Source: https://www.lra-aoe.de/gesundheit/trinkwasserhygiene
Timestamp: 2017-03-29 11:07:55+00:00

Document:
Trinkwasserhygiene - Gesundheit - Landratsamt Altötting
Aufgaben aus dem GeschäftsverteilungsplanGesundheitliche Belange von Trink- und Abwassereinrichtungen, Schwimm- und Badegewässern
Wasserqualität der Badeseen im LandkreisSie können sich hier über die aktuelle Wasserqualität der Badeseen im Landkreis informieren!
Informationen zum Vollzug der Trinkwasserverordnung (TrinkwV)Gesetz:
Trinkwasserverordnung soll die Qualität des Wassers schützen und verbessern.
Sie basiert auf dem deutschen Infektionsschutz-Gesetz und der
EG-Trinkwasserrichtlinie.Zweck der
Verordnung ist es, die menschliche Gesundheit vor den nachteiligen Einflüssen,
Gebrauch bestimmt ist, durch Gewährleistung seiner Genusstauglichkeit und
Reinheit nach Maßgabe der folgenden Vorschriften zu schützen.
Novellierte TrinkwV
Grundlagen, Empfehlungen und Regelwerke siehe auch unter: Internetseite
Umweltbundesamt (UBA) Die TrinkwV unterscheidet gemäß § 3 u. a.
folgende Wasserversorgungsanlagen a) zentrale Wasserwerke (a-Anlagen)Anlagen
einschließlich des dazugehörenden Leitungsnetzes, aus denen pro Tag mindestens
10 Kubikmeter Trinkwasser entnommen oder auf festen Leitungswegen an
Zwischenabnehmer geliefert werden oder aus denen auf festen Leitungswegen
Trinkwasser an mindestens 50 Personen abgegeben wird b) dezentrale kleine Wasserwerke (b-Anlagen)
einschließlich des dazugehörigen Leitungsnetzes, aus denen pro Tag weniger als
10 Kubikmeter Trinkwasser entnommen oder im Rahmen einer gewerblichen oder
öffentlichen Tätigkeit genutzt werden, ohne dass eine Anlage nach Buchstabe a
oder Buchstabe c vorliegt c) Kleinanlagen zur Eigenversorgung
(c-Anlagen) Anlagen einschließlich der dazugehörigen
Trinkwasser- Installation, aus denen pro Tag weniger als 10 Kubikmeter
Trinkwasser zur eigenen Nutzung entnommen werden e) ständige Wasserverteilung (Trinkwasser-Hausinstallationen)Anlagen der Trinkwasser- Installation,
aus denen Trinkwasser aus einer Anlage nach Buchstabe a oder Buchstabe b an
Verbraucher abgegeben wird Weiterführende Informationen: Zentrale Wasserwerke (a-Anlagen)Probenahmeplanung:Gemäß § 19
Abs. 2 TrinkwV 2001 ist das Gesundheitsamt verpflichtet, für alle
Wasserversorgungsanlagen nach § 3 Nr. 2 a TrinkwV einen Probennahmeplan zu
erstellen, der die Erfüllung der Berichtspflicht gemäß § 21 TrinkwV
sicherstellt. Dazu ist im
jeweiligen Probennahmeplan festzulegen: 1. die Häufigkeit von Untersuchungen (gemäß Anlage 4 TrinkwV) 2. der Untersuchungsumfang für die routinemäßigen und umfassenden
Untersuchungen sowie 3. der Untersuchungszeitpunkt und die ProbennahmestelleVorlagen für Probennahmeplan und
Jährlichen Trinkwasserbericht sowie Informationen zur elektronischen
Befundübermittlung (SEBAM)Vorlage Probenahmeplan PSM-Konzept Pflanzenschutzmittel
