Source: http://kinderklau.blogspot.com/2008/11/
Timestamp: 2018-06-21 06:23:40+00:00

Document:
Kinder- und Jugendhilfe unter der Lupe: November 2008
Wer sich an ein Jugendamt wendet, muss sich vorsehen......
sonst kann es passieren, dass Sie Ihre Kinder los sind..........
Jugendämter in Deutschland: Stellst du einen Antrag - dann sieh dich vor!
Das FAZIT: (Zitat):
ausführlich hier:Jugendämter in Deutschland: Stellst du einen Antrag - dann sieh dich vor!
Eingestellt von Monika Armand um 17:33 Keine Kommentare: Links zu diesem Post
Labels: Jugendamt
Wenn nach dem telefonischen Kontakt mit dem Diplom Psychologen die Rechnung kommt.....
Es liegen mir einige Fälle vor, bei welchen Betroffene Kontakte zu Diplom Psychologen gesucht haben und ohne Vorankündigung dann eine Rechnung bekommen haben.
Eigentlich ist diese Vorgehensweise unseriös und vermutlich auch nicht rechtmässig, denn eigentlich müsste bei einem Anruf dem Anrufer mitgeteilt werden, dass bereits solche Telefonate kostenpflichtig sind.
Es gibt auch Fälle, wo die Betroffenen ermuntert worden waren, die psychologischen Gutachten zuzusenden "man werde diese einmal anschauen"....und dafür dann, neben einem Kostenvoranschlag für eine komplette gutachterliche Stellungnahme auch eine Rechnung für die "Vorberatung" zugesandt bekommen. Die Kopien des Gutachtens werden einbehalten.
Viele erhalten für ein solches "Vorabstatement" dann auch noch eine gesonderte Rechnung.
Damit diese Form der unseriösen Vorgehensweisen nicht publik werden, werden Betroffene in dieser Nachricht verpflichtet, das Vorabstatement ausschließlich für das familiengerichtliche Verfahren verwenden zu dürfen. So werden solche für das Gerichtsverfahren absolut unverwertbaren Statements durch die Einschüchterung der Betroffenen einer eigenen Bewertung entzogen. Selbstverständlich dürfen Sie sowohl ein für das Gericht gefertigtes Gutachten, als auch eine solche Stellungnahme oder ein Gegengutachten jederzeit noch einem weiteren Gutachter vorlegen.
Erst im Nachhinein stellt sich für die Betroffenen heraus, dass weder die geführten Telefonate, noch das "Anschauen" des Gutachtens kostenlos waren. Vorsicht ist auch geboten, wenn ein angeblicher "kostenloser Erstkontakt" stattgefunden hat und noch einmal ein zweites Mal telefoniert wird.
Auch in diesem Falle wird dann ohne Hinweis darauf, dass dieses zweite Telefonat dann kostenpflichtig ist, ermuntert miteinander zu reden und dannach - für den Betroffenen überraschend - eine Rechnung geschickt.
Es ist zu fragen, ob solche Psychologen ausreichend fachliche Qualifikation besitzen, eine gutachterliche Stellungnahme zu fertigen. Kommen Kontakte auf eine so "dubiose" Art und Weise zustande, könnten berechtigte Zweifel für eine ausreichende Qualifikation angebracht sein.
Der Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. (BDP ) und die Deutsche Gesellschaft für Psychologie e.V. - DGPs (DGP): "Deutsche Gesellschaft für Psychologie e.V." haben Richtlinien für die Erstellung psychologischer Gutachten aufgestellt. Die Mitglieder des BDP und des DGP sind an diese Richtlinien gebunden. Daher dürfte es hilfreich sein, wenn Diplom Psychologen/Psychologinnen, welche für Sie eine gutachterliche Stellungnahme fertigen sollen, wenigstens einer dieser Vereinigungen angehören.
Sofern Sie durch die Situation als Betroffene auch psychisch leiden, können Sie jederzeit eine - durch die Krankenkassen bezahlte - Therapie bei einem/einer Psychologischen Psychotherapeuten/Psychotherapeutin beginnen. Sprechen Sie mit Ihrem Hausarzt. Psychologische Psychotherapeuten sind für Ihre Notlagen sicher auch die geeigneteren Psychologen. Psychologische Psychotherapeuten haben eine therapeutische Zusatzausbildung und in der Regel auch entsprechend therapeutische Erfahrungen. Sie unterliegen einer staatlich kontrollierten Qualitätsaufsicht und müssen sich ständig fortbilden. Namen und Adresseon von in Ihrer Nähe niedergelassenen Psycholgischen Psychotherapeuten/Psychotherapeutinnen erfahren Sie bei den zuständigen Kassenärztlichen Vereinigungen:
Adressliste der Kassenärztlichen Vereinigungen
Eingestellt von Monika Armand um 14:30 Keine Kommentare: Links zu diesem Post
Schadensersatzpflicht bei unrichtigem Gutachten...
Gutachter tragen sehr viel Verantwortung. Ein Gutachten, welches zu falschen Schlüssen kommt, weil wissenschaftliche Standards unberücksichtigt bleiben, führt zur Schadensersatzpflicht des/der Gutachter/in.
Folgende Informationen habe ich im www zu dieser Frage gesammelt.(Neues BGH-Urteil über die Haftung von Sachverständigen)
Die Haftung des gerichtlichen Sachverständigen – Haftungsfalle für den Prozessanwalt?
Dr. Christoph Thole, Bonn (PDF-Datei - S. 22)
Erweist sich die Expertise dann aber als falsch, legt sie der Richter gleichwohl seiner Entscheidung zugrunde
und wird dadurch einer der Verfahrensbeteiligten mit einer für ihn nachteiligen Entscheidung beschwert, stellt sich die Frage nach der Haftung des Gutachters.
Insgesamt stellt § 839 a BGB gerade in Zivilprozessen erstmals eine ernsthaft in Betracht zu ziehende Anspruchsgrundlage zur Verfügung, während sich die praktische Bedeutung des Erfordernisses grober Fahrlässigkeit im Rahmen tatrichterlicher Feineinstellung noch wird erweisen müssen.
1. Rechtsmittel
Für § 839 a BGB kann dies nur bedeuten, dass der Geschädigte
zur Vermeidung des Anspruchsverlusts die in Betracht
kommenden klassischen Rechtsmittel ergreifen muss. Dies gilt jedenfalls für die (sofortige) Beschwerde und die Berufung, denn in diesen Fällen kann der iudex ad quem die Tatsachenfeststellungen der ersten Instanz und damit das Gutachten jedenfalls in den Grenzen des § 529 ZPO überprüfen. Freilich löst ein Verzicht auf das Rechtsmittel nicht stets die Folge des § 839 Abs. 3 BGB aus. Fahrlässig ist der Verzicht nur dann, wenn nach den Umständen deutliche Anhaltspunkte für Fehler des Gutachtens aufgetreten sind. Überhaupt ist die Partei nicht zwingend verpflichtet, etwa nach Durchführung der Berufung noch die Revision einzulegen,
zumal das Revisionsgericht nicht die tatsächlichen, sondern nur die rechtlichen Grundlagen der Vorentscheidungen und damit allenfalls Fehler des Gerichts, nicht aber des Gutachters
G U T A C H T E R H A F T U N G
Durch die Einführung des § 839a BGB ist es nunmehr möglich, dass derjenige, der einen Prozess aufgrund eines unrichtigen Gutachtens verliert, Schadensersatz vom Sachverständigen beanspruchen kann. Die Differenzierung, ob der Sachverständige beeidigt wurde oder nicht, spielt grundsätzlich keine Rolle mehr. Der Gutachter haftet unabhängig davon, ob er beeidigt wurde oder nicht. Der Verschuldensmaßstab ist jedoch auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit des Sachverständigen beschränkt, d.h. er haftet nicht für einfache Fahrlässigkeit. Eine Haftung bei einfacher Fahrlässigkeit kommt weiterhin nur dann in Betracht, wenn der Sachverständige beeidigt wurde.
