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Timestamp: 2016-10-24 07:05:52+00:00

Document:
9C_553/2015 (13.06.2016)
9C_553/2015 � � Urteil vom 13. Juni 2016
�proparis Vorsorge-Stiftung Gewerbe Schweiz, Schwarztorstrasse 26, 3007 Bern, vertreten durch Rechtsanwalt Andreas Gn�dinger, Seestrasse 6, 8002 Z�rich,
A.a.�Die proparis Vorsorge-Stiftung Gewerbe Schweiz (nachfolgend: Stiftung) steht allen Organisationen (Verb�nden, Selbsthilfeorganisationen und Institutionen) offen, die zum Schweizerischen Gewerbeverband geh�ren. Die angeschlossenen Organisationen bilden je eigene Vorsorgewerke resp. Pensionskassen, die alle �ber eine Versicherungskommission verf�gen. Diese bestimmt die Vertreter in der parit�tisch zusammengesetzten Stiftungsversammlung, welche die Wahl- und Abberufungsbeh�rde des gesamten Stiftungsrates ist.
A.b.�Die Vorsorgewerke resp. die Versicherungskommissionen wurden angewiesen, ihr Organisations- und Wahlreglement gem�ss Musterreglement des Stiftungsrates zu erlassen. Dieses statuiert, dass die Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter in der Versicherungskommission durch die betroffenen Verb�nde berufen werden (Art. 2.4 Abs. 1 Musterreglement [sowohl in der ab 1. Januar 2012 als auch in der ab 1. Januar 2013 g�ltigen Fassung]). Die Versicherungskommission des Vorsorgewerkes IMOREK (nachfolgend: Pensionskasse), dem f�nf Verb�nde angeschlossen sind, beschloss (wiederholt) ein Organisations- und Wahlreglement, das f�r die Arbeitnehmervertreter eine direkte Nomination und Wahl durch die versicherten Arbeitnehmer - ausschliesslich aus dem Kreis der Versicherten - vorsah. Die diesbez�gliche Genehmigung durch den Stiftungsrat blieb (wiederholt) aus. Stattdessen verabschiedete dieser am 28. November 2012 - zu H�nden der Pensionskasse - eine angepasste Version von Art. 2.4 des Musterreglements, wonach die Arbeitnehmervertreter durch die Gewerkschaften UNIA, SYNA und FAI berufen werden.
A.c.�Der Schweizer Verband der Innendekorateure und des M�belfachhandels (interieursuisse) sowie sieben Versicherte gelangten infolge der Ablehnung des Organisations- und Wahlreglements, das die Pensionskasse vorgelegt hatte, an die Bernische BVG- und Stiftungsaufsicht (BBSA). Diese hiess die Beschwerden am 28. Januar 2014 gut und befand, Art. 2.4 des Organisations- und Wahlreglements der Pensionskasse verletze den Grundsatz der Parit�t. Die BBSA wies den Stiftungsrat an, den gesetzeskonformen Zustand wiederherzustellen und die entsprechenden reglementarischen �nderungen zu erlassen sowie u.a. aufzuzeigen, wie die Parit�t auf seiner Stufe gew�hrleistet werden k�nne.
Die Stiftung reicht Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten ein und beantragt, der Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts vom 9. Juni 2015 und die Verf�gung der Aufsichtsbeh�rde vom 28. Januar 2014 seien aufzuheben. Eventualiter sei die Sache an Ersteres zur�ckzuweisen.
Die BBSA schliesst auf Abweisung der Beschwerde. Das Bundesamt f�r Sozialversicherung (BSV) verzichtet auf eine Vernehmlassung.
1.3.�Neue Tatsachen und Beweismittel d�rfen nur so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz dazu Anlass gibt (Art. 99 Abs. 1 BGG). Echte Noven, d.h. Tatsachen und Beweismittel, die erst nach dem vorinstanzlichen Entscheid vom 9. Juni 2015 entstanden sind, so das Schreiben der UNIA vom 20. Juli 2015 und dasjenige der SYNA vom 29. Juli 2015, sind g�nzlich ausgeschlossen (vgl. statt vieler Urteil 2C_785/2015 vom 29. M�rz 2016 E. 4.4.3).
