Source: http://www.verwaltung.uni-halle.de/KANZLER/ZGST/GVBL/MBL-ORD/1997/DO_VWL.HTM
Timestamp: 2018-01-22 18:25:01+00:00

Document:
Diplomprüfungsordnung für den Studiengang Volkswirtschaftslehre der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Bek. des MK vom 13.11.1996 - 6.22-74301
Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg hat die in der Anlage abgedruckte Diplomprüfungsordnung für den Studiengang Volkswirtschaftslehre vom 17.4.1996 als Satzung beschlossen, die vom Kultusministerium gemäß § 17 Abs. 1 des Hochschulgesetzes des Landes Sachsen-Anhalt vom 7.10.1993 (GVBl. LSA S. 614), zuletzt geändert durch Gesetz vom 13.2.1996 (GVBl. LSA S. 74), i. V. m. Abschnitt III Nr. 3 des Beschlusses der Landesregierung Sachsen-Anhalt vom 21.11.1995 (MBl. LSA S. 2355), zuletzt geändert durch Beschluß vom 24.9.1996 (MBl. LSA S. 2012), am 11.11.1996 genehmigt worden ist.
(1) Die Diplomprüfung bildest den ersten berufsqualifizierenden Abschluß des Studiums der Volkswirtschaftslehre. Durch die Diplomprüfung soll festgestellt werden, ob der Kandidat die Zusammenhänge des Faches überblickt und über die Fähigkeit verfügt, wissenschaftliche Methoden und Erkenntnisse anzuwenden.
Auf Grund der bestandenen Diplomprüfung verleiht die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät den Diplomgrad "Diplom-Volkswirt". Einer Absolventin wird der Diplomgrad "Diplom-Volkswirtin", auf Antrag der Diplomgrad "Diplom-Volkswirt" verliehen.
(1) Das Studium gliedert sich in Grund- und Hauptstudium. Die Regelstudienzeit beträgt für das gesamte Studium einschließlich der Diplomprüfung acht Semester. Davon entfallen vier Semester auf das Grundstudium. Der Studienumfang umfaßt im Pflicht- und Wahlpflichtbereich insgesamt etwa 144 Semesterwochenstunden. Dazu kommen gegenenfalls weitere Semesterwochenstunden für Zusatzfächer (§ 18) sowie ein Studium Generale im Umfang von etwa zehn Semesterwochenstunden. Die Inhalte des Studium Generale können vom Studierenden frei gewählt werden und sind nicht Gegenstand von Prüfungen im Rahmen des volkswirtschaftlichen Studiengangs.
(3) Das Grundstudium besteht aus Fächern gemäß § 10, von denen einige in Fachgebiete unterteilt sind. Für jedes einzelne Fach bzw. Fachgebiet gemäß § 10 kann eine Prüfungsleistung gesondert abgelegt werden. Jede Prüfung in einem Fach bzw. Fachgebiet gilt als Teilleistung der Diplomvorprüfung. In der Diplomvorprüfung werden nur schriftliche Prüfungsleistungen verlangt.
(2) Prüfungsleistungen in den Fächern bzw. Fachgebieten gemäß § 10 Abs. 2 können nur wiederholt werden, wenn sie mit "nicht ausreichend" bewertet worden sind. Eine einmalige Wiederholung ist innerhalb von zwölf Monaten nach der Mitteilung über das Nichtbestehen der jeweiligen Prüfung zu den vom Prüfungsausschuß festgelegten Prüfungsterminen möglich. Wird die Prüfungsleistung auch bei der Wiederholung mit "nicht ausreichend" bewertet, so kann der bzw. die Studierende beim Prüfungsausschuß eine zweite Wiederholung beantragen. Dem Antrag kann nur stattgegeben werden, wenn die zweite Wiederholung der Prüfungsleistung vor dem siebenten Fachsemester erfolgt. Wird diese Frist eingehalten, so muß dem Antrag auf eine zweite Wiederholung stattgegeben werden, wenn die Verweigerung der zweiten Wiederholung für den Studenten eine unbillige Härte darstellen würde. Eine unbillige Härte liegt insbesondere dann vor, wenn zum Bestehen der Diplomvorprüfung nur noch wenige Prüfungsleistungen zu erbringen wären. Kann der bzw. die Studierende aus Gründen, die er bzw. sie nicht zu vertreten hat, zu einer Wiederholungsprüfung nicht antreten, so gewährt der Prüfungsausschuß eine angemessene Nachfrist. Eine zweite Wiederholung einer Prüfungsleistung in einem Fach bzw. Fachgebiet gemäß § 10 Abs. 2 ist in insgesamt höchstens vier derartigen Fächern bzw. Fachgebieten zulässig.
(4) Studierende, die eine Prüfungsleistung erbringen möchten, müssen sich mindestens 14 Tage vor dem entsprechenden Prüfungstermin beim Prüfungsamt zur Teilnahme anmelden.
(2) Die Wiederholung von schriftlichen und mündlichen Prüfungsleistungen im Rahmen der Diplomprüfung ist nur bei denjenigen Prüfungsleistungen möglich, die mit "nicht ausreichend" bewertet wurden. Eine einmalige Wiederholung von schriflichen Prüfungsleistungen gemäß § 21 (Klausuren) ist innerhalb von zwölf Monaten nach der Mitteilung über das Nichtbestehen der jeweiligen Prüfung zu den vom Prüfungsausschuß festgelegten Prüfungsterminen möglich. Eine einmalige Wiederholung von mündlichen Prüfungsleistungen ist innerhalb von vier Monaten nach der Mitteilung über das Nichtbestehen der jeweiligen Prüfung möglich. Wird eine schriftliche oder mündliche Prüfungsleistung auch bei der Wiederholung mit "nicht ausreichend" bewertet, so kann der bzw. die Studierende beim Prüfungsausschuß eine zweite Wiederholung beantragen. Dem Antrag wird bei bis zu fünf Prüfungsleistungen (schriftlich oder mündlich) stattgegeben, wenn die zweite Wiederholung dieser Prüfungsleistungen bis zum Ende des elften Fachsemesters erfolgt. Kann ein Studierender bzw. eine Studierende aus Gründen, die er bzw. sie nicht zu vertreten hat, zu einer Wiederholungsprüfung nicht antreten, so gewährt der Prüfungsausschuß eine angemessene Nachfrist.
