Source: https://www.gebruederbaumann.de/firmengeschichte/1879-1905/
Timestamp: 2020-07-14 19:58:01+00:00

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1879-1905 - gebrueders Webseite!
1879 Übergang zur industriellen Fertigung durch Kauf einer Ziehpresse und gasbefeuerten Gasöfen (110 Mitarbeiter)
1880 Eintragung der Schutzmarke (130 Mitarbeiter)
1881 Verdopplung der Produktion, Eisenbahnanschluß, neue Dampfmaschine und Pressen
1883 Der Knowhow Verkauf an Habermann (Amerika) ermöglcht größere Investitionen
1886 Klage über Wettbewerb im Inland, Entscheidung Export zu fördern
1892 Gründer Christian verstirbt (55 Jahre), 1.500 Mitarbeiter, Sohn Erhard I (24) übernimmt die Anteile
1895 Gründer Johann(51) verstirbt, seine Frau Babette(43) wird Teilhaber
1897 Besuch Prinz Ludwig Ludwig III
1900 Exportanteil 70%, 2.000 Mitarbeiter, Krise durch Kohlearbeiterausstand und durch Schutzzölle
1904 Georg II (26) übernimmt die Anteile seiner Mutter Babette
1905 größte Ausdehnung (2.600 Mitarbeiter) jetzt Niederlassung in Amerika
1879 stellt den Übergang von der Manufaktur in eine industrielle Fertigung dar - es wurde eine Ziehpresse aus Amerika gekauft. Die Presse kostete ab Werk 16.000 Mark (Jahresdurchschnittslohn war 1884 635M also etwa 25 durchschnittliche Jahresgehälter) - eine “riesige Investition”. Außerdem genügte die kleine Dampfmaschine nicht mehr. Am 28.5.1879 wurde vom Magistrat eine Dampfmaschine von 30PS genehmigt. Durch das Produktionsverfahren Ziehen (anstatt Falzen) konnten die Gefäße in einem Arbeitsgang produziert werden. Die Waren sahen besser aus und waren haltbarer. Diese Investition war ein echter Technologiesprung. Die Presse ersetzte 3 Arbeitsschritte durch einen.
Das Tiefziehen wurde 1846 von den Franzosen Japy erfunden - wirklich einsatzfähig wurde es erst nach 1865, da jetzt biegsame Bleche durch das Bessemer oder Siemens-Martin-Verfahren auf dem Markt kamen, die beim Ziehen nicht rissen. Die Maschinen hierfür wurden in Amerika entwickelt und später in Europa nachgebaut, zb Firma Braun&Kress in Hainsberg. Zuerst wurden die Werkzeuge auch dort hergestellt, später wurden diese bei Baumann selbst gebaut.
Ziehpresse Baujahr 1883 [11]
Die Ziehpresse ist 1975 noch in Betrieb; links Herr Maler, rechts Georg Baumann [11]
Bis zuletzt lief eine der uralten Ziehpressen (Baujahr 1883). Die Presse war inzwischen auf elektrischen Antrieb umgebaut worden, aber man konnte noch die Räder für die Transmission zur Dampfmaschine sehen). Ein Teil meines Praktikums 1975 war das Einstellen der Presse.
1879 gab es noch eine zweite sehr wichtige technische Entwicklung: die Emaillierofen wurden auf Gasbefeuerung umgestellt durch den Zivilingenieur Meiser. Dadurch konnten die Öfen 5mal so groß gebaut werden. Gleichzeitig hatten sie eine gleichmäßigere Temperatur, die sich positiv auf die Emailqualität auswirkte. Dieses Gas wurde anscheinend aus der Kohle gewonnen, da nur Kohle zur Verfügung stand.
Bis 1879 wurden die Waren weiss/weiss bzw Außen blau/innen weiß hergestellt. 1879 wurden die Waren mit gold und anderen Schmelzfarben bemalt. Das Email sollte dem Porzellan ähnlicher gemacht werden. Dazu wurden Porzellanmaler aus Selb angeworben. 1880 konnten bemalte Artikel erstmals auch im Katalog bestellt werden.
Peter Baumann schrieb 1879 “.. mit der Einrichtung, die wir jetzt treffen sind wir für alle Zeit leistungsfähig, es ist dieses die stärkste und leistungsfähigste Maschine, die zur Blechwarenfabrikation je gebaut wurde”. Bereits im nächsten Jahr 1880 wurden weitere Grundstücke gekauft auf damit insgesamt 12.000m2. 1881 wurde eine Verdopplung der Produktion geplant. Es wurde investiert in ein neues Emaillierwerk mit 2 gasgefeuerte Emaillieröfen, ein 36m hoher Zentralkamin, 200m Eisenbahngleis ins Werk (damit entfiel der teuere Transport durch Fuhrwerke zum Bahnhof) und eine neue Dampfmaschine mit 50PS. Außerdem wurden zwei neue Ziehpressen, jetzt allerdings aus Deutschland für je 12.000 Mark, angeschafft. Insgesamt wurde etwa 100.000 Mark ausgegeben. Zum Vergleich ein Hilfsarbeiter verdiente 12-13Mark die Woche, über die Finanzierung ist nichts bekannt. Der Umsatz wird bei rund 1 Million Mark gewesen sein. Wahrscheinlich wurde dies durch Gewinne finanziert. Die Ziehpresse hatte auf die Produktion wesentlich rationalisiert, dies kommt auch im veränderten Firmennamen zum Ausdruck: seit 1881 “Amberger Stanz- und Emaillierwerke”.
Seit 1874 konnten Schutzmarken angemeldet werden. 1880 entschloß sich die Firma eine Schutzmarke anzumelden. Die Eintragung beim Landgericht Amberg lautete folgendermaßen:
"Als Marke ist eingetragen unter Nr. 22 zu der Firma:
"Handelsgesellschaft Joh. Baumann's Wwe" mit dem Sitze in Amberg, nach Anmeldung vom 7. Juni 1880, nachmittags 6 Uhr, für emaillirte Haus- und Küchengeräthe aus Eisenblech, das nebenstehende Zeichen." Der Löwe wurde werblich voll genutzt, beispielsweise im Begriff “Löwengeschirr”. Im Katalog steht explizit “Wir bitten genau auf unsere Schutzmarke zuachten”.
Der Löwe wurde 1903 nochmal geändert - jetzt sind beide Tatzen auf dem Becher zu sehen
Eingetragene Schutzmarke bis 1903 [4]
Schutzmarke ab 1903 [4]
Entwürfe [Quelle Museum Theuern]
Im Archiv von Theuern gibt zwei Blaupausen der Baumannlöwen. Der linke Löwe scheint ein Entwurf gewesen zu sein, da er nicht der Schutzmarke von 1880 entpricht (beispielsweise ist der Griff der Kanne anders geformt). Der rechte Löwe entpricht der Schutzmarke von 1903.
