Source: https://www.datenschutz.rlp.de/de/themenfelder-themen/auftragsdatenverarbeitung/
Timestamp: 2020-02-27 10:04:47+00:00

Document:
datenschutz.rlp.de | Auftragsdatenverarbeitung |
Datenverarbeitung im Auftrag bezeichnet die Situation, dass eine Verarbeitung personenbezogener Daten nicht durch die verantwortliche Stelle erfolgt, sondern durch einen von dieser beauftragten Dienstleister.
Werden personenbezogene Daten im Auftrag einer verantwortlichen Stelle durch andere Personen oder Stellen verarbeitet, bleibt die auftraggebende Stelle für die Einhaltung der Bestimmungen dieses Gesetzes und anderer Vorschriften über den Datenschutz verantwortlich. Die auftragnehmende Person oder Stelle darf die personenbezogenen Daten nur im Rahmen der Weisungen der auftraggebenden Stelle verarbeiten. Sie ist unter besonderer Berücksichtigung der Eignung der von ihr getroffenen technischen und organisatorischen Maßnahmen sorgfältig auszuwählen.
Insbesondere kommen als Gegenstand der Auftragsdatenverarbeitung weisungs-gebundene, technisch vorhersehbare Unterstützungsleistungen in Frage wie z.B. der Vorgang des Einscannens von Dokumenten oder die Vernichtung von Datenträgern jeglicher Art.
Zur Sicherstellung einer rechtzeitigen und umfassenden Einbindung der/des Daten-schutzbeauftragten in entsprechende Vertragsabschlüsse sollten geeignete organisatorische Vorkehrungen wie z.B. die Festlegung von Workflows getroffen werden (vgl. auch Ziffer 3 der Best-Practice-Empfehlungen des LfDI zum Datenschutz in der Kommunalverwaltung).
Bitte beachten Sie, dass eine Kommunalverwaltung als Auftraggeberin eine öffentliche Stelle des Landes RP ist und daher eine Vereinbarung zur Datenverarbeitung im Auftrag auf der Grundlage von § 4 LDSG abgeschlossen werden muss. Auf BDSG verweisende Vertragsentwürfe eines privaten Dienstleisters wären entsprechend zu ändern.
Die Einhaltung von technisch-organisatorischen Maßnahmen wäre von einem privaten Dienstleister als Auftragnehmer dagegen auf der Grundlage des BDSG zu gewährleisten.
die nach § 9 BDSG bzw. LDSG zu treffenden technischen und organisatorischen Maßnahmen,
die nach Absatz 4 des § 4 LDSG bzw. des § 11 BDSG bestehenden Pflichten des Auftragnehmers, insbesondere die von ihm vorzunehmenden Kontrollen,
Außerdem sollte im Zusammenhang mit der Regelung der „Unterauftragsverhältnisse“ im Hinblick auf die ab dem 25. Mai 2018 gültige DSGVO entsprechend Art. 28 Abs. 2 bereits ein Zustimmungsvorbehalt des Auftraggebers zur Verpflichtung von Unterauftragnehmern festgeschrieben werden.
Mustervertrag zu Auftragsdatenverarbeitung der GDD
Die Gesellschaft für Datenschutz und Datensicherheit e.V. hat für den Bereich der Unternehmen eine Mustervereinbarung nebst Erläuterungen Auftragsdatenverarbeitung gemäß § 11 BDSG erarbeitet.
Checkliste Auftragsdatenverarbeitung nach BDSG
Mustervertrag (DS-GVO)
Auftragsverarbeitung nach der Datenschutz-Grundverordnung
Video zur Auftragsverarbeitung nach der DS-GVO

References: § 4
 § 9
 § 4
 § 11
 Art. 28
 § 11