Source: http://sicheraufbewahren.de/sicher_aufbewahren/Waffenaufbewahrung.html
Timestamp: 2019-05-20 13:45:56+00:00

Document:
Einzelheiten sind im Waffengesetz (WaffG) und in der Allgemeinen Waffengesetz-Verordnung (AWaffV) geregelt - Stand: 05. Juli 2017
Für eine sichere Aufbewahrung von Waffen und Munition in einem Behältnis wird im Waffenrecht der Oberbegriff „Sicherheitsbehältnis“ verwendet.
Sicherheitsbehältnisse finden Sie auch unter folgenden Bezeichnungen: Stahlschrank, Stahlblechschrank, Datensicherungsschrank, Wertschutzschrank, Safe, Tresor, Heimtresor, Geschäftstresor, Wandtresor, Einmauertresor, Feuerschutztresor, Waffenschrank, Jägerschrank, Wertbehältnis, Sicherheitsschrank, Geldschrank, Panzergeldschrank, usw. (sicher aufbewahren kann für Sie ein Sicherheitsbehältnis prüfen, eine Gleichwertigkeitsbeurteilung durchführen und bescheinigen)
Allgemeine Grundsätze aus § 36 WaffG - Auszug
-wer Waffen und Munition besitzt, hat die erforderlichen Vorkehrungen zu treffen, um zu verhindern, dass diese Gegenstände abhanden kommen oder Dritte sie unbefugt an sich nehmen
-weitere Einzelheiten werden durch § 13 und § 14 AWaffV geregelt
-wer erlaubnispflichtige Waffen oder Munition besitzt, hat der zuständigen Behörde ein Aufbewahrungskonzept nachzuweisen (sicher aufbewahren kann Ihnen ein Aufbewahrungskonzept zur Vorlage bei der Waffenbehörde erstellen)
-den zuständigen Behörden ist Zutritt zu den Räumen (dem Aufbewahrungsort) zu gestatten
Allgemeine Grundsätze aus § 13 AWaffV - Auszug
-Schusswaffen zusammen mit Munition dürfen nur ungeladen und in einem Sicherheitsbehältnis gemäß DIN EN 1143-1 ab Widerstandsgrad 0 aufbewahrt werden
-eine gleichwertige Aufbewahrung, also ein vergleichbares Sicherheitsbehältnis oder ein vergleichbar gesicherter Waffenraum, der dem Stand der Technik entspricht, ist zulässig (sicher aufbewahren kann für Sie eine Gleichwertigkeitsbeurteilung durchführen und bescheinigen)
-die gemeinschaftliche Aufbewahrung von Waffen und Munition von berechtigten Personen, die in einer häuslichen Gemeinschaft leben, ist zulässig
-alternative Sicherungseinrichtungen, die keine Sicherheitsbehältnisse oder Räume sind, sind zulässig, wenn sie ein gleiches Schutzniveau aufweisen und zum Nachweis dessen über eine Zertifizierung durch eine akkreditierte Stelle verfügen
Allgemeine Grundsätze aus § 14 AWaffV - Auszug
-die Aufbewahrung von Waffen und/oder Munition in Schützenhäusern, auf Schießstätten oder im gewerblichen Bereich kann auf Antrag von der zuständigen Behörde genehmigt werden, wenn ein geeignetes Aufbewahrungskonzept vorgelegt wird (sicher aufbewahren kann Ihnen ein Aufbewahrungskonzept zur Vorlage bei der Waffenbehörde erstellen)
-die Anzahl und die Art der Waffen und der Munition
-der Grad der von ihnen ausgehenden Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung
-der Belegenheit (die Lage des Grundstücks) der Aufbewahrungsstätte
-die Frequentiertheit der Aufbewahrungsstätte
Gesetzliche Mindestanforderungen - Aufbewahrung von Waffen und Munition - § 36 WaffG in Verbindung mit § 13 und § 14 AWaffV
Wer Waffen und Munition besitzt, hat eine große Verantwortung!
Stahlblechbehältnis
oder gleichwertige Verriegelung
oder gleichwertiges Behältnis
Sicherheitsbehältnis gem.
