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Timestamp: 2019-01-22 13:46:16+00:00

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079 2016 by AZ-Anzeiger - Issuu
aus dem bezirk affoltern I Nr. 79 I 170. Jahrgang I Dienstag, 4. Oktober 2016
Seit dem 1. Januar 2016 arbeitet in Bonstetten die Einheitsgemeinde. > Seite 5
Primarschule Wettswil baut um: Mögliche Behinderungen auf der Eggstrasse. > Seite 5
Geglückt Premiere der Aemtler Bühne: «Morde mues me vo obe abe, nöd vo une!» > Seite 6
«Rollendes Gewissen» Rossau: Das Wandertheater von «Rockthebabies» ist ein soziales Experiment. > Seite 6
Der Flugtag Hausen ist ein Anlass mit überregionaler Bedeutung Neben Tausenden Zuschauern besuchte auch der Herbst den 37. Modellflugtag Hausen Am 1. und 2. Oktober trafen sich Modellflugpiloten aus dem In- und Ausland zum grossen Schaufliegen auf dem Flugplatz Hausen. Es ist die grösste regelmässig stattfindende Veranstaltung dieser Art in der Schweiz. ................................................... von andrea bolliger Die Wetterbedingungen waren ideal, als die Teams ihre Modellflugzeuge am Samstagmorgen aus den Anhängern zogen und montierten. Der Föhn hielt die Kaltfront noch zurück. Bald scharte sich das Publikum, das aus allen Landesteilen angereist war, um den Abstellplatz und begutachtete die Modelle. Die riesige Boeing 747-400 im Massstab 1:13 und in der Bemalung von Virgin Airways bestach durch ihre Grösse, durch die Detailverliebtheit und die aufwendige Bemalung. Vier Mal an jedem Tag durften die Piloten ihre Modelle vorfliegen. In der Luft waren detailgetreu nachgebaute Scale-Modelle aus verschiedensten Epochen der Aviatik, Zweckmodelle und sogar fliegende He-
Auf Kurs Standortförderung neu ein Verein: Nach nur neun Monaten bereits 43 Mitglieder. > Seite 8
Wohnraum ist seit 70 Jahren knapp Die Ausstellungsreihe «Erlebte Schweiz» machte im «LaMarotte» Halt, zum Thema urbanes Wohnen. Neun Kurzfilme zeigten, dass Wohnraum in der Schweiz bereits seit über 70 Jahren knapp ist. Kommentiert wurden die Filme vom Architekten Andreas Hofer und dem Leiter des Amtes für Raumplanung des Kantons Zürich, Wilhelm Natrup, der sich unter anderem zum regionalen Richtplan des Bezirks Affoltern äusserte. Ländliche Gemeinden hätten keine Chance, weitere Bauzonen zu erhalten, Affoltern und Hedingen würden bei der städtischen Entwicklung vom Kanton unterstützt. ................................................... > Bericht auf Seite 3 anzeigen
Das Jubiläum! Vom 4. bis zum 31. Oktober 2016
Auf dem Vorfeld des Flugplatzes Hausen stehen für einmal prächtige Flugzeugmodelle. (Bild Andrea Bolliger) xen zu bestaunen. Besonders viel Beifall sicherten sich jene, die Pyrotechnische Effekte oder Rauchpetarden zündeten oder jene, die zu zweit oder sogar zu dritt Formationsflüge vorführten.
Gegen den späteren Samstagnachmittag wurde es empfindlich kalt, windig und dunkel. Die meisten Modelle konnten vor dem ersten Regen noch in den Hangar gestellt werden. Mehrheitlich bewölkt und teilweise
nass zeigte sich auch der Sonntag. Dies erklärt, weshalb bedeutend weniger Zuschauer als in anderen Jahren auf den Flugplatz waren. ................................................... > Ausführlicher Bericht am Freitag
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Die Viehschau als grosses Jubiläumsfest 125-jähriges Bestehen der Viehzuchtgenossenschaft Mettmenstetten und Umgebung Die Jubiläumsviehschau der Viehzuchtgenossenschaft Mettmenstetten und Umgebung entwickelte sich zu einem riesigen Dorffest. Bei bestem Wetter wurden die Kühe prämiert und am Abend bot das Festzelt ausreichend Schutz vor dem Regen. ................................................... von salomon schneider 1891, als die Viehzuchtgenossenschaft Mettmenstetten gegründet wurde, wurde in der Schweiz die Volksinitiative eingeführt und Otto Lilienthal führte erste Versuche mit einem Gleitflugzeug durch. Während sich die Gesellschaft in den vergangenen 125 Jahren grundlegend verändert hat, ist bei der Viehzuchtgenossenschaft Mettmenstetten und Umgebung vieles noch wie zur Gründungszeit. Das Ziel ist die Zucht möglichst gesunder und leistungsfähiger Tiere. An der Viehschau werden deshalb die verschiedenen Kühe nach Leistungsmerkmalen prämiert und der gesellige Anlass bietet den Landwirten die Möglichkeit, sich auszutauschen. «Ob es die Viehzuchtgenossenschaft Mettmenstetten und Umgebung
Die Prämierungen der Kühe stiessen auf reges Zuschauerinteresse. (Bild Salomon Schneider) in 125 Jahren noch gibt, das weiss ich nicht. Wir haben uns mit den umliegenden Gemeinden zusammengeschlossen. Vielleicht gibt es dann eine Viehzuchtgenossenschaft für das ganze Säuliamt», wagte der Landwirt
Martin Haab eine Prognose für die Zukunft. Das grosse Besucherinteresse – vom frühen Morgen bis tief in die Nacht waren immer mehrere hundert Besucher anwesend – ist auf jeden Fall
ein Zeichen, dass die Viehschau Mettmenstetten als kultureller Anlass für Menschen aus dem gesamten Vorderamt wichtig ist. ................................................... > Bericht auf Seite 7
Gemeinde Stallikon Gemeinden im Bezirk Affoltern Zurückschneiden von Bäumen und Sträuchern Entlang Strassen und öffentlichen Wegen gelten nachstehende Vorschriften der kantonalen Strassenabstandsverordnung (StrAV, 700.4 §§14–18): • Mauern und Einfriedigungen dürfen die Verkehrssicherheit nicht beeinträchtigen. • Strassenlampen, Verkehrssignaltafeln und Strassennamensschilder dürfen nicht überwachsen sein. • Über Strassen muss der Fahrraum bis auf eine Höhe von mindestens 4,50 m von Pflanzen, Ast- und Blattwerk von Bäumen und Sträuchern frei gehalten werden; über Rad-, Fuss- und Gehwegen muss die lichte Höhe mindestens 2,5 m betragen. • Morsche und dürre Bäume oder Äste sind zu beseitigen, wenn sie auf die Strasse stürzen könnten. • Auf der Innenseite von Kurven sowie bei Strassenverzweigungen und Ausfahrten sind die erforderlichen Sichtbereiche freizuhalten. In diesen dürfen Pflanzen, Mauern und Einfriedigungen eine Höhe von 0,8 m nicht überschreiten. Der Sichtbereich zwischen 0,8 m und 3,0 m ist immer freizuhalten. Dieser Vorschrift ist spezielle Aufmerksamkeit zu schenken. Die Eigentümer von Grundstücken an öffentlichen Strassen, Fusswegen und Plätzen werden aufgefordert, die Bäume, Sträucher, Hecken und Einfriedungen, welche in den Strassen- bzw. Wegraum hineinragen, bis spätestens 7. November 2016 zurückzuschneiden. Nach diesem Termin werden die Mängel auf Kosten des Eigentümers durch die Gemeinde oder beauftragte Firma behoben. Es wird jede Haftung für Schäden durch unfachgemässes Schneiden von Bäumen und Sträuchern abgelehnt. Die Gemeinderäte danken für das Verständnis. Affoltern am Albis, 4. Oktober 2016 Gemeinden des Bezirks Affoltern
Festsetzung der Liegenschaftenabgaben 2017 Gestützt auf das Budget 2017 hat der Gemeinderat die Tarife für die Abwasserentsorgung und das Abfallwesen überprüft und sie mit Beschlüssen vom 27.09.2016 für die nächste Verrechnung der Liegenschaftenabgaben wie folgt festgesetzt: a) Abwasser Gestützt auf Art. 3.6 der von der Gemeindeversammlung am 17. September 2003 erlassenen Gebührenverordnung für Siedlungsentwässerungsanlagen werden die Benützungsgebühren für die Siedlungsentwässerung (Kanalisation) für 2017 wie folgt festgesetzt: Grundgebühr: Fr. –.10 je m² gewichtete Fläche (2016: Fr. –.10 je m²) Mengenpreis: Fr. 1.30 je m³ Frischwasserverbrauch (2016: Fr. 1.30 je m³) Als Berechnungsgrundlage gilt der abgelesene Wasserverbrauch des Vorjahrs. – je zuzüglich 8,0 % Mehrwertsteuer. b) Abfallgrundgebühren Gestützt auf Art. 11 und 12 der Abfallverordnung vom 16. April 2014 und Art. 6 der Vollziehungsverordnung zur Abfallverordnung werden die Grundgebühren für 2017 wie folgt festgesetzt:
Wohnungen bis 2½ Zimmer Wohnungen ab 3 Zimmer Gewerbebetriebe Kleingewerbe – je zuzüglich 8.0 % Mehrwertsteuer Gewerbecontainer-Leerung (inkl. 8,5 % Mehrwertsteuer)
2017 Fr. 90.– Fr. 144.– Fr. 144.– Fr. 72.–
2016 Fr. 96.– Fr. 156.– Fr. 156.– Fr. 78.–
c) Wasser Die Wassergebühren werden zu einem späteren Zeitpunkt publiziert.
Stallikon, 4. Oktober 2016 Gemeinderat
Klara Wyss-Limacher 2. November 1935 – 1. Oktober 2016
Im 81. Lebensjahr durftest Du am frühen Sonntagmorgen einschlafen. Wir sind dankbar für Deine Liebe und Fürsorge und behalten die vielen fröhlichen Stunden und schönen Momente in liebevoller Erinnerung. Wir vermissen Dich: Franz Wyss Matthias Wyss mit Jim und Alexandra Atapattu mit Ashani, Romesh und Manisha Dominik Wyss mit Ron und Jeanette Jaggi Christian Wyss und Svenja Lustenberger Marianne Eltschinger mit Robyn Verwandte und Freunde Die Trauerfeier findet am Freitag, 7. Oktober 2016, um 14.30 Uhr in der katholischen Kirche Bonstetten-Wettswil statt. Die Beisetzung erfolgt im engsten Familienkreis. Anstelle von Blumen berücksichtige man die Stiftung Onko Plus Zürich (Postkonto: 80-38332-6) oder den Verein Spitex Knonaueramt (Postkonto 87-267156-1).
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Festsetzung Verkaufspreis SBB-Tageskarten Gemeinde (Gemeinderatsbeschluss vom 27. September 2016) Der Verkaufspreis beträgt pro SBB-Tageskarte Gemeinde für die Zeit vom 1. April 2017 bis 31. März 2018 unverändert Fr. 42.–.
Reglement für die Subventionierung der familienergänzenden Kinderbetreuung - Revision
Gegen diesen Beschluss kann innert 30 Tagen, von der Publikation an gerechnet, schriftlich und begründet beim Bezirksrat Affoltern am Albis Rekurs erhoben werden. Die Rekursschrift hat einen Antrag und dessen Begründung zu enthalten und ist im Doppel einzureichen.
Traurig nehmen wir Abschied von meiner lieben Ehefrau, unserer lieben Mutter und unserem Grossmueti
1. Gestützt auf Art. 23 Hundegesetz (HuG, LS 554.5) wird die Hundeabgabe 2017 unverändert auf Fr. 120.– pro Hund festgesetzt. Die Einschreibe- und Meldegebühr ist in der Abgabe enthalten. 2. Zusätzlich zur Hundeabgabe wird der gemäss § 23 Abs. 2 HuG und § 20 Abs. 1 Hundeverordnung (HuV, LS 554.51) jährlich festgesetzte Kantonsbeitrag von aktuell Fr. 30.– pro Hund verrechnet. 3. Für die Bearbeitung von verspäteten Meldungen nach § 2 Abs. 2 lit. a HuG wird im Sinne von § 18 HuV eine Gebühr von Fr. 20.– erhoben. 4. Von der Hundeabgabe befreit werden die Halterinnen und Halter der im § 25 HuG aufgelisteten Hundekategorien.
Stallikon, 4. Oktober 2016
Der Gemeinderatsbeschluss und das Reglement liegen während der Rekursfrist auf der Gemeindekanzlei (Schalter Einwohnerkontrolle) zur Einsicht auf.
Traueradresse: Familie Franz Wyss, Heidenchilenstrasse 6, 8907 Wettswil
Festsetzung der Hundeabgaben 2017 (Gemeinderatsbeschluss vom 27. September 2016)
Die Beschlüsse liegen im Gemeindehaus (Schalter Einwohnerkontrolle) auf und können unter www.stallikon.ch eingesehen werden.
Der Gemeinderat Stallikon hat mit Beschluss vom 27. September 2016 das revidierte Reglement für die Subventionierung der familienergänzenden Kinderbetreuung genehmigt. Es tritt auf den 1. März 2017 in Kraft.
. . . und immer sind sie da, die Spuren Deines Lebens; Bilder, Augenblicke, und Gefühle, die uns an Dich erinnern.
Öffnungszeiten Gemeindeverwaltung Die Büros der Gemeindeverwaltung bleiben am Freitag, 7. Oktober 2016, infolge Betriebsausflug den ganzen Tag geschlossen. Für Bestattungsmeldungen wenden Sie sich bitte an Edy Gamma, Telefon 079 648 73 75. Die Gemeindeverwaltung
Hedingen In Zürich ist am 28. September 2016 gestorben:
Buccella, Rolf Peter geboren am 11. Mai 1940, von Zürich ZH, verwitwet, wohnhaft gewesen in Hedingen, Rütistrasse 10. Abdankung in Hedingen am Freitag, 7. Oktober 2016, 14.00 Uhr.
Wettswil am Albis Am 1. Oktober 2016 ist in Affoltern am Albis gestorben:
Wyss geb. Limacher, Klara geboren 2. November 1935, Bürgerin von Fulenbach SO, Ehefrau des Wyss, Franz J. P., wohnhaft gewesen in Wettswil am Albis, Heidenchilenstrasse 4. Der Abdankungsgottesdienst findet am Freitag, 7. Oktober 2016, 14.30 Uhr, in der katholischen Kirche Bonstetten statt. Der Friedhofvorsteher
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«Kein Vermieter würde bei einem Mieterwechsel die Miete erhöhen» Veranstaltung zu urbanem Wohnen im «LaMarotte» mit Kantonsplaner Wilhelm Natrup und Andreas Hofer
Die neue Zentrumsüberbauung in Affoltern setzt auf städtischen Charakter: In den oberen Stockwerken wird gewohnt, im Parterre sollen Geschäfte das Zentrum des Bezirkshauptorts beleben.