(4) Die Diplomarbeit kann einmal wiederholt werden. Die Wiederholung der Diplomarbeit muß bis spätestens zwölf Monate nach der Mitteilung über das Nichtbestehen dieser Prüfungsleistung begonnen werden. Kann der bzw. die Studierende aus Gründen, die er bzw. sie nicht zu vertreten hat, die Wiederholungsprüfung nicht antreten, so gewährt der Prüfungsausschuß eine angemessene Nachfrist.
(5) Hat ein Kandidat bzw. eine Kandidatin die Diplomprüfung endgültig nicht bestanden, so erhält er bzw. sie gegen Vorlage der Exmatrikulationsbescheinigung oder des Nachweises des Studienfachwechsels vom Prüfungsamt eine Bescheinigung, aus der hervorgeht, welchen Prüfungen er bzw. sie sich im Rahmen der Diplomprüfung unterzogen und welche Ergebnisse er bzw. sie dabei erzielt hat. Die Bescheinigung vermerkt auch, daß die Diplomprüfung auf Grund der erbrachten Leistungen oder wegen versäumter Fristen endgültig nicht bestanden wurde. Die Bescheinigung trägt die Unterschrift des bzw. der Vorsitzenden des Prüfungsausschusses.
(6) Studierende, die eine Prüfungsleistung erbringen möchten, müssen sich mindestens 14 Tage vor dem entsprechenden Prüfungstermin beim Prüfungsamt zur Teilnahme anmelden.
(1) Für die Organisation der Prüfungen und die durch diese Prüfungsordnung zugewiesenen Aufgaben bildet die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät einen Prüfungsausschuß. Der Prüfungsausschuß besteht aus vier hauptamlich an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg tätigen Professoren und Professorinnen, einem wissenschaftlichen Mitarbeiter bzw. einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin und zwei Studierenden. Die Amtszeit der Professoren und Professorinnen beträgt drei Jahre, die Amtszeit des wissenschaftlichen Mitarbeiters bzw. der wissenschaftlichen Mitarbeiterin und der Studierenden ein Jahr.
(2) Der Fachbereichsrat bestellt auf Vorschlag seiner Mitgliedergruppen die Mitglieder des Prüfungsausschusses und deren Stellvertreter bzw. Stellvertreterinnen für den Verhinderungsfall für die Amtszeit gemäß Absatz 1 Satz 3. Eine Wiederbestellung ist zulässig. Ein vorzeitig ausgeschiedenes Mitglied ist durch Nachbestellung zu ersetzen. Der Prüfungsausschuß wählt aus dem Kreis der ihm angehörenden Professoren und Professorinnen den Vorsitzenden bzw. die Vorsitzende und den ständigen Vertreter bzw. die ständige Vertreterin des bzw. der Vorsitzenden.
(5) Die Sitzungen des Prüfungsausschusses sind nicht öffentlich. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses und ihre Vertreter bzw. Vertreterinnen unterliegen der Amtsverschwiegenheit. Sofern sie nicht im öffentlichen Dienst stehen, werden sie durch den Vorsitzenden bzw. die Vorsitzende des Prüfungsausschusses zur Verschwiegenheit verpflichtet.
(6) Die studentischen Mitglieder stimmen bei pädagogisch-wissenschaftlichen Entscheidungen, insbesondere bei der Beurteilung, Anerkennung oder Anrechnung von Studien- oder Prüfungsleistungen, der Festlegung von Prüfungsaufgaben und der Bestellung von Prüfern und Prüferinnen sowie Beisitzern und Beisitzerinnen nicht mit ab.
(8) Der Prüfungsausschuß ist Behörde im Sinne des Verwaltungsverfahrens- und des Verwaltungsprozeßrechts. Der Prüfungsausschuß kann die Erledigung seiner Aufgaben für alle Regelfälle dem bzw. der Vorsitzenden übertragen. Der bzw. die Vorsitzende vertritt den Prüfungsausschuß gerichtlich und außergerichtlich. An seiner bzw. ihrer Stelle kann sein bzw. ihr Stellvertreter handeln. Über Widersprüche und den Bericht an den Fachbereich entscheidet der Prüfungsausschuß.
(1) Der Prüfungsausschuß ernennt die Prüfer und Prüferinnen sowie die Beisitzer und Beisitzerinnen. Er kann die Ernennung dem bzw. der Vorsitzenden übertragen.
(2) Zu Prüfern und Prüferinnen können nur folgende Personen ernannt werden:
Hauptamtlich an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät tätige Professoren und Professorinnen sowie Hochschuldozenten und Hochschuldozentinnen,
Privatdozenten und Privatdozentinnen sowie außerplanmäßige Professoren und Professorinnen der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät,
Honorarprofessoren und Honorarprofessorinnen, Honorardozenten und Honorardozentinnen, Gastprofessoren und Gastprofessorinnen sowie Gastdozenten und Gastdozentinnen der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, sofern sie eine den hauptamtlich tätigen Professoren und Professorinnen sowie Hochschuldozenten und Hochschuldozentinnen vergleichbare Qualifikation besitzen und in vorausgehenden Studienabschnitten eine einschlägige Lehrtätigkeit an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät ausgeübt haben,
Lehrbeauftragte, wenn sie promoviert sind, eine den hauptamtlich tätigen Professoren und Professorinnen sowie Hochschuldozenten bzw. Hochschuldozentinnen vergleichbare Qualifikation besitzen und in vergangenen Studienabschnitten an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät eine einschlägige Lehrtätigkeit ausgeübt haben.
Für die Ernennung der unter Nrn. 2, 3 und 4 genannten Personen bedarf der Beschluß des Prüfungsausschusses der Zustimmung des Fachbereichsrates. Hauptamtlich an der Fakultät tätige Professoren und Professorinnen sowie Hochschuldozenten und Hochschuldozentinnen sind zu Prüfern bzw. Prüferinnen in dem Fach zu ernennen, mit dessen Vertretung sie in Lehre und Forschung betraut sind.
