Source: https://www.bafoegini.de/doku.php/erlass?do=diff&rev2%5B0%5D=1569858698&rev2%5B1%5D=1582292857&difftype=sidebyside
Timestamp: 2020-04-05 00:18:36+00:00

Document:
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2020-03-03 21:36 bafoegini 2020-03-01 15:18 bafoegini [3.5.2.3 Wahlrecht] 2020-03-01 15:15 bafoegini 2020-03-01 15:15 bafoegini 2020-03-01 15:10 bafoegini [Ohne Ausübung des Wahlrechts?] 2020-03-01 15:10 bafoegini [3.5.2.6 Stundung] 2020-03-01 15:09 bafoegini [3.5.2.7 Vorzeitige Ablösung] 2020-03-01 15:06 bafoegini [3.5.2.7 Vorzeitige Ablösung] 2020-03-01 15:04 bafoegini [3.5.2.3 Wahlrecht] 2020-03-01 15:03 bafoegini [3.5.2.3 Wahlrecht] 2020-03-01 14:56 bafoegini [Und ohne Ausübung des Wahlrechts?] 2020-03-01 14:54 bafoegini [3.5.2.3 Wahlrecht] 2020-03-01 11:07 bafoegini [3.5.2.2 Erlassoption für die Vergangenheit] 2020-02-29 14:59 bafoegini 2020-02-29 14:55 bafoegini 2020-02-29 10:38 bafoegini 2020-02-29 10:19 bafoegini 2020-02-29 10:18 bafoegini [3.5.2.3 Wahlrecht] 2020-02-29 09:31 bafoegini [3.5.2.4 Kooperationserlass] 2020-02-29 09:30 bafoegini 2020-02-21 14:47 bafoegini 2020-02-21 14:45 bafoegini [3.5.2.5 Härtefallerlass] 2020-02-21 14:45 bafoegini [3.5.2.5 Härtefallerlass] 2020-02-21 14:41 bafoegini 2020-02-21 14:41 bafoegini [3.5.2.5 Härtefallerlass] 2020-02-21 14:38 bafoegini [3.5.2.5 Härtefallerlass] 2020-02-20 22:30 bafoegini 2020-02-20 22:20 bafoegini 2020-02-20 22:19 bafoegini 2020-02-20 22:18 bafoegini 2020-02-20 22:18 bafoegini [3.5.2.3 Wahlrecht] 2020-02-20 22:17 bafoegini [3.5.2.3 Wahlrecht] 2020-02-20 22:14 bafoegini [3.5.2.3 Wahlrecht] 2020-02-20 22:12 bafoegini [3.5.2.3 Wahlrecht] 2020-02-20 22:07 bafoegini 2020-02-20 21:58 bafoegini [3.5.2.4 Kooperationserlass] 2020-02-06 16:24 bafoegini 2020-02-06 16:24 bafoegini 2020-02-06 16:23 bafoegini 2020-02-06 16:20 bafoegini 2020-02-06 16:19 bafoegini 2020-02-06 16:18 bafoegini 2020-02-05 19:15 bafoegini 2020-02-05 19:14 bafoegini 2020-02-05 19:12 bafoegini [3.5.2.3 Wahlrecht] 2020-02-04 21:48 bafoegini 2020-02-04 12:14 bafoegini [3.5.2.4 Kooperationserlass] 2020-02-04 11:51 bafoegini 2020-02-04 11:48 bafoegini 2020-02-04 11:47 bafoegini 2020-02-04 11:45 bafoegini
erlass [2019-09-30 17:51]
erlass [2020-02-21 14:47]
* den sog. **77-Raten-Erlass**,​\\ der nur für Darlehensnehmende gilt, die erstmals ab September 2019 BAföG bezogen\\ * den sog. **77-Raten-Erlass**,​\\ der nur für Darlehensnehmende gilt, die erstmals ab September 2019 BAföG bezogen\\
+ Die Regelung für AltschuldnerInnen (das sind alle, die vor September 2019 mindestens einmal BAföG bezogen haben, auch wenn sie im September 2019 oder später weiter oder wieder BAföG beziehen):
* den sog. **Kooperationserlass**,​\\ ​ wenn das "​Wahlrecht"​ zwischen September 2019 und Februar 2020 ausgeübt wurde\\ * den sog. **Kooperationserlass**,​\\ ​ wenn das "​Wahlrecht"​ zwischen September 2019 und Februar 2020 ausgeübt wurde\\
* den sog. **Härtefallerlass**,​\\ ​ wenn der Kooperationserlass abgelehnt wurde\\ * den sog. **Härtefallerlass**,​\\ ​ wenn der Kooperationserlass abgelehnt wurde\\
