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Timestamp: 2019-12-05 23:00:22+00:00

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Rechtsprechung: NStZ 2006, 410 - dejure.org
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OLG Hamm, 19.12.2005 - 2 Ws 300/05 (https://dejure.org/2005,2997)
OLG Hamm, Entscheidung vom 19.12.2005 - 2 Ws 300/05 (https://dejure.org/2005,2997)
OLG Hamm, Entscheidung vom 19. Dezember 2005 - 2 Ws 300/05 (https://dejure.org/2005,2997)
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Aktenversendungspauschale: Abgeltungsbereich; Abgedeckter Bereich durch die Aktenversendungspauschale
Auslagen - Abgeltungsbereich der Aktenversendungspauschale
LG Hagen - 44 Qs 202/05
NJW 2006, 1076
NStZ 2006, 410 (Ls.)
NZV 2006, 496
Das gilt auch dann, wenn die Kosten für einen Paketversand anlässlich der Rücksendung von Akten entstehen, in die der Anwalt in seiner Kanzlei Einsicht genommen hat (OLG Hamm, Beschluss vom 19. Dezember 2005 - 2 Ws 300/05 - NJW 2006, 1076 ; AG Leipzig…, Beschluss vom 18. Mai 2005 - 200 Gs Js 172/05 - juris Rn. 5;… Hartmann a.a.O.).
Dagegen lässt sich nicht einwenden, dass der Rechtsanwalt, dem die Gerichtsakten auf seinen Antrag in seine Kanzlei zur Einsicht übersandt werden, für die Kosten und Auslagen der Rücksendung selbst aufzukommen hat (so OLG Naumburg, Beschluss vom 21. April 2008 - 6 W 35/08 - NJW-RR 2008, 1666; vgl. auch OLG Hamm, Beschluss vom 19. Dezember 2005 a.a.O. S. 1077).
OLG Naumburg, 21.04.2008 - 6 W 35/08
Nach wohl ganz herrschender Meinung enthält die Aktenversendungspauschale nach Nr. 9003 KV nicht die Auslagen- und Portokosten, die dem Rechtsanwalt durch Rücksendung der Akten nach Einsichtnahme entstanden sind (vgl. OLG Hamm, Beschluss vom 30. September 2005 - 22 U 185/05 in NJW 2006, 306; OLG Hamm, Beschluss vom 19. Dezember 2005 - 2 Ws 300/05, NJW 2006, 1076 - 1078; LG Berlin, 2. Große Strafkammer, Beschluss vom 10. Januar 2006 - 502 AR 1/06 - in NStZ 2006, 412; OLG Koblenz, Beschluss vom 23. Januar 2006 - 2 Ws 894/05 - ; LG Lübeck, Beschluss vom 30. Januar 2006 - 61 b OWi 1/06 - 702 Js 48576/05 - ; OLG Celle, Beschluss vom 3. Mai 2006 - 1 Ws 222/06; OLG Jena, Beschluss vom 9. Oktober 2006 - 1 Ws 287/06 - sämtliche Entscheidungen zitiert nach juris).
Das OLG Hamm hat im Beschluss vom 19. Dezember 2005 - 2 Ws 300/05 - NJW 2006, 1076 - 1078 unter Darstellung der Auffassung des Vertreters der Staatskasse seine Auffassung überzeugend dahin begründet, dass nach dem Wortlaut in Anmerkung 1 zu Nr. 9003 KV die Hin- und Rücksendung der Akten durch Gerichte oder Staatsanwaltschaften zusammen als eine Sendung gälten.
Die Vorschrift wirkt vereinfachend, weil die oft schwierige Abgrenzung, ob eine Aktenversendung als Angelegenheit der Justizverwaltung (dann Anwendbarkeit der JVKostO) oder als eine solche der Rechtspflege zu betrachten ist (bisher kostenfrei) weitgehend entfällt." (BT-Drucksache 12/6962, S. 87, Unterstreichung durch Verf.; so auch OLG Sachsen-Anhalt v. 28.04.2009, 1 Ws 92/09, NStZ-RR 2009, 296; OLG Naumburg v. 15.01.2009, 6 W 1/09; OLG Hamm NJW 2006, 1076; Brandenburgisches OLG v. 08.02.2007, 1 Ws 209/06; Thüringer OLG v. 18.02.2008, 1 Ws 333/07).