Die Veranstaltungsreihe «Erlebte Schweiz» machte erneut Halt im Affoltemer Kulturkeller. Diesmal wurden neun Kurzfilme zu den Themen Wohnungsnot und urbane Wohnformen gezeigt, die von Experten vor Ort eingeordnet wurden. ................................................... von salomon schneider Der Historiker und Moderator Claudio Miozzari von Erlebte Schweiz (siehe Kasten zu Memoriav) begrüsste die rund 30 Besuchenden im La Marotte: «Normalerweise wird Erlebte Schweiz in Kinos mit gut 100 Plätzen gezeigt. Der kleinere Rahmen des Kulturkellers hat gegenüber diesen durchaus seine Vorteile. Hier können wir die Diskussion auch für das Publikum öffnen. Die Veranstaltungsreihe findet in Zürich, Bern, Baden, Basel, Luzern und Affoltern statt. Wir kommen immer wieder hierher, weil hier die Atmsophäre einfach stimmt.»
Aufhebung des Mieterschutzes als Politikum Im ersten Filmblock wurden Berichte zum Thema Wohnungsnot aus verschiedenen Jahren gezeigt. Sowohl im Beitrag von 1950 als auch im Beitrag von 1971 wurde das Ende der Wohnungsnot heraufbeschworen. Mehrfach ging ein wissendes Raunen durch den Raum, wenn die Sprecher aus dem Hintergrund das baldige Ende der Wohnungsnot prophezeiten, dank Hochhäusern. Im Beitrag von 1969 wurde über die Aufhebung des Mieterschutzes diskutiert, der während des Zweiten Weltkrieges eingeführt wurde und Mieter vor sprunghaftem Ansteigen der Mieten schützte. «Ich bin mir sicher, dass kein Vermieter bei einem Mieterwechsel die Wohnungsmiete mehr als ein bisschen erhöhen wird», sagte Walter Raissig, ein Verfechter der Aufhebung des Mieterschutzes in die Kamera. Auf dem Schwarz-Weiss-
Dokument war nicht erkennbar, ob er dabei rot wurde oder nicht.
Gettoisierung soll unbedingt verhindern werden Im Anschluss diskutierten Andreas Hofer, Architekt und Mitbegründer der Genossenschaft Kraftwerk1 in Zürich, und Wilhelm Natrup, der Leiter des Amtes für Raumentwicklung des Kantons Zürich, über die Filme und ordneten sie ein. Die im Film von 1971 gezeigte Cité du Lignon in Vernier bei Genf ist mit 980 Metern Länge bis heute das längste Gebäude der Schweiz und beherbergte bis zu 10 000 Bewohnende – heute sind es noch rund 5700, da die Wohnfläche pro Person stark zugenommen hat. Wilhelm Natrup zu Le Lignon: «Diese Wohnsiedlung ist bis heute attraktiv geblieben – wie auch das Lochergut in Zürich, das ähnlich funktioniert und mindestens in den oberen Etagen bis heute sehr beliebt ist. Es werden bis heute die sozialen Schwierigkeiten in Hochhaussiedlungen heraufbeschworen. In der Schweiz ist Gettoisierung aber kein Problem, da Hausbesitzer die Gebäude immer wieder sanierten und so eine gemischte Mieterschaft anziehen. Wenn es einmal zu Gettoisierung gekommen ist, gibt es fast kein Zurück mehr. Das zeigt sich in den Vororten zahlreicher französischer Städte eindrücklich.» Andreas Hofer äusserte sich zum Mie-
terschutz: «Der Wohnungsmangel ist seit der Nachkriegszeit ein Thema. Irgendwie konnte oder wollte man dieses Problem nie lösen und der Mieterschutz ist immer noch mangelhaft – bei Mieterwechseln gehen die Kosten immer noch extrem stark nach oben. Und die Verdrängung von Mitgliedern der Mittel- und Unterschicht in weniger zentrale Gebiete, mit weniger guter Verkehrsanbindung ist immer noch ein Thema.»
me Menschen. Genossenschaft ist so auch Klientelismus. Es gibt Millionäre, die in einer Genossenschaftswohnung leben.» Andreas Hofer konterte: «Würde die Mehrheit in Genossenschaften wohnen, hätte es die Mehrheit günstiger. Die Zugänglichkeit für alle verhindert die von Ihnen angesprochene Gettoisierung am effektivsten. Zudem greift nur der kleinste Teil der Genossenschaften auf vergünstigtes Land zurück.»
Affoltern nicht zu Wachstum zwingen
Im zweiten Block wurden Beiträge zu genossenschaftlichen Wohnbauten von 1928, 1949 und 2014 gezeigt. Sie zeigten, dass bei Genossenschaften immer ein günstiger Preis im Vordergrund stand und der Ausbaustandard deshalb verhältnismässig tief angesetzt war. Andreas Hofer zum genossenschaftlichen Wohnungsbau: «Ich bin der Meinung, dass Genossenschaften die beste Lösung für langfristig günstigen Wohnraum sind. Sie brauchen wenig Reglementierung, da das Geld in den Genossenschaften bleibt und in neuen Wohnraum investiert wird.» Wilhelm Natrup betonte, dass es aber auch Kritik an den Genossenschaften gebe: «Genossenschaften können oft auf vergünstigtes Land der Stadt zurückgreifen. Zudem gehen die Wohnungen gehen oft nicht an Bedürftige, sondern an der Genossenschaft geneh-
Claudio Miozzari erkundigte sich bei Wilhelm Natrup über die Möglichkeiten von genossenschaftlichem Wohnungsbau im Knonauer Amt: «Wenn Affoltern, wie von der kantonalen Verwaltung gefordert, bis 2030 18 000 Einwohner haben soll, wären Genossenschaften eine Lösung zur Erreichung dieses riesigen Wachstums?» Wilhelm Natrup antwortete: «Nein. In Obfelden oder Ottenbach werden wir beispielsweise keine neuen Bauzonen erlauben. In Affoltern werden wir aber viel Wachstum ermöglichen und auch Einzonungen und Verdichtung zustimmen, wenn die Politik dies wünscht. Wir werden aber niemandem zum Wachstum zwingen.»
Erhaltung audiovisueller Quellen Der Verein Memoriav setzt sich ein für die Erhaltung des audiovisuellen Kulturgutes der Schweiz. Memoriav funktioniert als Netzwerk und arbeitet mit Archiven und interessierten Personen in der ganzen Schweiz zusammen. Für den Vereinszweck werden Bundesgelder eingesetzt. Zu jeder Rettung von historischen Filmen gehört es, diese Dokumente der
Geschäftsführerin: Barbara Roth Chefredaktor: Thomas Stöckli Redaktion: Salomon Schneider Andrea Bolliger redaktion@affolteranzeiger.ch Herausgeberin: Weiss Medien AG, Obere Bahnhofstrasse 5, 8910 Affoltern a. A.
Sprachen über städtisches Wohnen (von links): Moderator Claudio Miozzari, Architekt Andreas Hofer und der Leiter des Zürcher Amtes für Raumentwicklung Wilhelm Natrup. (Bilder Salomon Schneider)
Öffentlichkeit auch zugänglich zu machen. Dies ist einer der Gründe, weshalb die Veranstaltungsserie «Erlebte Schweiz» ins Leben gerufen wurde. «Die Veranstaltungsreihe Erlebte Schweiz will bekannt machen, was für Schätze es in den Schweizer Filmarchiven gibt und diese kritisch einordnen», so Claudio Miozzari. (sals)
Wilhelm Natrup ordnete den Film von 1981 ein: «In den 1980er-Jahren wurde viel Wohnraum zerstört, mit dem Ziel die Quartiere aufzuwerten. Damals war die Stimmung so, dass man sich wehren wollte und gesellschaftlich viel Enttäuschung da war. Es wurden auch viele Häuser besetzt.» Andreas Hofer ergänzte: «Die Ästhetik des Films zeigt, dass die Macher niemanden überzeugen wollten. Sie waren enttäuscht und wollten ihrem Ärger Luft machen und nicht Mehrheiten für ihre Anliegen gewinnen.» Anschliessend wurde das Gespräch für Fragen aus dem Publikum geöffnet. Auf die Frage, wie die Wohnungsnot in Zürich entschärft werden könne, meinte Wilhelm Natrup: «Der Kantonsrat wird wahrscheinlich 2019 eine Mehrwertabschöpfung beschliessen. Die Stadt Zürich will anschliessend die Bau- und Zonenordnung überarbeiten. In Basel ist Mehrwertabschöpfung bei Verdichtung seit über 30 Jahren ein Erfolgsmodell. Ob der Kantonsrat dies beschliesst, hängt natürlich auch vom politischen Druck durch die Land- und Agglomerationsgemeinden ab. Ohne Mehrwertabschöpfung wird die Stadt Zürich sicher keine allgemeine Verdichtung zulassen können.»
Wohnhaft im Tram Im dritten Filmblock wurden Filme zum Thema Wohnen und Protest gezeigt. Der Beitrag von 1971 zeigte eine rührige Geschichte von Siedlungsbewohnern, die sich gegen den Abbruch ihrer Häuser wehrten. Der Film von 1981 zeigte einen von Hausbesetzern erstellten Protestfilm, der mit Punkmusik provozierte. Der Film von 1994 näherte sich dem Thema von der tragisch-humoristischen Seite: Ein Pärchen richtet sich im Tram ein, da es keine Wohnung hat, begrüsst die Zugestiegenen wie im Eigenheim, verteilt Gipfeli. Die Reaktionen der Passagiere, zwischen Empathie und Unglauben, bewirkten bei den Zuschauenden mehrere herzhafte Lachmomente.
Mehrwertabschöpfung wichtig
wir gratulieren Zur diamantenen Hochzeit Dora und Romeo Renato PianezziBrunner feiern am Donnerstag, 6. Oktober, in Affoltern die goldene Hochzeit. Dem Ehepaar gratulieren wir herzlich und wünschen einen schönen Festtag und alles Gute.
Zum 80. Geburtstag Am kommenden Donnerstag, 6. Oktober, feiert Filomena Tronnolone in Affoltern den 80. Geburtstag. Wir gratulieren herzlich und wünschen ein frohes Wiegenfest.
Erstes Budget der Einheitsgemeinde Aus den Verhandlungen des Gemeinderates Bonstetten ................................................... von gemeindeschreiber daniel nehmer Das Budget 2017 ist das erste Budget, welches in der per 1. Januar 2016 gebildeten Einheitsgemeinde erstellt wurde. Die Erfolgsrechnung sieht bei einem Aufwand von 26,95 Mio. (Vorjahr 27,5 Mio.) Franken und einem Ertrag von 26,18 Mio. (Vorjahr 26,86 Mio.) Franken einen Aufwandüberschuss von 773 600 (Vorjahr 638 900) Franken vor. Die Investitionsrechnung weist Ausgaben von 3,12 Mio. (Vorjahr 6,06 Mio.) Franken und Einnahmen von 75 000 (Vorjahr 200 000) Franken aus, womit sich Nettoinvestitionen von 3,045 Mio. (Vorjahr 5,86 Mio.) Franken im Verwaltungsvermögen ergeben. Im Finanzvermögen sind keine Nettoinvestitionen geplant. Der Gemeindeversammlung vom 13. Dezember 2016 wird beantragt, den Steuerfuss der Politischen Gemeinde unverändert mit 93 % festzusetzen. Details zum Budget 2017 können über die Gemeindewebseite www.bonstetten.ch ab Ende November 2016 (Aktenauflage zur Gemeindeversammlung) sowie aus dem Weisungsheft entnommen werden.
Genehmigung der Bauabrechnung zur Sanierung der Chilestrasse Die Chilestrasse befand sich vor der Sanierung in einem baulich schlechten Zustand. Viele Flickstellen, welche infolge von Werkleitungsbauten und
Boulder-Weltmeisterin Petra Klingler: offizielle Ehrung am 9. November Der Gemeinderat hat sich über den grossartigen Erfolg von Petra Klinger vom Sonntag, 18. September, in Paris riesig gefreut. Bonstetten beheimatet die erste Schweizer Boulder-Weltmeisterin. Die offizielle Ehrung finReparaturen entstanden sind, prägten das Strassenbild. Des Weiteren löste sich die Oberflächenbehandlung an diversen Stellen ab. Die gesamte Strassenentwässerung wurde überprüft und instand gestellt. An einzelnen Bereichen war eine Schachtergänzung notwendig. Die Ausführungskosten für die Sanierungsmassnahmen wurden auf 375 000 Franken geschätzt und von der Gemeindeversammlung am 9. Juni 2015 genehmigt. Im darauffolgenden Planungsablauf wurde vom Ingenieurbüro Rösch Wälter Willa das Ausführungsprojekt und das Submissionsverfahren zur Vergabe der Bauarbeiten ausgeführt. Das Strassensanierungsprojekt wurde zusammen mit dem Totalersatz der Trinkwasserleitung in der Chilestrasse durchgeführt. Die Bauarbeiten begannen Mitte März und endeten mit der Abnahme des Werkes bis Ende Juni 2016. Die Aufwendungen verringerten sich gegenüber dem genehmigten Kredit um Fr. 78 561.35. Details zum vorliegenden Antrag, ins-
det am 9. November um 19.30 Uhr statt. Herzliche Gratulation im Namen der Bonstetterinnen und Bonstetter sowie sämtlichen Behörden und der Gemeindeverwaltung zum WM-Gold – weiter so und viel Erfolg! besondere zu den Minderkosten, entnehmen die Stimmberechtigten der Gemeindewebseite www.bonstetten. ch ab Ende November 2016 (Aktenauflage zur Gemeindeversammlung) sowie aus dem Weisungsheft. Der Gemeinderat empfiehlt, der Vorlage am 13. Dezember 2016 anlässlich der Gemeindeversammlung zuzustimmen.
