Source: https://www.ruess-steuerberatung.de/content/61/46/service/lexikon
Timestamp: 2020-05-30 18:07:06+00:00

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motiv-paragrafen
Erhält ein Arbeitnehmer eine Entschädigung für den Verdienstausfall aufgrund der Auflösung seines Arbeitsverhältnisses, so wird diese Zahlung als Abfindung bezeichnet.
Die Abfindung erhält der Arbeitnehmer jedoch nicht vollumfänglich. Lohn- und Kirchensteuer sowie der Solidaritätszuschlag reduzieren den Auszahlungsbetrag. Bei der Ermittlung der Einkommensteuer kann die Fünftelregelung herangezogen werden, sofern die Abfindung eine Entschädigung darstellt. Voraussetzung ist die Auszahlung in einer Summe, wobei das Einkommen im Jahr der Abfindungszahlung das Jahreseinkommen des Vorjahres übertrifft. Die Fünftelregelung kann sich Steuer mindernd für den Steuerpflichtigen auswirken.
Alle Kapitalerträge, die nicht in einem Unternehmen anfallen, werden ab 01.01.2009 durch Einführung der Abgeltungsteuer mit einem einheitlichen Steuersatz von 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer steuerpflichtig. Bemessungsgrundlage sind die Bruttoerträge, die nur durch den Sparer-Pauschbetrag in Höhe von 801 Euro, für Verheiratete in Höhe von 1.602 Euro reduziert werden. Ein Werbungskostenabzug ist nicht möglich. Liegt der persönliche Einkommensteuersatz unter 25 %, kann der Steuerpflichtige einen Teil der vom Kreditinstitut an das Finanzamt gezahlten Abgeltungssteuer (Kapitalertragsteuer) beim Finanzamt zurückerhalten, wenn er die Anlage KAP zusammen mit seiner Einkommensteuererklärung abgibt.
Inländische Schuldner oder Zahlstellen (wie z.B. Aktiengesellschaften oder Banken) sind verpflichtet, einen Kapitalertragsteuerabzug vorzunehmen und an die Finanzverwaltung abzuführen. Mit dem Steuerabzug ist die Einkommensteuer des Gläubigers auf seine Kapitaleinkünfte zukünftig grundsätzlich abgegolten und der Steuerpflichtige muss diese nicht mehr in seiner Einkommensteuererklärung angeben.
Von der Abgeltungssteuer betroffen sind alle Einkünfte aus dem Kapitalvermögen, insbesondere Zinserträge aus Geldeinlagen bei Kreditinstituten, Kapitalerträge aus Forderungswertpapieren, Erträge aus Investmentfonds oder Termingeschäfte, Dividenden, und auch Zertifikatserträge. Weiterhin erfasst die Abgeltungsteuer Gewinne aus privaten Veräußerungsgeschäften insbesondere mit Aktien, Investmentanteilen, festverzinslichen Wertpapieren, nicht jedoch mit Immobilien.
Mit Einführung der Abgeltungssteuer entfällt die bisherige Spekulationssteuer auf Kapitalerträge, da auch Kursgewinne unter die Abgeltungssteuer fallen. Damit werden Kursgewinne unabhängig von der Haltedauer steuerpflichtig.
• bewegliche Wirtschaftsgüter (Sachen, Tiere, Scheinbestandteile)
• immaterielle Wirtschaftsgüter (z.B. Geschäftswert),
• Gebäude und Gebäudebestandteile, die einer wirtschaftlichen oder technischen Abnutzung unterliegen (Gebäudeteile stehen mit dem Gebäude nicht in einem einheitlichen Nutzungs- und Funktionszusammenhang),
• unbewegliche Wirtschaftsgüter, die keine Gebäude oder Gebäudeteile sind (z. B. Mietereinbauten).
Abnutzbare Wirtschaftsgüter sind mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten zu bewerten. Dabei sind die zur Anwendung kommenden Abschreibungen Wert mindernd zu berücksichtigen. Eine Teilwertabschreibung kann vorgenommen werden, wenn der Teilwert des abnutzbaren Wirtschaftsgutes den Buchwert unterschreitet. Erfolgt ein unzulässiger Wertansatz, ist eine Bilanzberichtigung vorzunehmen.
Wenn die Nutzungsdauer eines Wirtschaftsgutes mehr als ein Jahr beträgt und es sich nicht um ein geringwertiges Wirtschaftsgut (siehe Lexikon: geringwertige Wirtschaftsgüter) handelt, so ist das Wirtschaftsgut über den Zeitraum der amtlichen Nutzungsdauer abzuschreiben. Damit kann nicht der gesamte Kaufpreis im Jahr des Erwerbes Steuer mindernd als Betriebsausgabe oder als Werbungskosten geltend gemacht werden, sondern nur der jährliche Wertverzehr, die so genannte Abschreibung.
Nicht abschreibungsfähig sind alle die Wirtschaftsgüter, die keinem Wertverzehr unterliegen, z.B. unbebaute Grundstücke oder Kunstwerke anerkannter Künstler).
Die Höhe des jährlichen Abschreibungsbetrags richtet sich nach der Nutzungsdauer des Wirtschaftsgutes und nach der gewählten oder gesetzlich vorgegebenen Abschreibungsmethode. Die Nutzungsdauer wird in einer vom Bundesfinanzministerium veröffentlichten, amtlichen Abschreibungstabelle bestimmt und zumeist aller zwei Jahre aktualisiert. Auch die zur Anwendung kommende Abschreibungsmethode (z.B.: lineare Abschreibung, degressive Abschreibung) ist gesetzlich vorgeschrieben.
Anschaffungs- oder Herstellungskosten des betreffenden Wirtschaftsgutes bilden die Bemessungsgrundlage für die Abschreibung. In die Bemessungsgrundlage bei Anschaffung eines Wirtschaftsgutes fließen nicht nur der Kaufpreis, sondern auch die Erwerbsnebenkosten, wie zum Beispiel Transportkosten und Montagekosten ein.
Bei unterjährigem Erwerb (Das Wirtschaftsgut wurde nicht im ersten Monat des Jahres erworben.) ist im Erwerbsjahr nicht die volle Jahresabschreibung, sondern nur für jeden angefangenen Monat 1/12 der Jahresabschreibung anzusetzen.
Der Arbeitgeber kann steuerfreie Zuschüsse zur typischen Arbeitskleidung (Berufskleidung) zahlen oder die Berufskleidung direkt zur Verfügung stellen. Erwirbt der Arbeitnehmer die Berufskleidung selbst, so kann er die Aufwendungen zum Erwerb der Arbeitskleidung als Werbungskosten bei den Einkünften aus unselbständiger Arbeit geltend machen. Ebenso die Kosten für Reinigung und Instandhaltung der Arbeitskleidung.
Sobald jedoch auch eine private Nutzung der Kleidung möglich ist, entfällt die Abzugsmöglichkeit. Die Anerkennung als Werbungskosten beschränkt sich auf die unstreitige Berufsbekleidung wie z.B. Uniformen für Polizisten, typische Arzt- oder Apothekenkittel, Amtstrachten, schwarzer Anzug bei Leichenbestatter.
Erhält der Steuerpflichtige vom Arbeitgeber Zuschüsse für die Arbeitskleidung, so sind diese Zuschüsse steuerpflichtiger Arbeitslohn, sofern vom Finanzamt die Anerkennung als Werbungskosten abgelehnt wird.
Besteht ein Dienstverhältnis zwischen einem Arbeitnehmer und einem Arbeitgeber, so werden alle daraus resultierenden Einnahmen als Arbeitslohn betrachtet. Die zufließenden Einnahmen können aus Geld- oder Sachbezügen bestehen. Unerheblich ist, ob es sich hierbei um laufende Bezüge handelt oder ob der Arbeitnehmer auf die erhaltenen Zahlungen einen Rechtsanspruch hat.
Der Arbeitslohn zählt zu den Einnahmen aus nichtselbständiger Arbeit. Neben dem periodischen Arbeitslohn (z.B. Monatsgehalt, Tageslohn, geldwerte Vorteile, Mehrarbeitszuschläge) können dem Arbeitnehmer auch sonstige Bezüge zufließen, die nicht regelmäßig zur Auszahlung kommen. Typische sonstige Bezüge sind: das 13. oder 14. Gehalt, Abfindungen, einmalige Sonderzahlungen oder Tantiemen.
Zum Arbeitslohn zählen u.a.:
• Löhne, Gehälter, Gratifikationen,
• Sachbezüge,
• andere Vorteile, die gewährt werden (z.B. Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld),
• Entschädigungen (z.B. Abfindung),
• Ersatz von Fahrtkosten (wenn sie den steuerfreien Betrag -siehe Reisekosten- übersteigen),
• Wartegelder, Ruhegelder, Witwen- und Waisengelder,
• andere Bezüge aus früheren Dienstverhältnissen,
• Zuschüsse im Krankheitsfall,
• Entlohnungen für Mehrarbeit oder besondere Gefährdungen,
• Trinkgelder, Bedienzuschläge und ähnliche Zuwendungen, auf die der Arbeitnehmer einen Rechtsanspruch hat.
Nicht zum Arbeitslohn gehören Leistungen, die der Arbeitgeber ganz überwiegend im betrieblichen Interesse aufwendet, da in diesem Fall keine Gegenleistung für die zur Verfügung gestellte Arbeitskraft vorliegt. Hierzu gehören beispielsweise Vorsorgeuntersuchungen oder Fortbildungsmaßnahmen.
Entstandene Arztkosten, mit Ausnahme der von den Versicherungen beglichenen Beträge (komplette oder teilweise Erstattung), sind außergewöhnlicher Belastungen. Sie können unter Abzug der erstatteten Beträge in der Einkommensteuer entsprechend geltend gemacht werden. den Arztkosten).
Erhält der Arbeitnehmer Sachzuwendungen von seinem Arbeitgeber, so werden diese Zuwendungen Aufmerksamkeiten genannt. Aufmerksamkeiten werden häufig aus betrieblichem Anlass gemacht. Gängige Aufmerksamkeiten sind Blumen, Genussmittel, Gutscheine, Bücher, Unterhaltungsmedien, Konzert- oder Musical-Tickets.
Lebensmittel, die der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer zum Verzehr im Betrieb unentgeltlich oder teilweise unentgeltlich überlässt sind ebenfalls Aufmerksamkeiten.
Aufmerksamkeiten bis zu einem Wert in Höhe von € 44,00 bleiben Sachzuwendungen steuerfrei.
Finanzielle Zuwendungen werden dem Arbeitslohn zugerechnet.
Wird eine Aufrechnung durchgeführt, so wird eine bestehende Hauptforderung durch Verrechnung mit einer Gegenforderung erfüllt. Es handelt sich dabei um Rechtsgeschäfte, bei welchen gegenseitige, gleichartige Forderungen wechselseitig getilgt werden. Die Aufrechnung ist im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) geregelt.
Beispiel: Ein Schreiner erbringt Leistungen in Höhe von 3.000 € für seinen Heizöllieferanten. Der Geldbetrag kann mit einer Forderung des Heizöllieferanten gegenüber dem Schreiner von 2.500 € verrechnet werden.
Für die Abwicklung einer Aufrechnung müssen folgende Voraussetzungen vorliegen:
Aufrechnungserklärung des Aufrechnenden (§ 388 BGB)
Gegenseitigkeit der Forderungen (Jeder Vertragspartner ist Gläubiger in einem Rechtsgeschäft und Schuldner im
anderen Rechtsgeschäft)
Gleichartigkeit der Forderungen (z.B. Geldansprüche gegen Geldansprüche)
Erfüllbarkeit der Hauptforderung (Anspruch der Hauptforderung muss bereits Bestand haben)
Wirksamkeit und Fälligkeit der Gegenforderung (keine Einrede, § 390 BGB)
Die Aufrechnung selbst darf nicht durch ein Aufrechnungsverbot ausgeschlossen sein.
Alle im Ausland erzielten Einkünfte unterliegen der deutschen Besteuerung. Hierzu gehören zum Beispiel Einkünfte aus der Vermietung einer ausländischen Immobilie oder Einkünfte aus ausländischen Wertpapieren sowie ausländische Zinseinkünfte.
Aufgrund des jeweils zur Anwendung kommenden Doppelbesteuerungsabkommens kann jedoch in Einzelfällen das Besteuerungsrecht dem ausländischen Staat zustehen. Sofern dies der Fall ist, sind die Einkünfte von der Besteuerung in Deutschland freigestellt. Verluste, die im Ausland erzielt werden, sind nur beschränkt abzugsfähig.
Die Finanzbehörden prüfen im Rahmen einer Außenprüfung die steuererheblichen Angaben der Steuerpflichtigen. Die Außenprüfung kann eine oder mehrere Steuerarten sowie einen oder mehrere Besteuerungszeiträume umfassen oder sich auf bestimmte Sachverhalte beschränken. In einer schriftlich zu erteilenden Prüfungsanordnung mit Rechtsbehelfsbelehrung bestimmt die Finanzbehörde den Umfang der Außenprüfung. Die Durchführung einer Außenprüfung ist zulässig für Steuerpflichtige, die einen gewerblichen oder land- und forstwirtschaftlichen Betrieb unterhalten oder für Steuerpflichtige, die freiberuflich tätig sind.
Prüfungsanordnung, voraussichtlicher Prüfungsbeginn sowie die Namen der Prüfer müssen dem Steuerpflichtigen, bei dem die Außenprüfung durchgeführt werden soll, in angemessener Zeit vor Beginn der Prüfung bekannt gegeben werden, sofern der Prüfungszweck mit der Ankündigung nicht gefährdet wird. Auf Antrag der Steuerpflichtigen kann der Beginn der Außenprüfung auf einen anderen Zeitpunkt verlegt werden, wenn dafür wichtige Gründe glaubhaft gemacht werden. Die Prüfer haben sich bei Erscheinen unverzüglich auszuweisen. Von der Finanzbehörde ist der Beginn der Außenprüfung unter Angabe von Datum und Uhrzeit aktenkundig zu machen.
