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Timestamp: 2017-08-19 19:18:43+00:00

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2. NOTWENDIGE VORARBEITEN (ZUSAMMENFASSUNG) PDF
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1 Änderungen bezgl. BGH-Urteil 'V ZR 44/09'
2 Inhaltsverzeichnis 1. VORBEMERKUNGEN ZU DEN ÄNDERUNGEN BEZÜGLICH DEM BGH-URTEIL «V ZR 44/09» NOTWENDIGE VORARBEITEN (ZUSAMMENFASSUNG) NOTWENDIGE VORARBEITEN (IN DETAILLIERTEN ARBEITSSCHRITTEN) Änderungen in den Stammdaten Abrechnungskreis - Anlegen eines neuen Kreises für die RL-Zuführung Kontenplan - Anlage und Änderungen von Konten... 3 Wie können freie und nicht bebuchte Konten ermittelt werden? Objekt - Eintragung des RL-Kreises und des RL-Abrechnungskontos Nutzer - Hausgeldstaffel in einen BW- und einen RL-Anteil aufteilen Rücklagen - Erfassung der SOLL-Rücklage Wie ermittelt sich der Stand der Soll-Rücklage? Gibt es verschiedene Varianten der Rücklagenzuführung? Änderungen in der Buchhaltung Umbuchung der RL-VZ auf Soll und Haben im abzurechnenden WJ Einbuchen evtl. ALT-Forderungen zur Rücklagenzuführung Handhabung bei der Neuanlage von Objekten Handhabung bei bestehenden Objekten ANWENDUNG DES MODULS «AUTOM. BEARBEITUNG DER RÜCKLAGENVORAUSZAHLUNG» Welcher Modus sollte wann verwendet werden? Wie werden die Rücklagenanteile berechnet? (Theorie) Wie werden die Rücklagenanteile berechnet? (Beispiel) Sollen auch nachfolgende Wirtschaftsjahre mit bearbeitet werden? Was ist bei verschiedenen Rücklagenzuführungen in einem Objekt zu beachten? Welche Protokolle werden bei der Aufteilung erstellt? ABRECHNUNG DURCHFÜHREN (BERECHNUNG) Anwahl und Einstellungen im Abrechnungsformular Modus der Abrechnung (siehe Abb. Nr. 1) Übersicht der Rücklage (siehe Abb.-Nr. 2) Einnahmen und Ausgaben (siehe Abb.-Nr. 3) Darstellung der Einzelabrechnung Bisherige Darstellung Neue Darstellung Sonderfall: Entnahmen aus der Rücklage (bisheriger Modus versus neuem Modus) Darstellung der Ergebnisliste (neuer Modus) ABRECHNUNG BUCHEN WIRTSCHAFTSPLAN BERECHNEN Herausgeber: Deflize und Partner GmbH, Ludwigshafen am Rhein Zusatzmodul "Autom. Bearbeitung der RL-Vorauszahlung" 4. Auflage, September 2010 Copyright Deflize und Partner GmbH. Alle Rechte, auch die des Nachdrucks, der Herstellung von Kopien und der Übersetzung, vorbehalten.
3 1. Vorbemerkungen zu den Änderungen bezüglich dem BGH-Urteil «V ZR 44/09» Der BGH hat mit Urteil vom (veröffentlicht am ) klargestellt, dass die bisherige Darstellung der Rücklagenzuführung nicht mehr statthaft ist. Vor allem die seit vielen Jahren geduldete Praxis, die SOLL-Zuführung der Rücklage als Ausgabe darzustellen, wurde verworfen. Daher haben wir das gesamte WEG-Abrechnungsverfahren in SIDOMO vollständig umprogrammiert. Ab sofort steht Ihnen ein zusätzlicher Abrechnungsmodus für die WEG gemäß BGH ZR 44/09 zur Verfügung. Hierbei werden die Zuführungen und evtl. Entnahmen aus der Instandhaltungsrücklage aus den Einträgen der SOLL-Rücklage gelesen und mit den gebuchten IST-Vorauszahlung verrechnet, so dass ab sofort keine zusätzliche Ausgabenbuchung zur Abrechnung der «Zuführung RL» benötigt wird. Die Rücklagenabrechnung erfolgt in einem gesonderten Abschnitt der WEG-Abrechnung. Hierbei können sowohl die Gesamtsummen des Objektes als auch die auf den einzelnen Eigentümer entfallenden SOLLund HABEN-Beträge abgelesen werden. Somit hat der einzelne Eigentümer sofort den Überblick über evtl. geschuldete RL-Zuführungsbeträge in der Gemeinschaft. Zusätzlich wurde eine neue Ergebnisliste inkl. der Darstellung der Abrechungsspitze entwickelt. Auch beim Buchen der Ergebnisse musste eine Änderung erfolgen. Ab sofort wird das Abrechnungsergebnis der RL-Zuführung auf ein gesondertes Konto (bspw. 12) sollgestellt. Hier haben Sie auch die Möglichkeit evtl. ALT-Verbindlichkeiten der Rücklagenzuführung einzelner Eigentümer mittels einer manuellen Sollstellung zu buchen. Bitte beachten Sie, das bei dem neuen Abrechnungsmodus keine SOLL-Vorauszahlungen berücksichtigt werden können (Abrechnung auf SOLL-Basis)! Der Leitgedanke all dieser beschriebenen Änderungen war die vollständige buchhalterische Trennung der Rücklagen von den Bewirtschaftungskosten der WEG. Dies konnte nur erreicht werden, in dem wir sowohl die Vorauszahlungen als auch das Abrechnungsergebnis vollkommen getrennt handhaben. Mit dieser Lösung können Sie auch noch zu späteren Zeiten sämtliche Auswertungen abrufen. Bspw. können Sie jederzeit über die OP-Verwaltung evtl. Rückstände bei den RL-Vorauszahlungen dokumentieren. In der Version 2010 wurde der beschriebene Modus zusätzlich integriert, so dass Sie für die Übergangszeit auch noch nach der bisherigen - nicht BGH konformen - Methode abrechnen können. In den folgenden Versionen wird Ihnen dieser, lt. BGH nicht mehr zulässige, Modus nicht mehr zur Verfügung stehen! Deflize und Partner GmbH, Ludwigshafen am Rhein 1
