigen mili tonats teilungfftellen mit eingeschriebenem Brief cine Meldun; Len Ver, Wortiauts aan L S g folgenten
„B Ae A E L ; Bezirk Ihrer Verleilungsftelle an folgende, m e, 218 dem vorhergehenden Monat nickt belteferte Händler H a dem (foigt Aufzählung der Namen uad Adressen der Händlery den: 8 6,
Von der in § 5 vorgeschriebenen Meldurg it b t [eferer Abschrift our eingeschriebenen Brief v Serte A Löb tie der Meldung zugrunde legenden Brennjtoffe bezogen Wajdn 0
Der Empfängec einer foihen Meldur g hat fie mit einen, ibm rechtéve:bindlih gezeihneten Welterleitungsnermerk dur V shrievenen Brief an denjenigen Vorlieferer zu senden, von V nge« die der Meldung zuaxunde liegenden Brennstoffe bezogen bat: füx weiteren Lauf der Meldung gilt enlsprehenb § 3 Abj. 2 dite s kanntmachung. 6:7 S fu
Zuwiderhandlungen gegen diese Bekanntmachung werden nah § 7
Gefängnis bis zu einem Jahr und mit Weldstra e bis oder mit ciner dieser Strafen, bet Fabrlssigkeit A zu 10000 4 mit Geldstrafe bis zu 3000 „4 beftrafi.
S8, Diese Vekanutmachunz tritt am 1. Juli 1918 in Kraft. Berlin, den 21. Juni 1918.
Der Reichskommissar für die Kohlenverteilung. J. V.: Keil.
Verwaltung französisher Unternehmungen,
1916 (RGBl. S. 89) if für die die Zwangsverwaltung angeordnet worden :
771, Liste.
frau Ludwiz Ammel, Rertner, Emma geb. Diemer, in Ni1za an dem Hause Gemarkung Straßburg, Flur 49 Nr. 12, Weißturm-
Unterstaatsfekretär a. D. in Straßburg). Straßburg, den 14. Juni 1918. Ministerium für Elsaß-Lothringen. Abteilung des Innern. J. A.: Dittmar.
Auf Grund der Verordnungen, betreffend die zwangs- weise Verwaltung französisher Unternehmungen, vom 26. November 1914 (RGBl. S. 487) und vom 10. Fe- bruar 1916 (NGBl. S. 89) if für die folgenden Unter- nehmungen die Zwangsverwaltung angeordnet worden:
772. Lifte. Erbanteile: Die Erbanteile der französishen StaatsangehZ3rckgen äFohann und Peter Zazber in Mereux am Nachlaß des am 11. Februar 1917 verstorbenen Nentners Eugen Berger aus Mülhausen (Zwang9verwalter: Notar Justizrat VBlcy!ler in Mülhaulen). ! Straßburg, den 14. Juni 1918.
Die ven heute ab zur Ausgabe gelangende Nummer §1 des Reihs-Gesetzblatts enthält unter i
Nr. 6362 eine Bekanntmachung über Druckpapier, vom 19. Juni 1918, und unter : i Nr. 6363 eine Bekanntmachung über Höchstpreise für Wollfett, vom 19. Juni 1918. Berlin W. 9, den 21. Juni 1918.
Kaiserliches Poftzeitungsamt. Früer.
zur Verordnung über den Verkehr mit Stroh und
Häcksel aus der Ernte 1918 vom (6. Juni 1918. (Neich8-Geseybl. S. 475.)
S: Zuständige Behörde im Sinne des § 3 Absay 2 der Ver- ordnung ist der Landrat (Oberamtmann), in Stad!kreisen der Gemeindevorstand.
8 2. Als besondere Stelle für die Aufbringung des Strohs gemäß § 6 der Verordnung wird] das Landesamt für Futler- mittel bestimmt.
