Source: https://www.propotsdam.de/erwerben/verkaufsobjekte/verkaufsobjektdetails/wohnungsbauflaeche-wa-6-in-der-roten-kaserne-west/
Timestamp: 2019-12-15 18:46:26+00:00

Document:
Wohnungsbaufläche WA 6 in der Roten Kaserne West: ProPotsdam
Die Wohnungsbaufläche WA 6 und die parallel ausgeschriebene Wohnungsbaufläche WA 4 sind die letzten großen Entwicklungsflächen für Geschosswohnungsbau im Bornstedter Feld.
WA 6, RoKa West
Grundstücksfläche 9.665 m²
Bau-/Planungsrecht B-Plan Nr. 80.3 "Rote Kaserne West"
Anzahl Geschosse IV (zwingend)
9.665 m²Grundstückfläche
750,00 €/m²Kaufpreiserwartung
KonzeptvergabeVergabeverfahren
Wohnen und Gewerbe Nutzung
Unmittelbar am Grundstück befindet sich eine Haltestelle der Straßenbahn, die eine direkte Verbindung zur Innenstadt und zum Hauptbahnhof bietet.
Im Norden von Potsdam, in naher räumlicher Beziehung zur Innenstadt, zu den Schloss- und Parkanlagen Sanssouci und Neuer Garten und zur Potsdamer Seenlandschaft liegt der ca. 300 ha große Entwicklungsbereich Bornstedter Feld. Die letzte große Entwicklungsfläche des Bornstedter Feldes ist der Areal des Bebauungsplanes Nr. 80.3 „Rote Kaserne West“.
Das Verkaufsgrundstück ist verkehrlich durch Straßen und die Tram unmittelbar an die Potsdamer Innenstadt angebunden.
Viele Einrichtungen der sozialen Infrastruktur sind fußläufig zu erreichen: zwei Grundschulen (Jakob-von-Gundling-Str. und Esplanade), zwei Kitas (Peter-Huchel-Straße und Opolestraße) sowie die Leonardo-da-Vinci-Gesamtschule (Esplanade). Weitere Kitas entstehen künftig auf den Baufeldern WA 1.1 und WA 8 zzgl. Jugendclub.
Einkaufsmöglichkeiten befinden sich ebenfalls in fußläufiger Entfernung an der Erich-Arendt-Straße.
Die Veräußerung der Grundstücke WA 4 und WA 6 in der Roten Kaserne West, B-Plan Nr. 80.3, erfolgt im Rahmen einer Konzeptvergabe mit Insertion und Zielgruppenansprache.
Das Gebotsverfahren beginnt mit der Insertion am 04.10.2019 und endet am 18.12.2019, 12:00 Uhr.
Interessenten haben die Möglichkeit, Rückfragen (ausschließlich per E-Mail) an die zuständige Projektleiterin Frau Bielfeld (Christina.Bielfeld@ProPotsdam.de) zu stellen. Die Fragen und die entsprechenden Antworten werden - sofern sie von allgemeinem Interesse sind - auf der Homepage der ProPotsdam GmbH (www.propotsdam.de/erwerben) zeitnah veröffentlicht. Fragen können bis einschließlich 15.11.2019, 12:00 Uhr gestellt werden. Später eingehende Fragen werden nicht beantwortet.
Bei der Vergabe der Grundstücke kommen folgende Bewertungsparameter zur Anwendung:
a) Höhe des Kaufpreises (40 %)
b) Qualität des Bebauungskonzeptes (30 %)
c) Qualität des Nutzungskonzeptes (30 %)
Die Einreichung von Geboten für beide Grundstücke (WA 4 und WA 6) unter Angabe einer Präferenz, soweit vorhanden, ist zulässig. Es erfolgt an ausgewählte Bieter jedoch nur die Vergabe eines WA.
Die verbindlichen, vollständigen Kaufangebote sollen bis zum 18.12.2019, 12.00 Uhr (Ausschlussfrist) in einem geschlossenen, als - Gebot für die Baugrundstücke WA 4 / WA 6 - gekennzeichneten Umschlag bei der ProPotsdam GmbH, Pappelallee 4 in 14469 Potsdam, Ansprechpartnerin Frau Christina Bielfeld, abgegeben werden. Es werden nur Gebote berücksichtigt, die schriftlich erfolgen, auf einen bestimmten Betrag lauten, die Unterlagen zum Bebauungs- und Nutzungskonzept einschließen und keine Vorbehalts- oder Bedingungsklauseln enthalten.
