Source: https://issuu.com/amanzio/docs/qualitaetsbericht2010-halle
Timestamp: 2018-03-21 06:20:07+00:00

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Qualitätsbericht 2010 by Cathleen Paech - issuu
Strukturierter Qualitätsbericht gemäß § 137 Abs. 3 Satz 1 Nr. 4 SGB V für das Berichtsjahr 2010
Dieser Qualitätsbericht wurde mit dem von der DKTIG herausgegebenen Erfassungstool IPQ auf der Basis der Software ProMaTo® QB am 13.07.2011 um 17:25 Uhr erstellt. DKTIG: http://www.dktig.de ProMaTo: http://www.netfutura.de
Inhaltsverzeichnis Einleitung A
Allgemeine Kontaktdaten des Krankenhauses Institutionskennzeichen des Krankenhauses Standort(nummer) Name und Art des Krankenhausträgers Akademisches Lehrkrankenhaus Organisationsstruktur des Krankenhauses Regionale Versorgungsverpflichtung für die Psychiatrie Fachabteilungsübergreifende Versorgungsschwerpunkte des Krankenhauses Fachabteilungsübergreifende medizinisch-pflegerische Leistungsangebote des Krankenhauses Allgemeine nicht-medizinische Serviceangebote des Krankenhauses Forschung und Lehre des Krankenhauses Anzahl der Betten im gesamten Krankenhaus nach § 108/109 SGB V Fallzahlen des Krankenhauses Personal des Krankenhauses Apparative Ausstattung
A-2 A-3 A-4 A-5 A-6 A-7 A-8 A-9 A-10 A-11 A-12 A-13 A-14 A-15 B
B-[1] B-[1].1 B-[1].2 B-[1].3 B-[1].4 B-[1].5 B-[1].6 B-[1].7 B-[1].8 B-[1].9 B-[1].10 B-[1].11
Name der Organisationseinheit/Fachabteilung Versorgungsschwerpunkte der Organisationseinheit/Fachabteilung Medizinisch-pflegerische Leistungsangebote der Organisationseinheit/Fachabteilung Nicht-medizinische Serviceangebote der Organisationseinheit/Fachabteilung Fallzahlen der Organisationseinheit/Fachabteilung Diagnosen nach ICD Prozeduren nach OPS Ambulante Behandlungsmöglichkeiten Ambulante Operationen nach § 115b SGB V Zulassung zum Durchgangs-Arztverfahren der Berufsgenossenschaft Personelle Ausstattung
C-2 C-3 C-4 C-5 C-6
Externe Qualitätssicherung nach Landesrecht gemäß § 112 SGB V Qualitätssicherung bei Teilnahme an Disease-ManagementProgrammen (DMP) nach § 137f SGB V Teilnahme an sonstigen Verfahren der externen vergleichenden Qualitätssicherung Umsetzung der Mindestmengenvereinbarung nach § 137 SGB V Umsetzung von Beschlüssen des Gemeinsamen Bundesausschusses zur Qualitätssicherung nach § 137 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 SGB V [neue Fassung] ('Strukturqualitätsvereinbarung') Umsetzung der Regelungen zur Fortbildung im Krankenhaus nach § 137 SGB V
Qualitätspolitik Qualitätsziele Aufbau des einrichtungsinternen Qualitätsmanagements Instrumente des Qualitätsmanagements Qualitätsmanagement-Projekte Bewertung des Qualitätsmanagements
Abbildung: Innnenhof
Das AWO Psychiatriezentrum Halle ist ein Krankenhaus der Spezialversorgung laut Krankenhausplan Sachsen-Anhalt und nimmt an der bedarfsgerechten stationären, teilstationären und ambulanten psychiatrischen u. psychotherapeutischen Versorgung der Bevölkerung der Stadt Halle und des Saalekreises teil. Im AWO Psychiatriezentrum Halle werden Patienten mit sämtlichen psychiatrischen Störungsbildern behandelt.
Verantwortlich: Name
Dr. Bernd Langer
0345-6922112
0345-6922201
bernd.langer@awopzh.de
Ilona Erge
0345-6922119
ilona.erge@awo-pzh.de
Birgit Stracke-Ernst
0345-6922120
birgit.stracke-ernst@awopzh.de
Silke Kunde Yvonne Böttcher
Qualitätsmanagementbea 0345-6922164 uftragte
silke.kunde@awo-pzh.de
Qualitätsmanagementbea 0345-6922113 uftragte
yvonne.boettcher@awopzh.de
Qualitätmanagementbeau 0345-6922113 ftragte
Qualitätsmanagementbea 0345-6922163 uftragte
Links: www.awo-khbg.de
Die Krankenhausleitung, vertreten durch Herrn Dr. Langer, Frau Erge und Frau Stracke- Ernst, ist verantwortlich für die Vollständigkeit und Richtigkeit der Angaben im Qualitätsbericht.
Teil A - Struktur- und Leistungsdaten des Krankenhauses A-1 Allgemeine Kontaktdaten des Krankenhauses Hausanschrift: AWO Psychiatriezentrum Halle Zscherbener Str. 11 06124 Halle (Saale) Telefon: 0345 / 6922 - 0 Fax: 0345 / 6922 - 222 E-Mail: info@awo-pzh.de
A-2 Institutionskennzeichen des Krankenhauses 261500746
A-3 Standort(nummer) 00
A-4 Name und Art des Krankenhaustr채gers Name: AWO Psychiatriezentrum Halle GmbH Art: freigemeinn체tzig
A-5 Akademisches Lehrkrankenhaus trifft nicht zu / entf채llt
Organigramm: Organigramm AWO Psychiatriezentrum Halle
A-7 Regionale Versorgungsverpflichtung für die Psychiatrie Für psychiatrische Fachkrankenhäuser bzw. Krankenhäuser mit einer psychiatrischen Fachabteilung: Besteht eine regionale Versorgungsverpflichtung ? Ja
A-8 Fachabteilungsübergreifende Versorgungsschwerpunkte des Krankenhauses trifft nicht zu / entfällt
A-9 Fachabteilungsübergreifende medizinisch-pflegerische Leistungsangebote des Krankenhauses
Leistungsangebot der Tagesklinik
Durchführung von Einzel- und Gruppenberatungen und spezielle
Entlassungsmanagement/Brückenpflege/Überl
Leistungsangebot für alle Stationen durch Physiotherapie
eitungspflege MP16
Fallmanagement/Case Management/Primary
Nursing/Bezugspflege MP59
Gedächtnistraining/Hirnleistungstraining/Kognit ives Training/ Konzentrationstraining
Kreativtherapie/Kunsttherapie/Theatertherapie/ Bibliotherapie
individuell auf Wunsch durch externen Dienstleister
Physiotherapie/Krankengymnastik als Einzel-
und/oder Gruppentherapie
Psychologisches/psychotherapeutisches
Leistungsangebot/ Psychosozialdienst MP35
Rückenschule/Haltungsschulung/Wirbelsäulen Leistungsangebot für alle Stationen durch Physiotherapie gymnastik
Zusammenarbeit mit/Kontakt zu
im Suchtbereich und mit Selbsthilfegruppen für Psychiatrieerfahrene
A-10 Allgemeine nicht-medizinische Serviceangebote des Krankenhauses
Ausstattung mit Fernseher, Radio, Tageszeitung, Zeitschriften und Spielen
29 Zimmer vorhanden
Empfangs- und Begleitdienst für Patienten und Rezeption mit 24 h Besetzung Besucher
im Rahmen des Therapierplanes
Klinikeigene Parkplätze für Besucher und
Patienten SA21
Bereitstellung Wasser, Tee und Säfte
(Mineralwasser) SA16
regelmäßige Anwesenheit einer Krankenhausseelsorgerin
im Patientenschrank vorhanden
37 Zimmer vorhanden
Freifläche mit Sitzmöglichkeiten für Patienten und Besucher
Münztelefon an Rezeption
A-11 Forschung und Lehre des Krankenhauses A-11.1 Forschungsschwerpunkte keine Angaben
A-11.2 Akademische Lehre Nr.