2.1.�Vorsorgeeinrichtungen werden von einer parit�tischen Verwaltung geleitet. Das heisst, Arbeitnehmer und Arbeitgeber haben das Recht, die gleiche Zahl von Vertretern in das oberste Organ der Vorsorgeeinrichtung zu entsenden, wobei eine angemessene Vertretung der verschiedenen Arbeitnehmerkategorien zu gew�hrleisten ist (Art. 51 Abs. 1 und Abs. 2 lit. b BVG; vgl. auch Art. 49 Abs. 2 Ziff. 7 BVG f�r das �berobligatorium).
Gem�ss Art. 51 Abs. 3 Satz 1 und 2 BVG w�hlen die Versicherten ihre Vertreter unmittelbar oder durch Delegierte. Ist dies wegen der Struktur der Vorsorgeeinrichtung, namentlich bei Sammelstiftungen, nicht m�glich, so kann die Aufsichtsbeh�rde andere Formen der Vertretung zulassen.
2.2.�Die Versicherungskommission ist das parit�tische Organ der Pensionskasse (Art. 11 Ziff. 1 der [revidierten] Stiftungsurkunde vom 2. Februar 2012 bzw. Art. 2.1.1 des Organisations- und Wahlreglements der Pensionskasse). Sie setzt sich parit�tisch aus je 5 Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern zusammen (Art. 2.2 Abs. 1 des Organisations- und Wahlreglements der Pensionskasse). Diese werden durch die betroffenen Arbeitgeber- resp. Arbeitnehmerverb�nde berufen. Auf Seiten der Arbeitnehmerverb�nde muss kein GAV vorliegen. Die Vertreter m�ssen nicht aus dem Kreis der Versicherten stammen. Eine Wiederwahl der Vertreter ist zul�ssig (Art. 2.4 Abs. 1 des Organisations- und Wahlreglements der Pensionskasse).
3.1.�In concreto bildet die Berufung durch die betroffenen Gewerkschaften UNIA, SYNA und FAI in die Versicherungskommission Ausgangspunkt f�r die nachmalige Wahl der (Arbeitnehmer-) Vertreter in den Stiftungsrat (Art. 10 Ziff. 1 der [revidierten] Stiftungsurkunde; Art. 2.2.2 des Organisations- und Wahlreglements der Stiftung, in Kraft seit 1. Juli 2012; Art. 2.4 des Organisations- und Wahlreglements der Pensionskasse). Die Vorinstanz stellte hiezu fest, dass mit �berwiegender Wahrscheinlichkeit keine Bewilligung f�r ein solches alternatives Verfahren vorliege. Die Beschwerdef�hrerin r�gt diese Tatsachenfeststellung als offensichtlich unrichtig. Die damals zust�ndige Aufsichtsbeh�rde - das BSV - habe das Musterreglement gepr�ft und mit Stellungnahme vom 26. M�rz 2012, die der Beschwerde beigelegt wurde, explizit nicht beanstandet.
3.2.�Pr�fungsinhalt des Pr�fungsbefundes vom 26. M�rz 2012 ist (u.a.) das Musterreglement, das der Stiftungsrat im September 2011 f�r die Vorsorgewerke resp. Pensionskassen eingef�hrt hat (Fassung g�ltig ab 1. Januar 2012 [Weisung 4/2011 vom 7. September 2011]). Dieses Musterreglement wurde im Jahr 2012 totalrevidiert (Fassung g�ltig ab 1. Januar 2013 [Weisung 3/2012 vom 7. September 2012]). Ein diesbez�glicher Pr�fungsbefund wird nicht geltend gemacht und ist auch nicht nachgewiesen. Dieser Umstand ist jedoch nicht nur deshalb von untergeordneter Bedeutung, weil der hier im Streit liegende Art. 2.4 in beiden Fassungen im Kern gleich lautet und die BBSA bereits vor der Stiftungsratssitzung Ende November 2012 (vgl. Sachverhalt lit. A.b) in der hier streitigen Sache angerufen wurde. Vielmehr ist der Pr�fungsbefund vom 26. M�rz 2012 von vornherein unbeachtlich, weil es sich dabei um ein unzul�ssiges Novum handelt (vgl. E. 1.3 vorne) :
