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Timestamp: 2019-10-14 06:08:05+00:00

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VO-GO Berlin - Neufassung vom 18.04.2007 - Schulgesetz Berlin | Schulgesetz und Schulverordnungen
VO-GO Berlin - Neufassung vom 18.04.2007
Verordnung über die gymnasiale Oberstufe - (VO-GO)
Vom 18. April 2007 (GVBl. Berlin 2007, S. 156)
Auf Grund des § 28 Abs. 8 in Verbindung mit § 14 Abs. 5, § 15 Abs. 4, § 39, § 58 Abs. 8, § 59 Abs. 8, § 60 Abs. 4 und § 129 Abs. 5 Satz 2 des Schulgesetzes vom 26. Januar 2004 (GVBl. S. 26), zuletzt geändert durch Artikel V des Gesetzes vom 11. Juli 2006 (GVBl.S. 812), wird verordnet:
§ 4 Übergang von Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums und der Gesamtschule
§ 5 Aufnahme von Schülerinnen und Schülern der Haupt-, Real- und Berufsfachschulen
§ 24 Besondere Lernleistung
§ 38 Einsichtnahme in die Prüfungsunterlagene
Anlage 1 a Stundentafel der Einführungsphase am Gymnasium und an der Gesamtschule
Anlage 1 b Stundentafel der Einführungsphase am beruflichen Gymnasium
Anlage 2 Tabelle für die Bildung eines Prüfungsergebnisses bei schriftlicher und mündlicher Prüfung
Die Kurse des Wahlpflichtunterrichts dienen insbesondere der Vorbereitung auf erhöhte Anforderungen in den Leistungskursfächern der Qualifikationsphase (Profilkurse) und der Verbesserung der Kenntnisse in den Fremdsprachen oder musischen Fächer (Basiskurse) oder führen neue Fächer ein.
(5) Die höchstzulässige Dauer des Besuchs der gymnasialen Oberstufein der dreijährigen Form beträgt vier, im Falle der Wiederholung der Abiturprüfung fünf Jahre, soweit sich nicht im Einzelfall aus den folgenden Regelungen eine andere Verweildauer ergibt.
(1) Die Schülerinnen und Schüler wählen zu den von der Schule festgesetzten Terminen die Kurse der Einführungsphase oder der Qualifikationsphase aus.
Unter den gewählten Kursen müssen sich alle Pflichtkurse (Leistungskurse und Pflichtgrundkurse) befinden.
(3) Die Schülerinnen und Schüler sind zur Teilnahme an dem sich aus der Stundentafel ergebenden Unterricht der Einführungsphase, den Pflicht- und Wahlkursen der Qualifikationsphase sowie den sonstigen verbindlichen schulischen Veranstaltungen bis zu deren regulärem Ende verpflichtet.
(1) Wer am Gymnasium unter Erfüllung der Voraussetzungen des § 58 der Sekundarstufe I-Verordnung vom 19. Januar 2005 (GVBl. S. 28) in der jeweils geltenden Fassung in die gymnasiale Oberstufe versetzt wird, geht unmittelbar in die Qualifikationsphase über.
Abweichend von Satz 1 gehen Schülerinnen und Schüler, die in ein berufliches Gymnasium eintreten wollen, in die Einführungsphase dieser Schule über.
Darüber hinaus kann der Übergang in die gymnasiale Oberstufe in der dreijährigen Form von der Schulaufsichtsbehörde auf Antrag bei Vorliegen besonderer Gründe gestattet werden.
Ein besonderer Grund liegt insbesondere vor bei längerer Krankheit oder einem Auslandsaufenthalt in der Jahrgangsstufe 10 oder wenn der Wechsel an eine andere Schule zur Fortsetzung eines besonderen schulischen Profils gewünscht wird.
(2) Wer an der Gesamtschule gemäß § 57 der Sekundarstufe I-Verordnung die Voraussetzungen für den Übergang in die Einführungsphase erfüllt, geht in die Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe über.
Werden die Kriterien für den unmittelbaren Übergang in die Qualifikationsphase erfüllt, gilt Absatz 1 entsprechend.
(3) In die Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe können auch Schülerinnen und Schüler unmittelbar eintreten, die die Jahrgangsstufe 10 gemäß § 16 Abs. 2 der Sekundarstufe I-Verordnung übersprungen haben; über einen Antrag auf unmittelbaren Eintritt dieser Schülerinnen und Schüler in die Qualifikationsphase entscheidet die Schulaufsichtsbehörde.
(1) Schülerinnen und Schüler der Hauptschule, der Realschule, der verbundenen Haupt- und Realschule sowie der einjährigen Berufsfachschule und der Berufsfachschule mit schulischer Abschlussprüfung können unmittelbar in die Einführungsphase aufgenommen werden, wenn sie
(2) Die Leistungskriterien gemäß Absatz 1 Satz 1 Nr. 1 werden erfüllt
1. an der Hauptschule, wenn in allen Fächern Jahrgangsleistungen mit einem Durchschnitt von 3,0 oder besser erreicht werden, dabei darf die Summe der Fächer Deutsch, erste Fremdsprache und Mathematik
a) nicht größer als fünf oder
b) wenn eines dieser Fächer in Leistungsstufe A unterrichtet wurde, nicht größer als sechs,
c) wenn zwei dieser Fächer in Leistungsstufe A unterrichtet wurden, nicht größer als sieben oder
d) wenn drei dieser Fächer in Leistungsstufe A unterrichtet wurden, nicht größer als acht und kein weiteres Fach darf schlechter als ausreichend bewertet sein,
2. an der Realschule, wenn in allen Fächern Jahrgangsleistungen mit einem Durchschnitt von 3,0 oder besser erreicht werden, dabei müssen in den Fächern Deutsch, erste Fremdsprache und Mathematik mindestens befriedigende Leistungen vorliegen und kein weiteres Fach darf schlechter als ausreichend bewertet sein,
3. an einer Berufsfachschule gemäß Absatz 1 Satz 1, wenn in allen Fächern Jahrgangsleistungen mit einem Durchschnitt von 3,0 oder besser erreicht werden, dabei müssen in den Fächern Deutsch, erste Fremdsprache und Mathematik mindestens befriedigende Leistungen vorliegen und die Summe dieser Fächer darf nicht größer als sechs sein und keines der übrigen Fächer darf schlechter als ausreichend bewertet sein.
Bei der Ermittlung des Durchschnitts gemäß Satz 1 bleiben die Leistungen in Musik, Bildende Kunst und Sport, bei Schülerinnen und Schülern der Berufsfachschule zusätzlich die in dem Fach Textverarbeitung, in den Fächern des fachpraktischen Bereichs sowie in den Praktika unberücksichtigt.
Bei den verbundenen Haupt- und Realschulen gelten die Leistungskriterien des Bildungsganges, dem die Schülerin oder der Schüler am Ende der Jahrgangsstufe 10 zugeordnet ist.
Trotz Vorliegens der Voraussetzungen gemäß Satz 1 und 2 ist die Eignung für die unmittelbare Aufnahme in die Qualifikationsphase nicht gegeben für
1. Schülerinnen und Schüler der Hauptschule, die bereits die Jahrgangsstufe 10 der Realschule, der Gesamtschule oder des Gymnasiums ganz oder teilweise besucht haben,
2. Schülerinnen und Schüler der Realschule, die bereits die Jahrgangsstufe 10 der Gesamtschule oder des Gymnasiums ganz oder teilweise besucht haben, und
3. Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule, die die Realschule oder das Gymnasium am Ende der Jahrgangsstufe 10 wegen mehrmaliger Nichtversetzung verlassen mussten oder die die nach Absatz 2 Satz 1 Nr. 3 erforderlichen Leistungen erst bei Wiederholung des für die Entscheidung maßgeblichen Unterrichtsabschnittes der Berufsfachschule erreicht haben.
1. Bewerberinnen und Bewerber, die die in § 5 genannten Voraussetzungen erfüllen und nach einer Unterbrechung des Schulbesuchs aufgenommen werden wollen, und
Wer die Bedingungen nach Satz 2 erfüllt, wird in die Einführungsphase aufgenommen.
3. Bewerberinnen und Bewerber nichtdeutscher Herkunftssprache sich berechtigt im Land Berlin aufhalten und die deutsche Sprache in Wort und Schrift so beherrschen, dass sie dem Unterricht folgen können.
