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Timestamp: 2013-05-19 22:16:16+00:00

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Wogeno Zürich - Wogeno-Statuten
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Name, Zweck, Grundsätze
Unter dem Namen Genossenschaft WOGENO Zürich besteht mit Sitz in Zürich eine Genossen­schaft.
Die Genossenschaft ist gemeinnützig. Sie bezweckt, ihren Mitgliedern durch Bau, Finanzierung und Kauf preisgünstigen Wohn- und Gewerberaum zu verschaffen, diesen zu unterhalten und dauernd der Spekulation zu entziehen, um selbstverwaltete, sichere und gemeinschaftliche Wohnformen zu verwirklichen.
Mitglieder in Liegenschaften der Genossenschaft organisie­ren sich in Hausgemeinschaften. Gegenüber der Genossen­schaft tritt die Hausgemeinschaft als Mieterin auf. Sie ver­waltet das Mietobjekt in weitgehender Selbstverwaltung.
Die Liegenschaften der Genossenschaft sind jeder spekula­tiven Verwendung dauernd zu entziehen. Der Verkauf einer Liegenschaft oder Teilen davon ist ausnahmsweise unter sichern­den Auflagen zulässig. Er bedarf der mit einer Mehr­heit von drei Vierteln beschlossenen Zu­stimmung der Generalversammlung. Der Verkaufspreis für Bauten, die weiterhin für Wohnzwe­cke oder Kleingewerbe bestimmt sind, soll in einem angemessenen Verhältnis zu den Anlage­kosten und der seit der Erstellung eingetretenen Teuerung stehen. Die vorstehenden Bedin­gungen gelten sinngemäss auch für die Einräumung des Baurechtes an überbauten Grundstü­cken.
Erläuterungen zu 1.4
Das Spekulationsverbot gilt sowohl für den Erwerb und den Besitz als auch für die Veräusserung einer Liegenschaft. Das heisst insbesondere, dass Häuser nicht zu einem Preis, der wesentlich höher liegt als der Verkehrswert, gekauft werden dürfen, dass keine Luxusrenovationen vorgenom­men werden dürfen und dass diese Häuser als möglichst billiger Wohn- und Kleingewerberaum den WOGENO-Mit­gliedern erhalten bleiben.
Jedes Mitglied hat gemäss freier Raumkapazität Anspruch auf angemessenen Wohn- oder Gewerberaum. Die Mindestbelegung einer Wohnung wird nach Übernahme der Liegenschaft durch den WOGENO-Vorstand geregelt.
Über Ausnahmen, z. B. Arbeitsplätze, Gemeinschaftsräume, besondere Wohnformen entschei­det der Hausverein in Absprache mit dem Vorstand. Ohne Einigung ist die Geschäftsprüfungs­kommission die Entscheidungsinstanz. Wird Wohnraum unterbelegt und wird die schriftliche Auffor­derung der Hausgemeinschaft resp. des WOGENO-Vorstan­des in eine angemessene Wohnung umzuziehen oder neue Mitglieder auf­zunehmen, innert 2 Jahren nicht befolgt, hat die Vermieterin die Kündigung auszusprechen. Besteht diese Unterbelegung länger als 2 Jahre, kann der Vorstand die Genossen­schaftsmit­gliedschaft aufheben.
1.6 Die Hausmietzinse werden nach den Selbstkosten berechnet und von der Hausgemeinschaft als Ganzes entrichtet (siehe Art. 5.6 und 5.7.).
Die Mietzinse staatlich geförderter Wohnungen richten sich nach den entsprechenden Vor­schriften. 1.7 Die Hausgemeinschaften können Hausverwaltungsverträge abschliessen. Die übrigen Bestim­mungen zum Hausmietvertrag gelten sinngemäss. In diesem Fall tritt die WOGENO Zürich als Vermieterin auf. Mitgliedschaft
2.1 Mitglieder der Genossenschaft können handlungsfähige natürliche und juristische Personen werden, die nicht dem Genossenschaftszweck zuwiderlaufende Interessen vertreten. Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand. Die Aufnahme gilt als vollzogen, wenn das werdende Mitglied alle seine mit dem Eintritt ver­bundenen Formalitäten erledigt hat und der Vorstand das Mitglied aufgenommen hat. In der Regel müssen sämtliche handlungsfähigen Bewohner und Bewohnerinnen auch Genos­senschafterinnen und Genossenschafter werden.