und deren Metaboliten sind sowohl im Trink- als auch im Roh- und Grundwasser
unerwünschte Kontaminanten. Wie die PSM-Wirkstoffe können auch deren
Abbauprodukte u. U. toxikologische Wirkungen oder biologische Aktivität
aufweisen. Um frühzeitig negative Veränderungen in dem für Trinkwasserzwecke
gewonnenen Grundwasser bzw. im Trinkwasser zu erkennen und frühzeitig
Abhilfemaßnahmen ergreifen zu können, ist es notwendig, dieses Wasser
regelmäßig auf Spuren von Pflanzenschutzmittelwirkstoffen und deren Metabolitenzu
untersuchen. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Bevölkerung mit
einwandfreiem Trinkwasser versorgt wird.Für die
Betreiber einer Trinkwassergewinnungsanlagen besteht deshalb nach der
Eigenüberwachungs- sowie der Trinkwasserverordnung die Verpflichtung, ihr Roh-
und Trinkwasser auf diejenigen PSM zu untersuchen, die in größeren Mengen
und/oder über längere Zeiträume im Einzugsgebiet angewendet werden bzw. die
aufgrund der dortigen landwirtschaftlichen Nutzungen oder bei jetzt verbotenen
Mitteln als Folge des früheren Einsatzes vorhanden sein können. Neben den
PSM-Wirkstoffen sind dabei auch deren Abbauprodukte zu berücksichtigen, die
persistenter, toxischer und grundwassergängiger als die Ausgangswirkstoffe sein
können (relevante Metaboliten).Gemeinsam
mit dem Wasserwirtschaftsamt wurde für Ihre Wassergewinnungsanlage (WGA) ein
spezifisches Untersuchungsprogramm erarbeitet. Gesamtliste
Pflanzenschutzmittel für den Lkr. AÖ (dezentrale
kleine Wasserwerke (b-Anlagen)Informationen folgen… Ständige Wasserverteilung
(Trinkwasser -Hausinstallationen)Untersuchung auf Legionellen Welche Untersuchungspflichten auf
Legionellen bestehen nach TrinkwV?Der
Unternehmer und der sonstige Inhaber, der eine mobile oder ortsfeste
Trinkwasser-Installation betreibt, hat diese auf Legionella spec. zu
untersuchen, wenn• sich darin eine
Großanlage* zur Trinkwassererwärmung befindet• und Duschen oder andere
aerosolerzeugende Einrichtungen (z.B. Whirlwanne) darin vorhanden sind,• und wenn daraus
Trinkwasser im Rahmen einer gewerblichen und/oder öffentlichen Tätigkeit
abgeben wird.Die
Untersuchungen müssen gemäß § 14 Absatz 3 TrinkwV erfolgen und zwar ohne
Veranlassung durch das Gesundheitsamt. Es gelten die zeitlichen Vorgaben gemäß
Anlage 4 TrinkwV:• Anlagen (öffentliche
Tätigkeit): mindestens jährlich• Anlagen (gewerbliche Tätigkeit):
mindestens alle 3 Jahre, Erstuntersuchung spätestens bis 31.12.2013 *Eine
Großanlage zur Trinkwassererwärmung ist definiert als eine Anlage mita. Speicher-Trinkwassererwärmer oder
zentralem Durchfluss-Trinkwassererwärmer jeweils mit einem Inhalt von mehr als
400 Litern oderb. einem Inhalt von mehr als 3 Litern in
mindestens einer Rohrleitung zwischen Abgang des Trinkwassererwärmers und
Entnahmestelle; nicht berücksichtigt wird der Inhalt einer Zirkulationsleitung.
