Source: https://www.umweltprojekte.de/lehrgaenge
Timestamp: 2019-01-16 02:20:51+00:00

Document:
Lehrgänge in Sach- und Fachkunde: Brandschadenssanierung, Inhouse Lehrgänge
Wir führen Lehrgänge für Sachkunde DGUV Regel 101-004 (bisher BGR 128) mit Brandschadensanierung und Fachkunde TRGS 524 durch
DGUV Regel 101-004 (bisher BGR 128) - gleicher Wortlaut nur mit neuer Bezeichnung
Berufsgenossenschaftliche Regel für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit (BG-Regel) BGR 128 Kontaminierte Bereiche (April 1997 aktualisierte Fassung Februar 2006)
hier BGR 128 in vollständiger aktueller Fassung einsehbar
Wesentliche Aussagen der BG-Regel
Wozu Sachkunde?
Wie Sachkunde für Sicherheit und Gesundheitsschutz nachweisen?
Lehrinhalte des Sachkunde-Lehrgangs für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit in kontaminierten Bereichen
BG-Regeln sind Zusammenstellungen bzw. Konkretisierungen von Inhalten z. B.
aus staatlichen Arbeitsschutzvorschriften (Gesetze, Verordnungen) und / oder
berufsgenossenschaftlichen Vorschriften (Unfallverhütungsvorschriften) und / oder
technischen Spezifikationen und / oder
BG-Regeln richten sich in erster Linie an den Unternehmer zur Hilfestellung bei der Umsetzung seiner Pflichten aus staatlichen Arbeitsschutz- oder Unfallverhütungsvorschriften, um Arbeitsunfälle, Berufskrankheiten und arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren zu vermeiden.
Die BGR 128 umfasst eine Vielzahl verschiedenster Arbeiten und Tätigkeiten. Die BGR 128 enthält die Beschreibung einer Methodik (hierzu Schema aus dem Lehrgang).
Diese BG-Regel findet Anwendung auf Arbeiten in kontaminierten Bereichen. Dies können sein:
Umlagerung und Aufarbeitung von Deponiegut sowie sonstige Eingriffe in den Deponiekörper (z. B. Instandsetzung oder Einbau von baulichen Anlagen wie Sickerwasser- und Gasfassungen; nachträgliche Abdichtung bzw. Einkapselung von Deponien u.a.)
Bauarbeiten (und auch Abbrucharbeiten) auf industriell oder gewerblich genutztem oder ehemals genutztem Gelände, wenn Kontaminationen bekannt sind oder unbekannte Gefahrstoffbelastungen erwartet bzw. vermutet werden.
Sanierung von Böden, Gewässern und von baulichen Anlagen, die durch Gefahrstoffe kontaminiert sind,
Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen (Biostoffverordnung - BioStoffV), z. B. bei Arbeiten auf Deponien und bei der mikrobiologischen Bodensanierung,
vorausgehende Arbeiten zur Erkundung (z. B. das Anlegen von Schürfen, die Durchführung von Bohrungen, Sondierungen, Probenahmen und Begehungen),
Maßnahmen zur Brandschadensanierung,
Zitat aus BGR 128 Pkt 8.4:
„Vor Aufnahme der Arbeiten ist der Auftragnehmer verpflichtet, die ihm vom Auftraggeber zur Verfügung gestellten ... Ergebnisse ... auf offensichtliche Unstimmigkeiten zu prüfen und den Auftraggeber ... Mängel hinzuweisen. ... hat der Auftragnehmer den Auftraggeber darauf hinzuweisen, dass weitere Untersuchungen notwendig ... sind. Die Pflichten des Auftragnehmers nach der Gefahrstoffverordnung und Biostoffverordnung bleiben davon unberührt, insbesondere die Pflicht zur Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung. ..."
