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Timestamp: 2020-01-19 07:58:40+00:00

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VGH Baden-Württemberg, 06.12.2016 - 4 S 2078/16 - dejure.org
https://dejure.org/2016,45430
VGH Baden-Württemberg, 06.12.2016 - 4 S 2078/16 (https://dejure.org/2016,45430)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 06.12.2016 - 4 S 2078/16 (https://dejure.org/2016,45430)
VGH Baden-Württemberg, Entscheidung vom 06. Dezember 2016 - 4 S 2078/16 (https://dejure.org/2016,45430)
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Art 33 Abs 2 GG, § 9 BeamtStG, § 22 BG BW 2010, § 123 VwGO, § 52 Abs 1 GKG 2004, § 52 Abs 6 S 1 Nr 1 GKG 2004, § 52 Abs 6 S 4 GKG 2004
Vergleichbarkeit eines Vorstellungsgesprächs mit einem strukturierten Auswahlgespräch als leistungsbezogene Erkenntnisquelle; Entfaltung einer qualifizierten Vorwirkung durch eine Auswahlentscheidung; Streitwert im Konkurrentenverfahren um die Verleihung eines anderen ...
VG Stuttgart, 14.10.2016 - 6 K 4108/16
NVwZ 2017, 167
VBlBW 2017, 208
DÖV 2017, 213
Ein Anordnungsgrund ist regelmäßig zu verneinen, wenn um die Vergabe eines Dienstpostens gestritten wird, der keine qualifizierte Vorwirkung für die Vergabe des Statusamts entfaltet (vgl. Senatsbeschlüsse vom 27.07.2016 - 4 S 1083/16 -, IÖD 2016, 218, und vom 06.12.2016 - 4 S 2078/16 -, IÖD 2017, 14, jeweils Juris).
Im Übrigen sei die Entscheidung des Senats vom 06.12.2016 - 4 S 2078/16 - in den Blick zu nehmen.
Zu ergänzen ist allerdings erneut, dass es in einem solchen Fall jedenfalls grundsätzlich unzulässig ist, eine Beförderungsauswahl anhand der Anforderungen eines Dienstpostens zu treffen (vgl. Senatsbeschluss vom 06.12.2016 - 4 S 2078/16 -, Juris m.w.N.).
23 bb) Ein Anordnungsgrund ist also bezüglich einer beabsichtigten Dienstpostenbesetzung vor diesem Hintergrund nur dann zu bejahen, wenn die Wahrnehmung des Dienstpostens - bereits vor Abschluss des Hauptsacheverfahrens - eine qualifizierte Vorwirkung für die Vergabe des Statusamts entfaltet ("Erprobungsdienstposten"; vgl. Senatsbeschlüsse vom 27.07.2016 - 4 S 1083/16 - und vom 06.12.2016 - 4 S 2078/16 -, jeweils Juris), d.h. dazu führt, dass sich der Beigeladene - bereits vor Abschluss des Hauptsacheverfahrens - um das höhere Statusamt bewerben kann, während der Antragsteller die normativen Voraussetzungen für eine entsprechende Beförderung weiterhin nicht erfüllt.
Denn die streitige Funktionsvergabe entfaltet hier keinesfalls solchermaßen qualifizierte, d.h. bereits die Zugehörigkeit zum Bewerberkreis um das Statusamt präjudizierende Vorwirkung (vgl. Senatsbeschluss vom 06.12.2016 - 4 S 2078/16 - vgl. auch BVerwG, Beschlüsse vom 20.06.2013 - 2 VR 1.13 - und vom 19.12.2014 - 2 VR 1.14 -, sowie Urteil vom 03.12.2014 - 2 A 3.13 -, jeweils Juris).
Alleine aus einer eventuellen Höherwertigkeit des ausgeschriebenen Dienstpostens bezogen auf die Statusämter des Antragstellers und des Beigeladenen könnte sich damit hier keine qualifizierte Vorwirkung der Dienstpostenvergabe ergeben (vgl. Senatsbeschluss vom 06.12.2016 - 4 S 2078/16 -, Juris).
Der von ihr angeführte Beschluss des Verwaltungsgerichtshofs Mannheim (vom 6. Dezember 2016 - 4 S 2078/16 - juris) befasst sich nicht mit § 6 Abs. 4 VGG, sondern enthält Erwägungen zu Art. 33 Abs. 2 GG.