''​Darlehensnehmende,​ denen Förderung mit Darlehen (…) in einer vor dem 1.\ September 2019 geltenden Fassung geleistet wurde, mit Ausnahme von Bankdarlehen (…), können binnen einer Frist von sechs Monaten (…) jeweils durch schriftliche oder elektronische Erklärung gegenüber dem Bundesverwaltungsamt verlangen, <wrap hi>dass für die Rückzahlung des gesamten Darlehens §\ 18 Absatz 12 und §\ 18a in der am 1.\ September 2019 anzuwendenden Fassung anzuwenden sind.</​wrap>​ Für Darlehensnehmende,​ die den dort genannten Rückzahlungszeitraum von 20 Jahren überschritten haben, gilt Satz 1 mit der Maßgabe, dass für den Erlass nach §\ 18 Absatz 12 Satz 1 in der ab dem 1.\ September 2019 anzuwendenden Fassung die Voraussetzungen für den gesamten Zeitraum vor Äußerung des Verlangens vorgelegen haben müssen.''​ ''​Darlehensnehmende,​ denen Förderung mit Darlehen (…) in einer vor dem 1.\ September 2019 geltenden Fassung geleistet wurde, mit Ausnahme von Bankdarlehen (…), können binnen einer Frist von sechs Monaten (…) jeweils durch schriftliche oder elektronische Erklärung gegenüber dem Bundesverwaltungsamt verlangen, <wrap hi>dass für die Rückzahlung des gesamten Darlehens §\ 18 Absatz 12 und §\ 18a in der am 1.\ September 2019 anzuwendenden Fassung anzuwenden sind.</​wrap>​ Für Darlehensnehmende,​ die den dort genannten Rückzahlungszeitraum von 20 Jahren überschritten haben, gilt Satz 1 mit der Maßgabe, dass für den Erlass nach §\ 18 Absatz 12 Satz 1 in der ab dem 1.\ September 2019 anzuwendenden Fassung die Voraussetzungen für den gesamten Zeitraum vor Äußerung des Verlangens vorgelegen haben müssen.''​
- Sehr wichtig hierzu der neue § 18 Absatz 12: + Die Bedingungen dafür finden sich im neuen § 18 Absatz 12:
''<​sup>​1</​sup>​Darlehensnehmenden,​ die während des Rückzahlungszeitraums nach Absatz 3 Satz 1 ihren Zahlungs- und Mitwirkungspflichten jeweils rechtzeitig und vollständig nachgekommen sind, ist die verbleibende Darlehensschuld zu erlassen. <​sup>​2</​sup>​Sind die Voraussetzungen des Satzes 1 nicht erfüllt, ist dies durch Bescheid festzustellen. <​sup>​3</​sup>​Auf Antrag kann zur Vermeidung einer unbilligen Härte die verbleibende Darlehensschuld auch dann erlassen werden, wenn im Rückzahlungsverfahren in nur geringfügigem Umfang gegen die Zahlungs- und Mitwirkungspflichten verstoßen wurde. <​sup>​4</​sup>​Der Antrag nach Satz 3 ist binnen eines Monats nach Bekanntgabe eines ablehnenden Bescheids nach Satz 2 zu stellen.''​ ''<​sup>​1</​sup>​Darlehensnehmenden,​ die während des Rückzahlungszeitraums nach Absatz 3 Satz 1 ihren Zahlungs- und Mitwirkungspflichten jeweils rechtzeitig und vollständig nachgekommen sind, ist die verbleibende Darlehensschuld zu erlassen. <​sup>​2</​sup>​Sind die Voraussetzungen des Satzes 1 nicht erfüllt, ist dies durch Bescheid festzustellen. <​sup>​3</​sup>​Auf Antrag kann zur Vermeidung einer unbilligen Härte die verbleibende Darlehensschuld auch dann erlassen werden, wenn im Rückzahlungsverfahren in nur geringfügigem Umfang gegen die Zahlungs- und Mitwirkungspflichten verstoßen wurde. <​sup>​4</​sup>​Der Antrag nach Satz 3 ist binnen eines Monats nach Bekanntgabe eines ablehnenden Bescheids nach Satz 2 zu stellen.''​