Durch die Kennzeichnung mit der einprägsamen Löwen-Schutzmarke konnte sich das Baumannsche Fabrikat deutlich von anderer Ware absetzen. Die Brüder Baumann hatten mit der Darstellung einen guten Griff getan, da der Löwe leicht im Gedächtnis haften blieb. 1884 berichtete zum Beispiel die "Illustrirte Zeitschrift", sie hätte in letzter Zeit verstärkt Anfragen erhalten, wer denn das blau-weiße Kochgeschirr mit der Löwen-Marke produziere. Diese Gelegenheit nahm die Redaktion des Fachblattes wahr, um den Lesern mitzuteilen, daß es die Firma "Johann Baumann's Wwe" aus Amberg sei, die eine vorzügliche Qualität an emaillierten Haushaltswaren fabriziere. Diese unaufgeforderte Werbung kam den Brüdern Baumann sicher nicht ungelegen. Die Firma Baumann benützte aber die Schutzmarke nicht nur zur Bekanntmachung ihrer Waren. Sie gab für ihre Fabrikate eine Garantie, die andere Werke nicht geben konnten oder wollten:"Jede Verkaufsstelle ist ermächtigt, Geschirre mit ihrer Schutzmarke, von denen das Email nach kurzem Gebrauch ohne gewaltsame oder böswillige Veranlassung abgesprungen sein sollte, gegen neue Geschirre auf ihre Kosten gratis umzutauschen." Mit dieser Garantie konnte ein Käufer gut überzeugt werden. Das Reklamationsrecht bürgt für gute Qualität.
Der Zeit entsprechend wurden Vereine zur sozialen Absicherung gegründet. Die “Statuten des Arbeiter-Kranken-Unterstützungs-Vereins der Gebrüder Baumann’schen Blechwarenfabrik” lagen in dem Buch mit dem Testament der Katharina Baumann. Leider sind diese nicht datiert. Im Vorstand mußte ein Mitglied der Verzinnerei sein, das spricht für ein frühes Datum. Die Stuten sind nicht unterschrieben. Ich nehme daher an, dass es sich um einen Entwurf handelt. Prinzipiell mußte jeder Arbeiter beitreten (30 Pfg/Jahr) und erhielt dafür kostenlosen Arztbesuch vom Vereinsarzt. Finanziell bekam er bei Krankheit 2 Mark/Krankheitstag bis zu 150 Tagen eine Invaliditätsrente (rückversichert bei der Magdeburger Versicherung) und eine Auszahlung von 2000 Mark im Todesfall.
1880 wurde der Vertrieb von Blechwaren für Öfen und Öfenzubehör aufgegeben - die Spezialisierung erfolgt auf Haushaltsgeräte. Mein ältestes Musterbuch ist von 1881. Es enthält 460 Artikelgruppen (davon 210 gepresst, der Rest gefalzt), die dann wieder in unterschiedlichen Größen (zb Maschinentopf mit Griffen 8-32cm, 2cm steigend - also 13 Größen) vorhanden waren.
Diese Formen konnten verschieden bestellt werden emailliert, verzinnt, teilweise geschliffen und roh. Zusätzlich gab es verschiedene Dekorationsmöglichkeiten:
Musterbuch von 1881 [11]
Mayrhofer schrieb für 1881: “Die Kochgeschirre wurden fast durchgängig blau/weiß emailliert hergestellt. Waschgeschirre, Schüsseln, Teller, Tassen, Becher .. weiß/weiß und bemalt. .. Die 1/2 verzinnten Töpfe und Tiegel waren innen verzinnt, außen schwarz lackiert, wogegen die 1/2 verzinnten Teigschüsseln auch vielfach außen braunrot lackiert verlangt wurden.”
Bereits 1882 wäre ein weiterer Ausbau notwendig geworden, aber es fehlte Kapital. Dazu Mayerhofer: “Leider konnten diese (gemeint ist Betriebsvergrößerungen) nicht in gewünschter Weise erfolgen. Das hierzu nötige Betriebskapital stand nicht zur Verfügung und eine Hypothekbelastung lehnten die Gründer strikte ab, nach welchen Grundsatz sie auch fortan verfuhren”.
Bankkredite wurden aber nur gegen Sicherheiten, zum Beispiel eine Hypothek, ausgegeben. Daher versuchte man von Privatleuten Kredite zu bekommen. Ein solcher Schuldschein ist vorhanden.
Schuldschein von 1.7.1881 [11]
Die Unterzeichneten bekennen hiermit
vor Herrn Langerichts Rath Sebastian
Bodensteiner dahier ein baares Darlehen
von Mark 3600 mit Worten Dreitausend
sechshundert Mark heute empfangen zu
haben und verpflichten sich dieses Darlehen
mit fünf Prozent zu verzinsen und
die Zinsen halbjährlich pünktlich zu bezahlen.
Zugleich wird eine dreimonatliche gegen-
seitige Kündigung vereinbart.
Die Zinstermine sind am 1.Januar und
am 1.Juli jeden Jahres.
Amberg der 1.Juli 1881
Von obigen 3600 M. wurden von Herren
Gebr. Baumann am 17.März 1889
M 1500 - Eintausendfünfhundert Mark -
baar zurückgezahlt.
München den 17. März 1889
Wechsel Sammlung 1879-1885 [11]
Es gibt eine Sammlung von 78 Wechseln aus den Jahren 1878 bis 1885. Ich bin etwas überfragt was man aus dieser Sammlung herauslesen könnte. Der Summe aller Wechselbeträge sind 145.191 Mark, im Jahre 1881 ist die größte Jahressumme 34.631M.
Aufgrund einer Goldmedaille in Nürnberg wurde der Fabrikant “Haberman” aus NewYork aufmerksam und kaufte Rezeptur und Know-how für 50.000 Mark. Mit dem Geld wurde ein 40m hoher neuer Kamin und ein großes Warenmagazin erstellt. Die Firma beschäftigte etwa 200 Mitarbeiter.
Mayrhofer: “Diese schöne Erfolge krönten die Besitzer .. durch ein großes Fest .. zu dem alle für einen schönen Sommerabend eingeladen waren. Längs des Arbeitssaales wurden im Freien viele Bänke und Tische aufgestellt. Sämtliche Teilnehmer wurden mit Sauerbraten und Klößen, was in den 3 Küchen der Besitzer zubereitet wurde, bewirtet. Bier wurde dazu vom Faß verzapft und jeder konnte trinken soviel er wollte. Eine kleine Blechmusikkapelle spielte frohe Weisen und so war bald alles in fröhlicher Festesstimmung. (Anm. Hans Baumann: Lt Erzählung Fickenscher: “Roth unf Fickenscher haben wegen Brunner Babett gerauft.”) Erst nach Mitternacht fand das Fest sein Ende.”
Bild: Plan eines Kamins Sept 1882 "freistehender Dampfkamin" [Quelle Museum Theuern]
1883 wurde wieder ein neues Emaillierwerk mit Ofen (damit jetzt 5 Öfen) gebaut. Zur Beleuchtung der Hallen wurde Gas der Stadt verwendet. Dies erschien zu teuer, da aus dem Braunkohleteer (Abfallprodukt der Verbrennung der Öfen) Gas gewonnen werden konnte. Der Magistrat lehnte dies wegen der Gefährlichkeit ab. Darauf wendete sich die Firma an die Regierung, die die Leuchtgasfabrik anstandslos genehmigte.
