Source: https://www.elo-forum.org/allgemeine-fragen/136627-fragen-nahtlosigkeit.html
Timestamp: 2018-08-21 08:46:16+00:00

Document:
Fragen zur Nahtlosigkeit - Erwerbslosen Forum Deutschland (ELO-Forum)
Start > Information > Allgemeine Fragen -> Fragen zur Nahtlosigkeit
Post #1730817 (2)
Post #1727189 (2)
Post #1731056 (2)
Post #1727490 (1)
17.08.2014, 12:04 #1
Lena1981->Emailproblem
Fragen zur Nahtlosigkeit
Mehr Beiträge von Lena1981 finden
17.08.2014, 12:27 #2
AW: Fragen zur Nahtlosigkeit
Der "nun ausgeschöpfte ALG-Anspruch" bezieht sich vermutlich nur auf den Restanspruch von rund einem Monat, der am 12. November 2012 noch vorhanden war.
Du müßtest während des KG-Bezuges in der Arbeitslosenversicherung pflichtversichert gewesen sein (§ 26 Abs. 2 Nr. 1 SGB III - bitte dort nachlesen), so daß entsprechende Beitragszeiten entstanden sein dürften. Die erste Periode von November 2012 bis Oktober 2013 hat noch nicht für einen neuen Anspruch gereicht. Mit der neuen Zahlung von KG müßten aber die geforderten zwölf Monate Versicherungszeiten in den letzten zwei Jahren zusammengekommen sein. Also müßte eigentlich ein Neuanspruch auf ALG für mindestens sechs Monate entstanden sein. Vielleicht mit Stand 4. Oktober 2014 auch auf acht Monate, wenn man die Versicherungszeiten genau zusammenrechnet.
Das alles natürlich unter dem Vorbehalt, daß deine Versicherungszeiten noch genauer geprüft werden müßten. Aus der Ferne kann man das immer schlecht sagen.
Du bekommst keine 150 Tage mit Anspruch auf Arbeitsentgelt innerhalb der letzten 24 Monate zusammen. Vermutlich wird deshalb das ALG bei dir fiktiv bemessen werden, also nach deiner beruflichen Qualifikation.
Einen Antrag auf EM-Rente mußt du erst dann binnen eines Monats stellen, wenn du dazu schriftlich aufgefordert worden bist.
Es kann dir zwar keiner verbieten, arbeiten zu gehen. Nebenverdienst mußt du melden, und das würde jenseits des Rahmens der Freibeträge auf das ALG angerechnet. Nur ist die Frage, wie glaubwürdig dann noch ein Rentenantrag wäre, wenn du im großen Stil (und nicht nur ein bißchen wenig anstrengende Nebenbeschäftigung) arbeiten gehst.
Irgendwelche Beiträge mußt du nicht zurückzahlen. Eventuelle Änderungen würden sich ja sowieso nur auf die Zukunft beziehen.
17.08.2014, 19:24 #3
Hallo FriztFleißig,
Ja, der Monat Restanspruch bezug sich auf die Zeit vor dem 12. November.
Kann ich den einen neuen Anspruch erwerben, auch wenn ich zwischendurch ALG I (eben diesen Restanspruch) erhalten habe?
17.08.2014, 19:38 #4
Ja, das ist durchaus denkbar. Durch den zwischenzeitlichen ALG-Bezug gehen frühere Versicherungszeiten, die noch nicht in irgendeinen Anspruch eingerechnet worden sind, nicht einfach verloren. Die ungefähr 11 Monate KG-Bezug mit (vermutlicher) Versicherungspflicht in der Arbeitslosenversicherung sind noch nirgendwo berücksichtigt worden, sondern stehen bislang nur auf deinem Beitragskonto.
Du solltest das aber unbedingt anhand deines konkreten Versicherungsverlaufs überprüfen lassen. Hier aus der Ferne kann man allenfalls Allgemeines sagen.
Kann ich mir bei der Agentur für Arbeit irgendwie eine Bescheinigung darüber anfordern, welche Beitragszeiten und welche Ansprüche vorliegen?