==== 3.5.2.3 Wahlrecht ==== ==== 3.5.2.3 Wahlrecht ====
- Voraussetzung für den Kooperationserlass ist, dass das BAföG-Darlehen vor dem 1.\ September 2019 bewilligt wurde (also auch zu Zeiten der Volldarlehensregelung 1983 bis 1990), und es muss das Wahlrecht ausgeübt werden. ​**Dafür steht nur der Zeitraum September 2019 bis Februar 2020 offen!** + Voraussetzung für den Kooperationserlass ist, dass das BAföG-Darlehen vor dem 1.\ September 2019 bewilligt wurde (also auch zu Zeiten der Volldarlehensregelung 1983 bis 1990), und es muss das **Wahlrecht** ausgeübt werden. Dafür steht nur der **Zeitraum September 2019 bis Februar 2020** ​offen!
- * Die Erklärung zum Wahlrecht muss im Zeitraum 01.09.2019 bis 29.02.2020 beim Bundesverwaltungsamt (BVA) eingehen/​eingegangen sein. + * Die Erklärung zum Wahlrecht muss im Zeitraum 01.09.2019 bis 29.02.2020 beim Bundesverwaltungsamt (BVA) eingehen/**eingegangen** sein.
- * Die Erklärung muss schriftlich ​oder in elektronischer Form abgegeben werden. + * Die Erklärung muss schriftlich abgegeben werden ​(der oben <wrap hi>gelb markierte</​wrap>​ Text ist der Antragsinhalt).
- * Auch elektronisch kann die Erklärung seit 01.09.2019 über [[http://​bafoegonline.de/​|BAföG-online]] abgegeben werden. Dazu ist die Einrichtung eines Accounts ("​Online-Kontos"​) auf der BVA-Webseite(([[https://​www.bva.bund.de/​DE/​Services/​Buerger/​Schule-Ausbildung-Studium/​BAfoeG/​Bafoeg-online/​_documents/​leistungsangebot.html|Leistungsangebot von BAföG-online]],​ abgerufen am 01.08.2019)) erforderlich (eine E-Mail-Adresse ist Mindestvoraussetzung).(([[https://​www.bva.bund.de/​DE/​Services/​Buerger/​Schule-Ausbildung-Studium/​BAfoeG/​Bafoeg-online/​_funcions/​anleitungsmodul_bo-reg_tale.html|Anmeldung mit E-Mail und Kennwort]], abgerufen am 01.08.2019)) Für den nächsten Schritt ist dann das Geschäftszeichen beim BVA einzugeben //(Abb.: Ausschnitt aus dem Online-Menü)//​. + * Aber auch (nur) elektronisch kann die Erklärung seit 01.09.2019 über [[http://​bafoegonline.de/​|BAföG-online]] abgegeben werden. Dazu ist die Einrichtung eines Accounts ("​Online-Kontos"​) auf der BVA-Webseite(([[https://​www.bva.bund.de/​DE/​Services/​Buerger/​Schule-Ausbildung-Studium/​BAfoeG/​Bafoeg-online/​_documents/​leistungsangebot.html|Leistungsangebot von BAföG-online]],​ abgerufen am 01.08.2019)) erforderlich (eine E-Mail-Adresse ist Mindestvoraussetzung).(([[https://​www.bva.bund.de/​DE/​Services/​Buerger/​Schule-Ausbildung-Studium/​BAfoeG/​Bafoeg-online/​_funcions/​anleitungsmodul_bo-reg_tale.html|Anmeldung mit E-Mail und Kennwort]], abgerufen am 01.08.2019)) Für den nächsten Schritt ist dann das Geschäftszeichen beim BVA einzugeben //(Abb.: Ausschnitt aus dem Online-Menü)//​.