(7) War in den Fällen des Absatzes 1der zur Hochschulreife führende Bildungsgang für eine nicht unwesentliche Zeit unterbrochen oder wird die Bewerberin oder der Bewerber nach den Absätzen 2 oder 3 aufgenommen, erfolgt die Aufnahme zunächst für eine Beobachtungszeit von einem Schulhalbjahr.
Andere Bewerberinnen und Bewerber werden zum Beginn des nächsten Schuloder Kurshalbjahres, in dem sie ihren Bildungsgang fortsetzen können, aufgenommen; eine vorherige Teilnahme am Unterricht kann von der Schulaufsichtsbehörde zugelassen werden.
In der gymnasialen Oberstufe ist ein Schulwechsel nur jeweils zum Beginn eines Schulhalbjahres möglich, wenn die Schülerin oder der Schüler den Bildungsgang weiter besuchen darf und an der aufnehmenden Schule unter Beachtung der an der Schule vorhandenen Sprachenfolge und der gewählten Kursfolge der Pflichtfächer fortsetzen kann.
Über einen Schulwechsel entscheidet die Schulleiterin oder der Schulleiter der aufnehmenden Schule.
(1) Bei einem höchstens einjährigen Auslandsaufenthalt während der Einführungsphase ist nach Rückkehr auf Antrag die Eingliederung in den bisherigen Schülerjahrgang möglich.
(2) In der Qualifikationsphase an einer deutschen Auslandsschule erbrachte Leistungen, die zu einer allgemeinen Hochschulreife nach deutschem Recht führt, können in die Gesamtqualifikation eingebracht werden.
Anderenfalls ist nach Rückkehr von einem Auslandsaufenthalt die Anrechnung des ersten Kurshalbjahres durch die Schulleiterin oder den Schulleiter der aufnehmenden Schule möglich, wenn nach Durchführung von Aufnahmeprüfungen in den Prüfungsfächern und Übernahme der im Ausland erbrachten Listungen eine erfolgreiche Fortführung des Bildungsganges erwartet werden kann.
c) bei späterem Beginn bis zum Ende der gymnasialen Oberstufe teilgenommen.
3. In den beiden Halbjahren der Einführungsphase wurde am Unterricht in zwei Fremdsprachen durchgängig teilgenommen.
(3) Wer in der Einführungsphase eine zweite Fremdsprache neu beginnt, muss die neu begonnene bis zum Ende der Jahrgangsstufe 13 und die fortgesetzte erste Fremdsprache bis zum Ende der Jahrgangsstufe 12 belegen.
Die Kurse des ersten und zweiten Kurshalbjahres in der neu begonnenen Fremdsprache müssen nicht in die Gesamtqualifikation eingebracht werden; jedoch müssen zwei aufeinander folgende Kurse der fortgesetzten Fremdsprache eingebracht werden.
(7) Schülerinnen und Schüler nichtdeutscher Herkunftssprache, die von der Teilnahme am Unterricht in der zweiten Fremdsprache gemäß § 15 Abs. 6 der Sekundarstufe I-Verordnung befreit wurden, sind nur zur durchgehenden Belegung ihrer ersten Fremdsprache verpflichtet.
In den Sachfächern, die durchgehend fremdsprachlich in der gymnasialen Oberstufe unterrichtet wurden, werden die Prüfungen in der Zielfremdsprache durchgeführt.
1. der Jahrgangsstufe 5 mit mindestens der Note ausreichend bei der Versetzung in die gymnasiale Oberstufe,
2. der Jahrgangsstufe 7 mit mindestens der Note ausreichend (fünf Punkte) am Ende des zweiten Kurshalbjahres,
3. der Jahrgangsstufe 8 oder 9 mit mindestens der Note ausreichend (fünf Punkte) am Ende des dritten Kurshalbjahres oder bei der zweijährigen gymnasialen Oberstufe am Ende des vierten Kurshalbjahres; dabei darf die Belegung von insgesamt 14 Jahreswochenstunden nicht unterschritten werden.
(2) Bei Beginn des Lateinunterrichts in der Jahrgangsstufe 10 oder 11 werden die für das Latinum notwendigen Kenntnisse durch mindestens die Note ausreichend (fünf Punkte) sowohl im vierten Kurshalbjahr als auch in der Abiturprüfung nachgewiesen; dabei darf die Belegung von insgesamt 12 Jahreswochenstunden nicht unterschritten werden.
1. im Fall des Leistungskursfaches am Ende des zweiten Kurshalbjahres,
2. im Übrigen am Ende des vierten Kurshalbjahres.
(4) Der Nachweis kann bei Fortsetzung des Unterrichts über den genannten Zeitpunkt hinaus bei entsprechendem Leistungsstand auch noch zu einem späteren Zeitpunkt erbracht werden.
Der einmal erbrachte Nachweis des Latinums oder Graecums wird durch ein Zurücktreten in den folgenden Schülerjahrgang nicht berührt.
(1) Im Fach Sport können Kurse in Sportpraxis mit unterschiedlichen Kursthemen in den von der Schulaufsichtsbehörde festgelegten Leistungsstufen I und II sowie Kurse in Sporttheorie eingerichtet werden.
Kurse in Sportpraxis können ein zweites Mal belegt werden, wenn sie entweder abweichende Inhalte oder höhere Leistungsanforderungen haben.
(3) Die Verpflichtungen gemäß § 25 können nicht mit Kursen in Sporttheorie und im Blockunterricht erteilten Kursen erfüllt werden.
(4) Ist Sport Prüfungsfach, sind zwei Pflichtkurse in Sporttheorie und in jedem Kurshalbjahr ein Pflichtkurs Sportpraxis zu belegen.
In den ersten Block der Gesamtqualifikation (§ 26 Abs. 1 Nr.1) eingebracht werden müssen
1. bei Sport als Prüfungsfach ein Kurs Sporttheorie sowie drei Kurse Sportpraxis aus dem ersten bis vierten Kurshalbjahr,
2. bei Sport als fünfter Prüfungskomponente der zuletzt belegte Kurs in Sporttheorie oder,
3. wenn Sport sowohl Prüfungsfach als auch fünfte Prüfungskomponente (besondere Lernleistung) ist, der zuletzt belegte Kurs in Sporttheorie und drei Kurse Sportpraxis aus dem ersten bis vierten Kurshalbjahr.
Zusätzlich eingebracht werden können bei Sport als fünfter Prüfungskomponente bis zu drei Sportkurse (Sportpraxis und/oder Sporttheorie) und, wenn Sport sowohl Prüfungsfach als auch fünfte Prüfungskomponente ist, der zweite Kurs in Sporttheorie.
(5) Im Prüfungsfach Sport wird eine besondere Fachprüfung mit einem praktischen und einem theoretischen Abschnitt durchgeführt, die insgesamt als mündliche Prüfung gilt.
Die Leistungen im praktischen Teil und im theoretischen Teil werden im Verhältnis 2:1 zu einem Gesamtergebnis zusammengefasst.
(6) Kann eine Schülerin oder ein Schüler mit Sport als Prüfungsfach aus gesundheitlichen Gründen im vierten Kurshalbjahr nicht an Sportpraxis teilnehmen und damit die erforderlichen Leistungen nicht erbringen, so kann auf Antrag entweder der Kurs ohne Bewertung bleiben oder im folgenden Schulhalbjahr nachgeholt oder eine Änderung gemäß Absatz 7 Nr. 4 gestattet werden; über einen entsprechenden Antrag entscheidet die Schulleiterin oder der Schulleiter.
Soll der Kurs nachgeholt werden, findet die Sportprüfung im nächsten Schulhalbjahr zu den entsprechenden Terminen statt; zur Prüfungsvorbereitung ist die Teilnahme am Unterricht des folgenden Jahrgangs auch in den übrigen Prüfungsfächern ohne Leistungsbewertung zu gestatten.
(7) Ist die Prüfungsfähigkeit nach Eintritt in die Prüfung nicht nur kurzfristig beeinträchtigt, kann die Schulaufsichtsbehörde auf Antrag
1. auf einzelne Teile des praktischen Abschnitts verzichten oder
2. den Ersatz vorgesehener praktischer Prüfungsteile durch andere zulassen oder
3. die Bewertung einzelner Prüfungsteile mit null Punkten zulassen oder
4. eine Änderung des vierten Prüfungsfaches oder der fünften Prüfungskomponente auch zu einem späteren als dem nach § 23 Abs. 9 Nr. 3 oder 4 zulässigen Termin gestatten.