Separate Kunststoffsammlung: Einzelinitiative von Hans Wiesner Mit Schreiben vom 4. Mai 2016 unterbreitet Hans Wiesner, Bonstetten, dem Gemeinderat eine Einzelinitiative gemäss § 50 des kantonalen Gemeindegesetzes mit folgendem Titel: «Aufhebung der Änderungen in der Abfallentsorgung vom 1. Januar 2016 und neue Vereinfachungen und Reduktionen bei der Sammlung von Kunststoff und Karton». Die vorliegende Initiative verlangt in der Form der allgemeinen Anregung eine Änderung der Abfallverordnung der Politischen Gemeinde
Bonstetten vom 1. Dezember 1992, da bis heute in Art. 6 Abs. 1 die Kunststoffsammlung nicht vorgesehen ist. Die Änderung der Abfallverordnung fällt gemäss Art. 13 der geltenden Gemeindeordnung in die Zuständigkeit der Gemeindeversammlung. Demnach ist die Initiative dem zuständigen Organ, das heisst der Gemeindeversammlung, zum materiellen Entscheid vorzulegen. Der Gemeinderat hat am 10. Mai 2016 die Initiative in einer rechtskräftigen Erheblichkeitserklärung als teilgültig erklärt. Nähere Informationen zum Initiativbegehren sowie der Stellungnahme und dem Antrag des Gemeinderates entnehmen die Stimmberechtigten ab Ende November 2016 (Aktenauflage zur Gemeindeversammlung) der Webseite www.bonstetten.ch sowie aus dem Weisungsheft.
Daten der Gemeindeversammlungen für das Jahr 2017 Der Gemeinderat legte für das Jahr 2017 folgende Daten für Gemeindeversammlungen fest: Dienstag, 6. Juni 2017, 20 Uhr, Gemeindesaal; Dienstag, 5. Dezember 2017, 20 Uhr, Gemeindesaal.
Baubewilligungen Folgende Baubewilligungen im ordentlichen Verfahren wurden erteilt: Hedinger Erich, Dorfstrasse 52, 8906 Bonstetten: Baugesuch Nr. 20140023, Projektänderung Neubau 4 Rei-
henfamilienhäuser an der Chilestrasse 8a – d, Teilabbruch Schopf Vers.-Nr. 192 und Anbau Velohaus, Kat.-Nr. 2681, Chilestrasse 8a – 8d, Bonstetten.
Im Weiteren hat der Gemeinderat ... – die Bauabrechnung für den Ersatz der DVO- und die Erneuerung der Headend-Komponenten für das Kabelnetz Bonstetten genehmigt; – den Voranschlag 2017 des Zweckverbands Kläranlage Birmensdorf mit dem Gemeindeanteil für Bonstetten von 546 400 Franken (16.95 %) genehmigt; – ein neues Reglement für die Bibliothek Bonstetten per 1. Januar 2017 genehmigt; – dem Antrag der Interkommunalen Anstalt (IKA) Dileca, Affoltern am Albis, bezüglich Abwahl der Rechnungsprüfungskommission Affoltern als Revisionsstelle zugestimmt und die Lucio Revisionen GmbH, Vitznau, als einzige Revisionsstelle (finanztechnische Revision) bestätigt; – der Überführung der Liegenschaft Feuerwehrgebäude Birchstrasse 2 vom Verwaltungsvermögen (VV) ins Finanzvermögen (FV) zwecks Verkauf zugestimmt; – die Bauabrechnung der Sanierung Wasserleitung in der Chilestrasse mit Minderkosten genehmigt.
Ohne Helm verunfallt
Primarschule Wettswil baut um
Velofahrerin in Mettmenstetten verletzt
Mögliche Behinderungen auf der Eggstrasse in Wettswil
Bei einem Verkehrsunfall hat sich am Samstagmittag in Mettmenstetten eine Velofahrerin schwere Verletzungen zugezogen. Eine 69-jährige Frau fuhr laut Angaben der Kantonspolizei kurz nach 12.30 Uhr mit ihrem E-Bike auf der Bahnhofstrasse Richtung Zürichstrasse. Ausgangs des «Rössli»-Kreisels kam sie aus derzeit unbekannten Gründen zu Fall. Die Zweiradlenkerin, die keinen Helm trug, erlitt dabei schwere
Oberkörperverletzungen. Sie wurde mit einem Rettungswagen des Spitals Affoltern ins Spital gebracht. Wegen des Unfalls musste die Zürichstrasse für mehrere Stunden gesperrt werden. Die Feuerwehr Knonaueramt Süd signalisierte eine Umleitung. Zeugenaufruf: Personen welche Angaben zum Unfallhergang machen können, werden gebeten, sich mit der Kantonspolizei Zürich, Verkehrszug Urdorf, Telefon 044 247 64 64, in Verbindung zu setzen.
Elementwände stehen zum Transport bereit. (Bild zvg.)
Die Bauarbeiten am neuen Schulhaus der Primarschule Wettswil sind in vollem Gang. Wenn die Holzelemente angeliefert werden, kann es auf der Eggstrasse zu Behinderungen kommen. Das neue Schulhaus der Primarschule Wettswil nimmt immer mehr Gestalt an. Momentan werden die Betonierungsarbeiten des Sockelgeschosses (Bibliothek und Mehrzwecksaal) abgeschlossen. Darauf werden der Hort, der Kindergarten und die Klassenzimmer der Primarschule aus Holzelementen erstellt. Diese Holzelemente werden in der Fabrik der Firma ERNE AG Holzbau in Stein (AG) hergestellt und müssen vor Ort nur noch zusammengebaut werden. Das bedeutet, dass die Gebäudehülle in relativ kurzer Zeit fertiggestellt werden kann. Die Bauleitung rechnet mit einer Bauzeit von wenigen Wochen. Hort und Kindergarten werden in den Herbstferien (10. bis 21. Oktober) erstellt. Der hintere Teil der
Primarschule ist auf Ende Oktober bis Mitte November geplant. Die genauen Termine, für diesen zweiten Teil, stehen zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht definitiv fest. Sobald die Daten bekannt sind, werden diese auf der Homepage der Primarschule Wettswil (www.schulewettswil.ch) publiziert. Während dieser Zeit kann nicht ausgeschlossen werden, dass es zu Behinderungen des Verkehrs kommt. Wie bisher wird die Zufahrt zur Baustelle via Eggstrasse geführt. Aufgrund der Grösse der Holzelemente braucht es wahrscheinlich mehrere RangierManöver, damit die Lastwagen auf die Baustelle einlenken können.
Parkplatzsituation Dadurch kann die Eggstrasse kurzzeitig blockiert werden. Die Primarschulpflege bittet sämtliche Verkehrsteilnehmer um Verständnis und entsprechende Geduld. Aus demselben Grund müssen auch die Autoabstellplätze auf dem Parkplatz Dettenbühl vorüberge-
hend gesperrt werden, während die Holzelemente angeliefert werden. Die entsprechende Beschilderung ist zu beachten. Eine geringe Anzahl Parkplätze stehen vor der Turnhalle Mettlen zur Verfügung. Ansonsten werden die Autofahrer gebeten, ihre Fahrzeuge auf dem Gemeindeparkplatz vis-àvis der Bäckerei abzustellen oder auf andere Verkehrsmittel auszuweichen. Der Primarschulpflege ist bewusst, dass eine solche Baustelle gewisse Friktionen mit sich bringen kann. So sind beispielsweise gewisse Lärmimmissionen nicht zu verhindern. Die Belästigungen für den Schulbetrieb und für die Anwohner sollen jedoch möglichst klein gehalten werden. Die Schulpflege bittet alle Beteiligten bei allfälligen Unannehmlichkeiten um Verständnis und Geduld. Über den weiteren Verlauf der Bauarbeiten wird in unregelmässigen Abständen wieder informiert. Für Fragen steht die Schulverwaltung gerne zur Verfügung: Telefon 043 466 20 30 oder per E-Mail verwaltung@schulewettswil.ch. (pd.)
«Morde mues me vo obe abe, nöd vo une!» Geglückte Premiere der Aemtler Bühne im «Rössli» Mettmenstetten Gekonnt wechselt Regisseur Nico Jacomet zwischen Schwank und sarkastischer Komödie hin und her. Die Darstellerinnen und Darsteller setzen dies lustvoll und engagiert um. Eine besondere Qualität des Stücks «Yvonne, die Burgunderprinzessin» zeigt sich in der Vielschichtigkeit der Interpretationsmöglichkeiten. Eine Empfehlung!
höfische Zeiten verschoben, wäre es wohl nie aufgeführt worden. Gombrowicz fokussiert aber auch nicht einzelne reale Machthaber. Ihm geht es ums Prinzip des Gewaltherrschers an sich, der in der Hoffnung tötet, sich dadurch seines schlechten Gewissens zu entledigen. Sein scharfer Blick auf die Psyche seiner Figuren, die sich in Yvonne spiegelt, sorgt dafür, dass das Stück bis heute nichts von seiner Aktualität eingebüsst hat. Denn es ist durchaus auch eine Prise Selbstironie mit im Spiel: Der Autor hat persönlich tatsächlich ein Büchlein über seine persönlichen Unzulänglichkeiten geführt, wie er es der Königin in die Hand legt.
................................................... von bernhard schneider Während der Hofstaat mit Schwankelementen einen Lacher nach dem anderen beim Publikum provoziert, lässt die undurchsichtige Königin Margarethe, überzeugend gespielt von Gabi Räber, nicht nur ihren Mann, König Ignaz (Jürg Lorenz), sondern auch das Publikum im Ungewissen über ihre vergangenen und gegenwärtigen Verfehlungen. Der Verdacht, ihr Ehemann könnte ihr geheimes Tagebuch entdeckt haben, verunsichert sie dermassen, dass sie sich entschliesst, Yvonne zu ermorden. Doch der König ist längst zum selben Schluss gekommen. Es wäre auch nicht das erste Mal, wie er erklärt: «Morde mues me vo obe abe, nöd vo une!» Auch der Bräutigam, Prinz Philipp (Ingo Mroczek), möchte sich der Braut noch vor der Hochzeit entledigen. Und die meisten Mitglieder des Hofstaats hätten gegen eine diskrete Tötung nichts einzuwenden.
Präzis bis in die Details
Subtile und tiefgründige Situationskomik: Beim Versuch, Yvonne das Verbeugen vor den Mächtigen beizubringen, verneigen sich alle vor ihr. (Bild Erika Schmid) Wer ist Yvonne? Yvonne tritt unvermittelt ins Leben am Burgunder Hof, als ihre Tante die junge Frau, die schweigend intensiv umherblickt, auf der Treppe vor dem Schloss aussetzt. Sie lässt sich weder vom Gelächter des Hofstaats beirren noch von der Posse des Prinzen, der um ihre Hand anhält. Lena Häusler beeindruckt in der äusserst anspruchsvollen Rolle der Yvonne mit präzisem, ausdrucksstarkem Spiel. Die Schwei-
gende verunsichert den Hof zusehends. Zuerst wird sie von allen verlacht, dann gehasst. Wer ist sie? Eine Fata Morgana? Das schlechte Gewissen der Machthaber? Eine höhere moralische Instanz, die sich und dem Publikum einen Spiegel vorhält? Spätestens in der Szene vor der Pause, als der Wille der Königsfamilie offensichtlich wird Yvonne umzubringen, wird klar, dass es sich beim Stück um mehr als einen Schwank handelt. Witold Gom-
browicz, der zu den bedeutendsten polnischen Schriftstellern des 20. Jahrhunderts zählt, hat das sarkastische Lustspiel 1935 in Warschau geschrieben. In dieser Zeit befand sich Polen auf dem Weg zur Diktatur. Polen beteiligte sich einerseits an der Eroberung der Tschechoslowakei, anderseits war es zunehmend bedroht vom Hitler-Deutschland im Westen und von der stalinistischen Sowjetunion im Osten. Hätte er das Stück nicht in ferne
Die vielschichtige Inszenierung überzeugt nicht nur als Ganzes, sondern auch in vielen Details. Veronica Wildhaber spielt die Dienerin Valentina, die nie erwünscht ist, mit perfekt dosierter Komik. Die Musik von Christov Rolla passt und wird ebenso gezielt wie diskret eingesetzt. Das Bühnenbild (Peter Affentranger) ist, ganz dem Stück entsprechend, schlicht und lässt sich mit wenigen Handgriffen den einzelnen Szenen anpassen. Fazit: Ein gelungener Abend mit einer guten Mischung aus Unterhaltung und Tiefgang. Spieltermine und Ticketbestellung auf www.aemtlerbuehne.ch. Eintrittskarten sind auch in der Buchhandlung Scheidegger in Affoltern und in der Drogerie Rütimann in Hausen erhältlich.
«Wie weit wärst du bereit zu gehen, um dein Leben zu retten?» Das «Rollende Gewissen», das Wandertheater von «Rockthebabies», ist ein soziales Experiment Das «Rollende Gewissen» ist viel mehr als ein Theaterstück – es ist ein soziales Experiment, das sich ständig weiterentwickelt. Der Kiesplatz vor dem Werk- und Wohnhaus zur Weid in Rossau bot eine passende Bühne für die zeitenweise schrille, oft nachdenklich stimmende und immer unterhaltsame Aufführung des «Rollenden Gewissens». ................................................... von salomon schneider Zu Beginn der Aufführung zeigte die Theatertruppe auf, dass einen niemand so gut belügen kann, wie man sich selbst. «Sie wollte es doch auch – ich musste das doch tun – das habe ich mir verdient – ich arbeite den lieben langen Tag und dem fliegt alles in
den Schoss – wir müssen die Steuern senken und den Staatshaushalt sanieren – das Leid auf dieser Welt geht mich nichts an, ich habe es ja nicht verschuldet», schmetterte Laura Huonker den Zuschauenden menschliche Realitätskonstruktionen an den Kopf. Sie machte dabei jeweils eine wirkungsvolle Kunstpause, damit das Gesagte absacken konnte und die nächste Aussage wieder genügend Raum hatte.
nicht nach, am Abend kommt dann das schlechte Gewissen – ich war lange stolz darauf, Kleider für Afrika zu spenden, dann habe ich erfahren, dass meine Spenden den Afrikanischen Textilmarkt zerstören – Gewissen, über so etwas mache ich mir selten Gedanken – manchmal habe ich ein schlechtes Gewissen, auch wenn ich gar nicht für etwas verantwortlich bin», erklärten verschiedene Personen ihren Zugang zum Thema Gewissen.