{{ :​wahlrecht-button.png?​400 |}} {{ :​wahlrecht-button.png?​400 |}}
- Aber auch bei Anträgen per Briefpost: das **Geschäftszeichen** niemals vergessen! Es kann dem (bisherigen) Schriftwechsel mit dem BVA entnommen werden und es beginnt stets mit IV 01 bis IV 06 bzw. mit A bis E. + Aber auch bei Anträgen per Briefpost: das **Geschäftszeichen** niemals vergessen! Es kann dem (bisherigen) Schriftwechsel mit dem BVA entnommen werden und es beginnt stets mit IV 01 bis IV 06 bzw. mit A bis E.
- Nun - ob per Brief oder online beantragt - ist ein Erlass nach § 18 Abs. 12 BAföG //​möglich//​.\\ Es gilt ab Antragstellung verbindlich,​ dass das Darlehen innerhalb von 20 Jahren zurückzuzahlen ist. Die maximal 10-jährige Rückzahlungsverlängerung aufgrund von Freistellungen ​gemäß § 18a Abs. 5 BAföG ​(alte Fassung) gilt nicht mehr. Und ist der Zeitraum von 20 Jahren bei Ausübung des Wahlrechts schon überschritten,​ wird die Freistellung ​quasi "​gestoppt"​ (aufgehoben/beendet) und das verbliebene Restdarlehen ​zum nächsten turnusmäßigen Zahlungstermin (in der Regel Dreimonatszeitraum) fällig. Über die fällig gewordene Restsumme ​wird //dann// hinsichtlich eines Erlasses beschieden. + Wie schon in den vergangenen Jahrzehnten empfehlen wir bei Anträgen an das BVA per Brief die Form des Einschreibens **mit** Rückschein.
+ Online-Ausübende sehen ihre Antragstellung {{ :​historie-beispiel.png?​linkonly|in der Historie des Accounts}} vermerkt.
+ Seit 17. Februar bekommen wir Rückmeldungen,​ dass bei der Online-Ausübung des Wahlrechts eine kryptische Zwischenfrage erscheint mit\\ **Enum_Wahlrecht_neues_Recht** oder **Enum_Wahlrecht_altes_Recht**\\ die in diesem {{:​wahlrecht-irritation.png?​linkonly|Screenshot}} dargestellt ist.
+ Wir wundern uns, warum der Webdesigner des BVA so etwas macht.
+ Und inhaltlich gehen wir davon aus, dass die Ausübung des Wahlrechts nach § 66a Absatz 7 Satz 1 BAföG eine Entscheidung für das "neue Recht" darstellt.
+ Nun - ob per Brief oder online beantragt - ist ein Erlass nach § 18 Abs. 12 BAföG //​möglich//​.
+ Es gilt ab Antragstellung verbindlich,​ dass das Darlehen innerhalb von 20 Jahren zurückzuzahlen ist (neues Recht). Es gibt auch weiterhin die Option einer Freistellung ​gemäß § 18a BAföG. Aber eine "​Verlängerung"​ des Rückzahlungszeitraumes über mehr als 20 Jahre gibt es dann nicht mehr.
+ Nun - ob per Brief oder online ausgeübt - reagiert das BVA mit einem postalisch versendeten Brief.
+ Die Zustellung dieses Schreibens erfolgt - nach den uns bisher vorliegenden Rückmeldungen - teilweise erst nach einigen Wochen. Einige Betroffene haben aber auch nach zwei Monaten noch keine Antwort erhalten.
