Source: http://www.linkdirektor.de/2009/10/kollektivvertrag-2009-der-handelsangestellten/
Timestamp: 2019-04-23 16:10:19+00:00

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KOLLEKTIVVERTRAG 2009 der Handelsangestellten | Link-Blog
ANSTELLUNG ……………………………………………………………….. 5
GLEICHBEHANDLUNG ………………………………………………………. 6
ALLGEMEINE PFLICHTEN DES ANGESTELLTEN ……………………………. 6
ARBEITSZEIT ………………………………………………………………… 6
ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN FÜR DEN GROSS- U. EINZELHANDEL ……. 6
Kollektivvertragliche Normalarbeitszeit …………………………………. 6
Verteilung der Normalarbeitszeit ………………………………………… 6
Gleitende Arbeitszeit …………………………………………………….. 7
Viertagewoche ……………………………………………………………. 7
Einarbeiten in Verbindung mit Feiertagen ……………………………….. 7
Reisezeiten ……………………………………………………………….. 7
Durchrechenbare Arbeitszeit …………………………………………….. 7
Ruhezeiten ……………………………………………………………….. 8
ARBEITSZEIT IM GROSSHANDEL ……………………………………………. 8
ARBEITSZEIT IM EINZELHANDEL …………………………………………… 9
Allgemeine Bestimmungen für den Einzelhandel ……………………….. 9
Verkaufsstellen, die an mehr als einem Samstag im Monat
nach 13.00 Uhr offen gehalten werden …………………………………. 9
WOCHENFREIZEIT für Jugendliche ……………………………………….. 11
MEHRARBEIT ……………………………………………………………….. 11
NORMALARBEITSZEIT UND MEHRARBEIT WÄHREND
DER ERWEITERTEN ÖFFNUNGSZEITEN ……………………………………. 12
ÜBERSTUNDEN ……………………………………………………………… 14
ÜBERSTUNDENVERGÜTUNG…………………………………………………. 14
PAUSCHALABFINDUNG ……………………………………………………… 15
ABGELTUNG IN FREIZEIT …………………………………………………… 15
INVENTURARBEITEN ……………………………………………………….. 15
RUHETAGE ………………………………………………………………….. 16
ALLGEMEINE BESTIMMUNGEN ………………………………………………. 16
SONDERBESTIMMUNGEN FÜR ARBEITSLEISTUNGEN AM 8. DEZEMBER ……… 16
URLAUB ……………………………………………………………………… 17
FORTZAHLUNG DES ENTGELTES BEI ARBEITSVERHINDERUNG ……………. 17
JUBILÄUMSGELDER ………………………………………………………….. 18
ANRECHNUNG DES KARENZURLAUBES (§ 15 MSCHG) ……………………… 18
REISEKOSTEN- UND REISEAUFWANDSENTSCHÄDIGUNG …………………… 18
KÜNDIGUNG ………………………………………………………………….. 21
XVIII. ABFERTIGUNG ……………………………………………………………….. 22
XIX. GEHALTSORDNUNG ………………………………………………………….. 23
XX. VERFALLS- UND VERJÄHRUNGSBESTIMMUNGEN …………………………… 23
XXI SCHIEDSGERICHT ………………………………………………………… …. 24
XXII. SCHLUSSBESTIMMUNGEN …………………………………………………….. 24
abgeschlossen am 2. Dezember 2008 zwischen der Wirtschaftskammer Österreich, Sparte Handel, 1045 Wien, Wiedner Hauptstraße 63, und der Gewerkschaft der Privatangestellten, Wirtschaftsbereich Handel, 1034 Wien, Alfred Dallinger-Platz 1
Teil: Allgemeine Bestimmungen, Abschnitt I bis XVIII und XX bis XXII.
Teil: Gehaltsordnung, Abschnitt XIX
2.1. Die Verteilung der wöchentlichen Normalarbeitszeit auf die einzelnen Wochentage, der Beginn und das Ende der täglichen Arbeitszeit sowie die Dauer und Lage der Pausen sind nach Maßgabe der gesetzlichen und der folgenden
kollektivvertraglichen Bestimmungen zu vereinbaren. Diese Regelung kann durch Betriebsvereinbarung oder durch Einzelvereinbarung erfolgen.
