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Timestamp: 2017-08-23 19:33:45+00:00

Document:
Kulturraum Vogtland-Zwickau :: ANBest-I-KRVZ
Allgemeine Nebenbestimmungen für Zuwendungen zur institutionellen Förderung des Kulturraumes Vogtland-Zwickau (ANBest-I-KRVZ) vom 18.01.2017
Die ANBest-I-KRVZ enthalten Nebenbestimmungen (Bedingungen und Auflagen) im Sinne von § 36 des Verwaltungsverfahrensgesetzes (VwVfG) in der Fassung der Bekanntmachung vom 23. Januar 2003 (BGBl. I S. 102), in der jeweils geltenden Fassung, sowie notwendige Erläuterungen.
Die Nebenbestimmungen werden gemäß § 1 Abs. 3 Buchstabe e der Förderrichtlinie des Kulturraumes Vogtland-Zwickau vom 12.04.2012 (zuletzt geändert am 26.05.2015) für den Kulturraum Vogtland-Zwickau angewendet. Die Nebenbestimmungen sind als Bestandteil des Zuwendungsbescheides verbindlich, soweit dort nicht ausdrücklich etwas anderes bestimmt ist.
Nummer 11 Erstattung der Zuwendung und Verzinsung
Alle eigenen Mittel und mit dem Zuwendungszweck zusammenhängenden Einnahmen (Zuwendungen, Leistungen Dritter) des Zuwendungsempfängers sind als Deckungsmittel für alle Ausgaben einzusetzen. Der
Haushalts-und Wirtschaftsplan einschließlich Organisations- und Stellenplan ist verbindlich.
Der Zuwendungsempfänger darf seine Beschäftigten finanziell nicht besser stellen als vergleichbare Kommunalbedienstete; höhere Entgelte als im jeweils gültigen Tarifvertrag sowie sonstige über-
oder außertarifliche Leistungen dürfen nicht gewährt werden. Sind im Wirtschaftsplan Stellen, die über die höchste tarifliche Entgeltgruppe hinausgehen, ohne Angabe der Höhe des Entgelts ausgebracht, bedarf die
Festsetzung des Entgelts in jedem Einzelfall der vorherigen Zustimmung des Kulturraumes.
Beim Abschluss von Versicherungen ist das Besserstellungsverbot im Vergleich zu Angehörigen des öffentlichen Dienstes zu beachten.
Die Zuwendung darf nur insoweit und nicht eher angefordert werden, als sie innerhalb von zwei Monaten nach der Auszahlung für fällige Zahlungen benötigt wird. Die Anforderung jedes Teilbetrages muss die zur
Beurteilung des Mittelbedarfes erforderlichen Angaben enthalten. Wird ein im Haushaltsjahr zu deckender Fehlbedarf anteilig durch mehrere Zuwendungsgeber finanziert, so darf die Zuwendung jeweils nur anteilig mit den
Zuwendungen der anderen Zuwendungsgeber angefordert werden.
Am Jahresende nicht verbrauchte Kassenmittel (ausgezahlte Zuwendungen) werden auf die Auszahlungen zu Beginn des Folgejahres angerechnet. Der Zuwendungsempfänger hat dem Kultursekretariat seine
Finanzierungsmittel (Kassenbestand) mit Stand zum 31.12. des Zuwendungsjahres bis spätestens zum 31.01. des Folgejahres anzuzeigen und entsprechend zu belegen (z. B. Kontoauszug).
Zahlungen vor Empfang der Gegenleistung dürfen aus der Zuwendung nur vereinbart werden, soweit dies allgemein üblich oder durch besondere Umstände gerechtfertigt ist.
Die Bildung von Rückstellungen und Rücklagen ist nur zulässig, soweit dies gesetzlich vorgeschrieben ist. Der Zuwendungsempfänger hat entsprechende Nachweise vorzulegen.
Ermäßigen sich nach der Bewilligung die in dem Haushalts- oder Wirtschaftsplan veranschlagten zuwendungsfähigen Ausgaben, erhöhen sich die Deckungsmittel oder treten neue Deckungsmittel hinzu, so ermäßigt sich die
bei Anteilfinanzierung anteilig mit etwaigen Zuwendungen anderer Zuwendungsgeber und den vorgesehenen eigenen und sonstigen Mitteln des Zuwendungsempfängers.
bei Fehlbedarfsfinanzierung um den vollen in Betracht kommenden Betrag.
Wenn die Zuwendung oder bei Finanzierung durch mehrere Stellen der Gesamtbetrag der Zuwendung mehr als 50.000 EUR beträgt, sind anzuwenden
- Bei der Vergabe von Aufträgen für Bauleistungen das Gesetz über die Vergabe öffentlicher Aufträge im Freistaat Sachsen (SächsVergabeG) sowie der Abschnitt 1 der Vergabe- und Vertragsordnung für
Bauleistungen – Teil A (VOB/A).
