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Timestamp: 2016-10-25 15:51:09+00:00

Document:
2C_734/2014 (02.02.2015)
2C_734/2014 � � Urteil vom 2. Februar 2015
2. Sicherheitsdirektion des Kantons Z�rich, Neum�hlequai 10, 8090 Z�rich.
Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich, 1. Abteilung, vom 4. Juni 2014.
A.a.�Der kosovarische Staatsangeh�rige A.________ ist am xx.xx.1981 im heutigen Kosovo (L.________) geboren und lebte dort bei seinen Grosseltern, bis er 1989 im Rahmen des Familiennachzuges zu seinen Eltern in die Schweiz einreiste. Er verf�gt �ber eine Niederlassungsbewilligung.
A.________ gab wiederholt zu Klagen Anlass und wurde deshalb wie folgt strafrechtlich verurteilt und ausl�nderrechtlich verwarnt:
�- Strafbefehl der Bezirksanwaltschaft Winterthur vom 25. Mai 1999 wegen in Umlaufsetzens falschen Geldes: sieben Tage Gef�ngnis bedingt;
�- Strafbefehl der Bezirksanwaltschaft Winterthur vom 22. Juli 1999 wegen Verletzung von Verkehrsregeln und �bertretung der Verordnung �ber die Zulassung von Personen und Fahrzeugen zum Strassenverkehr: drei Tage Gef�ngnis bedingt, Probezeit von einem Jahr, sowie Busse von Fr. 150.--;
�- Strafbefehl der Bezirksanwaltschaft B�lach vom 27. Juli 2000 wegen Widerhandlung gegen das Waffengesetz: zehn Tage Gef�ngnis bedingt, Probezeit von vier Jahren.
�Mit Verf�gung vom 15. September 2000 wurde A.________ ausl�nderrechtlich verwarnt.
�- Strafbefehl der Bezirksanwaltschaft Z�rich vom 26. September 2001 wegen mehrfachen Diebstahls und mehrfacher Sachbesch�digung: Freiheitsstrafe von zwei Monaten. Der mit den Strafbefehlen vom 25. Mai 1999 und vom 27.Juli 2000 gew�hrte bedingte Strafvollzug wurde widerrufen und der Vollzug der Strafe angeordnet.
�Mit Verf�gung vom 8. November 2001 wurde A.________ erneut ausl�nderrechtlich verwarnt.
A.b.�Am 23. Dezember 2004 heiratete A.________ im Kosovo eine Landsfrau, die am 13. August 2005 im Rahmen des Familiennachzugs in die Schweiz einreiste, wo ihr eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib beim Ehemann erteilt wurde. Aus der Ehe ging ein Sohn (geb. xx.xx.2007) hervor, der �ber eine Niederlassungsbewilligung verf�gt.
�A.________ wurde in der Folge erneut straff�llig:
�- Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 10. Mai 2007 wegen Widerhandlung gegen das ANAG: Geldstrafe von 30 Tagess�tzen zu Fr. 80.--, Probezeit von drei Jahren, und Busse von Fr. 500.--.
�- Urteil des Bezirksgerichts Winterthur vom 5. M�rz 2010 wegen Raubes, versuchten Raubes, Raufhandels, Diebstahls, Erpressung, N�tigung, gewerbsm�ssigen Betruges, mehrfachen Betruges, versuchten mehrfachen Betruges, in Umlaufsetzens falschen Geldes, mehrfacher Widerhandlung gegen das Bet�ubungsmittelgesetz, mehrfacher grober Verletzung von Verkehrsregeln, F�hren eines nicht betriebssicheren Fahrzeuges, mehrfachen Fahrens eines Motorfahrzeuges trotz Entzuges des F�hrerausweises, mehrfachen Missbrauchs von Ausweisen und Schildern sowie wegen Vergehen gegen das Heilmittelgesetz: Freiheitsstrafe als Gesamtstrafe von f�nf Jahren sowie Busse von Fr. 2'000.--. (Widerruf des mit Strafbefehl vom 10. Mai 2007 gew�hrten bedingten Strafvollzugs).
�- Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 18. Dezember 2012 wegen Vergehens gegen das Bundesgesetz �ber die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentsch�digung (AVIG) : unbedingte Geldstrafe von 20 Tagess�tzen zu je Fr. 30.--.