Radikalität als Stolperstein
Spielerisch leiteten sie von Realitätskonstruktionen zum Thema Konsequenz und Konsequenzen über. Beim Thema angekommen spielten sie Videosequenzen ein, in denen Besucherinnen und Besucher des «Rollenden Gewissens» sich Gedanken zu Konsequenz und Konsequenzen machten und das daraus entstehende Span-
Der Duden beschreibt das Gewissen als «Bewusstsein von Gut und Böse des eigenen Tuns; Bewusstsein der Verpflichtung einer bestimmten Instanz gegenüber.» Gewissen ist also etwas Individuelles, das bei jedem anders ist, sich mit der Zeit verändert und stark von der Erziehung, dem Umfeld und dem Zeitgeist abhängt. Im «Rollenden Gewissen» wurde anschliessend auf die zentralen Faktoren eingegangen, die sich auf das Gewissen auswirken: Gesellschaft, Erziehung und Charakter. «Stellen Sie sich vor, Sie kentern auf dem offenen Meer mit dem Boot, alles geht unter, ausser einer kleinen Holzplanke, die Sie gerade noch trägt. Jetzt schwimmt ein zweiter Überlebender herbei, der sich auch an der Planke halten will. Beide würde sie aber nicht tragen. Was würden Sie tun? Was zur Hölle würden Sie tun?», brachte Laura Huonker die Zuschauenden zum Nachdenken. Und zum Abschluss stellte sie die Frage: «Denken Sie, es gibt so etwas wie universelle Menschlichkeit?»
Zur Macherin des «Rollenden Gewissens» Laura Huonker ist Soziologin, Historikerin, Regisseurin, Zürcher Kantonsrätin und Trauma-Therapeutin. Gemeinsam mit Mona Petri und Barbara Pfyffner gründete sie die Theatergruppe Rockthebabies. Das aktuelle Projekt von «Rockthebabies» ist das «Rollende Gewissen», ein VW-Bus, in dem ein Studio eingebaut ist, mit dem sie mobil Stimmen zum Thema Gewissen einfangen sowie die Stimmen als Strassentheater wiedergeben können.
Wer das «Rollende Gewissen» bucht, kann am Nachmittag im Bus Fragen zu den Themen Verantwortung und Gewissen beantworten. Bei der Vorstellung am Abend haben «Rockthebabies» die neuen Stimmen bereits ins Theater integriert. Laura Huonker zum Projekt: «Es ist ein evolutionäres Projekt, das nie stehen bleibt und so auch nie zweimal gleich sein kann und will.» (sals) Infos: www.laurahuonker.ch.
Das «Rollende Gewissen» findet in und um den VW-Bus statt. (Bild sals) nungsfeld diskutierten: «Es wäre äusserst anstrengend, mein Handeln immer auf die Waagschale zu legen. Zu viel Konsequenz ist auch ein Zeichen für mangelnde Fantasie.» Durch verschiedene Statements arbeiteten sie heraus, dass die Konsequenzen von Konsequenz genauso fatal sein können wie jene von Inkonsequenz. Radikalität im Denken und Handeln wurde so als grösster Stolperstein der Menschlichkeit exponiert.
Freud an sexuellem Übergriff erklärt In einem Zwischenspiel provozierte die Theatergruppe die Zuschauenden bis aufs Äusserste. Sie erklärten Sigmund Freuds Theorie des Es. Ich und Über-Ich anhand eines Vaters, der zu
seiner Tochter ins Bett steigt und ihr dabei erklärt: «Hör zu! Das Es, mein Bedürfnis, zieht mich zu dir. Das Über-Ich sagt mir, dass das weder angebracht noch erlaubt ist, und das Ich, der Verstand, reagiert mit einem schlechten Gewissen.» Die Zuschauenden waren von dieser grotesk anmutenden Szene spürbar verstört. Jemand stand auf und ging. Diese Szene diente als Überleitung zum Kern des Theaterstücks, der Auseinandersetzung mit dem menschlichen Gewissen. Erneut wurde mit Filmeinblendungen gearbeitet, in denen Menschen versuchten, gutes und schlechtes Gewissen zu beschreiben und zu erklären, wann es zu welchem Gewissenszustand kommt. «In der Situation denke ich manchmal gar
Vom frühen Morgen bis tief in die Nacht Die Viehschau Mettmenstetten wurde am vergangenen Samstag zu einem grossen Dorffest An der Viehschau Mettmenstetten wurde das 125-jährige Bestehen der Viehzuchtgenossenschaft Mettmenstetten und Umgebung gefeiert. Die unter dem Dach von «Mättmi fiiret 900 Jahr» stattfindende Veranstaltung zog Hunderte Zuschauer in den Mettmenstetter Stockacher. Pünktlich um acht Uhr zogen die ersten Rinder und Kühe über die Zürichund die Rossauerstrasse zum Bauernhof der Familie Stauffacher. Auf dem Gelände der Viehschau angekommen, galt es, die Tiere einzustellen und an den Holzstangen festzubinden. Diese Aufgabe stellte einige Landwirte vor erhebliche Schwierigkeiten. Manche Tiere verhielten sich äusserst störrisch und wollten ihre eigene Richtung einschlagen. Seit sich die Laufstallhaltung in den Ställen durchgesetzt hat, ist den meisten Kühen das Tragen eines Halfters nämlich fremd.
Schmutzige Kleider gehören zum Bauernleben dazu Einmal festgebunden machten sich die Helfer mit Wasser und Bürsten daran, die Tiere zu striegeln. Den Kutten und Hosen war die Arbeit anzusehen. «Wer als Helfer an einer Viehschau dabei ist, darf keine Scheu vor schmutzigen Kleidern haben», kommentierte ein Jungbauer seine nasse und dreckige Kleidung. Um zehn Uhr begrüsste der Mettmenstetter Landwirt Martin Haab die Gäste, kündigte das dicht gedrängte Tagesprogramm an und übergab das Wort an den Speaker. Die ersten Besitzer wurden aufgerufen, ihre Tiere in einem der drei Ringe zu präsentieren. Die Prämierungen der einzelnen Abteilungen fanden sogleich statt. Die Ehrendamen eilten von Ring zu Ring und verteilten Gewinnabzeichen und Küsschen an die erfolgreichen Bauern. Derweil erklärten die Preisrichter die Kriterien, weshalb welches Tier in welcher Kategorie am besten abgeschnitten hatte.
Präsentation der Kuh, die zur Schöneutersiegerin erkürt wurde. (Bilder Andrea Bolliger/Salomon Schneider)
Ein regionales Fest Über den Tag entwickelte sich die Viehschau zu einem grossen Dorffest. Zu jedem Zeitpunkt waren mehrere hundert Interessierte vor Ort, die den Prämierungen zusahen, das Festzelt bevölkerten oder sich mit Bekannten unterhielten. Da auch Obfelden, Knonau und Maschwanden Mitglied der Viehzuchtgenossenschaft Mettmenstetten und Umgebung sind, nutzten viele die Gelegenheit, sich wieder einmal mit Bekannten aus den Nachbargemeinden auszutauschen. Die bereits prämierten Kühe wurden von den Bauern wieder auf den Hof gefahren und die Standreihen lichteten sich im Laufe des Nachmittags merklich. Mit dem Eindunkeln verzog sich die Menge ins Festzelt. Die Latten standen verlassen in der Dämmerung und das heruntergetretene Gras erinnerte an einen gelungenen Tag. Die Stimmung im Festzelt war gemütlich und gesellig. Als WillyTell um 20.30 Uhr die Bühne betrat und zu spielen begann, erhoben sich die Besucher von den Bänken und es wurde gefestet. Es dauerte nicht lange, bis die ersten Besucher auf den Bänken standen, johlten und im Rhythmus mitklatschten – die Festwirtschaft wurde zum Partyzelt. Nach dem Konzert durften sich Alfred und René Etterlin feiern lassen, deren Kuh Georgia zur Schönsten der Jubiläumsviehschau gekürt wurde. Danach stellte sich Willy Tell erneut hinter das Mikrofon und brachte das Festzelt zum Kochen.
Landwirte präsentierten ihre Kühe.
Nicht alle Kühe wollten sich ruhig zur Schau stellen lassen.
Traditionell wurden die Kühe am Morgen zu Fuss zur Viehschau getrieben.
In der Spielecke waren Traktoren und Anhänger sehr beliebt.
«Wer sich Gedanken über das Leben macht, ist sehr gesund» Wilhelm Schmid: Neues Buch des einstigen philosophischen Seelsorgers am Spital Affoltern «Das Leben verstehen», heisst das neue Buch von Wilhelm Schmid. Darin berichtet der Philosoph von seinen Erfahrungen, die er als philosophischer Seelsorger am Spital Affoltern gemacht hat. ................................................... von urs e kneubühl «Zügig bleibt die Stadt zurück und anstelle der Häusersäulen erstrecken sich Wiesen und Äcker, Obstfelder und Mischwälder über sanfte Hügel…», so steigt der Berliner Philosoph und bekannte Buchautor Wilhelm Schmid in seine «Erfahrungen eines philosophischen Seelsorgers» ein. Damit beschreibt er seine Zugfahrt vom Hauptbahnhof Zürich nach Affoltern, wo Schmid während einiger Zeit am Spital wochenweise als – eben – philosophischer Seelsorger tätig war. Und so handelt denn auch sein neues Buch «Das Leben verstehen» entsprechend von seinem Wirken am Affoltemer Spital. Der «Anzeiger» hat dem bekannten Buchautor einige Fragen dazu gestellt. «Anzeiger»: Zentrales Thema Ihres neuen Buches ist Ihre temporäre Tätigkeit als philosophischer Seelsorger im Spital Affoltern. Sie haben gute Erinnerungen daran? Wilhelm Schmid: Sehr gute, ja, das waren immer sehr intensive Wochen. Ich konnte Themen anbieten, die mir am Herzen lagen, wie zum Beispiel die verschiedenen Facetten und Probleme der Liebe und der Macht. Und ich konnte neue Themen
Im Grunde kann jede und jeder selbst einen Kreis zusammenrufen, der sich einmal im Monat trifft. Und dann erzählt jemand aus seinem Leben, einen Abend lang, und alle hören zu. Nach dem Rotationsprinzip geht es weiter. Ausserdem ist es hilfreich, dass es professionelle Zuhörer gibt. Zu denen gehören Therapeuten, Seelsorger, Psychologen und Coaches.
aufgreifen, die mir zuvor noch gar nicht vertraut waren … Beispielsweise? Etwa, welche Bedeutung die Berührung für Menschen hat. Was war am eindrücklichsten an Ihren Einsätzen hier? Ich wusste nicht, dass Menschen ein so grosses Bedürfnis nach philosophischen Gesprächen haben.
«Menschen sollten mit allen ihren Bedürfnissen ernst genommen werden.»
Dann waren Ihre Einsätze am Spital Affoltern für Sie auch eine Art Lernprozess? Unbedingt. Anfangs dachte ich: Was soll ein Philosoph im Krankenhaus, wo es doch um ernsthafte Probleme geht, nicht nur um ein bisschen Nachdenken. Aber bald fragte ich mich: Wie kommen eigentlich all die Krankenhäuser ohne Philosophen aus? ...............................................................
«Es gibt im Alltag vieles, was vordringlicher ist.» ............................................................... Warum diese Frage? Was Menschen über sich und ihr Leben denken, hat ja doch auch einen Einfluss auf den Heilungsprozess. Gespräche, so halten Sie in Ihrem aktuellen Buch «Das Leben verstehen» fest, sind äusserst wichtig, aber sie bemängeln auch, dass solche in der Gesellschaft heute eher zu kurz kommen … Die Menschen sprechen miteinander, klar, aber es sind meist alltägliche Gespräche. Menschen brauchen aber auch etwas tiefere Gespräche über das
Der Philosoph und Buchautor Wilhelm Schmid berichtet in seinem neuen Buch «Das Leben verstehen» über sein temporäres Wirken als philosophischer Seelsorger am Spital Affoltern. (Bild zvg.) Leben, sie wollen gerne von sich und ihrem Leben erzählen. Ihnen gehen viele Gedanken durch den Kopf, dafür brauchen sie Gesprächspartner. Man muss dafür nicht unbedingt eine Krankheit haben oder psychisch gestört sein. Wer sich Gedanken über das Leben macht, ist nicht gestört, sondern sehr gesund. Fehlt es an Gelegenheiten zu solchen Gesprächen oder woran mangelt es? Es gibt nicht viele Zuhörer, alle anderen wollen ja auch von sich selbst und ihrem Leben erzählen. Und es fehlt sicherlich auch an der nötigen
Zeit und Musse – es gibt im Alltag vieles, was vordringlicher ist. Erst dann, wenn das Leben in eine Krise gerät oder eine Krankheit über einen Menschen hereinbricht, ist plötzlich die Zeit dafür da, sich zu besinnen. Aber dann fehlt es häufig an Gesprächspartnern. Sie plädieren für eine neue Kultur des Zuhörens; wie sollte diese aussehen und wer soll sie fördern? Denkbar wäre, Erzählsalons einzurichten. Entweder institutionalisiert, etwa an Volkshochschulen und in Altersheimen oder privat organisiert.
............................................................... Zurück zu Ihren Einsätzen im Spital Affoltern. Welche Resonanz darauf haben Sie von Patienten, Mitarbeitenden, der Öffentlichkeit erhalten? Die Resonanz war gross, das Spital hat viel Aufmerksamkeit erfahren für dieses ungewöhnliche Experiment, das ja nur ein kleiner Teil eines sehr viel umfangreicheren Programms war, nämlich der «Menschenmedizin». Menschen sollten mit allen ihren Bedürfnissen ernst genommen werden, medizinisch, therapeutisch, theologisch, psychologisch, philosophisch. Der Wunsch danach wird nicht verstummen, sondern immer lauter werden. Das Gesundheitswesen wird früher oder später in grösserem Umfang darauf antworten müssen. Wilhelm Schmid: «Das Leben verstehen – von den Erfahrungen eines philosophischen Seelsorgers», erschienen bei Suhrkamp. ISBN 978-3-518-42569-5.
Standortförderung Knonauer Amt auf Kurs Attraktiver Wohn-, Lebens- und Wirtschaftsraum verpflichtet alle Seit Anfang Jahr ist die Standortförderung Knonauer Amt als Verein organisiert und kann nach nur 9 Monaten bereits 43 Mitglieder verzeichnen. Dies ist ein Achtungserfolg, es braucht allerdings noch mehr Impulse, vor allem aus Industrie und Gewerbe. ................................................... von marcel r. streiff, standortförderer knonauer amt Standortförderung wird fälschlicherweise oft mit der Förderung von Wachstum in der Region gleichgesetzt. Unsere Region wächst seit längerem sehr stark. Trotzdem konnte bis anhin der ländlich geprägte Eindruck des Säuliamts bewahrt werden. Damit unsere Region in allen Bereichen weiterhin intakt und attraktiv bleibt und dem Siedlungs- und Verkehrsdruck weiterhin erfolgreich standgehalten werden kann, braucht es für ein gemeinsames «Wir-Gefühl», für eine Identifikation mit der Region, ihren Werten und den Zielen eine starke Regionalförderungsorganisation wie die Standortförderung, die neben allen Gemeinden auch von allen anderen Akteuren im Bezirk Affoltern unterstützt wird. Die Standortförderung Knonauer Amt hat bei ihren Bemühungen stets eine umfassende Entwicklung der für die Region insgesamt entscheidenden Standortfaktoren im Auge. Es sind alle Lebensbereiche, das Wirtschaften, das
Wohnen, die Gesellschaft und die Umwelt im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung gleichermassen angesprochen. Um für diese anspruchsvolle Aufgabe für die Zukunft gerüstet zu sein, wurden vier branchen- und gemeindeübergreifende Fachgruppen, sogenannte Foren ins Leben gerufen.