Akademische Lehre und weitere ausgewählte Kommentar/Erläuterung: wissenschaftliche Tätigkeiten:
Es besteht die Möglichkeit zur Durchführung von Famulaturen.
(Famulatur/Praktisches Jahr)
A-11.3 Ausbildung in anderen Heilberufen Nr.
keine eigene Ausbildungsstätte, Absolvierung einzelner praktischer Ausbildungsabschnitte in Kooperation mit anderen Ausbildungsstätten
keine eigene Ausbildungsstätte, Absolvierung einzelner praktischer
Ausbildungsabschnitte in Kooperation mit anderen Ausbildungsstätten
A-12 Anzahl der Betten im gesamten Krankenhaus 100 Betten
A-13 Fallzahlen des Krankenhaus: Gesamtzahl der im Berichtsjahr behandelten Fälle: Vollstationäre Fallzahl: 1308 Teilstationäre Fallzahl: 398
Quartalszählweise: 1167
A-14 Personal des Krankenhauses A-14.1 Ärzte und Ärztinnen Anzahl Ärzte und Ärztinnen insgesamt (außer Belegärzte und Belegärztinnen)
13,8 Vollkräfte
8,5 Vollkräfte
Belegärzte und Belegärztinnen (nach § 121 SGB V)
0,0 Personen
Ärzte und Ärztinnen, die keiner Fachabteilung zugeordnet sind
A-14.2 Pflegepersonal Anzahl
Gesundheits- und Krankenpfleger und Gesundheits- und Krankenpflegerinnen
64,3 Vollkräfte
Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger und Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen
Altenpfleger und Altenpflegerinnen 5,8 Vollkräfte
Krankenpflegehelfer und Krankenpflegehelferinnen
10,3 Vollkräfte
Pflegehelfer und Pflegehelferinnen 0,8 Vollkräfte
Operationstechnische Assistenten und Operationstechnische Assistentinnen
A-14.3 Spezielles therapeutisches Personal Nr.
SP31 Bewegungstherapeut und Bewegungstherapeutin (z. B. nach
DAKBT)/Tanztherapeut und Tanztherapeutin SP32 Bobath-Therapeut und Bobath-Therapeutin für Erwachsene
und/oder Kinder SP05 Ergotherapeut und Ergotherapeutin/Arbeits- und Beschäftigungs-
therapeut und Arbeits- und Beschäftigungstherapeutin SP16 Musiktherapeut und Musiktherapeutin
SP21 Physiotherapeut und Physiotherapeutin
SP23 Psychologe und Psychologin
SP25 Sozialarbeiter und Sozialarbeiterin
SP45 Sozialtherapeut und Sozialtherapeutin (z. B. DFS)
A-15 Apparative Ausstattung
Schichtbildverfahren im Querschnitt
in Kooperation mit anderem
mittels Röntgenstrahlen AA40 Defibrillator
AA00 Gerät für Elektrokrampftherapie
in Kooperation mit Anästhesieabteilung eines anderen Krankenhauses nutzbar
AA22 Magnetresonanztomograph (MRT)
Schnittbildverfahren mittels starker Magnetfelder und elektromagnetischer Wechselfelder
in Kooperation mit anderem Krankenhaus
Teil B - Struktur- und Leistungsdaten der Organisationseinheiten / Fachabteilungen B-[1] Fachabteilung Allgemeine Psychiatrie B-[1].1 Name [Allgemeine Psychiatrie] Allgemeine Psychiatrie Art der Abteilung: Hauptabteilung Fachabteilungsschl체ssel: 2900 Hausanschrift: Zscherbener Str. 11 06124 Halle (Saale) Telefon: 0345 / 6922 - 0 Fax: 0345 / 6922 - 222 E-Mail: info@awo-pzh.de
Chef채rztinnen/-채rzte:
Belegarzt / KH-Arzt:
0345-6922111
B-[1].2 Versorgungsschwerpunkte [Allgemeine Psychiatrie]
Versorgungsschwerpunkte im Bereich
Allgemeine Psychiatrie VP03
Spezialstation vorhanden
Störungen VP08
Entwicklungsstörungen VA06
gerontopsychiatrischen Störungen VP07
Diagnostik und Therapie von psychischen und Möglichkeit zur Entgiftung von illegalen Drogen, auch Verhaltensstörungen durch psychotrope
substitutionsgestützt, qualifizierte Entgiftung vom Alkohol möglich,
Behandlung von chronisch und mehrfach geschädigter Alkoholabhängiger als sogenannte S4- Behandlung möglich
unter Einbeziehung der Psychoedukation
schizotypen und wahnhaften Störungen VP05
mit multimodalem gruppentherapeutischen Behandlungskonzept, indikationsbezogenen Gruppen mit tiefenpsychologischen bzw. verhaltenstherapeutischem Schwerpunkt und Gruppe mit Training sozialer Kompetenz mit Schwerpunkt Psychoedukation und Akutbehandlung.
B-[1].3 Medizinisch-pflegerische Leistungsangebote [Allgemeine Psychiatrie]
Leistungsangebote s. A-9
B-[1].4 Nicht-medizinische Serviceangebote [Allgemeine Psychiatrie]
Leistungsangebote s. Punkt A-10
B-[1].5 Fallzahlen [Allgemeine Psychiatrie] Vollstationäre Fallzahl: 1308 Teilstationäre Fallzahl: 398
B-[1].6 Diagnosen nach ICD B-[1].6.1 Hauptdiagnosen nach ICD Rang
ICD-10- Ziffer*: Fallzahl:
Psychische Störung mit Phasen der Niedergeschlagenheit und übermäßiger Hochstimmung -
manisch-depressive Krankheit 10
Einschränkung der geistigen Leistungsfähigkeit (Demenz) durch Blutung oder Verschluss von Blutgefäßen im Gehirn
B-[1].6.2 Weitere Kompetenzdiagnosen Rang
ICD-10 Ziffer:
B-[1].7 Prozeduren nach OPS B-[1].7.1 Durchgeführte Prozeduren nach OPS Rang
Anzahl der durch Pflegefachkräfte erbrachten Therapieeinheiten im Rahmen der
Regelbehandlung bei psychischen bzw. durch die Psyche verursachten körperlichen Störungen und Verhaltensstörungen bei Erwachsenen 2
Anzahl der durch Spezialtherapeuten erbrachten Therapieeinheiten im Rahmen der Regelbehandlung bei psychischen bzw. durch die Psyche verursachten körperlichen Störungen und Verhaltensstörungen bei Erwachsenen
Behandlung von Erwachsenen in Einrichtungen, die im Anwendungsbereich der Psychiatrie-
Ziffer: 3
Personalverordnung liegen, Bereich Allgemeine Psychiatrie 4
Anzahl der durch Ärzte erbrachten Therapieeinheiten im Rahmen der Regelbehandlung bei psychischen bzw. durch die Psyche verursachten körperlichen Störungen und Verhaltensstörungen bei Erwachsenen
Anzahl der durch Pflegefachkräfte erbrachten Therapieeinheiten im Rahmen der Intensivbehandlung bei psychischen bzw. durch die Psyche verursachten körperlichen Störungen und Verhaltensstörungen bei Erwachsenen
Untersuchung von psychischen Störungen bzw. des Zusammenhangs zwischen psychischen und körperlichen Beschwerden sowie von Verhaltensstörungen bei Erwachsenen
Anzahl der durch Spezialtherapeuten erbrachten Therapieeinheiten im Rahmen der Intensivbehandlung bei psychischen bzw. durch die Psyche verursachten körperlichen Störungen und Verhaltensstörungen bei Erwachsenen
9-981
Behandlung von Erwachsenen in Einrichtungen, die im Anwendungsbereich der PsychiatriePersonalverordnung liegen, Bereich Abhängigkeitskranke
Anzahl der durch Psychologen erbrachten Therapieeinheiten im Rahmen der Regelbehandlung bei psychischen bzw. durch die Psyche verursachten körperlichen Störungen und Verhaltensstörungen bei Erwachsenen
Anzahl der durch Ärzte erbrachten Therapieeinheiten im Rahmen der Intensivbehandlung bei psychischen bzw. durch die Psyche verursachten körperlichen Störungen und Verhaltensstörungen bei Erwachsenen
