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Timestamp: 2016-10-25 10:27:09+00:00

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132 V 35741. Auszug aus dem Urteil i.S. Staatssekretariat f�r Wirtschaft gegen G. und Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen
Art. 23 LACI; art. 40b OACI: Gain assur� de personnes invalides. Est d�terminant le salaire effectivement r�alis� durant une certaine p�riode avant la diminution de la capacit� de gain en raison d'une atteinte � la sant�. Cette valeur doit �tre multipli�e par le facteur qui r�sulte de la diff�rence entre 100 % et le degr� d'invalidit�. Au regard de la pratique administrative et judiciaire depuis de longues ann�es, le revenu (hypoth�tique) d'invalide n'est pas pertinent dans ce contexte. (consid. 3.2) Consid�rants � partir de page 357
3. 3.1 Es steht fest und ist letztinstanzlich zu Recht unstrittig, dass die r�ckwirkende Zusprechung einer halben Invalidenrente f�r die Zeit vom 1. Oktober 2001 bis 30. April 2002 sowie einer ganzen BGE 132 V 357 S. 358Invalidenrente ab 1. Mai 2002 hinsichtlich der formlos erbrachten Taggeldleistungen der Arbeitslosenversicherung vom 1. Oktober 2001 bis 27. Juni 2002 eine neue erhebliche Tatsache darstellt, deren Unkenntnis die Arbeitslosenkasse nicht zu vertreten hat (BGE 108 V 167; ARV 1998 Nr. 15 S. 81 Erw. 5a mit Hinweisen [Urteil vom 12. Dezember 1996, C 188/95]), weshalb ein Zur�ckkommen auf die ausgerichteten Leistungen auf dem Wege der prozessualen Revision zul�ssig ist.
3.2.1 Uneinigkeit besteht dabei �ber den durch Auslegung zu bestimmenden Bedeutungsgehalt des Art. 40b AVIV (in Kraft seit 1. Juli 1985, AS 1985 648; zur Gesetzesauslegung statt vieler: BGE 125 II 196 Erw. 3a, BGE 125 V 244 Erw. 5a, BGE 125 V 130 Erw. 5, BGE 125 V 180 Erw. 2a mit Hinweisen), welcher bei der Bemessung der Taggelder invalider Versicherter zu ber�cksichtigen ist. Die Vorinstanz erwog, f�r die Bestimmung des versicherten Verdienstes nach Art. 40b AVIV sei auf das (monatliche) hypothetische Invalideneinkommen abzustellen. Das Beschwerde f�hrende Staatssekretariat f�r Wirtschaft stellt sich auf den Standpunkt, dass der Lohn massgebend sei, den die versicherte Person vor der gesundheitsbedingten Beeintr�chtigung der Erwerbsf�higkeit - w�hrend eines bestimmten Bemessungszeitraumes (Art. 37 AVIV) - tats�chlich erzielt habe (Art. 23 Abs. 1 AVIG). Das auf diese Weise ermittelte Einkommen sei alsdann mit dem Faktor zu multiplizieren, der sich aus der Differenz zwischen 100 % und dem Invalidit�tsgrad ergebe (in diesem Sinne: THOMAS FAESI, Arbeitslosenentsch�digung und Zwischenverdienst - Ursachen und Wirkungen der zweiten Teilrevision des AVIG, Diss. Z�rich 1999, S. 398 Ziff. 19).
3.2.2 Art. 40b AVIV ("Versicherter Verdienst von Behinderten", "Gain assur� des handicap�s", "Guadagno assicurato degli impediti fisici o psichici"; zur Gesetzm�ssigkeit der Bestimmung: Urteil vom 8. November 2005, C 256/03) lautet in den drei amtssprachlichen Fassungen (Art. 14 Abs. 1 des Bundesgesetzes �ber die Sammlungen des Bundesrechts und das Bundesblatt [Publikationsgesetz; SR 170.512], in Kraft getreten am 1. Januar 2005; Art. 9 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 21. M�rz 1986 �ber die Gesetzessammlungen und das Bundesblatt, aufgehoben auf 31. Dezember 2004 durch Art. 20 Publikationsgesetz) wie folgt: BGE 132 V 357 S. 359
