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Timestamp: 2019-10-21 19:51:59+00:00

Document:
Landesrecht BW § 282 SGB 5 | Bundesnorm | Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen | Sozialgesetzbuch (SGB) Fünftes Buch (V) - Gesetzliche Krankenversicherung - (Artikel 1 des Gesetzes v. 20. Dezember 1988, BGBl. I S. 2477) | gültig ab: 11.05.2019
§ 275 - § 277 Erster Abschnitt Aufgaben
§ 278 - § 283 Zweiter Abschnitt Organisation
§ 282 Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der...
(1) Der Spitzenverband Bund der Krankenkassen bildet zum 1. Juli 2008 einen Medizinischen Dienst auf Bundesebene (Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen). Dieser ist nach Maßgabe des Artikels 73 Abs. 4 Satz 3 und 4 des Gesundheits-Reformgesetzes eine rechtsfähige Körperschaft des öffentlichen Rechts.
(2) Der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen berät den Spitzenverband Bund der Krankenkassen in allen medizinischen Fragen der diesem zugewiesenen Aufgaben. Der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen koordiniert und fördert die Durchführung der Aufgaben und die Zusammenarbeit der Medizinischen Dienste der Krankenversicherung in medizinischen und organisatorischen Fragen. Der Spitzenverband Bund der Krankenkassen erlässt Richtlinien über die Zusammenarbeit der Krankenkassen mit den Medizinischen Diensten, zur Sicherstellung einer einheitlichen Begutachtung sowie über Grundsätze zur Fort- und Weiterbildung. Im Übrigen kann er Empfehlungen abgeben. Die Medizinischen Dienste der Krankenversicherung haben den Medizinischen Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben zu unterstützen.
(2a) Mitglieder des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen sind der Spitzenverband Bund der Krankenkassen als allein entscheidungsbefugtes Mitglied sowie fördernde Mitglieder. Als fördernde Mitglieder können die Verbände der Krankenkassen und die Medizinischen Dienste der Krankenversicherung beitreten; der Beitritt von für die Wahrnehmung der Interessen der Patientinnen und Patienten und der Selbsthilfe chronisch kranker und behinderter Menschen maßgeblichen Organisationen auf Bundesebene als weitere fördernde Mitglieder kann in der Satzung nach Absatz 2e geregelt werden. Organe des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen sind der Verwaltungsrat, die Geschäftsführung und die Mitgliederversammlung.
(2b) Bei dem Medizinischen Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen wird als Selbstverwaltungsorgan ein Verwaltungsrat gebildet. Der Verwaltungsrat setzt sich zusammen aus stimmberechtigten Vertretern der im Verwaltungsrat des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen vertretenen Versicherten und Arbeitgeber sowie aus stimmberechtigten Vertretern des Vorstandes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen. Das Nähere, insbesondere zur Zusammensetzung des Verwaltungsrates, zur Wahl des Vorsitzenden und dessen Stellvertreter sowie zur Wahl nicht stimmberechtigter Mitglieder aus dem Kreis der fördernden Mitglieder des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen, regelt die Satzung nach Absatz 2e. § 217b Absatz 1 Satz 3 und Absatz 1a bis 1e gilt entsprechend.
(2d) Bei dem Medizinischen Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen wird eine Geschäftsführung gebildet, die Vorstand im Sinne des Sozialgesetzbuches ist. Die Geschäftsführung besteht aus einem Geschäftsführer und einem Stellvertreter, die vom Verwaltungsrat des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen gewählt werden. Der Geschäftsführer und sein Stellvertreter führen die Geschäfte des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen, soweit nicht der Verwaltungsrat oder die Mitgliederversammlung zuständig ist, und vertreten den Medizinischen Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen gerichtlich und außergerichtlich. In der Satzung nach Absatz 2e können die Aufgaben der Geschäftsführung näher konkretisiert werden. § 217b Absatz 2 Satz 7 und Absatz 2a sowie § 35a Absatz 1 bis 3, 6 Satz 1, Absatz 6a und 7 des Vierten Buches