B-[1].7.2 Weitere Kompetenzprozeduren Rang
OPS-Ziffer:
9-600.0
¼ bis 2 durch Ärzte erbrachte Einheiten/Woche bei der Regelbehandlung bei psychischen, psychosomatischen und Verhaltensstörungen bei Erwachsenen
9-602.1
Mehr als 2 bis 4 durch Spezialtherapeuten erbrachte Einheiten/Woche bei der Regelbehandlung bei psychischen, psychosomatischen und Verhaltensstörungen bei Erwachsenen
9-603.2
Mehr als 4 bis 6 durch Pflegefachkräfte erbrachte Einheiten/Woche bei der Regelbehandlung bei psychischen, psychosomatischen und Verhaltensstörungen bei Erwachsenen
9-980.0
Behandlung von Erwachsenen in Einrichtungen, die im Anwendungsbereich der PsychiatriePersonalverordnung liegen, Bereich Allgemeine Psychiatrie: Behandlungsart A1 im Bereich Allgemeine Psychiatrie (Regelbehandlung)
1-903.0
Diagnostik bei psychischen und psychosomatischen Störungen und Verhaltensstörungen bei Erwachsenen: An 1 Tag
9-602.0
¼ bis 2 durch Spezialtherapeuten erbrachte Einheiten/Woche bei der Regelbehandlung bei psychischen, psychosomatischen und Verhaltensstörungen bei Erwachsenen
9-602.2
Mehr als 4 bis 6 durch Spezialtherapeuten erbrachte Einheiten/Woche bei der Regelbehandlung bei psychischen, psychosomatischen und Verhaltensstörungen bei Erwachsenen
9-603.3
Mehr als 6 bis 8 durch Pflegefachkräfte erbrachte Einheiten/Woche bei der Regelbehandlung bei psychischen, psychosomatischen und Verhaltensstörungen bei Erwachsenen
9-601.0
¼ bis 2 durch Psychologen erbrachte Einheiten/Woche bei der Regelbehandlung bei psychischen, psychosomatischen und Verhaltensstörungen bei Erwachsenen
9-980.1
Behandlung von Erwachsenen in Einrichtungen, die im Anwendungsbereich der PsychiatriePersonalverordnung liegen, Bereich Allgemeine Psychiatrie: Behandlungsart A2 im Bereich Allgemeine Psychiatrie (Intensivbehandlung)
Nr. / Leistung
Ambulanz AM02 Psychiatrische
Institutsambulanz nach § 118
Institutsambulanz nach §
118 (1) SGB V
• Diagnostik und Therapie von affektiven Störungen (VP03) • Diagnostik und Therapie von Entwicklungsstörungen (VP08) • Diagnostik und Therapie von gerontopsychiatrischen Störungen (VP10) • Diagnostik und Therapie von Intelligenzstörungen (VP07) • Diagnostik und Therapie von neurotischen, Belastungs- und somatoformen Störungen (VP04) • Diagnostik und Therapie von Persönlichkeitsund Verhaltensstörungen (VP06) • Diagnostik und Therapie von psychischen und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen (VP01) • Diagnostik und Therapie von Schizophrenie, schizotypen und wahnhaften Störungen (VP02) • Diagnostik und Therapie von Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen und Faktoren (VP05)
Ihre Aufgabe liegt in der Behandlung von Patienten, die wegen Art, Schwere oder Dauer der Erkrankung auf die Behandlung des Krankenhauses angewiesen sind. Die Ambulanz ist auf die langfristige, kontinuierliche Behandlung psychisch Kranker ausgerichtet. Dazu gehören insbesondere Schizophrenien, affektive Störungen und schwere Persönlichkeitsstörungen, ferner auch Suchterkrankungen mit Komorbitität und gerontopsychiatrische Krankheiten.
B-[1].9 Ambulante Operationen nach § 115b SGB V trifft nicht zu / entfällt
B-[1].10 Zulassung zum Durchgangs-Arztverfahren der Berufsgenossenschaft nicht vorhanden
B-[1].11 Personelle Ausstattung B-[1].11.1 Ärzte und Ärztinnen Seite 20 von 44
Anzahl Ärzte und Ärztinnen insgesamt (außer Belegärzte und Belegärztinnen)
Ärztliche Fachexpertise der Abteilung Nr.
Facharztbezeichnung (Gebiete, Facharzt- und Kommentar / Erläuterung: Schwerpunktkompetenzen):
Weiterbildungsermächtigung für die Zusatzbezeichnung Psychotherapie (fachgebunden) unbefristet
Weiterbildungsermächtigung für Psychiatrie und Psychotherapie für 48 Monate
B-[1].11.2 Pflegepersonal Anzahl
Pflegerische Fachexpertise der Abteilung Nr.
Anerkannte Fachweiterbildung/ zusätzlicher
akademischer Abschluss: PQ00
Ausbildung Pflegedienstleiter
Therapeut für Kommunikative
gemäß § 80 SGB XI
B-[1].11.3 Spezielles therapeutisches Personal Für die Allgemeine Psychiatrie steht folgendes spezielles therapeutisches Personal zur Verfügung:
Anzahl 2,0 Vollkräfte
8,0 Vollkräfte
1,0 Vollkräfte
3,5 Vollkräfte
4,5 Vollkräfte
Teil C - Qualitätssicherung C-2 Externe Qualitätssicherung nach Landesrecht gemäß § 112 SGB V Über § 137 SGB V hinaus ist auf Landesebene keine verpflichtende Qualitätssicherung vereinbart.
C-3 Qualitätssicherung bei Teilnahme an Disease-Management-Programmen (DMP) nach § 137f SGB V
C-4 Teilnahme an sonstigen Verfahren der externen vergleichenden Qualitätssicherung trifft nicht zu / entfällt
C-5 Umsetzung der Mindestmengenvereinbarung nach § 137 SGB V trifft nicht zu / entfällt
C-6 Umsetzung von Beschlüssen zur Qualitätssicherung nach § 137 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 SGB V ("Strukturqualitätsvereinbarung") trifft nicht zu / entfällt
C-7 Umsetzung der Regelungen zur Fortbildung im Krankenhaus nach § 137 SGB V
Anzahl 1.
Fachärztinnen und Fachärzte, psychologische Psychotherapeutinnen und 8 Personen Psychotherapeuten sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und -psychotherapeuten, die der Fortbildungspflicht* unterliegen
Anzahl derjenigen Fachärztinnen und Fachärzte aus Nr. 1, die einen Fünfjahreszeitraum der Fortbildung abgeschlossen haben und damit der Nachweispflicht unterliegen [Teilmenge von Nr. 1, Nenner von Nr. 3]
Anzahl derjenigen Personen aus Nr. 2, die den Fortbildungsnachweis gemäß § 3 der G-BA-Regelungen erbracht haben** [Zähler von Nr. 2]
* nach den „Regelungen des Gemeinsamen Bundesausschusses zur Fortbildung der Fachärztinnen und Fachärzte, der Psychologischen Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten sowie der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutinnen und -psychotherapeuten im Krankenhaus“ in der Fassung vom 19.03.2009 (siehe www.g-ba.de) ** Hat eine fortbildungsverpflichtete Person zum Ende des für sie maßgeblichen Fünfjahreszeitraums ein Fortbildungszertifikat nicht vorgelegt, kann sie die gebotene Fortbildung binnen eines folgenden Zeitraumes von höchstens zwei Jahren nachholen.
Teil D - Qualitätsmanagement D-1 Qualitätspolitik
Die Qualitätspolitik des AWO Psychiatriezentrum Halle ist mit der Qulaitätspolitik des AWO Landesverbandes SachsenAnhalt e.V. verbunden, die sich an seinem Leitbild orientiert.
