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Timestamp: 2020-07-10 22:45:19+00:00

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Sanierung privater Kleinkläranlagen / Häufig gestellte Fragen / Wir sind für Sie da / WAD
Sanierung privater Kleinkläranlagen
Sie als Grundstückseigentümer, wenn Sie laut Abwasserbeseitigungskonzept bis zum 31.12.2015 keinen Anschluss an die zentrale Kläranlage erhalten. Dann sind Sie verpflichtet, die Abwasserentsorgung auf Ihrem Grundstück dezentral an die Regeln der Technik anzupassen. Dies wird mit Errichtung einer vollbiologischen Kleinkläranlage oder abflusslosen Grube erfüllt.
Was bedeutet „dezentrale Entsorgung“?
„Dezentral zu entwässern“ sind alle Grundstücke, die im Rahmen des Abwasserbeseitigungskonzeptes des AZV* nicht an die zentrale Kläranlage (Vollanschluss) angeschlossen werden. Für diese Grundstücke besteht in der Folge die Pflicht, das Abwasser mit privaten Kleinkläranlagen oder abflusslosen Gruben zu entsorgen. In diesen Systemen werden anfallende Abwässer aus dem Haushalt oder sonstigen Betrieb gesammelt oder vorgereinigt. Je nach Art der gewählten Funktionsweise wird der verbleibende Klärschlamm durch die WAD GmbH entnommen und umweltgerecht entsorgt. Der Überlauf (gereinigtes Abwasser) wird entweder über eine öffentliche Teilortskanalisation oder direkt in ein Gewässer eingeleitet bzw. im Untergrund versickert.
* AZV – Abwasserzweckverbandes Lungwitztal-Steegenwiesen
Wichtig: Bei der Nutzung einer öffentlichen Teilortskanalisation müssen Sie dann die Einleitgenehmigung im Zuge der Neuerrichtung einer vollbiologischen Kleinkläranlage formlos bei der WAD GmbH neu beantragen. Bei einer direkten Einleitung ins Gewässer oder einer Versickerung ist die wasserrechtliche Erlaubnis beim zuständigen Landratsamt, untere Wasserbehörde, zu beantragen. Die Kontaktdaten des Landkreises Zwickau finden sie hier und für den Erzgebirgskreis hier.
Welche Pflichten hat der Grundstückseigentümer?
Bis zum 31.12.2015 sind alle Eigentümer von Grundstücken, die keine zentrale Abwasserentsorgung haben, verpflichtet, ihre dezentrale Abwasserentsorgung an die allgemein anerkannten Regeln der Technik anzupassen. Dies kann durch die Neuerrichtung einer vollbiologischen Kleinkläranlage (DIN 4261 Teil 1), durch entsprechende Nachrüstung einer bereits bestehenden Kleinkläranlage oder durch eine abflusslose Grube umgesetzt werden.
Auf welchen gesetzlichen Grundlagen beruht die Pflicht zur Anpassung an die Regeln der Technik?
Die Pflicht zur Anpassung der dezentralen Abwasserentsorgung an die Regeln der Technik folgt aus § 10 des Sächsischen Wassergesetzes. Die Umrüstungsfrist zum 31. Dezember 2015 ergibt sich aus § 2 Abs. 1 der Kleinkläranlagenverordnung**.
** Kleinkläranlagenverordnung – Verordnung des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft zu den Anforderungen an Kleinkläranlagen und abflusslose Gruben, über deren Selbstüberwachung und Wartung sowie deren Überwachung vom 19. Juni 2007, SächsGVBl. S. 281f..
Nein, Abweichungsmöglichkeiten bzw. Ausnahmetatbestände sehen § 10 des Sächsischen Wassergesetzes und § 2 Abs. 1 der Kleinkläranlagenverordnung für Grundstücke, für die dauerhaft kein Anschluss an die zentrale Kläranlage geplant ist, nicht vor.
Was geschieht bei einem Überschreiten des Termins 31.12.2015?
