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Timestamp: 2016-10-20 21:25:00+00:00

Document:
2C_44/2013 (12.02.2014)
2C_44/2013 � � Urteil vom 12. Februar 2014
Weltpoststrasse 20, 3000 Bern 15,
ING Real Estate Development Alpenrhein AG, vertreten durch Dr. M. Vischer, Dr. U. Sommer, Rechtsanw�lte, Walder Wyss AG,
ROS Landquart Management GmbH,
Bata Schuh AG,
Bogner Sport AG,
Centa-Star GmbH,
Delac SA,
Diesel Suisse SA,
GSI Suisse SA,
INTS It is not the same GmbH,
Its Companys AG,
IBS de Luxe,
Josef Reis GmbH & Co.KG,
Lavazza Caf� GmbH,
Le Creuset Swiss AG,
Lindt & Spr�ngli Schweiz AG,
Longboarder Retail GmbH,
Mantana AG,
Marc Picard Franchise 2007 GmbH,
Oakley (Schweiz) GmbH,
Sarar Europe GmbH,
Schuhhaus Walder AG,
SEB Groupe Schweiz GmbH,
Sixty GmbH,
Terra Futura GmbH,
Victorinox AG,
Wenger SA,
Zauberstern Kids,
H. Sigrist-Import AG,
Rip Curl Suisse S�rl,
Lintex Warnaco Sarl,
Navyboot AG,
Schlossberg Textil AG,
Jet-Set Distribution GmbH,
Envy, Pride Switzerland GmbH,
Beschwerdegegner 2 - 35 vertreten durch Prof. Dr. T. Poledna, Dr. M. Kurer, Rechtsanw�lte,
Pfendt Handels AG,
Josef Seibel AG,
Bree Schweiz GmbH,
Cashmere World Shop GmbH,
Strenesse AG,
Werder Sports,
Maestrani Schweizer Schokoladen AG,
Departement f�r Volkswirtschaft und Soziales Graub�nden, Reichsgasse 35, 7001 Chur.
Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graub�nden vom 30. Oktober 2012.
�Das im November 2009 er�ffnete "Alpenrhein Village Outlet Shopping" - seit Ende 2012 "Designer Outlet Landquart" - in Landquart ist ein Outlet-Einkaufszentrum im Stil eines alpinen Dorfes mit etwa 90 Gesch�ftslokalen. Bis anhin konnte etwas mehr als die H�lfte der Lokalit�ten mit internationalen und schweizerischen Markenartikel-Herstellern besetzt werden. Die Betriebe verkaufen t�glich - mithin jeweils auch sonntags - ihre Kollektionen aus der letzten Saison und leicht mangelhafte Ware mit erheblichen Preisreduktionen.
B.a.�Ende 2009 bzw. Anfang 2010 stellten die Gewerkschaft UNIA einerseits und die ING Real Estate Development Alpenrhein AG (Eigent�merin des Outlet-Einkaufszentrums), die GVA Grimley Schweiz GmbH (Betreibergesellschaft) sowie zahlreiche einzelne Betriebe des Outlet-Einkaufszentrums andererseits beim Amt f�r Industrie, Gewerbe und Arbeit des Kantons Graub�nden ein Feststellungsbegehren betreffend Sonntagsarbeit in den Gesch�ftslokalen des Outlet-Einkaufszentrums.
�Am 21. Oktober 2010 stellte das genannte Amt fest, dass die im Outlet-Einkaufszentrum angesiedelten Gesch�fte die Voraussetzungen f�r die Befreiung von der Bewilligungspflicht f�r Sonntagsarbeit gem�ss Art. 4 Abs. 2 der Verordnung 2 vom 10. Mai 2000 zum Arbeitsgesetz (ArGV 2; SR 822.112) in Verbindung mit Art. 27 Abs. 2 lit. c des Bundesgesetzes vom 13. M�rz 1964 �ber die Arbeit in Industrie, Gewerbe und Handel (Arbeitsgesetz, ArG; SR 822.11) und Art. 25 ArGV 2 erf�llen w�rden und demnach berechtigt seien, die mit der Bedienung der Kundschaft besch�ftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer w�hrend der Saison an Sonntagen zu besch�ftigen. Weiter wurde festgestellt, dass die Sommersaison von Anfang Juni bis Ende Oktober und die Wintersaison vom ersten Adventswochenende bis Ende April daure.
B.b.�Die dagegen erhobene Beschwerde der Gewerkschaft UNIA wies das Departement f�r Volkswirtschaft und Soziales des Kantons Graub�nden mit Entscheid vom 16. Januar 2012 ab.
B.c.�Die anschliessende Beschwerde der Gewerkschaft UNIA wies das Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden mit Urteil vom 30. Oktober 2012 ab. Mit prozessleitender Verf�gung vom 6. September 2012 gab der Pr�sident des Verwaltungsgerichts des Kantons Graub�nden dem Parteiwechsel von der GVA Grimley Schweiz GmbH zur ROS Landquart Management GmbH statt.
�Vor Bundesgericht beantragt die Gewerkschaft UNIA, das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graub�nden vom 30. Oktober 2012 aufzuheben und festzustellen, dass die Sonntagsarbeit in den Betrieben im Outlet-Einkaufszentrum der Bewilligung bed�rfe und deshalb die aktuelle Sonntagsarbeit von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern arbeitsgesetzwidrig sei.
�Die Beschwerdegegner und das Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden beantragen die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten ist. Das Departement f�r Volkswirtschaft und Soziales des Kantons Graub�nden beantragt die Abweisung der Beschwerde. Das Eidgen�ssische Departement f�r Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) reicht eine Stellungnahme des Staatssekretariats f�r Wirtschaft (SECO) ein und verzichtet auf das Stellen von Antr�gen.
�Die Beschwerdef�hrerin hat auf eine Replik verzichtet. Am 30. August 2013 hat das Departement f�r Volkswirtschaft und Soziales des Kantons Graub�nden unaufgefordert eine Eingabe zur Vernehmlassung des WBF eingereicht. Die Beschwerdegegner haben am 2. September 2013 zur Vernehmlassung des WBF Stellung genommen.
1.1.�Die Beschwerde richtet sich gegen den Endentscheid (Art. 90 BGG) einer letzten kantonalen Instanz (Art. 86 Abs. 1 lit. d und Abs. 2 BGG) in einer Angelegenheit des �ffentlichen Rechts (Art. 82 lit. a BGG). Ein Ausschlussgrund nach Art. 83 BGG liegt nicht vor. Die Gewerkschaft UNIA ist nach Art. 58 ArG beschwerdebefugt (Art. 89 Abs. 2 lit. d BGG; Urteile 2C_156/2009 vom 2. September 2009 E. 1; 2C_344/2008 / 2C_345/2008 vom 26. M�rz 2009 E. 3.2). Auf die im �brigen form- und fristgereicht eingerechte Beschwerde ist daher einzutreten.
