Source: https://revosax.sachsen.de/vorschrift/17822.1
Timestamp: 2019-07-22 11:10:41+00:00

Document:
01.08.2018 - 07.03.2019
Historische Fassung war gültig vom 01.08.2018 bis 07.03.2019
Vollzitat: VwV Durchführung Oberstufe und Abiturprüfung vom 3. August 2018 (MBl.SMK S. 478), die durch die Verwaltungsvorschrift vom 31. Januar 2019 (MBl.SMK S. 34, 58) geändert worden ist
Diese Verwaltungsvorschrift regelt die Durchführung der Schulordnung Gymnasien Abiturprüfung vom 27. Juni 2012 (SächsGVBl. S. 348), die zuletzt durch Artikel 1 der Verordnung vom 7. Mai 2018 (SächsGVBl. S. 240) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung, und der Abendgymnasien- und Kollegverordnung vom 8. September 2008 (SächsGVBl. S. 555, 599), die zuletzt durch Artikel 2 der Verordnung vom 7. Mai 2018 (SächsGVBl. S. 240) geändert worden ist, in der jeweils geltenden Fassung. Sie regelt darüber hinaus die für die Abiturprüfung an Waldorfschulen zu verwendenden Formulare.
Der Prüfungsausschuss legt bei der Entscheidung über einen Antrag nach § 52 Absatz 2 Satz 2 der Schulordnung Gymnasien Abiturprüfung Maßnahmen zur Organisation und Gestaltung der Prüfung fest, die die Belange des jeweiligen Prüfungsteilnehmers berücksichtigen, jedoch die Prüfungsanforderungen qualitativ nicht verändern.
Vor Beginn des Prüfungszeitraumes werden die Prüfungsteilnehmer mündlich über wesentliche Prüfungsvorschriften belehrt, insbesondere über die Folgen von Verstößen gegen sprachliche Richtigkeit oder äußere Form gemäß § 59 Absatz 2 Satz 2 der Schulordnung Gymnasien Abiturprüfung sowie von Täuschungen und Behinderungen der Prüfungsdurchführung gemäß § 62 der Schulordnung Gymnasien Abiturprüfung.
Regelungen für die Korrektur und Bewertung von Abiturprüfungsarbeiten
Der Erstkorrektor und der Zweitkorrektor begründen jeweils in einem Gutachten die Vorzüge und die Mängel, die der von ihm erteilten Gesamtpunktzahl zugrunde liegen. Das Gutachten ist der jeweils eigenen Kennziffern-Liste beizufügen.
unter Berücksichtigung aller drei Teilbereiche in angemessenem Umfang 5 BE
felder, Verwendung von Proformen und Rekurrenzen einschließlich der Wirkungsakzente Gliederung mit Überschriften
2. Darstellung des Hintergrundes zu Text, Autor und Werk 15 BE
besonders biographische und literaturgeschichtliche Kenntnisse,
Einordnung des Prüfungstextes in den Werkzusammenhang, literarische Gattung/Inhalt/Makrostruktur des Werkes,
Intention(en) des Textproduzenten
3. Einbeziehung des beigegebenen Vergleichsmaterials 10 BE
Herstellung des Zusammenhanges
(# = Zahl der Fehler)
8 – 8,5 30
9,5 –10 28
10,5 – 11 27
11,5 – 12 26
12,5 – 13 25
13,5 – 14 24
15 – 15,5 22
16 – 16,5 21
17,5 – 18 19
18,5 – 19 18
20 – 20,5 16
21 – 21,5 15
22,5 – 23 13
25,5 08
26,5 06
27,5 – 28 04
28,5 03
29,5 01
ab 30 00
Im Leistungskursfach Sport sind für die Durchführung des praktischen Teils der Fachprüfung gemäß § 57 Absatz 1 der Schulordnung Gymnasien Abiturprüfung fachbezogene Formulare des Staatsministeriums für Kultus zu verwenden.
Im Leistungskursfach Musik sind für die Durchführung der Fachprüfung gemäß § 57 Absatz 1 der Schulordnung Gymnasien Abiturprüfung die fachbezogenen Formulare nach Anlage 14 und für die Zusammenfassung der Ergebnisse der Fachprüfung aller Prüfungsteilnehmer das Formular nach Anlage 15 zu verwenden.
