Source: https://gesetze-in-app.de/BGB/428
Timestamp: 2018-08-14 08:43:19+00:00

Document:
§ 428 BGB: Gesamtgläubiger
§ 429 BGB
OLG Nürnberg, Beschluss vom 4.10.2015, Az. 15 W 1757/15 Der auf dem gleichen Rechtsgrund beruhende (Rück-)Auflassungsanspruch von Gesamtgläubigern nach § 428 BGB konnte - unabhängig davon, dass jedem von ihnen ein eigener Anspruch zustand - durch Eintragung einer Vormerkung gesichert werden (BGH FamRZ 2012, 1213 Rn. 13 nach juris m. w. N.).
OLG München, Beschluss vom 4.9.2015, Az. 34 Wx 297/15 So kann ein Titel ohne Angabe des Gemeinschaftsverhältnisses als solcher für Gesamtgläubiger gemäß § 428 BGB auszulegen sein, wenn mehrere Streitgenossen diesen durch einen gemeinsamen Rechtsanwalt erwirkt haben (vgl. LG Saarbrücken Rpfleger 2003, 498 bei einem Vergleich; BGH Rpfleger 1985, 321 bei einem Kostenfestsetzungsbeschluss).
OLG München, Beschluss vom 3.4.2012, Az. 34 Wx 448/11 Dann ist aber zunächst kein Grund ersichtlich, weshalb nicht auch ein gemeinschaftliches Wohnungsrecht für den Eigentümer und einen Dritten als Gesamtberechtigte im Sinn von § 428 BGB bestellt werden könnte (vgl. LG Lüneburg NJW-RR 1990, 1037; offengelassen in BayObLGZ 1991, 431/434).
OLG Nürnberg, Beschluss vom 2.7.2011, Az. 14 W 1371/11 30 Nach inzwischen allgemeiner Meinung sind die in der Hauptsache obsiegenden Streitgenossen kostenrechtlich nicht Gesamtgläubiger im Sinne von § 428 BGB, sondern Teilgläubiger gemäß § 420 BGB (OLG Düsseldorf, Beschl. v. 21.12.2009 - I-24 W 61/09, JurBüro 2010, 431, Rn. 19 nach juris, m.w.N.).
BGH, BESCHLUSS vom 4.3.2010, Az. V ZR 182/09 Denn es handelt sich nicht um eine einzige, mehreren Personen zustehende Grundschuld, sondern um eine Mehrheit von Rechten, die allerdings nicht unabhängig voneinander bestehen, sondern nach § 428 BGB in der Weise miteinander verbunden sind, dass jeder Gläubiger ein eigenes Befriedigungsrecht hat, die Befriedigung eines einzigen jedoch gegen alle wirkt (Senat, BGHZ 46, 253, 255).
BGH, BESCHLUSS vom 4.4.2009, Az. IX ZR 93/08 Da der Gemeinschaftsschaden und der Einzelschaden eigenständige Ansprü- che bilden (BGHZ 159, 25, 26; BGH, Urt. v. 5. Oktober 1989, aaO S. 1784) und mithin eine Gesamtgläubigerschaft (§ 428 BGB) ausscheidet, führt diese Handhabung zu dem allein sachgerechten Ergebnis, dass der haftende Konkursverwalter entweder einem Anspruch wegen des Gemeinschaftsschadens oder Ansprüchen wegen des Einzelschadens, aber nicht gleichzeitig beiden Ansprüchen ausgesetzt ist.
BGH, URTEIL vom 2.2.2009, Az. XI ZR 288/08 Aufgrund des Vertragszwecks und der Interessen der typischerweise an Bausparverträgen der vorliegenden Art beteiligten Vertragsparteien ist davon auszugehen, dass das Kontokorrentkonto für Ehepartner als 'Oder-Konto' geführt wird und die Ehepartner eine Gesamtgläubigerstellung (§ 428 BGB) mit Einzelverfügungsbefugnis haben (vgl. allg. zu Oder-Konten: BGHZ 93, 315, 320 f.; 95, 185, 187; Senat, Urteil vom 25. Juni 2002 -XI ZR 218/01, WM 2002, 1683, 1685; Hadding/Häuser in Schimansky/Bunte/Lwowski, Bankrechts-Handbuch, 3. Aufl., §35 Rn. 6 ff. m.w.N.).
BGH, URTEIL vom 4.9.1998, Az. I ZR 111/96 Denn die beiden Anspruchsberechtigten sind Gesamtgläubiger i.S. von § 428 BGB (vgl. BGHZ 75, 92, 96; BGH, Urt. v. 10.5.1984 - I ZR 52/82, TranspR 1984, 283, 284; Herber/Piper aaO, Vor Art. 17 Rdn. 16).
BGH, URTEIL vom 4.1.1992, Az. IX ZR 57/91 In diesem Zusammenhang braucht nicht entschieden zu werden, ob jeder der mehreren 'Bauherren' gemäß § 428 BGB ohnehin die gesamte Leistung an sich fordern kann oder ob sie Mitgläubiger im Sinne von § 432 BGB sind (offengelassen auch in BGH, Urt. v. 11. Oktober 1979 - VII ZR 247/78, WM 1979, 1364, 1365 unter 2 b; Beschl. v. 26. September 1991 - VII ZR 291/90, z.V.b.).