Bei einer der Klausuren des dritten oder vierten Kurshalbjahres sind die in der schriftlichen Abiturprüfung für das jeweilige Fach festgesetzten Zeit- und Leistungsstandards anzusetzen.
(4) Die Termine sowie Hinweise auf die inhaltlichen Schwerpunkte der Klausuren sind spätestes eine Woche vorher bekannt zu geben.
Für versäumte Klausuren soll ein Nachschreibtermin angesetzt werden; wenn zwei Klausuren je Halbjahr geschrieben werden, kann im Ausnahmefall eine der versäumten Klausuren durch eine Leistungsfeststellung in anderer Form ersetzt werden.
(5) Klausuren sind unverzüglich zu korrigieren.
(6) Klausuren sind den Schülerinnen und Schülern und, sofern noch keine Volljährigkeit besteht, auch deren Erziehungsberechtigten zur kurzfristigen Einsichtnahme zu überlassen.
Ist das Ergebnis bei mehr als einem Drittel der Schülerinnen und Schüler mangelhaft oder schlechter, wird die Klausur gewertet, es sei denn die Schulleiterin oder der Schulleiter entscheidet, dass eine neue Arbeit zu schreiben ist.
(7) Kurzkontrollen können in schriftlicher, mündlicher oder praktischer Form in allen Fächern durchgeführt werden; die Ergebnisse gehen in den allgemeinen Teil der Bewertung ein, der alle Leistungen mit Ausnahme der Klausurergebnisse umfasst.
(8) Für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf setzt die Klassenkonferenz oder in der Qualifikationsphase die Jahrgangskonferenz oder der Oberstufenausschuss individuell notwendige unterstützende Maßnahmen für die Durchführung von Lernerfolgskontrollen fest; Schülerinnen und Schülern mit festgestellten gravierenden Lese- und Rechtschreibstörungen kann bei Bedarf eine Zeitverlängerung gewährt werden.
(4) Eine Zeugnisnote wird gebildet, wenn die Schülerin oder der Schüler mindestens sechs Wochen je Schul- oder Kurshalbjahr kontinuierlich an dem für sie oder ihn verpflichtenden Unterricht teilgenommen hat; Ferienzeiten bleiben unberührt.
Zur Bildung der Zeugnisnote werden die Punktbewertungen der Klausuren sowie diejenigen des allgemeinen Teils (§ 14 Abs. 7) zugrunde gelegt.
Die Ergebnisse der Klausuren werden bei der Festlegung der Zeugnisnote in der Regel bei einer Klausur je Halbjahr zu einem Drittel und bei zwei Klausuren je Halbjahr zur Hälfte berücksichtigt.
4. Kurse, die ohne Beurteilung geblieben sind, im Hinblick auf die Belegverpflichtungen und die Gesamtqualifikation als nicht belegt.
(1) Der Umfang des Unterrichts in der Einführungsphase ergibt sich aus den Stundentafeln der Anlage 1a und 1 b.
(2) Die Wahl der Kurse des Wahlpflichtunterrichts gilt für das gesamte Schuljahr, jedoch kann die Schule zum Beginn des zweiten Schulhalbjahres bei Vorliegen besonderer Umstände eine andere Wahl zulassen; zu diesem Zeitpunkt kann ein für die weitere Schullaufbahn nicht mehr benötigter Kurs abgewählt werden.
Die Kurse müssen so gewählt werden, dass in der Qualifikationsphase die erforderlichen und gewünschten Fächer fortgesetzt werden können.
(1) Über die Versetzung in die Qualifikationsphase entscheidet die Klassenkonferenz auf Grund aller Zeugnisnoten des zweiten Schulhalbjahres unter Würdigung der Lern-, Leistungs- und Kompetenzentwicklung.
Wird Unterricht epochal nur im ersten Halbjahr erteilt, so ist auch die Zeugnisnote für dieses Fach bei der Versetzungsentscheidung zu berücksichtigen.
1. nur entweder die Bewertung des Profilkurses oder die Note des gleichen Faches im Fundamentalbereich und
1. Schülerinnen und Schüler bei Nichterfüllung der Voraussetzungen des Absatzes 2 gleichwohl in die
Qualifikationsphase übergehen, wenn dort eine erfolgreiche Mitarbeit erwartet werden kann, oder
1. Aufgabenfeld I (sprachlich-literarisch-künstlerisches Aufgabenfeld):
Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Polnisch, Russisch, Türkisch, Japanisch, Chinesisch, Latein, Griechisch, Musik, Bildende Kunst, Darstellendes Spiel;
Politikwissenschaft, Geschichte, Geografie, Sozialwissenschaften, Psychologie, Philosophie, Wirtschaftswissenschaft;
3. Aufgabenfeld III (mathematisch-naturwissenschaftlich-technisches Aufgabenfeld):
1. in den Fachrichtungen Wirtschaft und Verwaltung:
Rechnungswesen, Recht (Aufgabenfeld II);
Technik (Schwerpunkte Elektrotechnik oder Technische Informatik oder Medientechnik je nach Oberstufenzentrum, Aufgabenfeld III);
5. in den Fachrichtungen Chemie, Physik, Biologie:
Recht (Aufgabenfeld II), Ernährungslehre, Lebensmitteltechnologie (Aufgabenfeld III).
(1) Grundkurse dienen der zum Erwerb der allgemeinen Hochschulreife erforderlichen Grundbildung; sie umfassen in Sport zwei und im Übrigen jeweils drei Wochenstunden; bei einer in Jahrgangsstufe 10 oder der Einführungsphase begonnenen Fremdsprache umfasst der Grundkurs vier Wochenstunden.
(3) Außerhalb der Kursfolgen sind in den Rahmenlehrplänen beschriebene zusätzliche Grundkurse als Ergänzung zu Leistungs- oder Grundkursen möglich; diese können keine Pflichtkurse ersetzen.
Seminarkurse werden für die Dauer von zwei aufeinander folgenden Halbjahren konzipiert und dürfen nur als Doppelkurs belegt werden.
1. Pflichtkurse sind,
3. nicht durch andere Kurse desselben oder eines anderen Faches in den bis zum Ende der Qualifikationsphase noch zu durchlaufen den Halbjahren ersetzt werden können.
(1) Jede Schülerin und jeder Schüler stellt beim Übergang in die Qualifikationsphase einen Übersichtsplan für die weitere Schullaufbahn auf, der von der Schule zu genehmigen ist.
Die Schülerinnen und Schüler können im Rahmen der gegebenen organisatorischen und pädagogischen Möglichkeiten der Schule für jedes Kurshalbjahr den Übersichtsplan ändern.
Der Übersichtsplan muss geändert werden, wenn er nicht mehr realisiert werden kann.
§ 3 Abs. 1 gilt entsprechend.
(2) Aus den Bestimmungen über die Prüfungsfächer und die Pflichtkurse ergeben sich die zulässigen Wahlkombinationen.
Die gewählte Kombination muss es ermöglichen, alle Pflichtkurse in die Gesamtqualifikation einzubringen, und sie darf nicht zu mehr als acht Leistungskursen und 24 Grundkursen führen, die in die Gesamtqualifikation einzubringen sind.
Über die nach § 26 Abs. 1 in die Gesamtqualifikation einzubringenden Kurse hinaus können im Rahmen der organisatorischen, insbesondere personellen Möglichkeiten der Schule weitere zusätzliche Grundkurse besucht werden.
(1) Die Schülerinnen und Schüler wählen beim Übergang in die Qualifikationsphase aus dem Angebot der Schule zwei Leistungskursfächer als erstes und zweites Prüfungsfach sowie ihr drittes und viertes Prüfungsfach und entscheiden bei der Wahl der fünften Prüfungskomponente zwischen einer mündlichen Prüfung in einem weiteren Fach (Präsentationsprüfung) und einer besonderen Lernleistung (§ 24).
Bei der fünften Prüfungskomponente muss der fachübergreifende Aspekt berücksichtigt werden.
(2) Unter den ersten drei Prüfungsfächern muss sich mindestens ein Fach mit einer von der Schulaufsichtsbehörde zentral vorgegebenen Aufgabenstellung befinden.
(3) Unter den vier Prüfungsfächern muss sich aus jedem der drei Aufgabenfelder mindestens ein Fach befinden.