Gemäß § 10 des Sächsischen Wassergesetzes läuft zum 31.12.2015 die wasserrechtliche Erlaubnis für die bisherige dezentrale Entwässerung aus. Dies hat zur Folge, dass alle Einleitungen, die am 01.01.2016 nicht den Regeln der Technik entsprechen, illegal sind. Durch die Wasserbehörden können solche Einleitungen geahndet werden.
Wie lange hat die neu errichtete bzw. umgerüstete Kläranlage Bestandsschutz?
Gemäß § 50 Abs. 7 des Sächsischen Wassergesetzes hat die Kleinkläranlage einen Bestandsschutz von mindestens 15 Jahren, beginnend mit der Errichtung oder der vergleichbaren Anpassung der Anlage an die Regeln der Technik.
Gibt es Möglichkeiten, den Bestandsschutz zu verlängern?
Eine pauschale Zusage zur Verlängerung erteilt der AZV* nicht, da ggf. zu einem späteren Zeitpunkt in einem dezentral zu entwässernden Gebiet weitere Anschlüsse hergestellt werden.
* AZV – Abwasserzweckverband Lungwitztal-Steegenwiesen
Welches Kleinkläranlagen-Modell passt für mein Grundstück?
Inzwischen gibt es mehr als 370 Kleinkläranlagen-Typen mit einer bauaufsichtlichen Zulassung. Beispiele für anerkannte Reinigungsverfahren sind Belebungsanlagen, Filtergräben sowie Tropf- und Tauchkörperanlagen oder abflusslose Sammelgruben. Weitere Informationen finden Sie hier.
Tipp: Das richtige Kleinkläranlagen-Modell wird am besten vor Ort ermittelt. Die WAD GmbH bietet hierzu eine kostenfreie Vor-Ort-Besichtigung zur gemeinsamen Klärung der grundstücksbezogenen Besonderheiten, des Standorts der Kläranlage/Sammelgrube sowie der Ableitungsmöglichkeiten an.
Sind Gruppenlösungen bzw. Gemeinschaftskläranlagen möglich?
Ja, diese werden gewählt, um Errichtungs-/Umrüstungs-Kosten zu sparen und die Betriebssicherheit der vollbiologischen Kleinkläranlage zu erhöhen. Soweit Einigung über den Ort der Kleinkläranlage besteht und diese ein entsprechend ausreichendes Fassungsvolumen hat, kann dies eine ökologisch, ökonomisch und technisch sinnvolle Überlegung sein.
Tipp: Es empfiehlt sich, mit allen beteiligten Grundstückseigentümern einen privatrechtlichen Vertrag abzuschließen.
Können für die Errichtung bzw. Umrüstung Fördermittel beantragt werden?
Ja. Um die mit den Kleinkläranlagen verbundenen Kosten abzufedern, stellt der Freistaat Sachsen Fördermittel bereit. Diese sind nicht begrenzt, d.h. für alle Anlagen, die bis zum 31.12.2015 an die Regeln der Technik angepasst werden, stehen Fördermittel zur Verfügung. Grundlage ist die Richtlinie Siedlungswasserwirtschaft (RL SWW 2009). Bewilligungsstelle ist die SAB***.
***SAB - Sächsische Aufbaubank/Förderbank
Welche Voraussetzungen müssen Sie für die Gewährung von Fördermitteln erfüllen?
Die Förderrichtlinie definiert folgende Fördervoraussetzungen:
Es muss sich bei dem Bauvorhaben um den Neubau oder die Nachrüstung von Kleinkläranlagen mit biologischer oder weitergehender Behandlung von häuslichem oder damit vergleichbarem Abwasser oder Neubau von abflusslosen Sammelgruben handeln.
Ihr Grundstück ist nicht für einen Anschluss an die zentrale Kläranlage vorgesehen.
Der Fördermittelantrag muss vollständig ausgefüllt sein.
Es muss eine wasserrechtliche Erlaubnis zur Einleitung des Überlaufwassers in ein Gewässer bzw. zur Versickerung in den Untergrund vorliegen oder alternativ bei Kanalnutzung die aktuelle Einleitgenehmigung der WAD GmbH.
Nach Fertigstellung wurde die Errichtung oder Nachrüstung durch die WAD GmbH in Form einer Inaugenscheinnahme bestätigt.