Bei hauptamtlichan an der Fakultät tätigen Professoren und Professorinnen sowie Hochschuldozenten und Hochschuldozentinnen, bei Privatdozenten und Privatdozentinnen sowie außerplanmäßigen Professoren und Professorinnen erlischt die Möglichkeit zur Ernennung zum Prüfer bzw. zur Prüferin in der Regel zwei Jahre entweder nach ihrer Entpflichtung oder nach ihrem Ausscheiden aus dem Dienstverhältnis an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät.
(3) Zu Beisitzern und Beisitzerinnen dürfen nur Personen bestellt werden, die eine Diplomprüfung an einer Universität oder gleichgestellten Hochschule im Geltungsbereich des Grundgesetzes oder eine vergleichbare Prüfung abgelegt hat.
(4) Der bzw. die Vorsitzende sorgt dafür, daß die Namen der Prüfer und Prüferinnen für die Diplomvorprüfung und für die Klausuren und die mündlichen Prüfungen im Rahmen der Diplomprüfung rechtzeitig mindestens zwei Monate im voraus durch Aushang bekanntgegeben werden. Aus wichtigem Grunde können nachträglich andere Prüfer und Prüferinnen benannt werden. Erfolgt die Bekanntgabe mit einer Frist von weniger als zwei Wochen, kann sich der Kandidat bzw. die Kandidatin hinsichtlich der betreffenden Prüfung ohne Versäumnis von Fristen im Falle von schriftlichen Prüfungen auf den nächstfolgenden Prüfungstermin zurückstellen lassen und bei mündlichen Prüfungen in Abstimmung mit dem jeweiligen Prüfer bzw. der jeweiligen Prüferin einen Termin innerhalb der nächsten acht Wochen wählen.
(5) Für Prüfer und Prüferinnen sowie Beisitzer und Beisitzerinnen gilt § 6 Abs. 5 Satz 2 und 3 entsprechend.
(3) Diplomvorprüfungen und entsprechende Prüfungen sowie einzelne Fachprüfungen, die der Kandidat bzw. die Kandidatin an Universitäten und gleichgestellten Hochschulen im Geltungsbereich des Grundgesetzes in demselben Studiengang bestanden hat, werden von Amts wegen angerechnet. Diplomvorprüfungen und einzelne Fachprüfungen, die in anderen Studiengängen im Geltungsbereich des Grundgesetzes abgelegt wurden, werden von Amts wegen angerechnet, soweit die Gleichwertigkeit festgestellt wird. Diplomvorprüfungen und entsprechende Prüfungen sowie einzelne Fachprüfungen, die der Kandidat bzw. die Kandidatin in einem wirtschaftswissenschaftlichen Studiengang an einer Hochschule außerhalb des Geltungsbereiches des Grundgesetzes erbracht hat, werden auf Antrag angerechnet, soweit die Gleichwertigkeit festgestellt wird. Anstelle der Diplomvorprüfung können in begründeten Ausnahmefällen andere Prüfungsleistungen angerechnet werden, soweit die Gleichwertigkeit festgestellt wird.
(4) Eine an einer anderen Hochschule angefertigte Diplomarbeit wird nicht angerechnet. Fachprüfungen der Diplomprüfung, die an anderen Universitäten oder gleichgestellten Hochschulen im Geltungsbereich des Grundgesetzes in demselben Studiengang erbracht wurden, werden angerechnet, soweit sie innerhalb eines Jahres vor der Meldung zur ersten Klausurarbeit abgelegt worden sind. Das gleiche gilt für Fachprüfungen in Abschlußprüfungen, die in anderen Studiengängen im Geltungsbereich des Grundgesetzes abgelegt worden sind, soweit die Gleichwertigkeit festgestellt wird. Entsprechend werden Fachprüfungen in Abschlußprüfungen, die an Hochschulen außerhalb des Geltungsbereiches des Grundgesetzes abgelegt wurden, auf Antrag angerechnet, soweit die Gleichwertigkeit festgestellt wird.
(6) Über die Anrechnung nach den Absätzen 1 bis 5 entscheidet der Prüfungsausschuß. Vor Feststellung über die Gleichwertigkeit sind zuständige Fachvertreter bzw. Fachvertreterinnen zu hören. Für die Absätze 3, 4 und 5 gelten die Vorschriften dieser Prüfungsordnung über die Wiederholbarkeit von Prüfungen entsprechend.
(7) Studienbewerbern und Studienbewerberinnen, die auf Grund einer Einstufungsprüfung gemäß § 19 Hochschulgesetz des Landes Sachsen-Anhalt berechtigt sind, das Studium in einem höheren Fachsemester aufzunehmen, werden entsprechend dem Ergebnis der Einstufungsprüfung Studienleistungen des Grundstudiums und Prüfungsleistungen der Diplomvorprüfung erlassen. Die Feststellungen im Zeugnis über die Einstufungsprüfung sind für den Prüfungsausschuß bindend. Auch hier gelten die Vorschriften dieser Prüfungsordnung über die Wiederholbarkeit von Prüfungen entsprechend.
(1) Eine Prüfungsleistung gilt als mit "nicht ausreichend" (5,0) bewertet, wenn der Kandidat bzw. die Kandidatin zu einem Prüfungstermin ohne triftige Gründe nicht erscheint oder wenn er bzw. sie nach Beginn der Prüfung ohne triftige Gründe von der Prüfung zurücktritt. Satz 1 gilt entsprechend, wenn der Kandidat bzw. die Kandidatin ohne triftige Gründe das Thema der Diplomarbeit nicht bis spätestens zu dem in § 23 Abs. 3 genannten Termin in Empfang nimmt.
(2) Die für den Rücktritt oder das Versäumnis geltend gemachten Gründe müssen dem Prüfungsausschuß unverzüglich schriftlich angezeigt und glaubhaft gemacht werden. Bei Krankheit des Kandidaten bzw. der Kandidatin ist dem Prüfungsausschuß ein ärztliches Attest vorzulegen. Erkennt der Prüfungsausschuß die Gründe an, wird dies dem Kandidaten bzw. der Kandidatin mitgeteilt und ein neuer Termin festgesetzt. Die bereits vorliegenden Prüfungsergebnisse werden vorbehaltlich des Absatzes 3 angerechnet.
