Source: http://www.deutschestextarchiv.de/book/view/estor_rechtsgelehrsamkeit01_1757?p=1012
Timestamp: 2019-02-23 23:17:47+00:00

Document:
LXII haubtstück
gnaden-
Die gnaden-jagt wird aus bloser gnade ver-
stattet, von Rohr im haushaltungs-rechte VII b.
Vtes cap. s. 928 fg. Friderich Anton Hallen-
horsts disp. de eo, quod iustum est circa ve-
nationes in genere, et in specie circa venatio-
nes precarias, Erfurt 1713, sect. II s. 22 fgg.;
hingegen die bestand- und gnaden-jagt wird iewei-
len zur verbesserung eines gehalts, oder einer be-
lonung getreuer dinste, auch wohl zu zeiten gegen
einen geringen abtrag, oder einen zinß aus gnaden
überlassen, Stisser am a. o. § 58-60 s. 326,
Fritsch von den bestand und gnaden-jagten.
klapper-
Die klapper-jagt hat ire benennung von dem
klappern, geräusche und geschreie viler menschen,
anschlagen der bäume, hezen der hunde, und bla-
sen der hörner, auch schüßen, welches bei auftrei-
bung des wildprets und dessen jagt vorgenommen
wird, Bastineller am a. o. von diser ist die stille
jagt unterschiden, welche die geistliche veranlasset
haben, und nach dem Teutschen brauche mit flin-
ten, garnen, jagt- und hüner-hunde treiben mögen.
wild-bahn,
der wild-
bann bedeu-
Von der jagt ist die wildbahn unterschiden.
Diese heisset: wo sich das hohe wild in menge
befindet und zu seiner zeit prunfet. Von der wild-
bahne ist der wildbann unterschiden; anerwogen
durch disen andere von der jagt ausgeschlossen
werden, von Ludewig de venatu, diff. V
num. 10 s. 40, G. H. Mylius im progr. de dif-
ferentiis iuris venandi et banni ferini, Leipzig
1745. Es kan iedoch das jagt-recht und der wild-
bann mit einander verknüpfet seyn, Stisser in der
einleitung zur landwirtschaft, cap. 8 abt. I § 15
§ 17 s. 276 fgg. Von den bann-forsten sihe den
LXII haubtſtuͤck
Die gnaden-jagt wird aus bloſer gnade ver-
ſtattet, von Rohr im haushaltungs-rechte VII b.
Vtes cap. ſ. 928 fg. Friderich Anton Hallen-
horſts diſp. de eo, quod iuſtum eſt circa ve-
nationes in genere, et in ſpecie circa venatio-
nes precarias, Erfurt 1713, ſect. II ſ. 22 fgg.;
hingegen die beſtand- und gnaden-jagt wird iewei-
len zur verbeſſerung eines gehalts, oder einer be-
lonung getreuer dinſte, auch wohl zu zeiten gegen
uͤberlaſſen, Stiſſer am a. o. § 58-60 ſ. 326,
Fritſch von den beſtand und gnaden-jagten.
klappern, geraͤuſche und geſchreie viler menſchen,
anſchlagen der baͤume, hezen der hunde, und bla-
ſen der hoͤrner, auch ſchuͤßen, welches bei auftrei-
bung des wildprets und deſſen jagt vorgenommen
wird, Baſtineller am a. o. von diſer iſt die ſtille
jagt unterſchiden, welche die geiſtliche veranlaſſet
haben, und nach dem Teutſchen brauche mit flin-
ten, garnen, jagt- und huͤner-hunde treiben moͤgen.
Von der jagt iſt die wildbahn unterſchiden.
Dieſe heiſſet: wo ſich das hohe wild in menge
befindet und zu ſeiner zeit prunfet. Von der wild-
bahne iſt der wildbann unterſchiden; anerwogen
durch diſen andere von der jagt ausgeſchloſſen
num. 10 ſ. 40, G. H. Mylius im progr. de dif-
bann mit einander verknuͤpfet ſeyn, Stiſſer in der
einleitung zur landwirtſchaft, cap. 8 abt. I § 15
§ 17 ſ. 276 fgg. Von den bann-forſten ſihe den
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[1000/1012] LXII haubtſtuͤck § 2504 Die gnaden-jagt wird aus bloſer gnade ver- ſtattet, von Rohr im haushaltungs-rechte VII b. Vtes cap. ſ. 928 fg. Friderich Anton Hallen- horſts diſp. de eo, quod iuſtum eſt circa ve- nationes in genere, et in ſpecie circa venatio- nes precarias, Erfurt 1713, ſect. II ſ. 22 fgg.; hingegen die beſtand- und gnaden-jagt wird iewei- len zur verbeſſerung eines gehalts, oder einer be- lonung getreuer dinſte, auch wohl zu zeiten gegen einen geringen abtrag, oder einen zinß aus gnaden uͤberlaſſen, Stiſſer am a. o. § 58-60 ſ. 326, Fritſch von den beſtand und gnaden-jagten. § 2505 Die klapper-jagt hat ire benennung von dem klappern, geraͤuſche und geſchreie viler menſchen, anſchlagen der baͤume, hezen der hunde, und bla- ſen der hoͤrner, auch ſchuͤßen, welches bei auftrei- bung des wildprets und deſſen jagt vorgenommen wird, Baſtineller am a. o. von diſer iſt die ſtille jagt unterſchiden, welche die geiſtliche veranlaſſet haben, und nach dem Teutſchen brauche mit flin- ten, garnen, jagt- und huͤner-hunde treiben moͤgen. § 2506 Von der jagt iſt die wildbahn unterſchiden. Dieſe heiſſet: wo ſich das hohe wild in menge befindet und zu ſeiner zeit prunfet. Von der wild- bahne iſt der wildbann unterſchiden; anerwogen durch diſen andere von der jagt ausgeſchloſſen werden, von Ludewig de venatu, diff. V num. 10 ſ. 40, G. H. Mylius im progr. de dif- ferentiis iuris venandi et banni ferini, Leipzig 1745. Es kan iedoch das jagt-recht und der wild- bann mit einander verknuͤpfet ſeyn, Stiſſer in der einleitung zur landwirtſchaft, cap. 8 abt. I § 15 § 17 ſ. 276 fgg. Von den bann-forſten ſihe den von
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Zitationshilfe: Estor, Johann Georg: Bürgerliche rechtsgelehrsamkeit der Teutschen. Bd. 1. Marburg, 1757, S. 1000. In: Deutsches Textarchiv <http://www.deutschestextarchiv.de/estor_rechtsgelehrsamkeit01_1757/1012>, abgerufen am 23.02.2019.

References: § 58
 § 15

§ 17
 § 58
 § 15

§ 17
 § 58
 § 15

§ 17
 § 2504
 § 58
 § 2505
 § 2506
 § 15
 § 17