Source: https://www.mein-grundeinkommen.de/magazin/34O6cNwthCcMsU68AqYUYo
Timestamp: 2020-01-17 14:16:11+00:00

Document:
„Dann werden wir jetzt reich!“ 8-jähriger | Mein Grundeinkommen
806 von 12.000 €
"Völlig perplex"
Seitdem wir vergangenen Samstag in Berlin den Gewinner des fünften Bedingungslosen Grundeinkommens per Glücksrad ermittelt haben, ist bei einer Familie in Baden-Württemberg ganz schön was los. Nachdem Olga erfuhr, dass eine ihrer Losnummern gewonnen hat, stürmte sie, wie sie uns erzählt hat, „wie von einer Tarantel gestochen“ ins Bad. Sie hatte im September im Deutschlandfunk von „Mein Grundeinkommen“ gehört und sich für das Thema interessiert, aber „nicht damit gerechnet zu gewinnen“. Und eigentlich hat sie das auch nicht - genau deshalb steht sie jetzt „völlig perplex“ im Bad. Denn nicht ihre Losnummer wurde gezogen, sondern die ihres 8-jährigen Sohns Robin.
Weil ein echtes Grundeinkommen an alle Menschen von der Geburt bis zum Tod ausgezahlt würde, können bei „Mein Grundeinkommen“ Eltern auch für ihre Kinder teilnehmen.
Marathon an Diskussionen
„Aber wie sollen wir das einem 8-jährigen verklickern? Müssen wir das? Sollten wir das?“ fragte sich Olga nun mit ihren erwachsenen Familienmitgliedern, was in einem zweitätigen „Marathon an Diskussionen“ mündete. Doch am Ende stand fest: „Wir sagen es ihm“.
Am Nachmittag nach der Schule ging Olga mit Robin in ein Café um ihm bei einer heißen Schokolade von seinem Gewinn zu erzählen. Robins Reaktion: „Dann werden wir jetzt reich. Krieg ich jetzt jeden Monat ein Buch?“ Robin war in den nächsten Tagen ganz aufgeregt und die Diskussionen gingen weiter. Ist das Geld nun seins oder das Geld der Familie? Wird das Geschwisterkind neidisch sein? Überfordert man ein Kind mit so einer großen Summe Geld? In einer Welt, in der Geld eine zentrale Rolle spielt, kann auch innerhalb einer Familie die Person, die über Geld verfügen kann, eine gewisse Macht gegenüber den anderen Familienmitgliedern ausüben.
Wer das Geld hat, hat die Macht - oft auch innerhalb der Familie
Wie würde ein Kinder-Grundeinkommen dieses Machtverhältnis beeinflussen? Würde es Kinder selbstbewusster und unabhängiger von ihren Eltern machen oder würde mehr Abhängigkeit entstehen, weil die Eltern das Geld für ihre Kinder verwalten und damit ein Druckmittel hätten? Ab welchem Alter können und dürfen Kinder überhaupt mit wieviel Geld umgehen? All diese Fragen könnten und müssten in einer Grundeinkommens-Gesellschaft gestellt werden. Möglicherweise würden diese Fragen die Gesellschaft voranbringen und noch offener und vielfältiger machen. Bis das soweit ist, sind Olga, Robin und ihre Familie Pioniere und probieren es schonmal aus - weil tausende Menschen es ihnen mit ihrer Unterstützung auf www.mein-grundeinkommen.de ermöglicht haben.
Grundeinkommen ist Politik am eigenen Leibe
Unser Projekt sorgt ganz offenbar nicht nur dafür, dass einzelne Menschen 12 Monate lang ein schönes Leben haben, sondern auch dafür, dass ganz neue Diskussionen über Geld entstehen, und über die Frage, wie wir zusammen leben wollen - also Politik zum Greifen und Mitfühlen. Robins Großeltern zum Beispiel konnten überhaupt nicht verstehen, warum jemand ohne etwas dafür zu tun einfach so 1.000 € monatlich bekommen sollte. Also hat es Olga ihnen so erklärt: „Früher hattet ihr ein Stück Land und Vieh wovon ihr leben konntet. Heute hat man sowas nicht mehr, braucht aber Geld um zu überleben. So ein Grundeinkommen ist wie das Land und das Vieh, das das Überleben sichert“. Das haben die Großeltern sofort verstanden.
