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Timestamp: 2017-10-23 20:58:38+00:00

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Bankgeschäft: Definition, Begriff und Erklärung im JuraForum.de
Erklärung zum Begriff Bankgeschäft
Bankgeschäfte sind gem. § 1 KWG (Kreditwesengesetz) Wertpapiergeschäfte, Kreditgeschäfte, Zahlungsverkehrsgeschäfte und sonstige Geschäfte. Unternehmen, die Bankgeschäfte in Deutschland betreiben, benötigen nach § 32 KWG eine Erlaubnis der BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht).
die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten (z. B. Aktien, festverzinsliche Wertpapiere) im eigenen Namen für fremde Rechnung
die Verwahrung und die Verwaltung von Wertpapieren für andere
die in § 7 Abs. 2 des Investmentgesetzes bezeichneten Geschäfte
die Übernahme von Finanzinstrumenten für eigenes Risiko zur Platzierung oder die Übernahme gleichwertiger Garantien
gesamte Palette an Barkrediten und Darlehen
der Ankauf von Wechseln und Schecks
die Übernahme von Bürgschaften, Garantien und sonstigen Gewährleistungen für andere
die Durchführung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs und des Abrechnungsverkehrs
die Ausgabe und die Verwaltung von elektronischem Geld (z. B. Geldkarten, Kreditkarten) § 1 Abs. 1 Nr. 11 KWG
die Annahme fremder Gelder als Einlagen oder anderer rückzahlbarer Gelder des Publikums, sofern der Rückzahlungsanspruch nicht in Inhaber- oder Orderschuldverschreibungen verbrieft wird, ohne Rücksicht darauf, ob Zinsen vergütet werden (z. B. Sparguthaben)
die Eingehung der Verpflichtung, Darlehensforderungen vor Fälligkeit zu erwerben
Kassageschäft: Beide Erfüllungsgeschäft geschehen heute.
einfaches Kreditgeschäft: Der Kreditgeber erfüllt heute, der Kreditnehmer zu einem zukünftigen Zeitpunkt.
Termingeschäft: Beide Erfüllungsgeschäfte geschehen am selben Tag in der Zukunft.
Terminkreditgeschäft oder Kreditanlagegeschäft: Die Erfüllungsgeschäfte erfolgen an unterschiedlichen Tagen in der Zukunft.
Nachrichten zu Bankgeschäft
Bankgeschäft der Zukunft – überall und jederzeit (15.03.2013, 12:10)
Am 23. und 24. April 2013 startet das neue Seminar „Banking of the Future – Banking everywhere and everytime“ an der Frankfurt School of Finance & Management. Zielgruppen sind Mitarbeiter aus den Bereichen Business Development, Strategische...
Frankfurt School: Zertifikatsstudiengang Bankfachwissen kompakt für Quereinsteiger (17.08.2012, 14:10)
Am 24. September 2012 startet der nächste Zertifikatsstudiengang „Bankfachwissen kompakt“ an der Frankfurt School of Finance & Management. Zielgruppen sind Bankmitarbeiter ohne Bankausbildung, Akademiker aus Studiengängen mit geringem oder keinem...
Verstärkung auf dem Gebiet Finanzmanagement (30.07.2012, 16:10)
Der Fachbereich Wirtschaft der Fachhochschule Brandenburg (FHB) verstärkt sich personell zum 1. August 2012: Prof. Dr. Andreas Wilms übernimmt die Professur „Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Finanzmanagement“.Zuvor war der heute...
Geschlecht als ArteFakt (11.06.2012, 21:10)
Promotionspreis 2012 des Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften und Philosophie vergebenIm Rahmen der Abschlussfeier für 150 Absolventen in der Aula der Alten Universität hat der Fachbereich Gesellschaftswissenschaften und Philosophie der...
Services, die Nutzen stiften - Umfangreiche Studie zu Banken-Apps vorgelegt (09.09.2011, 13:10)
Services, die Nutzen stiften - Frankfurt School-Wissenschaftler stellen umfangreiche Studie zu Banken-Apps vorFrankfurt am Main, 9. September 2011. Smartphone-Apps boomen. Immer mehr Banken bringen Apps auf den Markt oder ziehen dies in Erwägung....
Entscheidungen zum Begriff Bankgeschäft
BVERWG, 22.04.2009, BVerwG 8 C2.09
1. Das Kreditgeschäft ist auch ohne gleichzeitiges Betreiben des Einlagengeschäfts ein Bankgeschäft i.S.d. § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 KWG. 2. Das Betreiben eines Bankgeschäfts i.S.d. § 32 Abs. 1 Satz 1 KWG umfasst nicht nur rechtsgeschäftliches Handeln, sondern alle wesentlichen zum Vertragsschluss hinführenden Schritte. 3. Im Inland...