1.2.�Soweit erforderlich stellt das Bundesgericht die Beschwerde der Vorinstanz sowie den allf�lligen anderen Parteien, Beteiligten oder zur Beschwerde berechtigten Beh�rden zu und setzt ihnen Frist zur Einreichung einer Vernehmlassung an (Art. 102 Abs. 1 BGG). Das WBF ist im Bereich des �ffentlichen Arbeitsrechts beschwerdebefugt (Art. 89 Abs. 2 lit. a BGG i.V.m. Art. 42 ArG). Entsprechend wurde das Departement vorliegend in den Schriftenwechsel einbezogen.
�Weiter hat der Kreis der Beteiligten nach Art. 102 BGG das Recht, sich zu �ussern (BGE 139 I 229 E. 2.3 S. 232). Folglich ist die unaufgeforderte Stellungnahme des Departements f�r Volkswirtschaft und Soziales des Kantons Graub�nden entgegenzunehmen.
1.3.�Mit der Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten kann namentlich die Verletzung von Bundesrecht (einschliesslich der verfassungsm�ssigen Rechte) und von V�lkerrecht ger�gt werden (Art. 95 Abs. 1 lit. a und lit. b BGG). Unter den Begriff des Bundesrechts f�llt auch die Handhabung unbestimmter Rechtsbegriffe. Deren Auslegung unterliegt als Rechtsfrage - im Gegensatz zur Ermessensaus�bung - grunds�tzlich einer uneingeschr�nkten �berpr�fung durch das Bundesgericht (Urteil 2C_240/2012 vom 15. M�rz 2013 E. 1.2 mit Hinweis, nicht publ. in: BGE 139 I 145).
�Das Bundesgericht wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 106 Abs. 1 BGG), doch pr�ft es, unter Ber�cksichtigung der allgemeinen R�ge- und Begr�ndungspflicht (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), nur die geltend gemachten Vorbringen, falls allf�llige weitere rechtliche M�ngel nicht geradezu offensichtlich sind (BGE 138 I 274 E. 1.6 S. 280 mit Hinweis). Hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten, darin eingeschlossen solcher, die sich aus V�lkerrecht ergeben, gilt eine qualifizierte R�gepflicht (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 139 I 229 E. 2.2 S. 232; 138 V 74 E. 2 S. 76 f.; 138 I 367 E. 5.2 S. 373, 274 E. 1.6 S. 280 f.).
1.4.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt zugrunde (Art. 105 Abs. 1 BGG), es sei denn, dieser sei offensichtlich unrichtig oder beruhe auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG (Art. 105 Abs. 2 BGG; BGE 139 II 404 E. 10.1 S. 445; 138 I 274 E. 1.6 S. 280 f.). Die betroffene Person muss rechtsgen�gend dartun, dass und inwiefern der festgestellte Sachverhalt in diesem Sinne mangelhaft erscheint und die Behebung des Mangels f�r den Ausgang des Verfahrens entscheidend sein kann (Art. 97 Abs. 1 i.V.m. Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG; vgl. BGE 133 II 249 E. 1.4.3 S. 254 f.; 133 III 350 E. 1.3 S. 351 f.). Rein appellatorische Kritik an der Sachverhaltsermittlung und an der Beweisw�rdigung gen�gt den Begr�ndungs- bzw. R�geanforderungen nicht (BGE 139 II 404 E. 10.1 S. 445).
2.1.�Vorab ist die R�ge der Verletzung des rechtlichen Geh�rs (Art. 29 Abs. 2 BV) zu pr�fen. Die Beschwerdef�hrerin bringt vor, sie habe die Legitimation der Beschwerdef�hrerin 2 anl�sslich des Parteiwechsels der Betreibergesellschaft im vorinstanzlichen Verfahren bestritten (prozessleitende Verf�gung vom 6. September 2012). Gleichwohl habe sich die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid dazu nicht ge�ussert.
2.2.�Der verfassungsrechtliche Anspruch auf rechtliches Geh�r umfasst das Recht des Betroffenen, dass die Beh�rde seine Vorbringen tats�chlich h�rt, ernsthaft pr�ft und in ihrer Entscheidfindung angemessen ber�cksichtigt (BGE 136 I 184 E. 2.2.1 S. 188 mit Hinweis). Die Begr�ndung muss so abgefasst sein, dass der Betroffene den Entscheid gegebenenfalls sachgerecht anfechten kann. Sie muss kurz die wesentlichen �berlegungen nennen, von denen sich die Beh�rde hat leiten lassen und auf die sie ihren Entscheid st�tzt. Nicht erforderlich ist, dass sich die Begr�ndung mit allen Parteistandpunkten einl�sslich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdr�cklich widerlegt (BGE 133 III 439 E. 3.3. S. 445 mit Hinweisen).
2.3.�Soweit die Beschwerdef�hrerin das Feststellungsinteresse und die Parteistellung der Betreiberin des Outlet-Einkaufszentrums (Beschwerdegegnerin 2) bestreitet, ist dies auf eine abweichende materielle W�rdigung gegen�ber dem angefochtenen Entscheid zur�ckzuf�hren: Aus der von der Vorinstanz vorgenommenen Gesamtbetrachtung des Outlet-Einkaufszentrums ergibt sich das Feststellungsinteresse der Beschwerdegegnerin 2 (vgl. eingehend unten E. 4). Im �brigen weist bereits die prozessleitende Verf�gung vom 6. September 2012 deutlich in diese Richtung, wird doch der Parteiwechsel mit der Begr�ndung gestattet, dass die Beschwerdegegnerin 2 andernfalls das Verfahren neu aufrollen k�nnte und daraus ein "unsinniger Leerlauf" resultieren w�rde. Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Geh�r liegt daher nicht vor.
3.1.�In materieller Hinsicht geht die Vorinstanz davon aus, dass das Outlet-Einkaufszentrum als Einheit zu betrachten sei. Ob die einzelnen Betriebe im Einkaufszentrum den Bed�rfnissen des Fremdenverkehrs dienten, bestimme sich anhand einer Gesamtbetrachtung, bei welcher nicht nur das Sortiment einzelner Betriebe, sondern auch die Lage des Outlet-Einkaufszentrums an einem Verkehrsknotenpunkt f�r die Touristenstr�me, die �brigen Betriebe mit ihren jeweiligen Sortimenten und der nach aussen erkennbare Zweck zu ber�cksichtigen seien. Das Outlet-Einkaufszentrum wolle infolge seiner �usserlichen Gestaltung (Outlet Village im Stil eines alpinen Dorfes) und des beschr�nkten Warensortiments Touristen ansprechen.
