Source: https://revosax.sachsen.de/vorschrift/5019.1
Timestamp: 2020-05-26 03:18:46+00:00

Document:
Historische Fassung war gültig vom 27.01.2006 bis 08.05.2007
Markierungszeichen aufzustellen oder auf im Schutzgebiet befindliche Objekte aufzeichnen;
Gülle, Jauche oder Silosickersäfte auszubringen;
Mähgut auf den Landwirtschafts- oder Pflegeflächen länger als zur Trocknung erforderlich zu belassen;
zur Sichtbarmachung der Schutzgebietsgrenze aufgestellte amtliche Kennzeichen, Wegemarkierungen oder Wegweiser zu entfernen, zu zerstören oder zu beschädigen.
Gebot für die Landwirtschaft
Die auf der Karte „Grünlandnutzung/-pflege“ vom 2. Januar 2006 (Maßstab: 1 : 2 600), welche Bestandteil dieser Verordnung ist, mit einem großen grün gefärbten Kästchenmuster unterlegten Flächen sind jährlich ab der Blüte der hauptbestandsbildenden Gräser zu mähen.
Dieses Gebot gilt nicht, sofern der verfolgte Zweck durch vertragliche Regelungen zwischen den Eigentümern/Nutzern und der zuständigen Naturschutzbehörde erreicht wird.
(1) Nachfolgende Handlungen, die ebenfalls nachteilige Auswirkungen auf den Schutzzweck nach § 3 haben können, bedürfen der schriftlichen Erlaubnis der unteren Naturschutzbehörde:
die Ausbringung von Kalk, mineralischem Stickstoffdünger oder Bioziden außerhalb der Flurstücke 291 und 292 der Gemarkung Reuth;
die Aufstellung von jagdlichen Hochsitzen oder Kanzeln;
die Durchführung eines dritten Schnittes oder wiederholten Weidegangs auf den unter § 5 aufgeführten, als Flachlandmähwiese zu erhaltenden oder zur Flachlandmähwiese zu entwickelnden Flächen.
(2) Die Erlaubnis ist zu erteilen, wenn die Handlung den Schutzzweck nach § 3 nicht beeinträchtigt und Wirkungen der in § 4 genannten Arten nicht zur Folge hat oder solche Wirkungen durch Nebenbestimmungen abgewendet werden können.
(1) Abweichend von den §§ 4 und 6 sind zulässig:
die dem Schutzzweck entsprechende ordnungsgemäße Ausübung der Jagd, § 4 Abs. 2 Nr. 19 und 20 sowie § 6 Abs. 1 Nr. 2 bleiben unberührt;
die umweltgerechte landwirtschaftliche Nutzung der auf den Flurstücken 291 und 292 der Gemarkung Reuth vorhandenen Grünlandflächen in ihrer bisherigen Art und ihrem bisherigen Umfang, einschließlich der Anlage von Pferchen für Hüteschafe, wobei diese Pferche maximal 3 Tage an einer Stelle verbleiben dürfen;
ein Zweitschnitt auf den unter § 5 genannten Flächen frühestens 40 Tage nach dem Erstschnitt; diese Form der Zweitnutzung ist aufgrund der Anforderungen des Zugvogelschutzes bis 15. August abzuschließen;
alternativ zur Zweitschnittnutzung nach Nummer 4 frühestens 40 Tage nach dem Erstschnitt zur Imitation des Zweitschnitts ein kurz dauernder, mit hoher Besatzdichte geführter Weidegang mit Schafen; möglich ist in Folge dieser Nutzungsalternative ein Nachschnitt zur Beseitigung von Weideresten, der als einmaliger Mulchschnitt durchgeführt werden kann; aus Gründen des Zugvogelschutzes ist dieser nach Beginn unverzüglich zu Ende zu bringen;
auf den waldnahen, vernässten, mit Technik nicht bewirtschaftbaren Teilflächen der Flurstücke 290/1 und 293 der Gemarkung Reuth Beweidung mit bis zu 10 Mutterschafen;
auf dem südlich des Grabens gelegenen Teil des Flurstücks 450 der Gemarkung Schönbach eine Zweischnittnutzung;
auf allen landwirtschaftlich genutzten Flächen eine Ausgleichsdüngung mit Festmist oder mineralischen Phosphor-/Kalium-Düngern auf Höhe des Entzugs;
die umweltgerechte fischereiwirtschaftliche Nutzung mit der Maßgabe, dass:
Fische nur soweit und solange eingesetzt werden, wie diese der Verbesserung der ökologischen Situation des Teichgrunds und des Wasserkörpers dienlich sind;
jährlich ab September bis höchstens Mitte Oktober ein Absenken der Teiche, insbesondere des Waschteichs, auf Halbstau erfolgt und in diesem Zeitraum nur unabwendbare Kontrollbefischungen vorgenommen werden. Sofern aufgrund der Zuflussverhältnisse ein Vollstau bis zum nachfolgenden 1. Dezember gewährleistet ist, kann Halbstau auch unterschritten werden;
bei notwendiger Entschlammung diese als Teilschlämmung außerhalb der zwischen dem 15. Februar und dem 30. Oktober eines jeden Jahres liegenden Zug- und Laichzeit durchgeführt wird;
nicht zugefüttert wird;
(2) Die für die Landwirtschaft und Fischereiwirtschaft einschlägigen Verbote gelten auch nicht, sofern der verfolgte Zweck durch vertragliche Regelungen zwischen Eigentümern/Nutzungsberechtigten und der zuständigen Naturschutzbehörde erreicht wird.
