Source: http://www.familienservice.uni-wuerzburg.de/familienleistungen/wissenschaft_und_familie/befristete_beschaeftigung/
Timestamp: 2017-09-21 17:39:43+00:00

Document:
Familienservice: Befristete Beschäftigung
Um Kurzbefristungen von Nachwuchswissenschaftlerinnen zu unterbinden und die Karrierewege insbesondere auch für NachwuchswissenschaftlerInnen mit Familie zu verbessern, ist das Wissenschaftszeitvertragsgesetz geändert worden. Die Gesetzesänderung gilt seit dem 17.03.2016.
1.www.uni-wuerzburg.de/ueber/universitaet/verwaltung/faq0/personal/wissenschaftszeitvertragsgesetz_wisszeitvg/
2. Grundsätze der staatlichen bayerischen Hochschulen zum Umgang mit Befristungen nach dem WissZeitVG und zur Förderung von Karriereperspektiven für den wissenschaftlichen Nachwuchs
Die im März vereinbarten „Grundsätze der staatlichen bayerischen Hochschulen zum Umgang mit Befristungen nach Wissenschaftszeitvertragsgesetz und zur Förderung von Karriereperspektiven“ beinhalten u.a.:
die Ausrichtung der Gesamtbeschäftigungsdauer von jungen Menschen, die sich wissenschaftlich qualifizieren, am üblichen Zeitrahmen der entsprechenden Qualifikation, z.B. für eine Promotion von 2 bis 4 Jahren oder eine Habilitation von 4 bis 6 Jahren.
Die Grundsätze werden nach drei Jahren evaluiert.
Die DFG hat eine Handreichung zur Novelle des WissZeitVG herausgegeben und schreibt dazu: Die Novelle hat die Voraussetzungen für eine Befristung des wissenschaftlichen (und künstlerischen) Personals verändert und die Verlängerungsmöglichkeiten insbesondere bei familienzeitbedingten Unterbrechungen verbessert. Eine Handreichung gibt einen kurzen Überblick über die Neuerungen und die verbleibende Befristungsmöglichkeit für das nicht wissenschaftliche Personal, das im Rahmen von DFG-geförderten Projekten bewilligt wird." Der Link zur Handreichung findet sich hier.
(1) 1 Die allgemeinen beamtenrechtlichen Vorschriften über die Laufbahnen, über die dienstliche Beurteilung und über den einstweiligen Ruhestand sind auf Juniorprofessoren und Juniorprofessorinnen nicht anzuwenden. 2 Auf sie finden die Vorschriften über die Arbeitszeit mit Ausnahme der Vorschriften über den Verlust der Bezüge wegen nicht genehmigten verschuldeten Fernbleibens vom Dienst keine Anwendung; [...] 3 Im Übrigen gelten, soweit dieses Gesetz nichts anderes bestimmt, die Vorschriften für Beamte auf Lebenszeit entsprechend.
(2) 1 Das Beamtenverhältnis auf Zeit von Juniorprofessoren und Juniorprofessorinnen ist, sofern dienstliche Gründe nicht entgegenstehen, auf Antrag des Beamten oder der Beamtin aus den in Satz 2 genannten Gründen zu verlängern. 2 Gründe für eine Verlängerung sind:
1. Beurlaubung nach Art. 80b und 80c BayBG,
2. Beurlaubung nach Art. 99 Abs. 4 und Art. 99a Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 BayBG,
3. Beurlaubung für eine wissenschaftliche oder künstlerische Tätigkeit oder eine außerhalb des
Hochschulbereichs oder im Ausland durchgeführte wissenschaftliche, künstlerische oder berufliche Aus-, Fort- oder Weiterbildung,
5. Inanspruchnahme von Elternzeit nach Art. 88 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 BayBG, §§ 12 bis 15 der Verordnung über den Urlaub der bayerischen Beamten und Richter (Urlaubsverordnung – UrlV) vom 24. Juni 1997 (GVBl S. 173; ber. S. 486, BayRS 2030–2–25–F) in der jeweils geltenden Fassung oder Beschäftigungsverbot nach den §§ 2, 3, 4 und 9 der Verordnung über den Mutterschutz für Beamtinnen (Bayerische Mutterschutzverordnung – BayMuttSchV) in der Fassung der Bekanntmachung vom 7. Oktober 2003 (GVBl S. 785, BayRS 2030–2–26–F) in der jeweils geltenden Fassung in dem Umfang, in dem eine Erwerbstätigkeit nicht erfolgt ist.
3 Satz 1 gilt entsprechend im Fall einer:
2. Ermäßigung der Arbeitszeit nach Art. 99a Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 BayBG oder
3. Freistellung zur Wahrnehmung von Aufgaben in einer Personal- oder Schwerbehinderten-
vertretung oder zur Wahrnehmung von Aufgaben als Frauenbeauftragte der Hochschule oder einer Fakultät, wenn die Ermäßigung mindestens ein Fünftel der regelmäßigen Arbeitszeit betrug.
4. Eine Verlängerung darf den Umfang der Beurlaubung, Freistellung oder Ermäßigung der Arbeitszeit und in den Fällen des Satzes 2 Nrn. 1 bis 3 und des Satzes 3 die Dauer von jeweils zwei Jahren nicht überschreiten. 5 Mehrere Verlängerungen nach Satz 2 Nrn. 1 bis 4 und Satz 3 dürfen insgesamt die Dauer von drei Jahren nicht überschreiten. 6 Verlängerungen nach Satz 2 Nr. 5 dürfen, auch wenn sie mit anderen Verlängerungen zusammentreffen, insgesamt vier Jahre nicht überschreiten.
(6) Für die Beschäftigung als wissenschaftlicher Mitarbeiter oder wissenschaftliche Mitarbeiterin im Sinn des Abs. 3 in einem befristeten Angestelltenverhältnis gelten Abs. 4 und Abs. 5 Sätze 1 und 2 sowie Art. 17 Abs. 2 entsprechend.
Zur weiteren Verbesserung der Familienfreundlichkeit und der Vereinbarkeit von Beruf und Familie wurden von der Personalabteilung der Universität Merkblätter zu den Möglichkeiten der Betreuung von Kindern und pflegebedürftigen Angehörigen herausgebracht.
Diese enthalten sowohl Informationen über die verschiedenen Arten der Beurlaubung als auch Hinweise zur Verlängerung von Beschäftigungsverhältnissen bzw. Beamtenverhältnissen auf Zeit.
Möglichkeiten der Betreuung von Kindern und pflegebedürftigen Angehörigen für Beschäftigte sowie Verlängerung des Beschäftigungsverhältnisses
Möglichkeiten der Betreuung von Kindern und pflegebedürftigen Angehörigen für Beamtinnen und Beamte auf Zeit sowie Verlängerung des Beamtenverhältnisses
Seite: 181332/356

References: Art. 80
 Art. 99
 Art. 99
 Art. 88
 Art. 99
 Art. 17