Nachdem bereits vor dem Bundesverwaltungsgericht die parit�tische Verwaltung resp. die Bestimmung der Vertreter durch die Verb�nde Streitthema gewesen war und die BBSA schon in ihrer Verf�gung vom 28. Januar 2014 ausdr�cklich auf Art. 51 Abs. 3 BVG hingewiesen hatte ("Auf diese Norm bezieht sich die Vorsorgeeinrichtung in Bezug auf Ernennung der Arbeitnehmervertreter im Reglement der PK IMOREK"), kann keine Rede davon sein, dass erst der angefochtene Entscheid zur Einreichung des Pr�fungsbefundes vom 26. M�rz 2012 Anlass gegeben hat. Vielmehr h�tte die Beschwerdef�hrerin in diesem Punkt, der in unmittelbarem Zusammenhang mit dem - vom Stiftungsrat gest�tzt auf das Musterreglement - erlassenen Art. 2.4 des Wahl- und Organisationsreglements der Pensionskasse steht, weit fr�her Klarheit schaffen k�nnen. Indes hat sie, wie vorinstanzlich f�r das Bundesgericht verbindlich festgestellt (vgl. E. 1.1), im Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht nicht einmal behauptet, die fragliche Reglementsbestimmung sei aufsichtsrechtlich f�r gut befunden worden. Dabei irrt sich die Beschwerdef�hrerin, wenn sie meint, die richterliche Fragepflicht diene dazu, die Mitwirkung einer Partei bei der Sachverhaltsfeststellung zu ersetzen oder prozessuale Nachl�ssigkeiten einer Partei auszugleichen. Der Richter muss die Parteien wohl befragen, wenn er an der Richtigkeit und/oder Vollst�ndigkeit bestimmter Angaben Zweifel hat oder haben m�sste. Grunds�tzlich entbindet aber weder die Untersuchungsmaxime noch die richterliche Fragepflicht die Parteien davon, am Verfahren aktiv mitzuwirken und ihre eigenen Standpunkte zu vertreten. An ihnen ist es, den Richter �ber den Sachverhalt zu unterrichten und auf die greifbaren Beweismittel hinzuweisen (vgl. BGE 128 III 411 E. 3.2.1 S. 413 f., best�tigt in BGE 130 I 180 E. 3.2 S. 183 f.). Das gilt insbesondere, wenn eine Partei - wie vorliegend die Beschwerdef�hrerin - seit Prozessbeginn (vgl. Art. 74 Abs. 1 BVG) anwaltlich vertreten ist (Urteile 4A_517/2010 vom 11. November 2010 E. 3.2.3 und 4A_519/2010 vom gleichen Tag E. 2.2, je mit weiteren Hinweisen).
3.3.�Soweit die Beschwerdef�hrerin meint, die Aufsichtsbeh�rde k�nne die (alternative) Form der Vertretung auch formlos, n�mlich stillschweigend zulassen, kann ihr nicht gefolgt werden. Die Aufsichtsbeh�rde pr�ft im Rahmen einer generell-abstrakten Normenkontrolle alle reglementarischen Bestimmungen auf ihre �bereinstimmung mit dem gesamten privaten und �ffentlichen Bundesrecht, einschliesslich Verfassungsrecht (Art. 62 Abs. 1 lit. a BVG; BGE 112 Ia 180 E. 3b S. 187). Es handelt sich um eine Rechtm�ssigkeitskontrolle. Ob in diesem Zusammenhang von Bewilligung, Zulassung oder Genehmigung gesprochen wird, ist nicht massgebend. Der Pr�fung durch die Aufsichtsbeh�rde kommt zwar - vom Teilliquidationsreglement abgesehen - keine konstitutive Wirkung zu (BGE 139 V 72 E. 2.1 S. 74 f.; SVR 2011 BVG Nr. 39 S. 145, 9C_954/2010 E. 6.3). Reglemente werden daher nur, aber immerhin, zur Kenntnis genommen (CHRISTINA RUGGLI, in: BVG und FZG, 2010, N. 7 zu Art. 62 BVG). Von Relevanz ist jedoch, dass die generell-abstrakte �berpr�fung mit dem Erlass eines formalen Aktes, dem Pr�fungsbefund, einhergeht, zumal die Vorsorgeeinrichtung erst danach ins Handelsregister aufgenommen wird (Botschaft vom 15. Juni 2007 zur �nderung des Bundesgesetzes �ber die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge [Strukturreform], BBl 2007 5669 S. 5704: "Der Zusatz in [Art. 62] Buchstabe a konkretisiert also nur die bereits g�ngige Praxis"). Jeweilige Reglements�nderungen oder -nachtr�ge unterliegen selbstredend dem gleichen Prozedere; der Gesetzgeber hat diesbez�glich keine Ausnahme geschaffen.