Weitere Informationen zum Grundstück, die Verfahrensbeschreibung sowie die Allgemeinen Ausschreibungsbedingungen entnehmen Sie bitte unseren Verkaufsunterlagen. Diese erhalten Sie über den Exposédownload unter: www.propotsdam.de/erwerben oder durch die ProPotsdam GmbH, Pappelallee 4, 14469 Potsdam, Tel.: (0331) 6206 751.
Häufig gestellte Fragen zum Objekt
Nach erster Sichtung steht zunächst die Frage, ob auf den ausschließlichen Erwerb „nur“ eines Grundstücks (so geht es nach meiner Lesart aus Ihren Unterlagen hervor) Ihrerseits bestanden werden muss?
Ja, wie auf Seite 14 der Ausschreibungsunterlagen beschrieben, erfolgt je ausgewähltem Bieter nur die Vergabe eines WA. Auch im Wege gesellschaftsrechtlicher Gestaltungen ist der Erwerb beider WA durch denselben/dieselben wirtschaftlich Berechtigten nicht möglich. Die Einreichung von Geboten für beide Grundstücke (WA 4 und WA 6) unter Angabe einer Präferenz ist zulässig.
Darüber hinaus ist für uns wichtig, inwieweit ggf. eine „Sozialquote“ einzuhalten ist (Belegungsbindung / Mietansätze etc.)?
Die Berücksichtigung von mietpreis- und belegungsgebundenem Wohnraum ist kein Wertungskriterium. Vielmehr wird eine Nutzungsmischung insbesondere durch öffentlichkeitswirksame EG-Nutzungen und die Berücksichtigung parkverträglicher Wohnformen positiv gewertet.
Können Sie uns mitteilen, ob es einen Zaun zwischen den Baufeldern und der Parkanlage gibt? Wie wird die Zuwegung vom Baufeld zum Park sein? Wird es hier eine Zaunabtrennung geben?
Da ein Teil der Parkanlage erst in den kommenden Wochen zurückgebaut wird (s. auch Seite 5 im Exposé), sind die künftigen Baufelder und der Park derzeit nicht durch eine Zaunanlage getrennt. Der Volkspark Potsdam ist eine gebührenpflichtige Parkanlage. Demzufolge ist eine Abgrenzung zur Wohnbebauung mittels Zaunanlage gewünscht. Sollte beispielsweise eine zum Park hin öffentliche EG-Nutzung angedacht werden, wird ein direkter Parkzugang (Toranlage) begrüßt, wobei eine Schließung außerhalb der Öffnungszeiten der Parkanlage in Abstimmung mit der Entwicklungsträger Bornstedter Feld GmbH sicherzustellen wäre.
Der B-Plan trifft in seiner Begründung dazu folgende Festsetzung:
Das Quartier Rote Kaserne West grenzt im Westen an den Volkspark Potsdam. Um die öffentliche Parkanlage und die privaten Grundstücke voneinander zu trennen, die Trennung aber gestalterisch in den Volkspark zu integrieren, ist hier eine einheitliche Hainbuchenhecke zu pflanzen. Zusätzliche Einfriedungen müssen so errichtet werden, dass sie von der Parkseite her nicht sichtbar sind, d.h. sie sind auf der vom Volkspark Potsdam abgewandten Seite der Hecke aufzustellen.
TF 15.2 Einfriedungen entlang der öffentlichen Grünfläche mit der Zweckbestimmung „Parkanlage“ (Volkspark Potsdam) sind nur auf der von der öffentlichen Parkanlage abgewandten Seite der festgesetzten Hainbuchenhecke zulässig. (§ 9 Abs. 4 BauGB i.V.m. § 87 BbgBO)
Ist eine Anmeldung zur Teilnahme erforderlich?
Nein, eine Anmeldung vor Einreichung der Bewerbung ist nicht erforderlich. Bis zum 18.12.2019, 12:00 Uhr sind die auf Seite 12/13 des Exposés angegebenen Unterlagen einzureichen.
Wie groß muss der Anteil der öffentlichkeitswirksamen EG-Nutzung sein und wie weit wird dies bei der Bewertung berücksichtigt?
Es gibt keine Vorgabe zum Anteil der EG-Nutzung. Es kommt auf die Konzeptideen und die Nutzungsmischung an.
Steht ein Bodengutachten zur Verfügung?
Nein, ein Bodengutachten liegt nicht vor.