Sie haben als Bauherr einen Wartungsvertrag mit einer geeigneten fachkundigen Firma abgeschlossen.
Alle Ausgaben müssen durch Zahlungsbelege nachweisbar sein, die mindestens das 1,5-fache der Zuwendung betragen. Eigenleistungen werden dabei nicht anerkannt.
Tipp: Die WAD GmbH berät und begleitet Sie mit ihren Leistungsangeboten umfassend zu diesem Thema.
Nicht gefördert wird gemäß der Förderrichtlinie :
Der Bau von Kleinkläranlagen, die für die Neuerschließung von Grundstücken im Sinne des Baurechts errichtet wurden bzw. werden.
Kleinkläranlagen, deren Bau oder Nachrüstung vor dem 01.01.2006 erfolgten oder Grundstücke, die nicht unter die Zustimmung der SAB*** zum förderunschädlichen Baubeginn fallen.
Kleinkläranlagen, die sich auf einem Garten-, Freizeit- oder Erholungsgrundstück befinden, d.h. wo keine bauplanungsrechtliche Wohnnutzung vorliegt.
Grundstücke, die gemäß Abwasserbeseitigungskonzept noch zentral erschlossen werden.
*** SAB - Sächsische Aufbaubank/Förderbank
Welche Arten der Förderung gibt es und wie hoch ist die jeweilige Förderung?
Als Grundstückeigentümer haben Sie die Wahl zwischen:
einem einmaligen Zuschuss (Neuerrichtung 1.500 EUR; Nachrüstung 1.000 EUR) oder
einem Förderdarlehen (3.000 bis 6.000 EUR, Laufzeit 10 Jahre, Zinssatz 0,99 %).
Darüber hinaus gibt es einen Zuschlag von 150 EUR bei jedem weiteren Einwohnerwert. Bei Gruppenlösungen für mehrere Grundstücke beträgt der Zuschlag 200 EUR je Grundstück, höchstens jedoch 2.000 EUR (bei Nachrüstung entfällt der Grundstücks-Zuschlag). Weiterhin erhalten Sie als Bauherr einen Zuschlag bei einer weitergehenden Reinigungsleistung (wasserrechtlich festgelegte Trinkwasserschutzgebiete) in Höhe von 300 EUR (vier Einwohner) zzgl. 50 EUR je weiteren Einwohnerwert. Zu beachten ist dabei, dass die Anlagen nach der Ausbaugröße (und nicht nach der Anzahl der die Anlage tatsächlich nutzenden Einwohner) gefördert werden.
Wichtig: Eine Verbindung beider Förderarten ist nicht möglich. Der Antragsteller wählt zwischen Zuschuss oder Darlehen.
Wie läuft das Fördermittelverfahren ab?
Das Verfahren läuft folgendermaßen ab:
Förderunschädlicher Baubeginn in Form einer Mitteilung der SAB*** an den AZV*
Einholung von Angeboten bauausführender Firmen durch den Grundstückseigentümer
Bauauftrag des Grundstückseigentümers an die Einbaufirma
Inaugenscheinnahme der Kleinkläranlage durch die WAD GmbH
Gemeinsames Ausfüllen des Fördermittelantrages, Sendung an SAB***
Entscheidung der SAB*** über Fördermittelantrag mittels Zuwendungsbescheid
Auszahlung der Fördersumme an den Grundstückseigentümer
***SAB – Sächsische Aufbaubank/Förderbank, *AZV – Abwasserzweckverband Lungwitztal-Steegenwiesen
Wo ist der Fördermittelantrag einzureichen?
Der Grundstückseigentümer zeigt die Errichtung einer dezentralen Anlage bei der WAD GmbH an. Nach einer Terminvereinbarung wird der Fördermittelantrag im Rahmen einer Vor-Ort-Besichtigung der neuen Kleinkläranlage gemeinsam mit dem Bauherrn ausgefüllt und an die SAB*** gesendet.
Wichtig:Die SAB*** selbst nimmt keine Anträge einzelner Bürger entgegen – mit Ausnahme der Darlehensanträge.