§ 8. i Die im § 8 der dingt gegebene Befugnis, Ve- \{ränkungen des Verkehrs mit Stroh und Häksel anzuordnen, wird für die Landkreise den Landräten (Oberamtmännern), für die Stadtkreise den Gemeindevorständen übertragen. tér Das Landesamt für Futtermittel wird ermächtigt, we ffel gehende Anordnungen über den Verkehr mit Stroh und Hä jowie nähere Bestimmungen über die Verkehrsbeshränlunge zu treffen. i 4.
__ Die gemäß §8 13 Absès 4 anzuordnende Eigene übertragung an Stroh der in 8 11 Absatz 1 genannten 2d arten erfolgt in Landkreisen durch die Landräte ( amtmänner), in Stadtkreisen durch die Gemeindevorstände.
; S 5. i : Diese Ausführungsbestimmungen 1ireten mit dem E
ihrer Veröffentlichung im Preußischen Staatsanzeiger in Kra Berlin, den 19. Juni 1918.
Preußischer Staatskommissar für Volksernährung. von Waldow.
Be) 2
der Bekanntmachung vom 28. Februar 1917 (RGBL. S, 193) zuit
A C der Verordnung des Bundesrats vom 12. Juli 1917 (R( Bl S G
Auf Grund der Verordnungen, betreffend die zwang weise
vo 26. November 1914 (NGBl. S. 487) und vom 10. {ibrias
folgende Unternehmung
Der Häâlfteeigentumsanteil der fravzösishen Staattangehörigen Ghe-
ftraße 27, mit 15,93 ar (Zwangsverwalter: Exzellenz Mandel,
, Ministerium für Handel und Gewerbe.
9suf Grund der Verordnungen, betreffend die zwangsweise verzaltung britisher Unternehmungen, vom 22. De, nber 1914 (RGBIl. S. 556) und 10. Februar 1916 (RGBl. E 09) ist nah Zustimmung des Herrn Reichskanzlers über M in Deutschland befindliche Vermögen des britischen Staats- gehörigen Emil L. Weriheimer in London die Zwangs- 8 altung angeordnet (Verwalter: Rentner Friedrich gehle in Bad Hombuig v. d. Höhe). i “ Berlin, den 18. Juni 1918.
Der Minister für Handel und Gewerbe. I. A.: Neuhaus.
Es find verliehen planmäßige Stellen: für Mitglieder der Elsenbahndirefktionen dem Regierungs- und Baurat Alfred qúller in Rg es für Vorstände der Eisenbahn- naschinenämter dem egierungsbaumeister des Maschinen- jaufahs Havers in Duisburg und für Regierungsbaumeister den Regierungsbaumeister des Maschinenbaufachs Walther tehmann in Elberfeld.
Das gegen den Koblenhäntler Sübmersen in Vloiho er- lassene Handelsverbot mir Heizstcffen aller Art (Kohlen, Keks, Krifetts) vom 16. Febryar 1918 wird hiermit aufgehoben. — Dle Kosten ter am!liden Befanntmeck{uvyg dieser Verfüguna im Reichsanzeiger und im htesigen Kieisbiatt sind von dem Betroffenen ju trag¿n
Herford, den 17. Juni 1918,
Der Landiat. J. A.: Grote, Nechteanwalt.
t ett reA—
Juf Grund der Bekanrtmachung zur Fernhaltung unzuverlässiger Inson-n vow Handel vom 23. September 1915 (XGB]. S. 603) habe (ch deim Königlichen L: f wotivführer Julius Noth, Beclin N39, Nortufer 2, durch V-r'ügung vom beutigen Taze den Handel ult Gegen ftänden des täglichen Bedarfs vnd des Krieg#f- e arn Unzuverlässickeit in bezvg auf diesin Hante!sbeuieb untersag f.
Berl!n-Schöneberg, den 11. Juni 1918,
Der Po'izesp:äsident zu Berlin. Kricgéwuche:amt. J. V.: Dr. Fal ck.