In der Liste der einzureichenden Unterlagen bei Punkt 4 soll der voraussichtliche Baubeginn und die Bauzeit angegeben werden. Gibt es hierfür einen Zeitrahmen?
2020 bis 2025 kann als ungefährer Investitionszeitraum angesetzt werden. Das Bauvorhaben sollte spätestens 12 Monate nach Erteilung der Baugenehmigung begonnen und innerhalb von weiteren 30 Monaten fertiggestellt werden.
Gibt es weitere Pläne (auch DWGs) als Grundlage?
Der Bebauungsplan steht als dwg-Datei zur Verfügung und kann auf Wunsch gerne übermittelt werden.
Laut textliche Ausschreibung darf die Tiefgarage nicht zwischen zwei Gebäuden gehen. Im Exposé ist jedoch die Tiefgarageneinfahrt zwischen den Straßenblock und Mittelblock dargestellt?
In den Allgemeinen Wohngebieten WA 4.2 und WA 6.2 sind Zufahrten zu Tiefgaragen zwischen zwei Gebäuden nicht zulässig. In den allgemeinen Wohngebieten WA 4.1 und WA 6.1 sind Zufahrten zu Tiefgaragen von der Georg-Hermann-Allee nicht zulässig. Der im Exposé abgebildete Masterplan Rote Kaserne West (S. 24) sieht die Tiefgaragenzufahrten im Bereich WA 4.1 bzw. WA 6.1 seitlich neben den Gebäuden von den Planstraßen B bzw. C vor. Dies schließt der Bebauungsplan nicht aus und ist planungsrechtlich zulässig, da die Baugebiete durch unterschiedliche textliche Festsetzungen voneinander abgegrenzt sind.
Wozu müssen GF1 und GF2 (Geh- und Fahrrecht) eingetragen werden?
Festsetzungen dieser Art sind immer grundbuchlich zu sichern.
Müssen die Stellplätze im Innenhof vorgesehen werden? Wird es nachteilige bewertet, wenn man die Stellplätze im Innenbereich nicht vorsieht?
Im WA 6.2 muss auf der Fläche GSt 2 nicht zwingend eine Stellplatzanlage vorgesehen werden, d. h. ein Verzicht auf diese Stellplatzanlage wird nicht nachteilig bewertet. Der Stellplatznachweis ist gemäß Stellplatzsatzung der Landeshauptstadt Potsdam zu führen.
Ist eine Umfahrung des Bebauungsgrundstück W 6 zwingend?
Eine Umfahrung ist im WA 6 planungsrechtlich nicht vorgesehen; die im WA 6 mit GF 2 gekennzeichnete Fläche muss zu Gunsten der Feuerwehr und Rettungsfahrzeuge befahren werden können. Außerhalb der Baulinien dürfen Privatwege vorgesehen werden.
Ist der Blick vom Park in die Wohnanlage oder ist vorrangig der Blick vom Gebäude in den Park gewünscht?
Diesbezüglich gibt es vom Verkäufer keine Vorgaben. Die Vorgaben des rechtsgültigen Bebauungsplanes sind einzuhalten.
Unter welchen Einschränkungen ist es möglich, die Gebäude in Holzbauweise zu errichten? Wie werden von Ihnen die Zielvorgaben der Stadt im Bereich nachhaltigem Bauen mit Holz berücksichtigt?
Bei dieser Frage handelt es sich um eine bautechnische Einschätzung, die Ihnen Ihr Entwurfsverfasser beantworten muss. Solche Zielvorgaben der Stadt sind uns bisher nicht bekannt.
Können die schalltechnischen Untersuchungen zum B-Plan Nr. 80.3 "Rote Kaserne West" zur Verfügung gestellt werden?
Ja, die Berichte können auf Wunsch gerne übermittelt werden.
B-Plan Festsetzung Nr. 3.1: Der seitliche Grenzabstand von max. 7,5m kann an der westlichen Grundstücksgrenze wegen der Baugrenze nicht eingehalten werden. Ist damit die Festsetzung für die westliche Grundstücksgrenze zur öffentlichen Parkanlage nicht anzuwenden? Ist dort ein größerer Grenzabstand von ca. 25-30 m möglich?