Im Mittelpunkt aller Bemühungen steht der Mensch. Er wird in seiner Individualität und Ganzheitlichkeit akzeptiert. Als lebendiges und innovatives Dienstleistungsunternehmen verpflichten sich der Verband und die mit ihm verbundenen Unternehmen zur Erfüllung der Kundenanforderungen und zur ständigen Weiterentwicklung und Verbesserung der Dienstleistungen als wichtiger Bestandteil der Qualitätspolitik.
Die Grundsätze unserer Qualitätspolitik sind:
Kunden- und Nutzerorientierung:
Unser Handeln wird durch unsere qualitäts-, kunden- und nutzerorientierte Denkweise bestimmt und zielt auf die Kundenzufriedenheit. Die Bedürfnisse und Erwatungen der Kunden und Nutzer sollen soweit wie möglich erfüllt werden. Zu unserem Selbstverständnis gehört eine sozialräumliche Orientierung. Die Meinung unserer Kunden, die wir regelmäßig durch z. B. Befragungen eruieren, ist daher integraler Bestandteil unserer Qualitätsentwicklung.
Verantwortung der MitarbeiterInnen
Jede einzelne MitarbeiterIn trägt in ihrem Verantwortungsbereich zur Realisierung der Qualitätspolitik bei. Damit die MitarbeiterInnen ihre Aufgaben adäquat erledigen können, legen wir großen Wert auf ihre ständige fachliche und persönliche Entwicklung durch interne und externe Qualifizierungsmaßnahmen. Mitarbeiterentwicklungsgespräche und Zielvereinbarungen geben allen Beschäftigten die Möglichkeit, ihre individuellen Ressourcen zu erkennen und zu fördern. Seite 26 von 44
Wir verfügen in unseren Einrichtungen und Diensten über umfassendes Wissen und langjährige Erfahrung. Unsere Fähigkeiten und unser Fachwissen erweitern wir durch eine Kultur des permanenten Lernens und der kontinuierlichen Verbesserung. Fort- und Weiterbildungsprogramme führen in allen Bereichen zur Aktualisierung der Fachkompetenz und zu einer ständigen Weiterentwicklung.
Die Beziehungen zu unseren externen Partnern und anderen Einrichtungen sowie unsere interne Zusammenarbeit basieren auf Vertrauen, einem gesprächsbereiten Umgang miteinander und einem umfassenden wie auch bereichsübergreifenden Informationsaustausch.
Wir legen großen Wert auf die ständige Verbesserung und Sicherung unseres Handelns, für das wir die Verantwortung tragen. Wir überprüfen regelmäßig unser Leistungsangebot und die erzielten Ergebnisse, wir halten unsere Verpflichtungen ein.
Wir begegnen unseren Kunden, unseren MitarbeiterInnen, unseren Nutzern und Kooperationspartnern mit Toleranz und Respekt.
Wir arbeiten nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen, bewerten unseren Erfolg aber nicht allein an den Betriebsergebnissen. Unser Ziel ist eine kontinuierliche Verbesserung der Effektivität und Kosteneffizienz unter Berücksichtigung eines verantwortlichen Umgangs mit Ressourcen in unseren Einrichtungen. Seite 27 von 44
Verantwortlicher Umgang mit Ressourcen in unseren Einrichtungen
Wir entwickeln Strategien zum bewussten Umgang mit dem Umwelt- und Klimaschutz.
Wir stehen allen externen Prüfungen aufgeschlossen gegenüber und erfüllen unsere gesetzlichen Veröffentlichungspflichten. Wir initiieren Prüfungen unserer Geschäftsprozesse durch Externe, so z. B. Wirtschaftsprüfungen oder externe Zertifizierungen. Die Mitgliederorganisation führt Aufsicht über ihre Organe. Transparenz gewährleisten wir durch die Bindung an den Corporate Governance Kodex, die Unternehmensverbundrichtlinie und den AWO Ehrenkodex.
Vor dem Hintergrund der Leitsätze des AWO Bundesverbandes e.V. definiert der AWO Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. sein Leitbild für sich und die mit ihm verbundenen Unternehmen wie folgt:
Der Name Arbeiterwohlfahrt kennzeichnet Herkunft und Tradition, doch seit je her engagiert sich die AWO nicht allein für Arbeiter und deren Familien. Sie stand und steht für solidarische Hilfe zur Selbsthilfe.
Die AWO wurde 1919 von Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten gegründet, um dem sozialen Elend nach dem ersten Weltkrieg in der Weimarer Republik entgegenzutreten.
1933 wurde die AWO als einziger Wohlfahrtsverband von den Nationalsozialisten aufgelöst und verboten, sie wurde in Sachsen-Anhalt 1990 wiedergegründet.
Die AWO ist parteipolitisch unabhängig, aber politisch nicht neutral, wenn es um soziale Gerechtigkeit geht.
Die AWO ist eine Mitgliederorganisation. Sie ist vereinsrechtlich organisiert und gliedert sich in Ortsvereine, Kreisverbände, den Landesverband mit Sitz in Magdeburg, und den Bundesverband mit Sitz in Berlin. Seite 28 von 44
Vision - Wo wollen wir hin?
Wir sind ein Mitgliederverband, der für eine sozial gerechte Gesellschaft eintritt. Dieses Ziel verfolgen wir mit professionellen Dienstleistungen, ehrenamtlichem Engagement und politischer Einflussnahme.
Die AWO hat ein klares Profil. Sie fördert ideelles Engagement und ist ein sozialpolitischer Akteur.
In unseren Geschäftsfeldern bieten wir soziale Dienstleistungen mit hoher Qualität für alle an.
Die AWO hat eine führende Position in der öffentlichen Wahrnehmung.
Sie hat eine führende Marktstellung in ausgewählten Geschäftsfeldern.
Werte - Warum handeln wir?
Die AWO engagiert sich für soziale Gerechtigkeit. Sie ist ein streitbarer Fürsprecher für sozialpolitische Anliegen.
Die AWO fühlt sich ihren historischen Wurzeln in der Arbeiterbewegung verpflichtet. Aus dieser Tradition hat sie sich zu einer Organisation der Selbsthilfe, einem politischen Akteur und einem Anbieter professioneller Dienstleistungen entwickelt.
Bei der Erbringung von Dienstleistungen legen wir ein besonderes Augenmerk auf Benachteiligte. Wir helfen da, wo Hilfe gebraucht wird.
Wir nehmen unsere gesellschaftliche Verantwortung für nachhaltiges Handeln wahr. Das Handeln muss sozialen, ökonomischen und ökologischen Anforderungen genügen.
Unser Handeln orientiert sich am humanistischen Menschenbild, das von eigenständigen, selbstbestimmten Individuen ausgeht. Das Zusammenleben in sozialer Verantwortung beruht auf den Werten Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität.
Mission Statement - Wie tun wir es?
Das AWO Psychiatriezentrum Halle (PZH) nimmt als Krankenhaus der Spezialversorgung an der bedarfsgerechten stationären, teilstationären und ambulanten psychiatrischen und psychotherapeutischen Versorgung der Bevölkerung teil. Einzugsgebiete sind die Stadt Halle, der Saalekreis und umliegende Landkreise. Gemeinsam mit der Psychiatrischen Universitätsklinik nimmt das PZH die Aufgaben der regionalen Versorgungsverpflichtung wahr.
Sozialpsychiatrisches und wissenschaftliches Leitbild
Das Krankenhaus versteht seine Tätigkeit als sozialpsychiatrischen Auftrag. Das bedeutet, dass nicht nur der Aufenthalt des Patienten im Krankenhaus von Bedeutung ist, sondern stets auch seine sozialen Bezüge in der Zeit vor und nach der Erkrankung, sei es in der Familie, am Arbeitsplatz, im Wohnumfeld oder in einer Reha-Einrichtung. Enge Kontakte und Kooperationsbeziehungen zu niedergelassenen Haus- und Fachärzten, zu benachbarten Kliniken, zu Reha-Einrichtungen für psychisch Kranke und Suchtkranke, zu Wohnheimen, zu ambulanten Angeboten sowie zu anderen Leistungserbringern in der Region sind deshalb unverzichtbar und werden u. a. durch die kontinuierliche Mitarbeit des Krankenhauses in der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft Halle-Saalekreis gewährleistet.