4 2. Notwendige Vorarbeiten (Zusammenfassung) 3.1 Änderungen in den Stammdaten Abrechnungskreis - Anlegen eines neuen Kreises für die RL-Zuführung Kontenplan - Anlage und Änderungen von Konten a) Anlegen eines neuen Vorauszahlungskontos (Konto 1 bis 9) zur Buchung der RL-Vorauszahlung b) Anlegen eines neuen Ergebniskontos (Konto 10 bis 19) zur Buchung der RL-Abrechnungssaldos c) Anlegen eines neutralen Kontos zum Geldtransfer zw. Girokonto und Rücklagekonto d) Änderung der Zuordnung des bisherigen Kontos «Zuf. Inst.-RL» auf den neuen Abrechnungskreis Objekt - Eintragung des RL-Kreises und des RL-Abrechnungskontos a) Abrechnungskreis für RL b) Abrechnungsergebniskonto für RL Nutzer - Hausgeldstaffel in einen BW- und einen RL-Anteil aufteilen ( alternativ über Modul) Rücklagen - Erfassung der SOLL-Rücklage Zur Ermittlung des SOLL-Rücklagebestands empfehlen wir Ihnen die Erstellung eines Vermögensstatus für die jeweilige WEG (siehe Menüpunkt: «Auswertung Vermögensstatus» nur Modul «Zusatzauswertungen») 3.2 Änderungen in der Buchhaltung Umbuchung der RL-VZ auf Soll und Haben im abzurechnenden WJ ( alternativ über Modul) a) Ausrechnen des RL-Anteils an den Vorauszahlungen anhand des verabschiedeten Wirtschaftsplans je Eigentümer b) Umbuchung des SOLL- und HABEN-Anteils der Rücklagenvorauszahlung je Eigentümer und WJ anhand des ausgerechneten prozentualen Anteils an der RL-Zuführung Einbuchen evtl. ALT-Forderungen zur Rücklagenzuführung ALT-Forderungen können mittels manueller Sollstellung auf RL-Ergebnis-Konto (bspw. Kto. 12) des entsprechenden Eigentümers gebucht werden. Hinweis: Bitte beachten Sie, dass das RL-Ergebnis-Konto nur noch für diese Buchungen vorgesehen ist, d.h. evtl. bisher auf diesem Konto durchgeführte Buchungen müssen vorher auf ein anderes Konto umgeändert werden! Für die sehr arbeitsintensiven Punkte und haben wir das kostenpflichtige Modul «Automatische Bearbeitung der RL-VZ» entwickelt Deflize und Partner GmbH, Ludwigshafen am Rhein 2
5 3. Notwendige Vorarbeiten (in detaillierten Arbeitsschritten) 3.1 Änderungen in den Stammdaten Abrechnungskreis - Anlegen eines neuen Kreises für die RL-Zuführung Definieren Sie einen Abrechnungskreis für die Zuführung zur Instandhaltungsrücklage (siehe «Grunddaten Abrechnungskreise» Kontenplan - Anlage und Änderungen von Konten Definition «RL-Vorauszahlung» als Unterkonto (1-9) Definition «RL-Ergebnis» als Einzelkonto (10-19) Die Konten für die «RL-Vorauszahlung» und das «RL-Ergebnis» dürfen in der Vergangenheit noch nicht benutzt bzw. bebucht worden sein! Bitte bedenken Sie, dass evtl. Salden dieser Konten aus Vorperioden in der Rücklagenübersicht der Abrechnung dargestellt werden. Prüfen Sie diese Konten also im Vorhinein über den Kontoauszug Deflize und Partner GmbH, Ludwigshafen am Rhein 3
6 Kontenänderung «Zuf. Inst.-RL» Definition «Geldtransfer RL» als Sachkonto ( ) Ordnen Sie dem bisherigen Konto für die «Zuführung Instandhaltungsrücklage» den neuen Abrechnungskreis zu (notwendig für den Wirtschaftsplan!) und legen zusätzlich ein weiteres Konto zur Geldtransferbuchung an. In der Zukunft kann das Sachkonto für die «Zuf. Inst.-RL» mit einer Buchungssperre versehen werden, damit dieses Konto nicht versehentlich bei einer Buchung angesprochen wird Wie können freie und nicht bebuchte Konten ermittelt werden? Bitte prüfen Sie mit der folgenden Selektion im Kontoauszug, welche Konten in Wohnanlagen derzeit noch nicht verwendet werden Deflize und Partner GmbH, Ludwigshafen am Rhein 4
7 3.1.3 Objekt - Eintragung des RL-Kreises und des RL-Abrechnungskontos Tragen Sie den Abrechnungskreis für die Zuführung zur Instandhaltungsrücklage im Objekt (siehe Abb.-Nr. 2) ein. Es genügt grundsätzlich ein Abrechnungskreis! Nach dem Speichern wird SIDOMO den Zeitraum dieses Kreises (siehe Abb.- Nr. 1) verlangen, soweit diese Eingabe noch nicht erfolgt ist. Weiterhin muss das Abrechnungskonto für den Rücklagenanteil im Objekt (siehe Abb.-Nr. 3) hinterlegt werden. Bitte beachten Sie, dass Sie unterschiedliche Konten für das Ergebnis des BW-Anteil und der RL-Anteils hinterlegen. Das RL-Ergebniskonto darf in der Vergangenheit noch nicht für anderweitige Zwecke benutzt bzw. bebucht worden sein! Deflize und Partner GmbH, Ludwigshafen am Rhein 5
8 3.1.4 Nutzer - Hausgeldstaffel in einen BW- und einen RL-Anteil aufteilen Dieser Arbeitsschritt kann über das Modul «Autom. Rücklagenaufteilung» vorgenommen werden! Bisher war der Anteil der RL-Zuführung i.d.r. in der Position Hausgeld-Vorauszahlung enthalten. Nach BGH muss nunmehr der Anteil der RL-Zuführung lt. Wirtschaftsplan gesondert dargestellt werden, so dass Sie hier den Anteil aus dem Hausgeld herausrechnen und in eine gesonderte Position erfassen müssen. Das RL-VZ-Konto haben Sie vorher im Kontenplan erfasst. Bitte beachten Sie: Das RL-Vorauszahlungskonto sollte, wenn möglich, in diesem Objekt bisher noch nicht benutzt worden sein, anderenfalls könnten evtl. Salden zu falschen Zahlen in der Darstellung der Vermögensentwicklung innerhalb der WEG-Abrechnung führen! Deflize und Partner GmbH, Ludwigshafen am Rhein 6
