Source: https://www.stadtwerke-greven.de/de/Erdgas/Erdgastarife/
Timestamp: 2018-03-21 07:04:03+00:00

Document:
Stadtwerke Greven - Erdgastarife
Am 1. Oktober 2016 haben wir die Gaspreise um 0,30 Cent/kWh gesenkt und am 1. Januar 2017 gleich nochmal um 0,53 Cent/kWh.
Erdgas für alle
GasGVV inkl. Ergänzende Bedingungen und Preisblatt B 2018
Ihr Vorteil: Sie bleiben flexibel.
greven:10000)
Erdgas für Wenigverbraucher
Optimaler Preis bis zu einem Verbrauch von 10.000 kWh
Sie profitieren von einem niedrigen Grundpreis.
greven:10000plus)
Erdgas für Vielverbraucher
Optimaler Preis ab einem Verbrauch von 10.000 kWh
Sie profitieren von einem niedrigen Arbeitspreis.
Die angegebenen Preise beinhalten sowohl die gesetzliche Mehrwertsteuer in Höhe von 19 Prozent als auch die gesetzliche Erdgassteuer gemäß § 2 Energiesteuergesetz (EnergieStG). Die Erdgassteuer ist im Arbeitspreis der Tarife enthalten und beträgt derzeit 0,55 Cent pro Kilowattstunde.
Zusammensetzung der Preisangaben
Die Stadtwerke Greven GmbH bieten innerhalb ihres Versorgungsgebietes Erdgas zu den in den Preisblättern aufgeführten Konditionen an.
Der Erdgaspreis setzt sich aus einem Grundpreis und einem entsprechenden Arbeitspreis zusammen. Der Grund- oder Messpreis beinhaltet die Kosten für die Messdatenerhebung, Bereitstellung des Netzes und der Abrechnung. Der Arbeitspreis beinhaltet ebenfalls die Kosten für die Bereitstellung des Netzes.
Der Arbeitspreis dient in beiden Tarifen der Berechnung des tatsächlichen Verbrauches. Die Gasentnahme wird dabei in abgenommenen Kubikmetern (m3) gemessen.
Abgerechnet wird der Erdgasverbrauch in Kilowattstunden (kWh), die sich aus der Multiplikation der abgelesenen Verbrauchsmenge in Kubikmeter mit dem jeweils maßgeblichen Umrechnungsfaktor ergeben.
Beim Vergleich einer Kilowattstunde Gas mit einer Kilowattstunde Strom müssen die Wirkungsgrade der jeweiligen Verbrauchsgeräte und die Tatsache berücksichtigt werden, dass sich der Gaspreis auf den Brennwert bezieht.
2. Erdgasbeschaffenheit
Die Stadtwerke Greven GmbH stellen aus ihrem Versorgungsnetz Erdgas gemäß DVGW-Arbeitsblatt G 260 der Gruppe H bei einem Messdruck von p = 22 Millibar (mbar) zur Verfügung.
3. Konzessionsabgabe/Erdgassteuer
Es werden Höchstsätze für die Konzessionsabgabe gemäß § 2 Abs. 2 und Abs. 3 bzw. § 8 KAV gezahlt. Darüber hinaus weisen wir gemäß § 107 Abs. 2 der Energiesteuer-Durchführungsverordnung (EnergieStV) auf Folgendes hin: „Steuerbegünstigtes Erzeugnis! Darf nicht als Kraftstoff verwendet werden, es sei denn, eine solche Verwendung ist nach dem Energiesteuergesetz oder der Energiesteuer-Durchführungsverordnung zulässig. Jede andere Verwendung als Kraftstoff hat steuer- und strafrechtliche Folgen! In Zweifelsfällen wenden Sie sich an Ihr zuständiges Hauptzollamt.“
Preisänderungen erfolgen gemäß Abs. 2 und 3 der „Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Grundversorgung von Haushaltskunden und die Ersatzversorgung mit Gas aus dem Niederdrucknetz (GasGVV)“. Dem Kunden steht im Fall einer Preisänderung das Recht zu, den Vertrag mit der Frist des § 20 Abs. 1 GasGVV (das ist eine Frist von einem Monat zum Monatsende) außerordentlich auf das Datum des Wirksamwerdens der Preisänderung zu kündigen.
Soweit nichts Abweichendes vereinbart wurde, gilt ergänzend die Verordnung über Allgemeine Bedingungen für die Grundversorgung von Haushaltskunden und die Ersatzversorgung mit Gas aus dem Niederdrucknetz (Gasgrundversorgungsverordnung – GasGVV) vom 26.10.2006.
Erdgas-Abrechnung nach G 685
Regelungen für die Gasabrechnung vom 01.01.2010
Auf der Abrechnung finden Kunden künftig zwei neue Faktoren, die zur Berechnung der gelieferten Energie herangezogen werden. Sie zeigen detailliert den bisher genutzten Umrechnungsfaktor.
Ausgangspunkt für die Abrechnung ist der zwischen zwei Zeitpunkten gemessene Mengenbezug. Der Gaszähler für Erdgas, der Balgengaszähler im Haushalts- und Kleingewerbebereich, misst die Menge, also das Betriebsvolumen (Vb) in Kubikmetern des durch den Gaszähler fließenden Erdgases. Für unsere Kunden ist jedoch weniger das Volumen des verbrauchten Erdgases interessant, sondern vielmehr die darin enthaltene thermische Energiemenge. Dafür ist eine Umrechnung vom gemessenen Betriebsvolumen Vb (in Kubikmetern) in die bezogene thermische Energiemenge (E) in Kilowattstunden notwendig.
