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Timestamp: 2020-07-08 08:24:14+00:00

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Kapitalanlage 2 | Rechtslupe
Der Bun­des­fi­nanz­hof hat dem Gerichts­hof der Euro­päi­schen Uni­on ein Vor­ab­ent­schei­dungs­er­su­chen zu der Fra­ge vor­ge­legt, ob soge­nann­te außen­ste­hen­de Bera­ter, die Kapi­tal­an­la­ge­ge­sell­schaf­ten beim Kauf und Ver­kauf von Wert­pa­pie­ren für die von der Kapi­tal­an­la­ge­ge­sell­schaft ver­wal­te­ten Son­der­ver­mö­gen gegen Ent­gelt bera­ten, umsatz­steu­er­pflich­ti­ge oder –wie die Kapi­tal­an­la­ge­ge­sell­schaf­ten selbst– steu­er­freie Leis­tun­gen bei der Fonds­ver­wal­tung erbrin­gen. Die Fra­ge
Wer­den Ansprü­che aus einer vor­ver­trag­li­chen Auf­klä­rungs­pflicht­ver­let­zung, die nicht Gegen­stand eines Mus­ter­ver­fah­rens nach dem Kapi­­tal­an­­le­­ger-Mus­­ter­­ver­­­fah­­ren­s­­ge­­setz (Kap­MuG) sein kön­nen, in einer Kla­ge neben Ansprü­chen aus zivil­recht­li­cher Pro­spekt­haf­tung im enge­ren Sin­ne gel­tend gemacht, für die ein im Kla­ge­re­gis­ter bekannt gemach­tes Mus­ter­ver­fah­ren von Bedeu­tung sein kann, so ist eine Aus­set­zung des gesam­ten Rechts­streits nach
Eine Kapi­tal­ertrag­steu­er auf Erträ­ge aus Invest­ment­fonds ist nur dann anzu­rech­nen, wenn die ent­spre­chen­den Kapi­tal­erträ­ge beim Anle­ger oder bei sei­nem Rechts­vor­gän­ger als Ein­nah­men erfasst wor­den sind. Nach § 36 Abs. 2 Nr. 2 EStG wird unter bestimm­ten, in der Vor­schrift auf­ge­führ­ten Vor­aus­set­zun­gen auf die Ein­kom­men­steu­er die durch Steu­er­ab­zug erho­be­ne Ein­kom­men­steu­er ange­rech­net. Zu der
Nach der stän­di­gen Recht­spre­chung des Bun­des­fi­nanz­hofs setzt die Aner­ken­nung von Wer­bungs­kos­ten­über­schüs­sen bei den Ein­künf­ten aus Kapi­tal­ver­mö­gen das Vor­lie­gen einer sog. Über­schuss­erzie­lungs­ab­sicht vor­aus. Eine sol­che Über­schuss­erzie­lungs­ab­sicht ist dann gege­ben, wenn die Finan­zie­rung der Anschaf­fung oder dem Hal­ten einer Kapi­tal­an­la­ge dient, bei der nicht die Absicht der Rea­li­sie­rung von Wert­stei­ge­run­gen, son­dern –
Der nicht gele­se­ne Anla­ge­pro­spekt
Erhält ein Kapi­tal­an­le­ger Kennt­nis von einer bestimm­ten Pflicht­ver­let­zung des Anla­ge­be­ra­ters oder ‑ver­mitt­lers, so han­delt er bezüg­lich wei­te­rer Pflicht­ver­let­zun­gen nicht grob fahr­läs­sig, wenn er die erkann­te Pflicht­ver­let­zung nicht zum Anlass nimmt, den Anla­ge­pro­spekt nach­träg­lich durch­zu­le­sen, auch wenn er bei der Lek­tü­re des Pro­spekts Kennt­nis auch der wei­te­ren Pflicht­ver­let­zun­gen erlangt hät­te .
