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Timestamp: 2019-09-15 09:58:30+00:00

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§ 91a ZPO: Kosten bei Erledigung der Hauptsache
BGH, BESCHLUSS vom 3.0.2016, Az. I-ZB 102/14 Da er diese Frage bejaht hat, hat er die Kosten des Rechtsstreits gemäß § 91a Abs. 1 Satz 1 ZPO der Beklagten auferlegt (BGH, Beschluss vom 26. Februar 2014 -1 ZR 120/09, juris Rn. 7 und 13).
BGH, Beschluss vom 5.10.2015, Az. IX ZR 311/14 am 27. November 2015 beschlossen: Nachdem die Parteien den Rechtsstreit übereinstimmend für erledigt erklärt haben, trägt die Klägerin die Kosten des Rechtsstreits, weil sie die vom Beklagten geltend gemachte Kostentragungspflicht anerkannt hat (§ 91a Abs. 1 Satz 1 ZPO, arg. § 307 ZPO; vgl. BGH, Beschluss vom 3. Juni 1985 - II ZR 248/84, juris Rn. 5; vom 28. Oktober 2014 - XI ZR 395/13, MDR 2015, 51).
BGH, BESCHLUSS vom 2.2.2015, Az. VI ZR 179/13 § 91a Abs. 2 ZPO eröffnet, nicht jedoch das Hauptsacherechtsmittel (BGH, Beschluss vom 19. März 2013 -VIIIZB 45/12, NJW 2013, 2361 Rn. 18 ff. mwN) bzw. eine auf dessen Zulassung abzielende Nichtzulassungsbeschwerde.
BGH, BESCHLUSS vom 2.2.2015, Az. VI ZR 179/13 Eine sofortige Beschwerde gegen eine auf § 91a ZPO beruhende Entscheidung eines Oberlandesgerichts wäre aber ebenfalls unstatthaft (BGH, Urteil vom 24. Oktober 2005 - II ZR 56/04, NJW-RR 2006, 566 Rn. 7; § 567 Abs. 1 ZPO).
BGH, URTEIL vom 3.11.2014, Az. VIII ZR 90/14 Insoweit kann nur gerügt werden, dass das Berufungsgericht die Voraussetzungen des § 91a ZPO selbst verkannt hat (vgl. BGH, Urteile vom 13. Dezember 2001 - IX ZR 306/00, NJW 2002, 1500 unter I; vom 21. Dezember 2006 - IX ZR 66/05, NJW 2007, 1591 Rn. 24; vom 22. November 2007 - I ZR 12/05, GRUR 2008, 357 Rn. 16; vom 25. November 2009 - VIII ZR 322/08, NJW 2010, 2053 Rn. 9; vom 6. August 2013 - X ZR 81/12, juris Rn. 6; Musielak/Ball, ZPO, 11. Aufl., § 542 Rn. 6; MünchKomm-ZPO/Krüger, 4. Aufl., § 542 Rn. 16; BeckOK-ZPO/Kessal-Wulf, Stand: 15. September 2014, § 542 Rn. 2.1; jeweils mwN).
BGH, URTEIL vom 3.11.2014, Az. VIII ZR 90/14 Das ändert entgegen der Ansicht der Revision jedoch nichts daran, dass das Berufungsgericht eine Kostenmischentscheidung zu treffen hatte, bei der bezüglich des erledigten Teils die zu §91a ZPO entwickelten Grundsätze anzuwenden sind (siehe bereits BGH, Urteil vom 9. November 1953 - VI ZR 221/52, BeckRS 1953, 31197673 unter I).
BGH, BESCHLUSS vom 2.9.2014, Az. XI ZR 395/13 beschlossen: Nachdem die Parteien den Rechtsstreit übereinstimmend für erledigt erklärt haben, trägt die Beklagte die Kosten des Rechtsstreits, weil sie die vom Kläger geltend gemachte Kostentragungspflicht anerkannt hat (§ 91a Abs. 1 Satz 1 ZPO, arg. §307 ZPO; vgl. BGH, Beschluss vom 3. Juni 1985 - II ZR 248/84, juris Rn. 5).
BGH, BESCHLUSS vom 3.8.2014, Az. IX ZB 26/14 24	Erledigungserklärungen	der	Verfahrensbeteiligten	können	im	Insolvenz- verfahren entsprechend § 91a ZPO in Verbindung mit § 4 InsO rechtswirksam sein (BGH, Beschluss vom 15. Januar 2004 - IX ZB 188/03, ZlnsO 2004, 201).
BGH, BESCHLUSS vom 1.8.2014, Az. II ZB 22/13 Bei beiderseitigen Erledigungserklärungen endet dagegen lediglich die Rechtshängigkeit der Hauptsache, so dass im noch anhängigen Kostenpunkt eine gerichtliche Entscheidung nach § 91a ZPO möglich ist (BGH, Urteil vom 8. Februar 1989 - IVa ZR 98/87, BGHZ 106, 359, 366 mwN).
BGH, BESCHLUSS vom 4.5.2014, Az. VII ZB 54/13 Gemäß § 91a Abs. 1 ZPO ist danach über die Kosten des Verfahrens insgesamt nach billigem Ermessen unter Berücksichtigung des bisherigen Sachund Streitstandes durch Beschluss zu entscheiden (vgl. BGH, Beschluss vom 13. Februar 2003 - VII ZR 121/02, BauR 2003, 1075, 1076).