Der Steuerpflichtige hat bei der Feststellung der Sachverhalte, die für die Besteuerung erheblich sein können, eine Mitwirkungspflicht. Er hat insbesondere Auskünfte zu erteilen, Nachweise in Form von Aufzeichnungen, Bücher, Geschäftspapiere und andere Urkunden zur Einsicht und Prüfung vorzulegen, die für das Verständnis der steuererheblichen Aufzeichnungen erforderlich sind. Hierbei hat er die Finanzbehörde bei Ausübung ihrer Tätigkeit zu unterstützen.
Entstehen für einen Steuerpflichtigen zwangsläufig größere Aufwendungen als der überwiegenden Mehrzahl der Steuerpflichtigen gleicher Einkommensverhältnisse, gleicher Vermögensverhältnisse und gleichen Familienstands, so können diese Aufwendungen als außergewöhnliche Belastungen steuerlich berücksichtigt werden. Dabei kann der Teil der Aufwendungen, der die zumutbare Belastung übersteigt, bei der Einkommensteuererklärung vom Gesamtbetrag der Einkünfte abgezogen werden.
Außerordentliche Einkünfte sind:
• Veräußerungsgewinne (z.B. Betriebsveräußerung)
• Entschädigungen (z.B. für die Aufgabe einer Tätigkeit, die Einhaltung eines Wettbewerbsverbotes)
• Nutzungsvergütungen und Zinsen (wenn sie für mehr als drei Jahre nachgezahlt werden)
• Vergütungen für mehrjährige Tätigkeiten
• Einkünfte aus außerordentlichen Holznutzungen
Liegen außerordentliche Einkünfte vor, kommt ein ermäßigter Steuersatz (Fünftelungsmethode) zur Anwendung.
Die BGB (Gesellschaft bürgerlichen Rechts, auch GbR genannt) ist eine Vereinigung von mindestens zwei Gesellschaftern, die sich für die Erreichung eines gemeinsamen Ziels, mittels eines gemeinsamen Gesellschafsvertrags zusammenschließen. Bei den beteiligten Gesellschaftern kann es sich um natürliche oder juristische Personen oder um Personengesellschaften handeln.
Eine GbR hat keine eigene Rechts- oder Geschäftstätigkeit, ganz im Gegensatz zu Kapitalgesellschaften. Zur Zahlung der Einkommensteuer wird nicht die GbR veranlagt, sondern die einzelnen Gesellschafter, welchen den Gewinn nach erfolgter Gewinnfeststellung anteilig zugesprochen wird. Der Gewinn des einzelnen Gesellschafters ist Einkunft aus Gewerbebetrieb. Jeder Gesellschafter der GbR haftet in der Regel mit seinem gesamten Privatvermögen.
Erfolgt in einem Unternehmen eine Betriebsaufspaltung, wird das Unternehmen in ein Besitzunternehmen und in ein Betriebsunternehmen aufgespaltet. Die Betriebsaufspaltung ist hierbei durch eine personelle und eine sachliche Verflechtung charakterisiert. Dem Besitzunternehmen werden die wesentlichen Wirtschaftsgüter zugeordnet, während das Betriebsunternehmen die Geschäfte des bisherigen Unternehmens weiterführt. Die hierzu erforderlichen Wirtschaftsgüter werden vom Besitzunternehmen gepachtet.
Bedeutung der Betriebsaufspaltung: hier sind im Wesentlichen steuerliche und haftungsrechtliche Gründe maßgebend. Sollte das Betriebsunternehmen in Konkurs gehen, sind die elementaren Betriebsgrundlagen des Besitzunternehmens (im Gegensatz zum früheren Unternehmen) nicht verloren.
Formell können Besitz- und Betriebsunternehmen als Kapitalgesellschaft oder Personengesellschaft geführt werden. Besitz- und Betriebsunternehmen erzielen Einkünfte aus Gewerbebetrieb und unterliegen der Gewerbesteuer.
Mit der Beherrschung beider Unternehmen durch eine Person bzw. durch eine Personengruppe entsteht eine personelle Verflechtung.
Unter der betrieblichen Altersvorsorge wird nicht nur die Altersrente des Arbeitnehmers gefasst. Hierzu zählen auch die von ihm gezahlte Hinterbliebenenrente (Waisen- oder Witwenrente) sowie eine Invalidenrente. Eine betriebliche Altersvorsorge kann der Arbeitgeber direkt über eine Pensionszusage einrichten oder indirekt durch andere rechtlich selbständige Versorgungsträger (Versicherungsgesellschaft, Pensionskasse, Unterstützungskasse).
Alle Aufwendungen und Ausgaben, die durch den Betrieb veranlasst werden, gelten als Betriebsausgaben. Neben allen Vermögensabflüssen in Form von Geld gehört hier auch der Abfluss von Sachwerten. Voraussetzung ist, dass die Ausgaben im wirtschaftlichen Zusammenhang mit dem Betrieb stehen. Für die Anerkennung als Betriebsausgaben dürfen keine Zusammenhänge mit der privaten Lebensführung bestehen.
Betriebseinnahmen werden in der Einnahmen-Überschuss-Rechnung, oder der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV), erfasst. Es handelt sich um Einnahmen in Geld oder Geldeswert, die durch den Betrieb veranlasst sind. Betriebseinnahmen werden durch den Verkauf von Waren oder Wirtschaftsgütern aus dem Anlagevermögen des Unternehmens generiert. Daneben führt auch der Verkauf einer Dienstleistung zu einer Betriebseinnahme. Der Begriff Betriebseinnahmen wird häufig mit dem Betriff Umsatz verwechselt. Dabei sind Betriebseinnahmen die Gesamtheit aller Einnahmen des Betriebes, während der Umsatz hingegen lediglich auf die operativen Einahmen bzw. die Betriebseinnahmen aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit abzielt.
Das Betriebsergebnis wird aus den Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV). Das Betriebsergebnis ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, die in der Regel den Gewinn vor Steuern bezeichnet. Allgemein stellt das Betriebsergebnis den Unterschied zwischen den Betriebseinnahmen und den Betriebsausgaben dar. Es kann also sowohl ein Gewinn als auch ein Verlust als Betriebsergebnis ausgewiesen oder ermittelt werden. Allerdings dürfen zur Berechnung nur Erträge aus der rein betrieblichen Tätigkeit gezählt werden.
Das Betriebsvermögen ist ein Begriff aus dem Steuerrecht. Es umfasst im Wesentlichen die Wirtschaftsgüter des Unternehmens, die nach ihrer Art und Funktion in einem betrieblichen Zusammenhang mit dem Unternehmen stehen. Dabei ist zwischen der betrieblichen Nutzung der einzelnen Wirtschaftsgüter zu unterscheiden. Sofern das Wirtschaftsgut zu mehr als 50% eigenbetrieblich genutzt wird, zählt es zum notwendigen Betriebsvermögen. Wirtschaftsgüter mit einer betrieblichen Nutzung von 10 bis 50% können als "gewillkürtes" Betriebsvermögen ausgewiesen und behandelt werden, so dass der Unternehmer ein Wahlrecht ausüben kann, ob das Wirtschaftsgut in das Betriebsvermögen aufgenommen werden soll oder nicht. Das Betriebsvermögen teilt sich in abnutzbare Wirtschaftsgüter, nicht abnutzbare Wirtschaftsgüter, das Umlaufvermögen und die Schulden bzw. Verbindlichkeiten des Unternehmens.
Betriebversammlung
Zahlt der Arbeitgeber eine Vergütung für die Teilnahme an einer Betriebsversammlung (nach § 44 Betriebsverfassungsgesetz), so entsteht steuerpflichtiger Arbeitslohn. Zum steuerpflichtigen Arbeitslohn gehört auch der Fahrtkostenersatz durch den Arbeitgeber.
Aufwendungen für die Bewirtung von Geschäftspartnern sind zum Teil als Betriebsausgaben abzugsfähig. 70 Prozent (bis Ende 2003: 80 Prozent) der Bewirtungsaufwendungen dürfen den Gewinn mindern. Die in Rechnungen für Bewirtungsaufwendungen enthaltene Umsatzsteuer kann vollständig als Vorsteuer geltend gemacht werden. Dies ergibt sich aus der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofes (siehe Urteil vom 10.2.2005, Aktenzeichen: V R 76/03).
Bewirtungskosten müssen in Verbindung mit einem geschäftlichen Anlass entstehen. Das kann z.B. im Zusammenhang mit Besprechungen zur Angebots- und Auftragsabwicklung stehen. Zu beachten ist, dass die Aufwendungen der allgemeinen Verkehrsauffassung angemessen sein müssen und deren Höhe und betriebliche Veranlassung nachgewiesen werden muss. Der Beleg für die Kosten der Bewirtung sollte maschinell erstellt sein. Auf ihm muss der Ort und der Tag der Bewirtung, Höhe der Bewirtungsaufwendungen (nicht als Gesamtsumme ausgewiesen, sondern Auflistung der einzelnen Getränke und Speisen), Anlass der Bewirtung sowie Namen der bewirteten Personen aufgeführt sein. Auch sollte der Unternehmer den Beleg eigenhändig unterschreiben. Kann der Nachweis für die geschäftliche Veranlassung nicht geführt werden, sind die Bewirtungskosten nicht als Betriebsausgaben abzugsfähig.
Die Buchführungspflicht eines Unternehmers kann sich aus mehreren gesetzlichen Grundlagen ergeben. Insbesondere aus dem Handelsrecht und dem Steuerrecht, so sind alle Unternehmer buchführungspflichtig, welche nach § 1 HGB Kaufleute sind. Näheres bestimmt sich über die Kaufmannseigenschaften. Zu den buchführungspflichtigen Kaufleuten zählen die Formkaufleute, also sämtliche Kapitalgesellschaften wie bspw. die GmbH oder die AG. Aber auch größere Land- und Forstwirte, so genannte Kannkaufleute, oder Handelsgesellschaften.
Wie wird eine Geschäftsidee in die Tat umgesetzt? Diese Frage gilt es im Businessplan zu beantworten. Dabei hat der Businessplan gleich zwei wichtige Aufgaben zu erfüllen: Zum einen muss er die Geldgeber und andere wichtige Geschäftspartner vom Erfolg der Unternehmensidee überzeugen. Und zum anderen dient der Businessplan als regelmäßiges Kontrollinstrument für den Gründer, da der Plan für Ihn das grundlegende Geschäftskonzept mit Darstellung des unternehmerischen Vorhabens bedeutet. Ein durchdachter, überzeugend erstellter Businessplan, der die Tragfähigkeit des Geschäftsvorhabens untermauert, hat beste Chancen von Geldgebern und Geschäftspartnern akzeptiert zu werden. Der Businessplan dient somit als Werkzeug, um die Geschäftsidee zu durchleuchten und auf deren Durchführbarkeit zu prüfen. Bestandteile des Businessplans sind neben dem eigentlichen Unternehmenskonzept insbesondere die Beschreibung der persönlichen Qualifikationen, die Darstellung der Unternehmensdaten, die Markt- und Konkurrenzanalyse, die Marketingstrategie und die Schilderung der Zukunftsaussichten, eine Planbilanz, eine Plan-Gewinn- und Verlustrechnung, einen Plan zum Kapitalbedarf und zur Finanzierung sowie eine Liquiditätsvorschau. Die Vorlage eines Businessplans wird häufig zur Beantragung von Fördermitteln, wie etwa dem Gründungszuschuss oder dem Einstiegsgeld verlangt.
Der Cash Flow ist eine Gewinnkennzahl der Unternehmensanalyse. Er bildet eine wichtige wirtschaftliche Messgröße, um den Überschuss in einer Periode festzustellen, wobei der Überschuss der betrieblichen Einnahmen über die betrieblichen Ausgaben festgestellt wird. Mit dem Cash Flow kann eine Aussage über die Ertrags- und Finanzkraft des Unternehmens getroffen werden, die vor allem für Kreditgeber und potentielle Investoren von Bedeutung ist.
Für die Cash-Flow Berechnungen können zwei grundsätzliche Wege angewandt werden: die indirekte und die direkte Methode. Um den (Brutto-) Cash Flow auf indirektem Wege zu ermitteln, werden die Positionen, die nicht zahlungswirksam sind, aus dem Jahresüberschuss herausgerechnet. Die direkte Ermittlung des (Brutto-) Cash Flows ergibt sich aus der Differenz aller zahlungswirksamen Erträge und den zahlungswirksamen Aufwendungen.
Unter dem Betriff CRM versteht man das Customer Relationship Management, also das Kundenbeziehungsmanagement. CRM beschreibt die Prozesse in einem Unternehmen, durch welche die Beziehungen zwischen dem Unternehmen selbst und seinen Kunden aktiv und systematisch ausgestaltet werden. Hauptziele des CRM sind die Kundenbindung sowie die Neukundengewinnung. Damit ist das CRM ein wichtiges Instrument im Vertrieb sowie zur Steigerung der Effizienz eines Unternehmens geworden.
Das Damnum ist der Oberbegriff für das Darlehensaufgeld (Agio)/ Darlehensabgeld (Disagio). Das Damnum ergibt sich aus der Differenz zwischen Rückzahlungsbetrag und Auszahlungsbetrag eines Kredites. Wird ein Darlehensaufgeld vereinbart, erhöht sich der Rückzahlungsbetrag um das Aufgeld. Als Darlehensabgeld vereinbart, verringert sich der Auszahlungsbetrag um das Abgeld. Das Damnum ist wie eine Zinszahlung zu behandeln. Unterschiedliche steuerliche Konsequenzen ergeben sich für den Darlehensgeber und für den Darlehensnehmer. Zudem wird bei der steuerrechtlichen Beurteilung des Damnums unterscheiden, ob es sich um einen privaten oder um einen betrieblichen Kredit handelt.