Schnittstellen der BGR 128 mit der BaustellV:
Der Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan (SiGe-Plan) nach BaustellV unterscheidet sich vom Arbeits- und Sicherheitsplan (A+S-Plan) nach BGR 128 dadurch, dass im SiGe-Plan sämtliche bei dem betreffenden Bauvorhaben auftretenden Gefährdungen (z. B. Absturzgefährdung, Gefährdung durch herabfallende Gegenstände, Einsturz usw.), inkl. der Gefährdungen durch vorhandene oder zu vermutende Gefahrstoffe/biologische Arbeitsstoffe zu betrachten sind. Daraus ergibt sich, dass der A+S-Plan nach BGR 128 durch seine Fokussierung auf den stofflichen Arbeitsschutz als Bestandteil des SiGe-Plan nach BaustellV zu betrachten ist und ihn nicht ersetzen kann.
Die Koordinatorfunktionen nach BaustellV und BGR 128 können von einer Person ausgeübt werden, wenn diese Person sowohl nach RAB 30 als SiGeKo „geeignet“ ist, als auch die Sachkunde nach BGR 128 nachweisen kann.
Zitat aus BGR 128 Pkt. 6:
„Arbeiten in kontaminierten Bereichen müssen von einem fachlich geeigneten Vorgesetzten bzw. Bauleiter geleitet werden. ... Werden diese Arbeiten von nur einem Unternehmen durchgeführt und ist somit ein Koordinator nach .... nicht erforderlich, muss der örtliche Bauleiter den der Tätigkeit entsprechenden Nachweis der Sachkunde ... erbringen und die Aufgaben zu Sicherheit und Gesundheitsschutz ... mit übernehmen. ... Ausreichende Kenntnisse hinsichtlich Sicherheit und Gesundheitsschutz können ... durch die Teilnahme an einem Sachkundelehrgang ... erworben werden. ...“
Zitat aus BGR 128 Pkt. 5.1:
„Werden Arbeiten in kontaminierten Bereichen von mehreren Auftragnehmern ... Subunternehmern durchgeführt, (ist ein) ... Koordinator schriftlich zu bestellen.“
Zitat aus BGR 128 Pkt. 5.2:
„Der Auftraggeber darf die Koordinierung nur Personen übertragen, die für die damit verbundenen Aufgaben geeignet sind und ausreichende Sachkunde über Sicherheit und Gesundheitsschutz nachweisen können."
Den Nachweis über die für die jeweilige Tätigkeit ausreichende Sachkunde für Sicherheit und Gesundheitsschutz hat erbracht, wer die erfolgreiche Teilnahme an einem berufsgenossenschaftlich anerkannten Lehrgang für "Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit in kontaminierten Bereichen" nachweist ...“
Zitate aus Verordnung zur Neufassung der Gefahrstoffverordnung und zur Änderung sprengstoffrechtlicher Verordnungen vom 26.11.2010:
"§2 (12) Fachkundig ist, wer zur Ausübung einer in dieser Verordnung bestimmten Aufgabe befähigt ist. Die Anforderungen an die Fachkunde sind abhängig von der jeweiligen Art der Aufgabe. Zu den Anforderungen zählen eine entsprechende Berufsausbildung, Berufserfahrung oder eine zeitnah ausgeübte entsprechende berufliche Tätigkeit sowie Teilnahme an spezifischen Fortbildungsmaßnahmen."
"§2(13) Sachkundig ist, wer seine Fachkunde durch Teilnahme an einem behördlich anerkannten Sachkundelehrgang erweitert hat. In Abhängigkeit vom Aufgabengebiet kann es zum Erwerb der Sachkunde auch erforderlich sein, den Lehrgang mit einer erfolgreichen Prüfung abzuschließen. Sachkundig ist ferner, wer über eine von der zuständigen Behörde als gleichwertig anerkannte oder in dieser Verordnung als gleichwertig bestimmte Qualifikation verfügt."
Lehrinhalte des Sachkunde-Lehrgangs für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit
Die Lehrinhalte sind verbindlich vorgegeben in
Anhang 6A (Lehrgang zum Erwerb der Sachkunde für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit in kontaminierten Bereichen nach Abschnitt 5.2)
Lehrgang 6A umfasst 32 Lehreinheiten (ca. 3,5 Tage: Lehrgangsinhalte) und alle Geltungsbereiche der BGR 128/TRGS 524:
Bauarbeiten (Tiefbau) in kontaminierten Bereichen
Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen (Biostoffe)
Brandschadenssanierung. Ein zusätzlicher Lehrgang Brandschadensanierung ist dann nicht erforderlich.
