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Timestamp: 2020-04-02 04:08:09+00:00

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OVG Nordrhein-Westfalen, 19.12.1995 - 11 A 2734/93 - dejure.org
OVG Nordrhein-Westfalen, 19.12.1995 - 11 A 2734/93
https://dejure.org/1995,9627
OVG Nordrhein-Westfalen, 19.12.1995 - 11 A 2734/93 (https://dejure.org/1995,9627)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 19.12.1995 - 11 A 2734/93 (https://dejure.org/1995,9627)
OVG Nordrhein-Westfalen, Entscheidung vom 19. Dezember 1995 - 11 A 2734/93 (https://dejure.org/1995,9627)
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Bauordnungsrechtliche Nutzungsuntersagung; Transportunternehmen; Außenbereich; Verbot auf Dauer; Letzte mündliche Verhandlung; Zeitpunkt der rechtlichen Überprüfung; Erledigung eines Verwaltungsaktes; Wegfall der beschwerenden Regelung; Klägerinteresse; Beweislast
VG Minden, 29.06.1993 - 1 K 195/93
Die untersagte Nutzung hat zu keinem Zeitpunkt seit ihrer Aufnahme bis zum maßgeblichen Zeitpunkt der letzten mündlichen Verhandlung öffentlich-rechtlichen Vorschriften entsprochen (vgl. zu diesem Erfordernis" das sich aus der Eigenschaft einer Nutzungsuntersagung als Dauerverwaltungsakt ergibt: OVG NW" U.v. 19.12.1995 - 11 A 2734/93 - UPR 1996" 458;… Decker in Simon/Busse a.a.O. Art. 76 Rn. 291).
vgl.OVG NRW, Urteil vom 19. Dezember 1995 - 11 A 2734/93 -, juris, Rn. 23.
Eine Nutzungsuntersagungsverfügung stellt einen Dauerverwaltungsakt dar, weil sie nicht nur das Gebot enthält, die beanstandete Nutzung (einmalig) einzustellen, sondern auch das Verbot, auf Dauer dieselbe oder eine vergleichbare Nutzung dort wieder aufzunehmen (vgl. auch OVG NW, Urt. v. 19.12.1995 - 11 A 2734/93 -, UPR 1996, 458 [nur Leitsatz], RdNr. 13 in Juris).
Da das Bauordnungsrecht keine Aussage über den maßgeblichen Zeitpunkt trifft, ist eine - ursprünglich rechtmäßige - Nutzungsuntersagung auf eine Anfechtungsklage hin aufzuheben, wenn die untersagte Nutzung nach einer dem Betroffenen günstigen Änderung der Verhältnisse materiell baurechtmäßig geworden ist (vgl. BVerwG, Beschl. v. 23.01.1989 - 4 B 132.88 -, Juris, RdNr. 6; OVG NW, Urt. v. 19.12.1995, a.a.O.;… BayVGH, Urt. v. 19.02.1999 - 14 B 98.296 -, Juris, RdNr. 14).
Für die gerichtliche Aufhebung eines solchen Verwaltungsakts ist anerkannt, dass es für die Beurteilung seiner Rechtmäßigkeit abweichend von den sonst für Anfechtungsklagen geltenden Grundsätzen nicht auf den Zeitpunkt der letzten Behördenentscheidung, sondern auf den der gerichtlichen Entscheidung ankommt (…BVerwG, Urt. v. 29.9.1994 - 3 C 1.93 - BVerwGE 96, 372;… Urt. v. 28.1.1988 - 3 C 48.85 - NJW 1988, 2056; OVG Nordrhein-Westfalen, Urt. v. 19.12.1995 - 11 A 2734/93 - UPR 1996, 458;… Eyermann/J. Schmidt, VwGO, 11. Aufl., § 113 Rn. 48).
Insoweit ist zu berücksichtigen, daß sich die Baueinstellung nicht in ihrem Erlaß erschöpft, sondern das andauernde Verbot beinhaltet, die Bauarbeiten wieder aufzunehmen (vgl. § 76 Abs. 2 ThürBO und VGH Baden-Württemberg, Beschluß vom 10. Dezember 1993 - 3 S 507/93 - zitiert nach JURIS; ferner zur Nutzungsuntersagung OVG Münster, Urteil vom 19. Dezember 1995 - 11 A 2734/93 - UPR 1996, 458 - nur Leitsatz -).
Dabei kann letztlich offenbleiben, welcher Zeitpunkt für die Prüfung der Rechtmäßigkeit der hier streitgegenständlichen Nutzungsuntersagung maßgeblich ist, vgl. hierzu z. B. BVerwG, Beschluss vom 23. Januar 1989 - 4 B 132.88 -, OVG NRW, Urteil vom 19. Dezember 1995 - 11 A 2734/93 - BayVGH, Urteil vom 19. Februar 1999 - 14 B 98.296 -, jeweils zitiert nach juris; vgl. auch VGH Baden-Württemberg, Urteil vom 24. Juli 2002 - 5 S 149/01 -, juris (RdNr. 22), wonach für die Beurteilung der Sach- und Rechtslage maßgebend auf den Zeitpunkt der gerichtlichen Entscheidung abzustellen sei, soweit es um die tatbestandlichen Voraussetzungen der Eingriffsnorm gehe, während für die Beurteilung der Rechtmäßigkeit der Ermessensbetätigung auf den Zeitpunkt der letzten Behördenentscheidung abzustellen sei.
vgl. OVG NRW, Urteile vom 6. September 1993 - 11 A 694/90 -, a.a.O., und vom 19. Dezember 1995 - 11 A 2734/93 -, juris (RdNr.32).
vgl. OVG NRW, Urteil vom 19. Dezember 1995 - 11 A 2734/93 - zur Nutzungsuntersagung.
Dies gilt jedenfalls seit durch die erste Abänderung mit Schriftsatz der Beklagten vom 11. Juli 2011 die getroffenen Anordnungen erst für die noch in der Zukunft liegende Zeit nach Bestandskraft der Ordnungsverfügung Geltung beanspruchen, vgl. insbesondere zur vergleichbaren Lage einer noch nicht vollzogenen baurechtlichen Nutzungsuntersagung/Beseitigungsverfügung OVG NRW, Urteil vom 19. Dezember 1995 - 11 A 2734/93 -, juris, Rn. 13; Kopp/Schenke, VwGO, 19. Aufl., § 113, Rn. 45; Eyermann, VwGO, 13. Aufl., Rn. 53; wohl auch Wolff, in: Sodan/Ziekow, VwGO, 3. Aufl., § 113, Rn. 123 f.
Die untersagte Nutzung hat zu keinem Zeitpunkt seit Errichtung des Gebäudes bis zum maßgeblichen Zeitpunkt der letzten mündlichen Verhandlung öffentlich-rechtlichen Vorschriften entsprochen (vgl. zu diesem Erfordernis, das sich aus der Eigenschaft einer Nutzungsuntersagung als Dauerverwaltungsakt ergibt: OVG NW" U.v. 19.12.1995 - 11 A 2734/93 - UPR 1996" 458;… Decker in Simon/Busse a.a.O. Art. 76 Rn. 291).
OVG Berlin-Brandenburg, 02.10.2018 - 10 S 75.17
Maßgebliche Sach- und Rechtslage bei Beurteilung einer Nutzungsuntersagung; …
VG Köln, 25.10.2019 - 23 L 2050/19
VG München, 28.08.2019 - M 9 K 16.5910
Störerauswahl bei zweckentfremdungsrechtlichem Grundbescheid

References: Art. 76
 § 113
 § 76
 § 113
 § 113
 Art. 76