Unternehmer, die zur Umsatzsteuervoranmeldung verpflichtet sind, können beim zuständigen Finanzamt eine Dauerfristverlängerung beantragen. Wird die Dauerfristverlängerung genehmigt, können Unternehmen, welche die Umsatzsteuervoranmeldung monatlich oder quartalsweise einreichen müssen, diese einen Monat nach der ursprünglichen Abgabefrist einreichen. Bei denjenigen Unternehmen, die zur monatlichen Zahlung der Umsatzsteuer verpflichtet sind, wird im Falle einer Dauerfristverlängerung durch das Finanzamt eine einmalige Sondervorauszahlung fällig. Die Höhe dieser Vorauszahlung beträgt 1/11 der Umsatzsteuervorauszahlungen des Vorjahres und soll eventuelle Zinsvorteile, die dem Unternehmer durch die Dauerfristverlängerung entstehen, neutralisieren. Erst mit der letzten Umsatzsteuervoranmeldung des Jahres wird die Sondervorauszahlung durch Abzug von der Umsatzsteuerschuld wieder ausgeglichen. Der Antrag auf Dauerfristverlängerung gilt jeweils für ein Jahr.
Der Deckungsbeitrag ist ein Begriff aus dem Controlling und eine der wichtigsten unternehmerischen Kenngrößen. Er bezeichnet die Differenz zwischen dem Verkaufserlös und den variablen Kosten. Deckungsbeitragsberechnungen können sich auf die Gesamtheit aller Produkte beziehen. Zur Marktanalyse kann die Ermittlung des Deckungsbeitrags für das einzelne Produkt, bzw. für das einzelne Vertriebsgebiet aufschlussreiche Aussagen ermöglichen.
Wird das Firmenfahrzeug auch für private Zwecke genutzt, ist der geldwerte Vorteil aus der Nutzungsüberlassung der Lohnsteuer zu unterwerfen.
Ist ein Arbeitnehmer aus dienstlichen Gründen vorübergehend außerhalb seiner regelmäßigen Arbeitsstätte tätig, handelt es sich um eine Dienstreise. Üblicherweise handelt es sich dabei um Fahrten zu Messen, Seminaren, Fortbildungen, Kunden oder Lieferanten. Mit der Änderung der Lohsteuerrichtlinien 2008 werden die Begriffe Dienstreise, Einsatzwechseltätigkeit und Fahrtätigkeit unter dem Begriff „beruflich veranlasste Auswärtstätigkeit“ zusammengefasst.
Die zahlreichen Steuerarten werden in indirekte und direkte Steuern untergliedert. Direkte Steuern sind direkt vom Steuerpflichtigen oder über Dritte (dies ist z.B. bei der Lohnsteuer der Fall, der Arbeitgeber schuldet die Steuer) zu begleichen. Zu den wichtigsten direkten Steuern gehören die Einkommensteuer, die Lohnsteuer, die Kapitalertragsteuer und die Körperschaftsteuer.
Bei einer indirekten Steuer schuldet ein Dritter (Verkäufer) die Steuer. Die letztendlich mit der Steuer belastete Person muss die Steuer nicht an das Finanzamt abführen. Bei indirekten Steuern wird die Steuer über den Preis einer Ware oder Dienstleistung erhoben. Zu den wichtigsten indirekten Steuern gehören die Umsatzsteuer, die Stromsteuer, die Tabaksteuer, Mineralölsteuer und die Versicherungssteuer.
Eine Doppelbesteuerung wird durch die mehrfache Besteuerung derselben Bemessungsgrundlage verursacht.
Kraftstoffe, wie z.B. das Benzin unterliegen einer Doppelbesteuerung. Benzin wird mit der Mineralölsteuer und der Ökosteuer besteuert. Anschließend zahlt der Verbraucher die Umsatzsteuer, so dass hier drei verschiedene Steuerarten ein und dasselbe Produkt besteuern.
Von Doppelbesteuerung wird aber auch bei der von der Bundesregierung zu vermeidenden zweimaligen Besteuerung von Arbeitseinkommen durch verschiedene Staaten gesprochen.
Unterliegt das Einkommen eines Steuerpflichtigen für denselben Steuergegenstand sowie für den gleichen Zeitraum in mehreren Staaten einer vergleichbaren Steuer, so liegt eine Doppelbesteuerung vor. Damit kommt es zur zweifachen steuerlichen Belastung der Einkünfte. Ursachen einer Doppelbesteuerung sind eine Ansässigkeit des Steuerpflichtigen in zwei oder mehreren Staaten aber auch zwei oder mehrere Einkunftsquellen des Steuerpflichtigen in Staaten in denen er nicht seinen Wohnsitz hat. Die betreffenden Staaten erheben in diesen Fällen separate Steueransprüche.
Durchlaufende Posten sind im Namen und für Rechnung eines anderen vereinnahmte oder verausgabte Beträge.
Es handelt sich dabei um Gelder, die dem Unternehmen rechtlich nicht zuzurechnen sind. Arbeitnehmeranteile zur Sozialversicherung, die bei der Lohn- und Gehaltsabrechnung einbehalten werden und an die entsprechenden Sozialversicherungsträger abgeführt werden sind durchlaufende Posten. Ebenso der Ersatz von Auslagen (Beispiel: entstandene auftragsbezogene Zusatzkosten werden zunächst vom Auftragnehmer übernommen, später bei der Rechnungsstellung des Auftrags durch den Auftraggeber erstattet).
Die einfache Buchführung bezeichnet die Pflicht zur einfachen Aufzeichnung der Geschäftsvorgänge von freiberuflich Tätigen und Kleingewerbetreibenden (§ 141 der Abgabenordnung (AO). Nach der einfachen Buchführung erfolgt die Gewinnermittlung mittels Einnahmen-/Überschussrechnung. Im Gegensatz zur doppelten Buchhaltung liegt der Vorteil darin, dass die Abgaben an das Finanzamt erst nach dem tatsächlichen Geldeingang entrichtet werden müssen (Zufluss- und Abflussprinzip).
Die Einfuhrumsatzsteuer ist eine Steuer, die bei der Einfuhr von Waren von Drittländern nach Deutschland anfällt. Als Bemessungsgrundlage für die Erhebung der Einfuhrumsatzsteuer dient der Zollwert der eingeführten Gegenstände. Der anzuwendende Steuersatz ist mit den Umsatzsteuersätzen, die im Inland auf entsprechende Gegenstände erhoben werden, identisch. Unternehmer können die Einfuhrumsatzsteuer als Vorsteuer geltend machen. Sind sie selbst Importeure müssen sie per zollamtlichem Beleg nachweisen, dass sie auf die Gegenstände Einfuhrumsatzsteuer entrichtet haben. Hat der Unternehmer, der die Ware für seine unternehmerischen Zwecke einsetzt nicht selbst, sondern zum Beispiel über eine Spedition oder eine Handelsvertretung importiert, muss er sich den Zahlungsbeleg oder einen vom Zollamt ausgestellten Ersatzbeleg aushändigen lassen und beim Finanzamt vorweisen.
Der Einkommensteuer unterliegen ausschließlich natürliche Personen. Sie zählt zu den bedeutendsten Einnahmequellen des Staates. Bei der Feststellung der Höhe der zu entrichtenden Einkommensteuer wird kein Festbetrag erhoben, sondern ein prozentualer Wert, der die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der natürlichen Personen berücksichtigt. Im Zuge der jährlichen Einkommensteuerklärung kann der Steuerpflichtige je nach der Höhe seiner Einkünfte die Steuer ganz oder teilweise zurück fordern.
Die Einzelfirma ist als einfachste Form der Unternehmensgründung. Es handelt sich dabei um Unternehmen, die von einer einzelnen natürlichen Person, die gleichzeitig auch Inhaber ist, auf eigene Rechnung betrieben werden. Die Einzelfirma selbst ist rechtlich unselbstständig, so dass der Inhaber die aus dem Unternehmen erwachsenden Rechte und Pflichten automatisch übernimmt. Gleichsam haftet er persönlich und unbeschränkt mit seinem gesamten Vermögen. Die Gründung einer Einzelfirma erfolgt formlos durch den Einzelunternehmer selbst.
Zu beachten ist, dass auch für die Einzelfirma die Pflicht zur ordnungsgemäßen Buchführung besteht, ebenso die Einhaltung gesonderter Vorschriften und Auflagen bei bestimmten gewerblichen Tätigkeiten.
Der Erwerb von Todes wegen unterliegt der Erbschaftsteuer, wenn die zum Ansatz kommenden Freibeträge überschritten werden. Die Höhe der maßgebenden Freibeträge richtig sich nach dem vorliegenden Verwandtschaftsverhältnis zwischen Erblasser und Erbe. Die höchsten Freibeträge kommen grundsätzlich bei sehr nahen Verwandtschaftsverhältnissen (Eltern - Kinder; zwischen Ehepartnern) zur Anwendung.
Zur Ermittlung der Erbschaftsteuer werden die folgenden Erwerbe herangezogen:
Erwerb aufgrund Testament oder Erbvertrag, Schenkung auf den Todesfall, Gesetz, Vermächtnis, Pflichtteilanspruch, Erbersatzansprüche nichtehelicher Kinder, Abfindungen für den Verzicht auf Pflichtteils oder Erbersatzansprüchen oder Vermächtnis.
Der Erbschaftsteuer unterliegen zudem:
Vermögensvorteile auf Grund vom Erblasser abgeschlossener Verträge.
Übergang eines Gesellschaftsanteils bei Ausscheiden eines Gesellschafters gegen eine Abfindung, sofern diese unter dem Wert des Gesellschaftsanteils liegt.
Übergänge von Vermögen auf eine Stiftung oder einen Trust.
Für die Erbschaftsteuer sind in der Regel die Vermögensverhältnisse zum Zeitpunkt des Todes des Erblassers ausschlaggebend.
Die Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) dient der Gewinnermittlung. In ihr werden die Betriebsausgaben von den Betriebseinnahmen abgezogen und somit das Betriebsergebnis des Unternehmens ermittelt (Gewinn oder Verlust).
In der Bundesrepublik Deutschland wird zwischen der amtliche EÜR (Umsatz > 17.500 €) und der nichtamtlichen EÜR (Umsatz < 17.500 €) unterschieden.
Im Zuge der Einkommensteuererklärung wird die EÜR beim zuständigen Finanzamt eingereicht und belegt die Einkünfte aus Gewerbebetrieb oder die Einkünfte aus selbständiger Arbeit in der Einkommensteuererklärung.
Eine erhöhte Abschreibung (auch Sonderabschreibung) kann zusätzlich zur normalen Abschreibung vorgenommen werden. Hierbei wird jedoch vorausgesetzt, dass als normale Abschreibung die lineare Abschreibung zur Anwendung kommt. Sonderabschreibungen werden unter anderem für besonders förderungswürdige Gebäude für bestimmte Industriezweige sowie für kleine und mittlere Unternehmen gewährt. Eine der gebräuchlichsten Sonderabschreibungen ist die Ansparabschreibung. Sie erlaubt kleinen und mittleren Unternehmen bereits vor Anschaffung eines Wirtschaftsgutes eine Gewinn mindernde Rücklage zu bilden.
Der Begriff des Factoring beschreibt eine Form der Unternehmensfinanzierung. Dabei werden von bestimmten Instituten der Finanzierungsbranche bestehende Forderungen von Unternehmen aus Dienstleistungen und Warenlieferungen aufgekauft. Auf diese Weise erlangen Unternehmen sofort Liquidität durch den Verkauf ihrer Außenstände. Je nach Leistungsumfang können Unternehmen dabei ihr Forderungsmanagement direkt an betreffende Institute abgeben. Dazu gehört beispielsweise das Mahn- und Inkassowesen. Mittlerweile hat sich der Verkauf von Zahlungsforderungen in vielen Branchen etabliert.
Als Fahrtkosten werden tatsächlich entstandene Aufwendungen definiert, die dem Steuerpflichtigen durch die Nutzung von Beförderungsmitteln entstehen, wenn die Beförderung im Zusammenhang mit der Erzielung von Einnahmen steht.
Fahrtkosten, die dem Unternehmer entstanden sind, können als Betriebsausgaben abgesetzt werden. Werden Einkünfte aus Vermietung erzielt, können die in diesem Zusammenhang entstandenen Fahrtkosten (Besichtigungstermine usw.) per Beleg bzw. mittels Kilometerpauschale als Werbungskosten angesetzt werden. Fahrtkosten, wie z.B. Fahrten zu Hauptversammlungen, stehen im Zusammenhang mit der Erzielung von Einkünften aus Kapitalvermögen.
Finanzierungskosten sind sofort abzugsfähige Betriebsausgaben bzw. Werbungskosten. Zu Ihnen gehören alle Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der der Kreditbeschaffung stehen (Zinsen, Disagio, Vermittlungsprovision, Kosten aus Bürgschaften, bei Hypotheken: Kosten für Grundbucheintrag).
Sie mindern im Jahr ihrer Entstehung den steuerpflichtigen Gewinn, sofern Sie im Zusammenhang mit der Erzielung von Einkünften stehen. Beispiel: Der Erwerb einer Werkzeugmaschine für die eigene Produktion wird per Kredit finanziert: die dabei entstehenden Kreditzinsen sind sofort abzugsfähige Finanzierungskosten.
Der Firmenwert ist der Betrag, den ein Käufer bei der Übernahme einer Unternehmung als Ganzes unter Berücksichtigung zukünftiger Ertragsannahmen (Unternehmungswert, Ertragswert) über den Wert der vorhandenen Vermögensgegenstände und nach Abzug der Schulden (= Substanzwert) hinaus zu zahlen bereit ist (Unternehmungsmehrwert). In die Ermittlung des Firmenwertes fließen aber auch Werte ein, die schwierig zu berechnen sind. Bei diesen, den Firmenwert mit bildenden Bestandteilen, handelt es sich z. B. um Beurteilungen zu Produktlebenszyklen, Qualität des Management, rationelle Herstellungsverfahren bzw. Betriebsorganisation, Marktstellung/Marktstrategie, Potential der Mitarbeiter, Beurteilung des Marketing-Mix und Auswertungen zum Kundenverhalten (ABC-Analyse). Die Beurteilung der Firmenwert bildenden Faktoren ist der schwerste Teil bei der Festsetzung des Firmenwertes.
