Source: https://www.jugendhilfe-eltmann.de/stationaerer-bereich/betreutes-wohnen/innenbetreutes-wohnen-2/
Timestamp: 2020-08-08 22:50:23+00:00

Document:
Wohngemeinschaften (WGM) für Jugendliche und Junge Volljährige – Kinder und Jugendhilfe St. Josef
Die Wohngemeinschaften befinden sich in angemieteten Wohnungen in Eltmann bzw. in Ebelsbach. Eine Wohngemeinschaft besteht in der Regel aus drei Jugendlichen bzw. jungen Volljährigen. Es stehen 5 Wohngemeinschaften zur Verfügung.
Es können junge Menschen, auch unbegleitete minderjährige Asylsuchende umA, ab einem Alter von ca. 17 Jahren aufgenommen werden. Die Jugendlichen werden in getrenntgeschlechtlichen Wohngemeinschaften untergebracht. Die Jugendlichen bringen ein gewisses Maß an Selbstständigkeit und Zuverlässigkeit mit und die beteiligten Fachkräfte und die Sorgeberechtigten stimmen dieser Art der Betreuung zu.
Zugrundeliegende Paragrafen aus dem SGB VIII:
§ 42 : Inobhutnahme
§ 27 : Hilfe zur Erziehung
§ 34 : Heimerziehung
§35a: Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche
§ 36 : Mitwirkung, Hilfeplan
§ 41 : Hilfe für junge Volljährige
§ 30 : Erziehungsbeistandschaft (für die Nachbetreuung)
Die Jugendlichen werden in der Regel von pädagogischem Fachpersonal täglich nach einem festgelegten Stundenumfang betreut (Diplompädagoge/-pädagogin, Sozialpädagoge/-pädagogin, Lehrer/in, Erzieher/in, Kinderpfleger/in und Sozialpfleger/in). Ergänzend sind Mitarbeiter/innen mit fachverwandten Qualifikationen zugeteilt (Dolmetscher/in, Studierende, Krankenpfleger/in etc.). Die Steuerung der aufgestellten Maßnahmen erfolgt über die Erziehungsleitung. Jede/r Jugendliche bekommt eine/n Bezugserzieher/in zugeteilt, welche/r für das Aufstellen des Betreuungsvertrages und die Arbeit an den hier definierten Zielen zuständig ist.
Begleitung des Asylverfahrens bei umA
Stabilisierung und Vorbereitung auf ein selbständiges Leben
Integration in die Gesellschaft und in den Arbeitsmarkt
Anbindung an die Stammeinrichtung in struktureller und fachlicher Hinsicht
Vermittlung gesellschaftlicher Grundwerte
- in religiöser Hinsicht
- in gesellschaftspolitischer Hinsicht
- in bildungspolitischer Hinsicht
- in rechtlicher Hinsicht
Bestmögliche sprachliche, schulische und berufliche Förderung
Transparenz herstellen bei der Aufarbeitung psychodynamischer Prozesse
Stärkung der Fähigkeit zur Bewältigung von Konflikten, im Umgang mit Frustrationen
Vergangenheitsbewältigung, Stärkung der Beziehungsfähigkeit
Von der äußeren zur inneren Struktur: Orientierungshilfen und Strukturhilfe
Fähigkeit zur eigenen Lebensplanung, Entwicklung von persönlichen Zielen und sich daraus ergebenden Handlungsstrategien
Auseinandersetzung mit Grenzen, Grenzen akzeptieren lernen, eigene Grenzen erfahren
Hilfen bei der Aufarbeitung von Gewalterfahrungen
Adäquater Umgang mit Suchtmitteln
Körpergefühl, Akzeptanz, Körpererleben, Sexualität, Verhütung
Lebenspraktische Fähigkeiten, Alltagsorientierung
Hilfen bei der Entwicklung einer stabileren Persönlichkeit
Mit jedem/jeder Jugendlichen wird ein individueller Betreuungsvertrag erstellt, welcher die Ziele und deren Umsetzung, strukturierende Maßnahmen, Freizeit-pädagogische Maßnahmen, den beruflich-schulischen Bereich, sowie die Aufstellung von Tages- und Wochenplänen beinhaltet.
Individuelle Betreuung zur Verselbständigung des/der Jugendlichen
Individuelle Betreuung bezüglich der Lebenspraxis
Individuelle Betreuung bezüglich des Spracherwerbs bei umA
Koordination der Interventionen/ interdisziplinäre Zusammenarbeit/ externe Partner
Demokratische Prozesse/ Partizipation/ Gruppenarbeit
Eltern/ Familienarbeit soweit möglich
Es besteht eine Vernetzung zu unserer Stammeinrichtung sowie allen wichtigen Schulen, wie Mittelschule, Realschule, Gymnasium, Förderzentrum, Schule zur Erziehungshilfe und Berufsschule (BIK = Berufsintegrationsklasse für umA). Mittel- und Realschule befinden sich in der Nähe der Stammeinrichtung.
UmA: Die Stammeinrichtung verfügt über eine eigene Beschulung, in welche umA Bewohner der WGM bei Bedarf integriert werden können. Die Beschulung hat das Ziel die Jugendlichen direkt nach der Aufnahme mit dem Schwerpunkt des Erwerbs der deutschen Sprache zu beschulen und auf den Unterricht in einer regulären Schule vorzubereiten.
Eigene Beschulung für umA
Fußball, Kegeln
Gemeinschaftliche Tagesausflüge
Vielfältige weitere Freizeitmöglichkeiten im Stammhaus
Integration in die örtlichen Vereine
Intern: Möglichkeit zur Ausbildung zum/zur Fachpraktiker/in Hauswirtschaft, Hauswirtschafter/in
Gute Vernetzung mit umliegenden Handwerksbetrieben

References: § 42

§ 27

§ 34

§35

§ 36

§ 41

§ 30