Source: http://wohnungsmanager.net/HHnD2.htm
Timestamp: 2019-10-16 11:36:31+00:00

Document:
Erfassung und Ausweis der nach § 35a EStG begünstigten Aufwendungen (haushaltsnahe Dienstleistungen)
Das WohnungsManager Update vom Dezember 2006 enthält eine erste Lösung für die neuen Anforderungen an die Hausverwaltung. Wir haben das Schreibens des BMFI vom 3.11.2006 interpretiert mit einem Ausweis ähnlich dem bisherigen Ausweis der Zinsen/Zast/Soli. Zwischenzeitlich existieren viele abweichende Interpretationen, so dass wir nach dem Versand des Updates alternative Lösungen anbieten, die wir hier beschreiben wollen. Sie benötigen das aktuelle Programm (hier Stand 5.4.2007), nur hier und in den nachfolgenden Versionen sind die beschriebenen Erweiterungen enthalten.
Da ein neues Schreiben des BMFI erwartet wird, versenden wir ein neues Update auf CD erst nach Auswertung des erwarteten neuen Schreibens, bis dahin sollten Sie über unseren Webserver die aktuellen Änderungen verfolgen und die jeweils neueste Programmversion herunterladen.
Anwendungsschreiben zu § 35a EStG vom Bundesministerium der Finanzen vom 3.11.2006
Muster für Bescheinigungen zur Vorlage beim Finanzamt von der OFD Niedersachsen
Broschüre „Haushaltsnahe Dienst- und Handwerkerleistungen in der Praxis des Wohnungseigentums“ von Steffen Haase, Grabener Verlag, Kiel, ISBN 978-3-925573-25-5
Broschüre „Steuerermäßigung für haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse und Dienstleistungen“ von Dr. Dirk Sütterlin und Rüdiger Fritsch, Haufe Mediengruppe, Best.Nr. 06359-0001
Die nachfolgende Beschreibung betrifft die Fragen der Programmanwendung. Zu Fragen, in welche Gruppe des § 35a die jeweiligen Arbeitskosten fallen, wollen Sie bitte den zugänglichen Quellen entnehmen, weil auch wir keine steuerliche Beratung geben wollen und können.
Auf dem gezeigten Erfassungsbildschirm, der nach Anklicken des Knopfs „Erfasse HHnD“ erscheint, sind die Felder bereits ausgefüllt, für die auch in der Überweisungs-Erfassungsmaske Informationen vorliegen. Für die haushaltsnahen Dienstleistungen sind zusätzliche Angaben wichtig, das sind die Arbeitskosten, differenziert in die 4 Arten, die der § 35a behandelt. Nach heutigem Stand sind die Aufwendungen für Minijobs (geringfügig Beschäftigte, § 35a I,1,1) nicht ansetzbar, weil die WEG nicht am Haushaltsscheck-Verfahren teilnehmen kann. Wir haben aus Gründen der Vollständigkeit diese Aufwendungsart jedoch hier aufgenommen, weil es denkbar ist, dass die Minijobs eventuell in Zukunft auch in WEG’s begünstigt sein könnten.
Die Erfassungsmaske und die Speicherung ist bei der Buchungseingabe und bei der Eingabe von Überweisungen identisch. Beim Anlegen von Überweisungen als Daueraufträge erfolgt die Erfassung des Dauerauftrags und der HHnD einmalig, aber die Überweisung wird mehrfach ausgeführt. Die HHnD werden jedoch nicht bei der Ausführung des Datenträger-Austauschs erfasst, deshalb empfehlen wir, die Jahreszahlen der HHnD am Jahresende manuell zu erfassen.
a) Kontonummer und Kontobezeichnung
b) Buchungstext
c) Lohnanteil (differenziert)
d) Umlageschlüssel
Die separate Bescheinigung:
Für den Lohnausweis bei sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten nach §35a Abs. 1, 1 S.2 ist ein Sonderfall zu beachten. Die Dauer des Beschäftigungsverhältnisses ist anzugeben, weil der Höchstbetrag bei unterjähriger Beschäftigung gezwölftelt werden muss. Diese Angabe erfolgt bei den separaten Bescheinigungen Typ A in einer zusätzlichen Zeile zur Buchungszeile, vorausgesetzt dass Sie in der Spalte „JaAnt“ (Jahresanteil) die Zwölftelung vermerken (Ihr Eintrag z.B. 6/12). Der zusätzliche Text lautet dann „Hinweis zur vorstehenden Rechnung: Das Beschäftigungsverhältnis bestand für 6/12 des Jahres.“ Voraussetzung für den Ausdruck dieses Zusatztextes ist somit der Eintrag des Lohns in der Spalte „EStG 35a Abs.I 1,2“ und der Eintrag in der Spalte „JaAnt“ sowie das Ankreuzen der Option „Detail für Ausweis A“.
Mit Ankreuzen der Option „Text zum Ums.drucken“ wird der Inhalt der Spalte „Unternehmer/Dienstleister/Art der Tätigkeit“ zusätzlich zu der Zeile mit den Lohndaten gedruckt, sofern die Bescheinigung Typ A erstellt wird.
Sowohl bei der Bescheinigung Typ A wie auch bei Typ B können die Ausdrucke für einzelne Wohnungen oder mit Anklicken von „alle“ für alle Wohnungen gedruckt werden. Der Ausdruck kann auch nach der Verbuchung der Jahresabrechnung beliebig oft wiederholt werden, solange die Tabelle über „Erfasse Umsätze“ nicht neu erstellt ist.
Alle Bescheinigungen werden als HTML-Dateien archiviert, sowohl als Gesamt-Datei für alle Bescheinigungen als auch einzeln pro Wohnung. Diese Archivdateien können Sie im Menü Info / Div.Listen / HTML-Archiv aufrufen und bei Bedarf auch nachträglich in Excel oder Word ändern und erneut ausdrucken. Die HTML-Archivdateien sind im Druckbild jedoch anders als die Originalausdrucke.
Inhalt der Einzel-Bescheinigung Typ A:
Inhalt der Einzel-Bescheinigung Typ B:
Die Bescheinigung Typ A mit Angabe der Details (Lohnart, Firmennamen, Beschäftigungsdauer) entspricht etwa dem Muster der OFD Niedersachsen.
Ab diesem Programmstand können Gebühren für die Ausstellung von Bescheinigungen nach Typ A oder B automatisch verbucht werden. Dazu markieren Sie die neue Checkbox „Gebühr verbuchen“. Es erfolgt dann für alle ausgedruckten Bescheinigungen (für die gewählten Wohnungen) eine Buchung der Bescheinigungsgebühr. Die Höhe der Gebühr tragen Sie auf Globalebene in der Konfiguration, Karteikarte „HHnD“ ein. Diese Gebühr ist für alle Objekte gleich. Die Verbuchung erfolgt im Soll auf dem Kunden-Debitorenkonto und im Haben auf dem Konto 49.99990 (bisher nur für Mahngebühren). Da diese Gebühren in der Regel dem Verwalter zustehen, kann dieser den Saldo von Konto 49.99990 vereinnahmen.
Die Bescheinigung wird auf Objektebene erstellt, logischerweise erfolgt auch die Verbuchung auf Objektebene.
Nachtrag am 11.5.2007
Nachtrag am 16.6.2007
Nachtrag am 3.7.2007

References: § 35
 § 35
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