Source: http://babcock.dev-contact.com/faq/
Timestamp: 2019-10-23 04:34:30+00:00

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Fragen und Antworten – Babcock Pensionskasse
Hier finden Sie eine Sammlung häufig gestellter Fragen (FAQ) mit den dazugehörigen Antworten
Wenn ein Arbeitgeber für seine Mitarbeiter oder alle, die einen ähnlichen Status haben, eine wie auch immer geartete Versorgung als Rentenzahlung oder Kapitalauszahlung zusagt. Das kann sein:
Eine Direktzusage, beitrags- oder leistungsorientiert, also das Versprechen des Arbeitgebers, bei Invalidität, Erreichen der Altersgrenze oder Tod eine bestimmte Leistung zu erbringen (leistungsorientiert), oder während der Beschäftigungszeit einen bestimmten Beitrag in ein Versorgungssystem zu zahlen (beitragsorientiert), aus welchem der Arbeitgeber dann in den genannten Fällen Leistungen erbringt.
Eine Direktversicherung, hier zahlt Arbeitgeber und/oder Arbeitnehmer Versicherungsprämien für eine dem Arbeitnehmer gehörende Versicherung. Der Arbeitgeber ist der Versicherungsnehmer, der Arbeitnehmer ist i. d. R. bezugsberechtigt.
Eine Unterstützungskasse, hier wird die Zusage nicht direkt vom Arbeitgeber sondern von der Versorgungseinrichtung (Unterstützungskasse) erteilt. Der Arbeitnehmer erhält keinen Rechtsanspruch, der Arbeitgeber steht dafür vollumfänglich ein.
Eine Pensionskasse, praktisch eine Versicherung, bei der Arbeitgeber und/oder Arbeitnehmer Beiträge zahlen. Die Pensionskasse funktioniert wie eine Direktversicherung; der Arbeitnehmer erwirbt einen Rechtsanspruch gegen die Pensionskasse.
Ein Pensionsfonds, hier wird in der Regel keine fest bestimmte Leistung zugesagt, sondern der Fonds legt die Beiträge an und das Mitglied erhält, was am Ende in seinem Versorgungskonto angespart ist, mindestens aber die gezahlten Beiträge. Es gibt aber auch etwas gemilderte Formen, die einer Pensionskasse sehr ähnlich sind.
Welche Leistungen bietet die Babcock Pensionskasse?
Gemäß § 7 unserer Allgemeinen Versicherungsbedingungen, die unserer Satzung beiliegen:
(1) Die Leistungen der Pensionskasse erstrecken sich, falls in den Tarifbedingungen keine Abweichungen enthalten sind, auf
Mitgliedsrenten in Form von
Alters- und vorzeitiger Altersrente
Hinterbliebenenrenten in Form von
(2) Die Höhe der Kassenleistungen ergibt sich aus den Festlegungen im Versicherungsvertrag.
(3) Alle Renten werden monatlich vorschüssig gezahlt.
Aufgrund der Konstruktion kann man eine Pensionskasse am Besten mit einem gewerblichen Versicherungsunternehmen vergleichen:
Die Babcock Pensionskasse sagt die Leistungen rechtsverbindlich zu, behält sich jedoch vor, im Falle eines Verlustes die Beiträge anzuheben oder die Leistungen zu vermindern (§ 13 Abs. 3 der Satzung). Das gewerbliche Versicherungsunternehmen bietet den scheinbaren Vorteil, dass die Leistungen lebenslänglich garantiert werden – dieser Vorteil wird dadurch erkauft, dass der Versicherer seine Tarife mit einem Rechnungszins von 2,25% (in 2018 lag der Garantiezins bei 0,9 %) kalkulieren muss, während die Pensionskasse ihre Leistungen mit einem deutlich höherem Zinssatz kalkuliert hat. Außerdem hat der Versicherer zusätzliche Verwaltungskosten; die Pensionskasse zahlt z.B. keine Abschlussprovisionen (die natürlich aus den Beiträgen finanziert werden müssen). Als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit muss die Babcock Pensionskasse auch keine Gewinne an Anteilseigner ausschütten.
Das führt dazu, dass für die gleiche zugesagte Rentenhöhe beim Versicherer deutlich höhere (in Extremfällen fast die doppelten) Beiträge bezahlt werden müssen, die der Versicherer dann später teilweise als Leistungserhöhungen zurückgibt.