BGH, BESCHLUSS vom 2.4.2014, Az. VII ZB 59/12 Die Drittschuldnerin hat der Erledigungserklärung zugestimmt und der Schuldner hat der Erledigungserklärung nicht widersprochen, so dass über die Kosten des Verfahrens gemäß § 91a Abs. 1 ZPO nach billigem Ermessen unter Berücksichtigung des bisherigen Sachund Streitstandes durch Beschluss zu entscheiden ist (vgl. BGH, Beschluss vom 13. Februar 2003 -VII ZR 121/02, BauR 2003, 1075, 1076).
BGH, Urteil vom 2.0.2014, Az. XI ZR 424/12 Dabei bedarf es keiner Entscheidung, ob der Ausspruch des Berufungsgerichts über die Zulassung der Revision hinsichtlich der Klageforderung so zu verstehen ist, sie erstrecke sich auf die Kostenentscheidung gemäß § 91a ZPO, so dass die Revision darauf hätte gestützt werden können, das Berufungsgericht habe die Voraussetzungen dieser Bestimmung verkannt (vgl. BGH, Urteil vom 12. Mai 2011 -IZR 20/10, GRUR 2011, 1140 Rn. 30; Urteil vom 25. November 2009 -VIII ZR 323/08, juris Rn. 9; Urteil vom 22. November 2007 -IZR 12/05, GRUR 2008, 357 Rn. 16).
BGH, URTEIL vom 4.3.2013, Az. III ZR 156/12 Jedenfalls findet im Verfahren der Kostenentscheidung nach §91a ZPO in rechtlicher Hinsicht lediglich eine summarische Prüfung statt, bei der das Gericht grundsätzlich davon absehen kann, in einer rechtlich schwierigen Sache alle bedeutsamen Rechtsfragen zu klären (s. etwa BGH, Beschlüsse vom 28. Oktober 2008 - VIII ZB 28/08, NJW-RR 2009, 422 Rn. 5 und vom 20. Juni 2012 - XII ZR 131/10, BeckRS 2012, 16688 Rn. 1 mwN).
BGH, URTEIL vom 4.3.2013, Az. III ZR 156/12 Dies gilt in gleicher Weise für die § 91a Abs. 1 ZPO nachgebildete Kostenentscheidung gemäß § 269 Abs.3 Satz 3 ZPO (vgl. OLG Braunschweig aaO; Decken-brock/Dötsch aaO S. 1216, 1217; Wieczorek/Schütze/Assmann aaO § 269 Rn. 103; Stein/Jonas/Roth aaO § 269 Rn. 57; Zöller/Greger aaO; MünchKomm ZPO/Becker-Eberhard aaO; s. auch Baumbach/Hartmann, ZPO, 71.Aufl., § 269 Rn. 41: 'weiter Entscheidungsspielraum' des Richters).
BGH, URTEIL vom 4.3.2013, Az. III ZR 156/12 Erklärt er nämlich die Erledigung des Rechtsstreits in der Hauptsache und schließt sich der Beklagte der Erledigungserklärung nicht an (vgl. § 91a Abs. 1 ZPO), so ist die als Feststellungsklage zu behandelnde Klage mit der Kostenfolge des § 91 ZPO abzuweisen, da die durch Urteil festzustellende Erledigung der Hauptsache voraussetzt, dass die Klage nach Eintritt der Rechtshängigkeit unzulässig oder unbegründet geworden ist (BT-Drucks. 14/4722 aaO; s. BGH, Beschlüsse vom 26. Juli 2004 aaO und vom 6. Juli 2005 aaO; s. ferner BGH, Urteile vom 15. Januar 1982 - V ZR 50/81, BGHZ 83, 12, 14 ff; vom 8. Juni 1988 -1 ZR 148/86, NJW-RR 1988, 1151 und vom 17. Juli 2003 - IX ZR 268/02, NJW 2003, 3134 mwN).
BGH, BESCHLUSS vom 2.2.2013, Az. VIII ZB 45/12 b)	Das Rechtsmittel der Berufung ist nicht statthaft, wenn sich eine Partei allein gegen die Kostenentscheidung nach § 91a ZPO und nicht zugleich gegen die Hauptsache wendet (im Anschluss an BGH, Urteil vom 21. Februar 1991 -1 ZR 92/90, BGHZ 113, 362 ff.; Beschluss vom 19. Oktober 2000 -1 ZR 176/00, NJW 2001, 230 unter II).
BGH, BESCHLUSS vom 2.2.2013, Az. VIII ZB 45/12 Soll eine im Rahmen eines Urteils ergangene gemischte Kostenentscheidung - wie hier im Falle des Beklagten zu 2 - allein hinsichtlich der Entscheidung nach § 91a ZPO angefochten werden, steht dafür nicht die Berufung, sondern nur das Rechtsmittel der sofortigen Beschwerde zur Verfügung (BGH, Urteil vom 21. Februar 1991 - I ZR 92/90, BGHZ 113, 362, 365 f. mwN; OLG München, aaO mwN).