Die Aufgabenstellungen sind in der in der „Richt- linie für den prüfenden Fachlehrer“ vorgegebenen Reihenfolge den Gruppen zuzuordnen. Dabei kann die Fachprüfungskommission festlegen, dass eine Aufgabenstellung nicht verwendet wird. Die weiteren Aufgabenstellungen sind dann in der festgelegten Reihenfolge zu nutzen. Übersteigt die Anzahl der zu prüfenden Gruppen die Anzahl der vorgegebenen Aufgabenstellungen, werden durch die Fachprüfungskommission durch Losentscheid die für die überzähligen Gruppen benötigten Aufgabenstellungen aus der Gesamtanzahl der Aufgabenstellungen ermittelt. Identische Aufgabenstellungen dürfen nur in zwei unmittelbar aufeinanderfolgenden Gruppen eingesetzt werden.
Der Vorsitzende der Fachprüfungskommission führt in die Aufgabenstellung ein. Der Prüfungsteilnehmer kann Nachfragen zum Verständnis einzelner Wörter der Aufgabenstellung stellen; dies hat keinen Einfluss auf die Bewertung. Hilfsmittel, insbesondere Wörterbücher, sind nur im Fall des § 52 Absatz 2 Nummer 8 der Schulordnung Gymnasien Abiturprüfung zugelassen. Die Prüfungsteilnehmer können sich während des Gesprächs stichpunktartige Notizen machen. Bewertet wird, in welchem Maße ein Prüfungsteilnehmer inhaltlich und sprachlich sowohl seine Gedanken vermitteln als auch auf den Gesprächspartner eingehen kann. Zu berücksichtigen sind, jeweils zu gleichen Teilen, Themen- und Situationsbezug, Interaktionsfähigkeit, Sprachgebrauch und kommunikative Reichweite. Die Anzahl der im praktischen Prüfungsteil erreichten Bewertungseinheiten wird den Prüfungsteilnehmern mitgeteilt. Es besteht durchgängig Protokollpflicht. Der wesentliche Verlauf des Gruppengesprächs kann statt in Deutsch in der entsprechenden Fremdsprache dokumentiert werden. Für das Protokoll ist das als Anlage 16 beigefügte Formular zu verwenden.
Wird die allgemeine Hochschulreife zuerkannt, ist das als Anlage 18 beigefügte Formular „Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife“ zu verwenden. Für Schüler an Abendgymnasien ist das als Anlage 19 beigefügte Formular „Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife“ zu verwenden. Für Schüler an Kollegs ist das als Anlage 20 beigefügte Formular „Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife“ zu verwenden. Für Schüler an Waldorfschulen ist das als Anlage 21 beigefügte Formular „Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife“ zu verwenden. Das gemäß dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen für Sprachen (GER) erreichte Niveau der fremdsprachlichen Kompetenzen in den neuen Fremdsprachen wird nach Anlage 22 festgestellt und auf dem Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife unter „Fremdsprachen“ eingetragen.
Schülern an allgemeinbildenden Gymnasien, Abendgymnasien und Kollegs, denen die allgemeine Hochschulreife nicht zuerkannt werden kann, wird dies entsprechend einem als Anlage 23 beigefügten Musterbescheid schriftlich mitgeteilt. Schülern an Waldorfschulen, denen die allgemeine Hochschulreife nicht zuerkannt werden kann, wird dies entsprechend einem als Anlage 24 beigefügten Musterbescheid schriftlich mitgeteilt. Bei minderjährigen Prüfungsteilnehmern ergeht der Bescheid an die Eltern als deren gesetzliche Vertreter.
Besondere Regelungen zur Abiturprüfung für Schulfremde
Zur Dokumentation des Erwerbs der allgemeinen Hochschulreife ist das als Anlage 25 beigefügte Formular „Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife für Schulfremde“ zu verwenden.
Schulfremden Prüfungsteilnehmern, denen die allgemeine Hochschulreife nicht zuerkannt werden kann, wird dies entsprechend einem als Anlage 26 beigefügten Musterbescheid schriftlich mitgeteilt. Bei minderjährigen Prüfungsteilnehmern ergeht der Bescheid an die Eltern als deren gesetzliche Vertreter.