Die textliche Festsetzung 3.1 lautet:
In den allgemeinen Wohngebieten WA 1, WA 2, WA 3, WA 4, WA 5, WA 6, WA 7 und WA 8 sind nur Einzelhäuser mit einer straßenseitigen Außenwandlänge von mindestens 15 m und maximal 30 m zulässig. Die Gebäude sind mit einem seitlichen Grenzabstand von mindestens 0,4 H i.S.v. § 6 Abs. 4 BbgBO und maximal 7,5 m zu errichten.
Demzufolge bezieht sich die Festsetzung zum seitlichen Grenzabstand auf den Abstand zwischen den Gebäuden und nicht auf den Abstand der Gebäude zur westlichen Baugrenze. Da an der westlichen Grundstücksgrenze Baugrenzen und keine Baulinien festgesetzt sind, können die Häuser am Park mit dem von Ihnen vorgeschlagenen Abstand zum Park errichtet werden.
Die Gebäude in WA 4.2 und WA 6.2 sind zu maximal 70% an der Baulinie zu bauen. Auf 30% darf das Gebäude hinter die Baulinie zurücktreten. Sind mindestens 70% gemeint und darf das Gebäude auch z.B. nur zu 25% hinter die Baulinie zurücktreten?
In den rückwärtigen Blockbereichen (WA 4.2 und WA 6.2) sollen die Fassaden verspringen. Dazu ist festgesetzt, dass die Gebäude zu maximal 70% an die Baulinie gebaut werden müssen und auf 30 % hinter die Baulinie zurücktreten dürfen. Die Baulinie ist grundsätzlich in allen Geschossen einzuhalten. Um einen Gestaltungsspielraum für das Staffelgeschoss (textliche Festsetzung 3.3) zu erhalten, ist daher festgesetzt, dass die Baulinie für dieses Geschoss die Wirkung einer Baugrenze hat.
Die Festsetzung lässt nur diese eine exakte Unterteilung zu.
Findet der Stellplatzverordnung/-schlüssel der Stadt Potsdam bei diesem Bauvorhaben vollumfänglich Anwendung?
Ja, der Stellplatznachweis ist gemäß Stellplatzsatzung der Landeshauptstadt Potsdam zu führen.
Werden besondere Anforderungen an die Energieeffizienz der Gebäude gestellt und wenn ja, findet dies in der Vergabe Berücksichtigung?
Besondere energieeffiziente Eigenschaften der Gebäude sind kein Wertungskriterium.
Gehen wir mit Recht von Annahme aus, dass Familien ebenfalls zu der parkaffinen Nutzergruppe zählen?
Perspektiven sind bei den einzureichenden Unterlagen nicht erwünscht. Zählen Visualisierungen ebenfalls zu den Perspektiven?
Es können bis zu 3 aussagekräftige Visualisierungen eingereicht werden.
Sind, die im Pkt. 5 des Exposes genannten Unterlagen - Schnitte und Ansichten, für jedes einzelne Gebäude oder für den gesamten Komplex zu erstellen?
Es sollen Schnitte und Ansichten aller Haustypen dargestellt werden. Kommt ein Haustyp an mehreren Stellen unverändert zum Einsatz, so muss er nur einmal dargestellt werden. Die Haustypen sind im Lageplan entsprechend zu kennzeichnen.
Können Sie uns bitte erläutern, wie künftig die Zugänglichkeit zum Park geplant ist. Entfällt wie in Masterplan dargestellt die Einzäunung, wodurch dann eine freie Zugänglichkeit gewährleistet wäre? Können, falls die Einzäunung bestehen bleibt, weitere Zugänge auf Höhe der Baufelder WA 4 und WA 6 geschaffen werden?
In Formular 3 wird nach der Geschossflächenzahl (oberirdisch) und der GFZ gefragt. Welche Unterschiede sind bei diesen beiden Bezeichnungen zu berücksichtigen?
Die im Formular 3 geforderte Angabe „Geschossflächenzahl (oberirdisch)“ meint die Summe der BGF aller Vollgeschosse oberirdisch. Im Feld zur „GFZ“ soll das Maß der baulichen Nutzung gem. § 20 BauNVO angeben werden, also das Verhältnis der gesamten Geschossfläche aller Vollgeschosse der baulichen Anlagen auf dem Grundstück zu der Fläche des Baugrundstücks.
Gibt es die Möglichkeit, uns eine bearbeitbare Version der Formulare zukommen zu lassen?
Ja, die Formulare können auf Anfrage auch als Originaldatei zur Verfügung gestellt werden.