BGH, BESCHLUSS vom 1.1.2013, Az. VI ZR 426/12 Die Entscheidung gemäß §91a Abs. 1 Satz 1 ZPO ergeht jedoch im Verfahren außerhalb der mündlichen Verhandlung und unterliegt insoweit nicht dem Anwaltszwang (§91a Abs.1, §78 Abs.3 ZPO; vgl. BGHZ 123, 264, 266; Senatsbeschlüsse vom 10. Februar 2004 -VI ZR 110/03, DAR 2004, 344 und vom 15. September 2011 -VI ZR 137/11, AGS 2012, 40).
LAG Düsseldorf, Urteil vom 3.10.2012, Az. 12 Sa 1456/12 Ohnehin darf gegen eine Kostenentscheidung gemäß § 91a ZPO die Rechtsbeschwerde nicht aus materiell-rechtlichen Gründen zugelassen werden, da es nicht Zweck des Kostenverfahrens ist, Rechtsfragen von grundsätzlicher Bedeutung zu klären oder das Recht fortzubilden, soweit es um Fragen des materiellen Rechts geht (BGH vom 07.10.2008 - XI ZB 24/07, NJW-RR 2009, 425 m.w.N.; vgl. a. BGH vom 21.12.2006 - IX ZR 66/05, NJW 2007, 1591 Rn. 21 ff.).
OLG Nürnberg, Beschluss vom 1.8.2012, Az. 6 U 844/12 Nach einer Meinung fallen die Kosten der Berufung beiden Parteien im Verhältnis der Werte von Berufung und Anschlussberufung zur Last (OLG Nürnberg, 5. Zivilsenat, Beschluss vom 23. Juli 2012 - 5 U 256/11, zitiert nach juris, unter Aufgabe des früheren Standpunkts, wonach auf den Rechtsgedanken des § 91a ZPO abzustellen sei; ebenso OLG Celle, 2. Zivilsenat, NJW 2003, 2755; 4. Zivilsenat MDR 2005, 1017; OLG Düsseldorf NJW 2003, 1260; OLG Brandenburg MDR 2003, 1261; OLG München OLGR 2004, 456; OLG Dresden MDR 2004, 1386; OLG Koblenz OLGR 2005, 419; OLG Schleswig MDR 2009, 532; OLG Stuttgart MDR 2009, 585; KG MDR 2008, 1062; OLG Düsseldorf MDR 2010, 769; ferner Musielak/Ball, ZPO, 9. Auflage, § 524 Rn. 31a; Thomas/Putzo/Reichold, ZPO, 32. Auflage, § 524 Rn. 20).
VGH München, Beschluss vom 1.5.2012, Az. 8 C 12.654 Eine Erledigungserklärung mit dem Ziel, der Gegenseite die Kosten auferlegen zu lassen, ist in Prozesskostenhilfeverfahren daher ausgeschlossen (vgl. BGH vom 15.7.2009 FamRZ 2009, 1663; OLG Hamm vom 31.1.2006 FamRZ 2006, 1855; Thüringer LAG vom 9.9.2011 Az. 6 Ta 155/11 <juris> jeweils zu § 91a ZPO; Hüßstege in Thomas/Putzo, Zivilprozessordnung, 33. Aufl. 2012, RdNr. 7 zu § 91a; Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, Zivilprozessordnung, 70. Aufl. 2012, RdNr. 14 zu § 91a; Vollkommer in Zöller, Zivilprozessordnung, 28. Aufl. 2012, RdNr. 58 zu § 91a Stichwort „Prozesskostenhilfeverfahren“ jeweils mit weiteren Nachweisen).
BGH, BESCHLUSS vom 2.4.2012, Az. VIII ZB 91/11 Dabei ist es - auch im Rechtsbeschwerdeverfahren - nicht Zweck einer Kostenentscheidung nach § 91a ZPO, Rechtsfragen von grundsätzlicher Bedeutung zu klären oder das Recht fortzubilden (vgl. Senatsbeschluss vom 28. Oktober 2008 - VIII ZB 28/08, NJW-RR 2009, 422 Rn. 5; BGH, Beschluss vom 7. Oktober 2008 - XI ZB 24/07, NJW-RR 2009, 425 Rn. 9; jeweils mwN).
BGH, BESCHLUSS vom 2.1.2012, Az. VI ZR 220/11 Die Entscheidung gemäß § 91a Abs. 1 Satz 1 ZPO ergeht jedoch im Verfahren außerhalb der mündlichen Verhandlung und unterliegt insoweit nicht dem Anwaltszwang (§ 91 Abs.1, § 78 Abs.3 ZPO; BGH, Beschluss vom 16. September 1993 - VZR 246/92, BGHZ 123, 264, 266; Senatsbeschlüsse vom 10. Februar 2004 -VI ZR 110/03, DAR 2004, 344; vom 27. April 2010 -VI ZR 256/09, juris Rn. 1; vom 30. Mai 2011 -VI ZR 305/10, juris Rn. 1 und vom 15. September 2011 -VI ZR 137/11, AGS, 40).
BGH, BESCHLUSS vom 4.8.2011, Az. VII ZB 24/09 Sie lässt nach der gefestigten Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs eine anderweitige Verteilung der Interventionskosten nach billigem Ermessen gemäß § 91a ZPO (vgl. Schwarz, MDR 1993, 1052, 1054 m.w.N.) nicht zu (BGH, Beschluss vom 10. März 2005 -VII ZB 32/04, BauR 2005, 1057, 1058 = ZfBR 2005, 465; Beschluss vom 3. April 2003 -VZB 44/02, BGHZ 154, 351, 353).