�Seit 24. September 2012 befindet sich A.________ im Strafvollzug (offenes Regime).
�Mit Verf�gung vom 16. August 2013 widerrief das Migrationsamt des Kantons Z�rich die Niederlassungsbewilligung von A.________ und wies ihn unverz�glich auf Entlassung aus dem Strafvollzug weg. Die bedingte Entlassung von A.________ ist fr�hestens am 24. Februar 2015 m�glich. Die von A.________ gegen den Widerruf der Niederlassungsbewilligung ergriffenen kantonalen Rechtsmittel blieben ohne Erfolg.
�Mit Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 25. August 2014 beantragt A.________, das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Z�rich vom 4. Juni 2014 aufzuheben, auf den Widerruf der Niederlassungsbewilligung zu verzichten und den Beschwerdef�hrer stattdessen erneut zu verwarnen. Jedenfalls sei den Vorinstanzen zu verbieten, den Betroffenen aus der Schweiz (und/oder dem Kanton Z�rich) wegzuweisen. Subeventualiter beantragt er, weitere Sachabkl�rungen vorzunehmen oder vornehmen zu lassen. Weiter stellt er das Begehren, der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu gew�hren. Er r�gt eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs, erachtet den Widerruf der Niederlassungsbewilligung als unverh�ltnism�ssig und macht namentlich unter Berufung auf den Fall Udeh eine Verletzung von Art. 8 EMRK geltend.
�Das Bundesgericht hat die kantonalen Akten beigezogen, indessen auf die Einholung von Vernehmlassungen verzichtet.
�Mit Verf�gung vom 2. September 2014 hat der Pr�sident der II. �ffentlich-rechtlichen Abteilung des Bundesgerichts der Beschwerde hinsichtlich der mit dem angefochtenen Urteil verbundenen Ausreiseverpflichtung die aufschiebende Wirkung zuerkannt.
1.1.�Die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten gegen den kantonal letztinstanzlichen Endentscheid betreffend den Widerruf der Niederlassungsbewilligung ist zul�ssig, weil grunds�tzlich ein Anspruch auf das Fortbestehen dieser Bewilligung besteht (vgl. Art. 83 lit. c [e contrario], Art. 86 Abs. 1 lit. d und Art. 90 BGG; BGE 135 II 1 E. 1.2.1 S.4). Als Adressat des angefochtenen Urteils ist der Beschwerdef�hrer zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 89 Abs. 1 BGG). Da auch die �brigen Sachurteilsvoraussetzungen erf�llt sind, ist auf die Beschwerde grunds�tzlich einzutreten.
1.2.�Soweit sich der Beschwerdef�hrer sinngem�ss gegen die ihm auferlegte Ausreiseverpflichtung zur Wehr setzt, indem er beantragt, jedenfalls sei den Vorinstanzen zu verbieten, ihn wegzuweisen, ist hingegen auf die Beschwerde in �ffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht einzutreten (Art. 83 lit. c Ziff. 4 BGG). Die Wegweisung ist die normale Folge des Widerrufs der Niederlassungsbewilligung (vgl. Art. 64 Abs. 1 lit. c AuG); ist diese verfassungsrechtlich zul�ssig, gilt dies auch f�r die Wegweisung. Vollzugshindernisse (vgl. Art. 83 AuG), welche der subsidi�ren Verfassungsbeschwerde - unter Vorbehalt der qualifizierten R�gepflicht - zug�nglich sind (BGE 137 II 305 E. 3.3 S. 310), macht der Beschwerdef�hrer nicht geltend.
1.3.�Das Begehren, weitere - jedoch nicht n�her bezeichnete - Sachabkl�rungen vorzunehmen bzw. vornehmen zu lassen, ist vermutlich im Zusammenhang mit den nicht abgenommenen Beweisantr�gen zu sehen und als Antrag auf R�ckweisung der Sache zur Vornahme zus�tzlicher Sachverhaltsabkl�rungen zu verstehen. Wie es sich damit verh�lt, ist indessen f�r den Ausgang des Verfahrens nicht von Bedeutung und kann dahingestellt bleiben.
