Source: https://www.vermieter-forum.com/threads/abrechnung-haushaltsnahe-dienstleistungen-handwerkerleistungen.5676/
Timestamp: 2016-12-02 17:55:56+00:00

Document:
Abrechnung: Haushaltsnahe Dienstleistungen / Handwerkerleistungen
Dieses Thema im Forum "Hausgeldabrechnung und Wirtschaftsplan" wurde erstellt von immotiger, 24.08.2008.
ich habe (als Eigentümer) in diesem Jahr das erste Mal die Aufstellungen der nach §32a absetzbaren haushaltsnahe Dienstleistungen / Handwerkerleistungen vom Verwalter in der Abrechnung erhalten.
Allerdings habe ich noch einige gedankliche Knoten bezüglich der Anwendung / Umsetzung.
Muss / darf ich beide Positionen dem Mieter angeben ?
Muss bei den Handwerkerleistungen in irgendeiner Form gesplittet werden (umlegbar als Nebenkosten, im Mietzins enthalten) ?
Wie wäre denn die Situation bei einer größeren Renovierung (im Mietzins enthalten) ? Könnte die der Vermieter dann ebenfalls geltend machen ?
Darf ich parallel zum Mieter diese Positionen (wie gehabt als Aufwand) geltend machen oder muss ich meine Aufwendungen um diese Beträge kürzen ?
Erstmal eine eine kleine Frage:Was meinst Du mit Mietzins? Rechnest Du mit pauschalen Betriebskosten ab oder erhebst Du eine BK-Vorauszahlung? Den Steuervorteil bekommt derjenige der letzt endlich die Rechnung bezahlt. Denn wenn auch auf der Rechnung Dein Name steht, den Betrag bekommst Du dann über die BK-Abrechnung zurück, somit steht dem Mieter die Anrechnung zu.
Was heißt Renovierung? Meinst Du Instandhaltung? Wenn ja, dann ist das Deine alleiniger Spaß das Geld auszugeben und Du bekommst den Steuervorteil.
Meinst Du mit Renovieren Malerarbeiten, neue Tapete usw.? Da kommt es auch darauf an wer zahlt ob Du oder Mieter.
Ich glaube nicht, dass das FA bei beiden den Steuervorteil an der selben Rechnung anerkennt.
... Ich glaube nicht, dass das FA bei beiden den Steuervorteil an der selben Rechnung anerkennt.Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Gewiss nicht... Für den Vermieter sind allerdings die Gesamtkosten ohnehin Werbungskosten. Die Frage der Abzugsfähigkeit nach § 35a EStG stellt sich damit auf Vermieterseite nicht.
Wie schaut der Geldfluss aus ?
- Mieter bezahlt Mietzins (vulgo Kaltmiete)
- Mieter bezahlt Nebenkosten nach Aufwand (Abrechnung am Jahresende)
Nach §32a EStG kann der Bewohner die genannten Kosten (anteilig) absetzen.
Ich muss diese also ausweisen.
Da der Mieter in jedem Fall (entweder über NK oder Kaltmiete) diese Ausgaben bezahlt, denke ich, dass beide Kosten diesem gegenüber ausgewiesen werden müssen.
Ich denke, dass dies wohl die Antwort auf einen Teil meiner Fragen ist.
Ich kann (als Vermieter) alle Kosten direkt als Werbungsksoten geltend machen. Im Gegenzug dazu stehen die Mieteinnahmen.
Der Mieter kann den §32a geltend machen.
Nun bleibt für mich noch die Unklarheit bezüglich "großer" Ausgaben (die über den Mietzins finanziert werden). Sollte z.B. dieses Jaht eine solche Reparatur anstehen, dürfte der Mieter die (enthaltenen) Arbeitskosten nach §32a geltend machen.
Dies wäre in meinen Augen eine Lücke im EStG, da dies die Mieter sehr ungleich trifft: Wenn man im "richtigen" Jahr im entsprechenden Objekt wohnt, kann man gleich 50 EUR monatlich der Miete steuerlich geltend machen.
Im "falschen" Jahr werden es nur Pfennigbeträge sein (dabei gibt's die gar nicht mehr )
Original von immotiger
Im "falschen" Jahr werden es nur Pfennigbeträge sein (dabei gibt's die gar nicht mehr )Klicke in dieses Feld, um es in vollständiger Größe anzuzeigen.
Was soll das denn werden? Mietzahlungen fallen nicht unter die Steuerermäßigung nach § 35a EStG. Damit erübrigt sich bereits die eigentlich an Unsinnigkeit kaum zu überbietende Überlegung, dass mit der Mietzahlung irgendwelche Instandsetzungskosten vom Mieter bezahlt würden und dafür die Steuerermäßigung in Anspruch genommen werden könnte. Die Steuerermäßigung nach § 35a Abs. 2 Satz 1 EStG wird der Mieter aus dem Mietverhältnis in Anspruch nehmen können für Betriebskosten wie Hausmeister, Hausreinigung und Gartenpflege.
Für Handwerkerleistungen für Renovierung, Instandsetzung und Modernisierung nach § 35a Abs. 2 Satz 2 kann der Mieter nur dann die Steuerermäßigung in Anspruch nehmen, wenn er selbst die Leistung in Auftrag gegeben, eine Rechnung erhalten und bezahlt hat.
Thema: Abrechnung: Haushaltsnahe Dienstleistungen / Handwerkerleistungen
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