Durch einen Freistellungsauftrag können private Anleger bei Kreditinstituten die Auszahlung von Kapitalerträgen ohne Abzug von Abgeltungssteuer auf Kapitalerträge im Rahmen des Sparerpauschbetrages beantragen. Der gesamte Freistellungsbetrag kann auf mehrere Kreditinstitute aufgeteilt werden, wobei der Steuerpflichtige die korrekte Aufteilung selbst zu beachten hat. Die Summe aller erteilten Freistellungsaufträge ist auf den Sparerpauschbetrag begrenzt.
Freie Mitarbeiter sind selbstständig tätig und stehen dadurch nicht in einem Arbeitsverhältnis zu einem Arbeitgeber.
Ein freier Mitarbeiter erzielt im Regelfall Einkünfte aus selbstständiger Arbeit. Die Gewinnermittlung wird durch die Einnahmen-/ Überschussrechnung ermittelt. Ausgaben, die im Zusammenhang mit der Tätigkeit als freier Mitarbeiter stehen, können als Betriebsausgaben geltend gemacht werden. Zudem steht es dem freien Mitarbeiter frei, zur Umsatzsteuer zu optieren. Dadurch ist es ihm möglich, die in den Betriebsausgaben enthaltene Vorsteuer beim Finanzamt zurückzufordern.
Als freier Mitarbeiter gilt es, sich von der Scheinselbstständigkeit abzugrenzen, indem die wesentlichen Merkmale einer unternehmensgebundenen Tätigkeit ausgeschlossen sind. So muss beispielsweise das unternehmerische Risiko beim Steuerpflichtigen liegen. Idealerweise beschränkt sich die Tätigkeit als freier Mitarbeiter nicht auf ein Unternehmen.
Außerordentliche Einkünfte, wie der steuerpflichtige Teil von Abfindungen, Jubilars-Vergütungen, Nutzungsvergütungen und Zinsen, soweit sie für einen Zeitraum von mehr als drei Jahren nachgezahlt werden und Nachzahlungen von Renten und Pensionen werden nach der sog. Fünftelregelung begünstigt.
Bei Anwendung der Fünftelregelung werden die begünstigten Einkünfte aus dem zu versteuernden Einkommen ausgenommen und mit einem Fünftel wieder hinzugerechnet. Anschließend wird die Einkommensteuer für das zu versteuernde Einkommen mit und ohne Fünftelbetrag ermittelt. Der Differenzbetrag wird anschließend verfünffacht und bildet das Steuerergebnis für die außerordentlichen Einkünfte. Das Finanzamt prüft automatisch, ob eine Fünftelregelung zu berücksichtigen ist und wägt im Einzelfall ab, ob die normale Besteuerung oder die ermäßigte Besteuerung nach der Fünftelregelung günstiger ist.
Die Garantierückstellung ist ein Wert, der bei der Erstellung der Bilanz von Bedeutung sein kann. Mit einer Rückstellung für Garantieleistungen wird für den Fall Vorsorge getroffen, dass zugesagte Garantieleistungen beansprucht werden. Garantierückstellungen müssen sich auf tatsächlich getätigte Umsätze beziehen, wobei eine Wahrscheinlichkeit für eine spätere Garantie-Inanspruchnahme besteht.
Für die Festsetzung des prozentualen Anteils vom getätigten Umsatz können Erfahrungswerte der Vergangenheit herangezogen werden. Wurden im betreffenden Zeitraum Qualitäts-verbessernde Maßnahmen in der Produktion umgesetzt, kann jedoch auch ein verminderter Wertansatz herangezogen werden.
Ein geldwerter Vorteil ist ein dem Arbeitnehmer zufließender Vorteil, wobei es sich nicht um die Bezahlung von Arbeitsentgelt handelt. Ein geldwerter Vorteil kann aus einer Sach- oder einer Naturalleistung bestehen. Geldwerte Vorteile sind steuerpflichtige Einnahmen des Arbeitnehmers. Beispiel: ist es einem Arbeitnehmer gestattet, seinen Dienstwagen auch für private Zwecke zu nutzen, dann zählt der privat genutzte Anteil als geldwerter Vorteil. Bei der Vergabe von zinslosen Darlehen oder der verbilligter Überlassung von Mietwohnraum handelt es sich ebenfalls um einen geldwerten Vorteil.
Im Allgemeinen wird in drei unterschiedliche Formen der geringfügigen Beschäftigung unterschieden:
1. Geringfügige entlohnte Beschäftigung
Eine geringfügig entlohnte Beschäftigung liegt vor, wenn das regelmäßige Arbeitsentgelt höchstens 400 Euro im Monat beträgt. Für diese Beschäftigten hat der Arbeitgeber pauschale Sozialversicherungsbeiträge abzuführen. Sofern der Beschäftigte der Rentenversicherungspflicht unterliegt, sind 15 Prozent des Arbeitsentgelts für die gesetzliche Rentenversicherung abzuführen. Der pauschale Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung muss entrichtet werden. Neben den Sozialversicherungsbeiträgen werden Lohnsteuer und Umlagen für die Lohnfortzahlungsversicherung fällig. Arbeitgeber müssen die Arbeitnehmer zur gesetzlichen Unfallversicherung anmelden und die Beiträge dafür entrichten.
2. Geringfügige entlohnte Beschäftigung in Privathaushalten
Der pauschale Beitrag zur Renten- und Krankenversicherung reduziert sich auf jeweils fünf Prozent, sofern geringfügige Beschäftigungen in privaten Haushalten ausgeführt werden. Beispiele: Kinderbetreuung, Altenhilfe, Haushaltshilfe oder Gartenhilfen. Dabei ist zu beachten, dass der Arbeitgeber Mitglied des betreffenden Privathaushaltes ist.
Bei Saisonbeschäftigungen, die zeitlich auf längstens zwei Monate oder höchstens 50 Arbeitstage im Kalenderjahr begrenzt sind, handelt es sich um kurzfristige Beschäftigungen. Sofern der Arbeitgeber eine Pauschalsteuer in Höhe von 25 Prozent an das zuständige Finanzamt entrichtet, werden bei dieser Beschäftigung keine Sozialversicherungsbeiträge fällig. Es wird jedoch vorausgesetzt, dass die Beschäftigung entweder vertraglich oder nach der Art des Beschäftigungsverhältnisses zeitlich begrenzt ist. Bei Arbeitsverhältnissen, in welchen der Beschäftigte die Beschäftigung berufsmäßig ausgeübt und das Arbeitsentgelt aus dieser Beschäftigung 400 Euro übersteigt, handelt es sich nicht um kurzfristige Beschäftigungen.
Die Gewerbeanmeldung ist der erste Schritt in die Selbstständigkeit. Daneben wird eine Gewerbeanmeldung häufig auch im Zusammenhang mit einem Nebenjob erforderlich. Der Pflicht zur Gewerbeanmeldung unterliegen nach der Gewerbeordnung nur die Gewerbetreibenden. Dabei ist als "Gewerbe" jede selbständige, planmäßige, auf Dauer und Gewinnerzielung angelegte Tätigkeit definiert. Die Gewerbeanmeldung erfolgt in der Regel bei dem Gewerbeamt der Stadt/Gemeinde, an dem der Betriebsstandort errichtet wird. Ausgenommen hiervon sind freiberufliche Tätigkeiten und die Urproduktion. Für die Gewerbeanmeldung genügt die Vorlage von Personalausweis oder Reisepass und ggf. branchenbedingte weitere Genehmigungen (z.B. Handwerkskarte oder Meisterbrief) Durch die Gewerbeanmeldung werden Finanzamt, Berufsgenossenschaft, statistisches Landesamt, Handwerks- oder Industrie- und Handelskammer über die Ausübung des Gewerbes ebenfalls in Kenntnis gesetzt.
Jeder Erwerbstätige, der in Deutschland Einkommen bezieht, muss dies versteuern. Um das Existenzminimum zu sichern, gibt es jedoch einen Grundfreibetrag. Einkommen, die unterhalb des Grundfreibetrages liegen, werden nicht besteuert. Beim Grundfreibetrag handelt es sich um eine veränderbare Größe, da aufgrund von Inflation sowie der allgemeinen Entwicklung der Lebenshaltungskosten Anpassungen durch die Bundesregierung vorgenommen werden.
Das Handelsregister ist ein in Deutschland von den Amtsgerichten geführtes, öffentliches Verzeichnis. Im Handelsregister werden Informationen über die rechtlichen Verhältnisse der angemeldeten Kaufleute geführt. Informationen wie beispielsweise Firma, Sitz, Niederlassungen, Zweigniederlassungen, Gegenstand des Unternehmens, vertretungsberechtigte Personen, Kapitalverhältnisse sind im Handelsregister der Firma eingetragen. Über Neueinträge, Änderungen und Löschungen informieren entsprechende Anzeiger.
Handelsregistereinträge oder die beim Handelsregister eingereichten Schriftstücke kann jeder einsehen. Das Handelsregister erfüllt somit viele wichtige Funktionen der Dokumentation und Veröffentlichung.
Nach § 84 I 1 HGB ist ein Handelsvertreter ein selbstständiger Gewerbetreibender, der ständig damit betraut ist, für einen anderen Unternehmer Geschäfte zu vermitteln oder in dessen Namen abzuschließen.
Zu den wesentlichen Pflichten eines Handelsvertreters gehört die Vermittlung und der Abschluss von Geschäften, die Wahrnehmung der Interessen des Unternehmens, die Benachrichtigungspflicht, die Pflicht der persönlichen Dienstleistung, die Verschwiegenheits- und die Treuepflicht.
Zu den wesentlichen Rechten zählen das Recht auf Aushändigung der für seine Tätigkeit erforderlichen Arbeitsunterlagen (Produktmaterial, Muster, Preislisten), Recht auf Benachrichtigung bei Annahme oder Ablehnung eines Geschäftes, Recht auf Provision.
Nach Beendigung des Dienstverhältnisses hat der Handelsvertreter u.U. einen Ausgleichsanspruch (§ 89b HGB) aufgrund der künftigen Einnahmen, durch die von Ihm geworbenen Kunden.
Pflichten und Rechte des Handelsvertreters sind im Handelsvertretervertrag geregelt.
Steuerrechtlich ist unter dem Begriff "Hebesatz" der für die Erhebung der Grundsteuer oder Gewerbesteuer von den Gemeinden für jedes Rechnungsjahr einheitlich festzusetzende Prozentsatz zu verstehen. Für die Berechnung der Steuer wird der Hebesatz mit dem Steuermessbetrag multipliziert. Der Hebesatz kann von der Gemeinde für ein oder für die Dauer mehrerer Jahre festgelegt werden. Die Höhe des Hebesatzes kann sich von Gemeinde zu Gemeinde unterscheiden.
Als Honorar wird die Vergütung für die Arbeitsleistung von Freiberuflern (Ärzte, Rechtsanwälte, Steuerberater, Wissenschaftler, Künstler) bezeichnet. Steht das Honorar einer Leistung zu Grunde, die mit einem Dienstverhältnis im Zusammenhang steht, zählt es zum steuerpflichtigen Arbeitslohn. Bei Honoraren, die für Leistungen außerhalb von Dienstverhältnissen erworben werden, handelt es sich um Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit.
Zu den typischen immateriellen Wirtschaftsgütern zählen u.a. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte wie z.B. Patente, Erfindungen, Fabrikationsverfahren, Kundenstamm und der Geschäftswert. Immaterielle Wirtschaftgüter können insbesondere im Zusammenhang mit Unternehmensbewertungen einen wesentlichen Faktor ausmachen.
In der Handelsbilanz sind immaterielle Wirtschaftsgüter der Kapitalgesellschaften vor den Sach- und Kapitalanlagen auszuweisen. Entgegen dem Aktivierungsgebot für alle angeschafften immateriellen Wirtschaftsgüter gilt für die Handelsbilanz ab 2010 Aktivierungswahlrecht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens.
Wichtig für die Steuerbilanz:
Wurden immaterielle Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens entgeltlich erworben, sind Sie nach §5 II EStG zu aktivieren. Für selbst geschaffene immaterielle Wirtschaftsgüter des Umlaufvermögens besteht eine Aktivierungspflicht.
Die Investitionszulage nach dem Investitionszulagengesetz ist eine staatliche Subvention, die Unternehmen bei betrieblichen Investitionen unter bestimmten Voraussetzungen erlangen.
Fördergebiet: Die Investitionszulage soll vor allem Investitionen in den strukturschwachen neuen Bundesländern Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen, Sachsen und Sachsenanhalt fördern. Begünstigt werden Investitionen in die Anschaffung und die Herstellung neuer, abnutzbarer, beweglicher Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens, sofern es sich um Erstinvestitionen handelt, wobei ein Verbleib im geförderten Betrieb über mindestens 5 Jahre zugrunde zu legen ist. Weiter darf die durch die Investitionszulage geförderte Investition jährlich nicht mehr als 10 % genutzt werden.
Investitionszulagen zählen nicht zu den Einkünften im Sinne des Einkommensteuergesetzes. Steuerliche Anschaffungs- und Herstellungskosten werden durch die Zulage nicht gemindert.
Die Umsatzsteuer entsteht grundsätzlich in dem Zeitraum, in dem die Leistungen ausgeführt worden sind.
Sofern die Umsatzsteuer aber mit der Ist-Versteuerung an das Finanzamt abgeführt wird (§ 20 UStG), entsteht die Steuerschuld erst mit Ablauf des Voranmeldezeitraums in dem die Vereinnahmung fällt.
Aufgrund der in den Rechnungen des Unternehmens ausgewiesenen Zahlungsziele und des unterschiedlichen Zahlungsverhaltens der Kunden, entsteht für das Unternehmen durch die Ist-Versteuerung ein Liquiditätsvorteil.
Bei der Ist-Besteuerung handelt es sich um eine Ausnahmeregelung, die beantragt werden muss.