Forum Wirtschaft – Landwirtschaft Die konkreten Aktivitäten im Forum Wirtschaft Landwirtschaft sind der Frühlingstreff Wirtschaft – Politik und das Unternehmerfrühstück. Zwei beliebte Netzwerkanlässe, welche die Standortförderung jährlich durchführt; eine hervorragende Möglichkeit, über das Wirtschaftsgeschehen in der Region up to date zu sein und mit wichtigen Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung in Kontakt zu kommen. Zudem wird aktuell geprüft, ob ein Flächen-Monitoring der verfügbaren Industrie- und Gewerbeflächen im Knonauer Amt, in Zusammenarbeit mit den Gemeinden und den ansässigen Immobilienfirmen, erstellt werden kann. Damit liessen sich ansässige Betriebe, welche auf der Suche nach geeigneten Flächen sind, adäquat unterstützen. Mit dem Landwirtschaftlichen Verein Bezirk Affoltern, welcher ein Projekt für eine Ämtler Milch mit fairem Preis für die Bauern hat, sind derzeit intensive £Gespräche über eine gemeinsame Lancierung im Gange. Es wäre das erste landwirtschaftliche Produkt aus der Region, welches das SchmetterlingsLogo als Herkunftsmerkmal tragen
würde. Bei diesen Aktivitäten geht es der Standortförderung Knonauer Amt vor allem um die Stärkung der regionalen Kräfte. Die ansässige Industrie, das Gewerbe und die Landwirtschaft sollen gestärkt werden.
Forum Freizeit – Tourismus Für die Bewohner und Besucher unserer Region bietet das Knonauer Amt eine Vielfalt an Freizeitaktivitäten und Naturschönheiten zu jeder Jahreszeit. Das Knonauer Amt bildet auf der Landkarte die Form eines Schmetterlings. Das passt sehr gut zu einer Region mit abwechslungsreicher, vielfältiger Natur, eingebettet in eine liebliche Hügellandschaft. Das unausgeschöpfte Potenzial für sanften, qualitativ hochstehenden Naherholungs- und Freizeittourismus im Säuliamt ist gross. Die Neuauflage der beliebten Freizeit- und Tourismuskarte ist, sofern die Finanzierung sichergestellt werden kann, für 2017 geplant. Auch hat der Bereich Freizeit – Tourismus auf der neu gestalteten Homepage, welche am 12. Oktober online geht, eine grössere Präsenz als bis anhin und wird auch laufend weiter ausgebaut werden.
Forum Energie – Umwelt Mit den aktuellen Projekten Stromeffizienz-Programm (Austausch von Elektroboilern und Umwälzpumpen) und Energieeffizienz im Betrieb wird neben dem Erhalt einer intakten Umwelt auch das ansässige Gewerbe
gefördert. Im Stromeffizienz-Programm, welches seit 2015 läuft, wurde mithilfe der Standortförderung bei den Ämtler Elektroinstallateuren bis heute ein Umsatz in der Höhe von fast 1 Mio. Franken generiert. Beim Projekt Energieeffizienz im Betrieb (Start November 2016) geht es darum, Unternehmen bei der Reduktion von Betriebskosten zu unterstützen und Arbeitsplätze zu sichern. Ein weiteres aktuelles Projekt ist das Angebot einer regionalen Energie-Beratungsstelle, welche sich an Immobilienbesitzer im Knonauer Amt richtet. Zur Ermittlung möglicher energiesparender Massnahmen ihrer Liegenschaft erhalten Hauseigentümer eine Vorgehensberatung von entsprechend ausgebildete Fachexperten aus der Region.
Forum Kultur Das Knonauer Amt hat ein lebendiges und vielfältiges Kulturangebot. Ungefähr zwanzig der lokalen Kulturvertreter trafen sich bereits zwei Mal dieses Jahr zu einem gemeinsamen Austausch, an dem einmal auch die regionale Kulturförderung des Kantons Zürich anwesend war. Es ist das Bestreben, in einem kreativen Prozess ein zukunftsträchtiges, regionales Kulturprojekt zu finden, welches gemeinsam umgesetzt werden könnte und vom Kanton finanziell unterstützt wird. Ein weiteres Projekt ist der Veranstaltungskalender, welcher mit der neuen Homepage aufgeschaltet wird. Es ist das Ziel, dass alle Veranstaltungen im Knonauer Amt, neben den
lokalen Gemeinden- und Veranstalterhomepages, auch an einem Ort online abgerufen werden können.
Fördergelder für die Region Dank den organisatorischen Strukturen sowie der Mitgliederstruktur Gemeinden, Wirtschaft und Private, welche die Standortförderung Knonauer Amt hat, können für verschiedene Projekte Fördergelder bei Bund und Kanton beantragt werden, die direkt in die Region fliessen. Dies ist aber nur möglich, wenn genügend eigene Mittel vorhanden sind, die es erlauben, ein Projekt so weit vorzubereiten, dass es eingereicht werden kann. Finanzielle Mittel, die die Standortförderung in Projekte investieren kann, werden so vervielfacht und kommen direkt den Gemeinden, Unternehmen und Privaten im Säuliamt zu Gute. Die Gemeinden tragen die Standortförderung aktuell mit drei Franken pro Einwohner. Gemessen an den Aufgaben und Vorhaben, die es zu bewältigen gilt, sind die Ressourcen sehr knapp bemessen. Mit der Öffnung der Standortförderung sind Wirtschaft, Landwirtschaft und Gewerbe als Nutzniesser der Standortvorteile nun ebenfalls in der Lage, ihren Beitrag zu leisten und mitzubestimmen. Anmelden für Mitgliedschaft unter Angabe von Firma/Verein/Institution, Vorname, Name, Adresse, Telefonnummer und E-Mail bei der Standortförderung Knonauer Amt, Postfach 704, 8910 Affoltern, info@knonauer-amt.ch ,Tel. 043 333 55 66 oder Fax 043 321 93 61, www.knonauer-amt.ch.
Irrtum tödlich
Die Sendung «Mini Beiz, dini Beiz» macht Halt in Knonau sowie in Kappel. > Seite 9
Über die verantwortungsvolle Arbeit der Pilzkontrolleure in Affoltern. > Seite 9
Gewonnen Der FC Wettswil-Bonstetten setzt sich gegen den FC Seefeld mit 2:1 durch. > Seite 15
Grösste Herbstmesse in der Zentralschweiz Die Zugermesse nimmt wieder Gestalt an
Neu an der «Schluck»-Front: Geschäftsführerin Heidi Moser, flankiert von den Besitzern Armin und Heidi Zürcher. (Bild Kaspar Köchli)
Es darf weitergeschluckt werden Vor zehn Tagen verabschiedeten sich die «Schluck»-Betreiber Esther und Peter Stüssi bei ihren Gästen. Nun wird die Bar von den Grundstückbesitzern Armin und Heidi Zürcher weitergeführt. von kaspar köchli Der «Schluck» wurde im April 2009 auf die Beine gestellt. Buchstäblich. Esther und Peter Stüssi realisierten ihre Idee einer Apéro-Bar und errichteten in der Nähe des Bahnhofs Bonstetten-Wettswil eine kleine Lokalität. Die «Schluck»-Bar erfreute sich rasch grosser Beliebtheit. Die Jahre hindurch wurden viele attraktive Veranstaltungen durchgeführt, zahlreiche davon erlangten Tradition. «Es war eine tolle Zeit, nun wollen wir kürzertreten», verrät Esther Stüssi, «es bleibt uns nur, uns bei allen treuen Gästen und den Mitarbeitern herzlich zu bedanken.» Armin und Heidi Zürcher, die Eigentümer des Grundstücks, führen den «Schluck» weiter, mit gleichem Konzept und praktisch gleichem Personal. «Es wäre doch schade gewesen,
hätte diese tolle Bar seine Pforten geschlossen», so die beiden. «Es soll weiterhin eine Oase des entspannten Verweilens sein – für Jung und Alt.» Die Zürchers wollen keinesfalls im Vordergrund stehen, sie stellen klar: «Unsere Geschäftsführerin Heidi Moser schmeisst den Laden, sie ist die Chefin.» Die neue Führung will mit Altbewährtem weiterfahren und die traditionellen Anlässe aufrechterhalten. Das sind unter anderem eine Fonduewoche, 2-für-1-Tatar-Abende, Musikanlässe, Chläuslete und die Schneehüttenparty. «Und ja, zwischendurch auch mal was Spezielles, was uns halt gerade spontan in den Sinn kommt», lacht Heidi Moser ansteckend. «Alle sollen sich wohlfühlen und bei uns ihren Feierabend geniessen», so ihr schlichtes Credo. Nach wie vor empfiehlt sich die Lokalität auch für Vereinsanlässe, Geburtstags- oder Geschäftsfeiern. Am Freitag, 28. Oktober, findet der offizielle Eröffnungsapéro statt. «Da sind alle bisherigen wie auch neuen Gäste herzlich willkommen», verkündet Armin Zürcher. Er fügt freudig an: «Ist doch schön, dass hier weitergeschluckt werden darf.»
Das Stierenmarkt- und Hafenareal in Zug wird wieder in eine unvergleichliche Flanier-, Einkaufsund Ausgangsmeile verwandelt, damit die Zuger Messe am 22. Oktober fertig aufgebaut ist. Handwerkerscharen, Baufachleute und Helfer rücken an, damit die Zuger Messe am 22. Oktober fertig aufgebaut ist. Rund 80 000 Besucherinnen und Besuchern werden an den neun Messetagen erwartet. Die Zuger Messe findet zum 45. Mal statt und gilt als derzeit grösste Dienstleistungs- und Warenausstellung der Zentralschweiz. Sie ist ein Ort der Begegnung, der Information, der Unterhaltung und des gemütlichen Beisammenseins und ist weit über die Kantonsgrenze, teils sogar über die Landesgrenze hinaus bekannt. Rund 450 Ausstellerstände
aus den wichtigsten Gewerbe- und Handelsbranchen sowie soziale und öffentliche Themen in Form von Sonderschauen werden einem breiten Publikum zugänglich gemacht.
Messe-Highlights 2016 Der Gastkanton Schwyz präsentiert sich in 360°, virtuell, kulinarisch und «ächt» und lädt zu einer faszinierenden Entdeckungsreise ein, denn Pioniergeist und Traditionsbewusstsein prägen sowohl den Schwyzer Alltag wie auch den Messestand. Sonderschauen bieten spannende Einblicke in interessante Themenwelten. Das Kunsthaus Zug dokumentiert die Entstehung des «Ship of Tolerance» des Künstlerpaares Ilya und Emilia Kabakov aus New York. Die Zuger Polizei berät zum Thema Internetkriminalität
«Sexting, Pishing und Cybermobbing» und macht die Messebesucher «Fit fürs Netz». Stimmung versprechen musikalische Darbietungen wie die DixieMatinee mit der Wynavalley Oldtime Jazzband, die Boogie-Night mit Chris und Mike, der Schlagernachmittag am letzten Messesonntag mit A. und A. Hofmann, die Gesangsgruppe Vocal Monday mit einem breiten Liederrepertoire oder die tänzerischen Leistungen von Matchless und Mavement. Anlässlich der traditionellen Jodlermesse hingegen wird Besinnlichkeit zelebriert. Die beliebten Kinderattraktionen, der Streichelzoo und die nostalgische Dampfloki sind Publikumsmagnete schlechthin. Daneben laden zahlreiche Grill- und Verpflegungsstände sowie viele Cafés, Bars und Restaurants zum gemütlichen Beisammensein. Messeleitung und Aussteller freuen sich auf die Eröffnung der 45. Zuger Messe am Samstag, 22. Oktober, und darauf, das Messepublikum während neun Messetagen mit vielen neuen, informativen, spannenden und unterhaltsamen Eindrücken zu inspirieren.(pd.) Zuger Messe vom 22. bis 30. Oktober. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 14 bis 22 Uhr, Samstag: 10.30 bis 22 Uhr, Sonntag, 23. Oktober, 10.30 bis 20 Uhr, Schlusstag, 30. Oktober: 10.30 bis 18 Uhr. Infos www.zugermesse.ch. Eintrittspreise: Erwachsene: 14 Franken, Kinder bis 12 Jahre in Begleitung Erwachsener gratis, Jugendliche 12 bis 16 Jahre, Lehrlinge, Studierende, AHV, IV: 12 Franken. Persönliche Dauerkarte für 9 Messetage: 36 Franken. Familienbillett (max. 2 Erwachsene, alle Kinder und
Aufbauarbeiten auf dem Stierenmarktareal in Zug. (Bild zvg.)
Jugendliche bis 16 Jahre): 36 Franken.
Zusammenarbeit, die sich bewährt Der Learnpool zügelte mit der Mobiliar an die Obstgartenstrasse in Affoltern Mit der Mobiliar sind Anfang Jahr auch die Fahrlehrer vom Learnpool an die Obstgartenstrasse 3 in Affoltern umgezogen. Das Untermieter-Verhältnis bewährt sich seit bald zehn Jahren.
Manuela Weiss (links) und Andrea Schmutz. (Bild zvg.)
Neue Besitzerin im Figaro Coiffure Der Coiffeursalon Figaro Coiffure in Hausen wechselt auf den 1. Oktober die Besitzerin. Nach zehn sehr erfolgreichen Jahren übergibt Manuela Weiss ihr Coiffeurgeschäft an Andrea Schmutz weiter. Manuela Weiss wird aber weiterhin als Untermieterin und selbstständige Coiffeuse an zwei Tagen pro Woche ihre Kunden bedienen. Das Team freut sich auf die weitere Zusammenarbeit. Zugerstrasse 2, Hausen. Öffnungszeiten: Montag, 13 bis 18 Uhr, Dienstag bis Freitag, 9 bis 18.30 Uhr, und Samstag, 9 bis 14 Uhr.
