Source: https://www.ris.bka.gv.at/Dokument.wxe?Abfrage=Justiz&Rechtssatznummer=RS0118580&SkipToDocumentPage=True&SucheNachRechtssatz=True&SucheNachText=False&ResultFunctionToken=da3ea248-737c-40ad-bbbb-4f61d67ee27d&Dokumentnummer=JJR_20040218_OGH0002_0130OS00179_0300000_001
Timestamp: 2019-12-08 14:08:12+00:00

Document:
RIS - 13Os179/03 11Os4/04 12O... - Rechtssatz - Justiz (OGH, OLG, LG, BG, OPMS, AUSL)
Rechtssatz für 13Os179/03 11Os4/04 12O...
RS0118580
13Os179/03; 11Os4/04; 12Os96/03; 13Os125/03; 14Os49/04 (14Os50/04); 13Os16/04; 15Os42/04; 15Os75/04; 14Os133/04; 11Os121/04; 15Os31/04; 15Os21/05k; 15Os37/05p; 14Os28/05g; 13Os22/05t; 15Os127/05y; 12Os90/05k; 11Os2/06p; 14Os23/06y; 12Os21/06i; 13Os84/06m; 13Os102/06h; 13Os139/06z; 12Os7/06f; 14Os35/07i; 13Os72/07y; 14Os76/07v; 14Os97/07g; 13Os128/07h; 14Os117/07y; 14Os136/07t; 15Os49/07f; 13Os126/07i; 11Os129/07s; 14Os127/07v; 13Os138/07d; 13Os149/07x; 14Os15/08z; 14Os162/07s; 15Os2/08w; 14Os17/08v; 12Os154/07z; 14Os40/08a; 14Os36/08p; 13Os21/08z (13Os22/08x); 13Os69/08h; 14Os82/08b; 14Os58/08y; 14Os92/08y (14Os93/08w); 14Os74/08a; 13Os73/08x; 14Os87/08p; 11Os172/08s; 14Os144/08w; 13Os10/09h; 14Os16/09y; 14Os55/08g; 13Os59/09i; 14Os86/09t; 13Os85/09p; 14Os7/10a; 13Os18/10m; 15Os61/10z; 15Os113/10x; 11Os165/10i; 12Os212/10h; 15Os8/11g; 13Os13/11b; 12Os45/11a; 11Os57/11h; 14Os184/10f; 14Os36/11t; 13Os26/11i; 13Os147/11h; 15Os165/11w; 15Os154/11b; 11Os50/12f; 15Os43/12f; 12Os52/12g; 13Os3/12h; 14Os119/12z; 14Os84/12b; 12Os26/13k; 11Os75/13h; 13Os25/13w; 15Os84/13m; 15Os76/13k; 11Os44/14a; 22Os7/14s; 15Os122/14a; 12Os57/16y; 15Os119/16p; 25Ds2/17m; 15Os27/17k; 15Os142/16w; 11Os1/18h; 17Os4/18v; 13Os136/18a; 14Os54/19a
Ein Feststellungsmangel wird geltend gemacht, indem unter Hinweis auf einen nicht durch Feststellungen geklärten, jedoch indizierten Sachverhalt eine vom Erstgericht nicht gezogene rechtliche Konsequenz angestrebt wird, weil dieses ein Tatbestandsmerkmal, einen Ausnahmesatz (§ 281 Abs 1 Z 9 lit a bis c StPO) oder eine andere rechtliche Unterstellung bei der rechtlichen Beurteilung nicht in Anschlag gebracht hat (WK-StPO § 281 Rz 600).
