Source: http://www.rewi.hu-berlin.de/sp/kvv/2005ws/
Timestamp: 2017-03-31 00:30:44+00:00

Document:
Vorlesungszeit: 17. Oktober 2005 bis 18. Februar 2006
Stand: 16. Januar 2006
Kommentar: Die Vorlesung behandelt die Rechtsgeschichte der Antike, insbesondere Roms, sowie Grundzüge des Römischen Rechts (Schwerpunkt: Römisches Privatrecht). Die Rechtsgeschichte des Mittelalters und der Neuzeit ist Gegenstand der jeweils im Sommersemester angebotenen Vorlesung Rechtsgeschichte II. Die Vorlesungen bauen nicht aufeinander auf und können in beliebiger Reihenfolge besucht werden. Der Erwerb des Grundlagenscheins gem. § 6 I Nr. 5 JAG 2003 setzt voraus, dass die Semesterabschlussklausur am Ende des Sommersemesters (!) bestanden wird, die den Stoff beider Veranstaltungen umfasst.
Literatur: Das Skript zur Vorlesung kann von den Internetseiten des Lehrstuhls (s.u.) kostenlos heruntergeladen werden. Weitere Literaturhinweise finden sich im Skript und werden auch zu Beginn der Vorlesung gegeben.
Kommentar: Ziel der Vorlesung ist es, das Spannungsverhältnis zwischen Recht und Rechtswirklichkeit zu beleuchten. In diesem Kontext befasst sich die Vorlesung insbesondere mit der sozialen Funktion und Effektivität von Recht, zeitgeschichtlichen Themen (Justiz im Nationalsozialismus und in der DDR) und dem Sozialprofil der Juristen im Allgemeinen sowie von Frauen in juristischen Berufen im Besonderen. Geplant sind ferner Einblicke in die Soziologie ausgewählter Lebensbereiche (Arbeit, Familie) sowie der Besuch einer Gerichtsverhandlung.
Literatur: Thomas Raiser, Das lebende Recht, 3. Aufl. 1999; Rehbinder, Rechtssoziologie, 5. Aufl. 2003.
WWW-Seite: http://www.rewi.hu-berlin.de/jura/ls/sgr/
Kommentar: Ziel der Veranstaltung ist es die philosophischen Grundlagen des Rechts von der Antike bis heute aufzuarbeiten. Ausgangspunkt ist die Frage, welchen Einfluss Philosophie auf Recht hat und welche Zusammenhänge zwischen Philosophie und Recht bestehen. Erörtert wird aus welchen Gründen es in der ägyptischen und babylonischen Zeit zur Entstehung des Rechtes kommen konnte und wie sich die Rechtsidee bis heute weiterentwickelt und konkretisiert hat. Die Bezüge zur Methodik und zu interdisziplinären Fragestellungen (Rechtslinguistik/Neurobiologie) werden hergestellt. Literatur: Schwintowski, Juristische Methodenlehre, UTB-Basics, 2005
WWW-Seite: http://www.rewi.hu-berlin.de/lehrstuehle/Schwintowski/
Kommentar: Die Veranstaltung (Vorlesung und propädeutische Übung) bietet eine Einführung in die Grundlagen des deutschen Zivilrechts und eine erste Anleitung zur Bearbeitung von Zivilrechtsfällen. Die Regelungen des Allgemeinen Teils des Bürgerlichen Gesetzbuchs (insbesondere der Rechtsgeschäftslehre) und des Allgemeinen Schuldrechts (mit Ausnahme der Leistungsstörungen) werden systematisch dargestellt und an Beispiels- und Übungsfällen verdeutlicht.
Literatur: Brox, Allgemeiner Teil des BGB, 28. Aufl. (2004); Rüthers / Stadler, Allgemeiner Teil des BGB, 13. Aufl. (2003); Bork, Allgemeiner Teil des BGB, 2001. Weitere Literaturhinweise (insbesondere zum Allgemeinen Schuldrecht) werden in der Vorlesung gegeben.
S. Grundmann, C. Kirchner
Kommentar: Die Vorlesung führt in das Staats- und Verfassungsrecht ein. Den Schwerpunkt bildet das Organisationsrecht der Bundesrepublik Deutschland im europäischen Verfassungsverbund. Die Grundzüge des Verfassungsprozessrechts werden anhand von Fällen behandelt.
Kommentar: Die Rechtslage in der Bundesrepublik Deutschland wird nicht allein durch das nationale Recht bestimmt, sondern darüber hinaus durch das internationale Recht, das aus dem Völkerrecht und dem Europarecht besteht. Da Deutschland im Zuge der Globalisierung immer stärker mit anderen Staaten kooperiert, nimmt die Bedeutung dieser beiden eigenständigen Rechtsordnungen stetig zu. Die Veranstaltung „Öffentliches Recht - Grundkurses III“ wird einen Überblick über die völkerrechtlichen und europarechtlichen Bezüge des Staatsrechts – insbesondere die Art. 23-26, 32 und 59 GG – geben. Es werden die Auswärtige Gewalt, die Integrationsermächtigungsnormen, die rechtlichen Vorraussetzungen für Deutschlands Mitarbeit in internationalen Organisationen und supranationalen Gemeinschaften sowie die internationale Vertretung der Bundesrepublik Deutschland behandelt werden. Zudem wird es um die Frage gehen, in welchem Verhältnis Völkerrecht und Europarecht zum nationalen Recht stehen und welches Recht im Konfliktfall vorgeht.
Literatur: Staats- und Verwaltungsrecht der Bundesrepublik Deutschland mit Europarecht (Vorschriftensammlung), Textbuch Deutsches Recht, 39. Aufl. (2005). Geiger, Grundgesetz und Völkerrecht, 3. Aufl. (2002). Schweitzer, Staatsrecht III, 8. Aufl. (2004). Zippelius/Württemberger: Deutsches Staatsrecht, 31. Aufl. (2005), S. 508 ff. WWW-Seite: http://Homepage der EU: http://europa.eu.int EU-Konvent: http://european-convention.eu.int/ 2.3
Kommentar: Die Vorlesung befasst sich mit den klassischen Themen des Familienrechts: Verlöbnis, Ehe, nichteheliche Lebensgemeinschaft und Kindschaftsrecht. Ausgehend von der Systematik der Rechtsgebiete soll der Stoff anhand von Beispielfällen aus der Rechtspraxis veranschaulicht werden. Kursbegleitend werden die in der Vorlesung verwendeten Folien ins Netz gestellt.
Kommentar: Jeder praktisch tätige Jurist muss die Grundzüge des Erbrechts kennen. Die Veranstaltung dient dazu, sich besonders mit den praktisch relevanten Bereichen des gesetzlichen und des gewillkürten Erbrechts zu befassen.
Literatur: Leipold, Erbrecht, 15. Aufl. (2004). Weitere Literaturhinweise werden in der Vorlesung gegeben.
Literatur: Zur Vorlesung wird ein Skript mit Literaturangaben zur Verfügung gestellt.
14 bis 16/18
A. Blankenagel, R. Will
Kommentar: Die Übung im Öffentlichen Recht für Fortgeschrittene wird im WS 2005/06 von drei Hochschullehrern - Frau Professorin Will, Herrn PD Dr. Grigoleit (oder Vertretung) und Herrn Prof. Blankenagel - abgehalten und zu je einem Drittel aufgeteilt: Frau Professorin Will übernimmt die Fallbesprechungen im Allgemeinen Verwaltungsrecht, Herr PD Grigoleit im Polizei- und Ordnungsrecht und Herr Prof. Blankenagel im Baurecht. Die Klausuren in der Übung nach der alten Studienordnung werden entsprechend den Lehrabschnitten vor Weihnachten, im Januar (?) und für den letzten Abschnitt zusammen mit der Semesterabschlußklausur im Fach Baurecht geschrieben. Aus diesem Grund wird die 3. Klausur der Übung identisch mit der Semesterabschlußklausur in der Vorlesung Baurecht nach neuer StudO sein und nach Semesterende zeitgleich von den Übungsteilnehmern (alte StudO) und den Vorlesungsteilnehmern (neue StudO) geschrieben. WWW-Seite: http://homepage LS Blankenagel zu erreichen unter: rewi>lehre und forschung>professuren>blankenagel
Strafrecht - BT 2/BT 3
(identisch mit 10 263 Strafrecht - Grundkurs V (Übung für Fortgeschrittene))
(identisch mit 10 262 Strafrecht - BT 2/BT 3)
C. Kirchner, S. Grundmann u.a.
G. Seidel, A. Blankenagel u.a.
Kommentar: Der examensrelevante Prüfungsstoff im Bereich des Immobiliarsachenrechts soll anhand von ausgewählten Fallbeispielen, systematischen Übersichten, Examensklausuren und wichtigen höchstrichterlichen Entscheidungen wiederholt werden. Kursbegleitend werden die in der Lehrveranstaltung verwendeten Folien ins Netz gestellt.
Literatur: Medicus, Bürgerliches Recht, 20. Aufl. 2004; Habersack, Examensrepetitorium Sachenrecht, 3. Aufl. 2003.
E. Kocher
Kommentar: Allgemeines Verwaltungsrecht und Bezüge zum Verwaltungsprozessrecht
WWW-Seite: http://www.rewi.hu-berlin.de/jura/ls/wll
Kommentar: 4.1.06 Fallkonstellationen und materielle Rechtmäßigkeit 5.1.06 Prozessuale Einkleidungen 11.1.06	Sofortiges Handeln und Verwaltungsvollstreckung 12.1.06	Sonderordnungsbereich: Versammlungswesen 18.1.06 Sonderordnungsbereich: Verkehrswesen 19.1.06	Ansprüche (Ersatz, Entschädigung, Folgenbeseitigung) 10 343
C. Preschel
Kommentar: Der Schwerpunktbereich „Zeitgeschichte des Rechts“ enthält vier Pflichtveranstaltungen, die im Wintersemester gelesen werden. Eine dieser Veranstaltungen bildet die „Neueste Rechtsgeschichte“, welche die Entwicklung der Rechtsgeschichte seit dem 19. Jahrhundert nachzeichnet. Die Veranstaltung dient zugleich als Vertiefung für diejenigen Kandidaten, die die traditionelle Wahlfachgruppe Rechtsgeschichte gewählt haben. Die Themen, die in den anderen Spezialveranstaltungen des Schwerpunkts behandelt werden, kommen hier in der neuesten Rechtsgeschichte natürlich nicht vor. Es ist ein chronologischer Durchgang durch wesentliche Themen des 19. und 20. Jahrhunderts geplant. Zu diesen Themen werden jeweils Quellen und Literatur angeboten. Die Veranstaltung hat also zumindest teilweise auch Kolloquiumscharakter. Literatur: Quellen und Literatur werden in der Vorlesung angeboten. Nähere Informationen finden Sie auf unserer Homepage WWW-Seite: http://http://rewi.hu-berlin.de/jurs/ls/srd
Kommentar: Die Geschichte der Rechtswissenschaft ist die Geschichte der wissenschaftlichen, d. h. der dogmatischen, aber auch methodologischen, philosophischen, soziologischen und historischen Beschäftigung mit dem Recht. Sie spiegelt die Entwicklung dieser Disziplinen, vor allem aber die verschiedenen Rollen, die dem Recht im Laufe der Geschichte von Gesellschaft und Staat zugewiesen wurden, wider. Die Vorlesung behandelt die neuere und neueste Geschichte der Rechtswissenschaft, die im 19. Jh. beginnt; hier entwickelt sich die Rechtswissenschaft zu einer Disziplin, die sich den modernen wissenschaftlichen Standards der anderen, auch und gerade mathematischen und empirischen Disziplinen gewachsen zeigen will. Die Entwicklung verläuft wie die verschiedenen juristischen Teildisziplinen verschieden; Prof. Dr. R. Schröder wird sie für das Zivilrecht und Dr. T. Herbst für das Öffentliche Recht darstellen. Ein Mitar-beiter von Prof. Dr. S. Baer wird die neueste Entwicklung schildern, die die Rechtswissen-schaft in allen drei Teildisziplinen im Austausch mit den Gender Studies genommen hat und auch das Strafrecht wird voraussichtlich behandelt werden. - Zur Vorbereitung jeder Doppel-stunde sind Texte zu lesen, die zu Beginn der Vorlesung ausgegeben werden.
