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Timestamp: 2020-06-03 02:06:45+00:00

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BGH, 19.05.2009 - IX ZR 43/08 - dejure.org
https://dejure.org/2009,257
BGH, 19.05.2009 - IX ZR 43/08 (https://dejure.org/2009,257)
BGH, Entscheidung vom 19.05.2009 - IX ZR 43/08 (https://dejure.org/2009,257)
BGH, Entscheidung vom 19. Mai 2009 - IX ZR 43/08 (https://dejure.org/2009,257)
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BGB §§ 249, 818 Abs. 3; GmbHG a. F. § 19 Abs. 5; StBerG § 68 a. F.
BGB §§ 249, 818 Abs. 3; GmbHG a.F. § 19 Abs. 5; StBerG § 68 a.F.
Schadensersatzanspruch bei Empfehlung einer verdeckten Sacheinlage; Verjährungsbeginn
Schadensersatzanspruch eines Gesellschafters gegen einen rechtlichen Berater wegen Empfehlung der Durchführung einer Kapitalerhöhung bei einer GmbH durch den verbotenen Weg einer verdeckten Sacheinlage; Beginn der Verjährungsfrist wegen einer Fehlberatung; Anforderungen ...
Zu Haftungsumfang und Verjährung bei Fehlberatung über die Risiken einer verdeckten Sacheinlage
Zur Bemessung des Schadensersatzanspruchs eines Gesellschafters, der auf Empfehlung des rechtlichen Beraters die Kapitalerhöhung bei einer GmbH im Wege der verdeckten Sacheinlage vorgenommen hat; Beginn der Verjährung dieses Anspruchs erst mit Geltendmachung der ...
Rechtliche Fehlberatung des Gesellschafters
Fehlerhafte Kapitalerhöhung und Beraterhaftung
GmbHG a. F. § 19 Abs. 5; StBerG a. F. § 68; BGB §§ 249, 818 Abs. 3
Beginn der Regressverjährung bei Kapitalerhöhung
Eingabe in der Suchmaske auf der nächsten Seite: BRAK-Mitt. 2009, 284
StBerG a. F. § 68; GmbHG a. F. § 19 Abs. 5; BGB § 249
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 19.05.2009, Az.: IX ZR 43/08 (Beginn der Regressverjährung bei Kapitalerhöhung)" von RA Bertin Chab, original erschienen in: BRAK-Mitt 2009, 284.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH vom 19.05.2009, Az.: IX ZR 43/08 (Verdeckte Sacheinlage: Bemessung des Schadensersatzanspruchs eines Gesellschafters gegen seinen Rechtsberater und Verjährungsbeginn)" von Notar Thomas Wachter, original erschienen in: GmbHR 2009 Heft ...
Kurznachricht zu "Haftung von Rechtsanwälten und Steuerberatern nach Empfehlung einer (gemischten) verdeckten Sacheinlage" von RA Dr. Andreas Merkner und RA Dr. Rüdiger Schmidt-Bendun, original erschienen in: NZG 2009, 1054 - 1059.
Zusammenfassung von "Zur Dritthaftung sowie Pflichtenstellung von Mehrfachberuflern und gemischten Sozietäten der rechts- und steuerberatenden Berufe" von RA Dr. Rene Matz und RA Timo Henkel, LL.M., original erschienen in: VersR 2010, 1406 - 1416.
Kurznachricht zu "Anmerkungen zur Entscheidung des BGH vom 19.05.2009, Az.: IX ZR 43/08 (Beraterhaftung bei verdeckter Sacheinlage)" von RA u. StB Harald Schwetlik, original erschienen in: GmbH-StB 2009, 218 - 219.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH v. 19.5.2009, Az.: IX ZR 43/08 (Haftung des Beraters bei verdeckter Sacheinlage)" von Notar Dr. Hilbert Heckschen, original erschienen in: NotBZ 2009, 405 - 406.
Kurznachricht zu "Anmerkung zum Urteil des BGH v. 19.5.2009 - IX ZR 43/08 (Verjährung von Schadensersatzansprüchen gegen einen Rechtsanwalt/Steuerberater aus einer verdeckten Sacheinlage)" von RA Rafael Meixner und RA/StB Dr. Uwe Schröder, original erschienen in: DStR 2009 Heft 48, ...