Erklärung zur Fahrlässigkeit:
Grobe und einfache Fahrlässigkeit
Das Zivilrecht unterscheidet zwei Arten der Fahrlässigkeit. Grobe Fahrlässigkeit liegt vor, wenn die erforderliche Sorgfalt im besonderen Maße nicht beachtet wurde. Die einfache Fahrlässigkeit liegt vor, wenn die erforderliche Sorgfalt nicht beachtet werden konnte bzw. nicht mit absichtlicher Unachtsamkeit beachtet wurde. Eine grobe Sorgfaltspflichtverletzung wird angenommen, wenn die Anforderungen an die Sorgfalt jedem anderen in der Situation des Betroffenen ohne weiteres aufgefallen wären.
Was einem Gutachter widerfahren kann, wenn sein Gutachten "fahrlässig", d.h. unwissenschaftlich und falsch ist, können Sie hier nachlesen: Psycho-Gutachten "grob fahrlässig"
Hätte ich im Verfahren den Eindruck, dass der/die vom Gericht bestellte Gutachter/in zu unrichtigen Schlussfolgerungen kommt, oder das Gutachten mangelhaft erstellt worden sein könnte, würde ich meinen Anwalt darum bitten, den/die Gutachter/in während der Verhandlung beeidigen zu lassen.Denn gemäß den oben zitierten Textstellen, dürfte die Haftung wohl erweitert sein.
Eingestellt von Monika Armand um 22:05 1 Kommentar: Links zu diesem Post
Labels: Familiengerichtsverfahren, Psychologische Gutachten
beklagt die Mutter die Unterbringungsentscheidung des Jugendamtes Osnabrück . Sie wohnt 143 km vom Kinderheim entfernt und wird sich als Hartz IV-Empfängerin die Besuche bei ihren Kindern finanziell kaum leisten können. Der wegen Vergewaltigung in der JVA einsitzende Vater der Kinder und unter Kindesmissbrauchsverdacht stehende, kann hingegen - bei seinen Freigängen - seine Kinder (mit Unterstützung seiner neuen Freundin) in etwas mehr als 30 Minuten über die Autobahn erreichen. Seinen Kindern gegenüber hatte er bereits angekündigt, sie mit einer "Entführung" aus dem Heim befreien zu wollen. (Er hatte schon vor mehreren Jahren die Kinder entführt, weil er der Meinung war, dass seine Exfrau keine gute Mutter für "seine" Kinder sei....) Zu der ganzen Geschichte:
Melanie (12 Jahre alt) und Michael (13 Jahre alt)* (Namen geändert) lebten bis vor Kurzem bei ihrer Stiefmutter. Die beiden Kinder haben eine sehr enge Bindung zur Stiefmutter. Die Beziehung zur Mutter ist durch eine jahrelange Entfremdung (PA-Syndrom) durch den Vater beeinträchtigt gewesen, was sich zum Wohle der Kinder durch die Annäherung der "Noch"-Ehefrau und Mutter ganz allmählich aufzulösen scheint. Der Vater sitzt wegen Vergewaltigung in einer Justizvollzugsanstalt, Ermittlungsverfahren wegen des Verdachtes des Kindesmissbrauchs sind am Laufen. Die Mutter hatte für die Kinder einen Sorgerechtsantrag gestellt, weil sie insbesondere für ihre Tochter eine Missbrauchsgefahr durch den Vater gegeben sah. Insbesondere der Umstand, dass der Vater eine Sozialtherapie im Gefängnis abgebrochen hatte, führte auch beim Jugendamt Osnabrück zu großen Bedenken bezüglich einer Kindeswohlgefährdung.
Im Rahmen des Sorgerechtsverfahrens wurde eine kinderlose Gutachterin aus Laer eingeschaltet. Die Gutachterin war im Jahre 1994 im sog. Montessori-Prozeß ("JETZT IST NIEMAND SICHER" Gisela Friedrichsen und Gerhard Mauz zum Krieg um den sexuellen Mißbrauch) Zitat:
Zwei Psychologinnen sind im Möllers-Prozeß als Sachverständige zur Glaubwürdigkeil der Kinder gehört worden. Lioha Fricke, 33, war für die Borkener Kinder zuständig. Sie hielt auch extremste Aussagen für verläßlich. Staatsanwalt Michael Frericks entledigte sich dieser Belastung der Anklage dadurch, daß er in der Begründung des Strafantrags bemerkte, die noch geringe forensische Erfahrung Frau Frickes sei ausgeglichen worden durch die Sachkunde der Sachverständigen Ursula Krück.
beteiligt. Damals war ihr Gutachten im Berufungsverfahren verworfen worden. Allerdings scheint die Gutachterin aus Laer seither nichts dazu gelernt zu haben. Denn weder ihr Gutachten, noch das Ergänzungsgutachten entsprechen den Mindestkriterien des Bundes Deutscher Psychologen (BDP). Wie bereits im Blogbeitrag zur "Pseudowissenschaft in familiengerichtlichen Gutachten?" beschrieben, hat die Gutachterin für alle Beteiligten, d.h. für Mutter, Stiefmutter und für den Vater eine "Erziehungsunfähigkeit" und eine dadurch "verursachte" Kindeswohlgefährdung diagnostiziert. Sie hatte empfohlen, aus diesem Grunde, Michael und Melanie aus der Familie zu nehmen und die Vormundschaft dem Jugendamt zu übertragen.
Obwohl die Gutachterin offenbar weder entwicklungspsychologische, noch Kenntnisse in der Klinischen Psychologie hat, behauptete sie noch in der mündlichen Verhandlung, dass die Misshandlungs- und Missbrauchserfahrungen in der Kindheit der Stiefmutter, diese noch für mehrere Jahre "erziehungsunfähig" mache. Einzig - durch Fakten - belegbar scheint ihre Aussage, dass der Vater eine Gefahr darstelle, da in seinem Falle ein künftiger Kindesmissbrauch nicht auszuschließen sei. Sie verband ihre Feststellungen mit der Forderung, man müsse daher der Stiefmutter alle Kinder wegnehmen. Der Umstand, dass die Stiefmutter sich nicht von der sozialpädagogischen Familienhilfe, sondern von einer Psychologischen Psychotherapeutin "therapieren" hat lassen, wurde von der Gutachterin als Mangel angesehen. Die sozialpädagogische Familienhilfe wiederum hatte der Stiefmutter negativ angelastet, dass sie nicht bereit gewesen war, die Psychologische Psychotherapeutin von ihrer Schweigepflicht zu entbinden, damit die SPFH dann hätte ergänzend tätig werden können. (Hinweis: Aufgabe der sozialpädagogischen Familienhilfe ist nicht die Therapie der Familienmitglieder - siehe auch:Gesetzliche Aufgaben der Sozialpädagogischen Familienhilfe)
Dieses Gutachten führte von Seiten des Gerichtes zum Sorgerechtsentzug der Mutter und des Vaters. Da auch die Stiefmutter für "erziehungsunfähig" erklärt wurde und das Jugendamt Osnabrück darauf stützend einen Sorgerechtsantrag für Melanie und Michael* gestellt hatte, wurde bei Gericht die Vormundschaft für die beiden Kinder dem Jugendamt Osnabrück übertragen. Ein Verfahren zum Sorgerechtsentzug bei den ehegemeinsamen Mädchen läuft noch. Hauptbegründung: Die Stiefmutter sei laut Gutachterin eingeschränkt erziehungsfähig und könne aufgrund ihrer eigenen Missbrauchserfahrungen die Kinder nicht vor Missbrauch schützen, weswegen die Kinder dem Jugendamt übergeben werden müssten. (Unberücksichtigt bleibt die von der Mutter beantragte Härtefallscheidung. Paradoxerweise hat hier der auch für dieses Verfahren zuständige Richter eine Prozeßkostenhilfe für eine Härtefallscheidung abgelehnt.)