LG Bonn, Urteil vom 5.2.2011, Az. 6 S 170/09 Wird dieser im Rahmen einer Entscheidung nach § 91a ZPO nicht berücksichtigt, kann der materiell-rechtliche Anspruch auch dann nachträglich geltend gemacht werden, wenn dies zu einer Umkehrung der gerichtlichen Kostenentscheidung führt (vgl. BGH, Urt. v. 22. 11. 2001 - VII ZR 405/00, NJW 2002, 680).
BGH, BESCHLUSS vom 1.11.2010, Az. VII ZB 82/09 1	Nachdem	durch	übereinstimmende	Erklärungen	der	Parteien	das	Verfah- ren insgesamt erledigt ist, ist über alle bisher entstandenen Kosten des Verfahrens, einschließlich derjenigen der Vorinstanzen, nach der auch in der Rechtsbeschwerdeinstanz geltenden Vorschrift des § 91a ZPO nach billigem Ermessen unter Berücksichtigung des bisherigen Sachund Streitstandes durch Beschluss zu entscheiden (vgl. BGH, Beschluss vom 13. Februar 2003 - VII ZR 121/02, BauR 2003, 1075 = ZfBR 2003, 453).
BGH, BESCHLUSS vom 4.11.2010, Az. Xa ZR 81/09 Auch eine Kostenentscheidung nach § 91a ZPO kommt in diesem Fall grundsätzlich nicht in Betracht (Bestätigung von BGH, Beschluss vom 15. April 1999 - V ZR 311/97, NJW-RR 1999, 1152).
BGH, BESCHLUSS vom 4.11.2010, Az. Xa ZR 81/09 Auch eine Kostenentscheidung nach §91a ZPO kommt dann grundsätzlich nicht in Betracht (BGH, Beschluss vom 15. April 1999 - VZR 311/97, NJW-RR 1999, 1152).
BGH, BESCHLUSS vom 2.11.2010, Az. VI ZB 87/09 Dem steht gleich, wenn ein berechtigter Dritter mit Billigung der verurteilten Partei den Urteilsbetrag zahlt und damit das Schuldverhältnis der Parteien zu dem Erlöschen bringt (vgl. BGH, Urteil vom 24. Juni 1953 - II ZR 200/52, LM § 91a ZPO Nr. 4; Beschluss vom 13. Januar 2000 -VII ZB 16/99, aaO).
BGH, BESCHLUSS vom 4.10.2010, Az. I-ZR 86/09 8	a) Wird die Erledigung der Hauptsache im Revisionsverfahren erklärt, ist bei der Entscheidung nach § 91a ZPO zu berücksichtigen, ob die Revision Erfolg gehabt hätte, wenn es nicht zur Erledigung der Hauptsache gekommen wäre (BGH, GRUR 2004, 350).
LAG Düsseldorf, Urteil vom 2.9.2010, Az. 9 Sa 1193/09 Gegen eine Kostenentscheidung gemäß § 91a ZPO darf die Rechtsbeschwerde nicht aus materiell-rechtlichen Gründen zugelassen werden, da es nicht Zweck des Kostenverfahrens ist, Rechtsfragen von grundsätzlicher Bedeutung zu klären oder das Recht fortzubilden, soweit es um Fragen des materiellen Rechts geht (BGH vom 07.10.2008 - XI ZB 24/07, NJW-RR 2009, 425 m.w.N.; vgl. a. BGH vom 21.12.2006 - IX ZR 66/05, NJW 2007, 1591 Rn. 21 ff.).
BGH, BESCHLUSS vom 4.2.2010, Az. I ZB 37/09 Gegenstand des Rechtsbeschwerdeverfahrens ist die Überprüfung der von dem Beschwerdegericht vertretenen Auslegung des § 91a ZPO, nicht diejenige der Beurteilung der Erfolgsaussichten des übereinstimmend für erledigt erklärten Anspruchs, welcher der Kostenentscheidung zugrunde liegt (vgl. BGH, Urt. v. 21.12.2006 - IX ZR 66/05, NJW2007, 1591, 1593; Urt. v. 22.11.2007 -1 ZR 12/05, GRUR 2008, 357 Tz. 16 = WRP 2008, 499 - Planfreigabesystem; Urt. v. 25.11.2009 - VIII ZR 322/08, WM 2010, 156 Tz. 9).
BGH, BESCHLUSS vom 4.2.2010, Az. I ZB 37/09 9	a) Nach Abgabe der übereinstimmenden Erledigungserklärungen hatte das örtliche unzuständige Landgericht Neuruppin gemäß §91a Abs. 1 ZPO über die Kosten des Rechtsstreits zu entscheiden (OLG Hamm NJW-RR 1994, 828; OLG Brandenburg NJW-RR 1996, 955; ZöllerA/ollkommer, ZPO, 28. Aufl., § 91a Rdn. 58 'Verweisung').
BGH, BESCHLUSS vom 4.2.2010, Az. I ZB 37/09 Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist es jedenfalls nicht generell ausgeschlossen, im Rahmen von § 91a ZPO naheliegende hypothetische Entwicklungen zu berücksichtigen (vgl. BGH, Urt. v. 16.12.2005 - V ZR 230/04, NJW 2006, 1351 Tz. 31 zur Herbeiführung einer Eintragung als Eigentümer; Beschl. v. 10.12.2009 -1 ZR 201/07, K&R 2010, 115 zur Stellung hinreichend bestimmter Anträge nach Zurückverweisung, Zöller/Vollkommer aaO).