2.2 Die Mitgliederzahl ist unbeschränkt.
Pflichten der Genossen­schaf-terinnen und Ge­nossen­schafter
· die Interessen der Genossenschaft in guten Treuen zu wahren
· den Statuten, dem Leitbild und Beschlüssen der Genos­sen­schafts­organe nachzuleben.
Mitglieder­anteil­scheine
Jedes Mitglied muss mindestens einen auf seinen Namen lautenden Mitgliederanteilschein von Fr. 3000.- zeichnen.
Wohnungs­anteil­scheine / Solidari-tätsbeiträge
Mitglieder, die zugleich Mieterinnen oder Mieter in einer Genossenschaftsliegenschaft sind, haben über den Mitgliederanteilschein hinaus den zur Finanzierung der Liegenschaft erforderli­chen Betrag an Wohnungsanteilscheinen mit einem Nennwert von Fr. 100.-- nach Massgabe der beanspruchten Räume zu übernehmen. Ausnahmen von dieser Bestimmung können vom Vorstand beschlossen werden. Der Maximalbetrag beträgt 20% der Anlagekosten der gemie­teten Räumlichkeiten.
Wohnungsanteilscheine können mit Mitteln der beruflichen Vorsorge erworben werden. Der Vorstand regelt den Vollzug in einem Reglement.
Mitglieder können zu Solidaritätsbeiträgen gemäss Art. 5.8 verpflichtet werden.
Erläuterungen zu 2.5
Die Hausgemeinschaft hat in der Regel das erforderliche Eigenkapital für die Liegenschaft selber aufzubrin­gen. Für dieses Eigenkapital werden von der WOGENO Wohnungs­anteilscheine ausgegeben. Jedes Mitglied einer Hausge­meinschaft hat in der Regel nach Massgabe des von ihm beanspruchten Raumes solche Wohnungsanteilscheine zu übernehmen. (siehe Art. 3.3). Der Mitgliederanteilschein im Wert von Fr. 3000.-- zum Erwerb der Mitgliedschaft kann angerechnet werden. Für Gewerberäume gelten die obigen Bestimmungen sinn­gemäss. 2.6 Die Mitgliedschaft erlischt durch:
· Austritt · Ausschluss
· Tod der natürlichen oder Auflösung der juristischen Person.
Ein Austritt muss ein Jahr im voraus schriftlich auf das Ende des Geschäftsjahres erklärt wer­den. Der Vorstand kann in begründeten Fällen den Austritt auf einen früheren Zeitpunkt bewilli­gen. Hat die Mitgliedschaft weniger als 2 Jahre gedauert, wird vom austretenden Mitglied eine Umtriebsentschädigung von maximal Fr. 200.-- verlangt. Ist das Mitglied Mieterin oder Mieter von Räumlichkeiten der Genossenschaft, setzt der Austritt die Kündigung des Mietvertrages voraus. War das ausscheidende Mitglied Mieterin oder Mieter in einer Genossenschaftsliegenschaft, so hat ihm die entspre­chende Vermieterin unverzüglich das Mietverhältnis auf den nächstmöglichen Termin zu kündigen. Zum Zeitpunkt des Austritts darf kein Mietverhältnis mehr bestehen.
2.8 Ausscheidende Mitglieder haben kein Anrecht auf das Ge­nos­sen­schaftsvermögen (vorbehalten bleibt Art. 3.5 ff).
2.9 Ein Mitglied kann vom Vorstand auf Antrag eines Hausver­eins jederzeit oder von der Generalver­sammlung ausge­schlossen werden, wenn es trotz schriftlicher Mahnung seine statutarischen oder mietvertraglichen Verpflichtungen grob verletzt oder in schwerwiegender Weise die Genossenschaft schädigt oder gefährdet.