Von außen besehen, in einigen Punkten eine nachvollziehbare Sachlage. Allerdings hat weder das Jugendamt und auch nicht das Gericht die Entwicklung der Lebenssituationen der Beteiligten in ihr Kalkül einbezogen, sondern sich - trotz Vorliegen einer gutachterlichen Stellungnahme zum Gutachten - auf das wissenschaftlich unhaltbare Gutachten gestützt. Auch die in das Verfahren einbezogene Verfahrenspflegerin (Juristin) folgte der Gutachterin. Da Melanie und Michael frühzeitig den Eindruck hatten, dass die Verfahrenspflegerin sich nicht für sie einsetzen wird, haben sie Herrn Franz Romer (Kritik an der Institution Jugendamt.) um Unterstützung gebeten. Weder der Vortrag von Herrn Romer, noch seine Beistandschaft von Michael und Melanie ist im Verfahren - mit Hinweis auf die Nichtöffentlichkeit - zugelassen worden. (Pikanterweise durfte - trotz angeblicher Nichtöffentlichkeit - sowohl das Jugendamt, als auch die Gutachterin während der gesamten Gerichtsverhandlung anwesend sein.)
Auch die gutachterliche Stellungnahme eines Psychologischen Psychotherapeuten zum unwissenschaftlichen Gutachten ist im Verfahren unerwähnt und unberücksichtigt geblieben.
Der vehemente Wunsch der 12 und 13 Jahre alten Kinder bei der Stiefmutter weiter leben zu wollen und die damit verbundene Gefahr einer Traumatisierung durch eine erzwungene Fremdunterbringung wurde weder von der Gutachterin und in Folge davon auch nicht vom Jugendamt und der Verfahrenspflegerin erkannt. Das Gericht folgte - der Einfachheit halber? - vollumfänglich den Ausführungen des unhaltbaren Gutachtens....
Die Stiefmutter hatte, nachdem sie Kenntnis über den Abbruch der Sozialtherapie des Vaters und der großen Bedenken des Jugendamtes bekommen hatte, zunächst eine vorläufige Trennung seit Juli diesen Jahres gegenüber ihrem Mann erklärt. Im Zwiespalt zwischen den Erpressungsversuchen des einsitzenden Vaters, er werde dafür sorgen, dass ihr das Sorgerecht für die drei ehegemeinsamen Kinder entzogen werde, falls sie die Ehescheidung einreiche und dem Umstand, dass das Jugendamt bereits auch einen Antrag zum Entzug des Sorgerechtes der ehegemeinsamen Kinder gestellt hatte, verzichtete sie zunächst aus Sorge um eine von ihrem Noch-Ehemann unterstütze Kindesentzugsmaßnahme des Jugendamtes auf die Einreichung eines Scheidungsantrages.
Die sozialpädagogische Familienhilfe des LWL - Jugendheim Tecklenburg interpretierte ihr Zögern mit der Unterstellung, dass sie davon ausgingen, sie werde sich nicht von ihrem Mann trennen wollen. Behauptungen des einsitzenden Vaters sie habe ein fortdauerndes Verhältnis zu einem angeblichen ehemaligen Kindesmissbraucher wurden gleichfalls von der Familienhilfe für glaubwürdig gehalten. Obwohl es nicht die Aufgabe einer sozialpädagogischen Familienhilfe ist, hat diese noch vor dem mündlichen Verhandlungstermin die Besichtigung von Kinderheimen durch Michael und Melanie veranlassen wollen. Die SPFH hat damit sehr viel Aufregung und Unruhe in die Familie gebracht, von Familienhilfe konnte keine Rede mehr sein. In dieser Situation hat die Stiefmutter die Familienhilfe beendet, was ihr - trotz Nennung der Gründe - allerdings vom Gericht und dem Jugendamt negativ ausgelegt worden war. Aus den Berichten der SPFH geht hervor, dass die SPFH ihre gesetzlichen Aufgaben unvollständig bzw. gar nicht wahrgenommen hat. Ihr ausschließlich auf Defizite gerichteter Blick führte zu Spannungen und am Ende sogar zu einem völligen Vertrauensverlust zwischen den Beteiligten.
Insbesondere die Gutachterin hat im Verfahren auch bei einer veränderten Familiensituation, d.h. bei einer Scheidung der Stiefmutter und einer guten Zusammenarbeit zwischen Stiefmutter und Mutter keinen Anlass gesehen, ihre Empfehlung zur Fremdunterbringung der Kinder zurück zu nehmen. Im Gegenteil, die Gutachterin empfahl dem Gericht und Jugendamt eine mehrmonatige!!! Umgangssperre der Kinder. Diese Umgangssperre sollte nicht nur den Vater betreffen, sondern alle Beteiligten. (Die Gutachterin legt hier ein klares Zeugnis darüber ab, dass sie keinerlei wissenschaftliche Kenntnisse in Bezug auf die traumatischen Auswirkungen einer solchen Form einer "Zwangshospitalisierung" von pubertierenden Kindern hat. Die Psychologin F. aus Laer dokumentiert in dieser Beziehung völlig unzureichende entwicklungspsychologische und wissenschaftliche Erkenntnisse der klinischen Psychologie. Die Entscheidung wurde unter anderem vom Richter damit begründet, die Kinder vor einem - vom Vater zu erwartenden - Trennungskrieg zu schützen.
Zielsetzung im Urteilstenor oder besser gesagt "Aberglaube des zuständigen Richters":
Die Kinder sollen über eine gegen ihren Willen vollzogene Fremdunterbringung zur "Ruhe kommen"
Warum eine solche Annahme völlig lebensfremd ist, ist sehr leicht bereits aus dem Beitrag von Prof. Dr.Klenner zum PA-Syndrom unter Punkt1. "Das Kind soll endlich zur Ruhe kommen" in "Rituale der Umgangsvereitelung bei getrenntlebenden oder geschiedenen Eltern "zu entnehmen. Man muss nur den beeinflussenden und umgangsentziehenden Elternteil durch das Wort "Jugendamt" ersetzen.......
Das Beispiel der Familien um Michael *und Melanie* zeigt, welch großes Unheil GerichtsgutachterInnen mit unzureichenden Fachkenntnissen und geringen beruflichen Erfahrungen anrichten können.
Obwohl das KJHG (Kinder- und Jugendhilfegesetz) im Falle einer Fremdunterbringung vorsieht, dass die betroffenen Kinder möglichst nicht vollständig aus ihren Lebensbezügen (Bezugspersonen,Umgebung, Schule und Freunde) herausgenommen werden, sah sich das Jugendamt Osnabrück auf Anraten der Gutachterin nicht in der Lage die Kinder in ein vorhandenes Kinderheim am bisherigen Lebensort der Kinder unterzubringen. Gerade Michael und Melanie haben einen guten Freundeskreis und auch in der Schule haben sie sich sehr wohl gefühlt. Ebenso sind (d.h. nun "waren") sie in die kirchliche Gemeinschaft eingebunden. Der Vater kann sich - da sein JVA-Aufenthalt und die Verurteilung wg. Vergewaltigung bzw. Verdächtigungen wg. Kindesmissbrauch bekannt - im Heimatort der Kinder nicht mehr sehen lassen. Insofern wäre ein "Schutz" vor dem Vater dort eher gegeben, als beim jetzigen Aufenthaltsort, welcher der väterlichen JVA am nächsten liegt.
Obwohl aus Sicht des JA, der Gutachterin und auch im Urteil des Familiengerichtes der Vater als Hauptunruhestifer und Gefahr für die Kinder betrachtet wird werden Michael und Melanie in ein Kinderheim ganz in der Nähe der JVA des Vaters gebracht.