Grundsätzliche Voraussetzungen für die Gewährung der Ist-Versteuerung:
Kleinunternehmen, Gesamtumsatz geringer als 250.000 Euro, Unternehmer, die nicht zur Buchführung verpflichtet sind, Freiberufler, unabhängig vom Umsatz. Ebenso Unternehmen, sofern der Vorjahresumsatz unter 500.000 € betragen hat (Diese Regelung endet bundesweit mit dem 31.12.2011 vgl. Bürgerentlastungsgesetz 2009).
Genehmigungen zur Ist-Versteuerung werden unter dem Vorbehalt des Widerrufs erteilt. Sie erstrecken sich auf das volle Kalenderjahr. Mittels Finanzamt-Bescheid kann jederzeit zur Sollversteuerung zurückgekehrt werden. Der Widerruf durch das Finanzamt ist nur zu Beginn des Kalenderjahres zulässig, jedoch in der Auswirkung, dass sofort Beginn des Kalenderjahres die Sollversteuerung durchzuführen ist.
Als juristische Person werden Organisationen mit eigener Rechtsfähigkeit bezeichnet. Ein wesentliches Merkmal der juristischen Person liegt darin, dass sie ein selbstständiges Rechtssubjekt ist, das nicht durch seine Mitglieder, sondern durch eine eigene Organe vertreten wird. Forderungen werden nur gegen die juristische Person selbst und nicht zu Lasten der Mitglieder begründet.
Im Rechtsverkehr werden natürliche Personen und juristische Personen gleich behandelt. Beide können Forderungen geltend machen, klagen und verklagt werden.
Man unterscheidet juristische Personen privatrechtlicher Form und juristische Personen öffentlich-rechtlicher Form.
Der Verein ist die Grundform der juristischen Personen des Privatrechts.
Zu den juristischen Personen zahlen außerdem Stiftungen, Kapitalgesellschaften (Aktiengesellschaften, Gesellschaften mit beschränkter Haftung) und Genossenschaften.
Jubiläumszuwendungen gehören in vollem Umfang zum steuerpflichtigen Arbeitslohn und sind mit Wirkung zum 1. Januar 1999 steuerpflichtig. Auf Jubiläumszuwendungen kann jedoch nach (§ 34 EStG) ein verminderter Steuersatz zur Anwendung kommen, wenn diese Zuwendung eine mehr als 12 Monate dauernde Tätigkeit abgelten soll. Zuwendungen, die der Steuerpflichtige ohne Zusammenhang auf die Dauer der Betriebszugehörigkeit, lediglich aus Anlass eines Firmenjubiläums erhält, sind dagegen dem vollen Steuersatz zu unterwerfen.
Die Kapitalertragsteuer ist eine besondere Erhebungsform der Einkommensteuer, die mit dem Abzugsverfahren erhoben wird. Ähnlich wie die Lohnsteuer, die auf Löhne und Gehälter erhoben wird, werden verschiedene Einkünfte aus Vermögen durch die Kapitalertragsteuer direkt an der Quelle belastet.
Der Kapitalertragsteuer unterliegen insbesondere Gewinnanteile auf Aktien (Dividenden), Gewinnanteile aus Beteiligungen an Gesellschaften mit beschränkter Haftung, Aktiengesellschaften und an Genossenschaften, Zinsen aus Wandelanleihen, Zinsen aus Genussrechten (Genussscheinen), unabhängig davon, ob das Recht mit dem Gewinn und/oder dem Liquidationserlös einer Kapitalgesellschaft verbunden ist.
Der Steuerpflichtige kann die bezahlte Kapitalertragsteuer auf seine Einkommensteuerschuld anrechnen (Anrechnungsverfahren). Ist dabei die Kapitalertragsteuer höher als die Einkommensteuerschuld, wird der überschießende Betrag erstattet.
Die Kilometerpauschale wird durch das deutsche Einkommenssteuergesetz geregelt und kann sowohl bei Arbeitnehmern als auch bei Selbstständigen angesetzt werden. Dabei hat sie jedoch unterschiedliche steuerliche Auswirkungen: während sie in der jährlichen Einkommenssteuererklärung eines Arbeitnehmers das zu versteuernde Einkommen mindert, mindert sie in der jährlichen Steuererklärung eines Selbstständigen den zu versteuernden Gewinn, da die Entfernungspauschale als Betriebsausgabe während des Geschäftsjahres veranschlagt wird.
Als Ansatz für die Ermittlung der Kilometerpauschale gilt die zurückgelegte Entfernung vom Wohnort zur regelmäßigen Arbeitsstätte. Die Distanz kann dabei zu Fuß, per Fahrrad, mit dem eigenen PKW oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt werden, wofür abweichende Kilometersätze herangezogen werden. Mit der Kilometerpauschale werden Fahrtkosten nachgewiesen, wenn kein Ansatz der Entfernungspauschale erfolgen muss. Dies ist gewöhnlich bei Dienstreisen zum Teil aber auch bei Einsatzwechseltätigkeiten und Fahrtätigkeiten im Rahmen der doppelten Haushaltführung der Fall.
Kinderbetreuungskosten sind Aufwendungen, die berufstätige Eltern für die Betreuung ihrer Kinder aufwenden. Aufwendungen für Unterricht und Freizeitaktivitäten sind hiervon ausgenommen. Die Aufwendungen für die Betreuung von Kindern können als Werbungskosten (bzw. Betriebsausgaben), als Sonderausgaben oder als haushaltsnahe Dienstleistungen steuerlich berücksichtigt werden, wobei die jeweilige steuerliche Regelung keine Auswirkungen auf den Kinderfreibetrag und das Kindergeld hat. Ob die Kosten absetzbar sind, ist vorrangig vom Alter des Kindes und der Berufstätigkeit der Eltern abhängig.
Die Höhe der Betreuungskosten für Kinder ist abhängig von den persönlichen Lebensumständen des Steuerpflichtigen. Das Steuerrecht unterscheidet zwischen Alleinerziehenden, Eltern, bei denen beide Partner erwerbstätig sind und Paare, bei denen ein Elternteil erwerbstätig ist. Konkret unterscheidet das Einkommensteuerrecht zwischen erwerbsbedingten Kinderbetreuungskosten (§ 9c Abs. 1) und nicht erwerbsbedingten Kinderbetreuungskosten (§ 9c Abs. 2). Für Alleinerziehende kommt für die Kinderbetreuung u.U. ein zusätzlicher Entlastungsbetrag für Alleinerziehende (§ 24b EStG) zum Tragen.
Kleinunternehmer sind Unternehmer, die nur geringe Umsätze tätigen. Als Kleinunternehmer gelten Unternehmer, deren Umsatz im abgelaufenen Jahr den Betrag von 17.500 € nicht überstiegen hat und deren Umsatz im laufenden Jahr 50.000 € voraussichtlich nicht übersteigen wird. Um als Kleinunternehmer eingestuft zu werden, müssen beide Voraussetzungen gegeben sein. Wird die Tätigkeit nicht zu Jahresbeginn, sondern zu einem späteren Zeitpunkt aufgenommen, ist der erwartete Gesamtumsatz in einen Jahresgesamtumsatz umzurechnen. Angefangene Kalendermonate sind bei der Umrechnung grundsätzliche als volle Kalendermonate anzusetzen. Maßgeblich sind die Verhältnisse im Prognosezeitpunkt. Ein späteres tatsächliches Überschreiten der jeweiligen Grenze ist unschädlich. Die Kleinunternehmerregelung wird durch § 19 Umsatzsteuergesetz geregelt.
Kommt die Kleinunternehmerregelung zur Anwendung, muss der Unternehmer auf seine Umsätze keine Umsatzsteuer erheben. Er kann jedoch zur Umsatzsteuer optieren. In diesem Fall hat er die Möglichkeit, auch die Vorsteuer gegenüber dem Finanzamt geltend zu machen.
Für den Kleinunternehmer gilt: kein Vorsteuerabzug, kein Ausweis der Umsatzsteuer auf erstellten Rechnungen und keine Pflicht zur Angabe der Umsatzsteuer-Identifikationsnummer in erstellten Rechnungen.
Lohnersatzleistungen sowie ausländische Einkünfte, die von der inländischen Besteuerung aufgrund eines Doppelbesteuerungsabkommens freigestellt sind, unterliegen dem Progressionsvorbehalt. Kommt der Progressionsvorbehalt zur Anwendung, erhöht sich der Einkommsteuersatz, da bei der Berechnung des anzuwendenden Steuersatzes auch die steuerfreien Lohnersatzleistung und die im Inland steuerfreien ausländischen Einkünfte mit einbezogen werden.
Lohnersatzleistung nach § 32b Abs. 1 EStG, insbesondere: Arbeitslosengeld, Elterngeld, Mutterschaftsgeld, Insolvenzgeld, Zuschüsse zum Arbeitsentgelt, Kurzarbeitergeld, Winterausfallgeld, Krankengeld, Verdienstausfallentschädigung.
Die Lohnsteuer ist keine eigenständige Steuerart. Die Lohnsteuer ist eine Erhebungsform der Einkommensteuer auf Einkünfte auf nichtselbstständige Arbeit. Für die Berechnung der Lohnsteuer werden die Höhe des Arbeitslohns und die persönlichen Verhältnisse (Lohnsteuerklasse, eingetragene Freibeträge) zu Grunde gelegt. Die Lohnsteuer wird durch den Arbeitgeber, der gesetzlich dazu verpflichtet ist, an das Finanzamt abgeführt.
Im Rahmen der jährlichen Veranlagung des Arbeitnehmers zur Einkommensteuer wird die bereits gezahlte Lohnsteuer mit der errechneten Steuerschuld verrechnet. Häufig kommt es zur Rückzahlung von Teilbeträgen der zuvor durch den Arbeitgeber an das Finanzamt abgeführten Lohnsteuer.
Durch den Arbeitgeber muss die Lohnsteuer nach §41 a Abs. 1 EStG bis spätestens zum 10. Tag nach Ablauf des Lohnsteuer-Anmeldezeitraumes beim Finanzamt eingehen. Fristgerechte Anmeldung ist erfolgt, wenn der zehnte Tag kein Arbeitstag ist, die Lohnsteuer-Anmeldung am nächsten Arbeitstag eingeht.
Der Zeitraum, für den die Lohnsteuer beim Finanzamt angemeldet und abgeführt werden muss, ist grundsätzlich der Kalendermonat. In Abhängigkeit von der Höhe der abzuführenden Lohnsteuer gelten nach §41 a Abs. 2 EStG abweichende Zeiträume:
Anmeldezeitraum ist das Kalenderjahr, wenn die abzuführende Lohnsteuer im Vorjahr nicht mehr als 1.000 € betragen hat.
Anmeldezeitraum ist das Vierteljahr, wenn die abzuführende Lohnsteuer im Vorjahr nicht mehr als 4.000 €, aber mehr als 1.000 € betragen hat.
Anmeldezeitraum ist der Monat, wenn die abzuführende Lohnsteuer im Vorjahr mehr als 4.000 € betragen hat.
Die Lohnsteueranmeldung hat der Arbeitgeber bei dem Finanzamt, in dessen Bezirk sich die Betriebsstätte befindet (Betriebsstättenfinanzamt) zwingend mit dem amtlich davor vorgesehenen Formular einreichen.
Die Pflicht zur Bezahlung der Lohnsteuer trifft grundsätzlich jeden Arbeitnehmer und jeden Angestellten, ebenso ausländische Arbeitnehmer, die in Deutschland fest angestellt sind.
Als Einkommensteuer zahlende Steuerpflichtige sind Selbständige und Freiberufler von der Lohnsteuer befreit.
Im deutschen Steuerrecht gelten ansonsten folgende Regelungen für die Befreiung von der Pflicht Lohnsteuer zu zahlen:
Von der Pflicht, Lohnsteuer zu zahlen sind befreit: diplomatische oder konsularische Vertreter, wenn sie keine deutschen Staatsangehörige sind oder wenn sie sich nicht ständig im Inland aufhalten. Ebenso Angehörige ausländischer Streitkräfte. Arbeitnehmer, die bei Einrichtungen der Europäischen Gemeinschaft oder anderen internationalen Organisationen (UNO, UNESCO oder der OECD) angestellt sind, genießen ebenfalls eine komplette Lohnsteuerbefreiung.
Ist ein Arbeitnehmer mindestens zwei Dienstverhältnisse eingegangen, spricht man von einer Mehrfachbeschäftigung im gesetzlichen Sinne. Häufig handelt es sich dabei um steuerpflichtige Personen, die zusätzlich zu einer Vollzeitbeschäftigung einen Minijob ausüben.
Mehrfach beschäftigte Personen benötigen für jedes Arbeitsverhältnis eine separate Lohnsteuerkarte.
Personen, die geringfügig beschäftigt sind, können sich für die Pauschalierung der Lohnsteuer entscheiden, dann muss keine Lohnsteuerkarte vorgelegt werden. Von der zuständigen Gemeinde sind die zweite und alle weiteren Lohnsteuerkarten unentgeltlich auszustellen (§ 39 Abs. 1 S. 2 EStG).
Durch die Beteiligung der Mitarbeiter am Kapital des Unternehmens wird das Engagements der Mitarbeiter anerkannt und gefördert. Zusätzlich wird damit eine zusätzliche Säule für die Vermögensbildung geschaffen und die Finanzstruktur des Unternehmens nachhaltig verbessert. Die Bedeutung der Mitarbeiterbeteiligung hat in den letzten Jahren stetig zugenommen.
Die Mitarbeiterbeteiligung kann auch in Form einer Erfolgsbeteiligung fungieren, wobei den Mitarbeitern, zusätzlich zum Lohn bzw. Gehalt eine Beteiligung am Unternehmensgewinn, über Tantiemen, Prämien oder Provisionen eingeräumt wird.