Dem ausgeschlossenen Mitglied steht während 30 Tagen nach dem Empfang der Mitteilung das Recht auf Berufung an die nächste Generalversammlung zu. Die Berufung hat keine auf­schiebende Wir­kung auf die Kündigung des Mietverhältnisses, doch hat der/die Ausgeschlos­sene das Recht, in der Generalversammlung seine/ihre Sicht selber darzulegen oder darlegen zu lassen.
Die Anrufung des Richters innerhalb von 3 Monaten nach Art. 846 Abs. 3 OR bleibt in jedem Fall vorbehalten. Sie hat ebenfalls keine aufschiebende Wirkung.
Mittelbeschaf­fung
Die Genossenschaft beschafft die erforderlichen Mittel aus:
· den Genossenschaftsanteilscheinen (siehe Art. 2.4ff)
· Darlehen mit oder ohne Grundpfandverschreibung
· den Solidaritätsbeiträgen der Mitglieder (siehe Art. 2.5)
· einer eigenen Depositenkasse
· Geschenken, Legaten und zweckgebundenen Zuwendungen
· allfälligen Betriebsüberschüssen
Zinsen und Fonds
Aus einem allfälligen Reinertrag kann auf die Mitgliederanteilscheine ein Zins ausgerichtet wer­den, jedoch höchstens zu dem für die Befreiung von der eidg. Stempelabgabe zulässigen Höchstsatz und unter Beachtung der Grenzen von Bestimmungen der Wohnbauförderung. Es wird ein Reservefonds nach Massgabe von Art. 860 OR geäufnet.
Es wird ein Erneuerungsfonds gebildet, dem jährlich der steuerbefreite Maximalbetrag jeder Liegenschaft zuzuweisen ist. Der Erneuerungsfonds dient bei grösseren Renovationen der Finanzierung der nicht wertvermehrenden Investitionen. Es wird ein Solidaritätsfonds gebildet (siehe Art. 2.5 und Art. 5.8).
3.3 Um wirtschaftlich schwachen Personen die Mitgliedschaft zu erleichtern, kann der Vorstand Darlehen gewähren.
Die persönliche Haftbarkeit der Mitglieder ist ausgeschlos­sen. Für die Verbindlichkeiten der Genossenschaft haftet nur das Genossenschaftsvermögen.
Rückzahlung von Genossen­schafts­anteilscheinen
3.5 Aus der Genossenschaft ausscheidenden Mitgliedern beziehungs­weise deren Erben werden auf Verlangen die Genossenschafts­anteilscheine zurückbezahlt. Die Rückzahlung erfolgt zum Bilanzwert des Austrittsjahres unter Ausschluss der Reserven und Fondseinlagen, höchstens aber zum Nominalwert. Vorbehalten bleiben die gesetzlichen Restriktionen bei aus Mitteln der beruflichen Vorsorge erworbenen Genossenschaftsanteilscheinen.
Die Rückzahlung der Wohnungsanteilscheine erfolgt nach Been­digung des Mietverhältnisses, die Rückzahlung des Mitglieder­anteilscheins zum Zeitpunkt des Austritts.
Verrechnungen von Forderungen
3.7 Forderungen der Genossenschaft oder der Hausgemein­schaft gegenüber dem ausscheidenden Mitglied können mit den Genossenschaftsanteilscheinen verrechnet werden.
Die Organe der Genossenschaft sind: · die Generalversammlung
· die Geschäftsprüfungskommission.
versamm­lung
Zur Teilnahme an der Generalversammlung ist jedes Mitglied der Genossenschaft berechtigt. Es kann sich durch ein anderes Mitglied mittels schriftlicher Vollmacht vertreten lassen.
· Genehmigung der Protokolle der Generalversammlun­gen
· Abnahme des Jahresberichtes, der Betriebsrechnung und der Bilanz
· Entgegennahme der Berichte der Revisionsstelle, der Geschäftsprüfungskommission sowie Entlastung des Vorstandes
· Beschlussfassung über die Verwendung des Reinertrages
· Wahl des Vorstandes, der Revisionsstelle und der Geschäfts­prüfungskommission
· Bewilligung von Stellenprozenten der Geschäftsstelle
· Ausschluss von Mitgliedern der Genossenschaft
· Berufungen gegen Ausschlussbeschlüsse des Vorstandes
· Bewilligung von finanziellen Mitteln für Arbeitsgruppen
· Entscheide über Rekurse gegen die Geschäftsprüfungskom­mission.
b) Liegenschaften
· Erstellen allgemeiner Richtlinien für den Kauf von Liegenschaften
· Stellungnahme zu Liegenschaftenkäufen. Die Stellung­nahme hat konsultativen Charakter.
