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Timestamp: 2019-10-23 12:07:10+00:00

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BGH, 12.01.1982 - VI ZR 286/80 - dejure.org
BGH, 12.01.1982 - VI ZR 286/80
https://dejure.org/1982,1792
BGH, 12.01.1982 - VI ZR 286/80 (https://dejure.org/1982,1792)
BGH, Entscheidung vom 12.01.1982 - VI ZR 286/80 (https://dejure.org/1982,1792)
BGH, Entscheidung vom 12. Januar 1982 - VI ZR 286/80 (https://dejure.org/1982,1792)
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Haager Protokoll - Leichtfertigkeit
NJW 1982, 1218
MDR 1982, 570
VersR 1982, 369
VersR 1982, 468
TranspR 1982, 100
Das Tatbestandsmerkmal der Leichtfertigkeit erfordert einen besonders schweren Pflichtenverstoß, bei dem sich der Frachtführer oder seine "Leute" in krasser Weise über die Sicherheitsinteressen der Vertragspartner hinwegsetzen (vgl. BGH, Urt. v. 12.1.1982 - VI ZR 286/80, TranspR 1982, 100, 101 = VersR 1982, 369; BGHZ 145, 170, 183).
Denn in einem solchen Fall ist nach der allgemeinen Lebenserfahrung regelmäßig nicht nur von einer Organisation des Betriebsablaufs auszugehen, die keinen hinreichenden Schutz der zu befördernden Güter gegen ein Abhandenkommen gewährleistet und sich in krasser Weise über die Sicherheitsinteressen des Vertragspartners hinwegsetzt (vgl. BGH, Urt. v. 12.1.1982 - VI ZR 286/80, TranspR 1982, 100, 101 = VersR 1982, 369; BGHZ 145, 170, 183), sondern auch von einer sich dem Handelnden aus seinem leichtfertigen Verhalten aufdrängenden Erkenntnis, es werde mit Wahrscheinlichkeit ein Schaden entstehen (vgl. hierzu BGHZ 74, 162, 168).
Auch in weiteren Fällen, in denen Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit bei der Schadensherbeiführung zu einer verschärften Haftung des Ersatzverpflichteten führt, ist in der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes anerkannt, daß die Beweislast dem Anspruchsteller obliegt (vgl. BGHZ 74, 162, 164 f., 170 zu Art. 25 WA/HP; BGH, Urt. v. 12.1.1982 - VI ZR 286/80, TranspR 1982, 100, 102 = VersR 1982, 369, 370 zu Art. 25 WA/HP;… Urt. v. 22.10.1984 - II ZR 34/84, VersR 1985, 36 zu § 61 Abs. 4 BinnSchG;… Urt. v. 6.10.1994 - I ZR 179/92, zur Veröffentlichung bestimmt, zu GüKUMT § 15 Abs. 2).
OLG Frankfurt, 15.10.1991 - 5 U 196/90
Unbegrenzte Haftung für abhandengekommenen Luftfrachtbrief und daraus …
Eine unlimitierte Haftung der Beklagten würde - abgesehen von dem Fall des Vorsatzes - erfordern, daß der Schaden durch eine Handlung oder Unterlassung des Luftfrachtführers oder seiner Leute verursacht worden ist, die leichtfertig und in dem Bewußtsein begangen wurde, daß Schaden mit Wahrscheinlichkeit eintreten werde (BGH NJW 1982, 1218 [BGH 12.01.1982 - VI ZR 286/80]).
Die Vorschrift verlangt vielmehr, daß diese sich in besonders krasser Weise über die Sicherungsinteressen der ihnen anvertrauten Personen oder Güter hinweggesetzt haben (BGH NJW 1982, 1218 [BGH 12.01.1982 - VI ZR 286/80]).
Die letztere reicht jedoch für die Annahme einer unlimitierter Haftung nach Artikel 25 WA in der Fassung des Haager Protokolls nicht aus (BGH NJW 1982, 1218 [BGH 12.01.1982 - VI ZR 286/80]).
Für diese GüKUMT-Regelung kann insoweit nichts anderes gelten als für die vom Bundesgerichtshof bereits entschiedenen Fälle der ausnahmsweise unbeschränkten Haftung nach Art. 25 WA (BGHZ 74, 162, 164 f., 170; BGH, Urt. v. 12.1.1982 - VI ZR 286/80, TranspR 1982, 100, 102) oder der Haftung für grobes Verschulden nach § 61 Abs. 4 BinnSchG (…BGH, Urt. v. 22.10.1984 - II ZR 34/84, VersR 1985, 36, 37), die insoweit völlig parallel liegen.
OLG Oldenburg, 23.05.2001 - 2 U 77/01
Frachtgeschäft: Wegfall der Haftungsbefreiung wegen leichtfertiger …
Leichtfertig ist ein grob fahrlässiges Verhalten, das eine auf der Hand liegende Sorgfaltspflicht außer Betracht läßt; der Schädiger muß sich in besonders krasser Weise über die Sicherungsinteressen seines Auftraggebers bezüglich der ihm anvertrauten Güter hinwegsetzen (BGHZ 74, 162, 168; BGH NJW 1982, 1218).
Transportrecht - Zu den Begriffen der "Leichtfertigkeit" und "in dem Bewusstsein, …
In einer anderen Entscheidung (vgl. BGH NJW 1982, 1218) wird ein besonders schwerer Pflichtverstoß verlangt.
OLG Düsseldorf, 13.05.1996 - 1 U 103/95
Mietfahrzeug; Typengleicher Sportwagen; Porsche 911; Langzeitnachlaß; …
Ausdruck dieser restriktiven Handhabung ist die Auffassung des BGH, der Geschädigte müsse auf einen Ausgleich für diejenigen Nachteile verzichten, die lediglich die Freude am Fahren, die Bequemlichkeit beim Fahren, die luxuriöse Ausstattung des Wagens, seinen "look" und dergleichen ausmachen (vgl. BGH, NJW 1970, 1120 = LM § 249 [A] BGB Nr. 25; ähnlich BGH, NJW 1982, 1218 = LM § 249 [A] BGB Nr. 63).
Erforderlich dafür ist, daß er oder seine "Leute" sich in besonders krasser Weise über die Sicherungsinteressen der ihnen anvertrauten Personen oder Güter hinweggesetzt haben (BGH NJW 1982, 1218), daß ein grob fahrlässiges Verhalten zu konstatieren ist, bei dem eine auf der Hand liegende Sorgfaltspflicht außer Betracht gelassen wird (BGHZ 74, 162, 168).
OLG München, 01.04.1998 - 7 U 6182/97
Haftung für das Abhandenkommen einer Sendung nach Art. 18 und 25 Warschauer …
AG Berlin-Charlottenburg, 18.04.2001 - 221 C 22/01
Anspruch auf Schadenersatz für abhandengekommene Gepäckstücke nach Maßgabe des …

References: Art. 25
 Art. 25
 § 61
 § 15
 Art. 25
 § 61
 BGH 
 BGH 
 § 249
 § 249
 Art. 18