Wird die Wochenarbeitszeit regelmäßig auf vier zusammenhängende Tage verteilt, kann die tägliche Normalarbeitszeit von Vollzeitbeschäftigten (ausgenommen Jugendliche) auf zehn Stunden ausgedehnt werden. Bei Teilzeitbeschäftigten (ausgenommen Jugendliche) kann die tägliche Normalarbeitszeit auf zehn Stunden ausgedehnt werden, wenn der Angestellte an jedem Tag, an dem er zum Einsatz kommt, mindestens 8 Stunden beschäftigt wird.
Fällt in Verbindung mit Feiertagen die Arbeitszeit an Werktagen aus, um dem Arbeitnehmer eine längere zusammenhängende Freizeit zu ermöglichen, kann die ausfallende Normalarbeitszeit auf die Werktage von höchstens 13 zusammenhängenden, die Ausfalltage einschließenden Wochen verteilt werden. Bei Jugendlichen kann dieser Einarbeitungszeitraum gem. KJBG höchstens 7 Wochen – durch Betriebsvereinbarung 13 Wochen – betragen.
7.4. Änderungen, die sich aus den jeweiligen Betriebserfordernissen oder sich aus der Bedachtnahme auf die Interessen des Arbeitnehmers ergeben, sind rechtzeitig vorher zu vereinbaren.
1. Für den Arbeitnehmer, der im Großhandel beschäftigt ist, endet die Normalarbeitszeit an Samstagen um 12.00 Uhr.
2. So weit keine Regelung durch Betriebsvereinbarung gemäß VI A 2.1 besteht, ist dem Arbeitnehmer in den Monaten Jänner bis November neben dem arbeitsfreien Samstagnachmittag wöchentlich ein freier Halbtag zu gewähren. Diese Freizeit ist unter Berücksichtigung der jeweiligen Betriebserfordernisse und unter Bedachtnahme auf die Interessen des Arbeitnehmers einmal innerhalb eines Zeitraumes von 6 Wochen am Samstag (freier Samstag) zu gewähren. Abweichend kann auch vereinbart werden, dass in einem Durchrechnungszeitraum von 8 Wochen zumindest 8 ganze Werktage arbeitsfrei bleiben.
3. Die Gewährung freier Halbtage gilt nicht für jene Betriebe und in jenen Wochen, in denen mehrere halbe Werktage oder ein ganzer Werktag geschlossen gehalten werden. Durch Betriebsvereinbarung können abweichende Regelungen getroffen werden.
4. Am 24. und 31. Dezember endet die Normalarbeitszeit um 13.00 Uhr. Wenn diese Tage auf einen Samstag fallen, um 12.00 Uhr. Danach sind nur unbedingt notwendige Abschlussarbeiten zulässig. Diese gelten als Überstunden.
1.2. Diese Freizeit ist unter Berücksichtigung der jeweiligen Betriebserfordernisse und unter Bedachtnahme auf die Interessen des Arbeitnehmers einmal innerhalb eines Zeitraumes von 6 Wochen am Samstag (freier Samstag) zu gewähren.
Abweichend kann auch vereinbart werden, dass in einem Durchrechnungszeitraum von 8 Wochen zumindest 8 ganze Werktage arbeitsfrei bleiben.
für jene Betriebe und in jenen Wochen, wo mehrere halbe Werktage oder ein ganzer Werktag geschlossen sind
b)für Betriebe des Lebensmitteleinzelhandels bis zu 4 Arbeitnehmern,
c)des Drogenkleinhandels bis zu 4 Arbeitnehmern
d)für Gemischtwarenbetriebe bis zu 4 Arbeitnehmern, deren wertmäßiger Umsatz aus dem Verkauf von Lebensmitteln 75 % des Gesamtumsatzes beträgt.