Anhang 6B (Lehrgang zum Erwerb der Sachkunde für Arbeiten zur Sanierung von Gebäudeschadstoffen nach Abschnitt 5.2)
Lehrgang 6B umfasst 14 Lehreinheiten (2 Tage: Lehrgangsinhalte) nur für den Geltungsbereich Gebäudeschadstoffe (und ausgewählte biologische Arbeitsstoffe der BGR 128
Bei Arbeiten zur Sanierung von Gebäudeschadstoffen hat den Nachweis der Sachkunde erbracht, wer die erfolgreiche Teilnahme an einem berufsgenossenschaftlich anerkannten Lehrgang zu "Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Sanierung von Gebäudeschadstoffen" nach Anhang 6B nachweist. Der alleinige Nachweis der Sachkunde für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Sanierung von Gebäudeschadstoffen nach Anhang 6B wird nur dann als ausreichende Qualifikation für den Koordinator bzw. Bauleiter angesehen, wenn ausschließlich Arbeiten zur Sanierung von Gebäudeschadstoffen durchgeführt werden. Sind weitere Arbeiten in kontaminierten Bereichen im Sinne des Abschnittes 1.1 durchzuführen, ist die Sachkunde nach Anhang 6A nachzuweisen. ...“
Wir bieten mit speziellem Lehrgangsinhalt und vorgegebener Lehrgangsdauer einen berufsgenossenschaftlich anerkannten Sachkundelehrgang „Brandschadenssanierung“ an, der für den Geltungsbereich Hochbau, Rückbau, Brandschadensanierung der BGR 128/TRGS 524 Gültigkeit hat und für den ein entsprechendes Zertifikat (bei Wunsch bitte Kopie anfordern) ausgegeben wird.
So erklärt die Berufsgenossenschaft die unterschiedlichen Lehrgangsinhalte und Gültigkeitsbereiche der Zertifikate.
Die neue TRGS 524 - Schutzmaßnahmen für Tätigkeiten in kontaminierten Bereichen (BauPortal 07/2010, Seite 401ff.)
Bauen im Bestand - Arbeiten in kontaminierten Bereichen (Tiefbau 02/2009, Seite 77ff.
Gebäudeschadstoffe sicher sanieren (Tiefbau 02/2009, Seite 82ff.
Technische Regeln für Gefahrstoffe - TRGS 524 (Februar 2010):
Gemeinsames Ministerialblatt GMBl 2010 Nr. 21 S. 419-450 (1.4.2010)
hier TRGS 524 in vollständiger aktueller Fassung einsehbar
Wesentliche Aussagen der TRGS 524
Warum Fachkunde?
Wie Fachkunde nachweisen?
Die TRGS geben den Stand der Technik, Arbeitsmedizin und Arbeitshygiene sowie sonstige gesicherte Erkenntnisse für Tätigkeiten mit Gefahrstoffen einschließlich deren Einstufung und Kennzeichnung wieder. Die TRGS werden vom Ausschuss für Gefahrstoffe (AGS) aufgestellt und aktualisiert.
Die TRGS konkretisieren im Rahmen ihres Anwendungsbereichs Anforderungen der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV). Bei Einhaltung der TRGS 524 kann der Arbeitgeber insoweit davon ausgehen, dass die entsprechenden Anforderungen der GefStoffV erfüllt sind (Vermutungswirkung in Technischen Regeln des Arbeitschutzes; siehe weiterführenden Fachartikel).
Die TRGS 524 beruht auf der berufsgenossenschaftlichen Regel „Kontaminierte Bereiche“ (BGR 128). Kontaminierte Bereiche im Sinne dieser TRGS 524 sind Standorte (Liegenschaften, Grundstücke), bauliche Anlagen, Produktionsanlagen, Ablagerungen, Gegenstände, Boden, Wasser, Luft, die über eine gesundheitlich unbedenkliche Grundbelastung hinaus mit Gefahrstoffen verunreinigt sind.