3.2.4 3.2.4.1 Aus den - normunmittelbaren - Auslegungselementen ergibt sich nicht eindeutig, welche der beiden Rechtsauffassungen dem Rechtssinn am besten entspricht. Weil Art. 40b AVIV vor �ber zwanzig Jahren in Kraft getreten ist (1. Juli 1985), liegt es daher nahe, zu pr�fen, wie Verwaltung und Gerichte die BGE 132 V 357 S. 360Streitfrage in der Vergangenheit entschieden haben, dies insbesondere mit Blick auf die Regel, dass bei Fehlen entscheidender Gr�nde f�r eine Rechtsprechungs�nderung die bisherige Praxis beizubehalten ist. Gegen�ber dem Postulat der Rechtssicherheit l�sst sich eine Praxis�nderung grunds�tzlich nur begr�nden, wenn die neue L�sung besserer Erkenntnis der Ratio legis, ver�nderten �usseren Verh�ltnissen oder gewandelten Rechtsanschauungen entspricht. Nach der Judikatur ist eine bisherige Praxis zu �ndern, wenn sie als unrichtig erkannt oder wenn deren Versch�rfung wegen ver�nderter Verh�ltnisse oder zufolge zunehmender Missbr�uche f�r zweckm�ssig gehalten wird (BGE 131 V 110 Erw. 3.1, BGE 130 V 372 Erw. 5.1, BGE 130 V 495 Erw. 4.1, BGE 129 V 373 Erw. 3.3, BGE 126 V 40 Erw. 5a, BGE 125 I 471 Erw. 4a, je mit Hinweisen).
3.2.4.2 Rz 192 f. des Kreisschreibens �ber die Arbeitslosenentsch�digung (KS-ALE; in der ab 1. Juli 1985 g�ltig gewesenen Fassung) bestimmte, dass bei der Berechnung des versicherten Verdienstes der Lohn massgebend ist, den die versicherte Person vor der gesundheitsbedingten Beeintr�chtigung der Erwerbsf�higkeit erzielt hatte. Das auf diese Weise ermittelte Einkommen war alsdann mit dem Faktor zu multiplizieren, der sich aus der Differenz zwischen 100 % und dem Invalidit�tsgrad ergab. An dieser Berechnungsart, welche der Rechtsauffassung der Beschwerde f�hrenden Partei entspricht, haben die diversen Revisionen des zitierten Kreisschreibens bis zum heutigen Tage inhaltlich nichts ge�ndert (vgl. Rz 234 ff. der ab 1. Januar 1989 g�ltig gewesenen Fassung, Rz 212 ff. der am 1. Januar 1992 in Kraft getretenen Fassung und Rz C24 der ab 1. Januar 2003 g�ltig gewesenen Fassung des KS-ALE und schliesslich die Weisung "Koordination ALV - IV" vom 4. Juli 2005, AVIG-Praxis 2005/29 Ziff. 4). Diese Berechnungsweise entspricht sodann der - publizierten - Rechtsprechung (BGE 127 V 486 Erw. 2b mit Hinweisen; ARV 1991 Nr. 10 S. 92 [Urteil vom 1. Mai 1991, C 57/90], 1988 Nr. 5 S. 34 [Urteil vom 18. Dezember 1987, C 11/87]). Dass das Eidgen�ssische Versicherungsgericht im nicht ver�ffentlichten Urteil vom 6. November 1995, C 177/95, einen kantonalen Entscheid best�tigte, worin der versicherte Verdienst gem�ss Art. 40b AVIV entsprechend dem von der IV ermittelten Invalideneinkommen festgesetzt wurde, gibt keinen hinreichenden Anlass, die �ber Jahrzehnte hinweg konstante Verwaltungspraxis und die gleich lautende h�chstrichterliche Rechtsprechung zu �ndern. BGE 132 V 357 S. 361
3.2.4.3 Zusammenfassend gilt Folgendes: F�r die Bemessung des versicherten Verdienstes gem�ss Art. 40b AVIV ist - entsprechend der Verwaltungspraxis und gem�ss st�ndiger Rechtsprechung - der Lohn massgebend, den die versicherte Person vor der gesundheitsbedingten Beeintr�chtigung der Erwerbsf�higkeit - w�hrend eines bestimmten Zeitraumes (Art. 37 AVIV) - tats�chlich erzielt hat. Diese Betrachtungsweise entspricht dem klaren Wortlaut und Sinn von Art. 23 Abs. 1 AVIG, was im Rahmen gebotener gesetzeskonformer Verordnungsauslegung (BGE 131 V 266 Erw. 5.1 in fine) von entscheidender Bedeutung ist. Das entsprechende Einkommen ist mit dem Faktor zu multiplizieren, der sich aus der Differenz zwischen 100 % und dem Invalidit�tsgrad ergibt. Die im Urteil vom 8. November 2005, C 256/03, offen gelassene Frage, ob als versicherter Verdienst im Sinne des Art. 40b AVIV das hypothetische Invalideneinkommen heranzuziehen sei, ist zu verneinen.
125 V 130 suite... ,
131 III 103,
130 V 495,
127 V 486,
131 V 266
Art. 14 Abs. 1 des Bundesgesetzes �ber die Sammlungen des Bundesrechts und das Bundesblatt [Publikationsgesetz; SR 170.512]

References: Art. 23
 art. 40
 BGE 
 Art. 40
 BGE 
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 BGE 
 Art. 40
 Art. 40
 Art. 9
 Art. 20
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 Art. 40
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 Art. 40
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 Art. 40
 Art. 23
in fine
 Art. 40

Art. 14