K. Marxen, R. Schröder
Kommentar: Die Vorlesung befasst sich mit den bis in die Gegenwart hinein wirkenden Rechtsentwicklungen des 20. Jahrhunderts. Im Zentrum stehen das Systemunrecht der beiden deutschen Diktaturen und dessen juristische Aufarbeitung. Literatur: Literaturempfehlungen werden in der Veranstaltung bekannt gegeben. 10 404
(auch WFG 1 nach alter StudO)
Kommentar: Die Vorlesung konzentriert sich auf den Abschnitt der rechts- und staatsphilosophischen Entwicklung, der für die jüngste Vergangenheit und Gegenwart des Rechts von besonderer Bedeutung ist. Nach dem Auftakt im 18. Jh., der sich kurz mit Rousseau und Kant beschäftigt, werden aus dem 19. Jh. u. a. Hegel, Marx, Jellinek und Nietzsche, aus dem 20. Jh. u. a. Kelsen, Schmitt, Smend, Heller, Rawls und Habermas behandelt. – In Vorbereitung auf die Vorlesungsstunde sind Texte der genannten Gelehrten zu lesen.
Literatur: Literaturhinweise erfolgen in der Vorlesung.
Kommentar: Methodenlehre erscheint nach der Ansicht vieler heute im Gewand einer Argumentationslehre. Diese ist ein (normativ aufgewertetes) Kind der in der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts wiederaufgelebten Rhetorik, die an ihren Anfängen nichts anderes war, als eine Sammlung formalisierter Bruchstücke des griechischen Rechtsdiskurses. Die Vorlesung will diese rhetorische Tradition zeigen und die Gegenwart vermitteln.
Literatur: Zu Beginn der Vorlesung wird ein Reader ausgegeben.
Hans Kelsen und der Positivismus
Kommentar: In dem Seminar geht es in erster Linie um die Erarbeitung eines belastbaren Begriffs von (Rechts-) Positivismus. Wenn dieser Hintergrund historisch und theoretisch festgesetzt ist, soll das Bild von Hans Kelsen als eines großen "Rechtspositivisten" auf seine Bestandsfähigkeit überprüft werden.
Schwerpunkt 1 - Zeitgeschichte des Rechts - Ergänzende Angebote
Kommentar: Bei der Veranstaltung handelt es sich um ein Kolloquium zur Vorbereitung auf das Examen im Wahlfach Rechtsgeschichte. Angesprochen sind alle Interessentinnen und Interessenten am Fach Rechtsgeschichte. Es ist gleichzeitig eine Schwerpunktveranstaltung des Schwerpunkts 1. Ziel der Veranstaltung ist es, auf die Prüfung im Schwerpunktbereich "Zeitgeschichte des Rechts" (§ 17 der Studienordnung) vorzubereiten. An Hand exemplarischer Texte zur neueren und neuesten Rechtsgeschichte wird die Einordnung und Interpretation von Rechtsquellen eingeübt. Auch der Jurist, der sich mit vergangenem Recht befasst, ist gehalten, sich an der Grundregel jeder historischen Arbeit zu orientieren, wonach das Forschungsergebnis aus den Quellen zu gewinnen und immer wieder aus der Quellenarbeit zu korrigieren ist. Durch die Auseinandersetzung mit Schlüsseltexten soll deutlich werden, in welchem Maße sich die Rechtsordnung trotz mancher Konstanten in neuester Zeit gewandelt und entwickelt hat. Zugleich will die Veranstaltung für den Umstand sensibilisieren, dass die Auseinandersetzung mit historischen Rechtsquellen stets auch von je eigenen Erfahrungen und Fragen, welche an die Geschichte herangetragen werden, geprägt ist.
Literatur: Die Quellen werden vor jeder Veranstaltung auf den Lehrstuhlseiten von Prof. Rainer Schröder ins Netz gestellt.
Kommentar: Die Veranstaltung zielt auf die Vermittlung praxisnaher Einblicke in die Gesetzgebung. Anhand vorwiegend aktueller Beispielsfälle sollen die (politischen und rechtlichen) Rahmenbedingungen für das Tätigwerden des Gesetzgebers erkennbar werden und Möglichkeiten für die gesetzgeberische Lösung der jeweils anstehenden Problemlage gesucht und formuliert werden.
Kommentar: Die neu konzipierte Vorlesung behandelt die Gesetzgebung aus rechts-, politik- und sozialwissenschaftlicher Sicht und berücksichtigt klassische Gesetzgebungslehren. Weitere Schwerpunkte bilden die Rechtsetzung auf europäischer Ebene und die Stellung der nationalen Gesetzgebung in diesem Kontext sowie die Diskussion um „bessere Rechtsetzung“.
Öffentliches Recht für Zeitungsleser
Der räumliche Strukturwandel in der Öffentlichkeit
11.2 und 12.2.
J. Kersten, K. Fischer
Weitere Angebote: 10 412, 10 501, 10 505, 10 515, 10 531, 10 544
Schwerpunkt 2 - Rechtsgestaltung und Rechtspolitik - Ergänzende Angebote
10 bis 14:30
Kommentar: Die Vorlesung erörtert das Recht der WTO (GATT, GATS, TRIPS) mit ihren Nebenabkommen (jeweils Samstag, 12., 19., 26. November und 3. Dezember, 10 Uhr bis 12 Uhr und 12.30 Uhr bis 14.30 Uhr).
Literatur: P.-T. Stoll/ F. Schorkopf, WTO – Welthandelsordnung und Welthandelsrecht, 2002; WTO Information and Media Relations Division, Understanding the WTO. The World Trade Organization, 3. Aufl. Genf 2003, verfügbar unter http://www.wto.org/english/thewto_e/whatis_e/whatis_e.htm
(auch WFG 10 nach alter StudO)
Weitere Angebote: 10 461, 10 491
Kommentar: Aufbauend auf der Vorlesung zum Arbeitsrecht im Pflichtfachbereich werden Fragen des Individual- und des Kollektivarbeitsrechts vertieft. Berücksichtigung finden dabei der europarechtliche Kontext und rechtsvergleichende Aspekte. Im Hinblick auf die Perspektive der Rechtsgestaltung sollen nicht nur die Gestaltung des Arbeitsverhältnisses und von Verträgen im Bereich des kollektiven Arbeitsrechts Gegenstand der Veranstaltung sein, sondern es sollen auch praktische Probleme sowie Konfliktlösungsmechanismen vor allem im Bereich der betrieblichen Mitbestimmung aufgezeigt werden.
Literatur: Dütz, Arbeitsrecht (9. Aufl. erscheint im August), Junker, Grundkurs Arbeitsrecht, 4. Aufl. 2004 Vertiefung: Hromadka/Maschmann, Bd. 1 Individualarbeitsrecht, 3. Aufl. 2005, Bd. 2 Kollektivarbeitsrecht, 3. Aufl. 2004
Kommentar: Das Haftpflichtrecht vereint in sich die zivilrechtlichen Reak-tionen auf Verstöße gegen vertragliche Abreden und allgemein geltende ("deliktische") Verhaltensnormen. Wichtige Fragen betreffen Abreden zu Haftung (Garantie) und Haftungsausschluss, insbesondere in Allgemeinen Geschäftsbedingungen, sowie das allgemeine Schadensrecht. Behandelt werden auch die verschiedenen Modelle eines Schadensausgleichs, auf Grund Verschuldens, ohne Verschulden und als Versicherungsausgleich. Ein großer Teil der Veranstaltung gilt den speziellen Anwendungsbereichen, allen voran der Rechtsanwaltshaftung, aber auch der Produkthaftung, dem Straßenverkehrsrecht, der Arzthaftung und dem Arbeitsun-fallrecht.
Literatur: Kötz/Wagner, Deliktsrecht, 9. Aufl. 2001 Budewig/Gehrlein, Haftpflichtrecht nach der Reform, 2003
Kommentar: Familienrecht und Vertragsfreiheit zugleich Vertiefungsveranstaltung eheliches Güter- und Unterhaltsrecht Ziel der Veranstaltung: Zunächst sollen die Grundlagen erarbeitet werden. Dabei wird das Recht der Güterstände, des gesetzlichen Unterhalts und des Versorgungsausgleichs dargestellt und vertieft. Aufbauend darauf werden die Möglichkeiten vertraglicher Gestaltung dieser Materien ermittelt, sowohl als Ehevertrag bei Beginn einer Ehe als auch als konfliktlösende Scheidungsfolgenvereinbarung. Die herkömmlichen Vertragsformen sind durch die Rechtsprechung des BVerfG im Jahre 2002 und die darauf aufbauende revisionsgerichtliche Rechtsprechung grundlegend in Frage gestellt. In der Veranstaltung sollen die Spielräume der verbliebenen Vertragsfreiheit und konkrete Gestaltungsmöglichkeiten im Lichte der neuen Rechtssprechung gefunden werden. Die Veranstaltung wendet sich an Studierende mit fortgeschrittenen Zivilrechtskenntnissen und dient der familienrechtlichen Vertiefung im Schwerpunktbereich (Schwerpunkt 3 - Zivilrechtliche Rechtsberatung und Rechtsgestaltung - Obligatorischer Teil) oder der Wahlfachgruppe. Die wöchentliche Doppelstunde kann in der zweiten Hälfte des Semesters auch zu Blöcken zusammengefasst und als Kolloquium fortgesetzt werden.
