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Timestamp: 2020-07-09 13:27:26+00:00

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Kommentare – Seite 97 – Netzwerk Grundeinkommen
Andreas Gurk schrieb am 19.02.2008, 12:09 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Raumschiff Grundeinkommen – eine Basis für Talente
Keine Ahnung was ich von diesem Text halten soll - Bedingungsloses Grundeinkommenn ist kein "Raumschiff" oder genüßliches Denken, es ist auch nicht lustvoller Austausch mit zukünftigen Utopie-Vorstellungen. Mag sein, wenn wir die Welt des BGE's nur mit Schauspielern besetzt erleben, dann bekommt die ganze Diskussion einen abendfüllenden Charakter, aber der Betrachter bleibt außen vor und ist nicht Teilnehmer einer Welt in dem täglich Freiheiten mit Füssen getreten werden Die Auseinandersetzung mit dem BGE ist planke Ernsthaftigkeit und viele Menschen können diese Bedeutung noch nicht mal ansatzweise begreifen.
Lothar Mickel schrieb am 19.02.2008, 11:36 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Martin Neuber schrieb am 17.02.2008, 20:16 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Andreas Gurk schrieb am 14.02.2008, 12:48 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Kommission Demokratie und Transparenz am 1. März in Köln
Eine gesellschaftliche Debatte über das BGE erscheint mir in Anbetracht des gesellschaftlichen Wandels als eine Notwendigkeit. Das Problem einer solchen Debatte ist die Abgrenzung gegenüber parteipolitischer Vereinnahmung. Parteienpolitik ist heute immer Lobbyismus gesellschaftlicher Gruppen. Die Debatte des BGE's wird m.E. von drei großen Gruppen bestimmt: 1. Freiheit des Unternehmens durch Steuerfreiheit 2. Der Staat als Koordinator für gerechte Verteilung 3. Der Bürger als emanzipatorische Kraft der Wertschöpfung. Wirtschaften bedeuted Brüderlichkeit und dient ausschließlich der Bedürfnisbefriedigung und nicht der Einflussnahme auf Recht und Kultur. Staatliche Aufgaben sind die Bereitstellung gesellschaftlicher Instrumente für eine gesellschaftlich anerkannte gerechte Verteilung. Der Bürger muss Freiheiten erhaben, die es ihm ermöglichen kreativ gestaltend am gesellschaftlichen Wertschöpfungsprozeß nach seinen Fähigkeiten und Möglichkeiten teizuhaben.
Andreas Gurk schrieb am 14.02.2008, 11:38 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Brigitte BHansen schrieb am 13.02.2008, 13:11 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Lesestoff – 24 Thesen von Theo Wonneberger
lieber herr wonneberger, ihren thesen stimme ich weitestgehend zu! ich bin auch davon überzeugt, dass veränderungen stattfinden müssen und werden! interessant finde ich die frage: wenn wir als staat die möglichkeit haben, allen bürgern ein gutes leben zu ermöglichen, WARUM tun wir es dann nicht einfach!? und wer ist der staat? sind wir es nicht selbst, also jeder einzelne von uns? wo liegen die wahren hindernisse? warum wehren wir uns so sehr gegen ein bild vom menschen, der grundsätzlich gut und kreativ ist und zum beispiel auch das recht und aus meiner sicht, sogar die verpflichtung zum müßiggang hat, um überhaupt zugang zu seiner wahren kreativität und inneren stärke zu erhalten. ich denke, wir werden unsere herausforderungen der zukunft nur lösen, wenn wir wissen, bewusstheit und liebe zu uns selbst einsetzen. das bedeutet, dass wir als menschen lernen müssen, genug und wertvoll zu sein, auch wenn wir nicht mehr im klassischen überlebens- und arbeitskampf stecken..das hört sich einfacher an, als es ist, und wir müssen auch ein verständnis für unsere diesbezüglichen ängste und blockaden entwickeln um sie überwinden zu können. ich wage zu behaupten - mehr als 90% unserer bevölkerung definieren sich über ihre leistungen und ihr tun/arbeiten. wir haben es ja auch über jahrhunderte so gelernt und ich denke, es hatte seinen tieferen sinn. solange wir nicht wissen, wie es auch anders SEIN kann, fällt es schwer, dieses wertegefühl einfach so abzugeben. verstehen sie, was ich meine? der widerstand kommt also nicht nur von "oben", die evolution kommt von "unten". das, was wir zur zeit in unserer welt erleben, ist eine frage des bewußtseins. wie im innen, so im außen, dh. jeder einzelne von uns muss erst mal hausaufgaben