Source: https://www.code-knacker.de/drohnen.htm
Timestamp: 2020-04-09 10:37:37+00:00

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Drohnen erfreuen sich als Sport- und Freizeitgestaltung für Modellflugliebhaber steigender Beliebtheit. Damit verbunden sind leider auch unliebsames Auskundschaften privater Bereiche oder gefährliche Beeinträchtigungen im Luftraum. Die von Drohnen ausgehende Gefahr im Luftraum, insbesondere vor Unfällen und Abstürzen, hat den Gesetzgeber veranlasst, entsprechende Regeln zu erlassen, die Gefahren deutlich zu reduzieren geeignet sind und damit zur Sicherheit beitragen.
Wichtig für den Einsatz von unbemannten Luftfahrtgeräten (UAS) ist neben der Einhaltung flugrechtlichen Vorschriften (z. B. Flugverbotszonen) die Befolgung bzw. Nichtverletzung datenschutzrechtlicher Bestimmungen, Urheberrechte oder Persönlichkeitsrechte. Dieses gilt besonders bei Drohnen mit eingebauten Kameras, die Standbilder oder Videosequenzen aufnehmen können. Es gilt außerdem der Grundsatz, dass auf Sichtweite geflogen werden muss. Das Luftfahrtgerät muss ohne besondere optische Hilfsmittel zu sehen oder eindeutig zu erkennen sein.
Welche Arten von Fluggeräten gibt es?
Der Einsatz erfolgt zu Zwecken des Sports oder der Freizeitgestaltung.
UAS (Unmanned Aircraft Systems = unbemannte Luftfahrtsysteme)
Englischer Begriff für Drohnen, der meistens für gewerbliche und militärische genutzte Drohnen verwendet wird.
Flugmodelle. Umgangssprachlich Bezeichnung für "unbemannte Fluggeräte" wie funk- oder smartphonegesteuerte Multicopter.
RC-Drohnen (Radio Controlled = Funkferngesteuert)
Typische Hobby- und Freizeitdrohnen.
Luftfahrzeug mit mehr als 2 Rotoren in einer Ebene wie Tricopter, Quadrocopter, Hexacopter oder Octocopter.
Luftfahrzeug mit 3 Rotoren in einer Ebene.
Luftfahrzeug mit 4 Rotoren in einer Ebene.
Luftfahrzeug mit 6 Rotoren in einer Ebene.
Luftfahrzeug mit 8 Rotoren in einer Ebene.
Almost ready to fly. Fast flugtaugliches Flugmodell bei dem nur noch einzelne Teile verbaut werden müssen.
Bind and fly. Das Flugmodell ist nach dem Kauf ohne zusätzliche Montagearbeiten direkt flugbereit.
First-Person-View (Fliegen aus Pilotenperspektive). Es kommen FPV-Videobrillen zum Einsatz.
Flugmodell bis höchstens 0,25 kg Gewicht, sowie
entweder eine begrenzte Flughöhe von höchstens 30 m
oder die Anwesenheit einer zweiten Person, die den Luftraum und die Fluglage des Flugmodells in Sichtweite beobachtet.
Englische Bezeichnung für "Bausatz"
Ready to fly. Das Flugmodell ist nach dem Kauf ohne zusätzliche Montagearbeiten direkt flugbereit.
Ultra Micro eXtreme. Besonders kleines Flugmodell.
Vorschriften für den Betrieb von Drohnen, Flugmodellen, Drachen im privaten Einsatz
Gewicht ab 0,25 kg
Gewicht ab 5 kg
(dauerhafter und feuerfester Beschriftung) Namen und Anschrift des Eigentümer in dauerhafter und feuerfester Beschriftung Namen und Anschrift des Eigentümer in dauerhafter und feuerfester Beschriftung Namen und Anschrift des Eigentümer in dauerhafter und feuerfester Beschriftung Namen und Anschrift des Eigentümer in dauerhafter und feuerfester Beschriftung Nur Startmasse > 5 kg:
Namen und Anschrift des Eigentümer in dauerhafter und feuerfester Beschriftung
Bescheinigungen zum Nachweis ausreichender Kenntnisse und Fertigkeiten
(gilt nicht für den Betrieb auf Modellfluggeländen) nein ja, ab 1.10.2017.
Mindestalter: 16 Jahre ja, ab 1.10.2017.
Mindestalter: 16 Jahre nein, aber Bescheinigung durch einen Luftsportverein.
