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Timestamp: 2019-07-19 09:56:45+00:00

Document:
Landesrecht TH Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport | Verwaltungsvorschrift (Thüringen) | Einstellung in den Thüringer Schuldienst | i. d. F. v. 12.01.2018 | gültig ab 12.01.2018 | gültig bis 11.01.2023
Aktenzeichen: 26/0311
Erlassdatum: 12.01.2018
Gültig ab: 12.01.2018
Fundstelle: ABl. TMBJS 2018, 22
2. Einstellung in den Schuldienst
1.2.1. Reihung
1.2.2. Auswahl
2. Unterjährige Einstellungen
3. Schulscharfe Einstellungen
IV. Auswahlverfahren für die befristeten Einstellungen
Richtlinie des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport
vom 12. Januar 2018, Az.: 26/0311
Fundstelle: ABl. TMBJS 2018, S. 22
Die nachfolgende Richtlinie gilt für alle Einstellungen von Lehrerinnen und Lehrern, Sonderpädagogischen Fachkräften sowie Erzieherinnen und Erziehern im Bereich des TMBJS.
Grundsätzlich wird das Verfahren für die Besetzung der Stellen zu den im Punkt II Nummer 2 Satz 1 genannten Einstellungsterminen mittels der zu bildenden Ranglisten nach Punkt III Nummer 1 durchgeführt (Ranglistenverfahren).
Bei Bewerbermangel oder bei Bedarf können Stellen nach Punkt III Nummer 2 im Laufe des Schuljahres veröffentlicht und mittels des Ranglistenverfahrens besetzt werden (unterjährige Einstellungen).
Zu den im Punkt II Nummer 2 Satz 1 genannten oder zu unterjährigen Einstellungsterminen können Stellen nach Punkt III Nummer 3 schulscharf ausgeschrieben werden (schulscharfe Einstellungen).
Voraussetzungen für die Einstellung in den Thüringer Schuldienst sind freie Stellen und ein Personalbedarf der Schulen.
Die Besetzung der freien Stellen wird im Rahmen einer allgemeinen Ausschreibung im Amtsblatt und auf der Homepage des TMBJS veröffentlicht.
Im Einstellungsverfahren können berücksichtigt werden:
1.1.1 Vorrangig Bewerberinnen und Bewerber, die den Nachweis erbringen über
eine in Thüringen oder einem anderen Land in der Bundesrepublik Deutschland nach den Vorgaben der Kultusministerkonferenz (KMK) abgelegte und bis spätestens zum Einstellungstermin bestandene Zweite Staatsprüfung oder
eine außerhalb der Bundesrepublik Deutschland abgeschlossene Lehrerausbildung, die nach § 2 Abs. 5 Satz 2, § 16 Abs. 2 Thüringer Lehrämteranerkennungsverordnung vom 28. April 2008 in der jeweils geltenden Fassung als gleichwertig zu einer Zweiten Staatsprüfung für ein Lehramt in Thüringen anerkannt wurde, oder
die Erfüllung der fachlichen Voraussetzungen für eine Einstellung nach Anlage 1 Nummer 1, 2 oder 3.
1.1.2 Nachrangig Bewerberinnen und Bewerber
mit abgeschlossener ausländischer Lehrerausbildung, die nicht die Voraussetzungen nach Nummer 1.1.1, 2. Punkt erfüllen und für die Berufsausübung als Lehrerin oder Lehrer in mindestens einem Fach einer Thüringer Lehramtsausbildung nach § 2 Abs. 5 Satz 1, § 16 Abs. 1 Thüringer Lehrämteranerkennungsverordnung in der jeweils geltenden Fassung anerkannt worden ist,
als sog. Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteiger, wenn ihr Abschluss nach § 22 Abs. 2 Thüringer Lehrerbildungsgesetz (ThürLbG) vollständig gleichgestellt wurde oder für mindestens ein Fach die Anforderungen des § 22 Abs. 2 ThürLbG erfüllt werden und noch nicht mit dem Vorbereitungsdienst für ein entsprechendes Lehramt begonnen haben,
im Einzelfall bei Nachweis der persönlichen, fachlichen und pädagogischen Eignung nach Punkt IV für eine Tätigkeit als Lehrkraft für Deutsch als Zweitsprache,
im Einzelfall mit anderen als in den in den Ziffern 1.1.1 und 1.1.2 Buchstaben a und b aufgeführten Abschlüssen unter der Voraussetzung, dass die Geeignetheit (siehe Punkt III Nummer 1.2.1.2 Buchstabe d) des Abschlusses geprüft wurde und das TMBJS seine Zustimmung zur Einstellung gegeben hat.