9 3.1.5 Rücklagen - Erfassung der SOLL-Rücklage Da die Zuführung zur Rücklage lt. BGH nicht mehr als Ausgabebuchung in der WEG-Abrechnung dargestellt werden darf, müssen Sie eine SOLL-Rücklage mit der beschlossenen Zuführung lt. Wirtschaftsplan (in unserem Beispiel 2.400,00 EURO) erfassen. Auch evtl. Entnahmen sowie die Zinsen und Steuern werden nunmehr in der SOLL-Rücklage erfasst. Die bisherige IST-Rücklage gibt lediglich noch den aktuellen Geldbestand wieder. TIPP: Falls Sie die einzelnen Entnahmen erfassen, haben Sie in der Einzelabrechnung die Möglichkeit, diese auch detailliert darzustellen. Falls Sie diesen Nachweis nicht benötigen, so können Sie auch nur eine Gesamtentnahme erfassen Deflize und Partner GmbH, Ludwigshafen am Rhein 7
10 Wie ermittelt sich der Stand der Soll-Rücklage? Der Stand der Soll-Rücklage kann über die Erstellung eines Vermögensstatus festgestellt bzw. überprüft werden. Zur Erstellung eines Vermögensstatus werden die Kontostände der Bankkonten zu Grunde gelegt, Forderungen und Verbindlichkeiten zum Ende eines Abrechnungszeitraums ermittelt und zu den Kontoständen hinzugerechnet bzw. abgezogen. Der sich hieraus ermittelnde Wert ist der Stand der Soll-Rücklage (ohne Vermögensgegenstände). Diese stellt das rechnerische Eigenkapital der Gemeinschaft dar und muss nicht zwangsläufig mit dem Stand des Rücklagenbankkontos übereinstimmen. In SIDOMO kann der Vermögensstatus (Modul "Zusatzauswertungen") unter «Auswertungen Vermögensstatus» aufgerufen werden. Der Vermögensstatus sollte auf Basis der Ist-Rücklagen ermittelt werden (diese sollten den Stand der Rücklagebankkonten abbilden). Der Vermögensstatus kann zum Ende des Abrechnungszeitraums zur Prüfung der Soll-Rücklage herangezogen werden. Modus: «Ist-Rücklagen» Modus: «Ist-Rücklagen» (In diesem Modus MÜSSEN die Rücklagekonten als Bankkonto geführt und gebucht werden!) Deflize und Partner GmbH, Ludwigshafen am Rhein 8
11 Gibt es verschiedene Varianten der Rücklagenzuführung? Gemeinschaftliche Belastung nach einem vordefinierten Umlageschlüssel (bisheriger Standardfall) Diese Zuführung wird wie gewohnt gemäß dem im Rücklagenblatt hinterlegten Umlageschlüssel auf die betroffenen Eigentümer gemäß ihrem Einzelanteil umgelegt. Beispiel: Die Gemeinschaft beschließt im Wirtschaftsplan 5.000,00 der Instandhaltungsrücklage zuzuweisen. Jeder Eigentümer trägt seinen Anteil gemäß seinem Miteigentumsanteil. Die Finanzierung soll im Rahmen der laufenden Hausgelder erbracht werden. Einzelbelastungen bestimmter Eigentümer (bspw. Umzugspauschalen als absoluter Betrag) Diese Zuführungen verhalten sich ähnlich wie die Zuweisungen gemäß den Festbeträgen. Einzelne Positionen können bestimmten Nutzern mit einem festen Euro- Betrag zugewiesen werden. Beispiel: Es wird eine Umzugspauschale beschlossen, die bei einem Mieterwechsel von dem jeweiligen Eigentümer zu erbringen ist. Diese soll der Instandhaltungsrücklage gutgeschrieben werden. Es ist nicht erforderlich, dass hierfür unterjährig schon entsprechende Vorauszahlungen des Eigentümers ins Soll gestellt bzw. gezahlt worden sind. Die jeweiligen Einzelbeträge werden direkt in der Abrechnung in der Rubrik "Rücklagenzuführung" angelastet. Direkte Zuführung aus gemeinschaftlichen Einnahmen (bspw. Vermietungserlöse der Gemeinschaft) Diese Zuführungen werden nicht in der Abrechnung belastet, da ihnen eine Gemeinschaftseinnahme gegenübersteht. Die der Rücklagenzuführung gegenüberstehende Einnahme wird nicht mehr im Bewirtschaftungsteil innerhalb der Abrechnung abgerechnet (ausgeschüttet), sondern nur in der Rubrik Rücklagenzuführung als Zahlung auf die Instandhaltungsrücklage dargestellt. Beispiel: Eine Gemeinschaft erwirtschaftet Gemeinschaftserlöse durch die Fremdvermietung von Stellplätzen. Die Einnahmen sollen direkt der Instandhaltungsrücklage zugewiesen werden. In der Übersicht der Rücklage werden die erhaltenen Einnahmen direkt als "erhaltene Zahlungen" aufgeführt Deflize und Partner GmbH, Ludwigshafen am Rhein 9
12 3.2 Änderungen in der Buchhaltung Umbuchung der RL-VZ auf Soll und Haben im abzurechnenden WJ Dieser Arbeitsschritt kann über das Modul «Autom. Rücklagenaufteilung» vorgenommen werden! Bisher wurden i.d.r. die Hausgeldvorauszahlungen auf ein Konto gebucht. In dieser Vorauszahlung ist auch die Rücklagenzuführung gemäß Wirtschaftsplan enthalten. Nunmehr muss die enthaltene Rücklagenzuführung getrennt gebucht werden. In unserem Beispiel hätte der Eigentümer monatlich 20,00 Euro entspricht jährlich 240,00 Euro an RL-Zuführung zu zahlen. Somit müssen Sie vom Hausgeldkonto 240,00 Euro auf der SOLL-Seite auf das RL-VZ-Konto umbuchen. Auf der HABEN-Seite ist bei ausgeglichenem Saldo die Buchung ebenso durchzuführen. Falls das Vorauszahlungskonto nicht ausgeglichen ist, stellt sich die Frage, welcher Betrag auf die RL-VZ umgebucht werden soll. Grundsätzlich haben Sie 3 Möglichkeiten: das Rücklage-VZ-Konto wird bevorzugt zuerst ausgeglichen das Bewirtschaftungskosten-VZ-Konto wird bevorzugt zuerst ausgeglichen es wird jeweils das prozentuale Verhältnis der VZ-Konten (Staffeln) benutzt, um den Saldo gleichermaßen auf beide Konten umzubuchen. Bei unserem Hilfstool «Automatische Bearbeitung der RL-VZ» haben wir uns für die 3. Möglichkeit entschieden Da die Berechnung der prozentualen Aufteilung ohne unser Hilfstool einen erheblichen manuellen Aufwand darstellt, würden wir dazu raten, zuerst das RL-VZ-Konto auszugleichen, damit evtl. Rückstände über die Bewirtschaftungskosten nachgezahlt werden. Damit werden keine offenen RL-Zuführungsbeträge in der NK-Abrechnung dargestellt Deflize und Partner GmbH, Ludwigshafen am Rhein 10