Das Behandlungskonzept des Krankenhauses orientiert sich stets an den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen der Psychiatrie. Psychiatrische Behandlung umfasst deswegen immer eine Integration aus verschiedenen Behandlungsformen, die für jeden Patienten individuell zusammengestellt werden.
Unsere Qualitätsziele leiten sich von unserer Qualitätspolitik und den Anforderungen von außen ab.
Durch ständige Weiter- und Fortbildung der Mitarbeiter und flexible Gestaltung der Prozeßstrukturen soll die Umsetzung aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse und nationaler Standards bei der Behandlung unserer Patienten gewährleistet werden.
Wir streben die weitere Verbesserung unseres Dokumentationssystems durch die Erweiterung der Nutzung computergestützter Kommunikationssysteme an.
Die Öffentlichkeitsarbeit wird durch das weitere Engagement in sozialpsychiatrischen Gremien der Kommune und bei Selbsthilfeorganisationen ausgebaut. Dies dient auch der Verbesserung der allgemeinen gesellschaftlichen Bedingungen für unsere Patienten und ermöglicht gesellschaftliche Einflussnahme.
Die Kooperation mit Partnern bei der Patientenversorgung und bei Unterstützungsprozessen ist ständig zu überprüfen und zu optimieren.
Im Rahmen der AWO-Qualitätspolitik strebt das Krankenhaus eine externe Zertifizierung an.
Das interne Qualitätsmanagement dient der Festlegung verbindlicher Regelungen in den Stationskonzepten und Stationsordnungen. Die kontinuierliche Ansprechbarkeit des Personals für die Patienten ist gewährleistet, die Arbeitsabläufe bei der Aufnahme, bei der Behandlung und bei der Entlassung sind geregelt, ebenso das Verhalten in besonderen Situationen. Die Informationsweitergabe erfolgt in Stations- und Teambesprechungen.
Die ärztliche und pflegerische Dokumentation ist aktuell und vollständig in der Patientenakte enthalten, ebenso die Berichte aus den Begleittherapien und des Sozialdienstes. Der vertrauliche Umgang mit den persönlichen und gesundheitsbezogenen Daten des Patienten ist gewährleistet. Nicht an der Behandlung beteiligte Personen haben keinen Einblick in die Dokumentation. Die hausinterne Weitergabe und Verwahrung der Krankenakten erfolgt unter Berücksichtigung der gesetzlichen Regelungen des Datenschutzes. Zu Krankenblattarchiven haben nur Berechtigte Zugang.
Die Weitergabe von Informationen ist nur in den engen Grenzen der gesetzlichen Vorschriften zum Datenschutz möglich. Behandlungsberichte erhalten nur die vom Patienten benannten Haus- und Fachärzte. Dritte erhalten Auskünfte nur mit ausdrücklicher, in der Regel schriftlicher Zustimmung des Patienten. Die Auskünfte an Krankenkassen und andere Kostenträger richten sich nach den gesetzlichen Festlegungen des Sozialgesetzbuches.
Die Qualität der ärztlichen und therapeutischen Versorgung wird durch die Anwendung von Leitlinien, durch regelmäßige Fallbesprechungen und Visiten in der Verantwortung des leitenden Arztes gewährleistet. Auch im Pflegebereich wird die Qualität der Patientenversorgung durch Leitlinien, Team- und Stationsleitungsbesprechungen gesichert.
Beschwerden werden sowohl von Ärzten als auch von Angehörigen des Pflegeteams entgegengenommen und der Klinikleitung vorgelegt. Die Beantwortung erfolgt zeitnah, vorwiegend auf dem Weg eines persönlichen Gespräches, teils auch schriftlich.
Innere Differenzierung Seite 32 von 44
Die Umsetzung des modernen Behandlungskonzeptes und die Orientierung an den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen gelingt im AWO-PZH durch eine Spezialisierung der fünf vorhandenen Stationen mit je 20 Betten, die sog. innere Differenzierung.
Station 1 steht als geschützte psychiatrische Akutstation zur Behandlung akuter schwerer psychiatrischer Krankheiten zur Verfügung, zu Kriseninterventionen, wenn selbst- oder fremdgefährdendes Verhalten auftritt, oder bei Orientierungslosigkeit. Es besteht die Möglichkeit zur Aufnahme von untergebrachten Patienten nach dem Landesgesetz über die Hilfen für psychisch Kranken und Schutzmaßnahmen (PsychKG LSA) und nach Betreuungsrecht. Entgiftungen von illegalen Drogen können nach vorheriger Anmeldung durch niedergelassene Ärzte oder Beratungsstellen durchgeführt werden.
Station 2 trägt das Profil einer Depressionsstation. Die Therapie von Menschen mit depressiven Erkrankungen erfolgt nach einem strukturierten Behandlungskonzept, welches psychiatrisch-psychotherapeutische Interventionen mit verhaltenstherapeutischem Schwerpunkt, einzeln und in der Gruppe, Pharmakotherapie, Gestaltungstherapie, Sporttherapie, Physiotherapie, Musiktherapie, Kommunikative Bewegungstherapie und Entspannungsverfahren im Sinne eines ganzheitlichen Behandlungsansatzes umfasst.
Station 3 hat eine spezielle Ausrichtung auf die Behandlung schizophrener und anderer endogener Psychosen. Neben der medikamentösen Behandlung wird die Teilnahme an einer Psychoedukationsgruppe angeboten, besondere Verfahren der Ergotherapie, Entspannungstechniken, Bewegungstherapie (Fitnessraum), die Beratung zu und Vorbereitung von Rehabilitationsmaßnahmen oder zu Hilfen im Bereich des Wohnens. Zur Behandlung von alkoholabhängigen Menschen mit chronischer Suchtproblematik und mehrfachen Folgeschäden steht ein strukturiertes Behandlungskonzept im Rahmen der sog. S4-Behandlung zur Verfügung.
Station 4 hat sich auf die Behandlung von Angst- und Zwangsstörungen und von Persönlichkeitsstörungen spezialisiert, soweit dies unter den Bedingungen eines psychiatrischen Akutkrankenhauses notwendig und möglich ist. Die Behandlung umfasst neben Medikamenten und Verhaltenstherapie auch kommunikative Bewegungstherapie, Ergotherapie, Sporttherapie und Entspannungsverfahren.
Station 5 ist als gerontopsychiatrische Station auf die Behandlung psychischer Erkrankungen des höheren Lebensalters spezialisiert. Behandlung und Pflege berücksichtigen die besonderen Bedürfnisse älterer Menschen, etwa Beeinträchtigungen des Gedächtnisses oder der Merkfähigkeit, körperliche Probleme und Krankheiten oder Probleme im sozialen Kontakt, auch im häuslichen Umfeld. Besondere Behandlungsformen sind neben der medikamentösen Therapie die Ergotherapie (Alltags- und Kompetenztraining), Gedächtnistraining und die Aktivierung vorhandener eigener Ressourcen in Seite 33 von 44
der Soziotherapie (Erinnerungskiste), um insbesondere alltagsrelevante Schwierigkeiten zu beheben. Physiotherapie und Musiktherapie werden eingesetzt.