1.2 Die Anerkennung von Bildungsabschlüssen als Lehrerin oder Lehrer, die außerhalb der Bundesrepublik Deutschland erworben wurden, erfolgt in einem gesonderten Anerkennungsverfahren, das vor Beginn des Einstellungsverfahrens abgeschlossen sein muss.
1.3 Bewerberinnen und Bewerber, die die Ausbildung im Ausland absolviert haben und die nicht Deutsch als Muttersprache nachweisen, müssen für eine angestrebte Tätigkeit als Lehrerin oder Lehrer im staatlichen Schuldienst einen Nachweis über die für die Berufsausübung erforderlichen deutschen Sprachkenntnisse vorlegen. Der erforderliche Nachweis wird erbracht, wenn deutsche Sprachkenntnisse der Niveaustufe C2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GER) nachgewiesen werden. Der Nachweis erfolgt unter anderem durch das Große Deutsche Sprachdiplom des Goethe-Instituts (GDS) oder gleichwertige Sprachzertifikate (Niveau C2) oder die erfolgreiche Teilnahme an einem Kolloquium nach § 14 Absatz 2 Nr. 2 und Absatz 3 Thüringer Lehrämteranerkennungsverordnung.
1.4 Die persönliche Eignung als Voraussetzung für eine Einstellung wird in Anwendung des Runderlasses der Thüringer Landesregierung über die Prüfung der persönlichen Eignung für den öffentlichen Dienst in der jeweils gültigen Fassung überprüft.
Die Einstellung erfolgt in der Regel zum ersten Arbeitstag der Woche vor Unterrichtsbeginn nach den Sommerferien bzw. zum ersten Unterrichtstag nach den Winterferien.
Darüber hinaus kann eine Einstellung je nach Notwendigkeit und Zweckmäßigkeit zu einem anderen Termin vorgenommen werden (unterjährige Einstellung).
Die Einstellung erfolgt im Beamtenverhältnis, sofern die beamten- und laufbahnrechtlichen Voraussetzungen erfüllt werden. Liegen diese für eine Verbeamtung nicht vor oder entscheidet sich die oder der Betreffende nicht für eine Verbeamtung, kann die Einstellung im Tarifbeschäftigtenverhältnis erfolgen.
Die Einstellungen von Bewerberinnen und Bewerbern, die in Nummer 1.1.2 aufgeführt sind, erfolgen im Tarifbeschäftigtenverhältnis.
Für die Einstellung zu den im Punkt II Nummer 2 Satz 1 genannten Einstellungsterminen veröffentlichen die Schulämter die zu besetzenden Stellen auf deren Homepage.
1.1.1 Bewerbungen können jederzeit eingereicht werden.
Zuständig für die Bewerbung ist das Schulamt, welches als Erstwunsch für eine Einstellung von der Bewerberin oder dem Bewerber angegeben wird.
1.1.2 Für die Bewerbung um eine Einstellung in den Thüringer Schuldienst ist das Online-Bewerbungsportal zu verwenden. Das danach ausgedruckte Bewerbungsschreiben ist dem zuständigen Schulamt unterschrieben zusammen mit den nachfolgend aufgeführten Unterlagen zu übersenden:
Lebenslauf (tabellarisch, eigenhändig unterschrieben),
Nachweis über die Erfüllung der fachlichen Voraussetzungen (beglaubigte Kopien der Abschlusszeugnisse, z. B. Erste und Zweite Staatsprüfung, Bachelor-/Master-Abschluss und Zweite Staatsprüfung),
Bescheinigung über eine kirchliche Unterrichtserlaubnis zur Erteilung von evangelischem Religionsunterricht oder eine Bevollmächtigung zur Erteilung von katholischem Religionsunterricht bei Fächerverbindungen mit Evangelischer Religionslehre oder Katholischer Religionslehre,
Anerkennungsbescheid des TMBJS der Bewerberin oder des Bewerbers, deren oder dessen Abschluss nach § 22 Abs. 2 ThürLbG vollständig gleichgestellt wurde oder für mindestens ein Fach die Anforderungen des § 22 Abs. 2 ThürLbG erfüllt,
Anerkennungsbescheid des TMBJS nach der Thüringer Lehrämteranerkennungsverordnung der Bewerberin oder des Bewerbers mit einer ausländischen Lehrerausbildung,
Erklärung über gegebenenfalls anhängige Straf- und Ermittlungsverfahren.