Unonges nee uma] Bekanntmacch{ung.
Auf Erund der Bekarntwachuyg iur Fernbalturg urzuverkäisiger Yasonen vom Handel vom 23 Set tember 1915 (RSBI. S. 603) be Id dem Ingevieur Wilhelm Adolph, Berlin N. 20, lferftraße 6, dunch Verfügung vem beutigen Tage den Handel nit Gegenftänden des täglihen Bedarfs wegen Unzuver- lislkeit in bezug auf diesen Handelsbetiteb untersagt.
Berlin-Sch{öneberg, den 11. Juni 1918.
Der Polizeipräsident zu Berlin. Mitecétwucheramt. J. V.: Dr. Fal ck.
BekanntmacGung
Zuf Grund der Bekanrtmochung zur Fernbaltung unzuverlässiger sasonen vom Yandel vom 23, Scptember 1915 (RGBI. S. 603) habe ih dem VBäterei- und Konditoreibesiger Moritz Dobrin, erltn, Alexandeislrafe 14e, durch Verfügung vom heutigen Tage ima Handel mit Gegenstärden des täglichen Svar gen Unzuverlässickeit untersagt. Zugleich || auf Grund des §9 der Reichsgetreiteordoung vom 21. Zuni 1917 (RGLBI. S. 507) de polizeilihe Schließung des Bädckeret- und Kon- bitoretbetriebes augeordnet.
Birlin-Schdöueberg, den 18. Juni 1918. Der Polijeipräsident zu Berlin. Kriegêwucheramt. V.; Dx. Fal ck.
————_—— BekanntmackchGung.
Af Brund der Bundesrafsvero1dnung vem 23. September 1915 bie ih der H bawwe Ehefrau Auguît Kiesewetier, Ebmittaustroße 3, dem Kaufmann vnd Schausteler Tillmann Niller, Brandstiaße 12, dem Händler Theodor Reinold, Uftedistraße 9, der Händlerin Witwe Franz Tetpel, Steinmet- lraße 36, den Handel mit Lebens-und Futtermitteln aller Art und Gegenständen des täglichen Bedarfs sowte tie Vers- nittlertäitgkeit hierfür untersagt.
Essen, den 17. Junt 1918. Die Städtische Pelizetberwalturg. J. V.: Rath,
Befanntmadhung,
Luf Grund der Bundekraiëverortnurg vom 23. September 1915 it Fernbal*vng unzuverlässiger Personen vom Hahdel (Neicks- Veseybl. S. 603) ift dem Händler Johann Wollny von hier uh Ver\ügung vom 16, Mot b. J. der Handel mit Lehbens- M Futtermitteln jowie Hetzstoffen wegen Unzuverlässigkeit 1 be,ug auf diesen Hanreltbeiried untersagt worden.
Kreuzburg O. S,, den 11. Juni 1918.
Polizeiverwaltung. Rehe.
femeo a
D Auf Grund der Bekanntmachung iur Fernhaliun uvzuverläsßger hesonen vom Handel vcm 23. September 1915 haben wtr dem dler Otto Werner hier, Wilhesmftr. 25, den Handel mit wsgrungômttteln aller Art wegen Unzuverlässigkeit in bemug auf b Handeisbetrieb untersagt. — Die dun dieses Verfahren tusahten Kosten hat der Betroffene 1u tragen.
S&önebeck, Œ., den 18. Junt 1918. Die Polzeiyerwallung. Dr. Greverus.
ern ctt mt mm M
(Fortfezung des Amtlichen in der Ersten Beilage.)
Nichfamfliches.
Deutsches Reich. Preußen. Berlin, 22. Juni 1918.
Die vereir ï r Zoll- v ‘einigten Ausschüsse des Bundhesrats für Zol A Steuerwesen und für 'Autiwesen sowie der Ausschuß für und Steuerwesen hielten heute Sigungen.