Deutsch oder eine spätestens in Jahrgangsstufe 9 begonnene Fremdsprache muss Prüfungsfach sein; ist Deutsch erstes Prüfungsfach, so muss daneben Mathematik oder eine Fremdsprache Prüfungsfach sein.
Polnisch, Türkisch, Japanisch oder Chinesisch dürfen nicht zum ersten oder zweiten Prüfungsfach gewählt werden.
(7) Sport, Darstellendes Spiel sowie eine in der Jahrgangsstufe 10 oder in der Einführungsphase begonnene Fremdsprache dürfen nur zum vierten Prüfungsfach gewählt werden.
4. der Form, des Referenzfaches oder des Themas der fünften Prüfungskomponente spätestens am Ende des ersten Kurshalbjahres bei der Wahl einer besonderen Lernleistung, spätestens am Ende des zweiten Kurshalbjahres bei der Wahl einer kursbezogenen Arbeit und spätestens am Ende des dritten Kurshalbjahres bei der Wahl einer Präsentationsprüfung.
(1) Als besondere Lernleistung wird eine schriftliche Ausarbeitung als fünfte Prüfungskomponente in die Abiturprüfung eingebracht.
Das Thema der schriftlichen Ausarbeitung ergibt sich aus
2. einem Beitrag im Rahmen der Teilnahme an einem Wettbewerb oder
3. der vertiefenden oder erweiterten Beschäftigung mit einem belegten Unterrichtsfach.
Die besondere Lernleistung ist ihrem inhaltlichen Schwerpunkt entsprechend mindestens einem in der gymnasialen Oberstufe unterrichteten Fach (Referenzfach) zuzuordnen.
Ihr Ergebnis wird in den zweiten Block der Gesamtqualifikation eingebracht.
Für das Einbringen der Seminarkurse gilt § 26 Abs. 3 Nr. 4 und 5.
(2) Die kursbezogene schriftliche Ausarbeitung muss im Arbeitsaufwand den Ergebnissen zweier Halbjahreskurse entsprechen und im wissenschaftspropädeutischen Charakter den üblichen Abituranforderungen vergleichbar sein; der Arbeitsweg ist zu dokumentieren.
Die kursbezogene Ausarbeitung ist von der Schülerin oder dem Schüler spätestens im zweiten Kurshalbjahr zu beantragen; das jeweilige Thema wird von der für den Referenzkurs zuständigen Lehrkraft im Einvernehmen mit der Schulleiterin oder dem Schulleiter genehmigt.
(3) Die Wettbewerbe, bei denen die Wettbewerbsarbeiten im Rahmen der besonderen Lernleistung eingebracht werden können, werden von der Schulaufsichtsbehörde festgelegt.
Absatz 2 Satz 1 gilt entsprechend.
Einzubringen sind der Wettbewerbsbeitrag selbst und, soweit erforderlich, die zusätzliche, gegebenenfalls ergänzende schriftliche Dokumentation des Arbeitsweges und der schulfachlichen Bezüge.
Für das Einbringen ist spätestens zu Beginn des zweiten Kurshalbjahres bei der Schulleiterin oder dem Schulleiter eine Genehmigung zu beantragen.
Zusätzlich sind in jedem Kurshalbjahr Pflichtgrundkurse in Deutsch, in einer Fremdsprache, in Mathematik, in einem der Fächer Physik, Chemie, Biologie sowie in Sport zu besuchen, soweit diese Fächer nicht bereits Prüfungsfächer sind.
Die Verpflichtungen in den Fremdsprachen oder einem naturwissenschaftlichen Fach können nur durch ununterbrochenen Unterricht in diesem Fach erfüllt werden.
Die in § 10 festgelegten Verpflichtungen in einer Fremdsprache können mit Polnisch, Türkisch, Japanisch oder Chinesisch nur erfüllt werden, wenn diese Fächer zum dritten oder vierten Prüfungsfach gewählt werden.
(2) Im Aufgabenfeld I ist aus einem der Fächer Musik, Bildende Kunst oder Darstellendes Spiel entweder in den ersten beiden Halbjahren oder in den letzten beiden Halbjahren je ein Pflichtgrundkurs zu besuchen; diese Verpflichtung entfällt bei Schülerinnen und Schülern, die mit dem Unterricht in der zweiten Fremdsprache erst in der Einführungsphase begonnen haben.
(3) Im Aufgabenfeld II sind bei der Wahl von Geschichte zusätzlich zwei Pflichtgrundkurse im Fach Politikwissenschaft (Kurs 3 und 4) zu belegen, es sei denn, ein weiteres Fach des Aufgabenfelds II ist zweites bis viertes Prüfungsfach.
Bei der Wahl von Politikwissenschaft, Geografie, Wirtschaftswissenschaft, Sozialwissenschaften, Psychologie oder Philosophie sind jeweils zwei Pflichtgrundkurse (Kurs 3 und 4) im Fach Geschichte zu belegen.
(4) Die naturwissenschaftliche Belegverpflichtung im Aufgabenfeld III kann nicht allein durch das Fach Biologie erbracht werden; zusätzlich sind in diesem Fall die Kurse 1 und 2 oder die Kurse 3 und 4 im Fach Physik oder im Fach Chemie als Pflichtgrundkurse zu belegen.
Fach Physik oder im Fach Chemie als Pflichtgrundkurse zu belegen.
(5) Zusätzlich zu den Pflichtgrundkursen sind mindestens so viele weitere Grundkurse zu besuchen, dass 24 Grundkurse in den ersten Block der Gesamtqualifikation gemäß § 26 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 eingebracht werden können.
Die Bestimmungen im Teil V über weitere Pflichtgrundkurse bleiben unberührt.
4. In demselben Fach dürfen höchstens fünf Grundkurse in den ersten Block der Gesamtqualifikation eingebracht werden.
c) bei Sport als Prüfungsfach und Referenzfach der fünften Prüfungskomponente höchstens fünf Grundkurse eingebracht werden.
Bei Besuch der gymnasialen Oberstufe in der zweijährigen Form ist damit der Wechsel in die dreijährige Form der gymnasialen Oberstufe verbunden.
Beim erneuten Übergang in die Qualifikationsphase wird keine erneute Versetzungsentscheidung getroffen.
(2) Am Ende des zweiten oder dritten Kurshalbjahres kann eine Schülerin oder ein Schüler auf Antrag, über den die Jahrgangskonferenz oder der Oberstufenausschuss entscheidet, in den folgenden Schülerjahrgang zurücktreten.
Wurden zu diesem Zeitpunkt bereits so viele unzureichende Leistungen erbracht, dass ein erfolgreicher Abschluss der Qualifikationsphase nicht mehr möglich ist, muss sie oder er in das erste oder zweite Kurshalbjahr zurücktreten.
Sofern in diesem Fall die Rücktrittsmöglichkeiten gemäß § 2 Abs. 6 bereits ausgeschöpft wurde, gilt der Rücktritt als Nichtbestehen der Abiturprüfung, sofern die gymnasiale Oberstufe nicht verlassen werden muss.
(4) Wer gemäß § 29 nicht zur Abiturprüfung zugelassen wird oder gemäß § 35 von der Abiturprüfung zurücktritt, muss sofort in den folgenden Schülerjahrgang zurücktreten, es sei denn, er hat die gymnasiale Oberstufe gemäß § 36 Abs. 2 Satz 2 zu verlassen.
Auf Antrag kann die Schule eine Beurlaubung bis zum Beginn des dritten Kurshalbjahres gestatten; bei Teilnahme am Unterricht des zweiten Kurshalbjahres werden die Leistungen nicht bewertet.
Die Noten und Punkte der Kurse des vierten Kurshalbjahres werden spätestens bis zu dem von der Schulaufsichtsbehörde festgesetzten Termin festgelegt und den Schülerinnen und Schülern umgehend schriftlich bekannt gegeben.
Die Schülerinnen und Schüler teilen bis zu einem von der Schule festgelegten Termin mit, welche Grundkurse sie endgültig in den ersten Block der Gesamtqualifikation gemäß § 26 einbringen.
Im vierten Prüfungsfach und in der fünften Prüfungskomponente wird jeder Prüfling mündlich geprüft.
(3) Im Falle der besonderen Lernleistung ist die schriftliche Arbeit spätestens zu dem von der Schulleiterin oder dem Schulleiter festgesetzten Termin abzugeben.