Die Tagesklinik umfaßt ein Gruppentherapieprogramm mit einem integrativen psychotherapeutischen Behandlungskonzept. Bei den vier Gruppen mit jeweils 10 Patienten kommen im Rahmen der Schwerpunkte Verhaltenstherapie, Tiefenpsychologie, Training sozialer Kompetenzen neben den Kernstücken (u. a. Modelllernen, kognitive Umstrukturierung, Fokussierung, Rollenspiele, Malauswertung, Tagträume) auch Kommunikative Bewegungstherapie, vielfältige Begleittherapien, vorrangig Gestaltungs-, Ergo-, Musik-, Bewegungstherapie, Vermittlung von Entspannungsverfahren zum Einsatz, sowie indikative Gruppen, Soziotherapie, Psychoedukation, Psychopharmakotherapie, spezielle Projekte, Außenaktivitäten. Die Patienten verbleiben außerhalb der Therapiezeiten in ihrem häuslichen Milieu, was verschiedene Vorteile bietet.
Die Behandlung in der Psychiatrischen Institutsambulanz (PIA) gem. § 118 Abs. 1 SGB V ist auf diejenigen Patienten ausgerichtet, die wegen Art, Schwere oder Dauer ihrer Erkrankung oder wegen zu großer Entfernung zu geeigneten Ärzten auf die Behandlung des Krankenhauses angewiesen sind. Die Behandlung in der PIA darf nur auf Überweisung von niedergelassenen Vertragsärzten erfolgen. Die PIA ist zur ambulanten psychiatrischen und psychotherapeutischen Versorgung der Versicherten ermächtigt. Die Leistungen der PIA umfassen das gesamte Spektrum psychiatrisch-psychotherapeutischer Diagnostik und Therapie auf dem anerkannten Stand der Wissenschaft. Dazu gehören insbesondere psychopathologische Befunderhebung, psychologische Diagnostik, Psychopharmakotherapie, sozialtherapeutische einschließlich nachgehende Behandlung, Psychoedukation in indikativen Gruppen unter Einbezug von Angehörigen, Psychotherapie und Notfalldienst. Die sozialtherapeutische Behandlung umfasst auch das Angebot eines Patientenklubs.
Planung und Durchführung der Behandlung
Die stationäre oder teilstationäre Behandlung im AWO Psychiatriezentrum Halle kann entweder mit einer Einweisung des Hausarztes oder Facharztes nach vorheriger Planung beginnen oder aber im Notfall kurzfristig erforderlich sein. In diesem Fall erfolgt die Einweisung durch den Rettungsdienst oder den kassenärztlichen Notdienst bzw. nach einer ambulanten Seite 34 von 44
Vorstellung im Krankenhaus. Bei Patienten, die bereits eine Absprache zur Behandlung abgeschlossen haben, werden persönliche Wünsche und Bedürfnisse in der vereinbarten Weise besonders berücksichtigt. Selbstverständlich werden Behandlungsverfügungen und Vorsorgevollmachten berücksichtigt.
Die Behandlung hat stets mehrere Phasen, die für jeden Patienten individuell gestaltet werden und deshalb auch unterschiedlich lange dauern können. In der diagnostischen Phase erfolgt eine Aufnahmeuntersuchung durch den aufnehmenden Arzt, die Krankengeschichte und der psychopathologische Befund wird erhoben, es erfolgt eine körperliche Untersuchung. Notwendige Laboruntersuchungen, EKG, EEG, weitere Zusatzuntersuchungen wie Magnetresonanztomographie oder Computertomographie werden veranlasst. Angehörige haben die Möglichkeit, aus ihrer Sicht über die Erkrankung des Patienten zu berichten. Auch die Erhebung der aktuellen Daten zur Krankenversicherung gehört zur Aufnahme. Notwendige zusätzliche Untersuchungen oder die konsiliarische Mitbehandlung durch Fachärzte anderer Fachrichtungen werden eingeleitet. Hierzu existieren Konsiliarvereinbarungen mit den Fachabteilungen des Krankenhauses Martha-Maria Halle Dölau und mit niedergelassenen Fachärzten. Am Ende dieser Behandlungsphase wird die Arbeitsdiagnose mit dem Patienten erörtert, und es erfolgt eine Aufklärung über die geplante Therapie. Die besonderen Bedürfnisse jedes Patienten werden individuell in der Pflegeplanung berücksichtigt.
In der zweiten Behandlungsphase steht die individuelle Therapie ganz im Vordergrund. Nach fachärztlicher Einschätzung werden die geeigneten therapeutischen Mittel ausgewählt, Wünsche und Vorschläge des Patienten werden berücksichtigt, dazu gehören z. B. Medikamente, Psychotherapie einschl. Entspannung, Psychoedukation, Ergotherapie, Sport- und Bewegungstherapie, Physiotherapie, Tanztherapie, Sozialtherapie, Musiktherapie. Bedarfsweise besteht die Möglichkeit zu Lichttherapie und Elektrokrampftherapie. Mehrmals wöchentlich finden Visiten statt. Ein Arzt ist kontinuierlich in der Klinik anwesend, ein Facharzt ist kontinuierlich als Rufdienst erreichbar. Bei der Behandlung werden vorhandene Leitlinien der Fachgesellschaft (Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde) berücksichtigt. Bei der Klärung von Problemen im Bereich des Wohnens, der Wiedereingliederung, der Rehabilitation oder der finanziellen Situation steht die Beratung durch den Sozialdienst der Klinik zur Verfügung. Für Patienten mit Suchtkrankheiten werden regelmäßige Therapiegruppen und Einzelberatungen angeboten.
In der letzten Behandlungsphase steht die Entlassungsvorbereitung und das Training der Alltagsfertigkeiten im Vordergrund, um einen Rückfall der Erkrankung zu vermeiden. Hierzu gehört auch die Vermittlung einer ambulanten Weiterbehandlung bei Seite 35 von 44
niedergelassenen Fachärzten.
In Ergänzung zu den unter Punkt B.1.6 aufgeführten Kompetenzdiagnosen folgende weitere Erläuterungen:
F10-Alkoholbezogene Erkrankungen
Umfassendes Behandlungskonzept bei der Entgiftungsbehandlung mit motivationsfördender Gruppentherapie, Informationsangeboten und Einbeziehung von Selbsthilfegruppen sowie Suchtberatungsstellen, bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen Soforteinweisung in eine Entwöhnungsbehandlung möglich. Berücksichtigung von Begleiterkrankungen (Komorbidität) Strukturiertes Behandlungskonzept unter Einbeziehung von suchtspezifischer Gruppentherapie und Ergotherapie sowie Bewegungstherapie für chronisch und mehrfach geschädigte Alkoholabhängige (S4-Behandlung)
F20, F25- Schizophrene Störungen, Schizoaffektive Störungen
Unser Behandlungskonzept wird an die jeweils vorliegende Phase der Erkrankung angepasst. In der Akutbehandlung, bei der die Abwehr möglicher Gefährdungen für den Betroffenen und seine Umwelt im Vordergrund steht, wird bereits die erforderliche soziale Unterstützung, auch unter Einbeziehung der Familie, gewährt. Die Therapie mit Psychopharmaka erfolgt leitliniengestützt nach neuesten wissenschaftlichen Gesichtspunkten. Dies setzt sich in der weiteren Behandlung fort, wobei die Teilnahme an Psychoedukationsgruppen angeboten und empfohlen wird. Ergotherapie, Sport- und Bewegungstherapie und Musiktherapie stehen im Behandlungsprozess zur Verfügung, ebenso Beratung zu und Übung von Maßnahmen der gesunden Ernährung und ausreichender körperlicher Aktivität. Um eine stationäre Behandlung zu verkürzen und um einen besseren Übergang in die häusliche Umgebung zu erreichen, erfolgt häufig schon frühzeitig eine tagesklinische Behandlung. Die ambulante Behandlung in der Psychiatrischen Institutsambulanz kann die Behandlungskette bei schweren Verläufen der Erkrankung fortsetzen. Die Behandlung umfasst auch die Vorbereitung geeigneter Rehabilitationsmaßnahmen, vor allem im Bereich der beruflichen Rehabilitation. Durch die Zusammenarbeit mit niedergelassenen Nervenärzten und mit komplementären Einrichtungen versuchen wir, die Einbindung der Betroffenen in das Psychosoziale Hilfesystem zu erleichtern, um Vereinsamung und Behandlungsabbrüche zu vermeiden.
