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Timestamp: 2018-01-18 21:25:09+00:00

Document:
Universität Halle - Amtsblatt 2005, Nr. 5 vom 18. Oktober 2005
15. Jahrgang, Nr. 5 vom 18. Oktober 2005, S. 17
Fachbereich Musik-, Sport- und Sprechwissenschaft
Fachspezifische Studien- und Prüfungsordnung für das Studienprogramm
im Bachelor-Studium Sportwissenschaft an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
(FB-Beschlusvom 23.05.2005
Gemäß §§ 13 Abs. 1 i. V. m. 67 Abs. 3 Nr. 8 und § 77 Abs. 2 Nr. 1 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt (HSG LSA) vom 05.05.2004 (GVBl. LSA S. 256) i. V. m. den Allgemeinen Bestimmungen zu Studien- und Prüfungsordnungen für das Bachelor- und Masterstudium an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (ABStPOBM) vom 08.06.2005 hat die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg folgende Studien- und Prüfungsordnung für das Studienprogramm im Bachelor-Studium Sportwissenschaft als Ordnung beschlossen.
§ 2 Ziele des Studienprogramms
§ 3 Studienberatung
§ 4 Zulassung zum Studium
§ 5 Studienbeginn
§ 6 Aufbau des Bachelor-Studiengangs
§ 7 Modulstruktur
§ 8 Ausgestaltung des Studienprogramms
§ 9 Arten von Lehrveranstaltungen
§ 10 Abschlussbezeichnung des Studienprogramms
§ 11 Formen von Modulleistungen und Modulvorleistungen
§ 12 Anmeldung zum Modul und zur Modulleistung
§ 13 Prüferinnen und Prüfer
§ 14 Bachelor-Arbeit
§ 15 Bewertung der Module und Berechnung der Gesamtnote des Studienprogramms
Die fachspezifische Studien- und Prüfungsordnung regelt auf der Grundlage der ABStPOBM der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg Ziele, Inhalte und Aufbau des Studienprogramms Sportwissenschaft im Ein-Fach-Bachelor-Studiengang (180 Leistungspunkte) des Fachbereichs Musik-, Sport- und Sprechwissenschaft der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.
Ziele des Studienprogramms
(1) Die Studierenden sollen naturwissenschaftliche, sozialwissenschaftliche, sportmedizinische, trainings- und bewegungswissenschaftliche Grundlagen des Sports erwerben. Die Vermittlung didaktisch-methodischer Handlungskompetenzen und sportbezogener Kenntnisse in vielfältigen Bewegungsfeldern stellen einen wesentlichen Studienschwerpunkt dar.
(2) Das Studienprogramm qualifiziert zum Sportwissenschaftler bzw. zur Sportwissenschaftlerin in vielfältigen Berufs- und Tätigkeitsfelder, z. B. in Bereichen der Gesundheitsberatung und des Gesundheitsmanagement, des Sporttourismus, des organisierten Vereinssports, der kommerziellen Sportanbieter, der Sportartikelindustrie, der Sportmedien, des Sportmarketing sowie der Sportwerbung.
(1) Eine allgemeine Studienberatung bietet die Studienberatung der Abteilung für studentische Angelegenheiten der Zentralen Universitätsverwaltung an.
(2) Für die Studienprogrammberatung steht im Institut ein Studien- und Prüfungsbeauftragter bzw. eine Studien- bzw. Prüfungsbeauftragte zur Verfügung; Beratung und Betreuung erfolgt aber auch durch alle hauptamtlich Lehrenden des Instituts zu ihren Sprechzeiten.
(1) Notwendige Voraussetzung für die Aufnahme des Studienprogramms Sportwissenschaft ist das Bestehen einer sportspezifischen Eignungsprüfung. Näheres regelt eine entsprechende Richtlinie.
(2) Der Wechsel von Studierenden aus den bisherigen Diplom-, Magister- und Staatsexamen-Studiengängen (Lehramt) in den Bachelor-Studiengang ist auf schriftlichen Antrag beim zuständigem Prüfungsamt möglich. Zuständig für die Anrechnung bis dahin abgeleisteter Studien- und Prüfungsleistungen ist der Studien- und Prüfungsausschuss des Fachbereichs.