+ Und **ist der Zeitraum von 20 Jahren bei Ausübung des Wahlrechts schon überschritten**, wird die Freistellung ​sofort ​"​gestoppt"​ (offiziell wird sie beendet: zum Vormonat nach Wahlrecht-Antragstellung), der Antrag wird geprüft ​und über das verbliebene Restdarlehen wird dann hinsichtlich eines Erlasses beschieden. ​
- Ganz aktuell, hier ein Auszug aus der **Antwort des BVA** an einen Darlehensnehmer **nach der Ausübung des Wahlrechts**:​ + Hier ein Auszug aus der **Antwort des BVA** an einen Darlehensnehmer **nach der Ausübung des Wahlrechts**:​
"Sie haben am 03.09.2019 erklärt, dass für Sie die Erlassregelung des §\ 18 Abs.\ 12 BAföG Anwendung finden soll. Nach §\ 66a Abs.\ 6 BAföG bedeutet dies für Sie im Einzelnen: "Sie haben am 03.09.2019 erklärt, dass für Sie die Erlassregelung des §\ 18 Abs.\ 12 BAföG Anwendung finden soll. Nach §\ 66a Abs.\ 6 BAföG bedeutet dies für Sie im Einzelnen:
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Da der Rückzahlungszeitraum von 20 Jahren für Ihr Darlehen bereits überschritten ist, werde ich von Amts wegen prüfen, ob Ihr fälliges Darlehen nach §\ 18 Abs.\ 12 Satz\ 1 BAföG erlassen werden kann. Dies kann einige Zeit in Anspruch nehmen. Bis zur meiner Entscheidung müssen Sie Ihr fälliges Darlehen nicht einzahlen und auch keinen Stundungsantrag stellen. Ihnen entstehen dadurch keine Nachteile. Nach Abschluss der Prüfung werde ich Ihnen mitteilen, ob und ggf. wann Sie Ihr Darlehen zurückzahlen müssen."​ Da der Rückzahlungszeitraum von 20 Jahren für Ihr Darlehen bereits überschritten ist, werde ich von Amts wegen prüfen, ob Ihr fälliges Darlehen nach §\ 18 Abs.\ 12 Satz\ 1 BAföG erlassen werden kann. Dies kann einige Zeit in Anspruch nehmen. Bis zur meiner Entscheidung müssen Sie Ihr fälliges Darlehen nicht einzahlen und auch keinen Stundungsantrag stellen. Ihnen entstehen dadurch keine Nachteile. Nach Abschluss der Prüfung werde ich Ihnen mitteilen, ob und ggf. wann Sie Ihr Darlehen zurückzahlen müssen."​
+ //​Hinweis://​ Da eine Freistellung von über 20 Jahren nach Ausübung des Wahlrechts zum Vormonat nach Wahlrecht-Antragstellung gestoppt wird, sollten dann auch alle offenen Zahlungsrückstände in diesem Vormonat beglichen worden sein, weil dies eine Voraussetzung für den Kooperationserlass ist (siehe weiter unten). Manche DarlehensnehmerInnen beantragen zuvor Akteneinsicht beim BVA, die - mit unterschiedlicher Bearbeitungsdauer - per CD und Kosten in Abhängigkeit von der Seitenzahl zur Verfügung gestellt wird.
+ DarlehensnehmerInnen,​ die das Wahlrecht ausübten, bei denen aber **die 20 Jahre Rückzahlungszeitraum noch nicht erreicht sind**, bekommen (ob von der Rückzahlung freigestellt oder nicht) in dem Brief über die Bestätigung der Ausübung des Wahlrechts auch einen neuen Tilgungsplan übermittelt. Dort steht dann, was bis zum Ablauf der 20 Jahre gezahlt werden muss und ggf. wie lange eine Freistellung noch gilt.
Zum weiteren Ablauf siehe unten. Zum weiteren Ablauf siehe unten.