1.4.�Das Bundesgericht legt seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde, wie die Vorinstanz ihn festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG). Es kann diesen - soweit entscheidrelevant - berichtigen oder erg�nzen, wenn er offensichtlich unrichtig oder in Verletzung wesentlicher Verfahrensrechte ermittelt worden ist (Art. 105 Abs. 2 BGG). Die betroffene Person muss dartun, dass und inwiefern der Sachverhalt bzw. die beanstandete Beweisw�rdigung klar und eindeutig mangelhaft - mit anderen Worten willk�rlich - erscheint (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG; vgl. BGE 133 II 249 E. 1.4.3). Neue tats�chliche Vorbringen und Beweismittel sind im bundesgerichtlichen Verfahren grunds�tzlich unzul�ssig (Art. 99 BGG; BGE 139 III 120 E. 3.1.2 S. 123; 138 II 393 E. 3.5 S. 397; 135 I 221 E. 5.2.4 S. 229; 133 IV 342 E. 2.1 S. 343 f.; je mit Hinweisen).
2.1.�Der Beschwerdef�hrer wirft der Vorinstanz eine Verletzung des rechtlichen Geh�rs vor, da sie verschiedene Beweisantr�ge nicht abgenommen habe.
2.2.�Die Parteien haben im verwaltungs- sowie im verwaltungsgerichtlichen Verfahren Anspruch auf rechtliches Geh�r (Art. 29 Abs. 2 BV). Dazu geh�rt, dass die Beh�rde alle erheblichen und rechtzeitigen Vorbringen der Parteien w�rdigt und die ihr angebotenen Beweise abnimmt, wenn diese zur Abkl�rung des Sachverhalts tauglich erscheinen. Umgekehrt folgt daraus, dass keine Verletzung des rechtlichen Geh�rs vorliegt, wenn ein Gericht auf die Abnahme beantragter Beweismittel verzichtet, weil es auf Grund der bereits abgenommenen Beweise seine �berzeugung gebildet hat und ohne Willk�r in vorweggenommener (antizipierter) Beweisw�rdigung annehmen kann, dass seine �berzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht ge�ndert w�rde (BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236 f. mit Hinweisen).
2.3.�Vorliegend durfte die Vorinstanz ohne Weiteres auf die Einholung eines F�hrungsberichts der Strafanstalt Gm�nden sowie auf den Beizug der Strafakten betreffend den Strafbefehl vom 18. Dezember 2012 in vorweggenommener Beweisw�rdigung verzichten. Die Vorinstanz hat im �brigen zutreffend erl�utert, weshalb sie diese Beweismittel nicht als tauglich erachtete, zu f�r den Ausgang des Verfahrens relevanten neuen Erkenntnissen zu f�hren; es kann auf die entsprechenden Ausf�hrungen im angefochtenen Urteil verwiesen werden. Was die weiteren Beweisofferten (Stellenzusage betreffend den Beschwerdef�hrer, Arbeitsvertrag und -zeugnis betreffend die Ehegattin) anbelangt, war es - wie die Vorinstanz zutreffend erwog - am Beschwerdef�hrer aufgrund der ihn treffenden Mitwirkungspflicht (Art. 90 lit. b AuG), diese Beweismittel im vorinstanzlichen Verfahren einzureichen, wenn er der Auffassung war, es liesse sich daraus etwas zu seinen Gunsten ableiten. Die Vorinstanz war nicht verpflichtet, in den Akten nachzuforschen, ob es sich bei dem betreffend Stellenzusage unkorrekt angegebenen Firmennamen ohne n�here Adressangabe allenfalls um eine Unternehmung handeln k�nnte, bei der der Beschwerdef�hrer bereits fr�her einmal gearbeitet hatte, und sich dort nach einer Stellenzusage zu erkundigen. Abgesehen davon waren die angebotenen Beweismittel vorliegend ohnehin nicht geeignet, den Verfahrensausgang zu �ndern.
�Das Verwaltungsgericht hat somit weder bei der Beweisabnahme gegen den Geh�rsanspruch des Beschwerdef�hrers verstossen noch den Sachverhalt unvollst�ndig festgestellt.
3.1.�Die Niederlassungsbewilligung kann widerrufen werden, wenn die ausl�ndische Person zu einer l�ngerfristigen Freiheitsstrafe, d.h. zu einer solchen von mehr als einem Jahr, verurteilt worden ist (Art. 63 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 62 lit. b AuG; BGE 135 II 377 E. 4.2 S. 381; 137 II 297 E. 2). Der genannte Widerrufsgrund gilt auch f�r Niederlassungsbewilligungen ausl�ndischer Personen, die sich - wie der Beschwerdef�hrer - seit mehr als 15 Jahren ununterbrochen und ordnungsgem�ss in der Schweiz aufhalten (Art. 63 Abs. 2 AuG). Ist eine Massnahme begr�ndet, aber den Umst�nden nicht angemessen, so kann die betroffene Person unter Androhung dieser Massnahme verwarnt werden (Art. 96 Abs. 2 AuG).