Sofern der Aktenübersendung demgegenüber ein Amtshilfeersuchen zugrunde liegt, kommt ein Kostenansatz nicht in Betracht (…vgl. BT-Drucks. a.a.O.; OLG Hamm, NJW 2006, 1076).
OLG Jena, 09.10.2006 - 1 Ws 287/06
Dafür sprechen sich aus: Der 14. Zivilsenat des OLG Koblenz in JurBüro 2006, 207 sowie das AG Brandenburg, JurBüro 2005, 316; dagegen argumentieren u. a. der 2. Strafsenat des OLG Koblenz in JurBüro 2006, 207 (Volltext bei Juris); OLG Celle, Beschluss vom 03.05.2006, 1 Ws 22/06 bei Juris; der 22. Zivilsenat des OLG Hamm in NJW 2006, 306; der 2. Strafsenat des OLG Hamm in NJW 2006, 1076 [OLG Hamm 19.12.2005 - 2 Ws 300/05] ; AG Cloppenburg, NJW 2006, 309; AG Rockenhausen, JurBüro 2006, 207.
Hierbei sollte die Regelung der Aktenversendungspauschale als pauschaler Auslagentatbestand den Aufwand und die Kosten, die bei Gericht durch die Übersendung der Akten entstehen, in pauschalierter Form abdecken (OLG Hamm, NJW 2006, 1076, 1077 [OLG Hamm 19.12.2005 - 2 Ws 300/05] ).
Der Betroffene vermag vielmehr nur in dem Wissen um das eigene Fahrverhalten einzuräumen, eine bestimmte Geschwindigkeit gefahren zu sein (BGHSt 39, 291, 305; OLG Jena NJW 2006, 1076; OLG Hamm NZV 1999, 391).
Denn durch die gewünschte Akteneinsicht außerhalb des Gerichts wird eine mit Aufwendungen verbundene besondere Serviceleistung der Justiz in Anspruch genommen (BT-Drucksache 12/6962 S. 87 zu Nummer 9003 zit. nach OLG Hamm NJW 2006, 1076).
Wegen der pauschalierten Betrachtungsweise kommt es dabei insbesondere nicht darauf an, ob und in welcher Höhe im einzelnen Fall tatsächlich Kosten entstehen (vgl. OLG Koblenz JurBüro 2006, 207 und OLG Hamm NJW 2006, 1076).
OLG Köln, 02.03.2009 - 17 W 2/09
Nach der amtlichen Begründung für die Einführung der in Rede stehenden Vorschrift (BT-Ds 12/6962, Seite 87 f.) ist kein Grund dafür ersichtlich, Aufwendungen, die durch eine solche besondere Serviceleistung der Justiz entstehen, unberücksichtigt zu lassen (ebenso: OLG Hamm, NJW 2006, 306 = OLGR 2006, 98; NJW 2006, 1076; OLG Koblenz JB 2006, 207; VGH München NJW 2007, 1483 = AGS 2007, 574;… LG Detmold, a. a. O.;… LG Frankenthal a. a. O.; AG Leipzig JB 2005, 547; Lümmler JB 1995, 573;… Notthoff a. a. O, Seite 539).
AG Frankfurt/Main, 25.08.2008 - 941 OWi 52/08
Aktenversendungspauschale: Anfallen der Pauschale bei dem Einlegen von …
Wenn diese Form der Aktenüberlassung aber gebührenfrei ist, kann es bei der Gebühr für die Versendung der Akten nicht um die Bezahlung von Serviceleistungen des Gerichts gehen, sondern allein um die pauschale Abgeltung gerichtlicher Auslagen, und zwar unabhängig von der Anzahl der versandten Akten pro Sendung." (Abweichende Meinung wohl OLG Hamm, Beschluss vom 9.12.2005, Az. 2 Ws 300/05, das nicht nur auf die Portokosten, sondern auch auf weitere "Serviceleistungen" abstellt und ausführt: "Wegen der pauschalierten Betrachtungsweise kommt es nicht darauf an, in welcher Höhe tatsächlich Kosten durch die Aktenversendung entstehen. Im Einzelfall lässt sich der konkrete Aufwand nur schwer feststellen. Der besondere Aufwand (der Justiz) ist nicht auf Portokosten beschränkt, sondern besteht darin, dass zur Erledigung eines Aktenversendungsgesuchs u. a. die Akte mit einem Übersendungsschreiben zu versehen, eine Retentakte anzulegen und die Aktenrücksendung zu überwachen ist.