Bei der Mitarbeiterbeteiligung in der Form der Kapitalbeteiligung fungieren die Mitarbeiter als Kapitalgeber des Unternehmens. Eine Kombination von Erfolgs- und Kapitalbeteiligung liegt dann vor, wenn auf die Auszahlung der Erfolgsbeteiligung verzichtet wird und stattdessen als Kapitalbeteiligung des Arbeitnehmers im Unternehmen verbleibt.
Ebenso wie Spenden können auch Mitgliedsbeiträge steuerlich ganz oder teilweise absetzbar sein. Voraussetzung für die steuerliche Absetzbarkeit ist, dass es sich um Förderung von Organisationen handelt, die den Gemeinnutz fördern (kirchliche und religiöse Zwecke, mildtätige und wissenschaftliche Zwecke). Ebenso bei der Förderung von politischen Parteien.
Unter der Bedingung, dass Mitgliedschaften berufsbedingter Natur sind, werden die Mitgliedsbeiträge (Beiträge für Kammern, Verbände, Vereine oder Gewerkschaften) als Betriebsausgaben oder Werbungskosten anerkannt.
Beispiel für Mitgliedsbeiträgen an Berufsständekammern: Ärzte, Rechtsanwälte, Steuerberater.
Nicht abziehbar sind Mitgliedsbeiträge an Körperschaften, die den Sport, kulturellen Betätigungen und der Freizeitgestaltung dienen. Ebenso Mitgliedsbeiträge im Zusammenhang mit der Heimatpflege oder der Heimatkunde, bzw. Beiträge die dem Zwecke im Sinne des § 52 Abs. 2 Nr. 23 AO fördern.
Gewerbetreibende, die in Ihrem gewerblichen Umfang keinen eingerichteten Geschäftsbetrieb benötigen, werden als Minderkaufmann bezeichnet. Dabei handelt es sich insbesondere um Kleingewerbetreibende. Bestimmte Vorschriften des Handelsgesetzbuches gelten für den Minderkaufmann nur beschränkt.
Personen, die Nachhilfeunterricht für Kinder geben, oder bei der Erledigung der Hausaufgaben betreuen, erzielen Einkünfte aus selbständiger Arbeit. Die Tätigkeit gehört zu den freien Berufen. Freiberufler unterliegen allgemein, unabhängig von Höhe Ihres Umsatzes und Gewinns, nicht der Verpflichtung zur Buchführungsführung oder der Erstellung einer Bilanz. Für die Berufsgruppe der Freiberufler ist die Gewinnermittlung nach der Einnahmen-/ Überschussrechnung möglich. Einnahmen aus dem Nachhilfeunterricht unterliegen nicht der Gewerbesteuer.
Bei Einkünften aus Tätigkeiten, in welchen die erforderliche Arbeitzeit im Vergleich mit einer entsprechenden Vollerwerbstätigkeit weniger als ein Drittel ausmachen, handelt es sich um nebenberufliche Tätigkeiten. Sofern mehrere Nebentätigkeiten ausgeübt werden, so ist jede der Tätigkeiten für sich zu betrachten. Dabei sieht der Gesetzgeber steuerliche Freibeträge vor, sofern es sich um eine nebenberufliche Tätigkeit als Erzieher, Ausbilder, Übungsleiter, Pfleger oder im Rahmen anderer ehrenamtlicher Tätigkeiten handelt. Die Steuerfreibeträge können bis 2.100 Euro betragen. Werbungskosten für die nebenberufliche Tätigkeit, die diesen Betrag übersteigen, können ebenfalls steuerlich geltend gemacht werden. Nebentätigkeiten, die einen Verlust erwirtschaften, können unter Umständen steuerliche Entlastung im Hauptberuf bewirken.
Im Rahmen der steuerlichen Veranlagung werden nach den Bestimmungen des Einkommensteuergesetzes nicht abzugsfähige Ausgaben definiert. Es handelt sich also um Ausgaben, für die keine steuerliche Entlastung möglich ist. Hierzu zählen für den Steuerpflichtigen und seine Familienangehörigen insbesondere Ausgaben und Aufwendungen für die allgemeine Lebensführung. Freiwillige Zuwendungen und Aufwendungen, die gegenüber anderen Personen durch eine freiwillig abgegebene Rechtspflicht übergeben wurde, zählen ebenfalls zu den nicht abzugsfähigen Ausgaben.
Als nicht abzugsfähige Betriebsausgaben werden im Einkommensteuergesetz bestimmte Aufwendungen und Ausgaben genannt, die Personen zuteil werden, die nicht gleichzeitig Arbeitnehmer des Steuerpflichtigen sind.
Im Einzelnen sind die Ausgaben und Aufwendungen aufgeführt, die vollumfänglich oder anteilig nicht abzugsfähige Betriebsausgaben darstellen:
Ausgaben und Aufwendungen für Geschenke
Ausgaben und Aufwendungen für Bewirtung aus geschäftlichem Interesse
Ausgaben und Aufwendungen für Bewirtung, Beherbergung oder die Unterhaltung
Ausgaben und Aufwendungen für Jagd, Fischerei, Segeljachten, Motorjachten und damit zusammenhängende Bewirtungen.
Mehraufwendungen für die Verpflegung des Steuerpflichtigen, soweit sie die gesetzlichen Pauschalen überschreiten
Ausgaben und Aufwendungen für Wege des Steuerpflichtigen zwischen Wohnung und Betriebsstätte sowie für Familienheimfahrten
Von Amts wegen erlassene Geldbußen, Ordnungs- und Verwarnungsgelder
Hinterziehungszinsen für nicht gezahlte betriebliche Steuern
Mitgliedsbeiträge und Spenden an politische Parteien
Mit der Durchführung eine Beurkundung durch einen Notar entstehen Notarkosten. Dabei kann es sich um Beurkundungen von Eheverträgen oder Testamenten handeln. Ebenso um die Beurkundung von Verträgen, in welchen die Abwicklung von Immobilienverkäufen in Verbindung mit der Belastung von Grundstücken notariell beurkundet wird. Notarkosten entstehen auch bei Angelegenheiten, die das Handels- und Vereinsregister betreffen.
Die Höhe der Notarkosten ist in der Kostenordnung für Notare (KostO) festgelegt und orientiert sich ausschließlich nach Bedeutung und Wert der zu beurkundenden Sache.
Notarkosten, die mit dem Erwerb einer Immobilie entstanden sind, können als Anschaffungskosten mit der Immobilie abgeschrieben werden.
Unternehmen können Notarkosten als Betriebsausgaben geltend machen, sofern der Eintrag einer Hypothek erfolgt.
Gehört die Immobilie zum Privatvermögen können Notarkosten als Werbungskosten geltend gemacht werden.
Die Oberfinanzdirektion unterstützt die Finanzämter als Mittelbehörde. Übergeordnete Behörden sind das Landesfinanzministerium sowie das Bundesfinanzministerium. Die Oberfinanzdirektion leitet die Finanzverwaltung für den Bund und für die Länder. Die Überwachung der Gesetzesanwendung und die Beaufsichtigung der ihr nachgeordneten Behörden sind die Hauptaufgaben der Oberfinanzdirektion.
Bei einer offenbaren Unrichtigkeit im amtlichen Steuerbescheid kann die Finanzbehörde eine Berichtigung vornehmen, sofern der Steuerpflichtige Interesse an der Berichtigung hat und der Hinweis auf die offenbare Unrichtigkeit innerhalb der Festsetzungsverjährung erfolgt. Schreib- oder Rechenfehler sowie ähnliche offenbare Unrichtigkeiten gelten als offenbare Unrichtigkeiten. Falsche Rechtsanwendungen, mit der Folge einer überhöhten Besteuerung dagegen nicht.
Wird der Antrag des Steuerpflichtigen auf Berichtigung vom Finanzamt abgelehnt, kann der Steuerpflichtige gegen die Entscheidung Einspruch einlegen.
Offene Rücklagen sind Rücklagen, die auf der Passivseite der Bilanz ausgewiesen werden. Bei Kapitalgesellschaften sind die Kapitalrücklage und die Gewinnrücklage als Teil des Eigenkapitals zu passivieren.
Die Bildung offener Rücklagen erfolgt durch Thesaurisierung des steuerpflichtigen Gewinns oder durch Einstellung der Beträge in die Rücklagen, die bei der Ausgabe von Aktien oder Wandelschuldverschreibungen über den Nennbetrag hinaus erzielt werden.
Offene Rücklagen dürfen den Gewinn nicht mindern. Bestimmte Zweck gebundene offene Rücklagen können sich aber Steuer mindernd auswirken.
Ordnungsgelder oder andere Aufwendungen, die aufgrund einer Strafverfolgung entstehen, können steuerlich nicht absetzt werden.
Entstehen im Unternehmen Ausgaben für Ordnungsgelder und Bußbescheide, so gelten diese Ausgaben nicht als abzugsfähigen Betriebsausgaben. Ordnungsgelder werden auch nicht als Werbungskosten anerkannt.
Privatausgaben sind steuerlich nicht absetzbar, da sie nicht im Zusammenhang mit der Erzielung von Einkünften stehen.
Ausnahmen davon sind Sonderausgaben, die mit der Erhaltung der Arbeitskraft zu verbinden sind und die außergewöhnlichen Belastungen. Als Posten der Sonderausgaben zählen beispielsweise Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung, Krankenversicherung, Pflegeversicherung, Unfallversicherung, Arbeitslosenversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherung und Haftpflichtversicherung.
Zu den Sonderausgaben zählen außerdem Beiträge für eine Kapital gedeckte Altersvorsorge (Rürup-Rente) oder der Altersvorsorge durch die Riester-Rente.
Kirchensteuer, Unterhaltszahlungen, Aufwendungen für die eigene Berufsausbildung und Spenden an Parteien oder Stiftungen können ebenfalls als Sonderausgaben geltend gemacht werden.
Wird der Steuerpflichtige mit Ausgaben stärker als der Durchschnitt aller Steuerpflichtigen belastet, handelt es sich um außergewöhnliche Belastungen. In der Einkommensteuer sind hierfür Steuerermäßigungen vorgesehen. Zu den außergewöhnlichen Belastungen zählen beispielsweise krankheitsbedingte Kosten und Sehhilfen, sowie Ausgaben für sonstige körperliche Beeinträchtigungen.
Führt der Inhaber eines Einzelunternehmens oder der Teilhaber einer Personengesellschaft seinem Betrieb Sach- oder Geldeinlagen zu, so wird dies als Privateinlage bezeichnet. Bei einer Privateinlage kann es sich um Gegenstände wie einen Laptop, Büromöbel, einen PKW, Bargeld oder Wertpapiere, sowie andere Gegenstände unterschiedlichster Art handeln. Das als Privateinlage im Unternehmen existente Betriebsvermögen ist bei der Erstellung des Geschäftsabschlusses in der Steuererklärung anzugeben.
Aufgrund der eingebrachten Privateinlagen können zu einem späteren Zeitpunkt Zahlungen von Einkommensteuer und Gewebesteuer anfallen, wenn sich mit der Einlage stille Reserven gebildet haben, die sich bei der Weiterveräußerung der Einlage ertragswirksam auswirken. Andererseits können Wertminderungen Gewinn mindernd berücksichtigt werden.
Die Möglichkeit der Anerkennung von Prozesskosten als Betriebsausgabe bzw. als Werbungskosten durch das Finanzamt bedingt einen Prozessgegenstand, der sich auf die Erzielung einer Einkunftsart bezieht. Handelt es sich bei den entstanden Prozesskosten um Rechtsstreitigkeiten, die einen Gegenstand der Privatsphäre betreffen, so besteht keine steuerliche Abzugsfähigkeit als Betriebsausgabe bzw. Werbungskosten.
Als Quellensteuer werden die Steuerarten bezeichnet, die direkt bei der Einkunft (Quelle) an das zuständige Finanzamt abgeführt werden. Dies betrifft die Lohnsteuer, die Kapitalertragssteuer, die Zinsabschlagssteuer und die Abgeltungssteuer. Mit Durchführung der Einkommensteuerveranlagung verrechnet das Finanzamt die schon erhaltene Quellensteuer mit der tatsächlich zu zahlenden Einkommensteuer.
Ist die Einkommensteuer lt. Steuerbescheid geringer als die bereits abgeführte Quellensteuer, erhält der Steuerpflichtige einen Erstattungsbetrag.
Sachbezüge, die der Arbeitnehmer innerhalb eines Kalenderjahres von seinem Arbeitgeber aufgrund seines Dienstverhältnisses erhält, sind bis zu einem Betrag von € 1.080 steuerfrei (Rabattfreibetrag, im Sinne §8 Abs. 3 EStG). Die gesetzliche Regelung setzt voraus, dass es sich bei den Sachbezügen um Waren oder Dienstleistungen handelt, die der Arbeitgeber für Dritte herstellt, erbringt bzw. vertreibt. Darüber hinaus, darf es sich bei den Sachbezügen nicht um Waren handelt, deren Bezug nach § 40 EStG pauschal versteuert wird.
Entstehen Rechtsanwaltskosten im Zusammenhang mit der Erzielung von Einkünften, so können diese steuerlich als Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben geltend gemacht werden, sofern die Kosten nicht durch eine Rechtsschutzversicherung erstattet werden.
Beispiel: Rechtsanwaltskosten, die im Zusammenhang mit einem Arbeitsgerichtsprozess entstehen, sind für den Arbeitnehmer Werbungskosten, während Sie für den Unternehmer eine Betriebsausgabe darstellen. Für Unternehmen sind Rechtsanwaltskosten auch dann als Betriebsausgabe abzugsfähig, wenn der Anwalt in anderen betrieblichen Angelegenheiten berät und im Auftrag des Unternehmens die Interessen vertritt.
Unternimmt der Arbeitnehmer betriebsbedingt veranlasste Dienstreisen, kann er die dabei entstandenen Reisekosten seinem Arbeitgeber in Rechnung stellen. In der Praxis werden beispielsweise für den Verpflegungsmehraufwand von vielen Unternehmen Tagessätze in Abhängigkeit von der Abwesenheitsdauer erstattet. Zu den Reisekosten zählen neben dem Verpflegungsmehraufwand noch Fahrtkosten sowie die Übernachtungskosten. Zusätzlich entstandene Reisenebenkosten, wie Taxi- oder Parkgebühren, Telefonkosten, Storno- oder Umbuchungskosten können ebenso geltend gemacht werden.