machen!das, was uns in sachen "grundeinkommen" bevorsteht ist ungefähr damit zu vergleichen, als würden wir kindergarten-kinder ins erwachsenen leben entlassen. wir brauchen neue lebensschulen und -konzepte, wir brauchen neue ideen zu der frage: was tun wir mit unserer zeit, wenn wir nicht mehr arbeiten müssen? wie gestaltet man ein gutes, kreatives leben? was hält uns gesund? es gibt enorm viel zu tun und neu zu gestalten!!! es sind vor allem die bisher kaum bewerteten und wertgeschätzten weiblichen werte und aufgaben, wie kümmern, haushalten, zuhören, zeit haben, hegen und pflegen, genießen und bewahren und vor allem: sich gut um sich selbst kümmern! "es sich gut gehen lassen" darf nicht mehr mit "faul sein" gesellschaftlich geachtet werden, sondern sollte als grundvoraussetzung dafür angesehen werden, dass man sich auch um andere und anderes mit sorgfalt, achtung und liebe kümmern kann. es ist eine hohe lebenskunst, auf die wir uns da zubewegen! mein vorschlag also: lassen sie uns von zwei seiten an die idee des grundeinkommens herangehen: ein informieren und öffnen der öffentlichkeit (staat und bürger) und ein sich SELBST bewußtSEIN jedes einzelnen von uns. Fragen sie sich einmal ehrlich, was von ihnen übrig bleibt "ohne arbeit" ohne "viel tun". fühlen SIE sich als mensch ganzeinfach so wie sie sind WERTVOLL?...und genau das brauchen wir, um die wertvolle idee des grundeinkommens wirklichkeit werden zu lassen! und noch ein vorschlag: wenn wir versuchen, die würde des menschen unabhängig von arbeit und einkommen zu erkennen und zu definieren, dann empfinde ich den namen "grundeinkommen" als widersprüchlich, da einkommen in unseren köpfen stets mit arbeit gleichgesetzt wird. ich schlage vor, den namen "BÜRGERGELD" einzusetzen. darin steckt wertschätzung, anerkennung und respekt vor jedem einzelnen von uns und ich vermute, es würde die widerstände ein wenig aufweichen. herzliche grüße brigitte brausam-hansen
Czeslaw Kowalczyk schrieb am 11.02.2008, 22:54 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Blauer Brief an den Grünen Parteivorstand
"die Hervorhebung, dass Bildung und Bildungsmöglichkeiten – nicht undifferenziert „Arbeit“ – „Schlüssel zur Teilhabe“ sind und in diesem Zusammenhang eine positivere Erörterung des Bildungsgrundeinkommens," In den verbesserten (freiwilligen) Bildungsmöglichkeiten für alle liegt auch der Schlüssel zu der wirklich sinnvollen Reform der Gesellschaft.
Czeslaw Kowalczyk schrieb am 11.02.2008, 22:48 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Teilhabepolitik geht vor! – Staat und Gesellschaft sind nicht reif für ein Grundeinkommen
So lange die breite Masse nicht von den VORTEILEN des BGE für alle überzeugt ist, so lange muß es auch eine Utopie bleiben. Die MedienArbeit sollte man hier also lieber den Copywritern überlassen. Mit guten Absichten allein, ist es bestimmt nicht getan.
Czeslaw Kowalczyk schrieb am 11.02.2008, 22:37 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Andreas Gurk schrieb am 10.02.2008, 19:46 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
„Grundeinkommen und andere Modelle im Diskurs“
In der Debatte des Grundeinkommens muss die Betonung auf BEDINGUNGSLOS liegen. Es ist keine Utopie oder soziale Romantik, sondern unabdingbare Voraussetzung in einer globalen Welt. Die heutige Kopplungvon von Arbeit und Einkommen lässt den Menschen immer unfreier werden, da "bezahlte Arbeit" zum knappen Gut verkommt. Die Sinngebung der Arbeit ist Bürgerrecht und nicht von finanzstarken Guppierungen. Erst eine absolute Trennung von Arbeit und Einkommen ermöglicht die körperliche, seeliche und geistige Freiheit des Menschen. Aufgrund der hohen technologischen Entwicklung übernimmt die Maschinenwelt einen großen Teil der menschlichen Grundversorgung. Der Mensch wird zunehmend frei für andere Aufgaben im Bereich der Bildung, Wissenschaft, Pflege, Umwelt und Soziales etc. In einer arbeitsteiligen Gesellschaft, ist ein Einkommen das die gesellschaftliche Teilhabe sichert, absolutes Lebensrecht. Neoliberale Modelle vollziehen keine Trennung zwischen Arbeit und Einkommen, fordern aber auf der anderen Seite die Freiheit des Kapitals ohne soziale Bindung. Diese Unterscheidung ist ein MUß inder Debatte um das BGE.