OLG Koblenz, 23.01.2006 - 2 Ws 894/05
LG Trier, 26.01.2006 - 5 Qs 187/05
Ansetzen einer Aktenversendungspauschale durch die Staatsanwaltschaft; …
AG Zittau, 18.07.2006 - 4 OWi 10/06
OLG Köln, 06.01.2006 - 2 Ws 9/06
https://dejure.org/2006,2162
OLG Köln, 06.01.2006 - 2 Ws 9/06 (https://dejure.org/2006,2162)
OLG Köln, Entscheidung vom 06.01.2006 - 2 Ws 9/06 (https://dejure.org/2006,2162)
OLG Köln, Entscheidung vom 06. Januar 2006 - 2 Ws 9/06 (https://dejure.org/2006,2162)
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Verfahrengebühr für den Zeugenbeistand
Vergütungsanspruch des Zeugenbeistands
Anforderungen an die Vergütung eines Rechtsanwaltes; Anforderungen an die Geltendmachung der gerichtlichen Verfahrensgebühren; Anforderungen an die Vergütung eines Zeugenbeistanges
Keine Grundgebühr im Wiederaufnahmeverfahren - Verfahrensgebühr für beigeordneten Zeugenbeistand
Strafverfahren - Gebühren des Zeugenbeistands
LG Bonn, 29.11.2005 - 22 N 3/05
NStZ 2006, 410
Rechtsanwaltsgebühren: Vergütung der Tätigkeit eines dem Zeugen beigeordneten …
Das bedeutet aber nicht, daß dem nach § 68b StPO beigeordneten Rechtsanwalt uneingeschränkt die gleichen Gebühren wie einem Verteidiger zustehen (so OLG Koblenz NStZ-RR 2006, 254; KG (3. Strafsenat) NStZ-RR 2005, 358) oder er für seine Tätigkeit jedenfalls die Grundgebühr und die Terminsgebühr verlangen kann (so OLG Stuttgart, Beschluß vom 14. November 2006 - 1 Ws 331/06 - bei juris; KG (4. Strafsenat) AGS 2006, 176 und (5. Strafsenat) AGS 2006, 329; OLG Köln NStZ 2006, 410 - einschränkend lediglich für das Wiederaufnahmeverfahren -).
OLG Stuttgart, 14.11.2006 - 1 Ws 331/06
Vergütung des Zeugenbeistandes: Voraussetzungen des Anfalls einer …
Ob ihm darüber hinaus auch die Verfahrensgebühr nach VV RVG Nr. 4112 in Höhe von 124.- EUR zusteht, ist streitig (unterschiedlich entschieden von den Senaten des KG Berlin, www.burhoff.de; bejahend OLG Köln NStZ 2006, 410).
Rechtsanwaltsgebühren: Zeugenbeistand im Strafverfahren
b) Ob der Zeugenbeistand - anders als der Verteidiger - eine die Verfahrensgebühr (Nr. 4112 VV RVG) auslösende Tätigkeit darlegen muß (so KG v. 04.11.2005 - 4 Ws 61/05; a. A. wohl OLG Köln v. 06.01.2006 - 2 Ws 9/06; beide in www.burhoff.de ), ist zweifelhaft, kann hier aber offenbleiben.