Unter Punkt 3.1 wird die Gebäudebreite entlang der öffentlichen Straßenverkehrsfläche mit 15m - 30m definiert. Gilt diese Festsetzung ebenfalls für die Gebäude entlang der Planstraßen, welche als öffentliche Verkehrsfläche besonderer Zweckbestimmung gekennzeichnet sind?
Ja, die Festsetzung gilt für alle straßenseitigen Außenwandlängen.
Laut Beschreibung in Punkt 3.2 darf ein einzelner Gebäudekörper bis zu maximal 70% an die Baulinie geplant werden. Somit wäre es erlaubt, das Gebäude zu 60% an der Baulinie zu planen – doch wie ist die darauffolgende Formulierung „auf 30% der Fassadenlänge darf das Gebäude hinter die Baulinie zurücktreten“ in diesem Fall zu bewerten (Anteilig läge der Rücksprung dann bei 40%)?
In der Begründung zum Bebauungsplan heißt es: In den rückwärtigen Blockbereichen (WA 3.2) sollen die Fassaden verspringen. Dazu ist festgesetzt, dass die Gebäude zu maximal 70% an die Baulinie gebaut werden müssen und auf 30 % hinter die Baulinie zurücktreten dürfen. Die Baulinie ist grundsätzlich in allen Geschossen einzuhalten. Um einen Gestaltungsspielraum für das Staffelgeschoss (textliche Festsetzung 3.3) zu erhalten, ist daher festgesetzt, dass die Baulinie für dieses Geschoss die Wirkung einer Baugrenze hat. Demnach wäre ein Gebäude, das mit z.B. 60 % an die Baulinie gebaut wird und mit den übrigen 40 % zurücktritt, nicht zulässig.
In den Gestaltungsanforderungen des Exposé ist eine maximale Auskragung geplanter Balkone um 1,50 m auf 30% der Fassadenlänge begrenzt (S.7 Absatz 6). Gibt es eine entsprechende Festsetzung auch im Bebauungsplan? Im selben Absatz wird darauf hingewiesen, die räumlich fassende Konstruktion der Balkone in gleicher Materialität wie die Fassaden auszuführen. Ist neben der hauptbestandteiligen Putzfassade beispielsweise Holz ein weiteres gestaltgebendes Element, darf so auch das Balkongeländer in Holz ausgeführt werden?
Nein. Eine Überschreitung der Baulinie ist für „untergeordnete Bauteile“ (Balkone) genehmigungsfähig. Die Beurteilung der Eigenschaft „untergeordnet“ leiten wir aus §6 BrbBO und den dort in Abs. 6 genannten Abmessungen ab.
Holzwerkstoffe sind in ihrem natürlichen Materialbild oder auch im festgesetzten Farbspektrum zulässig (s. Örtliche Bauvorschrift Örtliche Bauvorschrift gemäß § 87 Abs. 1, Abs. 9 Nr. 1 BbgBO, 14.1).
Ist alternativ zum Convenience-Store ein Gemeinschaftsraum für die Bewohner und/oder eine Einrichtung eines kleinen Büros zulässig?
Zu WA 6.2: Beziehen sich die 30%, die hinter die Baulinie zurücktreten dürfen, jeweils auf ein Gebäude oder auf die gesamten Fassaden, die auf der Baulinie errichtet werden?
Die Festsetzung bezieht sich auf das jeweilige Gebäude.
Können Sie uns die „parkaffinen Wohnungen“ näher definieren?
Zu parkaffinen Wohnformen zählen Wohnungen, deren Nutzer die Parknähe suchen.
In Formular 3 ist die Frage nach der Grundfläche (m²) nach § 19 BauNVO. Diese beinhaltet dann die Baukörper, sowie alle Nebenanlagen, Stellplätze, Zufahrten, sowie Unterbauungen durch TG, etc. Die GRZ ist dann die dazugehörige Dezimalzahl und darf dann maximal 0,6 betragen, richtig?!
Die zulässige GRZ von 0,3 darf durch die Grundflächen der in § 19 Abs. 4 Satz 1 BauNVO bezeichneten Anlagen bis zu einer Grundflächenzahl von 0,6 überschritten werden.
Dann wird nach der Geschossflächenzahl (oder ist Geschossfläche in m² gemeint?!) nach § 20 BauNVO gefragt, welche ja die Summierung der BGF a ist. Die GFZ ist dann wieder eine Dezimalzahl, richtig?!
Dann wird bei den Gebäudekennzahlen wieder nach der Geschossfläche gefragt. Diese muss ja dann die gleiche Zahl sein, wie 2 Zeilen weiter oben, richtig?!