Wenn der Arbeitnehmer nach 13.00 Uhr beschäftigt wurde mit a) Verkaufstätigkeiten, die nach den §§ 17 und 18 ARG oder einer Verordnung gemäß § 12 ARG zulässig sind,
C. b) Durchrechnungsbestimmung für Einzelhandelsunternehmen mit geringer Beschäftigtenzahl
1. In Einzelhandelsunternehmen mit nicht mehr als 25 dauernd Beschäftigten kann durch Betriebsvereinbarung oder – in Betrieben, in denen kein Betriebsrat errichtet ist – durch schriftliche Einzelvereinbarung zusätzlich wahlweise vereinbart werden:
Die Gewährung der freien ganzen bzw. halben Tage gem. VI.C.1. gilt weiters nicht für Vollzeitbeschäftigte in Verkaufsstellen, deren Gesamtoffenhaltezeit innerhalb einer Kalenderwoche 44 Stunden nicht überschreitet.
b) Abweichend kann im Falle eines Jugendlichen, der in einer Verkaufsstelle im Sinne des Öffnungszeitengesetzes mit einer 55 Stunden nicht überschreitenden wöchentlichen Gesamtoffenhaltezeit beschäftigt wird, die Wochenfreizeit auf 43 zusammenhängende Stunden, in die der Sonntag zu fallen hat, verkürzt werden. In diesem Fall muss jedoch innerhalb eines Zeitraumes von höchstens 8 Wochen die durchschnittliche Wochenfreizeit mindestens 48 Stunden betragen. Der erforderliche Ausgleich ist in Form von ganzen oder halben Tagen zu vereinbaren.
1. Arbeitsleistung im Ausmaß der Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit (bei bisher 40 Stunden Normalarbeitszeit) von 1.5 Stunden pro Woche ist Mehrarbeit. Diese Mehrarbeit (von 38.5 bis einschließlich 40 Stunden) ist zuschlagsfrei zu behandeln und wird auf das erlaubte Überstundenausmaß nicht angerechnet. Dieser Grundsatz gilt auch bei anderer Verteilung der Normalarbeitszeit nach Abschnitt VI.A.2., VI.A.4., VI.B. und VI.C.1. mit der Maßgabe, dass jeweils 1.5 Stunden pro Woche über die sich aus der anderen Verteilung der Normalarbeitszeit ergebenden jeweiligen wöchentlichen Arbeitszeit als Mehrarbeit gelten. Durch Mehrarbeit darf – ausgenommen bei Einarbeiten in Verbindung von Feiertagen gemäß § 4 Absatz 3 AZG – eine Wochenarbeitszeit von 44 Stunden nicht überschritten werden. Hinsichtlich der Anordnung dieser Mehrarbeit gelten die Bestimmungen über die Anordnung von Überstunden sinngemäß.
1. Der Anspruch auf Zeitgutschrift bzw. Bezahlung im Sinne dieses Abschnittes steht für Arbeitsleistungen im Rahmen der Regelung der Öffnungszeiten gemäß Öffnungs-zeitengesetz zur Beratung und Betreuung der Kunden, im Warenverkauf und für Tätigkeiten, die mit diesen in unmittelbarem Zusammenhang stehen oder ohne die diese nicht durchführbar wären, sowie für sonstige Arbeitsleistungen, die vom Arbeitgeber im Zusammenhang mit der Inanspruchnahme der erweiterten Öffnungszeiten verlangt werden, dann und insoweit zu, als diese im Rahmen von Öffnungszeiten erbracht werden, die die vor dem 1. September 1988 geltenden Offenhaltemöglichkeiten überschreiten.
am Samstag zwischen 13.00 Uhr und 18.00 Uhr ….50 % = (30 Minuten) je tatsächlich geleisteter Normalarbeitsstunde bzw. Mehrarbeitsstunde.
7. Überstunden im Rahmen der erweiterten Öffnungszeiten, die in der Zeit von Montag bis Freitag zwischen 18.30 und 20.00 Uhr und am Samstag zwischen 13.00 Uhr und 18.00 Uhr zuzüglich der mit der erweiterten Öffnungszeit zusammenhängenden Arbeiten, insbesondere Abschlussarbeiten, sind mit einem Zuschlag von 70 % zu vergüten.