Besorgniserregend ist in diesem Zusammenhang, dass gerade der Vater seinen Kinder eine Entführung mit Unterstützung seiner neuen Freudin bereits angekündigt hatte. Eine Bekannte hat er beauftragt, von der Stiefmutter Reisepass und Führerschein herauszuverlangen und bei einem Besuchstermin zu übergeben. Die JVA liegt wie das Kinderheim in der Nähe der Autobahn, so dass beste Voraussetzungen für solche Pläne gegeben sind:
Entfernung Justizvollzugsanstalt (C) zum Kinderheim 50,8 km – ca. 36 Minuten
Entfernung Wohnort Stiefmutter (B) zum Kinderheim: 96,1 km – ca. 1 Stunde, 2 Minuten
Entfernung Wohnort Mutter (A) zum Kinderheim: 143 km – ca. 1 Stunde, 43 Minuten
Michael und Melanie* können nur schwer nachvollziehen, warum sie nun durch den Zwang des Jugendamtes Osnabrück als neuer Vormund (zum Wohle des Kindes!!!) in einer neuen, ihnen fremden Umgebung leben müssen. Sie vermissen ihre Freunde, ihre Schule und ihre Bezugspersonen, von welchen sie geliebt werden. Sie können nicht verstehen, dass all das ihrem "Schutze" dienen soll. Ob sie nun - durch die Nähe zum Vater - darauf hoffen, dass er sie daraus befreien wird? Die gesamte Umgebung der Kinder stellt hier zu Recht die Frage, wo die akute Gefährdung von Michael und Melanie lag und warum eine Unterbringung in der Nähe der JVA des Vaters durch das Jugendamt ausgerechnet die Kinder mehr schützen soll. Alle fragen sich, ob die Kinder nicht weit mehr Kindeswohlschädigung durch die Trennung von allen Freunden, den engen Bezugspersonen, ja sogar der Verzicht auf die vielen persönlichen Sachen erleben.(Sie durften zunächst nur zwei Kartons an persönlichen Sachen mitnehmen, das Jugendamt "benutzt" nun die Stiefmutter dazu, die restlichen persönlichen Sachen selbst zu den Kindern zu bringen. Ursprünglich war sogar von der Stiefmutter verlangt worden, die Kinder selbst im Kinderheim abzugeben. Die Fahrtkosten soll die von Hartz IV lebende Stiefmutter selber tragen!)
Hinzu kommt, dass die Umgangskontakte zu den Bezugspersonen stark eingeschränkt werden sollen. Michael und Melanie empfinden ihre Situation, als ob sie ins "Gefängnis" müssten (O-Ton der Kinder). Weihnachten werden sie ohne ihre Familie im Kinderheim "zu ihrem Schutze" verbringen müssen.
Auch die juristische Verfahrenspflegerin, welche eigentlich die "Anwältin der Kinder" sein sollte, hat sich zu den Auswirkungen ihrer Kinderheimempfehlungen für Michael und Melanie nicht einen einzigen Gedanken gemacht und so leiden die Kinder - dank der "Schutz-Initiative" des Jugendamtes Osnabrück und der "Anwältin der Kinder" unter dem "Missbrauch des Missbrauchs", d.h. sie müssen sehr viel Leid - angeblich zu ihrem eigenen Schutze - ertragen.
Ein wissenschaftlich denkender Psychologe kann eine solche "Lösung" einer durchaus vorhandenen Kindeswohlgefährdungsproblematik nicht verstehen. Es wird deutlich, dass Qualitätssicherungen für familiengerichtliche Gutachten bzw. GutachterInnen längst überfällig sind. Im Gesundheitswesen herrschen längst recht strenge Anforderungen an Psychologische Psychotherapeuten. Sie sind einer ständigen Kontrolle unterstellt. Sie müssen sich regelmässig fortbilden und gemäß dem neuesten wissenschaftlichen Stand arbeiten.
Leider kontrolliert niemand die meist nur unzureichend ausgebildeten und berufsunerfahrenen psychologischen Gutachter in familiengerichtlichen Verfahren. Sie haben oft vor Jahrzehnten einmal Psychologie studiert und stecken in der Falle massiver "Selbstüberschätzung".......Sie erklären "aus psychologischer Sicht" und nicht anhand wissenschaftlicher Theorien und Forschungsergebnisse.....Juristen und oft unzureichend ausgebildete psychologische Gerichtsgutachter und Sozialpädagogen dürfen darüber entscheiden, was für Kinder pädagogisch und psychologisch sinnvoll sein soll..........Eine verkehrte Welt !
Eingestellt von Monika Armand um 16:50 Keine Kommentare: Links zu diesem Post
Labels: Kinderheim, Kindesmissbrauch, Psychologische Gutachten
Unwahrer Tatsachenvortrag durch Mitarbeiter des Jugendamtes Osnabrück
Im Rahmen einer durch massiven Druck auf die Eltern erzwungenen "Inobhutnahme" ihrer 4 Kinder in das Don Bosco Kinderheim Osnabrück durch das Jugendamt Osnabrück, hat Sozialamtmann Herr V. beim zuständigen Familiengericht wissentlich falsch vorgetragen. Dieser Vortrag konnte (glücklicherweise) durch Zeugenaussagen widerlegt werden. In der Regel ist dies ja für Betroffene oft nur schwer möglich. Insbesondere, wenn Dritte und am Verfahren Unbeteiligte zu Unrecht irgendwelchen Verdächtigungen ausgesetzt werden.
Bezeichnenderweise wurde der Sorgerechtsantrag des Jugendamtes Osnabrück durch eine Schweigepflichtverletzung und "Inobhutnahme-Empfehlung" der Psychologin P. vom Kinderschutzbund Osnabrück "unterstützt". Insbesondere bezieht sie sich in ihrer Empfehlung auf "Hörensagen-Berichte" welche aus ihrer Sicht eine Gefährdung des Kindeswohls darstellen....... (Ich werde darüber gesondert berichten)
Der Inobhut-Maßnahme des Jugendamtes ging laut Aussage der Eltern ein Gespräch voraus, in dem den Eltern nahe gelegt wurde, sich "kooperativ" zum Wohle der Kinder zu zeigen und einer "vorläufigen" Inobhutnahme zuzustimmen, ansonsten werde man die Zustimmung vom Gericht einholen und von dort auch bekommen......
Besonders dramatisch ist, dass auch ein 3 1/2-jähriges Kind aus dieser Familie in das Don Bosco Kinderheim gebracht und seiner Bezugspersonen beraubt wurde. In solchen Fällen müsste eine besonders sorgfältige Abwägung zwischen den traumatischen Folgen einer Fremdunterbringung und einer "fiktiven" Kindeswohlgefährdung stattfinden. Aus den Anträgen des Jugendamtes ist allerdings keine aktue Kindeswohlgefährdung zu entnehmen. Offensichtlich macht sich das Jugendamt in keiner Weise Gedanken darüber, wie traumatisch Heimunterbringungen für Kleinkinder sind. Eigentlich sollte eine gute Ausbildung zum Sozialpädagogen solche Kenntnisse vermitteln, so dass jedem Jugendamtsmitarbeiter die Forschungslage zur Entwicklungspsychopathologie für diesen Sachverhalt bekannt sein müsste.
Verschärfend tritt hier hinzu, dass den noch sorgeberechtigten Eltern in den zwischenzeitlich vergangenen 4 Monaten ein 14-tägiges Umgangsrecht von einer Stunde zugestanden worden war. Zwischenzeitlich verkraften die Kinder die Zwangsfremdunterbringung immer schlechter, was nun zum Nachteil der betroffenen Familie ausgelegt wird. Ein - eigentlich verfassungswidriges - Umgangsverbot wird daher vom zuständigen Sozialamtmann V. in Erwägung gezogen.....
siehe dazu das Urteil des BVerfG:
Eine Einschränkung oder ein Ausschluss des Umgangsrechts ist nur veranlasst, wenn nach den Umständen des Einzelfalls der Schutz des Kindes dies erfordert, um eine Gefährdung seiner seelischen oder körperlichen Entwicklung abzuwehren (vgl.BVerfGE 31, 194 <209> ). Das Elternrecht gebietet auch unter Verhältnismäßigkeitsgesichtspunkten die Prüfung, ob ein begleiteter Umgang des Kindes mit dem umgangsberechtigten Elternteil als milderes Mittel in Betracht kommt (vgl. BVerfG, Beschluss der 1. Kammer des Ersten Senats vom 8. März 2005 – 1 BvR 1986/04 -, FamRZ 2005, S. 1057 <1058>).