Bei neueren Anlagen kann der Planer oder Ersteller diese Angaben i.d.R. exakt
aus der Rohrnetzberechnung entnehmen. Bei älteren und kleineren Anlagen ist oft
nur eine grobe Abschätzung anhand der sichtbaren Rohrdurchmesser und des
Abstands zur entferntesten Zapfstelle möglich. Beispielsweise würde eine
Großanlage bei einer Nennweite DN 15 (= ½’’ Stahlrohr oder 18 x 1 Kupferrohr)
bei Rohrlängen ab 15 m vorliegen, bei DN 25 (1’’ oder 28 x 1,5) bereits ab etwa
5,17 m Rohrlänge. Wie wirkt sich die Änderung der
Trinkwasserverordnung in 2012 in Bezug auf die Legionellen-Untersuchung und –Bewertung
aus?2. Änderung der Trinkwasserverordnung vom Dez. 2012 – Legionellen-Untersuchung und –bewertung Legionellen – die am häufigsten
gestellten Fragen http://www.lgl.bayern.de/gesundheit/hygiene/wasser/legionellen.htm Systemische Untersuchungen von
Trinkwasser-Installationen auf Legionellen nach Trinkwasserverordnung
(Empfehlung des Umweltbundesamtes) https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/419/dokumente/internet-legionellen-empfehlung.pdf Überschreitung des technischen Maßnahmenwertes -
Anzeige einer Überschreitung des technischen Maßnahmenwertes (TMW) für
Legionellen gemäß § 16 Abs.1 und der Maßnahmen nach § 16 Abs. 7 TrinkwV 2001Anzeigeformular Empfehlungen für die Durchführung
einer Gefährdungsanalyse gemäß Trinkwasserverordnung des Umweltbundesamteshttp://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/419/dokumente/empfehlungen_gefaehrdungsanalyse_trinkwv.pdfMeldepflichten gemäß
Trinkwasserverordnung§
13 Trinkwasserverordnung - Anzeigepflichten Dem
Gesundheitsamt ist schriftlich anzuzeigen: 1. die Errichtung einer Wasserversorgungsanlage spätestens vier Wochen im Voraus;
2. die erstmalige Inbetriebnahme oder die Wiederinbetriebnahme einer
Wasserversorgungsanlage spätestens vier Wochen im Voraus sowie die Stilllegung
einer Wasserversorgungsanlage oder von Teilen von ihr innerhalb von drei Tagen;
3. die bauliche oder betriebstechnische Veränderung an Trinkwasser führenden
Teilen einer Wasserversorgungsanlage, die auf die Beschaffenheit des
Trinkwassers wesentliche Auswirkungen haben kann, spätestens vier Wochen im
Voraus; 4. der Übergang des Eigentums oder des Nutzungsrechts an einer Wasserversorgungsanlage
auf eine andere Person spätestens vier Wochen im Voraus; 5. die Errichtung oder Inbetriebnahme einer Wasserversorgungsanlage sowie die
voraussichtliche Dauer des Betriebes so früh wie möglich.Meldeformulare für anzeigepflichtige
Anlagen gemäß TrinkwasserverordnungMeldeformular
einer Wasserversorgungsanlage allgemein gemäß § 13 Abs.2 Nr.1-3 TrinkwV in der jeweils gültigen Fassunghttp://www.lgl.bayern.de/downloads/gesundheit/hygiene/doc/meldeformular_13_abs2_nr1_3_wvaallg_trinkwv2011.pdfMeldeformular
einer mobilen, nicht ortsfesten Anlage gemäß § 13 Abs. 2 Nr. 4 TrinkwV in der
jeweils gültigen Fassunghttp://www.lgl.bayern.de/downloads/gesundheit/hygiene/doc/meldeformular_13_abs2_nr4_mobile_trinkwv2011.pdfMeldeformular
einer Trinkwasser-Installation bei öffentlicher Tätigkeit* gemäß § 13 Abs.2
Nr.5 TrinkwV in der jeweils gültigen
Fassunghttp://www.lgl.bayern.de/downloads/gesundheit/hygiene/doc/meldeformular_13_abs2_nr5_hioeffentl_trinkwv2011.pdfMeldeformular
einer zeitweisen Wasserverteilungsanlage gemäß § 13 Abs. 2 Nr. 6 TrinkwV in der
jeweils gültigen Fassunghttp://www.lgl.bayern.de/downloads/gesundheit/hygiene/doc/meldeformular_13_abs2_nr6_leit_trinkwv2011.pdfMeldeformular
einer zusätzlichen NICHT-Trinkwasseranlage gemäß § 13 Abs.4 TrinkwV in der jeweils gültigen Fassunghttp://www.lgl.bayern.de/downloads/gesundheit/hygiene/doc/meldeformular_13_abs4_nichttrinkw_trinkwv2011.pdf
Trinkwasseruntersuchungsstellen –
Labore Bayerische
Landesliste für Trinkwasseruntersuchungsstellen
Bayerische Liste von UntersuchungsstellenAkkreditierte
und zugelassene Untersuchungsstellen zur Bestimmung von Radionukliden im
Trinkwasserhttp://www.lgl.bayern.de/downloads/gesundheit/hygiene/doc/radionuklide_trinkw_akkreditierte_untersuchungsstellen.pdf
Perfluorierte Tenside (PFT)PFT-Messwerte (perfluorierte Tenside) im TrinkwasserInformationen über PFT-Messwerte (perfluorierte Tenside) im Trinkwasser des Landkreises Altötting, entnehmen Sie bitte folgendem Link des Bayerischen Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL).
