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Timestamp: 2020-07-09 15:29:32+00:00

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§ 356 ZPO: Beibringungsfrist
BGH, BESCHLUSS vom 2.4.2016, Az. VIII ZR 97/15 19	c) Nach § 356 ZPO durfte das Berufungsgericht - selbst wenn, was hier offen bleiben kann, diese Bestimmung nicht ohnehin von den Sondervorschriften der § 379 Satz 2, § 402 ZPO verdrängt werden sollte (vgl. Zöller/Greger, aaO, § 356 Rn. 5; Wieczorek/Schütze/Ahrens, aaO, § 356 Rn. 10, 31, § 379 Rn. 2; Hk-ZPO/Eichele, aaO, § 356 Rn. 1; Thomas/Putzo/Reichold, aaO, § 356 Rn. 3; anders wohl Musielak/Voit/Huber, aaO, § 356 Rn. 4) - die Beweiserhebung schon deshalb nicht unterlassen, weil die Kläger den ihnen auferlegten Auslagenvorschuss vor der mündlichen Berufungsverhandlung entrichtet haben (vgl. BGH, Urteil vom 16. März 2009 - II ZR 32/08, NJW 2009, 1598 Rn. 16; siehe auch Urteil vom 20. März 2007 - VI ZR 254/05, NJW 2007, 2122 Rn. 15).
BGH, URTEIL vom 1.2.2009, Az. II ZR 32/08 16	aa) Schon das Landgericht durfte die Vernehmung des Zeugen Rechtsanwalt W. nicht mangels Angabe einer ladungsfähigen Anschrift ablehnen, ohne dem Beklagten zuvor eine Frist gemäß § 356 ZPO gesetzt zu haben (BVerfG, Beschl. v. 26. Oktober 1999 - 2 BvR 1292/96, NJW2000, 945, 946; BGH, Urt. v. 31. März 1993 - VIII ZR 91/92, NJW1993, 1926, 1927 f.).
BGH, BESCHLUSS vom 3.1.2007, Az. IV ZR 180/04 Abgesehen davon hätte der Zeuge unter Hinweis auf die Ortsabwesenheit schon in den Vorinstanzen benannt werden können, so dass nach § 356 ZPO hätte verfahren werden können (vgl. BVerfG NJW 2000, 945, 946; Musielak/Stadler, ZPO 5. Aufl. § 356 Rdn. 2 und 3).
LAG Hamm, Beschluss vom 5.9.2003, Az. 10 TaBV 94/03 Da § 356 ZPO ein abstraktes Gefährdungsdelikt enthält (BayObLG, Urteil vom 26.07.1989 - NJW 1989, 2903; Schöncke/Schröder/Cramer, StGB, 26. Aufl., § 356 Rz. 3) und die Schutzrichtungen des § 356 StGB und des § 43 a Abs.4 BRAO nicht differieren (Henssler/Prütting/Eylmann, a.a.O., § 43 a Rz. 112), kommt es auch für den vorliegend zu beurteilenden Interessengegensatz nach Auffassung der Beschwerdekammer nicht darauf an, ob widerstreitende Interessen im konkreten Einzelfall vorgelegen haben.
LG Duisburg, Urteil vom 5.9.1995, Az. 4 S 455/89 Vielmehr muß sich der Beklagte in diesem Fall nach entsprechender Belehrung und Fristsetzung gemäß § 356 ZPO so behandeln lassen, als sei das Gutachten eingeholt worden und habe keine schwerwiegenden Zweifel an seiner Vaterschaft erbracht (BGH NJW 1986, S. 2371, S. 2372).
BVerfG, Urteil vom 1.9.1989, Az. 1 BvR 604/90 Somit stand der Aufnahme des Zeugenbeweises am 13. März 1990 lediglich ein 'Hindernis von ungewisser Dauer' im Sinne des § 356 ZPO entgegen (vgl. BGH, NJW 1974, S. 188; BGH, NJW 1987, S. 893 <894>; BGH, NJW 1989, S. 227 <228>; BVerfGE 65, 305 <307 f.>; 69, 248 <254, 255>).
BVerfG, Urteil vom 1.9.1989, Az. 1 BvR 604/90 Erst nach fruchtlosem Ablauf der am 9. März 1990 gesetzten Frist von zwei Wochen zur Beibringung der aktuellen Anschrift der Zeugin hätte das Gericht die Beweiserhebung nach § 356 Satz 1 ZPO ablehnen können (vgl. BGH, a.a.O.; BVerfGE 65, 305 <307 f.>; 69, 248 <255>).
