Source: https://www.gomopa.net/Finanzforum/doktortitel-adelstitel-diplomatenpaesse/slowakischer-phdr-als-dr-in-deutschland-anerkannt-102874/thread2.html
Timestamp: 2019-08-25 08:22:22+00:00

Document:
Dieses Thema wurde 27116 mal besucht und hat 116 Antworten.
Lieber Daimlersix,
slapek versucht es doch immer wieder, mistkübelartige Aussagen in diesem Themenbereich zu tätigen.
Meist schließt er mit Aussagen wie "leben lassen" oder "nicht so verbissen sehen" oder eben mit der "tolleranz", was durch die zwei ll auch ein bisschen was mit Tollerei oder sogar mit Trollerei zu tun haben könnte.
Slapek gibt nicht auf, Leute mit Bravour in die Strafbarkeit zu schicken und dies ist etwas, was dmaluk und ich nicht tolerieren werden.
phdr ist kein dr
also die meinungen gehen hier auseinander. lt.kmk ist der phdr in d nicht als dr führbar. dies wurde vom forum ebenfalls bestätigt. leider gibt es aber auch viele stimmen die den phdr als dr sehen, da er in der slowakei erst im anschluss an den magister erworben werden kann und neben der arbeit selbst eine prüfung + disputation erfolgt.
vieleicht wird dies problem in der zukunft gelöst. das äquivalenzabkommen sollte diesen umstand besser berücksichtigen und eine abgrenzung zu den berufsdoktoraten finden.
für mich bedeutet dies, ich werde meinen aufenthalt an der comenius (daad austausch) nicht weiter verlängern, unnötiges geld für einen in europa nicht zu gebrauchenden titel investieren und mir eine uni in d suchen.
alle öffentlichen stellen in d und der slowakei haben bestätigt, dass der phdr in d nicht als dr führbar ist - schade.
ps.: finger weg vom iaad, da werdet ihr geschröpft und dr. paul jensen freut sich....
pss: an der comenius und bei der kmk in bonn übrigens kein unbekannter.
allerdings wird er an der comenius universität bei "einigen" gerne gesehen, was von der kmk nicht gesagt werden kann ;-)
psss: ein phdr kann übrigens an vielen unis erworben werden. allerdings empfiehlt es sich einen bogen um die comenius zu machen, da diese fest in der hand vom iaad ist und ohne herrn jensen nichts geht. (ausser man war da schon vorher student und ist dort bekannt...)
Dieser Begriff "Berufsdoktorat" trifft nur auf die medizinischen slowakischen Doktorgrade MuDr. und MvDr. zu, die ohne Promotionsleistung mit dem Abschluß verliehen werden. Alle anderen Doktorgrade wie der PhDr. , JUDr. , RHDr. erfordern einen Magisterabschluß, die Anfertigung einer Dissertation und deren öffentlichen Verteidigung und Prüfung in zwei weiteren Fächer. Dies ist auch dem slowakischen Hochschulgesetz zu entnehmen. ...
Die Richtigkeit Ihrer Aussage unterstellt - spricht das nicht dafür, den slowakischen Graden PhDr., JUDr. und RHDr. eine Gleichstellung zum deutschen Doktorgrad zu gewähren? Dass das aktuell nicht der Fall ist, will ich gar nicht in Abrede stellen - jedoch sind sich auch die Bundesländer aktuell in der Führbarkeit der o.g. Grade uneinig. Wenn PhDr., JUDr. und RHDr. wirklich eine Dissertation und deren Verteidigung erfordern, wäre das doch mal ein Ansatzpunkt für eine Argumentation...