· Beschluss von Umbauprojekten, die 1 Million Schweizer Franken übersteigen, oder bei denen Vorstand und Hausverein keine Eini­gung erzielten.
· Genehmigung von Projektierungskrediten für Neubau­ten (ausgenommen Kredite für Vorpro­jekte)
· Genehmigung von Neubauprojekten
· Verkauf von Liegenschaften
· Genehmigung der Formularverträge für Hausmiet- und Hausverwaltungsverträge sowie Wohnungs­­mietverträge
· Genehmigung von Musterstatuten für Hausgemein­schaften
· Beschlussfassung über die Höhe der Solidaritätsbei­träge
· Beschlussfassung über den Beitrag zur Finanzierung der Verwaltungskosten.
· Beschluss über Anträge, die dem Vorstand bis spätestens ein Monat vor der Generalver­sammlung eingereicht wurden
· Änderung und Ergänzung der Statuten sowie Auflösung oder Fusion der Genossenschaft
· Erlass von Ausführungsbestimmungen der Statuten
Genehmigung des Leitbildes.
Die Generalversammlung beschliesst und wählt in der Regel in offener Abstimmung. Sie kann geheime Abstim­mung beschliessen. Sie wählt oder beschliesst, sofern das Gesetz oder die Statuten nichts anderes vorsehen, mit dem einfachen Mehr der abgegebenen Stimmen.
Die schriftliche Einladung zur Generalversammlung hat mindestens 14 Tage vor der Versamm­lung unter Bekannt­gabe der Traktanden zu erfolgen.
· wenn sie von der Revisionsstelle, von der Geschäftsprü­fungs­kommission oder vom Vor­stand verlangt wird.
· wenn sie von einem zehnten Teil der Mitglieder schrift­lich durch eigenhändiges Unterzeich­nen des Begeh­rens und unter Angabe des Verhandlungsgegenstan­des verlangt wird. Die Einberufung hat innert 4 Wochen nach Eingang des Begehrens zu erfolgen.
· wenn sie eine vorhergehende Generalversammlung beschlossen hat.
Der Vorstand besteht aus wenigstens fünf Mitgliedern. Der Stadt Zürich wird das Recht einge­räumt, eine Vertreterin / einen Vertreter in den Vorstand abzuordnen, solange sie an der Genos­senschaft finanziell beteiligt ist. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte seiner Mitglieder anwesend sind. Beschlüsse werden mit einfachem Mehr gefasst. Der Vorstand ist zuständig für den Kauf von Liegenschaften und für alle Geschäfte, die nicht durch Gesetz oder Statuten anderen Organen vorbe­halten sind. Ausserdem ist der Vorstand für die Einstellung von Personal zuständig. Der Vorstand kann eine Ge­schäftsstelle einrichten.
Der Vorstand bestimmt die Zeichnungsberechtigung, wobei nur Kollektivunterschrift zu zweien erteilt werden kann.
Entschädi­gung
Der Vorstand kann bestimmen, dass an Mitglieder der Organe und Kommissionen der Genossen­schaft für ihre Tätigkeit eine mass­volle Entschädigung ausgerichtet wird.
Die Gesamtsumme der Entschädigungen aller Organe ist in der Rechnung auszuweisen.
Die Geschäftsstelle wird von einem/einer Geschäftsfüh­rer/in geleitet. Ihm/ihr ist das Genossen­schaftspersonal unterstellt. Der/die Geschäftsführer/in nimmt mit beratender Stimme an der Vorstandssitzung teil.