Nach § 9 Abs. 1 EStG i.V.m. § 20 EStG sind Auf­wen­dun­gen in vol­lem Umfang Wer­bungs­kos­ten bei den Ein­künf­ten aus Kapi­tal­ver­mö­gen, wenn sie durch die Erzie­lung von Ein­nah­men im Rah­men des § 20 EStG ver­an­lasst sind . Dies gilt nach stän­di­ger Recht­spre­chung glei­cher­ma­ßen, soweit die Auf­wen­dun­gen –wie Depot- und Ver­wal­tungs­ge­büh­ren– nicht nur
Erträ­ge aus Anteils­schei­nen einer Kapi­tal­ge­sell­schaft an einem Wer­t­­pa­­pier-Son­­der­­ver­­­mö­­gen sind nach § 8 Nr. 5 GewStG 2002 dem Gewinn aus Gewer­be­be­trieb hin­zu­zu­rech­nen, soweit sie auf Gewinn­an­tei­le aus Betei­li­gun­gen des Wer­t­­pa­­pier-Son­­der­­ver­­­mö­­gens ent­fal­len und damit nach § 8b Abs. 1 KStG 2002 i.V.m. § 40 Abs. 2 KAGG bei der Ermitt­lung des Ein­kom­mens der Kapi­tal­ge­sell­schaft außer Ansatz
Ent­gel­te an Ver­mö­gens­ver­wal­ter, die Kapi­tal­an­le­ger neben den im Übri­gen zu zah­len­den Ver­wal­tungs­ge­büh­ren für die Aus­wahl zwi­schen meh­re­ren Gewinn­stra­te­gien des Ver­wal­ters zu zah­len haben, gehö­ren zu den Anschaf­fungs­kos­ten der erwor­be­nen Kapi­tal­an­la­gen und sind des­halb nicht den sofort abzieh­ba­ren Wer­bungs­kos­ten bei den Ein­künf­ten aus Kapi­tal­ver­mö­gen zuzu­rech­nen. Sol­che (Sonder-)Entgelte betref­fen allein den –
16. August 2007 Rechtslupe
Die Bun­des­re­gie­rung hat den Ent­wurf eines "Geset­zes zur Begren­zung der mit Finanz­in­ves­ti­tio­nen ver­bun­de­nen Risi­ken (Risi­ko­be­gren­zungs­ge­setz)" in das Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren ein­ge­bracht. Das Gesetz soll das Gesetz zur Moder­ni­sie­rung der Rahr­nen­be­din­gun­gen fur Kapi­tal­be­tei­li­gun­gen ergän­zen. In dem Risi­ko­be­gren­zungs­ge­setz wer­den Maß­nahr­nen zusam­men­ge­fasst, die uner­wünsch­ten Ent­wick­lun­gen in Berei­chen, in denen Finanz­in­ves­to­ren auch tätig sind, ent­ge­gen­wir­ken sol­len.
Inves­ti­ti­ons­schutz­ab­kom­men
Die Bun­des­re­gie­rung hat für eini­ge neu geschlos­se­ne Inves­ti­ti­ons­schutz­ab­kom­men (Ver­trä­ge "über die För­de­rung und den gegen­sei­ti­gen Schutz von Kapi­tal­an­la­gen") das Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren für die not­wen­di­gen Zustim­mungs­ge­set­ze ein­ge­lei­tet und die Gesetz­ent­wür­fe dem Bun­des­rat zuge­lei­tet.
Elek­tro­ni­sches Kla­ge­re­gis­ter
Nach­dem am 1. Novem­ber das Gesetz zur Unter­neh­mens­in­te­gri­tät und Moder­ni­sie­rung des Anfech­tungs­recht (UMAG) und das Kapi­­tal­an­­le­­ger- Mus­ter­ver­fah­rens­ge­setz (Kap­MuG) in Kraft getre­ten sind wur­den nun im elek­tro­ni­schen Bun­des­an­zei­ger das Kla­ge­re­gis­ter und das Aktio­närs­fo­rum ein­ge­rich­tet.
Kapi­tal­an­le­ger – Mus­ter­ver­fah­ren
Das Gesetz zur Ein­füh­rung von Kapi­­tal­an­­le­­ger-Mus­­ter­­ver­­­fah­­ren ist nun­mehr im Bun­des­ge­setz­blatt ver­kün­det wor­den und kann damit zum 1. Novem­ber 2005 in Kraft tre­ten.

References: § 36
 § 9
 § 20
 § 20
 § 8
 § 8
 § 40