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Keine Änderung. Das Darlehen ist innerhalb von 20 Jahren zurückzuzahlen. Durch Freistellungen kann dieser Zeitraum um maximal 10 Jahre verlängert werden. Ein Erlass nach § 18 Abs. 12 BAföG ist nicht möglich. Keine Änderung. Das Darlehen ist innerhalb von 20 Jahren zurückzuzahlen. Durch Freistellungen kann dieser Zeitraum um maximal 10 Jahre verlängert werden. Ein Erlass nach § 18 Abs. 12 BAföG ist nicht möglich.
+ Hier ein Link zum BVA mit der [[https://​www.bva.bund.de/​DE/​Services/​Buerger/​Schule-Ausbildung-Studium/​BAfoeG/​26_BAfoeG_AendG/​wahlrecht-ordner/​wahlrecht_node.html|Gegenüberstellung der Optionen]].
==== 3.5.2.4 Kooperationserlass ==== ==== 3.5.2.4 Kooperationserlass ====
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- Wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, wird das verbliebene Darlehen erlassen! + Wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, wird das verbliebene Darlehen erlassen! ​(Der uns dokumentierte "​Rekord"​ zwischen Ausübung des Wahlrechts und Kooperationserlass-Bewilligung liegt bei nur drei Wochen! Bei [[https://​www.studis-online.de/​Fragen-Brett/​read.php?​1,​2489672|studis-online]] berichtete eine Betroffene sogar von nur acht Tagen Bearbeitungszeit...)
+ Manche Betroffene unterscheiden nicht zwischen [[stundung|Stundung]] (nach der BHO) und Freistellung von der Rückzahlungsverpflichtung (nach BAföG) - das sind unterschiedliche Dinge!
+ Manche Betroffene fragen uns was Zahlungsrückstände sind. Neben [[https://​de.wikipedia.org/​wiki/​R%C3%BCckstand_%28Finanzwesen%29|Wikipedias Info]] hier der Hinweis, dass damit nur bereits fällig gewordene Zahlungen gemeint sind (//nicht:// Raten von deren Rückzahlung freigestellt wurde).
+ Über Zahlungsrückstände kann die [[https://​www.service.bund.de/​Content/​DE/​DEBehoerden/​B/​Bundeskasse/​Dienstort-Halle/​Dienstort-Halle.html?​nn=4641496|Bundeskasse Halle]] auch telefonisch Auskunft geben. Das ist interessant wegen eventuellen Rückständen in der Vergangenheit. //​(Beispiel://​ Mahnkosten in Höhe von 2 Euro im Jahr 2008. //Ende des Beispiels.//​) Allerdings kann die Bundeskasse immer nur über die aktuellen Infos verfügen, die ihr vom Bundesverwaltungsamt mitgeteilt wurden. (//​Beispiel//:​ Die Info über eine rückwirkend gewährte Freistellung seit November 2019 liegt der Bundeskasse im Februar 2020 noch nicht vor; die Kasse hat deshalb Raten von November bis Januar noch als zahlungspflichtig gespeichert. //Ende des Beispiels.//​)
+ Spezialität:​ Wir bekamen Rückmeldungen,​ dass DarlehensnehmerInnen der Kooperationserlass verweigert wurde, weil sie Zeiträume von Stundungen gehabt //​hätten//​. Da die Betroffenen aber nie eine [[stundung|Stundung]] (sondern nur [[freistellung|Freistellungen]]) beantragt hatten, sind sie in den Widerspruch gegangen und hatten damit Erfolg.
==== 3.5.2.5 Härtefallerlass ==== ==== 3.5.2.5 Härtefallerlass ====
- Wer einen ablehnenden Bescheid zum Kooperationserlass erhält, kann **innerhalb eines Monats** nach Bekanntgabe dieses Bescheides einen Antrag auf Härtefall stellen. Das BVA prüft dann, ob die AntragstellerIn nur in geringfügigem Umfang gegen ihre Zahlungs- und Mitwirkungspflichten verstoßen hat. + Wer einen ablehnenden Bescheid zum Kooperationserlass erhält, kann **innerhalb eines Monats** nach Bekanntgabe dieses Bescheides einen Antrag auf Härtefall stellen ​(wie empfehlen wie immer: per Einschreiben **und** Rückschein). Das BVA prüft dann, ob die AntragstellerIn nur in geringfügigem Umfang gegen ihre Zahlungs- und Mitwirkungspflichten verstoßen hat.