Leider scheinen Sozialpädagogen oft zu verkennen, dass nicht die Eltern verursachend für die seelischen Folgen der Heimunterbringung sind, sondern der Zwangsentzug der elterlichen Zuwendung und Liebe. Alle Kinder dürfen in diesem Fall keinerlei Kontakt zu ihren Freunden und Verwandten haben. Sämtliche ehemaligen Lebensraumbezüge sind vom Jugendamt bzw. Don Bosco Kinderheim zwangsweise unterbrochen worden. Nicht einmal Fotos von ihren Kindern dürfen die Eltern machen. Die Mutter war nach ihren Angaben unter Druck einer Erzieherin des Don Bosco Kinderheimes aufgefordert worden, die gemachten Aufnahmen zu löschen. (Hinweis: Alle Kontakte zu den Kindern finden in Begleitung einer Erziehungsperson des Don Bosco Kinderheimes statt, d.h. den Eltern war es bislang nicht gestattet, alleine mit ihren Kindern zu sein !). Für psychologisch fachkundige Fachleute dürfte nach Kenntnis dieser Sachverhalte nicht weiter verwunderlich sein, dass die Kinder unter der - für das Kinderheim äußerst lukrativen - Inobhutnahme (= über 20.000 Euro im Monat!) bereits traumatisiert sind. Ein solches Vorgehen bezeichnen manche Fachleute als "Missbrauch mit dem Missbrauch".
Alle hier geschilderten Massnahmen stützen sich auf den versuchten Prozessbetrug (=dem Vorbringen der unwahren Tatsachen) des Jugendamtes Osnabrück beim zuständigen Familiengericht. Mit Hilfe jener unwahrer Tatsachen, wird den Eltern unterstellt, sie könnten ihre Kinder nicht vor Missbrauch schützen. Tatsächlich war es so, dass durch das schnelle und beherzte Handeln der Mutter die älteste Tochter nach ihrer Aufdeckung vor weiterem Missbrauch geschützt worden war und jetzt durch die Fremdunterbringung und Traumatisierungslage der Kinder eine Kindeswohlgefährdung durch das Jugendamt gegeben sein dürfte.
Das Jugendamt Osnabrück:
Das Jugendamt Osnabrück fällt immer wieder durch Berichte über unverhältnismässige und unberechtigte Kindesentzugsmaßnahmen auf. In die Verantwortlichkeit des Jugendamtes Osnabrück fällt zum Beispiel der berühmt gewordene "Kutzner-Fall". Erst nach einem nervenaufreibenden Prozessmarathon konnte die Familie Kutzner mit Hilfe des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte (EGMR) ihre Kinder wieder zurück bekommen. Im Jahre 2002 hat sich das zweite Deutsche Fernsehen mit dem Jugendamt Osnabrück und Münster beschäftigt.
(PDF-Datei) Skandal gegen Menschenrechte und Familien (Zitat):
Dort werden Kinder, teilweise noch im Kreissaal, den Eltern unter Angabe von fadenscheinigen Gründen weggenommen und über die Firma Backhaus Profifamilien aus Meppen (nicht weit von Osnabrück und Meppen entfernt) sog. Profifamilien zugeführt.
Kann man sich vorstellen, dass deutsche Behörden derartig willkürlich handeln? Ist es nicht nur auffällig, dass insbesondere die Jugendämter in den Landkreisen Münster und Osnabrück
derartig handeln? Gibt es vielleicht andere wirtschaftliche Verbindungen zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer.
Dazu der Psychologe und langjährige Gutachter für Familien- und Strafrecht an der Universität Bielefeld, Prof. Dr. Uwe Jopt: "Faktisch haben die Jugendämter keinen Kontrolleur außer ihrem Dienstvorgesetzten." Bei den Dienstvorgesetzten in Land und Kreis, ebenfalls Fehlanzeige. Die Behörden verweisen immer wieder zurück ans Jugendamt.
Dass die Beamten ihrer Pflicht nach Paragraph 1666a BGB [...] ordnungsgemäß nachkommen, darf zu Recht bezweifelt werden. Nämlich alles zu tun, um die leiblichen Eltern zu unterstützen. Auch ist Mona Lisa kein Fall bekannt, bei dem das Jugendamt den Versuch unternommen hätte, die "neubeelterten" Kinder ihren leiblichen Eltern zurückzugeben. Das riecht nach Methode. Dazu Jopt: "Hier werden mit einer Flapsigkeit und Vorschnelligkeit Kinder von ihren Eltern getrennt, so dass ich ohne Not davon spreche, dass hier in Einzelfällen staatlicher Kinderklau stattgefunden hat.
Prof. Jopt beobachtet dieses Phänomen, vor allem auch in der Zuständigkeit der Jugendämter Münster/Osnabrück schon seit geraumer Zeit: "Es muss zu tun haben mit dem Geist von Nienstedt und Westermann, die überall vermitteln, dass Eltern verwirkt haben, wenn ihre Kinder in Not geraten sind und dass man dann schauen muss, wie man für diese Kinder schnellstmöglich dauerhaft Ersatzeltern bekommt. Und die leiblichen Eltern stören nur, sind quasi Bedrohung für die weitere Entwicklung des Kindes, die man fernhalten muss. Das spiegelt sich dann in den Maßnahmen der Jugendämter in der Region wieder. Ich finde das
menschenverachtend und zynisch."
Was für Eltern Leid und Verzicht bedeutet, kostet den Steuerzahler auch noch horrende Summen, wie der Fall Haase zeigt. Das Jugendamt in Münster entschied, die Haases seien überfordert mit der Aufgabe, ihre sieben Kinder selbst zu erziehen. Deshalb fielen 4000 Euro Kosten pro Kind an. Für sieben Kinder also 28.000 Euro monatlich. Und das schon seit über
zwei Jahren, ergibt bislang die Summe von 812.000 Euro. Und zwei Tage nachdem ihnen die Kinder entrissen wurden, bekamen die Haases Post vom Jugendamt. Darin wurden sie aufgefordert, sich an den Unterbringungskosten ihrer Kinder zu beteiligen.
Sehen Sie dazu den Mona Lisa Bericht: Im Zweifel gegen die leiblichen Eltern
Offenbar hat das Jugendamt Osnabrück bisher nichts dazu gelernt und agiert nach wie vor in der Manier eines sogenannten "reaktiven Jugendamtes" (siehe Beitrag:Chronische Unterfinanzierung der Jugendämter: Folge = Kinderklau) . Dieses Vorgehen entspricht allerdings nicht den fachlichen Standards und den Vorgaben aus dem Kinder- und Jugendhilfegesetz.
Eingestellt von Monika Armand um 14:48 Kommentare: Links zu diesem Post
Labels: Jugendamt Osnabrück, Kinderheim, versuchter Prozessbetrug
Jugendamt und Familiengerichtsverfahren - Willkür im "Rechtsstaat"
Das Familiengerichtsverfahren folgt, sobald das Jugendamt mitwirkt, in weiten Teilen Deutschlands nach "merkwürdigen" Kriterien:
Rechtliches Gehör wird vornehmlich "nur" für den Vortrag des Jugendamtes gewährt.
Eltern dürfen bzw. können "ihre" Sicht bei Gericht kaum vortragen und/oder der elterliche Vortrag wird schlicht ignoriert.
Das Verfahren wird oft "teil-"öffentlich geführt, d.h. vom Verfahren Betroffene dürfen keine Beistände mit in die Verhandlung bringen, während auf Seiten des Jugendamtes oft mit "doppelter Besetzung" erschienen wird.
Das Jugendamt darf während der gesamten Verhandlung anwesend sein.
Auch GutachterInnen dürfen während der Verhandlung anwesend sein.
Verfahrenspfleger und "Anwälte des Kindes" informieren sich beim Jugendamt und ergreifen oft den Standpunkt des Jugendamtes. Meist wird aus den Stellungnahmen gar nicht erkennbar, dass der "Anwalt des Kindes" tatsächlich auch "Anwalt des Kindes" ist.
