Source: https://bergpass.lbeg.de/bergpass/Wilma.aspx?pgId=555&WilmaLogonActionBehavior=Default
Timestamp: 2018-01-17 20:08:13+00:00

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BergPass® - Abschnitt 12 Taucherarbeiten
§ 83Tauchen mit autonomen Tauchgeräten
(1) Mit autonomen Tauchgeräten darf nur so tief und so lange getaucht werden, dass Haltezeiten beim Austauchen auch bei Wiederholungstauchgängen nicht erforderlich wer­den. Die Austauchgeschwindigkeit darf 10 m/min nicht überschreiten.
1. die nach Tauchzeit und Tauchtiefe erforderliche Druckentlastungszeit 60 Minuten überschreitet,
(2) Soweit Absatz 1 nichts anderes bestimmt, muss eine Tauchbühne, ein Transportkorb oder eine Tauchglocke ver­wendet werden, wenn
3. besondere Erschwernisse beim Einstieg und Ausstieg der Taucher vorliegen.
(3) Beim Tauchen mit schlauchversorgten Leichttauchgeräten muss jeder Taucher mit einem leicht abwerfbaren Gewichtsgürtel und mit einem Sicherheitsgeschirr ausgerüstet sein, das die von der Sicherheitsleine oder Nabelschur ausge­henden Zugkräfte auf den Körper des Tauchers verteilt und die Tauchmaske oder den Tauchhelm von Zugkräften entlastet. Wird nur in den in § 83 Absatz 1 Satz 1 genannten Grenzen getaucht, muss der Taucher außerdem mit dem in § 83 Absatz 2 genannten Rettungsgerät oder mit einer anderen geeigneten Auftriebshilfe ausgerüstet sein.
(4) Wird eine Tauchglocke verwendet, muss in der Tauchglocke ein Taucher anwesend sein. Dieser Taucher darf die Tauchglocke nur verlassen, um einem Taucher im Wasser bei Gefahr zu helfen. § 83 Absatz 3 Sätze 1 und 2 und Absatz 4 gilt mit der Maßgabe, dass an die Stelle des in § 83 Absatz 3 genannten Tauchhelfers der Taucher in der Tauchglocke tritt. Beim Tauchen mit einer Tauchglocke darf die Sicherheitsleine höchstens 30 m lang sein.
(5) Wird eine Tauchglocke nicht verwendet, gilt §83 Absätze 3 und 4 entsprechend. Die Austauchgeschwindigkeit darf 10 m/min nicht überschreiten.
(7) § 83 Absatz 5 gilt beim Tauchen mit schlauchversorgten Tauchgeräten entsprechend.
(1) Als Taucher dürfen nur Personen beschäftigt werden,
2. an einem Lehrgang für das anzuwendende Tauch verfahren und die unter Wasser auszuführenden Arbeiten einschließlich der Maßnahmen zur Ersten Hilfe bei Taucherunfällen mit Erfolg teilgenommen haben (Taucherausbildung),
3. für das anzuwendende Tauchverfahren ausreichend geübt sind,
4. über den Gebrauch der Tauchausrüstung und die Anwen­dung der Tauchregeln unterwiesen werden und
(2) Der Unternehmer hat dafür zu sorgen, dass jeder Tau­cher nach einem von der zuständigen Behörde anerkannten Muster ein Taucherdienstbuch führt, in das einzutragen sind:
3. das jährliche ärztliche Zeugnis nach Absatz 1 Satz 1 Nummer 5.
Die Angaben zu Satz 1 Nummer 1 müssen mit Datum und Unterschrift des Beauftragten der ausbildenden Stelle verse­hen sein. Die Eintragungen zu Satz 1 Nummer 2 sind vom Taucheinsatzleiter abzuzeichnen und erforderlichenfalls durch weitere Angaben zu ergänzen. Die Eintragungen zu Satz 1 Nummer 3 sind vom untersuchenden Arzt vorzunehmen.
(3) Die zuständige Behörde kann auf die Eintragungen nach Absatz 2 Satz 1 Nummern 1 und 3 verzichten, wenn die dort geforderten Nachweise durch Vorlage entsprechender Bescheinigungen erbracht werden können.
(4) Personen, denen die Führung einer Sicherheitsleine oder die Bedienung und Wartung der für das Tauchen erfor­derlichen Ausrüstung an der Tauchstelle obliegt (Tauchhelfer), dürfen mit diesen Aufgaben nur betraut werden, wenn sie das 18. Lebensjahr vollendet haben und für die ihnen übertra­genen Aufgaben theoretisch und praktisch unterwiesen sind.
(3) Der Taucheinsatzleiter muss Taucher und Tauchhelfer vor Beginn der Taucherarbeiten über die Einsatzbedingungen und den geplanten Ablauf der Arbeiten belehren, für den ord­nungsgemäßen Ablauf der Arbeiten und Einhaltung der Tauchregeln sorgen und die hierfür notwendigen Anweisun­gen erteilen. Er muss sich darüber hinaus mit dem Leiter der Anlage, von der aus die Taucherarbeiten durchgeführt werden, über die nach § 81 Absatz 3 zu treffenden Maßnahmen verständigen.
2. die in den §§81 und 82 geforderten Maßnahmen getroffen wurden und
4. Verzeichnis der eingesetzten Tauchausrüstung, b
(2) Der Tauchbericht ist vom Taucheinsatzleiter abzuzeich­nen und nach Beendigung der Taucherarbeiten mindestens zwei Jahre lang aufzubewahren.
(3) Ereignisse der in Absatz 1 Satz 2 Nummer 8 genannten Art sind der zuständigen Behörde unverzüglich anzuzeigen.
(2) Von einer schwimmenden Plattform oder einem Wasser­fahrzeug dürfen Taucherarbeiten nur ausgeführt werden, wenn die Bewegungen der Plattform oder des Fahrzeuges so gering sind, dass die Taucherarbeiten nicht gefährdet werden oder die Bewegungen ausreichend kompensiert werden.
(3) In der Umgebung der Tauchstelle dürfen Arbeiten und sonstige Handlungen, die die Durchführung der Taucherarbeiten behindern oder gefährden können, während der Taucherarbeiten nicht vorgenommen werden. Einrichtungen, deren Betrieb die Taucherarbeiten behindern oder gefährden kann, sind für die Dauer der Taucherarbeiten stillzusetzen und gegen unbefugtes Ingangsetzen zu sichern.
(4) Verdichter, die der Versorgung der Taucher mit Atemgas dienen, müssen so aufgestellt werden, dass sie schädliche Gase nicht ansaugen können. § 61 Absatz 1 bleibt unberührt.
(6) Kann die Tauchstelle bei Störfällen durch schädliche Gase gefährdet werden, sind an der Tauchstelle in genügender Zahl von der Umgebungsatmosphäre unabhängige Atemschutzgeräte bereitzuhalten, zudem muss das für das sichere
Austauchen erforderlich Atemgas in Vorratsflaschen zur Verfügung stehen.

References: § 83
 § 83
 § 83
 § 83
 § 83
 §83
 § 83
 § 81
 § 61