Source: https://www.heizungsjournal.de/heizkostenabrechnung-von-rohrwaermeanlagen_13188
Timestamp: 2020-08-08 08:45:25+00:00

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Dies entsteht dadurch, dass ein sehr hoher Anteil der Heizwärme, meist über die Heizungsrohre, unerfasst in das Gebäude eingebracht wird. Nur ein stark reduzierter Anteil kommt an den Heizkörpern an und wird von den Heizkostenverteilern erfasst.
Die Kosten für die gesamte Heizwärme werden jedoch über die Heizkostenverteiler umgelegt, was zu einer Verteu-erung der gemessenen Einheiten und damit zu einer wesentlichen Beeinflussung der Verteilgenauigkeit der Heizkostenverteiler führen kann. Dies ist laut DIN EN 834 bei der Abrechnung zu berücksichtigen [4].
Bis vor Kurzem hatte man mit der Korrekturrechnung nach VDI 2077 Beiblatt Rohrwärme [3] noch ein bewährtes Werkzeug in der Hand, um diese Verzerrung von Heizkostenabrechnungen durch unerfasste Rohrwärmeabgabe auf ein vertretbares Maß zu reduzieren. Diese wurde analog zu §7 Abs.1 der Heizkostenverordnung (HeizkostenV) [1] auf alle Arten von Heizungsanlagen angewandt, um durch unerfasste Rohrwärme verzerrte Heizkostenabrechnungen zu korrigieren (vgl. Wall [9] [10]).
Seit dem Urteil VIII ZR 5/16 des BGH vom 15.03.2017 ist der Weg über den §7 für Heizungen, deren Rohre überwiegend unter Putz oder im Estrich verlaufen, versperrt. Der BGH hebt mit seiner Entscheidung auf den genauen Wortlaut des §7 Abs.1 der Heizkostenverordnung ab (vgl. Pfeifer [6]).
Im Rahmen dieses Beitrags sollen Möglichkeiten und Wege aufgezeigt werden, mit denen dem Problem der Verzerrung von Heizkostenabrechnungen durch unerfasste Heizwärmeeinträge (Rohrwärme) trotz des zitierten BGH-Urteils weiterhin begegnet werden kann.
Infrarotaufnahme einer Einrohrheizung mit Rohrwärmeproblematik bei stark gedrosseltem Heizkörper. Die Beheizung erfolgt zu einem großen Teil über die Rohre.
1. Anwendung der VDI 2077 über Heizkostenverordnung §11 (Ausnahmen)
Mit dem nachfolgenden Lösungsansatz sollte weiterhin eine Korrektur nach VDI 2077 im Einklang mit der HeizkostenV möglich sein, da die Korrektur ebenso über §11 Abs.1 HeizkostenV zur Anwendung kommen kann [11]. Dort steht (Auszug):
§11 (1) Soweit sich die §§ 3 bis 7 auf die Versorgung mit Wärme beziehen, sind die nicht anzuwenden 1. auf Räume,... b) bei denen............, die Erfassung des Wärmeverbrauchs oder die Verteilung der Kosten des Wärmeverbrauchs nicht oder nur mit unverhältnismäßig hohen Kosten möglich ist;
Folgender Lösungsansatz wurde bereits vorgestellt [13]:
Die derzeit einzige, praktisch anwendbare Grundlage zur Feststellung, ob bei Rohrwärmeanlagen die Erfassung und Abrechnung des Wärmeverbrauchs möglich ist, stellt die VDI 2077, als anerkannte Regel der Technik, dar. Geht man in einem konkreten Fall, auf Grundlage einer entsprechenden Überprüfung, davon aus, dass in einer Liegenschaft, die unter die Anwendungskriterien der VDI 2077 fällt,
die Erfassung der Heizwärme mit elektronischen Heizkostenverteilern für eine Heizkostenabrechnung ohne Korrektur der Rohrwärme nicht ausreichend ist,
ohne die Anwendung der VDI 2077 [3] keine sachgerechte Verteilung der Heizkosten möglich ist,
wären die Voraussetzungen der Anwendung von §11 Abs.1 HeizkostenV gegeben.