Das Studium beginnt im Wintersemester
Aufbau des Bachelor-Studiengangs
(1) Der Ein-Fach-Bachelor-Studiengang Sportwissenschaft besteht aus einem Studienprogramm (180 Leistungspunkte).
(2) Insgesamt stehen 11 Basismodule, 14 Aufbaumodule und zwei Module Fachspezifische Schlüsselqualifikationen (FSQ) im Studienfach Sportwissenschaft zur Verfügung. Hinzu kommen die Module für das Praktikum und die Bachelor-Arbeit. Die Tabelle 1 gibt einen Gesamtüberblick. Die Modulbeschreibungen sind im Modulhandbuch enthalten.
Tabelle 1: Module des Studienfaches Sportwissenschaft (die Modulnummern entsprechen denen des Modulhandbuches)
Allgemeine Schlüsselqualifikationen (zentrale Angebote)
Fachspezifische Schlüsselqualifikationen – 1
Fachspezifische Schlüsselqualifikationen – 2
Externes Praktikum
Theoriefelder der Sportwissenschaft
Basismodul Sportbiomechanik
Basismodul Sportmotorik
Aufbaumodul Integrative Bewegungswissenschaft
Basismodul Sportmedizin
Basismodul Trainingswissenschaft
Aufbaumodul Körperliche Aktivität und Gesundheit
Basismodul Sportpädagogik/Sportdidaktik
Basismodul Sportpsychologie/Sportsoziologie
Aufbaumodul Sozialwissenschaftliche Aspekte der Sportwissenschaft
Bewegungsfelder der Sportwissenschaft
Basismodul Leichtathletik/Schwimmen
Basismodul Gerätturnen/Gymnastik/Tanz
Basismodul Sportspiele
Basismodul Kampfsport/Fitnesssport
Basismodul Sport & Bewegung in der Natur
Aufbaumodul Leichtathletik/Schwimmen
Aufbaumodul Gerätturnen/Gymnastik/Tanz
Aufbaumodul Sportspiele
Aufbaumodul Kampfsport/Fitnesssport
Aufbaumodul Sport & Bewegung in der Natur
Aufbaumodul Sportmedizinische Aspekte der Prävention
Aufbaumodul Präventive Biomechanik
Aufbaumodul Sport und Ernährung
Aufbaumodul Präventive Senso- und Psychomotorik
Aufbaumodul Sozialwissenschaftliche Aspekte der Prävention
Aufbaumodul Bewegung und Sport in der Prävention
Ein Modul erstreckt sich über zwei Semester.
Ausgestaltung des Studienprogramms
(1) Inhalt und Umfang der Module sowie deren Abfolge im Studiengang stellen sicher, dass die Studierenden 60 Leistungspunkte pro Studienjahr erbringen können. Details sind in den Anlagen 1 und 2 geregelt.
(2) Das Modulhandbuch beinhaltet die Modulbeschreibungen und legt fest, welche Leistungen von den Studierenden in den einzelnen Modulen verlangt werden, welche Lehr- und Lernformen zur Anwendung kommen und wie das Verhältnis von Kontakt- und Selbststudium beschaffen ist.
Arten von Lehrveranstaltungen
Das Kontaktstudium im Bachelor-Studienprogramm Sportwissenschaft wird durch verschiedene Lehrveranstaltungsarten bestimmt. Wesentliche Unterrichtsformen sind:
a) Vorlesung (V) bietet zusammenhängende Darstellungen größerer Stoffgebiete und vermittelt Kenntnisse und Methoden auf wissenschaftlicher Grundlage;
b) Übung (Ü) dient der Festigung und Anwendung von Kenntnissen aus Seminaren und Vorlesungen;
c) Seminar (S) dient der vertieften Bearbeitung fachwissenschaftlicher Fragestellungen und schließt die Studierenden in die Seminargestaltung mit ein;
d) Projekt (PJ) soll die Theorie-Praxis-Beziehung vertiefen und berufsbezogene Erfahrungen vermitteln. Diese Lehrform setzt selbstständiges und gemeinschaftliches Arbeiten voraus und fördert initiativreiches und schöpferisches Handeln. Projekte erschließen übergreifende Themenfelder;
e) Methodisch-praktische Übung (MPÜ) vermittelt wissenschaftliche Erkenntnisse der Sportarten insbesondere zur didaktisch-methodischen Befähigung der Studierenden. Ein besonderes Gewicht liegt im Erwerb von Bewegungs-, Vermittlungs- und Anwendungskompetenzen;