BGH, URTEIL vom 3.0.2010, Az. VIII ZR 58/09 Sinn und Zweck sowohl des §91a ZPO als auch der Erledigungsentscheidung bei einseitiger Erledigungserklärung sei es, den Kläger vor ungerechtfertigten Nachteilen zu bewahren, wenn eine ursprünglich zulässige und begründete Klage ohne sein Zutun unzulässig oder unbegründet werde (vgl. OLG Schleswig, aaO; OLG Koblenz, aaO).
BGH, BESCHLUSS vom 3.9.2009, Az. IV ZB 27/09 Dazu gehören auch Kostenentscheidungen nach § 91a Abs. 1 ZPO (BGH, Beschluss vom 25. September 2007 aaO).
BGH, BESCHLUSS vom 2.4.2009, Az. VI ZB 71/08 3 Da die Beklagte nach gerichtlichem Hinweis auf die in §91a Abs. 1 Satz 1 ZPO geregelte Rechtsfolge (vgl. BGH, Beschluss vom 11. März 2009 - VIII ZB 70/07 - juris, Rn. 8) der Erledigungserklärung des Klägers nicht wider-
BGH, BESCHLUSS vom 4.1.2009, Az. I ZR 81/07 Gründe: 1	Haben die Parteien die Hauptsache übereinstimmend für erledigt erklärt, nachdem sie den Rechtsstreit durch einen außergerichtlichen Vergleich beigelegt haben, so ist jedenfalls dann gemäß § 91a Abs. 1 Satz 1 ZPO über die Kosten zu entscheiden, wenn die Parteien - wie hier - eine solche Kostenentscheidung beantragen (vgl. BGH, Beschl. v. 27.11.1996 - XII ZR 249/95, NJW-RR 1997, 510; Beschl. v. 8.12.2006 - VZR 249/05, NJW 2007, 835 Tz. 1; jeweils m.w.N.).
BGH, BESCHLUSS vom 2.9.2008, Az. XI ZB 24/07 BGB §§ 242 D, 985 a)	Gegen eine Kostenentscheidung gemäß § 91a ZPO darf die Rechtsbeschwerde nicht aus materiellrechtlichen Gründen zugelassen werden, da es nicht Zweck des Kostenverfahrens ist, Rechtsfragen von grundsätzlicher Bedeutung zu klären oder das Recht fortzubilden, soweit es um Fragen des materiellen Rechts geht (Bestätigung von BGH, Beschluss vom 17. März 2004 - IV ZB 21/02, WM 2005, 394 f.; BGH, Urteil vom 21. Dezember 2006 - IX ZR 66/05, WM 2007, 411, 414 Tz. 22).
BGH, BESCHLUSS vom 2.9.2008, Az. XI ZB 24/07 9	Allerdings hat das Beschwerdegericht rechtsfehlerhaft unbeachtet gelassen, dass eine Rechtsbeschwerde gegen eine Kostenentscheidung gemäß § 91a ZPO aus materiellrechtlichen Gründen nicht zugelassen werden darf, da es nicht Zweck einer solchen Kostenentscheidung ist, Rechtsfragen von grundsätzlicher Bedeutung zu klären oder das Recht fortzubilden, soweit es um Fragen des materiellen Rechts geht (BGH, Beschluss vom 17. März 2004 - IV ZB 21/02, WM 2005, 394 f.; BGH, Urteil vom 21. Dezember 2006 - IX ZR 66/05, WM 2007, 411, 414 Tz. 22).
BGH, BESCHLUSS vom 4.8.2008, Az. IX ZB 131/07 Der Kläger kann dann nicht gemäß § 91a Abs. 2 ZPO sofortige Beschwerde gegen die Kostenentscheidung einlegen, sondern muss das Urteil insgesamt mit dem Rechtsmittel der Berufung angreifen (vgl. BGHZ 57, 224, 226; BGH, Urt. v. 9. März 1993 - VI ZR 249/92, NJW-RR 1993, 765, 766).
BGH, URTEIL vom 4.10.2007, Az. I ZR 12/05 Es ist nicht Zweck der Kostenentscheidung nach § 91a Abs. 1 ZPO, hinsichtlich des übereinstimmend für erledigt erklärten und deshalb nur summarisch zu prüfenden Anspruchs Rechtsfragen von grundsätzlicher Bedeutung zu klären oder das Recht fortzubilden (vgl. BGH, Beschl. v. 8.5.2003 -1 ZB 40/02, GRUR 2003, 724 = WRP 2003, 895; Beschl. v. 17.3.2004 - IV ZB 21/02, NJW-RR 2004, 1219, 1220).
BGH, BESCHLUSS vom 4.10.2007, Az. V ZB 72/07 Das zeigt sich daran, dass - solange das erstinstanzliche Urteil noch nicht rechtskräftig geworden ist - die Erledigungserklärung des Klägers die in § 91a Abs. 1 Satz 1 ZPO bestimmten Rechtsfolgen herbeiführt, wenn der Beklagte sich der Erledigungserklärung anschließt oder nach einem richterlichen Hinweis auf diese Folgen nicht innerhalb der Notfrist von zwei Wochen nach § 91a Abs. 1 Satz 2 ZPO der Erledigungserklärung des Klägers widerspricht (vgl. BGH, Beschl. v. 1. Februar 1995, VIII ZB 53/94, NJW 1995, 1095, 1096).
