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Timestamp: 2020-01-19 07:30:07+00:00

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§ 277 ZPO: Klageerwiderung; Replik
BGH, URTEIL vom 4.5.2011, Az. I ZR 41/10 29	In	der	Rechtsprechung	des Bundesgerichtshofs ist anerkannt, dass bei einem Verstoß gegen die Belehrungspflicht nach § 277 Abs. 2 ZPO eine Anwendung der Präklusionsvorschriften nicht in Betracht kommt (vgl. BGFI, Urteil vom 12. Januar 1983 - IVaZR 135/81, BGHZ 86, 218, 225).
BGH, URTEIL vom 4.0.2011, Az. 1 ZR 10/09 19	In der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ist anerkannt, dass bei einem Verstoß gegen die Belehrungspflicht nach § 277 Abs. 2 ZPO eine Anwendung der Präklusionsvorschriften nicht in Betracht kommt (vgl. BGH, Urteil vom 12. Januar 1983 - IVa ZR 135/81, BGHZ 86, 218, 225).
BGH, URTEIL vom 3.0.1983, Az. IVa ZR 135/81 So legt die höchstrichterliche Rechtsprechung bei der Anwendung der PräklusionsVorschriften besonderen Wert auf den Gesichtspunkt der Rechtsklarheit (BGHZ 76, 236, 239 f.; Urteil vom 7. Juli 1980 - II ZR 233/79 = WM 1980, 1191; Urteil vom 9. März 1981 - VIII ZR 38/80 = LM ZPO § 296 Nr. 11) und läßt auch z.B. bei der Verwendung irreführender Ladungsformulare (OLG Oldenburg NJW 1980, 295) oder bei einem Verstoß gegen die aus § 277 Abs. 2 ZPO folgende Belehrungspflicht (OLG Düsseldorf NJW 1978, 2203) eine Ausschließung von Parteivorbringen gemäß § 296 Abs. 1 ZPO nicht zu.
BVerfG, Urteil vom 4.9.1980, Az. 1 BvR 1379/80 Eine derartig unklare Fristsetzung führt ebenso wie die Verwendung eines irreführenden Ladungsformulars (OLG Oldenburg, NJW 1980, S. 295) oder ein Verstoß gegen die in § 277 Abs. 2 ZPO normierte Belehrungspflicht (OLG Düsseldorf, NJW 1978, S. 2203) dazu, daß § 296 Abs. 1 ZPO nicht angewendet werden darf (vgl. auch Baumbach/Lauterbach/Albers/Hartmann, ZPO, 39. Aufl., § 296 An. 1 a. E. m. w. N.; Thomas/Putzo, ZPO, 11. Aufl., § 296 An. 3 d; Zöller, ZPO, 13. Aufl., § 296 An. I 1 a. E.).

References: § 277
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