Der PHDr. oder JUDr. kann selbstverständlich als "Dr." geführt werden. Dieses ist nicht nur die Rechtsansicht/-auffassung des IAAD Hamburg, sondern wird geteilt durch das Saarländische Wissenschaftsministerium mit Schreiben vom 15.3.2005. Hier wird explizit die Führungsform "Dr." bestätigt. Bei EU-Titeln entfällt natürlich die Herkunftsbezeichnung. Das Sächsische Wissenschaftsministerium hat gleiches bestätigt mit Schreiben vom 15.11.2004. Die Antworten sind jeweils auf Anfrage von Rechtswälten ergangen und dem IAAD zugeleitet worden. Es gibt natürlich auch Rechtsauffassungen von Ministerien, die lediglich die Originalform zur Führung empfehlen. Das Wissenschaftsministerium Baden-Würtemberg schreibt ausdrücklich, "dass die Einschätzungen des Ministeriums seit der Einführung der gesetzlichen Allgemeingenehmigung zur Führung ausländischer Hochschulgrade lediglich empfehlenden Cahrakter haben und freiwillige Servicleistungen darstellen. Inwieweit Inhaber ausländischer akademischer Grade die Rechtsansicht des Ministeriums teilen oder auf Grund e i g e n e r Rechtsauslegung zu einem anderen Ergebnis kommen, liegt in der Verantwortung und der Darlegungslast der betroffenen Personen. Einer Betätigung durch das Wissenschaftsministeirums bedarf es nicht". So Regierungsrat Dr. Miller, Stuttgart vom 26.7.2005. Bis zum Jahre 2001 sind übrigens die Titel JUDr. und PHDr. in Einzelgenehmigungsverfahren als "Dr." ohne Herkunftsbezeichnung (obwohl SK bzw. CS noch nicht EU-Staaten waren) genehmigt worden.
Titel und Grade die in einem wissenschaftlichen Verfahren innerhalb der EU erlangt werden, dürfen als "Dr." geführt werden. Die Kandidaten, die ein PHDr. oder JUDr. - Verfahren absolviert haben, wissen, daß Sie den Titel nicht anders erlangen als in der BRD: Dissertation und Rigorosum aufgrund eines vorangegangenen Studiums. Daß es sich um ein wissenschaftliches Verfahren handelt, bestätigt die verleihende Universität. Auch Ministerialrat Dr. Megger, Bayr. Staatsministerium, geht von einem wissenschaftlichen Verfahren aus und kündigt eine Geswetzesänderung zum 1.4.2006 an. Berufsdoktorate sind ausschließlich die medizinischen! Daß die Doktortitel PHDr. und JUDr. in dieser Form ohne Herkunftsbezeichnung geführt werden dürfen, darüber besteht allseits eine Rechtsauffassung. Hinsichtlich der Titelführung als "Dr." schließt sich der IAAD den Sachsen, Berlinern, Saarländern usw. an. Letztlich sei darauf hingewiesen, daß es bis heute nach diesseitigem Kenntnisstand keine Rechtsprechung gibt.
Titel, die als "Dr." geführt werden dürfen, können in die Ausweispapiere aufgenommen werden.
Bei unseren Beratungen weisen wir auf die widerstreitenden Rechtsauffassungen hin. Bei uns wird niemand gezwungen, unsere Dienstleistung in Anspruch zu nehmen. Wir spielen mit offenen Karten und daher gibt es auch keine Klagen oder einen Geschädigtenkreis gegen uns. Die hier erwähnten Schreiben senden wir gern auf Anfrage zu.
Dr. Paul Jensen IAAD, Abteistrasse 49, D-20149 Hamburg www.promotionsvermittlung.de.
...spricht das nicht dafür, den slowakischen Graden PhDr., JUDr. und RHDr. eine Gleichstellung zum deutschen Doktorgrad zu gewähren?
Philosophisch gesehen stimme ich Ihnen zu. Dahingehend könnte noch einiges beschlossen werden. Nur macht das wirklich noch Sinn?
Man muss sich auch überlegen, welchen Sinn es macht, es zuzulassen, dass ein PhD. innerhalb der EU als Dr. geführt werden darf, ein anerkannter PhD. außerhalb der EU hingegen nicht. Der Abschluss ist schließlich der gleiche. Das ist sowieso völliger Schwachsinn. Es wird auch keine nachvollziehbaren Gründe dafür geben.