Sollte das Zeugnis über die Zweite Staatsprüfung für das Lehramt noch nicht vorliegen, wird auch eine vorläufige Bescheinigung über den erfolgreichen Abschluss der Prüfung mit Angabe des Lehramtes, der Fächer und der endgültigen Note akzeptiert. Das endgültige Zeugnis ist umgehend nachzureichen.
Liegt zum Bewerbungszeitpunkt die Note der Zweiten Staatsprüfung für das Lehramt noch nicht vor, so ist in der Bewerbung als Note für die Zweite Staatsprüfung der Wert 7 einzutragen. Der Nachweis über die endgültige Note ist umgehend nach Erhalt nachzureichen.
1.1.3 Die Bewerberin oder der Bewerber kann sich um Einstellung in mehreren Schularten und um Einstellung in verschiedenen Schulamtsbereichen bewerben.
1.1.4 Die Bewerberin oder der Bewerber erhält unmittelbar nach Eingang und Erfassung der Bewerbung eine Eingangsbestätigung ggf. mit dem Hinweis auf fehlende Unterlagen. Gleichzeitig erhält die Bewerberin oder der Bewerber ein Schreiben zur umgehenden Beantragung eines erweiterten Führungszeugnisses gemäß § 30 a Bundeszentralregistergesetz, welches zum Zeitpunkt der Vorlage zur Bewerbung nicht älter als sechs Monate sein darf. Es obliegt der Bewerberin oder dem Bewerber, die fehlenden Unterlagen beizubringen.
Bei Vollständigkeit der Bewerbung wird diese in das laufende Auswahlverfahren einbezogen.
1.1.5 Ein Jahr nach Vorlage einer zu berücksichtigenden Bewerbung im Schulamt läuft die Gültigkeit der Bewerbung aus. Um die Gültigkeit der Bewerbung um ein weiteres Jahr zu verlängern, ist es notwendig, dass im Online-Bewerbungsportal vor Ablauf der Gültigkeit der Bewerbung durch die Bewerberin oder den Bewerber bestätigt wird, weiterhin Interesse an einer Einstellung zu haben.
Die Bewerberin oder der Bewerber erhält vom zuständigen Schulamt erst dann ein Schreiben zur umgehenden Beantragung eines erweiterten Führungszeugnisses gemäß § 30 a Bundeszentralregistergesetz, wenn sie oder er für eine Einstellung vorgesehen ist.
1.1.6 Die von der Bewerberin oder dem Bewerber vorgenommenen Angaben in dem Online-Bewerbungsportal werden für die Dauer von 12 Monaten in einer automatisierten Anlage gespeichert und danach gelöscht, sofern keine Verlängerung der Gültigkeit der Bewerbung erfolgte.