3.2.�Schliesslich muss die ausl�nderrechtliche Massnahme verh�ltnism�ssig sein (vgl. dazu Art. 96 AuG; BGE 139 I 31 E. 2.3.1 S. 33 f.; 135 II 377 E. 4.3 u. 4.5 S. 381 ff.). Entscheidend ist demnach eine Verh�ltnism�ssigkeitspr�fung, die gest�tzt auf die gesamten Umst�nde des Einzelfalls vorzunehmen ist (BGE 130 II 176 E. 3.3.4 S. 182). Dabei sind praxisgem�ss namentlich die Schwere des Delikts und des Verschuldens des Betroffenen, der seit der Tat vergangene Zeitraum, das Verhalten des Ausl�nders w�hrend diesem, der Grad seiner Integration bzw. die Dauer der bisherigen Anwesenheit sowie die ihm und seiner Familie drohenden Nachteile zu ber�cksichtigen, wobei gem�ss Art. 8 Abs. 2 EMRK eine vergleichbare Interessenabw�gung vorzunehmen ist (BGE 139 I 145 E. 2.1 S. 148; 135 II 377 E. 4.3 S. 381 f.; vgl. auch das Urteil des EGMR i.S.�
Trabelsi gegen Deutschland�vom 13. Oktober 2011 [Nr. 41548/06] Ziff. 53 ff. bez�glich der Ausweisung eines in Deutschland geborenen, wiederholt straff�llig gewordenen Tunesiers).
�Die Anwesenheitsberechtigung eines Ausl�nders, der sich schon seit langer Zeit hier aufh�lt, soll aus Gr�nden der Verh�ltnism�ssigkeit nur mit Zur�ckhaltung widerrufen oder nicht mehr verl�ngert werden. Bei wiederholter bzw. schwerer Straff�lligkeit ist dies jedoch selbst dann m�glich, wenn er hier geboren ist und sein ganzes bisheriges Leben im Land verbracht hat (vgl. das Urteil 2C_562/2011 vom 21. November 2011 E. 3.3 [Widerruf der Niederlassungsbewilligung eines hier geborenen 43-j�hrigen T�rken] und das bereits zitierte EGMR-Urteil�
Trabelsi�). Bei schweren Straftaten und bei R�ckfall bzw. wiederholter Delinquenz besteht regelm�ssig ein wesentliches �ffentliches Interesse, die Anwesenheit eines Ausl�nders zu beenden, der dermassen die �ffentliche Sicherheit und Ordnung beeintr�chtigt (vgl. das Urteil 2C_903/2010 vom 6. Juni 2011 E. 3.1, nicht publ. in BGE 137 II 233; BGE 130 II 176 E. 4.4.2 S. 190). Dabei fliesst in die Interessenabw�gung mit ein, dass namentlich Raub und Drogenhandel nach dem Willen des Verfassungsgebers zum Verlust des Aufenthaltsrechts f�hren sollen (vgl. Art. 121 Abs. 3 lit. a BV; BGE 139 I 31 E. 2.3.2 S. 34; Urteile 2C_844/2013 vom 6. M�rz 2014 E. 5.6, 2C_1033/2013 vom 4. Juli 2014 E. 3.2, 2C_480/2013 vom 24. Oktober 2013 E. 4.3.2). Im Falle einer Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren ist bei erst kurze Zeit bestehender Ehe in der Regel selbst dann kein Aufenthaltstitel mehr zu erteilen, wenn der schweizerischen Ehepartnerin die Ausreise nicht oder nur schwer zuzumuten ist (sogenannte "Reneja-Praxis"; BGE 139 I 145 E. 2.3 S. 148).