Gültigkeit: 5 Jahre nein
Flughöhe höchstens:
(gilt nicht auf Modellfluggeländen) 100 m 100 m 100 m
> 100 m nur mit behördlicher Ausnahmeerlaubnis 100 m
> 100 m nur mit behördlicher Ausnahmeerlaubnis Seillänge unter 100 m
Erlaubnisbedürftige Nutzung des Luftraums? nein nein ja Nur bei Startmasse > 5 kg
(§ 21a (1) Nr. 1 LuftVO) Nur bei Seillänge über 100 m
(§ 20 (1) Nr. 1 LuftVO)
Haftpflicht-Versicherungspflicht aufgrund Gefährdungshaftung § 43 (2) LuftVG
Der Halter eines Luftfahrzeugs ist verpflichtet, zur Deckung seiner Haftung auf Schadensersatz nach diesem Unterabschnitt eine Haftpflichtversicherung in einer durch Rechtsverordnung zu bestimmenden Höhe zu unterhalten.
Flugverbotszonen Ohne Erlaubnis oder Genehmigung gilt ein allgemeines Flugverbot für unbemannte Luftfahrtsysteme und Flugmodelle aller Art in einer Entfernung von weniger als 1,5 km von der Begrenzung von Flugplätzen. Luftfahrtsysteme und Flugmodelle mit Verbrennungsmotor müssen sich ebenfalls 1,5 km von Wohngebieten fernhalten.
Weiterhin besteht ein Flugverbot nach § 21b LuftVO
1. außerhalb der Sichtweite des Steuerers, sofern die Startmasse des Geräts 5 Kilogramm und weniger beträgt,
3. über und in einem seitlichen Abstand von 100 Metern von der Begrenzung von Industrieanlagen, Justizvollzugsanstalten, Einrichtungen des Maßregelvollzugs, militärischen Anlagen und Organisationen, Anlagen der Energieerzeugung und -verteilung sowie über Einrichtungen, in denen erlaubnisbedürftige Tätigkeiten der Schutzstufe 4 nach der Biostoffverordnung aus- geübt werden, soweit nicht der Betreiber der Anlage dem Betrieb ausdrücklich zugestimmt hat,
6. über Naturschutzgebieten im Sinne des § 23 Absatz 1 des Bundesnaturschutzgesetzes, Nationalparken im Sinne des § 24 des Bundesnaturschutzgesetzes und über Gebieten im Sinne des § 7 Absatz 1 Nr. 6 und 7 des Bundesnaturschutzgesetzes, soweit der Betrieb von unbemannten Fluggeräten in diesen Gebieten nach landesrechtlichen Vorschriften nicht abweichend geregelt ist,
Der Betrieb erfolgt außerhalb der Sichtweite des Steuerers, wenn der Steuerer das unbemannte Fluggerät ohne besondere optische Hilfsmittel nicht mehr sehen oder seine Fluglage nicht mehr eindeutig erkennen kann. Als nicht außerhalb der Sicht- weite des Steuerers gilt der Betrieb eines unbemannten Fluggeräts mithilfe eines visuellen Ausgabegeräts, insbesondere einer Videobrille, wenn dieser Betrieb in Höhen unterhalb von 30 Metern erfolgt und
(2) Der Betrieb von unbemannten Luftfahrtsystemen mit einer Startmasse von mehr als 25 Kilogramm ist verboten. Die zuständige Behörde kann zum Beispiel für einen Betrieb zu land- oder forst- wirtschaftlichen Zwecken, auf Antrag Ausnahmen von dem Verbot nach Satz 1 zulassen, wenn die Voraussetzungen von § 21a Absatz 3 Satz 1 erfüllt sind. § 20 Absatz 5 und § 21a Absatz 5 und 6 gelten entsprechend.
(3) In begründeten Fällen kann die zuständige Behörde Ausnahmen von den Betriebsverboten nach Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 bis 9 zulassen, wenn die Voraussetzungen von § 21a Absatz 3 Satz 1 er- füllt sind. § 20 Absatz 5 und § 21a Absatz 5 und 6 gelten entsprechend. (4) Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur evaluiert die Auswirkungen der in Absatz 1 Nummer 8 enthaltenen Höhenbegrenzung auf den Betrieb von bemannten Luftfahrzeugen in dem Höhenband zwischen 50 und 100 Metern über einen Zeitraum von zwei Jahren ab dem 7. April 2017.
Hinweis! Sind Drohnen mit einem Geofencing-System ausgestattet, so kann in bestimmten Flugverbotszonen anhand von definierten GPS-Koordinaten weder gestartet noch geflogen werden.
Foto- oder Filmaufnahmen Die gesetzlichen Vorschriften zu Urheber- und Persönlichkeitsrechten sind zu beachten, da eine Verletzung zu Schadenersatzansprüchen führen kann.
Quellen: Luftverkehrsgesetz (LuftVG), Luftverkehrs-Ordnung (LuftVO), Luftverkehrs-Zulassungs-Ordnung (LuftVZO)
Hinweis! Für unbemannte Luftfahrzeuge bzw. Luftfahrtsysteme, die insbesondere gewerblichen Zwecken dienen, gelten besondere Vorschriften, die hier nicht erörtert werden.
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References: § 43
 § 21
 § 23
 § 24
 § 7
 § 21
 § 20
 § 21
 § 21
 § 20
 § 21