F31- Bipolare Störungen
Es liegt ein komplexes Behandlungsangebot vor, welches Pharmakotherapie einschl. der Phasenprophylaxe, Psychotherapie und Begleittherapien umfasst. Gerade die bei dieser Erkrankung häufig besonders ausgeprägten sozialen Konsequenzen der Erkrankung erfordern vielfältige Unterstützung durch den Sozialdienst der Klinik, etwa im Hinblick auf Schulden oder die Wohnsituation. Die weiterführende Rehabilitationsbehandlung kann vorbereitet werden. Die Annahme und Bewältigung der Erkrankung wird in Einzel- und Gruppentherapie erleichtert. Das Behandlungskonzept hat viele Ähnlichkeiten mit der Behandlung depressiver Erkrankungen.
F32, F33- Depressive Episode, Rezidivierende Depression
Auf unserer Depressionsstation erfolgt die spezifische Behandlung depressiver Störungen nach einem integrativen Behandlungskonzept. Diese umfasst neben der Psychopharmakotherapie insbesondere auch Psychotherapie mit verhaltenstherapeutischem Schwerpunkt und Psychoedukation. Auch die Behandlung von schweren und lang anhaltenden Depressionen ist möglich, wobei die Krankheitsschwere mitunter einen längeren Krankenhausaufenthalt erfordert. Es besteht die Möglichkeit zur EKT (Elektrokrampftherapie). Der behutsame Wiederaufbau von Aktivität steht im Kern der therapeutischen Bemühungen, wobei wir auch der körperlichen Aktivität großen Stellenwert beimessen, z. B. NordicWalking.
F00 (G30), F01-Alzheimer-Demenz, Vaskuläre Demenz
Es besteht die Möglichkeit zu umfassender Diagnostik und Therapie dementieller Krankheitsbilder in den unterschiedlichen Phasen der Erkrankung. Je nach vorliegendem Krankheitsbild und Schweregrad kommen unterschiedliche Therapieformen zur Geltung. Oft lassen sich Einbußen in den Gedächtnis- und Denkleistungen durch Gabe geeigneter Medikamente verzögern, manchmal auch bessern. In fortgeschritteneren Stadien der Erkrankung kommt der Therapie von Begleitsymptomen, wie etwa Wahn, Schlafstörungen oder Angst größere Bedeutung zu. Unser therapeutisches Vorgehen ist dabei ganzheitlich, das heißt wir sehen den älteren Menschen in seinen seelischen, körperlichen und sozialen Bedingungen. Deshalb werden körperliche Begleiterkrankungen im Rahmen der Möglichkeiten ebenso behandelt, und die Klärung sozialer Fragen und die Gewährleistung einer alters- und krankheitsgerechten Wohnsituation gehören zur Therapie hinzu.
Angsterkrankungen in ihren unterschiedlichen Ausprägungen können vorzugsweise in der Tagesklinik behandelt werden. Dies bietet den Vorteil, dass neu erlernte Verhaltensweisen sofort in die häusliche Umgebung übertragen werden können. Ein stationärer Aufenthalt wird dadurch vermieden. Die Behandlung erfolgt nach einem Konzept, dass unterschiedliche Formen der Psychotherapie (Verhaltenstherapie, tiefenpsychologisch fundierte Therapie) sowie medikamentöse Therapie sowie Bewegungs-, Ergo-, Musik- und Tanztherapie umfasst. Wir bieten eine Gruppenpsychotherapie an, in der der Austausch mit anderen Menschen einen wichtigen Raum zum Erlernen neuer Verhaltensmuster bildet.
Übergang in andere Versorgungsbereiche und Vernetzung
Zum frühestmöglichen Termin erfolgt die Entlassung aus der stationären Behandlung. Soweit im Einzelfall möglich und sinnvoll, kann die stationäre Behandlungsdauer durch Übergang in die Tagesklinik oder in die Psychiatrische Institutsambulanz verkürzt werden. Zu niedergelassenen Fachärzten besteht enger Kontakt. Der Kontakt zu sogenannten komplementären Einrichtungen, also niedrigschwelligen Kontakt- und Beratungsangeboten, betreuten Wohnformen oder auch Heimen, wird vermittelt. Über Kontakt- und Begegnungsstätten wird auch durch Schautafeln im Krankenhaus informiert, ebenso über das Angebot des Psychoseseminars, des Verbandes der Angehörigen psychisch Kranker und über die Möglichkeit, Absprachen zur Behandlung zu treffen. Hierbei handelt es sich um Festlegungen von Menschen mit psychischen Erkrankungen, welche Wünsche und Erfahrungen im Falle einer stationären Aufnahme im AWO Psychiatriezentrum Halle berücksichtigt werden sollen.
Das Krankenhaus ist als gemeindenahe Einrichtung der psychiatrischen Versorgung eng in die Tätigkeit der Psychosozialen Arbeitsgemeinschaft Halle-Saalekreis eingebunden. Intensive Kooperationsbeziehungen bzw. -verträge existieren mit verschiedenen Einrichtungen, etwa mit der Psychiatrischen Universitätsklinik Halle, mit dem Sozialpsychiatrischen Dienst oder mit spezialisierten Wohn- und Pflegeheimen.
Durch die regelmäßige Anwesenheit einer Krankenhausseelsorgerin besteht die Möglichkeit, auch spirituelle und religiöse Bedürfnisse zu berücksichtigen. Über dieses wichtige Angebot werden unsere Patienten informiert, die Kontaktaufnahme erfolgt dann auf Wunsch der Patienten.
Selbsthilfe und Angehörigenarbeit
Durch regelmäßige persönliche Kontakte, durch Information, Beratung und Vorträge unterstützt das Krankenhaus die Arbeit von Selbsthilfeinitiativen psychisch Kranker und des Verbandes der Angehörigen psychisch Kranker. Suchtselbsthilfegruppen stellen sich kontinuierlich im Haus vor.
Für alle im Krankenhaus tätigen Berufsgruppen werden kontinuierliche interne und externe Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten angeboten. Es existiert jeweils ein Weiterbildungsplan. Die Kosten interner Weiterbildungsangebote werden von der Klinik übernommen, Weiterbildung wird auf die Arbeitszeit angerechnet. Bei externen Weiterbildungen werden die Kosten ganz oder teilweise übernommen.
Unsere Einrichtung arbeitet mit dem für unsere Klinik modifizierten Dokumentationssystem von der Firma Optiplan. Die Dokumentation geschieht unverzüglich nach dem Ereignis. Weiterhin werden vom Pflegepersonal 3x täglich Verlaufsbeobachtungen dokumentiert. Das Dokumentationssystem ist für nur Personen zugänglich, die unmittelbar am oder mit unseren Patienten arbeiten. Nach der Entlassung des Patienten wird das Dokumentationssystem der entsprechenden Seite 39 von 44
Krankenakte beigelegt.
Höchste Priorität hat die Information an den Patienten. Hierzu gehören die Aufnahmegespräche mit dem Arzt und einem Mitarbeiter der Pflege. Aber auch während der Behandlungsdauer werden die Patienten über die für sie wichtige Ereignisse informiert. Ebenfalls erhält jeder Patient am Aufnahmetag einen Prospekt, welcher umfangreiche Informationen über unserer Einrichtung beinhaltet.
Tägliche Arztkonferenzen dienen ebenfalls der Informationsweiterleitung und der Beratung. Ebenfalls erfolgt eine ärztliche Übergabe für den Arzt im Nacht- und Bereitschaftsdienst.
Im Bereich der Pflege findet 3x täglich, also zu jedem Schichtwechsel eine mündliche Übergabe statt. Das therapeutische Team in unserer fachspezifischen Einrichtung besteht aus den unterschiedlichsten Berufsgruppen. Die Mitglieder des besagten Teams informieren 1 bis 2wöchentlich in Teamkonferenzen über ihre berufsspezifischen Beobachtungen zu jedem einzelnen Patienten.