Überstunden im Rahmen der erweiterten Öffnungszeiten, die in der Zeit von Montag bis Freitag ab 20.00 Uhr geleistet werden, sind mit einem Zuschlag von 100 % zu vergüten.
8. Für Zeitguthaben am Ende des Dienstverhältnisses gebührt der Normalstundenlohn, wenn das Dienstverhältnis wegen Entlassung aus Verschulden des Arbeitnehmers, Kündigung durch den Arbeitnehmer oder Austritt des Arbeitnehmers ohne wichtigen Grund endet.
10. Die Beschäftigung von Arbeitnehmern im Sinne der Ziff. 1 ist nur dann und insoweit zulässig, als berücksichtigungswürdige Interessen des Arbeitnehmers – wie beispielsweise die Versorgung von Kindern und Eltern, unzumutbare Heimfahrtsmöglichkeiten, die Teilnahme an Schul- und Weiterbildungsveranstaltungen – dieser Arbeitsleistung nicht entgegenstehen.
5. Überstunden im Rahmen der erweiterten Öffnungszeiten (Abschnitt VIII), die in der Zeit von Montag bis Freitag zwischen 18.30 Uhr und 19.30 Uhr und am Samstag zwischen 13.00 Uhr und 17.00 Uhr geleistet werden, sind mit einem Zuschlag von 70 % zu vergüten.
6. Überstunden im Rahmen der erweiterten Öffnungszeiten (Abschnitt VIII) , die in
der Zeit von Montag bis Freitag ab 19.30 Uhr geleistet werden, sind mit einem Zuschlag von 100 % zu vergüten.
8. Überstunden, die an Samstagen nach 13.00 Uhr im Rahmen von Inventurarbeiten geleistet werden, sind mit einem Zuschlag von 100 % zu vergüten.
An Stelle der Bezahlung von Überstunden kann eine Abgeltung in Freizeit vereinbart werden. Überstunden mit einem Zuschlag von 50 % sind im Verhältnis 1:1,5 Überstunden mit einem Zuschlag von 70 % sind im Verhältnis 1:1,7 und solche mit einem Zuschlag von 100 % im Verhältnis 1 : 2 abzugelten. Wird eine Abgeltung im Verhältnis 1 : 1 vereinbart, bleibt der Anspruch auf den Überstundenzuschlag bestehen.
1. Werden Angestellte und Lehrlinge an Samstagen nach 13.00 Uhr zu Inventurarbeiten (Ziff. 2) herangezogen, gebührt für Normal- und Mehrarbeitsstunden ein Zuschlag von 100 % (1/167 des Bruttomonatsgehaltes). Dies gilt nicht für ausschließlich zu Inventurarbeiten aufgenommene Arbeitnehmer.
1. Gemäß § 13a ARG und § 18a KJBG können Angestellte und Lehrlinge am 8. Dezember, sofern dieser nicht auf einen Sonntag fällt, in der Zeit von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr mit folgenden Tätigkeiten beschäftigt werden:
6. Der Arbeitnehmer erhält für die Arbeitsleistung am 8. Dezember zusätzliche Freizeit. Der Verbrauch der Freizeit ist unter Berücksichtigung der betrieblichen
Erfordernisse und unter Bedachtnahme auf die Interessen des Arbeitnehmers zu vereinbaren und unter Entgeltfortzahlung bis 31. März des Folgejahres zu verbrauchen. Ein Arbeitnehmer, der bis zu 4 Stunden arbeitet, erhält 4 Stunden Freizeit, ein Arbeitnehmer, der mehr als 4 Stunden arbeitet, erhält 8 Stunden Freizeit.