13 In unserem Beispiel würden wir also auch auf der HABEN-Seite den kompletten RL-Anteil umbuchen, so dass die Restforderung der Vorauszahlung auf dem Hausgeldkonto verbleibt. Konto 7 ausgeglichen; Konto 8 beinhaltet den Rückstand Einbuchen evtl. ALT-Forderungen zur Rücklagenzuführung Handhabung bei der Neuanlage von Objekten Falls Sie noch evtl. Forderungen zur Rücklagenzuführung gegenüber Eigentümern (i.d.r. handelt es sich um Forderungen gegenüber ALT-Eigentümern) einbuchen müssen, so können Sie diese Forderung gegen das zuvor definierte neue RL-Ergebniskonto (in unserem Beispiel Konto 12) mittels manueller positiver Sollstellung einbuchen. In unserem Beispiel würde bei dem Eigentümer Hans Wald noch eine Restforderung aus Vorjahren von 300,00 Euro gegenüber der RL-Zuführung bestehen. In der Vermögensübersicht der WEG-Abrechnung wird diese Position wie folgt ausgewiesen: Bestehen zusätzlich noch Forderungen bei früheren RL-Vorauszahlung (in unserem Beispiel Kto. 7) bspw. durch Eigentümerwechsel, so ändert sich die Darstellung wie folgt: Deflize und Partner GmbH, Ludwigshafen am Rhein 11
14 Handhabung bei bestehenden Objekten Bestehen noch Altforderungen aus Abrechnungen, die auf dem bisherigen Abrechnungskonto verbucht worden, jedoch als Fehlbetrag an der Rücklage ausgewiesen werden sollen, dann können diese über die OP- Verwaltung ermittelt und über den Kontoauszug auf das neue RL-Abrechnungskonto umkontiert werden. Im Ergebnis werden diese Forderungen als Fehlbeträge an der Rücklage ausgewiesen. Analog können solche Altforderungen auch in einen BW-Anteil und einen RL-Anteil aufgesplittet werden Deflize und Partner GmbH, Ludwigshafen am Rhein 12
15 4. Anwendung des Moduls «Autom. Bearbeitung der Rücklagenvorauszahlung» Dieses Modul ist für die Umstellung im Rahmen des BGH-Urteils (Az. V ZR 44/09) bezüglich der geänderten Handhabung der Instandhaltungsrücklage konzipiert. Eine bisher bestehende Hausgeld-Vorauszahlung kann in einen Bewirtschaftungsanteil (BW-Anteil) und einen Rücklagenanteil (RL-Anteil) aufgeteilt werden. Dabei werden sowohl die Nutzerstaffeln als auch die Buchungen aufgeteilt. Im Rahmen dieses Programmteils werden diverse Modi (Aufteilungsvarianten) bereitgestellt. Bis zu 10 Rücklagen können in einem Arbeitsgang innerhalb eines Objektes berücksichtigt werden. Die durchgeführten Staffel-Änderungen bzw. Buchungen können über ein Protokoll geprüft und dokumentiert werden. Weiterhin steht eine Berechnungsübersicht zur Verfügung, welche die aufteilungsrelevanten Werte enthält und für die Dokumentation im Rahmen der Beiratsprüfung bzw. Eigentümerversammlung verwendet werden kann. Über einen Probelauf erhalten Sie zusätzlich die Möglichkeit, die anstehenden Änderungen vorab zu prüfen. 4.1 Welcher Modus sollte wann verwendet werden? Die Aufteilung der bestehenden Hausgelder kann in verschiedenen Varianten durchgeführt werden. Welche Variante in Ihrem Fall die Richtige ist, entnehmen Sie bitte aus der unteren Abbildung Deflize und Partner GmbH, Ludwigshafen am Rhein 13
16 4.2 Wie werden die Rücklagenanteile berechnet? (Theorie) Modus: für gesamten Zeitraum Einzelbuchungen erstellen für das erste Jahr Gesamtbuchungen und für folgende Wirtschaftsjahre Einzelbuchungen erstellen vorrangig Bewirtschaftung ausgleichen vorrangig RL-Zuführung ausgleichen Berechnungsgrundlage: Die letzte und aktuellste Staffel (siehe Abbildung Nr. 1) des gewählten Zeitraums wird als Berechnungsgrundlage herangezogen. Diese Staffel wird auf das gesamte Jahr hochgerechnet. Dadurch ermittelt sich eine prognostizierter Betrag für das Hausgeld im Wirtschaftsjahr (siehe Abbildung Nr. 2). Der vom Eigentümer zu erbringende Anteil an der Rücklagenzuführung (siehe Abbildung Nr. 3) für das Wirtschaftsjahr wird aus der angegebenen Rücklagenzuführung (siehe Abbildung Nr. 4) und dem Umlageschlüssel (siehe Abbildung Nr. 5) ermittelt. Berechnung der Buchungen für das gewählte WJ: Aus den beiden prognostizierten Jahreswerten (siehe Abbildung Nr. 2 und Nr. 3) wird ein Verhältnis gebildet. Dieses Verhältnis wird gerundet als Prozentsatz dargestellt (siehe Abbildung Nr. 6). Dieses ermittelte Verhältnis wird für die Aufteilung sämtlicher Buchungen und sämtlicher Staffeln verwendet. Der ermittelte RL-Anteil für das (siehe Abbildung Nr. 3) wird mit dem Zeitfaktor (siehe Abbildung Nr. 7) multipliziert und auf das RL-Konto gebucht. Steht nicht der volle errechnete RL-Betrag zur Verfügung (gezahltes Hausgeld), so wird nur der vorhandene umgebucht. Der Restbetrag verbleibt als BW-Anteil auf dem Quellkonto. Der ermittelte RL-Anteil (siehe Abbildung Nr. 3) wird vom Gesamthausgeld abgezogen. Dadurch ermittelt sich ein Bewirtschaftungsanteil. Dieser wird mit dem Zeitfaktor (siehe Abbildung Nr. 7) multipliziert verbleibt als BW-Anteil auf dem Quellkonto. Steht nicht der volle errechnete BW- Betrag zur Verfügung (gezahltes Hausgeld), so verbleibt dieser vollständig auf dem Quellkonto und es wird kein RL-Anteil umgebucht. Der Restbetrag wird auf das RL- Konto gebucht. Berechnung der Buchungen für folgende WJ: Berechnung der Staffeln (alle WJ): Aus den beiden prognostizierten Jahreswerten (siehe Abbildung Nr. 2 und Nr. 3) wird ein Verhältnis gebildet. Dieses Verhältnis wird gerundet als Prozentsatz dargestellt (siehe Abbildung Nr. 6). Dieses ermittelte Verhältnis wird für die Aufteilung sämtlicher Buchungen und sämtlicher Staffeln verwendet Deflize und Partner GmbH, Ludwigshafen am Rhein 14