WWW-Seite: http://www.rewi.hu-berlin.de/jura/inst/ifa/WS0506_Braeuer_Familienrecht_Aushang.pdf
Flexibilität im Arbeitsvertrag nach der Schuldrechtsmodernisierung
Kommentar: Zielgruppe: Diese Veranstaltung richtet sich vorrangig an Studenten im Hauptstudium Jura. Vorkenntnisse des englischen Rechtes sind nicht erforderlich. Die Veranstaltung wird in deutscher Sprache abgehalten, gute passive Kenntnisse der englischen Sprache (auch der englischen Fachsprache) sind jedoch hilfreich, um an den praktischen Übungen und Beispielen mitwirken zu können. Ziel des Seminars: In der anwaltlichen Praxis spielt der Umgang mit Vertragswerken, die dem englischen Recht unterliegen, eine immer bedeutendere Rolle. Von dem deutschen juristischen Berater wird auch hier zunehmend ein Grundverständnis erwartet. Neben Kenntnissen des Internationalen Privatrechtes sind die Kenntnis der Grundprinzipien des Common Law und der englischen Vertragsgestaltung unerlässlich, um eine effiziente Verhandlung englischer Verträge zu ermöglichen. Das Seminar wendet sich an Studierende, die einen ersten Einblick in die Grundlagen der englischen Vertragsgestaltung gewinnen möchten. Ein Skript wird am Tag des Seminars zur Verfügung gestellt. Der erste Teil dieser Blockveranstaltung (Vormittag) befasst sich mit den Grundzügen des Common Law und den theoretischen Grundlagen der zivilrechtlichen und arbeitsrechtlichen Vertragsgestaltung, die anschaulich und praxisrelevant vermittelt werden. Im zweiten Teil dieser Veranstaltung (Nachmittag) wird in einer Praxisübung ein deutscher Vertrag an die in Teil 1 erarbeiteten Grundsätze englischen Rechtes angepasst und so die praktischen Konsequenzen des Umganges mit dem englischen Recht aufgezeigt. Die Referenten Constanze Hewson und Edzard Clifton-Dey sind in der internationalen Anwaltssozietät Eversheds LLP tätig. Mandate mit internationalen Bezügen bilden den Schwerpunkt ihrer Tätigkeit. Beide Referenten sind in Deutschland als Rechtsanwälte zugelassen und in England und Wales als Solicitor. Aufgrund des Workshopkonzeptes ist die Teilnehmerzahl auf 20 Personen beschränkt. Anmeldung bitte spätestens bis zum 11. November 2005 unter Angabe von Name, Matrikelnummer, Fachsemester, E-mail-Adresse und Telefonnummer an das Institut für Anwaltsrecht an der Humboldt-Universität zu Berlin, Unter den Linden 6, 10099 Berlin (Raum E.10) (per E-mail: anwaltsinstitut@rewi.hu-berlin.de).
Literatur: Einen Überblick vermittelt Dieter Henrich/Peter Huber, Einführung in das englische Privatrecht, 3. Auflage 2003. Ein Skript wird am Tag des Seminars zur Verfügung gestellt.
WWW-Seite: http://www.rewi.hu-berlin.de/jura/inst/ifa/WS0506_Clifton-Dey_Hewson_Aushang_englische_Vertragsgestal%85.pdf
20.1. uns 21.1.
Kommentar: Mediation als Alternative zur klassischen gerichtlichen Streitschlichtung gewinnt - der Entwicklung in den USA folgend - auch in Deutschland zunehmend an Bedeutung. Ausge-hend vom Familienrecht als seiner ursprünglichen Domäne, hat die Mediation dabei Eingang in die verschiedensten Rechtsgebiete, wie z.B. ins Umwelt-, Bau-, Bank- und Gesellschaftsrecht gefunden. Ziel der Mediation ist es, zwischen den Parteien einen dauerhaften Interessenaus-gleich zu schaffen, wobei man bestehende Nachteile des gerichtlichen Verfahrens zu umgehen sucht, um so Einigungsmöglichkeiten zu schaffen, die mit einem konventionellen Gerichtsverfahren nicht zu erreichen sein würden. Die Konfliktparteien erarbeiten dabei eigen-ständig eine Lösung ihres Problems. Der Mediator, der selbst keine abschließende Entscheidungsbefugnis besitzt, führt die Verhandlungen der Parteien quasi als „Katalysator“ zu einem Ergebnis. Der Workshop führt anhand von Vorträgen und praktischen Übungen in das Thema und die Techniken der Mediation ein. Inhaltlichen Schwerpunkt bildet dabei die Familienmediation. Frau Wesel und Frau Grüning sind seit einigen Jahren als Mediatorinnen in der Familienmediation tätig Auf Wunsch kann ein Leistungsnachweis durch eine mündliche Prüfung erbracht werden.
Zivilverfahrensrecht - Einführung in Zivilprozessrecht und alternative Konfliktlösung
Kommentar: Gegenstand der Lehrveranstaltung sind die Grundlagen und Grundprobleme des Zivilprozessrechts im Vergleich mit Verfahren der Alternativen Konfliktlösung. Dabei werden auch die Schlichtungselemente des Zivilgerichtsverfahrens dargestellt und diskutiert (insbesondere Güteverhandlung und Bagatellverfahren). Unter den außergerichtlichen Verfahren der alternativen Konfliktlösung werden obligatorische und fakultative private und öffentliche Schieds- und Schlichtungsverfahren behandelt. Anerkennung zum Erwerb einer Schlüsselqualifikation: Vorbereitung eines Sitzungstermins durch materiellrechtliche Bearbeitung eines kleinen Falls oder Erstellung eines Thesenpapiers an Hand vorgegebener Leitfragen. Regelmäßige Teilnahme wird vorausgesetzt. Der Erwerb einer Schlüsselqualifikation ist nur möglich, wenn die Veranstaltung nicht als fakultative Veranstaltung für die Schwerpunktbereichsprüfung belegt wird. Literatur: Musielak, Grundkurs ZPO, 8. Auflage 2005 Henssler/Koch, Mediation in der Anwaltspraxis, 2. Aufl. 2004 Prütting (Hrsg.), Außergerichtliche Streitschlichtung. 2003 WWW-Seite: http://http://baer.rewi.hu-berlin.de/
(auch WFG 4, Ergänzungs- und Vertiefungsveranstaltung nach alter StudO)
Weitere Angebote: 10 502, 10 515, 10 516, 10 517, 10 518, 10 519, 10 522, 10 524, 10 576, 10 658
Schwerpunkt 3 - Zivilrechtliche Rechtsberatung und Rechtsgestaltung - Ergänzende Angebote
Kolloquium zum privaten Bau- und Immobilienrecht
Kommentar: Ziel der Veranstaltung ist es: für Praktiker - ein Forum für den Austausch über Fragen 'Rund um die Immobilie' zu bieten - Rekrutierungen geeigneten Nachwuchses vorzubereiten. für Doktoranden - ihre baurechtliche Arbeit vorzustellen und zu diskutieren; für Studenten und Referendare - etwas über privates Baurecht i.w.S. zu lernen, und ggf. ihre Berufschancen zu verbessern.
WWW-Seite: http://www.baurecht-humboldt.de/
Kommentar: Die Veranstaltung behandelt das Kapitalgesellschaftsrecht (einschließlich Konzernrecht und Umwandlungsrecht) sowie die Grundzüge des Kapitalmarkrechts (Schwerpunkte: Börsenzulassung, Finanzmarktaufsicht). Besondere Berücksichtigung finden dabei die ökonomischen Hintergründe der Regelungsprobleme, die europarechtlichen Vorgaben sowie die Schnittstellen mit dem Kapitalmarktrecht.
Literatur: Claussen, Bank- und Börsenrecht, 3. Aufl. 2003; Kümpel, Kapitalmarktrecht, 3. Aufl. 2004; Emmerich/Sonnenschein/Habersack, Konzernrecht, 8. Aufl. (erscheint im August 2005); Hueck/Windbichler, Gesellschaftsrecht, 20. Aufl. 2003; Grunewald, Gesellschaftsrecht, 6. Aufl. 2005 Vertiefung: Hüffer/Schmidt-Aßmann/Weber, Anteilseigentum, Unternehmenswert und Börsenkurs. Kapitalgesellschafts-, Kapitalmarkt- und Kartellrecht, 2005; K. Schmidt, Gesellschaftsrecht, 4. Aufl. 2002; Wiedemann, Gesellschaftsrecht, Bd. I 1980
Kommentar: Die Vorlesung behandelt Grundzüge des Vertragsrechts (insbesondere Vertragsschluss, Inhaltskontrolle, Leistungsstörungen) aus rechtsvergleichender Sicht. Dazu behandelt die Vorlesung jeweils Grundzüge des Internationalen Vertragsrechts auf Grundlage des Europäischen Vertragsrechts-Übereinkommens und der Brüsseler Zuständigkeits-Verordnung.
Literatur: Eine Auswahl von Literatur sowie eine vorläufige Gliederung der Vorlesung sind hier erhältlich: http://www.iuscomp.org/gd/courses/ver04rea.doc
WWW-Seite: http://www.iuscomp.org/gd/courses/ver04rea.doc http://www2.hu-berlin.de/gbz
Literatur: Hubmann/Götting, Gewerblicher Rechtsschutz, 7. Aufl. Chrocziel, Einführung in den Gewerblichen Rechtsschutz und das Urheberrecht, 2. Aufl. Eisenmann, Grundriss Gewerblicher Rechtsschutz und Urheberrecht, 5. Aufl.
Kommentar: Dargestellt wird das - gerade novellierte - deutsche und das europäische Kartellrecht. Entwickelt werden die verschiedenen Formen von Wettbewerbsbeschränkungen (horizontale/vertikale). Probleme der Marktherrschaft, des Diskrimminierungsverbotes, der Fusionskontrolle werden ebenso behandelt wie die Grundzüge der Welthandelsordnung und des Vergaberechts. Literatur: Schwintowski, Wettbewerbsrecht (GWB/UWG) 3. Auflage
Kommentar: Das Europarecht beeinflusst zunehmend das Privatrecht. In einem ersten Teil werden die wichtigsten konzeptionellen Probleme behan-delt, es geht um die Frage, welche Bedeutung Europarecht für nationales Privatrecht - harmonisiertes wie unharmonisiertes - haben kann. Der zweite Teil hat einzelne Bereiche zum Gegen-stand, in denen schuldvertragliche Regeln bereits harmonisiert sind. Dies reicht vom AGB-Recht, über das Recht der Absatzbeziehungen (mit elektronischem Geschäftsverkehr) bis hin zum Kaufrecht, Wertpapierhandel und Handelsvertreterrecht. Es wird darauf ein-gegangen, wie viel nationales Recht inzwischen bereits Europä-ischen Ursprungs ist und daher grundsätzlich anders anzuwenden ist. In einem dritten Teil wird ein Ausblick gegeben auf ein immer wahrscheinlicher erscheinendes Europäisches (Option-ales) Vertragsgesetzbuch.