_ Der Dberstaatsanwalt hei dem Kammergericht, Ceneral- |taatsanwalt Plaschke hat Berlin mit Urlaub verlassen.
._ Nach Meldung des „Wiener K. K. Telegr.-Korresp - Büros“ hat der Kaiser Karl, der sih vor einigen Tagen zur Nea der Offensive gegen Jialien in Begleitung des Feldmarscha s Erzherzogs Friedrich, des Chefs des General- stabes Freiherrn von Arz und des deutschen Militärbevoll- mächtigten, Generalmajors von Cramon auf den südmwest- lichen Kriegs\chauplaß begab, die Heeresgruppen und alle Armeekommandos sowie einige Korpslommandos besucht und zahlreiche Truppen besichtigt.
Das dreißigjährige Negierungsjubiläum Kaiser Wilhelms wurde auch bei Kaiser Karl im Felde einfa und würdig begangen. Beim Abendessen brachte der Kaijer fol- genden Trinkspruch aus:
„Ich erh¿be mein Glas auf das Wchl meines lieben Freundes und 1reuten Bundesgenossen, Seiner Majettät des Kaise1s Wühelm, wclcer heute, dem Ernst der Zeit enitprecheod, nur in kleinem Kretse ohne weitcre Förmlichkeiten sein dreißigiäb: iges Regierungs- Jubiläum feter, Ih wünsche Seiner Vtéatestät herzlihst noch eine lange Reihe mit Bo1tes Hilse nah siegreier Beendigung dieses Krieges dauernd friebliher Jahre tegendreicher Herrscherbetätigung. Seine Maj-slät Kaiser Wilhelm lebe hoh, hoh, hoh !*“
s Im ungarischen Abgeordnetenhause ergriff, wie D Me meldet, im weiteren Verlauf der Verhandlung der Graf Julius Andrassy das Wort und erklärte, auch er verurteile die Agitation gegen das deutsche Bündnis, doch bedauere er die vom Miniflerpräsidenten in Aussicht gestellten E e denn es sei vollîommen überflüssig Märtyrer zu
Das Büudnis mit Deutschland, fo fuhr der Nedner fort, sei absolut notwendig und natürlich; insbesoadere vom Gesiht?punkte Ungarns aus fet es unmöglich, gute ungarts-nationale Politik zu machen, wenn sh Ungain in Gegensaß flelle zu dec enigen Weltwacht, die Inteze se daran bat, baß cin starkes ungarishes Retch bestehe. Dieje Wacht dürte man fh nit durch Nadelftihe entfremden. r (der Nednexc) sei auch für eine Erwetterung des Bündnifies, we!chs auf der gegen- seitigen Verteidtgur g bzruhen und bie größte Sicherheit für den zu- künftigen Frieden tHielen jolle, Was die wirischaftliche Seite anlange, so hege er volles Vertrauen, dech müße man t eitrebt sein, etne Lösung zu finder, bei der die Entwicklurg der ungarisen Industrte und der Fortbestand seines Absaugebleis gesichert werden. Betreffs der Polen- frage bedauere er, daß die diesbezuglichhen VBerhandlungen sh in dite Länge ziehen; nur die Veretnigung Polens mit Galhzlen fet auch eine Polen befriedigende Lôsung. Die Schaffung eines ein-
heitlihen südslavilchen Staates könne Ungarn untir keinen Umftänden gestatten. Hierauf ergriff der Ministeryräfident Dr. Wekerle bas Wort. Er erklärte, ec nehme den Stand-