Der Anwendungsbereich (Abschnitt 1) der neuen TRGS 524 entspricht i.W. dem Anwendungsbereich der ehemaligen TRGS und dem der BGR 128, mit Ausnahme, dass in der TRGS 524 nur noch ausschließlich Kontaminationen durch Gefahrstoffe behandelt werden. Für Tätigkeiten in Bereichen, die durch Biologische Arbeitsstoffe kontaminiert sind, ist die TRGS 524 nicht anzuwenden.
Die TRGS 524 verpflichtet den Bauherrn bzw. den Auftraggeber zur Erstellung eines Arbeits- und Sicherheitsplans mit Angabe der zu erwartenden Gefahrstoffe (Angaben zur Baustelle) und der damit verbundenen Schutzmaßnahmen.
Die TRGS 524 umfasst eine Vielzahl verschiedenster Arbeiten und Tätigkeiten. Die TRGS 524 enthält deshalb die Beschreibung einer Methodik.
Arbeiten in kontaminierten Bereichen können z. B. sein:
Bauarbeiten auf, an und in Deponien
Erkundungsarbeiten, bei denen das Vorhandensein von Gefahrstoffen zu vermuten ist:
Begehungen, das Anlegen von Schürfen, die Durchführung von Bohrungen, Sondierungen,
Probenahmen sowie Ermittlungen im Rahmen ordnungsbehördlicher Tätigkeiten.
Abbruch-, Sanierungs-, Instandhaltungs- und Umbauarbeiten („Tätigkeiten mit Gebäudeschadstoffen“) inkl. aller Erkundungs-, Vor- und Nebenarbeiten in Verbindung mit
a) Tätigkeiten mit PCB-haltigen Bauprodukten (z.B. Fugenmassen, Anstriche) inkl. Beseitigung der Sekundärquellen,
b) Tätigkeiten mit teerhaltigen (kohlestämmigen) Materialien im Hochbau (z.B. teerhaltiger Kleber, Teerkork),
c) Holzkonstruktionen, die mit Holzschutzmitteln behandelt wurden (z.B. DDT, Pentachlorphenol, Hexachlorcyclohexan - „Lindan“) inkl. der Beseitigung oder Reinigung entsprechend belasteter Materialien bzw. Oberflächen,
d) Tätigkeiten mit gefahrstoffhaltigen Schüttungen (z. B. in Wänden, Decken und Fußböden) und
e) Tätigkeiten mit DDT-haltigen Beschichtungsmitteln behandelte Oberflächen.
Informationen zu Gefahrstoffen auf der Baustelle können nur vom Bauherrn bzw. Auftraggeber der durchzuführenden Arbeiten kommen. Dies entspricht dem Werkvertragsrecht im Sinne des § 645 BGB, wonach der Bauherr eine so umfassende und für alle Bewerber gleichverständliche Beschreibung der (Baugrund)Verhältnisse durchzuführen hat, dass daraus eine sichere und wirtschaftliche Preiskalkulation ohne aufwendige Vorarbeiten (z. B. Bodenerkundungen, Analytik etc.) abgeleitet werden kann, d.h. der Bauherr als Besteller darf dem Auftragnehmer (Bestellnehmer) kein ungebührliches Risiko aufbürden. Vergleichbare und präzisierte Regelungen zur Darstellung des Baugrundrisikos finden sich in der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB Teil A § 9) zur erschöpfenden Leistungsbeschreibung.
Zitate aus Verordnung zur Neufassung der Gefahrstoffverordnung und zur Änderung sprengstoffrechtlicher Verordnungen vom 26.11.2010
§2 (12) Fachkundig ist, wer zur Ausübung einer in dieser Verordnung bestimmten Aufgabe befähigt ist. Die Anforderungen an die Fachkunde sind abhängig von der jeweiligen Art der Aufgabe. Zu den Anforderungen zählen eine entsprechende Berufsausbildung, Berufserfahrung oder eine zeitnah ausgeübte entsprechende berufliche Tätigkeit sowie Teilnahme an spezifischen Fortbildungsmaßnahmen.