17.08.2014, 21:48 #6
Ich denke, daß müßte dir die Leistungsabteilung sagen können. Einfach mal nachfragen.
Du mußt bloß an eines denken: Auskunft zu deinen Versicherungszeiten kann man dir nur nach derzeitigem Stand erteilen. Manche Meldungen erfolgen auch erst dann, wenn das entsprechende Versicherungspflichtverhältnis beendet ist (beispielsweise dein derzeitiger KG-Bezug). Genauso kann über eventuelle Ansprüche erst dann endgültig entschieden werden, wenn du sie beantragt hast - mal ganz abgesehen davon, daß bis zur Aussteuerung noch Versicherungszeiten hinzukommen können.
Das kann also bestenfalls eine Prognose sein, genauso wie es ja bei der Rentenauskunft ist.
21.08.2014, 16:45 #7
Danke Dir nochmal, Fritz Fleißig für die Mühe mrir zu antworten. :-)
Ich habe mir online durch einen Rechtsanwalt eine Beratung eingehlt und er hat mir geschrieben:
Durch Krankengeld entsteht niemals ein neuer Anspruch auf ALG I. Der Zeitraum der Krankengeldzahlung wird überhaupt nicht berücksichtigt. Gegebenenfalls muss für die Berechnung der Bemessungsgrundlage entsprechend weiter zurück gerechnet werden. Geregelt ist das in § 49 SGB IX *1) (Kontinuität der Bemessungsgrundlage) in Verbindung mit § 151 SGB VI *2).
Ich glaube, das ist nicht richtig, oder?
21.08.2014, 18:33 #8
Gibt es zu dieser FALSCHAUSSAGE des RA einen Link, wo man sich beschweren kann, oder nachfragen, was er zum Frühstück eingenommen hat?
Hast du dafür bezahlt???
Die Angaben von Fritz Fleißig sind richtig - aus eigener Erfahrung und Situation kann ich dies bestätigen.
Individuell musst du dir die Zeiten einholen.
Infos: http://www.haufe.de/personal/entgelt..._78_69058.html
http://www.haufe.de/personal/entgelt..._78_69058.html
Zitat: Die Regelanwartschaftszeit haben Sie erfüllt, wenn Sie in den letzten zwei Jahren vor der Arbeitslosmeldung und dem Beginn der Arbeitslosigkeit (Rahmenfrist) mindestens zwölf Monate in einem Versicherungspflichtverhältnis (zum Beispiel Beschäftigung, Krankengeldbezug) gestanden haben.
Zeiten, für die wegen des Bezuges von Mutterschaftsgeld, Krankengeld, Versorgungskrankengeld, Verletztengeld, Übergangsgeld wegen medizinischer Rehabilitation oder Krankentagegeld eines Unternehmens der privaten Krankenversicherung Beiträge zur Bundesagentur für Arbeit zu zahlen waren,.........
Grundsatz: 12 Monate KG = 6 Monate ALGI, dann jeder weitere Monat KG = wieder 1 Monat ALGI.
Individuell bei Dir zu prüfen - wie fritzchen schreibt!
MB_Arbeitslose_2014_barrierefrei.pdf (451,7 KB, 41x aufgerufen)
21.08.2014, 22:54 #9
Ich weiß nicht, ob ich das hier sagen darf, aber ich habe die Email-Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline in Anspruch genommen. Und ja, ich habe dafür gezahlt, und nicht gerade wenig.
Ich habe zugestimmt, dass die Frage und Anwort dort online gestellt werden darf, aber soweit ich das sehe, liegen dir Fälle, die dort online sind, schon eine Weile zurück.
Ich hatte eine rech tausführliche Anfrag gestellt und weiß gerade ehrlich ganz nicht weiß, was ich machen soll. Denn wenn schon dieser Punkt (Anspruch ALG nach Krankengeld) falsch beantwortet wurde, inwieweit kann ich darauf Vertrauen, dass der Rest stimmt bzw nicht stimmt?