Die Termine der Kolloquien der fünften Prüfungskomponente werden von der oder dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses festgelegt.
Für die Termine gemäß Satz 1 und 2 gibt die Schulaufsichtsbehörde einen Zeitrahmen vor.
Festgesetzt werden können die in § 39 der Sonderpädagogikverordnung vom 19. Januar 2005 (GVBl. S. 57) in der jeweils geltenden Fassung aufgeführten besonderen Hilfsmittel oder methodischen Unterstützungsmaßnahmen.
Die Entscheidung trifft die Schulaufsichtsbehörde auf Vorschlag der Schulleiterin oder des Schulleiters.
(1) Für die Durchführung der Prüfung wird ein Prüfungsausschuss aus vier Mitgliedern gebildet, die die Befähigung zur Anstellung als Studienrat besitzen müssen.
Weitere Mitglieder sind die Schulleiterin oder der Schulleiter, sofern sie oder er nicht selbst den Prüfungsvorsitz innehat, sowie die ständige Vertreterin oder der ständige Vertreter und die Pädagogischen Koordinatorinnen und Koordinatoren.
Sind hierdurch weniger als vier Mitglieder bestimmt, so ist der Prüfungsausschuss durch Fachbereichsleiterinnen der Fachbereichsleiter zu ergänzen.
(3) In den Prüfungsfächern werden für die Durchführung der mündlichen Prüfungen und der Kolloquien der fünften Prüfungskomponente Fachausschüsse aus jeweils einer oder einem Vorsitzenden und zwei weiteren Lehrkräften gebildet.
Die beiden weiteren Lehrkräfte, darunter in der Regel die Lehrkraft des vierten Kurshalbjahres, werden von der Schulleiterin oder dem Schulleiter bestellt.
Die Mitglieder des Fachausschusses müssen in dem jeweiligen Fach ihre Lehramtsprüfung abgelegt haben oder über die erforderliche Unterrichtserfahrung verfügen; die oder der Vorsitzende des Fachausschusses muss die Befähigung zur Anstellung als Studienrat besitzen.
d) beim Kolloquium der fünften Prüfungskomponente zusätzlich über den Verlauf der Präsentation.
(1) Lehrkräfte der Schule dürfen mit Zustimmung der oder des Prüfungsvorsitzenden bei der mündlichen Prüfung, den Kolloquien und bei den Beratungen der Fachausschüsse zuhören.
Als Gäste können je Prüfungstag bis zu zwei von der Gesamtelternvertretung bestimmte Elternvertreterinnen oder Elternvertreter, deren Kinder nicht zum Kreis der Prüflinge gehören, und bis zu acht von der Gesamtschülervertretung bestimmte Schülerinnen und Schüler der Qualifikationsphase, die nicht zum Kreis der Prüflinge gehören, zugelassen werden.
Bei jeder Prüfung dürfen nur jeweils insgesamt zwei Eltern- und Schülervertreterinnen oder -vertreter mit Zustimmung des Prüflings oder der Prüflinge einer Gruppenprüfung anwesend sein.
(1) Die Jahrgangskonferenz oder der Oberstufenausschuss können den Rücktritt von der Prüfung gestatten, wenn ein Bestehen der Abiturprüfung auf Grund der bisherigen Leistungen nicht zu erwarten ist, sofern der Prüfling dies bis zum Ablauf des zweiten Unterrichtstages nach Bekanntgabe der Zulassung beantragt.
Der Rücktritt gilt als Nichtbestehen der Prüfung, es sei denn, der Prüfling kann noch gemäß § 2 Abs. 6 in den folgenden Schülerjahrgang zurücktreten.
(2) Hat ein Prüfling aus von ihm nicht zu vertretenden Gründen wesentliche Teile des Unterrichts im vierten Kurshalbjahr versäumt, so kann der Prüfungsausschuss noch bis zum Beginn der mündlichen Prüfung im vierten Prüfungsfach seinen Rücktritt gestatten.
Bereits erbrachte Prüfungsleistungen entfallen in diesem Fall.
(3) Nimmt ein Prüfling aus von ihm zu vertretenden Gründen an der gesamten Abiturprüfung oder an Teilen der schriftlichen oder mündlichen Prüfung einschließlich der besonderen Lernleistung nicht teil, so gilt die Abiturprüfung als nicht bestanden.
Die Entscheidung trifft der Prüfungsausschuss.
(4) Kann ein Prüfling aus von ihm nicht zu vertretenden Gründen an der gesamten Prüfung oder an Teilen der schriftlichen oder mündlichen Prüfung nicht teilnehmen, so hat er dies unverzüglich nachzuweisen; bei Prüfungsunfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen ist unverzüglich ein ärztliches Attest vorzulegen.
In Zweifelsfällen kann der schulärztliche Dienst hinzugezogen werden.
Der fehlende Prüfungsteil wird zu einem von der oder dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses im Einvernehmen mit der Schulleiterin oder dem Schulleiter zu bestimmenden Zeitpunkt nachgeholt.
Die Schulleiterin oder der Schulleiter entnimmt die Prüfungsaufgaben der schriftlichen Prüfung den nicht gewählten Aufgabenvorschlägen; ist dies nicht möglich, so werden gemäß § 39 Abs. 1 neue Aufgaben gestellt.
Im Falle zentral gestellter Prüfungsaufgaben werden die Nachholtermine von der Schulaufsichtsbehörde festgesetzt.
(2) Wer die Prüfung nicht bestanden hat, kann sie nach Zurücktreten in den folgenden Schülerjahrgang und erneutem Besuch des dritten und vierten Kurshalbjahres einmal wiederholen.
Wird die Prüfung wiederholt, so sind alle Prüfungsleistungen erneut zu erbringen.
2. andere als zugelassene Hilfsmittel in den Vorbereitungs- oder Prüfungsraum mitgebracht, so ist unter Würdigung aller in Betracht kommenden Umstände des Einzelfalls nach Maßgabe der folgenden Absätze zu verfahren.
(2) Steht ein Prüfling in dem begründeten Verdacht, eine Täuschung begangen zu haben, oder wird er beim Begehen einer Täuschung bemerkt, wird die Prüfung in diesem Fach bis zur Entscheidung des Prüfungsausschusses unterbrochen; die Entscheidung über die Unterbrechung trifft die aufsichtführende Lehrkraft, während des Verlaufs der mündlichen Einzelprüfung der Fachausschuss.
(1) Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Abiturprüfung können auf schriftlichen Antrag innerhalb eines Jahres nach Abschluss ihrer Prüfung Einsicht in die von ihnen angefertigten Prüfungsarbeiten und in die Protokolle über ihre mündlichen Prüfungen und Prüfungen in der fünften Prüfungskomponente nehmen.
Die Einsicht darf nur den Betroffenen selbst sowie bei nicht Volljährigen deren Erziehungsberechtigten gewährt werden; die Einsichtnahme anderer Personen ist nur mit schriftlicher Vollmacht der oder des zur Einsicht Berechtigten zulässig.
Bei der Einsichtnahme sind die Prüfungsarbeiten vollständig einschließlich aller Gutachten und Beurteilungen vorzulegen.
(2) Die Einsichtnahme erfolgt unter Aufsicht.
Die Einsichtnehmenden haben sich vorher auszuweisen.
Die Einsichtnahme umfasst das Recht, Auszüge anzufertigen.
Bei begründetem Bedarf kann die Anfertigung von Fotokopien gegen Gebühr gestattet werden.
(1) Die Aufgaben für die schriftliche Prüfung werden von der Schulaufsichtsbehörde zentral gestellt oder aus Vorschlägen der jeweiligen Schule ausgewählt und genehmigt.
Die Schulaufsichtsbehörde kann die Aufgabenvorschläge ändern, durch neue ersetzen oder die Schule zur Abgabe neuer oder geänderter Aufgabenvorschläge auffordern.
(3) Die Aufgaben dürfen den Prüflingen erst bei Beginn der jeweiligen Arbeit bekannt werden.
Jedes vorzeitige Bekanntwerden der Themen oder Aufgaben sowie jede zielgerichtete Vorbereitung auf die Aufgaben und sogenannte Konsultationen führen zur Ungültigkeit dieses Prüfungsteils.
Der Umschlag mit den Aufgaben darf erst am Tage der Prüfung geöffnet werden, sofern nicht ein vorzeitiges Öffnen ausdrücklich zugelassen ist.
