Source: http://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BVerfG&Datum=06.03.1968&Aktenzeichen=1%20BvR%20975/58
Timestamp: 2013-06-19 14:37:49+00:00

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Rechtsprechung BVerfG, 06.03.1968 - 1 BvR 975/58 Volltextver�ffentlichungen (2)
Voraussetzungenf�r die Zul�ssigkeit einer Rechtssatzverfassungsbeschwerde
hjil.de , S. 67 (Kurzinformation)
BVerfGE 23, 153
NJW 1968, 1371
MDR 1968, 642
Wird zitiert von ... (53) BVerfG, 03.12.1969 - 1 BvR 624/56 Kriegsfolgesch�denb) Besatzungssch�den geh�ren zu dem gro�en Komplex der Kriegs- und Kriegsfolgelasten; die f�r deren Regelung entwickelten verfassungsrechtlichen Grunds�tze (vergleiche BVerfGE 15, 126 [140 ff.]; 23, 153 [176 f.]) gelten auch hier.Sie sollte als Mittel staatlicher Geldpolitik wieder ein sinnvolles Verh�ltnis zwischen Geldmenge und Geldumlauf einerseits, dem G�terangebot andererseits herstellen und diente damit dem Ziel, die Grundlagen f�r einen wirtschaftlichen Wiederaufbau und gesunde staatliche Finanzen zu schaffen (vgl. BVerfGE 23, 153 [176 ff.]).Die Rechtsgrunds�tze, die das Bundesverfassungsgericht f�r die Erf�llung bereits rechtlich begr�ndeter Verbindlich keiten, n�mlich der Schulden des Deutschen Reiches, durch die Bundesrepublik entwickelt hat (vgl. BVerfGE 15, 126 [140 ff.]; 19, 150 [163 ff.]; 23, 153 [166, 188]), m�ssen sinngem�� erst recht f�r den hier in Frage stehenden innerstaatlichen Lastenausgleich gelten.Es bleibt lediglich zu pr�fen, ob die getroffene Auswahl und Differenzierung vor dem allgemeinen Gleichheitssatz (Art. 3 Abs. 1 GG) Bestand haben kann (vgl. BVerfGE 15, 126 [145]; 23, 153 [166]).Ergibt sich aus der dargestellten katastrophalen Situation nach dem Zusammenbruch des Deutschen Reiches schon allgemein, da� dem Gesetzgeber f�r die Regelung der Kriegs- und Kriegsfolgelasten ein sehr weites Gestaltungsermessen zugestanden werden mu� (vgl. BVerfGE 15, 167 [201]; 23, 153 [168]), so gilt dies auch f�r die Ausgestaltung der in den Teilregelungen gew�hrten Ausgleichs- oder Entsch�digungsanspr�che nach ihrer Art und H�he.Er mu�te jedoch, ebenso wie auf anderen Gebieten, zwangsl�ufig von den Ma�nahmen der Besatzungsm�chte und derem wirtschaftlichen Ergebnis ausgehen (vgl. BVerfGE 23, 153 [177]) und war auch durch die Vereinbarung im �berleitungsvertrag gehalten, die durch Besatzungsrecht geschaffene und viele Jahre praktizierte Entsch�digungsregelung zu ber�cksichtigen.