punkt etn, daß sih die éffenilihe Meinucg sowobl in der Presse wie in Versammlungen frei kundgeben solle, er wünsche au ketne beschränkenden Maßnahmen zu teen. Wenn aber die grgen die Verbündeten gerichteten planmäßigen Angriffe derart ausarteten, wie ties tin den legten Tegen der Fall gewesen fet, so sehe er ch gc- rôtigt, nah zwet Rictungen htn zu verfügen: eutens, daß teraritge Hetereien, sofern sie gegen das Getegz verstoßen, nit ungeahr det blteten, ferner, daß d'1arlige Bersammlurgen aufgeldsstt würden. (Lebhafter Beifall.) Dr. Wekerle fuhr fert: „Was die Vertiefung des Verhältnisses zu Deuschlanvb betrifft, so habe ih wieder- holt erklärt, daß wir dasjelbe unter Wahrurg unserer wtrt}chaft- tien Interessen enger geflalten wollen. Wir wollen das Buudes- verhôltnis mit dem Deutschen Reize auf längere Zeit festlegen tn eiuer Weise, daß es vom G-sihtspunkte der Vertetdigung etue de- sondere Ergänzung und Befestigung erfähit und auch wirts{haftlich môglihit eng ausgestaltet roird, um. fo mehr, als über 709/44 unserer auswärtigen Handelsbeziehungen auf wirtschastlihem und finan- zielem Gebiete auf das Verhäitnis ¡um Deutschen Meiche entfallen. Natürlih soll, wenn einmal, hoffertliÞ in möglichit naher Zeit, die Friedensbedtngungen festgestellt werten, au die Regelung der Handelsbeztehunaen in vollem Einvernehmen erfolgen. Jch habe beretts hervorgehoben, daß wir bi Erreichung aller dieser Ziele unser Sclbstver}ügngsreckt und unsere Souveränttät nah jeder Nichtung hin aufrehterhalien wollen. Unsere Pir- duktionsverhältnisse müssen unbedingt gesicktert werden. Auch eerten die Vertiäge, dle wir \ch{ließen, ketn Hinderntg seiv, unser Ber- häâltnis mit anderen Staaten aufre@Wtzuerhalten oder zu vectiefen Für die Herftellung normaler Verbältn'sse und die Bekämrfang tex Teuerung bildet jedenfalls eine Bortedingung, daß die Zölle rah Möglichkeit ermäßigt werden. Wo unsere wirt'{chaftlidzen Interessen uicht unbedirgt eine Aufiecbtetbaitung der Zölle erfordern, soli rer freie Verkehr auch über dte Zollgrenzen hinaus ohne Zollbe1h1änkung aufrectehaiten werden. Dirie GesichEpunkte leiten urs bei unsereo
Verhantlungen mit Deu!schland, die \ch jedoch bieher erft im Stande der Votrbeceitung bifiader. Jch bin überzeugt, wern es uns gelingt, en!tsprehend blesen Giuvdlägen cin engeres wirtschaftlihes Bündnis zustande z1 bringen, so wlrd Lies