XV. ANRECHNUNG DES KARENZURLAUBES (§ 15 MSchG, § 2 Väterkarenzgesetz)
j) Über die gefahrenen Kilometer ist ein Fahrtenbuch zu führen, das über Aufforderung, jedenfalls aber am Ende des Kalender- oder Geschäftsjahres bzw. beim Ausscheiden des Angestellten, zur Abrechnung vorzulegen ist. Die Abrechnung
hat entweder nach jeder Dienstreise, monatlich oder in bestimmten Zeitabständen zu erfolgen.
Wenn in einem Monat Dienstreisen an mehr als 12 Kalendertagen anfallen, so reduziert sich für jede Dienstreise ab dem 13. Kalendertag des Taggeldes auf Euro 14,40 bzw. auf ein Zwölftel von Euro 14,40 je angefangene Stunde. Bei der Ermittlung der 12 Kalendertage bleiben Dienstreisen, die insgesamt nicht mehr als 3 Stunden dauern, außer Ansatz.
c) Das Taggeld dient zur Deckung der Mehrausgaben für Verpflegung sowie aller mit der Dienstreise verbundenen persönlichen Aufwendungen des Angestellten einschließlich der Trinkgelder. Ein vom Arbeitgeber bezahltes Essen (außer dem Frühstück) führt zur Kürzung des Taggeldes um jeweils Euro 14,40.
Dienstreisen außerhalb von Österreich:
An die Zeit der Weiterverwendung gem. § 18 BAG schließt sich eine Weiterverwendungszeit im Ausmaß von 2 Monaten an. Ist die Weiterverwendungszeit gem. § 18 BAG kürzer als vier Monate, schließt sich eine Weiterverwendungszeit im Ausmaß von einem Monat an. Endet die Zeit der Weiterverwendung nicht mit dem Letzten eines Kalendermonats, ist sie auf diesen zu erstrecken.
2. Eine Frau mit einer Mindestdienstzeit von 5 Jahren im selben Betrieb, die innerhalb der Schutzfrist nach dem Mutterschutzgesetz bzw. bei Inanspruchnahme eines Karenzurlaubes nach dem Mutterschutzgesetz spätestens 3 Monate vor Ende des Karenzurlaubes erklärt, das Arbeitsverhältnis auf eigenen Wunsch nicht mehr fortzusetzen, hat Anspruch auf die Hälfte der ihr nach § 23 Angestelltengesetz zustehenden Abfertigung, höchstens jedoch auf 3 Monatsentgelte. Zeiten geringfügiger Beschäftigungen nach § 15 Abs. 1a MSchG, bleiben für den Abfertigungsanspruch außer Betracht. Die gleiche Regelung gilt auch für einen männlichen Angestellten, sofern er einen Karenzurlaub nach dem VKG in Anspruch nimmt und seinen vorzeitigen Austritt aus dem Arbeitsverhältnis spätestens 3 Monate vor Ende des Karenzurlaubes erklärt. Erfolgt die Lösung des Arbeitsverhältnisses durch den Arbeitgeber, so gilt für die Bemessung der Abfertigung das Angestelltengesetz.
5. Die Vereinbarung, die für das am 31. 12. 2002 bestehende Dienstverhältnis den Übertritt nach § 47 BMVG bewirkt, kann vom Mitarbeiter widerrufen werden, sofern der Arbeitgeber binnen 3 Wochen ab dem Abschluss der Übertrittsvereinbarung schriftlich Kenntnis vom Widerruf des Mitarbeiters erhält. Der Übertrittsvertrag muss die dreiwöchige Rücktrittsfrist enthalten. Bei Übertrittsverträgen, die die dreiwöchige Rücktrittsfrist nicht enthalten, verlängert sich diese auf 6 Monate ab
Vertragsunterfertigung. Die Kollektivvertragsparteien empfehlen die Anwendung der im Anhang des Kollektivvertrags angeführten Muster einer Übertrittsvereinbarung.
Bei Abgeltung von Arbeitszeit, Mehrarbeit, Überstunden und Zuschlägen in Form von Zeitausgleich hat der Arbeitgeber ein Zeitkonto zu führen. Das Zeitkonto muss mindestens einmal im Quartal dem Arbeitnehmer zur Bestätigung der Richtigkeit vorgelegt werden. Bestätigt der Arbeitnehmer die Richtigkeit des Zeitkontos, sind weitere Ansprüche auf Zeitguthaben ausgeschlossen. Wird die Richtigkeit nicht
bestätigt, gelten die Bestimmungen unter A. Vom Arbeitgeber anerkannte Zeitgutschriften verfallen nicht.