Die anderen vier Gewinnenden
Vor Robin haben schon vier weitere Menschen jeweils für ein Jahr Grundeinkommen gewonnen. Während der Verlosungsparty haben wir ein Skype-Gespräch mit Christoph geführt, der das zweite Grundeinkommen gewonnen hat und nun schon zum zweiten Mal 1.000 € auf sein Konto bekommen hat. Auch sein Leben hat sich radikal geändert. Er steht, wie er uns erzählt hat, jeden Morgen voller Lust und Energie auf und kann sich dank Grundeinkommen nun seinen Plan verwirklichen: Seinen Job im Callcenter kündigen und demnächst eine Erzieherausbildung anfangen. Hier kannst du seine Geschichte lesen.
Eine Gewinnerin möchte vollständig anonym bleiben, was ihr gutes Recht ist. Mit den zwei anderen Gewinnenden stehe ich im Kontakt. Auch ihr Leben hat sich verändert, und wenn sie sich ein wenig mehr daran gewöhnt haben, werden wir vermutlich auch von ihnen etwas lesen.
Das nächste Grundeinkommen
Und es geht weiter: Lasst uns noch mehr Diskussionen erzeugen und noch mehr Menschen dazu bringen, ein Jahr Grundeinkommen erleben zu können! Das sechste Grundeinkommen ist fast vollständig finanziert, so dass wir noch im Dezember mindestens ein weiteres Grundeinkommen verlosen können. Auch dafür können sich wieder alle Menschen kostenlos anmelden (eine erneute Teilnahme bei jeder Verlosung ist notwendig).
Die Verlosungsparty einschließlich des Skype-Interviews mit Christoph (Gewinner des 2. Grundeinkommens), der öffentlichen Auslosung und einem Konzert von Konrad Küchenmeister könnt ihr hier nachsehen: https://www.youtube.com/watch?v=cFIxWcWV5PE
am 22.3.2015, um 12:20 Uhr
Ist das nicht super? Robin, so hieß doch auch der Typ aus Sherwood Forrest und der Helfer von Batman. Jetzt hat es einen ganz jungen Robin getroffen. Und alles was er fragt, ist, ob er jetzt jeden Monat ein Buch bekommt. Ja, lies am Besten zu allererst \"Dale Carnegie, Napoleon Hill, Erhard F. Freytag\". Mein erstes Erfolgsbuch war \"Kraftzentrale Unterbewusstsein\". Vielleicht hat die Idee \"Grundeinkommen\" dem Robin einen fantastischen Weg geebnet und hier wächst ein \"moderner, sozial eingestellter\" Vorzeige-Unternehmer heran. Robin, hau rein, mach etwas aus Deinem Leben.
GizzyG
am 21.3.2015, um 6:01 Uhr
Noch mein Glückwunsch :-)\nIch hätte vielleicht monatlich 100 € zur Verfügung gestellt - dann hättest Du länger Zeit, Dich ans Ausgeben zu gewöhnen - 10 (!) Jahre....