Revisions­stelle
Die Revisionsstelle hat die Pflicht, das Rechnungswesen nach den gesetzlichen Vorschriften zu prüfen. Stellt sie Unregelmässigkeiten fest, so trifft sie von sich aus die ihr nach Gesetz und Statuten geeignet erscheinenden Massnahmen und informiert die Generalversammlung. Geschäfts-
Die Geschäftsprüfungskommission besteht aus mindestens drei Genossenschaftsmitgliedern. Sie überwacht die Tätigkeit des Vorstandes auf Einhaltung der Statuten, des Leitbildes und der Reglemente sowie der Beschlüsse der GV und legt darüber Bericht ab. Sie entscheidet bei Konflikten zwischen Hausgemein­schaften und Vorstand.
Den Mitgliedern der Genossenschaftsorgane dürfen keine Tantiemen ausgerichtet werden.
Haus­gemein­schaft
Alle Mitglieder, die Räume von Genossenschaftsliegen­schaften mie­ten, schliessen sich in Hausgemeinschaften zusammen. Die Hausgemeinschaft wird pro Liegenschaft, in grossen Liegenschaften unter Umständen pro Treppenhaus oder nach anderen Kriterien gebildet.
Die Hausgemeinschaft organisiert sich als Verein.
Hausmietverträge dürfen nur mit als Verein organisierten Hausgemeinschaften abgeschlossen werden, die nachfol­gende Verpflichtungen erfüllen:
· schriftliche Vereinsstatuten zu führen, welche die Mindestanfor­derungen der Musterstatuten für Hausgemeinschaften erfüllen;
· die Statuten sowie allfällige Änderungen sind dem WOGENO-Vorstand zur Genehmigung vorzulegen.
· die Bestimmungen der Statuten, Leitbilder und Be­schlüsse der Genossenschaftsorgane einzuhalten;
· die Wohnungsmietverträge der WOGENO zu verwen­den;
· eine offene Buchhaltung gemäss dem Kontenplan der WOGENO zu führen und jährlich der Geschäftsstelle der Genossenschaft einzureichen;
· gegenüber der WOGENO eine Vertreterin / einen Vertre­ter und eine Kassierin / einen Kassier zu bezeichnen; · die Liegenschaft sorgfältig zu unterhalten.
Die Hausvereinsstatuten müssen eine persönliche Haftung der Hausvereinsmitglieder bis zum Betrag von CHF 3'000.-- vorsehen. Die Wogeno hat das Recht, Forderungen gegenüber dem Hausverein aus vorsätzlich oder grobfahrlässig unterlassenem Liegenschaftenunterhalt vom Anspruch des ausscheidenden Mitglieds auf Rückzahlung des Anteilscheinkapitals in Abzug zu bringen. Ausgenommen sind Haftungsfälle, in denen das Genossenschaftsmitglied dem Vorstand eine ausdrückliche schriftliche Abmahnung zugeschickt hat. Im übrigen haftet der Verein gegenüber seinen Gläubigern nur mit dem Vereinsvermögen.
Die Genossenschaft überlässt ihre Liegenschaften den Hausgemeinschaften in weitgehender Selbstverwaltung.
Haus­miet­vertrag
Die Genossenschaft schliesst mit dem Hausverein einen Hausmiet- oder Hausverwaltungsvertrag ab. Eine Kündigung kann nur erfolgen, wenn der Hausverein trotz schriftlicher Mahnung seinen statutarischen, oder mietrechtlichen oder vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Gegen die Kündigung des Hausverwaltungsvertrages kann der Hausverein innert 30 Tagen ab Erhalt schriftlich die GPK anrufen, die als Schiedsgericht endgültig entscheidet. Die Anfechtung der Kündigung des Hausmietvertrages richtet sich nach den mietrechtlichen Bestimmungen. 5.7
a) von der Genossenschaft verwalteter Mietzinsanteil:
· Zins der I. und II. Hypothek
· Darlehenszinsen
· Zins für WOGENO-Darlehen
· Zins für die Mitgliederanteilscheine der Wohnenden (jedoch ohne Zins für die Wohnungsanteil­scheine)
· Rückstellungen in den Liegenschaftenfonds (Erneuerungsfonds) sowie Abschreibungen resp. Einlagen in den Amortisationsfonds
· einem Beitrag zur Finanzierung der Verwaltungskosten, soweit sie nicht durch andere Einnah­men gedeckt sind.
b) von der Hausgemeinschaft verwalteter Mietzinsanteil:
Kosten für den ordentlichen Unterhalt, Gebühren, Abgaben und Versicherungen
c) Zusätzlich zum Mietzins können von der Generalversammlung beschlossene Solidaritätsbei­träge in den Solidaritätsfonds erhoben werden.
