Source: https://www.versicherungsakademie.de/lebensversicherung-vf602/
Timestamp: 2019-03-22 21:05:11+00:00

Document:
Lebensversicherung - DVA
Nachdem im vergangenen Jahr umfangreiche Neuregelungen des Versicherungsvertragsgesetzes erfolgten, stehen Versicherunternehmen neuen Herausforderungen gegenüber. Im Rahmen der Vorträge werden erstens die Auswirkungen auf die jährlichen Informationspflichten gegenüber dem Versicherungsnehmer sowie die Auswirkungen auf den Beratungsprozess näher beleuchtet und erste Erfahrungen aus der Praxis diskutiert. Darüber wird Sabine Goller referieren. Sie widmet sich in ihrem zweiten Vortrag dann der Beurteilung von Versicherungsanlageprodukten nach § 7c VVG und stellt die rechtlichen Probleme und Lösungen zu dieser neuen Vorschrift vor.
Seit der letzten Veranstaltung sind ferner erneut wichtige Entscheidungen zu einzelnen Aspekten der Lebensversicherung veröffentlicht worden. Dr. Winfried-Thomas Schneider erörtert insoweit ausgewählte Fälle zu praxisrelevanten Fragen, z.B. zur Einwilligung der Gefahrperson, zur Selbsttötungsklausel oder zum Bezugsrecht. Ein besonderes Augenmerk gilt in seinem zweiten Vortrag den Ersatzansprüchen, die aus der Verletzung von Informations- oder Beratungspflichten folgen können. Auch hier ist die Entwicklung nach wie vor im Fluss. Das betrifft sowohl den Anspruchsgrund als auch die Anspruchshöhe.
Dr. Martin Schaaf gibt in seinem ersten Vortrag einen Überblick über die aktuelle Rechtsprechung zu Vertragslösungsrechten, insbesondere zu § 5a VVG a.F. Dieses Thema scheint seinem Namen "ewiges Widerspruchsrecht" alle Ehre zu machen, da es bereits seit langem auf der Agenda dieses Seminars steht und auch noch stehen wird. Denn die Zahl der zu behandelnden Fälle und der sich immer wieder stellenden neuen Rechtsprobleme reißt nicht ab. Wie sich der Umgang der Rechtsprechung mit Bewertungsreserven in der Lebensversicherung entwickelt hat, ist Gegenstand seines zweiten Vortrags.
Neuerungen bezüglich § 155 VVG (Jährliche Informationspflichten)
Aktueller Rechtsprechung aus dem Bereich der Lebensversicherung
Neuerungen bezüglich § 7c VVG (Versicherungsanlageprodukte)
Beratungs- und Informationspflichten (insb. §§ 6 und 7 VVG)
Bewertungsreserven (§ 153 VVG)
Programm am 22. Mai 2019
09:30 Uhr Die jährlichen Informationspflichten des Versicherers
Neuregelung des § 155 VVG
Besonderheiten bei Versicherungsanlageprodukten und zertifizierten Altersvorsorgeverträgen
10:30 Uhr Entwicklung der Rechtsprechung zu Vertragslösungsrechten (insb. § 5a VVG a.F.)
Bedeutung unvollständiger Verbraucherinformationen
Höhe der Nutzungen
11:45 Uhr Aktuelle Rechtsfragen aus der gerichtlichen Praxis
Notwendige Einwilligung der Gefahrperson in einen Versicherungsnehmerwechsel?
Selbsttötungsklausel: Drei-Jahres-Frist, materielle Voraussetzungen, Darlegungs- und Beweislast
Fragen des Bezugsrechts: Auslegung der Bezugsberechtigung, Rechtsstellung des Bezugsberechtigten
Schicksal der Vertragsansprüche bei Insolvenz des Versicherungsnehmers
13:45 Uhr Die Beurteilung von Versicherungsanlageprodukten nach § 7c VVG
Grundsatz der Beratungs- und Befragungspflicht
Inhalt der Geeignetheits- und Angemessenheitsprüfung
14:45 Uhr Ersatzansprüche wegen Verletzung von Informations- oder Beratungspflichten: Ein noch immer unterschätzes Risiko?
Umfang und Grenzen der Beratungspflicht
Kausalität und Zurechnung von Beratungspflichtverletzungen
Schadensberechnung und -nachweis: Differenzhypothese und Gesamtvermögensvergleich
Schadensersatz wegen Verletzung von Informationspflichten - Rückkehr des "ewigen Widerrufsrechts"?
16:00 Uhr Bewertungsreserven
Bedeutung und Beendigung von Gewinnabführungsverträgen
Reichweite der sekundären Darlegungs- und Beweislast
Das Seminar richtet sich an Mitarbeiter und Leiter von Lebensversicherungsunternehmen, die mit praktischen und rechtlichen Fragestellungen beschäftigt sind, sowie an Versicherungsvermittler und Rechtsanwälte.
Telefon: 0221 1631- 0
infoatmaternushaus.de
583,10 inkl. gesetzl. MwSt. Bei einer Sammelanmeldung zu derselben Veranstaltung erhält der dritte sowie jeder weitere Teilnehmer desselben Unternehmens 25% Rabatt auf die Teilnahmegebühr.
Fachanwalt für Versicherungsrecht und geschäftsführender Partner, BLD Bach Langheid Dallmayr Rechtsanwälte Partnerschaftsgesellschaft mbB, Köln
Dr. Winfried-Thomas Schneider, Maître en droit
Richter am OLG Saarbrücken, Lehrbeauftragter der Universität des Saarlandes und der Hochschule Kaiserslautern

References: § 7
 § 5
 § 155
 § 7
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 § 5
 § 7