f) Tutorien (T) begleiten Vorlesungen und Seminare und vertiefen behandelte Stoffgebiete oder fachwissenschaftliche Fragestellungen in Arbeitsgruppen unter studentischer Anleitung;
g) Exkursion (E) dient vor allem zur Vertiefung des Theorie-Praxis-Bezugs in ausgewählten Sportarten, die in kompakter Kurs- bzw. Lehrgangsform angeboten werden. Sie wird meist außerhalb des Hochschulorts durchgeführt;
h) Selbststudium (SSt) stellt eine studienbegleitende, für das Bachelor-Studium wesentliche Lernform dar. Dem Studierenden werden konkrete Aufgaben entsprechend den Inhalten der Lehrveranstaltung übertragen. Charakteristisch für das Selbststudium sind das eigenverantwortliche und eigenständige Aneignen von Wissen und Können. Dazu zählen u.a.: Vor- und Nachbereitung von Lehrveranstaltungen, Anfertigen von Hausarbeiten und Berichten, Referatspräsentationen, Vorbereitung für schriftliche und mündliche Prüfungen, Literaturstudium, selbstständiges Üben und Trainieren.
Abschlussbezeichnung des Studienprogramms
Nach erfolgreichem Abschluss des Studiums wird der akademische Grad eines Bachelor of Arts (B.A.) verliehen.
Formen von Modulleistungen und Modulvorleistungen
Gemäß § 14 ABStPOBM können Modulleistungen in verschiedenen Formen erbracht werden. Im Studienprogramm Sportwissenschaft kommen folgende Formen der modulbezogenen Prüfung zur Anwendung:
a) Mündliche Prüfung: Prüfungsgespräch über eine Dauer von 30 bis 45 Minuten;
b) Klausur: Eine schriftliche Prüfung über eine Dauer von 45 bis 90 Minuten;
c) Sportpraktische Prüfung: Es werden Kenntnisse in den Sportarten, sportliche Leistungen und die erworbene Bewegungskompetenz geprüft;
d) Bachelor-Arbeit.
(2) Gemäß § 14 Abs. 3 ABStPOBM können im Rahmen der Modulleistungen folgende Vorleistungen abverlangt werden:
a) Referat: Ein freier Vortrag zu einem vereinbarten Thema über 20 bis 30 Minuten;
b) Hausarbeit: Eine schriftlich verfasste wissenschaftliche Arbeit von maximal 50.000 Textzeichen;
c) Praktikumbericht: Eine Tätigkeitsbeschreibung von maximal 30.000 Textzeichen;
d) Projektarbeit: Schriftliche Ausarbeitung von maximal 50.000 Textzeichen zum Themenschwerpunkt des Projekts;
e) Sportpraktisches Testat: Es werden Bewegungs- und Handlungskompetenzen nach Abschluss einer methodisch-praktischen Übung überprüft.
Die Formen von Prüfungsvorleistungen, die als Voraussetzung für die Prüfungszulassung in den jeweiligen Modulen verlangt werden, werden in den entsprechenden Modulbeschreibungen im Modulhandbuch definiert.
Anmeldung zum Modul und zur Modulleistung
(1) Die Anmeldung zum Modul gemäß § 15 Abs. 1 ABStPOBM entspricht der Anmeldung zur Modulleistung. Die Anmeldung erfolgt im zuständigen Prüfungsamt. Die semesterbezogenen Termine und Fristen werden durch die Lehrveranstaltungsverantwortlichen festgelegt. Sie werden rechtzeitig vor Modulbeginn in geeigneter Form bekannt gegeben.
(2) Die Prüfungs- und Wiederholungstermine ergeben sich aus den jeweiligen Modulbeschreibungen im Modulhandbuch.
Lehrbeauftragte für Module können auch Prüferinnen und Prüfer oder Beisitzerinnen und Beisitzer sein.
(1) Eine Bachelor-Arbeit ist obligatorisch und bildet ein eigenes Modul mit 10 Leistungspunkten.
(2) Die Bachelor-Arbeit ist eine schriftliche Arbeit, in der die Studierenden zeigen sollen, dass sie in der Lage sind, ein sportwissenschaftliches Problem mit wissenschaftlichen Methoden zu bearbeiten. Die Thematik kann fachwissenschaftlichen, theorie- oder/und anwendungsbezogenen Charakter haben. Vorarbeiten aus Projekten und dem Praktikum können in die Bachelor-Arbeit einfließen.
