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WS 2004/ Staatsorganisationsrecht - PD Dr. Jürgen Bröhmer
Veröffentlicht von:Ansobert Zimmerer Geändert vor über 4 Jahren
Präsentation zum Thema: "WS 2004/ Staatsorganisationsrecht - PD Dr. Jürgen Bröhmer"— Präsentation transkript:
1 WS 2004/2005 - Staatsorganisationsrecht - PD Dr. Jürgen Bröhmer
Art. 21 Abs. 1 GG (1) Die Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes mit. Ihre Gründung ist frei. Ihre innere Ordnung muß demokratischen Grundsätzen entsprechen. Sie müssen über die Herkunft und Verwendung ihrer Mittel sowie über ihr Vermögen öffentlich Rechenschaft geben. WS 2004/ Staatsorganisationsrecht - PD Dr. Jürgen Bröhmer
2 Der Begriff der Partei § 2 Abs. 1 PartG
(1) Parteien sind Vereinigungen von Bürgern, die dauernd oder für längere Zeit für den Bereich des Bundes oder eines Landes auf die politische Willensbildung Einfluß nehmen und an der Vertretung des Volkes im Deutschen Bundestag oder einem Landtag mitwirken wollen, wenn sie nach dem Gesamtbild der tatsächlichen Verhältnisse, insbesondere nach Umfang und Festigkeit ihrer Organisation, nach der Zahl ihrer Mitglieder und nach ihrem Hervortreten in der Öffentlichkeit eine ausreichende Gewähr für die Ernsthaftigkeit dieser Zielsetzung bieten. Mitglieder einer Partei können nur natürliche Personen sein. WS 2004/ Staatsorganisationsrecht - PD Dr. Jürgen Bröhmer
3 Innerparteiliche Strukturanforderungen, Transparenz
Gebot innerparteilicher Demokratie, Art. 21 Abs. 1 Satz 3 GG, §§ 6 ff. PartG („innere Ordnung“) insbes. Willensbildung „von unten nach oben“ Rechenschaftspflicht Art. 21 Abs. 4 GG  §§ 23 ff. PartG vgl. insbesondere die §§ 31a – d PartG WS 2004/ Staatsorganisationsrecht - PD Dr. Jürgen Bröhmer
4 Verfassungsrechtliche Stellung
Gründungsfreiheit, Art. 21 Abs. 2 GG, umfasst Programm- und Beteiligungsfreiheit Chancengleichheit der Parteien (Grundlage: Art. 21 GG) Parteienprivileg (Art. 21 II): Verbot nur durch BVerfG, keine Nachteile für Partei vor ihrem Verbot WS 2004/ Staatsorganisationsrecht - PD Dr. Jürgen Bröhmer
5 Chancengleichheit der Parteien
Herleitung: Art. 21 I GG (Art. 3 I, 38 I GG) formale Gleichbehandlung, d.h. grds. keine Ausnahme möglich (im Unterschied zum materialen Gleichheitssatz des Art. 3 I GG); ABER : Ungleichbehandlung bei Vorliegen zwingender Gründe ausnahmsweise zulässig § 5 I 1 PartG: Prinzip der abgestuften Gleichbe- handlung nach der Bedeutung der Parteien WS 2004/ Staatsorganisationsrecht - PD Dr. Jürgen Bröhmer
6 Parteiverbot Nur durch BVerfG, Art. 21 II 2 GG, §§ 13 Nr. 2, 43 ff. BVerfGG Antragsrecht: Bundestag, Bundesrat, Bundesregierung, § 43 I BVerfGG; u. U. Landesregierung, § 43 II BVerfGG Entscheidung: Mit der Feststellung der Begründetheit des Antrags durch das BVerfG muss die Auflösung der Partei und das Verbot, eine Ersatzorganisation zu gründen, verbunden werden, § 46 I, III BVerfGG die Entscheidung hat konstitutiven Charakter (Parteienprivileg) Verfassungswidrigkeit bei - Verfolgung verfassungsfeindlicher Ziele, „darauf ausgehen“  aggressiv-kämpferische Grundhaltung NPD-Parteiverbotsverfahren: BVerfGE 107, Dazu: Volkmann, Uwe: Zur Einstellung des NPD-Verbotsverfahrens, DVBl. 2003, 605
7 Parteienfinanzierung
seit BVerfGE 85, 264: staatliche Teilfinanzierung! Wählerstimmenanteil (BTwahl, LTwahlen, EP-Wahlen) Zuwendungsanteil (Mitgliedsbeiträge, Mandatsträgerbeiträge, Spenden) absolute Obergrenze, § 18 II PartG relative Obergrenze, § 18 Abs. 5 S. 1 (iVm Abs. 2) PartG Mittelbare Finanzierung Steuerliche Begünstigung von Beiträgen oder Spenden Privater (vgl. § 25 PartG) ABER: Begrenzung des Höchstbetrages der Steuerbegünstigung (vgl. § 34g EStG/50%, 10b Abs. 2 EStG/“normale“ Abzugsfähigkeit) Lies: BVerfG v Drei-Länder-Quorum verfassungswidrig
8 2004 insgesamt ca. 262.000.000 Euro Politikfinanzierung
Parteien-/Wahlkampffinazierung Fraktionsfinanzierung Stiftungsfinanzierung 2004 insgesamt ca Euro WS 2004/ Staatsorganisationsrecht - PD Dr. Jürgen Bröhmer
9 Die Parteienfinanzierung in Zahlen
Festsetzung der staatlichen Teilfinanzierung für das Jahr 2003 sowie Berechnung der Abschlagszahlungen 2004 gemäß §§ 18 ff. PartG (Stand: 2. Februar 2004) Fraktionsfinanzierung 2004 Euro Stiftungsfinanzierung 2004 Euro WS 2004/ Staatsorganisationsrecht - PD Dr. Jürgen Bröhmer
10 Hauptaufgaben/-funktionen des Bundestages
Repräsentation – Vertretung des Volkes Wahl anderer Staatsorgane: vor allem BK (Art. 63), Wehrbeauftragter (Art. 45b), die Hälfte der Richter des BVerfG "Ab- und Neuwahl" des BK durch konstruktives Misstrauensvotum (Art. 67, Art. 68 Abs. 1 S.2 GG) Gesetzgebung Meinungsäußerung durch schlichte Parlamentsbeschlüsse ohne Bindungswirkung Zitier- und Interpellationsrecht, Art. 43 GG Einsetzung von Untersuchungsausschüsse, Art. 44 GG Mitwirkung bei EU und NATO WS 2004/ Staatsorganisationsrecht - PD Dr. Jürgen Bröhmer
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Politische Instutionen in der BRD
Prof. Dr. Ch. Gröpl · Universität des Saarlandes
Staatsrecht II – Sommersemester 2011
Das Demokratiemodell des Grundgesetzes

References: Art. 21
 § 2
 Art. 21
 Art. 21
 Art. 21
 Art. 21
 Art. 21
 Art. 3
 § 5
 Art. 21
 § 43
 § 43
 § 46
 § 18
 § 18
 § 25
 § 34
 Art. 68
 Art. 43
 Art. 44