BGH, URTEIL vom 2.9.1990, Az. XI ZR 352/89 Die Inhaber eines Oder-Kontos sind Gesamtgläubiger im Sinne des § 428 BGB und als solche jeder für sich aus eigenem Recht hinsichtlich des gesamten Guthabens selbständig forderungsberechtigt (BGHZ 95, 185, 187; BGH, Urteil vom 29. April 1986 - IX ZR 145/85, WM 1986, 841, 843; OLG Koblenz WM 1990, 1532, 1534).
BGH, Urteil vom 3.10.1989, Az. IVb ZR 4/89 1. Zutreffend geht das Berufungsgericht davon aus, daß die Parteien als Inhaber der fraglichen Gemeinschaftskonten (sog. Oder-Konten) Gesamtgläubiger im Sinne des § 428 BGB waren mit der Folge, daß grundsätzlich eine Ausgleichspflicht des Beklagten nach § 430 BGB in Betracht kommt, soweit er mehr als die Hälfte der Guthaben für sich verwendet hat (vgl. BGHZ 95, 185, 187; KG NJW 1976, 807; Canaris Bankvertragsrecht 2. Bearb. Rdn. 225; K. Hansen, Rechtsnatur von
BGH, URTEIL vom 4.5.1987, Az. IX ZR 199/86 a)	Die Auslegung des Berufungsgerichts, daß den Eheleuten Opitz die Ansprüche aus den Sparkassenbriefen als Gesamtgläubigern im Sinne des § 428 BGB zustanden, ist nicht zu beanstanden (BGHZ 29, 363, 364).
BGH, URTEIL vom 1.4.1985, Az. VII ZR 209/84 / Aus diesem Grunde ist bei gemeinsamer Festsetzung mangels anderer Anhaltspunkte im Kostenfestsetzungsbeschluß Gesamtgläubigerschaft anzunehmen (so OLG Breslau, JW 1930, 3345 und ihm folgend die wohl überwiegende Meinung: vgl. Selb in MünchKomm, BGB, 2. Aufl., § 428 Rdn. 3; Palandt/Heinrichs, 44. Aufl., § 428 BGB An. 2; anderer Ansicht - bei anderer Ausgangslage - OLG Koblenz Rpfleger 1977, 216).
BGH, BESCHLUSS vom 3.6.1980, Az. V ZB 5/80 Die Vormerkung zu Gunsten der Beteiligten zu 1 und 3 als Berechtigte nach § 428 BGB bedarf also eines das Rechtsverhältnis näher kennzeichnenden Zusatzes, wie etwa 'als Gesamtberechtigte gemäß § 428 BGB' (vgl. BGHZ 46, 253, 260; Kuntze/Ertl/Herrmann/Eickmann, aaO § 47 Rdn. 11; Meikel/Imhof/Riedel, GBO 6. Aufl. § 47 Rdn. 6; Horber, GBO 15. Aufl. § 47 An. 4 b; Haegele, Grundbuchrecht 6. Aufl. Rdn. 1458; Staudinger/Promberger, aaO § 1030 Rdn. 33 m.w.N.;BayObLG 1963, 128, 132).
BGH, BESCHLUSS vom 5.10.1978, Az. V ZB 6/76 6 rechtigung im Sinn des § 428 BGB oder eine Mitberechtigung im Sinn des § 432 BGB in Betracht kommen (s. im übrigen hierzu BGHZ 46, 253), Je nach dem Güterstand zudem auch ein Gesamthandsverhältnis.
BGH, URTEIL vom 2.2.1972, Az. VI ZR 160/70 sich, anders als bei einer Anspruchskonkurrenz aus §§ 844 Abs. 2 mit 845 BGB (wie sie noch im Senatsurteil vom 18. Mai 1965 - VI ZR 1/64 - VersR 1965, 787 vertreten worden ist), nicht um eine Gesamtgläubigerschaft nach § 428 BGB (vgl. BGHZ 50, 304, 306;
BGH, URTEIL vom 1.3.1963, Az. III ZR 211/61 2.	Trotz der Zugehörigkeit der Honorarforderung zu dem Gesellschaftsvermögen stehen Rechtsprechung und Schrifttum weitgehend auf dem Standpunkt, ein solcher Anspruch stehe den Sozietätsmitgliedern als Gesamtgläubigern (§ 428 BGB) mit der Rechtsfolge zu, daß jedes von ihnen im eigenen Namen die gesamte Forderung geltend machen und deren Begleichung an sich selbst verlangen könne (BGH, Urt. v. 29. April 1963 - III ZR 211/61, NJW 1963, 1301, 1302 und v. 19. Juni 1980 - III ZR 91/79, NJW 1980, 2407; OLG Saarbrücken Rpfleger 1978, 227, 228; OLG Düsseldorf AnwBl. 1985, 388 f; MünchKomm-BGB/Selb, 3. Aufl. § 428 Rdnr. 2; Soergel/Wolf, BGB 12. Aufl. § 428 Rdnr. 5; Gött-lich/Mümmler, BRAGO 15. Aufl. 'Anwaltsgemeinschaft'

References: § 429
 § 428
 § 428
 BGH 
 § 428
 § 428
 § 420
 § 428
 §35
 § 428
 Art. 17
 § 428
 § 432
 § 428
 § 428
 § 430
 § 428
 § 428
 § 428
 § 428
 § 428
 § 47
 § 47
 § 47
 § 1030
 § 428
 § 432
 § 428
 § 428
 § 428