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Timestamp: 2019-08-19 19:36:57+00:00

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Rechtsprechung: VersR 1996, 605 - dejure.org
Weitere Entscheidung unten: OLG Koblenz, 04.10.1995
https://dejure.org/1995,1552
BVerfG, 27.09.1995 - 1 BvR 414/95 (https://dejure.org/1995,1552)
BVerfG, Entscheidung vom 27.09.1995 - 1 BvR 414/95 (https://dejure.org/1995,1552)
BVerfG, Entscheidung vom 27. September 1995 - 1 BvR 414/95 (https://dejure.org/1995,1552)
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Prüfung fristwahrender Schriftsätze - Zuverlässige Bürokraft - Mitverschulden des Anwalts
Sorgfaltspflichten eines RA (Wiedereinsetzung)
LAG München, 17.01.1995 - 8 Sa 1092/94
NJW 1996, 309
NZA 1996, 111
VersR 1996, 605
Das gilt auch für die Übermittlung einer Berufungsschrift mittels eines Telefaxes (BGH, Beschluss vom 28. Oktober 1993 - VII ZB 22/93 - NJW 1994, 329; BVerfG NJW 1996, 309).
BGH, 03.12.2007 - II ZB 20/07
Pflicht des Rechtsanwalts zur Überprüfung der Ausführung von Einzelanweisungen …
Dies gilt auch für die Übermittlung einer Berufungsbegründungsschrift mittels eines Telefaxgerätes (BGH, Beschl. v. 4. April 2007 - III ZB 109/06, NJW-RR 2007, 1429, 1430; v. 28.0ktober 1993 - VII ZB 22/93, NJW 1994, 329; BVerfG, Beschl. v. 27. September 1995 - 1 BvR 414/95, NJW 1996, 309, 310).
Fehler des Büropersonals, die nicht auf eigenes Verschulden des Rechtsanwalts zurückzuführen sind, hat die Partei nicht zu vertreten (BVerfG, Beschl. v. 27. September 1995 aaO;… BGH, Beschl. v. 28.Oktober 1993 aaO).
a) Dieser Anspruch verbietet es den Gerichten, den Parteien den Zugang zu einer in der Verfahrensordnung eingeräumten Instanz in unzumutbarer, aus Sachgründen nicht mehr zu rechtfertigender Weise zu erschweren (vgl. BVerfGE 41, 23 [25 f.]; 69, 381 [385]; Beschlüsse der 2. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts vom 27. September 1995 - 1 BvR 414/95 - und vom 1. August 1996 - 1 BvR 121/95 -, AP Nr. 47 zu § 233 ZPO 1977).
Der Anwalt muss allerdings durch eine allgemeine Anweisung Vorsorge dafür getroffen haben, dass bei normalem Lauf der Dinge Fristversäumnisse wegen fehlender Unterschrift vermieden werden ( BVerfG 27. September 1995 - 1 BvR 414/95 - AP ZPO 1977 § 233 Nr. 45; BVerfG 14. Dezember 2001 - 1 BvR 1009/01 - NZA 2002, 922 ).
a) Der Anspruch auf Gewährung wirkungsvollen Rechtsschutzes verbietet es den Gerichten, den Parteien den Zugang zu einer in der Verfahrensordnung eingeräumten Instanz in unzumutbarer, aus Sachgründen nicht mehr zu rechtfertigender Weise zu erschweren (vgl. BVerfGE 41, 23 ; 69, 381 ; Beschlüsse der 2. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts vom 27. September 1995, 1 BvR 414/95, und vom 1. August 1996, 1 BvR 121/95, AP Nr. 45 und 47 zu § 233 ZPO 1977).
Die Überprüfung bestimmender Schriftsätze darauf, ob sie mit der erforderlichen Unterschrift versehen wurden, darf er vielmehr auch seinem geschulten und zuverlässigen Büropersonal zur selbständigen Erledigung übertragen (BVerfG, B.v. 27.9.1995 - 1 BvR 414/95 - NJW 1996, 309;… B.v. 14.12.2001 - 1 BvR 1009/01 - juris Rn. 19;… ähnlich BFH, B.v. 14.12.1994 - X R 176/93 - juris Rn. 8; BGH, U.v. 6.12.1995 - VIII ZR 12/95 - NJW 1996, 998/999).