In diesem Fall wäre man nicht mehr an die Vorgaben der §§ 3 bis 7 der HeizkostenV gebunden, auf die sich die BGH-Entscheidung bezieht. Die Heizkosten könnten dann nach sachgerechten Kriterien auch weiterhin unter Anwendung der Korrektur nach VDI 2077, bei Heizungen deren Rohre überwiegend unter Putz oder im Estrich verlaufen, verteilt werden.
Dass übermäßiger, unerfasster Heizwärmeeintrag eine Heizkostenabrechnung derart verzerren kann, dass diese bei klassischer Abrechnungsweise nach Heizkostenverordnung weder plausibel noch sachgerecht ist, ist in der Fachwelt hinreichend bekannt. Aus diesem Grunde wurde die Richtlinie VDI 2077 Beiblatt Rohrwärme ins Leben gerufen. Diese gilt ausdrücklich für alle Heizungsanlagen, auch für solche, deren Rohre im Estrich oder unter Putz verlaufen.
Dass die Wärmeabgabe von nicht freiliegenden, überwiegend ungedämmten Heizungsrohren wesentlich ist und in der verbrauchsabhängigen Heizkostenabrechnung unbedingt berücksichtigt werden sollte, konnte kürzlich durch wissenschaftliche Untersuchungen detailliert nachgewiesen werden (vgl. Prof. Tritschler [7]).
Rohrwärmeproblematik bei in Estrich verlegtem, horizontalem Einrohrsystem. Einrohrsysteme neigen zu starker Rohrwärmeabgabe, da die Rohre auch bei geschlossenen Thermostatventilen mit Heizwasser durchströmt sind.
In der VDI 2077 sind Grenzwerte festgelegt, anhand derer festgestellt werden kann, ab wann Rohrwärmeabgabe die Verteilgenauigkeit wesentlich beeinflusst. Eine wesentliche Beeinflussung ist, entsprechend der für Bauartzulassung und Betrieb von elektronischen Heizkostenverteilern maßgeblichen DIN EN 834 Anhang A4, ausdrücklich zu berücksichtigen. Die Empfehlungen der VDI 2077 [3] stellen hierbei die einzige Beurteilungsmöglichkeit des Rohrwärmeeinflusses im Rahmen eines technischen Regelwerks dar.
Werden in einer Liegenschaft diese Grenzwerte überschritten, kann davon ausgegangen werden, dass die Erfassung der Heizwärme nicht ausreicht und die Heizkostenabrechnung wesentlich, und zwar zu Ungunsten einzelner Verbraucher, verzerrt ist. Entsprechend VDI 2077 und DIN EN 834 ist eine Korrektur erforderlich. Eine Heizkostenabrechnung mit elektronischen Heizkostenverteilern, ohne Korrektur des Rohrwärmeeinflusses, ist dann nicht mehr sachgerecht möglich.
Im Einzelfall wäre dann zu überprüfen, ob die eingebrachte Heizwärme mit einer anderen Geräteausstattung korrekt erfasst werden könnte. Sind die Grenzwerte der VDI 2077 überschritten und ein Umbau auf alternative Erfassungsgeräte (namentlich: Wärmemengenzähler) nicht oder nur mit unverhältnismäßig hohen Kosten möglich, greift §11 Abs.1 lit. b der Heizkostenverordnung.
Folglich ist man dann, bezüglich der Verteilung der Heizkosten, nicht mehr an die Vorgaben der §§ 3 bis 7 HeizkostenV gebunden und damit auch nicht an §7 Abs.1 S. 3 [1], welcher die Anwendung der Korrektur nach VDI 2077 [3] auf Heizungsanlagen mit freiliegenden Rohren reduziert.
Zur Verteilung der Betriebskosten gilt jedoch weiterhin BGB §556a Abs.1, S.2 (auszugsweise):
"Betriebskosten, die von einem erfassten Verbrauch …. abhängen, sind nach einem Maßstab umzulegen, der dem unterschiedlichen Verbrauch…… Rechnung trägt."