Verantwortlich für die gesamte Hygiene unserer Einrichtung ist der Ärztliche Leiter. Die Verwaltungsleitung hält finanzielle Grundlagen zur Durchführung der Hygienemaßnahmen bereit und die Pflegedienstleitung unterstützt und kontrolliert die krankenhaushygienischen Aufgaben im Krankenpflegebereich. Mit den Aufgaben der Erfassung einzelner und epidemisch auftretende Infektionen mit Bezug zum Krankenhaus, Beratung der Ärzte in allen Fragen der Krankenhaushygiene, Kontrolle der Maßnahmen zur Infektionsverhütung und Untersuchungen möglicher Gesundheitsgefährdungen bei Patienten und Personal befasst sich der hygienebeauftragte Arzt.
Unser Hygieneplan wurde nach ausführlicher Analyse der Hygieneverhältnisse in unserem Krankenhaus erstellt und wird Seite 40 von 44
ständig aktualisiert. Regelmäßige hausinterne Begehungen dienen der Kontrolle über die Einhaltung der Hygienerichtlinien. Externe Hygienekontrollen erfolgen 1x pro Jahr durch das örtliche Gesundheitsamt und unsere zuständige LebensmittelÜberwachungsbehörde. Die Entsorgung von Krankenhausabfällen richtet sich nach den gesetzlichen Bestimmungen.
Im Krankenhaus wird die Einhaltung des Arbeitsschutzes, insbesondere der Sicherheitsaspekte im Bezug auf die Arbeitsplätze der Mitarbeiter und im Umgang mit Gefahrstoffen, gewährleistet. Die Arbeitsplätze entsprechen den Anforderungen der Arbeitssicherheit. Die fortlaufenden Kontrollen der Fachkraft für Arbeitssicherheit tragen zur Weiterentwicklung der Arbeitssicherheit bei. Die Mitarbeiter werden durch einen Betriebsarzt medizinisch betreut.
Zum Brandschutz wurden verbindliche Festlegungen und Anweisungen für Mitarbeiter und Patienten erstellt, über die fortlaufende Unterweisungen durchgeführt werden. Die Beschilderung der Flucht- und Rettungswege ist auf einem aktuellen Stand. Die gesetzlich vorgeschriebenen Brandschutzbegehungen der Feuerwehr finden in fortlaufenden Zeiträumen statt und geben wichtige Empfehlungen zur Verbesserung des Brandschutzes.
Der Katastrophenschutzplan regelt die Evakuierung der Patienten bei akuten Havarien, Katastrophen sowie bei sonstigen akuten Ereignissen. Das Krankenhaus ist in den Katastrophenschutz der Stadt Halle (Saale) eingebunden.
Die Arbeitszeitregelungen des AWO Psychiatriezentrums sind an tarifrechtlichen Vorgaben gebunden und erfüllen die Bestimmungen des Arbeitszeitgesetzes (ArbZG). Bezüglich der Organisation und Durchführung der Bereitschaftsdienste der Ärzte des Krankenhauses wurde mit dem Ziel der Verbesserung der Arbeitsbedingungen und zur Umsetzung der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes vom 09.09.2003 eine Betriebsvereinbarung abgeschlossen, die beinhaltet, dass Bereitschaftsdienstzeiten in vollem Umfang als Arbeitszeit anerkannt werden , die Wochenarbeitszeit nicht höher als 48 Stunden ist und die tägliche Ruhezeit von mindestens 11 Stunden eingehalten wird. Seite 41 von 44
Zusätzlich wurde zur Kompensation von unvorhersehbaren Personalausfällen eine tägliche Rufbereitschaft für die examinierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Pflegedienstes eingerichtet. Somit kann eine gleichbleibende Pflegequalität mit einer konstanten personellen Besetzung für unsere Patienten gewährleistet werden, ohne in die geplante und notwendige Freizeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einzugreifen. Für die Einrichtung von Jahresarbeitszeitkonten und der Rufbereitschaft im Pflegedienst wurde eine entsprechende Dienstvereinbarung mit der Personalvertretung des Krankenhauses abgeschlossen.
Alle anderen Mitarbeiter des Krankenhauses erfassen ihre geleistete Arbeitszeit in Anwesenheitsnachweisen. Mehrstunden durch unplanbaren und unkontinuierlichen Arbeitsanfall werden durch Freizeitausgleich ausgeglichen. Die Wünsche der Mitarbeiter, die nach Dienstplan ihre Arbeit erbringen, werden nach Möglichkeit berücksichtigt.
Im Krankenhaus sind folgende ausgewählte Projekte des Qualitätsmanagements im Berichtszeitraum durchgeführt worden:
Im Sanitärbereich von 3 Stationen wurden die Bedingungen für die Patienten durch den Einbau zusätzlicher Duschen optimiert.
Es wurden für die Klinikbereiche der Verwaltung, Pflege, ärztlicher Bereich und Therapeuten Computerarbeitsplätze eingerichtet und die Vernetzung der Bereiche untereinander durch entsprechende Software ermöglicht. So wurden die interne Kommunikation und die Abläufe zwischen den Schnittstellen der Bereiche optimiert, einzelne Arbeitsschritte in den Bereichen erleichtert und die Voraussetzungen zur Erfüllung der modifizierten Abrechnungsmodalitäten geschaffen. Die Mitarbeiter wurden sowohl extern durch das Softwareunternehmen, als auch intern zur Anpassung an unsere spezifischen Bedingungen geschult. Nach der Einführung des Systems fanden mehrfache Anpassungen und Veränderungen statt. Dabei werden die Verbesserungsvorschläge der Mitarbeiter als Forderungen an den externen Dienstleister weitergeleitet. Auch weiterhin sind ständige Verbesserungen durch ein Vorschlagssystem möglich.
Das Raucherzimmer der geschützten Station wurde mit einer Entlüftungsanlage ausgestattet, um die Sicherheit der Patienten mit Einschränkungen ihrer Bewegungsfreiheit zu gewährleisten.
Für die Behandlung von Patienten gemäß S4 Psych PV wurden die einzelnen Schritte standardisiert (Anmeldung, Einweisung, Behandlung und Entlassung), insbesondere um das reibungslose Funktionieren der Schnittstellen zu gewährleisten.
Materialbedarf und Anforderungsmodalitäten für Liquorpunktionen wurden mit dem externen Labor abgestimmt und standardisiert.
2010 fand keine Selbst- oder Fremdbewertung im Sinne einer Zertifizierung statt.
An vorgeschriebenen externen Qualitätsbewertungen nimmt das Krankenhaus teil. Es existiert eine Leistungs- und Qualitätsvereinbarung.
Zusätzlich finden in regelmäßigen Abständen Begehungen und Überprüfungen zu folgenden Punkten hausintern statt; die jeweilige Auswertung erfolgt im Team der Stationsleiter bzw. mit allen Mitarbeitern:
1. Hygienebegehungen - zur Vermeidung hygienebedingter Zwischenfälle (Infektionen, Verbreitung nosokominaler Keime)
2. Überprüfung der Dokumentation - im Ergebnis Umgestaltung verschiedener Formblätter, Erarbeitung, Einführung, Umsetzung einer einheitlichen Heftung und Führung
Überprüfung Umgang mit Medikamenten - Vermeidung von Anwendungsfehlern, Kostensenkung
In regelmäßigen Abständen erfolgte eine Bewertung der Zusammenarbeit mit unserem Cateringservice. Über Fragebögen, deren regelmäßige Auswertung mit Vertretern der Klinik und des Lieferanten wird eine gute Zusammenarbeit und dadurch eine hochwertige Versorgung sichergestellt.

References: § 137
 § 108
 § 115
 § 112
 § 137
 § 137
 § 137
 § 137
 § 121
 § 118
 §
118
 § 115
 § 80
 § 112
 § 137
 § 137
 § 137
 § 137
 § 137
 § 3
 § 118