In einem solchen Fall muss der Rechtsanwalt jedoch durch eine allgemeine Anweisung Vorsorge dafür getroffen haben, dass bei normalem Lauf der Dinge Fristversäumnisse wegen fehlender Unterschrift vermieden werden (BVerfG, B.v. 27.9.1995 - 1 BvR 414/95 - a.a.O.;… B.v. 14.12.2001 - 1 BvR 1009/01 - a.a.O.;… BGH, U.v. 6.12.1995 - VIII ZR 12/95 - a.a.O. mit umfangreichen Nachweisen aus der älteren Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs und des Bundesarbeitsgerichts).
OLG Köln, 25.04.2001 - 16 Wx 29/01
WEG : Regelung der Aufzugbenutzung
In der Rechtssprechung ist anerkannt, dass bei fehlender Unterzeichnung der bei Gericht rechtzeitig eingereichten Rechtsmittelschrift Wiedereinsetzung in den vorigen Stand gewährt werden kann, wenn der Verfahrensbevollmächtigte sein Büropersonal allgemein angewiesen hatte, sämtliche ausgehenden Schriftstücke vor der Absendung auf das Vorhandensein der Unterschrift zu überprüfen (vgl. BGH NJW 1996, 998, 999; 1994, 3235; BVerfG NJW 1996, 309).
Nur sie wird dem Willen der Parteien und dem von ihnen angestrebten Rechtsfrieden einerseits und der Verpflichtung des Staates zur effektiven Gewährung des Zugangs zum Gericht nach Art. 19 Abs. 4 und 20 Abs. 3 GG (st. Rspr. des BVerfG; siehe zuletzt NJW 1996, 309 m.w. N.) andererseits gerecht.
OLG Zweibrücken, 23.02.2011 - 4 U 148/10
Berufungsbegründungsfrist: Versäumung der Frist wegen Unterschrift des …
LAG Köln, 16.05.2007 - 4 Ta 72/07
Nachträgliche Klagezulassung; Fehlen einer Unterschrift
Wiedereinsetzung in den vorherigen Stand bei Versäumung der …
LAG Köln, 20.12.2001 - 4 Ta 270/01
LAG Baden-Württemberg, 19.04.2002 - 5 Sa 68/01
Außerordentliche Änderungskündigung und Betriebsbedingtheit und Sozialauswahl; …
ArbG Hanau, 30.05.1996 - 2 Ca 579/95
Nachträgliche Zulassung einer Kündigungsschutzklage nach fehlgeleitetem …
OLG Koblenz, 04.10.1995 - 14 W 554/95
https://dejure.org/1995,8070
OLG Koblenz, 04.10.1995 - 14 W 554/95 (https://dejure.org/1995,8070)
OLG Koblenz, Entscheidung vom 04.10.1995 - 14 W 554/95 (https://dejure.org/1995,8070)
OLG Koblenz, Entscheidung vom 04. Januar 1995 - 14 W 554/95 (https://dejure.org/1995,8070)
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Kostenschuldner eines Zivilprozesses; Wohnung im Beitrittsgebiet; Gebührenermäßigung auf Gerichtskosten; Gericht im Beitrittsgebiet; Gericht in alten Bundesländern
Der Umstand, daß der Prozeß nicht im Beitrittsgebiet geführt wurde, sondern vor einem Gericht der alten Bundesländer, steht der Gebührenermäßigung nicht entgegen (ebenso BGH MDR 1996, 205 ; OLG Nürnberg - 5. Zivilsenat - AnwB1 1996, 644 = DtZ 1996, 280 f.; OLG Köln VersR 1995, 435 f = JurBüro 1995, 315; OLG Koblenz VersR 1996, 605; OLG Düsseldorf DtZ 1995295. KG JurBüro 1993, 149; Hamnann KostG , 27. Aufl., Vorbern.

References: § 233
 § 233
 § 233
 BGH 
 Art. 19
 BGH