17 4.3 Wie werden die Rücklagenanteile berechnet? (Beispiel) Beispiel für eine Aufteilung durch eine Gesamtbuchung und vorrangiger RL-Vorauszahlung: Modus: für gesamten Zeitraum Einzelbuchungen erstellen für das erste Jahr Gesamtbuchungen und für folgende Wirtschaftsjahre Einzelbuchungen erstellen vorrangig RL-Zuführung ausgleichen vorrangig Bewirtschaftung ausgleichen Beispiel für Hans Neumann: Eigentümer Hans Neumann zahlt lt. der letzter Staffel 200,00 je Monat. Auf das Jahr ergibt sich ein Hausgeld von 2400,00. Gemäß Wirtschaftsplan sollen 2.400,00 in die Rücklage zugeführt werden. Herr Neumann hat gemäß dem Umlageschlüssel einen Anteil von 100/1000 MEA. Dadurch ergibt sich ein Einzelanteil von 240,00. Eigentümer Hans Neumann zahlt lt. der letzter Staffel 200 je Monat. Auf das Jahr ergibt sich ein Hausgeld von 2400,00. Gemäß Wirtschaftsplan sollen 2.400,00 in die Rücklage zugeführt werden. Herr Neumann hat gemäß dem Umlageschlüssel einen Anteil von 100/1000 MEA. Dadurch ergibt sich ein Einzelanteil von 240,00. Eigentümer Hans Neumann zahlt lt. der letzter Staffel 200,00 je Monat. Auf das Jahr ergibt sich ein Hausgeld von 2400,00. Gemäß Wirtschaftsplan sollen 2.400,00 in die Rücklage zugeführt werden. Herr Neumann hat gemäß dem Umlageschlüssel einen Anteil von 100/1000 MEA. Dadurch ergibt sich ein Einzelanteil von 240,00. Das Verhältnis von RL-Anteil zum gesamten Hausgeld ergibt in diesem Fall einen Anteil von 240/2400 (also 10%). Sämtliche Buchungen werden in diesem Verhältnis aufgeteilt. Da Herr Neumann nur 2270,00 gezahlt hat, entfallen vom dem Fehlbetrag über 130,00 10% (=13,00 ) auf den RL- Anteil 90% (=117,00 ) auf die BW-Anteil. Der RL-Anteil von 240,00 wird mit dem Zeitfaktor von 365/365 multipliziert. Hier bleibt der RL-Anteil unverändert, da der Eigentümer ganzjährig Eigentümer war. Dieser Betrag wird nun auf das RL-Konto umgebucht. Da Herr Neumann nur 2270,00 gezahlt hat, und die vollen 240,00 auf das RL-Konto umgebucht wurden, verbleiben nun nur noch die restlichen 2030,00 ( ) als BW-Anteil. Nun wird der RL-Anteil von 240,00 vom Gesamthausgeld über 2.400,00 abgezogen. Dies ergibt einen BW- Anteil von 2.160,00. Der BW-Anteil von 2.160,00 wird mit dem Zeitfaktor von 365/365 multipliziert. Hier bleibt der BW-Anteil unverändert, da der Eigentümer ganzjährig Eigentümer war. Da Herr Neumann nur 2270,00 gezahlt hat, und die vollen 2160,00 für den BW-Anteil verbleiben, wird nur noch der Restbetrag von 110,00 ( ) auf das RL-Konto umgebucht. Was passiert mit Über- oder Unterdeckung beim gezahlten Hausgeld: Über- oder Unterdeckung betreffen sowohl den RL-Anteil als auch den BW-Anteil im Verhältnis der prognostizierten Jahreswerte. Über- oder Unterdeckungen bleiben im Regelfall für den RL- Anteil unerheblich und betreffen nur den BW-Anteil. Da nur die den Soll-BW- Betrag übersteigenden Beträge umgebucht werden, betreffen Über- und Unterdeckungen tendenziell eher den RL-Anteil Deflize und Partner GmbH, Ludwigshafen am Rhein 15
18 4.4 Sollen auch nachfolgende Wirtschaftsjahre mit bearbeitet werden? Diese Option ist standardmäßig aktiviert und bewirkt in dieser Einstellung, dass auch die Folgejahre im Verhältnis des gewählten Wirtschaftsjahres aufgeteilt werden. Unter bestimmten Umständen sollten Folgejahre nicht aufgeteilt werden. Wann diese Funktion aktiviert und wann deaktiviert werden soll, entnehmen Sie bitte der Abbildung. 4.5 Was ist bei verschiedenen Rücklagenzuführungen in einem Objekt zu beachten? Grundsätzlich können bis zu 10 verschiedene Rücklagenzuführungen in einem Arbeitsgang aufgeteilt werden (siehe untere Beispiele). Beispiel A (verschiedene Rücklagenzuführungen überschneiden sich in einigen Einheiten): Ein Objekt besteht aus einem Wohnkomplex mit einer unterirdischen Tiefgaragenanlage. Einige Eigentümer besitzen nur eine Wohnung, andere Eigentümer besitzen zusätzlich zur Wohnung einen Tiefgaragenstellplatz, und weitere Eigentümer besitzen nur einen Tiefgaragenstellplatz. Lt. Wirtschaftsplan soll eine Rücklage für den Wohnkomplex und eine Rücklage für die Tiefgaragenanlage gebildet werden, da auch Instandhaltungsmaßnahmen separat anfallen können. SYNTHESE: Um nun beide Rücklagen korrekt aufzuteilen, müssen beide Rücklagenzuführungen in einem Arbeitsgang aufgeteilt werden. Dazu geben Sie den jeweiligen Zuführungsbetrag und den entsprechenden Umlageschlüssel ein. Beispiel B (verschiedene