�Der gesamte Kanton Graub�nden sei als Fremdenverkehrsgebiet zu qualifizieren. Das ergebe sich aus der (vormaligen) Bundesgesetzgebung �ber die F�rderung des Hotel- und Kurortkredits, an welche die alte Fassung der Verordnung 2 zum Arbeitsgesetz noch ausdr�cklich angekn�pft habe. Dies gelte sinngem�ss auch unter der aktuellen Fassung. Selbst wenn man diesem Ansatz nicht folgen wolle, liege das Outlet-Einkaufszentrum in einem Fremdenverkehrsgebiet. Dabei sei auf den funktionalen Raum abzustellen, in welchen das Einkaufszentrum eingebettet sei. Dieses liege in einem grossfl�chigen Einzugsgebiet, zudem im Raum der Tourismusdestination B�ndner Herrschaft und am Verkehrsknotenpunkt Landquart. Dem Tourismus komme hier eine wesentliche Bedeutung zu (insb. 30% der Wertsch�pfung und der Besch�ftigten im Kanton Graub�nden, 10.7% im B�ndner Rheintal, indirekte Profite). Der Tourismus im Kanton Graub�nden unterliege erheblichen saisonalen Schwankungen, wie sich aus den (vormaligen) Saison- und Kurzaufenthaltsbewilligungen sowie den Logiern�chten ergebe.
�Das Outlet-Einkaufszentrum decke mit seinem Produkt- und Warensortiment die spezifischen Bed�rfnisse der Touristen im Wesentlichen ab (Outdoor-Kleidung und Outdoor-Schuhe f�r die Winter- und Sommerzeit, spezifische Outdoor-Sportartikel, Reiseartikel und Spiele, Souvenirs, lokale Spezialit�ten, Dienstleistungen im lokalen Tourismusbereich, Sportbekleidung, Mode allgemein und Haushaltsartikel). Nicht erh�ltlich seien dagegen typische von Anwohnern nachgefragte Produkte wie Lebensmittel, Elektronikger�te, Heimwerker-Produkte und gr�ssere Haushaltsger�te. Dabei sei das Warensortiment in den Kontext der ausgewiesenen spezifischen Bed�rfnisse der Touristen des Einzugsgebiets Graub�nden sowie der Durchgangsreisenden (in Richtung Tessin oder Italien) zu setzen. Die Outdoor-Waren sowie Schneesport- und sonstigen Sportartikel seien offensichtlich auf die Bed�rfnisse der Touristen ausgerichtet. Die angebotenen Haushalts- bzw. K�chenger�te dienten den Ferieng�sten der Parahotellerie (Ferienwohnungen, Camping). Souvenirs und schweizerische sowie lokale Spezialit�ten w�rden vorab Touristen ansprechen. Auch Kleidung, Schuhe und Luxusartikel w�rden zumindest teilweise den spezifischen Bed�rfnissen der Touristen dienen.
�Richtig sei es, von einer Winter- und Sommersaison auszugehen. Dabei k�nne auf die Logiern�chte, die �ffnungszeiten der Bergbahnen, das Verkehrsaufkommen sowie die Arbeitslosenzahlen abgestellt werden. Der Wortlaut der Verordnung ("w�hrend der Saison") schliesse nicht aus, dass es eine Winter- und eine Sommersaison gebe.
3.2.�Die Gewerkschaft UNIA macht geltend, das Outlet-Einkaufszentrum liege nicht in einem Fremdenverkehrsgebiet. Es befinde sich im Industriegebiet Tardis zwischen Eisenbahn und A13 in einer der gr�ssten Industriezonen des Kantons Graub�nden. Nicht massgebend sei die Gesetzgebung zur F�rderung der Beherbergungswirtschaft. Auch sei der Begriff des funktionalen Raums eine Leerformel und ergebnisorientiert: Das Outlet-Einkaufszentrum schaffe den funktionalen Raum. Richtigerweise sei auf traditionelle Kur- und Erholungsorte etc. abzustellen. Dabei k�nnten nicht Zahlen f�r den gesamten Kanton Graub�nden beigezogen werden. Saisonm�ssige Schwankungen seien nicht erstellt. In Landquart und Umgebung sei der Tourismus nicht von wesentlicher Bedeutung. Das Sortiment richte sich an Konsumenten, nicht spezifisch an Touristen. Angestrebt sei Einkaufstourismus, �berwiegend ausgerichtet auf verbilligte Mode-Artikel. Auch sei der einzelne Betrieb zu beurteilen. Schliesslich gehe die Verordnung von nur einer Tourismussaison aus, in der bewilligungsfreie Sonntagsarbeit zul�ssig sei.
3.3.�Die Beschwerdegegnerinnen 1 und 2-35 bringen in ihren - weitgehend w�rtlich �bereinstimmenden - Eingaben vor, das Outlet-Einkaufszentrum sei Teil des Tourismusangebots in den Tourismusgebieten rund um das Outlet-Einkaufszentrum. Die anwendbaren Gesetzesvorschriften seien - als Ausnahmen vom Verbot der Sonntagsarbeit - nicht restriktiv, sondern richtig auszulegen. Es sei eine wirtschaftliche Gesamtbetrachtung vorzunehmen. Der Gesetzgeber habe die "Bed�rfnisse des Fremdenverkehrs" als Grund f�r eine Bereichsausnahme vom Verbot der Sonntagsarbeit anerkannt. Das Gesetz folge einem funktionalen Ansatz. Entscheidend sei, ob ein touristisches Bed�rfnis nach einem bestimmten Angebot bestehe und ob eine Einrichtung - wie das Outlet-Einkaufszentrum - dieses Bed�rfnis befriedige.
�Den zust�ndigen Beh�rden komme ein erheblicher Ermessensspielraum zu. Es lasse sich durchaus eine Parallele zur Gesetzgebung �ber die F�rderung der Beherbergungswirtschaft ziehen, in deren Rahmen der ganze Kanton Graub�nden als Fremdenverkehrsgebiet bezeichnet werde. Der dortige Begriff des Fremdenverkehrsgebiets decke sich im Wesentlichen mit demjenigen in Art. 25 ArGV 2. Eine einheitliche Auslegung sei bereits wegen des Gebots der Widerspruchslosigkeit der Rechtsordnung geboten. Es sei auch den Betrieben in tourismusverwandten Branchen eine flexible Reaktion auf die touristische Nachfrage zu erm�glichen. Das sei konsequent, da die Wertsch�pfung des ganzen Kantons auf den Tourismus ausgerichtet sei. Landquart sei dabei die zentrale Verkehrsdrehscheibe in der Region, insbesondere f�r den Tourismus.
�Eine r�umliche Begrenzung widerspreche dem funktionalen Konzept des Art. 27 ArG. Es sei stets ein tourismuswirtschaftlich-r�umlich sinnvolles Gebiet abzugrenzen und zu beurteilen. Die Vorinstanz habe erkannt, dass das Outlet-Einkaufszentrum nur an einem zentral gelegenen und gut erschlossenen Ort wie Landquart m�glich sei. Ohne die vorbestehenden Touristenstr�me und die tourismuswirtschaftlichen Verflechtungen im fraglichen Gebiete w�re das Outlet-Einkaufszentrum nicht realisiert worden. Die Beschwerdef�hrerin verkenne das multioptionale Tourismusangebot in der B�ndner Tourismuswirtschaft.