§2(13) Sachkundig ist, wer seine Fachkunde durch Teilnahme an einem behördlich anerkannten Sachkundelehrgang erweitert hat. In Abhängigkeit vom Aufgabengebiet kann es zum Erwerb der Sachkunde auch erforderlich sein, den Lehrgang mit einer erfolgreichen Prüfung abzuschließen. Sachkundig ist ferner, wer über eine von der zuständigen Behörde als gleichwertig anerkannte oder in dieser Verordnung als gleichwertig bestimmte Qualifikation verfügt.
Zitat aus TRGS Pkt. 3.1:
„(1) Gemäß § 7 Abs.1 Satz 2 GefStoffV dürfen Arbeiten in kontaminierten Bereichen nicht begonnen werden, bevor die Gefährdungsbeurteilung vorliegt. ...
(6) Zur Durchführung der Gefährdungsbeurteilung für Arbeiten in kontaminierten Bereichen sind besondere Kenntnisse erforderlich. ...“
Zitat aus TRGS 524 Pkt. 5.1:
„ (7) ... Bauleiter bzw. Aufsichtsführende haben diese Kenntnisse mittels entsprechender Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen zu erwerben (siehe auch § 3 ArbSchG).“
Zitat aus TRGS 524 Anlage 2A:
„Nach § 7 Abs. 7 GefStoffV darf die Gefährdungsbeurteilung nur von fachkundigen Personen durchgeführt werden. ... Zur Durchführung der Gefährdungsbeurteilung für Arbeiten in kontaminierten Bereichen sind besondere Kenntnisse erforderlich. Deshalb werden insbesondere solche Personen als fachkundig angesehen, die besondere Kenntnisse zu Sicherheit und Gesundheitsschutz bei Tätigkeiten in kontaminierten Bereichen nachweisen können.“
Zitat aus TRGS 524 Anlage 2B:
„Fachkundige Person ... ist, wer ... über berufliche Erfahrung in der Planung und/oder der Ausführung von Arbeiten in kontaminierten Bereichen sowie über ausreichende und einschlägige bau- und arbeitsschutzfachliche Kenntnisse verfügt, insbesondere:
ertiefte Kenntnisse zur Methodik der Gefährdungsbeurteilung gemäß TRGS 400 im Allgemeinen bzw. TRGS 524 im Besonderen,
Vertiefte Kenntnisse zu technischen und organisatorischen Schutzmaßnahmen, zu persönlicher Schutzausrüstung und den entsprechenden speziellen Anforderungen der Arbeiten in kontaminierten Bereichen inkl. besonderer Baustelleneinrichtung, Lagerungs- und Entsorgungsmaßnahmen
a) Vorsorgeuntersuchungen, ihre Inhalte und rechtlichen Grundlagen,
b) Gefahrstoffe, Toxikologie und Risikoabschätzung,
c) Belastung/Beanspruchung durch Gefahrstoffe sowie persönliche Schutzausrüstungen sowie
d) Hygiene, Hautschutz
vertiefte Kenntnisse im staatlichen Vorschriften- und Regelwerk und dem der Unfallversicherungsträger ... „
Zitat aus TRGS 524 Pkt. 3.1
„(6) ... Die besonderen Kenntnisse können im Rahmen der beruflichen Ausbildung oder durch Fort- bzw. Weiterbildung erworben werden ... durch Zeugnisse nachgewiesen und ... regelmäßig durch die Teilnahme an einer qualifizierten Fortbildungsmaßnahme auf dem Gebiet der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes bei Tätigkeiten in kontaminierten Bereichen aktualisiert werden. ... wird die Teilnahme an entsprechenden Fortbildungsmaßnahmen empfohlen. ...“
Richtlinien zur Brandschadensanierung VdS 2357 : 2014-06 (06)
hier VdS 2357 in vollständiger aktueller Fassung einsehbar »
Erfordernis der Sachkunde
Diese Richtlinien gelten für alle Maßnahmen und Tätigkeiten auf kalten Brandstellen (Brandschadensanierung), die zur Beseitigung der brandbedingten Belastungen erforderlich sind. Sie konkretisieren die TRGS 524 „Sanierung und Arbeiten in kontaminierten Bereichen“ sowie die BGR 128 „Kontaminierte Bereiche“ für die Brandschadensanierung.