Wie lassen sich die Schulungsräume besser auslasten? Das haben sich in Affoltern schon vor zehn Jahren die Mobiliar und die Fahrlehrer vom Learnpool gefragt. In der Folge konnte man sich auf eine fruchtbare Zusammenarbeit einigen. Schliesslich ergänzen sich die Nutzungszeiten ideal: «Es wäre schade, wenn unsere Räume abends und am Wochenende leer stehen», bringt es Versicherungs- und Vorsorgeberater Joris Reusink auf den Punkt. Kein Wunder also, dass der Learnpool auch den Umzug der Mobiliar an die Obstgartenstrasse 3 mitgemacht hat. «Es ist toll, in ein neues moderneres Lokal miteinziehen zu dürfen», findet Fahrlehrer Stefan Frey. Sehr wichtig für die vorwiegend junge Klientel ist die gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Der Learnpool bietet das ganze Paket von Fahrstunden an: Auto mit oder ohne Anhänger, Motorrad und Boot. In den neuen
Räumlichkeiten geben die Fahrlehrer Nothilfe- sowie Motorradkurse und unterrichten Verkehrskunde (VKU). «Ein ‹Gratis-Käfeli› gehört natürlich dazu», versichert Fahrlehrer Patrick Birchler. Weiter lassen sich individuelle Termine für den Theorie-Unterricht vereinbaren. Nicht nur räumlich stehen sich die Mobiliar und der Learnpool nahe, auch im VKU bringen sich die VersicherungsVersicherungsberater Joris Reusink (2. v. l.) mit den Learnpool-Fahrlehrern Stefan Frey, Beat Böni und Fachleute mit ih- Patrick Birchler (von links). (Bild Thomas Stöckli) rem Fachwissen ein, etwa wenn es ums Thema Haft- Oktober locken für Mobiliar-Neukun- stefan.frey@learnpool.ch; Patrick Birchler (Auto, pflicht oder das Verhalten bei einem den als «Zückerli» tolle Gutscheine. Automat, Motorrad, Anhänger), 079 797 700 70, Unfall geht. «Das ist auch für die Teil- Weitere gemeinsame Aktivitäten sind www.fahrschule-3B.ch; Beat Böni (Auto, Automat, nehmer eine Aufwertung», sind sich bereits in Planung. Anhänger), www.fahrschule-beat.ch; Roger Schoch die fünf Fahrlehrer einig. Die Mobiliar (tst.) (Auto, Automat, Motorrad, Motorboot), ihrerseits schätzt es, auf «neutralem 079 468 16 83, www.rs-drive.ch; Werner Huber Boden» mit jungen potenziellen Neu- Learnpool, Obstgartenstrasse 3, Affoltern. (Auto, Automat, Anhänger), 076 211 44 77, kunden in Kontakt zu kommen. Ab Stefan Frey (Auto, Motorrad), 079 631 77 07, www.wernis-fahrschuel.ch.
«Mini Beiz, dini Beiz» macht Halt im Knonauer Amt Der Mettmenstetter «Spycher» und der «Adler» in Kappel diese Woche auf SRF 1 Der «Spycher» wird am Donnerstag, 6. Oktober, vorgestellt, der «Adler» am Tag darauf. Sendezeit ist jeweils um 18.15 Uhr auf Fernsehen SRF 1. Die beiden Ämtler Lokale messen sich diese Woche mit der «Buech» Herrliberg, dem «Smokin Mad» Oberglatt und der «Traube» Ottikon. Die kulinarische Entdeckungsreise durch fünf ganz unterschiedliche Zürcher Land-Restaurants ist geglückt, darin sind sich die fünf Stammgäste der fünf Lokale einig. Am Schluss war es gar nicht wirklich wichtig, welche Beiz die meisten Punkte erhielt, denn gewonnen haben alle fünf. Sie alle haben sich als attraktive, sympathische Gaststätten mit vorzüglichem Essen präsentiert. Die Vorabendserie «Mini Beiz, dini Beiz» hat sich ein festes Stammpublikum erarbeitet mit ihrem Konzept, bei dem jeweils ein Stammgast «sein» Restaurant vorstellt. Täglich wird in einem Restaurant von 13 Uhr bis etwa
Mitternacht gedreht, manchmal wird es auch etwas später. Der Stammgast ist von Beginn weg dabei, die anderen vier Gäste treffen jeweils um 18 Uhr ein. Aus rund zehn Stunden Aufnahmen resultiert schliesslich täglich ein 23-minütiger Beitrag. Klar, dass dabei manches zugespitzt wird, aber das gehört ja auch zu einer Unterhaltungssendung. Nicht nur Agi und Silvio Kämpf vom «Spycher» und Renata Schönbächler vom «Adler», auch die fünf Stammgäste sind gespannt, welche ihrer Eigenschaften das Produktionsteam fokussiert hat. Die Stammgäste stehen noch immer miteinander in Kontakt, tauschen sich auf einer WhatsAppGruppe aus. Diejenigen unter ihnen, die zurzeit in der Schweiz weilen, treffen sich am Freitag im «Adler», um die letzte der fünf Sendungen gemeinsam anzuschauen. Zudem hat der Stammgast des «Smokin Mad» eine eigene Website zur Sendeserie dieser Woche gestaltet. (bs.)
Stammgast Reini Vorburger (links) stellt den anderen vier Gästen, die diese Woche die Vorabendserie «Mini Beiz, dini Beiz» prägen, den «Adler» in Kappel vor. (Bild Erika Schmid)
www.swiss-restaurant.com/minibeizdinibeiz.
Wo ein Irrtum tödliche Folgen haben kann
Neuen Wohnort mit Rundgang erkunden
Die verantwortungsvolle Arbeit der Pilzkontrolleure in Affoltern
Neuzuzüger begrüsst – und Oktoberfest
Essbare von giftigen oder ungeniessbaren Pilzen trennen: Das ist die Hauptaufgabe der Pilzkontrolleure, die in Affoltern von August bis Oktober in die Körbe der Sammlerinnen und Sammler blicken.
Ottenbach hiess am Sonntag seine Neuzuzüger mit einem Brunch und einem vergnüglichen Parcours durchs Dorf herzlich willkommen. Am Vorabend veranstaltete der Verein Kultur Ottenbach im Gemeindesaal ein Oktoberfest.
Pilze gedeihen zwar während des ganzen Jahres, aber der Herbst ist in der Regel die hohe Zeit der Sammler, die sich in Wald und Feld auf die Suche machen – ausgestattet mit geflochtenen Körben und Messern. In Europa sind über 5000 Grosspilzarten bekannt, doch die meisten bekommt man kaum je einmal zu Gesicht. Auf dem sogenannten Pilzkontrollschein sind ein paar Dutzend Arten aufgeführt: vom Champignon über die Morchel bis zum Riesenschirmling, von den Röhrlingen bis zum Schmierling (Kuhmaul), vom Trichterling bis zum Zigeuner. Exotische Namen sind häufig: Gilbender Erd-Ritterling, Scheidenstreifling, Mehlräsling oder Totentrompete.
Hände, Nase und Augen als «Werkzeuge» Der Artenreichtum ist beeindruckend – die Auswahl, die am Sonntag von einem Sammler zu den Kontrolleuren Hansjörg Birrer und Balint Berg ins Affoltemer «Bachhaus» gebracht wird, jedoch überschaubar. «Es ist noch zu trocken», halten die Fachleute fest. Wirds feucht, dann kommt schon mal ein Dutzend Sammler zu den Kontrolleuren. Diese entleeren den Korbinhalt, greifen Pilze heraus. Ihre «Werkzeuge» sind Hände, Nase und Augen. Das Bestimmen von Arten gehört nicht zu den Kernaufgaben der Kontrolleure. Das machen sie, wenn Zeit vorhanden ist – oder dann im Pilzverein. Ihnen obliegt es in erster Linie, die essbaren Pilze von giftigen oder ungeniessbaren zu trennen. Es kommt immer wieder vor, dass Leute mit tödlich giftigen Pilzen vorbeikommen – zum Beispiel mit dem «Klassiker», dem Grünen Knollenblätterpilz. Aber auch mit essbaren Sorten, die verschimmelt oder verwurmt sind. Vorsicht ist ständige Begleiterin, denn ein Irrtum kann tödliche Folgen haben. «Wir kennen natürlich nicht alle Sorten, und nicht immer sind diese auch
in einschlägiger Literatur verifizierbar. Lässt sich die Art nicht sicher bestimmen, so geben wir diese nicht frei», hält Hansjörg Birrer fest. Grösste Vorsicht ist auch deshalb geboten, weil es bei einigen essbaren Pilzen auch giftige Doppelgänger gibt. Roh sollte man keine Pilze verzehren. Kontrolleure müssen natürlich eine Prüfung ablegen, dabei etwa 70 Pilzsorten bestimmen und insgesamt etwa 500 Pilzarten kennen. Pilzvereine, in denen Kontrolleure in der Regel Mitglieder sind, dienen nicht nur der Kameradschaftspflege, auch Weiterbildung und Auffrischen von Wissen sind nötig.
Schonzeiten abschaffen? Zu den häufigsten Sorten, die zur Kontrolle gebracht werden, zählen der nebelgraue Trichterling und der Hallimasch, der freilich nicht zu den Delikatessen zählt. Diese sind mengenmässig nicht begrenzt und werden laut Hansjörg Birrer manchmal kiloweise gepflückt. In der Regel gilt aber eine mengenmässige Beschränkung. Im Kanton Zürich ist das 1 kg pro Person. Im Weiteren gilt hier auch eine Schonzeit vom 1. bis zum 10. jeden Monats. «Diese Schonzeit wird da und dort inzwischen abgeschafft, weil es keinen Nachweis gibt, dass sich damit die Situation bessert», fügen die beiden Kontrolleure bei. Schonzeiten sind eher dazu da, den Wald bei günstigem Sammelwetter vor allzu starken Frequenzen zu schonen. Pilzkontrollen im «Bachhaus» in Affoltern: Mittwoch, Samstag und Sonntag, jeweils von 18.30 bis 19 Uhr. Ausgenommen während der Schonzeit
Pilzkontrolleur Hansjörg Birrer (rechts) prüft im Affoltemer «Bachhaus» Pilze eines Sammlers.
vom 1. bis 10. des Mo-
alt eingesessenen Einwohnern zum ausgiebigen Brunch guten Appetit.
Knifflige «Tour d’Ottenbach» Die neuen und die bereits ansässigen Einwohner wurden anschliessend eingeladen, das Dorf noch besser kennenzulernen. Auf einer vergnüglichen und lehrreichen «Tour d’Ottenbach» mussten verschiedene Posten besucht werden. Zahlreiche Dorfvereine und Organisationen stellten knifflige Fragen, luden zu Geschicklichkeitsaufgaben oder zu sportlichen Betätigungen ein. So löste auch Familie Nadine und Dominic Schori mit ihrer Tochter Alina, die vor etwas mehr als einem Jahr nach Ottenbach zügelten, an den diversen Posten verschiedene Aufgaben. Ihr Einsatz mit ihrer Gruppe lohnte sich, denn von allen 14 Gruppen erzielten sie am meisten Punkte und wurden anschliessend bei der Rangverkündigung als Sieger geehrt.
«Auf geht’s zur Wiesn» hiess die Parole des Vereins Kultur Ottenbach am Samstagabend und der Gemeindesaal wurde kurzerhand in eine blau-weisse Mini-Theresienwiese verwandelt. Das importierte Gaudi mit Dirndl und Lederhosen, Weisswürsten und Brezeln muss eine magische Anziehungskraft ausüben. Wie sonst wäre es zu erklären, dass im proppenvollen Gemeindesaal vergnügte Festfreudige so leidenschaftlich feierten, ganz so als ob Ottenbach im Freistaat Bayern liegen würde. Von der bis weit nach Mitternacht herrschenden ausgelassenen Stimmung wurde am Sonntagmorgen im nun völlig verwandelten Gemeindesaal nicht mehr viel wahrgenommen. Nur wer genau hinschaute, vermochte da und dort, zwar gut getarnte, dunkle Augenringe und übernächtigte Gesichter auszumachen. Immerhin hiess Gemeindepräsidentin Gaby Noser Fanger ausgeschlafen und mit ihrem bekannten Charme die neu Zugezogenen herzlich willkommen und wünschte ih- Sieger der «Tour d’Ottenbach»: Dominic, Alina und nen und auch den Nadine Schori. (Bild Martin Mullis)
Ein Jude und ein Christ Ein Gespräch über Friedensbemühungen Am kommenden Mittwoch, 5. Oktober, lädt die reformierte Erwachsenenbildung im Säuliamt zu einem persönlichen Gespräch. Ein Schweizer Jude und ein Schweizer Christ erzählen über ihr Engagement für den Frieden im Heiligen Land. Jochi Weil-Goldstein ist praktizierender Jude und bezeichnet sich selbst als «Brückenbauer». Seit Jahrzehnten setzt er sich aktiv für eine Verständigung zwischen Juden und Palästinensern ein und zeichnet auch für den «Weltweiten Appell besorgter Jüdinnen und Juden – für ein Israel, das die Menschenrechte wahrt» (www.humanrights-in-israel.ch) verantwortlich. Vor wenigen Monaten liess er sich noch mit den Worten zitieren: «In den vergangenen Jahren ist die Situation im Nahen Osten immer schlimmer geworden. Das bringt Menschen wie mich, die an einer Verständigungslösung arbeiten, zunehmend in Verzweiflung». Nun aber hat er wieder Hoffnung geschöpft. Peter Dettwiler war reformierter Pfarrer und Ökumene-Beauftragter der Zürcher Landeskirche. Wie Jochi Weil hat auch er seine Geschichte mit Israel und nimmt heute eine Haltung der «kritischen Solidarität, sowohl mit Israel als auch mit dem palästinensischen Volk» ein. In den vergangenen Jahren ist er insbesondere mit dem «Appell von Christinnen und Christen für einen Frieden in Gerechtigkeit in Israel/Palästina» (www.kairos-palaestina.ch) an die Öffentlichkeit getreten.
Im heiligen Land weht die israelische Flagge. (Bild zvg.) Mit Blick auf den Konflikt im Heiligen Land sagt er: «Was mich in den letzten Jahren besonders beschäftigt: Wie wir Christen und Christinnen uns in diesem Konflikt positionieren.» Der Schweizer Jude und der Schweizer Christ: Was verbindet sie mit dem «Heiligen Land»? Wie stellt sich die Israel-Palästina-Thematik aus ihrer Sicht dar? Was treibt sie um und was treibt sie an, sich für den Frieden im Nahen Osten zu engagieren? Und welcher Weg führt zum Frieden? Das sind nur einige der Fragen, über die Jochi Weil und Peter Dettwiler am 5. Oktober ins Gespräch kommen werden – miteinander, aber auch mit den Zuhörern und Zuhörerinnen. Diese sind nämlich keineswegs zum Schweigen verurteilt, sondern eingeladen, sich zu beteiligen und ihre Fragen einzubringen. Moderiert wird das Gespräch von Pfarrerin Bettina Bartels. Alle Interessierten sind herzlich willkommen. Mittwoch, 5. Oktober, 19.30 Uhr, im reformierten Chilehuus, Zürichstrasse 94, Affoltern. Eintritt frei.