+ Das BVA gibt in einer Ablehnung eines Kooperationserlasses auch einen '​Wichtigen Hinweis'​ auf diese Möglichkeit;​ im BVA-Sprech heißt das: "Auf Antrag kann zur Vermeidung einer unbilligen Härte(("​Eine unbillige Härte liegt immer dann vor, wenn ein bestimmter Sachverhalt eine bestimmte Rechtsfolge nach sich zieht. Über den Begriff der unbilligen Härte kann dann eine Korrektur dieses Ergebnisses erfolgen. Als Ausnahmefall ist dies somit nur unter engen Voraussetzungen möglich. In einigen Bereichen des öffentlichen Rechts liegt dann eine unbillige Härte vor, wenn den Antragsteller nur ein geringes Verschulden trifft und die Folgen der an sich erfolgenden Ablehnung für den erheblich sind." Deutsche Anwaltshotline,​ abgerufen am 01.02.2020, das Zitat sei nicht als Werbung verstanden!\\ Und [[https://​de.wikipedia.org/​wiki/​H%C3%A4rtefall#​Besonderer_H%C3%A4rtefall|das ist Wikipedias]] Formulierung dazu.)) die verbliebene Darlehensschuld auch dann erlassen werden, wenn ..." (meist auf Seite 2 des Bescheides).
+ Kurzum: wenn der Ablehnungsbescheid keine //​**falschen**//​ Aussagen macht (weil dann wäre auch ein Widerspruch angesagt), könnte nun der Antrag auf Härtefallerlass zum Erfolg führen.
Ein nur geringfügiger Verstoß gegen die Zahlungs- und Mitwirkungspflichten ist insbesondere anzunehmen, wenn im gesamten Rückzahlungszeitraum(([[https://​www.bva.bund.de/​DE/​Services/​Buerger/​Schule-Ausbildung-Studium/​BAfoeG/​26_BAfoeG_AendG/​erlass-ordner/​rueckzahlungszeitraum.html?​nn=403442|BVA-Erläuterung/​Fallbeispiele zum Rückzahlungszeitraum]],​ abgerufen am 01.08.2019))\\ ​ Ein nur geringfügiger Verstoß gegen die Zahlungs- und Mitwirkungspflichten ist insbesondere anzunehmen, wenn im gesamten Rückzahlungszeitraum(([[https://​www.bva.bund.de/​DE/​Services/​Buerger/​Schule-Ausbildung-Studium/​BAfoeG/​26_BAfoeG_AendG/​erlass-ordner/​rueckzahlungszeitraum.html?​nn=403442|BVA-Erläuterung/​Fallbeispiele zum Rückzahlungszeitraum]],​ abgerufen am 01.08.2019))\\ ​
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* bis zum Ablauf des Rückzahlungszeitraums **sämtliche Zahlungsverpflichtungen** einschließlich Kosten- und Zinsforderungen **beglichen wurden //und// höchstens für** die Dauer von insgesamt **150 Tage**n Rückstandszinsen angefallen sind (Zinsen erhebt das BVA, wenn DarlehensnehmerInnen mit einer Zahlung mehr als 45 Tage in den Rückstand geraten sind). * bis zum Ablauf des Rückzahlungszeitraums **sämtliche Zahlungsverpflichtungen** einschließlich Kosten- und Zinsforderungen **beglichen wurden //und// höchstens für** die Dauer von insgesamt **150 Tage**n Rückstandszinsen angefallen sind (Zinsen erhebt das BVA, wenn DarlehensnehmerInnen mit einer Zahlung mehr als 45 Tage in den Rückstand geraten sind).