Nur macht es wirklich Sinn, den PhDr. grundsätzlich als solches zur Führung als Dr. zuzulassen? Meiner Meinung nach nicht. Deutschland sollte einfach so schnell wie möglich ihre Abschlüsse in englischer Sprache verleihen (erfolgt bis 2010). Dann wäre es sinnvoll, den Dr. als solches komplett wegfallen zu lassen, sodass die Doktorgrade lediglich als z. B. PhD. oder MD geführt werden dürfen.
Niemandem nützt es, wenn sich jemand hinter einem schlichten "Dr." versteckt. Wenn ich zum Heilpraktiker gehe, der Dr. ist, habe ich wenig davon, wenn er den in Jura gemacht hat. Das in Deutschland kollektive Verstecken der wirklichen Leistungen habe ich schon immer belächelt.
Ich bin dafür, dass jeder einfach den Doktorgrad führt, wie er ihn verliehen bekommen hat (mit Fachbezeichnung). Bei einer solchen Politik gäbe es keine Problematiken mehr wie die jetzige, dass manche gern der PhDr. als Dr. führen möchte. Warum möchten die das überhaupt?
Es gibt natürlich auch Rechtsauffassungen von Ministerien, die lediglich die Originalform zur Führung empfehlen.
Von empfehlen kann an sich schon keine Rede mehr sein.
Inwieweit Inhaber ausländischer akademischer Grade die Rechtsansicht des Ministeriums teilen oder auf Grund e i g e n e r Rechtsauslegung zu einem anderen Ergebnis kommen, liegt in der Verantwortung und der Darlegungslast der betroffenen Personen.
Sie kommen also aufgrund Ihrer eigenen Rechtsauslegung zu dem Schluss?
Des weiteren obliegt es auch jedem selbst, ob er sich beispielweise eine Urkunde selbst ausdruckt und sich fortan als Dr. bezeichnet. Richtig und erlaubt ist es trotzdem nicht.
Das hier ist eine unsichere Geschichte, was auch von Dr. Jensen in etwa so dargelegt wurde.
Daher rate ich jedem grundsätzlich, zuvor das zuständige Wissenschaftsministerium zu befragen.
Ein bloßes Gutdünken sollte hier keine optimale Lösung sein.
Titelführung PHDr bzw. JUDr
Ergänzend zum Beitrag von gestern: Durch die Kulturhoheit der Länder haben wir in der BRD 16 verschiedene Gesetze hinsichtlich der Titelführung ausländischer akademischer Grade. Allerdings stimmen die Gesetze alle darin überein, daß wissenschaftlich erlangte Titel in der Form "Dr." geführt werden dürfen. Daß die verliehene Originalform geführt werden darf, ist unbestritten. Wenn einzelne Ministerien die Auskunft erteilen, ein PHDr oder JUDr dürfe nur in der Originalform geführt werden, dann frage ich mich, warum die Gesetze dann nicht eindeutig und ohne Auslegungsmöglichkeit erlassen werden, so daß kein Spielraum für Rechtsauffassungen bestehen kann. Das Gegenteil ist der Fall, die Titelführung in der Originalform ist zulässig, aber auch die im Land zugelassene Form, also gehen die Ministerien selbst davon aus, dass es mehrere gesetzeskonforme Möglichkeiten der Titelführung gibt. Die Titelführung selbst entscheidet nicht das Ministerium, es gibt nur eine Empfehlung, sondern der Titelträger. Das kann er natürlich nicht willkürlich, auch kann er sich nicht einfach "Dr." nennen, wenn es hierfür keine Rechtsgrundlage gibt.
Welche Rechtsauffassung zieht, entscheiden die Gerichte. Hinsichtlich der Titelführung PHDr. und JUDr. gibt es meines Wissens keine Urteile!!!
ANABIN ist eine wichtige Infomationsquelle, nicht mehr und nicht weniger.
KMK-Beschlüsse sind Vereinbarungen zwischen den 16 Bundesländern, aber jedes Bundesland kann seine eigene Ausführungsverordnung (Gesetz) erlassen (oder es bleiben lassen wie BAYERN).