Gemeint ist dieselbe Geschossfläche, die der Berechnung der zwei Zeilen höher geforderten GFZ zugrunde liegt.
Geht in die Bewertung ein, ob das Projekt im Eigentum, in Miete, als Genossenschaft oder als Baugruppe umgesetzt wird?
Im Bebauungsplan Nr. 80.3 ist unter Punkt 14.1 geschrieben, dass „die Außenwandflächen [...] als Putzfassaden auszuführen“ sind und weiter, dass „[...] Holz [...] in ihrem natürlichen Materialbild zulässig“ ist. Wäre demnach eine Außenwandfläche einer Fassade auch als komplette Holzfassade ausführbar?
Als Material sieht der Gestaltungskodex vor allem Putz vor. Daneben sind als Fassadenmaterial Sichtmauerwerk, Klinker und sonstige tonkeramische Werkstoffe sowie Holz und Naturstein zulässig, allerdings nur in ihrem natürlichen Materialbild. Eine reine Holzfassade ist nicht zulässig.
Im Bebauungsplan Nr. 80.3 ist für die Felder WA 4.1,2 und WA 6.1,2 je eine GRZ als Höchstmaß von 0,3 und eine GFZ als Höchstmaß 1,2 festgesetzt. Balkone und Terrassen werden in die GRZ mit eingerechnet, in die GFZ nicht. Ist die Annahme richtig, dass keine bzw. nur wenige Balkone und Terrassen gewünscht sind, da ansonsten bei einem Erreichen einer GRZ von 0,3 und zusätzlich des zu 75% reduzierten obersten Vollgeschosses, nur eine GFZ </= 1,12 möglich wäre?
Nein, die Annahme ist nicht zutreffend.
Die bebaubaren Bereiche der Baufelder WA 4.1 und WA 6.1 befinden sich im Lärmpegelbereich II. Ist die Annahme richtig, dass demnach Punkt 9.1 des Bebauungsplans Nr. 80.3 nicht geltend wird, die Schlaf- und Kinderzimmer somit zur Georg-Hermann-Allee ausgerichtet werden dürfen?
Ja, die Annahme ist richtig.
Ist die Bezeichnung „Grundfläche“ im Punkt 3.2 des Bebauungsplans Nr. 80.3 so zu verstehen, dass diese auch die Flächen der Balkone und Loggien des „darunterliegenden Vollgeschosses“ inkludiert?
Wir gehen davon aus, dass sich Ihre Frage auf die Festsetzung 3.3 bezieht. Zur Ermittlung der relevanten Grundfläche sind die Regelungen des § 20 Abs. 4 BauNVO anzuwenden.
Welche öffentlichkeitswirksame EG-Nutzung ist gewünscht und inwieweit ist gewerbliche Nutzung vorgesehen, falls ja welche gewerbliche Nutzung wird favorisiert? Welche insbesondere erdgeschossigen Nutzungen sind in den umgebenden Baufeldern geplant oder umgesetzt?
Seitens der Verkäuferin gibt es keine konkreten Vorgaben für eine EG-Nutzung. Die textliche Festsetzung Nr. 1.1 des Bebauungsplans ist zu beachten. Für das benachbarte Baufeld WA 1 ist die Errichtung von gefördertem Wohnungsneubau vorgesehen. Dies gilt gleichfalls für das WA 8, wobei hier neben studentischem Wohnen und der Gebietsversorgung dienendem Gewerbe eine Kindertagesstätte und eine Jugendfreizeiteinrichtung vorgesehen sind. Abschließende Planungen liegen derzeit noch nicht vor.
Dürfen Balkone mit einer Tiefe von 1,50m um dieselbige Tiefe über die Baulinien ragen?
Ja, unter Beachtung der weiteren Voraussetzungen des § 6 Abs. 6 Nr. 3 BbgBO
Ist die Annahme richtig, dass im Punkt 3.1 des Bebauungsplans Nr. 80.3 die Bezeichnung „Außenwandlänge“ keine Balkone beinhaltet, diese demnach additiv die maximale Außenwandlänge von 30 m verlängern könnten?
Balkone zählen nicht dazu, solange es sich um untergeordnete Bauteile im Sinne des § 6 Abs. 6 Nr. 3 BbgBO handelt.

References: § 87
 § 6
 § 20
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 § 19
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 § 20
 § 20
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