am 9.3.2015, um 5:32 Uhr
Ich wünsche Dir, Robin, viel viel Spaß mit Deinen neuen Büchern und freue mich für die ganze Familie. Es würde mich freuen zu hören, welche Bücher Du Dir gekauft hast.\nViele Grüße\nChristine
am 18.2.2015, um 5:50 Uhr
oder falls ihr das schon getan habt, postet den link hier, oder irgendwo, wo ihn sogar ich finden würde ^^
am 18.2.2015, um 5:49 Uhr
Ich bin auch suuper gespannt darauf, wie ihr in eurer Familie das Thema Geld/Macht gelöst habt! Bitte, bitte bitte schreibt uns mal einen kurzen Zwischenbericht über die Veränderungen und anderen Implikationen, die sich bisher ergeben haben. Meine Mama schreibt Tagebuch, ich hingegen vergesse meine Vergangenheit sofort und feile bloß ständig an meinem Wesen, wollt ihr dieses Jahr nicht auch in besonderer Erinnerung behalten?!_\nAlles Gute und Liebe wünsche ich euch, was man für Geld nicht kaufen kann! ;D
am 12.2.2015, um 4:00 Uhr
am 31.1.2015, um 22:40 Uhr
+Kort\nIch wünschte, ich könnte Deinem Kommentar einen Daumen hoch geben. Was Robin mit dem Geld anstellt, würde mich noch mehr interessieren als bei allen anderen Gewinnern, denn viele Kinder/Jugendliche im Alter von 12 bis 18 würden gerne etwas sinnvolles aus ihrem Leben machen, haben dazu aber zu wenig Freiheiten und Geld. Und Bücher sind immer sinnvoll, weil Lesen das Hirn trainiert. Wenn Robin sich wirklich jeden Monat ein Buch kauft und liest, wäre auch schon mal das Vorurteil aus der Welt, dass die Jugend angeblich immer dümmer werde und keine Bücher mehr lese. Also wozu der Neid?
am 10.12.2014, um 10:45 Uhr
Ich kenne diese Familie, und kann sagen die haben es wirklich wirklich verdient!!!!!\nNur weil nicht auf nem Schild steht wer welche Päckchen im Leben trägt oder durch welchen Sumpf er gerade watet heißt das nichts. Jeder hat so etwas verdient.\nUnd dem Neider kann ich nur raten mal in Spiegel zu schauen und mal erst selber Billanz zu ziehen wem er denn persönlich schon wirklich in der Not geholfen hat.\nDas sind mir die liebsten die motzen und unterschwellig eigentlich nur warten das Ihnen jemand anderes was schenkt oder ihr leben oder die Welt verbessert...\nJeder fängt bei sich an... Und wie gesagt diese Familie hat es verdient!!!!!!
am 29.11.2014, um 11:24 Uhr
Herzlichen Glueckwunsch Robin, schoen dass du gewonnen hast. :)\n\nIch denke, wenn ich Kinder haette und eines haette gewonnen, wuerde ich fuer ihn/sie ein Bausparvertrag oder etwas in der Art abschliessen. Auch wenn ich mir als ich noch juenger war mehr Taschengeld und allen moeglichen Kram gewuenscht hatte, wuerde ich retrospekt sagen dass mir dann ein Bausparvertrag oder so lieber gewesen waere. Vorallem wenn ich darueber nachdenke wie manche meiner Mitschueler mit ihrem viel hoeheren Taschengeld umgegangen sind und oft die Dinge die sie hatten nicht gewuerdigt hatten.
am 28.11.2014, um 22:17 Uhr
@Rotkehlchen\nDie Situation bei den Schwerbehinderten ist mir bekannt, aber das Projekt von Michael kann hier nichts ändern sondern nur allen die Teilnahmen erlauben (es liegt dann an den gesetzlichen Betreuen und am Gesetzgeber die Anrechnung von zusätzlichen Einkünften zu ändern).\n\nWas das BGE im Allgemeinen angeht, so wäre dies allerdings für alle Empfänger in gleicher Höhe garantiert und auch nicht anrechenbar. Für Einführung eines BGE müssten dann eventuell die gesetzliche Bestimmungen dementsprechend angepasst werden (ein BGE sollte deshalb unbedingt ein im GG verankertes konstitutionelles Anrecht für jeden Bürger/Einwohner sein). Mehrbedarfe, die über das BGE hinausgingen, müssten natürlich weiterhin nachgewiesen werden …
am 28.11.2014, um 19:20 Uhr
Prima! Herzlichen Glückwunsch Robin!\nIch wünsche Dir ganz viel Spaß mit dem Geld - sicher hast Du eine Menge wundervoller Ideen\nFreue mich sehr, später eventuell mehr darüber zu lesen\n\nVielen Dank Micha für Deine liebevolle Arbeit - für Deinen großen Beitrag unsere Welt ein bisschen besser, bewusster, lebensfroher und lustvoller sein zu lassen\n\nVielen Dank Euch Allen für Eure Teilnahme und interessanten Überlegungen zum Projekt\n\nFröhlich-entspannte Vorweihnachtszeit einer/einem Jeden von Euch!