Literatur: Grundmann, Europäisches Schuldvertragsrecth, 1999 Riesenhuber, Europäisches Vertragsrecht, 2003
Vergütungsfragen als Corporate Governance Problem
(auch WFG 4, 6 nach alter StudO)
C. Windbichler, J. Schwalbach
Kommentar: Fragen der Vergütung von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern rücken immer stärker in den Mittelpunkt der Corporate Governance Diskussion. Das interdisziplinär angelegte Seminar will sowohl die rechtlichen als auch die ökonomischen Fragen dieser Thematik beleuchten, wobei auch die Praxis in Form von Fallstudien einbezogen werden soll. Es ist geplant, dass eine Reihe von Themen von Studenten der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften arbeitsteilig bearbeitet werden. Im Anschluss an das Seminar (vorlesungsfreie Zeit) besteht die Möglichkeit, eine Studienarbeit anzufertigen, die auf dem Seminarstoff aufbaut. Das Seminar hat einen Umfang von 2 SWS.
Literatur: Michael Adams, Vorstandsvergütungen - die Fälle Mannesmann und DaimlerChrysler (pdf); Lucian Bebchuk/jesse M. Fried, Pay Without Performance, 2004; Kevin J. Murphy, Executive Compensation (pdf).
W. Nordemann
Kommentar: 1. Die Mängelaufklärung des Verkäufers nach neuem Kaufrecht 2. Die Einbindung der Mängelhaftung in das allgemeine Leistungsstörungsrecht: Das Verhältnis der Rechte des Käufers bei Mängeln zu anderen Rechten des Käufers, die auf Grund eines Sach- oder Rechtsmangels bestehen können 3. Vertragsschluss, Versteigerungsbegriff und Widerrufsrecht des Verbrauchers bei Internetauktionen 4. Die Haftung aus culpa in contrahendo bei Abbruch von Vertragsverhandlungen 5. Der Vertrag mit Schutzwirkungen für Dritte und die Haftung für Wertgutachten 6. Ansprüche und Haftung aus einem Letter of Intent 7. Gewährleistung und Haftungsausschluss beim Kauf gebrauchter Sachen 8. Freizeichnungsmöglichkeiten der Verkäufer mangelhafter Sachen 9. Haftungsbeschränkender Vereinbarungen in Unternehmens- und Beteiligungskaufverträgen 10. Vertragsstrafen- und Abfindungsklauseln in Partnerschaftsverträgen 11. Rechtsfragen rund um den finanzierten Erwerb so genannter „Schrottimmobilien“ 12. Ersatzangebote des Reiseveranstalters und Überbuchungsentschädigungen des Reisenden bei Ablehnung eines Ersatzangebotes 13. Die Missbrauchskontrolle von AGB-Klauseln durch den EuGH 14. Umrisse eines Europäisches Vertragsrechts Literatur: Erste einführende Literatur und Rechtsprechung zu den einzelnen Themen: (1) Gröschler, NJW 2005, 1601; (2) Kommentierungen zu § 437 BGB; zB Palandt/Putzo, § 437 Rn 48 ff.; (3) Peter Mankowski, JZ 2005, 444; BGH, Urteil vom 3. 11. 2004 - VIII ZR 375/03 = NJW 2005, 53; (4) Wertenbruch, ZIP 2004, 1525; (5) BGH, Urteil vom 20. 4. 2004 - X ZR 250/02 = NJW 2004, 3035; (6) Bergjan, ZIP 2004, 395; Lutter, Der Letter of Intent; (7) Burgmann/ Tiedtke, NJW 2005, 1153; (8) Tettinger, AcP 205 (2005), 1; (9) Seibt/Reiche, DStR 2002, 1181; Weigl, DNotZ 4/2005, 246; (10) Grziwotz, FPR 2005, 156; (11) Christian Hofmann, ZIP 2005, 688; BGH, Urteil vom 26. 10. 2004 - XI ZR 255/03 = NJW 2005, 664; (12) BGH, Urteil vom 11. 1. 2005 - X ZR 118/03 = NJW 2005, 1047; (13) Markwardt, ZIP 2005, 152; EuGH, Urt. v. 1.4.2004 - Rs C-237/02 = NJW 2004, 1647; (14) Staudenmayer, EuZW 2005, 103.
(auch WFG 4, 7 nach alter StudO)
Kommentar: Schwerpunktbereich 4, fremdsprachige Veranstaltung Die Rechnungslegung, ihre Offenlegung und Prüfung steht sowohl in Deutschland als auch in den USA und in anderen Ländern im Mittelpunkt der Diskussion um Verbesserung der Corporate Governance. Aufgrund der sich stetig vertiefenden Integration der internationalen und europäischen Kapitalmärkte und der wachsenden Vernetzung multinationaler Unternehmensgruppen besteht hier wachsender Bedarf nach Konvergenz und Vergleichbarkeit. Daher bietet sich diese Thematik in besonderem Maße für funktionsorientierte, rechtsvergleichende Betrachtungen an. Die angebotene Abschlussklausur betrifft die fachorientierte Fremdsprachenausbildung (§ 10 III StudO). Daneben besteht die Möglichkeit der Anfertigung einer Studienarbeit (in deutscher Sprache) im inhaltlichen Anschluss an die Veranstaltung.
Kommentar: Die Vorlesung richtet sich an alle Studierenden ab dem vierten Fachsemester. Behandelt wird die Besteuerung unternehmerischen Handelns in Form von Einzelunternehmen, Personengesellschaften. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die steuerliche Gewinnermittlung.
Literatur: Literatur: Literaturempfehlungen werden zu Beginn der Veranstaltung gegeben. Erforderliche Materialien: Abgabenordung, Einkommensteuergesetz, Gewerbesteuergesetz, Körperschaftssteuergesetz, Handelsgesetzbuch
Kommentar: Das Bilanzrecht ist in den letzten Jahren zu einer der Kernmaterien des Unternehmens- und Kapitalmarktrechts geworden. Unternehmensführung und deren Kontrolle (corporate governance) hängen maßgeblich von der Qualität der Unternehmenspublizität ab. Kernpunkt dieser Zwangspublizität sind Rechnungslegungsregeln und -standards. Da in der Europäischen Union in Zukunft für Kapitalgesellschaften die Verwendung von International Accounting Standards (IAS)/International Financial Reporting Standards (IFRS) vorgeschrieben wird, soll der Kurs eine Einführung in dieses neue System der Unternehmensrechnung geben. Vergleichend werden die handelsrechtlichen Vorschriften herangezogen. Die Veranstaltung konzentriert sich auf die Änderungen im System der Rechnungslegung, die mit der Verwendung von IAS/IFRS einhergehen. Neben rechtswissenschaftlichen Fragestellungen wird die ökonomische Funktionsweise der neuen Regelungen erörtert. Es wird eine Semesterabschlußklausur für Studierende der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät angeboten. Dies ist die Teilklausur im Rahmen des Wahlpflichtfaches "wirtschaftlich relevante Teile des Rechts" in der Wahlfachgruppe Gesellschaftsrecht. Literatur: Wagenhofer, Alfred; International Accounting Standards, Wien, Frankfurt am Main, Neuauflage 2003
Literatur: Hubmann/Götting, Gewerblicher Rechtsschutz, 7. Aufl. Ilzhöfer, Patent-, Marken- und Urheberrecht - Leitfaden für Ausbildung, 5. Aufl. Eisenmann, Grundriss Gewerblicher Rechtsschutz und Urheberrecht, 5. Aufl. Nordemann, Wettbewerbs- und Markenrecht, 10. Aufl.
Comparative Antitrust Law Europe - USA
(auch WFG 7, Ergänzungs- und Vertiefungsveranstaltung nach alter StudO)
T. Bodewig, G. Alexander
Kommentar: Das Seminar wird in englischer Sprache durchgeführt. Ziel ist es, anhand einiger typischer kartellrechtlicher Probleme Unterschiede des materiellen Rechts in den USA und der Europäischen Union sowie im Durchsetzungsverfahren herauszuarbeiten.
J. Adrian, T. Bodewig, W. Nordemann
Literatur: Literaturhinweise werden im Zusammenhang mit den Seminararbeiten von den betreuenden Hochschullehrern gegeben.
S. Grundmann, E. Schwark
Kommentar: Seminar zu ausgewählten aktuellen Themen des Bank-, Kapitalmarkt- und allgemeiner des Unternehmensrechts mit Beteiligung von 2 - 3 Praktikern als sachverständige Gäste
Literatur: Schwintowski/Schäfer, Bankrecht Bankrecht, Beck-Texte im dtv Literatur zu den Einzelthemen am Lehrstuhl
Kommentar: Die Vorlesung dient der Vermittlung von Grundkenntnissen des englischen und US-amerikanischen Rechts. Gegenstand sind Historie, System, Gerichtsbarkeit etc. Die verschiedenen Rechtsgebiete des Zivil-, Verfassungs-, Verwaltungs- und Strafrechts werden angesprochen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf den Nahtstellen mit dem Gewerblichen Rechtsschutz und Urheberrecht. Literatur: v. Bernstorff, Einführung in das englische Recht; Blumenwitz, Einführung in das anglo-amerikanische Recht; Hay, US-Amerikanisches Recht
Einführung in das öffentliche Energiewirtschaftsrecht
(auch WFG 4, WFG 6 nach alter StudO)
Kommentar: Mit dem neuen Energiewirtschaftsgesetz wird die Regulierung der Strom- und Gasnetze herbeigeführt. Welche Anforderungen stellen sich den Unternehmen? Wie sind die Verfahren der Regulierungsbehörde und der Gerichte organisiert? Dazu gehört auch ein Blick auf das - ebenfalls novellierte - Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen: Welche Instrumente stellt es für den Umgang mit Strom- und Gaspreiserhöhungen zur Verfügung?
Literatur: Schneider/Theobald, Handbuch zum Recht der Energiewirtschaft, 2003; Markert, Kartellrecht und sektorspezifische Regulierung im Strom- und Gassektor nach dem neuen Energiewirtschaftsgesetz (EnWG 2005); Festschrift für Jens, erscheint Okt. 2005; Becker, Wer ist der Gesetzgeber im Energiewirtschaftsrecht?, ZNER 2005, 106.
WWW-Seite: http://www.bbh-marburg.de
H.-P. Schwintowski, C. Brömmelmeyer
Kommentar: Das Seminar beschäftigt sich mit aktuellen, ausgewählten Fragen zum deutschen und europäischen Wirtschaftsrecht. Im Zentrum stehen Konflikte, die durch den europäischen Gesetzgeber oder durch den europäischen Gerichtshof gelöst wurden oder gelöst werden müssen. Seminarthemen können - soweit noch frei - im Sekretatriat gebucht werden. Die Anfertigung der Studienarbeit ist möglich. Das Seminar findet überwiegend in Blockform am 09./10. Februar 2006 im Jagdschloss Glienicke statt.