LG Hanau, 29.12.2006 - 1 O 653/06
BGH, 19.05.2009 - IX ZR 43/09
OLG Frankfurt, 08.11.2011 - 16 U 23/07
ZIP 2009, 1427
MDR 2009, 1167
VersR 2010, 1406
VersR 2010, 80
WM 2009, 1376
DB 2009, 1642
NZG 2009, 865
NZG 2009, 866
Die von dem Berufungsgericht möglicherweise vorgenommene Beschränkung der Zulassung der Revision auf die Angemessenheit der Vergütung zielt auf eine einzelne Rechtsfrage ab und ist deshalb unwirksam (…BGH, Urt. v. 21. September 2006 - I ZR 2/04, NJW-RR 2007, 182, 183 Rn. 19 m.w.N.; v. 19. Mai 2009 - IX ZR 43/08, ZIP 2009, 1427 Rn. 9).
Die Differenzhypothese umfasst zugleich das Erfordernis der Kausalität zwischen dem haftungsbegründenden Ereignis und einer dadurch eingetretenen Vermögensminderung: Nur eine Vermögensminderung, die durch das haftungsbegründende Ereignis verursacht ist, d.h. ohne dieses nicht eingetreten wäre, ist als ersatzfähiger Schaden anzuerkennen (BGH, Urteil vom 19. Mai 2009 - IX ZR 43/08, WM 2009, 1376 Rn. 18).
Sieht sich der steuerliche Berater hierzu - sei es wegen fehlender Fachkunde oder mit Rücksicht auf eine komplexe Tatsachengrundlage - nicht in der Lage, muss er den Mandanten darauf hinweisen, zum Zwecke der erbetenen Klärung einem geeigneten Dritten einen Prüfauftrag zu erteilen (vgl. BGH, Urteil vom 19. Mai 2009 - IX ZR 43/08, WM 2009, 1376 Rn. 10 f).
Zwar ist das am 1. Juli 2008 außer Kraft getretene Rechtsberatungsgesetz auf den vorliegenden Fall anwendbar, da der Beratungsvertrag am 22. Dezember 2004 geschlossen worden ist (…vgl. Senatsurteil vom 3. Juli 2008 - III ZR 260/07, NJW 2008, 3069 Rn. 14 sowie BGH, Urteil vom 19. Mai 2009 - IX ZR 43/08, NZG 2009, 865, 866 Rn. 11).
Auch hat eine im Sinne von Art. 1 § 1 Abs. 1 RBerG unerlaubte Rechtsberatung die Nichtigkeit des dahin gehenden Vertrags zur Folge (…s. etwa BGH, Urteile vom 25. Juni 1962 aaO S. 262; vom 17. Februar 2000 - IX ZR 50/98, NJW 2000, 1560, 1562 mwN und vom 19. Mai 2009 aaO).
Nach der vom Bundesgerichtshof in ständiger Rechtsprechung zu § 68 StBerG vertretenen Risiko-Schaden-Formel (grundlegend BGH, Urteil vom 2. Juli 1992 - IX ZR 268/91, BGHZ 119, 69, 73 f; vom 11. Mai 1995 - IX ZR 140/94, BGHZ 129, 386, 389 f; letzthin etwa Urteil vom 19. Mai 2009 - IX ZR 43/08, WM 2009, 1376 Rn. 27), die auf die Anspruchsentstehung im Sinne von § 199 Abs. 1 Nr. 1 BGB übertragbar ist, tritt daher der Schaden des Geschäftsführers erst ein, wenn das Finanzamt seinen auf die Haftung bezogenen Entscheidungsprozess mit dem Erlass des Haftungsbescheids abgeschlossen hat.
Der Senat schließt sich damit im Ergebnis der überwiegend auch im rechtswissenschaftlichen Schrifttum inzwischen vertretenen Auffassung an (…Hartung in Henssler/Prütting BRAO 3. Aufl. § 59a Rn. 71;… Vollkommer/Greger/Heinemann, Anwaltshaftungsrecht 3. Aufl. § 4 Rn. 20;… Borgmann/Jungk/Grams, Anwaltshaftung 4. Aufl. § 12 Rn. 60 und § 36 Rn. 23;… Mennemeyer in Fahrendorf/Mennemeyer/Terbille, Haftung des Rechtsanwalts 8. Aufl. Rn. 123; Stobbe AnwBl. 2010, 449, 454;… ebenso Sieg in Zugehör/Fischer/Sieg/Schlee, Handbuch der Anwaltshaftung 2. Aufl. Rn. 354 unter Annahme einer subjektiven Haftungsbeschränkung auf die Berufsträger; a.A. Posegga DStR 2009, 2391, 2395 f; Matz/Henkel VersR 2010, 1406, 1413).