nit bloß unseren wiutschzftlihen Juteressen dienen, foncern auch unlere hiermit erg verbundene polittsche Kraft bedeutend stärken. Was die tn der Debatte erwähnten Aeußerungen des deutichen VBizekarzlers betiifft, so hat der deutihe Siaatêmann sie niht in amtlicher Figens- schast gemactt, sonden anläßlih etnes Jnterviews. Ich fasse diefe Aetuße1ungen bloß a!s Ausd1uck gewisser giundfäulicker Ansckauungen auf. Yas kann nit behaupten, daß darin irgendwelch: Gefahr er!- halten tj. DBeibe Teile treten ja unter Beachiung ihier cigeuen FInterefien tn Verhandlungen ein. Der amtlihe Standpunkt Deutsck(- larts ift uns noch gar vit mitgeteilt morden. Wenn er und mit„e- teilt wtrd, wird er bis zu der Grenze berüdsihlige und cnimommen werden, woclche die Regle:ung sich für bte Verhandlungen vorgezzichnet hot. Die ges tzceberde Körpezschait wird ult vor ein fait accompli gest: llt werden.* Der Vristerpräsicent besprach sotann die Schwert, keiten der Ernährungsverhältatisse in Ungarn und sazte: „Auch dei uns gibt es viele Schwterigkciten, Es bedarf der gröften Selbstbeschrän- fung, mit fo verringerten Lebenömiiteln auszukommen. Dazu kommen die in Oesterrei eingetretenen Zuftänte. Diese maten cs unerläßli, daß wir, wzun mögli sofort, jedenfalls aber nach der neun Ernte, die bei uns früher tf als in Oeflerreih, zur Besettigqung oder wenlgfters Linderung der S{wtertatciten Oesterrechs mit allem, was mershenmögiich ift, zu Hilfe kommen. Wir bleten ales mögliche auf, sowobl mit Rüdctsicht avf die Menschlichkeit als auch im Interesse ker Krieg- führung, Ach lage dies nich! nur für uus, ih sprehe auch n Dester- reich, wo man immer ?lagt, daß Ungarn nit alls tue, W229 man {eßt in Oesterreich zu essen hat, f'awrnt ja avch avs Ungarr. Ntcht bloß Brotfrüchie, sondern aub Gemüse, Obft und äholiches wurte von uns geliefert." Der Miniflerp:äsident erfuchte. \{ließliYH um Ablehnung der cingebrackten Besch!vßaniräge wegen Einseßung eines Sonderaus'chu}es zur Vordberatung der mit Deutschland zu ver- hande!nden Fragen.
Im Unterhaus hbrachie, wie „Reuter“ meldet, bei der arveiten Lesung der Bill über die konsolidierte Staats\{hu!d der Pazifist Morrell folgenden Zusaßantrag ein:
„Das Voik nünsckht vou der Regierung die Zusicherung zu etz haltea, daß si: keire elegenheit, die Ketegéprobieme auf tiv[cmatt- \chem Wege dur Utbereinkünfte zu lösen, vorübergehen lafsen wird,
und gibt fe ner der Metirun 1 Auftruck, daß die Sehelmverträg? wit den all.i.rien Neziervn:en einer N-y sion unterzogen w-rden 1: Uten, da sie in threr aezerwärtigen GWeftait mit den Zielen uoneretr bir flod, für ‘ie Eagland in den Krieg eingetreten ist, urb da sie deshalb ein Hindernis für etren demokratischen Frieren bilden.“ Morrell führte bet Begründuvg seines Antrags aus, cas VBelk fei durh die Fntwid- lung der Dinge besorgt und jet ber¿ti,t, von 'er Fe iz;ung elne er- neute Darstellung ihrer Ketegez'ele und theec Anschauungen über die AuéesiFten, sie zu rerwiiküch:p, zu verlangen. Inu allen kciegführenden Ländern set eine immer jtäiker werdenxe Bewegung zaägursten von yer- nünstigen Friedensbtedingungen vorhanden, um [em Krieg eia Gatte zun machen. Philipp Snowven untersiügte d-n Aat'ag.