BGH, URTEIL vom 4.11.1988, Az. III ZR 107/87 Das Berufungsgericht hätte vielmehr gemäß § 356 ZPO dem Kläger eine Frist zur Beibringung der vollständigen Anschrift bestimmen können und müssen (BGH Urteil vom 14. Januar 1987 - IVb ZR 65/85 = NJW 1987, 893, 894 = BGHR ZPO § 356 S. 1 - Zeugenanschrift 1 -).
BGH, URTEIL vom 5.8.1988, Az. V ZR 71/87 JT § 356 ZPO eine Frist zur Beibringung der vollständigen Anschrift der Zeugen bestimmen (BGH Urt. v. 14. Januar 1987, IVb ZR 65/85, BGHR ZPO § 356 Satz 1 'Zeugenanschrift' m.w.N.).
BVerfG, Urteil vom 5.2.1988, Az. 1 BvR 329/89 Nach den im Zivilprozeß entwickelten und allgemein anerkannten Grundsätzen bildet die fehlende Angabe der Anschrift eines (tatsächlich existierenden) Zeugen für die Aufnahme des Beweises ein 'Hindernis von ungewisser Dauer' im Sinne des § 356 ZPO, das die Ablehnung des Beweisantrags erst dann rechtfertigt, wenn dem Beweisführer eine Frist zur Beibringung der Anschrift gesetzt war und diese erfolglos abgelaufen ist (vgl. BGH, LM ZPO, § 356 Nr. 2; Hartmann, in: Baumbach/ Lauterbach/Albers/Hartmann, ZPO, 48. Aufl., § 356 An. 1).
BGH, Urteil vom 3.3.1986, Az. IVb ZR 27/85 Der nach der Rechtsprechung des Senats erforderliche vorherige Hinweis auf die mögliche Anwendung der Grundsätze über die Beweisvereitelung ist bereits in erster Instanz erfolgt; eine besondere Fristsetzung gemäß § 356 ZPO konnte unterbleiben, da sie im Hinblick auf die ernsthafte und endgültige Verweigerung jeder Mitwirkung an Untersuchungen durch den Beklagten nutzlose Förmelei gewesen wäre (vgl. BGH, Urteil vom 1. Februar 1972 - VI ZR 134/70 - NJW 1972, 1133, 1134).
BGH, URTEIL vom 4.1.1986, Az. IVb ZR 65/85 Damit mußte das Berufungsgericht dem beweisführenden Kläger eine Frist zur Beibringung der Anschrift des Zeugen bestimmen (vgl. BGH Urteile vom 11. Dezember 1972 - Ill ZR 129/70 - LM S 823 (De) BGB Nr. 89 Bl. 3 und vom 5. November 1973 - II ZR 165/72 - LM § 356 ZPO Nr. 2).
BGH, URTEIL vom 4.9.1983, Az. I ZR 105/81 Das Gericht darf auch dann in der Regel nur zurückweisen oder nicht zulassen, wenn es ohne Ergebnis zuvor eine Frist zur Beibringung der erforderlichen Angaben gesetzt hat (§ 356 ZPO; BGH NJW 1974, 188, 189; 1974, 1512, 1513).
BGH, URTEIL vom 2.1.1981, Az. VI ZR 168/79 ZPO § 356 Der Beweisführer setzt ein Hindernis i.S. von § 356 ZPO auch dann, wenn er seine Zustimmung zur Verwertung von gerichtlichen Sachverständigen erhobener Befunde (hier: Röntgenaufnahmen) vor Erstellung des Gutachtens widerruft; es bedarf auch dann einer Fristsetzung nach § 356 ZPO (Ergänzung zu BGH LM Nr. 1 zu § 356 ZPO).
BGH, BESCHLUSS vom 3.8.1979, Az. hi zr 183/78 § 356 ZPO auf ge geben hat* den Zeugen nN.N.M namentlich zu benennen (vgl. BGH NJtf 1974, 188).
BGH, URTEIL vom 5.1.1976, Az. I ZR 122/73 Mitarbeiter der Klägerin' sei unbeachtlich der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs widerspricht, wonach in diesen Fällen eine Beibringungsfrist (§ 356 ZPO) zu setzen ist und der Beweisantritt erst nach ergebnislosem Ablauf der Frist zurückgewiesen werden darf (BGH NJW 74, 1512, 1513 m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 1.10.1973, Az. II ZR 165/72 Vielmehr stand dann - worauf die Revision zutreffend hinweist - 'der Aufnahme des Beweises ein Hindernis von ungewisser Dauer' entgegen, so daß das Berufungsgericht nach § 356 ZPO dem Beklagten eine Frist nur Beibringung der vollständigen Ans dir if t hätte bestimmen müssen (vgl. BGH Urt. v. 11. 12. 1972 - Ill ZR 129/72 = VersR 1973, 249, 250 Ziff.3 a aa).

References: § 356
 § 379
 § 402
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 § 43
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