BGH, BESCHLUSS vom 2.8.2007, Az. VI ZB 53/06 7	Dem gemäß hat das Beschwerdegericht in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung anderer Instanzgerichte (vgl. OLG Karlsruhe, JurBüro 2005, 596 und NJW-RR 2007, 503; OLG Frankfurt JurBüro 2006, 532) zu Recht angenommen, dass bei Kostenentscheidungen nach §91a ZPO im Hinblick auf §§ 128 Abs. 3, 4 ZPO keine Terminsgebühr des Rechtsanwalts anfällt, wenn nicht ausnahmsweise eine mündliche Verhandlung stattfindet (ebenso Zöller/Vollkommer, ZPO, 26. Aufl., § 91a Rn. 59).
BGH, BESCHLUSS vom 3.4.2007, Az. IV ZB 26/06 Bejaht wird die Statthaftigkeit einer entsprechenden Kostenentscheidung nach § 91a ZPO analog etwa im Fall der Einigung der Parteien nach Beweiserhebung zur Vermeidung einer Hauptsacheklage (OLG Dresden BauR 2003, 1608), bei Erledigung durch Unstreitigwerden der Beweisfrage (OLG München BauR 2000, 139) sowie bei Erzielung einer einvernehmlichen Lösung durch Nachbesserung bei Baumängeln (LG Hannover JurBüro 1998, 98; ähnlich LG Stuttgart NJW-RR 2001, 720; a.A. LG Tübingen MDR 1995, 638).
BGH, BESCHLUSS vom 3.4.2007, Az. IV ZB 26/06 Demgegenüber sind das HansOLG Hamburg (MDR 1998, 242) für den Fall der Anerkennung von Mängeln im Bauprozess der Anwendung von § 91a ZPO entgegengetreten, ebenso das OLG Stuttgart (BauR 2000, 445) sowie das KG (MDR 2002, 422) bei Erledigung eines selbständigen Beweisverfahrens nach Zahlung zurückbehaltenen Werklohns (gleichfalls ablehnend OLG Düsseldorf OLGR Düsseldorf 2005, 453; OLG Schleswig BauR 2006, 870).
BGH, BESCHLUSS vom 3.4.2007, Az. IV ZB 26/06 10	b) Bedenken ergeben sich schon daraus, dass einer entsprechen- den Anwendung des § 91a ZPO die Entscheidung des Gesetzgebers, eine Kostenentscheidung im selbständigen Beweisverfahren nur unter den engen Voraussetzungen des § 494a ZPO vorzusehen, entgegenstehen, § 494a ZPO insoweit also als abschließende Regelung anzusehen sein könnte (anders etwa OLG Dresden aaO).
BGH, BESCHLUSS vom 4.2.2007, Az. I ZR 249/02 Der Umstand, dass eine fehlerhafte Kostenentscheidung des Berufungsgerichts in dem die Nichtzulassungsbeschwerde zurückweisenden Beschluss nicht korrigiert werden kann (vgl. BGH, Beschl. v. 28.3.2006 -XI ZR 388/04, NJW-RR 2006, 1508), steht der Anwendung des § 91a ZPO im Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren nicht entgegen.
BGH, URTEIL vom 4.11.2006, Az. IX ZR 66/05 Diese sind nicht erfüllt, wenn das gegen die Kostenentscheidung gemäß §91a ZPO gerichtete Rechtsmittel auf Fragen des materiellen Rechts gestützt werden soll (vgl. BGH, Beschl. v. 8. Mai 2003 -1 ZB 40/02, aaO S. 1075).
BGH, BESCHLUSS vom 4.11.2006, Az. IX ZR 157/04 1	Eine Erledigung der Hauptsache kann auch noch im Revisionsrechtszug erklärt werden (BGHZ 106, 359, 366; 123, 264, 265), und zwar auch außerhalb der mündlichen Verhandlung (vgl. §91a Abs. 1 Satz 1 ZPO).
BGH, BESCHLUSS vom 3.8.2006, Az. IV ZR 28/05 2	1. Die auch noch in der Revisionsinstanz zulässige Erledigungserklärung (vgl. BGH, Beschlüsse vom 13. Februar 2003 -VII ZR 121/02 -BauR 2003, 1075 unter II 2; vom 30. September 2004 - I ZR 30/04-WRP 2005, 126 unter II 1 m.w.N.) führt dazu, dass gemäß § 91a ZPO über die gesamten Kosten des Rechtsstreits zu entscheiden ist (BGH aaO), ohne dass dabei schwierige rechtliche oder tatsächliche Fragen abschließend geklärt werden können (vgl. BGH Beschluss vom 19. Oktober 2004 - VIII ZR 327/03 - WuM 2004, unter II m.w.N.).
BGH, BESCHLUSS vom 3.8.2006, Az. IV ZR 28/05 Für die Behandlung des dritten Zahns kann die nur mit sachverständiger Hilfe zu beantwortende Frage nach der medizinischen Notwendigkeit entweder einer Zahnimplantation oder lediglich einer Überbrückung im Rahmen der Kostenentscheidung nach § 91a ZPO nicht mehr geklärt werden (vgl. dazu BGH, Beschluss vom 19. Oktober 2004 aaO).