4.1.�Der Beschwerdef�hrer wurde wiederholt straff�llig und mit Urteil des Bezirksgerichts Winterthur vom 5. M�rz 2010 zu einer Freiheitsstrafe von 5 Jahren verurteilt. Damit ist der Widerrufsgrund gem�ss Art. 63 Abs. 2 i.V.m. Abs. 1 lit. a und Art. 62 lit. b AuG erf�llt. Der Beschwerdef�hrer bestreitet das Vorliegen des Widerrufsgrundes nicht, sondern bem�ngelt einzig die Interessenabw�gung und Verh�ltnism�ssigkeitspr�fung, wie sie die Vorinstanz vorgenommen hat. Er r�gt eine Verletzung von Art. 63 AuG sowie Art. 8 EMRK.
4.2.�Das angefochtene Urteil gibt die bundesgerichtliche Praxis zutreffend wieder und die Vorinstanz hat die auf dem Spiel stehenden Interessen im Rahmen von Art. 63 Abs. 2 i.V.m. Art. 62 lit. b AuG bzw. Art. 8 Ziff. 2 EMRK in vertretbarer Weise gegeneinander abgewogen:
4.2.1.�Das Bezirksgericht Winterthur erkannte den Beschwerdef�hrer mit Urteil vom 5. M�rz 2010 als schuldig unter anderem des Raubs sowie des Versuchs hierzu, des Raufhandels, des Diebstahls, der Erpressung, der N�tigung, des gewerbsm�ssigen Betrugs, des mehrfachen Verbrechens im Sinne des Bet�ubungsmittelgesetzes sowie der Widerhandlung gegen dieses. Aufgrund dieses Strafurteils ging die Vorinstanz zu Recht von einem schweren Verschulden des Beschwerdef�hrers aus. Im ausl�nderrechtlichen Verfahren bleibt im �brigen kein Raum die Beurteilung des Strafgerichts hinsichtlich des Verschuldens zu relativieren (Urteile 2C_836/2013 vom 10. Februar 2014 und 2C_819/2013 vom 24. Januar 2014). Ins Gewicht f�llt zudem, dass es sich nicht um eine erstmalige Straff�lligkeit des Beschwerdef�hrers handelte und ihn somit weder fr�here Verurteilungen noch zwei fremdenpolizeiliche Verwarnungen von erneuter und immer schwererer Delinquenz abzuhalten vermochten. Nachdem sich der Beschwerdef�hrer im Strafvollzug befindet, kann selbst bei positivem Vollzugsverlauf nicht von einer nachhaltigen Bew�hrung die Rede sein. Aufgrund der Unbelehrbarkeit des Beschwerdef�hrers, wovon auch der Umstand zeugt, dass er selbst nach der Verurteilung vom 5. M�rz 2010 erneut delinquierte, l�sst sich vielmehr eine R�ckfallgefahr nicht ausschliessen, wobei diesem Gesichtspunkt ausserhalb des Geltungsbereichs des Freiz�gigkeitsabkommens allerdings keine vorrangige Bedeutung zukommt, da namentlich auch generalpr�ventiven Gesichtspunkten Rechnung getragen werden darf (vgl. Urteil 2C_1026/2011 vom 23. Juli 2012 E. 3). Bei schweren Straftaten muss zum Schutz der �ffentlichkeit ausl�nderrechtlich selbst ein geringes Restrisiko nicht in Kauf genommen werden (BGE 139 I 31 E. 2.3.2 S. 34).
4.2.2.�Der Beschwerdef�hrer reiste 1989 im Alter von acht Jahren im Rahmen des Familiennachzugs in die Schweiz ein und hat hier seine Schul- und Berufsausbildung absolviert. Trotz langer Aufenthaltsdauer und einer entsprechenden beruflichen Integration kann der Beschwerdef�hrer jedoch nicht als in der Schweiz verwurzelt betrachtet werden. Sein soziales Leben findet prim�r im Kreis seiner Familie (Ehefrau, Sohn, Eltern und Geschwister) statt und er vermag keine soziale Integration in die hiesige Gesellschaft darzutun. Dass er als 23-J�hriger im Kosovo eine Landsfrau heiratete, zeugt von weiter bestehenden engen Verbindungen zum Heimatland. Dies best�tigt auch der Umstand, dass er seine Straftaten mehrheitlich mit Kollegen aus dem ehemaligen Jugoslawien ver�bt hat. Die Vorinstanz ist daher zu Recht davon ausgegangen, dass der Beschwerdef�hrer mit der heimatlichen Kultur und Sprache nach wie vor vertraut ist. Sie erwog zudem, dass seine Schwiegereltern sowie der Bruder seiner Ehefrau ihm bei der Wiedereingliederung zur Seite stehen k�nnten, falls er �ber keinen Kontakt zu seinen eigenen Verwandten verf�gen sollte. Der Beschwerdef�hrer legt nicht dar, inwiefern und weshalb dies nicht zutreffen sollte. Mit der blossen Behauptung, er werde im Kosovo auf sich alleine gestellt sein, setzt er sich mit der vorinstanzlichen Begr�ndung nicht rechtsgen�glich auseinander.
