Source: https://sessionnet.grafing.de/bi/to0050.php?__ktonr=3376
Timestamp: 2019-10-16 23:09:55+00:00

Document:
Antrag vom 18.07.2016 zur Änderung des Bebauungsplanes "Schlederergrund/Schlosserbreite" für das Grundstücke Fl.Nr. 689/40 der Gemarkung Grafing (Klausenweg 21 1/2)
Mit Schreiben vom 18.07.2016 wurde vom Eigentümer des Grundstücks Fl.Nr. 689/40 der Gemarkung Grafing die Änderung des dortigen Bebauungsplans „Schlosserbreite/Schlederergrund“ vom 16.05.1969 hinsichtlich der östlichen Baulinie beantragt, so der Verwaltungsvertreter. Dadurch kann dann an der Giebelseite das dortige Reiheneckhaus erweitert werden (Gebäudeanbau). Außerdem sind weitere Garagenstellplätze gewünscht.
Hier gilt letztendlich nichts anderes, wie zu der im Jahr 1994 beschlossenen Bebauungsplanänderung für Wintergartenanbauten im dortigen Plangebiet. Dieses damalige Verfahren wurde jedoch nicht zum Abschluss gebracht. Hier liegt – und das zeigte auch das erwähnte Verfahren eindrucksvoll – die besondere Problematik bei der Überplanung bereits bebauter Gebiete. Aufgrund der vielzähligen unterschiedlichen Vorstellungen und sich daraus ergebenden Konflikte scheitern Änderungspläne für größere Bestandsgebiete regelmäßig bzw. verzögern sich Verfahren in unverhältnismäßiger Weise.
Die Bebauungsplanänderung kann im beschleunigten Verfahren als Bebauungsplan zur Innentwicklung gemäß § 13a BauGB durchgeführt werden. Bei der Beschränkung auf die drei bezeichneten Grundstücke ist eine frühzeitige Bürgerbeteiligung entbehrlich.
1. Entsprechend dem Antrag des Herrn Helmut Gleixner wird beschlossen, den Bebauungsplan „Schlosserbreite/Schlederergrund“ für den Bereich der Grundstücke Fl.Nrn. 689/40, 689/20 und 689/28 der Gemarkung Grafing hinsichtlich der westlichen Baulinie und den Garagenbauflächen zu ändern (Aufstellungsbeschluss gem. § 2 Abs. 1 BauGB). Die Baulinie ist auf einen Abstand von möglichst 3 m zur westlichen Grundstücksgrenze zu erweitern, um eine Gebäudeerweiterung zu ermöglichen. Die Festsetzungen zum Maß der baulichen Nutzung sind dahingehend anzupassen.
3. Gemäß § 13 a. Abs. 2 Nr. 1 BauGB i.V.m. § 13 Abs. 1 Nr. 1 BauGB wird bestimmt, dass von einer frühzeitigen Unterrichtung und Erörterung nach § 4 Abs. 1 BauGB abgesehen wird. Die frühzeitige Bürgerbeteiligung gemäß § 3 Abs. 1 BauGB ist durch Unterrichtung und Erörterung durch das Bauamt durchzuführen.
4. Die Kosten des Bebauungsplanverfahrens hat anteilig der Antragsteller zu tragen; dies ist durch Abschluss eines städtebaulichen Vertrages (§ 11 BauGB) sicherzustellen.

References: § 13
 § 2
 § 13
 § 13
 § 4
 § 3