Katalog von 1884 [11]
letzte Seite des Katalogs von 1884: Rabattsätze für Händler [11]
Ein Katalog von 1884 enthält das Musterbuch von 1881 und ein Preisverzeichnis. Dort gab es verschiedene Emailvarianten: weiß/blau, blau mormoriert, wolkiggrau (als neu gekennzeichnet), ganz weiß und einen Teil der Produkte in verzinnt, geschliffen und roh. Der Preis wurde per kg angegeben: der Maschinentopf kostete 180 Pfennig/kg (in gefalzter Version 150). Einige der gefalzten Artikel gab es emailliert oder verzinnt, die gepressten Artikel nur in emailliert. Der Aufpreis für emailliert lag zwischen 35-70%. Im Anhang wurden jetzt auch die Stückpreise der Artikel angegeben. Der Preis für marmoriert, wolkiggrau war der Gleiche wie weiß/blau, während weiss/weiss einen Aufschlag von 15% hatte. Zahlungsziel waren 3 Monate mit 2% Sconto in 4 Wochen.
Der Katalog scheint einem Vertreter gehört zu haben. Am Ende des Katalogs waren die Konditionen wichtiger Kunden enthalten (zb Bing Nürnberg 10%).
Plan der Firma 1884 [Quelle Archiv Museum Theuern]
1884 waren bereits Bahngleise in die Fabrik verlegt worden. Durch die Drehscheibe konnten die Waggons ins Magazin oder ins Emaillierwerk geleitet werden.
1884 wurde eine neue Dampfmaschine jetzt 120 PS installiert. Zusätzlich wurde eine neue Presse von Schuler gekauft, die zwar nur kleine Gegenstände mit dafür ein verbesserter Taktzeit produzieren konnte.
Auf die Dauer war die Handmalerei zu kostspielig. Für den allgemeinen Gebrauch mußten Methoden entwickelt werden, um Dekore schnell und kostengünstig herstellen zu können. Um 1885 setzten sich die "Schmelz-Farben-Abziehbilder" als Dekorationsverfahren allgemein durch. Durch diese Abziehbilder entstand eine einfache Möglichkeit, die Geschirre vielfältig zu verzieren. 1897 wurde von der Firma Baumann ein eigenes Dekorbuch veröffentlicht, nach dem sich die Kunden die Motive aussuchen konnten. Blütenranken und graphische Muster waren die bevorzugten Dekore.
Ein Prospekt der Firma Ziegler, Neustadt a. d. Hdt. erklärt uns die Arbeitsschritte für das Dekorieren mit Abziehbildern:
1) Die für das Dekor vorgesehene Stelle muß mit Abziehlack bestrichen werden.
2) Wenn der Lack beinahe getrocknet ist, muß das Bild fest an der Stelle angedrückt
werden, anschließend in ein Wasserbad gelegt werden, bis sich das Papier vom Abziehbild löst.
3) Vor dem Brennen das dekorierte Geschirr 24 Stunden antrocknen lassen.
Der Vertrieb erfolgt durch Vertreter. Mayrhofer erwähnt 1884 Vertreter Warnecke in Mannheim für ein Riesengebiet Württenberg bis Pommern,, 1885 Pisetzky für Italien, 1885 Ernst Walcker für die Schweiz. Für diese Gebiete mußten allerdings neue Geschirrformen erstellt werden. Die Vertreter brachten Forderungen ihres Marktes nach Amberg und beeinflußten die Produkte. So wurde das Email wolkiggrau aufgrund der Nachfrage “in der Provinz Hannover” und der Schweiz eingeführt.
Der Wettbewerber “Metallwarenfabrik Zug” versuchte die Zusammensetzung der Amberger Glasuren herauszubringen und “setzte sich mit einem unserer Schreiner in Verbindung, damit ihm dieser gegen Belohnung Proben unserer Emaillen übermittle. Durch einen Brief flog die Sache auf. Wir legten dem Schreiner eine Falle, auf die dieser hereinfiel.”
1886 wurde wieder investiert um “den größten Ansprüchen jederzeit genügen zu können”. Der Betrieb bestand jetzt aus 7 Emaillieröfen, 4 Schmelzöfen, 6 Ziehpressen und 43 Exzenterpressen. Der Personalstand stieg auf 463 Beschäftigte.
In der kleinen Firmengeschichte von 1925 wird 1886 der Besuch durch Prinz Regent Luitpold v. Bayern erwähnt.
1886 klagte die Firma über schlechte Auftragslage, bedingt durch die Konkurrenz im Inland. Der Ausweg war die Erweiterung auf den Export in Länder ohne Emailfabriken. Diese Entscheidung bewirkte ein weiteres Wachstum in den folgenden Jahren. Es wurden Grundstücke (Lehnersche Anwesen 63.000Mk), weitere Öfen und Stanzen. Der Betrieb umfasste 800 Arbeiter und 20 Verwaltungskräfte. Die Waren ins Ausland wurden waggonweise verschickt.
Plan von 1887 des neuen Emaillierwerks im nördlichen Teil [Quelle Museum Theuern]. Thypisch ist die runde Dachform.
Bis 1888 wurde mit Gewichtspreisen verrechnet. Jetzt mußte besonders aufgrund der Anforderungen aus dem Ausland Preislisten mit Stückpreisen erstellt werden. Mayrhofer schrieb, dass während bei den Gewichtspreisen geringe Rabatte von 3%-10% gewährt wurden, konnten bei den Stückpreisen 45% Rabatt bei freier Verpackung und frachtfreier Lieferung bis deutschen Ausgangshafen gewährt werden. Die erste Auslandspreisliste wurde für England erstellt. Für die Werbung wurden jetzt emaillierte Verkaufsstellentafeln erstellt.
Vertretungen bestanden in vielen Ländern:
1887 Alexander Steiner in Paris für Frankreich, Wilhelm Wirsing für Skandinvaien, Kortenhau&Hammerstein für Konstantinopel, Adrianopol und Saloniki.
1889 O.Wiedemann für Barcelona, Valencia, Zaragossa; Bennejo&Schmidt für Madrid und das restliche Spanien
1889 Aich in NewYork und 1890 Stransky, der schließlich den Alleinvertrieb für Nordamerika übernahm.
1891 Carl Wernecke bekommt den Alleinvertrieb für Berlin,
1894 Nouvelle Compagnie Industrielle für Frankreich, Weydekamp, Kettling &Co für Südrussland,
1895 Hess&Co für Ägypten,
1897 Grüdnger Warschau für Polen,
1898 Meinter&Co in Moskau für Russland, S.Amar in Belgrad für Serbien,
1899 Luckhaus&Günther für Argentinien, später noch Brasilien, Cuba und Chile.
Ein beschrifteter Plan aus 1888 (Nord = rechts) [11]
Plan von 1890 [Stadtmuseum Amberg]
1889 legte der Nachbar Schloderer Baubeschwerde ein, da seine Gewächshäuser durch den Ruß und Rauch verschmutzt wurden. Die Firma wandte sich an die Regierung mit der Aufforderung die industrielle Entwicklung nicht zu hemmen. Dem wurde stattgegeben und die Baupläne konnten uneingeschränkt umgesetzt werden.
Im gleichen Jahr beklagte sich die königliche Bahndirektion über die Verschmutzung ihrer Brunnen, da die Firma die Abwässer ungeklärt in einem Bach einleitete. Das Wasser des Bachs war ungenießbar und übelriechend geworden. Die Bahn drohte mit Klage, daraufhin entschied man sich eine Filteranlage für die Abwässer einbauen zulassen.
Im Hauptbüro hingen die Bilder der Gründer oberhalb der Vertäfelung an der Wand. Die Bilder sind leider nicht mehr vorhanden - aber Herr Birner hat sie abfotografiert (man sieht noch seinen Schatten im Bild!). Geschätzt etwa von 1890.
