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Timestamp: 2019-10-15 07:50:54+00:00

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Baugenehmigung | Stadt Barsinghausen
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Förderungsmöglichkeiten -Wohnungsbau-
Zum Thema Baugenehmigung bzw. Baugenehmigungspflicht finden Sie auf dieser Seite weitere Informationen zum Bauordnungsrecht (gemäß Niedersächsischer Bauordnung):
In den meisten Fällen ist für eine Baumaßnahme eine Baugenehmigung erforderlich, es gibt jedoch Ausnahmen.
Für baugenehmigungsbedürftige Baumaßnahmen muss der Bauherr eine Entwurfsverfasserin oder einen Entwurfsverfasser bestellen (§ 53 NBauO).
Entwurfsverfasserinnen oder Entwurfsverfasser für genehmigungspflichtige Baumaßnahmen sind:
Architektinnen und Architekten und
in die Entwurfsverfasserlisten der Architektenkammer Niedersachsen (Link siehe unten) beziehungsweise
in die von der Ingenieurkammer Niedersachsen (Link siehe unten) geführte Entwurfsverfasserliste der Fachrichtung Bauingenieurwesen eingetragene Personen
sowie eingeschränkt auch:
Innenarchitektinnen beziehungsweise Innenarchitekten
Meisterinnen und Meister des Maurer-, des Beton-, und Stahlbetonbauer- oder des Zimmerer-Handwerks
Die niedersächsische Bauordnung bestimmt in den §§ 60 und 62 Ausnahmen von der Genehmigungspflicht, dies sind:
verfahrensfreie Baumaßnahmen (§ 60 NBauO ) und
sonstige genehmigungsfreie Baumaßnahmen (§ 62 NBauO )
Im § 60 NBauO sowie im Anhang dazu sind die Baumaßnahmen benannt, die ohne Baugenehmigung ausgeführt werden dürfen.
Gebäude und Vorbauten ohne Aufenthaltsräume, Toiletten und Feuerstätten mit maximal 40 Kubikmeter Bruttorauminhalt im Innenbereich, beziehungsweise maximal 20 Kubikmeter Brutto-Rauminhalt im Außenbereich, wenn sie weder Verkaufs- noch Ausstellungszwecken dienen; Garagen mit notwendigen Einstellplätzen jedoch nur, wenn die Einstellplätze genehmigt oder nach § 62 NBauO genehmigungsfrei sind.
Einfriedungen (zum Beispiel Grenzzäune) bis 2,00 Meter Höhe über der Geländeoberfläche im Innenbereich
Stützmauern bis 1,50 Meter Höhe über der Geländeoberfläche
Behälter für Regenwasser bis 100 Kubikmeter Rauminhalt
Wichtig: Bedenken Sie bitte, dass auch genehmigungsfreie Baumaßnahmen den Anforderungen des öffentlichen Baurechtes unterliegen. So kann zum Beispiel die Lage eines Geräteschuppens oder einer Garage auf ihrem Grundstück durch Festsetzungen eines Bebauungsplanes eingeschränkt sein. Auch Abstandsvorschriften müssen beachtet werden.
Liegt das Baugrundstück in einem Baugebiet, das durch einen rechtskräftigen Bebauungsplan als Kleinsiedlungsgebiet oder als reines, allgemeines oder besonderes Wohngebiet ausgewiesen wird, so können Wohngebäude geringer Höhe, Nebengebäude und Nebenanlagen für diese Gebäude ohne Baugenehmigung errichtet werden, wenn bestimmte Voraussetzungen gegeben sind:
Die Baumaßnahme darf den Festsetzungen des Bebauungsplanes nicht widersprechen, ggf. sind Befreiungen oder Ausnahmen vorab zu beantragen.
Der Bauherr hat auch die Wahlfreiheit, anstelle des so genannten Anzeigeverfahrens ein „normales“ Baugenehmigungsverfahren durchführen zu lassen.
Wird das Anzeigeverfahren gewählt, so ist unter anderem folgendes zu beachten (genauere Bestimmungen siehe § 62 NBauO):
Der Bauherr muss einen qualifizierten Entwurfsverfasser im Sinne des § 53 NBau0 (Architekt oder Ingenieur) mit dem Entwurf der Bauvorlagen beauftragen.
Der Bauherr reicht vor Baubeginn die Bauzeichnungen (außer den Unterlagen für Statik und Wärmeschutz) bei der Stadt Barsinghausen ein.
Innerhalb eines Zeitraumes von max. einem Monat muß die Stadt Barsinghausen dem Bauherrn bestätigen, ob die Erschließung gesichert ist und dass sie eine vorläufige Untersagung des Bauvorhabens nicht beabsichtigt. Dann kann mit dem Bau begonnen werden.
Mit dieser so genannten Bauanzeige übernehmen Bauherr und Entwurfsverfasser die Verantwortung für die Einhaltung des öffentlichen Baurechts, da die Bauvorlagen nicht durch die Bauaufsichtsbehörde geprüft werden.
Handwerksmeister und Bautechniker können bei Wahl dieses Verfahrens nicht als Entwurfsverfasser beauftragt werden.
Für genehmigungspflichtige Baumaßnahmen ist vor Baubeginn eine Baugenehmigung bei der Bauaufsichtsbehörde einzuholen (§ 67 NBauO ).
Im so genannten vereinfachten Baugenehmigungsverfahren für bestimmte Gebäude (zum Beispiel Wohngebäude, ausgenommen Hochhäuser) werden die bauordnungsrechtlichen Anforderungen nur eingeschränkt geprüft.
Auch hier übernehmen Entwurfsverfasserin und Entwurfsverfasser die Verantwortung, dass das Bauvorhaben auch in den Punkten, in denen eine Prüfung durch die Bauaufsicht nicht erfolgt, dem öffentlichen Baurecht entspricht.
Die Baugenehmigung wird erteilt, wenn das Bauvorhaben dem öffentlichen Baurecht
entspricht. Sie hat eine Gültigkeitsdauer von drei Jahren. Innerhalb dieser Zeit muss mit der Baumaßnahme begonnen werden. Die Baugenehmigung erlischt auch wenn die Ausführung drei Jahre oder länger unterbrochen worden ist.
Soll erst zu einem späteren Zeitpunkt mit der Baumaßnahme begonnen werden, dann muss vor Ablauf der Drei-Jahresfrist formlos ein Antrag auf Verlängerung der Baugenehmigung bei der Bauaufsichtsbehörde gestellt werden.
Rathaus I, Zimmer 102c // 1. OG
E-Mail: info@stadt-barsinghausen.de oder bernd.plainer@stadt-barsinghausen.de
Rathaus I, Zimmer 102b // 1. OG
E-Mail: info@barsinghausen.de oder britta.wildung@stadt-barsinghausen.de
Rathaus I, Zimmer 102a // 1. OG
E-Mail: info@barsinghausen.de oder ralph.tadje@stadt-barsinghausen.de
Bauanträge /Baugenehmigung
§ 60 NBauO - Verfahrensfreie Baumaßnahmen, Abbruchanzeige (115 kB)
§ 62 NBauO - Sonstige genehmigungsfreie Baumaßnahmen (60 kB)
Bauantrag (§§ 63 und 64 NBauO) (81 kB)
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References: § 60
 § 62
 § 62
 § 53

§ 60

§ 62