Die Festsetzung und Änderung des Streitwerts beruhen auf §§ 40, 47 Abs. 1 und Abs. 2 Satz 1, 63 Abs. 2 Satz 1 und Abs. 3 Nr. 2, 53 Abs. 2 Nr. 1, 52 Abs. 1 i.V.m. Abs. 6 Satz 1 Nr. 1 und Satz 4 GKG (vgl. Senatsbeschluss vom 06.12.2016 - 4 S 2078/16 -, m.w.N., Juris).
Bewerberkonkurrenz; Externe Bewerber; Strukturiertes Auswahlgespräch; Dienstliche …
Die Festsetzung und Änderung des Streitwerts beruhen auf den §§ 40, 47 Abs. 1 und Abs. 2 Satz 1, 63 Abs. 2 Satz 1 und Abs. 3 Nr. 2, 53 Abs. 2 Nr. 1, 52 Abs. 1 i.V.m. Abs. 6 Satz 1 Nr. 1 und Satz 4 GKG (vgl. Senatsbeschluss vom 06.12.2016 - 4 S 2078/16 -, Juris, m.w.N.).
In der vom Senat in Folge des Beschlusses des Bundesverwaltungsgerichts vom 10.05.2016 (- 2 VR 2.15 -, Juris ) durch Leitsatz-Beschlüsse vor allem vom 27.07.2016 (- 4 S 1083/16 -, Juris ), 28.09.2016 (- 4 S 1578/16 -, Juris ), 06.12.2016 (- 4 S 2078/16 -, Juris ), 06.06.2017 (- 4 S 1055/17 -, Juris ) und 19.06.2018 (- 4 S 828/18 -, Juris ) entwickelten Dogmatik, die den Bogen vom Konkurrentenstreit um (1) ämtergleiche Dienstposten, über (2) förderliche Dienstposten, über (3) Erprobungsdienstposten bis hin zum (4) Statusamt spannt, wird die rechtliche Trennung zwischen einem Dienstpostenstreit mit Art. 3 Abs. 1 GG-Maßstab und einem Statusamtsstreit mit Art. 33 Abs. 2 GG-Maßstab betont, was sich bis hin zum Streitwert auswirkt (ausführlich: Bergmann/Paehlke-Gärtner, NVwZ 2018, 110).
Da der Antragsteller im Ergebnis immer nur ein höheres Amt begehrt, wurde schon durch Senatsbeschluss vom 06.12.2016 (- 4 S 2078/16 -, Juris Rn. 22 f.) im Einklang mit der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (vgl. BVerwG…, Beschluss vom 21.12.2016 - 2 VR 1.16 -, Juris Rn. 46) die früher vertretene, an der Anzahl der Stellen bzw. Konkurrenten orientierte Auffassung aufgegeben (vgl. Bergmann/Paehlke-Gärtner, NVwZ 2018, 112, m.w.N.).
Da das Verfahren die Verleihung eines anderen Amts mit einem höheren Endgrundgehalt betrifft, ist der Streitwert gemäß § 52 Abs. 6 Satz 4 GKG auf die Hälfte des sich aus Satz 1 der Vorschrift ergebenden Betrags zu reduzieren (vgl. BVerwG, Beschluss vom 22. November 2012 - 2 VR 5.12 -, S. 15 des Urteilsabdrucks [insofern in BVerwGE 145, 112 ff. nicht abgedruckt]; sowie Beschlüsse vom 20. Juni 2013 - 2 VR 1.13 -, BVerwGE 147, 20; …und vom 19. Dezember 2014 - 2 VR 1.14 -, IÖD 2015, 38 und juris, dort Rn. 43 ["in Anlehnung an die Streitwertberechnung im Hauptsacheverfahren"]; OVG RP, Beschluss vom 23. Dezember 2013 - 2 B 11209/13.OVG -, AS 42, 108 [115 ff.]; OVG Nds., Beschlüsse vom 25. August 2014 - 5 ME 116/14 -, NVwZ-RR 2014, 941 und vom 1. Dezember 2016 - 5 ME 153/16 -, IÖD 2017, 26; VGH Mannheim, Beschluss vom 6. Dezember 2016 - 4 S 2078/16 -, IÖD 2017, 14; zur Bedeutung des Streitwertes in Konkurrenteneilverfahren vgl. auch BVerfG, Beschluss vom 25. November 2015 - 2 BvR 1461/15 -, NJW 2016, 309 ).