Wie unterstützt die WAD GmbH betroffene Grundstückseigentümer?
Die WAD GmbH bietet Ihnen umfangreiche Beratungs- und Unterstützungsleistungen an. Dazu zählen nicht nur Informationen zu dem passenden Kleinkläranlagenmodell für das jeweilige Grundstück, den Ablauf des Fördermittelverfahrens, oder zu erwartende Kosten und Fördermöglichkeiten, sondern praktische, perfekt aufeinander abgestimmte Leistungsangebote, die Sie als Grundstückseigentümer in allen Projekt-Phasen unterstützen:
1. Projekt-Beratung (kostenfrei):
unverbindliche und kostenfreie Beratung rund um die dezentrale Entwässerung und dem damit verbundenem Förderverfahren (gern auch bei Ihnen vor Ort),
eine Empfehlung zu den geeigneten Reinigungsverfahren und
die Beratung zu notwendigen Genehmigungsverfahren.
Ihr Vorteil: Am Ende wissen Sie, welche Lösung die Beste für Sie ist und welches die nächsten Schritte sind.
2. Projektmanagement mit verschiedenen Leistungsphasen (kostenpflichtig):
Leistungsphase I:
Beratung und Planungsleistung zum gesamten Verfahren durch die WAD GmbH
Beratung des Grundstückseigentümers bis zur Auswahl eines Klärsystems mit Angebotserstellung
Vermittlung einer regionalen Einbaufirma und Angebotsprüfung durch die WAD GmbH
Leistungsphase II:
Auftragserteilung durch den Grundstückseigentümer an die Einbaufirma, zum Bau einer Abwasseranlage
Koordinierung der Termine und Beschaffung aller Genehmigungen durch die WAD GmbH
Betreuung des Grundstückseigentümers während der gesamten Bauzeit
Gemeinsame Abnahme der fertiggestellten Anlage mit Rechnungsprüfung
Beantragung der Fördermittel und Zusammenstellen aller Unterlagen
Übergabe einer vollständigen Produktmappe „Bio-Kläranlage“
Die Durchführung der Leistungsphase I und II erhalten Sie für 300,00 EUR zzgl. MwSt. Sollte nur die Leistungsphase I beauftragt werden, fallen 150,00 EUR zzgl. MwSt. an.
Ihr Vorteil: Mit der Durchführung der Leistungsphase I und II durch die WAD GmbH sparen Sie den Verwaltungsaufwand und können sicher sein, dass Ihre dezentrale Kleinkläranlage optimal realisiert wird.
3. Komplett-Service (kostenpflichtig)
Dieses „Rundum-Sorglos-Paket“ beinhaltet neben den Leistungsphase I und II zusätzlich die Wartung Ihrer Anlage. Auf Basis eines Wartungsvertrages mit der WAD GmbH übernimmt diese folgende Aufgaben:
Dokumentation der Wartung
qualifizierte Wartung Ihrer biologischen Kleinkläranlage durch den Einsatz von ausgebildetem Fachpersonal incl.
Entnahmen und Prüfung von Laborproben
Die jährlichen Kosten für die Wartung belaufen sich inkl. aller Anfahrten auf 150,00 EUR zzgl. MwSt. Nicht enthalten sind hier ggf. notwendige Instandsetzungsarbeiten an den Anlagen. Einzige Voraussetzung für den Abschluss eines Betriebsführungsvertrages ist der Einbau einer, für das Grundstück idealen Kleinkläranlage, festgelegter Herstellertypen.
Ihr Vorteil: Das „Rundum-Sorglos-Paket“ spart Ihre Zeit und schützt Sie vor Überraschungen. Alles, von der Beratung durch fachlich und wirtschaftlich unabhängige Fachleute, über eine neutrale Technik- und Massenermittlung, die Fachbetreuung in der Bauphase bis zur Freigabe der Baurechnung und Übernahme des Schriftverkehrs mit Behörden, wird für Sie erledigt.
Alle relevanten Informationen haben wir Ihnen in einem Flyer zusammengestellt.
Tel.: 03763-7897-0
Mail: wad@wad-gmbh.de

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