(3) Versucht der Kandidat bzw. die Kandidatin, das Ergebnis einer Prüfungsleistung durch Täuschung oder Benutzung nicht zugelassener Hilfsmittel zu beeinflussen, gilt diese Prüfungsleistung als mit "nicht ausreichend" (5,0) bewertet. In schwerwiegenden Fällen kann der Prüfungsausschuß den Kandidaten bzw. die Kandidatin darüber hinaus von der Erbringung weiterer Prüfungsleistungen ausschließen. Die Gründe für den Ausschluß sind aktenkundig zu machen.
(4) Ein Kandidat bzw. eine Kandidatin, der bzw. die den ordnungsgemäßen Ablauf einer Prüfung stört, kann von dem jeweiligen Prüfer bzw. der jeweiligen Prüferin oder von der aufsichtsführenden Person in der Regel nach Abmahnung von der Fortsetzung der Prüfungsleistung ausgeschlossen werden.; in diesem Fall gilt die betreffende Prüfungsleistung als mit "nicht ausreichend" (5,0) bewertet. In schwerwiegenden Fällen kann der Prüfungsausschuß den Kandidaten bzw. die Kandidatin darüber hinaus von der Erbringung weiterer Prüfungsleistungen ausschließen. Die Gründe für den Ausschluß sind aktenkundig zu machen.
(1) Durch die Diplomvorprüfung soll der Kandidat bzw. die Kandidatin nachweisen, daß er bzw. sie das Ziel des Grundstudiums erreicht und die Kenntnisse und Fähigkeiten, insbesondere die inhaltlichen Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre, der Volkswirtschaftslehre, der Statistik und der wirtschaftlich relevanten Gebiete des Rechts, ein methodisches Instrumentarium und eine systematische Orientierung erworben hat, die erforderlich sind, um das weitere Studium mit Aussicht auf Erfolg zu betreiben.
1. Grundzüge der Volkswirtschaftslehre, geteilt in die Fachgebiete:
1.1. Volkswirtschaftslehre I
1.2. Volkswirtschaftslehre II
2. Grundzüge der Betriebswirtschaftslehre, geteilt in die Fachgebiete:
2.1. Betriebswirtschaftslehre I
2.2. Betriebswirtschaftslehre II
an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg für den Studiengang Volkswirtschaftslehre eingeschrieben ist und
erbracht hat. Die Leistungsnachweise in den Fächern gemäß Ziffer 3 müssen bis spätestens zur letzten Prüfungsleistung in einem der Fächer bzw. Fachgebiete gemäß § 10 Abs. 2 vorgelegt werden. Die in Ziffern 1 und 3 genannten Voraussetzungen werden im Falle des § 8 Abs. 7 durch entsprechende Feststellungen im Zeugnis über die Einstellungsprüfung ganz oder teilweise ersetzt. Liegen die Leistungsnachweise gemäß Ziff. 3 oder die entsprechenden Feststellungen im Zeugnis über die Einstufungsprüfung nicht vor Beginn der letzten Prüfungsleistung in einem der Fächer bzw. Fachgebiete gemäß § 10 Abs. 2 vor, so darf der bzw. die Studierende an dieser Prüfungsleistung nicht teilnehmen. Nimmt er bzw. sie dennoch teil, so gilt diese Prüfungsleistung als nicht erbracht.
eine schriftliche Erklärung des Kandidaten bzw. der Kandidatin darüber, ob und gegebenenfalls wann er bzw. sie eine Diplomvorprüfung oder eine Diplomprüfung in einem wirtschaftswissenschaftlichen Studiengang an einer Universität oder gleichgestellten Hochschule nicht oder endgültig nicht bestanden hat, ob er bzw. sie seinen bzw. ihren Prüfungsanspruch durch Versäumen einer Wiederholungsfrist verloren hat und ob er bzw. sie sich in einem schwebenden Verfahren zur Diplomvorprüfung oder einer vergleichbaren Prüfung für einen wirtschaftswissenschaftlichen Studiengang an einer anderen Hochschule befindet.
(4) Ist dem Kandidaten bzw. der Kandidatin nicht möglich, eine nach Absatz 3 erforderliche Unterlage in der vorgeschriebenen Weise beizubringen, kann der Prüfungsausschuß gestatten, den Nachweis auf andere Art zu führen.
(5) Soweit sich ein Kandidat bzw. eine Kandidatin einer Diplomvorprüfung oder einer vergleichbaren Prüfung in einem wirtschaftswissenschaftlichen Studiengang an einer Universität oder gleichgestellten Hochschule ohne Erfolg unterzogen hat, gelten beim Antrag auf Zulassung zur Diplomvorprüfung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg die Vorschriften des § 4 dieser Prüfungsordnung entsprechend.
(6) Die Teilung der Diplomvorprüfung in Fächer bzw. Fachgebiete macht es erforderlich, daß der Kandidat bzw. die Kandidatin zu jeder der von ihm bzw. ihr zu erbringenden Prüfungsleistungen in den einzelnen Fächern bzw. Fachgebieten einen gesonderten Antrag auf Zulassung (Meldung) stellt. Jeder Antrag nach Satz 1 ist schriftlich an den Prüfungsausschuß an den durch Aushang bekanntgemachten Terminen zu stellen. Grundlage der Zulassung ist die endgültige Einschreibung im jeweiligen Semester und im beantragten Studiengang.
(1) Über die Zulassung zur Diplomvorprüfung und zu ihren einzelnen Fach- bzw. Fachgebietsprüfungen entscheidet der Prüfungsausschuß, im Falle des § 6 Abs. 8 der bzw. die Vorsitzende.
c) der Kandidat bzw. die Kandidatin die Vordiplomprüfung oder die Diplomprüfung oder eine vergleichbare Prüfung in einem wirtschaftswissenschaftlichen Studiengang an einer Universität oder gleichgestellten Hochschule endgültig nicht bestanden hat oder
d) der Kandidat bzw. die Kandidatin seinen Prüfungsanspruch durch Versäumen der in § 4 genannten Fristen verloren hat oder
e) der Kandidat bzw. die Kandidatin sich in einem schwebenden Verfahren zur Diplomvorprüfung oder einer vergleichbaren Prüfung für einen wirtschaftswissenschaftlichen Studiengang an einer anderen Hochschule befindet.