3.4.�Das Vorbringen der Beschwerdef�hrerin, die Arbeitnehmervertreter w�rden "seit Jahrzehnten" durch die Arbeitnehmerverb�nde bestimmt, ber�hrt das Prinzip des Vertrauensschutzes (verankert in Art. 9 BV). Die Beschwerdef�hrerin hat wohl schon vor der Vorinstanz darauf hingewiesen, dass die Arbeitnehmervertreter "seit vielen Jahren" von der UNIA und der SYNA gestellt w�rden bzw. seit dem Gesch�ftsjahr 2011 ein SYNA-Sitz durch eine Vertreterin der FAI besetzt werde. Die Voraussetzungen des Vertrauensschutzes (vgl. dazu beispielsweise BGE 137 I 69 E. 2.5.1 S. 72 f.) hat sie aber nicht einmal ansatzweise erw�hnt, geschweige denn rechtsgen�glich begr�ndet (vgl. E. 1.3 vorne). Abgesehen davon vermag eine blosse Verwaltungspraxis, worauf sich die Beschwerdef�hrerin beruft, das Bundesgericht nicht zu binden und schafft auch kein Gewohnheitsrecht (BGE 102 Ib 45 E. 1a S. 47). Soweit die Beschwerdef�hrerin vorbringt, es liege eine unzul�ssige Praxis�nderung vor, so ist darauf aufmerksam zu machen, dass es hier nicht um den Grundsatz geht, die Vertreter durch die Sozialpartner bestimmen zu lassen, sondern um die Grenzen einer solchen grunds�tzlich zul�ssigen (Arbeitnehmer-) Vertretung (vgl. E. 4 nachfolgend).
3.5.�Zusammengefasst ist die vorinstanzliche Feststellung, dass keine aufsichtsrechtliche Bewilligung eines alternativen Verfahrens zur Bestimmung von Arbeitnehmervertretern vorliegt, weder offensichtlich unrichtig noch sonstwie bundesrechtswidrig.
Im �brigen ist der Pr�fungsbefund der Aufsichtsbeh�rde im Sinne von Art. 62 Abs. 1 lit. a BVG nicht in Stein gemeisselt. Die �berpr�fung der Gesetzm�ssigkeit reglementarischer Bestimmungen einer Vorsorgeeinrichtung im Rahmen des konkreten Anwendungsfalles - hier im Zusammenhang mit der Durchf�hrung der parit�tischen Verwaltung (zu denken ist an die Missachtung des aktiven Wahlrechtes eines bestimmten Arbeitnehmers, fehlerhafte Einberufung einer Wahlversammlung, unangemessene reglementarische Vertretung einer bestimmten Arbeitnehmerkategorie, fehlerhafte reglementarische Regelung des Verfahrens bei Stimmengleichheit [HANS MICHAEL RIEMER, Parit�tische Verwaltung privat- und �ffentlich-rechtlicher Personalvorsorgeeinrichtungen gem�ss BVG, SZS 1985 S. 27]) - bleibt vorbehalten (AJP 2007 1440, B 77/06 E. 4 mit Hinweis auf BGE 119 V 195 E. 3b S. 196; vgl. auch BGE 140 V 22 E. 6.1 S. 34, 139 V 72 E. 3.1.2 S. 78). Ob und inwieweit es sich vorliegend um einen Anwendungsfall im vorgenannten Sinne, das heisst um eine Konstellation der inzidenten Normenkontrolle handelt, kann offenbleiben. Angesichts der hier streitigen Sach- und Rechtslage in Bezug auf die�
Pensionskasse�kann so oder anders nicht gesagt werden, die Aufsichtsbeh�rde habe sich widerspr�chlich verhalten, indem sie die fragliche Ziffer 2.4 von�
deren�Organisations- und Wahlreglement auf ihre Rechtm�ssigkeit �berpr�ft und Ende Januar 2014 einen entsprechenden negativen Entscheid erlassen hat (vgl. Sachverhalt lit. A.c).