Ein Western in der Wüste Algeriens Film nach einer Novelle von Albert Camus Das Kino Lux zeigt am 6. Oktober um 20.15 Uhr in der Aula Ennetgraben in Affoltern «Loin des hommes». Ein Film voll karger Eleganz mit atemberaubenden Breitwandbildern von Steinund Berglandschaften. Algerien im Winter 1954. Eine sonnenversengte Hochebene im Atlas, zerklüftete Hänge, hinter denen sich der bleiche Tages- und später der klare Nachthimmel abzeichnet, unfruchtbare Geröllhalden, soweit das Auge reicht, und zwei Männer – ein Europäer und ein Araber. Daru (Viggo Mortensen) ist ein Lehrer, der den Kindern des Hochplateaus französische Geografie beibringt und deren Familien während der Dürremonate mit Getreide versorgt, Mohammed (Reda Kateb) hat seinen Cousin mit einer Axt erschlagen und soll nun ins Tiefland eskortiert werden, wo ihn die Todesstrafe erwartet. Mit dem Transport des Gefangenen wird Daru beauftragt, weil die Unruhen, die die umliegenden Dörfer erschüttern, die Gegenwart der Gendarmen unabdingbar machen. Daru, der den Gefangenen vor der Guillotine bewahren will, wird ihm am Ende die Möglichkeit zur Flucht in den Süden lassen, wo dieser nach einem Tagesmarsch das Weideland der Nomaden erreichen kann, die ihm (gemäss ihren eigenen Gesetzen) das Gastrecht gewähren werden. Hiermit
wird der Franzose seiner eigenen Verantwortung gerecht – obschon er weiss, dass ihn auch diese Entscheidung nicht vor den Folgen des Kolonialkriegs bewahren wird. Die karge, auf das essenzielle reduzierte Inszenierung, akzentuiert vom einprägsamen Soundtrack von Nick Cave und Warren Ellis, weckt eine unverhofft melancholische Stimmung. In der archaischen Umgebung des algerischen Atlas erscheint das Massaker, das die Armee an den wehrlosen Truppen des FLN begeht, nicht nur als Verbrechen, sondern auch als Sündenfall. Für den Lehrer, der sich in einem Leben fernab der Menschen – «Loin des hommes» – einrichten wollte, hat die kollektive Schuld denn auch individuelle Konsequenzen: Er gibt seine Stelle als Lehrer am Ende freiwillig auf. Auf diese Frage gibt es viele Antworten, aber auf (fast) jeden Fall gehören Pferde, schweigsame Männer sowie ein grundsätzlicher Konflikt zwischen Moral und Gewalt dazu. Ausserdem eine staubige Landschaft und gern auch ein atmosphärischer Soundtrack. In David Oelhoffens «Loin des hommes» finden sich alle diese Elemente vereint, aber seine Handlung ist nicht in Nordamerika angesiedelt, sondern in Nordafrika. Das Algerien-Drama hat mit der uramerikanischen Erzählform auch die mythischen Untertöne gemein. Der französische Regisseur übersetzt die existenzphilosophische Fragestellung einer Kurzgeschichte von Albert Camus souverän in einen hochästhetischen Genrefilm mit grandiosen Bildern, perfektem erzählerischen Timing und einem erlesenen, angeführten Darstellerensemble. (pk) Donnerstag, 6. Oktober, 20.15 Uhr: «Loin des hommes», Film von David Oelhoffen, (Frankreich 2014, 102 Min. F/d). Kinofoyer LUX, Aula Ennetgraben, Affoltern. Kasse und Lux-Bar geöffnet ab 19.30 Uhr.
Zwei Männer auf dramatischer Reise durch die Wüste. (Bild zvg.)
Eintritt 14 Franken (unter 20 J: 7 Franken). www.kinolux.ch
Besichtigung eines Medienhauses und des Zürcher Hausberges Personalausflug der Gemeinde Knonau vom 2. September Ein Betriebsausflug muss nicht immer in die Ferne führen. Die Knonauer Gemeindeangestellten erlebten einen spannenden Tag in der Stadt Zürich. Der diesjährige Personalausflug der Teams der Gemeindeverwaltung Knonau, der Abteilung Unterhalt/Infrastruktur und der Bibliothek führte bei prächtigen Wetterbedingungen ins nahe Zürich. Mit einem Augenzwinkern machte Gemeindeschreiber Matthias Ebnöther im Rahmen der Begrüssung auf die Gefahren in der Grossstadt aufmerksam. Den Vormittag verbrachten die Knonauer Angestellten im Medienhaus der Tamedia AG. Sie erhielten Einblick hinter die Kulissen der Produktion einer Zeitung, von den Arbeiten in der Redaktion über den Druck bis zur Zustellung. Beeindruckt hat, wie viel Arbeit hinter der Produktion einer Zeitung steckt, die täglich, teilweise sogar kostenlos, gelesen werden kann. Erstaunt haben die Preise von bis über 40 000 Franken für ein
Die Ausflügler vor dem Druckzentrum Bubenberg in Zürich. (Bilder zvg.) einziges Inserat. Spannend war insbesondere auch das Druckzentrum, das grösste und leistungsstärkste der Schweiz. Das Papier eines Lagerraums, vom Boden bis zur Decke voll mit gestapelten, riesigen Papierrollen, ist innerhalb von nur zwei bis drei Tagen bedruckt und ganze Eisenbahnladungen mit neuen Papierrollen müssen angeliefert werden. Wöchentlich werden nahezu zehn Millionen Zeitungen sowie Werbemittel für die Tamedia, aber auch für diverse andere Medien-
unternehmen gedruckt. Die Besucher aus Knonau fragten sich, wie viel Prozent der gedruckten Wörter wohl tatsächlich gelesen werden. Mit einem feinen Mittagessen stärkten sie sich für das Nachmittagsprogramm. In zwei Gruppen brachen sie Richtung Üetliberg auf. Gemütlich nahm die Gruppe «Faulpelz» den Weg unter die Räder und überwältigte die Höhenmeter weitestgehend mit der Bahn. Die Teilnehmer der Gruppe «Expedition» wiederum erklomm den
Schlecht belohnter Kampf FC Hausen 1 gegen GC WB 2 endet mit 0:3 Der 3.-Liga-Match gegen den FC Wettswil-Bonstetten 2 hat am Sonntag im Jonentäli für die erste Mannschaft des FC Hausen unbefriedigend geendet. Der Kampfgeist wurde schlecht belohnt, weil die Gastgeber vor dem gegnerischen Tor zu harmlos waren. Das Tor von WB-Spieler Claudio Lauper in der elften Minute wirkte sich zunächst wenig förderlich auf das Selbstbewusstsein des FC Hausen aus. Lauper dribbelte gleich an zwei gegnerischen Abwehrspielern vorbei und schoss zum Führungstreffer ein. Zwar konnte sich der FC Hausen spielerisch wieder fangen und war über weite Strecken ein ebenbürtiger Gegner. Doch im Abschluss fehlte die Effizienz. Die Hausemer waren vor dem
jede noch so kleine Schwäche in der Abwehr der Gastgeber auszunutzen. So kam es, dass Lauper in der 69. Minute nach einem offenen Schlagabtausch erneut zum erfolgreichen Schuss kam. Das 0:3 in der 85. Minute durch Sven Nussbaumer besiegelte die Partie, die Der FC Hausen 1 in Rot wurde am Sonntag im Jonentäli für von Wetterglück begünstigt war. seinen Kampfgeist schlecht belohnt: 0:3 gegen FC WB 2. Pünktlich zum (Bild Martin Platter) Matchbeginn hörte WB-Tor schlicht zu harmlos und oft zu der Regen auf, zeigte sich temporär kompliziert. sogar die Sonne. Sie schien an diesem Wettswil-Bonstetten, derzeit auf Tag aber nur für den FC WB zu scheiPlatz zwei in der Tabelle, verstand es, nen. (map./roh.)
Aus-Fertig-Schluss... mit «Fahr.Werk.ö!» Zirkus-Theater mit der HPS Affoltern rund ums Schulhaus Stigeli Rund um das Schulhaus Stigeli in Affoltern findet zwischen dem 3. und dem 7. Oktober ein Theaterprojekt statt. Vor dem Schulhaus Stigeli ist ein kleiner Zirkus stehen geblieben. Tank leer, Kassen leer, alles aus. Die Direktionsfamilie Rotnase sieht aber gar nicht Rot: Endlich länger schlafen – endlich weniger arbeiten. Doch die Muskelprotze beginnen sich ins Zeug zu legen und versuchen, den Fuhrpark mit Muskelkraft weiterzubringen, die Magier glauben ans grosse Glück, wenn man es nur heraufbeschwört und die Raubtiere mögen nicht mehr länger auf Futter warten und brechen aus dem Raubtierwagen aus. Die Polizei Affoltern hat alle Hände voll zu tun. Gemeinsam mit den Künsterinnen und Künstlern der HPS entwickelt das «Fahr.Werk.ö!» ein lebendiges Zirkus-Theater rund um Wagen, Trakto-
ren und Zirkus auf dem Pausenplatz Stigeli. Am Freitag, 7. Oktober, 18 Uhr, gibt es eine öffentliche Aufführung. Im Anschluss brennt der Grill. Grilladen und Getränke bringt jedermann selber mit. Das Stück entwickeln die 5 Theaterleute vom «Fahr.Werk.ö!» gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen der HPS. Tolles Theater heisst nicht nur Wort und Sprache. Auch Bewegung, Action, nonverbales Spiel, Witz und Komik gehören dazu: Theater also für Aug und Ohr. Neben dem Theater gehört auch das gemeinsame Leben rund um die Wagen dazu. Die Theaterleute wohnen während der Zeit des Projekts in ihren Wagen, die jungen Künsterinnen und Künstler schlafen klassenweise eine Nacht in der «Zirkusatmosphäre». Das «Fahr.Werk.ö!» ist seit 17 Jahren von Frühling bis Herbst mit jährlich rund 15 Theater-Produktionen auf
Tournee. Theaterleute entwickeln gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen spannende, witzige und geistreiche Theaterstücke. Diese zeichnen sich durch ein lustvolles, authentisches Spiel aus. Was man selber erfindet, muss man nicht auswendig lernen. Das Publikum wandert mit Stühlen und Bänken von Szene zu Szene, von Akt zu Akt. Kann sein, dass es auch mal etwas regnet bei den Proben oder bei der Aufführung; auch das gehört zum Theater unter freiem Himmel. Dieses Jahr war das «Fahr.Werk.ö!» bereits mehrmals zu Gast im Säuliamt: mit einem Theater rund um den Türlersee, mit einem Theater zusammen mit dem MNA-Zentrum Affoltern und der Oberstufe Hausen auf dem Märtplatz in Affoltern und zum Schluss nun auf dem Pausenplatz der HPS Affoltern. (pd.) Freitag, 7. Oktober, um 18 Uhr. Eintritt frei.
Die Gruppe Expedition im Üetlibergwald. Berg zu Fuss über wenig begangene Trampelpfade, Treppen und Brücken, kraxelten steile Rippen hoch und übersprangen Pfützen. Die einen jagten leichtfüssig die abenteuerlichen Pfade hoch und genossen die spektakuläre Aussicht über Zürich und den Zürichsee, andere wiederum trauerten mit schmutzverspritzten Schuhen und Hosenbeinen der verpassten Chance nach, die Höhenmeter mit der Bahn zurückgelegt zu haben, und warfen über Wurzeln balancierend die philo-
sophische Frage auf, wie der Begriff «Weg» zukünftig zu definieren sei. Nach einem mit Drahtseilen gesicherten Schlussstück hangelten sich schliesslich alle Expeditionsteilnehmer wohlbehalten zur Aussichtsterrasse beim Uto Kulm hoch, wo sich die Faulpelze bereits behaglich eingenistet hatten. Bei einem wohlverdienten Dessert mit atemberaubendem Panorama tauschten sie die Erlebnisse aus und liessen den Tag gemeinsam ausklingen. Kaja Lang und Alisha Burri
Gesamtschweizerische Sternfahrt in Planung Aktive Ämtler Swiss Cycling Veteranen Gegenwärtig arbeiten die Ämtler Swiss-Cycling-Veteranen an einem grösseren Projekt aktiv mit dem neu gebildeten Organisations-Komitee. Sie führen am 17. Juni 2017 die gesamtschweizerische Sternfahrt mit Schlussevent in der Mehrzweckhalle Schachen in Hedingen durch. Erwartet werden etwa 200 Gäste. Diesen wollen die Gastgeber ein reichhaltiges Unterhaltungs-Programm mit dem Musikverein Hedingen und mit dem Schwizerörgeli-Quartett Räbhöckler aus der Region bieten, mit guter Verpflegung aus der Küche der Mehrzweckhalle. Das Motto in der Ämtler VeteranenVereinigung von Swiss Cycling lautet: Kameradschaft und Freundschaft pflegen wie in einer grösseren Familie. Die Voraussetzungen dazu schafft die Vereinigung mit einem ausgewogenen Jahresprogramm. Man trifft sich monatlich beim Kegeln im Restaurant Post in Hedingen. Zudem wird alle 14 Tage der «Zischtigjass» in Obfelden durchgeführt. Mit gegenwärtig 25 Mitgliedern ist man zwar eine kleinere Gruppe, jedoch mit Anschluss an die Abteilung Veteranen (mit 19 Sektionen) von Swiss Cycling.
Ausflüge der Veteranen Gesamtschweizerisch werden jährlich die Obmänner-Tagung, die VeteranenTagung und die Sternfahrt durchgeführt. Einen grossen Anklang findet jeweils im August die Ferienwoche mit über 120 Mitgliedern, dieses Jahr am schönen Titisee im Schwarzwald im Hotel Maritim, nächstes Jahr in Adelboden. Bei schönem Wetter hatten die Velo-Veteranen Freude am Schifffahren auf dem Schluchsee und Titisee. Die Wanderung auf den Feldberg mit der Gondelbahnfahrt war einzigartig und bot eine grandiose Aussicht auf die Schweizer Alpen bis zum Mont Blanc. Auch die Fahrten nach Freiburg mit Besichtigung des Münsters inklusive Orgelkonzert, des gross angelegten Marktes oder nach St. Blasien mit Besichtigung des Doms in weissem Marmor waren eindrucksvoll. Der Ausflug im Juli führte mit dem Kleinbus zum Schloss Böttstein, anschliessend wurden die Axpo-Werke besichtigt. Das anschliessende Mittagessen wurde im «Hirschen», in Breitenfeld auf deutschem Boden eingenommen. Der Höhepunkt war natürlich die Fahrt von Weizen nach Blumberg mit der «Sauschwänzlebahn».
