Source: http://www.xcult.ch/x/archiv/filiale/akk/texte.html
Timestamp: 2017-11-19 14:06:21+00:00

Document:
Einladung an die KünstlerInnen
von Claude Gaçon, Beat Brogle, Markus Schwander
Akkumulator - Die Kunst der Promiskuität
1 Zwei aneinanderstossende Zimmer im Parterre bilden die räumliche Situation des Akkumulators.
2 Von April bis Oktober werden 17 Künstlerinnen und Künstler aufeinanderfolgend darin arbeiten.
3 Es ist jeweils nur ein Künstler oder eine Künstlerin in den beiden Räumen am Werk.
4 Was in den Räumen geschaffen wurde und der Raum selbst kann vom Künstler bearbeitet und verändert werden.
5 Jeder Künstler jede Künstlerin schafft die Ausgangssituation für seine ihre Nachfolger. Das Vorhandene soll nicht aus den Räumen entfernt werden.
AKKUMULATOR MODELL SELBSTLÄUFER HOTEL DOPPELZIMMER
§1 Der Akkumulator bildet sich aus 2 nebeneinanderliegenden Räumen in der Filiale, den Initiatoren, den Künstlern und ihren Eingriffen und den Beobachtern.
§2 Die Initiatoren definieren eine Ausgangssituation und laden Künstler zur Teilnahme ein. Die Rolle der Initiatoren sollte sich soweit als möglich auf das Koordinieren der Installationsphasen
und das Dokumentieren beschränken.
§2 Es ist immer nur ein Künstler oder eine Künstlergruppe am Werk. Die Installationsphase sollte nicht länger als eine Woche dauern. Alle 2-3 Wochen findet ein neuer Eingriff statt.
§3 Alles was in die Räume gebracht wird muss bis am Ende darin bleiben. Die Künstler müssen sich bereit erklären, das von ihnen eingebrachte Material am Ende eventuell zurückzunehmen.
§4 Alles was sich in den Räumen befindet und der Raum selbst kann vom Künstler bearbeitet und verändert werden.
§5 Nach jeder Arbeitsphase wird die neu entstandene Konstellation dokumentiert. Jeder beteiligte Künstler erhält eine Gesamtdokumentation mit einem Bild pro Künstler, aus der der jeweilige Eingriff ersichtlich wird.
§6 Die Filiale kommt für die Spesen der Künstler, die Kosten der Dokumentation und, sofern das möglich ist, für ein Honorar auf.
Claude Gaçon , Beat Brogle ......... Basel, 24. 1. 1996
Wir möchten Dich für das Projekt Akkumulator einladen.
Das Prinzip des Akkumulators besteht darin, dass jeder Eingriff eine neue Grundsituation schafft. Was als Kunst in den Raum gebracht oder darin geschaffen wird, bleibt bis am Schluss des Projektes anwesend.
Was vorher geschah, bleibt erhalten, die Umgebung der bestehenden Kunst verändert sich.
Analog zu den Kammern eines Akkumulators besteht die räumliche Situation aus zwei nebeneinanderliegenden ehemaligen Wohnzimmern, die durch eine Türe verbunden sind.(zusammen ca. 3oqm)
In diesen zwei Zellen können Kunstwerke sich reiben, sich beeinflussen, überlagern, vermischen.
Wir stellen uns vor, dass Interventionen in relativ kurzen Abständen von ca 1-2 Wochen stattfinden sollten.
Wir laden um die 20 KünstlerInnen ein.
Wir hoffen, dass wir mit diesem Schreiben einen ersten Impuls auslösen konnten und würden uns über Dein Interesse freuen.
von Reinhard Storz ©

References: §1

§2

§2

§3

§4

§5

§6