Literatur: Mestmäcker/Schweitzer, Europäisches Wettbewerbsrecht, 2004
Kommentar: Dargestellt wird das Personengesellschaftrecht anhand der einschlägigen Gesellschaftsformen (GbR/OHG/KG/GmbH & Co. KG/Stille Gesellschaft/EWIV-Partnerschaften). Herausgearbeitet werden die Grundlinien des auf Organisationsstrukturen orientierten Gesellschaftsrechtes gegenüber dem vertikalen Austauschvertrag. Differenziert wird gegenüber den Kapitalgesellschaftsrecht. Bezüge zum Steuerrecht und zum Bilanzrecht werden gelegentlich hergestellt. Praktische Fälle in Form von Musterklausuren werden bearbeitet. Literatur: Klaus J. Hopt, Gesellschaftsrecht, Juristischer Studienkurs, WWW-Seite: http://www.rewi.hu-berlin/lehrstuehle/Schwintowski/
Kommentar: Die Veranstaltung richtet sich vorrangig an Studenten mit dem Schwerpunktbereich 4, bzw. dem Wahlfach "Internationales Privatrecht, Rechtsvergleichung (WFG 7)", aber auch an alle anderen Interessierten. Aufgrund der immer enger werdenden internationalen Verflechtungen in der Wirtschaft hat auch der Anwalt bzw. die Anwältin zunehmend mehr Mandate mit internationalen Bezügen zu betreuen. Rechtliche Grundlage der Beratung bilden dabei u.a. das Internationale Privatrecht (IPR), das Internationale Zivilprozeßrecht (IZPR) (innerhalb der europäischen Union die Verordnung (EG) Nr. 44/2001 des Rates vom 22. Dezember 2000 über die gerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen (EuGVO). Zu diesen Gebieten vermittelt die Vorlesung einen Überblick. RA Dr. Brand ist in der Sozietät Redeker, Sellner, Dahs und Widmaier, einer überörtlichen Rechtsanwaltskanzlei tätig. Mandate mit internationalen Bezügen bilden einen Schwerpunkt seiner Tätigkeit. Seiner Vorlesung wird er deshalb Fälle aus der Praxis zugrunde legen, um einerseits die Struktur der rechtlichen Regelungen anschaulich zu vermitteln und andererseits um zu zeigen, wie die Umsetzung des internationalen Prozeßrechts im "wirklichen Leben" funktioniert.
Moot-Court im UN-Kaufrecht (13th Willem C. Vis Int. Arbitration Moot)
T. Stapperfend, M. Heintzen, F. Grube
Kommentar: Das Steuerrechtliche Seminar findet im Februar 2006 als Blockseminar statt und richtet sich auch an Anfänger. Weitere Informationen sind auf der homepage von Prof. Stapperfend (auch die zu vergebenden Themen) zu finden.
Rechtsvergleichendes Seminar zum Kartell- und Regulierungsrecht
Kommentar: Das Seminar findet am 20. und 21. Januar 2006 als Blockveranstaltung statt. Dazu erfolgt eine Vorbesprechung am 17. Oktober 2005 um 18.00 Uhr in Raum 124, BE 1. weitere Informationan s. Aushang am Lehrstuhl
Literatur: Wird in der Vorbesprechung angegeben.
Kommentar: Die Vorlesung stellt zunächst den materiellen Teil des deutschen Wettbewerbsrechts (UWG und Nebengesetze) vor. Nach einer Darstellung der wettbewerbsrechtlichen Grundlagen und von wichtigen Grundbegriffen erfolgt eine Erörterung der verschiedenen Fallgruppen Kundenfang, Behinderung von Mitbewerbern und Rechtsbruch. Weitere Veranstaltungen sind dann den Rechtsfolgen (Aktiv- und Passivlegitimation, Anspruchsarten) sowie vor allem der Durchsetzung der Ansprüche in der Praxis gewidmet. Die Veranstaltung berücksichtigt selbstverständlich die Neuerungen durch die UWG-Novelle 2004. Dr. Nordemann ist hauptberuflich Rechtsanwalt in Berlin und arbeitet in seiner Praxis schwerpunktmäßig u.a. im Wettbewerbsrecht. Die Vorlesung enthält deshalb viele anschauliche Beispiele für die praktische Anwendung des UWG. Schein: Bitte Rücksprache mit dem Lehrbeauftragten (insbesondere wegen Schwerpunktbereich §§ 21 ff. PrüfungsO (neu), LL.M.-Studiengang und Erasmus-Studium); kein Schein im Hinblick auf WFG5 (alt)
Literatur: Berlit, Wettbewerbsrecht, 5. Aufl. 2004 Boesche, Wettbewerbsrecht, 2005 Eisenmann/Jautz, Grundriß Gewerblicher Rechtsschutz und Urheberrecht, 5. Aufl. 2004 Emmerich, Unlauterer Wettbewerb, 10. Aufl. 2004 Lettl, Das neue UWG, 2004 Nordemann, Wettbewerbsrecht und Markenrecht, 10. Aufl. 2004 WWW-Seite: http://www.nordemann.de/
Weitere Angebote: 10 471, 10 701
Schwerpunkt 4 - Europäisierung und Internationalisierung des Privat- und Wirtschaftsrechts - Ergänzende Angebote
Umwandlung des Römischen Schuldvertragsübereinkommens in eine EG-Verordnung
(auch Ergänzungs- und Vertiefungsveranstaltung, Angebot für ausländische Programmstudierende nach alter StudO)
Arbeitsgemeinschaft im IPR
(auch WFG 9, Ergänzungs- und Vertiefungsveranstaltung nach alter StudO)
Kommentar: In juristischer Hinsicht stellt das Umweltrecht- und Planungsrecht eine besondere Herausforderung dar. Denn im Unterschied zu anderen Rechtsdisziplinen setzt es sich aus einer Vielzahl von Gesetzen – z. B. BImSchG, Kr-W-/AbfG oder UIG –, Instrumenten – z. B. Emissionslizenzen oder Umweltabgaben – und Rechtsbereichen – z. B. hoheitliche Genehmigung von Anlagen nach §§ 4 ff. BImSchG, zivilrechtliche Haftung nach § 32 ff. GenTG, Straftaten gegen die Umwelt nach §§ 324 ff. StGB – zusammen. Von herausragender Bedeutung ist das Instrumentarium der Planung, da dieses das wichtigste Element der im Umweltschutz als vorrangig geltenden vorsorgenden Umweltgestaltung ist. Die Vorlesung wird einen Überblick über die Grundlagen des Umweltschutzes, die Umweltrechtsprinzipien (z. B. Vorsorgeprinzip und Verursacherprinzip), die Instrumente des Umweltrechts sowie über das Umweltzivilrecht, das Umweltstrafrecht und das öffentliche Umweltrecht geben.
Literatur: Umweltrecht (Vorschriftensammlung), dtv, 16. Aufl. (2004). Kloepfer, Umweltrecht, 3. Aufl. (2004). Wolf, Umweltrecht (2002). Erbguth / Schlacke, Umweltrecht (2004). WWW-Seite: Homepage der Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit: http://www.bmu.de Bundesumweltamt: http:
Kommentar: Das Finanz- und Haushaltsverfassungsrecht, das im X. Abschnitt des Grundgesetzes über das „Finanzwesen“ (Art. 104a – 115 GG) geregelt ist, wird in der Ausbildungsliteratur meist vernachlässigt, obwohl es im politischen und wirtschaftlichen System der Bundesrepublik Deutschland eine sehr wichtige Rolle spielt. Die verfassungsrechtliche Ordnung der Aufbringung, Verwaltung, Verteilung und des Ausgebens staatlicher Finanzmittel ist ein bestimmender Faktor der innerstaatliche Machtverteilung. Erst vor diesem Hintergrund werden die mitunter schwer verständlichen politischen Entscheidungsprozesse gedanklich nachvollziehbar. Der Abschnitt über das Finanzwesen besteht einerseits aus der Finanzverfassung i. e. S. (Art. 104a – 108 GG) und andererseits aus der Haushaltsverfassung (Art. 109 – 115 GG). Die Finanzverfassung regelt neben der Verteilung der finanziellen Lasten zwischen Bund und Ländern (Art. 104a GG) die Steuergesetzgebungshoheit (Art. 105 GG), die Steuerertragshoheit (Art. 106 GG), den Finanzausgleich (Art. 107 GG) und die Steuerverwaltungshoheit (Art. 108 GG). Demgegenüber befasst sich das Haushaltsverfassungsrecht mit der Gesamtheit der auf die staatlichen Einnahmen und Ausgaben bezogenen Vorgänge. Hierunter fallen insbesondere die Grundsätze der staatlichen Haushaltswirtschaft (Art. 109 GG), die Vorgaben für den Bundeshaushaltsplan und das Bundeshaltsgesetz (Art. 110 GG), die Rechnungsprüfung (Art. 114 GG) sowie die Zulässigkeit der staatlichen Kreditaufnahme (Art. 115 GG).
Literatur: Henneke, Öffentliches Finanzwesen – Finanzverfassung, 2. Auflage (2000). F. Klein, Öffentliches Finanzrecht, 2. Aufl. (1993). Schuy, Haushaltsrecht (Vorschriftensammlung), 21. Auflage (2005). Isensee/P. Kirchhof, Handbuch des Staatsrechts, Bd. IV, 2. Aufl. (1999), S. 3-426. F. Kirchhof, Grundriß des Steuer- und Abgabenrechts, 2. Auflage (2001). Kloepfer, Globalsteuerung und Grundgesetz, Jura 1979, S. 13 ff. Kloepfer, Grundzüge des Haushaltsverfassungsrechts, Jura 1979, 179 ff. WWW-Seite: http://Übersicht über das öffentliche Finanzrecht unter www2.jura.uni-halle.de/download/kluth/FRANZ/schaufinanz.pdf. Jakob, Sk
P. Bultmann
Versammlungsrecht (mit versammlungsrechtlicher Fallbearbeitung)
Kommentar: Das Versammlungsrecht bietet als Schnittstelle zwischen Verfassungsrecht und Polizeirecht interessante materiell-rechtliche und verfahrensrechtliche Aspekte. Ihm kommt erhebliche praktische Bedeutung zu. Die Lehrveranstaltung behandelt das Rechtsgebiet vornehmlich fallbezogen anhand der Leitentscheidungen des Bundesverfassungsgerichts sowie der jüngeren Rechtsprechung der Verwaltungsgerichte und der Literatur in Form mündlicher Fallbesprechungen und unterstützender Lösungsskizzen. Die Lehrveranstaltung wendet sich an Studierende im Hauptstudium, die die Grundkurse des Öffentlichen Rechts im Hauptstudium erfolgreich besucht haben.