Perfluoroktansäure (PFOA)-HumanbiomonitoringZur Produktion von
Fluorpolymeren wurde im Chemiepark Gendorf ab Ende der 60er Jahre Perfluoroktansäure
(PFOA) als Hilfsstoff (Emulgator) verwendet. Dieser Stoff wird in Gendorf seit 2003 nicht
mehr hergestellt und seit 2008 nach der Entwicklung eines Ersatzstoffes (ADONA))
nicht mehr verwendet. Aufgrund ihrer thermischen
und chemischen Stabilität sowie ihrer Beständigkeit gegen UV-Strahlung und
Verwitterung gehört PFOA zu den langlebigen und schwer abbaubaren Stoffen. PFOA
war in Gendorf über das Abwasser in die Alz gelangt, wurde aber auch über die
Abluft in die Atmosphäre abgeben und als Niederschlag im Boden abgelagert.
Durch Auswaschung durch versickernde Niederschläge gelangt PFOA ins Grundwasser
und kann über den Grundwasserstrom Trinkwasserversorgungseinrichtungen
erreichen. Über das Trinkwasser wurde PFOA dann von den Menschen aufgenommen.Um die aus der
Trinkwasserbelastung resultierende Belastung der Menschen durch Per- und
polyfluorierte Verbindungen (PFAS) abschätzen zu können, wurden im Rahmen eines
Humanbiomonitorings Plasmaproben von 26 Blutspendern aus Emmerting untersucht,
die im Sommer 2015 Blut gespendet
hatten. Außerdem wurden 60 historische Proben aus Emmerting des Jahres 2009 untersucht:Während für Perfluoroktansulfonat
(PFOS) eine deutliche Abnahme der Blutkonzentrationen zu beobachten ist (2009:
Median 6,0 µg/l; 2015:; Median 2,4 µg/l), trifft dies bei PFOA nur auf die
Spitzengehalte zu, während sich im Median ( 2009: 15,6 µg/l; 2015: 26,9 µg/l)
keine rückläufige Tendenz beobachten lässt. (Der Median einer
Auflistung von Zahlenwerten ist der Wert, der an der mittleren, zentralen
Stelle steht, wenn man die Werte der Größe nach sortiert.) ADONA wird
überwiegend nur im Bereich der Bestimmungsgrenze gefunden.Der Humanbiomonitoring-Wert-1
(HBM-1-Wert) für PFOA von 2 µg/l Blutplasma wurde in 85 von 86
untersuchten Blutproben von Blutspendern aus der Gemeinde Emmerting der Jahre
2009 bzw. 2015 überschritten. Dieser HBM-1-Wert war 2016 im Rahmen einer
Neubewertung von PFOS und PFOA durch die Kommission Humanbiomonitoring am
Umweltbundesamt abgeleitet worden. Die Neubewertungen war insbesondere deshalb
notwendig geworden, da epidemiologische Studien reproduzierbare Effekte auf die
Schilddrüse, das Immunsystem und die Reproduktion (Fortpflanzung) in sehr
niedrigen Dosisbereichen ergeben haben.Die Ergebnisse der Untersuchungen von
Blutproben aus Emmerting und Passau sowie einer Kontrollgruppe aus München mit
toxikologischer Bewertung wurden vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und
Lebensmittelsicherheit (LGL) veröffentlicht (http://www.lgl.bayern.de/downloads/gesundheit/arbeitsplatz_umwelt/doc/adona_sachstandsbericht.pdf). Auf den
Seiten des LGL finden sich auch weiterführende Informationen zu Per- und polyfluorierte Verbindungen (PFAS)
einschließlich deren Ersatzprodukte (http://www.lgl.bayern.de/lebensmittel/chemie/kontaminanten/pfas/index.htm

References: § 3
 § 19
 § 3
 § 21
 § 14
 § 16
 § 16
 § 13
 § 13
 § 13
 § 13
 § 13