Christian 1837-1892 abfotografiert im Hauptbüro
Georg I (1843-1913) abfotografiert im Hauptbüro
Johann (1845-1895) abfotografiert im Hauptbüro
Peter (1852-1906) abfotografiert im Hauptbüro
1891 wurde ein neuer Gesellschaftsvertrag für die Firma “Johann Baumann’s Witwe” aufgesetzt. Katharina war zu dem Zeitpunkt bereits seit 15 Jahren gestorben. Der davor gültige Vertrag ist nicht mehr vorhanden.
§6: “Die Höhe der Geschäftseinlage hat auf die Verteilung des Reingewinns keinen Einfluß. Der Reingewinn fällt den Gesellschaftern in gleichen Anteilen zu.” Diese Regelung bestand schon zu Beginn, bereits die Bilanz 1873 hat den Gewinn gleichmäßig aufgeteilt. Die Einlagen wurden verzinst, dadurch erfolgte ein Ausgleich.
§7: “Jeder Gesellschafter ist befugt, während des Jahres für seinen Haushalt das nötige Geld aus der Gesellschaftskasse abzuheben” bis zu 10.000 Mark.
In §14: “Jeder Gesellschafter kann seinen Gesellschaftsanteil .. nur seiner Ehefrau aus erster Ehe und den dieser Ehe entsprossenen Kindern zuweisen.”
In §15 .. “Stirbt ein Gesellschafter, so kann dessen Frau aus erster Ehe den Gesellschaftsanteil übernehmen”.
In §16: “Die Witwe kann sich, sofern sie Teilhaberin .. ist, nicht wieder verheiraten”. Entsprechend heißt es in §17 “.. so können nur die Kinder .. aus erster Ehe den Gesellschaftsanteil übernehmen”. Welcher Anlaß führte wohl zu diesen Überlegungen ? Uneheliche Kinder sind nicht bekannt, Georg’s erste Ehefrau ist erst 1900 gestorben.
§26: Jeder Gesellschafter hat abwechselnd 6 Wochen Urlaub.
Dieser Vertrag mit einigen Ergänzungen war mindestens bis 1977 gültig.
1892 verstarb der älteste der Brüder Christian “nach langen, qualvollen Leiden im schönsten Mannesalter (57 Jahre)" am 14.2.1892. Er wird als “dynamischer Pionierunternehmer” bezeichnet. Er ließ sich in Amberg nieder und holte die Brüder nach. Seine Idee war es die Produktion von Emailgeschirr zu beginnen. Ihm folgte sein Sohn Erhard (Unterschrift am 23.3.1895 auf dem Gesellschaftsvertrag).
In dem Blatt aus dem Heimatmuseum steht "geboren in Amberg (Schiffsgasse)". 1871 hatte sein Vater Christian noch sein Geschäft in der Schiffsgasse.
Erhard (1871-1918), Foto von etwa 1910 [11]
Gesangsverein "Erheiterung"; ca 1892
Rückseite des Fotos; Schreiber unbekannt.
Transskription der Rückseite:
Hier kenne ich nur:
oben unter der Fahne rechts: Fickenscher
vor der Fahne wohl: Roth,xxtsch,
von links (2.Gruppe) stehend: Otnlehrer? Zanner
In der Mitte: H. Senft (stehend)
Onkel Peter (sitzend)
Am Tisch rechts unten sitzen:
u.a. die beiden Scharrer
und Herr Roth
Der Gesangsverein "Erheiterung" trat auch dem Besuch von Ludwig III in Erscheinung.
Kinderaborttopf 26A von 1895 [Quelle Museum Theuern]
Etwas Skurriles: Der "gesetzlich geschützte" Kindernachttopf beruht vielleicht auf den Erfahrungen der eigenen kleinen Kinder! Der Artikel ist nur im Katalog von 1897 unter #2920 aufgeführt.
Arbeitsordnung 1.September 1892 [Gaststätte Kummert]
In der Gaststätte Kummert in Amberg hängt die Arbeitsordnung vom 1.Sept. 1892 eingerahmt an der Wand.
Der Arbeitsalltag wird durch viele Bestimmungen lebendig.
Der Alltag war wohl eher rauh - Beschwerden, Tätlichkeiten werden explizit angesprochen.
"Glaubt ein Arbeiter Grund zur Beschwerde gegen Vorgesetzte zu haben, so bring er solche mündlich oder schriftlich mit Thatsahcen begründet bei uns an und steht uns endgültige Entscheidung zu. Schriftliche Beschwerden .. deren Verfasser sich nicht nennt, bleiben stets unberücksichtigt. Wird der Absender .. derartiger Schriftstücke ermittelt, so hat derselbe Entlassung .. zu gewärtigen".
Jeder Arbeiter bekommt eine Marke die an der Markentafel hängt. Bei Anwesenheit wird die Marke von Tafel abgenommen.
Die Arbeitszeit beträgt 10.5h von 6:00 bis 18:00 (mit Pausen 8:30-8:45, 12:00-13:00, 15:30-15:45). Während der Mittagspause sind die Arbeitslokale zu verlassen. "Mitgebrachtes Essen kann während der Mittagspause in dem Gastzimmer der Restauration am Raigeringer Weg ohne Verpflichtung zum Biertrinken eingenommen werden".
Für bestimmte Arbeiten (Generatorenheizer, Kesselheizer, Emaillierer) muß dreischichtig gearbeitet werden.
Für alle Zeitangaben ist die Fabrikuhr maßgebend. Anfang und Schluß der Arbeit "wir durch ein Zeichen der Dampfpfeife bekannt gegeben".
Es gibt "Wochen- oder Taglohn". Die Auszahlung erfolgt an verschiedenen Zahlstellen. Es werden "Lohnbüchsen aus Blech" benützt. "Die entleerten Lohnbüchsen werden in einer Sammelkiste" wieder eingesammelt.
Ein langes Kapitel betrifft "VI.Strafen". Es gibt verschiedenen Stufen: Geldstrafen (halber und ganzer Tagessatz) oder Entlassung. "Thätlichkeiten gegen Mitarbeiter, Widersetzlickeit gegen Vorgesetzte, erhebliche Verstöße gegen die guten Sitten" steht weit oben. Entlassung droht bei "Thätlichkeiten gegen Vorgesetzte .. böswillige Beschädigungen .. Blaumachen .. wiederholte Übertretungen..".
Firmenleitung und Büro aus der Fotoserie 1895 [11]
Deckblatt mit Verzeichnis der Personen
Die Personenzuordnung (Vermutlich von Hans Baumann):
1 Müller Franz 2 Fruth 3 Ibler Carl 4 Müller Hugo 5 Ibler Anton
6 Mitteshäuser 7 Ries Max 8 Zunner Georg 9 Fenzl Georg 10 Westermeier Heinr.
11 Stauber Christian 12 Fauner Ferd. 13 Tröger Fritz 14 Kühne Hermann 15 Strobel Fritz
16 Wunschl 17 Veichl 18 Senft, Wilhelm 19 Sturm Karl 20 Roth Georg
21 Mayerhofer Josef 22 Georg Baumann 23 Them Andr. 24 Peter Baumann 25 Erhard Baumann
26 v. Preislinger 27 Haas Erhard 28 Oberhauser Aug.
Auffällig ist der geringe Anteil von Angestellten im Vergleich zu den Arbeitern.