4.1.�Die BBSA bestreitet nicht, dass gem�ss Art. 51 Abs. 3 BVG eine Vertretung durch die Sozialpartner auf Grund der Struktur der Vorsorgeeinrichtung grunds�tzlich zul�ssig ist.
4.2.�Schon in der Botschaft vom 1. M�rz 2000 zur 1. BVG-Revision, die auch Art. 51 Abs. 3 BVG betraf, war die Rede davon, dass die Reglemente der Vorsorgeeinrichtungen vorsehen k�nnen, die Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter auch aus dem Kreis der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverb�nde w�hlen zu lassen (BBl 2000 2637 S. 2677 Ziff. 2.9.1.1). Nichts anderes erhellt aus den weiteren Materialien:
Ein zentraler Punkt der 1. BVG-Revision war die Verbesserung der parit�tischen Verwaltung, insbesondere auf Seiten der Arbeitnehmenden (BBl 2000 2637 S. 2640 und 2677 f. Ziff. 2.9.1). Dabei standen vor allem die Sammelstiftungen im Fokus. Auch in diesen sollte auf der Ebene des Stiftungsrates "endlich die Parit�t eingef�hrt" werden (Protokolle der nationalr�tlichen Kommission f�r soziale Sicherheit und Gesundheit [KSG-NR] vom 6./7. April 2000 S. 5 Ziff. 3 und vom 9./10./11. Januar 2001 S. 11 oben; Protokoll der st�nder�tlichen Kommission f�r soziale Sicherheit und Gesundheit [KSG-SR] vom 1./2./3. Juli 2002 S. 2 unten); auf der Stufe der Vorsorgewerke werde die Parit�t in der Verwaltungskommission bereits gelebt (Protokolle der KSG-NR vom 30./31. Januar/1. Februar 2002 S. 51 und KSG-SR vom 14./15. Oktober 2002 S. 39 unten). Der Stiftungsrat einer Sammelstiftung sollte nicht mehr, wie oftmals der Fall, aus Angestellten der Gr�ndergesellschaft bestehen. Vorgeschlagen wurde ein Modell, bei dem die Parit�t weiter nach oben verschoben wird. Da es dort f�r einzelne Arbeitnehmer der untersten Ebene schwierig w�rde, sollten erweiterte Arbeitnehmer- und Arbeitgeberverb�nde beigezogen werden. Die Stifterfirmen - nach einem anderen Votanten die Destinat�re - sollten selber entscheiden, ob sie die Vertretung aus den der Sammelstiftung angeschlossenen Arbeitgebern und Arbeitnehmern oder aus den Organisationen der Sozialpartner bestellen (Protokoll der KSG-NR vom 30./31. Januar/ 1. Februar 2002 S. 6, 51 und 54). Mit dem Antrag der nationalr�tlichen Kommission f�r soziale Sicherheit und Gesundheit, welcher den heute geltenden S�tzen 1 und 2 von Art. 51 Abs. 3 BVG entspricht (vgl. AB NR vom 16. April 2002 S. 551), wurde demnach unmissverst�ndlich die M�glichkeit verankert, dass die Sammelstiftung Vertreter der Sozialpartner in den Stiftungsrat einladen kann (so auch die Schlussfolgerung seitens des BSV an der KSG-SR vom 14./15. Oktober 2002 [Protokoll S. 44 unten] und an derjenigen vom 4./5. November 2002 [Protokoll S. 8 oben]). Der in der st�nder�tlichen Kommission f�r soziale Sicherheit und Gesundheit gestellte Antrag Nr. 31 (vgl. Protokoll KSG-SR vom 4./5. November 2002 S. 5 und entsprechende Beilage und AB SR vom 28. November 2002), wonach bei Sammelstiftungen die Wahl in der Regel durch Delegierte erfolgen soll, wurde in der parlamentarischen Differenzbereinigung definitiv verworfen (AB NR vom 6. Mai 2003 S. 628 und AB SR vom 4. Juni 2003 S. 451). Dabei hatte St�nderat Jean Studer im Rahmen der Ratsdebatte ausdr�cklich festgehalten, "il faut assurer dans les organes paritaires une repr�sentation par l'interm�diaire de d�l�gu�s, et, si cela n'est pas possible, offrir d'autres solutions, comme par exemple une repr�sentation dans les organes qui serait choisie par les partenaires sociaux".