Literatur: Vorbereitende Lektüre: Grundrisse
Anwaltliche Projektbegleitung im Planungsrecht
U. Battis u.a.
Kommentar: Blockseminar zusammen mit dem Institut für Anwaltsrecht an der Humboldt-Universität zu Berlin. Studierende höherer Semester absolvieren bei einem Rechtsanwalt ein Praktikum und begleiten dort einen „größeren“ Fall. Die wesentlichen Probleme des Falls werden in einer Seminararbeit aufbereitet. In einem Blockseminar werden die Ergebnisse referiert und mit den betreuenden Rechtsanwälten diskutiert. Die Blockveranstaltung soll gegen Ende des Wintersemesters 2005/2006 in Berlin stattfinden. Es wird ein Seminarschein erteilt (auch WF 9 nach alter StudO). Interessenten können sich ab sofort bewerben. Um Kopien der bisherigen Leistungsnachweise wird gebeten. Bewerber mit Vorkenntnissen im Bau-, Planungs- oder Umweltrecht sind besonders willkommen. Vorbesprechung in der 1. oder 2. Vorlesungswoche des Wintersemesters Bewerbungen sind im Sekretariat Prof. Dr. Dr. h.c. Ulrich Battis abzugeben. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an das: Anwaltsinstitut (Raum E10), Telefon: 2093-3578, anwaltsinstitut@rewi.hu-berlin.de WWW-Seite: http://www.rewi.hu-berlin.de/jura/inst/ifa/
Schwerpunkt 5 - Staat und Verwaltung im Wandel - Ergänzende Angebote
Staats- und Amtshaftung im Spiegel der Rechtsprechung
Kommentar: Was haben das Jahrhunderthochwasser, die Besoldung von Hochschullehrern, der Bau von Einfamilienhäusern, die Errichtung und Nutzung von Sporthallen, das Aufstellen von Windkrafträdern oder die Betreuung von Kindern in fremden Familien gemeinsam? Solche Sachverhalte waren und sind Gegenstand der Rspr., in der es um Ersatzansprüche gegen den Bund, die Länder oder die Kommungen geht. Die anzuzeigende Lehrveranstaltung stellt in Ergänzung zur Vorlesung des Allgemeinen Verwaltungsrechts die Entwicklung und heutige Situation des Staatshaftungsrechts dar. Die geblockte Lehrveranstaltung enthält im Wechsel Vorlesungs- und Übungsphasen, um die verwirrende Systematik des Staatshaftungsrechts an Hand neuerer Entscheidungen in der Rspr. zu erläutern, zugleich aber anwendungsbereite und auch für die Klausurlösungrelevante Fertigkeiten zu vermitteln. Die Veranstaltung richtet sich nicht nur an die in der unmittelbaren Examensvorbereitung stehenden Studenten, sondern wendet sich auch an Studierende im Hauptstudium, die die Grundkurse des Öffentlichen Rechts im Hauptstudium besuchen. Zeit und Ort: geblockt v. 03.11.2005 bis 05.11.2005 ganztätig Am 03.11.2005 im Raum UL6-3085a von 09.15 bis 17.45 Uhr, am 04.11.2005 im Raum BE1-139a von 09.15 bis 17.45 Uhr und am 05.11.2005 im Raum BE1-139a von 10.15 bis 15.45 Uhr. Literatur: Grobgliederung: 1. Teil: Vom Chaos zum Staatshaftungssystem Regelungsbereich und Funktionen der Staats- und Amtshaftung; geschichtliche Aspekte; heutige Situation; systematisierungsversuche 2. Teil: Einzelne Ansprüche Amtshaftung; Aufopferung; die Enteignung; enteignender und enteignungsgleicher Eingriff; Unterlassungs-, Beseitigungs- und Herstellungsanspruch; europarechtlicher Staatshaftungsanspruch. 10 552
Seminar Russischer Föderalismus
WWW-Seite: http:/www.rewi.hu-berlin.de/inst/ibr/
Kommentar: In der Vorlesung werden zum einen das Recht der Straßenplanung - exemplarisch auch für andere Bereiche der Fachplanung (z.B. Eisenbahn, Flugplätze, Wasserstraßen) - behandelt. Zum anderen geht es in der Vorlesung um die Straßenbenutzung (Gemein- und Anliegergebrauch, Sondernutzung) und die diesbezüglichen Einschränkungsmöglichkeiten. Dabei werden auch aktuelle Themen, etwa die Einschränkung des KFZ-Verkehrs in Innenstädten aufgrund überhöhter Feinstaubbelastungen, behandelt. Weiterer Schwerpunkt der Vorlesung sind die im Zusammenhang mit der Straßenplanung und Straßenbenutzung bestehenden Rechtsschutzmöglichkeiten.
Die horizontale Dimension des europäischen Verfassungsbundes
Kommentar: In jeder Stunde wird ein Rechtstext ausgeteilt - Gerichtsentscheidungen, Verträge oder Entscheidungen internationaler Organisationen -, der dann gemeinsam erörtert wird. Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt. Damit soll deutlich gemacht werden, dass das Englische die Sprache des internationalen Rechtsverkehrs geworden ist.
Literatur: Die behandelten Rechtstexte beleuchten die gesamte Breite des Völkerrechts, einschließlich des Rechts der internationalen Organisationen. Auf jedem Textblatt wird die einschlägige Spezialliteratur angegeben.
Einführung in das Medien-, Telekommunikations- und Internetrecht
Kommentar: Der erste Teil der Vorlesung befasst sich mit den Rechtsgrundlagen, insbesondere dem regulatorischen Rahmen, des Kommunikationsrechts. Dabei werden die Grundzüge des Rundfunkrechts und des Telekommunikationsrechts behandelt. Berücksichtigt werden die verfassungsrechtliche Einordnung sowie die europarechtlichen Zusammenhänge. Insbesondere beim Telekommunikationsrecht wird auf die zugrunde liegenden Richtlininen und die Rolle der Europäischen Kommission eingegangen. Einen weiteren Schwerpunkt bildet das Internetrecht. Hier spielen Fragen der Vertragsgestaltung eine wesentliche Rolle. Anhand von allgemein zugänglichen Beispielen für verschiedene Verträge werden die verschiedene Vertragstypen (Telefon- und Handyverträge, Service Level Agreements, Zusammenschaltungverträge, online-shopping etc.)geprüft. Auf Wunsch kann eine mündliche Prüfung absolviert werden.
Literatur: Einen Überblick vermittelt Fechner, Medienrecht, 4. Aufl., Tübingen 2003 (Fragen des Urheberrechts werden in der Vorlesung nicht behandelt). Für das Telekommunikationsrecht eignet sich Schütz, Kommunikationsrecht, München 2005 als Einstieg. Einen Überblick über das Internetrecht bietet Schuster, Vertragshandbuch Telemdia, München 2001. Hoeren, Grundzüge des Internetrechts 2. Aufl., München 2002 Haug, Grundwissen Internetrecht, 2005 Petersen, Medienrecht: Lehrbuch/Studienliteratur, 2. Aufl. 2005 Weitere Hinweise auf aktuelle Literatur und Rechtsprechung werden in der Vorlesung gegeben
Weitere Angebote: 10 501, 10 517
Schwerpunkt 6 - Recht der internationalen Gemeinschaft und Europäischen Integration - Ergänzende Angebote
Kommentar: Die AG wird in diesem Semester als Blockveranstaltung im Februar 2006 angeboten (ggf. bereits mit einem Termin im Januar 2006). Sie ist wieder als examensvorbereitende Lehrveranstaltung konzipiert. Nähere Infos sind unter http://www.agvoelkerrecht.de eingestellt.
(auch WFG 6, Ergänzungs- und Vertiefungsveranstaltung nach alter StudO)
Europarecht in Fällen (Leitentscheidungen des EuGH)
A. Becker, M. Wendel
Kommentar: Die Vorlesung behandelt die völkerrechtlichen, europarechtlichen und nationalen Grundlagen des Luft- und Weltraumrechts. Nach der systematischen Einordnung der Rechtsgebiete wird der Schwerpunkt auf die Erörterung aktueller Einzelfragen gelegt.
Literatur: Schwenk/Giemulla, Handbuch des Luftverkehrsrechts, 3. Aufl. 2005; von Kries/Schmidt-Tedd/Schrogl, Grundzüge des Raumfahrtrechts, 2002; Häußler, Räume im Völkerrecht: Luft-, See- und Weltraumrecht im Überblick, JA 2002, 817ff.; Ipsen, Völkerrecht, 5. Aufl. 2004, §§ 55, 56; Hobe/Kimminich, Einführung in das Völkerrecht, 8. Aufl. 2004, Kap. 16; Zeitschrift für Luft- und Weltraumrecht (ZLW).
Weitere Angebote: 10 505, 10 514
Kommentar: Die Vorlesung behandelt Grundzüge des Völkerstrafrechts, des europäischen Strafrechts sowie die internationalen Bezüge des deutschen Strafrechts. Der völkerstrafrechtliche Teil umfasst insbesondere Entwicklung und Stand des Völkerstrafrechts. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Römischen Statut des Internationalen Strafgerichtshofes und der Praxis der internationalen Strafgerichtshöfe. Im europarechtlichen Teil werden strafrechtlich bedeutsame Entwicklungen im europäischen Recht aufgezeigt und ihre Wirkungen auf das deutsche Recht behandelt. Im Rahmen der internationalen Bezüge des deutschen Strafrechts werden das Strafanwendungsrecht, das Völkerstrafgesetzbuch sowie ausgewählte Probleme der internationalen Zusammenarbeit in Strafsachen besprochen. ACHTUNG: Die Veranstaltung beginnt am 1. November 2005!!!
Schwerpunkt 7 - Deutsche und internationale Strafrechtspflege - Ergänzende Angebote
Schwerpunkt 8 - Ausländisches Recht / Angebote ausländischer Partneruniversitäten - Ergänzende Angebote
G. Oldenburg, R. Pawlak
Kommentar: Der sichere Umgang mit dem Computer gehört heutzutage zu den Grundanforderungen an jeden jungen Juristen. Im Kurs Juristisches Arbeiten mit Computern, den die Mitarbeiter des Instituts für das Recht der Informations- und Kommunikationstechnik im Wintersemester 2005/2006 anbieten, erlernen Sie diese Grundfertigkeiten. Schwerpunktmäßige Themen sind die Nutzung verschiedener juristischer Datenbanken und die professionelle Verwendung von Textverarbeitungs-Software.