3. Mit Inkrafttreten dieses Kollektivvertrages verlieren die Bestimmungen des bisher gültigen Kollektivvertrags vom 11. November 2004 ihre Gültigkeit.
b) Stellvertreter von Filialleitern erhalten auf die Dauer der Stellvertretung, wenn eine Übernahms- oder Übergabeinventur vorgenommen wird, vom ersten Tag der Vertretung an das niedrigste Gehalt jener Beschäftigungsgruppe, welcher der beurlaubte oder erkrankte Filialleiter angehört, mindestens jedoch um 5 Prozent mehr, als ihr Verkäufergehalt beträgt.
6. Als Berufsjahre für die Einstufung in die Gehaltstafeln gelten nur die Jahre der praktischen Angestelltentätigkeit sowie die Jahre der Tätigkeit als selbstständiger Kaufmann. Lehrzeit oder die die Lehrzeit gemäß F. II, j, ersetzenden drei Angestelltendienstjahre fallen nicht darunter. Die Zeiten des Präsenz- und Zivildienstes werden nur dann als Berufsjahre gewertet, wenn zurzeit der Einberufung ein Angestellten- bzw. Lehrverhältnis bestanden hat. Bei Angestellten,
die vor Einziehung zum Präsenz- oder Zivildienstes in keinem Arbeitsverhältnis standen, aber eine Handelsschule oder eine entsprechend höhere kaufmännische Schule vollendet hatten, ist der Präsenz- oder Zivildienst mindestens zur Hälfte nach einjähriger Dauer des Arbeitsverhältnisses anzurechnen.
b) Den während des Jahres ein- oder austretenden Angestellten und Lehrlingen gebührt der aliquote Teil; bei austretenden Angestellten und Lehrlingen berechnet
nach dem letzten Monatsgehalt bzw. nach der letzten monatlichen Lehrlingsentschädigung.
a) Mit Ausnahme der Platzvertreter mit Provision und der Reisenden mit Provision erhalten alle Angestellten und Lehrlinge im Kalenderjahr beim Antritt ihres gesetzlichen Urlaubes, falls dieser in Teilen gewährt wird, bei Antritt des längeren, bei gleich großen Urlaubsteilen bei Antritt des ersten Urlaubsteiles, spätestens aber am 31. Juli eine Urlaubsbeihilfe. Diese beträgt 100 Prozent des im Zeitpunkt des Urlaubsantrittes bzw. am 31. Juli zustehenden Bruttomonatsgehaltes bzw. der monatlichen Lehrlingsentschädigung. Steht bei Urlaubsantritt die Beendigung des Arbeits- oder Lehrverhältnisses bereits fest gebührt der aliquote Teil der Urlaubsbeihilfe.
d) Bei Angestellten, die während des Kalenderjahres ihre Lehrzeit vollendet haben, setzt sich die Urlaubsbeihilfe aus dem aliquoten Teil der letzten monatlichen
Lehrlingsentschädigung und dem aliquoten Teil des Bruttomonatsgehaltes zusammen.
a) Platzvertreter mit Provision und Reisende mit Provision, die neben der Provision ein Fixum beziehen, erhalten als Sonderzahlungen eine Weihnachtsremuneration in Höhe des Novemberfixums und eine Urlaubsbeihilfe in Höhe des zum Zeitpunkt des Urlaubsantrittes bzw. am 31. Juli zustehenden Fixums. Als Fälligkeitstermine gelten die unter B. und C. festgelegten Termine.
Zum 1. 1. 2007 treten Änderungen in Kraft. Bestehende Einstufungen bleiben davon unberührt.