Mindestens eine der beiden beurteilenden Lehrkräfte muss die Befähigung zur Anstellung als Studienrat haben.
(3) Die endgültige Note setzt die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses fest.
Sie oder er ist berechtigt, die Beurteilung einer schriftlichen Arbeit unter Angabe der Gründe zu ändern oder eine weitere Lehrkraft mit der Anfertigung eines Gutachtens zu beauftragen.
Unter Angabe von Gründen, die schriftlich niedergelegt werden müssen, darf sie oder er im Benehmen mit den für das Erst- und Zweitgutachten zuständigen Lehrkräften von deren Beurteilung der schriftlichen Prüfungsarbeiten abweichen.
(1) Zu dem von der Schulaufsichtsbehörde festgesetzten Termin nach der mündlichen Prüfung im vierten Prüfungsfach findet eine Sitzung des Prüfungsausschusses (Vorkonferenz) statt.
In der Vorkonferenz wird darüber entschieden, welche Prüflinge von der weiteren Prüfung ausgeschlossen werden.
Ferner entscheidet die oder der Vorsitzende, für welche Prüflinge in welchem der schriftlichen Prüfungsfächer eine zusätzliche mündliche Prüfung angesetzt wird.
1. nicht alle Bedingungen des § 45 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 bis 4 erfüllt,
2. nicht in mindestens einer schriftlichen Prüfung mindestens fünf Punkte der einfachen Wertung erzielt hat oder
3. auch bei bestmöglichen Ergebnissen in den weiteren mündlichen
Prüfungen und der fünften Prüfungskomponente im zweiten Block der Gesamtqualifikation die für das Bestehen der Abiturprüfung erforderlichen Leistungsbewertungen nicht erreichen kann.
(3) Zu dem von der Schulaufsichtsbehörde vorgegebenen Termin gibt die Schule den Prüflingen die bereits feststehenden Ergebnisse der Prüfung sowie die Fächer der angesetzten mündlichen Prüfungen bekannt.
Nach dieser Bekanntgabe kann jeder Prüfling bis zu einem von der Schule festgelegten Termin schriftlich eines oder, falls die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses selbst keine Prüfung angesetzt hat, zwei der schriftlichen Prüfungsfächer benennen, in denen er mündlich geprüft werden will; für die benannten Fächer sind ebenfalls Prüfungen anzusetzen.
(1) Die mündlichen Prüfungen (§ 30 Abs. 2) werden als Einzelprüfungen durchgeführt und dauern in der Regel 20 Minuten.
Den Prüflingen ist eine Vorbereitungszeit von in der Regel 20 Minuten unter Aufsicht zu gewähren, soweit nicht für einzelne Aufgabenstellungen von der oder dem Prüfungsvorsitzenden eine längere Vorbereitungszeit genehmigt wird.
(2) Die mündlichen Prüfungen finden vor Fachausschüssen (§ 32 Abs. 3) statt.
Prüferin oder Prüfer ist ein Mitglied des Fachausschusses, und zwar in der Regel die Lehrkraft, die den Prüfling zuletzt im Prüfungsfach unterrichtet hat.
Die oder der Vorsitzende des Fachausschusses ist berechtigt, Fragen zu stellen und darüber hinaus im Verlauf der Prüfung die Funktion der Prüferin oder des Prüfers zu übernehmen, wenn dies für den ordnungsgemäßen Ablauf der Prüfung erforderlich ist; in diesem Fall muss den übrigen Mitgliedern des Fachausschusses Gelegenheit gegeben werden, Zusatzfragen in angemessenem Umfang zu stellen.
(3) In jedem Prüfungsfach werden zwei Aufgaben aus verschiedenen Sachgebieten oder thematischen Schwerpunkten gestellt, wobei eine Aufgabe den Sachgebieten des vierten Kurshalbjahres und die andere Aufgabe den Sachgebieten eines anderen vom Prüfling benannten Kurshalbjahres zu entnehmen ist.
Abweichend von Satz 1 kann ein Prüfling in einem Fach des Aufgabenfelds II mit Ausnahme des Faches Philosophie ein beliebiges Kurshalbjahr benennen, aus dessen Sachgebieten eine Aufgabe gestellt wird; die andere Aufgabe steht dazu in einem thematischen Zusammenhang und erschließt weitere Sachgebiete eines anderen Kurshalbjahres, das dem Prüfling spätestens zu Beginn des vierten Kurshalbjahres mitgeteilt wird.
(1) Die fünfte Prüfungskomponente besteht entweder aus einer zusätzlichen mündlichen Prüfung in Form eines Kolloquiums (Präsentationsprüfung) oder aus einer besonderen Lernleistung, auf die sich ein Kolloquium bezieht.
Für die Kolloquien gelten die Bestimmungen des § 43 Abs. 2, 4 und 5 entsprechend.
(2) Die Kolloquien beider Formen der fünften Prüfungskomponente bestehen jeweils aus einer Präsentation und einem sich anschließenden Prüfungsgespräch.
Sie können als Einzel- oder Gruppenprüfung mit bis zu vier Prüflingen durchgeführt werden.
Bei Gruppenprüfungen ist durch die Art der Aufgabenstellung dafür Sorge zu tragen, dass die individuelle Leistung eindeutig erkennbar ist.
Der Präsentationsteil der Kolloquien ist so durchzuführen, dass ein Vortrag oder eine Darstellung des Prüflings oder der Prüflinge durch gewählte Medien unterstützt wird.
Eine Vorbereitungszeit kann nach Entscheidung der oder des Prüfungsvorsitzenden angesetzt werden.
(3) Im Rahmen des Kolloquiums der Präsentationsprüfung sollen auch die fachübergreifenden und fächerverbindenden Aspekte der gewählten Thematik zum Ausdruck kommen.
Das Kolloquium der Präsentationsprüfung dauert als Einzelprüfung mit beiden Teilen ohne Vorbereitungszeit in der Regel 30 Minuten, bei Gruppenprüfungen erhöht sich die Dauer je weiterem Prüfling um jeweils zehn Minuten.
Entsprechend der Schwerpunktlegung werden die Teilnoten für die Präsentation und das Prüfungsgespräch im Verhältnis 2:1 gewichtet.
(4) Bei der besonderen Lernleistung besteht das Kolloquium aus einer Kurzpräsentation der Ergebnisse der schriftlichen Ausarbeitung (§ 24) und dem nachfolgenden Gespräch insbesondere über fachliche Aspekte, die erbrachte inhaltliche und methodische Leistung, ihre wissenschaftspropädeutische Einordnung und die Dokumentation.
Das Kolloquium der besonderen Lernleistung dauert als Einzelprüfung mit beiden Teilen ohne Vorbereitungszeit in der Regel 20 Minuten, bei Gruppenprüfungen erhöht sich die Dauer je weiterem Prüfling um jeweils fünf Minuten.
2. die endgültige Note nach Abschluss des Kolloquiums durch den Fachausschuss festgelegt wird und
3. die schriftliche Ausarbeitung in dreifacher und das Kolloquium in einfacher Wertung zur Gesamtbewertung zusammengefasst werden.
1. acht Leistungskurse, die Pflichtgrundkurse im dritten und vierten Prüfungsfach, die verpflichtenden Anteile der gewählten fünften Prüfungskomponente gemäß § 26 sowie alle weiteren in die Gesamtqualifikation einzubringenden Pflichtkurse eingebracht hat,
2. alle Pflichtgrundkurse gemäß § 25, auch wenn sie nicht in die Gesamtqualifikation einzubringen sind, besucht hat,
(1) Wer die Schule vor Abschluss des Bildungsganges verlässt oder die Abiturprüfung endgültig nicht bestanden hat, kann den schulischen Teil der Fachhochschulreife erwerben, wenn das Qualifikationsniveau der Kurse des ersten Schuljahres der Qualifikationsphase erreicht worden ist.
Dafür gelten folgende Voraussetzungen, die in zwei aufeinander folgenden Kurshalbjahren erfüllt worden sein müssen:
3. In zwei der vier anzurechnenden Leistungskurse und in sieben der elf anzurechnenden Grundkurse müssen jeweils mindestens fünf Punkte der einfachen Wertung erreicht sein.
