Source: http://www2.lubw.baden-wuerttemberg.de/public/abt2/dokablage/oac_13/vo/1/81260000017.htm
Timestamp: 2018-11-19 10:13:40+00:00

Document:
1.26.017 Limes bei Pfahlbach
Verordnung des Landratsamtes Hohenlohekreis als untere Naturschutzbehörde über das Landschaftsschutzgebiet "Limes bei Pfahlbach", Gemeinde Zweiflingen vom 14. Oktober 1974.
Der in § 2 näher beschriebene Landschaftsteil auf den Gemarkungen Pfahlbach und Westernbach, Gemeinde Zweiflingen, Hohenlohekreis, wird dem Schutz des Reichsnaturschutzgesetzes unterstellt. Dieser Landschaftsteil wird als Landschaftsschutzgebiet "Limes bei Pfahlbach" bezeichnet.
(1) Das Schutzgebiet, das eine Größe von ca. 1.741 ha hat, umfaßt die in Resten erhaltene Strecke des Limes (Römischer Grenzwall) beim Pfahltöbel nahe der Kreuzung der Ortsverbindungswege Pfahlbach - Westernbach und Ohrnberg - Friedrichsruhe mit anschließendem Geländestreifen.
(2) Es handelt sich nach der Bezeichnung am 01.01.1973 (vor der Flurbereinigung) um die Grundstücke:
· Markung Pfahlbach, Gemeinde Zweiflingen, Flst. 229/2, 230/2, 231/2, 232/2, 233/2, 234/2, 235/2, den westlichen Teil von Flst. 236/2, 237/2, 238/2, 239/2, 240, 241, 242, 243, 244, 245, den südwestlichen Teil von Flst. 246 und den östlichen Teil von Flst. 250;
· Markung Westernbach, Gemeinde Zweiflingen, Flst. 840 a (östlicher Teil) .
(3) Die Grenzen des Schutzgebietes sind in einer Karte im Maßstab 1 : 25 000 und in einer Flurkarte im Maßstab 1 : 5 000 grün eingetragen, die beim Landratsamt aufbewahrt werden. Die Karten können während der Sprechzeit eingesehen werden.
4. Abgrabung von Steinen, Lehm, Sand, Kies oder anderen Erdbestandteilen einschließlich der Erweiterung bereits bestehender Abbaustätten, soweit nicht bereits Nr. 1 Anwendung findet;
6. Anlage oder Änderung von Straßen und Wegen, mit Ausnahme von Unterhaltungsmaßnahmen, auch soweit sie keiner straßen- oder wegerechtlichen Entscheidung bedürfen;
9. Ablagerung oder auch kurzfristige Lagerung von Abfällen, Müll, Erd- und Gesteinsaushub, Schutt, Unrat, Autowracks oder ähnlichen Gegenständen, soweit nicht bereits Nr. 1, das Abfallgesetz (GBl. 1972, S. 1) oder das Abfallbeseitigungsgesetz (BGBl. 1972, S. 873) Anwendung finden;
11. Änderung der Bodennutzung, insbesondere Aufforstungen, Ausstockungen, Kahlschläge und Änderungen der Holzartenzusammensetzung;
12. Beseitigung oder Änderung wesentlicher Landschaftsbestandteile, insbesondere von Bäumen, Hecken, Gebüschen, Feldgehölzen sowie ähnlichen Naturerscheinungen, die zur Zierde und Belebung des Landschaftsbildes beitragen oder im Interesse der Tierwelt Erhaltung verdienen, soweit nicht bereits § 14 Abs. 1 der Naturschutzverordnung in der jeweils geltenden Fassung zutrifft;
13. Betrieb von Maschinen, Geräten und Einrichtungen aller Art, soweit sie lästigen Lärm verursachen.
Die §§ 3 und 4 finden keine Anwendung auf das Landschaftsbild schonende Änderungen,
1. die nach den Regeln einer ordnungsmäßigen Bewirtschaftung zur land- oder forstwirtschaftlichen Nutzung erforderlich sind, soweit es sich nicht um Kahlschläge, Ausstockungen, Neuaufforstungen, die Änderung der Holzartenzusammenstellung, die Anlagen von Obstkulturen oder die in § 4 Abs. 2 Nr. 1, 2, 5 und 6 genannten Änderungen handelt,
2. die nach Absatz 1 Nr. 1 erforderliche Erlaubnis ist auch dann zu erteilen, wenn nachgewiesen wird, daß die Änderung für die Fortführung des land- oder forstwirtschaftlichen Betriebs unerläßlich ist.
2. die ordnungsmäßige Ausübung der Jagd und der Fischerei mit Ausnahme der Errichtung von baulichen Anlagen im Sinne des § 4 Abs. 1 Nr. 1.
2. entgegen § 4 Maßnahmen, die geeignet sind, eine der in § 3 genannten Wirkungen hervorzurufen, ohne vorherige schriftliche Erlaubnis des Landratsamts vornimmt,
Künzelsau, den 14. Oktober 1974
In Vertretung gez. Kownatzki

References: § 2
 § 14
 § 4
 § 4
 § 4
 § 3