Im Sinne dieser Richtlinien werden Gefahrstoffe, biologische Arbeitsstoffe und andere, z. B. korrosiv wirkende Stoffe, zusammenfassend als Schadstoffe bezeichnet.
Unter Brandbedingungen kann aus unbedenklichen Stoffen eine Vielfalt an Verbrennungsprodukten und Rückständen (Brandfolgeprodukte) entstehen, deren Gefahrenpotenzial schwer einzuschätzen ist.
Die Richtlinien beschreiben eine systematische Vorgehensweise der Planung, die zum ganzheitlichen Sanierungskonzept führt. Dabei werden die Vorgehensweisen und Schutzkonzepte der Gefahrstoff- und der Biostoff-Verordnung sowie der zugeordneten technischen Regeln zur Gefährdungsbeurteilung und Festlegung von Schutzmaßnahmen berücksichtigt. Für alle Beteiligten werden die Aufgaben und Verantwortlichkeiten benannt, die sich insbesondere aus der BauStellV und der BGR 128 "Kontaminierte Bereiche" für die Arbeiten der Brandschadensanierung ergeben.
Dadurch gibt die VdS 2357 den Stand der sicherheitstechnischen, arbeitsmedizinischen, hygienischen sowie arbeitswissenschaftlichen Anforderungen an die Sanierung von Brandschäden wieder.
Zitat aus VdS 2357 Pkt. 3.3
„Beratung durch fachkundige Personen. Vor Beginn der Sanierungsarbeiten sind verschiedene Bewertungen vorzunehmen und Entscheidungen zu treffen, für die der Betroffene in der Regel fachkundige Unterstützung wie etwa durch den Versicherer, durch Sachverständige oder Sanierungsunternehmen benötigt. Diese Bewertungen sind von fachkundigen Personen durchzuführen, die aufgrund ihrer Ausbildung und Erfahrung in der Lage sind, das Gefahrenpotential an der Schadenstelle zu beurteilen.
... muss die zu beauftragende fachkundige Person über eine ausreichende praktische Erfahrung in der Beurteilung von Brandstellen verfügen ... Darüber hinaus sollte sie sowohl Kenntnisse zu den durchzuführenden Arbeitsverfahren als auch im Arbeits- und Gesundheitsschutz besitzen (z. B. den Sachkundenachweis nach BGR 128), sowie über Erfahrungen mit der Erstellung von Sanierungs- und Entsorgungskonzepten verfügen. ..“
Zur Beurteilung, ob ein Gefahrenbereich 0 oder Gefahrenbereich 1 vorliegt ist Sachkunde erforderlich (hierzu Schema aus dem Lehrgang).
Zitat aus VdS 2357 Pkt. 5.5
„Schutzmaßnahmen im Gefahrenbereich GB 1. Ab GB 1 ist die Schadenstelle als kontaminierter Bereich im Sinne der BGR 128 zu betrachten. Die Reinigungs- und Sanierungsarbeiten können von Fachfirmen, im nichtgewerblichen Bereich aber auch vom Brandgeschädigten selbst vorgenommen werden. Zur sachgerechten Durchführung der Arbeiten sind in der Regel folgende Voraussetzungen zu schaffen:
Einsatz geeigneten Personals, insbesondere arbeitsmedizinische Betreuung ...
Sachkundige Begleitung (Sachkunde nach BGR 128) ...“
Zitat aus VdS 2357 A6.4
Schnittstellen zwischen GefStoffV, BaustellV und BGR 128 (und TRGS 524). Da gemäß dieser Richtlinien für die Durchführung von Arbeiten zur Brandschadensanierung in den Gefahrenbereichen 1 bis 3 ohnehin ausschließlich Unternehmen zu beauftragen sind, die nach BGR 128 sachkundige Mitarbeiter vorweisen können, ist damit auch die Anforderung nach § 17 (1) GefStoffV erfüllt. Den weiteren Informations- und Mitwirkungspflichten gemäß GefStoffV kann der Auftraggeber ... nachkommen, indem er den Anforderungen der BGR 128 nachkommt und einen Arbeits- und Sicherheitsplan (A+S-Plan) nach BGR 128 erarbeiten lässt sowie einen nach BGR 128 sachkundigen Koordinator bestellt.