Dem Jugendamt wird der gesamte "nichtöffentliche" Schriftverkehr, einschließlich der vom Gericht in Auftrag gegebenen psychologischen Gutachten, zugesandt und oft noch um Stellung dazu gebeten. Dies geschieht in der Regel ohne Einwilligung (und damit gesetzeswidrig) der begutachteten Personen.
Der ursprünglich angedachte Schutz der Privatsphäre wird zu Lasten der Betroffenen hinsichtlich des Jugendamtes aufgehoben.
Unter dem Vorwand des Schutzes der Privatsphäre (= Nichtöffentlichkeit des familienrechtlichen Verfahrens) werden Beistände und von den Betroffenen genannte "Entlastungszeugen" von den Familiengerichten abgelehnt.
Bei Beteiligung vom Jugendamt in familiengerichtlichen Verfahren werden betroffene Eltern oft unter Generalverdacht gestellt. Viele Eltern fühlen sich "wie Kriminelle" behandelt.
Davon können alle Eltern betroffen sein. Die geschilderten Vorgänge scheinen dem gerichtlichen Alltag zu entsprechen. Täglich treffen neue Berichte bei Franz RomerKritik an der Institution Jugendamt.
ein, welche belegen, dass in Deutschland Jugendamts- und Richterwillkür über das Gesetz gestellt werden.
Wie in der ehemaligen DDR reichen Gerüchte und Denunziationen aus, um Eltern das Sorgerecht zu entziehen. Hinzu kommt, dass Mitarbeiter der Jugendämter und Erzieher in Kinderheimen auch nicht davor zurückschrecken, mit frei erfundenen Behauptungen die Meinung der zuständigen RichterInnnen und GutachterInnnen zu manipulieren.
Glücklicherweise gibt es auch Ausnahmen. Ein besonders schönes Beispiel:
Möge diese Idee viele Nachahmer finden, damit das Kinderelend in den Heimen ein Ende hat, denn Kinder haben einen Anspruch darauf, von ihren Eltern geliebt und umsorgt zu werden. Nur wenn wirklich bewiesen ist, dass Eltern das Wohl der Kinder in einem solchen Umfang gefährden, dass eine Heimunterbringung tatsächlich das kleinere Übel ist, sollen Kinder dort untergebracht werden.
Eigentlich war dies auch die Absicht des Gesetzgebers. Allerdings: Jedes im Heim untergebrachte Kind "bringt" ca. 5000 Euro Einnahmen im Monat und sichert - zynisch gesagt - Arbeitsplätze. Daher sind Rückführungen aus Heimen in den elterlichen Haushalt oft nur nach nervenaufreibenden und für die Eltern finanziell ruinösen Familiengerichtsverfahren durch alle Instanzen möglich.
Zur Entlastung der Jugendämter muss ich hier darauf hinweisen, dass die gesetzlichen Möglichkeiten für eine dauerhafte Etablierung einer Unterstützung innerhalb bedürftiger Familien nicht bzw. schwer möglich ist, so dass Sozialpädagogen oft nach dem "Alles oder Nichts-Prinzip" verfahren müssen. Insofern möchte ich nicht in ihrer Haut stecken...... Dafür sind aufwändige Anträge notwendig, während eine Heimunterbringung vergleichsweise "unkompliziert" ist, obwohl dies die teuerste Variante darstellt.
So ist an die Politik die Frage zu stellen:
Ist es statthaft, auf Kosten unserer Kinder den Steuerzahler hoch zu belasten, während oft mit deutlich geringeren Mitteln und mit geringeren seelischen Folgen für die Kinder, innerhalb der Familien eine dauerhafte Unterstützung (Haushaltshilfe, Erziehungsbeistände etc.) ausreichen würde um das Kindeswohl zu sichern?
Eingestellt von Monika Armand um 11:09 Keine Kommentare: Links zu diesem Post
Labels: Familiengerichtsverfahren, Willkür
Chronische Unterfinanzierung der Jugendämter: Folge = Kinderklau
Es gibt berechtigte Klagen über Jugendämter, welche nicht nach den Prinzipien der gesetzlichen fachlichen Standards arbeiten (Kinder- und Jugendhilfegesetz SGB VIII - 'KJHG'). Die vorsorglichen und rechtswidrigen Kindeswegnahmen aus Familien steigen ständig, die extrem hohen Kosten der Heimunterbringungen auch.
Gleichzeitig nimmt die "staatliche Kindeswohlschädigung" zu, denn Fremdunterbringungen führen regelmässig auch zu "psychischen Schäden" bei Kindern. (siehe dazu die aktuelle Studie von Günder: (PDF-Datei) Forschungsprojekt Aggressionen in der Stationären Erziehungshilfe
Eine empirische Studie Prof. Dr. Richard Günder und Prof. Dr. Eckart Reidegeld. Zitat daraus:
"Aufgrund einer Analyse von 197 Jugendhilfeakten stellte das Forschungsprojekt JULE fest, dass in 25,9 % der Fälle aggressives Verhalten und in 9,6 % autoaggressives Verhalten Indikationen für die Stationäre Erziehungshilfe gewesen waren (Hamberger 1998, 210)."
und folgende Untersuchung:(PDF-Datei)Hilfe-, Schutz- und Kontrollorientierung in der Erziehungshilfe. Soziale Arbeit in einem grenzenüberschreitenden Raum, Hans Günther Homfeldt/Katrin Brandhorst (Hrsg.)
Nun ist es sehr einfach, Jugendamtsmitarbeiter als die einzig "Schuldigen" für den staatlich organisierten Kinderklau anzusehen. Denn wie hier die LINKE* zu Recht feststellt:
Die Linke: Familienministerin bekämpft beim Kinderschutz nur Symptome:
(BSOZD.com-NEWS) Berlin. Auch weitere Kontrollsysteme können nicht darüber hinwegtäuschen, dass vor allem Kinderarmut und unterfinanzierte Jugendämter den Kinderschutz behindern“, erklärt Diana Golze zur Pressekonferenz der Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) über Kinderschutz und den Zwischenbericht zum „Aktionsprogramm Frühe Hilfen“.
liegt die Ursache sehr viel tiefer. Die in der Vergangenheit über Presseberichte bekannt gewordenen Versäumnisse des staatlichen Kinderschutzes der Jugendämter führte bei vielen Jugendämtern zur Praxis einer sog. "reaktiven Jugendhilfe". Diese Form der Jugendhilfe wird vom Kinder- und Jugendhilfegesetz ausdrücklich abgelehnt und entspricht nicht den erwarteten "fachlichen sozialpädagogischen Standards".
Die Generalklausel § 1 des KJHG und das Familienrecht setzen die Rahmenbedingungen für Themen, welche das elterliche Sorgerecht bzw. die Rahmenbedingungen für Eingriffe in das elterliche Sorgerecht bestimmen. (Kommentar KJHG, 2006, Münder, Rdnr. 26, S. 87/88)
„Die mit dem Prinzip der Interessenvertretung verbundenen Ansprüche und Erwartungen an eine offensive, d.h. präventive, aktivierende und Struktur verändernde Jugendhilfe stehen bisweilen immer noch in Widerspruch zu einer Praxis, die sich – eingespannt in administrativ-hierarchische Strukturen, gekennzeichnet durch materielle und personelle Defizite und unterentwickelte Fachlichkeit – lediglich auf Verhaltensauffälligkeiten und Symptome abweichenden Verhaltens bezieht, mit Interventionen reagiert, ohne den sozialen Kontext, in dem die Handlungsadressaten leben, in den Analyse- und Veränderungsprozess einzubeziehen (reaktive Jugendhilfe)
Die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Diana Golze, stellt weiter fest (Aufgrund eingesparter Familienleistungen und Jugendamtpersonals fehlte es an kontinuierlicher Förderung, Betreuung und Hilfen.):
„In der Debatte über Kinderschutz werden die sozialen und gesellschaftlichen Hintergründe ausgeblendet. Während die Jugendämter personell immer mehr ausgedünnt und durch Föderalismusreformen gänzlich behindert werden, sollen sie gleichzeitig zu Hilfssheriffs verkommen. Doch Erhöhung der Anforderungen bei reduziertem Personal bedeutet weniger Zeit für Qualifizierungen und Fortbildung im Kinderschutz.