Swiss-Cycling-Veteranen in der «Sauschwänzlebahn». (Bild zvg.)
WB-Blitztor nach 50 Sekunden Fussball 1. Liga: FC Seefeld – FC Wettswil-Bonstetten 1:2 (0:1) WB glückte der Saisonstart mit sechs Punkten aus sieben Partien mässig. Beim verdienten 2:1-Sieg gegen den Aufsteiger aus dem Zürcher Seefeld zeigten die Rotschwarzen nun eindrücklich, zu was sie fähig sind. ................................................... von kaspar köchli Sehr unterschiedlich waren die Gefühlslagen bei WB und Seefeld in der letzten Runde. Die Ämtler unterlagen trotz gutem Auftritt GC II 0:1. WB-Trainer Dosch meinte: «Wir machten vieles richtig, leider stimmte der Ertrag nicht.» Dagegen landeten die Stadtzürcher in Bellinzona vor 700 Zuschauern einen kaum erwarteten 2:1-Auswärtssieg. Brisant: Beide Tore erzielte Blumer, der Anfang Saison noch für WB stürmte. Würde er nun auch in die Maschen seines Ex-Teams treffen? Nein, die beiden Klubs vereinbarten, dass er in der direkten Begegnung nicht mittut.
Partie beginnt mit Paukenschlag Kaum angepfiffen, lancierte WB einen lehrbuchmässigen Angriff. Gjergji bediente auf dem rechten Korridor Bozic, der schüttelte seinen Widersacher ab und flankte zur Mitte, wo Le
WBs Traumstart: Nach 50 Sekunden köpfelt Jeff Le Bigonsan (rechts) das 1:0 für die Rotschwarzen. (Bild Kaspar Köchli) Bigonsan stilsicher das 1:0 köpfelte. «So einfach und schön kann Fussball sein», war man sich auf den Zuschauerreihen einig. Seefeld rieb sich die Augen und versuchte, unbeirrt nach vorne zu spielen. Eine erste Bewährungsprobe bestand WB-Keeper Thaler, als er nach einem Eckball brillant klärte (15. Minute). Im anschliessenden, über mehrere Stationen führenden Gegenzug – der wohl schönsten Aktion des Spiels – schob am Schluss Schneebeli den Ball uneigen-
nützig zu Gjergji, der aus nächster Distanz an Torsteher Wehrli scheiterte. Das 2:0 gelang dem tonangebenden WB auch später nicht, Dukhnich und zweimal Waser köpfelten knapp daneben. Und plötzlich schnupperte Seefeld am Ausgleich. Sein gefährlichster Akteur, Ex-Bachelor Vujo Gavric, flirtete mit dem Ball, erhielt ihn zugespielt, dribbelte sich durch und wurde erst im letzten Moment gestoppt. Kurz darauf war Halbzeit und die Teams gönnten sich den Pausentee.
Rotsterne zu stark für den FCA FC Affoltern – FC Red Star ZH 2 2:5 (1:1) Der FCA wollte nach der heftigen 1:4-Klatsche der Vorwoche reagieren und die Niederlage gegen Schlieren vergessen lassen. Dies gelang ihm nur in der ersten Halbzeit. In Durchgang zwei mussten die Ämtler nicht weniger als vier Tore hinnehmen und neuerlich als Verlierer vom Platz. Trainer Filipovic ist momentan nicht zu beneiden. Erneut war er gezwungen, seine Startformation zu verändern, dies weil sich zur ohnehin schon langen Verletztenliste auch noch Alen Rako und Konate dazugesellten. Entsprechend vorsichtig begannen die Einheimischen die Partie und überliessen die Initiative mehrheitlich den Gästen. Red Star führte vorerst die feinere Klinge, trotzdem waren es die Ämtler, welche zuerst jubelten. Antenen konnte ein weites Zuspiel von Salis erlaufen und seine scharfe Hereingabe ver-
sorgte Routinier Bilic im Netz der Gäste. Die Stadtzürcher liessen sich ob des Gegentreffers überhaupt nicht aus der Ruhe bringen und es dauerte nicht lange, bis Procopio den Ausgleich bewerkstelligen konnte. Bis kurz vor der Pause versuchten in der Folge beide Mannschaften einander zu neutralisieren und wenig Chancen zuzulassen. Zwei Gelbe Karten brachten nochmals ein wenig Hektik in die Partie und mit etwas Glück hätte der FCA nochmals in Führung gehen können. Nach einem weiten Einwurf scheiterte Antenen am guten Gästehüter.
Pausentee schmeckte nur den Gästen Warum das Reserveteam der Red Stars in der Tabelle weit vorne rangiert, zeigten die ersten Minuten nach dem Wiederanpfiff. Bei zwei rasch vorgetragenen Angriffen waren die Ämtler gedanklich und läuferisch noch nicht bereit und mussten so zwei Gegentreffer (48. und 52. Minute) hinnehmen. Auch in der Folge agierte das junge
Team aus der Brunau cleverer und ballsicherer und liess dem FCA kaum Raum zur Entfaltung. Dass für kurze Zeit nochmals so etwas wie Spannung aufkam, war Bilic zu verdanken, welcher nach einem Eckball am höchsten stieg und so per Kopf verkürzen konnte. Die Einheimischen versuchten in der Folge noch offensiver zu agieren und das Glück auf ihre Seite zu zwingen – ohne den nötigen Erfolg. In den Schlussminuten waren es nochmals die Gäste, welche mit einem Doppelpack alles klarmachten. Der FCA muss nun wieder nach vorne schauen. In den nächsten Tagen stehen zwei schwierige Spiele gegen den FC Srbija an, zuerst in der Meisterschaft und drei Tage später im Cup. Harry Wettstein Sportplatz Moos, 120 Zuschauer, SR Asik, Abou Zeid, Hocaoglu, Tore: 9. Bilic 1:0, 24. 1:1, 48. 1:2, 52. 1:3, 73. Bilic 2:3, 86. 2:4, 89. 2:5. FCA: Steiner, Salis (82. Premananthan), Bala I, Luchsinger, Bala II, Good, Ismajlaj, Markanovic, Stähli (70. Nikic), Antenen, Bilic.
Alle Schweizer-Meister-Titel geholt Triple-Premiere für Petra Klingler Am Samstag fanden an der Züspa die Schweizer Meisterschaften im Speedklettern für alle Kategorien statt. Die Bonstetterin Petra Klingler gewann nach dem Leadund dem Bouldertitel nun auch den Schweizer-Meister-Titel im Speedklettern und ist damit die erste Schweizer Kletterin, die das Triple gewinnt. Traditionell finden im Eingangsbereich der Züspa in der Zürcher Messe die Schweizer Meisterschaften im Speedklettern statt. Das zahlreiche Publikum konnte die spannenden Wettkämpfe von den Galerien auf den einzelnen Stockwerken direkt verfolgen.
Souveräne Petra Klingler Zwischen den Wettkämpfen des Nachwuchses und der Elite wurde Petra Klingler vom Schweizer Alpen-Club SAC für ihren Weltmeistertitel im Bouldern, den sie vor zwei Wochen in Paris gewonnen hat, geehrt. Schon kurz nach diesem emotionalen Moment hiess es auch für Klingler, sich auf den Speed-Wettkampf zu fokussieren. Dies gelang ihr bestens und so führte sie die Rangliste bereits nach der Qualifikation an. Im Halbfinal konnte sie sich nochmals etwas steigern und im Final «rannte» sie gar in einer Zeit unter 10 Sekunden die 15-Meter hohe Wand hoch. Damit verwies sie Natalie Bärtschi (Zürich)
WB kassiert 1:1 – und reagiert druckvoll Die Rotschwarzen verpassten nach einer knappen Stunde die Vorentscheidung. Zuerst scheiterte Le Bigonsan knapp, dann versuchte Gjergji mittels Lobball Wehrli zu düpieren, anstatt frei auf ihn zuzulaufen. Die Strafe folgte postwendend. Nach einer scharfen Hereingabe in den WB-Sechzehner bemerkte der Schiedsrichter ein Handspiel, den ausgesprochenen Penalty
Stadion Lengg, Seefeld – WB 1:2 (0:1). Thaler; Constancio (79. Badalli), Studer, Waser, Bozic; Gouiffe à Goufan, Siefkes, Le Bigonsan, Schneebeli; Gjergji (71. Goljica), Dukhnich (61. Hotnjani) Tore: 1. Le Bigonsan 0:1, 59. V. Gavric 1:1 (Pen.), 74. Le Bigonsan 1:2.
Am kommenden Sonntag gehts bei Stauffachers rund 1. Zürcher Radquermeisterschaften Andreas Fuhrer, Helen Margot und Ueli Stauffacher lassen am kommenden Sonntag eine alte Zürcher Radsporttradition wieder aufleben. In den 70erund 80er-Jahren, als Albert Zweifel, Peter Frischknecht und Willi Lienhard noch fuhren, war die Zürcher Kantonalmeisterschaft jeweils wie eine WM. «Wollen wir ein Radquerrennen machen?» «Klar! Wenn ich selber mitfahren kann.» So kurz und unkompliziert soll der Dialog zwischen Initiator und OK-Präsident Andreas Fuhrer und seinem Vize und Landbesitzer Ueli Stauffacher abgelaufen sein. Mit Helen Margot wurde bald eine engagierte und universell einsetzbare Administratorin gefunden. So einfach hat sich selten ein Vorstand konstituiert. Der Verein IG Radquer Mettmenstetten wurde gegründet.
50 Jahre Radrennclub Amt auf den zweiten Rang und sicherte sich als erste Frau in der Schweiz das Meisterschafts-Triple. Entsprechend glücklich zeigte sich Petra Klingler bei der Rangverkündigung und freut sich nun auf einige ruhigere Tage. Nach dem Doppelsieg für das Regionalzentrum Zürich bei den Damen Elite, wiederholte sich dies bei den Damen U18. Auch hier führte Ladina Gebert (Uster) bereits nach der Qualifikation und liess sich bis zum Final den Sieg nicht mehr nehmen. Sie gewann vor Katharina Tognon (Langnau) und Melina Bucher (Heiligkreuz). Bei den Herren U18 holte sich Sandro Beti (Wetzikon) als Dritter einen weiteren Zürcher Podestplatz. (pd.)
verwandelte Gavric sicher zum 1:1 (59. Minute). Nun reagierten die Rotschwarzen angesäuert – und stark. Mal für Mal stürmten sie nach vorne. An der Präzision mangelte es vorerst, bis nach einem blitzschnellen Angriff der agile Siefkes geschickt Le Bigonsan bediente, der seine starke Leistung mit seinem zweiten Tor krönte (74. Minute). Die Ämtler verwalteten nun ihren Vorsprung souverän und waren in der Folge näher am 3:1 als Seefeld am Ausgleich. Am nächsten kam der eingewechselte Goljica der Entscheidung, der von der Mittellinie aus mutterseelenallein auf Wehrli zulaufend, zu überhastet abschloss. «Das war ein wichtiger Sieg, wir alle haben ihn gewollt und kämpften dafür», kommentierte Doppelschütze Le Bigonsan bescheiden. WB steht nun mit neun Punkten aus acht Partien da. Bereits morgen Mittwochabend tritt es in Bellinzona zur nächsten Partie an. «Wenn wir gut arbeiten, liegt auch da ein Dreier drin», trichterte Trainer Dosch seinen feiernden Spielern bereits nach dem Match ein.
Die erste Austragung am kommenden Sonntag ist zugleich ein Bestandteil der umfangreichen 900-Jahr-Feierlichkeiten in der schmucken Gemeinde und ein Geschenk für das 50-jährige Bestehen des Radrennclub Amt. Auf dem Stockacher, um das Wohnhaus von Ueli Stauffacher, gleich gegenüber dem Jumpin, ist die Strecke geplant, die auf der Weide Richtung Wissenbach führt. «Markiert wird erst am Wochenende», sagt Andreas Fuhrer, vorher sei es wenig sinnvoll. Er freut sich. Bereits haben sich namhafte Fahrer angemeldet. Fast noch wichtiger aber ist ihm, dass der Anlass nicht nur den lizenzierten Topcracks eine Startmöglichkeit bietet: «Wir wollen ein Radsportfest für die ganze Familie machen. Auch Kinder und Jugendliche
können sich als Querfeldeinfahrer versuchen und Hobbyfahrerinnen und -fahrer sowieso.»
Über Stock und Stein Ueli Stauffacher lächelt verschmitzt. Er freut sich schon auf seinen 30-minütigen Einsatz am kommenden Sonntag, um 11 Uhr. Das JedermannCross eröffnet die Radquer-Veranstaltung. Dabei werden auf einem rund 1,5 Kilometer langen Parcours Runden gefahren und stellenweise auch mit geschultertem Rad gelaufen: hoch und runter, über Hindernisse und um Kurven. Das macht den rasanten OffroadSport, der auf robusteren Rennrädern oder Mountainbikes gefahren wird, so attraktiv für die Zuschauer, die an einem Punkt der Strecke stehen können. Je nach Kategorie kommen die Fahrer ein bis zehnmal vorbei. Für das leibliche Wohl des Publikums hat es eine grosse Festwirtschaft mit geheiztem Zelt. Andreas Fuhrer hat eine klare Vorstellung, wie es mit dem Anlass künftig weitergehen soll: «Das Radquer in Mettmenstetten soll sich zu einem Fixpunkt im Swiss-Cycling-Rennkalender entwickeln – sowohl für den Nachwuchs als auch für die Elite. Damit möchten wir dem Trend entgegenwirken, dass sich der Rennkalender vor allem im Nachwuchsbereich immer mehr ausdünnt.» (map./hem.) Die Startzeiten: 11 Uhr, Jedermann und –frau-Cross. 12 Uhr, Schüler U11/U13/U15. 12.40 Uhr, Piccolos (ab etwa 4-jährig). 13 Uhr, Frauen lizenziert. 14 Uhr, Junioren, Masters, Amateure und Elite lizenziert. 15 Uhr, Rangverkündigungen in der Festwirtschaft. Anmelden kann man sich vor Ort bis 30 Minuten vor dem Start. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen und Anmeldung: radquermettmenstetten.ch.
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References: Art. 3
 Art. 11
 Art. 6
 Art. 23
 § 23
 § 20
 § 2
 § 18
 § 25
 § 50
 Art. 6
 Art. 13