WWW-Seite: http://www.rewi.hu-berlin.de/index.php?path=./jura/inst/iuk&lang=de
Morphologie der Gesetzesformen
Kommentar: ÜBERSICHT ÜBER DIE VORLESUNG : Die Vorlesung (VL) behandelt Formen der Gesetzgebung in verschiedenen Rechtsgebieten übergreifend im Vergleich. Die VL beginnt damit, wie viele Gesetze und Verordnungen (VO) und Vorschriften es derzeit überhaupt gibt und wie die aktuelle Phase der Deregulierung durch Aufhebung zahlreicher Gesetze daran anknüpft. Es folgen Darstellungen über den inneren Aufbau von Gesetzen im deutschen Recht. Das Verhältnis von Ursprungs-, Stamm- und Novellengesetzen wird behandelt. Weiter wird der Frage nachgegangen: Wie gestaltet sich das Verhältnis von Gesetzen und VOen in den einzelnen Rechtsgebieten? Ein weiterer Schwerpunkt ist die Gliederung in große Kodifikationen und einzelne Gesetze. Hierbei werden auch Lösungen anderer EU-Staaten vergleichend einbezogen, z.B. Italien, Frankreich, Polen, Ungarn. Zur deutschen Schuldrechtsreform werden die Alternativen des Einbaus neuer Regelungen in das BGB und die Schaffung von Einzelgesetzen gegenübergestellt. Der Dozent berichtet hier z.B. über Alternativmodelle im Vermittlungsausschuss zum Reisevertragsrecht (er war damals in der Geschäftsstelle tätig). Es soll ferner umfassend informiert werden über einen neuen Typ der Gesetzgebung, die sog. Zeitgesetzgebung ("sunset legislation"): Gesetze und VOen werden nur für bestimmte Zeit erlassen. Auf Bundesebene ist diese Form nur punktuell eingesetzt, hingegen in der Landesgesetzgebung bei einer Reihe von Bundesländern umfassend. Es ist ferner die Hinzuziehung von Experten aus der Gesetzgebung vorgesehen. Ein ehemaliger Abt.-Leiter berichtet über das Modell eines Umweltgesetzbuches, ein Ministerialbeamter über den Abschluss des Sozialgesetzbuches mit 12 Büchern nach 3ojähriger Vorbereitungs- und Umsetzungszeit (auch Vergleich von ursprünglicher Konzeption und Endgestaltung). Ein Höhepunkt ist der gemeinsame Bericht von 2 Staatssekretären der Länder zum Ringen um ein Arbeits(vertrags)gesetzbuch; hier ist der Gesetzgebungsprozess ebenfalls noch nicht abgeschlossen. An konkreten Beispielen aus dem Gesetzes- und dem Verordnungs-Recht soll schließlich aufgezeigt werden, wie intensiv die nationale Gesetzgebung durch die Vorgaben des EU-Rechts heute geprägt wird. Auch dies soll rechtsgebiets-übergreifend behandelt werden. Literatur: Literaturhinweise werden zu Beginn der VL gegeben. Ferner wird mit Übersichten zu konkreten Gesetzen in Rechtsgebieten auf der Basis der Sammlung des BMJ gearbeitet werden. Auch die Tagesordnungen im Bundesrat werden herangezogen werden. 10 653
Kommentar: Ziel der Veranstaltung ist es, verschiedene Situationen, in denen Recht kommuniziert wird, praktisch durchzuspielen und die Vermittlung der jeweiligen rechtlichen Entscheidungen einzuüben. Denn es kommt nicht nur darauf an, Entscheidungen zu treffen oder über rechtliche Sachverhalte zu informieren. Wichtig ist, dass der Adressat dies auch versteht. Im Einzelnen geht es um den Presseauftritt eines Ministers oder einer Ministerin, die Pressemitteilung, den Pressevortrag, die Pressekonferenz usw. Neben der kommunikativen Situation soll das zu vermittelnde Rechtsproblem vertieft werden. Gedacht ist hier an aktuelle Fragen aus dem Polizei- und dem öffentlichen Dienstrecht sowie dem Staats- und Verfassungsrecht. Die Veranstaltung ist stark praxis-orientiert. Zu Beginn der Veranstaltungsreihe besteht die Möglichkeit, die inhaltlich-rechtlichen Fragestellungen gemeinsam festzulegen. Am zweiten Veranstaltungstag findet ein Besuch im Presse- und Informationsamt der Bundesregierung statt, um die praktische Arbeit vor Ort kennen zu lernen. Inhaltlich werden an diesem Tag die Grenzen der Öffentlichkeitsarbeit behandelt. Literatur: Literaturhinweise und weitere Hinweise zur konkreten Ausgestaltung werden zu Beginn der Veranstaltung gegeben.
Einführung in die Rechtsberatung/Vertragsgestaltung im privaten Bau- und Architektenrecht
Kommentar: Baurechtsfälle haben sowohl in der anwaltlichen als auch in der gerichtlichen Praxis eine ganz erhebliche Bedeutung. Richter werden in ca. 20% ihrer Verfahren mit diesem Rechtsgebiet konfrontiert. Zugleich stellt die beratende Tätigkeit im privaten Baurecht eine der größten Einnahmequellen der Anwaltschaft dar. Die Praxis reagierte kürzlich auf den hieraus folgenden Fortbildungsbedarf und führte Ende des Jahres 2004 den Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht ein. Der Lehrstuhl bietet mit dem Praktikerseminar "BauStelle" bereits seit längerem ein Forum für interessierte Baurecht-ler. Die obige Veranstaltung soll Ihnen als Studierende die Möglichkeit geben, sich für diesen spannenden wirtschaftsrechtlichen Berufszweig zu qualifizieren. Mit der Teilnahme an der Schlüsselqualifikation lernen Sie das Werkvertragsrecht aus der vertragsgestaltenden Per-spektive kennen und haben zugleich die Möglichkeit examensrelevante Rechtsfragen zu wie-derholen und zu vertiefen. Inhaltlich werden u. a. folgende Schwerpunkte gesetzt: - Einführung in die Grundlagen der Mandantsbearbeitung im privaten Bau- und Architek-tenrecht - Befassung mit den Kerngebieten des Bauwerkvertragsrechts aus anwaltlicher Sicht. Die Einladung von erfahrenen Praktikern gewährleistet die gewünschte Verbindung zwischen Theorie und Praxis. Über die Schlüsselqualifikation können Sie weiterhin ein Zertifikat "Bau- und Architekten-recht in der anwaltlichen Praxis" erwerben. Dieses Angebot wendet sich auch an Referendare. Weitere Einzelheiten zu dem Inhalt dieses – freiwilligen - Studienangebots erfahren Sie in Kürze auf der Homepage des Lehrstuhls und unter www.baurecht-humboldt.de. WWW-Seite: http://www.rewi.hu-berlin.de/jura/ls/srd/
Kommentar: Die Bereicherung des juristischen Vortrags durch eine PowerPoint-Präsentation und die Ergänzung juristischer Texte durch Schaubilder gewinnen zunehmend an Bedeutung. In der Lehrveranstaltung werden die hierfür erforderlichen technischen Fähigkeiten im Umgang mit PowerPoint vermittelt und anhand von Beispielen aus dem Bereich des Rechts eingeübt. Neben dem Erwerb dieser praktischen Grundvoraussetzungen wird immer wieder die Frage eine Rolle spielen, wie das Programm speziell für die juristische Arbeit nutzbar gemacht werden kann. Durch die Visualisierung von konkreten Texten sollen erste Erfahrungen mit der grafischen Umsetzung und den in diesem Zusammenhang auftretenden Problemen gesammelt und reflektiert werden. Voraussetzung für die Teilnahme ist der sichere Umgang mit einem anderen Office-Programm, z. B. Word. Da verpasster Unterrichtsstoff immer zulasten der Gruppe geht, wird ausdrücklich um den regelmäßigen Besuch der Veranstaltung gebeten. Die Veranstaltung umfasst 3 SWS und findest wöchentlich dienstags von 18.15-20.30 Uhr statt. Der Erwerb eines Leistungsnachweises ist nicht möglich. max. 12 Teilnehmer(innen) ---------------------------- Verbindliche Anmeldung Di, den 4.10. zw. 8 und 12 Uhr und Do, den 6.10. zw. 8 und 10 Uhr persönlich bei Nicola Pridik, Raum 43 (Kommode) 10 656
Wirtschafts- und Unternehmensstrukturen der Gegenwart am Beispiel der Deutschen Bahn ( Deutsche Bahn)
1.12. und 8.12.
R. Schröder, N.N. (Deutsche Bahn AG)
Kommentar: Die Deutsche Bahn ist nach eigenen Aussagen mit rund 250.000 Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber in Deutschland. „1994 privatisiert, ist sie auf dem Weg zu einem führenden internationalen Transport- und Logistikdienstleister.“ Wir wollen uns dieses Unternehmen in seinen Strukturen und seiner Positionierung am Markt unter den verschiedensten Gesichtspunkten genauer ansehen. Den Teilnehmenden eröffnet sich die Möglichkeit eines 4-wöchigen Praktikums bei der Deutschen Bahn in der vorlesungsfreien Zeit im Sommer 2005, wobei die Vergabe der Praktikumsplätze u. a. an die Übernahme einer Seminararbeit im Rahmen der Veranstaltung gebunden ist. Es sind insgesamt 10 Themen für die Erlangung eines Leistungsnachweises zu vergeben, die sich mit den verschiedenen Tätigkeitsfeldern der Deutschen Bahn befassen. In Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn wird am Vormittag des 2. August 2005 eine Einführungsveranstaltung zur Vorbereitung sowie Themenvergabe stattfinden. Einzelheiten werden wir Ihnen in Kürze auf unserer Homepage unter http://www.rewi.hu-berlin.de/jura/ls/srd/ bekannt geben. WWW-Seite: http://www.rewi.hu-berlin.de/jura/ls/srd/
Kommentar: Termin: 11./12. Februar 2006, Vorbesprechung 23. Januar 2006, 18.00 Uhr s.t., Raum E13 Mediation ist ein Verfahren, in dem ein Dritter (der Mediator) Konfliktparteien hilft, eine einvernehmliche Lösung zu suchen. Es ergänzt gerichtliche Verfahren und Schiedsverfahren als weitere Form der Streitbeilegung. Anders als jene, beruht es jedoch vollständig auf dem Prinzip der Freiwilligkeit. In den letzten fünf Jahren hat Mediation auch in Deutschland erheblich an Bedeutung gewonnen. Literatur und Rechtsprechung haben sich mit dem Thema unter verschiedenen Aspekten befasst. Geklärt ist inzwischen, dass die Arbeit als Mediator oder Berater einer Partei im Zusammenhang mit der Mediation anwaltliche Tätigkeit ist. Das Blockseminar wendet sich an Studierende, die einen ersten Einblick in die Grundlagen der Mediation gewinnen wollen. Kern des Seminars sind Simulationen und Gruppenarbeiten, in denen die Teilnehmer praktische Erfahrungen mit dem Ablauf einer Mediation sammeln und die wichtigsten Grundprinzipien und Werkzeuge der Mediation kennenlernen. Dr. Andreas Nelle ist Privatdozent und Rechtsanwalt. Er hat seine Ausbildung als Mediator in den USA (Harvard, San Francisco) erhalten und dort auch erste praktische Erfahrungen gesammelt. Seit 1998 unterrichtet und praktiziert er Mediation in Deutschland. Andreas Nelle ist Mitglied der Arbeitsgruppe Mediation der Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK). Auf Wunsch kann eine Prüfung im Bereich Schlüsselqualifikation abgelegt werden Literatur: Haft/Schliefen, Handbuch Mediation, München 2002
Kommentar: Verhandeln ist eine Fertigkeit, die jeder ausgebildete Jurist zumindest in den Grundzügen beherrschen sollte, da in praktisch allen juristischen Berufen Verhandlungssituationen vorkommen. Insbesondere in der anwaltlichen Berufspraxis spielen Verhandlungen bei der Vertragsgestaltung und im Rahmen der einvernehmlichen Streitbeilegung eine wichtige Rolle. Ziel des Workshops ist es, den Teilnehmern einerseits das erforderliche Wissen für effektives Verhandeln zu vermitteln und andererseits dieses Wissen im Rahmen eines praktischen Verhandlungstrainings in Simulationen auch zu erproben. Auf Wunsch besteht die Möglichkeit im Rahmen einer mündlichen Prüfung einen Leistungsnachweis im Bereich Schlüsselqualifikationen zu erwerben.