11 Os 4/04
Entscheidungstext OGH 09.03.2004 11 Os 4/04
Auch; Beisatz: Zur Begründung eines Feststellungsmangels bedarf es des Hinweises, welche - nach der Aktenlage indizierten - Konstatierungen vom Schöffengericht noch zu treffen und in weiterer Folge auch den Rechtsmittelausführungen zu Grunde zu legen gewesen wären. (T1)
12 Os 96/03
Entscheidungstext OGH 11.03.2004 12 Os 96/03
14 Os 49/04
Entscheidungstext OGH 05.05.2004 14 Os 49/04
nur: Ein Feststellungsmangel wird geltend gemacht, indem unter Hinweis auf einen nicht durch Feststellungen geklärten, jedoch indizierten Sachverhalt eine vom Erstgericht nicht gezogene rechtliche Konsequenz angestrebt wird. (T2)
Beisatz: Hier: Ein Vorgehen nach dem IXa. Hauptstück der StPO. (T3)
14 Os 133/04
Entscheidungstext OGH 21.12.2004 14 Os 133/04
15 Os 21/05k
Entscheidungstext OGH 21.04.2005 15 Os 21/05k
13 Os 22/05t
Entscheidungstext OGH 15.06.2005 13 Os 22/05t
15 Os 127/05y
Entscheidungstext OGH 15.12.2005 15 Os 127/05y
11 Os 2/06p
Entscheidungstext OGH 28.03.2006 11 Os 2/06p
Auch; nur T2; Beisatz: Hier: Straflose Vorbereitungshandlung. (T4)
Vgl auch; Beisatz: Hier: Objektive Erfolgszurechnung als negative Tatbestandsvoraussetzung. (T5)
13 Os 139/06z
Entscheidungstext OGH 24.01.2007 13 Os 139/06z
Auch; nur T2; Beisatz: Auch negative Tatbestandsvoraussetzungen müssen im Fall eines Schuldspruchs als Feststellungsmangel geltend gemacht werden (WK-StPO § 281 Rz 602). (T6)
13 Os 72/07y
Entscheidungstext OGH 01.08.2007 13 Os 72/07y
14 Os 76/07v
Entscheidungstext OGH 28.08.2007 14 Os 76/07v
Beisatz: Um einen Feststellungsmangel zu bewirken, müssen die Indizien in der Hauptverhandlung vorgekommen sein. Denn Feststellungen können nur anhand des der Beweiswürdigung zugänglichen Beweismaterials getroffen werden (WK-StPO § 281 Rz 600). (T7)
Vgl auch; Beisatz: Ohne Hinweis auf ein übergangenes, in der Hauptverhandlung vorgekommenes Tatsachensubstrat kann zwar ein Rechtsfehler infolge fehlender Feststellungen, nicht aber ein Feststellungsmangel geltend gemacht werden. (T8)
Vgl auch; Beisatz: Hier: Privilegierung nach § 28 Abs 3 zweiter Satz SMG (T9)
15 Os 49/07f
Entscheidungstext OGH 22.11.2007 15 Os 49/07f
13 Os 126/07i
Entscheidungstext OGH 05.12.2007 13 Os 126/07i
Vgl auch; Beisatz: Hier: Freiwillige Aufgabe der Tatausführung (§ 16 Abs 1 StGB). (T10)
14 Os 15/08z
Entscheidungstext OGH 19.02.2008 14 Os 15/08z
Vgl auch; Beisatz: Hier: Privilegierung nach § 27 Abs 2 Z 2 zweiter Halbsatz SMG aF. (T11)
14 Os 162/07s
Entscheidungstext OGH 11.03.2008 14 Os 162/07s
15 Os 2/08w
Entscheidungstext OGH 18.02.2008 15 Os 2/08w
Auch; Beisatz: Hier: Irrtümlicher Annahme eines rechtfertigenden Sachverhalts (§ 8 StGB). (T12)
14 Os 40/08a
Entscheidungstext OGH 17.04.2008 14 Os 40/08a
14 Os 82/08b
Entscheidungstext OGH 08.07.2008 14 Os 82/08b
Vgl auch; Beisatz: Hier: Verjährungseinwand verfehlt mangels Hinweises auf die Annahme dieses Strafaufhebungsgrunds stützende (konkrete) Verfahrensergebnisse die gesetzmäßige Darstellung. (T13)
