Source: http://www.urantia.nyc/ger01/118.html
Timestamp: 2018-11-16 05:59:42+00:00

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DAS URANTIA BUCH, Schrift 118. Der Supreme und der Ultime — Zeit und Raum
DAS URANTIA BUCH - Schrift 118. Der Supreme und der Ultime — Zeit und Raum
Schrift 118. Der Supreme und der Ultime — Zeit und Raum
§ 1. Zeit und Ewigkeit
§ 2. Omnipräsenz und Allgegenwart
§ 3. Zeit-Raum-Beziehungen
§ 4. Primäre und sekundäre Verursachung
§ 5. Allmacht und Vereinbarkeit
§ 6. Allmacht und Alltat
§ 7. Allwissenheit und Prädestination
§ 8. Kontrolle und höchste Kontrolle
§ 9. Universumsmechanismen
§ 10. Funktionen der Vorsehung
118:1.4 (1295.4) In der Erfahrung des Sterblichen geht die Verlängerung der Zeiteinheit einher mit Erfahrung, Weisheit und Urteil. Wenn sich der menschliche Verstand in die Vergangenheit zurückwendet, bewertet er die vergangene Erfahrung, um sie mit einer gegenwärtigen Situa-tion in Beziehung zu setzen. Wenn der Verstand sich in die Zukunft versetzt, sucht er die zukünftige Bedeutung einer möglichen Handlung einzuschätzen. Und nachdem er in dieser Weise Erfahrung und Weisheit eingerechnet hat, wird der menschliche Wille sein Urteilen-Entscheiden in der Gegenwart ausüben, und der solcherart aus Vergangenheit und Zukunft geborene Aktionsplan beginnt zu existieren.
118:4.1 (1298.1) Viele theologische Schwierigkeiten und metaphysische Dilemmas des sterblichen Menschen kommen von seiner irrigen Ortung der Gottheitspersönlichkeit und der daraus folgenden Zuschreibung unendlicher und absoluter Attribute an untergeordnete Göttlichkeit und evolutionäre Gottheit. Ihr dürft nicht vergessen, dass es trotz der Tatsache einer wahren Ersten Ursache auch eine Unmenge von zugeordneten und untergeordneten Ursachen gibt, von zugleich assoziierten und sekundären Ursachen.
118:6.4 (1299.7) Alles Wollen ist relativ. In einem auf den Ursprung bezogenen Sinne besitzt nur das Vater-ICH BIN Finalität des Willens; in einem absoluten Sinn zeigen nur der Vater, der Sohn und der Geist Willensvorrechte, die weder durch die Zeit bedingt, noch durch den Raum begrenzt sind. Der sterbliche Mensch ist mit freiem Willen, mit der Macht der Wahl begabt, und obwohl solches Wählen nicht absolut ist, ist es nichtsdestoweniger auf der endlichen Ebene und bezüglich der Bestimmung der wählenden Persönlichkeit relativ final.
118:6.7 (1300.3) Das Wollen, der Akt des Wählens, muss sich in dem Universumsrahmen betätigen, der sich in Beantwortung höheren und früheren Wählens verwirklicht hat. Die ganze Reichweite des menschlichen Willens beschränkt sich strikte auf das Endliche mit Ausnahme eines einzigen Falles: Wenn der Mensch wählt, Gott zu finden und zu werden wie er, ist solch eine Wahl überendlich; nur die Ewigkeit kann enthüllen, ob diese Wahl auch überabsonit ist.
118:7.1 (1300.5) Im Großen Universum arbeiten Schöpferwille und Geschöpfeswille innerhalb der durch die Hauptarchitekten festgesetzten Grenzen und gemäß den von diesen geschaffenen Möglichkeiten. Diese Voraus-Festlegung von maximalen Grenzen beschneidet indessen die Souveränität des Geschöpfeswillens innerhalb dieser Schranken nicht im Mindesten. Ebenso wenig stellt das ultime Vorauswissen — das volle In-Betracht-Ziehen jeder endlichen Wahl — eine Abschaffung des endlichen Willens dar. Ein reifes und weit blickendes Menschenwesen wäre vielleicht imstande, die Entscheidung eines jüngeren Gefährten genauestens vorauszusagen, aber dieses Vorauswissen schmälert in nichts die Freiheit und Echtheit der Entscheidung selber. Die Götter haben den Aktionsbereich des unreifen Willens weise eingeschränkt, aber es handelt sich — innerhalb dieser bestimmten Grenzen — trotzdem um echten Willen.
118:10.14 (1306.3) 2. Die zunehmende Herrschaft des Menschen — die allmähliche Anhäufung des Wissens um die Gesetze der materiellen Welt, um die Ziele der geistigen Existenz und die Möglichkeiten philosophischer Koordinierung dieser beiden Realitäten. Der Wilde stand dem Ansturm der Naturkräfte hilflos gegen-über, lebte als Sklave unter der grausamen Herrschaft seiner inneren Ängste. Der halbzivilisierte Mensch beginnt, die Schatzkammer der Geheimnisse des Naturreichs aufzuschließen, und seine Wissenschaft zerstört langsam, aber sicher seinen Aberglauben und liefert ihm zugleich eine neue und breitere Tatsachenbasis für die Bedeutungen der Philosophie und die Werte wahrer geistiger Erfahrung. Der zivilisierte Mensch wird eines Tages zu einer relativen Beherrschung der physischen Kräfte seines Planeten gelangen; die Liebe Gottes in seinem Herzen wird sich mit Erfolg als Liebe zu seinen Mitmenschen verströmen, und die Werte der irdischen Existenz werden sich den Grenzen menschlichen Vermögens nähern.
118:10.15 (1306.4) 3. Die Integration des Menschen in das Universum — das Wachstum menschlicher Erkenntnis zusätzlich des Wachstums menschlichen erfahrungsmäßigen Vollbringens bringt ihn in engere Harmonie mit den einigenden Gegenwarten der Suprematie — mit der Paradies Trinität und dem Supremen Wesen. Und gerade das ist es, was die Souveränität des Supremen auf Welten begründet, die seit langem im Licht und Leben verankert sind. Solch fortgeschrittene Planeten sind in der Tat Gedichte von Harmonie, Gemälde von Schönheit vollendeter Güte, die durch den Dienst an der kosmischen Wahrheit erworben wurden. Und wenn so etwas auf einem Planeten geschehen kann, dann können sich noch wunderbarere Dinge in einem System und in den höheren Einheiten des Großen Universums ereignen, wenn auch diese zur Stabilität gelangen, Hinweis darauf, dass die Potentiale endlichen Wachstums erschöpft sind.

References: § 1

§ 2

§ 3

§ 4

§ 5

§ 6

§ 7

§ 8

§ 9

§ 10