Wie wirkt sich eine Entgeltumwandlung auf meine gesetzliche Rente aus?
Das kommt darauf an….
Wird auf Einkommen über der Beitragsbemessungsgrenze für die Rentenversicherung verzichtet, gar nicht…
Bei Einkommen unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze wird von der Entgeltumwandlung kein Rentenversicherungsbeitrag fällig und damit wird die Sozialrente geringer – aber nur ein bisschen. Die Leistung die aus der Entgeltumwandlung später bezogen werden kann ist in der Regel um ein Mehrfaches höher als die Verminderung der gesetzlichen Rente.
Was ist der Unterschied zwischen dem ALT-Tarif und dem NEU-Tarif?
Der Alttarif ist ein sogenannter „Durchschnittstarif“, d.h. für jedes Alter gibt es für einen bestimmten Beitrag die gleiche Rente. Über die gesamte Laufzeit seines Vertrages entrichtet der (Durchschnitts-)Versicherte gerade so viel Beiträge, dass seine Rente finanziert ist. Betrachtet man allerdings die einzelnen Beitragsjahre, bezahlt er anfangs überhöhte und in späteren Jahren zu niedrige Beiträge. Über ein ganzes Arbeitsleben gesehen gleicht sich das wieder aus, aber Durchschnittstarife sind heute nicht mehr üblich, weil die Regel „Opa bei Babcock, Vater bei Babcock, Sohn auch bei Babcock“ nicht mehr gilt, sondern der heutige Mitarbeiter wesentlich häufiger die Firma wechselt. Deswegen fordert die Aufsichtsbehörde (BaFin) heute grundsätzlich altersabhängig kalkulierte Tarife, d.h. die Leistung die für einen festen Beitrag erworben wird, ändert sich mit zunehmenden Alter, je älter desto weniger Rentenansprüche werden durch eine Beitragszahlung erworben.
Beim Neutarif ist genau diese Anforderung umgesetzt, d.h. jedes Beitragsjahr ist mit einem bestimmten Umrechnungsfaktor verknüpft – dieser ist umso geringer je höher das Alter bei Beitragsentrichtung ist.
Steuern müssen wir leider auf Alles und Jedes zahlen, es gab sogar mal eine Bartsteuer….
Bis 2001 wurden die Pensionskassenbeiträge grundsätzlich aus dem Nettogehalt gezahlt, damit war die eigentliche Rente steuerfrei, es wurde lediglich der sogenannte „Ertragsanteil“, also das was an Zinserträgen ab Rentenbeginn in der Rente steckte, der Einkommensteuer unterworfen. Seit 2001 dürfen bis zu 4% der Beitragsbemessungsgrenze als Beiträge aus unversteuertem Einkommen gezahlt werden – dieser Teil der Rente ist dann komplett einkommensteuerpflichtig. Rententeile aus höheren Beiträgen werden wie auch die Rententeile aus Beiträgen bis 2001 weiterhin mit dem Ertragsanteil versteuert (Hinweis: Altersentlastungsbetrag und Versorgungsfreibetrag können steuermindernd wirken).
Muss ich als Rentner auch Krankenkassen- und Pflegeversicherungsbeiträge bezahlen?
Ab einer Bruttorente von insgesamt € 152,25 ((Stand 2018) Summe Ihrer Einkünfte als Rentner) sind Sie in der Pflicht von der Rente Krankenkassen- und Pflegeversicherungsbeiträge zu zahlen.
Verliere ich bei einer Kündigung meine betriebliche Altersversorgung?
Zum Teil schon, und zwar
bei Dienstzeiten kleiner als 5 Jahre leider alle; Eigenbeiträge werden zurückerstattet
bei Dienstzeiten über 5 Jahren nur den Teil, der „noch nicht erdient“ ist. Bei der Pensionskasse ist das die bis zur Kündigung erreichte Anwartschaft
Was passiert mit der Rente der Babcock Pensionskasse, wenn mein Arbeitgeber in Insolvenz geht?
Im Prinzip das gleiche wie bei einer Kündigung – die unverfallbare Anwartschaft wird errechnet und von der Pensionskasse – die ja nicht wie der Arbeitgeber insolvent ist – im Leistungsfall bezahlt.
