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Timestamp: 2018-07-18 12:48:24+00:00

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﻿ Konfusionen um zehn Beinchen... | ÖVVÖ
Konfusionen um zehn Beinchen...
Gespeichert von michael.koeck am 2. Mai 2017 - 16:40
Uns ist zu Ohren gekommen, dass manche Behörden verlangen, dass Garnelen als Wildtiere nach § 25 gemeldet werden müssen und dies auch kontrollieren. Diese Vorgehensweise jedoch ist, falls gefordert, völlig falsch und definitiv nicht nötig: Um nach § 25 Tiere melden zu müssen, müssen sie die Kriterien dazu erfüllen (in Hinblick auf Haltung etc.). Entscheidend ist Absatz 3 (1), worin steht, dass das Ministerium durch eine Verordnung die entsprechenden Tiere zu benennen hat (im Text fett hervor gehoben).
1. Einrichtungen, die dem Tierversuchsgesetz 2012, BGBl. I Nr. 114/2012, unterliegen,
2. die Haltung bestimmter Wildtierarten aus Gründen des Tierschutzes zu verbieten. Ein solches Verbot gilt nicht für Zoos, die über eine Bewilligung gemäß § 26 verfügen, sowie für wissenschaftliche Einrichtungen, die ihre Wildtierhaltung gemäß Abs. 1 angezeigt haben.
Benannt werden die entsprechenden Tiere schlussendlich in der 2. Tierhaltungsverordnung, und zwar auch Bezug nehmend auf § 25 des TschG unter § 8 Abs. 1, darunter sind Garnelen (und auch andere Wirbellose Tiere) taxativ aber nicht angeführt, und von daher ist eine Meldung nicht notwendig. Garnelen müssen daher (wie auch alle anderen Wirbellosen Tiere) weder nach § 25 noch - wie schon bereits dargestellt - nach § 31 Abs. 4 gemeldet werden.
Hier noch § 8 Abs. 1 zum Nachlesen der Wildtierarten mit besonderen Ansprüchen an Haltung und Pflege.
1. alle Wildtierarten der Säugetiere (Mammalia), ausgenommen Schalenwild, Bison (Bison bison) und Streifenhörnchen (Tamias Subspezies),
2. alle Wildtierarten der Vögel (Aves), ausgenommen Arten der Unzertrennlichen (Agapornis spp.), der Plattschweifsittiche (Platycercidae), Wellensittiche (Melopsittacus undulatus), Nymphensittiche (Nymphicus hollandicus), Prachtfinken (Estrilidae) und der Chinesische Sonnenvogel (Leiothrix lutea), die Chinesische Zwergwachtel (Coturnix chinesis) sowie das Diamanttäubchen (Geopelia cuneata),
3. alle Arten der Reptilien (Reptilia),
4. alle Arten der Lurche (Amphibia),
5. Fische, die in Freiheit mehr als 1 m lang werden.

References: § 25
 § 25
 § 26
 § 25
 § 8
 § 25
 § 31
 § 8