Else Belse
am 28.11.2014, um 17:18 Uhr
HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH, ROBIN, ich freu mich für Dich!
am 28.11.2014, um 16:39 Uhr
Henrik Wittenberg, das könnte nur ein gesetzlicher Betreuer machen, sofern die Eltern nicht auch die gesetzlichen Betreuer sind (was nicht immer der Fall ist), solange Mein Grundeinkommen das nicht auch explizit Eltern erlaubt, die nicht die gesetzlichen Betreuer sind. Wenn ein schwerstbehinderter Mensch einen Berufsbetreuer hat, ist es auch eher unwahrscheinlich, daß dieser hier ein Teilnehmerkonto anlegt. Sicher gibt es auch engagierte Leute darunter, aber viele machen halt nur das Notwendigste... Und andere Leute, die keine gesetzliche Betreuungserlaubnis haben, dürfen sowas schlichtweg nicht machen. Da ist man extrem eingeschränkt, selbst dann, wenn man direkt verwandt ist. Haben wir schon in der Familie durch, nur in die andere Richtung (Betreuung von Eltern), solange man keinen offiziellen Betreuerausweis hat, geht gar nichts. Abgesehen davon nützt es wie gesagt auch nichts, weil es ohne extra Regelungen vom Staat kassiert würde. Das gilt für Gewinne, fürs Erbe, für alles. Viele Menschen mit Handicap sind noch schlechter dran als Hartz IV - Empfänger, das darf man nicht vergessen, und wenn es mal einen Gewinn oder ein Erbe gibt, was ihre Situation wenigstens zeitweise verbessern würde, haben sie nichts davon. Außer in Sachen Erbe, wenn die Eltern oder Vererbenden ein Behindertentestament eingerichtet haben. Das geht also nur über Umwege. Generell denke ich, daß diejenigen, die ein Grundeinkommen am dringendsten nötig hätten, am wenigsten davon profitieren würden, solange es keine anderen politischen Rahmenbedinungen gibt. Und für ein Projekt ähnlich wie \"Mein Grundeinkommen\" müßte man sich andere Bedingungen überlegen, um solchen Menschen auch eine Chance geben zu können, weil sie wie gesagt im Gewinnfall nichts davon hätten - was nützt dem einzelnen da die Diskussion in der Gesellschaft... Die Diskussionen gibt es schon seit Jahrzehnten, daß diverse Hilfen vom Einkommen und Vermögen unabhängig sein sollten oder wenigstens größere Freibeträge herrschen sollten, aber es bewegt sich hier rein gar nichts. Da nützt ein eventueller Gewinn bei Mein Grundeinkommen auch überhaupt nichts. Wenn man wirklich eine Chance bieten will, dann muß man auf die Straße gehen, Petitionen noch mehr unterschreiben etc. - aber viel zu wenig nichtbehinderte Menschen engagieren sich, machen echten Druck, die Lobby ist viel zu klein, und ein eventueller Gewinn bei Mein Grundeinkommen würde das sicherlich nicht ändern.
am 28.11.2014, um 16:01 Uhr
@Karsten Raasch (25.11.2014):\n\nIhre Sichtweise hat natürlich ihre Berechtigung,\ndennoch möchte ich widersprechen: Es stimmt schon,\ndass andere Menschen vielleicht hätten mehr damit anfangen können.\n\nAllerdinges hat JEDER Mensch hat ein Grundeinkommen verdient;\nalso auch ein Achtjähriger. Dieser möchte sich davon recht viele Bücher leisten.\nSpricht etwas dagegen? Wer liest denn heutzutage schon noch Bücher?\n\nZur Umsetzung habe ich selbst den Kritikpunkt,\ndass die zweite Losnummer durch die Installation der Crowdbar\nder Bedingungslosigkeit gewissermaßen widerspricht.\n\nTrotzdem finde ich es toll, dass das Projekt so groß geworden ist\nund bin dankbar dafür, dass überhaupt jemand das Ganze in Angriff nimmt.\n\nDass die Umsetzung vollends daneben ist,\nwürde ich jedenfalls nicht behaupten.\n\nOb man spendet oder nicht, ist jedem selbst überlassen\nund hängt selbstverständlich auch von den persönlichen\nfinanziellen Möglichkeiten ab.