�Nicht entscheidend k�nne sein, ob der Fremdenverkehr mehr als die H�lfte der wirtschaftlichen Aktivit�ten einer Ortschaft ausmache. Weiter k�nne auch ein Verbund wie das Outlet-Einkaufszentrum einen Betrieb im Sinne des Arbeitsgesetzes darstellen. Das Outlet-Einkaufszentrum sei eine wirtschaftliche Einheit dar. Ausgehend von der touristischen Nachfrage lasse sich das Konzept des Outlet-Einkaufszentrums mit "normalem" Einkaufstourismus nicht vergleichen. Das Gesamtangebot diene den typischen touristischen Bed�rfnissen im Kanton Graub�nden, ausgehend von den Aktivit�ten (sportliche Indoor- und Outdooraktivit�ten), der Art der Beherbergung (Hotellerie, Parahotellerie, Ferienwohnungen) und den Durchgangstouristen. Es gehe gerade nicht um blosses "Shoppen". Das Angebot entspreche demjenigen in anderen Tourismusdestinationen im Kanton Graub�nden.
�Schliesslich liege "Saison" immer dann vor, wenn Fremdenverkehr zu verzeichnen sei und dieser eine gewisse Intensit�t erreiche.
3.4.�Das WBF erachtet es als nicht zul�ssig, den ganzen Kanton Graub�nden als Fremdenverkehrsgebiet zu qualifizieren. Im Verbund mit der praxisgem�ss weiten Auslegung des auf Touristen ausgerichteten Sortiments laufe dies auf eine Aush�hlung des Sonntagsarbeitsverbots hinaus. Eine r�umliche Begrenzung sei daher unabdingbar. Ein Abstellen auf die Bundesgesetzgebung zur F�rderung der Beherbergungswirtschaft sei nicht zul�ssig. Zus�tzlich sei das Waren- und Dienstleistungsangebot im Outlet-Einkaufszentrum - namentlich Bekleidungs- und Modeartikel zu verg�nstigten Preisen ("Outlet-Angebot") - nicht auf Touristen ausgerichtet.
4.1.�Zun�chst ist zu pr�fen, ob die Vorinstanz bei der Ausrichtung auf die touristischen Bed�rfnisse eine Gesamtbetrachtung des Outlet-Einkaufszentrums vornehmen durfte oder ob richtigerweise auf das jeweilige Sortiment der einzelnen Betriebe abzustellen gewesen w�re.
4.2.�Der Wortlaut von Art. 25 Abs. 1 ArGV 2 ist - wie bereits Art. 41 ff. aArGV 2 (AS 1966 119) - auf "Betriebe" ("entreprises"; "aziende") ausgerichtet (vgl. unten E. 5.2). Das scheint eine Einzelbetrachtung nahezulegen, bei der f�r jeden einzelnen Betrieb gesondert die Voraussetzungen f�r die Befreiung von der Bewilligungspflicht f�r Sonntagsarbeit zu pr�fen w�ren. Allerdings hat sich das Bundesgericht in seiner bisherigen Rechtsprechung einer Gesamtbetrachtung nicht verschlossen. In BGE 126 II 106 wurde das (geplante) Outlet-Einkaufszentrum als solches beurteilt und nicht auf die einzelnen Verkaufsl�den abgestellt. Auch hat das Bundesgericht im genannten Entscheid dem Betreiber bzw. Investor ("promoteur") die Beschwerdebefugnis ohne Weiteres zuerkannt (Urteil 2A.127/1999 vom 28. Februar 2000 E. 1b, nicht publ. in: BGE 126 II 106).
4.3.�Eine solche Gesamtbetrachtung darf jedoch nicht zu einer �berm�ssigen Aufweichung des Arbeitnehmerschutzes f�hren und daher nicht leichthin angenommen werden. Der von der Rechtsprechung gew�hlte Ansatz ist dort �berzeugend, wo er zu sachgerechten L�sungen f�hrt, die den wirtschaftlichen Verh�ltnissen entsprechen. Dies war in BGE 126 II 106 der Fall und trifft auch vorliegend zu: Beim Einkaufszentrum "Designer Outlet Landquart" handelt es sich um eine r�umliche und organisatorische Konzentration von mehreren Betrieben "unter einem Dach" in dem Sinne, dass die Betriebe gegen aussen unter einem gemeinsamen Namen und mit einem Gesamtangebot am Markt auftreten.
�Folge davon ist, dass sich eine Feststellungsverf�gung auf s�mtliche Betriebe eines Einkaufszentrums erstrecken kann, unabh�ngig davon, ob sie am Verfahren teilgenommen haben oder nicht. Das erm�glicht es den Eigent�mern und Betreibern, rechtzeitig die gew�nschte Klarheit �ber die Zul�ssigkeit des Sonntagsverkaufs zu erhalten. Offenbleiben kann dabei, ob ein Einkaufszentrum gegebenenfalls auch als Betrieb im Sinne von Art. 1 Abs. 2 ArG aufgefasst werden kann.
5.1.�Art. 18 ArG statuiert f�r die dem Gesetz unterstellten Betriebe das Verbot der Sonntagsarbeit. Ausnahmen sind m�glich, aber grunds�tzlich bewilligungsbed�rftig (Art. 19 Abs. 1 ArG). Abgesehen davon k�nnen nach Art. 27 Abs. 1 ArG bestimmte Gruppen von Betrieben oder Arbeitnehmern durch Verordnung ganz oder teilweise von gewissen gesetzlichen Arbeits- und Ruhezeitvorschriften ausgenommen und entsprechenden Sonderbestimmungen unterstellt werden, soweit dies mit R�cksicht auf ihre besonderen Verh�ltnisse notwendig ist (BGE 139 II 529 E. 3.1 S. 531, 49 E. 4 S. 51 f.; 134 II 265 E. 4.1 S. 266 f.). Solche Sonderbestimmungen k�nnen gem�ss Art. 27 Abs. 2 lit. c ArG insbesondere f�r Betriebe erlassen werden, die den Bed�rfnissen des Fremdenverkehrs dienen ("les entreprises qui satisfont aux besoins du tourisme"; "le aziende che servono il turismo").