1.2.1.1 Zunächst wird für alle Stellen eine Kombination von Fächern, Fachrichtungen bzw. Berufsfeldern innerhalb eines Lehramtes eine Rangliste erstellt, in welche vorrangig diejenigen Bewerberinnen und Bewerber aufgenommen werden, die durch
das erworbene Lehramt oder durch die Erfüllung der fachlichen Voraussetzungen gemäß Anlage 1 Nummer 1, 2 oder 3 und
durch ihre Fächer, Fachrichtungen bzw. Berufsfelder
Wenn eine Stellenbesetzung nach Absatz 1 wegen fehlender geeigneter Bewerberinnen und Bewerber nicht möglich ist, wird eine Rangliste mit Bewerberinnen und Bewerbern wie folgt erstellt, die:
im Bereich der Grundschule:
über die Befähigung für das Lehramt an Grundschulen verfügen, jedoch nicht die Voraussetzungen der Rahmenvereinbarung über die Ausbildung und Prüfung für das Lehramt der Grundschule bzw. Primarstufe (Lehramtstyp 1) erfüllen1,
über die Befähigung für das Lehramt an Grundschulen, aber in nur zwei Fächern verfügen,
als Beschäftigte des Freistaats Thüringen als Erzieherin oder Erzieher tätig sind und über die Lehrbefähigung für mindestens zwei Fächer der Thüringer Stundentafel verfügen,
über die Befähigung für das Lehramt an Gymnasien oder an Regelschulen verfügen oder durch die Erfüllung der fachlichen Voraussetzungen gemäß Anlage 1 Nummer 1 (Tätigkeit als Lehrerin oder Lehrer an Gymnasien, Regel-, Gemeinschafts- und Gesamtschulen) und durch ihre Fächer den Anforderungen der Stelle entsprechen sowie explizit eine Bewerbung um Einstellung als Grundschullehrerin oder Grundschullehrer eingereicht haben.
im Bereich der Regelschule, der Gemeinschaftsschule oder der Gesamtschule:
über die Befähigung für das Lehramt an Gymnasien oder an berufsbildenden Schulen verfügen oder durch die Erfüllung der fachlichen Voraussetzungen gemäß Anlage 1 Nummer 1 (Tätigkeit als Lehrerin oder Lehrer an Gymnasien, Gemeinschafts- und Gesamtschulen oder an berufsbildenden Schulen) und durch ihre Fächer den Anforderungen der Stelle entsprechen sowie explizit eine Bewerbung um Einstellung als Lehrerin oder Lehrer an einer Regelschule, Gemeinschaftsschule oder Gesamtschule eingereicht haben.
im Bereich der Förderschule:
über die Befähigung für das Lehramt an Grundschulen oder Regelschulen oder, sofern diese nicht zur Verfügung stehen, über die Befähigung für das Lehramt an Gymnasien oder an berufsbildenden Schulen verfügen und durch ihre Fächer den Anforderungen der Stelle entsprechen sowie explizit eine Bewerbung um Einstellung als Förderschullehrerin oder Förderschullehrer eingereicht haben.
1.2.1.2 Sofern für die Besetzung einer Stelle:
keine geeigneten Lehramtsbewerberinnen und Lehramtsbewerber oder Bewerberinnen und Bewerber, die die fachlichen Voraussetzungen nach Anlage 1 Nummer 1 erfüllen, zur Verfügung stehen, wird nachrangig eine Rangliste erstellt mit Bewerberinnen und Bewerbern, deren Abschluss nach § 22 Abs. 2 ThürLbG vollständig gleichgestellt wurde und auf Grund des Anerkennungsbescheides über die benötigte Fächerkombination oder das benötigte Fach verfügen.
keine geeigneten Bewerberinnen und Bewerber nach Buchstabe a zur Verfügung stehen, können nachrangig Bewerberinnen und Bewerber berücksichtigt werden, die über eine nach § 2 Abs. 5 Satz 1, § 16 Abs. 1 der Thüringer Lehrämteranerkennungsverordnung anerkannte Lehrerausbildung für mindestens ein benötigtes Fach verfügen.
keine geeigneten Bewerberinnen und Bewerber nach Buchstabe a oder b zur Verfügung stehen, können nachrangig Bewerberinnen und Bewerber berücksichtigt werden, deren Abschluss bezogen auf ein Fach die fachlichen Voraussetzungen des § 22 Abs. 2 ThürLbG erfüllt.
keine geeigneten Bewerberinnen und Bewerber nach Buchstabe a, b oder c zur Verfügung stehen, können in Einzelfällen nachrangig Bewerberinnen und Bewerber mit anderen Abschlüssen berücksichtigt werden, unter der Voraussetzung, dass die Geeignetheit des Abschlusses geprüft wurde und eine Zustimmung des TMBJS zur Einstellung vorliegt. Die Geeignetheit setzt insbesondere voraus, dass ausreichende fachwissenschaftliche Studien- und Prüfungsleistungen für den beabsichtigten Einsatz als Lehrkraft im jeweiligen Unterrichtsfach nachgewiesen werden. Das zunächst befristet begründete Arbeitsverhältnis wird nach festgestellter Bewährung nach einem Jahr als unbefristetes Arbeitsverhältnis fortgeführt (§ 14 Abs. 1 Satz 2 Nr. 5 Gesetz über Teilzeitarbeit und befristete Arbeitsverträge - Teilzeit- und Befristungsgesetz mit Entfristungsabrede).