Im weiteren Bezlauf der Sitzung führte Balfour, auf die Ned-g Vor ells und Snowdens eingehent, aus: Suowden habe ge- fragt, ras mit dem Aagtruck Friedensoifenstive gemeint sei. Er meine dami! j-ten Bersch, duich eine Rede oder auf anzere Weise nter dem Vorwenck des Wunsches nch emer ehrenvollen Beendigung dea Krtege? tin den Raa vf der Alltteiten für die große Sache der fFreibe:î Zœi-traht zu b ingen und bie einelnen Vfitgtieder der Aliinz zu eitmutiper, Die Nette Snoroten9 |:t ets der f'assi hen Bet'ptele dafür. Jedermann wär sche die ehrenvoie Beendigurg bes Krieg 6, niemand wüssche den Krteg weoena itgeubwelWzer untergeord- neter Wunde fort¡useyen. Snowden hade eine Uebersicht über biz Tialecendomschläie g:ueben, ble von Zit zu Zeit von den Wiiltelähten au? gingen, Sei aber einer cavon jo gerceser, taß ihn ein veinünftig derfender Politiker als anrebnbare F leden8grundTage Luit? betraten Tönn:n? Gebe es trgendwilde Anzeichen tafür, daß Vorshläze wie der Brief des Kaisers von Oettezreich oder irgend- wel: anderen Vors4läge in der Abit gemacht wurder, eineg Fiteden zu erhalten, den selbst ein Mann wie Snoxaden als annehm- baren Æiieten betrachten wide? Grgland babe niemais trgende wmelhe Vorschläge zurückzerotejen, die setuer Vetoaupng nah au nur il gerigufte Aubsiht aur etnen Frieder, wie ihu alle rünfdten, gr währt hätiin. Es tei gar feia Aazetcien dafür voihanden, daß die deutsche Utezlezunu eS mit civem tolden Fr‘edertangebot jemals rrnft gemeint habe. Habe die deutse Regierung jema!s ofen ur.d veutl'ch ta etner threr Urfunden oder túrer Neben erklärt, daß Belyten auf- gegteben, rot:derbergestellt und wieder in cine Lage völliger wotrtshafft- licher und pelitticher Unathängigktt verjeßt werden würde? Er kenne fetne solche E: klä ung. arn hätten «6 die deut'ch!n Staats männer fo dargesflelit, als ob fie dev englilen Staatsmännern ann-hmbare Frledenébeoincgungen arg botea bátten und als cb die
engli\hen Staat?männer darauf beftänden, den Krteg fott- zuweyen. Was immer die AdsiHtea Snowdevs sein mêchten,
fein Verhalten îm Hause fei danaH angetan, die Allifert-n und ihre Freunde zu entmutigen und die Miitelmäcte und ihre Funde zu ermutiger. (Beifall) Dies sei etne jäumerlite Leiftung. Snowden scheine zu glauben, taß die Alliterten tin diefen Punkten mit Wilson nit über-tnitimmtien. Soviel er wisse, besteh keine Deeinun 8verschtedenh-lt ¡wiscen den Älitieiten und Wilson übec die Kretegsitele. Snowden habe au nit re(t, wenn er annehme, das die Gebheimvertiäge, die tr erwähnt hab?, dem Frieden bin?! e seien, Fs jet ein Irrtum, arzunebmen, daß der Vertrag mit Ztalten derz #Friedea im Weae ttehe. Die Alliierten seien bereit, tin ihrer Be- samiheit auf alle vernünftigen Bors&éläge zu börxen. Aber Große britannien sei en!sch!ofsen, seine Veiträge zu halten. Es set jet in ecfter Linie die A1fgabe der Alli!erten, ben deurs®-ötterreichi]Hen Anfirengungen im Westen Widerstand zu lelsten und alles
¡u tun, wc8 mêglid jei, um MRußland wticderherzuft?len, damir es zroleder ¿m Beroußitsein fetrer rat!onalen Würde fomne. Wenn Lenmschland tirgendeinem Wiit.lied der Entente
vorteiTtafte friedenébedingungen aubôte, bann würde dieses Land ifoitect dafleben, teun pur fo Tange seten alle Buntetgenossen ftaik, wie sie zusammenhalten. Balfour |chloß: „Wir alle aunschen etn ehrenvcles Ende des Fieges. Niemcnd wünscht einen ktteten zu ichließ20, der nur ein V. fenftillftand scin würde. Die Wün'che aller VBölter müss a defiedigt werder, und diz? Furiedersbedingungen müssen dergena!t sein, daß fi2 die ewigen Utsahen 11d Metbungen beseitigen. Dadurch wird efne größere Siherh-1t eriegt ais dur die beslen Verträge, Unm aber diese Sich-rÿeit zu erlangen, ift bte Gcündung eines Völkeebundes notwerdig. Sunen solchen Frieden, wte ich ibn eben sliiziecit habe, werden wir niemals ekommen, rorun wir Snowdens atsch{lögen folzea, Ib bin überzeugt, daß dieser Frieden nur exreiht werden fanny, wenn wir bis zum Gnde aushaiter, damir das üebel, unter dem die ganze Weit jeyt letdet, ich rit mehr wiederholen kann.“
Der Zusatzantrag Morrell wurde im Unlerhause abgelehnt.