Auf einigen Fotos der Fotoserie ist ein Datum auf einem Schild vermerkt - 1.September 1895. Erhards Vater verstarb 1892. Offiziell nach Unterschrift auf dem Gesellschaftsvertrag ist Erhard 1895 eingetreten. Vielleicht war der Eintritt Erhards Anlass für die Fotoserie.
Auf allen Fotos sind 1173 Personen abgebildet - nach den Angaben an die Stadt waren es aber 1650 Personen. Demnach wurde nur ein Teil der Beschäftigten fotografiert.
1895 beschriftet als "Spengler" [11]
Namensverzeichnisblatt der Spengler
Im Deckblatt sind einige Personen benannt:
1 Brunner Ernst
8 Braun Max
30 Wegmann
31 Küspert Johann
32 Besinger (gestorb33 Küspert Laris
35 Baumann Konrad
36 Naber
39 Fickenscher Chrsitian
43 Eik, Justus
v.l. Konrad Baumann und Naber1895, Ausschnitt aus dem "Spengler"-Bild
Konrad Baumann war ein Verwandter, der als Fabrikassistent tätig war [Quelle?]. Er ist auf mehreren Fotos für Blechbearbeiter und Spengler dabei. Anscheinend hatte er eine Art Leitungsaufgabe.
Bei den Spenglern ist noch Fickenscher dabei. In einer Anmerkung bei der Chronik von Mayerhofer heisst es 1882: "“Roth unf Fickenscher haben wegen Brunner Babett gerauft.” Ein Herr Roth wird beim Büro Personal geführt. Emailliermeister Fickenscher wird in der Dollackerchronik 1915 als Mitglied des Magistrats genannt.
ca.1893 ursprüngliches Wohnhaus der Baumann-Familien, ab 1896 Verwaltung, 1903 Abriss und Neubau des Verwaltunsgegbäudes [11]
Ansicht der Fabrik von den Bahngleisen aus (1896, da im Fotoalbum gleichzeitig Bau der Wintervilla) [11]
Am 21.3.1895 verstarb Johann Baumann. Mayrhofer: “Herr Johann war am Morgen dieses Tages ganz heiterer Laune, er äußerte sich gelegentlich im Emaillierwerk, er habe sich nicht leicht so froh und wohl gefühlt wie heute, und am Abend brachte man ihn ohnmächtig nach Hause. Auf dem Heimweg von der Bergvilla traf ihn bei der Sandgrube neben der jetzigen Kummertschen Brauerei ein Schlaganfall, dem er einige Stunden nachher erlag.” Auf dem Gesellschaftsvertrag folgt zunächst seine Frau Babette am 15.2.1896, erst am 26.11.1904 tritt Georg II in den Gesellschaftsvertrag ein und darf offiziell zeichnen.
Michaels-Orden [Internet]
Die gesellschaftliche Anerkennung wuchs mit der Größe des Unternehmens. Als Ältester der Brüder bekam am 6.5.1887 Christian den Verdienstorden vom heiligen Michael II.Klasse - 1895 bekommt Georg den Titel königlicher Kommerzienrat und 1901 den gleichen Orden IV.Klasse. 1917 werden Erhard und 1923 Georg II als Kommerzienräte ernannt.
Was war ein Kommerzienrat? Dazu schreibt Marita Krauss [17 Vorwort]:"Kommerzienräte waren "ausgezeichnete" Wirtschaftsbürger, die auf Votum von Bürgermeistern, Regierungspräsidenten und letztlich der Ministerialbürokratie hin durch den bayerischen Staat geehrt und zur Beratung in Wirtschaftsfragen als Industrie- und Handelskammervertreter, als Handelsrichter oder Eisenbahnräte herangezogen wurden".
Zwischen 1880 bis 1918 wurden 1144 Personen ernannt. Die BVP hat 1923 bis 1928 die Titelvergabe wieder aufgenommen und mit Spendenvergabe verknüpft, so wurden 1923 bis 1928 692 Personen als Kommerzienräte in Bayern ernannt [17 S.280ff]. Diese Ernennungs-"Inflation" sieht man auch an den Ernennungen in den Jahren: 1895 wurde 16 Kommerzienräte ernannt, 1917 72 und 1923 und 1924 261 in zwei Jahren.
Ernennung Georg I zur Kommerzienrat [BayHSTA MINN 46942]
7. Der Fabrikbesitzer Johann Baumann, Chef der Firma .Baumanns Witwe, Emaillier- und Stanzwerke der Gebrüder Baumann in Amberg
Baumann, 49 Jahre alt, ist Teilhaber und Leiter der bedeutenden Emaillier- und Stanzwerke in Amberg, welche zur Zeit 1600 Arbeiter beschäftigen und immer noch an Ausdehnung gewinnen. Das Etablissement ist das größte dieser Branche in Deutschland und exportiert nach allen Welttheilen. Das Loas seiner Arbeiter sucht Baumann auf jede Art durch Gründung von Wohlfahrtseinrichtungen zu verbessern. Andererseits ist derselbe darauf bedacht, nur wohlgesinnte, gegen sozialdemokratische Einflüsterungen unzugängliche Arbeiter zu beschäftigen.
Baumann selbst gilt als angesehener und loyaler Mann.
Katalog mit Dekormuster (Geschätzt 1903)
etwa 1895 Daie Abbildung ist auf der letzten Seite des Katalogs. Das alte Verwaltungsgebäude steht noch, Bild etwa vor 1895 - da das 12-stöckige Magazingebäude noch nicht abgebildet ist.
Plan etwa 1895 [Quelle Museum Theuern]
Auf dem Plan werden die verschiedenen Gebäude mit ihrem Zweck bezeichnet. Das ist das Besondere dieses Plans. Auf dem Plan steht anstatt dem späteren Verwaltungsgebäude von 1903 noch "Wohnung der Herrn Baumann". Also muss der Plan eine Zeit zwischen 1895 und 1903 darstellen. Der Sinn der blauen nachträglich eingezeichneten Linien ist unklar. Die Emaillierwerke sind auf drei Standorte verteilt. Das ist sicher ungünstig für den Produktionsablauf, war aber wahrscheinlich dem rasanten Wachstum geschuldet.
Korrespondenz mit Hinrichs Ludwigslust [11]
Amberg 1.Juli 1896
Herrn Aug. Hinrichs, Ludwigslust
Antwortlich Ihrer ... Karte vom 26. .. möchten wir Ihnen zu Fruchtsaftkübeln gefalzte Gegenstände nicht empfehlen, da die Emaillierung an den Falzstellen nicht vollständig gelingen könnte, die scharfen Fruchtsäfte jedoch eine vollkommen gute Emaillierung bedingen, wenn die Kübel überhaupt zweckmäßig sein sollen.
Größere gestanzte 60-70cm tiefe Gefäße können jedoch nicht hergestellt werden und möchten wir daher Ihren Interessenten empfehlen, an Stelle dieser Kübel vielleicht einige gestanzte Eimer, welche zusammen den gewünschten Inhalt der Kübel erreichen, zu benutzen.
Wir halten uns ferner bestens empfohlen und zeichnen
Zarenbecher [Internet]
Der auch bei Baumann gefertigte Zarenbecher hat eine interessante Geschichte: Zufällig bin ich bei ebay aufdie Geschichte gestossen (ich bin leider überboten worden - dabei habe ich beim Stand von 15 Euro 101 Limit gesetzt und in der letzten Sekunde bot jemand 110 Euro!): Verkaufe sehr gut erhaltenen Trinkbecher aus dem Jahr 1896! Der Becher ist kein Replikat. An einer Stelle des Bechers sind die Initialen "H J (Johann Haigis)" angebracht, gegenüberliegend das österreichische Staatswappen. Der Becher stammt aus dem Nachlass einer Wiener Herrschaft (Johann Haigis).
