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Timestamp: 2018-02-24 06:02:33+00:00

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BSG, 21.06.2001 - B 13 RJ 5/01 R - dejure.org
Schriftlichkeit der Berufung - Unterschrift - fehlende Vollmacht - nachträgliche Genehmigung - rückwirkende Heilung
Altersruhegeld - Fremdrentengesetz - Zulässigkeit der Berufung - Verwerfung der Berufung - Erfordernis der Schriftform - Fehlerhafte Prozeßhandlung
SGG § 151 Abs. 1, § 73 Abs. 1, § 73 Abs. 2, § 202; BGB § 184; ZPO § 130 Nr. 6
SG Düsseldorf, 17.08.1999 - S 11 (14,15) RJ 13/96
SG Düsseldorf, 17.08.1999 - S 11 (14/15) RJ 13/96
BSG, 29.05.2000 - B 13 RJ 187/00 R
Sie ist nicht weiter beschränkt und berechtigt also zu allen den Rechtsstreit betreffenden Prozesshandlungen und schließt die Bevollmächtigung eines Rechtsanwalts und die Beauftragung des jetzigen Prozessbevollmächtigten zur Vertretung im Revisionsverfahren mit ein (§ 81 Zivilprozessordnung iVm § 73 Abs. 6 SGG; vgl zuletzt BSG Urteil vom 21.6.2001 - B 13 RJ 5/01 R - juris RdNr 23) .
Auch wenn ein Computerfax die vom Gesetz geforderte Schriftform wahrt (…vgl Beschluss des Gemeinsamen Senats der Obersten Gerichtshöfe des Bundes - GmSOGB - vom 5. April 2000 - GmS-OGB 1/98 = BGHZ 144, 160, 165 = SozR 3-1750 § 130 Nr. 1; BVerfG - Kammer - NJW 2002, 3534;… BSG SozR 3-1500 § 151 Nr. 3 S 7 und Nr. 4 S 10; BSG, Urteil vom 21. Juni 2001 - B 13 RJ 5/01 R), fehlt es im vorliegenden Fall jedenfalls an einer hier wesentlichen ungeschriebenen weiteren Sachurteilsvoraussetzung.
Dementsprechend sind Ausnahmen von der eigenhändigen Unterschrift zugelassen worden, wenn auf andere Weise gewährleistet ist, dass dem Schriftstück der Inhalt der Erklärung, die abgegeben werden soll, und die Person, von der sie ausgeht, hinreichend zuverlässig entnommen werden kann und feststeht, dass es sich bei dem Schriftstück nicht nur um einen Entwurf handelt, sondern dass es mit Wissen und Willen des Berechtigten dem Gericht zugeleitet worden ist (…vgl BSG Urteile vom 20. Dezember 1979 - 4 RJ 120/77 - SozR 1500 § 151 Nr. 8, vom 26. November 1987 - 2 RU 42/87 - SozR 1500 § 151 Nr. 11, vom 6. Mai 1998 - B 13 RJ 85/97 R - SozR 3-1500 § 151 Nr. 3, vom 16. November 2000 - B 13 RJ 3/99 R - SozR 3-1500 § 151 Nr. 4 und vom 21. Juni 2001 - B 13 RJ 5/01 R - zur Veröffentlichung in SozR vorgesehen;… Beschluss vom 15. Oktober 1996 - 14 BEg 9/96 - SozR 3 -1500 § 151 Nr. 2;… vgl auch BVerwG Urteil vom 6. Dezember 1988 - 9 C 40/87 - BVerwGE 81, 32, 35 und BFH Beschluss vom 29. November 1995 - X B 56/95 - BFHE 179, 233 = NJW 1996, 1432 jeweils mwN sowie GmSOGB Beschluss vom 5. April 2000 - 1/98 - BGHZ 144, 160 = SozR 3-1750 § 130 Nr. 1).