1.2.1.3 Die Einstellungen der Bewerberinnen und Bewerbern nach der Nummer 1.2.1.1 Absatz 2 oder nach Nummer 1.2.1.2 Buchstaben a bis d erfolgen im Tarifbeschäftigtenverhältnis, es sei denn, die beamten- und laufbahnrechtlichen Voraussetzungen für eine Verbeamtung werden erfüllt.
Die Auswahl der Bewerberinnen und Bewerber innerhalb der gebildeten Ranglisten erfolgt nach Leistungsgrundsätzen.
2*N1 + 3*N2
(NBA + NMA) + 3*N2
4*N1 + 9*N2 + 2*NE
2*(NBA + NMA) + 9*N2 + 2*NE
Für Bewerberinnen und Bewerber, deren Zeugnis eine Abschlussnote ohne Nachkommastelle ausweist, geht die Summe aus der Note und 0,49 in die Berechnung des gewichteten Gesamtwertes G ein. Weist das Abschlusszeugnis eine Wortlautnote auf, geht ebenfalls die Summe aus der entsprechenden Notenziffer und 0,49 in die Berechnung des gewichteten Gesamtwertes G ein. Der Nachweis besserer Leistungen obliegt der jeweiligen Bewerberin oder dem jeweiligen Bewerber.
Bei den Bewerberinnen und Bewerbern, bei denen zum Zeitpunkt der Auswahlentscheidung die Note der Zweiten Staatsprüfung für das Lehramt noch nicht bekannt ist, wird als Ergebnis der Zweiten Staatsprüfung der Wert 7 zu Grunde gelegt. Nach Vorlage des Zeugnisses der Zweiten Staatsprüfung bzw. einer vorläufigen Bescheinigung über den erfolgreichen Abschluss der Zweiten Staatsprüfung wird die erzielte Note in die Berechnung des Gesamtwertes G einbezogen.
Mit den Bewerberinnen und Bewerbern auf einer gebildeten Rangliste, deren gewichteter Gesamtwert G sich um nicht mehr als eine Note unterscheiden, können Bewerbergespräche geführt werden. Diese führt das Staatliche Schulamt, in dessen Aufsichtsbereich die Stelle zu besetzen ist. Die Schulleiterin oder der Schulleiter, an deren oder dessen Schule die Stelle zu besetzen ist, ist gemäß § 33 Thüringer Schulgesetz am Verfahren zu beteiligen. Im Ergebnis der Bewerbergespräche wird eine endgültige Reihung festgelegt. Erscheint eine Bewerberin oder ein Bewerber ohne triftigen Grund nicht zum Bewerbergespräch, so findet sie oder er bei der Vergabe der betreffenden Stelle keine Berücksichtigung.
Die Stellen werden den Bewerberinnen und Bewerbern in der Reihenfolge der sich nunmehr ergebenden Reihung auf der Rangliste angeboten.
Liegt von der Bewerberin oder dem Bewerber innerhalb der festgelegten Frist keine Rückäußerung vor oder wird die angebotene Stelle abgelehnt, wird die Bewerberin oder der Bewerber von dieser Rangliste gestrichen.
Lehnt die Bewerberin oder der Bewerber das Angebot ab oder steht sie oder er zum vorgesehenen Einstellungstermin nicht zur Verfügung, so ist die Stelle der nächsten Bewerberin oder dem nächsten Bewerber der Liste anzubieten.