Da das Verfahren die Verleihung eines anderen Amts mit einem höheren Endgrundgehalt betrifft, ist der Streitwert gemäß § 52 Abs. 6 Satz 4 GKG auf die Hälfte des sich aus Satz 1 der Vorschrift ergebenden Betrags zu reduzieren (vgl. BVerwG, Beschluss vom 22. November 2012 - 2 VR 5.12 - sowie Beschlüsse vom 20. Juni 2013 - 2 VR 1.13 -, BVerwGE 147, 20; …und vom 19. Dezember 2014 - 2 VR 1.14 -, IÖD 2015, 38 und juris, dort Rn. 43; OVG RP, Beschluss vom 23. Dezember 2013 - 2 B 11209/13.OVG -, IÖD 2014, 42; NdsOVG, Beschlüsse vom 25. August 2014 - 5 ME 116/14 -, NVwZ-RR 2014, 941 und vom 1. Dezember 2016 - 5 ME 153/16 -, IÖD 2017, 26; VGH Mannheim, Beschluss vom 6. Dezember 2016 - 4 S 2078/16 -, IÖD 2017, 14).
Da das Verfahren die Verleihung eines anderen Amts mit einem höheren Endgrundgehalt betrifft, ist der Streitwert gemäß § 52 Abs. 6 Satz 4 GKG auf die Hälfte des sich aus Satz 1 der Vorschrift ergebenden Betrags zu reduzieren (vgl. BVerwG, Beschluss vom 22. November 2012 - 2 VR 5.12 -, S. 15 des Urteilsabdrucks [insofern in BVerwGE 145, 112 ff. nicht abgedruckt]; sowie Beschlüsse vom 20. Juni 2013 - 2 VR 1.13 -, BVerwGE 147, 20; …und vom 19. Dezember 2014 - 2 VR 1.14 -, IÖD 2015, 38 und juris, dort Rn. 43 ["in Anlehnung an die Streitwertberechnung im Hauptsacheverfahren"]; OVG RP, Beschluss vom 23. Dezember 2013 - 2 B 11209/13.OVG -, AS 42, 108 [115 ff.]; OVG Nds, Beschlüsse vom 25. August 2014 - 5 ME 116/14 -, NVwZ-RR 2014, 941 und vom 1. Dezember 2016 - 5 ME 153/16 -, IÖD 2017, 26; VGH Mannheim, Beschluss vom 6. Dezember 2016 - 4 S 2078/16 -, IÖD 2017, 14; zur Bedeutung des Streitwertes in Konkurrenteneilverfahren vgl. auch BVerfG, Beschluss vom 25. November 2015 - 2 BvR 1461/15 -, NJW 2016, 309).
Anders als im Dienstpostenstreit (vgl. zur Ausblendungsproblematik die Senatsbeschlüsse vom 06.12.2016 - 4 S 2078/16 - und 06.06.2017 - 4 S 1055/17 -, beide Juris, sowie Bergmann/Paehlke-Gärtner, NVwZ 2018, X ) begegnet aber hinsichtlich des Statusamtes das von der Antragsgegnerin erwünschte System der Beförderung eines Teils der Ausgewählten vor Abschluss des Beförderungsverfahrens bzw. rechtskräftigem Abschluss eines sich hierauf beziehenden Eilverfahrens verfassungsrechtlichen Bedenken.
Die Streitwertfestsetzung und -änderung beruht auf den §§ 40, 47, 63 Abs. 2 Satz 1 und Abs. 3 Satz 1 Nr. 2, 53 Abs. 2 Nr. 1, 52 Abs. 1 i.V.m. Abs. 6 Satz 1 Nr. 1 und Satz 4 GKG (6 x 5.657,20 EUR = Antragsziel: A 14/Endstufe 12, bei Antragstellung am 22.03.2017 ; vgl. Senatsbeschluss vom 06.12.2016 - 4 S 2078/16 -, Juris Rn. 22; ebenso BVerwG…, Beschluss vom 21.12.2016 - 2 VR 1.16 -, Juris Rn. 46).

References: § 9
 § 22
 § 123
 § 52
 § 52
 § 52
 § 6
 Art. 33
 Art. 3
 Art. 33
 § 52
 § 52
 § 52