Im Sinne der Heizkostenverordnung ist einer möglichst verbrauchsgerechten Abrechnungsweise ebenfalls der Vorzug zu geben.
Eine verbrauchsabhängige Umlage anhand der vorliegenden Erfassung der Heizkostenverteiler, mit Korrekturrechnung nach VDI 2077, stellt eine sachgerechte Möglichkeit dar, weiterhin eine Umlage der Heizkosten nach BGB § 556a Abs.1 S.2 [2] zu erwirken.
Die Heizkostenabrechnung erfolgt verbrauchsabhängig und entsprechend den Vorschriften der Heizkostenverordnung (§11 Abs.1 ist erfüllt ), demnach würde kein Kürzungsrecht bestehen.
Eine reine Abrechnung nach Fläche, in Ermangelung einer alternativen, verbrauchsabhängigen Abrechnungsmethode, erscheint hier obsolet, da inzwischen weiterhin eine verbrauchsabhängige Abrechnungsmöglichkeit existiert, auch wenn eine klassische Heizkostenabrechnung entsprechend §§ 3 bis 7 der HeizkostenV nicht mehr möglich ist.
Dies gilt, entsprechend VDI 2077, ausdrücklich für alle Arten von Heizungsanlagen. Auch bei solchen, in denen die Rohre im Estrich oder in den Wänden verlegt sind. Die Korrektur nach dem Bilanzverfahren der VDI 2077 [3] bietet zudem die Möglichkeit, nachträglich auf die bereits erfolgten Heizkostenabrechnungen anwendbar zu sein.
Der Bezug auf §11 HeizkostenV und BGB §556a Abs.1, S.2 zeigt sich hier als eine technisch und sachlich korrekte Grundlage für den Einsatz der Korrektur nach VDI 2077 in allen Rohrwärmeanlagen. Die endgültige Entscheidung hierzu ist jedoch eine Rechtsfrage und obliegt dem Ermessen der Gerichte.
2. Umrüstung auf Wärmezähler
Das einzige Messgerät, das die in eine Nutzeinheit (z.B. Wohnung ) eingetragene Rohrwärme miterfassen kann, ist ein Wärmezähler. Dieser misst die Energieabgabe des in die Nutzeinheit strömenden Heizwassers, gleichgültig, ob diese über die Rohre oder die Heizkörper abgegeben wird. Je nach Ausführung des Rohrnetzes besteht gegebenenfalls die Möglichkeit, solche Geräte in eine Heizungsanlage einzubauen.
Ist ein Einbau prinzipiell möglich, steht für die betrachtete Liegenschaft zu prüfen, ob der Umbau auf Wärmezähler zu unverhältnismäßigen Kosten führt.
Zitat HeizkostenV §11 Abs.1: "Unverhältnismäßig hohe Kosten liegen vor, wenn diese nicht durch die Einsparungen, die in der Regel innerhalb von zehn Jahren erzielt werden können, erwirtschaftet werden können."
Eine Umrüstung der betroffenen Liegenschaft auf Wärmezähler ist, abgesehen von den höheren Anschaffungs- und Betriebskosten für die Wärmezähler, mit weiteren Kosten verbunden.
Diese entstehen dadurch, dass ein Umbau auf Wärmezähler Eingriffe in das Rohrnetz erforderlich macht, die je nach Aufbau der Anlage erheblich sind. Besonders bei Einrohranlagen ist durch entsprechende hydraulische Maßnahmen sicherzustellen, dass die für Wärmezähler erforderliche Mindesttemperaturdifferenz von 3 Kelvin eingehalten wird.
Die verbleibenden Laufzeiten der Verträge bzw. Anschaffungskosten für die bestehenden Heizkostenverteiler gehen ebenfalls in die Kostenbetrachtung ein.
Die beschriebenen Voraussetzungen sind für jeden Einzelfall zu überprüfen. Die Summe der Kosten dürfte in den meisten Fällen die Grenze zur Unverhältnismäßigkeit übersteigen.