BVerfG, 13.01.1976 - 1 BvR 631/69 Reparationssch�denDen Schutz dieser Grundrechte k�nnen im vorliegenden Zusammenhang gem�� Art. 19 Abs. 3 GG auch die Beschwerdef�hrerinnen als juristische Personen des Privatrechts in Anspruch nehmen (vgl. BVerfGE 23, 153 [163] m. weit. Nachw. - Berliner Handels-Gesellschaft - 35, 348 [360] - Armenrecht f�r juristische Personen -).Diese aus der Ausnahmesituation des Staatsbankrotts entwickelten Grunds�tze rechtfertigen nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts eine K�rzung oder Erf�llungsverweigerung ohne Versto� gegen Art. 14 GG nicht nur bei den eigentlichen Reichsverbindlichkeiten, die schon vor dem Zusammenbruch rechtlich begr�ndet waren, einschlie�lich der in Reichstiteln verbrieften Anspr�che (s. BVerfGE 23, 153 [166 ff.]).Die aufgezeigten Grenzen der Haftung der Bundesrepublik f�r die aus dem Zusammenbruch des Reiches herr�hrenden Verbindlichkeiten gelten grunds�tzlich nicht f�r Verpflichtungen, die erst die Bundesrepublik selbst eingegangen ist: Auch Anspr�che aus bundesgesetzlichen Regelungen zur Entsch�digung von Kriegs- und Kriegsfolgesch�den k�nnen bei Erf�llung der �brigen Voraussetzungen in den Schutzbereich des Art. 14 GG fallen (vgl. BVerfGE 23, 153 [166])."Ergibt sich aus der dargestellten katastrophalen Situation nach dem Zusammenbruch des Deutschen Reiches schon allgemein, da� dem Gesetzgeber f�r die Regelung der Kriegs- und Kriegsfolgelasten ein sehr weites Gestaltungsermessen zugestanden werden mu� (vgl. BVerfGE 15, 167 [201]; 23, 153 [168]), so gilt dies auch f�r die Ausgestaltung der in den Teilregelungen gew�hrten Ausgleichs- oder Entsch�digungsanspr�che nach ihrer Art und H�he.1,7 Milliarden DM im Bereich des Reparationssch�dengesetzes, also insgesamt 2, 9 Milliarden DM erfordert h�tte (vgl. BVerfGE 15, 126 [140 ff.]; 23, 153 [190]; 27, 253 [288]).
BVerfG, 13.05.1996 - 2 BvL 33/93 ZwangsarbeitEine Vorlage nach Art. 100 Abs. 1 GG ist allerdings nicht schon deshalb ausgeschlossen, weil das Bundesverfassungsgericht die Verfassungsm��igkeit des � 1 AKG bereits mehrfach bejaht hat (vgl. BVerfGE 15, 126 [149 f.]; 19, 150 [165]; 23, 153 [166]; 24, 203 [214 f.]).Eine vertiefte Auseinandersetzung liegt nahe, wenn das Bundesverfassungsgericht sich - wie hier (vgl. BVerfGE 15, 126 [149 f.]; 19, 150 [165]; 23, 153 [166]; 24, 203 [214]) - bereits mit der Norm befa�t hat (vgl. BVerfGE 79, 240 [245]).Das Gericht h�tte sich deshalb mit dem Sinn des Art. 5 Abs. 2 LondSchAbk sowie dem weiten Entscheidungsspielraum des Gesetzgebers bei der Regelung der Folgen von Krieg und Zusammenbruch des nationalsozialistischen Systems (vgl. BVerfGE 23, 153 [168]; 24, 203 [215]) und bei der Zustimmung zu v�lkerrechtlichen Vertr�gen (vgl. BVerfGE 36, 1 [14 f.]; 55, 349 [365]; Beschlu� vom 18. April 1996 - 1 BvR 1452/90, 1 BvR 1459/90, 1 BvR 2031/94 -, S. 33 des Umdrucks) auseinandersetzen m�ssen.
BVerfG, 22.11.2000 - 1 BvR 2307/94 EALGDementsprechend hat er bei diesem Regelungsgegenstand wie allgemein bei der Bew�ltigung der Folgen des Kriegs und des Zusammenbruchs des nationalsozialistischen Regimes den Gleichheitssatz nur in seiner Bedeutung als Willk�rverbot zu beachten (vgl. BVerfGE 15, 126 ; 15, 167 ; 23, 153 ).
BVerfG, 28.04.1999 - 1 BvL 32/95 Renten�berleitung IGrunds�tzlich sind bestehende Forderungen, wie das Bundesverfassungsgericht bereits zu Art. 135 a GG a.F. im Zusammenhang mit der Hinterlassenschaft des nationalsozialistischen Regimes festgestellt hat (vgl. BVerfGE 15, 126 ; 19, 150 ; 23, 153 ; 24, 203 ; 29, 413 ; 41, 126 ), nach Ma�gabe des M�glichen zu ber�cksichtigen.