Verpflichtungen des Zuwendungsempfängers als Auftraggeber gemäß den §§ 98 ff. des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB) bei der Vergabe öffentlicher Aufträge, deren geschätzter Auftragswert ohne
Umsatzsteuer die durch § 106 GWB in Bezug genommenen Schwellenwerte erreicht oder überschreitet, richten sich nach Teil 4 des GWB und der Verordnung über die Vergabe öffentlicher Aufträge (Vergabeverordnung – VgV).
Unbeschadet der Prüfungsmöglichkeiten der Bewilligungs- bzw. Aufsichtsbehörden unterliegt die Vergabe öffentlicher Aufträge
Der Zuwendungsempfänger hat Gegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungswert 410 EUR übersteigt, zu inventarisieren. Soweit aus besonderen Gründen der Kulturraum Eigentümer ist oder wird, sind die
Gegenstände im Inventar zu kennzeichnen.
Der Zuwendungsempfänger darf sich, seine Bediensteten, seine Auftragnehmer, seine Gäste und sonstige Personen, deren Reisekosten er ganz oder teilweise finanziert, nicht besser stellen als vergleichbare
Kommunalbedienstete. Der Zuwendungsempfänger ist deshalb verpflichtet, bei der Finanzierung und Abrechnung von Fahrt-, Reise-, Übernachtungskosten und Verpflegungsaufwendungen die Vorschriften des Sächsischen
Reisekostengesetzes (SächsRKG) in der Fassung vom 12. Dezember 2008, SächsGVBl. S. 866, in der jeweils geltenden Fassung, und die dazu ergangenen Verordnungen und Verwaltungsvorschriften einzuhalten. Mehr als
nach dem SächsRKG zulässige Beträge dürfen nicht gezahlt werden.
Auf die Förderung des Kulturraumes Vogtland-Zwickau ist in Publikationen, Presseinformationen und Materialien (Bücher, Eintrittskarten, Programme, Internetauftritte) mit dem Passus „Gefördert durch den Kulturraum
Vogtland-Zwickau“ öffentlich hinzuweisen. Dabei kann das Logo des Kulturraumes (Download unter www.kulturraum-vogtland-zwickau.de) verwendet werden.
er nach Vorlage des Haushalts- oder Wirtschaftsplanes weitere Zuwendungen bei anderen öffentlichen Stellen beantragt oder von ihnen erhält,
ein Insolvenzverfahren gegen ihn beantragt wird,
sich Angaben zum Zuwendungsempfänger (Anschrift, Unternehmens-bzw. Gesellschafterstruktur, Rechtsform) ändern.
Die Kassen- und Buchführung sind entsprechend den Regeln der Gemeindeordnung für den Freistaat Sachsen (SächsGemO) und den jeweils geltenden Verwaltungsvorschriften und Verordnungen einzurichten, es sei denn,
dass die Bücher nach den für den Bund oder die Länder geltenden entsprechenden Vorschriften oder nach den Regeln der kaufmännischen doppelten Buchführung geführt werden.
Die Belege müssen die im Geschäftsverkehr üblichen Angaben und Anlagen enthalten, die Ausgabebelege insbesondere den Zahlungsempfänger, Grund und Tag der Zahlung, den Zahlungsbeweis und bei Gegenständen den
Der Zuwendungsempfänger hat die Bücher, Belege und alle sonstigen Geschäftsunterlagen (vergleiche Nr. 10.1 Satz 1) fünf Jahre nach Vorlage des Verwendungsnachweises aufzubewahren, sofern nicht nach
steuerrechtlichen oder anderen Vorschriften eine längere Aufbewahrungsfrist bestimmt ist. Zur Aufbewahrung können auch Bild- und Datenträger verwendet werden. Das Aufnahme- und Wiedergabeverfahren muss den
jeweiligen Vorschriften oder Regelungen (Nummer 8.1) entsprechen.
Die Verwendung der Zuwendung ist innerhalb von sechs Monaten nach Ablauf des Haushalts- und Wirtschaftsjahres nachzuweisen (Verwendungsnachweis).