Aufgrund eingesparter Familienleistungen und Jugendamtpersonals fehlte es an kontinuierlicher Förderung, Betreuung und Hilfen. [...]
DIE LINKE will zuerst das Kindeswohl schützen und fordert deshalb die Rücknahme der Kürzungen in der Kinder- und Jugendhilfe. Zu einem besseren Kinder- und Jugendschutz gehören mehr Mittel für Jugend- und Familienhilfen, eine Kinder-Grundsicherung, um sozial benachteiligte Kinder aus der Armut zu befreien, ein Rechtsanspruch auf gebührenfreie Kinder-Ganztagsbetreuung und Ganztagsschulen mit Bildungschancen für alle.“
Auch ohne Parteianhänger(in) der LINKEN zu sein, so sind die hier gestellten Forderungen - auch aus Sicht der Jugendämter, aus Sicht des staatlichen Schutzauftrages für die betroffenen Kinder und Familien, aber auch aus der Sicht des "Arbeitsschutzes" für chronisch überforderte Jugendamtsmitarbeiter - absolut berechtigt.
*Mein Zitat der Partei "LINKE" bedeutet nicht, dass ich politisch bzw. ideologisch dort einzuordnen bin, sondern bezieht sich ausschließlich darauf, dass die Parteivertreterin Diana Golze aus meiner Sicht einen äußerst wichtigen und vernachlässigten Aspekt des staatlichen Jugendschutzes anspricht.
Eingestellt von Monika Armand um 21:28 Keine Kommentare: Links zu diesem Post
Wenn die Fremdunterbringung versagt.....
Da wird vermeintlicher "Schutz" vor den Eltern gewährt und per Beschluss Kinder in einer Pflegefamilie untergebracht. Immer wird ja im Falle einer Inobhutnahme unterstellt, dass jede Pflegefamilie für das Kind/die Kinder besser sei, als die Situation bei den leiblichen Eltern. Manchmal ist das eine große Täuschung und führt für die betroffenen Kinder zu einer besonderen Situation:
Sie mussten das Elternhaus verlassen, können ihre Eltern - wenn überhaupt - nur alle paar Wochen sehen und je nach Situation haben die Kinder auch großes Heimweh und sind durch die Trennung bereits geschädigt.
Wenn sie sich nun nach einigen Wochen in einer Pflegefamilie eingelebt und vielleicht sogar noch eine emotionale Bindung zu den Pflegeeltern aufgebaut haben, dann ist es für Kinder besonders schlimm, wenn sie diese Familie erneut verlassen müssen und wieder in eine neue Betreuungsstelle kommen.......
Inobhutnahme von vier Kindern am 21. Dezember 2007
Da stellt sich dann die Frage, ob nicht in vielen Fällen ein "nicht optimales" Elternhaus den Kindern weniger geschadet hätte. So werden sie von Pflegestelle zu Pflegestelle durchgereicht - zu deren seelischem Wohl.................angeblich........
Eingestellt von Monika Armand um 16:27 Keine Kommentare: Links zu diesem Post
Labels: Fremdunterbringung, Inobhutnahme, Pflegefamilie
Ämterversagen oder Elternversagen ?
Die Kosten in der Jugendhilfe steigen von Jahr zu Jahr. Sind die jungen Eltern heute nicht mehr in der Lage, ihre Kinder zu erziehen oder versagen die staatlichen Institutionen, wenn es um das Wohl der Kinder geht?
In der heutigen Ausgabe der Neuen Westfälischen geht es um die steigenden Kosten in der Jugendhilfe. Millionen werden benötigt um das "Kindeswohl" zu sichern. Jede stationäre Hilfe, d.h. jede Fremdunterbringung kostet zwischen 2.500 € bzw. sogar 5.000€ bis 7.500€ pro Kind und Monat. Besonders schwere Fälle, d.h. Kinder, welche therapeutische und anderer Hilfen bedürfen, verursachen besonders hohe Kosten. Ein Kinderheimaufenthalt ist mit 5.000 € ohne therapeutische Maßnahmen zu veranschlagen.
Die steigenden Kosten sind für die Kommunen immer schwieriger aufzubringen. Denn die Einnahmen aus Steuern und Abgaben steigen nicht in gleichem Umfang. Genau genommen zahlt ja der Steuerzahler die überteuerte "Arbeit" der Jugendämter:
Immer mehr Kinder benötigen Hilfe / Politik soll drei Millionen Euro nachbewilligen
"Bielefeld. Die Zahlen sind alarmierend. Sozialdezernent Tim Kähler spricht von "exorbitanten Steigerungen". So oft wie noch nie musste das Jugendamt in den vergangenen Monaten Kindern in Familien helfen. Damit bestätigt sich in Bielefeld ein bundesweiter Trend. Jugendamt, Einrichtungen, freie Träger und Pflegefamilien haben alle Hände voll zu tun.
Die Entwicklung lässt sich in nüchternen Summen belegen. Die Kommunalpolitiker befinden in der kommenden Woche darüber, ob sie mehrere Millionen Euro nachträglich für das Sozialdezernat bewilligen, allein knapp drei Millionen entfallen auf die Jugendhilfe. Das ist für die Fachleute besonders erstaunlich, denn die Schätzungen waren schon hoch gegriffen." (Zitat aus Neue Westfälische 15.11.2008)
Was ist von all dem zu halten? Diplom Psychologe Joerg-Dietrich Meyberg, welcher immer wieder bei seinen Gutachtenprüfungen feststellen muss, dass Gutachter, Sachverständige und oft auch die Anwälte des Kindes "Hand in Hand" gehen und gemeinsam auf unsachgemäße Weise zu dem Schluss kommen, dass das Kindeswohl gefährdet sei, stellt dazu fest:
"Alle murksen vor sich hin" - Reportage über Deutschlands Jugendämter, stern 19/2008
"So schwer der vereinzelte, durch amtliches Versagen bedingte Tod von Kindern wiegt, so unzweifelhaft ist demjenigen, dem das Thema aus alltäglicher Arbeit vertraut ist: Die Fälle, in denen die Allianz Jugendamt/Sachverständiger/Gericht durch unsensibles, übereifriges oder unsachgerechtes Handeln Familien zerstören, schaffen in ihrer Summe erheblich größeres Leid; bis hin zur Todesfolge durch Suizid."
Im dazugehörigen Bericht im Stern ist zu lesen:
"In manchen Familien sind acht, neun, zehn verschiedene Betreuer, die nach verschiedenen Methoden arbeiten, verschiedene Philosophien verfolgen, die nichts voneinander wissen und sich nie absprechen", klagt Professor Wolfgang Hinte von der Uni Duisburg-Essen.
Eine ambulante Familienhilfe kostet zwischen 500 und 1000 Euro im Monat und läuft meist über Jahre. Eine stationäre Unterbringung in einem Heim ist etwa so teuer wie in einem guten Hotel, zwischen 120 und 140 Euro am Tag. Wer entscheidet eigentlich, in welchem Heim ein Kind untergebracht wird? In den meisten Jugendämtern können die Fallmanager solche Aufträge freihändig vergeben, bis zu einer bestimmten Obergrenze. In Bielefeld liegt sie bei 130 Euro Unterbringungskosten pro Tag. Das wissen die Träger in Bielefeld natürlich und verlangen als Tagessatz 128 Euro. So muss der Fallmanager nie seinen Amtsleiter fragen. Eine praktische Lösung.("Alle murksen vor sich hin")
Ein Verdacht, welche von Kindesentzug betroffene Familien öferts aussprechen, wird im Stern 15/2008 thematisiert:
Beim Bauamt würde man sofort Korruption wittern. Beim Jugendamt kommt niemand auf den Gedanken.("Alle murksen vor sich hin")
Fachleute, welche die Tätigkeit der Jugendämter genauer unter die Lupe nehmen, fragen sich des Öfteren, warum das Jugendamt in einigen Fällen überhaupt einen Anlass gesehen hat, tätig zu werden. Eltern werden angebliche "Unterstützungsmaßnahmen" angeboten und diese Maßnahmen führen dann zu einer "stationären" Hilfemaßnahme. Besonders "gravierende" und offensichtlich rechtswidrige Fälle solcher Formen des Kindesentzuges schildert das polnische Fernsehen (mit deutschen Untertiteln):
Blinkx Video: Jugendamt, das wahre Gesicht dieser Kinderklaubehörde.