Letztlich möchte ich noch darauf hinweisen, daß es nicht den deutschen Behörden obliegt, über die Wissenschaftlichkeit von im Ausland anerkannten Promotionen zu entscheiden. Ob eine Dissertation als Dissertation anerkannt wird, entscheidet die verleihende Universität. Hier sind die deutschen Behörden durch den EuGH belehrt worden.
Dr. Paul Jensen IAAD Hamburg www.iaad.de
Ich finde es sehr positiv, Dr. Jensen, dass Sie hier selbst Stellung beziehen. Das spricht für eine gewisse Ernsthaftigkeit Ihrer Sache.
Da es hier ja anscheinend immer um den PHDr. der Rechtswissenschaften von Bratislava geht (den Sie anscheinend unterstützend begleiten), würde ich gerne wissen, ob Sie auch andere Promotionsvorhaben einleiten.
Zumindest scheint die Anerkennung des PHDr. als "Dr." nicht unumstritten; vermitteln sie auch Dissertationen an Universitäten in anderen EU-Ländern, wo der DR zweifellos anerkannt wird ?
Um Unklarheiten vorzubeugen: Ich habe bald (vermutlich, so siehts aus, einen sehr guten Uniabschluss: Es geht mir wirklich um eine schneller Dissertation, kein Titelverkauf.)
Zitat von »"Dr. Paul Jensen"«
Konkrete Urteile habe ich jetzt auch nicht parat. Dennoch bewegt man sich mit dieser Rechtsauffassung auf dünnem Eis. Sollte man es wirklich riskieren, selbst verurteilt zu werden?
Warum bieten Sie nicht einfach Promotionen zum PhD. an?
Dann müsste niemand Angst haben, Probleme durch die Führung des Grades zu bekommen.
Andere Promotionsberater machen das schließlich auch.
diese Art von Entgleisung finde ich unerhört !!
Sind Sie Moderator?
kann somit slapeks frustration nachvollziehen
Wenn man diesen Titel § 132a StGB zuwider führt, dann entstehen nicht unerhebliche Folgekosten. Das ist keine Entgleisung sondern Tatsache.
Wer seinen PhDr, als Dr ausgibt läuft gerade diese Gefahr. Die Gleichwertigkeit mit z.B. einem Doktor aus Polen, Deutschland, etc. ist gerade nicht gegeben. Einer solchen Gleichwertigkeit bedarf es jedoch, damit dieser nicht in obige teure Strafbarkeit mündet. Hierzu verweise ich auf http://www.anabin.de und zusätzlich auf das für Sie zuständige Wissenschaftsministerium bevor Sie sich einen PhDr. zulegen.
Wenn Sie sich die Mühe machten unter http://www.juris.de/ einmal kostenpflichtig suchen, dann würden Sie feststellen, dass es gerade zur unberechtigten Titelführung noch eine Reihe von aktuellen Urteilen bezüglich von Führungen und Studiengängen in Mittel-Osteuropa gibt. Wenn Sie dann noch in Betracht ziehen würden, das eine unberechtigte Titelführung auch noch schadenersatzrechtlich in Betracht kommt und Unternehmen gehen diesen Weg ebenfalls verstärkt, wenn ein Mitarbeiter über seine Dokorwürde getäuscht hat (aktuelle Fälle bei der Telekom und T-Online), dann darf ich berechtigt von einem teuren Unterfangen sprechen.
So nun muß ich auch ein bisserl Geld verdienen und lasse jedem seine Meinung, solange diese nichts verharmlost oder sogar strafrechtliche Aspekte hat.
Sehen Sie, würden wir hier über den Geschmack von Bonbons, das Aussehen von Menschen oder ähnliches Unwägbares streiten, dann könnte ich slapeks Meinung unkommentiert stehen lasssen.
Wer seinen PhDr, als Dr ausgibt läuft gerade diese Gefahr. Die Gleichwertigkeit mit z.B. einem Doktor aus Polen, Deutschland, etc. ist gerade nicht gegeben.