Für ab dem 1. 1. 2007 begründete Dienstverhältnisse gilt: Der Angestellte wird weiters in die seiner Tätigkeit entsprechende Beschäftigungsgruppe (2-6) eingestuft, wenn er über eine abgeschlossene Berufsausbildung im gewerblich/industriellen Bereich verfügt und eine dieser Ausbildung entsprechende, fachlich ausgerichtete Tätigkeit im Handelsbetrieb tatsächlich ausübt.
b) durch den erfolgreichen Besuch einer Berufs bildenden höheren Schule im Sinne der §§ 72 und 76 SCHOG oder einer Sonderform derselben im Sinne der §§ 73 und 77 SCHOG, so weit die erworbenen Kenntnisse in der Tätigkeit im Handelsbetrieb Verwendung finden;
c) durch den erfolgreichen Besuch einer allgemein bildenden höheren Schule im Sinne des § 36 SCHOG oder einer Sonderform derselben im Sinne des § 37 SCHOG;
g) durch den erfolgreichen Besuch einer mindestens dreijährigen Berufs bildenden mittleren Schule im Sinne der §§ 58 und 59 SCHOG, so weit die erworbenen Kenntnisse in der Tätigkeit im Handelsbetrieb Verwendung finden;
Verkäufer mit besonderen Fähigkeiten, zB
Ein- und Verkaufsangestellte im Pharmagroßhandel
Zolldeklaranten, die der Behörde gegenüber verantwortlich sind 36
Angestellte mit Dispositions- und/oder Anweisungstätigkeiten, die schwierige Arbeiten selbständig und verantwortlich ausführen
Leiter eines organisatorisch selbstständigen Fuhrparks, die für Einsatz, Wartung, Instandhaltung der verwendeten Kraftfahrzeuge sowie für alle technisch und verkehrs rechtlich erforderlichen Kontrollen verantwortlich sind
1. Die am 31. Dezember 2006 bestehenden Überzahlungen der kollektivvertraglichen Mindestgehälter sind in ihrer euromäßigen Höhe (centgenau) gegenüber den ab 1. Jänner 2007 erhöhten kollektivvertraglichen Mindestgehältern aufrechtzuerhalten.
Liegt der Betrag dieses Fixums höher als der jeweils zustehende kollektivvertragliche Durchschnittssatz gemäß Beschäftigungsgruppe 3 bzw. 4, ist die euromäßige Differenz zwischen Fixum und kollektivvertraglichem Durchschnittssatz gemäß Beschäftigungsgruppe 3 oder 4 aufrechtzuerhalten.
Liegt der Betrag dieses Fixums niedriger als der jeweils zustehende kollektivvertragliche Durchschnittssatz gemäß Beschäftigungsgruppe 3 oder 4, ist das Fixum so zu erhöhen, dass die bestehende Differenz zwischen Fixum und kollektivvertraglichem Durchschnittssatz gemäß Beschäftigungsgruppe 3 oder 4 unverändert aufrecht bleibt.
Gehaltstafeln 2009
(Gehaltsgebiet B)
Diese Gehaltstafel gilt für alle jene Betriebe, die nicht einer der Gehaltstafeln b) bis h) unterliegen. Da vereinbart wurde, dass die Überzahlungen beibehalten werden, sind die jeweiligen Erhöhungsbeträge angeführt.