Jörg Drescher schrieb am 09.02.2008, 10:55 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Jörg Drescher schrieb am 09.02.2008, 10:27 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Wenn das Netzwerk Grundeinkommen 6 SprecherInnen hat, ist es dann nicht etwas vermessen, Katja Kipping als "die Sprecherin" in dem Text zu nennen? Sie ist "eine Sprecherin" und aus dem Text geht eher hervor, daß sie im Namen der Partei "Die Linke" gesprochen hat. Wenn als abschließender Satz das Netzwerk Grundeinkommen als pluralistische Plattform genannt wird, so sollte meiner Meinung nach im Text nicht eine Mischung der Positionen von Katja Kipping als DIE Sprecherin des Netzwerks und MdB der "Links-Fraktion" vorgenommen werden. Das Grundeinkommen (bedingungslos oder nicht) gehört keiner konkreten Gruppierung/Partei, sondern ist "Eigentum" der Menschheit. Jede (politische) Vereinnahmung schadet der Idee mehr, als daß sie die Diskussion weiterbringt. Ich bitte darum, dies in Zukunft verstärkt zu beachten, damit wir unserem gemeinsamen Ziel etwas näher kommen, ein existenzgesichertes und dadurch selbstbestimmtes Leben zu erreichen - unabhängig, wer dies letztendlich verwirklicht.
Jörg Drescher schrieb am 06.02.2008, 22:50 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Ehrlichkeit und Strategie – Anmerkungen zum Umgang mit dem Vorschlag des „solidarischen Bürgergelds“
Solange kein grundsätzliches Wirtschaftsverständnis in Bezug auf das Grundeinkommen vorhanden ist, wird es immer wieder Streitigkeiten geben. Sei es Althaus, sei es Werner, sei es Dilthey. Der Vorschlag von Althaus mag noch so verständlich und einfach sein, noch so finanzierbar und geprüft, er ändert aber nichts an dem Paradigma, daß das BGE durch menschliche Arbeit besteuert wird. Und dieses Denken brachte uns zu dem heute existierenden Problem. Ich respektiere die Arbeit von Althaus, finde seinen Vorschlag bedenkenswert, aber er wird über kurz oder lang wieder das "soziale Problem" hervorrufen. Dies könnte der BGE-Idee größeren Schaden zufügen, als daß es hilft. Allerdings: Wer den Althaus-Vorschlag ablehnt, soll einen Entwurf vorlegen, der besseres bietet.
Theophil Wonneberger schrieb am 06.02.2008, 11:00 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Berliner Initiative ist dem Netzwerk beigetreten
Hallo Christoph, ich antworte mal auf Deine Frage. Die Ergänzungen stehen im Text, sie lauten: Wir sehen ein nationales BGE nur als Notlösung bzw. Übergangssituation hin zu einem universellen, d.h. weltweiten BGE. Und es muß faktisch für alle existenzsichernd sein, also gegebenenfalls begleitet durch Maßnahmen wie einen Mindestlohn oder Regelungen für bestimmte benachteiligte Menschengruppen, wie etwa Flüchtlinge oder Arbeitsmigranten. Gruß, Theo
Andreas Gurk schrieb am 05.02.2008, 22:42 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Hallo Astrid die Kreterien zum BGE lauten: 1. existenzsichernd 2. keine Bedürftigkeitsprüfung 3. kein Zwang zur Arbeit 4. individueller Rechtsanspruch Trotz der genannten Punkte ist der Spielraum unterschiedlicher BGE-Modelle groß und die Deutungen der Kreterien sehr unterschiedlich. (Es gibt kein Ort wo Du noch nicht gewesen bist ... viele Grüße aus Kreuzberg)
Christoph Schlee schrieb am 05.02.2008, 22:24 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Ganz einfach Astrid, schau unter "Die Idee". Von Robert würde mich interessieren: Wie genau habt ihr die Kriterien denn ergänzt? Gruß, Christoph
Wolfgang Schlenzig schrieb am 05.02.2008, 19:28 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Das Grundeinkommen in theologischer Sicht
Die Christen mit ihrem unbändigen Barmherzigkeitsdrang sehe ich als großes Potential für ein bedingungsloses Grundeinkommen an. Dabei ist der von Herrn Knuth aufgezeigte Zusammenhang von Calvinismus und Grundeinkommen interessant. Arbeitsethos und Askese der Calvinisten schließen ein Grundeinkommen, dass man nur mit Askese durchstehen kann, genau so ein wie das Ethos, dass auf gesellschaftliche Nützlichkeit und nicht auf Geldgier und Großmannssucht ausgerichtet ist. Deshalb stellt Herr Knuth richtig fest, dass Calvins und Luthers Lehren keinen Widerspruch zum bedingungslosen Grundeinkommen darstellen und gleichwohl Anforderungen an die Lebensart in der der heutigen Gesellschaft sind.