�Der Gesetzgeber hat dem Verordnungsgeber einen sehr weiten Ermessensspielraum einger�umt und ihn flankierend verpflichtet, vorg�ngig die Kantone, die Eidgen�ssische Arbeitskommission und die zust�ndigen Organisationen der Wirtschaft anzuh�ren (Art. 40 Abs. 2 ArG). Dieser Spielraum ist f�r das Bundesgericht verbindlich (Art. 190 BV). Es darf in diesem Fall bei der �berpr�fung der Verordnung nicht sein eigenes Ermessen an die Stelle desjenigen des Bundesrates setzen, sondern es beschr�nkt sich auf die Pr�fung, ob die Verordnung den Rahmen der dem Bundesrat im Gesetz delegierten Kompetenzen offensichtlich sprengt oder aus anderen Gr�nden gesetz- oder verfassungswidrig ist (BGE 136 II 337 E. 5.1 S. 348 f.; Urteil 2C_1174/2012 vom 16. August 2013 E. 1.7; je mit Hinweisen).
5.2.�Die Verordnung 2 zum Arbeitsgesetz regelt die Sonderbestimmungen (Art. 3 ff. ArGV 2) sowie die unterstellten Betriebsarten und Arbeitnehmer (Art. 15 ff. ArGV 2). Zu diesen Sonderbestimmungen z�hlt unter anderem die bewilligungsfreie (ganze oder teilweise) Sonntagsarbeit (Art. 4 Abs. 2 ArGV 2). Die genannte Bestimmung ist gem�ss Art. 25 Abs. 1 ArGV 2 w�hrend der Saison anwendbar auf Betriebe in Fremdenverkehrsgebieten, die der Befriedigung spezifischer Bed�rfnisse der Touristen dienen, und auf die in ihnen mit der Bedienung der Kundschaft besch�ftigten Arbeitnehmer. Betriebe in Fremdenverkehrsgebieten sind Betriebe in Kur-, Sport-, Ausflugs- und Erholungsorten, in denen der Fremdenverkehr von wesentlicher Bedeutung ist und erheblichen saisonm�ssigen Schwankungen unterliegt (Art. 25 Abs. 2 ArGV 2).
5.3.1.�Die Ausrichtung auf Fremdenverkehrsgebiete erkl�rt sich durch die Entstehungsgeschichte von Art. 27 Abs. 2 lit. c ArG. Die Ausnahmebestimmung war bei ihrem Erlass in erster Linie auf Ladengesch�fte ausgerichtet, die in klassischen Fremdenverkehrsgebieten lagen, in denen das Hotelgewerbe einen wesentlichen Teil der Existenzgrundlage der Bev�lkerung bildete und in denen Fremdenverkehr zudem einen typischen Saisoncharakter aufwies (Botschaft vom 30. September 1960 zum Arbeitsgesetz, BBl 1960 II 909, 983; Erl�uternder Bericht, a.a.O., S. 2). W�hrend auf Verordnungsstufe bis am 31. Juli 2000 auf die damalige Gesetzgebung zur F�rderung des Hotel- und Kurortkredits verwiesen wurde (Art. 41 Abs. 2 aArGV 2 [AS 1966 119]), enth�lt Art. 25 Abs. 2 ArGV 2 heute eine eigenst�ndige Umschreibung des Begriffs "Fremdenverkehrsgebiet".
�Soweit sich die Ausrichtung auf klassische Fremdenverkehrsgebiete bis heute in der Definition nach Art. 25 Abs. 2 ArGV 2 widerspiegelt, orientiert sich die Norm am Gesetzeszweck von Art. 27 Abs. 2 lit. c ArG. Die damit einhergehenden systemimmanenten Ungleichbehandlungen zwischen Betrieben innerhalb und ausserhalb von Fremdenverkehrsgebieten hat der Gesetzgeber in Kauf genommen. Das Bundesgericht sah sich denn auch nie veranlasst, die Gesetzeskonformit�t von Art. 25 ArGV 2 infrage zu stellen (Urteile 2C_10/2013 vom 10. Januar 2014 E. 2.1, zur Publikation vorgesehen; 2A.704/2005 vom 4. April 2006 E. 3.3; 2A.166/2003 vom 7. August 2003 E. 2.2; 2A.578/2000 vom 24. August 2001 E. 3; vgl. ferner BGE 125 I 431 E. 4e/aa S. 439).
5.3.2.�Art. 25 Abs. 2 ArGV 2 umschreibt den Begriff "Betriebe in Fremdenverkehrsgebieten" als Betriebe in Kur-, Sport-, Ausflugs- und Erholungsorten, in denen der Fremdenverkehr von wesentlicher Bedeutung ist und erheblichen saisonm�ssigen Schwankungen unterliegt. Entscheidend ist damit die Lage des Betriebs in einem bestimmten "Ort", der sich durch drei Merkmale auszeichnet: Es handelt sicherstens um einen Ort, an dem ein Angebot an Kuren, Sportaktivit�ten oder Erholungsaufenthalten besteht oder der ein Ausflugsziel darstellt. Zweitens spielt der Fremdenverkehr dort eine wesentliche Bedeutung und unterliegt drittenserheblichen saisonm�ssigen Schwankungen (Urteile 2C_10/2013 vom 10. Januar 2014 E. 2.2.1, zur Publikation vorgesehen; 2A.704/2005 vom 4. April 2006 E. 3.3.1).
5.3.3.�Der Ortsbegriff des Art. 25 Abs. 2 ArGV 2 ist nach konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung nicht derart eng zu verstehen, dass er sich einzig auf isolierte Tourismussiedlungen in abgelegenen Gebieten bez�ge, sondern zeichnet sich prim�r durch das touristische Angebot aus (Urteile 2C_10/2013 vom 10. Januar 2014 E. 2.2.1, zur Publikation vorgesehen; 2A.578/2000 vom 24. August 2001 E. 4a). Das Vorliegen eines solchen Ortes darf jedoch nicht allzu leicht bejaht werden. Das Beherbergungsangebot (Hotel und Parahotellerie), das Vorhandensein von Sport- und Erholungseinrichtungen sowie weitere objektive Kriterien spielen eine entscheidende Rolle.
�Nach dem Gesagten ist der Ortsbegriff des Art. 25 Abs. 2 ArGV 2 durch die Lage und die Konzentration des touristischen Angebots und der touristischen Infrastruktur gekennzeichnet und begrenzt. Nicht massgeblich ist, ob es sich um eine ganze Ortschaft oder Stadt oder um einen Stadtteil handelt. Ebenso wenig deckt sich der Ortsbegriff notwendigerweise mit dem Gebiet einer bestimmten politischen Gemeinde. Es ist - zumindest theoretisch - nicht ausgeschlossen, dass es sich um ein mehrere Ortschaften umfassendes Gebiet handeln kann (z.B. ein Skigebiet). Entscheidend ist in jedem Fall, dass der Ortsbegriff des Art. 25 Abs. 2 ArGV 2 durch das touristische Angebot und die touristischen Anlagen �rtlich klar begrenzt und damit auf die lokale Ebene ausgerichtet bleibt (vgl. zum Ganzen Urteil 2C_10/2013 vom 10. Januar 2014 E. 2.2.1 und E. 5.1, zur Publikation vorgesehen).