Rücklagenzuführungen berechnen sich völlig unabhängig für unterschiedliche Gebäudeteile): Ein Objekt besteht aus einem Wohnkomplex, der sich in 6 Einzelgebäude gliedert. Es fallen sowohl Aufwendungen für den Gesamtkomplex (bspw. Gartenpflege) als auch separate Aufwendungen (bspw. Reparaturen) an. Reparaturen und Instandhaltungsmaßnahmen werden für jedes Gebäude separat durchgeführt, wodurch auch für jedes Gebäude eine eigene Instandhaltungsrücklage gebildet wird. SYNTHESE: In diesem Fall bestehen also keinerlei Überschneidungen der Rücklagenzuführungen. Die Aufteilung der Rücklagen kann also separat für jedes Gebäude oder in einem Arbeitsgang durchgeführt werden. ABER: Würde in dieser Gesamtanlage zusätzlich eine Gesamtrücklage gebildet werden, um bspw. eine gemeinsame Heizungsanlage inkl. Brenner, Heizkessel usw. austauschen zu können, so müsste die Aufteilung der Rücklage in jedem Fall in einem Arbeitsgang erfolgen, da sich die Rücklagenzuführungen in dieser Konstellation überschneiden würden. Im Hausgeld des einzelnen Eigentümers sind ein Anteil an der Gesamtrücklage und ein Anteil an der gebäudeeigenen Rücklage enthalten Deflize und Partner GmbH, Ludwigshafen am Rhein 16
19 4.6 Welche Protokolle werden bei der Aufteilung erstellt? Änderungsprotokoll Das Änderungsprotokoll enthält sämtliche aufgeteilten Staffeln vor und nach Aufteilung. Berechnungsübersicht Die Berechnungsübersicht enthält die Berechnungsgrundlage der Rücklagenaufteilung. Mit Hilfe dieser Auswertung können Sie prüfen, ob sämtliche Beträge korrekt aufgeteilt werden und aufgrund welcher Berechnungsgrundlage die jeweiligen Rücklagenanteile ermittelt wurden. Daher eignet sie sich auch ideal als Grundlage und Dokumentation im Rahmen der Beiratsprüfung bzw. Eigentümerversammlung Deflize und Partner GmbH, Ludwigshafen am Rhein 17
20 Buchungsprotokoll Mit Aktivierung der einzelnen Optionen können Sie das Buchungsprotokoll anzeigen, drucken und archivieren. Gruppe '5: Modus' Deflize und Partner GmbH, Ludwigshafen am Rhein 18
21 5. Abrechnung durchführen (Berechnung) 5.1 Anwahl und Einstellungen im Abrechnungsformular Bitte aktivieren Sie den neuen Abrechnungskreis für die Instandhaltungsrücklage! Bitte achten Sie auch darauf, dass in diesem Abrechnungskreis keine Buchungen auf zugeordnete Konten getätigt worden sind, anderenfalls wird SIDOMO eine Fehlermeldung ausgeben Modus der Abrechnung (siehe Abb. Nr. 1) Wählen Sie auf der Registerseite WEG den neuen Abrechnungstyp «Brutto-Abr. gem. BGH». Unterhalb dieser Einstellung wird der im Objekt hinterlegte Abrechnungskreis angezeigt, der für die Instandhaltungsrücklage verwendet wird. Möchten Sie die einzelnen Eintragungen sowohl der Zuführung als auch der Entnahme der Soll-RL darstellen, so wählen Sie detailliert mit Einzelausweis Deflize und Partner GmbH, Ludwigshafen am Rhein 19
22 5.1.2 Übersicht der Rücklage (siehe Abb.-Nr. 2) Die Übersicht der Rücklage stellt den Stand der Instandhaltungsrücklage dar, die in Anlehnung an das BGH-Urteil vom (Az. V ZR 44/09) erforderlich ist. Es werden geleistete und ausstehende Zahlungen mit der Zweckbestimmung "Rücklage" ausgewertet (siehe auch Erklärung der verwendeten Begrifflichkeiten). Existieren mehrere Rücklagen in einer Gemeinschaft, so werden diese kumuliert wiedergegeben. Sie kann im alten Abrechnungsmodus nicht verwendet werden. RL-Übersicht (Rücklageübersicht) Wählen Sie hier, ob und wie die Übersicht der Rücklage ausgegeben werden soll. Selektion vollständig detailliert komprimiert keine Funktion Es werden sämtliche von SIDOMO bereitgestellten Einzelpositionen ausgegeben. Da in diesem Modus auch in der Praxis selten vorkommende Positionen erscheinen, eignet sich dieser Modus i.d.r. nur zur Prüfung der ausgegeben Einzelbeträge. Diese Variante benötigt beim Ausdruck mehr als eine Seite. In diesem Modus werden die in der Praxis selten vorkommenden Einzelpositionen ausgeblendet, soweit diese einen Nullsaldo aufweisen (Betrag = 0,00 ). Diese Variante benötigt beim Ausdruck regulär nur eine Seite. Es werden ausschließlich Einzelpositionen ausgegeben, die keinen Nullsaldo aufweisen. Dadurch kann die Übersicht auf ein Mindestmaß verkürzt werden. Die Übersicht der Rücklage wird nicht ausgegeben. RL-Abstimmung (Rücklageabstimmung) Wählen Sie hier, ob und wie die Abstimmungsdifferenz ermittelt werden soll. Selektion Abstimmung mit Soll-Rücklagen Abstimmung mit Ist-Rücklagen Abstimmung mit Rücklage- Bankkonten keine Abstimmung Funktion Der rechnerische Stand der Soll-Rücklage zum Ende des Abrechnungszeitraums wird mit der Soll-Rücklage des Rücklagenstammes abgeglichen. Der rechnerische Stand der "Rücklage gemäß Zweckbestimmung" zum Ende des Abrechnungszeitraums wird mit der Ist-Rücklage des Rücklagenstammes abgeglichen. Der rechnerische Stand der "Rücklage gemäß Zweckbestimmung" zum Ende des Abrechnungszeitraums wird mit den Rücklagebankkonten abgeglichen. Rücklagebankkonten werden im Bankkontenstamm mit dem Typ "Rücklage" angelegt. Es wird keine Abstimmung ausgegeben Deflize und Partner GmbH, Ludwigshafen am Rhein 20