BGH, BESCHLUSS vom 5.6.2006, Az. 1 ZU 88/04 Er hat aber auch nicht auf einer Sachentscheidung über seinen Antrag beharrt, was einer Entscheidung entsprechend §§ 91a ZPO, 13a FGG entgegenstünde und (auf Kosten des Antragstellers) zur Verwerfung schon des Antrags als unzulässig führen würde, wenn die Erledigung, wie hier, tatsächlich eingetreten war (Senat, BGHZ 137, 200, 201 f.; Beschl. v. 29. September 2003, AnwZ (B) 66/02, NJW2004, 1173).
BGH, BESCHLUSS vom 5.6.2006, Az. 1 ZU 89/04 Er hat aber auch nicht auf einer Sachentscheidung über seinen Antrag beharrt, was einer Entscheidung entsprechend §§ 91a ZPO, 13a FGG entgegenstünde und (auf Kosten des Antragstellers) zur Verwerfung schon des Antrags als unzulässig führen würde, wenn die Erledigung, wie hier, tatsächlich eingetreten war (Senat, BGHZ 137, 200, 201; Beschl. v. 29. September 2003, AnwZ (B) 66/02, NJW 2004, 1173).
BGH, BESCHLUSS vom 3.6.2005, Az. IV ZB 6/05 Sie fordert unter Würdigung des bisherigen Sachund Streitstandes eine sachliche Prüfung nicht nur der geltend gemachten Forderung, sondern auch des behaupteten erledigenden Ereignisses und gegebenenfalls eines materiell-rechtlichen Kostenerstattungsanspruchs (BT-Drucks. 14/4722 S. 81 zu §91a ZPO; BGH, Beschluß vom 28. Oktober 2004 - III ZB 43/04 - ZVI 2004, 730 unter II 1 b bb).
BGH, URTEIL vom 4.5.2005, Az. I ZR 279/02 7.	Soweit die Beklagten sich gegen den auf § 91a ZPO beruhenden Teil der Kostenentscheidung wenden, ist ihre Revision unzulässig (vgl. BGHZ 107, 315, 318; Zöller/Vollkommer, ZPO, 25. Aufl., § 91a Rdn. 56).
LG Bonn, Beschluss vom 2.7.2004, Az. 11 O 85/04 Anders als im Fall des § 91a ZPO kann sie der Rücknahme in der hier zu beurteilenden Konstellation nicht widersprechen und deshalb keine Aufklärung der für die Kostenentscheidung relevanten Umstände erzwingen (s. OLG Frankfurt, aaO).
BGH, BESCHLUSS vom 4.11.2003, Az. I ZR 68/01 a)	Bei der Entscheidung nach § 91a ZPO ist darauf abzustellen, ob das Rechtsmittel der Beklagten Erfolg gehabt hätte, wenn es nicht zur Erledigung der Hauptsache gekommen wäre (vgl. BGHZ 50, 197, 199; BGH, Beschl. v. 26.9.2001 -1 ZR 3/01, Umdruck S. 3, unveröffentlicht).
BGH, BESCHLUSS vom 2.8.2003, Az. VIII ZB 40/03 Dies gilt auch für die Anfechtung einer im einstweiligen Verfügungsverfahren gemäß § 91a ZPO ergangenen Kostenentscheidung (BGH, Beschluß vom 8. Mai 2003 -1 ZB 40/02, zur Veröffentlichung best.).
BGH, BESCHLUSS vom 2.6.2003, Az. VIII ZB 55/03 Mit der sofortigen Beschwerde anfechtbar ist dann nur der Teil der Kostenentscheidung, der auf § 91a ZPO beruht (BGHZ 40, 265); im übrigen gilt das Verbot der isolierten Kostenanfechtung des § 99 Abs. 1 ZPO (Musielak/Wolst aaO Rdnr. 53; Thomas/Putzo, ZPO, 25. Aufl., § 91a Rdnr. 55).
BGH, BESCHLUSS vom 4.5.2003, Az. III ZB 57/02 Für eine Kostenentscheidung nach § 91a ZPO ist daneben kein Raum (vgl. BGH, Beschluß vom 14. Juli 1969 - X ZR 40/65 - LM Nr. 30 zu § 91a ZPO).
BGH, BESCHLUSS vom 4.4.2003, Az. I ZB 40/02 Da im Verfahren gemäß §91a ZPO nicht mehr über den Streitgegenstand entschieden wird (vgl. BGHZ 106, 359, 366; BGH, Urt. v. 21.1.1999 -1 ZR 135/96, GRUR 1999, 522, 523 = WRP 1999, 544 - Datenbankabgleich), erscheint dieses zudem wenig geeignet, rechtsgrundsätzliche Fragen entscheidungsrelevant zu klären.
BGH, BESCHLUSS vom 4.3.2003, Az. V ZB 44/02 Andere Oberlandesgerichte wollen die Kosten analog §91a ZPO nach billigem Ermessen aufteilen (OLG Saarbrücken, KostRspr. ZPO § 101 Nr. 1;OLG Hamm, MDR 1988, 325; OLG Stuttgart, MDR 1974, 937 mit abl.An. Stürner; OLG Schleswig, SchIHA 1957, 34).