(1) In jedem der in § 10 Abs. 2 Ziffer 1 und Ziffer 2 genannten Fachgebiete ist nach Anmeldung beim Prüfungsamt unter den vom Prüfungsausschuß festgelegten Bedingungen eine Klausurarbeit von zweistündiger Dauer zu schreiben; in jedem der in § 10 Abs. 2 Ziffer 3 und Ziffer 4 genannten Fächer ist eine Klausurarbeit von vierstündiger Dauer zu schreiben. In jedem Jahr setzt der Prüfungsausschuß in der Regel zwei Termine pro Fach bzw. pro Fachgebiet für Klausurarbeiten an. Der Kandidat bzw. die Kandidatin soll möglichst unmittelbar nach dem Besuch der zugehörigen Lehrveranstaltungen die jeweiligen Klausurarbeiten anfertigen, damit die in § 4 genannten Fristen eingehalten werden können.
(2) In den Klausurarbeiten soll der Kandidat bzw. die Kandidatin nachweisen, daß er in begrenzter Zeit umd mit begrenzten Hilfsmitteln ein Problem mit den geläufigen Methoden des jeweiligen Faches erkennen und Lösungen finden kann.
(3) Jede Klausurarbeit ist in der Regel von zwei Prüfern bzw. Prüferinnen zu bewerten. Hiervon kann nur aus zwingenden Gründen abgewichen werden; die Gründe sind aktenkundig zu machen. Für die Bewertung durch jeden Prüfer bzw. jede Prüferin (Einzelbewertung) gilt § 14 Abs. 1. Die Note der Klausurarbeit ergibt sich aus dem arithmetischen Mittel der Einzelbewertungen. Dabei wird nur die erste Dezimalstelle hinter dem Komma berücksichtigt; alle weiteren Stellen werden ohne Rundung gestrichen. Eine Vorkorrektur durch wissenschaftliche Mitarbeiter oder Mitarbeiterinnen ist zulässig.
(4) Macht ein Kandidat bzw. eine Kandidatin durch ein ärztliches Zeugnis glaubhaft, daß er bzw. sie wegen gesundheitlicher Behinderung nicht in der Lage ist, die Prüfung ganz oder teilweise in der vorgesehenen Form abzulegen, so legt der bzw. die Vorsitzende des Prüfungsausschusses fest, in welcher Form gleichwertige Prüfungsleistungen erbracht werden können.
(1) Die Note für die einzelnen Prüfungsleistungen werden von den jeweiligen Prüfern bzw. Prüferinnen festgesetzt. Für die Bewertung sind folgende Noten zu verwenden:
Der Prüfungsausschuß sorgt in geeigneter Weise für eine unverzügliche Bekanntgabe der in den Prüfungen erzielten Ergebnisse an den Kandidaten bzw. die Kandidatinnen. Die Bekanntgabe kann durch öffentlichen Aushang, postalische Benachrichtigung oder durch mündliche Mitteilung im Prüfungsamt erfolgen. Die Bekanntgabe darf nur unter Wahrung des Schutzes personenbezogener Daten erfolgen.
(2) Soweit die Diplomvorprüfung nicht bestanden ist oder als nicht bestanden gilt, erteilt der Prüfungsausschuß dem Kandidaten bzw. der Kandidatin hierüber einen schriftlichen Bescheid. Der Bescheid ist mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen; er hat auch darüber Auskunft zu geben, ob und gegebenenfalls in welchem Umfang und innerhalb welcher Frist die Diplomvorprüfung wiederholt werden kann. Im Falle endgültigen Nichtbestehens der Diplomvorprüfung soll der Bescheid auch auf das Antragsrecht gemäß Absatz 3 verweisen.
(3) Hat der Kandidat bzw. die Kandidatin die Diplomvorprüfung nicht bestanden, wird ihm auf Antrag und gegen Vorlage der Exmatrikulationsbescheinigung oder des Nachweises des Studienfachwechsels vom Prüfungsamt eine Bescheinigung ausgestellt, die die erbrachten Prüfungsleistungen und deren Noten sowie die zum Bestehen der Diplomvorprüfung fehlenden Prüfungsleistungen enthält und erkennen läßt, daß die Diplomvorprüfung nicht bzw. endgültig nicht bestanden ist.
(4) Das Zeugnis gemäß Absatz 1 sowie die Bescheinigung gemäß Absatz 3 sind von dem bzw. der Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu unterzeichnen.
(4) Auf Antrag des Prüfungsausschusses kann durch Beschluß des Fachbereichsrates die Wählbarkeit weiterer spezieller Volkswirtschaftslehren bzw. Wahlpflichtfächer zugelassen werden. Ist ein Fach an der Universität nicht ausreichend vertreten, so kannn der Prüfungsausschuß die Wählbarkeit dieses Faches aussetzen.
Hat ein Kandidat bzw. eine Kandidatin in einem zweiten Wahlpflichtfach bereits Prüfungsleistungen im Rahmen der Diplomprüfung erbracht, so kann das Fach "Integriertes Auslandsstudium" nicht mehr anerkannt werden.
(1) Der Kandidat bzw. die Kandidatin kann sich auf Antrag in einem oder mehreren Fächern (Zusatz/-fächer) einer Zusatzprüfung unterziehen, wenn ein hinreichender Zusammenhang mit dem Zweck der Diplomprüfung gemäß § 1 gegeben und eine angemessene Vertretung des Faches gewährleistet ist. Ein Zusatzfach soll mindestens 14 Semesterwochenstunden und muß mindestens 13 Semesterwochenstunden umfassen. Als Zusatzfach kann auch das Fach "Integriertes Auslandsstudium" gewählt werden.