4.2.3.�Die Ehegattin lebt erst seit August 2005 in der Schweiz. Abgesehen davon, dass sie nach den vorinstanzlichen Feststellungen auch heute noch nur gebrochen Deutsch spricht, kann von einer Verwurzelung der Ehegattin in der Schweiz keine Rede sein. Sie und der Beschwerdef�hrer stammen aus benachbarten Ortschaften im Kosovo. Die Ehegattin pflegt eine enge Beziehung zu ihren dort lebenden Eltern, die sie j�hrlich mit ihrem Sohn besucht. Selbst wenn sie sich hier beruflich gut integriert hat, ist nicht ersichtlich, weshalb es ihr nicht zumutbar w�re, zusammen mit ihrem Ehemann und dem gemeinsamen Sohn, der sich noch in einem anpassungsf�higen Alter befindet (vgl. BGE 135 I 153 E. 2.1 S. 154 f.; 122 II 289 E. 3c S. 298), wieder in der gemeinsamen Heimat zu leben. Im �brigen war der Beschwerdef�hrer schon vor der Heirat mehrfach straff�llig geworden und daher zweimal ausl�nderrechtlich verwarnt worden, weshalb die Ehegattin damit rechnen musste, bei erneuter Delinquenz ihres Ehegatten die Ehe zuk�nftig eventuell nicht in der Schweiz leben zu k�nnen.
�Als die Niederlassungsbewilligung des Beschwerdef�hrers erstinstanzlich widerrufen wurde, hielt sich seine Ehegattin allerdings bereits mehr als f�nf Jahre ordnungsgem�ss und ununterbrochen in der Schweiz auf. Vorbeh�ltlich eines allf�lligen Widerrufsgrundes gem�ss Art. 51 Abs. 2 AuG, wobei dieser grunds�tzlich bei der anspruchsberechtigten Ehegattin gegeben sein m�sste (vgl. Urteil 2C_656/2011 vom 8. Mai 2012 E. 3.1 mit Hinweisen), verf�gt diese vermutlich �ber einen Anspruch auf Niederlassungsbewilligung nach Art. 43 Abs. 2 AuG, was allerdings nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bildet. Hingegen scheint die Vorinstanz ebenfalls von einem selbstst�ndigen Anwesenheitsrecht der Ehegattin auszugehen. Diesfalls st�nde es ihr frei, mit dem Sohn, der hier ebenfalls niederlassungsberechtigt ist, in der Schweiz zu verbleiben.
In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass deliktisches Verhalten die Erteilung einer neuen Aufenthaltsbewilligung f�r den Beschwerdef�hrer nicht zwingend ein f�r alle Mal verunm�glicht. Unter gewissen Voraussetzungen kann nach einer angemessenen Bew�hrungsdauer im Heimatland eine Neubeurteilung durch die zust�ndigen Migrationsbeh�rden angezeigt sein (vgl. Urteil 2C_1170/2012 vom 24. Mai 2013 E. 3 mit Hinweisen). In diesem Rahmen ist der Zeitablauf, verbunden mit Deliktsfreiheit, angemessen zu ber�cksichtigen. Damit wird dem Umstand Rechnung getragen, dass die seit der Tat verflossene Zeit und das seitherige Verhalten des Ausl�nders beim bewilligungsrechtlichen Entscheid mitzuber�cksichtigen sind (BGE 139 I 325 E. 2.4 S. 329 f.; 130 II 493 E. 5 S. 504; allgemein BGE 139 II 534 E. 5.4.2 S. 542; zu Art. 8 EMRK vgl. z.B. Urteile des EGMR�
Udeh gegen Schweiz�vom 16. April 2013 [Nr. 12020/09] � 46 ff.;�
A.W. Khan gegen Vereinigtes K�nigreich�vom 12. Januar 2010 [Nr. 47486/06] � 41).