Die Vertragspflichten eines Steuerberaters beschränken sich in der Regel auf das Steuerrecht (§§ 1-3, 33 StBerG); eine geschäftsmäßige Besorgung anderer Rechtsangelegenheiten einschließlich der Rechtsberatung ist ihm nach dem hier noch anwendbaren Art. 1 §§ 1, 4 Abs. 3 RBerG grundsätzlich untersagt (vgl. BGH, Urteil vom 19. Mai 2009 - IX ZR 43/08, WM 2009, 1376 Rn. 11).
Eine verdeckte Sacheinlage liegt vor, wenn die gesetzlichen Regeln für Sacheinlagen objektiv dadurch unterlaufen werden, dass zwar eine Bareinlage vereinbart wird, die Gesellschaft aber bei wirtschaftlicher Betrachtung von dem Einleger auf Grund eines im Zusammenhang mit der Übernahme der Einlage abgeschlossenen Gegengeschäfts (oder einer sonstigen Absprache) einen Sachwert erhalten soll (st. Rspr.; BGHZ 165, 113, 116 f.; 170, 47, Tz. 11; 173, 145, Tz. 14; BGH, Urteile vom 19. Mai 2009 - IX ZR 43/08, WM 2009, 1376, Tz. 13; vom 16. Februar 2009 - II ZR 120/07, WM 2009, 698, Tz. 8).
Als aktienrechtliche Rechtsfolge verdeckter Sacheinlagen ordnen die § 27 Abs. 3, § 183 Abs. 2 AktG mangels Erfüllungswirkung das Fortbestehen der Bareinlageverpflichtung des Gesellschafters an, der somit Gefahr läuft, bei Vermögensverfall der Gesellschaft die Einlage im wirtschaftlichen Ergebnis doppelt aufbringen zu müssen (BGHZ 173, 145, Tz. 20; BGH, Urteil vom 19. Mai 2009, aaO, Tz. 13).
Ein Schaden, der einen vertraglichen Ersatzanspruch i.S. des § 51b BRAO a.F. auslöst, entsteht, sobald sich die Vermögenslage des Auftraggebers durch eine anwaltliche Pflichtverletzung objektiv verschlechtert (st. Rspr., siehe BGH, Urteil vom 19. Mai 2009 - IX ZR 43/08, WM 2009, 1376, Tz. 16 m.w.N.) Verjährungsbeginn des gegen die Beklagte zu 1 gerichteten Anspruchs ist die erstinstanzliche Verurteilung der Kläger im Vorprozess durch das Landgericht Dortmund vom 19. Juni 2002.
Grundsätzlich besteht ein Schaden im Sinne des § 249 Abs. 1 BGB in der Differenz zwischen der Vermögenslage des Betroffenen infolge des schädigenden Ereignisses und dem Vermögensstand, der ohne dieses Ereignis bestünde (st. Rspr., BGH, Urteil vom 19. Mai 2009 - IX ZR 43/08, WM 2009, 1376, Tz. 18 m.w.N. ).
Ein Steuerberater kann - und muss gegebenenfalls, etwa bei nicht hinreichender eigener Sachkunde - dem Mandanten empfehlen, sich für eine über die reine Steuerberatung hinausgehende Beratung an einen hierzu geeigneten Dritten zu wenden; seine Pflicht beschränkt sich dann auf die reine Steuerberatung (vgl. BGH, Urteil vom 19. Mai 2009 - IX ZR 43/08, WM 2009, 1376 Rn. 12).
OLG Celle, 24.02.2010 - 3 U 170/09
Steuerberaterhaftung: Hinweispflicht auf eine irrtümlich ermäßigte …
LAG Nürnberg, 06.03.2012 - 7 Sa 341/11
LAG Nürnberg, 12.04.2011 - 7 Sa 575/10
LAG Köln, 21.10.2011 - 10 Sa 632/11
Aufklärungspflicht des Arbeitgebers bei Abschluss eines Altersteilzeitvertrages; …

References: § 19
 § 68
 § 19
 § 68
 § 19
 § 68
 § 68
 § 19
 § 249
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 BGH 
 Art. 1
 § 1
 § 68
 § 199
 § 59
 § 4
 § 12
 § 36
 Art. 1
 § 27
 § 183
 § 51
 § 249