Labels: Ämterversagen, Elternversagen, Kosten Jugendhilfe
Elternhaus oder Kinderheim ?
Im Kinderheim ist alles besser. Zumindest glauben das die Jugendämter, Familienrichter und Gutachter in familienrechtlichen Verfahren.
Immerhin kostet ein Kinderheimplatz ungefähr 5.000 Euro im Monat, für jedes Kind! In Hartz IV-Familien kostet ein Kind weniger als ein Zehntel dieses Beitrages. Obwohl Kinderheime sehr viel Geld kosten, werden viele Kinder in Heimen untergebracht. Im Jahre 2005 wurden täglich 70 Kinder fremd untergebracht. Im Jahr 2007 sind es bereits 77 Kinder täglich. Man braucht hier nicht mehr viel zu rechnen, um festzustellen, dass wir Steuerzahler sehr tief in die Tasche greifen müssen, denn wir bezahlen Monat für Monat die Kosten für die Fremdunterbringung.
Da die Zahlen der Fremdunterbringung ständig steigen, werden immer mehr Heime gebaut: ein Bumerang, denn die freien Heimplätze verlangen nach "Nachschub". So hat ein Kinderheimleiter in Hamburg dazu eingeladen, für jedes vermittelte Kind eine Prämie zu zahlen. Ob dies ein Einzelfall war, weiß niemand.
Große Aufregung hat es um einen Herrn Kusch gegeben, welcher alten Leuten beim Sterben helfen wollte, natürlich gegen Bezahlung, denn mit dem Tod Geld zu verdienen wird in unserer Gesellschaft als unmoralisch betrachtet. Ich sehe das auch so.
Aber ist es "moralisch", mit Kindern Geld zu verdienen?
Wer sich mit dem Thema "Fremdunterbringung" beschäftigt, muss feststellen, dass bereits bei der Entscheidung über die Folgen eines Lebens im Kinderheim nicht nachgedacht wird.
Es reicht die Feststellung, dass das Kindeswohl gefährdet sei, was auch immer das heißt. Denn die "Definition", wann das Kindeswohl gefährdet ist, unterscheidet sich von Jugendamt zu Jugendamt und von Gericht zu Gericht, beträchtlich.
Natürlich hat der Gesetzgeber hier Vorschriften gemacht.
Allerdings: Die scheinen sogar manche Familienrichter kaum zu kennen. Psychologische Gutachter, das sind dann Diplom Psychologen, welche ihren Lebensunterhalt mit der Erstellung von Gutachten für Gerichte verdienen, sind oft die "Helfer" für solche Entscheidungen. Sie nennen sich z.B. "Forensischer Psychologe". Diese Bezeichnung gibt es eigentlich nicht, aber sie erweckt den Eindruck von Kompetenz.
Wenn Gutachten mit wissenschaftlicher Sorgfalt erstellt werden, kann ein Richter die Sachlage beurteilen und eine fundierte Entscheidung treffen.
Allerdings: Ich habe bislang noch kein wirklich "wissenschaftliches" Gutachten zu Lesen bekommen. Vielleicht, weil ich erst ungefähr 10 Gutachten zu Gesicht bekommen habe?
Jene 10 Gutachten allerdings scheinen ohne psychologisches Wissen und ohne wissenschaftlich-methodisches Vorgehen zustande gekommen zu sein. In einem Gutachten gibt es sogar 10 Mitgutachter, d.h. es wird überhaupt nicht erkennbar, wer nun was begutachtet hat. Zig Seiten lang wird hier die ganze Familiengeschichte von vorne bis hinten erzählt. Wer das Gutachten gelesen hat weiß, was in der Gerichtsakte drinsteht und am Schluss schreibt der Gutachter, was er davon hält. Das hat mit Wissenschaft überhaupt nichts mehr zu tun.
Besonders erstaunlich ist, dass weder Gutachter, noch Familienrichter sich überlegen, welche "Wirkung" ein Kinderheim oder eine Fremdunterbringung auf das Kind hat.
Es wird nämlich unausgesprochen davon ausgegangen, dass eine Fremdunterbringung immer besser als ein (vermeintlich) "gefährdendes" Elternhaus sei.
In zwei Verfahren, welche ich gerade verfolge, wird eine "Missbrauchsgefährdung" befürchtet. Ob diese aktuell tatsächlich gegeben ist, spielt für das Jugendamt keine Rolle. Es will die Kinder vor Missbrauch schützen und unbedingt im Kinderheim unterbringen. 5 Kinder der einen Familie sind schon im Kinderheim. Sie kosten alleine mehr als 25.000 Euro im Monat!!
Vor 10 Jahren sind mir bereits einige Fälle bekannt geworden, wo sexueller Missbrauch, in einem Fall sogar eine Vergewaltigung im Kinderheim stattgefunden hat. Diese Fälle sind von den Mitarbeitern unter den Teppich gekehrt worden. Kinder, welche die Vergewaltigung mitbekommen haben, sollten schweigen.
Aber es gibt auch Fälle, welche dann doch bekannt werden, z.B. hier:
Missbrauch im Kinderheim: Erzieher schweigt
Missbrauchs-Opfer enthüllen grausame Details
Berliner Kinderheim Erzieher missbraucht Minderjährige
Der frühere Leiter eines Kinderheimes muss sich von Dienstag an wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern vor dem Landgericht in Kaiserslautern verantworten.
Missbrauch in Marzahner Kinderheim Arbeiterwohlfahrt nach Sex-Skandal in Erklärungsnot
Ehemaliger Leiter des Kinder- und Jugendheims Sperlingshof in Remchingen wegen sexuellen Missbrauchs von Jugendlichen und Schutzbefohlenen zu Gesamtfreiheitsstrafe in Höhe von 1 Jahr und 8 Monaten mit Strafaussetzung zur Bewährung verurteilt.
Es gibt sogar eine Studie, welche das Erziehungsverhalten und die Probleme in Kinderheimen untersucht.
Dort wird z.B. festgestellt, dass 25% der Kinder Drogen- und Alkoholprobleme haben........
Ehemalige Heimkinder haben mir bestätigt, dass sie erst im Kinderheim Kontakt mit Drogen bekommen haben.......und oft wissen die dort beschäftigten Erzieher / Sozialpädagogen wenig darüber Bescheid.......
Kenntnisstand der Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland:
"Auch unter der Aufsicht des Jugendamtes in Heimen und Wohngruppen stehende Kinder und Jugendliche sind nach einer Untersuchung der Fachhochschule Dortmund aus Mai 2008, einer hohen Gefahr von Gewaltanwendung ausgesetzt. Nach Ausführungen des Dekans, Prof. Dr. Richard Günder ist es „irritierend und alarmierend“, dass „über die Hälfte der pädagogischen Fachkräfte in Heimen und Wohngruppen der Ansicht (ist), dass körperliche Gewalt als Strafe auch noch in der heutigen Heimerziehung vorkommt.“[19], was allerdings nicht bedeutet, dass ein annähernd gleich hoher Prozentsatz der Befragten das gutheißen würde."
(siehe auch: Gesellschaft ohne Strafe bleibt Illusion und die Originalstudie im PDF hier: "Ergebnisse der Studie: Reaktionen auf unerwünschtes Verhalten in der Stationären Erziehungshilfe" (Studie.pdf))
Eingestellt von Monika Armand um 11:37 Kommentare: Links zu diesem Post
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