3. Rückbau der Anlage auf Heizkostenverteiler auf Verdunstungsbasis
Die rechtliche Unsicherheit hat dazu geführt, dass manche rohrwärmebelasteten Heizungsanlagen wieder auf Heizkostenverteiler auf Verdunstungsbasis (Verdunster) rückgebaut wurden. Diese stellen zwar eine veraltete, aber eine immer noch zulässige Möglichkeit dar, Heizkosten zu verteilen.
Durch die physikalisch bedingte Funktionsweise dieser Geräte ist eine rechnerische Bestimmung bzw. Korrektur des Rohrwärmeeinflusses mit diesem Gerätetyp nicht möglich (vgl. VDI 2077 [3] Ziff. 4.5).
Kaltverdunstung und jegliche Fremdwärmeeinflüsse (z.B. Sonneneinstrahlung, sommerliche Aufheizung der Räume und sonstige Fremdwärmeeinträge) bewirken über das ganze Jahr hinweg eine mehr oder weniger starke Verdunstung, die durch die Überfüllung der Ampullen häufig nicht vollständig ausgeglichen wird. Dies führt zu einem Zählfortschritt der Geräte, der unabhängig von der verbrauchten Heizwärme ist. Dadurch glätten Verdunster die Verzerrung der Heizkostenabrechnung in rohrwärmebelasteten Heizungsanlagen. Dieser positive Effekt entsteht jedoch nicht durch eine exakte Messung der Rohrwärme, sondern liegt im undefinierten Bereich der Streuung der Geräte im unteren Temperaturbereich.
Um Kaltverdunstung und Fremdwärmeeinflüsse zu begrenzen, ist die Verdunstungsflüssigkeit und die Form des Röhrchens so gewählt, dass die Verdunstung bei niedrigen Temperaturen reduziert wird. Mehr Informationen hierzu: "Handbuch der Heizkostenabrechnung", Kap. 7 [8].
Verdunstungsgeschwindigkeit in einem Verdunster (Flüssigkeit: Methylbenzoat): Im unteren Temperaturbereich erfolgt eine wesentlich geringere Verdunstung. Einflüsse durch höhere Temperaturen gehen stärker ein.
Es muss sichergestellt werden, dass der überwiegende Anteil der Verdunstung durch die Erwärmung des Heizkörpers erfolgt. Laut DIN EN 835 sind Verdunster deshalb nur für Heizungsanlagen geeignet, die eine mittlere Auslegungstemperatur von mindestens 55 °C (Typ B) bzw. 60 °C (Typ A) aufweisen [5]. Bei Einrohranlagen sind verschärfend die Temperaturspreizungen in der Anlage zu beachten. Dies gilt bereits für Anlagen mit korrekter Einstellung und ordnungsgemäßem Betrieb.
Bei rohrwärmebelasteten Heizungsanlagen werden die meisten Heizkörper jedoch gar nicht oder nur stark gedrosselt betrieben, da die Rohrwärme einen großen Teil des Heizwärmebedarfs übernimmt.
Dies führt meist dazu, dass die Geräte, trotz ausreichend hoher Auslegungstemperatur der Heizungsanlage, unterhalb ihrer bauartbedingten Mindesttemperatur betrieben werden.
Daher sind Verdunster in rohrwärmebelasteten Anlagen nur in besonderen Fällen bei sorgfältigster Auslegung geeignet, eine verbrauchsabhängige Verteilung der Heizkosten gemäß der hierfür geltenden DIN EN 835 zu bewirken.
Eine künftige Sanierung der Heizungsanlage bewirkt im Allgemeinen eine Reduzierung der Vor- und Rücklauftemperaturen. Dies kann wiederum dazu führen, dass die neu eingebauten Verdunster für die überholte Heizungsanlage nicht mehr geeignet sind und wiederum durch elektronische Geräte ersetzt werden müssen. Falls erwogen wird, Verdunster als Ersatz für elektronische Heizkostenverteiler in rohrwärmebelasteten Anlagen zu verwenden, ist demnach eine Kostenbetrachtung unter Berücksichtigung der Laufzeiten vorhandener und künftiger Heizkostenverteiler durchzuführen.