Das Angelverbot nach § 4 Abs. 2 Nr. 14 bleibt unberührt.
(1) Ordnungswidrig im Sinne des § 61 Abs. 1 Nr. 1 SächsNatSchG handelt, wer in dem Naturschutzgebiet ohne Befreiung im Sinne von § 9 vorsätzlich oder fahrlässig,
entgegen § 4 Abs. 2 Nr. 9 Markierungszeichen aufstellt oder auf im Schutzgebiet befindliche Objekte aufzeichnet;
entgegen § 4 Abs. 2 Nr. 12 Gülle, Jauche oder Silosickersäfte ausbringt;
entgegen § 4 Abs. 2 Nr. 13 Mähgut auf den Landwirtschafts- oder Pflegeflächen länger als zur Trocknung erforderlich belässt;
entgegen § 4 Abs. 2 Nr. 14 badet, zeltet, lagert, angelt, reitet, Rad fährt, mit motorgetriebenen oder bespannten Fahrzeugen, einschließlich Motorschlitten fährt, Verkaufsstände, Wohnwagen aufstellt oder Fahrzeuge abstellt;
entgegen § 4 Abs. 2 Nr. 15 Flächen außerhalb markierter Wanderwege betritt;
entgegen § 4 Abs. 2 Nr. 17 Hunde frei oder auf Flächen außerhalb von Wegen laufen lässt;
entgegen § 4 Abs. 2 Nr. 18 Fahrzeugmodelle betreibt, Flugmodelle startet oder über das Gebiet fliegen lässt;
entgegen § 4 Abs. 2 Nr. 19 Wildäcker, Kirrungen, Salzleckstellen oder sonstige Futterstellen anlegt;
entgegen § 4 Abs. 2 Nr. 20 Federwild bejagt;
entgegen § 4 Abs. 2 Nr. 21 Nisthilfen anbringt oder aufstellt;
entgegen § 4 Abs. 2 Nr. 22 zur Sichtbarmachung der Schutzgebietsgrenze aufgestellte amtliche Kennzeichen, Wegemarkierungen oder Wegweiser entfernt, zerstört oder beschädigt.
(2) Ordnungswidrig im Sinne des § 61 Abs. 1 Nr. 1 SächsNatSchG handelt des Weiteren, wer in dem Naturschutzgebiet ohne Erlaubnis im Sinne von § 6 oder Befreiung im Sinne von § 9 vorsätzlich oder fahrlässig,
Kalk, mineralischen Stickstoffdünger oder Biozide außerhalb der Flurstücke 291 und 292 der Gemarkung Reuth ausbringt;
jagdliche Hochsitze oder Kanzeln aufstellt;
auf den unter § 5 aufgeführten Flächen einen dritten Schnitt oder wiederholten Weidegang durchführt.
(3) Ordnungswidrig im Sinne des § 61 Abs. 1 Nr. 1 SächsNatSchG handelt schließlich, wer vorsätzlich oder fahrlässig einer vollziehbaren Auflage, mit der eine nach § 6 erteilte Erlaubnis oder eine nach § 9 erteilte Befreiung versehen wurde, zuwiderhandelt.
Fassung gültig ab: 27. Januar 2006
Quelle: REVOSax http://revosax.sachsen.de/vorschrift/5019.1 Stand vom 26.05.2020

References: § 3
 § 5
 § 3
 § 4
 § 4
 § 6
 § 5
 § 4
 § 61
 § 9
 § 4
 § 4
 § 4
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 § 61
 § 6
 § 9
 § 5
 § 61
 § 6
 § 9