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Timestamp: 2019-11-21 05:30:20+00:00

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BVerwG, 28.04.1999 - 4 C 4.98 - dejure.org
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BVerwG, 28.04.1999 - 4 C 4.98 (https://dejure.org/1999,268)
BVerwG, Entscheidung vom 28.04.1999 - 4 C 4.98 (https://dejure.org/1999,268)
BVerwG, Entscheidung vom 28. April 1999 - 4 C 4.98 (https://dejure.org/1999,268)
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Fortsetzungsfeststellungsklage; erledigendes Ereignis, Zeitpunkt; Zeitraum; Feststellungsinteresse; Verpflichtungsklage; Klageänderung; Klageerweiterung; Sachdienlichkeit; objektive Klagenhäufung.
Fortsetzungsfeststellungsklage - Klageerweiterung - Klageänderung - Feststellungsinteresse - Verpflichtungsklage - Sachdienlichkeit - Objektive Klagehäufung
Verfahrensrecht - Fortsetzungsfeststellungsklage: Klageerweiterung zulässig?
VG Stuttgart, 23.01.1996 - 14 K 3823/93
VGH Baden-Württemberg, 26.03.1997 - 8 S 1793/96
BVerwG, 28.01.1998 - 4 B 109.97
BVerwGE 109, 74
BVerwGE 109, 75
NVwZ 1999, 1105
DVBl 1999, 1291
BauR 1999, 1153
ZfBR 1999, 234 (Ls.)
Das stimmt mit der Rechtsprechung des Senats überein (Urteil vom 28. April 1999 - BVerwG 4 C 4.98 - BVerwGE 109, 74).
Es handelt sich dabei um einen Feststellungsantrag gemäß § 43 Abs. 1 VwGO, der auch innerhalb einer Fortsetzungsfeststellungsklage im Wege der Klageerweiterung gestellt werden kann (BVerwG, Urteil vom 28. April 1999 - BVerwG 4 C 4.98 - BVerwGE 109, 74) und hier sinngemäß spätestens im Berufungsverfahren gestellt worden ist.
Vielmehr liegt dann eine Klageänderung vor, die nur unter den Voraussetzungen des § 91 VwGO zulässig ist (Urteil vom 28. April 1999 - BVerwG 4 C 4.98 - BVerwGE 109, 74 m.w.N.).
Es entspricht jedoch allgemeiner Meinung (vgl. z.B. BVerwG, Urteile vom 24. Januar 1992 - 7 C 24.91 - BVerwGE 89, 354 und vom 28. April 1999 - 4 C 4.98 - BVerwGE 109, 74 m.w.N.), dass § 113 Abs. 1 Satz 4 VwGO bei Verpflichtungsklagen entsprechend anzuwenden ist.
In der Rechtsprechung des Senats (BVerwG, Urteil vom 28. April 1999 - 4 C 4.98 - BVerwGE 109, 74 S. 78) ist geklärt, dass eine Klageänderung i.S.d. § 91 VwGO vorliegt, wenn das Feststellungsbegehren nicht nur die - von der Fortsetzungsfeststellungsklage erfasste - Rechtslage im Zeitpunkt des erledigenden Ereignisses, sondern einen davor liegenden Zeitraum betrifft.
Zulässig ist eine Fortsetzungsfeststellungsklage, wenn die ursprüngliche Verpflichtungsklage zulässig war, nach Rechtshängigkeit ein erledigendes Ereignis eingetreten ist, ein klärungsfähiges Rechtsverhältnis besteht und ein Feststellungsinteresse gegeben ist (hierzu allgemein BVerwG, Urt. v. 28.04.1999 - 4 C 4.98 -, BVerwGE 109,m 74).
Diese ist gemäß § 91 Abs. 1 VwGO mit dem Ergebnis der Antragshäufung zulässig (vgl. BVerwG, Urt. v. 28.04.1999 - 4 C 4.98 -, BVerwGE 109, 74;… anders BVerwG, Urt. v. 24.01.1992 - 7 C 24.91 -, BVerwGE 89, 354).
Inhalt eines entsprechenden Begehrens kann auch die Feststellung des Bestehens eines materiellen Anspruches während eines Zeitraums sein (vgl. BVerwG, Urt. v. 28.04.1999 - 4 C 4.98 -, a.a.O.;… anders noch BVerwG, Urt. v. 24.01.1992 - 7 C 24.91 -, BVerwGE 89, 354).
Letzteres ist im Sinne der Prozessökonomie zu bejahen, da sich die eigentliche Beurteilungslage insoweit nur unwesentlich geändert hat (vgl. BVerwG, Urt. 28.04.1999, a.a.O., Urt. v. 24.01.1992, a.a.O.).
Für den Feststellungsantrag liegt ein klärungsfähiges Rechtsverhältnis vor (vgl. BVerwG, Urteil vom 28.04.1999, a.a.O., juris Rn. 14 m.w.N.).
Dass im Streitfall eine derartige Klage von vornherein als aussichtslos zu gelten hätte, lässt sich nicht sagen (vgl. BVerwG, Urteil vom 28.04.1999, a.a.O., juris Rn. 14 m.w.N.).
Eine Fortsetzungsfeststellungsklage ist nur zulässig, wenn die ursprünglich erhobene Klage zulässig war (vgl. Urteil vom 28. April 1999 - BVerwG 4 C 4.98 - BVerwGE 109, 74 ).
§ 113 Abs. 1 Satz 4 VwGO findet entsprechend Anwendung, wenn ursprünglich eine Verpflichtungsklage erhoben worden war (vgl. Urteil vom 28. April 1999, a.a.O., 76 m.w.N.).
Der hier gestellte Fortsetzungsfeststellungsantrag betrifft - zulässigerweise (vgl. BVerwG, Urteil vom 28. April 1999 - BVerwG 4 C 4.98 - BVerwGE 109, 74) - einen weiter zurückliegenden Zeitraum.
Die weiteren Zulässigkeitsvoraussetzungen liegen ebenfalls vor (vgl. BVerwG, Urteil vom 28. April 1999 - 4 C 4.98 -, juris Rn. 9):.
Zulässig kann es allerdings sein, eine Fortsetzungsfeststellungsklage um einen Feststellungsantrag (§ 43 Abs. 1 VwGO) zu erweitern, der sich darauf bezieht, dass zu einem früheren Zeitraum ein Anspruch auf Genehmigung bestand (vgl. BVerwG, Urteil vom 28. April 1999 - 4 C 4.98 -, juris Rn. 15 ff.;… vgl. ferner Beschluss vom 21. Oktober 2004 - 4 B 76.04 -, juris Rn. 2).
Insoweit kann an die gesetzliche Wertung des § 113 Abs. 1 Satz 4 VwGO angeknüpft werden (vgl. BVerwG, Urteil vom 28. April 1999, a.a.O., Rn. 20).
Dabei kommt es auf den Zeitpunkt des im Klageverfahren eingetretenen erledigenden Ereignisses an (BVerwG, Urteil vom 28. April 1999 - 4 C 4.98 -, juris).
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References: § 43
 § 91
 § 113
 § 91
 § 91

§ 113
 § 113