Am 10.02.05 hat der Verkäufer die folgenden Angaben hinzugefügt:
"Er stammt vielleicht aus dem besagten Haushalt, ist aber ein sogenannter Jubiläumsbecher. 1896 feierte Zar Nikolaus II seine Krönung und ließ von Deutschen Firmen tausende dieser Becher anfertigen. Die Initialen sind kyrillisch und es handelt sich nicht um den österreichischen Doppeladler, sondern um das Russische Staatswappen...Die Becher sollten als Geschenke für die Bevölkerung dienen. Am Morgen der Feierlichkeiten hatten sich fünfhunderttausend Menschen versammelt, alle hatten Angst, keine Becher mehr zu bekommen und stürmten auf die Becher zu. Im Gewimmel starben 5000 Menschen, sie trampelten sich zu Tode und die Kosaken konnten keine Ordnung mehr schaffen.Das ist die Geschichte dieser Becher."
Blatt mit Druckstempeln für den Katalog [Quelle Museum Theuern] - um 1900
Die verschiendenen Formen werden durch kleine Stahlstempel im Katalog gedruckt. Auf dem obigen Blatt wurden diese Stempel zusammengestellt. Die Vollständigkeit kann man nicht nachprüfen, da keine Zeitangabe auf dem Blatt ist. Sie gibt aber einen schnellen Überblick über die Vielfalt der Produktformen.
1897 wurde das 12-stöckige Magazingebäude mit elektrischen Aufzug errichtet. Es war das erste Hochhaus und der erste Aufzug in Amberg.
wikipedia: 1880 wurde von Werner von Siemens der erste elektrische Aufzug in Mannheim vorgestellt.
1897 Besuch Ludwig III [11]
Am 20.5.1897 besucht Prinz Ludwig III. (*1821, 1913-1918 König von Bayern) das Unternehmen. Er steht neben Georg, links dahinter Erhard mit Babette. Daneben mit Kette der Bürgermeister. Vermutlich war der Anlass des Besuchs das 25jährige Firmenbestehen. Der fabrikinterne Arbeitergesangsverein “Erheiterung” hatte zur Feier des Tages “Ludwig-Hymne” einstudiert.
Ludwig III. folgte 1912 seinem Vater Prinzregent Luitpold als Regent des Königreiches Bayern für dessen Cousin, dem regierungsunfähigen König Otto (1848-1916 Bruder Ludwigs II.). Während Prinzregent Luitpold nie einen Anspruch auf die bayerische Krone gestellt hatte, setzte der spätere Ludwig III. den rechtmässigen König Otto 1913 ab und erklärte sich zum bayerischen König. Für viele seiner Landsleute bedeutete dies einen unrechtmässigen Anspruch auf den Thron, so dass Ludwig III. im Volk sehr unbeliebt war. Ludwig III. dankte im November 1918 am Ende des Ersten Weltkrieges nach Ausbruch eines Aufstandes in München ab.
Mayrhofer[6]: “Besuch des Prinzen Ludwig.., aus welchem Anlaß der Aufzug im Magazinsgebäude in einen Personenfahrstuhl umgewandelt wurde. Frl. Marie (1877-1915), die verstorbene Tochter des Herrn Komm.Rat Georg Baumann sprach damals einen Willkommgruß.”
Zum 25-jährigen Bestehen am 10.8.1897 gab es ein Andenken an den “Mitbegründer und ersten Chef”. Der “erste” Chef kommt daher, da ja seine beiden Gründungsbrüder inzwischen verstorben waren und er damit der älteste in der Geschäftsführung war. Außen ein dicker Karton und innen die schöne Urkunde. Mayrhofer[6] schreibt dazu: “..wobei mir von Seiten des kaufmännischen Personals der ehrende Auftrag zufiel, der Firma unter Überreichung einer künstlerisch ausgeführten Adresse zu gratulieren, auf die vielen Verdienste der Firma in Bezug auf ihre hervorragenden Leistungen, auf deren soziale Bestrebungen und deren überaus große Bautätigkeit hinzuweisen und auf die Gräber der beiden verstorbenen Männer von edlem Charakter je einen Lorbeerkranz nieder zu legen”.
Belegschaft an Georg Baumann zum 25 jährigen Bestehen
Im Rahmen ist die Urkunde vom 10.8.1897 gewidmet an von links: Herr Peter B. (1852-1906), Frau Susanna B.(1840-1887, Frau von Christian), Herr Christian B. (1837-1892, verstorben), Frau Commerzienrath Elise B. (1848-1900, Frau von Georg), Herr Johann B.(1845-1895, verstorben), Frau Babette B. (1853-1906), Herr Erhard B.(1871-1918, Nachfolger v. Christian)
Ehrenurkunde von den "kaufmännischen und technischen Beamten"
Am Bild sind die 4 Villen und die Firmenansicht bei Beginn und Stand 1897 zu sehen.
1879: Nürnberg silberne Medaille
1882 Nürnberg goldene Medaille
1891 London Ehrendiplon 1.Kl.
1894 Rom silberne Medaille
1894 Dresden golden Medaille
1896 Nürnberg goldene Medaille
Zum 25 jährien Gedenktag der Gründung der
Amberger Emailir- und Stanzwerke von
Gebrüder Baumann Firma Joh. Baumann's Ww
die sich durch tüchtiges Zusammenwirken rastlosen Fleiß und Strenge reelle Grundsätze ihrer Inhaber zu einer Weltfirma emporgeschwungen haben - unter den herzlichen Glück- und Segenswünschen für das fernere Blühen und Gedeihen des Etablissements, für das Wohlergehen seiner edelgesinnten Besitzer Herrn k.Kommerzienrat Georg Baumann, Frau Babette Baumann, sowie Erhard Baumann und deren Familienangehörigen in aller Liebe, Ergebenheit und Dankbarkeit gewidmet.
Amberg 10.8.1897 Die kaufmännischen Beamten:
J.Mayerhofer, G. Roth, Ch. Stauber, G.Kunner, G.Fenzl, W. Senft, F.Tröger, E.Preißlinger, E.Haas, M.Rieß, H.F.Pecher, Carl Ibler, H.Müller, A.Ibler, Oberhausen, ?, F. Strobel,F. Fauner, M.Veichl, A. Kallmünzer, M.Schnabel, G.Frank, E.Mühldorfer, Hermann Garmerneke,Richard Frickow
Die technischen Beamten: A. Helwig, Angerer Edmund, H. Kühne
Um diese Zeit wurde auch das Sägewerk Prechtl erworben. Das Grundstück liegt zwischen der "hinteren Fabrikstr" und dem Friedhof [Quelle?]. Auf dem Grundstück wurde ein Sägewerk bis nach dem 2.Weltkrieg betrieben. Aus den bretter wurden die Transportkisten gefertigt. Die Ware wurde mit Sägespänen in den Kisten eingepackt.