Zertifikat der vertieften gymnasialen Ausbildung und über den Erwerb des Latinums, Graecums oder Hebraicums
Zur Dokumentation der vertieften Ausbildung gemäß § 4 der Schulordnung Gymnasien Abiturprüfung kann das als Anlage 27 beigefügte Formular „Zertifikat der vertieften gymnasialen Ausbildung“ verwendet werden.
Zur Dokumentation des Bestehens einer Ergänzungsprüfung für das Latinum, Graecum oder Hebraicum gemäß Nummer 3 Buchstabe b der Anlage 4 zu § 66 der Schulordnung Gymnasien Abiturprüfung ist das als Anlage 28 beigefügte Formular „Zertifikat“ zu verwenden.
Zur Dokumentation des Erwerbs des Latinums, Graecums oder Hebraicums gemäß Nummer 3 Buchstabe a der Anlage 4 zu § 66 der Schulordnung Gymnasien Abiturprüfung ist das als Anlage 29 beigefügte Formular „Bescheinigung“ zu verwenden.
Besondere Regelung für das Sorbische Gymnasium Bautzen
vor dem Schuljahr 2018/2019 in die Klassenstufe 8 eingetreten sind,
diese nicht wiederholen,
das sprachliche Profil besuchen und
in den Klassenstufen 9 und 10 nicht am Informatikunterricht teilnehmen,
jedoch in der gymnasialen Oberstufe am Grundkurs Informatik teilnehmen möchten, besuchen in der Regel einen Grundkurs Informatik mit abweichendem Lehrplan. Die Entscheidung über Ausnahmen trifft der Schulleiter nach Beratung mit dem Fachlehrer.
Diese Verwaltungsvorschrift tritt mit Wirkung vom 1. August 2018 in Kraft. Gleichzeitig tritt die VwV Durchführung Oberstufe und Abiturprüfung vom 15. Januar 2018 (MBl. SMK S. 74) außer Kraft.
Dresden, den 3. August 2018
Belegplan für Abendgymnasium
Belegplan für Kolleg
Kurshalbjahreszeugnis
Kurshalbjahreszeugnis des Abendgymnasiums/Kollegs
ABGANGSZEUGNIS Gymnasium
ABGANGSZEUGNIS Abendgymnasium
ABGANGSZEUGNIS Kollegs
Wahl der Prüfungsfächer und Anmeldung zur Abiturprüfung
Nichtzulassung zur Teilnahme an der Abiturprüfung
Blätter für Reinschrift und Konzept bei schriftlichen Abiturprüfungen
Protokoll über die schriftliche Abiturprüfung
Protokoll über die mündliche Abiturprüfung
Niederschrift über die Fachprüfung gemäß § 57 Absatz 1 der Schulordnung Gymnasien Abiturprüfung im Leistungskursfach MUSIK
Protokoll über den praktischen Prüfungsteil in neuen Fremdsprachen
Zusammenfassung der Ergebnisse des praktischen Prüfungsteils in neuen Fremdsprachen
ZEUGNIS der allgemeinen Hochschulreife (Gymnasium)
ZEUGNIS der allgemeinen Hochschulreife (Abendgymnasium)
ZEUGNIS der allgemeinen Hochschulreife (Kollegs)
ZEUGNIS der allgemeinen Hochschulreife (Waldorfschule)
Erreichtes Niveau der fremdsprachlichen Kompetenzen in den neuen Fremdsprachen
Nichterfüllung der Voraussetzungen für den Erwerb der allgemeinen Hochschulreife
Nichterfüllung der Voraussetzungen für den Erwerb der allgemeinen Hochschulreife (Waldorfschule)
ZEUGNIS der allgemeinen Hochschulreife für Schulfremde (Gymnasium)
Anlage 26 Nichtbestehen der Abiturprüfung für Schulfremde
ZERTIFIKAT Latinum/Graecum/Hebraicum
Bescheinigung Latinum/Graecum/Hebraicum
MBl.SMK 2018 Nr. 10, S. 478
Fsn-Nr.: 710-V18.12
Fassung gültig bis: 7. März 2019
Quelle: REVOSax http://revosax.sachsen.de/vorschrift/17822.1 Stand vom 22.07.2019

References: § 52
 § 59
 § 62
 § 57
 § 57
 § 52
 § 4
 § 66
 § 66
 § 57