5.3.4.�Es ist diese Ausrichtung auf die lokale Ebene, welche die Umschreibung des Fremdenverkehrsgebiets in Art. 25 Abs. 2 ArGV 2 von derjenigen in der Gesetzgebung zur F�rderung der Beherbergungswirtschaft unterscheidet (Art. 5 Abs. 2 des Bundesgesetzes vom 20. Juni 2003 �ber die F�rderung der Beherbergungswirtschaft [SR 935.12] sowie Art. 2 und Anhang der Verordnung vom 26. November 2003 zum Bundesgesetz �ber die F�rderung der Beherbergungswirtschaft [SR 935.121]). Letztere erfasst bereits nach dem Wortlaut "Gebiete und Ortschaften", folgt also einem regionalen Ansatz, der keine so scharfen �rtlichen Grenzen aufweist wie Art. 25 Abs. 2 ArGV 2 (Urteil 2C_10/2013 vom 10. Januar 2014 E. 5.1, zur Publikation vorgesehen). Es werden denn auch ganze Kantone wie Graub�nden oder Wallis als Fremdenverkehrsgebiete nach der Gesetzgebung zur F�rderung der Beherbergungswirtschaft qualifiziert, was bei Art. 25 Abs. 2 ArGV 2 ausgeschlossen ist.
�Dies ist Ausdruck des unterschiedlichen Regelungszusammenhangs: Bei regional-sektoraler Strukturpolitik kann sich eine weite Umschreibung gegebenenfalls rechtfertigen, w�hrend diese Offenheit im Kontext des �ffentlichen Arbeitsrechts Gefahr liefe, dem Arbeitnehmerschutz zuwiderzulaufen (Urteil 2C_10/2013 vom 10. Januar 2014 E. 5.1, zur Publikation vorgesehen). Ausnahmen vom Verbot der Sonntagsarbeit sind im Interesse eines wirksamen Arbeitnehmerschutzes nach konstanter Rechtsprechung eng auszulegen (Art. 110 Abs. 1 lit. a BV; Art. 18 und 27 Abs. 1 ArG; BGE 136 II 427 E. 3.2 S. 431 mit Hinweisen; 134 II 265 E. 5.5 S. 270 f.; 126 II 106 E. 5a S. 109 f.; vgl. ferner zum Zweck des Verbots der Sonntagsarbeit BGE 116 Ib 270 E. 4a S. 274 f.).
5.3.5.�Liegt der Betrieb in einem Kur-, Sport-, Ausflugs- oder Erholungsort nach Art. 25 Abs. 2 ArGV 2, ist weiter zu kl�ren, ob der Fremdenverkehr dort von wesentlicher Bedeutung ist underheblichen saisonm�ssigen Schwankungen unterliegt (vgl. zu Letzterem auch unten E. 5.5). Dabei k�nnen tourismuswirtschaftliche Zahlen ber�cksichtigt werden, soweit sie Aufschl�sse �ber den nach Art. 25 Abs. 2 ArGV 2 massgeblichen Ort zulassen. Diese statistischen Daten k�nnen sich namentlich auf das Beherbergungsangebot (Hotel und Parahotellerie) und die �bernachtungen sowie den Anteil des Tourismus an der Gesamtbesch�ftigung beziehen (Urteil 2C_10/2013 vom 10. Januar 2014 E. 5.1, zur Publikation vorgesehen).
�Das Bundesgericht hat es abgelehnt, die "wesentliche Bedeutung" des Fremdenverkehrs von starren quantitativen Schwellenwerten abh�ngig zu machen. Vielmehr ist auch die Umschreibung des Ortsbegriffs im konkreten Fall zu ber�cksichtigen. Mit Bezug auf die Gemeinde Murten (mehr als 6'000 Einwohner) hat es das Bundesgericht j�ngst als sehr zweifelhaft ("tr�s douteux") bezeichnet, ob die touristischen Aktivit�ten mehr als die H�lfte aller wirtschaftlichen Aktivit�ten ausmachen m�ssen (Urteil 2C_10/2013 vom 10. Januar 2014 E. 5.2, zur Publikation vorgesehen).
5.4.1.�Liegt ein Betrieb innerhalb eines Fremdenverkehrsgebiets im Sinne von Art. 25 Abs. 2 ArGV 2, bleibt zu pr�fen, ob der Betrieb "der Befriedigung spezifischer Bed�rfnisse der Touristen" dient (Art. 25 Abs. 1 ArGV 2). Darunter fallen jene Betriebe, die tats�chlich den Bed�rfnissen des Fremdenverkehrs dienen. Diese Betriebe sind regelm�ssig in besonderer Weise von saisonm�ssigen Schwankungen im Tourismus betroffen. Nicht dazu z�hlen jene Betriebe, die in erster Linie oder gar ausschliesslich die Bed�rfnisse der einheimischen Bev�lkerung befriedigen (Urteil 2A.578/2000 vom 24. August 2001 E. 5c mit Hinweis.
5.4.2.�Dabei k�nnen die "spezifischen Bed�rfnisse der Touristen" nicht derart weit gefasst werden, dass das blosse�
Einkaufserlebnis�("Einkaufstourismus") darunter f�llt. Ansonsten w�rde das Kriterium weitgehend leerlaufen (vgl. BGE 126 II 106 E. 5a S. 109 f.). Dagegen w�re es verfehlt, die touristischen Bed�rfnisse auf diejenigen Bed�rfnisse beschr�nken zu wollen, die einzig und allein den Touristen eigen sind (z.B. Souvenirartikel, Reisef�hrer). Vielmehr k�nnen nach konstanter bundesgerichtlicher Praxis auch Grundbed�rfnisse des Menschen dazu z�hlen (z.B. Lebensmittel oder Hygieneprodukte; BGE 126 II 106 E. 4 S. 109; Urteile 2C_10/2013 vom 10. Januar 2014 E. 2.3, zur Publikation vorgesehen; 2A.578/2000 vom 24. August 2001 E. 5; 2A.612/1999 vom 30. Juni 2000 E. 5a).
5.4.3.�Zur Abkl�rung, ob das Kriterium erf�llt ist, k�nnen neben dem Anteil der Touristen an der Kundschaft des betreffenden Betriebes auch Indizien wie namentlich die Umsatzentwicklung, der Gesamteindruck des angebotenen Sortiments und der �brige Marktauftritt angemessen Beachtung finden (vgl. z.B. Urteile 2C_10/2013 vom 10. Januar 2014 E. 5.2, zur Publikation vorgesehen; 2A.578/2000 vom 24. August 2001 E. 6; 2A.612/1999 vom 30. Juni 2000 E. 5b). Weiter ist es in diesem Rahmen ebenfalls wichtig zu pr�fen, inwiefern die Bed�rfnisse der Touristen�
anderweitig�abgedeckt werden (Urteil 2C_10/2013 vom 10. Januar 2014 E. 2.3, zur Publikation vorgesehen), was auch von den jeweiligen Tourismusformen abh�ngt. So hat das Bundesgericht etwa ber�cksichtigt, dass in den Franches-Montagnes (Jura) der Camping-Tourismus eine wichtige Rolle spielt und daher bei einer Anreise am Wochenende ein Bedarf besteht, G�ter des t�glichen Gebrauchs vor Ort einzukaufen (Urteil 2A.612/1999 vom 30. Juni 2000 E. 5b).