Der Erdgasverbrauch wird von einem geeichten Gaszähler gemessen. Der Gaszähler misst dabei das Betriebsvolumen (Vb) des durchfließenden Erdgases. Die Maßeinheit ist Kubikmeter (m³). Der Erdgasverbrauch errechnet sich aus der Differenz des Zählerstandes zu Beginn und Ende einer Abrechnungsperiode, in der Regel ein Jahr.
Beim Erdgas wird zwischen dem Normzustand und dem Betriebszustand unterschieden. Der Betriebszustand ist der Zustand des Erdgases im Gaszähler, der abhängig von Druck und Temperatur des Erdgases ist. Zur Abrechnung der verbrauchten Erdgasmengen muss daher der Betriebszustand des Erdgases auf den Normzustand umgerechnet werden. Erdgas hat seinen Normzustand bei einer Normtemperatur (Tn) von 0 Grad Celsius und einem Normdruck (Pn) von 1013,25 Millibar (mbar). Die Zustandszahl (z) beschreibt das Verhältnis vom abrechnungsrelevanten Normvolumen (Vn) zum gemessenen Betriebsvolumen (Vb) des Erdgases.
Grundsätzlich wurde deutschlandweit eine Abrechnungstemperatur (Teff) von 15 Grad Celsius für Gaszähler ohne Temperaturumwertung festgelegt, sofern der übergebene Druck (Übergabedruck) beim Kunden kleiner gleich 1.000 Millibar ist und eine stündliche Menge von 400 Kubikmeter pro Stunde nicht übersteigt. Maßgebend für den zu verwendenden mittleren Luftdruck (pamb), gemessen in Millibar, ist die geodätische Höhe des installierten Zählers beim Kunden. Die Stadtwerke Greven GmbH hat nur eine Höhenzone in Abhängigkeit der geographischen Gegebenheiten innerhalb des Netzgebiets eingerichtet. Alle installierten Gaszähler sind einer mittleren geodätischen Höhe in Ihrer Höhenzone zugeordnet.
Ein weiterer Parameter zur Ermittlung der Zustandszahl ist der eingestellte Überdruck, auch Effektivdruck genannt (Peff), des installierten Gasdruckregelgeräts vor dem Gaszähler. Durch das installierte Gasdruckregelgerät erhält der Gaszähler einen konstanten Ausgangsdruck in Millibar. Auf diesen Ausgangsdruck sind die Verbrauchseinrichtungen wie Brennwertheizung und Gaskochfelder beim Kunden ausgerichtet.
Teff = Temperatur des Erdgase = 288,15 K (15 °C)
Da Erdgas ein Naturprodukt ist, unterliegt es je nach Förderquelle leichten Schwankungen in der Zusammensetzung und damit auch im Energiegehalt (Brennwert). Der Brennwert des
gelieferten Erdgases wird mit geeichten Brennwertmessgeräten an der jeweiligen Übergabestelle in das Erdgasverteilungsnetz ermittelt. Der Brennwert von Erdgas kann nach dem DVGW-Arbeitsblatt G 260 „Gasbeschaffenheit“ zwischen 8,4 und 13,1 Kilowattstunden pro Kubikmeter schwanken. DVGW steht für Deutsche Vereinigung des Gas- und Wasserfaches e. V.
Falls in der Gasabrechnung die Abrechnungszeitspanne unterteilt werden muss, zum Beispiel wegen Entgelt- oder Steueränderungen, und keine Ablesung des Gaszählers vorliegt, ermittelt die Stadtwerke Greven GmbH die thermische Energiemenge nach den Vorgaben des DVGW-Arbeitsblattes G 685.
Der Erdgasverbrauch wird vom geeichten Gaszähler gemessen. Der Gaszähler misst dabei das Betriebsvolumen (Vb) des durchfließenden Erdgases. Der Erdgasverbrauch errechnet sich aus der Differenz des Zählerstandes zu Beginn und Ende einer Abrechnungsperiode, in der Regel ein Jahr.
In Deutschland wird die thermische Gasabrechnung auf der Grundlage einheitlicher eichrechtlicher Vorschriften sowie nach den anerkannten Regeln der Technik, hier insbesondere nach dem DVGW-Arbeitsblatt G 685 „Gasabrechnung“, durchgeführt.
Für die Stadtwerke Greven GmbH ist der Landesbetrieb Mess- und Eichwesen Nordrhein-Westfalen zuständig. Bei allen bisherigen stichprobenartigen Prüfungen wurde der Stadtwerke Greven GmbH die regelkonforme Erdgasabrechnung bestätigt.
Im Falle einer Verbraucherbeschwerde kann zur Beilegung von Streitigkeiten zwischen den Stadtwerke Greven und dem Kunden über den Anschluss an das Versorgungsnetz, die Belieferung mit Energie sowie die Messung der Energie die Schlichtungsstelle Energie e. V., Friedrichstraße 133, 10117 Berlin, Tel.: 030/ 27 57 240-0, info@schlichtungsstelle-energie.de angerufen werden. Der Antrag dieses Kunden auf Einleitung des Schlichtungsverfahrens gem. § 111 b EnWG ist erst zulässig, wenn die Stadtwerke Greven der Verbraucherbeschwerde nicht innerhalb von 4 Wochen abgeholfen haben. Mit Einreichung der Verbraucherbeschwerde bei der Schlichtungsstelle wird die Verjährung gehemmt. Das Recht der Beteiligten, die Gerichte anzurufen oder ein anderes Verfahren nach diesem Gesetz zu beantragen, bleibt unberührt.

References: § 2
 § 2
 § 8
 § 107
 § 20
 § 111