Produktzeichnung "Thee u. Wasserkessel aus einem Stück gefertigt" Dezember 1897 [Quelle Museum Theuern]
In einer Nacht im Oktober 1898 brannte das Sägewerk nieder. Dazu Mayerhofer: “Bei dem großen Vorrat an Holz und Bretter gab es natürlich ein großes und helles Feuer, derart, daß man am Mariahilfberg um Mitternacht Zeitung lesen konnte und der Lokomotivführer eines von Schwandorf einfahrenden Güterzuges auf der Strecke vor dem Viadukt der Regensburgerstrasse hielt. Er war vom Feuer geblendet und meinte direkt ins Feuer hineinzufahren. es musste alles daran gewandt werden, das Überspringen des Feuers auf die Fabrik zu verhindern. Allgemein wurde Brandstiftung angenommen, es konnte aber nichts bewiesen werden.”
Blick auf das Marienhospital kommt von 1903 [11]. Man sieht im Hintergrund die fertige Villa. Vorne wird das Verwaltungsgebäude gebaut
Blick vom Berg auf die Firma, etwa 1902 (das Verwaltungsgebäude steht noch nicht) [11]
1891 Villa an der Bergauffahrt
1896 Wintervilla (an der heutigen Bahnunterführung)
1897 Erbauung des 12 stöckigen Magazingebäudes
1897 Gaswerk (Erzeugung von Sauerstoff und Wasserstoff)
1897 “Akkumalatorenanlage”, zur Erzeugung von Strom für Aufzüge und Licht
1897 Villa am Mariahilfbergweg (1971 abgerissen)
1899 Unterführung unter der Eisenbahn in der Jahnstrasse
1903 Bau des neuen Verwaltungsgebäudes
1903 Villa am Philosophenweg
1904 Stranzky Magazin, große Beize neben Gaswerk
Zeichnung einer Dampfmaschine der Zwickauer Maschinenfabrik, ohne Zeitangabe [Quelle Museum Theuern, Unterlagen Baumann] - unklar ob diese Maschine auch wirklich eingesetzt wurde.
Albert Gieseler hat sich ausführlich auf seiner Webseite mit Dampfmaschinen befasst. Auf seiner Webseite sind allein für Amberg 26 Dampfmaschinen aufgelistet, hauptsächlich bei der Königl. Bayerischen Gewehrfabrik (heute Deprag). Drei Dampfmaschinen werden aufgeführt, die Baumann von der "Maschinenbau-Aktiengesellschaft Marktredwitz vorm. Rockstroh" gekauft hat:
1896 600PS Ventilmaschine, Dreifach-Expansion
1906 520PS Ventilmaschine, Zweifach-Expansion mit Kondensation
1910 400PS Ventilmaschine, Zweifach-Expansion
Die Maschine entsprechend der Zeichnung der Zwickauer Maschinenfabrik ist eine Blaupause, das spricht dafür, dass diese Dampfmaschine auch im Einsatz war. Sie ist aber diesen Maschinen nicht zuzuordnen. Vermutlich ist es eine sehr frühe Dampfmaschine.
Dampfmaschine 1896, Hersteller Heinrich Rockstroh [11]
Beschreibung von Hern Gieseler aufgrund des Fotos:
Ventilmaschine, Dreifach-Expansion, Leistung 600PS. Lt. Transmissionsplan: Mit zwei Bajonettrahmen und Seilschwungrad (D= 7000 mm, n= 70 U/min). HD- und MD-Zylinder sind hintereinander auf der (von den Zylindern gesehen) rechten Maschinenseite. auf der linken Maschinenseite ist hinter dem ND- Zylinder die Kondensatorluftpmpe. Kraftübertragung über Seiltrieb auf eine (vmtl.) Überflur-Transmission mit einer Gegenscheibe D= 3900 mm, n= 92 U/min, Wellendurchmesser: 160/140 mm. Über einen weiteren Seiltrieb (Riemenscheiben: D= 2500 bzw. 1630 mm wird von dieser Haupttransmission eine weitere Transmission (n= 140 U/min, Wellendurchmesser: 110/100 mm) angetrieben. An deren Ende wird über zwei Seiltriebe das neue Sägewerk angetrieben. Ferner sind zahlreiche Nebentransmissionenvorhanden.
Der Transmissionsplan zeigt eine Zweikurbelmaschine mit vier Zylindern; davon ist der hinter dem ND-Zylinder vmtl. die Kondensator-Luftpumpe; also vmtl. ist DIESE Maschine abgebildet.
Hersteller: 1896 Maschinenfabrik und Eisengießerei, Eisenkonstruktionswerkst. und Kesselschmiede Heinrich Rockstroh
Transmissionsplan von 23.9.1899 (Transmissionen sind weisse Linien) [11]
Bahnunterführung heutige Jahnstraße [10]
1899 wurde die Eisenbahn-Unterführung in der Jahnstrasse gebaut. Vermutlich war der öffentliche Verkehr zwischen dem Werk und der Stadt durch die Bahn zu sehr behindert.
Im Folgenden wird viel aus der Facharbeit von Andrea Hanauers [2] zitiert: Als 1900 aufgrund des Kohlenarbeiterstreiks in Böhmen, und anderen Kohlenförderungsgebieten, Kohlenmangel herrschte, war das Unternehmen gezwungen die Produktion einige Tage lang ein zu schränken. Eine Stillegung konnte nur dadurch vermieden werden, daß man minderwertige Kohlen anstelle der bisherigen einsetzte. All die auf den letzten Seiten beschriebenen Schwierigkeiten, dürfen aber nicht über die Tatsache hinwegtäuschen, daß der Aufwärtstrend auch 1899 und 1900 noch weiter andauerte. Die Firma spricht 1899 von gutem Absatz, und 1900 wurde der Maschinenpark weiter ausgebaut, was ebenfalls auf guten Absatz schließen läßt.
Um 1900 betrug der Anteil des Export 70%.
Muffelofen im Emaillierwerk, die Person im Anzug und Mütze könnte Georg II Baumann (1878-1968) sein.[11]
Ein seltenes Foto aus der Produktion, leider nicht datiert. Den spiegelnde Gegenstand in der Mitte ist leider nicht identifizierbar. Abgebildet ist ein Muffelofen mit dem herausgefahrenen Beschickungswagen. Die Aufnahmen auf dem Beschickungswagen konnten gedreht werden, damit der Wagen während des Brennens entladen und neu beladen werden konnte. Zum Neubeladen wurde die Ofentür (sie hatte übrigens den Baumannlöwen in der Mitte) nach oben gezogen und der Beschickungswagen konnte in den Ofen fahren. Die gebrannten Milchtöpfe hängen am Griff und vorne auf dem Tisch stehen weitere Artikel auf sogenannten Nagelbrettern. Vorne liegt ein Geschirrhaufen mit Deckel mit Drahtgriff, das spricht für die Produktion vor dem 1.Weltkrieg. Die stehende Person mit Mütze könnte Georg II sein, also müßte das Foto nach 1905 aufgenommen worden sein.
Neue Casserolle Nr.281 Zeichnung von Hans Baumann von 26.11.01 [10]
Auf der Zeichnung unterschreibt Hans (Taufname Johann) Baumann. Das würde daraufhin deuten, dass er stärker in die Technik involviert war. Allerdings unterschreiben bei anderen Produktzeichnungen auch andere Personen.
