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Timestamp: 2013-05-25 17:18:52+00:00

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OVG Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 11. Juni 2008 - Az. 13 C 170/08 x
OVG Nordrhein-WestfalenEntscheidungenBeschluss vom 11. Juni 2008 - Az. 13 C 170/08
OVG Nordrhein-Westfalen · Beschluss vom 11. Juni 2008 · Az. 13 C 170/08
13 C 170/08
openJur 2011, 57710
18 Nc 1233/07 vorher TenorDie Anhörungsrügen der Antragsteller gegen den Beschluss des Senats vom 8. Mai 2008 - 13 C 75/08 u.a. - werden auf ihre Kosten zurückgewiesen.
GründeDie Anhörungsrügen, die einen unanfechtbaren Beschluss (§ 152 Abs. 1 VwGO) im Rahmen eines Verfahrens des vorläufigen Rechtsschutzes betreffen, sind statthaft,
vgl. auch Kopp/Schenke, VwGO, 15. Auflage 2007, § 152a Rdnr. 6,
aber nicht begründet. Aus dem Vortrag der Antragsteller ergibt sich nicht, dass der Senat ihren Anspruch auf rechtliches Gehör in entscheidungserheblicher Weise verletzt hat.
Art. 103 Abs. 1 GG verpflichtet das Gericht, die Ausführungen der Prozessbeteiligten zur Kenntnis zu nehmen und in Erwägung zu ziehen.
Vgl. BVerfG, Urteil vom 8. Juli 1997 - 1 BvR 1621/94 -, BVerfGE 96, 205 = NJW 1997, 2310, 2312.
Art. 103 Abs. 1 GG ist allerdings erst dann verletzt, wenn sich im Einzelfall klar ergibt, dass das Gericht tatsächliches Vorbringen eines Beteiligten entweder überhaupt nicht zur Kenntnis genommen oder bei seiner Entscheidung nicht erwogen hat. Art. 103 Abs. 1 GG schützt insbesondere nicht davor, dass das Gericht dem Vortrag der Beteiligten in materiellrechtlicher Hinsicht nicht die aus deren Sicht richtige Bedeutung beimisst.
Vgl. BVerfG, Beschluss vom 4. August 2004 - 1 BvR 1557/01 -, BVerfGK 4, 12 = juris.
Die Antragsteller beanstanden, dass der Senat die Mitwirkung von Frau Dr. G. an den Bachelor- und Master-Studiengängen nicht weiter aufgeklärt habe. Diesem Vorbringen kann allerdings im Rahmen einer Gehörsrüge keine Bedeutung zukommen. Die Rüge der Verletzung der in Rede stehenden Aufklärungspflicht nach § 86 Abs. 1 Satz 1 VwGO, die auch im einstweiligen Rechtsschutzverfahren Geltung beansprucht und nur dort zurücktritt, wo eine Überprüfung ohne weitere Tatsachenermittlung der Eilbedürftigkeit der Sache geschuldet ist,
vgl. BVerfG, Beschluss vom 31. März 2004 - 1 BvR 356/04 -, NVwZ 2004, 1112, 1113,
berührt weder den Regelungsgehalt des Art. 103 Abs. 1 GG
- vgl. BVerfG, Beschluss vom 18. Februar 1988 - 2 BvR 1324/87 -, BayVBl. 1988, 268 -
noch seine einfachrechtlichen Ausprägungen, denn es steht nicht die unterbliebene Würdigung des Vorbringens des Beteiligten im Raum. Deshalb geht das Vorbringen der Antragsteller ins Leere. Der Senat hat abgesehen davon in seinem Beschluss
nachvollziehbare Gründe für eine weitere Sachverhaltsermittlung nicht erkennen können. Frau Dr. G. ist mit einem Deputat von 5 SWS tätig; ihre Funktion entspricht der einer Akademischen Rätin ohne ständige Lehraufgaben. Ihre Lehrtätigkeit ist mit einem Anteil von 25 % an der gesamten Arbeitszeit bemessen worden. 40 % entfallen auf ihre molekularbiologische Forschungstätigkeit und Methodenentwicklung, weitere 25 % auf die Organisation und verwaltende Lehre und schließlich 10 % auf die Betreuung von Doktoranden, Diplomanden sowie Bachelor- Studenten. Für eine über ihre vertraglichen Verpflichtungen hinausgehende Tätigkeit in der Lehre war nichts Greifbares zu erkennen. Anderes ergab sich auch nicht aus dem Vorbringen der Antragsteller, Internet-Auskünfte belegten "vielstündige Lehrtätigkeiten" von Frau Dr. G. .
Die Kostenentscheidung folgt aus § 154 Abs. 2 VwGO, Nr. 5400 des Kostenverzeichnisses zum GKG.
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References: § 152

Art. 103

Art. 103
 Art. 103
 § 86
 Art. 103
 § 154