LG Bonn, 05.11.1997 - 1 O 134/92 Kontextvorschau leider nicht verf�gbar
BVerfG, 16.12.1981 - 1 BvR 898/79 Bekenntnis zum deutschen VolkstumEine willk�rlich ungleiche Behandlung im wesentlichen gleicher Sachverhalte durch den Gesetzgeber, der im Bereich der Kriegsfolgenbeseitigung eine besonders weite Gestaltungsfreiheit hat (BVerfGE 23, 153 [168]; 27, 253 [286]; 53, 164 [178]), ist nicht ersichtlich.
BVerfG, 19.07.2011 - 1 BvR 1916/09 Zum Grundrechtsschutz juristischer Personen aus der Europ�ischen Union und zum …Die "wesensm��ige Anwendbarkeit" ist bei den hier als verletzt ger�gten Grundrechten ohne weiteres gegeben (vgl. zu Art. 14 Abs. 1 GG: BVerfGE 4, 7 [17]; 23, 153 [163]; 35, 348 [360]; 53, 336 [345]; 66, 116 [130]; zu den Prozessgrundrechten: BVerfGE 3, 359 [363]; 12, 6 [8]; 18, 441 [447]; 19, 52 [55 f.]; 64, 1 [11]; 75, 192 [200]).
BVerfG, 15.12.1970 - 1 BvR 208/65 Reichsn�hrstandF�r die Verbindlichkeiten des Deutschen Reiches hat das Bundesverfassungsgericht in st�ndiger Rechtsprechung entschieden, da� der Bundesgesetzgeber durch Art. 134 GG befugt war, alle zur Bereinigung des Staatsbankrotts und der Sanierung der staatlichen Finanzen erforderlichen Regelungen zu treffen, und da� er hierbei auch die Erf�llung dieser Verbindlichkeiten ganz oder teilweise ohne Versto� gegen Art. 14 GG verweigern durfte (vgl. BVerfGE 15, 126 [140 ff.]; 19, 150 [163]; 23, 153 [166]).d) Die beschr�nkte Erf�llung der genannten Anspr�che verletzte auch nicht die sich aus dem Wertgedanken des Art. 14 GG ergebende Pflicht des Gesetzgebers, die vorgefundenen Forderungen gegen die nicht mehr bestehenden K�rperschaften des �ffentlichen Rechts "nach Ma�gabe des M�glichen" zu ber�cksichtigen (vgl. BVerfGE 23, 153 [166]; 24, 203 [214]).Es ist daher nur zu pr�fen, ob diese Differenzierung, soweit es sich um die Forderungen aus Betriebsstillegungen handelt, mit dem allgemeinen Gleichheitssatz (Art. 3 Abs. 1 GG) vereinbar ist (vgl. BVerfGE 15, 126 [150]; 23, 153 [166]; 24, 203 [215]).Die hiernach dem Gesetzgeber allgemein zustehende Gestaltungsfreiheit geht besonders weit bei Regelungen, die zur Bereinigung der beim Zusammenbruch des nationalsozialistischen Regimes vorhandenen Verbindlichkeiten der �ffentlichen Hand und zur Beseitigung sonstiger Kriegsfolgelasten getroffen werden (vgl. BVerfGE 15, 167 [201]; 23, 153 [168]; 27, 253 [286]).
BVerfG, 07.10.2009 - 1 BvR 3479/08 Nichtannahme einer Verfassungsbeschwerde gegen � 53 UrhGDie Verfassungsbeschwerde gegen Gesetze ist wegen der Tragweite eines solchen Angriffs aus Gr�nden der Rechtssicherheit nach � 93 Abs. 3 BVerfGG an eine eng auszulegende Ausschlussfrist gebunden (vgl. BVerfGE 23, 153 ; 30, 112 ).
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References: Art. 19
 Art. 14
 Art. 14
 Art. 100
 Art. 5
 Art. 135
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 Art. 134
 Art. 14
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