Auch wenn danach die Nutzung insbesondere eines so genannten Computerfaxes wohl grundsätzlich zulässig sein dürfte (…vgl. hierzu Leitherer, a.a.O., § 151 Rn. 3e, mit zahlreichen weiteren Nachweisen , s.a. BSG, Urteil vom 21. Juni 2001, B 13 RJ 5/01 R; wohl differenzierend BGH, Beschluss vom 14. Januar 2010, VII ZB 112/08, beide m.w.N., zitiert nach juris), so ist von einer wirksamen Rechtsmittelschrift nur auszugehen, wenn sich aus den Umständen zweifelsfrei ergibt, dass das Schriftstück mit Wissen und Willen des Berechtigten übermittelt wurde und der Berechtigte damit die Verantwortung für den Inhalt des Schriftsatzes übernommen hat.
Die Übermittlung durch Telefax ist uneingeschränkt zulässig, ohne dass das Original nachgereicht werden müsste (BSG vom 21. Juni 2001 - B 13 RJ 5/01 R).
Nachdem die Klägerin im Erörterungstermin vom 29.11.2012 erklärt hat, ihrem Sohn T. T. Vollmacht für das Berufungsverfahren erteilt zu haben und der Mangel einer vollmachtlos eingelegten Berufung durch nachträgliche Vollmachterteilung rückwirkend und damit fristwahrend geheilt werden kann (…vgl. Gemeinsamer Senat der Obersten Gerichtshöfe des Bundes SozR 1500 § 73 Nr. 4; Bundessozialgericht [BSG], Urteil vom 21.06.2001 - B 13 RJ 5/01 R - zit. n. juris), kann vorliegend offen bleiben, ob die Vollmacht bereits bei Einlegung der Berufung wirksam erteilt worden war.
Auch wenn ein Computerfax die vom Gesetz geforderte Schriftform wahrt (…vgl. Beschluss des Gemeinsamen Senats der Obersten Gerichtshöfe des Bundes - GmSOGB - vom 5. April 2000 - GmS-OGB 1/98 = BGHZ 144, 160, 165 = SozR 3-1750 § 130 Nr. 1; BVerfG - Kammer - NJW 2002, 3534;… BSG SozR 3-1500 § 151 Nr. 3 S 7 und Nr. 4 S 10; BSG, Urteil vom 21. Juni 2001 - B 13 RJ 5/01 R), setzt ein zulässiges Rechtsschutzbegehren mindestens voraus, dass im Verfahren auch die Anschrift des Rechtsuchenden genannt wird.
Auch wenn danach die Nutzung insbesondere eines so genannten Computerfaxes wohl grundsätzlich zulässig sein dürfte (…vgl. hierzu Leitherer, a.a.O., § 151 Rn. 3e, mit zahlreichen weiteren Nachweisen, s.a. Bundessozialgericht; Urteil vom 21. Juni 2001, B 13 RJ 5/01 R; wohl differenzierend BGH, Beschluss vom 14. Januar 2010, VII ZB 112/08, beide mit weiteren Nachweisen, zitiert nach juris), so ist von einer wirksamen Rechtsmittelschrift nur auszugehen, wenn sich aus den Umständen zweifelsfrei ergibt, dass das Schriftstück mit Wissen und Willen des Berechtigten übermittelt wurde und der Berechtigte damit die Verantwortung für den Inhalt des Schriftsatzes übernommen hat.
Sozialgerichtliches Verfahren - Aufforderung zum Nachweis der Prozessvollmacht - …
Bestehen eines Anspruchs auf Gewährung von bestimmten Sozialhilfeleistungen; …
LSG Hamburg, 24.04.2014 - L 4 AS 202/13
LSG Nordrhein-Westfalen, 30.08.2004 - L 3 B 10/04
LSG Sachsen-Anhalt, 23.02.2009 - L 7 SB 51/08

References: § 151
 § 73
 § 73
 § 202
 § 184
 § 130
 § 73
 § 130
 § 151
 § 151
 § 151
 § 151
 § 151
 § 151
 § 130
 § 151
 § 73
 § 130
 § 151
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