Bis genügend Rückstellungen für den ausserordentlichen Unterhalt und umfassende Sanierun­gen der Liegenschaft geäufnet sind, kann die Genossenschaft von der Festsetzung des Miet­zinses nach dem reinen Kostenprinzip abweichen.
Befristete Objekt­hilfe
(Solidari­täts­fonds)
Der Solidaritätsfonds wird durch die von der Generalversammlung beschlossenen Solidaritätsbei­träge und eventuelle andere Zuwendungen gespeist. Er wird vom Vorstand verwaltet und in der Jahresrechnung separat ausgewiesen. Über die Verwendung orientiert der Vorstand im Rahmen des Jahresberichtes.
Aus dem Solidaritätsfonds können durch Vorstandsbeschluss u. a.:
· Einzelpersonen in finanziellen Schwierigkeiten unterstützt, · Hausmietzinse oder Einzelmietzinse nach dem Erwerb oder nach grösseren Sanierungen subventioniert,
· Marktbedingte Leerstände von Mietobjekten oder Mietzinsausfälle wegen nicht kostendecken­der Vermietung übernommen werden.
· Beiträge an ökologische Sanierungen geleistet werden.
Zahlungen aus dem Solidaritätsfonds müssen befristet sein. Die Einzelheiten regelt der Vor­stand.
Ver­mie­tung und -Zuteilung / Weiter­vermietung
Die Hausgemeinschaft verpflichtet sich, freiwerdende Räum­lichkei­ten umgehend der Geschäfts­stelle zu melden. Diese besorgt die Ausschreibung zur Neuvermietung. Die Haus­gemeinschaft ist verpflichtet, die Räumlichkeiten an Mitglie­der der Genossenschaft zu vermieten, sofern solche Bewer­bungen vorliegen. Mitglieder anderer WOGENOs sind den Mitgliedern der WOGENO Zürich gleichgestellt. Bei der Vermietung sind die Mustermietverträge der WOGENO zu verwenden. 5.10
Die Zuteilung der Wohnungen erfolgt im gegenseitigen Einverständnis zwischen Genossen­schaftsvorstand und Hausgemeinschaft. Dabei sind folgende gleichwertige Krite­rien massge­bend:
· Integrierfähigkeit in die bestehende Hausgemeinschaft
· persönliche finanzielle Verhältnisse
· Dauer der Mitgliedschaft
· Dringlichkeit des Wohnungswechsels
Eine freiwerdende Wohnung wird unter Beizug einer Vertre­terin / eines Vertreters des WOGENO-Vorstandes von der Hausgemeinschaft vergeben. Dabei darf kein Anwärter / keine Anwärterin zum vornherein ausgeschlossen werden. Ist dies nicht gewährleistet, oder können sich die Mitglieder der Hausgemeinschaft nicht einigen, entscheidet der WOGENO-Vorstand.
Erläuterungen zu 5.10
Bei der Wohnungszuteilung in neu erworbenen Liegen­schaften sollen in erster Linie BewohnerInnen, in zweiter Linie die InitiantInnen berücksichtigt werden, unter der Be­dingung, dass diese der WOGENO baldmöglichst beitreten, und in dritter Linie die übrigen GenossenschafterInnen ge­mäss Kriterienliste der Statuten.
BewohnerInnen sind die zum Zeitpunkt des Vertragsab­schlusses in der betreffenden Liegenschaft wohnen­den Leute. InitiantInnen sind die Mitglieder einer geschlossenen Gruppe, die für ihre eigenen Wohnbedürf­nisse gemeinsam nach käuflichen Häusern suchen, und dabei auf die betref­fende Liegenschaft gestossen sind. BewohnerInnen, die nicht der WOGENO beitreten wollen, wird vom Vorstand gekündigt. Er gewährt ihnen von sich aus eine Erstreckung des Mietverhältnisses, mindestens in dem Umfang, den sie durch das Mietgericht mit guten Chancen erhalten können.