Werden die entstandenen Reisekosten vom Arbeitgeber nicht oder nur anteilig übernommen, kann der steuerpflichtige Arbeitnehmer die nicht vom Arbeitgeber übernommenen Kosten in der Einkommensteuererklärung Steuer mindernd geltend machen. Dabei muss der überwiegend betriebliche Nutzen der Dienstreise ersichtlich sein.
Werden dem Arbeitnehmer die im Rahmen einer Dienstreise entstandenen Reisekosten ganz oder anteilig erstattet,
ist dies für den Arbeitnehmer eine steuerfreie Einnahme. Der vom Arbeitgeber erstattete Betrag kann damit jedoch nicht zusätzlich als Werbungskosten in der Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden.
Im Falle einer Reisekostenerstattung an den Unternehmer, handelt es sich bei dem erstatteten Betrag um eine umsatzsteuerpflichtige Betriebseinnahme. Ausnahme: Reisekostenerstattungen von der öffentlichen Hand.
Rücklagen, Offene Rücklagen und Stille Rücklagen
Offene Rücklagen dürfen den Gewinn nicht mindern. Bestimmte, Zweck gebundene offene Rücklagen können sich aber Steuer mindernd auswirken.
Stille Rücklagen sind Bestandteile des Eigenkapitals eines Unternehmens, deren Höhe aus der Bilanz nicht oder nur schwer aus der Bilanz entnommen werden können. Stille Rücklagen entstehen dadurch, dass Vermögenswerte unter dem rechtlich zulässigen Höchstwert aktiviert werden (beispielsweise der Firmenwert) oder aufgrund der nicht Aktivierung von aktivierungsfähigen Wirtschaftsgüter. Stille Rücklagen entstehen auch durch die Überbewertung von Rückstellungen.
Mit Auflösung der stillen Rücklagen werden stille Rücklagen ertragswirksam (Beispiel: ein Bauunternehmen verkauft einen gebrauchten Bagger, wobei der Verkaufserlös über dem ausgewiesenen Buchwert liegt).
Scheinselbstständigkeit wird im Sozialgesetzbuch definiert und zielt auf erwerbstätige Personen ab, die im Rahmen Ihrer Tätigkeit keine versicherungspflichtigen Arbeitnehmer beschäftigen (mit Ausnahme von Familienangehörigen).
Die Tätigkeit selbst erfolgt regelmäßig und im Wesentlichen nur für einen Arbeitgeber, wobei typische Arbeitsleistungen unter der Anleitung des Auftraggebers erbracht werden. Weitere Kriterien für den Verdacht der Scheinselbstständigkeit, ist die Eingliederung in die Arbeitsorganisation des Arbeitgebers sowie der fehlende Nachweis einer unternehmerischen Tätigkeit am Markt.
Sofern mindestens zwei der beschriebenen Merkmale erfüllt sind, wird eine Beschäftigung gegen Arbeitsentgelt angenommen und ein Verdacht auf Scheinselbständigkeit zugrunde gelegt.
In diesem Fall geht der Gesetzgeber von keiner selbständigen Tätigkeit, sondern einer Beschäftigung als Arbeitnehmer aus, mit der Folge, dass Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung bezahlt werden müssen (Korrekturgesetz im Arbeitsrecht).
Der Handelsvertreter ist hiervon ausdrücklich ausgeschlossen, da er über seine Arbeitszeit und Gestaltung seiner Tätigkeit selbst bestimmen kann.
Der Begriff der Schenkung wird in § 516 BGB definiert. Danach liegt Schenkung vor, wenn eine Person eine andere Person durch Vermögen in Form einer unentgeltlichen Zuwendung bereichert.
Nimmt der Beschenkte die Zuwendung nicht an, kann der Schenkende unter Festlegung einer bestimmten, angemessenen Frist zur Annahme der Zuwendung auffordern. Verstreicht die Frist ohne Ablehnung des Beschenkten, gilt die Zuwendung als angenommen.
Das Gesetz schreibt vor, dass ein Schenkungsversprechen notariell beglaubigt werden muss, um wirksam zu sein. Wirksamkeit wird aber auch durch Übergabe des Gegenstands durch den Schenker an den Beschenkten.
Die Einnahmen der Schenkungssteuer fliesen den Ländern zu, folglich ist sie eine Ländersteuer.
Schenkungen unterliegen dann der Schenkungssteuer, wenn der Wert der Schenkung den gesetzlichen Freibetrag der Schenkung übertrifft.
Der vom Gesetzgeber für den Beschenkten eingeräumte Freibetrag richtet sind insbesondere nach dessen Verwandtschaftsgrad zum Schenker.
Zu den Steuergegenständen der Schenkungssteuer zählen u.a. die Schenkung unter Lebenden, der Erwerb von Todes wegen (Erbschaft, Vermächtnis), Zweckzuwendungen, die Bereicherung, die ein Ehegatte mit der Gütergemeinschaft erfährt, Abfindung für Erbverzicht, Zahlungen an ein nichteheliches Kind bei vorzeitigem Erbausgleich.
Ist der Beschenkte dem Gesetz nach ein Vertreter (ein rechtlicher Betreuer, ein Vormund oder ein Elternteil eines Minderjährigen) eines Schenkers, ist im BGB ein Schenkungsverbot geregelt.
Ein Computerprogramm wird als eigenständiges Wirtschaftsgut betrachtet und den immateriellen Wirtschaftsgütern zugeordnet, sofern die Anschaffungskosten über € 410,00 betragen (seit 01.01.2010). Die entstandenen Kosten des immateriellen Wirtschaftsgutes sind innerhalb 3 Jahre abzuschreiben. Die Kosten für die erworbene Software können im Jahr der Anschaffung als Werbungskosten bzw. Betriebsausgaben geltend gemacht werden, sofern das bezahlte Entgelt unter diesem Betrag liegt (Behandlung als materielles Wirtschaftsgut) und die Software für die Erzielung von Einkünften genutzt wird.
Geld- oder Sachzuwendungen, die freiwillig und ohne eine Gegenleistung erfolgen, werden als Spende bezeichnet. Tätigt der Steuerpflichtige eine Spende für kirchliche, gemeinnützige oder politische Einrichtungen, handelt es sich um Sonderausgaben, die sich in der Einkommensteuer - im Rahmen von Höchstgrenzen - Steuer mindernd auswirken.
Spenden, die das Unternehmen leistet, können unter Berücksichtigung der zulässigen Höchstbeträge vom Gewinn des Unternehmens abgesetzt werden. Als Nachweis der geleisteten Spende bedarf es im Zweifel einer vom Spendeempfänger ausgestellten Spendenquittung.
Für den Spendennachweis genügt den Finanzbehörden ein vereinfachter Spendennachweis nach amtlichem Muster bis zu einem Betrag von € 200,00. Alternativ kann ein Zahlungsnachweis (beispielsweise per Kontoauszug) gemeinsam mit dem Spenden-Empfangsbeleg des Empfängers eingereicht werden.
Seit 01.01.2006 können Steuerberatungskosten nur noch als Betriebsausgaben oder Werbungskosten abgesetzt werden. Ein Ansatz als Sonderausgaben ist nicht mehr möglich. Sofern die Kosten der Steuerberatung für die Ermittlung der Einkünfte zugeordnet werden können, bleiben sie weiterhin abzugsfähig. Zu den Steuerberaterkosten zählen daneben die Kosten für Fachliteratur, Beiträge zu Lohnsteuerhilfevereinen oder für den Erwerb fachspezifischer Software. Aber auch hier ist der offensichtliche Nachweis im Zusammenhang mit der Einkunftsart zu erbringen (z.B. Einkünfte aus Gewerbebetrieb).
Stille Rücklagen sind Bestandteile des Eigenkapitals eines Unternehmens, deren Höhe aus der Bilanz nicht oder nur schwer entnommen werden können. Stille Rücklagen entstehen, indem Vermögenswerte unter dem rechtlich zulässigen Höchstwert aktiviert werden (derivative Firmenwert) oder indem aktivierungsfähige Wirtschaftsgüter nicht aktiviert werden. Stille Rücklagen entstehen auch durch die Überbewertung von Rückstellungen.
Bei einer Tantieme handelt es sich um eine variable, ergebnisabhängige Umsatz- oder Gewinnbeteiligung für Vorstands- oder Aufsichtsratsmitglieder einer Aktiengesellschaft, Geschäftsführer oder leitende Angestellte.
Werden Tantiemen innerhalb einer GmbH an Gesellschafter-Geschäftsführer bezahlt, muss dies zuvor vertraglich eindeutig geregelt sein. Ansonsten wird vom Finanzamt eine Tantiemezahlung mit dem Zweck einer verdeckten Gewinnausschüttung vermutet. Tantiemen, die der Gesellschafter-Geschäftsführer erhält, sind Einkünfte aus Kapitalvermögen. Ansonsten sind Tantiemen Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit. Tantiemezahlungen an Gesellschafter-Geschäftsführer werden vom Finanzamt häufig kritisch hinterfragt.
Tageszeitungen können steuerlich nur dann berücksichtigt werden, wenn die Tageszeitung bzw. das Abonnement der Tageszeitung aus betrieblichen oder beruflichen Gründen erforderlich ist. Hierbei ist jedoch der Nachweis, dass die Zeitung die private Lebensführung nicht berührt, schwer zu erbringen. Unstrittig ist dagegen der Bezug einer Fachzeitschrift im Zusammenhang mit der Erzielung von Einkünften (z.B. Börsenzeitung eines Börsenmaklers).
Die Kosten der Tageszeitung können dann als Werbungskosten bzw. Betriebsausgabe geltend gemacht werden.
Eine Teilwertabschreibung auf bilanzfähige Wirtschaftsgüter im Umlauf- oder Anlagevermögen ist möglich, sofern es sich um eine dauerhafte Wertminderung handelt. Der derzeitige Buchwert (Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um vorgenommene Abschreibungen) wird dabei um den dauerhaft mindernden Betrag gekürzt. Sind die Voraussetzungen für die Teilwertabschreibung nicht mehr erfüllt, ist eine Wertkorrektur auf Basis des Zuschreibungsgebots vorzunehmen. Aufgrund der Maßgeblichkeit wirkt sich dies auch in der Handelsbilanz aus.
Arbeitnehmer, die von zu Hause aus dienstliche Telefonate führen, können diese Kosten bei den Einnahmen aus nichtselbständiger Arbeit als Werbungskosten ansetzen, sofern keine Kosten-Erstattung durch den Arbeitgeber erfolgt.
Die Telefonkosten werden vom Finanzamt anerkannt, sofern ein glaubhafter Nachweis vorgelegt wird. Die Vorlage einer Bestätigung vom Arbeitgeber über die Notwendigkeit der beruflichen Nutzung des privaten Telefonanschlusses ist hier hilfreich. Ebenso nützlich ist die Vorlage der Einzelverbindungsnachweise, ergänzt um die Angabe der beruflich veranlassten Telefonate mit Zusatzinformationen zu Datum, Name des Gesprächspartners, Dauer des Telefonats und der entstandenen Kosten.
Liegt dem Fiskus eine entsprechende Aufstellung für die Dauer von mindestens einem Quartal vor, so wird in der Regel der prozuentale Anteil der beruflichen Telefonkosten für den gesamten Veranlagungszeitraum anerkannt. Dem steuerpflichtigen Arbeitnehmer werden ohne Vorlage eines Einzelnachweises pauschal 20% jedoch maximal € 20,00 im Monat als Werbungskosten anerkannt. Steuer mindernd wirkt sich dies für den Arbeitnehmer somit erst dann aus, wenn die Summe aller Werbungskosten den Pauschalbetrag überschreitet.
Der Unternehmer kann Telefonkosten als Betriebsausgaben geltend machen.
Die Steuerfreiheit für erhaltene Trinkgelder hängt vom jeweils vorliegenden Rechtsanspruch des Arbeitnehmers über den Erhalt des Trinkgelds ab. Liegt ein Rechtsanspruch vor (z.B. Bedienungszuschlag im Gaststättengewerbe) unterliegt auch das Trinkgeld der Steuerpflicht für den Arbeitnehmer.
Erhält der Arbeitnehmer freiwillige Trinkgelder, ohne einen Rechtsanspruch, so bleiben diese steuerfrei. Der Arbeitnehmer muss das Trinkgeld vom Trinkgeldgeber als Honorierung einer Leistung erhalten haben, die dem Trinkgeldgeber unmittelbar zugute gekommen ist.
Der unbeschränkten Steuerpflichtig unterliegen Personen, mit Wohnsitz im Inland, oder Personen, deren gewöhnlicher Aufenthalt das Inland ist. Die unbeschränkte Steuerpflicht gilt daneben für juristische Personen mit Sitz bzw. Geschäftsleitung im Inland. Die unbeschränkte Steuerpflicht bezieht sich grundsätzlich auf das Welteinkommen.
Die Steuerpflicht beginnt mit der Geburt und endet mit dem Tod.
Deutsche Staatsangehörige, die im Ausland für eine inländische juristische Person des öffentlichen Rechts tätig sind, unterliegen ebenfalls der unbeschränkten Steuerpflicht.
Im Zusammengang mit dem Erbschaftssteuerrecht besteht eine unbeschränkte Steuerpflicht, sofern der Erblasser bei seinem Tode oder der Schenker zum Zeitpunkt seiner Zuwendung oder der Erwerber des Erbes oder der Schenkung Inländer ist.
Unterhaltsaufwendungen sind Zahlungen zur Sicherstellung des Lebensbedarfs an Personen. Die Pflicht zur Zahlung der Unterhaltsaufwendung ergibt sich aufgrund gesetzlicher Vorschriften.