am 28.11.2014, um 13:48 Uhr
@Rotkehlchen28.11.2014\n\nJeder schwerstbehinderte Mensch ab 18 ist doch teilnahmeberechtigt – warum sollte man für ihn kein Teilnehmerkonto einrichten? Wenn er Hilfe benötigt, wird er sie – auch im Falle eines Gewinns – von anderen Menschen sicher bekommen.\n\nDie Frage der Anrechnung – sie stellt sich ja auch mit einem echten BGE – könnte dann auch für eine öffentliche Debatte über dieses Thema genutzt werden …
am 28.11.2014, um 12:42 Uhr
@KarstenRaasch. Wie schon gesagt, es ist eine Verlosung. Es geht darum, zu zeigen, was und dass etwas möglich ist. Es geht nicht darum, Versäumnisse einer ganzen Gesellschaft ungeschehen zu machen. Es soll Diskussionen auslösen._\nIch finde es wunderbar, dass ein KInd gewonnen hat, ich kann mich da nur freuen, mein Sohn ist im gleichen Alter, ich kann mir das alles sehr bildlich vorstellen und bin total gespannt wie es weitergeht. \nViiiiiiiiiiiiiiiiiiiel Spaß für Robin mit seinen neuen Büchern :-)
Heart Scala
am 28.11.2014, um 12:14 Uhr
Warum mussten die \"Erwachsenen\" 2 Tage (!!) überlegen, ob sie dem Kind überhaupt etwas erzählen? Na Gratulation. Was soll er als erstes Zahlen, seinen Teil der Miete? :D
am 28.11.2014, um 11:02 Uhr
@physalisz: Ich habe selbst keine Kinder, könnte mir aus meiner Sicht aber vorstellen, dass sich insbesondere mehr selbstständige Frauen für Nachwuchs entscheiden würden, weil der Faktor Angst vor Armut wegfällt. Viele Selbstständige arbeiten in einer hohen Auslastung, um auf ein akzeptables Grundgehalt zu kommen. Ein Wegfall der Leistungsfähigkeit durch Schwangerschaft, Geburt und (mindestens) die ersten Monate der Mutterschaft ist für viele mit berechtigten Bedenken verbunden. Das Elterngeld mit 67% des letztjährigen Verdienstes für 12 Monate plus 180 Euro Kindergeld pro Monat wäre für mich persönlich keine ausreichende Sicherung, um das langjährige Abenteuer Mutterschaft einzugehen. Wie die Situation der Angestellten aussieht, kann ich nicht sagen, aber bei den derzeit unsicheren Arbeitsverhältnissen inkl. Zeitverträgen und Firmeninsovenzen wohl ähnlich. Ob 180 Euro Kindergeld pro Kind für andere Frauen oder Familien ein Grund sind, mehr Kinder zu bekommen? Ich bezweifle das stark, und die letzte Kindergeld-Studie gibt mir damit recht. Dennoch kann man nicht ausschließen, dass viele Menschen bei einer Grundeinkommenssicherung statt Familienplanung zu betreiben lieber nochmal einer Berufung folgen, und ein Unternehmen gründen, weil sie dann die nötige existentiell-finanzielle Unbeschwertheit dafür fühlen...
am 28.11.2014, um 10:09 Uhr
Großartig. Herzlichen Glückwunsch, Robin. Und ja, warum nicht jeden Monat ein Buch? Das ist klasse!
am 28.11.2014, um 8:57 Uhr
Herzlichen Glückwunsch an Robin und Olga und Familie, viel Spass beim Diskutieren.\nEuer Vergleich zu einfachem bäuerlichem Leben früher gefällt mir, auch wenn man mit leistungsträgerorientierten Erbsenzählern in den historischen Details noch weiter streiten können wird: aber das Argument ist herrlich bildlich, danke.\n\nDie heutige Kindergeld/-freibetragregelung ist ja eigentlich auch ein kleines BGE, nur eben mit der Bedingung, dass es nur an \"Kinder\" bis zum Ende der Ausbildung ausgeschüttet wird. Aber zum Überleben nicht reicht.