23 5.1.3 Einnahmen und Ausgaben (siehe Abb.-Nr. 3) E/A-Übersicht (Übersicht der Einnahmen und Ausgaben) Wählen Sie hier, ob und wie die Aufstellung der Einnahmen und Ausgaben im Zeitraum ausgegeben werden soll. Für die Ermittlung der jeweiligen Kontosalden wird ausschließlich der Zeitraum (nicht das Wirtschaftsjahr) herangezogen, der unter 'Zeitraum' eingestellt wurde. Daher können abweichende Salden zu denen in der Abrechnung ermittelt werden, soweit Abgrenzungen (Wirtschaftsjahr Belegdatum) vorgenommen wurden. Diese Übersicht kann nicht im alten Abrechnungsmodus verwendet werden. Selektion detailliert komprimiert keine Funktion Jede Position/Konto wird einzeln dargestellt. Die Konten der Rubrik 'Ausgaben im Zeitraum' werden in einer Position zusammengefasst. Anstelle der Auflistung der einzelnen Ausgabepositionen wird nur der kumulierte Betrag dargestellt. Die Einnahmen und Ausgaben werden nicht ausgegeben. E/A-Abstimmung (Abstimmung der Einnahmen und Ausgaben) Wählen Sie hier, ob eine Abstimmung der rechnerischen Einnahmen und Ausgaben mit den Bankkonten vorgenommen werden soll. Eine Abstimmung kann erfolgen, soweit auch die Übersicht der Einnahmen und Ausgaben ausgegeben wird. E/A-RL-Modus (Modus für die Abstimmung der Einnahmen und Ausgaben) Wählen Sie hier, ob und wie die Übersicht der Rücklage ausgegeben werden soll. Selektion RL-Konten werden als Bankkonto geführt und gebucht RL-Konten werden nur als Rücklage geführt und nicht gebucht Funktion Dieser Modus sollte gewählt werden, wenn die Rücklagebankkonten in SIDOMO als Bankkonto erfasst und analog dem WEG-Konto gebucht werden. Dieser Modus sollte gewählt werden, wenn die Rücklagebankkonten in SIDOMO als Bankkonto erfasst und analog dem WEG-Konto gebucht werden. 5.2 Darstellung der Einzelabrechnung Bisherige Darstellung Bisher wurde die Zuführung zur Rücklage als Ausgabe auf ein Sachkonto gebucht und dieses Konto über die Zuordnung zum entsprechenden Abrechnungskreis in der Abrechnung umgelegt und mit den Hausgeldvorauszahlungen der Eigentümer verrechnet. Diese Möglichkeit wird Ihnen weiterhin in der aktuellen SIDOMO Version beim Abrechnungstyp «Brutto-Abrechnung (alte Version)» ermöglicht Deflize und Partner GmbH, Ludwigshafen am Rhein 21
24 5.2.2 Neue Darstellung Ziel war die RL-Zuführung und auch die RL-Entnahme aus den Bewirtschaftungskosten herauszunehmen, so dass zuerst die üblichen Abrechnungskreise (umlagefähige und nicht-umlagefähige Nebenkosten) dargestellt werden. Hierbei ist zu beachten, dass das Konto «Zuführung zur Rücklage» im Abrechnungskreis 3 nicht ausgedruckt wird. die Abrechnungskreise die Entnahme aus der Instandhaltungsrücklage Anschließend werden aus der SOLL-Rücklage für das Wirtschaftsjahr die hinterlegten Entnahmen ausgedruckt. Falls in dem WJ keine Entnahmen vorgenommen worden sind, wird diese Rubrik nicht gedruckt. Bitte beachten Sie, es werden keine Buchungen ausgewertet. die Zusammenfassung aus Bewirtschaftung und Rücklagenentnahmen Danach wird ein Ergebnis der Bewirtschaftungskosten inkl. der Entnahmen aus der RL (soweit vorhanden) ermittelt. In unserem Beispiel müsste der Eigentümer noch 165,34 zu den Bewirtschaftungskosten nachzahlen. In der Spalte «Gesamt» werden wie bisher die Gesamtkosten des Objekts dargestellt Deflize und Partner GmbH, Ludwigshafen am Rhein 22
25 die Zuführungen zur Instandhaltungsrücklage Anschließend werden aus der SOLL-Rücklage für das Wirtschaftsjahr die hinterlegten Zuführungen ausgedruckt. Es werden die IST-Vorauszahlungen des RL-VZ-Kontos des WJ (in unserem Beispiel Konto 7) gelesen. Bitte beachten Sie, dass Sie für die Zuführung zur RL keine Buchung durchführen müssen. die Zusammenfassung aus Bewirtschaftung und Rücklagenbildung Anschließend wird das Gesamtergebnis aus Bewirtschaftungskosten und RL-Zuführung ermittelt. die Entwicklung der Instandhaltungsrücklagen Anschließend werden die SOLL- und IST-Rücklagen ausgedruckt, sofern Sie die Option gewählt haben. Zumindest die SOLL-RL sollten Sie ausdrucken, da hier die anteiligen Zinsen und Steuern für den Eigentümer ausgedruckt werden Deflize und Partner GmbH, Ludwigshafen am Rhein 23
26 die Übersicht der Rücklagen (neue Rubrik) Die folgende Rubrik wurde vollständig neu entwickelt. Die Übersicht der Rücklage stellt den Stand der Instandhaltungsrücklage dar, die in Anlehnung an das BGH-Urteil vom (Az. V ZR 44/09) erforderlich ist. Es werden geleistete und ausstehende Zahlungen mit der Zweckbestimmung "Rücklage" ausgewertet. Die Rücklageübersicht kann auf der Modus-Seite auch deaktiviert werden. Ermittlung der Rücklagenübersicht Ausgehend von der Soll-Rücklage wird unter Berücksichtigung der Rückstände ein Stand der Rücklage zum Ende der letzten Abrechnungsperiode ermittelt. Von diesem Stand ausgehend werden Zahlungen auf die Rücklage (Vorauszahlungen, Zinsen usw.) sowie Zahlungsabgänge (Entnahmen, Steuern, Soli usw.) berücksichtigt im Abrechnungszeitraum hinzu- und abgerechnet. Daraus ermittelt sich der Stand der Rücklage zum Ende des Abrechnungszeitraums. Ausgehend von diesem Stand wird nun zur Querprüfung wieder auf die Soll-Rücklage hochgerechnet, indem Fehlbetrage und Überzahlungen mit zum Ende des Abrechnungszeitraums hinzu- bzw. abgerechnet werden. Es ergibt sich ein rechnerischer Stand der Soll-Rücklage. Dieser Stand kann nun mit den Soll-Rücklagen abgestimmt werden Deflize und Partner GmbH, Ludwigshafen am Rhein 24
