Source: https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=BGH&Datum=05.11.2014&Aktenzeichen=XII%20ZB%20186/13
Timestamp: 2019-04-24 03:26:32+00:00

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BGH, 05.11.2014 - XII ZB 186/13 - dejure.org
BGB §§ 194, 242; FamFG §§ 168 Abs. 1 Satz 2 und 3, 292 Abs. 1
§ 1836 e Abs. 1 BGB, § ... 195 BGB, §§ 207 Abs. 1 Nr. 4, 209 BGB, §§ 1908 i Abs. 1, 1836 Abs. 1 BGB, §§ 1 Abs. 1, Abs. 2 Satz 1 VBVG, §§ 292 Abs. 1, 168 FamFG, § 4 Abs. 1 Satz 2 Ziff. 2 VBVG, § 5 Abs. 2 Satz 2 VBVG, § 1836 e Abs. 1 Satz 1 BGB, § 1836 d BGB, § 1 Abs. 2 Satz 2 VBVG, § 242 BGB, § 214 Abs. 1 BGB, § 1 Abs. 2 Satz 1 VBVG, § 3 Nr. 2 lit. b RPflG, § 74 Abs. 5 FamFG, § 74 Abs. 6 Satz 1 FamFG
§ 194 BGB, § 242 BGB, § 168 Abs 1 S 2 FamFG, § 168 Abs 1 S 3 FamFG, § 292 Abs 1 FamFG
Rückforderung von Betreuervergütung durch die Staatskasse: Prüfung der Verjährungseinrede
Berücksicjtigung der Einrede der Verjährung im Festsetzungsverfahren durch den Rechtspfleger
Betreuervergütung - und die Verjährungeinrede
Betreuungsrecht - Einrede der Verjährung im Festsetzungsverfahren
Zur Einrede der Verjährung
Rechtspfleger hat im Festsetzungsverfahren Einrede der Verjährung zu berücksichtigen
AG Kassel, 28.01.2013 - 785 XVII L 526/05
NJW-RR 2015, 193
MDR 2015, 727
FGPrax 2015, 28
FamRZ 2015, 248
Rpfleger 2015, 202
Vielmehr reicht aus, dass der Schuldner durch sein Verhalten objektiv - sei es auch unabsichtlich - bewirkt, dass die Klage nicht rechtzeitig erhoben wird, und die spätere Verjährungseinrede unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls mit dem Gebot von Treu und Glauben unvereinbar wäre, wobei insoweit ein strenger Maßstab anzulegen ist (BGH, Beschluss vom 5. November 2014 - XII ZB 186/13, FamRZ 2015, 248 Rn. 15 mwN).
Vergütung des Betreuers: Vergütung für Zeitraum zwischen Ablauf der vorläufigen …
Das kann etwa zur Folge haben, dass es dem Schuldner der Vergütung verwehrt ist, sich auf die Einrede der Verjährung zu berufen (Senatsbeschluss vom 5. November 2014 - XII ZB 186/13 - FamRZ 2015, 248 Rn. 19 f.).
Dazu hat der Senat ausgeführt, dass der Rechtspfleger zur Entscheidung über Einwendungen berufen ist, die im Vergütungsrecht ihren Grund haben (Senatsbeschluss vom 5. November 2014 - XII ZB 186/13 - FamRZ 2015, 248 Rn. 18).
Er ist deshalb nur zur Entscheidung über Einwendungen berufen, die im Vergütungsrecht ihren Grund haben, nicht aber über solche, die auf mangelhafte Amtsführung (Senatsbeschluss vom 5. November 2014 - XII ZB 186/13 - FamRZ 2015, 248 Rn. 18) oder auf eine bereits früher mögliche Aufhebung der Betreuung gestützt werden (…Senatsbeschluss vom 11. April 2012 - XII ZB 459/10 - FamRZ 2012, 1051 Rn. 25).
Im Festsetzungsverfahren ist dagegen etwa über die Einrede der Verjährung oder die Frage, ob der Einrede § 242 BGB entgegensteht, zu entscheiden (Senatsbeschluss vom 5. November 2014 - XII ZB 186/13 - FamRZ 2015, 248 Rn. 20).
Ebenso wenig wie der Rechtspfleger im Vergütungsfestsetzungsverfahren dazu berufen ist, über Einwendungen zu entscheiden, die nicht im Vergütungsrecht wurzeln (vgl. Senatsbeschlüsse vom 5. November 2014 - XII ZB 186/13 - FamRZ 2015, 248 Rn. 18 …und vom 11. April 2012 - XII ZB 459/10 - FamRZ 2012, 1051 Rn. 18 f.), ist ihm in diesem Verfahren die Entscheidung darüber eröffnet, ob dem Umgangspfleger außerhalb des Vergütungsrechts Zahlungsansprüche zustehen.
Wenn allerdings die tatsächlichen Umstände, die Anknüpfungspunkte für die Annahme treuwidrigen Verhaltens sind, feststehen, muss der Rechtspfleger § 242 BGB im Vergütungsfestsetzungsverfahren zur Anwendung bringen (…Senatsbeschlüsse vom 28. Juli 2015 - XII ZB 508/14 - FamRZ 2015, 1709 Rn. 15 und vom 5. November 2014 - XII ZB 186/13 - FamRZ 2015, 248 Rn. 20).

References: § 1836
 § 4
 § 5
 § 1836
 § 1836
 § 1
 § 242
 § 214
 § 1
 § 3
 § 74
 § 74

§ 194
 § 242
 § 168
 § 168
 § 292
 § 242
 § 242