(2) Über die Zulassung zur Prüfung in einem Zusatzfach entscheidet der Prüfungsausschuß. Das Ergebnis der Prüfung in einem oder mehreren Zusatzfächern wird auf Antrag des Kandidaten bzw. der Kandidatin in das Zeugnis gemäß § 24 Abs. 3 aufgenommen, jedoch bei der Emittlung der Gesamtnote gemäß § 24 Abs. 4 nicht berücksichtigt.
an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg für den Studiengang Volkswirtschaftslehre eingeschrieben ist,
(2) Um zu den Klausurarbeiten in den einzelnen Prüfungsfächern gemäß § 17 Abs. 2 und gegebenenfalls § 18 zugelassen zu werden, muß der bzw. die Studierende außerdem bei der Meldung zu den einzelnen Prüfungsfächern den Nachweis über die erfolgreiche Teilnahme an einem Seminar des jeweiligen Faches erbringen. Dieser Nachweis kann in zwei Prüfungsfächern gemäß § 17 Abs. 2 durch die erfolgreiche Teilnahme an einer Fortgeschrittenenübung mit Abschlußklausur oder durch das Anfertigen einer schriftllichen Hausarbeit unter der Betreuung eines Prüfers bzw. einer Prüferin gemäß § 7 Abs. 2 ersetzt werden.
eine schriftliche Erklärung darüber, ob und gegebenenfalls wann und wo der Kandidat bzw. die Kandidatin bereits eine Diplomprüfung im Studiengang Volkswirtschaftslehre oder eine vergleichbare, berufsqualifizierende Prüfung in einem universitären wirtschaftswissenschaftlichen Studiengang an einer Hochschule nicht bestanden hat, ob er bzw. sie seinen bzw. ihren Prüfungsanspruch durch Versäumen einer Frist verloren hat und ob er sich in einem schwebenden Verfahren gemäß Absatz 1 Ziffer 4 befindet.
(4) Anträge auf Zulassung zur Diplomprüfung sind beim Prüfungsausschuß gesondert und schriftlich an den durch Aushang bekanntgemachten Terminen zu stellen. Über jeden Antrag enscheidet der Prüfungsausschuß oder dessen Vorsitzender bzw. Vorrsitzende gesondert. Der Antrag auf Zulassung zur Diplomprüfung muß mindestens vier Wochen vor Beginn der ersten Prüfungsleistung erfolgen.
(1) In jedem seiner bzw. ihrer Prüfungsfächer gemäß § 17 Abs. 2 und gegebenenfalls § 18 hat der Kandidat bzw. die Kandidatin unter den vom Prüfungsausschuß festgelegten Bedingungen eine Klausurarbeit anzufertigen. Die Bearbeitungsdauer für jede Klausurarbeit beträgt fünf Zeitstunden. Diese Regelung gilt nicht für das Fach "Integriertes Auslandsstudium".
(2) Klausurarbeiten werden in jeder Prüfungsperiode für die Prüfungsfächer angeboten, für die sich Kandidaten bzw. Kandidatinnen zur Prüfung gemeldet haben. Die Meldung zu einer Klausurarbeit muß bei Prüfungsausschuß mindestens zwei Wochen vor Beginn der jeweiligen Prüfungsperiode gemäß § 19 Abs. 2 eingegangen sein.
(3) Jede Klausurarbeit ist in der Regel von zwei Prüfern bzw. Prüferinnen zu bewerten. § 13 Abs. 3 Satz 2 gilt entsprechend. Die Bewertung erfolgt nach § 14 Abs. 1. Die Note der Klausurarbeit ergibt sich aus dem arithmetischen Mittel der Einzelbewertungen. Dabei wird nur die erste Dezimalstelle hinter dem Komma berücksichtigt; alle weiteren Stellen werden ohne Rundung gestrichen. Eine Vorkorrektur durch wissenschaftliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ist zulässig.
(4) Macht ein Kandidat bzw. eine Kandidatin durch ein ärztliches Zeugnis glaubhaft, daß er bzw. sie wegen gesundheitlicher Behinderung nicht in der Lage ist, die Prüfung ganz oder teilweise in der vorgesehenen Form abzulegen, so legt der bzw. die Vorsitzende des Prüfungsausschusses fest, in welcher anderen Form gleichwertige Prüfungsleistungen zu erbringen sind.
(1) In jedem seiner bzw. ihrer Prüfungsfächer gemäß § 17 Abs. 2 und gegebenenfalls § 18 hat der Kandidat bzw. die Kandidatin eine mündliche Prüfung abzulegen. An der mündlichen Prüfung eines Faches kann nur teilnehmen, wer an der Klausurarbeit gemäß § 21 in diesem Fach mit Erfolg teilgenommen hat. Diese Regelung gilt nicht für das Fach "Integriertes Auslandsstudium".
(2) Die mündlichen Prüfungen werden als Einzelprüfungen oder als Prüfungen in Gruppen vor einem Prüfer bzw. einer Prüferin in Gegenwart eines Beisitzers bzw. einer Beisitzerin abgelegt. Die Note für die mündliche Prüfung setzt der Prüfer bzw. die Prüferin nach Anhörung des Beisitzers bzw. der Beisitzerin fest. Für die Bewertung gilt § 14 Abs. 1. Der Beisitzer bzw. die Beisitzerin führt das Protokoll. Im Protokoll sind die wesentlichen Gegenstände und das Ergebnis der Prüfung festzuhalten. Das Protokoll ist von dem Prüfer bzw. der Prüferin und von dem Beisitzer bzw. der Beisitzerin zu unterzeichnen und verbleibt bei den Prüfungsakten. Die Note ist unmittelbar im Anschluß an die mündliche Prüfung durch den Prüfer bzw. die Prüferin bekanntzugeben.
(3) Die Dauer der mündlichen Prüfungen beträgt in der Regel 15 bis 20 Minuten je Kandidat bzw. je Kandidatin und Fach. Zu den mündlichen Prüfungen können Studenten als Zuhörer zugelassen werden, sofern die Kandidaten bzw. die Kandidatinnen nicht widersprechen und die räumlichen Verhältnisse dies erlauben. Die Zulassung erstreckt sich jedoch nicht auf die Beratung und die Bekanntgabe des Prüfungsergebnisses an die Kandidaten bzw. Kandidatinnen.
