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Timestamp: 2019-10-21 01:29:05+00:00

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BVerwG, 25.06.1991 - 9 C 33.90 - dejure.org
BVerwG, 25.06.1991 - 9 C 33.90
https://dejure.org/1991,748
BVerwG, 25.06.1991 - 9 C 33.90 (https://dejure.org/1991,748)
BVerwG, Entscheidung vom 25.06.1991 - 9 C 33.90 (https://dejure.org/1991,748)
BVerwG, Entscheidung vom 25. Juni 1991 - 9 C 33.90 (https://dejure.org/1991,748)
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Beachtlichkeitsprüfung eines Asylfolgeantrages - Ausländerbehörde - Weiterleitung an Bundesamt - Politische Verfolgung - Asylberechtigung
VG Berlin, 05.12.1989 - 20 A 484.80
OVG Berlin, 14.03.1990 - 4 B 2.90
DVBl 1991, 1102
Bezüglich des Beschwerdeführers zu 1. hat es im wesentlichen ausgeführt: Nach der neueren, höchstrichterlichen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts (Urteil vom 25. Juni 1991 - 9 C 33.90 - EZAR 212 Nr. 8) führe nicht jeder glaubhafte und substantiierte neue Umstand zu einer Verpflichtung der Ausländerbehörde, den Folgeantrag an das Bundesamt weiterzuleiten.
Für seine abweichende Auffassung beruft sich das Verwaltungsgericht übrigens zu Unrecht auf das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 25. Juni 1991 (a.a.O.).
Dies bedeutet, daß insbesondere eine nachträgliche Änderung im Verhältnis zu der der früheren Asylentscheidung zugrunde gelegten Sachlage glaubhaft und substantiiert vorgetragen sein muß (vgl. BVerwG, 25.06.1991 - 9 C 33.90 -, 23.06.1987 - 9 C 251.86 -, BVerwGE 77, 323 = EZAR 224 Nr. 16 = DVBl. 1987, 1120), damit überhaupt eine andere Entscheidung zugunsten des Asylbewerbers möglich erscheint; jedoch darf die Ausländerbehörde - ebensowenig wie das Verwaltungsgericht - ihre Entscheidung nicht auf Erwägungen stützen, die den geltend gemachten Asylanspruch in der Sache verneinen (vgl. BVerfG, 1. Kammer des 2. Senats, 22.09.1988 - 2 BvR 991/87 -, InfAuslR 1989, 28).
Wird eine Änderung der Sachlage geltend gemacht, gehört zur Beachtlichkeit des Folgeantrags vielmehr weiterhin, daß die Geeignetheit der neuen Tatsache für eine dem Kläger günstigere Entscheidung schlüssig dargetan wird (BVerwG, 25.06.1991 - 9 C 33.90 - m.w.N.).
VGH Hessen, 24.07.2007 - 6 UE 3108/05
Verfolgungsgefährdung von Mitgliedern der iranischen Komala
Ein das Bundesamt gemäß § 71 Abs. 1 Satz 1 AsylVfG zur Durchführung eines weiteren Asylverfahrens zwingender beachtlicher Folgeantrag liegt im Falle einer geltend gemachten Sachverhaltsänderung im Sinne von § 51 Abs. 1 Nr. 1 VwVfG dann vor, wenn sich der Asylbewerber substantiiert und widerspruchsfrei auf einen nachträglich eingetretenen Sachverhalt beruft, aus dem sich die nicht gänzlich fern liegende Möglichkeit ergibt, dass auf seiner Grundlage dem Begehren nunmehr zu entsprechen ist (vgl. BVerwG, Urteile vom 23. Juni 1987 - BVerwG 9 C 251.86 -, BVerwGE 77, 323 [326], und vom 25. Juni 1991 - BVerwG 9 C 33.90 -, Buchholz 402.25 § 14 AsylVfG Nr. 10).