5.5.�Art. 25 Abs. 1 ArGV 2 l�sst Abweichungen vom Verbot der Sonntagsarbeit "w�hrend der Saison" ("pendant la saison touristique"; "durante la stagione") zu. Dieses Kriterium dient der zeitlichen Eingrenzung und kn�pft daran an, dass der Tourismus in Fremdenverkehrsgebieten erheblichen saisonm�ssigen Schwankungen unterliegt (Art. 25 Abs. 2 ArGV 2). In diesen Gebieten weist der Zustrom an Touristen mit anderen Worten saisonale Spitzen auf, w�hrend derer sich eine Abweichung vom Verbot der Sonntagsarbeit rechtfertigt. Dabei schr�nkt der Wortlaut von Art. 25 Abs. 1 ArGV 2 die Sonderbestimmungen nicht auf eine einzige Saison pro Jahr ein. Fremdenverkehrsgebiete k�nnen denn auch mehrere zeitlich klar begrenzte Saisonspitzen pro Jahr verzeichnen (z.B. Sommer- und Wintersaison). In jedem Fall ist aber darauf zu achten, dass das gesetzliche Kriterium der Saisonalit�t nicht dadurch unterlaufen wird, dass die zeitlichen Grenzen der (Hoch-) Saison �berm�ssig weit gezogen werden.
5.6.�Insgesamt stellt Art. 25 ArGV 2 eine sachgerechte und zwecktaugliche Konkretisierung von Art. 27 Abs. 2 lit. c ArG dar, die es namentlich erlaubt, die jeweiligen �rtlichen und sachlichen Gegebenheiten geb�hrend zu ber�cksichtigen.
�Vorbehalten bleiben gem�ss Art. 71 lit. c ArG namentlich Polizeivorschriften des Bundes, der Kantone und der Gemeinden �ber die Sonntagsruhe und �ber die �ffnungszeiten von Betrieben, die dem Detailverkauf, der Bewirtung oder der Unterhaltung dienen. Kantonale oder kommunale Ladenschlussvorschriften d�rfen, wie das Bundesgericht in konstanter Rechtsprechung erkannt hat, seit Inkrafttreten des eidgen�ssischen Arbeitsgesetzes weiterhin dem Schutz der Nacht- und Feiertagsruhe bzw. - aus sozialpolitischen �berlegungen - allenfalls jenem der nicht dem Arbeitsgesetz unterstellten Personen (Gesch�ftsinhaber und ihre Familienangeh�rigen, gewisse leitende Angestellte) dienen, nicht aber dem Schutz des Verkaufspersonals, welcher durch das Arbeitsgesetz abschliessend geregelt ist (BGE 130 I 279 E. 2.3.1 S. 284 mit Hinweisen). Soweit die Kantone oder Gemeinden unter Beachtung dieser Vorgaben die Laden�ffnungszeiten einschr�nken, kann von den Sonderbestimmungen f�r Betriebe in Fremdenverkehrsgebieten kein Gebrauch gemacht werden (vgl. eingehend Urteil 2C_10/2013 vom 10. Januar 2014 E. 2.5, zur Publikation vorgesehen).
6.1.�Entgegen der Vorinstanz ist es ausgeschlossen, den ganzen Kanton Graub�nden pauschal als Fremdenverkehrsgebiet nach Art. 25 Abs. 2 ArGV 2 zu qualifizieren. Die Bezugnahme auf die Gesetzgebung zur F�rderung der Beherbergungswirtschaft �berzeugt nicht (vgl. oben E. 5.3.4). Vielmehr ist anhand der in Art. 25 Abs. 2 ArGV 2 aufgez�hlten Kriterien zu pr�fen, ob das Outlet-Einkaufszentrum in einem Kur-, Sport-, Ausflugs- oder Erholungsort liegt, in dem der Fremdenverkehr von wesentlicher Bedeutung ist und erheblichen saisonm�ssigen Schwankungen unterliegt.
6.2.�Zu Unrecht stellt die Vorinstanz in ihrer (Eventual-) Begr�ndung nicht auf das touristische Angebot vor Ort ab, sondern l�st sich mit dem Kriterium des "funktionalen Raumes" von einer r�umlich-territorialen Begrenzung. Ein solcher "funktionaler" Ansatz widerspricht der urspr�nglichen Stossrichtung des Art. 27 Abs. 2 lit. c ArG und den konkretisierenden Kriterien auf Verordnungsstufe, wonach der Ortsbegriff des Art. 25 Abs. 2 ArGV 2 durch das touristische Angebot und die touristischen Anlagen �rtlich klar begrenzt und damit auf die lokale Ebene ausgerichtet ist (vgl. oben E. 5.3.3). Die vorinstanzliche Argumentation l�uft darauf hinaus, den Begriff des Fremdenverkehrsgebiets grossfl�chig auszudehnen. Damit w�rden das Verbot der Sonntagsarbeit (Art. 18 ArG) und der Gesetzeszweck eines wirksamen Arbeitnehmerschutzes unterlaufen (vgl. Urteil 2C_10/2013 vom 10. Januar 2014 E. 2.4 und E. 5.1, zur Publikation vorgesehen).
6.3.�Landquart wird nicht deswegen zum Kur-, Sport-, Ausflugs- oder Erholungsort, weil der Ort einen bedeutenden Verkehrsknotenpunkt im Kanton Graub�nden darstellt, den die Touristen passieren, um zu ihren Zieldestinationen zu gelangen. Mit dieser Begr�ndung k�nnten zahlreiche Zufahrtswege und damit weite Teile des Schweizer Mittellands zum Fremdenverkehrsgebiet nach Art. 25 Abs. 2 ArGV 2 erkl�rt werden. Aus den angef�hrten tourismuswirtschaftlichen Zahlen ergibt sich nichts anderes. Sie beziehen sich prim�r auf den gesamten Kanton Graub�nden oder doch auf das B�ndner Rheintal bzw. die B�ndner Herrschaft und gehen damit �ber den Ortsbegriff des Art. 25 Abs. 2 ArGV 2 hinaus (vgl. dazu auch Urteil 2C_10/2013 vom 10. Januar 2014 E. 5.1, zur Publikation vorgesehen). Bezeichnenderweise �ussert sich die Vorinstanz nicht n�her zu den konkreten lokalen Verh�ltnissen, befindet sich doch das Outlet-Einkaufszentrum gem�ss den Feststellungen der verwaltungsinternen Beschwerdeinstanz in einer der gr�ssten Industriezonen des Kantons Graub�nden.
