Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerwG&Datum=16.10.2001&Aktenzeichen=4%20VR%2020.01
Timestamp: 2020-02-18 10:50:31+00:00

Document:
BVerwG, 16.10.2001 - 4 VR 20.01, 4 A 42.01 - dejure.org
BVerwG, 16.10.2001 - 4 VR 20.01, 4 A 42.01
https://dejure.org/2001,1129
BVerwG, 16.10.2001 - 4 VR 20.01, 4 A 42.01 (https://dejure.org/2001,1129)
BVerwG, Entscheidung vom 16.10.2001 - 4 VR 20.01, 4 A 42.01 (https://dejure.org/2001,1129)
BVerwG, Entscheidung vom 16. Januar 2001 - 4 VR 20.01, 4 A 42.01 (https://dejure.org/2001,1129)
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Präklusion; Einwendungsausschluss; hinreichend konkrete Einwendung; Luftverunreinigung; luftverunreinigende Stoffe.
Präklusion - Luftverunreinigung - Planfeststellungsbeschluss - Immissionsschutz
FStrG § 17 Abs. 4 Satz 1; 23. BImSchV § 2
Planfeststellung - Einwendungen nach FStrG - Konzentrationswerte der 23. BImSchV - Orientierungswerte des Länderausschusses für Immissionsschutz
Welche Toleranzgrenzen für Autoabgase im Autobahnbau? (IBR 2002, 101)
NVwZ 2002, 726
DVBl 2002, 275
Die Planfeststellungsbehörde hat die Schadstoffe, die nicht vom Anwendungsbereich der 22. BImSchV erfasst werden, mangels normativer Regelungen anhand der LAI-Studie "Beurteilung zur Begrenzung des Krebsrisikos durch Luftverunreinigungen" (vgl. hierzu BVerwG, Beschluss vom 16. Oktober 2001 - BVerwG 4 VR 20.01 - Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 165) beurteilt.
Einwendungen müssen so konkret sein, dass die Behörde erkennen kann, in welcher Weise sie bestimmte Belange einer näheren Betrachtung unterziehen soll (Beschlüsse vom 16. Oktober 2001 - BVerwG 4 VR 20.01 - Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 165 S. 83 …und vom 9. Oktober 2008 - BVerwG 9 PKH 2.08 - Buchholz 407.4 § 17a FStrG Nr. 1 Rn. 4).
Das Vorbringen muss so konkret sein, dass die Planfeststellungsbehörde erkennen kann, in welcher Weise sie bestimmte Belange einer näheren Betrachtung unterziehen soll (Beschluss vom 16. Oktober 2001 - BVerwG 4 VR 20.01 - Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 165 m.w.N.).
Das Vorbringen muss so konkret sein, dass die Planfeststellungsbehörde erkennen kann, unter welchen Aspekten sie bestimmte Belange einer näheren Betrachtung unterziehen soll (BVerwG, Beschluss vom 12. Februar 1996 - BVerwG 4 VR 19.93 - Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 109 S. 78; Beschluss vom 16. Oktober 2001 - BVerwG 4 VR 20.01 - Buchholz 407.4 § 17 FStrG Nr. 165 S. 83).
Danach verbleibt es auch für das vorliegende Verfahren dabei, dass die Konzentrationswerte des § 2 der 23. BImSchV vom 16. Dezember 1996 (BGBl I S. 1962) im Wege der prognostischen Beurteilung als Orientierungswerte für die Einschätzung verkehrsbedingter Luftverunreinigungen herangezogen werden können, während zu erwartende Überschreitungen der weitaus niedriger liegenden Empfehlungswerte des Länderausschusses für Immissionsschutz (LAI), die der Vorsorge dienen, für sich genommen noch nicht die Annahme gesundheitsgefährdender Immissionen rechtfertigen (vgl. nunmehr auch BVerwG, Beschluss vom 16. Oktober 2001, NuR 2002, 287 und Urteil vom 23. November 2001 - 4 A 46.99 - JURIS).
Im Zusammenhang mit einer Straßenplanung geht es nämlich nicht um eine "direkte" Anwendung der 23. BImSchV und ihres Mess- und Beurteilungsverfahrens; vielmehr können deren Konzentrationswerte nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung im Rahmen einer prognostischen Beurteilung der mit einem Straßenbauvorhaben verbundenen Zunahme der Abgas- und Schadstoffbelastungen und der damit möglicherweise einhergehenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen in Ermangelung hierfür normierter Werte als Orientierungswerte benutzt werden, obwohl die 23. BImSchV an sich eine andere Zielsetzung hat (vgl. deren § 1 und den Beschluss des BVerwG vom 16. Oktober 2001, a.a.O.).
BVerwG, 09.10.2008 - 9 PKH 2.08
Ablehnung von Prozesskostenhilfe; Einwendung; Präklusion; Einwendungsausschluss; …
BVerwG, 03.06.2002 - 4 A 42.01

References: § 17
 § 2
 § 17
 § 17
 § 17
 § 17
 § 17
 § 17
 § 2
 § 1