Literatur: Haft, Fritjof; Verhandlung und Mediation - Die Alternative zum Rechtsstreit; 2. Auflage, München 2000 (19,50 EUR) Roger Fisher, William Ury, Bruce Patton; Das Harvard-Konzept, 22. Auflage, Frankfurt 2004 (24,90 EUR)
Zivilrechtlicher Moot-Court
J. Lang, W. Zenker
Gesellschaftsrecht in der Praxis - von der Gründung bis zur Liquidation
R. Schröder, R. J. Dörner
Argumentation, Präsentation, Mediation
Weitere Angebote: 10 411, 10 473, 10 474, 10 475, 10 502, 10 519, 10 521, 10 544, 10 576
Literatur: A short reading list and an outline of the lecture can be downloaded from: http://www.iuscomp.org/gd/courses/els04rea.doc
WWW-Seite: http://www.iuscomp.org/gd/courses/els04rea.doc http://www2.hu-berlin.de/gbz
Schule des polnischen Rechts - Arbeits- und Wirtschaftsrecht / Prawo pracy i prawo gospodarcze
H. Szurgacz, A. Drozd
Schule des polnischen Rechts - Öffentliches Recht / Prawo publiczne
A. Malicka, M. Rynkowski
Weitere Angebote: 10 472, 10 505, 10 511
A. Lucheroni, F. Rosati
I 110, 133
L. Martins, R. Martins, H. Papst
Y. Wang, L. Sun
BE 1, F02
BE 1, F04
FRS I/1 - American Law
I 110, 508
FRS I/1 - Einführung in die juristische Fachsprache Russisch und in die Grundbegriffe des russischen Rechtssystems
I 110, 506
Bürgerliches Recht (Pflichtmodul Recht I)
Handels- und Gesellschaftsrecht (Pflichtmodul Recht I)
Öffentliches Recht (Wahlmodul)
Kommentar: Die Vorlesung vermittelt die Grundlagen des Öffentliches Recht, also der Rechtsbeziehungen zwischen Staat und Bürger. Gegenstand der Vorlesung sind die Grundrechte, die Verwaltung und das deutsche und europäische Staatssystem. Dargestellt wird der Stoff vornehmlich anhand von für Wirtschaftswissenschaftlern relevanten Themen. Dazu zählen das Eigentumsgrundrecht, die Steuer- und Subventionsverwaltung, sowie die Wirtschafts-, Währungs- und Finanzverfassung. Literatur: Bultmann, P.F., Öffentliches Recht für Wirtschaftswissenschaftler (2002) WWW-Seite: http://www.lewinski.eu
Arbeitsrecht (Wahlmodul)
Lehrangebote nach alter Studienordnung
Wahlfachgruppen außerhalb der Schwerpunkte
(WFG 8)
Kommentar: Die Lehrveranstaltung bezieht sich auf alle relevanten Bereiche des deutschen Strafvollzugsrechts (unter Einbeziehung der geschichtlichen Grundlagen sowie kriminologischer und pönologischer Erkenntnisse). Sie ist daher sowohl als Einstieg für Anfänger als auch als Vertiefung für Fortgeschrittene geeignet. Auch ausländische Studierende sind willkommen. An einem Montagvormittag ist der Besuch der Berliner Justizvollzugs- anstalt vorgesehen.
Literatur: Böhm, Alexander: Strafvollzug. 3. Aufl. Neuwied/Kriftel 2003; Höflich, Peter/Schriever, Wolfgang: Grundriss Vollzugsrecht; Das Recht des Strafvollzugs und der Untersuchungshaft für Ausbildung, Studium und Praxis. 3. Aufl. Berlin u.a. 2003; Kaiser, Günther/Schöch, Heinz: Strafvollzug. 5. Aufl. Heidelberg 2003; Walter, Michael: Strafvollzug. 2. Aufl. Stuttgart u.a. 1999.
WWW-Seite: http://www.rewi.hu-berlin.de/jura/etc/mtk
Ergänzungs- und Vertiefungsangebote außerhalb der Schwerpunkte
Strafrechtliches Seminar: Aktuelle Rechtsprechung - Fall des Monats (FAMOS) - Internet-Publikationen
WWW-Seite: http://www.rewi.hu-berlin.de/index.php?path=./jura/pd/bkr&lang=de
Kommentar: In insgesamt 16 Sitzungen werde ich jeweils eine Stunde lang vier bis fünf zuvor ausgeloste Kandidat/inn/en vor dem Rest des Auditoriums im Strafrecht "Prüfen" und den Verlauf der Prüfung anschließend mit sämtlichen Anwesenden besprechen. Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an diejenigen Studierenden, die innerhalb des nächsten Jahres ihre mündliche Examensprüfung zu absolvieren haben. Teilnehmer/innen, die sich erst in den Anfängen der Prüfungsvorbereitungen für das Staatsexamen befinden, sind aber selbstverständlich auch gerne willkommen. Die Veranstaltung dürfte Examenskandidat/inn/en insbesondere deshalb von höchstem Interesse sein, da sie einen Einblick in die mündliche Prüfung an sich und die hier geprüften Themen gibt. Andererseits kann es aber auch durchaus nützlich sein, sich vor dem "Ernstfall" einmal selbst in der Situation des bzw. der "Geprüften" befunden zu haben.
WWW-Seite: http://www.rewi.hu-berlin/jura/ls/hnr/
Effektive Durchsetzung von Gleichberechtigung und Diskriminierungsverboten
Kommentar: Arbeits- und zivilrechtliche Diskriminierungsverbote setzen darauf, dass die Diskriminierten sich selbst um die Durchsetzung ihrer Rechte kümmern. Dies ist einer der Gründe, weshalb in der gesellschaftlichen Realität trotz der rechtlichen Garantie von „Gleichberechtigung“ keine Rede sein kann. In der Veranstaltung werden unterschiedliche Durchsetzungsweisen und Verfahren vorgestellt, verglichen und in Hinblick auf ihre Effektivität diskutiert (Gerichtsverfahren, Alternative Konfliktlösung, Repräsentation durch Betriebsräte und Gewerkschaften/“Sozialer Dialog“, Beteiligung von Antidiskriminierungsverbänden, Rechte von Gleichstellungsbeauftragten, Gender Mainstreaming). Ziel ist, Antworten auf die Frage zu finden: Was verstehen wir unter „Effektivität“ von Rechtsdurchsetzung? In welchem Verhältnis stehen Rechtsdurchsetzung und Konfliktlösung?
WWW-Seite: http://http://baer.rewi.hu-berlin.de/
Kommentar: Das Kolloquium ist ein Forum für die Forschung insbesondere von fortgeschrittenen Studierenden und dem wissenschaftlichen Nachwuchs zu Fragen vorrangig aus den Bereichen: Verwaltungswissenschaften, Verwaltungsreform, vergleichendes Verfassungsrecht, Geschlechterstudien, Antidiskriminierungsrecht, vergleichendes Zivil-, Arbeits- und Verfahrensrecht, Gesellschaftliche und transnationale Standards im Zivilrecht, Private Regelsetzung durch Verhaltenskodizes, Rechtstheorie, kritische Ansätze in der Rechtswissenschaft. Das Kolloquium bietet die Gelegenheit, in einem kleineren Kreis eigene Forschungsarbeiten – Promotionsvorhaben, Magisterarbeiten, Master-Thesen usw. - zu präsentieren. Es geht um: das methodische Vorgehen – und die Schwierigkeiten dabei, die Erkenntnisinteressen – und den Zuschnitt „guter“ oder auch „zu große“ Forschungsfragen, den wissenschaftlichen Stellenwert einer Arbeit, natürlich die fachlichen Aspekte der einzelnen Themen. Wir werden zudem Gelegenheit haben, mit Gästen über aktuelle Entwicklungen in einschlägigen Forschungsfeldern zu diskutieren. Um Anmeldung unter Angabe der Themenstellung des eigenen Vorhabens per mail an sekretariat.baer@rewi.hu-berlin.de wird gebeten. WWW-Seite: http://http://baer.rewi.hu-berlin.de/
Das Geschlecht im Arbeitsrecht - Rechtsentwicklung vom Frauenarbeitsschutz zum Antidiskriminierungsgesetz
Kommentar: Im deutschen Arbeitsrecht gibt es seit 1980 ein Verbot der Diskriminierung des Geschlechts. Seither diskutieren Arbeitsgerichte und Arbeitsrechtswissenschaft über seine konkreten Auswirkungen. Neuerdings geht es darüber hinaus darum, einen umfassenderen Schutz vor Diskriminierung auch wegen der „Rasse“, einer Behinderung, des Alters, Religion oder sexueller Orientierung zu entwickeln. In der Lehrveranstaltung werden die Rechtsgrundlagen und die Entwicklung der Rechtsprechung von Bundesarbeitsgericht, Europäischem Gerichtshof und Bundesverfassungsgericht an Hand konkreter Entscheidungen behandelt. Im Mittelpunkt stehen die Fragen: Wie verhält sich der Schutz vor Diskriminierung wegen des Geschlechts zu den Regelungen über Mutterschutz, Teilzeitarbeit und sexuelle Belästigung? Was kann man unter Diskriminierung „wegen des Geschlechts“ verstehen und wird „Geschlecht“ im Arbeitsrecht konstruiert? Was ergibt sich aus diesen Erfahrungen für ein multidimensionales Antidiskriminierungsrecht? WWW-Seite: http://http://baer.rewi.hu-berlin.de/
Aktuelle Wertediskussion - Ethik und Recht
6.1. und 7.1.
A. Ignor, K. Adomeit

References: § 6
 Art. 23
 EuGH 
 § 437
 § 437
 § 32