a) Ferialarbeiter, das sind Angestellte, die höchstens drei Monate pro Kalenderjahr im Betrieb beschäftigt sind, im 1., 2., 3. Angestelltendienstjahr
1073,–
1153,–
Im 5. Berufsjahr
1264,–
1309,–
Im 7. Berufsjahr
1329,–
Im 9. Berufsjahr
Im 10. Berufsjahr
Im 12. Berufsjahr
1518,–
1571,–
1629,–
Im 18. Berufsjahr
1711,–
1243,–
1334,–
1382,–
1515,–
1568,–
1752,–
1813,–
1901,–
1336,–
1384,–
1464,–
1628,–
2014,–
2206,–
2294,–
2374,–
2024,–
2094,–
2191,–
2368,–
2511,–
2598,–
2817,–
2915,–
2873,–
2973,–
2274,–
2353,–
2680,–
2773,–
3088,–
3195,–
b) Fotohandel
Die nachstehenden Mindestgehaltssätze gelten für jene Angestellten, die
die Lehrabschlussprüfung als Fotokaufmann mit Erfolg abgelegt haben
die eine kaufmännische Lehrabschlussprüfung bzw. die Kaufmannsgehilfenprüfung mit Erfolg abgelegt und den „Lehrgang Foto – Film – AV“ erfolgreich absolviert haben. Für alle übrigen Angestellten gelten die Mindestgehaltssätze der Gehaltstafel a) Allgemeiner Groß- und Kleinhandel
1374,–
1465,–
1714,–
1341,–
1455,–
1621,–
1782,–
1816,–
2002,–
2036,–
1432,–
1517,–
1687,–
1744,–
1896,–
1960,–
2157,–
2210,–
2506,–
2098,–
2168,–
2271,–
2731,–
2822,–
2920,–
3018,–
2978,–
2357,–
2436,–
2779,–
3201,–
3308,–
3263,–
3372,–
Für Nichtdrogisten gelten die Mindestgehaltsätze der Gehaltstafel a) Allgemeiner Groß- und Kleinhandel.
1357,–
1373,–
1746,–
1317,–
1361,–
1644,–
2064,–
1492,–
1554,–
1768,–
1916,–
2102,–
2172,–
2412,–
2047,–
2117,–
2291,–
2476,–
2682,–
2869,–
2967,–
2925,–
3025,–
2289,–
2818,–
3151,–
3258,–
3211,–
3320,–
Drogenkleinhandel
Als Drogist gilt nur der Angestellte, der die Drogistenprüfung mit Erfolg abgelegt hat, Tätigkeiten, die Drogistenkenntnisse voraussetzen, dürfen nur durch gelernte Drogisten verrichtet werden. Im Kleinhandel können z.B. als Verkaufspersonal für jene Waren, die nicht der Drogistenkonzession unterliegen (wie Kosmetika udgl.) auch Nichtdrogisten beschäftigt werden.
a) Ferialarbeiter, das sind Angestellte, die höchstens drei Monate pro Kalenderjahr im Betriebs beschäftigt sind, im 1., 2., 3. Angestelltendienstjahr
1365,–
1658,–
1808,–
1459,–
1481,–
1723,–
2524,–
d) Handel mit Büchern, Kunstblättern, Musikalien, Zeitungen und Zeitschriften;
Buch-, Kunst- oder Musikalienverlag
1251,–
1303,–
1532,–
1612,–
1673,–
a) Buchhändler
1369,–
1348,–
1393,–
1633,–
1854,–
2017,–
2082,–
2053,–
2119,–
b) übrige Angestellte
1262,–
1919,–
2018,–
1758,–
2039,–
2174,–
2244,–
2302,–
2376,–
2558,–
1371,–
1672,–
1942,–
2138,–
2264,–
2403,–
2365,–
2441,–
2639,–
2845,–
2936,–
3043,–
3141,–
3103,–
3203,–
2326,–
2432,–
2514,–
2579,–
2666,–
2894,–
2992,–
2951,–
3051,–
2457,–
2896,–
2989,–
3336,–
3443,–
3508,–
2336,–
2415,–
2753,–
3172,–
3279,–
3232,–
3341,–
e) Großhandel mit Eisen und Eisenwaren, Metallen und Metallwaren, Röhren, Fittings und sanitärem Installationsbedarf laut Firmenliste
2005,–
2106,–
EURO 1009
1569,–
2026,–
2161,–
2231,–
2463,–
2242,–
2351,–
2427,–
2696,–
2783,–
2828,–
2919,–
3123,–
3184,–
2877,–
3422,–
3488,–
Dieser Beitrag wurde unter Handelsangestellte abgelegt am 15. Oktober 2009 von Direktor.
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References: § 12
 § 4
 § 13
 § 18
 § 2
 § 18
 § 18
 § 23
 § 15
 § 47
 § 36
 § 37