Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Text=OLGR%202007,%20958
Timestamp: 2019-04-20 11:31:04+00:00

Document:
Rechtsprechung: OLG-Report 2007, 958 - dejure.org
Weitere Entscheidungen unten: OLG Zweibrücken, 31.08.2007 | OLG Bremen, 30.10.2007 | OLG Frankfurt, 27.11.2006
OLG Zweibrücken, 31.08.2007 - 5 W 5/07
§ 11 Abs 1 RPflG, § 20 Nr 4c RPflG, § 120 Abs 4 S 2 ZPO, § 124 Nr 1 ZPO, § 124 Nr 2 ZPO
Prozesskostenhilfe: Aufhebung eines Bewilligungsbeschlusses wegen eines verschwiegenen Sparguthabens
Aufhebung der Bewilligung von Prozesskostenhilfe aufgrund falscher Angaben; Verwertungsverbot wegen rechtswidriger Kenntniserlangung eines Sparguthabens
LG Zweibrücken, 26.06.2007 - 2 O 26/05
FamRZ 2008, 160
Rpfleger 2008, 86
cc) Eine vermittelnde Meinung nimmt das Oberlandesgericht Zweibrücken ein (OLGR 2007, 958-960): Für einen Strafcharakter der Tatbestände in § 124 Nr. 1 und 2 ZPO spreche, dass eine nachträgliche Anpassung der Prozesskostenhilfebewilligung an die objektive Sach- und Rechtslage - wenngleich auf vier Jahre befristet - bereits in § 124 Nr. 3 ZPO geregelt sei, so dass die Aufstellung zweier weiterer Tatbestände (in den Nr. 1 und 2) mit gleicher Rechtsfolge, jedoch zusätzlichen qualifizierten Schuldvoraussetzungen keinen Sinn ergebe.
Nach der vereinzelt gebliebenen Auffassung des Oberlandesgerichts Zweibrücken (OLGR 2007, 958, 959 f.) kommt es in den Fällen des § 124 Nr. 2 ZPO darauf an, ob die tatsächlichen Verhältnisse trotz der schuldhaften Falschangaben ausreichend sicher festgestellt werden können.
Ob die Partei gehalten ist, die Gründe für die unterlassene Mitteilung darzulegen, ist umstritten (dafür OLG Zweibrücken vom 31.08.2007 - 5 W 5/07 - Rn. 18 zitiert nach juris, FamRZ 2008, 160; OLG Koblenz vom 19.02.1993 - 13 WF 9/93 -, FamRZ 1996, 616;… wohl auch LAG Düsseldorf vom 05.12.2014 - 2 Ta 555/14 - Rn. 17, juris;… a. A. unter Berufung auf den Wortlaut der Vorschrift BLAH, § 124 Rn. 38, dem folgend LAG Baden-Württemberg vom 10.06.2015 - 4 Ta 8/15 - Rn. 19, a. a. O;… vom 05.03.2015 - 17 Ta 2/15 - Rn. 16, a. a. O).
OLG Bremen, 30.10.2007 - 2 U 59/97
Zulässigkeit eines Befangenheitsantrags gegen die einen Befangenheitsantrag gegen die Richter eines anderen Spruchkörpers als unbegründet zurückweisenden Richter eines Spruchkörpers ; Rechtsmissbräuchlichkeit eines Befangenheitsantrags und Zulässigkeit der Mitwirkung darin abgelehnter Richter bei der Entscheidung darüber
LG Bremen - 13 O 414/86
OLG Bremen, 09.07.1998 - 2 U 59/97
OLG Bremen, 26.01.2006 - 2 U 59/97
BGH, 22.01.2007 - II ZR 53/06
OLG Frankfurt, 24.08.2009 - 3 U 217/08
Ohne neue tatsächliche Umstände kann eine Ablehnung mit der bloßen Wiederholung eines bereits beschiedenen Ablehnungsgrunds nicht begründet werden (KG FamRZ 1986, 1022; OLG Bremen, OLGR 2007, 958;… Zöller/Vollkommer, ZPO, 27. Aufl., § 42 Rn. 6).
Ein Ablehnungsgesuch ist rechtsmissbräuchlich, wenn damit das Verfahren offensichtlich nur verschleppt oder verfahrensfremde Zwecke verfolgt werden oder es sich nur um die Wiederholung eines bereits zurückgewiesenen Ablehnungsgesuchs ohne neue Gründe handelt (dazu KG, FamRZ 1986, 1022, OLGR Bremen 2007, 958).
Eine Auslegung des Ablehnungsantrags ergibt jedoch, dass die Gesuche letztlich gegen jeden einzelnen Handelsrichter der Kammer für Handelssachen gerichtet (OLG Karlsruhe FamRZ 2004, 1582; OLG Bremen OLG-Report 2007, 958) und damit hinreichend bestimmt sind (…Zöller/Vollkommer, Zivilprozessordnung, 28. Auflage, § 42 Rn 3, § 44 Rn 2 m.w.N.).
§ 24 Abs 2 BBodSchG; § 22 Abs 2 WHG; § 32 ZPO; § 36 Abs 1 Nr 3 ZPO
Örtliche Zuständigkeit: Gerichtsstandsbestimmung im Rahmen eines bodenschutzrechtlichen Ausgleichsanspruchs
Gericht; Zuständigkeit; Gerichtsstand; Bestimmung
Antrag auf Bestimmung des zuständigen Gerichts für eine auf den Ausgleich von Altlastensanierungen gerichtete Zahlungsklage
OLG Frankfurt, 19.03.2013 - 11 AR 4/13
Keine Zuständigkeitsbestimmung bei gleichlautenden Mietverträgen über in …
Den Wert des Bestimmungsverfahrens schätzt der Senat entsprechend der bisherigen ständigen Rechtsprechung des OLG Frankfurt a.M. (vgl. etwa Beschluss vom 27.11.2006, 21 AR 127/06) auf 10 % des Hauptsachewertes.

References: § 11
 § 20
 § 120
 § 124
 § 124
 § 124
 § 124
 § 124
 § 124
 § 42
 § 42
 § 44

§ 24
 § 22
 § 32
 § 36