gelten entsprechend. Eine höhere Vergütung des Geschäftsführers oder seines Stellvertreters, die über die zuletzt nach § 35a Absatz 6a Satz 1 des Vierten Buches gebilligte Vergütung der betreffenden Person oder ihres Vorgängers im Amt hinausgeht, kann nur nach Ablauf von sechs Jahren seit der letzten Vergütungsanpassung oder im Falle eines Amtswechsels vereinbart werden. Es kann zur Erhöhung der Vergütung nur ein Zuschlag auf die Grundvergütung nach Maßgabe der Entwicklung des Verbraucherpreisindexes vereinbart werden. Die Aufsichtsbehörde kann jeweils zu den in Satz 6 genannten Zeitpunkten eine niedrigere Vergütung anordnen. Finanzielle Zuwendungen nach Absatz 4 Satz 2 in Verbindung mit § 279 Absatz 4 Satz 5 sind auf die Vergütung des Geschäftsführers oder seines Stellvertreters anzurechnen oder an den Medizinischen Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen abzuführen. Vereinbarungen des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen für die Zukunftssicherung des Geschäftsführers oder seines Stellvertreters sind nur auf der Grundlage von beitragsorientierten Zusagen zulässig.
(2e) Der Verwaltungsrat hat eine Satzung zu beschließen. Die Satzung bedarf der Genehmigung der Aufsichtsbehörde. § 34 Absatz 2 des Vierten Buches und § 217e Absatz 1 Satz 5 gelten entsprechend.
(3) § 217d Absatz 2 gilt mit der Maßgabe entsprechend, dass der Spitzenverband Bund der Krankenkassen die Mittel zur Wahrnehmung der Aufgaben des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen nach diesem und dem Elften Buch aufzubringen hat. Für fördernde Mitglieder des Medizinischen Dienstes des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen kann ein Beitrag zur Finanzierung vorgesehen werden. Das Nähere zur Finanzierung regelt die Satzung nach Absatz 2e. Für die Bildung von Rückstellungen und Deckungskapital von Altersversorgungsverpflichtungen gelten § 171e sowie § 12 Absatz 1 und 1a der Sozialversicherungs-Rechnungsverordnung entsprechend.
(4) Der Medizinische Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen untersteht der Aufsicht des Bundesministeriums für Gesundheit. § 217d Absatz 3 und die §§ 217g bis 217j, 219, 274, 279 Absatz 4 Satz 3 und 5 gelten entsprechend. § 275 Absatz 5 ist zu beachten.
§ 282: IdF d. Art. 1 Nr. 190 G v. 26.3.2007 I 378 iVm Art. 9 Nr. 1 G v. 14.6.2007 I 1066 mWv 1.7.2008
§ 282 Abs. 2a: Eingef. durch Art. 1 Nr. 15 Buchst. a G v. 21.2.2017 I 265 mWv 1.3.2017
§ 282 Abs. 2b: Eingef. durch Art. 1 Nr. 15 Buchst. a G v. 21.2.2017 I 265 mWv 1.3.2017
§ 282 Abs. 2c: Eingef. durch Art. 1 Nr. 15 Buchst. a G v. 21.2.2017 I 265 mWv 1.3.2017
§ 282 Abs. 2d: Eingef. durch Art. 1 Nr. 15 Buchst. a G v. 21.2.2017 I 265 mWv 1.3.2017
§ 282 Abs. 2d Satz 6 bis 10: Eingef. durch Art. 1 Nr. 94 G v. 6.5.2019 I 646 mWv 11.5.2019
§ 282 Abs. 2e: Eingef. durch Art. 1 Nr. 15 Buchst. a G v. 21.2.2017 I 265 mWv 1.3.2017
§ 282 Abs. 3: IdF d. Art. 1 Nr. 15 Buchst. b G v. 21.2.2017 I 265 mWv 1.3.2017
§ 282 Abs. 4: IdF d. Art. 1 Nr. 15 Buchst. c G v. 21.2.2017 I 265 mWv 1.3.2017
§ 282 SGB 5, vom 21.02.2017, gültig ab 01.03.2017 bis 10.05.2019
§ 282 SGB 5, vom 07.08.2013, gültig ab 13.08.2013 bis 28.02.2017
§ 282 SGB 5, vom 28.07.2011, gültig ab 04.08.2011 bis 12.08.2013
§ 282 SGB 5, vom 26.03.2007, gültig ab 01.07.2008 bis (gegenstandslos)
§ 282 SGB 5, vom 14.06.2007, gültig ab 01.07.2008 bis 03.08.2011
§ 282 SGB 5, vom 14.06.1996, gültig ab 25.06.1996 bis 30.06.2008
§ 282 SGB 5, vom 26.05.1994, gültig ab 01.01.1995 bis 24.06.1996
§ 282 SGB 5, vom 20.12.1988, gültig ab 01.01.1989 bis 31.12.1994
§ 282 SGB 5 wird von folgenden Dokumenten zitiert
§ 137f SGB 5, gültig ab 11.05.2019
IfSGuaÄndG, gültig ab 04.08.2011
MPÄndG, gültig ab 30.06.2007
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 § 277

§ 278
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 § 35
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 § 34
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 § 171
 § 12
 § 217
 § 275

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 Art. 1
 Art. 9

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