Arbeiten zur Brandschadenssanierung - Die neue VdS 2357 (Tiefbau 2/2008, Seite 66ff.)
Lehrgänge 6A und 6B und 6A Brandschadensanierung
Der Geltungsbereich Brandschadensanierung ist im Lehrgang 6A mit eingeschlossen.
Im Sachkunde-Lehrgang DGUV Regel 101-004 (bisher BGR 128) wird zugleich die Fachkunde nach TRGS 524 erworben.
Bewertung unserer Lehrgänge durch die Teilnehmer
Hotline nach dem Lehrgangsbesuch
Sie wissen genau Bescheid, was Sie benötigen: Sie sind unsicher, was Sie benötigen Sie haben bereits einen Lehrgang ohne berufsgenossen-schaftliche Anerkennung besucht Sie haben einen Lehrgang 6B besucht und benötigen einen Lehrgang 6A
(„umfassende“ Sachkunde):
Erd/Tiefbau, Erkundung
und Sanierung Altlasten,
Boden/ Grund-
wasserverunreinigungen/ sanierung, Abfallwirtschaft, Deponiebau,
Industrierückbau, Hochbau: Gebäudeschadstoffe/ sanierung, Biostoffe / biologische Arbeitsstoffe (auch Schimmel), Brandschadensanierung
den Lehrgang 6A Brandschadensanierung, Gebäudeschadstoffe/ sanierung, Biostoffe/ biologische Arbeitsstoffe (auch Schimmel)
den Lehrgang 6B („eingeschränkte“ Sachkunde: nur Hochbau: Gebäudeschadstoffe/ sanierung)
zu unseren Lehrgangsangeboten dann hier weiter zu unseren Lehrgangsangeboten dann hier weiter dann hier weiter dann hier weiter
Nur Lehrgänge mit der auf den Teilnehmerzertifikaten vermerkten berufsgenossenschaftlicher Anerkennung werden von Behörden, Auftraggebern und Projektsteuerern anerkannt. Das will ich → siehe "Muster Zertifikat DGUV"
Es werden auch Lehrgänge ohne solche Anerkennung angeboten, mitunter jedoch nicht entsprechend deutlich gekennzeichnet. Auf der Teilnehmerurkunde fehlt dann der Vermerk über die berufsgenossenschaftliche Anerkennung. Haben Sie einen solchen Lehrgang besucht? Dann helfen wir Ihnen → lesen Sie unsere "Sonderkonditionen"
Teilnehmer am Sachkundelehrgang DGUV Regel 101-004 (bisher BGR 128) erwerben auch die Fachkunde nach TRGS 524 (siehe "Muster Zertifikat DGUV").
2-Tage-Lehrgänge ("eingeschränkte" Sachkunde) gelten nur für den Leistungsbereich "Gebäudeschadstoffe/sanierung". Wenn Sie einen solchen Lehrgang besucht haben, können Sie bei uns die Gültigkeit für die Leistungsbereiche "Erd/Tiefbau, Erkundung und Sanierung Altlasten, Boden/Grundwasserverunreinigungen/ sanierung, Abfallwirtschaft, Deponiebau, Industrierückbau, Hochbau: Gebäudeschadstoffe/sanierung, Biostoffe/biologische Arbeitsstoffe (auch Schimmel), Brandschadensanierung" erweitern. Das will ich → lesen Sie unsere "Sonderkonditionen".
Ausschließlich Lehrgänge mit 32 Unterrichtseinheiten vermitteln die "uneingeschränkte" Sachkunde der Leistungsbereiche "Erd/Tiefbau, Erkundung und Sanierung Altlasten, Boden/Grundwasserverunreinigungen/ sanierung, Abfallwirtschaft, Deponiebau, Industrierückbau, Hochbau: Gebäudeschadstoffe/sanierung, Biostoffe/biologische Arbeitsstoffe (auch Schimmel), Brandschadensanierung". Der Lehrgang 6B ist im Lehrgang 6A enthalten. Das will ich → hier weiter mit der Rückseite unserer Teilnehmerzertifikate (siehe "Muster Zertifikat DGUV").