Allein der Hinweis auf § 151 SGB VI *2 kommt mir merkwürdig vor, denn bei meiner Suche dennach bin ich auf Auskünfte der Deutschen Post gekommen.
Ich fühle mich etwas ratlos; ich weiß auch nicht, wie man in dem Fall gegen eine falsche Rechtsberatung vorgehen kann und ein Teil meiner Fragen sind ja nicht beanwortet.
22.08.2014, 08:35 #10
Ich würde denen eine gepfefferte Email schreiben!
Beziehe dich auf deine Mail vom ......
"Nach einer Überprüfung Ihrer Antworten auf mein geschildertes Problem musste ich leider feststellen, dass Ihre Antworten hierauf ganz offensichtlich FALSCH sind - und zwar ganz grundsätzlich und auch gravierend!
Ebenso verhält es sich mit den genannten Rechtsgrundlagen.
Ich möchte zunächst einmal von einem VERSEHEN ausgehen und Sie auffordern, mein Anliegen UMGEHEND erneut zu prüfen und gebe Ihnen die Gelegenheit, die Antwort zu überarbeiten und richtig zu stellen.
Hierzu setze ich Termin bis zum .....
Die Angelegenheit ist besonders HEIKEL, da durch Ihre grundsätzlich falsche Antwort hier ein nicht unbeträchtlicher Schaden entstehen kann!
Sollte ich bis zum genannten Termin keine rechtlich einwandfreie Ausführung erhalten, fordere ich den bereits gezahlten Betrag zurück und behalte mir vor, im Internet und auch über die Verbraucherzentrale/Anwaltskammer hier auch eine entsprechende Kritik anzubringen!"
10.09.2014, 00:18 #11
Ich habe noch einmal nachgefragt und darauf hingewiesen, dass das mit dem Krankengeld nicht stimmt.
Ich habe eine sehr "nette" Mail von dem Anwalt bekommen, in dem unter anderem stand, ich würde keinen Respekt von ihm als Anwalt haben, dass ich ihn grundlos anpöpeln und mobben würde und dass das strafrechtliche Konsequenzen haben könnte. Und dass ich mir auf diese Art mehr Feinde machen würde, als ich ohnehin schon hätte (Ich frage mich wen er meint? Aber nun gut)
Die ANtwort mit der Nachbesserung habe ich nicht verstanden und nocheinmal um eine sachliche Mail zu meiner Anfrage gebeten, bis jetzt aber nicht bekommen.
Vielen Dank auf jeden Fall dennoch!
11.09.2014, 10:36 #12
Bin wegen autopanne noch in 'Adac-Zwangsurlaub' ... schau aber immer mal rein.
So eine Antwort auf eine berechtigte Kritik ist der Hammer und ich würde das auch als Drohung auffassen.
Daher würde ich den Schriftverkehr an die Anwaltskammer und verbraucherzentrale schicken mit der Bitte um Stellungnahme.
Stell doch die Antwort hier ein. Ist für alle interessant!!!
Bin hoffentlich morgen wieder im lande und sehr neugierig
13.10.2014, 14:36 #13
Die Mail von dem Anwalt würde ich hier ungern reinstellen, aber ich gebe sie gerne per PN weiter.
Inzwischen hat sich ein anderer Anwalt meinem Problem angewandt und es ist so, dass ich erst wieder Mitte Dezember Anrecht auf ALG I habe. Das Problem ist, dass zwischen den Krankengeldzeiten das Übergangsgeld lag.
algi, fragen, nahtlosigkeit, nahtlosigkie
ALG, Nahtlosigkeit §125 Stauner ALG I 93 16.08.2015 00:25
nahtlosigkeit scherbenhaufen Allgemeine Fragen 13 28.06.2014 09:44
Aussteuerung Nahtlosigkeit ALG1 Fragen Ralf0268 ALG I 2 03.04.2014 07:54
Nahtlosigkeit §125 ? Frabbel ALG I 2 29.05.2012 19:02
Nahtlosigkeit §125 Queenchen ALG I 9 22.03.2011 01:27

References: § 49
 § 151
 § 151
 §125
 §125
 §125