Laborbetriebsleiter WTI Mannheim, Hochschule Mannheim - Sachverständige Stelle A2 für Heizkostenverteiler gemäß §5 HkVo.
Weitere Artikel von Klaus Keller
Kommentiert am 19. Juni 2019 um 15:40 Uhr
Ein sehr interessanter Artikel. Wir erleben aber gerade in unserer WEG, dass die Umstellung von HKVs auf Wärmemengenzähler die Abrechnung nicht gerechter sondern eher ungerechter gemacht hat. Nicht die Rohrwärmeabgabe in der zum Heizstrang gehörenden Wohnung ist dabei das Problem, sondern der Verlust in den Leitungen auf dem Transportweg zu und von den Wohnungen. Naturgemäß erhöht sich die Ungenauigkeit mit der Geschosslage der Wohnung. Die oberen Wohnungen heizen die unteren Wohnungen mit. Und zwar in so einem Ausmaß, dass dort kaum noch geheizt werden muss. Auch bei komplett geschlossenen Heizkörpern rast der Verbrauchszähler. Ich habe folgenden (ungefähren) Wert ermittelt: es sind zwei baugleiche Wohnungen im Dachgeschoss vorhanden. Der Heizkreislauf ist aktiv, d.h. die Regler an den Wärmemengenzählern an der Heizungsanlage im Keller sind geöffnet. Bei Wohnung A sind die Heizungsventile geschlossen, in Wohnung B wird die Wohnung (moderat) geheizt. Wohnung A hat trotz geschlossener Heizkörperventile eine Verbrauch von ca. 60% im Vergleich zu Wohnung B. Wir haben seit der Umstellung auf Wärmemengenzähler völlig absurde Verbrauchszuordnungen, mit der Folge, dass die Hausverwaltung uns geraten hat, die Regler im Keller zu schließen. Theoretisch geht das, denn unsere Wohnungen (die im Dachgeschoss) sind selten genutzte Ferienwohnungen. Aber was machen Sie im Januar bei -20°Grad? Oder in dem Fall, dass die Wohnungen dauerhaft bewohnt wären? Nach meiner Erfahrung ist der Verbrauch in einem Rohrwärmeobjekt schwer zu korrigieren. Der Einbau von Wärmemengenzählern verschlimmbessert die Situation nur.
Toralf Brecht-Schmidt
Kommentiert am 02. April 2020 um 13:54 Uhr
Nach §7 der HKVO, Ziffer 1, Satz 2 sind "in Gebäuden, die...… und in denen die freiliegenden Leitungen der Wärmeversorgung überwiegend gedämmt sind", die Heizkosten zu 70 % nach dem erfassten Wärmeverbrauch zu verteilen. Bedeutet das Urteil des BGH nicht ebenso, dass die u. a. nach diesem Kriterium - nur gedämmt anstatt ungedämmt - festgelegte Umstellung der Abrechnung zu 70 % nach Verbrauch neu hinterfragt werden muss ? Wenn also die unter Putz oder im Estrich verlaufenden Heizleitungen ungedämmt sind und die freiliegenden/sichtbaren Leitungen gedämmt, dann hätte die Abrechnung nach dem Wortlaut des BGH-Urteils umgestellt werden müssen. Haben die Nutzer bzw. Mieter - ggfs. auch rückwirkend - ein Anrecht auf die Umstellung der Heizkosten-Abrechnung ?
Die Richtlinie VDI 2077 Beiblatt - Rohrwärme - [1] wurde bisher, analog zu §7 Abs. 1 der Heizkostenverordnung, auf alle Arten von Heizungsanlagen angewandt, um durch unerfasste Rohrwärme verzerrte Heizkostenabrechnungen zu korrigieren. Seit dem Urteil VIII ZR 5/16 des BGH, ist der Weg über den §7, für Heizungen, deren Rohre überwiegend unter Putz oder im Estrich verlaufen, nicht mehr zulässig. weiterlesen

References: §7
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