Die Hausgemeinschaft setzt den Mietzins der Mitglieder nach den Selbstkosten fest. Die Auf­teilung der einzelnen Wohnungsmietzinse kann im Rahmen der mietrechtlichen Vorschriften nach solidarischen Prinzipien erfolgen. Werden Beiträge aus dem Solidaritätsfonds der Genossen­schaft bezogen, kann der Vorstand die Aufteilung überprü­fen. Er kann der Hausgemeinschaft eine Änderung der Aufteilung vorschlagen. Kommt keine Änderung zustande, entscheidet der Vorstand resp. die Geschäftsprüfungs­kommission.
Die Hausgemeinschaft verpflichtet sich gegenüber der Ge­nossen­schaft, das gemietete Objekt im Rahmen der Selbst­verwaltung zu unterhalten und die notwendigen Arbeiten zur Werterhal­tung der Liegenschaft vorzunehmen. Sämtliche Unterhaltsarbeiten, welche aus den Rückstel­lungen des Erneuerungsfonds zu bezahlen sind, müssen mit der Ge­schäftsstelle, resp. dem WOGENO-Vorstand vorgängig der Ausführung abgesprochen und von diesen bewilligt werden.
Umfassende Sa­nierungen
Umfassende Sanierungen und Ausbauvorhaben müssen grundsätzlich durch den WOGENO-Vorstand geprüft und bewilligt werden. Investitionen bis 1 Million Schweizer Franken werden vom Vorstand bewilligt. Investitionen über 1 Million Franken werden von der Generalversamm­lung bewilligt. Jedes Projekt weist die Anteile werterhaltender und wertvermeh­render Investition aus.
Die Hausgemeinschaft hat Anspruch darauf, dass die Rück­stel­lun­gen für Erneuerungen und Unterhalt zur Verfügung gestellt werden. Darüber hinaus kann die Generalversamm­lung die erforderlichen Mittel vorschiessen.
Statuten­-
Änderungen und Ergänzungen der Statuten können durch die Generalversammlung beschlos­sen werden, wenn 3/4 der Anwesenden dafür stimmen (vorbehalten Art. 889 OR Abs. 1).
Die vorgeschlagenen Änderungen und Ergänzungen müs­sen den Mitgliedern in ihrem genauen Wortlaut spätestens 14 Tage vor der Generalversammlung bekannt sein.
Die Art. 1.3 bis 1.7, 6.3, 6.4. und 6.6. können durch einen Beschluss abgeändert oder aufge­hoben werden, dem 4/5 aller Mit­glieder zustimmen.
6.4 Die Auflösung oder Liquidation oder Fusion (mit Löschung der WOGENO als Folge) kann nur mit Zustimmung von mindestens 4/5 sämtlicher Mitglieder beschlossen werden. Für andere Fusionen ist eine 2/3-Mehrheit der abgegebenen Stimmen erforderlich.
Im Falle einer Liquidation werden die Genossenschaftsanteile nach Deckung der Passiven, höchstens zum Nennwert, ausbezahlt.
Ein allfälliger Überschuss wird der Stadt Zürich für den gemeinnützigen Wohnungsbau zur Verfügung gestellt.
Mitteilungen, Publika­tions­organ
Mitteilungen an die Mitglieder der Genossenschaft erfolgen schriftlich. Publikationsorgan ist das Schweizerische Han­delsamtsblatt.
6.8 Diese Statuten und ihre Änderungen sind vor der Be­schlussfassung durch die Generalver­sammlung dem Bun­desamt für Wohnungswesen vorzulegen. Zürich, den 26. August 1982
abgeändert: 25. Januar 1984
abgeändert: 1. Januar 1989
Gesamtüberarbeitung: 10. Juli 1995
abgeändert am 20. August 1996, 23. Juni 1997, 28. Mai 2008, 27. Mai 2009, 31. August 2010, 24. Mai 2011

References: Art. 5
 Art. 5
 Art. 3
 Art. 3
 Art. 846
 Art. 2
 Art. 2
 Art. 860
 Art. 2
 Art. 5
 Art. 889
 Art. 1