Genau, das ist nunmal Fakt. Fragen Sie alle mal die Wissenschaftsministerien, die werden das auf jeden Fall voll bestätigen. Die Wissenschaftsministerien kennen sich im Gegensatz zu den Anbietern dieser Titel damit nämlich wirklich aus.
Wenn Sie sich die Mühe machten unter http://www.juris.de/ einmal kostenpflichtig suchen, dann würden Sie feststellen, dass es gerade zur unberechtigten Titelführung noch eine Reihe von aktuellen Urteilen bezüglich von Führungen und Studiengängen in Mittel-Osteuropa gibt.
na also, da ist doch wieder der richtige ton aufgegriffen worden !
denke man wusste an welchen beiden wörtern ich mich störte, nix für ungut!
Und niemals Herrn Träm / AT Kearney vergessen.
Ja, Michael Träm hat bei AT Kerney auch nur ein kurzes Spiel gegeben und bei ihm wird der finanzielle Schaden sicherlich in die hunderttausende gehen.
Hiervor warne ich mit Recht sehr eindringlich. Und da kann kommen, was wolle.
Fragen Sie alle mal die Wissenschaftsministerien, die werden das auf jeden Fall voll bestätigen. Die Wissenschaftsministerien kennen sich im Gegensatz zu den Anbietern dieser Titel damit nämlich wirklich aus.
Gerade diese Behauptung kann in ihrer Verallgemeinerung so nicht stehengelassen werden, denn sie beinhaltet nach meinem Dafürhalten doch, dass alle bundesdeutschen "Wissenschaftsministerien" der Länder der Auffassung wären, PhDr., JUDr. & Co. dürften nicht als Dr. geführt werden. Und das stimmt gerade nicht. Einzelne Ministerialbeamte haben auf Anfrage sogar explizit die Auskunft gegeben, dass diese Grade von deren Inhabern in Deutschland als Dr. ohne Herkunftsbezeichnung geführt werden dürfen.
Ob diese Auffassung richtig oder falsch ist, steht auf einem anderen Blatt. Dazu müsste man sich meines Erachtens damit auseinandersetzen, ob (Zitat Anabin) " der Erwerb der "kleinen Doktorgrade" (...) gem. Hochschulgesetz 1996 nicht in Zusammenhang mit wissenschaftlicher Arbeit und eigenständiger wissenschaftlicher Forschung" steht. Ich kenne das entsprechende Gesetz nicht. Ob diejenigen, die sich vehement abwertend über die Berufsdoktorate auslassen, mal hineingeschaut haben, wage ich zumindest zu bezweifeln.
Für mich interessant: Handelt jemand, der seinen PhDr. in Deutschland als Dr. führt und dabei auf eine entsprechende Auskunft eines Länderministeriums vertraut, überhaupt vorsätzlich oder unterliegt er vielleicht einem Verbotsirrtum. Zugegeben, keine Frage an die "Stammtisch-Diskutanten" hier...
Ein guter Anwalt wird sich immer für seinen Mandanten den Verbotsirrtum bzw. die Umkehrform ausbedingen, nachdem er geprüft hat ob überhaupt der Eventalvorsatz im Bereich subjektiven Tatsbestandmerkmale vorliegt oder ob es sich hier um einen Fall der groben Fahrlässigkeit handelt. In letzterem Fall würde man jedoch schon im subjektiven Bereich aussteigen und eine Strafbarkeit verneinen.
Nun sind Juristen jedoch nicht alle dem Titelführenden so gut gesonnen, wie der eigene Anwalt. Deswegen gibt es hier so viele Urteile zum Thema, die nicht im Verbots- oder Erlaubnisirrtum aufzulösen sind, sondern die Strafbarkeit klar bejahen.
Re: Slowakischer PHDr als Dr. in Deutschland anerkannt?
Hallo Vool
welche Beträge sollten denn die Dienste des Beraters kosten.
Und KANT ..... welche Folgekosten sollen aus Deiner eigenen
Erfahrung dabei entstehen ?