LG Wuppertal, Beschluss vom 5.9.2002, Az. 6 T 601/02 Das Verfahren nach § 91a Abs. 1 ZPO dient nicht dazu, Rechtsfragen grundsätzlicher Art zu klären; die Beurteilung der Erfolgsaussichten einer Partei nach 'überwiegender Wahrscheinlichkeit' genügt (BGH in MDR 1994, 523).
BGH, vom 2.8.2001, Az. 1 ZB 7/99 Dies gilt auch für Kostenentscheidungen nach § 91a ZPO (BGH, Beschl. v. 1. Juli 1999-1 ZB 7/99, NJW-RR 2000, 209).
BGH, BESCHLUSS vom 2.0.1997, Az. X ZR 78/94 Diese erfaßt aber auch dann, wenn sie erst in höherer Instanz erfolgt, die Kosten des gesamten Rechtsstreits und nicht nur die Kosten des Berufungsverfahrens; eine bereits ergangene, noch nicht rechtskräftige Entscheidung wird nämlich wirkungslos (vgl. MünchKomm. ZPO/ Lindacher, § 91a ZPO Rdn. 36 m.w.N.;OLG Hamm, Beschl. v. 30.10.1984 - 4 W 113/84, MDR 1985, 591).
BGH, URTEIL vom 3.4.1995, Az. XII ZR 173/94 Die bereits in erster Instanz abgegebene übereinstimmende Erledigterklärung der Parteien hinsichtlich des ursprünglich erhobenen Feststellungsbegehrens des Klägers hatte zur Folge, daß insoweit die Rechtshängigkeit beendet wurde und gemäß § 91a ZPO nur noch über die Kostenfrage zu entscheiden war (vgl. BGHZ 106, 359, 366 m.w.N.).
BVerfG, vom 2.6.1992, Az. 2 BvR 401/93 In diesem Fall greifen Bedenken dagegen, im Falle einer Erledigung der Verfassungsbeschwerde im Hinblick auf die Funktion und die Tragweite der Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts über die Auslagenerstattung - analog den Regelungen in den Verfahrensordnungen für d. Fachgerichte (§ 91a ZPO, § 161 Abs 2 VwGO, § 138 Abs 1 FGO) - aufgrund einer überschlägigen Beurteilung der Erfolgsaussicht der Verfassungsbeschwerde entscheiden und dabei zu verfassungsrechtlichen Zweifelsfragen aufgrund einer lediglich kursorischen Prüfung Stellung nehmen zu müssen (vgl BVerfGE 33, 247 <264 f>), nicht Platz.
BGH, BESCHLUSS vom 3.5.1991, Az. XII ZR 229/90 Die Kostenent- Scheidung nach § 91a ZPO ist auch dann nicht mit der Revision anfechtbar, wenn sie in einer zur Nachprüfung in der Revisionsinstanz stehenden Entscheidung enthalten ist (vgl. BGHR ZPO § 91a Teilerledigung 1).
BVerfG, vom 4.11.1988, Az. 2 BvR 2033/89 Auch hier greifen Bedenken im Hinblick auf die Funktion und die Tragweite der Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts, im Falle einer Erledigung der Verfassungsbeschwerde über die Auslagenerstattung - analog den Regelungen in den Verfahrensordnungen für die Fachgerichte (§ 91a ZPO, § 161 Abs. 2 VwGO, § 138 Abs. 1 FGO) - aufgrund einer überschlägigen Beurteilung der Erfolgsaussicht der Verfassungsbeschwerde entscheiden und dabei zu verfassungsrechtlichen Zweifelsfragen aufgrund einer lediglich kursorischen Prüfung Stellung nehmen zu müssen (vgl. BVerfGE 33, 247 <264 f.>), nicht Platz; die verfassungsrechtliche Lage ist durch die Entscheidung in dem anderen Verfahren bereits geklärt (vgl. BVerfGE 85, 109 <115 f.>).
BVerfG, vom 3.2.1972, Az. 2 BvR 280/72 Für das Verfahren nach § 91a Abs. 2 ZPO gilt nichts anderes (BVerfGE 17, 265 (268)).
BGH, URTEIL vom 4.6.1969, Az. IX ZR 232/67 Dabei ist die Kostenentscheidung ohne Berücksichtigung des § 91a ZPO nach §§ 91 ff ZPO zu treffen (BGHZ 23, 333, 340).
BGH, Urteil vom 3.10.1965, Az. VIII ZR 168/65 Diesen Grundsatz hat der Bundesgerichtshof gerade für den hier gegebenen Pall anerkannt, daß eine Entscheidung über die Kosten, die nach § 91a ZPO in Beschlußform zu treffen gewesen wäre, in der Form eines Urteils erlassen wurde (BGH Urt. von 12. Februar 1959 - II ZE 97/58 - IM ZPO § 511 Nr. 15 = MDR 1959, 554).

References: § 91
 § 307
 § 91
 § 91
 § 567
 § 91
 § 542
 § 542
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 §307
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 § 4
 § 91
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 § 269
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 §91
 §78
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 BGH 
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 § 524
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 BGH 
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 § 494
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 § 101
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 § 91
 § 91
 § 161
 § 138
 § 91
 § 91
 § 161
 § 138
 § 91
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 § 511