4. Unter den als Grund- und Leistungskurse anzurechnenden Kursen müssen je zwei Kurse in Deutsch, einer Fremdsprache, einer Gesellschaftswissenschaft, Mathematik und einer Naturwissenschaft (Physik, Chemie oder Biologie) sein.
Bei den zwei Fremdsprachenkursen muss es sich um Kurse handeln, die zur Erfüllung der Mindestverpflichtungen in den Fremdsprachen gemäß § 25 Abs. 1 in Verbindung mit § 10 dienen können.
(2) Die Gesamtpunktzahl von mindestens 95 und höchstens 285 Punkten, die sich aus den anzurechnenden Kursen ergibt, wird nach der als Anlage 4 beigefügten Tabelle in eine Durchschnittsnote umgerechnet.
(3) Wer neben dem Erwerb des schulischen Teils der Fachhochschulreife den Nachweis einer in Umfang und Ausgestaltung der fachpraktischen Ausbildung der Fachoberschule entsprechenden Ausbildung oder einer abgeschlossenen Berufsausbildung erbringt, erhält auf Antrag ein Zeugnis über die Berechtigung zum Besuch der Fachhochschule (Fachhochschulreife).
Der Berufsausbildung gleichgestellt ist eine für das Studium an einer Fachhochschule förderliche Berufserfahrung von mindestens fünf Jahren.
Über den Antrag entscheidet die Schulaufsichtsbehörde.
(1) Für Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe in beruflichen Gymnasien gilt für die Einführungsphase die Stundentafel der Anlage 1 b.
§ 17 Abs. 2 Satz 2 gilt für das Wahlpflichtfach entsprechend.
1. im Berufsfeld I (Wirtschaft und Verwaltung) das Fach Wirtschaftswissenschaft,
2. in den Berufsfeldern II (Metalltechnik), III (Elektrotechnik) und IV (Bautechnik) das Fach Technik,
3. im Berufsfeld XII (Ernährung und Hauswirtschaft) das Fach Ernährungslehre mit jeweils mindestens 4 Punkten bewertet sein muss und
2. Wird Geschichte oder Politikwissenschaft als Referenzfach der fünften Prüfungskomponente gewählt, gelten die Bedingungen gemäß § 23 Abs. 8 Satz 3 auch dann als erfüllt, wenn im jeweiligen Fach nur der Kurs 3 und 4 belegt wurde.
3. In Rechnungswesen ist in den ersten beiden Kurshalbjahren zusätzlich zu den Verpflichtungen gemäß § 25 Abs. 1 je ein Pflichtgrundkurs zu belegen.
4. Es entfällt die Belegverpflichtung für die beiden Pflichtgrundkurse in Musik, Bildender Kunst oder Darstellendem Spiel gemäß § 25 Abs. 2, jedoch sind mindestens acht Pflichtkurse im Aufgabenfeld I zu belegen.
Darüber hinaus entfällt die Belegverpflichtung für die beiden Pflichtgrundkurse in den Fächern Physik oder Chemie gemäß § 25 Abs. 4.
Abweichend von Satz 1 Nr. 1 ist das Fach Wirtschaftswissenschaft am Oberstufenzentrum Banken und Versicherungen in der Einführungsphase als Wahlpflichtkurs, in der Qualifikationsphase als Leistungskursfach oder als drittes Prüfungsfach verbindlich.
1. Das Fach Technik (Schwerpunkt Metall- und Elektrotechnik) muss im Berufsfeld II, das Fach Technik (Schwerpunkte Elektrotechnik oder Technische Informatik oder Medientechnik) muss im Berufsfeld III und das Fach Technik (Schwerpunkt Bautechnik) muss im Berufsfeld IV als zweites Leistungskursfach gewählt werden.
3. Es entfällt die Belegverpflichtung für die beiden Pflichtgrundkurse in Musik, Bildender Kunst oder Darstellendem Spiel gemäß § 25 Abs. 2, jedoch sind mindestens acht Pflichtkurse im Aufgabenfeld I zu belegen.
4. Zusätzlich zu den Verpflichtungen gemäß § 25 Abs. 1 ist im Berufsfeld II und am Oberstufenzentrum für Informations- und Medizintechnik in den ersten beiden Kurshalbjahren je ein Pflichtgrundkurs in Wirtschaftswissenschaft zu belegen.
Darüber hinaus entfällt die Belegverpflichtung für die beiden Pflichtkurse in Physik oder Chemie gemäß § 25 Abs. 4.
2. Zusätzlich zu den Verpflichtungen gemäß § 25 Abs. 1 ist in den ersten beiden Kurshalbjahren je ein Pflichtgrundkurs in Wirtschaftswissenschaft zu belegen.
3. Es entfällt die Belegverpflichtung gemäß § 25 Abs. 2, jedoch sind mindestens acht Pflichtkurse im Aufgabenfeld I zu belegen.
Darüber hinaus entfällt die Verpflichtung gemäß § 25 Abs. 4, Grundkurse in Chemie oder Physik zu belegen.
§ 26 Abs. 3 Nr. 6 ist nicht anzuwenden.
(8) In den Fällen der §§ 6 und 7 soll die Schülerin oder der Schüler nur dann in die Qualifikationsphase aufgenommen werden, wenn sie oder er bereits die Einführungsphase des entsprechenden Berufsfeldes besucht hat.
Die andere dieser Sprachen muss in der Qualifikationsphase mit zwei Pflichtgrundkursen besucht werden, von denen einer in die Gesamtqualifikation einzubringen ist.
(1) Für Schülerinnen und Schüler, die sich im Schuljahr 2006/2007 im ersten und zweiten oder erstmals im dritten und vierten Kurshalbjahr befinden, gelten anstelle der Regelungen der § 26, § 29 Abs. 2, § 42 Abs. 2, § 45, § 13 Abs. 4 und Anlage 2 die Regelungen der § 17, § 19 Abs. 2, § 31 Abs. 2, § 33, § 40 Abs. 4 und Anlage 2 der Verordnung über die gymnasiale Oberstufe vom 26. April 1984 (GVBl. S. 723, 1170), zuletzt geändert durch Verordnung vom 18. März 2004 (GVBl. S. 180), bis zur Beendigung oder dem Verlassen des Bildungsganges.
Abweichend von § 44 Abs. 2 Satz 2 kann die Gruppenprüfung der Kolloquien der fünften Prüfungskomponente für die Schülerinnen und Schüler gemäß Satz 1 mit bis zu fünf Prüflingen durchgeführt werden.
Für Schülerinnen und Schüler, die im Schuljahr 2007/2008 das erste und zweite Kurshalbjahr durchlaufen, gilt § 45 Abs. 2 Satz 1 mit der Maßgabe, dass gemäß Nr. 3 in 19 der 24 Grundkurse jeweils mindestens fünf Punkte erreicht werden müssen und gemäß Nr. 4 höchstens drei der Leistungskurse mit weniger als 10 Punkten in zweifacher Wertung bewertet sein dürfen.
1. die im Schuljahr 2005/2006 erstmalig das Abitur nicht bestanden oder das erste und zweite Kurshalbjahr wiederholt haben oder
2. die im Schuljahr 2006/2007 das dritte und vierte Kurshalbjahr nach Rücktritt wiederholen, trifft die Schulaufsichtsbehörde ergänzend zu Absatz 1 Satz 1 und 2 hinsichtlich der Berücksichtigung der fünften Prüfungskomponente im Rahmen der Gesamtqualifikation die notwendigen Anordnungen.
(3) Wer in den Schuljahren 2006/2007 bis einschließlich 2009/2010 aus dem Gymnasium oder der Gesamtschule in die gymnasiale Oberstufe eintritt, geht abweichend von den Vorschriften der §§ 2 und 4 in die Einführungsphase über.
Im Einzelfall kann die Einführungsphase übersprungen werden, wenn auf Grund des Leistungsstandes eine erfolgreiche Mitarbeit in der Qualifikationsphase erwartet werden kann.
Über den Antrag entscheidet die Klassenkonferenz oder der Jahrgangsausschuss der in der Jahrgangsstufe 10 besuchten Schule.
Für Schülerinnen und Schüler gemäß Satz 1 findet § 5 Abs. 4 und § 20 Abs. 1 Satz 1 Halbsatz 2 keine Anwendung.
(4) Im Schuljahr 2006/2007 gelten anstelle der Anlagen 1 a und 1 b die Anlagen 1a und 1 b der Verordnung über die gymnasiale Oberstufe in der Fassung gemäß Absatz 1.