Der Steuerpflichtige kann Unterhaltsaufwendungen unter bestimmten Umständen im Rahmen der zulässigen Höchstgrenzen als außergewöhnliche Belastung oder Sonderausgaben geltend machen.
Für die Abwägung der steuerlichen Anerkennung der Unterhaltsaufwendungen durch den Fiscus sind bestimmte Bedingungen geknüpft.
So darf weder der Unterhaltszahlende noch ein Angehöriger Anspruch auf einen Kinderfreibetrag oder auf Kindergeld des Unterhaltenen haben. Die Anerkennung der Aufwendungen setzt weiter voraus, dass der Unterhaltszahlende maximal über ein geringes Vermögen verfügt und die Einkünfte der zu unterhaltenden Person eine bestimmte Höchstgrenze nicht überschreiten.
Nach § 14 UStG sind Unternehmer verpflichtet, auf Ihren Rechnungen die Umsatzsteuer auszuweisen.
Ausgenommen davon sind Unternehmer, die nach § 19 UStG (Besteuerung der Kleinunternehmer) die Befreiung von der Umsatzsteuerpflicht beantragt haben. Die Befreiung von der Umsatzsteuer-Erhebung setzt voraus, dass sich der Umsatz im Kalendervorjahr inklusive Steuern unter 17.500 Euro belief und im laufenden Jahr voraussichtlich nicht über 50.000 Euro betragen wird. Unternehmen nach der Kleinunternehmerregelung sind nicht zum Abzug der Vorsteuer berechtigt, ebenso wenig zur Erhebung und Ausweis der Umsatzsteuer in von Ihnen erstellten Rechnungen.
Seit 01. 01. 2007 beträgt der Umsatzsteuer-Regelsatz in Deutschland 19 Prozent. Der ermäßigte Steuersatz in Höhe von 7 % wird für bestimmte Umsätze mit sozialen, gesellschaftspolitischen und kulturellem Zusammenhang zugrunde gelegt. Der ermäßigte Steuersatz gilt beispielsweise für Lebensmittel, Bücher, Zeitschriften, Zeitungen, lebende Tiere, oder Kunstgegenstände, Musik- und Theatervorführungen, Zoo, Zirkus, Museen und für den öffentlichen Personennahverkehr.
Nach § 18 UStG ist jeder Unternehmer dazu verpflichtet, die Steuer für den Voranmeldungszeitraum selbst zu berechnen und als Voranmeldung in Form des amtlich vorgeschriebenem Vordrucks auf elektronischem Wege zu übermitteln. Die Voranmeldungen haben beim zuständigen Finanzamt bis zum 10. Tag des Folgemonats ihrer Fälligkeit einzugehen. Die zu zahlende Umsatzsteuer ist dann zu begleichen.
Die Festsetzung des Voranmeldungs-Zeitraums bestimmt sich aus der Steuerhöhe des Vorjahres. Neu gegründete Unternehmen sind für die Dauer von zwei Jahren zur monatlichen Abgabe der Umsatzsteuer-Voranmeldung verpflichtet, unabhängig vom Umsatz.
Der Veräußerungsgewinn ist die positive Differenz aus einem Verkaufspreis abzüglich des Kaufpreises für das veräußerte Wirtschaftsgut. Einkünfte, die durch die Veräußerung von Wirtschaftsgüter erzielt werden, sind steuerpflichtig nach dem Einkommenssteuergesetz. Eine Ausnahme stellen private Veräußerungsgewinne dar, sofern bestimmte Fristen zwischen Kauf und Verkauf des Wirtschaftsgutes nicht unterschritten werden.
Bei Immobilien, also auch bei Eigenheimen beträgt diese Frist zehn Jahre. Die Bundesregierung hat die Spekulationsfrist per Steuerentlastungsgesetz (01.01.1999) von zwei auf 10 Jahre erhöht.
Bei Veräußerungen innerhalb dieser Frist erfolgt die Besteuerung mit dem persönlichen Steuersatz.
Die Spekulationsfrist wurde bis zum 31.12.2008 auch für die Veräußerung von Wertpapieren angewandt. So konnte eine steuerfreie Veräußerung nach Ablauf eines Jahres erfolgen. Mit Einführung der Abgeltungssteuer sind seit 01.01.2009 Veräußerungsgewinne aus Wertpapiergeschäften generell mit mit 25 Prozent Abgeltungssteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag zu versteuern.
Gewinne aus dem Verkauf eines Betriebes, eines Teilbetriebes oder aufgrund einer Betriebsaufgabe zählen grundsätzlich zu den steuerpflichtigen Einkünften. Bei Veräußerungen dieser Art, werden die vorhandene stillen Reserven und verdeckten Wertsteigerungen auf einmal offen gelegt und somit mit im Zuge der Veräußerung ertragswirksam.
Im Zusammenhang mit der Veräußerung von Betrieben, Teilbetrieben und Betriebsaufgaben können unter bestimmten Voraussetzungen Freibeträge bzw. weitere Vorschriften in der Steuerermittlung Anwendung finden.
Entstehen durch das Gesellschaftsverhältnis veranlasste Vermögensminderungen bzw. hemmende Vermögensmehrungen handelt es sich um eine verdeckte Gewinnausschüttung.
Dabei kann es sich um eine preislich stark vergünstigte Lieferung oder beispielsweise um ein zinsloses bzw. unterverzinsliches Darlehen an einen Gesellschafter handeln.
Maßgeblich hierfür ist, dass es sich nicht um eine offene Gewinnverwendung gemäß Gewinnverteilungsbeschluss der Gesellschaft handelt.
Die Feststellung von verdeckten Gewinnausschüttungen durch das Finanzamt wirkt sich steuerlich analog einer offenen Gewinnausschüttung aus.
Das Steuerrecht unterscheidet zwei Arten der Verjährung:
Zahlungsverjährung:
Die Zahlungsverjährung gibt den Zeitraum an, in welchem zu leistende Zahlungen von Schuldnern noch eingefordert werden können. Ist die Zahlungsverjährung eingetreten, ist der Steuerpflichtige von der Verpflichtung der Steuerschuld trotz Festsetzung der Steuer entbunden. Etwaige Erstattungsansprüche sind nach Verjährung aber ebenso wenig möglich.
Die Festsetzungsverjährung regelt den Verjährungszeitraum für die vom Finanzamt noch nicht festgesetzten Steuern. Daneben regelt Sie die Frist, in der die Finanzbehörde bereits festgesetzte Steuerbescheide ändern oder aufheben darf.
Bei einer vorläufigen Steuerfestsetzung handelt es sich um eine besondere Maßnahme des Finanzamtes. Vorläufige Steuerfestsetzungen werden ausgesprochen, sofern Ungewissheit über die tatsächlichen Voraussetzungen bei der Entstehung eines Steueranspruchs besteht. Dies gilt auch für die steuerlichen Regelungen, die das Bundesverfassungsgericht mit dem Grundgesetz für unvereinbar erklärt. Der Gesetzgeber ist damit aufgefordert, eine Neuregelung zu schaffen. Ist die Einkommensteuer eines Steuerpflichtigen von einer "unentschiedenen" steuerlichen Regelung betroffen, kann die Steuer vorläufig festgesetzt werden.
Eine vorläufige Steuerfestsetzung kann ebenfalls ausgesprochen werden, solange eine steuerrechtliche Norm vor dem Europäischen Gerichtshof, dem Bundesverfassungsgericht oder dem Bundesgerichtshof bezüglich ihrer Vereinbarkeit mit übergeordneten Gesetzen überprüft wird.
Der Steuerpflichtige ist von der zuständigen Finanzbehörde über den Grund der vorläufigen Steuerfestsetzung zu informieren, ebenso über den damit verbundenen Umfang. Mit erfolgter Klärung der gesetzlichen Wirksamkeit steuerlicher Regelungen, sind vorläufige Steuerfestsetzungen zu bestätigen, anzupassen oder aufzuheben. Für alle zuvor ausgesetzten Steuerfestsetzungen gilt: treten Gesetze nach Klärung der Ungewissheit in Kraft, ist die damit verbundene Steuerfestsetzung umzusetzen.
Kosten für die Weiterbildung können bei der Einkommensteuer geltend gemacht werden. Unter der Voraussetzung, dass die Weiterbildung in Zusammenhang mit der Erzielung von Einkünften steht, gilt dies für Weiterbildungsmaßnahmen im ausgeübten Beruf, Weiterbildung im nicht ausgeübten Beruf oder zu Umschulungszwecken. Steuerlich begünstigt wird auch der Bezug von Software, Fachzeitschriften und Büchern die der Tätigkeit zuzuordnen sind. Entstehen für die Durchführung der Weiterbildungsmaßnahme Fahrtkosten, Verpflegungskosten oder Übernachtungskosten, können auch diese Aufwendungen geltend gemacht werden.
Um dies in der Einkommensteuer nachzuweisen, ist die Vorlage der entsprechenden Belege vonnöten.
Steuerrechtlich nicht anerkannt werden Aufwendungen, die überwiegend der Allgemeinbildung dienen.
Das Finanzamt berücksichtigt Werbungskosten-Pauschalen, welche in die Einkommensteuer des Steuerpflichtigen einfließen, automatisch, d.h. sie müssen nicht gesondert beantragt oder nachgewiesen werden.
Aufwendungen, die mit der Erwerbung, Sicherung und Erhaltung von Einnahmen entstanden sind, werden als Werbungskosten bezeichnet. Sie sind im Rahmen der Einkommensteuer zu berücksichtigen, sofern es sich um Aufwendungen im Zusammenhang mit Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit, Einkünften aus Vermietung- und Verpachtung oder sonstigen Einkünften handelt. Sofern die Aufwendungen die Höchstsätze der pauschalen Werbungskosten übertreffen, wirken sich die höheren, nachgewiesenen Aufwendungen Steuer mindernd aus.
Arbeitnehmer-Pauschalbetrag:
€ 920 bei Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit
€ 102 als Werbungskosten-Pauschbetrag
€ 51 bzw. € 102 als Werbungskosten-Pauschbetrag
Renten und sonstige Einkünfte
Die Wohnungsbauprämie ist steuer- und sozialversicherungsfrei.
Mit der Wohnungsbauprämie fördert der Staat die Bildung von Bausparkapital. Die Prämie beträgt 8,8 % der Bausparleistungen. Für Alleinstehende jedoch höchstens € 512 für Verheiratete höchstens € 1.024.
Höchstgrenzen für den Erhalt der Wohnungsbauprämie:
Das zu versteuernde Einkommen für den Alleinstehenden darf nicht höher als € 25.600 und für bei zusammen veranlagten Verheirateten nicht höher als € 51.200 sein.
Die Prämie wird auf Antrag des Bausparers vom Kreditinstitut beim Finanzamt angefordert. Eine Zuteilung der Förderung erfolgt erst mit Auszahlung der Bausparsumme.
Anspruch auf Wohnungsbauprämie besteht auch für Kinder, die das 16. Lebensjahr vollendet haben.
Bausparverträge, die mit einer Arbeitnehmer-Sparzulage begünstigt werden, sind von der Zuteilung einer Wohnungsbauprämie ausgeschlossen.
X Kein Inhalt
Y Kein Inhalt
Zur Kontrolle der Warenbewegungen innerhalb der EU sind am 01.01.1993 zusammenfassende Meldungen eingeführt worden. Dadurch werden von allen Unternehmen die innergemeinschaftlichen Lieferungen gemeldet. Den einzelnen Mitgliedstaaten ist es aufgrund der bestehenden IT-Vernetzung grundsätzlich möglich, aufgrund der erhobenen Daten die Versteuerung des inländischen innergemeinschaftlichen Erwerbs zu überprüfen.
Seit 01.07.2010 wurde der Meldezeitraum von einer vierteljährlichen auf die monatliche Datenübermittlung festgelegt.
Ehepaare mit Wohnsitz in Deutschland, die nicht dauernd getrennt leben, können die Steuer nach der Zusammenveranlagung beantragen. Die Zusammenveranlagung wirkt sich steuerlich vorteilhaft aus, sofern Unterschiede im Einkommen der beiden Steuerpflichtigen bestehen. Die Ursache hierfür liegt in erster Linie im progressiven Steuersatz, der bei der Besteuerung des zu versteuernden Einkommens herangezogen wird. Die Einkünfte beider Ehepartner werden aufaddiert, die meisten Freibeträge werden - gegenüber Alleinstehenden - verdoppelt. Die Einkommensteuer für zusammen veranlagte Ehepartner wird nach der so genannten Splittingtabelle ermittelt.
Wird in der Steuererklärung die Eintragung über die Art der Veranlagung (Zusammenveranlagung oder getrennte Veranlagung) versäumt, kommt es in der Veranlagung von Ehepaaren automatisch zur gemeinsamen Veranlagung mit der Folge, dass nur ein Steuerbescheid erlassen wird.
Mit Bestätigung der Rechtslage durch den Bundesfinanzhof (BFH 26.01.2006 - III R 51/05) haben Partner einer eingetragenen Lebenspartnerschaft keinen Anspruch auf Durchführung einer Zusammenveranlagung zur Einkommensteuer unter Anwendung des Splittingtarifs. Begründet wurde dies mit dem grundgesetzlichen Schutz der Ehe.
Das Zwangsgeld ist ein Beugemittel, das zur Durchsetzung eines Verwaltungsaktes eingesetzt wird.
Zwangsgelder werden in erster Linie erhoben, um Handlungen auszulösen, die vom Schuldner persönlich zu erbringen sind (Erteilung von Auskünften, persönliches Erscheinen, Vorlage und Einsicht in Dokumente). Ein Zwangsgeld muss zuvor schriftlich angedroht werden, ehe es nach Ablauf der festgesetzten Frist erhoben werden kann.
Kann das Zwangsgeld nicht eingetrieben werden, hat das Gericht - entsprechend der Höhe des Zwangsgeldes - Zwanghaft anzuordnen.

References: § 390
 § 44
 § 1
 § 84
 §5
 § 19
 § 32
 §41
 §41
 § 52
 §8
 § 40
 § 516
 § 14
 § 19
 § 18