- Wenn diese Voraussetzungen alle erfüllt sind, wird die verbliebene Darlehensschuld erlassen. Andernfalls wird der Antrag abgelehnt und die verbliebene Darlehensschuld einschließlich etwaiger offener Kosten und Zinsen in einer Summe gefordert. + Wenn diese Voraussetzungen alle erfüllt sind, wird die verbliebene Darlehensschuld erlassen. Andernfalls wird auch der Antrag ​auf Härtefallerlass ​abgelehnt und die verbliebene Darlehensschuld einschließlich etwaiger offener Kosten und Zinsen in einer Summe gefordert. ​Die Fälligkeit (der Zahlungstermin) wird zwischen ein und drei Monate nach der BVA-Entscheidung liegen.
==== 3.5.2.6 Stundung ==== ==== 3.5.2.6 Stundung ====
- Für alle, die einen Erlass endgültig/​rechtskräftig abgelehnt bekommen, sei auf die Option der [[Stundung]] hingewiesen. + Für alle, die einen Erlass endgültig/​rechtskräftig abgelehnt bekommen, sei auf die Option der [[Stundung]] hingewiesen. Diese beruht dann aber nicht mehr auf einem "​DarlehensnehmerIn-Verhältnis"​ nach BAföG sondern einem "​SchuldnerIn-Verhältnis"​ nach BHO (Bundeshaushaltsordnung).
+ ==== 3.5.2.7 Vorzeitige Ablösung ====
+ <WRAP center round help 90%>
+ Unklar ist uns: [[vorzeitige_rueckzahlung|Nachlässe wegen vorzeitiger Ablösung]] der Darlehens(rest)schuld sind (auf Antrag) nur möglich, solange noch das BAföG für die DarlehensnehmerIn gilt, ein entsprechender Antrag für das "noch nicht fällige Darlehen"​ vor dem Zahlungstermin für die Restschuld erfolgen müsste.
+ //Aber// da die vorzeitige Ablösung nur während des Tilgungszeitraumes möglich ist und dieser nach Ausübung des Wahlrechts auf 20 Jahre ("​neues Recht"​) begrenzt ist, könnte die Option der vorzeitigen Ablösung der Darlehens(rest)schuld auch bereits nach Ausübung des Wahlrechts entfallen (wenn bei der DarlehensnehmerIn die zwanzig Jahre bereits erreicht sind).
- <fs small>//​Stand dieser (einzelnen) Seite: ​30.09.2019//</​fs>​ + <fs small>//​Stand dieser (einzelnen) Seite: ​21.02.2020//</​fs>​
- Hinweis: Für die Abschnitte 3.5.2.3 bis 3.5.2.5 berufen wir uns derzeit ausschließlich ​auf die Angaben des Bundesverwaltungsamtes,​ das auf seiner Webseite [[https://​www.bva.bund.de/​DE/​Services/​Buerger/​Schule-Ausbildung-Studium/​BAfoeG/​bafoeg_node.html|zum BAföG-Verfahren]] in dem Abschnitt ''​Wichtige Hinweise zum 26. BAföG-Änderungsgesetz''​ (sichtbar wenn nach unten gescrollt!) die Neuerungen erläutert. + Hinweis: Für die Abschnitte 3.5.2.3 bis 3.5.2.5 berufen wir uns auf die Angaben des Bundesverwaltungsamtes ​(BVA), das auf seiner Webseite [[https://​www.bva.bund.de/​DE/​Services/​Buerger/​Schule-Ausbildung-Studium/​BAfoeG/​bafoeg_node.html|zum BAföG-Verfahren]] in dem Abschnitt ''​Wichtige Hinweise zum 26. BAföG-Änderungsgesetz''​ (sichtbar wenn nach unten gescrollt!) die Neuerungen erläutert. Und wir arbeiten alle Rückmeldungen von DarlehensnehmerInnen an die BAFOEGINI in diese Infoseite ein.
erlass.txt · Zuletzt geändert: 2020-03-03 21:36 von bafoegini

References: § 18
 § 18
 § 18
 § 18
 § 66
 § 18
 § 18
 § 18
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