4.3.�Daraus folgt, dass das aktive Wahlrecht von Arbeitnehmern und Arbeitgebern bei Sammelstiftungen durchaus eingeschr�nkt werden darf. Sowohl aus dem Wortlaut (vgl. E. 2.1) als auch aus Sinn und Zweck sowie Materialien (vgl. E. 4.2) ergibt sich, dass sich diese Einschr�nkung der Mitgliedschaftsrechte auf den�
Stiftungsrat�bezieht. Auf dieser Ebene soll auch bei Sammelstiftungen nicht bloss in zahlenm�ssiger Hinsicht Parit�t bestehen, indem sich das oberste Organ aus gleich viel Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern zusammensetzt, sondern - die Worte von RIEMER/RIEMER-KAFKA (Das Recht der beruflichen Vorsorge in der Schweiz, 2. Aufl. 2006, S. 50 f.) gebrauchend - wegen der erh�hten Komplexit�t auch in intellektueller Hinsicht. Eine weitere Folgerung, die sich aus den vorangehenden Erw�gungen 2.1 ("Kann"-Vorschrift) und 4.2 ("par exemple") ergibt, ist, dass die Berufung durch Verbandsorganisationen bei Sammelstiftungen nicht eine zwingende Alternative bildet.
4.4.�Wie die Vorinstanz f�r das Bundesgericht verbindlich festgestellt hat (vgl. E. 1.1 vorne), sind die Arbeitgeber, die bei der Pensionskasse angeschlossen sind, allesamt Mitglieder der beteiligten Branchenverb�nde. Gleichermassen steht verbindlich fest, dass weniger als die H�lfte der Arbeitnehmer Mitglieder der - auf ihrer Seite - betroffenen Gewerkschaften sind. Die Beschwerdef�hrerin bestreitet diesen Umstand nicht. Sie will hinsichtlich der Zulassung der hier streitigen Vertretungsform - anders als die Vorinstanz und die BBSA - nicht auf den Organisationsgrad der Arbeitnehmerschaft abstellen. Vielmehr sei die Organisation der Vorsorgeeinrichtung als Sammeleinrichtung das (allein) massgebende Kriterium. Diese Auffassung ist zu absolut, einerseits aus den soeben dargelegten Gr�nden (vgl. E. 4.3 vorne), anderseits wegen des einem jeden Verband immanenten Zwecks, die Interessen seiner Mitglieder zu wahren (vgl. auch Mitteilungen des BSV �ber die berufliche Vorsorge Nr. 77 vom 7. Oktober 2004 S. 3 lit C.1.b [nachfolgend: Mitteilungen Nr. 77]). Art. 51 BVG hat nicht zum Ziel, (allgemeine) ideelle Interessen zu wahren. Die parit�tische Verwaltung hat die Wahrnehmung der (konkreten) finanziellen Interessen der - mittels ihrer Beitragszahlungen - an einer Vorsorgeeinrichtung beteiligten Arbeitnehmer bzw. Arbeitgeber zum Gegenstand (vgl. ISABELLE VETTER-SCHREIBER, Umsetzung von Art. 51 BVG in den Sammelstiftungen der Lebensversicherer, SZS 2006 S. 348 Ziff. 4.3 und 4.5). Anders gesagt: Ein Vertreter, der von einem Verband in den Stiftungsrat berufen wird, steht ausschliesslich f�r die Interessenwahrung dessen (angeschlossener) Mitglieder. Ist nur eine Minderheit der involvierten Arbeitnehmer gewerkschaftlich organisiert, kann von einer echten gleichberechtigten Mitbestimmung aller Beteiligten, wie sie dem Gesetzgeber vorschwebte (vgl. E. 4.2 vorne), nicht gesprochen werden. Echte Parit�t verlangt die Anwendung gleicher Massst�be sowohl bei der Mitwirkung der beiden Parteien in der Vorsorgeeinrichtung als auch bei der Vertretungsregelung.