Redaktion schrieb am 04.02.2008, 15:32 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Astrid Berggötz schrieb am 03.02.2008, 17:19 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Schöner Meilenstein! Zu gerne wüsste ich die vier bekannten Kriterien zum BGE, die bestimmt irgendwo niedergeschrieben sind. Aber genau jetzt habe ich keine Zeit und Mittel sie in Erfahrung zu bringen. Wenn es vier Schlagworte sind, ließen sie sich doch noch einmal kurz erwähnen? Wenn nicht, Pech gehabt. Gruß, Astrid
Tobias Teetz schrieb am 01.02.2008, 18:39 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Das Althaus-Konzept basiert auf einem sehr leicht verständlichen Konzept. Dies kann in der Öffentlichkeit gut dargestellt werden. Die monetären Grundeinkommensbeträge (800 €/Monat, großes Bürgergeld, bzw. 400 €/Monat, kleines Bürgergeld bei hohem Einkommen) sind monetär eindeutig. Hinsichtlich des Wohnortes bleiben aber regionale Unterschiede. Fraglich ist auch, ob eine bessere soziale Teilhabe auch über geänderte Konsumsteuersätze (teilweise negative Steuersätze, also Subventionen, teilweise Luxussteuernmit 30-40%) erreicht werden könnte.
Wolfgang Schlenzig schrieb am 01.02.2008, 09:39 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Warum das Netzwerk Grundeinkommen Mitglied von Attac Deutschland und Attac-Gremien ist
Ich habe schon seit Gründung von Attac immer beeobachtet was die so machen, weil ich Attac als eine der wichtigsten geopolitischen Gründungen der letzen Zeit betrachte und nur so in einer globalisierten Welt was zu erreichen ist. Deshalb ist eine enge Zusammenarbeit des Netzwerkes GE mit Attac logisch und wünschenswert. So weit so gut. Nun setzt die Kritik von Christoph Schlee an, der ich mich anschließe. Wir hatten immer einen von Attac im SPK. Das sah ich bisher als ausreichend an. Und dann wieder dieser Alleingang, dieses undemokratische, dieses die Basis brüskierende. Und dann gerade noch kurz nach der Jahresversammlung in Hannover, wo wir ein innerer Demokratie AG unter Dilthey eingesetzt haben. Leute lasst sowas. Wir sind keine Partei. Bei sollten Basisdemokratie und Transparenz ein höheres Gut sein.
Hendrik Höcke schrieb am 30.01.2008, 21:04 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Ich finde es persönlich sehr komisch das eine Verein (Das Netzwerk Grundeinkommen ist doch einer oder?) einem anderen Verein betritt. Das beinhaltet für mich das alle Mitglieder des Verein ebenfalls befürworte von z.B. Attac sind. Nun ja ich für meinen Teil kann nicht behaupten das ich alles was Attac macht und all ihre Meinungen die sie vertreten gut finde, doch den Anschein macht es, da ich Mitglied im Netzwerk Grundeinkommen bin. Ich verstehe nicht warum es nicht reicht als Mitglied und Mitarbeiter des Netzwerks Grundeinkommen ein Mitglied bei Attac zu sein. Weiterhin möchten sie Herr Blaschke die Idee des bGE bei Attac voran bringen, dass ist löblich aber welches Model vertreten sie da? Ich meine das Netzwerk Grundeinkommen hat sich zu keinem Model positioniert, was sagen sie also den Leute dort bei Attac? Ich bin für die Diskussion mit Attac, um das Grundeinkommen voran zu bringen. Aber warum das Netzwerk Grundeinkommen gleich Mitglied des Diskussionspartners werden muss bleibt mir schleierhaft.