27 die Einnahmen und Ausgaben im Abrechnungszeitraum (neue Rubrik) In dieser Rubrik können die Einnahmen und Ausgaben im Abrechnungszeitraum ausgewertet werden. Abgrenzungen werden nicht berücksichtigt. das Gesamtergebnis Als letzte Rubrik kann wie bisher das Gesamtergebnis der Gemeinschaft ausgedruckt werden Deflize und Partner GmbH, Ludwigshafen am Rhein 25
28 5.2.3 Sonderfall: Entnahmen aus der Rücklage (bisheriger Modus versus neuem Modus) Beispiel: neuer BGH-konformer Modus In neuen BGH-konformen Abrechnungsmodus müssen sowohl die Instandhaltungsmaßnahme, die durch die Rücklagenentnahme finanziert wurde, als auch die Entnahme selber im BW-Anteil dargestellt werden. Synthese: Es müssen sämtliche Aufwendungen der Gemeinschaft dargestellt werden, gleich ob diese durch das laufende Hausgeld oder eine Rücklagenentnahme finanziert werden. Beispiel: bisheriger Modus mit abgerechneten Entnahmen & zugehörigen Instandhaltungsmaßnahmen In dieser Variante wurden die durch die Entnahme finanzierten Instandhaltungsmaßnahmen sowie die Rücklagenentnahme in der Abrechnung dargestellt. Beide Konten erschienen in der Abrechnung. Diese Vorgehensweise wird im neuen Abrechnungsmodus ähnlich angewandt. Unterschied ist nur, dass die Rücklagenentnahme sich aus der Soll-Rücklage bezieht. Beispiel: bisheriger Modus ohne abgerechnete Entnahmen und ohne zugehörige Instandhaltungsmaßnahmen In dieser Variante wurden die durch die Entnahme finanzierten Instandhaltungsmaßnahmen bzw. Reparaturen nicht in der Abrechnung dargestellt. Dies geschah i.d.r. durch die Gegenbuchung der Rücklagenentnahme auf demselben Konto, wodurch sich das Sachkonto vollständig auf null saldierte und dadurch auch nicht in der Abrechnung erschien. Diese Vorgehensweise kann im neuen Abrechnungsmodus nicht angewendet werden! Deflize und Partner GmbH, Ludwigshafen am Rhein 26
29 5.3 Darstellung der Ergebnisliste (neuer Modus) Für die WEG-Abrechnung wurde eine neue Ergebnisliste (Menü: Drucken -> Ergebnis) entwickelt. Im linken Teil werden die Einzelergebnisse der Bewirtschaftung und Rücklagenzuführung mit den entsprechenden Vorauszahlungen verglichen und ein Einzelergebnis dargestellt. Im rechten Teil wird das Einzelergebnis nach Herkunft dargestellt, so dass hier auch die Abrechnungsspitze direkt ablesbar ist. Die Spaltensummen am Ende der Aufstellung stellen die Objektsummen dar, so dass Sie hier direkt die einzelnen Ergebnisse für die Bewirtschaftung und RL-Zuführung ablesen können Deflize und Partner GmbH, Ludwigshafen am Rhein 27
30 6. Abrechnung buchen Auch beim Buchen wird das Abrechnungsergebnis in 2 Teile aufgeteilt. Das Ergebnis der Bewirtschaftung wird in unserem Beispiel auf das Konto 11 und das Ergebnis der Rücklagenzuführung auf das Konto 12 gebucht. In unserem Beispiel wird beim Eigentümer Neumann bspw. eine Forderung in Höhe von 165,34 gegen das Konto 11 und eine zusätzliche Forderung von 13,00 gegen das Konto 12 gebucht. Da dieser Eigentümer zusätzlich am LA- Verfahren teilnimmt, hat SIDOMO auch die entsprechende Lastschrift inkl. der Kontierung bereit gestellt. Auch eine Mischung von Forderung und Guthaben ist möglich. So wird beim Eigentümer Gansen eine Forderung von 30,19 (BW) einem Guthaben von 6,63 (RL-Zuf.) gegenüber gestellt und somit eine Gesamt-Restforderung von 23,56 eingebucht und auch als Lastschrift angefordert. Protokoll der Buchungen: Protokoll der bereitgestellten Lastschriften: Im Kontoauszug werden somit auch 2 Konten bebucht Deflize und Partner GmbH, Ludwigshafen am Rhein 28
31 7. Wirtschaftsplan berechnen Einzelwirtschaftsplan Im Einzelwirtschaftsplan müssen das Vorauszahlungskonto und das Sachkonto für die geplante Rücklagenzuführung dem Rücklagenkreis zugewiesen werden (siehe Abb. Nr. 1). In den Wirtschaftsplantexten können bspw. die Variablen «BetragKono7_neu» und «BettragKonto8_neu» für die Darstellung der jeweiligen Aufteilung in einen BW- und einen RL-Anteil verwendet werden (siehe Abb. Nr. 2). Ergebnisliste In der Ergebnisliste ist die Aufteilung auf 2 Staffeln erkennbar. In der Praxis eignet sich die Ergebnisliste auch zur Prüfung, ob der BW- und der RL-Anteil korrekt auf die 2 vorhandenen Staffeln aufgeteilt wurden Deflize und Partner GmbH, Ludwigshafen am Rhein 29
32 Sollten Sie Interesse an einer ausführlichen Schulung zum Thema Abrechnung haben, setzen Sie sich bitte mit uns in Verbindung. Die Deflize und Partner GmbH führt in regelmäßigen Abständen Kurse für Einsteiger und Fortgeschrittene durch. Ihr Team der... Deflize und Partner GmbH Hoher Weg Ludwigshafen Tel.: / Fax: / Internet: Deflize und Partner GmbH, Ludwigshafen am Rhein 30
HANDBUCH FÜR SIDOMO STAPELBUCHHALTUNG (ZUSATZMODUL AB 2006) IHRE DEFLIZE & PARTNER GMBH - DRUCKFERTIGE AUSGABE STAND OKTOBER 2007 DOPPELSEITIG -
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