am 28.11.2014, um 7:30 Uhr
Herzlichen Glückwunsch der ganzen Familie, der Familie geht's gut Robin geht's so einfach ist das. Und jeden Monat ein Buch ist sicher auch drin.
am 28.11.2014, um 6:19 Uhr
Da ich selbst einen 13 jährigen Zuhause habe, kann ich mir die Situation bei ihnen sehr gut vorstellen. Von Herzen Glückwunsch!
am 28.11.2014, um 3:24 Uhr
Noch etwas: Mein Grundeinkommen ist nicht komplett bedingungslos bzw. steht nicht allen Menschen offen. Eltern dürfen ihre Kinder nämlich nur bis zur Volljährigkeit mit anmelden, aber wenn jemand ein erwachsenes schwerstbehindertes Kind hat, das sich nicht selber anmelden kann wegen der Schwere der Behinderung, kann dieses Kind nicht teilnehmen. Schwerstbehinderte Menschen sind damit schon mal von \"Mein Grundeinkommen\" ausgeschlossen. Und wie ich schon erwähnte, ohne eine spezielle Regelung würde Gewinn oder Einkommen in irgendeiner Art auch gleich vom Staat kassiert, falls der- oder diejenige Hilfeleistungen benötigt (bei schwerstbehinderten Menschen dürfte das immer der Fall sein).
am 28.11.2014, um 3:04 Uhr
Glückwunsch. ......
physalisz
am 28.11.2014, um 1:46 Uhr
Als ersten Punkt: Ich finde gut, dass ein Kind das Einkommen gewinnen konnte bzw. auch gewonnen hat. Aber zum zweiten Punkt: Ich frage mich, was ein bedingungsloses Grundeinkommen in der Realität für alle Menschen mit unserer Geburtenrate machen würde? Schon das Kindergeld ist manchmal Ansporn für viel Nachwuchs - also als ethische Frage, werden Kinder dann gezeugt weil sie den Eltern Geld bringen? Ich will niemanden verteufeln, ich frage mich das einfach - vielleicht bedenke ich auch irgendetwas anderes nicht mit oder jmd. dazu etwas mutmaßen?
am 28.11.2014, um 1:20 Uhr
Karsten Raasch, ich verstehe das gut, aber das ist hier nicht eine Plattform für Hilfe für Leute, die es wirklich nötig haben. Ich überlege auch schon so einige Zeit, ob man nicht alternativ etwas aufziehen könnte, um Menschen mit Handicap (wie mir) etc eine reelle Chance zu geben. Zum Beispiel in Form eines privaten Teilhabegeldes - das ist ja immer noch in der politischen Diskussion, und mit der Regierung, die wir haben, wird es wahrscheinlich keines geben. Aber ich hab zu wenig Erfahrung, um ein derart großes Projekt aufzuziehen. Ich wäre aber interessiert daran, ggf. daran mitzuarbeiten, falls sich noch mehr Leute finden lassen. Bei einem Teilhabegeld für Menschen mit Handicap müßte man auch noch die vorhandenen Rahmenbedingungen beachten, sonst zieht der Staat das alles wieder ein, da bräuchte man einen kompetenten Anwalt, damit man ähnlich wie das Behindertentestament etwas kreieren könnte.
Skate.ink.kitty
am 28.11.2014, um 1:03 Uhr
Herzlichen Glückwunsch kleiner Mann! :-) Da provitiert doch eine ganze Familie vom Grundeinkommen, also was soll die Aufregung? :-)
am 28.11.2014, um 0:50 Uhr
am 27.11.2014, um 13:42 Uhr
wenn das einkommen bedingungslos ist, dann muß natürlich auch Robin über sein Geld frei und bedingungslos entscheiden können.- ich bin gespannt- Kinder können mehr als wir ahnen- was er wohl damit anfangen wird??