6.4.�Das Outlet-Einkaufszentrum liegt damit nicht in einem Fremdenverkehrsgebiet nach Art. 25 Abs. 2 ArGV 2 und die Beschwerde ist schon deswegen gutzuheissen. Es braucht damit nicht abschliessend gekl�rt zu werden, ob das Outlet-Einkaufszentrum der Befriedigung spezifischer Bed�rfnisse der Touristen dient. Immerhin sei darauf hingewiesen, dass der vorliegende Sachverhalt deutliche Parallelen zu BGE 126 II 106 aufweist. In beiden F�llen handelt es sich um ein Outlet-Einkaufszentrum, in dem namentlich Bekleidungs- und Modeartikel zu verg�nstigten Preisen angeboten werden. Entsprechend liegt die Vermutung nahe, dass auch vorliegend das "Einkaufserlebnis" im Vordergrund steht. Es w�re also vertieft abzukl�ren, ob das Outlet-Einkaufszentrum nicht in erster Linie den Bed�rfnissen der Bev�lkerung des Kantons Graub�nden und der benachbarten Kantone dient. Solcher "Einkaufstourismus" w�re von Art. 25 ArGV 2 nicht erfasst.
�Dabei mag es durchaus zutreffen, dass auch Touristen, die sich im Kanton Graub�nden aufhalten, einen Bedarf an entsprechenden Produkten und Waren (insb. Outdoor-Bekleidung, Sportartikel etc.) haben k�nnen. Das ist jedoch kein Grund, von der Ordnung des Art. 25 ArGV 2 abzuweichen, die Sonderbestimmungen f�r Betriebe in den einzelnen Tourismusdestinationen und damit "vor Ort" zul�sst. Auch touristische Konsumbed�rfnisse sind nicht jederzeit an jedem Ort zu befriedigen.
7.1.�Die Beschwerde erweist sich nach dem Gesagten als begr�ndet und ist gutzuheissen. Es ist festzustellen, dass die Betriebe des Einkaufszentrums "Designer Outlet Landquart" nicht in einem Fremdenverkehrsgebiet nach Art. 25 ArGV 2 liegen und daher nicht ohne beh�rdliche Bewilligung Arbeitnehmer am Sonntag besch�ftigen d�rfen.
7.2.�Bei diesem Verfahrensausgang tragen die unterliegenden Beschwerdegegner die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens zu gleichen Teilen und unter solidarischer Haftung (Art. 66 BGG). Sie haben der obsiegenden Beschwerdef�hrerin eine angemessene Parteientsch�digung zu bezahlen (Art. 68 Abs. 1 und 2 BGG), ebenfalls zu gleichen Teilen und unter solidarischer Haftung (Art. 68 Abs. 4 i.V.m. Art. 66 Abs. 5 BGG).
�Dabei ist zu beachten, dass sich die nicht anwaltlich vertretenen Beteiligten 36 - 42 vor Bundesgericht - wie zuvor in den kantonalen Rechtsmittelverfahren - nicht zur Sache ge�ussert haben. Bereits im erstinstanzlichen Verwaltungsverfahren haben sie darauf verzichtet, ein Rechtsbegehren zu stellen. Vor Bundesgericht ist daher die Parteistellung der Beteiligten 36 - 42 zu verneinen und von einer Kostenauferlegung abzusehen; sie wurden als weitere Beteiligte nach Art. 102 BGG in das Verfahren einbezogen (vgl. oben E. 1.2; Urteile 1C_273/2012 vom 7. November 2012 E. 8.3, nicht publ. in: BGE 139 I 2; 2C_415/2011 vom 3. Juli 2012 E. 4, nicht publ. in: BGE 138 I 274; 1P.537/2004 / 1P.561/2004 vom 6. Juni 2005 E. 5.1; Hansj�rg Seiler, in: Bundesgerichtsgesetz, 2007, N. 14 zu Art. 66 BGG; Moser/Beusch/Kneub�hler, Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 2. Aufl. 2013, Rz. 4.41; vgl. ferner BGE 135 II 384 E. 5.2.2 S. 405; Urteil 2C_434/2013 vom 18. Oktober 2013 E. 2.4.
7.3.�Die Festsetzung der Kosten und Entsch�digung f�r das kantonale Verfahren wird der Vorinstanz �bertragen (Art. 67 und 68 Abs. 5 BGG).
Die Beschwerde wird gutgeheissen und der angefochtene Entscheid aufgehoben. Es wird festgestellt, dass die Betriebe im Einkaufszentrum "Designer Outlet Landquart" (Landquart) die Voraussetzungen f�r die Befreiung von der Bewilligungspflicht f�r Sonntagsarbeit gem�ss Art. 4 Abs. 2 i.V.m. Art. 25 ArGV 2 nicht erf�llen.
Die Gerichtskosten von Fr. 5'000.-- werden den Beschwerdegegnern 1 - 35 unter solidarischer Haftung auferlegt.
Die Beschwerdegegner 1 - 35 haben der Beschwerdef�hrerin unter solidarischer Haftung f�r das bundesgerichtliche Verfahren eine Parteientsch�digung von Fr. 5'000.- - zu bezahlen.
Die Sache wird zur Neuverlegung der Kosten und der Parteientsch�digung des vorangegangenen Verfahrens an das Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden zur�ckgewiesen.
Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten, dem Verwaltungsgericht des Kantons Graub�nden und dem Eidgen�ssischen Departement f�r Wirtschaft, Bildung und Forschung, schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 4
 Art. 27
 Art. 25
 Art. 83
 Art. 58
 Art. 42
 Art. 102
 BGE 
 BGE 
 Art. 95
 BGE 
 Art. 42
 Art. 106
 BGE 
 Art. 25
 Art. 27
 Art. 25
 Art. 41
 BGE 
 BGE 
 BGE 
 Art. 1
 Art. 27
 Art. 27
 Art. 25
 Art. 27
 Art. 25
 Art. 25
 Art. 27
 Art. 25
 BGE 
 Art. 25
 Art. 25
 Art. 25
 Art. 25
 Art. 2
 Art. 25
 Art. 25
 Art. 18
 BGE 
 BGE 
 Art. 25
 Art. 25
 Art. 25
 BGE 
 BGE 
 Art. 25
 Art. 25
 Art. 27
 Art. 71
 Art. 25
 Art. 25
 Art. 27
 Art. 25
 Art. 25
 Art. 25
 Art. 25
 BGE 
 Art. 25
 Art. 25
 Art. 25
 Art. 66
 Art. 102
 BGE 
 BGE 
 Art. 66
 BGE 
 Art. 4
 Art. 25