(2) Das Thema für die Diplomarbeit kann von jedem fachlich zuständigen Prüfer bzw. jeder fachlich zuständigen Prüferin gemäß § 7 Abs. 2 Ziffer1 gestellt und betreut werden. Von Prüfern und Prüferinnen gemäß § 7 Abs. 2 Ziffer 2 kann die Vergabe eines Diplomarbeitsthemas und die Betreuung der Arbeit nur dann erfolgen, wenn der Prüfungsausschuß dem zustimmt. Der Kandidat bzw. die Kandidatin kann ohne Rechtsanspruch den Themensteller und den Problembereich der Diplomarbeit vorschlagen.
(3) Mit der Diplomarbeit soll erst begonnen werden, wenn die schriftlichen und mündlichen Prüfungsleistungen gemäß § 21 und § 22 abgeschlossen sind. Das Thema für die Diplomarbeit wird von dem bzw. der Vorsitzenden des Prüfungsausschusses zu einem mit dem bzw. der Studierenden vorher zu vereinbarenden Termin ausgegeben. Der Tag der Ausgabe ist aktenkundig zu machen.
(4) Die Bearbeitungszeit für die Diplomarbeit beträgt zwölf Wochen. Sie wird auf schriflichen Antrag des Kandidaten bzw. der Kandidatin um weitere vier Wochen verlängert, wenn der Ausgabetermin des Diplomarbeitsthemas spätestens im achten Semester erfolgt und wenn bis dahin von dem Kandidaten bzw. der Kandidatin sämtliche schriftlichen und mündlichen Prüfungsleistungen gemäß § 21 und § 22 erbracht sind. In begründeten Ausnahmefällen kann auf Antrag des Kandidaten bzw. der Kandidatin und mit Zustimmung des Betreuers bzw. der Betreuerin der Prüfungsausschuß eine Bearbeitungszeit von bis zu sechs Monaten zulassen. Die Bearbeitungszeit beginnt mit dem Ausgabetag gemäß Absatz 3. Das Thema muß so beschaffen sein, daß die Diplomarbeit innerhalb der vorgegebenen Frist abgeschlossen werden kann.
(6) Der Kandidat bzw. die Kandidatin hat der Arbeit ein Verzeichnis der von ihm benutzten Quellen und sonstigen Hilfsmittel beizufügen und eine Versicherung abzugeben, daß er bzw. sie die Arbeit selbständig verfaßt und keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt sowie alle Stellen, die wörtlich oder sinngemäß aus Veröffentlichungen entnommen worden sind, als solche kenntlich gemacht hat.
(8) Macht ein Kandidat bzw. eine Kandidatin durch ein ärztliches Zeugnis glaubhaft, daß er bzw. sie wegen gesundheitlicher Behinderung nicht in der Lage ist, eine Diplomarbeit unter den vorgeschriebenen Bedingungen anzufertigen, legt der bzw. die Vorsitzende des Prüfungsausschusses fest, in welcher Form der Kandidat eine gleichwertige Prüfungsleistung erbringen kann.
(9) Die Diplomarbeit ist spätestens an dem Tage, an dem die Bearbeitungszeit endet, in drei festgebundenen Ausfertigungen bei der Geschäftsstelle des Prüfungsausschusses einzureichen. Der Abgabetag ist aktenkundig zu machen. Wird die Diplomarbeit aus einem von dem bzw. der Studierenden zu vertretenden Grund nicht fristgemäß oder formgerecht abgeliefert, so gilt sie als mit "nicht ausreichend" (5,0) bewertet.
(11) Die Diplomarbeit ist in der Regel von zwei Prüfern bzw. Prüferinnen zu bewerten. § 13 Abs. 3 Satz 2 gilt entsprechend. Der erste Prüfer bzw. die erste Prüferin soll der Themensteller bzw. die Themenstellerin sein; den zweiten Prüfer bzw. die zweite Prüferin bestimmt der bzw. die Vorsitzende des Prüfungsausschusses. Die Bewertung durch jeden Prüfer und jede Prüferin (Einzelbewertung) ist nach § 14 Abs. 1 vorzunehmen und schriftlich zu begründen. Eine Vorkorrektur durch wissenschaftliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ist zulässig.
(12) Als Note der Diplomarbeit wird vorbehaltlich Satz 3 das arithmetische Mittel der Einzelbewertungen festgesetzt. Dabei wird nur die erste Dezimalstelle hinter dem Komma berücksichtigt; alle weiteren Stellen werden ohne Rundung gestrichen. Weichen die Einzelbewertungen um mehr als 2,0 Notenpunkte voneinander ab oder lautet eine Einzelbewertung mindestens auf "ausreichend" (4,0) und die andere auf "nicht ausreichend"(4,7) oder (5,0), wird von dem bzw. der Vorsitzenden des Prüfungsausschusses ein dritter Prüfer bzw. eine dritte Prüferin hinzugezogen. In diesem Fall legen die drei Prüfer bzw. Prüferinnen die Note der Diplomarbeit gemeinsam fest. Erforderlichenfalls entscheidet die Mehrheit.
(13) Wird die Diplomarbeit nur von einem Prüfer bzw. einer Prüferin bewertet und erhält der Kandidat bzw. die Kandidatin dabei nicht mindestens die Note "ausreichend" (4,0), so muß ein weiterer Prüfer bzw. eine weitere Prüferin hinzugezogen werden. Absatz 12 gilt entsprechend.
(1) Die Note in einem Prüfungsfach gemäß § 17 und gegebenenfalls § 18 ergibt sich aus dem arithmetischem Mittel der Note in der Klausurarbeit gemäß § 21 Abs. 3 und der Note in der mündlichen Prüfung gemäß § 22 Abs. 2. Bei der Bildung des arithmetischen Mittels wird nur die erste Stelle hinter dem Komma berücksichtigt: alle weiteren Stellen werden ohne Rundung gestrichen. Anhand des errechneten Durchschnitts ergibt sich die Fachnote entsprechend § 14 Abs. 3. Die Note des Faches "Integriertes Auslandsstudium" wird von dem bzw. der Vorsitzenden des Prüfungsausschusses auf der Grundlage der bewerteten Leistungsnachweise entsprechend § 14 Abs. 1 festgelegt.