Kann meine Rente erhöht werden?
Die Pensionskasse hat sich satzungsmäßig verpflichtet, alle Überschüsse zur Leistungserhöhung oder Beitragsverringerung zu verwenden. Wenn also Überschüsse erzielt werden, werden diese auch an die Mitglieder verteilt.
Todesfall in der Familie: Was muss gemacht werden?
Wichtig ist, dass dem Bestatter die Versicherungsunterlagen zur Pensionskassenrente übergeben werden, so dass er uns sowie die Deutsche Rentenversicherung informieren kann.
Mercer ist einer der weltweit größten Berater in allen Fragen der betrieblichen Altersversorgung mit rund 17.000 Mitarbeitern, 25.000 Kunden weltweit, davon 6.000 in Deutschland. Neben der reinen Beratung bietet Mercer auch andere Dienstleistungen an, darunter die von uns in Anspruch genommene Verwaltungstätigkeit. Daneben stellt Mercer den verantwortlichen Aktuar, der von Gesetzes wegen verpflichtet ist, die dauerhafte Erfüllbarkeit der Leistungsverpflichtungen der Babcock Pensionskasse zu überwachen. Weiterhin fungiert Mercer als Investmentrisiko-Berater (d.h. Mercer überwacht unsere Anlagen und schlägt Alarm, wenn etwas droht, schiefzugehen, oder gibt Tipps, wo man etwas verbessern könnte.)
Die Babcock Pensionskasse unterliegt der Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) und hat daher strenge Grundsätze für die Kapitalanlage zu beachten. Ein Treuhänder überwacht ständig die Einhaltung der Regeln und Mercer unterstützt den Vorstand bei der Auswahl der Kapitalanlagen. Die Babcock Pensionskasse hat sich selbst durch eine Kapitalanlagerichtlinie strenge Regeln zur Kapitalanlage auferlegt. Dieses Regelwerk wird mindestens einmal jährlich überprüft und wird im Übrigen auch dem Wirtschaftsprüfer und der Aufsichtsbehörde vorgelegt. In der Richtlinie ist unter anderem festgelegt, dass die Pensionskasse nur Kapitalanlagen, die höchsten Sicherheitsstandards genügen, anschaffen bzw. halten darf.
Wann und wie bekomme ich meine Rente ausgezahlt?
Rentenleistungen können grundsätzlich erst dann gezahlt werden, wenn der Bescheid des Trägers der gesetzlichen Rentenversicherung vorliegt. Der Rentenantrag wird nicht automatisch an Sie versandt; Sie müssen sich bei der Pensionskasse melden.
Eine vorzeitige Altersrente kann erst ab dem Monat gezahlt werden, ab dem der Antrag auf vorzeitige Altersrente bei uns eingegangen ist. Den Antrag auf vorzeitige Altersrente können Sie losgelöst von dem Bescheid der gesetzlichen Rentenversicherung bei uns stellen.
Kann ich meine Rente auf einmal auszahlen lassen (im Rentenalter oder vorher)?
Grundsätzlich nein! Gemäß § 13 unserer Allgemeinen Versicherungsbedingungen kann eine monatliche Rente bis zu 1 % der monatlichen Bezugsgröße gemäß § 18 SGB IV (in 2018 € 30,45) durch eine einmalige Kapitalzahlung abgegolten werden. Abgeltungsbetrag ist das zum Zeitpunkt der Fälligkeit berechnete geschäftsplanmäßige Deckungskapital für die abzugeltende Kassenleistung.
Kann ich mir meine Beiträge erstatten lassen?
Beitragserstattungen sind grundsätzlich nur für den Alttarif vorgesehen; wenn Sie vor Vollendung von 5 Dienstjahren aus dem Unternehmen ausscheiden erhalten Sie Ihre Mitgliedsbeiträge zurück.
Bekomme ich meine Pensionskassenrente auch wenn ich vorzeitig in Rente gehe? Bekomme ich Abzüge? Wie viel?