BGH, 29.03.2001, IX ZR 445/98
BNotO § 24 Abs. 1 Zu der Frage, ob ein Anwaltsnotar, der bei einem Anlagegeschäft als Treuhänder eingeschaltet wird, als Notar oder als Rechtsanwalt tätig wird. KWG § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1, § 32 Abs. 1, Satz 1, § 54 Abs. 1 Nr. 2 Zu der Frage, wann ein Anlagegeschäft ein unerlaubtes Bankgeschäft darstellt. BGH, Urteil vom 29. März...
BGH, 08.05.2006, II ZR 123/05
a) Die Tätigkeit als Treuhandgesellschafter ist keine Rechtsbesorgung i.S. des Art. 1 § 1 RBerG. b) Ein Gesellschaftsvertrag ist nicht schon deshalb ein Bankgeschäft i.S. des § 32 Abs. 1 Satz 1, § 1 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 KWG, weil in den Vertragsbedingungen vorgesehen ist, dass bei einem Liquiditätsengpass das...
BFH, 09.12.2008, VII R 47/07
1. Kontrollmitteilungen aus Anlass von Bankenprüfungen sind, wenn keine legitimationsgeprüften Konten oder Depots betroffen sind, nach § 194 Abs. 3 AO grundsätzlich ohne besonderen Anlass zulässig. Aus § 30a Abs. 1 AO ergibt sich keine weitergehende Auswertungsbeschränkung "im Bankenbereich". 2. Ein bankinternes Aufwandskonto ist kein...
VG-FRANKFURT-AM-MAIN, 26.11.2013, 9 L 2958/13.F
Das Einlagegeschäft gem. § 1 Abs. 1 S. 2 Nr. 1 KWG liegt dann vor, wenn ein Finanzdienstleister i. S. d. KWG durch die dem Publikum angebotenen Werbe und Vertragsunterlagen den Eindruck eines unbedingten Rückzahlungsanspruchs erweckt. Hieran ändert auch die vertragliche Vereinbarung eines qualifizierten Rangrücktritts nichts, wenn er...
HESSISCHER-VGH, 01.11.2013, 6 B 1876/13
Bei der Abwicklungsanordnung nach § 37 Abs. 1 Satz 1 KWG handelt es sich um eine gesetzlich vorgezeichnete öffentlich rechtliche Maßnahme im aufsichtsrechtlichen Verhältnis der Behörde zu den betroffenen Unternehmen, die unabhängig von zivilrechtlichen Vereinbarungen mit den Anlegern ergehen kann (BVerwG, Urteil vom 23. November 2011...
HESSISCHER-VGH, 28.08.2013, 6 A 704/12
Für die Feststellung der Voraussetzungen des Tatbestands des Finanzkommissionsgeschäfts ist auf die wesentlichen Merkmale des Kommissionsgeschäfts nach dem Handelsgesetzbuch abzustellen.
BGH, 23.07.2013, II ZR 143/12
a) In einem Anlageprospekt ist auf bankrechtliche Bedenken gegen eine bestimmte Anlageform hinzuweisen, wenn mit der Verwirklichung der daraus folgenden Bedenken ernsthaft zu rechnen ist und diese Risiken jedenfalls nicht nur ganz entfernt liegen. b) Eine Ku?ndigung einer Gesellschaft, die nach den Grundsa?tzen der fehlerhaften...
Sicherheitsfrage 43 - F ü,nf =
Bankgeschäft – Weitere Begriffe im Umkreis
Ein Unternehmen, welches sich als Geschäftsmodell mit der Abwicklung von Zahlungs- und Kreditverkehrsgeschäften beschäftigt, wird als Bank bezeichnet. Hierzu bedarf sie eine behördlichen Zulassung. Je nach Typus beschäftigt sich eine Bank...
Bankrecht - Girovertrag
Als "Girovertrag" wird ein Vertrag zwischen einem Kreditinstitut und einem Kunden bezeichnet, welcher die Einrichtung und die Führung eines Girokontos beinhaltet. Er wird als eine besondere Form des Geschäftsbesorgungsvertrages in den §§ 676f bis...
Das Depotstimmrecht (oder: Vollmachtstimmrecht) ist ein Stimmrecht, welches durch Banken auf Hauptversammlungen von Aktiengesellschaften ausgeübt wird. Sie gelten als bevollmächtigte Vertreter der Aktionäre. Gemäß § 135 AktG haben...
Bankrecht - Übersicherung durch Globalzession
Als "Globalzession" wird bezeichnet, wenn sämtliche gegenwärtige und künftige Forderungen eines Schuldners an den Gläubiger abgetreten werden. Im Bankwesen lassen sich Banken häufig vom Schuldner dessen Forderungen abtreten, um...

References: § 1
 § 32
 § 7
 § 1
 § 1
 § 32
 § 24
 § 1
 § 32
 § 54
 Art. 1
 § 1
 § 32
 § 1
 § 194
 § 30
 § 1
 § 37
 § 135