Jörg Drescher schrieb am 30.01.2008, 15:48 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Tja, wieso tritt dann das Netzwerk nicht z.B. in die Partei "Die Linke" ein, um dort die Idee des BGE weiter voranzubringen? Warum wurden die Mitglieder nicht gefragt, sondern der SPK entschied eigentständig? Wenn das Netzwerk (als "juristische Person", die es nicht ist) als uberparteiliches Bündnis über die BGE-Idee aufklären will, sollte es doch auch neutral bleiben. Weshalb gerade "attac", eine Organisation, die vor knapp 10 Jahren (in Frankreich) dazu gegründet wurde, um sich für eine Art Tobin-Steuer "zum Nutzen der Bevölkerung" einzusetzen? Wieso wird bei "attac" dann über das BGE "gestritten", wenn deren Gründung der urspüngliche Zweck war? Welchen strategischen Vorteil bietet die Mitgliedschaft bei "attac", außer, daß es Leute abschreckt? Attac wird (öffentlich) als "Globalisierungsgegner" und nicht "-kritiker" wahrgenommen. Die "konstruktive Kritik" von Attac geht dabei unter. Ich frage nochmals: weshalb muß das Netzwerk in Gruppen Mitglied sein, die selbst Mitglied des Netzwerks sind? Oder ist "attac" inzwischen zu dem Netzwerk geworden, das das Netzwerk-Grundeinkommen sein wollte/sollte? Wenn mich Teile von "attac" nicht als Neoliberalisten beschimpft hätten, würde ich vielleicht anders darüber denken; aber ich stehe für meine freiheitliche Überzeugung ein, die man wirklich nicht neoliberal nennen kann. Sorry, diesen Schritt (des Netzwerks) verstehe ich nicht...
Christoph Schlee schrieb am 30.01.2008, 14:10 UhrDirektlink zu diesem Kommentar zu
Es ist gut, zu diesem nicht ganz unwichtigen Punkt endlich einen Kommentar zu bekommen (nach vielen kritischen Anfragen), der die Position des SPK wiedergibt. Nur kann er nicht ganz unwidersprochen bleiben. Zunächst zur Bündnisform: Nichts gegen eine Kooperation mit gesellschaftlichen Kräften, die dem bGE nahe stehen. Es fragt sich nur, ob gleich die Mitgliedschaft das richtige Signal ist, gerade WEIL attac zum bGE uneins ist. Dafür spräche die Einflussmöglichkeit, andererseits muss man dann auch andere attac-Positionen mittragen und die Signale nach außen beachten. Ich weiß, dass viele der bGE-Sympathisanten das enge Bündnis mit attac kritisch sehen, die Nähe des Netzwerks zur Linken kommt hinzu. Zumindest breit im Netzwerk diskutieren müsste man einen solchen Beitritt allemal. Damit kommen wir zum Verfahren: Warum wird der nicht ganz unwichtige Beitritt kurz nach der Mitgliederversammlung im Dezember 2006 vollzogen (an der ich auch teilgenommen habe). Dort wurde Hardy Krampertz vom SPK vorgeschlagen und gewählt. Ausdrücklich mit dem Hinweis auf seine Funktionen bei attac. Dies lässt den Eindruck zu, dass der attac-Beitritt schon geplant (oder zumindest angedacht) war. Aus welchem Grund wird dazu aber nicht die Mitgliederversammlung befragt? Und warum informiert der SPK (Sprecherkreis) die Mitglieder nicht über eine so weit reichende Entscheidung. Das ist doch mehr als seltsam und deutet auf eine gewisse "Abgehobenheit" hin, die hoffentlich der Vergangenheit angehört. Der Sprecherkreis löst durch diesen selbstherrlichen Politikstil ein großes Maß an Verärgerung bei der Basis aus. Ich will nicht missverstanden werden: Die Kölner Initiative hat sich selbst am "Rundumschlag", einer von attac organisierten Veranstaltung in Köln, beteiligt mit einem bGE-Workshop. Wir vertreten das auch nach außen. Nur suchen wir auch den Kontakt mit anderen Kräften und legen uns nicht einseitig fest - attac ist nun mal kein "pluralistisches Bündnis". Das Beispiel attac zeigt einmal mehr, dass der SPK mit seinem Demokratieverständnis die Interessen der Mitglieder nicht mehr wirksam vertreten kann. Darum benötigen wir dringend ein neues starkes Gremium zwischen den Mitgliederversammlungen, das die Ansichten der Initiativen und der Mitglieder an der Basis vertritt. Dies diskutieren wir auch im Arbeitskreis Demokratie und Transparenz (Beitritt siehe Mailinglisten). Sollte ein solches Gremium nicht sehr bald kommen und wichtige Entscheidungen weiterhin wie oben beschrieben zustande kommen, wird es schnell zu einem "Abwandern" vieler Grundeinkommens-Interessierter und Initiativen kommen, die an Vorfestlegungen wie den oben beschriebenen nicht interessiert sind.

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