4.2.4.�Abgesehen davon, dass das Urteil des EGMR�
Udeh gegen Schweiz�vom 16. April 2013 [Nr. 12020/09], auf das sich der Beschwerdef�hrer ausdr�cklich beruft, kein Grundsatzentscheid darstellt und vielmehr als spezifischer Anwendungsfall der bisherigen Praxis des EGMR erscheint (Urteil 2C_536/2013 vom 30. Dezember 2013 E. 2.5.5 mit Hinweisen, nicht publiziert in: BGE 140 II 129), unterscheidet sich der dort beurteilte Sachverhalt in wesentlichen Punkten von den vorliegenden Umst�nden (u.a. wiederholte Straff�lligkeit, ausl�ndisches Kind, Zumutbarkeit der gemeinsamen Ausreise), weshalb der Beschwerdef�hrer daraus nichts zu seinen Gunsten abzuleiten vermag und es dazu keiner weiteren Ausf�hrungen bedarf.
�Ist den Familienangeh�rigen - wie dargelegt (E. 4.2.3) - zumutbar, gemeinsam mit dem Beschwerdef�hrer auszureisen und die famili�re Beziehung im Heimatland zu leben, so ist der Anspruch auf Achtung des Familienlebens nach Art. 8 EMRK von vornherein nicht ber�hrt (Urteil 2C_536/2013 vom 30. Dezember 2013 E. 2.3 mit Hinweisen, nicht publiziert in: BGE 140 II 129). Die fremdenpolizeiliche Massnahme f�hrt diesfalls nicht zur Trennung der Familie.
4.3.�Es wird den Beschwerdef�hrer gewiss hart treffen, die Schweiz verlassen zu m�ssen, nachdem er seit seiner Kindheit hier lebt. dennoch ist der Schluss der Vorinstanz, das �ffentliche Interesse an der Fernhaltung des Beschwerdef�hrers �berwiege dessen privates Interesse an einem weiteren Verbleib in der Schweiz, nicht zu beanstanden. Der Beschwerdef�hrer wurde von der Ausl�nderbeh�rde wegen seiner wiederholten Straff�lligkeit bereits zweimal formell verwarnt. Ziel der fremdenpolizeilichen Verwarnung ist es, den betroffenen Ausl�nder zu einer �nderung seines Verhaltens zu veranlassen. Gelingt dies nicht, kommt es grunds�tzlich zu den f�r den Fall der Missachtung der verf�gten Bedingungen angedrohten Folgen, ansonsten die fragliche Massnahme ihres Sinnes entleert w�rde. Der Beschwerdef�hrer hat die ihm zweimal einger�umte Gelegenheit, sich zu bessern, nicht genutzt und trotz angedrohter ausl�nderrechtlicher Konsequenzen weiter und sogar schwerwiegender delinquiert. Er hat damit den Tatbeweis erbracht, dass er sich durch Verwarnungen nicht beeinflussen l�sst. Eine nochmalige fremdenpolizeiliche Verwarnung an Stelle der verf�gten Massnahme f�llt daher ausser Betracht. Entgegen der Behauptung des Beschwerdef�hrers erweist sich die angefochtene ausl�nderrechtliche Massnahme als bundesrechts- und konventionskonform.
5.1.�Die Beschwerde erweist sich damit als unbegr�ndet und ist abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.
5.2.�Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdef�hrer kostenpflichtig (Art. 65, 66 Abs. 1 BGG).
Dieses Urteil wird dem Beschwerdef�hrer, dem Migrationsamt, der Sicherheitsdirektion und dem Verwaltungsgericht des Kantons Z�rich, 1. Abteilung, sowie dem Staatssekretariat f�r Migration schriftlich mitgeteilt.

References: Art. 8
 Art. 83
e contrario
 Art. 86
 Art. 90
 BGE 
 Art. 64
 Art. 83
 Art. 106
 BGE 
 BGE 
 Art. 62
 BGE 
 Art. 96
 BGE 
 Art. 8
 EGMR 
 BGE 
 BGE 
 Art. 121
 BGE 
 BGE 
 Art. 63
 Art. 62
 Art. 63
 Art. 8
 Art. 63
 Art. 62
 Art. 8
 BGE 
 Art. 51
 Art. 43
 BGE 
 Art. 8
 EGMR 
 BGE 
 Art. 8
 BGE