Die Entscheidung zur Einstellung der Bewerberinnen und Bewerber, die zum Zeitpunkt der Auswahl noch über kein Zeugnis der Zweiten Staatsprüfung für das Lehramt verfügen, steht bis zu dessen Vorlage unter dem Vorbehalt der Überprüfung. Die Einstellung erfolgt erst dann, wenn der erfolgreiche Abschluss der Zweiten Staatsprüfung nachgewiesen wurde.
Für die Einstellungen im Laufe des Schuljahres werden von den Schulämtern die zu besetzenden Stellen auf deren Homepage veröffentlicht.
In das Auswahlverfahren werden die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung vorliegenden Bewerbungen, bei denen die nach Punkt III Nummer 1.1 Buchstabe b erforderlichen Unterlagen vorliegen, einbezogen.
Die Reihung und Auswahl für die Besetzung der Stellen erfolgen entsprechend Punkt III Nummer 1.2.
Für die schulscharfen Einstellungen werden gesonderte Ausschreibungen vorgenommen und von den Schulämtern auf deren Homepage veröffentlicht.
Das Verfahren zur Besetzung der schulscharfen Stellen wird nach dem vom TMBJS festgelegten Verfahren durchgeführt.
Die Bewerbungen sind an das Schulamt zu senden, in dessen Zuständigkeitsbereich sich die Schule, für die eine Stelle ausgeschrieben ist, befindet.
Bewerbungsformular für schulscharf ausgeschriebene Stellen,
ggf. weitere Nachweise gemäß den Angaben in den schulscharfen Ausschreibungen,
In die Auswahl werden die Bewerberinnen und Bewerber aufgenommen, die die in der schulscharfen Ausschreibung geforderten Anforderungen erfüllen. Für die Vornahme der Reihung ist Punkt III Nummer 1.2.1 zu beachten. Die Auswahl der Bewerberinnen und Bewerber erfolgt nach Leistungsgrundsätzen.
Die Bewerberinnen und Bewerber werden nach dem gewichteten Gesamtwert G gereiht, der entsprechend Punkt III Nummer 1.2.2 gebildet wird.
Bewerbungen können jederzeit eingereicht werden. Hierfür ist das Online-Bewerbungsportal zu verwenden. Das danach ausgedruckte Bewerbungsschreiben ist unterschrieben zusammen mit den im Punkt III Nummer 1.1 Buchstabe b aufgeführten Unterlagen dem Schulamt zu übersenden, welches als Erstwunsch angegeben wurde.
Abweichend von Punkt III Nummer 1.2 können, insbesondere beim Fehlen geeigneter Bewerberinnen und Bewerber, auch Bewerberinnen und Bewerber in das Verfahren einbezogen werden, die im Einzelfall ihre persönliche, fachliche und pädagogische Eignung für eine Tätigkeit als Lehrerin oder Lehrer, Sonderpädagogische Fachkraft oder als Erzieherin oder Erzieher abweichend von Anlage 1 Nummern 1 bis 3 dieser Richtlinie nachweisen.
Für eine Tätigkeit als Lehrkraft für Deutsch als Zweitsprache ist der Nachweis einer Qualifikation in Deutsch als Zweitsprache oder Deutsch als Fremdsprache zu erbringen sowie pädagogische Erfahrungen im Umfang von mindestens einem Jahr oder die Leitung eines vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zugelassenen Integrationskurses im Umfang von mindestens einem Jahr nachzuweisen.
Sozialgesetzbuch Neuntes Buch (SGB IX) - Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen – (SGB IX) vom 23. Dezember 2016 (BGBl I 2016, 3234) in der jeweils gültigen Fassung,
Thüringer Gleichstellungsgesetz vom 6. März 2013 (GVBl. S. 49) - Grundsätze zur beruflichen Förderung von Frauen im öffentlichen Dienst nach dem Frauenförderplan des TMBJS - in der jeweils gültigen Fassung.
Die Richtlinie tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft. Gleichzeitig mit dem Inkrafttreten dieser Richtlinie treten die Richtlinien des TMBJS für die Einstellung in den Thüringer Schuldienst vom 7. April 2017 außer Kraft.
Die Richtlinie tritt mit Ablauf des 11. Januar 2023 außer Kraft.
Erfurt, den 12. Januar 2018
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References: § 2
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