Beisatz: Es darf dabei kein konstatierter Umstand übergangen oder bestritten werden. (T14)
14 Os 87/08p
Entscheidungstext OGH 05.08.2008 14 Os 87/08p
11 Os 172/08s
Entscheidungstext OGH 16.12.2008 11 Os 172/08s
Beisatz: Die prozessordnungsgemäße Geltendmachung eines Feststellungsmangels erfordert die auf Basis des Urteilssachverhalts vorzunehmende Argumentation, dass sich aus einem nicht durch Feststellungen geklärten, aber durch in der Hauptverhandlung vorgekommene Beweise indizierten Sachverhalt eine vom Erstgericht nicht gezogene rechtliche Konsequenz ergebe, weil das Gericht ein Tatbestandsmerkmal, einen Ausnahmesatz oder eine andere rechtliche Unterstellung bei der rechtlichen Beurteilung nicht in Anschlag gebracht hat. (T15)
14 Os 16/09y
Entscheidungstext OGH 21.04.2009 14 Os 16/09y
nur T2; Beis ähnlich wie T15
Bem: Hier: §§ 11, 287 StGB. (T16)
13 Os 18/10m
Entscheidungstext OGH 17.06.2010 13 Os 18/10m
Auch; Beisatz: Gründet das Gericht einen Freispruch auf die Annahme, dass ein Tatbestandsmerkmal nicht erfüllt sei, und trifft es demnach keine Feststellungen zu den übrigen, reicht es unter dem Aspekt erfolgreicher Urteilsanfechtung nicht hin, allein die den Freispruch begründende Annahme zu bekämpfen. Vielmehr ist überdies hinsichtlich jener Tatbestandsmerkmale, zu denen das Urteil keine Konstatierungen enthält, ein Feststellungsmangel (Z 9 lit a) geltend zu machen. (T17)
15 Os 61/10z
Entscheidungstext OGH 11.08.2010 15 Os 61/10z
15 Os 113/10x
Entscheidungstext OGH 10.11.2010 15 Os 113/10x
11 Os 165/10i
Entscheidungstext OGH 20.01.2011 11 Os 165/10i
Vgl; Beisatz: Ein Fehlen von Feststellungen zur rechtlichen Verjährungsfrage wäre unter dem Aspekt erfolgreicher Anfechtung eines Freispruchs wegen Verjährung als Rechtsfehler mangels Feststellungen zu behandeln. (T18)
12 Os 212/10h
Entscheidungstext OGH 25.01.2011 12 Os 212/10h
15 Os 8/11g
Entscheidungstext OGH 16.03.2011 15 Os 8/11g
12 Os 45/11a
Entscheidungstext OGH 03.05.2011 12 Os 45/11a
11 Os 57/11h
Entscheidungstext OGH 19.05.2011 11 Os 57/11h
Vgl auch; Beis ähnlich wie T7; Beis ähnlich wie T8; Beis ähnlich wie T15
14 Os 184/10f
Entscheidungstext OGH 06.07.2011 14 Os 184/10f
Beis wie T13; Beisatz: Hier: Unschlüssigkeit der Rechtsrüge, die von zwei notwendigen Bedingungen für Verbandsverantwortlichkeit nur zu einer einen Feststellungsmangel geltend macht. (T19)
13 Os 147/11h
Entscheidungstext OGH 15.12.2011 13 Os 147/11h
Beisatz: Gründet das Gericht den Freispruch auf die Verneinung der Täterschaft des Angeklagten im Zweifel zu dessen Gunsten, ohne eine Aussage zu sämtlichen Tatbestandselementen zu treffen, reicht es für den Erfolg der Nichtigkeitsbeschwerde nicht hin, einen Begründungsmangel bloß in Ansehung der getroffenen Urteilsannahme (der Negativfeststellung zur Täterschaft) aufzuzeigen. Vielmehr ist hinsichtlich jener Tatbestandsmerkmale, zu denen das Urteil keine Konstatierungen enthält, unter Berufung auf derartige Feststellungen indizierende und in der Hauptverhandlung vorgekommene Verfahrensergebnisse ein Feststellungsmangel (Z 9 lit a) geltend zu machen; fehlen die dafür nötigen Indizien, bedarf es der Geltendmachung darauf bezogener Anträge aus Z 4, wurden die fehlenden Tatbestandsmerkmale verneint, ist insoweit ein Begründungsmangel geltend zu machen. (T20)