Erst das folgende Jahr 1901 brachte einen wirklichen wirtschaftlichen Rückgang für das Unternehmen. Es lagen nicht genügend Aufträge vor, der Absatz war zu gering. Diese Entwicklung schlug sich vor allem in einer Verminderung der Arbeiterzahlen nieder. Die Beschäftigtenzahl, verringerte sich in diesem Jahr von inzwischen 2100 auf 2000; Grund für die schlechte Auftragslage war, neben einer weiteren, bereits 1900, in Verbindung mit dem Kohlenarbeiterausstand erfolgten Teuerung der Kohlen, wohl auch die Unausgeglichenheit der Zölle auf emaillierte Waren, über die die Gebrüder Baumann schon in den Jahren vorher Klage geführt hatten. Der Zoll auf importierte Waren, war, nach Aussagen der Gebrüder Baumann, verglichen mit den Zöllen der Exportländer, wie den USA, Österreich, Frankreich, Rußland und den skandinavischen Ländern, sehr gering. Dadurch wurde der deutsche Markt mit fremden Erzeugnissen überschwemmt, während der Export stark erschwert war. Dieses hier von den Gebrüdern Baumann beschriebene Erschwernis, war damals ein allgemeines Problem, da alle Länder Schutzzölle errichteten, um ihre eigenen Volkswirtschaften vor der ausländischen Konkurrenz zu schützen.
Plan des neuen Bürogebäudes, Plan von 1900 - Bauausführung 1903.[10]
Der Verwaltungsbau löste das bisherige umgebaute Wohnhaus ab. Die Funktionen sind gut aus den Plänen erkennbar. Parterre: Buchhaltung, Kassier, Krankenkasse, Bureauchef, Correspondenz, Auftrag Verteilung; und I.Stock: Facturistei (=Rechnungserstellung),2 Zimmer, Zeichenzimmer, Privatbureau. Unterschrieben ist der Plan von Peter Baumann und Baumeister Carl Müller. Carl Müller baute zu dieser Zeit fast alles im Werk.
Eine Besserung der schlechten Ertragslage trat erst ein, als die Firma, Ende des Jahres 1901 die Verkaufspreise senkte, und es ihr damit wieder möglich war, mit anderen Unternehmen im In- und Ausland zu konkurrieren. In den folgenden Jahren bis 1905 hatte das Unternehmen, trotz weiterer Verteuerung der Rohmaterialien, einen Anstieg der Verkaufszahlen zu verzeichnen. Die Krise von 1901 war überwunden, die Arbeiterzahl stieg erneut an, und erreichte schließlich 1905 mit 2600 Beschäftigten die Spitze des ganzen untersuchten Zeitraumes. Das Werk hatte die Priorität auf dem Weltmarkt für Kochgeschirre, und exportierte in alle Teile der Welt. In New York hatte die Firma in der "Lion Steel Ware Corporation" eine eigene Vertriebsgesellschaft.
1904 mit Stranzkylager und neuen Bürohaus [11]. Vorne ist das Marienkrankenhaus, im Hintergrund ist das Gefängnis.
1904 wurde eine weitere Vergrößerung des Werkes vorgenommen, die Firma erreichte ihre bisher größte Ausdehnung. Die hohe Beschäftigtenzahl, sowie die gesamte Darstellung der bisherigen und noch folgenden Entwicklung, lassen darauf schließen, daß das Unternehmen 1904/5 seine höchste Blüte erreicht hatte.
1904 wurde auch das Stranzky-Lager errichtet. Mayrhofer: “Stranzky verlangte schließlich eine Lieferung von 10-12 Waggons monatlich, und als wir uns dazu nicht verpflichten konnten, richtete er sich in Coswig ein eigenes Emaillierwerk ein... später ging dieses Werk aufgrund verfehlter Spekulationen wieder ein”.
Für die Werbung waren Ausstellungen wichtig, insbesondere wenn Medaillien verliehen wurden, beispielsweise Bremen Juni 1904.
Ausstellung in Bremen 1904 [11]
Die Entwicklung der Firma ging ziemlich kontinuierlich weiter. Im Jahr 1904/05 wurde mit 2600 Beschäftigten die größte Ausdehnung der Firma erreicht. Das war ein Zehntel der Einwohner der Stadt Amberg. Die Gesamtfläche betrug 57.500m2. Durch viele Nebeneinrichtungen wie Gaswerk und Sägewerk war die Firma in Grenzen autark geworden. [2]
Lageplan 1904 mit Nutzungsangaben zu den Gebäuden [10 Quelle Museum Theuern]
Der gelbe Bereich sind Emaillierwerke, sie benötigen den größten Teil der Fläche. Der blaue Bereich sind Werkstätten. Leider sind diese nicht näehr spezifiziert. 10 Kamine sind durch durch schwarze Punkte markiert. Rechts oben sind die damals gebauten Werkhäuser für die Belegschaft eingezeichnet..
Seitlich am Plan sind die Nummern näher beschrieben:
1 Kontorgebäude
2 Magazingebäude
3 desgl.
4 Kistenschuppen
5 Generatorhütte
6 Emailliergebäude
7 Geschirrrichterei
8 Emailliergebäude
89 Kamin
9 Geschirrwäscherei
10 Gasfabrikgebäude mit Kamin und Gasreiniger
11 Podium für Rohgeschirr
12 Geschirrbeizereigebäude
13 Dampfkesselhaus
14 Magazingebäude
15 Werkstättengebäude
16 Blechabfallhütte
16a desgl.
17 Eisenmagazin
18 Aborte
19 Werkstättengebäude
20 desgl.21 Blechabfallhütte
22 Glasurmühlengebäude
23 Eisenarersterei (?)
24 Werkstättengebäude
25 a-c GlasurmühlenGebäude
26 Schmiede
27 Glasurmühlengebäude
28 Stanzgebäude
29 altes Dampfmaschinenhaus
30 Stanzgebäude
31 Werkstättengebäude
32 Blechscheibenlager
33 Dampfmaschinenbau
34 Accumulatorenraum
35 Kistenschuppen
36 Werkstättengebäude
37 desgl.
38 Emailschmelzofengebäude mit Kamin
39 Generatorhütte
40 Emailschmelzofengebäude
41 Emailliergebäude
41a Kamin42 Glasurlagerhaus
43 ?(mit ? eingedeckt)
45 Schmiede?
45a Kamin
46 Badeanstalt
47 Magazingebäude
?48 Verzinnerei
49 Stanzformenlagerhaus
50 Koksgeschirrschuppen
51 Generatorenhütte
52 desgl.
52a Kamin
53 Emailliergebäude
53a Kamin
54 Geschirrkammer
55 Portierhaus
56 Waschhaus
57 Schuppen
58 Emailliergebäude
58a Kamin
59 Glühofengebäude
59a Abteilung für Geschirrbeizerei60 Emailliergebäude
61 Emailschmelzofengebäude und Laboratorium
62 Generatorhütte
62a Kamin
63 Scalzschuppen
64 Koksmühlschuppen
65 Emailliergebäude
65a Kamin
66 Feuer?schgerätebau
67 Schuppen F242 Magazin
S1 Portierhaus
S2 Holzwollgebäude
S3 Hauptbetriebsgebäude
S4 Anbau an das ?gebäude
S5 desgl. mit Kistenraum
S6 Magazin
S7 Stallung und Futterboden
S8 Wohnhaus
S9 Gattersäge und Werkstätte
S10 Dampfmaschinen und Kesselhaus
S11 Schuppen
F277 Stadel

References: §6

§7
 §14
 §15
 §16
 §17

§26