(5) Die §§ 46 und 47 sowie § 48 Abs. 6 bis 11 und Anlage 1 c der Verordnung über die gymnasiale Oberstufe in der Fassung gemäß Absatz 1 gelten für die dort genannten Schulen weiter.
(6) § 48 Abs. 1 bis 4 der Verordnung über die gymnasiale Oberstufe in der Fassung gemäß Absatz 1 gilt für Schülerinnen und Schüler der genannten Schulen, die spätestens im Schuljahr 2004/2005 in Jahrgangsstufe 5 des altsprachlichen Bildungsganges eingetreten sind, bis zur Beendigung oder dem Verlassen dieses Bildungsganges der dort genannten Schulen.
Gleichzeitig tritt die Verordnung über die gymnasiale Oberstufe in der Fassung gemäß § 49 Abs. 1 außer Kraft.
Anlage 1 a: Stundentafel der Einführungsphase am Gymnasium und an der Gesamtschule
Fach Wochenstunden Jahreswochenstunden
Weitere Fremdsprache a)
3 / 4 b)
1. Profilkurs
(Deutsch , eine spätestens in Jahrgangsstufe 9 begonnene
Fremdsprache, Mathematik oder eine Naturwissenschaft)
2. Profilkurs
29 / 30 b) 1160 / 1200
Wahlunterricht f)
ein weiterer Basis- oder Profilkurs je nach Fach 2 - 4 80 - 160
a) Die Fächer können jeweils auch als Basiskurs unterrichtet werden.
b) Im Fundamentalbereich werden alle Fremdsprachen mit drei Wochenstunden unterrichtet; die Wochenstundenzahl kann
im Rahmen der organisatorischen Möglichkeiten erhöht werden. Abweichend hiervon muss jede in der gymnasialen
Oberstufe begonnene zweite Fremdsprache mit vier Wochenstunden unterrichtet werden.
c) Geografie/Politikwissenschaft kann durch Wirtschaftswissenschaft oder Sozialwissenschaften ersetzt werden; in diesem
Fall können diese Fächer in Basiskursen unterrichtet werden.
d) Der Unterricht kann epochal mit 3 Wochenstunden in einem Halbjahr oder mit einem halbjährlich wechselnden Stun-
denansatz über das gesamte Schuljahr erteilt werden, wobei der Jahresdurchschnitt von 1,5 Wochenstunden zu gewähr-
leisten ist. Die Entscheidung trifft die Gesamtkonferenz.
e) Gemäß § 13 Abs. 5 und 7 des Schulgesetzes sind im Stundenplan wöchentlich zwei Stunden innerhalb der normalen
Unterrichtszeit für den Religions- oder Weltanschauungsunterricht freizuhalten.
f) Im Rahmen des Wahlunterrichtes kann, soweit die Schule dies zulässt, ein zusätzlicher Profilkurs oder ein zusätzlicher
Basiskurs besucht werden, für die uneingeschränkt die für die entsprechenden Kurse des Pflichtunterrichts geltenden
Vorschriften mit der Sonderregelung des § 17 Abs. 2 Satz 1 letzter Halbsatz anzuwenden sind. Darüber hinaus sind an-
dere fakultative, nicht mit Noten beurteilte Unterrichtsveranstaltungen wie Chor, Orchester, Sport oder Fördermaßnah-
men zulässig. Für die zusätzlichen Profil- und Basiskurse umfasst der Unterricht
Fundamentalbereich (Basiskurse)
Musik, Bildende Kunst oder
3 oder 4 Wochenstunden gemäß Anmerkung b
Wochenstunden / Jahreswochenstunden im Berufsfeld
technik VII
6/240 a)b)c)
Unterricht in einer zweiten
Französisch d)
(4/160) (4/160) (4/160) (4/160) (4/160) (4/160)
Erste Naturwissenschaft e)
Zweite Naturwissenschaft e)
Sport, Musik, Bildende
Kunst oder Informatik f)
Insgesamt g)h) 29/1160
b) Schwerpunkte in der Qualifikationsphase sind Elektrotechnik, Medientechnik oder Technische Informatik.
c) Die Einführungsphase schließt Grundlagen der Informatik, Informations-, Kommunikations- und Medientechnik ein.
d) Der Unterricht in der zweiten Fremdsprache ist Pflichtunterricht für alle Schülerinnen und Schüler, die nicht vom Beginn der Jahrgangsstufe 7 bis zum Abschluss der Jahrgangsstufe 10 in einer zweiten Fremdsprache unterrichtet wurden. Bei ausreichender Beteiligung sind im Rahmen des organisatorisch Möglichen auch andere Fremdsprachen gemäß § 19
oder fakultativer Unterricht in einer zusätzlichen Fremdsprache zulässig.
e) Eines der Fächer Physik, Chemie oder Biologie ist zu wählen.
f) Informatik ist nur in den Berufsfeldern Bautechnik und Chemie, Physik und Biologie wählbar.
g) Gemäß § 13 Abs. 5 und 7 des Schulgesetzes sind im Stundenplan wöchentlich zwei Stunden innerhalb der normalen
Unterrichtszeit für den Religions- und Weltanschauungsunterricht freizuhalten.
h) Im Rahmen des Wahlunterrichts kann, soweit die Schule dies zulässt, zusätzlich eines der im Wahlpflichtunterricht aufgeführten Fächer oder eine weitere Fremdsprache besucht werden; hierfür gelten dann uneingeschränkt die Regelungen - insbesondere über die Leistungsbewertung und Versetzung - , die für die übrigen Wahlpflichtfächer gelten. Darüber hinaus sind weitere fakultative Unterrichtsveranstaltungen zulässig.
i) An den Oberstufenzentren Informations- und Medientechnik und Maschinen- und Fertigungstechnik wird in der Fachpraxis des Berufsfeldes III Informationstechnik und Wirtschaftswissenschaft integriert unterrichtet.
Anlage 3: Tabelle zur Ermittlung der Abiturdurchschnittsnote
Punkte Durchschnitts-
1,0 900 – 823 2,0 660 – 643 3,0 480 – 463
1,1 822 – 805 2,1 642 – 625 3,1 462 – 445
1,2 804 – 787 ,2, 624 – 607 3,2 444 – 427
1,3 786 – 769 2,3 606 – 589 3,3 426 – 409
1,4 768 – 751 2,4 588 – 571 3,4 408 – 391
1,5 750 – 733 2,5 570 – 553 3,5 390 – 373
1,6 732 – 715 2,6 552 – 535 3,6 372 – 355
1,7 714 – 697 2,7 534 – 517 3,7 354 – 337
1,8 696 – 679 2,8 516 – 499 3,8 336 – 319
1,9 678 – 661 2,9 498 – 481 3,9 318 – 301
Anlage 4: Tabelle zur Ermittlung der Durchschnittsnote für den schulischen Teil der Fachhochschulreife
1,0 285-261 2,0 209-204 3,0 152-147
1,1 260-255 2,1 203-198 3,1 146-141
1,2 254-249 ,2, 197-192 3,2 140-135
1,3 248-244 2,3 191-187 3,3 134-130
1,4 243-238 2,4 186-181 3,4 129-124
1,5 237-232 2,5 180-175 3,5 123-118
1,6 231-227 2,6 174-170 3,6 117-113
1,7 226-221 2,7 169-164 3,7 112-107
1,8 220-215 2,8 163-158 3,8 106-101
1,9 220-215 2,9 157-153 3,9 100-96

References: § 28
 § 14
 § 15
 § 39
 § 58
 § 59
 § 60
 § 129

§ 4

§ 5

§ 24

§ 38
 § 58
 § 57
 § 16
 § 5
 § 15
 § 25
 § 23

§ 3
 § 26
 § 26
 § 10
 § 26
 § 2
 § 29
 § 35
 § 36
 § 26
 § 39
 § 2
 § 39
 § 45
 § 43
 § 26
 § 25
 § 25
 § 10

§ 17
 § 23
 § 25
 § 25
 § 25
 § 25
 § 25
 § 25
 § 25
 § 25
 § 25

§ 26
 § 26
 § 29
 § 42
 § 45
 § 13
 § 17
 § 19
 § 31
 § 33
 § 40
 § 44
 § 45
 § 5
 § 20
 § 48
 § 48
 § 49
 § 13
 § 17
 § 19
 § 13