Ich glaub der ein oder andere Jurist hier tut sich recht
schwer mit der Differnzierung zwischen juristischem
Titelrecht und der Frage ob der Techische PHDr. was bringt
oder nicht. Denke der PHDr. ist ein respektables Namensanhängsel.
Wenn ich Kant richtig verstanden habe, hatte er mit den "Folgekosten" die Kosten einer aus der unbefugten Titelführung resultierenden Strafverfolgung gemeint. Diese Kosten haben nicht nur eine erhebliche Spannbreite (Wollen Sie einen Strafverteidiger für kleines oder für großes Geld? Wird das Verfahren gegen eine kleine Geldauflage eingestellt oder werden Sie zu 100 Tagessätzen verurteilt?) sondern sind meines Erachtens auch nicht betriebswirtschaftlich kalkulierbar.
Welche Beträge die Berater für die Vermittlung eines PhDr. verlangen, weiß ich nicht. Ich vermute mal, zwischen 15 und 20 TEuro. Daneben sind aber die Zeit für die Anfertigung der schriftlichen Arbeit und deren Verteidigung nicht zu vergessen.
Ich habe in Deutschland noch niemanden gesehen, der sich einen PhDr. an seinen Namen "anhängt". Es fällt mir schwer, mir einen davon ableitbaren betriebswirtschaftlich-merkbaren Nutzen vorzustellen...
Vorab möchte ich darauf hinweisen, dass ich die Emotionalität, mit der dmaluk hier "moderiert" eines Gomopa-Moderators für nicht würdig halte. Könnte es sein, dass dieser Moderator aufgrund fehlender Ausbildung nicht in der Lage ist, einen derartigen Titel zu erlangen und numher - ohne entsprechenden emotionalem Abstand - moderiert ?
Richtig finde ich, dass hier auf die Riskien hingewisen wird.
Interessant dazu im Übrigen die Stellungnahme der Senatsverwaltung des Stadtstaates Berlin auf der offiziellen Internetseite. Dort heisst es unter der Rubrik "Sie fragen, wir antworten" :
Es ist zu erwarten, dass langfristig die zwischenstaatliche Regelung und das Berliner Landesrecht in der einen oder anderen Form angepasst werden."
Im Übrigen ist das Äquivalenzabkommen durch die Aufnahme der Slowakei in die EU nach meiner Auffassung überholt. Es widerspricht EU-Recht, einen in der EU erworbenen Grad nach der Herkunft kennzeichnen zu müssen. So sehen nach meinem Kenntnisstand die Hochschulgesetze aller Bundesländer vor, dass ein in der EU erworbener Titel/Grad ohne Herkunftsbezeichnung geführt werden darf.
Die Frage ist natürlich, was ist ein "kleiner Doktorgrad". Wie ist das definiert ?
Tatsache ist : Sowohl der PhDr. als auch der JUDr. sind keine Berufsdoktorate, da sie eine Promotion mit Rigorosum und einer Prüfung in zwei weiteren Fächern vorsehen und für den Absolventen keinesfalls zwingend sind. Da einige Stellen davon ausgehen, dass die Erlangung einfacher ist als in Deutschland, werden sie wohl als "kleines Doktorat" bezeichnet. Um eine gerichtsfeste Terminologie dürfte es sich dabei jedoch nicht handeln.
Ich kann mir bei dieser Rechtslage kaum vorstellen, dass ein Gericht eine Verurteilung nach § 132 a StGB ausspricht, zuvor würde ein Verfahren, sei es wegen Verbotsirrtums nach § 17 StGB, sei es nach § 153 oder § 153 a StPO, mit hoher Wahrscheinlichkeit eingestellt werden. Sollte doch eine Verurteiung erfolgen, wäre der Gang zum BGH und/oder zum BVerfG sicherlich lohnenswert.
Bevor hier einer auf mich losschlägt : dies ist lediglich meine Einschätzung der Rechtslage. Entscheidend ist natürlich das jeweilige Landesrecht, welches indes auch die Mitarbeiter in den Ministerien nicht immer richtig interpretieren/kennen dürften.

References: EuGH 
 § 132
 § 132
 § 17
 § 153
 § 153
 BGH