(3) Nach bestandener Diplomprüfung erhält der Kandidat bzw. die Kandidatin über die Ergebnisse ein Zeugnis. Dieses Zeugnis enthält das Thema der Diplomarbeit, die in der Diplomarbeit und in den einzelnen Prüfungsfächern erzielten Fachnoten sowie die Gesamtnote.
(4) Die Gesamtnote ergibt sich als arithmetisches Mittel der in § 17 Abs. 2 genannten Fächer und der Note in der Diplomarbeit. Bei der Bildung des arithmetischen Mittels sind die ungerundeten Fachnoten zugrunde zu legen, die sich bei der Berechnung gemäß Absatz 1 ergeben. Die Note der Diplomarbeit ist bei der Durchschnittsbildung ebenfalls ohne Rundung zu berücksichtigen. Nach Bildung des arithmetischen Mittels wir die Gesamtnote entsprechend § 14 Abs. 4 festgesetzt. Ein Kandidat bzw. eine Kandidatin, der bzw. die in sämtlichen Pflicht- und Wahlpflichtfächern gemäß § 17 Abs. 2 sowie in der Diplomarbeit die Note "sehr gut" erreicht, erhält dabei als Gesamtnote das Prädikat "Mit Auszeichnung".
(5) Das Zeugnis trägt das Datum des Tages, am dem die letzte Prüfungsleistung erbracht worden ist. Die Ausgabe der Zeugnisse erfolgt einheitlich zu einem vom Prüfunsausschuß festzusetzenden Termin. Liegt zwischen dem Datum des Zeugnisses und dem Ausgabetermin eine Frist von mehr als vier Wochen, so kann das Prüfungsamt dem Kandidaten bzw. der Kandidatin eine vorläufige Bescheinigung über den erfolgreichen Abschluß der Diplomprüfung und die dabei erzielten Leistungen erteilen.
(6) Auf Antrag des Kandidaten bzw. der Kandidatin erteilt das Prüfungsamt auch eine Bescheinigung über die Termine, zu denen die einzelnen Prüfungsleistungen erbracht worden sind.
(7) Ist die Diplomprüfung nicht bestanden oder gilt sie als nicht bestanden, so erteilt der Prüfungsausschuß dem Kandidaten bzw. der Kandidatin hierüber einen schriftlichen Bescheid. Der Bescheid über die nicht bestandene Prüfung ist mit einer Rechtsbehelfsbelehrung zu versehen. Auf Wunsch des Kandidaten bzw. der Kandidatin teilt der Prüfungsausschuß in diesem Bescheid die im Rahmen der nichtbestandenen Diplomprüfung erzielten Noten in den einzelnen Fächern sowie in der Diplomarbeit mit.
(8) Die in diesem Paragraphen genannten Zeugnisse tragen die Unterschrift des bzw. der Vorsitzenden des Prüfungsausschusses.
Innerhalb eines Jahres nach Abschluß des Prüfungsverfahrens wird dem Kandidaten bzw. der Kandidatin auf Antrag in angemessener Frist Einsicht in seine bzw. ihre schriftlichen Prüfungsarbeiten, die darauf bezogenen Gutachten der Prüfer und Prüferinnen und in die Prüfungsprotokolle gewährt.
(1) Ein Studierender bzw. eine Studierende der bzw. die bei Inkrafttreten dieser Prüfungsordnung als ordentlicher Studierender bzw. ordentliche Studierende für das Fach Volkswirtschaftslehre an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg eingeschrieben ist und die Diplomvorprüfung noch nicht abgeschlossen hat, wird im Rahmen der Diplomvoprüfung noch nach derjenigen Diplomprüfungsordnung für den Studiengang Volkswirtschaftslehre geprüft, die zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der vorliegenden Diplomprüfungsordnung für ihn bzw. sie gegolten hätte. Für ihn bzw. sie gilt die vorliegende Diplomprüfungsordnung, sobald er bzw. sie die Diplomvorprüfung erfolgreich abgeschlossen hat. Verletzt die alte Prüfungsordnung zwingende Vorschriften des Hochschulrechts des Landes Sachsen-Anhalt oder des Bundes, so ist die alte Prüfungsordnung nur unter Berücksichtigung dieser gesetzlichen Vorschriften anzuwenden. Abweichungen von der alten Prüfungsordnung werden durch den Prüfungsausschuß bekanntgegeben.
(2) Ein Studierender bzw. eine Studierende, der bzw. die bei Inkrafttreten der vorliegenden Diplomprüfungsordnung die Diplomvorprüfung bereits erfolgreich abgeschlossen hat, kann unwiderruflich erklären, daß er bzw. sie nach der vorliegenden Diplomprüfungsordnung geprüft werden möchte. Sobald diese Erklärung beim Prüfungsausschuß eingegangen ist, gilt für den Studierenden bzw. die Studierende die vorliegende Diplomprüfungsordnung. Macht der bzw. die Studierende von dieser Möglichkeit keinen Gebrauch, so gilt Absatz 1 Satz 2 und 3 entsprechend.
Ausgefertigt auf Grund der Beschlüsse des Fakultätsrates der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät vom 13.7.1996 und des Senats vom 5.10.1994 und der Genehmigung des Kultusministeriums des Landes Sachsen-Anhalt vom 11.11.1996.
Halle, 12.11.1996
zur Diplomprüfungsordnung für Volkswirtschaftslehre

References: § 17
 § 10
 § 10
 § 10
 § 10
 § 21
 § 6
 § 19
 § 23
 § 10
 § 8
 § 10
 § 4
 § 6
 § 4
 § 10
 § 10
 § 4
 § 14
 § 1
 § 24
 § 24
 § 17
 § 18
 § 17
 § 7
 § 17
 § 18
 § 19
 § 13
 § 14
 § 17
 § 18
 § 21
 § 14
 § 7
 § 7
 § 21
 § 22
 § 21
 § 22
 § 13
 § 14
 § 17
 § 18
 § 21
 § 22
 § 14
 § 14
 § 17
 § 14
 § 17