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Timestamp: 2019-06-17 15:36:12+00:00

Document:
1. Gesuche nach Art. 169 ff. ZGB sind beim Richter des Wohnsitzes des gesuchstellenden Ehegatten anzubringen. Bestätigung der Rechtsprechung, wonach die Ehefrau, wenn sie nach Gesetz berechtigt ist, getrennt zu leben, auch ohne richterliche Bewilligung einen selbständigen Wohnsitz begründen kann. Art. 25 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 170 Abs. 1 und 2 ZGB. (Erw. 1 und 2).
2. Die von einem Ehemann schweizerischer Nationalität in Deutschland, an seinem angeblichen Wohnsitz, angehobene Scheidungsklage ist nach Art. 3 des schweizerisch/deutschen Urteilsvollstreckungsabkommens in Verbindung mit Art. 7 g Abs. 3 NAG nicht zulässig, wenn die Ehefrau nach den Normen des schweizerischen Rechtes einen selbständigen Wohnsitz in der Schweiz hat. Eine solche Klage steht daher der Beurteilung eines auf die Art. 169 ff. ZGB gestützten Gesuches der Ehefrau durch den Richter ihres Wohnsitzes nicht entgegen. (Erw. 3).
BGE: 83 II 498, 85 II 297, 83 II 496, 80 II 101 mehr... , 80 II 100, 84 II 475
Artikel: Art. 169 ff. ZGB, Art. 7 g Abs. 3 NAG, Art. 7 g NAG, Art. 144 ZGB mehr... , Art. 170 Abs. 1 und 2 ZGB, Art. 68 OG, Art. 170 Abs. 2 ZGB, Art. 170 Abs. 1 ZGB, Art. 145 ZGB

References: Art. 169
 Art. 25
 Art. 170
 Art. 3
 Art. 7
 Art. 169
 Art. 169
 Art. 7
 Art. 7
 Art. 144
 Art. 170
 Art. 68
 Art. 170
 Art. 170
 Art. 145