DIN EN 1143-1 (Stand: Mai 1997,
Oktober 2002, Februar 2006,
Januar 2010, Juli 2012)
-Waffen ungeladen,
-ohne räumliche Trennung von
Waffen und Munition zulässig,
-wenn das Gewicht des Behältnisses
200 Kg unterschreitet
mind. 200 Kg beträgt
Waffen und Munition zulässig
-angemessene Aufsicht
-Sicherung gegen Abhanden-
-Sicherung gegen unbefugte
Ansichnahme Dritter
erlaubnispflichti-
gen Waffen
„sicher aufbewahren“
Stahlblechbehältnis mit
Schwenkriegelschloss oder
gleichwertige Verriegelung
Behältnis in der Wand
einmauern oder an Wand
und/oder Boden verankern
Beim Transport im Kfz:
Behältnis. Das Behältnis im
Kfz verankern.
Das Kfz nicht unbeaufsichtigt
Erlaubnisfreie Munition
z.B. Luftdruck-, Federdruck-,
Grasdruck-, Hieb-, Stoß-,
Schreckschuss-,
Signalwaffen,
bis zu 5 Kurzwaffen und
Langwaffen unbegrenzt,
zusätzlich Munition
bis zu 10 Kurzwaffen und
Kurzwaffen unbegrenzt und
nicht dauernd bewohnte
z.B. Jagdhütte, Ferienhaus,
Wochenendhaus, Garage
bis zu 3 Langwaffen,
keine Kurzwaffen!!
Aufbewahrung außerhalb
Jagd oder dem sportlichen
Schießen, auch der
Transport im Kfz
nur auf Antrag und unter
Berücksichtigung der Art,
Anzahl und Gefährlichkeit
Schützenhäuser,
der Waffen;
sowie die Frequentiertheit
werden besonders
Wer Waffen und Munition besitzt hat eine große Verantwortung!
Meine Empfehlung für Ihre Sicherheit
-nutzen Sie ausschließlich ein sicheres Behältnis gem. DIN EN 1143-1 ab Widerstandsgrad 0
-oder alternativ ein vergleichbares Sicherheitsbehältnis (sicher aufbewahren kann für Sie eine Gleichwertigkeitsbeurteilung durchführen und bescheinigen)
-oder alternativ einen vergleichbar gesicherten Waffenraum (sicher aufbewahren kann für Sie eine Gleichwertigkeitsbeurteilung durchführen und bescheinigen)
-das Eigengewicht eines Sicherheitsbehältnisses sollte mind. 1000 Kg betragen
-oder alternativ das Sicherheitsbehältnis mit einer Abrissverankerung von mind. 1000 Kg sach- und fachgerecht vor Ort an Wand und/oder Boden befestigen (lassen Sie sich eine Montagebescheinigung gem. VdS 3540 aushändigen)
-oder das Sicherheitsbehältnis (Einmauertresor / Wandtresor) in einer Wand einmauern
Die Aufbewahrung in einem Sicherheitsbehältnis mit geringeren Anforderungen (beachte: Wichtiger Hinweis für Ihre Sicherheit), die von den zuständigen Behörden bis zum 06. Juli 2017 als gleichwertig anerkannt und genehmigt wurden:
-können vom bisherigen Besitzer weitergenutzt werden
-können für die Dauer der gemeinschaftlichen Aufbewahrung auch von berechtigten Personen mitgenutzt werden, solange mit dem Besitzer des Sicherheitsbehältnisses eine häusliche Gemeinschaft besteht
Wichtiger Hinweis für Ihre Sicherheit
Im Einheitsblatt VDMA 24992 (Ausgabe Mai 1995) sind für Stahlschränke (Sicherheitsbehältnisse) mit den Sicherheitsstufen A und B Mindestanforderungen definiert. Das VDMA Einheitsblatt wurde zum 31. Dezember 2003 aus Gründen der Sicherheit (konstruktive Schwachstellen der Sicherheitsbehältnisse) ersatzlos zurückgezogen.
-Mit Rückzug des Einheitsblattes entfällt gleichzeitig die stichprobenartige Marktüberwachung, es erfolgen keine Tests, keine Zertifizierungen und keine regelmäßigen Produktionsüberwachungen mehr.
-Die Einstufung und Kennzeichnung der Sicherheitsbehältnisse wird nur noch durch den jeweiligen Hersteller im Rahmen einer Herstellerselbsterklärung vorgenommen.
-Der Gesetzgeber hat diese Problematik erkannt, ab 06. Juli 2017 sind nur noch Sicherheitsbehältnisse gem. DIN EN 1143-1 ab Widerstandsgrad 0 für die Aufbewahrung von Waffen und Munition zugelassen.

References: § 36
 § 13
 § 14
 § 13
 § 14
 § 36
 § 13
 § 14