Für den Nachweis ist das Formblatt Verwendungsnachweis des Kulturraumes Vogtland-Zwickau zu verwenden (Download unter www.kulturraum-vogtland-zwickau.de).
einem Sachbericht. In diesem sind die Tätigkeit des Zuwendungsempfängers sowie das erzielte Ergebnis im abgelaufenen Haushalts- oder Wirtschaftsjahr darzustellen. Wesentliche Abweichungen gegenüber dem
Haushalts- oder Wirtschaftsplan sind zu erläutern. Tätigkeits-, Lage-, Abschluss- und Prüfungsberichte und etwaige Veröffentlichungen sind beizufügen.
einem zahlenmäßigen Nachweis. Dieser besteht für den Fall, dass der Zuwendungsempfänger nach Einnahmen und Ausgaben bucht, aus der Jahresrechnung. Diese muss alle Einnahmen und Ausgaben des abgelaufenen
Haushalts- bzw. Wirtschaftsjahres in der Gliederung des Haushalts- oder Wirtschaftsplans enthalten sowie das Vermögen, die Schulden und den Kassenbestand zu Beginn und Ende des Haushaltsjahres ausweisen. Bei
kaufmännischer doppelter Buchführung oder bei Anwendung des neuen kommunalen Haushalts- und Rechnungswesen besteht der zahlenmäßige Nachweis aus dem Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung,
bei Kapitalgesellschaften auch Anhang und Lagebericht zum Jahresabschluss) sowie auf Verlangen der Bewilligungsbehörde einer Überleitungsrechnung auf Einnahmen und Ausgaben. In der Überleitungsrechnung sind die
tatsächlichen zahlungswirksamen Einnahmen und Ausgaben nach den Ansätzen des Haushalts- oder Wirtschaftsplans abzurechnen.
dem Bericht eines sachverständigen Prüfers (z.B. Wirtschaftsprüfer oder örtliches Rechnungsprüfungsamt) über die zweckentsprechende sowie wirtschaftliche und sparsame Verwendung der Zuwendung.
einem Nachweis zum Fördervermerk entsprechend Nr. 6.
Dürfen zur Erfüllung des Zuwendungszwecks Mittel an Dritte weitergeleitet werden, sind die von den empfangenden Stellen zu erbringenden Zwischen- und Verwendungsnachweise dem Verwendungsnachweis des
Kulturraumes ebenfalls beizufügen.
Der Kulturraum, das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst und der Sächsische Rechnungshof sind berechtigt, Bücher, Belege und sonstige Geschäftsunterlagen anzufordern sowie die Verwendung der
Zuwendung durch örtliche Erhebungen zu prüfen oder durch Beauftragte prüfen zu lassen. Der Zuwendungsempfänger hat die erforderlichen Unterlagen bereitzuhalten und die notwendigen Auskünfte zu erteilen.
In den Fällen der Nummer 9.5 sind die unter Nr. 10.1 genannten Rechte auch dem Dritten gegenüber auszubedingen.
Der Kulturraum bzw. von ihm Beauftragte sind zu Visitationen berechtigt.
Die Zuwendung ist zu erstatten, soweit ein Zuwendungsbescheid nach Verwaltungsverfahrensrecht (§§ 43, 44, 48, 49 VwVfG) oder anderen Rechtsvorschriften mit Wirkung für die Vergangenheit zurückgenommen oder
widerrufen oder sonst unwirksam wird.
Nummer 11.1 gilt insbesondere, wenn
die Zuwendung nicht oder nicht mehr für den vorgesehenen Zweck verwendet worden ist.
die Zuwendung nicht alsbald (vergleiche Nummer 1.5 Satz 1) nach der Auszahlung für fällige Zahlungen verwendet oder
Auflagen nicht oder nicht innerhalb einer festgesetzten Frist erfüllt, insbesondere den vorgeschriebenen Verwendungsnachweis nicht rechtzeitig vorlegt sowie Mitteilungspflichten (Nummer 7) nicht rechtzeitig nachkommt.
Dies gilt auch dann, wenn ein Verfahren nach der Insolvenzordnung beantragt oder eröffnet wird oder der Kulturraum sich den Widerruf im Zuwendungsbescheid ausdrücklich vorbehalten hat.
Der Erstattungsbetrag ist nach Maßgabe des § 49a VwVfG, in der jeweils geltenden Fassung, jährlich zu verzinsen.
Werden Zuwendungen nicht alsbald (vergleiche Nummer 1.5 Satz 1 und Nummer 11.3.1) nach der Auszahlung zur Erfüllung des Zuwendungszwecks verwendet und wird der Zuwendungsbescheid nicht zurückgenommen
oder widerrufen, so werden regelmäßig für die Zeit von der Auszahlung bis zur zweckentsprechenden Verwendung ebenfalls Zinsen nach Maßgabe des § 49a Abs. 3 in Verbindung mit § 49a Abs. 4 VwVfG, in der jeweils
geltenden Fassung, jährlich verlangt.

References: § 36
 § 1
 § 106
 § 49
 § 49
 § 49