Ja, ich kann die Pensionskassenrente ab Beginn der gesetzlichen Rente erhalten. Die Abschläge für den vorzeitigen Rentenbezug betragen pro Monat der Inanspruchnahme vor Alter 65:
1/3 % beim Alttarif (Versicherungsbeginn bis 1992)
0,45 % bei den anderen Tarifen (Alttarif Versicherungsbeginn ab 1993 u. Neutarife)
Bei Änderung der Kontodaten erhalten Sie von Ihrer Bank einen Beleg mit Ihren neuen Kontodaten, diesen senden Sie bitte unterschrieben an unseren Dienstleister Mercer.
Grundsätzlich gilt, dass Adressänderungen telefonisch nicht angenommen werden dürfen. Wir bitten Sie Mercer ein kurzes formloses Schreiben mit der Bekanntgabe Ihrer alten und neuen Adresse zu senden.
Was mache ich bei einem Arbeitgeberwechsel?
Im Normalfall müssen Sie gar nichts machen, das macht Ihr Arbeitgeber für Sie. Der Arbeitgeber füllt ein Formblatt „Arbeitgeberabmeldung“ aus und sendet dies an unseren Dienstleister Mercer. Falls Sie zu einem Unternehmen wechseln, welches auch Mitarbeiter über die Babcock Pensionskasse angemeldet hat, kann der Arbeitgeber ein anderes Formblatt „Arbeitgeberummeldung“ ausfüllen und es an Mercer schicken. Falls Sie darüber hinaus gehende Fragen haben, können Sie sich direkt über eMail oder die Serviceline an Mercer wenden.
Die wichtigsten Rechengrößen zur Sozialversicherung
Jahr Beitragsbemessungsgrenze zur
Gesetzlichen Renten- und Arbeitslosenversicherung
2016 West: 6.200 Euro/Monat (= 74.400 Euro/Jahr)
2017 West: 6.350 Euro/Monat (= 76.200 Euro/Jahr)
2018 West: 6.500 Euro/Monat (= 78.000 Euro/Jahr)
2016 Ost: 5.400 Euro/Monat (= 64.800 Euro/Jahr)
2017 Ost: 5.700 Euro/Monat (= 68.400 Euro/Jahr)
2018 Ost: 5.800 Euro/Monat (= 69.600 Euro/Jahr)
Was ist Unverfallbarkeit und wie erreiche ich diese?
Ihre Rentenanwartschaft wird unverfallbar, wenn Sie mindestens 5 Jahre in der Pensionskasse sind. Sollten Sie Mitgliedsbeiträge zahlen, so sind die daraus erwachsenden Leistungen sofort unverfallbar.
Kann meine Rente verpfändet oder beliehen werden?
Ansprüche auf Kassenleistungen dürfen nicht abgetreten, verpfändet oder beliehen werden. Im Falle des schuldrechtlichen Versorgungsausgleichs kann der Ausgleichsberechtigte jedoch die Abtretung der Ausgleichsrente gemäß § 1587 i BGB bzw. § 21 VersAusglG verlangen (§ 14 unserer Satzung – Verfügungsverbot und Pfändungen).
Hinweis zur Rentenbezugsmitteilung
Hinweis zur Rentenbezugsmitteilung: Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass künftig (ab 2012) eine Mitteilung über steuerpflichtige Leistungen aus Ihrer betrieblichen Altersversorgung nur bei Veränderung der Leistungshöhe versandt wird. Diese Vorgehensweise ist im aktuellen BMF Schreiben (Bundesministerium der Finanzen) vom 17. Dezember 2010 (IV C3 – S 2257-b/07/10002) Absatz 1 Satz 1 entsprechend geregelt.
„Nach § 22 Nummer 5 Satz 7 Einkommensteuergesetz (EStG) hat der Anbieter eines Altersvorsorgevertrags oder einer betrieblichen Altersversorgung bei erstmaligem Bezug von Leistungen, …sowie bei Änderung der im Kalenderjahr auszuzahlenden Leistungen dem Steuerpflichtigen nach amtlich vorgeschriebenem Vordruck den Betrag der im abgelaufenen Kalenderjahr zugeflossenen Leistungen im Sinne des § 22 Nummer 5 Satz 1 bis 6 EStG jeweils gesondert mitzuteilen.“
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, Postfach 12 53, 53002 Bonn

References: § 7
 § 13
 § 18
 § 1587
 § 21
 § 22
 § 22