Rechtsanwaltsvergütung: Zeugenbeistand, Vorherige Verteidigertätigkeit, …
LG Bochum, 22.12.2006 - 1 KLs 46 Js 77/05
Rechtsanwaltsvergütung: Zeugenbeistand, Einzeltätigkeit contra Vollvertretung, …
LG Potsdam, 04.10.2006 - 22 KLs 32/05
Rechtsanwaltskosten: Vergütung der Tätigkeit als Zeugenbeistand in der …
OLG Naumburg, 27.08.2009 - 1 Ws 105/09
Zeugenbeistand; Abrechnung, Tätigkeiten; Einzeltätigkeit
OLG Naumburg, 02.05.2006 - 1 Ws 154/06
OLG Celle, 25.04.2006 - 2 Ws 62/06
Rechtsanwaltsvergütung: Höhe der Gebühren eines beigeordneten Zeugenbeistands in …
OLG Rostock, 03.05.2006 - I Ws 36/06
OLG Köln, 29.12.2005 - 2 ARs 229/05
https://dejure.org/2005,7354
OLG Köln, 29.12.2005 - 2 ARs 229/05 (https://dejure.org/2005,7354)
OLG Köln, Entscheidung vom 29.12.2005 - 2 ARs 229/05 (https://dejure.org/2005,7354)
OLG Köln, Entscheidung vom 29. Dezember 2005 - 2 ARs 229/05 (https://dejure.org/2005,7354)
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Verjährung des Abspruchs auf eine Pauschgebühr
Verteidigung im Vollstreckungsverfahren; Verjährung
BRAGO § 99; BGB § 195
Pauschgebühr: Verjährung des Anspruchs; Bewilligung einer über die gesetzlichen Gebühren hinausgehenden Pauschalvergütung für Pflichtverteidiger; Überdurchschnittlich umfangreiche und zeitaufwendige Unterbringungssache; Verjährungsfrist für den Anspruch des ...
BGB § 195; BRAGO § 99
OLG Braunschweig, 25.04.2016 - 1 ARs 9/16
Vergütung des anwaltlichen Beistandes für den Nebenkläger: Fälligkeit des …
Mit dem Kammergericht ( vgl. NStZ-RR 2015, 307 ) schließt sich nunmehr auch der Senat in Abkehr von seiner bisherigen Rechtsprechung ( vgl. JurBüro 2000, 174; 2001, 308 ) der überwiegenden Auffassung in der obergerichtlichen Judikatur ( vgl. OLG Düsseldorf AGS 2007, 75; OLG Köln AGS 2006, 281; OLG Jena AGS 1998, 87; OLG Hamm JurBüro 1996, 642; OLG Bamberg JurBüro 1990, 1282 ) an, wonach der Anspruch auf Bewilligung einer Pauschgebühr - sofern die Tätigkeit des Anspruchsinhabers nicht bereits vorher infolge Entpflichtung endgültig beendet wurde - erst mit dem rechtskräftigen Abschluss des Verfahrens fällig wird.
KG, 15.04.2015 - 1 ARs 22/14
Vergütung des Pflichtverteidigers: Fälligkeit und Verjährung des Anspruchs auf …
Nach der Gegenansicht wird der Anspruch auf Bewilligung einer Pauschgebühr erst mit dem rechtskräftigen Abschluß des Verfahrens fällig (vgl. OLG Düsseldorf AGS 2007, 75; OLG Köln, Beschluß vom 29. Dezember 2005 - 2 ARs 229/05 - bei juris; Thüringisches OLG AGS 1998, 87; OLG Hamm NStZ 1997, 41; OLG Bamberg JurBüro 1990, 1282).
Während dies - bereits auch unter Geltung der früheren Regelung in § 99 BRAGO - in der Rechtsprechung der Oberlandesgerichte vormals unterschiedlich beurteilt wurde, besteht nunmehr im Grunde Einigkeit, dass der Anspruch auf Bewilligung einer Pauschvergütung jedenfalls bei Fortbestand der Beiordnung erst nach endgültigem, mithin rechtskräftigem Abschluss des gesamten Verfahrens entsteht (OLG Braunschweig vom 25.4.2016 [1 ARs 9/16]; KG Berlin, NStZ-RR 2015, 296; OLG Düsseldorf, NStZ-RR 2006, 224; OLG Köln, RVGreport 2006, 148; OLG Hamm, StraFo 1996, 189; ThürOLG, StraFo 1997, 253; OLG Bamberg, JurBüro 1990, 1282;… Gerold/Schmidt-Burhoff, RVG, 22 Aufl., § 51 Rn. 53 und Burhoff, RVG, 2. Aufl., § 51 RVG Rn. 61).

References: § 68
 § 99
 § 195
 § 195
 § 99
 § 99
 § 51
 § 51