Im vorliegend zu beurteilenden Fall unterscheidet sich der Organisationsgrad von Arbeitnehmer und Arbeitgeber erheblich. Die Vorsorgeeinrichtung kann nicht von sich aus eine Vertretungsregelung vornehmen, welche die Interessen eines Grossteils der Versicherten unber�cksichtigt l�sst, ohne dass an dieser Stelle ein allgemeiner Grenzwert zu nennen w�re. Dies gilt hier umso mehr, als einer Mehrheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer das aktive Wahlrecht bereits auf der untersten Stufe (Versicherungskommission) g�nzlich entzogen w�rde, was unverh�ltnism�ssig erscheint. Es ist nicht ersichtlich und die Stiftung zeigt - soweit es sich bei den entsprechenden Ausf�hrungen in der Beschwerdeschrift nicht um ohnehin unzul�ssige Noven handelt (vgl. E. 1.3 vorne; zum [nicht gen�genden] Verweis auf die Vorakten vgl. nicht publ. E. 1.4 von BGE 140 II 112, 2C_187/2013 vom 31. Januar 2014) - nicht substanziiert auf, weshalb die Struktur der Stiftung einen derartigen Eingriff in die Mitentscheidungsrechte von unten (Versicherungskommission) bis nach oben (Stiftungsrat) erforderlich macht.
4.5.�Nach dem Gesagten verletzt Art. 2.4 des Organisations- und Wahlreglements der Pensionskasse die Parit�t, welcher Mangel sich angesichts der aufeinander aufbauenden Stufen (vgl. Sachverhalt lit. A.a und A.b) auf die oberste Ebene, den Stiftungsrat, erstreckt. Die aufsichtsrechtlichen Massnahmen, die selber unangefochten geblieben und nicht weiter zu pr�fen sind (vgl. E. 1.2 vorne), erfolgten daher zu Recht. Entsprechend kann die Beantwortung der Frage, ob und inwieweit Arbeitnehmer- und Arbeitgeberverb�nde als Delegierte verstanden werden k�nnen und dadurch allenfalls eine Zulassung im Sinne von Art. 51 Abs. 3 Satz 2 BVG obsolet wird (vgl. dazu E. 4.4 und 5.2 des vorinstanzlichen Entscheides sowie Mitteilungen Nr. 77 S. 3 f. lit. C.2.a), offengelassen werden. Infolge der fehlenden Legitimit�t der Arbeitnehmervertreter er�brigen sich auch Weiterungen bez�glich der Frage nach der angemessenen Vertretung der verschiedenen Arbeitnehmerkategorien (vgl. E. 2.1 Abs. 1 vorne). Was schliesslich die Frage nach der rechtsgen�glichen Grundlage f�r eine externe Vertretung auf der Stufe Versicherungskommission - mithin das passive Wahlrecht - betrifft, so ist dieser Punkt vor Bundesgericht ebenfalls unangefochten geblieben. Das Bundesverwaltungsgericht hat diese Frage - im Gegensatz zur Aufsichtsbeh�rde - bejaht. Das Bundesgericht hat keine Veranlassung, von der vorinstanzlichen Auffassung abzuweichen (vgl. E. 1.2 vorne), zumal das Organisations- und Wahlreglement der Pensionskasse diesbez�glich klar ist (vgl. E. 2.2 vorne; vgl. auch Mitteilungen Nr. 77 S. 4 Ziff. 3) und ein Zuwiderlaufen der besagten Reglementsbestimmung mit der Stiftungsurkunde nicht auf Anhieb auszumachen ist.
Dem Verfahrensausgang entsprechend gehen die Gerichtskosten zu Lasten der Beschwerdef�hrerin (Art. 68 Abs. 1 BGG).

References: Art. 2
 Art. 2
 Art. 49
 Art. 51
 Art. 2
 Art. 2
 Art. 2
 Art. 2
 Art. 51
 Art. 2
 BGE 
 BGE 
 Art. 74
 BGE 
 Art. 62
 Art. 9
 BGE 
 Art. 62
 BGE 
 BGE 
 Art. 51
 Art. 51
 Art. 51
 Art. 51
 Art. 51
 BGE 
 Art. 2
 Art. 51