— Im Oberhaus wurde über bie Lage in Jrland uer- handelt. Hierbei fühite Lord Curzon u. a. aus:
Zwet Vinge von großer Brdeuwurg haben c ereico?:t. Das erfte war diz im Dai eitofgte Ertdedung der unsellyen und furh!« buen Verschwörung der Sinnfeinführecr mt bem Feinde. Das audere greß: Greiunts, das die Lage änderte, war das Vorgebrn dec rômilid;-farvrlisden Geillltdteit, die gemtinjam den Widerstand gezen diz Tienf!psl&.t anriet, Das wroar eine dlrekte Hera-sforderung der Doe:hoheit de-s Neichzes in Angelegenheiten, in denen es noch nie ta Frag? gezogen worten war, baß das Veidéparlimeut die bôdbîte Matt hate. Unter diesen Umständen war es die Pfliht der Re- gierurg, mit ben Latsachen ju cechnen und ihre Politik dana ein- zunihien. Die Persönlichkeiten, die ¡wangtweife veisch!ckt worden sind, fonnten nit vor den Yicter gebra@t werden, ohne tem Feinde dre Wege anzugeben, auf denrn die Regier:ng ih1em Vergehen auf die Spar g:kommen war. Aber wenn eiaer von ihnen unschuldig roar, jo hatie er das Ret, Berufurg etnzulegen. Diese zwavgk- weiten Berschickungex Haben die Lage tnêFrlanb wesentli erlei#tert, unh sogar die nationalistischen Abzcordnet:n teilen dieses Gefühl dec
Frle!{terupyg. Rußland.
Die Erhebung der Tscheho-Slowaken dauert an und ecshwert die Verbindung auf den fibirishea Eisenbahnen und die Verforgung der Jaduftriczentren mit Lebensmitteln. Die Lage in Pensa ift laut Meldung der „Petersburger Telegraphen- Agentur“ ernst geworden, da fich die Stadt in der Gewalt der Aufständischen befindet, die im Besiß von Panzerautomobilen und Artillerie sind. Ein ernster Kampf hat fih zwischen den Somwfjettruppen und den Tscheho-Slowaken entwickelt. Ver- fiärlungen we: den von allen Seiten nach den bedrohten Punkten entsandt. Gegenwärtig find die Tshe-ho-Slowaken Herren der Siädte Mias, Koznetsk, Tschetjabins? und der Verbindungs8- linien. Das Ende der Erhebung lasse fich für die nächsten Tage dank der Ergebenheit der ts{hecho-slowakishen Truppen gegen die Sowjeis voraussehen, da alle Zwischenfälle nur dur ihre Offiziere und gegenrevolutionäre rusfische Elemente her- vorgerufen worden seien.
Nach Meldungen der Moskauer Presse gehen die t\heho-slowakishen Truppen auf der Linie Tscheljabinsk— Ufa vor. Bei Kischtym haben s{chwere Kämpfe stattgefunden, in denen die Somwjettruppen fiegreid waren.
Nach einer amtlichen Mitteilung ift der Großfürst Michael Alerandrowitsch aus Perm entflohen.
Der litauishe Nationalrat hat „W. T. B.“ zufolge die nahsiehende A R erlassen:
Nacddem der litauiste Naitonalcai von der Erlläcurg tex alitteien Regterungen vom 3. Juni tn Versailles Kerrtnis genommen hat und indem. er die Gerehligkeit der Wiederheistelung Polens tg den wirkli ethnographishen Grenzen a? erkennt, ftellt er fest:

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