(3) Für die Bachelor-Arbeit ist eine Bearbeitungszeit (Arbeitsbelastung, Workload) von 300 Stunden vorgesehen. Die Bachelor-Arbeit wird studienbegleitend erstellt und ist innerhalb einer Frist von 6 Monaten zu bearbeiten.
(4) Voraussetzung für eine Anmeldung zur Bachelor-Arbeit ist der Nachweis von mindestens zwei Dritteln aller Leistungspunkte des Studienprogramms.
(5) Das Thema der Bachelor-Arbeit wird spätestens zu Beginn des sechsten Semesters über den Studien- und Prüfungssausschuss ausgegeben und von einer bzw. einem durch den Studien- und Prüfungsausschuss bestellten Prüferin bzw. Prüfer betreut. Thema und Ausgabezeitpunkt werden aktenkundig gemacht. Das Thema ist so zu begrenzen, dass die Bearbeitungszeit eingehalten werden kann. Den Studierenden ist Gelegenheit zu geben, eigene Themenvorschläge zu machen.
(6) Bei Krankheit und in den unter § 20 Abs. 12 ABStPOBM genannten Fällen wird die Bearbeitungsfrist um die Dauer der Ausfallzeit verlängert.
Bewertung der Module und Berechnung der Gesamtnote des Studienprogramms
(1) In jedem Modul wird eine Bewertung der Modulleistung vorgenommen.
(2) Wenn in einem Modul mehrere Modulleistungen (sogenannte Teilleistungen) verlangt werden, setzt sich die Benotung des Moduls aus den einzelnen Teilleistungen zusammen. Die Gewichtung der Teilleistung für die Modulnote ergibt sich aus den Modulbeschreibungen im Modulhandbuch.
(3) Bestandteil der Gesamtnote des Studienprogramms sind die Modulnoten aller Basis- und Aufbaumodule und der Bachelor-Arbeit. Die jeweiligen Anteile der Modulnoten an der Gesamtnote sind aus Anlage 1 ersichtlich und ergeben insgesamt einen Anteil von 140 LP an der Gesamtnote des Studienprogramms.
Diese Ordnung wurde beschlossen vom Fachbereichsrat Musik-, Sport- und Sprechwissenschaft am 23.05.2005; der Akademische Senat hat hierzu Stellung genommen am 13.07.2005; der Rektor hat die Ordnung genehmigt am 15.09.2005.
Diese Fachspezifische Studien- und Prüfungsordnung tritt am Tage nach ihrer Bekanntgabe im Amtsblatt der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg in Kraft.
Halle (Saale), 15. September 2005
Anlage Nr. 1 zum § 6 Abs. 1: Studienprogramm - 180 LP
an der Gesamtnote
Allgemeine Module (1500 Std.)
FSQ-1
FSQ-2
Basismodule (900 Std.)
Sportpädagogik/-didaktik
Sportpsychologie/-soziologie
Aufbaumodule (450 Std.)
Integrative Bewegungswissenschaft
Sozialwissenschaftliche Aspekte
Basismodule (750 Std.)
Leichtathletik/Schwimmen
Gerätturnen/Gymnastik/Tanz
Kampfsport/Fitnesssport
Sport & Bewegung in der Natur
Aufbaumodule (750 Std.)
Aufbaumodule(1050 Std.)
Sportmedizinische Aspekte in der Prävention
Präventive Biomechanik
Präventive Senso- und Psychomotorik
Sozialwissenschaftlichen Aspekte der Prävention
Bewegung und Sport in der Prävention
Gesamt: 5400 Stunden
11 Basismodule 55/140
14 Aufbaumodule 75/140
Bachelor-Arbeit 10/140
Allgemeine Schlüsselqualifikation in Verantwortung der Universität
Fachspezifische Schlüsselqualifikation in Verantwortung der Sportwissenschaft
Pflichtmodul (obligatorisch)
Wahlpflichtmodul (wahlobligatorisch)
Kontaktstudienzeit (in Stunden)
Selbststudienzeit (in Stunden)
Anlage Nr. 2 zum § 6 Abs. 1: Studienprogrammablauf – 180 LP
Prak.
Sozwiss.
Bio./Mot.
Tr./Med.
BewF. 1
BewF. 2
BewF. 3
BewF. 4
BewF. 5
Präv.
Aufbaumodul Prävention und Sport
Biomechanik/Motorik
Training/Medizin
BewF.

References: § 77

§ 2

§ 3

§ 4

§ 5

§ 6

§ 7

§ 8

§ 9

§ 10

§ 11

§ 12

§ 13

§ 14

§ 15
 § 14
 § 14
 § 15
 § 20
 § 6
 § 6