Der Geltungsbereich Brandschadensanierung ist im Lehrgang 6A eingeschlossen. Speziallehrgänge nur für Brandschadensanierung bitte bei uns persönlich nachfragen.
Wir bieten ausschließlich berufsgenossenschaftlich anerkannte Sachkundelehrgänge gemäß DGUV Regel 101-004 (bisher BGR 128).
Seit dem 03.09.2010 sind wir für den Geltungsbereich Durchführung von Sachkundelehrgängen gemäß BGR 128 und Fachkundelehrgängen gemäß TRGS 524 nach ISO 9001:2008 zertifiziert.
Die nächsten Lehrgänge mit Prüfung und Zertifikat (Berufsgenossenschaftliche Anerkennung) finden Sie hier »
Leistungsumfang und Service am Veranstaltungsort Stahnsdorf/Potsdam
Eingeschlossen in den Preis sind die Lehrgangsteilnahme, eine umfangreiche Lehrgangsdokumentation, die Prüfungsgebühren, eine ansprechende Getränke- und Imbissversorgung während des Lehrgangs und Mittagessen in einer Gaststätte in benanntem Umfang. Sie erhalten ein Lehrgangs-Zertifikat mit dem Verweis auf die berufsgenossenschaftliche Anerkennung und die erfolgreich absolvierte Prüfung.
Das Zertifikat trägt den Vermerk: Der Teilnehmer hat die Sachkunde nach DGUV Regel 101-004 (bisher BGR 128) und die Fachkunde nach TRGS 524 erworben ("Muster Zertifikat DGUV").
Lehrgänge werden bei Anmeldung von mindestens 4 Teilnehmern garantiert durchgeführt. Sie erhalten eine Rechnung mit ausgewiesener Mehrwertsteuer (abweichende Rechnungsadressen sind mitzuteilen), die bis zum vorletzten Lehrgangstag zu begleichen ist. Reservierungen von Übernachtungen in der Nähe des Veranstaltungsortes übernehmen wir gern. Übernachtungskosten trägt der Lehrgangsteilnehmer. Wir unterstützen Sie bei der Beantragung von Fördermitteln (z. B. Bildungscheck).
Lehrgang Dauer Preis
in Stahnsdorf 4 Tage
(3 Mittagessen) 950 € Netto + 180,50 € (19% MwSt) =
Brandschadensanierung 4 Tage
in Stahnsdorf 2 Tage
(2 Mittagessen) 750 € Netto + 142,50 € (19% MwSt) =
Wenn keine anderweitigen schriftlichen Vereinbarungen getroffen wurden gelten unsere Anmelde- und Stornierungsbedingungen (siehe oben links).
Sonderkonditionen und Fort- und Weiterbildungsangebote (siehe oben links).
Ihre Interessenbekundung können Sie hier absenden. Interessenbekundungen helfen uns die Lehrgangstermine- und Orte nach Ihren Wünchen zu koordinieren.
Hier können Sie sich mit unserem Formular verbindlich anmelden.
Wir führen Lehrgänge auch an Ihrem Unternehmensstandort oder an einem Ort Ihrer Wahl durch. Dadurch vermeiden Sie An- und Abreisezeiten, Reise- und Übernachtungskosten. Die Zeitplanung (z. B. Aufteilung auf nicht zusammenhängende Lehrgangstage, Einbeziehung von Sonnabenden) können wir Ihren Wünschen anpassen.
Im Rahmen unseres Qualitätsmanagements haben die Lehrgangsteilnehmer in allen durch die Prof. Dr.Macholz Umweltprojekte GmbH ausgerichteten Lehrgängen Gelegenheit, Bewertungen abzugeben. Die Zusammenfassung dieser Bewertungen finden Sie hier »
Sie erreichen uns zur Beantwortung Ihrer Fragen zur Lehrgangsteilnahme unter Festnetz-Telefon 03329-62937 (Montags bis Freitags jeweils 8-17 Uhr) unter mobil (1&1) 0172-3013330 (Montag bis Sonntag 8-20 Uhr). Hinterlassen Sie eine Nachricht auf der Mailbox - wir rufen kurzfristig garantiert zurück. (ggf. Vorwahl für Deutschland 0049)

References: § 645
 § 9

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