am 25.11.2014, um 21:25 Uhr
@ Karesten Raasch: Genau das ist der springende Punkt beim bedingungslosen Grundeinkommen. Es wird nicht analysiert, wer nach welchen Maßstäben auch immer das Geld benötigt, am meisten verdient, etc. Die Idee ist ja, dass es ALLEN Menschen voraussetzungslos und bedingungslos zusteht. Und warum bitte sollen Kinder nicht zu ALLEN Menschen gehören?
am 25.11.2014, um 11:57 Uhr
Karsten Raasch: Warum so voller Neid? Die Umsetzung ist, wie angekündigt eine Verlosung und jeder kann gewinnen. So war der Konsens.
am 25.11.2014, um 11:51 Uhr
Ich freue mich für Robin und seine Famile. Ich denke es hat seinen Sinn, dass ein Kind gewonnen hat. Kinder brauchen genau so ein e lebensgrundlage, wie Erwachsene. Ich denke von dem Gewinn wird die ganze Familie profitieren und Robin lernt freiwillig zu teilen. Mögen alle Wesen glücklich sein! :-)
MÄdEEg
am 25.11.2014, um 11:32 Uhr
das ist eben ne verlosung...besser und gerechter geht es nicht....ich höre hier viel neid !
am 25.11.2014, um 11:20 Uhr
Alleinerziehende, Obdachlose, Langzeitarbeitslose, Menschen mit Handycap, DIE SOLLTEN vorne anstehen, das ein Kind gewinnt ist für mich nicht OK. Rein steuerlich natürlich eine super Lösung. Der Teufel macht immer auf den selben Haufen. Das Gestz ist so alt wie die Braunkohle. Es gibt so viele Menschen die es wirklich brauchen
am 25.11.2014, um 10:45 Uhr
ich werde kein cent mehr spenden, die Idee is klasse, die Umsetzung voll daneben
am 25.11.2014, um 10:43 Uhr
schön bekloppt das ein 8 jähriger es bekommt, wieviel leute haben es dringend notwendig
am 25.11.2014, um 4:07 Uhr
Wir verdanken unseren heutigen Wohlstand allein unseren technischen Möglichkeiten, das Wissen hat uns in die Lage versetzt, Hungersnöte die es bei nur 1 Milliarde Menschen 1830 noch überall auf der Welt gab heute bei 7,3 Milliarden Weltbürger zu überwinden._\nDer technische Fortschritt wird immer mehr Menschen frei von Arbeit machen, das BGE ermöglicht es das auch die Arbeitsfreien über ein Einkommen verfügen und das jeder der möchte in Forschung und Wissenschaft tätig werden kann um diesen Planeten endlich in einen lebenswerten Ort für alle zu verwandeln! http://www.utopia.de/blog/dreistelliger-milliardengewinn-durch/bedingungsloses-grundeinkommen-umsetzen-nimm-an-der#comment-600249
am 24.11.2014, um 17:48 Uhr
"„Früher hattet ihr ein Stück Land und Vieh wovon ihr leben konntet. Heute hat man sowas nicht mehr, braucht aber Geld um zu überleben. So ein Grundeinkommen ist wie das Land und das Vieh, das das Überleben sichert“. Das haben die Großeltern sofort verstanden."\n\nIch sage es immer wieder, das Grundeinkommen muss man nur richtig erklären.\n\nUnd zum Grundeinkommen für Kinder, natürlich gehört dies den Eltern, wie das Kindergeld.
am 24.11.2014, um 16:00 Uhr
Toll, was der Gewinn für spannende Fragen und Diskussionen aufwirft. Danke, dass wir daran teilhaben dürfen!!!
am 24.11.2014, um 15:52 Uhr
Wow! Klasse, wie dieses Projekt von Dir und die Finanzierung von uns allen, Fragen aufwirft und tolle Antworten ermöglicht. Die praktischen Beispiele, die in den kommenden Monaten durchlebt werden, werden sicherlich ein reicher Fundus für Befürworter und all diejenigen sein, die weiter am Konzept des BGE feilen wollen. Danke allen Beteiligten – und auch den Gewinnenden (inkl. Angehörigen) fürs Teilen ihrer Erlebnisse!

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