15 Os 165/11w
Entscheidungstext OGH 25.01.2012 15 Os 165/11w
13 Os 3/12h
Entscheidungstext OGH 10.05.2012 13 Os 3/12h
Vgl auch; Auch Beis wie T20
14 Os 84/12b
Entscheidungstext OGH 29.01.2013 14 Os 84/12b
12 Os 26/13k
Entscheidungstext OGH 11.04.2013 12 Os 26/13k
11 Os 75/13h
Entscheidungstext OGH 18.06.2013 11 Os 75/13h
Auch; Beis wie T1; Beis wie T17; Beis wie T20
13 Os 25/13w
Entscheidungstext OGH 16.05.2013 13 Os 25/13w
15 Os 76/13k
Entscheidungstext OGH 13.11.2013 15 Os 76/13k
22 Os 7/14s
Entscheidungstext OGH 11.11.2014 22 Os 7/14s
15 Os 122/14a
Entscheidungstext OGH 29.10.2014 15 Os 122/14a
15 Os 119/16p
Entscheidungstext OGH 14.12.2016 15 Os 119/16p
Auch; Beisatz: Der Hinweis auf Verfahrensergebnisse, die nach gesicherter allgemeiner Lebenserfahrung als ernst zu nehmendes Indiz für Zurechnungsunfähigkeit von vornherein ausscheiden, genügt zur prozessordnungsgemäßen Geltendmachung eines Feststellungsmangels nicht. (T21)
Auch; Beisatz: Das Fehlen von Feststellungen ist nicht nur dann zu relevieren, wenn im Urteil einzelne positive Feststellungen getroffen wurden, während andere zur Tatbestandsverwirklichung erforderliche fehlen, sondern umso mehr (arg a minori ad maius), wenn gar keine Feststellungen getroffen wurden. (T22)
Beisatz: Diese Rechtsprechung findet auch im Verfahren nach dem DSt Anwendung. (T23)
15 Os 27/17k
Entscheidungstext OGH 28.06.2017 15 Os 27/17k
15 Os 142/16w
Entscheidungstext OGH 19.09.2017 15 Os 142/16w
Auch; Beisatz: Wurden im Urteil (Negativ‑)Feststellungen betreffend eine entscheidende Tatsache getroffen, kann diesbezüglich kein Feststellungsmangel vorliegen. (T24)
11 Os 1/18h
Entscheidungstext OGH 22.05.2018 11 Os 1/18h
17 Os 4/18v
Entscheidungstext OGH 25.06.2018 17 Os 4/18v
Auch; Beisatz: Begehrt die Beschwerdeführerin (wie der von ihr verwendete Begriff „Ersatzfeststellungen“ verdeutlicht) den Ersatz tatsächlich getroffener (Negativ‑)Feststellungen durch für ihren Standpunkt günstigere, macht sie keinen Feststellungsmangel geltend, sondern erstattet bloß ein Vorbringen nach Art einer im kollegialgerichtlichen Verfahren nicht vorgesehenen Schuldberufung. (T25)
Beisatz: Ausführungen in der Gegenäußerung zur Anklageschrift sind kein in der Hauptverhandlung vorgekommenes Verfahrensergebnis und daher auch kein Indiz, auf das die Behauptung eines Feststellungsmangels gestützt werden kann. (T26)
14 Os 54/19a
Entscheidungstext OGH 03.09.2019 14 Os 54/19a
ECLI:AT:OGH0002:2004:RS0118580
JJR_20040218_OGH0002_0130OS00179_0300000_001

References: § 281
 OGH 
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 § 281
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 § 281
 § 28
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 § 27
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