5 Wird, wie im vorliegenden Fall, eine Veränderung der Sachlage im Sinne von § 51 Abs. 1 Nr. 1 1. Alt. VwVfG geltend gemacht, so kann die zur Durchführung eines weiteren Asylverfahrens erforderliche Asylverfahrensrelevanz nur bejaht werden, wenn der Antragsteller einen schlüssigen Sachvortrag unterbreitet (vgl. BVerwG, U.v. 23.06.1987 - 9 C 251.86 - E 77, 323 ; U.v. 07.03.1989 - 9 C 59.88 - Buchholz 402.25 § 14 AsylVfG Nr. 9; U.v. 25.06.1991 - 9 C 33.90 - Buchholz 402.25 § 14 AsylVfG Nr. 10).
Es ist hingegen nicht zu verlangen, dass die Veränderung der Sachlage zur Überzeugung des Bundesamtes oder Verwaltungsgerichts auch tatsächlich eingetreten ist (so aber wohl BVerwG, U. v. 15.12.1987 - 9 C 285.86 - E 78, 332 ; HmbOVG, B.v. 17.5.1984 - Bs VII 246/84 - NVwZ 1985, 512: es spricht von "einer guten Möglichkeit" einer Asylanerkennung; VGHBW, U.v. 15.06.1999 - A 6 S 2766/98 - AuAS 1999, 213;… Kopp/Ramsauer, VwVfG, 7. Aufl., § 51 Rdn. 26; unklar: BVerwG, U.v. 07.03.1989 - 9 C 59.88 - Buchholz 402.25 § 14 AsylVfG Nr. 9; U. v. 25.06.1991 - 9 C 33.90 - Buchholz 402.25 § 14 AsylVfG Nr. 10, dass lediglich eine diesbezügliche Behauptung aufgestellt werde, genüge nicht, vielmehr müsse sich aus dem Vorbringen eine Änderung "in der Tat ergeben"), denn diese Aussage würde je nach Lage des Falles u.U. erst nach eine mehr oder weniger umfangreichen Beweiserhebung getroffen werden können; eine solche ist jedoch dem eigentlichen Asylverfahren vorbehalten.
Das trifft regelmäßig nur auf erkennbar unschlüssige oder evident unsubstantiierte bzw. unglaubwürdige Vorbringen zu (…vgl. Kammerbeschluß vom 17. Januar 1991, a.a.O., S. 135; BVerwG, Urteil vom 25. Juni 1991 - 9 C 33.90 -, Buchholz 402.25 § 14 AsylVfG Nr. 10; jeweils m.w.N.).
Letzteres trifft regelmäßig nur auf erkennbar unschlüssiges oder evident unsubstantiiertes bzw. unglaubwürdiges Vorbringen zu (…vgl. Kammerbeschluß vom 17. Januar 1991, a.a.O., S. 135; BVerwG, Urteil vom 25. Juni 1991 - 9 C 33.90 -, Buchholz 402.25 § 14 AsylVfG Nr. 10; jeweils m.w.N.).
Dabei müssen durch nachprüfbare Einzelschilderungen neue Umstände dargelegt werden, aus denen sich die Möglichkeit einer positiven Einschätzung des Asylbegehrens ergibt; die Eignung, eine günstigere Entscheidung herbeizuführen, ist mithin schlüssig darzutun (vgl. BVerwG, Urteil vom 25.6.1991, 9 C 33.90, DVBl 1991, 1102).
Diese Voraussetzung ist jedoch dann nicht erfüllt, wenn das Vorbringen von vornherein nach jeder vertretbaren Betrachtungsweise ungeeignet ist, zur Asylberechtigung zu verhelfen (vgl. BVerwG, Urteil vom 25.6.1991, a.a.O.; BVerfG, Beschluss vom 11.5.1993, 2 BvR 2245/92, InfAuslR 1993, 304 m.w.N.).
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References: § 71
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